Blaupunkt Woodstock DJ
Nach Erwerb des Fahrzeugs wurde das installierte Radio wegen Defekt durch ein Blaupunkt Woodstock DJ mit
10-fach CD-Wechsler CDC-A072 ersetzt.
Mit dem Radio bin ich heute noch zufrieden: die Optik paßt perfekt zu den Bedienelementen der Armatureneinheit, die Bedienung ist recht einfach, das Autoreverse-Dolby-B-Kassettenlaufwerk (welch herrliche
Nostal-gie ) ist vollelektronisch gesteuert und ein CD-Wechsler oder eine andere, auch "moderne" Tonquelle wie z.B. MP3-Player kann den Sound liefern.
Der CD-Wechsler ist allerdings ein kleines Ärgernis. Von Anbeginn empfind-lich auf horizontale Lage-ab-weichung des Fahrzeugs bei Wechsler-Aktivierung wurden (und werden) die um 2000 noch erhältlichen goldenen
Kodak-Gold- sowie die tiefblauen CD-Rohlinge (Traxdata, MSP, Verbatim) klaglos abgespielt. Mit den derzeit
üblichen CD-Rohlingen ist es jedoch ein mitunter nerviges Glücksspiel, wenn sich der Laser in die "Rille"
einloggen oder darin einen Titel überspringen soll; wenn er die "Rille" gefunden hat, läuft die CD allerdings
anstandslos durch.
Vorbeugen ist nun besser als wilde Installationen oder gar ein unschöner Panikkauf, nur um weiter mich und
meine Mitreisenden angenehm beschallen zu können – ich erwarb in der Bucht billig mehrere CD-Wechsler
bzw. Wechsler-Radio-Bundles und testete bzw. arbeitete die Geräte bei Bedarf auf.
Drei Woodstock DJ waren in Ordnung, allerdings ist eine der KeyCards schon angebrochen und bei einer
anderen ist eine Kontaktfläche wegen Gewaltanwendung arg strapaziert – bei dem zugehörigen Gerät waren
die Kontakte des Kartenlesers verbogen. Der Kartenleser wurde aus einem anderen Blaupunkt-Gerät
gewonnen, was mit einem CD-Wechsler in meinen Bestand übergegangen war.
Das Kopieren einer leicht beschädigten KeyCard auf eine überzählige, mit einem zwischenzeitlich
verschrottetem Gerät gelieferte Karte funktioniert nicht; wie es mit einem externen Kartenleser und
entsprechender Software aussieht, sind bei den originalen KeyCards einige Bytes schreibgeschützt, so daß
bereits benutzte Karten nicht mehr verwendet werden können. Bei den Karten handelt es sich vermutlich um
den Typ SLE 4432 (256Byte/2kBit, der im Online-Shop keine zwei Euro kostet.
Von den CD-Wechslern konnten inzwischen drei Geräte A05/A06 flottgemacht werden; ein A072 wurde
verschrottet und ein weiterer A072 zeigt die gleichen Probleme wie mein Gerät.
Diese kleine Abhandlung soll in erster Linie Mut machen, notfalls die vorhandenen Geräte zu pflegen oder
aufzuarbeiten. Als Werkzeuge kommen in erster Linie hochwertige, teilweise sehr kleine Kreuz-schlitz- und
Torx-Schraubendreher zum Einsatz; außerdem sind eine Spitzzange sowie eine abge-win-kel-te Pinzette (beide
mit geriffelten Flächen) von Vorteil. Magnetisiert man die Werkzeuge vor Be-nutzung, kön-nen winzige
Schrauben nicht so leicht in den Tiefen der Geräte verschwinden.
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Bild 6
Bild 7
Bild 8
Bild 1 zeigt die Front des Blaupunkt Woodstock DJ; unten der Einschub des Kartenlesers.
Nach dem vorsichtigen abhebeln des oberen und unteren Gehäusedeckels, in der Nähe der hinteren Ecken
beginnend, liegt das Innenleben frei.
Gemäß Bild 2 sind die vier Torxschrauben zu lösen, dann kann das Kassetten-Laufwerk nach oben ab-ge-nommen werden. Die Kontaktierung erfolgt hier über eine Steckfassung an der hinteren Platine des Lauf-werks.
An der Unterseite sind die vier Schrauben (Bild 3) des Kartenlesers zu lösen, dann kann die Abdeckung mit
der Kartenlasche abgenommen werden. Nun noch das Foliekabel nach Lösen der Verriegelung ab-neh-men
und dann kann der Kartenleser entnommen werden (Bild 4) – Zusammenbau in umgekehrter Rei-hen-fol-ge.
Bei der Montage des Kassettenlaufwerks ist dessen hintere Platine leicht in den Kon-takt-sockel der
Hauptplatine zu drücken.
In Bild 5 und Bild 6 sind Pasadena DJ und Memphis DJ zu sehen; die Unterschiede zum Woodstock DJ (Bild 7)
sind marginal – die Kassettenlaufwerke sind bei den beiden Erstgenannten mit zwei bzw. drei Steckern
kontaktiert, die Kartenleser sind identisch.
In Bild 8 ist die Anschlußbelegung des Woodstock DJ dargestellt; den blauen Wechslerstecker (AUX / LINE IN)
gibt es in der Bucht beispielsweise mit Anschlußkabeln auf 2xCinch, Stereoklinke 3,5mm oder iPod-Stecker.
Bei Pasadena DJ sowie Memphis DJ ist die obere Anschlußleiste anders, nämlich mit 2x8 Kontakten
ausgeführt. An die-sen Geräten funktionieren die CD-Wechsler A05 und A06, der A072 jedoch nicht. Am
Woodstock DJ hingegen laufen alle drei Wechslertypen.
Der CD-Wechsler A05 / A06 ist ein recht zuverlässiges Gerät – fast alle erworbenen Gebraucht-Geräte lie-fen
auf Anhieb bzw. nach einer Reinigung des Laufwerks.
Nach dem Entfernen der Gehäusehälften und der Frontblende wird es für den geübten Feinmechaniker recht
unterhaltsam:
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Bild 6
Bild 7
Bild 8
Blaupunkt Woodstock DJ
Gemäß der Reihenfolge in Bild 1 sind die Schrauben zu entfernen, die Teile 1 und 2 werden entfernt. Von zwei
Führungsstiften, die im Teil 3 laufen, sind die Sprengringe zu entfernen (Achtung, die werden wieder
gebraucht!), dann wird Teil 3 oben etwas angehoben und leicht nach außen gedrückt. Wenn es aus-schaut wie
im Bild 2, kann jetzt die Laufwerkseinheit entnommen werden.
Von dieser wird zuerst der Medienwähler (1) entfernt, dann der Antrieb (2), wie im Bild 3 zu sehen. Der An-trieb
ist jetzt schon als "Spaßfaktor" für die Montage im Hinterkopf zu behalten .
Nun kann das CD-Laufwerk aus dem Rahmen demontiert werden, indem gemäß Bild 4 die vier Hal-te-fe-dern
(F) entfernt sowie die vier Dämpfer (D) losgeschraubt werden.
Um die relevanten Teile des CD-Laufwerks reinigen zu können, muß die Medienfixierung entfernt wer-den. Die
in Bild 5 an der Schraubendreherklinge grün nachgezeichnete, starke Feder muß aus der Aus-spa-rung des
weißen Plastikteils ausgehängt werden, dann kann die Medienfixierung hochgeklappt und nach links aus den
Angeln herausgenommen werden.
Zuerst wird die Auflagefläche der Antriebsspindel gereinigt (Bild 6), damit kein Höhenschlag der Medien mehr
auftritt. Dann wird die Abdeckung der Lasereinheit entfernt (drei oder vier Haltekrallen vorsichtig nach außen
hebeln – Bild 7) und die Linse von oben mit einem Wattetupfer gereinigt. Da die Lasereinheit damals noch
recht "großzügig" dimensioniert wurde, kann sie vorsichtig angehoben und das da-run-ter-lie-gen-de Prisma
ebenfalls mit einem Wattetupfer gereinigt werden. Abschließend die ganze Einheit mit Preßluft durchpusten.
Nun kann alles in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammengebaut werden. Laserabdeckung drauf,
Medienfixierung einsetzen und die starke Feder einhängen. Das Laufwerk wieder in den Rahmen setzen, die
Dämpfer (D) mit ihren Nasen in die Blechaussparungen einsetzen und anschrauben, die Haltefedern
.
einhängen . Nun kommen wir zur Montage des Antriebs
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Diese ist insofern problematisch, als dort eine Grundstellung eingestellt werden muß und drei be-weg-liche
Teile des Rahmens damit in Einklang gebracht werden müssen – natürlich gleichzeitig!
In Bild 1 ist die Grundeinstellung gezeigt; in Bild 2, welche Teile beim Zusammenbau ineinandergreifen müssen. Um den Stift (E) in seine Kulisse zu bringen, muß die obere Welle der Einzugwalzen nach oben gedrückt
werden. Die Nase (N) muß rechts von dem beweglichen Hebel in den Ausschnitt des Schiebers am Boden
gebracht werden
Ist der Antrieb montiert, kann man die ordnungsgemäße Funktion der Mechanik testen, indem man die in Bild
3 mit (L) bezeichneten Schieber von Anschlag zu Anschlag bewegt – an einem Anschlag müssen die Bolzen B
nach unten einrasten und beim Zurückbewegen von (L) wieder angehoben werden.
Klemmt etwas, keine Gewalt, sondern...das Ganze noch mal von vorn .
Anschließend sind die beiden Federsteller (S) in die richtige Stellung bringen (siehe Markierungen an der demon-tier-ten, unteren Gehäuseschale).
Ist die Mechanik funktionabel, kann die Laufwerkseinheit wieder in den Gehäuserahmen eingesetzt wer-den.
Die drei Stifte der Schere (G) im Bild 4 müssen zuerst in die zwei Bohrungen und das Langloch der rechten
Seite des Gehäuserahmens eingesetzt werden, dann an der Rückseite die zwei Sprengringe auf die zwei
Führungsstifte nicht vergessen. Sind die Seitenteile und das Oberteil des Gehäuserahmens wieder
verschraubt, kann ohne die Gehäusehälften ein hoffentlich positiver Test durchgeführt werden.
Zuletzt die Frontblende (Kabel anstecken!) und die Gehäusehälften montieren – na das war ja einfach!
© lutzedd61
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