AE 502 - Alan-Albrecht Service

AE 502
2-Meter Amateurfunk
Handfunkgerät
Bedienungsanleitung
Inhalt:
Inhaltsverzeichnis
Rechtliche Hinweise
Geräteansichten
Kurzanleitung- alles auf einen Blick
Ausführliche Anleitung, Allgemeine Hinweise
Stromversorgung, Batteriefach
Aufladen von Batterien und Warnhinweise
Die Grundfunktionen, Erstes Einschalten
Lautstärke und Rauschsperre
Frequenzen weiterschalten, VFO-Mode
Kanalraster
Funkbetrieb über Relaisstationen
Tonruf 1750 Hz
Direktwahltaste
Sendeleistung umschalten
Erweiterte Funktionen
Speicher programmieren und abrufen
Suchlauf (Scan)
Prioritätskanal / Zweikanalüberwachung (Dual Watch)
Ab- und Einschalten des Tastaturbestätigungs-Tons
Displaybeleuchtung
Reset auf Werkseinstellungen
CTCSS (Pilotton)
Tastatursperre
Technische Informationen
Packet Radio
Speichererhaltung
Mögliche Frequenzbereichsoptionen
Mikrofon- und Lautsprecher-Anschlußbuchsen
Nützliches Zubehör für AE 502
Technische Daten
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Rechtliche Hinweise, CE-Konformität Frequenzbereich
Das Handfunkgerät AE 502 ist ein Amateurfunkgerät, welches In Deutschland ausschließlich von
lizenzierten Funkamateuren der Klassen 1, 2 oder 3 im Rahmen Ihrer Amateurfunklizenz auf
Amateurfunkfrequenzen zwischen 144 und 146 MHz betrieben werden darf, auch wenn dieses Gerät
je nach Lieferland einen größeren schaltbaren Frequenzbereich aufweisen kann. Für andere als
Amateurfunkzwecke ist dieses Gerät nicht zugelassen. Im Lieferzustand (Deutschland) ist das
Funkgerät zwar im Frequenzbereich 136-174 MHz schaltbar, wobei jedoch nur für den Bereich der
weltweit üblichen 2m Amateurfunkbänder (144-146 bzw. 148 MHz (USA)) und die im Amateurfunk
üblichen Kanalabstände eine Funktionsgarantie übernommen werden kann. Das Gerät entspricht dem
neuen harmonisierten europäischen Amateurfunkstandard ETS 300 684 und trägt das CE Zeichen.
Falls das Gerät in Verbindung mit anderen Zusatzgeräten (z.B. Leistungsverstärkern) benutzt werden
soll, kann zur Einhaltung der im Standard ETS 300 684 angegebenen Grenzwerte die Verwendung
von zusätzlichen Filtern erforderlich werden. Dafür ist der betreibende Funkamateur selbst
verantwortlich. Keine Haftung bei nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch des Gerätes und
Nichtbeachtung der Hinweise dieser Anleitung!
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Geräteansichten
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LGT
SC-PRI
VFO-TSQ
MR-MS
Displaybeleuchtung
Scan- und Prioritätskanal (Zweikanalüberwachung)
Frequenzmode / Tonsquelch (CTCSS)
Speicherplätze abrufen / belegen
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Kurzanleitung- alles auf einen Blick
Sind Sie als Funkamateur schon mit allem vertraut? Dann brauchen Sie vielleicht als Kurzanleitung
nur die folgende Funktionsliste:
Erstfunktionen : entsprechende Taste einzeln drücken
Taste
Funktion
LGT
Beleuchtung des Displays
UP
Frequenz oder Kanal aufwärts
DWN
Frequenz oder Kanal abwärts
SC
Suchlaufstart
VFO
Frequenzmode
MR
Speicher aufrufen
LOCK
Tastatursperre
CALL
programmierbarer Anrufkanal
Zweitfunktionen: zuerst Funktionstaste drücken, danach Zweitfunktion wählen
FUNC +
UP / DWN
Schnellwechsel MHz
FUNC +
PRI
Dual Watch (Zweikanalüberwachung)
FUNC +
TSQ
Tonsquelch einschalten (Option) bzw.
CTCSS Töne einstellen mit UP/DWN
FUNC +
PTT
Leistung auf LOW (und umgekehrt)
FUNC +
MS
Einspeichern von Memories starten
FUNC +
SHIFT
Repeaterbetrieb ( - / + oder Simplex) starten,
zusätzlich mit UP/DWN Shift verändern
FUNC +
STEP
Frequenzraster anzeigen bzw. wählen mit UP/DWN
Funktionen bei gleichzeitigem Einschalten des Geräts
PTT
und gleichzeitig einschalten Tastaturtöne aus/ein
FUNC und gleichzeitig einschalten Reset auf Auslieferungszustand, alles löschen
Stromversorgung: Kombi-DC-Ladebuchse am Batteriefach
Batterien (9 Stück) oder Akkus einlegen oder Kompaktakkublock unterschieben. Externe Speisung
zwischen ca. 6 und 13.8 V DC (stabilisiert) möglich. Steckerschaltung: innen +, außen Laden von Akkus: nur mit strombegrenzendem Spezial-Steckerlader Art.-Nr. 10104 / Standlader Art.Nr. 10106 möglich, nie mit Netzteil laden!
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Ausführliche Anleitung
Allgemeine Hinweise
Vermeiden Sie, Ihr Amateurfunkgerät hoher Luftfeuchtigkeit , extremen Temperaturen, großer
Staubbelastung und direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Öffnen Sie Ihr Funkgerät nur, wenn
Sie über die notwendigen Fachkenntnisse, das richtige Werkzeug und die notwendigen Meßgeräte
verfügen. Das Gerät wurde beim Hersteller optimal auf den Amateurfunkbereich 144-146 (148) MHz
abgeglichen und benötigt in der Regel keinen Nachgleich.
Stromversorgung
Externe Stromversorgung
Vermeiden Sie zu hohe Betriebsspannungen. Mit dem beigefügten DC-Kabel können Sie Ihr Gerät am
KFZ-Bordnetz 12 Volt oder an einem stabilisierten Netzgerät oder einer anderen Spannungsquelle
(z.B. Bleiakku) zwischen 6 Volt und 16 Volt betreiben. Die angegebenen Werte sind die absoluten
Grenzwerte und dürfen nicht unter- bzw. überschritten werden.
Die im Zigarettenanzünderstecker eingesetzte Sicherung ist durch Abdrehen der Kappe mit dem
Mittel-Pluskontakt zugänglich. Sollte eine Sicherung durchbrennen, untersuchen Sie bitte stets die
mögliche Ursache (meist liegt Falschpolung vor und eine Schutzdiode hat angesprochen) und
ersetzen Sie die Sicherung nur durch einen gleichwertigen Typ (empfohlen 1 bis 1.5 A) und niemals
durch Überbrücken mit Silberpapier oder andere Maßnahmen!
Übrigens: Der Pluspol bei dem Hohlstecker des Stromkabels ist der Mittelpol. Der Außenring ist
Minuspol.
Batterien oder Akkus?
Geliefert wird Ihr Funkgerät mit einem Leer-Batteriepack, das Sie wahlweise mit nicht aufladbaren
Batterien oder handelsüblichen Akkus bestücken können.
Bedenken Sie bitte, daß das Ausnutzen der vollen Sendeleistung Ihres Geräts von bis zu 5 Watt
(abhängig von der Betriebsspannung) einen entsprechend hohen Stromverbrauch verursachen wird,
der bei Batteriebetrieb teuer werden kann. Unsere Empfehlung kann daher nur lauten:
Bei nur bei gelegentlichem Betrieb sind Alkali-Mangan-Batterien zu empfehlen. Diese Zellen haben
den Vorteil, Ihre Kapazität über lange Zeit (mehrere Jahre) zu halten, wenn sie nicht benutzt werden.
Sie benötigen 9 Stück der üblichen Mignon-Größe (AA bzw. R6).
Für häufigen Betrieb empfehlen wir Nickel-Cadmium-Akkus oder Nickel-Metall-Hydrid-Akkus.
Diese sind bis zu etwa 500 x wiederaufladbar und sind in der Lage, den hohen Strombedarf beim
Senden mit voller Leistung zu liefern.
Batterien bzw. Akkus einlegen
Öffnen Sie das Batteriefach entsprechend der Zeichnung. Auf der Oberseite des Batteriefachs finden
Sie zwei pfeilförmige Markierungen. Hier können Sie durch Eindrücken mit dem Fingernagel das
Batteriefach in seine zwei Hälften auseinanderklappen.
Das Batteriefach füllen Sie bitte mit 9 Stück AA-Zellen (Achtung: Normgröße erforderlich. Es gibt leider
auch nicht normgerechte Akkuzellen auf dem Markt, die geringfügig dicker sind als nach
internationalen Normen vorgesehen. Diese können unter Umständen klemmen oder nicht
hineinpassen.) Beachten Sie die graphischen Polungshinweise. Danach setzen Sie die beiden Hälften
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wieder zusammen, indem Sie erst den Boden zusammenfügen und dann die Oberseite einrasten
lassen.
Das Batteriefach schieben Sie dann unter das Funkgerät. Es rastet in der Endposition hörbar ein und
verriegelt sich. (Zum Abnehmen des Batteriefachs zuerst Plastikriegel hochschieben!)
Aufladen von aufladbaren Akkus
Zum Laden benötigen Sie ein spezielles Steckerladegerät oder einen Standlader. Wir empfehlen dazu
das Albrecht-Steckerladegerät Nr. 10104 oder den Automatik-Standlader DG-630 (Artikelnr.10106).
Bitte verwenden Sie keinesfalls ein einstellbares Netzteil zum Aufladen von Akkus!
Zum Aufladen benutzen Sie die seitliche DC-Buchse am Batteriefach. Vor jedem Aufladen
vergewissern Sie sich bitte, daß das Batteriefach vollständig mit Akkus gefüllt ist und daß diese auch
guten Kontakt haben. Prinzipbedingt wird nämlich zum Aufladen eine erhöhte Leerlaufspannung
benötigt. Sind keine Akkus im Batteriefach, oder haben diese schlechten Kontakt, kann die
Leerlaufspannung so hoch werden, daß empfindliche Teile in Ihrem Funkgerät beschädigt werden
können. Albrecht haftet nicht für durch Überspannung verursachte Schäden!
Mit dem Albrecht Steckerladegerät 10104, das mit seiner höheren Leerlaufspannung und der
Streufeld-Strombegrenzung speziell für die Ladefunktion über die Kombi-Lade-DC-Buchse des
Funkgeräts ausgelegt ist, können Sie entleerte, wiederaufladbare Batterien im Normal-Ladeverfahren
zwischen ca. 8 bis 14 Stunden aufladen.
Das Automatik-Standladegerät DG 630 überwacht den Ladevorgang automatisch und lädt übliche
Akkus bereits in ca. 1 1/2 Stunden.l
Ein gelegentliches Überladen schadet in der Regel bei den heutigen modernen Zellen nicht mehr.
Vermeiden sollten Sie jedoch bei Nickel-Cadmium-Zellen, die Akkus öfter hintereinander nur teilweise
zu entladen, da sich dabei der physikalisch bedingte typische Memory-Effekt einstellen kann. Es ist
daher zu empfehlen, daß Sie ab und zu Ihre Akkus einmal bis zur völligen Entleerung benutzen und
dann wieder mit der vollen Zeit aufladen. Nickel-Metall-Hydrid-Zellen kennen den Memory-Effekt nicht,
sind aber erheblich teurer und sensibler gegenüber Schnell-Ladeversuchen.
Bei Betrieb mit externer Stromversorgung unter 13.5 Volt findet allenfalls eine geringfügige
Erhaltungsladung der Akkus statt, ein Aufladen der Batterien am KFZ-Bordnetz ist bei stehendem
Motor daher nicht möglich. Bei laufender Lichtmaschine ergibt sich bei Akkus in der Regel ein
automatisch begrenzter Ladestrom um 30-50 mA, bei normalen Batterien fließt kein nennenswerter
Strom. Bei längerem Betrieb mit externer Stromversorgung empfehlen wir trotzdem, die Batterien oder
Akkus aus dem Gerät herauszunehmen.
Beim Ladevorgang leuchtet die rote LED auf der Rückseite des Batteriefachs.
Warnhinweise
Warnen müssen wir ausdrücklich vor allen Versuchen, nicht aufladbare Batterien „aufzuladen“.
Derartigen Batterien können bei Ladeversuchen nicht nur auslaufen, sondern auch explodieren, was
zur Zerstörung, Brandgefahr und nicht zuletzt zu Verletzungen führen kann. Benutzen Sie bitte nur
Akkus gleicher Kapazität, gleicher Marke und auch möglichst gleichen Alters zusammen. Mischen Sie
auch bitte nie Akkus und herkömmliche Batterien!
Beim Einsatz in Kraftfahrzeugen sorgen Sie bitte für einen Aufbewahrungs- bzw. Ablageplatz für Ihr
Funkgerät, wo Ihr Funkgerät nicht im Falle eines Auffahrunfalls im Fahrzeug herumfliegen könnte und
Insassen verletzen könnte. Halten Sie beim Senden Abstand zwischen Antenne und anderen
Personen. Auch wenn die Wirkungen des „Elektrosmogs“ umstritten sind, sollten Sie andere
Personen, die Ihrem Hobby vielleicht skeptisch gegenüberstehen, nicht zu sehr elektromagnetischen
Feldern aussetzen. Wenn Sie selbst einen Herzschrittmacher tragen sollten, achten Sie auf möglichst
großen Antennenabstand. Im Zweifelsfall verschaffen Sie sich die Herstellerinformationen über die
empfohlenen Schutzabstände.
Antenne anschließen und erstes Einschalten
Stecken Sie die mitgelieferte Antenne auf oder benutzen Sie eine andere VHF-Antenne mit BNCSteckeranschluß. Der BNC-Stecker rastet bei einer kurzen Rechtsdrehung ein. Auch wenn die
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Endstufe Ihres Funkgeräts gegen Fehlanpassung weitgehend geschützt ist, sollten Sie nie ohne
angeschlossene Antenne senden, weil dann die Senderendstufe beschädigt werden kann.
Die Grundfunktionen Ihres Gerätes
Sie lernen Ihr neues Amateurfunkgerät am besten kennen, wenn Sie die im folgenden beschriebenen
Schritte in der angegebenen Reihenfolge nachvollziehen. Sie erfahren in diesem Kapitel zunächst die
wichtigsten Grundfunktionen für den 2m FM Amateurfunk.
Erstes Einschalten
Lautstärke und Rauschsperre einstellen
Schalten Sie das Gerät mit dem Lautstärkeregler VOL, der mit dem Stromschalter gekoppelt ist, ein.
Stellen Sie den SQL-Knopf (SQL=Squelch=Rauschsperre) zunächst ganz nach links, bis Sie ein
starkes Grundrauschen hören. Dieser Einstellknopf dient dazu, störendes Grundrauschen während
der empfangsfreien Zeiten zu unterdrücken. Dazu stellen Sie den Squelchregler so ein, daß das
Rauschen gerade verschwindet. In dieser Position öffnet die Rauschsperre auch bei schwachen
Signalen und hat somit die empfindlichste Position. Wird der Squelch über diesen Punkt hinaus weiter
nach rechts (im Uhrzeigersinn) verstellt, müssen Empfangssignale immer stärker werden, um
durchgeschaltet zu werden.
Beim ersten Einschalten werden Sie im LCD Display die internationale Anruf-und Mobilfrequenz
145.50 MHz ablesen. Sie befinden sich im VFO-Mode.
Frequenzen weiterschalten, VFO-Mode
Im VFO-Mode arbeiten Sie mit der Frequenzanzeige Ihres Funkgeräts und nicht mit programmierten
Kanälen. Die Frequenzen können über die seitlichen Tasten
UP/DWN
in programmierbaren Schritten auf- oder abwärts weitergeschaltet werden. Mit der Taste
FUNC und danach mit UP / DWN
können Sie auch auf MHz-Schritte umschalten und wieder zurück. Damit geht das Aufsuchen einer
weiter entfernten Frequenz wesentlich schneller, als die Suche nur mit UP oder DWN.
Wenn Sie später (z.B. aus dem Speicherbetrieb) wieder in diesen Mode zurückschalten möchten,
betätigen Sie die VFO-TSQ-Taste.
Kanalraster
Das Kanalraster legt den minimalen Abstand zwischen zwei benutzbaren Frequenzen fest. Der
notwendige Frequenzabstand, der technisch u.a. von der Bandbreite der Aussendungen abhängt, wird
meist von den Funknetzbetreibern festgelegt, damit eine einwandfreie Kommunikation möglich ist.
Beim ersten Einschalten ist die herstellerseitige Programmierung auf die neue europäische
Amateurfunknorm mit 12.5 kHz-Schritten bereits wirksam. Das bedeutet, alle 12.5 kHz auf der
Frequenzskala wird ein Funkkanal festgelegt. Dabei sind die Amateurfunkorganisationen während
einer Übergangszeit bemüht, die Frequenzen mit Schutzabständen so zu verteilen, dass regional
gleichstark einfallende Sender möglichst 25 kHz und mehr auseinanderliegen. Damit sollen Störungen
weitgehend vermieden werden, denn technisch sind die meisten Amateurfunkgeräte, wie auch das AE
502, für eine größere Bandbreite optimiert (20-25 kHz).
So stellen Sie Ihr Gerät auf andere Kanalraster ein, falls gewünscht:
Kanalraster einstellen
Die meisten Tasten Ihres Gerätes haben eine Doppelfunktion. Die Erstfunktion erreichen Sie durch
Drücken der betreffenden Taste, die zweite Funktion, indem Sie vorher die FUNC-Taste drücken.
Zum Einstellen des Kanalrasters drücken Sie:
FUNC gefolgt von CALL-STEP
Im Display erscheint 12.5 (für 12.5 kHz Step-Schritte).
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Mit der seitlichen UP oder DWN-Taste wählen Sie das gewünschte Kanalraster: Durch mehrfaches
Drücken können Sie wählen:
Display
12.5
25
5
10
15
20
Kanalraster
+12.5 kHz (Europa, neu)
+25 kHz (Europa, alt)
+5 kHz, weltweit, Zwischenkanäle
+10 kHz (Asien, USA, Europa)
+15 kHz (USA)
+20 kHz (Asien)
usw. wieder von vorne.
Für Europa wählen Sie zweckmäßigerweise nur das 12.5 kHz oder das 25 kHz-Raster. Sie können
jederzeit das Kanalraster ändern, um jedoch Probleme mit einer falschen Lage der 12.5 kHzRasterkanäle zu vermeiden, starten Sie bitte die Programmierung unbedingt auf einer Frequenz im 50
kHz oder 100 kHz Raster, z.B. 145.500 MHz.
Die Programmierung beenden Sie mit der Funktionstaste
FUNC
oder auch mit einem kurzen Druck auf die Sendetaste. Das Display wechselt dann wieder auf die
normale Frequenzanzeige. Im 5, 15, 12.5 und 25 kHz Raster sehen Sie die kHz und 100 Hz Stelle
verkleinert neben der 10 kHz Stelle.
Sie können jetzt Ihr Gerät auf Simplexfrequenzen nutzen (Simplexfrequenzen bedeutet, dass alle
Funkpartner auf der gleichen Frequenz senden und empfangen).
Funkbetrieb über Relaisstationen ( Repeaterbetrieb mit Offset/Shift)
Die Amateurfunkverbände betreiben zur Erhöhung der Reichweite ein weltweites Netz von
automatischen Relaisstationen. Diese Stationen, meist auf hohen Bergen oder Gebäuden installiert,
empfangen die Aussendungen auf der UPLINK- bzw. Eingabefrequenz und strahlen alles verstärkt auf
einer zweiten Frequenz, der DOWNLINK- bzw. der Ausgabefrequenz zur gleichen Zeit wieder aus.
Diese Betriebsart mit 2 Übertragungsrichtungen gleichzeitig wird DUPLEX genannt. Als Teilnehmer
brauchen Sie ein Funkgerät, was auf der UPLINK-Frequenz sendet und auf der DOWNLINKFrequenz empfangen kann. Da Sie als Teilnehmer nicht gleichzeitig senden und empfangen können,
nennt man diese Betriebsart Semiduplex. Damit Uplink- und Downlinkfrequenzen in einem System
übersichtlich verwaltet werden können, hat man sich weltweit auf bestimmte Frequenzabstände
geeinigt (im 2m-Band bei Funkamateuren 600 kHz, bei kommerziellen Stationen 4.6 MHz).
Als Funkamateur werden Sie als nächstes sicher den Relaisbetrieb einstellen wollen. Die dazu
notwendige Frequenzablage des Senders erreichen Sie über die Tastenfolge:
FUNC und danach LOCK-SHIFT
beim ersten Betätigen erreichen Sie den Europa-Mode mit - 600 kHz Ablage, die Anzeige im Display
zeigt ist –0.60.
Für europäische Amateurfunk-Relaisstationen ist das bereits die richtige Frequenzablage.
Wenn Sie eine andere Relaisablage (Shift) benötigen, dann können Sie die Frequenzablage jetzt
beliebig bis maximal 9.9875 MHz ändern. Dazu betätigen Sie die
UP oder DWN
entsprechend.
Die Änderungen lassen sich im Display verfolgen (Werte in MHz)
Durch nochmaliges Drücken von
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FUNC
LOCK-SHIFT
Können Sie den USA-Mode mit + in der Displayanzeige erreichen. Wenn Sie ein drittes Mal
FUNC
LOCK-SHIFT
eingeben, landen Sie wieder im Simplex Mode usw.
Tonruf 1750 Hz auslösen
Zum Öffnen der Relaisfunkstellen benötigen Sie einen Tonruf von 1750 Hz und ca. 1sec Dauer.
Diesen Tonruf können Sie durch Druck auf den SQL-Knopf auslösen. Der Tonruf wird solange
abgestrahlt, wie Sie den Knopf gedrückt halten.
Direktwahltaste CALL
Unabhängig von der gewählten Frequenz, auch im Relaisbetrieb, können Sie jederzeit auf die
internationale FM-Anruffrequenz 145.500 MHz (Simplex) und wieder zurück auf die vorherige
Einstellung umschalten: Drücken Sie
CALL-STEP
Wenn Sie eine andere Frequenz als Direktwahl-Kanal speichern wollen, verfahren Sie bitte wie unter
Speicher-Betrieb, Einstellung speichern, beschrieben.
Sendeleistung umschalten
Die Leistung können Sie mit
FUNC, gefolgt von einem kurzen Druck auf die Sendetaste PTT
umschalten auf ca. 0.5 W ( LOW wird im Display angezeigt) Zurückschalten auf volle Leistung wieder
mit den gleichen Tasten.
Erweiterte Funktionen
Die erweiterten Funktionen umfassen die Einstellungen für den Speicherbetrieb, den Suchlauf,
Zweikanalüberwachung, Optionen, Tastentöne und Resetmöglichkeiten.
Speicher programmieren und abrufen
Mit der Taste
MR-MS
können Sie vom VFO-Betrieb auf den Speicherbetrieb (Memory-Mode) umschalten. Im Display sehen
Sie rechts eine Speicherplatznummer (Im Anfangszustand, wenn noch nichts programmiert ist, blinkt
die Nummer). Die Speicherkanäle wählen Sie dann mit
UP bzw. DWN
Einstellung speichern
Wählen Sie im VFO-Mode eine komplette Einstellung, z.B. mit der zugehörigen Relaisablage und der
gewünschten Leistungseinstellung für diesen Kanal. Drücken Sie:
FUNC
MR-MS
9
freie Speicherplätze blinken, dazu erscheint ME. Wählen Sie mit
UP oder DWN
einen (freien) Speicherplatz. Dies können die Plätze 1 bis 0 oder auch C (Call Channel) sein. Sie
speichern dann mit nochmaligem Drücken von
MR-MS
Die komplette Einstellung ab. Das Display zeigt jetzt die Speicherplatznummer kontinuierlich an.
Suchlauf (SCAN)
Ihr Funkgerät kennt die üblichen Suchlaufarten: Frequenzsuchlauf und Speicherplatz-Suchlauf.
Starten Sie dazu wahlweise im VFO-Mode oder im Speicher-Mode.
Suchlauf starten
SC-PRI
Im Display erscheint SCAN. Der Suchlauf startet und stoppt auf dem nächsten besetzten Kanal
(entsprechend der Rauschsperren-Schaltschwelle). Dort verweilt der Suchlauf ca. 5 Sekunden und
startet danach erneut. Im Frequenzsuchlauf durchläuft der Scanner alle Frequenzen nacheinander, im
Speicherplatz-Suchlauf alle gespeicherten Frequenzen.
Scanrichtung umkehren
Jederzeit können Sie durch Drücken auf
UP oder DWN
die Scanrichtung umdrehen.
Suchlauf stoppen
1 x kurz Sendetaste, oder VFO-TSQ drücken
Prioritätskanal/Zweikanalüberwachung (Dual Watch)
Ihr Gerät kann auch zwei beliebige Kanäle automatisch abwechselnd überwachen. Das können VFOKanäle, Speicherkanäle oder auch der Call-Kanal sein.
Beispiel
Als erster Kanal wird im 145.450 MHz eingestellt. Zweiter Kanal soll der Call-Kanal 145.500 sein.
Stellen Sie im Normalbetrieb ein:
145.45 MHz
Drücken Sie
FUNC und danach SC-PRI
Im Display erscheint PRI. Jetzt wählen Sie den zweiten Kanal, im Beispiel
CALL STEP
Das Gerät überwacht jetzt den zuletzt gewählten Call-Kanal, wechselt aber etwa alle 5 Sekunden
einmal kurz auf den vorher eingestellten Erstkanal. Sie können jetzt ohne weiteres auch den
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Zweitkanal immer wieder ändern. Solange PRI im Display erscheint, wird alle 5 Sekunden auf den
Erstkanal zurückgeschaltet. Wird dort Funkbetrieb festgestellt, bleibt das Gerät dort max. 5 Sekunden
auf Empfang. Sind beide Kanäle belegt, wechseln beide Kanäle alle 5 Sekunden ab.
Abschalten der Zweikanalüberwachung
Drücken Sie kurz eine der Tasten
PTT oder VFO-TSQ.
Ab- und Einschalten des Tastaturbestätigungs-Tons
Schalten Sie das Gerät mit gedrückt gehaltener PTT-Taste ein. Mit dieser Methode können Sie jeweils
zwischen beiden Zuständen hin- und herschalten.
Displaybeleuchtung
Die Beleuchtung des Displays schalten Sie mit der Taste LGT ein oder aus.
Reset auf Werkseinstellungen
Einen generellen Reset zurück auf den Lieferzustand können Sie durchführen, wenn Sie bei gedrückt
gehaltener Function-Taste (FUNC) das Gerät mit dem Drehschalter ausschalten und
wiedereinschalten. Beim nächsten Einschalten startet Ihr Gerät dann wieder mit der Werkseinstellung.
Diesen Reset sollten Sie zunächst auch bei allen Fehlfunktionen durchführen, bevor Sie das Gerät zu
einer evtl. Reparatur geben! Fehlfunktionen, bei denen der Prozessor blockieren kann oder bestimmte
Funktionen nicht oder falsch ausgeführt werden, können durch Störungen von außen (z.B. Gewitter,
Überspannung, zu große HF-Einstrahlung usw) ausgelöst werden und lassen sich mit einem Reset
meist schnell beheben, ohne das Gerät einschicken zu müssen.
CTCSS (Pilotton)
Dies ist ein Übertragungssystem, bei dem bestimmte sehr tiefe und daher im Funk so gut wie
unhörbare Töne zur Codierung benutzt werden. Diese Töne entsprechen international genormten
Frequenzen zwischen 67.0 und 254.1 Hz und dienen zur Bildung geschlossener Benutzergruppen,
wobei nur die Lautsprecher der Stationen öffnen, die mit dem gleichen Ton wie die Gegenstationen
codiert sind. Die Abkürzung CTCSS kommt von Continuous Tone Coded Squelch System, auch oft
Pilotton oder Tonsquelch genannt. Der Betrieb des AE 502 mit CTCSS-Tonsquelch ist mit einer als
Sonderzubehör erhältlichen CTCSS Baugruppe (CT-2 Tone Squelch Unit) möglich. Die CTCSSEinheit ist eine Zusatzplatine, die (ohne Lötarbeiten) nach Öffnen des Geräts eingesteckt werden
kann. Nach Einsetzen der Zusatzplatine kann das Gerät mit 50 verschiedenen subaudiblen Tönen
codiert werden. Besonders im Ausland sind auch CTCSS-codierte Repeater in Betrieb, über die Sie
nur senden können, wenn Ihr Gerät die richtige Frequenz mit ausstrahlt.
Bei eingebautem CTCSS Modul wird der Tonsquelch über die Taste
FUNC
VFO TSQ
aktiviert. Die Auswahl der Frequenz erfolgt mit
UP/DWN.
Zum Deaktivieren und Wiedereinschalten benutzen Sie die gleiche Tastenfolge erneut:
FUNC und VFO TSQ.
Die CTCSS-Funktion ist, wenn sie eingeschaltet ist, immer in beiden Richtungen (Senden und
Empfang) aktiviert. Dabei erscheint T-SQ im Display.
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Tastatursperre
Das Gerät verfügt über eine zuschaltbare Sperre gegen versehentliches Verstellen der Frequenzen:
Drücken Sie auf
LOCK-SHIFT
Im Display erscheint ein Schlüsselsymbol. Alle Tasten außer der Sendetaste, der Funktionstaste und
der Lampentaste sind dann gesperrt. Zum Entsperren der Tasten drücken Sie wieder
LOCK-SHIFT
Hinweis: Auch Aus- und Wiedereinschalten des Geräts entsperrt die Tastatur!
Technische Informationen
Packet Radio
Packet Radio Modems sind über die Mikrofon- und Lautsprecherbuchsen anschließbar. Wir empfehlen
den Anschluß des PC-COM Modems für 1200 Bit/s unter Berücksichtigung von einem Tx-Delay mit
mindestens 200 ms. Modems für höhere Übertragungsraten können nicht zuverlässig über die
serienmäßige Mikrofonbuchse betrieben werden, hierfür wäre ein direkter Anschluß an den Modulator
im Sender und den Diskriminatorausgang im Empfänger notwendig. Diese Arbeiten empfehlen wir
aber nur versierten Funkamateuren im Selbstbau und unter eigener Verantwortung (Garantieverlust
bei Eingriffen). In den Albrecht Servicewerkstätten ist ein derartiger Umbau aus Kostengründen in der
Regel nicht möglich.
Speichererhaltung
Die Speichereinstellungen bleiben auch nach Abnehmen des Batteriefachs oder Abschalten der
Stromversorgung erhalten, da die Einstellungen jedesmal beim Auschaltvorgang über einen EEPROM
Baustein, der keine dauernde Stromversorgung braucht, gespeichert werden. Damit die letzten
Einstellungen immer einwandfrei abgespeichert werden, wird empfohlen, das Funkgerät immer vor
dem evtl. Abtrennen der Stromversorgung über den Ein-Ausschalter am Funkgerät aus- und
einzuschalten und nicht z.B. nur über den Netzschalter eines externes Netzgeräts oder den
Zündschalter im KFZ.
Mögliche Frequenzbereichsoptionen
Die maximal schaltbaren Frequenzbereiche werden bei diesem Gerät ausschließlich durch Hardware(Lötbrücken SW 1 und SW2 auf der PTT-Schalterplatine) und nicht durch Softwareeinstellungen
programmiert. Für Deutschland wird das Gerät im erweiterten Mode 1 geliefert.
Mode 1 SW 1 offen
Mode 2 SW 1 zu
Mode 3 SW 1 offen
Mode 4 SW 1 zu
SW 2 offen
SW 2 offen
SW 2 zu
SW 2 zu
TX und RX Full Band 136-173.9975 MHz
RX Full Band, TX 144-147.9975 MHz
RX und TX 144-145.9975MHz
RX Full Band, TX 144-145.9975 MHz
Mikrofon/Lautsprecher- Anschlußbuchsen
Die Anschlußbuchsen auf der Geräteoberseite entsprechen dem üblichen Amateurstandard:
Mikrofonbuchse:
2.5 mm mono, für Electretmikrofon ca. 5 mV Empfindlichkeit bei 600 Ohm bis 1 kOhm,
Tastung über Schleifenschluß (PTT-Taster in Serie mit Mikrofonkapsel)
Lautsprecherbuchse:
3.5 mm mono, min. 8 Ohm, empfohlen 16 Ohm und mehr,
Mindestleistung 0.5 Watt.
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Nützliches Zubehör für AE 502
Zubehörteil
Artikelnr.:
Zusatz Leer-Batteriepack
10103
13.2 V Kompaktakku 600 mAh für max. 5 W RF
35102
9.6 Volt Kompaktakku 600 mAh für ca. 2.5 W RF
35104
Automatik-Standlader DG-630
10106
Steckerladegerät
10104
Mobilset
(ein 12 V Adapterteil mit Zigarettenanzünder-Stecker wird dabei anstelle
eines Batteriekastens aufgeschoben, und ein Minimag-Magnetfuß mit Kabel
plaziert die serienmäßige Gummiantenne auf dem Fahrzeugdach)
10102
Schutztasche
10101
Viertelwellen-Teleskopantenne
6587
5/8-Strahler-Teleskopantenne
6586
ext. Mikrofon mit Lautsprecher SM 303
4243
Kopfhörer-Mikrofonkombi mit Vox HM 110
41850
Motorrad-Funkset, eine Kombination aus
Mikrofon, Außenohrhörer, und Lenkrad-Sprechtaste
42570
CTCSS-Einsteckplatine (identisch mit AE 540/AE 560)
35301
Dieses Zubehör ist im gut sortierten Fachhandel erhältlich.
Einen Fachhändlernachweis können Sie ggf. bei Albrecht anfordern oder im Internet auf der AlbrechtHomepage abrufen.
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Technische Daten
Allgemeines:
Frequenzbereich(e)
Maximal möglicher Funktionsbereich (ohne Garantie für Messwerte):
Frequenzbereich bei Einhalten der Solldaten:
alternativ mögliche Frequenzbandbegrenzungen
durch Hardwarebrücken voreinstellbar:
USA
Europa
144 bis 147.9975 MHz
144 bis 145.9975 MHz
Stromversorgung
Zulässige Betriebsspannungen
Stromverbrauch
RX, Stromsparschaltung aktiv
RX, Squelch geschlossen
Senden mit 2.5 Watt
6-13.8 V DC
ca. 30 mA
ca. 55 mA
ca. 700 mA
136 bis 173.9975 MHz
144 bis 145.9975 MHz
Sender
Sendeart (Schmalband-FM)
Mikrofonimpedanz 2.5 mm Stecker Mono
Mikrofonempfindlichkeit
Tonruf
Max. Frequenzhub Sprache (Begrenzereinsatz)
Tonrufhub
16KF3E
600 Ohm – 1 kOhm
ca. 5 mV für 2.5 kHz Hub
1750 Hz
ca. 4 kHz
ca. 2.5 kHz
Sender-Ausgangsleistungen (abhängig von der Betriebsspannung)
Serienmäßiges Leerbatteriepack 9 x Mignon = AA
Bestückt mit Alkali-Batterien
13.5 V
Nickel-Cadmium Batterien
10,8 V
ca. 4 Watt
ca. 3.5 Watt
Betrieb mit externer Betriebsspannung 6 V
9V
13.8 V
ca. 1 Watt
ca. 2.5 Watt
ca. 5 Watt
Empfänger
Lautsprecheranschluß 3.5 mm Stecker Mono
Empfangsprinzip
1. Zwischenfrequenz
2. Zwischenfrequenz
Empfängerempfindlichkeit bei 12 dB SINAD
Empfindlichkeit bei 20 dB SINAD
Nachbarkanalselektion im 25 kHz Raster
8-16 Ohm, ca. 0.5 Watt
Doppelsuper
21.4 MHz
455 kHz
0.18 µV Eingangsspannung
0.3 µV Eingangsspannung
min. 60 dB
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