Anleitung
An instrument only made for
your passion to play music.
Inhalt
04
06
10
11
13
18
20
21
Vorwort
Funktionen + Zubehör
Start
Klänge
Effekte
Store + Plug
Fakten
CE-Konformitätserklärung
Vorwort
Es freut uns, wenn Sie dieses
Handbuch erst lesen …
04
… nachdem Sie auf dem Zarenbourg
Piano gespielt haben. Denn wie bei
allen Waldorf Instrumenten war es
auch bei der Entwicklung des Zarenbourg Pianos unser Ziel, die Benut­
zerschnittstelle so selbsterklärend wie
möglich zu gestalten. Trotzdem sollten
Sie einen Blick in dieses Handbuch
werfen, alleine schon wegen der tollen
Bilder.
Bei der Konzeption des Zarenbourg
Pianos ist es uns sehr wichtig gewesen, ein Musikinstrument zu schaffen,
bei dem das Spielen im Vordergrund
steht. Elektronische Klangerzeuger benötigen in der Regel Zubehör wie Keyboardständer, Verstärker, Kabel und
auch entsprechende Aufbauzeit, bis
der erste Ton gespielt werden kann.
Diese oft frustrierende Hürde haben
wir versucht so gering wie möglich zu
halten, damit Zarenbourg der Bezeichnung Musikinstrument gerecht wird.
Auf ein Element, welches heute fast
jedes elektronische Musikinstrument,
ja beinahe sogar jedes Elektrogerät
ziert, haben wir dabei bewußt verzichtet: das Display. Der Grund dafür ist
einfach: Wir möchten nicht, dass Sie
mehr sehen, als sie eigentlich hören
sollten. Zudem würde es auch vom
ästhetischen Aspekt den Gesamteindruck des Zarenbourg trüben. Um die
von elektromechanischen Instrumenten kom­plexe Architektur dennoch bedienbar zu halten, haben wir uns an
der Be­dienphilosophie analoger Elek­
trogeräte wie Autoradios und Tonbandgeräten orientiert. Diese sind unserem
Empfinden nach viel intuitiver zu bedienen als viele moderne digitale Geräte. Auch klanglich eifert Zarenbourg
seinen Vorbildern mit besonderem Fokus auf den eletromechanischen In­
strumenten des letzten Jahrhunderts
nach. Dass dabei die Technik alles
andere als von gestern ist, muss Sie
beim Musizieren weder stören noch
interessieren.
Wenn Sie es bis hierher geschafft haben, schenken wir Ihnen zum Dank für
Ihre Ausdauer eine Vollversion unserer
Waldorf Edition Plug-Ins.
Schicken Sie uns hierzu einfach die
Seriennummer ihres Zarenbourg an:
zpreface@waldorfmusic.de
Nun wird es aber wieder Zeit, dieses
Handbuch beiseite zu legen und Ihr
Zarenbourg Piano zu spielen – wir
wünschen Ihnen viel Spass dabei!
Ihr Waldorf Team 2011
05
03
07
01
02
04
05
06
11
08
Funktionen +
Zubehör
06
09
10
Enthaltene Komponenten
und Zubehör
Zarenbourg Piano
Beine aus verchromtem Stahlrohr
Haltepedal
Netzkabel
Daten-DVD
Kartonage
dieses Handbuch
14
18
13
12
16
17
15
Bedienelemente und Anschlüsse
Vorderseite
01
02
03
04
Kopfhörerbuchse
Lautstärkeregler mit Schalter Betriebsanzeigeleuchte
Lautstärkeregler für externes
Signal
05 Regler für die TremoloIntensität
06 R egler für die TremoloGeschwindigkeit
07 Anzeigeleuchte für Tremolo
08 Taster für Stereo-Tremolo
09 Transpositions-Taster
10 Preset-Bankwahltaster
11 Klangprogramm-Wahlschalter
12
13
14
15
16
17
18
Bank-Wahltaster
Effekt-Wahlschalter
Effekt-Indikatorleuchten
Effekt-Haltetaster
Effekt-Einstellregler 1
Effekt-Einstellregler 2
Effekt-Taster
07
22
19
20
21
Alles kann so
einfach sein …
08
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
Bedienelemente und Anschlüsse
Rückseite
19
20
21
22
23
24
25
Netzschalter
Netzanschluss
SDHC-Karteneinschub
MIDI-Eingangsbuchse
MIDI-Durchgangsbuchse
MIDI-Ausgangsbuchse
USB-Anschlussbuchse
26
27
28
29
30
31
32
S / PDIF-Digitalausgang
Schwellerpedal-Anschlussbuchse
Haltepedal-Anschlussbuchse
Erdungsschalter
Audio-Eingangsbuchse in stereo
Ausgangsbuchse Links | Stereo
Ausgangsbuchse Rechts | Mono
09
Start
Aufbau und erste
Inbetriebnahme
Einstellen der Lautstärke
… für ein externes Signal
Der erste Aufbau funktioniert am besten mithilfe einer weiteren Person.
Heben Sie Zarenbourg aus dem Karton
und stellen Sie ihn vorsichtig auf einen
ebenen Tisch, so dass die Gewinde für
die Beine frei zugänglich sind. Schrauben Sie nun alle vier Beine an und stellen Sie Zarenbourg anschließend auf
den von Ihnen vorgesehenen Platz.
Stecken Sie nun das Netzkabel an den
Netz­anschluss [20] und versorgen Sie
das Piano mit Strom. Dabei spielt es
keine Rolle, ob die Netzspannung
110 V oder 230 V beträgt. Verbinden
Sie den Stecker des Haltepedals mit
der Haltepedal-Buchse [28] und schalten Sie dann zunächst den Netzschalter [19] ein. Zuletzt drehen Sie den
Lautstärkeregler [2] zum Anschalten
auf – Ihr Zarenbourg Piano ist nun
spielbereit!
Die Lautstärke können Sie – wer hätte
das gedacht – am Lautstärkeregler [2]
einstellen. In einem kleinen Regel-Bereich tut sich allerdings noch nichts.
Dies ist beabsichtigt für den Fall, dass
Sie nur ein externes Signal hören
möchten oder wenn Sie Zarenbourg
als Masterkeyboard einsetzen.
Wenn Sie ein externes Stereosignal
über die Audio-Eingangsbuchse [30]
einspeisen, kann dieses über die integrierten Lautsprecher wiedergegeben
werden. Drehen Sie hierzu den Lautstärkeregler für das externe Signal [4]
auf die gewünschte Position. Für
schwache Signale lässt sich die Empfindlichkeit des Eingangsverstärkers in
vier Stufen einstellen. Probieren Sie
hierzu zunächst eine moderate Lautstärke und halten nun den Transpositions-Taster [9] gedrückt. Über den
Regler für das externe Signal lassen
sich nun die vier Empfindlichkeits­
stufen anwählen.
Hinweis! Schalten Sie Zarenbourg
ausschliesslich über den Lautstärkeregler an und aus.
10
Klänge
Anwahl der Klänge
Tremolo
Stimmung
Nach dem Einschalten ist automatisch
die Preset-Bank aktiv und die internen
Klänge lassen sich durch den Klangwahlschalter [11] anwählen. Dabei
stehen Ihnen sieben Presets zur
Verfügung:
Das Tremolo ist eine periodische Lautstärkemodulation, also ein recht pri­
mitiver Effekt, der aber bei richtigem
Einsatz den Klang durchaus bereichert.
Einstellen lässt sich dieser Effekt mit
dem Regler für die Tremolo-Intensität
[5] und dem Regler für die TremoloGeschwindigkeit [6]. Mit dem Taster
für Stereo-Tremolo [8] können Sie eine
phasenverschobene Modulation von
linkem und rechtem Signal einstellen.
Dadurch wird der Gesamtklang deutlich aufgelockert. Bei angewähltem
Stereo-Tremolo leuchtet diese Taste.
Die Anzeigeleuchte für Tremolo [7]
blinkt periodisch synchron zur Modulation. Wünschen Sie keinen TremoloEffekt, so drehen Sie den Regler für
die Tremolo-Intensität [5] einfach bis
zum linken Anschlag.
Beim Zusammenspiel mit anderen
In­strumenten kann es hilfreich sein,
Zarenbourg leicht zu verstimmen, um
dessen Stimmung an kompliziert bzw.
gar nicht zu stimmende Instrumente
anzupassen.
Zwei klassische E-Pianos (Tines/Bars),
ein E-Piano mit Klang­zungen (Reeds),
ein Flügel (Grand), ein elektrischer
Flügel (Electric Grand), ein FM-Piano
(FM) und ein Clavinet. Die Bänke A, B
und C enthalten die entsprechenden
Klangprogramme, allerdings sind hier
im Gegensatz zur Preset-Bank auch
Effekteinstellungen gespeichert. Die
Anwahl der Bänke erfolgt durch die
Bank-Wahltasten [12] und den PresetBankwahltaster [10]. Der Taster der
aktiven Bank leuchtet jeweils. Auf den
Programmplätzen A1 … C7 können Sie
auch Ihre eigenen Klänge mit Effekteinstellungen speichern.
Der Vorgang hierzu ist ähnlich dem
des Transponierens: Halten Sie den
Trans­positions-Taster [9] gedrückt und
drehen Sie den benachbarten Regler
für die Tremolo-Geschwindigkeit [6],
bis die Tonhöhe Ihren Anforderungen
gerecht wird. Der Trans­positions-Taster
[9] leuchtet, solange die Verstimmung
aktiv ist. Die Verstimmung wirkt in
einem Bereich von + / - 1 / 64-Halbton,
die Mittelstellung ist neutral und wird
durch die Anzeigeleuchte für Tremolo
[7] signalisiert.
Lesen Sie hierzu Seite 18.
11
Aufhebung Transposition und
Verstimmung
Transposition
Falls Sie mit Sängern oder anderen
Instrumentalisten zusammen musizieren, kann es vorkommen, dass Sie
dasselbe Stück in einer anderen Tonart
spielen möchten. Die wenigsten Pianisten sind so versiert, dass ihnen dies
auf Anhieb gelingt. Einfacher ist es in
diesem Fall, das Instrument schnell
umzustimmen.
Drücken und halten Sie zur Trans­
position den Transpositions-Taster [9].
Schlagen Sie eine Taste im Noten­
bereich von C2 bis C4 an und
las­sen Sie den Taster los. Falls Sie
nicht ausgerechnet das mittlere C [C3]
angeschlagen haben, leuchtet der
Transpositions-Taster [9] nun und
signalisiert Ihnen damit die aktivierte
Transposition.
12
Es wird in einem Bereich von + / - einer
Oktave transponiert, ausgehend vom
mittleren C [C3].
Beispiel: Wenn Sie bei der Trans­
position das D drücken, ertönt ein in
C-Dur ge­spieltes Stück anschliessend
in D-Dur.
Zur Aufhebung von Transposition und
Verstimmung tippen Sie den Trans­
positions-Taster [9] einfach an. Möchten Sie wieder zur vorherigen Einstellung zurückkehren, tippen Sie den
Taster erneut an, ohne dabei die Tas­
tatur oder den Regler für die TremoloGeschwindigkeit [6] zu berühren.
Effekte
Die Effektsektion
Hier lassen sich mit wenigen Hand­
griffen Effekte anwählen und einstellen. Sie können auch beliebige Kom­
binationen von Effekten gleichzeitig
aktivieren.
Die Effekte werden mit dem EffektWahlschalter [13] angewählt.
Aktive Effekte werden durch Leuchten
der Effekt­-Indikatorleuchten [14] an­
gezeigt.
Zur Aktivierung eines Effekts reicht es,
diesen mit dem Effekt-Wahlschalter
[13] anzuwählen. Wollen Sie zusätzlich
zu dem angewählten Effekt noch weitere Effekte aktivieren, so drücken Sie
vor Drehen des Effektwahlschalters
den Effekt­-Haltetaster [15]. Damit befindet sich der aktuelle Effekt im Halte­
status und wird nicht deaktiviert, sobald ein anderer Effekt angewählt wird.
Auf diese Weise können Sie Effekte
miteinander kombinieren. Der Halte-
status wird bei angewähltem Effekt
durch den leuchtenden Effekt-Haltetaster [15], bei nicht angewähltem
Effekt durch die entsprechende EffektIndikatorleuchte [14] angezeigt. Er
wird durch erneutes Drücken des
Effekt-Haltetasters [15] gelöscht. Zusätzlich lässt sich der Haltestatus aller
Effekte in der Stellung „Off“ des EffektWahlschalters deaktivieren.1
Der Effekt-Haltetaster [15] hat noch
eine weitere Funktion: Wenn Sie die­sen
bei der Programmanwahl gedrückt
hal­ten, bleiben die aktuellen Effekteinstellungen erhalten. Auf diese Weise
können Sie erstellte Effektkombinationen komforta­bel in einem anderen
Klangprogramm verwenden.
1
(Anmerkung: Nach Programmanwahl in Bank A, B oder
C kann es vorkommen, dass der Effekt-Wahlschalter
auf einen inaktiven Effekt verweist)
13
Off (Effekt aus)
Adjust
Kein Effekt, der Sound des Zarenbourg
klingt unverfälscht.
Streng genommen ist Adjust kein
Effekt, sondern ein direkter Eingriff in
den Klang. Auf welche Weise der Klang
verändert wird, hängt von der verwendeten Klangarchitektur ab. Im Zarenbourg gibt es drei Architekturen:
alle enthaltenen Samples sind als Preset erreichbar. Außerdem können Sie
so auf eigene oder zugekaufte Sampleprogramme zugreifen. Bei der Auslieferung sind folgende neun Sample­
programme enthalten:
Die Standard-E-Pianos werden intern
anhand eines virtuellen Modells berechnet (Preset 1, 2, und 3). Mit dem
Effekt-Einstellregler 1 [16] lässt sich
hier die Höhe des virtuellen Pickups
einstellen, hierdurch ändert sich der
Obertongehalt des Klanges. Mit Effekteinstellregler 2 [17] ändern Sie den
Abstand des virtuellen Pickups, dies
hat Einfluss auf das Dynamikverhalten.
1
2
3
4
5
6
Flügel, elektrischer Flügel und Clavinet
(Preset 4, 5 und 7) basieren auf Samples. Hier lassen sich folgende Änder­
ungen vornehmen: Mit Effekt-Ein­
stellregler 1 [16] können Sie alle im
Zarenbourg gespeicherten Samples
anwählen. Dies ist wichtig, denn nicht
14
Flügel
Elektrischer Flügel
Clavinet Pickup #1
Clavinet Pickup #2
Streicher
Streicher mit Spiccato bei hoher
Anschlagstärke
7 Orchester
8 Orchester mit Staccato Instrumenten bei hoher Anschlagstärke
9 Synthesizer-Fläche
Als dritte Architektur gibt es das FMPiano. Dieses wird durch eine vollwertige FM-Synthese erzeugt. Der EffektEinstellegler 1 [16] verändert hier die
Frequenz von einem der sechs beteiligten Oszillatoren.
Mit Effekt-Einstellegler 2 [17] lässt
sich für jede Architektur ein Resonanzmodell dazumischen. Bei mechanischen und elektromechanischen Tasteninstrumenten kommt es vor, dass
ungedämpfte Saiten von anderen Saiten zu Schwingungen angeregt werden. Insbesondere bei gedrücktem
Haltepedal ist dieser Effekt gut hörbar,
weil hier alle Saiten ungedämpft bleiben. Das resultierende Klangbild gewinnt deutlich an Ausdruck und
Wärme. Auf diese Weise arbeitet auch
das Resonanzmodell des Zarenbourg.
Setzen Sie diesen Effekt aber mit Bedacht ein. Vor allem in Kombination mit
dem Halleffekt kann der Gesamtklang
hier schnell verwaschen wirken.
Layer
Chorus
Flanger
Phaser
Zwei weitere Einstellungen lassen sich
vornehmen, wenn Sie bei angewähltem Adjust den Effekt-Taster [18] antippen, so dass dieser leuchtet:
Beim Chorus-Effekt wird ein periodisch
verstimmtes Signal dem Originalsignal
hinzugemischt. Mit Effekt-Einstellregler 1 [16] stellen Sie die Verstimmung
ein, mit Effekt-Einstellregler 2 [17] die
Geschwindigkeit der periodischen Verstimmung. Die Anzeige des EffektTasters [18] glimmt dabei synchron zur
Modulation. Durch viermaliges rhythmisches Antippen des Effekt-Tasters
[18] können Sie das Tempo vorgeben.
Ein minimal zeitverzögertes Signal wird
dem Originalsignal hinzugemischt. Dadurch ändert sich die Klangfarbe teilweise drastisch. Die Zeitverzögerung
wird periodisch moduliert. Mit EffektEinstellregler 1 [16] stellen Sie die Modulationstiefe ein, mit Effekt-Einstellregler 2 [17] die Geschwindigkeit des
Effekts. Die Anzeige des Effekt-Tasters
[18] glimmt dabei synchron zur Modulation. Durch viermaliges rhythmisches
Antippen des Effekt-Tasters [18] können Sie auch das Tempo vorgeben.
Das Eingangssignal passiert eine Reihe
von Filtern mit frequenzabhängigen
Laufzeiten und wird dem Originalsignal
hinzugemischt. Die Filtercharakteristik
wird dabei periodisch moduliert. Hierdurch entsteht eine interessante Färbung des Klanges durch spektrale Auslöschungen, die sich zeitlich in der
Frequenz ändern. Mit Effekt-Einstellregler 1 [16] stellen Sie die Modulationstiefe der Filtermodulation ein. Bei
höheren Werten erhalten Sie eine
Rückkopplung des Filters. Effekt-Einstellregler 2 [17] regelt die Geschwindigkeit des Effekts. Die Anzeige des
Effekt-Tasters [18] glimmt dabei synchron zur Modulation. Durch viermaliges rhythmisches Antippen des EffektTasters [18] können Sie zudem das
Tempo vorgeben.
Mit Effekt-Einstellegler 1 [16] können
Sie jeden beliebigen Klang der 28
Klangprogramme (Preset/A/B/C 1…7)
zum aktuellen Klang als zusätzlichen
Layer verwenden. Mit Effekt-Einstellegler 2 [17] regeln Sie dabei das Verhältnis der beiden Klänge. In der Nullstellung links ist das Layer inaktiv. Bei
aktivem Layer werden zwei Stimmen
pro Note verwendet, daher sinkt die
maximale Polyphonie dementsprechend. Bei Verwendung eines Klangprogrammes als Layer bleiben dessen
Effekteinstellungen unberücksichtigt.
15
Echo | Reverb
Mit dem Effekt-Taster [18] können Siewahlweise ein Echo oder einen HallEffekt anwählen. Wenn der Effekt-Tasters [18] leuchtet, ist das Echo aktiv,
ansonsten der Hall (Reverb).
Beim Echo wird das Signal verzögert
und dem Originalsignal zugemischt.
Mit Effekt-Einstellregler 1 [16] lässt
sich der zugemischte Effektanteil regeln. Zusätzlich wird ab der Mittelstellung der Grad der Rückkoppelung des
verzögerten Signals eingestellt. Hierdurch er­geben sich mehrere Echos,
die in der Lautstärke abnehmen.
Mit Effekt-Einstellregler 2 [17] wird die
Länge der Verzögerung eingestellt.
Durch viermaliges rhythmisches An­
tippen des Effekt-Tasters [18] können
Sie die Verzögerungszeit synchron
zum musikalischen Tempo einstellen.
16
Auto Wah
Beim Hall (Reverb) Effekt wird ein
Raum mit vielen diffusen Reflexionen
simuliert und dem Originalsignal zu­
gemischt. Effekt-Einstellregler 1 [16]
steuert hierbei den Anteil, der zugemischt wird. Mit Effekt-Einstellregler 2
[17] wird die Raumgröße eingestellt.
Beim Auto Wah passiert das Signal ein
Bandpassfilter, welches ein schmales
Frequenzband betont und alle anderen
Frequenzen bedämpft. Die Frequenz
des Bandpassfilters wird auf verschiedene Weise gesteuert, einstellbar über
den Effekt-Taster [18]. Leuchtet dieser
nicht, wird das Bandpassfilter durch
eine Hüllkurve gesteuert, die bei jedem
Tastenanschlag in Abhängigkeit von
der Anschlagstärke neu gestartet
wird. Effekt-Einstellregler 1 [16] steuert hier­bei, wie sensibel die Hüllkurve
reagiert, mit Effekt-Einstellregler 2 [17]
lässt sich die Abklingzeit (Release)
der Hüllkurve einstellen. Befindet sich
Effekt-Einstellregler 1 [16] auf Null, so
lässt sich die Frequenz mit einem an
die Schwellerpedal-Anschlussbuchse
[27] angeschlossenen Schwellerpedal
steuern.
Bei leuchtendem Effekt-Taster [18]
wird die Frequenz des Bandpassfilters
periodisch verändert. Effekt-Einstellregler 1 [16] regelt hierbei die Modu­
lationstiefe, Effekt-Einstellregler 2 [17]
die Geschwindigkeit der Modulation.
Diese lässt sich durch viermaliges
rhythmisches Antippen des Effekt-Tasters [18] vorgeben.
Equalizer
Overdrive
Mit der vierkanaligen Klangregelung
lassen sich einzelne spektrale Bänder
gezielt hervorheben oder unterdrücken. Der Effekt-Taster [18] dient dabei zur Umschaltung der zu bedienenden Frequenzbänder.
Wenn der Effekt-Taster [18] leuchtet,
werden folgende Bänder eingestellt:
Leuchtet der Effekt-Taster [18] nicht,
werden folgende Bänder eingestellt:
Effekt-Einstellregler 2 [17]:
hohe Mitten (Presence)
um 3000 Hz von -18dB bis +10 dB
Effekt-Einstellregler 1 [16]:
Bässe (Bass, < 120 Hz)
von -18 dB bis +8 dB.
Effekt-Einstellregler 2 [17]:
Höhen (Treble, > 6000 Hz)
von -18 bis +8 dB
Effekt-Einstellregler 1 [16]:
tiefe Mitten (Mid)
um 750 Hz von -18 dB bis +8 dB.
Die Anhebung der hohen Mitten eignet
sich besonders zur Betonung von
E-Piano-Sounds.
Hier lässt sich das Signal gezielt übersteuern, um Verzerrungen zu erzeugen.
Der Klang erhält deutlich Schärfe und
Aggressivität, besonders Akkorde werden zunehmend geräuschhafter. Die
Stärke der Übersteuerung (Drive) wird
mit Effekt-Einstellregler 1 [16] gesteuert, Effekt-Einstellregler 2 [17] ändert
die Klangfarbe (Colour) der Verzerrung.
Mit dem Effekt-Taster [18] lassen sich
zwei verschiedene Verzerrungscharakteristika auswählen: Leuchtet der Taster, so ist eine weiche Röhrenkenn­linie
(Tube) aktiv, ansonsten eine Transistorverzerrung.
Wird mit einem Regler die Neutralstellung erreicht, so leuchtet die EffektIndikatorleuchte [14] schwächer. Dadurch fällt es leichter, bestimmte
Bänder neutral zu belassen. Der Equalizer kann auch zur Verstärkersimulation verwendet werden, indem Bass
und Höhen etwas abgesenkt, Presence
und Mitten jedoch betont werden.
17
Store +
Plug
18
Speichern von Klangprogrammen
Anschluss an Mischpult,
Verstärker oder Aufnahmegerät
Anschluss an einen Rechner
Zum Speichern Ihrer eigenen Klangprogramme stehen Ihnen die 21 Programmplätze A1... C7 zur Verfügung.
Drücken und Halten Sie zum Speichern
einen der gewünschten BankwahlTaster [12] bis dieser blinkt und stellen
dann den Klangwahlschalter [11] auf
die gewünschte Position. Sobald Sie
den Taster loslassen, wird der aktuelle
Klang auf den angewählten Programmplatz gespeichert. Sollten Sie sich bei
bereits gedrücktem Taster für eine
andere Bank entscheiden, können Sie
dieses, solange Sie dabei mindestens
einen der drei Bankwahl-Taster [12]
gedrückt halten. Möchten Sie den
Speichervorgang abbrechen, drücken
Sie den Preset-Bankwahl­taster [10].
Nutzen Sie hierzu die Ausgangsbuchsen [31| 32] für das linke und rechte
Ausgangssignal. Mit einem Stereoklinkenkabel lässt sich das Signal auch an
Ausgangsbuchse Links [31] abgreifen.
Steckt in der Ausgangsbuchse Links
[31] kein Stecker, so gelangt die
Summe aus beiden Stereo­kanälen als
Monosignal an die Ausgangsbuchse
Rechts [32].
Zum Anschluss an einen Rechner
verfügt Zarenbourg über eine USBBuchse [25]. Nutzen Sie hierzu ein
handelsübliches USB-Kabel zur Ver­
bindung mit Ihrem Rechner. Zarenbourg wird als USB-MIDI-Gerät erkannt. Mit geeigneten Programmen
können Sie MIDI-Daten vom Zarenbourg aufnehmen und Klangdaten abrufen. Zur Übertragung von Samples
oder zur Aktualisierung der Firmware
ist die USB-Schnittstelle nicht vor­
gesehen. Verwenden Sie hierfür den
SDHC-Karteneinschub [21].
Anschluss an den Digitalausgang
Nutzen Sie hierzu den S/PDIF-Digi­
talausgang [26] und ein geeignetes
Kabel. Beachten Sie bitte, dass der
Zarenbourg im digtalen Verbund der
Master ist.
Anschluß an ein iPad
MIDI
Anschluss von Pedalen
Datenübertragung per SDHC Karte
Hierzu benötigen Sie ein Camera-Connection-Kit, mit dem Sie Zarenbourg
über USB an Ihr iPad anschliessen
können. Zarenbourg wird als MIDI-Gerät erkannt und kann mit geeigneten
Apps als MIDI Eingabe- oder Ausgabegerät verwendet werden. Wir können
allerdings einen reibunglosen Betrieb
nicht garantieren, da diese Funktio­
nalität des iPad bisher nicht offiziell
dokumentiert ist.
Zarenbourg ist mit drei MIDI-Buchsen
ausgestattet:
Zarenbourg besitzt zwei Anschlüsse
für Pedale: An die Schwellerpedal-Anschlussbuchse [27] kann ein handelsübliches Schwellerpedal angeschlossen werden. Über diese Pedal können
Sie die Auto Wah-Bandpassfrequenz
steuern. Die Haltepedal-Buchse [28]
dient zum Anschluss eines handelsüblichen Sustainpedals. Einige Pedale
werden kontinuierlich ausgewertet,
auch wenn diese nur als Schalter konzipiert sind. Hierdurch ist es möglich,
auch mit halb gedrücktem Pedal (engl.
half pedaling) zu spielen.
Zum Laden einer neuen Firmwareversion und Samples benötigen Sie eine
handelsübliche SDHC-Karte. Die Daten
müssen dabei im Wurzelverzeichnis
(root directory) der Karte abgelegt
sein. Stecken Sie diese Karte in den
SDHC-Karteneinschub und schalten
Sie Zarenbourg ein.
MIDI-Eingangsbuchse [22]:
Schließen Sie hier ein MIDI-Kabel an,
wenn Sie Zarenbourg über MIDI ansprechen wollen.
MIDI-Durchgangsbuchse [23]
(MIDI Thru):
Über diese Buchse wird das eingehende MIDI-Eingangssignal automatisch ausgegeben, so dass Sie mehrere Klangerzeuger mit nur einem
MIDI-Sender steuern können.
MIDI-Ausgangsbuchse [24]:
Zarenbourg sendet über diese Buchse
alle Steuerdaten wie Tastenanschläge,
Pedale und Programmwechsel, so
dass diese von anderen MIDI-Geräten
ausgewertet bzw. aufgezeichnet werden können.
Während die Daten gelesen werden,
blinken die Effekt-Indikatorleuchten
[14]. Sobald alle Effekt-Indikatorleuchten verloschen sind, ist der Transfer
abgeschlossen.
Sie finden die jeweils neueste Firmware und Samples für Ihren Zarenbourg auf unserer Website:
zzz.waldorfmusic.de
19
Fakten
Technische Daten
Anschlüsse
Tonerzeugung
Breite Tiefe
Höhe Gewicht
Klaviatur
Stereo-Kopfhörer
Stereo-Line out
Stereo-Line in
Haltepedal-Eingang
Schwellerpedal-Eingang
S / PDIF-Digitalausgang
USB
MIDI in / thru / out
SDHC-Karteneinschub
Kaltgerätenetzstecker
Sample Speicher
4GB Direct Streaming Memory
120 cm
62 cm
83 cm
38 kg 76 gewichtete Tasten
Eingangsspannung
100 V ... 230 V ~Wechselspannung
Leistungsaufnahme
Max. 75 Watt, Standby 0.0 Watt
Soundsystem
2 × 20 Watt an Breitbandlautsprecher
1 × 20 Watt an Tieftöner
Digitale Frequenzweiche
20
Polyphonie
bis zu 100 Stimmen
Klangerzeugung
Physical Modeling, Sampling,
FM Synthese
Effekte
Tremolo, Chorus, Flanger, Phaser, Hall,
Echo, Auto-Wah, Equalizer, Overdrive
Programmplätze
7 Presets, 21 User Programme
CE-Konformitätserklärung
Die Firma
Waldorf Music GmbH
Neustr. 12
53498 Waldorf
Erklärt hiermit, dass das elektrische
Piano Zarenbourg, EAN Gerätenummer
426012638020, in Übereinstimmung
mit den Richtlinien 2004 / 108 / EG
und 2006 / 95 / EG unter Verwendung
der Normen EN 55013, EN 55020,
EN 61000-3-2 sowie EN 61000-3-3
in Verkehr gebracht wurde.
Waldorf, den 21. Juli 2011
Stefan Stenzel
Geschäftsführer
FCC Information (U.S.A.)
1. IMPORTANT NOTICE: DO NOT MODIFY THIS
UNIT! This product, when installed as indicated in
the instructions contained in this Manual, meets
the FCC requirements. Modifications not expressly
approved by Waldorf may void your authority,
granted by the FCC, to use this product.
2. IMPORTANT: When connecting this product to
accessories and/or another product use only high
quality shielded cables. Cable/s supplied with this
product MUST be used. Follow all installation instructions. Failure to follow instructions could void
your FCC authorization to use this product in the
USA.
3. NOTE: This product has been tested and found
to comply with the requirements listed in FCC Regulations, Part 15 for “Class B” digital devices.
Compliance with these requirements provides a
reasonable level of assurance that your use of this
product in residential environment will not result in
harmful interference with other electronic devices.
This equipment generates or uses radio frequencies and, if not installed and used according to the
instructions found in the users manual, may cause
interference harmful to the operation of other
electronic devices. Compliance with FCC regulations does not guarantee that interference will not
occur in all installations. If this product is found to
be the source of interference, which can be determinated by turning the unit off and on, please try
to eliminate the problem by using one of the following measures: Relocate either this product or
the device that is being affected by the interference. Utilize power outlets that are on branch
(Circuit breaker or fuse) circuits or install AC line
filters. In the case of radio or TV interference, relocate or reorient the antenna. If the antenna lead-in
is 300 ohm ribbon lead, change the lead-in to coaxial type cable. If these corrective measures do
not produce satisfactory results, please contact
the local retailer authorized to distributed this type
of product. The statements above apply ONLY to
products distributed in the USA.
Canada
The digital section of this apparatus does not exceed the “Class B” limits for radio noise emissions
from digital apparatus set out in the radio interference regulation of the Canadian Department of
Communications.
Le présent appareil numérique n’émet pas de
bruits radioélectriques dépassant les limites applicables aux appareils numériques de “Classe B”
prescrites dans le règlement sur le brouillage radioélectrique publié par le ministère des Communications du Canada. Ceci ne s’applique qu’aux
produits distribués dans Canada.
Other Standards
(Rest of the World)
This product complies with the radio frequency
interference requirements of the Council Directive
89/336/EC.
Cet appareil est conforme aux prescriptions de la
directive communautaire 89/336/EC.
Dette apparat overholder det gaeldenda EF-direktiv vedrørendareadiostøj.
Diese Geräte entsprechen der EG-Richtlinie
89/336/EC.
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