ULTRADRIVE PRO DCX2496

Bedienungsanleitung
ULTRADRIVE PRO DCX2496
Ultra High-Precision Digital 24-Bit/96 kHz
Loudspeaker Management System
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Inhaltsverzeichnis
Danke............................................................................... 2
Wichtige Sicherhteitshinweise...................................... 3
HAFTUNGSAUSSCHLUSS................................................ 3
Eingeschränkte Garantie................................................ 3
1. Einführung.................................................................. 4
2. Bedienungselemente................................................. 4
3. Schnelleinstieg........................................................... 6
4. Menüstruktur und Editierung................................... 7
5. Audioverbindungen................................................. 18
6. Anwendungen.......................................................... 18
7. Technische Daten...................................................... 31
8. Block Diagram........................................................... 32
9. Menu Structure......................................................... 34
Danke
Vielen Dank für Ihr Vertrauen, das Sie uns mit dem Kauf der ULTRADRIVE PRO
DCX2496 geschenkt haben. Bei diesem Gerät handelt es sich um ein sehr
hochwertiges, digitales Lautsprecher-Management-System, optimal geeignet für
Live- und Studio­anwendungen.
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Wichtige
Sicherhteitshinweise
Vorsicht
Die mit dem Symbol markierten
Anschlüsse führen so viel Spannung,
dass die Gefahr eines Stromschlags besteht.
Verwenden Sie nur hochwertige, professionelle
Lautsprecherkabel mit vorinstallierten 6,35 mm
MONO-Klinkensteckern oder Lautsprecherstecker
mit Drehverriegelung. Alle anderen Installationen
oder Modifikationen sollten nur von qualifiziertem
Fachpersonal ausgeführt werden.
Achtung
Um eine Gefährdung durch Stromschlag
auszuschließen, darf die Geräteabdeckung
bzw. Geräterückwand nicht abgenommen werden.
Im Innern des Geräts befinden sich keine vom Benutzer
reparierbaren Teile. Reparaturarbeiten dürfen nur von
qualifiziertem Personal ausgeführt werden.
Achtung
Um eine Gefährdung durch Feuer bzw.
Stromschlag auszuschließen, darf dieses
Gerät weder Regen oder Feuchtigkeit ausgesetzt werden
noch sollten Spritzwasser oder tropfende Flüssigkeiten
in das Gerät gelangen können. Stellen Sie keine mit
Flüssigkeit gefüllten Gegenstände, wie z. B. Vasen,
auf das Gerät.
Achtung
Die Service-Hinweise sind nur durch
qualifiziertes Personal zu befolgen.
Um eine Gefährdung durch Stromschlag zu vermeiden,
führen Sie bitte keinerlei Reparaturen an dem Gerät
durch, die nicht in der Bedienungsanleitung beschrieben
sind. Reparaturen sind nur von qualifiziertem
Fachpersonal durchzuführen.
1. Lesen Sie diese Hinweise.
2. Bewahren Sie diese Hinweise auf.
3. Beachten Sie alle Warnhinweise.
4. Befolgen Sie alle Bedienungshinweise.
5. Betreiben Sie das Gerät nicht in der Nähe von Wasser.
6. Reinigen Sie das Gerät mit einem trockenen Tuch.
7. Blockieren Sie nicht die Belüftungsschlitze. Beachten
Sie beim Einbau des Gerätes die Herstellerhinweise.
8. Stellen Sie das Gerät nicht in der Nähe von
Wärmequellen auf. Solche Wärmequellen sind z. B.
Heizkörper, Herde oder andere Wärme erzeugende Geräte
(auch Verstärker).
9. Entfernen Sie in keinem Fall die
Sicherheitsvorrichtung von Zweipol- oder geerdeten
Steckern. Ein Zweipolstecker hat zwei unterschiedlich
breite Steckkontakte. Ein geerdeter Stecker hat zwei
Steckkontakte und einen dritten Erdungskontakt.
Der breitere Steckkontakt oder der zusätzliche
Erdungskontakt dient Ihrer Sicherheit. Falls das
mitgelieferte Steckerformat nicht zu Ihrer Steckdose
passt, wenden Sie sich bitte an einen Elektriker, damit die
Steckdose entsprechend ausgetauscht wird.
10. Verlegen Sie das Netzkabel so, dass es vor
Tritten und scharfen Kanten geschützt ist und nicht
beschädigt werden kann. Achten Sie bitte insbesondere
im Bereich der Stecker, Verlängerungskabel und an
der Stelle, an der das Netzkabel das Gerät verlässt,
auf ausreichenden Schutz.
11. Das Gerät muss jederzeit mit intaktem Schutzleiter
an das Stromnetz angeschlossen sein.
12. Sollte der Hauptnetzstecker oder eine
Gerätesteckdose die Funktionseinheit zum Abschalten
sein, muss diese immer zugänglich sein.
13. Verwenden Sie nur Zusatzgeräte/Zubehörteile,
die laut Hersteller geeignet sind.
14. Verwenden
Sie nur Wagen,
Standvorrichtungen,
Stative, Halter oder Tische,
die vom Hersteller benannt
oder im Lieferumfang
des Geräts enthalten
sind. Falls Sie einen
Wagen benutzen, seien Sie vorsichtig beim Bewegen
der Wagen-Gerätkombination, um Verletzungen durch
Stolpern zu vermeiden.
15. Ziehen Sie den Netzstecker bei Gewitter oder wenn
Sie das Gerät längere Zeit nicht benutzen.
16. Lassen Sie alle Wartungsarbeiten nur von
qualifiziertem Service-Personal ausführen. Eine Wartung
ist notwendig, wenn das Gerät in irgendeiner Weise
beschädigt wurde (z. B. Beschädigung des Netzkabels oder
Steckers), Gegenstände oder Flüssigkeit in das Geräteinnere
gelangt sind, das Gerät Regen oder Feuchtigkeit ausgesetzt
wurde, das Gerät nicht ordnungsgemäß funktioniert oder
auf den Boden gefallen ist.
17. Korrekte Entsorgung
dieses Produkts: Dieses Symbol
weist darauf hin, das Produkt
entsprechend der WEEE
Direktive (2002/96/EC) und der
jeweiligen nationalen Gesetze
nicht zusammen mit Ihren
Haushaltsabfällen zu entsorgen. Dieses Produkt sollte
bei einer autorisierten Sammelstelle für Recycling
elektrischer und elektronischer Geräte (EEE) abgegeben
werden. Wegen bedenklicher Substanzen, die generell
mit elektrischen und elektronischen Geräten in
Verbindung stehen, könnte eine unsachgemäße
Behandlung dieser Abfallart eine negative Auswirkung
auf Umwelt und Gesundheit haben. Gleichzeitig
gewährleistet Ihr Beitrag zur richtigen Entsorgung dieses
Produkts die effektive Nutzung natürlicher Ressourcen.
Für weitere Informationen zur Entsorgung Ihrer Geräte
bei einer Recycling-Stelle nehmen Sie bitte Kontakt zum
zuständigen städtischen Büro, Entsorgungsamt oder zu
Ihrem Haushaltsabfallentsorger auf.
HAFTUNGSAUSSCHLUSS
TECHNISCHE DATEN UND ERSCHEINUNGSBILD
KÖNNEN UNANGEKÜNDIGT GEÄNDERT WERDEN.
IRRTÜMER BLEIBEN VORBEHALTEN. BEHRINGER,
KLARK TEKNIK, MIDAS, BUGERA UND TURBOSOUND
SIND TEIL DER MUSIC GROUP (MUSIC-GROUP.COM).
ALLE WARENZEICHEN SIND DAS EIGENTUM IHRER
JEWEILIGEN BESITZER. MUSIC GROUP ÜBERNIMMT
KEINE HAFTUNG FÜR VERLUSTE, DIE PERSONEN
ENTSTEHEN, DIE SICH GANZ ODER TEILWEISE AUF
HIER ENTHALTENE BESCHREIBUNGEN, FOTOS ODER
AUSSAGEN VERLASSEN. ABGEBILDETE FARBEN UND
SPEZIFIKATIONEN KÖNNEN GERINGFÜGIG VOM
PRODUKT ABWEICHEN. MUSIC GROUP PRODUKTE
WERDEN NUR ÜBER AUTORISIERTE FACHHÄNDLER
VERKAUFT. DIE VERTRIEBSPARTNER UND HÄNDLER
SIND KEINE VERTRETER VON MUSIC GROUP UND
SIND NICHT BERECHTIGT, MUSIC GROUP DURCH
AUSDRÜCKLICHE ODER STILLSCHWEIGENDE
HANDLUNGEN ODER REPRÄSENTANZEN ZU
VERPFLICHTEN. DIESE BEDIENUNGSANLEITUNG IST
URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT. KEIN TEIL DIESES
HANDBUCHS DARF IN IRGENDEINER FORM ODER
MIT IRGENDWELCHEN MITTELN ELEKTRONISCH
ODER MECHANISCH, INKLUSIVE FOTOKOPIE ODER
AUFNAHME, ZU IRGENDEINEM ZWECK OHNE
DIE SCHRIFTLICHE ZUSTIMMUNG DER FIRMA
MUSIC GROUP IP LTD. VERVIELFÄLTIGT ODER
ÜBERTRAGEN WERDEN.
ALLE RECHTE VORBEHALTEN.
© 2013 MUSIC Group IP Ltd.
Trident Chambers, Wickhams Cay, P.O. Box 146,
Road Town, Tortola, British Virgin Islands
BESCHRÄNKTE GARANTIE
Die geltenden Garantiebedingungen und zusätzliche
Informationen bezüglich der von MUSIC Group
gewährten beschränkten Garantie finden Sie online unter
www. music-group.com/warranty.
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
1. Einführung
Will man ein Lautsprechersystem betreiben, das aus mehreren Lautsprechern
für die unterschiedlichen Frequenzbänder besteht, muss man natürlich auch mit
entsprechend unter­schiedlichen Eingangssignalen für die einzelnen Lautsprecher
arbeiten. Dazu bedarf es einer Frequenzweiche, die das Eingangssignal in
mehrere Frequenzbänder aufteilt. Die ULTRADRIVE PRO bietet hierfür maximal
sechs Ausgänge.
Mehrweg-Lautsprechersysteme gibt es heute fast überall – nicht nur in
Stereoanlagen, Kinos, Diskotheken und Konzerthallen. Dank der gestiegenen
Ansprüche der Kundschaft sind sie heute selbst in “einfachen” Produkten wie
Fernsehgeräten zu finden. Warum?
Von einem einzelnen Lautsprecher kann nicht erwartet werden,
dass er das gesamte hörbare Frequenzspektrum gleichmäßig gut überträgt.
Hat ein Lautsprecher mit Hilfe einer Frequenzweiche nur ein begrenztes
Frequenzspektrum zu übertragen, so wird er dies mit erheblich höherer
Qualität – also einem gleichmäßigeren Frequenzgang und Abstrahlverhalten
tun. Intermodulationsverzerrungen (Beeinträchtigung hoher Frequenzen
verursacht durch Membranauslenkungen tiefer Frequenzen) werden auf diesem
Wege vermieden.
◊ Die folgende Anleitung soll Sie zuerst mit den verwendeten
Spezialbegriffen vertraut machen, damit Sie das Gerät in allen
Funktionen kennen lernen. Nachdem Sie die Anleitung sorgfältig
gelesen haben, bewahren Sie sie bitte auf, um bei Bedarf immer
wieder nachlesen zu können.
1.1.4 Online-Registrierung
Registrieren Sie bitte Ihr neues BEHRINGER-Gerät möglichst direkt nach
dem Kauf unter http://behringer.com im Internet und lesen Sie bitte die
Garantiebedingungen aufmerksam.
Sollte Ihr BEHRINGER-Produkt einmal defekt sein, möchten wir, dass
es schnellstmöglich repariert wird. Bitte wenden Sie sich direkt an
den BEHRINGER-Händler, bei dem Sie Ihr Gerät gekauft haben. Falls Ihr
BEHRINGER-Händler nicht in der Nähe ist, können Sie sich auch direkt an
eine unserer Niederlassungen wenden. Eine Liste mit Kontaktadressen
unserer Niederlassungen finden Sie in der Originalverpackung ihres Geräts
(Global Contact Information/European Contact Information). Sollte für
Ihr Land keine Kontaktadresse verzeichnet sein, wenden Sie sich bitte an
den nächstgelegenen Distributor. Im Support-Bereich unserer Website
http://behringer.com finden Sie die entsprechenden Kontaktadressen.
Ist Ihr Gerät mit Kaufdatum bei uns registriert, erleichtert dies die Abwicklung
im Garantiefall erheblich.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
1.2 Das handbuch
Dieses Handbuch ist so aufgebaut, dass Sie einen Überblick über die
Bedienungselemente erhalten und gleichzeitig detailliert über deren Anwendung
informiert werden. In Kapitel 3 finden Sie eine Kurzbeschreibung der wichtigsten
Funktionen, die Ihnen ein sofortiges Arbeiten mit Ihrer DCX2496 ermöglicht.
1.1 Bevor sie beginnen
2. Bedienungselemente
1.1.1 Auslieferung
2.1 Die frontseite
Die ULTRA‑DRIVE PRO wurde im Werk sorgfältig verpackt, um einen sicheren
Transport zu gewährleisten. Weist der Karton trotzdem Be­schädigungen auf,
überprüfen Sie das Gerät bitte sofort auf äußere Schäden.
(2) (1)
◊ Schicken Sie das Gerät bei eventuellen Beschädi­gun­­gen NICHT an uns
zurück, sondern benach­richtigen Sie unbedingt zuerst den Händler und
das Transportunternehmen, da sonst jeglicher Schadens­ersatzanspruch
erlöschen kann.
1.1.2 Inbetriebnahme
Sorgen Sie für eine ausreichende Luftzufuhr und stellen Sie die DCX2496 nicht auf
eine Endstufe oder in die Nähe einer Heizung, um eine Überhitzung des Geräts
zu vermeiden.
◊ Durchgebrannte Sicherungen müssen unbedingt durch Sicherungen
mit dem korrekten Wert ersetzt werden! Den richtigen Wert finden Sie
im Kapitel “Technische Daten”.
Die Netzverbindung erfolgt über das mitgelieferte Netzkabel mit
Kaltgeräteanschluss. Sie entspricht den erforderlichen Sicherheitsbestimmungen.
◊ Beachten Sie bitte, dass alle Geräte unbedingt geerdet sein müssen.
Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie in keinem Fall die Erdung der
Geräte bzw. der Netzkabel entfernen oder unwirksam machen.
1.1.3 Garantie
Nehmen Sie sich bitte die Zeit und senden Sie uns die komplett ausgefüllte
Garantiekarte innerhalb von 14 Tagen nach Kauf-datum zu. Die Seriennummer
finden Sie auf der Oberseite des Geräts. Alternativ ist auch eine OnlineRegistrierung über unsere Internet-Seite (behringer.com) möglich.
(3) (4)
(5)
Abb. 2.1: Eingangs-LEDs und Display
(1) Die DCX2496 besitzt für die Eingangssignale A - C drei 6-stellige
LED-Anzeigen (plus CLIP-LED) zur genauen Kontrolle der Eingangspegel.
(2) Achten Sie darauf, dass die Eingangssignale nicht übersteuern, so dass die
CLIP-LED leuchtet, da es dadurch zu unangenehmen digitalen Verzerrungen
kommen kann.
(3) Die jeweils unterste, achte LED dieser Eingangsanzeigen ist die MUTE-LED
(rot). Diese leuchtet, wenn der entsprechende Eingang stummgeschaltet
wird (s. Kap 4.6).
(4) Dies sind die Eingangskanaltaster, mit denen Sie abhängig von den
angewählten Menüs Funktionen für den ent­sprechenden Eingang aktivieren
können (z. B. MUTE-Funktion). Ansonsten können Sie mit ihnen die IN A/B/CMenüs aufrufen (s. Kap. 4.3).
(5) Das DISPLAY dient zur Darstellung aller Menüs, die zur Bearbeitung der
Presets benötigt werden.
5
(8)
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
(7)
(9)
2.2 Die rückseite
(6)
(18)
(10)
(20)
(19)
(11)
(21)
Abb. 2.4: Netzanschluss und RS-232/RS-485-Verbindung
Abb. 2.2: Menü-Taster und Datawheel
(6) Mit diesenTastern können Sie unterschiedliche Menüs der DCX2496 aufrufen
(z. B. SETUP, RECALL etc.). Die einzige Ausnahme ist der COMPARE-Taster.
Er erlaubt die gerade vorgenommenen Änderungen mit dem vorher
ausgewählten Preset zu vergleichen. Wenn COMPARE aktiv ist, lassen sich
keine Werte­änderungen eingeben.
(7) Nutzen Sie die PAGE-Taster, um die einzelnen Seiten innerhalb eines
Menüs anzuwählen.
(8) Einzelne Parameter lassen sich mit den PARAM-Tastern auswählen.
(9) Mit dem Datawheel können die ausgesuchten Parameter verändert werden.
(10) Mit dem OK- und dem CANCEL-Taster können Sie vorgenommene
Einstellungen entweder bestätigen (OK) oder abbrechen (CANCEL).
(11) Der PCMCIA-Karten-Slot dient zum Austausch von Dateien zwischen Ihrer
DCX2496 und einer PC-Karte mit Flash Memory.
◊ Bitte verwenden Sie ausschließlich PC-Karten vom Typ “5 V ATA Flash
Card” (mindestens 4 MB). Die Speicherkapazität des Mediums ist
zwar beliebig wählbar, allerdings können Sie unabhängig davon nur
maximal 60 Presets speichern.
(14) (13)
(22)
(18) Dies ist der SICHERUNGSHALTER der DCX2496. Beim Ersetzen der Sicherung
sollten Sie unbedingt den gleichen Typ verwenden.
(19) Die Netzverbindung erfolgt über eine IEC-KALTGERÄTE­BUCHSE.
Ein passendes Netzkabel gehört zum Liefer­umfang.
(20) Der 9-polige RS232-Anschluss ermöglicht die Kom­munikation zwischen dem
DCX2496 und einem Computer. So lassen sich z. B. Dateien speichern und
laden, die DCX2496-Betriebs-Software aktualisieren oder eine bzw. mehrere
ULTRADRIVE PRO vom PC aus fernsteuern. Die kostenlose Editor-Software
erhalten Sie unter behringer.com.
(21) Wenn Sie über die LINK-Anschlüsse (siehe (22) ) mehrere ULTRADRIVE PRO
miteinander verkettet haben, drücken Sie bitte am ersten und am letzten
Gerät der Kette den TERM-Schalter, um Datenreflexionen und damit
verbundene Übertragungsfehler zu vermeiden.
◊ Generell gilt: Sobald ein Gerät der Kette nur über einen der LINK-Anschlüsse
in das System integriert wird, muss der TERM-Schalter gedrückt werden
(ON). Näheres hierzu finden Sie in Kapitel 4.2.6 “Miscellaneous”.
(22) Über die LINK-Anschlüsse A und B (RS-485-Netzwerk­schnitt­stelle) können
Sie mit einem handelsüblichen Netzwerkkabel mehrere ULTRADRIVE PROs
miteinander verketten.
(12)
(23)
(16) (15)
(16)
Abb. 2.3: Ausgangs-LEDs
(12) Für die Ausgänge 1 - 6 gibt es sechs 5-stellige LED-Anzeigen (plus MUTE-,
CLIP- und LIMIT-LED), die den jeweiligen Ausgangspegel anzeigen.
Abb. 2.5: Ausgangsanschlüsse
(23) Dies sind die symmetrischen XLR-Ausgangsbuchsen für die Ausgangs­kanäle
1 bis 6. Hier schließen Sie Ihre Endstufen an.
(13) Wie die Eingangssignale sollten auch die Ausgangssignale die
ULTRADRIVE PRO nicht übersteuern, so dass die CLIP-LED nicht leuchtet.
(14) Die LIMIT-LED leuchtet, sobald der Limiter im ent­sprechenden Ausgang
aktiviert ist und arbeitet.
(15) Die jeweils unterste, achte LED dieser Ausgangsanzeigen ist die MUTE-LED.
Diese leuchtet, wenn der ent­sprechende Ausgang stummgeschaltet wird
(s. Kap 4.6).
(16) Dies sind die Ausgangskanaltaster, mit denen Sie die OUT 1-6 Menüs
anwählen können (siehe Kap. 4.5) oder im MUTE-Betrieb (4.6) einzelne
Ausgänge stumm schalten oder wieder aktivieren können.
(17) Mit dem POWER-Schalter nehmen Sie die DCX2496 in Betrieb. Der POWERSchalter sollte sich in der Stellung “Aus” befinden, wenn Sie die Verbindung
zum Stromnetz herstellen.
(24)
Abb. 2.6: Eingangsanschlüsse
(24) Die symmetrischen XLR-Eingangsbuchsen A, B und C dienen zum Anschluss
der Eingangssignale. Wenn Sie mit einem digitalen AES/EBU-Eingangssignal
arbeiten, so nutzen Sie bitte nur den Eingang A. Der Eingang C ist wahlweise
für den Anschluss eines Line-Signals oder den Anschluss eines Messmikrofons
vorgesehen. Sollten Sie im SETUP-Menü die AUTO ALIGN-Funktion aktiviert
haben (siehe Kap. 4.2.2), so wird der Eingang C automatisch auf Mikrofonpegel
geschaltet. Zusätzlich wird die Phantomspeisung für das anzuschließende
Messmikrofon aktiviert.
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
3. Schnelleinstieg
Damit dem sofortigen Einsatz Ihrer gerade erworbenen DCX2496 nichts mehr im
Wege steht, haben wir dieses Kapitel den Ungeduldigen unter Ihnen gewidmet
und beschreiben hier, wie Sie sich mit ein paar Handgriffen von der enormen
Vielseitigkeit und der intuitiven Bedienung der DCX2496 überzeugen können.
Trotzdem dient dieses Kapitel nur als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge.
Deshalb lesen Sie bitte die ganze Bedienungs­anleitung, um sämtliche Funktionen
der DCX2496 ausschöpfen zu können.
Die folgenden sechs Kapitel (3.1 bis 3.6) sollten Sie der Reihe nach durcharbeiten.
Also, los geht’s!
3.1 Anwahl der ausgangskonfiguration
Abb. 3.1: Setup ➠ In/Out
Drücken Sie den SETUP-Taster, um in das SETUP-Menü zu gelangen.
Hier müssen Sie auf der ersten Menüseite eine Ausgangskonfiguration
(OUT CONFIGURATION) wählen, wodurch bestimmt wird, welche Ausgänge
für welchen Frequenzbereich genutzt werden. Es gibt eine Mono- und
drei Stereokonfigurationen.
Die Monokonfiguration bietet die Möglichkeit, das Eingangssignal in sechs
verschiedene Frequenzbereiche zu unterteilen. Die Stereokonfigurationen bieten
maximal drei verschiedene Frequenzbereiche pro Stereoseite. Die Abkürzungen L,
M und H stehen für Low-, Mid- und High-Speaker. Nähere Erklärungen zu diesem
Thema finden Sie im Kapitel 4.2.1 “IN/OUT”.
3.2 Bestimmen der x-over-frequenzen
3.3 Stummschalten der ein- und
ausgangskanäle (Mute)
Abb. 3.3: Mute ➠ Select
Mit Betätigen des MUTE-Tasters gelangen Sie in das MUTE-Menü, wo die Ein- und
Ausgänge der DCX2496 stummgeschaltet werden können. Auf dieser Seite
können einzelne Kanäle direkt durch Drücken der entsprechenden Kanaltaster
(IN A/B/C und OUT 1-6) oder sämtliche Ein- bzw. Ausgänge mit Hilfe der
PARAM- und OK- bzw. CANCEL-Taster gemutet oder demutet werden. Das bietet
die Möglichkeit, jedes Frequenzband einzeln, oder nur mit dem benachbarten
Band abzuhören, um diesen isolierten Bereich optimal zu editieren. Um das
MUTE-Menü zu verlassen, drücken Sie bitte ein weiteres mal den MUTE-Taster.
Eingehendere Informationen finden Sie im Kapitel 4.6 “Das MUTE-Menü”.
3.4 Speichern von presets (Store)
Abb.: 3.4: Store ➠ Internal/Card
Um Presets zu speichern, drücken Sie bitte den STORE-Taster. In diesem
Menü können Sie entweder in den internen Speicher (INT) oder auf eine
PC‑Karte (CARD) speichern. Näheres zu STORE finden Sie unter dem Kapitel 4.8
“Das STORE-Menü”.
3.5 Aufrufen von presets (Recall)
Abb. 3.2: Out ➠ X-Over Points
Um den Ausgangskanälen getrennte Frequenzbänder zuzuordnen, müssen Sie
für jeden die sogenannten Crossover-Frequenzen (X-OVER) definieren.
Diese bestimmen die obere und die untere Grenze eines Frequenzbandes,
wodurch sich alle Ausgänge präzise voneinander trennen lassen.
Drücken Sie dazu den entsprechenden OUT-Taster (1-6) und wählen die
Menüseite 2/8 mit den PAGE-Tastern an. Mit den Parametern FREQ und TYPE
können Sie für jede Flanke die Grenzfrequenz bestimmen und zusätzlich die
gewünschten Filtertypen wählen. Falls am Parameter X-OVER ADJUST MODE
die Einstellung “LINK” gewählt ist, werden benachbarte Frequenz­bereiche bei
Änderung der Grenzfrequenz mit verschoben. Näheres hierzu finden Sie im
Kapitel 4.5.2 “X-OVER POINTS”.
Abb. 3.5: Recall ➠ Internal/Card
Drücken Sie den RECALL-Taster, um Presets vom internen Speicher oder von
einer Speicherkarte zu laden. Dazu wählen Sie entweder INT (intern) oder
CARD (PCMCIA-Speicherkarte) und bestimmen anschliessend das Preset,
das Sie aufrufen wollen. Zusätzlich haben wir einige typische Standard-Presets
für Sie voreingestellt, die Sie als Grundlage für Ihre eigenen Anwendungen
nutzen können. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel 4.7
“Das RECALL-Menü”.
3.6 Wiederherstellen der werks-presets
Um die Werks-Presets der ULTRADRIVE PRO wieder­herzustellen, halten Sie die
beiden PAGE-Taster auf der Frontseite lange gedrückt und schalten das Gerät ein.
Es erscheint eine Sicherheitsabfrage, woraufhin Sie den Vorgang bestätigen (OK)
oder abbrechen (CANCEL) können. Betätigen Sie nun OK, wo wird der interne
Speicher gelöscht und auf die Werks-Presets zurückgesetzt.
◊ Bitte beachten Sie, dass sämtliche von Ihnen editierten Presets durch
diesen Vorgang unwider­ruflich gelöscht werden.
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
4. Menüstruktur und Editierung
Dieses Kapitel beinhaltet detaillierte Erläuterungen aller Funktionen,
Bedienschritte und Parameterseiten. Es empfiehlt sich, während der Arbeit
mit der DCX2496, die Bedienungs­anleitung immer griffbereit zu haben, um bei
Problemen jederzeit darin nachschlagen zu können.
4.1 Allgemeiner bedienungsablauf und
display-darstellung
Die Stereo 3-Wege LMHLMH Konfiguration legt den Eingang A an die Ausgänge
1, 2 und 3 und den Eingang B an die Ausgänge 4, 5 und 6. Die Stereo 3-Wege
LLMMHH Konfiguration routet den Eingang A auf die Ausgänge 1, 3 und 5 und
den Eingang B auf die Ausgänge 2, 4 und 6. In der 2-Wege LHLHLH Konfiguration
werden alle drei Eingänge genutzt, wobei A auf die Ausgänge 1 und 2, B auf
die Ausgänge 3 und 4 und entsprechend Eingang C auf die Ausgänge 5 und
6 gelegt werden kann. Diese Anwendung eignet sich für ein 3 x 2-Wege
Lautsprechersystem bzw. für das Triple Bi-amping (siehe Kap. 6.3).
Wenn Sie die ULTRADRIVE PRO DCX2496 einschalten, so erscheint im Display
das aktuelle Routing des Geräts. Das bedeutet es wird grafisch dargestellt,
welche Eingänge mit welchen Ausgängen verknüpft sind.
Mit den Tastern links neben den Ausgangs-LED-Anzeigen (SETUP, MUTE etc.)
können Sie die verschiedenen Menüs der DCX2496 aufrufen. Zum größten Teil
bestehen diese aus mehreren Seiten, die Sie mit den PAGE-Tastern anwählen
können. Der PARAM-Taster dient dazu, innerhalb dieser Seiten die einzelnen
Parameter anzuwählen, die Sie mit dem großen Datawheel in der Mitte des
Geräts verändern können. Mit dem OK-Taster können Sie neue Einstellungen
bestätigen, der CANCEL-Taster hingegen dient zum Abbruch des Vorgangs.
Diese Vorgehensweise ist in jedem Menü gleich und leicht verinnerlicht, so dass
im folgenden Text auf die genaue Beschreibung dieser Schritte größtenteils
verzichtet wird.
Oberhalb der Menüdarstellung befindet sich eine Kopfzeile, auf deren linken Seite
die Menübezeichnung steht. Daneben, durch einen Pfeil getrennt, finden Sie den
Namen der entsprechenden Seite (z. B. SETUP ➠ IN/OUT). Rechts außen befindet
sich die Seitenzahl des entsprechenden Menüs (z. B. 1/6 = Seite 1 von 6).
In der Fußzeile befindet sich noch einmal die Bezeichnung des Menüs
(z. B. SETUP). Im Falle der IN A-C- und OUT 1-6-Tastern (unter den Eingangsund Ausgangs-LED-Anzeigen) werden die Menüs der entsprechenden Ein- oder
Ausgänge explizit genannt (IN A, OUT 3 etc.). Als zusätzliche Information zu
den Ausgängen wird der Name des Ausgangs dargestellt (z. B. SUBWOOFER,
RIGHT MID etc.).
4.2 Das setup-menu
Im Setup-Menü können Sie grundlegende Einstellungen vornehmen, die für den
Betrieb der ULTRADRIVE PRO notwendig sind. Mit Betätigen des SETUP-Tasters
gelangen Sie auf die erste Seite dieses Menüs.
4.2.1 IN/OUT
Abb. 4.2: Ausgangskonfigurationen
Abb. 4.1: Setup ➠ In/Out
Mit dem Parameter OUT CONFIGURATION wird die generelle Betriebsart
gewählt, wobei im Mono-Modus Eingang A als Signalquelle für alle
Ausgänge voreingestellt ist. Für den Stereo-Modus bietet die DCX2496
drei Konfigurationsmöglichkeiten. Für diese Modi nutzen Sie bitte die
Eingänge A und B. Im Display werden die OUT-Kanäle mit den Buchstaben
L (Low = Tieffrequenz­bereich), M (MID = Mittenfrequenzbereich) und H
(HIGH = Hochfrequenzbereich) dargestellt.
Abb. 4.3: Setup ➠ In/Out
Mit der OUT STEREO-LINK-Funktion bestimmen Sie, ob sich die
vorzunehmenden Bearbeitungen durch EQs, Limiter usw. jeweils auf die
verknüpften Ausgänge beziehen, oder ob unabhängig für jeden einzelnen
Ausgang die Einstellungen vorgenommen werden. Haben Sie nun diese Funktion
aktiviert (ON) und dadurch mehrere Ausgänge verknüpft, so wird dieses durch
Verbindungslinien zwischen den einzelnen Ausgängen grafisch dargestellt.
8
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Es ergeben sich folgende Verknüpfungsmöglichkeiten
(Ausgangskonfigurationen):
1. MONO (keine Stereoverknüpfungen)
OUT
Configuration
MONO 123456
LINK-Aktivierung
OUT Stereo Link
OFF
nicht verfügbar
wird aktiviert durch
SHORT Delay
Einschalten von
1➟2➟3➟4➟5➟6
Link (Chassis) Sb ➟ L ➟ LM ➟ M ➟ HM ➟ H “OUT STEREOLINK”
auf SETUPSeite 1/6
LONG Delay Link
1➟2➟3➟4➟5➟6
(Loudspeakers) Sb ➟ L ➟ LM ➟ M ➟ HM ➟ H
wird aktiviert durch
Einschalten von
“LINK” auf OUTSeite 8/8
OUT
Configuration
LMH LMH 123 456
LINK-Aktivierung
OUT Stereo Link
1 ➟ 4 2 ➟ 5 3 ➟ 6
L ➟ L M ➟ M H ➟ H
wird aktiviert durch
Einschalten von
“OUT STEREOLINK”
auf SETUPSeite 1/6
SHORT Delay
Link (Chassis)
1 ➟ 4 2 ➟ 5 3 ➟ 6
L ➟ L M ➟ M H ➟ H
wird aktiviert durch
Einschalten von
“OUT STEREOLINK”
auf SETUPSeite 1/6
LONG Delay Link
(Loudspeakers)
1 ➟ 2 ➟ 3 4 ➟ 5 ➟ 6
L ➟ M ➟ H L ➟ M ➟ H
wird aktiviert
durch Einschalten
von “LINK” auf
OUT-Seite 8/8
Abb. 4.6: Ausgangskonfiguration LLMMHH
OUT
Configuration
LL MM HH 12 34 56
LINK-Aktivierung
Verknüpfung: L(1) > L(2) / M(3) > M(4) / H(5) > H(6)
OUT Stereo Link
1 ➟ 2 3 ➟ 4 5 ➟ 6
L ➟ L M ➟ M H ➟ H
activated by enabling
“OUT STEREO-LINK”
on SETUP-page 1/6
SHORT Delay
Link (Chassis)
1 ➟ 2 3 ➟ 4 5 ➟ 6
L ➟ L M ➟ M H ➟ H
activated by enabling
“OUT STEREO-LINK”
on SETUP-page 1/6
LONG Delay Link
(Loudspeakers)
1 ➟ 2 ➟ 3 4 5 ➟ 6
L ➟ L M ➟ M H ➟ H
activated by
enabling “LINK” on
OUT-page 8/8
OUT
Configuration
LH LH LH 12 34 56
LINK-Aktivierung
OUT Stereo Link
1 ➟ 3 ➟ 5 2 ➟ 4 ➟ 6
L ➟ L ➟ L H ➟ H ➟ H
wird aktiviert durch
Einschalten von
“OUT STEREOLINK”
auf SETUPSeite 1/6
SHORT Delay
Link (Chassis)
1 ➟ 3 ➟ 5 2 ➟ 4 ➟ 6
L ➟ L ➟ L H ➟ H ➟ H
wird aktiviert durch
Einschalten von
“OUT STEREOLINK”
auf SETUPSeite 1/6
LONG Delay Link
(Loudspeakers)
1 ➟ 2 3 ➟ 4 5 ➟ 6
L ➟ H ➟ L H ➟ L ➟ H
wird aktiviert
durch Einschalten
von “LINK” auf
OUT-Seite 8/8
Abb. 4.4: Ausgangskonfiguration MONO
2. L(1) M(2) H(3) L(4) M(5) H(6)
Abb. 4.5: Ausgangskonfiguration LMHLMH
Verknüpfung: L(1) > L(4) / M(2) > M(5) / H(3) > H(6)
3. L(1) L(2) M(3) M(4) H(5) H(6)
4. L(1) H(2) L(3) H (4) L(5) H(6)
Abb. 4.7: Ausgangskonfiguration LHLHLH
Verknüpfung: L(1) > L(3) > L(5) / H(2) > H(4) > H(6)
Abb. 4.8: Setup ➠ In/Out
Haben Sie die OUT STEREO LINK-Funktion aktiviert, so erscheint ein Warnhinweis
darauf, dass alle Einstellungen der verknüpften Ausgänge verlorengehen.
Diese werden mit den Werten des zu übernehmenden Ausgangs überschrieben.
Wenn Sie im weiteren Verlauf noch Veränderungen an den Parametern
eines Ausgangs vornehmen, so werden diese auf den verknüpften Ausgang
direkt übertragen. Verändert man jedoch einen LONG DELAY-Wert (s. Kap.
4.2.2 und 4.5.5), so wird dieser nicht auf den anderen Ausgang übertragen.
Dieser Parameter bleibt für jeden Ausgang individuell einstellbar.
SHORT DELAY-Einstellungen (s. Kap. 4.2.2 und 4.5.5) hingegen werden
bei aktivierter OUT Stereo Link-Funktion übernommen.
◊ In der Monokonfiguration lässt sich die Out Stereo Link-Funktion
nicht aktivieren.
Tab. 4.1: Übersicht sämtlicher OUT LINK-Konfigurationen
Abb. 4.9: Setup ➠ In/Out
9
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Auch die Eingänge lassen sich mit Hilfe des Parameters IN STEREO LINK
verknüpfen, wodurch alle Einstellungen eines Eingangs auf einen weiteren – oder
auch auf alle restlichen – übertragen werden können.
Handelt es sich um geringe Laufzeitunterschiede, dann bedarf es nur einer
kurzen Verzögerung des Signals, um diese auszugleichen (SHORT DELAY).
Wenn nun aber Lautsprecher­boxen durch mehrere Meter voneinander getrennt
positioniert sind, so kann es nicht nur zu Phasenauslöschungen kommen,
sondern auch zu hörbaren Laufzeitunterschieden. Um diese zu beseitigen,
müssen wesentlich höhere Delay-Werte gewählt werden (LONG DELAY). Die LONG
DELAY-Berechnung arbeitet allerdings erst ab ca. vier Meter Entfernung. Ist z.
B ein Lautsprecher verpolt, so wird auch das beim AUTO ALIGN erkannt und –
falls POLARITIES aktiviert wird – automatisch korrigiert.
Abb. 4.10: Setup ➠ In/Out
Anhand der Parameter SHORT DELAY, LONG DELAY und POLARITIES
können Sie eine automatische Korrektur der Ausgangssignale erreichen.
Sobald mindestens ein Parameter auf YES eingestellt ist, gelangen Sie durch
Drücken des OK-Tasters in ein weiteres Untermenü. Ist dies nicht der Fall
(alle Parameter auf NO), so erscheint ein Warnhinweis, dass der Vorgang
nicht ausgeführt werden kann.
Wenn Sie diese Funktion aktivieren, so erscheint auf dem Display ein
Warnhinweis, der Ihnen zum einen den neu zu aktivierenden Link, und zum
anderen die Namen der zu überschreibenden Eingänge (schwarzes Feld)
anzeigt. Mit dem Datawheel kann man nun die zu aktivierende Verknüpfung
im schwarzen Feld editieren. Es werden immer die Werte von Eingang A
übernommen und auf die folgenden Eingänge übertragen.
Mögliche Einstellungen
Neuer Link
Überschriebene Settings
OFF
(leer)
A+B
B
A+B+C
B+C
A + B + C + SUM
B+C+SUM
Tab. 4.2: In Stereo Link
Abb. 4.12: Setup ➠ Dly-Corr./Auto-Align
Ändert man bei aktiviertem Link an einem beliebigen Eingang eine Einstellung,
so werden diese auf alle verknüpften Eingänge direkt übertragen. Im Falle der IN
STEREO LINK-Funktion bezieht sich das auch auf die DELAY-Werte (s. Kap. 4.3.2).
Im Untermenü von AUTO-ALIGN können Sie nun alle Ausgänge stummschalten
oder öffnen. Achten Sie darauf, dass mindestens zwei Ausgänge geöffnet sind
(UNMUTE OUTPUTS TO ALIGN), ansonsten können keine Delay-Werte berechnet
werden, und es erscheint eine Warnung auf dem Display.
Mit dem Parameter IN A + B SOURCE wählen Sie die Art der Eingangssignale;
entweder ANALOG oder AES/EBU (digital: nur über Eingang A).
4.2.2 DLY-CORR./AUTO-ALIGN
Abb. 4.13: Setup ➠ Dly-Corr./Auto-Align
Abb. 4.11: Setup ➠ Dly-Corr./Auto-Align
Die Schallgeschwindigkeit ist von der Lufttemperatur abhängig. Daher können
Sie den Parameter DELAY CORRECTION auf dieser Setup-Seite aktivieren,
worauf Sie die DCX2496 auf die aktuelle Temperatur einstellen können.
Somit wird zu jeder Zeit ein absolut korrektes Delay-Verhalten gewährleistet.
Der mögliche Wertebereich der Lufttemperatur reicht von -20°C bis 50°C (-4°F bis
122°F) und wird nur berücksichtigt, wenn die DELAY CORRECTION-Funktion
aktiviert ist (ON).
Mit der AUTO ALIGN-Funktion haben Sie die Möglichkeit, jedes Ausgangssignal
automatisch um einen bestimmten Wert zu verzögern, um Phasenauslöschungen,
verursacht durch Laufzeitunterschiede, zu beheben. Wenn beispielsweise
die Membranen mehrerer Lautsprecherboxen um eine gewisse
Distanz gegeneinander versetzt positioniert sind, so kann es durch das
Aufeinandertreffen von Schallwellen unter­schiedlicher Phase zu Auslöschungen
kommen. Gleiche Signale werden von unterschiedlichen Positionen aus
abgestrahlt, wodurch Wellenberge auf Wellentäler treffen. Verzögert man nun
eines dieser Signale, so gleicht sich dieses Missverhältnis wieder aus.
Haben Sie nun mindestens zwei oder mehr Ausgänge geöffnet und drücken
OK, so springt der Cursor auf die Funktion ADJUST NOISE LEVEL und ein
Testrauschen wird hörbar. Jetzt können Sie das Testrauschen mit dem Datawheel
justieren. Der Pegel wird dabei an den Ausgängen angezeigt. Drückt man
nun OK, so beginnt der Einmessvorgang. Die DCX2496 berechnet nun die
Laufzeitunterschiede, Phasenverschiebungen und Polarität. Daraus werden dann
die optimalen Delay-Werte ermittelt und an den OUTs automatisch eingestellt.
Sollte das Testrauschen zu leise sein, erscheint der Hinweis, dass der Vorgang
nicht ausgeführt werden kann.
Abb. 4.14: Setup ➠ Dly-Corr./Auto-Align
10
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
4.2.3 COPY
Mit der COPY-Funktion können vorgenommene Parameter­einstellungen
auf andere Seiten kopiert werden. So können Sie beispielsweise EQ- oder
Gain-Einstellungen eines Kanals auf einen anderen übertragen und sparen
dadurch eine Menge Zeit.
Zuvor gesperrte Seiten (s. Kap. 4.2.4) lassen sich nicht überschreiben, und es
erscheint ein entsprechender Hinweis.
Abb. 4.18: Setup ➠ Copy
4.2.4 PAGE LOCK
Abb. 4.15: Setup ➠ Copy
Der Parameter COPY MODE bestimmt, ob nur einzelne Seiten (PAGE) oder
die gesamten Einstellungen eines Kanals (WHOLE CHANNEL) kopiert werden.
Wählen Sie mit dem PARAM-Taster den Modus PAGE, so können nachfolgend
unter SOURCE der Kanal (SOURCE-CHANNEL) und dahinter die betreffende
Seite (SOURCE-PAGE) angewählt werden, die auf einen anderen Kanal
übertragen werden sollen. Wenn Sie eine Seite ausgewählt haben, wird diese
automatisch unter dem Parameter DESTINATION – der zu überschreibende
Kanal – angezeigt (DESTINATION-PAGE). Hier müssen Sie jetzt nur noch den Kanal
anwählen, auf den Sie kopieren wollen (DESTINATION-CHANNEL). Die Anwahl
von Source- und Destination-Channel können Sie mit dem Datawheel oder durch
Drücken des entsprechenden Kanaltasters (IN A-C, OUT 1-6 und SUM) vornehmen.
In diesem Menü können Sie einzelne Parameterseiten sperren, so dass ohne
vorherige Eingabe eines Passworts keine Änderungen daran vorgenommen
werden können. Dies macht beispielsweise Sinn, wenn man als PA-Verleiher
sichergehen will, dass gewisse “gefährliche” Seiten mit notwendigerweise
feststehenden Einstellungen dem Anwender nicht zugänglich gemacht werden.
Abb. 4.19: Setup ➠ Page Lock
Im PAGE LOCK-Menü können Sie einzelne oder alle Seiten sperren, so dass man
nur mit Hilfe eines Passworts Änderungen vornehmen kann. Der Parameter
PAGE LOCK ist vom Werk aus auf OFF gestellt. Wenn er nicht eingeschaltet ist,
kann man problemlos über diese Seite hinweg zur nächsten blättern.
Abb. 4.16: Setup ➠ Copy
Nach Drücken von OK oder CANCEL können Sie anschließend weitere Seiten auf
dem gleichen Weg kopieren.
◊ Es lassen sich nur gleichartige Seiten kopieren, bei denen identische
Parameter vorliegen. Wählt man unter Source-Page eine Seite,
die im Destination-Channel nicht vorhanden ist, so erscheint unter
Destination-Page die Anmerkung NOT AVAILABLE.
Abb. 4.20: Setup ➠ Page Lock
Um den Zugriff auf eine Parameterseite zu sperren, müssen Sie die PAGE LOCKFunktion aktivieren (ON), woraufhin Sie aufgefordert werden, ein Passwort
einzugeben. Geben Sie nun ein maximal 8-stelliges Wort mit dem Datawheel ein
und bestätigen Sie mit OK.
◊ ACHTUNG: Ihr Passwort sollten Sie sich unbedingt merken oder
irgendwo notieren, da ohne dieses ein Entsperren der Parameterseiten
NICHT mehr möglich ist!
Abb. 4.17: Setup ➠ Copy
Wählen Sie unter dem Parameter Copy Mode die Einstellung WHOLE CHANNEL,
so können Sie eine komplette Kanaleinstellung auf einen anderen
Kanal übertragen. Unter Source können Sie den zu kopierenden Kanal
(SOURCE-CHANNEL) wählen und am Destination-Parameter legen Sie den zu
überschreibenden Kanal fest. Dies geschieht genauso wie im PAGE-Mode.
Beim sogenannten “Cross Copying” (Kopieren verschieden­artiger Kanäle wie z. B.
Ausgang 1 auf Eingang A) lassen sich nur diejenigen Parameterseiten kopieren,
die sich 1:1 auf den anderen Kanal übertragen lassen. Alle anderen werden
nicht überschrieben.
Abb. 4.21: Setup ➠ Page Lock
Nun erscheint der Parameter SELECT PAGES, wo Sie alle Seiten anwählen können,
die gesperrt werden sollen. Dazu müssen Sie mit den IN/OUT/SUM/SETUP-Tastern
ein Menü aufrufen, mit dem Datawheel die gewünschte Seite anwählen und mit
dem OK-Taster die PAGE LOCK-Funktion aktivieren.
11
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Sie können mit dem Datawheel aber auch durch eine Liste aller Seiten blättern
und diejenigen raussuchen, die Sie sperren wollen. Nur so gelangen Sie
auch zur ALL PAGES-Funktion, mit der Sie komplett alle Seiten sperren
können. Möchten Sie alle Seiten mit einem Mal entsperren, so wählen
Sie ALL PAGES und betätigen CANCEL. Die angewählte Seite lässt sich wie
gehabt mit OK bestätigen und sperren. Eine gesperrte Seite wird mit einem
geschlossenen Vorhänge­schlosssymbol gekennzeichnet, ist eine Seite nicht
gesperrt, so ist dieses Schloss geöffnet. Mit dem CANCEL-Taster können Sie zuvor
gesperrte Seiten wieder entsichern.
ACHTUNG: Haben Sie unter PAGE LOCK einzelne Seiten gesperrt und die
GLOBAL LOCK-Funktion mit dem richtigen Passwort deaktiviert, können Sie
auf der betreffenden Seite noch keine Änderungen vornehmen. Dazu müssen
Sie im PAGE LOCK-Menü diese Seite zusätzlich entsperren. Bei Nutzung von
GLOBAL LOCK ist es empfehlenswert, unter dem PAGE LOCK-Menü alle Seiten zu
entsperren (UNLOCK ALL).
4.2.6 MISCELLANEOUS
◊ Die OK- und CANCEL-Funktionen lassen sich auf dem Display nicht mit
dem Cursor anwählen und sind nur mit den entsprechenden Tastern am
Gerät zu aktivieren.
Um eine Übersicht zu erlangen, welche Seiten bisher gesperrt sind, können Sie
die CHECK-Funktion anwählen. Es erscheint nun eine Auflistung aller gesperrten
Seiten, die Sie mit dem Datawheel anwählen können. Diese Funktion befindet
sich rechts unten auf dem Display und ist mit dem Cursor anzuwählen.
Wenn man nun im Nachhinein auf eine gesperrte Seite gelangt,
so erkennt man dies zunächst nicht. Erst wenn man einen Parameter
verändern will, erscheint auf dem Display die Aufforderung zur
Passworteingabe. Wenn Sie das richtige Passwort eingeben und mit OK
bestätigen, gelangen Sie zurück auf die betreffende Seite und können
die Einstellungen verändern.
Um das PAGE LOCK erneut zu aktivieren, müssen Sie wieder auf die PAGE
LOCK-Seite (4/6) und das Passwort erneut eingeben. Nun stehen Ihnen
wieder alle Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Sie können PAGE LOCK nun
komplett aktivieren oder deaktivieren, indem Sie mit dem Cursor die erste Zeile
“PAGE LOCK: ON” anwählen und mit dem Datawheel ON oder OFF einstellen.
4.2.5 GLOBAL LOCK
Abb. 4.24: Setup ➠ Miscellaneous
Auf dieser Seite wird oben rechts im Display die aktuelle Software-Version
des DCX2496 Betriebssystems angegeben (z. B. VERSION: 1.0). Dies ist nur
eine Anzeige und kann nicht angewählt werden. Des weiteren können Sie
unter diesem Menü fünf Einstellungen vornehmen. Zum einen lässt sich
der CONTRAST des Displays einstellen und an die äußeren Gegebenheiten
anpassen. Zum anderen können Sie der DCX2496 eine DEVICE ID zuordnen,
um über die rückwärtige RS-485 Netzwerkschnittstelle (LINK A und B) mehrere
ULTRADRIVE PROs miteinander zu verketten. Das erste Gerät wird dann entweder
über einen der LINK-Anschlüsse (RS-485) oder über den RS-232-Anschluss mit
einem PC verbunden.
Für die PC-Fernsteuerung können Sie am Parameter PORT drei verschiedene
Modi bestimmen:
1. PC (RS-232)
Diese Funktion ermöglicht das Sperren sämtlicher Parameter­seiten,
um beispielsweise im Live-Betrieb während einer Umbaupause sicherzustellen,
dass niemand in Ihrer Abwesenheit Änderungen am Gerät vornehmen kann und
Ihre Einstellungen zunichte macht.
Abb. 4.25: Setup ➠ Miscellaneous
DCX2496
PC (RS-232) =
RS-232
Abb. 4.22: Setup ➠ Global Lock
Auf dieser SETUP-Seite können Sie die GLOBAL LOCK-Funktion aktivieren
(ON), ein maximal 8-stelliges Passwort eingeben und mit OK bestätigen.
Versuchen Sie nun einen beliebigen Parameter an der DCX2496 zu ändern,
erscheint die Aufforderung zur Passworteingabe. Die Handhabung ist identisch
zur PAGE LOCK-Logik.
Abb. 4.23: Setup ➠ Global Lock
◊ Ist die PAGE LOCK- und/oder die GLOBAL LOCK-Funktion aktiviert,
sind automatisch auch alle STORE- und RECALL-Seiten gesperrt.
PC
DEVICE ID: 1
PORT: PC (RS-232)
Abb. 4.26: Der PC (RS-232)-Modus
Wählen Sie diese Einstellung, wenn Sie nur eine DCX2496 über den RS-232Anschluss an Ihren Computer anschlies­sen wollen. Mehrere Geräte können in
diesem Modus nicht verkettet werden.
12
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
2. LINK (RS-485)
Haben Sie mehrere ULTRADRIVE PROs über die LINK A und B
Netzwerkschnittstelle miteinander verkettet und das erste Gerät aber über den
RS-232-Anschluss mit dem PC verbunden, so wählen Sie bitte diesen Modus
am ersten Gerät. In diesem Fall müssen das letzte UND das erste Gerät der
Kette mit dem TERM-Schalter terminiert werden, da auch dieses über nur einen
LINK-Anschluss in das System eingebunden ist.
◊ Generell gilt: Sobald ein Gerät der Kette über nur einen der
Abb. 4.27: Setup ➠ Miscellaneous
DCX2496
LINK
(RS-485) =
RS-485
PC
DEVICE ID: 1
PORT: LINK (RS-485)
RS-485
DCX2496
DEVICE ID: 2
PORT: LINK (RS-485)
RS-485
DCX2496
TERM-Switch: ON
DEVICE ID: 3
PORT: LINK (RS-485)
Abb. 4.28: Der LINK (RS-485)-Modus
Wenn Sie mehrere ULTRADRIVE PROs über die LINK A und B Netzwerkschnittstelle
miteinander verkettet haben und das erste Gerät ebenfalls über den RS-485Anschluss mit dem PC verbunden ist, so wählen Sie bitte diesen Modus.
Dabei muss das letzte Gerät der Kette terminiert werden (TERM-Schalter auf der
Rückseite = ON). Der RS-232-Anschluss wird in dieser Konstellation nicht belegt.
3. PC -> LINK
LINK-Anschlüsse in das System integriert wird, muss der TERM-Schalter
gedrückt werden (ON), um Datenreflexionen und damit verbundene
Übertragungsfehler zu vermeiden. Im PC (RS-232)-Modus wird dieser
Schalter nicht gebraucht, da die LINK-Anschlüsse nicht belegt sind.
Der Parameter DELAY UNIT bestimmt die Maß- und Temperatureinheiten,
nach denen Sie die Delay-Einstellungen in den entsprechenden Menüs
vornehmen. Sie haben die Wahl zwischen m / mm / C° und ft / in / F°.
Wollen Sie die Maßeinheiten von Meter und Millimeter auf Feet und Inch
ändern, so wechselt auch automatisch die Temperatureinheit von °Celsius auf
°Fahrenheit. Diese Einstellungen lassen sich nicht getrennt vornehmen.
Die MUTE OUTS WHEN POWER ON-Funktion dient als Schutzfunktion für die
angeschlossenen Geräte wie Endstufen und Lautsprecherboxen. Ist sie aktiviert
(YES), werden alle Ausgänge der ULTRADRIVE PRO beim Einschalten des Geräts
stumm­geschaltet. Um nun die Ausgangskonfiguration Ihrer Presets wieder
herzustellen, müssen Sie die entsprechenden Ausgänge einzeln aktivieren
oder das Preset mit der RECALL-Funktion (s. Kapitel 4.7) noch einmal aufrufen.
Wenn Sie nun mit RECALL von einem zum nächsten Preset wechseln wollen,
werden alle Ausgänge automatisch wieder stummgeschaltet, sobald dieses
eine andere Ausgangskonfiguration (OUT CONFIG) besitzt. Ist diese jedoch
gleich, werden die stumm geschalteten Ausgänge des neuen Presets geladen.
Ist der MUTE OUTS WHEN POWER ON-Parameter deaktiviert (NO), wird bei
Einschalten des Geräts die letzte Ausgangs­konfiguration aufgerufen.
4.3 Das IN A/B/C-menü
Für die einzelnen Eingangssignale der DCX2496 lassen sich auf diesen Seiten EQ-,
Delay-Werte etc. bestimmen, um ein möglichst optimales Klangbild zu erstellen.
4.3.1 GAIN
Wenn Sie einen der Taster IN A, IN B oder IN C drücken, gelangen Sie in das
Input-Menü des entsprechenden Eingangs. Hier bestimmen Sie auf der ersten
Seite die Eingangsverstärkung des Signals (GAIN). Der Regelbereich liegt hier
zwischen -15 und +15 dB.
Abb. 4.29: Setup ➠ Miscellaneous
TERM-Switch: ON
DCX2496
RS-232
PC -> LINK =
PC
DEVICE ID: 1
PORT: PC -> LINK
Abb. 4.31: In A ➠ Gain
RS-232
DCX2496
DEVICE ID: 2
PORT: LINK (RS-485)
RS-232
DCX2496
TERM-Switch: ON
DEVICE ID: 3
PORT: LINK (RS-485)
Abb. 4.30: Der PC -> LINK-Modus
Unterhalb dieses Parameters ist die aktuelle IN-OUT-Konfiguration
(OUTPUT CONFIG) grafisch dargestellt. Zusätzlich wird angezeigt, ob
der betreffende Eingang für das SUM-Signal (siehe Kap. 4.4) genutzt wird
oder nicht. Dies ist nur eine Anzeige, Einstellungen lassen sich hier
nicht vornehmen! OUT-Konfigurationen werden auf der SETUP-Seite 1/6
eingestellt. Die Wahl der Eingangsquelle für SUM und für die OUTs wird in den
entsprechenden Menüs (SUM, OUT) jeweils auf Seite 1 eingestellt.
13
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
4.3.2 DELAY/NAME
Am Parameter GAIN legen Sie fest, um welches Maß ein Frequenzband
abgesenkt oder angehoben wird. Der Regel­bereich liegt hier bei -15 bis +15 dB.
◊ Wenn Sie den GAIN auf 0 dB einstellen, ist das betreffende Filter nicht
Abb. 4.32: In A ➠ Delay/Name
Sie haben die Möglichkeit das IN A-, B- oder C-Signal mit Hilfe einer
Delay-Funktion zu verzögern und so Laufzeitunterschiede – etwa zwischen
versetzten Stereosignalen oder für “Delay Lines” (“Delay Towers”) – zu beheben.
Am Parameter DELAY können Sie diese Funktion aktivieren (ON) und unter den
Einstellungen DISTANCE/TIME wählen Sie die gewünschte Verzögerungszeit.
Die Werte DISTANCE und TIME sind miteinander verkoppelt. Das bedeutet,
beide Werte werden gleichzeitig mit dem Datawheel verändert. Um dem
Eingangssignal eine Bezeichnung zu geben, geben Sie unter IN A (B/C)
NAME einen maximal 8-stelligen Namen ein.
4.3.3 EQ
aktiv! Das bedeutet, dass Sie auch kein neues Filter anwählen können.
Erst wenn der Wert größer oder kleiner als 0 dB ist, ist es aktiviert
und Sie können weitere Filter anwählen. Beachten Sie bitte, dass bei
aktiviertem Link zwei oder mehr Filter für einen Frequenzbereich
verwendet werden und gleichzeitig die noch frei verfügbare
Prozessorleistung sinkt.
Mit dem Parameter Q bestimmen Sie die Güte eines Band-Pass-Filters und somit
das Maß, in dem benachbarte Frequenzbereiche durch die Bearbeitung einer
Mittenfrequenz beeinflusst werden. Je höher sie ist, desto weniger werden die
unmittelbar daneben gelegenen Frequenzen beeinflusst. Diese Funktion ist
nur für die Band-Pass-Filter verfügbar und der Regelbereich liegt zwischen 0.1
und 10.
Die Anzahl der Filter, die Ihnen zur Verfügung stehen, bezieht sich auf alle
Eingangs- UND Ausgangssignale. Das heißt, wenn Sie im Nachhinein für einen
Ausgang nochmals ein Filter nutzen wollen, werden sie feststellen, dass die
eingangsseitig verwendeten Filter von der Prozessorauslastungsanzeige (>FREE)
abgezogen sind. Umgekehrt ist das ebenso. Sie können praktisch die Filter je
nach Wunsch auf die Ein- und Ausgangs­signale verteilen.
4.3.4 DYNAMIC EQ (FILTER)
Aufgrund der Komplexität des Dynamic EQ’s sind die Einstel­lungen auf zwei
Seiten verteilt, die FILTER-Parameterseite und die DYNAMICS-Parameterseite.
Abb. 4 .33: In A ➠ EQ
Auf dieser Seite können Sie die Eingangssignale durch Verwendung verschiedener
Equalizer-Einstellungen klanglich bearbeiten.
Am Parameter EQ bestimmen Sie, ob diese Funktion generell aktiviert oder
deaktiviert ist (ON/OFF). In dem daneben liegenden Feld NR wählen Sie
die Nummer des gewünschten EQ’s. Sie haben eine Vielzahl von Filtern zur
Verfügung, die Sie beliebig einsetzen und editieren können. Die Anzahl ist
von der aktuellen Prozessorauslastung abhängig. Neben der Nummer wird
die noch frei verfügbare Prozessorleistung in Prozent angegeben, die in
direkter Abhängigkeit von der Anzahl und Art der gewählten Filter steht
(z. B. >FREE: 33%).
Unter TYPE definieren Sie den Filtertyp, den Sie nutzen wollen. Sie haben die
Wahl zwischen Low-Pass (LP)-, High-Pass (HP)- und Band-Pass (BP)-Filtern.
Zur Erklärung:
Das Low-Pass-Filter erhöht (positives Gain) oder erniedrigt (negatives Gain)
den Pegel des Frequenzbands unterhalb der eingestellten Frequenz. Das HighPass-Filter hingegen erhöht (positives Gain) oder erniedrigt (negatives Gain) den
Pegel des Frequenzbands oberhalb der eingestellten Frequenz. Unter der TYPEAnzeige haben Sie sowohl für High-Pass- und Low-Pass-Filter die Möglichkeit,
eine Flankensteilheit von 6 oder 12 dB/Oktave auszuwählen. Beim Band-PassFilter können Sie an dieser Stelle die Güte Q bestimmen.
Das Band-Pass-Filter erhöht bzw. erniedrigt den Pegel des Frequenzbereichs
um die eingestellte Frequenz herum. Wie breit die dadurch entstehende
Glockenfilterkurve ist, wird mit dem Gütefaktor Q bestimmt.
Am Parameter FREQ bestimmen Sie die Einsatzfrequenz, an der das Filter
arbeitet. Im Fall von Low-Pass- und High-Pass-Filter wird hier die Grenzfrequenz
definiert, ab welcher die tiefen bzw. die hohen Frequenzen bearbeitet werden.
Der gesamte Frequenzbereich reicht von 20 Hz bis 20 kHz.
Ein Dynamic EQ beeinflusst einen gewissen Frequenzbereich eines Signals in
Abhängigkeit vom Lautstärkepegel. Er kann einen bestimmten Frequenzbereich
entweder anheben oder absenken. Das hängt von der Gain-Einstellung ab,
die Sie vorgenommen haben. Wird nun mit der Gain-Regelung eine Absenkung
des betreffenden Frequenzbereichs bestimmt und eine vorher festgelegte
Pegelschwelle (THRESHOLD) über­schritten, so greift der EQ in das Klangbild
ein und verringert den Pegel des gewünschten Frequenzbereichs. Das Maß
der Absenkung wird durch den RATIO-Wert definiert. Wird der ThresholdWert wieder unterschritten, so wird der Frequenzgang wieder “geglättet”.
Das bedeutet, der Dynamic EQ greift nicht mehr ein.
Wenn Sie mit der GAIN-Regelung eine Anhebung bestimmt haben, wird ein
Frequenzbereich in Abhängigkeit vom Lautstärkepegel angehoben. Wenn der
Pegel des gewählten Frequenzbands einen festgelegten Threshold-Wert
unter­schreitet, so wird dieses in einem bestimmten Maße (Ratio) verstärkt.
Wird der Wert wieder überschritten, so greift der Dynamic EQ nicht mehr in das
Klangbild ein.
Abb. 4.34: In A ➠ Dynamic EQ (➠ Filter)
Die gesamte Seite DYNAMIC EQ (FILTER) entspricht in der Art und Anzahl der
Parameter und in der Bedienung der EQ-Seite. Der einzige Unterschied liegt
darin, dass Sie nur ein Filter anwählen können.
14
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
4.3.5 DYNAMIC EQ (DYNAMICS)
4.4 Das SUM-menü
Auf dieser Seite werden die nötigen Einstellungen gemacht, die den
Einsatzpunkt und die Art und Weise des Kompressions- bzw.
Expandereffekts (lautstärkeabhängige Klangbearbeitung) bestimmen.
Die ULTRADRIVE PRO DCX2496 bietet intern zu den Eingängen A-C ein
zusätzliches Quellsignal, das sich aus diesen drei Eingangssignalen
zusammensetzen lässt. Dieses SUM-Signal kann im Nachhinein genauso editiert
werden, wie jedes der anderen Eingangssignale, wodurch man maximal vier
getrennte Quellsignale erhält.
4.4.1 INPUT/GAIN
Abb. 4.35: In A ➠ Dynamic EQ (➠ Dynamics)
Wie zuvor erwähnt, wird mit dem Parameter THRESHOLD eine Pegelschwelle
definiert, ab der die Filterfunktion einsetzt. Ist auf der vorigen Seite DYNAMIC
EQ (FILTER) für das Filter eine Absenkung eingestellt worden (GAIN < 0),
dann wird dieser Frequenzbereich abgesenkt, sobald er den THRESHOLDPegel überschreitet.
Ist aber eine Anhebung gewählt worden (GAIN > 0), so wird das Frequenzband
angehoben, sobald der THRESHOLD-Wert unterschritten wird. Die möglichen
THRESHOLD-Werte liegen zwischen -60 und 0 dB.
Als nächstes können Sie am RATIO-Parameter das Maß der Absenkung bzw.
Anhebung festlegen. Der RATIO-Wert stellt das Pegelverhältnis zwischen
Ein- und Ausgangssignal dar. Die möglichen Werte liegen hier zwischen 1.1 : 1
(minimale Absenkung/Anhebung) und oo : 1 (maximale Absenkung/Anhebung).
Unter ATTACK bestimmen Sie, wie schnell der DYNAMIC EQ in das Klangbild
eingreift, sobald der THRESHOLD-Wert unter- bzw. überschritten wird.
Die ATTACK-Zeiten sind wählbar von 1 bis 200 Millisekunden.
Am RELEASE-Parameter hingegen können Sie die Rücklaufzeit einstellen, die der
EQ braucht, um nach Unter- bzw. Überschreiten des THRESHOLD-Werts (je nach
GAIN-Einstellung) mit der Klangregelung wieder auszusetzen. Die RELEASEZeiten bewegen sich zwischen 20 und 4000 Millisekunden.
Eingestellte Werte
TYPE
FREQ
GAIN
Q
THRESHOLD
RATIO
BP
1.00 kHz
+15 dB > durchgehende Linie
0 dB > gestrichelte Linie
-15 dB > gepunktete Linie
0.1
-40 dB
∞:1
-40
dBu
In diesem Menü können Sie unter dem Parameter IN SELECT eine Kombination
aus zweien der Eingänge bestimmen, aus denen das SUM-Signal bestehen soll.
Mögliche Zusammenstellungen wären IN A + IN B, IN A + IN C und IN B + IN C.
Sie können natürlich auch nur ein Eingangssignal für das SUM-Signal wählen
(IN A, IN B oder IN C) und somit einen der Eingänge doppeln. Eine Kombination
aus allen Eingängen ist nicht möglich! Sollten Sie kein zusätzliches Quellsignal
benötigen, wählen Sie unter IN SELECT die Einstellung OFF. Unterhalb dieses
Parameters wird die aktuelle SUM-Konfiguration grafisch dargestellt.
Links oben im Display können Sie unter SUM INPUT GAINS den Eingangspegel
der genutzten Eingänge A-C einstellen. Das hier zu regelnde Signal liegt direkt
hinter den Eingangswandlern und nicht etwa hinter den EQs oder den Dynamics.
Daher muss nach einmal vorgenommener Einstellung die Eingangsverstärkung
nicht mehr nachgeregelt werden. Der Verstärkungsbereich der SUM INPUT GAINS
liegt bei -15 bis +15 dB.
Mit dem OUT GAIN-Parameter regeln Sie den internen Ausgangspegel des
Summensignals. Dieses Signal liegt ebenfalls vor den EQs, Dynamics etc.
und gelangt letztlich an die Ausgangskanäle 1-6. Der Verstärkungsbereich liegt
hier ebenfalls bei -15 bis +15 dB. Somit können Sie mit einem Parameter alle
Inputs in ihrer eingestellten Balance schnell gemeinsam verändern.
Alle nachfolgenden SUM-Seiten entsprechen zu 100% den IN A/B/CSeiten 2/5 bis 5/5 (s. Kap. 4.3.2 bis 4.3.5)!
4.5 Das OUT 1-6-menü
Betätigen Sie einen der Taster OUT 1-6, so gelangen Sie in das Output-Menü
des entsprechenden Ausgangs. Hier nehmen Sie IN-OUT-Konfigurationen,
X-OVER POINT-Bestimmungen oder aber auch, wie bei den Eingangssignalen,
EQ und DYNAMIC EQ-Einstellungen vor.
Tab. 4.3: Bandpasseinstellungen mit Extremwerten (Ergebnis in Abb. 4.36)
0
dBu
Abb. 4.37: Sum ➠ Input/Gain
4.5.1 General
Positive gain >
gain boost
after dropping
below threshold
Negative gain >
gain reduction
after exceeding
threshold
-40 dBu
Threshold
Abb. 4.36: Filterkurven bei Über- bzw. Unterschreiten des Threshold-Werts
Abb. 4.38: Out 5 ➠ General
0
dBu
Auf der ersten Seite dieses Menüs bestimmen Sie unter dem Parameter
INPUT SOURCE, welches Eingangssignal den angewählten Ausgang speist.
Sie haben hier die Wahl zwischen den Eingängen A-C und dem zusätzlichen
SUM-Summensignal. Haben Sie im SETUP-Menü zuvor eine STEREO-LINKKonfi­guration gewählt (s. Kap. 4.2.1 IN/OUT), so versorgt Eingang A automatisch
die LEFT CHANNEL-Ausgänge und Eingang B die RIGHT CHANNEL-Ausgänge.
Diese Voreinstellungen lassen sich jedoch beliebig ändern.
15
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Am OUT 1(-6) GAIN-Parameter regulieren Sie den Laut­stärkepegel des
entsprechenden Ausgangskanals (ebenfalls vor den EQs, DYNAMIC EQs etc.).
Der Wertebereich liegt auch hier bei -15 bis +15 dB. Achten Sie bei der Einstellung
der Ausgangspegel, wie bei den Eingängen, auf eine angemessene Aussteuerung,
um digitale Verzerrungen zu vermeiden.
Am dritten Parameter OUT 1-6-NAME können Sie den Ausgängen bestimmte
Bezeichnungen zuordnen. Im Gegensatz zu den Eingängen der DCX2496
ist hier keine Einzel­zeicheneingabe möglich. Sie können nur feststehende
Bezeichnungen aus einer bestehenden Liste wählen (z. B. LEFT LOW-MID,
RIGHT HI-MID, SUBWOOFER etc.). Abhängig vom gewählten Ausgang und der
Ausgangskonfiguration (z. B. LMHLMH) wird hier automatisch eine Bezeichnung
vergeben. Diese können Sie im nachhinein allerdings ändern, indem Sie mit dem
Datawheel einen anderen Namen aus der Liste wählen.
Ausgangskonfiguration
LMHL MH
LLMMHH
L HL HLH
MONO
OUT 1
OUT 2
OUT 3
OUT 4
Left Lowe Left Mid
Left Hi
Right Low
Left Low Right Low Left Mid Right Mid
Left Low
Left Hi Center Low Center Hi
Sub-woofer
Low
Low-Mid
Mid
OUT 5
OUT 6
Right Mid
Left Hi
Right Low
Hi-Mid
Right Hi
Right Hi
Right Hi
Hi
Tab. 4.4: Voreingestellte Bezeichnung der Ausgänge in Abhängigkeit der Ausgangskonfiguration
4.5.2 X-OVER POINTS
Auf dieser Seite werden die Grenzfrequenzen und Filterkurven der einzelnen
Ausgänge definiert. Diese werden für eine Stereoseite über den gesamten
Frequenzbereich grafisch dargestellt. Mit den OUT-Tastern 1-6 bestimmen Sie
den zu bearbeitenden Ausgang. Dabei erscheint ein Rahmen um die gewählte
OUT-Nummer im Display.
Alle nachfolgenden Seiten 3/8 bis 5/8 (EQ, DYNAMIC EQ (FILTER) und
DYNAMIC EQ (DYNAMICS)) entsprechen zu 100% den IN-Seiten 3/5 bis 5/5!
4.5.3 LIMITER
Zum Schutz Ihrer angeschlossenen Endstufen und Laut­sprecher bietet die
ULTRADRIVE PRO DCX2496 für jeden der sechs Ausgänge einen Limiter, mit dem
Sie gefährliche Pegelspitzen unterdrücken können.
Abb. 4.40: Out 5 ➠ Limiter
Mit dem Parameter LIMITER schalten Sie die Funktion ein oder aus (ON/OFF).
Der zugehörige THRESHOLD-Parameter bestimmt – wie beim DYNAMIC
EQ – die Einsatzschwelle des LIMITERs (-24 bis 0 dB). RELEASE bestimmt die
Rücklaufzeit zwischen Unterschreiten des THRESHOLD-Werts und Aussetzen der
LIMITER-Funktion (20 bis 4000 ms).
4.5.4 POLARITY/PHASE
Sollte es bei den Ausgängen zu Phasenfehlern (Auslöschungen gewisser
Frequenzbereiche) kommen, so haben Sie die Möglichkeit diese hier auszugleichen.
Abb. 4.41: Out 5 ➠ Polarity/Phase
Abb. 4.39: Out 5 ➠ X-Over Points
Um den Kurventyp an der unteren (linken) Flanke zu bestimmen, gibt es
den Parameter TYPE links oben im Display. Um die obere (rechte) Flanke zu
bestimmen, nutzen Sie bitte den Parameter TYPE rechts oben im Display.
Beide Parameter sind mit einem entsprechenden Kurvensymbol versehen.
Der POLARITY-Parameter bestimmt, ob die Phase eines Ausgangssignals
gedreht (INVERTED) oder nicht gedreht wird (NORMAL) – so als würden Sie
einen Lautsprecher verpolen. Am PHASE-Parameter haben Sie die Möglichkeit,
die Phasenlage an der oberen X-OVER-Grenzfrequenz des aktuell gewählten
Ausgangs exakt einzustellen. Diese Feineinstellung ist notwendig, wenn zwei
Ausgangssignale nicht exakt 0° oder 180° gegeneinander verschoben sind.
4.5.5 DELAY
Sie können hier zwischen drei verschiedenen Filtertypen wählen:
1. Butterworth (mit wahlweise 6, 12, 18, 24 oder 48 dB
Oktave Flankensteilheit)
2. Bessel (mit wahlweise 12 oder 24 dB/Oktave Flankensteilheit)
3. Linkwitz-Riley (mit wahlweise 12, 24 oder 48 dB/Oktave Flankensteilheit)
◊ Bei steileren Flanken sinkt auch die Gesamtzahl der Filter
(siehe EQ-Seite 3/6 Anzeige >FREE<). Pro 12 dB Zunahme der Steilheit
verlieren Sie ca. ein bis zwei EQs.
Am Parameter FREQ links oben im Display wählen Sie die untere (linke)
Grenzfrequenz eines Ausgangs. Mit dem gleichen Parameter auf der rechten
Seite bestimmen Sie die obere (rechte) Grenzfrequenz. Auch diese Parameter
sind mit einem entsprechenden Kurvensymbol versehen.
Der X-OVER ADJUST MODE ermöglicht Ihnen in der Einstellung “FREE” alle
TYPE- und FREQ-Angaben getrennt voneinander vorzunehmen. In der Einstellung
“LINK” werden X-Over-Filter benachbarter Ausgänge verkoppelt. Ihre Werte bleiben
erhalten, werden aber bei Verschiebung proportional mit verändert. Wenn Sie
nun testweise in der LMHLMH-Konfiguration die obere Grenzfrequenz von OUT 1
verschieben, bewegt sich die untere, gleiche Grenzfrequenz von OUT 2 mit.
Abb. 4.42: Out 5 ➠ Delay
Am DLY-Parameter links oben im Display können Sie die DELAY-Funktion
aktivieren oder deaktivieren (ON/OFF). Mit der LINK-Funktion lassen sich
mehrere Ausgangs-DELAYs miteinander koppeln, so dass z. B. nur noch ein DELAY
für einen ganzen Lautsprecherturm geregelt werden muss. Dies bezieht sich
allerdings nur auf die LONG DELAY-Werte. SHORT DELAY-Werte können
unabhängig von der LINK-Funktion separat eingestellt werden. Diese lassen
sich nur im SETUP-Menü (Seite 1/6) mit dem Parameter OUT STEREO LINK
miteinander verkoppeln.
An den Parametern SHORT und LONG lassen sich nun die gewünschten
DELAY-Werte definieren. Der Wertebereich für den SHORT-Delay liegt bei 0 bis
4000 mm (= 0.00 bis 11.64 ms), der für den LONG-Delay bei 0.00 bis 200.00 m
(= 0.00 bis 582.24 ms).
16
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Aktiviert man die LINK-Funktion, so werden alle LONG DELAY-Änderungen
an einem Ausgang, abhängig von der gewählten Ausgangskonfiguration
(z. B. LMHLMH), auf die entsprechenden Ausgänge übertragen (L > M > H
einer Stereoseite).
◊ Wenn die LINK-Funktion für einen Ausgang aktiviert ist, wird sie in
ALLEN anderen Ausgängen ebenfalls eingeschaltet.
Hat man alle DELAY-Werte für die Ausgänge eingestellt und aktiviert in einem
von ihnen die LINK-Funktion, so werden diese LONG DELAY-Werte NICHT auf
die verbundenen Ausgänge übertragen. Erst ab dem Moment, in dem man
Editierungen vornimmt, ändern sich die Werte der verbundenen Ausgänge
proportional. Auch jetzt werden nicht die aktuellen DELAY-Werte kopiert;
die Werte der verbundenen Ausgänge werden bei Änderungen lediglich im
gleichen Maß verschoben.
Rechts oben im Display werden die Verbindungen der Ausgänge grafisch
gezeigt, wobei der aktuell gewählte OUT-Kanal durch einen invertierten
Lautsprecher dargestellt wird. Darunter werden die DELAY-Zeiten auf einer
Zeitachse abgebildet.
Abb. 4.44: Recall ➠ Internal/Card
In der oberen Zeile der Display-Darstellung wird mit dem Parameter CURRENT NR
das aktuelle Preset angezeigt. Wenn Sie dieses Preset zuvor bearbeitet und nicht
abgespeichert haben, erscheint unter dieser Zeile ein Pfeil mit dem Vermerk
“EDITED”. Versuchen Sie nun ein neues Preset zu laden, erscheint ein Warnung,
die sie darauf hinweist, dass das aktuelle Preset nicht gespeichert wurde. In diesem
Fall würden diese Einstellungen bei Aufrufen eines neuen Presets überschrieben.
4.6 Das MUTE-menü
Abb. 4.45: Recall ➠ Internal/Card
Möchten Sie das aktuelle Preset zuvor speichern, müssen Sie den RECALL-Vorgang
mit CANCEL abbrechen und ins STORE-Menü (s. Kap. 4.8) wechseln.
Abb. 4.43: Mute ➠ Select
Auf dieser Seite können einzelne, oder auch alle Ein- und Ausgangskanäle
stummgeschalten werden. Mit den Parametern MUTE ALL OUTS und MUTE
ALL INS können Sie alle Ein- bzw. Ausgänge der DCX2496 mit einem Mal
stummschalten (OK) oder wieder öffnen (CANCEL). Um einzelne Kanäle stumm
zu schalten oder zu aktivieren, nutzen Sie bitte die entsprechenden Ein- bzw.
Ausgangstaster (z. B. OUT 2, IN A, SUM etc.). Die Anzeige im unteren Bereich des
Displays dient nur zur Übersicht über den Status und nicht zur Anwahl der Kanäle.
MUTE-Einstellungen jeglicher Art lassen sich nur auf dieser Seite realisieren.
Sobald ein Ein- oder Ausgang stummgeschaltet ist, leuchtet die unterste,
rote LED über den entsprechenden Ein- bzw. Ausgangstastern.
Durch erneutes Drücken des MUTE-Tasters oder durch Anwahl eines anderen
Menüs können Sie das MUTE-Menü verlassen. Nicht jedoch durch Betätigen der
IN- oder OUT-Taster.
4.7 Das RECALL-menü
Mit dem Aufkommen von portablen Computer-Systemen, wie Notebooks oder
Laptops, ergab sich die Forderung nach ebenso portablen und austauschbaren
Speichermedien, die eine gewisse Flexibilität ermöglichten. Ende der 80’er
Jahre entwickelte daher ein Zusammenschluss mehrerer Hersteller einen
Standard bezüglich Design, Anschlussnorm und Software der Speicher­karten
(Personal Computer Memory Card International Association = PCMCIA).
Dieser Standard hat sich auch in der Audio-Technik etabliert und ermöglicht dem
Anwender die externe Datenspeicherung über einen PCMCIA-Kartenanschluss.
Heutzutage sind diese Karten eher unter dem vereinfachten Begriff
PC-Karten bekannt.
Auch die ULTRADRIVE PRO DCX2496 besitzt auf der Frontseite diesen
Kartenanschluss und ermöglicht so eine problemlose Sicherung von Presets,
ohne den internen Memory-Speicher des Geräts zu beanspruchen. Über das
RECALL-Menü können zuvor gespeicherte Presets (s. Kap. 4.8) – von der Karte
oder dem internen Speicher – wieder aufgerufen werden.
Am Parameter RECALL NR können Sie die BANK, aus der Sie ein Preset laden
wollen (INT oder CARD), und die Nummer (NUMBER) des gewünschten Presets
anwählen. Diese werden in dem großen Fenster rechts im Display angezeigt.
Mit dem Datawheel können die Presets (1 - 60) ausgewählt werden. Hat man ein
Preset gewählt und mit OK bestätigt, so kehrt man ins zuletzt gewählte Menü
(vor dem RECALL-Aufruf) zurück.
◊ “Leere” Presets (ohne Namen) können nicht per RECALL geladen werden.
4.8 Das STORE-menü
In diesem Menü können Sie Presets, die Sie zuvor erstellt haben, je nach Wahl
intern oder extern auf einer PCMCIA-Karte abspeichern.
◊ Bitte verwenden Sie ausschließlich PC-Karten vom Typ “5 V ATA Flash
Card”. Die Speicherkapazität des Mediums ist zwar beliebig wählbar,
allerdings können Sie unabhängig davon nur maximal 60 Presets
speichern. Bei mehr Bedarf können Sie Presets auch extern auf einem
PC speichern (DUMPs über den RS-232- oder LINK RS-485-Anschluss).
4.8.1 INTERNAL/CARD
Abb. 4.46: Store ➠ Internal/Card
In diesem Menü wählen Sie zunächst hinter STORE TO die Bank aus, auf der Sie
speichern wollen; entweder intern (INT) oder extern (CARD). In dem Fenster auf
der rechten Seite der Display-Darstellung sind die Presets aufgelistet, die sich
bereits im internen Speicher bzw. auf der PCMCIA-Karte befinden. Hier ordnen
Sie dem Preset einen Speicherplatz zu. Unter dem Parameter NAME geben
Sie den Namen des neuen Presets ein. Sie können entweder eine bestehende
Konfiguration über­schreiben oder einen noch unbeschriebenen Speicherplatz
wählen. Wollen Sie ein Preset überschreiben und haben mit OK bestätigt,
so erscheint sicherheitshalber eine Abfrage, ob der Vorgang ausgeführt werden
soll. Mit OK bestätigen Sie, mit CANCEL brechen Sie ab.
17
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Abb. 4.47: Store ➠ Internal/Card
Abb. 4.51: Store ➠ Delete/Format
Sollte das zu überschreibende Preset zuvor im PRESET LOCK-Menü gesperrt
worden sein (siehe Kap. 4.8.4), so kann der Vorgang nicht ausgeführt werden und
es erscheint ein entsprechender Warnhinweis.
Zusätzlich können Sie auf dieser Menüseite Ihre Speicherkarte formatieren.
Haben Sie unter Delete die Einstellung CARD gewählt und die FORMAT CARDFunktion aktiviert, so ändert sich die untere Zeile auf dem Display von PUSH OK
TO DELETE in PUSH OK TO FORMAT.
Abb. 4.48: Store ➠ Internal/Card
Wenn man ein unbeschriebenes Preset speichert, wird der Befehl
direkt ausgeführt.
◊ Beachten Sie bitte, dass Sie jedem Preset einen Namen zuordnen
Abb. 4.52: Store ➠ Delete/Format
Bestätigt man nun mit OK, erscheint eine Warnung mit dem Hinweis, dass alle
bestehenden Presets auf der Karte durch die Formatierung gelöscht werden.
müssen. Unbenannte Presets können nicht gespeichert werden.
AUTO-STORE
Die DCX2496 verfügt über eine AUTO-STORE-Funktion. Das bedeutet,
dass sämtliche Einstellungen alle paar Sekunden automatisch in
einem temporären, nicht flüchtigen Speicher abgelegt werden.
Fällt beispiels­weise während der Editierung der Strom aus, so sind
zumindest die letzten Einstellungen (vor dem letzten Auto-Store)
direkt wieder verfügbar. Diese Funktion ist nicht abschaltbar.
Abb. 4.53: Store ➠ Delete/Format
4.8.2 DELETE/FORMAT
◊ ACHTUNG: Auch gesperrte Presets werden bei der
Wenn Sie nun Bestätigen, wird der Formatierungsvorgang gestartet. Mit CANCEL
brechen Sie ihn ab.
Formatierung gelöscht!
4.8.3 COPY
Auf der dritten Seite des STORE-Menüs können Sie Kopiervorgänge innerhalb
einer Bank sowie vom internen Memory-Speicher (INT) auf die PCMCIA-Karte
(CARD) und umgekehrt vornehmen.
Abb. 4.49: Store ➠ Delete/Format
Auf der nächsten Menü-Seite können Sie Presets vom internen Speicher und von
der externen Speicherkarte löschen. Wie auf der vorigen Seite wählen Sie unter
dem Parameter DELETE zunächst die BANK aus (CARD oder INT) und wählen in
dem Fenster rechts daneben das zu löschende Preset aus. Drücken Sie nun OK,
so erscheint nochmal eine Abfrage, ob der Vorgang ausgeführt werden soll.
Abb. 4.54: Store ➠ Copy
Unter SOURCE wählen Sie den Speicher, aus dem kopiert werden
soll (SOURCE BANK), und unter DESTINATION bestimmen Sie den zu
überschreibenden Zielspeicher (DESTINATION BANK). Darunter lassen sich jeweils
das SOURCE PRESET und das DESTINATION PRESET anwählen. Es erscheinen
Nummer, Name und Status (LOCKED/UNLOCKED) des Presets.
Abb. 4.50: Store ➠ Delete/Format
Durch Bestätigen mit OK wird das entsprechende Preset gelöscht. Gesperrte
Presets können nicht gelöscht werden.
Abb. 4.55: Store ➠ Copy
18
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
◊ Gesperrte DESTINATION PRESETS lassen sich nicht überschreiben.
In diesem Fall erscheint ein entsprechender Hinweis darauf, dass der
Vorgang nicht ausgeführt werden kann. Bei den SOURCE PRESETS spielt
es keine Rolle, ob sie gesperrt sind, da sie nicht verlorengehen.
Wenn sie alle Einstellungen vorgenommen und mit OK bestätigt haben,
wird das DESTINATION PRESET direkt überschrieben und es erscheint in
der entsprechenden Zeile der Name des neuen Presets. Gesperrte SOURCE
PRESETS werden zunächst als ungesperrte Presets gespeichert. Um sie
ebenfalls zu sperren, müssen Sie auf die nächste Seite des STORE-Menüs
wechseln (PRESET-LOCK). Gesperrte DESTINATION PRESETS lassen sich dort
ebenfalls entsperren.
5. Audioverbindungen
Die BEHRINGER ULTRADRIVE PRO DCX2496 verfügt standardmäßig über
elektronisch symmetrierte Ein- und Ausgänge. Das Schaltungskonzept weist
eine automatische Brummunterdrückung bei symmetrischen Signalen auf
und ermöglicht einen problemlosen Betrieb selbst bei höchsten Pegeln.
Extern induziertes Netzbrummen etc. wird so wirkungsvoll unterdrückt.
Die ebenfalls automatisch arbeitende Servofunktion erkennt den Anschluss
von unsymmetrischen Stecker­belegungen und stellt den Nominalpegel intern
um, damit kein Pegelunterschied zwischen Ein- und Ausgangssignal auftritt
(6 dB-Korrektur).
◊ Achten Sie unbedingt darauf, dass die Installation und Bedienung
des Geräts nur von sachver­ständigen Personen ausgeführt wird.
Während und nach der Installation ist immer auf eine aus­reichende
Erdung der handhabenden Person(en) zu achten, da es ansonsten
durch elektrostatische Entladungen o. ä. zu einer Beeinträchtigung
der Betriebseigenschaften kommen kann.
Abb. 4.56: Store ➠ Copy
Weiterhin besteht die Möglichkeit alle Presets mit einem Mal zu kopieren,
indem Sie als SOURCE und DESTINATION PRESET die Einstellung ALL PRESETS
anwählen. Für diesen Vorgang müssen alle Presets im Zielspeicher entsperrt sein.
Wenn Sie nun mit OK bestätigen, erscheint ein Warnhinweis darauf, dass alle
DESTINATION PRESETS überschrieben werden.
Balanced use with XLR connectors
2 1
3
input
1 = ground/shield
2 = hot (+ve)
3 = cold (-ve)
1
2
3
output
Abb. 4.57: Store ➠ Copy
Mit Drücken von OK wird der Vorgang fortgeführt, mit CANCEL brechen Sie ihn ab.
◊ Das Kopieren einer Bank auf den gleichen Speicher­platz (z. B. ALL
INTERNAL PRESETS auf ALL INTERNAL PRESETS) ist nicht möglich.
4.8.4 PRESET-LOCK
For unbalanced use, pin 1 and pin 3
have to be bridged
Abb. 5.1: XLR-Verbindungen
6. Anwendungen
Auf den folgenden Seiten werden Ihnen einige der gängigsten Anwendungen
für die ULTRADRIVE PRO an praktischen Beispielen vorgestellt. Zu jedem Beispiel
finden Sie ein vorgefertigtes Preset im Gerät, das Sie als Ausgangsbasis für Ihr
eigenes Setup verwenden können.
Bitte beachten Sie, dass diese Presets nur grobe Vorein­stellungen sind,
die individuell an Ihre Lautsprecher, Verstärker und den genutzten Raum
angepasst werden müssen!
Abb. 4.58: Store ➠ Preset-Lock
Die Anwendungsbeispiele sind in drei Gruppen gegliedert:
Auf der letzten Seite des STORE-Menüs lassen sich die PRESETS sperren
(LOCK) oder entsperren (UNLOCK). Mit dem Parameter SELECT wählen Sie die
entsprechende BANK (INT oder CARD) und in dem Fenster rechts daneben das
Preset. Mit der ALL PRESETS-Funktion darunter können Sie alle Presets anwählen.
OK dient zum Sperren, CANCEL zum Entsperren der Presets.
1. Klassische Setups (Kapitel 6.1 – 6.6)
Hier können Sie zum einen zu überschreibende DESTINATION PRESETS entsperren,
und zum anderen neu kopierte Presets sperren.
2.Spezialanwendungen Zoning/Delaylines/Surround
(Kapitel 6.7 – 6.9)
3. Großanwendungen, die zwei DCX benötigen (Kapitel 6.10 – 6.12)
19
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.1 Stereo 3-wege-betrieb
Left
Stereo output
Right
In A
In B
XENYX X2222USB Mixing Console
Out 1
2
3
4
5
6
High (3)
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier
High (6)
Mid (2)
Mid (5)
Low (1)
Low (4)
Loudspeaker left
Loudspeaker right
Abb. 6.1: Stereo 3-Wege-Betrieb
Eine der gängigsten Anwendungen ist der Stereo 3-Wege Betrieb. Ein Stereoeingangssignal (In A+B) wird in drei Frequenzbänder pro Stereoseite aufgeteilt und
über die sechs Ausgänge ausgegeben. So gelingt die bestmögliche Ansteuerung Ihrer 3-Wege-PA (Public Address), da die Lautsprecher nur den für sie optimalen
Frequenzbereich übertragen müssen und so Intermodulationsverzerrungen minimiert werden.
20
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.2 Stereo 2-wege-betrieb plus mono-subwoofer
Right
Stereo output
Left
In A
In B
XENYX X2222USB Mixing console
Outputs: 1
2
3
4
5 (6 is not used)
High
Left (2)
Right (4)
High
Right (3)
Mid
Left (1)
Mid
EUROLIVE B1800X PRO
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier
SUM (A + B) signal (5)
Low
Mono bass (amplifier mono bridged)
Mono subwoofer
Abb. 6.2: Stereo 2-Wege-Betrieb plus Subwoofer
Jeder Weg der beiden 2-Wege-Boxen wird individuell angesprochen, um die Höhen und Mitten optimal zu übertragen. Zur Übertragung der Bässe wird ein MonoSubwoofer verwendet, der von einer mono gebrückten Endstufe gespeist wird. Der Subwoofer erhält sein Quellsignal vom DCX-internen Summeneingang “SUM”, der
auf die Bassfrequenzen begrenzt wird und aus dem Mischsignal In A+B besteht. Der Eingang In C und der Ausgang Out 6 werden in dieser Anwendung nicht genutzt.
21
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.3 3x2-wege-betrieb (LCR/Triple Bi-Amping)
XENYX X2222USB Mixing console
Center
channel
Left
In B
In A
Outputs: 1
2
3
In C
4
5
6
Low
Low
High
Right
Low
High
High
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier
High (2)
Left
Low (1)
Mid
High (4) (Center)
Low (3)
High (6)
Right
Low (5)
EUROLIVE B1520 PRO
Abb 6.3: 3x2-Wege-Betrieb (LCR/Triple Bi-Amping)
In dieser Betriebsart werden drei 2-Wege-Boxen individuell von drei getrennten Eingängen angesprochen. Daher auch die Bezeichnung “Triple Bi-Amping”. Dieses
Setup findet Anwendung im Bühnen-Monitoring ebenso wie im Kinobetrieb, wo über die beiden Stereoboxen (ganz links und rechts) in der Regel Musik und Effekte
wiedergegeben werden, über die mittlere Box die Sprache. Daher auch die Bezeichnung L-C-R für “Left-Center-Right”.
22
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.4 Stereobetrieb plus mono-subwoofer
Right
Stereo output
Left
In A
Outputs: 1
XENYX X2222USB Mixing console
2
In B
3 (4, 5 and 6 not used)
High (1)
EUROLIVE B1800X PRO
B815NEO
Left active
loudspeaker
B815NEO
Right active
loudspeaker
Passive mono subwoofer
SUM (A + B) signal
Low (3)
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier (mono bridged)
Output 4 usable as additional mono delay line output.
Output 5 + 6 usable as additional stereo delay line output.
Abb. 6.4: Stereobetrieb plus Mono-Subwoofer
Dieses Beispiel ähnelt dem Setup aus Kapitel 6.2, nur dass hier für die Stereowiedergabe ein breitbandiges Stereoeingangssignal an zwei aktive Boxen geleitet wird.
Hier ist keine separate Frequenztrennung nötig, da Frequenzweiche und Verstärker innerhalb der Aktivboxen optimal aufeinander abgestimmt sind. Um jedoch einen
kräftigeren Bass zu erhalten, werden die Bassfrequenzen der beiden Aktivboxen beschnitten und eben diese durch einen Subwoofer wiedergegeben. Dazu wird die
benötigte Endstufe mono-gebrückt und das SUM-Signal (aus In A+B) zum Subwoofer geleitet. Die noch freien Ausgänge Out 4 bis 6 lassen sich als Mono- oder StereoDelay-Line nutzen.
23
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.5 Stereobetrieb plus 2 bassboxen
Left
Stereo output
Right
In A
In B
XENYX X2222USB Mixing console
Out 1
2
3
4
(5 and 6 not used)
EUROLIVE
B1220 PRO
Left passive
loudspeaker
Right passive
loudspeaker
High (2)
High (4)
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier
EUROLIVE B1800X PRO
Left active subwoofer
Right passive subwoofer
Low (3)
Low (1)
Output 5 + 6 usable as additional mono delay line outputs.
Abb. 6.5: Stereobetrieb plus 2 Bassboxen
Hier werden lediglich zwei Frequenzbereiche (Low und High) pro Stereoseite genutzt. Die beiden passiven Boxen für die oberen Frequenzen werden bassbegrenzt
und mit dem DCX-internen Equalizer noch im Klang feingeschliffen. Das Stereobasssignal wird zunächst zum aktiven Basslautsprecher geleitet, der auch die passive
Bassbox mit genügend Leistung für den rechten Tieffrequenzkanal versorgt. Die Ausgänge Out 5 und 6 lassen sich wieder als Mono-Delay-Lines nutzen.
24
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.6 Stereo 2-wege-betrieb plus subwoofer und zusätzlicher monitor
Monitor output
Right
Left
Stereo sub master
In A
In B
Outputs: 1 2
XENYX X2222USB Mixing console
In C
3
4
5
6
High (2)
High (4)
Left
Right
Mid (3)
Mid (1)
Low (5) SUM (A + B) signal
In C signal
Active mono subwoofer
EUROLIVE F1220A
Full Range mono monitor
Abb. 6.6: Stereo 2-Wege-Betrieb plus Subwoofer und zusätzlicher Monitor
Die Eingänge A+B führen das Stereosignal, welches auf die beiden 2-Wege-Boxen frequenzoptimiert wird. Das Basssignal wird wieder aus der Summe von A+B
gewonnen, frequenzbegrenzt und dem aktiven Subwoofer zugeführt. Über In C lässt sich ein separater Ausspielweg vom Mischpult (Aux/Subgruppe) einem separaten
Lautsprecher zuführen. In unserem Beispiel ist das ein breitbandiger Bühnenmonitor mit eigenem Verstärker, der zum Beispiel eine separate Monitormischung für den
Sänger, den Schlagzeuger oder für eine Gruppe von Bläsern führen kann.
25
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.7 Mono 6-wege “Zoning” (Signalverteilermodus)
XENYX X2222USB Mixing console
Mono master
output
In A
Outputs: 1 2
3
(Sub)
(Low)
(1)
Left
(2)
Right
4
(Low
Mid)
5
6
(High)
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier
(3)
Left
Identical full range mono output signals
(High mid)
(Mid)
(4)
Right
(5)
Left
(6)
Right
EUROLIVE B1520 PRO
Abb. 6.7: Mono 6-Wege “Zoning (Signalverteilermodus)
Bei dieser Spezialanwendung wird die ULTRADRIVE PRO nicht als Frequenzweiche genutzt, sondern als Signalverteiler, der sogar eigenes EQing, individuelle
Verzögerungen und separate Lautstärke-Justage pro Ausgang zulässt. Das monophone Mix-Signal wird auf sechs gleichwertige Ausgänge verteilt und bietet sich
für zahlreiche Anwendungen an, wo Musik oder Sprache über große Strecken, verwinkelte oder auch mehrere Räume übertragen werden muss. Beispiele dafür
sind Großraum-Diskotheken, mehrräumige Clubs/Kneipen/Bars, Einkaufscenter, Restaurants, Hotels, Eingangs-, Messe- und Kongresshallen, Bahnhöfe/Flughäfen,
Kirchen/Kathedralen/Dome und selbst für die heimische Komplettbeschallung sämtlicher Wohnräume ist die DCX2496 geeignet.
26
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.8 Dreifache stereo delay-line
Main
amplification
Right
Right
Stereo master
Left
Stereo sub master
Left
In A
In A
XENYX X2222USB Mixing console
All loudspeakers: full range
Outputs: 1 2
(Low)
3
4
5
6
Delay line 1
Left (1)
Right (2)
EUROLIVE B1520 PRO
(High)
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier
(Low)
Delay line 2
Left (3)
Right (4)
(High)
(Low)
Delay line 3
Left (5)
Right (6)
(High)
Abb. 6.8: Dreifache Stereo Delay-Line
Auch hier wird die ULTRADRIVE PRO nicht als Frequenzweiche genutzt, sondern zur Erzeugung von Stereo “Delay-Lines”, also Stereoboxenpaar-“Linien”,
die gegeneinander verzögert werden. Alle Boxenpaare werden mit dem gleichen Stereoeingangssignal A+B breitbandig versorgt. Drei solcher Paare lassen sich
nun über große Distanz in der Tiefe staffeln, wie man es oft bei großen Open Air-Konzerten sehen kann. Je weiter das Originalsignal (in der Regel die Musik von der
Live-Bühne) weg ist, desto größer wird die hörbare Verzögerung zwischen Boxensignal (nah am Hörer) und dem Originalsignal (weit entfernt). Mit der DCX2496 lassen
sich die entstehenden Echos ganz einfach durch individuelles Verzögern der Boxensignale ausgleichen, sodass auch hintere Zuhörer das Gefühl haben, ganz nah und
ohne störende Echos “mittendrin” zu sein.
27
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.9 Surround 3.0
Left
Stereo sub master
Right
Out 5/6 identic
In A
In B
In C
Mono surround channel
In C Signal
XENYX X2222USB Mixing console
Outputs: 1
2
3
4
5
6
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier
Low
Full range (mono)
Right (6)
2x mono surround
High
Left (5)
Surround rear
High
EUROLIVE B1220 PRO
Right (4)
Stereo high frequencies
High
Left (2)
Surround front
Low
Left (1)
Right (3)
Stereo low frequencies
Low
Abb. 6.9: Surround 3.0
Mit dieser 3-kanaligen Konfiguration können Sie das Publikum einen Live-Surround-Sound erleben lassen, der dem Prinzip dem populären “Dolby Surround”
ähnelt. Die vorderen 2-Wege-Boxen führen das Hauptstereosignal der Eingänge A+B. Über In C wird ein separates Mono-Surround-Signal zugeführt, welches über
zwei rückwärtige (oder an der Seite angebrachte) Breitband-Lautsprecher wiedergegeben wird. Dabei kann das Surround-Signal ein abgeleitetes, verzögertes
Signal aus der Stereosumme sein, ein Hall-, ein anderes Effektsignal oder auch ein völlig separater Sound. Mit dieser Konstellation werden Surround-MusikAufführungen, Dia-, Stummfilm- oder Videovorführungen zu einem wahren Erlebnis, wenn Meeresrauschen, Klangteppiche oder gar Raumschiffe durch den Raum
zu schweben scheinen.
28
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.10 Mono 4-wege betrieb plus 2 monitore
XENYX X2222USB Mixing console
Stereo master
left channel
Mono out 4
Mono out 1
Mono out 3
Mono
out 2
(Sub)
Stereo master
right channel
RS-232
In A
In B
In C
In A
In B
In C
LINK
6 5
4 3
(RS-485)
2 1 Outputs
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier
Outputs: 1 2
High (4)
5 6
High (4)
High mid (3)
High mid (3)
Mid (2)
Mid (2)
Low (1)
Low (1)
Left
In C signal (6)
3 4
4-way
loudspeaker tpwers
(In A signal)
In B signal (5)
Full range
mono monitors
Right
In B signal (5)
In C signal (6)
Full range
mono monitors
EUROLIVE F1220A
Abb. 6.10: Mono 4-Wege Betrieb plus 2 Monitore (pro Stereoseite)
Bei dieser Anwendung wird jeweils eine ULTRADRIVE PRO pro Stereoseite verwendet. Verkoppelt man beide Geräte über die Link-Buchsen und eines der Geräte
zusätzlich mit einem Notebook/PC, kann man von diesem aus beide Geräte mit der kostenlosen CrossOverRemote-Software fernsteuern.
In diesem Beispiel wird pro DCX2496 eine Seite des Hauptstereosignals eingespeist (In A) und zwei weitere Monosignale vom Mischpult zu den Eingängen B
und C geleitet. Jeweils zwei Endstufen werden für die 4-Wege-Ansteuerung jedes PA-Towers verwendet, die dritte Endstufe versorgt jeweils zwei breitbandige
Bühnenmonitore. Insgesamt lässt sich so ein Stereo 4-Wege System aufbauen, das darüber hinaus sämtliche Musiker mit vier individuell ansprechbaren
Bühnenmonitoren versorgt.
29
ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.11 Mono 5-wege betrieb plus 1 zusätzliches monosignal
XENYX X2222USB Mixing console
Mono out 2
Mono out 1
Stereo master
left channel
Stereo master
right channel
RS-232
In A
In B
In A
In B
LINK
1 2
3 4
(RS-485)
5 6 Outputs
EUROPOWER EP2000
Stereo power amplifier
Outputs: 6 5
4 3
2 1
4-way
loudspeaker towers
(In A Signal)
High (6)
High (6)
High mid (5)
High mid (5)
Mid (4)
Mid (4)
Low mid (3)
Low mid (3)
Low (2)
Low (2)
In B signal (1)
In B signal (1)
Left
Right
EUROLIVE F1220A
Full range mono monitor
EUROLIVE B1800X PRO
Mono subwoofer
Abb. 6.11: Mono 5-Wege Betrieb plus 1 zusätzliches Monosignal (pro Stereoseite)
Auch hier lassen sich zwei ULTRADRIVE PROs vom Notebook/PC aus mit der kostenlosen CrossOverRemote-Software fernsteuern.
Diese Konstellation ähnelt der von Kapitel 6.10, allerdings werden hier sogar fünf frequenzoptimierte Wege pro Stereoseite übertragen. Die Bassbox erhält eine separate,
mono-gebrückte Endstufe, ebenso der zusätzliche sechste Kanal, der sich unabhängig nutzen lässt und vom separaten Eingang B gespeist wird. In unserem Beispiel wird
einer dieser Monokanäle für einen separaten Subwoofer genutzt, der separate Monokanal der zweiten ULTRADRIVE PRO steuert einen Full Range-Bühnenmonitor an.
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
6.12 Surround 5.1
Surround processor/decoder
Front
left
In A
or
Front
center
In B
Front
right
Rear
left
In C
In A
Front left
Front center
Front right
Rear
right
Front
subbass
In B
In C
Front subbass
Rear right
Rear left
RS-232
In A
In B
Outputs: 1 2
In C
3 4
XENYX X2222USB Mixing console
In A
LINK
RS-485
5 6
In B
In C
Outputs: 6 not used 5
4 3
2 1
Screen/curtain
Front left
Front center
Front right
High
High
High
(2)
(4)
(6)
Low
Low
Low
(1)
(3)
(5)
Front subbass (LFE) connected in a row
High (2)
High (4)
Rear left
Rear right
Low (3)
Low (1)
Abb. 6.12: Surround 5.1
Das populärste Surround-Format der Gegenwart lässt sich ebenfalls mit zwei DCX2496 realisieren. Neben den Boxen und Endstufen (oder Aktivboxen wie hier in der
vereinfachten Darstellung) benötigen Sie lediglich einen Surround-Decoder um vorgefertigtes 5.1-Material wie DVDs abspielen zu können oder ein Mischpult mit sechs
Ausgängen (z.B. Stereo-Out plus vier Subgruppen). Letzteres erlaubt aufwendigste Surround-Live-Mischungen, ganz ohne Dolby Digital- oder dts-Decoder.
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Das Preset “5.1FRONT” ist auf die L-C-R-Front-Lautsprecher mit jeweils 2
Wegen optimiert (siehe dazu auch Kapitel 5.3). Die drei benötigten Signale
“Vorne-Links, -Mitte, -Rechts” werden über die drei Eingänge A, B, C zum ersten
DCX2496 geführt.
Das Preset “5.1REAR” sollte am zweiten DCX2496 als Ausgangsbasis gewählt
werden. Es versorgt die hinteren beiden Surround-Boxen (ebenfalls 2-Wege
Systeme) sowie den monophonen Subbasskanal (auch “LFE” für “Low Frequency
Enhanced” genannt) mit den zugehörigen Eingangssignalen “Hinten-Links,
Hinten-Rechts und Subbass” über die Anschlüsse In A, B, C. Der sechste Ausgang
der zweiten ULTRADRIVE PRO bleibt ungenutzt, kann aber auch für zusätzliche
Effekte oder als Mono Delay-Line genutzt werden.
7. Technische Daten
Analogeingänge (A, B, C)
Typ
elektronisch symmetriert
AnschlussXLR
Max. Eingangspegel
+22 dBu
Eingangsimpedanz
ca. 20 kΩ bei 1 kHz
Übersprechen
-72 dB @ 0 dBu In
Digitaler Eingang (A)
AnschlussXLR
Format
S/PDIF oder AES/EBU
Eingangspegel
0.3 bis 10 Vpp
Eingangsimpedanz
ca. 110 Ω
Sample-Frequenz
32 bis 96 kHz
Besonderheit
Sample Rate Converter
Mikrofoneingang (C)
Typ
elektronisch symmetriert
AnschlussXLR
Max. Eingangspegel
-23 dBu
Eingangsimpedanz
ca. 470 Ω bei 1 kHz
Phantomspeisung
+15 V
Analogausgänge (1, 2, 3, 4, 5, 6)
Typ
elektronisch symmetriert
AnschlussXLR
Max. Ausgangspegel
+22 dBu
Ausgangsimpedanz
ca. 160 Ω bei 1 kHz
Übersprechen
-100 dB @ 0 dBu In
Systemdaten
Sampling-Frequenz
96 kHz
Signalverzögerung
< 1 ms Analogeingang zu
Analogausgang
Frequenzgang
10 Hz bis 35 kHz (- 1 dB) typ.
Dynamikumfang
109 dB
(analog ein ➠ analog aus)
Eingangsrauschen
-90 dBu (@ +22 dBu ➠ 112 dB)
Ausgangsrauschen
-90 dBu (@ +22 dBu ➠ 112 dB)
THD + N Ratio
0,007% @ 0 dBu In, Verstärkung 1
0,004% @ 10 dBu In, Verstärkung 1
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
Wandler
A/D Wandler
Auflösung
24-Bit Delta-Sigma AKM
Oversampling64-fach
Dynamikumfang
112 dB typ.
D/A Wandler
Auflösung
24-Bit Delta-Sigma AKM
Oversampling64-fach
Dynamikumfang
112 dB typ.
Serielle Schnittstelle
RS-232
Typ
9-Pin Sub-D Buchse
Übertragungsart
115200 Baud, 8 Daten-Bits,
1 Stop-Bit, keine Parität
RS-485 (2x)
Typ
RJ-45 Buchse
Übertragungsart
115200 Baud, 8 Daten-Bits,
1 Stop-Bit, keine Parität
Stromversorgung
Netzspannung
USA/Kanada 120 V~, 60 Hz
Europa/U.K./Australien
230 V~, 50 Hz
Japan
100 V~, 50 - 60 Hz
Generelles Exportmodell
100 - 240 V~, 50 - 60 Hz
Leistungsaufnahme
ca. 12 W
Sicherung
100 bis 240 V~: T 1 A H
NetzanschlussStandard-Kaltgeräteanschluss
Abmessungen (H x B x T)
1 ¾ x 19 x 8 ½"
44,5 x 482,6 x 217 mm
Gewicht
ca. 3 kg
Transportgewicht
ca. 4,2 kg
Die Fa. BEHRINGER ist stets bemüht, den höchsten Qualitätsstandard zu sichern. Erforderliche Modifikationen
werden ohne vorherige Ankündigung vorgenommen. Technische Daten und Erscheinungsbild des Geräts können
daher von den genannten Angaben oder Abbildungen abweichen.
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
8. Block Diagram
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ULTRADRIVE PRO DCX2496 Bedienungsanleitung
9. Menu Structure
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