chemmacros - Manual

chemmacros v1.1
2011/06/22
Clemens Niederberger
http://www.mychemistry.eu/
contact@mychemistry.eu
‘chemmacros’ ist eine Sammlung von Hilfs-Makros f¨
ur Chemiker. Sie sind
dazu gedacht, das Schreiben von Chemie-Dokumenten mit LATEX 2ε schneller
und bequemer zu machen. Das betrifft unter anderem Nomanklatur, Oxidationszahlen, thermodynamische Daten, Newman-Projektionen, usw.
Inhaltsverzeichnis
1 Lizenz, Voraussetzungen
3
2 Paket-Optionen
4
3 Teilchen, Ionen und ein Symbol
4
4 Stereo-Deskriptoren, Nomenklatur, lateinische Ausdr¨
ucke
4.1 Stereo-Deskriptoren und Nomenklatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4.2 Lateinische Ausdr¨
ucke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5
5
7
5 Einheiten f¨
ur ‘siunitx’
8
6 S¨
aure/Base
9
7 Oxidationszahlen und (echte) Ladungen
9
7.1 Ionenladungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
7.2 Oxidationszahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
7.3 Partialladungen und ¨
ahnliches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
8 Reaktionsmechanismen
11
9 Redoxreaktionen
12
10 (Standard) Zustand, Thermodynamik
10.1 Thermodynamische Gr¨
oßen . . .
10.1.1 Neue Gr¨
oßen definieren .
10.1.2 Gr¨
oßen umdefinieren . . .
10.2 State . . . . . . . . . . . . . . . .
14
14
15
16
16
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11 Spektroskopie
17
12 Befehle f¨
ur ‘mhchem’
12.1 Reaktionsumgebungen . . . . . . . .
12.1.1 Durch ‘chemmacros’ definiert
12.1.2 Eigene Reaktionen . . . . . .
12.2 Phasen . . . . . . . . . . . . . . . . .
12.3 Beschriftungen . . . . . . . . . . . .
19
20
20
22
23
24
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13 Newman-Projektionen
26
14 p-Orbitale
27
15 Liste der Befehle
30
2
1 Lizenz, Voraussetzungen
‘chemmacros’ v1.1 steht unter der LATEX Project Public License Version 1.3 oder sp¨ater.
(http://www.latex-project.org/lppl.txt)
‘chemmacros’ ruft intern die Pakete ‘amsmath’1) , ‘ifthen’2) , ‘siunitx’3) , ‘xparse’4) und
‘tikz’ (Tik Z = ‘pgf’5) ) sowie die TikZlibrary calc auf. Sind sie nicht vorhanden, wird
eine Fehlermeldung ausgegeben.
‘siunitx’ ben¨
otigt LATEX3-Unterst¨
utzung, die durch die Bundles ‘expl3’6) und ‘xpackages’7) bereitgestellt wird. ‘xparse’ ist Teil des ‘xpackages’-Bundles. In der Folge ben¨otigt
auch ‘chemmacros’ LATEX3-Unterst¨
utzung.
Manche Befehle haben unterschiedliche Definitionen, je nachdem ob andere Pakete vom
Benutzer vorher geladen wurden oder nicht. Manche Befehle werden auch nur definiert,
wenn ein bestimmtes Paket geladen ist. Das betrifft die Pakete ‘bpchem’8) , ‘chemstyle’9)
und ‘mhchem’10) . An entsprechender Stelle in der Dokumentation wird auf die Unterschiede konkret hingewiesen.
F¨
ur die Paketoption bpchem (Abschnitt 2) wird das Paket ‘bpchem’ ben¨otigt.
F¨
ur die Paketoption xspace (Abschnitt 2) wird das Paket ‘xspace’11) ben¨otigt.
Wenn der Benutzer das Paket ‘mhchem’ l¨adt, so werden außerdem die Pakete ‘mathtools’12) und ‘environ’13) ben¨
otigt.
Bitte beachten Sie, dass sich mit der Version 1.1 die Paketoptionen ver¨
andert
haben.
1)
2)
3)
4)
5)
6)
7)
8)
9)
10)
11)
12)
13)
http://www.ctan.org/pkg/amsmath
http://www.ctan.org/pkg/ifthen
http://www.ctan.org/pkg/siunitx
http://www.ctan.org/pkg/xparse
http://www.ctan.org/pkg/pgf
http://www.ctan.org/pkg/expl3
http://www.ctan.org/pkg/xpackages
http://www.ctan.org/pkg/bpchem
http://www.ctan.org/pkg/chemstyle
http://www.ctan.org/pkg/mhchem
http://www.ctan.org/pkg/xspace
http://www.ctan.org/pkg/mathtools
http://www.ctan.org/pkg/environ
3
2 Paket-Optionen
NEU v.1.1
‘chemmacros’ hat vier Paketoptionen:
bpchem Durch diese Option wird zum einen das Paket ‘bpchem’ geladen und zum anderen das Aussehen des \NMR-Befehls dem der ‘bpchem’-Befehle \HNMR und \CNMR
1
angepasst. Ohne Option: 1 H-NMR: δ; Mit Option: H-NMR: δ;
circled Manche Chemiker – darunter ich – bevorzugen umkreiste Ladungssymbole, um
sie von dem Additions- und Subtraktionssymbol klar abzugrenzen. Per Default
werden sie bei ‘chemmacros’ allerdings nicht umkreist angezeigt (+ und −). Mit
der Option circled verwenden alle Befehle von ‘chemmacros’ die Symbole mit
Kreis (⊕ und ).
german Die Option a
¨ndert den Befehl \pKa von pKA in pKS und die Befehle \solid
und \liquid von (s) und (l) in (f) bzw. (fl) .
xspace Mit der Option bekommen folgende Befehle ein \xspace angeh¨angt: \Hpl \HtO
\water \Hyd \HtO \pH \pOH \pKa \pKb \cis \trans \insitu \abinitio \mech
\NMR H⊕ H3 O⊕ H2 O OH H3 O⊕ pH pOH pKS pKB cis trans in situ ab initio SN
1 H-NMR: δ
Bitte beachten Sie, dass die beiden Befehle \cis und \trans auch durch das
‘bpchem’-Paket definiert werden. Falls Sie das Paket laden, werden sie durch ‘chemmacros’ umdefiniert. Bei ‘bpchem’ haben sie immer ein angeh¨angtes \xspace, mit
‘chemmacros’ nur mit Option xspace. Abgesehen davon sind sie identisch.
3 Teilchen, Ionen und ein Symbol
Eine Reihe einfacher Makros, um h¨aufig gebrauchte Teilchen sowie ein Symbol darzustellen. Beachten Sie, dass die Darstellung von den verwendeten Paketoptionen abh¨angt,
siehe Abschnitt 2.
• \Hpl H⊕ (Proton)
• \Hyd OH (Hydroxid)
NEU v.1.1
NEU v.1.1
• \HtO H3 O⊕ (Oxonium) (H three O)
• \water H2 O
4
• \el e (Elektron)
• \prt p⊕ (Proton)
• \ntr n0 (Neutron)
NEU v.1.1
• \Nu Nu (Nucleophil)
NEU v.1.1
• \El E⊕ (Elektrophil)
• \transitionstatesymbol
NEU v.1.1
¨
Ubergangszustandssymbol
(verwendet ‘Tik Z’)
Diese Befehle sind sowohl im Text- wie im Mathematikmodus einsetzbar. Je nachdem, ob
‘mhchem’ geladen wurde oder nicht, werden Atome in den \cf{}-Befehl von ‘mhchem’
oder in eine \mbox{} geschrieben.
Daneben gibt es noch einen weiteren Befehl, mit dem Radikale mit Ladungen und Index
geschrieben werden k¨
onnen.
• \R[<sign>]{<subscript>} z. B. \R[+]{tert} \R[-]{sek} \R{prim} R⊕
tert Rsek
Rprim
4 Stereo-Deskriptoren, Nomenklatur, lateinische Ausdr¨
ucke
4.1 Stereo-Deskriptoren und Nomenklatur
Die folgenden Makros sollen das Schreiben von IUPAC-Namen etwas erleichtern:
• Cahn-Ingold-Prelog:
– \Rcip (R)
– \Scip (S)
– \cip{<conf>} z. B.: \cip{R,S} (R,S)
• Fischer:
– \Dfi d
– \Lfi l
5
• cis/trans und zusammen/entgegen:
– \Z (Z)
– \E (E)
– \cis cis (Dieser Befehl wird auch von ‘bpchem’ definiert. ‘chemmacros’
schreibt in diesem Fall die Definition leicht um, siehe Abschnitt 2.)
– \trans trans (Dieser Befehl wird auch von ‘bpchem’ definiert. ‘chemmacros’
schreibt in diesem Fall die Definition leicht um, siehe Abschnitt 2.)
• ortho/meta/para:
– \ortho o
– \meta m
– \para p
Anzeigen der absoluten Konfiguration (verwendet ‘Tik Z’):
• \Rconf[<letter>] \Rconf: R
\Rconf[]:
• \Sconf[<letter>] \Sconf: S
\Sconf[]:
Beispiele:
1
\ Dfi - Weins ¨
a ure = \ cip {2 S ,3 S } - Weins ¨
a ure
d-Weins¨
aure = (2S,3S)-Weins¨
aure
1
\ Dfi -($ -$) - Threose = \ cip {2 S ,3 R } -($ -$) -2 ,3 ,4 Trih ydroxy butana l
d-(−)-Threose = (2S,3R)-(−)-2,3,4-Trihydroxybutanal
1
\ cis -2 - Buten = \Z -2 - Butene , \ cip {2 E ,4 Z } - Hexadiene
cis-2-Buten = (Z)-2-Butene, (2E,4Z)-Hexadiene
1
\ meta - Xylol = 1 ,3 - Dimethylbenzene
m-Xylol = 1,3-Dimethylbenzene
6
1
2
% mit ‘ bpchem ’ s Befehl \ IUPAC :
\ IUPAC {\ Dfi \ - Wein \| s ¨
a ure } = \ IUPAC {\ cip {2 S ,3 S }\ - Wein \| s ¨
a
ure } , \ IUPAC {\ Dfi \ -($ -$) \ - Threose } = \ IUPAC {\ cip {2 S ,3 R
}\ -($ -$) \ -2 ,3 ,4\ - Tri \| hydroxy \| butanal }
d-Weins¨
aure = (2S,3S)-Weins¨
aure, d-(−)-Threose = (2S,3R)-(−)-2,3,4-Trihydroxybutanal
Im letzten Beispiel wurde der Befehl \IUPAC des Pakets ‘bpchem’ eingesetzt.
Das Aussehen h¨
angt nat¨
urlich von gew¨ahlten Font ab:
1
2
3
4
5
\ cip {2 S ,3 R } \ E \ Z \ Dfi \ Lfi \ par
\ fontfamily { ptm }\ selectfont
\ cip {2 S ,3 R } \ E \ Z \ Dfi \ Lfi \ par
\ fontfamily { ppl }\ selectfont
\ cip {2 S ,3 R } \ E \ Z \ Dfi \ Lfi
(2S,3R) (E)(Z)dl
(2S,3R) (E)(Z)DL
(2S,3R) (E)(Z)DL
4.2 Lateinische Ausdr¨
ucke
NEU v.1.1
Zuletzt gibt es noch zwei Befehle f¨
ur gebr¨auchliche lateinische Ausdr¨
ucke.
• \insitu in situ
• \abinitio ab initio
Falls ebenfalls das Paket ‘chemstyle’ geladen wurde1) , wird f¨
ur die Definition der ‘chemstyle’-Befehl \latin verwendet. Das bedeutet, dass das Schriftbild dann durch die ‘chemstyle’-Einstellung abbremph beeinflusst wird:
1
2
3
1)
\ insitu , \ abinitio \\
\ cstsetup { abbremph = false }
\ insitu , \ abinitio
‘chemstyle’ definiert weitere ¨
ahnliche Befehle wie et al ., in vacuo.
7
in situ, ab initio
in situ, ab initio
Falls ‘chemstyle’ nicht geladen wurde, werden sie kursiv gesetzt.
5 Einheiten f¨
ur ‘siunitx’
NEU v.1.1
Manche nicht-SI-Einheiten sind in der Chemie sehr gebr¨auchlich. ‘siunitx’ bietet den
Befehl \DeclareSIUnit{<command>}{<unit>}, mit dem man beliebige Einheiten definieren kann. ‘chemmacros’ stellt einige damit definierte Einheiten zur Verf¨
ugung. Wie
alle ‘siunitx’-Einheiten sind sie nur innerhalb von \SI{<num>}{<unit>} und \si{<unit
>} definiert.
• \atmosphere atm
• \atm atm
• \calory cal
• \cal cal
• \cmc cm3
1)
• \molar mol dm−3
1)
• \moLar mol L−1
• \Molar m
1)
• \MolMass g mol−1
• \normal n
• \torr torr
¨
Ubrigens:
\mmHg mmHg ist durch ‘siunitx’ und ‘chemstyle’ bereits definiert.
1)
Diese Einheiten werden auch durch ‘chemstyle’ definiert. Sie werden durch ‘chemmacros’ nur definiert, wenn ‘chemstyle’ nicht geladen wird.
8
6 S¨
aure/Base
NEU v.1.1
Einfache Darstellung von pH, pKS . . .
• \pH pH
• \pOH pOH
• \pKa[<num>] \pKa pKS , \pKa[1] pKS1
• \pKb[<num>] \pKb pKB , \pKb[1] pKB1
Diese Befehle sind sowohl im Text- wie im Mathematikmodus und im \ce-Befehl von
‘mhchem’ einsetzbar. Der Befehl \pKa h¨angt von der Paketoption german ab, siehe Abschnitt 2.
7 Oxidationszahlen und (echte) Ladungen
7.1 Ionenladungen
Einfaches Darstellen von Ladungen:
• \pch[<number>] positive Ladung (plus + charge):\pch
[2] Ca2⊕
⊕,
Na\pch Na⊕ , Ca\pch
• \mch[<number>] negative Ladung (minus + charge): \mch , F\mch F , S\mch[2]
S2
7.2 Oxidationszahlen
Setzen von Oxidationszahlen:
• \ox{<number>,<atom>} setzt <number> u
¨ber <atom>; \ox{+1,Na}, \ox{+I,Na},
+1
+I
−2
−II
\ox{-2,S}, \ox{-II,S} Na, Na, S , S
Wenn das Paket ‘mhchem’ geladen wurde, wird <atom> innerhalb des \cf-Befehls ge+II −I
+II −I
setzt: \ox{+II,Ca}\ox{-I,F2} CaF2 . Ohne ‘mhchem’ funktioniert das so nicht (CaF2)
9
und die konventionelle Methode muss verwendet werden: \ox{+II,Ca}\ox{-I,F$_2$}
+II −I
CaF2 .
7.3 Partialladungen und ¨
ahnliches
Vielleicht selten gebraucht, nichtsdestoweniger n¨
utzlich:
• \delp
δ⊕
(delta + plus)
• \delm
δ
(delta + minus)
Diese Makros k¨
onnen zum Beispiel mit dem \ox-Befehl eingesetzt werden oder zusammen
mit dem Paket ‘chemfig’1) :
\ ox {\ delp , H }\ ox {\ delm , Cl }\ par
\ chemfig {\ chemabove [3 pt ]{\ lewis {246 , Br }}{\ delm } -\
chemabove [3 pt ]{ H }{\ delp }}
1
2
δ⊕ δ
H Cl
δ
δ⊕
Br
H
Auch die beiden folgenden Makros sind v.a. beim Einsatz mit ‘chemfig’ n¨
utzlich.
• \scrp ⊕(scriptstyle + plus)
• \scrm (scriptstyle + minus)
Zum Beispiel:
1
{\ setatomsep {1.8 em }\ chemfig { CH _3 -\ chemabove { C }{\ scrp
}( -[6] C | H _3) -\ vphantom { H _3} CH _3}}
⊕
CH3 C
CH3
CH3
10
8 Reaktionsmechanismen
NEU v.1.1
Der Befehl
1
\ mech [ < type >]
erlaubt die Angabe der verbreitetsten Reaktionsmechanismen. <type> kann einer der
folgenden Werte annehmen:
• <type>= (leer, kein opt. Argument) nukleophile Substitution \mech SN
• <type>=1 unimolekulare nukleophile Substitution \mech[1] SN 1
• <type>=2 bimolekulare nukleophile Substitution \mech[2] SN 2
• <type>=se elektrophile Substitution \mech[se] SE
• <type>=1e unimolekulare elektrophile Substitution \mech[1e] SE 1
• <type>=2e bimolekulare elektrophile Substitution \mech[2e] SE 2
• <type>=ar elektrophile Substitution am Aromaten \mech[ar] Ar-SE
• <type>=e Eliminierung \mech[e] E
• <type>=1 unimolekulare Eliminierung \mech[e1] E1
• <type>=2 bimolekulare Eliminierung \mech[e2] E2
• <type>=cb unimolekulare Eliminierung conjugated base“, also u
¨ber Carbanion
”
als Zwischenstufe \mech[cb] E1cb
Dieser Befehl ist auch in Mathematikumgebungen und im \ce-Befehl von ‘mhchem’
einsetzbar.
1
$\ mech [ cb ]$ \ ce {\ mech [2]} \ ce {\ mech [ ar ]}
E1cb SN 2 Ar-SE
1)
http://www.ctan.org/pkg/chemfig
11
9 Redoxreaktionen
‘chemmacros’ stellt zwei Befehle zur Verf¨
ugung1) , mit denen die Elektronen¨
ubertragungen bei Redoxreaktionen angezeigt werden k¨onnen. Die Befehle verwenden ‘Tik Z’.
1
2
\ OX { < name > , < atom >}
\ redox ( < name 1 > , < name 2 >) [ < tikz >][ < dim >]{ < text >}
Mit \OX wird ein <atom> in eine Node geschrieben, die den Namen <name> bekommt. Hat
man zwei \OX gesetzt, k¨
onnen Sie durch \redox mit einen Linie verbunden werden. Dazu
werden die Namen der zu verbindenen Nodes in die Runden Klammern geschrieben. Da
\redox ein Tikzpicture mit den Optionen remember picture,overlay zeichnet, muss
das Dokument mindestens zweimal kompiliert werden.
\ OX {a , Na } $\ rightarrow $ \ OX {b , Na }\ pch \ redox (a , b ) {
oxidation }
oxidation
1
Na → Na⊕
Die Linie kann via <tikz> mit ‘Tik Z’-Keys angepasst werden:
1
NEU v.1.1
\ OX {a , Na } $\ rightarrow $ \ OX {b , Na }\ pch \ redox (a , b ) [ - > , red ]{
ox }
ox
Na → Na⊕
Mit <dim> kann die L¨
ange der vertikalen Linie festgelegt werden. Diese ist per Default .6
em lang. Diese Default-L¨
ange wird mit <dim> multipliziert. Gibt man hier einen negativen
Wert an, wird die Linie unterhalb des Textes geschrieben.
1
2
3
\ OX {a , Na } $\ rightarrow $ \ OX {b , Na }\ pch
\ redox (a , b ) [ - > , red ]{ ox }
\ redox (a , b ) [ < - , blue ][ -1]{ red }
ox
Na → Na⊕
red
Die Default-L¨
ange der vertikalen Linien kann mit \setredoxdist{<length>} angepasst
werden:
1
2
3
1)
\ OX {a , A } $\ rightarrow $ \ OX {b , B }
\ redox (a , b ) {}
\ bigskip
Dank an Peter Cao, der das Feature vorschlug.
12
\ setredoxdist {1 em }
\ OX {a , A } $\ rightarrow $ \ OX {b , B }
\ redox (a , b ) {}
4
5
6
A→B
A→B
Mit einem leeren Argument wird die Voreinstellung wieder hergestellt.
Die Befehle funktionieren auch mit dem ‘mhchem’-Befehl \ce und in Verbindung mit
dem \ox-Befehl (Abschnitt 7.2).
\ ce { 2 \ OX { o 1 , Na } + \ OX { r 1 , Cl 2} -> 2 \ OX { o 2 , Na }\ pch + 2 \
OX { r 2 , Cl }\ mch }
\ redox ( o 1 , o 2) {\ small OX : $ - 2\ el $}
\ redox ( r 1 , r 2) [][ -1]{\ small RED : $+ 2\ el $}
1
2
3
OX: −2e
2 Na⊕ + 2 Cl
2 Na + Cl2
RED: +2e
\ ce { 2 \ OX { o 1 ,\ ox {0 , Na }} + \ OX { r 1 ,\ ox {0 , Cl 2}} -> 2 \ OX { o
2 ,\ ox {+ I , Na }}\ pch + 2 \ OX { r 2 ,\ ox { -I , Cl }}\ mch }
\ redox ( o 1 , o 2) {\ small OX : $ - 2\ el $}
\ redox ( r 1 , r 2) [][ -1]{\ small RED : $+ 2\ el $}
1
2
3
OX: −2e
0
0
+I
−I
2 Na⊕ + 2 Cl
2 Na + Cl2
RED: +2e
\ ce { 2 \ OX { o 1 ,\ ox {0 , Na }} + \ OX { r 1 ,\ ox {0 , Cl 2}} -> 2 \ OX { o
2 ,\ ox {+ I , Na }}\ pch + 2 \ OX { r 2 ,\ ox { -I , Cl }}\ mch }
\ redox ( o 1 , o 2) [ draw = red , - >][3.33]{\ small OX : $ - 2\ el $}
\ redox ( r 1 , r 2) [ draw = blue , - >]{\ small RED : $+ 2\ el $}
1
2
3
OX: −2e
RED: +2e
0
0
2 Na + Cl2
1
2
3
+I
−I
2 Na⊕ + 2 Cl
\ ce { 2 \ OX { o 1 ,\ ox {0 , Na }} + \ OX { r 1 ,\ ox {0 , Cl 2}} -> 2 \ OX { o
2 ,\ ox {+ I , Na }}\ pch + 2 \ OX { r 2 ,\ ox { -I , Cl }}\ mch }
\ redox ( o 1 , o 2) [ green , - stealth ]{\ small OX : $ - 2\ el $}
\ redox ( r 1 , r 2) [ purple , - stealth ][ -1]{\ small RED : $+ 2\ el $}
13
OX: −2e
0
0
2 Na + Cl2
+I
−I
2 Na⊕ + 2 Cl
RED: +2e
10 (Standard) Zustand, Thermodynamik
10.1 Thermodynamische Gr¨
oßen
Die folgenden Befehle verwenden ‘siunitx’:
• \Enthalpy[<sub>,<sup>,<unit>,<subscript pos>]{<value>}
• \Entropy[<sub>,<sup>,<unit>,<subscript pos>]{<value>}
• \Gibbs[<sub>,<sup>,<unit>,<subscript pos>]{<value>}
NEU v.1.1
Ihr Einsatz ist eigentlich selbsterkl¨arend:
mit \Enthalpy{123} wird ∆H −◦ = 123 kJ mol−1 gesetzt.
M¨ochte man genauer spezifizieren, wof¨
ur die Enthalpie gelten soll (Reaktion, Bildung,
. . . ), kann man das u
¨ber das erste optionale Argument (<sub>) machen:
\Enthalpy[r]{123} ∆r H −◦ = 123 kJ mol−1
−
◦
= 123 kJ mol−1
\Enthalpy[Subl.,,,right]{123} ∆HSubl.
Im letzten Beispiel haben Sie auch gleich den Einsatz des vierten optionalen Arguments
(<subscript pos>) gesehen: es bestimmt, ob das Subskript links oder rechts von Symbol
eingesetzt wird und kann die Werte left (oder leer) oder right annehmen.
Das Standardzustandssymbol kann durch das zweite optionale Argument (<sup>) ersetzt
werden. . .
\Enthalpy[,\transitionstatesymbol]{123} ∆H = 123 kJ mol−1
. . . und ist sonst abh¨
angig davon, ob das Paket ‘chemstyle’ geladen wurde, siehe Abschnitt
10.2.
Mit dem dritten optionalen Argument (<unit>) schließlich kann die Einheit ge¨andert
werden:
\Enthalpy[,,\kilo\calory\per\mole]{123} ∆H −◦ = 123 kcal mol−1
Die Einheit wird jeweils entsprechend der Regeln von ‘siunitx’ gesetzt und h¨angt von
den dort gew¨
ahlten Optionen ab.
1
2
\ Enthalpy { -1234.56 e 3}\ par
\ sisetup { per - mode = symbol , exponent - product =\ cdot , output decimal - marker ={ ,} , group - four - digits = true }
14
3
\ Enthalpy { -1234.56 e 3}
∆H −◦ = −1234.56 × 103 kJ mol−1
∆H −◦ = −1 234,56 · 103 kJ/mol
Ganz entsprechendes gilt f¨
ur
1
\ Entropy {12.3} , \ Gibbs { -12.3}.
S −◦ = 12.3 J K−1 mol−1 , ∆G−◦ = −12.3 kJ mol−1 .
10.1.1 Neue Gr¨
oßen definieren
Mit dem Befehl
1
\ setnewstate [ < standard sup > , < Delta symbol > , < subscript pos
>]{ < name >}{ < symbol >}{ < unit >}
k¨onnen Sie auch neue entsprechende Befehle festlegen:
1
2
3
\ setnewstate { Helmholtz }{ A }{\ kilo \ joule \ per \ mole }
\ setnewstate [ ,, right ]{ ElPot }{ E }{\ volt }
\ Helmholtz {123.4} \ ElPot { -1.1} \ ElPot [\ ce { Sn }|\ ce { Sn \ pch
[2]}||\ ce { Pb \ pch [2]}|\ ce { Pb } ,0]{0.01}
0
∆A−◦ = 123.4 kJ mol−1 ∆E = −1.1 V ∆ESn|Sn
2⊕ ||Pb2⊕ |Pb = 0.01 V
Wie Sie sehen, hat \ElPot durch die Definition sein Subskript nun per Default rechts.
Nat¨
urlich l¨
asst es sich durch Angabe der Option \ElPot[r,,,left]{0.12} immer noch
nach links setzen: ∆r E = 0.12 V (auch wenn das in diesem Fall vielleicht wenig sinnvoll
ist).
Tats¨achlich wurden
1
\ Enthalpy , \ Entropy , \ Gibbs
u
¨ber
1
2
3
\ setnewstate { Enthalpy }{ H }{\ kilo \ joule \ per \ mole }
\ setnewstate [ , ]{ Entropy }{ S }{\ joule \ per \ kelvin \ per \ mole }
\ setnewstate { Gibbs }{ G }{\ kilo \ joule \ per \ mole }
definiert.
15
10.1.2 Gr¨
oßen umdefinieren
NEU v.1.1
Mit
1
\ renewstate [ < standard sup > , < Delta symbol > , < subscript pos
>]{ < name >}{ < symbol >}{ < unit >}
k¨onnen Sie die vordefinierten Befehle u
¨berschreiben:
1
2
\ renewstate { Enthalpy }{ h }{\ joule }
\ Enthalpy [ f ]{12.5}
∆f h−◦ = 12.5 J
Um thermodynamischen Konventionen zu folgen, k¨onnte man also eine molare und eine
absolute Gr¨
oße definieren:
1
2
3
\ setnewstate [ ]{ enthalpy }{ h }{\ kilo \ joule \ per \ mole } % molar
\ renewstate [ ]{ Enthalpy }{ H }{\ kilo \ joule } % absolut
\ enthalpy { -12.3} \ Enthalpy { -12.3}
∆h = −12.3 kJ mol−1 ∆H = −12.3 kJ
10.2 State
Die in Abschnitt 10.1 vorgestellten Befehle verwenden intern alle den Befehl
1
\ State [ < sup > , < Delta symbol > , < subscript pos >]{ < symbol >}{ <
subscript >}
Mit diesem Befehl k¨
onnen die thermodynamischen Gr¨oßen auch ohne Zahl und Einheit
angegeben werden. Beachten Sie, dass {<subscript>} ein optionales Argument ist.
Beispiele:
1
\ State { A } , \ State { G }{ f } , \ State [ ,, right ]{ E }{\ ce { Na }} , \
State [\ SI {1000}{\ celsius }]{ H }
∆A−◦ , ∆f G−◦ , ∆ENa , ∆H 1000
◦C
Zugegeben: nicht in jedem Fall ist ist das einfacher oder bequemer als die direkte Eingabe
wie zum Beispiel $\Delta E_\ce{Na}$ ∆ENa . Die Beispiele sollen lediglich verdeutli-
16
chen, wie der Befehl funktioniert und eingesetzt werden kann. Im ersten Fall spart man
sicher Zeit gegen¨
uber $\Delta_\mathrm{f}G^\standardstate$ ∆f G−◦ .
NEU v.1.1
Das Standardzustandssymbol −
◦ wird nur angezeigt, wenn das Paket ‘chemstyle’ geladen
wurde und mit dem Befehl \standardstate zur Verf¨
ugung steht. Sonst wird das Symbol \circ ◦ verwendet. \State{A}{b}: Wenn ‘chemstyle’ geladen wurde ∆b A−◦ , sonst
∆ b A◦ .
Mit dem Befehl
1
\ setst atesub script { < subscript pos >}
kann man die Voreinstellung der Subskript-Position festlegen. Wie Sie sicher schon festgestellt haben, ist sie per Default left.
1
2
3
\ State { A }{ b }\\
\ setst atesub script { right }
\ State { A }{ b }
∆b A−◦
◦
∆A−
b
Diese Einstellung hat keinen Einfluss auf die Funktionsweise von \setnewstate und
\renewstate.
11 Spektroskopie
NEU v.1.1
Wenn Substanzen darauf untersucht werden, ob sie sind, was sie sein wollen, kommt man
in der Regel um die NMR-Spektroskopie nicht herum. Dabei werden die Messergebnisse
oft in der Form 1 H-NMR (400 MHz, CDCl3 ): δ = 1.59 (q, 1H, J = 11.6 Hz, H-4). . . angegeben. ‘chemmacros’ stellt einen Befehl zur Verf¨
ugung, der diese Angaben vereinfachen
soll (verwendet ‘siunitx’).
1
2
\ NMR { < num > , < elem >}( < num > , < unit >) [ < solvent >]
\ NMR *{ < num > , < elem >}( < num > , < unit >) [ < solvent >]
Alle Argumente dieses Befehls sind optional. In der einfachsten Eingabe liefert der Befehl:
• \NMR 1 H-NMR: δ (entspricht weitestgehend dem ‘bpchem’-Befehl \HNMR)
• \NMR* 1 H-NMR (Ausgabe ohne : $\delta$)
17
Mit dem ersten Argument l¨
asst die die Art der NMR ¨andern:
• \NMR{13,C}
13 C-NMR:
• \NMR*{13,C}
δ
13 C-NMR
Mit dem zweiten Argument kann die bei der Messung verwendete Frequenz (in MHz)
angegeben werden:
• \NMR(400) 1 H-NMR (400 MHz): δ
• \NMR*(400) 1 H-NMR (400 MHz)
Die verwendete Einheit kann durch explizite Angabe ge¨andert werden:
• \NMR(4e8,\hertz) 1 H-NMR (4 × 108 Hz): δ
• \NMR*(4e8,\hertz) 1 H-NMR (4 × 108 Hz)
Das Setup von ‘siunitx’ wirkt sich ebenfalls auf diesen Befehl aus:
• \sisetup{exponent-product=\cdot}\NMR(4e8,\hertz) 1 H-NMR (4 · 108 Hz): δ
• \sisetup{exponent-product=\cdot}\NMR*(4e8,\hertz) 1 H-NMR (4 · 108 Hz)
Mit dem dritten Argument schließlich kann der verwendete Standard spezifiziert werden:
• \NMR[CDCl3] 1 H-NMR (CDCl3 ): δ
• \NMR*[CDCl3] 1 H-NMR (CDCl3 )
Das L¨osungsmittel wird abh¨
angig davon, ob Sie ‘mhchem’ verwenden, in den \ce-Befehl
gesetzt. Wenn Sie ‘mhchem’ nicht verwenden, wird der Index nicht automatisch erkannt
und Sie m¨
ussen die Mathematik-Variante verwenden:
• \NMR[CDCl$_3$] 1 H-NMR (CDCl3 ): δ
• \NMR*[CDCl$_3$] 1 H-NMR (CDCl3 )
Alle Argumente k¨
onnen beliebig kombiniert werden, der Befehl kann außerdem auch im
Mathematikmodus verwendet werden.
18
Wenn Sie wollen, dass das Erscheinungsbild mit dem von ‘bpchem’ u
¨bereinstimmt (vgl.
1
‘bpchem’-Befehl \HNMR H-NMR: δ und ‘chemmacros’-Befehl \NMR 1 H-NMR: δ), dann
verwenden Sie die Paketoption bpchem (siehe Abschnitt 2).
Beispiele:
1
2
3
4
5
\ NMR {13 , C }(100) \\
\ NMR *{13 , C }(100) \\
\ NMR *{19 , F }[ CFCl 3] \\
\ NMR *{19 , F }(285) [ CFCl 3] \\
\ NMR (400) [ CDCl 3] = \ num {1.59} (q , 1H , \ textit { J } = \ SI
{11.6}{\ hertz } , H -4)
13 C-NMR
(100 MHz): δ
(100 MHz)
19 F-NMR (CFCl )
3
19 F-NMR (285 MHz, CFCl )
3
1 H-NMR (400 MHz, CDCl ): δ = 1.59 (q, 1H, J = 11.6 Hz, H-4)
3
13 C-NMR
12 Befehle f¨
ur ‘mhchem’
Einige Makros sind f¨
ur den Gebrauch mit ‘mhchem’ gedacht und stehen zur Verf¨
ugung,
wenn das Paket geladen wird. Bevor sie beschrieben werden einige Worte zur Verwendung
von Befehlen innerhalb der \ce- und \cee-Befehle. Wohl aufgrund der Art und Weise,
wie die Befehle ausgelesen werden, kann es immer wieder zu Schwierigkeiten kommen,
vor allem, wenn Befehle mit Argumenten dort eingesetzt werden.
H¨aufig m¨
ussen zum Beispiel Leerstellen gelassen werden:
1
2
3
4
\ ce { Na \ pch }\\
\ ce { Ca \ pch [2]}\\
\ ce { Ca \ pch [2]}\\
\ ce { Ca $\ pch [2]$}
%
%
%
%
kein Problem
falsche Darstellung
richtige Darstellung
richtige Darstellung
Na⊕
Ca⊕ [2 ]
Ca2⊕
Ca2⊕
In der Regel ist es auch n¨
otig, Argumente mit geschweiften Klammern enden zu lassen:
1
\ ce {\ mch OMe }\\
% falsche Darstellung
19
2
3
\ ce {\ mch {} OMe }\\ % richtige Darstellung
\ ce {$\ mch $ OMe }
% richtige Darstellung
OM e
OMe
OMe
Das betrifft nicht nur ‘chemmacros’-Befehle!
1
2
3
\ ce { A \ quad B } \ ce { Na 2\ textbf { O }}\\
% falsche
Darstellung
\ ce { A \ quad {} B } \ ce { Na 2 \ textbf { O }}\\ % richtige
Darstellung
\ ce { A $\ quad $ B } \ ce { Na 2 \ textbf { O }}
% richtige
Darstellung
A B Na2 O
A B Na2 O
A B Na2 O
Wie Sie sehen k¨
onnen, k¨
onnen Sie in den meisten F¨allen anstelle der Leerstellen oder
geschweiften Klammern die entsprechenden Befehle zwischen $ $ schreiben.
12.1 Reaktionsumgebungen
12.1.1 Durch ‘chemmacros’ definiert
Es stehen die Umgebungen. . .
1
2
3
4
5
6
\ begin { reaction }
< mhchem code >
\ end { reaction }
\ begin { reactions }
< mhchem code >
\ end { reactions }
. . . sowie die Varianten. . .
1
2
3
4
\ begin { reaction *}
< mhchem code >
\ end { reaction *}
\ begin { reactions *}
20
5
6
< mhchem code >
\ end { reactions *}
. . . zur Verf¨
ugung. Mit ihnen lassen sich (un)nummerierte Reaktionsgleichungen ¨ahnlich
mathematischer Formeln erstellen.
Die Umgebung reaction/reaction* verwendet die Mathematik-Umgebung equation
/equation* und die Umgebung reactions/reactions* die Mathematik-Umgebung
align/align*, um die Reaktionen zu setzen.
Reaktion mit Z¨
ahler:
1
2
3
\ begin { reaction }
A -> B
\ end { reaction }
A
B
C
D
{1}
Reaktion ohne Z¨
ahler:
1
2
3
\ begin { reaction *}
C -> D
\ end { reaction *}
mehrere ausgerichtete Reaktionen mit Z¨ahler:
1
2
3
4
\ begin { reactions }
A
& - > B + C \\
D + E &-> F
\ end { reactions }
A
D+E
B+C
{2}
F
{3}
mehrere ausgerichtete Reaktionen ohne Z¨ahler:
1
2
3
4
\ begin { reactions *}
G
& - > H + I \\
J + K &-> L
\ end { reactions *}
21
G
H+I
L
J+K
Wenn Sie das Aussehen des Z¨
ahlers ¨andern wollen, so k¨onnen Sie \renewtagform{<
tagname>}[<format>]{<right delim>}{<left delim>}1) verwenden.
1
2
3
4
\ renewtagform { CMreaction }[ R \ textbf ]{[}{]}
\ begin { reaction }
H 2 O + CO 2 < <= > H 2 CO 3
\ end { reaction }
H2 O + CO2
H2 CO3
[R 4]
12.1.2 Eigene Reaktionen
NEU v.1.1
Sie k¨onnen auch neue Umgebungen selbst festlegen:
1
\ newreaction { < name >}{ < math name >}
Mit <name> legen Sie den Namen der neuen Umgebung fest. Bei <math name> w¨ahlen
Sie die zu verwendende Mathematik-Umgebung aus.
Der Befehl hat zwei Varianten. Zum einen \newreaction*. Damit wird auch die entsprechende Sternvariante definiert, vorausgesetzt, die gesternte Mathematik-Umgebung
existiert. Wenn nicht, wird es einen Fehler geben.
Zum anderen \newreaction+. Damit wird eine Umgebung mit Argument zu erstellt.
Auch hier gilt: die entsprechende Mathematikumgebung muss bereits ein Argument haben.
Auch die Kombination \newreaction*+ kann verwendet werden.
Die beiden bestehenden Umgebungen sind u
¨ber. . .
1
2
\ newreaction *{ reaction }{ equation }
\ newreaction *{ reactions }{ align }
. . . definiert.
1)
Durch das Paket ‘mathtools’ zur Verf¨
ugung gestellt
22
Nehmen wir einmal an, Sie m¨
ochten die Ausrichtungsm¨oglichkeiten der alignat-Umgebung auch f¨
ur ‘mhchem’-Reaktionen nutzen. Sie k¨onnten folgendes tun:
1
\ newreaction *+{ reactionsat }{ alignat }
Damit steht nun die Umgebung reactionsat zur Verf¨
ugung.
1
2
3
4
5
6
7
8
\ begin { reactionsat }{3}
A
&-> B
&& - > C
&& - > D \\
aaaaa & - > bbbbb && - > ccccc && - > ddddd
\ end { reactionsat }
\ begin { reactionsat *}{2}
A
&-> B
& C
& - > D \\
aaaaa & - > bbbbb &\ quad {} ccccc & - > ddddd
\ end { reactionsat *}
A
aaaaa
A
B
C
D
{5}
bbbbb
ccccc
ddddd
{6}
B
aaaaa
C
bbbbb
ccccc
D
ddddd
12.2 Phasen
NEU v.1.1
Folgende Befehle sind f¨
ur Phasenangaben gedacht. Auch wenn diese Befehle f¨
ur den
Einsatz mit ‘mhchem’ gedacht waren, k¨onnen sie genauso gut ohne verwendet werden
und stehen auch zur Verf¨
ugung, wenn ‘mhchem’ nicht geladen wurde.
1
2
3
4
\ solid [ < anything >]
\ liquid [ < anything >]
\ gas
\ aq
%
%
%
%
fest
fl ¨
u ssig
gasf ¨
o rmig
gel ¨
o st in Wasser
Mir war es immer zu umst¨
andlich, die Phasenangaben auschreiben zu m¨
ussen:
1
\ ce { C _{( f ) } + 2 H 2 O _{( fl ) } -> CO 2_{( g ) } + 2 H 2_{( g ) }}
Dasselbe Ergebnis erhalten Sie daher nun mit
1
\ ce { C \ solid {} + 2 H 2 O \ liquid {} -> CO 2\ gas {} + 2 H 2\ gas }
23
C(f) + 2 H2 O(fl)
CO2(g) + 2 H2(g)
Der Vollst¨
andigkeit halber: NaCl\aq gibt NaCl(aq) .
Wenn Sie lieber die englischen Bezeichnungen wollen, m¨
ussen Sie entweder auf die Paketoption german (siehe Abschnitt 2) verzichten, oder die Buchstaben als Argumente
angeben:
1
\ ce { C \ solid [ s ] + 2 H 2 O \ liquid [ l ] -> CO 2\ gas {} + 2 H 2\
gas }
C(s) + 2 H2 O(l)
CO2(g) + 2 H2(g)
Nat¨
urlich ist es egal, welchen Befehl mit Argument Sie verwenden, da beide lediglich ein
Subskript mit Klammern erzeugen. \solid[s] ist identisch mit \liquid[s].
Auch andere Eins¨
atze sind denkbar:
1
C \ solid [ Graphit ]
C(Graphit)
12.3 Beschriftungen
NEU v.1.1
Ein Punkt, der bei ‘mhchem’ bislang ein wenig umst¨andlich war: Beschriften von Molek¨
ulen. Daf¨
ur stellt ‘chemmacros’ nun einen Befehl zur Verf¨
ugung:
1
\ mhName [ < width >][ < textattr >]{ < mhchem code >}{ < name >}
Zum Beispiel:
1
\ ce {4 C 2 H 5 Cl + Pb / Na -> \ mhName { Pb ( C 2 H 5) 4}{ fr ¨
u heres
Antiklopfmittel } + NaCl }
4 C2 H5 Cl + Pb/Na
Pb(C2 H5 )4 + NaCl
fr¨
uheres
Antiklopfmittel
Wie Sie sehen, wird der Text per Default zentriert und \tiny unter das Molek¨
ul gesetzt, das Molek¨
ul nimmt dabei seinen normalen Raum ein. Sie k¨onnen mit dem ersten
optionalen Argument die Breite aber beliebig w¨ahlen.
1
\ ce {4 C 2 H 5 Cl + Pb / Na -> \ mhName [3 cm ]{ Pb ( C 2 H 5) 4}{ fr ¨
u
heres Antiklopfmittel } + NaCl }
24
4 C2 H5 Cl + Pb/Na
Pb(C2 H5 )4
+ NaCl
fr¨
uheres Antiklopfmittel
Die Textattribute sind in der Voreinstellung mit \centering\tiny festgelegt. Sie werden durch Eingabe anderer Attribute direkt zum Text nicht oder nur bedingt u
¨berschrieben:
1
2
\ ce {4 C 2 H 5 Cl + Pb / Na -> \ mhName [3 cm ]{ Pb ( C 2 H 5) 4}{\ small
fr ¨
u heres Antiklopfmittel } + NaCl }\\
\ ce {4 C 2 H 5 Cl + Pb / Na -> \ mhName [3 cm ]{ Pb ( C 2 H 5) 4}{\
raggedright \ color { red }\ bfseries fr ¨
u heres
Antiklopfmittel } + NaCl }
4 C2 H5 Cl + Pb/Na
Pb(C2 H5 )4
+ NaCl
fr¨
uheres
Antiklopfmittel
4 C2 H5 Cl + Pb/Na
Pb(C2 H5 )4
+ NaCl
fr¨
uheres
Antiklopfmittel
Durch das zweite optionale Argument lassen sie sich komplett u
¨berschreiben:
1
2
\ ce {4 C 2 H 5 Cl + Pb / Na -> \ mhName [3 cm ][\ small ]{ Pb ( C 2 H 5)
4}{ fr ¨
u heres Antiklopfmittel } + NaCl }\\
\ ce {4 C 2 H 5 Cl + Pb / Na -> \ mhName [3 cm ][\ raggedright \ color
{ red }\ bfseries ]{ Pb ( C 2 H 5) 4}{ fr ¨
u heres Antiklopfmittel } +
NaCl }
4 C2 H5 Cl + Pb/Na
Pb(C2 H5 )4
+ NaCl
fr¨
uheres Antiklopfmittel
4 C2 H5 Cl + Pb/Na
Pb(C2 H5 )4
+ NaCl
fru
¨ heres
Antiklopfmittel
Um die Voreinstellung global zu ¨
andern, gibt es den Befehl
1
\ setmhName { < textattr >}
Damit k¨
onnen Sie die Voreinstellung nach Ihren Vorlieben festlegen:
1
2
\ setmhName {\ centering \ footnotesize \ color { blue }}
\ ce {4 C 2 H 5 Cl + Pb / Na -> \ mhName { Pb ( C 2 H 5) 4}{ fr ¨
u heres
Antiklopfmittel } + NaCl }
4 C2 H5 Cl + Pb/Na
Pb(C2 H5 )4 + NaCl
fr¨
uheres Antiklopfmittel
25
13 Newman-Projektionen
Mit dem Befehl
1
\ newman [ < angle > , < scale > , < tikz >]{ <1 > , <2 > , <3 > , <4 > , <5 > , <6 >}
lassen sich Newman-Projektionen erstellen (verwendet ‘Tik Z’). Beispiele:
1
2
3
4
\ newman {}\ par % Standard : gestaffelt
\ newman [175]{}\ par % gedreht um 175 Grad = > ekliptisch
\ newman {1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6} \ newman {1 ,2 ,3} \ newman { , , ,4 ,5 ,6}\ par
% mit Atomen
\ newman [ ,.75 , draw = blue , fill = blue !20]{} % verkleinert und
mit TikZ angepasst
1
1
6
5
2
3
4
6
2
5
3
4
Mit einer weiteren Option k¨
onnen die Nodes der Atome gestaltet werden:
1
2
3
\ newman [][ < tikz nodes >]{ <1 > , <2 > , <3 > , <4 > , <5 > , <6 >}
% Beispiel :
\ newman [][ draw = red , fill = red !20 , inner sep =2 pt , rounded
corners ]{1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6}
26
1
6
5
2
3
4
Wenn Sie die vorderen“ und hinteren“ Nodes verschieden gestalten wollen, k¨onnen Sie
”
”
noch eine dritte Option verwenden:
1
\ newman [][ < tikz front nodes >][ < tikz back nodes
>]{ <1 > , <2 > , <3 > , <4 > , <5 > , <6 >}
Beispiele:
1
\ newman [][ draw = red , fill = red !20 , inner sep =2 pt , rounded
corners ][ draw = blue , fill = blue !20 , inner sep =2 pt , rounded
corners ]{1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6}
1
6
5
2
3
4
1
\ newman [170][ draw = red , fill = red !20 , inner sep =2 pt , rounded
corners ][ draw = blue , fill = blue !20 , inner sep =2 pt , rounded
corners ]{1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6}
14
5
2
3
6
14 p-Orbitale
‘chemmacros’ stellt auch Befehle zur Verf¨
ugung, mit denen p-Orbitale visualisiert werden
k¨onnen.
27
1
2
3
\ porb [ < size factor > , < color > , < angle >]
\ phorb [ < size factor > , < color > , < angle >]
\ setorbheight { < length >}
Damit wird ein liegendes oder um <angle> gedrehtes p-Orbital dargestellt: \porb \
qquad \porb[,,30]
\phorb stellt nur ein halbes Orbital dar: \phorb[,red,90]
Die Gr¨
oße der dargestellten Orbitale h¨angt von einer internen L¨ange ab, die mit \
setorbheight{<length>} eingestellt werden kann und die per Default den Wert 1em
hat.
1
2
\ porb \ par
\ setorbheight {2 em }\ porb
Die Gr¨
oße kann f¨
ur ein einzelnes Orbital auch mit dem optionalen Argument <size
factor> festgelegt werden.
1
2
3
\ porb \ par
\ porb [2]\ par
\ porb [.5]
Mit den folgenden drei Befehlen stehen die in x-, y- und z-Richtung gedrehten Orbitale
zus¨atzlich als Makro zur Verf¨
ugung:
1
\ pzorb \ qquad \ pyorb \ qquad \ pxorb
Da die Orbitale als Tikzpicture mit Option overlay gezeichnet werden, werden sie alle
an dieselbe Stelle gesetzt, wenn man sie nicht verschiebt:
1
\ hspace {2 cm }\ pxorb \ pyorb \ pzorb
28
2
3
4
5
6
7
8
9
\ tikz [ overlay ]{
\ draw [ - >](0 ,0) - -(1 ,0) node [ right ]{$ y $};
\ draw [ dashed ](0 ,0) - -( -1 ,0) ;
\ draw [ - >](0 ,0) - -(0 ,1) node [ above ]{$ z $};
\ draw [ dashed ](0 ,0) - -(0 , -1) ;
\ draw [ - >](0 ,0) - -( -.707 , -.707) node [ below left ]{$ x $};
\ draw [ dashed ](0 ,0) - -(.707 ,.707) ;
}
z
y
x
Die Orbitale lassen sich z. B. auch zusammen mit ‘chemfig’ einsetzen:
1
2
3
\ setorbheight {2 em }\ setbondoffset {0 pt }
\ chemfig {?\ pzorb -[ ,1.3]\ pzorb -[:30 ,1.1]\ pzorb -[:150 ,.9]\
pzorb -[4 ,1.3]\ pzorb -[: -150 ,1.1]\ pzorb ?}\ qquad
\ chemfig {?\ pzorb -[ ,1.3]{\ porb [ , , -90]} -[:30 ,1.1]\ pzorb
-[:150 ,.9]{\ porb [ , , -90]} -[4 ,1.3]\ pzorb -[: -150 ,1.1]{\
porb [ , , -90]}?}
29
15 Liste der Befehle
\el, \prt, \ntr, \HtO,
\water, \Hpl, \Hyd, \Nu, \El,
\transitionstatesymbol, \R
Abschnitt 3: Teilchen, Ionen und ein Symbol
\cip, \Rcip, \Scip, \Dfi,
\Lfi, \E, \Z, \cis, \trans,
\Rconf, \Sconf, \ortho,
\meta, \para, \insitu,
\abinitio
Abschnitt 4: Stereo-Deskriptoren, Nomenklatur,
lateinische Ausdr¨
ucke
\pH, \pOH, \pKa, \pKb
Abschnitt 6: S¨aure/Base
\delm, \delp, \mch, \pch,
\ox, \scrm, \scrp
Abschnitt 7: Oxidationszahlen und (echte)
Ladungen
\mech
Abschnitt 8: Reaktionsmechanismen
\redox, \OX
Abschnitt 9: Redoxreaktionen
\Enthalpy, \Entropy,
\Gibbs, \setnewstate,
\renewstate, \State,
\setstatesubscript
Abschnitt 10: (Standard) Zustand,
Thermodynamik
\NMR
Abschnitt 11: Spektroskopie
\begin{reaction},
\begin{reaction*},
\begin{reactions},
\begin{reactions*},
\newreaction, \solid,
\liquid, \gas, \mhName,
\setmhName
Abschnitt 12: Befehle f¨
ur ‘mhchem’
\newman
Abschnitt 13: Newman-Projektionen
\phorb, \porb, \pxorb,
\pyorb, \pzorb,
\setorbheight
Abschnitt 14: p-Orbitale
30