Betriebsanleitung Frequenzumrichter G120P

SINAMICS G120
Frequenzumrichter mit den Control Units
CU230P-2 HVAC
CU230P-2 DP
CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung · 01/2011
SINAMICS
Answers for industry.
Frequenzumrichter mit den Control
___________________
Änderungshistorie
Units CU230P-2 HVAC,
1
___________________
Einleitung
SINAMICS
SINAMICS G120
Frequenzumrichter mit den Control
Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2
DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung
2
___________________
Beschreibung
3
___________________
Installieren
4
___________________
Inbetriebnehmen
5
___________________
Klemmenleiste anpassen
6
___________________
Feldbus konfigurieren
7
___________________
Funktionen
8
___________________
Instandhalten und warten
Warnungen, Störungen und
9
___________________
Systemmeldungen
10
___________________
Technische Daten
A
___________________
Anhang
Ausgabe 01/2011, Firmware V4.4
Originalbetriebsanleitung
01/2011, FW 4.4
A5E02430659A AD
Rechtliche Hinweise
Rechtliche Hinweise
Warnhinweiskonzept
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck
hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe
werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.
GEFAHR
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
WARNUNG
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
VORSICHT
mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
VORSICHT
ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
ACHTUNG
bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende Hinweis
nicht beachtet wird.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe verwendet.
Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben
Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zu dieser Dokumentation zugehörige Produkt/System darf nur von für die jeweilige Aufgabenstellung
qualifiziertem Personal gehandhabt werden unter Beachtung der für die jeweilige Aufgabenstellung zugehörigen
Dokumentation, insbesondere der darin enthaltenen Sicherheits- und Warnhinweise. Qualifiziertes Personal ist
auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung befähigt, im Umgang mit diesen Produkten/Systemen Risiken zu
erkennen und mögliche Gefährdungen zu vermeiden.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch von Siemens-Produkten
Beachten Sie Folgendes:
WARNUNG
Siemens-Produkte dürfen nur für die im Katalog und in der zugehörigen technischen Dokumentation
vorgesehenen Einsatzfälle verwendet werden. Falls Fremdprodukte und -komponenten zum Einsatz kommen,
müssen diese von Siemens empfohlen bzw. zugelassen sein. Der einwandfreie und sichere Betrieb der
Produkte setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung, Montage, Installation,
Inbetriebnahme, Bedienung und Instandhaltung voraus. Die zulässigen Umgebungsbedingungen müssen
eingehalten werden. Hinweise in den zugehörigen Dokumentationen müssen beachtet werden.
Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der
Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für
deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft.
Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung
keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige
Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.
Siemens AG
Industry Sector
Postfach 48 48
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DEUTSCHLAND
A5E02430659A AD
Ⓟ 04/2011
Copyright © Siemens AG 2009,
2010, 2011.
Änderungen vorbehalten
Änderungshistorie
Wesentliche Änderungen gegenüber dem Handbuch Ausgabe 07/2010
Neue Funktionen in der Firmware V4.4
im Kapitel
Vordefinierte Einstellungen für die Schnittstellen des
Umrichters
•
Control Unit installieren (Seite 44)
Zwei- und Dreidrahtsteuerung über Klemmenleiste
•
Umrichtersteuerung (Seite 185)
Einheitenumschaltung
•
Applikationsspezifische Funktionen
(Seite 219)
Erweiterte Möglichkeiten zur Ansteuerung der
Gleichstrombremsung
•
Bremsfunktionen des Umrichters
(Seite 225)
Erweiterung der Wiedereinschaltautomatik durch einen
neuen Modus
•
Wiedereinschalten & Fangen
(Seite 237)
Trace über STARTER
•
Inbetriebnahme mit STARTER
(Seite 68)
Überarbeitete Beschreibungen
im Kapitel
Die Beschreibung der Power Module PM240-2 und
PM250-2 ist entfernt. Die Freigabe dieser Power Module
erfolgt voraussichtlich mit der Firmware V4.5.
•
Power Module installieren
(Seite 30)
•
Technische Daten, Power Module
(Seite 305)
Klemmenleiste verdrahten
•
Control Unit installieren (Seite 44)
•
Klemmenleiste anpassen
(Seite 85)
Einstellungen der USB-Schnittstelle für die Inbetriebnahme
mit dem STARTER.
•
Inbetriebnahme mit STARTER
(Seite 68)
Querverkehr über PROFIBUS DP
•
Kommunikation über PROFIBUS
(Seite 98)
•
Applikationsbeispiele (Seite 323)
•
Azyklische Kommunikation
(Seite 113)
•
Applikationsbeispiele (Seite 323)
Anbindung des Umrichters an CANopen
•
Feldbus konfigurieren (Seite 97)
Funktionsübersicht
•
Funktionen (Seite 183)
Azyklische Kommunikation über PROFIBUS DP
(Datensatz 47)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
3
Änderungshistorie
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4
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inhaltsverzeichnis
Änderungshistorie...................................................................................................................................... 3
1
2
3
4
Einleitung................................................................................................................................................. 11
1.1
Über dieses Handbuch ................................................................................................................11
1.2
Wegweiser durch dieses Handbuch ............................................................................................12
1.3
1.3.1
1.3.2
Umrichter an die Anwendung anpassen......................................................................................13
Allgemeine Grundlagen ...............................................................................................................13
Parameter ....................................................................................................................................13
1.4
Häufig benötigte Parameter .........................................................................................................14
1.5
1.5.1
1.5.2
Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten..........................................................................................16
BICO-Technik, Grundlagen..........................................................................................................16
BICO-Technik, Beispiel................................................................................................................18
Beschreibung........................................................................................................................................... 21
2.1
Modularität des Umrichtersystems...............................................................................................21
2.2
Control Units ................................................................................................................................24
2.3
Power Module ..............................................................................................................................25
2.4
Drosseln und Filter.......................................................................................................................26
Installieren ............................................................................................................................................... 27
3.1
Vorgehensweise zur Installation des Umrichters.........................................................................27
3.2
Drosseln und Filter installieren.....................................................................................................28
3.3
3.3.1
3.3.2
3.3.3
3.3.4
3.3.5
Power Module installieren............................................................................................................30
Abmessungen, Bohrschablonen, Mindestabstände und Anzugsdrehmomente..........................31
Anschlussübersicht Power Module..............................................................................................35
Netz und Motor anschließen ........................................................................................................36
EMV-gerechter Aufbau für Geräte mit Schutzart IP20 ................................................................39
EMV-gerechter Aufbau für Geräte mit Schutzart IP55 / UL Type 12...........................................42
3.4
3.4.1
3.4.2
3.4.3
3.4.4
Control Unit installieren................................................................................................................44
Schnittstellen, Stecker, Schalter, Steuerklemmen und LEDs der CU .........................................46
Klemmenleisten der CU ...............................................................................................................47
Belegung der Schnittstellen wählen.............................................................................................48
Klemmenleisten verdrahten .........................................................................................................51
Inbetriebnehmen...................................................................................................................................... 53
4.1
Rücksetzen auf Werkseinstellung................................................................................................55
4.2
4.2.1
4.2.2
Inbetriebnahme vorbereiten .........................................................................................................56
Werkseinstellung des Umrichters ................................................................................................58
Anforderungen der Anwendung festlegen ...................................................................................59
4.3
Inbetriebnahme mit Werkseinstellungen......................................................................................60
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Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
5
Inhaltsverzeichnis
5
6
4.3.1
Verdrahtungsbeispiele zur Nutzung der Werkseinstellungen ..................................................... 61
4.4
4.4.1
4.4.2
4.4.3
4.4.4
Inbetriebnahme mit dem BOP-2 ................................................................................................. 63
Menü-Struktur ............................................................................................................................. 64
Parameter frei wählen und ändern.............................................................................................. 65
Grundinbetriebnahme ................................................................................................................. 66
Weitere Einstellungen ................................................................................................................. 67
4.5
4.5.1
4.5.2
4.5.3
4.5.4
4.5.5
Inbetriebnahme mit STARTER ................................................................................................... 68
USB-Schnittstelle anpassen........................................................................................................ 69
STARTER-Projekt erstellen ........................................................................................................ 70
Online gehen und Grundinbetriebnahme durchführen ............................................................... 70
Weitere Einstellungen vornehmen .............................................................................................. 74
Tracefunktion zur Optimierung des Antriebs............................................................................... 75
4.6
4.6.1
4.6.1.1
4.6.1.2
4.6.1.3
4.6.2
4.6.3
4.6.4
Datensicherung und Serieninbetriebnahme................................................................................ 78
Einstellungen sichern und übertragen mit Speicherkarte ........................................................... 79
Einstellung auf Speicherkarte sichern......................................................................................... 79
Einstellung von Speicherkarte übertragen .................................................................................. 81
Speicherkarte sicher entfernen ................................................................................................... 82
Einstellungen sichern und übertragen mit STARTER................................................................. 83
Einstellungen sichern und übertragen mit einem Operator Panel .............................................. 83
Weitere Möglichkeiten zum Sichern von Einstellungen .............................................................. 83
Klemmenleiste anpassen......................................................................................................................... 85
5.1
Voraussetzungen ........................................................................................................................ 85
5.2
Digitaleingänge ........................................................................................................................... 86
5.3
Digitalausgänge .......................................................................................................................... 88
5.4
Analogeingänge .......................................................................................................................... 89
5.5
Analogausgänge ......................................................................................................................... 93
Feldbus konfigurieren .............................................................................................................................. 97
6.1
6.1.1
6.1.2
6.1.3
6.1.4
6.1.4.1
6.1.4.2
6.1.4.3
6.1.4.4
6.1.5
6.1.5.1
Kommunikation über PROFIBUS................................................................................................ 98
Kommunikation zur Steuerung konfigurieren.............................................................................. 98
Adresse einstellen....................................................................................................................... 99
Grundeinstellungen für die Kommunikation .............................................................................. 100
Zyklische Kommunikation ......................................................................................................... 101
Steuer- und Zustandswort 1...................................................................................................... 102
Steuer- und Zustandswort 3...................................................................................................... 105
Datenstruktur des Parameterkanals ......................................................................................... 107
Querverkehr .............................................................................................................................. 112
Azyklische Kommunikation ....................................................................................................... 113
Parameter lesen und ändern über Datensatz 47 ...................................................................... 113
6.2
6.2.1
6.2.2
6.2.2.1
6.2.2.2
6.2.2.3
6.2.2.4
6.2.2.5
Kommunikation über RS485 ..................................................................................................... 118
Umrichter über die RS485-Schnittstelle in ein Bus-System integrieren ................................... 118
Kommunikation über USS......................................................................................................... 119
Adresse einstellen..................................................................................................................... 119
Grundeinstellungen für die Kommunikation .............................................................................. 120
Struktur eines USS-Telegramms .............................................................................................. 120
Nutzdatenbereich des USS-Telegramms ................................................................................. 122
Datenstruktur des USS-Parameterkanals................................................................................. 123
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6
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inhaltsverzeichnis
7
6.2.2.6
6.2.2.7
6.2.2.8
6.2.2.9
6.2.3
6.2.3.1
6.2.3.2
6.2.3.3
6.2.3.4
6.2.3.5
6.2.3.6
6.2.4
6.2.4.1
6.2.4.2
6.2.4.3
USS Leseanforderung ...............................................................................................................128
USS Schreibauftrag ...................................................................................................................129
USS-Prozessdatenkanal (PZD) .................................................................................................130
Telegramm-Überwachung .........................................................................................................130
Kommunikation über Modbus RTU............................................................................................133
Adresse einstellen......................................................................................................................134
Grundeinstellungen für die Kommunikation...............................................................................134
Modbus-RTU-Telegramm ..........................................................................................................135
Baudraten und Mappingtabellen ................................................................................................136
Schreib- und Lesezugriff über FC 3 und FC 6 ...........................................................................139
Ablauf der Kommunikation.........................................................................................................141
Kommunikation über BACnet MS/TP ........................................................................................143
Adresse einstellen......................................................................................................................144
Grundeinstellungen für die Kommunikation...............................................................................144
Unterstützte Dienste und Objekte ..............................................................................................145
6.3
6.3.1
6.3.2
6.3.2.1
6.3.2.2
6.3.2.3
6.3.2.4
6.3.2.5
6.3.2.6
6.3.2.7
6.3.3
6.3.3.1
6.3.4
6.3.4.1
6.3.4.2
6.3.5
Kommunikation über CANopen .................................................................................................152
CANopen-Funktionalität des Umrichters ...................................................................................153
CANopen in Betrieb nehmen .....................................................................................................154
Node-ID und Baudrate einstellen...............................................................................................154
Überwachung der Kommunikation und Verhalten des Umrichters............................................155
SDO-Dienste ..............................................................................................................................156
Zugriff auf SINAMICS-Parameter über SDO .............................................................................159
PDO und PDO-Dienste ..............................................................................................................161
Predefined Connection Set ........................................................................................................165
Freies PDO-Mapping .................................................................................................................166
Weitere CANopen-Funktionen ...................................................................................................167
Netzwerkmanagement (NMT-Service) ......................................................................................167
Objektverzeichnisse...................................................................................................................170
Freie Objekte..............................................................................................................................177
Objekte des Antriebsprofils DSP402 .........................................................................................178
Projektierungsbeispiel................................................................................................................179
Funktionen............................................................................................................................................. 183
7.1
Übersicht der Umrichterfunktionen ............................................................................................183
7.2
7.2.1
7.2.2
7.2.3
7.2.4
7.2.5
7.2.6
Umrichtersteuerung ...................................................................................................................185
Zweidrahtsteuerung Methode 1 .................................................................................................186
Zweidrahtsteuerung, Methode 2 ................................................................................................187
Zweidrahtsteuerung, Methode 3 ................................................................................................188
Dreidrahtsteuerung, Methode 1 .................................................................................................189
Dreidrahtsteuerung, Methode 2 .................................................................................................190
Umrichtersteuerung umschalten (Befehlsdatensatz).................................................................191
7.3
Befehlsquellen ...........................................................................................................................194
7.4
7.4.1
7.4.2
7.4.3
7.4.4
7.4.5
Sollwertquellen...........................................................................................................................195
Analogeingang als Sollwertquelle ..............................................................................................195
Motorpotenziometer als Sollwertquelle......................................................................................196
Festdrehzahl als Sollwertquelle .................................................................................................198
Motor im Tippbetrieb verfahren (JOG-Funktion)........................................................................200
Sollwert über Feldbus vorgeben ................................................................................................201
7.5
7.5.1
Sollwertaufbereitung ..................................................................................................................202
Minimaldrehzahl und Maximaldrehzahl .....................................................................................202
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
7
Inhaltsverzeichnis
7.5.2
Hochlaufgeber........................................................................................................................... 203
7.6
7.6.1
7.6.1.1
7.6.1.2
7.6.1.3
7.6.2
7.6.2.1
7.6.2.2
7.6.2.3
Motorregelung ........................................................................................................................... 204
U/f-Steuerung............................................................................................................................ 206
U/f-Steuerung mit linearer und quadratischer Kennlinie ........................................................... 206
Weitere Kennlinien für die U/f-Steuerung ................................................................................. 207
Optimierung bei hohem Losbrechmoment und kurzzeitiger Überlast....................................... 208
Vektorregelung.......................................................................................................................... 210
Eigenschaften der Vektorregelung............................................................................................ 210
Inbetriebnahme der Vektorregelung ......................................................................................... 210
Drehmomentregelung ............................................................................................................... 211
7.7
7.7.1
7.7.2
7.7.3
7.7.4
7.7.5
Schutzfunktionen....................................................................................................................... 212
Temperaturüberwachung des Umrichters................................................................................. 212
Temperaturüberwachung des Motors über einen Temperaturfühler ........................................ 213
Schutz des Motors durch Berechnung der Motortemperatur.................................................... 215
Schutz vor Überstrom ............................................................................................................... 215
Begrenzung der maximalen Zwischenkreisspannung .............................................................. 216
7.8
7.8.1
Statusmeldungen ...................................................................................................................... 218
Systemlaufzeit........................................................................................................................... 218
7.9
7.9.1
7.9.1.1
7.9.1.2
7.9.1.3
7.9.1.4
7.9.2
7.9.2.1
7.9.2.2
7.9.2.3
7.9.2.4
7.9.2.5
7.9.3
7.9.3.1
7.9.3.2
7.9.4
7.9.5
7.9.6
7.9.7
7.9.8
7.9.9
7.9.10
7.9.11
7.9.12
7.9.13
7.9.14
7.9.15
Applikationsspezifische Funktionen .......................................................................................... 219
Einheitenumschaltung............................................................................................................... 219
Umstellen der Motornorm.......................................................................................................... 220
Umschalten des Einheitensystems ........................................................................................... 221
Umschalten der Prozessgrößen für Technologieregler ............................................................ 222
Einheitenumschaltung mit STARTER ....................................................................................... 223
Bremsfunktionen des Umrichters.............................................................................................. 225
Gegenüberstellung der elektrischen Bremsenmethoden.......................................................... 225
Gleichstrombremsung ............................................................................................................... 228
Compound-Bremsung ............................................................................................................... 232
Widerstandsbremsung .............................................................................................................. 234
Bremsung mit Netzrückspeisung .............................................................................................. 236
Wiedereinschalten & Fangen .................................................................................................... 237
Fangen - Einschalten bei laufendem Motor .............................................................................. 237
Automatisch einschalten ........................................................................................................... 239
PID-Technologieregler .............................................................................................................. 243
Überwachung des Lastmoments (Anlagenschutz) ................................................................... 244
Lastausfallüberwachung über Digitaleingang ........................................................................... 246
Echtzeituhr (RTC) ..................................................................................................................... 247
Zeitschaltuhr (DTC)................................................................................................................... 249
Temperaturerfassung über temperaturabhängige Widerstände............................................... 250
Erweiterter Notfallbetrieb........................................................................................................... 252
Mehrzonenregelung .................................................................................................................. 257
Kaskadenregelung .................................................................................................................... 261
Bypass....................................................................................................................................... 265
Energiesparmodus .................................................................................................................... 269
Logische und Arithmetische Funktionen über Funktionsbausteine .......................................... 275
7.10
Umschalten zwischen unterschiedlichen Einstellungen ........................................................... 279
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
8
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inhaltsverzeichnis
8
9
10
A
Instandhalten und warten ...................................................................................................................... 281
8.1
Übersicht zum Tausch von Umrichterkomponenten..................................................................281
8.2
Tausch der Controle Unit ...........................................................................................................282
8.3
Tausch des Power Modules.......................................................................................................284
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen .................................................................................... 285
9.1
Über LED angezeigte Betriebszustände....................................................................................286
9.2
Warnungen.................................................................................................................................288
9.3
Störungen...................................................................................................................................291
9.4
Liste der Warnungen und Störungen.........................................................................................296
Technische Daten.................................................................................................................................. 303
10.1
Technische Daten, Control Unit CU230P-2 ...............................................................................303
10.2
10.2.1
10.2.2
10.2.3
10.2.4
Technische Daten, Power Module.............................................................................................305
Technische Daten PM230..........................................................................................................307
Technische Daten PM240..........................................................................................................312
Technische Daten PM250..........................................................................................................318
Technische Daten PM260..........................................................................................................321
Anhang .................................................................................................................................................. 323
A.1
A.1.1
A.1.1.1
A.1.1.2
A.1.1.3
A.1.1.4
A.1.1.5
A.1.2
A.1.2.1
A.1.2.2
A.1.3
Applikationsbeispiele .................................................................................................................323
Kommunikation in STEP 7 konfigurieren ...................................................................................323
Aufgabenstellung .......................................................................................................................323
Erforderliche Komponenten .......................................................................................................323
STEP 7 Projekt anlegen.............................................................................................................324
Kommunikation zur SIMATIC-Steuerung konfigurieren.............................................................325
Einfügen des Frequenzumrichters ins STEP 7-Projekt .............................................................326
STEP 7 Programmbeispiele.......................................................................................................328
STEP 7-Programmbeispiel zur zyklischen Kommunikation.......................................................328
STEP 7 Programmbeispiel zur azyklischen Kommunikation.....................................................330
Querverkehr in STEP 7 konfigurieren........................................................................................334
A.2
A.2.1
Weitergehende Informationen zum Umrichter ...........................................................................336
Handbücher für Ihren Umrichter ................................................................................................336
A.3
Fehler und Verbesserungen ......................................................................................................338
Index...................................................................................................................................................... 339
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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9
Inhaltsverzeichnis
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
10
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
1
Einleitung
1.1
Über dieses Handbuch
Wer benötigt die Betriebsanleitung und wofür?
Die Betriebsanleitung richtet sich schwerpunktmäßig an Monteure, Inbetriebsetzer und
Maschinenbediener. Die Betriebsanleitung beschreibt die Geräte und Gerätekomponenten
und befähigt die angesprochenen Zielgruppen, den Umrichter fachgerecht und gefahrlos zu
montieren, anzuschließen, zu parametrieren und in Betrieb zu nehmen.
Was ist in der Betriebsanleitung beschrieben?
Die Betriebsanleitung ist eine komprimierte Zusammenstellung aller notwendigen
Informationen für den normalen und sicheren Betrieb des Umrichters.
Die Information in der Betriebsanleitung wurde so zusammengestellt, dass sie für
Standardanwendungen völlig ausreicht und die effiziente Inbetriebnahme eines Antriebs
ermöglicht. Wo es nützlich erschien, haben wir Zusatzinformationen für Einsteiger eingefügt.
Die Betriebsanleitung enthält darüber hinaus Informationen für spezielle Anwendungen. Da
zur Projektierung und Parametrierung dieser Anwendungen ein fundiertes technologisches
Vorwissen vorausgesetzt werden kann, ist die Information entsprechend komprimiert
dargestellt. Das betrifft z. B. den Betrieb mit Feldbussystemen und den Betrieb in
sicherheitsgerichteten Anwendungen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
11
Einleitung
1.2 Wegweiser durch dieses Handbuch
1.2
Wegweiser durch dieses Handbuch
In diesem Handbuch finden Sie Hintergrundinformationen zu Ihrem Umrichter und eine
vollständige Beschreibung der Inbetriebnahme:
*UXQGODJHQ
'LH3DUDPHWHUGHV8PULFKWHUV
① Wenn Sie mit der Parametrierung des
Umrichters nicht vertraut sind, finden Sie hier
Hintergrundinformationen:
• Umrichter an die Anwendung anpassen
(Seite 13)
• Häufig benötigte Parameter (Seite 14)
• Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten
(Seite 16)
.RPSRQHQWHQGHV8PULFKWHUV
=%'URVVHOQ)LOWHU2SHUDWRU3DQHO
6WDUWGHU,QEHWULHEQDKPH
,QVWDOODWLRQ
8PULFKWHUPRQWLHUHQXQGYHUGUDKWHQ
$QSDVVHQDQ$QZHQGXQJ
*UXQGLQEHWULHEQDKPH6FKQLWWVWHOOHQ
NRQILJXULHUHQ)XQNWLRQHQHLQVWHOOHQ
② Hier finden Sie hier Informationen zur
Hardware des Umrichters:
• Modularität des Umrichtersystems
(Seite 21)
Alle Informationen zur Inbetriebnahme Ihres
Umrichters finden Sie in den folgenden
Kapiteln:
③ • Vorgehensweise zur Installation des
Umrichters (Seite 27)
④ • Inbetriebnehmen (Seite 53)
• Klemmenleiste anpassen (Seite 85)
• Feldbus konfigurieren (Seite 97)
'DWHQVLFKHUQ
$XI3&3*2SHUDWRU3DQHORGHU6SHLFKHU
NDUWH
⑤ • Datensicherung und Serieninbetriebnahme
(Seite 78)
(QGHGHU,QEHWULHEQDKPH
,QVWDQGKDOWHQXQG'LDJQRVH
7DXVFKYRQ.RPSRQHQWHQ$Q]HLJHQ
:DUQXQJHQ6W¸UXQJHQ
7HFKQLVFKH'DWHQ
⑥ Informationen zum Instandhalten und zur
Diagnose Ihres Umrichters finden Sie in den
folgenden Kapiteln:
• Instandhalten und warten (Seite 281)
• Warnungen, Störungen und
Systemmeldungen (Seite 285)
⑦ Die wichtigsten technischen Daten Ihres
Umrichters finden Sie in diesem Kapitel:
• Technische Daten (Seite 303)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
12
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Einleitung
1.3 Umrichter an die Anwendung anpassen
1.3
Umrichter an die Anwendung anpassen
1.3.1
Allgemeine Grundlagen
Umrichter werden eingesetzt, um das Anlauf- und Drehzahlverhalten von Motoren zu
verbessern und zu erweitern.
Den Umrichter an die Antriebsaufgabe anpassen
Der Umrichter muss zu seinem Motor und zur Antriebsaufgabe passen, um den Motor
optimal zu betreiben und zu schützen.
Obwohl der Umrichter auf sehr spezifische Anwendungen konfigurierbar ist, gibt es viele
Standardanwendungen, die mit einigen wenigen Anpassungen zufriedenstellend
funktionieren.
Werkseinstellungen nutzen ... wenn möglich
In einfachen Anwendungen funktioniert der Umrichter bereits mit seinen Werkseinstellungen.
Nur Grundinbetriebnahme notwendig ... bei einfachen Standardanwendungen
Die meisten Standardanwendungen funktionieren durch einige wenige Anpassungen im
Verlauf der Grundinbetriebnahme.
1.3.2
Parameter
Parameter sind die Schnittstelle zwischen der Firmware des Umrichters und dem
Inbetriebnahme-Tool, z. B. einem Operator Panel.
Einstellparameter
Einstellparameter sind die Stellschrauben, mit denen Sie den Umrichter an Ihre Anwendung
anpassen. Wenn Sie den Wert eines Einstellparameters ändern, ändert sich auch das
Verhalten des Umrichters.
Einstellparameter werden mit einem vorangestellten "p" dargestellt, z. B. ist p1082 der
Parameter für die Maximaldrehzahl des Motors.
Beobachtungsparameter
Beobachtungsparameter erlauben das Lesen interner Messgrößen des Umrichters und des
Motors.
Beobachtungsparameter werden mit einem vorangestellten "r" dargestellt, z. B. ist r0027 der
Parameter für den Ausgangsstrom des Umrichters.
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13
Einleitung
1.4 Häufig benötigte Parameter
1.4
Häufig benötigte Parameter
Parameter, die in vielen Fällen weiterhelfen
Tabelle 1- 1
So schalten Sie in den Inbetriebnahmemodus oder bereiten die Werkseinstellung vor
Parameter
Beschreibung
p0010
Inbetriebnahmeparameter
0: Bereit (Werkseinstellung)
1: Grundinbetriebnahme durchführen
3: Motor-Inbetriebnahme durchführen
5: Technologische Applikationen und Einheiten
15: Anzahl der Datensätze festlegen
30: Werkseinstellung - Rücksetzen auf Werkseinstellungen einleiten
Tabelle 1- 2
So ermitteln Sie die Firmwareversion der Control Unit
Parameter
Beschreibung
r0018
Firmwareversion wird angezeigt
Tabelle 1- 3
So wählen Sie die Befehls- und Sollwertquellen des Umrichters
Parameter
Beschreibung
p0015
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Belegung der Schnittstellen wählen (Seite 48).
Tabelle 1- 4
So parametrieren Sie die Hochlauframpe und Rücklauframpe
Parameter
Beschreibung
p1080
Minimaldrehzahl
0.00 [1/min] Werkseinstellung
p1082
Maximaldrehzahl
1500.000 [1/min] Werkseinstellung
p1120
Hochlaufzeit
10.00 [s]
p1121
Rücklaufzeit
10.00 [s]
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14
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Einleitung
1.4 Häufig benötigte Parameter
Tabelle 1- 5
So stellen Sie die Regelungsart ein
Parameter
Beschreibung
p1300
0: U/f-Steuerung mit linearer Charakteristik
1: U/f-Steuerung mit linearer Charakteristik und FCC
2: U/f-Steuerung mit parabolischer Charakteristik
3: U/f-Steuerung mit parametrierbarer Charakteristik
4: U/f-Steuerung mit linearer Charakteristik und ECO
5: U/f-Steuerung für frequenzgenauen Antrieb (Textilbereich)
6: U/f-Steuerung für frequenzgenauen Antrieb und FCC
7: U/f-Steuerung für parabolische Charakteristik und ECO
19: U/f-Steuerung mit unabhängigem Spannungssollwert
20: Drehzahlregelung (geberlos)
22: Drehmomentregelung (geberlos)
Tabelle 1- 6
So optimieren Sie das Anlaufverhalten der U/f-Steuerung bei hohem Losbrechmoment und Überlast
Parameter
Beschreibung
p1310
Spannungsanhebung zur Kompensation ohmscher Verluste
Die Spannungsanhebung ist vom Stillstand bis zur Bemessungsdrehzahl wirksam.
Sie ist bei Drehzahl 0 am höchsten und nimmt mit steigender Drehzahl kontinuierlich ab.
Wert der Spannungsanhebung bei Drehzahl 0 in V:
1,732 × Motorbemessungsstrom (p0305) × Ständerwiderstand (r0395) × p1310 / 100%
p1311
Spannungsanhebung beim Beschleunigen
Die Spannungsanhebung ist vom Stillstand bis zur Bemessungsdrehzahl wirksam.
Sie ist unabhängig von der Drehzahl und beträgt in V:
1,732 × Motorbemessungsstrom (p0305) × Ständerwiderstand (p0350) × p1311 / 100%
p1312
Spannungsanhebung bei Anlauf
Einstellung zur zusätzlichen Spannungsanhebung im Hochlauf, jedoch nur für den ersten
Beschleunigungsvorgang.
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15
Einleitung
1.5 Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten
1.5
Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten
1.5.1
BICO-Technik, Grundlagen
Das Funktionsprinzip der BICO-Technik
Im Umrichter sind Steuerungs- und Regelungsfunktionen, Kommunikationsfunktionen, sowie
Diagnose- und Bedienfunktionen realisiert. Jede Funktion besteht aus einem oder mehreren
miteinander verschalteten BICO-Bausteinen.
Eingänge
Parameter
Freig.MOP (Höher)
p1035
Freig.MOP (Tiefer)
p1036
Bild 1-1
MOP
Ausgang
MOP-Ausggs.
Drehzahl
[1/min]
r1050
Beispiel eines BICO-Bausteins: Motorpotenziometer (MOP)
Die meisten BICO-Bausteine sind parametrierbar. Über die Parameter passen Sie die
Bausteine an Ihre Anwendung an.
Die Signalverschaltung innerhalb eines Bausteins können Sie nicht ändern. Die
Verschaltung zwischen den Bausteinen aber ist änderbar, indem Sie Eingänge eines
Bausteins mit passenden Ausgängen eines anderen Bausteins verschalten.
Die Signalverschaltung der Bausteine erfolgt im Gegensatz zur elektrischen
Schaltungstechnik nicht über Leitungen, sondern per Software.
DI 0
Bild 1-2
r0722.0
p0840
Index [0]
ON/
OFF1
Beispiel: Signalverschaltung zweier BICO-Bausteine für den Digitaleingang 0
Binektoren und Konnektoren
Konnektoren und Binektoren dienen dem Signalaustausch zwischen den einzelnen BICOBausteinen:
● Konnektoren dienen der Verschaltung von "analogen" Signalen. (z. B. MOPAusgangsdrehzahl)
● Binektoren dienen der Verschaltung von "digitalen" Signalen. (z. B. Befehl 'Freigabe MOP
höher')
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Einleitung
1.5 Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten
Definition BICO-Technik
Als BICO-Technik wird die Art der Parametrierung bezeichnet, durch die alle internen
Signalverschaltungen zwischen BICO-Bausteinen aufgetrennt und neue Verbindungen
hergestellt werden. Dies geschieht mithilfe der Binektoren und Konnektoren. Aus diesen
Begriffen leitet sich der Name BICO-Technik ab. (Englisch: Binector Connector Technology)
BICO-Parameter
Mit den BICO-Parametern legen Sie die Quellen der Eingangssignale eines Bausteins fest.
Mithilfe der BICO-Parameter definieren Sie, aus welchen Konnektoren und Binektoren ein
Baustein seine Eingangssignale einliest. Auf diese Weise "verschalten" Sie die in den
Geräten hinterlegten Bausteine entsprechend Ihren Anforderungen. Die fünf verschiedenen
Typen von BICO-Parametern sind im folgenden Bild dargestellt:
%LQHNWRU(LQJDQJ
%,
pxxxx
BICO-Baustein
.RQQHNWRU(LQJDQJ
&,
Bild 1-3
rxxxx
%LQHNWRU$XVJDQJ
%2
rxxxx
rxxxx
%LQHNWRU.RQQHNWRU
$XVJDQJ
&2%2
rxxxx
.RQQHNWRU$XVJDQJ
&2
pxxxx
BICO-Symbole
Bei den Binektor-/Konnektor-Ausgängen (CO/BO) handelt es sich um Parameter, die
mehrere Binektorausgänge in einem Wort zusammenfassen (z. B. r0052 CO/BO:
Zustandswort 1). Jedes Bit in dem Wort stellt ein digitales (binäres) Signal dar. Diese
Zusammenfassung verringert die Anzahl von Parametern und vereinfacht die
Parametrierung.
BICO-Ausgänge (CO, BO oder CO/BO) können mehrfach verwendet werden.
In welchen Fällen benötigen Sie die BICO-Technik?
Mit der BICO-Technik ist eine Anpassung des Umrichters an unterschiedlichste
Anforderungen möglich. Das müssen nicht immer hochkomplexe Funktionen sein.
Beispiel 1: Einem Digitaleingang eine andere Bedeutung zuweisen.
Beispiel 2: Den Drehzahlsollwert von Festdrehzahl auf Analogeingang umschalten.
Wie viel Sorgfalt ist nötig, wenn Sie die BICO-Technik nutzen?
Gehen Sie mit Sorgfalt an die internen Signalverschaltungen heran. Notieren Sie sich, was
Sie verändern, denn ein nachträgliches Analysieren ist nur mit einem gewissen Aufwand
möglich.
Das Inbetriebnahme-Tool STARTER bietet Masken, welche die Handhabung der BICOTechnik wesentlich vereinfachen. Signale werden im Klartext angeboten und verschaltet. Im
Grund sind dann keine Kenntnisse der BICO-Technik mehr nötig.
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17
Einleitung
1.5 Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten
Welche Informationsquellen benötigen Sie, um mit BICO-Technik zu parametrieren?
● Für einfache Signalverschaltungen, z. B. den Digitaleingängen eine andere Bedeutung
zuweisen, genügt dieses Handbuch.
● Für darüber hinausgehende Signalverschaltungen ist die Parameterliste im
Listenhandbuch ausreichend.
● Für umfangreiche Signalverschaltungen bieten die Funktionspläne im Listenhandbuch
den nötigen Überblick.
1.5.2
BICO-Technik, Beispiel
Beispiel: Eine einfache SPS-Funktionalität in den Umrichter verlagern
Angenommen, eine Fördereinrichtung darf erst dann starten, nachdem zwei Signale
gleichzeitig anstehen. Das können z. B. folgende Signale sein:
● Ölpumpe läuft (Druck ist aber erst nach 5 Sekunden aufgebaut)
● Schutztüre ist geschlossen
Die Aufgabe wird gelöst, indem zwischen den Digitaleingang 0 und das interne ON/OFF1Kommando freie Funktionsbausteine eingefügt und verschaltet werden.
p20161 = 5 p20159 = 5000 [ms]
DI 0
DI 1
r0722.0
r0722.1
p20158
Index [0]
T
0
PDE 0
r20160
p20162 = 430
1
1
Bild 1-4
p20032 = 5 p20033 = 440
p20030
Index [0]
&
Index [1]
r20031
Index [2] AND 0
Index [3]
p0840
ON/
Index [0]
OFF1
Beispiel: Signalverschaltung für eine Verriegelung
Das Signal des Digitaleingangs 0 (DI 0) ist über einen Zeitbaustein (PDE 0) geführt und mit
dem Eingang eines Logikbausteins AND 0) verschaltet. Auf den zweiten Eingang des
Logikbausteins ist das Signal des Digitaleingangs 1 (DI 1) verschaltet. Der Ausgang des
Logikbausteins gibt den Befehl ON/OFF1 zum Einschalten des Motors vor.
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1.5 Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten
Tabelle 1- 7
Verriegelung parametrieren
Parameter
Beschreibung
P20161 = 5
Freigabe des Zeitbausteins durch Zuordnung zur Ablaufgruppe 5
(Zeitscheibe 128 ms)
P20162 = 430
Ablaufreihenfolge des Zeitbausteins innerhalb der Ablaufgruppe 5
(Bearbeitung vor dem UND-Logikbaustein)
P20032 = 5
Freigabe des UND-Logikbausteins durch Zuordnung zur Ablaufgruppe 5
(Zeitscheibe 128 ms)
P20033 = 440
Ablaufreihenfolge des UND-Logikbaustein innerhalb der Ablaufgruppe 5
(Bearbeitung nach dem Zeitbaustein)
P20159 = 5000.00
Einstellen der Verzögerungszeit [ms] des Zeitbausteins: 5 Sekunden
P20158 = 722.0
Verdrahten des Status von DI 0 auf den Eingang des Zeitbausteins
r0722.0 = Parameter, der den Status von Digitaleingang 0 anzeigt.
P20030 [0] = 20160
Verschalten des Zeitbausteins auf den 1. Eingang des UND
P20030 [1] = 722.1
Verschalten des Status von DI 1 auf den 2. UND-Eingang
r0722.1 = Parameter, der den Status von Digitaleingang 1 anzeigt.
P0840 = 20031
Verschalten des UND-Ausgangs auf den Steuerbefehl ON/OFF1
Erläuterungen zum Beispiel anhand des ON/OFF1-Kommandos
Parameter P0840[0] ist der Eingang des Bausteins "ON/OFF1-Kommando" des Umrichters.
Parameter r20031 ist der Ausgang des UND-Bausteins. Um das ON/OFF1-Kommando mit
dem Ausgang des UND-Bausteins zu verschalten, setzen Sie P0840 = 20031.
p0840[0] = 20031
p20030
Index [0]
&
r20031
Index [1]
AND 0
Index [2]
Index [3]
Bild 1-5
p0840
ON/
Index [0] OFF1
Verschalten zweier BICO-Bausteine durch Setzen von p0840[0] = 20031
Denkrichtung beim Verbinden von BICO-Bausteinen mithilfe der BICO-Technik
Eine Verknüpfung zwischen zwei BICO-Bausteinen besteht aus einem Konnektor bzw.
Binektor und einem BICO-Parameter. Die Verschaltung erfolgt immer aus der Sicht des
Eingangs eines BICO-Bausteins. Sie müssen dem Eingang eines nachgeschalteten
Bausteins immer den Ausgang des vorgeschalteten Bausteins zuweisen. Die Zuweisung
erfolgt derart, dass in einem BICO-Parameter die Nummer des Konnektors bzw. Binektors
eingetragen wird, aus dem die benötigten Eingangssignale eingelesen werden.
Diese Verschaltungslogik folgt der Frage: Woher kommt das Signal?
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Einleitung
1.5 Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten
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20
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
2
Beschreibung
2.1
Modularität des Umrichtersystems
Die Umrichter bieten durch ihr modulares Konzept ein breites Einsatzspektrum hinsichtlich
Funktionalität und Leistung.
Die folgende Übersicht beschreibt die Komponenten des Umrichters, die Sie für Ihre
Anwendung brauchen.
Hauptkomponenten des Umrichters
Jeder SINAMICS G120-Umrichter besteht immer aus
einer Control Unit und einem Power Module.
3RZHU0RGXOH
•
Die Control Unit steuert und überwacht das Power
Module und den angeschlossenen Motor in mehreren
wählbaren Regelungsarten. Über die Control Unit
wird der Umrichter lokal oder zentral gesteuert.
•
Die Power Module stehen für Motoren in einem
Leistungsbereich von 0,37 kW bis 250 kW zur
Verfügung.
&RQWURO8QLW
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21
Beschreibung
2.1 Modularität des Umrichtersystems
Tools zur Inbetriebnahme des Umrichters
,23
%23
,23
+DQGKHOG
Bild 2-1
Tabelle 2- 1
Tools zur Inbetriebnahme des Umrichters
Komponenten und Tools für Inbetriebnahme und Datensicherung
Komponente oder Tool
Bestellnummer
Operator Panel für
Inbetriebnahme,
Diagnose und
Steuerung des
Umrichters
6SL3255-0AA00-4CA1
BOP-2 - zum Aufschnappen auf den Umrichter
•
Kopieren von Antriebsparametern
•
zweizeilige Anzeige
•
geführte Inbetriebnahme
IOP - zum Aufschnappen auf den Umrichter oder mit Handheld
Tools für den PC
•
Kopieren von Antriebsparametern
•
Klartextdisplay
•
Menüführung und Applikationsassistenten
6SL3255-0AA00-4JA0
IOP Handheld:
6SL3255-0AA00-4HA0
IOP/BOP-2 Mounting Kit IP54/UL Type 12
6SL3256-0AP00-0JA0
STARTER Inbetriebnahme-Tool (PC Software)
Verbindung zum Umrichter über USB-Kabel
STARTER auf DVD:
6SL3072-0AA00-0AG0
Download: STARTER
(http://support.automation.sieme
ns.com/WW/view/de/10804985/1
30000)
PC Connection Kit
Enthält STARTER DVD und USB Kabel
6SL3255-0AA00-2CA0
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
22
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Beschreibung
2.1 Modularität des Umrichtersystems
Komponente oder Tool
Bestellnummer
Drive ES Basic
Zur Inbetriebnahme des Umrichters über die ROFIBUS
Schnittstelle. Enthält STARTER
6SW1700-5JA00-4AA0
Speicherkarte zum Speichern und
Übertragen der Umrichter-Einstellungen
MMC Karte
6SL3254-0AM00-0AA0
SD Karte
6ES7954-8LB00-0AA0
Komponenten, die Sie abhängig von Ihrer Anwendung brauchen
Filter und Drosseln
● Netzfilter Klasse A und B
● Netzdrosseln
● Bremswiderstände
● Ausgangsdrosseln
● Sinusfilter
Weiteres Zubehör
● Adapter für Montage auf DIN-Hutschienen (nur PM240, FSA)
● Schirmblech (für Control Units und Power Module)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
23
Beschreibung
2.2 Control Units
2.2
Control Units
Die CU230P-2-Control Units besitzen integrierte Technologiefunktionen für Pumpen und
Lüfter sowie Kompressorapplikationen. Die I/O-Schnittstellen, die Feldbusschnittstelle und
die spezifischen Softwarefunktionen unterstützen diese Applikationen optimal. Die
Integration der technologischen Funktionen ist ein wesentliches Differenzierungsmerkmal
gegenüber den anderen Control Units der Antriebsfamilie SINAMICS G120.
CU230P-2-spezifische Funktionen
● Erweiterter Notfallbetrieb
● Mehrzonenregler
● Kaskadenregelung
● Energiesparmodus
● Bypass
Die CU230P-2 gibt es mit folgenden Kommunikationsschnittstellen:
• Als CU230P-2 HVAC mit RS485-Schnittstelle für :
– USS
– Modbus RTU
– BACnet MS/TP
• Als CU230P-2 DP für PROFIBUS DP
• Als CU230P-2 CAN für CANopen
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
24
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Beschreibung
2.3 Power Module
2.3
Power Module
Power Module gibt es in unterschiedlichen Schutzarten und mit unterschiedlicher Topologie
im Leistungsbereich von 0,37 kW bis 250 kW. Die Power Module sind in unterschiedliche
Baugrößen (Frame Size, FS) aufgeteilt.
Power Modules in Schutzart IP20: PM240, PM250, PM260
Baugröße
FSA
FSB
FSC
FSD
FSE
FSF
FSGX
PM240, 3AC 400V - Leistungsteile mit integriertem Bremschopper1)
Leistungsbereich (LO) in kW
Netzfilter, Klasse A
0,37 … 1,5
2,2 … 4
7,5 … 15
18,5 … 30
37 … 45
55 … 132
160 … 250
○
●
●
●
●
◑
◑
PM250, 3AC 400V - Leistungsteile mit Rückspeisefähigkeit
Leistungsbereich (LO) in kW
---
---
Netzfilter, Klasse A
---
---
7,5 … 15
18,5 … 30
37 … 45
●
●
●
55 … 90
●
-----
PM260, 3AC 690V - Leistungsteile mit Rückspeisefähigkeit
Leistungsbereich (LO) in kW
---
---
---
11 … 18,5
---
Netzfilter, Klasse A
---
---
---
○/●
---
30 … 55
○/●
-----
Sinusfilter
---
---
---
●
---
●
---
○ = ohne; ● = integriert; ◑ = ab 110 kW für externen Aufbau
1) Das Power Module PM240 FSGX wird ohne Brems-Chopper geliefert, ist aber für den Einbau des optionalen BremsChoppers vorbereitet
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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25
Beschreibung
2.4 Drosseln und Filter
Power Module PM230, Schutzart IP55 / UL Type 12
Baugröße
FSA
FSB
FSC
FSD
FSE
FSF
PM230, 3AC 400V - Leistungsteile mit geringen Netzrückwirkungen
Leistungsbereich (LO) in kW
0,37 … 3
4 … 7,5
11 … 18.5
22 … 30
37 … 45
55 … 90
Netzfilter, Klasse A
●
●
●
●
●
●
Netzfilter, Klasse B
●
●
●
●
●
●
2.4
Drosseln und Filter
Abhängig vom Power Module sind folgende Kombinationen mit Filtern und Drosseln
zulässig:
Power Module
Netzseitige Komponenten
Netzdrossel
Netzfilter
Klasse B
Ausgangsseitige Komponenten
Brems-
Sinusfilter
Ausgangsdrossel
Widerstand
PM230
-
-
-
-
-
PM240
●
●
●
●
●
PM250
-
●
-
●
●
Weitere Details können Sie dem Anschlussbeispiel in Abschnitt Vorgehensweise zur
Installation des Umrichters (Seite 27) entnehmen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
26
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
3
Installieren
3.1
Vorgehensweise zur Installation des Umrichters
Voraussetzungen für die Installation
Prüfen Sie vor der Installation, ob folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
● Sind die erforderlichen Komponenten vorhanden sowie Werkzeuge und Kleinteile?
● Werden die zulässigen Umgebungsbedingungen eingehalten? Siehe Technische Daten
(Seite 303).
Ablauf der Installation
9RUDXVVHW]XQJHQI¾U
,QVWDOODWLRQVLQGHUI¾OOW
'URVVHOQXQG)LOWHU
LQVWDOOLHUHQ
3RZHU0RGXOH
LQVWDOOLHUHQ
&RQWURO8QLWLQVWDOOLH
UHQ
① Drosseln und Filter installieren (Seite 28)
② Power Module installieren (Seite 30)
③ Control Unit installieren (Seite 44)
,QVWDOODWLRQDEJHVFKORVVHQ
Details zur Installation finden Sie im Internet: Montagehandbuch
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/30563173/133300).
Nach abgeschlossener Installation können Sie mit der Inbetriebnahme beginnen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
27
Installieren
3.2 Drosseln und Filter installieren
3.2
Drosseln und Filter installieren
Systemkomponenten des Umrichters platzsparend montieren
Viele Systemkomponenten des Umrichters sind als Unterbaukomponenten ausgeführt, d. h.
die Komponente wird auf dem Befestigungsblech montiert und der Umrichter platzsparend
darüber. Bis zu zwei Unterbaukomponenten sind übereinander montierbar.
PM240
Netz
NetzPower filter
Module
Netzdrossel
Power
Module
Netzdrossel
Netz
Prinzipielle Anordnung eines Power Modules
PM240 mit untergebauter Netzdrossel
Power Module PM240 Baugröße FSA mit
Netzdrossel und Netzfilter Klasse A
Die Netzdrosseln sind auf der Netzseite mit Klemmen ausgeführt und auf der Seite zum Power
Module mit einer konfektionierten Leitung. Bei den Baugrößen FSA bis FSC befinden sich die
Netzklemmen im eingebauten Zustand oben, bei den Baugrößen FSD bis FSE unten.
Zusätzlich zur Netzdrossel kann bei der Baugröße FSA ein Netzfilter Klasse A eingesetzt werden.
Der Netzanschluss liegt in diesem Fall unten.
Ab Baugröße FSB sind Power Modules mit integrierten Netzfiltern Klasse A bestellbar, ein externes
Netzfilter Klasse A ist dann nicht erforderlich.
Netzdrossel
Power
Module
Netz
Ausgangsdrossel oder
Sinusfilter
zum Motor
Netzdrossel
Netzfilter
Power
Module
Ausgangsdrossel oder
Sinusfilter
Netz
zum Motor
PM240 Baugröße FSA mit Netzdrossel und
Ausgangsdrossel oder Sinusfilter
Power Module PM240 Baugröße FSA mit
Netzdrossel, Netzfilter und Ausgangsdrossel oder
Sinusfilter
Bei mehr als zwei unterbaufähigen Systemkomponenten, z. B. Netzfilter + Netzdrossel +
Ausgangsdrossel, sind einzelne Komponenten seitlich neben das Power Module zu montieren. Dabei
werden Netzdrossel und Netzfilter unter das Power Module gebaut, die Ausgangsdrossel seitlich
rechts daneben.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
28
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.2 Drosseln und Filter installieren
PM250
Netzfilter
Netz
Ausgangsdrossel oder
Sinusfilter
Power
Module
Netz
Power
Module
Netzfilter
zum Motor
Prinzipielle Anordnung eines Power Modules
PM250 mit untergebautem Netzfilter Klasse B
Prinzipielle Anordnung eines Power Modules
PM250 mit untergebautem Netzfilter Klasse B
und Ausgangsdrossel oder Sinusfilter
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
29
Installieren
3.3 Power Module installieren
3.3
Power Module installieren
Montage des Power Modules mit Schutzart IP20
● Montieren Sie das Power Module senkrecht auf einer Montageplatte in einem
Schaltschrank.
Die kleineren Baugrößen des Umrichters (FSA und FSB) können mit einem Adapter auch
auf DIN-Hutschienen montiert werden.
● Beachten Sie bei der Montage die Mindestabstände zu anderen Komponenten im
Schaltschrank.
Die Mindestabstände sind zur ausreichenden Kühlung des Umrichters notwendig.
● Verdecken Sie die Lüftungsöffnungen des Umrichters nicht.
Montage von Zusatzkomponenten
Je nach Anwendung können zusätzlich Netzdrosseln, Filter, Bremswiderstände, Brake
Relay, etc. zum Einsatz kommen.
Beachten Sie die mit diesen Komponenten gelieferten Montageanweisungen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
30
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.3 Power Module installieren
3.3.1
Abmessungen, Bohrschablonen, Mindestabstände und Anzugsdrehmomente
Hinweis
Bei den Power Modulen bis 132 kW, Schutzart IP20, vergrößert sich die Gesamttiefe des
Umrichters durch die CU230P-2 um 50 mm und um weitere 30 mm, wenn Sie ein IOP
verwenden.
Maße und Bohrbilder der Power Module PM230
Baugröße
+¸KH
7LHIH
.¾KOOXIW
Bild 3-1
Tabelle 3- 1
E
%UHLWH
G
F
G
7LHIH
D
F
$E
Z¦UPH
Bohrbild PM230
Maße PM230, IP55
Maße (mm)
Abstände (mm)
Höhe
Breite
Tiefe
a
b
c
d
FSA
460
154
238
445
132
100
0
FSB
540
180
238
524
158
100
0
FSC
620
230
238
604
208
125
0
FSD
640
320
238
600
285
300
0
FSE
751
320
238
710
285
300
0
915
410
238
870
370
300
0
FSF
Befestigung:
FSA/FSB: Schrauben M4, 2,5 Nm,
FSC: Schrauben M5, 2,5 Nm,
FSD/FSE/FSF: Schrauben M8, 13 Nm
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
31
Installieren
3.3 Power Module installieren
Maße und Bohrbilder der Power Module PM240
%UHLWH
REHQ
7LHIH &RQWURO8QLW
$E
Z¦UPH
)6$)6)
)6$)6*;
VHLW
OLFK
)6$)6*;
XQWHQ
7LHIH
E
E
F
.¾KOOXIW
+¸KH
VHLW
OLFK
F
E
E
D
D
D
F
)6*;
Bild 3-2
Tabelle 3- 2
Baugröße
)6%)6)
)6$
Bohrbild PM240
Maße PM240, IP20
Maße (mm)
Höhe
Abstände (mm)
Breite
Tiefe
a
b
c
oben
unten
seitlich
FSA
173
73
145
160
36,5
-100
100
30*
FSB
270
153
165
258
133
-100
100
40*
FSC
334
189
185
323
167
-125
125
50*
FSD ohne Filter
419
275
204
325
235
11
300
300
0
FSD mit Filter, Klasse A
512
275
204
419
235
11
300
300
0
FSE ohne Filter
499
275
204
405
235
11
300
300
0
FSE mit Filter, Klasse A
635
275
204
541
235
11
300
300
0
FSF ohne Filter
634
350
316
598
300
11
350
350
0
FSF mit Filter, Klasse A
934
350
316
899
300
11
350
350
0
FSGX
1533
326
547
1506
125
14,5
250
150
50
Befestigung:
FSA/FSB: Schrauben M4, 2,5 Nm / 22 lbf .in
FSC: Schrauben M5, 2,5 Nm / 22 lbf .in
FSD/FSE: Schrauben M6, 6 Nm / 53 lbf .in
FSF/FSGX: Schrauben M8, 13 Nm / 115 lbf .in
*) bis 40 °C ohne seitlichen Abstand
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
32
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.3 Power Module installieren
REHQ
Maße und Bohrbilder der Power Module PM250
%UHLWH
E
VHLW
OLFK
)6&)6)
.¾KOOXIW
Bild 3-3
Bohrbild PM250
Tabelle 3- 3
Maße PM250, IP20
Baugröße
)6&)6)
D
F
7LHIH &RQWURO8QLW
+¸KH
)6&)6)
XQWHQ
VHLW
OLFK
$E
Z¦UPH
)6&)6)
7LHIH
Maße (mm)
Höhe
Abstände (mm)
Breite
Tiefe
a
b
c
oben
unten
seitlich
FSC
334
189
185
323
167
--
125
125
50*
FSD ohne Filter
419
275
204
325
235
11
300
300
0
FSD mit Filter, Klasse A
512
275
204
419
235
11
300
300
0
FSE ohne Filter
499
275
204
405
235
11
300
300
0
FSE mit Filter, Klasse A
635
275
204
541
235
11
300
300
0
FSF ohne Filter
634
350
316
598
300
11
350
350
0
FSF mit Filter, Klasse A
934
350
316
899
300
11
350
350
0
Befestigung:
FSB: Schrauben M4, 2,5 Nm / 22 lbf .in
FSD/FSE: Schrauben M6, 6 Nm / 53 lbf .in
FSC: Schrauben M5, 2,5 Nm / 22 lbf .in
FSF/: Schrauben M8, 13 Nm / 115 lbf .in
*) bis 40 °C ohne seitlichen Abstand
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
33
Installieren
3.3 Power Module installieren
REHQ
Maße und Bohrbilder der Power Module PM260
%UHLWH
F
E
)6')6)
)6')6)
)6')6)
D
VHLW
OLFK
+¸KH
)6')6)
XQWHQ
VHLW
OLFK
7LHIH &RQWURO8QLW
7LHIH
Bild 3-4
Bohrbild PM260
Tabelle 3- 4
Maße PM260, IP20
Baugröße
Maße (mm)
Abstände (mm)
Höhe
Breite
Tiefe
a
b
c
oben
unten
seitlich
FSD ohne / mit Filter
419
275
204
419
235
11
300
300
30*
FSF ohne / mit Filter
634
350
316
598
300
11
350
350
0
Befestigung:
FSD: Schrauben M6, 6 Nm / 53 lbf.in
FSF: Schrauben M8, 13 Nm / 115 lbf.in
*) bis 40 °C ohne seitlichen Abstand
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
34
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.3 Power Module installieren
3.3.2
Anschlussübersicht Power Module
/
/
/
3(
8 9 : 3(
1HW]GURVVHO 8 9 : 3(
%UHPV
ZLGHU
VWDQG
/ / / 3(
1HW]ILOWHUH[WHUQ /ಬ /ಬ /ಬ 3(ಬ
/ / / 3(
1HW]ILOWHUH[WHUQ /ಬ /ಬ /ಬ 3(ಬ
8 9 : 3(
8 9 : 3(
3RZHU0RGXOH
30
3(
8 9 : 3(
3RZHU0RGXOH
30
8 9 : 3(
8 9
5
5
3RZHU0RGXOH30
:
3(
0
8 9 : 3(
8 9 : 3(
8 9 : 3(
6LQXVILOWHURGHU
$XVJDQJVGURVVHO 8 9 : 3(
8 9 : 3(
6LQXVILOWHURGHU
$XVJDQJVGURVVHO 8 9 : 3(
8 9
:
3(
0
8 9
:
3(
0
=XEHK¸U
Bild 3-5
Anschlüsse der Power Module PM230, PM240 und PM250
Die Power Module PM240 und PM250 gibt es mit und ohne integriertes Klasse A-Netzfilter.
Im Power Module PM230 ist entweder ein Klasse A- oder ein Klasse B-Filter integriert.
Für erhöhte EMV-Anforderungen (Klasse B) muss für die Power Module PM240 und PM250
ein externes Filter installiert werden.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
35
Installieren
3.3 Power Module installieren
3.3.3
Netz und Motor anschließen
Voraussetzungen
Wenn der Umrichter entsprechend den Vorgaben montiert ist, kann das Anschließen der
Netz- und Motoranschlüsse durchgeführt werden. Dabei sind die folgenden Warnhinweise zu
beachten.
WARNUNG
Netz- und Motoranschlüsse
Der Umrichter muss auf der Netzseite und der Motorseite geerdet sein. Bei nicht
ordnungsgemäßer Erdung können außerordentlich gefährliche Zustände entstehen, die
tödliche Wirkung haben können.
Vor dem Herstellen oder Ändern von Anschlüssen an dem Gerät ist die elektrische
Stromversorgung abzutrennen.
Die Klemmen des Umrichters können gefährliche Spannungen führen, auch wenn der
Umrichter außer Betrieb ist. Warten Sie nach dem Unterbrechen der Netzversorgung
mindestens 5 Minuten, bis sich das Gerät entladen hat. Führen Sie erst dann
Montagearbeiten aus.
Stellen Sie beim Anschließen des Umrichters ans Netz sicher, dass der Klemmenkasten
des Motors geschlossen ist.
Auch wenn LED oder ähnliche Anzeigen beim Umschalten einer Funktion von EIN nach
AUS nicht aufleuchten oder nicht aktiv sind, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass die
Einheit ausgeschaltet oder stromlos ist.
Das Kurzschlussverhältnis der Stromversorgung muss mindestens 100 sein.
Stellen Sie sicher, dass der Umrichter für die richtige Versorgungsspannung konfiguriert ist
- der Umrichter darf nicht an eine höhere Versorgungsspannung angeschlossen werden.
Wird eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung auf der Versorgungsseite dieser elektronischen
Geräte zum Schutz vor direkter oder indirekter Berührung verwendet, ist nur Typ B
zulässig! Andernfalls müssen andere Schutzmaßnahmen ergriffen werden, wie die
Trennung der elektronischen Geräte von der Umgebung durch doppelte oder verstärkte
Isolierung oder von der Versorgung durch einen Transformator!
VORSICHT
Versorgungskabel und Signalleitungen
Die Signalleitungen müssen getrennt von den Versorgungskabeln verlegt werden, damit
das einwandfreie Funktionieren der Anlage nicht durch induktive und kapazitive
Interferenzen beeinträchtigt wird.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
36
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.3 Power Module installieren
Hinweis
Elektrische Schutzeinrichtungen
Stellen Sie sicher, dass zwischen Netz und Umrichter die geeigneten Schutzschalter /
Schmelzsicherungen für den jeweiligen Bemessungsstrom des Umrichters eingebaut sind
(siehe Katalog D11.1).
Motor anschließen: Sternschaltung und Dreieckschaltung
Bei SIEMENS-Motoren finden Sie auf
der Deckel-Innenseite des
Anschlusskastens eine Abbildung der
beiden Schaltungsarten:
:
8
9
:
8
9
• Sternschaltung (Y)
• Dreieckschaltung (Δ)
8
9
:
8
9
:
Das Typenschild des Motors informiert
über die richtigen Schaltungsdaten.
8
'UHLHFNVFKDOWXQJ
6WHUQVFKDOWXQJ
8
9
:
9
:
Beispiele für den Betrieb des Umrichters und Motors am 400-V-Netz
Annahme: Auf dem Typenschild des Motors steht 230/400 V Δ/Y.
Fall 1: Normalerweise wird ein Motor im Bereich vom Stillstand bis seiner
Bemessungsdrehzahl (d. h. die Drehzahl, die der Netzfrequenz entspricht) betrieben. In
diesem Fall müssen Sie den Motor im Y anschließen.
Der Betrieb des Motors oberhalb seiner Bemessungsdrehzahl ist in diesem Fall nur mit
Feldschwächung möglich, d. h. das verfügbare Drehmoment des Motors reduziert sich
oberhalb der Bemessungsdrehzahl.
Fall 2: Wenn Sie den Motor mit der "87-Hz-Kennlinie" betrieben wollen, müssen Sie den
Motor im Δ anschließen.
Mit 87-Hz-Kennlinie erhöht sich die Leistungsausbeute des Motors. Die 87-Hz-Kennlinie wird
vor allem bei Getriebemotoren eingesetzt.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
37
Installieren
3.3 Power Module installieren
Umrichter anschließen
Motoranschluss
● Öffnen Sie, soweit vorhanden, die Klemmenabdeckungen des Umrichters.
● Schließen Sie den Motor an die Klemmen U2, V2 und W2 an.
Beachten Sie die Vorschriften zur EMV-gerechten Verdrahtung:
EMV-gerechter Aufbau für Geräte mit Schutzart IP20 (Seite 39)
EMV-gerechter Aufbau für Geräte mit Schutzart IP55 / UL Type 12 (Seite 42)
● Schließen Sie den Schutzleiter des Motors an der Klemme
Folgende Leitungslängen sind zulässig:
des Umrichters an.
– ungeschirmt 100 m
– geschirmt:
50 m für Umrichter ohne Filter
25 m für Umrichter mit Filter
Für größere Leitungslängen finden Sie weitere Informationen im Katalog D11.1
Netzanschluss
● Schließen Sie das Netz an die Klemmen U1/L1, V1/L2 und W1/L3 an.
● Schließen Sie den Schutzleiter des Netzes an der Klemme PE des Umrichters an.
● Schließen Sie, soweit vorhanden, die Klemmenabdeckungen des Umrichters.
Hinweis
Umrichter ohne integriertes Netzfilter sind für den Anschluss an geerdete (TN, TT) und
ungeerdete (IT) Netze geeignet. Die Umrichter mit integriertem Netzfilter sind nur für den
Anschluss an TN-Netze geeignet.
Die zulässigen Kabelquerschnitte für die einzelnen Geräte und Leistungen finden Sie im
Abschnitt Technische Daten (Seite 303).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
38
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.3 Power Module installieren
3.3.4
EMV-gerechter Aufbau für Geräte mit Schutzart IP20
Die Umrichter sind für den Betrieb in industrieller Umgebung ausgelegt, in der hohe Werte
an elektromagnetischen Störungen zu erwarten sind. Nur eine fachgerechte Installation
gewährleistet einen sicheren und störungsfreien Betrieb.
Umrichter mit der Schutzart IP20 müssen in einem geschlossenen Schaltschrank installiert
und betrieben werden.
Aufbau des Schaltschranks
● Alle metallischen Teile des Schaltschranks (Seitenbleche, Rückwände, Dach- und
Bodenbleche) sind elektrisch gut leitend – am besten möglichst flächig oder durch eine
große Anzahl punktförmiger Schraubverbindungen – mit dem Schrankrahmen zu
verbinden
● Die PE-Schiene und die EMV-Schirmschiene sind gut leitend und großflächig mit dem
Schrankrahmen zu verbinden
● Alle metallischen Gehäuse der in den Schrank eingebauten Geräte und
Zusatzkomponenten, wie z. B. Umrichter oder Netzfilter, sind großflächig und gut leitend
mit dem Schrankrahmen zu verbinden. Am günstigsten ist die Montage dieser Geräte
und Zusatzkomponenten auf einer metallisch blanken und gut leitenden Montageplatte,
die wiederum großflächig und gut leitend mit dem Schrankrahmen und insbesondere mit
der PE- und EMV-Schirmschiene zu verbinden ist
● Alle Verbindungen sind dauerhaft auszuführen. Schraubverbindungen an lackierten oder
eloxierten Metallteilen sind entweder mit speziellen Kontaktscheiben auszuführen, die die
isolierende Oberfläche durchdringen und so einen metallisch leitenden Kontakt
herstellen, oder die isolierende Oberfläche ist an den Kontaktstellen zu entfernen
● Spulen von Schützen, Relais, Magnetventilen und Motorhaltebremsen sind mit
Entstörgliedern zu beschalten, um hochfrequente Abstrahlungen beim Abschalten zu
bedämpfen (RC-Glieder oder Varistoren bei wechselstrombetriebenen Spulen und
Freilaufdioden oder Varistoren bei gleichstrombetriebenen Spulen). Die Beschaltung
muss unmittelbar an der jeweiligen Spule erfolgen
Leitungsverlegung und Schirmung
● Alle Leistungsleitungen des Umrichters (Netzleitungen, Verbindungsleitungen zwischen
Brems-Chopper und zugehörigem Bremswiderstand sowie Motorleitungen) sind räumlich
getrennt von Signal- und Datenleitungen zu verlegen. Der Mindestabstand sollte ca. 25
cm betragen. Alternativ kann die Entkopplung im Schaltschrank durch gut leitend mit der
Montageplatte verbundene Trennbleche erfolgen
● Die Leitungen vom Netz bis zum Netzfilter sind getrennt von ungefilterten
Leistungsleitungen mit hohem Störpegel zu verlegen (Leitungen zwischen Netzfilter und
Umrichter, Verbindungsleitungen zwischen Brems-Chopper und zugehörigem
Bremswiderstand sowie Motorleitungen)
● Signal- und Datenleitungen sowie gefilterte Netzleitungen dürfen ungefilterte
Leistungsleitungen nur rechtwinklig kreuzen
● Alle Leitungslängen sind so kurz wie möglich zu halten
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
39
Installieren
3.3 Power Module installieren
● Signal- und Datenleitungen und zugehörige Potenzialausgleichsleitungen sind stets
parallel und mit kleinstmöglichem Abstand zu führen
● Die Motorleitung ist als geschirmte Leitung auszuführen
● Die geschirmte Motorleitung ist getrennt von den Leitungen zu den
Motortemperatursensoren (PTC/KTY) zu verlegen
● Signal- und Datenleitungen sind geschirmt auszuführen
● Besonders empfindliche Steuerleitungen wie Soll- und Istwertleitungen sollten
unterbrechungsfrei mit optimaler, beidseitiger Schirmauflage verlegt werden
● Schirme sind beidseitig, großflächig und gut leitend mit den geerdeten Gehäusen zu
verbinden
● Leitungsschirme sollten möglichst unmittelbar nach Eintritt der Leitung in den Schrank
aufgelegt werden
● Für Leistungsleitungen sind die EMV-Schirmschienen zu benutzen, für Signal- und
Datenleitungen die im Umrichter zur Verfügung gestellten Schirmauflagemöglichkeiten
● Leitungsschirme sollten möglichst nicht durch Zwischenklemmen unterbrochen werden
● Die Befestigung der Leitungsschirme sollte sowohl bei Leistungsleitungen als auch bei
Signal- und Datenleitungen mittels der entsprechenden EMV-Schirmschellen erfolgen.
Die Schirmschellen müssen den Schirm großflächig und niederinduktiv mit der EMVSchirmschiene bzw. der Schirmauflagemöglichkeit für Steuerleitungen verbinden
.DEHOVFKLUPDXI
$EVFKLUPEOHFK
GU¾FNHQ
.DEHO
VFKLUP
IUHLOHJHQ
$
$
Bild 3-6
Schirmauflage
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
40
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.3 Power Module installieren
EMV-gerechte Installation der Power Module in Schutzart IP20
Das folgende Bild zeigt an zwei Beispielen die EMV-gerechte Installation der Power Module.
Beispiel für den Anschluss ohne
Schirmblech über ein externes Filter
Beispiel für den Anschluss mit Schirmblech, direkt
ans Netz
①
②
③
④
Netzanschluss
⑤
⑥
⑦
⑧
Geschirmte Leitung für den Motoranschluss
Motoranschluss
Montageplatte aus Metall (unlackiert und elektrisch gut leitend)
Kabelschellen für großflächige, elektrisch gut leitende Verbindung zwischen Schirm
und Montageplatte bzw. Schirmblech
Schirmblech
Ungeschirmte Leitung für den Anschluss direkt ans Netz
Geschirmte Leitung für den Netzanschluss über ein externes Filter.
Hinweis
Für Power Module mit integriertem Filter, ist eine ungeschirmte Leitung für den
Netzanschluss zu verwenden. Power Module, die über ein externes Filter ans Netz
angeschlossen werden, benötigen eine geschirmte Leitung zwischen Netzfilter und Power
Module.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
41
Installieren
3.3 Power Module installieren
3.3.5
Schirmung mit Schirmblech:
Schirmanschlusssätze gibt es für alle Baugrößen der
Power Module (weitere Informationen finden Sie im
Katalog D11.1). Die Kabelschirme müssen über die
Schirmschellen großflächig mit dem Schirmblech
verbunden sein.
Schirmung ohne Schirmblech:
Eine EMV-gerechte Schirmung ist auch ohne
optionalen Schirmblech möglich. In diesem Fall
müssen Sie dafür sorgen, dass die Kabelschirme
großflächig mit Erdpotenzial verbunden sind.
Anschluss des Bremswiderstands:
Der Bremswiderstand wird über eine geschirmte
Leitung angeschlossen. Der Schirm ist über eine
Kabelschelle mit großflächiger, elektrisch gut
leitender Verbindung auf der Montageplatte bzw.
dem Schirmblech aufzulegen.
EMV-gerechter Aufbau für Geräte mit Schutzart IP55 / UL Type 12
Umrichter mit der Schutzart IP55 / UL Type 12 (Power Module PM230) können sowohl in
einem geschlossenen Schaltschrank als auch ohne Schaltschrank installiert und betrieben
werden.
Leitungsverlegung und Schirmung
● Netzleitung und Motorleitung Umrichters sind räumlich getrennt von Signal- und
Datenleitungen zu verlegen. Der Mindestabstand sollte ca. 25 cm betragen
● Alle Leitungslängen sind so kurz wie möglich zu halten
● Signal- und Datenleitungen und zugehörige Potenzialausgleichsleitungen sind stets
parallel und mit kleinstmöglichem Abstand zu führen
● Die Motorleitung ist als geschirmte Leitung auszuführen
● Die geschirmte Motorleitung ist getrennt von den Leitungen zu den
Motortemperatursensoren (PTC/KTY) zu verlegen
● Signal- und Datenleitungen sind geschirmt auszuführen
● Besonders empfindliche Steuerleitungen wie Soll- und Istwertleitungen sollten
unterbrechungsfrei mit optimaler, beidseitiger Schirmauflage verlegt werden
● Schirme sind beidseitig, großflächig und gut leitend mit den geerdeten Gehäusen zu
verbinden
● Leitungsschirme sollten möglichst nicht durch Zwischenklemmen unterbrochen werden
● Die Befestigung der Leitungsschirme sollte sowohl bei Leistungsleitungen als auch bei
Signal- und Datenleitungen mittels der entsprechenden EMV-Schirmschellen erfolgen.
Die Schirmschellen müssen den Schirm großflächig und niederinduktiv mit der
Schirmauflage des Umrichters verbinden
● An den Steckverbindungen von geschirmten Datenleitungen (z. B. PROFIBUSLeitungen) sollten nur metallische oder metallisierte Steckergehäuse verwendet werden
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
42
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.3 Power Module installieren
EMV-gerechte Installation des Umrichters
Das folgende Bild zeigt die EMV-gerechte Installation von Power Module PM230 und Control
Unit.
6WHXHUOHLWXQJ
&RQWURO8QLW
=XJHQWODVWXQJ
*UR¡IO¦FKLJH
6FKLUPDXIODJH
6FKLUP
1HW]OHLWXQJ
XQJHVFKLUPW
0RWRUNDEHO
JHVFKLUPW
6FKLUPXQJ
6WHXHUOHLWXQJ
*XWOHLWHQGH
9HUELQGXQJI¾U
KRFKIUHTXHQWH
(096W¸UXQJHQ
(09
9HUVFKUDXEXQJ
6WDQGDUG3*
9HUVFKUDXEXQJ
Bild 3-7
6WDQGDUG3*
9HUVFKUDXEXQJ
EMV-gerechter Anschluss des Power Modules PM230, Schutzart IP55 / UL Type 12
Hinweis
Wenn Sie die Steuerklemmen der Control Unit nutzen, müssen Sie eine geschirmte Leitung
verwenden. Der Leitungsschirm muss mit einer EMV-Verschraubung gut leitend mit der
Durchführungsplatte verbunden werden.
Weitere Informationen finden Sie in der Montageanleitung Power Module PM230
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/30563173/133300).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
43
Installieren
3.4 Control Unit installieren
3.4
Control Unit installieren
Control Unit auf einem IP20-Power Module installieren
CU aufstecken
CU abnehmen
Damit die Klemmenleisten zugänglich werden, klappen Sie die obere und untere Fronttür
nach rechts auf. Die Klemmenleisten sind als Federzugklemmen ausgeführt.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
44
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.4 Control Unit installieren
IP55-Power Module
Bild 3-8
XQG
&8DXIVWHFNHQ
&8DEQHKPHQI¾U)6$ELV)6&
EHL)6'ELV)6)LVWGHU(QWULHJHOXQJV
NQRSIYRQREHQ]XJ¦QJOLFK
Anbringen der CU am PM
Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im zugehörigen Montagehandbuch.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
45
Installieren
3.4 Control Unit installieren
3.4.1
Schnittstellen, Stecker, Schalter, Steuerklemmen und LEDs der CU
6WHFNSODW]I¾U6SHLFKHUNDUWH00&RGHU6'.DUWH
6FKQLWWVWHOOHI¾U2SHUDWRU3DQHO,23RGHU%23
86%6FKQLWWVWHOOHI¾U67$57(5
6WDWXV/('
',36FKDOWHUI¾U
)HOGEXV$GUHVVH
+24V IN
GND IN
11
26
27
31
32
35
36
50
51
52
53
10
11
26
27
1
2
3
4
12
13
21
22
14
15
9
28
69
5
6
7
8
16
17
1
2
3
4
12
13
21
22
14
15
9
28
69
5
6
7
8
16
17
+10V OUT
GND
AI 0+
AI 0AO 0+
GND
DO 1 NO
DO 1 COM
T1 MOTOR
T2 MOTOR
+24V OUT
GND
DI COM
DI 0
DI 1
DI 2
DI 3
DI 4
DI 5
10
AI 2+/NI1000
GND
Analog In/Out
AI 1+
AI 1AO 1+
GND
GND
AI 3+/NI1000
DO 0 NO 19
18
19
DO 0 COM 20
20
DO 0 NC 18
DO 2 NC 23
DO 2 NO 24
DO 2 COM 25
23
24
25
&83+9$&
.RQWDNW
%H]HLFKQXQJ
9%H]XJVSRWHQ]LDO
563(PSIDQJHQXQG6HQGHQ
561(PSIDQJHQXQG6HQGHQ
/HLWXQJVVFKLUP
QLFKWYHUEXQGHQ
$,
$,
Analog In/Out
6WURP
6SDQQXQJ
',36FKDOWHUI¾U
$,XQG$,
.OHPPHQXQG
'LJLWDODXVJ¦QJH
.OHPPHQOHLVWH
.OHPPHQEH]HLFKQXQJ
566WHFNHU]XU
.RPPXQLNDWLRQ¾EHU
)HOGEXVV\VWHPH
6FKDOWHUI¾U
%XVDEVFKOXVV
ZLGHUVWDQG
Digital In/Out
2Q 2II
1,',36FKDOWHU$,
.OHPPHQ
1,
%HLVSLHO
$GUHVVH %LW
%LW
%LW
%LW
%LW
%LW
%LW
2Q
2II
+10V OUT
GND
Analog In/Out
35
36
50
51
52
53
6WURP
31
32
5'<
%)
&83&$1
.RQWDNW
68%'6WHFNHU]XU
.RPPXQLNDWLRQ
¾EHU&$1
&83'3
6FKDOWHUI¾U
%XVDEVFKOXVV
ZLGHUVWDQG
%H]HLFKQXQJ
1LFKWEHOHJW
&$1B/&$16LJQDOGRPLQDQWORZ
&$1B*1'&$10DVVH
1LFKWEHOHJW
&$1B6+/'2SWLRQDOHU6FKLUP
*1'2SWLRQDOH&$10DVVH
&$1B+&$16LJQDOGRPLQDQWKLJK
1LFKWEHOHJW
1LFKWEHOHJW
68%'%XFKVH]XU
.RPPXQLNDWLRQ¾EHU
352),%86'3
Bild 3-9
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
46
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.4 Control Unit installieren
3.4.2
Klemmenleisten der CU
.OHPPHQ
9,1
*1',1
99RSWLRQDOH(OHNWURQLNYHUVRUJXQJ
%H]XJVSRWHQ]LDOI¾U.OHPPH
9RXW
*1'
1,$,
*1'
1,$,
*1'
9$XVJDQJEH]RJHQDXI*1'PD[P$
JHPHLQVDPHV%H]XJVSRWHQ]LDO
(LQJDQJI¾U7HPSHUDWXUI¾KOHU1,RGHU$QDORJHLQJDQJ$,
JHPHLQVDPHV%H]XJVSRWHQ]LDO
(LQJDQJI¾U7HPSHUDWXUI¾KOHU1,RGHU$QDORJHLQJDQJ$,
JHPHLQVDPHV%H]XJVSRWHQ]LDO
$,
$,
$2
!N˖
(UO¦XWHUXQJ
*1'
9RXW
*1'
$,
$,
$2
*1'
'212
'2&20
702725
702725
9RXW
*1'
',&20
',
',
',
',
',
',
'212
'2&20
'21&
'212
'2&20
'21&
$QDORJHLQJDQJ99P$P$P$P$
%H]XJVSRWHQ]LDOI¾U$QDORJHLQJDQJ
$QDORJDXVJDQJ9ಹ9P$ಹP$
JHPHLQVDPHV%H]XJVSRWHQ]LDO
9
9
'LJLWDODXVJDQJ$UEHLWVNRQWDNW$9'&$9$&
'LJLWDODXVJDQJ:XU]HONRQWDNW
'LJLWDODXVJDQJ5XKHNRQWDNW
'LJLWDODXVJDQJ$UEHLWVNRQWDNW$9'&$9$&
'LJLWDODXVJDQJ:XU]HONRQWDNW
'LJLWDODXVJDQJ5XKHNRQWDNW
9$XVJDQJEH]RJHQDXI*1'PD[P$
JHPHLQVDPHV%H]XJVSRWHQ]LDO
$QDORJHLQJDQJ99P$P$P$P$
%H]XJVSRWHQ]LDOI¾U$QDORJHLQJDQJ
$QDORJDXVJDQJ9ಹ9P$ಹP$
JHPHLQVDPHV%H]XJVSRWHQ]LDO
'LJLWDODXVJDQJ$UEHLWVNRQWDNW$9'&
'LJLWDODXVJDQJ:XU]HONRQWDNW$9'&
0RWRUWHPSHUDWXUVHQVRU37&.7<RGHU%LPHWDOO˜IIQHU
0RWRUWHPSHUDWXUVHQVRU37&.7<RGHU%LPHWDOO˜IIQHU
9$XVJDQJ%H]XJVSRWHQ]LDO*1'PD[P$
JHPHLQVDPHV%H]XJVSRWHQ]LDO
%H]XJVSRWHQ]LDOI¾U'LJLWDOHLQJ¦QJH
'LJLWDOHLQJDQJSRWHQ]LDOJHWUHQQW
'LJLWDOHLQJDQJSRWHQ]LDOJHWUHQQW
'LJLWDOHLQJDQJSRWHQ]LDOJHWUHQQW
'LJLWDOHLQJDQJSRWHQ]LDOJHWUHQQW
'LJLWDOHLQJDQJSRWHQ]LDOJHWUHQQW
'LJLWDOHLQJDQJSRWHQ]LDOJHWUHQQW
9
9
9
!N˖
9
9
9
Die Verdrahtung der Klemmenleiste ist nicht vollständig dargestellt, sondern beispielhaft für jeden Klemmentyp.
Wenn Sie mehr als sechs Digitaleingänge brauchen, verwenden Sie die Klemmen 3 und 4 (AI 0) oder die Klemmen 10 und
11 (AI 1) als zusätzliche Digitaleingänge DI 11 bzw. DI 12.
①
②
③
④
Verdrahtung bei Verwendung der internen Spannungsversorgungen.
DI = high, wenn Schalter geschlossen.
Verdrahtung bei Verwendung externer Spannungsversorgungen.
DI = high, wenn Schalter geschlossen.
Verdrahtung bei Verwendung der internen Spannungsversorgungen.
DI = low, wenn Schalter geschlossen.
Verdrahtung bei Verwendung externer Spannungsversorgungen.
DI = low, wenn Schalter geschlossen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
47
Installieren
3.4 Control Unit installieren
3.4.3
Belegung der Schnittstellen wählen
Der Umrichter bietet mehrere vordefinierte Einstellungen für seine Schnittstellen.
Eine der vordefinierten Einstellungen passt zu Ihrer Anwendung
Gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Verdrahten Sie den Umrichter entsprechend Ihrer Anwendung.
2. Führen Sie die Grundinbetriebnahme durch, siehe Abschnitt Inbetriebnehmen (Seite 53).
Wählen Sie in der Grundinbetriebnahme das Makro (die vordefinierte Einstellung der
Schnittstellen), das zu Ihrer Verdrahtung passt.
3. Konfigurieren Sie bei Bedarf die Kommunikation über Feldbus, siehe Feldbus
konfigurieren (Seite 97).
Was ist, wenn keine der vordefinierten Einstellungen zu 100 % passt?
Wenn Sie keine vordefinierte Einstellung finden, die zu Ihrer Anwendung passt, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Verdrahten Sie den Umrichter entsprechend Ihrer Anwendung.
2. Führen Sie die Grundinbetriebnahme durch, siehe Abschnitt Inbetriebnehmen (Seite 53).
Wählen Sie in der Grundinbetriebnahme das Makro (die vordefinierte Einstellung der
Schnittstellen), das Ihrer Anwendung am nächsten kommt.
3. Passen Sie die Ein- und Ausgänge an Ihre Anwendung an, siehe Abschnitt
Klemmenleiste anpassen (Seite 85).
4. Konfigurieren Sie bei Bedarf die Kommunikation über Feldbus, siehe Feldbus
konfigurieren (Seite 97).
Im Folgenden sind nur die Ein- und Ausgänge des Umrichters dargestellt, deren Bedeutung
sich durch die Vorbelegung ändert.
Automatik / Vor Ort - Umschalten zwischen Feldbus und Tippen
Werkseinstellung für Umrichter mit PROFIBUS-Schnittstelle:
0DNUR
', /2:
',
',
',
',
',
',
$,
$,
)HOGEXV352),%86'3
4XLWWLHUHQ
/2:
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
352),%86'3
7HOHJUDPP
$2
$2
', +,*+ 7LSSHQ¾EHU',XQG',
',
',
',
',
',
',
7LSSHQ
7LSSHQ
4XLWWLHUHQ
+,*+
$, $, S 7LSSHQ
S 7LSSHQ
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
Wie Sie die GSD Datei erhalten, finden Sie im Abschnitt: Kommunikation zur Steuerung
konfigurieren (Seite 98).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
48
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.4 Control Unit installieren
Motorpotenziometer
0RWRUSRWHQ]LRPHWHU023
0DNUR
',
',
',
',
',
',
$,
$,
212))
023K¸KHU
023WLHIHU
4XLWWLHUHQ
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
Prozessindustrie
0DNUR
', /2:
',
',
',
',
',
',
$,
$,
)HOGEXV352),%86'3
([WHUQH6W¸UXQJ
4XLWWLHUHQ
/2:
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
', +,*+ 0RWRUSRWHQ]LRPHWHU
023
',
',
',
',
',
',
$,
$,
212))
([WHUQH6W¸UXQJ
4XLWWLHUHQ
+,*+
023K¸KHU
023WLHIHU
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
352),%86'3
7HOHJUDPP
Wie Sie die GSD Datei erhalten, finden Sie im Abschnitt: Kommunikation zur Steuerung
konfigurieren (Seite 98).
0DNUR
', /2:
',
',
',
',
',
',
$,
$,
$QDORJVROOZHUW
212))
([WHUQH6W¸UXQJ
4XLWWLHUHQ
/2:
6ROOZHUW
,
8 99
', +,*+
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
',
',
',
',
',
',
$,
$,
212))
([WHUQH6W¸UXQJ
4XLWWLHUHQ
+,*+
023K¸KHU
023WLHIHU
0RWRULSRWHQ]LRPHWHU
023
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
49
Installieren
3.4 Control Unit installieren
Zwei- oder Dreidraht-Steuerung
Das Makro 12 ist Werkseinstellung für den Umrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC
und CU230P-2 CAN.
=ZHLGUDKW
VWHXHUXQJ
6WHXHUEHIHKO
6WHXHUEHIHKO
0DNUR
0HWKRGH
0DNUR
0HWKRGH
0DNUR
0HWKRGH
212))
5HYHUVLHUHQ
212))UHFKWV 212))UHFKWV
212))OLQNV
212))OLQNV
',
',
',
',
',
',
$,
$,
'UHLGUDKWVWHXH
UXQJ
6WHXHUEHIHKO
6WHXHUEHIHKO
6WHXHUEHIHKO
0DNUR
0HWKRGH
0DNUR
0HWKRGH
)UHLJDEH2))
21UHFKWV
21OLQNV
)UHLJDEH2))
21
5HYHUVLHUHQ
',
',
',
',
',
',
$,
$,
6WHXHUEHIHKO
6WHXHUEHIHKO
4XLWWLHUHQ
6ROOZHUW
,
8 99
6WHXHUEHIHKO
6WHXHUEHIHKO
6WHXHUEHIHKO
4XLWWLHUHQ
6ROOZHUW
,
8 99
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
Kommunikation mit übergeordneter Steuerung über USS
0DNUR
)HOGEXV866
S %DXGUDWH
S 3='$Q]DKO
S 3.:$Q]DKO
',
',
',
',
',
',
$,
$,
4XLWWLHUHQ
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
866
%DXG
3='3.:YDULDEHO
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
50
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Installieren
3.4 Control Unit installieren
Kommunikation mit übergeordneter Steuerung über CANopen
0DNUR
)HOGEXV&$1RSHQ
S %DXGUDWH
',
',
',
',
',
',
$,
$,
6W¸UXQJ '2
:DUQXQJ '2
4XLWWLHUHQ
'UHK]DKO
99
6WURP
99
$2
$2
&$1RSHQ
N%DXG
3.4.4
Klemmenleisten verdrahten
Als Signalleitungen sind massive oder flexible Leitungen zulässig. Aderendhülsen dürfen für
die Federzugklemmen nicht eingesetzt werden.
Der zulässige Kabelquerschnitt reicht von 0,5 mm² (21 AWG) bis 1,5 mm² (16 AWG). Wir
empfehlen bei vollständiger Verdrahtung Leitungen mit einem Querschnitt von 1mm² (18
AWG).
Verlegen Sie die Signalleitungen so, dass Sie die Fronttüren nach dem Verdrahten der
Klemmenleiste wieder vollständig schließen können. Wenn Sie geschirmte Leitungen
verwenden, müssen Sie den Schirm großflächig und elektrisch gut leitend mit der
Montageplatte des Schaltschranks oder mit der Schirmauflage des Umrichters verbinden.
ACHTUNG
Um die Betriebssicherheit auch beim Anschluss von 230 V an die Relaisausgänge DO 0
und DO2 der Control Unit sicher zu stellen, müssen für diese Anschlüsse Leitungen mit
doppelter Isolierung verwendet werden.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
51
Installieren
3.4 Control Unit installieren
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
52
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
4
Inbetriebnehmen
Nach dem Installieren müssen Sie den Umrichter in Betrieb nehmen.
Dazu müssen Sie anhand des Abschnitts "Inbetriebnahme vorbereiten (Seite 56)" klären, ob
Sie den Motor mit den Werkseinstellungen des Umrichters betreiben können oder ob eine
zusätzliche Anpassung des Umrichters erforderlich ist. Die beiden Möglichkeiten zur
Inbetriebnahme sind im folgenden Bild dargestellt.
,QEHWULHEQDKPHPLW
DSSOLNDWLRQVVSH]L
ILVFKHQ$QSDVVXQJHQ
,QEHWULHEQDKPHPLW
:HUNVHLQVWHOOXQJHQ
,QEHWULHEQDKPHPLW
:HUNVHLQVWHOOXQJHQ
6FKQLWWVWHOOHQ
I¾U$QVWHXHUXQJ"
.OHPPHQ
)HOGEXV
)HOGEXV
NRQILJXULHUHQ
,QEHWULHEQDKPH
DEJHVFKORVVHQ
*UXQG
,QEHWULHEQDKPH
:HLWHUH(LQ
$XVJDQJVVLJQDOH¾EHU
.OHPPHQ"
MD
QHLQ
6FKQLWWVWHOOHQ
I¾U$QVWHXHUXQJ"
)HOGEXV
.OHPPHQ
=XV¦W]OLFKH
)XQNWLRQHQ"
)HOGEXV
NRQILJXULHUHQ
MD
QHLQ
.OHPPHQOHLVWH
DQSDVVHQ
)XQNWLRQHQ
HLQVWHOOHQ
,QEHWULHEQDKPH
DEJHVFKORVVHQ
①
②
③
Inbetriebnahme mit Werkseinstellungen (Seite 60)
Grundinbetriebnahme mit STARTER (Seite 68) oder BOP-2 (Seite 63)
④
⑤
Feldbus konfigurieren (Seite 97)
Funktionen (Seite 183) einstellen
Klemmenleiste anpassen (Seite 85)
Bild 4-1
Ablauf der Inbetriebnahme
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
53
Inbetriebnehmen
ACHTUNG
Bei der Grundinbetriebnahme legen Sie die Funktion der Schnittstellen Ihres Umrichters
über vordefinierte Einstellungen (p0015) fest.
Wenn Sie nachträglich eine andere vordefinierte Einstellung für die Funktion der
Schnittstellen wählen, gehen damit alle BICO-Verschaltungen, die Sie geändert haben,
verloren.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
54
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.1 Rücksetzen auf Werkseinstellung
4.1
Rücksetzen auf Werkseinstellung
Es gibt Fälle, in denen bei der Inbetriebnahme etwas schief läuft, z. B.:
● Während der Inbetriebnahme wurde die Netzspannung unterbrochen und Sie können die
Inbetriebnahme nicht abschließen.
● Sie haben sich bei der Parametereinstellung verrannt und können die einzelnen
Einstellungen nicht mehr nachvollziehen.
● Sie wissen nicht, ob der Umrichter schon einmal im Einsatz war
Setzen Sie den Umrichter in solchen Fällen auf die Werkseinstellungen zurück.
Rücksetzen auf Werkseinstellung mit STARTER oder BOP-2
Diese Funktion setzt die Einstellungen im Umrichter in den Auslieferungszustand zurück.
Hinweis
Die Kommunikationseinstellungen und die Einstellungen der Motornorm (IEC/NEMA) bleiben
auch nach dem Rücksetzen auf Werkseinstellung erhalten.
Tabelle 4- 1
Vorgehensweise
STARTER
BOP-2
1. Gehen Sie mit dem STARTER online
1. Wählen Sie im Menü "Extras" den Eintrag
"DRVRESET"
2. Klicken Sie im STARTER auf den Button
2. Bestätigen das Rücksetzen mit der OK-Taste
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
55
Inbetriebnehmen
4.2 Inbetriebnahme vorbereiten
4.2
Inbetriebnahme vorbereiten
Voraussetzungen - Bevor Sie beginnen
Bevor Sie mit der Inbetriebnahme beginnen, müssen Sie folgende Fragen beantworten:
● Welche Daten hat der angeschlossene Motor?
● Welche technologischen Anforderungen muss der Antrieb erfüllen?
● Über welche Schnittstellen des Umrichters bedient die übergeordnete Steuerung den
Antrieb?
Welchen Motor verwenden Sie? [P0300]
Einen Synchron- oder
Asynchronmotor?
Die Umrichter sind
werksseitig voreingestellt
für Anwendungen mit
einem 4-poligen
DrehstromAsynchronmotor, der den
Leistungsdaten des
Umrichters entspricht.
Motordaten / Daten des
Motortypenschilds
Wenn Sie das
Inbetriebnahme-Tool
STARTER und einen
SIEMENS-Motor
verwenden, dann ist die
Angabe der
Bestellnummer des
Motors ausreichend ansonsten müssen Sie
die Daten vom
Typenschild des Motors
ablesen und in die
entsprechenden
Parameter eintragen.
P0305
P0310
P0304
3~Mot
1LA7130-4AA10
No UD 0013509-0090-0031
P0307
P0308
TICI F
EN 60034
1325 IP 55
IM B3
50 Hz
230/400 V Δ/Υ
60 Hz
460 V
5.5kW
19.7/11.A
6.5kW
10.9 A
Cos ϕ 0.81
1455/min
Cos ϕ 0.82
1755/min
Δ/Υ 220-240/380-420 V
Υ 440-480
19.7-20.6/11.4-11.9 A
11.1-11.3 A
P0311
95.75%
45kg
P0309
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
56
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.2 Inbetriebnahme vorbereiten
ACHTUNG
Hinweise für die Montage
Die Eingabe der Typenschilddaten muss mit der Verschaltung des Motors
(Sternschaltung [Y] / Dreieckschaltung [Δ]) übereinstimmen, d. h. bei einer
Dreieckschaltung des Motors sind die Dreieck-Typenschilddaten einzutragen.
In welcher Region der Welt wird der Motor eingesetzt? - Motor-Norm [P0100]
● Europa IEC: 50 Hz [kW] - Werkseinstellung
● Nordamerika NEMA: 60 Hz [hp] oder 60 Hz [kW]
Welche Temperatur herrscht dort, wo der Motor betrieben wird? [P0625]
● Motor-Umgebungstemperatur [P0625] sofern sie von der Werkseinstellung = 20° C
abweicht.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
57
Inbetriebnehmen
4.2 Inbetriebnahme vorbereiten
4.2.1
Werkseinstellung des Umrichters
Werkseinstellungen weiterer wichtiger Parameter
Tabelle 4- 2
Parameter
Werkseinstellung
Bedeutung der
Werkseinstellung
Bezeichnung des Parameters und Anmerkungen
p0010
0
Bereit zur Eingabe
Antrieb Inbetriebnahme Parameterfilter
p0100
0
Europa [50 Hz]
Motornorm IEC/NEMA
•
IEC, Europa
• NEMA, Nordamerika
Hinweis: Dieser Parameter kann in FW4.3 nicht verändert
werden.
p0300
1
Asynchronmotor
Motortyp Auswahl (Asynchronmotoren / Synchronmotor)
p0304
400
[V]
Motor-Bemessungsspannung (lt. Typenschild in V)
p0305
abhängig vom
Power Module
[A]
Motor-Bemessungsstrom (lt. Typenschild in A)
p0307
abhängig vom
Power Module
[kW/hp]
Motor-Bemessungsleistung (lt. Typenschild in kW/hp)
p0308
0
[cos phi]
Motor-Bemessungsleistungsfaktor (lt. Typenschild in cos
'phi'). Wenn p0100=1,2 dann ist p0308 bedeutungslos.
p0310
50
[Hz]
Motor-Bemessungsfrequenz (lt. Typenschild in Hz)
p0311
1395
[1/min]
Motor-Bemessungsdrehzahl (lt. Typenschild in 1/min)
p0335
0
Selbstbelüftet: Wellenlüfter
im Motor
Motorkühlart (Eingabe des Motorkühlsystems)
p0625
20
[°C]
Motor Umgebungstemperatur
p0640
200
[A]
Stromgrenze (des Motors)
p0970
0
gesperrt
Antrieb Parameter zurücksetzen (Rücksetzen auf
Werkseinstellungen)
P1080
0
[1/min]
Minimaldrehzahl
P1082
1500
[1/min]
Maximaldrehzahl
P1120
10
[s]
Hochlaufgeber Hochlaufzeit
P1121
10
[s]
Hochlaufgeber Rücklaufzeit
P1300
0
U/f-Steuerung mit linearer
Charakteristik
Steuerungs-/Regelungs-Betriebsart
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
58
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.2 Inbetriebnahme vorbereiten
4.2.2
Anforderungen der Anwendung festlegen
Welche Regelungsart ist für die Anwendung erforderlich? [P1300]
Grundsätzlich unterscheidet man die Regelungsarten U/f-Steuerung und Vektor-Regelung.
● Die U/f-Steuerung ist die einfachste Betriebsart eines Frequenzumrichters. Sie wird z. B.
verwendet für Anwendungen mit Pumpen, Lüftern oder Motoren mit Riemenantrieben.
● Bei der Vektor-Regelung sind die Drehzahlabweichungen zwischen Soll- und Istwert
geringer als bei der U/f-Steuerung, außerdem ist eine Drehmomentvorgabe möglich. Sie
ist für Anwendungen wie Wickler, Heber oder spezielle Förderantriebe geeignet.
Welche Drehzahlgrenzen sind einzustellen? (Minimal- und Maximaldrehzahl)
Kleinste und größte Motordrehzahl, mit der der Motor unabhängig vom Drehzahlsollwert
arbeitet bzw. begrenzt wird.
● Minimaldrehzahl [P1080] - Werkseinstellung 0 [1/min]
● Maximaldrehzahl [P1082] - Werkseinstellung 1500 [1/min]
Welche Hochlaufzeit und Rücklaufzeit des Motors sind für die Anwendung erforderlich?
Hoch- und Rücklaufzeit legen die maximale Beschleunigung des Motors bei Änderungen des
Drehzahlsollwerts fest. Die Hoch- und Rücklaufzeit bezieht sich auf die Zeit vom
Motorstillsand bis zur eingestellten Maximaldrehzahl bzw. von der Maximaldrehzahl bis zum
Motorstillsand.
● Hochlaufzeit [P1120] - Werkseinstellung 10 s
● Rücklaufzeit [P1121] - Werkseinstellung 10 s
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
59
Inbetriebnehmen
4.3 Inbetriebnahme mit Werkseinstellungen
4.3
Inbetriebnahme mit Werkseinstellungen
Voraussetzungen zur Nutzung der Werkseinstellungen
Bei einfachen Anwendungen funktioniert eine Inbetriebnahme bereits mit den
Werkseinstellungen. Prüfen Sie, welche Werkseinstellungen Sie übernehmen können und
welche Funktionen Sie ändern müssen. Bei dieser Prüfung stellen Sie wahrscheinlich fest,
dass Sie die Werkseinstellungen nur geringfügig anpassen müssen:
1. Umrichter und Motor müssen zueinander passen; vergleichen Sie dazu die Daten auf
dem Typenschild des Motors mit den technischen Daten des Power Modules:
– Der Nennstrom des Umrichters ist mindestens so hoch wie der des Motors.
– Die Motorleistung sollte mit der des Umrichters übereinstimmen; der Betrieb ist mit
Motoren im Leistungsbereich von 25 % … 100 % der Umrichterleistung möglich.
2. Wenn Sie den Antrieb über die digitalen und analogen Eingänge steuern, muss der
Umrichter entsprechend dem Verdrahtungsbeispiel angeschlossen sein. (siehe
Verdrahtungsbeispiele zur Nutzung der Werkseinstellungen (Seite 61))
3. Wenn Sie den Antrieb an einen Feldbus anbinden, müssen Sie die Busadresse über die
DIP-Schalter auf der Frontseite der Control Unit einstellen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
60
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.3 Inbetriebnahme mit Werkseinstellungen
4.3.1
Verdrahtungsbeispiele zur Nutzung der Werkseinstellungen
Viele Anwendungen funktionieren bereits mit den Werkseinstellungen
Für Control Units, die ihre Befehle und Sollwerte über die Steuerklemmen erhalten
(CU230P-2 HVAC und CU230P-2 CAN), ist zur Nutzung der Werkseinstellung folgende
Verdrahtung möglich.
Werksseitige Vorbelegung der Steuerklemmen bei der CU230P-2 HVAC und CU230P-2
CAN
6W¸UXQJ
9,1
*1',1
9287
*1'
$,
$,
$,
$,
9287
*1'
$,
*1'
$,
*1'
',
',
',
',
',
',
',&20
:DUQXQJ
6ROOZHUW
'21&
'212
'2&20
'2
'2
'21&
'212
'2&20
'UHK]DKO 6WURP $2
*1'
$2
*1'
212))
5HYHUVLHUHQ
4XLWWLHUHQ
9287
*1'
702725 702725 Bild 4-2
Verdrahtung einer CU230P-2 HVAC bzw. einer CU230P-2 CAN zur Nutzung der
Werkseinstellungen
Hinweis
Im NPN-Modus kann ein Erdschluss zwischen Kundenkontakt und Digitaleingang zu einer
ungewollten Ansteuerung des Eingangs führen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
61
Inbetriebnehmen
4.3 Inbetriebnahme mit Werkseinstellungen
Werksseitige Vorbelegung der Steuerklemmen bei der CU230P-2 DP
', /2:
9,1
*1',1
9287
*1'
$,
$,
$,
$,
9287
*1'
$,
*1'
$,
*1'
',
',
',
',
',
',
',&20
352),%86'3
7HOHJUDPP
6W¸UXQJ
'21&
'212
'2&20
:DUQXQJ
'2
'2
'21&
'212
'2&20
'UHK]DKO 6WURP $2
*1'
$2
*1'
7LSSHQ
7LSSHQ
4XLWWLHUHQ
/2:+,*+6FKQLWWVWHOOHQXPVFKDOWHQ
9287
*1'
702725 702725 Bild 4-3
Verdrahtung einer CU230P-2 DP zur Nutzung der Werkseinstellungen
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
62
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.4 Inbetriebnahme mit dem BOP-2
4.4
Inbetriebnahme mit dem BOP-2
Das "Basic Operator Panel-2" (BOP-2) ist ein
Bedienungs- und Anzeigeinstrument des
Umrichters. Es wird zur Inbetriebnahme direkt
auf die Control Unit des Umrichters gesteckt.
BOP-2 aufstecken
BOP-2 abnehmen
0RWRULVWHLQJHVFKDOWHW
%HGLHQXQJ¾EHU
%23LVWDNWLY
0HQ¾(EHQHQ
6ROORGHU,VWZHUW
3DUDPHWHUQXPPHU
RGHUZHUW
)HKOHURGHU:DUQXQJ
LVWDNWLY
7LSSHQLVWDNWLY
:DKOYRQ0HQ¾
3DUDPHWHUQXPPHUXQG
ZHUW
0RWRUHLQXQG
DXVVFKDOWHQ
Bild 4-4
Bedien- und Anzeigeelemente des BOP-2
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
63
Inbetriebnehmen
4.4 Inbetriebnahme mit dem BOP-2
4.4.1
Menü-Struktur
021,725
OK
ESC
&21752/
OK
ESC
',$*126
OK
ESC
63 6(732,17
$&.1$//
92/7287
-2*
)$8/76
'&/1.9
5(9(56(
+,6725<
&855287
3$5$06
OK
6(783
ESC
OK
ESC
67$1'$5'
),/7(5
OK
ESC
'595(6(7
(;3(57
),/7(5
OK
(;75$6
72%23
)520%23
ESC
67$786
72&5'
)520&5'
Parameterwerte ändern:
①
②
Parameternummer frei wählbar
Grundinbetriebnahme
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
64
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.4 Inbetriebnahme mit dem BOP-2
4.4.2
Parameter frei wählen und ändern
Mit dem BOP-2 ändern Sie die Einstellungen Ihres Umrichters, indem Sie die passende
Parameternummer wählen und den Parameterwert ändern. Parameterwerte sind änderbar
im Menü "PARAMS" und im Menü "SETUP".
OK
ESC OK
>2 sec
OK
OK
OK
OK
ESC
ESC
ESC
ESC
OK
OK
ESC OK
>2 sec
OK
OK
OK
ESC
ESC
ESC
OK
Parameternummer wählen
Parameterwert ändern
Wenn die Parameternummer im Display blinkt,
haben Sie zwei Möglichkeiten zum Ändern der
Nummer:
Wenn der Parameterwert im Display blinkt, haben
Sie zwei Möglichkeiten zum Ändern des Werts:
1. Möglichkeit:
2. Möglichkeit:
1. Möglichkeit:
2. Möglichkeit:
Erhöhen oder
verringern Sie die
Parameternummer mit
den Pfeiltasten, bis die
gewünschte Nummer
angezeigt wird.
Drücken Sie die OKTaste länger als zwei
Sekunden und ändern
Sie die gewünschte
Parameternummer
Ziffer für Ziffer.
Erhöhen oder
verringern Sie den
Parameterwert mit den
Pfeiltasten, bis der
gewünschte Wert
angezeigt wird.
Drücken Sie die OKTaste länger als zwei
Sekunden und geben
den gewünschten Wert
Ziffer für Ziffer ein.
Übernehmen Sie die Parameternummer mit der
OK-Taste.
Übernehmen Sie den Parameterwert mit der OKTaste.
Alle Änderungen, die Sie mit dem BOP-2 vornehmen, speichert der Umrichter sofort
netzausfallsicher.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
65
Inbetriebnehmen
4.4 Inbetriebnahme mit dem BOP-2
4.4.3
Grundinbetriebnahme
Menu
Anmerkung
6(783
ESC
Stellen Sie alle Parameter des Menüs "SETUP" ein.
Wählen Sie im BOP-2 das Menü "SETUP".
OK
5(6(7
OK
&75/02'
OK
S
(8586$
S
Wählen Sie die Regelungsart des Motors. Die wichtigsten Regelungsarten sind:
OK
02792/7
OK
027&855
OK
02732:
OK
S
S
S
027530
OK
027,'
OK
S
S
OK
0,1530
OK
5$0383
OK
5$03':1
OK
S
S
S
VF LIN
U/f-Steuerung mit linearer Kennlinie
VF QUAD
U/f-Steuerung mit quadratischer Kennlinie
SPD N EN
Drehzahlregelung (Vektorregelung)
TRQ N EN
Drehmomentregelung
② Norm: IEC oder NEMA
D-91056 Erlangen
① Spannung
③ Strom
④ Leistung IEC Norm (kW)
⑤ Leistung NEMA Norm (HP)
⑥ Nenndrehzahl
3~Mot. 1LE10011AC434AA0
E0807/0496382_02 003
IEC/EN 60034 100L IMB3
IP55
25 kg Th.Cl. 155(F) -20°C Tamb 40°C
UNIREX-N3
Bearing
DE 6206-2ZC3 15g Intervall: 4000hrs
NE 6206-2ZC3 11g
SF 1.15 CONT NEMA MG1-12 TEFC Design A 2.0 HP
60Hz:
Hz
A
kW PF NOM.EFF rpm
V
A
CL
V
50 3.5
1.5
0.73 84.5%
400
970 380 - 420 3.55-3.55
0.73 84.5%
970 660 - 725 2.05-2.05
690 Y 50 2.05 1.5
60 3.15 1.5
0.69 86.5% 1175
K
460
Motordaten auf dem Typenschild
Wir empfehlen die Einstellung STIL ROT (Motordaten identifizieren im Stillstand und bei
drehendem Motor).
Wenn der Motor nicht frei drehen kann, z. B. bei mechanisch begrenzten Verfahrstrecken,
wählen Sie die Einstellung STILL (Motordaten identifizieren im Stillstand).
0$&3$5
S
Wenn Sie vor der Grundinbetriebnahme alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen
wollen, wählen Sie den Reset: NO → YES → OK
Wählen Sie Konfiguration für die Ein- und Ausgänge sowie den Feldbus, der zu Ihrer
Anwendung passt. Die vordefinierten Konfigurationen finden Sie im Abschnitt Belegung der
Schnittstellen wählen (Seite 48).
Minimaldrehzahl des Motors.
Hochlaufzeit des Motors.
Rücklaufzeit des Motors.
Bestätigen Sie den Abschuss der Grundinbetriebnahme (Parameter p3900): NO → YES → OK
),1,6+
OK
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
66
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.4 Inbetriebnahme mit dem BOP-2
Motordaten identifizieren
Wenn Sie in der Grundinbetriebnahme die MOT ID (p1900) angewählt haben, kommt nach
Abschluss der Grundinbetriebnahme die Warnung A07991. Sie müssen den Motor
einschalten (z. B. über das BOP-2), damit der Umrichter die Motordaten des
angeschlossenen Motors identifizieren kann. Nach Abschluss der Motordatenidentifikation
schaltet der Umrichter den Motor aus.
VORSICHT
Motordatenidentifikation bei gefährlichen Lasten
Sichern Sie vor dem Start der Motordatenidentifikation gefährliche Anlageteile, z. B. durch
Absperren der Gefahrenstelle oder Herablassen einer hängenden Last auf den Boden.
4.4.4
Weitere Einstellungen
Der Abschnitt Inbetriebnehmen (Seite 53) zeigt Ihnen, was Sie nach der
Grundinbetriebnahme noch einstellen müssen, um den Umrichter an Ihre Anwendung
anzupassen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
67
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
4.5
Inbetriebnahme mit STARTER
Voraussetzungen
Zur Inbetriebnahme des Umrichters mit STARTER benötigen Sie:
● Einen fertig installierten Antrieb (Motor und Umrichter)
● Einen Rechner mit Windows XP, Vista oder Windows 7, der über das USB-Kabel mit dem
Umrichter verbunden ist und auf dem STARTER V4.2 oder höher installiert ist.
Updates für STARTER finden Sie im Internet unter: Update-Downloadpfad für STARTER
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/10804985/133100)
Inbetriebnahmeschritte
Die Inbetriebnahme mit STARTER unterteilt sich in folgende Schritte:
1. USB-Schnittstelle anpassen (Seite 69)
2. STARTER-Projekt erstellen (Seite 70)
3. Online gehen und Grundinbetriebnahme durchführen (Seite 70)
4. Weitere Einstellungen vornehmen (Seite 74)
STARTER stellt einen Projektassistenten zur Verfügung, der Sie Schritt für Schritt durch das
Inbetriebnahmeverfahren führt.
Hinweis
Die STARTER-Masken stellen allgemeingültige Beispiele dar. Deshalb kann in Ihrem Fall
eine Maske mehr oder weniger Einstellmöglichkeiten besitzen als die in dieser Anleitung
dargestellte. Ebenso kann ein Inbetriebnahmeschritt anhand einer anderen Control Unit als
der bei Ihnen eingesetzten dargestellt sein.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
68
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
4.5.1
USB-Schnittstelle anpassen
Schalten Sie die Versorgungsspannung des Umrichters ein und starten die
Inbetriebnahmesoftware STARTER.
Wenn Sie den STARTER zum ersten Mal nutzen, müssen Sie kontrollieren, ob die USB(Erreichbare
Schnittstelle richtig eingestellt ist. Klicken Sie dazu im STARTER auf
Teilnehmer). Fall 1 zeigt, wie Sie vorgehen, wenn keine Einstellungen erforderlich sind. In
Fall 2 ist beschrieben, wie Sie die Schnittstelle anpassen.
Fall 1: USB-Schnittstelle O. K. - keine Einstellung erforderlich
Wenn die Schnittstelle richtig eingestellt ist, zeigt die folgende Dialogmaske die Umrichter,
die über die USB-Schnittstelle mit Ihrem Rechner verbunden sind.
Schließen Sie diese Maske, ohne den oder die gefundenen Umrichter anzuwählen. Erstellen
Sie nun Ihr STARTER-Projekt.
Fall 2: USB-Schnittstelle muss eingestellt werden
In diesem Fall erscheint die Meldebox "keine weiteren Teilnehmer gefunden". Schließen Sie
das Fenster und nehmen in der Maske "Erreichbare Teilnehmer" folgende Einstellungen vor:
● ① Aktivieren Sie unter "Zugangspunkt" "DEVICE (STARTER, Scout)"
● ② Wählen Sie unter "PG/PC" "S7USB"
● ③ Klicken Sie anschließend auf "Aktualisieren"
Schließen Sie diese Maske, ohne den oder die gefundenen Umrichter anzuwählen. Erstellen
Sie nun Ihr STARTER-Projekt.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
69
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
4.5.2
STARTER-Projekt erstellen
Projekt mit dem STARTER-Projektassistenten anlegen
• Legen Sie über "Projekt / Neu mit
Assistent" ein neues Projekt an.
• Klicken Sie zu Beginn des
Assistenten auf "Antriebsgeräte
online suchen ...".
• Der Assistent führt Sie durch alle
Einstellungen, die Sie für Ihr Projekt
brauchen.
4.5.3
Online gehen und Grundinbetriebnahme durchführen
Online gehen
• ① Markieren Sie Ihr Projekt und gehen Sie online:
.
• Wählen Sie in der nächsten Maske das Gerät oder
die Geräte, mit denen Sie online gehen wollen.
Wenn Sie über die USB-Schnittstelle online gehen
wollen, stellen Sie den Zugangspunkt auf "DEVICE".
• Laden Sie in der nächsten Maske die online
gefundene Hardware-Konfiguration in Ihr Projekt (PG
oder PC).
• Der STARTER zeigt Ihnen, auf welche Umrichter er online zugreift und welche offline
sind:
② Der Umrichter ist offline
③ Der Umrichter ist online
• ④ Wenn Sie online sind, öffnen Sie die Maske der Control Unit.
• Starten Sie den Assistenten für die Grundinbetriebnahme.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
70
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
Assistent für Grundinbetriebnahme
Der Assistent führt Sie Schritt für Schritt durch die Grundinbetriebnahme.
• Wählen Sie im ersten Schritt des
Assistenten die Regelungsart.
Wenn Sie nicht sicher sind, welche
Regelungsart Sie für Ihre Anwendung
brauchen, wählen Sie zunächst die
U/f-Steuerung. Eine Hilfestellung zur
Auswahl der Regelungsart finden Sie
im Kapitel Motorregelung (Seite 204).
• Im nächsten Schritt wählen Sie die Belegung der
Schnittstellen des Umrichters (siehe auch
Abschnitt: Belegung der Schnittstellen wählen
(Seite 48)).
Anmerkung: Die möglichen Einstellungen Ihrer
Control Unit können von denen in der Abbildung
abweichen.
• Im nächsten Schritt wählen Sie die Anwendung für den Umrichter:
Leichte Überlast für wenig dynamische Anwendungen, z. B.: Pumpen oder Lüfter.
Hohe Überlast für dynamische Anwendungen, z. B. Fördertechnik.
• Im nächsten Schritt geben Sie die Motordaten laut dem Typenschild Ihres Motors ein.
Die Motordaten der SIEMENS-Standard-Motoren sind im STARTER anhand Ihrer
Bestellnummer abrufbar.
• Im nächsten Schritt empfehlen wir
die Einstellung "Motordaten
identifizieren im Stillstand und bei
drehendem Motor".
Wenn der Motor nicht frei drehen
kann, z. B. bei mechanisch
begrenzten Verfahrstrecken,
wählen Sie die Einstellung
"Motordaten identifizieren im
Stillstand".
• Im nächsten Schritt stellen Sie die wichtigsten Parameter passend zu Ihrer Anwendung
ein, z. B. die Hoch- und Rücklaufzeit des Motors.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
71
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
• Im nächsten Schritt empfehlen wir
die Einstellung "Nur Motordaten
berechnen".
• ① Im letzten Schritt setzen Sie
den Haken bei "RAM nach ROM
(Daten in Antrieb sichern)", um
Ihre Daten netzausfallsicher im
Umrichter zu speichern.
• ② Wenn Sie den Assistenten
beenden, zeigt der Umrichter die
Warnung A07791. Sie müssen
jetzt den Motor einschalten, um
die Motordatenidentifikation zu
starten.
Motor einschalten für Motordatenidentifikation
VORSICHT
Motordatenidentifikation bei gefährlichen Lasten
Sichern Sie vor dem Start der Motordatenidentifikation gefährliche Anlageteile, z. B. durch
Absperren der Gefahrenstelle oder Herablassen einer hängenden Last auf den Boden.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
72
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
• ① Öffnen Sie durch einen Doppelklick die
Steuertafel im STARTER.
• ② Holen Sie sich die Steuerungshoheit für den
Umrichter.
• ③ Setzen Sie die "Freigaben"
• ④ Schalten Sie den Motor ein.
Damit beginnt der Umrichter mit der Identifizierung
der Motordaten. Diese Messung kann einige
Minuten dauern. Nach der Messung schaltet der
Umrichter den Motor aus.
• Geben Sie die Steuerungshoheit nach der
Motordatenidentifikation wieder zurück.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
73
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
4.5.4
Weitere Einstellungen vornehmen
Nach der Grundinbetriebnahme können Sie den Umrichter wie im Inbetriebnehmen
(Seite 53) beschrieben, an Ihre Anwendung anpassen.
STARTER bietet dazu zwei Möglichkeiten:
1. Sie ändern die Einstellungen über die Masken - unsere Empfehlung.
① Navigationsleiste: Wählen Sie für jede Umrichterfunktion die entsprechende Maske.
② Karteireiter: Schalten Sie zwischen Masken um.
Wenn Sie Einstellungen über Masken ändern, müssen Sie die Parameternummern nicht
kennen.
2. Sie ändern die Einstellungen über die Parameter in der Expertenliste.
Wenn Sie die Einstellungen über die Expertenliste ändern wollen, müssen Sie die
entsprechenden Parameternummern und ihre Bedeutung kennen.
Einstellungen netzausfallsicher speichern
Alle Änderungen, die Sie vornehmen werden temporär im Umrichter gesichert und gehen
beim nächsten Ausschalten der Spannungsversorgung verloren. Damit der Umrichter Ihre
(RAM
Änderungen permanent speichert, müssen Sie die Änderungen über den Button
nach ROM) sichern. Bevor Sie den Button drücken, müssen Sie den entsprechenden Antrieb
im Projektnavigator markieren.
Offline gehen
Nach der Datensicherung (RAM nach ROM) können Sie die Online-Verbindung beenden mit
"Vom Zielsystem trennen".
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74
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
4.5.5
Tracefunktion zur Optimierung des Antriebs
Beschreibung
Die Tracefunktion dient zur Umrichterdiagnose und hilft das Verhalten des Antriebs zu
optimieren. Sie starten die Funktion in der Navigationsleiste über
"...Control_Unit/Inbetriebnahme/Gerätetrace".
In zwei voneinander unabhängigen Einstellungen können Sie über je acht Signale
verschalten. Jedes Signal, das Sie verschalten ist standardmäßig aktiv.
Sie können eine Messung beliebig oft starten, die Ergebnisse werden unter dem Reiter
"Messungen" mit Datum und Uhrzeit temporär (bis Sie STARTER beenden) gespeichert.
Beim Beenden von STARTER oder im Reiter "Messungen" können Sie die Messergebnisse
im Format *.trc speichern.
Wenn Sie mehr als zwei Einstellungen für Ihre Messungen benötigen, können Sie die
einzelnen Traces entweder im Projekt speichern oder im Format *.clg exportieren und bei
Bedarf Laden oder importieren.
Aufzeichnung
Die Aufzeichnung erfolgt in einem CU-abhängigen Basistakt. Die maximale
Aufzeichnungsdauer ist abhängig von der Anzahl der aufgezeichneten Signale und vom
Tracetakt.
Sie können die Aufzeichnungsdauer verlängern, indem Sie den Tracetakt durch
multiplizieren mit einem ganzzahligen Faktor vergrößern und dann die angezeigte maximale
übernehmen. Alternativ können Sie auch die Messdauer vorgeben und
Dauer durch
den Tracetakt von STARTER berechnen lassen.
durch
Aufzeichnen einzelner Bits bei Bit-Parametern
Einzelne Bits eines Parameters (z. B. r0722) können Sie aufzeichnen, indem Sie über
"Bitspur" (
) das betreffende Bit zuordnen.
Mathematische Funktion
Über die mathematische Funktion (
) können Sie selber eine Kurve definieren, z. B. die
Differenz zwischen Drehzahlsollwert und Drehzahlistwert.
Hinweis
Wenn Sie die Möglichkeit "Aufzeichnen einzelner Bits" oder "Mathematische Funktionen"
nutzen, wird dies unter Signal-Nr. 9 angezeigt.
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75
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
Trigger
Für den Trace können Sie eine eigene Startbedingung (Trigger) vorgeben. Werksseitig
(Start Trace) drücken. Über den Button
startet der Trace, sobald Sie den Button
können Sie andere Trigger für den Beginn der Messung festlegen.
Über den Pretrigger stellen Sie die Zeit ein, für die Sie eine Aufzeichnung haben möchten,
bevor der Trigger gesetzt wird. Damit zeichnen Sie die Triggerbedingung selbst mit auf.
Beispiel Bitmuster als Trigger:
Sie müssen für den Trigger das Muster und den Wert eines Bitparameters festlegen. Gehen
Sie dazu wie folgt vor:
Wählen Sie über
"Trigger auf Variable - Bitmuster"
Wählen Sie über
den Bit-Parameter aus
Öffnen Sie über
einstellen
die Maske, in der Sie die Bits und ihre Werte für die Startbedingung
1
2
',
',
',
①
②
Anwählen der Bits für den Tracetrigger, obere Zeile Hex-Format, untere Zeile Binärformat
Werte der Bits für den Tracetrigger festlegen, obere Zeile Hex-Format, untere Zeile
Binärformat
Bild 4-5
Bitmuster
Im Beispiel startet der Trace, wenn DI0 und DI3 high und DI2 low sind. Der Zustand der
anderen Digitaleingänge ist für den Tracestart nicht relevant.
Außerdem können Sie eine Warnung oder Störung als Startbedingung einstellen.
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76
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.5 Inbetriebnahme mit STARTER
Anzeigeoptionen
In diesem Bereich legen Sie die Darstellungsart der Messergebnisse fest.
● Messwiederholung:
damit legen Sie Messungen die Sie zu verschiedenen Zeiten durchführen übereinander
● Kurven in Spuren anordnen
Damit legen Sie fest, ob alle Messwerte auf einer gemeinsamen Nulllinie dargestellt
werden oder ob jeder Messwert mit einer eigenen Nulllinie dargestellt wird.
● Messcursor ein:
damit können Sie Messintervalle detailliert betrachten
Bild 4-6
Trace-Dialogfenster
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77
Inbetriebnehmen
4.6 Datensicherung und Serieninbetriebnahme
4.6
Datensicherung und Serieninbetriebnahme
Externe Datensicherung
Nach der Inbetriebnahme sind Ihre Einstellungen netzausfallsicher im Umrichter gespeichert.
Zusätzlich empfehlen wir Ihnen, die Parametereinstellungen extern zu speichern, um für den
Fall eines Defekts den einfachen Austausch von Power Modul oder Control Unit zu
ermöglichen (siehe auch Übersicht zum Tausch von Umrichterkomponenten (Seite 281)).
Sie haben drei unterschiedliche Möglichkeiten zur externen Datensicherung (Upload):
1. Speicherkarte
2. PC/PG mit STARTER
3. Operator Panel
Serieninbetriebnahme
Eine Serieninbetriebnahme ist die Inbetriebnahme mehrerer identischer Antriebe in den
Schritten:
1. Inbetriebnahme des ersten Umrichters.
2. Upload der Parameter des ersten Umrichters auf einen externen Speicher
3. Download der Parameter vom externen Speicher auf einen zweiten oder weitere
Umrichter.
Hinweis
Die Control Unit, auf welche die Parameter übertragen werden, muss vom gleichen Typ
sein und den gleichen oder eine höhere Firmwareversion haben wie die Quell-Control
Unit (gleicher 'Typ' bedeutet gleiche MLFB).
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Abschnitten.
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Inbetriebnehmen
4.6 Datensicherung und Serieninbetriebnahme
4.6.1
Einstellungen sichern und übertragen mit Speicherkarte
Welche Speicherkarten empfehlen wir?
Die Speicherkarte ist ein herausnehmbarer Flash-Speicher, die ihnen folgende
Möglichkeiten bietet
● Parametereinstellungen automatisch oder manuell von der Karte in den Umrichter
schreiben (automatischer oder manueller Download)
● Parametereinstellungen automatisch oder manuell vom Umrichter auf die Karte schreiben
(automatischer oder manueller Upload)
Wir empfehlen Ihnen eine der Speicherkarten mit den folgenden Bestellnummern:
● MMC (Bestellnummer 6SL3254-0AM00-0AA0)
● SD (Bestellnummer 6ES7954-8LB00-0AA0)
Speicherkarten anderer Hersteller verwenden
Wenn Sie andere SD- oder MMC-Speicherkarten verwenden, müssen Sie die Speicherkarte
folgendermaßen formatieren:
● MMC: Format FAT 16
– Stecken Sie die Karte in einen Kartenleser ihres PC.
– Kommando zum Formatieren:
format x: /fs:fat (x: Laufwerkskennung der Speicherkarte auf Ihrem PC)
● SD: Format FAT 32
– Stecken Sie die Karte in einen Kartenleser ihres PC.
– Kommando zum Formatieren:
format x: /fs:fat32 (x: Laufwerkskennung der Speicherkarte auf Ihrem PC.)
VORSICHT
Der Einsatz von Speicherkarten anderer Hersteller geschieht auf eigenes Risiko.
Abhängig von Kartenhersteller werden nicht alle Funktionen unterstützt (z. B.
Download).
4.6.1.1
Einstellung auf Speicherkarte sichern
Wir empfehlen Ihnen, die Speicherkarte vor dem ersten Einschalten des Umrichters zu
stecken. Der Umrichter sorgt dann automatisch dafür, dass die aktuelle ParameterEinstellung immer sowohl im Umrichter als auch auf der Karte gespeichert ist.
Wie Sie die Parameter-Einstellung des Umrichters nachträglich auf der Speicherkarte
sichern, ist im Folgenden beschrieben.
Wenn Sie die Parameter-Einstellung vom Umrichter in eine Speicherkarte übertragen wollen
(Upload), stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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79
Inbetriebnehmen
4.6 Datensicherung und Serieninbetriebnahme
Automatischer Upload
Die Spannungsversorgung des Umrichters ist
ausgeschaltet.
6,1$0,&6
1. Stecken Sie eine leere Speicherkarte in den Umrichter.
2. Schalten Sie danach die Spannungsversorgung des
Umrichters wieder ein.
Nach dem Einschalten kopiert der Umrichter die geänderten
Parameter auf die Speicherkarte
6,1$0,&6
&8
30
6,1$0,&6
Einstellung auf leere
Speicherkarte übertragen
ACHTUNG
Wenn die Speicherkarte nicht leer ist, sondern bereits eine Parameter-Einstellung enthält,
übernimmt der Umrichter die Parameter-Einstellung von der Speicherkarte. Die alte
Einstellung im Umrichter wird gelöscht.
Manueller Upload
STARTER
6,1$0,&6
&8
30
6,1$0,&6
1. Die Spannungsversorgung des Umrichters ist
eingeschaltet.
2. Stecken Sie eine Speicherkarte in den Umrichter.
6,1$0,&6
Wenn Sie die Spannungsversorgung des Umrichters nicht
ausschalten wollen oder keine leere Speicherkarte zur
Verfügung haben, müssen Sie die Parameter-Einstellung
folgendermaßen auf die Speicherkarte übertragen:
BOP-2
•
Starten Sie die Datenübertragung mit
p0971 = 1.
•
•
Kontrollieren Sie den Wert des Parameters
p0971.
Wenn die Datenübertragung beendet ist, setzt
der Umrichter p0971 = 0.
•
Starten Sie die Datenübertragung im Menü
"EXTRAS" - "TO CRD".
Warten Sie, bis das BOP-2 den Abschluss der
Datenübertragung meldet.
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80
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Inbetriebnehmen
4.6 Datensicherung und Serieninbetriebnahme
4.6.1.2
Einstellung von Speicherkarte übertragen
Wenn Sie die Parameter-Einstellung von einer Speicherkarte in den Umrichter übertragen
wollen (Download), stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
Automatischer Download
6,1$0,&6
&8
30
6,1$0,&6
1. Stecken Sie die Speicherkarte in den Umrichter.
2. Schalten Sie danach die Spannungsversorgung des
Umrichters ein.
6,1$0,&6
Die Spannungsversorgung des Umrichters ist ausgeschaltet.
Wenn sich gültige Parameterdaten auf der Speicherkarte befinden, übernimmt der Umrichter
diese automatisch.
Manueller Download
6,1$0,&6
&8
30
6,1$0,&6
1. Die Spannungsversorgung des Umrichters ist eingeschaltet.
2. Stecken Sie die Speicherkarte in den Umrichter.
6,1$0,&6
Wenn Sie die Spannungsversorgung nicht ausschalten wollen,
müssen Sie die Parameter-Einstellung folgendermaßen in den
Umrichter übertragen:
STARTER
BOP-2
1. Gehen Sie mit dem STARTER online
1. Starten Sie die Datenübertragung im Menü
"EXTRAS" - "FROM CRD".
2. Setzen Sie in der Expertenliste p0804 = 1.
3. Kontrollieren Sie den Wert des Parameters
p0804.
Wenn die Datenübertragung beendet ist, wird
automatisch p0804 = 0 gesetzt.
2. Warten Sie, bis das BOP-2 den Abschluss der
Datenübertragung meldet.
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81
Inbetriebnehmen
4.6 Datensicherung und Serieninbetriebnahme
4.6.1.3
Speicherkarte sicher entfernen
VORSICHT
Das Ziehen der Speicherkarte bei eingeschaltetem Umrichter, ohne dies vorher über die
Funktion "Sicheres Entfernen" anzufordern und zu bestätigen, kann zur Zerstörung des
Dateisystems auf der Speicherkarte führen. Die Speicherkarte ist dann nicht mehr
funktionsfähig.
Vorgehensweise mit STARTER oder BOP-2:
1. Setzen Sie p9400 = 2.
2. Kontrollieren Sie den Wert des Parameters p9400:
Wenn die Speicherkarte gezogen werden darf, wird p9400 = 3 gesetzt.
3. Ziehen Sie die Speicherkarte.
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82
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Inbetriebnehmen
4.6 Datensicherung und Serieninbetriebnahme
4.6.2
Einstellungen sichern und übertragen mit STARTER
Einstellungen des Umrichters auf den PC/PG sichern (Upload)
1. Gehen Sie mit dem STARTER online:
.
2. Klicken Sie auf den Button "Projekt ins PG laden":
.
3. Klicken Sie zum Speichern der Daten im PG (Rechner) auf
.
Einstellungen vom PC/PG in den Umrichter übertragen (Download)
1. Gehen Sie mit dem STARTER online.
2. Klicken Sie auf den Button "Projekt ins Zielsystem laden":
.
3. Klicken Sie zum Speichern der Daten im Umrichter auf "RAM nach ROM kopieren"
4.6.3
.
Einstellungen sichern und übertragen mit einem Operator Panel
Sie starten den Download oder Upload im Menü "EXTRAS".
4.6.4
Weitere Möglichkeiten zum Sichern von Einstellungen
Sie können drei zusätzliche Einstelllungen der Parameter auf dafür reservierten
Speicherbereichen des Umrichters sichern. Weitere Informationen finden Sie im
Listenhandbuch unter den folgenden Parametern:
Parameter
Beschreibung
p0970
Antrieb Parameter zurücksetzen
Gesicherte Einstellung (Nummer 10, 11 oder 12) laden. Durch das Laden
überschreiben Sie Ihre aktuelle Parameter-Einstellung.
p0971
Parameter speichern
Einstellung sichern (10, 11 oder 12).
Sie können auf der Speicherkarte bis zu 99 zusätzliche Einstellungen der Parameter sichern.
Weitere Informationen finden Sie im Listenhandbuch unter den folgenden Parametern:
Parameter
Beschreibung
p0802
Datenübertragung Speicherkarte als Quelle/Ziel
p0803
Datenübertragung Gerätespeicher als Quelle/Ziel
p0804
Datenübertragung Start
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83
Inbetriebnehmen
4.6 Datensicherung und Serieninbetriebnahme
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84
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5
Klemmenleiste anpassen
5.1
Voraussetzungen
Bevor Sie die Ein- und Ausgänge des Umrichters anpassen, sollten Sie die
Grundinbetriebnahme abgeschlossen haben, siehe Kapitel Inbetriebnehmen (Seite 53) .
In der Grundinbetriebnahme wählen Sie eine Belegung der Schnittstellen des Umrichters
aus mehreren vordefinierten Konfigurationen, siehe Abschnitt Inbetriebnahme vorbereiten
(Seite 56).
Wenn keine der vordefinierten Konfigurationen vollständig zu Ihrer Anwendung passt,
müssen Sie die Belegung einzelner Ein- und Ausgänge anpassen. Das tun Sie, indem Sie
die interne Verschaltung eines Ein- oder Ausgangs mit der BICO-Technik (Seite 16) ändern.
p0730
BI: pxxxx
',
',
',
',
',
',
$,
$,
$,
$,
$,
*1'
$,
*1'
Bild 5-1
BO: ryyxx.n
r0722.0
r0722.1
r0722.2
r0722.3
r0722.4
r0722.5
,
8
p0731
p0732
8
'212
'2&20
'21&
'212
'2&20
p0756[0]
CI: pyyyy
r0755[0]
,
'21&
'212
'2&20
p0756[1]
r0755[1]
,
7(03
p0776[0]
p0756[2]
p0771[0]
r0755[2]
7(03
$2
*1'
CO: rxxyy
p0776[1]
p0756[3]
p0771[1]
r0755[3]
$2
*1'
Interne Verschaltung der Ein- und Ausgänge
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85
Klemmenleiste anpassen
5.2 Digitaleingänge
5.2
Digitaleingänge
Klemmen der Digitaleingänge
Funktion des Digitaleingangs ändern
Verschalten Sie den Status-Parameter des Digitaleingangs mit
einem Binektor-Eingang Ihrer Wahl.
BI: pxxxx
',
',
',
',
',
',
r0722.0
r0722.1
r0722.2
r0722.3
r0722.4
r0722.5
Tabelle 5- 1
Binektor-Eingänge sind in der Parameterliste des Listenhandbuchs
mit "BI" gekennzeichnet.
Binektor-Eingänge (BI) des Umrichters (Auswahl)
BI
Bedeutung
BI
Bedeutung
p0810
Befehlsdatensatz-Anwahl CDS Bit 0
p1036 Motorpotenziometer Sollwert tiefer
p0840
ON/OFF1
p1055 Tippen Bit 0
p0844
AUS2
p1056 Tippen Bit 1
p0848
AUS3
p1113 Sollwert Invertierung
p0852
Betrieb freigeben
p1201 Fangen Freigabe Signalquelle
p0855
Haltebremse unbedingt öffnen
p2103 1. Quittieren Störungen
p0856
Drehzahlregler freigeben
p2106 Externe Störung 1
p0858
Haltebremse unbedingt schließen
p2112 Externe Warnung 1
p1020
Drehzahlfestsollwert-Auswahl Bit 0
p2200 Technologieregler Freigabe
p1021
Drehzahlfestsollwert-Auswahl Bit 1
p3330 Zwei-/Dreidraht-Steuerung
Steuerbefehl 1
p1022
Drehzahlfestsollwert-Auswahl Bit 2
p3331 Zwei-/Dreidraht-Steuerung
Steuerbefehl 2
p1023
Drehzahlfestsollwert-Auswahl Bit 3
p3332 Zwei-/Dreidraht-Steuerung
Steuerbefehl 3
p1035
Motorpotenziometer Sollwert höher
Die vollständige Liste der Binektor-Eingänge finden Sie im Listenhandbuch.
Tabelle 5- 2
Beispiele:
',
r0722.1
p2103
722.1
',
r0722.2
p0840
722.2
Fehler mit Digitaleingang 1 quittieren
Motor mit Digitaleingang 2 einschalten
212))
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Klemmenleiste anpassen
5.2 Digitaleingänge
Erweiterte Einstellungen
Über den Parameter p0724 können Sie das Signal des Digitaleingangs entprellen.
Weitere Informationen finden Sie in der Parameterliste und in den Funktionsplänen 2220 f
des Listenhandbuchs.
Analogeingänge als Digitaleingänge
Sie können die Analogeingänge bei Bedarf als zusätzliche Digitaleingänge nutzen.
Klemmen der zusätzlichen Digitaleingänge
$,
$,
$,
$,
',
',
BI: pxxxx
r0722.11
r0722.12
Funktion des Digitaleingangs ändern
Wenn Sie einen Analogeingang als Digitaleingang
nutzen, verschalten Sie den Status-Parameter des
Digitaleingangs mit einem Binektor-Eingang Ihrer
Wahl.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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87
Klemmenleiste anpassen
5.3 Digitalausgänge
5.3
Digitalausgänge
Klemmen der Digitalausgänge
p0730
'21&
'212
'2&20
BO: ryyxx.n
p0731
Funktion des Digitalausgangs ändern
Verschalten Sie den Digitalausgang mit einem BinektorAusgang Ihrer Wahl.
Binektor-Ausgänge sind in der Parameterliste des
Listenhandbuchs mit "BO" gekennzeichnet.
'212
'2&20
p0732
'21&
'212
'2&20
Tabelle 5- 3
Binektor-Ausgänge des Umrichters (Auswahl)
0
Digitalausgang deaktivieren
r0052.9
PZD-Steuerung
r0052.0
Antrieb bereit
r0052.10
f_ist >= p1082 (f_max)
r0052.1
Antrieb betriebsbereit
r0052.11
Warnung: Motorstrom-/
Drehmomentbegrenzung
r0052.2
Antrieb läuft
r0052.12
Bremse aktiv
r0052.3
Antriebsstörung aktiv
r0052.13
Motorüberlastung
r0052.4
OFF2 aktiv
r0052.14
Motor Rechtslauf
r0052.5
OFF3 aktiv
r0052.15
Umrichterüberlastung
r0052.6
Einschaltsperre aktiv
r0053.0
Gleichstrombremsung aktiv
r0052.7
Antriebswarnung aktiv
r0053.2
f_ist > p1080 (f_min)
r0052.8
Soll-/Istwert-Abweichung
r0053.6
f_ist ≥ Sollwert (f_soll)
Die vollständige Liste der Binektor-Ausgänge finden Sie im Listenhandbuch.
Tabelle 5- 4
r0052.3
Beispiel:
p0731
52.3
Störung über Digitalausgang 1 melden.
'2
Erweiterte Einstellungen
Sie können das Signal des Digitalausgangs mit dem Parameter p0748 invertieren.
Weitere Informationen finden Sie in der Parameterliste und in den Funktionsplänen 2230 f
des Listenhandbuchs.
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Klemmenleiste anpassen
5.4 Analogeingänge
5.4
Analogeingänge
Klemmen der Analogeingänge
$,
$,
$,
$,
$,
*1'
$,
*1'
,
8
Funktion des Analogeingangs ändern
p0756[0]
CI: pyyyy
r0755[0]
,
8
p0756[1]
r0755[1]
,
7(03
p0756[2]
r0755[2]
7(03
1. Legen Sie den Typ des Analogeingangs mit
dem Parameter p0756 und dem Schalter auf
dem Umrichter fest (z. B.
Spannungseingang -10 V … 10 V oder
Stromeingang 4 mA … 20 mA).
2. Verschalten Sie den Parameter p0755 mit
einem Konnektor-Eingang Ihrer Wahl (z. B.
als Drehzahlsollwert).
Konnektor-Eingänge sind in der
Parameterliste des Listenhandbuchs mit "CI"
gekennzeichnet.
p0756[3]
r0755[3]
Typ des Analogeingangs festlegen
Der Umrichter bietet eine Reihe von Voreinstellungen, die Sie mit dem Parameter p0756
auswählen:
AI 0
Unipolarer Spannungseingang
Unipolarer Spannungseingang überwacht:
Unipolarer Stromeingang
Unipolarer Stromeingang überwacht
Bipolarer Spannungseingang (Werkseinstellung)
0 V … +10 V
+2 V … +10 V
0 mA … +20 mA
+4 mA … +20 mA
-10 V … +10 V
p0756[0] =
0
1
2
3
4
AI 1
Unipolarer Spannungseingang
Unipolarer Spannungseingang überwacht:
Unipolarer Stromeingang
Unipolarer Stromeingang überwacht
Bipolarer Spannungseingang (Werkseinstellung)
0 V … +10 V
+2 V … +10 V
0 mA … +20 mA
+4 mA … +20 mA
-10 V … +10 V
p0756[1] =
0
1
2
3
4
AI 2
Unipolarer Stromeingang (Werkseinstellung)
Unipolarer Stromeingang überwacht
Temperatursensor Ni1000
Temperatursensor PT1000
Kein Sensor angeschlossen
0 mA … +20 mA
+4 mA … +20 mA
p0756[2] =
2
3
6
7
8
AI 3
Temperatursensor Ni1000
Temperatursensor PT1000
Kein Sensor angeschlossen (Werkseinstellung)
p0756[3] =
6
7
8
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89
Klemmenleiste anpassen
5.4 Analogeingänge
Zusätzlich müssen Sie den zum Analogeingang gehörenden
Schalter einstellen. Sie finden
,
8
• die DIP-Schalter für AI0 und AI1 (Strom / Spannung) auf der
Control Unit hinter der unteren Fronttüre.
$,
• den DIP-Schalter für AI2, (Temperatur / Strom), auf der Control
Unit hinter der oberen Fronttüre
7HPS,
$,
$,
Wenn Sie den Typ des Analogeingangs mit p0756 ändern, wählt der Umrichter selbständig
die passende Normierung des Analogeingangs. Die lineare Normierungskennlinie ist durch
zwei Punkte (p0757, p0758) und (p0759, p0760) festgelegt. Die Parameter p0757 … p0760
sind über ihren Index einem Analogeingang zugeordnet, z. B. gehören die Parameter
p0757[0] … p0760[0] zum Analogeingang 0.
S 6SDQQXQJVHLQJDQJ99
S 6WURPHLQJDQJP$P$
\ S
\ S
[ S
[ S
[ P$
S
[ 9
S
\ S
\ S
Bild 5-2
Beispiele für Normierungskennlinien
Tabelle 5- 5
Parameter für Normierungskennlinie und Drahtbruchüberwachung
Parameter
Beschreibung
p0757
x-Koordinate des 1. Kennlinienpunktes [V oder mA]
p0758
y-Koordinate des 1. Kennlinienpunktes [% von p200x]
p200x sind die Parameter der Bezugsgrößen, z. B. ist p2000 die Bezugsdrehzahl
p0759
x-Koordinate des 2. Kennlinienpunktes [V oder mA]
p0760
y-Koordinate des 2. Kennlinienpunktes [% von p200x]
p0761
Ansprechschwelle der Drahtbruchüberwachung
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
90
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Klemmenleiste anpassen
5.4 Analogeingänge
Wenn keiner der voreingestellten Typen zu Ihrer Anwendung passt, müssen Sie Ihre eigene
Kennlinie festlegen.
Beispiel
Der Umrichter soll über den Analogeingang 0 ein Signal 6 mA … 12 mA in den Wertebereich
-100 % … 100 % umwandeln. Beim Unterschreiten von 6 mA soll die
Drahtbruchüberwachung des Umrichters ansprechen.
Parameter
Beschreibung
p0756[0] = 3
Analogeingänge Typ
Analogeingang 0 als Stromeingang mit
Drahtbruchüberwachung festlegen.
DIP-Schalter für AI 0
auf Stromeingang
("I") einstellen:
,
8
Nach der Änderung von p0756 auf den Wert 3 setzt der Umrichter die Parameter der
Normierungskennlinie auf folgende Werte:
p0757[0] = 4,0; p0758[0] = 0,0; p0759[0] = 20; p0760[0] = 100
Passen Sie die Kennlinie an:
p0761[0] = 6,0
Analogeingänge Drahtbruchüberwachung
Ansprechschwelle
p0757[0] = 6,0
Analogeingänge Kennlinie (x1, y1)
p0758[0] = -100,0
6 mA entspricht -100 %
p0759[0] = 12,0
Analogeingänge Kennlinie (x2, y2)
p0760[0] = 100,0
12 mA entspricht 100 %
6WURPHLQJDQJP$P$
\ S
[ S
[ P$
S
\ S
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
91
Klemmenleiste anpassen
5.4 Analogeingänge
Bedeutung des Analogeingangs festlegen
Sie legen die Funktion des Analogeingangs fest, indem Sie einen Konnektor-Eingang Ihrer
Wahl mit dem Parameter p0755 verschalten. Der Parameter p0755 ist über seinen Index
dem jeweiligen Analogeingang zugeordnet, z. B. gilt der Parameter p0755[0] für den
Analogeingang 0.
Tabelle 5- 6
Konnektor-Eingänge (CI) des Umrichters (Auswahl)
CI
Bedeutung
CI
Bedeutung
p1070
Hauptsollwert
p1522 Drehmomentgrenze oben
p1075
Zusatzsollwert
p2253 Technologieregler Sollwert 1
p1503
Drehmomentsollwert
p2264 Technologieregler Istwert
p1511
Zusatzdrehmoment 1
Die vollständige Liste der Konnektor-Eingänge finden Sie im Listenhandbuch.
Tabelle 5- 7
$,
Beispiel:
r0755
p2253
755.0
Der Analogeingang 0 ist die Quelle für den Drehzahlsollwert.
Erweiterte Einstellungen
Bei Bedarf können Sie das Signal, das Sie über einen Analogeingang einlesen, mit dem
Parameter p0753 glätten.
Weitere Informationen finden Sie in der Parameterliste und in den Funktionsplänen 9566 ff
des Listenhandbuchs.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
92
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Klemmenleiste anpassen
5.5 Analogausgänge
5.5
Analogausgänge
Klemmen der Analogausgänge
Funktion des Analogausgangs ändern
p0776[0]
p0771[0]
$2
*1'
CO: rxxyy
p0776[1]
p0771[1]
$2
*1'
1. Legen Sie den Typ des Analogausgangs mit
dem Parameter p0776 fest (z. B.
Spannungsausgang -10 V … 10 V oder
Stromausgang 4 mA … 20 mA).
2. Verschalten Sie den Parameter p0771 mit
einem Konnektor-Ausgang Ihrer Wahl (z. B.
der aktuellen Drehzahl).
Konnektor-Ausgänge sind in der
Parameterliste des Listenhandbuchs mit "CO"
gekennzeichnet.
Typ des Analogausgangs festlegen
Der Umrichter bietet eine Reihe von Voreinstellungen, die Sie mit dem Parameter p0776
auswählen:
AO 0
Stromausgang (Werkseinstellung)
Spannungsausgang
Stromausgang
0 mA … +20 mA
0 V … +10 V
+4 mA … +20 mA
p0776[0] =
0
1
2
AO 1
Stromausgang (Werkseinstellung)
Spannungsausgang
Stromausgang
0 mA … +20 mA
0 V … +10 V
+4 mA … +20 mA
p0776[1] =
0
1
2
Wenn Sie den Typ des Analogausgangs ändern, wählt der Umrichter selbständig die
passende Normierung des Analogausgangs. Die lineare Normierungskennlinie ist durch zwei
Punkte (p0777, p0778) und (p0779, p0780) festgelegt.
S 6SDQQXQJVDXVJDQJ99
9
\ S
\ S
Bild 5-3
S 6WURPDXVJDQJP$P$
P$
\ S
\ S
[ S
[ S
[ S
[ S
Beispiele für Normierungskennlinien
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
93
Klemmenleiste anpassen
5.5 Analogausgänge
Die Parameter p0777 … p0780 sind über ihren Index einem Analogausgang zugeordnet,
z. B. gehören die Parameter p0777[0] … p0770[0] zum Analogausgang 0.
Tabelle 5- 8
Parameter für die Normierungskennlinie
Parameter
Beschreibung
p0777
x-Koordinate des 1. Kennlinienpunktes [% von P200x]
P200x sind die Parameter der Bezugsgrößen, z. B. ist P2000 die Bezugsdrehzahl.
p0778
y-Koordinate des 1. Kennlinienpunktes [V oder mA]
p0779
x-Koordinate des 2. Kennlinienpunktes [% von P200x]
p0780
y-Koordinate des 2. Kennlinienpunktes [V oder mA]
Wenn keiner der voreingestellten Typen zu Ihrer Anwendung passt, müssen Sie Ihre eigene
Kennlinie festlegen.
Beispiel:
Der Umrichter soll über den Analogausgang 0 ein Signal im Wertebereich -100 % … 100 %
in ein Ausgangssignal 6 mA … 12 mA wandeln.
Parameter
Beschreibung
p0776[0] = 2
Analogausgang Typ
Analogausgang 0 als Stromausgang festlegen.
Nach der Änderung von p0776 auf den Wert 2 setzt der Umrichter die Parameter der
Normierungskennlinie auf folgende Werte:
p0777[0] = 0,0; p0778[0] = 4,0; p0779[0] = 100,0; p0780[0] = 20,0
Passen Sie die Kennlinie an:
p0777[0] = 0,0
Analogausgang Kennlinie (x1, y1)
p0778[0] = 6,0
0,0 % entspricht 6 mA
p0779[0] = 100,0
Analogausgang Kennlinie (x2, y2)
p0780[0] = 12,0
100 % entspricht 12 mA
6WURPDXVJDQJP$P$
P$
\ S
\ S
[ S
[ S
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94
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Klemmenleiste anpassen
5.5 Analogausgänge
Funktion des Analogausgangs festlegen
Sie legen die Funktion des Analogausgangs fest, indem Sie den Parameter p0771 mit einem
Konnektor-Ausgang Ihrer Wahl verschalten. Der Parameter p0771 ist über seinen Index dem
jeweiligen Analogeingang zugeordnet, z. B. gilt der Parameter p0771[0] für den
Analogausgang 0.
Tabelle 5- 9
CO
Konnektor-Ausgänge (CO) des Umrichters (Auswahl)
Bedeutung
CO
Bedeutung
r0021
Istfrequenz
r0026
Istwert Zwischenkreisspannung
r0024
Ausgangs-Istfrequenz
r0027
Ausgangsstrom
r0025
Ausgangs-Istspannung
Die vollständige Liste der Konnektor-Ausgänge finden Sie im Listenhandbuch.
Tabelle 5- 10 Beispiel:
|i|
r0027
p0771
27
$2
Ausgangsstrom des Umrichters über den Analogausgang 0
ausgeben.
Weitere Informationen finden Sie in der Parameterliste und in den Funktionsplänen 9572 f
des Listenhandbuchs.
Erweiterte Einstellungen
Sie können das Signal, das Sie über einen Analogausgang ausgeben, folgendermaßen
manipulieren:
● Betragsbildung des Signals (p0775)
● Signal invertieren (p0782)
Weitere Informationen finden Sie in der Parameterliste des Listenhandbuchs.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
95
Klemmenleiste anpassen
5.5 Analogausgänge
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
96
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
6
Feldbus konfigurieren
Bevor Sie den Umrichter an den Feldbus anbinden, sollten Sie Grundinbetriebnahme
abgeschlossen haben, siehe Kapitel Inbetriebnehmen (Seite 53)
Feldbus-Schnittstellen der Control Units
Die Control Units werden in unterschiedlichen Varianten zur Kommunikation mit
überlagerten Steuerungen mit den nachfolgend aufgeführten Feldbusschnittstellen
angeboten:
Feldbus
Profil
Control Unit
Schnittstelle
PROFIBUS DP
(Seite 98)
PROFIdrive
PROFIsafe
CU230P-2 DP
SUB-D-Buchse
USS (Seite 119)
Modbus RTU
(Seite 133)
-
CU230P-2 HVAC
CU230P-2 HVAC
RS485-Stecker
RS485-Stecker
BACnet MS/TP
(Seite 143)
-
CU230P-2 HVAC
RS485-Stecker
CANopen
(Seite 152)
-
CU230P-2 CAN
SUB-D-Stecker
Datenaustausch über den Feldbus
Analoge Signale
Der Umrichter normiert Signale, die über den Feldbus übertragen werden, immer auf den
Wert von 4000 hex. Die Bedeutung dieses Zahlenwertes hängt davon ab, welche Kategorie
das Signal hat, das Sie übertragen.
Kategorie des Signals
4000 hex entspricht dem Wert der folgenden Parameter
Drehzahlen, Frequenzen
Spannung
Strom
Drehmoment
Leistung
Winkel
Temperatur
Beschleunigung
p2000
p2001
p2002
p2003
p2004
p2005
p2006
p2007
Steuer- und Statusworte
Steuer- und Statusworte bestehen immer aus zwei Bytes. Je nach Steuerungstyp werden
die beiden Bytes unterschiedlich als höher- oder niederwertig interpretiert. Ein Beispiel für
die Übertragung von Steuer- und Statuswort mit einer SIMATIC-Steuerung finden Sie im
Kapitel STEP 7-Programmbeispiel zur zyklischen Kommunikation (Seite 328).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
97
Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
6.1
Kommunikation über PROFIBUS
Zulässige Leitungslängen, Verlegung und Schirmung der PROFIBUS-Leitung
Informationen hierzu finden Sie im Internet
(http://www.automation.siemens.com/net/html_00/support/printkatalog.htm).
Empfohlene PROFIBUS-Stecker
Für den Anschluss der PROFIBUS-Leitung empfehlen wir Ihnen Stecker mit den folgenden
Bestellnummern:
● 6GK1500-0FC00
● 6GK1500-0EA02
Beide Stecker passen bezüglich des Winkels der abgehenden Leitung zu allen Umrichtern
des SINAMICS G120.
Hinweis
Kommunikation mit der Steuerung, auch wenn die Netzspannung am Power Module
abgeschaltet ist
Wenn die Kommunikation mit der Steuerung auch dann aufrecht erhalten bleiben soll, wenn
die Netzspannung abgeschaltet ist, müssen Sie die Control Unit über die Klemmen 31 und
32 mit DC 24 V versorgen.
6.1.1
Kommunikation zur Steuerung konfigurieren
Die GSD ist eine Beschreibungsdatei für einen PROFIBUS-Slave. Sie müssen die GSD des
Umrichters in den PROFIBUS-Master, d. h. in Ihre Steuerung, importieren, um die
Kommunikation zwischen Steuerung und Umrichter zu konfigurieren.
Sie haben zwei Möglichkeiten, um die GSD Ihres Umrichters zu erhalten:
1. Sie finden die GSD der SINAMICS Umrichter im Internet
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/22339653/133100).
2. Die GSD ist im Umrichter gespeichert. Wenn Sie eine Speicherkarte in den Umrichter
stecken und p0804 = 12 setzen, wird die GSD auf die Speicherkarte geschrieben. Über
die Speicherkarte können Sie anschließend die GSD auf Ihr PG/Ihren PC übertragen.
Im Abschnitt Applikationsbeispiele (Seite 323) finden Sie ein Beispiel, wie Sie den Umrichter
mit seiner GSD über PROFIBUS an eine SIMATIC-Steuerung anbinden.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
98
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Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
6.1.2
Adresse einstellen
Sie können die PROFIBUS-Adresse des Umrichters entweder über DIP-Schalter auf der
Control Unit oder über den Parameter p0918 festlegen.
Gültige PROFIBUS-Adressen:
1 … 125
Ungültige PROFIBUS-Adressen:
0, 126, 127
Wenn Sie über DIP-Schalter eine gültige Adresse vorgegeben haben, ist immer diese
Adresse wirksam und p0918 lässt sich nicht ändern.
Wenn Sie alle DIP-Schalter auf "OFF" (0) oder "ON" (1) einstellen, legt p0918 die Adresse
fest.
Position und Einstellung der DIP-Schalter sind beschrieben im Abschnitt: Schnittstellen,
Stecker, Schalter, Steuerklemmen und LEDs der CU (Seite 46).
VORSICHT
Eine geänderte Bus-Adresse wird erst nach Aus- und Wiedereinschalten des Umrichters
wirksam.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
99
Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
6.1.3
Grundeinstellungen für die Kommunikation
Tabelle 6- 1
Die wichtigsten Parameter
Parameter
Beschreibung
p0015
Makro Antriebsgerät
Auswählen der I/O-Konfiguration über PROFIBUS DP (z. B. p0015 = 7)
p0922
PROFIdrive Telegrammauswahl (Werkseinstellung bei Umrichtern mit PROFIBUSSchnittstelle: Standard Telegramm 1, PZD-2/2)
Einstellung des Sende- und Empfangstelegramms, siehe Zyklische Kommunikation
(Seite 101)
1:
20:
350:
352
353:
354:
999:
Standard Telegramm 1, PZD-2/2
Standard Telegramm 20, PZD-2/6
SIEMENS Telegramm 350, PZD-4/4
SIEMENS Telegramm 352, PZD-6/6
SIEMENS Telegramm 353, PZD-2/2, PKW-4/4
SIEMENS Telegramm 354, PZD-6/6, PKW-4/4
Freie Telegrammprojektierung mit BICO
Mit dem Parameter p0922 verschalten Sie automatisch die entsprechenden Signale des
Umrichters auf das Telegramm.
Diese BICO-Verschaltung lässt sich nur ändern, wenn Sie p0922 = 999 setzen. In diesem
Fall wählen Sie mit p2079 Ihr gewünschtes Telegramm und passen anschließend die BICOVerschaltung der Signale an.
Tabelle 6- 2
Erweiterte Einstellungen
Parameter
Beschreibung
p2079
PROFIdrive PZD Telegrammauswahl erweitert
Im Unterschied zu p0922 kann mit p2079 ein Telegramm eingestellt und nachträglich
erweitert werden.
Bei p0922 < 999 gilt: p2079 hat den gleichen Wert und ist gesperrt. Alle im Telegramm
enthaltenen Verschaltungen und Erweiterungen sind gesperrt.
Bei p0922 = 999 gilt: p2079 kann frei eingestellt werden. Wird auch p2079 = 999
eingestellt, so sind alle Verschaltungen einstellbar.
Bei p0922 = 999 und p2079 < 999 gilt: Die im Telegramm enthaltenen Verschaltungen
sind gesperrt. Das Telegramm kann jedoch erweitert werden.
Weitere Informationen finden Sie im Listenhandbuch.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
100
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Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
6.1.4
Zyklische Kommunikation
Das PROFIdrive Profil definiert verschiedene Telegrammtypen. Telegramme enthalten die
Daten der zyklischen Kommunikation in festgelegter Bedeutung und Reihenfolge. Der
Umrichter verfügt über die Telegrammtypen gemäß der folgenden Tabelle.
Tabelle 6- 3
Telegrammtypen des Umrichters
Telegrammtyp (p0922)
Prozessdaten (PZD) - Steuer- und Zustandswörter, Sollwerte und Istwerte
Telegramm 1
Drehzahlregelung
PZD 2/2
PZD01
STW1
ZSW1
PZD02
HSW
HIW
PZD03
PZD04
PZD05
PZD06
PZD
07
STW1
NSOLL_A
⇐ Der Umrichter empfängt diese Daten von der Steuerung
ZSW1
NIST_A
⇒ Der Umrichter sendet diese Daten zur Steuerung
Telegramm 20
Drehzahlregelung, VIK/NAMUR
PZD 2/6
STW1
NSOLL_A
ZSW1
NIST_A_
GLATT
Telegramm 350
Drehzahlregelung
PZD 4/4
STW1
ZSW1
Telegramm 352
Drehzahlregelung, PCS7
PZD 6/6
STW1
NSOLL_A
ZSW1
NIST_A_
GLATT
Telegramm 353
Drehzahlregelung,
PKW 4/4 und PZD 2/2
STW1
NSOLL_A
ZSW1
NIST_A_
GLATT
Telegramm 354
Drehzahlregelung,
PKW 4/4 und PZD 6/6
STW1
NSOLL_A
ZSW1
NIST_A_
GLATT
Telegramm 999
Freie Verschaltung über BICO
PZD n/m (n,m = 1 … 8)
STW1
Telegrammlänge bei Empfang ist konfigurierbar bis max. 8 Wörter
ZSW1
Telegrammlänge bei Senden ist konfigurierbar bis max. 8 Wörter
IAIST_
GLATT
MIST_
GLATT
NSOLL_A
M_LIM
STW3
NIST_A_
GLATT
IAIST_
GLATT
ZSW3
PIST_
GLATT
PZD
08
MELD_
NAMUR
PCS7 Prozessdaten
IAIST_
GLATT
MIST_
GLATT
WARN_
CODE
FAULT_
CODE
PCS7 Prozessdaten
IAIST_
GLATT
MIST_
GLATT
WARN_
CODE
FAULT_
CODE
Tabelle 6- 4
Erläuterung der Abkürzungen
Abkürzung
Bedeutung
Abkürzung
Bedeutung
STW1/2
Steuerwort 1/2
PIST_GLATT
Aktuelle Wirkleistung
ZSW1/2
Zustandswort 1/2
MELD_NAMUR
Störungswort nach VIK-NAMURDefinition
NSOLL_A
Drehzahlsollwert
M_LIM
Drehmomentgrenzwert
NIST_A_GLATT
Geglätteter Drehzahlistwert
FAULT_CODE
Störnummer
IAIST_GLATT
Geglätteter Stromistwert
WARN_CODE
Warnnummer
MIST_GLATT
Aktuelles Drehmoment
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Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Tabelle 6- 5
Telegrammstatus im Umrichter
Prozessdatum
Steuerung ⇒ Umrichter
Umrichter ⇒ Steuerung
Status des
empfangegen Wortes
Bit 0…15 im
empfangenen Wort
Festlegung des zu
sendenden Wortes
Status des gesendeten
Wortes
PZD01
r2050[0]
r2090.0 … r2090.15
p2051[0]
r2053[0]
PZD02
r2050[1]
r2091.0 … r2091.15
p2051[1]
r2053[1]
PZD03
r2050[2]
r2092.0 … r2092.15
p2051[2]
r2053[2]
PZD04
r2050[3]
r2093.0 … r2093.15
p2051[3]
r2053[3]
PZD05
r2050[4]
-
p2051[4]
r2053[4]
PZD06
r2050[5]
-
p2051[5]
r2053[5]
PZD07
r2050[6]
-
p2051[6]
r2053[6]
PZD08
r2050[7]
-
p2051[7]
r2053[7]
Telegramm wählen
Das Kommunikationstelegramm wählen Sie über die Parameter p0922 und p2079. Dabei
gelten folgende Abhängigkeiten:
● P0922 < 999:
Bei p0922 < 999 setzt der Umrichter p2079 auf den gleichen Wert wie p0922.
Bei dieser Einstellung legt der Umrichter die Länge und den Inhalt des Telegramms fest.
Änderungen im Telegramm lässt der Umrichter nicht zu.
● p0922 = 999, p2079 < 999:
Bei p0922 = 999 wählen Sie über p2079 ein Telegramm aus.
Auch bei dieser Einstellung legt der Umrichter die Länge und den Inhalt des Telegramms
fest. Änderungen im Telegramminhalt lässt der Umrichter nicht zu. Sie können das
Telegramm aber erweitern.
● p0922 = p2079 = 999:
Bei p0922 = p2079 = 999 geben Sie die Länge und den Inhalt des Telegramms vor.
Bei dieser Einstellung legen Sie die Telegrammlänge über die zentrale PROFIdriveProjektierung im Master fest. Den Telegramminhalt definieren Sie über
Signalverschaltungen der BICO-Technik. Über p2038 legen Sie die Belegung des
Steuerworts nach SINAMICS- oder VIK/NAMUR fest.
Details über die Verschaltung der Befehls- und Sollwertquellen abhängig vom angewählten
Protokoll finden Sie im Listenhandbuch in den Funktionsplänen 2420 bis 2472.
6.1.4.1
Steuer- und Zustandswort 1
Die Steuer- und Zustandswörter erfüllen die Spezifikationen für das PROFIdrive-Profil,
Version 4.1 für die Betriebsart "Drehzahlregelung".
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
102
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Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Steuerwort 1 (STW1)
Steuerwort 1 (Bit 0 … 10 gemäß PROFIdrive-Profil und VIK/NAMUR, Bit 11 … 15
umrichterspezifisch).
Tabelle 6- 6
Bit Wert
Steuerwort 1 und Verschaltung mit Parametern im Umrichter
Bedeutung
Telegramm
20
0
Anmerkungen
P-Nr.
Motor bremst mit der Rücklaufzeit p1121, bei Stillstand
(f < fmin) wird der Motor ausgeschaltet.
Mit positiver Flanke geht der Umrichter in den Zustand
"Betriebsbereit", mit zusätzlich Bit 3 = 1 schaltet der
Umrichter den Motor ein.
p0840[0] =
r2090.0
Motor sofort ausschalten, Motor trudelt aus.
--Schnelles Anhalten: Motor bremst mit der OFF3Rücklaufzeit p1135 bis zum Stillstand.
--Motor sofort ausschalten (Impulse löschen).
Motor einschalten (Impulsfreigabe möglich).
Hochlaufgeber-Ausgang wird auf 0 gesetzt
(schnellstmöglicher Bremsvorgang).
Hochlaufgeber-Freigabe möglich
p0844[0] =
r2090.1
Alle anderen
Telegramme
0
OFF1
1
ON
0
1
0
OFF2
Kein OFF2
Schnellstopp (OFF3)
1
0
1
0
Kein Schnellstopp (OFF3)
Betrieb sperren
Betrieb freigeben
HLG sperren
1
Betriebsbedingung
5
0
1
HLG stoppen
HLG freigeben
Der Ausgang des Hochlaufgebers wird "eingefroren".
p1141[0] =
r2090.5
6
0
1
Sollwert sperren
Sollwert freigeben
Motor bremst mit der Rücklaufzeit p1121.
Motor beschleunigt mit der Hochlaufzeit p1120 auf den
Sollwert.
p1142[0] =
r2090.6
7
1
Störungen quittieren
Störung wird mit einer positiven Flanke quittiert. Falls
der ON-Befehl noch ansteht, geht der Umrichter in den
Zustand "Einschaltsperre".
p2103[0] =
r2090.7
1
2
3
4
p0848[0] =
r2090.2
p0852[0] =
r2090.3
p1140[0] =
r2090.4
8
9
10 0
1
Nicht verwendet
Nicht verwendet
Keine Führung durch PLC
Führung durch PLC
Prozessdaten ungültig, "Lebenszeichen" erwartet.
Steuerung über Feldbus, Prozessdaten gültig.
p0854[0] =
r2090.10
11 1
---1)
Sollwert wird im Umrichter invertiert.
p1113[0] =
r2090.11
12
13 1
Nicht verwendet
---1)
MOP höher
Der im Motorpotenziometer gespeicherte Sollwert wird
erhöht.
p1035[0] =
r2090.13
14 1
---1)
MOP tiefer
Der im Motorpotenziometer gespeicherte Sollwert wird
verringert.
p1036[0] =
r2090.14
15 1
CDS Bit 0
Nicht verwendet
Umschalten zwischen Einstellungen für unterschiedliche p0810 =
Bedienungsschnittstellen (Befehlsdatensätze).
r2090.15
1)
Richtungsumkehr
Wenn Sie von einem anderen Telegramm auf das Telegramm 20 umschalten, bleibt die Belegung des vorherigen
Telegramms erhalten.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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103
Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Zustandswort 1 (ZSW1)
Zustandswort 1 (Bits 0 bis 10 gemäß PROFIdrive-Profil und VIK/NAMUR, Bits 11 … 15
spezifisch für SINAMICS G120).
Tabelle 6- 7
Zustandswort 1 und Verschaltung mit Parametern im Umrichter
Bit Wert Bedeutung
Telegramm 20
Anmerkungen
P-Nr.
Alle anderen
Telegramme
0
1
Einschaltbereit
Stromversorgung ist eingeschaltet, Elektronik ist
initialisiert, Impulse sind gesperrt.
p2080[0] =
r0899.0
1
1
Betriebsbereit
Motor ist eingeschaltet (ON1-Befehl steht an),
keine Störung ist aktiv, Motor kann anlaufen sobald
der Befehl "Betrieb freigeben" gegeben wird. Siehe
Steuerwort 1, Bit 0.
p2080[1] =
r0899.1
2
1
Betrieb freigegeben
Motor folgt Sollwert. Siehe Steuerwort 1, Bit 3.
p2080[2] =
r0899.2
3
1
Störung wirksam
Im Umrichter liegt eine Störung vor.
p2080[3] =
r2139.3
4
1
OFF2 inaktiv
Zum Stillstand austrudeln nicht aktiviert (kein
OFF2)
p2080[4] =
r0899.4
5
1
OFF3 inaktiv
Kein Schnellhalt aktiv
p2080[5] =
r0899.5
6
1
Einschaltsperre aktiv
Der Motor wird erst nach einem erneuten ON1Befehl wieder eingeschaltet
p2080[6] =
r0899.6
7
1
Warnung wirksam
Motor bleibt eingeschaltet; keine Quittierung
notwendig; siehe r2110.
p2080[7] =
r2139.7
8
1
Drehzahlabweichung innerhalb des
Toleranzbereichs
Sollwert-Istwert-Abweichung innerhalb des
Toleranzbereichs.
p2080[8] =
r2197.7
9
1
Führung gefordert
Das Automatisierungssystem wird aufgefordert, die
Steuerung zu übernehmen.
p2080[9] =
r0899.9
10 1
Vergleichsdrehzahl erreicht oder
überschritten
Drehzahl ist größer oder gleich der entsprechenden p2080[10] =
Maximaldrehzahl.
r2199.1
11 0
I- , M- oder P-Grenze erreicht
Vergleichswert für Strom, Drehmoment oder
Leistung ist erreicht oder überschritten.
p2080[11] =
r1407.7
12 1
---1)
Signal zum Öffnen und Schließen einer
Motorhaltebremse.
p2080[12] =
r0899.12
13 0
Warnung Übertemperatur Motor
--
p2080[13] =
r2135.14
14 1
Motor dreht vorwärts
Umrichter-interner Istwert > 0.
Motor dreht rückwärts
Umrichter-interner Istwert < 0.
p2080[14] =
r2197.3
0
15 1
1)
Anzeige CDS
Haltebremse offen
Keine Warnung
thermische Überlast
Leistungsteil
p2080[15] =
r0836.0 /
r2135.15
Wenn Sie von einem anderen Telegramm auf das Telegramm 20 umschalten, bleibt die Belegung des vorherigen
Telegramms erhalten.
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6.1 Kommunikation über PROFIBUS
6.1.4.2
Steuer- und Zustandswort 3
Die Steuer- und Zustandswörter erfüllen die Spezifikationen für das PROFIdrive-Profil,
Version 4.1 für die Betriebsart "Drehzahlregelung".
Steuerwort 3 (STW3)
Das Steuerwort 3 ist standardmäßig wie folgt vorbelegt. Sie können die Belegung mit BICOTechnik ändern.
Tabelle 6- 8
Steuerwort 3 und Verschaltung mit Parametern im Umrichter
Bit Wert Bedeutung
Anmerkungen
BICO-Verschaltung 1)
Auswahl von bis zu 16 unterschiedlichen
Festsollwerten.
p1020[0] = r2093.0
Telegramm 350
0
1
Festsollwert Bit 0
1
1
Festsollwert Bit 1
2
1
Festsollwert Bit 2
p1021[0] = r2093.1
p1022[0] = r2093.2
3
1
Festsollwert Bit 3
4
1
DDS Anwahl Bit 0
p1023[0] = r2093.3
5
1
DDS Anwahl Bit 1
6
–
Nicht verwendet
7
–
Nicht verwendet
8
1
Technologieregler Freigabe
--
p2200[0] = r2093.8
9
1
Gleichstrombremsung Freigabe
--
p1230[0] = r2093.9
Umschalten zwischen Einstellungen für
unterschiedliche Motoren
(Antriebsdatensätze).
p0820 = r2093.4
p0821 = r2093.5
10 –
Nicht verwendet
11 1
1 = Statik Freigabe
Statik des Drehzahlreglers freigeben oder
sperren.
p1492[0] = r2093.11
12 1
Drehmomentregelung aktiv
Umschalten der Regelungsart bei
Vektorregelung.
p1501[0] = r2093.12
Drehzahl-Regelung aktiv
Keine externe Störung
--
p2106[0] = r2093.13
Umschalten zwischen Einstellungen für
unterschiedliche Bedienungsschnittstellen
(Befehlsdatensätze).
p0811[0] = r2093.15
0
13 1
0
Externe Störung ist aktiv (F07860)
14 –
Nicht verwendet
15 1
CDS Bit 1
1)
Wenn Sie vom Telegramm 350 auf ein anderes umschalten, setzt der Umrichter alle Verschaltungen p1020, … auf "0".
Ausnahme: p2106 = 1.
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6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Zustandswort 3 (ZSW3)
Zustandswort 3 hat die folgende Standard-Belegung. Sie können die Belegung mit BICOTechnik ändern.
Tabelle 6- 9
Zustandswort 3 und Verschaltung mit Parametern im Umrichter
Bit Wert Bedeutung
Beschreibung
P-Nr.
p2051[3] =
r0053
0
1
Gleichstrombremsung aktiv
--
1
1
|n_ist| > p1226
Betrag der aktuellen Drehzahl >
Stillstandserkennung
2
1
|n_ist| > p1080
Betrag der aktuellen Drehzahl > Minimaldrehzahl
3
1
i_ist ≧ p2170
Aktueller Strom ≥ Stromschwellwert
4
1
|n_ist| > p2155
Betrag der aktuellen Drehzahl >
Drehzahlschwellwert 2
5
1
|n_ist| ≦ p2155
Betrag der aktuellen Drehzahl <
Drehzahlschwellwert 2
6
1
|n_ist| ≧ r1119
Drehzahlsollwert erreicht
7
1
Zwischenkreisspannung ≦ p2172
Aktuelle Zwischenkreisspannung ≦ Schwellwert
8
1
Zwischenkreisspannung > p2172
Aktuelle Zwischenkreisspannung > Schwellwert
9
1
Hoch- oder Rücklauf beendet
Hochlaufgeber ist nicht aktiv
10 1
Technologieregler-Ausgang an unterer
Grenze
Ausgang Technologieregler ≦ p2292
11 1
Technologieregler-Ausgang an oberer
Grenze
Ausgang Technologieregler > p2291
12
Nicht verwendet
13
Nicht verwendet
14
Nicht verwendet
15
Nicht verwendet
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6.1 Kommunikation über PROFIBUS
6.1.4.3
Datenstruktur des Parameterkanals
Parameterkanal
Über den Parameterkanal können Sie Parameterwerte schreiben und lesen, um damit z. B.
Prozessdaten zu überwachen. Der Parameterkanal umfasst immer 4 Worte.
3.(
:RUW
$EN¾U]XQJHQ
3DUDPHWHUNDQDO
3:(
,1'
XQG
:RUW
:RUW
Bild 6-1
3.(3DUDPHWHUNHQQXQJ
,1',QGH[
3:(3DUDPHWHUZHUW
Struktur des Parameterkanals
Parameterkennung (PKE), 1. Wort
Die Parameterkennung (PKE) enthält 16 Bit.
3DUDPHWHUNDQDO
3.(
:RUW
,1'
:RUW
3:(
XQG
:RUW
630
$.
318
Bild 6-2
PKE - 1. Wort im Parameterkanal
● Die Bits 12 … 15 (AK) enthalten die Anforderungs- oder die Antwortkennung
● Bit 11 (SPM) ist reserviert und immer = 0
● Die Bits 0 bis 10 (PNU) enthalten die Parameternummer 1 … 1999. Für
Parameternummern ≥ 2000 muss ein Offset addiert werden, der im 2. Wort des
Parameterkanals (IND) definiert ist
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6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Die Bedeutung der Anforderungskennung für Anforderungstelegramme (Steuerung →
Umrichter) wird in folgender Tabelle beschrieben.
Tabelle 6- 10 Anforderungskennung (Steuerung → Umrichter)
Beschreibung
Anforderungskennung
Antwortkennung
positiv
negativ
0
keine Anforderung
0
7/8
1
Anforderung Parameterwert
1/2
↑
2
Änderung Parameterwert (Wort)
1
|
3
Änderung Parameterwert (Doppelwort)
2
|
4
Anforderung beschreibendes Element 1)
3
|
6
Anforderung Parameterwert (Feld)
4/5
|
7
Änderung Parameterwert (Feld, Wort) 1)
4
|
8
Änderung Parameterwert (Feld, Doppelwort)
5
|
9
Anforderung Anzahl der Feldelemente
6
|
11
Änderung Parameterwert (Feld, Doppelwort) und Speichern im
EEPROM 2)
5
|
12
Änderung Parameterwert (Feld, Wort) und Speichern im EEPROM 2) 4
|
13
Änderung Parameterwert (Doppelwort) und Speichern im EEPROM
2
↓
14
Änderung Parameterwert (Wort) und Speichern im EEPROM
1
7/8
1)
1)
1) Das gewünschte Element der Parameterbeschreibung ist in IND (2. Wort) spezifiziert.
2) Das gewünschte Element des indizierten Parameters ist in IND (2. Wort) spezifiziert.
Die Bedeutung der Antwortkennung für Antworttelegramme (Umrichter → Steuerung) wird in
folgender Tabelle beschrieben. Die Anforderungskennung bestimmt, welche
Antwortkennungen möglich sind.
Tabelle 6- 11 Antwortkennung (Umrichter → Steuerung)
Antwortkennung
Beschreibung
0
keine Antwort
1
Übertrage Parameterwert (Wort)
2
Übertrage Parameterwert (Doppelwort)
3
Übertrage beschreibendes Element 1)
4
Übertrage Parameterwert (Feld, Wort) 2)
5
Übertrage Parameterwert (Feld, Doppelwort) 2)
6
Übertrage Anzahl der Feldelemente
7
Anforderung kann nicht bearbeitet werden, Aufgabe kann nicht ausgeführt
werden (mit Fehlernummer)
8
Kein Mastersteuerungs-Status / keine Berechtigung zur Parameteränderung
der Parameterkanal-Schnittstelle
1) Das gewünschte Element der Parameterbeschreibung ist in IND (2. Wort) spezifiziert.
2) Das gewünschte Element des indizierten Parameters ist in IND (2. Wort) spezifiziert.
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6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Ist die Antwortkennung 7 (Anforderung kann nicht bearbeitet werden), dann wird eine der in
der folgenden Tabelle aufgelisteten Fehlernummern im Parameterwert 2 (PWE2)
gespeichert.
Tabelle 6- 12 Fehlernummern für die Antwort "Anforderung kann nicht bearbeitet werden"
Nr.
Beschreibung
Anmerkungen
0
Unzulässige Parameternummer (PNU)
Parameter ist nicht vorhanden
1
Parameterwert kann nicht geändert werden
Der Parameter kann nur gelesen werden
2
Minimum/Maximum nicht erreicht oder
überschritten
–
3
Falscher Subindex
–
4
Kein Feld
Ein einzelner Parameter wurde mit einer
Feldanforderung angesprochen und
Subindex > 0
5
Falscher Parametertyp / falscher Datentyp
Verwechslung von Wort und Doppelwort
6
Setzen nicht zulässig (nur Rücksetzen)
–
7
Beschreibendes Element kann nicht
geändert werden
Beschreibung kann nie geändert werden
11
Nicht im Zustand "Master-Steuerung"
Änderungsanforderung ohne Zustand
"Master-Steuerung" (siehe P0927)
12
Schlüsselwort fehlt
–
17
Anforderung kann aufgrund des
Betriebszustands nicht bearbeitet werden
Der gegenwärtige UmrichterBetriebszustand ist nicht kompatibel mit der
empfangenen Anforderung.
20
Wert unzulässig
Änderungszugriff mit Wert, der zwar
innerhalb der Wertgrenzen liegt, aber aus
anderen dauerhaften Gründen unzulässig
ist (Parameter mit definierten Einzelwerten)
101
Parameternummer derzeit deaktiviert
Abhängig vom Betriebszustand des
Umrichters
102
Kanalbreite nicht ausreichend
Kommunikationskanal zu klein für Antwort
104
Unzulässiger Parameterwert
Der Parameter lässt nur bestimmte Werte
zu.
106
Anforderung nicht enthalten / Aufgabe wird
nicht unterstützt.
Nach Anforderungskennung 5, 10, 15
107
Kein Schreibzugriff bei freigegebenem
Regler
Der Betriebszustand des Umrichters
verhindert eine Parameteränderung
200/201
Geändertes Minimum/Maximum nicht
erreicht oder überschritten
Das Maximum oder Minimum kann im
Betrieb weiter begrenzt werden.
204
Die verfügbare Zugriffsberechtigung deckt
keine Parameteränderungen ab.
–
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Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Parameter-Index (IND)
3DUDPHWHUNDQDO
3.(
:RUW
3:(
XQG
:RUW
,1'
:RUW
6XELQGH[,1'
Bild 6-3
6HLWHQLQGH[
Aufbau des Parameter-Index (IND)
● Bei indizierten Parametern wählen Sie den Index des Parameters aus, indem Sie in
einem Auftrag den entsprechenden Wert zwischen 0 und 254 in den Subindex übergeben
● Der Seitenindex dient zur Umschaltung der Parameternummer. Mit diesem Byte addieren
Sie einen Offset auf die Parameternummer, die im 1. Wort (PKE) des Parameterkanals
übertragen wird
Seitenindex: Offset der Parameternummer
Die Parameternummern sind mehreren Parameterbereichen zugeordnet. Die folgende
Tabelle zeigt, welchen Wert Sie an den Seitenindex übergeben müssen, um eine bestimmte
Parameternummer zu erreichen.
Tabelle 6- 13 Einstellung des Seitenindex abhängig vom Parameterbereich
Parameterbereich
Hex-Wert
Seitenindex
Bit 7
Bit 6
Bit 5
Bit 4
Bit 3
Bit 2
Bit 1
Bit 0
0000 … 1999
0
0
0
0
0
0
0
0
0x00
2000 … 3999
1
0
0
0
0
0
0
0
0x80
6000 … 7999
1
0
0
1
0
0
0
0
0x90
8000 … 9999
0
0
1
0
0
0
0
0
0x20
10000 … 11999
1
0
1
0
0
0
0
0
0xA0
20000 … 21999
0
1
0
1
0
0
0
0
0x50
30000 … 31999
1
1
1
1
0
0
0
0
0xF0
Parameterwert (PWE)
Der Parameterwert (PWE) wird als Doppelwort (32 Bit) übertragen. Pro Telegramm kann nur
ein Parameterwert übertragen werden.
Ein 32-Bit-Parameterwert umfasst PWE1 (H-Wort, 3. Wort) und PWE2 (L-Wort, 4. Wort).
Ein 16-Bit-Parameterwert wird in PWE2 (L-Wort, 4. Wort) übertragen. PWE1 (H-Wort, 3.
Wort) muss in diesem Fall auf 0 gesetzt werden.
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6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Beispiel zur Leseanforderung des Parameters P7841[2]
Um den Wert des indizierten Parameters P7841 zu erhalten, müssen Sie das Telegramm
des Parameterkanals mit folgenden Daten füllen:
● Anforderung Parameterwert (Feld): Bit 15 … 12 im Wort PKE:
Anforderungskennung = 6
● Parameternummer ohne Offset: Bit 10 … 0 im Wort PKE:
Da sie nur Parameternummern von 1 … 1999 im PKE kodieren können, müssen Sie
einen möglichst großen, durch 2000 teilbaren Offset von der Parameternummer abziehen
und das Ergebnis dieser Rechnung an das Wort PKE übergeben.
Für dieses Beispiel bedeutet das: 7841 - 6000 = 1841
● Kodierung des Offsets der Parameternummer im Byte Seitenindex des Wortes IND:
für dieses Beispiel: Offset = 6000 entspricht einem Wert 0x90 des Seitenindex
● Index des Parameters im Byte Subindex des Wortes IND:
für dieses Beispiel: Index = 2
● Da Sie den Parameterwert lesen wollen, sind die Worte 3 und 4 im Parameterkanal für
die Anforderung des Parameterwertes belanglos und z. B. mit dem Wert 0 zu belegen.
Tabelle 6- 14 Anforderung zum Lesen des Parameters P7841[2]
PKE (1. Wort)
AK
0x6
0
IND (2. Wort)
PWE (3. und 4. Wort)
PNU (10 Bit)
Subindex
(H-Byte)
Seitenindex
(L-Byte)
PWE1
(H-Wort)
PWE2
(L-Wort)
0x731 (dezimal: 1841)
0x02
0x90
0x0000
0x0000
Regeln für die Bearbeitung von Anforderungen und Antworten
● Sie können pro gesendetem Telegramm nur einen Parameter anfordern
● Jedes empfangene Telegramm enthält nur eine Antwort
● Die Anforderung muss solange wiederholt werden, bis die passende Antwort empfangen
wurde
● Die Antwort wird anhand der folgenden Kennungen einer Anforderung zugeordnet:
– Passende Antwortkennung
– Passende Parameternummer
– Passender Parameter-Index IND, falls erforderlich
– Passender Parameterwert PWE, falls notwendig
● Die vollständige Anforderung muss in einem Telegramm gesendet werden.
Anforderungstelegramme können nicht aufgeteilt werden. Das gleiche gilt für Antworten
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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6.1 Kommunikation über PROFIBUS
6.1.4.4
Querverkehr
Mit dem "Querverkehr", auch "Slave-Slave-Kommunikation" oder "Data Exchange
Broadcast" genannt, ist ein schneller Datenaustausch zwischen den Umrichtern (Slaves)
ohne direkte Beteiligung des Masters möglich, zum Beispiel um den Istwert eines Umrichters
als Sollwert für andere Umrichter vorzugeben.
Für den Querverkehr müssen Sie in der Steuerung festlegen, welche Umrichter als Publisher
(Sender) oder Subscriber (Empfänger) arbeiten und welche Daten bzw. Datenbereiche
(Abgriffe) für den Querverkehr Sie nutzen. In den Umrichtern, die als Subscriber arbeiten,
müssen Sie festlegen, wie die im Querverkehr übertragenen Daten verarbeitet werden. Im
Umrichter können Sie über den Parameter r2077 die PROFIBUS-Adressen der Umrichter
auslesen, für die die Funktion Querverkehr projektiert ist.
● Publisher Slave, der die Daten für den Querverkehr sendet.
● Subscriber Slave, der die Daten aus dem Querverkehr vom Publisher erhält.
● Links und Abgriffe definieren die Daten, die für den Querverkehr genutzt werden.
Bei der Funktion Querverkehr müssen Sie folgende Einschränkungen beachten:
● pro Antrieb sind maximal 8 PZD zulässig
● Zu einem Publisher sind maximal 4 Links möglich
Ein Beispiel, wie Sie den Querverkehr zwischen zwei Umrichtern in STEP 7 konfigurieren,
finden Sie im Abschnitt: Querverkehr in STEP 7 konfigurieren (Seite 334).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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6.1 Kommunikation über PROFIBUS
6.1.5
Azyklische Kommunikation
Ab der Leistungsstufe DP-V1 bietet die PROFIBUS-Kommunikation neben der zyklischen
Kommunikation zusätzlich auch einen azyklischen Datenverkehr. Über den azyklischen
Datenverkehr können Sie den Umrichter parametrieren und diagnostizieren. Die
Übertragung der azyklischen Daten erfolgt parallel zum zyklischen Datenverkehr, allerdings
mit niedrigerer Priorität.
Der Umrichter unterstützt die folgenden Arten des Datenverkehrs:
● Parameter lesen und schreiben über "Datensatz 47" (bis zu 240 Byte pro Schreib- oder
Leseauftrag)
● Auslesen profilspezifischer Parameter
● Datenaustausch mit einem SIMATIC HMI (Mensch-Maschine-Schnittstelle)
Ein STEP-7-Programmbeispiel für die azyklische Datenübertragung finden Sie im Abschnitt
STEP 7 Programmbeispiel zur azyklischen Kommunikation (Seite 330).
6.1.5.1
Parameter lesen und ändern über Datensatz 47
Parameterwerte lesen
Tabelle 6- 15 Auftrag zum Lesen von Parametern
Datenblock
Byte n
Byte n + 1
n
Header
Referenz 01 hex ... FF hex
01 hex: Leseauftrag
0
01 hex
Anzahl der Parameter (m) 01 hex ... 27 hex
2
Attribut
Anzahl der Indizes
4
Adresse Parameter 1
10 hex: Wert des Parameters
20 hex: Beschreibung des Parameters
00 hex ... EA hex
(Bei Parametern ohne Index: 00 hex)
Parameternummer 0001 hex ... FFFF hex
6
Nummer des 1. Index 0000 hex ... FFFF hex
(Bei Parametern ohne Index: 0000 hex)
8
…
…
Adresse Parameter 2
…
…
…
…
…
Adresse Parameter m
…
…
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Tabelle 6- 16 Antwort des Umrichters auf einen Leseauftrag
Datenblock
Byte n
Byte n + 1
n
Header
Referenz (identisch zu Leseauftrag)
01 hex: Umrichter hat Leseauftrag ausgeführt.
81 hex: Umrichter konnte Leseauftrag nicht
vollständig ausführen.
0
01 hex
Anzahl der Parameter (m)
(identisch zu Leseauftrag)
2
Format
02 hex: Integer8
03 hex: Integer16
04 hex: Integer32
05 hex: Unsigned8
06 hex: Unsigned16
07 hex: Unsigned32
08 hex: FloatingPoint
10 hex OctetString
13 hex TimeDifference
41 hex: Byte
42 hex: Word
43 hex: Double word
44 hex: Error
Anzahl der Indexwerte oder - bei negativer
Antwort - Anzahl der Fehlerwerte
4
Werte Parameter 1
Wert des 1. Index oder - bei negativer Antwort - Fehlerwert 1
Die Fehlerwerte finden Sie in der Tabelle am Ende dieses Abschnitts.
6
…
…
Werte Parameter 2
…
…
…
Werte Parameter m
…
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
114
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Parameterwerte ändern
Tabelle 6- 17 Auftrag zum Ändern von Parametern
Datenblock
Byte n
Byte n + 1
n
Header
Referenz 01 hex ... FF hex
02 hex: Änderungsauftrag
0
01 hex
Anzahl der Parameter (m) 01 hex ... 27 hex
2
Anzahl der Indizes
4
Adresse Parameter 1
10 hex: Wert des Parameters
00 hex ... EA hex
(00 hex und 01 hex sind gleichbedeutend)
Parameternummer 0001 hex ... FFFF hex
6
Nummer des 1. Index 0001 hex ... FFFF hex
8
…
…
Adresse Parameter 2
…
…
…
Adresse Parameter m
…
Werte Parameter 1
Format
02 hex: Integer 8
03 hex: Integer 16
04 hex: Integer 32
05 hex: Unsigned 8
06 hex: Unsigned 16
07 hex: Unsigned 32
08 hex: Floating Point
10 hex Octet String
13 hex Time Difference
41 hex: Byte
42 hex: Word
43 hex: Double word
…
Anzahl der Indexwerte
00 hex ... EA hex
Wert des 1. Index
…
Werte Parameter 2
…
…
…
Werte Parameter m
…
Tabelle 6- 18 Antwort, wenn der Umrichter den Änderungsauftrag ausgeführt hat
Datenblock
Byte n
Byte n + 1
n
Header
Referenz (identisch zu Änderungsauftrag)
02 hex
0
01 hex
Anzahl Parameter (identisch zu
Änderungsauftrag)
2
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
115
Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Tabelle 6- 19 Antwort, wenn der Umrichter den Änderungsauftrag nicht vollständig ausführen konnte
Datenblock
Byte n
Byte n + 1
n
Header
Referenz (identisch zu Änderungsauftrag)
82 hex
0
01 hex
Anzahl Parameter (identisch zu
Änderungsauftrag)
2
Werte Parameter 1
Format
Anzahl Fehlerwerte
40 hex: Zero (Änderungsauftrag für diesen 00 hex, 01 hex oder 02 hex
Datenblock ausgeführt)
44 hex: Error (Änderungsauftrag für diesen
Datenblock nicht ausgeführt)
4
Nur bei "Error" - Fehlerwert 1
Die Fehlerwerte finden Sie in der Tabelle am Ende dieses Abschnitts.
6
Nur wenn "Anzahl Fehlerwerte" = 02 hex: Fehlerwert 2
Vom Fehlerwert 1 hängt es ab, ob der Umrichter den Fehlerwert 2 sendet und was er
bedeutet.
8
Werte Parameter 2
...
...
…
Werte Parameter m
...
…
Diagnose
Tabelle 6- 20 Fehlerwert in Parameterantwort
Fehlerwert 1
Bedeutung
00 hex
Unzulässige Parameternummer (Zugriff auf nicht vorhandenen Parameter)
01 hex
Parameterwert nicht änderbar (Änderungsauftrag für einen nicht änderbaren Parameterwert. Weitere Diagnose
im Fehlerwert 2)
02 hex
Untere oder obere Wertgrenze überschritten (Änderungsauftrag mit Wert außerhalb der Wertgrenzen. Weitere
Diagnose im Fehlerwert 2)
03 hex
Fehlerhafter Subindex (Zugriff auf nicht vorhandenen Subindex. Weitere Diagnose im Fehlerwert 2)
04 hex
Kein Array (Zugriff mit Subindex auf nichtindizierten Parameter)
05 hex
Falscher Datentyp (Änderungsauftrag mit Wert, der nicht zum Datentyp des Parameters passt)
06 hex
Kein Setzen erlaubt, sondern nur Zurücksetzen (Änderungsauftrag mit Wert ungleich 0 ohne Erlaubnis. Weitere
Diagnose im Fehlerwert 2)
07 hex
Beschreibungselement nicht änderbar (Änderungsauftrag auf nicht änderbares Beschreibungselement. Weitere
Diagnose im Fehlerwert 2)
09 hex
Beschreibungsdaten nicht vorhanden (Zugriff auf nicht vorhandene Beschreibung, Parameterwert ist
vorhanden)
0B hex
Keine Bedienhoheit (Änderungsauftrag bei fehlender Bedienhoheit)
0F hex
Kein Textarray vorhanden (Parameterwert ist zwar vorhanden, aber der Zugriff erfolgte auf nicht vorhandenes
Textarray)
11 hex
Auftrag wegen Betriebszustand nicht ausführbar (Zugriff ist aus nicht näher spezifizierten temporären Gründen
nicht möglich)
14 hex
Wert unzulässig (Änderungsauftrag mit Wert, der zwar innerhalb der Grenzen liegt, aber aus anderen
dauerhaften Gründen unzulässig ist, d. h. ein Parameter mit definierten Einzelwerten. Weitere Diagnose im
Fehlerwert 2)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
116
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.1 Kommunikation über PROFIBUS
Fehlerwert 1
Bedeutung
15 hex
Antwort zu lang (Die Länge der aktuellen Antwort überschreitet die maximal übertragbare Länge)
16 hex
Parameteradresse unzulässig (Unzulässiger oder nicht unterstützter Wert für Attribut, Anzahl Elemente,
17 hex
Format unzulässig (Änderungsauftrag für unzulässiges oder nicht unterstütztes Format)
18 hex
Anzahl Werte nicht konsistent (Anzahl der Werte der Parameterdaten stimmen nicht mit der Anzahl der
Elemente in der Parameteradresse überein)
19 hex
Antriebsobjekt existiert nicht (Zugriff auf ein Antriebsobjekt, das nicht existiert)
6B hex
Kein Änderungszugriff bei freigegebenem Regler.
6C hex
Unbekannte Einheit.
6E hex
Änderungsauftrag ist nur in Motor-Inbetriebnahme möglich (p0010 = 3).
6F hex
Änderungsauftrag ist nur in Leistungsteil-Inbetriebnahme möglich (p0010 = 2).
70 hex
Änderungsauftrag ist nur in Schnellinbetriebnahme (Grundinbetriebnahme) möglich (p0010 = 1).
71 hex
Änderungsauftrag ist nur möglich, wenn der Umrichter betriebsbereit ist (p0010 = 0).
72 hex
Änderungsauftrag ist nur bei Parameter-Reset (Rücksetzen auf Werkseinstellung) möglich (p0010 = 30).
73 hex
Änderungsauftrag ist nur bei Safety-Integrated-Inbetriebnahme möglich (p0010 = 95).
74 hex
Änderungsauftrag ist nur bei Inbetriebnahme der Technologischen Applikation/Einheiten möglich (p0010 = 5).
75 hex
Änderungsauftrag ist nur in einem Inbetriebnahmezustand möglich (p0010 ≠ 0).
76 hex
Änderungsauftrag ist aus internen Gründen nicht möglich (p0010 = 29).
77 hex
Änderungsauftrag ist im Download nicht möglich.
81 hex
Änderungsauftrag ist im Download nicht möglich.
82 hex
Übernahme der Steuerungshoheit ist über BI: p0806 gesperrt.
83 hex
Gewünschte BICO-Verschaltung ist unmöglich (BICO-Ausgang liefert nicht Float-Wert, der BICO–Eingang
benötigt aber Float)
84 hex
Umrichter akzeptiert keinen Änderungsauftrag (Umrichter ist mit internen Berechnungen beschäftigt,
siehe r3996)
85 hex
Keine Zugriffsmethode definiert.
C8 hex
Änderungsauftrag unterhalb aktuell gültiger Grenze (Änderungsauftrag auf einen Wert, der zwar innerhalb der
"absoluten" Grenzen liegt, der aber unterhalb der aktuell gültigen unteren Grenze liegt)
C9 hex
Änderungsauftrag oberhalb aktuell gültiger Grenze (Änderungsauftrag auf einen Wert, der zwar innerhalb der
"absoluten" Grenzen liegt, der aber oberhalb der aktuell gültigen oberen Grenze liegt, z. B. vorgegeben durch
die vorliegende Umrichterleistung)
CC hex
Änderungsauftrag nicht erlaubt (Ändern nicht erlaubt, da Zugriffsschlüssel nicht vorhanden)
Parameternummer oder Subindex oder eine Kombination davon)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
117
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
6.2
Kommunikation über RS485
6.2.1
Umrichter über die RS485-Schnittstelle in ein Bus-System integrieren
Anbindung an ein Netzwerk über RS485
Verbinden Sie den Umrichter über die RS485-Schnittstelle mit Ihrem Feldbus. Position und
Belegung der RS485-Schnittstelle finden Sie im Abschnitt Schnittstellen, Stecker, Schalter,
Steuerklemmen und LEDs der CU (Seite 46). Die Anschlüsse dieses Steckers sind
kurzschlussfest und potenzialfrei.
566ODYH
56
0DVWHU
%XVDEVFKOXVV
ZLGHUVWDQG
566ODYH
/HW]WHU566ODYH
8PULFKWHU
8PULFKWHU
8PULFKWHUQ
2))
2))
21
6FKLUP
Bild 6-4
Kommunikations-Netzwerk über RS485
Für den ersten und den letzten Teilnehmer müssen Sie den Busabschlusswiderstand
zuschalten. Die Position des Busabschlusswiderstands finden Sie im Abschnitt
Schnittstellen, Stecker, Schalter, Steuerklemmen und LEDs der CU (Seite 46).
Sie können einen oder mehrere Slaves aus dem Bus herausnehmen (Busstecker ziehen),
ohne dass die Kommunikation für die anderen Teilnehmer unterbrochen wird, jedoch nicht
den ersten oder letzten.
ACHTUNG
Während des Bus-Betriebs müssen der erste und der letzte Bus-Teilnehmer ständig mit
Spannung versorgt sein.
Hinweis
Kommunikation mit der Steuerung, auch wenn die Netzspannung am Power Module
abgeschaltet ist
Wenn die Kommunikation mit der Steuerung auch dann aufrecht erhalten bleiben soll, wenn
die Netzspannung abgeschaltet ist, müssen Sie die Control Unit über die Klemmen 31 und
32 mit DC 24 V versorgen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
118
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
6.2.2
Kommunikation über USS
Bei Verwendung des USS-Protokolls (Protokoll der universellen seriellen Schnittstelle) kann
der Anwender eine serielle Datenverbindung zwischen einem übergeordneten MasterSystem und mehreren Slave-Systemen (RS485-Schnittstelle) einrichten. Master-Systeme
können z. B. speicherprogrammierbare Steuerungen (z. B. SIMATIC S7-200) oder PCs sein.
Die Umrichter sind immer Slaves am Bussystem.
Die Kommunikation mit USS läuft über die RS485-Schnittstelle mit maximal 31 Slaves.
Die maximale Leitungslänge beträgt 1200 m (3300 ft)
Informationen zum Anschließen des Umrichters an den USS-Feldbus finden Sie im
Abschnitt: Umrichter über die RS485-Schnittstelle in ein Bus-System integrieren (Seite 118).
6.2.2.1
Adresse einstellen
Sie können die USS-Adresse des Umrichters entweder über DIP-Schalter auf der Control
Unit oder über den Parameter p2021 festlegen.
Gültige USS-Adressen:
1 … 30
Ungültige USS-Adressen:
0, 31 … 127
Wenn Sie über DIP-Schalter eine gültige Adresse vorgegeben haben, ist immer diese
Adresse wirksam und p2021 lässt sich nicht ändern.
Wenn Sie alle DIP-Schalter auf "OFF" (0) oder "ON" (1) einstellen, legt p2021 die Adresse
fest.
Position und Einstellung der DIP-Schalter sind im Abschnitt Schnittstellen, Stecker, Schalter,
Steuerklemmen und LEDs der CU (Seite 46) beschrieben.
VORSICHT
Eine geänderte Bus-Adresse wird erst nach Aus- und Wiedereinschalten des Umrichters
wirksam.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
119
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
6.2.2.2
Grundeinstellungen für die Kommunikation
Parameter
Beschreibung
P0015 = 21
Makro Antriebsgerät
Auswählen der I/O-Konfiguration
p2020
Wert Baudrate
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
p2022
2400
4800
9600
19200
38400
57600
76800
93750
115200
187500
Feldbus-SS USS PZD Anzahl
Einstellung der Anzahl der 16-Bit-Wörter im PZD-Teil des USS-Telegramms
p2023
Feldbus-SS USS PKW Anzahl
Einstellung der Anzahl der 16-Bit-Wörter im PKW-Teil des USS-Telegramms:
Wert PKW-Anzahl
0
3
4
127
p2040
PKW 0 Worte
PKW 3 Worte
PKW 4 Worte
PKW variabel
Feldbus SS Überwachungszeit [ms]
Einstellung der Überwachungszeit für die Überwachung der empfangenen
Prozessdaten über Feldbus. Wenn innerhalb dieser Zeit keine Prozessdaten
empfangen werden, wird eine entsprechende Meldung ausgegeben
Weitere Informationen zu den Parametern finden Sie auf den folgenden Seiten.
6.2.2.3
Struktur eines USS-Telegramms
Ein USS-Telegramm besteht aus einer Folge von Zeichen, die in einer festgelegten
Reihenfolge gesendet werden. Jedes Zeichen innerhalb des Telegramms besteht aus 11
Bits. Das folgende Bild zeigt die Reihenfolge der Zeichen eines USS-Telegramms.
Kopfinformation
STX
LGE
ADR
6WDUWYHU]¸JHUXQJ
%LW
6WDUW
Bild 6-5
Schlussinformation
n Nutzdaten
1.
2.
:::
n
BCC
8665DKPHQ
%LW'DWHQ
%LW %LW
3HYHQ VWRS
Struktur eines USS-Telegramms
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
120
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Beschreibung
Es können sowohl Telegramme mit variabler als auch mit fester Länge benutzt werden. Dies
kann mit Hilfe der Parameter p2022 und p2023 ausgewählt werden, um innerhalb der
Nutzdaten die Länge des PZD und des PKW zu definieren.
STX
1 Byte
LGE
1 Byte
ADR
1 Byte
Nutzdaten
(Beispiel)
PKW
8 Byte (4 Worte: PKE + IND + PWE1 + PWE2)
PZD
4 Byte (2 Worte: PZD1 + PZD2)
BCC
1 Byte
Startverzögerung
Die Startverzögerung muss vor dem Beginn eines neuen Telegramms des Masters
eingehalten werden.
STX
Der STX-Block ist ein ASCII-Zeichen (0x02) und zeigt den Beginn der Nachricht an.
LGE
Das LGE gibt die Anzahl von Bytes an, die im Telegramm folgen. Es ist definiert als die
Summe der folgenden Bytes
● Nutzdaten
● ADR
● BCC
Das tatsächliche Gesamttelegramm ist um zwei Byte länger, da STX und LGE in LGE nicht
mitgezählt werden.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
121
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
ADR
Der ADR-Bereich enthält die Adresse des Slave-Knotens (z. B. des Umrichters). Die
einzelnen Bits im Adress-Byte sind wie folgt adressiert:
7
6
5
4
3
Sonder- Spiegel- Broadcasttelegramm telegramm
Bit
1
2
0
5 Adressbits
● Bit 5 Broadcast-Bit
Bit 5 = 0: normaler Datenaustausch. Bit 5 = 1: Adresse (Bits 0 … 4) wird nicht
ausgewertet (wird im SINAMICS G120 nicht unterstützt!).
● Bit 6 Spiegeltelegramm
Bit 6 = 0: normaler Datenaustausch. Bit 6 = 1: Der Slave gibt das Telegramm unverändert
wieder an den Master zurück. Dient zum Testen der Busverbindung.
● Bit 7 Sondertelegramm
Bit 7 = 0: normaler Datenaustausch. Bit 7 =1 Zum Übertragen von Telegrammen, die
einen vom Geräteprofil abweichenden Nutzdatenaufbau erfordern.
BCC
BCC (Block Check Character). Es ist eine Exklusiv-ODER-Prüfsumme (XOR) über alle
Telegramm-Bytes außer dem BCC selbst.
6.2.2.4
Nutzdatenbereich des USS-Telegramms
Der Nutzdatenbereich des USS-Protokolls wird für die Übertragung von Applikationsdaten
verwendet. Dies sind Parameterkanal- und Prozessdaten (PZD).
Die Anwenderdaten belegen die Bytes innerhalb des USS-Frames (STX, LGE, ADR, BCC).
Die Größe der Anwenderdaten kann mit den Parametern p2023 und p2022 konfiguriert
werden. Das folgende Bild zeigt die Struktur und die Reihenfolge der Parameterkanal- und
Prozessdaten (PZD).
3URWRNROOGDWHQ
3URWRNROOZ¸UWHU
3.:3='6WUXNWXU
'DWHQE\WH
Bild 6-6
3UR]HVVGDWHQ3='
3DUDPHWHUNDQDO3.:
3.: 3.: 3.: 3.:
3.(
,1'
3:( 3:(
3.:P 3='
3=' 3=' 3='
3:(P 67: +6:
=6: +,:
3
3
3
3
S S S S S YDULDEOHOHQJWK
S 3
3
3
67:
=6:
3
3
3='\
Q
USS-Nutzdatenstruktur
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
122
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Die Länge des Parameterkanals ist durch den Parameter p2023, die Länge für die
Prozessdaten durch Parameter p2022 festgelegt. Falls der Parameterkanal oder das PZD
nicht erforderlich ist, können die entsprechenden Parameter auf Null gesetzt werden ("nur
PKW" bzw. "nur PZD").
"Nur PKW" und "Nur PZD" können nicht wahlweise übertragen werden. Wenn beide Kanäle
erforderlich sind, müssen sie zusammen übertragen werden.
6.2.2.5
Datenstruktur des USS-Parameterkanals
Das USS-Protokoll definiert für die Umrichter die Nutzdatenstruktur, mit der ein Master auf
die Slave-Umrichter zugreift. Der Parameterkanal dient zum Lesen und Schreiben von
Parametern im Umrichter.
Parameterkanal
Sie können den Parameterkanal mit einer festen Länge von 3 oder 4 Datenwörtern oder mit
einer variablen Länge nutzen.
Das erste Datenwort enthält immer die Parameterkennung (PKE), das zweite den
Parameterindex.
Die Datenwörter 3, 4 und folgende enthalten Parameterwerte, Texte und Beschreibungen.
Parameterkennung (PKE), 1. Wort
Die Parameterkennung (PKE) ist immer ein 16-Bit-Wert.
3DUDPHWHUNDQDO
3.(
:RUW
,1'
:RUW
3:(
XQG
:RUW
630
$.
318
Bild 6-7
PKE-Struktur
● Die Bits 12 … 15 (AK) enthalten die Anforderungs- oder die Antwortkennung.
● Bit 11 (SPM) ist reserviert und immer = 0.
● Die Bits 0 bis 10 (PNU) enthalten die Parameternummer 1 … 1999. Für
Parameternummern ≥ 2000 müssen Sie im 2. Wort des Parameterkanals (IND) einen
Offset addieren.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
123
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Die folgende Tabelle enthält die Anforderungskennung für Telegramme Master → Umrichter.
Tabelle 6- 21 Anforderungskennung (Master → Umrichter)
Beschreibung
Anforder
rungskennung
Antwortkennung
positiv
negativ
0
Keine Anforderung
0
7
1
Anforderung Parameterwert
1/2
7
2
Änderung Parameterwert (Wort)
1
7
3
Änderung Parameterwert (Doppelwort)
2
7
4
Anforderung beschreibendes Element 1)
3
7
6
Anforderung Parameterwert
4/5
7
7
Änderung Parameterwert (Wort) 1) 2)
4
7
8
Änderung Parameterwert (Doppelwort) 1) 2)
5
7
1) 2)
1) Das gewünschte Element der Parameterbeschreibung ist in IND (2. Wort) spezifiziert.
2) Kennung 1 ist identisch mit Kennung 6., 2 mit 7, 3 mit 8. Wir empfehlen Kennungen 6, 7 und 8 zu
verwenden.
Die folgende Tabelle enthält die Antwortkennung für Telegramme Umrichter → Master. Die
Antwortkennungen hängt von der Anforderungskennung ab.
Tabelle 6- 22 Antwortkennung (Umrichter → Master)
Antwortkennung
Beschreibung
0
Keine Antwort
1
Übertrage Parameterwert (Wort)
2
Übertrage Parameterwert (Doppelwort)
3
Übertrage beschreibendes Element 1)
4
Übertrage Parameterwert (Feld, Wort) 2)
5
Übertrage Parameterwert (Feld, Doppelwort) 2)
6
Übertrage Anzahl der Feldelemente
7
Anforderung kann nicht bearbeitet werden, Aufgabe kann nicht ausgeführt
werden (mit Fehlernummer)
1) Das gewünschte Element der Parameterbeschreibung ist in IND (2. Wort) spezifiziert.
2) Das gewünschte Element des indizierten Parameters ist in IND (2. Wort) spezifiziert.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
124
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Ist die Antwortkennung = 7, dann schickt der Umrichter im Parameterwert 2 (PWE2) eine der
in der folgenden Tabelle aufgelisteten Fehlernummern.
Tabelle 6- 23 Fehlernummern für die Antwort "Anforderung kann nicht bearbeitet werden"
Nr.
Beschreibung
Anmerkungen
0
Unzulässige Parameternummer (PNU)
Parameter ist nicht vorhanden
1
Parameterwert kann nicht geändert
werden
Der Parameter kann nur gelesen werden
2
Minimum/Maximum nicht erreicht oder
überschritten
–
3
Falscher Subindex
–
4
Kein Feld
Ein einzelner Parameter wurde mit einer
Feldanforderung angesprochen und
Subindex > 0
5
Falscher Parametertyp / falscher
Datentyp
Verwechslung von Wort und Doppelwort
6
Setzen nicht zulässig (nur Rücksetzen)
Index ist außerhalb des Parameterfeldes[]
7
Beschreibendes Element kann nicht
geändert werden
Beschreibung kann nie geändert werden
11
Nicht im Zustand "Master-Steuerung"
Änderungsanforderung ohne Zustand
"Master-Steuerung"
12
Schlüsselwort fehlt
–
17
Anforderung kann aufgrund des
Betriebszustands nicht bearbeitet werden
Der gegenwärtige Umrichter-Betriebszustand
ist nicht kompatibel mit der empfangenen
Anforderung
20
Wert unzulässig
Änderungszugriff mit Wert, der zwar innerhalb
der Wertgrenzen liegt, aber aus anderen
dauerhaften Gründen unzulässig ist
(Parameter mit definierten Einzelwerten)
101
Parameternummer derzeit deaktiviert
Abhängig vom Betriebszustand des
Umrichters
102
Kanalbreite nicht ausreichend
Kommunikationskanal zu klein für Antwort
104
Unzulässiger Parameterwert
Der Parameter lässt nur bestimmte Werte zu.
106
Anforderung nicht enthalten / Aufgabe
wird nicht unterstützt.
Nach Anforderungskennung 5,11,12,13,14,15
107
Kein Schreibzugriff bei freigegebenem
Regler
Der Betriebszustand des Umrichters
verhindert eine Parameteränderung
200/201
Geändertes Minimum/Maximum nicht
erreicht oder überschritten
Das Maximum oder Minimum kann im Betrieb
weiter begrenzt werden.
204
Die verfügbare Zugriffsberechtigung deckt –
keine Parameteränderungen ab.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
125
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Parameter-Index (IND)
3DUDPHWHUNDQDO
3.(
:RUW
3:(
XQG
:RUW
,1'
:RUW
6HLWHQLQGH[
Bild 6-8
6XELQGH[,1'
Aufbau des Parameter-Index (IND)
● Bei indizierten Parametern wählen Sie den Index des Parameters aus, indem Sie in
einem Auftrag den entsprechenden Wert zwischen 0 und 254 in den Subindex
übergeben.
● Der Seitenindex dient zur Umschaltung der Parameternummer. Mit diesem Byte addieren
Sie einen Offset auf die Parameternummer, die im 1. Wort (PKE) des Parameterkanals
übertragen wird.
Seitenindex: Offset der Parameternummer
Die Parameternummern sind mehreren Parameterbereichen zugeordnet. Die folgende
Tabelle zeigt, welchen Wert Sie an den Seitenindex übergeben müssen, um eine bestimmte
Parameternummer zu erreichen.
Tabelle 6- 24 Einstellung des Seitenindex abhängig vom Parameterbereich
Parameterbereich
Hex-Wert
Seitenindex
Bit 9
Bit 8
0000 … 1999
Bit 15 Bit 14 Bit 13 Bit 12 Bit 11 Bit 10
0
0
0
0
0
0
0
0
0x00
2000 … 3999
1
0
0
0
0
0
0
0
0x80
6000 … 7999
1
0
0
1
0
0
0
0
0x90
8000 … 9999
0
0
1
0
0
0
0
0
0x20
10000 … 11999
1
0
1
0
0
0
0
0
0xA0
20000 … 21999
0
1
0
1
0
0
0
0
0x50
30000 … 31999
1
1
1
1
0
0
0
0
0xF0
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126
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6.2 Kommunikation über RS485
Parameterwert (PWE)
Sie können über den Parameter P2023 die Anzahl der PWE variieren.
Parameterkanal mit fester Länge
Parameterkanal mit variabler Länge
P2023 = 4
P2023 = 127
Ein Parameterkanal mit fester Länge sollte 4
Worte enthalten, da diese Einstellung für alle
Parameter (d. h. auch für Doppelwörter)
ausreicht.
Bei variabler Länge des Parameterkanals sendet
der Master im Parameterkanal nur die für die
Aufgabe notwendige Anzahl von PWE. Die Länge
des Antworttelegramms ist ebenfalls nur so groß
wie nötig.
P2023 = 3
Diese Einstellung können Sie wählen, wenn Sie
nur 16-Bit-Daten oder Alarmmeldungen lesen
oder schreiben wollen.
•
16-Bit-Daten: z. B. p0210 Anschlussspannung
•
32-Bit-Daten:
indizierte Parameter, z.B. p0640[0…n]
Bitparameter, z. B. 722.0...12
Der Master muss immer die fest eingestellte
Anzahl von Worten im Parameterkanal senden.
Andernfalls antwortet der Slave nicht auf das
Telegramm.
Wenn der Slave antwortet, dann immer mit der
definierten Anzahl von Worten.
Hinweis
8-Bit-Werte werden als 16-Bit-Werte übertragen, wobei das höherwertige Byte Null ist.
Felder von 8-Bit-Werten erfordern ein PWE pro Index.
Regeln für die Bearbeitung von Anforderungen/Antworten
● Pro gesendetem Telegramm dürfen Sie nur einen Parameter anfordern.
● Jedes empfangene Telegramm enthält nur eine Antwort.
● Der Master muss die Anforderung solange wiederholen, bis er die passende Antwort
empfangen hat.
● Anforderung und Antwort sind anhand der folgenden Kennungen einander zugeordnet:
– Passende Antwortkennung
– Passende Parameternummer
– Passender Parameter-Index IND, falls erforderlich
– Passender Parameterwert PWE, falls notwendig
● Der Master muss die vollständige Anforderung in einem Telegramm senden.
Anforderungstelegramme sind nicht teilbar. Das gleiche gilt für Antworten.
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127
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6.2 Kommunikation über RS485
6.2.2.6
USS Leseanforderung
Beispiel: Warnmeldungen aus dem Umrichter auslesen.
Der Parameterkanal besteht dabei aus vier Worten (p2023 = 4). Um die Werte des
indizierten Parameters r2122 zu erhalten, müssen Sie das Telegramm des Parameterkanals
mit folgenden Daten füllen:
● Anforderung Parameterwert (Feld): Bit 15 … 12 im Wort PKE:
Anforderungskennung = 6
● Parameternummer ohne Offset: Bit 10 … 0 im Wort PKE:
Da sie nur Parameternummern von 1 … 1999 im PKE kodieren können, müssen Sie
einen möglichst großen, durch 2000 teilbaren Offset von der Parameternummer abziehen
und das Ergebnis dieser Rechnung an das Wort PKE übergeben.
Für dieses Beispiel bedeutet das: 2122 - 2000 = 122 = 7AH
● Offset der Parameternummer im Byte Seitenindex des Wortes IND:
für dieses Beispiel: Offset = 2000 entspricht einem Wert 0x80 des Seitenindex
● Index des Parameters im Byte Subindex des Wortes IND:
Wenn Sie die letzte Warnung auslesen möchten, müssen Sie Index 0 eingeben, für die
drittletzte Index 2 (Beispiel). Eine detaillierte Beschreibung zur Historie der
Warnmeldungen finden Sie im Abschnitt Warnungen (Seite 288) .
● Da Sie den Parameterwert lesen wollen, sind die Worte 3 und 4 im Parameterkanal für
die Anforderung des Parameterwertes belanglos und z. B. mit dem Wert 0 zu belegen.
Tabelle 6- 25 Anforderung zum Lesen des Parameters r2122[2]
PKE (1. Wort)
AK
PNU
IND (2. Wort)
Seitenindex
Subindex
(H-Byte)
(L-Byte)
PWE (3. und 4. Wort)
PWE1(H-Wort)
PWE2(L-Wort)
Drive
Object
15 … 12
11
10 … 0
15 … 8
7…0
15 … 0
15 … 10
9…0
0x6
0
0x7A
(dez: 122)
0x80
0x02
0x0000
0x0000
0x0000
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6.2 Kommunikation über RS485
6.2.2.7
USS Schreibauftrag
Beispiel: Digitaleingang 2 als Quelle für EIN/AUS im CDS1 festlegen
Dazu muss der Parameter p0840[1] (Quelle EIN/AUS) mit dem dem Wert 722.2
(Digitaleingang 2) belegt werden.
Der Parameterkanal besteht dabei aus vier Worten (p2023 = 4). Um den Wert des indizierten
Parameters P0840 zu ändern, müssen Sie das Telegramm des Parameterkanals mit
folgenden Daten füllen:
● Änderung Parameterwert (Feld): Bit 15 … 12 in PKE (1. Wort) eintragen:
Anforderungskennung = 7
● Parameternummer ohne Offset: Bit 10 … 0 in PKE (1. Wort) eintragen:
Da die Parameternummer < 1999 ist, kann sie ohne Offset - umgerechnet in hex - direkt
eingegeben werden, im Beispiel 840 = 348H.
● Offset der Parameternummer im Byte Seitenindex von Wort IND (2. Wort) eintragen:
in diesem Beispiel = 0.
● Index des Parameters im Byte Subindex von Wort IND (2. Wort) eintragen:
für dieses Beispiel = 1 (CDS1)
● Neuen Parameterwert in PWE1 (Wort3) eintragen:
im Beispiel 722 = 2D2H.
● Drive Object: Bit 10 … 15 in PWE2 (4. Wort) eintragen:
bei SINAMICS G120 immer 63 = 3FH
● Index des Parameters: Bit 0 … 9 in PWE2 (Wort4) eintragen:
im Beispiel 2.
Tabelle 6- 26 Anforderung zum Ändern des p0840[1]
PKE (1. Wort)
AK
PNU
IND (2. Wort)
Seitenindex
Subindex
(H-Byte)
(L-Byte)
PWE (3. und 4. Wort)
PWE1(H-Wort)
PWE2(L-Wort)
Drive
Object
15 … 12
11
10 … 0
15 … 8
7…0
15 … 0
15 … 10
9…0
0x7
0
0x348
(dez: 840)
0x0000
0x01
0x2D2
(dez: 722)
3F (fest)
(dez: 63)
0x0002
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6.2 Kommunikation über RS485
6.2.2.8
USS-Prozessdatenkanal (PZD)
Beschreibung
In diesem Telegrammbereich werden Prozessdaten (PZD) zwischen Master und Slave
ausgetauscht. Abhängig von der Übertragungsrichtung enthält der Prozessdatenkanal
Anforderungsdaten für den Slave oder Antwortdaten an den Master. Die Anforderung enthält
Steuerwörter und Sollwerte für die Slaves, die Antwort enthält Zustandswörter und Istwerte
für den Master.
$QIRUGHUXQJ
DQ8666ODYH
67:
+6:
3='
3='
67:
3='
3='
3='
3='
S
$QWZRUW
DQ8660DVWHU
=6:
+,:
3='
3='
=6:
3='
3='
S S Bild 6-9
Prozessdatenkanal
Die Anzahl der PZD-Wörter in einem USS-Telegramm wird durch den Parameter p2022
bestimmt. Die ersten zwei Wörter sind:
● Steuerwort 1 (STW1, r0054) und Hauptsollwert (HSW)
● Statuswort 1 (ZSW1, r0052) und Hauptistwert (HIW)
Wenn p2022 größer oder gleich 4 ist, wird das Zusatz-Steuerwort (STW2, r0055) als das
vierte PZD-Wort übertragen (Grundeinstellung).
Mit dem Parameter p2051 legen Sie die Quellen der PZD fest.
Weitere Informationen finden Sie im Listenhandbuch.
6.2.2.9
Telegramm-Überwachung
Um die Überwachung der Telegramme einzustellen, brauchen Sie die TelegrammLaufzeiten. Grundlage der Telegramm-Laufzeit ist die Zeichenlaufzeit:
Tabelle 6- 27 Zeichenlaufzeit
Baudrate in bit/s
Übertragungszeit pro Bit
Zeichenlaufzeit (= 11 bit)
9600
104.170 µs
1,146 ms
19200
52.084 µs
0,573 ms
38400
26.042 µs
0,286 ms
115200
5.340 µs
0,059 ms
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6.2 Kommunikation über RS485
Die Telegrammlaufzeit ist länger als die reine Addition aller Zeichenlaufzeiten
(=Restlaufzeit). Sie müssen die Zeichenverzugszeit zwischen den einzelnen Zeichen des
Telegramms ebenfalls berücksichtigen.
Restlaufzeit
(komprimiertes Telegramm)
67;
/*(
67;
$'5
/*(
:::
$'5
50 % der komprimierten
Telegrammrestlaufzeit
Q
=HLFKHQYHU]XJV]HLW
%&&
:::
Q
%&&
=HLFKHQODXI]HLW
0D[LPDOYHUEOHLEHQGH7HOHJUDPPODXI]HLW
Bild 6-10
Telegrammlaufzeit als Summe von Restlaufzeit und Zeichenverzugszeiten
Die gesamte Telegrammlaufzeit ist immer kleiner als 150% der reinen Restlaufzeit.
Der Master muss vor jedem Anforderungs-Telegramm die Startverzögerung einhalten. Die
Startverzögerung muss > 2 × Zeichenlaufzeit sein.
Bild 6-11
:::
Q
%&&
$QIRUGHUXQJYRP0DVWHU
6ODYH$QWZRUW
67; /*( $'5
:::
Q
%&&
6WDUWYHU]¸JHUXQJ
67; /*( $'5
$QWZRUWYHU]¸JHUXQJ
: : : %&&
6WDUWYHU]¸JHUXQJ
Der Slave antwortet erst nach Ablauf der Antwortverzögerung.
67; /*( : : :
$QIRUGHUXQJ
YRP0DVWHU
Startverzögerung und Antwortverzögerung
Die Dauer der Startverzögerung beträgt mindestens die Zeit für zwei Zeichen und hängt von
der Baudrate ab.
Tabelle 6- 28 Dauer der Startverzögerung
Baudrate in bit/s
Übertragungszeit pro Zeichen (= 11 bit)
Min. Startverzögerung
9600
1,146 ms
> 2,291 ms
19200
0,573 ms
> 1,146 ms
38400
0,286 ms
> 0,573 ms
57600
0,191 ms
> 0,382 ms
115200
0,059 ms
> 0,117 ms
Anmerkung: Die Zeichenverzugszeit muss kürzer als die Startverzögerung sein.
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6.2 Kommunikation über RS485
Telegramm-Überwachung des Masters
Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrem USS-Master die folgenden Zeiten zu überwachen:
• Antwortverzögerung:
Reaktionszeit des Slave auf eine Anforderung vom Master
Die Antwortverzögerung muss < 20 ms, aber größer als die
Startverzögerung sein
• Telegrammlaufzeit:
Übertragungszeit des vom Slave gesendeten Antworttelegramms
Telegramm-Überwachung des Umrichters
Der Umrichter überwacht die Zeit zwischen zwei Anforderungen des Masters. Der Parameter
p2040 bestimmt die zulässige Zeit in ms. Der Umrichter deutet eine Überschreitung einer
Zeit p2040 ≠ 0 als Telegrammausfall und reagiert mit der Störung F01910.
Richtwert für die Einstellung von p2040 ist 150% der Restlaufzeit, d. h. der TelegrammLaufzeit ohne Berücksichtigung der Zeichenverzugszeiten.
Bei Kommunikation über USS und prüft der Umrichter das Bit 10 des empfangenen
Steuerworts 1. Falls das Bit bei eingeschaltetem Motor ("Betrieb") nicht gesetzt ist, reagiert
der Umrichter mit der Störung F07220.
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6.2 Kommunikation über RS485
6.2.3
Kommunikation über Modbus RTU
Übersicht über die Kommunikation mit Modbus
Das Modbus-Protokoll ist ein Kommunikationsprotokoll mit Linientopologie auf Basis einer
Master/Slave-Architektur.
Modbus bietet drei Übertragungsarten:
● Modbus ASCII
Die Daten werden im ASCII-Code übertragen. Sie sind damit direkt für den Menschen
lesbar, allerdings ist der Datendurchsatz im Vergleich zu RTU geringer.
● Modbus-RTU
Modbus RTU (RTU: Remote Terminal Unit – entfernte Terminaleinheit): Die Daten
werden im Binärformat übertragen und der Datendurchsatz ist größer als im ASCII-Code.
● Modbus TCP
Diese Art der Datenübertragung ist RTU sehr ähnlich, allerdings werden TCP/IP-Pakete
verwendet, um die Daten zu übermitteln. Der TCP-Port 502 ist für Modbus TCP
reserviert. Modbus TCP befindet sich zurzeit in der Phase der Festlegung als Norm (IEC
PAS 62030 (pre-standard)).
Die Control Unit unterstützt Modbus RTU als Slave mit Parity even.
%LW
6WDUW
%LW'DWHQ
%LW %LW
3HYHQ VWRS
Kommunikationseinstellungen
● Die Kommunikation mit Modbus RTU läuft über die RS485-Schnittstelle mit maximal 247
Slaves.
● Die maximale Leitungslänge beträgt 1200 m (3281 ft).
● Zur Polarisation der Empfangs- und Sendeleitung sind zwei 100-kΩ-Widerstände
vorhanden.
VORSICHT
Einheitenumschaltung nicht zulässig!
Die Funktion "Einheitenumschaltung (Seite 219)" ist mit diesem Bussystem nicht zulässig!
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6.2 Kommunikation über RS485
6.2.3.1
Adresse einstellen
Sie können die Modbus-RTU-Adresse des Umrichters entweder über DIP-Schalter auf der
Control Unit oder über den Parameter p2021 festlegen.
Gültige Modbus-RTU-Adressen:
1 … 247
Ungültige Modbus-RTU-Adresse:
0
Wenn Sie über DIP-Schalter eine gültige Adresse vorgegeben haben, ist immer diese
Adresse wirksam und p2021 lässt sich nicht ändern.
Wenn Sie alle DIP-Schalter auf "OFF" (0) oder "ON" (1) einstellen, legt p2021 die Adresse
fest.
Position und Einstellung der DIP-Schalter sind im Abschnitt Schnittstellen, Stecker, Schalter,
Steuerklemmen und LEDs der CU (Seite 46) beschrieben.
VORSICHT
Eine geänderte Bus-Adresse wird erst nach Aus- und Wiedereinschalten des Umrichters
wirksam.
6.2.3.2
Grundeinstellungen für die Kommunikation
Parameter
Beschreibung
P0015 = 21
Makro Antriebsgerät
Auswählen der I/O-Konfiguration
p2030 = 2
Feldbus Protokollauswahl
2: Modbus
p2020
Feldbus-Baudrate
Für die Kommunikation können Baudraten von 4800 bit/s … 187500 bit/s eingestellt
werden, Werkseinstellung = 19200 bit/s
p2024
Modbus Timing (siehe Abschnitt "Baudraten und Mappingtabellen (Seite 136)")
•
Index 0:Maximale Slave-Telegramm-Verarbeitungszeit:
Zeit nach der der Slave eine Antwort an den Master gesendet haben muss.
•
Index 1: Zeichenverzugszeit:
Zeichenverzugszeit: Maximal zulässige Verzugszeit zwischen einzelnen Zeichen
im Modbus-Frame. (Modbus-Standard Abarbeitungszeit für 1,5 Byte).
•
Index2: Telegrammpausenzeit:
Maximal zulässige Verzugszeit zwischen Modbus Telegrammen. (ModbusStandard Abarbeitungszeit für 3,5 Byte).
p2029
Feldbus Fehlerstatistik
Anzeige von Empfangsfehlern an der Feldbus-Schnittstelle
p2040
Prozessdatenüberwachungzeit
Bestimmt die Zeit, nach deren Ablauf ein Alarm generiert wird, wenn keine
Prozessdaten übertragen werden.
Hinweis: Je nach Anzahl der Slaves und der am Bus eingestellten Baudrate, muss
diese Zeit angepasst werden (Werkseinstellung = 100 ms).
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6.2 Kommunikation über RS485
6.2.3.3
Modbus-RTU-Telegramm
Beschreibung
Bei Modbus gibt es genau einen Master und bis zu 247 Slaves. Die Kommunikation wird
immer durch den Master angestoßen. Die Slaves können nur auf Anforderung des Masters
Daten übertragen. Kommunikation von Slave zu Slave ist nicht möglich. Die Control Unit
arbeitet immer als Slave.
Das folgende Bild zeigt den Aufbau eines Modbus RTU-Telegramms.
0RGEXV5787HOHJUDPP
$SSOLNDWLRQ'DWD8QLW
0RGEXVIUDPH
Anfangspause
Interframe
delay
Anfangspause
$SSOLNDWLRQ'DWD8QLW
0RGEXVIUDPH
Interframe
delay
Interframe
delay
$SSOLNDWLRQ'DWD8QLW0RGEXVIUDPH
Slave
3URWRFRO'DWD8QLW3'8
FunktionsCode
Daten
1 Byte
0 ... 252 Bytes
Endepause
CRC
2 Byte
≥ 3,5 Byte
1 Byte
Bild 6-12
1 Byte
Zeichenverzugszeit
1 Byte
Zeichenverzugszeit
1 Byte
Zeichenverzugszeit
1 Byte
Zeichenverzugszeit
1 Byte
Zeichenverzugszeit
≥ 3,5 Byte
Zeichenverzugszeit
CRC low
CRC high
1 Byte
Modbus mit Delay Times
Der Datenbereich des Telegramms ist entsprechend der Mapping-Tabellen aufgebaut.
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6.2 Kommunikation über RS485
6.2.3.4
Baudraten und Mappingtabellen
Zulässige Baudraten und Telegrammverzögerung
Das Modbus RTU-Telegramm benötigt Pausen für folgende Fälle:
● Start-Erkennung
● zwischen den einzelnen Frames
● Ende-Erkennung
Mindestdauer: Abarbeitungszeit für 3,5 Byte (einstellbar über p2024[2]).
Außerdem ist zwischen den einzelnen Bytes eines Frames eine Zeichenverzugszeit
zulässig. Höchstdauer: Abarbeitungszeit für 1,5 Byte (einstellbar über p2024[1]).
Tabelle 6- 29 Baudraten, Übertragungszeiten und Delays
Baudrate in bit/s (p2020)
Übertragungszeit pro
Zeichen (11 bit)
Min. Pause zwischen
zwei Telegrammen
(p2024[2])
Maximale Pause
zwischen zwei Bytes
(p2024[1] )
4800
2,292 ms
≥ 8,021 ms
≤ 3,438 ms
9600
1,146 ms
≥ 4,010 ms
≤ 1,719 ms
19200 (Werkseinstellung)
0,573 ms
≥ 1,75 ms
≤ 0,859 ms
38400
0,286 ms
≥ 1,75 ms
≤ 0,75 ms
57600
0,191 ms
≥ 1,75 ms
≤ 0,556 ms
76800
0,143 ms
≥ 1,75 ms
≤ 0,417 ms
93750
0,117 ms
≥ 1,75 ms
≤ 0,341 ms
115200
0,095 ms
≥ 1,75 ms
≤ 0,278 ms
187500
0,059 ms
≥ 1,75 ms
≤ 0,171 ms
Hinweis
Die Werkseinstellung für p2024[1] und p2024[2] ist 0. Die jeweiligen Werte werden abhängig
von der Protokollauswahl (p2030) bzw. der Baudrate vorbelegt.
Modbus-Register und Parameter der Control Unit
Da das Modbus-Protokoll nur Register- bzw. Bit-Nummern zur Speicheradressierung
beherrscht, erfolgt eine slave-seitige Zuordnung auf entsprechende Steuerwörter,
Zustandswörter und Parameter.
Der Umrichter unterstützt folgende Adressbereiche:
Adressbereich
Anmerkung
40001 … 40065
kompatibel zum Micromaster MM436
40100 … 40522
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6.2 Kommunikation über RS485
Der gültige Holding-Register-Adressbereich geht von 40001 bis 40522. Der Zugriff auf
andere Holding-Register führt zu dem Fehler "Exception Code".
Die Register 40100 bis 40111 werden als Prozessdaten bezeichnet. Für sie kann in p2040
eine Telegrammüberwachungszeit aktiviert werden.
Hinweis
"R"; "W"; "R/W" in der Spalte Modbus-Zugriff steht für lesen (read mit FC03); schreiben
(write mit FC06); lesen/schreiben (read/write).
Tabelle 6- 30 Zuordnung der Modbus-Register zu den Parametern der Control Unit
Modbus Beschreibung
Reg.-Nr
Mod- Einheit
busZugriff
Normierungsfaktor
On-/OFF-Text
Daten / Parameter
bzw.
Wertebereich
Prozessdaten
Regelungsdaten
40100
Steuerwort
R/W
--
1
Prozessdaten 1
40101
Hauptsollwert
R/W
--
1
Prozessdaten 2
Zustandsdaten
40110
Zustandswort
R
--
1
Prozessdaten 1
40111
Hauptistwert
R
--
1
Prozessdaten 2
Parameterdaten
Digitale Ausgänge
40200
DO 0
R/W
--
1
HIGH
LOW
p0730, r747.0, p748.0
40201
DO 1
R/W
--
1
HIGH
LOW
p0731, r747.1, p748.1
40202
DO 2
R/W
--
1
HIGH
LOW
p0732, r747.2, p748.2
Analogausgänge
40220
AO 0
R
%
100
-100.0 … 100.0
r0774.0
40221
AO 1
R
%
100
-100.0 … 100.0
r0774.1
Digitaleingänge
40240
DI 0
R
--
1
HIGH
LOW
r0722.0
40241
DI 1
R
--
1
HIGH
LOW
r0722.1
40242
DI 2
R
--
1
HIGH
LOW
r0722.2
40243
DI 3
R
--
1
HIGH
LOW
r0722.3
40244
DI 4
R
--
1
HIGH
LOW
r0722.4
40245
DI 5
R
--
1
HIGH
LOW
r0722.5
Analogeingänge
40260
AI 0
R
%
100
-300.0 … 300.0
r0755 [0]
40261
AI 1
R
%
100
-300.0 … 300.0
r0755 [1]
40262
AI 2
R
%
100
-300.0 … 300.0
r0755 [2]
40263
AI 3
R
%
100
-300.0 … 300.0
r0755 [3]
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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6.2 Kommunikation über RS485
Modbus Beschreibung
Reg.-Nr
Mod- Einheit
busZugriff
Normierungsfaktor
On-/OFF-Text
Daten / Parameter
bzw.
Wertebereich
Umrichteridentifikation
40300
Powerstack-Nummer
R
--
1
40301
Firmware des Umrichters
R
--
0.0001
0 … 32767
r0200
0.00 … 327.67
r0018
Umrichterdaten
40320
Bemessungsleistung des Leistungsteils R
kW
100
0 … 327.67
r0206
40321
Stromgrenze
%
10
10.0 … 400.0
p0640
R/W
40322
Hochlaufzeit
R/W
s
100
0.00 … 650.0
p1120
40323
Rücklaufzeit
R/W
s
100
0.00 … 650.0
p1121
40324
Bezugsdrehzahl
R/W
RPM
1
6.000 … 32767
p2000
Umrichterdiagnose
40340
Drehzahlsollwert
R
RPM
1
-16250 … 16250
r0020
40341
Drehzahlistwert
R
RPM
1
-16250 … 16250
r0022
40342
Ausgangsfrequenz
R
Hz
100
40343
Ausgangsspannung
R
V
1
40344
Zwischenkreisspannung
R
V
40345
Stromistwert
R
A
40346
Drehmomentistwert
R
Nm
100
40347
Wirkleistung Istwert
R
kW
100
0 … 327.67
r0032
40348
Energieverbrauch
R
kWh
1
0 … 32767
r0039
40349
Steuerungshoheit
R
--
1
- 327.68 … 327.67 r0024
0 … 32767
r0025
1
0 … 32767
r0026
100
0 … 163.83
r0027
- 325.00 … 325.00 r0031
HAND
AUTO
r0807
Fehlerdiagnose
40400
Störnummer, Index 0
R
--
1
0 … 32767
r0947 [0]
40401
Störnummer, Index 1
R
--
1
0 … 32767
r0947 [1]
40402
Störnummer, Index 2
R
--
1
0 … 32767
r0947 [2]
40403
Störnummer, Index 2
R
--
1
0 … 32767
r0947 [3]
40404
Störnummer, Index 3
R
--
1
0 … 32767
r0947 [4]
40405
Störnummer, Index 4
R
--
1
0 … 32767
r0947 [5]
40406
Störnummer, Index 5
R
--
1
0 … 32767
r0947 [6]
40407
Störnummer, Index 6
R
--
1
0 … 32767
r0947 [7]
40408
Warnnummer
R
--
1
0 …32767
r2110 [0]
40499
PRM ERROR code
R
--
1
0 …99
--
Technologieregler
40500
Technologieregler-Freigabe
R/W
--
1
40501
Technologieregler -MOP
R/W
%
100
0…1
-200.0 … 200.0
p2200, r2349.0
p2240
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
138
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Modbus Beschreibung
Reg.-Nr
Mod- Einheit
busZugriff
Normierungsfaktor
On-/OFF-Text
Daten / Parameter
bzw.
Wertebereich
Technologieregler anpassen
40510
Zeitkonstante für Istwertfilter des
Technologiereglers
R/W
--
100
0.00 … 60.0
p2265
40511
Skalierungsfaktor für Istwert des
Technologiereglers
R/W
%
100
0.00 … 500.00
p2269
40512
Proportionalverstärkung
Technologieregler
R/W
--
1000
0.000 … 65.000
p2280
40513
Nachstellzeit des Technologiereglers
R/W
s
1
0 … 60
p2285
40514
Zeitkonstante D-Anteil
Technologieregler
R/W
--
1
0 … 60
p2274
40515
Max-Begrenzung Technologieregler
R/W
%
100
-200.0 … 200.0
p2291
40516
Min-Begrenzung Technologieregler
R/W
%
100
-200.0 … 200.0
p2292
PID-Diagnose
40520
Wirksamer Sollwert nach internem
Technologieregler-MOP HLG
R
%
100
-100.0 … 100.0
r2250
40521
Istwert Technologieregler nach Filter
R
%
100
-100.0 … 100.0
r2266
40522
Ausgangssignal Technologieregler
R
%
100
-100.0 … 100.0
r2294
6.2.3.5
Schreib- und Lesezugriff über FC 3 und FC 6
Verwendete Function Codes
Für den Datenaustausch zwischen Master und Slave werden bei der Kommunikation über
Modbus vordefinierte Function Codes verwendet.
Die Control Unit nutzt den Modbus Function Code 03, FC 03, (Read Holding Registers) zum
Lesen und den Modbus Function Code 06, FC 06, (Preset Single Register) zum Schreiben.
Aufbau eines Lese-Requests über Modbus Function Code 03 (FC 03)
Als Start-Adresse ist jede gültige Registeradresse zulässig. Bei einer ungültigen
Registeradresse wird Exception Code 02 (ungültige Datenadresse) zurückgegeben. Der
Versuch, ein "Write Only Register" oder ein reserviertes Register zu lesen, wird mit einem
normalen Telegramm beantwortet, in dem alle Werte auf 0 gesetzt sind.
Über den FC 03 können mit einem Request mehr als 1 Register angesprochen werden. Die
Anzahl der angesprochenen Register ist in Byte 4 und 5 des Lese-Requests enthalten.
Anzahl der Register
Wenn mehr Register als 125 adressiert sind, wird Exception Code 03 (ungültiger Datenwert)
zurückgegeben. Wenn die Start-Adresse plus die Anzahl der Register eine Adresse
außerhalb eines definierten Registerblocks liegen, wird Exception Code 02 (ungültige
Datenadresse) zurückgegeben.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
139
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Tabelle 6- 31 Aufbau eines Lese-Requests für Slave Nummer 17
Beispiel
11
03
00
6D
00
02
xx
xx
h
h
h
h
h
h
h
h
Byte
0
1
2
3
4
5
6
7
Beschreibung
Slave Address
Function Code
Register Start-Adresse "High" (Register 40110)
Register Start-Adresse "Low"
Anzahl der Register "High" (2 Register: 40110; 40111)
Anzahl der Register "Low"
CRC "Low"
CRC "High"
Die Response gibt den entsprechenden Datensatz zurück:
Tabelle 6- 32 Antwort des Slaves auf den Lese-Request
Beispiel
11
03
04
11
22
33
44
xx
xx
h
h
h
h
h
h
h
h
h
Byte
0
1
2
3
4
5
6
7
8
Beschreibung
Slave Address
Function Code
Anzahl der Bytes (4 Bytes werden zurück gegeben)
Daten erstes Register "High"
Daten erstes Register "Low"
Daten zweites Register "High"
Daten zweites Register "Low"
CRC "Low"
CRC "High"
Aufbau eines Schreib-Requests über Modbus Function Code 06 (FC 06)
Start-Adresse ist die Holding-Register-Adresse. Bei einer falschen Adresse (es existiert
keine Holding-Register-Adresse) wird Exception Code 02 (ungültige Datenadresse)
zurückgegeben. Der Versuch, in ein "Read Only"- oder in ein reserviertes Register zu
schreiben, wird mit einem Modbus-Fehlertelegramm (Exception Code 4 - device failure)
beantwortet. In diesem Fall kann über das Holding Register 40499 der antriebsinterne
detaillierte Fehlercode ausgelesen werden, der beim letzten Parameterzugriff über die
Holding Register aufgetreten ist.
Über den FC 06 kann mit einem Request immer nur genau ein Register angesprochen
werden. Im Byte 4 und 5 des Schreib-Requests ist der Wert enthalten, der in das
angesprochene Register geschrieben werden soll.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
140
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Tabelle 6- 33 Aufbau eines Schreib-Requests für Slave Nummer 17
Beispiel
11
06
00
63
55
66
xx
xx
h
h
h
h
h
h
h
h
Byte
0
1
2
3
4
5
6
7
Beschreibung
Slave Address
Function Code
Register Start-Adresse "High" (Schreibregister 40100)
Register Start-Adresse "Low"
Register-Daten "High"
Register-Daten "Low"
CRC "Low"
CRC "High"
Die Response gibt die Register-Adresse (Byte 2 und 3) und den Wert (Byte 4 und 5), der in
das Register geschriebenen wurde, zurück.
Tabelle 6- 34 Antwort des Slaves auf den Schreib-Request
Beispiel
11
06
00
63
55
66
xx
xx
6.2.3.6
h
h
h
h
h
h
h
h
Byte
0
1
2
3
4
5
6
7
Beschreibung
Slave Address
Function Code
Register Start-Adresse "High"
Register Start-Adresse "Low"
Register-Daten "High"
Register-Daten "Low"
CRC "Low"
CRC "High"
Ablauf der Kommunikation
Ablauf der Kommunikation im Normalfall
Im Normalfall sendet der Master ein Telegramm an einen Slave (Adressbereich 1 … 247).
Der Slave sendet ein Antworttelegramm an den Master zurück. In diesem wird der
Funktionscode gespiegelt, und der Slave setzt seine eigene Adresse in den Message-Frame
ein, wodurch der Master den Slave zuordnen kann.
Der Slave verarbeitet nur Aufträge und Telegramme, die direkt an ihn adressiert sind.
Kommunikationsfehler
Erkennt der Slave einen Kommunikationsfehler beim Empfang (Parity, CRC), so sendet er
keine Antwort an den Master (dies kann zu "Sollwert-Timeout" führen).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
141
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Logischer Fehler
Erkennt der Slave einen logischen Fehler innerhalb einer Anfrage, antwortet er mit einer
"Exception Response" an den Master. Dabei wird in der Antwort das höchste Bit im
Funktions-Code auf 1 gesetzt. Erhält er z.B. einen nicht unterstützen Funktionscode vom
Master, so antwortet der Slave mit einer "Exception Response" mit dem Code 01 (Illegal
Function Code).
Tabelle 6- 35 Übersicht über die Exception Codes
ExceptionCode
Modbus- Name
Anmerkung
01
Illegal Function Code
Ein unbekannter (nicht unterstützter) Funktions-Code
wurde an den Slave gesendet.
02
Illegal Data Address
Eine ungültige Adresse wurde abgefragt.
03
Illegal Data Value
Ein ungültiger Datenwert wurde erkannt.
04
Server Failure
Slave hat während der Verarbeitung abgebrochen.
Verarbeitungszeit maximal, p2024[0]
Für eine fehlerfreie Kommunikation muss die Slave-Response-Zeit (Zeit in der der ModbusMaster Antwort auf einen Request erwartet) in Master und Slave (p2024[0] im Umrichter) auf
den gleichen Wert eingestellt werden.
Prozessdaten-Überwachungszeit (Sollwert-Timeout), p2040
Der Alarm "Sollwert-Timeout" (F1910) wird vom Modbus ausgegeben, wenn
p2040 > 0 ms eingestellt ist und innerhalb dieser Zeit keine Prozessdaten abgefragt werden.
Der Alarm "Sollwert-Timeout" gilt nur für den Zugriff auf Prozessdaten (40100, 40101,
40110, 40111). Der Alarm "Sollwert-Timeout" wird für Parameterdaten (40200 … 40522)
nicht generiert.
Hinweis
Je nach Anzahl der Slaves und der am Bus eingestellten Baudrate, muss diese Zeit
angepasst werden (Werkseinstellung = 100 ms).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
142
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
6.2.4
Kommunikation über BACnet MS/TP
BACnet-Eigenschaften
In BACnet werden Komponenten und Systeme als Black-Boxes betrachtet, die eine Anzahl
von Objekten enthalten. BACnet-Objekte legen nur das Verhalten außerhalb des Gerätes
fest, interne Funktionen werden durch BACnet nicht bestimmt.
Jede Komponente wird durch eine Reihe von Objekttypen und deren Instanzen
repräsentiert.
Jeder BACnet-Device enthält genau ein BACnet Device Object. Ein BACnet-Device wird
durch einen NSAP (Network Service Access Point - bestehend aus Netzwerknummer und
MAC-Adresse; MAC: Medium Access Control) eindeutig identifiziert. Diese Adresse ist
BACnet-spezifisch und darf nicht mit der Ethernet MAC-Adresse verwechselt werden.
Datenaustausch mit dem Client
Der Umrichter empfängt Steuerbefehle und Sollwerte über Dienstanweisungen von der
Steuerung und sendet seinen Status an die Steuerung zurück. Der Umrichter kann auch
selbständig Telegramme senden, beziehungsweise Dienste (Services) ausführen, z. B. IAm.
Kommunikationseinstellungen
● Die Control Unit unterstützt BACnet über RS485 (BACnet MS/TP)
● Die maximale Kabellänge beträgt 1200 m (3281 ft).
Protocol Implementation Conformance Statement
Das Protocol Implementation Conformance Statement (PICS) finden Sie im Internet unter
folgenden Link: BACnet-Dateien
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/38439094)
VORSICHT
Einheitenumschaltung nicht zulässig!
Die Funktion "Einheitenumschaltung (Seite 219)" ist mit diesem Bussystem nicht zulässig!
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
143
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
6.2.4.1
Adresse einstellen
Sie können die MAC ID des Umrichters über DIP-Schalter auf der Control Unit oder über
p2021 festlegen.
Gültiger BACnet-Adressbereich: 1 … 127
Wenn Sie die Adresse über die DIP-Schalter vorgeben, ist immer diese Adresse wirksam
und p2021 lässt sich nicht ändern.
Wenn Sie die Adresse über p2021 vorgeben wollen, empfehlen wir Ihnen, alle DIP-Schalter
auf "OFF" (0) zu stellen.
Position und Einstellung der DIP-Schalter sind im Abschnitt Schnittstellen, Stecker, Schalter,
Steuerklemmen und LEDs der CU (Seite 46) beschrieben.
VORSICHT
Eine geänderte Bus-Adresse wird erst nach Aus- und Wiedereinschalten wirksam.
Insbesondere muss auch die gegebenenfalls vorhandene externe 24-V-Versorgung
abgeschaltet werden.
6.2.4.2
Grundeinstellungen für die Kommunikation
P-Nr
P0015 = 21
Parameter Name
Makro Antriebsgerät
Auswählen der I/O-Konfiguration
p2030 = 5
Feldbus Telegrammauswahl
5: BACnet
p2020
Baudrate
6: 9600 (Werkseinstellung)
7: 19200
8: 38400
10: 76800
p2024[0 … 2]
Verarbeitungszeiten
P2024 [0]: 0 ms … 10000 ms, maximale Verarbeitungszeit (APDU-Timeout),
Werkseinstellung = 1000 ms,
P2024 [1 … 2]: für BACnet ohne Bedeutung
p2025[0…3]
BACnet Kommunikationsparameter
•
p2025 [0]: 0 … 4194303, Device Objekt Instanz Nummer,
Werkseinstellung = 1
•
p2025 [1]: 1 … 10,
•
p2025 [2]: 0 … 99, Anzahl APDU Retries (Wiederholversuche nach FehlerTelegrammen) , Werkseinstellung = 3
•
p2025 [3]: 1 … 127, maximale Master Adresse, Werkseinstellung = 127
Maximum Info Frames, Werkseinstellung = 1
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
144
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
P-Nr
Parameter Name
p2026
Einstellung des COV_Increments
(COV = Change of values) 0 … 4194303.000, Werkseinstellung = 0.100
COV_Increment: Wertänderung des "Present Value" einer Objekt-Instanz, bei der
die Übertragung einer UnConfirmedCOVNotification oder
ConfirmedCOVNotification vom Server stattfinden soll.
•
p2026 [0]: COV increment von Objekt-Instanz "Analog Input 0"
•
p2026 [1]: COV increment von Objekt-Instanz "Analog Input 1"
•
p2026 [2]: COV increment von Objekt-Instanz "Analog Input 10"
• p2026 [3]: COV increment von Objekt-Instanz "Analog Input 11"
Über diese Parameter können Sie einstellen, bei welchen Wertänderungen eine
UnConfirmedCOVNotification oder ConfirmedCOVNotification gesendet wird. So
bedeutet die Werkseinstellung 0.100, dass eine UnConfirmedCOVNotification oder
ConfirmedCOVNotification gesendet wird, wenn sich der betrachtete Wert (z. B. bei
einem Regelbereich von 0 … 10 V) um den Betrag von ≥ 0,1 ändert. Natürlich nur,
wenn vorher ein SubscribeCOV-Dienst für die jeweilig Objekt-Instanz aktiviert
wurde.
Die Einstellung des COV-Increments können Sie auch über die Objekt-Eigenschaft
"COVIncrement" des jeweiligen Analogeingangs vornehmen.
p2040
Feldbus-Überwachungszeit
0 ms … 65535000 ms, Werkseinstellung = 100 ms
Hinweis: Die Werkseinstellung ist für die Kommunikation mit BACnet
möglicherweise zu klein und muss erhöht werden. Bitte passen Sie den Wert den
Anforderungen und Eigenschaften Ihrer Anlage an.
Die Werkseinstellung von 100 ms liegt darin begründet, dass über die RS485Schnittstelle auch die Kommunikationsprotokolle für USS und Modbus RTU
abgefahren werden.
6.2.4.3
Unterstützte Dienste und Objekte
BIBBs die vom Umrichter genutzt werden
Die BIBBs sind eine Sammlung von einem oder mehreren BACnet-Diensten (Services). Die
BACnet-Dienste sind in A- und B- Devices unterteilt. Ein A-Device arbeitet als Client und ein
B-Device als Server.
Der Umrichter ist ein Server und arbeitet somit als B-Device, als "BACnet Application
Specific Controller" (B-ASC).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
145
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Die CU230P-2 HVAC nutzt die nachfolgend aufgeführten BIBBs:
Tabelle 6- 36 Übersicht über die von der CU230P-2 HVAC genutzten BIBB und den zugehörigen Diensten
Kurzbezeichnung
BIBB
Dienst
DS-RP-B
Data Sharing-ReadProperty-B
ReadProperty
DS-WP-B
Data Sharing-WriteProperty-B
WriteProperty
DM-DDB-B
Device Management-Dynamic Device
Binding-B
•
Who-Is
•
I-Am
Device Management-Dynamic Object
Binding-B
•
Who-Has
•
I-Have
DM-DCC-B
Device ManagementDeviceCommunicationControl-B
DeviceCommunicationControl
DS-COV-B
Data Sharing-COV-B
•
SubscribeCOV,
•
ConfirmedCOVNotification,
•
UnConfirmedCOVNotification
DM-DOB-B
Der Umrichter kann gleichzeitig bis zu 32 SubscribeCOV-Dienste bearbeiten. Diese können
sich alle auf die gleiche oder auf unterschiedliche Objektinstanzen beziehen.
SubscribeCOV wird für Binärwert-Objekte (BVxx) und für Analoge Eingabe-Objekte (AI xx)
unterstützt.
Hinweis
SubscribeCOV-Dienste sind nicht remanent; d. h. beim Ausschalten gehen COV, die noch
nicht ausgeführt wurden, verloren und müssen beim Neustart der CU erneut initiiert werden.
Tabelle 6- 37 Kennziffern der unterstützten Objekttypen in BACnet
Objekt-Typ
Kennziffer für BACnet-Objekt-Typ
Device
8
Digitaleingang
3
Digitalausgang
4
Digitalwert
5
Analogeingang
0
Analogausgang
1
Analogwert
2
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
146
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Tabelle 6- 38 Objekteigenschaften des Objekt-Typs "Device"
•
Object_Identifier
•
Application_Software_Version
•
APDU_Timeout
•
Object_Name
•
Protocol_Version
•
Number_Of_APDU_Retries
•
Object_Type
•
Protocol_Revision
•
Max Master
•
System_Status
•
Protocol_Services_Supported
•
Max Info Frames
•
Vendor_Name
•
Protocol_Object_Types_Supported
•
Device Address Binding
•
Vendor_Identifier
•
Object_List
•
Database Revision
•
Model_Name
•
Max_APDU_Length_Accepted 1)
•
Firmware_Revision
•
Segmentation_Supported 2)
1)
Maximalwert = 480, 2) wird nicht unterstützt
Tabelle 6- 39 Objekteigenschaften der weiteren Objekt-Typen
Objekt -Eigenschaft
Objekt-Typ
Binäre Eingabe
Binäre Ausgabe
Binärer Wert
Analoge Eingabe
Analoger Wert
Object_Identifier
X
X
X
X
X
Object_Name
X
X
X
X
X
Object_Type
X
X
X
X
X
Present_Value
X
X
X
X
X
Status_Flags
X
X
X
X
X
Event_State
X
X
X
X
X
Out_Of_Service
X
X
X
X
X
Priority_Array
X
X*
X*
Relinquish_Default
X
X*
X*
Units
X
Polarity
X
X
Active_Text
X
X
X
Inactive_Text
X
X
X
COV_Increment
X
X
* nur für Befehlswerte (Zugriffstyp C)
Hinweis
Für den Zugriffstyp gibt es die Ausprägungen
• C: commandable (ausführbar)
• R: Readable (lesbar)
• W: Writable (schreibbar)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
147
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Tabelle 6- 40 Binäre Eingabe-Objekte
InstanzID
Objekt-Name
Beschreibung
Mögliche
Werte
Text aktiv /
Text inaktiv
ZugriffsTyp
Parameter
BI0
DI0 ACT
Zustand von DI 0
ON/OFF
ON/OFF
R
r0722.0
BI1
DI1 ACT
Zustand von DI 1
ON/OFF
ON/OFF
R
r0722.1
BI2
DI2 ACT
Zustand von DI 2
ON/OFF
ON/OFF
R
r0722.2
BI3
DI3 ACT
Zustand von DI 3
ON/OFF
ON/OFF
R
r0722.3
BI4
DI4 ACT
Zustand von DI 4
ON/OFF
ON/OFF
R
r0722.4
BI5
DI5 ACT
Zustand von DI 5
ON/OFF
ON/OFF
R
r0722.5
BI7
DI7 ACT
Zustand von AI 1 verwendet als DI
ON/OFF
ON/OFF
R
r0722.11
BI8
DI8 ACT
Zustand von AI 2 verwendet als DI
ON/OFF
ON/OFF
R
r0722.12
BI10
DO0 ACT
Zustand von DO 0 (Relais 1)
ON/OFF
ON/OFF
R
read r747.0
BI11
DO1 ACT
Zustand von DO 1 (Relais 2)
ON/OFF
ON/OFF
R
read r747.1
BI12
DO2 ACT
Zustand von DO2 (Relais 3)
ON/OFF
ON/OFF
R
read r747.2
Tabelle 6- 41 Binäre Ausgabe-Objekte
InstanzID
Objekt-Name
Beschreibung
Mögliche
Werte
Text aktiv /
Text inaktiv
ZugriffsTyp
Parameter
BO0
DO0 CMD
Steuert DO 0 (Relais 1)
ON/OFF
ON/OFF
C
p0730
BO1
DO1 CMD
Steuert DO 1 (Relais 2)
ON/OFF
ON/OFF
C
p0731
BO2
DO2 CMD
Steuert DO 2 (Relais 3)
ON/OFF
ON/OFF
C
p0732
Tabelle 6- 42 Binärwert-Objekte
InstanzID
Objekt-Name Beschreibung
Mögliche
Werte
BV0
RUN/ STOP
ACT
Umrichterzustand unabhängig von
der Befehlsquelle
BV1
FWD/ REV
BV2
Text
aktiv
Text
inaktiv
ZugriffsTyp
Parameter
RUN/ STOP STOP
RUN
R
r0052.2
Drehrichtung unabhängig von der
Befehslquelle
REV/ FWD
FWD
REV
R
r0052.14
FAULT ACT
Fehlerzustand des Umrichters
FAULT/OK
FAULT
OK
R
r0052.3
BV3
WARN ACT
Warnzustand des Umrichters
WARN/OK
WARN
OK
R
r0052.7
BV4
HAND/
AUTO ACT
Zeigt die Quelle der
Umrichtersteuerung Hand/Auto
AUTO/HAN
D
AUTO
LOCAL
R
r0052.9
BV7
CTL
OVERRIDE
ACT
ACT zeigt an, wenn die
Umrichtersteuerung über BV93 an
die BACnet Override-Steuerung
übergeben wurde.
ON/ OFF
0
1
R
r2032[10]
Beachten Sie, dass die Betriebsart
"Hand" des Bedienfelds höhere
Priorität als die BACnet OverrideSteuerung hat.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
148
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
InstanzID
Objekt-Name Beschreibung
Mögliche
Werte
Text
aktiv
Text
inaktiv
ZugriffsTyp
Parameter
BV8
AT SETPOINT
Sollwert erreicht
YES/ NO
YES
NO
R
r0052.8
BV9
AT MAX
FREQ
Maximaldrehzahl erreicht
YES/ NO
YES
NO
R
r0052.10
BV10
DRIVE
READY
Umrichter Betriebsbereit
YES/ NO
YES
NO
R
r0052.1
BV15
RUN COM
ACT
ACT zeigt den Zustand des EINYES/ NO
Befehls, unabhängig von der Quelle
0
1
R
r2032[0]
BV16
HIB MOD
ACT
ACT bedeutet, der Umrichter
arbeitet im Energiesparmodus.
ON/ OFF
0
1
R
r2399[1]
BV17
ESM MOD
ACT bedeutet, der Umrichter
arbeitet im Notfallbetrieb
ON/ OFF
0
1
R
r3889[0]
BV20
RUN/ STOP
CMD
ON-Befehl für den Umrichter (bei
Steuerung über BACnet)
RUN/ STOP 0
1
C
r0054.0
BV21
FWD/ REV
CMD
Drehrichtung umkehren (bei
Steuerung über BACnet)
REV/ FWD
0
1
C
r0054.11
BV22
FAULT
RESET
Fehler quittieren (bei Steuerung
über BACnet)
RESET/NO
0
1
C
r0054.7
BV24
CDS
Local/Remote
Local/Remo
te
YES
NO
C
r0054.15
BV26
RUN ENA
CMD
Umrichterbetrieb freigeben
ENABLE
D
DISABL
ED
C
r0054.3
BV27
OFF2
Zustand OFF2
RUN/ STOP 0
1
C
r0054.1
BV28
OFF3
Zustand OFF3
RUN/ STOP 0
1
C
r0054.2
Hinweis:
Über BV28 werden auch die Bits
r0054.4, r0054.5 und r0054.6
gesetzt bzw. zurückgesetzt
BV50
ENABLE PID PID-Regler freigeben
ENABLE
D
DISABL
ED
C
p2200
BV90
LOCAL
LOCK
Umrichtersteuerung über HAND
(Bedienfeld) sperren
LOCK
UNLOC
K
C
p0806
BV93
CTL
OVERRIDE
CMD
Umrichtersteuerung über BACnet
Override-Steuerung
0
1
C
r0054.10
ON/ OFF
Tabelle 6- 43 Analoge Eingabe-Objekte
Instanz- Objekt-Name
ID
Beschreibung
Einheit Bereich
ZugriffsTyp
Parameter
AI0
ANALOG INPUT 0
Eingangssignal von AI0
V/mA
-300.0 … 300.0
R
r0752[0]
AI1
ANALOG INPUT 1
Eingangssignal von AI1
V/mA
-300.0 … 300.0
R
r0752[1]
AI10
ANALOG INPUT 0
SCALED
Normiertes Eingangssignal von AI 0 %
-100.0 … 100.0
R
r0755[0]
AI11
ANALOG INPUT 1
SCALED
Normiertes Eingangssignal von AI 1 %
-100.0 … 100.0
R
r0755[1]
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
149
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Tabelle 6- 44 Analogwert-Objekte
Instanz- Objekt-Name
ID
Beschreibung
Einheit Bereich
Zugriff
s-Typ
Parameter
AV0
OUTPUT FREQ_Hz
Ausgangsfrequenz (Hz)
Hz
-327.68 … 327.67
R
r0024
AV1
OUTPUT FREQ_PCT
Ausgangsfrequenz (%)
%
-100.0 … 100.0
R
HIW
AV2
OUTPUT SPEED
Motordrehzahl
RPM
-16250 … 16250
R
r0022
AV3
DC BUS VOLT
Zwischenkreisspannung.
V
0 … 32767
R
r0026
AV4
OUTPUT VOLT
Ausgangsspannung
V
0 … 32767
R
r0025
AV5
CURRENT
Motorstrom
A
0 … 163.83
R
r0027
AV6
TORQUE
Motordrehmoment
Nm
- 325.00 … 325.00
R
r0031
AV7
POWER
Motorleistung
kW
0 … 327.67
R
r0032
AV8
DRIVE TEMP
Kühlkörpertemperatur
°C
0 … 327.67
R
r0037
AV9
MOTOR TEMP
Gemessene oder berechnete
Motortemperatur
°C
0 … 327.67
R
r0035
AV10
KWH (NR)
Kumulierter Energieverbrauch
des Umrichters (nicht
rücksetzbar!)
kWh
0 … 32767
R
r0039
AV12
INV RUN TIME (R)
Betriebsstunden des Motors
(wird durch Eingabe von "0"
zurückgesetzt)
h
0 … 4294967295
W
p0650
AV13
INV Model
Code-Nummer des Power
Modules
---
R
r0200
AV14
INV FW VER
Firmware-Version
---
R
r0018
AV15
INV POWER
Bemessungsleistung des
Umrichters
kW
0 … 327.67
R
r0206
AV16
RPM STPT 1
Bezugsdrehzahl des Umrichters
RPM
6.0 … 210000
W
p2000
AV17
FREQ STPT PCT
Sollwert 1 (bei Steuerung über
BACnet)
%
-199.99 … 199.99
C
HSW
AV18
ACT FAULT
Fehlernummer des anstehenden --Fehlers
0 … 32767
R
r0947[0]
AV19
PREV FAULT 1
Fehlernummer des letzten
Fehlers
---
0 … 32767
R
r0947[1]
AV20
PREV FAULT 2
Fehlernummer des vorletzten
Fehlers
---
0 … 32767
R
r0947[2]
AV21
PREV FAULT 3
Fehlernummer des drittletzten
Fehlers
---
0 … 32767
R
r0947[3]
AV22
PREV FAULT 4
Fehlernummer des viertletzten
Fehlers
---
0 … 32767
R
r0947[4]
AV25
Select Setpoint Source Befehl zum Auswählen der
Sollwertquelle
---
0 … 32767
W
p1000
AV28
AO1 ACT
Signal von AO 1
mA
-100.0 … 100.0
R
r0774.0
AV29
AO2 ACT
Signal von AO 1
mA
-100.0 … 100.0
R
r0774.1
AV30
MIN SPEED
Minimaldrehzahl
RPM
0.000 – 19500.000
W
p1080
AV31
MAX FREQ
Maximaldrehzahl
RPM
0.000 … 210000.000
W
p1082
AV32
ACCEL TIME
Hochlaufzeit
s
0.00 … 999999.0
W
p1120
AV33
DECEL TIME
Rücklaufzeit
s
0.00 … 999999.0
W
P1121
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
150
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.2 Kommunikation über RS485
Instanz- Objekt-Name
ID
Beschreibung
Einheit Bereich
Zugriff
s-Typ
Parameter
AV34
CUR LIM
Stromgrenze
A
0.00 … 10000.00
R
p0640
AV39
ACT WARN
Anzeige der anstehenden
Warnung
---
0 … 32767
R
r2110[0]
AV40
PREV WARN 1
Anzeige der letzten Warnung
---
0 … 32767
R
r2110[1]
AV41
PREV WARN 2
Anzeige der vorletzten Warnung ---
0 … 32767
R
r2110[2]
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
151
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
6.3
Kommunikation über CANopen
Umrichter am CAN-Bus anschließen
Verbinden Sie den Umrichter über die neunpolige SUB-D-Stiftleiste mit dem Feldbus.
Die Anschlüsse der Stiftleiste sind kurzschlussfest und potenzialfrei. Wenn der Umrichter
den ersten oder letzten Slave im CANopen-Netz bildet, müssen Sie den
Busabschlusswiderstand zuschalten.
Weitere Informationen zur SUB-D-Stiftleiste und zum Busabschlusswiderstand finden Sie im
Abschnitt Schnittstellen, Stecker, Schalter, Steuerklemmen und LEDs der CU (Seite 46).
Umrichter in CANopen integrieren
Um den Umrichter in CANopen zu integrieren, empfehlen wir folgende Vorgehensweise:
1. Node-ID und Baudrate einstellen
2. Überwachung der Kommunikation und Verhalten des Umrichters (Seite 155) einstellen
3. den Umrichter über das Predefined Connection Set Set in CAN einbinden
4. falls erforderlich, weitere spezifische Anpassungen über das freie Freies PDO-Mapping
durchführen.
5. BiCo-Verschaltung anpassen
Hinweis
Im Projektierungsbeispiel (Seite 179) finden Sie eine detaillierte Beschreibung, wie Sie
den Umrichter in ein CANopen-System integrieren.
Weitergehende Informationen zum Konfigurieren der Kommunikation finden Sie in den
Abschnitten Weitere CANopen-Funktionen (Seite 167) und Objektverzeichnisse
(Seite 170).
Allgemeine Informationen zu CAN
Allgemeine Informationen zu CAN finden Sie auf den CAN-Internetseiten (http://www.cancia.org) , eine Erläuterung der CAN-Terminologie liefert das CANdictionary unter CANDownloads (http://www.can-cia.org/index.php?id=6).
Die EDS-Datei ist die Beschreibungsdatei der SINAMICS G120-Umrichter für CANopenNetze.
Wenn Sie die EDS-Datei in Ihren CAN-Controller laden, können Sie die Objekte des
Geräteprofils DSP 402 nutzen.
1. Sie finden die EDS-Datei der Umrichter im Internet
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/48351511).
Im Abschnitt Projektierungsbeispiel (Seite 179) finden Sie ein Beispiel, wie Sie den
Umrichter mit Hilfe der EDS an einen CAN-Controller anbinden.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
152
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.1
CANopen-Funktionalität des Umrichters
CANopen ist ein auf CAN basierendes Kommunikationsprotokoll mit Linientopologie und
arbeitet auf der Basis von Kommunikationsobjekten (COB).
Die Kommunikation zwischen Umrichter und Steuerung kann über das Predefined
Connection Set (Seite 165) oder über Freies PDO-Mapping (Seite 166) hergestellt werden
Kommunikationsobjekte (COB)
Der Umrichter arbeitet mit Kommunikationsobjekten aus folgenden Profilen:
● CANopen-Kommunikationsprofil DS 301 Version 4.0,
● Geräteprofil DSP 402 (Drives and Motion Control) Version 2.0
● Indikatorprofil DR303-3 Version 1.0.
Im Einzelnen sind dies:
● SDO
Servicedatenobjekte zum Lesen und Ändern von Parametern
● PDO
Prozessdatenobjekte zum Übertragen von Prozessdaten, TPDO zum senden, RPDO
zum Emfpangen
● NMT
Netzwerkmanagement-Objekte zur Steuerung der CANopen-Kommunikation und zur
Überwachung der einzelnen Teilnehmer (Knoten), auf der Basis einer Master-Slave
Beziehung.
● SYNC
Synchronisationsobjekte
● EMCY
Zeitstempel und Fehlermeldungen
COB-ID
Ein Kommunikationsobjekt enthält die Daten, die übertragen werden, und eine 11 Bit lange
COB-ID, über die es eindeutig identifiziert ist. Über die COB-ID wird auch die Priorität für die
Abarbeitung der Kommunikationsobjekte gesteuert. Grundsätzlich gilt, dass das
Kommunikationsobjekt mit der niedrigsten COB-ID die höchste Priorität besitzt.
COB-ID für die einzelnen Kommunikationsobjekte
Nachfolgend finden Sie die Vorgaben für die COB-IDs der einzelnen Kommunikationsobjekte
• COB-IDNMT = 0
kann nicht geändert werden
• COB-IDSYNC = frei
in den meisten Fällen mit 80 hex vorbelegt
• COB-IDEMCY = frei
In den meisten Fällen COB-IDSYNC + node-ID = COB-IDEMCY
• COB-IDTPDO = frei
Im freien PDO-Mapping *)
Im freien PDO-Mapping *)
• COB-IDRPDO = frei
• COB-IDTSDO = 580 + Node-ID
• COB-IDRSDO = 600 + Node-ID
• COB-IDNode Guarding/Heartbeat = 700 + Node-ID
*) COB-ID für RPDO und TPDO beim "Predefined Connection Set" siehe Seite (Seite 165) .
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
153
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.2
CANopen in Betrieb nehmen
6.3.2.1
Node-ID und Baudrate einstellen
Um die Kommunikation zu ermöglichen, müssen Sie im Umrichter die Node-ID und die
Baudrate einstellen.
VORSICHT
Änderungen von Node-ID oder Baudrate werden erst nach Aus- und Wiedereinschalten
wirksam. Insbesondere muss auch die gegebenenfalls vorhandene externe 24-VVersorgung abgeschaltet werden.
Beachten Sie, dass Sie vor dem Ausschalten die Änderungen über RAM -> ROM (
speichern müssen.
)
Die aktuell aktive Node-ID wird im Parameter r8621 angezeigt.
Node-ID einstellen
Die Node-ID können Sie entweder über DIP-Schalter auf der Control Unit, über den
Parameter p8620 oder im STARTER in der Maske unter "Control Unit/Kommunikation/CAN"
im Reiter CAN-Schnittstelle festlegen.
Gültige Node-IDs:
1 … 126
Ungültige Node-IDs:
0, 127
Wenn Sie über DIP-Schalter eine gültige Node-ID einstellen, ist immer diese wirksam und
p8620 lässt sich nicht ändern.
Wenn Sie alle DIP-Schalter auf "OFF" (0) oder "ON" (1) einstellen, ist die in p8620 bzw. die
im STARTER eingestellte Node-ID wirksam.
Position und Einstellung der DIP-Schalter sind im Abschnitt Schnittstellen, Stecker, Schalter,
Steuerklemmen und LEDs der CU (Seite 46) beschrieben.
Übertragungsgeschwindigkeit einstellen
Die Übertragungsgeschwindigkeit können Sie im Bereich von 10 kbit/s … 1 Mbit/s über den
Parameter p8622 oder in der STARTER-Maske "Control Unit/Kommunikation/CAN" im
Reiter CAN-Schnittstelle einstellen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
154
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.2.2
Überwachung der Kommunikation und Verhalten des Umrichters
Die Kommunikationsüberwachung kann sowohl über Node Guarding als auch über
Heartbeat-Protokoll (Heartbeat-Producer) erfolgen.
Node Guarding
Der Master sendet Überwachungsanfragen über das Node Guarding-Protokoll an die
Slaves.
Wenn der Umrichter innerhalb der Life Time kein Node Guarding-Protokoll empfängt, geht er
in Störung (F08700).
Life Time = Guard time (p8601.0) * Life Time Factor (p8604.1)
Heartbeat
Der Slave sendet periodisch Heartbeat-Nachrichten. Diese Nachricht kann von anderen
Slaves und vom Master überwacht werden. Falls ein Heartbeat ausbleibt, können im Master
entsprechende Reaktionen eingestellt werden.
Die Einstellungen zum Heartbeat-Protokoll erfolgen im Parameter 8606.
Hinweis
Hinweis
Node Guarding und Heartbeat sind gegeneinander verriegelt. D. h., wenn der Parameter für
die eine Funktion ungleich 0 ist, kann die andere nicht verwendet werden.
In der Werkseinstellung sind beide Funktionen deaktiviert.
Verhalten des Umrichters bei einer Bus-Störung - CAN Controller Zustand "Bus off" (Umrichterfehler
F8700, Störwert 1)
Wenn Sie den Busfehler über OFF/ON quittieren, wird damit auch der Bus OFF-State
aufgehoben und die Kommunikation wird neu gestartet.
Wenn Sie den Busfehler über den DI 2 oder direkt über p3981 quittieren, bleibt der
Umrichter im Bus OFF-State. Um die Kommunikation neu zu starten. müssen Sie in diesem
Fall p8608 = 1 setzen.
WARNUNG
Wenn Sie den Busfehler über den DI 2 oder direkt über p3981 quittieren und p8641 = 0
gesetzt ist (Umrichter geht bei Busfehler nicht in Störung), müssen Sie die Kommunikation
über p8608 = 1 neu starten, bevor Sie den Motor über die Steuerung stoppen können.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
155
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.2.3
SDO-Dienste
Mit den SDO-Diensten greifen Sie auf das Objektverzeichnis des angeschlossenen
Antriebsgeräts zu. Eine SDO-Verbindung ist eine Peer-to-Peer-Kopplung zwischen SDOClient und -Server.
Das Antriebsgerät mit seinem Objektverzeichnis ist ein SDO-Server.
Für den SDO-Kanal eines Antriebsgerätes sind die Identifier nach CANopen wie folgt
festgelegt.
Empfangen:
Server <= Client:
COB-ID = 600 hex + Node ID
Senden:
Server => Client:
COB-ID = 580 hex + Node ID
Eigenschaften
Die SDO haben folgende Eigenschaften:
● SDO werden in den Zuständen Preoperational und Operational übertragen
● Die Übertragung wird bestätigt
● Die Übertragung erfolgt asynchron (entspricht dem azyklischen Datenaustausch bei
PROFIBUS DB)
● Übertragung von Werten > 4 Byte (normal transfer)
● Übertragung von Werten ≤ 4 Byte (expedited transfer)
● Alle Parameter des Antriebsgerätes lassen sich über SDO ansprechen
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
156
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
Aufbau der SDO-Protokolle
Die SDO-Dienste verwenden je nach Aufgabe das passende Protokoll. Der grundsätzliche
Aufbau ist nachfolgend dargestellt:
Kopfinformation
n Nutzdaten
Byte 0
Byte 1 und 2
Byte 3
Byte 4 ... 7
CS
index
sub index
Länge
● In Byte 0 ist die Art des Protokolls enthalten:
– 2F hex: Schreiben 4 Byte
– 2B hex: Schreiben 3 Byte
– 27 hex: Schreiben 2 Byte
– 23 hex: Schreiben 1 Byte
– 40 hex: Leseanforderung
– 4F hex: Lesen 4 Byte
– 4B hex: Lesen 3 Byte
– 47 hex: Lesen 2 Byte
– 43 hex: Lesen 1 Byte
– 60 hex: Schreibbestätigung
– 80 hex: Fehler
● Byte 1 und 2 enthält den Index (SINAMICS-Parameternummer)
● Byte 3 enthält den Subindex (SINAMICS-Parameterindex)
● Byte 4 … 7 enthalten die Daten entsprechend der zweiten Stelle von Byte 0. Im Falle
eines Fehlers enthalten diese Bytes den Abbruchcode
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
157
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
SDO-Abbruchcodes
Tabelle 6- 45 SDO-Abbruchcodes
Abbruchcode
Beschreibung
0503 0000h
Toggle bit not alternated.
Umschaltbit hat nicht gewechselt
0504 0000h
SDO protocol timed out.
Zeitüberschreitung beim SDO-Protokoll
0504 0001h
Client/server command specifier not valid or unknown.
Client-/Server-Befehl nicht gültig oder unbekannt
0504 0005h
Out of memory.
Speicherüberlauf
0601 0000h
Unsupported access to an object.
Nicht unterstützer Zugriff auf ein Objekt
0601 0001h
Attempt to read a write only object.
Versuch, ein "nur-Schreiben-Objekt" zu lesen
0601 0002h
Attempt to write a read only object.
Versuch, in ein "nur-Lesen-Objekt" zu schreiben
0602 0000h
Object does not exist in the object dictionary.
Objekt existiert im Objektverzeichnis nicht
0604 0041h
Object cannot be mapped to the PDO.
Objekt kann mit dem PDO nicht verknüpft werden
0604 0042h
The number and length of the objects to be mapped would exceed PDO length.
Die Zahl und Länge der Objekte, die verknüpft werden sollen, überschreitet die PDOLänge
0604 0043h
General parameter incompatibility reason.
Grundsätzliche Parameter-Inkompatibilität
0604 0047h
General internal incompatibility in the device.
Grundsätzliche Inkombatibiliät im Gerät
0602 0000h
Object does not exist in the object dictionary.
Objekt existiert im Objektverzeichnis nicht
0604 0041h
Object cannot be mapped to the PDO.
Objekt kann mit dem PDO nicht verknüpft werden
0604 0042h
The number and length of the objects to be mapped would exceed PDO length.
Die Zahl und Länge der Objekte, die verknüpft werden sollen, überschreitet die PDOLänge
0604 0043h
General parameter incompatibility reason.
Grundsätzliche Parameter-Inkompatibilität
0604 0047h
General internal incompatibility in the device.
Grundsätzliche Inkombatibiliät im Gerät
0606 0000h
Access failed due to an hardware error.
Zugriff aufgrund eines Hardwarefehlers fehlgeschlagen
0607 0010h
Data type does not match, length of service parameter does not match.
Datentyp und Länge des Service-Parameters stimmen nicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
158
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
0607 0012h
Data type does not match, length of service parameter too high.
Datentyp stimmt nicht, Länge des Service-Parameters zu groß
0607 0013h
Data type does not match, length of service parameter too low.
Datentyp stimmt nicht, Länge des Service-Parameters zu klein
0609 0011h
Sub-index does not exist.
Subindex existiert nicht
0609 0030h
Value range of parameter exceeded (only for write access).
Wertebereich des Parameters überschritten (nur für Schreibzugriff)
0609 0031h
Value of parameter written too high.
Subindex existiert nicht
0609 0032h
Value of parameter written too low.
Wert des geschriebenen Parameters zu klein
0609 0036h
Maximum value is less than minimum value.
Maximalwert ist kleiner als der Minimalwert
0800 0000h
General error.
Allgemeiner Fehler
0800 0020h
Data cannot be transferred or stored to the application.
Daten können nicht übertragen oder in der Applikation gespeichert werden
0800 0021h
Data cannot be transferred or stored to the application because of local control.
Daten können aufgrund der lokalen Steuerung nicht übertragen oder gespeichert
werden
0800 0022h
Data cannot be transferred or stored to the application because of the current device
state.
Daten können wegen des Gerätezustands nicht übertragen oder gespeichert werden
0800 0023h
Object dictionary dynamic generation failed or no object dictionary is present (e.g.
object dictionary is generated from file and generation fails because of a file error).
Dynamisches Erzeugen des Objektverzeichnisses fehlgeschlagen oder kein
Objektverzeichnis vorhanden (z. B. Objektverzeichnis wurde aus einer fehlerhaften
Datei erzeugt)
6.3.2.4
Zugriff auf SINAMICS-Parameter über SDO
Wenn Sie in CANopen über die Steuerung Umrichterparameter ändern möchten, nutzen Sie
dazu Servicedatenobjekte (SDO). SDO werden sowohl im Zustand Operational als auch in
Preoperational übertragen.
Über SDO können Sie auch die RPDO- und TPDO-Telegramme konfigurieren. Die Objekte,
die dazu zur Verfügung stehen, finden Sie im Abschnitt Objektverzeichnisse (Seite 170).
Anpassen der Parameternummern
Die Umrichterparameter können über den SDO-Parameterkanal im Bereich von
2000 hex … 470F hex des CANopen Objektverzeichnisses angesprochen werden
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
159
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
Da über diesen Bereich nicht alle Parameter direkt angesprochen werden können, setzt sich
ein Umrichterparameter in CAN immer aus zwei Parametern aus dem Umrichter zusammen,
dies sind einmal der über Parameter p8630[2] vorgegebene Offset und der Parameter
selbst.
● für alle Paramter < 9999 gilt:
– p8630[2] = 0,
– Umrichterparameter -> Hex + 2000 hex
Beispiel: Beim Parameter p0010 folgt 200A hex als Objektnummer im SDO-Auftrag
● für alle Paramter 9999 < 19999 gilt:
– p8630[2] = 1,
– (Umrichterparameter - 10000) -> Hex + 2000 hex
Beispiel: Beim Parameter p11000 folgt 23E8 hex als Objektnummer im SDO-Auftrag
● für alle Paramter 19999 < 29999 gilt:
– p8630[2] = 2,
– (Umrichterparameter - 20000) -> Hex + 2000 hex
Beispiel: Beim Parameter r20001 folgt 2001 hex als Objektnummer im SDO-Auftrag
● für alle Paramter 29999 < 39999 gilt:
– p8630[2] = 3,
– (Umrichterparameter - 30000) -> Hex + 2000 hex
Beispiel: Beim Parameter p31020 folgt 23FC hex als Objektnummer im SDO-Auftrag
Auswahl Indexbereich
Da außerdem in einem CANopen-Objekt nicht mehr als 255 Indices übertragen werden
können, müssen für Parameter, die mehr Indices besitzen weitere CANopen-Objekte
angelegt werden. Dies geschieht über p8630[1]. Insgesamt können maximal 1024 Indices
übertragen werden.
● P8630[1] = 0: 0 … 255
● P8630[1] = 1: 256 … 511
● P8630[1] = 2: 512 … 767
● P8630[1] = 3: 768 … 1023
Zugriff auf CANopen-Objekte und Umrichterparameter
● p8630[0] = 0: nur Zugriff auf CANopen-Objekte (SDO, PDO, ...)
● p8630[0] = 1: Zugriff auf virtuelle CANopen-Objekte (Umrichterparameter)
● p8630[0] = 2: für G120-Umrichter ohne Bedeutung
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
160
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
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6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.2.5
PDO und PDO-Dienste
Prozessdatenobjekte (PDO)
Die (Echtzeit-)Übertragung der Prozessdaten erfolgt bei CANopen über
Prozessdatenobjekte "Process Data Objects" (PDO). Es gibt Sende- und Empfangs-PDO.
Mit dem G120-Umrichter werden je acht Sende-PDO (TPDO) und acht Empfangs-PDO
(RPDO) übertragen.
Ein PDO wird durch den PDO-Kommunikationsparameter und den PDO-Mappingparameter
definiert.
Die PDO müssen mit den Objekten des Objektverzeichnisses verknüpft werden, welche die
Prozessdaten enthalten. Sie können dazu Freies PDO-Mapping (Seite 166) oder das
Predefined Connection Set (Seite 165) verwenden.
Hinweis
Umschalten zwischen Verschaltung über Freies PDO-Mapping und Predefined Connection
Set
Zum Umschalten vom Freien PDO-Mapping (Werkseinstellung) auf Mapping über das
Predefined Connection Set benötigen Sie die Parameter p8744 und p8741 aus der
Expertenliste.
Mit p8744 wählen Sie die Methode der Verschaltung an (p8744 = 0: Freies PDO-Mapping,
p8744 = 1: Predefined Connection Set), mit p8741 =1 bestätigen Sie die Übernahme. p8741
geht nach der Übernahme wieder auf 0 zurück.
Parameterbereich für PDO
● RPDO
– Im Umrichter: p8700 … p8717
– In CAN:
1400 hex ff
● TPDO
– Im Umrichter: p8720 … p8737
– In CAN:
1800 hex ff
Hinweis
Für jedes RPDO wird ein Kanal im CAN-Controller belegt. TPDO nutzen im CANController immer zwei fest eingestellte Kanäle
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
161
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6.3 Kommunikation über CANopen
Die Struktur dieser Kommunikations- und Mappingparameter ist in folgenden Tabellen
aufgelistet.
Tabelle 6- 46 PDO Kommunikationsparameter
RPDO: 1400h ff (p8700 … 8707), TPDO: 1800h ff (p8720 … p8727 )
Subindex
Name
Datentyp
Parameterindex
(Umrichter)
00h
Höchster Subindex, der unterstützt wird
UNSIGNED8
---
01h
COB-ID
UNSIGNED32
0
02h
Übertragungsart
UNSIGNED8
1
03h
Inhibit time (nur bei TPDO)
UNSIGNED16
2
04h
reserviert (nur bei TPDO)
UNSIGNED8
3
05h
Event timer (nur bei TPDO)
UNSIGNED16
4
Tabelle 6- 47 PDO Mappingparameter
RPDO: 1600h ff (p8710 … 8717), TPDO: 1A00h ff (p8730 … p8730)
Subindex
Name
Datentyp
Parameterindex
(Umrichter)
00h
Anzahl der in das PDO gemappten Objekte (max 4)
UNSIGNED8
---
01h
Erstes gemapptes Objekt
UNSIGNED32
0
02h
Zweites gemapptes Objekt
UNSIGNED32
1
03h
Drittes gemapptes Objekt
UNSIGNED32
2
04h
Viertes gemapptes Objekt
UNSIGNED32
3
Für die Prozessdatenobjekte gibt es folgende Übertragungsarten, die Sie im Index 1 des
Kommunikationsparameters (p8700 … p8707 / p8720 … p8727) im Umrichter einstellen.
● Synchron zyklisch (Index 1: n = 1 … 240) - für TPDO (Transmit-PDO) und RPDO
(Receive-PDO):
– TPDO wird nach jedem n-ten SYNC gesendet
– RPDO wird nach jedem n-ten SYNC empfangen
● Synchron azyklisch (Index 1: 0) - für TPDO
– TPDO wird gesendet, wenn ein SYNC kommt und sich ein Prozessdatum im
Telegramm geändert hat.
● asynchron zyklisch (Index 1: 254, 255 + event time) - für TPDO
– TPDO wird gesendet, wenn sich ein Prozessdatum im Telegramm geändert hat.
● asynchron azyklisch (Index 1: 254, 255) - für TPDO und RPDO
– TPDO wird gesendet, wenn sich ein Prozessdatum im Telegramm geändert hat.
– RPDO wird direkt übernommen wenn es ankommt.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
162
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6.3 Kommunikation über CANopen
Synchrone Datenübertragung
Damit die Geräte am CANopen-Bus während der Übertragung synchronisiert bleiben, muss
in periodischen Abständen ein Synchronisationsobjekt (SYNC-Objekt) übertragen werden.
Jedem PDO, das als synchrones Objekt übertragen wird, muss eine "Übertragungsart",
1 … n, zugewiesen werden. Dabei gilt:
● Übertragungsart 1: das PDO wird in jedem SYNC-Takt übertragen.
● Übertragungsart n: das PDO wird in jedem n-ten SYNC-Takt übertragen.
Die folgende Abbildung zeigt das Prinzip der synchronen und asynchronen Übertragung:
6\QFKURQ)HQVWHUQ
W
6\
QF
6 \ KU R
QF QH
6 \ K U R V3 (
Q F Q H ' 2 U V WH
K U V
RQ 3' ž V6
H V 2 E H \ QF
3 ž U WUD 2
'
2 E H U JXQ E M H
ž WU
J N
E H DJX V D W
U W U Q J U W
$ V DJX V DU
Q W
\Q
F K JVD U
UR
Q H W
V
3'
2
6\
QF
6 \ KU R
$V
QF QH
\Q
6 \ K U R V3
F
QF QH ' 2 Q W KU R
6 \ K U R V 3 ž H V Q H
QF QH '
E 6 \ V3
6\ KUR V3 2ž HU WU QF '2
Q F Q H ' 2 E DJ 2 E
H
X
MH
K U V
R Q 3' ž U W U D Q J V N W
H V 2 E H JX DU
3 ž U W U D Q J W
V
'
2 E H U JXQ DU W
ž W U
J E H DJ X V D
U W U Q J U W
DJ V
XQ DU W
J V Q
$V
DU
\Q
WQ
FK
UR
QH
V
3'
2
6\QFKURQ)HQVWHU
Bild 6-13
Prinzip der synchronen und asynchronen Übertragung
Für synchrone TPDO kennzeichnet die Übertragungsart auch die Übertragungsrate als
Faktor der SYNC-Objekt-Übertragungsperiode. Der Übertragungsart "1" bedeutet dabei,
dass die Nachricht in jedem SYNC Objekt Takt übertragen wird. Der Übertragungsart "n"
bedeutet dabei, dass die Nachricht mit jedem n-ten SYNC Objekt übertragen wird.
Daten von synchronen RPDO, die nach einem SYNC-Signal empfangen wurden, werden an
die Applikation erst nach dem nächsten SYNC-Signal übertragen.
Hinweis
Mit dem SYNC-Signal werden nicht die Applikationen im SINAMICS-Antrieb synchronisiert,
sondern nur die Kommunikation auf dem CANopen-Bus
Asynchrone Datenübertragung
Asynchrone PDO werden ohne Bezug zum SYNC-Signal - zyklisch oder azyklisch übertragen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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163
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6.3 Kommunikation über CANopen
PDO-Dienste
Die PDO-Dienste lassen sich wie folgt unterteilen:
● Write-PDO
● Read-PDO
● SYNC-Dienst
Write-PDO
Der Dienst "Write-PDO" folgt dem Push-Modell. Das PDO hat exakt einen Producer. Es gibt
keinen, einen oder mehrere Consumer.
Über Write-PDO sendet der Producer des PDO die Daten des gemappten
Applikationsobjektes an die einzelnen Consumer.
Read-PDO
Der Dienst "Read-PDO" folgt dem Pull-Modell. Das PDO hat exakt einen Producer. Es gibt
einen oder mehrere Consumer.
Über Read-PDO empfängt der Consumer des PDO die Daten des gemappten
Applikationsobjektes vom Producer.
SYNC-Dienst
Das SYNC-Objekt wird periodisch vom SYNC-Producer versendet. Das SYNC-Signal stellt
den grundlegenden Netzwerk-Takt dar. Die Zeitspanne zwischen zwei SYNC-Signalen wird
im Master durch den Standard-Parameter "Kommunikationszykluszeit" festgelegt.
Um in CANopen Zugriffe in Echtzeit zu gewährleisten, hat das SYNC-Objekt hohe Priorität,
welche über die COB-ID definiert ist. Sie kann über p8602 geändert werden
(Werkseinstellung = 80hex). Der Dienst läuft unbestätigt.
Hinweis
Die COB-ID des SYNC-Objektes muss für alle Teilnehmer eines Busses, die auf das SYNC
Telegramm des Masters reagieren sollen, auf den gleichen Wert eingestellt sein
Die COB-ID des SYNC-Objekts ist im Objekt 1005h (p8602) definiert.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
164
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6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.2.6
Predefined Connection Set
Beim Einbinden über das Predefined Connection Set wird der Umrichter so verschaltet, dass
Sie ohne weitere Einstellungen, bzw. CANopen-Kenntnisse den Motor über die Steuerung
einschalten und einen Sollwert vorgeben können. Der Umrichter gibt das Zustandswort und
den Drehzahlistwert an die Steuerung zurück.
Werksseitig ist der Umrichter auf freies PDO Mapping eingestellt. Umschalten auf das
Predefined Connection Set, siehe Abschnitt PDO und PDO-Dienste (Seite 161).
Wenn Sie die Einstellungen für das Predefined Connection Set vorgenommen haben,
müssen Sie in der Maske "Control Unit/Kommunikation/CAN" im Reiter NetworkManagement den Status Operational anwählen. Danach können Sie den Motor über die
Steuerung einschalten und einen Sollwert vorgeben.
Daten, die Sie mit dem Predefined Connection Set übertragen
• TPDO 1 mit
Steuerwort 1
• RPDO 1 mit
Statuswort 1
• TPDO 2 mit
Steuerwort 1 und Drehzahlsollwert
• RPDO 2 mit
Statuswort 1 und Drehzahlistwert
Die COB-IDs werden nach folgender Formel berechnet und in die Parameter p8700, p8701,
p8720 und 8721 eingetragen.
COB-Id für TPDO und RPDO im Predefined Connection Set
• COB-IDTPDO = 180 hex + Node-ID + ((TPDO-Nr. - 1) * 100 hex)
Beispiel: Gesucht ist die COB-ID des TPDO 2, (Node ID = C hex)
180 hex + C hex + ((2 - 1)*100 hex) = 18C hex + 100 hex = 28C hex
• COB-IDRPDO = 200 hex + Node-ID + ((RPDO-Nr. - 1) * 100 hex)
Beispiel: Gesucht ist die COB-ID des 3. RPDO, (Node ID = C hex)
200 hex + C hex + ((2 - 1) * 100 hex) = 20C hex + 100 hex = 30C hex
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165
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6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.2.7
Freies PDO-Mapping
Mit dem freien PDO-Mapping können Sie weitere Prozessdaten aus dem Objektverzeichnis
entsprechend den Erfordernissen Ihrer Anlage für den PDO-Dienst verschalten.
Werksseitig ist der Umrichter auf freies PDO-Mapping eingestellt. Wenn Ihr Umrichter auf
das Predefined Connection Set umgestellt ist, müssen Sie auf freies PDO-Mapping
umschalten, siehe Abschnitt PDO und PDO-Dienste (Seite 161).
Ein PDO kann bis zu acht Byte Nutzdaten übertragen. Durch das Mapping legen Sie fest,
welche Nutzdaten in einem PDO übertragen werden.
Beispiel
Die folgende Darstellung zeigt an einem Beispiel das PDO-Mapping (die Werte sind
Hexadezimalwerte, z. B. Objektgröße 10 hex entspricht 16 Bit):
Für das Steuerwort und die Solldrehzahl
p08711[0] = 6040
žEHUWUDJHQGHU'DWHQZHUWH
GHU53'22EMHNWH
0DSSLQJGHU3DUDPHWHUI¾UžEHUWUDJXQJYRQ53'2
YRP$QZHQGHUDQJHOHJW
6,1$0,&6
3DUDPHWHU
S>@
S>@
(LQWUDJV1U
0DSSLQJ
2EMHNW
0DSSLQJ
2EMHFW
6SH]LILNDWLRQGHU
$QZHQGXQJVREMHNWH
,QGH[
6XE
2EMHNW
,QGH[
*U¸¡H
$XVVFKQLWWDXVGHP*HU¦WH2EMHNWYHU]HLFKQLV
,QGH[ 6XE
,QG
FRQWUROZRUG
%LW
FRQWUROZRUG
VWDWXVZRUG
WDUJHWYHORFLW\
FRQWUROHIIRUW
%LW
%LW
%LW
%LW
+HDGHU
6WHXHUZRUW
7UDLOHU
6ROO
*HVFKZLQGLJNHLW
5'2(PSIDQJVWHOHJUDPPPLW
GHPYRUGHILILQLHUWHQ$QWULHEVREMHNW
Bild 6-14
PDO-Mapping für Steuerwort und Drehzahlsollwert
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
166
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6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.3
Weitere CANopen-Funktionen
6.3.3.1
Netzwerkmanagement (NMT-Service)
Das Netzwerkmanagement (NMT) ist knotenorientiert und folgt einer Master-SlaveTopologie.
Mit den NMT-Services werden Knoten initialisiert, gestartet, überwacht, zurückgesetzt oder
gestoppt. Jedem NMT-Service folgen zwei Datenbytes. Alle NMT-Services haben die COBID = 0. Sie kann nicht geändert werden.
Der SINAMICS-Umrichter ist ein NMT-Slave, er kann in CANopen folgende Zustände
einnehmen:
● Initialising
Dieser Zustand wird nach Power On durchlaufen. In der Werkseinstellung geht der
Umrichter danach in den Zustand "Pre-Operational", dies entspricht auch dem CANopen
Standard.
Über p8684 können Sie einstellen, dass der Umrichter nach dem Bus-Hochlauf nicht in
"Pre-Operational" sondern in Stopped oder in Operational wechselt.
● Pre-Operational
In diesem Zustand kann der Teilnehmer keine Prozessdaten (PDO) verarbeiten. Er kann
aber über SDO parametriert oder betrieben werden. Das heißt, Sie können über SDO
auch Sollwerte vorgeben.
● Operational
In diesem Zustand kann der Teilnehmer sowohl SDO als auch PDO verarbeiten.
● Stopped
In diesem Zustand kann der Teilnehmer weder PDO noch SDO verarbeiten. Der Zustand
Stopped wird über einen der folgenden Befehle verlassen:
– Enter Pre-Operational
– Start Remote Node
– Reset Node
– Reset Communication
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167
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6.3 Kommunikation über CANopen
Das NMT kennt folgende Übergangszustände:
● Start Remote Node
Befehl zum Übergang vom Kommunikationszustand Pre-Operational zu Operational. Erst
in Operational kann der Antrieb Prozessdaten (PDO) senden und empfangen.
● Stop Remote Node
Befehl zum Übergang von Pre-Operational oder Operational in Stopped. Im Zustand
Stopped kann der Knoten nur noch NMT–Befehle verarbeiten.
● Enter Pre-Operational
Befehl zum Übergang von Operational oder Stopped zu Pre-Operational. Im Zustand
kann der Teilnehmer keine Prozessdaten (PDO) verarbeiten. Er kann aber über SDO
parametriert oder betrieben werden. Das heißt, Sie können über SDO auch Sollwerte
vorgeben.
● Reset Node
Befehl zum Übergang von Operational, Pre-Operational oder Stopped zu Initialisation.
Nach dem Befehl Reset Node, werden alle Objekte (1000 hex - 9FFF hex) in den
Zustand nach Spannung Ein zurückgesetzt.
● Reset Communication
Befehl zum Übergang von Operational, Pre-Operational oder Stopped zu Initialisation.
Nach dem Befehl Reset Communication werden alle Kommunikationsobjekte (1000 hex 1FFF hex) in den Zustand nach Spannung Ein zurückgesetzt.
3RZHU2Q
,QLWLDOLVDWLRQ
5HVHW
&RPPXQLFDWLRQ
$XWRPDWLVFKHU
žEHUJDQJ
5HVHW
1RGH
3UH2SHUDWLRQDO
6WDUW5HPRWH
1RGH
6WRS5HPRWH
1RGH
5HVHW
&RPPXQLFDWLRQ
5HVHW
(QWHU3UH
1RGH
2SHUDWLRQDO
6WRSSHG
6WDUW5HPRWH
1RGH
5HVHW
&RPPXQLFDWLRQ
(QWHU3UH
2SHUDWLRQDO
6WRS5HPRWH
1RGH
5HVHW
1RGH
2SHUDWLRQDO
Bild 6-15
Zustandsdiagramm CANopen
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
168
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6.3 Kommunikation über CANopen
Die Übergangszustände und der angesprochene Teilnehmer werden über den Command
specifier und die Node_ID angezeigt:
Tabelle 6- 48 Übersicht über die NMT-Befehle
NMT-Master - Anforderung ---> NMT-Slave - Meldung
Befehl
Byte 0 (command specifier, cs)
Byte 1
Start
1 (01hex)
Node-ID des angesprochenen Teilnehmers
Stop
2 (02hex)
Node-ID des angesprochenen Teilnehmers
Enter Pre-Operational
128 (80hex)
Node-ID des angesprochenen Teilnehmers
Reset Node
129 (81hex)
Node-ID des angesprochenen Teilnehmers
Reset Communication
130 (82 hex)
Node-ID des angesprochenen Teilnehmers
Der NMT-Master kann eine Anforderung gleichzeitig an einen oder mehrere Slaves richten.
Dabei gilt:
● Anforderung an einen Slave:
Der Slave wird mit seiner Node-ID (1 … 127) angesprochen.
● Anforderung an alle Slaves:
Node-ID = 0
Der aktuelle Zustand des Teilnehmers wird über p8685 angezeigt. Er kann über diesen
Parameter auch direkt geändert werden:
• p8685 = 0
Initialising (nur Anzeige)
• p8685 = 4
Stopped
• p8685 = 5
Operational
• p8685 = 127
Pre-Operational (Werkseinstellung)
• p8685 = 128
Reset Node
• p8685 = 129
Reset Communication
Sie können den NMT-Status auch im STARTER über "Control_Unit / Kommunikation / CAN"
im Reiter "Network-Management" ändern.
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169
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.4
Objektverzeichnisse
RPDO-Konfigurationsobjekte
Die folgenden Tabellen listen die Kommunikations- und Mappingparameter zusammen mit
den Indices für die einzelnen RPDO-Konfigurationsobjekte auf. Die Konfigurationsobjekte
werden über SDO hergestellt.
Tabelle 6- 49 RPDO-Konfigurationsobjekte - Kommunikationsparameter
OVIndex
(hex)
SubIndex
(hex)
Name des Objekts
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
2
Transmission type
1400
SINAMICSParameter
Datentyp
Predefined
Connection Set
schreib-/
lesbar
Unsigned8
2
R
p8700.0
Unsigned32
200 hex + Node–ID
R/W
p8700.1
Unsigned8
FE hex
R/W
Receive PDO 1 Communication Parameter
1401
Receive PDO 2 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
Unsigned8
2
R
1
COB ID used by PDO
p8701.0
Unsigned32
300 hex + Node–ID
R/W
2
Transmission type
p8701.1
Unsigned8
FE hex
R/W
0
Largest subindex supported
Unsigned8
2
R
1
COB ID used by PDO
p8702.0
Unsigned32
8000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8702.1
Unsigned8
FE hex
R/W
1402
Receive PDO 3 Communication Parameter
1403
Receive PDO 4 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
Unsigned8
2
R
1
COB ID used by PDO
p8703.0
Unsigned32
8000 06DF hex
R/W
Transmission type
p8703.1
Unsigned8
FE hex
R/W
Unsigned8
2
R
2
1404
Receive PDO 5 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
p8704.0
Unsigned32
8000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8704.1
Unsigned8
FE hex
R/W
1405
Receive PDO 6 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
Unsigned8
2
R
1
COB ID used by PDO
p8705.0
Unsigned32
8000 06DF hex
R/W
Transmission type
p8705.1
Unsigned8
FE hex
R/W
Unsigned8
2
R
2
1406
Receive PDO 7 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
p8706.0
Unsigned32
8000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8706.1
Unsigned8
FE hex
R/W
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
170
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
OVIndex
(hex)
SubIndex
(hex)
1407
Name des Objekts
SINAMICSParameter
Datentyp
Predefined
Connection Set
schreib-/
lesbar
Unsigned8
2
R
Receive PDO 8 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
p8707.0
Unsigned32
8000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8707.1
Unsigned8
FE hex
R/W
Tabelle 6- 50 RPDO-Konfigurationsobjekte - Mappingparameter
OVIndex
(hex)
SubIndex
(hex)
1600
Name des Objekts
SINAMICS
Parameter
Datentyp
Predefined schreib-/
Connection lesbar
Set
Receive PDO 1 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
Unsigned8
1
R
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8710.0
Unsigned32
6040 hex
R/W
2
PDO mapping for the second application object to p8710.1
be mapped
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be p8710.2
mapped
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
Unsigned32
0
R/W
Unsigned8
2
R
1601
p8710.3
Receive PDO 2 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8711.0
Unsigned32
6040 hex
R/W
2
PDO mapping for the second application object to p8711.1
be mapped
Unsigned32
6042 hex
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be p8711.2
mapped
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
Unsigned32
0
R/W
Unsigned8
0
R
1602
p8711.3
Receive PDO 3 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8712.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to p8712.1
be mapped
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be p8712.2
mapped
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
Unsigned32
0
R/W
p8712.3
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
171
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
OVIndex
(hex)
SubIndex
(hex)
1603
Name des Objekts
SINAMICS
Parameter
Datentyp
Predefined schreib-/
Connection lesbar
Set
Unsigned8
0
R
Receive PDO 4 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8713.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to p8713.1
be mapped
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be p8713.2
mapped
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
Unsigned32
0
R/W
1604
p8713.3
Receive PDO 5 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
Unsigned8
0
R
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8714.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to p8714.1
be mapped
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be p8714.2
mapped
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
Unsigned32
0
R/W
Unsigned8
0
R
1605
p8714.3
Receive PDO 6 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8715.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to p8715.1
be mapped
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be p8715.2
mapped
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
Unsigned32
0
R/W
Unsigned8
0
R
1606
p8715.3
Receive PDO 7 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8716.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to p8716.1
be mapped
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be p8716.2
mapped
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
Unsigned32
0
R/W
p8716.3
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
172
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
OVIndex
(hex)
SubIndex
(hex)
1607
Name des Objekts
SINAMICS
Parameter
Datentyp
Predefined schreib-/
Connection lesbar
Set
Unsigned8
0
R
Receive PDO 8 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8717.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to p8717.1
be mapped
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be p8717.2
mapped
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
Unsigned32
0
R/W
p8717.3
TPDO-Konfigurationsobjekte
Die folgenden Tabellen listen die Kommunikations- und Mappingparameter zusammen mit
den Indices für die einzelnen TPDO-Konfigurationsobjekte auf. Die Konfigurationsobjekte
werden über SDO hergestellt.
Tabelle 6- 51 TPDO-Konfigurationsobjekte - Kommunikationsparameter
OVIndex
(hex)
SubIndex
(hex)
1800
Name des Objektes
SINAMICSParameter
Datentyp
Predefined
Connection Set
schreib-/
lesbar
Unsigned8
5
R
Transmit PDO 1 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
p8720.0
Unsigned32
180 hex + Node–ID
R/W
2
Transmission type
p8720.1
Unsigned8
FE hex
R/W
3
Inhibit time
p8720.2
Unsigned16
0
R/W
4
Reserved
p8720.3
Unsigned8
---
R/W
5
Event timer
p8720.4
Unsigned16
0
R/W
1801
Transmit PDO 2 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
Unsigned8
5
R
1
COB ID used by PDO
p8721.0
Unsigned32
280 hex + Node–ID
R/W
2
Transmission type
p8721.1
Unsigned8
FE hex
R/W
3
Inhibit time
p8721.2
Unsigned16
0
R/W
4
Reserved
p8721.3
Unsigned8
---
R/W
Event timer
p8721.4
Unsigned16
0
R/W
Unsigned8
5
R
5
1802
Transmit PDO 3 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
p8722.0
Unsigned32
C000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8722.1
Unsigned8
FE hex
R/W
3
Inhibit time
p8722.2
Unsigned16
0
R/W
4
Reserved
p8722.3
Unsigned8
---
R/W
5
Event timer
p8722.4
Unsigned16
0
R/W
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
173
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
OVIndex
(hex)
SubIndex
(hex)
1803
Name des Objektes
SINAMICSParameter
Datentyp
Predefined
Connection Set
schreib-/
lesbar
Unsigned8
5
R
Transmit PDO 4 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
p8723.0
Unsigned32
C000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8723.1
Unsigned8
FE hex
R/W
3
Inhibit time
p8723.2
Unsigned16
0
R/W
4
Reserved
p8723.3
Unsigned8
---
R/W
5
Event timer
p8723.4
Unsigned16
0
R/W
Unsigned8
5
R
1804
Transmit PDO 5 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
p8724.0
Unsigned32
C000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8724.1
Unsigned8
FE hex
R/W
3
Inhibit time
p8724.2
Unsigned16
0
R/W
4
Reserved
p8724.3
Unsigned8
---
R/W
5
Event timer
p8724.4
Unsigned16
0
R/W
1805
Transmit PDO 6 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
Unsigned8
5
R
1
COB ID used by PDO
p8725.0
Unsigned32
C000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8725.1
Unsigned8
FE hex
R/W
3
Inhibit time
p8725.2
Unsigned16
0
R/W
4
Reserved
p8725.3
Unsigned8
---
R/W
Event timer
p8725.4
Unsigned16
0
R/W
Unsigned8
5
R
5
1806
Transmit PDO 7 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
p8726.0
Unsigned32
C000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8726.1
Unsigned8
FE hex
R/W
3
Inhibit time
p8726.2
Unsigned16
0
R/W
4
Reserved
p8726.3
Unsigned8
---
R/W
5
Event timer
p8726.4
Unsigned16
0
R/W
Unsigned8
5
R
1807
Transmit PDO 8 Communication Parameter
0
Largest subindex supported
1
COB ID used by PDO
p8727.0
Unsigned32
C000 06DF hex
R/W
2
Transmission type
p8727.1
Unsigned8
FE hex
R/W
3
Inhibit time
p8727.2
Unsigned16
0
R/W
4
Reserved
p8727.3
Unsigned8
---
R/W
5
Event timer
p8727.4
Unsigned16
0
R/W
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
174
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
Tabelle 6- 52 TPDO-Konfigurationsobjekte - Mappingparameter
OVIndex
(hex)
Datentyp
Predefined
Connection
Set
schreib-/
lesbar
Unsigned8
1
R
p8730.0
Unsigned32
6041 hex
R/W
PDO mapping for the second application object to
be mapped
p8730.1
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be
mapped
p8730.2
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
p8730.3
Unsigned32
0
R/W
0
Number of mapped application Objects in PDO
Unsigned8
2
R
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8731.0
Unsigned32
6041 hex
R/W
2
PDO mapping for the second application object to
be mapped
p8731.1
Unsigned32
6044 hex
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be
mapped
p8731.2
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
p8731.3
Unsigned32
0
R/W
SubIndex
(hex)
Name des Objektes
0
Number of mapped application Objects in PDO
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
2
1A00
SINAMICS
Parameter
Transmit PDO 1 mapping Parameter
1A01
Transmit PDO 2 mapping Parameter
1A02
Transmit PDO 3 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
Unsigned8
0
R
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8732.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to
be mapped
p8732.1
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be
mapped
p8732.2
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
p8732.3
Unsigned32
0
R/W
1A03
Transmit PDO 4 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
Unsigned8
0
R
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8733.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to
be mapped
p8733.1
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be
mapped
p8733.2
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
p8733.3
Unsigned32
0
R/W
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
175
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
OVIndex
(hex)
SubIndex
(hex)
1A04
Name des Objektes
SINAMICS
Parameter
Datentyp
Predefined
Connection
Set
schreib-/
lesbar
Unsigned8
0
R
Transmit PDO 5 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8734.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to
be mapped
p8734.1
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be
mapped
p8734.2
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
p8734.3
Unsigned32
0
R/W
1A05
Transmit PDO 6 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
Unsigned8
0
R
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8735.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to
be mapped
p8735.1
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be
mapped
p8735.2
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
p8735.3
Unsigned32
0
R/W
0
Number of mapped application Objects in PDO
Unsigned8
0
R
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8736.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to
be mapped
p8736.1
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be
mapped
p8736.2
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
p8736.3
Unsigned32
0
R/W
Unsigned8
0
R
1A06
Transmit PDO 7 mapping Parameter
1A07
Transmit PDO 8 mapping Parameter
0
Number of mapped application Objects in PDO
1
PDO mapping for the first application object to be
mapped
p8737.0
Unsigned32
0
R/W
2
PDO mapping for the second application object to
be mapped
p8737.1
Unsigned32
0
R/W
3
PDO mapping for the third application object to be
mapped
p8737.2
Unsigned32
0
R/W
4
PDO mapping for the fourth application object to
be mapped
p8737.3
Unsigned32
0
R/W
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
176
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.4.1
Freie Objekte
Über Empfangs- und Sende-Doppelwörter können Sie beliebige Prozessdatenobjekte des
Empfangs- und Sendepuffers verschalten.
● Normierung der Prozessdaten der freien Objekte:
– 16 Bit (Wort): 4000hex ≙100 %
– Bei Temperaturwerten: 16 Bit (Wort): 4000hex ≙ 100 °C
OV-Index
(hex)
Beschreibung
Datentyp
pro PZD
Voreingestellte
Werte
Schreib-/
Lesbar
5800 bis 580F
16 frei verschaltbare Empfangs-Prozessdaten
Integer16
0
R/W
5810 bis 581F
16 frei verschaltbare Sende-Prozessdaten
Integer16
0
R
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
177
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.4.2
Objekte des Antriebsprofils DSP402
Folgende Tabelle listet das Objektverzeichnis mit dem Index der einzelnen Objekte für die
Antriebe auf.
Tabelle 6- 53 Objekte des Antriebsprofils DSP402
OV-Index
(hex)
Sub- Name des Objekts
Index
(hex)
SINAMICSParameter
Übertragung
Datentyp
SDO
Unsigned 32
SDO
Integer16
Voreinstellung
schreib-/
lesbar
Predefinitions
67FF
Single Device Type
R
Common Entries in the Object dictionary
6007
Abort connection option code p8641
3
R/W
6502
Supported drive modes
SDO
Integer32
6504
Drive manufacturer
SDO
String
SIEMENS
R
R
Device Control
6040
controlword
r8795
PDO/SDO
Unsigned16
–
R/W 1)
6041
statusword
r8784
PDO/SDO
Unsigned16
–
R
6060
Modes of operation
p1300
SDO
Integer8
–
R/ 2)
6061
Modes of operation display
p1300
SDO
Integer8
–
R
p1513[0]
SDO/PDO
Integer16
–
R/W 1)
Profile Torque Mode
6071
Target torque
Soll-Moment
6072
max torque
p1520/p1521
SDO
Real32
-
R/W
6074
Torque demand value
r0080
SDO/PDO
Integer16
–
R
Ist-Moment
Velocity Mode
6042
0
vl target velocity
r0060
SDO/ PDO
Integer16
-
R/W
6044
0
vl control effort
r0063
SDO/ PDO
Integer16
-
R
1) Der SDO-Zugriff ist nur nach dem Mappen der Objekte und der BICO-Verschaltung auf
Anzeige-Parameter möglich.
2) Objekt nicht schreibbar, da kein CANopen-Geräteprofil unterstützt wird, sondern nur
herstellerspezifische Betriebsarten
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
178
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
6.3.5
Projektierungsbeispiel
Das folgende Beispiel beschreibt, wie Sie einen Umrichter mit STARTER in zwei Schritten in
ein CANopen-Bus-System integrieren.
Im ersten Schritt wird der Umrichter über das Predefined Connection Set in die
Kommunikation über den CAN-Bus eingebunden. Dabei werden das Steuerwort, der
Drehzahlsollwert sowie das Zustandswort und der Drehzahlistwert übertragen.
Im zweiten Schritt werden über das freie PDO-Mapping der Momentensollwert sowie der
Stromistwert gemapped und die BiCo-Verdrahtung hergestellt.
Voraussetzungen zum Einbinden in CAN
Um den Umrichter in einen CAN-Bus integrieren zu können,
müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
• Die Installation von Umrichter und Motor ist
abgeschlossen.
• STARTER V4.2 oder höher ist auf Ihrem Rechner
installiert.
• Sie haben einen CAN-Controller über den Sie den
Umrichter steuern können.
• Der Umrichter ist Online mit Starter verbunden.
• Die EDS-Datei ist auf Ihrem CAN-Controller installiert.
0DVWHU
&$1
1HW]
0RWRU
Einbinden des Umrichters in ein CAN-Bus-System über das Predefined Connection Set
● Führen Sie die Inbetriebnahme (Seite 68) mit dem Assistenten durch und wählen Sie für
die I/O-Konfiguration (zweiter Schritt der Inbetriebnahme) die Einstellung "22 CANFeldbus" (Makro 15 = 22) aus. Damit stellen Sie die BiCo-Verschaltung von
Drehzahlsollwert/Steuerwort sowie Drehzahlistwert/Zustandswort entsprechend des
Predefined Connections Sets her.
● Stellen Sie in STARTER in der Maske "…/Control_Unit/Kommunikation/CAN" Node-ID
und Übertragungsgeschwindigkeit (Seite 154) ein - (im Beispiel Node-ID = 50,
Übertragungsgeschwindigkeit = 500 kBit/s).
● Stellen Sie nun im Starter über die Expertenliste das Mapping über das Predefined
Connection Set (Seite 165) ein: p8744 = 1 und mit p8744 = 1 übernehmen (p8744 springt
nach einigen Sekunden wieder auf 0).
Damit haben Sie die Kommunikation mit CAN über das "Predifined Connection Set"
(Drehzahlsollwert/Steuerwort sowie Drehzahlistwert/Zustandswort, siehe auch Objekte des
Antriebsprofils DSP402 (Seite 178)) hergestellt.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
179
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
Stromistwert und Momentengrenze über das freie PDO-Mapping in die Kommunikation einbinden
Um Stromistwert und Momentengrenze in die Kommunikation einzubinden, müssen Sie vom
Predefined Connection Set auf das freie PDO-Mapping umschalten. Stromistwert und
Momentengrenze werden als Freie Objekte eingebunden.
Im Beispiel werden Stromistwert im TPDO1 und Momentengrenze im RPDO1 übertragen,
d. h. es ist nicht erforderlich, neue Kommunikationsparameter (Node-Id und
Übertragungsart) anzulegen, jedoch müssen Sie die OV-Indices für Stromistwert und
Momentengrenze mappen und die BiCo-Verschaltung anpassen.
1. Umschalten vom Predefined Connection Set auf freies PDO-Mapping
Setzen Sie in der Expertenliste p8744 = 1.
2. Stromistwert (r0068) mit TPDO1 mappen
● OV-Index für Stromistwert festlegen: 5810
● COB-ID von TPDO1 auf "Mapping zulässig" setzen:
p8720[0] = 400001B2H (Mapping nicht zulässig) auf p8720.0 = 800001B2H (Mapping
zulässig) setzen
● p8730[1] = 5810010H setzen - die ersten vier Stellen sind der OV-Index für Stromistwert
(r0068), 00: Subindex (entspricht dem Parameterindex) 10: Objektgröße (10H = 16 Bit)
muss an den OV-Index angehängt werden
● p8720[0] zurücksetzen auf 400001B2H
● r8751 zeigt, welches Objekt auf welches PZD gemapped wurde
3. Momentengrenze (p1522) mit RPDO1 mappen
● OV-Index für Momentengrenze festlegen: 5800
● COB-ID von RPDO1 auf "Mapping zulässig" setzen:
p8700[0] = 232H (Mapping nicht zulässig) auf p8700.0 = 80000232H (Mapping zulässig)
setzen
● p8710[1] = 5800010H setzen - die ersten vier Stellen sind der OV-Index für
Momentengrenze (p1522), 010 ist CAN-spezifisch und muss bei allen im freien PDOMapping verknüpften Parametern an den OV-Index angehängt werden
● p8700[0] zurücksetzen auf 232H
● r8750 zeigt, welches Objekt auf welches PZD gemapped wurde
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
180
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
4. BiCo-Verschaltungen anpassen
Objekt
Gemappte Empfangsobjekte
Empfangswort r2050
Steuerwort
r8750[0] = 6040H (PZD1)
Auch in r2050[0] auf PZD1 gemappt -> OK
Drehmomentgrenze
r8750[1] = 5800H (PZD2)
PZD2 mit Drehmomentgrenze verknüpfen:
p1522 = 2050[1]
Drehzahlsollwert
r8750[2] = 6042H (PZD3)
PZD3 mit Drehzahlsollwert verknüpfen:
p1070 = 2050[2]
Objekt
Gemappte Sendeobjekte
Sendewort p2051
Zustandswort
r8751[0] = 6041H (PZD1)
Auch in p2051[0] auf PZD1 gemappt -> OK
Stromistwert
r8751[1] = 5810H (PZD2)
PZD2 mit Stromistwert verknüpfen
p2051[1] = r68[1]
Drehzahlistwert
r8751[2] = 6044H (PZD3)
PZD3 mit Drehzahlistwert verknüpfen
p2051[2] = r63[0]
Damit haben Sie alle erforderlichen Einstellungen vorgenommen, um Zustands- und
Steuerwort, Drehzahlsoll- und -Istwert sowie Stromistwert und Momentengrenze zu
übertragen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
181
Feldbus konfigurieren
6.3 Kommunikation über CANopen
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
182
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
7
Funktionen
Bevor Sie die Funktionen des Umrichters einstellen, sollten Sie die folgenden
Inbetriebnahmeschritte abgeschlossen haben:
● Inbetriebnehmen (Seite 53)
● Falls erforderlich: Klemmenleiste anpassen (Seite 85)
● Falls erforderlich: Feldbus konfigurieren (Seite 97)
Übersicht der Umrichterfunktionen
6FKQLWWVWHOOHQ
6ROOZHUWTXHOOHQ
$QDORJHLQJ¦QJH
)HOGEXV
)HVWVROOZHUWH
0RWRUSRWL
7LSSHQ
~
6ROOZHUWDXIEHUHLWXQJ
=
+RFKODXIJHEHU
%HJUHQ]XQJ
%HIHKOVTXHOOHQ
0RWRUUHJHOXQJ
6WDWXV
8PULFKWHUVWHXHUXQJ
0RWRUXQG8PULFKWHUVFKXW]
Bild 7-1
~
8I6WHXHUXQJ
9HNWRUUHJHOXQJ
'LJLWDODXVJ¦QJH
$QDORJDXVJ¦QJH
)HOGEXV
'LJLWDOHLQJ¦QJH
)HOGEXV
žEHUVWURP
žEHUVSDQQXQJ
žEHUWHPSHUDWXU
=
0
7HFKQRORJLHUHJOHU
0
6FKQLWW
VWHOOHQ
7.1
3DVVHQG]XU$SSOLNDWLRQ
%UHPVHQ
)DQJHQ
:LHGHUHLQVFKDOWDXWRPDWLN
)UHLH)XQNWLRQVEDXVWHLQH
$QODJHQVFKXW]
(LQKHLWHQXPVFKDOWXQJ
=XV¦W]OLFKH7HFKQRORJLHUHJOHU
0HKU]RQHQUHJHOXQJ
.DVNDGHQUHJHOXQJ
1RWIDOOEHWULHE
%\SDVV
(QHUJLHVSDUPRGXV
(FKW]HLWXKU
=HLWVFKDOWXKU
Übersicht der Funktionen im Umrichter
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
183
Funktionen
7.1 Übersicht der Umrichterfunktionen
Funktionen, die Sie in jeder Anwendung brauchen
Funktionen, die Sie nur in speziellen Anwendungen
brauchen
Die Funktionen, die Sie in jeder Anwendung brauchen, sind
in der obigen Funktionsübersicht dunkel gefärbt.
Die Funktionen, deren Parameter Sie nur bei Bedarf
anpassen müssen, sind in der obigen Funktionsübersicht
weiß gefärbt.
Die Parameter dieser Funktionen erhalten in der
Schnellinbetriebnahme eine passende Grundeinstellung, so
dass in vielen Fällen ein Betrieb des Motors ohne weitere
Parametrierung möglich ist.
Die Umrichtersteuerung hat die Oberhoheit über
alle anderen Funktionen des Umrichters. Sie legt
unter anderem fest, wie der Umrichter auf
externe Steuersignale reagiert.
Umrichtersteuerung (Seite 185)
Die Befehlsquelle definiert, woher die
Steuersignale zum Einschalten des Motors
kommen, z. B. über Digitaleingänge oder einen
Feldbus.
Befehlsquellen (Seite 194)
Schutzfunktionen (Seite 212)
Die Statusmeldungen stellen digitale und
analoge Signale an den Ausgängen der Control
Unit oder über den Feldbus zur Verfügung.
Beispiele hierfür sind die aktuelle Drehzahl des
Motors oder die Störmeldung des Umrichters.
Statusmeldungen (Seite 218)
Die Sollwertquelle legt fest, worüber der
Drehzahlsollwert für den Motor vorgegeben wird,
z. B. über einen Analogeingang oder einen
Feldbus.
Sollwertquellen (Seite 195)
Die Sollwertaufbereitung verhindert über den
Hochlaufgeber Drehzahlsprünge und begrenzt
die Drehzahl auf einen zulässigen Maximalwert.
Sollwertaufbereitung (Seite 202)
0
Die Schutzfunktionen vermeiden Überlastungen
und Betriebszustände, die zu Schäden an
Motor, Umrichter und Arbeitsmaschine führen.
Die Temperaturüberwachung des Motors wird
hier z. B. eingestellt.
Die Motorregelung sorgt dafür, dass der Motor
dem Drehzahlsollwert folgt.
Die Funktionen passend zur Applikation stellen
z. B. die Ansteuerung einer Motorhaltebremse
zur Verfügung oder erlauben eine
übergeordnete Druck- oder Temperaturregelung
mit dem Technologieregler.
Außerdem stellt der Umrichter
Lösungsmöglichkeiten speziell für Applikationen
in den Bereichen Pumpen, Lüfter und
Klimatechnik zur Verfügung.
Applikationsspezifische Funktionen (Seite 219)
Motorregelung (Seite 204)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
184
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.2 Umrichtersteuerung
7.2
Umrichtersteuerung
Wenn Sie den Umrichter über Digitaleingänge steuern, legen Sie in der
Grundinbetriebnahme mit dem Parameter p0015 fest, wie Sie den Motor ein- und
ausgeschalten und von Rechts- auf Linkslauf umschalten.
Es stehen fünf Methoden für die Ansteuerung des Motors zur Verfügung. Drei der fünf
Methoden kommen mit zwei Steuerbefehlen aus (Zweidrahtsteuerung). Die anderen beiden
Methoden benötigen drei Steuerbefehle (Dreidrahtsteuerung).
Tabelle 7- 1
Zweidrahtsteuerung und Dreidrahtsteuerung
Verhalten des Motors
5HFKWVODXI
6WRSS
/LQNVODXI
0RWRUHLQDXV
5HYHUVLHUHQ
Zweidrahtsteuerung, Methode 1
Vor-OrtSteuerung in der
Fördertechnik.
1. Motor ein- und ausschalten
W
(ON/OFF1).
2. Drehrichtung des Motors umkehren
(Reversieren).
Zweidrahtsteuerung, Methode 2 und
Zweidrahtsteuerung, Methode 3
0RWRUHLQDXV
5HFKWVODXI
W
0RWRUHLQDXV
/LQNVODXI
W
0RWRUHLQ
5HFKWVODXI
Typische
Anwendung
6WRSS
W
)UHLJDEH
0RWRUDXV
Steuerbefehle
1. Motor ein- und ausschalten
(ON/OFF1), Rechtslauf.
2. Motor ein- und ausschalten
(ON/OFF1), Linkslauf.
Dreidrahtsteuerung, Methode 1
1. Freigabe für das Einschalten des
W
Motors und Motor ausschalten
(OFF1).
W
0RWRUHLQ
/LQNVODXI
Fahrantriebe mit
Steuerung über
Meisterschalter
Fahrantriebe mit
Steuerung über
Meisterschalter
2. Motor einschalten (ON), Rechtslauf.
3. Motor einschalten (ON), Linkslauf.
W
)UHLJDEH
0RWRUDXV
0RWRUHLQ
Dreidrahtsteuerung, Methode 2
-
1. Freigabe für das Einschalten des
W
Motors und Motor ausschalten
(OFF1).
W
5HYHUVLHUHQ
W
2. Motor einschalten (ON).
3. Drehrichtung des Motors umkehren
(Reversieren).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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185
Funktionen
7.2 Umrichtersteuerung
7.2.1
Zweidrahtsteuerung Methode 1
Sie schalten den Motor mit einem Steuerbefehl ein und aus (ON/OFF1). Mit einem zweiten
Steuerbefehl kehren Sie die Drehrichtung des Motors um (Reversieren).
212))
W
5HYHUVLHUHQ
W
6ROOZHUW
'UHK]DKO0RWRU
5HFKWVODXI
/LQNVVODXI
W
6ROOZHUWLQYHUWLHUW
Bild 7-2
Zweidrahtsteuerung, Methode 1
Tabelle 7- 2
Funktionstabelle
2))
ON/OFF1
Reversieren
0
0
OFF1: Der Motor stoppt.
0
1
OFF1: Der Motor stoppt.
1
0
ON: Rechtslauf des Motors.
1
1
ON: Linkslauf des Motors.
Tabelle 7- 3
2))
Funktion
Parameter
Parameter
Beschreibung
p0015 = 12
Makro Antriebsgerät (Werkseinstellung bei Umrichtern ohne PROFIBUSSchnittstelle)
Ansteuerung des Motors über die
Digitaleingänge des Umrichters:
DI 0
DI 1
ON/OFF1
Reversieren
Erweiterte Einstellung
Steuerbefehle mit Digitaleingängen Ihrer Wahl (DI x) verschalten.
p0840[0 … n] = 722.x
BI: EIN/AUS1 (ON/OFF1)
p1113[0 … n] = 722.x
BI: Sollwert Invertierung (Reversieren)
Beispiel
p0840 = 722.3
DI 3: ON/OFF1.
Siehe auch Abschnitt Digitaleingänge (Seite 86).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
186
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.2 Umrichtersteuerung
7.2.2
Zweidrahtsteuerung, Methode 2
Sie schalten den Motor mit einem Steuerbefehl ein und aus (ON/OFF1) und wählen
gleichzeitig den Rechtslauf des Motor an. Mit dem zweiten Steuerbefehl schalten Sie den
Motor ebenfalls ein und aus, wählen aber Linkslauf des Motor an.
Der Umrichter akzeptiert einen neuen Steuerbefehl nur bei Stillstand des Motors.
%HIHKOLJQRULHUW
212))
5HFKWVODXI
W
%HIHKOLJQRULHUW
212))
/LQNVODXI
2))
'UHK]DKO0RWRU
6ROOZHUW
W
2))
5HFKWVODXI
/LQNVVODXI
W
6ROOZHUWLQYHUWLHUW
Bild 7-3
Zweidrahtsteuerung, Methode 2
Tabelle 7- 4
Funktionstabelle
2))
ON/OFF1
Rechtslauf
ON/OFF1
Linkslauf
0
0
OFF1: Der Motor stoppt.
1
0
ON: Rechtslauf des Motors.
0
1
ON: Linkslauf des Motors.
1
1
ON: Die Drehrichtung des Motors richtet sich nach dem Signal,
das zuerst den Zustand "1" annimmt.
Tabelle 7- 5
Funktion
Parameter
Parameter
Beschreibung
p0015 = 17
Makro Antriebsgerät
Ansteuerung des Motors über die
Digitaleingänge des Umrichters:
DI 0
DI 1
ON/OFF1
Rechtslauf
ON/OFF1
Linkslauf
Erweiterte Einstellung
Steuerbefehle mit Digitaleingängen Ihrer Wahl (DI x) verschalten.
p3330[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 1 (ON/OFF1 Rechtslauf)
p3331[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 2 (ON/OFF1 Linkslauf)
Beispiel
p3331 = 722.0
DI 0: ON/OFF1 Linkslauf
Siehe auch Abschnitt Digitaleingänge (Seite 86).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
187
Funktionen
7.2 Umrichtersteuerung
7.2.3
Zweidrahtsteuerung, Methode 3
Sie schalten den Motor mit einem Steuerbefehl ein und aus (ON/OFF1) und wählen
gleichzeitig den Rechtslauf des Motor an. Mit dem zweiten Steuerbefehl schalten Sie den
Motor ebenfalls ein und aus, wählen aber Linkslauf des Motor an.
Im Gegensatz zur Methode 2 akzeptiert der Umrichter die Steuerbefehle jederzeit,
unabhängig von der Drehzahl des Motors.
212))
5HFKWVODXI
W
212))
/LQNVODXI
2))
'UHK]DKO0RWRU
6ROOZHUW
W
2))
5HFKWVODXI
/LQNVVODXI
W
6ROOZHUWLQYHUWLHUW
Bild 7-4
Zweidrahtsteuerung, Methode 3
Tabelle 7- 6
Funktionstabelle
2))
ON/OFF1 Rechtslauf
ON/OFF1 Linkslauf
0
0
OFF1: Der Motor stoppt.
1
0
ON: Rechtslauf des Motors.
0
1
ON: Linkslauf des Motors.
1
1
OFF1: Der Motor stoppt.
Tabelle 7- 7
2))
Funktion
Parameter
Parameter
Beschreibung
p0015 = 18
Makro Antriebsgerät
Ansteuerung des Motors über die
Digitaleingänge des Umrichters:
DI 0
DI 1
ON/OFF1
Rechtslauf
ON/OFF1
Linkslauf
Erweiterte Einstellung
Steuerbefehle mit Digitaleingängen Ihrer Wahl (DI x) verschalten.
p3330[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 1 (ON/OFF1 Rechtslauf)
p3331[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 2 (ON/OFF1 Linkslauf)
Beispiel
p3331[0 … n] = 722.2
DI 2: ON/OFF1 Linkslauf
Siehe auch Abschnitt Digitaleingänge (Seite 86).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
188
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.2 Umrichtersteuerung
7.2.4
Dreidrahtsteuerung, Methode 1
Sie geben mit einem Steuerbefehl die Freigabe für die beiden anderen Steuerbefehle. Durch
Wegnahme der Freigabe schalten Sie den Motor aus (OFF1).
Mit der positiven Flanke des zweiten Steuerbefehls schalten Sie die Drehrichtung des
Motors auf Rechtslauf um. Wenn der Motor noch ausgeschaltet ist, schalten Sie den Motor
ein (ON).
Mit der positiven Flanke des dritten Steuerbefehls schalten Sie die Drehrichtung des Motors
auf Linkslauf um. Wenn der Motor noch ausgeschaltet ist, schalten Sie den Motor ein (ON).
)UHLJDEH
2))
W
%HIHKOLJQRULHUW
21
5HFKWVODXI
W
21
/LQNVODXI
'UHK]DKO0RWRU
W
6ROOZHUW
5HFKWVODXI
/LQNVVODXI
W
6ROOZHUWLQYHUWLHUW
Bild 7-5
Dreidrahtsteuerung, Methode 1
Tabelle 7- 8
Funktionstabelle
Freigabe / OFF1
ON Rechtslauf
ON Linkslauf
0
0 oder 1
0 oder 1
1
0→1
0
1
0
0→1
1
1
1
Tabelle 7- 9
2))
2))
Funktion
OFF1: Der Motor stoppt.
ON: Rechtslauf des Motors.
ON: Linkslauf des Motors.
OFF1: Der Motor stoppt.
Parameter
Parameter
p0015 = 19
Beschreibung
Makro Antriebsgerät
DI 0
Ansteuerung des Motors
über die Digitaleingänge des Freigabe /
Umrichters:
OFF1
DI 1
DI 2
ON
Rechtslauf
ON Linkslauf
Erweiterte Einstellung
Steuerbefehle mit Digitaleingängen Ihrer Wahl (DI x) verschalten.
p3330[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 1 (Freigabe / OFF1)
p3331[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 2 (ON Rechtslauf)
p3332[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 3 (ON Linkslauf)
Beispiel
p3332 = 722.0
DI 0: ON Linkslauf.
Siehe auch Abschnitt Digitaleingänge (Seite 86).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
189
Funktionen
7.2 Umrichtersteuerung
7.2.5
Dreidrahtsteuerung, Methode 2
Sie geben mit einem Steuerbefehl die Freigabe für die beiden anderen Steuerbefehle. Durch
Wegnahme der Freigabe schalten Sie den Motor aus (OFF1).
Mit der positiven Flanke des zweiten Steuerbefehls schalten Sie den Motor ein (ON).
Der dritte Steuerbefehl legt die Drehrichtung des Motors fest (Reversieren).
)UHLJDEH
2))
W
%HIHKOLJQRULHUW
21
W
5HYHUVLHUHQ
6ROOZHUW
'UHK]DKO0RWRU
W
2))
5HFKWVODXI
/LQNVVODXI
W
6ROOZHUWLQYHUWLHUW
Bild 7-6
2))
Dreidrahtsteuerung, Methode 2
Tabelle 7- 10 Funktionstabelle
Freigabe / OFF1
ON
Reversieren
Funktion
0
0 oder 1
0 oder 1
1
0→1
0
ON: Rechtslauf des Motors.
1
0→1
1
ON: Linkslauf des Motors.
OFF1: Der Motor stoppt.
Tabelle 7- 11 Parameter
Parameter
Beschreibung
p0015 = 20
Makro Antriebsgerät
DI 0
Ansteuerung des Motors
über die Digitaleingänge des Freigabe /
Umrichters:
OFF1
DI 1
DI 2
ON
Reversieren
Erweiterte Einstellung
Steuerbefehle mit Digitaleingängen Ihrer Wahl (DI x) verschalten.
p3330[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 1 (Freigabe / OFF1)
p3331[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 2 (ON)
p3332[0 … n] = 722.x
BI: 2-3-WIRE Control Command 3 (Reversieren)
Beispiel
p3331 = 722.0
DI 0: ON.
Siehe auch Abschnitt Digitaleingänge (Seite 86).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
190
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.2 Umrichtersteuerung
7.2.6
Umrichtersteuerung umschalten (Befehlsdatensatz)
In einigen Anwendungen muss der Umrichter von unterschiedlichen übergeordneten
Steuerungen bedienbar sein.
Beispiel: Umschaltung von Automatikbetrieb nach Handbetrieb
Ein Motor wird entweder von einer zentralen Steuerung über Feldbus oder über einen
Schaltkasten vor Ort ein-, ausgeschaltet und in der Drehzahl verändert.
Befehlsdatensatz (Control Data Set, CDS)
Sie können die Umrichtersteuerung auf unterschiedliche Arten einstellen und zwischen den
Einstellungen umschalten. So lässt sich z. B., wie oben beschrieben, der Umrichter
entweder über Feldbus oder über die Klemmenleiste bedienen.
Die Einstellungen im Umrichter, die zu einer bestimmten Steuerungsart des Umrichters
gehören, werden als Befehlsdatensatz bezeichnet.
Beispiel:
Befehlsdatensatz 0: Steuerung des Umrichters über Feldbus
Befehlsdatensatz 1: Steuerung des Umrichters über Klemmenleiste
~
6ROOZHUWDXIEHUHLWXQJ
=
0RWRUUHJHOXQJ
6FKQLWWVWHOOHQ
7HFKQRORJLHUHJOHU
8PULFKWHUVWHXHUXQJ
&'6
&'6
Bild 7-7
~
0
6WDWXV
%HIHKOVTXHOOHQ
0RWRUXQG8PULFKWHUVFKXW]
=
0
6FKQLWW
VWHOOHQ
6ROOZHUWTXHOOHQ
3DVVHQG]XU$SSOLNDWLRQ
Befehlsdatensatz-Umschaltung im Umrichter
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
191
Funktionen
7.2 Umrichtersteuerung
Sie wählen den Befehlsdatensatz über den Parameter p0810. Dazu müssen Sie den
Parameter p0810 mit einem Steuerbefehl Ihrer Wahl, z. B. einem Digitaleingang,
verschalten.
%HIHKOVGDWHQVDW]
3DUDPHWHUPLW,QGH[>@
6WHXHUZRUW
%LW 352),%86
p0840[0]
r2090.0
p2103[0]
r2090.7
212))
4XLWWLHUHQ
8PULFKWHUVWHX
HUXQJ
p0854[0]
)¾KUXQJ3/&
r2090.10
&'6
p1036[0]
023WLHIHU
r2090.14
=XGHQ
8PULFKWHU
IXQNWLRQHQ
%HIHKOVGDWHQVDW]
3DUDPHWHUPLW,QGH[>@
p1055[1]
'LJLWDOHLQJDQJ
r722.0
p1056[1]
'LJLWDOHLQJDQJ
r722.1
'LJLWDOHLQJDQJ
r722.2
'LJLWDOHLQJDQJ
r722.3
p2103[1]
p0810
Bild 7-8
7LSSHQ
7LSSHQ
8PULFKWHUVWHX
HUXQJ
4XLWWLHUHQ
&'6
%HIHKOVGDWHQVDW]$QZDKO
Beispiel für unterschiedliche Befehlsdatensätze
Die Verschaltung wie im obigen Beispiel erhalten Sie, wenn Sie in der Grundinbetriebnahme
die Schnittstellen des Umrichters mit p0015 = 7 konfiguriert haben, siehe auch Abschnitt
Belegung der Schnittstellen wählen (Seite 48).
Eine Übersicht aller Parameter, die zu den Befehlsdatensätzen gehören, finden Sie im
Listenhandbuch.
Hinweis
Die Zeit zum Umschalten des Befehlsdatensatzes beträgt ca. 4 ms.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
192
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.2 Umrichtersteuerung
Erweiterte Einstellungen
Wenn Sie mehr als zwei Befehlsdatensätze brauchen, legen Sie mit dem Parameter p0170
die Anzahl der Befehlsdatensätze (2, 3 oder 4) fest.
Tabelle 7- 12 Anzahl der Befehlsdatensätze festlegen
Parameter
Beschreibung
p0010 = 15
Antriebsinbetriebnahme: Datensätze
p0170
Anzahl der Befehlsdatensätze (Werkseinstellung: 2)
P0170 = 2, 3 oder 4
p0010 = 0
Antriebsinbetriebnahme: Bereit
r0050
Anzeige der Nummer des aktuell aktiven Befehlsdatensatzes
Bei mehr als zwei Befehlsdatensätzen brauchen Sie zwei Bits für die eindeutige Anwahl.
Tabelle 7- 13 Befehlsdatensatz anwählen
Parameter
Beschreibung
p0810
Befehlsdatensatz-Anwahl CDS Bit 0
p0810
Befehlsdatensatz-Anwahl CDS Bit 1
r0050
Anzeige der Nummer des aktuell aktiven Befehlsdatensatzes
Zur Vereinfachung der Inbetriebnahme mehrerer Befehlsdatensätze gibt es eine
Kopierfunktion.
Tabelle 7- 14 Parameter zum Kopieren der Befehlsdatensätze
Parameter
Beschreibung
P0809[0]
Nummer des Befehlsdatensatzes, der kopiert werden soll (Quelle)
P0809[1]
Nummer des Befehlsdatensatzes, in den kopiert werden soll (Ziel)
P0809[2] = 1
Kopiervorgang wird gestartet
Am Ende des Kopiervorgangs setzt der Umrichter p0809[2] = 0.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
193
Funktionen
7.3 Befehlsquellen
7.3
Befehlsquellen
Die Befehlsquelle ist die Schnittstelle, über die der Umrichter seine Steuerbefehle bekommt.
Sie legen diese bei der Inbetriebnahme über Makro 15 (p0015) fest.
Hinweis
Über die Funktion "Bedienhoheit holen", bzw. "Umschalten Hand/Auto" können Befehle und
Sollwerte außerdem über STARTER oder das Operator Panel vorgegeben werden.
Befehlsquelle ändern
Wenn Sie die Befehlsquelle nachträglich über Makro 15 ändern, müssen Sie eine erneute
Inbetriebnahme durchführen.
Sie haben auch die Möglichkeit, die Vorbelegung, die Sie über Makro 15 gewählt haben,
entsprechend den Erfordernissen Ihrer Anlage anzupassen. Detailierte Informationen dazu
finden Sie in den Abschnitten Klemmenleiste anpassen (Seite 85) und Feldbus konfigurieren
(Seite 97).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
194
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.4 Sollwertquellen
7.4
Sollwertquellen
Die Sollwertquelle ist die Schnittstelle, über die der Umrichter seinen Sollwert bekommt. Es
gibt folgende Möglichkeiten:
● Im Umrichter nachgebildetes Motorpotenziometer.
● Analogeingang des Umrichters.
● Im Umrichter abgelegte Sollwerte:
– Festsollwerte
– Tippen
● Feldbus-Schnittstelle des Umrichters.
Je nach Parametrierung hat der Sollwert im Umrichter eine der folgenden Bedeutungen:
● Drehzahlsollwert für den Motor.
● Drehmomentsollwert für den Motor.
● Sollwert für eine Prozessgröße.
Der Umrichter erhält einen Sollwert für eine Prozessgröße, z. B. den Füllstand eines
Flüssigkeitsbehälters, und berechnet seinen Drehzahlsollwert mit Hilfe des internen
Technologiereglers selbst.
7.4.1
Analogeingang als Sollwertquelle
Wenn Sie einen Analogeingang als Sollwertquelle nutzen, müssen Sie diesen
Analogeingang an die Art des angeschlossenen Siganls (± 10 V, 4 … 20 mA, …) anpassen.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Analogeingänge (Seite 89) .
Vorgehensweise
Sie haben zwei Möglichkeiten, um die Sollwertquelle mit einem Analogeingang zu
verschalten:
1. Wählen Sie über p0015 eine Konfiguration, die zu Ihrer Anwendung passt.
Die für Ihren Umrichter verfügbaren Konfigurationen finden Sie im Abschnitt Belegung
der Schnittstellen wählen (Seite 48).
2. Verschalten Sie den Hauptsollwert p1070 mit dem Analogeingang Ihrer Wahl.
Tabelle 7- 15 Analogeingänge als Sollwertquelle)
Parameter
Sollwertquelle
r0755[0]
Analogeingang 0
r0755[1]
Analogeingang 1
Beispiel: Sie verschalten den Analogeingang 0 als Sollwertquelle mit p1070 = 755[0].
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195
Funktionen
7.4 Sollwertquellen
7.4.2
Motorpotenziometer als Sollwertquelle
Die Funktion "Motorpotenziometer" (MOP) bildet ein elektromechanisches Potenziometer zur
Eingabe von Sollwerten nach. Sie verstellen das Motorpotenziometer (MOP) stufenlos über
die Steuersignale "höher" und "tiefer". Die Steuersignale kommen über die Digitaleingänge
des Umrichters oder über das aufgesteckte Operator Panel.
Typische Anwendungsfälle
● Vorgabe des Drehzahlsollwerts während der Inbetriebnahmephase.
● Manuelle Bedienung des Motors bei Ausfall der übergeordneten Steuerung.
● Vorgabe des Drehzahlsollwerts nach Umschaltung von Automatikbetrieb nach
Handbedienung.
● Anwendungen mit weitgehend konstantem Sollwert ohne übergeordnete Steuerung.
Funktionsweise
212))
023K¸KHU
3
W
023WLHIHU
3
W
W
023U
QPD[3
W
3
2))5¾FNODXIUDPSH
3
QPD[3
Bild 7-9
Funktionsdiagramm des Motorpotenziometers
Parameter des Motorpotenziometers
Tabelle 7- 16 Grundeinstellung des Motorpotenziometers
Parameter
Beschreibung
p1047
MOP Hochlaufzeit (Werkseinstellung 10 s)
p1048
MOP Rücklaufzeit (Werkseinstellung 10 s)
p1040
Startwert des MOP (Werkseinstellung 0 1/min)
Bestimmt den Startwert [1/min], der beim Einschalten des Motors wirksam wird
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Funktionen
7.4 Sollwertquellen
Tabelle 7- 17 Erweiterte Einstellung des Motorpotenziometers
Parameter
Beschreibung
p1030
Konfiguration des MOP, Parameterwert mit vier unabhängig voneinander
einstellbaren Bits 00 … 03 (Werkseinstellung 00110 Bin)
Bit 00: Sollwert nach dem Ausschalten des Motors speichern
0: Nach dem Einschalten des Motors wird p1040 als Sollwert vorgegeben
1: Sollwert wird nach dem Ausschalten des Motors gespeichert und nach dem
Einschalten auf den gespeicherten Wert gesetzt
Bit 01: Hochlaufgeber im Automatikbetrieb (1-Signal über BI: p1041) konfigurieren
0: Ohne Hochlaufgeber bei Automatikbetrieb (Hoch-/Rücklaufzeit = 0)
1: Mit Hochlaufgeber bei Automatikbetrieb
Bei Handbetrieb (0-Signal über BI: p1041) ist der Hochlaufgeber immer aktiv
Bit 02: Anfangsverrundung konfigurieren
0: Ohne Anfangsverrundung
1: Mit Anfangsverrundung. Mit der Anfangsverrundung ist eine feinfühlige Vorgabe
kleiner Sollwertänderungen (progressive Reaktion auf Tastenbetätigungen) möglich
Bit 03: Sollwert netzausfallsicher speichern
0: Keine netzausfallsichere Speicherung
1: Sollwert wird bei Netzausfall gespeichert (bei Bit 00 = 1)
Bit 04: Hochlaufgeber immer aktiv
0: Sollwert wird nur bei freigegebenen Impulsen berechnet
1: Sollwert wird unabhängig von der Impulsfreigabe berechnet (Diese Einstellung ist
erforderlich, wenn Energiesparmodus angewählt ist).
p1035
Signalquelle zum Erhöhen des Sollwertes (Werkseinstellung 0)
Wird bei der Inbetriebnahme automatisch vorbelegt, z. B. mit dem Taster auf dem
Operator Panel
p1036
Signalquelle zum Verringern des Sollwertes (Werkseinstellung 0)
Wird bei der Inbetriebnahme automatisch vorbelegt, z. B. mit dem Taster auf dem
Operator Panel
p1037
Maximaler Sollwert (Werkseinstellung 0 1/min)
Wird bei der Inbetriebnahme automatisch vorbelegt
p1038
Minimaler Sollwert (Werkseinstellung 0 1/min)
Wird bei der Inbetriebnahme automatisch vorbelegt
p1039
Signalquelle zum Invertieren der Minimal- und Maximalsollwerts (Werkseinstellung 0)
p1044
Signalquelle für den Setzwert (Werkseinstellung 0)
Weitere Informationen zum Motorpotenziometer finden Sie im Funktionsplan 3020 und in der
Parameterliste des Listenhandbuchs.
Motorpotenziometer mit Sollwertquelle verschalten
Sie haben zwei Möglichkeiten, um das Motorpotenziometer mit der Sollwertquelle
verschalten:
1. Wählen Sie über p0015 eine Konfiguration, die zu Ihrer Anwendung passt.
Die für Ihren Umrichter verfügbaren Konfigurationen finden Sie im Abschnitt Belegung
der Schnittstellen wählen (Seite 48).
2. Verschalten Sie den Hauptsollwert mit dem Motorpotenziometer durch p1070 = 1050.
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Funktionen
7.4 Sollwertquellen
Beispiel für die Parametrierung des Motorpotenziometers
Tabelle 7- 18 Motorpotenziometer über Digitaleingänge realisieren
7.4.3
Parameter
Beschreibung
p0015 = 9
Makro Antriebsgerät: Umrichter auf MOP als Sollwertquelle konfigurieren
•
Der Motor wird über Digitaleingang 0 ein- und ausgeschaltet
•
Der Sollwert des MOP wird über Digitaleingang 1 erhöht
•
Der Sollwert des MOP wird über Digitaleingang 2 verringert
p1040 = 10
Startwert des MOP
Nach jedem Einschalten des Motors wird ein Sollwert entsprechend 10 1/min
vorgegeben
p1047 = 5
MOP Hochlaufzeit:
Der Sollwert des MOP wird in 5 Sekunden von Null bis zum Maximalwert (p1082)
erhöht
p1048 = 5
MOP Rücklaufzeit:
Der Sollwert des MOP wird in 5 Sekunden vom Maximalwert (p1082) bis auf Null
verringert
Festdrehzahl als Sollwertquelle
In vielen Anwendungen ist es ausreichend, den Motor nach dem Einschalten mit einer
gleichbleibenden Drehzahl zu verfahren oder zwischen unterschiedlichen festen Drehzahlen
umzuschalten. Beispiele für eine solche vereinfachte Vorgabe des Drehzahlsollwertes sind:
● Förderband mit zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
● Schleifmaschine mit unterschiedlichen Drehzahlen entsprechend dem Durchmesser der
Schleifscheibe.
Wenn Sie den Technologieregler im Umrichter nutzen, können Sie mit einem Festsollwert
zeitlich konstante Prozessgrößen vorgeben, z. B.:
● Regelung eines konstanten Durchflusses mit einer Pumpe.
● Regelung einer konstanten Temperatur mit einem Lüfter.
Vorgehensweise
Sie können bis zu 16 verschiedene Festsollwerte einstellen und über Digitaleingänge oder
den Feldbus auswählen. Die Festsollwerte werden mit Hilfe der Parameter p1001 bis p1004
definiert und mithilfe der Parameter p1020 bis p1023 den entsprechenden Befehlsquellen
(z. B. den Digitaleingängen) zugeordnet.
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Funktionen
7.4 Sollwertquellen
Die Auswahl der unterschiedlichen Festsollwerte kann auf zwei Arten erfolgen:
1. Direkte Auswahl:
Jedem Auswahlsignal (z. B. einem Digitaleingang) ist genau ein Drehzahlfestsollwert
zugeordnet. Durch Anwahl mehrere Auswahlsignale addieren sich die zugehörigen
Drehzahlfestsollwerte zu einem Gesamtsollwert.
Die direkte Auswahl eignet sich besonders bei Steuerung des Motors über
Digitaleingänge des Umrichters.
2. Binäre Auswahl:
Jeder möglichen Kombination der Auswahlsignale ist genau ein Festsollwert zugeordnet.
Die binäre Auswahl ist vorzugsweise bei einer zentralen Steuerung und Anbindung des
Umrichters an einen Feldbus anzuwenden.
Tabelle 7- 19 Parameter zur direkten Auswahl der Festsollwerte
Parameter
Beschreibung
p1016 = 1
Direkte Auswahl der Festsollwerte (Werkseinstellung)
p1001
Festsollwert 1 (Werkseinstellung: 0 1/min)
p1002
Festsollwert 2 (Werkseinstellung: 0 1/min)
p1003
Festsollwert 3 (Werkseinstellung: 0 1/min)
p1004
Festsollwert 4 (Werkseinstellung: 0 1/min)
p1020
Signalquelle zur Auswahl des Festsollwerts 1 (Werkseinstellung: 722.3, d. h.
Auswahl über Digitaleingang 3)
p1021
Signalquelle zur Auswahl des Festsollwerts 2 (Werkseinstellung: 722.4, d. h.
Auswahl über Digitaleingang 4)
p1022
Signalquelle zur Auswahl des Festsollwerts 3 (Werkseinstellung: 722.5 d. h.
Auswahl über Digitaleingang 5)
p1023
Signalquelle zur Auswahl des Festsollwerts 4 (Werkseinstellung: 0, d h. die
Auswahl ist gesperrt)
Tabelle 7- 20 Funktionsschema der direkten Auswahl der Festsollwerte
Festsollwert ausgewählt BICO-Verschaltung der
über
Auswahlsignale
(Beispiel)
Der resultierende Festsollwert entspricht den
Parameterwerten von …
Digitaleingang 3 (DI 3)
p1020 = 722.3
p1001
Digitaleingang 4 (DI 4)
p1021 = 722.4
p1002
Digitaleingang 5 (DI 5)
p1022 = 722.5
p1003
Digitaleingang 6 (DI 6)
p1023 = 722.6
p1004
DI 3 und DI 4
p1001 + p1002
DI 3 und DI 5
p1001 + p1003
DI 3, DI 4 und DI 5
p1001 + p1002 + p1003
DI 3, DI 4, DI 5 und DI 6
p1001 + p1002 + p1003 + p1004
Weitere Informationen zu den Festsollwerten und zur binären Auswahl finden Sie in den
Funktionsplänen 3010 und 3011 des Listenhandbuchs.
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Funktionen
7.4 Sollwertquellen
Beispiel: Anwahl von zwei Drehzahlfestsollwerten über Digitaleingang 2 und Digitaleingang 3
Der Motor soll mit zwei verschiedenen Drehzahlen laufen:
● Mit dem Digitaleingang 0 wird der Motor eingeschaltet
● Bei Anwahl des Digitaleingangs 2 soll der Motor mit einer Drehzahl von 300 1/min drehen
● Bei Anwahl des Digitaleingangs 3 soll der Motor auf eine Drehzahl von 2000 1/min
beschleunigen
● Bei Anwahl des Digitaleingangs 1 soll der Motor reversieren
Tabelle 7- 21 Parametereinstellung des Beispiels
7.4.4
Parameter
Beschreibung
p0015 = 12
Makro Antriebsgerät: Umrichter mit Klemmenleiste als Befehls- und
Sollwertquelle konfigurieren.
•
Der Motor wird über Digitaleingang 0 ein- und ausgeschaltet.
•
Sollwertquelle ist der Analogeingang 0.
p1001 = 300.000
Definiert den Festsollwert 1 in [1/min]
p1002 = 2000.000
Definiert den Festsollwert 2 in [1/min]
p1016 = 1
Direkte Auswahl der Festsollwerte
p1020 = 722.2
Verschalten des Festsollwerts 2 mit DI 2.
r0722.2 = Parameter, der den Status von Digitaleingang 2 anzeigt.
p1021 = 722.3
Verschalten des Festsollwerts 3 mit dem Status von DI 3.
r0722.3 = Parameter, der den Status von Digitaleingang 3 anzeigt.
p1070 = 1024
Hauptsollwert mit Drehzahl-Festsollwert verschalten
Motor im Tippbetrieb verfahren (JOG-Funktion)
Mit der Funktion "Tippen" (JOG-Funktion) schalten Sie den Motor über einen Steuerbefehl
oder das Operator Panel ein und aus. Die Drehzahl, auf die der Motor beim "Tippen"
beschleunigt, ist einstellbar.
Bevor Sie den Steuerbefehl zum "Tippen" geben, muss der Motor ausgeschaltet sein. Bei
eingeschaltetem Motor ist "Tippen" wirkungslos.
Die Funktion "Tippen" wird typischerweise eingesetzt, um den Motor nach einer
Umschaltung vom Automatik- in den Handbetrieb manuell einzuschalten.
Tippbetrieb einstellen
Die Funktion "Tippen" bietet zwei unterschiedliche Drehzahlsollwerte, z. B. für Links- und
Rechtslauf des Motors.
Mit einem Operator Panel können Sie die Funktion "Tippen" immer anwählen. Wenn Sie
zusätzlich Digitaleingänge als Steuerbefehle nutzen wollen, müssen Sie die jeweilige
Signalquelle mit einem Digitaleingang verschalten.
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Funktionen
7.4 Sollwertquellen
Tabelle 7- 22 Parameter für die Funktion "Tippen"
Parameter
p1055
Beschreibung
Signalquelle für Tippen 1 - Tippen Bit 0 (Werkseinstellung: 0)
Wenn Sie über einen Digitaleingang tippen wollen, setzen Sie p1055 = 722.x
p1056
Signalquelle für Tippen 2 - Tippen Bit 1 (Werkseinstellung: 0)
Wenn Sie über einen Digitaleingang tippen wollen, setzen Sie p1056 = 722.x
7.4.5
p1058
Tippen 1 Drehzahlsollwert (Werkseinstellung 150 1/min)
p1059
Tippen 2 Drehzahlsollwert (Werkseinstellung - 150 1/min)
Sollwert über Feldbus vorgeben
Wenn Sie den Sollwert über den Feldbus vorgeben, müssen Sie den Umrichter an eine
übergeordnete Steuerung anbinden. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Feldbus
konfigurieren (Seite 97).
Feldbus mit Sollwertquelle verschalten
Sie haben zwei Möglichkeiten, um den Feldbus als Sollwertquelle zu nutzen:
1. Wählen Sie über p0015 eine Konfiguration, die zu Ihrer Anwendung passt.
Die für Ihren Umrichter verfügbaren Konfigurationen finden Sie im Abschnitt Belegung
der Schnittstellen wählen (Seite 48).
2. Verschalten Sie den Hauptsollwert p1070 mit dem Feldbus.
Tabelle 7- 23 Feldbus als Sollwertquelle
Parameter
Sollwertquelle
r2050[x]
Empfangswort Nr. x von RS485-Schnittstelle
r2090[x]
Empfangswort Nr. x von PROFIBUS-Schnittstelle
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Funktionen
7.5 Sollwertaufbereitung
7.5
Sollwertaufbereitung
Die Sollwertaufbereitung modifiziert den Drehzahlsollwert, z. B. begrenzt sie den Sollwert auf
einen Maximal- und Minimalwert und verhindert über den Hochlaufgeber Drehzahlsprünge
des Motors.
SRVLWLYH
%HJUHQ]XQJ
+RFKODXI
]HLW
5¾FNODXI
]HLW
'UHK]DKOVROOZHUWI¾U
0RWRUUHJHOXQJ
'UHK]DKOVROOZHUW
YRQ6ROOZHUWTXHOOH
+RFKODXIJHEHU
QHJDWLYH
%HJUHQ]XQJ
Bild 7-10
7.5.1
Sollwertaufbereitung im Umrichter
Minimaldrehzahl und Maximaldrehzahl
Der Drehzahlsollwert wird sowohl durch die Minimal- als auch durch die Maximaldrehzahl
begrenzt.
Nach dem Einschalten beschleunigt der Motor unabhängig vom Drehzahlsollwert auf die
Minimaldrehzahl. Der eingestellte Parameterwert gilt für beide Drehrichtungen. Über die
Begrenzungsfunktion hinaus dient die Minimaldrehzahl einer Reihe von
Überwachungsfunktionen als Referenzwert.
Der Drehzahlsollwert wird in beiden Drehrichtungen auf die Maximaldrehzahl begrenzt. Beim
Überschreiten der Maximaldrehzahl erzeugt der Umrichter eine Meldung (Störung oder
Warnung).
Die Maximaldrehzahl ist darüber hinaus ein wichtiger Bezugwert für viele Funktionen, z. B.
den Hochlaufgeber.
Tabelle 7- 24 Parameter für Minimal- und Maximaldrehzahl
Parameter
Beschreibung
P1080
Minimaldrehzahl
P1082
Maximaldrehzahl
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Funktionen
7.5 Sollwertaufbereitung
7.5.2
Hochlaufgeber
Der Hochlaufgeber im Sollwertkanal begrenzt die Geschwindigkeit von Änderungen des
Drehzahlsollwerts. Der Hochlaufgeber bewirkt folgendes:
● Das sanfte Beschleunigen und Bremsen des Motors schont die Mechanik der
angetriebenen Maschine.
● Beschleunigungs- und der Bremsweg der angetriebenen Maschine (z. B. eines
Förderbandes) sind unabhängig von der Belastung des Motors.
Hoch- und Rücklaufzeit
Hochlaufzeit und Rücklaufzeit des Hochlaufgebers
lassen sich unabhängig voneinander einstellen. Die
einzustellenden Zeiten hängen einzig von der
Anwendung ab und können im Bereich von wenigen
100 ms (z. B. bei Bandförderantrieben) bis zu
einigen Minuten (z. B. bei Zentrifugen) liegen.
Beim Ein- und Ausschalten des Motors über
ON/OFF1 beschleunigt bzw. bremst der Motor
ebenfalls mit den Zeiten des Hochlaufgebers.
Q
QPD[
3
6ROOZHUW
3
3
W
Hochlaufzeit (p1120)
Beschleunigungsdauer in Sekunden von Drehzahl Null bis zur Maximaldrehzahl P1082
Rücklaufzeit (P1121)
Bremsdauer in Sekunden von der Maximaldrehzahl P1082 bis zum Stillstand
Der Schnellhalt (OFF3) besitzt eine eigene Rücklaufzeit, die mit P1135 eingestellt wird.
Hinweis
Zu kurze Hoch- und Rücklaufzeiten führen dazu, dass der Motor mit dem maximal möglichen
Drehmoment beschleunigt bzw. bremst. Die eingestellten Zeiten werden in diesem Fall
überschritten.
Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie im Funktionsplan 3060 und in der
Parameterliste des Listenhandbuchs.
Erweiterter Hochlaufgeber
Im erweiterten Hochlaufgeber lässt sich der Beschleunigungsvorgang durch eine Anfangsund Endverrundung über die Parameter p1130 … p1134 noch "weicher" gestalten. Die
Hoch- und Rücklaufzeiten des Motors verlängern sich dabei um die Verrundungszeiten.
Die Verrundung wirkt sich nicht auf die Rücklaufzeit bei Schnellhalt (OFF3) aus.
Weitere Informationen finden Sie im Funktionsplan 3070 und in der Parameterliste des
Listenhandbuchs.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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203
Funktionen
7.6 Motorregelung
7.6
Motorregelung
Für Asynchronmotoren gibt es zwei unterschiedliche Steuer- bzw. Regelungsverfahren:
0
● Steuerung mit U/f-Kennlinie (U/f-Steuerung)
● Feldorientierte Regelung (Vektorregelung)
Entscheidungskriterien für U/f-Steuerung oder Vektorregelung
Die U/f-Steuerung ist für die allermeisten Anwendungen, in denen die Drehzahl von
Asynchronmotoren verändert werden soll, vollkommen ausreichend. Beispiele für
Anwendungen, in denen die U/f-Steuerung typischerweise zum Einsatz kommt, sind:
● Pumpen
● Lüfter
● Kompressoren
● Horizontalförderer
Die Inbetriebnahme der Vektorregelung ist zeitaufwendiger als die Inbetriebnahme der U/fSteuerung. Im Vergleich zur U/f-Steuerung bietet die Vektorregelung aber folgende Vorteile:
● Stabilere Drehzahl bei Änderungen der Motorbelastung.
● Kürzere Hochlaufzeiten bei Sollwertänderungen.
● Beschleunigen und Bremsen sind mit einstellbarem Maximaldrehmoment möglich.
● Besserer Schutz des Motors und der angetriebenen Maschine durch einstellbare
Drehmomentbegrenzung.
● Im Stillstand ist volles Drehmoment möglich.
● Die Drehmomentregelung ist nur mit Vektorregelung möglich.
Beispiele für Anwendungen, in denen die Vektorregelung typischerweise zum Einsatz
kommt, sind:
● Hebezeuge und Vertikalförderer
● Wickler
● Extruder
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
204
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.6 Motorregelung
Die Vektorregelung dürfen Sie in den folgenden Fällen nicht verwenden:
● Wenn der Motor im Vergleich zum Umrichter zu klein ist (die Bemessungsleistung des
Motors darf nicht kleiner sein als ein Viertel der Bemessungsleistung des Umrichters)
● Wenn mehrere Motoren an einem Umrichter betrieben werden
● Wenn ein Leistungsschütz zwischen Umrichter und Motor eingesetzt ist, das geöffnet
wird, während der Motor eingeschaltet ist
● Wenn die Maximaldrehzahl des Motor die folgenden Werte überschreitet:
Pulsfrequenz des Umrichters
Polzahl des Motors
Maximaldrehzahl des Motors [1/min]
2 kHz
4 kHz und höher
2-polig
4-polig
6-polig
2-polig
4-polig
6-polig
9960
4980
3320
14400
7200
4800
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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205
Funktionen
7.6 Motorregelung
7.6.1
U/f-Steuerung
Die U/f-Steuerung stellt die Spannung an den Klemmen des Motors abhängig vom
vorgegebenen Drehzahlsollwert ein. Der Zusammenhang zwischen Drehzahlsollwert und
Ständerspannung wird anhand von Kennlinien berechnet. Die erforderliche
Ausgangsfrequenz errechnet sich aus dem Drehzahlsollwert und der Polpaarzahl des
Motors (f = n * Polpaarzahl / 60, insbesondere: fmax = p1082 * Polpaarzahl / 60). Der
Umrichter stellt die beiden wichtigsten Kennlinien (linear und quadratisch) zur Verfügung.
Frei parametrierbare Kennlinien sind ebenfalls möglich.
Die U/f-Steuerung stellt keine exakte Regelung der Motordrehzahl dar. Der Drehzahlsollwert
und die Drehzahl, die sich an der Motorwelle einstellt, weichen immer leicht voneinander ab.
Die Abweichung hängt von der Belastung des Motors ab. Wird der angeschlossene Motor
mit Nennmoment belastet, liegt die Motordrehzahl um den Motornennschlupf unterhalb des
Drehzahlsollwerts. Treibt die Last den Motor an, d. h. arbeitet der Motor als Generator, liegt
die Motordrehzahl über dem Drehzahlsollwert.
Die Auswahl der Kennlinie erfolgt bei der Inbetriebnahme über p1300.
7.6.1.1
U/f-Steuerung mit linearer und quadratischer Kennlinie
U/f-Steuerung mit linearer Charakteristik (p1300 = 0):
Wird vor allem in Anwendungen eingesetzt, in denen
das Moment des Motors unabhängig von der
Motordrehzahl zur Verfügung stehen muss. Beispiele
für solche Anwendungen sind Horizontalförderer oder
Kompressoren.
8
8$XVJDQJPD[
U
IPD[
I
U/f-Steuerung mit parabolischer Charakteristik (p1300 = 2)
Wird in Anwendungen eingesetzt, in denen das
Moment des Motors mit der Motordrehzahl steigt.
Beispiele für solche Anwendungen sind Pumpen oder
Lüfter.
Die U/f-Steuerung mit quadratischer Kennlinie
reduziert die Verluste in Motor und Umrichter, da
geringere Ströme im Vergleich zur linearen
Charakteristik fließen.
8
8$XVJDQJPD[
U
IPD[ I
Hinweis
Die U/f-Steuerung mit quadratischer Kennlinie darf nicht in Anwendungen eingesetzt
werden, in denen ein hohes Drehmoment bei geringen Drehzahlen erforderlich ist.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
206
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Funktionen
7.6 Motorregelung
7.6.1.2
Weitere Kennlinien für die U/f-Steuerung
Neben der linearen und der quadratischen Kennlinie gibt es zusätzlich folgende Varianten
der U/f-Steuerung, die für spezielle Anwendungen geeignet sind.
Lineare U/f-Kennlinie mit Flux Current Control (FCC) (P1300 = 1)
Spannungsverluste im Ständerwiderstand werden automatisch ausgeglichen. Dies kommt
insbesondere bei kleinen Motoren zum Tragen, da diese einen relativ hohen
Ständerwiderstand haben. Voraussetzung ist, dass der Wert des Ständerwiderstands in
P350 möglichst genau parametriert ist.
U/f-Steuerung mit parametrierbarer Charakteristik (p1300 = 3)
Frei einstellbare U/f-Kennlinie, die
das Drehmomentverhalten von
Synchronmotoren (SIEMOSYNMotoren) unterstützt
8
8$XVJDQJPD[
U
8S
8S
IS
IS
IS
IS
8S
8S
U
IPD[
I
Lineare U/f-Kennlinie mit ECO (p1300 = 4), Quadratische U/f-Kennlinie mit ECO (p1300 = 7)
Der ECO-Modus ist für Anwendungen mit geringer Dynamik und gleichbleibendem
Drehzahlsollwert geeignet und bringt eine Energieersparnis von bis zu 40 %.
Wenn der Sollwert erreicht und für 5 s unverändert geblieben ist, reduziert der Umrichter
automatisch seine Ausgangsspannung, um den Arbeitspunkt des Motors zu optimieren. Der
ECO-Modus wird deaktiviert bei Sollwertänderungen oder bei zu hoher oder zu geringer
Zwischenkreisspannung des Umrichters.
Stellen Sie beim ECO-Modus die Schlupfkompensation (P1335) auf 100 % ein. Bei geringen
Sollwertschwankungen müssen Sie die Hochlaufgebertoleranz über p1148 erhöhen.
Achtung: Lastsprünge können zum Kippen des Motors führen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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7.6 Motorregelung
U/f-Steuerung für frequenzgenauen Antrieb (Textilbereich) (p1300 = 5),
U/f-Steuerung für frequenzgenauen Antrieb und FCC (p1300 = 6)
Bei diesen Kennlinien kommt es darauf an, die Motordrehzahl unter allen Umständen
konstant zu halten. Diese Einstellung hat folgende Auswirkungen:
● bei Erreichen der maximalen Stromgrenze wird nur die Ständerspannung, nicht aber die
Drehzahl reduziert
● die Schlupfkompensation ist gesperrt
Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie im Funktionsplan 6300 des
Listenhandbuchs.
U/f-Steuerung mit unabhängigem Spannungssollwert
Der Zusammenhang zwischen Frequenz und Spannung wird nicht im Umrichter berechnet,
sondern vom Anwender vorgegeben. P1330 legt mit BICO-Technik fest, über welche
Schnittstelle (z.B. Analogeingang → P1330 = 755) der Spannungssollwert vorgegeben wird.
7.6.1.3
Optimierung bei hohem Losbrechmoment und kurzzeitiger Überlast
Die Ohm'schen Verluste im Ständerwiderstand des Motors und in der Motorleitung spielen
eine umso größere Rolle, je kleiner der Motor und je kleiner die Motordrehzahl sind. Sie
können diese Verluste durch eine Anhebung der U/f-Kennlinie kompensieren.
Darüber hinaus gibt es Anwendungen, in denen der Motor im unteren Drehzahlbereich oder
bei Beschleunigungsvorgängen vorübergehend mehr als seinen Bemessungsstrom benötigt,
um dem Drehzahlsollwert folgen zu können. Beispiele für solche Anwendungen sind:
● Arbeitsmaschinen mit hohem Losbrechmoment
● Ausnutzung der kurzzeitigen Überlastfähigkeit des Motors beim Beschleunigen
Spannungserhöhung in der U/f-Steuerung (Boost)
Spannungsverluste durch lange Motorleitungen
und die Ohm'schen Verluste im Motor gleichen
Sie mit dem Parameter p1310 aus. Ein erhöhtes
Losbrechmoment beim ersten Anfahren und
Beschleunigungsvorgänge werden durch die
Parameter p1312 bzw. p1311 kompensiert.
Die Spannungserhöhung wirkt bei jeder
Kennlinienart der U/f-Steuerung. Das
nebenstehende Bild zeigt die
Spannungsanhebung am Beispiel der linearen
U/f-Kennlinie.
8
8$XVJDQJPD[
U
3
3
3
IPD[
I
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208
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Funktionen
7.6 Motorregelung
Hinweis
Erhöhen Sie die Spannungsanhebung nur in kleinen Schritten, bis Sie ein zufrieden
stellendes Verhalten des Motors erreicht haben. Zu große Werte in p1310 … p1312 können
zur Überhitzung des Motors und zu Überstromabschaltung des Umrichters führen.
Tabelle 7- 25 Optimierung des Anlaufverhaltens bei linearer Kennlinie
Parameter
Beschreibung
P1310
Spannungsanhebung permanent (Werkseinstellung 50 %)
Die Spannungsanhebung ist vom Stillstand bis zur Bemessungsdrehzahl wirksam.
Sie ist bei Drehzahl 0 am höchsten und nimmt mit steigender Drehzahl kontinuierlich
ab.
Wert der Spannungsanhebung bei Drehzahl 0 in V:
1,732 × Motorbemessungsstrom (p0305) × Ständerwiderstand (r0395) × p1310 /
100 %.
P1311
Spannungsanhebung bei Beschleunigung
Die Spannungsanhebung bei Beschleunigung ist Drehzahlunabhängig und erfolgt bei
einer Sollwertanhebung. Sie verschwindet, sobald der Sollwert erreicht ist.
Sie beträgt in V: 1.732 x Motorbemessungsstrom (p0305) × Ständerwiderstand
(r0395) x p1311 / 100 %
P1312
Spannungsanhebung bei Anlauf
Die Spannungsanhebung bei Anlauf bewirkt eine zusätzliche Spannungsanhebung
beim Hochlauf, jedoch nur für den ersten Beschleunigungsvorgang nach dem
Einschalten des Motors.
Sie beträgt in V: 1.732 x Motorbemessungsstrom (p0305) × Ständerwiderstand
(r0395) x p1312 / 100 %
Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie in der Parameterliste sowie im
Funktionsplan 6300 des Listenhandbuchs.
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209
Funktionen
7.6 Motorregelung
7.6.2
Vektorregelung
7.6.2.1
Eigenschaften der Vektorregelung
Die Vektorregelung berechnet anhand eines Motormodells die Belastung und den Schlupf
des Motors. Aufgrund dieser Berechnung gibt der Umrichter seine Ausgangsspannung und
-frequenz so vor, dass die Drehzahl des Motors dem Sollwert folgt, unabhängig von der
Belastung des Motors.
Die Vektorregelung kommt ohne direkte Messung der Motordrehzahl aus. Diese Regelung
wird auch als sensorlose Vektorregelung bezeichnet.
7.6.2.2
Inbetriebnahme der Vektorregelung
Die Vektorregelung funktioniert nur dann fehlerfrei, wenn Sie während der
Grundinbetriebnahme die Motordaten korrekt parametriert haben und eine
Motordatenidentifikation am kalten Motor durchgeführt haben.
Die Grundinbetriebnahme finden Sie in den folgenden Abschnitten:
● Inbetriebnahme mit dem BOP-2 (Seite 63)
● Inbetriebnahme mit STARTER (Seite 68)
Vektorregelung optimieren
● Führen Sie die automatische Drehzahlregleroptimierung durch (p1960 = 1)
Tabelle 7- 26 Die wichtigsten Parameter der Vektorregelung
Parameter
Beschreibung
p1300 = 20
Regelungsart: Vektorregelung ohne Drehzahlgeber
p0300 …
p0360
Motordaten werden bei der Grundinbetriebnahme vom Typenschild übertragen und
mit der Motordatenidentifikation berechnet
p1452 …
p1496
Parameter des Drehzahlreglers
p1511
Zusatzdrehmoment
p1520
Obere Drehmomentbegrenzung
p1521
Untere Drehmomentbegrenzung
p1530
Grenzwert für motorische Leistung
p1531
Grenzwert für generatorische Leistung
Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie in der Parameterliste sowie in den
Funktionsplänen 6030 ff des Listenhandbuchs.
Zusätzliche Informationen finden Sie im Internet
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/7494205):
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210
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Funktionen
7.6 Motorregelung
7.6.2.3
Drehmomentregelung
Die Drehmomentregelung ist ein Teil der Vektorregelung und erhält normalerweise ihren
Sollwert vom Ausgang des Drehzahlreglers. Durch Deaktivierung des Drehzahlreglers und
direkte Vorgabe des Drehmomentsollwertes wird aus der Drehzahlregelung eine
Drehmomentregelung. Der Umrichter regelt dann nicht mehr die Drehzahl des Motors,
sondern das Drehmoment, das der Motor abgibt.
Typische Einsatzfälle für die Drehmomentregelung
Die Drehmomentregelung wird in Anwendungen eingesetzt, in denen die Motordrehzahl
durch die angeschlossene Arbeitsmaschine vorgegeben wird. Typische Beispiele hierfür
sind:
● Lastaufteilung zwischen Leit- und Folgeantrieben:
der Leitantrieb wird drehzahlgeregelt, der Folgeantrieb drehmomentgeregelt betrieben.
● Wickelmaschinen
Inbetriebnahme der Drehmomentregelung
Die Drehmomentregelung funktioniert nur dann fehlerfrei, wenn Sie während der
Grundinbetriebnahme die Motordaten korrekt parametriert haben und eine
Motordatenidentifikation am kalten Motor durchgeführt haben.
Die Grundinbetriebnahme finden Sie in den folgenden Abschnitten:
● Inbetriebnahme mit dem BOP-2 (Seite 63)
● Inbetriebnahme mit STARTER (Seite 68)
Tabelle 7- 27 Die wichtigsten Parameter der Drehmomentregelung
Parameter
Beschreibung
P1300 = …
Regelungsart:
20: Vektorregelung ohne Drehzahlgeber
22: Drehmomentregelung ohne Drehzahlgeber
P0300 …
P0360
Motordaten werden bei der Grundinbetriebnahme vom Typenschild übertragen und
mit der Motordatenidentifikation berechnet
P1511 = …
Zusatzdrehmoment
P1520 = …
Obere Drehmomentbegrenzung
P1521 = …
Untere Drehmomentbegrenzung
P1530 = …
Grenzwert für motorische Leistung
P1531 = …
Grenzwert für generatorische Leistung
Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie in der Parameterliste sowie in den
Funktionsplänen 6030 ff des Listenhandbuchs.
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211
Funktionen
7.7 Schutzfunktionen
7.7
Schutzfunktionen
Der Umrichter bietet Schutzfunktionen gegen Übertemperatur und Überstrom sowohl des
Umrichters als auch des Motors. Außerdem schützt sich der Umrichter bei generatorischem
Betrieb des Motors vor zu hoher Zwischenkreisspannung.
7.7.1
Temperaturüberwachung des Umrichters
Die Temperatur des Umrichters wird im Wesentlichen durch die ohmschen Verluste des
Ausgangsstroms und die Schaltverluste, die bei der Pulsung des Power Modules entstehen,
bestimmt. Die Temperatur des Umrichters geht zurück, wenn entweder der Ausgangsstrom
oder die Pulsfrequenz des Power Modules reduziert werden.
I2t-Überwachung (A07805 - F30005)
Die I2t-Überwachung des Leistungsteils kontrolliert die Umrichterauslastung anhand eines
Stromreferenzwertes. Die Auslastung wird in r0036 [%] angegeben.
Überwachung der Chip-Temperatur des Leistungsteils (A05006 - F30024)
Über A05006 und F30024 wird die Temperaturdifferenz zwischen Leistungschip (IGBT) und
Kühlkörper kontrolliert. Die Messwerte werden in r0037[1] [°C] angegeben.
Kühlkörper-Überwachung (A05000 - F30004)
Über A05000 und F30004 wird die Kühlkörpertemperatur des Leistungsteils überwacht. Die
Werte werden in r0037[0] [°C] angegeben.
Reaktion des Umrichters
Parameter
Beschreibung
P0290
Leistungsteil Überlastreaktion
(Werkseinstellung für Umrichter SINAMICS G120 mit Power Module PM260: 0;
Werkseinstellung für alle anderen Umrichter: 2)
Einstellung der Reaktion auf eine thermische Überlastung des Leistungsteils:
0: Ausgangsstrom (bei Vektorregelung) oder Drehzahl (bei U/f-Steuerung) reduzieren
1: Keine Reduktion, Abschalten bei Erreichen der Überlastschwelle (F30024)
2: Pulsfrequenz und Ausgangsstrom (bei Vektorregelung) oder Pulsfrequenz und
Drehzahl (bei U/f-Steuerung) verringern
3: Pulsfrequenz reduzieren
P0292
Leistungsteil Temperaturwarnschwelle (Werkseinstellung: Kühlkörper [0] 5°C,
Leistungshalbleiter [1] 15°C)
Der Wert wird als Differenz zur Abschalttemperatur eingestellt.
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Funktionen
7.7 Schutzfunktionen
7.7.2
Temperaturüberwachung des Motors über einen Temperaturfühler
Zum Schutz des Motors gegen Übertemperatur können Sie einen der folgenden Sensoren
einsetzen:
● PTC-Sensor
● KTY 84-Sensor
● ThermoClick-Sensor
Der Temperatursensor des Motors wird an der Control Unit angeschlossen.
Temperaturerfassung über PTC
Der PTC-Sensor wird an die Klemmen 14 und 15 angeschlossen.
● Übertemperatur: Der Schwellwert für die Umschaltung auf Warnung bzw. Störung liegt
bei 1650 Ω. Nach dem Ansprechen des PTC wird entsprechend der Einstellung in p0610
entweder die Warnung A07910 oder Abschalten mit Störung F07011 ausgelöst.
● Kurzschlussüberwachung: Widerstandswerte < 20 Ω signalisieren einen Kurzschluss des
Temperaturfühlers
Temperaturerfassung über KTY 84
Der Anschluss erfolgt in Durchlassrichtung der Diode an die Klemmen 14 (Anode) und 15
(Kathode). Der gemessene Temperaturwert wird auf einen Bereich von -48 °C ... +248 °C
begrenzt und der weiteren Auswertung zur Verfügung gestellt.
● Bei Erreichen der Warnschwelle (einstellbar über p0604, Werkseinstellung 130 °C) wird
die Warnung A7910 ausgelöst. Reaktion -> p0610)
● Fehler F07011 wird ausgegeben (abhängig von der Einstellung in p0610) wenn
– die Temperatur der Störschwelle (einstellbar über p0605) erreicht ist
– die Temperatur der Warnschwelle (einstellbar über p0604) erreicht ist und nach Ablauf
der Wartezeit immer noch ansteht.
Drahtbruch- und Kurzschlussüberwachung über KTY 84
● Drahtbuch: Widerstandswert > 2120 Ω
● Kurzschluss: Widerstandswert < 50 Ω
Sobald der Widerstandswert außerhalb dieses Bereichs liegt, wird A07015 "Warnung
Temperatursensorfehler" und nach Ablauf der Wartezeit F07016 "Motortemperatursensor
Störung" ausgelöst.
Temperaturüberwachung über ThermoClick-Sensor
Der ThermoClick-Sensor spricht bei Werten ≥100 Ω an. Nach dem Ansprechen des
ThermoClick-Sensors wird entsprechend der Einstellung in p0610 entweder die Warnung
A07910 oder Abschalten mit Störung F07011 ausgelöst.
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Funktionen
7.7 Schutzfunktionen
Einstellparameter zur Motortemperaturüberwachung mit Sensor
Tabelle 7- 28 Parameter zur Erfassung Motortemperatur über einen Temperatursensor
Parameter
Beschreibung
P0335
Motorkühlung angeben
0: Eigenkühlung - mit Lüfter auf Motorwelle (IC410* oder IC411*) - (Werkseinstellung)
1: Fremdkühlung - mit unabhängig vom Motor angetriebenem Lüfter (IC416*)
2: Eigenkühlung und Innenkühlung* (Durchzugslüfter)
3: Fremdkühlung und Innenkühlung* (Durchzugslüfter)
P0601
Motortemperatursensor Sensortyp
0: Kein Sensor (Werkseinstellung)
1: PTC-Thermistor (→ P0604)
2: KTY84 (→ P0604)
4: ThermoClick-Sensor
Klemme Nr.
14
PTC+
KTY-Anode
ThermoClick
15
PTCKTY-Kathode
ThermoClick
P0604
Motortemperatur Warnschwelle (Werkseinstellung 130 °C)
Die Warnschwelle ist der Wert, bei dem entweder der Umrichter abgeschaltet oder
Imax verringert wird (P0610)
P0605
Motortemperatur Störschwelle (Werkseinstellung: 145 °C)
P0610
Motorübertemperatur Reaktion
Bestimmt das Verhalten, sobald die Motortemperatur die Warnschwelle erreicht.
0: Keine Reaktion des Motors, nur eine Warnung
1: Warnung und Reduzierung von Imax (Werkseinstellung)
führt zu einer verringerten Drehzahl
2: Meldung und Abschaltung (F07011)
P0640
Stromgrenze (Eingabe in A)
*Entsprechend EN 60034-6
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Funktionen
7.7 Schutzfunktionen
7.7.3
Schutz des Motors durch Berechnung der Motortemperatur
Die Temperaturberechnung ist nur im Modus Vektorregelung (P1300 ≥ 20) möglich und
funktioniert durch Berechnung anhand eines thermischen Motormodells.
Tabelle 7- 29 Parameter zur Temperatur-Erfassung ohne Temperatursensor
Parameter
Beschreibung
P0621= 1
Motortemperaturerfassung nach dem Wiederanlauf
0: Keine Temperaturidentifikation (Werkseinstellung)
1: Temperaturidentifikation beim ersten Einschalten des Motors
2: Temperaturidentifikation nach jedem Einschalten des Motors
P0622
P0625 = 20
Aufmagnetisierungszeit des Motors zur Temperaturerfassung nach dem Anfahren
(Wird als Ergebnis der Motordaten-Identifikation automatisch gesetzt)
Motor-Umgebungstemperatur
Angabe der Motor-Umgebungstemperatur in°C zum Zeitpunkt der
Motordatenerfassung (Werkseinstellung: 20 °C).
Die Differenz zwischen Motortemperatur und Motorumgebung P0625 muss in einem
Toleranzbereich von etwa ± 5 °C liegen.
7.7.4
Schutz vor Überstrom
Bei Vektorregelung bleibt der Motorstrom innerhalb der dort eingestellten
Momentengrenzen.
Bei U/f-Steuerung verhindert der Maximalstromregler (Imax-Regler) Überlastungen des
Motors und Umrichters, indem er den Ausgangsstrom begrenzt.
Wirkungsweise des Imax-Reglers
Bei Überlast werden sowohl die Drehzahl als auch die Ständerspannung des Motors solange
reduziert, bis der Strom wieder im zulässigen Bereich liegt. Läuft der Motor im
generatorischen Betrieb, d. h. wird er durch die angeschlossene Maschine angetrieben,
erhöht der Imax-Regler Drehzahl und Ständerspannung des Motors, um den Strom zu
reduzieren.
Hinweis
Die Umrichterbelastung wird nur verringert, wenn das Drehmoment des Motors bei
geringerer Drehzahl zurück geht (z. B. bei Lüftern).
Im generatorischen Betrieb nimmt der Strom nur ab, wenn das Drehmoment bei einer
höheren Drehzahl abnimmt.
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215
Funktionen
7.7 Schutzfunktionen
Einstellungen
Sie müssen die Werkseinstellung des Imax-Reglers nur ändern, wenn der Antrieb bei
Erreichen der Stromgrenze zu Schwingungen neigt oder es zu Abschaltung wegen
Überstrom kommt.
Tabelle 7- 30 Parameter des Imax-Reglers
Parameter
Beschreibung
P0305
Nennstrom des Motors
P0640
Stromgrenze des Motors
P1340
Proportionalverstärkung des Imax-Reglers für die Drehzahlreduktion
P1341
Nachstellzeit des Imax-Reglers für die Drehzahlreduktion
r0056.13
Status: Imax-Regler aktiv
r1343
Drehzahlausgang des Imax-Reglers
Zeigt den Betrag an, auf den der I-max-Regler die Drehzahl reduziert.
Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie im Funktionsplan 1690 des
Listenhandbuchs.
7.7.5
Begrenzung der maximalen Zwischenkreisspannung
Wie verursacht der Motor Überspannungen?
Ein Asynchronmotor arbeitet als Generator, wenn er von der angeschlossenen Last
angetrieben wird. Ein Generator wandelt mechanische Leistung in elektrische Leistung um.
Die elektrische Leistung fließt zurück in den Umrichter und lässt die Zwischenkreisspannung
VDC im Umrichter ansteigen.
Ab einer kritischen Zwischenkreisspannung werden sowohl Umrichter als auch Motor
beschädigt. Bevor es zu schädlichen Spannungen kommt, schaltet der Umrichter den
angeschlossenen Motor mit der Fehlermeldung "Zwischenkreis-Überspannung" aus.
Schutz des Motors und Umrichters vor Überspannung
Der VDCmax-Regler vermeidet - so weit es die Anwendung zulässt - einen kritischen Anstieg
der Zwischenkreisspannung.
Der VDCmax-Regler ist nicht das geeignete Mittel für Anwendungen mit dauerhaftem
generatorischem Betrieb des Motors, z. B. bei Hebezeugen oder beim Bremsen großer
Schwungmassen. Mehr Informationen zu den Bremsmethoden des Umrichters finden Sie im
Abschnitt Bremsfunktionen des Umrichters (Seite 225).
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Funktionen
7.7 Schutzfunktionen
Je nachdem, ob der Motor mit U/f-Steuerung oder Vektorregelung betrieben wird, gibt es
zwei unterschiedliche Gruppen von Parametern für den VDCmax-Regler.
Tabelle 7- 31 Parameter des VDCmax-Reglers
Parameter für
U/f-Steuerung
Parameter für
Vektorregelung
Beschreibung
p1280 = 1
p1240 = 1
VDC-Regler oder VDC-Überwachung Konfiguration
(Werkseinstellung: 1)1: VDCmax-Regler freigeben
r1282
r1242
VDCmax-Regler Einschaltpegel
Zeigt den Wert der Zwischenkreisspannung an, ab dem der
VDCmax-Regler aktiv wird
p1283
p1243
VDCmax-Regler Dynamikfaktor (Werkseinstellung:
100 %)Skalierung der Reglerparameter P1290, P1291 und
P1292
p1290
p1250
VDCmax-Regler Proportionalverstärkung (Werkseinstellung: 1)
p1291
p1251
VDCmax-Regler Nachstellzeit (Werkseinstellung p1291: 40 ms,
Werkseinstellung p1251: 0 ms)
p1292
p1252
VDCmax-Regler Vorhaltezeit (Werkseinstellung p1292: 10 ms,
Werkseinstellung p1252: 0 ms)
p1294
p1254
VDCmax-Reglers automatische Erfassung EIN-Pegel
(Werkseinstellung p1294: 0, Werkseinstellung p1254: 1)Aktiviert
oder deaktiviert die automatische Erkennung der Einschaltstufen
des VDCmax-Reglers.
0: Automatische Erfassung gesperrt
1: Automatische Erfassung freigegeben
p0210
p0210
Geräte-Anschlussspannung
Wenn p1254 bzw. p1294 = 0, berechnet der Umrichter die
Eingriffsschwellen des VDCmax-Reglers aus diesem Parameter.
Setzen Sie diesen Parameter auf den tatsächlichen Wert der
Eingangsspannung.
Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie im Funktionsplan 6320 bzw. im
Funktionsplan 6220 des Listenhandbuchs.
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Funktionen
7.8 Statusmeldungen
7.8
Statusmeldungen
Informationen über den Umrichterzustand (Warnungen, Störungen, Istwerte) können sowohl
über Ein- und Ausgänge als auch über die Kommunikationsschnittstelle ausgegeben
werden.
Details zum Auswerten des Umrichterzustands über Ein- und Ausgänge finden Sie im
Abschnitt Klemmenleiste anpassen (Seite 85) .
Die Auswertung des Umrichterzustands über die Kommunikationsschnittstelle erfolgt über
das Zustandswort des Umrichters. Details dazu finden Sie in den einzelnen Abschnitten des
Kapitels Feldbus konfigurieren (Seite 97).
7.8.1
Systemlaufzeit
Durch Auswertung der Systemlaufzeit des Umrichters können Sie entscheiden, wann Sie
verschleißbehaftete Komponenten wie Lüfter, Motoren und Getriebe rechtzeitig austauschen
müssen.
Funktionsweise
Die Systemlaufzeit wird gestartet, sobald die Spannungsversorgung der Control Unit
eingeschaltet ist. Die Systemlaufzeit stoppt bei ausgeschalteter Control Unit.
Die Systemlaufzeit setzt sich zusammen aus r2114[0] (Millisekunden) und r2114[1] (Tage):
Systemlaufzeit = r2114[1] × Tage + r2114[0] × Millisekunden
Wenn r2114[0] einen Wert von 86.400.000 ms (24 Stunden) erreicht hat, wird r2114[0] auf
den Wert 0 gesetzt und der Wert von r2114[1] um 1 erhöht.
Parameter
Beschreibung
r2114[0]
Systemlaufzeit (ms)
r2114[1]
Systemlaufzeit (Tage)
Sie können die Systemlaufzeit nicht zurücksetzen.
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9
Applikationsspezifische Funktionen
Der Umrichter bietet eine Reihe von Funktionen, die Sie abhängig von Ihrer Anwendung
verwenden können, z. B.:
● Einheitenumschaltung
● Bremsfunktionen
● Wiedereinschalten und Fangen
● Einfache Prozessregelungsfunktionen
● Logische und arithmetische Funktionen über frei verschaltbare Funktionsbausteine
Detaillierte Beschreibungen entnehmen Sie bitte den folgenden Abschnitten.
● Erweiterter Notfallbetrieb
● Mehrzonenregler
● Kaskadenregelung
● Bypass
● Energiesparmodus
7.9.1
Einheitenumschaltung
Beschreibung
Mit Hilfe der Einheitenumschaltung können Sie den Umrichter an das Versorgungsnetz
anpassen (50/60 Hz) und außerdem US-Einheiten oder SI-Einheiten als Basiseinheiten
wählen.
Unabhängig davon können Sie die Einheiten für Prozessgrößen festlegen oder auf
Prozentwerte umschalten.
Im Einzelnen haben Sie folgende Möglichkeiten:
● Umstellen der Motornorm (Seite 220) IEC/NEMA (anpassen an das Versorgungsnetz)
● Umschalten des Einheitensystems (Seite 221)
● Umschalten der Prozessgrößen für Technologieregler (Seite 222)
ACHTUNG
Die Motornorm, das Einheitensystem sowie die Prozessgrößen können nur offline
geändert werden.
Die Vorgehensweise ist in Abschnitt Einheitenumschaltung mit STARTER (Seite 223)
beschrieben.
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219
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Hinweis
Einschränkungen bei der Einheitenumschaltung
• Die Werte auf dem Typenschild des Umrichters oder des Motors lassen sich nicht als
Prozentwerte darstellen.
• Mehrfache Einheitenumschaltung (z. B.: Prozent → physikalische Einheit 1 →
physikalische Einheit 2 → Prozent) kann dazu führen, dass der ursprüngliche Wert
durch Rundungsfehler um eine Nachkommastelle verändert wird.
• Wenn die Einheitenumschaltung auf Prozent umgestellt ist und anschließend der
Bezugswert verändert wird, beziehen sich Prozentangaben auf den neuen
Bezugswert.
Beispiel:
– Eine Festdrehzahl von 80 % entspricht bei einer Bezugsdrehzahl von 1500 1/min
einer Drehzahl von 1200 1/min.
– Wenn die Bezugsdrehzahl auf 3000 1/min geändert wird, bleibt der Wert von 80 %
erhalten und bedeutet jetzt 2400 1/min.
Bezugsgrößen für die Einheitenumschaltung
p2000 Bezugsfrequenz/-drehzahl
p2001 Bezugsspannung
p2002 Bezugsstrom
p2003 Bezugsdrehmoment
r2004 Bezugsleistung
p2005 Bezugswinkel
p2007 Bezugsbeschleunigung
7.9.1.1
Umstellen der Motornorm
Die Motornorm stellen Sie mit p0100 um, dabei gilt:
● p0100 = 0: IEC-Motor, (50 Hz, SI-Einheiten)
● p0100 = 1: NEMA-Motor (60 Hz, US-Einheiten)
● p0100 = 2: NEMA-Motor (60 Hz, SI-Einheiten)
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Von der Umschaltung sind die nachfolgend aufgeführten Parameter betroffen.
Tabelle 7- 32 Betroffene Größen beim Umschalten der Motornorm
P-Nr.
Bezeichnung
Einheit bei p0100 =
0*)
1
2
r0206
Power Module Bemessungsleistung
kW
HP
kW
p0307
Motor-Bemessungsleistung
kW
HP
kW
Nm/A
lbf ft/A
Nm/A
Nm
lbf ft
Nm
lbf ft/A
Nm/A
p0316
Motor-Drehmomentkonstante
r0333
Motor-Bemessungsdrehmoment
r0334
Motor-Drehmomentkonstante aktuell
Nm/A
p0341
Motor-Trägheitsmoment
kgm2
p0344
Motor-Masse (für thermisches Motormodell)
r1969
Drehz_reg_opt Trägheitsmoment ermittelt
kg
kgm2
lb
ft2
Lb
lb
ft2
kgm2
kg
kgm2
*) Werkseinstellung
7.9.1.2
Umschalten des Einheitensystems
Das Einheitensystem schalten Sie über p0505 um. Es gibt folgende Auswahlmöglichkeiten:
● P0505 = 1: SI-Einheiten (Werkseinstellung)
● P0505 = 2: SI-Einheiten oder %, bezogen auf SI-Einheiten
● P0505 = 3: US-Einheiten
● P0505 = 4: US-Einheiten oder %, bezogen auf die US-Einheiten
Hinweis
Besonderheiten
Die Prozentwerte für p0505 = 2 und für p0505 = 4 sind identisch. Für interne
Berechnungen und zur Ausgabe von Werten, die wieder in physikalische Größen
umgerechnet werden, ist es jedoch wichtig, ob sich die Umrechnung auf SI- oder USEinheiten bezieht.
Für Größen, bei denen die Umschaltung auf % nicht möglich ist, gilt:
p0505 = 1 ≙ p0505 = 2 und p0505 = 3 ≙ p0505 = 4.
Für Größen, deren Einheiten im SI-System und im US-System gleich sind, für die jedoch
eine prozentuale Darstellung möglich ist, gilt:
p0505 = 1 ≙ p0505 = 3 und p0505 = 2 ≙ p0505 = 4.
Vom Umschalten betroffene Parameter
Die vom Umschalten des Einheitensystems betroffenen Parameter sind nach
Einheitengruppen geordnet. Eine Übersicht über die Einheitengruppen und die möglichen
Einheiten finden Sie im Listenhandbuch im Abschnitt "Einheitengruppe und
Einheitenwahl".
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221
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.1.3
Umschalten der Prozessgrößen für Technologieregler
Hinweis
Wir empfehlen, die Einheiten und Bezugswerte der Technologieregler bei der
Inbetriebnahme aufeinander abzustimmen.
Nachträgliches Ändern der Bezugsgröße oder der Einheit kann zu falschen Berechnungen
oder Anzeigen führen.
Prozessgrößen des Technologiereglers umschalten
Die Prozessgrößen des Technologiereglers schalten Sie über p0595 um. Die Bezugsgröße
bei physikalischen Werten legen Sie in p0596 fest.
Die von der Einheitenumschaltung des Technologiereglers betroffenen Parameter gehören
zur Einheitengruppe 9_1. Details finden Sie im Abschnitt "Einheitengruppe und
Einheitenwahl" im Listenhandbuch.
Prozessgrößen des zusätzlichen Technologiereglers 0 umschalten
Die Prozessgrößen des zusätzlichen Technologiereglers 0 schalten Sie über p11026 um.
Die Bezugsgröße bei absoluten Einheiten legen Sie in p11027 fest.
Die von der Einheitenumschaltung des zusätzlichen Technologiereglers 0 betroffenen
Parameter gehören zur Einheitengruppe 9_2. Details finden Sie im Listenhandbuch im
Abschnitt "Einheitengruppe und Einheitenwahl".
Prozessgrößen des zusätzlichen Technologiereglers 1 umschalten
Die Prozessgrößen des zusätzlichen Technologiereglers 1 schalten Sie über p11126 um.
Die Bezugsgröße bei absoluten Einheiten legen Sie in p11127 fest.
Die von der Einheitenumschaltung des zusätzlichen Technologiereglers 1 betroffenen
Parameter gehören zur Einheitengruppe 9_3. Details finden Sie im Listenhandbuch im
Abschnitt "Einheitengruppe und Einheitenwahl".
Prozessgrößen des zusätzlichen Technologiereglers 2 umschalten
Die Prozessgrößen des zusätzlichen Technologiereglers 2 schalten Sie über p11226 um.
Die Bezugsgröße bei absoluten Einheiten legen Sie in p11227 fest.
Die von der Einheitenumschaltung des zusätzlichen Technologiereglers 2 betroffenen
Parameter gehören zur Einheitengruppe 9_4. Details finden Sie im Listenhandbuch im
Abschnitt "Einheitengruppe und Einheitenwahl".
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222
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.1.4
Einheitenumschaltung mit STARTER
Zur Einheitenumschaltung muss sich der Umrichter im Offline-Modus befinden.
Der STARTER zeigt an, ob Sie Einstellungen online im Umrichter oder offline im PC ändern
(
/
).
Über die nebenstehenden Buttons in der
Menüleiste schalten Sie den Modus um.
2IIOLQHJHKHQ
9HUELQGXQJWUHQQHQ
2QOLQH9HUELQGXQJKHUVWHOOHQ
Vorgehensweise
● Gehen Sie zum Umschalten der Einheiten in den Reiter "Einheiten" in der
Konfigurationsmaske.
③
④
⑤
⑥
⑦
⑧
Umschalten des Einheitensystems
Prozessgößen des Technolgiereglers auswählen
Prozessgößen des zusätzlichen Technolgiereglers 0 auswählen
Prozessgößen des zusätzlichen Technolgiereglers 2 auswählen
Prozessgößen des zusätzlichen Technolgiereglers 1 auswählen
anpassen an das Versorgungsnetz
Bild 7-11
Einheitenumschaltung
● Speichern Sie Ihre Einstellungen
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223
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
● Gehen Sie Online.
Dabei erkennt der Umrichter, dass Offline andere Einheiten bzw. Prozessgrößen
eingestellt sind als im Umrichter, und zeigt dies in folgender Maske:
● Übernehmen Sie die Einstellungen in den Umrichter.
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224
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.2
Bremsfunktionen des Umrichters
7.9.2.1
Gegenüberstellung der elektrischen Bremsenmethoden
Generatorische Leistung
Wenn ein Asynchronmotor die angeschlossene Last elektrisch bremst und die mechanische
Leistung die elektrischen Verluste übersteigt, dann arbeitet er als Generator. Der Motor
wandelt mechanische in elektrische Leistung um. Beispiele für Anwendungen, in denen
kurzzeitig generatorischer Betrieb auftreten kann, sind:
● Antriebe von Schleifscheiben
● Lüfter
Bei einigen Anwendungen kann es zu einem länger dauernden generatorischen Betrieb des
Motors kommen, z. B.:
● Zentrifugen
● Hebezeuge und Krane
● Förderbänder bei Abwärtsbewegung der Last (Vertikal- oder Schrägförderer)
Die SINAMICS G-Umrichter bieten, abhängig vom eingesetzten Power Module, folgende
Möglichkeiten, die generatorische Leistung des Motors in Wärme umzuwandeln oder ins
Netz zurück zu speisen:
● Gleichstrombremsung (Seite 228)
für Power Module PM230, PM240, PM250 und PM260
● Compound-Bremsung (Seite 232)
für Power Module PM240
● Widerstandsbremsung (Seite 234)
für Power Module PM240
● Bremsung mit Netzrückspeisung (Seite 236)
für Power Module PM250 und 260
In den folgenden Absätzen finden Sie eine Gegenüberstellung mit den Hauptmerkmalen der
einzelnen Bremsfunktionen.
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225
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Hauptmerkmale der Bremsfunktionen
Gleichstrombremsung
Der Motor setzt die generatorische Leistung in
Wärme um.
a
a
• Vorteil: Motor bremst, ohne dass der
Umrichter generatorische Leistung verarbeiten
muss
• Nachteile: starke Motorerwärmung; kein
definiertes Bremsverhalten; kein konstantes
Bremsmoment; kein Bremsmoment im
Stillstand; generatorische Leistung geht als
Wärme verloren; funktioniert nicht bei
Netzausfall
Compound-Bremsung
8PULFKWHU
Der Motor setzt die generatorische Leistung in
Wärme um.
0RWRU
0
%UHPV
OHLVWXQJ
/DVW
• Vorteil: definiertes Bremsverhalten; Motor
bremst, ohne dass der Umrichter
generatorische Leistung verarbeiten muss
• Nachteile: starke Motorerwärmung; kein
konstantes Bremsmoment; generatorische
Leistung geht als Wärme verloren; funktioniert
nicht bei Netzausfall
%UHPVZLGHUVWDQG
a
a
• Vorteile: definiertes Bremsverhalten;
keine zusätzliche Motorerwärmung;
konstantes Bremsmoment;
funktioniert prinzipiell auch bei
Netzausfall
• Nachteile: Bremswiderstand
erforderlich; generatorische Leistung
geht als Wärme verloren
%UHPVZLGHUVWDQG
Der Umrichter wandelt die
generatorische Leistung mithilfe eines
Bremswiderstands in Wärme um.
%UHPV 8PULFKWHU
&KRSSHU
Widerstandsbremsung
8PULFKWHU
0RWRU
0
%UHPV
OHLVWXQJ
/DVW
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226
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Bremsung mit Netzrückspeisung
• Vorteile: Konstantes Bremsmoment; die
generatorische Leistung wird nicht in Wärme
umgesetzt, sondern ins Netz zurückgespeist;
kann in allen Anwendungen angewendet werden;
ständiger generatorischer Betrieb ist möglich - z.
B. beim Absenken einer Kranlast
• Nachteil: Funktioniert nicht bei Netzausfall
1HW]
8PULFKWHU
Der Umrichter speist die generatorische Leistung
zurück ins Netz.
a
8PULFKWHU
a
0RWRU
0
%UHPV
OHLVWXQJ
/DVW
Bremsung mit Netzrückspeisung
Bremsmethode abhängig vom Anwendungsfall
Tabelle 7- 33 Welches Power Module eignet sich für welche Anwendung?
Anwendungsbeispiele
Elektrische Bremsmethode
Einsetzbares Power Module
Pumpen, Lüfter, Mischer,
Kompressoren, Extruder
Nicht erforderlich
PM230, PM240, PM250,
PM260
Schleifmaschinen, Förderbänder Gleichstrombremsung, CompoundBremsung
PM240
Zentrifugen, Vertikalförderer,
Hebezeuge, Krane, Wickler
Widerstandsbremsung
PM240
Bremsung mit Netzrückspeisung
PM250, PM260
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227
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.2.2
Gleichstrombremsung
Die Gleichstrombremsung wird für Anwendungen ohne Netzrückspeisung verwendet, in
denen der Motor durch die Einprägung eines Gleichstroms schneller abgebremst werden
kann, als an der Rücklauframpe.
Typische Applikationen für die Gleichstrombremsung sind:
● Zentrifugen
● Sägen
● Schleifmaschinen
● Förderbänder
Ob die Gleichstrombremsung oder der Rücklauf beim AUS1-Befehl wirkungsvoller ist, hängt
auch von den Eigenschaften des Motors ab.
Funktionsweise
Bei der Gleichstrombremsung gibt der Umrichter für die Dauer der Entmagnetisierung einen
internen AUS2-Befehl vor und prägt danach den Bremsstrom für die Dauer der
Gleichstrombremsung ein.
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228
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Für die Gleichstrombremsung gibt es die nachfolgend aufgeführten Betriebsarten.
*OHLFKVWURPEUHPVXQJEHLP8QWHUVFKUHLWHQGHU6WDUWGUHK]DKO
I¾UGLH*OHLFKVWURPEUHPVXQJ
9RUDXVVHW]XQJS XQGS Q
2))
*OHLFKVWURPEUHPVXQJEHLP$XIWUHWHQHLQHU6W¸UXQJ
9RUDXVVHW]XQJ6W¸UQXPPHUXQG6W¸UUHDNWLRQ¾EHU
SXQGS]XJHZLHVHQ
Q
2))
2))
S
S
W
S
W
S
S
U
'&%UHPVHQDNWLY
U
S
6W¸UXQJZLUNVDP
W
'&%UHPVHQDNWLY
U
W
$NWLYLHUHQGHU*OHLFKVWURPEUHPVXQJXQDEK¦QJLJYRQ
GHU'UHK]DKOGXUFKHLQHQ6WHXHUEHIHKO
9RUDXVVHW]XQJS Q
W
*OHLFKVWURPEUHPVXQJEHLP$XVVFKDOWHQGHV0RWRUV
9RUDXVVHW]XQJS RGHUS XQGS 2))
Q
2))
2))
S
W
W
S
U
S
'&%UHPVHQDQJHZ¦KOW
U
$86$86
W
U
'&%UHPVHQDNWLY
S
U
W
W
'&%UHPVHQDNWLY
W
Gleichstrombremsung beim Unterschreiten der Startdrehzahl für die Gleichstrombremsung
Die Gleichstrombremsung wird automatisch aktiviert, sobald die Motordrehzahl unter die
Startdrehzahl für die Gleichstrombremse fällt. Allerdings muss die Motordrehzahl zuvor die
Startdrehzahl für die Gleichstrombremse überschritten haben. Nach Ablauf der
Gleichstrombremsung wechselt der Umrichter in den Normalbetrieb. Mit p1230 = 0 kann die
Gleichstrombremsung auch vor der in p1233 festgelegten Zeit abgebrochen werden.
Gleichstrombremsung beim Auftreten einer Störung
Wenn eine Störung auftritt, der die Reaktion Gleichstrombremsung zugeordnet ist, bremst
der Umrichter den Motor zunächst an der Rücklauframpe bis zur Startdrehzahl für die
Gleichstrombremsung ab und startet dann die Gleichstrombremsung.
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229
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Aktivieren der Gleichstrombremsung unabhängig von der Drehzahl durch einen Steuerbefehl
Die Gleichstrombremsung startet unabhängig von der Motordrehzahl, sobald der
Steuerbefehl für die Bremsung (z. B. über DI3: P1230 = 722.3) gegeben wird. Wenn der
Bremsbefehl zurückgenommen wird, geht der Umrichter in den Normalbetrieb und der Motor
beschleunigt auf seinen Sollwert.
Hinweis: Der Wert von p1230 wird in r1239.11 angezeigt.
Gleichstrombremsung beim Ausschalten des Motors
Wenn der Motor mit AUS1 oder AUS3 ausgeschaltet wird, bremst der Umrichter den Motor
zunächst an der Rücklauframpe bis zur Startdrehzahl für die Gleichstrombremsung ab und
startet dann die Gleichstrombremsung. Danach wird der Motor drehmomentfrei geschaltet
(AUS2).
Hinweis
Da es möglich ist, dass sich der Motor in folgenden Betriebsarten nach dem Beenden der
Gleichstrombremsung noch dreht, muss in diesen Betriebsarten "Fangen (Seite 237)"
aktiviert sein:
• Gleichstrombremsung beim Unterschreiten der Startdrehzahl für die
Gleichstrombremsung
• Aktivieren der Gleichstrombremsung unabhängig von der Drehzahl durch einen
Steuerbefehl
• Gleichstrombremsung beim Ausschalten des Motors
Die Funktion Gleichstrombremsung kann nur bei Asynchronmotoren eingestellt werden.
VORSICHT
Die Gleichstrombremsung wandelt einen Teil der Bewegungsenergie von Motor und Last in
Motorwärme um. Wenn der Bremsvorgang zu lange dauert oder zu oft gebremst wird,
überhitzt der Motor.
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230
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Parameter für die Gleichstrombremsung
Tabelle 7- 34 Parameter zum Konfigurieren der Gleichstrombremsung
Parameter
Beschreibung
p1230
Aktivieren der Gleichstrombremsung (BiCo-Paramter)
Der Wert für diesen Parameter (0 oder 1) kann entweder direkt eingegeben oder durch
die Verknüpfung mit einem Steuerbefehl vorgegeben werden.
p1231
Konfigurieren der Gleichstrombremsung
•
p1231 = 0, keine Gleichstrombremsung
•
p1231 = 4, allgemeine Freigabe der Gleichstrombremsung
•
p1231 = 5, Gleichstrombremsung bei AUS1/3, unabhängig von p1230
•
P1231 = 14, Freigabe der Gleichstrombremsung, für den Fall, dass die
Motordrehzahl unter die Startdrehzahl für die Gleichstrombremsung fällt.
Tabelle 7- 35 Parameter zum Konfigurieren der Gleichstrombremsung bei Störungen
Parameter
Beschreibung
p2100
Störungsnummer für Störreaktion einstellen (Werkseinstellung: 0)
Tragen Sie die Störnummer ein, bei der die Gleichstrombremsung aktiv werden soll,
z. B.: p2100[3] = 7860 (Externe Störung 1).
p2101 = 6
Einstellung Störreaktion (Werkseinstellung: 0)
Zuordnen der Störreaktion: p2101[3] = 6.
Die Störung wird einem Index von p2100 zugewiesen. Die zugehörige Störreaktion muss in p2101
dem gleichen Index zugewiesen werden.
Im Listenhandbuch des Umrichters sind in der Liste "Störungen und Warnungen" zu jedem Fehler die
möglichen Fehlerreaktionen aufgelistet. Der Eintrag "DCBREMSE" bedeutet, dass Sie für diesen
Fehler die Gleichstrombremsung als Störreaktion einstellen könnten.
Tabelle 7- 36 Weitere Parameter zum Einstellen der Gleichstrombremsung
Parameter
Beschreibung
p1232
Gleichstrombremsung Bremsstrom (Werkseinstellung: 0 A)
Einstellung des Bremsstroms für die Gleichstrombremsung.
p1233
Gleichstrombremsung Zeitdauer (Werkseinstellung: 1 s)
p1234
Gleichstrombremsung Startdrehzahl (Werkseinstellung: 210000 1/min)
die Gleichstrombremsung startet - sofern entsprechend parametriert (p1230/p1231) sobald die aktuelle Drehzahl diese Schwelle unterschreitet.
p0347
Motor-Entregungszeit
Der Parameter wird über p0340 = 1, 3 berechnet.
Bei zu kurzer Entregungszeit kann es bei der Gleichstrombremsung zur Abschaltung
wegen Überstroms kommen.
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231
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.2.3
Compound-Bremsung
Die Compound-Bremsung wird typischerweise verwendet für Anwendungen, in denen der
Motor normalerweise mit konstanter Drehzahl gefahren wird und nur in größeren
Zeitabständen zum Stillstand abgebremst wird, z. B.:
● Zentrifugen
● Sägen
● Schleifmaschinen
● Horizontalförderer
Funktionsweise
2KQH&RPSRXQG%UHPVXQJ
0LW&RPSRXQG%UHPVXQJ
'UHK]DKO
0RWRUVWURP
W
W
W
W
=ZLVFKHQNUHLV
VSDQQXQJ
U
W
W
Bild 7-12
$GGLWLYHU
*OHLFKVWURP
Bremsen des Motors ohne und mit aktiver Compound-Bremsung
Die Compound-Bremsung verhindert das Ansteigen der Zwischenkreisspannung über einen
kritischen Wert hinaus. Der Umrichter aktiviert die Compound-Bremsung abhängig von der
Zwischenkreisspannung. Ab einer Schwelle (r1282) der Zwischenkreisspannung addiert der
Umrichter einen Gleichstrom zum Motorstrom. Der Gleichstrom bremst den Motor und
verhindert einen zu hohen Anstieg der Zwischenkreisspannung.
Hinweis
Die Compound-Bremsung ist nur aktiv in Verbindung mit der U/f-Steuerung.
Die Compound-Bremsung arbeitet nicht in den folgenden Fällen:
• die Funktion "Fangen" ist aktiv
• die Gleichstrombremsung ist aktiv
• die Vektorregelung ist gewählt
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
232
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Parametrieren der Compound-Bremsung
Tabelle 7- 37 Parameter zur Freigabe und Einstellung der Compound-Bremsung
Parameter
Beschreibung
P3856
Compound Bremsstrom (%)
Mit dem Compound Bremsstrom wird die Höhe des Gleichstroms festgelegt, der beim
Stillsetzen des Motors bei Betrieb mit U/f-Steuerung zur Erhöhung der Bremswirkung
zusätzlich erzeugt wird.
P3856 = 0
Compoundbremsung gesperrt
P3856 = 1 … 250
Strompegel des Brems-Gleichstroms in % des Motornennstroms (P0305)
Empfehlung: p3856 < 100 % × (r0209 - r0331) / p0305 / 2
r3859.0
Zustandswort Compoundbremsung
r3859.0 = 1: Compoundbremsung ist aktiv
VORSICHT
Die Compound-Bremsung wandelt Teile der Bewegungsenergie von Motor und Last in
Motorwärme um. Wenn der Bremsvorgang zu lange dauert oder zu oft gebremst wird,
kommt es zu einer Überhitzung des Motors.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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233
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.2.4
Widerstandsbremsung
Die Widerstandsbremsung wird typischerweise eingesetzt in Anwendungen, in denen ein
dynamisches Verhalten des Motors mit unterschiedlichen Drehzahlen oder ständigen
Richtungswechseln erforderlich ist, z. B.:
● Horizontalförderer
● Vertikal- und Schrägförderer
● Hebezeuge
Funktionsweise
Der Umrichter steuert den Brems-Chopper abhängig von seiner Spannung im
Zwischenkreis. Die Zwischenkreisspannung steigt an, sobald der Umrichter die
generatorische Leistung beim Abbremsen des Motors aufnimmt. Der Brems-Chopper
wandelt diese Leistung im Bremswiderstand in Wärme um. Das Ansteigen der
Zwischenkreisspannung über den Grenzwert UZK, max wird so verhindert.
'UHK]DKO
U
W
0RWRUOHLVWXQJ
PRWRULVFK
W
JHQHUDWRULVFK
=ZLVFKHQNUHLVVSDQQXQJ8ZK
U
8ZK, max
W
%UHPV&KRSSHUDNWLY
W
Bild 7-13
Vereinfachte zeitliche Darstellung der Widerstandsbremsung
Anschluss des Bremswiderstands
● Schließen Sie den Bremswiderstand an den Klemmen R1 und R2 des Power Modules
an.
● Erden Sie den Bremswiderstand direkt an der Erdschiene des Schaltschranks. Eine
Erdung des Bremswiderstands über PE-Klemmen am Power Module ist unzulässig.
● Wenn Sie EMV-Richtlinien einhalten müssen, achten Sie auf die Schirmung.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
234
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
● Werten Sie die Temperaturüberwachung des Bremswiderstands (Klemmen T1 und T2)
aus, so dass der Motor bei Übertemperatur des Widerstandes ausgeschaltet wird.
Sie können das auf die folgenden beiden Arten realisieren:
– Trennen Sie den Umrichter mit einem Schütz vom Netz, sobald die
Temperaturüberwachung anspricht.
– Verschalten Sie den Kontakt der Temperaturüberwachung des Bremswiderstands mit
einem freien Digitaleingang Ihrer Wahl auf dem Umrichter. Setzen Sie die Funktion
dieses Digitaleingangs auf den OFF2-Befehl.
/
/
/
3(
%UHPVZLGHUVWDQG
7
6FKLUPDXIODJHLP
6FKDOWVFKUDQN
7
9
',
S 2))
&RQWURO8QLW
5
5
3RZHU0RGXOH
8 9 : 3(
8 9 : 3(
0
Bild 7-14
Anschluss des Bremswiderstands (Beispiel: Temperaturüberwachung über DI 3)
Weitergehende Informationen zum Bremswiderstand finden Sie in der Montageanleitung des
Power Modules PM240
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/30563173/133300).
WARNUNG
Bei Verwendung eines ungeeigneten Bremswiderstands besteht die Gefahr eines Brandes
und einer schwerwiegenden Beschädigung des zugehörigen Umrichters.
Die Temperatur von Bremswiderständen steigt im Betrieb. Bremswiderstände daher nicht
berühren! Halten Sie in der Umgebung des Bremswiderstands ausreichende Abstände ein
und sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung.
Parametrieren der Widerstandsbremsung
Deaktivieren Sie den VDCmax-Regler. Der VDCmax-Regler ist beschrieben im Abschnitt
Begrenzung der maximalen Zwischenkreisspannung (Seite 216).
Eine weitere Parametrierung der Widerstandsbremsung ist nicht erforderlich.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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235
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.2.5
Bremsung mit Netzrückspeisung
Die Bremsung mit Netzrückspeisung wird typischerweise eingesetzt in Anwendungen, in
denen häufig oder länger dauernd Bremsenergie anfällt, z. B.:
● Zentrifugen
● Abwickler
● Krane und Hebezeuge
Voraussetzung für die Bremsung mit Netzrückspeisung ist das Power Module PM250 oder
PM260.
Der Umrichter kann bis zu 100 % seiner Leistung ins Netz zurückspeisen (bezogen auf "High
Overload" Grundlast, siehe Abschnitt Technische Daten, Power Module (Seite 305)).
Parametrieren der Bremsung mit Netzrückspeisung
Tabelle 7- 38 Einstellungen zur Bremsung mit Netzrückspeisung
Parameter
Beschreibung
Begrenzung der Rückspeisung bei U/f-Steuerung (P1300 < 20)
p0640
Motor-Überlastfaktor
Eine Begrenzung der generatorischen Leistung ist bei U/f-Steuerung nicht direkt
möglich, sondern nur indirekt über die Begrenzung des Motorstroms.
Überschreitet der Strom diesen Wert länger als 10 s, schaltet der Umrichter den Motor
mit Fehlermeldung F07806 aus.
Begrenzung der Rückspeisung bei Vektorregelung (P1300 ≥ 20)
P1531
generatorische Leistungsbegrenzung
Über p1531 wird die maximale generatorische Last als negativer Wert eingegeben.
(-0,01 … -100000,00 kW).
Größere Werte als der Bemessungswert des Leistungsteils (r0206) sind nicht möglich.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
236
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.3
Wiedereinschalten & Fangen
7.9.3.1
Fangen - Einschalten bei laufendem Motor
Wenn Sie den Motor einschalten, während er noch dreht, kommt es mit hoher
Wahrscheinlichkeit zu einer Störung wegen Überstrom (Überstromfehler F07801). Beispiele
für Anwendungen mit einem ungewollt drehenden Motor unmittelbar vor dem Einschalten:
● Der Motor dreht nach einer kurzen Netzunterbrechung.
● Ein Luftstrom treibt ein Lüfterrad an.
● Eine Last mit hohem Trägheitsmoment treibt den Motor an.
Die Funktion "Fangen" synchronisiert nach dem ON-Befehl zunächst die Ausgangsfrequenz
des Umrichters mit der Motordrehzahl und beschleunigt den Motor anschließend auf den
Sollwert.
212))
W
'UHK]DKO
6ROOZHUW'UHK]DKO
$XIPDJQHWLVLHUXQJ
0RWRU
$XVJDQJVIUHTXHQ]
8PULFKWHU
W
Bild 7-15
Prinzipielle Wirkungsweise der Funktion "Fangen"
Funktion "Fangen" einstellen
Wenn der Umrichter gleichzeitig mehrere Motoren antreibt, dürfen Sie die Funktion "Fangen"
nur dann nutzen, wenn die Drehzahl aller Motoren immer gleich ist (Gruppenantrieb mit
mechanischer Kopplung).
Tabelle 7- 39 Grundeinstellung
Parameter
Beschreibung
P1200
Fangen Betriebsart (Werkseinstellung: 0)
0
1
4
Fangen ist gesperrt
Fangen ist freigegeben, Suchen des Motors in beide Richtungen, Anlauf in
Richtung des Sollwerts
Fangen ist freigegeben, Suche nur in Richtung des Sollwerts
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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237
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Tabelle 7- 40 Erweiterte Einstellungen
Parameter
Beschreibung
P1201
Fangen Freigabe Signalquelle (Werkseinstellung: 1)
Definiert einen Steuerbefehl, z. B. einen Digitaleingang, durch den die Funktion Fangen
freigegeben wird.
P1202
Fangen Suchstrom (Werkseinstellung für Power Module PM230: 90 %.
Werkseinstellung für PM240, PM250 und PM260: 100%)
Definiert den Suchstrom bezogen auf den Motormagnetisierungsstrom (r0331), der
während des Fangens in den Motor fließt.
P1203
Fangen Suchgeschwindigkeit Faktor (Werkseinstellung für Power Module PM230:
150 %. Werkseinstellung für PM240, PM250 und PM260: 100%)
Der Wert beeinflusst die Geschwindigkeit, mit der die Ausgangsfrequenz während des
Fangens geändert wird. Ein höherer Wert führt zu einer längeren Suchzeit.
Wenn der Umrichter den Motor nicht findet, verringern Sie die Suchgeschwindigkeit
(p1203 vergrößern).
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238
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.3.2
Automatisch einschalten
Die Wiedereinschaltautomatik beinhaltet zwei unterschiedliche Funktionen:
1. Der Umrichter quittiert Störungen automatisch.
2. Der Umrichter schaltet den Motor nach Auftreten einer Störung oder nach einem
Netzausfall automatisch wieder ein.
Die Wiedereinschaltautomatik ist primär bei Anwendungen sinnvoll, in denen der Motor lokal
über die Eingänge des Umrichters gesteuert wird. Bei Anwendungen mit Anbindung an
einen Feldbus sollte die zentrale Steuerung die Rückmeldungen der Antriebe auswerten,
gezielt Störungen quittieren oder den Motor einschalten.
Der Umrichter interpretiert die folgenden Ereignisse als Netzausfall:
● Der Umrichter meldet die Störung F30003 (Unterspannung im Zwischenkreis), weil die
Netzspannung des Umrichters kurzzeitig ausgefallen ist.
● Die Spannungsversorgung des Umrichters fällt so lange aus, dass der Umrichter
ausgeschaltet ist.
WARNUNG
Bei aktivierter "Wiedereinschaltautomatik" (p1210 > 1) läuft der Motor nach einem
Netzausfall automatisch an. Dies ist insbesondere nach längeren Netzausfällen kritisch.
Reduzieren Sie das Risiko von Unfällen in Ihrer Maschine oder Anlage durch geeignete
Maßnahmen, wie z. B. Schutztüren oder Abdeckungen, auf ein akzeptables Niveau.
Inbetriebnahme der Wiedereinschaltautomatik
● Wenn die Möglichkeit besteht, dass der Motor nach dem Netzausfall oder nach einer
Störung noch längere Zeit dreht, müssen Sie zusätzlich die Funktion "Fangen" aktivieren,
siehe Fangen - Einschalten bei laufendem Motor (Seite 237).
● Wählen Sie über p1210 den Modus der Wiedereinschaltautomatik, der zu Ihrer
Anwendung passt.
0RGXV:LHGHUHLQVFKDOWDWRPDWLN:($
.HLQH:($
S Bild 7-16
6W¸UXQJHQDXWRPDWLVFK
TXLWWLHUHQ
6W¸UXQJHQDXWRPDWLVFK
TXLWWLHUHQZHQQ
212))%HIHKO 6W¸UXQJHQQLFKWDXWRPD
WLVFKTXLWWLHUHQ
6W¸UXQJHQDXWRPDWLVFK
TXLWWLHUHQ
0RWRUQLFKWDXWRPDWLVFK
HLQVFKDOWHQ
0RWRUDXWRPDWLVFK
HLQVFKDOWHQ
0RWRUDXWRPDWLVFK
HLQVFKDOWHQ
0RWRUDXWRPDWLVFK
HLQVFKDOWHQ
S 1DFK
1HW]DXVIDOO
1DFK
1HW]DXVIDOO
XQG
6W¸UXQJHQ
1DFK
1HW]DXVIDOO
1DFK
1HW]DXVIDOO
XQG
6W¸UXQJHQ
S S S S S Modus der Wiedereinschaltautomatik auswählen
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Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
239
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
● Stellen Sie die Parameter der Wiedereinschaltautomatik ein.
Die Wirkungsweise der Parameter ist im folgenden Bild und in der Tabelle unten
erläutert.
6W¸UXQJQDFK
1HW]DXVIDOO
(UQHXWH
RGHULP
6W¸UXQJ
%HWULHE
6W¸UXQJ
=¦KOHUZLUGXP
HUQLHGULJW
=¦KOHU$QODXIYHU
VXFKH
W
:HQQ=¦KOHUIROJW
6W¸UXQJ)
=¦KOHU S
W
$XWRPDWLVFKHV
4XLWWLHUHUHQ
W
$XWRPDWLVFKHU
21%HIHKO
S
S
W
'UHK]DKOGHV
0RWRUV
W: V
W:6XPPHGHU=HLWHQI¾U)DQJHQ
XQG0DJQHWLVLHUXQJV]HLWGHV
0RWRUV
W: V
$QODXIYHUVXFK
JHVFKHLWHUW
$QODXIYHUVXFK
HUIROJUHLFK
W
žEHUZDFKXQJV]HLW
S>@
,QQHUKDOEGLHVHU=HLWPXVVHLQ$QODXIYHUVXFK
HUIROJUHLFKVHLQ
)DOOVQLFKWIROJW6W¸UXQJ)
žEHUZDFKXQJV]HLW
S>@
W
1DFK$EODXIGLHVHU=HLWVHW]WGHU
8PULFKWHUGHQ=¦KOHU
$QODXIYHUVXFKH]XU¾FN
W
1
2
3
Der Umrichter quittiert Störungen unter folgenden Bedingungen automatisch:
•
p1210 = 1 oder 26: immer.
•
p1210 = 4 oder 6: wenn der Befehl zum Einschalten des Motors an einem Digitaleingang
oder über den Feldbus ansteht (ON/OFF1-Befehl = HIGH).
•
p1210 = 14 oder 16: nie.
Der Umrichter versucht, den Motor unter folgenden Bedingungen automatisch einzuschalten:
•
p1210 = 1: nie.
•
p1210 = 4, 6, 14, 16 oder 26: wenn der Befehl zum Einschalten des Motors an einem
Digitaleingang oder über den Feldbus ansteht (ON/OFF1-Befehl = HIGH).
Ein Anlaufversuch ist erfolgreich, wenn das Fangen abgeschlossen und die Aufmagnetisierung
des Motors beendet (r0056.4 = 1) sind und eine weitere Sekunde verstrichen ist, ohne dass eine
erneute Störung aufgetreten ist.
Bild 7-17
Zeitverhalten der Wiedereinschaltautomatik
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240
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7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Tabelle 7- 41 Einstellen der Wiedereinschaltautomatik
Parameter
p1210
Erläuterung
Modus der Wiedereinschaltautomatik (Werkseinstellung: 0)
0:
1:
4:
6:
14:
16:
26:
p1211
Wiedereinschaltautomatik sperren.
Quittieren aller Störungen ohne Wiedereinschalten.
Wiedereinschalten nach Netzausfall ohne weitere Wiedereinschaltversuche.
Wiedereinschalten nach Störung mit weiteren Wiedereinschaltversuchen.
Wiedereinschalten nach Netzausfall nach manueller Fehlerquittierung.
Wiedereinschalten nach Störung nach manueller Fehlerquittierung.
Quittieren aller Störungen und Wiedereinschalten bei ON-Befehl.
Wiedereinschaltautomatik Anlaufversuche (Werkseinstellung: 3)
Dieser Parameter ist nur wirksam bei den Einstellungen p1210 = 4, 6, 14, 16, 26.
Mit p1211 legen Sie die maximale Anzahl der Anlaufversuche fest. Der Umrichter
erniedrigt nach jeder erfolgreichen Störquittierung seinen internen Zähler der
Anlaufversuche um 1.
Bei p1211 = n werden bis zu n + 1 Anlaufversuche unternommen. Nach n + 1
vergeblichen Anlaufversuchen folgt die Störung F07320.
Der Umrichter setzt den Zähler der Anlaufversuche wieder auf den Wert von p1211,
wenn eine der folgenden Bedingen erfüllt ist:
p1212
•
Nach einem erfolgreichen Anlaufversuch ist die Zeit in p1213[1] abgelaufen.
•
Nach der Störung F07320 nehmen Sie den ON-Befehl zurück und quittieren die
Störung.
•
Sie ändern den Startwert p1211 oder den Modus p1210.
Wiedereinschaltautomatik Wartezeit Anlaufversuch (Werkseinstellung: 1,0 s)
Dieser Parameter ist nur wirksam bei den Einstellungen p1210 = 4, 6, 26.
Beispiele für die Einstellung dieses Parameters:
1. Nach einem Netzausfall muss eine bestimmte Zeit vergehen, bis der Motor
eingeschaltet werden kann, z. B. weil andere Maschinenkomponenten nicht sofort
betriebsbereit sind. Stellen Sie in diesem Fall p1212 größer ein als die Zeit, nach der
alle Störungsursachen beseitigt sind.
2. Im laufenden Betrieb kommt es zu einer Störung des Umrichters. Je kleiner Sie
p1212 wählen, desto eher versucht der Umrichter, den Motor wieder einzuschalten.
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Parameter
Erläuterung
p1213[0]
Wiedereinschaltautomatik Überwachungszeit
für Wiederanlauf (Werkseinstellung: 60 s)
Dieser Parameter ist nur wirksam bei den Einstellungen p1210 = 4, 6, 14, 16, 26.
Mit dieser Überwachung begrenzen Sie die Zeit, in welcher der Umrichter versuchen
darf, den Motor automatisch wieder einzuschalten.
Die Überwachung startet beim Erkennen einer Störung und endet beim erfolgreichen
Anlaufversuch. Wenn der Motor nach Ablauf der Überwachungszeit nicht erfolgreich
angelaufen ist, wird die Störung F07320 gemeldet.
Stellen Sie die Überwachungszeit größer ein als die Summe der folgenden Zeiten:
+ P1212
+ Zeit, die der Umrichter zum Fangen des Motors braucht.
+ Magnetisierungszeit des Motors (p0346)
+ 1 Sekunde
Mit p1213 = 0 deaktivieren Sie die Überwachung.
p1213[1]
Wiedereinschaltautomatik Überwachungszeit
für Rücksetzen des Fehlerzählers (Werkseinstellung: 0 s)
Dieser Parameter ist nur wirksam bei den Einstellungen p1210 = 4, 6, 14, 16, 26.
Mit dieser Überwachungszeit verhindern Sie, dass Störungen, die innerhalb einer
bestimmten Zeitspanne immer wieder auftreten, jedes Mal automatisch quittiert werden.
Die Überwachung startet beim erfolgreichen Anlaufversuch und endet nach Ablauf der
Überwachungszeit.
Wenn der Umrichter innerhalb der Überwachungszeit p1213[1] mehr als (p1211 + 1)
erfolgreiche Anlaufversuche unternommen hat, unterbricht der Umrichter die
Wiedereinschaltautomatik und meldet die Störung F07320. Um den Motor wieder
einzuschalten, müssen Sie den Fehler quittieren und einen neuen ON-Befehl vorgeben.
Weitere Informationen finden Sie in der Parameterliste des Listenhandbuchs.
Erweiterte Einstellungen
Wenn Sie die Wiedereinschaltautomatik bei bestimmten Störungen unterdrücken wollen,
müssen Sie in p1206[0 … 9] die entsprechenden Störnummern eintragen.
Beispiel: p1206[0] = 07331 ⇒ Bei Fehler F07331 erfolgt kein Wiederanlauf.
Diese Unterdrückung der Wiedereinschaltautomatik funktioniert nur in der Einstellung
p1210 = 6, 16 oder 26.
WARNUNG
Bei Kommunikation über die Feldbus-Schnittstelle läuft der Motor mit der Einstellung
p1210 = 6 wieder an, auch wenn die Kommunikation unterbrochen ist. Dies bedeutet, dass
der Motor nicht über die Steuerung gestoppt werden kann. Um diesen gefährlichen Zustand
zu verhindern, müssen Sie in den Parameter p1206 den Störcode des
Kommunikationsfehlers eintragen.
Beispiel: Ein Ausfall der Kommunikation über PROFIBUS wird mit dem Störcode F01910
gemeldet. Setzen Sie daher p1206[n] = 1910 (n = 0 … 9).
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.4
PID-Technologieregler
Der Technologieregler ermöglicht einfache Prozessregelungen aller Art. Sie können den
Technologieregler z. B. für Druckregelungen, Füllstandsregelungen oder
Durchflussregelungen einsetzen.
+RFKODXIJHEHU
3,'5HJOHU
6ROOZHUW
7HFKQRORJLH
'UHK]DKO
VROOZHUW
'UHK]DKO
UHJHOXQJ
7HFKQRORJLHLVWZHUW
)¾OOVWDQGV
VHQVRU
Bild 7-18
3XPSH
Beispiel für den Technologieregler als Füllstandsregler
Funktionsweise
Der Technologieregler gibt den Drehzahlsollwert des Motors so vor, dass die zu regelnde
Prozessgröße ihrem Sollwert entspricht. Der Technologieregler ist als PID-Regler ausgeführt
und damit sehr flexibel anpassbar.
Der Sollwert des Technologiereglers wird über einen Analogeingang oder den Feldbus
vorgegeben.
Tabelle 7- 42 Parameter des Technologiereglers
Parameter
Beschreibung
P2200 = …
Technologieregler freigeben
P2201 … r2225
Festdrehzahlen für den Technologieregler
P2231 … P2248
Motorpotenziometer für den Technologieregler
P2251 … r2294
Allgemeine Einstellarameter des Technologiereglers
P2345 = …
Fehlerreaktion für Technologieregler ändern
Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie in der Parameterliste und in den
Funktionsplänen 7950 … 7958 des Listenhandbuchs.
Zusätzliche Technologieregler
Über die Parameterbereiche
● p11000 … p11099: Freier Technologieregler 0,
● p11100 … p11199: Freier Technologieregler 1
● p11200 … p11299: Freier Technologieregler 2
können zusätzliche Technologieregler parametriert werden. Weitere Details finden Sie in den
Parameterbeschreibungen und im Funktionsplan 7970 des zugehörigen Listenhandbuchs.
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243
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.5
Überwachung des Lastmoments (Anlagenschutz)
In vielen Anwendungen ist es sinnvoll, das Drehmoment des Motors zu überwachen:
● Anwendungen, in denen über das Lastmoment eine indirekte Überwachung der
Lastdrehzahl möglich ist. So ist z. B. ein zu geringes Drehmoment ein Indiz für das
Abreißen des Antriebsriemens bei Lüftern oder Förderbändern.
● Anwendungen, die vor Überlastung oder Blockierung geschützt werden sollen, z. B.
Extruder oder Mischer
● Anwendungen, bei denen der Leerlauf des Motors einen unzulässigen Betriebsfall
darstellt, z. B. bei Pumpen
Funktionen zur Überwachung des Lastmoments
Der Umrichter überwacht das Drehmoment des Motors auf unterschiedliche Arten:
1. Leerlaufüberwachung
Der Umrichter erzeugt eine Meldung, wenn das Drehmoment des Motors zu gering ist.
2. Blockierschutz
Der Umrichter erzeugt eine Meldung, wenn die Motordrehzahl trotz maximalem
Drehmoment dem Drehzahlsollwert nicht folgen kann.
3. Kippschutz
Der Umrichter erzeugt eine Meldung, wenn die Umrichterregelung die Orientierung des
Motors verloren hat.
4. Drehzahlabhängige Drehmomentüberwachung
Der Umrichter misst das aktuelle Drehmoment und vergleicht es mit einer parametrierten
Drehzahl-/Drehmomentkennlinie
'UHKPRPHQW>1P@
3'UHKPRPHQWVFKZHOOH REHQ
3'UHKPRPHQWVFKZHOOHXQWHQ
3'UHKPRPHQWVFKZHOOH REHQ
3'UHKPRPHQWVFKZHOOHXQWHQ
3'UHKPRPHQWVFKZHOOH REHQ
3'UHKPRPHQWVFKZHOOHXQWHQ
'UHK]DKO>PLQ@
3
'UHK]DKOVFKZHOOH
30D[LPDOGUHK]DKO
3'UHK]DKOVFKZHOOH
3'UHK]DKOVFKZHOOH
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244
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Tabelle 7- 43 Parametrierung der Überwachungen
Parameter
Beschreibung
Leerlaufüberwachung
P2179
Stromgrenze für Leerlauferkennung
Ein Umrichterstrom unterhalb dieses Werts führt zu der Meldung "keine Last"
P2180
Verzögerungszeit für die Meldung "keine Last"
Blockierschutz
P2177
Verzögerungszeit für die Meldung "Motor blockiert"
Kippschutz
P2178
Verzögerungszeit für die Meldung "Motor gekippt"
P1745
Abweichung zwischen Sollwert und Istwert des Motorflusses, ab der die Meldung
"Motor gekippt" erzeugt wird
Der Parameter wird nur bei geberloser Vektorregelung ausgewertet
Drehzahlabhängige Drehmomentüberwachung
P2181
Lastüberwachung Reaktion
Einstellung der Reaktion bei der Auswertung der Lastüberwachung.
0: Lastüberwachung ausgeschaltet
>0: Lastüberwachung eingeschaltet
P2182
Lastüberwachung Drehzahlschwelle 1
P2183
Lastüberwachung Drehzahlschwelle 2
P2184
Lastüberwachung Drehzahlschwelle 3
P2185
Lastüberwachung Drehmomentschwelle 1 oben
P2186
Lastüberwachung Drehmomentschwelle 1 unten
P2187
Lastüberwachung Drehmomentschwelle 2 oben
P2188
Lastüberwachung Drehmomentschwelle 2 unten
P2189
Lastüberwachung Drehmomentschwelle 3 oben
P2190
Lastüberwachung Drehmomentschwelle 3 unten
P2192
Lastüberwachung Verzögerungszeit
Verzögerungszeit für die Meldung "Toleranzband der Drehmomentüberwachung
verlassen"
Weitere Informationen zu diesen Funktionen finden Sie im Funktionsplan 8013 sowie in der
Parameterliste des Listenhandbuchs.
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.6
Lastausfallüberwachung über Digitaleingang
Mit dieser Funktion überwacht der Umrichter den Lastausfall der Arbeitsmaschine, z. B. bei
Lüftern oder Förderbändern.
39
',[
Bild 7-19
S
]XU6LJQDODXVZHUWXQJ
U[
Überwachung auf Lastausfall mittels eines Digitaleingangs
Tabelle 7- 44 Einstellung der Überwachung auf Lastausfall
Parameter
Beschreibung
p2193 = 1 … 3
Lastüberwachung Konfiguration (Werkseinstellung: 1)
1: Überwachung Drehmoment und Lastausfall
2: Überwachung Drehzahl und Lastausfall
3: Überwachung Lastausfall
p2192
Lastüberwachung Verzögerungszeit (Werkseinstellung 10 s)
Wenn nach dem Einschalten des Motors länger als diese Zeit das Signal "LOW"
am zugehörigen Digitaleingang anliegt, wird ein Lastausfall angenommen (F07936)
p3232 = 722.x
Lastüberwachung Ausfallerkennung (Werkseinstellung: 1)
Verschalten Sie die Lastüberwachung mit einem Digitaleingang Ihrer Wahl.
Weitere Informationen finden Sie in der Parameterliste und im Funktionsplan 8013 des
Listenhandbuchs
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246
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.7
Echtzeituhr (RTC)
Die Echtzeituhr ist die Grundlage zeitabhängiger Prozessregelungen, z. B.:
● Temperaturabsenkung einer Heizungsregelung in der Nacht
● Druckerhöhung einer Wasserversorgung zu bestimmten Tageszeiten
Echtzeituhr: Format und Inbetriebnahme
Sobald die Spannungsversorgung der Control Unit zum ersten Mal eingeschaltet ist, startet
die Echtzeituhr. Die Echtzeituhr besteht aus der Uhrzeit im 24-Stunden-Format und dem
Datum im Format "Tag, Monat, Jahr".
Die Echtzeituhr läuft nach einer Unterbrechung der Spannungsversorgung der Control Unit
ca. fünf Tage weiter.
Wenn Sie die Echtzeituhr nutzen wollen, müssen Sie Zeit und Datum bei der Inbetriebnahme
einmalig einstellen. Die Parameter der Echtzeituhr werden nicht zurückgesetzt, wenn Sie die
Werkseinstellung des Umrichters wiederherstellen.
Parameter
Echtzeituhr (RTC)
p8400[0]
RTC Zeit,Stunde (0 … 23)
p8400[1]
RTC Zeit,Minute (0 … 59)
p8400[2]
RTC Zeit,Sekunde (0 … 59)
p8401[0]
RTC Datum, Tag (1 … 31)
p8401[1]
RTC Datum, Monat (1 … 12)
p8401[2]
RTC Datum, Jahr (1 … 9999)
r8404
RTC Wochentag
1: Montag
2: Dienstag
3: Mittwoch
4: Donnerstag
5: Freitag
6: Samstag
7: Sonntag
p8405
RTC Warnung A01098 aktivieren/deaktivieren
Einstellung, ob von der Echtzeituhr eine Warnung ausgegeben wird, wenn die Zeit
nicht synchron läuft (z. B. nach längerer Unterbrechung der Spannungsversorgung).
0: Warnung A01098 deaktiviert
1: Warnung A01098 aktiviert
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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247
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Übernahme der Echtzeituhr in Warn- und Störpuffer
Anhand der Echtzeituhr können Sie auch die zeitliche Abfolge von Warnungen und
Störungen nachvollziehen. Beim Auftreten einer entsprechenden Meldung wird die
Echtzeituhr in das Format der UTC-Zeit (Universal Time Coordinated) umgerechnet:
Datum, Uhrzeit ⇒ 01.01.1970, 0:00 Uhr + d (Tage) + m (Millisekunden)
Die Anzahl "d" der Tage und die Anzahl "m" der Millisekunden wird in die Warn- und
Störzeiten des Warn- bzw. Störpuffers übernommen, siehe Kapitel Warnungen, Störungen
und Systemmeldungen (Seite 285).
Umrechnung UTC in RTC
Aus der UTC lässt sich wieder eine RTC berechnen. Um aus der gespeicherten Stör- oder
Warnzeit im UTC-Format ein Datum und eine Uhrzeit zu berechnen, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Berechnen Sie die Anzahl der Sekunden der UTC:
Anzahl Sekunden = ms / 1000 + Tage × 86400
2. Im Internet finden Sie Programme zur Umrechnung von UTC in RTC, z. B.:
UTC to RTC (http://www.unixtime.de/index.php?calc=1)
3. Geben Sie die Anzahl der Sekunden in die entsprechende Maske ein und starten Sie die
Berechnung.
Beispiel:
Als Warnzeit im Warnpuffer ist gespeichert:
r2123[0] = 2345 [ms]
r2145[0] = 14580 [Tage]
Anzahl Sekunden = 2345 / 1000 + 14580 × 86400 = 1259712002
Die Umrechnung dieser Anzahl Sekunden in RTC liefert das Datum: 02.12.2009, 01:00:02
Uhr.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
248
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.8
Zeitschaltuhr (DTC)
Die Funktion "Zeitschaltuhr" (DTC) bietet zusammen mit der Echtzeituhr im Umrichter die
Möglichkeit, Signale zeitgesteuert ein- und auszuschalten.
Beispiele:
● Tag- / Nachtumschaltung einer Temperaturregelung.
● Umschaltung einer Prozessregelung von Werktag auf Wochenende.
Funktionsweise der Zeitschaltuhr (DTC)
Der Umrichter verfügt über drei unabhängig voneinander parametrierbare Zeitschaltuhren.
Den Ausgang der Zeitschaltuhr können Sie mit BICO-Technik mit jedem Binektor Ihres
Umrichters verschalten, z. B. einem Digitalausgang oder dem Freigabesignal eines
Technologiereglers.
'7&:RFKHQWDJ
$NWLYLHUXQJ
57&
SS
U
0RQWDJ
S>@ GHDNWLYLHUW
'LHQVWDJ
S>@ DNWLYLHUW
0LWWZRFK
S>@ DNWLYLHUW
'RQQHUVWDJ
S>@ GHDNWLYLHUW
W
'7&6FKDOW]HLWHQ
S>@ S>@ S>@ S>@ $XVJDQJ'7&
U
(,1
$86
Bild 7-20
W
Zeitverhalten der Zeitschaltuhr am Beispiel der DTC1
Parametrieren der Zeitschaltuhr
● Geben Sie die Parametrierung der DTC frei: p8409 = 0.
Solange die Parametrierung der DTC frei gegeben ist, hält der Umrichter den Ausgang
aller drei DTC (r84x3, x = 1, 2, 3) auf LOW.
● Parametrieren Sie die Aktivierung der Wochentage, die Einschalt- und die
Ausschaltzeiten.
● Aktivieren Sie die Einstellungen: p8409 = 1.
Der Umrichter gibt den Ausgang der DTC wieder frei.
Weitere Informationen finden Sie in der Parameterliste des Listenhandbuchs.
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.9
Temperaturerfassung über temperaturabhängige Widerstände
Analogeingang AI 2
Der Analogeingang AI 2 kann als Stromeingang oder als Widerstandseingang für einen
Temperaturfühler genutzt werden. Dazu müssen sowohl der DIP-Schalter als auch der
Parameter p0756.2 entsprechend eingestellt werden.
● P0756.2 = 2 oder 3 -> Einstellmöglichkeiten als Stromeingang
● P0756.2 = 6, 7 oder 8 -> Einstellmöglichkeiten als Temperaturfühler
Analogeingang AI 3
Der Analogeingang AI 3 ist als Widerstandseingang für einen Temperaturfühler ausgeführt.
Einstellmöglichkeiten:
● P0756.3 = 6, 7 oder 8 -> Einstellmöglichkeiten als Temperaturfühler
Zulässige Temperatursensoren
Als Temperatursensoren können die temperaturabhängigen Widerstände PT1000 oder
NI1000 eingesetzt werden. Die Werte dieser Sensoren werden über den Analogeingang AI 2
oder AI 3 (p2264 = 756.2 oder 756.3) als Istwerte für den Technologieregler eingespeist.
Der Anschluss erfolgt an AI 2 (Klemmen 50, 51) oder AI 3 (Klemmen 52, 53).
Messbereiche und Warnschwellen für NI1000
Der Messbereich des NI1000-Sensors geht von – 88 °C … 165 °C. Bei Werten außerhalb
dieses Bereichs gibt der Umrichter die Warnung A03520 "Fehler Temperatursensor" aus.
Die Art des Fehlers wird in r2124 angezeigt.
Messbereiche und Warnschwellen für PT1000
Der Messbereich des PT1000-Sensors geht von – 88 °C … 240 °C. Bei Werten außerhalb
dieses Bereichs gibt der Umrichter die Warnung A03520 "Fehler Temperatursensor" aus.
Die Art des Fehlers wird in r2124 angezeigt.
Fehlerwerte bei Temperaturerfassung über AI 2
● r2124 = 33: Drahtbruch oder Sensor nicht angeschlossen
● r2124 = 34: Kurzschluss
Fehlerwerte bei Temperaturerfassung über AI 3
● r2124 = 49: Drahtbruch oder Sensor nicht angeschlossen
● r2124 = 50: Kurzschluss
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Hinweis
Wenn ein Temperatursensor als Eingang für den PID-Regler verwendet wird, muss die
Normierung des Analogeingangs angepasst werden.
• Normierungsbeispiel für NI1000:
0 °C (p0757) = 0 % (p0758); 100 °C (p0759) = 100 % (p0760)
• Normierungsbeispiel für PT1000:
0 °C (p0757) = 0 % (p0758); 100 °C (p0759) = 80 % (p0760)
Weitere Details entnehmen Sie bitte der Parameterliste.
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.10
Erweiterter Notfallbetrieb
Die Funktion Erweiterter Notfallbetrieb, Extended Service Mode (ESM), sorgt dafür, dass der
Motor im Bedarfsfall so lange wie möglich betrieben wird, um z. B. durch das Absaugen von
Rauchgasen den Betroffenen einer Brandkatastrophe die Flucht zu ermöglichen.
Einsatzbeispiel
Um die Luftzirkulation in Treppenhäusern zu verbessern, wird häufig über die
Lüftungsregelung ein leichter Unterdruck erzeugt. Bei dieser Regelung würde ein Brand
dazu führen, dass Rauchgase in das Treppenhaus eindringen. Die Treppe wäre damit als
Fluchtweg gesperrt.
Mit der Funktion Erweiterter Notfallbetrieb schaltet die Lüftung um auf die Regelung eines
Überdrucks. Das verhindert die Ausbreitung von Brandgasen im Treppenhaus und hält so
die Treppe als Fluchtweg frei.
Funktion Erweiterter Notfallbetrieb aktivieren
Sie aktivieren den Erweiterten Notfallbetrieb, indem Sie p3880 mit einem Digitaleingang Ihrer
Wahl verschalten. Beispiel: Wenn Sie den Erweiterten Notfallbetrieb mit dem Digitaleingang
aktivieren wollen, setzen Sie p3880 = 722.3.
Hinweis
Befehlsquelle für den Erweiterten Notfallbetrieb
Wir empfehlen Ihnen, den Digitaleingang für den Erweiterten Notfallbetrieb nicht mit weiteren
Funktionen zu verknüpfen.
• Die Einstellung der Quelle des Erweiterten Notfallbetriebs über p3880 bezieht sich immer
auf den gerade aktiven Datensatz.
• Der Erweiterte Notfallbetrieb kann nur über genau eine Quelle eingeschaltet werden.
In der Werkseinstellung wird der letzte bekannte Sollwert als Notfallsollwert angenommen.
Über p3881 können Sie einen anderen Wert festlegen:
● P3881 = 0: Letzter bekannter Sollwert (Werkseinstellung)
● P3881 = 1: Festsollwert 15
● P3881 = 2: Analogsollwert
● P3881 = 3: Feldbus
● P3881 = 4: Technologieregler
Wenn Sie den Notfallsollwert über Analogsollwert, Feldbus oder Technologieregler
vorgeben, müssen Sie für eine Überwachung sorgen, damit beim Ausfall ein
Alternativsollwert angefahren werden kann.
Überwachungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Sollwertquellen:
● Analogsollwert: über F03505
● Feldbuszustand in r2043
● Technologieregler r2349
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Weitere Details dazu finden Sie im Listenhandbuch in den Funktionsplänen zum Erweiterten
Notfallbetrieb, Sollwertkanal und Technologieregler.
In der Werkseinstellung fährt der Antrieb im Fall des Sollwertverlusts mit dem letzten
bekannten Sollwert weiter. Über p3882 können Sie auf folgende Werte umschalten:
● p3882 = 0: Letzter bekannter Sollwert (Werkseinstellung)
● p3882 = 1: Drehzahlfestsollwert, der in p1015 festgelegt ist
● p3882 = 2: Maximaldrehzahl (Wert von p1082)
Hinweis
Technologieregler als Sollwertquelle für den Notfallsollwert
Damit der Technologieregler den Notfallsollwert vorgeben kann, muss er aktiviert
(p2200 = 1) und als Hauptsollwert eingestellt sein (p2251 = 0).
Drehrichtung im Erweiterten Notfallbetrieb
● Notfallsollwert über p3881 = 0, 1, 2, 3
Für den Erweiterten Notfallbetrieb kann es anlagebedingt erforderlich sein, den Sollwert
vor Ort zu invertieren. Deshalb hat der Kunde die Möglichkeit, die Drehrichtung des
Notfallsollwerts über p3883 zu bestimmen. Dazu muss p3883 mit einem freien
Digitaleingang verknüpft werden z. B. p3883 = r722.12.
– p3883 = 0 -> normale Notfalldrehrichtung,
– p3883 = 1 -> invertierte Notlaufdrehrichtung.
● Notfallsollwert über p3881 = 4
Wenn der Notfallsollwert über den Technologieregler vorgegeben wird, wird er über
prozessinterne Größen gebildet und hängt von diesen ab. Deshalb ist das Invertieren
über einen Digitaleingang in diesem Fall gesperrt und muss im Technologieregler
realisiert werden.
Bypassbetrieb im Erweiterten Notfallbetrieb
● Wenn der Motor beim Eintritt des Notfalls im Bypass-Betrieb läuft, muss der Anwender
durch eine Abfrage des "Bypass Steuer-/Zustandsworts" (r1261) und eine entsprechende
Verschaltung dafür sorgen, dass der Motor auf den Umrichter geschaltet wird und mit
dem Notfallsollwert weiterfährt.
● Wenn der Umrichter im Erweiterten Notfallbetrieb aufgrund eines internen Fehlers
ausfallen sollte und auch über die Wiedereinschaltautomatik nicht mehr eingeschaltet
werden kann, kann der Anwender andrerseits über die Verschaltung von Bit 7 des
Zustandsworts für die Wiedereinschaltautomatik (r1214.7) mit p1266 den Motor direkt am
Netz betreiben. Weitere Informationen zum Bypassbetrieb finden Sie im Abschnitt
Bypass (Seite 265).
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Besonderheiten des Erweiterten Notfallbetriebs
● Die Funktion Automatischer Wiederanlauf wird intern aktiviert - unabhängig von der
Einstellung von p1210 - sobald der Erweiterte Notfallbetrieb einsetzt. Dies führt dazu,
dass der Umrichter wieder gestartet wird, wenn es wegen interner Fehler zur
Impulssperre (OFF2) kommt.
● Im Erweiterten Notfallbetrieb wird das Abschalten des Umrichters aufgrund von Fehlern
unterdrückt, mit Ausnahme der Fehler, die zur Zerstörung des Geräts führen würden.
Eine Liste dieser Fehler finden Sie in Abschnitt Erweiterter Notfallbetrieb (Seite 252).
● Der Erweiterte Notfallbetrieb wird durch ein Dauersignal (pegelgetriggert) über den
Digitaleingang ausgelöst, der in p3880 als Quelle für den Erweiterten Notfallbetrieb
festgelegt wurde.
● Im Erweiterten Notfallbetrieb kann der Motor nur gestoppt werden, wenn die
Netzspannung abgeschaltet wird.
● Wenn der Erweiterte Notfallbetrieb deaktiviert wird, geht der Umrichter in den
Normalbetrieb zurück und verhält sich entsprechend den anstehenden Befehlen und
Sollwerten.
● Der Erweiterte Notfallbetrieb hat Vorrang gegenüber anderen Betriebsarten
ACHTUNG
Garantieverlust für den Umrichter im Erweiterten Notfallbetrieb
Im Falle des Erweiterten Notfallbetriebs erlöschen alle Garantieansprüche seitens des
Kunden. Der Erweiterte Notfallbetrieb und die während des Erweiterten Notfallbetriebs
aufgetretenen Fehler werden in einem passwortgeschützten Speicher protokolliert und
können vom Reparaturzentrum ausgelesen werden.
Weitere Details zum Erweiterten Notfallbetrieb können Sie den Parametern p3880 … r3889
entnehmen.
Hinweis
Weitere Voraussetzungen für den Erweiterten Notfallbetrieb
Um den Umrichter im Notlauf betreiben zu können, sind anlagenseitig die entsprechenden
Schutzarten sowie Anschluss- und Aufbauvorschriften zu beachten. Details dazu finden Sie
in der Australischen Norm: AS/NZS 1668.1:1998.
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Tabelle 7- 45 Parameter, die zum Einstellen des Erweiterten Notfallbetriebs erforderlich sind
Parameter
Beschreibung
Quelle für Erweiterten Notfallbetrieb einstellen
p3880 = 722.3
ESM-Aktivierung (hier über DI3, high-active)
Signalquelle zum Aktivieren des Erweiterten Notfallbetriebs
722.x für high-active, 723.x für low-active
Weitere Parameter zum Einstellen des Erweiterten Notfallbetriebs
p3881
ESM-Sollwertquelle, 0 … 4
p3882
ESM Ausweich-Sollwertquelle
Sollwert bei Verlust des parametrierten ESM-Sollwerts
p3883
ESM-Drehrichtung
Signalquelle für Drehrichtung im Erweiterten Notfallbetrieb, wird nicht
ausgewertet bei p3881 = 4
p3884
ESM-Sollwert Technologieregler
Wenn p3884 nicht verdrahtet ist, verwendet der Technologieregler den
Hauptsollwert entsprechend p2251 = 0.
r3887
ESM: Anzahl Aktivierungen und Fehler
Zeigt, wie oft der ESM aktiviert wurde (Index 0) und wie viele Fehler während
ESM aufgetreten sind (Index 1).
p3888
ESM: Anzahl Aktivierungen und Fehler zurücksetzen
p3888 = 1 setzt 3887[0] und 3887[1] zurück.
r3889
ESM-Zustandswort
Fehler, die im Erweiterten Notfallbetrieb nicht ignoriert werden
F01000
Softwarefehler intern
F01001
Floating Point Exception
F01002
Softwarefehler intern
F01003
Quittungsverzug bei Speicherzugriff
F01015
Softwarefehler intern
F01040
Parameter sichern und POWER ON erforderlich
F01044
Beschreibungsdaten fehlerhaft
F01205
Zeitscheibenüberlauf
F01512
BICO: Keine Normierung vorhanden
F01662
Fehler interne Kommunikation
F07901
Antrieb: Motor Überdrehzahl
F30001
Leistungsteil: Überstrom
F30002
Leistungsteil: Zwischenkreisspannung Überspannung
F30003
Leistungsteil: Zwischenkreisspannung Unterspannung
F30004
Leistungsteil: Übertemperatur Kühlkörper Wechselrichter
F30005
Leistungsteil: Überlastung I2t
F30017
Leistungsteil: Hardware Strombegrenzung zu oft angesprochen
F30021
Leistungsteil: Erdschluss
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
F30024
Leistungsteil: Übertemperatur Thermisches Modell
F30025
Leistungsteil: Übertemperatur Chip
F30027
Leistungsteil: Vorladung Zwischenkreis Zeitüberwachung
F30036
Leistungsteil: Übertemperatur Innenraum
F30071
Keine neuen Istwerte von Power Module empfangen
F30072
Keine Sollwerte mehr an Power Module übertragbar
F30105
LT: Istwerterfassung fehlerhaft
F30662
Fehler in interner Kommunikation
F30664
Fehler in der Hochlaufphase
F30802
Leistungsteil: Zeitscheibenüberlauf
F30805
Leistungsteil: Prüfsumme EPROM nicht korrekt
F30809
Leistungsteil: Schaltinformation ungültig
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.11
Mehrzonenregelung
Die Mehrzonenregelung wird eingesetzt, um Größen wie Druck oder Temperatur über die
Abweichung des Technologiesollwerts zu regeln. Die Soll- und Istwerte werden über die
Analogeingänge als Strom (0 … 20 mA) oder Spannung (0 … 10 V) beziehungsweise in
Prozent über temperaturabhängige Widerstände (NI1000 / PT1000, 0 °C = 0 %;
100 °C = 100 %) eingespeist.
Regelungsvarianten bei der Mehrzonenregelung
Für die Mehrzonenregelung gibt es drei Regelungsvarianten, die über p31021 angewählt
werden:
● Ein Sollwert und ein, zwei oder drei Istwerte
Der Istwert für die Regelung kann als Mittelwert, Maximalwert oder Minimalwert
berechnet werden. Alle Einstellmöglichkeiten finden Sie in der Parameterliste im
Parameter p31022.
– Mittelwert: Die Abweichung des Mittelwerts aus zwei oder drei Istwerten vom Sollwert
wird geregelt.
– Minimalwert: Die Abweichung des kleinsten Istwerts vom Sollwert wird geregelt.
– Maximalwert: Die Abweichung des höchsten Istwerts vom Sollwert wird geregelt
● Zwei Soll-/Istwertpaare als Höchstwertregelung (Kühlen)
Die Höchstwertregelung vergleicht zwei Soll-/Istwertpaare und regelt den Istwert, der von
seinem zugehörigen Sollwert die größte Abweichung nach oben hat. Wenn beide Istwerte
unter ihren Sollwerten liegen, erfolgt keine Regelung.
Um häufiges Umschalten zu vermeiden, schaltet der Umrichter erst um, wenn die
Abweichung des geregelten Soll- Istwertpaares um mehr als zwei Prozent kleiner ist, als
die Abweichung des ungeregelten Wertepaares.
● Zwei Soll-/Istwertpaare als Mindestwertregelung (Heizen)
Die Mindestwertregelung vergleicht zwei Soll-/Istwertpaare und regelt den Istwert, der
von seinem zugehörigen Sollwert die größte Abweichung nach unten hat. Wenn beide
Istwerte über ihren Sollwerten liegen, erfolgt keine Regelung.
Um häufiges Umschalten zu vermeiden, schaltet der Umrichter erst um, wenn die
Abweichung des geregelten Soll- Istwertpaares um mehr als zwei Prozent kleiner ist, als
die Abweichung des ungeregelten Wertepaares.
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Tag- und Nachtumschaltung
Über eine Tag-/Nachtumschaltung können für bestimmte Zeiten andere Sollwerte
vorgegeben werden. Die Steuerung der Tag-/Nachtumschaltung kann z. B. über ein
externes Signal über den DI4 oder über freie Bausteine mithilfe der Echtzeituhr über p31025
erfolgen.
Hinweis
Mit dem Aktivieren der Mehrzonenregelung werden die Analogeingänge als Quellen für den
Soll- und Istwert des Technologiereglers neu verschaltet (siehe Tabelle).
Tabelle 7- 46 Parameter zum Einstellen der Mehrzonenregelung:
Parameter
Beschreibung
p2200 = …
p2251
Technologieregler Freigabe
Technologieregler als Hauptsollwert einstellen
P31020 = …
Mehrzonenregelung Verschaltung
(Werkseinstellung = 0)
Durch Aktivieren oder Deaktivieren der Mehrzonenregelung findet eine
Folgeparametrierung statt.
P31021 = …
Folgeverdrahtung für p31020 = 1 (Mehrzonenregelung
aktivieren)
Folgeverdrahtung für
p31020 = 0
(Mehrzonenregelung
deaktivieren)
p31023[0] = 0755.0 (AI0)
p31023[2] = 0755.1 (AI1)
p31026[0] = 0755.2 (AI2)
p31026[1] = 0755.3 (AI3)
p2253 = 31024 (Sollwertausgang Technologieregler)
p2264 = 31027 (Istwertausgang Technologieregler)
p31023[0] = 0
p31023[2] = 0
p31026[0] = 0
p31026[1] = 0
p2253 = 0
p2264 = 0
Konfiguration der Mehrzonenregelung
•
0 = Sollwert 1 / mehrere Istwerte (Werkseinstellung)
•
1 = Zwei Zonen / Höchstwerteinstellung
•
2 = Zwei Zonen / Mindestwerteinstellung
p31022 = …
Istwert-Aufbereitung für die Mehrzonenregelung (nur für p31021 = 0)
Mögliche Werte: 0 … 11 (Werkseinstellung = 0)
p31023[0 … 3]
=…
Sollwerte für die Mehrzonenregelung
Parameter zum Auswählen der Quelle für die Sollwerte der Mehrzonenregelung
(Werkseinstellung = 0)
r31024 = …
Sollwertausgang der Mehrzonenregelung für den Technologieregler
CO-Parameter
Tag-Nacht-Umschaltung für die Mehrzonenregelung
Parameter zum Auswählen der Quelle für die Tag-Nacht-Umschaltung der
Mehrzonenregelung (Werkseinstellung = 0)
p31025 = …
p31026[0 … 2]
=…
Istwerte für die Mehrzonenregelung
Parameter zum Auswählen der Quelle für Istwerte der Mehrzonenregelung
(Werkseinstellung = 0)
r31027 = …
Istwertausgang der Mehrzonenregelung für den Technologieregler
CO-Parameter
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Hinweis
Beachten Sie bitte, dass mit dem Aktivieren der Mehrzonenregelung eventuell vorhandene
BiCo-Verdrahtungen für die Analogeingänge sowie für den Sollwert und Istwert des
Technologiereglers aufgehoben und mit den werksseitig festgelegten Verknüpfungen
verschaltet werden.
Wenn Sie die Mehrzonenregelung deaktivieren, werden die zugehörigen BiCoVerschaltungen aufgehoben.
Beispiel
In einem Großraumbüro wird die Temperatur an drei Stellen gemessen und über die
Analogeingänge an den Umrichter übergeben. Als Istwertfühler werden NI1000Temperaturfühler eingesetzt. Die Solltemperatur wird über den Analogeingang 0 vorgegeben
und kann über einen Regler im Bereich von 8 °C … 30 °C eingestellt werden. Nachts soll die
Temperatur durchschnittlich 16 °C betragen.
Parametereinstellungen
p2200.0 = 1
Technologieregler Freigabe
p2251 = 0
Technologieregler als Hauptsollwert einstellen
p2900.0 = 16
Temperatursollwert nachts als Festwert in %
p31020 = 1
Mehrzonenregelung aktivieren
p31021 = 0
Mehrzonenregelung mit einem Sollwert und drei Istwerten
anwählen
p31022 = 7
Drei Istwerte, ein Sollwert. Zum Regeln wird der Mittelwert
der drei Istwerte verwendet.
p31023.0 = 755.0
Temperatursollwert über Analogeingang 0
p0756.0 = 0
Typ des Analogeingangs anwählen (Spannungseingang
0 … 10 V)
p0757.0 = 0 / p0758.0 = 8
Einstellen des unteren Werts auf 8 °C (0 V ≙ 8 °C)
p0759.0 = 10 / p0760.0 = 30
Einstellen des oberen Werts auf 30 °C (10 V ≙ 30 °C)
p31023.1 = 2900.0
p31023.1 mit dem in P2900 geschriebenen Wert für die
Nachtabsenkung versorgen
p31026.0= 755.2
Temperaturistwert 1 über Analogeingang 2 in %
p0756.2 = 6
Typ des Analogeingangs anwählen (Temperatursensor
Ni1000)
p0757.2 = 0 / p0758.2 = 0
Unteren Wert der Normierungskennlinie einstellen
p0759.2 = 100 / p0760.2 = 100
Oberen Wert der Normierungskennlinie einstellen
p31026.1 = 755.3
Temperaturistwert 2 über Analogeingang 3 in %
p0756.3 = 6
Typ des Analogeingangs anwählen (Temperatursensor
Ni1000)
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
p0757.3 = 0 / p0758.3 = 0
Unteren Wert der Normierungskennlinie einstellen
p0759.3 = 100 / p0760.3 = 100
Oberen Wert der Normierungskennlinie einstellen
p31026.2 = 755.1
Temperaturistwert 3 über einen Temperatursensor mit
Stromausgang (0 mA … 20 mA) über Analogeingang 1
p0756.1 = 2
Typ des Analogeingangs anwählen (Stromeingang
0 … 20 mA)
p0757.1 = 0 / p0758.1 = 0
Unteren Wert der Normierungskennlinie einstellen
(0 mA ≙ 0 °C)
p0759.1 = 20 / p0760.1 = 100
Oberen Wert der Normierungskennlinie einstellen (20
mA ≙ 100 %)
p31025 = 722.4
Umschaltung von Tag auf Nacht über Digitaleingang 4
Weitere Informationen zur Mehrzonenregelung finden Sie in der Parameterliste und im
Funktionsplan 7972 des Listenhandbuchs.
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.12
Kaskadenregelung
Die Kaskadenregelung wird in Anwendungen eingesetzt, die lastabhängig den gleichzeitigen
Betrieb von einem bis zu vier Motoren erfordern, um z. B. stark variierende
Druckverhältnisse oder Durchflussmengen ausregeln zu können.
Die Kaskadenregelung besteht aus dem drehzahlgeregelten Hauptantrieb und bis zu drei
weiteren Antrieben, die über Schütze oder Motorstarter entweder nach einer festen
Zuordnung oder abhängig von den Betriebsstunden zu- oder abgeschaltet werden.
Als Eingangssignal für die Zuschaltung der weiteren Motoren dient die PID-Abweichung. Die
Schütze oder Motorstarter werden durch die digitalen Ausgänge des Umrichters geschaltet.
Hinweis
Technologieregler als Hauptsollwert
Bei der Kaskadenregelung muss der Hauptsollwert über denTechnologierelger vorgegeben
werden (p2251 = 0, p2200 = 1).
Funktionsprinzip
● Zuschalten externer Motoren
Wenn der Hauptantrieb mit maximaler Drehzahl betrieben wird und die Abweichung am
Technologiereglereingang dennoch zunimmt, schaltet die Steuerung die externen
Motoren zusätzlich ans Netz. Gleichzeitig wird der Hauptantrieb über die Rücklauframpe
auf die Zu-/Abschaltdrehzahl (p2378) heruntergefahren, um die Gesamtausgangsleistung
möglichst konstant zu halten. Während des Rücklaufs auf die Zu-/Abschaltdrehzahl ist
der Technologieregler deaktiviert.
● Abschalten externer Motoren
Wird der Hauptantrieb mit Mindestdrehzahl betrieben und nimmt die Abweichung am
Technologiereglereingang weiter ab, schaltet die Steuerung die externen Motoren M1 bis
M3 vom Netz. Gleichzeitig wird der Hauptantrieb über die Hochlauframpe auf die
Zu-/Abschaltdrehzahl gefahren, um die gesamte Ausgangsleistung so konstant wie
möglich zu halten.
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Um zu häufiges Zu- bzw. Abschalten der ungeregelten Motoren zu vermeiden, kann in
p2377 eine Zeit vorgegeben werden, die auf jeden Fall abgelaufen sein muss, bevor ein
weiterer Motor zu- bzw. abgeschaltet werden kann. Nach Ablauf der in p2377 eingestellten
Zeit wird ein weiterer Motor sofort zugeschaltet, wenn die PID-Abweichung größer als der in
p2376 eingestellte Wert ist. Wenn die PID-Abweichung nach Ablauf von p2377 kleiner als
p2376 aber größer als 2373 ist, wird der Timer p2374 gestartet bevor der ungeregelte Motor
zugeschaltet wird.
Das Abschalten geschieht analog.
I
S
S
S ,VW
'UHK]DKO
S
t
˂3,'>@
3,'
$EZHLFKXQJ
W\
S
W[
S
S
S
t
S
S
S
S
UQ t
UQQ
Q
Q
Q
0RWRU
0RWRU
0RWRU
S
S
S W\ S
S
S W[ S
Das Diagramm zeigt die Bedingung zum Zu- bzw. Abschalten eines ungeregelten Motors
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Zu- und Abschalten der Motoren steuern
Über p2371 bestimmen Sie die Reihenfolge des Zuschaltens, bzw. Abschaltens der
einzelnen externen Motoren.
Tabelle 7- 47 Zuschaltreihenfolge für die externen Motoren abhängig von der Einstellung in p2371
p2371
Bedeutung
Stufe 1
0
Kaskadenregelung deaktiviert
---
1
Ein Motor zuschaltbar
M1
2
zwei Motoren zuschaltbar
M1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 6
M1+M2
3
zwei Motoren zuschaltbar
M1
M2
M1+M2
4
drei Motoren zuschaltbar
M1
M1+M2
M1+M2+M3
5
drei Motoren zuschaltbar
M1
M3
M1+M3
M1+M2+M3
6
drei Motoren zuschaltbar
M1
M2
M1+M2
M2+M3
M1+M2+M3
7
drei Motoren zuschaltbar
M1
M1+M2
M3
M1+M3
M1+M2+M3
8
drei Motoren zuschaltbar
M1
M2
M3
M1+M3
M2+M3
M1+M2+M3
Tabelle 7- 48 Abschaltreihenfolge für die externen Motoren abhängig von der Einstellung in p2371
p2371
Zugeschaltete Motoren
Stufe 1
1
M1
M1
2
M1+M2
M1+M2
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 6
M1
3
M1+M2
M1+M2
M2
M1
4
M1+M2+M3
M1+M2+M3
M1+M2
M1
5
M1+M2+M3
M1+M2+M3
M3+M1
M3
M1
6
M1+M2+M3
M1+M2+M3
M3+M2
M2+M1
M2
M1
7
M1+M2+M3
M1+M2+M3
M3+M1
M3
M2+M1
M1
8
M1+M2+M3
M1+M2+M3
M3+M2
M3+M1
M3
M2
M1
Wenn Sie Motoren gleicher Leistung verwenden, können Sie über p2372 festlegen, ob die
Motoren nach der in p2371 vorgegebenen Einstellung (p2372 = 0) oder anhand der
Betriebsstunden (p2372 = 1, 2 ,3 Details siehe Parameterliste) zu- bzw. abgeschaltet
werden sollen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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263
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Parameter zum Einstellen und Aktivieren der Kaskadenregelung:
p0730 = r2379.0
Signalquelle für Digitalausgang 0
Externen Motor 1 über DO 0 steuern
p0731 = r2379.1
Signalquelle für Digitalausgang 1
Externen Motor 2 über DO 1 steuern
p0732 = r2379.2
Signalquelle für Digitalausgang 2
Externen Motor 3 über DO 2 steuern
p2200 = 1
Technologieregler Freigabe
Technologieregler aktivieren
p2251 = 0
Technologieregler Modus
Technologieregler als Drehzahl-Hauptsollwert
p2370
Kaskadenregelung - Freigabe
Signalquelle für Staging Ein-/Aus
p2371
Kaskadenregelung - Konfiguration Staging aktivieren und Zuschaltreihenfolge
festlegen
p2372
Kaskadenregelung - Modus Motorauswahl
Automatische Motorzuschaltung festlegen
p2373
Kaskadenregelung - Zuschaltschwelle
Einschaltschwelle festlegen
p2374
Kaskadenregelung - Zuschaltverzögerung
Verzögerungszeit festlegen
p2375
Kaskadenregelung Abschaltverzögerung
Verzögerungszeit für Destaging festlegen
p2376
Kaskadenregelung - Übersteuerungsschwelle
Übersteuerungsschwelle festlegen
p2377
Kaskadenregelung - Verriegelungszeit
Verriegelungszeit festlegen
p2378
Kaskadenregelung - Zu-/Abschaltdrehzahl
Drehzahl für den Hauptantrieb nach Zu- / Abschalten eines Motors festlegen
r2379
Kaskadenregelung - Zustandswort
p2380
Kaskadenregelung - Betriebsstunden
p2381
Kaskadenregelung - Maximalzeit für kontinuierlichen Betrieb
p2382
Kaskadenregelung - Absolute Betriebszeitgrenze
p2383
Kaskadenregelung - Abschaltreihenfole
Abschaltreihenfole bei AUS-Befehl festlegen
p2384
Kaskadenregelung - Motor Einschaltverzögerung
Motor Einschaltverzögerung festlegen
p2385
Kaskadenregelung - Haltezeit Zuschaltdrehzahl
Drehzahl-Haltezeit nach Zuschalten eines externen Motors festlegen
p2386
Kaskadenregelung - Motor Ausschaltverzögerung
Motor Ausschaltverzögerung festlegen
p2387
Kaskadenregelung - Haltezeit Abschaltdrehzahl Drehzahl-Haltezeit nach
Abschalten eines externen Motors festlegen
Weitere Details zu den Parametern entnehmen Sie bitte dem Listenhandbuch.
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264
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.13
Bypass
Wenn die Bypass-Steuerung über eine
überlagerte Steuerung erfolgt, müssen die
Schütze durch die Steuerung gegen
gleichzeitiges Einschalten verriegelt werden.
6,1$0,&6
30
Die Bypass-Steuerung kann entweder
abhängig von der Drehzahl über den
Umrichter oder unabhängig von der Drehzahl
über ein Signal vom Umrichter oder über eine
überlagerte Steuerung erfolgen.
&8
In der Bypass-Funktion wird der Motor
entweder über den Umrichter oder direkt am
Netz betrieben.
.
Bei der Steuerung über Umrichter werden
über die Digitalausgänge zwei Schütze
angesteuert, über die der Motor mit Spannung
versorgt wird. Die Rückmeldesignale der
Schützstellungen werden über die
Digitaleingänge zum Umrichter zurückgeführt
und ausgewertet. Dabei sind bei direkter
Schaltungslogik (high level = ON) beide
.
Schütze als Schließer auszuführen.
.
.
0
$QVWHXHUXQJ¾EHU'LJLWDODXVJ¦QJH'2
5¾FNPHOGXQJ¾EHU'LJLWDOHLQJ¦QJH',
6FK¾W]I¾U8PULFKWHUEHWULHE
6FK¾W]I¾U%\SDVVEHWULHE
Bypass-Schaltung für Steuerung über den
Umrichter
Hinweis
Für die Funktion Bypass muss Fangen aktiviert sein (p1200 = 1 oder 4).
ACHTUNG
Bypassbetrieb im Erweiterten Notfallbetrieb
Die Besonderheiten für den Bypassbetrieb im Erweiterten Notfallbetrieb sind im Abschnitt
Erweiterter Notfallbetrieb (Seite 252) beschrieben.
Umschaltvorgang zwischen Netz- und Umrichterbetrieb
Beim Umschalten auf Netzbetrieb wird das Schütz K1 geöffnet (nach Impulssperre des
Umrichters), anschließend die Entregungszeit des Motors abgewartet und daraufhin das
Schütz K2 geschlossen, so dass der Motor direkt am Netz betrieben wird.
Durch das Aufschalten des Motors auf das Netz fließt ein Ausgleichsstrom, der bei der
Auslegung der Schutzeinrichtung berücksichtigt werden muss.
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265
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Beim Umschalten auf Umrichterbetrieb wird zunächst das Schütz K2 geöffnet und nach der
Entregungszeit das Schütz K1 geschlossen. Daraufhin fängt der Umrichter den drehenden
Motor und der Motor wird am Umrichter betrieben.
Bypass-Funktion bei Aktivierung über ein Steuersignal (p1267.0 = 1)
Beim Einschalten des Umrichters wird der Zustand der Bypass-Schütze ausgewertet. Wenn
die Wiedereinschaltautomatik aktiv ist (p1210 = 4) und sowohl ein EIN-Befehl (r0054.0 = 1)
als auch das Bypass-Signal (p1266 = 1) beim Hochlaufen noch anstehen, geht der
Umrichter nach dem Hochlauf in den Zustand "Betriebsbereit und Bypass" (r899.0 = 1 und
r0046.25 = 1) und der Motor läuft direkt am Netz weiter.
8PULFKWHU
EHWULHE
8PVFKDOW
SKDVH
1HW]
EHWULHE
8PVFKDOW
SKDVH
8PULFKWHU
EHWULHE
+RFKODXI
1HQQGUHK]DKO0RWRU
)DQJHQ
,VWGUHK]DKOYRP8PULFKWHU
S
W
S
%\SDVV%HIHKO
W
U 6LJQDOI¾U6FK¾W].
8PULFKWHUEHWULHE
W
S>@5¾FNPHOGXQJYRQ.
8PULFKWHUEHWULHE
W
S>@ žEHUZDFKXQJV]HLW.
8PULFKWHUEHWULHE
W
U 6LJQDOI¾U6FK¾W].
1HW]EHWULHE
W
S>@ 5¾FNPHOGXQJYRQ.
1HW]EHWULHE
W
S>@ žEHUZDFKXQJV]HLW.
1HW]EHWULHE
W
S S
S
S
Bild 7-21
S
S S
S
S
S
Bypass-Steuerung unabhängig von der Drehzahl über ein Steuersignal (p1267.0 = 1)
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Bypass-Funktion abhängig von der Drehzahl (p1267.1 = 1)
Bei dieser Funktion erfolgt das Umschalten auf Netzbetrieb entsprechend dem
nachfolgenden Diagramm, wenn der Sollwert über der Bypass-Schwelle liegt.
Wenn der Sollwert unter die Bypass-Schwelle abfällt, wird der Motor vom Umrichter
gefangen und läuft im Umrichterbetrieb.
8PULFKWHU
EHWULHE
8PVFKDOW
SKDVH
1HW]
EHWULHE
8PVFKDOW
SKDVH
8PULFKWHU
EHWULHE
1HQQGUHK]DKO0RWRU
U 6ROOZHUW+RFKODXIJDEHU
S %\SDVVVFKZHOOH
W
U 6LJQDOI¾U6FK¾W].
8PULFKWHUEHWULHE
W
S>@5¾FNPHOGXQJYRQ.
8PULFKWHUEHWULHE
W
S>@ žEHUZDFKXQJV]HLW.
8PULFKWHUEHWULHE
W
U 6LJQDOI¾U6FK¾W].
1HW]EHWULHE
W
S>@ 5¾FNPHOGXQJYRQ.
1HW]EHWULHE
S>@ žEHUZDFKXQJV]HLW.
1HW]EHWULHE
W
W
S S
%\SDVV
S
'UHK]DKOVFKZHOOH S
HUUHLFKW
Bild 7-22
S
S S
S
%\SDVV
S
'UHK]DKOVFKZHOOH S
ZLUGXQWHUVFKULWWHQ
Drehzahlabhängiges Umschaltverhalten von Umrichter- auf Netzbetrieb
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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267
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Allgemeine Eigenschaften der Bypassfunktion
● Die beiden Motorschütze müssen für das Schalten unter Last ausgelegt sein.
● Das Schütz K2 muss für das Schalten unter induktiver Last ausgelegt sein.
● Die Schütze K1 und K2 müssen gegen gleichzeitiges Schließen verriegelt sein.
Abschaltverhalten im Bypassbetrieb
● Wenn der Motor im Bypassbetrieb läuft, kann er nicht mit AUS 1 abgeschaltet werden.
Nach einem AUS2 oder AUS3 trudelt der Motor aus.
● Wenn der Motor im Bypassbetrieb läuft und der Umrichter vom Netz getrennt wird, erhält
auch das Bypass-Schütz keine Steuersignale vom Umrichter und der Motor trudelt aus.
Soll der Motor nach dem Abschalten des Umrichters weiter betrieben werden, muss
deshalb das Signal für das Bypass-Schütz von der überlagerten Steuerung kommen.
Temperaturüberwachung und Überlastschutz im Bypassbetrieb
● Wenn der Motor im Bypassbetrieb läuft, während sich der Umrichter im Zustand
"Betriebsbereit und Bypass" (r899.0 = 1 und r0046.25 = 1) befindet, ist die Überwachung
der Motortemperatur über Temperaturfühler aktiv.
● Wenn der Motor im Bypassbetrieb läuft, während sich der Umrichter im Zustand
"Betriebsbereit und Bypass" (r899.0 = 1 und r0046.25 = 1) befindet, muss der
Überlastschutz für den Motor anlagenseitig sichergestellt werden
Parameter zum Einstellen der Bypass-Funktion
Parameter
Beschreibung
p1260
Bypass Konfiguration
Aktivieren der Bypassfunktion
r1261
Bypass Steuer-/Zustandswort
Steuer- und Rückmeldesignale für die Bypass-Funktion.
p1262
Bypass Totzeit
Umschaltzeit für die Schütze. Sie sollte größer sein, als die Entmagnetisierungszeit
des Motors!
p1263
Debypass Verzögerungszeit
Verzögerungszeit für das Zurückschalten auf Umrichterbetrieb.
p1264
Bypass Verzögerungszeit
Verzögerungszeit für das Umschalten auf Bypassbetrieb.
p1265
Bypass Drehzahlschwelle
Drehzahlschwelle für Umschalten auf Bypassbetrieb.
p1266
Bypass Steuerbefehl
Signalquelle für Umschalten auf Bypassbetrieb.
p1267
Bypass Umschaltquelle Konfiguration
Umschalten auf Bypassbetrieb über Drehzahlschwelle oder Steuersignal.
p1269
Bypass Schalter Rückmeldung
Signalquelle zur Rückmeldung der Schütze für den Bypassbetrieb.
p1274
Bypass Schalter Überwachungszeit
Einstellung der Überwachungszeit der Bypass-Schütze.
Weitere Details zu den Parametern finden Sie im Listenhandbuch.
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268
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.14
Energiesparmodus
Der Energiesparmodus wird vor allem bei Pumpen und Lüftern eingesetzt. Typische
Anwendungen sind Druck- und Temperaturregelungen.
Im Energiesparmodus stoppt und startet der Umrichter den Motor abhängig von den
Anlagenverhältnissen. Der Energiesparmodus kann sowohl über den Technologieregler
(ohne externe Befehle über Klemmen oder Busschnittstelle) als auch über externe
Sollwertvorgabe aktiviert werden.
Der Energiesparmodus bringt Vorteile durch Energieeinsparung, geringeren mechanischen
Verschleiß und reduzierte Lärmbelästigung.
Hinweis
Wenn die Sollwertvorgabe im Energiesparmodus über das Motorpotenziometer, bzw. über
das Motorpotenziometer des Technologieregler erfolgen soll, Müssen sie p1030.4, bzw.
p2230.4 = 1 setzen.
ACHTUNG
Nach dem Einschalten des Umrichters geht der Motor in den Energiesparmodus, wenn
nach Ablauf des größten Werts aus p1120 (Hochlaufzeit), p2391 (EnergiesparmodusVerzögerungszeit) und 20 s die Energiesparmodus-Startdrehzahl noch nicht erreicht wurde.
Funktionsprinzip
Der Energiesparmodus startet, sobald die Motordrehzahl unter die EnergiesparmodusStartdrehzahl abfällt. Jedoch wird der Motor erst nach Ablauf einer einstellbaren Zeit
abgeschaltet. Wenn während dieser Zeit, aufgrund von Druck- oder Temperaturänderungen
der Drehzahlsollwert über die Energiesparmodus-Startdrehzahl ansteigt, wird der
Energiesparmodus beendet und der Umrichter arbeitet im Normalbetrieb.
Im Energiesparmodus ist der Motor abgeschaltet, jedoch wird weiterhin der Drehzahlsollwert
bzw. die Technologiereglerabweichung überwacht.
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269
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
● Bei externer Sollwertvorgabe (ohne Technologieregler) wird der Drehzahlsollwert
überwacht und der Motor wieder eingeschaltet, sobald der Sollwert über die
Wiederanlaufdrehzahl ansteigt. Die Wiederanlaufdrehzahl wird wie folgt berechnet:
Wiederanlaufdrehzahl = P1080 + p2390 + p2393.
In der Werkseinstellung wird der positive Drehzahlsollwert überwacht, d. h., der Motor
wird eingeschaltet, sobald der Sollwert die Wiederanlaufdrehzahl überschreitet.
Wenn zusätzlich der negative Drehzahlsollwert überwacht werden soll, muss der Betrag
des Sollwerts überwacht werden. Dies kann durch p1110 = 0 eingestellt werden.
Weitere Einstellmöglichkeiten finden Sie in der Parameterliste in den Funktionsplänen
3030 und 3040 sowie in den zugehörigen Parameterbeschreibungen.
● Bei Sollwertvorgabe durch den Technologieregler wird die Technologiereglerabweichung
(r2273) überwacht und der Motor wieder eingeschaltet, wenn die Abweichung des
Technologiereglers größer ist als der Energiesparmodus-Wiederanlaufwert (p2392).
In der Werkseinstellung wird nur die positive Abweichung des Technologiereglers
überwacht, d. h., der Motor wird eingeschaltet, sobald die Technologiereglerabweichung
größer ist als der Energiesparmodus-Wiederanlaufwert (p2392).
Wenn der Motor auch bei negativer Technologiereglerabweichung wieder einschalten
soll, muss der Betrag der Abweichung überwacht werden.
Dazu muss p2298 = 2292 gesetzt werden. In p2292 kann der Prozentwert für die
Minimalbegrenzung vorgegeben werden.
Weitere Einstellmöglichkeiten finden Sie in der Parameterliste im Funktionsplan 7958 und
in den zugehörigen Parameterbeschreibungen.
Um häufiges Zu- bzw. Abschalten zu verhindern, kann vor dem Abschalten noch ein
kurzzeitiger Drehzahlschub (Boost) gegeben werden. Diese Funktion kann abgeschaltet
werden, indem die Zeit für den Boost (p2394) auf 0 gesetzt wird.
Um insbesondere bei Flüssigkeiten Tankablagerungen zu vermeiden, ist es möglich, den
Energiesparmodus nach Ablauf einer einstellbaren Zeit (p2396) zu beenden und in den
Normalbetrieb umzuschalten.
Die für die jeweilige Variante erforderlichen Parametereinstellungen finden sich in den
folgenden Tabellen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
270
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Energiesparmodus mit Sollwertvorgabe über den internen Technologieregler
Bei dieser Betriebsart muss der Technologieregler als Sollwertquelle aktiviert (p2200) und
als Hauptsollwert (p2251) verwendet werden. Die Funktion kann sowohl mit als auch ohne
Boost betrieben werden.
%
Istwert Technologieregler, r2272
Sollwert Technologieregler, r2262
:LHGHUDQODXIZHUW
S
W
$EZHLFKXQJTechnologieregler, r2273
1HJDWLYHU:LHGHUDQODXIZHUW
S
n
6ROOZHUWTechnologieregler
DOV+DXSWVROOZHUW
%RRVWGUHK]DKOS
:LHGHUDQODXIGUHK]DKO
$XVJDQJVGUHK]DKO
6WDUWGUHK]DKO
(QHUJLHVSDUPRGXV2IIVHWS
0LQLPDOGUHK]DKOS
W
S
1RUPDOEHWULHE
:LHGHUDQODXIGUHK]DKO
6WDUWGUHK]DKO
Bild 7-23
SS
S
S
S
W[
(QHUJLHVSDUPRGXVDNWLY
W\
1RUPDOEHWULHE
W[ SSS
W\ :LHGHUDQODXIGUHK]DKOSS
Energiesparmodus über Technologie-Sollwert als Hauptsollwert mit Boost
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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271
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Energiesparmodus mit externer Sollwertvorgabe
Bei dieser Betriebsart wird der Sollwert über eine externe Quelle (z. B. einen
Temperaturgeber) vorgegeben; der Technologie-Sollwert kann dabei als Zusatzsollwert
verwendet werden.
,VW'UXFN
p
6ROO'UXFN
t
n
%RRVWGUHK]DKOS
$XVJDQJVGUHK]DKO
:LHGHUDQODXIGUH]DKO
'UHK]DKO
VROOZHUW
:LHGHUDQODXI2IIVHWS
6WDUWGUHK]DKO
(QHUJLHVSDUPRGXV2IIVHWS
0LQLPDOGUHK]DKOS
t
S
S
1RUPDOEHWULHE
W\
1RUPDOEHWULHE
+LEHUQDWLRQ0RGHDNWLY
:LHGHUDQODXIGUHK]DKO SS S
6WDUWGUHK]DKO
S
S
Bild 7-24
W[
W[ SSS
W\ +LEHUQDWLRQ:LHGHUDQODXIGUHK]DKOSS
Energiesparmodus über externen Sollwert mit Boost
p
6ROO'UXFN
6ROO'UXFN
t
,VW'UXFN
n
$XVJDQJVGUHK]DKO
:LHGHUDQODXIGUH]DKO
:LHGHUDQODXI2IIVHWS
'UHK]DKO
VROOZHUW
6WDUWGUHK]DKO
(QHUJLHVSDUPRGXV2IIVHWS
0LQLPDOGUHK]DKOS
t
S
1RUPDOEHWULHE
:LHGHUDQODXIGUHK]DKO SS S
6WDUWGUHK]DKO
SS
Bild 7-25
W[
W\
+LEHUQDWLRQ0RGHDNWLY
1RUPDOEHWULHE
W[ SSS
W\ :LHGHUDQODXIGUHK]DKOSS
Energiesparmodus über externen Sollwert ohne Boost
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
272
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Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Einstellparameter für die Funktion Energiesparmodus
Tabelle 7- 49 Hauptfunktionsparameter
Parameter
Beschreibung
Über Tech.Sollwert
Über
externen
Sollwert
P1080 = …
Mindestdrehzahl
0 (Werkseinstellung) … 19500 1/min. Untere Grenze der Motordrehzahl,
unabhängig vom Drehzahlsollwert.
x
x
P1110 = …
Richtung negativ sperren
Parameter zum Sperren der negativen Richtung
-
x
P2200 = …
Freigabe Technologieregler
0: Technologieregler deaktiviert (Werkseinstellung),
1: Technologieregler aktiviert
x
-
P2251 = 1
Technologieregler Modus
0: Technologieregler als Hauptsollwert (Werkseinstellung),
1: Technologieregler als Zusatzsollwert
x
-
p2298 = …
Technologieregler Minimalbegrenzung
Parameter für die Minimalbegrenzung des Technologiereglers
x
-
P2398 = …
Energiesparmodus Betriebsart
0: Energiesparmodus gesperrt (Werkseinstellung)
1: Energiesparmodus freigegeben
x
X
P2390 = …
Energiesparmodus-Startdrehzahl
0 (Werkseinstellung) … 21000 1/min. Sobald diese Drehzahl unterschritten
wird, startet die Energiesparmodus-Verzögerungszeit und schaltet, wenn sie
abgelaufen ist, den Motor ab. Die Energiesparmodus-Startdrehzahl wird wie
folgt berechnet:
Start-Drehzahl = P1080 + p2390
P1080 = Minimaldrehzahl
p2390 = Energiesparmodus-Startdrehzahl.
x
X
P2391 = …
Energiesparmodus-Verzögerungszeit
0 … 3599 s (Werkseinstellung 120). Die Energiesparmodus-Verzögerungszeit
startet, sobald die Ausgangsfrequenz des Umrichters unter die
Energiesparmodus-Startdrehzahl p2390 fällt. Wenn die Ausgangsfrequenz
während der Verzögerungszeit über diese Schwelle ansteigt, wird die
Energiesparmodus-Verzögerungszeit abgebrochen. Andernfalls wird der
Motor nach Ablauf der Verzögerungszeit (ggf. nach einem kurzen Boost)
abgeschaltet.
x
X
P2392 = …
Energiesparmodus-Wiederanlaufwert (in %)
erforderlich, wenn der Technologieregler als Hauptsollwert verwendet wird.
x
-
Sobald die Technologieregler-Abweichung (r2273) den EnergiesparmodusWiederanlaufwert übersteigt, schaltet der Umrichter in den Normalbetrieb um
und der Motor läuft mit einem Sollwert von 1,05 * (p1080 + p2390) an. Sobald
dieser Wert erreicht ist, fährt der Motor mit dem Sollwert des
Technologiereglers (r2260) weiter.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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273
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Parameter
Beschreibung
Über Tech.Sollwert
Über
externen
Sollwert
P2393 = …
Energiesparmodus-Wiederanlaufdrehzahl (1/min)
erforderlich bei externer Sollwertvorgabe. Der Motor läuft an, sobald der
Sollwert die Wiederanlaufdrehzahl übersteigt. Die Wiederanlaufdrehzahl wird
wie folgt berechnet:
Wiederanlaufdrehzahl = P1080 + p2390 + p2393
P1080 = Minimaldrehzahl
p2390 = Energiesparmodus-Startdrehzahl
p2393 = Energiesparmodus Wiederanlaufdrehzahl
-
x
P2394 = …
Energiesparmodus-Boostdauer
0 (Werkseinstellung) … 3599 s. Bevor der Umrichter in den
Energiesparmodus umschaltet, wird der Motor für die in p2394 eingestellte
Zeit entsprechend der Hochlauframpe beschleunigt, aber höchstens bis auf
die in P2395 eingestellte Geschwindigkeit.
x
x
P2395 = …
Energiesparmodus-Boostdrehzahl
0 (Werkseinstellung) … 21000 1/min. Bevor der Umrichter in den
Energiesparmodus umschaltet, wird der Motor für die in p2394 eingestellte
Zeit entsprechend der Hochlauframpe beschleunigt, aber höchstens bis auf
die in P2395 eingestellte Geschwindigkeit.
x
x
x
x
Achtung:
Stellen Sie sicher, dass durch den Boost kein Überdruck bzw. Überlaufen
verursacht werden kann.
P2396 = …
Energiesparmodus maximale Ausschaltzeit
0 (Werkseinstellung) … 863999 s. Spätestens nach Ablauf dieser Zeit,
schaltet der Umrichter in den Normalbetrieb um und wird bis zur Startdrehzahl
beschleunigt (P1080 + P2390). Schaltet der Umrichter vorher in den
Normalbetrieb um, so wird die Ausschaltzeit auf den in diesem Parameter
eingestellten Wert zurückgesetzt.
Durch p2396 = 0 wird das automatische Umschalten auf Normalbetrieb nach
einer bestimmten Zeit deaktiviert.
Beobachtungsparameter
Parameter
Beschreibung
r2273
Anzeige der Soll-/Istwertabweichung des Technologiereglers
r2397
Aktuelle Energiesparmodus Ausgangsdrehzahl
Aktuelle Boostdrehzahl vor Impulssperre bzw. aktuelle Startdrehzahl nach dem Wiedereinschalten.
r2399
Energiesparmodus Zustandswort
00 Energiesparmodus freigegeben (P2398 <> 0)
01 Energiesparmodus aktiv
02 Energiesparmodus Verzögerungszeit aktiv
03 Energiesparmodus Boost aktiv
04 Energiesparmodus Motor ausgeschaltet
05 Energiesparmodus Motor ausgeschaltet, zyklischer Wiederanlauf aktiv
06 Energiesparmodus Motor läuft wieder an
07 Energiesparmodus liefert Gesamtsollwert des Hochlaufgebers
08 Energiesparmodus überbrückt Hochlaufgeber im Sollwertkanal
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
274
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
7.9.15
Logische und Arithmetische Funktionen über Funktionsbausteine
Zusätzliche Signalverschaltungen innerhalb des Umrichters werden mit freien
Funktionsbausteinen realisiert. Jedes über BICO-Technik verfügbare digitale und analoge
Signal kann auf passende Eingänge der freien Funktionsbausteine geführt werden. Ebenso
werden die Ausgänge der freien Funktionsbausteine über BICO-Technik auf andere
Funktionen verdrahtet.
Die folgenden freien Funktionsbausteine stehen u.a. zur Verfügung:
● Logikbausteine AND, OR, XOR, NOT
● Arithmetikbausteine ADD, SUB, MUL, DIV, AVA (Absolutwertbildner), NCM (Numerischer
Vergleicher), PLI (Polygonzug)
● Zeitbausteine MFP (Pulsgenerator), PCL (Pulsverkürzung), PDE (Einschaltverzögerung),
PDF (Ausschaltverzögerung), PST (Pulsverlängerung)
● Speicher: RSR (RS-Flip-Flop), DSR (D-Flip-Flop)
● Schalter NSW (Numerischer Umschalter) BSW (Binär-Umschalter)
● Regler LIM (Begrenzer), PT1 (Glättungsglied), INT (Integrator), DIF (Differenzierglied)
● Grenzwertüberwachung LVM
Eine Übersicht über alle freien Funktionsbausteine und ihre Parameter finden Sie im
Listenhandbuch im Kapitel "Funktionspläne" im Abschnitt "Freie Funktionsbausteine"
(Funktionspläne 7210 ff).
Aktivierung der freien Bausteine
In der Werkseinstellung werden die freien Funktionsbausteine im Umrichter nicht verwendet.
Um einen freien Funktionsbaustein einsetzen zu können, müssen Sie die folgenden Schritte
durchführen:
● Wählen Sie den Funktionsbaustein über die Funktionspläne in der Parameterliste aus dort finden Sie alle Parameter, die Sie benötigen, um den Baustein zu verschalten
● Ordnen Sie den Baustein einer Ablaufgruppe zu
● Legen Sie die Ablaufreihenfolge innerhalb der Ablaufgruppe fest - nur erforderlich, wenn
Sie mehrere Bausteine derselben Ablaufgruppe zugeordnet haben.
● Verschalten Sie die Ein- und Ausgänge des Bausteins mit den entsprechenden Signalen
des Umrichters.
Die Ablaufgruppen werden in unterschiedlichen Zeitabständen (Zeitscheiben) gerechnet.
Welche freie Funktionsbausteine welchen Zeitscheiben zugeordnet werden können,
entnehmen Sie bitte folgender Tabelle.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
275
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Tabelle 7- 50 Ablaufgruppen und mögliche Zuordnungen der freien Funktionsbausteine
Ablaufgruppen 1 … 6 mit zugehörigen Zeitscheiben
Freie Funktionsbausteine
1
2
3
4
5
6
8 ms
16 ms
32 ms
64 ms
128 ms
256 ms
Logikbausteine
AND, OR, XOR, NOT
✓
✓
✓
✓
✓
✓
Arithmetikbausteine
ADD, SUB, MUL, DIV, AVA, NCM, PLI
-
-
-
-
✓
✓
Zeitbausteine
MFP, PCL, PDE, PDF, PST
-
-
-
-
✓
✓
Speicher
RSR, DSR
✓
✓
✓
✓
✓
✓
Schalter
NSW
-
-
-
-
✓
✓
Schalter
BSW
✓
✓
✓
✓
✓
✓
Regler
LIM, PT1, INT, DIF
-
-
-
-
✓
✓
Grenzwertüberwachung
LVM
-
-
-
-
✓
✓
✓: Die Zuordnung des Bausteins zur Ablaufgruppe ist möglich
-: der Baustein kann dieser Ablaufgruppe nicht zugeordnet werden
Normierung von Analogsignalen
Wenn Sie eine physikalische Größe, z. B. Drehzahl oder Spannung, über BICO-Technik auf
den Eingang eines freien Funktionsbausteins verschalten, wird das Signal automatisch auf
den Wert 1 normiert. Die analogen Ausgangssignale der freien Funktionsbausteine stehen
ebenfalls als normierte Größen zur Verfügung (0 ≙ 0 %, 1≙ 100 %).
Sobald Sie das normierte Ausgangssignal eines freien Funktionsbausteins auf Funktionen
verschalten, die physikalische Eingangsgrößen erfordern, z. B. die Signalquelle der oberen
Drehmomentgrenze (p1522), wird das Signal automatisch in die physikalische Größe
umgerechnet.
Nachfolgend sind die Größen mit ihren zugehörigen Normierungsparametern aufgelistet:
• Drehzahlen
P2000 Bezugsdrehzahl
(≙100 %)
• Spannungswerte
P2001 Bezugsspannung
(≙100 %)
• Stromwerte
P2002 Bezugsstrom
(≙100 %)
• Drehmomentwerte
P2003 Bezugsdrehmoment
(≙100 %)
• Leistungswerte
P2004 Bezugsleistung
(≙100 %)
• Winkel
P2005 Bezugswinkel
(≙100 %)
• Beschleunigung
P2007 Bezugsbeschleunigung (≙100 %)
• Temperatur
100 °C ≙ 100 %
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
276
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Normierungsbeispiele
● Drehzahl:
Bezugsdrehzahl p2000 = 3000 1/min, Istdrehzahl 2100 1/min. Daraus folgt für die
normierte Eingangsgröße: 2100 / 3000 = 0,7.
● Temperatur:
Bezugsgröße ist 100 °C. Bei einer tatsächlichen Temperatur von 120 C ergibt sich der
Eingangswert aus 120 °C / 100 °C = 1,2.
Hinweis
Begrenzungen innerhalb der Funktionsbausteine sind als normierte Werte einzugeben.
Der normierte Wert kann anhand des Bezugsparameters wie folgt berechnet werden:
Normierter Grenzwert = physikalischer Grenzwert / Wert des Bezugsparameters.
Die Zuordnung zum Bezugsparameter finden Sie in der Parameterliste in den einzelnen
Parameterbeschreibungen.
Beispiel: Logische Verknüpfung zweier Digitaleingänge
Sie wollen den Motor sowohl über den Digitaleingang 0 als auch über den Digitaleingang 1
einschalten:
1. Aktivieren Sie einen freien OR-Baustein, indem Sie ihn einer Ablaufgruppe zuordnen, und
legen Sie die Ablaufreihenfolge fest.
2. Verschalten Sie die Zustandssignale der beiden Digitaleingänge DI 0 und DI 1 über BICO
auf die beiden Eingänge des OR-Bausteins.
3. Verschalten Sie schließlich den Ausgang des OR-Bausteins auf den internen ON-Befehl
(P0840).
Tabelle 7- 51 Parameter für die Verwendung der freien Funktionsbausteine
Parameter
Beschreibung
P20048 = 1
Zuordnung des Bausteins OR 0 zur Ablaufgruppe 1 (Werkseinstellung: 9999)
Der Baustein OR 0 wird in der Zeitscheibe mit 8 ms gerechnet
P20049 = 60
Festlegung der Ablaufreihenfolge innerhalb der Ablaufgruppe 1
(Werkseinstellung: 60)
Innerhalb einer Ablaufgruppe wird der Baustein mit dem kleinsten Wert zuerst
gerechnet.
P20046 [0] = 722.0
Verschaltung des ersten OR 0-Eingangs (Werkseinstellung: 0)
Der erste OR 0-Eingang ist mit dem Digitaleingang 0 (r0722.0) verbunden
P20046 [1] = 722.1
Verschaltung des zweiten OR 0-Eingangs (Werkseinstellung: 0)
Der zweite OR 0-Eingang ist mit dem Digitaleingang 1 (r0722.1) verbunden
P0840 = 20047
Verschaltung des OR 0-Ausgangs (Werkseinstellung: 0)
Der OR 0-Ausgang (r20047) ist mit dem ON-Befehl des Motors verbunden
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
277
Funktionen
7.9 Applikationsspezifische Funktionen
Beispiel: AND-Verknüpfung
Ein ausführlich erklärtes Beispiel einer AND-Verknüpfung inklusive der Verwendung eines
Zeitbausteins finden Sie im Kapitel Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten (Seite 16).
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Handbüchern:
● Funktionshandbuch "Freie Funktionsblöcke"
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/35125827)
● Funktionshandbuch "Beschreibung der DCC-Standardbausteine"
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/29193002)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
278
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Funktionen
7.10 Umschalten zwischen unterschiedlichen Einstellungen
7.10
Umschalten zwischen unterschiedlichen Einstellungen
In einigen Anwendungen muss der Umrichter mit unterschiedlichen Einstellungen betrieben
werden.
Beispiel:
Sie betreiben unterschiedliche Motoren an einem Umrichter. Je nach Motor muss der
Umrichter mit den zugehörigen Motordaten und dem passenden Hochlaufgeber arbeiten.
Antriebsdatensätze (Drive Data Set, DDS)
Sie können einige Funktionen des Umrichters unterschiedlich parametrieren und zwischen
den unterschiedlichen Einstellungen umschalten.
Die zugehörigen Parameter sind indiziert (Index 0, 1 2 oder 3). Über Steuerbefehle wählen
Sie einen der vier Indizes und damit eine der vier gespeicherten Einstellungen aus.
Die Einstellungen im Umrichter mit demselben Index werden als Antriebsdatensatz
bezeichnet.
6ROOZHUWDXIEHUHLWXQJ
)HVWVROOZHUWH
0RWRUSRWL
7LSSHQ
%HIHKOVTXHOOHQ
Bild 7-26
=
0RWRUUHJHOXQJ
=
0
7HFKQRORJLHUHJOHU
8I6WHXHUXQJ
9HNWRUUHJHOXQJ
~
6WDWXV
8PULFKWHUVWHXHUXQJ
0RWRUVFKXW]
žEHUVWURP
žEHUVSDQQXQJ
žEHUWHPSHUDWXU
~
+RFKODXIJHEHU
%HJUHQ]XQJ
0
6FKQLWW
VWHOOHQ
6FKQLWWVWHOOHQ
6ROOZHUWTXHOOHQ
3DVVHQG]XU$SSOLNDWLRQ
%UHPVHQ
)DQJHQ
$QODJHQVFKXW]
.DVNDGHQUHJHOXQJ
(QHUJLHVSDUPRGXV
Antriebsdatensatz-Umschaltung im Umrichter
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
279
Funktionen
7.10 Umschalten zwischen unterschiedlichen Einstellungen
Mit dem Parameter p0180 legen Sie die Anzahl der Befehlsdatensätze (2, 3 oder 4) fest.
Tabelle 7- 52 Anzahl der Befehlsdatensätze wählen
Parameter
Beschreibung
p0010 = 15
Antriebsinbetriebnahme: Datensätze
p0180
Antriebsdatensätze (DDS) Anzahl (Werkseinstellung: 1)
p0010 = 0
Antriebsinbetriebnahme: Bereit
Tabelle 7- 53 Parameter für die Umschaltung der Antriebsdatensätze:
Parameter
Beschreibung
p0820
Antriebsdatensatz-Anwahl DDS Bit 0
p0821
Antriebsdatensatz-Anwahl DDS Bit 1
p0826
Motorumschaltung Motornummer
r0051
Anzeige der Nummer des aktuell wirksamen Antriebsdatensatzes
Eine Übersicht aller Parameter, die zu den Antriebsdatensätzen gehören und umgeschaltet
werden können, finden Sie im Listenhandbuch.
Hinweis
Sie können die Motordaten der Antriebsdatensätze nur im Zustand "Betriebsbereit" bei
ausgeschaltetem Motor umschalten. Die Umschaltzeit beträgt ca. 50 ms.
Wenn Sie die Motordaten nicht zusammen mit den Antriebsdatensätzen umschalten (d. h.
gleiche Motornummer in p0826), lassen sich die Antriebsdatensätze auch während des
Betriebs umschalten.
Tabelle 7- 54 Parameter zum Kopieren der Antriebsdatensätze
Parameter
Beschreibung
p0819[0]
Quell-Antriebsdatensatz
p0819[1]
Ziel-Antriebsdatensatz
p0819[2] = 1
Kopiervorgang starten
Weitere Informationen finden Sie in der Parameterliste und im Funktionsplan 8565 des
Listenhandbuchs.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
280
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
8
Instandhalten und warten
8.1
Übersicht zum Tausch von Umrichterkomponenten
Im Falle einer dauerhaften Funktionsstörung können Sie Power Module oder Control Unit
des Umrichters unabhängig voneinander tauschen. In den folgenden Fällen dürfen Sie den
Motor nach dem Tausch sofort wieder einschalten.
Tausch des Power Modules
Ersatz:
Tausch der Control Unit mit externer Sicherung der
Einstellungen, z. B. auf einer Speicherkarte
Ersatz:
Ersatz:
Ersatz:
•
gleicher Typ
•
gleicher Typ
•
gleicher Typ
•
gleiche Leistung
•
größere Leistung
•
gleiche Firmware-Version •
•
gleicher Typ
höhere Firmware-Version
(z. B. FW V4.2 durch
FW V4.3 ersetzen)
&8
6,1$0,&6
&8
30
Power Module und Motor
müssen zueinander passen
(Verhältnis der
Bemessungsleistung von
Motor und Power
Module > 1/8)
6,1$0,&6
)LUPZDUH9HUVLRQ
&8
6,1$0,&6
6,1$0,&6
&8
30
30
&8
30
6,1$0,&6
30
&8
6,1$0,&6
30
6,1$0,&6
6,1$0,&6
6,1$0,&6
)LUPZDUH9HUVLRQ
6,1$0,&6
Der Umrichter übernimmt die Einstellungen auf der
Speicherkarte automatisch in die neue CU.
Wenn Sie die Einstellungen Ihres Umrichters auf einem
anderen Medium gespeichert haben, z. B. einem Operator
Panel oder auf einem PC, müssen Sie die Einstellungen
nach dem Tausch in den Umrichter laden.
WARNUNG
In allen anderen Fällen müssen Sie den Antrieb neu in Betrieb nehmen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
281
Instandhalten und warten
8.2 Tausch der Controle Unit
8.2
Tausch der Controle Unit
WARNUNG
Über die Relaisausgänge DO 0 und DO 2 der Control Unit können 230 V AC geschaltet
werden. Diese Klemmen können unabhänig vom Spannungszustand des Power Modules
230 V AC führen. Beachten Sie deshalb beim Arbeiten am Umrichter die entsprechenden
Schutzmaßnahmen.
Wir empfehlen Ihnen, Ihre Einstellungen nach Abschluss der Inbetriebnahme auf einem
externen Medium, z. B: einer Speicherkarte oder dem Operator Panel, zu sichern.
Ohne Datensicherung müssen Sie den Antrieb bei Ersatz der Control Unit neu in Betrieb
nehmen.
Vorgehensweise beim Tausch einer Control Unit mit Speicherkarte
● Schalten Sie die Netzspannung des Power Modules und - falls vorhanden - die externe
24-V-Versorung bzw. Spannung für die Relaisausgänge DO 0 und DO 2 der Control Unit
ab.
● Lösen Sie die Signalleitungen der Control Unit.
● Nehmen Sie die defekte CU vom Power Module ab.
● Stecken Sie die neue CU auf das Power Module. Die neue CU muss die gleiche
Bestellnummer und die gleiche oder eine höhere Firmware-Version haben wie die
ausgetauschte CU.
● Nehmen Sie die Speicherkarte aus der alten Control Unit heraus und stecken diese in die
neue Control Unit.
● Schließen Sie die Signalleitungen der Control Unit wieder an.
● Schalten Sie die Netzspannung wieder ein.
● Der Umrichter übernimmt die Einstellungen von der Speicherkarte, speichert diese
netzausfallsicher in seinem internen Parameterspeicher und geht in den Zustand
"Einschaltbereit".
● Schalten Sie den Motor ein und überprüfen Sie die Funktion des Antriebs.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
282
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Instandhalten und warten
8.2 Tausch der Controle Unit
Vorgehensweise beim Tausch einer Control Unit ohne Speicherkarte
● Schalten Sie die Netzspannung des Power Modules und - falls vorhanden - die externe
24-V-Versorung bzw. die Spannung für die Relaisausgänge DO 0 und DO 2 der Control
Unit ab.
● Lösen Sie die Signalleitungen der Control Unit.
● Nehmen Sie die defekte CU vom Power Module ab.
● Stecken Sie die neue CU auf das Power Module.
● Schließen Sie die Signalleitungen der Control Unit wieder an.
● Schalten Sie die Netzspannung wieder ein.
● Der Umrichter geht in den Zustand "Einschaltbereit".
● Wenn Sie Ihre Einstellungen gesichert haben:
– Laden Sie die Einstellungen vom Operator Panel oder über den STARTER in den
Umrichter.
– Bei Umrichtern desselben Typs und derselben Firmware-Version dürfen Sie nun den
Motor einschalten. Überprüfen Sie die Funktion des Antriebs
– Bei unterschiedlichen Umrichtertypen gibt der Umrichter die Warnung A01028 aus.
Diese Warnung zeigt an, dass die geladenen Einstellungen nicht mit dem Umrichter
kompatibel sind. Löschen Sie in diesem Fall die Warnung mit p0971 = 1 und nehmen
den Antrieb neu in Betrieb.
● Wenn Sie Ihre Einstellungen nicht gesichert haben, müssen Sie den Antrieb neu in
Betrieb nehmen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
283
Instandhalten und warten
8.3 Tausch des Power Modules
8.3
Tausch des Power Modules
Vorgehensweise beim Austausch des Power Modules
● Trennen Sie das Power Module von Netz.
● Schalten Sie, falls vorhanden, die 24-V-Versorgung der Control Unit ab.
GEFAHR
Gefahr elektrischer Schläge
Auch nach Abschalten der Stromversorgung sind bis zu 5 Minuten gefährliche Spannungen
vorhanden.
Vor Ablauf dieser Zeit dürfen keine Installationsarbeiten ausgeführt werden!
● Entfernen Sie die Anschlussleitungen des Power Modules.
● Nehmen Sie die Control Unit vom Power Module ab.
● Tauschen Sie das alte gegen das neue Power Module aus.
● Schnappen Sie die Control Unit auf dem neuen Power Module auf.
● Verdrahten Sie das neue Power Module mit den Anschlussleitungen.
● Schalten Sie die Netzspannung und, falls vorhanden, die 24-V-Versorgung für die Control
Unit ein.
● Führen Sie, falls erforderlich, eine Neuinbetriebnahme durch (siehe auch Übersicht zum
Tausch von Umrichterkomponenten (Seite 281)).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
284
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9
Der Umrichter bietet folgende Arten der Diagnose:
● LED
Die LED auf der Front des Umrichters informiert Sie vor Ort über die wichtigsten
Zustände des Umrichters.
● Warnungen und Störungen
Der Umrichter meldet Warnungen und Störungen über den Feldbus, die Klemmenleiste
(bei entsprechender Einstellung), über ein angeschlossenes Operator Panel oder den
STARTER.
Warnungen und Störungen haben eine eindeutige Nummer.
Wenn der Umrichter nicht mehr reagiert
Der Umrichter kann durch fehlerhafte Parameter-Einstellungen, z. B. durch Laden einer
fehlerhaften Datei von der Speicherkarte, den folgenden Zustand einnehmen:
● Der Motor ist ausgeschaltet.
● Sie können weder über das Operator Panel noch über andere Schnittstellen mit dem
Umrichter kommunizieren.
Gehen Sie in diesem Fall folgendermaßen vor:
● Wenn eine Speicherkarte im Umrichter steckt, entfernen Sie diese.
● Wiederholen Sie den Power-On-Reset so lange, bis der Umrichter die Störung F01018
meldet:
– Schalten Sie die Versorgungsspannung des Umrichters aus.
– Warten Sie, bis alle LED auf dem Umrichter dunkel sind. Schalten Sie nun die
Versorgungsspannung des Umrichters wieder ein.
● Wenn der Umrichter die Störung F01018 meldet, wiederholen Sie den Power-On-Reset
ein weiteres Mal.
● Der Umrichter muss sich nun auf seine Werkseinstellungen zurückgesetzt haben.
● Nehmen Sie den Umrichter neu in Betrieb.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
285
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.1 Über LED angezeigte Betriebszustände
9.1
Über LED angezeigte Betriebszustände
Nach dem Einschalten der Versorgungsspannung ist die LED RDY (Ready) vorübergehend
orange. Sobald die Farbe der LED RDY in rot oder grün wechselt, zeigen die LED den
Umrichterzustand an.
Signalzustände der LED
Neben den Signalzuständen "ein" und "aus" gibt es zwei unterschiedliche Blinkfrequenzen:
V
/DQJVDPHV%OLQNHQ
6FKQHOOHV%OLQNHQ
Tabelle 9- 1
Diagnose des Umrichters
LED
Erläuterung
RDY
BF
GRÜN - ein
---
Aktuell liegt keine Störung an
GRÜN - langsam
---
Inbetriebnahme oder Rücksetzen auf
Werkseinstellung
ROT - schnell
---
Aktuell liegt eine Störung an
ROT - schnell
ROT - schnell
Tabelle 9- 2
Diagnose der Kommunikation über RS485
LED BF
ein
Erläuterung
Prozessdaten empfangen
ROT - langsam
ROT - schnell
Tabelle 9- 3
Falsche Speicherkarte
Bus aktiv – keine Prozessdaten
Keine Bus-Aktivität
Diagnose der Kommunikation über PROFIBUS DP
LED BF
aus
ROT - langsam
ROT - schnell
Erläuterung
Zyklischer Datenverkehr (oder PROFIBUS nicht verwendet, p2030 = 0)
Busfehler - Konfigurationsfehler
Busfehler
- kein Datenaustausch
- suchen Baudrate
- keine Verbindung
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
286
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.1 Über LED angezeigte Betriebszustände
Anzeige der LED BF für CANopen
Neben den Signalzuständen "ein" und "aus" gibt es drei unterschiedliche Blinkfrequenzen:
V
6FKQHOOHV%OLQNHQ
6LQJOHIODVK
'RXEOHIODVK
Tabelle 9- 4
Diagnose der Kommunikation über CANopen
BF-LED
GRÜN - ein
GRÜN - schnell
GRÜN - single flash
ROT - ein
Erläuterung
Buszustand "Operational"
Buszustand "Pre-Operational"
Buszustand "Stopped"
Kein Bus vorhanden
ROT - single flash
Warnung – Grenze erreicht
ROT double flash
Fehlerereignis in Steuerung (Error Control Event)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
287
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.2 Warnungen
9.2
Warnungen
Warnungen haben die folgenden Eigenschaften:
● Sie haben keine direkte Auswirkung im Umrichter und verschwinden wieder, wenn die
Ursache beseitigt ist
● Sie müssen nicht quittiert werden
● Sie werden folgendermaßen signalisiert
– Statusanzeige über Bit 7 im Zustandswort 1 (r0052)
– am Operator Panel mit Axxxxx
– über STARTER, wenn Sie auf den TAB
in der STARTER-Maske links unten klicken
Um die Ursache einer Warnung einzugrenzen, gibt es zu jeder Warnung einen eindeutigen
Warncode und zusätzlich einen Warnwert.
Warnpuffer
Der Umrichter speichert zu jeder kommenden Warnung Warncode, Warnwert und den
Zeitpunkt bei Eintreffen der Warnung.
:DUQFRGH
:DUQXQJ
U>@
:DUQZHUW
:DUQ]HLW
EHKREHQ
U>@ U>@ U>@ U>@ U>@ U>@
,
Bild 9-1
:DUQ]HLW
JHNRPPHQ
)ORDW
7DJH
PV
7DJH
PV
Speichern der ersten Warnung im Warnpuffer
r2124 und r2134 enthalten den für die Diagnose wichtigen Warnwert als "Festkomma"-bzw.
"Gleitkomma"-Zahl.
Die Warnzeiten werden in r2145 und r2146 (in ganzen Tagen) sowie in r2123 und r2125 (in
Millisekunden bezogen auf den Tag der Warnung) angezeigt.
Der Umrichter nutzt eine interne Zeitrechnung für die Speicherung der Warnzeiten. Nähere
Informationen zur internen Zeitrechnung finden Sie im Kapitel Echtzeituhr (RTC) (Seite 247).
Sobald die Warnung behoben ist, schreibt der Umrichter den zugehörigen Zeitpunkt in die
Parameter r2125 und r2146. Auch wenn die Warnung behoben ist, bleibt die Warnung im
Warnpuffer.
Wenn eine weitere Warnung auftritt, wird auch diese gespeichert. Die Speicherung der
ersten Warnung bleibt bestehen. Die aufgetretenen Warnungen werden in p2111 gezählt.
:DUQFRGH
:DUQXQJ
U>@
:DUQXQJ
>@
Bild 9-2
:DUQZHUW
:DUQ]HLW
JHNRPPHQ
:DUQ]HLW
EHKREHQ
U>@ U>@ U>@ U>@ U>@ U>@
>@
>@
>@
>@
>@
>@
Speichern der zweiten Warnung im Warnpuffer
Der Warnpuffer nimmt bis zu acht Warnungen auf. Tritt nach der achten Warnung eine
weitere Warnung auf und ist noch keine der letzten acht Warnungen behoben, wird die
vorletzte Warnung überschrieben.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
288
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.2 Warnungen
:DUQFRGH
:DUQXQJ
U>@
:DUQZHUW
:DUQ]HLW
JHNRPPHQ
:DUQ]HLWEHKREHQ
U>@ U>@ U>@ U>@ U>@ U>@
:DUQXQJ
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OHW]WH:DUQXQJ
>@
>@
>@
>@
>@
>@
>@
Bild 9-3
Kompletter Warnpuffer
Warnpuffer leeren: Warnhistorie
Die Warnhistorie zeichnet bis zu 56 Warnungen auf.
Die Warnhistorie übernimmt nur behobene Warnungen vom Warnpuffer. Wenn der
Warnpuffer komplett gefüllt ist und eine weitere Warnung auftritt, verschiebt der Umrichter
alle behobenen Warnungen vom Warnpuffer in die Warnhistorie. In der Warnhistorie werden
die Warnungen ebenfalls nach der "Warnzeit gekommen" sortiert, allerdings im Vergleich
zum Warnpuffer in umgekehrter Reihenfolge:
● die jüngste Warnung steht im Index 8
● die zweitjüngste Warnung steht im Index 9
● u.s.w.
:DUQSXIIHU
>@
%HKREHQH
:DUQXQJHQLQ
:DUQKLVWRULH
YHUVFKLHEHQ
:DUQKLVWRULHI¾U
EHKREHQH:DUQXQJHQ
>@
>@
>@
>@
>@
>@
>@
M¾QJVWH:DUQXQJ
>@
>@
>@
>@
>@
>@
†OWHVWH
:DUQXQJHQ
O¸VFKHQ
>@
>@
:DUQSXIIHULVWYROO
Bild 9-4
Verschieben von behobenen Warnungen in die Warnhistorie
Die noch nicht behobenen Warnungen bleiben im Warnpuffer und werden neu sortiert, so
dass Lücken zwischen den Warnungen gefüllt werden.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
289
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.2 Warnungen
Wenn die Warnhistorie bis zum Index 63 gefüllt ist, wird mit jeder Übernahme einer neuen
Warnung in die Warnhistorie die älteste Warnung gelöscht.
Parameter des Warnpuffers und der Warnhistorie
Tabelle 9- 5
Wichtige Parameter für Warnungen
Parameter
Beschreibung
r2122
Warncode
Anzeige der Nummern der aufgetretenen Warnungen
r2123
Warnzeit gekommen in Millisekunden
Anzeige des Zeitpunkts in Millisekunden, zu dem die Warnung aufgetreten ist
r2124
Warnwert
Anzeige der Zusatzinformation der aufgetretenen Warnung
r2125
Warnzeit behoben in Millisekunden
Anzeige des Zeitpunkts in Millisekunden, zu dem die Warnung behoben wurde
p2111
Warnungen Zähler
Anzahl der aufgetretenen Warnungen nach dem letzten Zurücksetzen
Mit p2111 = 0 setzen werden alle gegangenen Warnungen des Warnpuffers [0...7] in
die Warnhistorie [8...63] übernommen
r2145
Warnzeit gekommen in Tagen
Anzeige des Zeitpunkts in Tagen, zu dem die Warnung aufgetreten ist
r2132
Aktueller Warncode
Anzeige des Codes der zuletzt aufgetretenen Warnung
r2134
Warnwert für Float-Werte
Anzeige der Zusatzinformation der aufgetretenen Warnung für Float-Werte
r2146
Warnzeit behoben in Tagen
Anzeige des Zeitpunkts in Tagen, zu dem die Warnung behoben wurde
Erweiterte Einstellungen für Warnungen
Tabelle 9- 6
Parameter
Erweiterte Einstellungen für Warnungen
Beschreibung
Sie können bis zu 20 unterschiedliche Warnungen in eine Störung ändern oder Warnungen
unterdrücken:
p2118
Meldungsnummer für Meldungstyp einstellen
Auswahl der Warnungen, bei denen der Typ der Meldung geändert werden soll
p2119
Einstellung Meldungstyp
Einstellung des Typs der Meldung für die ausgewählte Warnung
1: Störung
2: Warnung
3: Keine Meldung
Details finden Sie im Funktionsplan 8075 und in der Parameterbeschreibung des
Listenhandbuchs.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
290
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.3 Störungen
9.3
Störungen
Eine Störung zeigt einen schwerwiegenden Fehler beim Betrieb des Umrichters an.
Der Umrichter meldet eine Störung folgendermaßen:
● am Operator Panel mit Fxxxxx
● auf der Control Unit über die rote LED RDY
● im Bit 3 des Zustandsworts 1 (r0052)
● über den STARTER
Um eine Störmeldung zu löschen, müssen Sie die die Ursache der Störung beseitigen und
die Störung quittieren.
Jede Störung hat einen eindeutigen Störcode und zusätzlich einen Störwert. Diese
Informationen brauchen Sie, um die Störursache zu ermitteln.
Störpuffer der aktuellen Störungen
Der Umrichter speichert zu jeder kommenden Störung Störcode, Störwert und den Zeitpunkt
der Störung.
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Bild 9-5
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Speichern der ersten Störung im Störpuffer
r0949 und r2133 enthalten den für die Diagnose wichtigen Störwert als "Festkomma"-bzw.
"Gleitkomma"-Zahl.
Die "Störzeit gekommen" steht in den Parametern r2130 (in ganzen Tagen) sowie in r0948
(in Millisekunden bezogen auf den Tag der Störung). Die "Störzeit behoben" wird mit dem
Quittieren der Störung in die Parameter r2109 und r2136 beschrieben.
Der Umrichter nutzt seine interne Zeitrechnung für die Speicherung der Störzeiten. Nähere
Informationen zur internen Zeitrechnung finden Sie im Kapitel Echtzeituhr (RTC) (Seite 247).
Tritt eine weitere Störung auf, bevor die erste Störung quittiert wurde, wird auch diese
gespeichert. Die Speicherung der ersten Störung bleibt bestehen. Die aufgetretenen
Störfälle werden in p0952 gezählt. Ein Störfall kann eine oder mehrere Störungen enthalten.
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Bild 9-6
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Speichern der zweiten Störung im Störpuffer
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
291
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.3 Störungen
Der Störpuffer nimmt bis zu acht aktuelle Störungen auf. Wenn nach der achten Störung
eine weitere Störung auftritt, wird die vorletzte Störung überschrieben.
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Bild 9-7
Kompletter Störpuffer
Störquittierung
Sie haben in den meisten Fällen die folgenden Möglichkeiten, um eine Störung zu quittieren:
● Spannungsversorgung des Umrichters aus- und wiedereinschalten.
● Drücken des Quittiertasters am Operator Panel
● Quittiersignal am Digitaleingang 2
● Quittiersignal im Bit 7 des Steuerworts 1 (r0054) bei Control Units mit
Feldbusanschaltung
Störungen, die durch die Umrichter-interne Überwachung von Hard- und Firmware ausgelöst
werden, können Sie nur durch Aus- und Wiedereinschalten quittieren. In der Störliste des
Listenhandbuchs finden Sie den Hinweis auf diese eingeschränkte Möglichkeit der
Störquittierung.
Störpuffer leeren: Störhistorie
Die Störhistorie zeichnet bis zu 56 Störungen auf.
Solange keine der Störungsursachen des Störpuffers behoben ist, ist die StörungsQuittierung wirkungslos. Wenn mindestens eine der Störungen im Störpuffer behoben ist
(die Störungsursache ist beseitigt) und Sie quittieren die Störungen, passiert folgendes:
1. Der Umrichter übernimmt alle Störungen vom Störpuffer in die ersten acht Speicherplätze
der Störhistorie (Indizes 8 … 15).
2. Der Umrichter löscht die behobenen Störungen aus dem Störpuffer.
3. Der Umrichter schreibt den Quittier-Zeitpunkt der behobenen Störungen in die Parameter
r2136 und r2109 (Störzeit behoben).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
292
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.3 Störungen
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Bild 9-8
Störhistorie nach dem Quittieren der Störungen
Nach dem Quittieren stehen die nicht behobenen Störungen sowohl im Störpuffer als auch in
der Störhistorie. Bei diesen Störungen bleibt die "Störzeit gekommen" unverändert und die
"Störzeit behoben" bleibt leer.
Wenn weniger als acht Störungen in die Störhistorie verschoben bzw. kopiert wurden,
bleiben die Speicherplätze mit den größeren Indizes leer.
Der Umrichter verschiebt die bisher in der Störhistorie gespeicherten Werte um jeweils acht
Indizes. Die Störungen, die vor dem Quittieren in den Indizes 56 … 63 gespeichert waren,
werden gelöscht.
Störhistorie löschen
Wenn Sie alle Störungen aus der Störhistorie löschen wollen, setzen den Parameter p0952
auf Null.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
293
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.3 Störungen
Parameter des Störpuffers und der Störhistorie
Tabelle 9- 7
Wichtige Parameter für Störungen
Parameter
Beschreibung
r0945
Störcode
Anzeige der Nummern der aufgetretenen Störungen
r0948
Störzeit gekommen in Millisekunden
Anzeige des Zeitpunkts in Millisekunden, zu dem die Störung aufgetreten ist
r0949
Störwert
Anzeige der Zusatzinformation der aufgetretenen Störung
p0952
Störfälle Zähler
Anzahl der aufgetretenen Störfälle nach dem letzten Quittieren.
Mit p0952 = 0 wird der Störpuffer gelöscht
r2109
Störzeit behoben in Millisekunden
Anzeige des Zeitpunkts in Millisekunden, zu dem die Störung behoben wurde
r2130
Störzeit gekommen in Tagen
Anzeige des Zeitpunkts in Tagen, zu dem die Störung aufgetreten ist
r2131
Aktueller Störcode
Anzeige des Codes der ältesten noch aktiven Störung
r2133
Störwert für Float-Werte
Anzeige der Zusatzinformation der aufgetretenen Störung für Float-Werte
r2136
Störzeit behoben in Tagen
Anzeige des Zeitpunkts in Tagen, zu dem die Störung behoben wurde
Der Motor lässt sich nicht einschalten
Wenn sich der Motor nicht einschalten lässt, dann überprüfen Sie Folgendes:
● Liegt eine Störung an?
Wenn ja, dann beseitigen Sie die Störursache und quittieren die Störung
● Ist p0010 = 0?
Wenn nicht, befindet sich der Umrichter z. B. noch in einem Inbetriebnahmezustand.
● Meldet der Umrichter den Zustand "Einschaltbereit" (r0052.0 = 1)?
● Fehlen Freigaben des Umrichters (r0046)?
● Sind Befehls- und Sollwertquellen des Umrichters (p0015) richtig parametriert?
D. h.: woher erhält der Umrichter seinen Drehzahlsollwert und seine Befehle (Feldbus
oder Analogeingang)?
● Passen Motor- und Umrichter zueinander?
Vergleichen Sie die Daten des Typenschilds auf dem Motor mit den entsprechenden
Parametern im Umrichter (P0300 ff).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
294
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.3 Störungen
Erweiterte Einstellungen für Störungen
Tabelle 9- 8
Parameter
Erweiterte Einstellungen
Beschreibung
Sie können für bis zu 20 unterschiedliche Störcodes die Störreaktion des Motors ändern:
p2100
Störungsnummer für Störreaktion einstellen
Auswahl der Störungen, bei denen die Störreaktion geändert werden soll
p2101
Einstellung Störreaktion
Einstellung der Störreaktion für die ausgewählte Störung
Sie können für bis zu 20 unterschiedliche Störcodes die Art der Quittierung ändern:
p2126
Störungsnummer für Quittiermodus einstellen
Auswahl der Störungen, bei denen die Art der Quittierung geändert werden soll
p2127
Einstellung Quittiermodus
Einstellung der Art der Quittierung für die ausgewählte Störung
1: Quittierung nur über POWER ON
2: Quittierung SOFORT nach Behebung der Fehlerursache
Sie können bis zu 20 unterschiedliche Störungen in eine Warnung ändern oder Störungen
unterdrücken:
p2118
Meldungsnummer für Meldungstyp einstellen
Auswahl der Meldung, bei denen der Typ der Meldung geändert werden soll
p2119
Einstellung Meldungstyp
Einstellung des Typs der Meldung für die ausgewählte Störung
1: Störung
2: Warnung
3: Keine Meldung
Details finden Sie im Funktionsplan 8075 und in der Parameterbeschreibung des
Listenhandbuchs.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
295
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.4 Liste der Warnungen und Störungen
9.4
Liste der Warnungen und Störungen
Axxxxx: Warnung
Fyyyyy: Störung
Tabelle 9- 9
Nummer
Störungen, nur durch Aus- und Wiedereinschalten des Umrichters (Power-On-Reset) quittierbar
Ursache
Abhilfe
F01000
Softwarefehler in der CU
CU austauschen.
F01001
Floating Point Ausnahme
CU aus- und wieder einschalten.
F01015
Softwarefehler in der CU
Firmware hochrüsten oder Technischen Support kontaktieren.
F01018
Hochlauf mehrmals abgebrochen
Nach dem Ausgeben dieser Störung erfolgt ein Hochlauf der Baugruppe
mit Werkseinstellungen.
Abhilfe: Werkseinstellung sichern mit p0971=1. CU aus- und wieder
einschalten. Umrichter anschließend erneut in Betrieb nehmen.
F01040
Sichern der Parameter erforderlich
Parameter sichern (p0971).
CU aus- und wieder einschalten.
F01044
Laden von Daten der
Speicherkarte fehlerhaft
Speicherkarte oder CU tauschen.
F01105
CU: Speicher nicht ausreichend
Anzahl der Datensätze reduzieren.
F01205
CU: Zeitscheibenüberlauf
Technischen Support kontaktieren.
F01250
Hardwarefehler der CU
CU austauschen.
F01512
Es wurde versucht, für eine nicht
vorhandene Normierung einen
Umrechnungsfaktor zu ermitteln
Normierung anlegen oder Übergabewert prüfen.
F01662
Hardwarefehler der CU
CU aus- und wieder einschalten, Firmware hochrüsten oder Technischen
Support kontaktieren.
F30022
Power Module: Überwachung UCE
Power Module prüfen oder tauschen.
F30052
Fehlerhafte Daten der
Leistungsteils
Power Module tauschen oder Firmware der CU hochrüsten.
F30053
FPGA Daten fehlerhaft
Power Module tauschen.
F30662
Hardwarefehler der CU
CU aus- und wieder einschalten, Firmware hochrüsten oder Technischen
Support kontaktieren.
F30664
Hochlauf der CU abgebrochen
CU aus- und wieder einschalten, Firmware hochrüsten oder Technischen
Support kontaktieren.
F30850
Softwarefehler im Power Module
Power Module tauschen oder Technischen Support kontaktieren.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
296
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.4 Liste der Warnungen und Störungen
Tabelle 9- 10 Die wichtigsten Warnungen und Störungen
Nummer
Ursache
Abhilfe
F01018
Hochlauf mehrmals abgebrochen
1. Baugruppe aus- und wieder einschalten.
2. Nach dem Ausgeben dieser Störung erfolgt ein Hochlauf der
Baugruppe mit Werkseinstellungen.
3. Nehmen Sie den Umrichter neu in Betrieb.
A01028
Konfigurationsfehler
Erläuterung: Die Parametrierung auf der Speicherkarte wurde mit einer
Baugruppe anderen Typs (Bestellnummer, MLFB) erzeugt.
Überprüfen Sie die Parameter der Baugruppe und führen Sie ggf. eine
Neuinbetriebnahme durch.
F01033
Einheitenumschaltung:
Bezugsparameterwert ungültig
Den Wert des Bezugsparameters ungleich 0.0 setzen (p0304, p0305,
p0310, p0596, p2000, p2001, p2002, p2003, r2004).
F01034
Einheitenumschaltung:
Berechnung Parameterwerte nach
Bezugswertänderung
fehlgeschlagen
Den Wert des Bezugsparameters so wählen, dass betroffene Parameter
in bezogener Darstellung gerechnet werden können (p0304, p0305,
p0310, p0596, p2000, p2001, p2002, p2003, r2004).
F01122
Frequenz am Messtastereingang
zu hoch
Die Frequenz der Pulse am Messtastereingang erniedrigen.
A01590
Motor Wartungsintervall
abgelaufen
Führen Sie die Wartung durch und stellen Sie das Wartungsintervall neu
ein (p0651).
A01900
PROFIBUS:
Erläuterung: Ein PROFIBUS-Master versucht mit einem fehlerhaften
Konfigurationstelegramm fehlerhaft Konfiguriertelegramm eine Verbindung aufzubauen.
A01910
F01910
Sollwert-Timeout
Überprüfen Sie die Busprojektierung auf der Master- und Slaveseite.
A01920
PROFIBUS: Unterbrechung
zyklische Verbindung
Der Alarm wird generiert, wenn p2040 ≠ 0 ms und eine der folgenden
Ursachen vorliegt:
•
die Busverbindung ist unterbrochen
•
der MODBUS-Master ist abgeschaltet
•
Kommunikationsfehler (CRC, Parity-Bit, logischer Fehler)
•
zu kleiner Wert für Feldbus-Überwachungszeit (p2040)
Erläuterung: Die zyklische Verbindung zum PROFIBUS-Master ist
unterbrochen.
Stellen Sie die PROFIBUS-Verbindung her und aktivieren Sie den
PROFIBUS-Master mit zyklischem Betrieb.
F03505
Analogeingang Drahtbruch
Überprüfen Sie die Verbindung zur Signalquelle auf Unterbrechungen.
Überprüfen Sie die Höhe des eingespeisten Signals.
Der vom Analogeingang gemessene Eingangsstrom kann in r0752
ausgelesen werden.
A03520
Fehler Temperatursensor
Überprüfen Sie den Sensor auf korrekten Anschluss.
A05000
A05001
A05002
A05004
A05006
Übertemperatur Power Module
Überprüfen Sie folgendes:
- Liegt die Umgebungstemperatur innerhalb der definierten Grenzwerte?
- Sind die Lastbedingungen und das Lastspiel entsprechend ausgelegt?
- Ist die Kühlung ausgefallen?
F06310
Anschlussspannung (p0210)
fehlerhaft parametriert
Parametrierte Anschlussspannung prüfen und gegebenenfalls ändern
(p0210).
Netzspannung kontrollieren.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
297
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.4 Liste der Warnungen und Störungen
Nummer
Ursache
Abhilfe
F07011
Motor Übertemperatur
Motorlast verringern.
Umgebungstemperatur prüfen.
Verdrahtung und Anschluss des Sensors prüfen.
A07012
I2t Motormodell Übertemperatur
Überprüfen und reduzieren Sie ggf. Sie die Motorlast.
Überprüfen Sie die Umgebungstemperatur des Motors.
Überprüfen Sie die thermische Zeitkonstante p0611.
Überprüfen Sie die Übertemperatur Störschwelle p0605.
A07015
Motortemperatursensor Warnung
F07016
Motortemperatur-Sensor Störung
Überprüfen Sie den Sensor auf korrekten Anschluss.
Überprüfen Sie die Parametrierung (p0601).
Sensor auf korrekten Anschluss überprüfen.
Parametrierung überprüfen (p0601).
Temperatursensorfehler abschalten (p0607 = 0).
F07086
F07088
Einheitenumschaltung:
Parametergrenzverletzung
Die angepassten Parameterwerte prüfen und gegebenenfalls korrigieren.
F07320
Automatischer Wiederanlauf
abgebrochen
Anzahl der Wiederanlaufversuche erhöhen (p1211). Die aktuelle Anzahl
der Anlaufversuche wird in r1214 angezeigt.
Die Wartezeit in p1212 und/oder die Überwachungszeit in p1213
erhöhen.
ON-Befehl anlegen (p0840).
Die Überwachungszeit des Leistungsteils erhöhen oder abschalten
(p0857).
Die Wartezeit für das Rücksetzen des Fehlerzählers p1213[1] verringern,
so dass weniger Fehler im Zeitinvervall registriert werden.
A07321
Automatischer Wiederanlauf aktiv
Erläuterung: Die Wiedereinschaltautomatik (WEA) ist aktiv. Bei
Netzwiederkehr und/oder Beseitigung von Ursachen für anstehende
Störungen wird der Antrieb automatisch wieder eingeschaltet.
F07330
Gemessener Suchstrom zu klein
Erhöhen Sie den Suchstrom (p1202), überprüfen Sie den
Motoranschluss.
A07400
VDC_max-Regler aktiv
Falls ein Eingreifen des Reglers nicht erwünscht ist:
A07409
F07426
U/f-Steuerung
Strombegrenzungsregler aktiv
•
Rücklaufzeiten erhöhen.
•
VDC_max-Regler abschalten (p1240 = 0 bei Vektorregelung, p1280 = 0
bei U/f-Steuerung).
Die Warnung verschwindet automatisch nach einer der folgenden
Maßnahmen:
Technologieregler Istwert begrenzt
•
Stromgrenze erhöhen (p0640).
•
Last reduzieren.
•
Hochlauframpen für Solldrehzahl verlangsamen.
•
Grenzen an Signalpegel anpassen (p2267, p2268).
•
Skalierung des Istwerts prüfen (p2264).
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Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.4 Liste der Warnungen und Störungen
Nummer
Ursache
Abhilfe
F07801
Motor Überstrom
Stromgrenzen überprüfen (p0640).
Vektorregelung: Stromregler überprüfen (p1715, p1717).
U/f-Steuerung: Strombegrenzungsregler überprüfen (p1340 … p1346).
Hochlauframpe vergrößern (p1120) oder Last verringern.
Motor und Motorleitungen auf Kurz- und Erdschluss überprüfen.
Motor auf Stern-/Dreieck-Anschaltung und Typenschildparametrierung
prüfen.
Kombination Leistungsteil und Motor überprüfen.
Funktion Fangen (p1200) wählen, wenn auf drehenden Motor geschaltet
wird.
A07805
F07806
Antrieb: Leistungsteil Überlastung
I2t
Generatorische Leistungsgrenze
überschritten
•
Dauerlast verringern.
•
Lastspiel anpassen.
•
Zuordnung der Nennströme von Motor und Leistungsteil überprüfen.
Rücklauframpe vergrößern.
Antreibende Last reduzieren.
Leistungsteil mit höherer Rückspeisefähigkeit einsetzen.
Bei Vektorregelung kann die generatorische Leistungsgrenze in p1531
soweit reduziert werden, dass die Störung nicht mehr anspricht.
F07807
A07850
A07851
A07852
Kurzschluss erkannt
Externe Warnung 1 … 3
•
Den motorseitigen Anschluss des Umrichters auf einen vorhandenen
Leiter-Leiter-Kurzschluss überprüfen.
•
Den Vertausch von Netz- und Motorleitungen ausschließen.
Das Signal für "Externe Warnung 1" wurde ausgelöst.
Die Parameter p2112, p2116 und p2117 legen die Signalquellen der
externen Warnung 1… 3 fest.
Abhilfe: Beseitigen Sie die Ursachen für diese Warnung.
F07860
F07861
F07862
Externe Störung 1 … 3
Die externen Ursachen für diese Störung beseitigen.
F07900
Motor blockiert
Überprüfen Sie, ob der Motor frei drehen kann.
Überprüfen Sie die Drehmomentgrenzen (r1538 und r1539).
Überprüfen Sie die Parameter der Meldung "Motor blockiert" (p2175,
p2177).
F07901
Motor Überdrehzahl
Vorsteuerung des Drehzahlbegrenzungsreglers aktivieren (p1401 Bit 7 =
1).
Hysterese für Überdrehzahlmeldung p2162 vergrößern.
F07902
Motor gekippt
Überprüfen Sie, ob die Motordaten korrekt parametriert sind, und führen
Sie eine Motoridentifikation durch.
Überprüfen Sie die Stromgrenzen (p0640, r0067, r0289). Bei zu kleinen
Stromgrenzen kann der Antrieb nicht aufmagnetisiert werden.
Prüfen Sie, ob die Motorleitungen im Betrieb aufgetrennt werden.
A07903
Motor Drehzahlabweichung
Vergrößern Sie p2163 und/oder p2166.
Vergrößern Sie die Drehmoment-, Strom- und Leistungsgrenzen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
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299
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.4 Liste der Warnungen und Störungen
Nummer
Ursache
Abhilfe
A07910
Motor Übertemperatur
Überprüfen Sie die Motorlast.
Überprüfen Sie die Umgebungstemperatur des Motors.
Überprüfen Sie den KTY84-Sensor.
Überprüfen Sie die Übertemperaturen des thermischen Modells
(p0626 ... p0628).
A07920
Drehmoment/Drehzahl zu niedrig
Das Drehmoment weicht von der Drehmoment/Drehzahl-Hüllkurve ab.
A07921
Drehmoment/Drehzahl zu hoch
•
Verbindung zwischen Motor und Last prüfen.
A07922
Drehmoment/Drehzahl außerhalb
Toleranz
•
Parametrierung entsprechend der Last anpassen.
F07923
Drehmoment/Drehzahl zu niedrig
•
Verbindung zwischen Motor und Last prüfen.
F07924
Drehmoment/Drehzahl zu hoch
•
Parametrierung entsprechend der Last anpassen.
A07927
Gleichstrombremsung aktiv
nicht erforderlich
A07980
Drehende Messung aktiviert
nicht erforderlich
A07981
Drehende Messung Freigaben
fehlen
Quittieren Sie anstehende Störungen.
A07991
Motordatenidentifikation aktiviert
Motor einschalten und Motordaten identifizieren.
F30001
Überstrom
Überprüfen Sie folgendes:
Stellen Sie fehlende Freigaben her (siehe r00002, r0046).
•
Motordaten, gegebenenfalls Inbetriebnahme durchführen
•
Schaltungsart des Motors (Υ / Δ)
•
U/f-Betrieb: Zuordnung der Nennströme von Motor und Leistungsteil
•
Netzqualität
•
Korrekter Anschluss der Netzkommutierungsdrossel
•
Anschlüsse der Leistungsleitungen
•
Leistungsleitungen auf Kurzschluss oder Erdfehler
•
Länge der Leistungsleitungen
• Netzphasen
Falls das nicht hilft:
F30002
Zwischenkreisspannung
Überspannung
•
U/f-Betrieb: Vergrößern Sie die Hochlauframpe
•
Verringern Sie die Belastung
•
Tauschen Sie das Leistungsteil
Erhöhen Sie die Rücklaufzeit (p1121).
Stellen Sie die Verrundungszeiten (p1130, p1136) ein.
Aktivieren Sie den Zwischenkreisspannungsregler (p1240, p1280).
Überprüfen Sie die Netzspannung (p0210).
Überprüfen Sie die Netzphasen.
F30003
Zwischenkreisspannung
Unterspannung
Überprüfen Sie die Netzspannung (p0210).
F30004
Übertemperatur Umrichter
Überprüfen Sie, ob der Umrichterlüfter läuft.
Prüfen Sie, ob die Umgebungstemperatur im zulässigen Bereich ist.
Überprüfen Sie, ob der Motor überlastet ist.
Reduzieren Sie die Pulsfrequenz.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
300
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.4 Liste der Warnungen und Störungen
Nummer
Ursache
Abhilfe
F30005
Überlastung I2t Umrichter
Überprüfen Sie die Nennströme von Motor und Power Module.
Reduzieren Sie die Stromgrenze p0640.
Bei Betrieb mit U/f-Kennlinie: verkleinern Sie p1341.
F30011
Netzphasenausfall
Überprüfen Sie die Eingangssicherungen des Umrichters.
Prüfen die die Motorzuleitungen prüfen.
F30015
Phasenausfall Motorzuleitung
F30021
Erdschluss
Überprüfen Sie die Motorzuleitungen.
Vergrößern Sie die Hoch- oder Rücklaufzeit (p1120).
•
Anschluss der Leistungsleitungen überprüfen.
•
Motor überprüfen.
•
Stromwandler überprüfen.
•
Leitungen und Kontakte des Bremsenanschlusses überprüfen
(eventuell Drahtbruch).
F30027
Vorladung Zwischenkreis
Zeitüberwachung
Überprüfen Sie die Netzspannung an den Eingangsklemmen.
F30035
Übertemperatur Zuluft
•
Überprüfen, ob der Lüfter läuft.
F30036
Übertemperatur Innenraum
•
Lüftermatten prüfen.
•
Prüfen, ob die Umgebungstemperatur im zulässigen Bereich liegt.
F30037
Übertemperatur Gleichrichter
Überprüfen Sie die Einstellung der Netzspannung (p0210).
Siehe F30035 und zusätzlich:
•
Motorlast prüfen.
•
Netzphasen prüfen
A30049
Innenraumlüfter defekt
Den Innenraumlüfter prüfen und gegebenenfalls tauschen.
A30502
Zwischenkreis Überspannung
•
Geräte-Anschlussspannung überprüfen (p0210).
•
Dimensionierung der Netzdrossel überprüfen.
A30920
Fehler Temperatursensor
Überprüfen Sie den Sensor auf korrekten Anschluss.
F30059
Innenraumlüfter defekt
Den Innenraumlüfter prüfen und gegebenenfalls tauschen.
Weitere Informationen finden Sie im Listenhandbuch.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
301
Warnungen, Störungen und Systemmeldungen
9.4 Liste der Warnungen und Störungen
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
302
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
10
Technische Daten
ACHTUNG
UL zertifizierte Sicherungen erforderlich
Damit das System UL entspricht, müssen UL-zertifizierte Sicherungen, Überlastschalter
oder eigensichere Motorschutzgeräte eingesetzt werden.
10.1
Technische Daten, Control Unit CU230P-2
Tabelle 10- 1 Allgemeine Technische Daten der CU230P-2
Eigenschaft
Daten / Erläuterung
Bestellnummern
6SL3243-0BB30-1CA2:
mit CANopen Schnittstelle
6SL3243-0BB30-1HA2:
mit RS485-Schnittstelle zur Kommunikation über USS-Protokoll,
BacNet MS/TP und Modbus RTU
6SL3243-0BB30-1PA2:
mit PROFIBUS-Schnittstelle
Betriebsspannung
DC 20,4 V … 28,8 V, 1 A
Versorgung aus dem Power Module oder extern über die
Klemmen 31 und 32
Verlustleistung
5,0 W
plus Verlustleistung der Ausgangsspannungen
Ausgangsspannungen
18 V … 30 V (max. 200 mA)
18 V … 30 V (max. 200 mA)
10 V ± 0,5 V (max. 10 mA)
Sollwertauflösung
0,01 Hz
Festdrehzahlen
16
Einstellbar
Ausblenddrehzahlen
4
Einstellbar
Digitaleingänge
6 (DI0 … DI5)
Low < 5 V, High > 11 V, maximale Eingangsspannung 30 V,
Stromaufnahme 5,5 mA, potenzialgetrennt; SIMATICkompatibel, PNP/NPN-umschaltbar, Reaktionszeit: 10 ms ohne
Entprellzeit (p0724)
Analogeingänge
4 (AI0 … AI3)
Differenzialeingänge, Auflösung 12 Bit,
umschaltbar: Strom (0 mA … 20 mA) / Spannung (0 V … 10 V, 10 V … + 10 V) / Temperatur,
Reaktionszeit: 13 ms ohne Entprellzeit (p0724), AI0 und AI1 als
zusätzliche Digitaleingänge konfigurierbar: Low < 1,6 V, High >
4,0 V
Digitalausgänge / RelaisAusgänge
3 (DO0 … DO2)
DO0 … DO2: 30 V DC 5 A
DO1 zusätzlich: 230 V AC, 2 A
Aktualisierungszeit: 2 ms
Analogausgänge
2 (AO0 … AO1)
0 V … 10 V / 0 mA … 20 mA, Aktualisierungszeit: 4 ms
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
303
Technische Daten
10.1 Technische Daten, Control Unit CU230P-2
Eigenschaft
Daten / Erläuterung
Motortemperaturfühler
PTC: Kurzschlussüberwachung < 20 Ω, Übertemperatur 1650 Ω
KTY84: Kurzschlussüberwachung < 50 Ω, Drahtbuch: > 2120 Ω
Thermoklick-Sensor mit potenzialfreiem Kontakt
USB-Schnittstelle
USB Mini 5-polig
Speicherkarte (Option)
MMC-Karte
Empfehlung: 6SL3254-0AM00-0AA0
SD-Karte
Empfehlung: 6SL3254-0AM00-0AA0
Abmessungen (BxHxT)
73 mm × 199 mm × 65,5 mm
Gewicht
0,61 kg
Betriebstemperatur
0 °C … 60 °C
bei Betrieb ohne Operator Panel
0 °C … 50 °C
bei Betrieb mit Operator Panel
Lagerungstemperatur
- 40°C … 70 °C%
Relative Luftfeuchtigkeit
< 95 %
Steuer-/
Regelungsverfahren
U/f-Regelung für Motordrehzahlen zwischen 0 1/min und 210000 1/min:
Betauung nicht zulässig
•
Lineare U/f-Regelung,
•
Lineare U/f-Regelung mit FCC,
•
Lineare U/f-Regelung mit ECO-Mode,
•
Quadratische U/f-Regelung,
•
Mehrpunkt-U/f-Regelung,
•
U/f-Regelung für Anwendungen im Textilbereich,
•
U/f-Regelung mit FCC für Anwendungen im Textilbereich,
•
U/f-Regelung mit unabhängigem Spannungssollwert,
Vektorregelung für Motordrehzahlen zwischen 0 1/min und 14400 1/min:
•
Drehzahlregelung ohne Geber
•
Drehmomentregelung ohne Geber
Die Steuerklemmen der Control Unit sind von der Versorgungsspannung galvanisch getrennt
(PELV).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
304
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
10.2
Technische Daten, Power Module
Zulässige Überlast des Umrichters
Für die Power Module gibt es unterschiedliche Leistungsangaben, "Low Overload" (LO) und
"High Overload" (HO), abhängig von der zu erwartenden Belastung.
=XO¦VVLJHžEHUODVW
EHL/RZ2YHUORDG/2ELVN:
=XO¦VVLJHžEHUODVW
EHL+LJK2YHUORDG+2ELVN:
žEHUODVWI¾UV
*UXQGODVWI¾UV
žEHUODVWI¾UV
žEHUODVWI¾UV
žEHUODVWI¾UV
*UXQGODVWI¾UV
*UXQGODVW/2
*UXQGODVW+2
W
=XO¦VVLJHžEHUODVW
EHL/RZ2YHUORDG/2DEN:
W
=XO¦VVLJHžEHUODVW
EHL+LJK2YHUORDG+2DEN:
žEHUODVWI¾UV
žEHUODVWI¾UV
žEHUODVWI¾UV
*UXQGODVWI¾UV
žEHUODVWI¾UV
*UXQGODVWI¾UV
*UXQGODVW/2
Bild 10-1
*UXQGODVW+2
W
W
Lastspiele "High Overload" und "Low Overload"
Hinweis
Die Grundlast (100 % Leistung oder Strom) von "Low Overload" ist größer als die Grundlast
von "High Overload".
Zur Auswahl des Umrichters anhand von Lastspielen empfehlen wir die
Projektierungssoftware "SIZER". Siehe Handbücher für Ihren Umrichter (Seite 336).
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
305
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Definitionen
• LO-Eingangsstrom
100 % des zulässigen Eingangsstroms bei einem Lastspiel nach
Low Overload (LO-Grundlasteingangsstrom).
• LO-Ausgangsstrom
100 % des zulässigen Ausgangsstroms bei einem Lastspiel nach
Low Overload (LO-Grundlastausgangsstrom).
• LO-Leistung
Leistung des Umrichters bei LO-Ausgangsstrom.
• HO-Eingangsstrom
100 % des zulässigen Eingangsstroms bei einem Lastspiel nach
High Overload (HO-Grundlasteingangsstrom).
• HO-Ausgangsstrom
100 % des zulässigen Ausgangsstroms bei einem Lastspiel nach
High Overload (HO-Grundlastausgangsstrom).
• HO-Leistung
Leistung des Umrichters bei HO-Ausgangsstrom.
Wenn bei Leistungsangaben Bemessungswerte ohne weitere Spezifikation angegeben sind,
beziehen sich diese immer auf eine Überlastfähigkeit entsprechend Low Overload.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
306
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
10.2.1
Technische Daten PM230
Allgemeine Daten, PM230 - IP55 / UL Type 12
Eigenschaft
Ausprägung
Netzspannung
3 AC 380 V … 480 V ± 10 %
Die tatsächlich zulässige Netzspannung hängt von der Aufstellungshöhe ab
Eingangsfrequenz
47 Hz … 63 Hz
Leistungsfaktor λ
0.9
Einschaltstrom
kleiner Eingangsstrom
Zulässiger Kurzschlussstrom
Frame Size A ... C: 42 kA
Frame Size D ... F: 65 kA
Pulsfrequenz
(Werkseinstellung)
4 kHz
Elektromagnetische
Verträglichkeit
Die Geräte sind in Übereinstimmung mit IEC 61800-3 für die Umgebungsklassen C1 und
C2 geeignet. Details siehe Montagehandbuch, Anhang A2
Bremsmethoden
Gleichstrombremsung
Schutzart
IP55 / UL Type 12
Die Pulsfrequenz kann in 2 kHz-Schritten bis 16 kHz erhöht werden. Eine höhere
Pulsfrequenz führt zu einer Reduzierung des zulässigen Ausgangsstroms.
Wenn ein IOP gesteckt ist, wird Schutzart IP54 / UL Type 12 erreicht.
Betriebstemperatur
● ohne Leistungsreduzierung
● mit Leistungsreduzierung
0 °C … +40 °C (32 °F … 104 °F)
bis 60° C (140° F)
Lagertemperatur
-40 °C … +70 °C (-40 °F … 158 °F)
Relative Luftfeuchtigkeit
< 95 % RH - Betauung nicht zulässig
Verschmutzung
Geschützt gegen die Berührung gefährlicher Teile, gegen Staub, gegen Spritzwasser und
Wasserstrahl
Umgebungsbedingungen
Geschützt gemäß Umgebungsklasse 3C2 nach EN 60721-3-3 gegen schädliche
chemische Substanzen
Stöße und Schwingungen
Lassen Sie den Umrichter nicht fallen und vermeiden Sie harte Stöße für das Gerät.
Installieren Sie den Umrichter nicht in einem Bereich, wo er ständigen Schwingungen
ausgesetzt sein könnte.
Elektromagnetische Strahlung
Installieren Sie den Umrichter nicht in der Nähe von elektromagnetischen
Strahlungsquellen.
Aufstellungshöhe
● ohne Leistungsreduzierung
● mit Leistungsreduzierung
Normen
1)
Bis 1000 m (3300 ft) über NN
bis 4000 m (13000 ft) über NN, Details siehe Montagehandbuch
UL 1), CE, C-tick
Damit das System UL entspricht, müssen UL-zertifizierte Sicherungen, Überlastschalter
oder eigensichere Motorschutzgeräte eingesetzt werden.
UL in Vorbereitung für Frame Sizes D … F
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
307
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Leistungsabhängige Daten, PM230 - IP55 / UL Type 12
Tabelle 10- 2 PM230 Frame Sizes A, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
Filter Klasse A
6SL3223-0DE13-7AA0
6SL3223-0DE15-5AA0
6SL3223-0DE17-5AA0
Filter Klasse B
6SL3223-0DE13-7BA0
6SL3223-0DE15-5BA0
6SL3223-0DE17-5BA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
0,37 kW
1,3 A
1,3 A
0,55 kW
1,8 A
1,7 A
0,75 kW
2,3 A
2,2 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
0,25 kW
0,9 A
0,9 A
0,37 kW
1,3 A
1,3 A
0,55 kW
1,8 A
1,7 A
0,06 kW
10 A
7 l/s
0,06 kW
10 A
7 l/s
0,06 kW
10 A
7 l/s
1 … 2,5 mm2
1 … 2,5 mm2
1 … 2,5 mm2
0,5 Nm
4,3 kg
0,5 Nm
4,3 kg
0,5 Nm
4,3 kg
6SL3223-0DE21-1AA0
6SL3223-0DE21-1BA0
6SL3223-0DE21-5AA0
6SL3223-0DE21-5BA0
6SL3223-0DE22-2AA0
6SL3223-0DE22-2BA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
1,1 kW
3,2 A
3,1 A
1,5 kW
4,2 A
4,1 A
2,2 kW
6,1 A
5,9 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
0,75 kW
2,3 A
2,2 A
1,1 kW
3,2 A
3,1 A
1,5 kW
4,2 A
4,1 A
0,07 kW
10 A
7 l/s
0,08 kW
10 A
7 l/s
1 … 2,5 mm2
1 … 2,5 mm2
0,1 kW
10 A
7 l/s
1,5 … 2,5 mm2
0,5 Nm
0,5 Nm
4,3 kg
0,5 Nm
4,3 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Tabelle 10- 3 PM230 Frame Sizes A, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
Filter Klasse A
Filter Klasse B
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
4,3 kg
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
308
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Tabelle 10- 4 PM230 Frame Sizes A, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
Filter Klasse A
Filter Klasse B
6SL3223-0DE23-0AA0
6SL3223-0DE23-0BA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
3 kW
8,0 A
7,7 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
2,2 kW
6,1 A
5,9 A
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
0,12 kW
10 A
7 l/s
1,5 … 2,5 mm2
0,5 Nm
4,3 kg
Tabelle 10- 5 PM230 Frame Sizes B, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
Filter Klasse A
6SL3223-0DE24-0AA0
6SL3223-0DE24-0BA0
6SL3223-0DE25-5AA0
6SL3223-0DE25-5BA0
6SL3223-0DE27-5AA0
6SL3223-0DE27-5BA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
4 kW
10,5 A
10,2 A
5,5 kW
13,6 A
13,2 A
7,5 kW
18,6 A
18 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
3 kW
8,0 A
7,7 A
4 kW
10,5 A
10,2 A
5,5 kW
13,6 A
13,2 A
0,14 kW
16 A
9 l/s
0,18 kW
20 A
9 l/s
0,24 kW
25 A
9 l/s
2,5 … 6 mm2
4 … 6 mm2
4 … 6 mm2
0,5 Nm
6,3 kg
0,5 Nm
6,3 kg
0,5 Nm
6,3 kg
Filter Klasse B
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
309
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Tabelle 10- 6 PM230 Frame Sizes C, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
Filter Klasse A
6SL3223-0DE31-1AA0
6SL3223-0DE31-1BA0
6SL3223-0DE31-5AA0
6SL3223-0DE31-5BA0
6SL3223-0DE31-8AA0
6SL3223-0DE31-8BA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
11 kW
26,9 A
26 A
15 kW
33,1 A
32 A
18.5 kW
39,2 A
38 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
7,5 kW
18,6 A
18 A
11 kW
26,9 A
26 A
15 kW
33,1 A
32 A
0,32 kW
35 A
20 l/s
0.39 kW
50 A
20 l/s
0.46 kW
50 A
20 l/s
6 … 16 mm2
10 … 16 mm2
10 … 16 mm2
2,0 Nm
9,5 kg
2,0 Nm
9,5 kg
2,0 Nm
9,5 kg
Filter Klasse B
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Tabelle 10- 7 PM230 Frame Sizes D, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
Filter Klasse A
6SL3223-0DE32-2AA0
6SL3223-0DE32-2BA0
6SL3223-0DE33-0AA0
6SL3223-0DE33-0BA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
22 kW
42 A
45 A
30 kW
56 A
60 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
18,5 kW
36 A
38 A
22 kW
42 A
45 A
0.52 kW
63 A
39 l/s
0.68 kW
80 A
39 l/s
16 … 35 mm2
16 … 35 mm2
6 Nm
30,2 kg
6 Nm
30,2 kg
Filter Klasse B
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
310
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Tabelle 10- 8 PM230 Frame Sizes E, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
Filter Klasse A
6SL3223-0DE33-7AA0
6SL3223-0DE33-7BA0
6SL3223-0DE34-5AA0
6SL3223-0DE34-5BA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
37 kW
70 A
75 A
45 kW
84 A
90 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
30 kW
56 A
60 A
37 kW
70 A
75 A
0,99 kW
100 A
39 l/s
1,2 kW
125 A
39 l/s
25 … 50 mm2
25 … 50 mm2
6 Nm
35,8 kg
6 Nm
35,8 kg
Filter Klasse B
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Tabelle 10- 9 PM230 Frame Sizes F, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
Filter Klasse A
6SL3223-0DE35-5AA0
6SL3223-0DE35-5BA0
6SL3223-0DE37-5AA0
6SL3223-0DE37-5BA0
6SL3223-0DE38-8AA0
6SL3223-0DE38-8BA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
55 kW
102 A
110 A
75 kW
135 A
145 A
90 kW
166 A
178 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
45 kW
84 A
90 A
55 kW
102 A
110 A
75 kW
135 A
145 A
1,4 kW
160 A
117 l/s
1,9 kW
200 A
117 l/s
2,3 kW
250 A
117 l/s
35 … 120 mm2
35 … 120 mm2
35 … 120 mm2
13 Nm
70.0 kg
13 Nm
70.0 kg
13 Nm
70.0 kg
Filter Klasse B
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
311
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
10.2.2
Technische Daten PM240
Hinweis
Die angegebenen Eingangsströme gelten für den Betrieb ohne Netzdrossel für ein
400-V-Netz mit Uk = 1 %, bezogen auf die Bemessungsleistung des Umrichters. Die Ströme
verringern sich um einige Prozent bei Einsatz einer Netzdrossel.
Allgemeine Daten, PM240 - IP20
Eigenschaft
Ausprägung
Netzspannung
3 AC 380 V … 480 V ± 10 %
Die tatsächlich zulässige Netzspannung hängt von der Aufstellungshöhe ab.
Eingangsfrequenz
47 Hz … 63 Hz
Leistungsfaktor λ
0,7 ... 0,85
Einschaltstrom
kleiner als Eingangsstrom
Pulsfrequenz
(Werkseinstellung)
4 kHz für 0,37 kW ... 90 kW
2 kHz für 110 kW ... 250 kW
Die Pulsfrequenz kann in 2 kHz-Schritten erhöht werden. Eine höhere Pulsfrequenz führt
zu einer Reduzierung des zulässigen Ausgangsstroms.
Elektromagnetische
Verträglichkeit
Die Geräte sind in Übereinstimmung mit IEC61800-3 für die Umgebungsklassen C1 und
C2 geeignet. Details siehe Montagehandbuch, Anhang A2
Bremsmethoden
Gleichstrombremsung, Compound-Bremsung, Widerstandsbremsung mit integriertem
Brems-Chopper
Schutzart
IP20
Betriebstemperatur
● ohne Leistungsreduzierung
● mit Leistungsreduzierung
LO-Betrieb alle Leistungen
HO-Betrieb: 0,37 kW ... 110 kW
HO-Betrieb: 132 kW … 200 kW
alle Leistungen, HO/LO
Lagertemperatur
-40 °C … +70 °C (-40 °F … 158 °F)
Relative Luftfeuchtigkeit
< 95 % RH - Betauung nicht zulässig
Umgebungsbedingungen
Geschützt gemäß Umgebungsklasse 3C2 nach EN 60721-3-3 gegen schädliche
chemische Substanzen
Stöße und Schwingungen
Lassen Sie den Umrichter nicht fallen und vermeiden Sie harte Stöße für das Gerät.
Installieren Sie den Umrichter nicht in einem Bereich, wo er ständigen Schwingungen
ausgesetzt sein könnte.
Elektromagnetische Strahlung
Installieren Sie den Umrichter nicht in der Nähe von elektromagnetischen
Strahlungsquellen.
Aufstellungshöhe
● ohne Leistungsreduzierung
● mit Leistungsreduzierung
Normen
0,37 kW ... 132 kW
160 kW ... 250 kW
alle Leistungen
0 °C … +40 °C (32 °F … 104 °F)
0 °C … +50 °C (32 °F … 122 °F)
0 °C … +40 °C (32 °F … 104 °F)
bis 60 °C (140° F), Details siehe Montagehandbuch
bis 1000 m (3300 ft) über NN
bis 2000 m (6500 ft) über NN
bis 4000 m (13000 ft) über NN, Details siehe Montagehandbuch
UL, cUL, CE, C-tick, SEMI F47
Damit das System UL entspricht, müssen UL-zertifizierte Sicherungen, Überlastschalter
oder eigensichere Motorschutzgeräte eingesetzt werden.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
312
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Leistungsabhängige Daten, PM240 - IP20
Tabelle 10- 10
Bestellnummer
PM240 Frame Sizes A, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
6SL3224-0BE13-7UA0
6SL3224-0BE15-5UA0
6SL3224-0BE17-5UA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
ohne Filter
0,37 kW
1,6 A
1,3 A
0,55 kW
2,0 A
1,7 A
0,75 kW
2,5 A
2,2 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
0,37 kW
1,6 A
1,3 A
0,55 kW
2,0 A
1,7 A
0,75 kW
2,5 A
2,2 A
0,097 kW
10 A
4,8 l/s
0,099 kW
10 A
4,8 l/s
0,102 kW
10 A
4,8 l/s
1 … 2,5 mm2
1 … 2,5 mm2
1 … 2,5 mm2
1,1 Nm
1,2 kg
1,1 Nm
1,2 kg
1,1 Nm
1,2 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Tabelle 10- 11
Bestellnummer
PM240 Frame Sizes A, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
ohne Filter
6SL3224-0BE21-1UA0
6SL3224-0BE21-5UA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
1,1 kW
3,8 A
3,1 A
1,5 kW
4,8 A
4,1 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
1,1 kW
3,8 A
3,1 A
1,5 kW
4,8 A
4,1 A
0,108 kW
10 A
4,8 l/s
0,114 kW
10 A
4,8 l/s
1 … 2,5 mm2
1 … 2,5 mm2
1,1 Nm
1,2 kg
1,1 Nm
1,2 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
313
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Tabelle 10- 12
Bestellnummer
PM240 Frame Sizes B, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
mit Filter
ohne Filter
6SL3224-0BE22-2AA0
6SL3224-0BE23-0AA0
6SL3224-0BE24-0AA0
6SL3224-0BE22-2UA0
6SL3224-0BE23-0UA0
6SL3224-0BE24-0UA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
2,2 kW
7,6 A
5,9 A
3 kW
10,2 A
7,7 A
4 kW
13,4 A
10,2 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
2,2 kW
7,6 A
5,9 A
3 kW
10,2 A
7,7 A
4 kW
13,4 A
10,2 A
0,139 kW
16 A
24 l/s
0,158 kW
16 A
24 l/s
0,183 kW
16 A
24 l/s
1,5 … 6 mm2
1,5 … 6 mm2
1,5 … 6 mm2
1,5 Nm
4,3 kg
1,5 Nm
4,3 kg
1,5 Nm
4,3 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Tabelle 10- 13
Bestellnummer
PM240 Frame Sizes C, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
mit Filter
ohne Filter
6SL3224-0BE25-5AA0
6SL3224-0BE27-5AA0
6SL3224-0BE31-1AA0
6SL3224-0BE25-5UA0
6SL3224-0BE27-5UA0
6SL3224-0BE31-1UA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
7,5 kW
21,9 A
18 A
11 kW
31,5 A
25 A
15 kW
39,4 A
32 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
5,5 kW
16,7 A
13,2 A
7,5 kW
23,7 A
19 A
11 kW
32,7 A
26 A
0,240 kW
20 A
55 l/s
0,297 kW
32 A
55 l/s
0,396 kW
35 A
55 l/s
4 … 10 mm2
4 … 10 mm2
4 … 10 mm2
2,3 Nm
6,5 kg
2,3 Nm
6,5 kg
2,3 Nm
6,5 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
314
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Tabelle 10- 14
Bestellnummer
PM240 Frame Sizes D, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
mit Filter
ohne Filter
6SL3224-0BE31-5AA0
6SL3224-0BE31-5UA0
6SL3224-0BE31-8AA0
6SL3224-0BE31-8UA0
6SL3224-0BE32-2AA0
6SL3224-0BE32-2UA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
18,5 kW
46 A
38 A
22 kW
53 A
45 A
30 kW
72 A
60 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
15 kW
40 A
32 A
18,5 kW
46 A
38 A
22 kW
56 A
45 A
0,44 kW
50 A
55 l/s
0,55 kW
63 A
55 l/s
0,72 kW
80 A
55 l/s
10 … 35 mm2
10 … 35 mm2
10 … 35 mm2
6 Nm
16 kg
13 kg
6 Nm
16 kg
13 kg
6 Nm
16 kg
13 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht mit Filter
● Gewicht ohne Filter
Tabelle 10- 15
Bestellnummer
PM240 Frame Sizes E, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
mit Filter
ohne Filter
6SL3224-0BE33-0AA0
6SL3224-0BE33-0UA0
6SL3224-0BE33-7AA0
6SL3224-0BE33-7UA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
37 kW
88 A
75 A
45 kW
105 A
90 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
30 kW
73 A
60 A
37 kW
90 A
75 A
1,04 kW
100 A
110 l/s
1,2 kW
125 A
110 l/s
25 … 35 mm2
25 … 35 mm2
6 Nm
23 kg
16 kg
6 Nm
23 kg
16 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht mit Filter
● Gewicht ohne Filter
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
315
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Tabelle 10- 16
Bestellnummer
PM240 Frame Sizes F, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
mit Filter
ohne Filter
6SL3224-0BE34-5AA0
6SL3224-0BE34-5UA0
6SL3224-0BE35-5AA0
6SL3224-0BE35-5UA0
6SL3224-0BE37-5AA0
6SL3224-0BE37-5UA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
55 kW
129 A
110 A
75 kW
168 A
145 A
90 kW
204 A
178 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
45 kW
108 A
90 A
55 kW
132 A
110 A
75 kW
169 A
145 A
1,5 kW
160 A
150 l/s
2,0 kW
200 A
150 l/s
2,4 kW
250 A
150 l/s
35 … 120 mm2
35 … 120 mm2
35 … 120 mm2
13 Nm
52 kg
36 kg
13 Nm
52 kg
36 kg
13 Nm
52 kg
36 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht mit Filter
● Gewicht ohne Filter
Tabelle 10- 17
Bestellnummer
PM240 Frame Sizes F, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
6SL3224-0BE38-8UA0
6SL3224-0BE41-1UA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
ohne Filter
110 kW
234 A
205 A
132 kW
284 A
250 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
90 kW
205 A
178 A
110 kW
235 A
205 A
2,4 kW
250 A
150 l/s
2,5 kW
315 A
150 l/s
35 … 120 mm2
35 … 120 mm2
13 Nm
39 kg
13 Nm
39 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
316
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Tabelle 10- 18
Bestellnummer
PM240 Frame Sizes GX, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Ohne Filter
6SL3224-0BE41-3UA0
6SL3224-0BE41-6UA0
6SL3224-0BE42-0UA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
160 kW
297 A
302 A
200 kW
354 A
370 A
250 kW
442 A
477 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
132 kW
245 A
250 A
160 kW
297 A
302 A
200 kW
354 A
370 A
3,9 kW
355 A
360 l/s
4,4 kW
400 A
360 l/s
5,5 kW
630 A
360 l/s
95 ... 240 mm2
120 ... 240 mm2
185 ... 240 mm2
14 Nm
176 kg
14 Nm
176 kg
14 Nm
176 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
317
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
10.2.3
Technische Daten PM250
Allgemeine Daten, PM250 - IP20
Eigenschaft
Ausprägung
Netzspannung
3 AC 380 V … 480 V ± 10 %
Die tatsächlich zulässige Netzspannung hängt von der Aufstellungshöhe ab
Eingangsfrequenz
47 Hz … 63 Hz
Aussteuerungsgrad
93 % (Die Ausgangsspannung beträgt höchstens 93 % der
Eingangsspannung)
Leistungsfaktor λ
0.9
Einschaltstrom
kleiner als Eingangsstrom
Pulsfrequenz (Werkseinstellung)
4 kHz
Die Pulsfrequenz kann in 2 kHz-Schritten bis 16 kHz erhöht werden. Eine
höhere Pulsfrequenz führt zu einer Reduzierung des zulässigen
Ausgangsstroms.
Elektromagnetische Verträglichkeit
Die Geräte sind in Übereinstimmung mit IEC61800-3 für die
Umgebungsklassen C1 und C2 geeignet. Details siehe Montagehandbuch,
Anhang A2
Bremsmethode
Gleichstrombremsung, Energierückspeisung (bis 100 % der
Ausgangsleistung)
Schutzart
IP20
Betriebstemperatur
● ohne Leistungsreduzierung
● mit Leistungsreduzierung
LO-Betrieb:
HO-Betrieb:
HO/LO
Lagertemperatur
-40 °C … +70 °C (-40 °F … 158 °F)
Relative Luftfeuchtigkeit
< 95 % RH - Betauung nicht zulässig
Umgebungsbedingungen
Geschützt gemäß Umgebungsklasse 3C2 nach EN 60721-3-3 gegen
schädliche chemische Substanzen
Stöße und Schwingungen
Lassen Sie den Umrichter nicht fallen und vermeiden Sie harte Stöße für das
Gerät. Installieren Sie den Umrichter nicht in einem Bereich, wo er ständigen
Schwingungen ausgesetzt sein könnte.
Elektromagnetische Strahlung
Installieren Sie den Umrichter nicht in der Nähe von elektromagnetischen
Strahlungsquellen.
Aufstellungshöhe
● ohne Leistungsreduzierung
● mit Leistungsreduzierung
Normen
0 °C … +40 °C (32 °F … 104 °F)
0 °C … +50 °C (32 °F … 122 °F)
bis 60 °C (140° F), Details siehe Montagehandbuch
Bis 1000 m (3300 ft) über NN
bis 4000 m (13000 ft) über NN, Details siehe Montagehandbuch
UL, CE, CE, SEMI F47
Damit das System UL entspricht, müssen UL-zertifizierte Sicherungen,
Überlastschalter oder eigensichere Motorschutzgeräte eingesetzt werden.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
318
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Leistungsabhängige Daten, PM250 - IP20
Tabelle 10- 19
PM250 Frame Size C, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
6SL3225-0BE25-5AA0
6SL3225-0BE27-5AA0
6SL3225-0BE31-1AA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
7,5 kW
18,0 A
18,0 A
11,0 kW
25,0 A
25,0 A
15 kW
32,0 A
32,0 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
5,5 kW
13,2 A
13,2 A
7,5 kW
19,0 A
19,0 A
11,0 kW
26,0 A
26,0 A
in Vorbereitung
20 A
38 l/s
in Vorbereitung
32 A
38 l/s
in Vorbereitung
35 A
38 l/s
2,5 … 10 mm2
4 … 10 mm2
6 … 10 mm2
2,3 Nm
7,5 kg
2,3 Nm
7,5 kg
2,3 Nm
7,5 kg
6SL3225-0BE31-5AA0
6SL3225-0BE31-8AA0
6SL3225-0BE32-2AA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
18,5 kW
36,0 A
38,0 A
22,0 kW
42,0 A
45,0 A
30 kW
56,0 A
60,0 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
15,0 kW
30,0 A
32,0 A
18,5 kW
36,0 A
38,0 A
22,0 kW
42,0 A
45,0 A
0,44 kW
50 A
22 l/s
0,55 kW
63 A
22 l/s
0,72 kW
80 A
39 l/s
10 … 35 mm2
10 … 35 mm2
16 … 35 mm2
6 Nm
15 kg
6 Nm
15 kg
6 Nm
16 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Tabelle 10- 20
PM250 Frame Size D, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
319
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Tabelle 10- 21
PM250 Frame Size E, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
6SL3225-0BE33-0AA0
6SL3225-0BE33-7AA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
37 kW
70 A
75 A
45 kW
84 A
90 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
30,0 kW
56 A
60 A
37,0 kW
70 A
75 A
1 kW
100 A
22 l/s
1,3 kW
125 A
39 l/s
25 … 35
25 … 35
6 Nm
21 kg
6 Nm
21 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Tabelle 10- 22
PM250 Frame Size F, 3 AC 380 V … 480 V, ± 10 %
Bestellnummer
6SL3225-0BE34-5AA0
6SL3225-0BE35-5AA0
6SL3225-0BE37-5AA0
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
55,0 kW
102 A
110 A
75 kW
190 A
145 A
90 kW
223 A
178 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
45,0 kW
84 A
90 A
55,0 kW
103 A
110 A
75 kW
135 A
145 A
1,5 kW
160 A
94 l/s
2 kW
200 A
94 l/s
2,4 kW
250 A
117 l/s
35 … 150 mm2
70 … 150 mm2
95 … 150 mm2
13 Nm
51,0 kg
13 Nm
51,0 kg
13 Nm
51,0 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
320
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
10.2.4
Technische Daten PM260
Allgemeine Daten, PM260 - IP20
Eigenschaft
Ausprägung
Netzspannung
3 AC 660 V … 690 V ± 10%
Die zulässige Netzspannung hängt von der Aufstellungshöhe ab
Die Leistungsteile können auch mit einer minimalen Spannung von 500 V –10 %
betrieben werden. In diesem Fall wird die Leistung entsprechend linear reduziert.
Eingangsfrequenz
47 Hz … 63 Hz
Leistungsfaktor λ
0.9
Einschaltstrom
kleiner als Eingangsstrom
Pulsfrequenz
16 kHz
Elektromagnetische Verträglichkeit
Die Geräte sind in Übereinstimmung mit IEC61800-3 für die Umgebungsklassen C1
und C2 geeignet. Details siehe Montagehandbuch, Anhang A2
Bremsmethode
Gleichstrombremsung, Energierückspeisung (bis 100 % der Ausgangsleistung)
Schutzart
IP20
Betriebstemperatur
● ohne Leistungsreduzierung
● mit Leistungsreduzierung
LO-Betrieb:
HO-Betrieb:
HO/LO
0 °C … +40 °C (32 °F … 104 °F)
0 °C … +50 °C (32 °F … 122 °F)
bis 60 °C (140° F), Details siehe Montagehandbuch
Lagertemperatur
-40 °C … +70 °C (-40 °F … 158 °F)
Relative Luftfeuchtigkeit
< 95% RH - Betauung nicht zulässig
Umgebungsbedingungen
Geschützt gemäß Umgebungsklasse 3C2 nach EN 60721-3-3 gegen schädliche
chemische Substanzen
Stöße und Schwingungen
Lassen Sie den Umrichter nicht fallen und vermeiden Sie harte Stöße für das Gerät.
Installieren Sie den Umrichter nicht in einem Bereich, wo er ständigen Schwingungen
ausgesetzt sein könnte.
Elektromagnetische Strahlung
Installieren Sie den Umrichter nicht in der Nähe von elektromagnetischen
Strahlungsquellen.
Aufstellungshöhe
● ohne Leistungsreduzierung
● mit Leistungsreduzierung
Bis 1000 m (3300 ft) über NN
bis 4000 m (13000 ft) über NN, Details siehe Montagehandbuch
Normen
CE, C-TICK
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
321
Technische Daten
10.2 Technische Daten, Power Module
Leistungsabhängige Daten, PM260 - IP20
Tabelle 10- 23
Bestellnummer
PM260 Frame Sizes D, 3 AC 660 V … 690 V, ± 10% (500V - 10%)
mit Filter
ohne Filter
6SL3225- 0BH27-5AA1
6SL3225- 0BH27-5UA1
6SL3225- 0BH31-1AA1
6SL3225- 0BH31-1UA1
6SL3225- 0BH31-5AA1
6SL3225- 0BH31-5UA1
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
11 kW
13 A
14 A
15 kW
18 A
19 A
18.5 kW
22 A
23 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
7.5 kW
10 A
10 A
11 kW
13 A
14 A
15 kW
18 A
19 A
No data
25 A
44 l/s
No data
35 A
44 l/s
No data
35 A
44 l/s
2,5 … 16 mm2
2,5 … 16 mm2
2,5 … 16 mm2
1,5 Nm
23 kg
22 kg
1,5 Nm
23 kg
22 kg
1,5 Nm
23 kg
22 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
mit Filter
ohne Filter
Tabelle 10- 24
Bestellnummer
PM260 Frame Sizes F, 3 AC 660 V … 690 V, ± 10% (500V - 10%)
mit Filter
ohne Filter
6SL3225- 0BH32-2AA1
6SL3225- 0BH32-2UA1
6SL3225- 0BH33-0AA1
6SL3225- 0BH33-0UA1
6SL3225- 0BH33-7AA1
6SL3225- 0BH33-7UA1
Werte basierend auf Low Overload
● LO-Leistung
● LO-Eingangsstrom
● LO-Ausgangsstrom
30 kW
34 A
35 A
37 kW
41 A
42 A
55 kW
60 A
62 A
Werte basierend auf High Overload
● HO-Leistung
● HO-Eingangsstrom
● HO-Ausgangsstrom
22 kW
26 A
26 A
30 kW
34 A
35 A
37 kW
41 A
42 A
No data
63 A
130 l/s
No data
80 A
130 l/s
No data
100 A
130 l/s
10 … 35 mm2
10 … 35 mm2
10 … 35 mm2
6 Nm
58 kg
56 kg
6 Nm
58 kg
56 kg
6 Nm
58 kg
56 kg
Allgemeine Werte
● Verlustleistung
● Sicherung
● Kühlluftbedarf
● Kabelquerschnitt für Netz- und
Motoranschluss
● Drehmoment für Netz- und
Motoranschluss
● Gewicht
mit Filter
ohne Filter
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
322
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
A
Anhang
A.1
Applikationsbeispiele
A.1.1
Kommunikation in STEP 7 konfigurieren
A.1.1.1
Aufgabenstellung
Im Folgenden wird beispielhaft beschrieben, wie Sie den Umrichter über PROFIBUS mit
einer übergeordneten SIMATIC-Steuerung verbinden.
Welche Kenntnisse werden vorausgesetzt?
Der grundlegende Umgang mit einer S7-Steuerung und dem Engineeringtool STEP 7 wird in
diesem Beispiel vorausgesetzt und ist nicht Teil dieser Beschreibung.
A.1.1.2
Erforderliche Komponenten
Das Beispiel in diesem Handbuch basiert auf folgender Hardware:
Tabelle A- 1 Hardwarekomponenten
Komponente
Typ
Bestell-Nr.
Anz.
Stromversorgung
PS307 2 A
6ES7307-1BA00-0AA0
1
S7 CPU
CPU 315-2DP
6ES7315-2AG10-0AB0
1
Steuerung
Memory Card
MMC 2MB
6ES7953-8LL11-0AA0
1
Profilschiene
Profilschiene
6ES7390-1AE80-0AA0
1
PROFIBUS Stecker
PROFIBUS Stecker
6ES7972-0BB50-0XA0
1
PROFIBUS Leitung
PROFIBUS Leitung
6XV1830-3BH10
1
SINAMICS G120 Control Unit
CU230P-2 DP
6SL3243-0BB30-1PA2
1
SINAMICS G120 Power Module
beliebig
-
1
PROFIBUS Stecker
PROFIBUS Stecker
6GK1500-0FC00
1
Umrichter
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
323
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
Um die Kommunikation projektieren zu können, brauchen Sie neben der Hardware die
folgenden Software-Pakete:
Tabelle A- 2 Softwarekomponenten
A.1.1.3
Komponente
Typ (oder höher)
Bestell-Nr.
Anz.
SIMATIC STEP 7
V5.3 + SP3
6ES7810-4CC07-0YA5
1
STARTER
V4.2
6SL3072-0AA00-0AG0
1
STEP 7 Projekt anlegen
Die PROFIBUS-Kommunikation zwischen dem Umrichter und einer SIMATIC-Steuerung
wird mit den Software-Tools SIMATIC STEP 7 und HW-Konfig konfiguriert.
Vorgehensweise
● Legen Sie ein neues STEP 7 Projekt an und vergeben Sie einen Projektnamen, z. B.
"G120_in_S7". Fügen Sie eine S7 300 CPU ein.
Bild A-1
SIMATIC-300-Station ins STEP-7-Projekt einfügen
● Markieren Sie die SIMATIC-300-Station in Ihrem Projekt und öffnen Sie die
Hardwarekonfiguration (HW-Konfig) durch Doppelklick auf "Hardware".
● Fügen Sie aus dem Hardwarekatalog "SIMATIC 300" per "Drag and Drop" eine S7-300Profilschiene in Ihr Projekt ein. Bestücken Sie den 1. Steckplatz der Profilschiene mit
einer Stromversorgung und den 2. Steckplatz mit einer CPU 315-2 DP.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
324
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
Beim Einfügen der SIMATIC 300 öffnet sich automatisch ein Fenster zur Festlegung des
Netzwerks.
● Legen Sie ein PROFIBUS DP-Netzwerk an.
Bild A-2
A.1.1.4
SIMATIC-300-Station mit PROFIBUS DP-Netzwerk einfügen
Kommunikation zur SIMATIC-Steuerung konfigurieren
Es gibt zwei Wege, den Umrichter an eine SIMATIC-Steuerung anzubinden:
1. Über die GSD des Umrichters
2. Über den STEP 7-Objektmanager
Dieser etwas komfortablere Weg steht nur bei S7-Steuerungen und installiertem
Drive ES Basic zur Verfügung (siehe Abschnitt Modularität des Umrichtersystems
(Seite 21)).
Im Folgenden wird nur die Projektierung über die GSD beschrieben.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
325
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
A.1.1.5
Einfügen des Frequenzumrichters ins STEP 7-Projekt
● Installieren Sie die GSD des Umrichters in STEP 7 über HW-Konfig (Menü "Extras GSD-Dateien installieren").
Nach der Installation der GSD erscheint der Umrichter unter "PROFIBUS DP - Weitere
Feldgeräte" im Hardware-Katalog von HW-Konfig.
● Fügen Sie den Umrichter per 'Drag and Drop' in das PROFIBUS-Netzwerk ein. Geben
Sie die am Umrichter eingestellte PROFIBUS-Adresse in HW-Konfig ein.
● Fügen Sie den erforderlichen Telegrammtyp aus dem HW-Katalog per 'Drag and Drop'
auf Steckplatz 1 des Umrichters ein.
Nähere Informationen zu den Telegrammtypen finden Sie im Kapitel Zyklische
Kommunikation (Seite 101).
Reihenfolge bei der Belegung der Steckplätze
1. PKW-Kanal (falls verwendet)
2. Standard-, SIEMENS- oder freies Telegramm (falls verwendet)
3. Slave-to-slave-Modul
Falls Sie eines oder mehrere der Module 1 oder 2 nicht verwenden, projektieren Sie die
restlichen Module beginnend mit dem 1. Steckplatz.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
326
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
Hinweis zum Universalmodul
Das Universalmodul darf nicht mit den folgenden Eigenschaften projektiert werden:
● PZD-Länge 4/4 Worte
● Konsistent über gesamte Länge
Mit diesen Eigenschaften hat das Universalmodul dieselbe DP-Kennung (4AX) wie der
"PKW-Kanal 4 Worte" und wird daher als solcher von der übergeordneten Steuerung
erkannt. Die Steuerung baut daher keine zyklische Kommunikation zum Umrichter auf.
Abhilfe: Ändern Sie in den Eigenschaften des DP-Slave die Länge auf 8/8 Byte. Alternativ
können Sie auch die Konsistenz auf "Einheit" ändern.
Abschließende Schritte
● Speichern und übersetzen Sie das Projekt in STEP 7.
● Stellen Sie eine Online-Verbindung zwischen Ihrem PC und der S7-CPU her und laden
Sie die Projektdaten in die S7-CPU.
● Stellen Sie im Umrichter den Telegrammtyp, den Sie in STEP 7 projektiert haben, über
den Parameter P0922 ein.
Der Umrichter ist nun an die S7-CPU angebunden. Die Kommunikationsschnittstelle
zwischen der CPU und dem Umrichter ist definiert. Ein Beispiel, wie Sie diese Schnittstelle
mit Daten versorgen, finden Sie im nächsten Abschnitt.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
327
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
A.1.2
STEP 7 Programmbeispiele
A.1.2.1
STEP 7-Programmbeispiel zur zyklischen Kommunikation
1HW]ZHUN 6WHXHUZRUWXQG6ROOZHUW
6WHXHUZRUW(KH[
6ROOZHUWKH[
/
7
/
7
:(
0:
:
0:
1HW]ZHUN 6W¸UXQJTXLWWLHUHQ
8
(
0
1HW]ZHUN 0RWRUHLQXQGDXVVFKDOWHQ
8
(
0
1HW]ZHUN 3UR]HVVGDWHQVFKUHLEHQ
/
7
/
7
0:
3$:
0:
3$:
1HW]ZHUN 3UR]HVVGDWHQOHVHQ
Steuerung und Umrichter kommunizieren über
das Standardtelegramm 1. Die Steuerung gibt
Steuerwort 1 (STW1) und Drehzahlsollwert vor;
der Umrichter antwortet mit Statuswort 1 (ZSW1)
und seinem Drehzahlistwert.
Die Eingänge E0.0 und E0.6 werden in diesem
Beispiel mit dem -Bit ON/OFF1 bzw. mit dem Bit
Fehler quittieren des STW 1 verknüpft.
Das Steuerwort 1 enthält den Zahlenwert
047E hex. Die Bits des Steuerworts 1 sind aus
der folgenden Tabelle ersichtlich.
Der hexadezimale Zahlenwert 2500 gibt die
Sollfrequenz des Umrichters vor. Die
Maximalfrequenz entspricht dem hexadezimalen
Wert 4000 (siehe auch Feldbus konfigurieren
(Seite 97)).
Die Steuerung schreibt die Prozessdaten
zyklischen auf die logische Adresse 256 des
Umrichters. Der Umrichter schreibt seine
Prozessdaten ebenfalls auf die logische
Adresse 256. Den Adressbereich legen Sie in
HW-Konfig fest, siehe Einfügen des
Frequenzumrichters ins STEP 7-Projekt
(Seite 326).
=XVWDQGVZRUW0:
,VWZHUW0:
/
7
/
7
3(:
0:
3(:
0:
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
328
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
Tabelle A- 3 Zuordnung der Steuerbits im Umrichter zu den Merkern und Eingängen in der SIMATIC
HEX
BIN
E
0
1
1
2
7
4
0
Bit im
STW1
Bedeutung
Bit im
MW1
0
ON/OFF1
1
ON/OFF2
Bit im
MB1
Bit im
MB2
Eingänge
8
0
E0.0
9
1
ON/OFF3
10
2
1
3
Betriebsfreigabe
11
3
1
4
Hochlaufgeberfreigabe
12
4
1
5
Start Hochlaufgeber
13
5
1
6
Sollwertfreigabe
14
6
0
7
Fehler quittieren
15
7
0
8
Tippen 1
0
0
0
9
Tippen 2
1
1
1
10
Steuerung von SPS
2
2
0
11
Sollwertinvertierung
3
3
0
12
ohne Bedeutung
4
4
0
13
Motorpotenziometer ↑
5
5
0
14
Motorpotenziometer ↓
6
6
0
15
Datensatzumschaltung
7
7
E0.6
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
329
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
A.1.2.2
STEP 7 Programmbeispiel zur azyklischen Kommunikation
2% =\NOLVFKHV6WHXHUXQJVSURJUDPP
1HW]ZHUN 3DUDPHWHUOHVHQXQGVFKUHLEHQ
3DUDPHWHUOHVHQ
2
8
0
81
0
2
8
0
81
0
5
0
M9.0
startet das Lesen von Parametern
M9.1
startet das Schreiben von Parametern
M9.2
zeigt den Lesevorgang an
M9.3
zeigt den Schreibvorgang an
Die Anzahl der gleichzeitigen Aufträge zur
azyklischen Kommunikation ist begrenzt. Nähere
Informationen finden Sie im
http://support.automation.siemens.com/WW/view
/de/15364459
(http://support.automation.siemens.com/WW/vie
w/de/15364459).
63% 5'
3DUDPHWHUVFKUHLEHQ
2
8
0
81
0
2
8
0
81
0
5
0
63% :5
%($
5'
123
&$//
%($
:5 123
&$//
)&
)&
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
330
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
)&
3$5B5'
1HW]ZHUN /HVHDQIRUGHUXQJ7HLO
1HW]ZHUN 3DUDPHWHU]XP/HVHQ
/
0%
7
'%'%% /
%
7
'%'%% 7
'%'%% /
0%
7
'%'%% /
0:
7
'%'%: /
0%
7
'%'%% /
0:
7
'%'%: /
0:
7
'%'%: /
0%
7
'%'%% /
0:
7
'%'%: /
0:
7
'%'%: /
0%
7
'%'%% /
0:
7
'%'%: /
0:
7
'%'%: /
0%
7
'%'%% /
0:
7
'%'%: Bild A-3
&$// 6)&
5(4
,2,'
/$''5
5(&180
5(&25'
5(7B9$/
%86<
8
5
6
0
0
0
0
%
:
%)
3'%'%;%<7(
0:
0
1HW]ZHUN /HVHYHU]¸JHUXQJQDFK/HVHDQ
IRUGHUXQJ
8
81
/
66
8
5
8
0
0
67V
7
0
7
7
0
1HW]ZHUN /HVHDQIRUGHUXQJ7HLO
&$// 6)&
5(4
,2,'
/$''5
5(&180
5(7B9$/
%86<
5(&25'
8
5
0
0
0
%
:
%)
0:
0
3'%'%;%<7(
Lesen von Parametern
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
331
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
Erläuterung zum FC 1
Tabelle A- 4 Auftrag zum Lesen von Parametern
Datenblock DB 1
Byte n
Byte n + 1
n
Header
Referenz MB 40
01 hex: Leseauftrag
0
01 hex
Anzahl der Parameter (m) MB 62
2
Attribut 10 hex: Wert des
Anzahl der Indizes MB 58
4
Adresse
Parameter 1
Parameters
Parameternummer MW 50
6
Nummer des 1. Index MW 63
Adresse
Parameter 2
Adresse
Parameter 3
Attribut 10 hex: Wert des
Parameters
8
Anzahl der Indizes MB 59
Parameternummer MW 52
12
Nummer des 1. Index MW 65
14
Attribut 10 hex: Wert des
Parameters
Anzahl der Indizes MB 60
Parameternummer MW 54
Attribut 10 hex: Wert des
Parameters
16
18
Nummer des 1. Index MW 67
Adresse
Parameter 4
10
20
Anzahl der Indizes MB 61
22
Parameternummer MW 56
24
Nummer des 1. Index MW 69
26
Der SFC 58 übernimmt die Angaben für die zu lesenden Parameter aus dem DB 1 und
schickt diese als Leseanforderung an den Umrichter. Solange dieser Leseauftrag läuft,
werden keine weiteren Leseaufträge zugelassen.
Nach der Leseanforderung und einer Wartezeit von einer Sekunde übernimmt die Steuerung
die Parameterwerte über den SFC 59 aus dem Umrichter und legt sie im DB 2 ab.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
332
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
)& 3$5B:5
1HW]ZHUN 6FKUHLEDQIRUGHUXQJ
1HW]ZHUN 3DUDPHWHU]XP6FKUHLEHQ
/
0%
7
'%'%% /
%
7
'%'%% /
%
7
'%'%% /
0%
7
'%'%% /
0:
7
'%'%: /
0:
7
'%'%: /
0:
7
'%'%: /
0%
7
'%'%% 0%
/
7
'%'%% Bild A-4
&$// 6)&
5(4
,2,'
/$''5
5(&180
5(&25'
5(7B9$/
%86<
8
5
6
0
0
0
0
%
:
%)
3'%'%;%<7(
0:
0
Schreiben von Parametern
Erläuterung zum FC 3
Tabelle A- 5 Auftrag zum Ändern von Parametern
Datenblock DB 3
Byte n
Byte n + 1
n
Header
Referenz MB 42
02 hex: Änderungsauftrag
0
01 hex
Anzahl der Parameter MB 44
2
10 hex: Wert des Parameters
Anzahl der Indizes 00 hex
4
Adresse
Parameter 1
Werte
Parameter 1
Parameternummer MW 21
6
Nummer des 1. Index MW 23
8
Format MB 25
Wert des 1. Index MW35
Anzahl der Indexwerte MB 27
10
12
Der SFC 58 übernimmt die Angaben für die zu schreibenden Parameter aus dem DB 3 und
schickt diese an den Umrichter. Solange dieser Schreibauftrag läuft, werden keine weiteren
Schreibaufträge zugelassen.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
333
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
A.1.3
Querverkehr in STEP 7 konfigurieren
Zwei Antriebe kommunizieren über das Standardtelegramm 1 mit der übergeordneten
Steuerung. Zusätzlich empfängt der Antrieb 2 seinen Drehzahlsollwert direkt vom Antrieb 1
(aktuelle Drehzahl).
352),%86'30DVWHUV\VWHP
$ QW U LHE3XEOLVKHU
$ QW U L H E 6 X E V F U L E H U
6WHXHUXQJ
6WDQGDUGWHOHJUDPP3='
Bild A-5
$:
(:
$:
(:
$:
(:
$:
(:
7H O H J U D P P I ¾ U I U H L H 3 D U D P H W U L H U X Q J
3='
3='S>@
3='
3='S>@
3='
3='S>@
3='S>@
3='
4XHUYHUNHKU
3='S>@
3='
3='
3='S>@
3='
3='S>@
3='S>@
3='
6WHXHUZRUW
=XVWDQGVZRUW
+DXSWVROOZHUWS
,VWZHUW
6WHXHUZRUW
=XVWDQGVZRUW
QLFKWYHUZHQGHW
,VWZHUW
3='
3='S>@
QLFKWYHUZHQGHW
3='S>@
3='
+DXSWVROOZHUWS
Kommunikation zur übergeordneten Steuerung und zwischen Antrieben mit Querverkehr
Einstellungen in der Steuerung
Fügen Sie in HW Konfig inm Antrieb 2
(Subscriber) ein Querverkehrsobjekt, z. B.
"Slave-to-Slave, PZD2", ein.
Durch einen Doppelklick öffnen Sie das
Dialogfeld für die weiteren Einstellungen
zum Querverkehr.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
334
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Anhang
A.1 Applikationsbeispiele
① Aktivieren Sie den Reiter "AdresseKonfiguration".
② Markieren Sie die Zeile 1.
③ Öffnen Sie das Dialogfeld, in dem Sie
den Publisher und den zu übertragenden
Adressbereich festlegen.
① Wählen Sie DX für direkten
Datenaustausch
② Wählen Sie die PROFIBUS-Adresse
des Antriebs 1 (Publisher).
③ Wählen Sie im Adressfeld die
Startadresse, welcher Datenbereich vom
Antrieb 1 empfangen wird. Im Beispiel sind
dies mit der Startadresse 256 das
Zustandswort 1 (PZD1) und der
Drehzahlistwert.
Schließen Sie beide Masken mit OK. Damit haben Sie den Wertebereich für den
Querverkehr festgelegt.
Der Antrieb 2 empfängt die im Querverkehr gesendeten Daten und schreibt sie in die
nächsten verfügbaren Worte, in diesem Fall PZD3 und PZD4.
Einstellungen im Antrieb 2 (Subscriber)
Der Antrieb 2 ist so voreingestellt, dass er seinen Sollwert von der übergeordneten
Steuerung empfängt. Damit der Antrieb 2 den vom Antrieb 1 gesendeten Istwert als Sollwert
übernimmt, müssen Sie Folgendes einstellen:
● Setzen Sie im Antrieb 2 die PROFIdrive Telegrammauswahl auf "Freie
Telegrammprojektierung mit BICO" (p0922 = 999).
● Setzen Sie im Antrieb 2 die Quelle des Hauptsollwerts auf p1070 = 2050.3.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
335
Anhang
A.2 Weitergehende Informationen zum Umrichter
A.2
Weitergehende Informationen zum Umrichter
A.2.1
Handbücher für Ihren Umrichter
Tabelle A- 6 Handbücher für Ihren Umrichter
Tiefe der
Information
Handbuch
Inhalt
Verfügbare
Sprachen
Download oder
Bestellnummer
+
Getting Started
Control Units CU230P-2;
CU240B-2; CU240E-2
Umrichter installieren und in
Betrieb nehmen.
+
Getting Started
SINAMICS G120 Power
Module
Power Module installieren
englisch,
deutsch,
italienisch,
französisch,
spanisch
Download Handbücher
(http://support.automation.sie
mens.com/WW/view/de/2233
9653/133300)
++
Betriebsanleitung
(dieses Handbuch)
+++
Listenhandbuch
Control Units CU230P-2
Grafische Funktionspläne.
+++
+++
Montagehandbuch
•
Power Module PM230
•
Power Module PM240
•
Power Module PM250
•
Power Module PM260
Betriebs- und
Installationsanleitungen
Bestellnummern:
SD Manual Collection (DVD)
englisch,
deutsch
Liste aller Parameter,
Warnungen und Störungen.
Power Module, Drosseln und
Filter installieren.
Power Module warten.
•
6SL3298-0CA00-0MG0
Einmalige Lieferung.
•
6SL3298-0CA10-0MG0
Update Service für
1 Jahr, Lieferung 4 mal
pro Jahr.
Für Umrichter-Zubehör, z. B.
Operator Panel, Drosseln oder
Filter.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
336
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Anhang
A.2 Weitergehende Informationen zum Umrichter
Tabelle A- 7 Unterstützung zur Projektierung und Auswahl des Umrichters
Handbuch oder Tool
Inhalt
Verfügbare
Sprachen
Download oder Bestellnummer
Katalog D 11.1
Bestelldaten und technische
Informationen für die
Standardumrichter SINAMICS G
englisch,
deutsch,
italienisch,
französisch,
spanisch
Alles zum SINAMICS G120
(www.siemens.de/sinamics-g120)
Alles zum SINAMICS G120P
(www.siemens.de/sinamics-g120p)
Online-Katalog (Industry
Mall)
Bestelldaten und technische
englisch,
Informationen für alle SIEMENS- deutsch
Produkte
SIZER
Das übergreifende
Projektierungstool für die
Antriebe der Gerätefamilien
SINAMICS, MICROMASTER
und DYNAVERT T, Motorstarter
sowie die Steuerungen
SINUMERIK, SIMOTION und
SIMATIC-Technology
englisch,
deutsch,
italienisch,
französisch
Den SIZER erhalten Sie auf einer DVD
(Bestellnummer: 6SL3070-0AA00-0AG0)
und im Internet:
Download SIZER
(http://support.automation.siemens.com/W
W/view/de/10804987/130000)
Projektierungshandbuch
Auswahl von Getriebemotoren,
Motoren und Frequenzumrichter
an hand von
Berechnungsbeispielen
englisch,
deutsch
Das Projektierungshandbuch erhalten Sie
über Ihre Vertriebsniederlassung.
Wenn Sie noch Fragen haben
Weitere Informationen zum Produkt und darüber hinaus finden Sie im Internet unter: Product
support (http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/4000024).
Zusätzlich zu unserem Dokumentations-Angebot bieten wir Ihnen im Internet unser
komplettes Wissen online an. Dort finden Sie:
● Aktuelle Produkt-Informationen (Aktuell), FAQ (häufig gestellte Fragen), Downloads.
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Produkten.
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Ansprechpartner-Datenbank, unter dem Begriff "Kontakt & Partner".
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Sie unter dem Begriff "Services" bereit.
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
337
Anhang
A.3 Fehler und Verbesserungen
A.3
Fehler und Verbesserungen
Wenn Sie beim Lesen dieses Handbuchs auf Fehler stoßen oder wenn Sie Vorschläge für
Verbesserungen haben, schicken Sie Ihre Anregungen an folgende Adresse oder senden
sie per Email:
Siemens AG
Drive Technologies
Motion Control Systems
Postfach 3180
D-91050 Erlangen
Email (mailto:documentation.standard.drives@siemens.com)
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
338
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Index
8
87-Hz-Kennlinie, 37
A
Ablaufgruppe, 275
Ablaufreihenfolge, 275
Abwickler, 236
Analogausgang, 47
Funktion, 85
Analogausgänge
Funktionen der, 93
Analogeingang, 47
Funktion, 85
Analogsollwert, 49
Anlaufverhalten
Optimierung, 208
Ansteuerung des Motors, 185
Antriebsdatensätze, 279
Anwenderschnittstellen, 46
Ausgangsdrossel, 26, 28
Automatikbetrieb, 191
Azyklischer Datenverkehr, 113
Brems-Chopper, 234
Bremsmethode, 227
Bremsung
generatorische, 236
Bremswiderstand, 234
Busabschluss, 46
Busfehler, 286
Bypass, 24, 265
C
CAN
COB, 153
COB-ID, 153
EMCY, 153
Geräteprofil, 153
NMT, 153
PDO, 153
SDO, 153
SYNC, 153
CANopen, 51
CANopen-Kommunikationsprofil, 153
CDS, 191
COB, 153
COB-ID, 153
Compound-Bremsung, 232, 233
Control Data Set, CDS, 191
Control Units, 21
B
Baugrößen (Frame Sizes), 25
Baustein, 16
Befehlsdatensatz, 191
Befehlsquelle, 184
Auswahl der, 14, 194
Befehlsquellen, 48
Beobachtungsparameter, 13
Betriebsanleitung, 336
BF (Bus Fault), 286
BICO-Baustein, 16
BICO-Parameter, 17
BICO-Technik, 17, 85
Binektoren, 16
Blockierschutz, 244, 245
Boost-Parameter, 208
BOP-2
Anzeige, 63
Menü, 64
D
Datenaustausch Feldbus, 97
Datensatz 47, 113
Datensicherung, 81, 83
Datenübertragung, 81, 83
Datum, 247
Digitalausgang, 47
Funktion, 85
Digitalausgänge
Funktionen der, 88
Digitaleingang, 47
Funktion, 85
DIP-Schalter
Analogeingang, 90
Download, 23, 81, 83
DP-V1 (PROFIBUS), 113
Drahtbruchüberwachung, 90, 213
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
339
Index
Übersicht, 183
Funktionsbausteine
Freie, 275, 277
Drehmomentüberwachung
Drehzahlabhängige, 244, 245
Drehrichtungsumkehr, 185
Dreidrahtsteuerung, 185
Dreidraht-Steuerung, 50
Dreieckschaltung (Δ), 37, 57
Drive Data Set, DDS, 279
Drive ES Basic, 23
Drosseln, 26
Druckregelung, 243
DS 47, 113, 332
DTC (Digital Time Clock), 249
Durchflussregelung, 243
G
Generatorische Leistung, 225
Geräteprofil, 153
Getting Started, 336
Gleichstrombremsung, 105, 229, 230, 231
GSD, 48, 49, 325
GSD (Generic Station Description), 98, 152
H
E
Echtzeituhr, 247
Einheitensystem, 221
Einheitenumschaltung, 219
Einstellparameter, 13
Elektromagnetische Störungen, 39
EMCY, 153
Energiesparmodus, 24
Erweiterter Notfallbetrieb, 24, 252
Extruder, 204
F
Fangen, 237, 238
Fehler Handbuch, 338
Feldbus konfigurieren, 48
Feldbusschnittstellen, 46
Feldschwächung, 37
FFC (Flux Current Control), 207
Filter, 26
Firmwareversion, 14
Förderband, 228
Fördertechnik, 71
Formatieren, 79
Fragen, 337
Frame Size (Baugröße), 25
Freies PDO Mapping / Predefined Connection Set, 161
FS (Frame Size), 25
Füllstandsregelung, 243
Funktionen
BOP-2, 64
HVAC, 184
Klimatechnik, 184
Lüfteranwendung, 184
Pumpenanwendung, 184
technologische, 184
Handbetrieb, 191
Handbücher
Download, 336
Übersicht, 336
Umrichter-Zubehör, 336
Hardwarekonfiguration, 324
Hebezeug, 204, 225, 234, 236
Hochlauframpe, 14
Hochlaufzeit, 14, 59, 203
Horizontalförderer, 204, 232, 234
Hotline, 337
HW-Konfig, 324
HW-Konfig (Hardwarekonfiguration), 324
I
I2t-Überwachung, 212
Imax-Regler, 215
Inbetriebnahme
Leitfaden, 53
Inbetriebnahme-Tools, 22
IND, 110, 126
Industry Mall, 337
Installation, 27
J
JOG-Funktion, 200
K
Kaskadenregelung, 24, 261
Katalog, 337
Kennlinie
ECO-Modus, 207
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
340
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Index
lineare, 206
parabolische, 206
quadratische, 206
Kennlinie 87 Hz, 37
Kippschutz, 244, 245
Klemmenleiste konfigurieren, 48
Kompressor, 204
Konnektoren, 16
Korrektur Handbuch, 338
Kran, 225, 236
KTY 84-Temperatursensor, 213
Kurzschlussüberwachung, 213
L
LED
BF, 286
RDY, 286
LED (Light Emitting Diode), 285
Leerlaufüberwachung, 244, 245
Linkslauf, 185
Listenhandbuch, 336
Losbrechmoment, 15
Lüfter, 184
M
Manual Collection, 336
Maximaldrehzahl, 14, 59, 202
Maximalstromregler, 215
Mehrzonenregelung, 257
Mehrzonenregler, 24
Menü
BOP-2, 64
Operator Panel, 64
Minimaldrehzahl, 14, 59, 202
MMC (Speicherkarte), 79
Montage, 27, 30
Montagehandbuch, 336
MOP (Motorpotenziometer), 196
MotID (Motordatenidentifikation), 66
Motoranschluss, 38
Motordaten identifizieren, 66, 72, 210, 211
Motornorm, 220
Motorpotenziometer, 196
Motorregelung, 184
Motortemperatursensor, 47, 214
N
Netzausfall, 239
Netzdrossel, 26, 28
Netzfilter, 26, 28
Netzwerkmanagement (NMT-Service), 167
NMT, 153
Node-ID einstellen, 154
Normierung Analogausgang, 93
Normierung Analogeingang, 90
Normierung Feldbus, 97
O
OFF1-Befehl, 185
ON-Befehl, 185
Operator Panel
Anzeige, 63
BOP-2, 22
Handheld, 22
IOP, 22
Menü, 64
Mounting Kit IP54, 22
P
Parameter
wichtige, 58
Parameter ändern
BOP-2, 65
STARTER, 74
Parameter sichern, 282
Parameter-Index, 110, 126
Parameterkanal, 107, 123
IND, 110, 126
PKE, 107, 123
PWE, 110, 127
Parameterkennung, 107, 123
Parameternummer
Offset der, 110, 126
Parametertypen, 13
PC Connection Kit, 22
PDO, 153
PID-Regler, 243
PKE, 107, 123
PKW (Parameter, Kennung, Wert), 101
Power Module, 21, 25
Technische Daten, 312, 318, 321
Power-On-Reset, 285
PROFIdrive, 101
Projektierungsunterstützung, 337
Prozessgrößen des Technologiereglers, 222
Prozessindustrie, 49
PTC-Temperatursensor, 213
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
341
Index
Pumpe, 184
PWE, 110, 127
PZD (Prozessdaten), 101
R
RDY (Ready), 286
Real Time Clock, 247, 249
Rechtslauf, 185
Regelungsart, 15, 59
RPDO, 159
RTC (Real Time Clock), 247, 249
Rücklauframpe, 14
Rücklaufzeit, 14, 59, 203
Rückspeisemöglichkeit, 236
S
Säge, 228, 232
Schleifmaschine, 225, 228, 232
Schnittstellen, 22, 46
Schnittstellen konfigurieren, 48
Schrägförderer, 204, 225, 234
Schutzfunktionen, 184
SD (Speicherkarte), 79
SDO, 153
SDO Dienste, 156
SDO-Protokolle, 157
Seitenindex, 110, 126
Serieninbetriebnahme, 23, 78
Sichern
Parameter, 282
Signalverschaltung, 16, 17
SIMATIC, 323, 325
Sinusfilter, 26
SIZER, 337
Sollwertaufbereitung, 184, 202
Sollwertquelle, 184
Auswahl der, 195, 197, 20114
Auswahl der, 195, 197, 20114
Auswahl der, 195, 197, 20114
Auswahl der, 195, 197, 20114
Sollwertquellen, 48
Spannungsanhebung, 15, 209
Speicherkarte
formatieren, 79
MMC, 79
SD, 79
Speichermedium, 78
SPS-Funktionalität, 18
Standardtelegramm 1, 48
STARTER
Bestellnummer, 22
Download, 22
Statusmeldungen, 184
STEP 7-Objektmanager, 325
Sternschaltung (Y), 37, 57
Steuerwort, 101
Steuerwort 1, 103
Steuerwort 3, 105
Störcode, 291
Störfall, 291
Störhistorie, 292
Störpuffer, 248, 291
Störung, 39
quittieren, 291, 292
Störwert, 291
Störzeit, 248, 291
behoben, 291
gekommen, 291
STW (Steuerwort), 101
STW1 (Steuerwort 1), 103
STW3 (Steuerwort 3), 105
Subindex, 110, 126
Support, 337
SYNC, 153
Synchronmotor, 207
Systemkomponenten, 28
Systemlaufzeit, 218
T
Technische Daten
Power Module, 312, 318, 321
Technologieregler, 222
Telegramm 20, 49
Telegrammtypen, 101, 326
Temperaturberechnung, 215
Temperaturerfassung über KTY, 213
Temperaturerfassung über PTC, 213
Temperatursensor, 213
Temperaturüberwachung, 212, 215
Temperaturüberwachung über ThermoClick, 213
ThermoClick-Temperatursensor, 213
Tippen, 48
TPDO, 159
U
U/f-Steuerung, 15, 59, 206
weitere Kennlinien), 207
Überlast, 15, 215
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
342
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
Index
Übersicht
Handbücher, 336
Übersicht der Funktionen, 183
Überspannung, 216
Uhrzeit, 247
UL zertifizierte Sicherungen, 303
Umgebungstemperatur, 57, 215
Umrichtersteuerung, 184
Umschalten
Freies PDO Mapping / Predefined Connection
Set, 161
Unterbaukomponenten, 28
Upload, 23, 79, 83
USS, 50
zusätzlicher Technologieregler 0, 222
zusätzlicher Technologieregler 1, 222
zusätzlicher Technologieregler 2, 222
Zustandswort, 101
Zustandswort 1, 104
Zustandswort 3, 106
Zweidrahtsteuerung, 185
Zweidraht-Steuerung, 50
Zwischenkreisspannung, 216
Zwischenkreis-Überspannung, 216
V
Vektorregelung, 15, 59
sensorlose, 210
Vektorregelung, 15, 59
Vektorregelung, 15, 59
Verbesserungsvorschlag Handbuch, 338
Verriegelung, 18
Vertikalförderer, 204, 225, 234
Voreinstellungen, 58
W
Warncode, 288
Warnhistorie, 289
Warnpuffer, 248, 288
Warnung, 248, 285, 288
Warnwert, 288
Warnzeit, 248, 288
Werkseinstellungen, 55, 58
Rücksetzen auf, 55
Werkseinstellungen nutzen, 60
Wickler, 204, 236
Wiedereinschaltautomatik, 239
Z
Zeitschaltuhr, 249
Zeitscheiben, 275
Zeitsteuerung, 249
Zentrifuge, 225, 228, 232, 236
ZSW (Zustandswort), 101
ZSW1 (Zustandswort 1), 104
ZSW3 (Zustandswort 3), 106
Zurücksetzen
Parameter, 55
Frequenzumrichter mit den Control Units CU230P-2 HVAC, CU230P-2 DP, CU230P-2 CAN
Betriebsanleitung, 01/2011, FW 4.4, A5E02430659A AD
343
Siemens AG
Industry Sector
Drive Technologies
Motion Control Systems
Postfach 3180
91050 ERLANGEN
DEUTSCHLAND
Technische Änderungen vorbehalten.
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