R&S®FSQ User Manual

R&S®FSQ
Signalanalysator
Bedienhandbuch
Bedienhandbuch
Test & Measurement
1313.9681.11 – 02
®
Das Bedienhandbuch beschreibt die folgenden R&S FSQ Modelle und Optionen:
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R&S FSQ (1313.9100.xx) mit Compact Flash Karte (R&S FSU-B18)
R&S FSQ (1155.5001.xx) mit 3.5" Diskettenlaufwerk, 1.44 MByte
R&S FSU-B9 (1142.8994.02)
R&S FSQ-B10 (1129.7246.03)
R&S FSP-B16 (1129.8042.03)
R&S FSQ-B17 (1163.0063.02)
R&S FSU-B18 (1303.0400.13)
R&S FSU-B21 (1157.1090.03)
Der Inhalt des Handbuchs entspricht Firmware 4.75SP5 oder höher.
© 2014 Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
Mühldorfstr. 15, 81671 Munich. Germany
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Änderungen vorbehalten – Daten ohne Genauigkeitsangabe sind unverbindlich.
R&S® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG.
Eigennamen sind Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer.
Die folgenden Abkürzungen werden im Rahmen des Handbuchs verwendet:
R&S®FSQ wird abgekürzt als R&S FSQ.
Grundlegende Sicherheitshinweise
Lesen und beachten Sie unbedingt die nachfolgenden Anweisungen und Sicherheitshinweise!
Alle Werke und Standorte der Rohde & Schwarz Firmengruppe sind ständig bemüht, den
Sicherheitsstandard unserer Produkte auf dem aktuellsten Stand zu halten und unseren Kunden ein
höchstmögliches Maß an Sicherheit zu bieten. Unsere Produkte und die dafür erforderlichen Zusatzgeräte
werden entsprechend der jeweils gültigen Sicherheitsvorschriften gebaut und geprüft. Die Einhaltung
dieser Bestimmungen wird durch unser Qualitätssicherungssystem laufend überwacht. Das vorliegende
Produkt ist gemäß EU-Konformitätsbescheinigung gebaut und geprüft und hat das Werk in
sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen
gefahrlosen Betrieb sicherzustellen, muss der Benutzer alle Hinweise, Warnhinweise und Warnvermerke
beachten. Bei allen Fragen bezüglich vorliegender Sicherheitshinweise steht Ihnen die Rohde & Schwarz
Firmengruppe jederzeit gerne zur Verfügung.
Darüber hinaus liegt es in der Verantwortung des Benutzers, das Produkt in geeigneter Weise zu
verwenden. Das Produkt ist ausschließlich für den Betrieb in Industrie und Labor bzw., wenn ausdrücklich
zugelassen, auch für den Feldeinsatz bestimmt und darf in keiner Weise so verwendet werden, dass einer
Person/Sache Schaden zugefügt werden kann. Die Benutzung des Produkts außerhalb des
bestimmungsgemäßen Gebrauchs oder unter Missachtung der Anweisungen des Herstellers liegt in der
Verantwortung des Benutzers. Der Hersteller übernimmt keine Verantwortung für die Zweckentfremdung
des Produkts.
Die bestimmungsgemäße Verwendung des Produkts wird angenommen, wenn das Produkt nach den
Vorgaben der zugehörigen Produktdokumentation innerhalb seiner Leistungsgrenzen verwendet wird
(siehe Datenblatt, Dokumentation, nachfolgende Sicherheitshinweise). Die Benutzung des Produkts
erfordert Fachkenntnisse und zum Teil englische Sprachkenntnisse. Es ist daher zu beachten, dass das
Produkt ausschließlich von Fachkräften oder sorgfältig eingewiesenen Personen mit entsprechenden
Fähigkeiten bedient werden darf. Sollte für die Verwendung von Rohde & Schwarz-Produkten persönliche
Schutzausrüstung erforderlich sein, wird in der Produktdokumentation an entsprechender Stelle darauf
hingewiesen. Bewahren Sie die grundlegenden Sicherheitshinweise und die Produktdokumentation gut
auf und geben Sie diese an weitere Benutzer des Produkts weiter.
Die Einhaltung der Sicherheitshinweise dient dazu, Verletzungen oder Schäden durch Gefahren aller Art
auszuschließen. Hierzu ist es erforderlich, dass die nachstehenden Sicherheitshinweise vor der
Benutzung des Produkts sorgfältig gelesen und verstanden sowie bei der Benutzung des Produkts
beachtet werden. Sämtliche weitere Sicherheitshinweise wie z.B. zum Personenschutz, die an
entsprechender Stelle der Produktdokumentation stehen, sind ebenfalls unbedingt zu beachten. In den
vorliegenden Sicherheitshinweisen sind sämtliche von der Rohde & Schwarz Firmengruppe vertriebenen
Waren unter dem Begriff „Produkt“ zusammengefasst, hierzu zählen u. a. Geräte, Anlagen sowie
sämtliches Zubehör. Produktspezifische Angaben entnehmen Sie bitte dem Datenblatt sowie der Produktdokumentation.
Sicherheitskennzeichnung von Produkten
Die folgenden Sicherheitskennzeichen werden auf den Produkten verwendet, um vor Risiken und
Gefahren zu warnen.
Symbol
Bedeutung
Achtung, allgemeine Gefahrenstelle
Symbol
Bedeutung
EIN/AUS-Versorgungsspannung
Produktdokumentation beachten
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Seite 1
Grundlegende Sicherheitshinweise
Symbol
Bedeutung
Symbol
Bedeutung
Vorsicht beim Umgang mit Geräten mit hohem
Gewicht
Stand-by-Anzeige
Gefahr vor elektrischem Schlag
Gleichstrom (DC)
Warnung vor heißer Oberfläche
Wechselstrom (AC)
Schutzleiteranschluss
Gleichstrom/Wechselstrom (DC/AC)
Erdungsanschluss
Gerät durchgehend durch doppelte (verstärkte)
Isolierung geschützt
Masseanschluss
EU-Kennzeichnung für Batterien und
Akkumulatoren
Weitere Informationen in Abschnitt
"Entsorgung / Umweltschutz", Punkt 1.
Achtung beim Umgang mit elektrostatisch
gefährdeten Bauelementen
EU-Kennzeichnung für die getrennte
Sammlung von Elektro- und Elektronikgeräten
Weitere Informationen in Abschnitt
"Entsorgung / Umweltschutz", Punkt 2.
Warnung vor Laserstrahl
Weitere Informationen in Abschnitt "Betrieb",
Punkt 7.
Signalworte und ihre Bedeutung
Die folgenden Signalworte werden in der Produktdokumentation verwendet, um vor Risiken und Gefahren
zu warnen.
Kennzeichnet eine Gefahrensituation, die zum Tod oder zu schweren
Verletzungen führt, wenn sie nicht vermieden wird.
Kennzeichnet eine Gefahrensituation, die zum Tod oder zu schweren
Verletzungen führen kann, wenn sie nicht vermieden wird.
Kennzeichnet eine Gefahrensituation, die zu leichten oder mittelschweren
Verletzungen führen kann, wenn sie nicht vermieden wird.
Kennzeichnet Informationen, die als wichtig angesehen werden, sich jedoch
nicht auf Gefahren beziehen, z.B. Warnung vor möglichen Sachschäden.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
Diese Signalworte entsprechen der im europäischen Wirtschaftsraum üblichen Definition für zivile
Anwendungen. Neben dieser Definition können in anderen Wirtschaftsräumen oder bei militärischen
Anwendungen abweichende Definitionen existieren. Es ist daher darauf zu achten, dass die hier
beschriebenen Signalworte stets nur in Verbindung mit der zugehörigen Produktdokumentation und nur in
Verbindung mit dem zugehörigen Produkt verwendet werden. Die Verwendung von Signalworten in
Zusammenhang mit nicht zugehörigen Produkten oder nicht zugehörigen Dokumentationen kann zu
Fehlinterpretationen führen und damit zu Personen- oder Sachschäden führen.
Betriebszustände und Betriebslagen
Das Produkt darf nur in den vom Hersteller angegebenen Betriebszuständen und Betriebslagen ohne
Behinderung der Belüftung betrieben werden. Werden die Herstellerangaben nicht eingehalten, kann dies
elektrischen Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit
Todesfolge, verursachen. Bei allen Arbeiten sind die örtlichen bzw. landesspezifischen Sicherheits- und
Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.
1. Sofern nicht anders vereinbart, gilt für R&S-Produkte Folgendes:
als vorgeschriebene Betriebslage grundsätzlich Gehäuseboden unten, IP-Schutzart 2X, nur in Innenräumen verwenden, Betrieb bis 2000 m ü. NN, Transport bis 4500 m ü. NN, für die Nennspannung gilt
eine Toleranz von ±10%, für die Nennfrequenz eine Toleranz von ±5%, Überspannungskategorie 2,
Verschmutzungsgrad 2.
2. Stellen Sie das Produkt nicht auf Oberflächen, Fahrzeuge, Ablagen oder Tische, die aus Gewichtsoder Stabilitätsgründen nicht dafür geeignet sind. Folgen Sie bei Aufbau und Befestigung des
Produkts an Gegenständen oder Strukturen (z.B. Wände und Regale) immer den Installationshinweisen des Herstellers. Bei Installation abweichend von der Produktdokumentation können
Personen verletzt, unter Umständen sogar getötet werden.
3. Stellen Sie das Produkt nicht auf hitzeerzeugende Gerätschaften (z.B. Radiatoren und Heizlüfter). Die
Umgebungstemperatur darf nicht die in der Produktdokumentation oder im Datenblatt spezifizierte
Maximaltemperatur überschreiten. Eine Überhitzung des Produkts kann elektrischen Schlag, Brand
und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge, verursachen.
Elektrische Sicherheit
Werden die Hinweise zur elektrischen Sicherheit nicht oder unzureichend beachtet, kann dies elektrischen
Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge,
verursachen.
1. Vor jedem Einschalten des Produkts ist sicherzustellen, dass die am Produkt eingestellte
Nennspannung und die Netznennspannung des Versorgungsnetzes übereinstimmen. Ist es
erforderlich, die Spannungseinstellung zu ändern, so muss ggf. auch die dazu gehörige
Netzsicherung des Produkts geändert werden.
2. Bei Produkten der Schutzklasse I mit beweglicher Netzzuleitung und Gerätesteckvorrichtung ist der
Betrieb nur an Steckdosen mit Schutzkontakt und angeschlossenem Schutzleiter zulässig.
3. Jegliche absichtliche Unterbrechung des Schutzleiters, sowohl in der Zuleitung als auch am Produkt
selbst, ist unzulässig. Es kann dazu führen, dass von dem Produkt die Gefahr eines elektrischen
Schlags ausgeht. Bei Verwendung von Verlängerungsleitungen oder Steckdosenleisten ist sicherzustellen, dass diese regelmäßig auf ihren sicherheitstechnischen Zustand überprüft werden.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
4. Sofern das Produkt nicht mit einem Netzschalter zur Netztrennung ausgerüstet ist, beziehungsweise
der vorhandene Netzschalter zu Netztrennung nicht geeignet ist, so ist der Stecker des
Anschlusskabels als Trennvorrichtung anzusehen.
Die Trennvorrichtung muss jederzeit leicht erreichbar und gut zugänglich sein. Ist z.B. der Netzstecker
die Trennvorrichtung, darf die Länge des Anschlusskabels 3 m nicht überschreiten.
Funktionsschalter oder elektronische Schalter sind zur Netztrennung nicht geeignet. Werden Produkte
ohne Netzschalter in Gestelle oder Anlagen integriert, so ist die Trennvorrichtung auf Anlagenebene
zu verlagern.
5. Benutzen Sie das Produkt niemals, wenn das Netzkabel beschädigt ist. Überprüfen Sie regelmäßig
den einwandfreien Zustand der Netzkabel. Stellen Sie durch geeignete Schutzmaßnahmen und
Verlegearten sicher, dass das Netzkabel nicht beschädigt werden kann und niemand z.B. durch
Stolperfallen oder elektrischen Schlag zu Schaden kommen kann.
6. Der Betrieb ist nur an TN/TT Versorgungsnetzen gestattet, die mit höchstens 16 A abgesichert sind
(höhere Absicherung nur nach Rücksprache mit der Rohde & Schwarz Firmengruppe).
7. Stecken Sie den Stecker nicht in verstaubte oder verschmutzte Steckdosen/-buchsen. Stecken Sie die
Steckverbindung/-vorrichtung fest und vollständig in die dafür vorgesehenen Steckdosen/-buchsen.
Missachtung dieser Maßnahmen kann zu Funken, Feuer und/oder Verletzungen führen.
8. Überlasten Sie keine Steckdosen, Verlängerungskabel oder Steckdosenleisten, dies kann Feuer oder
elektrische Schläge verursachen.
9. Bei Messungen in Stromkreisen mit Spannungen Ueff > 30 V ist mit geeigneten Maßnahmen Vorsorge
zu treffen, dass jegliche Gefährdung ausgeschlossen wird (z.B. geeignete Messmittel, Absicherung,
Strombegrenzung, Schutztrennung, Isolierung usw.).
10. Bei Verbindungen mit informationstechnischen Geräten, z.B. PC oder Industrierechner, ist darauf zu
achten, dass diese der jeweils gültigen IEC60950-1 / EN60950-1 oder IEC61010-1 / EN 61010-1
entsprechen.
11. Sofern nicht ausdrücklich erlaubt, darf der Deckel oder ein Teil des Gehäuses niemals entfernt
werden, wenn das Produkt betrieben wird. Dies macht elektrische Leitungen und Komponenten
zugänglich und kann zu Verletzungen, Feuer oder Schaden am Produkt führen.
12. Wird ein Produkt ortsfest angeschlossen, ist die Verbindung zwischen dem Schutzleiteranschluss vor
Ort und dem Geräteschutzleiter vor jeglicher anderer Verbindung herzustellen. Aufstellung und
Anschluss darf nur durch eine Elektrofachkraft erfolgen.
13. Bei ortsfesten Geräten ohne eingebaute Sicherung, Selbstschalter oder ähnliche Schutzeinrichtung
muss der Versorgungskreis so abgesichert sein, dass alle Personen, die Zugang zum Produkt haben,
sowie das Produkt selbst ausreichend vor Schäden geschützt sind.
14. Jedes Produkt muss durch geeigneten Überspannungsschutz vor Überspannung (z.B. durch
Blitzschlag) geschützt werden. Andernfalls ist das bedienende Personal durch elektrischen Schlag
gefährdet.
15. Gegenstände, die nicht dafür vorgesehen sind, dürfen nicht in die Öffnungen des Gehäuses
eingebracht werden. Dies kann Kurzschlüsse im Produkt und/oder elektrische Schläge, Feuer oder
Verletzungen verursachen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
16. Sofern nicht anders spezifiziert, sind Produkte nicht gegen das Eindringen von Flüssigkeiten
geschützt, siehe auch Abschnitt "Betriebszustände und Betriebslagen", Punkt 1. Daher müssen die
Geräte vor Eindringen von Flüssigkeiten geschützt werden. Wird dies nicht beachtet, besteht Gefahr
durch elektrischen Schlag für den Benutzer oder Beschädigung des Produkts, was ebenfalls zur
Gefährdung von Personen führen kann.
17. Benutzen Sie das Produkt nicht unter Bedingungen, bei denen Kondensation in oder am Produkt
stattfinden könnte oder ggf. bereits stattgefunden hat, z.B. wenn das Produkt von kalter in warme
Umgebung bewegt wurde. Das Eindringen von Wasser erhöht das Risiko eines elektrischen
Schlages.
18. Trennen Sie das Produkt vor der Reinigung komplett von der Energieversorgung (z.B. speisendes
Netz oder Batterie). Nehmen Sie bei Geräten die Reinigung mit einem weichen, nicht fasernden
Staublappen vor. Verwenden Sie keinesfalls chemische Reinigungsmittel wie z.B. Alkohol, Aceton,
Nitroverdünnung.
Betrieb
1. Die Benutzung des Produkts erfordert spezielle Einweisung und hohe Konzentration während der
Benutzung. Es muss sichergestellt sein, dass Personen, die das Produkt bedienen, bezüglich ihrer
körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung den Anforderungen gewachsen sind, da
andernfalls Verletzungen oder Sachschäden nicht auszuschließen sind. Es liegt in der Verantwortung
des Arbeitsgebers/Betreibers, geeignetes Personal für die Benutzung des Produkts auszuwählen.
2. Bevor Sie das Produkt bewegen oder transportieren, lesen und beachten Sie den Abschnitt
"Transport".
3. Wie bei allen industriell gefertigten Gütern kann die Verwendung von Stoffen, die Allergien
hervorrufen - so genannte Allergene (z.B. Nickel) - nicht generell ausgeschlossen werden. Sollten
beim Umgang mit R&S-Produkten allergische Reaktionen, z.B. Hautausschlag, häufiges Niesen,
Bindehautrötung oder Atembeschwerden auftreten, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen, um die
Ursachen zu klären und Gesundheitsschäden bzw. -belastungen zu vermeiden.
4. Vor der mechanischen und/oder thermischen Bearbeitung oder Zerlegung des Produkts beachten Sie
unbedingt Abschnitt "Entsorgung / Umweltschutz", Punkt 1.
5. Bei bestimmten Produkten, z.B. HF-Funkanlagen, können funktionsbedingt erhöhte elektromagnetische Strahlungen auftreten. Unter Berücksichtigung der erhöhten Schutzwürdigkeit des ungeborenen Lebens müssen Schwangere durch geeignete Maßnahmen geschützt werden. Auch Träger
von Herzschrittmachern können durch elektromagnetische Strahlungen gefährdet sein. Der
Arbeitgeber/Betreiber ist verpflichtet, Arbeitsstätten, bei denen ein besonderes Risiko einer Strahlenexposition besteht, zu beurteilen und zu kennzeichnen und mögliche Gefahren abzuwenden.
6. Im Falle eines Brandes entweichen ggf. giftige Stoffe (Gase, Flüssigkeiten etc.) aus dem Produkt, die
Gesundheitsschäden verursachen können. Daher sind im Brandfall geeignete Maßnahmen wie z.B.
Atemschutzmasken und Schutzkleidung zu verwenden.
7. Produkte mit Laser sind je nach ihrer Laser-Klasse mit genormten Warnhinweisen versehen. Laser
können aufgrund der Eigenschaften ihrer Strahlung und aufgrund ihrer extrem konzentrierten
elektromagnetischen Leistung biologische Schäden verursachen. Falls ein Laser-Produkt in ein R&SProdukt integriert ist (z.B. CD/DVD-Laufwerk), dürfen keine anderen Einstellungen oder Funktionen
verwendet werden, als in der Produktdokumentation beschrieben, um Personenschäden zu
vermeiden (z.B. durch Laserstrahl).
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Grundlegende Sicherheitshinweise
8. EMV Klassen (nach EN 55011 / CISPR 11; sinngemäß EN 55022 / CISPR 22, EN 55032 / CISPR 32)
Gerät der Klasse A:
Ein Gerät, das sich für den Gebrauch in allen anderen Bereichen außer dem Wohnbereich und
solchen Bereichen eignet, die direkt an ein Niederspannungs-Versorgungsnetz angeschlossen
sind, das Wohngebäude versorgt.
Hinweis: Geräte der Klasse A sind für den Betrieb in einer industriellen Umgebung vorgesehen.
Diese Geräte können wegen möglicher auftretender leitungsgebundener als auch gestrahlten
Störgrößen im Wohnbereich Funkstörungen verursachen. In diesem Fall kann vom Betreiber
verlangt werden, angemessene Maßnahmen zur Beseitigung dieser Störungen durchzuführen.
Gerät der Klasse B:
Ein Gerät, das sich für den Betrieb im Wohnbereich sowie in solchen Bereichen eignet, die direkt
an ein Niederspannungs-Versorgungsnetz angeschlossen sind, das Wohngebäude versorgt.
Reparatur und Service
1. Das Produkt darf nur von dafür autorisiertem Fachpersonal geöffnet werden. Vor Arbeiten am Produkt
oder Öffnen des Produkts ist dieses von der Versorgungsspannung zu trennen, sonst besteht das
Risiko eines elektrischen Schlages.
2. Abgleich, Auswechseln von Teilen, Wartung und Reparatur darf nur von R&S-autorisierten
Elektrofachkräften ausgeführt werden. Werden sicherheitsrelevante Teile (z.B. Netzschalter,
Netztrafos oder Sicherungen) ausgewechselt, so dürfen diese nur durch Originalteile ersetzt werden.
Nach jedem Austausch von sicherheitsrelevanten Teilen ist eine Sicherheitsprüfung durchzuführen
(Sichtprüfung, Schutzleitertest, Isolationswiderstand-, Ableitstrommessung, Funktionstest). Damit wird
sichergestellt, dass die Sicherheit des Produkts erhalten bleibt.
Batterien und Akkumulatoren/Zellen
Werden die Hinweise zu Batterien und Akkumulatoren/Zellen nicht oder unzureichend beachtet, kann dies
Explosion, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge,
verursachen. Die Handhabung von Batterien und Akkumulatoren mit alkalischen Elektrolyten (z.B.
Lithiumzellen) muss der EN 62133 entsprechen.
1. Zellen dürfen nicht zerlegt, geöffnet oder zerkleinert werden.
2. Zellen oder Batterien dürfen weder Hitze noch Feuer ausgesetzt werden. Die Lagerung im direkten
Sonnenlicht ist zu vermeiden. Zellen und Batterien sauber und trocken halten. Verschmutzte
Anschlüsse mit einem trockenen, sauberen Tuch reinigen.
3. Zellen oder Batterien dürfen nicht kurzgeschlossen werden. Zellen oder Batterien dürfen nicht
gefahrbringend in einer Schachtel oder in einem Schubfach gelagert werden, wo sie sich gegenseitig
kurzschließen oder durch andere leitende Werkstoffe kurzgeschlossen werden können. Eine Zelle
oder Batterie darf erst aus ihrer Originalverpackung entnommen werden, wenn sie verwendet werden
soll.
4. Zellen oder Batterien dürfen keinen unzulässig starken, mechanischen Stößen ausgesetzt werden.
5. Bei Undichtheit einer Zelle darf die Flüssigkeit nicht mit der Haut in Berührung kommen oder in die
Augen gelangen. Falls es zu einer Berührung gekommen ist, den betroffenen Bereich mit reichlich
Wasser waschen und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
6. Werden Zellen oder Batterien, die alkalische Elektrolyte enthalten (z.B. Lithiumzellen), unsachgemäß
ausgewechselt oder geladen, besteht Explosionsgefahr. Zellen oder Batterien nur durch den entsprechenden R&S-Typ ersetzen (siehe Ersatzteilliste), um die Sicherheit des Produkts zu erhalten.
7. Zellen oder Batterien müssen wiederverwertet werden und dürfen nicht in den Restmüll gelangen.
Akkumulatoren oder Batterien, die Blei, Quecksilber oder Cadmium enthalten, sind Sonderabfall.
Beachten Sie hierzu die landesspezifischen Entsorgungs- und Recycling-Bestimmungen.
Transport
1. Das Produkt kann ein hohes Gewicht aufweisen. Daher muss es vorsichtig und ggf. unter
Verwendung eines geeigneten Hebemittels (z.B. Hubwagen) bewegt bzw. transportiert werden, um
Rückenschäden oder Verletzungen zu vermeiden.
2. Griffe an den Produkten sind eine Handhabungshilfe, die ausschließlich für den Transport des
Produkts durch Personen vorgesehen ist. Es ist daher nicht zulässig, Griffe zur Befestigung an bzw.
auf Transportmitteln, z.B. Kränen, Gabelstaplern, Karren etc. zu verwenden. Es liegt in Ihrer
Verantwortung, die Produkte sicher an bzw. auf geeigneten Transport- oder Hebemitteln zu
befestigen. Beachten Sie die Sicherheitsvorschriften des jeweiligen Herstellers eingesetzter
Transport- oder Hebemittel, um Personenschäden und Schäden am Produkt zu vermeiden.
3. Falls Sie das Produkt in einem Fahrzeug benutzen, liegt es in der alleinigen Verantwortung des
Fahrers, das Fahrzeug in sicherer und angemessener Weise zu führen. Der Hersteller übernimmt
keine Verantwortung für Unfälle oder Kollisionen. Verwenden Sie das Produkt niemals in einem sich
bewegenden Fahrzeug, sofern dies den Fahrzeugführer ablenken könnte. Sichern Sie das Produkt im
Fahrzeug ausreichend ab, um im Falle eines Unfalls Verletzungen oder Schäden anderer Art zu
verhindern.
Entsorgung / Umweltschutz
1. Gekennzeichnete Geräte enthalten eine Batterie bzw. einen Akkumulator, die nicht über unsortierten
Siedlungsabfall entsorgt werden dürfen, sondern getrennt gesammelt werden müssen. Die
Entsorgung darf nur über eine geeignete Sammelstelle oder eine Rohde & SchwarzKundendienststelle erfolgen.
2. Elektroaltgeräte dürfen nicht über unsortierten Siedlungsabfall entsorgt werden, sondern müssen
getrennt gesammelt werden.
Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG hat ein Entsorgungskonzept entwickelt und übernimmt die
Pflichten der Rücknahme und Entsorgung für Hersteller innerhalb der EU in vollem Umfang. Wenden
Sie sich bitte an Ihre Rohde & Schwarz-Kundendienststelle, um das Produkt umweltgerecht zu
entsorgen.
3. Werden Produkte oder ihre Bestandteile über den bestimmungsgemäßen Betrieb hinaus mechanisch
und/oder thermisch bearbeitet, können ggf. gefährliche Stoffe (schwermetallhaltiger Staub wie z.B.
Blei, Beryllium, Nickel) freigesetzt werden. Die Zerlegung des Produkts darf daher nur von speziell
geschultem Fachpersonal erfolgen. Unsachgemäßes Zerlegen kann Gesundheitsschäden
hervorrufen. Die nationalen Vorschriften zur Entsorgung sind zu beachten.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
4. Falls beim Umgang mit dem Produkt Gefahren- oder Betriebsstoffe entstehen, die speziell zu
entsorgen sind, z.B. regelmäßig zu wechselnde Kühlmittel oder Motorenöle, sind die
Sicherheitshinweise des Herstellers dieser Gefahren- oder Betriebsstoffe und die regional gültigen
Entsorgungsvorschriften einzuhalten. Beachten Sie ggf. auch die zugehörigen speziellen
Sicherheitshinweise in der Produktdokumentation. Die unsachgemäße Entsorgung von Gefahrenoder Betriebsstoffen kann zu Gesundheitsschäden von Personen und Umweltschäden führen.
Weitere Informationen zu Umweltschutz finden Sie auf der Rohde & Schwarz Home Page.
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Customer Support
Technischer Support – wo und wann Sie ihn brauchen
Unser Customer Support Center bietet Ihnen schnelle, fachmännische Hilfe für die gesamte Produktpalette
von Rohde & Schwarz an. Ein Team von hochqualifizierten Ingenieuren unterstützt Sie telefonisch und
arbeitet mit Ihnen eine Lösung für Ihre Anfrage aus - egal, um welchen Aspekt der Bedienung,
Programmierung oder Anwendung eines Rohde & Schwarz Produktes es sich handelt.
Aktuelle Informationen und Upgrades
Um Ihr Gerät auf dem aktuellsten Stand zu halten sowie Informationen über Applikationsschriften zu Ihrem
Gerät zu erhalten, senden Sie bitte eine E-Mail an das Customer Support Center. Geben Sie hierbei den
Gerätenamen und Ihr Anliegen an. Wir stellen dann sicher, dass Sie die gewünschten Informationen
erhalten.
Europa, Afrika, Mittlerer Osten
Tel. +49 89 4129 12345
customersupport@rohde-schwarz.com
Nordamerika
Tel. 1-888-TEST-RSA (1-888-837-8772)
customer.support@rsa.rohde-schwarz.com
Lateinamerika
Tel. +1-410-910-7988
customersupport.la@rohde-schwarz.com
Asien/Pazifik
Tel. +65 65 13 04 88
customersupport.asia@rohde-schwarz.com
China
Tel. +86-800-810-8228 /
+86-400-650-5896
customersupport.china@rohde-schwarz.com
1171.0200.21-06.00
R&S FSQ
Registerübersicht
Registerübersicht
Sicherheitshinweise finden Sie auf der CD-ROM
Register
Dokumentationsübersicht
Kapitel 1: Inbetriebnahme
Kapitel 2: Messbeispiele
Kapitel 3: Manuelle Bedienung
Kapitel 4: Gerätefunktionen
Kapitel 5: Fernsteuerung – Grundlagen
Kapitel 6: Fernbedienung – Beschreibung der Befehle
Kapitel 7: Fernsteuerung – Programmbeispiele
Kapitel 8: Wartung und Geräteschnittstellen
Kapitel 9: Fehlermeldungen
Index
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
1.3
R&S FSQ
Registerübersicht
Dokumentationsübersicht
Die Dokumentation des R&S FSQ besteht aus Grundgerätehandbüchern und
Optionsbeschreibungen. Alle Handbücher werden im PDF-Format auf der CD-ROM,
die mit dem Gerät ausgeliefert wird, zur Verfügung gestellt. Jede Software-Option,
mit der das Gerät zusätzlich ausgestattet werden kann, ist in einer extra
Softwarebeschreibung dokumentiert.
Die Grundgerätedokumentation besteht aus den folgenden Handbüchern und
Dokumenten:
•
Kompakthandbuch
•
Bedienhandbuch
•
Servicehandbuch
•
Internetseite
•
Release Notes
Diese Handbücher beschreiben neben dem Grundgerät die nachstehend
aufgeführten Modelle und Optionen des Spectrum Analyzers R&S FSQ. Nicht
aufgeführte Optionen sind in separaten Handbüchern beschrieben. Diese
Handbücher sind auf einer exta CD-ROM enthalten. Einen Überblick über alle
Optionen, die für den R&S FSQ verfügbar sind, erhalten Sie auf der Spectrum
Analyzer R&S FSQ Internetseite.
Grundgerätmodelle:
•
R&S FSQ3 (20 Hz … 3.6 GHz)
•
R&S FSQ8 (20 Hz … 8 GHz)
•
R&S FSQ26 (20 Hz … 26.5GHz)
•
R&S FSQ31 (20 Hz … 31 GHz)
•
R&S FSQ40 (20 Hz … 40 GHz)
Optionen, die in den Grundgerätehandbüchern beschrieben sind:
1.4
•
R&S FSU-B9 (Mitlaufgenerator)
•
R&S FSP-B10 (Externe Generatorsteuerung)
•
R&S FSP-B16 (LAN Interface)
•
R&S FSQ-B17 (digitales Basisband, siehe englisches Handbuch)
•
R&S FSU-B21 (Externe Mixer)
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Registerübersicht
Kompakthandbuch
Dieses Handbuch liegt dem Gerät in gedruckter Form sowie als CD-ROM im PDFFormat bei. Es enthält wichtige Informationen über die Aufstellung und
Inbetriebnahme des Gerätes sowie grundlegende Bedienabläufe und wesentliche
Messfunktionen. Außerdem gibt es eine kurze Einführung zum Thema
Fernsteuerung. Eine detailliertere Beschreibung liefert das Bedienhandbuch. Das
Kompakthandbuch beinhaltet allgemeine Informationen (z.B. Sicherheitshinweise)
und die folgenden Kapitel:
Kapitel 1
Front- und Rückansicht
Kapitel 2
Inbetriebnahme
Kapitel 3
Firmware-Update und Installation von Firmware-Optionen
Kapitel 4
Manuelle Bedienung
Kapitel 5
Einfache Messbeispiele
Kapitel 6
Kurzeinführung Fernsteuerung
Anhang
Druckerschnittstelle
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
1.5
R&S FSQ
Registerübersicht
Bedienhandbuch
Das Bedienhandbuch ist eine Ergänzung zum Kompakthandbuch und liegt dem
Gerät als CD-ROM im PDF-Format bei. Um die übliche Struktur beizubehalten, die
für alle Bedienhandbücher für Rohde & Schwarz-Messgeräte gilt, sind die Kapitel
1 und 3 aufgenommen, jedoch nur in Form von Verweisen auf die entsprechenden
Kapitel des Kompakthandbuch.
Das Bedienhandbuch gliedert sich in die folgenden Kapitel:
1.6
Kapitel 1
Inbetriebnahme
siehe Kompakthandbuch, Kapitel 1 und 2
Kapitel 2
Kurzeinführung
siehe Kompakthandbuch, Kapitel 5.
Kapitel 3
Manuelle Bedienung
siehe Kompakthandbuch, Kapitel 4
Kapitel 4
Gerätefunktionen
bietet als Referenzteil für die manuelle Bedienung des R&S FSQ
eine detaillierte Beschreibung aller Gerätefunktionen und ihrer
Bedienung.
Kapitel 5
Fernsteuerung – Grundlagen
beschreibt die Grundlagen der Programmierung des Geräts, die
Befehlsbearbeitung und das Status-Reporting-System.
Kapitel 6
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
beschreibt alle Fernsteuerbefehle, die für das Gerät definiert sind.
Kapitel 7
Fernsteuerung – Programmbeispiele
enthält Programmbeispiele für eine
Anwendungen des R&S FSQ.
Reihe
von
typischen
Kapitel 8
Wartung und Geräteschnittstellen
beschreibt die vorbeugende Wartung des Geräts und die
Eigenschaften der Geräteschnittstellen des R&S FSQ.
Kapitel 9
Fehlermeldungen
enthält eine Liste aller möglichen Fehlermeldungen des R&S FSQ.
Index
enthält
das
Bedienhandbuch.
Stichwortverzeichnis
zum
vorliegenden
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Registerübersicht
Servicehandbuch
Das Servicehandbuch liegt dem Gerät als CD-ROM im PDF-Format bei. Es enthält
Anleitungen zur Überprüfung der Einhaltung der Spezifikationen und der
ordnungsgemäßen
Funktion
sowie
zur
Reparatur,
Fehlersuche
und
Fehlerbehebung. Das Servicehandbuch Gerät enthält alle notwendigen
Informationen, um den R&S FSQ durch Austausch von Baugruppen
instandzuhalten. Das Handbuch enthält folgende Kapitel:
Kapitel 1
Performance Test
Kapitel 2
Abgleich
Kapitel 3
Instandsetzung
Kapitel 4
Software Update/Installation von Optionen
Kapitel 5
Unterlagen
Internetseite
Im Internet finden Sie auf der Produktseite des R&S FSQ die aktuellen
Informationen. Im Download-Bereich dieser Website können Sie auch das jeweils
aktuelle Bedienhandbuch als druckfähige PDF-Datei herunterladen. Daneben
stehen Firmware-Updates, zugehörige Release Notes, Gerätetreiber, aktuelle
Datenblätter und Anwendungshinweise zum Herunterladen bereit.
Release Notes
Die Release Notes beschreiben die Installation der Firmware, neue und geänderte
Funktionen, eliminierte Probleme und Änderungen der mitgelieferten
Dokumentation. Die entsprechende Firmware-Version steht auf der Titelseite der
Release Notes. Die aktuellen Release Notes stehen im Internet zur Verfügung.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
1.7
R&S FSQ
1.8
Registerübersicht
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Inbetriebnahme
1 Inbetriebnahme
Nähere Informationen hierzu sind im Kompakthandbuch in den Kapiteln 1, "Frontund Rückansicht", und 2, "Inbetriebnahme", enthalten.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
1.1
R&S FSQ
Messbeispiele
2 Messbeispiele
2.1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2
2.2 Messung von Signalspektren mit mehreren Signalen . . . . . . . . . . . . . . . . 2.3
2.2.1 Messung der Intermodulation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.3
2.3 Messung von Signalen nahe am Rauschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.9
2.4 Messung von Rauschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.16
2.4.1 Messung der Rauschleistungsdichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.16
2.4.2 Messung der Rauschleistung innerhalb eines Übertragungskanals . . . 2.19
2.4.3 Messung von Phasenrauschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.25
2.5 Messungen an modulierten Signalen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.27
2.5.1 Messungen an AM-modulierten Signalen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.27
2.5.1.1 Messbeispiel 1 – Darstellung der NF eines AM-modulierten
Signals im Zeitbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.27
2.5.1.2 Messbeispiel 2 – Messung des Modulationsgrades eines AMmodulierten Trägers im Frequenzbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.29
2.5.2 Messung an FM-modulierten Signalen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.31
2.5.3 Messung der Kanal- und Nachbarkanalleistung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.34
2.5.3.1 Messbeispiel 1 – ACPR-Messung an einem IS95
CDMA-Signal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.35
2.5.3.2 Messbeispiel 2 – Messung der Nachbarkanalleistung eines
IS136 TDMA-Signals . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.40
2.5.3.3 Messbeispiel 3 – Messung des Modulationsspektrums im
Burstmodus mit der Gated-Sweep-Funktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.43
2.5.3.4 Messbeispiel 4 – Messung des Transientspektrums im
Burstmodus mit der Fast-ACP-Funktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.45
2.5.3.5 Messbeispiel 5 – Messung der Nachbarkanalleistung eines
W-CDMA-Uplink-Signals . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.48
2.5.4 Messung der Amplitudenverteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.52
2.5.4.1 Messbeispiel – Messung der APD und der CCDF von weißem
Rauschen, das durch den R&S FSQ selbst erzeugt wird . . . . . . . . . . . . . 2.53
2.1
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Einleitung
2.1
Einleitung
Das vorliegende Kapitel erläutert anhand von typischen Messungen beispielhaft die
Bedienung des Gerätes. Zusätzlich enthält es Hintergrundinformationen zu den Einstellungen. Einfachere Messbeispiele sind im Kompakthandbuch, Kapitel 5, beschrieben.
Die nachfolgenden Beispiele gehen von der Grundeinstellung des R&S FSQ aus.
Diese wird mit der Taste PRESET eingestellt. Die vollständige Grundeinstellung ist
im Kapitel „Gerätefunktionen“, Abschnitt „Gerätegrundeinstellung – Taste PRESET“
beschrieben.
•
„Messung von Signalspektren mit mehreren Signalen“ auf Seite 2.3
•
„Messung von Signalen nahe am Rauschen“ auf Seite 2.9
•
„Messung von Rauschen“ auf Seite 2.16
•
„Messungen an modulierten Signalen“ auf Seite 2.27
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.2
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalspektren mit mehreren Signalen
2.2
2.2.1
Messung von Signalspektren mit mehreren Signalen
Messung der Intermodulation
Wenn mehrere Signale an einem Messobjekt anliegen, entstehen unerwünschte
Mischprodukte, die durch Mischung der Signale an nichtlinearen Kennlinien - meist
aktiver Komponenten wie Verstärker oder Mischer - verursacht werden. Besonders
störende Mischprodukte entstehen durch die Intermodulation dritter Ordnung, da
diese in die Nähe der Nutzsignale fallen und im Vergleich mit anderen Mischprodukten den geringsten Abstand zum Nutzsignal haben. Dabei wird die. Grundwelle
eines Signals mit der 1. Oberwelle des jeweils anderen Signals gemischt.
fs1 = 2 · fn1 – fn2
(6)
fs2 = 2 · fn2 – fn1
(7)
wobei fs1 und fs2 die Frequenzen der Intermodulationsprodukte und fn1 und fn2 die
Frequenzen der Nutzsignale sind.
Das folgende Bild zeigt die Lage der Intermodulationsprodukte im Frequenzbereich.
Level
Pn2
Pn1
aD3
Ps1
Ps2
∆f
fs1
∆f
fn1
∆f
fn2
fs2
Frequency
Fig. 2.8 Entstehung der Intermodulationsprodukte dritter Ordnung
2.3
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalspektren mit mehreren Signalen
Beispiel:
fn1 = 100 MHz, fn2 = 100,03 MHz
fs1 = 2 · fn1 – fn2 = 2 · 100 MHz – 100,03 MHz = 99,97 MHz
fs2 = 2 · fn2 – fn1 = 2 · 100,03 MHz – 100 MHz = 100,06 MHz
Der Pegel der Intermodulationsprodukte ist abhängig vom Pegel der Nutzsignale.
Wenn der Pegel beider Nutzsignale um 1 dB angehoben wird, steigt der Pegel der
Intermodulationsprodukte um 3 dB. Der Intermodulationsabstand aD3 sinkt damit um
2 dB. Der Pegelzusammenhang zwischen den Nutzsignalen und den Störprodukten
dritter Ordnung ist in Fig. 2.9 dargestellt.
Output
Level
Intercept
Point
Compression
Intermodulation
Products
Carrier
Level
3
aD3
1
1
1
Input Level
Fig. 2.9 Abhängigkeit des Pegels der Intermodulationsprodukte dritter Ordnung vom Pegel der
Nutzsignale
Das Verhalten der Signale sei am Beispiel eines Verstärkers erläutert. Die Nutzsignale am Ausgang des Verstärkers ändern sich proportional zu deren Pegel am Verstärkereingang solange der Verstärker im linearen Bereich arbeitet. Eine
Pegeländerung um 1 dB am Verstärkereingang bewirkt eine 1-dB-Pegeländerung
am Verstärkerausgang. Ab einem bestimmten Eingangspegel geht der Verstärker in
die Sättigung und der Pegel am Verstärkerausgang erhöht sich nicht mehr, wenn
der Eingangspegel erhöht wird.
Der Pegel der Intermodulationsprodukte dritter Ordnung steigt um den Faktor drei
schneller als der Pegel der Nutzsignale. Der Intercept dritter Ordnung ist der fiktive
Pegel, bei dem der Pegel der Nutzsignale und der Pegel der Störprodukte gleich
groß sind, d.h. der Schnittpunkt der beiden Geraden. Er kann nicht direkt gemessen
werden, da der Verstärker vorher in die Sättigung geht oder sogar zerstört werden
würde.
Aus den bekannten Steigungen der Geraden, dem Intermodulationsabstand aD3
und dem Pegel der Nutzsignale kann der Interceptpunkt jedoch berechnet werden:
T. O. I. = aD3 / 2 + Pn
(10)
wobei T. O. I. (Third Order Intercept) der Interceptpunkt dritter Ordnung in dBm und
Pn der Pegel eines Trägers in dBm ist.
Bei einem Intermodulationsabstand von 60 dB und einem Eingangspegel Pn von –
20 dBm ergibt sich zum Beispiel der Interceptpunkt dritter Ordnung zu
T. O. I. = 60 dBm / 2 + (-20 dBm) = 10 dBm.
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2.4
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalspektren mit mehreren Signalen
Messbeispiel – Messung des Eigen-Intermodulationsabstandes des
R&S FSQ
Zur Messung des Eigenintermodulationsabstandes wird der Messaufbau des folgenden Bildes verwendet.
Messaufbau:
Einstellung der Signalgeneratoren:
Pegel
Frequenz
Signalgenerator 1
-10 dBm
999,9 MHz
Signalgenerator 1
-10 dBm
1000,1 MHz
Messung mit dem R&S FSQ:
1. Den R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Die Mittenfrequenz auf 1 GHz und den Frequenzhub auf 1 MHz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 1 GHz eingeben.
➢ Die Taste SPAN drücken und 1 MHz eingeben.
3. Den Referenzpegel auf –10 dBm und die HF-Dämpfung auf 0 dB einstellen.
➢ Die Taste AMPT drücken und –10 dBm eingeben.
➢ Den Softkey RF ATTEN MANUAL drücken und 0 dB eingeben.
Durch die Reduktion der HF-Dämpfung auf 0 dB wird der Eingangsmischer
des R&S FSQ höher ausgesteuert. Damit werden die Intermodulationsprodukte dritter Ordnung am Bildschirm sichtbar.
4. Die Auflösebandbreite auf 5 kHz stellen.
➢ Die Taste BW drücken.
➢ Den Softkey RES BW MANUAL drücken und 5 kHz eingeben.
Durch die Reduktion der Bandbreite wird das Rauschen weiter abgesenkt und
die Störprodukte deutlicher sichtbar.
2.5
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalspektren mit mehreren Signalen
5. Mit der Funktion zur Messung des Intercepts dritter Ordnung die
Intermodulation messen.
➢ Die Taste MEAS drücken.
➢ Den Softkey TOI drücken.
Der R&S FSQ schaltet 4 Marker zur Messung des Intermodulationsabstandes
ein. Zwei Marker werden auf den Nutzsignalen und zwei auf den Intermodulationsprodukten positioniert. Aus den Pegelabständen der Nutzsignale zu den
Störsignalen errechnet der R&S FSQ den Interceptpunkt dritter Ordnung und
stellt diesen am Bildschirm dar:
Fig. 2-1
Ergebnis der Messung des Eigen-Intermodulationsabstandes des
R&S FSQ. Der Interceptpunkt dritter Ordnung (TOI) wird am rechten oberen
Rand des Grids ausgegeben
Der Pegel der Eigenintermodulationsprodukte eines Spektrumanalysators
hängt vom HF-Pegel der Nutzsignale am Eingangsmischer ab. Durch
Hinzuschalten von HF-Dämpfung wird der Mischerpegel verringert und der
Intermodulationsabstand erhöht sich. Bei 10 dB zusätzlicher HF-Dämpfung
reduzieren sich die Pegel der Störprodukte um 20 dB. Allerdings erhöht sich
auch der Rauschpegel um 10 dB.
6. Zur Reduktion der Störprodukte die HF-Dämpfung auf 10 dB erhöhen.
➢ Die Taste AMPT drücken.
➢ Den Softkey RF ATTEN MANUAL drücken und 10 dB eingeben.
Die Eigenstörprodukte des R&S FSQ verschwinden im Rauschen.
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2.6
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalspektren mit mehreren Signalen
Fig. 2-2
Durch Erhöhung der HF-Dämpfung verschwinden die R&S FSQ.-Eigenstörprodukte im Rauschen.
Berechnungsverfahren:
Das beim R&S FSQ verwendete Berechnungsverfahren für die Intercept verwendet
den Mittelwert des Pegels der Nutzsignale Pn in dBm und berechnet den Intermodulationsabstand aD3 in dB zum Mittelwert der Pegel der beiden Intermodulationsprodukte. Der Intercept dritter Ordnung (TOI) ergibt sich damit zu
TOI/dBm = ½ aD3 + Pn
Intermodulationsfreier Bereich
Der intermodulationsfreie Bereich, d.h., der Pegelbereich, in dem bei der Messung
von Zweitonsignalen keine Analysator-intern erzeugten Störprodukte auftreten, ist
durch den Interceptpunkt dritter Ordnung das Phasenrauschen und das thermische
Eigenrauschen des Spektrumanalysators bestimmt. Bei hohen Signalpegeln bestimmen die Intermodulationsprodukte den Dynamikbereich. Bei kleinen Signalpegeln
verschwinden die Störprodukte im Rauschen, d.h. die Eigenrauschanzeige und die
Phasenrauschen des Spektrumanalysators bestimmen die Dynamik. Die Eigenrauschanzeige und das Phasenrauschanzeige wiederum sind von der gewählten
Auflösebandbreite abhängig. Bei der kleinsten Auflösebandbreite ist die Eigenrauschanzeige und die Phasenrauschanzeige am geringsten und damit die erzielbare
Dynamik am größten. Allerdings steigt die Sweepzeit bei kleinen Auflösebandbreiten stark an. Deshalb ist es empfehlenswert die Auflösebandbreite so groß wie
möglich zu wählen, um die gewünschte Messdynamik zu erzielen. Da das Phasenrauschen mit dem Abstand vom Träger abnimmt, nimmt auch dessen Einfluss bei
größerem Frequenzabstand der Nutzsignale ab.
Die folgenden Diagramme zeigen den intermodulationsfreien Bereich abhängig von
der gewählten Bandbreite und vom Pegel am Eingangsmischer (= Signalpegel –
eingestellte HF-Dämpfung) bei verschiedenen Abständen der Nutzsignale.
2.7
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalspektren mit mehreren Signalen
Distortion free dynamic range
1MHz carrier offset
Dynamic range dB
-60
RBW=10 kHz
T.O.I
-70
RBW=1
kHz
RBW=100
Hz
RBW=10
Hz
-80
-90
-100
Thermal noise
-110
-120
-60
-50
-40
-30
-20
-10
Mixer level
Fig. 2.11 Intermodulationsfreier Bereich des R&S FSQ abhängig vom Pegel am Eingangsmischer
und der eingestellten Auflösebandbreite (Nutzsignalabstand = 1 MHz, DANL = -157 dBm /
Hz, T.O.I = 25 dBm; typ. Werte bei 2 GHz)
Der optimale Mischerpegel, d.h. der Pegel, bei dem der Intermodulationsabstand
am größten ist, ist bandbreitenabhängig. Bei 10 Hz Auflösebandbreite ist er etwa –
42 dBm und steigt bei 10 kHz Auflösebandbreite auf ca. –32 dBm an.
Bei Trägerabständen zwischen 10 und 100 kHz (Fig. 2.12) beeinflusst das Phasenrauschen den intermodulationsfreien Bereich wesentlich. Bei größeren Bandbreiten
ist dessen Einfluss zudem größer als bei schmalen Bandbreiten. Der optimale Mischerpegel wird bei den betrachteten Bandbreiten nahezu unabhängig von der Bandbreite und liegt bei ca. –40 dBm.
Distortion free dynamic range
10 to 100 kHz offset
-60
RBW=10 kHz
Dynamic range dB
T.O.I
RBW=1
kHz
RBW=100
Hz
RBW=10
Hz
-70
-80
-90
-100
Thermal noise
-110
-120
-60
-50
-40
-30
-20
-10
Mixer level
Fig. 2.12 Intermodulationsfreier Bereich des R&S FSQ abhängig vom Pegel am Eingangsmischer
und der eingestellten Auflösebandbreite (Nutzsignalabstand = 10 bis 100 kHz, DANL = 157 dBm /Hz, T.O.I = 25 dBm; typ. Werte bei 2 GHz)
Wenn die Intermodulationsprodukte eines Messobjektes mit sehr hoher Dynamik
gemessen werden müssen und damit die zu verwendende Auflösebandbreite
sehr klein ist, ist es empfehlenswert die Pegel der Nutzsignale und der Störprodukte separat mit kleinem Frequenzhub zu messen. Damit sinkt die Messzeit
vor allem bei größeren Abstanden der Nutzsignale. Um die Signale bei kleiner
Frequenzhubeinstellung sicher zu finden, ist es günstig die Signalquellen und
den R&S FSQ aufeinander zu synchronisieren.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.8
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalen nahe am Rauschen
2.3
Messung von Signalen nahe am Rauschen
Die Messgrenze von Spektrumanalysatoren für Signalen mit kleinen Pegeln ist
durch dessen Eigenrauschen begrenzt. Kleine Signale können durch den Rauschpegel verdeckt werden und sind damit nicht Messbar. Bei Signalen, die nur knapp
über dem Eigenrauschen liegen, wird die Genauigkeit der Pegelmessung durch das
Eigenrauschen des Spektrumanalysators beeinflusst.
Der angezeigte Rauschpegel eines Spektrumanalysators ist abhängig von dessen
Rauschmaß, der gewählten HF-Dämpfung, dem eingestellten Referenzpegel, der
gewählten Auflöse- und Videobandbreite und dem Detektor. Die Wirkung der verschiedenen Einflussgrößen ist im folgenden erläutert.
Einfluss der HF-Dämpfungseinstellung
Die Empfindlichkeit eines Spektrumanalysators kann direkt durch Wahl der HFDämpfung beeinflusst werden. Die größte Empfindlichkeit wird bei 0 dB HF-Dämpfung erreicht. Beim R&S FSQ kann die HF-Dämpfung in 5-dB-Schritten bis 70 dB
eingestellt werden. Jede zusätzlich eingeschaltete 5-dB-Stufe verringert dessen
Empfindlichkeit um 5 dB, d.h., das angezeigte Rauschen erhöht sich um 5 dB.
Einfluss des Referenzpegeleinstellung
Bei Änderung des Referenzpegels schaltet der R&S FSQ die Verstärkung der letzten Zwischenfrequenz, um bei Signalpegeln, die dem Referenzpegel entsprechen,
immer die gleiche Spannung am Logarithmierer und AD-Wandler zu erzeugen.
Damit ist gewährleistet, dass die Dynamik der Logarithmierers oder AD-Wandlers
voll ausgenützt wird. Bei hohen Referenzpegeln ist somit die Gesamtverstärkung
des Signalzweigs gering und das Rauschmaß der ZF-Verstärker trägt zum Gesamtrauschmaß des R&S FSQ wesentlich bei. Das folgende Bild zeigt die Änderung
des angezeigten Rauschens abhängig vom eingestellten Referenzpegel bei 10 kHz
uns 300 kHz Auflösebandbreite. Bei den digitalen Bandbreiten (<= 100 kHz) steigt
das Rauschen bei hohem Referenzpegel aufgrund der Dynamik des AD-Wandlers
stark an.
14
12
RBW= 10 kHz
rel. noise level /dB
10
8
6
4
RBW= 300 kHz
2
0
-2
-70
-60
-50
-40
-30
-20
Reference level /dBm
-10
Fig. 2.13 Änderung des angezeigten Rauschens abhängig vom eingestellten Referenzpegel bei
10 kHz und 300 kHz Bandbreite (Bezug = -30 dBm Referenzpegel)
2.9
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalen nahe am Rauschen
Einfluss der Auflösebandbreite
Die Empfindlichkeit eines Spektrumanalysators ist auch direkt abhängig von der
gewählten Bandbreite. Die größte Empfindlichkeit wird bei der schmalsten Bandbreite (beim R&S FSQ 10 Hz, bei FFT-Filterung 1 Hz) erreicht. Eine Vergrößerung der
Bandbreite reduziert die Empfindlichkeit proportional zur Bandbreitenerhöhung. Der
R&S FSQ bietet eine Bandbreitenstufung von 2, 3, 5 und 10 an. Die Erhöhung der
Bandbreite um den Faktor 3 erhöht das angezeigte Rauschen um ca. 5 dB (4.77 dB
exakt) und eine Erhöhung um den Faktor 10 erhöht das angezeigte Rauschen
ebenfalls um den Faktor 10, d.h. 10 dB. Durch den internen Aufbau der Auflösefilter
ist die Empfindlichkeit von Spektrumanalysatoren oft abhängig von der gewählten
Auflösebandbreite. Im Datenblatt ist meist der Wert für das angezeigte mittlere
Rauschen bei der kleinsten einstellbaren Bandbreite angegeben (beim R&S FSQ
bei 10 Hz). Der Gewinn an Empfindlichkeit bei Reduzierung der Bandbreite kann
daher von den oben angegebenen Werten abweichen. Die folgende Tabelle zeigt
typische Werte der Abweichung vom Rauschmaß für 10 kHz Auflösebandbreite als
Referenzwert (= 0 dB).
Noise figure
offset /dB
3
digital RBW
analog RBW
2
1
0
-1
0,01
0,1
1
10
100
1000
10000
RBW/kHz
Fig. 2.14 Änderung des Rauschmaßes des R&S FSQ bei den verschiedenen Bandbreiten.
Als Bezugsbandbreite ist 10 kHz gewählt.
Einfluss der Videobandbreite
Das angezeigte Rauschen eines Spektrumanalysators wird auch von der Wahl der
Videobandbreite beeinflusst. Wenn die Videobandbreite deutlich kleiner gewählt
wird als die Auflösebandbreite, werden Rauschspitzen unterdrückt, d.h., die
Messkurve wird wesentlich glatter. Der Pegel eines Sinussignals wird durch die
Videobandbreite nicht beeinflusst. Durch eine im Vergleich zur Auflösebandbreite
kleine Videobandbreite kann daher ein Sinussignal von Rauschen befreit werden
und kann damit genauer gemessen werden.
Einfluss des Detektors
Die verschiedenen Detektoren bewerten das Rauschen unterschiedlich, so dass die
Rauschanzeige von deren Wahl beeinflusst wird. Sinussignale werden von allen
Detektoren gleich bewertet, d.h. bei ausreichendem Abstand zum Rauschen ist die
Pegelanzeige für ein Sinus-HF-Signal unabhängig vom gewählten Detektor. Damit
wird der Messfehler für Signale nahe am Eigenrauschen des Spektrumanalysators
auch vom verwendeten Detektor beeinflusst. Der R&S FSQ bietet die folgenden
Detektoren für zur Auswahl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.10
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalen nahe am Rauschen
•
Maximum Spitzenwert (DETECTOR MAX PEAK)
Die Wahl des Spitzenwertdetektors für die Maximalwerte resultiert in der größten
Rauschanzeige, da der R&S FSQ für jedes Pixel der Messkurve den größten
Wert der ZF-Hüllkurve in dem einem Pixel zugeordneten Frequenzbereich
anzeigt. Die Messkurve zeigt bei längeren Ablaufzeiten größere Rauschpegel an,
da die Wahrscheinlichkeit eine hohe Rauschamplitude zu erfassen mit der
Verweildauer auf einem Bildpunkt steigt. Bei kurzen Sweepzeiten nähert sich die
Anzeige der des Sample-Detektors, da die Verweildauer auf einem Pixel nur mehr
ausreicht, um einen Momentanwert zu erfassen.
•
Minimum Spitzenwert (DETECTOR MIN PEAK)
Der Detektor für die Minimum-Spitzenwerte zeigt für jeden Punkt der Messkurve
die minimale Spannung der ZF-Hüllkurve in dem einem Pixel zugeordneten
Frequenzbereichs an. Die Rauschanzeige wird durch den Minimum-SpitzenwertDetektor stark unterdrückt, da für jeden Messpunkt die kleinste vorkommende
Rauschamplitude angezeigt wird. Bei geringem Rauschabstand wird jedoch auch
das Minimum des dem Signal überlagerten Rauschens angezeigt, so dass
dessen Pegel zu klein angezeigt wird.
Die Messkurve zeigt bei längeren Ablaufzeiten geringere Rauschpegel an, da die
Wahrscheinlichkeit eine kleine Rauschamplitude zu erfassen mit der
Verweildauer auf einem Bildpunkt steigt. Bei kurzen Sweepzeiten wird die
Anzeige äquivalent der Anzeige mit dem Sample-Detektor, da die Verweildauer
auf einem Pixel nur mehr ausreicht, um einen Momentanwert zu erfassen.
•
Autopeak-Detektor (DETECTOR AUTO PEAK)
Mit dem Autopeak-Detektor wird der Maximum-Spitzenwert und der MinimumSpitzenwert gleichzeitig angezeigt. Beider Werte werden gemessen und deren
Pegel mit einer senkrechten Linie verbunden zur Anzeige gebracht.
•
Sample-Detektor (DETECTOR SAMPLE)
Der Sample-Detektor tastet die logarithmierte ZF-Hüllkurve für jeden Punkt der
Messkurve nur einmal ab und bringt den Abtastwert zur Anzeige. Wenn der
Frequenzhub des R&S FSQ wesentlich größer eingestellt wird als die
Auflösebandbreite (Span/RBW >500) werden Nutzsignale nicht mehr sicher
erfasst. Sie gehen aufgrund der Unterabtastung verloren. Bei Rauschen ist dies
jedoch kein Problem, da der Momentanwert der Amplituden nicht entscheidend ist
sondern nur deren statistische Verteilung.
•
Effektivwert-Detektor (DETECTOR RMS)
Der RMS-Detektor bildet für jeden Punkt der Messkurve den Effektivwert der ZFHüllkurve für den Frequenzbereich, der dem Messpunkt zugeordnet ist. Er misst
damit die Leistung des Rauschens. Die Anzeige bei kleinen Signalen ist damit die
Summe aus der Signalleistung und der Rauschleistung. Bei kurzen Sweepzeiten,
wenn nur mehr ein unkorrelierter Abtastwert zur Effektivwertbildung beiträgt, ist
der RMS-Detektor äquivalent zum Sample-Detektor. Bei Verlängerung der
Sweepzeit, tragen immer mehr unkorrelierte Abtastwerte zur Effektivwertbildung
bei. Dadurch wird die Messkurve geglättet. Sinussignale werden nur dann
pegelrichtig dargestellt, wenn die gewählte Auflösebandbreite (RBW) mindestens
so breit ist wie die der Frequenzbereich, der einem Pixel der Messkurve
entspricht. Bei der 1 MHz Auflösebandbreite ist dies ein Frequenzdarstellbereich
von 625 MHz.
2.11
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalen nahe am Rauschen
•
Mittelwert-Detektor (DETECTOR AVERAGE)
Der Average-Detektor bildet für jeden Punkt der Messkurve den Mittelwert der
linearen ZF-Hüllkurve für den Frequenzbereich, der dem Messpunkt zugeordnet
ist. Er misst damit den linearen Mittelwert des Rauschens. Sinussignale werden
nur dann pegelrichtig dargestellt, wenn die gewählte Auflösebandbreite (RBW)
mindestens so breit ist wie die der Frequenzbereich, der einem Pixel der
Messkurve entspricht. Bei der 1 MHz Auflösebandbreite ist dies ein Frequenzdarstellbereich von 625 MHz.
Quasi-Peak-Detektor
Der Quasi-Peak-Detektor ist ein Spitzenwert-Detektor für die Störmesstechnik mit
definierter Lade- und Entladezeit. Diese Zeiten sind in der Vorschrift für Geräte zur
Messung von Störemissionen CISPR 16 festgelegt.
Messbeispiel – Messung des Pegels des internen Referenzgenerators bei
geringem Rauschabstand
Im Beispiel werden die verschiedenen Einflussfaktoren demonstriert, die den
Rauschabstand beeinflussen.
1. Den R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Einschalten des internen Referenzgenerators
➢ Die Taste SETUP drücken.
➢ Die Softkeys SERVICE: INPUT CAL drücken.
Der interne 128-MHz-Referenzgenerator ist eingeschaltet.
Der HF-Eingang des R&S FSQ ist abgeschaltet.
3. Die Mittenfrequenz auf 128 MHz und den Frequenzhub auf 100 MHz
einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 128 MHz eingeben.
➢ Die Taste SPAN drücken und 100 MHz eingeben.
4. Die HF-Dämpfung auf 60 dB einstellen, um das Eingangssignal zu dämpfen
bzw. das Eigenrauschen anzuheben.
➢ Die Taste AMPT drücken.
➢ Den Softkey RF ATTEN MANUAL drücken und 60 dB eingeben.
Die Darstellung der HF-Dämpfung im Display ist mit einem Stern
gekennzeichnet (*Att 60 dB) als Hinweis, dass sie nicht mehr an den
Referenzpegel gekoppelt ist. Durch die hohe Eingangsdämpfung wird das
Referenzsignal so gedämpft, dass es im Rauschen kaum mehr zu erkennen
ist.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.12
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalen nahe am Rauschen
Fig. 2-1
Darstellung eines Sinussignals mit kleinem Rauschabstand. Das Signal
wird mit dem Auto-Peak-Detektor gemessen fast vollständig durch das
Eigenrauschen des R&S FSQ überdeckt.
5. Zur Unterdrückung der Rauschspitzen kann man die Messkurve mitteln.
➢ Die Taste TRACE drücken.
➢ Den Softkey AVERAGE drücken.
Fig. 2-2
2.13
Darstellung eines HF-Sinussignals mit geringem Rauschabstand bei Mittelung der Messkurve.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalen nahe am Rauschen
Die Messkurven aufeinanderfolgender Sweeps werden gemittelt. Zur
Mittelung schaltet der R&S FSQ automatisch den Sample-Detektor ein. Das
HF-Signal hebt sich dadurch deutlicher aus dem Rauschen hervor.
6. Alternativ zur Mittelung der Messkurven kann ein im Vergleich zur
Auflösebandbreite schmales Videofilter eingeschaltet werden.
➢ Den Softkey CLEAR/WRITE im Trace-Menü drücken.
➢ Die Taste BW drücken.
➢ Den Softkey VIDEO BW MANUAL drücken und 10 kHz eingeben.
Das HF-Sinussignal ist ragt nun deutlich sichtbar aus dem Rauschen.
Fig. 2-3
Darstellung eines HF-Sinussignals mit geringem Rauschabstand bei
kleiner Videobandbreite.
7. Durch Reduktion der Auflösebandbreite um den Faktor 10 wird auch das
Rauschen um 10 dB abgesenkt.
➢ Den Softkey RES BW MANUAL drücken und 300 kHz eingeben.
Das angezeigte Rauschen sinkt um etwa 10 dB. Damit ragt das Signal um
etwa 10 dB mehr aus dem Rauschen. Die Videobandbreite ist gegenüber der
vorherigen Einstellung gleich geblieben, d.h. im Vergleich zur kleineren
Auflösebandbreite größer geworden. Damit reduziert sich der Mittelungseffekt
durch die Videobandbreite. Die Messkurve wird verrauschter.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.14
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Signalen nahe am Rauschen
Fig. 2-4
2.15
Anzeige des Referenzsignals bei kleinerer Auflösebandbreite.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
2.4
Messung von Rauschen
Rauschmessungen spielen eine wichtige Rolle in der Spektralanalyse. Das Rauschen in Funkübertragungssystemen und deren Komponenten beeinflusst zum
Beispiel deren Empfindlichkeit.
Die Rauschleistung wird dabei entweder als Gesamtleistung im Übertragungskanal
oder als Leistung bezogen auf 1 Hz Bandbreite angegeben. Die Quellen von Rauschen sind zum Beispiel Verstärkerrauschen oder Rauschen von Oszillatoren zur
Frequenzumsetzung von Nutzsignalen in Empfängern oder Sendern. Das Rauschen am Ausgang eines Verstärkers ist durch dessen Rauschmaß und dessen Verstärkung bestimmt.
Das Rauschen eines Oszillators ist nahe an der Schwingfrequenz durch dessen
Phasenrauschen und weitab durch das thermische Rauschen der aktiven Elemente
bestimmt. Phasenrauschen kann kleine Signale nahe der Schwingfrequenz überdecken, so dass diese nicht mehr detektierbar sind.
2.4.1
Messung der Rauschleistungsdichte
Für die Messung der Rauschleistung bezogen auf 1 Hz Bandbreite bei einer bestimmten Frequenz bietet der R&S FSQ eine einfach zu handhabende Markerfunktion
an, die aus dem gemessenen Markerpegel die Rauschleistungsdichte berechnet.
Messbeispiel – Messung der Eigen-Rauschleistungsdichte des R&S FSQ
bei 1 GHz und Berechnung des R&S FSQ-Rauschmaßes
1. R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Mittenfrequenz auf 1 GHz und Span auf 1 MHz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 1 GHz eingeben.
➢ Die Taste SPAN drücken und 1 MHz eingeben.
3. Den Marker einschalten und die Markerfrequenz auf 1 GHz stellen.
➢ Die Taste MKR drücken und 1 GHz eingeben.
4. Die Rauschmarkerfunktion einschalten.
➢ Die Taste MEAS drücken
➢ Den Softkey NOISE MARKER drücken.
Der R&S FSQ zeigt die Rauschleistung bei 1 GHz in dBm (1 Hz) an.
Da Rauschen ein Zufallsprozess ist, muss zur Erzielung eines stabilen
Messergebnisses die Messzeit lang genug eingestellt werden. Dies kann
durch Mittelung der Messkurve oder durch eine im Vergleich zur
Auflösebandbreite sehr kleine Videobandbreite erzielt werden.
5. Durch Mittelung der Messkurve wird das Messergebnis stabilisiert.
➢ Die Taste TRACE drücken.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.16
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
➢ Den Softkey AVERAGE auswählen.
Der R&S FSQ führt eine gleitende Mittelung über 10 Messkurven aus aufeinanderfolgenden Sweeps durch. Das Messergebnis wird stabiler.
Umrechnung auf andere Bezugsbandbreiten
Das Ergebnis der Rauschmessung kann durch einfache Umrechnung auf andere
Bandbreiten bezogen werden. Dazu wird 10 · lg (BW) zum Messergebnis addiert,
wobei BW die neue Bezugsbandbreite ist.
Beispiel:
Die Rauschleistung von –150 dBm (1 Hz) soll auf 1 kHz Bandbreite bezogen werden.
P[1kHz] = -150 + 10 · lg (1000) = -150 +30 = -120 dBm (1 kHz)
Berechnungsverfahren:
Zur Berechnung der Rauschleistung verwendet der R&S FSQ das folgende Verfahren:
Mit dem Einschalten des Noise-Markers schaltet der R&S FSQ automatisch den
Sample-Detektor ein. Die Video-Bandbreite wird auf 1/10 der gewählten Auflösebandbreite (RBW) eingestellt.
Zur Berechnung des Rauschens mittelt der R&S FSQ über 17 nebeneinanderliegende Pixel (zusätzlich zum Kurvenpunkt des Markers 8 Pixel links, 8 Pixel rechts
vom Marker). Durch die Videofilterung und die Mittelung über 17 Kurvenpunkte wird
das Messergebnis stabilisiert.
Da sowohl die Videofilterung als auch die Mittelung über 17 Kurvenpunkte in der
logarithmischen Darstellung erfolgt wäre das Ergebnis um 2,51 dB zu niedrig (=
Abweichung des logarithmischen Rauschmittelwerts zur Rauschleistung). Der
R&S FSQ korrigiert daher den ermittelten Rauschwert um die 2,51 dB.
Um das Messergebnis auf 1-Hz-Bandbreite zu normieren, wird das Ergebnis zusätzlich um –10 x lg (RBWnoise) korrigiert, wobei RBWnoise die Leistungsbandbreite des
gewählten Auflösefilters (RBW) ist.
Wahl des Detektors
Die Messung der Rauschleistungsdichte erfolgt in der Grundeinstellung mit dem
Sample-Detektor und durch Mittelung. Andere mögliche Detektoren zur korrekten
Messung sind der Average-Detektor und der RMS-Detektor. Beim Average-Detektor
wird die lineare Videospannung, beim RMS-Detektor die quadrierte Videospannung
gemittelt und als Kurvenpunkt zur Anzeige gebracht. Die Mittelungszeit ist abhängig
von der gewählten Sweepzeit (= SWT / 625). Eine Erhöhung der Sweepzeit führt zu
einer längeren Mittelungszeit pro Kurvenpunkt und daher zu einer Stabilisierung des
Messergebnisses. Der R&S FSQ korrigiert das Messergebnis der Rauschmarkeranzeige automatisch abhängig vom eingestellten Detektor (+1,05 dB für den AverageDetektor, 0 dB für den RMS-Detektor). Dabei wird vorausgesetzt, dass die
Videobandbreite mindestens auf das Dreifache der Auflösebandbreite eingestellt ist.
Der R&S FSQ stellt beim Einschalten des Average- oder RMS-Detektors die
Videobandbreite auf einen geeigneten Wert.
Die Detektoren Pos Peak, Neg Peak, Auto Peak und Quasi Peak sind zur Messung
der Rauschleistungsdichte ungeeignet.
2.17
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
Bestimmung des Rauschmaßes
Mit Hilfe des Rauschleistungsanzeige kann das Rauschmaß z.B. von Verstärkern
oder auch das Rauschmaß des R&S FSQ allein ermittelt werden. Aus der
bekannten thermischen Rauschleistung eines 50-Ohm-Widerstands bei Zimmertemperatur (-174 dBm (1 Hz)) und der gemessenen Rauschleistung Pnoise ergibt
sich das Rauschmaß (NF) wie folgt:
NF = Pnoise + 174 – g,
wobei g = Verstärkung des Messobjekts in dB
Beispiel:
Die interne Rauschleistung des R&S FSQ bei 0 dB HF-Dämpfung wird mit –155
dBm/1 Hz) gemessen. Daraus ergibt sich das Rauschmaß des R&S FSQ zu
NF = -155 + 174 = 19 dB.
Bei der Messung der Rauschleistung z. B. am Ausgang eines Verstärkers wird
die Summenleistung aus der internen Rauschleistung und der Rauschleistung
am Ausgang des Messobjekts gemessen. Auf die Rauschleistung des Messobjekts kann durch Subtraktion der R&S FSQ internen Rauschleistung von der
Summenrauschleistung geschlossen werden (Subtraktion der linearen Rauschleistungen). Mit Hilfe des folgenden Diagramms kann aus der Pegeldifferenz
des Summenpegels und des R&S FSQ internen Rauschpegels der Rauschpegel
des Messobjekts abgeschätzt werden.
Fig. 2.15 Korrekturfaktor für die gemessene Rauschleistung abhängig von Abstand zu
Eigenrauschleistung des R&S FSQ
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.18
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
2.4.2
Messung der Rauschleistung innerhalb eines Übertragungskanals
Mit Hilfe der Funktionen zur Kanalleistungsmessung kann das Rauschen in beliebigen Bandbreiten gemessen werden. Damit kann zum Beispiel die Rauschleistung
in einem Kommunikationskanal bestimmt werden. Wenn das Spektrum des Rauschens innerhalb der Kanalbandbreite eben ist, kann auch der Rauschmarker aus
dem vorhergehenden Beispiel verwendet werden, um die Rauschleistung im Kanal
durch Einbeziehen der Kanalbandbreite zu berechnen. Wenn aber Phasenrauschen
mit in der Regel zum Träger hin ansteigendem Rauschen im zu messenden Kanal
dominant ist oder diskrete Störsignale im Kanal vorhanden sind, ist die Methode der
Kanalleistungsmessung anzuwenden, um ein korrektes Messergebnis zu erzielen.
Messbeispiel – Messung des Eigenrauschens des R&S FSQ bei 1 GHz in
1,23 MHz Kanalbandbreite mit Hilfe der Kanalleistungsfunktion
Messaufbau:
Der HF-Eingang des R&S FSQ bleibt offen oder wird mit 50 Ω abgeschlossen.
Messung mit dem R&S FSQ:
1. R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Mittenfrequenz auf 1 GHz und Span auf 2 MHz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 1 GHz eingeben.
➢ Die Taste SPAN drücken und 2 MHz eingeben.
3. Zur Erzielung maximaler Empfindlichkeit die HF-Dämpfung des R&S FSQ
auf 0 dB einstellen.
➢ Die Taste AMPT drücken.
➢ Den Softkey RF ATTEN MANUAL drücken und 0 dB eingeben.
4. Die Kanalleistungsmessung einschalten und konfigurieren.
➢ Die Taste MEAS drücken.
➢ Den Softkey CHAN PWR ACP drücken.
Der R&S FSQ schaltet die Kanal- oder Nachbarkanalleistungsmessung
entsprechend der momentanen Konfiguration ein.
➢ Den Softkey CP/ACP CONFIG ! drücken.
Der R&S FSQ wechselt in das Untermenü zur Konfiguration des Kanals.
➢ Den Softkey CHANNEL BANDWIDTH drücken und 1.23 MHz eingeben.
Der R&S FSQ stellt am Bildschirm den 1,23-MHz-Kanal durch zwei
senkrechte Linien symmetrisch zur Mittenfrequenz dar.
2.19
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
➢ Die Taste PREV drücken.
Der R&S FSQ wechselt in das Hauptmenü für die Kanal- und Nachbarkanalleistungsmessung.
➢ Den Softkey ADJUST SETTINGS drücken.
Die Einstellungen für den Frequenzhub, die Bandbreite (RBW und VBW) und
den Detektor werden vom R&S FSQ automatisch auf die für die Messung
optimalen Werte eingestellt.
Fig. 2-1
Messung der R&S FSQ-Eigenrauschleistung in 1,23 MHz Kanalbandbreite.
5. Stabilisierung des Messergebnisses durch Erhöhung der Sweepzeit
➢ Den Softkey SWEEP TIME drücken und 1 s eingeben.
Durch die Erhöhung der Sweepzeit auf 1 s wird die Messkurve durch den
RMS-Detektor wesentlich glatter und das Ergebnis der Kanalleistungsmessung ist deutlich stabiler.
6. Umrechnung der gemessenen Kanalleistung auf 1 Hz Bandbreite
➢ Den Softkey CHAN PWR / Hz drücken.
Die Ausgabe der Kanalleistung wird auf ein Hz Bandbreite bezogen. Das
Messergebnis wird dazu um –10 · lg (ChanBW) korrigiert, wobei ChanBW die
eingestellte Kanalbandbreite ist.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.20
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
Berechnungsverfahren für die Kanalleistung
Bei der Messung der Kanalleistung integriert der R&S FSQ die linearen Leistungen,
die den Pegeln der Bildpunkte innerhalb des gewählten Kanals entsprechen. Der
R&S FSQ benutzt dabei eine Auflösebandbreite, die sehr viel kleiner ist als die
Kanalbandbreite. Beim Sweepen über den Kanal wird das Kanalfilter aus den
Durchlasskurven der Auflösebandbreite zusammengesetzt (siehe Fig. 2.16).
-3 dB
Auflösefilter
Sweep
Kanalbandbreite
Fig. 2.16 Approximation des Kanalfilters durch Sweepen mit kleiner Auflösebandbreite
In einzelnen werden folgende Schritte durchgeführt:
•
Die lineare Leistung der Pegel aller Punkte der Messkurve innerhalb des Kanals
wird berechnet:
Pi = 10(Li/10)
wobei Pi = Leistung des Messkurvenpunktes i, Li = angezeigter Pegel des
Messkurvenpunktes i
•
Die Leistungen alle Messkurvenpunkte innerhalb des Kanals werden aufsummiert
und die Summe durch die Anzahl der Messpunkte im Kanal geteilt.
•
Das Ergebnis wird mit dem Quotienten aus der gewählten Kanalbandbreite und
der Rauschbandbreite des Auflösefilters (RBW) multipliziert.
Da die Leistungsberechnung durch Integration der Messkurve innerhalb der Kanalbandbreite erfolgt, wird dieses Verfahren auch IBW-Methode genannt (IntegrationBandwidth-Methode).
Wahl der Bandbreite (RBW)
Die Auflösebandbreite (RBW) muss bei der Kanalleistungsmessung klein
gegenüber der Kanalbandbreite gewählt werden, damit die Kanalbandbreite möglichst genau eingehalten werden kann. Wird die Auflösebandbreite zu groß gewählt,
dann wird die Selektion des nachgebildeten Kanalfilters negativ beeinflusst und
eventuell vorhandene Leistung im benachbarten Kanal mitgemessen. Deshalb
sollte die Auflösebandbreite mit ca. 1 % bis 3 % der Kanalbandbreite gewählt werden. Bei zu kleiner Auflösebandbreite wird die notwendige Sweepzeit überproportional lang und die Messzeit erhöht sich beträchtlich. Bei zu großer
Auflösebandbreite leidet die Selektion des nachgebildeten Kanalfilters.
2.21
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
Wahl des Detektors
Da die Leistung der Messkurve innerhalb der Kanalbandbreite gemessen wird, kommen als Detektoren nur der Sample-Detektor und der RMS-Detektor in Frage. Nur
diese beiden Detektoren liefern Messwerte, die die Leistungsberechnung ermöglichen. Die Spitzenwertdetektoren (Pos Peak, Neg Peak und Auto Peak) sind zur
Leistungsmessung von Rauschsignalen nicht geeignet, da beim Rauschen keine
Korrelation zwischen Spitzenwert der Videospannung und Leistung hergestellt werden kann.
Mit dem Sample-Detektor wird pro Punkt der Messkurve ein Wert (Sample) der ZFHüllkurvenspannung dargestellt. Bei im Vergleich zur Auflösebandbreite sehr
großen Frequenzdarstellbereichen (Span / RBW > 500) können dadurch eventuell
im Rauschen vorhandene Sinussignale verloren gehen, d. h., sie werden nicht dargestellt. Dies spielt jedoch bei reinen Rauschsignalen keine Rolle, da ein einzelner
Wert nicht wichtig ist, sondern nur die statistische Verteilung aller Messwerte. Die
Anzahl der Samples zur Leistungsberechnung ist auf die Anzahl der Messkurvenpunkte (625 beim R&S FSQ) beschränkt.
Um die Reproduzierbarkeit von Messungen zu erhöhen, wird oft die Mittelung
über mehrere Messkurven verwendet (Softkey AVERAGE im Menü TRACE).
Dies führt bei der Kanalleistungsmessung zu falschen Ergebnissen (maximal –
2.51 dB bei idealer Mittelung und gaußförmiger Amplitudenverteilung). Die
Trace-Mittelung ist daher zu vermeiden.
Mit dem RMS-Detektor wird die komplette ZF-Hüllkurve verwendet, um daraus für
jeden Punkt der Messkurve die Leistung zu berechnen. Die ZF-Hüllkurve wird mit
einer Abtastfrequenz digitalisiert, die mindestens dem 5fachen der eingestellten
Auflösebandbreite entspricht. Aus den Abtastwerten wird pro Kurvenpunkt die Leistung nach folgender Formel berechnet:
P RMS =
1
---- ×
N
N
2
∑ si
i=1
si = lineare digitalisierte Videospannung am Ausgang des AD-Wandlers
N = Anzahl der AD-Wandlerwerte pro Punkt der Messkurve
Prms = Leistung für einen Punkt der Messkurve
Nach der Berechnung der Leistung wird diese in einen logarithmischen Pegel
umgerechnet und als Punkt der Messkurve dargestellt.
Die Anzahl der AD-Wandlerwerte N, die zur Leistungsberechnung herangezogen
werden, wird durch die Sweepzeit festgelegt. Die Zeit pro Messkurvenpunkt für die
Leistungsmessung ist direkt proportional zur gewählten Sweepzeit. Der RMSDetektor verwendet wesentlich mehr Samples zur Leistungsberechnung als der
Sample-Detektor, vor allem wenn die Sweepzeit verlängert wird. Damit kann die
Messunsicherheit deutlich verringert werden. Der R&S FSQ verwendet daher in der
Grundeinstellung den RMS-Detektor für die Messung der Kanalleistung.
Bei beiden Detektoren (Sample und RMS) muss die Videobandbreite (VBW) mindestens das Dreifache der Auflösebandbreite betragen, damit die Spitzenwerte der
Videospannung nicht durch das Videofilter verschliffen werden. Bei kleinerer
Videobandbreite wird das Videosignal gemittelt und die Leistung zu klein angezeigt.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.22
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
Wahl der Sweepzeit
Bei der Verwendung des Sample-Detektors ist die minimal mögliche Sweepzeit bei
vorgegebenem Span und vorgegebener Auflösebandbreite zu empfehlen. Diese
wird bei gekoppelter Einstellung erreicht. Damit ist die Zeit pro Messung minimal.
Eine Verlängerung der Messzeit bringt keine Vorteile, da die Anzahl der Samples
zur Leistungsberechnung durch die Anzahl der Messkurvenpunkte im Kanal fest
vorgegeben ist.
Bei Verwendung des RMS-Detektors kann die Reproduzierbarkeit der Messergebnisse durch die Wahl der Sweepzeit beeinflusst werden. Mit längerer Sweepzeit wird
die diese erhöht.
Die Reproduzierbarkeit kann anhand der folgenden Grafik abgeschätzt werden.
max. error/dB
0
95 % Confidence
Level
0.5
1
99 % Confidence
Level
1.5
2
2.5
3
10
100
1000
10000
100000
Number of Samples
Fig. 2.17 Wiederholgenauigkeit der Kanalleistungsmessung abhängig von der Anzahl der
Samples zur Berechnung der Leistung
Die Kurven im Fig. 2.17 geben die Wiederholgenauigkeit an, die mit 95 % und 99 %
Wahrscheinlichkeit in Abhängigkeit der Anzahl der Samples erreicht wird.
Bei 600 Samples ist die Wiederholgenauigkeit ±0,5 dB. Das bedeutet, dass bei Verwendung des Sample Detektors und einer Kanalbandbreite über das gesamte Diagramm (Kanalbandbreite = Span) der Messwert mit 99 % Wahrscheinlichkeit
innerhalb von ±0,5 dB vom wahren Wert liegt.
Bei Verwendung des RMS-Detektors kann die Anzahl der Samples wie folgt abgeschätzt werden:
Da nur unkorrelierte Samples zur RMS-Wert-Bildung beitragen, kann die Anzahl der
Samples aus der Sweepzeit und der verwendeten Auflösebandbreite berechnet
werden.
2.23
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
Samples dürfen als unkorreliert angenommen werden, wenn sie mindestens im
Abstand 1/RBW aufgenommen werden. Damit errechnet sich die Anzahl der unkorrelierten Samples (Ndecorr) zu
Ndecorr = SWT · RBW
Um die unkorrelierten Samples pro Messkurvenpunkt zu bestimmen, wird Ndecorr
durch 625 (= Punkte pro Messkurve) geteilt.
Beispiel:
Bei einer Auflösebandbreite von 30 kHz und einer Sweepzeit von 100 ms ergeben
sich 3000 unkorrelierte Samples. Wenn die Kanalbandbreite gleich dem Frequenzdarstellbereich ist, d. h., alle Messkurvenpunkte zur Kanalleistungsmessung
herangezogen werden, kann aus Fig. 2.17 eine Wiederholgenauigkeit von 0,2 dB
mit 99 % Vertrauensbereich abgeschätzt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.24
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
2.4.3
Messung von Phasenrauschen
Für die Messung des Phasenrauschens bietet der R&S FSQ eine einfach zu bedienende Markerfunktion an, die das Phasenrauschen eines HF-Oszillators in einem
beliebigem Frequenzabstand zum Träger in dBc in 1 Hz Bandbreite ausgibt.
Messbeispiel – Messung des Phasenrauschens eines Signalgenerators in
10 kHz Abstand zur Trägerfrequenz
Messaufbau:
Einstellungen am Signalgenerator:
Frequenz:
100 MHz
Pegel:
0 dBm
Messung mit dem R&S FSQ:
1. R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Mittenfrequenz auf 100 MHz und Span auf 50 kHz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 100 MHz eingeben.
➢ Die Taste SPAN drücken und 50 kHz eingeben.
3. Referenzpegel des R&S FSQ auf 0 dBm einstellen (= Pegel des
Signalgenerators)
➢ Die Taste AMPT drücken und 0 dBm eingeben.
4. Die Phasenrauschmessung einschalten.
➢ Die Taste MKR FCTN drücken.
➢ Den Softkey PHASE NOISE ! drücken.
Der R&S FSQ schaltet die Phasenrauschmessung ein. Marker 1
(=Hauptmarker) und Marker 2
(= Delta-Marker) werden auf dem Maximum des Signals positioniert. Die
Position der Marker wird zur Referenz (Pegel und Frequenz) für die Phasenrauschmessung. Die Referenz wird durch eine waagrechte Linie für den
Referenzpegel und eine senkrechte Linie für den Frequenzbezug
gekennzeichnet. Zur unmittelbaren Eingabe des Frequenzoffsets, in dem das
Phasenrauschen gemessen werden soll, ist die Eingabe des Frequenzoffsets
für den Delta-Marker aktiviert.
2.25
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messung von Rauschen
5. Frequenzoffset 10 kHz zur Bestimmung des Phasenrauschens eingeben.
➢ 10 kHz eingeben.
Der R&S FSQ zeigt das Phasenrauschen in 10 kHz Frequenzoffset an. Der
numerische Wert für das Phasenrauschen wird im Delta-Markerausgabefeld
am rechten oberen Rand des Bildschirms in dBc/Hz ausgegeben (Delta 2 [T1
PHN]).
6. Zur Stabilisierung des Messergebnisses die Mittelung des Messkurve
einschalten.
➢ Die Taste TRACE drücken.
➢ Den Softkey AVERAGE drücken.
Fig. 2-1
Messung des Phasenrauschens mit der Marker-Funktion Phase Noise
Ein anderer Frequenzoffset kann durch Verdrehen des Markers mit dem
Drehrad oder durch Eingabe eines neuen Zahlenwertes für den
Frequenzoffset eingestellt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.26
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
2.5
Messungen an modulierten Signalen
Bei der Nutzung von Hochfrequenzsignalen zur Übertragung von Nachrichten wird
der HF-Träger moduliert. Dabei werden analoge Modulationsverfahren wie Amplitudenmodulation, Frequenzmodulation und Phasenmodulation und bei moderneren
Systemen digitale Modulationsverfahren benutzt. Die Messung der Leistung und
des Spektrums von modulierten Signalen ist eine wichtige Aufgabe, um die Übertragungsqualität sicherzustellen und den Schutz anderer Funkdienste zu gewährleisten. Diese Aufgabe kann sehr gut mit einem Spektrumanalysator wahrgenommen
werden. Moderne Spektrumanalysatoren bieten zudem die notwendigen Messroutinen an, um die Messung zu vereinfachen.
2.5.1
Messungen an AM-modulierten Signalen
Der Spektrumanalysator richtet das HF-Eingangssignal gleich und bringt es als
Betragsspektrum zur Anzeige. Mit der Gleichrichtung werden auch AM-modulierte
Signale demoduliert. Die NF-Spannung kann im Zeitbereich zur Anzeige gebracht
werden, wenn die Modulationsseitenbänder in die Auflösebandbreite fallen. In der
Frequenzbereichsdarstellung können die AM-Seitenbänder mit schmaler Bandbreite aufgelöst werden und getrennt gemessen werden. Damit kann der Modulationsgrad eines mit einem Sinussignal modulierten Trägers gemessen werden. Da die
Dynamik eines Spektrumanalysators sehr groß ist, können auch extrem kleine Modulationsgrade genau gemessen werden. Der R&S FSQ bietet dazu eine Messroutine an, die direkt den Modulationsgrad in % numerisch ausgibt.
2.5.1.1
Messbeispiel 1 – Darstellung der NF eines AM-modulierten Signals im Zeitbereich
Messaufbau:
Einstellungen am Signalgenerator
Frequenz:
100 MHz
Pegel:
0 dBm
Modulation:
50 % AM, 1 kHz AF
Messung mit dem R&S FSQ:
1. R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Mittenfrequenz auf 100 MHz und Span auf 0 Hz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 100 MHz eingeben.
➢ Die Taste SPAN drücken und 0 Hz eingeben.
2.27
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
3. Den Referenzpegel auf +6 dBm und den Anzeigebereich auf linear
einstellen.
➢ Die Taste AMPT drücken und 6 dBm eingeben.
➢ Den Softkey RANGE LINEAR drücken.
4. Mit dem Videotrigger auf das NF-Signal triggern, damit ein stehendes Bild
entsteht.
➢ Die Taste TRIG drücken.
➢ Den Softkey VIDEO drücken.
Der Video-Triggerpegel wird beim ersten Einschalten auf 50 % eingestellt. Der
Triggerpegel wird als waagrechte Linie quer über das Messdiagramm
dargestellt. Der R&S FSQ zeigt das 1-kHz-NF-Signal als stehendes Bild im
Zeitbereich an.
Fig. 2-2
Messung des NF-Signals eines mit 1 kHz AM-modulierten Trägers
Mit dem AM/FM-Demodulator im R&S FSQ, kann die NF mit einem
Lautsprecher abgehört werden.
5. Den internen AM-Demodulator einschalten.
➢ Die Taste MKR FCTN drücken.
➢ Den Softkey MKR DEMOD drücken.
Der R&S FSQ schaltet den AM-Hördemodulator automatisch ein.
➢ Den Lautstärkeregler aufdrehen.
Ein 1-kHz-Ton ist aus dem Lautsprecher hörbar.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.28
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
2.5.1.2
Messbeispiel 2 – Messung des Modulationsgrades eines AM-modulierten
Trägers im Frequenzbereich
Messaufbau:
Einstellungen am Signalgenerator :
Frequenz:
100 MHz
Pegel:
-30 dBm
Modulation:
50 % AM, 1 kHz AF
Messung mit dem R&S FSQ:
1. Den R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Die Mittenfrequenz auf 100 MHz und Span auf 0 Hz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 100 MHz eingeben.
➢ Die Taste SPAN drücken und 5 kHz eingeben.
3. Die Marker-Funktion zur Messung des AM-Modulationsgrades einschalten.
➢ Die Taste MEAS drücken.
➢ Den Softkey MODULATION DEPTH drücken.
Der R&S FSQ setzt automatisch einen Marker auf das Trägersignal in der
Mitte des Diagramms und je einen Delta-Marker auf das untere und obere AMSeitenband. Aus den Pegelabständen der Delta-Marker zum Hauptmarker
errechnet der R&S FSQ den AM-Modulationsgrad und gibt den numerischen
Wert im Marker-Infofeld aus.
2.29
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Fig. 2-3
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
Messung des AM-Modulationsgrades. Der Modulationsgrad kann hier mit
MDEPTH = 49.345 % abgelesen werden. Die Frequenz des NF-Signals kann
der Frequenzanzeige der Delta-Marker entnommen werden
2.30
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
2.5.2
Messung an FM-modulierten Signalen
Da Spektrumanalysatoren mit Hilfe des Hüllkurvendetektors nur den Betrag des zu
messenden Signals darstellen, kann die Modulation von FM-modulierten Signalen
nicht wie bei AM-modulierten Signalen direkt gemessen werden. Die Spannung am
Ausgang des Hüllkurvendetektors ist bei FM-modulierten Signalen konstant solange
sich der Frequenzhub des Signals innerhalb des ebenen Teils der Durchlasskurve
des verwendeten Auflösefilters befindet. Eine Amplitudenvariation ergibt sich erst,
wenn die Momentanfrequenz in eine abfallende Flanke der Filterkurve reicht. Dieses
Verhalten kann zur Demodulation von FM-modulierten Signalen genutzt werden.
Die Mittenfrequenz des Analysators wird so eingestellt, dass sich die Nominalfrequenz des Messsignals auf einer Filterflanke (unterhalb oder oberhalb der Mittenfrequenz) befindet. Die Auflösebandbreite und Frequenzablage werden dabei so
gewählt, dass sich die Momentanfrequenz im linearen Teil der Filterflanke befinden.
Damit wird die Frequenzvariation des FM-modulierten Signals in eine Amplitudenvariation transformiert, die am Bildschirm im Zeitbereich dargestellt werden kann.
Bei den analog realisierten 5-Kreis-Filtern von 200 kHz bis 3 MHz erhält man eine
gute Linearität der Filterflanke, wenn die Frequenz des R&S FSQ um das 1,2-fache
der Filterbandbreite unterhalb oder oberhalb der Frequenz des Sendesignals
eingestellt wird. Der nutzbare Bereich für die FM-Demodulation ist dann etwa gleich
der Auflösebandbreite.
Messbeispiel - Darstellung der NF eines FM-modulierten Trägers
Messaufbau:
Einstellungen am Signalgenerator :
Frequenz:
100 MHz
Pegel:
-30 dBm
Modulation:
FM 0 kHz Hub (d.h., die FM-Modulation ist ausgeschaltet), 1
kHz NF
Messung mit dem R&S FSQ:
1. Den R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Die Mittenfrequenz auf 99,64 MHz und den Span auf 300 kHz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 99,64 MHz eingeben.
➢ Die Taste SPAN drücken und 300 kHz eingeben.
3. 300 kHz Auflösebandbreite einstellen.
➢ Die Taste BW drücken.
➢ Den Softkey RES BW MANUAL drücken und 300 kHz eingeben.
2.31
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
4. 20-dB-Darstellbereich einstellen und die Filterkurve in die Bildmitte
schieben.
➢ Die Taste AMPT drücken.
➢ Den Softkey RANGE LOG MANUAL drücken und 20 dB eingeben.
➢ Die Taste NEXT drücken.
➢ Den Softkey GRID auf REL stellen.
➢ Den Softkey PREV drücken.
➢ Mit dem Drehrad den Referenzpegel so verstellen, dass die Filterflanke bei der
Mittenfrequenz die –10-dB-Pegellinie schneidet.
Am Bildschirm wird die Filterflanke des 300-kHz-Filters dargestellt. Dies
entspricht der Demodulatorkennlinie für FM-Signale mit einer Steilheit von ca.
5 dB/100 kHz.
Fig. 2-4
Darstellung der Filterflanke des 300-kHz-Filters als FM-Diskriminatorkennlinie.
5. Am Messsender 100 kHz FM-Hub und 1 kHz NF einstellen.
6. Am R&S FSQ 0 Hz Frequenzhub einstellen.
➢ Die Taste SPAN drücken.
➢ Den Softkey ZERO SPAN drücken.
Am Bildschirm wird das demodulierte FM-Signal dargestellt. Das Signal läuft
am Bildschirm durch.
7. Durch Videotriggering eine stabile Darstellung herstellen.
➢ Die Taste TRIG drücken.
➢ Den Softkey VIDEO drücken.
Es ergibt sich ein stehendes Bild für das FM-NF-Signal.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.32
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Messergebnis: (-10 ± 5)dB; daraus folgt mit einer Steilheit der Demodkennlinie von
5 dB/100 kHz ein Hub von 100 kHz.
Fig. 2-5
2.33
Darstellung des demodulierten FM-Signals
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
2.5.3
Messung der Kanal- und Nachbarkanalleistung
Bei digitalen Übertragungsverfahren ist die Messung der Kanal- und der Nachbarkanalleistung eine der wichtigsten Aufgaben, die mit einem Spektrumanalysator und
den dazu notwendigen Messroutinen gelöst werden können. Die Kanalleistung kann
prinzipiell mit höchster Genauigkeit mit einem Leistungsmesser bestimmt werden.
Aufgrund der fehlenden Selektivität ist dieser jedoch nicht geeignet die Leistung in
den Nachbarkanälen absolut oder relativ zur Leistung im Sendekanal zu messen.
Die Leistung in den Nachbarkanälen kann nur mit einem selektivem Leistungsmesser gemessen werden.
Ein Spektrumanalysator ist aufgrund seines Messprinzips kein Leistungsmesser, da
er die ZF-Hüllkurvenspannung anzeigt. Er ist aber so kalibriert, dass er für ein reines
Sinussignal die Leistung des Signals korrekt anzeigt, unabhängig vom gewählten
Detektor. Für nicht sinusförmige Signale ist diese Kalibrierung nicht mehr gültig.
Unter der Annahme einer gaußschen Amplitudenverteilung des digital modulierten
Signals kann jedoch mit Hilfe von Korrekturfaktoren auf die Leistung des Signals
innerhalb der eingestellten Auflösebandbreite geschlossen werden. Diese Korrekturfaktoren werden bei Spektrumanalysatoren üblicherweise angewendet, um innerhalb von eingebauten Leistungsmessroutinen die Leistung aus der gemessenen ZFHüllkurve zu bestimmen. Sie sind jedoch nur gültig, wenn die Annahme der
gaußschen Amplitudenverteilung stimmt.
Außer diesem üblichen Verfahren bietet der R&S FSQ einen echten Leistungsdetektor – den RMS-Detektor an. Er zeigt die Leistung des Messsignals innerhalb der
gewählten Auflösebandbreite unabhängig von der Amplitudenverteilung ohne zusätzliche Korrekturfaktoren richtig an. Mit <0,3 dB absoluter Messunsicherheit und <0,1
dB relativer Messunsicherheit (bei jeweils 95 % Vertrauensbereich), kommt der
R&S FSQ dabei schon nahe an die Eigenschaften von Leistungsmessern heran.
Für die Kanal- und Nachbarkanalleistungsmessung mit einem Spektrumanalysator
sind zwei Methoden möglich:
Die IBW-Methode (Integration Bandwidth Method), bei der der Spektrumanalysator
mit einer im Vergleich zur Kanalbandbreite kleinen Auflösebandbreite misst und die
Pegelwerte der Messkurve über die Kanalbandbreite integriert. Dieses Verfahren ist
im Kapitel „Messung von Rauschen“ auf Seite 2.16 beschrieben.
Die Messung mit einem Kanalfilter
Dabei misst der Spektrumanalysator im Zeitbereich mit einem ZF-Filter, das der
Kanalbandbreite entspricht. Am Ausgang des ZF-Filters wird die Leistung gemessen. Dieses Verfahren wurde bisher in Spektrumanalysatoren nicht angewendet, da
Kanalfilter nicht verfügbar waren und die für den Wobbelbetrieb optimierten Auflösebandbreiten keine ausreichende Selektion haben. Es war Spezialempfängern vorbehalten, die für ein bestimmtes Übertragungsverfahren optimiert sind.
Der R&S FSQ bietet zur einfachen Messung der Kanal- und Nachbarkanalleistung
Messroutinen an, die ohne hohen Einstellaufwand schnell zu Ergebnissen führen.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.34
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
2.5.3.1
Messbeispiel 1 – ACPR-Messung an einem IS95 CDMA-Signal
Messaufbau:
Einstellungen am Signalgenerator
Frequenz:
850 MHz
Pegel:
0 dBm
Modulation:
CDMA IS 95
Messung mit dem R&S FSQ:
1. Den R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Die Mittenfrequenz auf 850 MHz und Frequenzhub auf 4 MHz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 850 MHz eingeben.
3. Den Referenzpegel auf +10 dBm einstellen.
➢ Die Taste AMPT drücken und 10 dBm eingeben.
4. Die Nachbarkanalleistung für CDMA IS95 Reverse Link konfigurieren.
➢ Die Taste MEAS drücken.
➢ Den Softkey CHAN PWR ACP ! drücken.
➢ Den Softkey CP/ACP STANDARD drücken.
➢ Aus der Liste der angebotenen Standards mit dem Drehknopf oder der
Abwärts-Taste unter dem Drehknopf CDMA IS95A REV auswählen und
ENTER drücken.
Der R&S FSQ stellt die Kanalkonfiguration gemäß dem Standard IS95 für
Mobilstationen mit je 2 Nachbarkanälen oberhalb und unterhalb des
Sendekanals ein. In der oberen Bildschirmhälfte stellt er das Spektrum dar, in
der unteren Bildhälfte die numerischen Werte der Messergebnisse und die
Kanalkonfiguration. Die verschiedenen Kanäle werden durch senkrechte
Linien im Diagramm der Messkurve gekennzeichnet.
Der Frequenzhub, die Auflösebandbreite, die Videobandbreite und der
Detektor werden für korrekte Messergebnisse automatisch richtig gewählt. Um
stabile Messergebnisse vor allem in den im Verhältnis zur Übertragungskanalbandbreite (1,23 MHz) schmalen Nachbarkanälen (30 kHz Bandbreite) zu
erhalten, wird für die Messung der RMS-Detektor benutzt.
5. Den Referenzpegel und die HF-Dämpfung für den angelegten Signalpegel
optimal einstellen.
➢ Den Softkey ADJUST REF LVL drücken.
Der R&S FSQ stellt anhand der Leistung im Übertragungskanal die HFDämpfung und den Referenzpegel optimal ein, so dass maximale
Messdynamik erzielt wird. Das folgende Bild zeigt das Ergebnis der Messung.
2.35
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Fig. 2-6
Nachbarkanalleistungsmessung an einem CDMA IS95-Signal
Die Reproduzierbarkeit der Messergebnisse vor allem in den schmalen
Nachbarkanälen ist stark von der Messzeit abhängig, da die Verweildauer
innerhalb der nur 10 kHz breiten Kanäle nur einen Bruchteil der gesamten
Ablaufzeit beträgt. Eine Verlängerung der Sweepzeit erhöht zwar die
Wahrscheinlichkeit, dass sich der Messwert und der wahre Wert der Nachbarkanalleistung annähern, führt aber zu längeren Messzeiten.
Zur Umgehung von langen Messzeiten bietet der R&S FSQ die Nachbarkanalleistung im Zeitbereich (FAST ACP) an. Im FAST ACP Mode misst der
R&S FSQ die Leistung der einzelnen Kanäle mit der vorgeschriebenen
Kanalbandbreite, wobei er fest auf die Mittenfrequenz des jeweiligen Kanals
abgestimmt ist. Die digitale Realisierung der Auflösebandbreiten erlaubt dabei
eine an die Charakteristik des Signals exakt angepasste Filtercharakteristik
einzustellen. Im Fall von CDMA IS95 wird die Leistung im Nutzkanal mit 1.23
MHz Bandbreite und die der Nachbarkanäle mit 30 kHz Bandbreite gemessen.
D. h., der R&S FSQ springt von Kanal zu Kanal und misst dort die Leistung mit
dem RMS-Detektor in 1.23 MHz und 30 kHz Bandbreite. Die Messzeit pro
Kanal wird mit der Sweepzeit eingestellt. Sie entspricht der gewählten
Messzeit geteilt durch die gewählte Anzahl der Kanäle. Bei den 5 Kanälen aus
dem obigen Messbeispiel und einer eingestellten Sweepzeit von 100 ms ergibt
sich eine Messzeit pro Kanal von 20 ms.
Im Vergleich zur Messzeit pro Kanal nach der im Messbeispiel eingestellten
Messparameter Span (= 5.1 MHz) und Sweepzeit (= 100 ms, entspricht 0,600
ms pro 30 kHz Kanal) ist dies eine wesentlich längere Verweilzeit auf den
Nachbarkanälen (Faktor 12). In der Anzahl der unkorrelierten Samples
ausgedrückt sind dies 20000/33 µs = 606 Samples pro Kanalmessung im
Vergleich zu 600/33µs = 12,5 Samples pro Kanalmessung.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.36
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Die Reproduzierbarkeit mit 95 % Vertrauensbereich erhöht sich dadurch nach
Fig. 2.17 von ±1.4 dB auf ±0.38 dB. Für gleiche Reproduzierbarkeit müsste
nach der Integrationsmethode die Sweepzeit auf 1,2 s eingestellt werden. Das
folgende Bild zeigt die Standardabweichung der Messergebnisse in
Abhängigkeit von der Sweepzeit.
ACPR Repeatability IS95
IBW Method
1.4
Standard Dev / dB
1.2
1
Adjacent channels
0.8
Alternate Channels
0.6
0.4
Tx Channel
0.2
0
10
100
1000
Sweeptime/ms
Fig. 2-7
Wiederholgenauigkeit der Nachbarkanalleistungsmessung bei Messung
nach der Integrationsmethode an Signalen nach dem IS95-Standard.
6. Auf Fast ACP zur Erhöhung der Reproduzierbarkeit des Messergebnisses
umschalten.
➢ Den Softkey CP/ACP CONFIG ! drücken.
➢ Den Softkey FAST ACP auf ON einstellen.
➢ Den Softkey ADJUST REF LVL drücken.
Der R&S FSQ misst die Leistung der einzelnen Kanäle im Zeitbereich. Die
Messkurve stellt den zeitlichen Verlauf der Leistung in jedem der gemessenen
Kanäle dar (siehe Fig. 2-8). Die numerischen Messergebnisse in aufeinanderfolgenden Messungen sind wesentlich stabiler.
2.37
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Fig. 2-8
Messung der Kanalleistung und des Nachbarkanalleistungsabstandes bei
IS95-Signalen im Zeitbereich (Fast ACP)
Das folgende Bild zeigt die Wiederholgenauigkeit der Leistungsmessung im
Sendekanal und der relativen Leistung in den Nachbarkanälen in Abhängigkeit
von der Sweepzeit. Die Standardabweichung der Messwerte ist aus 100
aufeinanderfolgenden Messungen berechnet, ebenso wie im Fig. 2-7. Die
Skalierung ist beim Vergleich zu beachten.
ACPR IS95 Repeatability
0.35
Standard Dev /dB
0.3
0.25
0.2
Adjacent channels
0.15
0.1
Tx channel
0.05
Alternate channels
0
10
100
1000
Sweep Time/ms
Fig. 2-9
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
Wiederholgenauigkeit der Nachbarkanalleistungsmessung in der FastACP-Betriebsart bei Signalen nach dem IS95-Standard
2.38
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Hinweis zur Messung der Nachbarkanalleistung an IS95 Basisstationssignalen:
Bei der Messung der Nachbarkanalleistung an IS95-Basisstationssignalen ist ein
Frequenzabstand der Nachbarkanäle zum nominalen Sendekanal von ±750 kHz
spezifiziert. Die Nachbarkanäle sind damit so nahe am Sendekanal, dass mit der
üblichen Messmethode mit der 30 kHz Auflösebandbreite Leistung des Sendesignals im Nachbarkanal mitgemessen wird. Der Grund ist die geringe Selektivität
des 30-kHz-Auflösefilters. Die Auflösebandbreite muss daher deutlich reduziert
werden, z.B. auf 3 kHz um diesen Effekt zu vermeiden. Dies führt zu sehr langen
Messzeiten (Faktor 100 zwischen 30 kHz und 3 kHz Auflösebandbreite).
Mit der Methode der Messung im Zeitbereich mit steilen ZF-Filtern wird dieser
Effekt vermieden. Das im R&S FSQ realisierte 30-kHz-Kanalfilter besitzt eine
sehr hohe Selektivität, so dass auch in ±750 kHz Abstand zum Sendekanal keine
Leistung des Nutz-Modulationsspektrums mitgemessen wird.
Das folgende Bild zeigt die Durchlasskurve des 30-kHz-Kanalfilters im R&S FSQ.
Fig. 2.18 Frequenzgang des 30-kHz-Kanalfilters zur Messung der Leistung im IS 95-Nachbarkanal
2.39
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
2.5.3.2
Messbeispiel 2 – Messung der Nachbarkanalleistung eines IS136 TDMA-Signals
Messaufbau:
Da das Modulationsspektrum des IS136 Signals in den Nachbarkanal hineinragt,
wird die Leistung im Nachbarkanal durch dieses mitbestimmt. Die exakte Abstimmung des Spektrumanalysators auf die Sendefrequenz des Transmitters ist
daher sehr wichtig. Bei nicht exakter Abstimmung werden die Nachbarkanalleistungsabstände in unteren und oberen Nachbarkanal unsymmetrisch. Der
R&S FSQ wird deshalb auf den Generator frequenzsynchronisiert.
Einstellungen am Signalgenerator
Frequenz:
850 MHz
Pegel:
-20 dBm
Modulation:
IS136/NADC
Messung mit dem R&S FSQ:
1. Den R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Den R&S FSQ auf Synchronisation auf eine externe Referenzfrequenz
einstellen.
➢ Die Taste SETUP drücken.
➢ Den Softkey REFERENCE auf EXT stellen.
3. Die Mittenfrequenz auf 850 MHz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 850 MHz eingeben.
4. Die Nachbarkanalleistungsmessung für IS136 Signale konfigurieren.
➢ Die Taste MEAS drücken.
➢ Den Softkey CHAN PWR ACP ! drücken.
➢ Den Softkey CP/ACP STANDARD drücken.
➢ Aus der Liste für die Standards NADC IS136 auswählen und ENTER drücken.
Der R&S FSQ führt die Leistungsmessung in 5 Kanälen durch (im Nutzkanal
und den beiden oberen und unteren Nachbarkanälen).
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.40
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
5. Die Einstellung des für die Messung optimalen Referenzpegels und der HFDämpfung vornehmen.
➢ Den Softkey ADJUST REF LEVEL drücken.
Der R&S FSQ stellt anhand der gemessenen Kanalleistung die optimale HFDämpfung und den optimalen Referenzpegel ein.
Fig. 2-1
Messung der relativen Nachbarkanalleistung eines NADC-Signals in je zwei
Nachbarkanälen unterhalb und oberhalb des Sendekanals.
Um die Reproduzierbarkeit der Messung vor allem in den Nachbarkanälen zu
erhöhen, ist die Fast ACP-Routine des R&S FSQ zu empfehlen.
6. Die Fast-ACP-Routine einschalten.
➢ Den Softkey CP/ACP CONFIG ! drücken.
➢ Den Softkey FAST ACP auf ON einstellen.
➢ Den Softkey ADJUST REF LEVEL drücken.
Der R&S FSQ misst die 5 Kanäle sequentiell im Zero-Span-Mode unter
Verwendung des in IS 136 spezifierten Empfangsfilters als Auflösebandbreite.
Im Messdiagramm wird der Zeitverlauf der Leistung in jedem Kanal dargestellt.
2.41
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Fig. 2-2
Messung der Nachbarkanalleistung im Zeitbereich (Fast ACP)
Aufgrund der im Vergleich zur Integrationsmethode wesentlich höheren
Auflösebandbreite werden die Messergebnisse bei gleicher Sweepzeit
wesentlich stabiler.
Die Reproduzierbarkeit der Messergebnisse kann durch Wahl der Sweepzeit
beeinflusst werden. Bei längeren Sweepzeiten werden die Ergebnisse stabiler.
Da die Amplitudenstatistik in den verschiedenen Kanälen unterschiedlich ist
(ein Teil des Modulationsspektrums fällt in den ersten Nachbarkanal), ist die
Reproduzierbarkeit abhängig vom Abstand des gemessenen Kanals vom
Sendekanal. Das folgende Fig. 2.19 zeigt die Standardabweichung der
Messergebnisse in den verschiedenen Kanälen in Abhängigkeit von der
gewählten Sweepzeit. Die Standardabweichungen für die verschiedenen
Sweepzeiten wurden mit einem Signalgenerator als Quelle aufgezeichnet. Bei
realen Testobjekten ist die Amplitudenstatistik in den Nachbarkanälen unter
Umständen anders, so dass die Standardabweichung der Messergebnisse
von der in Fig. 2.19 abweichen kann. Um bei zeitkritischen Messungen die
richtige Messzeit bei gegebener Standardabweichung zu ermitteln, ist die
Standardabweichung der ACPR-Werte am Ausgang des realen Testobjekts zu
ermitteln.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.42
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
NADC Repeatability
1.4
Standard Deviation / dB
1.2
1
0.8
Adj Channels
Alt1 Channels
0.6
0.4
Tx Channel
0.2
0
10
100
1000
Sweep Time / ms
Fig. 2.19 Standardabweichung des Messergebnisses bei der Fast-Ach-Messung in Abhängigkeit
von der gewählten Sweepzeit ermittelt aus jeweils 100 Messungen pro Sweepzeit.
2.5.3.3
Messbeispiel 3 – Messung des Modulationsspektrums im Burstmodus mit der
Gated-Sweep-Funktion
Da Übertragungssysteme nach IS136 mit einem TDMA-Verfahren arbeiten, sind die
Nachbarkanalleistungen auch bei Burstbetrieb zu messen. Ein IS136 TDMA-Frame
ist in 6 Zeitschlitze aufgeteilt. Zwei davon sind je einem Teilnehmer zugeteilt. Das
bedeutet, dass z. B. ein IS136-Mobiltelefon nur in einem Drittel der Zeit sendet (z. B.
Zeitschlitz 1 und 4) und während der übrigen Zeit abgeschaltet ist.
Der R&S FSQ unterstützt die Messung der Nachbarkanalleistung im TDMA-Modus
mit der Funktion Gated Sweep.
Messaufbau mit dem R&S-Signalgenerator SMIQ:
Der R&S SMIQ muss mit den Optionen R&S SMIQ-B10 oder R&S SMIQ-B20 (Modulationscoder) und R&S SMIQ-B11 (Datengenerator) ausgestattet sein.
Zur Triggerung des R&S FSQ ist die Option R&S SMIQ-Z5 notwendig, die mit dem
Parallel Output Port des R&S SMIQ verbunden wird. Der BNC-Ausgang Trigger 1
der R&S SMIQ-Z5 liefert jeweils an der steigenden Flanke des IS136-Bursts ein
TTL-Trigger-Signal, das zum Starten des Sweeps des R&S FSQ im Mode Gated
Sweep verwendet wird.
2.43
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Der IF Trigger des R&S FSQ ist für IS136 nicht geeignet. Er triggert bei jeder
Pegelflanke des Eingangssignals. Da die Modulation des IS136-Signals
Pegeleinbrüche auch während des Sende-Bursts verursacht, ist nicht sichergestellt, dass der R&S FSQ nur an der Burstflanke getriggert wird.
Einstellung des Signalgenerators R&S SMIQ:
Den Signalgenerator in den IS136 Burstmodus schalten (Zeitschlitz 1 und 4 eingeschaltet, die übrigen Zeitschlitze abgeschaltet).
Die Bedienschritte des R&S SMIQ zur Erzeugung des Signals sind wie folgt:
➢ Die Taste PRESET drücken
➢ Die Taste FREQ drücken und 850 MHz eingeben.
➢ Die Taste LEVEL drücken und –20 dBm eingeben.
➢ Die Taste RETURN drücken.
➢ Mit dem Drehrad DIGITAL STANDARD auswählen und die Taste SELECT
drücken.
➢ Mit dem Drehrad NADC auswählen und die Taste SELECT drücken.
➢ Die Taste SELECT drücken.
➢ Mit dem Drehrad ON auswählen und die Taste SELECT drücken.
➢ Die Taste RETURN drücken.
➢ Das Drehrad nach links drehen bis in der Auswahlliste SAVE/RECALL FRAME
erscheint und mit der Taste SELECT den Menüpunkt SAVE/RECALL FRAME
auswählen
➢ Der Cursor steht auf GET PREDEFINED FRAME.
➢ Die Taste SELECT drücken.
➢ Mit dem Drehknopf UP1TCH auswählen und die Taste SELECT drücken.
➢ In der folgenden Bediensequenz für den R&S FSQ wird davon ausgegangen,
dass die Punkte 1 bis 6 des vorherigen Messbeispiels („Messbeispiel 2 –
Messung der Nachbarkanalleistung eines IS136 TDMA-Signals“) durchgeführt
wurden.
1. Am R&S FSQ die Funktion Gated Sweep konfigurieren.
➢ Die Taste TRIG drücken.
➢ Den Softkey GATED TRIGGER drücken.
➢ Den Softkey EXTERN drücken.
➢ Den Softkey GATE SETTINGS ! drücken.
Der R&S FSQ wechselt in die Zeitbereichsdarstellung, damit die Einstellung
der Gated Sweep Parameter visuell kontrolliert werden kann.
➢ Den Softkey SWEEPTIME drücken und 10 ms eingeben.
Genau ein TDMA-Burst wird am Bildschirm dargestellt.
➢ Den Softkey GATE DELAY drücken und 2 ms eingeben oder mit dem
Drehknopf das Gate Delay so einstellen, dass der Burst sicher erfasst wird.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.44
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
➢ Den Softkey GATE LENGTH drücken und 5 ms eingeben oder mit dem
Drehrad die senkrechte Linie für die Gate-Länge so einstellen, dass der Burst
sicher erfasst wird.
Fig. 2-1
Einstellung der Parameter Gate Delay und Gate Length im Zeitbereich. Der
Zeitraum, in dem das Spektrum gemessen wird, wird durch zwei senkrechte Linien dargestellt.
➢ Die Taste PREV drücken.
Der R&S FSQ führt nun die ACP-Messung nur während der Einschaltphase
der TDMA-Bursts durch. Während der Ausschaltphase wird die Messung
angehalten.
Die eingestellte Sweepzeit ist die Netto-Sweepzeit, d. h. die Zeit in der der
R&S FSQ wirklich misst. Der gesamte Frame eines IS136-Signals ist 40 ms lang.
Innerhalb eines Frames wird im obigen Beispiel nur zweimal 5 ms gemessen.
DerR&S FSQ misst also nur während 25 % der Framelänge. Die Gesamtmesszeit ist damit viermal so lang wie beim Dauerstrichbetrieb.
2.5.3.4
Messbeispiel 4 – Messung des Transientspektrums im Burstmodus mit der
Fast-ACP-Funktion
Bei TDMA-Systemen ist neben dem Modulationsspektrum bzw. der Nachbarkanalleistung die durch die Modulation des HF-Trägers entsteht auch das Spektrum oder
die Nachbarkanalleistung zu messen, die durch die Burstflanken entsteht. Dieses ist
ein Impulsspektrum und muss mit dem Spitzenwertdetektor gemessen werden. Mit
der üblichen IBW-Methode kann nur die Leistung eines kontinuierlich modulierten
Signals gut gemessen werden. Auch wenn das Modulationsspektrum im TDMAMode übertragen wird, funktioniert die Messung des Modulationsspektrum, da die
Burstflanken mit der Gated-Sweep-Funktion für die Messung ausgeblendet werden.
Der Spektrumanalysator misst nur dann, wenn das Modulationsspektrum während
der Einschaltphase des Bursts kontinuierlich ist.
2.45
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Die IBW-Methode versagt allerdings bei der Messung des Spektrums, das durch die
Burstflanken entsteht. Da mit im Vergleich zur Signalbandbreite sehr kleinen
Auflösebandbreiten gemessen wird, wird die Amplitudenstatistik im vorgeschriebenen Messkanal durch die Auflösebandbreite verfälscht. Die schmale Auflösebandbreite kann nicht auf die Spitzenamplituden des Messsignals einschwingen.
Dieses Problem wird beim R&S FSQ mit der Zeitbereichsmessung unter Verwendung der im IS136-Standard spezifizierten Wurzel-Kosinus-Filters umgangen.
Wenn anstatt des beim Einschalten des Standards automatisch gewählten RMSDetektors der Peak-Detektor eingestellt wird, kann auch die Nachbarkanalleistung
richtig gemessen werden, die durch die Burst-Flanken erzeugt wird.
Messaufbau
Der Messaufbau für dieses Beispiel und die Einstellungen für den R&S SMIQ sind
identisch zu „Messbeispiel 3 – Messung des Modulationsspektrums im Burstmodus
mit der Gated-Sweep-Funktion“ auf Seite 2.43.
Messung mit dem R&S FSQ:
1. Den R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Den R&S FSQ auf Synchronisation auf eine externe Referenzfrequenz
einstellen.
➢ Die Taste SETUP drücken.
Den Softkey REFERENCE auf EXT stellen.
3. Die Mittenfrequenz auf 850 MHz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 850 MHz eingeben.
4. Die Nachbarkanalleistungsmessung für IS136 Signale im Fast ACP Mode
konfigurieren.
➢ Die Taste MEAS drücken.
➢ Den Softkey CHAN PWR ACP ! drücken.
➢ Den Softkey CP/ACP STANDARD drücken.
➢ Aus der Liste für die Standards NADC IS136 auswählen und ENTER drücken.
➢ Den Softkey CP/ACP CONFIG ! drücken.
➢ Den Softkey FAST ACP auf ON stellen.
Der R&S FSQ führt die Leistungsmessung in 5 Kanälen durch (im Nutzkanal
und den beiden oberen und unteren Nachbarkanälen).
5. Die Einstellung des für die Messung optimalen Referenzpegels und der HFDämpfung vornehmen.
➢ Den Softkey ADJUST REF LEVEL drücken.
Der R&S FSQ stellt anhand der gemessenen Kanalleistung die optimale HFDämpfung und den optimalen Referenzpegel ein.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.46
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
6. Den Detektor des R&S FSQ auf Peak einstellen und die Sweepzeit auf 10 s
erhöhen.
➢ Die Taste TRACE drücken.
➢ Den Softkey DETECTOR drücken.
➢ Den Softkey DETECTOR MAX PEAK drücken.
➢ Die Taste SWEEP drücken.
➢ Den Softkey SWEEP TIME drücken und 10 s eingeben.
Der R&S FSQ misst die Nachbarkanalleistung, die durch die Burstflanken und
die Modulation entsteht.
Fig. 2-2
Darstellung der Nachbarkanalleistung die durch das Modulationsspektrum
und das Transientspektrum entsteht.
Die Anzeige der Spitzenleistungen ist abhängig von der gewählten Sweepzeit. Je
höher die Sweepzeit gewählt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass
die größte Spitzenamplitude des Signals erfasst wird.
Bei kleinen Sweepzeiten werden in der Kurvendarstellung im Zeitbereich
Pegeleinbrüche sichtbar, die im Burstcharakter des Signals begründet sind. Die
numerischen Messergebnisse stellen jedoch die Spitzenamplituden während der
Messung im jeweiligen Kanal dar.
2.47
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
2.5.3.5
Messbeispiel 5 – Messung der Nachbarkanalleistung eines W-CDMA-UplinkSignals
Messaufbau:
Einstellungen am Signalgenerator:
Frequenz:
1950 MHz
Pegel:
4 dBm
Modulation:
3GPP W-CDMA Reverse Link
Messung mit dem R&S FSQ:
1. Den R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Die Mittenfrequenz auf 1950 MHz einstellen.
➢ Die Taste FREQ drücken und 1950 MHz eingeben.
3. Die ACP-Messung für W-CDMA einschalten.
➢ Die Taste MEAS drücken.
➢ Den Softkey CHAN PWR ACP ! drücken.
➢ Den Softkey CP/ACP STANDARD drücken.
➢ Aus der Liste der angebotenen Standards mit dem Drehknopf oder der
Abwärts-Taste unter dem Drehknopf W-CDMA 3GPP REV auswählen und
ENTER drücken.
Der R&S FSQ stellt die Kanalkonfiguration gemäß dem 3GPP-W-CDMAStandard für Mobilstationen mit je 2 Nachbarkanälen oberhalb und unterhalb
des Sendekanals ein. Der Frequenzhub, die Auflöse- und Videobandbreite
und der Detektor werden automatisch auf die richtigen Werte eingestellt. In der
oberen Bildschirmhälfte stellt er das Spektrum dar, in der unteren Bildhälfte die
numerischen Werte der Kanalleistung und die Pegelabstände der Nachbarkanalleistungen und die Kanalkonfiguration. Die verschiedenen Kanäle
werden durch senkrechte Linien im Diagramm der Messkurve
gekennzeichnet.
4. Den Referenzpegel und die HF-Dämpfung für den angelegten Signalpegel
optimal einstellen.
➢ Den Softkey ADJUST REF LVL drücken.
Der R&S FSQ stellt anhand der Leistung im Übertragungskanal die HFDämpfung und den Referenzpegel optimal ein, so dass maximale
Messdynamik erzielt wird. Das folgende Bild zeigt das Ergebnis der Messung.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.48
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Fig. 2-3
Messung der relativen Nachbarkanalleistung an einem W-CDMA-UplinkSignal.
5. Nachbarkanalleistung mit der Fast-ACP-Methode messen.
➢ Den Softkey CP/ACP CONFIG ! drücken.
➢ Den Softkey FAST ACP auf ON stellen.
➢ Den Softkey ADJUST REF LVL drücken.
Der R&S FSQ misst die Leistung der einzelnen Kanäle im Zeitbereich. Als
Kanalfilter wird ein Wurzel-Kosinus-Filter mit den Kenndaten a = 0,22 und
Chiprate 3,84 Mcps verwendet (= Empfangsfilter für 3GPP W-CDMA).
2.49
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Fig. 2-4
Messung der Nachbarkanalleistung eines W-CDMA-Signals mit der FastACP-Methode.
Bei W-CDMA ist die Dynamik des R&S FSQ bei der Messung der Nachbarkanäle
durch den verwendeten 14-bit-AD-Wandler begrenzt. Die höchste Dynamik wird
daher mit der IBW-Methode erzielt.
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2.50
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Optimale Pegeleinstellung bei der ACP-Messung an W-CDMA-Signalen
Die Messdynamik bei ACPR Messung ist begrenzt durch das thermische Eigenrauschen, das Phasenrauschen und die Intermodulation (Spectral Regrowth) des Spektrumanalysators. Die Leistungen, die der Spektrumanalysator aufgrund dieser
Einflussfaktoren produziert, werden linear addiert. Sie sind abhängig vom Pegel, die
am Eingangsmischer anliegen. Die drei Einflussfaktoren sind für den Nachbarkanal
(5 MHz Trägerabstand) im folgenden Bild dargestellt:
ACLR /dBc
-50
-55
-60
-65
total
ACLR
-70
-75
-80
-85
-90
-20
spectral
regrowth
thermal
noise
phase
noise
-15
-10
-5
0
Mixer level / dBm
Fig. 2.20 Dynamik des R&S FSQ bei Nachbarkanalleistungsmessung an W-CDMA-Uplink-Signalen
abhängig vom Mischerpegel.
Auf der horizontalen Achse ist der Pegel des W-CDMA-Signals am Eingangsmischer aufgetragen, d.h. der gemessene Signalpegel verringert um die eingestellte
HF-Dämpfung. Auf der Y-Achse ist der relative Pegel zur Kanalleistung für die einzelnen Komponenten, die zur Leistung im Nachbarkanal beitragen, und der daraus
resultierende relative Pegel (Total ACPR) im Nachbarkanal aufgetragen. Das Optimum des Mischerpegels liegt bei -10 dBm. Die relative Nachbarkanalleistung
(ACPR) beim optimalen Mischerpegel beträgt –77,5 dBc. Da bei gegebenem Signalpegel der Mischerpegel aufgrund der 5 dB HF-Dämpfungsstufen in 5-dB-Stufen
eingestellt wird, ist im Bild der optimale 5-dB-Bereich angegeben. Er erstreckt sich
von -13 dBm bis -8 dBm. Die erzielbare Dynamik in diesem Bereich ist 76 dB.
Für die manuelle Einstellung des Dämpfungsparameter ist folgendes Verfahren zu
empfehlen:
2.51
•
Die HF-Dämpfung so einstellen, dass der Mischerpegel (= gemessene
Kanalleistung – HF-Dämpfung) im Bereich von -13 bis -8 dBm liegt.
•
Den Referenzpegel so einstellen, dass gerade noch keine Übersteuerung
(IFOVLD) angezeigt wird.
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R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Dieses Verfahren ist mit der Funktion ADJUST REF LEVEL im R&S FSQ automatisiert. Vor allem im Fernsteuerbetrieb, z.B. im Produktionsbereich empfiehlt es sich
die Dämpfungsparameter vor der Messung richtig einzustellen, da damit die Zeit für
die automatische Einstellung eingespart werden kann.
Um die Eigendynamik des R&S FSQ für W-CDMA Nachbarkanalleistungsmessung nachzumessen ist am Ausgang des Senders ein Filter notwendig, der dessen Nachbarkanalleistung unterdrückt. Dazu kann z. B. ein SAW-Filter mit 4 MHz
Bandbreite verwendet werden.
2.5.4
Messung der Amplitudenverteilung
Bei Modulationsverfahren, die keine konstante Hüllkurve in Zeitbereich aufweisen,
wird der Transmitter mit Spitzenamplituden beaufschlagt, die höher sind als die mittlere Leistung. Davon betroffen sind alle Modulationsverfahren, die eine Amplitudenmodulation
beinhalten,
wie
z.
B.
QPSK.
Insbesonders
CDMAÜbertragungsverfahren können im Vergleich zur mittleren Leistung hohe Leistungsspitzen aufweisen.
Der Transmitter muss bei derartigen Signalen hohe Reserven für die Spitzenleistung
bereitstellen, damit diese nicht komprimiert werden und dadurch die Bitfehlerrate im
Empfänger ansteigt.
Die Kenntnis der Spitzenleistung oder des Crest-Faktors eines Signals ist daher ein
wichtiges Kriterium für die Dimensionierung eines Transmitters. Der Crest-Faktor ist
definiert als Verhältnis der Spitzenleistung zur mittleren Leistung oder im logarithmischen Maßstab als Spitzenpegel minus dem mittleren Pegel eines Signals.
Aus Stromverbrauchs- und Kostengründen werden jedoch Transmitter nicht nach
der absolut höchsten Leistung dimensioniert sondern nach der Leistung, die nur mit
einer vorgegebenen prozentualen Wahrscheinlichkeit (z.B. 0,01 %) überschritten
wird.
Der R&S FSQ bietet zur Messung der Amplitudenstatistik einfach zu handhabende
Messfunktionen an, die sowohl die Amplituden-Wahrscheinlichkeitsverteilung (APD
= Amplitude Probability Distribution) als auch die komplementäre kumulierte Amplitudenhäufigkeit (CCDF = Complementary Cumulative Distribution Function) messen.
Der Begriff APD wird in der Literatur auch für die Amplituden-Überschreitungswahrscheinlichkeit verwendet. Dies ist die komplementäre Funktion zu der im R&S FSQ
angebotenen APD-Funktion. Der in der Literatur auch häufig verwendete Begriff
PDF (=Probability Density Function) entspricht der APD-Funktion im R&S FSQ.
Bei der APD-Darstellung wird über dem Pegel die Wahrscheinlichkeit aufgetragen,
mit der ein bestimmter Pegel auftritt.
Bei der CCDF-Darstellung wird die prozentuale Häufigkeit dargestellt, mit der die
mittlere Leistung eines Signals überschritten wird.
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2.52
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
2.5.4.1
Messbeispiel – Messung der APD und der CCDF von weißem Rauschen, das
durch den R&S FSQ selbst erzeugt wird
1. Den R&S FSQ in den Grundzustand setzen.
➢ Die Taste PRESET drücken.
Der R&S FSQ befindet sich im Grundzustand.
2. Den R&S FSQ für die APD-Messung konfigurieren.
➢ Die Taste AMPT drücken und –60 dBm eingeben.
Das Eigenrauschen des R&S FSQ befindet sich in der oberen Hälfte des
Bildschirms.
➢ Die Taste MEAS drücken.
➢ Den Softkey SIGNAL STATISTIC ! drücken.
➢ Den Softkey APD auf ON stellen.
Der R&S FSQ Stellt den Frequenzhub auf 0 Hz ein und misst die AmplitudenWahrscheinlichkeitsverteilung (APD). Die Anzahl der unkorrelierten
Pegelmessungen, die zur Messung verwendet werden, ist 100000. Die
mittlere Leistung (Mean Power) und die Spitzenleistung (Peak Power) werden
numerisch in dBm angezeigt. Zusätzlich wird der Crest-Faktor (Peak Power –
Mean Power) ausgegeben.
Fig. 2-1
Darstellung der Amplituden-Wahrscheinlichkeitsverteilung von weißem
Rauschen
3. Die Darstellung auf CCDF umschalten.
➢ Den Softkey CCDF auf ON stellen.
Die APD-Messung wird ausgeschaltet und die CCDF-Darstellung
eingeschaltet.
2.53
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Fig. 2-2
Darstellung der CCDF von weißem Rauschen
Die CCDF-Kurve gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Pegel die mittlere
Leistung überschreitet. Auf der X-Achse des Diagramms ist der Pegel über der
mittleren Leistung (Mean Power) aufgetragen. Der Achsenanfang entspricht
dem mittleren Leistungspegel. Auf der Y-Achse ist die Wahrscheinlichkeit
aufgetragen, mit der ein Pegel überschritten wird.
4. Wahl der Bandbreite
Die Auflösebandbreite ist bei der Messung der Amplitudenstatistik so
einzustellen, dass das komplette Spektrum des zu messenden Signals in die
Bandbreite fällt. Nur so ist gewährleistet, dass alle vorkommenden Amplituden
unverzerrt das ZF-Filter passieren können. Wird die Auflösebandbreite z. B. bei
einem digital moduliertem Signal zu klein gewählt, so wird nach dem zentralen
Grenzwertsatz die Amplitudenverteilung am Ausgang des ZF-Filters zur einer
Gauß-Verteilung. Sie entspricht damit einem weißen Rauschsignal. Die wahre
Amplitudenverteilung des Signals kann damit nicht mehr gemessen werden.
Die Videobandbreite ist im Vergleich zur Auflösebandbreite groß einzustellen (≥ 3
x RBW). Damit ist sichergestellt, dass die Amplitudenspitzen des Messsignals
nicht durch die Tiefpasswirkung des Video-Tiefpasses geglättet werden. Die
Einstellung der Videobandbreite nimmt der R&S FSQ bei den Statistikmessungen
automatisch vor.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
2.54
R&S FSQ
Messbeispiele
Messungen an modulierten Signalen
Da die Videobandbreite des R&S FSQ auf 10 MHz begrenzt ist, tritt der Effekt der
Tiefpassfilterung bei der Messung mit 10 MHz Auflösebandbreite auf. Eine
zusätzliche Bandbegrenzung tritt bei 10 MHz Auflösebandbreite durch die
Tiefpassfilterung am Ausgang des Logarithmierers auf. Er begrenzt das
Videosignal auf ca. 8 MHz Bandbreite, um eine genügende Unterdrückung der
20,4-MHz-Zwischenfrequenz zu erzielen. Der Pegelbereich der auftretenden
Amplituden z. B. bei der APD-Messung von weißem Rauschen wird geringer. Bei
breitbandig modulierten Signalen wie z.B W-CDMA-Signalen ist der Effekt
abhängig von der belegten Bandbreite des Signals. Bei 4 MHz Signalbandbreite
ist die effektive Videobandbreite noch ausreichend, um die Amplitudenverteilung
richtig zu messen.
5. Wahl der Anzahl der Samples
Bei den Statistikmessungen des R&S FSQ wird anstatt einer Sweepzeit die
Anzahl der Samples NSamples zur statistischen Auswertung eingegeben. Da nur
statistisch unabhängige Samples zur Statistik beitragen ergibt sich daraus
automatisch die Messzeit oder Sweepzeit, die am R&S FSQ-Display angezeigt
wird. Statistisch unabhängig sind die Samples dann, wenn ihr zeitlicher Abstand
mindestens 1/RBW ist. Die Sweepzeit SWT ist demnach
SWT = NSamples /RBW
2.55
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Manuelle Bedienung
3 Manuelle Bedienung
Nähere Informationen hierzu sind im Kompakthandbuch in Kapitel 4, "Manuelle
Bedienung", enthalten.
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3.1
R&S FSQ
Gerätefunktionen
4 Gerätefunktionen
4.1 Einleitung Gerätefunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.4
4.2 Gerätegrundeinstellung – Taste PRESET . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.5
4.3 Auswahl der Betriebsart – HOTKEY-Leiste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.7
4.4 Wechsel zu manueller Bedienung – Menü LOCAL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.8
4.5 Betriebsart Spektrumanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.9
4.5.1 Hotkey Spectrum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.9
4.5.2 Wahl der Frequenz und des Frequenzdarstellbereichs – Taste
FREQ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.10
4.5.3 Einstellen des Frequenzdarstellbereichs – Taste SPAN . . . . . . . . . . . . 4.15
4.5.4 Einstellen der Pegelanzeige und Konfigurieren des HF-Eingangs –
Taste AMPT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.17
4.5.4.1 Elektronische Eingangsdämpfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.21
4.5.5 Einstellung der Bandbreiten und der Sweepzeit – Taste BW . . . . . . . . 4.23
4.5.5.1 Filtertypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.29
4.5.6 Einstellen des Sweeps – Taste SWEEP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.35
4.5.7 Triggern des Sweeps– Taste TRIG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.38
4.5.8 Auswahl und Einstellung der Messkurven – Taste TRACE . . . . . . . . . . 4.45
4.5.8.1 Auswahl der Messkurven-Funktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.45
4.5.8.2 Auswahl des Detektors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.54
4.5.8.3 Mathematik-Funktionen mit Messkurven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.58
4.5.9 Aufnahme der Korrekturdaten – Taste CAL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.59
4.5.10 Marker und Deltamarker – Taste MKR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.62
4.5.10.1 Frequenzmessung mit dem Frequenzzähler . . . . . . . . . . . . . . . . 4.64
4.5.11 Markerfunktionen – Taste MKR FCTN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.70
4.5.11.1 Aktivieren der Marker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.71
4.5.11.2 Messung der Rauschleistungsdichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.71
4.5.11.3 Messung des Phasenrauschens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.73
4.5.11.4 Messung der Filter- oder Signalbandbreite . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.76
4.5.11.5 Messung einer Peak-Liste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.77
4.5.11.6 NF-Demodulation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.80
4.5.11.7 Auswählen der Messkurve . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.81
4.5.12 Verändern von Geräteeinstellungen mit Markern – Taste MKR- > . . . 4.82
4.5.13 Leistungsmessungen – Taste MEAS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.89
4.5.13.1 Leistungsmessung im Zeitbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.90
4.5.13.2 Kanal- und Nachbarkanal-Leistungsmessungen . . . . . . . . . . . . 4.96
4.5.13.3 Messung der belegten Bandbreite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.118
4.5.13.4 Messung der Signalamplitudenverteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.122
4.5.13.5 Messung des Signal-Rauschabstands C/N und C/No . . . . . . . 4.132
4.5.13.6 Messung des AM-Modulationsgrades . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.134
4.1
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
4.5.13.7 Erfassung von IQ-DAten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.135
4.5.13.8 Messung des Interceptpunktes dritter Ordnung (TOI) . . . . . . . . 4.138
4.5.13.9 Harmonic Distortion Messung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.141
4.5.13.10 Messung von Spurious Emissions . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.143
4.5.13.11 Messung der Spectrum Emission Mask . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.151
4.6 Grundeinstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.170
4.6.1 Einstellen von Grenzwert- und Anzeigelinien – Taste LINES . . . . . . . 4.170
4.6.1.1 Auswahl von Grenzwertlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.171
4.6.1.2 Neueingabe und Editieren von Grenzwertlinien . . . . . . . . . . . . . 4.175
4.6.1.3 Anzeigelinien (Display Lines) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.180
4.6.2 Konfigurieren der Bildschirmanzeige – Taste DISP . . . . . . . . . . . . . . . 4.183
4.6.3 Instrumenteneinstellung und Schnittstellenkonfiguration – SETUP
Taste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.189
4.6.3.1 Externe Referenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.192
4.6.3.2 Externe Rauschquelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.193
4.6.3.3 Signal Source . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.193
4.6.3.4 HF-Vorverstärker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.194
4.6.3.5 Messwandler (Transducer) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.195
4.6.3.6 Einstellen der Schnittstellen und der Uhrzeit . . . . . . . . . . . . . . . 4.201
4.6.3.7 System-Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.217
4.6.3.8 Service-Menü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.219
4.6.3.9 Firmware Update . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.223
4.6.4 Speichern und Laden von Gerätedaten – Taste FILE . . . . . . . . . . . . . 4.226
4.6.4.1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.226
4.6.4.2 Bedienung des File-Managers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.232
4.6.5 Dokumentation der Messergebnisse – Taste HCOPY . . . . . . . . . . . . 4.237
4.6.5.1 Auswahl der Druckerfarben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.240
4.7 Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.244
4.7.1 Einstellungen des Mitlaufgenerators . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.245
4.7.2 Transmissionsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.247
4.7.2.1 Kalibrierung der Transmissionsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.247
4.7.2.2 Normalisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.249
4.7.3 Reflexionsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.253
4.7.3.1 Kalibrierung der Reflexionsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.253
4.7.4 Arbeitsweise der Kalibrierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.254
4.7.5 Frequenzumsetzende Messungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.256
4.7.6 Externe Modulation des Mitlaufgenerators . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.257
4.7.7 Power Offset für den Tracking-Generator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.259
4.8 Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10 . . . . . . . . . . . . . . 4.260
4.8.1 Einstellungen des externen Generators . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.261
4.8.2 Transmissionsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.263
4.8.2.1 Kalibrierung der Transmissionsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.263
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.2
R&S FSQ
Gerätefunktionen
4.8.2.2 Normalisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.265
4.8.3 Reflexionsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.269
4.8.3.1 Kalibrierung der Reflexionsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.269
4.8.4 Arbeitsweise der Kalibrierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.270
4.8.5 Frequenzumsetzende Messungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.272
4.8.6 Konfiguration des externen Generators . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.273
4.8.7 Liste der vom R&S FSQ unterstützten Generatortypen . . . . . . . . . . . 4.276
4.9 LAN-Schnittstelle (Option R&S-FSP-B16) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.280
4.9.1 NOVELL Netzwerke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.280
4.9.2 MICROSOFT Netzwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.280
4.9.3 Datenfernübertragung bei TCP/IP-Diensten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.281
4.10 RSIB-Protokoll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.283
4.10.1 Fernsteuerung über RSIB-Protokoll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.283
4.10.1.1 Windows-Umgebungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.283
4.10.1.2 Unix-Umgebungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.284
4.10.2 RSIB-Schnittstellenfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.285
4.10.3 Übersicht der Schnittstellenfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.285
4.10.3.1 Variablen ibsta, iberr, ibcntl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.286
4.10.3.2 Beschreibung der Schnittstellenfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . 4.287
4.10.4 Programmierung über das RSIB-Protokoll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.296
4.10.4.1 Visual Basic . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.296
4.10.4.2 Visual Basic für Applikationen (Winword und Excel) . . . . . . . . . 4.299
4.10.4.3 C / C++ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.300
4.11 Option R&S FSQ-B17 - Digitales Basisband . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.303
4.12 Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer . . . . . . 4.304
4.12.1 Anschluss des externen Mischers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.304
4.12.2 Manuelle Bedienung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.305
4.12.3 Conversion Loss Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.311
4.12.3.1 Editieren einer Tabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.314
4.12.4 Signal-Identifizierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.318
4.12.4.1 Anmerkungen zur Signal-Identifizierung mit AUTO ID . . . . . . . 4.319
4.12.5 Einführendes Bedienbeispiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.325
4.3
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Einleitung Gerätefunktionen
4.1
Einleitung Gerätefunktionen
Dieses Kapitel erklärt ausführlich alle Funktionen des R&S FSQ und ihre
Anwendung. Die Reihenfolge der beschriebenen Menügruppen orientiert sich an
der Vorgehensweise beim Konfigurieren und Starten einer Messung:
1. Rücksetzen des Gerätes
– „Gerätegrundeinstellung – Taste PRESET“ auf Seite 4.5
2. Einstellen der Betriebsart
– „Auswahl der Betriebsart – HOTKEY-Leiste“ auf Seite 4.7
– „Wechsel zu manueller Bedienung – Menü LOCAL“ auf Seite 4.8
3. Auswählen und Konfigurieren der Messparameter im Spektrumanalysemodus:
– „Betriebsart Spektrumanalyse“ auf Seite 4.9
4. Allgemeine Einstellungen, Ausdruck und Datenverwaltung:
– „Einstellen von Grenzwert- und Anzeigelinien – Taste LINES“ auf Seite 4.170
– „Konfigurieren der Bildschirmanzeige – Taste DISP“ auf Seite 4.183
– „Instrumenteneinstellung und Schnittstellenkonfiguration – SETUP Taste“ auf
Seite 4.189
– „Speichern und Laden von Gerätedaten – Taste FILE“ auf Seite 4.226
– „Dokumentation der Messergebnisse – Taste HCOPY“ auf Seite 4.237
5. Zusätzliche und optionale Funktionen
– „Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9“ auf Seite 4.244
– „Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10“ auf Seite 4.260
– „LAN-Schnittstelle (Option R&S-FSP-B16)“ auf Seite 4.280
– „Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer“ auf
Seite 4.304
– „Breitband FM-Demodulator, Option R&S FSU-B27“ auf Seite 4.323
Das Bedienkonzept ist im Kompakthandbuch, Kapitel 4 “Manuelle Bedienung”
beschrieben.
Zu jedem Softkey wird der oder die zugehörigen Fernsteuer-Befehle (soweit
vorhanden) angegeben. Zur schnellen Orientierung befindet sich am Ende des
Kapitels „Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle“ eine Softkeyliste mit den
zugehörigen GPIB-Befehlen.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.4
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Gerätegrundeinstellung – Taste PRESET
4.2
PRESET
Gerätegrundeinstellung – Taste PRESET
Die Taste PRESET versetzt den R&S FSQ in einen definierten Grundzustand.
Die Einstellung ist so gewählt, dass der HF-Eingang in jedem Fall vor Überlast
geschützt ist, sofern die anliegenden Signalpegel im für das Gerät zulässigen
Bereich liegen.
Die bei PRESET durchgeführte Grundeinstellung kann mit Hilfe der Funktion
STARTUP RECALL an eigene Bedürfnisse angepasst werden. In diesem Fall
wird mit Betätigen der Preset-Taste der STARTUP RECALL-Datensatz geladen.
Nähere Erläuterungen zu STARTUP RECALL siehe Kapitel „Speichern und
Laden von Gerätedaten – Taste FILE“ auf Seite 4.179.
Nach Betätigung der Taste PRESET stellt der R&S FSQ die Grundeinstellung nach
der folgenden Tabelle ein:
4.5
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Gerätegrundeinstellung – Taste PRESET
Tab. 4-1
Grundeinstellung R&S FSQ
Parameter
Einstellung
Betriebsart (Mode)
Spectrum
Mittenfrequenz (Center Frequency)
1,8 GHz / 4 GHz / 13,25 GHz / 20 GHz
(R&S FSQ-3/-8/-26/-31/-40)
Schrittweite der Mittenfrequenz (Center
Frequency Step)
0.1 * Center Frequency
Frequenzdarstellbereich (Span)
3,6 GHz / 8 GHz / 26,5 GHz / 40 GHz
(R&S FSQ-3/-8/-26/-31/-40)
Eingangsdämpfung (RF Attenuation)
auto (5 dB)
Referenzpegel (Ref Level)
-20 dBm
Pegelbereich (Level Range)
100 dB log
Pegeleinheit
dBm
Sweepzeit (Sweep Time)
auto
Auflösebandbreite (Res BW)
auto (3 MHz)
Videobandbreite (Video BW)
auto (10 MHz)
FFT Filters
off
Span / RBW
50
RBW / VBW
0,33
Sweep
cont
Trigger
free run
Messkurve (Trace 1)
clr write
Messkurve (Trace 2/3)
blank
Detektor (Detector)
auto peak
Trace Math
off
Frequenzoffset
0 Hz
Referenzpegeloffset
0 dB
Referenzpegelposition
100 %
Bildschirmraster (Grid)
abs
Cal Correction
on
Rauschquellee
off
Eingang
RF
Darstellung
Full Screen, Active Screen A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.6
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Auswahl der Betriebsart – HOTKEY-Leiste
4.3
Auswahl der Betriebsart – HOTKEY-Leiste
Zur schnellen Auswahl verschiedener Betriebsarten besitzt der R&S FSQ unterhalb
des Displays sieben Tasten (die sog. HOTKEYs), die abhängig von vorhandenen
Geräteoptionen unterschiedlich belegt sein können. Auf der rechten Seite des
Messbildschirms werden die Softkey-Menüs angezeigt, die für den ausgewählten
Modus zur Verfügung stehen.
In diesem Abschnitt werden nur die Hotkeys beschrieben, die im Grundgerät
enthalten sind. Informationen zu den anderen Hotkeys ist der ensprechenden
Optionsbeschreibungen zu entnehmen.
Bild 4.1 Hotkeyleiste des Grundgeräts
SPECTRUM
Der Hotkey SPECTRUM versetzt den R&S FSQ wieder zurück in die Betriebsart
Spektrumanalyse.
Fernsteuerungsbefehl:
INST:SEL SAN
INST:NSEL 1
MORE
Der Hotkey MORE wechselt zur Seiten-Hotkey-Leiste(n) und zurück zur HauptHotkey-Leiste. In der Seiten-Hotkey-Leiste(n) befinden sich die Hotkeys für die
Optionen. Weitere Informationen finden Sie in den Beschreibungen der
entsprechenden Optionen.
SCREEN A /
SCREEN B
Der Hotkey SCREEN A / SCREEN B erlaubt im FULL SCREEN Betrieb die Auswahl
zwischen zwei unterschiedlichen Geräteeinstellungen.
Im SPLIT SCREEN Betrieb wechselt die Taste zwischen aktivem Diagramm
A und B. Die Tastenbezeichnung entspricht dem Diagramm, das mittels der Taste
aktiviert wurde.
Das gerade aktive Messfenster wird durch die Anzeige
neben dem Diagramm gekennzeichnet.
Fernsteuerungsbefehl:
4.7
A
bzw.
B
rechts
DISP:WIND<1|2>:SEL
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Wechsel zu manueller Bedienung – Menü LOCAL
4.4
LOCAL
Wechsel zu manueller Bedienung – Menü LOCAL
Das Menü LOCAL wird automatisch eingeblendet, sobald das Gerät in den
Fernsteuerbetrieb geschaltet wird.
Gleichzeitig wird auch die HOTKEY-Leiste ausgeblendet und alle Tasten mit
Ausnahme der Taste PRESET gesperrt.
Der LOCAL softkey und der DISPLAY UPDATE ON/OFF Softkey werden angezeigt.
Abhängig von der Einstellung des DISPLAY UPDATE ON /OFF werden Diagramm,
Messkurven und Anzeigefelder ein- oder ausgeblendet. Für weitergehende
Informationen siehe „Instrumenteneinstellung und Schnittstellenkonfiguration –
SETUP Taste“ auf Seite 4.189.
Die Taste LOCAL schaltet das Gerät um von der Fernsteuerung auf manuelle
Bedienung, sofern nicht bei Fernsteuerung die Funktion LOCAL LOCKOUT aktiv ist.
Die Umschaltung beinhaltet:
– Freigabe der Frontplattentastatur
Bei der Rückkehr in den manuellen Betrieb werden die gesperrten Tasten wieder
freigegeben, das Hotkey-Menü wieder eingeblendet und als Softkey-Menü das
Hauptmenü der aktuellen Betriebsart ausgewählt.
– Einblenden der Messdiagramme
Die ausgeblendeten Diagramme, Messkurven und Anzeigefelder werden wieder
eingeblendet.
– Erzeugung der Nachricht OPERATION COMPLETE
Ist zum Zeitpunkt des Drucks auf den Softkey LOCAL der Synchronisierungsmechanismus über *OPC, *OPC? oder *WAI aktiv, so wird der gerade laufende
Messvorgang abgebrochen und die Synchronisierung durch Setzen der
betreffenden Bits in den Registern des Status-Reporting-Systems durchgeführt.
– Setzen des Bit 6 (User Request) im Event-Status-Register
Mit diesem Bit wird bei entsprechender Konfiguration des Status-ReportingSystems gleichzeitig ein Bedienungsruf (SRQ) erzeugt, um dem Steuerrechner
mitzuteilen, dass der Anwender die Rückkehr zur Frontplattenbedienung
wünscht. Diese Mitteilung kann beispielsweise verwendet werden, um das
Steuerprogramm zu unterbrechen, wenn manuelle Korrekturen der Einstellungen
am Gerät notwendig sind. Das Setzen dieses Bit erfolgt bei jedem Druck auf den
Softkey LOCAL.
Ist die Funktion LOCAL LOCKOUT im Fernsteuerbetrieb aktiv, so wird auch die
Taste PRESET auf der Frontplatte gesperrt. Der Zustand LOCAL LOCKOUT wird
wieder verlassen, sobald der Steuerrechner die Leitung REN deaktiviert oder das
GPIB-Kabel vom Gerät abgesteckt wird.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.8
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5
Betriebsart Spektrumanalyse
Die Auswahl der Betriebsart erfolgt mit dem Hotkey SPECTRUM (siehe auch
Abschnitt „Auswahl der Betriebsart – HOTKEY-Leiste“ auf Seite 4.7)
4.5.1
SPECTRUM
Hotkey Spectrum
Der Hotkey SPECTRUM wählt die Betriebsart Spektrumanalyse aus.
Diese Betriebsart ist die Grundeinstellung des R&S FSQ.
Die verfügbaren Funktionen entsprechen denen eines konventionellen
Spektrumanalysators. Der R&S FSQ misst das Spektrum über dem eingestellten
Frequenzbereich mit der eingestellten Auflösebandbreite und Ablaufzeit oder stellt
bei einer festen Frequenz den Zeitverlauf des Videosignals dar.
Wenn zwei Messfenster (Screen A und Screen B) beim Einschalten der
Signalanalyse geöffnet sind, wird die Betriebsart nur für das aktive Fenster
eingestellt (gekennzeichnet an der oberen rechten Ecke des Diagramms). Für das
andere Fenster bleiben die bisherigen Einstellungen gültig.
Die Aufnahme und Darstellung der Messwerte erfolgt dann sequentiell, erst im
oberen, dann im unteren Messfenster.
4.9
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.2
Wahl der Frequenz und des Frequenzdarstellbereichs – Taste
FREQ
Mit der Taste FREQ wird die Frequenzachse des aktiven Messfensters festgelegt.
Die Frequenzachse kann entweder mit der Start- und Stoppfrequenz oder mit der
Mittenfrequenz und dem Darstellbereich (Taste SPAN) definiert werden. Die
Eingabe bezieht sich bei der gleichzeitigen Darstellung von zwei Messfenstern
(SPLIT SCREEN) immer auf das gewählte Messfenster.
Die Softkeys im Menü CF STEPSIZE sind abhängig von dem gewählten Bereich:
Frequenzbereich oder Zeitbereich.
FREQ
CENTER
CF STEPSIZE !
0.1 * SPAN / 0.1 * RBW
0.5 * SPAN / 0.5 * RBW
X * SPAN / X * RBW
= CENTER
= MARKER
MANUAL
START
STOP
FREQUENCY OFFSET
SIGNAL TRACK !
TRACK ON/OFF
TRACK BW
TRACK THRESHOLD
SELECT TRACE
EXTERNAL MIXER
(option B21)
CENTER
Der Softkey CENTER öffnet das Eingabefenster zur manuellen Eingabe der
Mittenfrequenz.
Der zulässige Eingabebereich der Mittenfrequenz beträgt
•
für den Frequenzbereich (Span > 0):
Minspan/2 ≤ fcenter ≤ fmax – Minspan/2
•
und für den Zeitbereich (Span = 0):
0 Hz ≤ fcenter ≤ fmax
fcenter
Mittenfrequenz
Minspan
kleinster einstellbarer Span >0 Hz (10Hz)
fmax
Maximalfrequenz
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
FREQ:CENT 100MHz
4.10
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
CF STEPSIZE
Der Softkey CF STEPSIZE öffnet ein Untermenü zum Einstellen der Schrittweite der
Mittenfrequenz. Die Schrittweite kann an den Frequenzdarstellbereich
(Frequenzbereich) bzw. die Auflösebandbreite (Zeitbereich) gekoppelt werden oder
sie kann manuell auf einen festen Wert eingestellt werden. Die Softkeys des Menüs
sind Auswahlschalter, von denen jeweils nur einer aktiv sein kann.
Die Softkeys werden entsprechend des gewählten Bereichs (Frequenz- oder
Zeitbereich) dargestellt.
Softkeys im Frequenzbereich:
0.1 * SPAN
Der Softkey 0.1 * SPAN stellt die Schrittweite der Mittenfrequenzeingabe auf 10%
des Spans ein.
Fernsteuerungsbefehl:
0.5 * SPAN
Der Softkey 0.5 * SPAN stellt die Schrittweite der Mittenfrequenzeingabe auf 50%
des Spans ein.
Fernsteuerungsbefehl:
X * SPAN
FREQ:CENT:STEP:LINK SPAN
FREQ:CENT:STEP:LINK:FACT 20PCT
--
--
Der Softkey MANUAL aktiviert die Eingabe eines festen Wertes für die Schrittweite.
Fernsteuerungsbefehl:
4.11
der
Der Softkey = MARKER stellt die Schrittweitenkopplung auf MANUAL und die
Schrittweite auf den Wert des Markers. Diese Funktion ist insbesondere bei der
Messung der Harmonischen des Signals an der Markerposition nützlich, da bei der
Eingabe der Mittenfrequenz mit jedem Betätigen der STEP-Taste die Mittenfrequenz
einer weiteren Harmonischen eingestellt wird.
Fernsteuerungsbefehl:
MANUAL
Faktors
Der Softkey = CENTER stellt die Schrittweitenkopplung auf MANUAL und die
Schrittweite auf den Wert der Mittenfrequenz. Diese Funktion ist insbesondere bei
der Messung der Harmonischen eines Signals nützlich, da bei der Eingabe der
Mittenfrequenz mit jedem Betätigen der STEP-Taste die Mittenfrequenz einer
weiteren Harmonischen eingestellt wird.
Fernsteuerungsbefehl:
= MARKER
FREQ:CENT:STEP:LINK SPAN
FREQ:CENT:STEP:LINK:FACT 50PCT
Der Softkey X * SPAN aktiviert die Eingabe des
Mittenfrequenzschrittweite in % des Frequenzdarstellbereichs.
Fernsteuerungsbefehl:
= CENTER
FREQ:CENT:STEP:LINK SPAN
FREQ:CENT:STEP:LINK:FACT 10PCT
FREQ:CENT:STEP 120MHz
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Softkeys im Zeitbereich:
0.1 * RBW
Der Softkey 0.1 * RBW stellt die Schrittweite der Mittenfrequenzeingabe 10% der
Auflösebandbreite ein.
AUTO 0.1 * RBW entspricht der Grundeinstellung.
Fernsteuerungsbefehl:
0.5 * RBW
Der Softkey 0.5 * RBW stellt die Schrittweite der Mittenfrequenzeingabe auf 50%
der Auflösebandbreite ein.
Fernsteuerungsbefehl:
X * RBW
FREQ:CENT:STEP:LINK RBW
FREQ:CENT:STEP:LINK:FACT 10PCT
FREQ:CENT:STEP:LINK RBW
FREQ:CENT:STEP:LINK:FACT 50PCT
Der Softkey X * RBW aktiviert die Eingabe
Mittenfrequenzschrittweite in % der Auflösebandbreite.
des
Faktors
der
Einstellbereich ist 1 bis 100 % in 1%-Schritten, Grundeinstellung ist 10%.
Fernsteuerungsbefehl:
= CENTER
Der Softkey = CENTER stellt die Schrittweitenkopplung auf MANUAL und die
Schrittweite auf den Wert der Mittenfrequenz. Diese Funktion ist insbesondere bei
der Messung der Harmonischen eines Signals nützlich, da bei der Eingabe der
Mittenfrequenz mit jedem Betätigen der STEP-Taste die Mittenfrequenz einer
weiteren Harmonischen eingestellt wird.
Fernsteuerungsbefehl:
= MARKER
--
Der Softkey MANUAL aktiviert die Eingabe eines festen Wertes für die Schrittweite.
Fernsteuerungsbefehl:
START
--
Der Softkey = MARKER stellt die Schrittweitenkopplung auf MANUAL und die
Schrittweite auf den Wert des Markers. Diese Funktion ist insbesondere bei der
Messung der Harmonischen des Signals an der Markerposition nützlich, da bei der
Eingabe der Mittenfrequenz mit jedem Betätigen der STEP-Taste die Mittenfrequenz
einer weiteren Harmonischen eingestellt wird.
Fernsteuerungsbefehl:
MANUAL
FREQ:CENT:STEP:LINK RBW
FREQ:CENT:STEP:LINK:FACT 20PCT
FREQ:CENT:STEP 120MHz
Der Softkey START aktiviert die manuelle Eingabe der Startfrequenz.
Der zulässige Eingabebereich der Startfrequenz beträgt:
0 Hz ≤ fstart ≤ fmax - Minspan
fstart
Startfrequenz (Start)
Minspan kleinster einstellbarer Span (10Hz)
fmax
Maximalfrequenz
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
FREQ:STAR 20MHz
4.12
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
STOP
Der Softkey STOP aktiviert die Eingabe der Stoppfrequenz.
Der zulässige Eingabebereich der Stoppfrequenz beträgt:
Minspan ≤ fstop ≤ fmax
fstop
Stoppfrequenz
Minspan
kleinster einstellbarer Span (10Hz)
fmax
Maximalfrequenz
Fernsteuerungsbefehl:
FREQUENCY
OFFSET
Der Softkey FREQUENCY OFFSET aktiviert die Eingabe eines rechnerischer
Frequenzoffsets, der zur Frequenzachsenbeschriftung addiert wird. Der
Wertebereich für den Offset ist -100 GHz bis 100 GHz. Die Grundeinstellung ist
0 Hz.
Fernsteuerungsbefehl:
SIGNAL
TRACK
FREQ:STOP 2000MHz
FREQ:OFFS 10 MHz
Der Softkey SIGNAL TRACK schaltet die "Verfolgung" eines in der Nähe der
Mittenfrequenz liegenden Signals ein. Das Signal wird verfolgt, solange es sich
innerhalb der mit TRACK BW festgelegten Suchbandbreite um die Mittenfrequenz
und oberhalb der mit TRACK THRESHOLD festgelegten Pegelschwelle befindet.
Zu diesem Zweck wird nach jedem Frequenzdurchlauf innerhalb der Suchbandbreite das maximale Signal auf dem Bildschirm gesucht (PEAK SEARCH) und die
Mittenfrequenz auf dieses Signal (MARKER ->CENTER) gesetzt. Damit folgt bei
driftenden Signalen die Mittenfrequenz dem Signal.
Fällt das Signal unter die Pegelschwelle oder springt es aus der Suchbandbreite um
die Mittenfrequenz heraus, so wird die Mittenfrequenz so lange nicht verstellt, bis
sich wieder ein Signal innerhalb der Suchbandbreite und oberhalb der
Pegelschwelle befindet. Dies kann z. B. durch manuelle Veränderung der
Mittenfrequenz erreicht werden.
Beim Einschalten wird der Softkey hinterlegt und zusätzlich werden im Diagramm
Suchbandbreite und Schwellwert durch zwei vertikale und eine horizontale Linie
gekennzeichnet. Alle diese Linien sind mit der Bezeichnung "TRK" versehen.
Gleichzeitig öffnet sich das Untermenü, in dem die Suchbandbreite, der Schwellwert
und die Messkurve (Trace) für die Maximumsuche verändert werden kann.
Die Funktion ist nur im Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
TRACK ON/OFF
Der Softkey TRACK ON/OFF schaltet die Signalverfolgung ein bzw. aus.
Fernsteuerungsbefehl:
TRACK BW
CALC:MARK:FUNC:STR OFF
Der Softkey TRACK BW legt die Suchbandbreite für die Signalverfolgung fest. Der
Frequenzbereich liegt symmetrisch zur Mittenfrequenz.
Fernsteuerungsbefehl:
4.13
CALC:MARK:FUNC:STR OFF
CALC:MARK:FUNC:STR:BAND 10KHZ
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
TRACK
THRESHOLD
Der Softkey TRACK THRESHOLD legt den Schwellwert für die Signalerkennung
fest. Der Wert wird stets als absoluter Pegelwert eingegeben.
Fernsteuerungsbefehl:
SELECT TRACE
CALC:MARK:FUNC:STR:THR -70DBM
Der Softkey SELECT TRACE legt fest, auf welcher Messkurve (Trace) die
Signalverfolgung durchgeführt wird.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK:FUNC:STR:TRAC 1
4.14
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.3
Einstellen des Frequenzdarstellbereichs – Taste SPAN
Die Taste SPAN öffnet ein Menü, das die verschiedenen Optionen für die
Einstellung des Frequenzdarstellbereichs des Sweeps anbietet.
Im Frequenzbereich (Span > 0) ist die Eingabe des Spans (Softkey SPAN MANUAL)
automatisch aktiv,
Im Zeitbereich (Span = 0) die Eingabe der Ablaufzeit (SWEEPTIME MANUAL).
Die Eingabe bezieht sich bei der gleichzeitigen Darstellung von zwei Messfenstern
(SPLIT-SCREEN) immer auf das mit Hotkey SCREEN A/B gewählte Messfenster.
SPAN
SPAN MANUAL
SWEEPTIME MANUAL
FULL SPAN
ZERO SPAN
LAST SPAN
FREQ AXIS LIN | LOG
SPAN
MANUAL
Der Softkey SPAN MANUAL aktiviert die manuelle Eingabe des Frequenzbereichs,
wobei die Mittenfrequenz konstant gehalten wird.
Zulässiger Eingabebereich des Frequenzdarstellbereichs:
•
für den Zeitbereich (Span = 0): 0 Hz
•
und für den Frequenzbereich (span >0): minspan ≤ fspan ≤ fmax
fspan
Frequenzdarstellbereich
Minspan
kleinster einstellbarer Span (10Hz)
fmax
Maximalfrequenz
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEPTIME
MANUAL
Der Softkey SWEEPTIME MANUAL aktiviert die manuelle Eingabe der Ablaufzeit
bei Span = 0. Für Span > 0 ist der Softkey nicht verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
FULL SPAN
FREQ:SPAN:FULL
Der Softkey ZERO SPAN stellt den Frequenzdarstellbereich auf 0 Hz ein. Die xAchse wird zur Zeitachse, wobei die Gridlinien jeweils 1/10 der aktuellen Sweepzeit
(SWT) entsprechen.
Fernsteuerungsbefehl:
4.15
SWE:TIME 10s
Der Softkey FULL SPAN stellt den Frequenzdarstellbereich auf den gesamten
Frequenzbereich des R&S FSQ ein.
Fernsteuerungsbefehl:
ZERO SPAN
FREQ:SPAN 2GHz
FREQ:SPAN 0Hz
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
LAST SPAN
Der Softkey LAST SPAN schaltet die Geräteeinstellung nach Änderung des
Frequenzdarstellbereichs zurück auf die vorherige Einstellung. Damit kann
zwischen einer Übersichtmessung (FULL SPAN) und einer Detailmessung (manuell
eingestellte Mittenfrequenz und Span) umgeschaltet werden
Es wird nur der letzte Wert für Span > 0 restauriert, d. h. es erfolgt kein
automatischer Übergang in den Zeitbereich.
Fernsteuerungsbefehl:
FREQ AXIS
LIN | LOG
--
Der Softkey FREQ AXIS LIN/LOG schaltet zwischen linearer und logarithmischer
Skalierung der Frequenzachse um. Das Umschalten ist nur möglich, wenn das
Verhältnis von Stopp-/Startfrequenz >= 1.4 ist.
Der Default-Wert ist LIN.
Die logarithmische Frequenzachse ist nur im Spektrum-Mode verfügbar. Sie ist nicht
verfügbar im Zero-Span-Modus, im externen Mixer-Modus, mit Frequenzablage
oder wenn das Verhältnis Stopp- zu Startfrequenz unter 1,4 liegt.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
DISP:WIND<1|2>:TRAC:X:SPAC LIN
4.16
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.4
Einstellen der Pegelanzeige und Konfigurieren des HF-Eingangs
– Taste AMPT
Mit der Taste AMPT werden der Referenzpegel, der Maximalpegel und der
Anzeigebereich des aktiven Fensters sowie die Eingangsimpedanz und
Eingangsdämpfung des HF-Eingangs eingestellt.
Die Taste AMPT öffnet ein Menü zum Einstellen des Referenzpegels und der
Eingangsdämpfung des aktiven Messfensters. Die Eingabe des Referenzpegels
(Softkey REF LEVEL) wird dabei automatisch geöffnet.
Zusätzlich können im Menü weitere Einstellungen zur Pegelanzeige und Dämpfung
vorgenommen werden.
AMPT
REF LEVEL
RANGE LOG 100 dB
RANGE LOG MANUAL
RANGE LINEAR !
RANGE LINEAR %
RANGE LINEAR dB
UNIT !
dBm / dBmV / dBµV /
dBµΑ / dBµW / VOLT /
AMPERE / WATT
RF INPUT AC/DC
RF ATTEN MANUAL
RF ATTEN AUTO
NOISE CORR (ON OFF)
MIXER !
MIXER LVL AUTO
MIXER LVL MANUAL
Seitenmenü
REF LEVEL POSITION
REF LEVEL OFFSET
PHASE SETTINGS (option B71)!
PHASE SETTINGS
EL ATTEN AUTO (option B25)
EL ATTEN MANUAL (option B25)
EL ATTEN OFF (option B25)
RF INPUT 50 W | 75 W
REF LEVEL
Der Softkey REF LEVEL aktiviert die Eingabe des Referenzpegels. Die Eingabe
erfolgt in der gerade aktiven Einheit (dBm, dBµV, usw.).
Fernsteuerungsbefehl:
RANGE LOG
100 dB
4.17
DISP:WIND:TRAC:Y:RLEV -60dBm
Der Softkey RANGE LOG 100 dB stellt den Pegeldarstellbereich auf 100 dB ein.
Fernsteuerungsbefehl:
DISP:WIND:TRAC:Y:SPAC LOG
DISP:WIND:TRAC:Y 100DB
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
RANGE LOG
MANUAL
Der Softkey RANGE LOG MANUAL aktiviert die manuelle Eingabe des
Pegeldarstellbereichs. Dabei sind die Darstellbereiche von 10 bis 200 dB in 10-dBSchritten zugelassen. Nicht zugelassene Eingaben werden auf den
nächstzulässigen Wert gerundet.
Die Grundeinstellung ist 100 dB.
Fernsteuerungsbefehl:
RANGE
LINEAR
DISP:WIND:TRAC:Y:SPAC LOG
DISP:WIND:TRAC:Y 120DB
Der Softkey RANGE LINEAR schaltet den Anzeigebereich des R&S FSQ auf lineare
Skalierung um und wechselt ins Untermenü zur Auswahl der Diagrammbeschriftung
in % oder dB.
Beim ersten Umschalten wird die Darstellung in % ausgewählt (siehe Softkey
RANGE LINEAR dB).
Fernsteuerungsbefehl:
RANGE LINEAR
%
Der Softkey RANGE LINEAR % schaltet den Anzeigebereich des R&S FSQs auf
lineare Skalierung. Die Beschriftung der horizontalen Linien erfolgt in %. Das Grid ist
dekadisch unterteilt. Marker werden in der eingestellten Einheit, Deltamarker in %
bezogen auf den Spannungswert an der Position von Marker 1 dargestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
RANGE LINEAR
dB
DISP:WIND:TRAC:Y:SPAC LIN
DISP:WIND:TRAC:Y:SPAC LIN
Der Softkey RANGE LINEAR dB schaltet den Anzeigebereich des R&S FSQ auf
lineare Skalierung. Die Beschriftung der horizontalen Linien erfolgt in dB.
Marker werden in der eingestellten Einheit, Deltamarker in dB bezogen auf die
Leistung an der Position von Marker 1 dargestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
UNIT
DISP:WIND:TRAC:Y:SPAC LDB
Der Softkey UNIT öffnet ein Untermenü, in dem die gewünschte Einheit für die
Pegelachse ausgewählt werden kann.
dBm
dBmV
dBµV
dBµΑ
dBµW
VOLT
AMPERE
WATT
Die Grundeinstellung ist dBm.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.18
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Grundsätzlich misst der R&S FSQ die Signalspannung am HF-Eingang. Die
Pegelanzeige ist in Effektivwerten eines unmodulierten Sinussignals geeicht. In der
Grundeinstellung wird der Pegel über 1 Milliwatt Leistung angezeigt (= dBm). Über
den bekannten Eingangswiderstand (50 Ω bzw. 75 Ω) kann eine Umrechnung in
andere Einheiten durchgeführt werden. Damit sind die Einheiten dBm, dBmV, dBµV,
dBµA, dBpW, V, A und W direkt umrechenbar.
Fernsteuerungsbefehl:
RF INPUT AC/
DC
CALC:UNIT:POW DBM
Der Softkey RF INPUT AC/DC schaltet den Eingang des R&S FSQs um zwischen
AC- und DC-Kopplung.
Der Softkey ist nur bei den Modellen 3, 8 und 26 verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
RF ATTEN
MANUAL
INP:COUP AC
Der Softkey RF ATTEN MANUAL aktiviert die Eingabe der Dämpfung, unabhängig
vom Referenzpegel.
Die Dämpfung kann in 5-dB-Schritten zwischen 0 und 75 dB verändert werden.
Andere Eingaben werden auf den nächsthöheren ganzzahligen Wert gerundet.
Wenn der definierte Referenzpegel bei der gegebenen HF-Dämpfung nicht mehr
eingestellt werden kann, wird der Referenzpegel entsprechend angepasst und die
Meldung "Limit reached" ausgegeben.
Der Wert 0 dB kann nur über die Zifferntastatur eingegeben werden, um den
Eingangsmischer vor versehentlicher Überlastung zu schützen.
Fernsteuerungsbefehl:
RF ATTEN
AUTO
INP:ATT 40 DB
Der Softkey RF ATTEN AUTO stellt die HF-Dämpfung abhängig vom eingestellten
Referenzpegel automatisch ein.
Damit ist sichergestellt, dass immer die vom Benutzer gewünschte optimale HFDämpfung verwendet wird.
RF ATTEN AUTO ist die Grundeinstellung.
Fernsteuerungsbefehl:
NOISE CORR
(ON OFF)
INP:ATT:AUTO ON
Falls aktiv, korrigiert der R&S FSQ die Ergebnisse durch sein Eigenrauschen. Die
Rauschkorrektur erhöht den Dynamikbereich.
Nachdem Sie die Rauschkorrektur aktiviert haben, führt der R&S FSQ eine
Referenzmessung seines Eigenrauschens durch. Bei der eigentlichen Messung
subtrahiert der R&S FSQ anschließend die Eigenrauschleistung von der im Kanal
gemessenen Leistung.
4.19
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Das Eigenrauschen ist von der Mittenfrequenz, Auflösebandbreite und
Pegeleinstellung abhängig. Deshalb deaktiviert der R&S FSQ die Rauschkorrektur,
wenn Sie diese Parameter ändern. Der R&S FSQ zeigt eine Meldung an, dass die
Rauschkorrektur inaktiv ist.
Der R&S FSQ deaktiviert die Rauschkorrektur auch, wenn Sie eine andere
Messung auswählen (z. B. Kanalleistung, Frequenzausgabemaske usw.).
Nachdem der R&S FSQ die Rauschkorrektur deaktiviert hat, müssen Sie sie
manuell erneut aktivieren. Der R&S FSQ führt eine neue Referenzmessung durch.
Fernsteuerungsbefehl:
MIXER
MIXER LVL
AUTO
Der Softkey MIXER öffnet das Untermenü zur Eingabe des maximalen
Mischerpegels am Eingangsmischer, der bei Referenzpegel erreicht wird.
Der Softkey MIXER LVL AUTO aktiviert die automatische Kopplung des maximalen
Mischerpegels an Referenzpegel und HF-Dämpfung.
Fernsteuerungsbefehl:
MIXER LVL
MANUAL
POW:NCOR ON
INP:MIX:AUTO ON
Der Softkey MIXER LVL MANUAL aktiviert die Eingabe des maximalen
Mischerpegels, der bei Referenzpegel erreicht wird.
Der Einstellbereich ist 0 bis -100 dBm mit einer Schrittweite von 10dB.
Fernsteuerungsbefehl:
REF LEVEL
POSITION
INP:MIX -25DBM
Der Softkey REF LEVEL POSITION aktiviert die Eingabe der Position des
Referenzpegels.
Der Einstellbereich ist -200% bis +200%, dabei entspricht der Wert 0% der unteren
und der Wert 100% der oberen Diagrammbegrenzung.
Fernsteuerungsbefehl:
REF LEVEL
OFFSET
DISP:WIND:TRAC:RPOS 100PCT
Der Softkey REF LEVEL OFFSET aktiviert die Eingabe eines rechnerischen
Pegeloffsets. Dieser wird zum gemessenen Pegel unabhängig von der gewählten
Einheit addiert. Die Skalierung der Y-Achse wird entsprechend geändert.
Der Einstellbereich ist ±200 dB in 0,1-dB-Schritten.
Fernsteuerungsbefehl:
PHASE
SETTINGS
DISP:WIND:TRAC:RLEV:OFFS -10dB
Der Softkey PHASE SETTINGS öffnet das Untermenü zum Skalieren des
Phasendiagramms. Der Softkey PHASE SETTINGS steht nur zur Verfügung, wenn
Option R&S FSQ-B71 installiert ist (siehe separate Options-Beschreibung auf User
Documentation CD-ROM).
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.20
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
GRID ABS/REL
Der Softkey GRID ABS/REL schaltet zwischen der absoluten und relativen
Skalierung der Pegelachse um.
GRID ABS ist die Grundeinstellung.
ABS
Die Beschriftung der Pegellinien bezieht sich auf den Absolutwert
des Referenzpegels.
REL
Die obere Linie des Bildschirmrasters liegt immer auf 0 dB.
Die Einheit der Skalierung ist dB, der Referenzpegel wird
dagegen immer in der eingestellten Einheit (dBm, dBµV,..)
angezeigt.
Der Softkey wird bei einer Einstellung von RANGE LINEAR (lineare Skalierung mit
einer Beschriftung der Achsen in Prozent) nicht dargestellt, da die Einheit % selbst
eine relative Skalierung vorgibt.
Fernsteuerungsbefehl:
4.5.4.1
DISP:WIND:TRAC:Y:MODE ABS
Elektronische Eingangsdämpfung
Der R&S FSQ bietet neben der mechanischen Eichleitung am HF-Eingang optional
auch die Möglichkeit, die Eingangsdämpfung auf elektronischem Weg einzustellen
(Option ELECTRONIC ATTENUATOR B25). Verfügbar ist dabei ein
Dämpfungsbereich von 0...30dB. Die Grundeinstellung wird von der mechanischen
Eingangsdämpfung bestimmt.
EL ATTEN
MANUAL
Der Softkey EL ATTEN MANUAL schaltet die elektronische Eichleitung ein und
aktiviert die Eingabe der Dämpfung, die an der elektronischen Eichleitung eingestellt
wird.
Die Dämpfung kann in 5-dB-Schritten zwischen 0 und 30 dB verändert werden.
Andere Eingaben werden auf den nächstniedrigen ganzzahligen Wert gerundet.
Wenn der definierte Referenzpegel für die angegebene HF-Dämpfung nicht
eingestellt werden kann, wird der Referenzpegel entsprechend angepasst und die
Warnung "Limit reached" ausgegeben.
Fernsteuerungsbefehl:
INP:EATT:AUTO OFF;
INP:EATT 10 DB
Der Softkey ist nur mit Option ELECTRONIC ATTENUATOR B25 verfügbar.
EL ATTEN
AUTO
Der Softkey EL ATTEN AUTO schaltet die elektronische Eichleitung ein und stellt
ihre Dämpfung auf 0 dB.
Der zulässige Einstellbereich des Referenzpegels erstreckt sich vom aktuellen
Referenzpegel beim Einschalten der elektronischen Eichleitung bis 30 dB darüber.
Wird ein Referenzpegel außerhalb des zulässigen 30-dB-Bereiches eingestellt, so
erfolgt die Einstellung mit der mechanischen Eichleitung. Ausgehend von diesem
neuen Referenz-Pegel bis 30 dB darüber erfolgt dann die Einstellung wieder mit der
elektronischen Eichleitung.
Fernsteuerungsbefehl:
INP:EATT:AUTO ON
Der Softkey ist nur mit Option ELECTRONIC ATTENUATOR B25 verfügbar.
4.21
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
EL ATTEN OFF
Der Softkey EL ATTEN OFF schaltet die elektronische Eichleitung aus.
Fernsteuerungsbefehl:
INP:EATT:STAT OFF
Der Softkey ist nur mit Option ELECTRONIC ATTENUATOR B25 verfügbar.
RF INPUT
50 Ω | 75 Ω
Der Softkey RF INPUT 50 Ω / 75 Ω schaltet den Eingangsimpedanz des Gerätes
zwischen 50 Ω (= Grundeinstellung) und 75 Ω.
Die Einstellung 75 Ω ist dann zu wählen, wenn die 50-Ω−Eingangsimpedanz durch
ein 75-Ω-Anpassglied vom Typ RAZ (= 25 Ω in Serie zur Eingangsimpedanz des
R&S FSQs) auf die höhere Impedanz transformiert wird. Der verwendete
Korrekturwert beträgt dabei 1,76 dB = 10 log (75Ω / 50Ω).
Alle Pegelangaben in diesem Bedienhandbuch
Grundeinstellung (50 Ω) des Gerätes.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
beziehen
sich
auf
die
INP:IMP 50OHM
4.22
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.5
Einstellung der Bandbreiten und der Sweepzeit – Taste BW
Die Taste BW ruft ein Menü auf, in dem die Größen Auflösebandbreite (RBW),
Videobandbreite (VBW) und Ablaufzeit (SWT) eingestellt werden, die den
Frequenzablauf bestimmen. Die Parameter können abhängig vom Darstellbereich
(Stopp- minus Startfrequenz) miteinander gekoppelt werden oder auch frei nach
Maßgabe des Benutzers eingestellt werden. Die Einstellungen beziehen sich bei
Split-Screen-Darstellung immer auf das für die Eingabe aktive Fenster.
Der R&S FSQ bietet die Auflösebandbreiten von 10 Hz bis 20 MHz in 1-, 2-, 3-, 5-,
10-Schritten an, und zusätzlich als größte Bandbreite 50 MHz.
Die Auflösebandbreiten bis 100 kHz sind durch digitale Bandfilter mit
Gaußcharakteristik realisiert. Sie verhalten sich von der Dämpfungscharakteristik
her wie analoge Filter, sind jedoch von der Messgeschwindigkeit her deutlich
schneller als vergleichbare analoge Filter. Der Grund dafür liegt darin, dass
aufgrund des genau definierten Verhaltens der Filter das Einschwingverhalten
rechnerisch kompensiert werden kann.
Die Bandbreiten ab 100 kHz sind durch entkoppelte LC-Filter realisiert. Diese Filter
bestehen aus 5 Kreisen.
Alternativ zu den analogen Filtern stehen FFT-Filter für die Bandbreiten zwischen 1
Hz und 30 kHz zur Verfügung. Für Bandbreiten bis ca. 30 kHz liefert der FFTAlgorithmus deutliche Vorteile in Bezug auf Messgeschwindigkeit bei sonst gleichen
Einstellungen. Der Grund dafür ist, dass die notwendige Ablaufzeit für einen
gegebenen Darstellbereich bei analog implementierten Filtern proportional zu
(Span/RBW2) ist. Bei Verwendung des FFT-Algorithmus ist diese Zeit proportional
zu (Span/RBW).
Die Videobandbreiten sind in 1-, 2-, 3-, 5-, 10-Stufen zwischen 1 Hz und 10 MHz
verfügbar (bis 30MHz bei Auflösebandbreite > 10 MHz). Sie sind abhängig von der
Auflösebandbreite einstellbar.
Die Videofilter dienen zur Glättung der Messkurve. Im Verhältnis zur
Auflösebandbreite kleine Videobandbreiten mitteln Rauschspitzen und pulsförmige
Signale aus, so dass nur der Mittelwert der Signale zur Anzeige kommt. Zur
Messung von Pulssignalen ist daher eine im Verhältnis zur Auflösebandbreite große
Videobandbreite empfehlenswert (VBW ≥ 10 x RBW), damit die Amplitude von
Pulsen richtig gemessen werden kann.
Der R&S FSQ verfügt für analoge und digitale Filter über unterschiedliche hohe
Übersteuerungsreserven oberhalb des Referenzpegels. Aufgrund des LODurchschlags führt dies dazu, dass die Overload-Anzeige OVLD bei digitalen
Filtern mit RBW < 100 kHz anspricht, sobald die Startfrequenz < 6 *
Auflösebandbreite gewählt wird, bei RBW = 100 kHz, sobald die Startfrequenz
< 3 MHz ist.
4.23
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
BW
RES BW MANUAL
VIDEO BW MANUAL
SWEEPTIME MANUAL
RES BW AUTO
VIDEO BW AUTO
SWEEPTIME AUTO
COUPLING RATIO !
RBW/VBW SINE [1/3]
RBW/VBW PULSE [.1]
RBW/VBW NOISE [10]
RBW/VBW MANUAL
SPAN/RBW AUTO [50]
SPAN/RBW MANUAL
DEFAULT COUPLING
FILTER TYPE
Seitenmenü
MAIN PLL BANDWIDTH
FFT FILTER MODE
VBW MODE LIN/LOG
Die Taste BW ruft ein Menü zum Einstellen der Auflösebandbreite, Videobandbreite
und Ablaufzeit und deren Kopplungen auf.
Die Kopplungen werden durch die Softkeys ... BW AUTO hergestellt. Die Wahl der
Kopplungsverhältnisse erfolgt mit Softkey COUPLING RATIO.
Die Softkeys ... BW MANUAL aktivieren die Eingabe des entsprechenden
Parameters. Eine Kopplung mit den übrigen Parametern findet dann nicht statt.
Mit den Softkeys ... BW AUTO können die Werte für die Auflösebandbreite, die
Videobandbreite und die Ablaufzeit für den Frequenzbereich (Span > 0 Hz) und
den Zeitbereich (Span = 0 Hz) unabhängig voneinander eingegeben werden.
Mit den Softkeys ... BW MANUAL dagegen gelten die eingestellten Werte für
Frequenz- und Zeitbereich.
RES BW
MANUAL
Der Softkey RES
Auflösebandbreite.
BW
MANUAL
aktiviert
die
manuelle
Eingabe
der
Die Auflösebandbreite ist in 1, 2, 3, 5 und 10-Schritten zwischen 10 Hz und 20 MHz
einstellbar. Zusätzlich ist die Bandbreite 50 MHz verfügbar. Die nominellen Werte für
die Auflösebandbreiten sind die 3-dB-Bandbreiten.
Bei Verwendung der FFT-Filterung ist die untere Grenze der Bandbreite 1 Hz. Die
FFT-Filterung erfolgt bis zu Bandbreiten von 30 kHz.
Bei der numerischen Eingabe wird immer auf die nächstmögliche Bandbreite
gerundet, bei Drehknopf- oder UP/DOWN-Tasteneingabe wird die Bandbreite
schrittweise nach unten oder oben durchgeschaltet.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.24
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Bei Filtertyp CHANNEL oder RRC erfolgt die Bandbreitenauswahl aus der Liste der
verfügbaren Kanalfilter am Ende des Kapitels („Filtertypen“ auf Seite 4.29).
Bei der Eingabe scrollen die Pfeiltasten ↑ und ↓ durch diese Liste. Zur
Kennzeichnung der manuellen Eingabe der Auflösebandbreite wird das Anzeigefeld
mit einem grünen Sternchen (*) versehen.
Fernsteuerungsbefehl:
VIDEO BW
MANUAL
BAND:AUTO OFF;
BAND 1MHz
Der Softkey VIDEO BW MANUAL aktiviert die manuelle Eingabe der Videobandbreite.
Die Video-Bandbreite ist in 1, 2, 3, 5, 10-Schritten zwischen 1 Hz und 10 MHz
einstellbar.
Bei der numerischen Eingabe wird immer auf die nächstmögliche Bandbreite
gerundet, bei Drehknopf- oder UP/DOWN-Tasteneingabe wird die Bandbreite
schrittweise nach unten oder oben durchgeschaltet.
Zur Kennzeichnung der manuellen Eingabe der Videobandbreite wird das
Anzeigefeld mit einem grünen Sternchen (*) versehen.
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEPTIME
MANUAL
BAND:VID:AUTO OFF;
BAND:VID 10 kHz
Der Softkey SWEEPTIME MANUAL aktiviert die manuelle Eingabe der Ablaufzeit.
Gleichzeitig wird die Kopplung der Ablaufzeit aufgehoben. Andere Kopplungen
(VIDEO BW, RES BW) bleiben nach wie vor erhalten.
Im Frequenzbereich (Span > 0 Hz) und bei Auflösebandbreiten ab 1 kHz sind
Ablaufzeiten zwischen 2,5 ms und 16000 s für Spans > 3,2 kHz zugelassen.
Unterhalb von 3,2 kHz Span reduziert sich die maximal mögliche Sweepzeit auf 5 s
* Span/Hz.
Bei Verwendung der FFT-Filter ist die Sweepzeit durch die Wahl des
Darstellbereichs und der Bandbreite fest vorgegeben. Die Sweepzeit ist daher nicht
veränderbar.
In der Zeitbereichsdarstellung (Span = 0 Hz) ist der Bereich der Ablaufzeiten 1 µs
bis 16000 s in Schritten von maximal 5% der Ablaufzeit wählbar. Bei der
numerischen Eingabe rundet der R&S FSQ immer auf die nächstmögliche
Sweepzeit, bei Drehknopf- oder UP/DOWN-Tasteneingabe schaltet er die
Sweepzeit schrittweise nach unten oder oben durch.
Zur Kennzeichnung der manuellen Eingabe der Sweepzeit wird das Anzeigefeld mit
eine grünen Sternchen (*) versehen. Ist die gewählte Sweepzeit für die eingestellte
Bandbreite und den Span zu klein, entstehen Pegelfehler, da die Einschwingzeit für
die Auflöse- oder Videofilter nicht ausreicht.
Der R&S FSQ meldet daher UNCAL im Display und kennzeichnet die Anzeige der
Sweepzeit in diesem Fall mit einem roten Sternchen (*).
Fernsteuerungsbefehl:
RES BW AUTO
4.25
SWE:TIME:AUTO OFF;
SWE:TIME 10s
Der Softkey RES BW AUTO koppelt die Auflösebandbreite an den eingestellten
Frequenzdarstellbereich. Bei Änderung des Frequenzdarstellbereichs wird die
Auflösebandbreite automatisch angepasst.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Die automatische Kopplung der Auflösebandbreite an den Frequenzdarstellbereich
ist immer dann zu empfehlen, wenn man eine für das Messproblem günstige
Einstellung der Auflösebandbreite im Verhältnis zum gewählten Span haben will.
Das Kopplungsverhältnis wird im Untermenü COUPLING RATIO eingestellt.
Der Softkey RES BW AUTO steht nur im Frequenzbereich (Span > 0 Hz) zur
Verfügung. Im Zeitbereich ist der Softkey inaktiv.
Fernsteuerungsbefehl:
VIDEO BW
AUTO
BAND:AUTO ON
Der Softkey VIDEO BW AUTO koppelt die Videobandbreite des R&S FSQ an die
Auflösebandbreite. Bei Änderung der Auflösebandbreite wird die Videobandbreite
automatisch angepasst.
Die Kopplung der Videobandbreite ist immer dann zu empfehlen, wenn bei
gewählter Auflösebandbreite eine maximale Ablaufgeschwindigkeit erreicht werden
soll. Kleinere Videobandbreiten erfordern aufgrund der notwendigen Einschwingzeit
längere Sweepzeiten. Größere Videobandbreiten verringern den Signal-/
Rauschabstand.
Das Kopplungsverhältnis wird im Untermenü COUPLING RATIO eingestellt.
Die Kopplung der Video-Bandbreite an das
Zeitbereichsdarstellung (Span = 0) zugelassen.
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEPTIME
AUTO
Auflösefilter
ist
auch
bei
BAND:VID:AUTO ON
Der Softkey SWEEPTIME AUTO koppelt die Ablaufzeit fest an den
Frequenzdarstellbereich, an die Videobandbreite (VBW) und an die
Auflösebandbreite (RBW). Bei Änderung des Spans, der Auflösebandbreite oder der
Videobandbreite wird die Ablaufzeit automatisch angepasst.
Der Softkey steht nur im Frequenzbereich (Span > 0 Hz) zur Verfügung. Im
Zeitbereich ist der Softkey ausgeblendet.
Der R&S FSQ wählt immer die schnellstmögliche Ablaufzeit, bei der das Signal
nicht verfälscht wird. Der maximale Pegelfehler gegenüber einer langsameren
Sweepzeit ist < 0,1 dB. Wenn der zusätzliche Bandbreiten- und Pegelfehler
vermieden werden soll, ist die Sweepzeit auf das Dreifache der im gekoppelten
Mode angebotenen Sweepzeit einzustellen.
Die bei Verwendung des Quasi-Peak-Detektors erforderlichen Frequenzabtastraten
sind in Anhang B in CISPR 16-2-x angegeben:
Band A
Band B
Band C/D
Frequenzbereich
< 150 kHz
150 kHz bis 30 MHz
> 30 MHz
ZF-Bandbreite
200 Hz
9 kHz
120 kHz
Frequenzabtastraten
20 s/kHz
200 s/MHz
20 s/MHz
Die Funktion SWEEPTIME AUTO ist für Detektoren wie "Sample", "Max Peak" oder
"Average" vorgesehen. Für Sweep-Abläufe mit dem Quasi-Peak-Detektor sollte
stets eine manuelle Einstellung für die Sweep-Zeit verwendet werden.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SWE:TIME:AUTO ON
4.26
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
COUPLING
RATIO
Der Softkey COUPLING RATIO öffnet ein
Kopplungsverhältnisse ausgewählt werden können.
Untermenü,
in
dem
die
RBW/VBW SINE [1/3]
RBW/VBW PULSE [.1]
RBW/VBW NOISE [10]
RBW/VBW MANUAL
SPAN/RBW AUTO [50]
SPAN/RBW MANUAL
Im Grundzustand, d.h., wenn der Softkey COUPLING RATIO ausgeschaltet (nicht
hinterlegt) ist, ist das Verhältnis von Span zu Auflösebandbreite SPAN/RBW 50
(entspricht SPAN / RBW AUTO [50]) und das Verhältnis von Auflösebandbreite zu
Videobandbreite 0.33 (entspricht RBW / VBW SINE [1/3]).
Entspricht das Verhältnis RBW/VBW oder Span/RBW nicht dem Default-Zustand, so
wird der Softkey COUPLING RATIO hinterlegt dargestellt.
Die Softkeys RBW/VBW bzw. SPAN/RBW sind Auswahlschalter, von denen immer
nur jeweils einer aktiv sein kann.
Die Auswahl eines der Softkeys RBW / VBW... ist nur bei der Einstellung VBW
AUTO wirksam.
Die Auswahl eines der Softkeys SPAN / RBW... ist nur bei der Einstellung RBW
AUTO wirksam.
RBW/VBW SINE
[1/3]
Der Softkey RBW/VBW SINE [1/3] stellt das folgende Kopplungsverhältnis ein
Videobandbreite = 3 x Auflösebandbreite
Dies ist die Grundeinstellung für das Koppelverhältnis Auflösebandbreite zu
Videobandbreite.
Das Koppelverhältnis ist zu empfehlen, wenn Sinussignale gemessen werden
sollen.
Fernsteuerungsbefehl:
BAND:VID:RAT 3
Die Auswahl des Softkeys ist nur bei der Einstellung VBW AUTO wirksam.
RBW/VBW
PULSE [.1]
Der Softkey RBW/VBW PULSE [.1] stellt folgendes Kopplungsverhältnis ein:
Videobandbreite = 10 x Auflösebandbreite
oder
Videobandbreite = 10 MHz (= max VBW)
Dieses Kopplungsverhältnis ist immer dann zu empfehlen, wenn pulsförmige
Signale amplitudenrichtig gemessen werden sollen. Für die Pulsformung ist hier
allein das ZF-Filter maßgebend. Durch das Videofilter findet keine zusätzliche
Bewertung statt.
Fernsteuerungsbefehl:
BAND:VID:RAT 10
Die Auswahl des Softkeys ist nur bei der Einstellung VBW AUTO wirksam.
4.27
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
RBW/VBW
NOISE [10]
Der Softkey RBW/VBW NOISE [10] stellt das folgende Kopplungsverhältnis ein:
Videobandbreite = Auflösebandbreite/10
Damit werden im Videobereich Rauschen und pulsförmige Signale unterdrückt. Bei
Rauschsignalen zeigt der R&S FSQ den Mittelwert an.
Fernsteuerungsbefehl:
BAND:VID:RAT 0.1
Die Auswahl des Softkeys ist nur bei der Einstellung VBW AUTO wirksam.
RBW/VBW
MANUAL
Der Softkey RBW/VBW MANUAL aktiviert die Eingabe des Kopplungsverhältnisses
von Auflösebandbreite zu Videobandbreite.
Das Verhältnis von Auflösebandbreite zu Videobandbreite kann im Bereich von
0.001 bis 1000 eingestellt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
BAND:VID:RAT 10
Die Auswahl des Softkeys ist nur bei der Einstellung VBW AUTO wirksam.
SPAN/RBW
AUTO [50]
Der Softkey SPAN/RBW AUTO [50] stellt das folgende Kopplungsverhältnis ein:
Auflösebandbreite = Frequenzdarstellbereich/50
Diese Kopplung entspricht der Grundeinstellung.
Fernsteuerungsbefehl:
BAND:RAT 0.02
Die Auswahl des Softkeys ist nur bei der Einstellung RBW AUTO wirksam.
SPAN/RBW
MANUAL
Der Softkey SPAN/RBW MANUAL aktiviert die Eingabe des Kopplungsverhältnisses
von Frequenzdarstellbereich und Auflösebandbreite.
Das Verhältnis von Frequenzdarstellbereich zu Auflösebandbreite kann im Bereich
1 und 10000 eingestellt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
BAND:RAT 0.1
Die Auswahl des Softkeys ist nur bei der Einstellung RBW AUTO wirksam.
DEFAULT
COUPLING
Der Softkey DEFAULT COUPLING stellt bei allen koppelbaren Funktionen die
Grundeinstellung (AUTO) ein. Außerdem werden im Untermenü COUPLING RATIO
die Verhältnisse RBW / VBW auf SINE [1/3] und SPAN/RBW auf 50 gestellt
(Grundeinstellung, Softkey COUPLING RATIO nicht hinterlegt).
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
BAND:AUTO ON
BAND:VID:AUTO ON
SWE:TIME:AUTO ON
4.28
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
FILTER TYPE
4.5.5.1
Der Softkey FILTER TYPE öffnet die Auswahlliste für unterschiedliche Filtertypen.
Zur Auswahl stehen hier im Bereich bis 30 kHz die digitalen Bandfilter mit GaußCharakteristik und die Filterung mit dem FFT-Algorithmus.
Filtertypen
Der R&S FSQ verfügt über folgende Filtertypen:
NORMAL (3dB):
Die Auflösebandbreiten sind Filter mit Gauß-Charakteristik mit der eingestellten 3dB-Bandbreite und entsprechen näherungsweise der Rauschbandbreite. Für
Bandbreiten bis 100 kHz werden die digitalen Bandfilter mit einer perfekten
Gauss’schen Form verwendet.
5-poliger Filter
Die Auflösebandbreiten werden durch 5-polige Filter mit fester 3-dB-Bandbreite
implementiert. Die Filter sind Annäherungen an ein Gaußfilter.
Für Bandbreiten bis 100 kHz arbeitet der digitale Bandpassfilter mit einer annähernd
5-poligen Kurve. Für Bandbreiten größer als 100 kHz verwendet er dieselben
analogen 5-poligen Filter wie der normale 3-dB-Filter.
Der 5-polige Filter eignet sich besonders für Messungen an Signalen mit einer
steilen Leistungsanstiegskurve oder für Gated Sweeps. Dieser Vorteil ergibt sich
aus der verkürzten Gruppenlaufzeit und der kürzeren Einschwingzeit im Vergleich
zu einem Gaußfilter.
Mit einem Shapefaktor von -60 dB bis -3 dB ist der Shapefaktor des Filters
schlechter als bei der perfekten Gaußkurve des normalen 3-dB-Filters.
5-poliger digitaler Filter
Die Auflösebandbreiten werden durch 5-polige Filter mit fester 3-dB-Bandbreite
implementiert. Die Filter sind Annäherungen an ein Gaußfilter.
Für Bandbreiten bis 5 MHz arbeitet der digitale Bandpassfilter mit einer annähernd
5-poligen Kurve. Für Bandbreiten größer als 5 MHz verwendet der R&S FSQ
dieselben analogen 5-poligen Filter wie der normale 3-dB-Filter.
Diese digitalen Filter wurden für eine auf ein Minimum reduzierte Überschwingung
entworfen und stellen einen Kompromiss zwischen 5-poliger und Gaußkurve dar.
Der 5-polige digitale Filter eignet sich besonders für Messungen an Signalen mit
steilen Leistungsanstiegskurven. Dies ergibt sich aus der verringerten
Leistungsüberschwingung des 5-poligen digitalen Filters.
So wie der 5-polige Filter hat auch der 5-polige digitale Filter eine kürzere
Einschwingzeit als ein Gaußfilter, aber eine schlechtere Kurve im Vergleich zu
einem Gaußfilter (-60 dB bis -3 dB Bandbreite)
4.29
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Tabelle 4-1 Filtertypenmerkmale
Filtertyp
Auflösebandbreite
10 Hz
Normal
5-polig
5-polig digital
digitaler Bandpassfilter
(Gaußkurve)
digitaler 5-poliger Filter
digitaler 5-poliger Filter
100 kHz
digitaler Bandpassfilter
(Gaußkurve)
digitaler 5-poliger Filter
digitaler 5-poliger Filter
200 kHz
analoger 5-poliger Filter
analoger 5-poliger Filter
digitaler 5-poliger Filter
3 MHz
analoger 5-poliger Filter
analoger 5-poliger Filter
digitaler 5-poliger Filter
5MHz
analoger 5-poliger Filter
analoger 5-poliger Filter
digitaler 5-poliger Filter
10 MHz
analoger 5-poliger Filter
analoger 5-poliger Filter
analoger 5-poliger Filter
analoger 5-poliger Filter
analoger 5-poliger Filter
analoger 5-poliger Filter
(...)
(...)
(...)
50 MHz
FFT Filter
Eine FFT wird durchgeführt. Dazu wird das Zwischenfrequenzsignal digitalisiert und
mittels FFT in den Spektralbereich transformiert.
Der Transformationsbereich hängt von der gewählten Filterbandbreite ab und liegt
im Bereich von 4 kHz bis 50 kHz. Wenn der Darstellbereich (SPAN) größer als der
Transformationsbereich ist, werden mehrere Transformationen durchgeführt und
spektral aneinandergereiht.
Ist der Darstellbereich kleiner als der Transformationsbereich, so werden die
Messergebnisse interpoliert, wenn die Anzahl der von der FFT gelieferten
Messpunkte kleiner ist als die Zahl der Bildpunkte in x-Richtung (625).
Als Fensterfunktion im Zeitbereich wird ein Flattop-Fenster benutzt, um hohe
Amplitudengenauigkeit bei guter Selektion zu erzielen.
Sweepzeit
fest vorgegeben durch die gewählte Bandbreite und den
Darstellbereich (Grund: die FFT-Filterung stellt eine
Blocktransformation dar). Sie kann nicht geändert
werden (Softkey inaktiv).
Detektor
Sample- und Peak-Detektor sind wählbar. Bei AUTO
SELECT ist der Peak-Detektor aktiv.
Videobandbreite
nicht definiert bei der FFT-Transformation. und kann
daher auch nicht eingestellt werden (Softkeys inaktiv).
Mit den FFT-Filtern lässt sich ein deutlicher Geschwindigkeitsvorteil gegenüber
Bandfiltern erzielen. Zum Beispiel reduziert sich bei 50 kHz Darstellbereich und
100 Hz Bandbreite die Sweepzeit von 5 s auf 40 ms. Die FFT-Filterung ist sehr
gut für stationäre Signale (Sinussignale oder zeitkontinuierlich modulierte
Signale) verwendbar. Für Burst-Signale (TDMA) oder Pulssignale sind die
herkömmlichen Bandfilter vorzuziehen.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.30
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Bei aktiven FFT-Filtern (RBW ≤ 30 kHz) wird statt der Sweepzeit (SWT) die
Datenerfassungszeit (Acquisition Time AQT) im Sweepzeitfeld dargestellt.
Die FFT ist eine Blocktransformation und das Messergebnis hängt von der
zeitlichen Lage des zu transformierenden Datensatzes zum Burst oder Pulssignal
ab. Daher wird die 'Gated Sweep' Messung für TDMA-Signale bei Verwendung der
FFT-Filter nicht angeboten.
I
Channel
Zusätzlich sind mehrere Kanalfilter
Leistungsmessungen verfügbar.
für
besonders
steile
Flanken
für
Die angegebene Filterbandbreite beschreibt die 3-dB-Bandbreite.
Wenn Sie ein Kanalfilter auswählen, ist die automatische Kopplung von
Auflösebandbreite und Darstellbreite nicht verfügbar.
4.31
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Die Tabelle unten enthält eine Liste der verfügbaren Kanalfilter.
Filterbandbreite
Filtertyp
100 Hz
CFILter
200 Hz
CFILter
300 Hz
CFILter
500 Hz
CFILter
1 kHz
CFILter
1.5 kHz
CFILter
2 kHz
CFILter
2.4 kHz
CFILter
2.7 kHz
CFILter
3 kHz
CFILter
3.4 kHz
CFILter
4 kHz
CFILter
4.5 kHz
CFILter
5 kHz
CFILter
6 kHz
CFILter
7.5 kHz
CFILter
8.5 kHz
CFILter
ETS300 113 (12.5 kHz channels)
9 kHz
CFILter
AM Radio
10 kHz
CFILter
12.5 kHz
CFILter
CDMAone
14 kHz
CFILter
ETS300 113 (20 kHz channels)
15 kHz
CFILter
16 kHz
CFILter
20 kHz
CFILter
21 kHz
CFILter
25 kHz
CFILter
30 kHz
CFILter
50 kHz
CFILter
100 kHz
CFILter
150 kHz
CFILter
FM Radio
192 kHz
CFILter
PHS
200 kHz
CFILter
300 kHz
CFILter
500 kHz
CFILter
J.83 (8-VSB DVB, USA)
1.0 MHz
CFILter
CDMAone
1.2288 MHz
CFILter
CDMAone
1.5 MHz
CFILter
DAB
2.0 MHz
CFILter
3.0 MHz
CFILter
5.0 MHz
CFILter
5.6 MHz
CFILter
DVB-T (Japan)
6 MHz
CFILter
J.83 (8VSB DVB, USA)
6.4 MHz
CFILter
DVB-T
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
Applikation
A0
SSB
DAB, Satellite
ETS300 113 (25 kHz channels)
PDC
CDPD, CDMAone
4.32
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
RRC Filter
Es sind Filter mit Root-Raised-Cosine-Merkmal (RRC) für Leistungsmessungen
verfügbar.
Die angegebene Filterbandbreite ist die 3 dB Bandbreite. Der angegebene Roll-Off
Faktor (Alpha) ist fest.
Wenn Sie ein RRC-Filter auswählen, ist die automatische Kopplung von
Auflösebandbreite und Darstellbreite nicht verfügbar.
Die Tabelle unten enthält eine Liste der verfügbaren Kanalfilter.
Filterbandbreite
Filtertyp
Applikation
6 kHz, α=0.2
RRC
APCO
18 kHz, α=0.35
RRC
TETRA
24.3 kHz, α=0.35
RRC
IS 136
1.28 MHz, α=0.22
RRC
3.84 MHz, α=0.22
RRC
4.096 MHz, α=0.22
RRC
Fernsteuerungsbefehl:
MAIN PLL
BANDWIDTH
Der Softkey MAIN PLL BANDWIDTH definiert die Bandbreite der Haupt-PLL des
Analysator-Synthesizers und beeinflusst damit das Phasenrauschen des
Analysators. Die Einstellung ist in 3 Stufen (Wide, Normal and Narrow) möglich; bei
Auswahl AUTO erfolgt die Einstellung automatisch (default).
Fernsteuerungsbefehl:
FFT FILTER
MODE
BAND:PLL AUTO
Der Softkey FFT FILTER MODE unterscheidet unter den folgenden drei Optionen
für FFT-Filter
WIDE:
Die FFT-Filter mit dem größeren partiellen Span (diese
FFT-Filter können mit einer Analyse mehr Frequenzspan
abdecken) werden immer benutzt.
AUTO:
Die Firmware entscheidet, zwischen WIDE oder NARROW, um
bei der Messung die beste Leistung zu erzielen.
NARROW:
Die FFT-Filter mit dem kleineren partiellen Span werden
benutzt. Dies erlaubt Messungen mit reduziertem Bezugspegel
in der Nähe eines Trägers aufgrund eines schmaleren analogen
Vorfilters.
Fernsteuerungsbefehl:
4.33
SENS:BAND:RES:TYPE NORM | FFT | CFIL | RRC
| P5 | P5D
SENS:BWID:FFT WIDE | AUTO | NARR
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
VBW MODE
LIN/LOG
Der Softkey VBW MODE LIN/LOG bestimmt die Position des Videofilters im
Signalpfad für Auflösebandbreiten ≤ 100 kHz:
•
Bei Auswahl LINear wird das Videofilter vor den Logarithmierverstärker geschaltet
(default).
•
Bei Auswahl LOGarithmic wird das Videofilter hinter den Logarithmierverstärker
geschaltet.
Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Betriebsarten besteht im
Einschwingverhalten an fallenden Signalflanken:
Bei Auswahl LINear wird die abfallende Signalflanke "flacher" als bei Auswahl
LOGarithmic.
Die Ursache dafür liegt in der Umrechnung von linearer Leistung in logarithmische
Pegeleinheiten: eine Verringerung der linearen Leistung um 50 % führt lediglich zu
einer Verringerung des logarithmischen Signalpegels um 3 dB.
Dies ist wichtig für EMI-Messungen oberhalb von 1 GHz. Unterhalb von 1 GHz
definiert CISPR 16-1-1 nur den linearen Mittelwert-Detektor. Oberhalb von 1 GHz
können sowohl der lineare als auch der logarithmische Mittelwert-Detektor in den
Produkt-Standards spezifiziert werden. Einige Standards (z.B. ANSI C63.4:2000)
erfordern
den
linearen
Mittelwert-Detektor,
während
Messungen
an
Mikrowellenherden mit dem logarithmischen Mittelwert-Detektor duchgeführt
werden können. Bei Messungen mit dem logarithmischen Mittelwertdetektor über
1 GHz ist nach CISPR der Sampledetektor in Verbindung mit dem logarithmischen
Videofilter zu benutzen. CISPR 11 spezifiziert gewichtete Messungen mit einer VBW
von 10 Hz.
Bild 4.2 zeigt das Ansprechverhalten des linearen und des logarithmischen
Mittelwert-Detektors für pulsmodulierte Signale.
Bild 4.2 Ansprechverhalten des linearen und des logarithmischen Mittelwert-Detektors als
Funktion der Pulswiederholfrequenz (PRF) für pulsmodulierte Signale mit Impulsdauern
von 400 ns und 1 ms. Die Auflösungsbandbreite ist 1 MHz.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
BAND:VID:TYPE LIN
4.34
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.6
Einstellen des Sweeps – Taste SWEEP
Mit der Taste SWEEP wird die Art des Frequenzablaufs festgelegt und öffnet das
Softkey-Menü SWEEP. Im Split-Screen-Modus gelten die Eingaben für das jeweils
aktive Messfenster.
Die Softkeys CONTINUOUS SWEEP, SINGLE SWEEP und SGL SWEEP DISP
OFF sind Auswahlschalter und schließen sich gegenseitig aus.
SWEEP
CONTINUOUS SWEEP
SINGLE SWEEP
CONTINUE SGL SWEEP
SWEEPTIME MANUAL
SWEEPTIME AUTO
SWEEP COUNT
SWEEP POINTS
SGL SWEEP DISP OFF
CONTINUOUS
SWEEP
Der Softkey CONTINUOUS SWEEP stellt die kontinuierliche Sweepauslösung ein.
D.h., der Frequenzablauf findet kontinuierlich nach Maßgabe der Triggereinstellung
statt.
Bei Split-Screen-Darstellung und unterschiedlichen Einstellungen in beiden
Messfenstern wird erst in Screen A und dann in Screen B gesweept. Nach Drücken
des Softkeys wird der Sweep grundsätzlich neu gestartet.
CONTINUOUS SWEEP ist die Grundeinstellung des R&S FSQ.
Fernsteuerungsbefehl:
SINGLE
SWEEP
INIT:CONT ON
Der Softkey SINGLE SWEEP startet einen n-maligen Frequenzdurchlauf nach
Eintreffen des Trigger-Ereignisses. Die Anzahl der Sweepdurchläufe wird mit
Softkey SWEEP COUNT festgelegt.
In Split-Screen-Darstellung
nacheinander durchlaufen.
werden
die
Frequenzbereiche
beider
Fenster
Wird eine Messkurve mit TRACE AVERAGE oder MAXHOLD aufgenommen, so
gibt der mittels Softkey SWEEP COUNT eingestellte Wert die Anzahl der
Messdurchläufe vor. Beim Wert 0 wird ein Sweep durchgeführt.
Fernsteuerungsbefehl:
CONTINUE
SGL SWEEP
INIT:CONT OFF
Der Softkey CONTINUE SGL SWEEP wiederholt die unter SWEEP COUNT
eingestellte Anzahl von Messdurchläufen. Man muss mit einem Sweep Count >1
messen, ansonsten löscht der R&S FSQ die Messkurve, bevor er den Sweep
fortsetzt.
Interessant ist dies vor allem bei Verwendung der Funktionen TRACE AVERAGE
und MAXHOLD, wenn bereits aufgenommene Messwerte bei der Mittelung /
Maximumbildung berücksichtigt werden sollen.
4.35
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Ist SGL SWEEP DISP OFF aktiv, so wird auch bei der Wiederholung der
Messdurchläufe der Bildschirm abgeschaltet.
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEPTIME
MANUAL
Der Softkey SWEEPTIME MANUAL aktiviert die manuelle Eingabe der Ablaufzeit
(siehe auch Menü BW).
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEPTIME
AUTO
SWE:TIME 10s
Der Softkey SWEEPTIME AUTO aktiviert die automatische Wahl der Ablaufzeit
abhängig von der Bandbreite der Auflöse- und Videofilter (siehe auch Menü BW).
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEP
COUNT
INIT:CONM
SWE:TIME:AUTO ON
Der Softkey SWEEP COUNT aktiviert die Eingabe der Anzahl der Sweeps, die der
R&S FSQ nach dem Start eines Single Sweeps durchführt. Wenn Trace Average,
Max Hold oder Min Hold eingeschaltet ist, liegt damit zugleich die Anzahl der
Mittelungen oder der Maximalwertbildungen fest.
Beispiel
[TRACE1: MAX HOLD]
[SWEEP: SWEEP COUNT: {10} ENTER]
[SINGLE SWEEP]
Der R&S FSQ führt über 10 Sweeps die Max-Hold-Funktion aus.
Der zulässige Wertebereich für den Sweep Count ist 0 bis 32767. Bei Sweep Count
= 0 oder 1 wird ein Sweep durchgeführt. Bei Trace-Mittelung (Average) führt der
R&S FSQ bei Sweep Count = 0 im Continuous Sweep die gleitende Mittelung über
10 Sweeps durch, bei Sweep Count = 1 findet keine Mittelung statt.
Der Sweep Count ist für alle Messkurven in einem Diagramm gültig.
Die Einstellung der Sweepanzahl im Menü TRACE ist äquivalent zur Einstellung
im Menü SWEEP
In der Einstellung SINGLE SWEEP wird nach Erreichen der gewählten Anzahl von
Sweeps die Messung gestoppt.
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEP
POINTS
SWE:COUN 64
Der Softkey SWEEP POINTS wählt die Anzahl der Messpunkte für einen Sweep.
Folgende Einstellung sind möglich: 155, 201, 301, 313, 401, 501, 601, 625 (default),
701, ..., 30001. Über der Anzahl der Messpunkte von 201 ist eine Steigerung in
100er Schritten möglich. Zusätzlich sind die Anzahl 1251 und 1999 einstellbar.
Der AUTOPEAK Detektor wird automatisch abgeschaltet, wenn die Zahl der
Messpunkte ungleich der Defaulteinstellung gewählt ist.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SWE:POIN 501
4.36
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
SGL SWEEP
DISP OFF
Der Softkey SGL SWEEP DISP OFF startet einen Sweep und schaltet während
eines Single Sweeps das Display ab. Nach Beendigung des Sweeps wird das
Display wieder eingeschaltet und die Messkurve dargestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
4.37
INIT:DISP OFF
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.7
Triggern des Sweeps– Taste TRIG
Die Taste TRIG öffnet ein Menü zum Einstellen der verschiedenen Triggerquellen,
zur Auswahl der Polarität des Triggers und zum Einstellen der externen GateFunktion. Der aktive Trigger-Modus wird durch Hinterlegung des entsprechenden
Softkeys angezeigt.
Für den Video-Trigger kann zusätzlich eine Triggerschwelle eingegeben werden, die
durch eine horizontale Trigger-Linie im Diagramm gekennzeichnet wird.
Als Hinweis, dass ein von FREE RUN verschiedener Trigger-Modus eingestellt ist,
wird am Bildschirm das Enhancement-Label TRG angezeigt. Wenn zwei Fenster
angezeigt werden, steht TRG neben dem zugehörigen Fenster.
TRIG
FREE RUN
VIDEO
EXTERN
IF POWER
TRIGGER OFFSET
POLARITY POS/NEG
GATED TRIGGER
GATE SETTINGS !
GATE MODE LEVEL/EDGE
POLARITY POS/NEG
GATE DELAY
GATE LENGTH
SWEEPTIME
Seitenmenü
DELAY COMP ON/OFF
FREE RUN
Der Softkey FREE RUN aktiviert den freilaufenden Messablauf, d.h. es erfolgt keine
explizite Triggerung des Messanfangs. Nach einer abgelaufenen Messung wird
sofort eine neue gestartet.
FREE RUN ist die Grundeinstellung des R&S FSQ.
Fernsteuerungsbefehl:
VIDEO
TRIG:SOUR
IMM
Der Softkey VIDEO aktiviert die Triggerung durch die Anzeigespannung.
Bei Videotriggerung wird eine horizontale Trigger-Linie ins Diagramm eingeblendet.
Mit ihr kann die Triggerschwelle zwischen 0% und 100% der Diagrammhöhe
eingestellt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
TRIG:SOUR VID
TRIG:LEV:VID 50 PCT
4.38
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
EXTERN
Der Softkey EXTERN aktiviert die Triggerung durch ein TTL-Signal an der
Eingangsbuchse EXT TRIGGER/GATE an der Geräterückwand.
Der externe Triggerpegel kann im Bereich von 0,5 V bis 3,5 V abgeglichen werden.
Der Default-Wert ist 1,4 V.
Fernsteuerungsbefehl:
IF POWER
TRIG:SOUR EXT
SWE:EGAT:SOUR EXT
TRG:SEQ:LEV:EXT <numeric_value>
Der Softkey IF POWER aktiviert die Triggerung der Messung durch Signale, die sich
außerhalb des Messkanals befinden.
Der R&S FSQ verwendet dazu einen Pegeldetektor auf der zweiten
Zwischenfrequenz. Dessen Schwelle ist wählbar zwischen –50 dBm und -10 dBm
am Eingangsmischer. Der resultierende Triggerpegel am HF-EIngang wird mit der
folgenden Formel berechnet:
MixerLevel min + RFAtt – PreampGain ≤ InputSignal ≤ MixerLevel max + RFAtt – PreampGain
Die Bandbreite auf der Zwischenfrequenz beträgt 50 MHz. Die Triggerung erfolgt
dann, wenn in einem 25-MHz-Bereich um die eingestellte Frequenz
(= Startfrequenz im Frequenzsweep) die Triggerschwelle überschritten wird.
Damit ist die Messung von Störaussendungen (Spurious Emissions) z.B. bei
gepulsten Trägern möglich, auch wenn der Träger selbst nicht im
Frequenzdarstellbereich liegt.
Fernsteuerungsbefehl:
TRIGGER
OFFSET
TRIG:SOUR IFP
SWE:EGAT:SOUR IFP
Der Softkey TRIGGER OFFSET aktiviert die Eingabe einer Zeitverschiebung
zwischen dem Triggersignal und dem Start des Sweeps.
Die Triggerung wird um die eingegebene Zeit gegenüber dem Triggersignal
verzögert (Eingabewert > 0) oder vorgezogen (Eingabewert < 0). Die Zeit kann in
Vielfachen von 125 ns im Wertebereich -100 s bis 100 s eingegeben werden
(Default 0 s).
Ein negativer Offset (Pre-Trigger) kann nur im Zeitbereich (SPAN = 0 Hz)
eingestellt werden, sofern dort GATED TRIGGER nicht aktiv ist.
Der maximale Einstellbereich und die maximale Auflösung sind durch die
eingestellte Ablaufzeit (SWEEP TIME) begrenzt:
max. Einstellbereich = -499/500 x SWEEP TIME
max. Auflösung = SWEEP TIME/500.
Eine negative Delay-Zeit kann auch nicht eingestellt werden, wenn der RMS- oder
Average-Detektor eingeschaltet ist.
Durch das gemeinsame Eingangssignal für Trigger und Gate bei Auswahl EXTERN
bzw. IF POWER wirken sich Veränderungen des Gate-Delays auch gleichermaßen
auf die Triggerverzögerung (TRIGGER OFFSET) aus.
Fernsteuerungsbefehl:
4.39
TRIG:HOLD
10US
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
POLARITY
POS/NEG
Der Softkey POLARITY POS/NEG legt die Polarität der Triggerflanke fest.
Der Messablauf startet nach einer positiven oder negativen Flanke des
Triggersignals. Die gültige Einstellung ist entsprechend hinterlegt.
Die Einstellung ist für alle Triggerarten außer für FREE RUN gültig; im Gate-Betrieb
gilt sie auch für die Gate-Polarität.
Die Grundeinstellung ist POLARITY POS.
Fernsteuerungsbefehl:
TRIG:SLOP POS
Bei Sweepbetrieb mit einem Gate kann durch Anhalten der Messung bei inaktivem
Gate-Signal das Spektrum gepulster HF-Träger dargestellt werden, ohne dass
Frequenzanteile der Ein- und Ausschaltvorgänge überlagert werden. Analog kann
auch das Spektrum bei inaktivem Träger untersucht werden. Der Sweepablauf kann
von einem externen Gate oder vom internen Power Trigger gesteuert werden.
Bild 4.3 Gepulstes Signal GATE OFF
Bild 4.4 TDMA- Signal mit GATE ON
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.40
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Die Betriebsart Gated Sweep wird mit dem Softkey GATED TRIGGER aktiviert. Die
Einstellungen zur Betriebsart erfolgen im Untermenü GATE SETTINGS.
GATED
TRIGGER
Der Softkey GATED TRIGGER schaltet den Sweepbetrieb mit Gate ein bzw. aus.
Bei eingeschaltetem Gate steuert ein an der Rückwandbuchse EXT TRIGGER/
GATE angelegtes Gate-Signal oder der interne ZF-Leistungsdetektor den
Frequenzablauf des R&S FSQ. Die Auswahl erfolgt dabei für Trigger und Gate
gemeinsam über die Softkeys EXTERN und IF POWER.
Die Länge des Gatesignals legt fest, wann der Sweep unterbrochen wird. Zu
unterscheiden ist dabei zwischen flankengetriggerter und pegelgetriggerter
Betriebsart: Bei Flankentriggerung kann die Gate-Länge mit dem Softkey GATE
LENGTH eingestellt werden, bei Pegeltriggerung wird die Gate-Länge von der
Länge des Gate-Signals selbst bestimmt.
Gate Mode LEVEL
Gate Mode EDGE
RF
Ext. Gate
Meas. active
Delay
Delay Length
Bild 4.5 Zusammenwirken der Parameter GATE MODE, GATE DELAY und GATE LENGTH
Der Softkey erfordert die Trigger-Modi EXTERN oder IF POWER. Ist ein anderer
Modus eingeschaltet, so wird automatisch IF POWER ausgewählt.
Der Gated Sweep Betrieb ist auch im Zeitbereich möglich. Damit können z.B. bei
Burst-Signalen Pegelabhängigkeiten einzelner Slots auch über der Zeit dargestellt
werden.
Als Hinweis, dass ein Gate zur Messung benutzt wird, wird am Bildschirm das
Enhancement Label GAT dargestellt. Das Label erscheint rechts neben dem
Fenster, für das das Gate konfiguriert ist.
Fernsteuerungsbefehl:
GATE
SETTINGS
SWE:EGAT ON
SWE:EGAT:SOUR
oder:
SWE:EGAT:SOUR
IFP
EXT
GATE MODE LEVEL/EDGE
POLARITY POS/NEG
GATE DELAY
GATE LENGTH
SWEEPTIME
Der Softkey GATE SETTINGS ruft ein Untermenü auf für alle Einstellungen, die für
den Gated Sweep notwendig sind.
4.41
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Gleichzeitig werden auf der Mittenfrequenz in den Zeitbereich (Span = 0)
umgeschaltet und die Zeiten GATE DELAY und GATE LENGTH durch vertikale
Zeitlinien dargestellt. Dadurch ist die Einstellung der erforderlichen Gate-Zeiten
problemlos möglich.
Um Gate Delay und Gate Length möglichst exakt einstellen zu können, kann die xAchse mit dem Softkey SWEEPTIME so verändert werden, dass der
interessierende Signalbereich (z. B. ein voller Burst) dargestellt wird.
Danach können mit GATE DELAY und GATE LENGTH der Abtastzeitpunkt und die
Abtastdauer so eingestellt werden, dass der gewünschte Ausschnitt des Signals im
Spektralbereich erfasst wird.
Bei Verlassen des Untermenüs wird in den Frequenzbereich zurückgekehrt, sofern
dieser vorher aktiv war. Der ursprüngliche Darstellbereich wird wieder hergestellt, so
dass die gewünschte Messung nun mit exakt eingestelltem Gate durchgeführt
werden kann.
Fernsteuerungsbefehl:
GATE MODE
LEVEL/EDGE
--
Der Softkey GATE MODE LEVEL/EDGE stellt die Art der Triggerung ein. Der
Sweepbetrieb GATE ist sowohl pegel- als auch flankengetriggert möglich.
Bei Pegeltriggerung wird der Softkey GATE LENGTH deaktiviert und kann nicht
bedient werden.
Fernsteuerungsbefehl:
POLARITY
POS/NEG
SWE:EGAT:TYPE
EDGE
Der Softkey POLARITY POS/NEG steuert die Polarität der Triggerquelle.
Bei Pegeltriggerung wird bei der Einstellung POLARITY POS und dem logischen
Signal ´0´ der Sweep angehalten, bei ´1´ wird der Sweep nach Ablauf der
Verzögerungszeit GATE DELAY wieder fortgesetzt.
Bei Flankentriggerung wird der Sweep beim Wechsel von ´0´ auf ´1´ nach einer
Verzögerung (GATE DELAY) für die Dauer von GATE LENGTH fortgesetzt.
Die Veränderung der Polarität bewirkt automatisch das Umschalten der Polarität der
Triggerflanke (Softkey POLARITY im übergeordneten Menü).
Fernsteuerungsbefehl:
GATE DELAY
SWE:EGAT:POL POS
Der Softkey GATE DELAY aktiviert die Eingabe der Verzögerungszeit zwischen dem
Gate-Signal und der Fortsetzung des Sweeps.
Damit können z. B. Verzögerungen zwischen dem Gate-Signal und Stabilisierung
eines HF-Trägers berücksichtigt werden.
Für das Gate-Delay sind Werte zwischen 125 ns und 100 s einstellbar. Die Position
des Delay-Zeitpunkts in bezug auf die Messkurve wird durch die Zeitlinie GD
gekennzeichnet.
Durch das gemeinsame Eingangssignal für Trigger und Gate bei Auswahl EXTERN
bzw. IF POWER wirken sich Veränderungen des Gate-Delays auch gleichermaßen
auf die Trigger-Verzögerung (TRIGGER OFFSET) aus.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SWE:EGAT:HOLD
1US
4.42
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
GATE LENGTH
Der Softkey GATE LENGTH aktiviert bei Flankentriggerung die Eingabe des
Zeitintervalls, in dem der R&S FSQ sweept.
Für die Gate-Länge sind Werte zwischen 125 ns und 100 s einstellbar. Die GateLänge bezogen auf die Messkurve wird durch die Zeitlinie GL gekennzeichnet.
Der Softkey steht nur bei der Einstellung GATE MODE EDGE (Flankentriggerung)
zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEPTIME
SWE:EGAT:LENG
100US
Der Softkey SWEEPTIME erlaubt die Veränderung Zeitachse, um eine höhere
Auflösung für die Positionierung von Gate-Delay und Gate-Length zu erhalten.
Zu diesem Zweck wird die Sweepzeit temporär verändert, wobei beim Verlassen
des Menüs der ursprüngliche Wert wiederhergestellt wird.
Fernsteuerungsbefehl:
--
Messbeispiel
Das Modulationsspektrum eines GSM-900-Signals soll mit der Gated SweepFunktion gemessen werden. Das Signal wird vom Signalgenerstor erzeugt. Dessen
HF-Ausgang ist direkt mit dem HF-Eingang des R&S FSQ verbunden.
Einstellungen am Signalgenerator:
FREQ:
802 MHz
Level:
0 dBm: Return
Digital Mod:
Select: GMSK: Select
Source:
Select: PRBS: Select: Return
Level Attenuation:
Select: 60 dB: Return
Der Signalgenerator liefert ein GMSK-moduliertes TDMA-Signal (GSM).
Bediensequenz am R&S FSQ:
Notation:
[TASTE]
Menü, das durch diese Taste aufgerufen wird. Alle Angaben
innerhalb der Klammer beziehen sich auf dieses Menü.
{Zahl}
Wert, der für den jeweiligen Parameter eingegeben werden soll.
SOFTKEY
Softkey, mit dem eine Auswahl erfolgt oder ein Wert eingegeben
wird.
[PRESET]
4.43
[FREQ:
CENTER {802} MHz]
[SPAN
{3.6} MHz]
[AMPT:
REF LEVEL {0} dBm: RF ATTEN MANUAL: {10} dB]
[BW:
RES BW MANUAL: {30} kHz]
[TRACE:
TRACE 1 DETECTOR: RMS]
[SWEEP:
SWEEPTIME MANUAL: {50} ms]
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
[TRIG:
EXTERN
GATED TRIGGER;
GATE SETTINGS: GATE MODE EDGE; POLARITY POS
SWEEPTIME MANUAL {1} ms: GATE DELAY {300} µs:
GATE LENGTH: {250} µs]
Das folgende Bild zeigt die Bildschirmdarstellung zur Einstellung der GateParameter. Die senkrechten Linien für die Gate-Verzögerung (GD) und die GateDauer (GL) können durch Zifferneingabe oder mit dem Drehknopf an das
Burstsignal angepasst werden.
Bild 4.6 Einstellung der Zeiten GATE DELAY und GATE LENGTH im Zeitbereich mit Hilfe der
Linien GD und GL
Bei Verlassen des Menüs GATE SETTINGS schaltet der R&S R&S FSQ wieder auf
die vorherige Darstellung um.
DELAY COMP
ON/OFF
Der Softkey DELAY COMP ON/OFF aktiviert die Gruppenlaufzeitkompensation für
die Auflösefilter bei aktivem externem Trigger und IF POWER-Trigger. Bei aktiver
Gruppenlaufzeitkompensation werden die steigenden Flanken von gebursteten
Signalen durch das Umschalten der Auflösebandbreite nicht beeinflusst.
Der Default ist OFF.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
TRIG:HOLD:ADJ:AUTO ON|OFF
4.44
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.8
Auswahl und Einstellung der Messkurven – Taste TRACE
Der R&S FSQ kann drei verschiedene Messkurven (Traces) gleichzeitig in einem
Diagramm darstellen. Eine Messkurve besteht aus maximal 625 Pixeln in
horizontaler Richtung (Frequenz- oder Zeitachse). Wenn mehr Messwerte anfallen
als Pixel zur Verfügung stehen, werden mehrere Messwerte zu einem Pixel
zusammengefasst.
Die Auswahl der Messkurven erfolgt mit dem Softkey SELECT TRACE im Menü der
Taste TRACE.
Die Messkurven können einzeln für eine Messung eingeschaltet oder nach erfolgter
Messung eingefroren werden. Nicht eingeschaltete Messkurven werden nicht
dargestellt.
Für die einzelnen Messkurven ist die Art der Darstellung wählbar.Sie können bei
jedem Messdurchlauf neu geschrieben werden (CLEAR/WRITE-Modus), über
mehrere Messdurchläufe gemittelt werden (AVERAGE-Modus) oder es kann der
Maximal- oder Minimalwert aus mehreren Messdurchläufen dargestellt werden
(MAX HOLD bzw. MIN HOLD).
Für die verschiedenen Messkurven sind individuell Detektoren wählbar. Der
Autopeak-Detektor stellt den Maximalwert und den Minimalwert, verbunden durch
eine senkrechte Gerade, dar. Der Max Peak-Detektor und Min Peak-Detektor
stellen den Maximalwert bzw. Minimalwert des Pegels innerhalb eines Pixels dar.
Der Sample-Detektor stellt den Augenblickswert des Pegels an einem Pixel dar. Der
RMS-Detektor stellt die Leistung (Effektivwert) innerhalb eines Pixels dar, der
Average-Detektor stellt den Mittelwert dar.
4.5.8.1
Auswahl der Messkurven-Funktion
Die Messkurven-Funktionen sind unterteilt in
•
Darstellart der Messkurve (CLEAR/WRITE, VIEW und BLANK)
•
Bewertung der Messkurve als ganzes (AVERAGE, MAX HOLD und MIN HOLD)
•
Bewertung der einzelnen Pixel einer Messkurve mit Hilfe von Detektoren
Die Taste TRACE öffnet ein Menü, das die Einstellungen für die gewählte
Messkurve anbietet.
In diesem Menü wird festgelegt, wie die Messdaten im Frequenz- oder Zeitbereich
auf die 625 darstellbaren Punkte am Display abgebildet werden. Dabei kann jede
Kurve beim Start der Messung neu oder aufbauend auf den vorherigen dargestellt
werden.
Messkurven können angezeigt, ausgeblendet und kopiert werden. Mit Hilfe
mathematischer Funktionen können die Kurven korrigiert werden.
Der Messdetektor für die einzelnen Darstellungsformen kann gezielt gewählt oder
durch den R&S FSQ automatisch eingestellt werden.
Im Grundzustand ist die Messkurve 1 im Überschreibmodus (CLEAR / WRITE)
eingeschaltet, die übrigen Messkurven 2 bis 3 sind ausgeschaltet (BLANK).
Die Softkeys CLEAR/WRITE, MAX HOLD, MIN HOLD, AVERAGE, VIEW und
BLANK sind Auswahlschalter, von denen immer nur jeweils einer aktiv sein kann.
4.45
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
TRACE
SELECT TRACE
CLEAR/WRITE
MAX HOLD
AVERAGE
VIEW
BLANK
SWEEP COUNT
DETECTOR !
AUTO SELECT
DETECTOR AUTO PEAK
DETECTOR MAX PEAK
DETECTOR MIN PEAK
DETECTOR SAMPLE
DETECTOR RMS
DETECTOR AVERAGE
DETECTOR QPK
TRACE MATH !
T1-T2->T1 | T1-T3->T1
TRACE POSITION
TRACE MATH OFF
Seitenmenü
MIN HOLD
HOLD CONT (ON OFF)
AVG MODE
ASCII FILE EXPORT
DECIM SEP
COPY TRACE
SELECT
TRACE
Der Softkey SELECT TRACE aktiviert die numerische Auswahl der aktiven
Messkurve (1, 2 oder 3).
Fernsteuerungsbefehl:
CLEAR/WRITE
-- (Auswahl erfolgt durch numerisches
Suffix bei :TRACe)
Der Softkey CLEAR/WRITE aktiviert den Überschreibmodus für die
aufgenommenen Messwerte, d.h. die Messkurve wird bei jedem Sweep-Durchlauf
neu geschrieben.
Bei der Darstellart CLEAR/WRITE sind alle verfügbaren Detektoren wählbar. In der
Grundeinstellung (Detektor auf AUTO) ist der Autopeak-Detektor eingestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
DISP:WIND:TRAC:MODE WRIT
4.46
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
MAX HOLD
Der Softkey MAX HOLD aktiviert die Spitzenwertbildung.
Der R&S FSQ übernimmt bei jedem Sweep-Durchlauf den neuen Messwert nur
dann in die gespeicherten Trace-Daten, wenn er größer ist als der vorherige.
Der Detektor ist hier automatisch auf MAX PEAK eingestellt. Damit lässt sich der
Maximalwert eines Signals über mehrere Messdurchläufe ermitteln.
Dies ist vor allem nützlich bei modulierten oder pulsförmigen Signalen. Das
Signalspektrum füllt sich dabei bei jedem Sweep auf, bis alle Signalkomponenten in
einer Art Hüllkurve erfasst sind.
Fernsteuerungsbefehl:
AVERAGE
DISP:WIND:TRAC:MODE MAXH
Der Softkey AVERAGE schaltet die Trace-Mittelwertbildung ein. Aus mehreren
Sweepdurchläufen wird der Mittelwert gebildet. Die Mittelung kann mit jedem
verfügbaren Detektor durchgeführt werden. Bei automatischer Wahl des Detektors
durch den R&S FSQ wird der Sample-Detektor verwendet.
Die Mittelwertbildung erfolgt abhängig von der Einstellung AVG MODE auf den
logarithmierten Pegelwerten oder auf den gemessenen Leistungen/Spannungen.
Fernsteuerungsbefehl:
DISP:WIND:TRAC:MODE AVER
Beschreibung des Average-Verfahrens
Die Mittelung erfolgt über die aus den Messwert-Samples abgeleiteten Bildpunkte.
Diese beinhalten unter Umständen mehrere Messwerte, die zu einem Bildpunkt
zusammengefasst wurden. Das bedeutet bei linearer Pegelanzeige, dass die
Mittelung über lineare Amplitudenwerte, bei logarithmischer Pegelanzeige, dass die
Mittelung über Pegel durchgeführt wird. Aus diesem Grund muss bei Wechsel der
Darstellungsart LIN/LOG die Kurve neu gemessen werden. Die Einstellungen
CONT/SINGLE SWEEP und die gleitende Mittelung gilt für die Average-Anzeige
gleichermaßen.
Zur Mittelwertbildung stehen zwei Berechnungsverfahren zur Verfügung. Bei
Sweepanzahl= 0 wird ein fortlaufender Mittelwert nach folgender Formel gebildet:
9 ⋅ TRACE + Messwert
TRACE = -----------------------------------------------------------10
Durch die Verteilung der Gewichtung zwischen dem neuen Messwert und dem
Trace-Mittelwert liefert die "Vergangenheit" nach etwa zehn Sweeps keinen Beitrag
mehr zur angezeigten Messkurve. In dieser Einstellung wird das Signalrauschen
bereits wirksam reduziert, ohne dass bei einer Signaländerung die Mittelwertbildung
neu gestartet werden muss.
Ist die Sweepanzahl >1, erfolgt eine Mittelwertbildung über die festgelegte Anzahl
von Sweeps. In diesem Fall wird die angezeigte Kurve während der Mittelung nach
folgender Formel ermittelt:
1
Tracen = --- ⋅
n
n–1
∑ ( Ti ) + Messwertn
i=1
4.47
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
wobei n die Nummer des aktuellen Sweeps angibt (n = 2 ... SWEEP COUNT). Beim
ersten Sweep wird keine Mittelwertbildung durchgeführt, sondern der Messwert
direkt in den Messwertspeicher übernommen. Mit wachsendem n glättet sich die
angezeigte Kurve immer mehr, da mehr Einzelsweeps zur Mittelung zur Verfügung
stehen.
Der Mittelwert ist nach Ablauf der eingegebenen Anzahl an Sweeps im
Messwertspeicher abgelegt. Bis zum Erreichen dieser Sweepzahl wird der jeweilige
Teilmittelwert angezeigt.
Nach Beendigung der Mittelwertbildung, d.h., wenn die mit SWEEP COUNT
definierte Mittelungslänge erreicht ist, wird die Mittelwertbildung bei CONTINUOUS
SWEEP gleitend fortgesetzt nach der Formel:
( N – 1 ) ⋅ Trace old + Messwert
Trace = ---------------------------------------------------------------------------N
wobei
Trace
= neue Messkurve
Traceold = alte Messkurve
N
= SWEEP COUNT
Die Anzeige "Sweep N of N" ändert sich dann nicht mehr, bis ein neuer Start
ausgelöst wird.
Bei SINGLE SWEEP werden mit SWEEP START n Einzelsweeps ausgelöst. Die
Sweeps werden gestoppt, sobald die gewählte Zahl an Sweeps erreicht ist. Die
Nummer des aktuellen Sweeps und die Gesamtzahl der Sweeps werden im Display
angezeigt: "Sweep 3 of 200"
VIEW
Der Softkey VIEW friert den Inhalt des Messwertspeichers ein und bringt ihn zur
Anzeige.
Wird eine Messkurve mit VIEW eingefroren, kann anschließend die
Geräteeinstellung geändert werden, ohne dass sich die angezeigte Messkurve
ändert (Ausnahme: Pegeldarstellbereich und Referenzpegel, s.u.). Die Tatsache,
dass Messkurve und aktuelle Geräteeinstellung nicht mehr übereinstimmen wird
durch das Enhancement Label "*" am rechten Gridrand markiert.
Wenn in der Darstellung VIEW der Pegeldarstellbereich (RANGE) oder der
Referenzpegel (REF LEVEL) geändert wird, passt der R&S FSQ die Messdaten an
den geänderten Darstellbereich an. Damit kann nachträglich zur Messung ein
Amplitudenzoom durchgeführt werden, um Details in der Messkurve besser sichtbar
zu machen.
Fernsteuerungsbefehl:
BLANK
DISP:WIND:TRAC:MODE VIEW
Der Softkey BLANK blendet die ausgewählte Messkurve am Bildschirm aus.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
DISP:WIND:TRAC OFF
4.48
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
SWEEP
COUNT
Der Softkey SWEEP COUNT legt die Anzahl der Sweepdurchläufe fest, über die der
Mittelwert gebildet wird. Der zulässige Wertebereich ist 0 bis 30000, wobei
folgendes zu beachten ist:
•
Sweep Count = 0 bedeutet fortlaufende Mittelwertbildung
•
Sweep Count = 1 bedeutet keine Mittelwertbildung (Maxhold und Minhold wird
durchgeführt)
•
Sweep Count > 1 bedeutet Mittelung über die angegebene Zahl von Sweeps,
wobei im Continuous Sweep nach Erreichen dieser Anzahl zur fortlaufenden
Mittelwertbildung übergegangen wird.
Die Grundeinstellung ist gleitende Mittelwertbildung (Sweep Count = 0). Die Zahl
der Sweeps, die zur Mittelung herangezogen werden, ist für alle aktiven
Messkurven im ausgewählten Diagramm gleich.
Diese Einstellung der Sweepanzahl im Trace-Menü ist äquivalent zur Einstellung
im Sweep-Menü.
Fernsteuerungsbefehl:
SWE:COUN 64
DETECTOR
Siehe nachfolgenden Abschnitt „Auswahl des Detektors“ auf Seite 4.54.
TRACE MATH
Siehe Abschnitt „Mathematik-Funktionen mit Messkurven“ auf Seite 4.58.
MIN HOLD
Der Softkey MIN HOLD aktiviert die Minimalwertbildung. Der R&SR&S FSQ
übernimmt bei jedem Sweep-Durchlauf den jeweils kleineren Wert aus dem neuen
Messwert und den bisherigen, in den Trace-Daten gespeicherten Werten in den
aktualisierten Messwertspeicher. Der Detektor ist dabei automatisch auf MIN PEAK
eingestellt. Damit lässt sich der Minimalwert eines Signals über mehrere
Messdurchläufe ermitteln.
Die Funktion ist z. B. nützlich, um unmodulierte Träger aus einem Signalgemisch
sichtbar werden zu lassen. Rauschen, Störsignale oder modulierte Signale werden
durch die Minimalwertbildung unterdrückt, während ein CW-Signal eine konstante
Amplitude aufweist.
Fernsteuerungsbefehl:
HOLD CONT
(ON OFF)
DISP:WIND:TRAC:MODE MINH
Der Softkey HOLD CONT ON/OFF definiert, ob die Messkurven in Betriebsart
Average, Max Hold oder Min Hold nach der Veränderung bestimmter Einstellungen
rückgesetzt werden.
•
OFF: Die Traces werden bei der Veränderung der Parameter rückgesetzt
(Default).
•
ON: Der Mechanismus ist ausgeschaltet.
Im Allgemeinen ist bei Veränderung von Einstellungen grundsätzlich ein Rücksetzen
der Messkurven erforderlich, bevor die Messergebnisse, z. B. mit dem Marker,
ermittelt werden. Bei Einstellungen, die eine neue Messung erfordern (z. B.
Änderungen des Span), wird die Messkurve in der Grundeinstellung automatisch
zurückgesetzt, so dass falsche Auswertungen von früheren Ergebnissen
ausgeschlossen werden.
4.49
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
In Fällen, wo dieses Rücksetzen unerwünscht ist, kann durch Einschalten der
Funktion der automatische Rücksetzvorgang unterdrückt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
AVG MODE
:DISP:WIND:TRAC:MODE:HCON ON|OFF
Der Softkey AVG MODE LIN/LOG schaltet bei logarithmischer Pegeldarstellung die
Mittelung zwischen logarithmisch und linear um.
Gleichzeitig wird auch die Differenzbildung im Untermenü TRACE MATH zwischen
linear und logarithmisch umgeschaltet.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MATH:MODE LIN|LOG|POW
Bei logarithmischer Mittelung werden die dB-Werte der Anzeigespannung gemittelt
bzw. bei Trace-Mathematikfunktionen voneinander subtrahiert. Bei linearer
Mittelung werden die Pegelwerte in dB vor der Mittelung in lineare Spannungen oder
Leistungen umgerechnet. Diese werden dann gemittelt bzw. miteinander verrechnet
und anschließend wieder in Pegelwerte umgerechnet.
Bei stationären Sinussignalen führen beide Verfahren zu gleichen Ergebnissen.
Die logarithmische Mittelung bzw. Verrechnung ist dann zu empfehlen, wenn
Sinussignale im Rauschen besser sichtbar gemacht werden sollen, da das
Rauschen besser unterdrückt wird, während die Sinussignale unverändert bleiben.
Bei Rauschsignalen oder rauschartigen Signalen werden bei logarithmischer
Mittelung aufgrund der logarithmischen Kennlinie positive Spitzenwerte in der
Amplitude verringert und negative Spitzenwerte gegenüber dem Mittelwert
vergrößert. Wenn über diese verzerrte Amplitudenverteilung gemittelt wird, ergibt
sich ein zu kleiner Wert gegenüber dem realen Mittelwert. Die Abweichung beträgt 2,5 dB.
Der zu kleine Mittelwert wird üblicherweise bei Rauschleistungsmessungen durch
den 2,5-dB-Korrekturfaktor korrigiert. Der R&S FSQ bietet daher die Möglichkeit, auf
lineare Mittelung umzuschalten. Dabei werden die Tracewerte vor der Mittelung
delogarithmiert, anschließend gemittelt und zur Darstellung am Bildschirm wieder
logarithmiert. Der Mittelwert wird damit unabhängig von der Charakteristik des
Signals immer richtig angezeigt.
Folgende Einstellungen sind möglich:
LOG
Logarithmische Mittelwertsbildung
LIN
Lineare Mittelwertsbildung (Delogarithmisierung hängt von der
gewählten Einheit ab.)
Für die Einheiten VOLT und AMPERE werden die Werte vor der
Mittelwertbildung zuerst in lineare Spannungen umgerechnet.
POWER
Lineare Mittelwertsbildung (Delogarithmisierung für alle
Einheiten.)
Für eine korrekte Mittelwertbildung mit den Einheiten VOLT oder AMPERE muss
die Einstellung POWER benutzt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.50
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
ASCII FILE
EXPORT
Der Softkey ASCII FILE EXPORT speichert die aktive Messkurve im ASCII-Format
auf Diskette oder Memorystick.
Fernsteuerungsbefehl:
FORM ASC;
MMEM:STOR:TRAC 1,'TRACE.DAT'
Die Datei besteht dabei aus einem Dateikopf, der für die Skalierung wichtige
Parameter enthält, und einem Datenteil, der die Tracedaten enthält.
Die Daten des Dateikopfs bestehen aus drei Spalten, die jeweils durch einen
Strichpunkt getrennt sind:
Parametername; Zahlenwert; Grundgerät
Der Datenteil beginnt mit dem Schlüsselwort "Trace <n>", wobei <n> die Nummer
der abgespeicherten Messkurve enthält. Danach folgen die Messdaten in mehreren
Spalten, die ebenfalls durch Strichpunkt getrennt sind.
Dieses Format kann von Tabellenkalkulationsprogrammen wie z. B. MS-Excel
eingelesen werden. Als Trennzeichen für die Tabellenzellen ist dabei ';' anzugeben.
Unterschiedliche Sprachversionen von Auswerteprogrammen benötigen u.U. eine
unterschiedliche Behandlung des Dezimalpunkts. Daher kann mit dem DECIM
SEP Softkey zwischen den Trennzeichen '.' (Dezimalpunkt) und ',' (Komma)
gewählt werden.
4.51
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Beispiel: Kopfteil der Datei
Inhalt der Datei
Beschreibung
Type;R&S FSQ<Modell>;
Gerätemodell
Version;1.00;
Firmwareversion
Date;01.Jul 2009;
Speicherdatum des Datensatzes
Mode;Spectrum;
Betriebsart des Gerätes
Center Freq;55000.000000;Hz
Mittenfrequenz
Freq Offset;0.000000;Hz
Frequenzoffset
Span;90000.000000;Hz
Frequenzbereich (0 Hz bei Zero Span und StatistikMessungen)
x-Axis;LIN;
Skalierung der x-Achse linear (LIN) oder logarithmisch (LOG)
Start;10000.000000;Hz
Stop;100000.000000;Hz
Anfang/Ende des Darstellbereichs.
Einheit: Hz für Span > 0, s für Span = 0, dBm/dB für StatistikMessungen
Ref.Level;-30.000000;dBm
Referenzpegel
Level Offset;0.000000;dB
Pegeloffset
Ref Position;75.000000;%
Position des Referenzpegels bezogen auf Diagrammgrenzen
(0% = unterer Rand)
y-Axis;LOG;
Skalierung der y-Achse linear (LIN) oder logarithmisch (LOG)
Level Range;100.000000;dB
Darstellbereich in y-Richtung. Einheit: dB bei x-Axis LOG, %
bei x-Axis LIN
RF Att;20.000000;dB
Eingangsdämpfung
RBW;100000.000000;Hz
Auflösebandbreite
VBW;30000.000000;Hz
Videobandbreite
SWT;0.005000;s
Ablaufzeit
Trace Mode;AVERAGE;
Darstellart der Messkurve:
CLR/WRITE,AVERAGE,MAXHOLD,MINHOLD
Detector;SAMPLE;
Eingestellter Detektor:
AUTOPEAK,MAXPEAK,MINPEAK,AVERAGE,
RMS,SAMPLE,QUASIPEAK
Sweep Count;20;
Eingestellte Anzahl der Sweeps
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.52
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Beispiel: Datenteil der Datei
Inhalt der Datei
Beschreibung
Trace 1:;;
Ausgewählte Messkurve
x-Unit;Hz;
Einheit der x-Werte: Hz bei Span > 0; s bei Span = 0; dBm/dB
bei Statistik-Messungen
y-Unit;dBm;
Einheit der y-Werte: dB*/V/A/W abhängig von gewählter Unit
bei y-Axis LOG oder % bei y-Axis LIN
Preamplifier;OFF;
Status Vorverstärker (OFF = keine Vorverstärkung)
Transducer;OFF;
Status Transducer (OFF = kein Messwandler aktiv; bei
aktivem Messwandler wird derNamen angegegen)
Values;625;
Anzahl der Messpunkte
10000;-10.3;-15.7
Messwerte:
10180;-11.5;-16.9
<x-Wert>, <y1>, <y2>
10360;-12.0;-17.4
wobei <y2> nur bei Detektor AUTOPEAK vorhanden ist und
in diesem Fall den kleineren der beiden Messwerte eines
Messpunkts enthält.
...;...;
DECIM SEP
Der Softkey DECIM SEP wählt das Dezimaltrennzeichen bei Gleitkommazahlen
zwischen '.' (Dezimalpunkt) und ',' (Komma) für die Funktion ASCII FILE EXPORT
aus.
Durch die Auswahl des Dezimaltrennzeichens werden unterschiedliche
Sprachversionen von Auswerteprogrammen (z. B. MS-Excel) unterstützt.
Fernsteuerungsbefehl:
COPY TRACE
FORM:DEXP:DSEP POIN
Der Softkey COPY TRACE kopiert den Bildschirminhalt der aktuellen Messkurve in
einen anderen Messwertspeicher. Der gewünschte Messwertspeicher wird durch
Eingabe der Nummer 1, 2 oder 3 ausgewählt.
Beim Kopieren wird der Inhalt des Ziel-Messwertspeichers überschrieben und im
View-Modus dargestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
4.53
TRAC:COPY TRACE1,TRACE2
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.8.2
Auswahl des Detektors
Die Detektoren beim R&S FSQ sind rein digital realisiert. Die folgenden Detektoren
sind verfügbar:
•
„Spitzenwert-Detektoren (MAX PEAK bzw. MIN PEAK)“ auf Seite 4.54
•
„Autopeak DeteKtor“ auf Seite 4.54
•
„Sample Detektor“ auf Seite 4.54
•
„RMS Detektor“ auf Seite 4.55
•
„Average Detektor“ auf Seite 4.55
•
„Quasipeak-Detektor“ auf Seite 4.55
Bei den Peak-Detektoren wird der aktuelle Pegelwert mit dem maximalen bzw.
minimalen Pegel aus den vorhergehenden Abtastwerten verglichen. Wenn die
durch die Geräteeinstellung bestimmte Anzahl von Samples erreicht ist, werden sie
zu anzeigbaren Bildpunkten zusammengefasst. Jeder der 625 Bildpunkte des
Displays repräsentiert damit 1/625 des Sweepbereichs und enthält komprimiert alle
Einzelmessungen (Frequenzsamples) in diesem Teilbereich. Je nach
Messkurvendarstellung werden intern automatisch verschiedene optimierte EinzelDetektoren eingesetzt. Da die Peak-Detektoren und der Sample-Detektor parallel
aufgebaut sind, reicht ein einziger Sweep zur Erfassung aller Detektorwerte für 3
Messkurven.
Spitzenwert-Detektoren (MAX PEAK bzw. MIN PEAK)
Die Spitzenwertdetektoren sind durch digitale Komparatoren realisiert. Sie ermitteln
den größten aller positiven (Max Peak) bzw. kleinsten aller negativen (Min Peak)
Spitzenwerte der gemessenen Pegel bei den Einzelfrequenzen, die in einem der
625 Bildpunkte zusammengefasst dargestellt werden. Das gleiche wiederholt er für
jeden weiteren Bildpunkt, so dass bei großen Frequenzdarstellbereichen trotz der
beschränkten Auflösung der Anzeige eine erheblich größere Anzahl von
Einzelmessungen bei der Darstellung des Spektrums berücksichtigt wird.
Autopeak DeteKtor
Der Detektor AUTOPEAK kombiniert die beiden Spitzenwert-Detektoren. Der Max
Peak-Detektor und der Min Peak-Detektor ermitteln parallel den Maximal- und den
Minimalpegel innerhalb eines dargestellten Messpunkts und bringen ihn als
gemeinsamen Messwert zur Anzeige. Der Maximal- und Minimalpegel innerhalb
eines Frequenzpunktes werden durch eine senkrechte Gerade verbunden.
Sample Detektor
Der SAMPLE-Detektor reicht alle Abtastwerte ohne weitere Bewertung durch und
bringt sie entweder direkt zur Anzeige oder schreibt sie bei kurzen Sweepzeiten aus
Geschwindigkeitsgründen erst in einen Messwertspeicher und verarbeitet sie
anschließend.
Eine Datenreduktion, d. h. eine Zusammenfassung von Messwerten benachbarter
Frequenzen oder Zeitsamples, erfolgt hier nicht. Wenn bei einem Frequenzablauf
mehr Messwerte anfallen als dargestellt werden können, gehen Messwerte
verloren. Diskrete Signale können dadurch verloren gehen.
Der Sample-Detektor ist daher nur für Verhältnisse des Darstellbereichs zur
Auflösebandbreite bis ca. 250 zu empfehlen, da hier sichergestellt ist, dass kein
Signal unterdrückt wird. (Beispiel: Span 1 MHz, -> min. Bandbreite 5 kHz).
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.54
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
RMS Detektor
Der RMS-Detektor bildet das quadratische Mittel der Messwerte innerhalb eines
Messpunktes.
Der R&S FSQ benutzt dafür die lineare Anzeigespannung nach der
Hüllkurvengleichrichtung. Die linearen Abtastwerte werden quadriert, aufsummiert
und die Summe durch die Anzahl der Messsamples geteilt (= quadratischer
Mittelwert). Bei logarithmischer Darstellung wird anschließend der Logarithmus aus
der Quadratsumme gebildet. Bei linearer Darstellung wird der quadratische
Mittelwert direkt dargestellt. Jeder Bildpunkt entspricht damit der Leistung der im
Bildpunkt zusammengefassten Messwerte.
Der RMS-Detektor liefert unabhängig von der Signalform (CW-Träger, modulierter
Träger, weißes Rauschen oder Pulssignal) immer die Leistung des Signals.
Korrekturfaktoren, die bei den anderen Detektoren zur Leistungsmessung für die
verschiedenen Signalklassen notwendig sind, entfallen.
Average Detektor
Der Average-Detektor bildet den Mittelwert der Messwerte innerhalb eines
Messpunktes.
Der R&S FSQ benutzt dafür die lineare Anzeigespannung nach der
Hüllkurvengleichrichtung. Die linearen Abtastwerte werden aufsummiert und die
Summe durch die Anzahl der Messsamples geteilt (= linearer Mittelwert). Bei
logarithmischer Darstellung wird anschließend der Logarithmus aus dem Mittelwert
gebildet. Bei linearer Darstellung wird der Mittelwert direkt dargestellt. Jeder
Bildpunkt entspricht damit dem Mittelwert der im Bildpunkt zusammengefassten
Messwerte.
Der Average-Detektor liefert unabhängig von der Signalform (CW-Träger,
modulierter Träger, weißes Rauschen oder Pulssignal) immer den Mittelwert des
Signals.
Quasipeak-Detektor
Der Quasipeak-Detektor bildet das Verhalten eines analogen Voltmeters nach,
indem die Messwerte innerhalb eines Bildpunktes entsprechend bewertet werden.
Der Quasipeak-Detektor ist speziell auf die Bedürfnisse der Störmesstechnik
zugeschnitten und wird zur Bewertung pulsförmiger Störsignale verwendet.
Der R&S FSQ schaltet bei einem Frequenzablauf den 1. Oszillator in Schritten
fort, die kleiner als etwa 1/10 der Bandbreite sind. Damit ist sichergestellt, dass der
Pegel eines Signals richtig erfasst wird. Bei kleinen Bandbreiten und großen
Frequenzbereichen entstehen dabei sehr viele Messwerte. Die Anzahl der
Frequenzschritte ist jedoch immer ein Vielfaches von 625 (= Anzahl der
darstellbaren Messpunkte). Ist der Sample Detektor gewählt, wird nur jeder n-te
Wert angezeigt. Der Wert n hängt ab von der Anzahl der Messwerte, d. h. vom
Frequenzdarstellbereich, der Auflösebandbreite und der Messrate.
4.55
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
DETECTOR
AUTO SELECT
DETECTOR AUTO PEAK
DETECTOR MAX PEAK
DETECTOR MIN PEAK
DETECTOR SAMPLE
DETECTOR RMS
DETECTOR AVERAGE
DETECTOR QPK
Der Softkey DETECTOR öffnet ein Untermenü zur Auswahl des Detektors für den
ausgewählten Trace. Der Softkey wird hinterlegt dargestellt, wenn die
Detektorauswahl nicht über AUTO SELECT erfolgt.
Der Detektor kann für jede Messkurve unabhängig ausgewählt werden. Die
Betriebsart AUTO SELECT stellt für jede Darstellart der Messkurve (Clear Write,
Max Hold oder Min Hold) den geeigneten Detektor ein.
Die Softkeys für die Detektoren sind Auswahlschalter, von denen jeweils nur immer
einer aktiv sein kann.
AUTO SELECT
Der Softkey AUTO SELECT (= Grundeinstellung) wählt abhängig von der
eingestellten Darstellung der Messkurve (Clear Write, Max Hold und Min Hold) und
der Art der Filterung (Bandfilter/ FFT) den jeweils günstigsten Detektor aus.
Darstellung
Detektor (Bandfilter)
Detektor (FFT)
Clear/Write
Auto Peak
Max Peak
Average
Sample
Sample
Max Hold
Max Peak
Max Peak
Min Hold
Min Peak
Max Peak
Der für die betreffende Messkurve aktive Detektor wird im jeweiligen TraceAnzeigefeld durch folgende Bezeichnungen gekennzeichnet:
Detektor
Auto Peak
AP
Max Peak
PK
Min Peak
MI
Average
AV
RMS
RM
Sample
SA
Quasipeak
QP
Fernsteuerungsbefehl:
DETECTOR
AUTO PEAK
DET:AUTO ON
Der Softkey DETECTOR AUTOPEAK aktiviert den Autopeak Detektor.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
DET APE
4.56
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
DETECTOR
MAX PEAK
Der Softkey DETECTOR MAX PEAK aktiviert den Max Peak Detektor. Er ist zu
empfehlen, wenn pulsartige Signale zu messen sind.
Fernsteuerungsbefehl:
DETECTOR
MIN PEAK
Der Softkey DETECTOR MIN PEAK aktiviert den Min Peak Detektor. Schwache
Sinussignale werden mit dem Min Peak-Detektor im Rauschen deutlich sichtbar. Bei
einem Signalgemisch aus Sinus- und Pulssignalen werden die Pulssignale
unterdrückt.
Fernsteuerungsbefehl:
DETECTOR
SAMPLE
DET NEG
Der Softkey DETECTOR SAMPLE aktiviert den Sample Detektor.
Er wird verwendet, wenn unkorrelierte Signale wie Rauschen zu messen sind.
Dabei kann über feste Korrekturfaktoren für die Bewertung und den Logarithmierer
die Leistung bestimmt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
DETECTOR
RMS
DET POS
DET SAMP
Der Softkey DETECTOR RMS aktiviert den RMS Detektor.
Der RMS Detektor zeigt das quadratische Mittel aller Samples innerhalb eines
Messpunktes an. Im Grundzustand entspricht ein Messpunkt einem Pixel.
Die Anzahl der Samples, die in die Berechnung eines Messpunktes einbezogen
werden, hängt von der Sweepzeit ab. Das heisst, dass die Mittelung mit steigender
Sweepzeit verbessert wird. Diese Tatsache macht den RMS Detektor zu einer
Alternative zu einer Mittelung über mehrere Sweeps (siehe TRACE AVERAGE).
Da der RMS Detektor das quadratische Mittel zur Ermittlung der Messergebnisse
nutzt, liefert er Ergebnisse, die unabhängig von der Wellenform sind.
Da die Videobandbreite mindestens 10fache der Auflösebandbreite (RBW) betragen
muss, damit der Effektivwert des Messsignals nicht durch die Videofilterung
verfälscht wird, wird dieses Verhältnis beim Einschalten des Detektors automatisch
eingestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
DETECTOR
AVERAGE
DET RMS
Der Softkey DETECTOR AVERAGE aktiviert den Average Detektor.
Der Average-Detektor zeigt den linearen Mittelwert aller Samples innerhalb eines
Messpunktes an. Im Grundzustand entspricht ein Messpunkt einem Pixel.
Die Anzahl der Samples, die in die Berechnung eines Messpunktes einbezogen
werden, hängt von der Sweepzeit ab. Das heisst, dass die Mittelung mit steigender
Sweepzeit verbessert wird.
Es gelten die gleichen Verknüpfungen wie beim RMS-Detektor (s. oben)
Fernsteuerungsbefehl:
DETECTOR
QPK
DET AVER
Der Softkey DETECTOR QPK aktiviert den Quasipeak Detektor.
Dieser Detektor bewertet die abgetasteten Pegelwerte während der Durchlaufzeit
eines Bildpunktes wie ein analoges Voltmeter.
Beim Einschalten des Quasipeak-Detektors wird die Videobandbreite automatisch
auf 10*RBW gestellt, um Einflüsse des Videofilters auf die Signalbewertung
auszuschließen
4.57
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Bei aktivem Quasipeak-Detektor sind nur die Auflösebandbreiten 200 Hz, 9 kHz und
120 kHz verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
4.5.8.3
TRACE MATH
DET QPE
Mathematik-Funktionen mit Messkurven
Der Softkey TRACE MATH öffnet ein Untermenü, in dem die Differenzbildung
zwischen der gewählten Messkurve und Messkurve 1 festgelegt wird. Der Softkey
wird entsprechend hinterlegt, wenn eine Mathematikfunktion aktiv ist.
T1-T2->T1 | T1-T3->T1
TRACE POSITION
TRACE MATH OFF
T1-T2->T1 |
T1-T3->T1
Die Softkeys T1-T2 und T1-T3 subtrahieren die angegebenen Messkurven
voneinander. Das Ergebnis wird bezogen auf den mit TRACE POSITION
festgelegten Nullpunkt im Diagramm dargestellt.
Als Hinweis, dass der Trace durch Differenzbildung entstanden ist, wird in der
Trace-Info von Trace 1 die Differenz "1 - 2" bzw. "1 - 3" dargestellt und im TRACE
Hauptmenü der Softkey TRACE MATH hinterlegt.
Fernsteuerungsbefehl:
TRACE
POSITION
CALC:MATH (TRACE1 - TRACE2)
CALC:MATH (TRACE1 - TRACE3)
Der Softkey TRACE POSITION aktiviert die Eingabe der Position der Messkurve, an
der die Differenz 0 zu liegen kommt. Die Position wird in % der Diagrammhöhe
angegeben.
Der Wertebereich ist -100% bis +200%
Fernsteuerungsbefehl:
TRACE MATH
OFF
CALC:MATH:POS 50PCT
Der Softkey TRACE MATH OFF schaltet die Differenzbildung ab.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MATH:STAT OFF
4.58
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.9
Aufnahme der Korrekturdaten – Taste CAL
Der R&S FSQ erhält seine hohe Messgenauigkeit durch die eingebauten Verfahren
zur Systemfehlerkorrektur.
Die dafür benötigten Korrektur- und Kennliniendaten werden durch Vergleich der
Messergebnisse bei unterschiedlichen Einstellungen mit den bekannten
Eigenschaften der hochgenauen Kalibriersignalquelle des R&S FSQ bei 128 MHz
ermittelt. Die Korrekturdaten stehen anschließend als Datei im Gerät zur Verfügung
und können über den Softkey CAL RESULTS zur Anzeige gebracht werden.
Zu Servicezwecken kann die Berücksichtigung der Korrekturdaten mittels Softkey
CAL CORR ON/OFF abgeschaltet werden. Im Falle des Abbruchs der
Korrekturdatenaufnahme wird der letzte vollständige Korrekturdatensatz im Gerät
restauriert.
Der früher gebräuchliche Begriff "Kalibrierung" für die eingebaute
Systemfehlerkorrektur führte leicht zu Verwechslungen mit der "echten"
Kalibrierung des Gerätes am Messplatz in der Fertigung und im Service. Er wird
daher nicht weiter verwendet, obwohl er noch in abgekürzter Form in den Namen
der Tasten ("CAL...") erscheint.
Die Taste CAL öffnet ein Menü mit den verfügbaren Funktionen zur Aufnahme,
Anzeige und Aktivieren der Daten für die Systemfehlerkorrektur.
CAL
CAL TOTAL
CAL ABORT
CAL CORR ON | OFF
YIG CORR ON/OFF
CAL RESULTS
PAGE UP |
PAGE DOWN
CAL TOTAL
Der Softkey CAL TOTAL startet die Aufnahme der Korrekturdaten des R&S FSQ.
Wird die Korrekturdatenaufnahme nicht erfolgreich durchlaufen oder sind die
Korrekturwerte abgeschaltet (Softkey CAL CORR = OFF), so zeigt das Statusfeld
UNCAL an.
Fernsteuerungsbefehl:
CAL ABORT
Der Softkey CAL ABORT bricht die Aufnahme der Korrekturdaten ab und restauriert
den letzten vollständigen Korrekturdatensatz.
Fernsteuerungsbefehl:
CAL CORR
ON | OFF
CAL:ABOR
Der Softkey CAL CORR ON/OFF schaltet die Kalibrierwerte ein bzw. aus.
•
ON: Die Anzeige in der Statusanzeige hängt von den Ergebnissen der
Totalkalibrierung ab.
•
OFF: Die Statuszeile des R&S FSQ zeigt UNCAL an.
Fernsteuerungsbefehl:
4.59
*CAL?
CAL:STAT ON
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
YIG CORR ON/
OFF
Der Softkey YIG CORR ON/OFF schaltet die zyklische Nachführung der
Temperaturkompensation des YIG-Filters ein oder aus.
Der Softkey YIG CORR ON/OFF ist nur in Modellen mit einem Frequenzbereich ≥
3 GHz und ≤ 40 GHz verfügbar.
Im Zustand EIN (Grundzustand) überprüft das Gerät einmal pro Minute, ob eine
Nachführung der Kompensation des YIG-Filters notwendig ist. Die Nachführung
wird durchgeführt, wenn sich die Temperatur gegenüber der letzten Nachführung
um mehr als 3K geändert hat.
Wird das Gerät in einer temperaturgeregelten Umgebung betrieben, so kann für
zeitkritische Anwendungen die zyklische Nachführung nach einer Betriebsdauer
von ≥ 30 Minuten abgeschaltet werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CAL RESULTS
CORR:YIG:TEMP:AUTO ON | OFF
Der Softkey CAL RESULTS ruft die Tabelle CALIBRATION RESULTS auf, die die
ermittelten Korrekturwerte anzeigt.
Die Tabelle CALIBRATION RESULTS enthält die folgenden Informationen:
– Datum/Uhrzeit der letzten Korrekturwertaufnahme
– Gesamtergebnis der Korrekturwertaufnahme
– Liste der ermittelten Korrekturwerte, nach Funktionsblöcken geordnet.
Die Ergebnisse werden wie folgt klassifiziert:
PASSED
Die Kalibrierung war ohne Einschränkung erfolgreich
CHECK
Der Korrekturwert ist größer als geplant, kann aber eingestellt
werden
FAILED
Der Korrekturwert ist außerhalb des zulässigen Wertebereichs
und kann nicht eingestellt werden. Die ermittelten Korrekturdaten
sind ungültig.
ABORTED
Die Kalibrierung wurde abgebrochen
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.60
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Fernsteuerungsbefehl:
PAGE UP |
PAGE DOWN
Die Softkeys PAGE UP bzw. PAGE DOWN blättern in der Tabelle CALIBRATION
RESULTS eine Seite vor bzw. zurück. Bei geschlossener Tabelle sind sie ohne
Funktion.
Fernsteuerungsbefehl:
4.61
CAL:RES?
--
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.10
Marker und Deltamarker – Taste MKR
Die Marker werden zum Markieren von Punkten auf Messkurven, zum Auslesen der
Messwerte und zum schnellen Einstellen des Bildschirmausschnitts verwendet.
Beim R&S FSQ stehen pro Messfenster 4 Marker zur Verfügung. Alle Marker
können dabei wahlweise als Marker oder Deltamarker verwendet werden. Die
Verfügbarkeit von Markerfunktionen richtet sich danach, ob im Frequenz-, Zeit- oder
Pegelbereich gemessen wird.
Der Marker, der vom Benutzer bewegt werden kann, wird im Folgenden als aktiver
Marker bezeichnet.
marker
1
aktiver Marker
3
temporärer Marker
T1
2
Deltamarker
Bild 4.7 Beispiele für die Darstellung der Marker:
Temporäre Marker werden bei einigen Messfunktionen zur Auswertung der
Messergebnisse zusätzlich zu Markern und Deltamarkern verwendet. Sie
verschwinden mit dem Abschalten der betreffenden Messfunktion.
Die Messwerte des aktiven Markers (auch als Markerwerte bezeichnet) werden im
Markerfeld ausgegeben. Das Markerfeld im oberen rechten Bildschirmbereich zeigt
die Markerposition (hier die Frequenz), den Pegel und die für den Marker gültige
Messkurve [T1] an.
Die Taste MKR ruft ein Menü auf, das alle Marker- und DeltamarkerStandardfunktionen enthält. Gleichzeitig wird Marker 1 eingeschaltet und eine
Maximumsuche (Peak Search) durchgeführt, sofern noch kein Marker aktiv ist;
ansonsten wird die Dateneingabe für den zuletzt aktiven Marker geöffnet.
MKR
MARKER 1|2|3|4 /
MARKER NORM | DELTA
SIGNAL COUNT
REFERENCE FIXED !
REF FXD ON | OFF
REF POINT LEVEL
REF POINT LVL OFFSET
REF POINT FREQUENCY
REF POINT TIME
PEAK SEARCH
MARKER ZOOM
ALL MARKER OFF
Seitenmenü
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.62
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
MKR->TRACE
LINK MKR1 AND DELTA1
CNT RESOL ...
Seitenmenü
STEPSIZE STANDARD
STEPSIZE SWP POINTS
MKR FILE EXPORT
DECIM SEP
MARKER
1|2|3|4 /
MARKER
NORM | DELTA
Die Softkeys MARKER 1/2/3/4 wählen den betreffenden Marker aus und schalten
ihn gleichzeitig ein.
MARKER 1 ist immer nach dem Einschalten Normal-Marker. Marker 2 bis 4 sind
nach dem Einschalten Deltamarker, die sich auf Marker 1 beziehen. Über den
Softkey MARKER NORM DELTA können diese Marker in Marker mit absoluter
Messwertanzeige umgewandelt werden. Ist Marker 1 der aktive Marker, so wird mit
MARKER NORM DELTA ein zusätzlicher Deltamarker eingeschaltet.
Durch nochmaliges Drücken der Softkeys MARKER 1...4 wird der ausgewählte
Marker ausgeschaltet.
Beispiel
[PRESET]
R&S FSQ wird in die Grundeinstellung zurückgesetzt.
[MKR]
Mit Aufruf des Menüs wird der Marker 1 eingeschaltet
(Nummer 1 im Softkey ist hinterlegt) und auf den
Maximalwert der Messkurve positioniert. Er ist ein NormalMarker. Daher ist der Softkey MARKER NORMAL hinterlegt.
[MARKER 2]
Marker 2 wird eingeschaltet (Softkey hinterlegt). Er wird beim
Einschalten automatisch als Delta-Marker definiert. Daher ist
DELTA im Softkey MARKER NORM DELTA hinterlegt. Im
Marker-Info-Feld werden Frequenz und Pegel des Marker 2
relativ zum Marker 1 ausgegeben.
[MARKER
Im Softkey MARKER NORM DELTA ist NORM hinterlegt.
NORM DELTA] Marker 2 wird zum Normal Marker. Im Marker-Info-Feld
werden Frequenz und Pegel des Marker 2 als Absolutwerte
ausgegeben.
[MARKER 2]
Marker 2 wird ausgeschaltet. Marker 1 wird zum für
Dateneingabe aktiven Marker. Im Marker-Info-Feld werden
Frequenz und Pegel des Marker 1 ausgegeben.
Fernsteuerungsbefehl:
4.63
CALC:MARK ON
CALC:MARK:X <value>
CALC:MARK:Y?
CALC:DELT ON
CALC:DELT:MODE ABS|REL
CALC:DELT:X <value>
CALC:DELT:X:REL?
CALC:DELT:Y?
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Bei mehreren dargestellten Messkurven (Traces) wird der Marker nach dem
Einschalten auf den Spitzenwert (Peak) der aktiven Messkurve mit der niedrigsten
Nummer (1 bis 3) gesetzt. Falls sich dort bereits ein Marker befindet, wird er auf die
Frequenz mit dem nächstniedigeren Pegel (Next Peak) gesetzt.
Bei Split-Screen-Darstellung wird der Marker in das für die Eingabe aktive Fenster
positioniert. Ein Marker kann nur eingeschaltet werden, wenn mindestens eine
Messkurve im entsprechenden Fenster sichtbar ist.
Wird eine Messkurve abgeschaltet, werden die dieser Messkurve zugeordneten
Marker und Markerfunktionen ebenfalls gelöscht. Beim erneuten Einschalten der
Messkurve (VIEW, CLR/WRITE;..) werden diese Marker mit eventuell verknüpften
Funktionen an den ursprünglichen Positionen wieder restauriert, sofern sie nicht
zwischenzeitlich auf eine andere Messkurve gesetzt wurden.
4.5.10.1
Frequenzmessung mit dem Frequenzzähler
Zur sehr genauen Bestimmung der Frequenz eines Signals enthält der R&S FSQ
einen Frequenzzähler. Dieser misst die Frequenz des HF-Signals auf der
Zwischenfrequenz. Mit der gemessenen Zwischenfrequenz berechnet der
R&S FSQ die HF-Frequenz des Eingangssignals unter Anwendung der ihm
bekannten Beziehungen bei der Frequenzumsetzung.
Der Fehler der Messung hängt nur vom verwendeten Frequenznormal ab (externe
oder interne Referenz). Obwohl der R&S FSQ den Frequenzablauf immer unabhängig vom eingestellten Frequenzdarstellbereich - synchron durchführt, liefert
der Frequenzzähler genauere Ergebnisse als die Messung der Frequenz mit dem
Marker. Folgende Gründe sind dafür maßgebend:
•
Der Marker misst nur die Position des Bildpunktes auf der Messkurve und schließt
daraus auf die Frequenz des Signals. Die Messkurve enthält jedoch nur eine
begrenzte Anzahl von Bildpunkten, die je nach Darstellbereich viele Messwerte
pro Bildpunkt enthalten. Damit ergibt sich zwangsläufig eine Unschärfe in der
Frequenzauflösung.
•
Die Auflösung, mit der die Frequenz gemessen werden kann, ist proportional zur
Messzeit. Aus Zeitgründen wird man immer versuchen die Bandbreite möglichst
groß und die Sweepzeit möglichst kurz einzustellen. Damit verliert man jedoch an
Frequenzauflösung.
Bei der Messung mit dem Frequenzzähler wird der Frequenzablauf an der Position
des Referenzmarkers angehalten, die Frequenz mit der gewünschten Auflösung
gezählt und anschließend der Frequenzablauf wieder fortgesetzt.
SIGNAL
COUNT
Der Softkey SIGNAL COUNT schaltet den Frequenzzähler ein bzw. aus.
Die Frequenz wird an der Stelle des Referenzmarkers (Marker 1) gezählt. Der
Frequenzablauf stoppt an der Stelle des Referenzmarkers solange, bis der
Frequenzzähler ein Ergebnis geliefert hat. Die Zeit für die Frequenzmessung hängt
von der gewählten Frequenzauflösung ab. Diese wird im Seitenmenü eingestellt.
Ist beim Einschalten von SIGNAL COUNT kein Marker vorhanden, wird Marker 1
eingeschaltet und auf das größte Signal der Messkurve gestellt.
Im Markerfeld des Bildschirms wird die Funktion SIGNAL COUNT zusätzlich durch
[Tx CNT] gekennzeichnet.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.64
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Das Abschalten von SIGNAL COUNT erfolgt durch nochmaliges Betätigen des
Softkeys.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK1:COUN ON;
CALC:MARK:COUN:FREQ?
Die Auflösung des Frequenzzählers wird im Menü NEXT des Menüs MARKER
eingestellt. Der R&S FSQ bietet Zählerauflösungen zwischen 0,1 Hz und 10 kHz an.
REFERENCE
FIXED
REF FXD ON | OFF
REF POINT LEVEL
REF POINT LVL OFFSET
REF POINT FREQUENCY
REF POINT TIME
PEAK SEARCH
Der Softkey REFERENCE FIXED legt den Pegel und die Frequenz oder die Zeit des
Markers 1 zum Bezug für den oder die Delta-Marker fest. Die Messwerte für den
oder die Delta-Marker im Marker-Info-Feld werden dann von diesem Bezugspunkt
abgeleitet anstatt von den aktuellen Werten des Referenzmarkers (Marker 1).
Bei Betätigung des Softkeys wird die Funktion eingeschaltet und damit werden
unmittelbar der Pegelwert und der Frequenz-, Zeit- oder x-Pegelwert von Marker 1
zum Bezugspunkt.
Zusätzlich öffnet der Softkey REFERENCE FIXED das Untermenü. Darin kann
manuell ein Bezugspunkt mit Pegel und Frequenz, Zeit oder x-Achsenpegel
festgelegt werden, ein Pegel-Offset definiert oder der Bezugspunkt ausgeschaltet
werden.
Die Funktion "REFERENCE FIXED" ist z. B. nützlich zur Messung des
Oberwellenabstandes mit kleinem Span (Grundwelle wird nicht dargestellt).
REF FXD
ON | OFF
Der Softkey REF FXD ON/OFF schaltet die relative Messung zu einem festen, von
der Messkurve unabhängigen Bezugswert (REFERENCE POINT) ein bzw. aus.
Fernsteuerungsbefehl:
REF POINT
LEVEL
Der Softkey REF POINT LEVEL aktiviert die Eingabe eines Bezugspegels, der
unabhängig vom Pegel des Bezugs-Markers ist. Alle relativen Pegelwerte der DeltaMarker beziehen sich auf diesen Bezugspegel.
Fernsteuerungsbefehl:
REF POINT LVL
OFFSET
CALC:DELT2:FUNC:FIX ON
CALC:DELT2:FUNC:FIX:RPO:Y -10dBm
Der Softkey REF POINT LVL OFFSET aktiviert die Eingabe eines Pegeloffset zum
Referenzpegel. Die relativen Pegelwerte der Delta-Marker beziehen sich auf den
Pegel des Bezugspunktes plus dem Pegel-Offset.
Der Pegeloffset ist beim Einschalten der Funktionen REFERENCE FIXED oder
PHASE NOISE auf 0 dB gestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
4.65
:CALC:DELT2:FUNC:FIX:RPO:Y:OFFS 0dB
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
REF POINT
FREQUENCY
Der Softkey REF POINT FREQUENCY aktiviert die Eingabe einer Bezugsfrequenz
für die Delta-Marker bei Verwendung der Funktionen REFERENCE FIXED oder
PHASE NOISE.
Fernsteuerungsbefehl:
REF POINT
TIME
CALC:DELT2:FUNC:FIX:RPO:X 10.7MHz
Der Softkey REF POINT TIME aktiviert die Eingabe einer Bezugszeit für die
Funktion REFERENCE FIXED im Zeitbereich (Span = 0 Hz).
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:DELT2:FUNC:FIX:RPO:X 5MS
Die Eingabe einer Bezugszeit ist für die Funktion PHASE
PEAK SEARCH
NOISE nicht möglich.
Der Softkey PEAK SEARCH definiert das Maximum der ausgewählten Messkurve
als Referenzpegel für alle Deltamarker bei der Benutzung der REFERENCE FIXEDFunktion.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:DELT2:FUNC:FIX:RPO:X -5DBM
Messbeispiel
Oberwellenmessung mit kleinem Span zur Erhöhung der Empfindlichkeit
CW-Signal (z. B. 100 MHz, 0 dBm) mit Oberwellen am HF-Eingang des R&S FSQ.
[PRESET]
Der R&S FSQ wird in die Grundeinstellung versetzt.
[CENTER: 100 MHz]
Die Mittenfrequenz des R&S FSQ wird auf 100 MHz
eingestellt.
[SPAN: 1 MHz]
Der Span wird auf 1 MHz eingestellt.
[AMPL: 3 dBm]
Der Referenzpegel wird auf 3 dBm gestellt (3 dB über
dem erwarteten HF-Pegel).
[MKR]
Marker 1 wird eingeschaltet ("1" im Softkey ist
hinterlegt) und auf das Signalmaximum gesetzt.
[MARKER 2]
Marker 2 wird eingeschaltet und automatisch zum
Delta-Marker erklärt (im Softkey MARKER NORM
DELTA ist das NORM Label hinterlegt).
[REFERENCE FIXED]
Frequenz und Pegel des Marker 1 sind Bezug für den
Delta-Marker.
[CENTER: 200 MHz]
Die Mittenfrequenz wird auf 200 MHz eingestellt (=
Frequenz der ersten Oberwelle). Damit die erste
Oberwelle aus dem Rauschen sichtbar wird, muss
eventuell der Referenzpegel erniedrigt werden. Dies
hat keinen Einfluss auf den Bezugspegel, der mit
REFERENCE FIXED eingestellt wurde.
[MKR->: PEAK]
Der Delta-Marker springt auf die erste Oberwelle des
Signals. Im Marker-Info-Feld wird der Pegelabstand
der Oberwelle zur Grundwelle angezeigt.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.66
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
MARKER
ZOOM
Der Softkey MARKER ZOOM stellt einen Bereich um Marker 1 vergrößert dar.
Dadurch wird es möglich, z. B. mehr Details im Spektrum zu erkennen. Der
gewünschte Darstellbereich kann in einem Eingabefenster festgelegt werden.
Der folgende Frequenzablauf wird an der Position des Referenzmarkers gestoppt.
Die Frequenz des Signals wird gezählt und die gemessene Frequenz zur neuen
Mittenfrequenz. Der gezoomte Darstellbereich wird dann eingestellt. Bei den
weiteren Messungen benutzt der R&S FSQ die neuen Einstellungen.
Solange die Umschaltung auf den neuen Frequenzdarstellbereich noch nicht
vorgenommen wurde, kann durch nochmaliges Drücken des Softkeys der Vorgang
abgebrochen werden.
Ist beim Betätigen des Softkeys Marker 1 noch nicht eingeschaltet, wird er
automatisch aktiviert und auf den größten Pegel im Messfenster gesetzt.
Wird nach Anwahl von MARKER ZOOM eine Geräteeinstellung geändert, wird die
Funktion abgebrochen.
Der Softkey MARKER ZOOM steht nur bei Messung im Frequenzbereich (Span > 0)
zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
ALL MARKER
OFF
Der Softkey ALL MARKER OFF schaltet alle Marker (Referenz- und Deltamarker)
aus. Ebenso schaltet er die mit den Markern oder Delta-Markern verbundenen
Funktionen und Anzeigen ab.
Fernsteuerungsbefehl:
MKR->TRACE
CALC:MARK1:FUNC:ZOOM 1kHz
CALC:MARK:AOFF
Der Softkey MKR->TRACE setzt den aktiven Marker auf eine neue Messkurve. Die
Messkurve wird dabei im Dateneingabefeld eingegeben. Zu beachten ist, dass die
ausgewählte Messkurve im gleichen Messfenster sichtbar ist.
Die Funktion dieses Softkeys ist identisch mit der des Softkeys MKR->TRACE im
Menü MKR-> (siehe „MKR->TRACE“ auf Seite 4.85).
Beispiel
Drei Messkurven werden am Bildschirm dargestellt. Der Marker befindet sich beim
Einschalten immer auf Trace 1.
[MKR ->TRACE] "2"
Der Marker springt auf Trace 2, bleibt aber
bei der vorherigen Frequenz oder Zeit.
[MKR ->TRACE] "3"
Der Marker springt auf Trace 3.
Fernsteuerungsbefehl:
LINK MKR1
AND DELTA1
4.67
CALC:MARK1:TRAC 1
CALC:DELT:TRAC 1
Mit dem Softkey LINK MKR1 AND DELTA1 kann der Delta-Marker1 mit Marker 1
verbunden werden, d. h., falls der X-Achsen-Wert von Marker 1 verändert wird, folgt
der Delta-Marker1 auf die gleiche X-Position. In der Grundeinstellung ist der Link
ausgeschaltet.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Setup-Beispiel:
•
PRESET
•
TRACE | MAX HOLD
•
TRACE | SELECT TRACE | 2 | AVERAGE
•
MKR (Einschalten von Marker 1)
•
MARKER NORM DELTA | DELTA (Delta Marker 1 ON)
•
MKR-> | MKR->TRACE | 2
•
LINK MKR1 AND DELTA1
Nun den Marker1 auswählen (durch Zurückschalten des MARKER1 von DELTA auf
NORM). Bei Verändern des x-Achsen-Wertes (durch den Drehknopf oder die Tasten
UP/DOWN) wird der Deltamarker1 automatisch verändert.
Der x-Wert des Delta-Marker1 kann nicht verändert werden und bleibt so lange auf 0
bis die Linkfunktionalität deaktiviert wird.
Fernsteuerungsbefehl:
CNT RESOL ...
CALC:DELT:LINK ON | OFF
Die Softkeys CNT RESOL ... wählen die Auflösung des Frequenzzählers aus. Die
Softkeys sind Auswahlschalter, von denen jeweils immer nur einer aktiv sein kann.
Die Marker-Stoppzeit, d. h., die Messzeit für die Frequenz, hängt von der gewählten
Auflösung ab.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK1:COUN:RES <value>
Messbeispiel
Die Frequenz eines CW-Signals soll mit dem Frequenzzähler mit 10 Hz Auflösung
bestimmt werden.
STEPSIZE
STANDARD
[PRESET]
Der R&S FSQ wird in die Grundeinstellung versetzt.
[MARKER]
Der Marker 1 wird eingeschaltet und auf den
Maximalwert des dargestellten Spektrums gesetzt.
[SIGNAL COUNT]
Der Frequenzzähler wird eingeschaltet. Der R&S FSQ
zählt die Frequenz des Signals an der Markerposition
mit 1 kHz Auflösung. Die gezählte Frequenz wird in
Marker-Ausgabefeld angezeigt.
[NEXT]
Wechsel in das Seitenmenü zur Einstellung der
Zählerauflösung.
[CNT RESOL 10 Hz]
Die Auflösung des Frequenzzählers wird auf 10 Hz
erhöht.
Der Softkey STEPSIZE STANDARD stellt die Schrittweite für die Änderung der
Markerposition mit den Drehknopf auf die Auflösung des Bildschirmrasters ein
(Span/625).
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK:X:SSIZ STAN
4.68
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
STEPSIZE
SWP POINTS
Der Softkey STEPSIZE SWP POINTS stellt die Schrittweite für die Änderung der
Markerposition mit den Drehknopf auf die verfügbaren Sweep-Punkte ein, die im
Menü SWEEP konfiguriert sind.
Fernsteuerungsbefehl:
MKR FILE
EXPORT
Der Softkey MKR FILE EXPORT speichert die Daten aller aktiven Marker des
Fensters in einer spezifizierten Datei. Das Format des Dezimalpunktes wird durch
den Softkey DECIM SEP definiert.
Fernsteuerungsbefehl:
DECIM SEP
MMEM:STOR:MARK 'C:\marker.txt'
Der Softkey DECIM SEP wählt zwischen den Dezimaltrennzeichen '.'
(Dezimalpunkt) und ',' (Komma) bei Gleitkommazahlen für die Funktion MKR FILE
EXPORT.
Fernsteuerungsbefehl:
4.69
CALC:MARK:X:SSIZ POIN
FORM:DEXP:DSEP POIN
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.11
Markerfunktionen – Taste MKR FCTN
Das MKR FCTN-Menü bietet weitere Messungen mit den Markern an:
– Messung der Rauschleistungsdichte (Softkey NOISE MEAS)
– Messung des Phasenrauschens (Softkey PHASE NOISE)
– Messung der Filter- oder Signalbandbreite (Softkey N DB DOWN)
– Aktivieren der NF-Demodulation (Softkey MARKER DEMOD)
Beim Aufrufen des Menüs wird die Eingabe für den zuletzt aktiven Marker aktiviert
(SELECT MARKER Softkey); ist kein Marker eingeschaltet, so wird Marker 1
eingeschaltet und eine Maximumsuche(PEAK Softkey) durchgeführt. Mit Softkey
MKR->TRACE kann der Marker auf die gewünschte Messkurve gesetzt werden.
MKR FCTN
SELECT MARKER
PEAK
NOISE MEAS
PHASE NOISE !
PH NOISE ON | OFF
REF POINT LEVEL
REF POINT LVL OFFSET
REF POINT FREQUENCY
PEAK SEARCH
AUTO PEAK SEARCH
N DB DOWN
PEAK LIST !
NEW SEARCH
PEAK LIST (ON OFF)
AUTOSEARCH (ON OFF)
PEAK EXCURSION
SORT MODE FREQ | LEVEL
SEARCH LIMITS
LEFT LIMIT | RIGHT LIMIT
THRESHOLD
SEARCH LIM OFF
MKR SYMBOL (ON OFF)
NEXT PAGE
MKR SYMBOL (ON OFF)
MKR NUMBER (ON OFF)
MAX PEAK COUNT (50)
PEAK LIST EXPORT
DECIM SEP
MARKER DEMOD !
MKR DEMOD ON | OFF
AM | FM
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.70
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
SQUELCH
MKR STOP TIME
CONT DEMOD
MKR->TRACE
4.5.11.1
SELECT
MARKER
Aktivieren der Marker
Der Softkey SELECT MARKER wählt den gewünschten Marker in einem
Dateneingabefeld aus. Die Eingabe erfolgt numerisch. Deltamarker 1 wird durch
Eingabe von „0“ ausgewählt.
Ist der Marker ausgeschaltet, so wird er eingeschaltet und kann anschließend
verschoben werden.
Fernsteuerungsbefehl:
PEAK
CALC:MARK1 ON;
CALC:MARK1:X <value>;
CALC:MARK1:Y?
Der Softkey PEAK setzt den aktiven Marker bzw. Deltamarker auf das Maximum der
zugehörigen Messkurve.
Fernsteuerungsbefehl:
4.5.11.2
NOISE MEAS
CALC:MARK1:MAX
CALC:DELT1:MAX
Messung der Rauschleistungsdichte
Der Softkey NOISE MEAS schaltet die Rauschmessung für den aktiven Marker einbzw. aus. Der betreffende Marker wird dabei zum NORMAL Marker.
die
Bei der Rauschmessung wird an der Position des Markers
Rauschleistungsdichte gemessen. Bei Zeitbereichsdarstellung werden alle Punkte
der Messkurve zur Bestimmung der Rauschleistungsdichte verwendet. Bei
Messung im Frequenzbereich werden je zwei Punkte rechts und links vom Marker
zur Messung mit verwendet, um ein stabileres Messergebnis zu erhalten.
Die Anzeige der Rauschleistungsdichte erfolgt im Markerfeld. Bei logarithmischen
Amplitudeneinheiten (dBm, dBmV, dBµV, dBµA) wird die Rauschleistungsdichte in
dBm/Hz ausgegeben, d. h. als Pegel in 1 Hz Bandbreite über 1 mW. Bei linearen
Amplitudeneinheiten (V, A, W) wird die Rauschspannungsdichte in µV/√Hz, die
Rauschstromdichte in µA/√Hz oder die Rauschleistungsdichte in µW/Hz ermittelt.
Damit die Messung der Rauschleistungsdichte korrekte Werte liefert, müssen
folgende zusätzlichen Einstellungen vorgenommen werden:
Detector:
Sample oder RMS
Video bandwidth:
≤ 0,1 × Auflösebandbreite bei Detektor Sample
(entspricht RBW / VBW NOISE)
≥ 3 × Auflösebandbreitebei Detektor RMS (entspricht
RBW / VBW SINE)
In der Grundeinstellung verwendet der R&S FSQ nach Aufruf den Funktion Noise
den Sample-Detektor.
4.71
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Mit dem Sample-Detektor kann der Trace zusätzlich auf AVERAGE eingestellt
werden, damit die Messwerte stabil werden. Bei Verwendung des RMS-Detektors
darf die Tracemittelung nicht benutzt werden, da diese zu niedrige Rauschpegel
ergibt, die bei Verwendung des RMS-Detektors nicht korrigiert werden. Statt dessen
kann für stabile Messergebnisse die Sweepzeit erhöht werden.
Der R&S FSQ verwendet folgende Korrekturfaktoren, um aus dem Markerpegel die
Rauschleistungsdichte zu ermitteln:
•
Da die Rauschleistung bezogen auf 1 Hz Bandbreite angezeigt wird, wird vom
Markerpegel der Bandbreitenkorrekturwert abgezogen. Dieser ist 10 x lg (1Hz/
BWRausch), wobei BWRausch die Rausch- oder Leistungsbandbreite des
eingestellten Auflösefilters (RBW) ist.
•
Sample-Detektor
Zum Markerpegel werden aufgrund der Mittelung durch das Video-Filter und
eventuell durch Trace-Mittelung 1,05 dB addiert. Dies ist die Differenz zwischen
Mittelwert und Effektivwert von weißem Rauschen.
Bei logarithmischer Pegelachse werden zusätzlich 1,45 dB addiert. Damit wird
der logarithmischen Mittelung Rechnung getragen, die einen gegenüber der
linearen Mittelung um 1,45 dB niedrigeren Wert ergibt.
•
RMS-Detektor
Außer der Bandbreitenkorrektur sind beim RMS-Detektor keine weiteren
Korrekturwerte notwendig, da der RMS-Detektor bereits in jedem Pixel der
Messkurve die Leistung anzeigt.
Um eine ruhigere Rauschanzeige zu ermöglichen, werden
(symmetrisch zur Messfrequenz) Punkte der Messkurve gemittelt.
benachbarte
In Zeitbereichsdarstellung erfolgt eine Mittelung der Messwerte über der Zeit
(jeweils nach Sweep-Ablauf).
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:FUNC:NOIS ON;
CALC:MARK:FUNC:NOIS:RES?
Beispiel: Messung des R&S FSQ-Eigenrauschens
[PRESET]
Der R&S FSQ wird in die Grundeinstellung versetzt.
[MARKER]
Der Marker 1 wird eingeschaltet und auf den Maximalwert des
dargestellten Spektrums gesetzt. Mit dem Drehknopf den Marker
auf die gewünschte Frequenz einstellen.
[NOISE]
Der R&S FSQ schaltet den Sample-Detektor ein und stellt die
Videobandbreite auf 300 kHz (0,1 x RBW). Im Marker-Info-Feld
wird der Leistungsdichte-Pegel des Eigenrauschens in dBm/Hz
angezeigt.
Aus dem gemessenen Leistungsdichte-Pegel kann das Rauschmaß des
R&S FSQ berechnet werden. Dazu ist vom angezeigten Rauschpegel die
eingestellte HF-Dämpfung (RF Att) abzuziehen. Zum Ergebnis ist 174 zu
addieren, um das Rauschmaß des R&S FSQ zu erhalten.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.72
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.11.3
PHASE NOISE
Messung des Phasenrauschens
PH NOISE ON | OFF
REF POINT LEVEL
REF POINT LVL OFFSET
REF POINT FREQUENCY
PEAK SEARCH
AUTO PEAK SEARCH
Der Softkey PHASE NOISE schaltet die Messung des Phasenrauschens ein und
wechselt in das Untermenü zur manuellen Einstellung des Bezugspunktes. Die
Phasenrauschmessung kann im Untermenü wieder ausgeschaltet werden.
Als Bezug bei der Phasenrauschmessung wird der Marker 1 (= Referenzmarker)
verwendet. Frequenz und Pegel des Referenzmarkers werden als feste
Bezugswerte übernommen, d. h., die Funktion REFERENCE FIXED wird aktiviert.
Damit kann nach Einschalten der Phasenrauschmessung der Referenzpegel und/
oder die Mittenfrequenz so verstellt werden, dass der Träger außerhalb des
dargestellten Frequenzbereichs liegt, oder z. B. ein Notchfilter zur Unterdrückung
des Trägers eingeschaltet werden.
Mit dem Delta-Marker oder den Delta-Markern wird eine Messung der
Rauschleistungsdichte durchgeführt. Diese ist äquivalent zur Funktion "NOISE" im
Marker-Menü (MKR). Das Ergebnis der Phasenrauschmessung ist die Differenz
zwischen
dem
Pegel
des
Bezugspunktes
und
dem
Pegel
der
Rauschleistungsdichte.
Folgende Varianten sind beim Einschalten von PHASE NOISE möglich:
1. Kein Marker eingeschaltet:
[MKR FCTN]
Marker 1 wird eingeschaltet und auf Peak gesetzt.
[PHASE NOISE]
Der Marker 1 wird zum Referenzmarker, Marker 2 zum
Deltamarker; Frequenz = Frequenz des Referenzmarkers.
Der Deltamarker ist der aktive Marker, d. h., er kann direkt
mit dem Drehknopf bewegt oder durch Zifferneingabe
verstellt werden.
Die Phasenrauschmessung ist eingeschaltet und der
Messwert wird ausgegeben.
2. Marker sind eingeschaltet:
[MKR FCTN]
Die bisherige Markerkonstellation bleibt erhalten.
[PHASE NOISE]
Der Marker 1 wird zum Referenzmarker. Falls weitere
Marker eingeschaltet sind, werden diese zu Deltamarkern
und messen das Phasenrauschen an ihrer jeweiligen
Position.
Wenn bei eingeschalteter Phasenrauschmessung weitere Marker eingeschaltet
werden, werden diese automatisch zu Deltamarkern und messen das
Phasenrauschen an der jeweiligen Position.
4.73
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Wenn die Phasenrauschmessung ausgeschaltet wird, bleibt die Markerkonstellation
erhalten und die Deltamarker messen den relativen Pegel zum Referenzmarker
(Marker 1).
Die Funktion Phasenrauschen misst die Rauschleistung an der Stelle der
Deltamarker bezogen auf 1 Hz Bandbreite. Es wird automatisch der SampleDetektor verwendet und die Videobandbreite auf 0,1-mal der Auflösebandbreite
(RBW) eingestellt. Beide Einstellungen finden in den verwendeten Korrekturwerten
zur Rauschleistungsmessung ihre Berücksichtigung.
Um stabile Messergebnisse zu erhalten werden je zwei Pixel rechts und links von
der jeweiligen Deltamarkerposition mit in die Messung einbezogen. Das Verfahren
zur Ermittlung der Rauschleistung ist identisch zur Methode bei der
Rauschleistungsmessung (siehe Softkey NOISE). Der gemessene Rauschpegel
bezogen auf 1 Hz Bandbreite wird vom Trägerpegel an der Position des
Referenzmarkers (Marker 1) abgezogen. Die Messwertausgabe im Deltamarkerfeld
erfolgt in dBc/Hz (= Abstand in dB der Rauschleistung vom Trägerpegel in 1 Hz
Bandbreite).
Bei mehreren eingeschalteten Deltamarkern erfolgt die Messwertausgabe des
aktiven Deltamarkers im Markerfeld. Sind mehrere Deltamarker aktiv, so werden
deren Messergebnisse im Marker-Info-Feld angezeigt.
Der Bezugswert für die Phasenrauschmessung kann mit REF POINT LEVEL, REF
POINT FREQUENCY und REF POINT LVL OFFSET abweichend von der Position
des Bezugsmarkers festgelegt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
PH NOISE
ON | OFF
Der Softkey PH NOISE ON/OFF schaltet die Phasenrauschmessung aus- oder ein.
Das Einschalten erfolgt bereits mit dem Softkey PHASE NOISE und ist nur
notwendig, wenn die Phasenrauschmessung im Untermenü ausgeschaltet wurde.
Fernsteuerungsbefehl:
REF POINT
LEVEL
CALC:DELT1:FUNC:PNO ON
CALC:DELT1:FUNC:PNO:RES?
Der Softkey REF POINT LEVEL aktiviert die Eingabe eines Bezugspegels
abweichend vom Pegel des Bezugsmarkers. Die Funktion ist identisch zur Funktion
des gleichnamigen Softkeys im Marker-Menü (MKR).
Fernsteuerungsbefehl:
REF POINT LVL
OFFSET
--
CALC:DELT1:FUNC:FIX:RPO:Y -10dΒ
Mit dem Softkey REF POINT LVL OFFSET kann ein Pegeloffset für die Berechnung
des Phasenrauschens eingegeben werden.
Dieser Pegeloffset ist beim Einschalten der Funktionen REFERENCE FIXED oder
PHASE NOISE auf 0 dB gestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
REF POINT
FREQUENCY
Der Softkey REF POINT FREQUENCY aktiviert die Eingabe einer Bezugsfrequenz
für die Funktionen REFERENCE FIXED oder PHASE NOISE.
Fernsteuerungsbefehl:
PEAK SEARCH
CALC:DELT:FUNC:FIX:RPO:Y:OFFS 10dB
CALC:DELT1:FUNC:FIX:RPO:X 10.7MHz
Der Softkey PEAK SEARCH setzt den Bezugspunkt für Deltamarker 2 im
ausgewählten Messfenster auf das Maximum der ausgewählten Messkurve.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:DELT:FUNC:FIX:RPO:MAX
4.74
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
AUTO PEAK
SEARCH
Der Softkey AUTO PEAK SEARCH aktiviert nach jedem Sweepende eine
automatische Maximumsuche für den REFERENCE FIXED Marker 1.
Diese Funktion kann zur Verfolgung einer wegdriftenden Quelle während der
Messung des Phasenrauschen benutzt werden. Der Deltamarker 2, der das
Ergebnis der Phasenrauschmessung anzeigt, behält den Delta-Frequenzwert bei.
Deshalb ist die Phasenrauschmessung in einem bestimmten Offset trotz driftender
Quelle gültig. Nur wenn der Deltamarker 2 die Grenze des Darstellbereichs erreicht,
wird der Wert des Markers so angepasst, dass er innerhalb des Darstellbereichs
liegt. In diesem Fall wählt man einen größeren Darstellbereich.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:DELT:FUNC:PNO:AUTO ON | OFF
Messbeispiel
Das Phasenrauschen eines CW-Signals bei 100 MHz mit 0 dBm Pegel soll in 800
kHz Abstand vom Träger gemessen werden
[PRESET]
Der R&S FSQ wird in die Grundeinstellung
versetzt.
[CENTER: 100 MHz]
Mittenfrequenz auf 100 MHz einstellen.
[SPAN: 2 MHz]
Frequenzdarstellbereich auf 2 MHz einstellen.
[AMPT: 0 dBm]
Referenzpegel auf 0 dBm einstellen.
[MKR FCTN]
Marker 1 einschalten. Er wird auf das Maximum
der dargestellten Messkurve positioniert.
[PHASE NOISE: 800 kHz]
Die Phasenrauschmessung einschalten.
Der Deltamarker wird beim Hauptmarker
positioniert und der Messwert für das
Phasenrauschen wird im Marker-Info-Feld
angezeigt. Als Detektor wird der Sample-Detektor
verwendet und die Video-Bandbreite ist auf 3 ×
RBW eingestellt. Mit dem Einschalten der
Phasenrauschmessung ist die Eingabe der
Deltamarkerfrequenz
aktiviert.
Sie
kann
unmittelbar eingegeben werden.
4.75
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.11.4
N DB DOWN
Messung der Filter- oder Signalbandbreite
Der Softkey N dB DOWN aktiviert die temporären Marker T1 und T2, die sich n dB
unter dem aktiven Referenzmarker befinden. Der Marker T1 befindet sich dabei
links, der Marker T2 rechts vom Referenzmarker. Der Wert n kann in einem
Eingabefenster eingegeben werden.
Die Grundeinstellung ist 3 dB.
Bei Span >wird der Frequenzabstand der beiden temporären Marker im
0:
Marker-Info-Feld des Bildschirms angezeigt.
Bei Span =wird die Pulsdauer zwischen den beiden temporären Markern
0:
angezeigt.
Wenn es z. B. aufgrund der Rauschanzeige nicht möglich ist, den Frequenzabstand
für den n-dB-Wert zu bilden, sind statt eines Messwerts Striche eingetragen.
Falls ein negativer Wert eingetragen ist, werden die beiden Marker n dB über den
aktiven Referenzmarker gesetzt. Diese n-dB-up-Funktion, kann bei NotchfilterMessungen angewendet werden:
Schaltet n dB ein oder aus:
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK1:FUNC:NDBD:STAT ON
Abfrage der Pulsbreite:
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK1:FUNC:NDBD:RES?
Abfrage der beiden Marker-x-Werte (in Sekunden), getrennt durch Komma:
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK1:FUNC:NDBD:TIME? 'Span = 0
Weitere Fernbedienungsbefehle:
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK1:FUNC:NDBD 3dB
CALC:MARK1:FUNC:NDBD:FREQ? 'Span > 0
4.76
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.11.5
Messung einer Peak-Liste
PEAK LIST
NEW SEARCH
PEAK LIST (ON OFF)
AUTOSEARCH (ON OFF)
PEAK EXCURSION
SORT MODE FREQ | LEVEL
SEARCH LIMITS
LEFT LIMIT | RIGHT LIMIT
THRESHOLD
SEARCH LIM OFF
MKR SYMBOL (ON OFF)
NEXT PAGE
MKR SYMBOL (ON OFF)
MKR NUMBER (ON OFF)
MAX PEAK COUNT (50)
PEAK LIST EXPORT
DECIM SEP
Der Softkey PEAK LIST ermittelt die Maxima der Messkurve und trägt sie in eine
Liste mit max. 50 Einträgen ein. Die Reihenfolge der Einträge wird über den SORT
MODE festgelegt:
•
FREQ: Anordnung nach aufsteigenden Frequenz-Werten (s. Abbildung). Bei
Span = 0 wird nach aufsteigenden Zeit-Werten sortiert.
•
LEVEL: Anordnung nach Pegel
Der Suchbereich kann mit den Softkeys LEFT LIMIT, RIGHT LIMIT und
THRESHOLD eingeschränkt werden. Ebenso kann die Definition der Maxima mit
dem Softkey PEAK EXCURSION verändert werden.
Bei einer Peak-Suche werden alle Peaks mit Kreuzen markiert und mit einer
Folgenummer versehen, da sie in absteigenden Reihenfolge, beginnend mit dem
höchsten Peak, angeordnet werden. Wenn sehr viele Peaks gefunden werden,
können Sie die Kreuze und Folgenummern deaktivieren.
Sie können die Peak-Liste jederzeit aktualisieren, indem Sie eine neue Suche
starten. Eine neue Suche ist erforderlich, wenn die automatische Peak-Suche
inaktiviert ist. Eine neue Suche kann auch dann nützlich sein, wenn die
automatische Suche aktiviert, aber die Sweepzeit zu lang ist. Sie können dann
sogar eine Suche starten, bevor der Sweep beendet ist. Bei einer neuen Suche wird
der aktuelle Inhalt des Messkurvenpuffers verwendet.
4.77
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Der R&S FSQ listet die Ergebnisse der Peak-Suche in einer Tabelle unterhalb des
Messdiagramms auf. Wenn Sie die automatische Suche aktivieren, aktualisiert der
R&S FSUP die Peak-Liste am Ende jedes Sweeps.
Die Tabelle enthält folgende Informationen:
•
Peak-Folgenummer
•
Peak-Position (Frequenz oder Zeit abhängig von der Betriebsart)
•
Peak-Pegel
Die Liste kann mit der Taste PEAK LIST OFF wieder vom Bildschirm gelöscht
werden. Der Listeninhalt ist allerdings weiterhin verfügbar und per Fernsteuerung
abrufbar.
Fernsteuerungsbefehl:
NEW SEARCH
Der Softkey NEW SEARCH startet eine neue Messung und trägt die Ergebnisse in
die Peak Liste ein.
Fernsteuerungsbefehl:
PEAK LIST
(ON OFF)
INIT;*WAI;
CALC:MARK:FUNC:FPE 10;
CALC:MARK:FUNC:FPE:COUN?;
CALC:MARK:FUNC:FPE:Y?;
CALC:MARK:FUNC:FPE:X?
Aktiviert oder deaktiviert die Peakliste, die unter dem Messdiagram angezeigt wird.
Wenn die Liste einmal erstellt wurde, ist der Listeninhalt ist immer verfügbar und per
Fernsteuerung abrufbar.
Fernsteuerungsbefehl:
AUTOSEARCH
(ON OFF)
INIT:CONT OFF;
CALC:MARK:FUNC:FPE:SORT X;
INIT;*WAI;
CALC:MARK:FUNC:FPE 10;
CALC:MARK:FUNC:FPE:COUN?;
CALC:MARK:FUNC:FPE:Y?;
CALC:MARK:FUNC:FPE:X?
CALC:MARK:FUNC:FPE:STAT ON | OFF
Aktiviert oder deaktiviert eine automatische Peak-Suche. Der R&S FSQ führt die
automatische Peak-Suche durch, nachdem er einen Sweep beendet hat.
Wenn Sie noch vor dem Ende des Sweeps eine Aktualisierung der Peak-Liste
benötigen, führen Sie mit dem Softkey NEW SEARCH eine neue Suche durch.
Fernsteuerungsbefehl:
SORT MODE
FREQ | LEVEL
CALC:MARK:FUNC:FPE:SEAR:AUTO ON | OFF
Der Softkey SORT MODE FREQ/LEVEL definiert die Anordnung der Kurvenmaxima
in der Liste:
•
FREQ: Anordnung nach aufsteigenden Frequenz-Werten (Zeitwerten bei Span =
0)
•
LEVEL: Anordnung nach Pegel
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK:FUNC:FPE:SORT X;
4.78
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
PEAK
EXCURSION
Der Softkey PEAK EXCURSION aktiviert bei Pegelmessungen die Eingabe des
Mindestbetrags, um den ein Signal fallen bzw. steigen muss, um von der
Suchfunktion als Maximum erkannt zu werden.
Als Eingabewerte sind 0 dB bis 80 dB zugelassen, die Auflösung ist 0.1 dB
Fernsteuerungsbefehl:
SEARCH
LIMITS
CALC:MARK:PEXC 6dB
Öffnet ein Untermenü zur Einstellung des Suchbereichs.
LEFT LIMIT | RIGHT LIMIT
THRESHOLD
SEARCH LIM OFF
LEFT LIMIT |
RIGHT LIMIT
Die Softkeys LEFT LIMIT und RIGHT LIMIT definieren die vertikalen Linien F1 und
F2 im Frequenzbereich (Span > 0) und T1/T2 im Zeitbereich (Span = 0), zwischen
denen im Frequenz- und Zeitbereich die Suche durchgeführt wird.
Ist nur eine Linie eingeschaltet, so gilt die Linie F1/T1 als untere Grenze, die obere
Grenze entspricht der Stoppfrequenz. Ist F2/T2 ebenfalls eingeschaltet, so legt
diese den oberen Grenzwert fest.
Fernsteuerungsbefehl:
THRESHOLD
Der Softkey THRESHOLD definiert eine horizontale Schwellenlinie, die den
Pegelbereich für die Maximum-Suche nach unten begrenzt.
Fernsteuerungsbefehl:
SEARCH LIM
OFF
MKR SYMBOL
(ON OFF)
CALC:THR -20dBm
CALC:THR ON
Schaltet den Suchbereich für die Peakliste aus.
Aktiviert und deaktiviert das Markersymbol (x), mit dem der R&S FSQ jeden Peak
versieht. Das Markersymbol wird nur angezeigt, wenn die Peak-Liste aktiviert ist.
Fernsteuerungsbefehl:
MKR NUMBER
(ON OFF)
CALC:MARK:X:SLIM:LEFT 1MHZ
CALC:MARK:X:SLIM:RIGH 10MHZ
CALC:MARK:X:SLIM ON
CALC:FUNC:FPE:ANN:MARK:STAT ON | OFF
Aktiviert und deaktiviert die Folgenummer, die der R&S FSQ jedem Peak zuweist.
Der R&S FSQ sortiert die Marker nach ihrem Leistungspegel in absteigender
Reihenfolge, beginnend mit dem höchsten Peak.
Sie können die Folgenummern nur aktivieren, wenn auch das Markersymbol
aktiviert ist. Wenn die Peak-Liste inaktiviert ist, können keine Folgenummern
angezeigt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
MAX PEAK
COUNT (50)
Öffnet ein Eingabefeld zum Festlegen der maximalen Anzahl von Einträgen in der
Peak-Liste.
Fernsteuerungsbefehl:
4.79
CALC:MARK:FPE:ANN:LAB:STAT ON | OFF
CALC:MARK:FUNC:FPE:LIST:SIZE <number>
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
PEAK LIST
EXPORT
Der Softkey PEAK LIST EXPORT speichert den Inhalt der Marker-Peak-Liste im
ASCII-Format in der spezifizierten Datei. Das Format des Dezimalpunktes wird
durch den Softkey DECIM SEP definiert.
Fernsteuerungsbefehl:
DECIM SEP
MMEM:STOR:PEAK 'C:\filename.txt'
Der Softkey DECIM SEP wählt zwischen den Dezimaltrennzeichen '.'
(Dezimalpunkt) und ',' (Komma) bei Gleitkommazahlen für die Funktion PEAK LIST
EXPORT.
Durch die Auswahl des Dezimaltrennzeichens werden unterschiedliche
Sprachversionen von Auswerteprogrammen (z. B. MS-Excel) unterstützt.
Fernsteuerungsbefehl:
4.5.11.6
FORM:DEXP:DSEP POIN
NF-Demodulation
Der R&S FSQ enthält Demodulatoren für AM- und FM-Signale,. Damit kann ein
dargestelltes Signal akustisch mit dem internen Lautsprecher oder mit einem
angeschlossenen Kopfhörer identifiziert werden. Die Frequenz, bei der die
Demodulation eingeschaltet wird, ist mit den Markern verknüpft. Der
Frequenzablauf stoppt an der Frequenz des aktiven Markers für eine wählbare Zeit
und demoduliert das HF-Signal. Bei der Messung im Zeitbereich (Span = 0 Hz) ist
die Demodulation kontinuierlich eingeschaltet.
Die Schwellenlinie (MKR->:SEARCH LIMITS:THRESHOLD) wirkt bei der
Demodulation als Rauschsperre (Squelch). Ist sie gesetzt, schaltet der R&S FSQ
die NF-Demodulation nur dann ein, wenn das zu demodulierende Signal die
Schwellenlinie überschreitet.
MARKER
DEMOD
MKR DEMOD ON | OFF
AM | FM
SQUELCH
MKR STOP TIME
CONT DEMOD
Der Softkey MARKER DEMOD schaltet den Hördemodulator ein. Gleichzeitig ruft er
ein Untermenü auf, in dem die gewünschte Demodulationsart ausgewählt und die
Dauer der Demodulation eingestellt werden kann.
Fernsteuerungsbefehl:
MKR DEMOD
ON | OFF
CALC:MARK1:FUNC:DEM ON
Der Softkey MKR DEMOD ON/OFF schaltet die Demodulation ein- bzw. aus.
Im Frequenzbereich (Span > 0) wird bei eingeschalteter Demodulation der
Frequenzablauf an der Frequenz des aktiven Markers - soweit der Pegel über der
Schwellenlinie liegt – angehalten und das Signal während der vorgegebenen
Stoppzeit demoduliert.
Im Zeitbereich (Span = 0) ist die Demodulation dauerhaft, d. h. nicht nur an der
Markerposition, aktiv.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK1:FUNC:DEM ON
4.80
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
AM | FM
Die Softkeys AM und FM sind Auswahlschalter, von denen nur jeweils einer aktiviert
sein kann. Sie stellen die gewünschte Demodulationsart, FM oder AM, ein.
Grundeinstellung ist AM.
Fernsteuerungsbefehl:
SQUELCH
CALC:MARK1:FUNC:DEM:SEL AM;
CALC:MARK1:FUNC:DEM:SEL FM
Der Softkey SQUELCH erlaubt die Eingabe eines Pegelschwellwertes, unter dem
die hörbare NF abgeschaltet wird. Die Squelch-Funktion ist mit der internen
Triggerfunktion (Menü TRIGGER) verknüpft, die automatisch zusammen mit dem
Squelch aktiviert wird. Der Squelch-Pegel und der Trigger-Pegel haben den
gleichen Wert.
In der Grundeinstellung ist der Squelch ausgeschaltet.
Fernsteuerungsbefehl:
MKR STOP
TIME
CALC:MARK1:FUNC:DEM:SQU ON | OFF
CALC:MARK1:FUNC:DEM:SQU:LEV 80 PCT
Der Softkey MKR STOP TIME legt die Stoppzeit zur Demodulation am Marker oder
an den Markern fest.
Der R&S FSQ hält den Frequenzablauf an Stelle des Markers bzw. der Marker
während der Dauer der eingegebenen Stoppzeit an und schaltet solange die
Demodulation ein (siehe auch MKR DEMOD ON/OFF).
Im Zeitbereich (Span = 0) ist die Demodulation unabhängig von der eingestellten
Stoppzeit dauerhaft aktiv.
Fernsteuerungsbefehl:
CONT DEMOD
Der Softkey CONT DEMOD schaltet die permanente Demodulation im
Frequenzbereich ein. Bei entsprechend langer Sweepzeit kann damit der
eingestellte Frequenzbereich akustisch überwacht werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.5.11.7
MKR->TRACE
CALC:MARK1:FUNC:DEM:HOLD 3s
CALC:MARK1:FUNC:DEM:CONT ON
Auswählen der Messkurve
Der Softkey MKR->TRACE setzt den aktiven Marker auf eine andere Messkurve. Zu
beachten ist, dass die ausgewählte Messkurve im gleichen Messfenster sichtbar ist.
Die Funktion des Softkeys ist identisch zum gleichnamigen Softkey im Menü MKR.
Beispiel
Drei Messkurven werden am Bildschirm dargestellt. Der Marker befindet sich beim
Einschalten immer auf Trace 1.
[MKR ->TRACE] "2"
Der Marker springt auf Trace 2, bleibt aber
bei der vorherigen Frequenz oder Zeit.
[MKR ->TRACE] "3"
Der Marker springt auf Trace 3.
Fernsteuerungsbefehl:
4.81
CALC:MARK:TRAC 2
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.12
Verändern von Geräteeinstellungen mit Markern – Taste MKR- >
Das Menü MKR → bietet Funktionen, mit denen Geräteparameter mit Hilfe des
gerade aktiven Markers verändert werden können. Die Funktionen können sowohl
auf Marker als auch auf Deltamarker angewandt werden.
Beim Aufrufen des Menüs wird die Eingabe für den zuletzt aktiven Marker aktiviert;
ist kein Marker eingeschaltet, so wird Marker 1 eingeschaltet und eine
Maximumsuche durchgeführt.
MKR->
SELECT MARKER
PEAK
CENTER = MKR FREQ
REF LEVEL = MKR LVL
NEXT PEAK
NEXT PEAK RIGHT
NEXT PEAK LEFT
SEARCH LIMITS !
LEFT LIMIT /
RIGHT LIMIT
THRESHOLD
SEARCH LIMIT OFF
MKR->TRACE
Seitenmenü
MKR->CF STEPSIZE
MIN
NEXT MIN
NEXT MIN RIGHT
NEXT MIN LEFT
EXCLUDE DC
EXCLUDE LO
PEAK EXCURSION
2. Seitenmenü
AUTO MAX PEAK
AUTO MIN PEAK
SELECT
MARKER
Der Softkey SELECT MARKER wählt den gewünschten Marker in einem
Dateneingabefeld aus. Die Eingabe erfolgt numerisch. Deltamarker 1 wird durch
Eingabe von „0“ ausgewählt.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK1 ON
CALC:MARK1:X <value>
CALC:MARK1:Y?
4.82
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
PEAK
Der Softkey PEAK setzt den aktiven Marker bzw. Deltamarker auf das Maximum der
zugehörigen Messkurve. Wenn bei Aufruf des Menüs MKR-> noch kein Marker
aktiviert war, wird automatisch Marker 1 eingeschaltet und die Peak-Funktion
ausgeführt.
Fernsteuerungsbefehl:
CENTER =
MKR FREQ
CALC:MARK:MAX
CALC:DELT:MAX
Der Softkey CENTER = MKR FREQ stellt die Mittenfrequenz auf die aktuelle
Marker- bzw. Deltamarkerfrequenz ein.
Damit kann ein Signal z. B. einfach in die Mitte des Frequenzdarstellbereichs
gebracht werden, um es anschließend mit kleinerem Span detailliert zu
untersuchen.
Der Softkey steht in der Zeitbereichsdarstellung (Zero Span) nicht zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:FUNC:CENT
Beispiel
Ein Spektrum wird nach PRESET mit großem Span dargestellt. Ein Signal
außerhalb der Mitte ist näher zu untersuchen:
[PRESET]
Der R&S FSQ wird in die Grundeinstellung versetzt.
[MKR->]
Marker 1 einschalten. Er springt automatisch auf das
größte Signal der Messkurve.
[CENTER=MKR FREQ] Mittenfrequenz auf die Frequenz des Markers
einstellen. Der Span wird so angepasst, dass die
Minimalfrequenz (=0 Hz) oder die Maximalfrequenz
nicht überschritten wird.
[SPAN]
REF LEVEL =
MKR LVL
Den Span nun verringern, z. B. mit dem Drehknopf.
Der Softkey REF LEVEL = MKR LVL stellt den Referenzpegel auf den Wert des
aktuellen Marker-Pegels ein.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:FUNC:REF
Beispiel
Ein Spektrum wird nach PRESET mit großem Span dargestellt. Ein Signal
außerhalb der Mitte ist näher zu untersuchen:
4.83
[PRESET]
Der R&S FSQ wird in die Grundeinstellung
versetzt.
[MKR->]
Marker 1 einschalten. Er springt automatisch auf
das größte Signal der Messkurve.
[CENTER=MKR FREQ]
Mittenfrequenz auf die Frequenz des Markers
einstellen. Der Span wird so angepasst, dass die
Minimalfrequenz
(=0
Hz)
oder
die
Maximalfrequenz nicht überschritten wird.
[REF LEVEL = MKR LVL]
Referenzpegel auf den gemessenen Markerpegel
einstellen.
[SPAN]
Den Span nun verringern, z. B. mit dem
Drehknopf.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
NEXT PEAK
Der Softkey NEXT PEAK setzt den aktiven Marker bzw. Deltamarker auf den
nächstkleineren Maximalwert der zugehörigen Messkurve.
Fernsteuerungsbefehl:
NEXT PEAK
RIGHT
Der Softkey NEXT PEAK RIGHT setzt den aktiven Marker bzw. Deltamarker auf den
nächstkleineren Maximalwert, der sich auf der zugehörigen Messkurve rechts von
der aktuellen Position befindet.
Fernsteuerungsbefehl:
NEXT PEAK
LEFT
CALC:MARK:MAX:RIGH
CALC:DELT:MAX:RIGH
Der Softkey NEXT PEAK LEFT setzt den aktiven Marker bzw. Deltamarker auf den
nächstkleineren Maximalwert, der sich auf der zugehörigen Messkurve links von der
aktuellen Position befindet.
Fernsteuerungsbefehl:
SEARCH
LIMITS
CALC:MARK:MAX:NEXT
CALC:DELT:MAX:NEXT
CALC:MARK:MAX:LEFT
CALC:DELT:MAX:LEFT
LEFT LIMIT /
RIGHT LIMIT
THRESHOLD
SEARCH LIMIT OFF
Der Softkey SEARCH LIMITS begrenzt den Suchbereich für die Maximum- oder
Minimum-Suche Der Softkey wechselt in ein Untermenü, in dem die Grenzen des
Suchbereichs in x- und y-Richtung definiert werden können.
LEFT LIMIT /
RIGHT LIMIT
Die Softkeys LEFT LIMIT und RIGHT LIMIT definieren die vertikalen Linien F1 und
F2 im Frequenzbereich (Span > 0) und T1 / T2 im Zeitbereich (Span = 0), zwischen
denen im Frequenz- und Zeitbereich die Suche durchgeführt wird.
Ist nur LEFT LIMIT eingeschaltet, so gilt die Linie F1/T1 als untere Grenze, die
obere Grenze entspricht der Stoppfrequenz. Ist RIGHT LIMIT ebenfalls
eingeschaltet, so legt diese den oberen Grenzwert fest.
Fernsteuerungsbefehl:
THRESHOLD
CALC:MARK:X:SLIM:LEFT 1MHZ
CALC:MARK:X:SLIM:RIGH 10MHZ
CALC:MARK:X:SLIM ON
Der Softkey THRESHOLD definiert eine horizontale Schwellenlinie.
Die Schwellenlinie begrenzt den Pegelbereich für die Maximum-Suche nach unten
und für die Minimum-Suche nach oben.
Fernsteuerungsbefehl:
SEARCH LIMIT
OFF
CALC:THR -20dBm
CALC:THR ON
Der Softkey SEARCH LIMIT OFF schaltet alle Begrenzungen des Suchbereichs
gleichzeitig ab.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK:X:SLIM OFF
CALC:THR OFF
4.84
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
MKR->TRACE
Die Funktion dieses Softkeys ist identisch zu der des Softkeys MKR->TRACE im
Menü MKR (siehe „MKR->TRACE“ auf Seite 4.67).
MKR->CF
STEPSIZE
Der Softkey MKR->CF STEPSIZE setzt die Schrittweite für die Veränderung der
Mittenfrequenz auf die eingestellte der Markerfrequenz und stellt den Modus der
Schrittweitenanpassung auf MANUAL. Die CF STEP SIZE bleibt solange auf
diesem Wert, bis im STEP-Menü der Mittenfrequenzeingabe wieder von MANUAL
auf AUTO umgeschaltet wird.
Die Funktion MKR->CF STEPSIZE ist vor allem hilfreich bei Oberwellenmessung
mit hoher Messdynamik (kleine Bandbreite und kleiner Frequenz-Darstellbereich).
Der Softkey steht im Zeitbereich (Span = 0 Hz) nicht zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:FUNC:CST
Beispiel
Die Pegel von Harmonischen eines CW-Trägers bei 100 MHz sollen gemessen
werden.
MIN
[PRESET]
Der R&S FSQ wird in die Grundeinstellung versetzt.
[CENTER: 100 MHz]
R&S FSQMittenfrequenz auf 100 MHz einstellen.
Der Span wird auf 200 MHz eingestellt.
[SPAN: 1 MHz]
Frequenzdarstellbereich auf 100 MHz einstellen.
[MKR->]
Marker 1 einschalten.
Maximalwert des Signals.
[NEXT]
R&S FSQIn das Seitenmenü wechseln.
[MKR->CF STEPSIZE]
Schrittweite der Mittenfrequenzeinstellung gleich der
Markerfrequenz (100 MHz) setzen.
[CENTER]
Eingabe der Mittenfrequenz aktivieren.
[STEP UP]
Mittenfrequenz auf 200 MHz einstellen. Die erste
Oberwelle des Messsignals wird dargestellt.
[MKR->: PEAK]
Marker auf die Oberwelle setzen. Der Pegel wird im
Marker-Info-Feld ausgegeben.
den
CALC:MARK:MIN
CALC:DELT:MIN
CALC:MARK:MIN:NEXT
CALC:DELT:MIN:NEXT
Der Softkey NEXT MIN RIGHT setzt den aktiven Marker bzw. Deltamarker auf den
nächstgrößeren Minimalwert, der sich auf zugehörigen Messkurve rechts von der
aktuellen Position befindet.
Fernsteuerungsbefehl:
4.85
auf
Der Softkey NEXT MIN setzt den aktiven Marker bzw. Deltamarker auf den
nächstgrößeren Minimalwert der zugehörigen Messkurve.
Fernsteuerungsbefehl:
NEXT MIN
RIGHT
springt
Der Softkey MIN setzt den aktiven Marker auf Minimalwert der zugehörigen
Messkurve.
Fernsteuerungsbefehl:
NEXT MIN
Er
CALC:MARK:MIN:RIGH
CALC:DELT:MIN:RIGH
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
NEXT MIN
LEFT
Der Softkey NEXT MIN LEFT setzt den aktiven Marker bzw. Deltamarker auf den
nächstgrößeren Minimalwert, der sich auf zugehörigen Messkurve links von der
aktuellen Position befindet.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:MIN:LEFT
CALC:DELT:MIN:LEFT
EXCLUDE DC
Der Softkey EXCLUDE DC übernimmt im FFT Analyzer die Funktion des Softkeys
EXCLUDE LO (nur mit Option R&S FSQ-B71, siehe separate Beschreibung auf der
User Documentation CD_ROM).
EXCLUDE LO
Der Softkey EXCLUDE LO schränkt den Frequenzbereich
Markersuchfunktionen ein oder hebt die Einschränkung auf.
die
aktiviert
Bedingt durch den Durchschlag des ersten Umsetzoszillators
auf die erste Zwischenfrequenz am Eingangsmischer wird
dieser als Signal bei der Frequenz 0 Hz abgebildet. Damit bei
Einstellungen des Darstellbereichs, die die Frequenz 0 Hz mit
einschließen, der Marker z. B. bei der Peak-Funktion nicht auf
den Lokaloszillator bei 0 Hz springt, wird diese Frequenz bei
der Suche ausgeschlossen. Die minimale Frequenz, auf die der
Marker springt, ist ≥ 6 × Auflösebandbreite (RBW).
deaktiviert
Der Suchbereich ist nicht eingeschränkt. Die Frequenz 0 Hz
wird bei den Marker-Suchfunktionen mit eingeschlossen
Fernsteuerungsbefehl:
PEAK
EXCURSION
für
CALC:MARK:LOEX ON
Der Softkey PEAK EXCURSION aktiviert bei Pegelmessungen die Eingabe des
Mindestbetrags, um den ein Signal fallen bzw. steigen muss, um von den
Suchfunktionen NEXT PEAK und NEXT MIN als Maximum oder Minimum erkannt
zu werden.
Als Eingabewerte sind 0 dB bis 80 dB zugelassen, die Auflösung ist 0.1 dB
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:PEXC 10 dB
Die Voreinstellung der Peak Excursion beträgt 6 dB. Dies ist für die Funktionen
NEXT PEAK (bzw. NEXT MIN) ausreichend, da immer das nächst kleinere (bzw.
größere) Signal gesucht wird.
Die Funktionen NEXT PEAK LEFT oder NEXT PEAK RIGHT suchen unabhängig
von der aktuellen Signalamplitude nach dem nächsten relativen Maximum rechts
oder links von der augenblicklichen Markerposition. Ein relatives Maximum ist dann
gegeben, wenn die Signalamplitude beidseitig vom Maximum um einen bestimmten
Betrag, der Peak Excursion abfällt.
Die in der Peak Excursion voreingestellte 6-dB-Pegeländerung kann bereits durch
das Eigenrauschen des Gerätes erreicht werden. Damit identifiziert der R&S FSQ
Rauschspitzen als Peaks. In diesem Fall muss die PEAK EXCURSION größer
eingegeben werden als der Unterschied zwischen dem größten und kleinsten
Messwert der Rauschanzeige.
Das folgende Beispiel erläutert die Wirkung unterschiedlicher Einstellungen von
PEAK EXCURSION.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.86
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Bild 4.8 Beispiel für Pegelmessungen bei verschiedenen Einstellungen von Peak Excursion
Die nachfolgende Tabelle enthält die Signale, wie im Diagramm durch die
Markernummern gekennzeichnet, sowie das Minimum der Pegelabsenkung nach
rechts und links:
Signal
min. Pegelabsenkung nach rechts bzw. links
1
30 dB
2
29.85 dB
3
7 dB
4
7 dB
Die Einstellung Peak Excursion 40 dB führt dazu, dass bei NEXT PEAK bzw. NEXT
PEAK RIGHT oder NEXT PEAK LEFT kein weiteres Signal gefunden wird, weil der
Pegel bei keinem Signal beidseitig weiter als 30 dB abfällt, bevor er wieder ansteigt.
Reihenfolge der gefundenen Signale:
PEAK:
Signal 1
NEXT PEAK:
Signal 1 (kein weiterer Peak gefunden)
oder
PEAK:
Signal 1
NEXT PEAK LEFT:
Signal 1 (kein weiterer Peak gefunden)
NEXT PEAK RIGHT: Signal 1 (kein weiterer Peak gefunden)
Die Einstellung Peak Excursion 20 dB führt dazu, dass bei NEXT PEAK bzw. NEXT
PEAK RIGHT jetzt auch Signal 2 erkannt wird, da hier der Pegel nach beiden Seiten
um mindestens 29.85 dB abfällt.
4.87
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Reihenfolge der gefundenen Signale:
PEAK:
Signal 1
NEXT PEAK:
Signal 2
NEXT PEAK:
Signal 2 (kein weiterer Peak gefunden)
oder
PEAK:
Signal 1
NEXT PEAK LEFT:
Signal 1 (kein weiterer Peak gefunden)
NEXT PEAK RIGHT: Signal 2
NEXT PEAK RIGHT: Signal 2 (kein weiterer Peak gefunden)
Bei Einstellung Peak Excursion 6 dB erkennen NEXT PEAK und NEXT PEAK LEFT
/ NEXT PEAK RIGHT alle Signale.
Reihenfolge der gefundenen Signale:
PEAK:
Signal 1
NEXT PEAK:
Signal 2
NEXT PEAK:
Signal 3
NEXT PEAK:
Signal 4
oder
PEAK:
Signal 1
NEXT PEAK LEFT:
Signal 3
NEXT PEAK RIGHT: Signal 1
NEXT PEAK RIGHT: Signal 2
NEXT PEAK RIGHT. Signal 4
AUTO MAX
PEAK
AUTO MIN
PEAK
Die Softkeys AUTO MAX PEAK / AUTO MIN PEAK dienen zur Hinzufügung einer
automatischen Peak-Such-Aktion für Marker 1 an Ende jedes einzelnen Sweeps.
Diese Funktion kann z.B. bei Anpassungen eines Geräts während des Tests
verwendet werden, um die aktuelle Position und den Pegel des Markers zu
verfolgen.
Die aktuellen Einstellungen für die Grenzen des Suchbereichs (Search Limits LEFT
LIMIT, RIGHT LIMIT, THRESHOLD, EXCLUDE LO) werden berücksichtigt.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK:MAX:AUTO ON | OFF
CALC:MARK:MIN:AUTO ON | OFF
4.88
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13
Leistungsmessungen – Taste MEAS
Mit seinen Leistungsmessfunktionen ist der R&S FSQ in der Lage, alle notwendigen
Parameter mit hoher Genauigkeit und Dynamik zu messen.
Bei der hochfrequenten Übertragung von Nachrichten wird nahezu immer
(Ausnahme z.b.: SSB-AM) ein modulierter Träger übertragen. Durch die dem Träger
aufmodulierte Information belegt dieser ein Spektrum, das durch die Modulation, die
übertragene Datenrate und die Filterung des Signals bestimmt ist. Jedem Träger ist
innerhalb eines Übertragungsbandes ein Kanal zugewiesen, der diese Parameter
berücksichtigt. Damit eine fehlerfreie Übertragung möglich wird, sind von jedem
Sender die ihm vorgegebenen Parameter einzuhalten. Unter anderem sind dies
•
die Ausgangsleistung,
•
die belegte Bandbreite, d. h. die Bandbreite, innerhalb der sich ein vorgegebener
Prozentsatz der Leistung befinden muss und
•
die Leistung, die in den Nachbarkanälen abgegeben werden darf.
Zusätzlich enthält das Menü Funktionen zur Bestimmung des Modulationsgrads bei
AM-modulierten Signalen und zur Bestimmung des Interceptpunkts 3. Ordnung.
Im Menü ist außerdem die Messung der Spurious Emissions, also der
Aussendungen außerhalb des zugewiesenen Sendebandes enthalten.
Die Auswahl und die Einstellung der Messungen werden im Menü MEAS
durchgeführt.
MEAS
TIME DOM POWER !
CHAN PWR ACP MULT CARR ACP !
OCCUPIED BANDWIDTH !
SIGNAL STATISTIC !
C/N / C/NO !
MODULATION DEPTH
IQ MODE
SPURIOUS EMISSIONS !
SPECTRUM EMISSION MASK !
SELECT MARKER
Seitenmenü
TOI
TOI MKR CALC SRCH
HARMONIC DISTOR !
4.89
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Die Taste MEAS ruft das Menü zum Einstellen der Leistungsmessungen auf.
Folgende Messungen sind möglich:
•
Leistung im Zeitbereich („TIME DOM POWER“ auf Seite 4.91)
•
Kanal- und Nachbarkanalleistung im Frequenzbereich mit einem bzw. mehreren
Trägern („CHAN PWR ACP MULT CARR ACP“ auf Seite 4.99)
•
Belegte Bandbreite („OCCUPIED BANDWIDTH“ auf Seite 4.118)
•
Signal- / Rauschleistung („C/N / C/NO“ auf Seite 4.132)
•
Amplitudenverteilung („SIGNAL STATISTIC“ auf Seite 4.124)
•
Modulationsgrad („MODULATION DEPTH“ auf Seite 4.134)
•
Nebenaussendungen („SPURIOUS EMISSIONS“ auf Seite 4.123)
•
Interceptpunkt 3. Ordnung („TOI“ auf Seite 4.139)
•
Klirrfaktor („HARMONIC DISTOR“ auf Seite 4.141)
Die oben genannten Messungen werden alternativ durchgeführt.
4.5.13.1
Leistungsmessung im Zeitbereich
Mit der Messfunktion "Time Domain Power" ermittelt der R&S FSQ im Zeitbereich
(SPAN = 0 Hz) die Leistung des Signals durch Integration der Leistungen an den
einzelnen Bildpunkten und anschließender Division mit der Anzahl der Bildpunkte.
Damit kann die Leistung von TDMA-Signalen z. B. während der Sendephase oder
während der Stummphase gemessen werden. Dabei ist die Messung des
Leitungsmittelwerts (MEAN) oder des Effektivwerts (RMS) über die Einzelleistungen
möglich.
Das Messergebnis wird im Marker-Infofeld angezeigt.
Die Messwerte werden entweder nach jedem Sweep aktualisiert oder über eine
definierbare Zahl von Sweeps gemittelt (AVERAGE ON/OFF und NUMBER OF
SWEEPS), um z. B. den Leistungsmittelwert über mehrere Bursts zu ermitteln. Bei
der Maximalwertbildung (PEAK HOLD ON) wird jeweils der größte Wert aus
mehreren Sweeps angezeigt.
Beispiel
Marker Infofeld bei: MEAN eingeschaltet, AVERAGE ON und PEAK HOLD ON:
MEAN HOLD
MEAN AV
-2.33 dBm
-2.39 dBm
Wenn sowohl die Einschalt- als auch die Ausschaltphase eines Burstsignals
dargestellt wird, kann mit Senkrechten Linien der Messbereich auf die Sendephase
oder die Stummphase eingeschränkt werden. Durch Setzen einer Messung als
Bezugswert und anschließender Veränderung des Messbereichs kann z. B. das
Verhältnis zwischen Signal- und Rauschleistung eines TDMA-Signals gemessen
werden.
Beim Einschalten der Leistungsmessung wird der Sample-Detektor aktiviert
(TRACE-DETECTOR-SAMPLE).
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.90
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
TIME DOM
POWER
POWER ON | OFF
PEAK
RMS
MEAN
STANDARD DEVIATION
LIMIT ON | OFF
START LIMIT
STOP LIMIT
Seitenmenü
SET REFERENCE
POWER ABS | REL
MAX HOLD ON | OFF
AVERAGE ON | OFF
NUMBER OF SWEEPS
Der Softkey TIME DOM POWER schaltet die Messung der Leistung im Zeitbereich
ein und wechselt ins Untermenü zur Konfiguration der Leistungsmessung.
Im Untermenü stehen die Art der Leistungsmessung (Effektiv- oder
Mittelwertbildung), die Einstellungen zur Maximalwertbildung und Mittelung und die
Definition der Messgrenzen zur Auswahl.
Der Bereich für die Leistungsmessung kann durch Grenzwerte eingeschränkt
werden.
Die Messung ist nur im Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
POWER
ON | OFF
Der Softkey POWER ON/OFF schaltet die Leistungsmessung aus- oder ein. Er ist
bei Aufruf des Untermenüs im Zustand ON, da die Leistungsmessung bereits durch
den Softkey TIME DOM POWER im übergeordneten Menü eingeschaltet wird.
Die Messung wird auf dem Trace durchgeführt, auf dem Marker 1 sitzt. Um einen
anderen Trace auszuwerten, muss Marker 1 mit Softkey SELECT TRACE im Menü
MKR auf einen anderen Trace gesetzt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.91
CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE:RES?
CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS:RES?
CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN:RES?
CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV:RES?
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
PEAK
Der Softkey PEAK schaltet die Ausgabe des Maximalwerts der Messpunkte aus der
dargestellten Messkurve oder eines Teilbereichs daraus ein.
Bei Maximalwertbildung wird der seit der Aktivierung von MAX HOLD ON bisher
größte Maximalwert angezeigt.
Bei AVERAGE ON werden die Maximalwerte einer Messkurve über mehrere
Sweepabläufe gemittelt und angezeigt.
Die Anzahl der Sweepabläufe, über die gemittelt bzw. der Maximalwert ermittelt
wird, wird mit Softkey NUMBER OF SWEEPS eingestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
RMS
CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE:RES?
Der Softkey RMS schaltet die Bildung des Effektivwerts der Messpunkte aus der
dargestellten Messkurve oder eines Teilbereichs daraus ein.
Bei Maximalwertbildung wird der seit der Aktivierung von MAX HOLD ON bisher
größte Effektivwert angezeigt.
Bei AVERAGE ON werden die Effektivwerte einer Messkurve über mehrere
Sweepabläufe gemittelt und angezeigt.
Die Anzahl der Sweepabläufe, über die gemittelt bzw. der Maximalwert ermittelt
wird, wird mit Softkey NUMBER OF SWEEPS eingestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
MEAN
CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS:RES?
Der Softkey MEAN schaltet die Bildung des Mittelwerts der Messpunkte aus der
dargestellten Messkurve oder eines Teilbereichs daraus ein. Berechnet wird der
lineare Mittelwert der äquivalenten Spannungen.
Damit kann beispielsweise die mittlere Trägerleistung (Mean Power) während eines
GSM-Bursts gemessen werden.
Bei Maximalwertbildung wird der seit der Aktivierung von MAX HOLD ON bisher
größte Mittelwert angezeigt.
Bei AVERAGE ON werden die Mittelwerte einer Messkurve über mehrere
Sweepabläufe gemittelt und angezeigt.
Die Anzahl der Sweepabläufe, über die gemittelt bzw. der Maximalwert ermittelt
wird, wird mit Softkey NUMBER OF SWEEPS eingestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
STANDARD
DEVIATION
CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN:RES?
Der Softkey STANDARD DEVIATION schaltet die Berechnung der
Standardabweichung der Tracepunkte zum Mittelwert ein und gibt diese als
Messwert aus. Dazu wird automatisch die Messung der mittleren Trägerleistung
(Mean Power) eingeschaltet.
Bei Maximalwertbildung wird der seit der Aktivierung von MAX HOLD ON bisher
größte Standardabweichung angezeigt.
Bei AVERAGE ON werden die Standardabweichungen einer Messkurve über
mehrere Sweepabläufe gemittelt und angezeigt.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.92
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Die Anzahl der Sweepabläufe, über die gemittelt bzw. der Maximalwert ermittelt
wird, wird mit Softkey NUMBER OF SWEEPS eingestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
LIMIT ON | OFF
CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV:RES?
Der Softkey LIMIT ON/OFF schaltet zwischen eingeschränktem (ON) und nichteingeschränktem (OFF) Auswertebereich um.
Der Auswertebereich wird durch die Softkey START LIMIT und STOP LIMIT
festgelegt. Ist LIMIT = ON wird nur zwischen den beiden Linien nach den
entsprechenden Signalen gesucht.
Ist nur eine Linie eingeschaltet, so gilt die Zeitlinie 1 als untere Grenze, die obere
Grenze entspricht dem Sweepende. Ist die Zeitlinie 2 ebenfalls eingeschaltet, so
legt diese den oberen Grenzwert fest.
Ist keine Linie eingeschaltet, erfolgt keine Einschränkung des Auswertebereichs.
Die Grundeinstellung ist LIMIT = OFF.
Fernsteuerungsbefehl:
START LIMIT
Der Softkey START LIMIT aktiviert die Eingabe der unteren Grenze des
Auswertebereichs.
Fernsteuerungsbefehl:
STOP LIMIT
CALC:MARK:X:SLIM:LEFT <value>
Der Softkey STOP LIMIT aktiviert die Eingabe der oberen Grenze des
Auswertebereichs.
Fernsteuerungsbefehl:
SET
REFERENCE
CALC:MARK:X:SLIM OFF
CALC:MARK:X:SLIM:RIGH <value>
Der Softkey SET REFERENCE setzt die augenblicklich bei der Bildung des
Mittelwerts (MEAN) und des Effektivwerts (RMS) gemessenen Leistungen als
Referenzwerte. Diese Referenzwerte werden verwendet, um relative Messungen
durchzuführen.
Ist die Bildung des Mittelwerts (MEAN) und des Effektivwerts (RMS) nicht
eingeschaltet, so wird als Referenzwert 0 dBm verwendet.
Ist die Mittelwert- (AVERAGE) oder Maximalwertbildung (MAX HOLD) über mehrere
Sweeps eingeschaltet, so ist der Augenblickswert der zum betrachteten Zeitpunkt
aufsummierte Messwert.
Fernsteuerungsbefehl:
POWER
ABS | REL
CALC:MARK:FUNC:SUMM:REF:AUTO ONCE
Der Softkey POWER ABS/REL wählt die Messung der Leistung zwischen absoluten
Leistungen (Grundeinstellung) und relativen Leistungen aus. Der Bezugswert für die
relative Leistung ist die mit SET REFERENCE definierte Leistung.
Fehlt die Festlegung des Bezugswerts, so wird der Wert 0 dBm verwendet.
Fernsteuerungsbefehl:
MAX HOLD
ON | OFF
CALC:MARK:FUNC:SUMM:MODE ABS
Der Softkey MAX HOLD ON/OFF schaltet die Maximalwertbildung aus den
Messungen bei aufeinanderfolgenden Sweeps ein- und aus.
Die Anzeige des Maximalwerts nach jedem Sweep wird nur aktualisiert, wenn
größere Werte aufgetreten sind.
4.93
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Ein Rücksetzen des Maximalwerts ist durch Aus- und Wiedereinschalten des
Softkeys MAX HOLD ON / OFF möglich.
Fernsteuerungsbefehl:
AVERAGE
ON | OFF
CALC:MARK:FUNC:SUMM:PHOL ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE:PHOL:RES?
CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS:PHOL:RES?
CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN:PHOL:RES?
CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV:PHOL:RES?
Der Softkey AVERAGE ON/OFF schaltet die Mittelwertbildung aus den Messungen
aufeinander folgender Sweeps ein- und aus.
Ein Rücksetzen der Messwerte ist durch Aus- und Wiedereinschalten des Softkeys
AVERAGE ON / OFF möglich.
Fernsteuerungsbefehl:
NUMBER OF
SWEEPS
CALC:MARK:FUNC:SUMM:AVER ON
CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE:AVER:RES?
CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS:AVER:RES?
CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN:AVER:RES?
CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV:AVER:RES?
Der Softkey NUMBER OF SWEEPS aktiviert die Eingabe der Anzahl der Sweeps,
die zur Maximal- oder Mittelwertbildung herangezogen werden.
Bei SINGLE SWEEP
Der R&S FSQ sweept solange, bis die
eingestellte Anzahl von Sweeps erreicht ist,
und stoppt dann.
Bei CONTINOUS SWEEP
Die Mittelwertbildung erfolgt bis zum
Erreichen der eingestellten Anzahl von
Sweeps und geht dann in eine gleitende
Mittelwertbildung
über.
Die
Maximalwertbildung (MAX HOLD) erfolgt
unabhängig von der eingestellten Anzahl an
Sweeps endlos.
Der zulässige Wertebereich ist 0 bis 32767.
Die Mittelung wird abhängig von der spezifizierten Anzahl von Sweeps nach
folgenden Regeln durchgeführt:
NUMBER OF SWEEPS = 0
10 Messwerte werden für eine gleitende
Mittelung herangezogen.
NUMBER OF SWEEPS = 1
Es findet keine Mittelung statt, Maxhold und
Minhold werden durchgeführt.
NUMBER OF SWEEPS > 1
Es findet eine Mittelung über die eingestellte
Anzahl der Messwerte statt.
Diese Einstellung ist äquivalent zu den Einstellungen der Sweepanzahl in den
Menüs TRACE.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SWE:COUN <value>
4.94
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Beispiel
Die Mean Power eines GSM-Bursts mit 0 dBm Nominalleistung bei 800 MHz soll
gemessen werden.
[PRESET]
R&S FSQ in die Grundeinstellung setzen.
[FREQ: CENTER: 800 MHz]
Mittenfrequenz auf 800 MHz einstellen.
[SPAN: ZERO SPAN]
Zeitbereichsdarstellung
einstellen.
[AMPT: 0 dBm]
Referenzpegel auf 0 dBm einstellen.
[BW: RES BW MANUAL: 30
kHz]
Auflösebandbreite
gemäß
der
Messanforderung der GSM-Standards auf 30
kHz einstellen.
[SWEEP: SWEEPTIME
MANUAL 600 µs]
Sweepzeit auf 600 µs einstellen.
[TRIG: VIDEO: 50 %]
Videosignal als Triggerquelle das Videosignal
verwenden
[MEAS]
Menü für die Messfunktionen aufrufen.
[TIME DOM POWER]
Leistungsmessung im Zeitbereich einschalten.
Der R&S FSQ errechnet aus den Punkten der
gesamten Messkurve die Leistung (Mean
Power).
(Span
=
0
Hz)
Gleichzeitig öffnet sich das Untermenü zur
Konfiguration
der
Leistungsmessung.
Eingeschaltet ist bereits MEAN.
[LIMITS ON]
Einschränkung des Zeitbereichs
Leistungsmessung aktivieren.
für
die
[START LIMIT: 250 µs]
Beginn für die Leistungsmessung auf 250 µs
festlegen.
[STOP LIMIT: 500 µs]
Ende für die Leistungsmessung auf 500 µs
einstellen.
Die GSM-Vorschriften verlangen, dass die Leistung zwischen 50 und 90 % des
TDMA-Bursts gemessen wird. Die oben eingestellten Zeiten entsprechen etwa
dem geforderten Zeitbereich.
4.95
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13.2
Kanal- und Nachbarkanal-Leistungsmessungen
Bei allen Kanal- und Nachbarkanal-Leistungsmessungen wird von einer
vorgegebenen Kanalkonfiguration ausgegangen, die sich z. B. an einem
Funkübertragungssystem orientiert.
Diese Konfiguration ist durch die nominale Kanalfrequenz (= Mittenfrequenz des
R&S FSQ, falls nur ein Träger aktiv ist), die Kanalbandbreite, den Kanalabstand, die
Nachbarkanalbandbreite und den Nachbarkanalabstand definiert. Der R&S FSQ
kann die Leistung in bis zu zwölf Nutzkanälen und bis zu drei Nachbarkanälen (18
Kanäle: 12 Nutzkanäle, 3 untere und 3 obere Nachbarkanäle) gleichzeitig messen.
Er bietet zwei Methoden zur Kanal- oder Nachbarkanalleistungsmessung an:
•
Die Integrated Bandwidth Method (IBW-Methode), d. h. die Integration der
Tracepixel innerhalb der Bandbreite des messenden Kanals zu der
Gesamtleistung im Kanal,
•
Die Messung im Zeitbereich (Fast ACP) mit Hilfe von steilen Auflösefiltern, die
den Kanal nachbilden.
Beide Methoden führen zu gleichen Ergebnissen. Die Messung im Zeitbereich kann
jedoch wesentlich schneller durchgeführt werden, da das komplette Signal innerhalb
eines Kanals gleichzeitig gemessen wird. Bei der IBW-Methode wird der Kanal mit
einer im Vergleich zur Kanalbandbreite kleinen Auflösebandbreite erst in
Teilspektren zerlegt. Anschließend werden diese durch Integration der Tracepixel
wieder zu einer Gesamtleistung zusammengefasst.
Bei der IBW-Methode erfolgt die Kennzeichnung der Übertragungskanäle oder der
Nachbarkanäle am Bildschirm durch senkrechte Linien im Abstand der halben
Kanalbandbreite links und rechts von der jeweiligen Kanal-Mittenfrequenz. (siehe
Bild 4.9).
Bei der Time-Domain-Methode wird der Zeitverlauf der Leistung in den
verschiedenen Kanälen dargestellt. Die Grenzen zwischen den Kanälen werden
durch senkrechte Linien am Bildschirm gekennzeichnet (siehe Bild 4.10).
Bei beiden Methoden werden die Messergebnisse tabellarisch in der unteren
Bildschirmhälfte dargestellt.
Für die üblichen Standards aus dem Mobilfunkbereich bietet der R&S FSQ
vordefinierte Standardeinstellungen an, die aus einer Tabelle ausgewählt werden
können. Damit wird die Kanalkonfiguration automatisch ohne separate Eingabe der
entsprechenden Parameter vorgenommen.
Bei einigen Standards ist die Kanalleistung und die Nachbarkanalleistung mit einem
dem Empfangsfilter entsprechenden Wurzel-Kosinus-Filter zu bewerten. Diese Art
der Filterung wird bei Auswahl der entsprechenden Standards (z. B. NADC, TETRA
oder 3GPP W-CDMA) bei beiden Methoden automatisch eingeschaltet.
Ab Firmwaren 4.3x ist es möglich, überlappende Nachbarkanalmessungen
durchzuführen. Basierend auf einer gemeinsamen Trägereinstellung können zwei
geringfügig unterschiedliche ADJ-Kanäle gleichzeitig gemessen werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.96
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Beispiel
ACP Measurement A und Measurement B benutzen dieselben TX Kanal-Einstellung
(Channel Bandwidth).
Die ADJ Einstellungen sind unterschiedlich für Messung A und B, beide Messungen
können gleichzeitig durchgeführt werden. Folgende Schritte sind dafür notwendig:
1. Einstellen der ACP Messung mit zwei ADJ Kanälen (ADJ Channel = 2).
2. Festlegen der ADJ-Einstellungen (Bandbreite, Spacing) für Messung A.
3. Festlegen der ALT1-Einstellungen (Bandbreite, Spacing) für den ADJ-Kanal der
Messung B.
4. Durchführen der ACP Messung
5. Auslesen der ACP Messergebnisse:
’Carrier Power’ gilt für Messung A und B
’ADJ result’ ist das ADJ Ergebnis der Messung A.
’ALT1 result’ ist das ADJ Ergebnis der Messung B.
Die gleichzeitige Messung wird für ACP-Messung angeboten, jedoch nicht für
Multi Carrier ACP-Messung.
4.97
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Bild 4.9 Bildschirmdarstellung bei der Nachbarkanalleistungsmessung nach der IBW-Methode
Bild 4.10 Bildschirmdarstellung bei der Nachbarkanalleistungsmessung nach der Time DomainMethode
Für die Messung können Grenzwerte für die Leistungen in den Nachbarkanälen
definiert werden. Wenn die Grenzwertüberprüfung eingeschaltet ist, wird bei der
Messung eine Pass-/Fail-Information mit Kennzeichnung der überschrittenen
Leistung in der Tabelle in der unteren Bildschirmhälfte ausgegeben.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.98
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Bei eingeschalteter CP/ACP-Messung sind die Funktionen SPLIT SCREEN und
FULL SCREEN blockiert.
Die Kanalkonfiguration erfolgt in den Untermenüs MEAS - CHAN PWR ACP oder
MEAS - MULT CARR ACP:
CHAN PWR
ACP
MULT CARR
ACP
CP/ACP ON | OFF
CP/ACP STANDARD
CP/ACP CONFIG !
NO. OF ADJ CHAN
NO. OF TX CHAN
CHANNEL BANDWIDTH
CHANNEL SPACING
ACP REF SETTINGS
CP/ACP ABS | REL
CHAN PWR / HZ
POWER MODE !
CLEAR/WRITE
MAX HOLD
ADJUST SETTINGS
Seitenmenü
ACP LIMIT CHECK
EDIT ACP LIMITS
WEIGHTING FILTER
ADJ REFLVL OFFSET
SELECT TRACE
SET CP REFERENCE
SWEEP TIME
NOISE CORR
ON | OFF
FAST ACP ON | OFF
FULL SIZE DIAGRAM
ADJUST REF LVL
SELECT USER STD
SAVE AS USER STD
DELETE USER STD
4.99
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Die beiden Softkeys CHAN PWR ACP und MULT CARR ACP starten eine Kanalbzw. Nachbarkanalleistungsmessung, entweder für ein einzelnes Trägersignal
(CHAN PWR ACP) oder mehrere Trägersignale (MULT CARR ACP), abhängig von
der momentanen Messkonfiguration. Zusätzlich öffnet sich ein Untermenü, in dem
die Parameter für Kanalleistungsmessungen eingestellt werden können. Die
Softkeys werden farbig hinterlegt zum Hinweis, dass eine Kanal- oder
Nachbarkanalleistungsmessung eingeschaltet ist.
Die Softkeys sind nur im Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar.
CP/ACP
ON | OFF
Der Softkey CP/ACP ON/OFF schaltet die Berechnung der Kanalleistung oder der
Nachbarkanalleistung ein bzw. aus.
Die Messung erfolgt in der Grundeinstellung durch Summation der Leistungen an
den Anzeigepunkten innerhalb des spezifizierten Kanals (IBW-Methode).
Die Leistungen in den Nachbarkanälen werden entweder absolut oder relativ zur
Leistung im Übertragungskanal berechnet. Die Grundeinstellung ist die relative
Messung (siehe Softkey CP/ACP ABS/ REL).
Beim Einschalten der Multi Carrier ACP Messung wird die Anzahl der Messpunkte
erhöht, um ausreichende Genauigkeit beim Bestimmen der Leistung in den Kanälen
sicherzustellen.
Fernsteuerungsbefehl:
CP/ACP
STANDARD
CALC:MARK:FUNC:POW:SEL CPOW|ACP|MCAC
CALC:MARK:FUNC:POW:RES?
CPOW|ACP|MCAC
CALC:MARK:FUNC:POW OFF
Der Softkey CP/ACP STANDARD öffnet eine Tabelle zur Auswahl von Einstellungen
gemäß vordefinierter Standards. Die Messparameter für die Kanal- oder
Nachbarkanalleistungsmessung werden nach Maßgabe des gewählten
Mobilfunkstandards eingestellt.
NONE
E-UTRA/LTE Square
E-UTRA/LTE Square/RRC
W-CDMA 4.096 FWD
W-CDMA 4.096 REV
W-CDMA 3GPP FWD
W-CDMA 3GPP REV
CDMA IS95A FWD
CDMA IS95A REV
CDMA IS95C Class 0 FWD
CDMA IS95C Class 0 REV
CDMA J-STD008 FWD
CDMA J-STD008 REV
CDMA IS95C Class 1 FWD
CDMA IS95C Class 1 REV
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.100
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
CDMA2000 DS
CDMA2000 MC1
CDMA2000 MC3
TD-SCDMA
WLAN 802.11a
WLAN 802.11b
WIMAX
WIBRO
USER ()
NADC IS136
TETRA
PDC
PHS
CDPD
Es stehen die Standards gemäß der obenstehenden Tabelle zur Auswahl.
Beim R&S FSQ ist der Kanalabstand als Abstand der Mittenfrequenz des
entsprechenden Nachbarkanals von der Mittenfrequenz des Übertragungskanals
definiert. Die Definition des Nachbarkanalabstands bei den Standards IS95 B und
C, IS97 B und C und IS98 B und C weicht von dieser Definition ab. Diese
Standards definieren den Nachbarkanalabstand von der Mitte des
Übertragungskanals bis zu dem Rand des Nachbarkanals, der dem
Übertragungskanal am nächsten liegt. Diese Definition wird auch beim R&S FSQ
bei der Wahl der entsprechenden Standardeinstellungen übernommen:
CDMA IS95C Class 0 FWD
CDMA IS95C Class 0 REV
CDMA IS95C Class 1 FWD
CDMA IS95C Class 1 REV
Die Auswahl eines Standards beeinflusst die Parameter:
•
Kanal- und Nachbarkanalabstand
•
Kanal- und Nachbarkanalbandbreite und Art der Filterung
•
Auflösebandbreite
•
Videobandbreite
•
Detektor
•
Anzahl der Nachbarkanäle
Wenn ein WLAN-Standard oder der Standard WiMAX oder WiBro ausgewählt ist,
steht FAST ACP nicht zur Verfügung.
Die Trace-Mathematik und die Trace-Mittelung werden ausgeschaltet.
Der Referenzpegel wird durch die Einstellung eines Standards nicht beeinflusst. Er
ist für optimale Messdynamik so einzustellen, dass sich das Signalmaximum in der
Nähe des Referenzpegels befindet, ohne dass eine Overloadanzeige auftritt.
Die Grundeinstellung ist CP/ACP STANDARD NONE.
4.101
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Ab Firmwareversion 4.4x können ACP USER Standards durch Ändern
vorgegebener Standards definiert werden. Die benutzerdefinierte Standards werden
mit der Auswahl USER () aktiviert. In der Klammer wird der Standard angegeben,
auf dem der USER Standard basiert. Mit dem Softkey SELECT USER STD wird der
gewünschte User Standard ausgewählt.
Fernsteuerungsbefehl:
CP/ACP
CONFIG
SET CP
REFERENCE
CALC:MARK:FUNC:POW:PRES <standard>
CALC:MARK:FUNC:POW:PRES <file name>
Siehe folgenden Abschnitt „Einstellung der Kanalkonfiguration“ auf Seite 4.106.
Der Softkey SET CP REFERENCE setzt bei aktivierter Kanalleistungsmessung die
Leistung im momentan gemessenen Kanal als Referenzwert. Der Referenzwert wird
im Feld CH PWR REF angezeigt; der Default-Wert ist 0 dBm.
Der Softkey ist nur bei Multi Carrier ACP-Messung verfügbar.
Bei der Kanal- und Nachbarkanalleistungsmessung mit einem oder mehreren
Trägersignalen wird die Leistung immer auf einen Übertragungskanal bezogen; die
Anzeige CH PWR REF entfällt.
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEP TIME
SENS:POW:ACH:REF:AUTO ONCE
Der Softkey SWEEP TIME aktiviert die Eingabe der Sweepzeit. Mit dem RMSDetektor führt eine längere Sweepzeit zu stabileren Messergebnissen.
Diese Einstellung ist identisch zur Einstellung SWEEP TIME MANUAL im Menü BW.
Fernsteuerungsbefehl:
NOISE CORR
ON | OFF
SWE:TIME <value>
Der Softkey NOISE CORR ON/OFF schaltet die Korrektur der Messergebnisse um
das Eigenrauschen des Gerätes ein und erhöht dadurch die Messdynamik.
Beim Einschalten der Funktion wird zunächst eine Referenzmessung des
Eigenrauschens des Gerätes vorgenommen. Die gemessene Rauschleistung wird
anschließend von der Leistung im betrachteten Kanal subtrahiert.
Das Eigenrauschen des Gerätes ist von der gewählten Mittenfrequenz,
Auflösebandbreite und Pegeleinstellung abhängig. Daher wird die Korrektur bei
jeder Veränderung dieser Einstellungen abgeschaltet, eine entsprechende Meldung
erscheint auf dem Bildschirm.
Um die Korrektur des Eigenrauschens mit der geänderten Einstellung wieder
einzuschalten muss der Softkey erneut gedrückt werden. Die Referenzmessung
wird dann erneut durchgeführt.
Fernsteuerungsbefehl:
FAST ACP
ON | OFF
SENS:POW:NCOR ON
Der Softkey FAST ACP schaltet zwischen der Messung nach der IBW-Methode
(FAST ACP OFF) und der Messung im Zeitbereich (FAST ACP ON) um.
Bei FAST ACP ON erfolgt die Messung der Leistung in den verschiedenen Kanälen
im Zeitbereich. Der R&S FSQ stellt seine Mittenfrequenz der Reihe nach auf die
verschiedenen Kanal-Mittenfrequenzen und misst dort die Leistung mit der
eingestellten Messzeit (= Sweep Time/Anzahl der gemessenen Kanäle). Dabei
werden automatisch die für den gewählten Standard und Frequenzoffset geeigneten
RBW-Filter verwendet (z. B. root raised cos bei IS136).
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.102
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Eine Liste mit verfügbaren Filtern ist im Abschnitt „Filtertypen“ auf Seite 4.29
enthalten.
Zur korrekten Leistungsmessung wird der RMS-Detektor verwendet. Damit sind
keinerlei Software-Korrekturfaktoren notwendig.
Die Messwertausgabe erfolgt in Tabellenform, wobei die Leistungen in den
Nutzkanälen in dBm und die Leistungen in den Nachbarkanälen in dBm (CP/ACP
ABS) oder dB (CP/ACP REL) ausgegeben werden.
Die Wahl der Sweepzeit (= Messzeit) hängt ab von der gewünschten
Reproduzierbarkeit der Messergebnisse. Je länger die Sweepzeit gewählt wird,
desto reproduzierbarer werden die Messergebnisse, da die Leistungsmessung
dann über eine längere Zeit durchgeführt wird.
Als Faustformel kann für eine Reproduzierbarkeit von 0.5 dB (99 % der Messungen
liegen innerhalb von 0.5 dB vom wahren Messwert) angenommen werden, dass ca.
500 unkorrelierte Messwerte notwendig sind. Dies gilt für weißes Rauschen. Als
unkorreliert werden die Messwerte angenommen, wenn deren zeitlicher Abstand
dem Kehrwert der Messbandbreite entspricht (=1/BW).
Bei IS 136 ist die Messbandbreite ca. 25 kHz, d. h. Messwerte im Abstand von 40 µs
werden als unkorreliert angenommen. Für 1000 Messwerte ist damit eine Messzeit
(Sweepzeit) von 20 ms pro Kanal notwendig. Dies ist die Default-Sweepzeit, die der
R&S FSQ im gekoppelten Mode einstellt. Für 0.1 dB Reproduzierbarkeit (99 %) sind
ca. 5000 Messwerte, d. h. die Messzeit ist auf 200 ms zu erhöhen.
Fernsteuerungsbefehl:
FULL SIZE
DIAGRAM
Der Softkey FULL
Bildschirmgröße um.
Fernsteuerungsbefehl:
ADJUST REF
LVL
SENS:POW:HSP ON
SIZE
DIAGRAM
schaltet
das
Diagramm
auf
volle
DISP:WIND1:SIZE LARG|SMAL
Der Softkey ADJUST REF LVL passt den Referenzpegel des mitgelieferten
R&S FSQ an die gemessene Kanalleistung an. Damit wird sichergestellt, dass die
Einstellungen der HF-Dämpfung und des Referenzpegels optimal an den
Signalpegel angepasst werden, ohne dass der R&S FSQ übersteuert wird oder die
Dynamik durch zu geringen Signal-Rauschabstand eingeschränkt wird.
Da die Messbandbreite bei den Kanalleistungsmessungen deutlich geringer ist als
die Signalbandbreite, kann der Signalzweig übersteuert werden, obwohl sich die
Messkurve noch deutlich unterhalb des Referenzpegels befindet.
Fernsteuerungsbefehl:
SENS:POW:ACH:PRES:RLEV
Bei manueller Einstellung der Messparameter abweichend von der mit ADJUST
SETTINGS vorgenommenen ist für die verschiedenen Parameter folgendes zu
beachten:
4.103
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Frequency span
Die Frequenzdarstellbereich muss mindestens die zu messenden Kanäle zuzüglich
einer Messreserve von etwa 10% umfassen.
Bei Messung der Kanalleistung ist dies 1.1 × Kanalbandbreite.
Ist der Frequenzdarstellbereich (Span) groß im Vergleich zur betrachteten
Kanalbandbreite (bzw. zu den Nachbarkanalbandbreiten, so stehen pro Kanal nur
noch wenige Punkte der Messkurve zur Verfügung. Dadurch sinkt die Genauigkeit
bei der Berechnung der Kurvenform für das verwendete Kanalfilter, was wiederum
die Messgenauigkeit ungünstig beeinflusst.
Es wird daher dringend empfohlen, bei der Wahl des Frequenzdarstellbereichs die
genannten Formeln zu berücksichtigen.
Auflösebandbreite (RBW)
Um sowohl eine akzeptable Messgeschwindigkeit wie auch die nötige Selektion (zur
Unterdrückung von spektralen Anteilen außerhalb des zu messenden Kanals,
insbesondere der Nachbarkanäle) sicherzustellen, darf die Auflösebandbreite weder
zu klein noch zu groß gewählt werden. Als Daumenregel ist die Auflösebandbreite
auf Werte zwischen 1% und 4% der Kanalbandbreite einzustellen.
Die Auflösebandbreite kann dann größer eingestellt werden, wenn das Spektrum
innerhalb und um den zu messenden Kanal einen ebenen Verlauf hat. So wird in der
Standardeinstellung
z.
B.
beim
Standard
IS95A
REV
bei
einer
Nachbarkanalbandbreite von 30 kHz eine 30 kHz Auflösebandbreite verwendet.
Dies führt zu richtigen Ergebnissen, da das Spektrum im Bereich der Nachbarkanäle
in der Regel einen konstanten Pegelverlauf hat. Beim Standard NADC/IS136 ist
dieses z. B. nicht möglich, da das Spektrum des Sendesignals in die Nachbarkanäle
hineinragt und eine zu hohe Auflösebandbreite zu einer zu geringen Selektion der
Kanalfilterung führt. Die Nachbarkanalleistung würde damit zu hoch gemessen.
Mit Ausnahme der IS95 CDMA-Standards stellt der Softkey ADJUST SETTINGS die
Auflösebandbreite (RBW) in Abhängigkeit der Kanalbandbreite wie folgt ein:
RBW ≤ 1/40 der Kanalbandbreite.
Die aufgrund der vorhandenen Staffelung der Auflösebandbreite größtmögliche
Auflösebandbreite (bei Einhaltung der Forderung RBW ≤ 1/40) wird eingestellt.
Videobandbreite (VBW)
Für eine korrekte Leistungsmessung darf das Videosignal nicht bandbegrenzt
werden. Eine Bandbegrenzung des logarithmischen Videosignals würde zu einer
Mittelung führen und damit zu einer zu geringen Anzeige der Leistung (-2,51 dB bei
sehr kleiner Videobandbreite). Die Videobandbreite muss daher mindestens das
Dreifache der Auflösebandbreite betragen.
Softkey ADJUST SETTINGS stellt die Videobandbreite (VBW) in Abhängigkeit der
Kanalbandbreite wie folgt ein:
VBW ≥ 3 × RBW.
Die aufgrund der vorhandenen Staffelung der Videobandbreite (1, 3) kleinstmögliche
VBW wird eingestellt.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.104
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Detector
Softkey ADJUST SETTINGS wählt den RMS-Detektor aus.
Der RMS-Detektor wird deshalb gewählt, weil er unabhängig von der zu
Signalcharakteristik des zu messenden Signals immer korrekt die Leistung anzeigt.
Prinzipiell wäre auch der Sample-Detektor möglich. Dieser führt aber aufgrund der
begrenzten Anzahl von Trace-Pixels zur Berechnung der Leistung im Kanal zu
instabileren Ergebnissen. Eine Mittelung, die oft zur Stabilisierung der
Messergebnisse durchgeführt wird, resultiert in einer zu geringen Pegelanzeige und
muss daher vermieden werden. Die Pegelminderanzeige ist abhängig von der
Anzahl der Mittelungen und der Signalcharakteristik im zu messenden Kanal.
SELECT USER
STD
Der Softkey SELECT USER STD wählt einen USER ACP Standard aus. Der
ausgewählte Standard erscheint in der ACP Standard-Auswahlliste als Eintrag
USER () und kann dort aktiviert werden.
Fernsteuerungsbefehl
SAVE AS USER
STD
CALC:MARK:FUNC:POW:PRES <file name>
Der Softkey SAVE AS USER STD öffnet ein Fenster, in dem der benutzerdefinierte
Standard abgespeichert werden kann. Der Datensatz wird als XML-Datei auf der
internen Festplatte gespeichert.
Die folgenden Parameter eines bestehenden Standards können verändert und
anschließend in einer Datei als USER Standard abgespeichert werden (siehe auch
Softkey „WEIGHTING FILTER“ auf Seite 4.114):
4.105
•
Anzahl der Nachbarkanäle
•
Kanalbreite des TX-, ADJ- und ALT-Kanals
•
Kanalabstände
•
Auflösebandbreite und Videobandbreite
•
ACP Grenzwertlinien und deren Status
•
Sweepzeit, Sweepzeit-Kopplung
•
Detektor
•
Trace Modus (Clr/Write,..)
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Für Fast ACP- und Multi Carrier ACP-Messungen kann kein USER Standard
definiert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
DELETE USER
STD
siehe „SENSe:POWer - Subsystem“ auf Seite 6.215
zur Konfigartion eines Userstandards.
CALC:MARK:FUNC:POW:STAN:SAVE <file name>
CALC:MARK:FUNC:POW:STAN:CAT?
Der Softkey DELETE USER STD öffnet ein Fenster, in dem ACP USER Standards
gelöscht werden können.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:FUNC:POW:STAN:DEL <file name
Einstellung der Kanalkonfiguration
CP/ACP
CONFIG
NO. OF ADJ CHAN
NO. OF TX CHAN
CHANNEL BANDWIDTH
CHANNEL SPACING
ACP REF SETTINGS
CP/ACP ABS | REL
CHAN PWR / HZ
POWER MODE !
CLEAR/WRITE
MAX HOLD
ADJUST SETTINGS
Seitenmenü
ACP LIMIT CHECK
EDIT ACP LIMITS
WEIGHTING FILTER
ADJ REFLVL OFFSET
SELECT TRACE
Der Softkey CP/ACP CONFIG wechselt in ein Untermenü, in dem die Kanal- bzw.
Nachbarkanalleistungsmessung unabhängig vom den angebotenen Standards
konfiguriert werden kann.
Die Kanalkonfiguration besteht aus der Anzahl der Kanäle, die gemessen werden
sollen, den Kanalbandbreiten (CHANNEL BANDWIDTH) und den Abständen der
Kanäle (CHANNEL SPACING).
Zusätzlich können Grenzwerte für die Nachbarkanalleistungen spezifiziert werden
(ACP LIMIT CHECK und EDIT ACP LIMITS), die bei der Messung auf Einhaltung
überprüft werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.106
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
NO. OF ADJ
CHAN
Der Softkey NO. OF ADJ CHAN aktiviert die Eingabe der Anzahl ±n der
Nachbarkanäle, die für die Nachbarkanalleistungsmessung berücksichtigt werden.
Möglich sind die Eingaben 0 bis 12.
Folgende Messungen werden abhängig von der Anzahl der Kanäle durchgeführt.
0
Nur die Kanalleistungen wird gemessen.
1
Die Kanalleistungen und die Leistung des oberen und unteren
Nachbarkanals (adjacent channel) wird gemessen.
2
Die Kanalleistungen, die Leistung des unteren und oberen Nachbarkanals
und des nächsten unteren und oberen Kanals (alternate channel 1) wird
gemessen.
3
Die Kanalleistungen, die Leistung des unteren und oberen
Nachbarkanals, des nächsten unteren und oberen Kanals (alternate
channel 1) und des übernächsten unteren und oberen Nachbarkanals
(alternate channel 2) werden gemessen.
Bei einer höheren Anzahl werden die Messungen entsprechend fortgesetzt.
Fernsteuerungsbefehl:
SENS:POW:ACH:ACP 1
Eine erhöhte Anzahl der Nachbarkanäle ist für alle relevanten Einstellungen
möglich:
ACLR LIMIT CHECK
:CALC:LIM:ACP:ACH:RES?
:CALC:LIM:ACP:ALT1..11:RES?
EDIT ACLR LIMITS
:CALC:LIM:ACP:ACH:STAT ON
:CALC:LIM:ACP:ACH:ABS –10dBm,-10dBm
:CALC:LIM:ACP:ACH:ABS:STAT ON
:CALC:LIM:ACP:ALT1..11 0dB,0dB
:CALC:LIM:ACP:ALT1..11:STAT ON
:CALC:LIM:ACP:ALT1..11:ABS –10dBm,-10dBm
:CALC:LIM:ACP:ALT1..11:ABS:STAT ON
ADJ CHAN
BANDWIDTH
:SENS:POW:ACH:BWID:ALT1..11 30kHz
ADJ CHAN SPACING :SENS:POW:ACH:SPAC:ALT1..11 4MHz
NO. OF TX
CHAN
Der Softkey NO. OF TX CHAN aktiviert die Eingabe der Anzahl der belegten
Trägersignale, die für die Kanal- und Nachbarkanalleistungsmessung berücksichtigt
werden sollen.
Möglich sind die Eingaben 1 bis 18.
Der Softkey ist nur bei Multi Carrier ACP-Messung verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
4.107
SENS:POW:ACH:TXCH:COUN 12
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
CHANNEL
BANDWIDTH
Über den Softkey CHANNEL BANDWIDTH wird eine Tabelle zum Festlegen der
Kanalbandbreiten für die Übertragungs- und Nachbarkanäle geöffnet.
Die Nutzkanalbandbreite ist in der Regel durch das Übertragungsverfahren
festgelegt. Sie wird bei der Messung nach einem vorgegebenen Standard (siehe
Softkey CP/ACP STANDARD) automatisch richtig eingestellt.
Bei Messung nach der IBW-Methode (FAST ACP OFF) werden die
Kanalbandbreiten am Bildschirm durch zwei senkrechte Linien links und rechts von
der jeweiligen Kanalmittenfrequenz dargestellt. Damit kann visuell überprüft werden,
ob sich die gesamte Leistung des zu messenden Signals innerhalb der gewählten
Kanalbandbreite befindet.
Bei der Messung nach der Zeitbereichsmethode (FAST ACP ON) erfolgt die
Messung im Zero Span. Im Zeitverlauf werden die Kanalgrenzen durch senkrechte
Linien dargestellt. Wenn von dem ausgewählten Standard abweichende
Kanalbandbreiten notwendig sind, ist die Messung nach der IBW-Methode
durchzuführen.
Eine Liste mit verfügbaren Filtern ist im Abschnitt „Filtertypen“ auf Seite 4.29
enthalten.
Bei Messung nach der IBW-Methode (FAST ACP OFF) sind die Bandbreiten der
verschiedenen Nachbarkanäle numerisch einzugeben. Da häufig alle
Nachbarkanäle die gleiche Bandbreite haben, werden mit der Eingabe der
Nachbarkanalbandbreite (ADJ) auch die übrigen Kanäle Alt1 und Alt2 auf die
Bandbreite des Nachbarkanals gesetzt. Damit muss bei gleichen
Nachbarkanalbandbreiten nur ein Wert eingegeben werden. Ebenso wird mit den
Alt2-Kanälen (Alternate Channel 2) bei der Eingabe der Bandbreite des Alt1-Kanals
(Alternate Channel 1) verfahren.
Die Kanalabstände können unabhängig voneinander eingestellt werden, indem
man die Tabelle von oben nach unten überschreibt.
Der TX-Eingang ist nur bei Multi Carrier ACP-Messung verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SENS:POW:ACH:BWID:CHAN 14kHz
SENS:POW:ACH:BWID:ACH 1kHz
SENS:POW:ACH:BWID:ALT1 14kHz
SENS:POW:ACH:BWID:ALT2 14kHz
4.108
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
CHANNEL
SPACING
Der Softkey CHANNEL SPACING öffnet eine Tabelle zum Festlegen der
Kanalabstände für die TX-Kanäle und die Nachbarkanäle.
Der TX-Eingang ist nur bei Multi Carrier ACP-Messung verfügbar.
TX Kanäle
Der Abstand zwischen allen TX-Kanälen kann getrennt definiert werden. Somit lässt
sich ein TX-Abstand 1-2 für den Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten
Kanal, ein TX-Abstand 2-3 für den Abstand zwischen dem zweiten und dem dritten
Kanal usw. definieren. Um eine komfortable Systemeinstellung mit einheitlichem
TX-Kanalabstand zu ermöglichen, wird der Eingabewert für den TX-Abstand 1-2 für
alle nachfolgenden Abstände übernommen, der TX-Abstand 2-3 wird ebenfalls für
alle nachfolgenden Abstände übernommen, usw.
Bei unterschiedlichen Abständen muss die Einstellung von oben nach unten
erfolgen.
Wenn die Abstände nicht gleich sind, erfolgt die Kanalverteilung gemäß
Mittenfrequenz wie folgt:
•
Ungerade Anzahl von TX-Kanälen:
Der mittlere TX-Kanal wird auf die Mittenfrequenz eingestellt.
•
Gerade Anzahl von TX-Kanälen:
Die beiden TX-Kanäle in der Mitte dienen als Basis für die Berechnung der
Frequenz zwischen diesen beiden Kanälen. Diese Frequenz wird auf die
Mittenfrequenz abgestimmt.
4.109
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Nachbarkanäle
Da die Nachbarkanäle oft untereinander die gleichen Abstände haben, werden mit
der Eingabe des Nachbarkanalabstands (ADJ) der Kanal ALT1 auf das Doppelte
und der Kanal ALT2 auf das Dreifache des Kanalabstandes des Nachbarkanals
gesetzt. Damit muss bei gleichen Kanalabständen nur ein Wert eingegeben werden.
Analog wird mit den Alt2-Kanälen bei der Eingabe der Bandbreite des Alt1-Kanals
verfahren.
Die Kanalabstände können unabhängig voneinander eingestellt werden, indem
man die Tabelle von oben nach unten überschreibt.
Wird die Nachbarkanalleistungs- bzw. MCACP-Messung (mehrere TX-Kanäle
werden von einer Antenne abgestrahlt) gestartet, so werden alle Einstellungen
gemäß Norm inklusive der Kanalbandbreiten und Kanalabstände eingestellt und
können danach angepasst werden.
Fernsteuerungsbefehl:
ACP REF
SETTINGS
SENS:POW:ACH:SPAC:CHAN 20kHz
SENS:POW:ACH:SPAC:ACH 20kHz
SENS:POW:ACH:SPAC:ALT1 40kHz
SENS:POW:ACH:SPAC:ALT2 60kHz
...
Der Softkey ACP REF SETTINGS öffnet eine Tabelle zum Festlegen des
Referenzkanals für die relativen Nachbarkanalleistungen.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.110
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
TX CHANNEL 1 - 12
Manuelle Auswahl eines Übertragungskanals.
MIN POWER TX
CHANNEL
Der Übertragungskanal mit der kleinsten Leistung wird
verwendet.
MAX POWER TX
CHANNEL
Der Übertragungskanal mit der größten Leistung wird
verwendet.
LOWEST & HIGHEST Für die unteren Nachbarkanäle wird der linke
CHANNEL
Übertragungskanal und für die oberen Nachbarkanäle
der rechte Übertragungskanal verwendet.
Der Softkey ist nur bei Multi Carrier ACP-Messung verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
CP/ACP
ABS | REL
SENS:POW:ACH:REF:TXCH:MAN 1
SENS:POW:ACH:REF:TXCH:AUTO MIN
Der Softkey CP/ACP ABS/REL (Channel Power Absolute /Relative) schaltet
zwischen absoluter und relativer Messung der Leistung im Kanal um.
CP/ACP ABS
Der Absolutwert der Leistung im Übertragungskanal und in den Nachbarkanälen
wird in der Einheit der Y-Achse angezeigt, z. B. in dBm, dBµV.
CP/ACP REL
Bei der Nachbarkanalleistungsmessung (NO. OF ADJ CHAN > 0) wird der Pegel
der Nachbarkanäle relativ zum Pegel des Übertragungskanals in dBc angezeigt.
Bei der Kanalleistungsmessung (NO. OF ADJ CHAN = 0) mit einem Träger wird die
Leistung in einem Übertragungskanal relativ zur Leistung in einem mit SET CP
REFERENCE definierten Referenzkanals angezeigt. D. h.:
1. Die Leistung des aktuellen gemessenen Kanals mit Softkey SET CP
REFERENCE zum Referenzwert erklären.
2. Durch Änderung der Kanalfrequenz (R&S FSQ-Mittenfrequenz) den
interessierenden Kanal einstellen.
Bei linearer Skalierung der Y-Achse wird die relative Leistung (CP/CPref) des neuen
Kanals zum Referenzkanal angezeigt. Bei dB-Skalierung wird das logarithmische
Verhältnis 10×lg (CP/CPref) angezeigt.
Damit kann die relative Kanalleistungsmessung auch für universelle
Nachbarkanalleistungsmessungen genutzt werden. Jeder Kanal wird dabei einzeln
gemessen.
Fernsteuerungsbefehl:
CHAN PWR / HZ
SENS:POW:ACH:MODE ABS
Der Softkey CHAN PWR / HZ schaltet zwischen der Messung der Gesamtleistung
im Kanal und der Messung der Leistung im Kanal bezogen auf 1 Hz Bandbreite um.
1
CHANNEL BANDWID
Der Umrechnungsfaktor ist lg -----------------------------------------------------------.
Mit der Funktion können z. B. die Rauschleistungsdichte oder zusammen mit den
Funktionen CP/ACP REL und SET CP REFERENCE der Signal- Rauschabstand
gemessen werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.111
CALC:MARK:FUNC:POW:RES:PHZ ON|OFF
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
POWER MODE
Der Softkey POWER MODE öffnet das Untermenü zur Auswahl des Power-Modus.
CLEAR/WRITE
MAX HOLD
CLEAR/WRITE
Im CLEAR/WRITE-Modus werden die Kanalleistung und die Nachbarkanalleistung
direkt aus der aktuellen Kurve ermittelt. (Grundeinstellung).
MAX HOLD
Im MAX HOLD-Modus werden die Leistungen auch aus der aktuellen Kurve
ermittelt, aber mit einem maximalen Algorithmus mit dem vorangegangenen
Leistungswert verglichen. Der größere Wert wird beibehalten.
MAX HOLD Modus ist nur bei einer Anzahl von Nachbarkanälen > 0 verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
ADJUST
SETTINGS
CALC:MARK:FUNC:POW:MODE WRIT|MAXH
Über den Softkey ADJUST SETTINGS erfolgt die automatische Optimierung der
Geräteeinstellungen für die gewählte Leistungsmessung (s. u.).
Alle zur Leistungsmessung innerhalb eines bestimmten Frequenzbereichs
(Kanalbandbreite) relevanten Einstellungen werden dann in Abhängigkeit der
Kanalkonfiguration (Kanalbandbreite, Kanalabstand) optimal eingestellt:
•
Frequenzdarstellbereich:
Der Frequenzdarstellbereich muss mindestens alle zu betrachtenden Kanäle
umfassen.
Bei der Messung der Kanalleistung wird als Span
(Anzahl der Nutzkanäle - 1) × Nutzkanalabstand + 2 × Nutzkanalbandbreite +
Messreserve eingestellt.
Die Einstellung des Spans bei der Nachbarkanalleistungsmessung ist abhängig
von der Anzahl der Nutzkanäle, dem Nutzkanalabstand, dem
Nachbarkanalabstand und der Nachbarkanalbandbreite der von den
Übertragungskanälen am weitesten entfernten Nachbarkanals ADJ, ALT1 oder
ALT2.
(Anzahl der Nutzkanäle – 1) × Nutzkanalabstand + 2 × (Nachbarkanalabstand
+ Nachbarkanalbreite) + Messreserve
Die Messreserve beträgt etwa 10% des aus Kanalabstand und Kanalbandbreite
ermittelten Wertes.
•
Auflösebandbreite: RBW ≤ 1/40 der Kanalbandbreite.
•
Video-Bandbreite: VBW ≥ 3 × RBW.
•
Detektor: RMS-Detector
Die Trace-Mathematik und die Trace-Mittelung werden ausgeschaltet.
Der Referenzpegel wird durch ADJUST SETTINGS nicht beeinflusst. Er ist durch
ADJUST REF LVL separat einzustellen.
Die Anpassung erfolgt einmalig, im Bedarfsfall können die Geräteeinstellungen
anschließend auch wieder verändert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SENS:POW:ACH:PRES ACP|CPOW|MCAC|OBW
4.112
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
ACP LIMIT
CHECK
Softkey ACP LIMIT CHECK schaltet die Grenzwertüberprüfung der ACP-Messung
ein bzw. aus.
Fernsteuerungsbefehl:
EDIT ACP
LIMITS
CALC:LIM:ACP ON
CALC:LIM:ACP:ACH:RES?
CALC:LIM:ACP:ALT:RES?
Der Softkey EDIT ACP LIMITS öffnet eine Tabelle, in denen Grenzwerte für die
ACP-Messung definiert werden können.
Folgende Regeln gelten für die Grenzwerte:
•
Für jeden der Nachbarkanäle kann ein eigener Grenzwert bestimmt werden. Der
Grenzwert gilt für den unteren und den oberen Nachbarkanal gleichzeitig.
•
Es kann ein relativer Grenzwert und/oder ein absoluter Grenzwert definiert
werden. Die Überprüfung beider Grenzwerte kann unabhängig voneinander
aktiviert werden.
•
Der R&S FSQ überprüft die Einhaltung der aktiven Grenzwerte unabhängig
davon, ob die Grenzwerte absolut oder relativ sind und ob die Messung selbst in
absoluten Pegeln oder relativen Pegelabständen durchgeführt wird. Sind beide
Überprüfungen aktiv und ist der höhere von beiden Grenzwerten überschritten, so
wird der betroffene Messwert gekennzeichnet.
Messwerte, die den Grenzwert verletzen, werden mit einem vorangestellten Stern
gekennzeichnet.
Fernsteuerungsbefehl:
4.113
CALC:LIM:ACP ON
CALC:LIM:ACP:ACH 0dB,0dB
CALC:LIM:ACP:ACH:STAT ON
CALC:LIM:ACP:ACH:ABS –10dBm,-10dBm
CALC:LIM:ACP:ACH:ABS:STAT ON
CALC:LIM:ACP:ALT1 0dB,0dB
CALC:LIM:ACP:ALT1:STAT ON
CALC:LIM:ACP:ALT1:ABS –10dBm,-10dBm
CALC:LIM:ACP:ALT1:ABS:STAT ON
CALC:LIM:ACP:ALT2 0dB,0dB
CALC:LIM:ACP:ALT2:STAT ON
CALC:LIM:ACP:ALT2:ABS –10dBm,-10dBm
CALC:LIM:ACP:ALT2:ABS:STAT ON
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
WEIGHTING
FILTER
Der Softkey WEIGHTING FILTERS öffnet eine Dialogbox, in der die Filterparameter
für alle TX- und ADJ-Kanäle eingestellt werden können.
Einige der digitalen Standards erfordern die Einbeziehung von Filterparametern. In
diesem Fall wird der benötigte Filter schon bei der Auswahl des Standards aktiviert.
Filterparameter können für NORMAL ACP manuell eingestellt werden, wenn kein
vordefinierter Standard ausgewählt ist (Standard NONE oder USER). Für FAST
ACP ist die Funktion nicht verfügbar.
Die Dialogbox enthält die folgenden Parameter:
•
TX CH: Schaltet den Filter ein und aus. Es ist möglich, Filter für bis zu 18 TX
Kanäle und 11 Nachbarkanäle einzusetzen. Ein aktiver Filter ist durch ein
Häkchen markiert.
•
Alpha: Definiert den Roll-Off_Faktor des Filters. Grundeinstellung ist 0.22.
Mögliche Werte liegen zwischen 0 und 1.
Die meisten Standards erfordern identische Einstellungen für alle Kanäle. In diesem
Fall reicht es aus, den ersten Tabelleneintrag (TX1) zu definieren. Alle folgenden
Kanäle werden dann diesem Wert angepasst.
Die Filtereinstellungen können auch einzeln geändert werden, indem man die
Tabelle von oben nach unten überschreibt (TX1 -> TX2 -> (...) -> TX18 -> ADJ ->
ALT1 -> (...) -> ALT12).
Die Einstellung der Bewertungsfilter kann wie folgt geändert werden:
➢ Vordefinierten Standard mit Softkey CP/ACP STANDARD aktivieren
➢ Die Einstellungen als benutzerdefinierten Standard mit Softkey SAVE AS USER
STD speichern.
➢ Benutzerdefinierten Standard mit Softkey CP/ACP STANDARD USER
auswählen.
➢ Für den benutzerdefinierten Standard können nun die Einstellungen geändert
werden.
➢ Benutzerdefinierten Standard mit geänderten Einstellungen wieder mit Softkey
SAVE AS USER STD speichern.
Ab Firmware 4.4x können die Filterparameter für jeden TX-Kanal und ADJ-Kanal
separat eingestellt werden. Ab Firmware 4.5x steht die Funktion auch für Multi
Carrier ACP-Messungen zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
s. „SENSe:POWer - Subsystem“ auf Seite 6.215
4.114
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
ADJ REFLVL
OFFSET
Der Softkey ADJ REFLVL OFFSET definiert einen zusätzlichen Pegeloffset, der bei
der Einstellung des Referenzpegels berücksichtigt wird. Damit kann die ADJUST
REF LEVEL-Funktion für ACP USER Standards geändert werden.
Der Offsetwert eines vordefinierten Standards kann wie folgt geändert werden:
➢ Vordefinierten Standard mit Softkey CP/ACP STANDARD aktivieren
➢ Die Einstellungen als benutzerdefinierten Standard mit Softkey SAVE AS USER
STD speichern.
➢ Benutzerdefinierten Standard mit Softkey SELECT USER STD auswählen.
➢ Für den benutzerdefinierten Standard können nun die Einstellungen geändert
werden.
➢ Benutzerdefinierten Standard mit geänderten Einstellungen wieder mit Softkey
SAVE AS USER STD speichern.
Fernsteuerungsbefehl:
SELECT TRACE
POW:ACH:PRES:RLEV:OFFS 10dB
Der Softkey SELECT TRACE wählt die Messkurve aus, auf die die CP/ACPMessung angewendet wird, aus. Es können nur Traces ausgewählt werden, die
eingeschaltet, d. h. nicht auf BLANK gestellt sind.
Fernsteuerungsbefehl:
SENS:POW:TRAC 1
Beispiele
Messung der Nachbarkanalleistung für einen angebotenen Standard:
Die Nachbarkanalleistung an einem Signal bei 800 MHz mit 0 dBm Pegel soll nach
IS136 gemessen werden.
4.115
[PRESET]
R&S FSQ in die Grundeinstellung setzen.
[FREQ: CENTER: 800
MHz]
Mittenfrequenz auf 800 MHz einstellen.
[AMPT: 0 dBm]
Setzt den Referenzpegel auf 0 dBm.
[MEAS]
Menü für die Messfunktionen aufrufen.
[CHAN PWR / ACP]
Kanalund
Nachbarkanalleistungsmessung
aufrufen. Die Messung erfolgt nach der
Grundeinstellung oder einer früher definierten
Einstellung. Das Untermenü zur Einstellung der
neuen Konfiguration öffnet sich.
[CP/ACP STANDARD:
select IS136: ENTER]
NADC-Standard (IS136) auswählen.
[CP/ACP CONFIG]
Untermenü
zur
Konfiguration
Nachbarkanalleistung aufrufen.
[NO. OF ADJ CHAN: 2
ENTER]
Zwei Nachbarkanäle zur Messung auswählen, d. h.,
die Messung des Adjacent Channels und des
Alternate Channels wird durchgeführt.
der
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
[ADJUST SETTINGS]
PREV
[ADJUST REF LVL]
Automatisch geeigneten Span, Auflösebandbreite
(RBW), Videobandbreite (VBW) und Detektor für die
Messung einstellen. Am Bildschirm werden der
Absolutwert für die Kanalleistung und die relativen
Pegel
der
Nachbarkanäle
am
Bildschirm
ausgegeben.
Wechsel
ins
Hauptmenü
Kanalleistungsmessung
Referenzpegel
gleich
Kanalleistung einstellen.
der
für
die
gemessenen
Messung mit anwenderspezifischer Kanalkonfiguration:
Messung der Adjacent Channel Power Ratio (ACPR) eines IS95-CDMA-Signals bei
800 MHz, Pegel 0 dBm. Die Einstellung kann auch einfacher über CP/ACP
STANDARD analog zum Beispiel 1 erfolgen.
[PRESET]
R&S FSQ in die Grundeinstellung setzen.
[FREQ: CENTER: 800
MHz]
Mittenfrequenz auf 800 MHz einstellen.
[AMPT: 0 dBm]
Setzt den Referenzpegel auf 0 dBm.
[MEAS]
Menü für die Messfunktionen aufrufen.
[CHAN PWR / ACP]
Kanalund
Nachbarkanalleistungsmessung
aufrufen. Die Messung erfolgt nach der
Grundeinstellung oder einer früher definierten
Einstellung. Das Untermenü zur Einstellung der
neuen Konfiguration öffnet sich.
[CP/ACP CONFIG]
Untermenü zur Definition der Kanalkonfiguration
aufrufen.
[NO. OF ADJ CHAN:
2 ENTER]
Zwei Nachbarkanäle zur Messung auswählen, d. h.,
die Messung des Adjacent Channels und des
Alternate Channels wird durchgeführt.
[CHANNEL
Die Kanalbandbreite nach IS 95 auf 1,23 MHz
BANDWIDTH: 1.23 MHz: einstellen. Die Bandbreite des Nachbarkanals auf
Ud: 30 kHz]
30 kHz stellen.
Mit der Eingabe von 30 kHz für den Adjacent
Channel werden auch die Alternate Channels auf 30
kHz gesetzt.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.116
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
[CHAN SPACING: 1.25 Liste zur Eingabe der verschiedenen Kanalabstände
MHz:Ud 885 kHz: Ud: - öffnen und Werte eingeben.
1.98 MHz] Ud: 2.97 MHz]
Mit der Eingabe von 885 kHz für den Adjacent
Channel werden die Kanäle ALT1 und ALT2 auf
1770 kHz bzw. 2655 kHz eingestellt. Mit der Eingabe
von 1.98 MHz für den Alternate Channel 1 wird der
Alternate Channel 2 auf 2,97 MHz einstellt.
[ADJUST SETTINGS]
PREV
[ADJUST REF LVL]
Geeigneten Span (= 5 MHz), Auflösebandbreite
(RBW = 30 kHz), Videobandbreite (VBW = 300 kHz)
und Detektor (RMS) automatisch für die Messung
einstellen. Der Absolutwert für die Kanalleistung und
die relativen Pegel der Nachbarkanäle Adj Channel
und Alternate Channel wird am Bildschirm
ausgegeben.
In das Hauptmenü für die Kanalleistungsmessung
wechseln.
Referenzpegel
gleich
Kanalleistung einstellen.
der
gemessenen
Messung der Signal/Rauschleistungsdichte (C/No) eines IS95 CDMASignals (Frequenz 800 MHz, Pegel 0 dBm)
[PRESET]
R&S FSQ in die Grundeinstellung setzen.
[FREQ: CENTER: 800
MHz]
Mittenfrequenz auf 800 MHz einstellen.
[AMPT: 0 dBm]
Setzt den Referenzpegel auf 0 dBm.
[MEAS]
Menü für die Messfunktionen aufrufen.
[CHAN PWR / ACP]
Kanalund
Nachbarkanalleistungsmessung
einschalten. Die Messung erfolgt nach der
Grundeinstellung oder einer früher definierten
Einstellung. Das Untermenü zur Einstellung der
neuen Konfiguration öffnet sich.
[CP/ACP CONFIG]
Untermenü zur Definition der Kanalkonfiguration
aufrufen.
[NO. OF ADJ CHAN: 0
ENTER]
Messung auf einem Kanal auswählen
Nachbarkanal zur Messung ausgewählt).
(kein
[CHANNEL
Die Kanalbandbreite nach IS 95 auf 1,23 MHz
BANDWIDTH: 1.23 MHz] einstellen.
4.117
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
[ADJUST SETTINGS]
PREV
[ADJUST REF LVL]
Geeigneten Span (= 5 MHz), Auflösebandbreite
(RBW = 30 kHz), Videobandbreite (VBW = 300 kHz)
und Detektor (RMS) für die Messung automatisch
einstellen. Der Absolutwert für die Kanalleistung und
die relativen Pegel der Nachbarkanäle Adj Channel
und Alternate Channel wird am Bildschirm
ausgegeben.
In das Hauptmenü für die Kanalleistungsmessung
wechseln.
Referenzpegel
gleich
Kanalleistung einstellen.
der
gemessenen
[SET CP REFERENCE] Gemessene Kanalleistung zur Referenz für die
folgenden Messungen festlegen.
4.5.13.3
[CP/ACP ABS / REL]
Relative Messung bezogen auf die mit SET
REFERENCE
eingestellte
Referenzleistung
einschalten (Messergebnis 0 dB).
[CHAN PWR / HZ]
Leistungsmessung bezogen auf 1 Hz Bandbreite
einschalten (Messergebnis -60,9 dB).
[FREQ: CENTER: 805
MHz]
Mittenfrequenz des auf 805 MHz einstellen. Der
R&S FSQ misst die Kanalleistung in 1,23 MHz
Bandbreite und gibt das Ergebnis bezogen auf die
Referenzleistung und auf 1 Hz Bandbreite in dB aus.
Messung der belegten Bandbreite
Eine wichtige Eigenschaft eines modulierten Signals ist dessen belegte Bandbreite.
Sie muss z. B. in einem Funkübertragungssystem begrenzt bleiben, damit in
Nachbarkanälen ungestörte Übertragung möglich ist. Die belegte Bandbreite ist
definiert als die Bandbreite, in der ein bestimmter Prozentsatz der gesamten
Leistung eines Senders enthalten ist. Der Prozentsatz der Leistung kann im
R&S FSQ zwischen 10 und 99,9% festgelegt werden.
OCCUPIED
BANDWIDTH
OCCUP BW ON | OFF
% POWER BANDWIDTH
CHANNEL BANDWIDTH
ADJUST REF LVL
ADJUST SETTINGS
Der Softkey OCCUPIED BANDWIDTH schaltet die Messung der belegten
Bandbreite entsprechend der momentanen Konfiguration ein und wechselt ins
Untermenü zur Konfiguration der Messung. Der Softkey ist nur für den
Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar; bei eingeschalteter Messung ist er farbig
hinterlegt.
Die Messung "Occupied Bandwidth" ermittelt bei Spektrumdarstellung diejenige
Bandbreite, in der ein vordefinierter Prozentsatz der Leistung des dargestellten
Frequenzbereichs enthalten ist (Softkey % POWER BANDWIDTH). Die belegte
Bandbreite wird im Markeranzeigefeld ausgegeben und auf der Messkurve mit
temporären Markern markiert.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.118
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
OCCUP BW
ON | OFF
•
Die Funktion ist nur im Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar.
•
Die Messung wird auf dem Trace durchgeführt, auf dem Marker 1 sitzt. Um
einen anderen Trace auszuwerten, muss Marker 1 mittels SELECT TRACE im
Menü MKR auf einen anderen Trace gesetzt werden.
Der Softkey OCCUP BW ON/OFF schaltet die Messung der belegten Bandbreite
aus oder ein.
Fernsteuerungsbefehl:
% POWER
BANDWIDTH
CALC:MARK:FUNC:POW:SEL OBW
CALC:MARK:FUNC:POW:RES? OBW
CALC:MARK:FUNC:POW OFF
Der Softkey % POWER BANDWIDTH öffnet ein Feld zur Eingabe des prozentualen
Anteils der Leistung bezogen auf die Gesamtleistung im dargestellten
Frequenzbereich, durch welche die belegte Bandbreite definiert ist (prozentualer
Anteil an der Gesamtleistung).
Der zulässige Wertebereich ist 10% - 99,9%.
Fernsteuerungsbefehl:
CHANNEL
BANDWIDTH
SENS:POW:BWID 99PCT
Der Softkey CHANNEL BANDWIDTH öffnet ein Eingabefenster zur Festlegung der
Kanalbandbreite
für
den
Übertragungskanal.
Bei
Messung
nach
Übertragungsstandards ist die im Standard festgelegte Bandbreite des
Übertragungskanals einzugeben.
Die Grundeinstellung ist 14 kHz.
Die spezifizierte Kanalbandbreite dient zur optimalen
Messparameter des R&S FSQ mit ADJUST SETTINGS.
Fernsteuerungsbefehl:
ADJUST REF
LVL
Einstellung
der
SENS:POW:ACH:BWID 14kHz
Der Softkey ADJUST REF LVL passt den Referenzpegel des R&SR&S FSQ an die
gemessene Gesamtleistung des Signals an. Der Softkey wird aktiv nachdem der
erste Sweep mit der Messung der belegten Bandbreite beendet und damit die
Gesamtleistung des Signals bekannt ist.
Durch Anpassung des Referenzpegels wird sichergestellt, dass der Signalzweig des
R&S FSQ nicht übersteuert wird und die Messdynamik durch einen zu niedrigen
Referenzpegel nicht eingeschränkt wird.
Da die Messbandbreite bei den Kanalleistungsmessungen deutlich geringer ist als
die Signalbandbreite, kann der Signalzweig übersteuert werden, obwohl sich die
Messkurve noch deutlich unterhalb des Referenzpegels befindet. Wenn die
gemessene Kanalleistung gleich dem Referenzpegel ist, wird der Signalzweig nicht
übersteuert.
Fernsteuerungsbefehl:
ADJUST
SETTINGS
SENS:POW:ACH:PRES:RLEV
Der Softkey ADJUST SETTINGS passt die Einstellungen gemäß der spezifizierten
Kanalbandbreite für die Messung der belegten Bandbreite an.
Alle zur Leistungsmessung innerhalb eines bestimmten Frequenzbereichs
(Kanalbandbreite) relevanten Einstellungen wie:
•
4.119
frequency span: 3 × Kanalbandbreite
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
•
resolution bandwidth: RBW ≤ 1/40 der Kanalbandbreite
•
video bandwidth: VBW ≥ 3 × RBW
•
detector: RMS
Der Referenzpegel wird durch ADJUST SETTINGS nicht beeinflusst. Er ist für
optimale Messdynamik so einzustellen, dass sich das Signalmaximum in der Nähe
des Referenzpegels befindet.
Die Anpassung erfolgt einmalig, im Bedarfsfall können die Geräteeinstellungen
anschließend auch wieder verändert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
SENS:POW:PRES OBW
Messprinzip:
Beispielsweise soll die Bandbreite ermittelt werden, in der sich 99% der Leistung
eines Signals befinden. Die Routine berechnet dazu zunächst die Gesamtleistung
aller angezeigten Punkte der Messkurve. Im nächsten Schritt werden die
Messpunkte vom rechten Rand der Messkurve aufintegriert, bis 0,5% der
Gesamtleistung erreicht ist. Bei der entsprechenden Frequenz wird der Hilfsmarker
1 positioniert. Dann integriert der R&S FSQ analog vom linken Rand der Messkurve
bis 0,5% der Leistung erreicht ist. Dort positioniert er den Hilfsmarker 2. 99% der
Leistung befindet sich damit zwischen den beiden Marken. Die Abstand der beiden
Frequenzmarken ist die belegte Bandbreite. Sie wird im Marker-Infofeld angezeigt.
Voraussetzung für die korrekte Arbeitsweise ist, dass nur das zu vermessende
Signal auf dem Bildschirm des R&S FSQ sichtbar ist. Ein weiteres Signal würde die
Messung verfälschen.
Um vor allem bei rauschförmigen Signalen korrekte Leistungsmessung zu erreichen
und damit die richtige belegte Bandbreite zu messen, ist auf die Wahl folgender
Einstellungen zu achten:
RBW
<< belegte Bandbreite (ca. 1/20 der belegten Bandbreite, bei
Sprechfunk typ. 300 Hz oder 1 kHz)
VBW
≥ 3 x RBW
Detector
RMS oder Sample
Span
≥ 2 - 3 x belegte Bandbreite
In manchen Messvorschriften (z. B. PDC, RCR STD-27B) ist gefordert, die belegte
Bandbreite mit dem Peak-Detektor zu messen. Der Detektor des R&S FSQ ist dann
entsprechend zu korrigieren.
Beispiel
Messung der belegten Bandbreite eines PDC-Signals bei 800 MHz, Pegel 0 dBm
[PRESET]
R&S FSQ in die Grundeinstellung setzen.
[FREQ: CENTER: 800
MHz]
Mittenfrequenz auf 800 MHz einstellen.
[AMPT: 0 dBm]
Setzt den Referenzpegel auf 0 dBm.
[MEAS]
Menü für die Messfunktionen aufrufen.
[OCCUPIED
BANDWIDTH]
Messung der belegten Bandbreite einschalten. Das
Untermenü zur Konfiguration der Messung wird
geöffnet.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.120
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
[% POWER
BANDWIDTH: 99%]
Die zu messende Bandbreite wird auf die 99 %Bandbreite festlegen.
[CHANNEL
BANDWIDTH: 21 kHz]
Die bei PDC spezifizierte Kanalbandbreite von 21
kHz eingeben.
[ADJUST SETTINGS]
Messparameter an die spezifizierte Kanalbandbreite
anpassen.
Einen kompletten Frequenzablauf abwarten, damit
der R&S FSQ die Gesamtleistung des Signals
bestimmen kann.
[ADJUST REF LVL]
Referenzpegel an die gemessene Signalleistung
anpassen.
[TRACE: DETECTOR:
PDC erfordert die Messung der belegten Bandbreite
mit dem Peak-
DETECTOR MAX PEAK] Detektor. Daher anstatt des mit ADJUST SETTINGS
gewählten RMS-Detektors den Peak-Detektor
eingeschalten.
4.121
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13.4
Messung der Signalamplitudenverteilung
Digital modulierte Signale verhalten sich im Übertragungskanal ähnlich wie weißes
Rauschen, unterscheiden sich aber in der Amplitudenverteilung. Um das modulierte
Signal verzerrungsfrei zu übertragen, müssen alle Amplituden z. B. von einem
Ausgangsverstärker linear übertragen werden. Besonders kritisch sind dabei
natürlich die Spitzenwerte.
Die Verschlechterung der Übertragungsqualität durch einen Übertragungsvierpol
hängt sowohl von der Amplitude der Spitzenwerte als auch von der Häufigkeit ab.
Die Häufigkeit der Amplituden kann mit der Funktion APD (Amplitude Probability
Distribution) bestimmt werden. Über eine wählbare Messzeit werden alle
auftretenden Amplituden eines Signals Amplitudenbereichen zugeordnet und die
Anzahl der im jeweiligen Bereich auftretenden Messwerte wird gezählt. Das
Ergebnis wird in Form eines Histogramms dargestellt, wobei jeder Balken des
Histogramms den prozentualen Anteil der gemessenen Amplituden im entsprechen
Bereich darstellt.
video
voltage
ADC
address
RAM
lesen
schrei
Uhr
logisc
CPU
display
Bild 4.11 Prinzipschaltbild zur Messung der Amplituden-Wahrscheinlichkeitsverteilung (APD)
Bild 4.12 Darstellung der Amplituden-Wahrscheinlichkeitsverteilung
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.122
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Bild 4.13 Darstellung der komplementären Verteilungsfunktion (CCDF)
Alternativ zur Darstellung der APD als Histogramm kann die komplementäre
Verteilungsfunktion (Complementary Cumulative Distribution Function (CCDF))
dargestellt werden. Sie zeigt die Überschreitungswahrscheinlichkeit für einen
bestimmten Amplitudenwert an.
Für die APD-Funktion ist die X-Achse in absoluten Werten in dBm skaliert,
wohingegen für die CCDF-Funktion die X-Achse bezogen auf den gemessenen
Leistungsmittelwert (MEAN POWER) skaliert ist.
Definitionen:
Crest-Faktor = Verhältnis der Spitzenspannung zur Effektivwertspannung
CCDF = komplementäre kumulative Verteilungsfunktion
Während einer aktiven Verteilungsmessung sind die Funktionen FULL SCREEN,
SPLIT SCREEN und Auswahl des aktiven Diagramms über SCREEN A /
SCREEN B deaktiviert.
4.123
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
SIGNAL
STATISTIC
Der Softkey SIGNAL STATISTIC öffnet eine Untermenü für die Messung der Amplitudenverteilung.
APD ON | OFF
CCDF ON | OFF
PERCENT MARKER
RES BW
NO OF SAMPLES
SCALING !
X-AXIS REF LEVEL
X-AXIS RANGE
Y-UNIT %/ABS
Y-AXIS MAX VALUE
Y-AXIS MIN VALUE
ADJUST SETTINGS
DEFAULT SETTINGS
MEAN PWR POSITION
ADJUST SETTINGS
CONT MEAS
SINGLE MEAS
Seitenmenü
GATED TRIGGER
GATE RANGES
In
diesem
Untermenü
kann
entweder
die
Messung
der
Amplitudenwahrscheinlichkeitsverteilung (APD) oder der komplementären
kumulativen Verteilung (CCDF) ausgewählt werden. Es ist jeweils nur die Wahl einer
der Verteilungsfunktionen möglich.
In der Grundeinstellung sind alle Verteilungsmessfunktionen ausgeschaltet.
Bei Einschalten einer Verteilungsmessfunktion wird der R&S FSQ automatisch auf
ZERO SPAN Darstellbereich eingestellt.
Der R&S FSQ misst die Verteilungsparameter des an den HF-Eingang angelegten
Signals mit der gewählten Auflösebandbreite. Um die Spitzenamplituden nicht zu
beeinflussen, wird die Videobandbreite automatisch auf das Zehnfache der
Auflösebandbreite gesetzt. Der Sample Detektor wird benutzt, um die
Videospannung zu messen.
APD ON | OFF
Der
Softkey
APD
ON/OFF
schaltet
die
AmplitudenWahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion ein oder aus. Wenn die CCDF-Funktion
eingeschaltet ist, wird APD-Funktion automatisch ausgeschaltet.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:STAT:APD ON
4.124
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
CCDF ON | OFF
Der Softkey CCDF ON/OFF schaltet die komplementäre Verteilungsfunktion ein
oder aus. Wenn die CCDF-Funktion eingeschaltet ist, wird APD-Funktion
automatisch ausgeschaltet.
Fernsteuerungsbefehl:
PERCENT
MARKER
CALC:STAT:CCDF ON
Bei aktiver CCDF-Funktion erlaubt der Softkey PERCENT MARKER die
Positionierung von Marker 1 durch Eingabe einer gesuchten Wahrscheinlichkeit.
Damit lässt sich auf einfache Weise die Leistung ermitteln, die mit einer
vorgegebenen Wahrscheinlichkeit überschritten wird.
Ist Marker 1 ausgeschaltet, so wird er automatisch eingeschaltet.
Fernsteuerungsbefehl:
RES BW
CALC:MARK:Y:PERC 0...100%
Der Softkey RES BW stellt die Auflösebandbreite direkt im Menü STATISTIC
FUNCTION ein, ohne in das entsprechende Menü (BW) wechseln zu müssen. Die
Funktion dieses Softkeys ist identisch mit der des Softkeys RES BW MANUAL im
Menü BW.
Für die korrekte Messung der Amplitudenverteilung muss die Auflösebandbreite
größer sein als die Signalbandbreite, damit die tatsächlichen Spitzenwerte der
Signalamplitude
korrekt
übertragen
werden.
Bei
Einschalten
einer
Verteilungsmessfunktion wird die Videobandbreite automatisch auf 10 MHz
eingestellt.
Fernsteuerungsbefehl:
NO OF
SAMPLES
BAND 3 MHz
Der Softkey NO OF SAMPLES stellt die Anzahl der Leistungsmesswerte ein, die für
die Verteilungsmessfunktion zu berücksichtigen sind.
Bitte beachten Sie, dass die Gesamtmesszeit sowohl von der gewählten Anzahl der
Messungen als auch von der für die Messung gewählten Auflösebandbreite
beeinflusst wird, da sich die Auflösebandbreite direkt auf die Messgeschwindigkeit
auswirkt.
Fernsteuerungsbefehl:
SCALING
CALC:STAT:NSAM <value>
Der Softkey SCALING öffnet ein Menü, in dem die Skalierungsparameter für die Xund die Y-Achse geändert werden können.
X-AXIS REF LEVEL
X-AXIS RANGE
Y-UNIT %/ABS
Y-AXIS MAX VALUE
Y-AXIS MIN VALUE
ADJUST SETTINGS
MEAN PWR POSITION
DEFAULT SETTINGS
4.125
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
X-AXIS REF
LEVEL
Der Softkey X-AXIS REF LEVEL ändert die Pegeleinstellungen des Geräts und
stellt die zu messende maximale Leistung ein.
Die Funktion ist identisch mit der des Softkeys REF LEVEL im Menü AMPT.
Für die APD-Funktion wird dieser Wert am rechten Diagrammrand aufgetragen. Für
die CCDF-Funktion wird dieser Wert nicht direkt im Diagramm dargestellt, weil die
X-Achse relativ zur gemessenen MEAN POWER skaliert ist.
Fernsteuerungsbefehl:
X-AXIS RANGE
CALC:STAT:SCAL:X:RLEV <value>
Der Softkey X-AXIS RANGE ändert den Pegelbereich der von der gewählten
Verteilungsmessfunktion zu erfassen ist.
Die Funktion ist identisch mit der des Softkeys RANGE LOG MANUAL im Menü
AMPT.
Fernsteuerungsbefehl:
Y-UNIT %/ABS
CALC:STAT:SCAL:X:RANG <value>
Der Softkey Y-UNIT %/ABS schaltet die Skalierung der Y-Achse zwischen Prozent
und Absolut um. Die Grundeinstellung ist Absolut. Dies kann in Prozentwerte
geändert werden. Die Softkeys Y-AXIS MIN und Y-AXIS MAX verwenden Werte, die
auf dieser Einstellung basieren.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:STAT:SCAL:Y:UNIT PCT | ABS
Die Pegelwerte 0,01 %, 0,1 %, 1 % und 10 % der CCDF-Messung werden in der
unteren Bildschirmhälfte angezeigt. Diese Werte können auch über die
Fernbedienung abgefragt werden:
Fernsteuerungsbefehl:
Y-AXIS MAX
VALUE
CALC:STAT:CCDF:X? P0_01 | P0_1 | P1 | P10
Der Softkey Y-AXIS MAX VALUE definiert die obere Grenze des dargestellten
Wahrscheinlichkeitsbereichs.
Die Werte auf der Y-Achse sind normalisiert, d. h. der Maximalwert ist 1,0. Da die YAchse logarithmisch skaliert ist, muss der Abstand zwischen Maximal- und
Minimalwert mindestens eine Dekade betragen.
Fernsteuerungsbefehl:
Y-AXIS MIN
VALUE
CALC:STAT:SCAL:Y:UPP <value>
Der Softkey Y-AXIS MIN VALUE definiert die untere Grenze des dargestellten
Wahrscheinlichkeitsbereichs.
Da die Y-Achse logarithmisch skaliert ist, muss der Abstand zwischen Maximal- und
Minimalwert mindestens eine Dekade betragen. Zulässiger Wertebereich 0 < Wert <
1.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:STAT:SCAL:Y:LOW <value>
4.126
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
ADJUST
SETTINGS
Der Softkey ADJUST SETTINGS optimiert die Pegeleinstellungen des R&S FSQ
entsprechend der gemessenen Spitzenleistung zur Erzielung der maximalen
Empfindlichkeit des Geräts.
Der Pegelbereich wird für die APD-Messung entsprechend der gemessenen
Differenz zwischen dem Spitzenwert und dem Minimalwert der Leistung und für die
CCDF-Messung zwischen dem Spitzenwert und dem Mittelwert der Leistung
eingestellt, um die maximale Leistungsauflösung zu erzielen.
Fernsteuerungsbefehl:
DEFAULT
SETTINGS
Der Softkey DEFAULT SETTINGS setzt die Skalierungen der X- und Y-Achse auf
ihre voreingestellten Werte (PRESET-Werte) zurück.
•
x-axis ref level: -20 dBm
•
x-axis range APD: 100 dB
•
x-axis range CCDF: 20 dB
•
y-axis upper limit: 1.0
•
y-axis lower limit: 1E-6
Fernsteuerungsbefehl:
MEAN PWR
POSITION
CONT MEAS
Der Softkey CONT MEAS startet die Aufnahme neuer Messdatenreihen und die
Berechnung der APD- oder CCDF-Kurve, je nach gewählter Messfunktion. Die
nächste Messung wird automatisch gestartet sobald die angezeigte Anzahl der
Messwerte erreicht wurde.
INIT:CONT ON;
INIT:IMM
Der Softkey SINGLE MEAS startet die Aufnahme einer neuen Messdatenreihe und
die Berechnung der APD- oder CCDF-Kurve, je nach gewählter Messfunktion. Die
Messung endet nach Erreichen der angezeigten Anzahl von Messwerten.
Fernsteuerungsbefehl:
4.127
CALC:STAT:SCAL:X:MPOS 10PCT
siehe „ADJUST SETTINGS“ auf Seite 4.127
Fernsteuerungsbefehl:
SINGLE MEAS
CALC:STAT:PRES
Der Softkey MEAN PWR POSITION definiert die relative X-Position des Mittelwert
der Leistung für CCDF-Messung. Default ist 0 % (linke Ecke des Displays). Der
Softkey ist nur bei CCDF-Messung aktiv.
Fernsteuerungsbefehl:
ADJUST
SETTINGS
CALC:STAT:SCAL:AUTO ONCE
INIT:CONT OFF;
INIT:IMM
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Hinweis für die Verwendung von Marker-Funktionen bei der Messung der
Signalamplitudenverteilung:
Bei der Messung der Amplitudenverteilung wird immer der Pegel auf der X-Achse
angezeigt. Die Y-Achse ist immer ein normalisierter Wert zwischen 0 und 1. Im
Gegensatz zu den Markern im Frequenz- oder Zeitbereich wird der Marker als
Pegelwert eingegeben und als Prozentwert ausgegeben.
Beispiel
Messung der CCDF eines IS95 BTS-Signals, Pegel 0 dBm, Frequenz 800 MHz
[PRESET]
in die Grundeinstellung setzen.
[FREQ: CENTER: 800
MHz]
Mittenfrequenz auf 800 MHz einstellen.
[AMPT: 10 dBm]
Referenzpegel auf 10 dBm einstellen.
[BW: 3 MHz]
Auflösebandbreite
auf
3
MHz
einstellen
(Auflösebandbreite muss größer sein als die
Signalbandbreite (1,25 MHz), um ein vollständiges
Signal innerhalb der Auflösebandbreite zu erhalten).
[MEAS]
Menü für die Messfunktionen aufrufen.
[SIGNAL STATISTIC]
Menü für
aufrufen.
[CCDF ON / OFF]
Messung
der
komplementären
Verteilung
einschalten. Der R&S FSQ schaltet in den ZERO
SPAN Modus. Die Leistung des Signals und die
CCDF werden aus der gewählten Anzahl der
Messwerte berechnet. Bei der CCDF-Messfunktion
werden Sample-Detektor und Videobandbreite
automatisch eingestellt.
[NO OF SAMPLES:
10000]
Anzahl der Messwerte auf 10000 einstellen.
[SINGLE MEAS]
Messfolge starten. Am Ende zeigt die Kurve die
CCDF für die 10000 gemessenen Werte an.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
die
Amplitudenverteilungsmessung
4.128
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
GATED
TRIGGER
Statistische Messung mit GATED TRIGGER an gepulsten Signalen können unter
Verwendung des Softkeys GATED TRIGGER durchgeführt werden. Ein externer
Rahmen-Trigger ist als Zeit- (Rahmen-) Referenz erforderlich.
Der Gate-Bereich definiert den Teil der erfassten I/Q-Daten, der für die
statistische Berechnung berücksichtigt wird.
Diese Bereiche werden bezogen auf einen Referenzpunkt T=0 definiert. Das GateIntervall wird jede Periodendauer wiederholt, bis das Ende des I/Q ErfassungsPuffers erreicht ist.
Der Referenzpunkt T=0 wird durch das externe Triggerereignis und den TriggerOffset des Messgerätes definiert.
GATED TRIGGER aktiviert das Gating für Statistik-Funktionen. Die Triggerquelle
wird auf EXTERN geändert, wenn diese Funktion eingeschaltet
ist.
Die Erfassung der I/Q-Daten wird wiederholt, bis die konfigurierte Anzahl gültiger
Abtastwerte erreicht wird. Wenn die aktive Gate-Periode sich außerhalb des I/QErfassungs-Puffers befindet, oder die resultierende Gate-Zeit Null ist, wird die
Messung das Ende nicht erreichen. In diesem Fall müssen der Start- und der
Stopp-Wert des Bereichs überprüft werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.129
SWE:EGAT ON
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
GATE RANGES
Der Softkey GATED RANGES öffnet eine Tabelle zur Konfiguration von bis zu
3 Gate-Bereichen für jeden Trace.
Comment
Kommentar
Period
Periode des zu messenden Signals
Range x Start
Start der betrachteten Periode
Range x Stop
Stopp der betrachteten Periode
Use Range
YES / NO:
ausgeblendet
werden
ein
Range
kann
vorübergehend
Die Timing-Werte haben die volle numerische Auflösung und werden nur zur
Anzeige gerundet.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SWE:EGAT:TRACE<1..3>:COMM
SWE:EGAT:TRACE<1..3>:STAT<1..3> ON
SWE:EGAT:TRACE<1..3>:STAR<1..3> <value<
SWE:EGAT:TRACE<1..3>:STOP<1..3> <value>
SWE:EGAT:TRACE<1..3>:PER <value>
4.130
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Konfigurationsbeispiel für Gated Statistics:
Es soll eine statistische Berechnung über den nutzbaren Teil des Signals zwischen
t3 und t4 durchgeführt werden. Die Periodendauer des GSM-Signals ist 4,61536
ms.
T1
Externer positiver Trigger Slope
T2
Beginn des Burst-Signals (nach 25 µs)
T3
Beginn des statistisch auswertbaren Bereichs (nach 40 µs)
T4
Ende des statistisch auswertbaren Bereichs (nach 578 µs)
t5
Ende des Burst-Signals (nach 602 µs)
Das Gerät muss folgendermaßen konfiguriert werden:
4.131
TRIGGER
OFFSET
t2 - t1 = 25
Gate ranges sind relativ zu t2
Range 1 Start
t3 - t2 = 15
Start von Range 1 relativ zu t2
Range 1 End
t4 - t2 = 553
Ende von Range 1 relativ zu t2
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13.5
Messung des Signal-Rauschabstands C/N und C/No
Mit der Messfunktion "Carrier to Noise" ermittelt der R&S FSQ den SignalRauschabstand C/N, der wahlweise auch normiert auf 1Hz Bandbreite dargestellt
werden kann (Funktion C/No).
Zur Ermittlung der Rauschleistung wird dabei ein Messkanal an der eingestellten
Mittenfrequenz betrachtet, dessen Bandbreite über die Funktion CHANNEL
BANDWIDTH festgelegt wird.
Als Trägersignal (Carrier) wird das größte Signal im Darstellbereich festgelegt. Es
wird beim Einschalten der Funktion gesucht und mit dem Reference Fixed
Marker markiert. Von dem so ermittelten Signalpegel wird die im Messkanal
ermittelte Rauschleistung subtrahiert (C/N) und bei der C/No-Messung auf 1 Hz
Bandbreite bezogen.
Für die Messung des Signal-Rauschabstands gibt es somit grundsätzlich zwei
Methoden:
1. Das Trägersignal befindet sich außerhalb des betrachteten Messkanals:
In diesem Fall genügt es, die gewünschte Messfunktion einzuschalten und die
Bandbreite des Messkanals einzustellen. Der Signal-Rauschabstand kann direkt
auf dem Bildschirm abgelesen werden.
2. Das Trägersignal befindet sich innerhalb des betrachteten Messkanals:
Hier muss die Messung in zwei Schritten vorgenommen werden. Zunächst muss
die Bezugsmessung bei aktivem Trägersignal durchgeführt werden. Dazu wird die
gewünschte Messfunktion C/N oder C/No einfach eingeschaltet und das Ende
des nächsten Messablaufs abgewartet. Anschließend wird das Trägersignal
abgeschaltet, so dass im Messkanal nur noch das Rauschen der Messanordnung
aktiv ist. Nach dem nächsten Messablauf wird der gemessene SignalRauschabstand angezeigt.
Die Auswahl des zur Kanalbandbreite passenden Frequenzbereichs wird durch
die Funktion ADJUST SETTINGS vereinfacht: die Funktion stellt den SPAN
automatisch auf etwa 4 × Kanalbandbreite (= 4 × Channel Bandwidth)
Beim Einschalten der Leistungsmessung wird der RMS-Detektor aktiviert (TRACEDETECTOR-RMS).
C/N /
C/NO
Der Softkey C/N C/No wechselt ins Untermenü zur Konfiguration der Messung des
Signal-Rauschabstands.
C/N / C/NO
CHANNEL BANDWIDTH
ADJUST SETTINGS
Das Untermenü erlaubt die Auswahl zwischen Messung ohne (C/N) und mit
Bandbreitenbezug (C/No). Zusätzlich kann die Bandbreite des Messkanals
ausgewählt und der Frequenzdarstellbereich (Span) entsprechend angepasst
werden.
Die Messungen sind nur im Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.132
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
C/N /
C/NO
Die Softkeys C/N und C/No schalten die Messung des Signal-Rauschabstands ein
bzw. aus, wobei bei C/No zusätzlich der Bezug auf 1 Hz Bandbreite aktiviert wird.
Beim Einschalten der Funktion wird das Maximum der aktuellen Messkurve
bestimmt und mit dem REFERENCE FIXED Marker markiert.
Die Messung wird auf dem Trace durchgeführt, auf dem Marker 1 sitzt. Um einen
anderen Trace auszuwerten, muss Marker 1 mit Softkey SELECT TRACE im
Menü MKR auf einen anderen Trace gesetzt werden.
Ist kein Marker aktiv, so wird Marker 1 beim Einschalten der Funktion
eingeschaltet.
Fernsteuerungsbefehl:
CHANNEL
BANDWIDTH
CALC:MARK:FUNC:POW:SEL CN
CALC:MARK:FUNC:POW:RES? CN
CALC:MARK:FUNC:POW:SEL CN0
CALC:MARK:FUNC:POW:RES? CN0
CALC:MARK:FUNC:POW OFF
Der Softkey CHANNEL BANDWIDTH öffnet ein Eingabefenster zur Festlegung der
Kanalbandbreite für den Messkanal.
Die Grundeinstellung ist 14 kHz.
Die spezifizierte Kanalbandbreite dient zur optimalen
Messparameter des R&S FSQ mit ADJUST SETTINGS.
Fernsteuerungsbefehl:
ADJUST
SETTINGS
Einstellung
der
SENS:POW:ACH:BWID 14kHz
Der Softkey ADJUST SETTINGS passt den Frequenzdarstellbereich (Span) an die
gewählte Kanalbandbreite an.
Bei der Messung des Signal-Rauschabstands wird als Span Folgendes eingestellt:
4 × Kanalbandbreite + Messreserve
Die Anpassung erfolgt einmalig, im Bedarfsfall kann die Geräteeinstellung
anschließend auch wieder verändert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.133
SENS:POW:ACH:PRES CN | CN0
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13.6
MODULATION
DEPTH
Messung des AM-Modulationsgrades
Der Softkey MODULATION DEPTH schaltet die Messung des AMModulationsgrades ein. Für die korrekte Funktion wird ein AM-modulierter Träger
am Bildschirm vorausgesetzt.
Als Trägerpegel wird der Pegelwert des Marker 1 angenommen. Mit dem
Einschalten der Messung werden automatisch Marker 2 und Marker 3 als
Deltamarker symmetrisch zum Träger auf die benachbarten Maxima der Messkurve
gesetzt und Marker 2 für die Eingabe aktiviert.
Bei Veränderung der Position von Marker 2 (Delta) wird Marker 3 (Delta)
symmetrisch bezogen auf den Bezugsmarker (Marker 1) bewegt.
Wird die Dateneingabe für Marker 3 aktiviert (Softkey MARKER 3), so kann dieser
für den Feinabgleich unabhängig von Marker 2 bewegt werden.
Der R&S FSQ berechnet aus den gemessenen Pegeln die Leistung an den
Markerpositionen. Aus dem Verhältnis der Leistungen am Bezugsmarker und an
den Deltamarkern wird der AM-Modulationsgrad errechnet. Wenn die Leistung der
beiden AM-Seitenbänder ungleich ist, wird der Mittelwert aus beiden Leistungen zur
AM-Modulationsgrad-Berechnung verwendet.
Messbeispiel
Es soll der AM-Modulationsgrad eines mit 1 kHz modulierten Trägers bei 100 MHz
gemessen werden.
[PRESET]
Der R&S FSQ wird in die Grundeinstellung versetzt.
[CENTER: 100 MHz]
Mittenfrequenz auf 100 MHz einstellen.
[SPAN: 5 kHz]
Frequenzdarstellbereich auf 5 kHz einstellen.
[AMPT: 0 dBm]
Referenzpegel auf 0 dBm einstellen.
[MKR FCTN]
Marker 1 einschalten. Er wird auf das Maximum der
dargestellten Messkurve positioniert.
[MODULATION DEPTH: Messung des AM-Modulationsgrades einschalten.
1 kHz]
Marker 2 und 3 (Delta-Marker) werden auf die
benachbarten Maxima der Messkurve gesetzt und
sind für die Frequenzeingabe aktiviert.
Im Marker-Info-Feld wird der AM-Modulationsgrad in
% ausgegeben.
Mit der Eingabe von 1 kHz können anschließend
Marker 2 ganz exakt auf 1 kHz und Marker 3 auf -1
kHz vom Referenzmarker positioniert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK:FUNC:MDEP ON;
CALC:MARK:FUNC:MDEP:RES?
4.134
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13.7
Erfassung von IQ-DAten
Die Auswahl IQ Mode ermöglicht es IQ-Daten zu erfassen und in einer Datei
abzuspeichern. Zusätzlich ist es möglich, das HF-Signal ins Basisband umzusetzen
und einen kontinuierlichen Datenstrom zum digitalen Ausgang zu senden (nur mit
Option R&s FSQ-B17.
Die Wiederherstellung eines Datensatzes oder ein Neustart des Betriebssystems
mit einer IQ Messung wird nur dann durchgeführt, wenn der IQ Modus
ausgeschaltet ist; der IQ Modus muss anschliessend aus Kompatibilitätsgründen
manuell wieder aktiviert werden.
IQ MODE
Der Softkey IQ MODE öffnet das Untermenü zur Einstellung des IQ Modus.
IQ MODE ON / OFF
IQ SETTINGS
CENTER
CAPTURE & EXPORT
DIG IQ OUT STREAM
DIG IQ OUT DEFAULT
IQ MODE ON /
OFF
IQ SETTINGS
Der Softkey IQ MODE aktiviert/deaktiviert das Erfassen der I/Q-Daten.
Fernsteuerungsbefehl:
TRAC:IQ:STAT ON | OFF
Der Softkey IQ SETTINGS öffnet einen Dialog, in dem verschiedene Parameter zur
IQ-Datenerfassung eingestellt werden können.
•
IF FILTER BW: ZF Filterbandbreite
•
SAMPLE RATE: Abtastrate
•
TRIGGER SOURCE: Triggerquelle (FREE RUN / EXTERN /IF POWER)
Mit ENTER wechselt man zwischen den Einstellungen.
•
TRIGGER SLOPETriggerflanke (POSITIVE/NEGATIVE)
Mit ENTER wechselt man zwischen den Einstellungen..
4.135
•
PRE TRIGGER SAMPLES: Anzahl der Samples vor der Triggerung
•
NUMBER OF SAMPLES: Anzahl der Samples
•
DATA FORMAT: Speicherformat (PAIR / BLOCK)
•
PAIR: I/Q Paare
•
BLOCK:I-Werte zuerst, Q-Werte zuletzt
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Im Menü AMPT kann der Referenzpegel/Dämpfung eingestellt werden. Im Menü
SIGNAL SOURCE kann der RF- oder der Analog Baseband-Eingang gewählt
werden (mit Option R&S FSQ-B71).
Fernsteuerungsbefehl:
CENTER
Der Softkey CENTER legt die Mittenfreqeunz fest, Dieser Softkey steht auch im
FREQ-Menü zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
CAPTURE &
EXPORT
TRAC:IQ:STAT ON | OFF
TRAC:IQ:SET …
TRAC:IQ:DATA?
TRAC:IQ:DATA:MEM?
TRAC:IQ:DATA:FORM IQB | IQP
FREQ:CENT 4 GHZ
Der Softkey CAPTURE & EXPORT öffnet einen Dialog, in dem der Dateiename
eingegeben werden kann. In dieser datei werden die erfassten IQ-Daten
abgespeicher. Die Datenerfassung wird mit ENTER gestartett. Das
Defaultverzeichnis für die Dateiablage ist:
D:\R_S\INSTR\TEMP.
Die Nachricht "IQ capturing in progress" zeigt eine laufende Datenerfassung an. Bei
einer größeren Anzahl von Abtastwerten zeigt die Nachricht "Writing captured
Samples to file" den Speicherfortschritt an.
Vor der datenerfassung überprüft der R&S FSQ den freien Platz auf der Festplatte.
bei sehrvielen Abtastwerten werden die Daten auf mehrere Datei verteilt. Die
Dateinummer ist im dateinamen angegeben, z.B. ".d00" oder ".d01" anstelle von
*.dat bei einer einzelnen Datei. Die maximale Anzahl an I/Q-Samples pro Datei ist
50 GSamples (= 50*1024*1024 Samples). Dieser Wert kann nur bei einer
Ausstattung mit Option R&S FSQ-B100 erreicht werden.
Nicht notwendige Daten müssen wiedervon der Festplatte entfernt werden. Die
Anwendungssoftware benötigt zum Funktionieren freien Speicherplatz, z.B für
Temporäre dateien, Speichern und Laden von Dateien).
Fernsteuerungsbefehl:
DIG IQ OUT
STREAM
TRACe:IQ:STATe ON | OFF
TRACe:IQ:SET
TRACe:IQ:DATA?
TRACe:IQ:DATA:MEMory?
TRACe:IQ:DATA:FORMat IQBlock | IQPair
Der Softkey DIG IQ OUT STREAM aktiviert/deaktiviert das Streaming der digitalen
Basisbanddaten. Der Softkey steht nur mit Option R&S FSQ-B17 zur Verfügung,
ausserdem muss der RF-Einhgang als Signalquelle gewählt sein.
Um einen kontinuierlichen Ausgabestrom der digitalen Basisbanddaten zu
erzeugen, muss als Triggerquelle EXTERNAL gewählt sein.
Dabei darf kein Signal am externen Triggereingang anliegen. Wird ein Signal
angelgt, stoppt die IQ-Datenerfassung.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.136
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Wenn ein Neustart des Systems oder eine Wiederherstellung eines Datensatzes im
I/Q Modus durchgeführt werden, wird die Datenaufzeichnung automatisch gestoppt.
Aus Kompatibilitätsgründen muss der I/Q Modus in diesem Fall manuell neu
gestartet werden.
Fernsteuerungsbefehl:
DIG IQ OUT
DEFAULT
OUTP:DIQ:STAT ON
Der Softkey DIG IQ OUT DEFAULT stellt folgende Defaultwerte ein:
•
ZF Filterbandbreite: 50 MHz
•
Abtastrate: 81.6 MHz
•
Triggerquelle: EXTERN
•
Triggerflanke: POSITIVE
•
Pretrigger Samples: 0
•
Datenformat: PAIR
Der digitale Basisbandausgang wird aktiviert. Der Softkey steht nur mit Option R&S
FSQ-B17zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
4.137
---
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13.8
Messung des Interceptpunktes dritter Ordnung (TOI)
Werden auf einen Übertragungsvierpol mit einer nichtlinearen Kennlinie mehrere
Signale gegeben, dann treten an dessen Ausgang durch Summen und
Differenzbildung der Signale Intermodulationsprodukte auf. Die nichtlineare
Kennlinie verursacht Oberwellen der Nutzsignale, die sich wiederum an der
Kennlinie mischen. Besondere Bedeutung haben dabei die Mischprodukte niedriger
Ordnung, da deren Pegel am größten ist und sie sich in der Nähe der Nutzsignale
befinden. Die größten Störungen verursacht das Intermodulationsprodukt dritter
Ordnung. Bei ihm handelt es sich im Fall der Zweitonaussteuerung um das
Mischprodukt aus dem einem Nutzsignal und der ersten Oberwelle des zweiten
Nutzsignals.
Die Frequenzen der Störprodukte liegen im Abstand der Nutzsignale oberhalb und
unterhalb der Nutzsignale. Bild 4.14 Intermodulationsprodukte PS1 und PS2 zeigt
die Intermodulationsprodukte PI1 und PI2, die durch die beiden Nutzsignale PU1 und
PU2 entstehen.
P
U1
Level
P
U2
aD3
PI2
PI1
∆f
f
I1
∆f
f
U1
∆f
f
U2
f
I2
Frequency
Bild 4.14 Intermodulationsprodukte PS1 und PS2
Das Intermodulationsprodukt bei fS2 entsteht durch Mischung mit der ersten
Oberwelle des Nutzsignals PN2 mit dem Signal PN1, das Intermodulationsprodukt
bei fS1 durch Mischung der ersten Oberwelle des Nutzsignals PN1 mit dem Signal
PN2.
fs1 = 2 × fn1 - fn2
(15)
fs2 = 2 × fn2 - fn1
(16)
Der Pegel der Störprodukte ist abhängig vom Pegel der Nutzsignale. Wenn beide
Nutzsignale um 1 dB erhöht werden, erhöht sich der Pegel der Störsignale um 3 dB.
Das heißt, der Abstand ad3 der Störsignale von den Nutzsignalen vermindert sich
um 2 dB. Dies veranschaulicht Bild 4.17 Abhängigkeit des Pegels der Störprodukte
vom Pegel der Nutzsignale.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.138
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Intercept point
Output
level
Compression
Intermodulation
product
Useful signal
3
1
1
1
Input level
Bild 4.17 Abhängigkeit des Pegels der Störprodukte vom Pegel der Nutzsignale
Die Nutzsignale am Ausgang eines Vierpols erhöhen sich proportional zum
Eingangspegel, solange der Vierpol sich im linearen Bereich befindet. 1 dB
Pegeländerung am Eingang bewirkt 1 dB Pegeländerung am Ausgang. Ab einem
bestimmten Eingangspegel geht der Übertragungsvierpol in Kompression und der
Ausgangspegel erhöht sich nicht weiter. Die Intermodulationsprodukte dritter
Ordnung steigen dreimal so schnell wie die Nutzsignale. Der Intercept-Punkt ist der
fiktive Pegel, in dem sich beide Geraden schneiden. Er kann nicht direkt gemessen
werden, da der Nutzpegel vorher durch die maximale Ausgangsleistung des
Vierpols begrenzt wird.
Aus den bekannten Steigungen der Geraden und dem gemessenen
Intermodulationsabstand aD3 bei einem gegebenen Pegel kann er jedoch nach der
folgenden Formel errechnet werden.
a D3
IP3 = -------- + P N
2
(18)
Bei einem Intermodulationsabstand von 60 dB und einem Eingangspegel PN von 20 dBm errechnet man zum Beispiel den Intercept dritter Ordnung IP3 zu:
60
IP3 – ------ + ( – 20dBm ) – 10dBm
2
TOI
(19)
Mit dem Softkey TOI wird die Messung des Intercepts dritter Ordnung ausgelöst.
Am Eingang des R&S FSQ wird dazu ein Zweitonsignal mit gleichen Trägerpegeln
erwartet. Marker 1 und Marker 2 (beide Normal-Marker) werden auf das Maximum
der beiden Signale gesetzt. Marker 3 und Marker 4 (beide Delta-Marker) werden auf
die Intermodulationsprodukte positioniert. Mit dem Einschalten der Funktion ist die
Frequenzeingabe für die Delta-Marker aktiviert. Sie können damit manuell verstellt
werden.
Aus dem Pegelabstand zwischen den Normal-Markern und den Delta-Markern
berechnet der R&S FSQ den Intercept dritter Ordnung und gibt diesen im MarkerInfo-Feld aus.
Fernsteuerungsbefehl:
4.139
CALC:MARK:FUNC:TOI ON;
CALC:MARK:FUNC:TOI:RES?
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Beispiel
Am HF-Eingang des R&S FSQ liege ein Zweitonsignal mit den Frequenzen 100
MHz und 101 MHz an. Die Pegel beider Signale betragen -10 dBm.
SELECT
MARKER
[PRESET]
Der R&S FSQ wird in die Grundeinstellung versetzt.
[CENTER: 100.5 MHz]
Mittenfrequenz auf 100,5 MHz einstellen.
[SPAN: 3 MHz]
Span auf 3 MHz einstellen.
[AMPT: -10 dBm]
Referenzpegel auf -10 dBm einstellen.
[MKR FCTN]
Der Marker 1 wird eingeschaltet und auf den
Spitzenwert des Signals gesetzt.
[TOI]
Der R&S FSQ setzt die 4 Marker auf die Nutzsignale
und die Störprodukte und berechnet den Intercept
dritter Ordnung. Das Messergebnis wird im MarkerInfo-Feld ausgegeben.
Der Softkey SELECT MARKER aktiviert die Auswahl eines Markers für die
Funktionen MODULATION DEPTH und TOI. Damit können die verwendeten Marker
bei diesen Funktionen fein justiert werden.
Die Auswahl erfolgt numerisch in einem Dateneingabefeld. Deltamarker 1 wird
durch Eingabe von '0' ausgewählt.
Ist der Marker ausgeschaltet, so wird er eingeschaltet und kann anschließend
verschoben werden.
Fernsteuerungsbefehl:
TOI MKR CALC
SRCH
CALC:MARK1 ON;
CALC:MARK1:X <value>;
CALC:MARK1:Y?
Der Softkey TOI MKR CALC SRCH schaltet zwischen der berechneten
Markerposition (CALC) und der Durchführung einer lokalen Spitzenwertsuche in der
Nähe der erwarteten Frequenzen (SRCH) um.
Die TOI-Messung basiert darauf, dass die Marker 3 und 4 auf die Position der
berechneten Intermodulationsprodukte gesetzt werden. Die Genauigkeit dieser
Frequenzberechnungen hängt von der Präzision der beiden Trägerfrequenzen ab,
die bei einer Spitzenwertsuche gefunden wurden.
Im Grundzustand wird die schnellere Methode angewandt (CALC).
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK:FUNC:TOI:MARK CALC
4.140
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13.9
HARMONIC
DISTOR
Harmonic Distortion Messung
HARMONIC ON | OFF
NO. OF HARMONICS
HARMONIC SWEEPTIME
HARMONIC RBW AUTO
ADJUST SETTINGS
Der Softkey HARMONIC DISTOR öffnet dieses Untermenü und aktiviert die
Klirrfaktor-Messung.
In der oberen Bildhälfte werden die Zero-Span-Sweeps auf allen Oberwellen
gezeigt, wobei durch eine Gitterlinie getrennt wird. Dadurch erhält man einen guten
Überblick über die Messung. In der unteren Bildhälfte werden die mittleren RMSErgebnisse in Form numerischer Werte angezeigt. Die Gesamtklirrfaktorwerte sind
im Marker-Info-Feld sichtbar.
Die Auflösebandbreite wird automatisch eingestellt: RBWn = RBW1 * n; falls diese
Auflösebandbreite nicht verfügbar ist, wird der nächst größere Wert benutzt.
Bei Fernbedienung erhält man die Ergebnisse über die folgenden Befehle:
Auslesen des Trace über das normale Trace-Subsystem. Die erste harmonische
Frequenz kann über den Mittenfrequenz-Befehl ausgelesen werden.
THD-Wert, getrennt in % und dB:
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:FUNC:HARM:DIST? TOT
Durch Komma getrennte Liste von Pegeln der Harmonischen, ein Wert für jede
Harmonische:
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:FUNC:HARM:BAND:LIST?
Durch Komma getrennte Liste der Auflösebandbreiten der Harmonischen, ein Wert
für jede Harmonische:
Fernsteuerungsbefehl:
HARMONIC
ON | OFF
CALC:MARK:FUNC:HARM:BAND?
Der Softkey HARMONIC ON/OFF aktiviert die Harmonic Distortion Messung. Mit
dieser Messung ist es einfach möglich, die Oberwellen von beispielsweise einem
VCO zu messen. Darüber hinaus wird der Gesamtklirrfaktor in % und dB berechnet.
Innerhalb der Harmonic Distortion Messung unterscheidet man zwei mögliche Modi.
Wird die Harmonic Distortion Messung von einem Frequenzsweep (Darstellbreite
>0 Hz) aus begonnen, wird innerhalb dieses gegebenen Frequenzbereiches eine
automatische Suche nach der ersten Harmonischen (Grundwelle) durchgeführt. Es
wird ebenfalls ein Pegelabgleich durchgeführt. Ist der Zero-Span-Mode aktiviert
bevor die Harmonic Distortion Messung begonnen wird, bleibt die Mittenfrequenz
unverändert.
Fernsteuerungsbefehl:
4.141
CALC:MARK:FUNC:HARM:STAT ON | OFF
(Abfrage der Ergebnisse siehe oben)
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
NO. OF
HARMONICS
Mit dem Softkey NO. OF HARMONICS kann die Anzahl der zu messenden
Oberwellen eingestellt werden. Der Bereich erstreckt sich von 1 bis 26.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:MARK:FUNC:HARM:NHAR <numerical
value>
HARMONIC
SWEEPTIME
Der Softkey HARMONIC SWEEPTIME setzt den Wert, der bestimmt, wie lange die
Zero-Span-Messung auf jeder harmonischen Frequenz durchgeführt werden soll.
Die Funktion dieses Softkeys entspricht dem Softkey SWEEPTIME im SWEEPMenü. Daher sind die gleichen Kommandos wie bei diesem zu benutzen.
HARMONIC
RBW AUTO
Der Softkey HARMONIC RBW AUTO deaktiviert die automatische Einstellung der
Auflösebandbreite.
Fernsteuerungsbefehl:
ADJUST
SETTINGS
CALC:MARK:FUNC:HARM:BAND:AUTO ON | OFF
Der Softkey ADJUST SETTINGS aktiviert die Frequenzsuche im
Frequenzbereich vor Start der Harmonic Distortion Messung (sofern die
Harmonic Distortion Messung von einem Frequenzsweep gestartet wurde)
sowie den Pegelabgleich.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:MARK:FUNC:HARM:PRES
4.142
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13.10
Messung von Spurious Emissions
Außerhalb des zugewiesenen Frequenzbandes werden von allen realen
Verstärkern auch unerwünschte HF-Produkte erzeugt. Die Messung dieser sog.
Nebenaussendungen (engl. „Spurious emissions”) erfolgt im allgemeinen über
einen weiten Frequenzbereich von z.B. 9 kHz bis 7 GHz. Die Einstellungen des
Analysators sind je nach Frequenzbereich vorgeschrieben.
SPURIOUS
EMISSIONS
SPURIOUS ON | OFF
SWEEP LIST !
EDIT SWEEP LIST
INS BEFORE RANGE
INS AFTER RANGE
DELETE RANGE
NEXT RANGES
PREVIOUS RANGES
ADJUST AXIS
START MEAS
STOP MEAS
LIST EVALUATION
IF SHIFT!
PAGE UP / PAGE DOWN
SAVE SWEEP LIST
LOAD SWEEP LIST
DELETE SWEEP LIST
START MEAS
STOP MEAS
Seitenmenü
PEAK SEARCH
PEAKS PER RANGE
MARGIN
VIEW PEAK LIST !
SORT BY FREQUENCY
SORT BY DELTA LIM
ASCII FILE EXPORT
DECIM SEP
PAGE UP / PAGE DOWN
NOISE CORR (ON OFF)
Im Modus der Spurious Emissions misst der R&S FSQ in vordefinierten
Frequenzbereichen mit Einstellungen, die für jeden der Bereiche unterschiedlich
angegeben werden können.
4.143
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Dabei werden die Einstellungen der SWEEP TABLE, bzw. die aktuellen
Geräteeinstellungen verwendet. Es sind bis zu 20 Teilbereiche definierbar, die nicht
aneinander anschließen müssen und über die der R&S FSQ nacheinander sweept.
Die Messbereiche dürfen jedoch nicht überlappen. Die Messparameter in jedem
Teilbereich sind unabhängig voneinander wählbar (Menü SWEEP LIST, EDIT
SWEEP LIST).
Limit Lines werden unabhängig von den Sweep Ranges definiert und dargestellt
und sind deshalb nicht Bestandteil der Sweep Ranges. Die Einheit der Limit Lines
ist auf dB bzw. dBm beschränkt.
Der Frequenzbereich, in dem tatsächlich gemessen wird, wird über die von den
Sweep-Bereichen unabhängigen Parametern Start- und Stoppfrequenz des
R&S FSQ eingestellt. Damit ist es möglich, für eine Messaufgabe Sweep-Ranges
zu definieren, die auch abgespeichert und wiedergeladen werden können, und den
eigentlich zu messenden Frequenzbereich schnell und einfach über zwei Parameter
einzustellen, ohne dass aufwendiges Editieren in der Sweep-Tabelle nötig wird.
Wenn eine Grenzwertlinie in Schritten definiert ist, wird der kleinere Grenzwert am
Frequenzpunkt mit dem geraden vertikalen Bereich verwendet.
SPURIOUS
ON | OFF
Der Softkey SPURIOUS ON/OFF schaltet die Messung der Nebenaussendungen
entsprechend der momentanen Konfiguration ein oder aus.
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEP LIST
Der Softkey SWEEP LIST öffnet ein Untermenü, in dem bereits definierte SweepRanges editiert oder neue Ranges erzeugt bzw. gelöscht werden können. Es
erscheint eine Tabelle mit den aktuellen Sweep-Ranges.
Fernsteuerungsbefehl:
EDIT SWEEP
LIST
SENS:SWE:MODE LIST
schaltet die Spurious Liste ein
SENS:SWE:MODE AUTO
schaltet die Spurious Liste aus
--
Der Softkey EDIT SWEEP LIST öffnet die Tabelle zum Editieren der Sweep Ranges,
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.144
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
In der Tabelle SWEEP LIST werden die Einstellungen für jeden Sweep-Bereich
vorgenommen.
Range Start:
Startfrequenz des Bereiches
Range Stop:
Stoppfrequenz des Bereiches
Filter Type:
NORMAL (3dB),CHANNEL, RRC, 5-POLE
RBW:
Bandbreite des Resolution Filters
VBW:
Bandbreite des Video Filters
VBW:
Bandbreite des Video Filters; wird für CHANNEL- und
RRC-Filter ignoriert
Sweep Time Mode:
AUTO, MANUAL
Sweep Time:
wenn unter Sweep Time mode AUTO angegeben ist, so
wird die automatisch berechnete Sweepzeit angezeigt.
Wird die Zelle editiert, so wird der zugehörige „Sweep
time mode“ automatisch auf „MANUAL“ gestellt.
Detector:
Gibt den Detektor für den Range an: Sample, Average,
Max Peak, RMS, Min Peak und Auto Peak
REF-Level:
Referenzpegel in dBm
Die Oberkante des angezeigten Bildschirmbereichs ist
der Wert des höchsten Referenzpegels, korrigiert um
den zugehörigen Transducer Faktor.
RF-Attenuator-Mode: AUTO, MANUAL
RF-Attenuator:
Zahl; wie bei Sweep Time
PRE-AMP:
ON / OFF; Auswahl des Vorverstärkers (Option B23,
B25; sofern vorhanden)
Sweep Points:
Anzahl der Sweep Punkte pro Range (sweep Segment).
Die Anzahl der Punkte im gesamten Sweep darf 8001
nicht überschreiten.
Stop after Sweep:
ON / OFF; wenn ON, wird der Sweep nach dem Range
angehalten und erst nach Benutzerbestätigung über
eine Messagebox wieder fortgeführt (Bit 10 des
“STATus:OPERation-Register” auf Seite 5.32).
Transd. factor:
NONE oder Faktor (über Auswahlliste eingeben)
LIMIT CHECK:
ON, OFF (für alle Bereiche)
Limit:
Limit in dBm (wird über Auswahlliste eingegeben)
Eine temporäres Limit _SPUL_IN_ wird verwendet, das
auf den Range Limits basiert. Dieses temporäre Limit
wird beim Start der Messung erzeugt und kann kopiert
und weiter verwendet werden.
Fernsteuerungsbefehl:
SENS:LIST:RANG<1…20>:…
INS BEFORE
RANGE
Der Softkey INS BEFORE RANGE fügt vor der markierten Zeile einen Range ein.
INS AFTER
RANGE
Der Softkey INS AFTER RANGE fügt nach der markierten Zeile einen Range ein.
4.145
Fernsteuerungsbefehl:
Fernsteuerungsbefehl:
--
--
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
DELETE
RANGE
Der Softkey DELETE RANGE löscht den aktuellen Range. Alle höheren Ranges
werden um eins zurückgestuft.
Fernsteuerungsbefehl:
NEXT RANGES
Der Softkey NEXT RANGES schaltet die Darstellungen der nächst höheren
Teilbereiche 6 bis 10, 11 bis 15 oder 16 bis 20 ein.
Fernsteuerungsbefehl:
PREVIOUS
RANGES
--
Der Softkey ADJUST AXIS passt die Frequenzachse des Messwertdiagramms
automatisch so an, dass die Startfrequenz der Startfrequenz des ersten SweepBereichs entspricht und die Stoppfrequenz der Stoppfrequenz des letzten SweepBereichs.
Fernsteuerungsbefehl:
START MEAS
--
Der Softkey PREVIOUS RANGES schaltet zwischen die Darstellungen der
nächstniedrigen Teilbereiche 1 bis 5, 6 bis 10 oder 11 bis 15 ein.
Fernsteuerungsbefehl:
ADJUST AXIS
LIST:RANGe<1…20>:DELete
-(über FREQuency:STARt <num_value> /
FREQuency:STOP <num_value>)
Mit dem Softkey START MEAS wird die Messung gestartet. Gleichzeitig wird das
Untermenü verlassen.
Beim Start der Messung baut der R&S FSQ das Messwertdiagramm im gewählten
Messfenster auf und beginnt die Messung im gewählten Modus.
Bei SINGLE wird eine einzelne Messung durchgeführt. Danach bleibt der R&S FSQ
auf der Stopfrequenz stehen.
Bei CONTINUOUS läuft die Messung solange, bis sie abgebrochen wird.
Die Messung kann mit STOP SWEEP abgebrochen werden.
Wenn im Range ein Haltepunkt definiert wurde (STOP AFTER SWEEP), hält der
Sweep automatisch am Ende der entsprechenden Ranges an, um dem Benutzer
z.B. den Wechsel der externen Verschaltung zu ermöglichen. Dies wird durch eine
Message-Box angezeigt:
SWEEP Range# reached CONTINUE/BREAK
Der Sweep wird bei der Auswahl von CONTINUE mit dem nächsten Range
fortgesetzt. Bei der Auswahl von BREAK wird der Sweep abgebrochen.
Fernsteuerungsbefehl:
STOP MEAS
INIT:SPUR startet Messung
INIT:CONM startet Messung nach Erreichen eines
BREAKs
ABORt bricht Messung nach Erreichen eines Ranges
ab
Der Softkey STOP MEAS bricht die Messung ab. Die Daten der Messung können
analysiert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
ABORt
4.146
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
LIST
EVALUATION
Der Softkey LIST EVALUATION aktiviert oder deaktiviert die Funktion LIST
EVALUATION für die Messung der Störaussendung. Die Bewertung der Peaksuche
erfolgt automatisch während der Messung und die Ergebnisse werden tabellarisch
in der unteren Bildschirmhälfte dargestellt.
Folgende Ergebnisse werden angezeigt:
•
frequency range
•
Frequenz der absoluten Spitzenleistung in diesem Bereich in dBm
•
Pegelabstand zum Grenzwert mit Reserve in dB
•
Status der Grenzwertüberprüfung (Grenzwertverletzung (Fail) wird durch andere
Farbe und Sternchen am Ende der Zeile angezeigt).
Bei eingeschalteter Funktion LIST EVALUATION, stehen die Funktionen PEAKS
PER RANGE, MARGIN, PEAK SEARCH und VIEW PEAK LIST nicht zur
Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
IF SHIFT
SAVE SWEEP
LIST
Siehe Setup-Menü, Softkey “IF SHIFT” auf Seite 4.224.
Öffnet ein Dialogfeld zum Speichern kundenspezifischer Konfigurationen für
Messungen der Nebenaussendung. Der R&S FSQ speichert die Konfigurationen als
XML-Datei auf seiner Festplatte.
Remote command:
LOAD SWEEP
LIST
kundenspezifischer
Konfigurationen
für
LIST:PRES '<filename>'
Öffnet ein Dialogfeld zum Löschen kundenspezifischer Konfigurationsdateien für
Messungen der Nebenaussendung.
Remote command:
4.147
LIST:STAN:SAVE '<filename'>
Öffnet ein Dialogfeld zum Laden
Messungen der Nebenaussendung.
Remote command:
DELETE
SWEEP LIST
CALC1:PEAK:AUTO ON | OFF
LIST:STAN:DEL '<filename>'
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
START MEAS
siehe “START MEAS” auf Seite 4.146.
STOP MEAS
siehe “STOP MEAS” auf Seite 4.146.
PEAK SEARCH
Der Softkey PEAK SEARCH startet die Ermittlung der Liste der Teilbereichsmaxima
aus den vorliegenden Sweepergebnissen. Der Vorgang kann beliebig oft wiederholt
werden, um z.B. mit verschiedenen Einstellungen von Threshold zu
experimentieren.
Er ist erst aktiviert, nachdem eine Messung mit START MEAS durchgeführt wurde.
Fernsteuerungsbefehl:
PEAKS PER
RANGE
Der Softkey PEAKS PER RANGE aktiviert die Eingabe der Anzahl der Peaks je
Range, die in der Liste gespeichert werden. Der Wertebereich geht von 1 bis 50.
Wird die eingestellte Anzahl der Peaks erreicht, wird die Peaksuche im aktuellen
Range abgebrochen und im nächsten Range weitergeführt. Der Defaultwert ist 25
dB.
Fernsteuerungsbefehl:
MARGIN
CALC:PEAK:SUBR 1...50
Der Softkey MARGIN aktiviert die Eingabe des Margins, d.h. der Akzeptanzschwelle
für die Ermittlung der Peak-Liste. Um diesen Betrag wird die jeweilige
Grenzwertlinie bei der Feststellung der Maxima verschoben. Der Wertebereich geht
von -200 dB bis 200 dB. Der Defaultwert ist 6 dB
Fernsteuerungsbefehl:
VIEW PEAK
LIST
CALC:PEAK
CALC:PEAK:MARG –200dB...200dB
Der Softkey VIEW PEAK LIST öffnet das Untermenü zum Betrachten der Peakliste.
Er ist zur Anzeige erst aktiviert, nachdem eine PEAK Suche mit PEAK SEARCH
durchgeführt wurde.
Ist kein Limit-Check aktiv, so wird ein Deltalimit von +200dB angezeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
TRACe? SPURious
4.148
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
SORT BY
FREQUENCY
Der Softkey SORT BY FREQUENCY sortiert die Tabelle absteigend nach den
Einträgen in der Spalte FREQUENCY.
Fernsteuerungsbefehl:
SORT BY
DELTA LIM
Der Softkey SORT BY DELTA LIM sortiert die Tabelle absteigend nach den
Einträgen in der Spalte DELTA LIM (default). Ist keine Limitline angegeben, so wird
für alle Peaks ein Abstand von 200 dB angenommen.
Fernsteuerungsbefehl:
ASCII FILE
EXPORT
--
--
Der Softkey ASCII FILE EXPORT speichert die Peakliste im ASCII-Format in eine
Datei ab.
Die Datei besteht dabei aus einem Dateikopf, der für die Skalierung wichtige
Parameter enthält, aus mehreren Datenteilen welche die Sweepeinstellungen je
Range enthalten, und einem Datenteil der die Peakliste enthält.
Die Daten des Dateikopfs bestehen aus drei Spalten, die jeweils durch ’;’ getrennt
sind:
Parametername; Zahlenwert; Grundgerät
Tabelle 4-1 Beispiel: Kopfteil der Datei
Dateiinhalt
Beschreibung
Type;R&S FSQ;
Model
Version;3.90;
Firmware version
Date;02.Aug 2006;
Speicherdatum des Datensatzes
Mode;ANALYZER;SPURIOUS;
Betriebsart des Gerätes
Start;9000.000000;Hz
Stop;7000000000.000000;Hz
Anfang/Ende des Darstellbereichs.
Einheit: Hz
x-Axis;LIN;
Skalierung der x-Achse linear (LIN) oder
logarithmisch (LOG) (zukünftig)
Sweep Count;1;
Eingestellte Anzahl der Sweep Durchläufe
Der Datenteil für die Messwerte beginnt mit dem Schlüsselwort "TRACE <n>:",
wobei <n> die Nummer des abgespeicherten Traces enthält. Danach folgt die
Peakliste in mehreren Spalten, die ebenfalls durch ’;’ getrennt sind.
4.149
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Tabelle 4-2 Beispiel: Datenteil der Datei
Dateiinhalt
Beschreibung
TRACE 1:
Ausgewählte Messkurve
Trace Mode;CLR/WRITE;
Darstellart der Messkurve: CLR/
WRITE,AVERAGE,MAX HOLD,MIN HOLD, VIEW,
BLANK
x-Unit;Hz;
Einheit der x-Werte:
y-Unit;dBm;
Einheit der y-Werte:
Margin;6.000000:s
Abstand zur Grenzwertlinie
Values;8;
Anzahl der Messpunkte
1;1548807257.5999999000;65.602280;-5.602280
Messwerte:
1;1587207214.4000001000;65.327530;-5.327530
<Trace>;<x -Wert>; <y-Wert>;<das Delta zum
Grenzwert>
1;2112006624.0000000000;4.388008;55.611992
Dieses Format kann von Tabellenkalkulationsprogrammen wie z.B. MS-Excel
eingelesen werden. Hierfür muss ’;’ als Trennzeichen für die Zellen der Tabelle
verwendet werden.
Unterschiedliche Sprachversionen von Auswerteprogrammen benötigen eventuell
eine unterschiedliche Behandlung des Dezimalpunkts. Mit dem Softkey DECIM
SEP kann deshalb zwischen '.' (Dezimalpunkt) und ',' (Komma).
Fernsteuerungsbefehl:
DECIM SEP
MMEM:STOR:SPUR,'F:\TEST.ASC'
Der Softkey DECIM SEP wählt das Dezimaltrennzeichen bei Gleitkommazahlen
zwischen '.' (Dezimalpunkt) und ',' (Komma) für die Funktion ASCII FILE EXPORT
aus.
Durch die Auswahl des Dezimaltrennzeichens werden unterschiedliche
Sprachversionen von Auswerteprogrammen (z.B. MS-Excel) unterstützt.
Fernsteuerungsbefehl:
PAGE UP /
PAGE DOWN
FORM:DEXP:DSEP POIN
Mit PAGE UP bzw. PAGE DOWN kann in der Peakliste seitenweise geblättert
werden.
Sie sind nur aktiviert, solange eine Peakliste angezeigt wird.
NOISE CORR
(ON OFF)
Die Rauschkorrektur für Messungen von Spurious Emissions ist nur verfügbar,
wenn die Messung aktiv ist.
Die Rauschkorrektur ist nur verfügbar, wenn der Detektor in der Sweepliste in allen
Ranges gleich ist.
Für mehr Informationen siehe “NOISE CORR (ON OFF)” auf Seite 4.19.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.150
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.5.13.11
Messung der Spectrum Emission Mask
Die Messung der Frequenzausgabemaske (Spectrum Emission Mask - SEM) ist ein
Messverfahren, bei dem die Übereinstimmung mit einer Frequenzmaske überwacht
wird. Die SEM-Messung des Grundgeräts ermöglicht eine flexible Festlegung
sämtlicher Parameter bei der SEM-Messung. Der Analysator führt Messungen in
vordefinierten Frequenzbereichen mit Einstellungen durch, die für jeden dieser
Bereiche individuell festgelegt werden können.
Zu diesem Zweck werden die Einstellungen der SWEEP-LISTE oder die aktuellen
Geräteeinstellungen verwendet. Es können bis zu 20 Teilbereiche festgelegt werden
(die nicht unbedingt direkt aufeinanderfolgen müssen), in denen der Analysator
jeweils nacheinander einen Sweep-Ablauf durchführt. Die Messbereiche dürfen
jedoch nicht überlappen. Die Messparameter sind in jedem Teilbereich unabhängig
voneinander wählbar (Menü SWEEP LIST, EDIT SWEEP LIST).
Störaussendungen dazu, ein Segment zu definieren, für das die folgenden
Parameter getrennt definiert werden können: Start- und Stoppfrequenz, RBW, VBW,
Sweep-Zeit, Referenzpegel, Dämpfungseinstellungen und Grenzwerte. Die
Bereiche und ihre Einstellungen (ausführliche Informationen zu den Einstellungen
finden Sie beim Softkey SWEEP LIST) werden über die Sweep-Liste festgelegt.
Für Bereiche gelten die folgenden Regeln:
•
Die Mindestdarstellbreite eines Bereichs beträgt 10 Hz
•
Die einzelnen Bereiche dürfen sich nicht überlappen (müssen aber nicht direkt
aufeinanderfolgen).
•
"Die maximale Anzahl der Bereiche beträgt 20.
•
Mindestens drei Bereiche müssen vorhanden sein.
•
Der Referenzbereich kann nicht gelöscht werden (er ist mit "Ref"
gekennzeichnet).
Der Frequenzbereich, in dem tatsächlich Messungen durchgeführt werden, wird
durch die Parameter für die Start- und Stoppfrequenz des Analysators festgelegt;
diese Parameter sind von den Sweep-Bereichen unabhängig. Damit ist es möglich,
für eine Messaufgabe Sweep-Ranges zu definieren, die auch abgespeichert und
wiedergeladen werden können, und den eigentlich zu messenden Frequenzbereich
schnell und einfach über zwei Parameter einzustellen, ohne dass aufwendiges
Editieren in der Sweep-Tabelle nötig wird.
XML-Dateien für die Messung der Frequenzausgabemaske
Die Einstellungen können entweder manuell oder über XML-Dateien geändert
werden. Die XML-Dateien bieten eine schnelle Möglichkeit zum Ändern der
Konfiguration. Ein Satz von einsatzbereiten XML-Dateien für verschiedene
Standards wird bereits mitgeliefert. Ausführlichere Informationen dazu enthält die
folgende Tabelle. Zusätzlich können benutzereigene XML-Dateien verwendet
werden (ausführlichere Informationen enthält der Abschnitt “Formatbeschreibung
der XML-Dateien für die Frequenzausgabemaske” auf Seite 4.156). Alle XMLDateien sind unter D:\r_s\instr\sem_std gespeichert. Mit dem Softkey LOAD
STANDARD haben Sie schnellen Zugriff auf die verfügbaren XML-Dateien.
4.151
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
cmda2000 BC1 DL
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
cmda2000 BC1 UL
...\default1.xml
...\BW_15_0_MHz__CFlower1GHz.xml
...\BW_20_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
...\BW_05_0_MHz__CFlower1GHz.xml
...\BW_10_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
LTE Category B (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category B (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category B (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_05_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
...\BW_10_0_MHz__CFlower1GHz.xml
LTE Category B (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category B (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_03_0_MHz__CFlow1GHz.xml
LTE Category B (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category B (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_03_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
LTE Category B (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_01_4_MHz__CFlower1GHz.xml
...\BW_01_4_MHz__CFhigher1GHz.xml
D:\r_s\instr\sem_std\EUTRA-LTE\UL\CategoryB
LTE Category A (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category A (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category A (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_15_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
...\BW_20_0_MHz__CFlower1GHz.xml
LTE Category A (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category A (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_10_0_MHz__CFlower1GHz.xml
LTE Category A (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category A (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_10_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
...\BW_05_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
...\BW_05_0_MHz__CFlower1GHz.xml
LTE Category A (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category A (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_03_0_MHz__CFlow1GHz.xml
LTE Category A (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category A (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_03_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
LTE Category A (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_01_4_MHz__CFlower1GHz.xml
...\BW_01_4_MHz__CFhigher1GHz.xml
D:\r_s\instr\sem_std\EUTRA-LTE\DL\CategoryA
cmda2000 BC0 UL
...\default0.xml
D:\r_s\instr\sem_std\cdma2000\UL
cmda2000 BC0 DL
...\default1.xml
Displayed standard characteristics*
...\default0.xml
D:\r_s\instr\sem_std\cdma2000\DL
Path and file name
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.152
4.153
LTE Category B (Freq. < 1GHz) DL
...\BW_20_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
...\BW_20_0_MHz__CFlower1GHz.xml
LTE UL
LTE UL
LTE UL
...\BW_10_0_MHz.xml
...\BW_15_0_MHz.xml
...\BW_20_0_MHz.xml
W–CDMA 3GPP (43,INF)dBm DL
W–CDMA 3GPP (-INF,31)dBm DL
...\PowerClass_43_INF.xml
...\PowerClass_negINF_31.xml
...\3GPP_UL.xml
WiBro TTA (40,INF)dBm DL
WiBro TTA (-INF,29)dBm DL
...\PowerClass_40_INF.xml
...\PowerClass_negINF_29.xml
...\PowerClass_negINF_23.xml
WIMAX System Type_E DL
WIMAX System Type_F DL
WIMAX System Type_G DL
...\System_Type_E.xml
...\System_Type_F.xml
...\System_Type_G.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WIMAX\DL\ETSI\...MHz (1.75 MHz, 2.00 MHz, 3.50 MHz, 7.00 MHz, 14.00 MHz, 28.00 MHz)
WiBro TTA (23,INF)dBm UL
WiBro TTA (-INF,23)dBm UL
...\PowerClass_23_INF.xml
D:\r_s\instr\sem_std\WIBRO\UL
WiBro TTA (29,40)dBm DL
...\PowerClass_29_40.xml
D:\r_s\instr\sem_std\WIBRO\DL
W–CDMA 3GPP UL
W–CDMA 3GPP (39,43)dBm DL
...\PowerClass_39_43.xml
D:\r_s\instr\sem_std\WCDMA\3GPP\UL
W–CDMA 3GPP (31,39)dBm DL
...\PowerClass_31_39.xml
D:\r_s\instr\sem_std\WCDMA\3GPP\DL
LTE UL
...\BW_05_0_MHz.xml
D:\r_s\instr\sem_std\EUTRA-LTE\UL\Standard
LTE Category B (Freq. < 1GHz) DL
LTE Category B (Freq. > 1GHz) DL
...\BW_15_0_MHz__CFlower1GHz.xml
LTE Category B (Freq. > 1GHz) DL
Displayed standard characteristics*
...\BW_15_0_MHz__CFhigher1GHz.xml
Path and file name
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
WIMAX 20MHz DL
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
WIMAX System Type_F UL
WIMAX System Type_G UL
...\System_Type_F.xml
...\System_Type_G.xml
WIMAX 20MHz UL
...\20MHz.xml
802.11 low-power U.S. 4.9GHz public safety band Mask L 10MHz
802.11 low-power U.S. 4.9GHz public safety band Mask L 20MHz
...\802_11_lowpower_US_4_9GHz_public_safety_band_Mask_L_10MHz.xml
...\802_11_lowpower_US_4_9GHz_public_safety_band_Mask_L_20MHz.xml
ETSI 5GHz RLAN
...\ETSI.xml
ETSI 5GHz RLAN
...\ETSI.xml
...\802_11b.xml
80211b
802.11a 20MHz 5GHz band
...\802_11a_20MHz_5GHz_band.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WLAN\802_11b
802.11a 10MHz 5GHz band
...\802_11a_10MHz_5GHz_band.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WLAN\802_11a
802.11n 40MHz 5GHz band
...\802_11n_40MHz_5GHz_band.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WLAN\802_11_TURBO
802.11 high-power U.S. 4.9GHz public safety band Mask M 20MHz
802.11 low-power U.S. 4.9GHz public safety band Mask L 5MHz
...\802_11_lowpower_US_4_9GHz_public_safety_band_Mask_L_5MHz.xml
802.11 high-power U.S. 4.9GHz public safety band Mask M 10MHz
...\802_11_highpower_US_4_9GHz_public_safety_band_Mask_M_10MHz.xml
...\802_11_highpower_US_4_9GHz_public_safety_band_Mask_M_20MHz.xml
802.11 high-power U.S. 4.9GHz public safety band Mask M 5MHz
...\802_11_highpower_US_4_9GHz_public_safety_band_Mask_M_5MHz.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WLAN\802_11
WIMAX 10MHz UL
...\10MHz.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WIMAX\UL\IEEE
WIMAX System Type_E UL
...\System_Type_E.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WIMAX\UL\ETSI...MHz (1.75 MHz, 2.00 MHz, 3.50 MHz, 7.00 MHz, 14.00 MHz, 28.00 MHz)
WIMAX 10MHz DL
...\20MHz.xml
Displayed standard characteristics*
...\10MHz.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WIMAX\DL\IEEE
Path and file name
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
4.154
4.155
802.11n 40MHz 5GHz band
802.11p 10MHz US 5GHz band power class C 20dBm
802.11p 10MHz US 5GHz band power class D 28.8dBm
...\802_11p_10MHz_US_5GHz_band_power_class_B_10dBm.xml
...\802_11p_10MHz_US_5GHz_band_power_class_C_20dBm.xml
...\802_11p_10MHz_US_5GHz_band_power_class_D_28_8dBm.xml
BC: band class
UL: uplink
DL: downlink
TTA: telecommunications technology association
*abbreviations:
802.11p 10MHz US 5GHz band power class A 0dBm
802.11p 10MHz US 5GHz band power class B 10dBm
...\802_11p_10MHz_US_5GHz_band_power_class_A_0dBm.xml
802.11p 5MHz US 5GHz band power class B 10dBm
802.11p 5MHz US 5GHz band power class D 28.8dBm
...\802_11p_5MHz_US_5GHz_band_power_class_D_28_8dBm.xml
...\802_11p_5MHz_US_5GHz_band_power_class_C_20dBm.xml
...\802_11p_5MHz_US_5GHz_band_power_class_B_10dBm.xml
802.11p 5MHz US 5GHz band power class A 0dBm
802.11p 5MHz US 5GHz band power class C 20dBm
...\802_11p_5MHz_US_5GHz_band_power_class_A_0dBm.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WLAN\802_11p
802.11n 20MHz 5GHz band
...\802_11n_40MHz_5GHz_band.xml
802.11j 20MHz 4.9 and 5GHz band
802.11j 10MHz 4.9 and 5GHz band
Displayed standard characteristics*
...\802_11n_20MHz_5GHz_band.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WLAN\802_11n
...\802_11j_20MHz_4_9_and_5GHz_band.XML
D:\R_S\instr\sem_std\WLAN\802_11j_20MHz
...\802_11j_10MHz_4_9_and_5GHz_band.xml
D:\R_S\instr\sem_std\WLAN\802_11j_10MHz
Path and file name
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Formatbeschreibung der XML-Dateien für die Frequenzausgabemaske
Die Dateien zum Importieren von Bereichseinstellungen liegen im XML-Format vor
und entsprechen daher den Regeln des XML-Standards. Die untergeordneten
Knoten, die Attribute und die für den Datenimport festgelegte Struktur werden weiter
unten beschrieben. Benutzereigene XML-Dateien müssen diesen Konventionen
entsprechend aufgebaut sein, da das Messgerät nur XML-Dateien mit einer ihm
bekannten Struktur auswerten kann. Beispieldateien stehen im Ordner D:
\r_s\instr\sem_std zur Verfügung.
Die unten dargestellte Struktur muss genau eingehalten werden; andernfalls kann
der Analysator die XML-Datei nicht auswerten und liefert entsprechende
Fehlermeldungen. Daher empfiehlt es sich, eine Kopie einer Beispieldatei
anzufertigen und diese Kopie der Datei zu bearbeiten. Die Beispieldateien
befinden sich im Ordner D:\r_s\instr\sem_std.
Im Wesentlichen besteht die Datei aus drei definierbaren Elementen.
•
Das erste Element der Struktur ist das Element BaseFormat. Es liefert
Informationen über Grundeinstellungen. In diesem Element hat nur der
untergeordnete Knoten ReferencePower Einfluss auf die Messung selbst. Die
anderen Attribute und untergeordneten Knoten dienen dazu, Informationen über
den Standard für die Frequenzausgabemaske auf dem Messbildschirm
darzustellen. Die untergeordneten Knoten und die Attribute dieses Elements sind
in Tabelle 4-3 Attribute und Kindelemente der Basis-Formatelemente dargestellt.
Im obigen Beispiel (PowerClass_31_39.xml unter
D:\r_s\instr\sem_std\WCDMA\3GPP) sind diese Attribute wie folgt festgelegt:
Standard="W-CDMA 3GPP"
LinkDirection="DL"
PowerClass="(31,39)dBm"
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.156
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
•
Das zweite Element ist das Element PowerClass, das in das Element BaseFormat
eingebettet ist. Es enthält Einstellungsinformationen bezüglich der
Leistungsklassen. Die untergeordneten Knoten und die Attribute dieses Elements
sind in Tabelle 4-4 Attribute und Kindelemente des PowerClass-Elements
dargestellt.
•
Das dritte Element ist das Element Range, das wiederum in das Element
PowerClass eingebettet ist.Es enthält die Einstellungsinformationen für den
Bereich. Es müssen mindestens drei definierte Bereiche vorhanden sein: ein
Referenzbereich und mindestens ein Bereich auf jeder Seite des
Referenzbereichs. Die maximale Anzahl der Bereiche beträgt zwanzig.
Bitte beachten Sie, dass zwei Limit-Knoten festgelegt werden müssen: einer, der
den Grenzwert in absoluten Werten angibt, und einer, der ihn in relativen Werten
angibt. Vergewissern Sie sich, dass die Einheiten für den Start- und Stopp-Knoten
für jeden Limit-Knoten identisch sind. Einzelheiten hierzu können Sie der
Beschreibung für den Softkey SWEEP LIST und die zugehörigen Parameter
entnehmen. Die untergeordneten Knoten und die Attribute dieses Elements sind
in Tabelle 4-5 Attribute und Kindelemente des Rangeelements (normale Ranges)
dargestellt.
Die folgenden Tabellen zeigen die untergeordneten Knoten und die Attribute jedes
Elements und geben an, ob ein untergeordneter Knoten oder ein Attribut dafür
erforderlich ist, dass der Analysator die Datei auswerten kann, oder nicht. Da die
Hierarchie der XML-Dateien aus den Tabellen nicht ersichtlich ist, sehen Sie sich
entweder eine der Beispieldateien an, die im Analysator bereits im Verzeichnis D:
\r_s\instr\sem_std gespeichert sind, oder prüfen Sie die Struktur, wie unten gezeigt.
Weiter unten ist ein grundlegendes Beispiel der Dateistruktur dargestellt, das alle
obligatorischen Attribute und untergeordneten Knoten enthält. Beachten Sie, dass
das Element PowerClass und das Bereichselement selbst Elemente des Base
Format-Elements sind und an den angegebenen Positionen eingefügt werden
müssen. Sie sind hier lediglich zur besseren Übersichtlichkeit abgetrennt.
Außerdem sind hier keine Beispielwerte eingesetzt, damit ein schneller Vergleich
mit den obigen Tabellen möglich ist. Die Platzhalter für die Werte sind durch
Kursivschrift gekennzeichnet.
•
Die Basis-Formatelemente besitzen folgende Struktur:
<RS_SEM_ACP_FileFormat Version="1.0.0.0" Date="2008-02-28T15:21:39Z">
<Name>Standard</Name>
<Instrument>
<Type>Gerätetyp</Type>
<Application>Applikation</Application>
</Instrument>
<MinimumSweepPoints>30001</MinimumSweepPoints>
<LinkDirection Name="Name">
<ReferencePower>
<Method>Methode</Method>
</ReferencePower>
4.157
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
<PowerClass Index="n">
<!-- für Inhalte des PowerClass Knotens siehe Tabelle 4-4 -->
<!-- Definieren von bis zu vier PowerClass Knoten -->
</PowerClass>
</LinkDirection>
</RS_SEM_ACP_File>
•
Die PowerClass-Elemente besitzen folgende Struktur:
<PowerClass Index="n">
<StartPower Unit="dBm" InclusiveFlag="true" Value="StartPowerValue"/>
<StopPower Unit="dBm" InclusiveFlag="false" Value="StopPowerValue"/>
<DefaultLimitFailMode>Artder Grenzwertverletzung</DefaultLimitFailMode>
<Range Index="n">
<!-- für Inhalte des PowerClass Knotens siehe Tabelle 4-5 -->
<!-- Definieren von bis zu zwanzig Range Knoten -->
</Range>
...
</PowerClass>
•
Die Range-Elemente besitzen folgende Struktur:
<Range Index="n">
<Name="Name">
<ChannelType>Kanaltyp</Channel Type>
<WeightingFilter>
<Type>Filtertyp</Type>
<RollOffFactor>Roll-off-Factor</RollOffFactor>
<Bandwith>Bandbreite</Bandwidth>
</WeightingFilter>
<FrequencyRange>
<Start>RangeStart</Start>
<Stop>RangeStopp</Stop>
</FrequencyRange>
<Limit>
<Start Unit="Unit" Value="Value"/>
<Stop Unit="Unit" Value="Value"/>
</Limit>
<Limit>
<Start Unit="Unit" Value="Value"/>
<Stop Unit="Unit" Value="Value"/>
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.158
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
</Limit>
<RBW Bandwidth="Bandwidth" Type="FilterType"/>
<VBW Bandwidth="Bandwidth"/>
<Detector>Detektor</Detector>
<Sweep Mode="SweepMode" Time="SweepTime"/>
<Amplitude>
<ReferenceLevel Unit="dBm" Value="Value"/>
<RFAttenuation Mode="Auto" Unit="dB" Value="Value"/>
<Preamplifier State="State"/>
</Amplitude>
</Range>
Tabelle 4-3 Attribute und Kindelemente der Basis-Formatelemente
Kindelement
Attribut
Wert
FileFormatVersion
1.0.0.0
Date
"YYYY-MM-DD HH:MM:SS"
Datum im ISO 8601
Format
Nein
<string>
Name des Standards
Ja
Type
FSP
Name des Gerätes
Nein
Application
SA
Name der Anwendung
Nein
MinimumSweepPoint
Value
<SweepPoints>
Nein
LinkDirection
Name
Downlink | Uplink | None
Ja
ShortName
DL | UL
Nein
Name
Instrument
Parameterbeschreibung
zwingend
notwendig
Ja
ReferencePower
Ja
Method
TX Channel Power | TX
Channel Peak Power
Ja
ReferenceChannel
<string>
Nein
Tabelle 4-4 Attribute und Kindelemente des PowerClass-Elements
Kindelement
StartPower
4.159
Attribut
Wert
Parameterbeschreibung
zwingend
notwendig
Index
0
Nur Index 0 wird
unterstützt, alle anderen
Eingaben werden
ignoriert
Ja
Value
<power in dBm>
Die Startleistung muss
identisch zur
Stoppleistung der
vorangehenden
PowerClass sein.Die
Startleistung der ersten
Range ist -200 dBm
Ja
Unit
dBm
Ja
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Kindelement
StopPower
Attribut
Wert
InclusiveFlag
“true”
Value
<power in dBm>
Unit
dBm
Ja
InclusiveFlag
“false”
Ja
Absolute | Relative |
Absolute and Relative |
Absolute or Relative
Ja
DefaultLimitFailMode
Parameterbeschreibung
zwingend
notwendig
Ja
Die Stoppleistung muss
identisch zur
Startleistung der
nächsten PowerClass
sein.Die Stoppleistung
der letzten Range ist
+200 dBm
Ja
Tabelle 4-5 Attribute und Kindelemente des Rangeelements (normale Ranges)
Kindelement
ChannelType
Attribut
Wert
Parameterbeschreibung
zwingend
notwendig
Index
0...19
Indexesind fortlaufend
und müssen mit 0
starten
Ja
Name
<string>
Name der Range
nur wenn der
ReferenceChannel
ceinen Namen hat und
die Range die
Referenzrange ist.
ShortName
<string>
kurzname der Range
Nein
TX | Adjacent
Ja
WeightingFilter
Nur wenn die
ReferencePower
Methode "TX Channel
Power" ist und die
Range die
Referenzrange ist
Type
RRC | CFILTer
Art des
Bewertungsfilters
Ja
RollOfffactor
0...1
Überschussbandbreite
des Filters
Nur bei Filtertyp RRC
Bandwidth
<bandwidth in Hz>
Filterbandbreite
Nur bei Filtertyp RRC
FrequencyRange
Ja
Start
<frequency in Hz>
Startwert der Range
Ja
Stop
<frequency in Hz>
Stoppwert der Range
Ja
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.160
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
Kindelement
Attribut
Wert
Limit
Start
Stop
VBW
RF Attenuation
4.161
Ja
Leistungsgrenzwert bei
der Startfrequenz
Ja
Unit
dBm/Hz | dBm | dBc | dBr | dB
Einheit des Grenzwerts
bei der Startfrequenz
Ja
Value
<numeric value>
Leistungsgrenzwert bei
der Stoppfrequenz
Ja
Unit
dBm/Hz | dBm | dBc | dBr | dB
Einheit des Grenzwerts
bei der Stopprequenz
Ja
Absolute | Relative | Absolute
and Relative | Absolute or
Relative
Nein (falls
angegeben, muss der
Wert mit , DefaultLimitFailMode identisch
sein
Bandwidth
<bandwidth in Hz>
Ja
Type
NORM | CFIL | RRC | P5 | P5D
Nein
Bandwidth
<bandwidth in Hz>
Ja
NEG | POS | SAMP | RMS |
AVER
Nein (falls angegeben
muss der Wert für alle
Ranges gleich sein
Mode
Manual | Auto
Ja
Time
<time in sec>
Nein
Amplitude
ReferenceLevel
Eine Range muss
genau zwei
Limitelemente
enthalten; eines davon
muss eine reltive
Einhaeit haben (z.B.
dBc), tdas andere muss
eine absolute Einheit
haben (z.B. dBm)
<numeric value>
Detector
Sweep
zwingend
notwendig
Value
LimitFailMode
RBW
Parameterbeschreibung
Nein
Value
<power in dBm>
Ja, wenn das
ReferenceLevel
Kindelement genutzt
wird
Unit
dBm
Ja, wenn das
ReferenceLevel
Kindelement genutzt
wird
Mode
Manual | Auto
Ja, wenn das
ReferenceLevel
Kindelement genutzt
wird
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
ASCII File Export Format (Spectrum Emission Mask)
Der erste Teil listet die Dateiinformation über das Gerät und die allgemeinen SetupEinstellungen auf.
Dateinhalt
Beschreibung
RefType;CPOWER;
Einstellungen der Referenzrange
TxBandwidth;9540000M;Hz
FilterState; ON;
Alpha;0.22;
gewählte Ergebnisdarstellung
(List Evaluation)
PeaksPerRange;1;
Values;4;
0;-22500000;-9270000;1000000;2986455000;
-74.762840270996094;-10.576210021972656;
-45.762840270996094;PASS;
1;-9270000;-4770000;100000;2991405000;
-100.17695617675781;-35.990325927734375;
-1.490325927734375;PASS
3;4770000;9270000;100000;3005445000;
-100.17695617675781;-35.990325927734375
;-1.490325927734375;PASS;
4;9270000;22500000;1000000;3018225000;
-74.762840270996094;-10.576210021972656;
-45.762840270996094;PASS;
SPECTRUM
EMISSION
MASK
Information über jeden
Spitzenwert:
<Rangeindex>;
<Startfrequenz>
<Stopfrequenz>
<Auflösebandbreite des
Ranges>
<Frequenz des Spitzenwertes>
<absoluter Spitzenwert in dBm>
<relativer Spitzenwert in dBc>
(bezogen auf Kanalleistung)
<Abstand zur Grenzwertlinie in
dB> (positive Werte bedeuten
über der Linie)
<limit fail> (pass = 0, fail = 1)
SPEC EM ON OFF
SWEEP LIST
!
EDIT SWEEP LIST
INS BEFORE RANGE
INS AFTER RANGE
DELETE RANGE
NEXT RANGES
PREVIOUS RANGES
REFERENCE RANGE !
POW REF CHAN PEAK
TX BANDWIDTH
RRC FILT (ON OFF)
ALPHA BT
START MEAS
STOP MEAS
LIST EVAL !
LIST EVAL ON OFF
MARGIN
IF SHIFT
IF SHIFT OFF
IF SHIFT A
IF SHIFT B
AUTO
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.162
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
SAVE AS STANDARD
LOAD STANDARD
RESTORE STANDARDS
START MEAS
STOP MEAS
CONTINUOUS SWEEP
SINGLE SWEEP
SAVE AS STANDARD
LOAD STANDARD
DELETE STANDARD
NOISE CORR (ON OFF)
SPEC EM ON
OFF
Der Softkey SPEC EM ON OFF aktiviert/deaktiviert die Spectrum Emission Mask
Messung mit der aktuellen Konfiguration.
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEP LIST
SENS:SWE:MODE ESP
INIT:ESP
Der Softkey SWEEP LIST öffnet ein Untermenü, in dem bereits definierte SweepRanges editiert oder neue Ranges erzeugt bzw. gelöscht werden können. Es
erscheint eine Tabelle mit den aktuellen Sweep-Ranges. Nach einem Preset enthält
die Liste einen Satz an voreingestellten Ranges und Parametern.
EDIT SWEEP LIST
INS BEFORE RANGE
INS AFTER RANGE
DELETE RANGE
NEXT RANGES
PREVIOUS RANGES
REFERENCE RANGE !
POW REF CHAN PEAK
TX BANDWIDTH
RRC FILT (ON OFF)
ALPHA BT
START MEAS
STOP MEAS
4.163
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
EDIT SWEEP
LIST
Der Softkey EDIT SWEEP LIST öffnet die Tabelle zum Editieren der Sweep Ranges.
•
Range Start
Startfrequenz des Bereiches (relativ zu Mittenfrequenz = Trägerfrequenz)
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:STAR 1000000
Range Stop
Stoppfrequenz des Bereiches (relativ zu Mittenfrequenz = Trägerfrequenz)
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:STOP 1000000
Filter Type
Normal, Channel, RRC, 5-Pole, 5-Pole Digital
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:FILT:TYPE RRC
RBW
Bandbreite des Resolution Filters
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:BAND:RES 5000
VBW
Bandbreite des Video Filters; wird für CHANNEL- und RRC-Filter ignoriert
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:BAND:VID 5000000
Sweep Time Mode
AUTO, MANUAL
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:SWE:TIME:AUTO ON
Sweep Time
Sweepdauer. Bei der Einstellung Sweep Time Mode AUTO berechnet der
R&S FSQ die Sweepdauer automatisch und zeigt sie in der Tabelle an. Wenn der
Wert editiert wird, wechselt der Sweep Time Mode zu MANUAL.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
ESP:RANG1:SWE:TIME 1
4.164
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
•
REF Level
Referenzpegel in dBm. Die oberste Rasterlinie am Bildschirm repräsentiert den
Referenzpegel, unter Berücksichtigung der Korrektur durch den zugeordneten
Transducer-Faktor. Die Einheit hängt von der Einstellung mit Softkey UNIT ab.
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:RLEV 0
RF Attenuator Mode
AUTO, MANUAL
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:INP:ATT:AUTO ON
RF Attenuator
HF-Dämpfung. Bei der Einstellung RF Attenuation Mode AUTO berechnet der
R&S FSQ die Abschwächung automatisch und zeigt sie in der Tabelle an. Wenn
der Wert editiert wird, wechselt der RF Attenuation Mode zu MANUAL.
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:INP:ATT 10
PRE AMP
Vorverstärkung (nur mit Option R&S FSU-B23, R&S FSU-B24 oder R$S FSUB25)
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:INP:GAIN:STAT ON
Transd. Factor
Name des Tansducer-Faktors, der für die Messung verwendet wird. NONE wird
angezeigt, wenn kein Transducer-Faktor gewählt ist.
Die Auswahlliste der Transducer-Faktoren kann aufgerufen werden, indem der
Fokus in das Tabellenfeld gesetzt wird und die ENTER-Taste gedrückt. Danach
kann der gewünschte Transducer-Faktor mit dem Drehrad ausgewählt werden,
oder mit NONE der Transducer-Faktor ausgeschaltet werden.
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:TRAN <string>
Limit Check
Art der Grenzwertüberprüfung für alle Bereiche.
ABSOLUTE:
Die Grenzwertüberprüfung erfolgt mit den absoluten Grenzwerten
RELATIVE:
Die Grenzwertüberprüfung erfolgt mit den relativen Grenzwerten. Relative
Grenzwerte beziehen sich auf die gemessene Leistung im Referenzbereich.
ABS & REL:
Die Grenzwertüberprüfung erfolgt mit den absoluten und relativen Grenzwerten.
Das Ergebnis FAILED wird ausgegeben, wenn beide Grenzwerte verletzt wurden.
ABS or REL:
Die Grenzwertüberprüfung erfolgt mit den absoluten und relativen Grenzwerten.
Das Ergebnis FAILED wird ausgegeben, wenn einer der Grenzwerte verletzt
wurde.
Fernsteuerungsbefehl:
4.165
ESP:RANG1:LIM:STAT ABS | REL | AND | OR
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
•
Abs Limit Start
Absoluter Grenzwert bei der Startfrequenz des zugehörigen Bereichs. Die Einheit
wird mit dem Softkey UNIT festgelegt.
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:LIM:ABS:STAR 10
Abs Limit Stop
Absoluter Grenzwert bei der Stoppfrequenz des zugehörigen Bereichs. Die
Einheit wird mit dem Softkey UNIT festgelegt.
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:LIM:ABS:STOP 20
Rel Limit Start
Relativer Grenzwert bei der Startfrequenz des zugehörigen Bereichs. Die Einheit
ist dBc.
Fernsteuerungsbefehl:
•
ESP:RANG1:LIM:REL:STAR -20
Rel Limit Stop
Relativer Grenzwert bei der Stoppfrequenz des zugehörigen Bereichs. Die Einheit
ist dBc.
Fernsteuerungsbefehl:
INS BEFORE
RANGE
Der Softkey INSERT BEFORE RANGE fügt einen weiteren Bereich links von
aktuellen Bereich in der Sweep-Liste ein.
Fernsteuerungsbefehl:
INS AFTER
RANGE
ESP:RANG1:INS:BEF
Der Softkey INSERT AFTER RANGE fügt einen weiteren Bereich rechts von
aktuellen Bereich in der Sweep-Liste ein.
Fernsteuerungsbefehl:
DELETE
RANGE
ESP:RANG1:LIM:REL:STOP -20
ESP:RANG1:INS:AFT
Der Softkey DELETE RANGE löscht den aktuellen Bereiche in der Sweep-Liste. Die
Ranges oberhalb des gelöschten Ranges werden entsprechend angepasst (z.B.
Range 6 wird zu Range 5).
Fernsteuerungsbefehl:
ESP:RANG:DEL
NEXT RANGES
Der Softkey NEXT RANGES verschiebt die angezeigten Bereiche in der SweepListe wenn mehr als 5 Bereichen definiert sind in Richtung höheren Index. Die erste
Seite zeigt Ranges 1 bis 5, die zweite Seite zeigt Ranges 6 bis 11 etc.
PREVIOUS
RANGES
Der Softkey PREVIOUS RANGES verschiebt die angezeigten Bereiche in der
Sweep-Liste wenn mehr als 5 Bereichen definiert sind in Richtung niedrigerer Index.
Die erste Seite zeigt Ranges 1 bis 5, die zweite Seite zeigt Ranges 6 bis 11 etc.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.166
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
REFERENCE
RANGE
Der Softkey REFERENCE RANGE öffnet das Untermenü zum Konfigurieren der
Referenz-Leistungsmessung.
POW REF CHAN PEAK
TX BANDWIDTH
RRC FILT (ON OFF)
ALPHA BT
POW REF
CHAN PEAK
Der Softkey POW REF CHAN PEAK wählt die Art der Leistungsmessung im
Referenzbereich.
•
Peak
misst den Spitzenwert im Referenzbereich.
•
Chan
misst die Kanalleistung im Referenzbereich (integrale Bandbreitenmethode).
Fernsteuerungsbefehl:
TX
BANDWIDTH
Der Softkey TX BANDWIDTH definiert die Bandbreite für die Messung der
Kanalleistung. Wertebereich: 20 Hz... Span des Referenzbereichs.
Fernsteuerungsbefehl:
RRC FILT (ON
OFF)
SINGLE SWEEP
4.167
INIT:ESP
Der Softkey STOP MEAS stoppt die Spectrum Emission Mask-Messung im
Continuous Sweep-Modus.
Fernsteuerungsbefehl:
CONTINUOUS
SWEEP
ESP:FILT:RRC:ALPH 0.22
Der Softkey START MEAS startet die Spectrum Emission Mask-Messung. Im
Single-Sweep-Modus stoppt der R&S FSQ die Messung automatisch nach einem
Sweepdurchlauf.
Fernsteuerungsbefehl:
STOP MEAS
ESP:FILT:RRC:STAT ON
Der Softkey ALPHA BT definiert den Roll-off-Faktor des RRC-Filters
Fernsteuerungsbefehl:
START MEAS
ESP:BWID 2MHZ
Der Softkey RCC FILTER ON /OFF aktiviert oder deaktiviert den RRC-Filter für die
Referenzleistungsmessung.
Fernsteuerungsbefehl:
ALPHA BT
ESP:RTYP PEAK
ABOR
Siehe CONTINUOUS SWEEP.
Siehe SINGLE SWEEP.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
LIST EVAL
Der Softkey LIST EVAL öffnet ein Untermenü, in dem die Darstellung der
Messergebnisse in Listenform (LIST EVALUATION) konfiguriert werden kann.
LIST EVAL ON OFF
MARGIN
LIST EVAL ON
OFF
Der Softkey LIST EVAL ON OFF aktiviert/deaktiviert die List Evaluation.
Eine Auswertung der Spitzenwertsuche wird automatisch während der Messung
durchgeführt, die Ergebnisse werden tabellarisch unter dem Messdiagramm
dargestellt.
Im Grundzustand ist die List Evaluation aktiv.
Die Tabelle listet folgende Ergebnisse auf:
•
Frequenzbereich
•
Frequenz und Wert des absoluten Spitzenwerts im jeweiligen Bereich.
•
Frequenz und Wert des Spitzenwerts im jeweiligen Bereich.
•
Differenz zwischen der Grenzwertlinie und der aktuellen Leistung in dB.
•
Ergebnis der Grenzwertüberprüfung (Änderung der Farbe und ein Sternchen*
markieren die Über-/Unterschreitung der Grenzwertlinie (FAILED)).
Die Messkurve, die Grenzwertlinie, das Ergebnis der Grenzwertüberprüfung und die
Kanalleistung des Referenzbereichs werden auch bei ausgeschalteter List
Evaluation in Full Screen angezeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:ESP:PSE:AUTO ON
MARGIN
Der
Softkey
MARGIN
definiert
den
Grenzwertüberprüfung/Spitzenwertsuche.
IF SHIFT
Siehe IF SHIFT.
SAVE AS
STANDARD
die
ESP:STAN:SAVE 'filename'
Der Softkey LOAD STANDARD öffnet ein Fenster zur Auswahl einer XML-Datei mit
Standardeinstellung.
Siehe
“XML-Dateien
für
die
Messung
der
Frequenzausgabemaske” auf Seite 4.151 und “Formatbeschreibung der XMLDateien für die Frequenzausgabemaske” auf Seite 4.156 für Information zu den
bereitgestellten Standards und zum Definieren eigener Standards.
Fernsteuerungsbefehl:
RESTORE
STANDARDS
für
Öffnet ein Dialogfeld zum Speichern kundenspezifischer Konfigurationen für
Messungen der Spectrum Emission Mask. Der R&S FSQ speichert die
Konfigurationen als XML-Datei auf seiner Festplatte.
Remote command:
LOAD
STANDARD
Sicherheitsabstand
SENS:ESP:PRES ’xml_file’
Der Softkey RESTORE STANDARDS stellt den Auslieferungszustand der XMLDateien wieder her, indem er die Dateien des Verzeichnisses D:
\r_s\instr\sem_backup ins Verzeichnis D:\r_s\instr\sem_std kopiert. Gleichnamige
Dateien werden überschrieben.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SENS:ESP:PRES:REST
4.168
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Betriebsart Spektrumanalyse
DELETE
STANDARD
Öffnet ein Dialogfeld zum Löschen kundenspezifischer Konfigurationsdateien für
Messungen der Spectrum Emission Mask.
Remote command:
NOISE CORR
(ON OFF)
ESP:STAN:DEL 'filename'
Die Rauschkorrektur für die Messung der Spectrum Emission Mask ist nur
verfügbar, wenn die Messung aktiv ist.
Für mehr Informationen siehe “NOISE CORR (ON OFF)” auf Seite 4.19.
4.169
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6
Grundeinstellungen
In diesem Abschnitt werden alle allgemeinen Einstellungen sowie die Druck- und
Geräteeinstellungen detailliert beschrieben.
4.6.1
Einstellen von Grenzwert- und Anzeigelinien – Taste LINES
Grenzwertlinien (LIMIT LINES) werden verwendet, um am Bildschirm Pegelverläufe
oder spektrale Verteilungen zu markieren, die nicht unter- oder überschritten
werden dürfen. Sie kennzeichnen z. B. die Obergrenzen von Störaussendungen
oder Nebenwellen, die für ein Messobjekt zulässig sind. Bei der
Nachrichtenübertragung im TDMA-Verfahren (z.B. GSM) müssen die Bursts eines
Zeitschlitzes einen vorgeschriebenen Pegelverlauf einhalten. Dieser ist durch einen
Toleranzschlauch vorgegeben. Der untere und der obere Grenzwert kann durch je
eine Grenzwertlinie vorgegeben werden. Der Pegelverlauf kann damit entweder
visuell oder durch automatische Prüfung auf Unter- bzw. Überschreitung (Go-/NogoTest) kontrolliert werden.
Im R&S FSQ können Grenzwertlinien mit maximal 50 Stützpunkten definiert
werden. Von den im Gerät abgespeicherten Grenzwertlinien können 8 gleichzeitig
verwendet werden, wobei diese bei Split Screen Darstellung wahlweise in Screen A,
Screen B oder beiden Messfenstern eingeschaltet werden können. Die Anzahl der
im Gerät speicherbaren Grenzwertlinien ist lediglich durch die Kapazität der
verwendeten Harddisk begrenzt.
Für eine Grenzwertlinie sind folgende Eigenschaften anzugeben:
•
Der Name der Grenzwertlinie. Unter dem Namen wird die Grenzwertlinie
abgespeichert und ist in der Tabelle LIMIT LINES wieder auffindbar.
•
Der Bereich (Domain), in dem die Grenzwertlinie verwendet werden soll. Dabei
wird zwischen Zeitbereich (Span = 0 Hz) und Frequenzbereich (Span > 0 Hz)
unterschieden.
•
Der Bezug der Stützwerte zur X-Achse. Die Grenzwertlinie kann entweder für
absolute Frequenzen oder Zeiten spezifiziert werden oder für Frequenzen relativ
zur eingestellten Mittenfrequenz und Zeiten relativ zur Zeit an der linken
Diagrammgrenze.
•
Der Bezug der Stützwerte zur Y-Achse. Die Grenzwertlinie kann entweder für
absolute Pegel bzw. Spannungen, oder aber relativ zum eingestellten
Maximalpegel (Ref Lvl) gewählt werden. Die Position auf dem Bildschirm ist dabei
abhängig von der REF LEVEL POSITION.
•
Bei relativen Stützwerten bezüglich der Y-Achse kann zusätzlich eine absolute
Schwelle (THRESHOLD) eingegeben werden, die die relativen Grenzwerte nach
unten begrenzt.
•
Die Art der Grenzwertlinie, oberer oder unterer Grenzwert. Mit dieser Definition
und eingeschalteter Grenzwertüberprüfung (Tabelle LIMIT LINES, Spalte LIMIT
CHECK auf ON) überprüft der R&S FSQ die Einhaltung des Grenzwerts.
•
Die Einheit, bei der der Grenzwert verwendet werden soll. Bei Verwendung des
Grenzwerts muss diese Einheit mit der Einheit der Pegelachse des aktiven
Messfensters kompatibel sein (s.u.).
•
Die Messkurve (Trace), der die Grenzwertlinie zugeordnet ist. Damit weiß der
R&S FSQ bei gleichzeitiger Darstellung mehrerer Messkurven, mit welcher der
Grenzwert zu vergleichen ist.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.170
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
•
Für jede Grenzwertlinie kann ein Sicherheitsabstand (Margin) definiert werden,
der dann bei automatischer Überprüfung als Schwelle dient.
•
Zusätzlich kann zu jeder Grenzwertlinie ein Kommentar eingegeben werden, um
z. B. die Verwendung zu beschreiben.
Anzeigelinien (DISPLAY LINES) dienen ausschließlich der optischen Markierung
relevanter Frequenzen bzw. Zeitpunkte (Span = 0) sowie von konstanten
Pegelwerten. Eine automatische Prüfung auf Über- oder Unterschreitung der
markierten Pegelwerte ist bei diesen Linien nicht möglich.
4.6.1.1
LINES
Auswahl von Grenzwertlinien
SELECT LIMIT LINE
EDIT LIMIT LINE / NEW
LIMIT LINE !
NAME
VALUES
INSERT VALUE
DELETE VALUE
SHIFT X LIMIT LINE
SHIFT Y LIMIT LINE
SAVE LIMIT LINE
COPY LIMIT LINE
DELETE LIMIT LINE
X OFFSET
Y OFFSET
DISPLAY LINES !
DISPLAY LINE 1 /
DISPLAY LINE 2
FREQUENCY LINE 1/
FREQUENCY LINE 2
TIME LINE 1 /
TIME LINE 2
PHASE LINE 1 /
PHASE LINE 2
4.171
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Die Tabelle SELECTED LIMIT LINE informiert über die Eigenschaften der
markierten Grenzwertlinie.
In der Tabelle LIMIT LINES können die zu den Einstellungen des aktiven
Messfensters kompatiblen Grenzwertlinien eingeschaltet werden.
Neue Grenzwertlinien können in den Untermenüs EDIT LIMIT LINE und NEW LIMIT
LINE erzeugt und editiert werden.
Die horizontalen und vertikalen Linien des Untermenüs DISPLAY LINES dienen zur
Markierung individueller Pegel bzw.Frequenzen (Span > 0) oder Zeitpunkte (Span =
0) im Diagramm.
Die Tabelle SELECTED LIMIT LINE informiert über die Eigenschaften der
markierten Grenzwertlinie:
Name
Name
Domain
Darstellbereich (Frequenz oder Zeit)
Unit
Vertikale Einheit
X-Axis
Auswahl der Interpolation
Limit
Oberer/unterer Grenzwert
X-Scaling
Absolute Frequenzen/Zeiten oder relative
Y-Scaling
Absolute oder relative Y-Einheiten
Threshold
Absolute Begrenzung bei relativer Y-Einheit
Comment
Kommentar
Die Eigenschaften der Grenzwertlinie werden im Untermenü EDIT LIMIT LINE
(=NEW LIMIT LINE) festgelegt.
SELECT LIMIT
LINE
Der Softkey SELECT LIMIT LINE aktiviert die Tabelle LIMIT LINES, der
Auswahlbalken springt ins oberste Namensfeld der Tabelle.
Die Spalten der Tabelle enthalten folgende Informationen:
Name
Einschalten der Grenzwertlinie.
Compatible
Anzeige, ob die Grenzwertlinie kompatibel zum Messfenster
des angegebenen Trace ist.
Limit Check
Aktivieren
der
automatischen
Unterschreitung des Grenzwerts.
Trace
Auswahl der Messkurve, der die Grenzwertlinie zugeordnet ist.
Margin
Einstellen eines Sicherheitsabstands.
Prüfung
auf
Über-/
Name und Compatible - Einschalten der Grenzwertlinie
Maximal können 8 Grenzwertlinien gleichzeitig eingeschaltet werden, wobei diese
bei Split Screen Darstellung wahlweise in Screen A, Screen B oder beiden
Messfenstern eingeschaltet werden können. Ein Häkchen am linken Rand einer
Zeile zeigt an, dass die Grenzwertlinie eingeschaltet ist.
Eine Grenzwertlinie lässt sich nur einschalten, wenn sie in der Spalte Compatible
mit einem Häkchen gekennzeichnet ist, d.h., wenn die Darstellart in x-Richtung
(Zeit- oder Frequenzdarstellung) sowie die Vertikal-Einheit identisch mit der im
Messfenster sind. Zu beachten ist lediglich, dass Linien mit der Einheit dB zu allen
dB(..)-Einstellungen der Y-Achse kompatibel sind.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.172
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Bei Änderung der Einheit der Y-Achse oder Umschalten des Bereichs (Frequenzoder Zeitbereich) werden nicht kompatible Grenzwertlinien automatisch
ausgeschaltet, um Fehlinterpretationen zu vermeiden. Sie müssen nach
Zurückschalten auf die ursprüngliche Bildschirmdarstellung neu eingeschaltet
werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:LIM3:NAME "GSM1"
CALC:LIM3:UPP:STAT ON
CALC:LIM4:LOW:STAT ON
Limit Check - Aktivieren der automatischen Prüfung auf Über-/
Unterschreitung des Grenzwerts
Die automatische Grenzwertüberprüfung wird mit LIMIT CHECK ON für das aktive
Messfenster eingeschaltet. In der Mitte des Diagramms erscheint ein Anzeigefeld,
das das Ergebnis der Überprüfung anzeigt:
LIMIT CHECK: PASSED Keine Über- oder Unterschreitung der aktiven
Grenzwertlinien
LIMIT CHECK: FAILED
Eine oder mehrere aktive Grenzwertlinien wurden
über- oder unterschritten.
Unter der Meldung sind diejenigen Grenzwertlinien
namentlich aufgelistet, die unter- bzw. überschritten
wurden oder deren Sicherheitsabstand unter- bzw.
überschritten wurde.
LIMIT CHECK: MARGIN Der Sicherheitsabstand mindestens einer aktiven
Grenzwertlinie wurde über- bzw. unterschritten,
jedoch keine Grenzwertlinie.
Unter der Meldung sind diejenigen Grenzwertlinien
namentlich aufgelistet, deren Sicherheitsabstand
unter- bzw. überschritten wurde.
Beispiel für 2 aktive Grenzwertlinien:
LIMIT CHECK: FAILED
LINE VHF_MASK: Failed
LINE UHF2MASK: Margin
Eine Prüfung auf Über-/Unterschreiten erfolgt nur, wenn die der Grenzwertlinie
zugeordnete Messkurve (Trace) eingeschaltet ist.
Steht bei allen aktiven Grenzwertlinien LIMIT CHECK auf OFF, erfolgt keine
Grenzwertüberprüfung und das Anzeigefeld wird nicht eingeblendet.
Fernsteuerungsbefehl:
4.173
CALC:LIM:STAT ON
INIT;*WAI
CALC:LIM:FAIL?
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Trace - Auswahl der Messkurve, der die Grenzwertlinie zugeordnet ist
Die Auswahl der Messkurve erfolgt bezogen auf das aktive Messfenster. Zulässig
sind Zahleneingaben 1, 2, oder 3. Die Grundeinstellung ist Trace 1.
Ist die selektierte Grenzwertlinie nicht kompatibel zur zugewiesenen Messkurve,
wird die Grenzwertlinie ausgeschaltet (Anzeige und Limit Check)
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:LIM:TRAC 1
NEW LIMIT
LINE und EDIT
LIMIT LINE
Siehe Kapitel “Neueingabe und Editieren von Grenzwertlinien” auf Seite 4.175.
COPY LIMIT
LINE
Der Softkey COPY LIMIT LINE kopiert den Datensatz der markierten Grenzwertlinie
und speichert ihn unter einem neuen Namen ab. Damit kann aus einer
existierenden Grenzwertlinie durch Parallelverschiebung oder Editieren sehr einfach
eine neue erzeugt werden. Der Name kann selbst gewählt und in einem
Eingabefenster eingegeben werden (max. 8 Zeichen).
Fernsteuerungsbefehl:
DELETE LIMIT
LINE
Der Softkey DELETE LIMIT LINE löscht die markierte Grenzwertlinie. Vor dem
Löschen erscheint eine Sicherheitsabfrage.
Fernsteuerungsbefehl:
X OFFSET
CALC:LIM3:COPY 2
oder
CALC:LIM3:COPY "GSM2"
CALC:LIM3:DEL
Der Softkey X OFFSET verschiebt eine Grenzwertlinie, deren Werte für die X-Achse
(Frequenz oder Zeit) als relativ deklariert sind, in horizontaler Richtung. Der Softkey
öffnet ein Eingabefeld, in das der Wert für die Verschiebung numerisch oder mit dem
Drehrad eingegeben werden kann.
Bei Grenzwertlinien, deren Werte für die X-Achse als absolut deklariert sind, hat
dieser Softkey keine Auswirkung.
Fernsteuerungsbefehl:
Y OFFSET
CALC:LIM3:CONT:OFFS 10kHz
Der Softkey Y OFFSET verschiebt eine Grenzwertlinie, deren Werte für die Y-Achse
(Pegel oder lineare Einheiten wie Volt) als relativ deklariert sind, in vertikaler
Richtung. Der Softkey öffnet ein Eingabefeld, in das der Wert für die Verschiebung
numerisch oder mit dem Drehrad eingegeben werden kann.
Bei Grenzwertlinien, deren Werte für die Y-Achse als absolut deklariert sind, hat
dieser Softkey keine Auswirkung.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:LIM3:LOW:OFFS 3dB
CALC:LIM3:UPP:OFFS 3dB
4.174
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6.1.2
Neueingabe und Editieren von Grenzwertlinien
Eine Grenzwertlinie ist gekennzeichnet durch
•
den Namen
•
die Zuweisung des Darstellbereichs (Frequenz- oder Zeitbereich; Domain)
•
die Skalierung in absoluten oder relativen Zeiten oder Frequenzen
•
die vertikale Einheit
•
die Interpolation
•
die vertikale Skalierung
•
den vertikalen Schwellwert (nur bei relativer vertikaler Skalierung)
•
den Sicherheitsabstand (Margin)
•
die Zuweisung, ob die Grenzwertlinie oberer (upper) oder unterer (lower)
Grenzwert ist.
•
die Stützwerte mit Frequenz- bzw. Zeit- und Pegelwerten
Bereits bei der Eingabe überprüft der R&S FSQ die Grenzwertlinie nach bestimmten
Regeln, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb eingehalten werden müssen:
•
Die Frequenzen bzw. Zeiten für die Stützwerte sind in aufsteigender Reihenfolge
einzugeben, es können aber auch auf einer Frequenz bzw. Zeit zwei Stützwerte
definiert werden (senkrechtes Teilstück einer Grenzwertlinie).
Die Stützwerte werden in aufsteigender Frequenz- bzw. Zeitreihenfolge
verbunden. Unterbrechungen sind nicht möglich. Sind Unterbrechungen
gewünscht, müssen zwei getrennte Grenzwertlinien definiert und beide
eingeschaltet werden.
4.175
•
Die eingegebenen Frequenzen bzw. Zeiten müssen nicht am R&S FSQ
einstellbar sein, die Grenzwertlinie kann auch den Frequenz- oder
Zeitdarstellbereich überschreiten. Die Minimalfrequenz für einen Stützwert ist 200 GHz, die Maximalfrequenz 200 GHz. Bei Zeitbereichsdarstellung können
auch negative Zeiten eingegeben werde, der mögliche Bereich ist -1000 s bis
+1000s.
•
Der minimale bzw. maximale Wert für den Grenzwert ist -200 dB bzw. 200 dB bei
logarithmischer Pegelskalierung oder 10-20 bis 10+20 oder -99.9% bis + 999.9%
bei linearer Pegelskalierung.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
EDIT LIMIT
LINE / NEW
LIMIT LINE
NAME
VALUES
INSERT VALUE
DELETE VALUE
SHIFT X LIMIT LINE
SHIFT Y LIMIT LINE
SAVE LIMIT LINE
Die Softkeys EDIT LIMIT LINE und NEW LIMIT LINE rufen beide das Untermenü
zum Editieren der Grenzwertlinien auf. Im Kopfbereich der Tabelle können die
Eigenschaften der Grenzwertlinie eingegeben werden, in den Spalten die Stützwerte
mit Frequenz/Zeit- und Pegelwerten.
Name
Eingabe des Namens
Domain
Auswahl des Darstellbereichs
Unit
Auswahl der Einheit
X-Axis
Auswahl der Interpolation
Limit
Auswahl oberer/unterer Grenzwert
X-Scaling
Eingabe von absoluten oder relativen Werten für die XAchse
Y-Scaling
Eingabe von absoluten oder relativen Werten für die YAchse
Margin
Eingabe des Sicherheitsabstands für die Grenzwertlinie
Threshold
Eingabe des vertikalen Schwellwerts (nur bei relativer
vertikaler Skalierung)
Comment
Eingabe eines Kommentars
Time/Frequency
Eingabe der Zeit/Frequenz der Stützwerte
Limit/dBm
Eingabe des Pegels der Stützwerte
Die Eigenschaften Domain, Unit, X-Scaling und Y-Scaling können nicht mehr
verändert werden können, sobald im Datenteil der Tabelle Stützwerte eingegeben
wurden.
NAME
Der Softkey NAME aktiviert die Eingabe der Eigenschaften im Kopffeld der Tabelle.
Name - Eingabe des Namens
Für den Namen sind maximal 8 Zeichen zulässig, die den Konventionen für MSDOS-Dateinamen entsprechen müssen. Das Gerät speichert automatisch alle
Grenzwertlinien mit der Erweiterung.LIM ab.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:LIM3:NAME "GSM1"
4.176
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Domain - Auswahl des Darstellbereichs (Zeit- oder Frequenzbereich)
Eine Änderung des Darstellbereichs ist nur möglich, wenn in der Stützwerttabelle
noch keine Werte stehen.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:LIM3:CONT:DOM FREQ
X-Axis - Auswahl der Interpolation
Zwischen den Frequenz-Stützwerten der Tabelle kann eine lineare oder
logarithmische Interpolation durchgeführt werden. Die Auswahl erfolgt mit der
ENTER-Tasten, die zwischen LIN und LOG umschaltet (Toggle Funktion).
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:LIM3:CONTrol:SPACing LIN
CALC:LIM3:UPPer:SPACing LIN
CALC:LIM3:LOWer:SPACing LIN
Scaling - Wahl der Skalierung (absolut oder relativ)
Die Grenzwertlinie kann entweder in absoluten Einheiten (Frequenz oder Zeit)
skaliert werden oder in relativen. Die Umschaltung zwischen ABSOLUTE und
RELATIVE erfolgt mit einer der Einheiten-Tasten, der Cursor muss dabei auf der
Zeile X-Scaling oder Y-Scaling stehen.
X-Scaling ABSOLUTE
Die Frequenzen oder Zeiten werden als absolute
physikalische Einheiten interpretiert.
X-Scaling RELATIVE
Die Frequenzen werden in der Stützwerttabelle auf
die aktuell eingestellte Mittenfrequenz bezogen.
In der Zeitbereichsdarstellung ist der Bezugspunkt
die linke Diagrammgrenze.
Y-Scaling ABSOLUTE
Die Grenzwerte beziehen sich auf absolute Pegel
oder Spannungen
Y-Scaling RELATIVE
Die Grenzwerte beziehen sich auf den oberen
Diagrammrand.
Grenzwerte mit der Einheit dB sind immer relativ.
Die Skalierung RELATIVE ist immer zu empfehlen, wenn im Zeitbereich Masken für
Bursts definiert werden oder im Frequenzbereich Masken für modulierte Signale
notwendig sind.
Um die Maske im Zeitbereich in die Bildmitte zu schieben, kann ein X-Offset mit der
halben Sweepzeit eingegeben werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:LIM3:CONT:MODE ABS
CALC:LIM3:UPP:MODE ABS
CALC:LIM3:LOW:MODE ABS
Unit - Auswahl der vertikalen Einheit der Grenzwertlinie
Die Auswahl der Einheit erfolgt in einer Auswahlbox. Die Grundeinstellung ist dBm.
Fernsteuerungsbefehl:
4.177
CALC:LIM3:UNIT DBM
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Limit - Auswahl des oberen/unteren Grenzwerts
Die Grenzwertlinie kann als oberer (UPPER) oder unterer (LOWER) Grenzwert
definiert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
-- (Wird durch Schlüsselwort :UPPer bzw :LOWer
definiert)
Margin - Einstellen eines Sicherheitsabstands
Der Sicherheitsabstand ist definiert als Pegelabstand zur Grenzwertlinie. Wenn die
Linie als oberer Grenzwert definiert ist, bedeutet der Sicherheitsabstand, dass
dieser unterhalb des Grenzwerts liegt. Wenn die Linie als unterer Grenzwert
definiert ist, bedeutet der Sicherheitsabstand, dass er oberhalb des Grenzwertes
liegt. Die Grundeinstellung ist 0 dB (d.h., kein Sicherheitsabstand).
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:LIM3:UPP:MARG 10dB
CALC:LIM3:LOW:MARG 10dB
Threshold - Auswahl des Schwellwerts bei relativer Y-Skalierung
Bei relativer Y-Skalierung kann ein absoluter Schwellwert definiert werden, der die
relativen Grenzwerte nach unten hin begrenzt. Diese Funktion ist speziell bei
Mobilfunkanwendungen nützlich, wenn Grenzwerte nur solange relativ zur
Trägerleistung festgelegt sind, wie sie oberhalb eines absoluten Grenzwerts liegen.
Beispiel:
Ref -20 dBm
RBW 300 Hz
VBW 3 kHz
SWT 100 ms
Att 10 dB
Marker [T1]
-28.4 dBm
200.0100 MHz
resultierender
Grenzwert
absoluter Schwellwert
relative
Grenzwertlinie
Center
200 MHz
10 kHz/
Span 100 kHz
Der voreingestellte Wert liegt bei -200 dBm. Das Feld ist nur sichtbar, wenn im Feld
Y-SCALING der Wert RELATIVE eingetragen ist.
Fernsteuerungsbefehl:
CALC:LIM3:UPP:THR -30 dBm
bzw.
CALC:LIM3:LOW:THR -30 dBm
Comment - Eingabe eines Kommentars
Der Kommentar ist frei wählbar. Er darf maximal 40 Zeichen betragen.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:LIM3:COMM "Upper limit"
4.178
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
VALUES
Der Softkey VALUES aktiviert die Eingabe der Stützwerte in den Tabellenspalten
Time bzw. Frequency und Limit/ dB.
Welche der Tabellenspalten erscheint, Time oder Frequency, hängt von der Auswahl
in der Zeile Domain im Kopffeld der Tabelle ab.
Die gewünschten Stützwerte können in aufsteigender Frequenz- bzw.
Zeitreihenfolge (zwei gleiche Frequenzen bzw. Zeiten sind zulässig) eingegeben
werden.
Fernsteuerungsbefehl:
INSERT VALUE
Der Softkey INSERT VALUE schafft oberhalb des Stützwerts an der Cursorposition
eine freie Zeile, in die ein neuer Stützwert eingefügt werden kann. Bei der Eingabe
ist jedoch auf die aufsteigende Frequenz- bzw. Zeitreihenfolge zu achten.
Fernsteuerungsbefehl:
DELETE VALUE
--
Der Softkey DELETE VALUE löscht den Stützwert (ganze Zeile) an der
Cursorposition. Die folgenden Stützwerte rücken nach.
Fernsteuerungsbefehl:
SHIFT X LIMIT
LINE
CALC:LIM3:CONT:DATA 1MHz,3MHz,30MHz
CALC:LIM3:UPP:DATA -10,0,0
CALC:LIM3:LOW:DATA -30,-40,-40
--
Der Softkey SHIFT X LIMIT LINE ruft ein Eingabefeld auf, in dem die komplette
Grenzwertlinie in vertikaler Richtung parallel verschoben werden kann.
Die Verschiebung erfolgt entsprechend der Horizontalskalierung:
– im Frequenzbereich in Hz, kHz, MHz oder GHz
– im Zeitbereich in ns, µs, ms oder s
Damit kann sehr einfach eine zu einer bestehenden Grenzwertlinie horizontal
parallel verschobene erzeugt und unter einem anderen Namen (Softkey NAME)
abgespeichert werden (Softkey SAVE LIMIT LINE).
Fernsteuerungsbefehl:
SHIFT Y LIMIT
LINE
CALC:LIM3:CONT:SHIF 50KHz
Der Softkey SHIFT Y LIMIT LINE ruft ein Eingabefeld auf, in dem die komplette
Grenzwertlinie in vertikaler Richtung parallel verschoben werden kann.
Die Verschiebung erfolgt entsprechend der Vertikalskalierung:
– bei logarithmischen Einheiten relativ in dB
– bei linearen Pegeleinheiten als Faktor
Damit kann sehr einfach eine zu einer bestehenden Grenzwertlinie parallel
verschobene erzeugt und unter einem anderen Namen (Softkey NAME)
abgespeichert werden (Softkey SAVE LIMIT LINE).
Fernsteuerungsbefehl:
SAVE LIMIT
LINE
Der Softkey SAVE LIMIT LINE speichert die aktuell editierte Grenzwertlinie ab. Der
Name kann in einem Eingabefenster eingegeben werden (max. 8 Zeichen)
Fernsteuerungsbefehl:
4.179
CALC:LIM3:CONT:UPP:SHIF 20dB
CALC:LIM3:CONT:LOW:SHIF 20dB
--
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6.1.3
Anzeigelinien (Display Lines)
Anzeigelinien sind Hilfsmittel, die – ähnlich wie Marker – die Auswertung einer
Messkurve erleichtern. Die Funktion einer Anzeigelinie ist mit der eines Lineals
vergleichbar, das zum Markieren von Absolutwerten auf der Messkurve verschoben
werden kann.
Der R&S FSQ bietet zwei verschiedene Typen von Anzeigelinien an:
•
zwei horizontale Pegellinien zum Markieren von Pegeln – Display Line 1/2,
•
zwei vertikale Frequenz- bzw. Zeitlinien zum Kennzeichnen von Frequenzen bzw.
Zeiten – Frequency/Time Line 1/2.
Die Linien werden zur leichteren Unterscheidbarkeit mit folgenden Abkürzungen
gekennzeichnet:
D1
Display Line 1
T1
Time Line 1
D2
Display Line 2
T2
Time Line 2
F1
Frequency Line 1
F2
Frequency Line 2
Die Pegellinien verlaufen als durchgezogene Linien horizontal über die gesamte
Breite eines Diagramms und können in y-Richtung verschoben werden.
Die Frequenz- oder Zeitlinien verlaufen als durchgezogene Linien vertikal über die
gesamte Höhe des Diagramms und können in x-Richtung verschoben werden.
Das Untermenü DISPLAY LINES zum Einschalten und Einstellen der Anzeigelinien
unterscheidet sich je nach gewählter Darstellung im aktiven Messfenster (Frequenzoder Zeitbereichsdarstellung).
Bei Darstellung des Spektrums (Span ≠ 0) sind die Softkeys TIME LINE 1 und TIME
LINE 2 nicht bedienbar, in der Zeitbereichsdarstellung (Span = 0) die Softkeys
FREQUENCY LINE 1 und FREQUENCY LINE 2.
Mit Anzeigelinien arbeiten
Die Softkeys zum Einstellen und Ein-/Ausschalten der Anzeigelinien wirken wie
Dreifachschalter:
Ausgangssituation: Die Linie ist ausgeschaltet (grau hinterlegter Softkey)
1. Drücken: Die Linie wird eingeschaltet (Softkey wird rot hinterlegt) und die
Dateneingabe aktiviert. Die Position der Anzeigelinie kann durch den Drehknopf, die
Step-Tasten oder durch direkte numerische Eingabe in das Eingabefeld eingestellt
werden. Beim Aufruf einer beliebigen anderen Funktion wird die Dateneingabe
deaktiviert. Die Linie bleibt jedoch eingeschaltet (grün hinterlegter Softkey)
2. Drücken: Die Anzeigelinie wird ausgeschaltet (grau hinterlegter Softkey).
Ausgangssituation: Linie eingeschaltet (grün hinterlegter Softkey)
1. Drücken: Die Dateneingabe wird aktiviert (Softkey wird rot hinterlegt). Die
Position der Anzeigelinie kann durch den Drehknopf, die Step-Tasten oder durch
direkte numerische Eingabe in das Eingabefeld eingestellt werden. Beim Aufruf
einer beliebigen anderen Funktion wird die Dateneingabe deaktiviert. Die Linie
bleibt jedoch eingeschaltet (grün hinterlegter Softkey)
2. Drücken: Die Anzeigelinie wird ausgeschaltet (grau hinterlegter Softkey).
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.180
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
DISPLAY
LINES
DISPLAY LINE 1 /
DISPLAY LINE 2
FREQUENCY LINE 1/
FREQUENCY LINE 2
TIME LINE 1 /
TIME LINE 2
PHASE LINE 1 /
PHASE LINE 2
DISPLAY LINE 1
/
DISPLAY LINE 2
Die Softkeys DISPLAY LINE 1/2 schaltet die Pegellinien ein bzw. aus und aktiviert
die Eingabe der Position der Linien.
Die Pegellinien markieren den gewählten Pegel im Messfenster.
Diese Softkeys sind nur bei Span = 0 (Zeitbereich) verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
FREQUENCY
LINE 1/
FREQUENCY
LINE 2
CALC:DLIN:STAT ON
CALC:DLIN -20dBm
Die Softkeys FREQUENCY LINE 1/2 schalten die Frequenzlinie 1/2 ein bzw. aus
und aktivieren die Eingabe der Position der Linien.
Die Frequenzlinien markieren die gewählten Frequenzen im Messfenster.
Diese Softkeys sind nur bei Span > 0 (Frequenzbereich) verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
TIME LINE 1 /
TIME LINE 2
CALC:FLIN:STAT ON
CALC:FLIN 120MHz
Die Softkeys TIME LINE 1/2 schalten die Zeitlinien 1/2 ein bzw. aus und aktivieren
die Eingabe der Position der Linien.
Die Zeitlinien markieren die gewählten Zeiten im Messfenster oder definieren
Suchbereiche (siehe Abschnitt “Markerfunktionen – Taste MKR FCTN” auf
Seite 4.70)
Diese Softkeys sind nicht im Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
4.181
CALC:TLIN:STAT ON
CALC:TLIN 10ms
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
PHASE LINE 1 /
PHASE LINE 2
Der Softkey PHASE LINE 1/2 aktiviert/deaktiviert die Phasenlinien 1/2 und aktiviert
die Eingabe der Linienposition.
Die Phasenlinien markieren die ausgewählten Phasewert im Messfenster. Die
Eingabe erfolgt in der aktuellen Phaseneinheit, bei einer Änderung der Einheit mit
dem Softkey PHASE RAD/DEG im AMPT-Menu wird der Phasenwert automatisch
angepasst.
Keine automatische Anpassung erfolgt bei einer Änderung des Phasenoffsets mit
dem Softkey PHASE OFFSET im AMPT-Menü.
Die Softkeys PHASE LINE 1/2 stehen nur zur Verfügung, wenn die Option
R&S FSQ-B71 installiert ist.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CALC:PLIN1:STAT ON
CALC:PLIN1 120DEG
CALC:PLIN2:STAT ON
CALC:PLIN2 140DE
4.182
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6.2
Konfigurieren der Bildschirmanzeige – Taste DISP
Das Menü DISPLAY erlaubt sowohl die Konfiguration der Diagrammdarstellung auf
dem Bildschirm als auch die Auswahl der dargestellten Bildelemente und Farben.
Schließlich wird auch der POWER SAVE Modus für das Display in diesem Menü
konfiguriert.
Die Darstellung der Messergebnisse am Bildschirm des R&S FSQ erfolgt wahlweise
in einem, bildschirmfüllenden Messfenster oder in zwei, übereinander angeordneten
Messfenstern. Die beiden Messfenster werden als Screen A und Screen B
bezeichnet.
In der Grundeinstellung sind die beiden Messfenster vollkommen voneinander
entkoppelt, d.h. sie verhalten sich wie zwei vollkommen voneinander unabhängige
Geräte. Dies ist beispielsweise bei Oberwellenmessungen oder Messungen an
frequenzumsetzenden Messobjekten sehr nützlich, da hier Eingangs- und
Ausgangssignal in unterschiedlichen Frequenzbereichen liegen.
Bei Bedarf können jedoch in beiden Darstellarten bestimmte Einstellungen der
beiden Messfenster (Referenzpegel, Mittenfrequenz) miteinander verknüpft werden,
so dass z.B. bei CENTER B = MARKER A durch die Bewegung des Markers im
Screen A der angezeigte, ggf. gespreizte Frequenzbereich im Screen B parallel
mitverschoben wird.
Neue Einstellungen werden in dem Diagramm durchgeführt, das über den Hotkey
SCREEN A bzw. SCREEN B ausgewählt wurde. Bei Darstellung von nur einem
Messfenster ist dies gleichzeitig das Diagramm, in dem auch die Messungen
durchgeführt werden; das jeweils nicht sichtbare Diagramm ist in Bezug auf
Messungen inaktiv.
Bild 4.20 Beispiel für eine Darstellung von 2 Messfenstern (Split Screen). Die Einstellungen sind
nicht gekoppelt
4.183
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
DISP
Die Taste DISP ruft das Menü zum Konfigurieren der Bildschirmanzeige und zur
Auswahl des aktiven Diagramms bei SPLIT-SCREEN-Darstellung auf.
FULL SCREEN
SPLIT SCREEN
REF LEVEL COUPLED
CENTER B = MARKER A /
CENTER A = MARKER B
CONFIG DISPLAY !
SCREEN TITLE
TIME+DATE ON/OFF
LOGO ON/OFF
ANNOTATION ON/OFF
DATA ENTRY OPAQUE
DEFAULT COLORS 1/
DEFAULT COLORS 2
DISPLAY PWR SAVE
Side menu
SELECT OBJECT
BRIGHTNESS
TINT
SATURATION
PREDEFINED COLORS
FULL SCREEN
Der Softkey FULL SCREEN schaltet die Darstellung mit einem Diagramm ein. Dies
entspricht der Grundeinstellung des R&S FSQ.
In der Betriebsart FULL SCREEN kann durch die Auswahl des aktiven Messfensters
(Screen A bzw. Screen B) zwischen zwei unterschiedlichen Geräteeinstellungen
hin- und hergeschaltet werden.
Die Umschaltung zwischen SCREEN A und SCREEN B erfolgt dabei über die
betreffende Taste in der HOTKEY-Leiste (siehe “Auswahl der Betriebsart –
HOTKEY-Leiste” auf Seite 4.7).
Zu beachten ist, dass Messungen in der Betriebsart FULL SCREEN nur im
sichtbaren (aktiven) Messfenster durchgeführt werden.
Das aktive Messfenster wird durch die Anzeige
dem Diagramm gekennzeichnet.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
A
bzw.
B
rechts neben
DISP:FORM SING
DISP:WIND<1|2>:SEL
4.184
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
SPLIT
SCREEN
Der Softkey SPLIT SCREEN schaltet die Darstellung mit zwei Diagrammen ein. Das
obere Diagramm wird als SCREEN A, das untere als SCREEN B bezeichnet.
Das Umschalten zwischen SCREEN A und SCREEN B erfolgt wie beim Softkey
FULL SCREEN über die betreffende Taste in der HOTKEY-Leiste. Das aktive
Messfenster wird durch Hinterlegung der Felder
dem Diagramm gekennzeichnet.
Fernsteuerungsbefehl:
REF LEVEL
COUPLED
A
bzw.
B
rechts neben
DISP:FORM SPL
Der Softkey REF LEVEL COUPLED schaltet die Kopplung des Referenzpegels ein
bzw. aus. Neben dem Referenzpegel werden auch der Mischerpegel und die
Eingangsdämpfung miteinander verknüpft.
Für die Pegelmessung gilt, dass der Referenzpegel und die Eingangsdämpfung für
beide Diagramme gleich eingestellt sind.
Fernsteuerungsbefehl:
CENTER B =
MARKER A /
CENTER A =
MARKER B
INST:COUP RLEV
Der Softkey CENTER B = MARKER A bzw. CENTER A = MARKER B verknüpft die
Mittenfrequenz im Diagramm B mit der Frequenz von Marker 1 im Diagramm A bzw.
die Mittenfrequenz im Diagramm A mit der Frequenz von Marker 1 im Diagramm B.
Die beiden Softkeys schließen sich gegenseitig aus.
Diese Kopplung ist nützlich, um z.B. das Signal, auf dem der Marker im Diagramme
A sitzt, im Diagramme B mit höherer Frequenzauflösung oder im Zeitbereich zu
betrachten.
Ist Marker 1 ausgeschaltet, so wird er eingeschaltet und auf das Maximum der
Messkurve im aktiven Diagramm gesetzt.
Fernsteuerungsbefehl:
CONFIG
DISPLAY
INST:COUP CF_B
INST:COUP CF_A
SCREEN TITLE
TIME+DATE ON/OFF
LOGO ON/OFF
ANNOTATION ON/OFF
DATA ENTRY OPAQUE
DEFAULT COLORS 1/
DEFAULT COLORS 2
DISPLAY PWR SAVE
Seitenmenü
SELECT OBJECT
BRIGHTNESS
TINT
SATURATION
PREDEFINED COLORS
4.185
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Der Softkey CONFIG DISPLAY ruft ein Untermenü auf, in dem zusätzliche Anzeigen
im Bildschirm eingeblendet werden können. Zusätzlich erfolgt hier die Einstellung
des Display-Energiesparmodus (DISPLAY PWR SAVE) und der Farben der
Anzeigeelemente.
SCREEN TITLE
Der Softkey SCREEN TITLE erlaubt die Eingabe eines Titels für das aktive
Diagramm A bzw. B sowie das Ein- und Ausschalten eines bereits eingegebenen
Texts. Die Länge des Textes darf max. 20 Zeichen nicht überschreiten.
Fernsteuerungsbefehl:
TIME+DATE
ON/OFF
Der Softkey TIME+DATE schaltet die Anzeige des Datums und der Uhrzeit oberhalb
des Diagramms ein bzw. aus.
Fernsteuerungsbefehl:
LOGO ON/OFF
DISP:LOGO ON
Der Softkey ANNOTATION schaltet die Frequenzanzeigen am Bildschirm an bzw.
aus.
•
ON: Die Frequenzinformationen werden angezeigt.
•
OFF: Die Frequenzinformationen werden auf dem Bildschirm nicht mehr
ausgegeben. Dies dient z.B. dem Schutz vertraulicher Daten.
Fernsteuerungsbefehl:
DATA ENTRY
OPAQUE
DISP:TIME OFF
Der Softkey LOGO schaltet das Rohde & Schwarz Firmenlogo in der linken oberen
Ecke des Bildschirms ein- bzw. aus.
Fernsteuerungsbefehl:
ANNOTATION
ON/OFF
DISP:WIND1:TEXT 'Noise Meas'
DISP:WIND1:TEXT:STATe ON
DISP:ANN:FREQ ON
Der Softkey DATA ENTRY OPAQUE
Dateneingabefelder auf undurchsichtig.
schaltet
die
Darstellung
der
Dies bedeutet, dass die Eingabefelder mit der Hintergrundfarbe für Tabellen
unterlegt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
DEFAULT
COLORS 1/
DEFAULT
COLORS 2
Die Softkeys DEFAULT COLORS 1 und DEFAULT COLORS 2 stellen die
Grundeinstellung für Helligkeit, Farbton und Farbsättigung aller Bildschirmobjekte
ein. Die Farbschemata sind dabei so gewählt, dass wahlweise bei Blickwinkel von
oben oder von unten optimale Sichtbarkeit aller Bildelemente erreicht wird. In der
Grundeinstellung des Gerätes ist DEFAULT COLORS 1 aktiv.
Fernsteuerungsbefehl:
DISPLAY PWR
SAVE
--
DISP:CMAP:DEF1
DISP:CMAP:DEF2
Der Softkey DISPLAY PWR SAVE erlaubt das Ein-/ Ausschalten des
Energiesparmodus für das Display und die Eingabe der Wartezeit bis zum
Ansprechen der Energiesparschaltung. Nach Ablauf der Ansprechzeit wird das
Display vollständig, d.h. einschließlich Hintergrundbeleuchtung, abgeschaltet.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.186
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Diese Betriebsart wird zur Schonung des TFT-Displays besonders empfohlen,
wenn das Gerät ausschließlich über Fernsteuerung betrieben wird.
Der Energiesparmodus wird wie folgt konfiguriert:
•
Der erste Tastendruck aktiviert den Energiesparmodus und öffnet den Editor für
die Ansprechzeit (POWER SAVE TIMEOUT). Die Eingabe der Ansprechzeit
erfolgt in Minuten im Bereich von 1min bis 60min und wird mit ENTER
abgeschlossen.
•
Erneuter Druck auf den Softkey schaltet den Energiesparmodus wieder aus.
Wird das Menü bei eingeschaltetem Energiesparmodus verlassen, so ist der
Softkey bei Rückkehr ins Menü farbig hinterlegt und öffnet beim Drücken erneut den
Editor für die Ansprechzeit. Nochmaliger Druck schaltet den Energiesparmodus ab.
Fernsteuerungsbefehl:
SELECT
OBJECT
BRIGHTNESS
DISP:PSAV ON
DISP:PSAV:HOLD 15
Der Softkey SELECT OBJECT aktiviert die Auswahl von Bildelementen, für die
nachfolgend die Farbeinstellung verändert werden soll. Nach der Auswahl kann mit
den Softkeys PREDEFINED COLORS, BRIGHTNESS, TINT und SATURATION die
Gesamtfarbe oder Helligkeit, Farbton und Farbsättigung des ausgewählten
Elements einzeln geändert werden.
Der Softkey BRIGHTNESS aktiviert
ausgewählten Graphikelements.
die
Eingabe
der
Farbhelligkeit
des
Der Eingabewert liegt zwischen 0 und 100%.
Fernsteuerungsbefehl:
4.187
DISP:CMAP5:HSL <hue>,<sat>,<lum>
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
TINT
Der Softkey TINT aktiviert die Eingabe des Farbtons für das ausgewählte
Graphikelement. Der eingegebene Prozentwert bezieht sich auf ein von rot (0%) bis
blau (100%) reichendes, kontinuierliches Farbspektrum.
Fernsteuerungsbefehl:
SATURATION
DISP:CMAP5:HSL <hue>,<sat>,<lum>
Der Softkey SATURATION
ausgewählten Elements.
aktiviert
die
Eingabe
der
Farbsättigung
des
Der Eingabewert liegt zwischen 0 und 100%.
Fernsteuerungsbefehl:
PREDEFINED
COLORS
DISP:CMAP5:HSL <hue>,<sat>,<lum>
Der Softkey PREDEFINED COLORS öffnet eine Liste zur Auswahl von
vordefinierten Farben für die Bildschirmobjekte:
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
DISP:CMAP1 ... 26:PDEF <color>
4.188
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6.3
Instrumenteneinstellung und Schnittstellenkonfiguration –
SETUP Taste
Die Taste SETUP öffnet das Menü für die Voreinstellungen des R&S FSQ:
SETUP
Folgende Einstellungen können darin verändert werden:
REFERENCE FREQUENCY
REFERENCE INTERNAL /
EXTERNAL
REFERENCE EXT (INT)
REFERENCE FREQUENCY
REF BW (NORM WIDE)
NOISE SRC ON/OFF
SIGNAL SOURCE !
YIG FILTER ON / OFF
IQ Dither ON OFF
RF PATH
BASEBAND ANALOG
BASEBAND DIGITAL
DIGITAL BB INFO
EX-IQ BOX
PREAMP
TRANSDUCER !
TRANSDUCER FACTOR
EDIT TRD FACTOR und
NEW FACTOR !
TRD FACTOR NAME
TRD FACTOR UNIT
TRD FACTOR VALUES
INSERT LINE
DELETE LINE
SAVE TRD FACTOR
DELETE FACTOR
VIEW TRANSDUCER
REFLVL ADJ AUTO / MAN
GENERAL SETUP !
GPIB !
GPIB ADDRESS
ID STRING FACTORY
ID STRING USER
GPIB LANGUAGE
IF GAIN NORM / PULS
SWEEP REP ON/OFF
COUPLING FSP/HP
REV STRING FACTORY
REV STRING USER
4.189
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
COM INTERFACE
TIME+DATE
CONFIGURE NETWORK
COMPUTER NAME
IP ADDRESS
.SUBNET MASK
DHCP ON | OFF
CONFIGURE NETWORK
SHOW CONFIG
NETWORK LOGIN
OPTIONS !
INSTALL OPTION
REMOVE OPTION
EXPERT MODE
REBOOT
INSTALL FW | EXT
Seitenmenü
SOFT FRONTPANEL
REGISTRY READ ONLY
LXI!
DISPLAY ON/OFF
INFO
PASSWORD
DESC
LAN RESET
SYSTEM INFO !
HARDWARE INFO
STATISTICS
SYSTEM MESSAGES
CLEAR ALL MESSAGES
SERVICE !
INPUT RF
INPUT CAL
SELFTEST
SELFTEST RESULTS
ENTER PASSWORD
1. Side menu
CAL GEN 128 MHZ
CAL GEN COMB PULSE
2.Seitenmenü
COMMAND TRACKING
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.190
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
EXPORT / IMPORT DEV
DATA
Seitenmenü
FIRMWARE UPDATE !
FIRMWARE UPDATE
RESTORE FIRMWARE
UPDATE PATH
OPEN START MENU
NOISE SRC ON/OFF
FM DEMOD ANALOG !
POWER METER !
IF SHIFT!
IF SHIFT OFF
IF SHIFT A
IF SHIFT B
AUTO
4.191
•
Der Softkey REFERENCE INT/EXT legt die Quelle für die verwendete
Referenzfrequenz fest. Details siehe Abschnitt “Externe Referenz” auf
Seite 4.192.
•
Der Softkey NOISE SRC ON/OFF schaltet die Spannungsversorgung für eine
externe Rauschquelle ein bzw. aus.
•
Der Softkey SIGNAL SOURCE öffnet ein Untermenü, in dem das YIG-Filter, IQ
Dither und RF Path aktiviert/deaktiviert werden können, siehe. “Signal Source”
auf Seite 4.193
•
Der Softkey PREAMP schaltet die Vorverstärkung ein. Diese Funktion ist nur mit
Option EL. ATTENUATOR (B25) verfügbar.
•
Der Softkey TRANSDUCER öffnet ein Untermenü zur Eingabe von
Korrekturkennlinien für Messwandler. Details siehe Abschnitt “Messwandler
(Transducer)” auf Seite 4.195.
•
Der Softkey GENERAL SETUP öffnet ein Untermenü für die allgemeinen
Einstellungen wie GPIB-Adresse, Datum und Uhrzeit sowie die Konfiguration
weiterer Schnittstellen des Gerätes. FIRMWARE OPTIONS können ebenfalls
unter diesem Menüpunkt installiert werden. Details siehe Abschnitt “GENERAL
SETUP” auf Seite 4.201.
•
Der Softkey SYSTEM INFO öffnet ein Untermenü zur Anzeige der HardwareAusstattung des Gerätes, Schaltzyklus-Statistiken und Systemmeldungen.
Details siehe Abschnitt “SYSTEM INFO” auf Seite 4.217.
•
Der Softkey SERVICE öffnet ein Untermenü, in dem spezielle Gerätefunktionen
und Systeminformationen zu Servicezwecken ausgewählt werden können. In
diesem Untermenü wird auch das Passwort für die Servicefunktionen
eingegeben. Details siehe Abschnitt “SERVICE” auf Seite 4.219.
•
Der Softkey FIRMWARE UPDATE öffnet ein Untermenü zur Aktualisierung der
Firmware-Version, um die Firmware zu erneuern und den Firmware-Pfad zu
aktualisieren. Details siehe Abschnitt “FIRMWARE UPDATE” auf Seite 4.223.
•
Der IF SHIFT Softkey öffnet ein Untermenü zur Aktivierung oder Deaktivierung
der Verschiebung der 1sten ZF, siehe “IF SHIFT” auf Seite 4.224
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
•
4.6.3.1
Der Softkey SERVICE FUNCTIONS ermöglicht zusätzliche Sondereinstellungen
zu Servicezwecken und zur Fehlerdiagnose. Er ist nur nach Eingabe des
entsprechenden Passworts unter Softkey SERVICE verfügbar.
Externe Referenz
Der R&S FSQ kann als Frequenznormal, aus dem alle internen Oszillatoren
abgeleitet werden, die interne Referenzquelle oder ein externes Referenzsignal
benutzen. Als interne Referenzquelle wird ein Quarzoszillator mit einer Frequenz
von 10 MHz verwendet. In der Grundeinstellung (interne Referenz) steht diese
Frequenz als Ausgangssignal an der Rückwandbuchse REF OUT zur Verfügung,
um zum Beispiel andere Geräte auf die Referenz des R&S FSQ zu synchronisieren.
Die Buchse REF IN wird bei der Einstellung REFERENCE EXT als Eingangsbuchse
für ein externes Frequenznormal verwendet. Alle internen Oszillatoren des
R&S FSQ werden dann auf die externe Referenzfrequenz synchronisiert.
REFERENCE
FREQUENCY
Ab Firmware 4.4x wird der Softkey REFERENCE FREQUENCY angeboten, mit
dem die Referenzfrequenzeinstellung genauer festgelegt werden kann.
Um den Aufbau eines Testsystems beizubehalten, wird die Einstellung der
Referenzfrequenz von einem Preset nicht beeinflusst.
REFERENCE
INTERNAL /
EXTERNAL
Der Softkey REFERENCE INTERNAL / EXTERNAL aktiviert interne bzw. externe
Referenzquelle.
Wenn die externe Referenzquelle gewählt ist, kann die Referenzfrequenz mit
Softkey REFERENCE FREQUENCY eingegeben werden.
Fernsteuerungsbefehl:
REFERENCE
EXT (INT)
ROSC:SOUR EXT
ROSC:SOUR INT
Der Softkey REFERENCE EXT (INT) ermöglicht eine ausfallsichere Auswahl der
externen Referenzquelle für den Fall, dass dieses Signal aus irgendeinem Grund
ausfällt.
Er aktiviert die Benutzung der externen Referenzquelle. Sollte jedoch der R&S FSQ
einen Synchronisierungsverlust feststellen, weil das externe Signal fehlt, schaltet er
automatisch auf interne Referenzquelle.
Eine Rückkehr zu externer Referenzquelle findet nicht automatisch statt, sondern
muss manuell erfolgen (durch Drücken von REFERENCE EXTERNAL und
anschließend REFERENCE EXT (INT)). Die aktuelle Quelle wird im unteren Teil des
Softkey angezeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
REFERENCE
FREQUENCY
ROSC:SOUR EAUT
Der Softkey REFERENCE FREQUENCY gibt die Frequenz der externen Referenz
ein. Wertebereich: 1 MHz bis 20 MHz, Default 10 MHz.
Um den Aufbau eines Testsystems beizubehalten, wird die Einstellung der
Referenzfrequenz von einem Preset nicht beeinflusst.
Fernsteuerungsbefehl:
REF BW (NORM
WIDE)
ROSC:EXT:FREQ 10 MHZ
Der Softkey REF BW (NORM/WIDE) kontrolliert die PLL-Bandbreite, die zur
Synchronisierung mit dem externen Referenzsignal benutzt wird. Mögliche
Einstellungen sind NORM, mit einer PLL-Bandbreite von etwa 3 Hz, und WIDE, mit
einer PLL-Bandbreite von etwa 30 Hz. Der Grundzustand ist NORM.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.192
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Die Referenzfrequenz ändert sich nach einem Preset nicht, um die Einstellungen
eines Testsystems beibehalten zu können.
Der Softkey ist verfügbar, wenn die Refernzfrequenz 10 MHz beträgt.
Diese Funktion steht erst ab einer Revision des Synthesizers mit Hardware Code 7
oder höher zur Verfügung. Die Version des Synthesizers kann in der “HWC” Spalte
des Hardware Info Fensters geprüft werden (siehe “HARDWARE INFO” auf
Seite 4.217).
Fernsteuerungsbefehl:
4.6.3.2
NOISE SRC
ON/OFF
Externe Rauschquelle
Der Softkey NOISE SRC ON/OFF schaltet die Versorgunsspannung für eine
externe Rauschquelle an der Rückwandbuchse NOISE SOURCE ein bzw. aus.
Fernsteuerungsbefehl:
4.6.3.3
SIGNAL
SOURCE
ROSC:EXT:PLL NORM | WIDE
DIAG:SERV:NSO ON
Signal Source
Der Softkey SIGNAL SOURCE öffnet ein Untermenü, in dem das YIG-Filter, I/Q
Dither und RF PATH aktiviert/deaktiviert werden können.
YIG FILTER ON / OFF
IQ Dither ON OFF
RF PATH
BASEBAND ANALOG
BASEBAND DIGITAL
DIGITAL BB INFO
EX-IQ BOX
YIG FILTER ON
/ OFF
Für breite Signalanalyse besitzt der R&S FSQ die Möglichkeit, den eingangsseitigen
YIG-Filter aus den Signalpfad zu nehmen.
Der Softkey YIG ON/OFF schaltet mit Hilfe von Relais das YIG in den RF-Pfad, oder
überbrückt dieses. Mit überbrückten YIG-Filtern ist die maximale Bandbreite für die
Signalanalyse möglich; die Spiegelfestigkeit ist jedoch nicht mehr gewährleistet.
Das YIG-Filter ist erst ab Frequenzen oberhalb 3,6 GHz im Signalpfad wirksam.
Unterhalb dieser Frequenz ist der Befehl daher wirkungslos.
Fernsteuerungsbefehl:
4.193
INP:FILT:YIG ON|OFF
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
IQ Dither ON
OFF
Der Softkey IQ DITHER ON / OFF schaltet das Dithersignal ein bzw. aus. Er ist nur
bei einer Ausstattung mit Option R&S FSQ-B72 verfügbar.
Wenn das Dithersignal an ist, speist der R&S FSQ ein Rauschsignal in den
Signalpfad des Basisbandeingangs.
Dithering verbessert die Linearität des A/D Wandlers bei, zum Beispiel, niedrigen
Frequenzen.
Eine verbesserte Linearität bedeutet auch eine höhere Genauigkeit der angezeigten
Pegel.
Das Rauschsignal hat eine bandbreite von 2 MHz bei einer Frequenz von
38.93 MHz.
Fernsteuerungsbefehl:
RF PATH
Der Softkey RF PATH schaltet den Basisbandeingang aus, das entspricht der
Einstellung RF PATH ON.
Fernsteuerungsbefehl:
BASEBAND
ANALOG
IQ:DITH ON|OFF
INP:SEL RF | AIQ | DIQ
Der Softkey BASEBAND ANALOG öffnet ein Untermenü zur Konfiguration des
analogen Basisbandeingangs.
Der Softkey steht nur bei einer Auststattung mit Ooption R&S FSQ-B71 zur
Verfügung. Siehe Handbuch zur Option für eine detaillierte Funktionsbeschreibung.
Das Handbuch befindet sich auf der User Documentation CD-ROM.
BASEBAND
DIGITAL
Der Softkey BASEBAND DIGITAL öffnet ein Untermenü zur Konfiguration des
digitalen Basisbandeingangs.
Der Softkey steht nur bei einer Auststattung mit Ooption R&S FSQ-B17 zur
Verfügung. Siehe Handbuch zur Option für eine detaillierte Funktionsbeschreibung.
Das Handbuch befindet sich auf der User Documentation CD-ROM.
DIGITAL BB
INFO
Der Softkey DIGITAL BB INFO offnet einen Infobox, die die Statusinformation für
das angeschlossene digitale Basisbandgerätes zeigt (Eingang und Ausgang).
Der Softkey steht nur bei einer Auststattung mit Ooption R&S FSQ-B17 zur
Verfügung. Siehe Handbuch zur Option für eine detaillierte Funktionsbeschreibung.
Das Handbuch befindet sich auf der User Documentation CD-ROM.
EX-IQ BOX
Der Softkey EX-IQ BOX softkey öffnet ein Untermenü, in dem eine R&S EX-IQ-Box
konfiguriert werden kann, die an einen digitalen Ein- und/oder Ausgang
angeschlossenen ist.
Der Softkey steht nur bei einer Auststattung mit Ooption R&S FSQ-B17 zur
Verfügung. Siehe Handbuch zur Option für eine detaillierte Funktionsbeschreibung.
Das Handbuch befindet sich auf der User Documentation CD-ROM.
4.6.3.4
HF-Vorverstärker
Zur Verbesserung des Rauschmaßes besitzt der R&S FSQ die Möglichkeit, direkt
am HF-Eingang einen rauscharmen Vorverstärker mit variabler Verstärkung in den
Signalpfad zu schalten.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.194
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
PREAMP
Der Softkey PREAMP schaltet den HF-Vorverstärker ein und öffnet die
Dateneingabe für die Verstärkungseinstellung. Nochmaliges Drücken des Softkeys
schaltet den Verstärker wieder aus.
Zulässiger Wert mit Option El. Attenuator (B25) ist 20dB.
Fernsteuerungsbefehl:
INP:GAIN 0DB
Der Softkey PREAMP steht nur bei einer Ausstattung mit Option El. Attenuator
(B25), oder Option Low Noise Preamp (B24) zur Verfügung.
4.6.3.5
Messwandler (Transducer)
Aktivieren von Transducer-Faktoren
Der Softkey TRANSDUCER öffnet ein Untermenü, in dem bereits definierte
Transducer-Faktoren aktiviert oder deaktiviert, neue Transducer-Faktoren erzeugt
oder bereits bestehende editiert werden können. Es erscheint eine Tabelle mit den
definierten Transducer-Faktoren.
Mit dem Einschalten eines Transducers werden alle Pegeleinstellungen und ausgaben automatisch in der Einheit des Transducers durchgeführt. Eine Änderung
der Einheit im Menü AMPT ist nicht mehr möglich, da der R&S FSQ mit dem
verwendeten Transducer als ein Messgerät betrachtet wird. Nur wenn der
Transducer die Einheit dB hat, bleibt die ursprünglich am R&S FSQ eingestellte
Einheit erhalten und kann verändert werden.
Wenn ein Transducer-Faktor aktiv ist, erscheint in der Spalte der Enhancement
Labels der Hinweis 'TDF'.
Nach dem Ausschalten aller Transducer nimmt der R&S FSQ wieder die Einheit an,
die vor dem Einschalten eines Transducers gewählt war.
In der Betriebsart Analysator wird ein aktiver Transducer für einen Sweep für jeden
dargestellten Punkt nach dessen Einstellung einmalig vorausberechnet und
während des Sweeps zum Ergebnis der Pegelmessung addiert. Bei Ändern des
Sweepbereichs werden die Korrekturwerte neu berechnet. Wenn mehrere
Messwerte zusammengefasst werden, wird nur ein einziger Wert berücksichtigt.
Wenn bei der Messung ein eingeschalteter Transducer-Faktor nicht über den
ganzen Sweepbereich definiert ist, werden die fehlenden Werte durch Null ersetzt.
4.195
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
TRANSDUCER
Der Softkey TRANSDUCER öffnet ein Untermenü, in dem bereits definierte
Transducer-Faktoren editiert oder neue Transducer-Faktoren eingegeben werden
können.
TRANSDUCER FACTOR
EDIT TRD FACTOR und
NEW FACTOR !
TRD FACTOR NAME
TRD FACTOR UNIT
TRD FACTOR VALUES
INSERT LINE
DELETE LINE
SAVE TRD FACTOR
DELETE FACTOR
VIEW TRANSDUCER
REFLVL ADJ AUTO /
MAN
Es erscheint eine Tabelle mit den bereits existierenden Faktoren, in der der aktive
Transducer ausgewählt werden kann.
Die Tabelle TRANSDUCER FACTOR enthält alle definierten Faktoren mit Namen
und Einheit. Wenn die Anzahl der definierten Transducer-Faktoren die mögliche
Zeilenanzahl in der Tabelle übersteigt, wird die Tabelle gescrollt.
Es kann nur jeweils ein Faktor eingeschaltet sein. Ein eingeschalteter TransducerFaktor ist mit einem Haken markiert.
TRANSDUCER
FACTOR
Der Softkey TRANSDUCER FACTOR setzt den Auswahlbalken auf die Position des
aktiven Transducer-Faktors.
Ist kein Transducer-Faktor eingeschaltet, so wird der Balken auf die erste Zeile der
Tabelle positioniert.
Fernsteuerungsbefehl:
EDIT TRD
FACTOR und
NEW FACTOR
CORR:TRAN:SEL <name>
CORR:TRAN ON | OFF
Die Softkeys EDIT TRD FACTOR und NEW FACTOR öffnen beide das Untermenü
zum Editieren und Neuerstellen von Transducer-Faktoren.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.196
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
DELETE
FACTOR
Der Softkey DELETE FACTOR löscht den markierten Faktor. Um
versehentliches Löschen zu vermeiden, muss das Löschen bestätigt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
VIEW
TRANSDUCER
CORR:TRAN DEL
Der Softkey VIEW TRANSDUCER schaltet die Darstellung des aktiven TransducerFaktors oder –Sets ein. Bei der Messung wird an Stelle der Messwerte der
interpolierte Verlauf des aktiven Transducer-Faktors oder –Sets im Diagramm
angezeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
REFLVL ADJ
AUTO / MAN
ein
CORR:TRAN:VIEW ON
Bei Benutzung eines Transducer-Faktors wird die Messkurve um einen berechneten
Wert verschoben. Bei Verschiebung nach oben verringert sich jedoch der
Dynamikbereich für die angezeigten Messwerte. Der Softkey REFLVL ADJ aktiviert
eine automatische Anpassung des Reference Level Offset, die den ursprünglichen
Dynamikbereich wieder herstellt, indem der Referenzpegel um den Maximalwert
des Transducer-Faktors verschoben wird.
Wenn Transducer aktiv sind wird die Einstellung automatisch auf AUTO gesetzt, um
die besten Dynamikbereich herzustellen.
Fernsteuerungsbefehl:
PAGE UP und
PAGE DOWN
CORR:TRAN:SEL 'FACTOR1'
CORR:TRAN:ADJ:RLEV ON | OFF
Die Softkeys PAGE UP und PAGE DOWN blättern in umfangreicheren Tabellen, die
nicht vollständig am Bildschirm angezeigt werden können.
Neueingabe und Editieren von Transducer-Faktoren
Ein Transducer-Faktor ist gekennzeichnet durch
•
Stützwerte mit Frequenz und Wandlungsmaß (Values)
•
die Einheit des Wandlungsmaßes (Unit) und
•
durch den Namen (Name) zur Unterscheidung zwischen den verschiedenen
Faktoren.
Bereits bei der Eingabe überprüft der R&S FSQ den Transducer-Faktor nach
bestimmten Regeln, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb eingehalten werden
müssen.
•
Die Frequenzen für die Stützwerte sind stets in aufsteigender Reihenfolge
einzugeben. Ansonsten wird die Eingabe nicht angenommen, und es erscheint
die Meldung:
Wrong Frequency Sequence!
4.197
•
Die eingegebenen Frequenzen können den Frequenzbereich des R&S FSQ
überschreiten, da bei Messungen lediglich der eingestellte Frequenzbereich
berücksichtigt wird. Die Minimalfrequenz für einen Stützwert ist 0 Hz, die
Maximalfrequenz 200 GHz.
•
Der Wertebereich für das Wandlungsmaß ist ± 200 dB. Bei Überschreitung des
Minimal- bzw. Maximalwerts meldet der R&S FSQ:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
out of range
•
Verstärkungen sind als negative Werte, Dämpfungen als positive Werte
einzugeben.
Die Softkeys im Untermenü "UNIT" der Taste AMPT sind bei eingeschaltetem
Transducer nicht bedienbar.
EDIT TRD
FACTOR
NEW FACTOR
INSERT LINE
DELETE LINE
TRD FACTOR NAME
TRD FACTOR UNIT
TRD FACTOR VALUES
SAVE TRD FACTOR
Die Softkeys NEW FACTOR und EDIT TRD FACTOR öffnen beide das Untermenü
zum Editieren und Neuerstellen von Transducer-Faktoren.
Abhängig vom ausgewählten Softkey erscheint entweder die Tabelle mit den Daten
des markierten Faktors (Softkey EDIT TRD FACTOR) oder eine leere Tabelle, in der
nur folgende Einträge vorbelegt sind (Softkey NEW FACTOR):
Unit:
dB
Interpolation:
LIN für lineare Frequenzskalierung
LOG für logarithmische Frequenzskalierung
Im Kopfbereich der Tabelle können die Eigenschaften des Faktor eingegeben
werden, in den Spalten die Frequenz und das Wandlungsmaß.
Name
Eingabe des Namens
Unit
Auswahl der Einheit
Interpolation
Auswahl der Interpolation
Comment
Eingabe eines Kommentars
FREQUENCY
Eingabe der Frequenz der Stützpunkte
TDF/dB
Eingabe des Wandlungsmaßes.
Während des Editiervorgangs bleibt ein Transducer-Faktor so lange im Hintergrund
gespeichert, bis der editierte Faktor mit dem Softkey SAVE TRD FACTOR
abgespeichert oder bis die Tabelle geschlossen wird. Ein versehentlich editierter
Faktor kann damit durch Verlassen der Eingabe wiederhergestellt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.198
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Comment - Eingabe eines Kommentars
Der Kommentar ist frei wählbar. Er kann maximal 50 Zeichen betragen.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:TRAN:COMM <string>
Name - Eingabe des Namens
TRD FACTOR
NAME
Der Softkey TRD FACTOR NAME ermöglicht die Eingabe eines Namens für den
Transducer-Faktor.
Für den Namen sind maximal 8 Zeichen zulässig, die den Konventionen für DOSDateinamen entsprechen müssen. Das Gerät speichert automatisch alle
Transducer-Faktoren mit der Erweiterung .TDF ab.
Wenn ein bestehender Name geändert wird, so bleibt der unter dem alten Namen
gespeicherte Faktor erhalten und wird nicht automatisch mit der neueren Version
überschrieben. Der alte Faktor kann bei Bedarf später mit DELETE gelöscht
werden. Auf diese Weise können Faktoren kopiert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:TRAN:SEL <name>
Unit - Auswahl der Einheit
TRD FACTOR
UNIT
Der Softkey TRD FACTOR UNIT öffnet eine Dialogbox, mit der die Einheit des
Transducer-Faktors ausgewählt wird.
Die Grundeinstellung ist dB.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:TRAN:UNIT <string>
Eingabe der Wertet
TRD FACTOR
VALUES
Der Softkey TRD FACTOR VALUES setzt den Auswahlbalken auf den ersten
Stützwert.
Die gewünschten Stützwerte für FREQUENCY und TDF/dB müssen in
aufsteigender Frequenzreihenfolge eingegeben werden. Nach der Eingabe der
Frequenz springt der Auswahlbalken automatisch auf den zugehörigen Pegelwert.
Nach Eingabe des erste Stützwerts kann die Tabelle mit den Softkeys INSERT LINE
und DELETE LINE bearbeitet werden. Um einzelne Werte später zu ändern, muss
der Wert ausgewählt und ein neuer Wert eingegeben werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.199
CORR:TRAN:DATA <freq>,<level>
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Interpolation - Auswahl der Interpolation
Zwischen den Frequenz-Stützwerten der Tabelle kann eine lineare oder
logarithmische Interpolation durchgeführt werden. Die Auswahl erfolgt mit der
ENTER-Taste, die wird zwischen LIN und LOG umschaltet (Toggle Funktion).
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:TRAN:SCAL LIN|LOG
Die folgenden Diagramme zeigen die Auswirkung der Interpolation auf die
errechnete Kurve:
Bild 4.21 Lineare Frequenzachse und lineare Interpolation
Bild 4.22 Logarithmische Frequenzachse und Interpolation
INSERT LINE
Der Softkey INSERT LINE fügt oberhalb des markierten Stützwerts eine freie Zeile
ein. Bei der Eingabe eines neuen Stützwertes in dieser Zeile ist jedoch auf die
aufsteigende Frequenzreihenfolge zu achten.
DELETE LINE
Der Softkey DELETE LINE löscht den markierten Stützwert (ganze Zeile). Die
folgenden Stützwerte rücken nach.
Fernsteuerungsbefehl:
SAVE TRD
FACTOR
--
Der Softkey SAVE TRD FACTOR sichert die geänderte Tabelle in einer Datei auf der
internen Festplatte.
Existiert bereits ein Transducer-Faktor mit gleichem Namen, erfolgt vorher eine
entsprechende Abfrage.
Ist der neu abgespeicherte Faktor gerade eingeschaltet, werden die neuen Werte
sofort gültig.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
-- (das Abspeichern erfolgt bei GPIB-Betrieb
automatisch nach der Definition der Stützwerte)
4.200
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6.3.6
Einstellen der Schnittstellen und der Uhrzeit
Der Softkey GENERAL SETUP öffnet ein Untermenü, in dem die allgemeinen
Parameter des Gerätes eingestellt werden. Hierzu zählt neben der Konfiguration der
digitalen Schnittstellen des Gerätes (IECBUS, COM) auch die Eingabe von Datum
und Uhrzeit.
Die aktuellen Einstellungen werden in Form von Tabellen beim Aufruf des Menüs
auf dem Bildschirm dargestellt und können anschließend editiert werden.
GENERAL
SETUP
GPIB !
GPIB ADDRESS
ID STRING FACTORY
ID STRING USER
GPIB LANGUAGE
IF GAIN NORM / PULS
SWEEP REP ON/OFF
COUPLING FSP/HP
REV STRING FACTORY
REV STRING USER
COM INTERFACE
TIME+DATE
CONFIGURE NETWORK
COMPUTER NAME
IP ADDRESS
.SUBNET MASK
DHCP ON | OFF
CONFIGURE NETWORK
SHOW CONFIG
NETWORK LOGIN
OPTIONS !
INSTALL OPTION
REMOVE OPTION
EXPERT MODE
REBOOT
INSTALL FW | EXT
Seitenmenü
SOFT FRONTPANEL
LXI!
DISPLAY ON/OFF
INFO
PASSWORD
DESC
LAN RESET
4.201
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Einstellen der GPIB-Adresse
GPIB
Der Softkey GPIB öffnet das Untermenü zur Einstellung der Parameter der
Fernsteuerschnittstelle.
Fernsteuerungsbefehl:
GPIB ADDRESS
--
Der Softkey GPIB ADDRESS aktiviert die Eingabe der GPIB-Adresse.
Einstellbereich ist 0 bis 30. Die Grundeinstellung ist Adresse 20.
Fernsteuerungsbefehl:
ID STRING
FACTORY
Der Softkey ID STRING FACTORY wählt die Standard-Antwort auf den Befehl
*IDN? aus.
Fernsteuerungsbefehl:
ID STRING
USER
--
Der Softkey ID STRING USER öffnet den Editor für die Eingabe einer
benutzerdefinierten Antwort auf den Befehl *IDN?. Die max. Länge des
Ausgabestrings ist 36 Zeichen.
Fernsteuerungsbefehl:
GPIB
LANGUAGE
SYST:COMM:GPIB:ADDR 20
--
Der Softkey GPIB LANGUAGE
Fernsteuersprachdialekten.
öffnet
eine
Liste
mit
den
verfügbaren
Zur Auswahl stehen:
•
SCPI
•
71100C
•
71200C
•
71209A
•
8560E
•
8561E
•
8562E
•
8563E
•
8564E
•
8565E
•
8566A
•
8566B
•
8568A
•
8568A_DC
•
8568B
•
8568B_DC
•
8591E
•
8594E
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.202
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Bei der Auswahl 8566A/B, 8568A/B und 8594E, stehen die Kommandosets A und
B zur Verfügung. Diese Kommandosets unterscheiden sich insichtlich der
Befehlsstruktur, die Befehlserkennung arbeitet nach anderen Syntaxregeln als bei
Auswahl "SCPI". Dementsprechend ist die korrekte Erkennung von SCPI-Befehlen
in dieser Betriebsart nicht sichergestellt..
Wird eine andere Sprache als SCPI ausgewählt, wird die GPIB-Adresse auf 18
gesetzt, wenn sie vorher 20 war.
Start-/Stoppfrequenz, Bezugspegel und # der Sweep-Punkte werden an das
ausgewählte Gerätemodell angepasst.
8568A_DC und 8568B_DC benutzen standardmäßig DC-Eingangkopplung,
sofern es vom Gerät unterstützt wird.
Das HP-Modell 8591E ist kompatibel zum HP-Modell 8594E, die HP-Modelle
71100C, 71200C, und 71209A sind kompatibel zu den HP–Modellen 8566A/B.
Beim Umschalten zwischen den verschiedenen Fernbedienungssprachen werden
folgende Einstellungen verändert:
•
SCPI: Das Gerät führt einen PRESET durch.
•
8566A/B, 8568A/B, 8594E: Das Gerät führt einen PRESET durch. Folgende
Geräteeinstellungen werden anschließend verändert:
Model
# of Trace
Points
Start Freq.
Stop Freq.
Ref Level
Input Coupling
8566A/B
1001
2 GHz
22 GHz
0 dBm
DC
8568A/B
1001
0 Hz
1.5 GHz
0 dBm
AC
8560E
601
0 Hz
2.9 GHz
0 dBm
AC
8561E
601
0 Hz
6.5 GHz
0 dBm
AC
8562E
601
0 Hz
13.2 GHz
0 dBm
AC
8563E
601
0 Hz
26.5 GHz
0 dBm
AC
8564E
601
0 Hz
40 GHz
0 dBm
AC
8565E
601
0 Hz
50 GHz
0 dBm
AC
8594E
401
0 Hz
3 GHz
0 dBm
AC
Hinweis zum Wechsel zu 8566A/B und 8568A/B auf einem R&S FSQ:
•
Wenn nötig, kann die Stopfrequenz, die in der Tabelle angezeigt wird, auf die
entsprechende Frequenz des R&S FSQ begrenzt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.203
SYST:LANG "SCPI"|"8560E"|"8561E"|
"8562E"|"8563E"|"8564E"|"8565E"|
"8566A"|"8566B"|"8568A"|"8568A_DC"|
"8568B"|"8568B_DC"|"8591E"|"8594E"|
"71100C"|"71200C"|"71209A"
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
IF GAIN NORM /
PULS
Der Softkey IF GAIN NORM / PULS wählt die internen ZF-Verstärkereinstellungen
in der Betriebsart HP Emulation. Diese Einstellung wird nur bei einer
Auflösebandbreite von <300 kHz berücksichtigt.
NORM
Optimiert für hohen Dynamikbereich; die Übersteuerungsgrenze
befindet sich nahe am Referenzpegel.
PULS
Optimiert für gepulste Signale; die Übersteuerungsgrenze liegt bis
zu 10 dB über dem Referenzpegel.
Dieser Softkey is nur verfügbar, wenn eine HP Sparche mit GPIB LANGUAGE
ausgewählt wurde.
Fernsteuerungsbefehl:
SWEEP REP
ON/OFF
SYST:IFG:MODE PULS
Der Softkey SWEEP REP ON/OFF steuert einen wiederholten Sweep der HPModell-Befehle E1 und MKPK HI (Einzelheiten der Befehle siehe “GPIB-Befehle der
HP-Modelle 856xE, 8566A/B, 8568A/B und 8594E” auf Seite 6.273). Wenn der
wiederholte Sweep ausgeschaltet ist, wird der Marker ohne vorherigen Sweep
gesetzt.
Dieser Softkey ist nur zugänglich, wenn über den Softkey GPIB LANGUAGE eine
HP-Sprache gewählt worden ist.
Schalten Sie diesen Softkey im Einzelsweepmodus aus, bevor Sie den Marker
über die Befehle E1 und MKPK HI setzen, um einen erneuten Sweep zu
verhindern.
Fernsteuerungsbefehl:
COUPLING
FSP/HP
SYST:RSW:ON | OFF
Der Softkey COUPLING FSP/HP stellt das Kopplungsverhältnis von:
•
Frequenzbereich und Auflösebandbreite (Span/RBW) und
•
Auflöse- und Videobandbreite (RBW/VBW)
für den HP-Emulationsmodus zur Verfügung.
Bei der Auswahl FSP werden die Standardparameter für die Kopplung benutzt.
Normalerweise sind damit kürzere Sweepzeiten als bei der Auswahl HP möglich.
Der Softkey steht nur im HP-Emulationsmodus zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
REV STRING
FACTORY
Mit dem Softkey REV STRING FACTORY wird die Standardantwort für den
Fernsteuerungsbefehl "REV?" ausgewählt. Sie ist verfügbar, wenn eine HP-Sprache
ausgewählt ist (siehe “GPIB LANGUAGE” auf Seite 4.202).
Fernsteuerungsbefehl:
REV STRING
USER
SYST:HPC FSP
SYST:REV:FACT
Mit dem Softkey REV STRING USER wird ein Dialogfeld zum Festlegen einer
kundenspezifischen Antwort für den Fernsteuerungsbefehl "REV?" geöffnet. Die
maximale Länge der Ausgabezeichenfolge beträgt 40 Zeichen.
Der Softkey ist verfügbar, wenn eine HP-Sprache ausgewählt ist (siehe “GPIB
LANGUAGE” auf Seite 4.202).
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SYST:REV <string>
4.204
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Konfiguration der seriellen Schnittstelle
COM
INTERFACE
Der Softkey COM INTERFACE aktiviert die Tabelle COM INTERFACE zum
Einstellen der Parameter der seriellen Schnittstelle.
In der Tabelle werden folgende Einstellungen vorgenommen:
Baud
Übertragungsgeschwindigkeit
Bits
Anzahl der Datenbits
Parity
Überprüfung der Bit-Parität
Stopbits
Anzahl der Stoppbits
HW-Handshake
Hardware-Handshake-Verfahren
SW-Handshake
Software-Handshake-Verfahren
Owner
Zuordnung zu Messgerät oder Rechner
Baud – Übertragungsgeschwindigkeit
Zulässig sind die angegebenen Werte zwischen 110 und 128000 Baud. Die
Grundeinstellung ist 9600 Baud.
Fernsteuerungsbefehl:
SYST:COMM:SER:BAUD 9600
Bits – Anzahl der Datenbits pro Datenwort
Für reine Textübertragung ohne Umlaute und Sonderzeichen genügen 7 Bit, bei
Binärdaten sowie Texten mit Sonderzeichen und Umlauten müssen 8 Bit
(Grundeinstellung) eingestellt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.205
SYST:COMM:SER:BITS 7
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Parity – Überprüfung der Bit-Parität
NONE
keine Paritätsprüfung (Grundeinstellung)
EVEN
Überprüfung auf gerade Quersumme
ODD
Überprüfung auf ungerade Quersumme.
Fernsteuerungsbefehl:
SYST:COMM:SER:PAR NONE
Stopbits – Anzahl der Stoppbits
Zur Auswahl stehen 1 und 2. Die Grundeinstellung ist 1 Stoppbit.
Fernsteuerungsbefehl:
SYST:COMM:SER:SBIT 1
HW-Handshake – Hardware-Handshake-Verfahren
Die Sicherheit der Datenübertragung kann durch den Einsatz eines HardwareHandshake-Verfahrens erhöht werden, das verhindert, dass unkontrolliert Daten
gesendet werden und dadurch möglicherweise Datenbytes verlorengehen. Bei
diesem Verfahren werden über zusätzliche Schnittstellenleitungen Quittungssignale
übertragen, mit denen die Datenübertragung kontrolliert und ggf. angehalten wird,
bis der Empfänger wieder zur Aufnahme weiterer Daten bereit ist.
Voraussetzung für dieses Verfahren ist allerdings, dass die betreffenden
Schnittstellenleitungen (DTR und RTS) zwischen Sender und Empfänger
durchverbunden sind.
Bei einer einfachen 3-Draht-Verbindung ist dies nicht der Fall, d.h. das HardwareHandshakeverfahren kann in diesem Fall nicht eingesetzt werden.
Grundeinstellung ist NONE.
Fernsteuerungsbefehl:
SYST:COMM:SER:CONT:DTR OFF
SYST:COMM:SER:CONT:RTS OFF
SW-Handshake – Software-Handshake-Verfahren
Neben dem Quittungsmechanismus über Schnittstellenleitungen besteht auch die
Möglichkeit, denselben Effekt über ein Software-Handshake-Protokoll zu erzielen.
Dabei werden neben den normalen Datenbytes Kontrollsignale übertragen, die ggf.
die Datenübertragung anhalten, bis der Empfänger wieder zur Aufnahme weiterer
Daten bereit ist.
Im Gegensatz zum Hardware-Handshake kann dieses Verfahren auch bei einer
einfachen 3-Draht-Verbindung eingesetzt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.206
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Eine Einschränkung ist allerdings, dass dieses Verfahren nicht bei Übertragung von
Binärdaten eingesetzt werden kann, da in diesem Fall die für die Steuerzeichen
XON und XOFF benötigten Bitkombinationen für Datenbytes verwendet werden.
Grundeinstellung ist NONE.
Fernsteuerungsbefehl:
SYST:COMM:SER:PACE NONE
Owner – Zuordnung der Schnittstelle
Die serielle Schnittstelle kann wahlweise dem Messgeräteteil oder dem
Betriebssystem (OS) zugeordnet werden.
Wird die Schnittstelle nur jeweils einem Geräteteil zugeordnet, so ist sie für den
anderen nicht verfügbar.
INSTRUMENT
Die Zuordnung zum Messgeräteteil bedeutet, dass
Ausgaben auf die Schnittstelle vom Rechner aus nicht
möglich sind und sozusagen "ins Leere" gehen.
OS
Die Zuordnung zum Betriebssystem bedeutet, dass die
Schnittstelle vom Messgeräteteil aus nicht mehr benutzt
werden kann, d.h. die Fernsteuerung des Gerätes über
diese Schnittstelle ist nicht mehr möglich.
Fernsteuerungsbefehl:
--
Einstellen von Datum und Uhrzeit
TIME+DATE
Der Softkey TIME+DATE aktiviert die Tabelle TIME AND DATE für die Eingabe der
Uhrzeit und des Datums für die interne Echtzeituhr.
Time - Eingabe der Zeit
Im Eingabefeld können Stunden und Minuten getrennt voneinander eingegeben
werden:
Fernsteuerungsbefehl:
SYST:TIME 21,59
Date - Eingabe des Datums
Im Eingabefeld können Tag, Monat und Jahr getrennt voneinander eingegeben
werden:
Bei Auswahl der Monatsangabe wird mit der Einheitentaste eine Liste mit den
Abkürzungen der Monatsnamen geöffnet, in der der gewünschte Monat ausgewählt
werden kann:
Fernsteuerungsbefehl:
4.207
SYST:DATE 2009,03,01
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Konfiguration der Netzwerkeinstellungen
Mit dem LAN Interface, kann das Gerät an ein Ethernet-LAN (Local Area Network)
angeschlossen werden. Damit ist es möglich, Daten über das Netzwerk zu
übertragen und Netzwerkdrucker zu nutzen. Die Netzwerkkarte arbeitet sowohl mit
einem 10-MHz-Ethernet IEEE 802.3 als auch mit einem 100-MHz-Ethernet IEEE
802.3u.
Nähere Informationen sind im Kompakthandbuch, Kapitel "LAN-Interface" enthalten.
CONFIGURE
NETWORK
Der Softkey CONFIGURE NETWORK öffnet ein Untermenü für die
Netzwerkeinstellungen(siehe auch Kompakthandbuch, Kapitel "LAN-Interface").
COMPUTER NAME
IP ADDRESS
.SUBNET MASK
DHCP ON | OFF
CONFIGURE NETWORK
SHOW CONFIG
Der Softkey in der hier beschriebenen Form gibt es ab der Firmwareversion 4.3x.
Geräte mit Windows XP Service Pack1 benötigen eine zusätzliche Installation des
LXI Installers wenn der Softkey nicht sichtbar ist. Dieses Installationspaket steht
auf der Download Area von Rohde&Schwarz zur Verfügung.
Die Konfiguration ist auch nur dann möglich, wenn das Gerät an ein LAN
angeschlossen ist.
COMPUTER
NAME
Der Softkey COMPUTERNAME öffnet ein Eingabefenster für den Computernamen
entsprechend der Windows-Konventionen ein.
Mehr Informationen sind im Kompakthandbuch, Kapitel 6, zu finden.
IP ADDRESS
Der Softkey IP ADDRESS öffnet ein Eingabefenster für die IP Adresse des Gerätes.
Das TCP/IP-Protokoll ist mit der IP Adresse 10.0.0.10 vorinstalliert. Bei der
Verwendung eines DHCP-Servers (DHCP ON) ist der Softkey nicht verfügbar.
Mehr Informationen sind im Kompakthandbuch, Kapitel 6, zu finden.
.SUBNET MASK
Der Softkey SUBNET MASK öffnet ein Eingabefenster für die TCP/IP Subnet Mask.
Das TCP/IP-Protokoll ist mit der Subnet Mask 255.255.255.0 vorinstalliert.
Die Subnet Mask besteht aus aus vier Ziffernblocks, die durch einen Punkt getrennt
sind. Jeder Block enthält maximal drei Zahlen (z.B. 100.100.100.100). Es sind aber
auch ein oder zwei Zahlen pro Block erlaubt (als Beispiel siehe die voreingestellte
Maske).
Mehr Informationen sind im Kompakthandbuch, Kapitel 6, zu finden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.208
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
DHCP ON | OFF
Der Softkey DHCP ON/OFF legt fest, ob die Vergabe der IP ADresse manuell oder
automatisch erfolgt. Bei automatischer Vergabe (ON) erhält das Gerät bei jedem
Neustart eine neue IP-Adresse, die bei Bedarf im Gerät ermittelt werden muss.
Um Probleme zu vermeiden, wird empfohlen, eine feste IP Adresse zu verwenden.
Die Nutzung eines DHCP Servers ist für die Bedienung eines R&S FSQ nicht
geeignet.
CONFIGURE
NETWORK
Der Softkey CONFIGURE
Netzwerkeinstellungen.
NETWORK
öffnet
ein
Menü
mit
den
Mit diesem Softkey kann die Konfiguration eines bestehenden Netzwerkes geändert
werden, siehe Kompakthandbuch, Kapitel ’LAN-Schnittstelle’).
Für die Installation/Konfiguration der Netzwerkunterstützung wird eine PC-Tastatur
mit Trackball (oder stattdessen Maus) benötigt.
Fernsteuerungsbefehl:
SHOW CONFIG
4.209
--
Der Softkey SHOW CONFIG zeigt die aktuelle Netzwerkkonfiguration an.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
NETWORK
LOGIN
Der Softkey NETWORK LOGIN öffnet die Dialogbox mit den AutologinEinstellungen.
Ab Firmwareversion 4.6x lautet das Passwort zum vorgegebenen Benutzernamen
(“instrument”)” “894129”.
Ab Firmwareversion 4.4x lautet das Passwort zum vorgegebenen Benutzernamen
(“instrument”) “123456”.
Vor Firmwareversion 4.4x lauteten benutzernamen und Passwort “instrument”.
Der voreingestellte Benutzername "instrument" und das Passwort "123456" können
bei einer Netzwerkinstallation an einen neu erstellten Benutzer angepasst werden
(siehe Kompakthandbuch, Kapitel “LAN-Interface”).
Falls die Option "Auto Login" aktiviert ist, wird beim Booten mit dem angegebenen
Benutzernamen und Passwort eine automatische Anmeldung durchgeführt.
Ansonsten erscheint beim Booten die Windows XP Login Aufforderung.
Die Installation/Konfiguration der Netzwerkunterstützung erfordert den Anschluss
einer PC-Tastatur mit Trackball (oder statt Trackball einer zusätzlichen Maus).
Für Informationen zur Aktivierung/Deaktivierung des Autologin-Mechanismus
siehe Abschnitt "Anmelden im Netzwerk" im Kapitel "LAN-Schnittstelle" des
Kompakthandbuchs.
Fernsteuerungsbefehl:
--
Verwalten von Firmware Optionen
Der Softkey OPTIONS öffnet eine Tabelle, die alle auf dem Gerät verfügbaren
Applikationen zeigt und ein Untermenü, in dem Applikationen verwaltet werden.
Die Tabelle enthält folgende Informationen:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.210
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
•
Description
Verwendung der Firmware-Option. Aktive Optionen sind markiert.
Sie können eine Option aktivieren oder deaktivieren, indem Sie den Cursor auf die
betreffenden Option ziehen und die Taste ENTER drücken. Beachten Sie, dass
einige Optionen nicht deaktiviert werden können. Der Cursor überspringt diese
Optionen. Beachten Sie auch, dass einige Optionen zu Gruppen
zusammengefasst sind. Sie können dann nur die gesamte Gruppe aktivieren oder
deaktivieren.
•
Name
Name der Firmware-Option.
•
Code
Lizenzcode für Firmware-Option.
Wenn Sie mehrere Firmware-Optionen installiert haben, reicht der verfügbare
Speicher in Geräten, die mit einer Systemspeichergröße von weniger als 1 GB
geliefert werden, möglicherweise nicht für die erforderlichen Ressourcen aus. Die
meisten Anwendungen benötigen zusätzlichen Speicherplatz, sobald sie aktiviert
werden. Diese Ressourcen werden nicht freigegeben, wenn Sie die Anwendung
beenden, um eine schnelle erneute Aktivierung dieser Anwendung aus Gründen der
Messleistung zu ermöglichen.
Um Speicherprobleme zu vermeiden, können Sie manuell einen Lizenzcode
aktivieren oder deaktivieren. Wenn der Lizenzcode inaktiviert ist, wird die HotkeyTaste der Anwendung nicht im Hotkey-Menü angezeigt.
•
Min Mem/MB
Zeigt den zusätzlichen minimalen Basissystemspeicher an, der für die
Anwendung erforderlich ist. Dieser Speicher bleibt zugeordnet, nachdem Sie die
Anwendung beendet haben. In diesem Fall ist er für andere Anwendungen nicht
verfügbar.
•
Max Mem/MB
Zeigt den zusätzlichen maximalen Basissystemspeicher an, der für die
Anwendung erforderlich ist.
Dies bedeutet, dass der insgesamt für eine Option erforderliche Speicher der
Summe aus minimalem und maximalem Speicher entspricht. In der Abbildung oben
sind das beispielsweise 6,4 MB + 3,4 MB für Option K40.
Der insgesamt erforderliche Gerätespeicher entspricht der Summe des für alle
Optionen erforderlichen minimalen Speichers ("Min Mem") plus dem erforderlichen
maximalen Speicher ("Max Mem") für die Option, die den größten maximalen
Speicher benötigt. In der Abbildung oben wären dies 16 MB + 6,4 MB + 47,9 MB (für
Option K8).
Der insgesamt erforderliche Speicher entspricht der Summe aller minimalen
Speicherwerte plus dem größten maximalen Wert aller aktiven Firmware-Optionen.
Der verfügbare Systemspeicher wird in der untersten Zeile angezeigt.
Wenn eine benötigte Option nicht aktiviert werden kann, können Sie wie folgt
Systemspeicher freigeben:
Prüfen Sie, ob die Option, die den meisten Speicher (Max Mem) benötigt, weiterhin
erforderlich ist. Deaktivieren Sie diese Option, um die maximale Speicherbelegung
zu reduzieren.
4.211
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Verkleinern Sie die Basisspeicherzuordnung. Deaktivieren Sie alle Optionen mit
einem minimalen Speicher ungleich 0.
Wenn Sie den EXPERT MODE verwenden, können Sie die Speicherüberprüfung
deaktivieren.
Fernsteuerungsbefehl:
OPTIONS
*OPT?
Der Softkey OPTION ruft ein Untemenü auf, in dem die installierten Optionen
angezeigt und neue Optionen aktiviert werden können.
INSTALL OPTION
REMOVE OPTION
EXPERT MODE
REBOOT
PAGE UP / PAGE DOWN
INSTALL FW | EXT
INSTALL
OPTION
Der Softkey INSTALL OPTION aktiviert die Eingabe des Freischalt-Codes für eine
Firmware Option.
Bei der Eingabe eines gültigen Schlüsselworts erscheint in der Meldungszeile
OPTION KEY OK und die Option wird in die Tabelle FIRMWARE OPTIONS
eingetragen.
Die Option ist damit im Normalfall aktiviert. Sollte jedoch der erforderliche
Systempeicher für die Option nicht zur Verfügung stehen, wird die Option nicht
aktiviert. In diesem Fall muss eine andere Option zuerst deaktiviert werden damit
der erforderlich Speicher frei wird (siehe oben). Der Option Key Code muss nach
einer vorübergehenden Deaktivierung nicht mehr eingegeben, sondern die Option
nur aktiviert werden.
Bei ungültigen Schlüsselwörtern erscheint in der Meldungszeile OPTION KEY
INVALID.
Fernsteuerungsbefehl:
REMOVE
OPTION
Der Softkey REMOVE OPTION löscht alle vorhandenen Firmware Optionen. Um ein
versehentliches
Löschen
auszuschließen,
erfolgt
vorher
noch
eine
Sicherheitsabfrage.
Fernsteuerungsbefehl:
EXPERT MODE
--
--
Der Softkey EXPERT MODE deaktiviert die Speicherüberprüfung für die Optionen.
Dieser Modus kann dann eingesetzt werden, wenn bestimmte Funktionen der
Option nicht genutzt werden, die üblicherweise einen hohen Speicherbedarf haben.
Damit kann die Option auch dann aktiviert werden, wenn der für den gesamten
Funktionsumfang erforderliche Speicher nicht gegeben ist.
Beispiel: Ein Anwendung benötigt den maximalen Speicher nur bei FFTBerechnung. Wenn diese Berechnung nicht genutzt wird, kann die Anwendung auch
bei geringerem Speicherplatz aktiviert werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.212
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Das Betriebssystem kann beim Aufrufen des Expertenmodus abstürzen und in
den ’Low Memory’-Modus wechseln.
Fernsteuerungsbefehl:
REBOOT
Der Softkey REBOOT fährt das Betriebssystem und die Gerätefirmware herunter
und startet es anschließend automatisch neu. Dadurch werden Speicher frei
gemacht.
Fernsteuerungsbefehl:
INSTALL FW |
EXT
---
---
Der Softkey INSTALL FW EXT öffnet ein Menü, in dem eine FirmwareErweiterungs-Installations-MSI-Datei ausgewählt und gestartet werden kann. Der
Softkey ist nur sichtbar, wenn eine Anwendung eine Erweiterung der Windows-XPUmgebung erfordert.
Aufgrund der Größe des Installer-Datei ist es nicht möglich, diese Erweiterungen auf
Geräten zu installieren, die mit Option R&S FSQ-B18 (Wechselfestplatte)
ausgestattet sind. Daher ist der Softkey auch in diesem Fall nicht sichtbar.
Ein Hinweisfenster öffnet sich, sobald eine Anwendung freigeschaltet wird, die
eine spezielle Firmware-Erweiterung erfordert. Nach der Installation dieser
Erweiterung muss der Freischaltschlüssel nochmals eingegeben werden.
Emulation der Gerätefrontplatte
SOFT
FRONTPANEL
Der Softkey SOFT FRONTPANEL schaltet die Darstellung der Frontplattentasten
auf dem Bildschirm ein oder aus.
Bei eingeschalteter Darstellung kann das Gerät am Bildschirm per Maus durch
Drücken der entsprechenden Buttons bedient werden. Dies ist besonders dann
nützlich, wenn das Gerät in einer abgesetzten Station über ein Fernsteuerprogramm
wie z.B. den Remote Desktop von Windows-XP betrieben und der Bildschirminhalt
über die Fernsteuerverbindung zum Steuerrechner übertragen wird (siehe
Kompakthandbuch, Kapitel “LAN-Interface”).
4.213
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Bildschirmauflösung
Bei eingeschalteter Darstellung der Frontplattentasten wird die Bildschirmauflösung
des Gerätes umgestellt auf 1024x768. Auf dem internen LCD-Display ist nur noch
ein Teilausschnitt des Gesamtbildschirms sichtbar, der je nach Mausbewegung
verschoben wird.
Zur vollständigen Darstellung der Bedienoberfläche ist der Anschluss eines
externen Monitors an der dafür vorgesehenen Rückwandbuchse erforderlich. Daher
erfolgt vor dem Umschalten der Bildschirmauflösung eine Sicherheitsabfrage, ob
der nötige Monitor angeschlossen ist.
Beim Ausschalten der Frontplattendarstellung wird wieder die ursprüngliche
Bildschirmauflösung restauriert.
Tastenbelegung
Die Beschriftung der Buttons ist weitestgehend von der Frontplattentastatur
übernommen. Die Drehfunktion des Drehknopfs wird auf die Buttons "KNOB LEFT"
und "KNOB RIGHT" abgebildet, die Druckfunktion (<ENTER>) auf "KNOB PRESS".
Die Beschriftung der Softkey-Buttons ("F1" ... "F9") und der Hotkey-Buttons ("CF1"..."C-F7") weist darauf hin, dass diese Tasten bei angeschlossener PS/2-Tastatur
direkt mit den Funktionstasten F1...F9 bzw. <CTRL>F1...<CTRL>F7 bedient werden
können.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SYST:DISP:FPAN ON
4.214
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
REGISTRY
READ ONLY
Der REGISTRY READ ONLY Softkey schaltet einen Schreibschutz der Windows XP
Registry an und aus.
Wenn REGISTRY READ ONLY an ist, wird jede Änderung an der Registry im RAM
gespeichert und gelöscht, wenn das Gerät neu gestartet wird. Wenn der
Schreibschutz aktiv ist, enthält der Statistics Dialog im System Info Menü einen
entsprechenden Eintrag.
Die Funktion ist verfügbar, wenn das “Registry Write Filter” Paket installiert ist.
Dieses Paket ist verfügbar mit Windows XP Service Pack 2 oder 3.
Alternativ kann man den Schreibschutz über das Windows Start Menü aktivieren:
Start - Programs - Accessories - System Tools - Activate Registry Readonly /
Deactivate Registry Readonly.
Während Registry Readonly aktiv ist, sollte kein Update der Firmware oder Update
von Treibern durchgeführt werden.
In diesem Fall wird das Update nicht erfolgreich durchgeführt.
LXI Class C
Das LXI Menü bietet den Funktionsumfang der LXI Class C. Das Menü steht nur zur
Verfügung, wenn das LXI Softwarepaket installiert ist.
LXI Aktivierung
Nach einem Firmwareupdate muss LXI aktiviert werden:
1. Den Analysator an die LAN-Schnittstelle anschliessen
2. Das Windows Start Menü öffnen (mit dem OPEN START MENU softkey oder der
Windowstaste oder Ctrl-Esc)
3. LXI Configuration auswählen.
Um LXI Support zu aktivieren, den TURN LXI ON Knopf drücken.
LXI Deaktivierung
1. Um LXI auszuschalten, nochmals LXI Configuration aus dem Windows Start
Menü auswählen.
2. Den Turn LXI Off Knopf drücken.
4.215
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
LXI
DISPLAY ON/OFF
INFO
PASSWORD
DESC
LAN RESET
DISPLAY ON/
OFF
Der Softkey DISPLAY ON/OFF aktiviert den LXI Observer Dialog.
Die Farbe des LXI Logos auf der rechten Seite zeigt den Status an:
grün: das Gerät ist verbunden
rot: das Gerät ist nicht verbunden oder die IP Adressenvergabe funktioniert nicht
(Fault Back Auto IP)
Ein blinkendes Logo dient als Geräteanzeige.
Fernsteuerungsbefehl:
INFO
SYSTem:LXI:DISPlay ON
Der Softkey INFO zeigt die aktuelle LXIClass C Information an: Version, LXI Klasse
und verschiedene Computerparameter wie z.B. den Computernamen oder IP
Adresse.
Diese Anzeige wird nicht aktualisiert während sie aktiv ist.
Fernsteuerungsbefehl:
PASSWORD
Der Softkey PASSWORD zeigt das aktuelle Passwort an und ermöglicht es. dieses
Passwort zu ändern. Das Passwort ist für Änderungen von Computerparametern
über den Webbrowser erforderlich. Ein leeres Passwort ist nicht erlaubt. Das
Default-Passwort ist ’LxiWebIfc’.
Fernsteuerungsbefehl:
DESC
SYSTem:LXI:PASSword ’password’
Der Softkey DESC öffnet ein Eingabefenster für die LXI Gerätebeschreibung. Diese
Beschreibung wird aufeinigen LXI-Webseiten genutzt.
Fernsteuerungsbefehl:
LAN RESET
SYSTem:LXI:INFO?
SYSTem:LXI:MDEScription ’description’
Der Softkey LAN RESET setzt die LAN-Konfiguration in einen Zustand zurück, wie
er vom LXI-Standard gefordert wird. Zum Beispiel:
TCP/IP Modus = DHCP + Dynamic DNS + ICMP Ping aktiv
Zusätzlich setzt das Gerät das Passwort und die Gerätebeschreibung auf den
Ausgangszustand zurück.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SYSTem:LXI:LANReset
4.216
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6.3.7
System-Informationen
Der Softkey SYSTEM INFO öffnet ein Untermenü, in dem nähere Informationen
über Baugruppendaten, Gerätestatistik und Systemmeldungen abgefragt werden
können.
SYSTEM INFO
HARDWARE INFO
STATISTICS
SYSTEM MESSAGES
CLEAR ALL
MESSAGES
Anzeige von Baugruppendaten
HARDWARE
INFO
Der Softkey HARDWARE INFO öffnet eine Tabelle, in der die vorhandenen
Baugruppen (INSTALLED COMPONENTS) mit ihren Änderungszuständen
dargestellt werden.
Die Spalten zeigen folgende Daten der Baugruppe:
COMPONENT
Bezeichnung
SERIAL #
Seriennummer
ORDER #
Identnummer
MODEL
Variante
REV
Änderungsindex
SUB REV
Nebenänderungsindex
Die Bildschirmkopie zeigt einen R&S FSQ ohne Optionen.
4.217
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Anzeige von Geräte-Statistiken
STATISTICS
Der Softkey STATISTICS öffnet die Tabelle STATISTICS. Die Tabelle enthält die
Modellbezeichnung, Seriennummer, Firmware-Version und Spezifikationsversion
des Grundgeräts. Zusätzlich werden Zählerstände zu Betriebsstunden des Geräts,
Ein-/Ausschaltzyklen sowie Schaltzyklen der Eichleitung angezeigt.
Für neue Geräte wird die zugeordnete Version des Datenblattes angezeigt, das die
Hardwareeigenschaften beschreibt. Bei schon ausgelieferten Geräten werden
Striche (--) angezeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
--
Anzeige von Systemmeldungen
SYSTEM
MESSAGES
Der Softkey SYSTEM MESSAGES öffnet die Tabelle SYSTEM INFO. Die Tabelle
stellt die aufgetretenen Systemmeldungen in der Reihenfolge des Auftretens dar.
Die aktuellsten Meldungen stehen dabei am Anfang der Tabelle. Folgende
Information wird zur Verfügung gestellt:
No
gerätespezifischer Fehlercode
MESSAGE
Kurzbeschreibung der Meldung
COMPONENT
bei Hardware-Meldungen:
Name der betroffenen Baugruppe,
bei Software-Meldungen:
Name der betroffenen Software-Komponente
DATE/TIME
Datum und Uhrzeit des Auftretens der Meldung.
Fehlermeldungen, die seit dem letzten Aufruf des Menüs hinzugekommen sind,
werden mit einem '*' gekennzeichnet.
Der Softkey CLEAR ALL MESSAGES wird eingeblendet und erlaubt das Löschen
des Fehlerspeichers.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.218
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Übersteigt die Anzahl der Fehlermeldungen die Kapazität des Fehlerspeichers, so
erscheint als erste Meldung "Message buffer overflow".
Fernsteuerungsbefehl:
CLEAR ALL
MESSAGES
Der Softkey CLEAR ALL MESSAGES löscht alle Meldungen im Fehlerspeicher. Der
Softkey ist nur sichtbar, wenn die Tabelle der Systemmeldungen geöffnet ist.
Fernsteuerungsbefehl:
4.6.3.8
SYST:ERR?
SYST:ERR?
Service-Menü
Das Service-Menü bietet eine Reihe von Zusatzfunktionen zur Wartung und/oder
Fehlersuche, die für den normalen Messbetrieb des R&S FSQ nicht notwendig sind.
Bei unsachgemäßer Anwendung der Servicefunktionen kann die Funktionsweise
bzw. Datenhaltigkeit des R&S FSQ beeinträchtigt werden. Deshalb können die
meisten der Funktionen erst nach Eingabe eines Passwortes bedient werden.
Diese Funktionen sind im Servicehandbuch - Gerät beschrieben.
SERVICE
Der Softkey SERVICE öffnet das Untermenü zur Auswahl der Servicefunktion.
INPUT RF
INPUT CAL
SELFTEST
SELFTEST RESULTS
ENTER PASSWORD
1 Seitenmenü
CAL GEN 128 MHZ
CAL GEN COMB PULSE
2.Seitenmenü
COMMAND TRACKING
EXPORT / IMPORT DEV DATA
Die Softkeys INPUT RF und INPUT CAL sind Auswahlschalter, von denen nur
immer einer aktiv sein kann.
4.219
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Allgemeine Service-Funktionen
INPUT RF
Der Softkey INPUT RF schaltet den Eingang des R&S FSQ auf die Eingangsbuchse
(Normal-Einstellung) um.
INPUT RF ist die Grundeinstellung des R&S FSQ.
Fernsteuerungsbefehl:
INPUT CAL
Der Softkey INPUT CAL schaltet den Eingang des R&S FSQ auf die interne
Kalibrierquelle (128 MHz) um und aktiviert die Eingabe des Ausgangspegels der
Kalibriersignalquelle. Mögliche Einstellwerte sind 0 dBm oder -30 dBm.
Fernsteuerungsbefehl:
ENTER
PASSWORD
DIAG:SERV:INP CAL;
DIAG:SERV:INP:CSO 0 DBM
Der Softkey ENTER PASSWORD aktiviert die Eingabe eines Passwortes.
Der R&S FSQ enthält eine Reihe von Servicefunktionen, die bei unsachgemäßer
Anwendung die Funktionsweise des R&S FSQ beeinträchtigen würde. Diese
Funktionen sind normalerweise gesperrt und werden erst nach Eingabe eines
Passwortes freigeschaltet. Diese Funktionen sind im Servicehandbuch - Gerät
beschrieben.
Fernsteuerungsbefehl:
CAL GEN 128
MHZ
DIAG:SERV:INP RF
SYST:PASS "Password"
Der Softkey CAL GEN 128 MHZ wählt als Ausgangssignal der internen
Kalibrierquelle das Sinussignal bei 128 MHz aus. Der interne Pulsgenerator wird
ausgeschaltet.
CAL GEN 128 MHZ ist die Grundeinstellung des R&S FSQ.
Fernsteuerungsbefehl:
CAL GEN
COMB PULSE
DIAG:SERV:INP CAL
DIAG:SERV:INP:PULS OFF
Der Softkey CAL GEN COMB schaltet den eingebauten Pulsgenerator ein und
erlaubt die Eingabe der Pulsfrequenz.
Die einstellbaren Pulsfrequenzen sind 10 kHz, 62.5 kHz, 1 MHz, 128 MHz und 640
MHz.
Fernsteuerungsbefehl:
COMMAND
TRACKING
DIAG:SERV:INP:PULS ON;
DIAG:SERV:INP:PULS:PRAT 62.5KHZ
Der Softkey COMMAND TRACKING aktiviert die SCPI Fehlerprotokollierung. Alle
Fernbedienungsbefehle, die der R&S FSQ erhält, werden in der folgenden LOGDatei aufgezeichnet:
D:\R_S\instr\log\IEC_CMDS.LOG
Diese Funktion erleichtert das Auffinden von Fehlern in Programmen.
Wenn dieser Softkey aktiv ist, wird der R&S FSQ langsamer.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.220
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
EXPORT /
IMPORT DEV
DATA
Der Softkey EXPORT DEV DATA öffnet einen Dialog, in dem gerätspezifische Daten
auf einen USB Stick oder eine Floppy Disk exportiert bzw. importiert werden
können.
Diese Funktion kann zum Sichern gerätespezifischer Daten genutzt werden, wie
zum Beispiel der Options Key Codes.
Die Exportfunktion erzeugt automatisch ein Untervereichnis. Der Name enthält den
gerätetyp
und
die
Seriennummer,
z.B.
FSQ40_123000.
Folgende
gerätespezifischen daten werden in diesen Verzeichnis geschrieben:
•
Options Key Codes
•
Baugruppendaten
•
Korrekturdatei für Frequenzgang (mit Option R&S FSQ-B72)
Der Softkey IMPORT DEV DATA liest diese Daten wieder in das Gerät ein. Er öffnet
ein Menü, in dem das Verzeichnis gewählt werden kann, in dem die Daten liegen.
Nach dem Drücken des Open Buttons werden die Daten importiert und es erfolgt die
Abfrage, ob nach dem Import einNeustart erfolgen soll.
Diese Funktion kann hilfreich sein, um Daten zu sichern, z.B. den Lizenzschlüssel
für Optionen. Sie ist auch dann hilfreich, wenn eine Flash Disk (R&S FSQ-B18) für
mehrere Geräte verwendet wird. In diesem Fall ist folgendermaßen vorzugehen:
•
Exportieren der Gerätedaten von Gerät 1.
•
Ausschalten von Gerät 1.
•
Entfernen der Flash Disk von Gerät 1.
•
Einschieben der Flash Disk in Gerät 2.
•
Einschalten von Gerät 2
•
Import ieren der Daten von Gerät 2 (diese müssen vorher abgespeichert werden).
Eine neue Sicherung ist immer dann notwendig, wenn:
•
Ein neuer Option Key Code hinzugefügt wurde.
•
Der Rohde & Schwarz Service eine baugrppue getauscht hat.
•
Der Rohde & Schwarz Service eine Kalibrierung durchgeführt hat.
Fernsteuerungsbefehl:
4.221
---
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Selbsttest
SELFTEST
Der Softkey SELFTEST löst den Selbsttest der Gerätebaugruppen aus.
Im Fehlerfall ist das Gerät damit in der Lage, selbstständig eine defekte Baugruppe
zu lokalisieren.
Während des Selbsttestablaufs erscheint eine Messagebox, in der der aktuelle Test
mit Ergebnis dargestellt wird. Durch Drücken von ENTER ABORT kann der
Testablauf abgebrochen werden.
Alle Baugruppen werden nacheinander geprüft und das Testergebnis (Selftest
PASSED bzw. FAILED) in der Messagebox ausgegeben.
Fernsteuerungsbefehl:
SELFTEST
RESULTS
*TST?
Der Softkey SELFTEST RESULTS ruft die Tabelle SELFTEST auf, in der die
Ergebnisse der Baugruppentests dargestellt werden.
Im Fehlerfall werden eine Kurzbeschreibung des fehlgeschlagenen Tests, die
betroffene Baugruppe, der zugehörige Wertebereich und das jeweilige
Messergebnis angezeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
PAGE UP bzw.
PAGE DOWN
DIAG:SERV:STE:RES?
Die Softkeys PAGE UP bzw. PAGE DOWN blättern in der Tabelle SELFTEST
RESULTS eine Seite vor bzw. zurück.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
--
4.222
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Hardware-Abgleich
Der R&S FSQ besitzt auf einigen Baugruppen die Möglichkeit zum nachträglichen
Abgleich von Baugruppeneigenschaften. Dieser Abgleich kann im Rahmen der
Kalibrierung aufgrund von Temperaturdrift oder Alterungserscheinungen der
Bauteile notwendig werden. Der Abgleich ist im Servicehandbuch - Gerät
beschrieben
Der Abgleich darf nur von geschultem Personal durchgeführt werden, da die hier
vorgenommenen Änderungen die Messgenauigkeit des Gerätes wesentlich
beeinflussen. Aus diesem Grund ist der Zugriff auf die Softkeys REF
FREQUENCY, CAL SIGNAL POWER und SAVE CHANGES erst nach Eingabe
eines Passwortes möglich.
4.6.3.9
Firmware Update
Die neueste Firmwareversion steht auf der Rohde&Schwarz Internetseite zum
Download zur Verfügung. Die mitgelieferten Release Notes informieren über die
Installation der neuen Firmware sowie die neuen Features.
Die Installation einer neuen Firmware-Version wird über einen Memory-Stick oder
das eingebaute Diskettenlaufwerk durchgeführt.
Das zugehörige Installationsprogramm wird im Menü SETUP aufgerufen.
FIRMWARE
UPDATE
FIRMWARE UPDATE
RESTORE FIRMWARE
UPDATE PATH
Der Softkey FIRMWARE UPDATE wechselt ins Unterverzeichnis zum Installieren /
Deinstallieren neuer Firmware-Versionen.
Fernsteuerungsbefehl:
FIRMWARE
UPDATE
Der Softkey FIRMWARE UPDATE startet das Installationsprogramm und führt den
Benutzer durch die restlichen Schritte der Update-Prozedur.
Fernsteuerungsbefehl:
RESTORE
FIRMWARE
"SYST:FIRM:UP 'D:\USER\FWUPDATE'"
Der Softkey RESTORE FIRMWARE stellt die vorhergehende Firmware-Version
wieder her.
Fernsteuerungsbefehl:
UPDATE PATH
--
--
Der Softkey UPDATE PATH erlaubt die Auswahl des Laufwerks und Verzeichnisses,
unter dem die Archivdateien für das Firmware-Update abgelegt sind.
Damit kann das Firmware-Update auch von Netzwerklaufwerken oder USBMemory-Sticks / USB-CD-ROM-Laufwerken aus durchgeführt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.223
"SYST:FIRM:UPD 'D:\USER\FWUPDATE'"
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
OPEN START
MENU
Der Softkey OPEN START MENU öffnet das Windows Startmenü und ermöglicht
daher einen leichten Zugang zu den Standard-Windowsfunktionen, vorausgesetzt
eine Maus ist angeschlossen.
Fernsteuerungsbefehl:
APPL SETUP
RECOVERY
--
Der Softkey APPL SETUP RECOVERY (Application Setup Recovery) definiert das
Geräteverhalten bei einem Wechsel zu einer Applikation und zurück, z.B. von
SPECTRUM zu FM DEMOD und zurück von FM DEMOD zu SPECTRUM.
Bei der Defaulteinstellung OFF bleiben einige Parametereinstellungen beim
Wechsel gültig (z.B. Mittenfrequenz und Pegel). Das heißt, ein Änderung der
Frequenz im FM DEMOD Modus gilt nach einem Wechsel zurück auch für den
Analyzermodus.
Bei der Einstellung ON, sind die Einstellungen unabhängig, d.h. bei einem Wechsel
werden die vorherigen Einstellungen wieder aktiviert.
Die Einstellungen der Applikation werden auf der internen Festplatte gespeichert.
Fernsteuerungsbefehl:
FM DEMOD
ANALOG
SYST:APPL:SREC ON
Der Softkey FM DEMOD ANALOG öffnet das Untermenü für die FM Demodulation.
Für weiterführende Informationen siehe “Breitband FM-Demodulator, Option R&S
FSU-B27” auf Seite 4.323.
Der Grundzustand des FM Demodulators ist aus.
POWER
METER
Der Softkey POWER METER öffnet das Untemenü für Messungen mit
Leistungsmessköpfen, siehe Software-Handbuch für die Option R&S FS-K9 auf der
Options-CD-ROM.
IF SHIFT
Der Softkey IF SHIFT öffnet ein Untermenü zur Aktivierung oder Deaktivierung der
Verschiebung der 1.ZF.
Eingabesignale mit einer Frequenz von der Hälfte der 1.ZF (im Frequenzbereich
von 2270 MHz bis 2350 MHz) verringern den Dynamikbereich des Analysators.
Dieses Problem tritt nur bei kleinen Werten der HF-Dämpfung auf. Es kann durch
Verschiebung der 1. ZF beseitigt werden.
Die Verschiebung der 1. ZF wird bei ACP-Messungen automatisch durchgeführt,
wenn die Mittenfrequenz ( = Signalfrequenz) im Bereich von 2270 MHz bis 2350
MHz liegt. Die Einstellung IF SHIFT wird daher bei ACP-Messungen ignoriert.
IF SHIFT OFF
Der Softkey IF SHIFT OFF deaktiviert die 1.ZF Verschiebung.
Fernsteuerungsbefehl:
IF SHIFT A
SWE:IF:SHIF OFF
Der Softkey IF SHIFT A eignet sich für Eingangssignale im Frequenzbereich von
2270 MHz bis 2310 MHz.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SWE:IF:SHIF A
4.224
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
IF SHIFT B
Der Softkey IF SHIFT A eignet sich für Eingangssignale im Frequenzbereich von
2270 MHz bis 2310 MHz.
Fernsteuerungsbefehl:
AUTO
Der Softkey AUTO wählt automatisch die geeignete Verschiebung der 1.ZF. Zu
diesem Zweck muss die Signalfrequenz im Dialog Signal Frequency spezifiziert
werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.225
SWE:IF:SHIF:B
SWE:IF:SHIF AUTO
SWE:IF:SHIF:FREQ <numeric value>
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6.4
4.6.4.1
Speichern und Laden von Gerätedaten – Taste FILE
Einleitung
Die Taste FILE ruft folgende Funktionen auf:
•
Speicher- und Ladefunktionen, um Geräteeinstellungen wie Gerätekonfiguration
(Mess- und Anzeigeeinstellungen etc.) und Messergebnisse aus dem
Arbeitsspeicher auf Datenträgern abzulegen (SAVE) bzw. die abgespeicherten
Daten zurückzuladen (RECALL).
•
Funktionen zum Verwalten der Datenträger (FILE MANAGER). Dazu gehören
u.a. das Auflisten von Dateien, Formatieren von Datenträgern, Kopieren, Löschen
und Umbenennen von Dateien.
Der R&S FSQ besitzt die Möglichkeit, komplette Geräteeinstellungen mit
Gerätekonfigurationen und Messdaten intern als Datensatz abzuspeichern. Die
betreffenden Daten werden dabei auf der eingebauten Festplatte oder - nach
entsprechender Auswahl - auf Diskette oder Memorystick abgelegt. Die Festplatte
und das Diskettenlaufwerk haben folgende Laufwerksnamen:
Diskettenlaufwerk A:
Festplatte D: (Laufwerk C: ist für Gerätesoftware reserviert)
Es möglich, Geräteeinstellungen zu laden, die mit anderen Geräten aus der
Analysatorfamilie gespeichert wurden. Dabei müssen jedoch folgende
Einschränkunegn beachtet werden:
•
Der Frequenzbereich des Gerätes, auf das die Einstelleungen geladen werden,
muss den Frequenzbereich des Gerätes abdecken, auf dem die Einstellungen
abgespeichert wiurden.
Beispiel: Ein R&S FSQ26 kann Datensätze des R&S FSQ8 laden, aber nicht
umgekehrt. Es ist ein R&S FSUP mit einem Frequenzbereich von mindestens
26 GHz erforderlich.
•
Der Frequenzbereich des Gerätes, auf das die Einstelleungen geladen werden,
muss den Frequenzbereich des Gerätes abdecken, auf dem die Einstellungen
abgespeichert wiurden.
Beispiel: Ein R&S FSQ8 mit Option R&S FSQ-B17 kann Datensätze des R&S
FSQ8 ohne diese Option laden, aber nicht umgekehrt.
Die Anordnung der Softkeys im Menü zeigt die folgende Tabelle:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.226
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
FILE
SAVE | RECALL!
SAVE FILE
RECALL FILE
SELECT PATH
SELECT FILE
EDIT FILE NAME
EDIT COMMENT
SELECT ITEMS!
SELECT ITEMS
ENABLE ALL ITEMS
DISABLE ALL ITEMS
DELETE FILE
NEW FOLDER
STARTUP RECALL
FILE MANAGER !
EDIT PATH
NEW FOLDER
PASTE
SORT MODE !
NAME
DATE
EXTENSION
SIZE
2 FILE LISTS
Seitenmenü
Dokumentation der
Messergebnisse – Taste
HCOPY
Zu Einzelheiten über Speichern und Laden von Geräteeinstellungen siehe
Kompakthandbuch, Kapitel “Speichern und Laden von Geräteeinstellungen”.
SAVE |
RECALL
Der Softkey SAVE öffnet das Dialogfenster zum Eingeben des zu speichernden
Datensatzes.
Der Softkey RECALL aktiviert das Dialogfeld Recall zur Eingabe des zu ladenden
Datensatzes. Die Tabelle RECALL zeigt die aktuelle Einstellung bezüglich des
Datensatzes.
Die Eingaben werden mit dem Drehrad oder der Taste CURSOR UP / DOWN
editiert und werden durch Druck auf das Drehrad oder die Taste ENTER bestätigt.
Unterverzeichnisse werden mit der Taste CURSOR RIGHT Ur aufgeklappt, mit
CURSOR LEFT Ul wieder zugeklappt.
4.227
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Im Dialogfeld enthält das Feld bereits einen Vorschlag für einen neuen Namen: Der
beim letzten Speichern benutzte Name wird auf den nächsten unbenutzten Namen
weitergezählt. Wenn zum Beispiel der zuletzt benutzte Name "test_004" war, wird
der neue Name "test_005" vorgeschlagen, aber nur, wenn der Name nicht schon
benutzt wird. Falls der Name “test_005” bereits benutzt wird, wird der nächste freie
Name vorgeschlagen. Sie können den vorgeschlagenen Namen auf einen
beliebigen Namen ändern, der mit den folgenden Namens-Grundsätzen
übereinstimmt.
Der Name einer Einstellungs-Datei besteht aus einem Basis-Namen, gefolgt von
einem Unterstrich und drei Zahlen, z.B. "limit_lines_005". In dem Beispiel ist der
Basis-Name "limit_lines". Der Basis-Name kann Buchstaben, Zahlen und
Unterstriche enthalten. Die Dateierweiterung wird automatisch hinzugefügt und
kann nicht geändert werden.
Die SAVE / RECALL Tabelle enthält folgende Eingabefelder:
Path
Verzeichnis, in dem der Datensatz abgespeichert wird.
Files
Liste bereits abgespeicherter Datensätze
File Name
Name des Datensatzes.
Der Name kann mit oder ohne Laufwerksnamen und Verzeichnis
eingegeben werden; Laufwerksnamen und Verzeichnis werden,
soweit vorhanden, anschließend in das Feld Path übernommen.
Eine evtl. vorhandene Extension zum Dateinamen wird ignoriert.
Comment
Kommentar zum Datensatz.
Items
Auswahl der zu speicherneden/ladenden Einstellungen.
Fernsteuerungsbefehl:
MMEM:STOR:STAT 1,"a:\test02"
MMEM:LOAD:STAT 1,"a:\test02"
SAVE FILE
Der Softkey SAVE FILE stellt den Fokus auf das Feld File Name zur Eingabe eines
zulässigen Dateinamens.
RECALL FILE
Der Softkey RECALL FILE stellt den Fokus auf das Feld Files zur Auswahl einer
abzurufenden gespeicherten Datei.
SELECT PATH
Der Softkey SELECT PATH stellt den Fokus auf das Feld Path und öffnet eine
Pulldown-Liste zur Auswahl des richtigen Pfades zum Speichern der Datei.
SELECT FILE
Der Softkey SELECT FILE stellt den Fokus auf das Feld Files zur Auswahl einer
bereits gespeicherten Datei. Zusätzlich dazu wird der Softkey DELETE angezeigt.
Die Liste Files listet alle im ausgewählten Verzeichnis abgelegten Datensätze auf.
Fernsteuerungsbefehl:
EDIT FILE
NAME
--
Der Softkey EDIT FILE NAME stellt den Fokus auf das Feld File Name und öffnet
eine Bildschirm-Tastatur zum Editieren des Dateinamens.
Im Save Dialog enthält das Feld bereits einen Vorschlag für einen neuen Namen:
der Dateiname der während des letzten Specihervorgangs benutzt wurde, wird
hochgezählt. Wenn der letzte Dateiname z.B. “test_004” war, wird der neue Name
“test_005” vorgeschlagen, aber nur, wenn dieser Name nicht bereits vergeben ist.
Wenn der Dateiname “test_005” bereits vergeben ist, wird der nächste freie Name
vorgeschlagen, z.B. “test_006”. Der Namensvorschlag kann individuell angepasst
werden. Die folgenden Richtlinien müssen dabei beachtet werden:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.228
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Der Dateiname besteht aus einer Basis, gefolgt von einem Unterstrich, gefolgt von
drei Zahlen, z.B. “limit_lines_005”. In diesem Beispiel ist “limit_lines” die Basis. Die
Basis kann Buchstaben, Zahlen oder Unterstriche enthalten. Die Dateiendung wird
automatisch angehängt und kann nicht geändert werden.
EDIT
COMMENT
Der Softkey EDIT COMMENT aktiviert die Eingabe eines Kommentars zum
aktuellen Datensatz. Der Fokus wird auf das Feld Comment gestellt, und es öffnet
sich eine Bildschirm-Tastatur.
Zu weiteren Informationen über die Eingabe des Bemerkungstextes über die
Frontplatte des Geräts siehe Kompakthandbuch, Kapitel "Bedienung des
Gerätes".
Fernsteuerungsbefehl:
SELECT ITEMS
MMEM:COMM "Setup fuer GSM Messung"
Der Softkey SELECT ITEMS markiert den Eintrag in der ersten Zeile, linke Spalte
des Felds Items. Ein Eintrag wird ausgewählt, indem die Eingabemarkierung mit
Hilfe der Cursortasten auf die entsprechende Teil-Datensätze bewegt wird und dann
in der gewünschten Zeile die Taste ENTER gedrückt wird. Nochmaliges Drücken
löscht die Auswahl wieder.
Das folgende Untermenü wird geöffnet:
SELECT ITEMS
ENABLE ALL ITEMS
DISABLE ALL ITEMS
Fernsteuerungsbefehl:
MMEM:SEL:HWS ON (Aktuelle Einstellungen)
MMEM:SEL:LIN:ALL ON (Alle Grenzwertlinien)
MMEM:SEL:TRAC ON (Alle Messkurven)
MMEM:SEL:SCD ON (Quell-Kal.-Daten)
MMEM:SEL:TRAN:ALL ON (Alle Signalwandler)
Zu beachten ist, dass der Fernbedienungsbefehl MMEM:SEL:SCD ON (Source Cal
Data) nur mit Option R&S FSQ-B09 oder R&S FSQ-B10 verfügbar ist.
4.229
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Der Dialog SAVE stellt im Feld Items folgende Teildatensätze zur Auswahl:
aktuelle
Diese enthält:
Geräteeinstellung.
• aktuelle Konfiguration allgemeiner Geräteparameter
•
aktuelle Einstellung der Messhardware
•
eingeschaltete Grenzwertlinien:
Ein Datensatz kann je Messfenster max. 8
Grenzwertlinien enthalten. Darin enthalten sind in
jedem Fall die eingeschalteten Grenzwertlinien und
zusätzlich - sofern vorhanden - die zuletzt benutzten
ausgeschalteten Grenzwertlinien. Demzufolge hängt
beim Befehl MMEM:LOAD die Kombination der
restaurierten, nicht eingeschalteten Grenzwertlinien
von der Reihenfolge der Benutzung ab.
•
den eingeschalteten Transducerfaktor
•
benutzerdefinierte Farbeinstellung
•
Konfiguration für die Druckausgabe
•
aktives Transducer-Set:
Ein Datenset kann maximal 4 Transducer-Faktoren
enthalten. Darin enthalten sind in jedem Fall die
eingeschalteten Transducerfaktoren und zusätzlich sofern vorhanden - die zuletzt benutzten
ausgeschalteten Transducerfaktoren. Demzufolge
hängt beim Befehl MMEM:LOAD die Kombination der
restaurierten, nicht eingeschalteten TransducerFaktoren von der Reihenfolge der Benutzung ab.
•
SELECT ITEMS
Einstellungen des Mitlaufgenerators
(nur mit Option R&S FSQ B9)
All Limit Lines
alle Grenzwertlinien
All Transducer
alle Transducerfaktoren
All Traces
alle nicht auf BLANK gesetzten Messkurven
Source Cal Data
Korrekturdaten für
(Optionen B10)
Messung
mit
Mitlaufgenerator
Der Softkey SELECT ITEMS stellt den Fokus auf das Feld Items zur Auswahl des
geeigneten zu speichernden Elementes.
ENABLE ALL
ITEMS
Der Softkey ENABLE ALL ITEMS markiert alle Teildatensätze.
DISABLE ALL
ITEMS
Der Softkey DISABLE ALL ITEMS löscht die Markierung aller Teildatensätze.
Fernsteuerungsbefehl:
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
MMEM:SEL:ALL
MMEM:SEL:NONE
4.230
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
DELETE FILE
Der Softkey DELETE FILE stellt den Fokus auf das Feld File Name zur Eingabe des
Namens der zu löschenden Datei. Alternativ dazu kann die zu löschende Datei aus
den Dateilisten ausgewählt werden. Eine Nachrichtenbox zur Bestätigung des
Löschens öffnet sich.
Fernsteuerungsbefehl:
MMEM:DEL "test03"
NEW FOLDER
Der Softkey NEW FOLDER öffnet eine Bildschirm-Tastatur zur Eingabe eines neuen
Ordner-Namens.
DEFAULT
CONFIG
Der Softkey DEFAULT CONFIG stellt die Defaultauswahl für die abzuspeichernden/
aufzurufenden Teildatensätze her und gibt im Feld ITEMS in der Tabelle SAVE/
RECALL DATA SET den Wert DEFAULT aus.
Fernsteuerungsbefehl:
STARTUP
RECALL
MMEM:SEL:DEF
Der Softkey STARTUP RECALL aktiviert die Auswahl eines Datensatzes, der beim
Einschalten des Gerätes und nach PRESET automatisch geladen wird. Dazu wird
der Dialog Startup Recall geöffnet (analog zu DATA SET LIST).
Das Feld Files führt alle Datensätze auf, die im gewählten Ordner gespeichert sind.
Der aktuell ausgewählte Datensatz wird überprüft.
Zusätzlich zu den vom Benutzer abgespeicherten Datensätzen ist immer der
Datensatz FACTORY enthalten, der die Einstellungen vor dem letzten Ausschalten
(Standby) des Geräts enthält (Auslieferzustand).
Zur Auswahl eines Datensatzes wird der Eingabefokus mit dem Drehrad auf den
betreffenden Eintrag gesetzt und der Datensatz durch Drücken des Drehrads oder
der ENTER-Taste aktiviert.
Ist ein anderer Datensatz als FACTORY ausgewählt, so wird dieser Datensatz beim
Einschalten des Gerätes und nach Drücken der Taste PRESET geladen. Damit
können der Taste PRESET beliebige Einstellungen zugewiesen werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.231
MMEM:LOAD:AUTO 1,"D:\user\config\test02"
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6.4.2
FILE
MANAGER
Bedienung des File-Managers
Der Softkey FILE MANAGER ruft
Speichermedien und der Dateien auf.
ein
Untermenü
zur
Verwaltung
der
Die Bezeichnung und der Laufwerksbuchstabe des aktuellen Laufwerks werden im
Anzeigefeld in der linken oberen Ecke des File-Manager-Dialogs dargestellt.
Die darunterliegende Tabelle zeigt die Dateien des aktuellen Verzeichnisses sowie
eventuell vorhandene Unterverzeichnisse an.
Eine Datei oder ein Ordner in der Tabelle wird über die Cursortasten ausgewählt.
Die Taste ENTER wird verwendet, um von einem Unterordner zu einem anderen
umzuschalten. Die Softkeys COPY, RENAME, CUT und DELETE sind nur sichtbar,
wenn der Eingabefokus auf einer Datei, nicht auf einem Verzeichnis sitzt.
Die Punkte ".." führen in das übergeordnete Verzeichnis.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.232
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
EDIT PATH
Der Softkey EDIT PATH aktiviert die Eingabe eines Verzeichnisnamens für
nachfolgende Dateioperationen:
Benutzen Sie CURSOR UP / DOWN um ein Laufwerk zu wählen, und bestätigen
Sie Ihre Wahl mit ENTER.
Unterverzeichnisse werden mit CURSOR RIGHT auf und mit CURSOR LEFT
wieder zugeklappt.
Sobald das gewünschte Verzeichnis gefunden ist, wird es mit ENTER markiert.
Fernsteuerungsbefehl:
NEW FOLDER
MMEM:MSIS "a:"
MMEM:CDIR "D:\user "
Der Softkey NEW FOLDER legt Unterverzeichnisse (Directories) an.
Die Eingabe eines absoluten Pfades (z.B. “\USERNAME”) ist ebenso möglich wie
die Eingabe eines Pfades, der relativ zum aktuellen Pfad ist (z.B. “...\MEAS”).
Fernsteuerungsbefehl:
4.233
MMEM:MDIR "D:\user\test"
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
COPY
Der Softkey COPY öffnet den Hilfszeileneditor zur Eingabe des Zielverzeichnisses
für einen Kopiervorgang. Zusätzlich wird die Datei in die Zwischenablage kopiert
und kann später mit PASTE in ein anderes Verzeichnis kopiert werden.
Dateien können auch durch Angabe eines bestimmten Laufwerksbuchstabens auf
ein anderes Speichermedium kopiert werden (e.g. D:). Nach dem Abschluss der
Eingabe mit der Taste ENTER werden die ausgewählten Dateien bzw.
Verzeichnisse kopiert.
Fernsteuerungsbefehl:
RENAME
Der Softkey RENAME öffnet den Hilfszeileneditor zum Umbenennen einer Datei
oder eines Verzeichnisses (analog zum Softkey COPY).
Fernsteuerungsbefehl:
CUT
MMEM:COPY "D:\user\set.cfg","a:"
MMEM:MOVE "test02.cfg","set2.cfg"
Der Softkey CUT verschiebt die ausgewählte Datei in die Zwischenablage. Von dort
aus kann sie später mit PASTE in ein anderes Verzeichnis kopiert werden.
Die Datei wird im Ausgangsverzeichnis erst gelöscht, wenn der Softkey PASTE
gedrückt wurde.
Fernsteuerungsbefehl:
PASTE
--
Der Softkey PASTE kopiert Dateien aus der Zwischenablage ins aktuelle
Verzeichnis. Der Wechsel des Verzeichnisses erfolgt entweder mit den Cursortasten
und anschließendem Drücken von ENTER, oder über den Softkey EDIT PATH.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
--
4.234
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
DELETE
Der Softkey DELETE löscht die ausgewählte Datei.
Um einem versehentlichen Löschen von Dateien vorzubeugen, erfolgt vor dem
Löschen eine Sicherheitsabfrage.
Fernsteuerungsbefehl:
SORT MODE
MMEM:DEL "test01.hcp"
MMEM:RDIR "D:\user\test"
NAME
DATE
EXTENSION
SIZE
Der Softkey SORT MODE öffnet das Untermenü zur Auswahl des Sortiermodus für
die dargestellten Dateien.
Verzeichnisnamen stehen unabhängig vom Sortierkriterium am Anfang der Liste
nach dem Eintrag für das übergeordnete Verzeichnis ("..").
Fernsteuerungsbefehl:
NAME
Der Softkey NAME sortiert die Dateiliste nach Namen.
Fernsteuerungsbefehl:
DATE
--
Der Softkey DATE sortiert die Dateiliste nach Datum.
Fernsteuerungsbefehl:
4.235
--
--
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
EXTENSION
Der Softkey EXTENSION sortiert die Dateiliste nach Dateierweiterung.
Fernsteuerungsbefehl:
SIZE
Der Softkey SIZE sortiert die Dateiliste nach Größe.
Fernsteuerungsbefehl:
2 FILE LISTS
--
--
Der Softkey 2 FILE LISTS öffnet ein zweites Fenster für den File Manager. Mit den
Hotkeys SCREEN A und SCREEN B kann der Eingabefokus zwischen den beiden
Fenstern hin- und herbewegt werden.
Damit lassen sich auf einfache Weise Dateien von einem Verzeichnis in ein anderes
kopieren oder verschieben.
Die zweite Dateiliste kann auch im Full Screen Modus über den Hotkey SCREEN
B bzw. SCREEN A erreicht werden.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
-
4.236
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
4.6.5
Dokumentation der Messergebnisse – Taste HCOPY
Die Taste HCOPY öffnet das Menü HARDCOPY, mit dem Druckeinstellungen
geändert und der Druckvorgang gestartet werden können.
Die Installation und Konfiguration von Druckern wird im Kompakthandbuch, Kapitel
2, 6 und Anhang A beschrieben.
HCOPY
PRINT SCREEN
PRINT TRACE
PRINT TABLE
DEVICE SETUP
DEVICE 1 / 2
COLORS !
COLOR ON OFF
SCREEN COLORS
OPTIMIZED COLOR SET
USER DEFINED !
SELECT OBJECT
BRIGHTNESS
TINT
SATURATION
PREDEFINED COLORS
SET TO DEFAULT
COMMENT
Seitenmenü
INSTALL PRINTER
Das Drücken eines der Softkeys PRINT SCREEN, PRINT TRACE oder PRINT
TABLE im Menü HCOPY löst einen Druckvorgang aus. Dem Ausdruck liegen die im
Dialog DEVICE SETUP und im Untermenü COLORS definierten Einstellungen
zugrunde. Die auszudruckenden Bildelemente werden in den Druckerpuffer
geschrieben, der im Hintergrund ausgegeben wird. Dadurch ist das Gerät
anschließend sofort wieder bedienbar.
Bei der Auswahl PRINT SCREEN werden alle Diagramme mit Messkurven und
Statusanzeigen so ausgedruckt, wie sie auf dem Bildschirm zu sehen sind.
Softkeys, geöffnete Tabellen und Dateneingabefelder erscheinen nicht auf dem
Ausdruck.
Bei der Auswahl PRINT TRACE werden nur die dargestellten Messkurven, bei der
Auswahl PRINT TABLE nur Tabellen, die auf dem Bildschirm sichtbar sind,
ausgedruckt.
Die Auswahl und Konfiguration der Ausgabeschnittstelle erfolgt über die Softkeys
DEVICE 1 und 2. Für nähere Informationen siehe DEVICE 1 / 2.
Durch die Auswahl von PRINT TO FILE im Dialog DEVICE SETUP wird die
Druckausgabe in eine Datei umgelenkt. Nach dem Start des Ausdrucks mit einem
der Softkeys PRINT... erfolgt die Abfrage nach dem Namen der Datei, auf den die
Ausgabe umgelenkt werden soll.
4.237
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Das Untermenü COLORS erlaubt die Umschaltung zwischen schwarz/weißen und
farbigen Ausdrucken (Default), sofern diese vom angeschlossenen Drucker
ausgegeben werden können. Außerdem kann hier die Farbeinstellung gewählt
werden.
•
SCREEN
Ausgabe in Bildschirmfarben
•
OPTIMIZED (default)
Statt der hellen Farben für Messkurven und Marker
werden dunkle Farben verwendet: Trace 1 blau,
Trace 2 schwarz, Trace 3 grün, Marker türkis.
•
USER DEFINED
In dieser Einstellung können die Farben beliebig
verändert werden. Die Einstellmöglichkeiten
entsprechen denen des Menüs DISPLAY –
CONFIG DISPLAY – NEXT.
•
Bei Einstellung SCREEN und OPTIMIZED wird der Hintergrund stets weiß
ausgedruckt, das Grid schwarz. Bei Einstellung USER DEFINED sind auch
diese Farben wählbar.
•
Beim Eintritt ins Untermenü wird die Farbdarstellung auf die gewählten
Ausdruckfarben umgeschaltet, beim Verlassen des Menüs die ursprüngliche
Farbeinstellung wieder restauriert.
Zur Beschriftung des Ausdrucks stehen die Softkeys COMMENT SCREEN A und
COMMENT SCREEN B zur Verfügung (Datum und Uhrzeit werden automatisch im
Ausdruck eingeblendet).
Mit dem Softkey INSTALL PRINTER können weitere Druckertreiber installiert
werden.
PRINT
SCREEN
Der Softkey PRINT SCREEN startet den Ausdruck von Messergebnissen.
Ausgedruckt werden alle Diagramme, Messkurven, Marker, Markerlisten,
Grenzwertlinien, etc., sofern sie auf dem Bildschirm zu sehen sind. Nicht
ausgedruckt werden die Softkeys, Tabellen und geöffnete Dateneingabefelder.
Zusätzlich werden am unteren Rand des Ausdrucks die eingegebenen
Kommentare, Datum und Uhrzeit ausgegeben.
Fernsteuerungsbefehl:
PRINT TRACE
Der Softkey PRINT TRACE startet den Ausdruck aller auf dem Bildschirm
sichtbaren Messkurven ohne weitere Zusatzinformation. Insbesondere werden
keine Marker oder Auswertelinien ausgedruckt.
Fernsteuerungsbefehl:
PRINT TABLE
HCOP:ITEM:ALL
HCOP:IMM
HCOP:ITEM:WIND:TRAC:STAT ON
HCOP:IMM
Der Softkey PRINT TABLE startet den Ausdruck von Konfigurationstabellen und
Anzeigelisten ohne die dahinterliegenden Messdiagramme und Beschriftungen.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
HCOP:ITEM:WIND:TABL:STAT ON
HCOP:IMM
4.238
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
DEVICE
SETUP
Der Softkey DEVICE SETUP öffnet den Auswahldialog für das Dateiformat und die
Druckerauswahl. Details zur Druckerauswahl und -konfiguration sowie Ausdrucken
der Messergebnisse sind im Kompakthandbuch, Kapitel 2 und 5 beschrieben.
Fernsteuerungsbefehl:
DEVICE 1 / 2
Der R&S FSQ ist in der Lage, zwei voneinander unabhängige HardcopyEinstellungen zu verwalten. Die Auswahl erfolgt über den Softkey DEVICE 1 / 2, der
bei geöffnetem Dialog DEVICE SETUP gleichzeitig die zugehörige Einstellung
darstellt. Details zur Druckerauswahl und -konfiguration sowie Ausdrucken der
Messergebnisse sind im Kompakthandbuch, Kapitel 2 und 5 beschrieben.
Fernsteuerungsbefehl:
COLORS
--
Der Softkey COLORS öffnet das Untermenü zur Auswahl der Farben für den
Ausdruck (siehe Kapitel “Auswahl der Druckerfarben” auf Seite 4.240).
Fernsteuerungsbefehl:
COMMENT
HCOP:DEV:LANG GDI;
SYST:COMM:PRIN:ENUM:FIRS?;
SYST:COMM:PRIN:ENUM:NEXT?;
SYST:COMM:PRIN:SEL <Printer>;
HCOP:PAGE:ORI PORT;
HCOP:DEST "SYST:COMM:PRIN";
HCOP:DEST "SYST:COMM:MMEM"
--
Der Softkey COMMENT aktiviert die Eingabe eines Kommentars von max. 2 Zeilen
zu je 60 Zeichen. Werden vom Benutzer mehr als 60 Zeichen eingegeben,
erscheinen auf dem Ausdruck die folgenden Zeichen in der zweiten Zeile. Es kann
jedoch durch die Eingabe des Zeichens "@" ein manueller Zeilenumbruch
erzwungen werden.
Der Kommentar wird auf dem Ausdruck unterhalb des Diagrammbereichs
ausgegeben. Die eingegebenen Texte erscheinen nicht auf dem Bildschirm,
sondern nur auf dem Ausdruck.
Soll ein Kommentar nicht auf dem Ausdruck erscheinen, so muss er gelöscht
werden.
Beim Zurücksetzen des Gerätes durch Druck auf die Taste PRESET werden alle
eingegebenen Kommentartexte ebenfalls gelöscht.
Der Softkey COMMENT öffnet den sog. Hilfszeileneditor, in dem mittels Drehrad
und Cursortasten die gewünschten Buchstaben ins Textfeld eingefügt werden.
Der Auswahlbereich für die Zeichen wird erreicht, indem nach Drücken des Softkey
COMMENT die Taste Ud gedrückt wird. Die Übernahme ausgewählter Zeichen in
die Textzeile erfolgt durch Drücken des Drehrads oder der ENTER-Taste.
Zum Abschluss des Editiervorgangs wird mit der Taste Uu in die Textzeile
zurückgekehrt und mit ENTER der fertige Kommentartext bestätigt.
Soll der eingegebene Kommentar verworfen werden, so wird der Hilfszeileneditor
mit ESC verlassen.
4.239
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
Die Bedienung von Soft- und Hardkeys ist erst wieder möglich, wenn der
Hilfszeileneditor mittels ESC wieder geschlossen wurde.
Eine genaue Beschreibung der Bedienung des Hilfszeileneditors findet sich im
Kompakthandbuch, Kapitel “Manuelle Bedienung”.
Fernsteuerungsbefehl:
INSTALL
PRINTER
HCOP:ITEM:WIND:TEXT 'Kommentar'
Auf dem Messgerät ist bereits eine Reihe von Druckertreibern vorinstalliert.
Der Softkey INSTALL PRINTER öffnet den Dialog Printers and Faxes, mit dem
weitere Druckertreiber installiert werden können.
Näheres dazu siehe Kompakthandbuch, Anhang “Druckerschnittstelle”.
Fernsteuerungsbefehl:
4.6.5.1
COLORS
--
Auswahl der Druckerfarben
COLOR ON OFF
SCREEN COLORS
OPTIMIZED COLOR SET
USER DEFINED !
SELECT OBJECT
BRIGHTNESS
TINT
SATURATION
PREDEFINED COLORS
SET TO DEFAULT
Der Softkey COLORS öffnet das Untermenü zur Auswahl der Farben für den
Ausdruck. Um die Farbauswahl zu erleichtern wird die gewählte HardcopyFarbkombination beim Betreten des Menüs auf dem Bildschirm dargestellt und beim
Verlassen des Menüs auf die vorherige Bildschirm-Farbkombination
zurückgeschaltet.
Details zur Druckerauswahl und -konfiguration sowie Ausdrucken
Messergebnisse sind im Kompakthandbuch, Kapitel 2 und 5 beschrieben.
Fernsteuerungsbefehl:
COLOR ON OFF
der
--
Der Softkey COLOR ON OFF schaltet von Farbausgabe auf Schwarzweißdruck um.
Alle farbig hinterlegten Flächen werden dabei weiß ausgedruckt, alle farbigen Linien
schwarz. Damit kann der Kontrast auf dem Ausdruck verbessert werden. Die
Grundeinstellung ist COLOR ON.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
HCOP:DEV:COL ON
4.240
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
SCREEN
COLORS
Der Softkey SCREEN COLORS wählt die aktuellen Bildschirmfarben für den
Ausdruck aus.
Der Hintergrund wird stets weiß, das Grid stets schwarz ausgedruckt.
Fernsteuerungsbefehl:
OPTIMIZED
COLOR SET
HCOP:CMAP:DEF1
Der Softkey OPTIMIZED COLOR SET wählt eine optimierte Farbeinstellung für den
Ausdruck aus, um die Sichtbarkeit der Farben auf dem Ausdruck zu verbessern.
Bei dieser Auswahl wird Trace 1 blau, Trace 2 schwarz, Trace 3 grün und die Marker
türkis ausgedruckt.
Die anderen Farben entsprechen den Bildschirmfarben von Softkey DISP –
CONFIG DISPLAY -DEFAULT COLORS 1.
Der Hintergrund wird stets weiß, das Grid stets schwarz ausgedruckt.
Fernsteuerungsbefehl:
USER DEFINED
Der Softkey USER DEFINED öffnet ein Untermenü zur benutzerdefinierten
Farbauswahl (siehe Untermenü USER DEFINED COLORS).
Fernsteuerungsbefehl:
4.241
HCOP:CMAP:DEF2
HCOP:CMAP:DEF3
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
SELECT
OBJECT
Der Softkey SELECT OBJECT aktiviert die Auswahl von Bildelementen, für die
nachfolgend die Farbeinstellung verändert werden soll. Nach der Auswahl kann mit
den Softkeys PREDEFINED COLORS, BRIGHTNESS, TINT und SATURATION die
Gesamtfarbe oder Helligkeit, Farbton und Farbsättigung des ausgewählten
Elements einzeln geändert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
BRIGHTNESS
--
Der Softkey BRIGHTNESS aktiviert
ausgewählten Graphikelements.
die
Eingabe
der
Farbhelligkeit
des
Der Eingabewert liegt zwischen 0 und 100%.
Fernsteuerungsbefehl:
TINT
Der Softkey TINT aktiviert die Eingabe des Farbtons für das ausgewählte
Graphikelement. Der eingegebene Prozentwert bezieht sich auf ein von rot (0%) bis
blau (100%) reichendes, kontinuierliches Farbspektrum.
Fernsteuerungsbefehl:
SATURATION
HCOP:CMAP5:HSL <hue>,<sat>,<lum>
HCOP:CMAP5:HSL <hue>,<sat>,<lum>
Der Softkey SATURATION
ausgewählten Elements.
aktiviert
die
Eingabe
der
Farbsättigung
des
Der Eingabewert liegt zwischen 0 und 100%.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
HCOP:CMAP5:HSL <hue>,<sat>,<lum>
4.242
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Grundeinstellungen
PREDEFINED
COLORS
Der Softkey PREDEFINED COLORS öffnet eine Liste zur Auswahl von
vordefinierten Farben für die Bildschirmobjekte:
Fernsteuerungsbefehl:
SET TO
DEFAULT
Der Softkey SET TO DEFAULT setzt die benutzerdefinierte Farbauswahl auf die
Defaultwerte (= Farben von OPTIMIZED COLOR SET) zurück.
Fernsteuerungsbefehl:
4.243
HCOP:CMAP1 ... 26:PDEF <color>
--
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
4.7
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
Der Mitlaufgenerator erzeugt im Normalbetrieb (ohne Frequenzoffset) ein Signal
exakt auf der Eingangsfrequenz des R&S FSQ.
Für frequenzumsetzende Messungen besteht die Möglichkeit, einen konstanten
Frequenzoffset von ±200 MHz zwischen der Empfangsfrequenz des R&S FSQ und
dem Ausgangssignal des Mitlaufgenerators einzustellen. Zusätzlich kann mit Hilfe
zweier analoger Eingangssignale eine I/Q-Modulation oder AM- und FM-Modulation
des Ausgangssignals durchgeführt werden.
Der Ausgangspegel ist geregelt und kann im Bereich von -30 bis +5 dBm (-100 bis +
5 dBm mit Option R&S FSU-B12) in 0,1-dB-Schritten eingestellt werden.
Der Mitlaufgenerator kann in allen Betriebsarten verwendet werden. Die Aufnahme
von Kalibrierwerten der Messanordnung (SOURCE CAL) und die Normalisierung
mit diesen Korrekturwerten (NORMALIZE) ist nur in der Betriebsart NETWORK
möglich.
Bei Messobjekten, die hinsichtlich ihrer HF-Eigenschaften bezüglich der
Anpassung (VSWR) am Eingang empfindlich sind, wird empfohlen, zwischen
Messobjekt und Mitlaufgeneratorausgang ein 20-dB- Dämpfungsglied einzufügen.
Der Mitlaufgenerator wird durch den Hotkey NETWORK in der Hotkey-Leiste am
unteren
Bildschirmrand
aktiviert
(Näheres
dazu
siehe
“Betriebsart
Spektrumanalyse” auf Seite 4.9):
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.244
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
4.7.1
NETWORK
Einstellungen des Mitlaufgenerators
Der Hotkey NETWORK öffnet das Menü zum Einstellen der Funktionen des
Mitlaufgenerators
SOURCE ON / OFF
SOURCE POWER
POWER OFFSET
SOURCE CAL !
CAL TRANS
CAL REFL SHORT
CAL REFL OPEN
NORMALIZE
REF VALUE POSITION
REF VALUE
RECALL
SAVE AS TRD FACTOR
FREQUENCY OFFSET
MODULATION
EXT AM
EXT FM
EXT I/Q
MODULATION OFF
POWER SWEEP
POWER SWP ON/OFF
START POWER
STOP POWER
Bei vorhandener Option Externe Generatorsteuerung R&S FSP-B10 sind in den
dargestellten Menüs weitere Softkeys zum Steuern des externen Generators
vorhanden. Näheres dazu siehe Abschnitt “Externe Generatorsteuerung – Option
R&S FSP-B10” auf Seite 4.260.
4.245
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
SOURCE ON /
OFF
Der Softkey SOURCE ON / OFF schaltet den Mitlaufgenerator ein bzw. aus.
Grundeinstellung ist OFF.
•
Mit dem Einschalten des Mitlaufgenerators wird die maximale Stoppfrequenz
begrenzt auf 3.6 GHz. Diese Obergrenze verringert sich automatisch um einen
eingestellten Frequenzoffset des Generators.
•
Für datenhaltige Messungen mit eingeschaltetem Mitlaufgenerator muss die
Startfrequenz ≥ 3 × Auflösebandbreite sein.
•
Ebenso beträgt die minimale Sweepzeit für datenhaltige Messungen im
Frequenzbereich (Span > 0) 100 ms. Wird diese Grenze unterschritten, so wird
das Sweepzeit-Anzeigefeld SWT mit einem roten Sternchen versehen und
zusätzlich die Meldung UNCAL angezeigt.
•
Bei eingeschaltetem Mitlaufgenerator sind die FFT-Filter (FILTER TYPE FFT im
Menü BW) nicht verfügbar.
Fernsteuerungsbefehl:
SOURCE
POWER
OUTP:STAT ON
Der Softkey SOURCE POWER aktiviert die Eingabe des MitlaufgeneratorAusgangspegels.
Der Ausgangspegel kann von -30 dBm bis 5 dBm (-100 bis + 5 dBm mit Option
R&S FSU-B12) in Schritten von 0,1 dB eingestellt werden.
Ist der Mitlaufgenerator ausgeschaltet, so schaltet
Ausgangspegels den Mitlaufgenerator automatisch ein.
die
Eingabe
eines
Die Grundeinstellung des Ausgangspegels ist -20 dBm.
Fernsteuerungsbefehl:
SOURCE
POWER
SOUR:POW -20dBm
Der erlaubte Wertebereich liegt zwischen -200 dB und + 200 dB in Schritten von
0.1 dB. Positive Offsets beziehen sich auf einen Verstärker und negative Offsets auf
ein Dämpfungsglied, das dem Mitlaufgenerator nachgelagert ist.
Die Grundeinstellung ist 0 dB. Offsets <> 0 werden durch das Label LVL angezeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SOUR:POW:OFFS -10DB
4.246
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
4.7.2
Transmissionsmessung
Bei der Transmissionsmessung wird das Übertragungsverhalten eines Vierpols
gemessen. Als Signalquelle dient der eingebaute Mitlaufgenerator. Dieser ist mit der
Eingangsbuchse des zu untersuchenden Messobjekts verbunden. Der Eingang des
R&S FSQ wird vom Ausgang des Messobjekts gespeist.
.
Bild 4.23 Anordnung für Transmissionsmessungen
Um Einflüsse der Messanordnung (z.B. Frequenzgang der Verbindungskabel) zu
kompensieren, kann eine Kalibrierung durchgeführt werden.
4.7.2.1
SOURCE CAL
Kalibrierung der Transmissionsmessung
Der Softkey SOURCE CAL öffnet ein Untermenü mit den Kalibrierfunktionen für die
Transmissions- und Reflexionsmessung.
CAL TRANS
CAL REFL SHORT
CAL REFL OPEN
NORMALIZE
REF VALUE POSITION
REF VALUE
RECALL
SAVE AS TRD FACTOR
Die Kalibrierung der Reflexionsmessung (CAL REFL...) und die Arbeitsweise der
Kalibrierung sind jeweils in eigenen Abschnitten beschrieben.
Zur Kalibrierung der Transmissionsmessung wird der gesamte Messaufbau mit
einer Durchverbindung (THRU) versehen.
4.247
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
CAL TRANS
Der Softkey CAL TRANS löst die Kalibrierung der Transmissionsmessung aus.
Er startet einen Sweep, der eine Referenzkurve aufzeichnet. Diese Messkurve wird
anschließend für die Differenzbildung der Normalisierung verwendet.
Bild 4.24 Messkurve des Kalibriervorgangs einer Transmissionsmessung
Während der Aufnahme der Messwerte erscheint folgender Hinweis:
Nach Ende des Kalibriersweeps erfolgt die Meldung:
Diese wird nach ca. 3 s wieder gelöscht.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CORR:METH:TRAN
4.248
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
4.7.2.2
NORMALIZE
Normalisierung
Der Softkey NORMALIZE schaltet die Normalisierung ein bzw. aus. Der Softkey ist
nur bedienbar, wenn der Speicher eine Korrekturkurve enthält.
Mit dem Softkey REF VALUE POSITION ist es möglich, den relativen Bezugspunkt
innerhalb des Grids zu verschieben. Dadurch kann die Messkurve vom oberen
Gridrand in Richtung Grid-Mitte verschoben werden:
Bild 4.25 Normalisierte Darstellung
In der Einstellung SPLIT SCREEN wird die Normalisierung im aktuellen Fenster
eingeschaltet,
es
können
in
beiden
Messfenstern
unterschiedliche
Normalisierungen aktiv sein.
Die Normalisierung wird abgebrochen, sobald die Betriebsart NETWORK verlassen
wird.
Fernsteuerungsbefehl:
4.249
CORR ON
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
REF VALUE
POSITION
Der Softkey REF VALUE POSITION (Referenzposition) markiert im aktiven
Messfenster eine Bezugsposition, auf der die Normalisierung (Differenzbildung mit
einer Referenzkurve) durchgeführt wird.
Beim ersten Drücken schaltet der Softkey die Referenzlinie ein und aktiviert die
Eingabe der Position. Die Linie kann dabei in den Grenzen des Grids bewegt
werden.
Ein nochmaliges Betätigen des Softkeys schaltet die Referenzlinie wieder aus.
Die Funktion der Referenzlinie wird im Abschnitt “Arbeitsweise der Kalibrierung” auf
Seite 4.254 erläutert.
Bild 4.26 Normalisierte Messung, verschoben mit REF VALUE POSITION 50 %
Fernsteuerungsbefehl:
REF VALUE
DISP:WIND:TRAC:Y:RPOS 10PCT
Der Softkey REF VALUE aktiviert die Eingabe einer Pegeldifferenz, die der
Referenzlinie zugeordnet wird.
In der Grundeinstellung entspricht die Referenzlinie einer Pegeldifferenz von 0 dB.
Durch Einstellen des REF VALUE auf einen anderen Wert können Änderungen der
Pegelbedingungen im Signalpfad kompensiert werden, nachdem die Kalibrierdaten
aufgenommen wurden. Wird z.B. zwischen Aufnahme der Kalibrierdaten und der
Normalisierung
ein
10-dB-Dämpfungsglied
zwischen
Messobjekt
und
Geräteeingang eingefügt, so verschiebt sich die Messkurve um 10 dB nach unten.
Durch Eingabe eines REF VALUE von –10 dB kann die Bezugslinie für die
Differenzbildung ebenfalls um 10 dB nach unten verschoben werden, so dass die
Messkurve wieder auf ihr zu liegen kommt, wie im Bild 4.27 gezeigt.
REF VALUE bezieht sich immer auf das aktive Fenster.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.250
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
Bild 4.27 Messung mit REF VALUE –10 dB und REF VALUE POSITION 50 %
Nach dem Verschieben der Referenzlinie durch Eingabe von REF VALUE –10 dB
können Abweichungen vom Sollwert dann mit hoher Auflösung (z.B. 1 dB / Div.)
angezeigt werden. Die Anzeige erfolgt weiterhin mit den absoluten Messwerten, im
obigen Beispiel entspricht 1 dB unter Sollwert (Referenzlinie) = 11 dB Dämpfung.
Bild 4.28 Messung eines 10-dB-Dämpfungsgliedes mit 1 dB/DIV
Fernsteuerungsbefehl:
4.251
DISP:WIND:TRAC:Y:RVAL -10dB
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
RECALL
Der Softkey RECALL restauriert die Geräteeinstellung, mit der die Kalibrierung
durchgeführt wurde.
Dies kann wünschenswert sein, wenn nach der Kalibrierung die Geräteeinstellung
geändert wurde (z.B. Frequenzeinstellung Mittenfrequenz, Frequenzhub,
Referenzpegel, usw.).
Der Softkey ist nur verfügbar, wenn:
•
Betriebsart NETWORK eingestellt ist
•
Der Speicher einen Kalibrierdatensatz enthält.
Fernsteuerungsbefehl:
SAVE AS TRD
FACTOR
CORR:REC
Der Softkey SAVE AS TRD FACTOR erzeugt aus einer normalisierten Messkurve
einen Transducer Faktor mit bis zu 625 Punkten. Die Messdaten werden auf einen
Transducer mit Einheit dB umgerechnet, nachdem der Transducername
eingegeben wurde. Die Anzahl der Tabelleneinträge ist durch SWEEP COUNT
festgelegt. Die Frequenzpunkte sind dabei äquidistant zwischen Start- und
Stoppfrequenz verteilt. Der Transducer Faktor kann anschließend im Menü SETUP
– TRANSDUCER weiter bearbeitet werden. SAVE AS TRD FACTOR steht nur bei
eingeschalteter Normalisierung zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CORR:TRAN:GEN ’name’
4.252
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
4.7.3
Reflexionsmessung
Mit Hilfe einer Reflexionsfaktor-Messbrücke können skalare Reflexionsmessungen
durchgeführt werden.
Bild 4.29 Anordnung für Reflexionsmessungen
4.7.3.1
Kalibrierung der Reflexionsmessung
Die Funktionsweise der
Transmissionsmessung.
CAL REFL
OPEN
entspricht
im
wesentlichen
der
Der Softkey CAL REFL OPEN startet die Kalibriermessung für den Leerlauf.
Während der Aufnahme der Messwerte erscheint folgender Hinweis:
Fernsteuerungsbefehl:
CAL REFL
SHORT
Kalibrierung
CORR:METH REFL
CORR:COLL OPEN
Der Softkey CAL REFL SHORT startet die Kalibriermessung für den Kurzschluss.
Werden beide Kalibriermessungen (Leerlauf, Kurzschluss) durchgeführt, dann wird
die Kalibrierkurve durch Mittelung der beiden Messungen gebildet und im Speicher
abgelegt. Die Reihenfolge der Messungen ist frei wählbar.
Der Abschluss der Kalibrierung wird durch
angezeigt. Die Anzeige wird nach ca. 3 sec. wieder gelöscht.
Fernsteuerungsbefehl:
4.253
CORR:METH REFL
CORR:COLL THR
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
4.7.4
Arbeitsweise der Kalibrierung
Unabhängig von der gewählten Messung (Transmission/Reflexion) stellt die
Kalibrierung eine Differenzbildung der aktuellen Messwerte zu einer Referenzkurve
dar. Die für die Messung der Referenzkurve verwendete Hardware-Einstellung ist
ebenfalls dem Referenzdatensatz zugeordnet.
Bei eingeschalteter Normalisierung kann die Geräteeinstellung weitgehend
geändert werden, ohne dass diese abgebrochen wird. Die Notwendigkeit, eine neue
Normalisierung durchzuführen, ist daher auf ein notwendiges Minimum beschränkt.
Zu diesem Zweck ist der Referenzdatensatz (Trace mit 625 Messwerten) als Tabelle
mit 625 Stützwerten (Frequenz/Pegel) angelegt.
Unterschiedliche Pegeleinstellungen zwischen Referenzkurve und aktueller
Geräteeinstellung werden automatisch umgerechnet. Bei Verkleinern des
Darstellbereichs (Spans) wird eine lineare Interpolation der Zwischenwerte
durchgeführt. Bei Vergrößerung des Darstellbereichs werden die linken bzw.
rechten Randwerte des Referenzdatensatzes bis zur eingestellten Startfrequenz
bzw. Stoppfrequenz extrapoliert, d.h. der Referenzdatensatzes wird mit konstanten
Werten verlängert.
Zur unterschiedlichen Kennzeichnung der Messgenauigkeit wird ein Enhancement
Label verwendet. Dieses Enhancement Label wird bei eingeschalteter
Normalisierung und Abweichung von der Referenz-Einstellung am rechten
Bildschirmrand angezeigt. Es sind insgesamt 3 Genauigkeitsstufen definiert:
Tabelle 4-1 Kennzeichnungen der Messgenauigkeitsstufen
Genauigkeit
Enhancement
Label
Ursache/Einschränkung
hoch
NOR
kein Unterschied zwischen Referenzeinstellung und Messung
mittel
APX
(approximation)
Änderung folgender Einstellungen:
• Kopplung (RBW, VBW, SWT)
• Referenzpegel, RF-Attenuation
• Start- oder Stoppfrequenz
• Ausgangspegel des Mitlaufgenerators
• Frequenzoffset des Mitlaufgenerators
• Detektoreinstellung (Max.Peak, Min.Peak, Sample, etc.)
Frequenzänderung:
• höchstens 625 eingefrorene Fortsetzungspunkte innerhalb der eingestellten
Sweepgrenzen (entspricht einer Verdoppelung des Spans)
-
Abbruch der
Normalisierung
• 625 und mehr extrapolierte Fortsetzungspunkte innerhalb der eingestellten
Sweepgrenzen (bei Spanverdoppelung)
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.254
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
Bei einem Referenzpegel (REF LEVEL) von –10 dBm und einem gleich hohen
Ausgangspegel des Mitlaufgenerators arbeitet der R&S FSQ ohne
Aussteuerungsreserve. D.h., ein Signal, das in der Amplitude höher liegt als die
Referenzlinie, droht den R&S FSQ zu übersteuern. In diesem Fall erscheint
entweder in der Statuszeile die Meldung "OVLD" für Overload oder der
Anzeigebereich wird überschritten (Begrenzung der Messkurve nach oben =
Overrange).
Diese Übersteuerung kann durch zwei Maßnahmen verhindert werden:
4.255
•
Verringerung des Ausgangspegels des Mitlaufgenerators (SOURCE POWER,
Menü NETWORK)
•
Vergrößerung des Referenzpegels (REF LEVEL, Menü AMPT)
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
4.7.5
Frequenzumsetzende Messungen
Der Mitlaufgenerator besitzt die Fähigkeit, für frequenzumsetzende Messungen
(z.B. an Konvertern) zwischen der Ausgangsfrequenz des Mitlaufgenerators und der
Empfangsfrequenz des R&S FSQ einen konstanten Frequenzoffset einzustellen.
Bis zu einer Ausgangsfrequenz von 200 MHz kann die Messung in Kehr- und
Regellage erfolgen.
Bild 4.30 Anordnung für frequenzumsetzende Messungen
FREQUENCY
OFFSET
Der Softkey FREQUENCY OFFSET aktiviert die Eingabe des Frequenzversatzes
zwischen dem Ausgangssignal des Mitlaufgenerators und der Eingangsfrequenz
des R&SR&S FSQ s. Der zulässige Einstellbereich beträgt ± 200 MHz in Schritten
von 0.1 Hz.
Die Grundeinstellung ist 0 Hz; Offsets <> 0 Hz werden durch das EnhancementLabel FRQ gekennzeichnet.
Bei Eingabe eines positiven Frequenzoffset erzeugt der Mitlaufgenerator ein
Ausgangssignal oberhalb der Empfangsfrequenz des Gerätes, bei negativem
Frequenzoffset ein Signal unterhalb der Empfangsfrequenz des R&S FSQ Die
Ausgangsfrequenz des Mitlaufgenerators errechnet sich nach folgendem
Zusammenhang:
Mitlaufgeneratorfrequenz = Empfangsfrequenz + Frequenzoffset.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SOUR:FREQ:OFFS 100MHz
4.256
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
4.7.6
MODULATION
Externe Modulation des Mitlaufgenerators
Der Softkey MODULATION öffnet ein Untermenu zur Auswahl verschiedener
Modulationsarten.
EXT AM
EXT FM
EXT I/Q
MODULATION OFF
Das Ausgangssignal des Mitlaufgenerators kann mit Hilfe extern eingespeister
Signale (Eingangsspannungsbereich -1 V .. +1 V) im zeitlichen Verhalten beeinflusst
werden.
Als Signaleingänge stehen zwei BNC-Buchsen auf der Geräterückwand zur
Verfügung Ihre Funktion wird je nach gewählter Modulation verändert:
TG IN I / AM und
TG IN Q / FM
Die Modulationsarten können teilweise miteinander und mit der Funktion
Frequenzoffset kombiniert werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche
Modulationen gleichzeitig möglich sind und mit der Funktion Frequenzoffset
kombiniert werden können.
Tabelle 4-1 Simultane Modulationen (Mitlaufgenerator)
Modulation
Frequenzoffset
Frequenzoffset
EXT AM
#
EXT FM
#
EXT I/Q
#
EXT AM
EXT FM
EXT I/Q
#
#
#
#
#
# = Funktionen sind miteinander kombinierbar
EXT AM
Der Softkey EXT AM aktiviert eine AM-Modulation des MitlaufgeneratorAusgangssignals.
Das Modulationssignal wird an die Buchse TG IN I/AM angeschlossen. Eine
Eingangsspannung von 1 V entspricht 100 % Amplitudenmodulation.
Das Einschalten der externen AM schaltet die aktive I/Q-Modulation ab.
Fernsteuerungsbefehl:
EXT FM
Der Softkey EXT
Ausgangssignals.
FM
SOUR:AM:STAT ON
aktiviert
die
FM-Modulation
des
Mitlaufgenerator-
Der Modulationsfrequenzbereich beträgt 1 kHz bis 100 kHz, der Hub bei 1 V
Eingangsspannung ist einstellbar von 100 Hz bis 10 MHz in Stufen von jeweils einer
Dekade. Der Phasenhub η darf dabei nicht den Wert 100 überschreiten.
Phasenhub η = Hub / Modulationsfrequenz
Das Modulationssignal wird an der Buchse TG IN Q / FM angeschlossen.
4.257
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
Das Einschalten der externen FM schaltet folgende Funktionen ab:
– aktive I/Q-Modulation.
Fernsteuerungsbefehl:
EXT I/Q
SOUR:FM:STAT ON
SOUR:FM:DEV 10MHz
Der Softkey EXT I/Q aktiviert die externe I/Q-Modulation des Mitlaufgenerators.
Die Signale zur Modulation werden an die beiden Eingangsbuchsen TG IN I und TG
IN
Q
auf
der
Rückseite
des
Gerätes
angeschlossen.
Der
Eingangsspannungsbereich beträgt ±1 V an 50 Ohm.
Das Einschalten der externen I/Q-Modulation schaltet folgende Funktionen ab:
– aktive externe AM
– aktive externe FM
Funktionsweise des Quadraturmodulators:
I-Kanal
0°
I-MOD
RF-IN
RF-OUT
90°
Q-Kanal
Q-MOD
Bild 4.31 I/Q-Modulation
Die I/Q-Modulation erfolgt mit dem eingebauten Quadraturmodulator. Dabei wird
das HF-Signal in die beiden orthogonalen I- und Q-Komponenten aufgeteilt (InPhase und Quadratur-Phase). Amplitude und Phase werden in jedem Zweig durch
das I- bzw. Q-Modulationssignal gesteuert. Aus der Addition der beiden
Komponenten resultiert ein in Amplitude und Phase beliebig steuerbares HFAusgangssignal.
Fernsteuerungsbefehl:
MODULATION
OFF
SOUR:DM:STAT ON
Der Softkey MODULATION OFF schaltet die Modulation des Mitlaufgenerators ab.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SOUR:AM:STAT OFF
SOUR:FM:STAT OFF
SOUR:DM:STAT OFF
4.258
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9
4.7.7
POWER
SWEEP
Power Offset für den Tracking-Generator
Der Softkey POWER SWEEP öffnet ein Untermenü zum aktivieren bzw.
deaktivieren des Powersweeps.
POWER SWP ON/OFF
START POWER
STOP POWER
POWER SWP
ON/OFF
Der Softkey POWER SWP ON/OFF aktiviert bzw. deaktiviert den Powersweep. Bei
Power Sweep ON wird TGPWR angezeigt und der R&S FSQ in der Zero-SpanBetriebsart (Span = 0 Hz) eingestellt. Während der Ablaufzeit des Zero-Spans
ändert sich die Leistung am internen Mitlaufgenerator linear von der Startleistung
zur Stoppleistung. Die Start- und Stoppleistungswerte werden rechts unterhalb des
Diagramms gezeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
START POWER
:SOUR:POW:MODE SWE
:SOUR:POW:MODE FIX
Der Softkey START POWER legt die Startleistung des Powersweeps fest.
Die Startleistung kann zwischen -30 dBm und +5 dBm betragen.
Mit der Option R&S FSU-B12 kann die Leistung zwischen -100 dBm und + 5 dBm
eingestellt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
STOP POWER
:SOUR:POW:STAR –20dBm
Der Softkey STOP POWER legt die Stoppleistung des Powersweeps fest.
Die Stoppleistung kann zwischen -30 dBm und +5 dBm eingestellt werden.
Mit der Option R&S FSU-B12 kann die Leistung zwischen -100 dBm und +5 dBm
betragen.
Der Stoppwert kann kleiner als der Startwert sein.
Fernsteuerungsbefehl:
4.259
:SOUR:POW:STOP –10dBm
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
4.8
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
Die Option Externe Generatorsteuerung erlaubt den Betrieb einer Reihe
handelsüblicher Generatoren als Mitlaufgenerator am R&S FSQ. Damit wird mit
dem R&S FSQ bei Verwendung entsprechender Generatoren die skalare
Netzwerkanalyse auch außerhalb des Frequenzbereichs des internen
Mitlaufgenerators möglich.
Der R&S FSQ erlaubt auch bei Verwendung externer Generatoren die Einstellung
eines Frequenzoffsets für frequenzumsetzende Messungen. Darüber hinaus
besteht die Möglichkeit, für Oberwellenmessungen oder frequenzumsetzende
Messungen einen Faktor einzugeben, um den sich die Generatorfrequenz
gegenüber der Empfangsfrequenz des R&S FSQ erhöht bzw. erniedrigt. Zu
beachten ist dabei lediglich, dass die resultierenden Generatorfrequenzen den
zulässigen Einstellbereich des Generators nicht überschreiten.
Der einstellbare Pegelbereich richtet sich ebenfalls nach den Vorgaben des
verwendeten Generators.
Die Steuerung des Generators erfolgt über die – optionale – zweite GPIBSchnittstelle des R&S FSQ (= IEC2, im Lieferumfang der Option enthalten), sowie
bei einigen Rohde&Schwarz-Generatoren zusätzlich über die im AUX-Interface des
R&S FSQ enthaltene TTL-Synchronisierungsschnittstelle.
Bei
Verwendung
der
TTL-Schnittstelle
sind
wesentlich
höhere
Messgeschwindigkeiten möglich als bei reiner GPIB-Steuerung, weil die
Frequenzweiterschaltung des R&S FSQ direkt mit der Frequenzweiterschaltung
des Generators gekoppelt wird
Dementsprechend unterscheidet sich der Ablauf eines Frequenzsweeps je nach
den Fähigkeiten des verwendeten Generators:
•
Bei Generatoren ohne TTL-Schnittstelle wird über GPIB für jeden Frequenzpunkt
zunächst die Generatorfrequenz eingestellt, dann auf das Ende des Einstellvorgangs gewartet und erst anschließend die Messwertaufnahme freigegeben.
•
Bei Generatoren mit TTL-Schnittstelle wird vor Beginn des ersten Sweeps eine
Liste der einzustellenden Frequenzen in den Generator einprogrammiert.
Anschließend wird der Sweep gestartet und mittels der TTL-Handshake-Leitung
TRIGGER der jeweils nächste Frequenzpunkt angefahren. Die Messwertaufnahme wird erst dann freigegeben, wenn der Generator mittels des BLANKSignals das Ende des Einstellvorgangs signalisiert. Diese Methode arbeitet
wesentlich schneller als die reine GPIB-Steuerung.
Beim Softkey SELECT GENERATOR ist eine Liste der unterstützten Generatoren
samt Frequenz- und Pegelbereich sowie den verwendeten Fähigkeiten enthalten.
Der externe Generator kann in allen Betriebsarten verwendet werden. Die
Aufnahme von Kalibrierwerten der Messanordnung (SOURCE CAL) und die
Normalisierung mit diesen Korrekturwerten (NORMALIZE) ist nur in der Betriebsart
NETWORK möglich.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.260
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
Zur Erhöhung der Messgenauigkeit wird empfohlen, den R&S FSQ und den
Generator mit einer gemeinsamen Referenzfrequenz zu betreiben. Ist keine
unabhängige 10 MHz Referenzfrequenz verfügbar, so empfiehlt es sich, den
Referenz-Ausgang des Generators mit dem Referenz-Eingang des R&S FSQ zu
verbinden und mittels SETUP – REFERENCE EXT den R&S FSQ auf
Verwendung der externen Referenz zu konfigurieren
Der externe Generator wird wie der interne Mitlaufgenerator durch den Hotkey
NETWORK in der Hotkey-Leiste am unteren Bildschirmrand aktiviert (Näheres dazu
siehe “Auswahl der Betriebsart – HOTKEY-Leiste” on page 4.7).
4.8.1
NETWORK
Einstellungen des externen Generators
Der Hotkey NETWORK öffnet das Menü zum Einstellen der Funktionen des
externen Generators.
SOURCE POWER
POWER OFFSET
SOURCE CAL !
CAL TRANS
CAL REFL SHORT
CAL REFL OPEN
NORMALIZE
REF VALUE POSITION
REF VALUE
RECALL
SAVE AS TRD FACTOR
FREQUENCY OFFSET
EXT SOURCE !
EXT SRC ON / OFF
SELECT GENERATOR
FREQUENCY SWEEP
GEN REF INT / EXT
Bei vorhandener Option Mitlaufgenerator R&S FSU-B9 sind in den dargestellten
Menüs weitere Softkeys zum Steuern des internen Mitlaufgenerators vorhanden.
Näheres dazu siehe Kapitel “Option Mitlaufgenerator – R&S FSU-B9” on
page 4.244.
4.261
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
SOURCE
POWER
Der Softkey SOURCE POWER aktiviert die Eingabe des GeneratorAusgangspegels. Der zulässige Einstellbereich hängt dabei vom ausgewählten
Generator ab. Näheres dazu siehe “Liste der vom R&S FSQ unterstützten
Generatortypen” on page 4.276
Ist neben der Option Externe Generatorsteuerung B10 auch die Option
Mitlaufgenerator B9 installiert, so verändert der Softkey wahlweise den
Ausgangspegel des internen Mitlaufgenerators oder des externen Generators, je
nachdem, welcher Generator gerade eingeschaltet ist.
Die Grundeinstellung des Ausgangspegels ist -20 dBm.
Fernsteuerungsbefehl:
POWER
OFFSET
SOUR:EXT:POW –20dBm
Der Softkey POWER OFFSET aktiviert die Eingabe eines konstanten Pegeloffsets
des Generators.
Mit diesem Offset können z.B. an der Ausgangsbuchse des Generators
angeschlossene Dämpfungsglieder oder Verstärker bei der Ein- und Ausgabe von
Ausgangspegeln mit berücksichtigt werden.
Der zulässige Einstellbereich beträgt -200 dB ... +200 dB in Schritten von 0,1 dB.
Positive Offsets berücksichtigen einen nachgeschalteten Verstärker und negative
Offsets ein Dämpfungsglied.
Die Grundeinstellung ist 0 dB; Offsets <> 0 werden durch das eingeschaltete
Enhancement Label LVL gekennzeichnet.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SOUR:POW:OFFS -10dB
4.262
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
4.8.2
Transmissionsmessung
Bei der Transmissionsmessung wird das Übertragungsverhalten eines Vierpols
gemessen. Als Signalquelle dient der externe Generator. Dieser ist mit der
Eingangsbuchse des zu untersuchenden Messobjekts verbunden. Der Eingang des
Spectrum Analyzers wird vom Ausgang des Messobjekts gespeist.
Bild 4.32 Anordnung für Transmissionsmessungen
Um Einflüsse der Messanordnung (z.B. Frequenzgang der Verbindungskabel) zu
kompensieren, kann eine Kalibrierung durchgeführt werden.
4.8.2.1
SOURCE CAL
Kalibrierung der Transmissionsmessung
Der Softkey SOURCE CAL öffnet ein Untermenü mit den Kalibrierfunktionen für die
Transmissions- und Reflexionsmessung.
CAL TRANS
CAL REFL SHORT
CAL REFL OPEN
NORMALIZE
REF VALUE POSITION
REF VALUE
RECALL
SAVE AS TRD FACTOR
Die Kalibrierung der Reflexionsmessung (CAL REFL SHORT and CAL REFL
OPEN) und die Arbeitsweise der Kalibrierung sind jeweils in eigenen Abschnitten
beschrieben (siehe “Reflexionsmessung” on page 4.269).
Zur Kalibrierung der Transmissionsmessung wird der gesamte Messaufbau mit
einer Durchverbindung (THRU) versehen.
4.263
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
CAL TRANS
Der Softkey CAL TRANS löst die Kalibrierung der Transmissionsmessung aus.
Er startet einen Sweep, der eine Referenzkurve aufzeichnet. Diese Messkurve wird
anschließend für die Differenzbildung der Normalisierung verwendet.
Bild 4.33 Messkurve des Kalibriervorgangs einer Transmissionsmessung
Während der Aufnahme der Messwerte erscheint folgender Hinweis:
Nach Ende des Kalibriersweeps erfolgt die Meldung:
Diese wird nach ca. 3 s wieder gelöscht.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CORR:METH TRAN
4.264
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
4.8.2.2
NORMALIZE
Normalisierung
Der Softkey NORMALIZE schaltet die Normalisierung ein bzw. aus. Der Softkey ist
nur bedienbar, wenn der Speicher eine Korrekturkurve enthält.
Mit dem Softkey REF VALUE POSITION ist es möglich, den relativen Bezugspunkt
innerhalb des Grids zu verschieben. Dadurch kann die Messkurve vom oberen GridRand in Richtung Grid-Mitte verschoben werden:
Bild 4.34 Normalisierte Darstellung
In der Einstellung SPLIT SCREEN wird die Normalisierung im aktuellen Fenster
eingeschaltet,
es
können
in
beiden
Messfenstern
unterschiedliche
Normalisierungen aktiv sein.
Die Normalisierung wird abgebrochen, sobald die Betriebsart NETWORK verlassen
wird.
Fernsteuerungsbefehl:
4.265
CORR ON
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
REF VALUE
POSITION
Der Softkey REF VALUE POSITION (Referenzposition) markiert im aktiven
Messfenster eine Bezugsposition, auf der die Normalisierung (Differenzbildung mit
einer Referenzkurve) durchgeführt wird.
Beim ersten Drücken schaltet der Softkey die Referenzlinie ein und aktiviert die
Eingabe der Position. Die Linie kann dabei in den Grenzen des Grids bewegt
werden.
Ein nochmaliges Betätigen des Softkeys schaltet die Referenzlinie wieder aus.
Die Funktion der Referenzlinie wird im Abschnitt "Arbeitsweise der Kalibrierung"
erläutert.
Bild 4.35 Normalisierte Messung, verschoben mit REF VALUE POSITION 50 %
Fernsteuerungsbefehl:
REF VALUE
DISP:WIND:TRAC:Y:RPOS 10PCT
Der Softkey REF VALUE aktiviert die Eingabe einer Pegeldifferenz, die der
Referenzlinie zugeordnet wird.
In der Grundeinstellung entspricht die Referenzlinie einer Pegeldifferenz von 0 dB.
Wird z.B. zwischen Aufnahme der Kalibrierdaten und der Normalisierung ein 10-dBDämpfungsglied zwischen Messobjekt und Spectrum Analyzer-Eingang eingefügt,
so verschiebt sich die Messkurve um 10 dB nach unten. Durch Eingabe eines REF
VALUE von –10 dB kann die Bezugslinie für die Differenzbildung ebenfalls um 10
dB nach unten verschoben werden, so dass die Messkurve wieder auf ihr zu liegen
kommt, wie im Bild 4.36 gezeigt.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.266
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
Bild 4.36 Messung mit REF VALUE -10 dB und REF VALUE POSITION 50 %
Nach dem Verschieben der Referenzlinie durch Eingabe von REF VALUE –10 dB
können Abweichungen vom Sollwert dann mit hoher Auflösung (z.B. 1 dB / Div.)
angezeigt werden. Die Anzeige erfolgt weiterhin mit den absoluten Messwerten, im
obigen Beispiel entspricht 1 dB unter Sollwert (Referenzlinie) = 11 dB Dämpfung.
Bild 4.37 Messung eines 10-dB-Dämpfungsgliedes mit 1 dB/DIV
Fernsteuerungsbefehl:
4.267
DISP:WIND:TRAC:Y:RVAL -10dB
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
RECALL
Der Softkey RECALL restauriert die Analysatoreinstellung, mit der die Kalibrierung
durchgeführt wurde.
Dies kann wünschenswert sein, wenn nach der Kalibrierung die Geräteeinstellung
geändert wurde (z.B. Frequenzeinstellung Mittenfrequenz, Frequenzhub,
Referenzpegel usw.).
Der Softkey ist nur verfügbar, wenn:
•
Betriebsart NETWORK eingestellt ist
•
Der Speicher einen Kalibrierdatensatz enthält.
Fernsteuerungsbefehl:
SAVE AS TRD
FACTOR
CORR:REC
Der Softkey SAVE AS TRD FACTOR erzeugt aus einer normalisierten Messkurve
einen Transducer Faktor mit bis zu 625 Punkten. Die Anzahl der Tabelleneinträge ist
durch SWEEP COUNT festgelegt. Die Frequenzpunkte sind dabei äquidistant
zwischen Start- und Stoppfrequenz verteilt. Der Transducer Faktor kann
anschließend im Menü SETUP – TRANSDUCER weiter bearbeitet werden. SAVE
AS TRD FACTOR steht nur bei eingeschalteter Normalisierung zur Verfügung.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CORR:TRAN:GEN ’name’
4.268
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
4.8.3
Reflexionsmessung
Mit Hilfe einer Reflexionsfaktor-Messbrücke können skalare Reflexionsmessungen
durchgeführt werden.
Bild 4.38 Anordnung für Reflexionsmessungen
4.8.3.1
Kalibrierung der Reflexionsmessung
Die Funktionsweise der
Transmissionsmessung.
CAL REFL
OPEN
entspricht
im
wesentlichen
der
Der Softkey CAL REFL OPEN startet die Kalibriermessung für den Leerlauf.
Während der Aufnahme der Messwerte erscheint folgender Hinweis:
Fernsteuerungsbefehl:
CAL REFL
SHORT
Kalibrierung
CORR:METH REFL
CORR:COLL OPEN
Der Softkey CAL REFL SHORT startet die Kalibriermessung für den Kurzschluss.
Werden beide Kalibriermessungen (Leerlauf, Kurzschluss) durchgeführt, dann wird
die Kalibrierkurve durch Mittelung der beiden Messungen gebildet und im Speicher
abgelegt. Die Reihenfolge der Messungen ist frei wählbar.
Der Abschluss der Kalibrierung wird durch folgende Meldung
angezeigt. Die Anzeige wird nach ca. 3 sec. wieder gelöscht.
Fernsteuerungsbefehl:
4.269
CORR:METH REFL
CORR:COLL THR
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
4.8.4
Arbeitsweise der Kalibrierung
Unabhängig von der gewählten Messung (Transmission/Reflexion) stellt die
Kalibrierung eine Differenzbildung der aktuellen Messwerte zu einer Referenzkurve
dar. Die für die Messung der Referenzkurve verwendete Hardware-Einstellung ist
ebenfalls dem Referenzdatensatz zugeordnet.
Bei eingeschalteter Normalisierung kann die Geräteeinstellung weitgehend
geändert werden, ohne dass diese abgebrochen wird, d.h. die Notwendigkeit, eine
neue Normalisierung durchzuführen, ist auf ein notwendiges Minimum beschränkt.
Zu diesem Zweck ist der Referenzdatensatz (Trace mit 625 Messwerten) als Tabelle
mit 625 Stützwerten (Frequenz/Pegel) angelegt.
Unterschiedliche Pegeleinstellungen zwischen Referenzkurve und aktueller
Geräteeinstellung werden automatisch umgerechnet. Bei Verkleinern des
Darstellbereichs (Spans) wird eine lineare Interpolation der Zwischenwerte
durchgeführt. Bei Vergrößerung des Darstellbereichs werden die linken bzw.
rechten Randwerte des Referenzdatensatzes bis zur eingestellten Startfrequenz
bzw. Stoppfrequenz eingefroren, d.h. der Referenzdatensatzes wird mit konstanten
Werten verlängert.
Zur unterschiedlichen Kennzeichnung der Messgenauigkeit wird ein Enhancement
Label verwendet, das bei eingeschalteter Normalisierung und Abweichung von der
Referenz-Einstellung am rechten Bildschirmrand angezeigt wird. Es sind insgesamt
3 Genauigkeitsstufen definiert:
Tab. 4-1
Kennzeichnungen der Messgenauigkeitsstufen
Genauigkeit
EnhancementLabel
Ursache/Einschränkung
hoch
NOR
kein Unterschied zwischen Referenzeinstellung und Messung
mittel
APX
(approximation)
Änderung folgender Einstellungen:
• Kopplung (RBW, VBW, SWT)
• Referenzpegel, RF-Attenuation
• Start- oder Stoppfrequenz
• Ausgangspegel des Generators
• Frequenzoffset des Generators
• Detektoreinstellung (Max.Peak, Min.Peak, Sample, etc.)
Frequenzänderung:
• höchstens 625 eingefrorene Fortsetzungspunkte innerhalb der eingestellten Sweepgrenzen (entspricht einer Verdoppelung des Spans)
-
Abbruch der
Normalisierung
• mehr als 500 eingefrorene Fortsetzungspunkte innerhalb der eingestellten Sweepgrenzen (bei Spanverdoppelung)
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.270
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
Bei einem Referenzpegel (REF LEVEL) von -10 dBm und einem gleich hohen
Ausgangspegel
des
Generators
arbeitet
der
Analysator
ohne
Aussteuerungsreserve. D.h., ein Signal, das in der Amplitude höher liegt als die
Referenzlinie, droht den Analysator zu übersteuern. In diesem Fall erscheint
entweder in der Statuszeile die Meldung "OVLD" für Overload oder der
Anzeigebereich wird überschritten (Begrenzung der Messkurve nach oben =
Overrange).
Diese Übersteuerung kann durch zwei Maßnahmen verhindert werden:
4.271
•
Verringerung des Ausgangspegels des Generators (SOURCE POWER, Menü
EXT SOURCE)
•
Vergrößerung des Referenzpegels (REF LEVEL, Menü AMPT)
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
4.8.5
Frequenzumsetzende Messungen
Der externe Generator besitzt die Fähigkeit, für frequenzumsetzende Messungen
(z.B. an Konvertern) zwischen der Ausgangsfrequenz des Generators und der
Empfangsfrequenz des Analysators einen konstanten Frequenzoffset einzustellen
und zusätzlich die Generatorfrequenz als ein Vielfaches der Analysatorfrequenz
einzustellen
Bild 4.39 Anordnung für frequenzumsetzende Messungen
FREQUENCY
OFFSET
Der Softkey FREQUENCY OFFSET aktiviert die Eingabe des Frequenzversatzes
zwischen dem Ausgangssignal des Generators und der Eingangsfrequenz des
Analysators. Der zulässige Einstellbereich hängt dabei vom Frequenzbereich des
ausgewählten Generators ab.
Die Grundeinstellung ist 0 Hz; Offsets <> 0 Hz werden durch das EnhancementLabel FRQ gekennzeichnet.
Bei Eingabe eines positiven Frequenzoffset erzeugt der Generator ein
Ausgangssignal oberhalb der Empfangsfrequenz des Analysators, bei negativem
Frequenzoffset ein Signal unterhalb der Empfangsfrequenz des Analysators. Die
Ausgangsfrequenz
des
Generators
errechnet
sich
nach
folgendem
Zusammenhang:
Generatorfrequenz = Empfangsfrequenz + Frequenzoffset.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
SOUR:EXT:FREQ:OFFS 1GHZ
4.272
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
4.8.6
EXT SOURCE
Konfiguration des externen Generators
Der Softkey EXT SOURCE öffnet ein Untermenu zur Konfiguration des externen
Generators.
EXT SRC ON / OFF
SELECT GENERATOR
FREQUENCY SWEEP
GEN REF INT / EXT
Der R&S FSQ ist in der Lage, zwei Generatoren zu verwalten, von denen jeweils
einer aktiv sein kann.
EXT SRC ON /
OFF
4.273
Der Softkey EXT SRC ON / OFF schaltet den externen Generator ein bzw. aus.
Voraussetzung für das erfolgreiche Einschalten ist, dass der Generator mit SELECT
GENERATOR ausgewählt und mit FREQUENCY SWEEP korrekt konfiguriert ist.
Fehlt eine dieser Bedingungen, so wird eine entsprechende Fehlermeldung
ausgegeben.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
Mit dem Einschalten des externen Generators mittels EXT SRC ON schaltet der
R&S FSQ den internen Mitlaufgenerator aus und beginnt mit dem Programmieren
der Generatoreinstellungen über die GPIB-Schnittstelle IEC2.
Der Programmiervorgang ist verbunden mit der Übernahme der Fernsteuerung an
dieser Schnittstelle durch den R&S FSQ. Um Zugriffskonflikte zu vermeiden ist
daher sicherzustellen, dass bei der Auswahl EXT SRC ON kein anderer
Steuerrechner mit der Schnittstelle IEC2 oder dem externen Generator verbunden
ist.
Die maximale Stoppfrequenz des R&S FSQ wird begrenzt auf die maximale
Generatorfrequenz. Diese Obergrenze verringert sich automatisch um einen
eingestellten Frequenzoffset des Generators und einen eingestellten
Vervielfachungsfaktor.
Bei eingeschaltetem externem Generator sind die FFT-Filter (FILTER TYPE FFT
im Menü BW) nicht verfügbar.
Tritt während der Programmierung des externen Generators ein Fehler am GPIB
auf, so wird der Generator abgeschaltet und folgende Fehlermeldung
ausgegeben:
Beim Ausschalten des externen Generators mittels EXT SRC OFF wird die GPIBKontrolle an der Schnittstelle IEC2 wieder abgegeben, d.h., ab diesem Zeitpunkt
kann ein anderer Steuerrechner wieder die Kontrolle über den Signalgenerator
übernehmen
Fernsteuerungsbefehl:
SELECT
GENERATOR
SOUR:EXT ON
Der Softkey SELECT GENERATOR öffnet eine Tabelle zur Auswahl des Generators
und zur Festlegung von GPIB-Adresse und Steuerschnittstelle.
Die Tabelle erlaubt die Konfiguration von zwei Generatoren, damit auf einfache
Weise zwischen zwei unterschiedlichen Konfigurationen umgeschaltet werden
kann.
Die einzelnen Felder enthalten dabei folgende Einstellungen:
•
SRC
Index des ausgewählten Generators
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.274
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
•
TYPE
Das Feld öffnet die Liste mit den verfügbaren Generatoren (siehe Liste der vom
R&S FSQ unterstützten Generatortypen):
Nach Abschluss der Auswahl werden die übrigen Felder der Tabelle mit den
Eigenschaften des Generators belegt.
Eine Liste der vom R&S FSQ unterstützten Generatortypen befindet sich am
Ende des Kapitels “Liste der vom R&S FSQ unterstützten Generatortypen” on
page 4.276.
•
IFC
Dieser Befehl wählt den Schnittstellentyp des externen Generators 1 bzw. 2 aus.
Zur Auswahl stehen dabei:
– GPIB: GPIB allein, für alle Generatoren anderer Hersteller und einige Rohde
& Schwarz-Geräte geeignet
– TTL: GPIB- und TTL-Schnittstelle zur Synchronisierung, für die meisten Rohde
& Schwarz- Generatoren, siehe Tabelle oben.
Der Unterschied zwischen den beiden Betriebsarten liegt in der Geschwindigkeit
der Ansteuerung: Während beim reinen GPIB-Betrieb jede einzustellende
Frequenz einzeln zum Generator übertragen werden muss, kann bei zusätzlicher
Verwendung der TTL-Schnittstelle eine ganze Frequenzliste auf ein Mal
programmiert und anschließend per TTL-Handshake die Frequenzfortschaltung
durchgeführt werden, was zu erheblichen Geschwindigkeitsvorteilen führt.
Generatoren, die über die TTL-Schnittstelle verfügen, können auch mit GPIB allein
betrieben werden.
Nur einer der beiden Generatoren kann über die TTL-Schnittstelle betrieben
werden. Der andere Generator muss für GPIB konfiguriert werden.
•
GPIB ADDR
GPIB-Adresse des betreffenden Generators. Zulässig sind Adressen von 0 bis 30.
•
MODE
Betriebsart des Generators. Der mit dem Softkey FREQUENCY SWEEP
aktivierte Generator wird jeweils automatisch auf Fernsteuerbetrieb (REMOTE)
gestellt, der andere auf Handbetrieb (LOCAL).
•
F MIN F MAX
Frequenzbereich des Generators. Die Start- und Stoppfrequenz des R&S FSQ
sind so zu wählen, dass der angegebene Bereich nicht überschritten wird. Liegt
die Startfrequenz unterhalb von F MIN, so wird der Generator erst bei Erreichen
von F MIN eingeschaltet.
Liegt die Stoppfrequenz oberhalb von F MAX, so wird sie beim Einschalten des
Generators mit Softkey EXT SRC ON/OFF auf F MAX begrenzt.
•
P MIN P MAX
Pegelbereich des Generators. Damit wird der zulässige Eingabebereich für Spalte
POWER in der Tabelle FREQUENCY SWEEP festgelegt..
Fernsteuerungsbefehl:
4.275
SYST:COMM:RDEV:GEN2:TYPE 'SMA01A'
SYST:COMM:RDEV:GEN:LINK TTL
SYST:COMM:GPIB:RDEV:GEN1:ADDR 28
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
4.8.7
Liste der vom R&S FSQ unterstützten Generatortypen
R&S SMA und R&S SMU erfordern die folgenden Firmware-Versionen:
•
R&S SMA: V2.10.x oder höher
•
R&S SMU: V1.10 oder höher
Generator
Interface
Type
Generator
Min. Freq.
Generator
Max. Freq.
Generator
Min. Power
Generator
Max Power
dBm
dBm
SMA100A 1)
TTL
9 kHz
6.0 GHz
-145
+30
SMB100A 1)
TTL
9 kHz
6.0 GHz
-145
+30
SMBV100A 1)
TTL
9 kHz
6.0 GHz
-145
+30
SMC100A 1)
GPIB
9 kHz
6.0 GHz
-120
+19
SME02
TTL
5 kHz
1.5 GHz
-144
+16
SME03
TTL
5 kHz
3.0 GHz
-144
+16
SME06
TTL
5 kHz
6.0 GHz
-144
+16
SMF100A 1)
TTL
100 kHz
43.5 GHz
-130
+30
SMG
GPIB
100 kHz
1.0 GHz
-137
+13
SMGL
GPIB
9 kHz
1.0 GHz
-118
+30
SMGU
GPIB
100 kHz
2.16 GHz
-140
+13
SMH
GPIB
100 kHz
2.0 GHz
-140
+13
SMHU
GPIB
100 kHz
4.32 GHz
-140
+13
SMIQ02B
TTL
300 kHz
2.2 GHz
-144
+13
SMIQ02E
GPIB
300 kHz
2.2 GHz
-144
+13
SMIQ03B
TTL
300 kHz
3.3 GHz
-144
+13
SMIQ03E
GPIB
300 kHz
3.3 GHz
-144
+13
SMIQ04B
TTL
300 kHz
4.4 GHz
-144
+10
SMIQ06B
TTL
300 kHz
6.4 GHz
-144
+10
SMJ03
TTL
100 kHz
3 GHz
-145
+13
SMJ06
TTL
100 kHz
6 GHz
-145
+13
SML01
GPIB
9 kHz
1.1 GHz
-140
+13
SML02
GPIB
9 kHz
2.2 GHz
-140
+13
SML03
GPIB
9 kHz
3.3 GHz
-140
+13
SMP02
TTL
10 MHz
20 GHz
-130 3)
+17 3)
SMP03
TTL
10 MHz
27 GHz
-130 3)
+13 3)
SMP04
TTL
10 MHz
40 GHz
-130 3)
+12 3)
SMP22
TTL
10 MHz
20 GHz
-130 3)
+20 3)
SMR 2)
TTL
10 MHz
60 GHz
-130
+13
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.276
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
Generator
1)
Interface
Type
Generator
Min. Freq.
Generator
Max. Freq.
Generator
Min. Power
Generator
Max Power
dBm
dBm
SMT02
GPIB
5.0 kHz
1.5 GHz
-144
+13
SMT03
GPIB
5.0 kHz
3.0 GHz
-144
+13
SMT06
GPIB
5.0 kHz
6.0 GHz
-144
+13
SMV03
GPIB
9 kHz
3.3 GHz
-140
+13
SMU200A 3)
TTL
100 kHz
2.2 GHz
-145
+13
SMX
GPIB
100 kHz
1.0 GHz
-137
+13
SMY01
GPIB
9 kHz
1.04 GHz
-140
+13
SMY02
GPIB
9 kHz
2.08 GHz
-140
+13
HP8254A
GPIB
250 kHz
4 GHz
-135
+25
HP8257D
GPIB
250 kHz
7 GHz
-135
+25
HP8340A
GPIB
10 MHz
26.5 GHz
-110
10
HP8648
GPIB
9 kHz
4 GHz
-136
10
HP83620A
GPIB
10 MHz
20 GHz
-110
13
HP ESG-A
Series
GPIB
250 kHz
4 GHz
-136
20
HP ESG-B
Series
GPIB
250 kHz
3 GHz
-136
+10
Die obere Frequenzgrenze hängt von der eingebauten Frequenzoption ab, mit der der Generator ausgestattet ist.
Im Dialog, in dem der Generator ausgewählt werden kann, wird die Frequenzgrenze im Generatornamen ausgewiesen (z.B. Generator
SMBV100A6 heisst, dass der Generator SMBV eine obere Frequenzgrenze von 6 GHz hat).
2)
Die obere Frequenzgrenze, sowie die inimale und maximale Ausgangsleistung hängt von der Variante ab. Zusätzlich hängt die minimale
und maximale Leistung davon ab, ob Option R&S SMR-B15/-B17 installiert sind. Die untere Frequenzgrenze hängt davon ab, ob Option
R&S SMR-B11 installiert ist.
Weitere Informationen stehen im Datenblatt des R&S SMR.
SMBV100A6 heisst, dass der Generator SMBV eine obere Frequenzgrenze von 6 GHz hat).
2)
Die obere Frequenzgrenze, sowie die inimale und maximale Ausgangsleistung hängt davon ab, welche RF Pfad Option (R&S SMUB10x) installiert ist und ob Option R&S SMU-B31 installiert ist.
Weitere Informationen stehen im Datenblatt des R&S SMU.
4.277
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
FREQUENCY
SWEEP
Der Softkey FREQUENCY SWEEP öffnet eine Tabelle zur Einstellung des
Generatorpegels sowie des Multiplikators und des Offsets, über den sich die
Generatorfrequenz aus der Analysatorfrequenz errechnet.
Auch diese Tabelle erlaubt die Konfiguration von zwei Generatoren, damit auf
einfache Weise zwischen zwei unterschiedlichen Konfigurationen umgeschaltet
werden kann.
SRC
Index des ausgewählten Generators
STATE
Wählt den aktiven Generator aus. Es kann nur jeweils ein
Generator gleichzeitig aktiv sein. In der Tabelle SELECT
GENERATOR wird die Betriebsart des aktiven Generators auf
Fernsteuerung (REMOTE) umgestellt.
POWER
Erlaubt die Eingabe des Generatorpegels in den Grenzen P MIN
bis P MAX der Tabelle SELECT GENERATOR.
NUM
Numerator,
DEN
Denominator,
OFFSET
Offset, über den die Generatorfrequenz aus der aktuellen
Frequenz des R&S FSQ gemäß folgender Formel hervorgeht:
Numerator
F Generator = F Analyzer ⋅ ----------------------------------- + F Offset
Denominator
Zu beachten ist, dass die aus Start- und Stoppfrequenz des
R&S FSQ resultierenden Frequenzen den zulässigen Bereich
des Generators nicht überschreiten dürfen:
➢ Liegt die Startfrequenz unterhalb von F MIN, so wird der Generator erst bei Erreichen von F MIN eingeschaltet.
➢ Liegt die Stoppfrequenz oberhalb von F MAX, so wird der
Generator ausgeschaltet. Beim anschließenden Einschalten
des Generators mit Softkey EXT SRC ON/OFF wird die Stoppfrequenz dann auf F MAX begrenzt.
➢ Liegt die Stoppfrequenz unter F MIN, so wird der Generator
ausgeschaltet und folgende Fehlermeldung ausgegeben:
OFFSET
➢ m Zeitbereich (Span = 0 Hz) geht die Generatorfrequenz über
die Berechnungsformel aus der eingestellten Empfangsfrequenz des R&S FSQ hervor.
Zur besseren Übersicht ist die Formel auch in der Tabelle
dargestellt
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.278
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Externe Generatorsteuerung – Option R&S FSP-B10
OFFSET
Die Offseteinstellung kann dazu benutzt werden, einen
Rückwärtssweep zu erzeugen, in dem man einen negativen
Offset in der Formel oben einsetzt.
Beispiel:
FAnalyzerStart= 100 MHz
FAnalyzerStop = 200 MHz
FOffset = -300 MHz
Numerator = Denominator = 1
→ FGeneratorStart = 200 MHz
→ FGeneratorStop = 100 MHz
Falls der Offset so eingestellt ist, dass der Generatorsweep
die 0-Hz-Frequenz kreuzt, wird die Meldung ’via 0 Hz’
angezeigt.
Beispiel für Rückwärtssweep via 0 Hz
FAnalyzerStart= 100 MHz
FAnalyzerStop = 200 MHz
FOffset = -150 MHz
Numerator = Denominator = 1
→ FGeneratorStart = 50 MHz
→ FGeneratorStop = 50 MHz via 0 Hz
RESULT
Der aus der Berechnungsformel resultierender Frequenzbereich
des Generators. Ein Sternchen (*) hinter der Obergrenze zeigt
an, dass die Stoppfrequenz des R&S FSQ beim Einschalten des
Generators
angepasst
werden
muss,
um
dessen
Maximalfrequenz nicht zu überschreiten.
Im nachfolgenden Bild ist dies bei einer Stoppfrequenz des
R&S FSQ von 3.2 GHz für den oberen Generator der Fall,
während beim unteren Generator noch keine Anpassung
notwendig ist:
Fernsteuerungsbefehl:
GEN REF INT /
EXT
Der Softkey GEN REF INT / EXT schaltet den Referenzoszillator des Generators
zwischen seiner internen und einer externen Referenzquelle um. Die Auswahl EXT
erlaubt den Anschluss des externen Generators an eine externe
Bezugsfrequenzquelle. In der Grundeinstellung ist die interne Referenzquelle
ausgewählt.
Fernsteuerungsbefehl:
4.279
SOUR:EXT:POW –30dBm
SOUR:EXT:FREQ:NUM 4
SOUR:EXT:FREQ:DEN 3
SOUR:EXT:FREQ:OFFS 100MHZ
SOUR:EXT1:ROSC INT
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
LAN-Schnittstelle (Option R&S-FSP-B16)
4.9
LAN-Schnittstelle (Option R&S-FSP-B16)
Mit der LAN-Schnittstelle, kann das Gerät an ein Ethernet-LAN (Local Area
Network) angeschlossen werden. Damit ist es möglich, Daten über das Netzwerk zu
übertragen und Netzwerkdrucker zu nutzen. Außerdem kann das Gerät über
Netzwerk fernbedient werden.
Eine genaue Beschreibung findet sich
"Inbetriebnahme" und Kapitel "LAN-Interface".
4.9.1
im
Kompakthandbuch,
Kapitel
NOVELL Netzwerke
Beim Betriebssystem NETWARE von NOVELL handelt es sich um ein Servergestütztes System. Es können keine Daten zwischen einzelnen Arbeitsstationen
ausgetauscht werden, sondern der Datenverkehr erfolgt zwischen dem
Arbeitsplatzrechner und einem zentralen Rechner, dem Server. Dieser Server stellt
Speicherplatz sowie die Verbindung zu Netzwerkdruckern zu Verfügung. Die Daten
auf einem Server sind in Verzeichnissen wie bei DOS organisiert und werden der
Workstation als virtuelle Laufwerke zu Verfügung gestellt. Ein virtuelles Laufwerk
verhält sich auf der Workstation wie eine weitere Festplatte, die Daten können auch
entsprechend bearbeitet werden. Auch Netzwerkdrucker können wie normale
Drucker angesprochen werden.
Das NOVELL-Netzwerkbetriebssystem liegt in zwei Formen vor: Bindarybasiert (bei
NETWARE 3) und NDS-basiert (bei neueren Versionen von NETWARE). Bei der
älteren Version, NETWARE 3, verwaltet jeder Server seine Ressourcen selbst und
ist unabhängig. Ein Benutzer muss dabei auf jedem Server extra verwaltet werden.
Bei NDS-basierten Versionen werden alle Ressourcen im Netzwerk zusammen in
der NDS (NOVELL DIRECTORY SERVICE) verwaltet. Der Benutzer muss sich nur
einmal im Netzwerk anmelden, und erhält Zugriff auf die für ihn freigegebenen
Ressourcen. Die einzelnen Ressourcen und Benutzer werden als Objekte in einem
hierarchischen Baum (NDS TREE) verwaltet. Der Platz des Objekts im Baum wird
bei NETWARE als "CONTEXT" bezeichnet und muss zum Zugriff auf die
Ressourcen bekannt sein.
4.9.2
MICROSOFT Netzwerk
Bei MICROSOFT können sowohl Daten zwischen Arbeitsstationen (Peer to Peer)
als auch zwischen Arbeitsstationen und Servern ausgetauscht werden. Diese
können den Zugriff auf eigene Dateien sowie die Verbindung zu Netzwerkdruckern
zur Verfügung stellen. Die Daten auf einem Server sind in Verzeichnissen wie bei
DOS organisiert und werden der Workstation als virtuelle Laufwerke zur Verfügung
gestellt. Ein virtuelles Laufwerk verhält sich auf der Workstation wie eine weitere
Festplatte, die Daten können auch entsprechend bearbeitet werden. Auch
Netzwerkdrucker können wie normale Drucker angesprochen werden. Die
Verbindung ist zu DOS, WINDOWS FOR WORKGROUPS, WINDOWS 95/98/ME,
WINDOWS NT/XP möglich.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.280
R&S FSQ
Gerätefunktionen
LAN-Schnittstelle (Option R&S-FSP-B16)
4.9.3
Datenfernübertragung bei TCP/IP-Diensten
Unter dem Protokoll TCP/IP ist es möglich, Dateien zwischen verschieden
Rechnersystemen zu übertragen. Dabei ist es notwending, dass auf beiden
Rechnern ein Programm läuft, das diesen Datentransfer steuert. Es ist nicht
notwendig. dass bei beiden Partnern dasselbe Betriebs- oder Dateisystem
verwendet wird. Es ist z.B. ein Dateitransfer zwischen DOS/WINDOWS und UNIX
möglich. Einer der beiden Partner muss als Host (Gastgeber), der andere als Client
konfiguriert sein. Die Rolle kann aber auch wechseln. Normalerweise wird das
System, das mehrere Prozesse gleichzeitig ausführen kann (UNIX), den Hostpart
übernehmen. Das üblicherweise unter TCP/IP verwendete Dateitransferprogramm
ist FTP (File Transfer Protocol). Auf der Mehrzahl der UNIX Systeme ist ein FTP
Host standardmäßig installiert.
Wenn die TCP/IP-Dienste installiert sind, kann mit "Start" - "Programs" "Accessories" - "Telnet" eine Terminalverbindung, oder mit "Start" - "Run" "ftp" - "OK"
eine Datenübertragung mittels FTP erfolgen. Damit können alle Rechnersysteme
angesprochen werden, die diese universellen Protokolle unterstützen (UNIX, VMS,
...).
Für weitergehende Information wird auf die einschlägige XP-Literatur verwiesen.
Dateitransfer via FTP
Der Gesamtumfang der Funktionen und Befehle ist in der Literatur zu FTP
beschrieben. Die nachfolgende Tabelle enthält daher nur einen Auszug der
wichtigsten Funktionen:
Herstellen der Verbindung
➢ In der Taskleiste Start und dann Run anklicken
➢ Der DOS Befehl FTP startet das Programm.
➢ Der Befehl OPEN <xx.xx.xx.xx> stellt die Verbindung her. (xx.xx.xx.xx =
IP-Adresse z. B 89.0.0.13)
Übertragen von Daten
4.281
•
Der Befehl PUT <dateiname> überträgt die Daten zum Zielsystem.
•
Der Befehl GET <dateiname> überträgt die Daten vom Zielsystem.
•
Der Befehl TYPE B überträgt die Daten im BINARY-Format, es erfolgt keinerlei
Konvertierung.
•
Der Befehl TYPE A überträgt die Daten im ASCII-Format. Damit werden
Steuerzeichen so konvertiert dass die Text-Dateien auch auf dem Zielsystem
lesbar sind.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
LAN-Schnittstelle (Option R&S-FSP-B16)
Beispiele
PUT C:\AUTOEXEC.BAT
schickt die Datei AUTOEXEC.BAT an das Zielsystem.
LCD DATA
wechselt in der Rechnerfunktion in das Unterverzeichnis DATA.
CD SETTING
wechselt auf dem Zielsystem in das Unterverzeichnis SETTING.
dateiname = Name der Datei z.B. DATA.TXT
Wechseln der Verzeichnisse
•
Der Befehl LCD <path> wechselt wie bei DOS das Verzeichnis.
•
Der Befehl LDIR zeigt den Verzeichnisinhalt an.
Diese Befehle beziehen sich auf das Dateisystem des R&S FSQ. Wird das »L« vor
den Befehlen weggelassen, so gelten sie für das Zielsystem.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.282
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
4.10
RSIB-Protokoll
Das Gerät ist serienmäßig mit dem RSIB-Protokoll ausgestattet, das Steuerung des
Gerätes durch Visual C++- und Visual Basic-Programme, aber auch durch die
Windows-Anwendungen WinWord und Excel, sowie National Instruments LabView,
LabWindows/CVI und Agilent VEE ermöglicht. Die Steueranwendungen laufen auf
einem externen Rechner im Netzwerk.
Auf dem externen Rechner kann außer einem Windows-Betriebssystem auch ein
Unix-Betriebssystem installiert sein. In diesem Fall werden die Steueranwendungen
entweder in C oder C++ erstellt. Die unterstützten Unix-Betriebssysteme umfassen:
•
Sun Solaris 2.6 Sparc Station
•
Sun Solaris 2.6 Intel-Platform
•
Red Hat Linux 6.2 x86 Processors
4.10.1
Fernsteuerung über RSIB-Protokoll
4.10.1.1
Windows-Umgebungen
Um über das RSIB-Protokoll auf die Messgeräte zugreifen zu können, muss die
Datei RSIB32.DLL in das Windows system32-Verzeichnis oder in das Verzeichnis
der Steueranwendungen kopiert werden. Für 16-bit Applikationen muss zusätzlich
die Datei RSIB.DLL in die genannten Verzeichnisse kopiert werden. Die Dateien
RSIB.DLL und RSIB32.DLL sind auf dem Gerät im Verzeichnis D:\R_S\Instr\RSIB
enthalten.
Für die verschiedenen Programmiersprachen existieren Dateien, die
Deklarationen der DLL-Funktionen und Definition der Fehlercodes enthalten.
die
Visual Basic (16 bit):
'RSIB.BAS'
(D:\R_S\Instr\RSIB)
Visual Basic (32 bit):
'RSIB32.BAS'
(D:\R_S\Instr\RSIB)
C:/C++:
'RSIB.H'
(D:\R_S\Instr\RSIB)
Für C- und C++-Programme stehen zusätzlich Importbibliotheken zur Verfügung.
Importbibliothek für RSIB.DLL:
RSIB.LIB'
(D:\R_S\Instr\RSIB)
Importbibliothek für RSIB32.DLL:
RSIB32.LIB'
(D:\R_S\Instr\RSIB)
Die Steuerung erfolgt mit Visual C++ oder Visual Basic-Programmen, WinWord,
Excel, LabView, LabWindows/CVI oder Agilent VEE. Jede Applikation, die eine DLL
laden kann, ist in der Lage, das RSIB-Protokoll zu nutzen. Die Programme
verwenden zum Verbindungsaufbau die IP-Adresse des Gerätes oder dessen
hostname.
Über VisualBasic:
ud = RSDLLibfind ("82.1.1.200", ibsta, iberr, ibcntl)
Die Rückkehr in den manuellen Betrieb kann über die Frontplatte (Taste LOCAL)
oder über das RSIB-Protokoll erfolgen:
Über RSIB:
ud = RSDLLibloc (ud, ibsta, iberr, ibcntl);
bzw.
ud = RSDLLibonl (ud, 0, ibsta, iberr, ibcntl);
4.283
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
4.10.1.2
Unix-Umgebungen
Um über das RSIB-Protokoll auf die Messgeräte zugreifen zu können, muss die
Datei librsib.so.X.Y in ein Verzeichnis kopiert werden, für das die
Steueranwendung Leserechte besitzt. X.Y im Dateinamen bezeichnet die
Versionsnummer der Bibliothek, zum Beispiel 1.0.
Die Bibliothek librsib.so.X.Y ist als sogenannte shared library erstellt. Die
Anwendungen, die die Bibliothek benützen, haben sich aber nicht um Versionen zu
kümmern. Sie linken einfach mit der Option -lrsib die Bibliothek mit. Damit erstens
der Linkvorgang erfolgreich verläuft und zweitens zur Laufzeit die Bibliothek
gefunden wird, müssen die folgenden Hinweise beachtet werden:
Datei-Link:
•
Mit dem Betriebssystembefehl ln in einem Verzeichnis, für das die
Steueranwendung Leserechte besitzt, eine Datei mit dem Link-Namen
librsib.so erstellen, die auf librsib.so.X.Y zeigt. Beispiel:
$ ln –s /usr/lib/librsib.so.1.0 /usr/lib/librsib.so
Linker-Optionen für die Anwendungserstellung:
•
-lrsib : Importbibliothek
•
-Lxxx: Pfadangabe, wo die Importbibliothek gefunden wird. Dies ist der Ort, an
dem obiger Datei-Link erstellt wurde. Beispiel: -L/usr/lib.
Zusätzliche Linker-Optionen für die Anwendungserstellung (nur unter Solaris):
•
-Rxxx: Pfadangabe, wo zur Laufzeit nach der Bibliothek gesucht werden soll.
Beispiel: -R/usr/lib.
Laufzeitumgebung:
•
Umgebungsvariable LD_RUN_PATH auf das Verzeichnis setzen, in dem obiger
Datei-Link erstellt wurde. Dies ist nur dann nötig, wenn librsib.so nicht im
Standardsuchpfad des Betriebssystems zu finden ist und wenn die -R LinkerOption (nur Solaris) nicht spezifiziert wurde.
Für die C/C++-Programmierung sind die Deklarationen der Bibliotheks-Funktionen
und Definition der Fehlercodes enthalten in:
C/C++:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
'RSIB.H'
(D:\R_S\Instr\RSIB)
4.284
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
4.10.2
RSIB-Schnittstellenfunktionen
In diesem Kapitel sind alle Funktionen der Bibliothek "RSIB.DLL",
"RSIB32.DLL" bzw. "librsib.so" aufgelistet, mit denen Steueranwendungen
erstellt werden können.
4.10.3
Übersicht der Schnittstellenfunktionen
Die Funktionen der Bibliothek sind an die Schnittstellenfunktionen von National
Instruments für IEC-Bus-Programmierung angepasst. Die Funktionen, die von der
Bibliothek unterstützt werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet.
4.285
Funktion
Beschreibung
RSDLLibfind()
Liefert ein Handle für den Zugriff auf ein Gerät.
RSDLLibwrt()()
Sendet einen nullterminierten String an ein Gerät.
RSDLLilwrt()()
Sendet eine bestimmte Anzahl von Bytes an ein Gerät.
RSDLLibwrtf()()
Sendet den Inhalt einer Datei an ein Gerät.
RSDLLibrd()
Liest Daten von einem Gerät in einen String.
RSDLLilrd()()
Liest eine bestimmte Anzahl von Bytes von einem Gerät.
RSDLLibrdf()
Liest Daten von einem Gerät in eine Datei.
RSDLLibtmo()()
Setzt Timeout für RSIB-Funktionen
RSDLLibsre()()
Schaltet ein Gerät in den Zustand local bzw. remote
RSDLLibloc()()
Schaltet ein Gerät temporär in den Zustand local
RSDLLibeot()()
Freigeben/Sperren der END-Message bei Schreiboperationen.
RSDLLibrsp()()
Führt einen Serial Poll durch und liefert das Statusbyte.
RSDLLibonl()()
Setzt das Gerät On-/Offlline.
RSDLLTestSRQ()()
Überprüft, ob ein Gerät einen SRQ erzeugt hat.
RSDLLWaitSrq()()
Wartet bis ein Gerät einen SRQ erzeugt.
RSDLLSwapBytes
Dreht die Byte-Folge für binäre Zahlendarstellungen (nur auf
nicht-Intel Plattformen benötigt)
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
4.10.3.1
Variablen ibsta, iberr, ibcntl
Wie bei der National Instruments-Schnittstelle kann die erfolgreiche Ausführung
eines Befehls anhand der Variablen ibsta, iberr und ibcntl überprüft werden. Hierzu
werden allen RSIB-Funktionen Referenzen auf diese drei Variablen übergeben.
Statuswort - ibsta
Das Statuswort ibsta liefert Informationen über den Zustand der RSIB-Schnittstelle
enthält. Folgende Bits sind dabei definiert:
BitBezeichnung
Bit
HexCode
Beschreibung
ERR
15
8000
Wird gesetzt, wenn bei einem Funktionsaufruf ein
Fehler aufgetreten ist. Falls dieses Bit gesetzt ist,
enthält iberr einen Fehlercode, der den Fehler
genauer spezifiziert.
TIMO
14
4000
Wird gesetzt, wenn bei einem Funktionsaufruf ein
Timeout aufgetreten ist.
CMPL
8
0100
Wird gesetzt, falls die Antwort des IEC-Bus-Parsers
komplett ausgelesen wurde. Wird eine Antwort des
Parsers mit der Funktion RSDLLilrd() ausgelesen,
wobei die Länge des Buffers nicht für die Antwort
ausreicht, dann wird das Bit gelöscht.
Fehlervariable - iberr
Ist im Statuswort das ERR-Bit (8000h) gesetzt, dann enthält iberr einen
Fehlercode, mit dem der Fehler genauer spezifiziert wird. Für das RSIB-Protokoll
sind eigene Fehlercodes definiert, unabhängig von der National InstrumentsSchnittstelle.
Fehler
Fehlercode
Beschreibung
IBERR_CONNECT
2
Der Verbindungsaufbau zum Messgerät ist
gescheitert.
IBERR_NO_DEVICE
3
Eine Funktion der Schnittstelle wurde mit einem
ungültigen Gerätehandle aufgerufen.
IBERR_MEM
4
Kein freier Speicher vorhanden.
IBERR_TIMEOUT
5
Timeout ist aufgetreten.
IBERR_BUSY
6
Das RSIB-Protokoll ist durch eine noch nicht beendete
Funktion blockiert.
IBERR_FILE
7
Fehler beim Lesen bzw. Schreiben in eine Datei.
IBERR_SEMA
8
Fehler beim Erzeugen oder Belegen einer Semaphore
(nur unter Unix)
Zählvariable - ibcntl
Die Variable ibcntl wird nach jedem Lese- bzw. Schreibfunktionsaufruf mit der
Anzahl der übertragenen Bytes aktualisiert.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.286
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
4.10.3.2
Beschreibung der Schnittstellenfunktionen
RSDLLibfind()
Die Funktion liefert ein Handle für den Zugriff auf das Gerät mit dem Namen
udName.
VB-Format:
Function RSDLLibfind (ByVal udName$, ibsta%,
iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibfind( char far *udName,
short far *ibsta, short far *iberr, unsigned
long far *ibcntl)
C-Format (Unix): short RSDLLibfind( char *udName, short
*ibsta, short *iberr, unsigned long *ibcntl)
Parameter:
udName
Beispiel:
ud = RSDLLibfind ("89.10.38.97", ibsta,
iberr, ibcntl)
IP-Adresse des Geräts
Die Funktion muss vor allen anderen Funktionen der Schnittstelle aufgerufen
werden.
Als Rückgabewert liefert die Funktion ein Handle, das in allen Funktionen zum
Zugriff auf das Gerät angegeben werden muss. Wird das Gerät mit dem Namen
udName nicht gefunden, dann besitzt das Handle einen negativen Wert.
RSDLLibwrt()
Diese Funktion sendet Daten an das Gerät mit dem Handle ud.
VB-Format:
Function RSDLLibwrt (ByVal ud%, ByVal Wrt$,
ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibwrt( short ud, char far
*Wrt, short far *ibsta, short far *iberr,
unsigned long far *ibcntl )
C-Format (Unix): short RSDLLibwrt( short ud, char *Wrt, short
*ibsta, short *iberr, unsigned long *ibcntl
)
Parameter:
Beispiel:
ud
Geräte-Handle
Wrt
String, der zum Gerät gesendet wird.
RSDLLibwrt(ud, "SENS:FREQ:STAR?", ibsta,
iberr, ibcntl)
Mit der Funktion können Einstell- und Abfragebefehle an die Messgeräte gesendet
werden. Ob die Daten als kompletter Befehl interpretiert werden, kann mit der
Funktion RSDLLibeot() eingestellt werden.
4.287
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
RSDLLilwrt()
Diese Funktion sendet Cnt Bytes an ein Gerät mit dem Handle ud.
VB-Format:
Function RSDLLilwrt (ByVal ud%, ByVal Wrt$,
ByVal Cnt&, ibsta%, iberr%, ibcntl&) As
Integer
C format:
short WINAPI RSDLLilwrt( short ud, char far
*Wrt, unsigned long Cnt, short far *ibsta,
short far *iberr, unsigned long far *ibcntl)
C-Format (Unix): short RSDLLilwrt( short ud, char *Wrt,
unsigned long Cnt, short *ibsta, short
*iberr, unsigned long *ibcntl)
Parameter:
Beispiel:
ud
Geräte-Handle
Wrt
String, der zum
gesendet wird.
Cnt
Anzahl der Bytes, die zum Gerät
gesendet werden.
IEC-Bus-Parser
RSDLLilwrt (ud, '......', 100, ibsta,
iberr, ibcntl)
Die Funktion sendet wie RSDLLibwrt() Daten an ein Gerät. Der Unterschied ist,
dass auch binäre Daten versendet werden können. Die Länge der Daten ist nicht
durch einen nullterminierten String, sondern durch die Angabe von Cnt Bytes
bestimmt. Falls die Daten mit EOS (0Ah) abgeschlossen werden sollen, dann muss
das EOS-Byte an den String angehängt werden.
RSDLLibwrtf()
Diese Funktion sendet den Inhalt einer Datei file$ an das Gerät mit dem Handle
ud.
VB-Format:
Function RSDLLibwrtf (ByVal ud%, ByVal
file$, ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibwrt( short ud, char far
*Wrt, short far *ibsta, short far *iberr,
unsigned long far *ibcntl )
C-Format (Unix): short RSDLLibwrt( short ud, char *Wrt, short
*ibsta, short *iberr, unsigned long *ibcntl
)
Parameter:
Beispiel:
ud
Geräte-Handle
file
Datei, dessen
gesendet wird.
Inhalt
zum
Gerät
RSDLLibwrtf(ud, "C:\db.sav", ibsta, iberr,
ibcntl)
Mit der Funktion können Einstell- und Abfragebefehle an die Messgeräte gesendet
werden. Ob die Daten als kompletter Befehl interpretiert werden, kann mit der
Funktion RSDLLibeot() eingestellt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.288
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
RSDLLibrd()
Die Funktion liest Daten vom Gerät mit dem Handle ud in den String Rd.
VB-Format:
Function RSDLLibrd (ByVal ud%, ByVal Rd$,
ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibrd( short ud, char far
*Rd, short far *ibsta, short far *iberr,
unsigned long far *ibcntl )
C-Format (Unix): short RSDLLibrd( short ud, char *Rd, short
*ibsta, short *iberr, unsigned long *ibcntl
)
Parameter:
Beispiel:
ud
Geräte-Handle
Rd
String, in den die gelesenen Daten
kopiert werden.
RSDLLibrd (ud, Rd, ibsta, iberr, ibcntl)
Diese Funktion holt die Antworten des IEC-Bus-Parser auf einen Abfragebefehl ab.
Bei der Programmierung in Visual Basic muss vorher ein String mit ausreichender
Länge erzeugt werden. Dies kann entweder bei der Definition des Strings oder mit
dem Befehl Space$() erfolgen.
Erzeugen eines Strings der Länge 100:
– Dim Rd as String * 100
– Dim Rd as String
Rd = Space$(100)
RSDLLilrd()
Diese Funktion liest Cnt Bytes vom Gerät mit dem Handle ud.
VB-Format:
Function RSDLLilrd (ByVal ud%, ByVal Rd$,
ByVal Cnt&, ibsta%, iberr%, ibcntl&) As
Integer
C format:
short WINAPI RSDLLilrd( short ud, char far
*Rd, unsigned long Cnt, short far *ibsta,
short far *iberr, unsigned long far *ibcntl
)
C-Format (Unix): short RSDLLilrd( short ud, char *Rd,
unsigned long Cnt, short *ibsta, short
*iberr, unsigned long *ibcntl )
Parameter:
Beispiel:
ud
Geräte-Handle
cnt
Maximale Anzahl der Bytes, die von
der DLL in den Zielstring Rd kopiert
werden.
RSDLLilrd (ud, RD, 100, ibsta, iberr,
ibcntl)
Die Funktion liest Daten von einem Gerät wie die Funktion RSDLLibrd(). Der
Unterschied ist, dass hier mit Cnt die maximale Anzahl der Bytes angegeben
werden kann, die in den ZielstringRd kopiert werden. Mit dieser Funktion kann das
Schreiben über das Stringende hinaus vermieden werden.
4.289
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
RSDLLibrdf()
Liest Daten vom Gerät mit dem Handle ud in die Datei file.
VB-Format:
Function RSDLLibrdf (ByVal ud%, ByVal
file$, ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibrd( short ud, char far
*file, short far *ibsta, short far *iberr,
unsigned long far *ibcntl )
C-Format (Unix): short RSDLLibrd( short ud, char *file, short
*ibsta, short *iberr, unsigned long *ibcntl
)
Parameter:
Beispiel:
ud
Geräte-Handle
file
Datei, in die die gelesenen Daten
geschrieben werden.
RSDLLibrdf (ud, "c:\db.sav", ibsta, iberr,
ibcntl)
Der Dateiname kann auch eine Laufwerks- und Pfadangabe enthalten.
RSDLLibtmo()
Diese Funktion legt die Timeout-Grenze für ein Gerät fest. Der Defaultwert für die
Timeout-Grenze ist auf 5 Sekunden eingestellt.
VB-Format:
Function RSDLLibtmo (ByVal ud%, ByVal tmo%,
ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibtmo( short ud, short
tmo, short far *ibsta, short far *iberr,
unsigned long far *ibcntl )
C-Format (Unix): short RSDLLibtmo( short ud, short tmo, short
*ibsta, short *iberr, unsigned long *ibcntl
)
Parameter:
Beispiel:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
ud
Geräte-Handle
tmo
Zeit in Sekunden
RSDLLibtmo (ud, 10, ibsta, iberr, ibcntl)
4.290
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
RSDLLibsre()
Diese Funktion schaltet das Gerät in den Zustand 'LOCAL' oder 'REMOTE'.
VB-Format:
Function RSDLLibsre (ByVal ud%, ByVal v%,
ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibsre( short ud, short v,
short far *ibsta, short far *iberr, unsigned
long far *ibcntl)
C-Format (Unix): short RSDLLibsre( short ud, short v, short
*ibsta, short *iberr, unsigned long
*ibcntl)
Parameter:
Beispiel:
ud
Geräte-Handle
v
Zustand des Geräts
0 - local
1 - remote
RSDLLibsre (ud, 0, ibsta, iberr, ibcntl)
RSDLLibloc()
Die Funktion schaltet das Gerät temporär in den Zustand 'LOCAL'.
VB-Format:
Function RSDLLibloc (ByVal ud%, ibsta%,
iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibloc( short ud, short far
*ibsta, short far *iberr, unsigned long far
*ibcntl)
C-Format (Unix): short RSDLLibloc( short ud, short *ibsta,
short *iberr, unsigned long *ibcntl)
Parameter:
ud
Beispiel:
RSDLLibloc (ud, ibsta, iberr, ibcntl)
Geräte-Handle
Nach dem Umschalten kann das Gerät manuell über die Frontplatte bedient
werden. Beim nächsten Zugriff auf das Gerät mit einer der Funktionen der Bibliothek
wird das Gerät wieder in den Zustand 'REMOTE' zurückgeschaltet.
4.291
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
RSDLLibeot()
Diese Funktion gibt die END-Message nach Schreiboperationen frei bzw. sperrt sie.
VB-Format:
Function RSDLLibeot (ByVal ud%, ByVal v%,
ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibsre( short ud, short v,
short far *ibsta, short far *iberr, unsigned
long far *ibcntl)
C-Format (Unix): short RSDLLibsre( short ud, short v, short
*ibsta, short *iberr, unsigned long
*ibcntl)
Parameter:
Beispiel:
ud
Geräte-Handle
v
0 - keine END-Message
1 - END-Message senden
RSDLLibeot (ud, 1, ibsta, iberr, ibcntl)
Wird die END-Message gesperrt, so können die Daten eines Befehls mit mehreren
aufeinanderfolgenden Aufrufen von Schreibfunktionen gesendet werden. Vor dem
letzten Datenblock muss die END-Message wieder freigegeben werden.
RSDLLibrsp()
Diese Funktion führt einen „Serial Poll“ durch und liefert das Statusbyte der Geräts.
VB-Format:
Function RSDLLibrsp(ByVal ud%, spr%,
ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibrsp( short ud, char
far* spr, short far *ibsta, short far
*iberr, unsigned long far *ibcntl)
C-Format (Unix): short RSDLLibrsp( short ud, char *spr,
short *ibsta, short *iberr, unsigned long
*ibcntl)
Parameter:
Beispiel:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
ud
Geräte-Handle
spr
Zeiger auf Statusbyte
RSDLLibrsp(ud, spr, ibsta, iberr, ibcntl)
4.292
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
RSDLLibonl()
Diese Funktion schaltet das Gerät in den Zustand 'online' oder 'offline'. Beim
Übergang in den Zustand ‘offline’ wird die Schnittstelle freigegeben und der GeräteHandle ungültig. Ein erneuter Aufruf von RSDLLibfind baut die Kommunikation
wieder auf.
VB-Format:
Function RSDLLibonl (ByVal ud%, ByVal v%,
ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLibonl( short ud, short v,
short far *ibsta, short far *iberr,
unsigned long far *ibcntl)
C format:
short RSDLLibonl( short ud, short v, short
*ibsta, short *iberr, unsigned long
*ibcntl)
Parameter:
ud
Geräte-Handle
v
Zustand des Geräts
0 - local
1 - remote
Beispiel:
RSDLLibonl(ud, 0, ibsta, iberr, ibcntl)
RSDLLTestSRQ()
Diese Funktion testet den Zustand des SRQ-Bits.
VB-Format:
Function RSDLLTestSrq (ByVal ud%, Result%,
ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLTestSrq( short ud, short
far *result, short far *ibsta, short far
*iberr, unsigned long far *ibcntl)
C-Format (Unix):
short RSDLLTestSrq( short ud, short
*result, short *ibsta, short *iberr,
unsigned long *ibcntl)
Parameter:
ud
Geräte-Handle
result
Referenz auf einen Integerwert, in
dem die Bibliothek den Zustand des
SRQ-Bits zurückliefert.
0 - kein SRQ
1 - SRQ aktiv, Gerät fordert die
Bedienung an
Beispiel:
RSDLLTestSrq (ud, result%, ibsta, iberr,
ibcntl)
Diese Funktion entspricht der Funktion RSDLLWaitSrq, mit dem Unterschied, dass
RSDLLTestSRQ sofort den aktuellen Zustand des SRQ-Bits zurückgibt, während
RSDLLWaitSrq auf das Auftreten eines SRQ wartet.
4.293
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
RSDLLWaitSrq()
Diese Funktion wartet, bis das Gerät mit dem Handle ud einen SRQ auslöst.
VB-Format:
Function RSDLLWaitSrq (ByVal ud%, Result%,
ibsta%, iberr%, ibcntl&) As Integer
C format:
short WINAPI RSDLLWaitSrq( short ud, short
far *result, short far *ibsta, short far
*iberr, unsigned long far *ibcntl)
C-Format (Unix): short RSDLLWaitSrq( short ud, short
*result, short *ibsta, short *iberr,
unsigned long *ibcntl)
Parameter:
Beispiel:
ud
Geräte-Handle
result
Referenz auf einen Integerwert, in
dem die Bibliothek den Zustand des
SRQ-Bits zurückliefert.
0 - kein SRQ innerhalb der TimeoutGrenze aufgetreten
1 - SRQ innerhalb der Timeout-Grenze
aufgetreten
RSDLLWaitSrq( ud, result, ibsta, iberr,
ibcntl );
Die Funktion wartet solange, bis eines der zwei folgenden Ereignisse auftritt.
•
Das Messgerät löst einen SRQ aus
•
Während der mit RSDLLibtmo() festgelegten Timeoutzeit tritt kein SRQ auf
RSDLLSwapBytes
Diese Funktion ändert auf nicht-Intel Plattformen die Darstellung von binären
Zahlen.
(nur auf nicht-Intel Plattformen benötigt)
VB-Format:
-
C format:
void WINAPI RSDLLSwapBytes( void far
*pArray, const long size, const long count)
C-Format (Unix):
void RSDLLSwapBytes( void *pArray, const
long size, const long count)
Parameter:
pArray
Array, in dem die Änderung gemacht
werden
size
Größe eines einzelnen Elements in
pArray
count
Anzahl Elemente in pArray
Beispiel:
RSDLLSwapBytes( Buffer, sizeof(float),
ibcntl/sizeof(float))
Diese Funktion dreht die Darstellung einer Reihe von Elementen von Big Endian
nach Little Endian und umgekehrt. Dabei wird erwartet, dass in pArray ein
zusammenhängender Speicherbereich von Elementen des gleichen Datentyps
(Größe size Byte) übergeben wird. Auf Intel-Plattformen macht diese Funktion
nichts.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.294
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
Unterschiedliche Rechnerarchitekturen speichern die Daten möglicherweise in
unterschiedlichen Byte-Reihenfolgen. Zum Beispiel speichern Intel-Rechner die
Daten in umgekehrter Reihenfolge als Motorola-Rechner. Vergleich der ByteReihenfolgen:
4.295
ByteReihenfolge
Verwendung in
Darstellung im
Speicher
Beschreibung
Big Endian
Motorola
Prozessoren,
Netzwerk-Standard
Höherwertiges Byte an
niederwertiger Adresse
Das most significant
Byte ist am linken
Wortende.
Little Endian
Intel Prozessoren
Niederwertiges Byte an
niederwertiger Adresse
Das most significant
Byte ist am rechten
Wortende
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
4.10.4
Programmierung über das RSIB-Protokoll
4.10.4.1
Visual Basic
Programmierhinweise:
Zugriff auf die Funktionen der RSIB.DLL
Zum Erstellen von Visual Basic-Steueranwendungen wird die Datei RSIB.BAS für
16 Bit Basic Programme bzw. RSIB32.BAS für 32 Bit Basic Programme (D:
\R_S\INSTR\RSIB) zu einem Projekt hinzugefügt, damit die Funktionen der
RSIB.DLL bzw. RSIB32.DLL aufgerufen werden können.
Erzeugen eines Antwortpuffers
Vor dem Aufruf der Funktionen RSDLLibrd() und RSDLLilrd() muss ein String
mit ausreichender Länge erzeugt werden. Dies kann entweder bei der Definition des
Strings oder mit dem Befehl Space$() erfolgen.
Erzeugen eines Strings der Länge 100:
– Dim Response as String * 100
– Dim Response as String
Response = Space$(100)
Falls eine Anwort vom Messgerät als String ausgegeben werden soll, können mit
der Visual Basic Function RTrim() die angehängten Leerzeichen entfernt werden.
Beispiel:
Response = Space$(100)
Call RSDLLibrd(ud, Response, ibsta, iberr, ibcntl)
Response = RTrim(Response)
' Ausgabe von Response
Auslesen von Trace-Daten im Real-Format
Mit den Funktionsdeklarationen in der Datei RSIB.BAS bzw. RSIB32.BAS können
die Antworten des Geräts nur einem String zugewiesen werden. Sollen die Daten in
ein Array mit Float-Werten gelesen werden, müssen der Header und die Nutzdaten
mit getrennten Funktionsaufrufen auslesen werden.
Beispiel für einen Header:
# 4 2004
Prefix für
Binärdaten
Anzahl der Ziffern
der folgenden
Längenangabe
Länge der Daten.
z.B. 501 Punkte *
4Bytes/Punkt
Um die Tracedaten direkt in ein Float-Array lesen zu können muss eine spezielle
Funktionsdeklaration erstellt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.296
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
Declare Function RSDLLilrdTraceReal Lib "rsib32.dll" Alias
"RSDLLilrd" (ByVal ud%, Rd As Single, ByVal Cnt&, ibsta%,
iberr%, ibcntl&) As Integer
Beispiel
Dim ibsta As Integer
Dim iberr As Integer
Dim ibcntl As Long
Dim ud As Integer
Dim Result As String
Ergebnisse
Dim Digits As Byte
Längenangabe
Dim TraceBytes As Long
Bytes
Dim TraceData(625) As Single
Binärdaten
'
'
'
'
'
Statusvariable
Fehlervariable
Zaehlvariable
Handle für das Messgerät
Puffer für einfache
' Anzahl Zeichen in
' Länge d. Tracedaten in
' Puffer für Floating-Point
' Verbindung zum Gerät herstellen
ud = RSDLLibfind("89.10.38.97", ibsta, iberr, ibcntl)
' Tracedaten im Real-Format abfragen
Call RSDLLibwrt(ud, "FORM:DATA REAL,32", ibsta, iberr, ibcntl)
Call RSDLLibwrt(ud, "TRACE? TRACE1", ibsta, iberr, ibcntl)
'Zeichenzahl der Längenangabe lesen
Result = Space$(20)
Call RSDLLilrd(ud, Result, 2, ibsta, iberr, ibcntl)
Digits = Val(Mid$(Result, 2, 1))
'Längenangabe lesen
Result = Space$(20)
Call RSDLLilrd(ud, Result, Digits, ibsta, iberr, ibcntl)
TraceBytes = Val(Left$(Result, Digits))
'und abspeichern
' Tracedaten auslesen
Call RSDLLilrdTraceReal(ud, TraceData(0), TraceBytes, ibsta,
iberr,ibcntl)
4.297
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
Programmierbeispiele:
In diesem Beispiel wird die Startfrequenz des Geräts abgefragt.
Dim ibsta As Integer
' Statusvariable
Dim iberr As Integer
' Fehlervariable
Dim ibcntl As Long
' Zaehlvariable
Dim ud As Integer
' Handle für das Messgerät
Dim Response As String ' Antwortstring
' Verbindung zum Messgerät herstellen
ud = RSDLLibfind("89.10.38.97", ibsta, iberr, ibcntl)
If (ud < 0) Then
' Fehlerbehandlung
End If
' Abfragekommando senden
Call RSDLLibwrt(ud, "FREQ:START?", ibsta, iberr, ibcntl)
' Platz für die Antwort bereitstellen
Response = Space$(100)
' Antwort vom Messgerät lesen
Call RSDLLibrd(ud, Response, ibsta, iberr, ibcntl)
In diesem Beispiel wird ein Save/Recall der Geräteeinstellungen
durchgeführt.
Dim
Dim
Dim
Dim
Dim
ibsta As Integer
iberr As Integer
ibcntl As Long
ud As Integer
Cmd As String
'
'
'
'
'
Statusvariable
Fehlervariable
Zaehlvariable
Handle für das Messgerät
Kommandostring
' Verbindung zum Messgerät herstellen
ud = RSDLLibfind ("89.10.38.97", ibsta, iberr, ibcntl)
If (ud < 0) Then
' Fehlerbehandlung
End If
' Einstellungen des Geräts anfordern
Cmd = "SYST:SET?"
Call RSDLLibwrt(ud, Cmd, ibsta, iberr, ibcntl)
' Antwort des Geräts in Datei ablegen
Call RSDLLibrdf(ud, "C:\db.sav", ibsta, iberr, ibcntl)
' Gerät zurücksetzen
Call RSDLLibwrt(ud, "*RST", ibsta, iberr, ibcntl)
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.298
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
' und die alten Einstellungen wiederherstellen
' hierzu die END-Message sperren
Call RSDLLibeot(ud, 0, ibsta, iberr, ibcntl)
' zuerst Kommando abschicken
Call RSDLLibwrt(ud, "SYST:SET ", ibsta, iberr, ibcntl)
' die END-Message wieder freigeben
Call RSDLLibeot(ud, 1, ibsta, iberr, ibcntl)
' und die Daten senden
Call RSDLLibwrtf(ud, "C:\db.sav", ibsta, iberr, ibcntl)
4.10.4.2
Visual Basic für Applikationen (Winword und Excel)
Programmierhinweise:
Die Programmiersprache Visual Basic für Applikationen (VBA) wird von
verschiedenen Herstellern als Makrosprache eingesetzt. Die Programme Winword
und Excel verwenden diese Sprache ab den Versionen Winword 97 bzw. Excel 5.0.
Für Makros, die mit Visual Basic für Applikationen erstellt werden, gelten die
gleichen Hinweise wie für Visual Basic Applikationen.
Programmierbeispiel:
Mit dem Makro QueryMaxPeak wird ein Single Sweep mit anschließender Abfrage
des maximalen Peaks durchgeführt. Das Ergebnis wird in ein Winword- bzw. ExcelDokument eingetragen.
Sub QueryMaxPeak()
Dim ibsta As Integer
' Statusvariable
Dim iberr As Integer
' Fehlervariable
Dim ibcntl As Long
' uebertragene Zeichen
Dim ud As Integer
' Unit Descriptor (Handle) für das
Messgerät
Dim Response As String ' Antwortstring
' Verbindung zum Messgerät herstellen
ud = RSDLLibfind ("89.10.38.97", ibsta, iberr, ibcntl)
If (ud < 0) Then
Call MsgBox("Gerät mit der Adresse 89.10.38.97 konnte"
& _
"nicht gefunden werden", vbExclamation)
End
End If
' Maximalen Peak im
Call RSDLLibwrt(ud,
Call RSDLLibwrt(ud,
Call RSDLLibwrt(ud,
ibcntl)
Call RSDLLibwrt(ud,
Call RSDLLibwrt(ud,
Call RSDLLibwrt(ud,
ibcntl)
4.299
Bereich 1-2MHZ bestimmen
"*RST", ibsta, iberr, ibcntl)
"INIT:CONT OFF", ibsta, iberr, ibcntl)
"FREQ:START 1MHZ", ibsta, iberr,
"FREQ:STOP 2MHZ", ibsta, iberr, ibcntl)
"INIT:IMM;*WAI", ibsta, iberr, ibcntl)
"CALC:MARK:MAX;Y?", ibsta, iberr,
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
Response = Space$(100)
Call RSDLLibrd(ud, Response, ibsta, iberr, ibcntl)
Response = RTrim(Response) ' Leerzeichen abschneiden
' Wert in aktuelles Dokument einfuegen (Winword)
Selection.InsertBefore (Response)
Selection.Collapse (wdCollapseEnd)
' Verbindung zum Messgerät beenden
Call RSDLLibonl(ud, 0, ibsta, iberr, ibcntl)
End Sub
Der Eintrag des Peak Wertes in das Winword-Dokument kann für Excel wie folgt
ersetzt werden:
' Wert in aktuelles Dokument einfuegen (Excel)
ActiveCell.FormulaR1C1 = Response
4.10.4.3
C / C++
Programmierhinweise:
Zugriff auf die Funktionen der RSIB32.DLL (Windows-Plattformen)
Die Funktionen der RSIB32.DLL sind in der Headerdatei RSIB.H deklariert. Die
DLL-Funktionen können über verschiedene Arten zu einem C/C++ Programm
hinzugebunden werden.
•
Bei den Linkeroptionen eine der mitgelieferten Importbibliotheken (RSIB.LIB
bzw. RSIB32.LIB) angeben.
•
Die Bibliothek zur Laufzeit mit der Funktionen LoadLibrary() laden und mit
GetProcAddress() die Funktionspointer der DLL-Funktionen ermitteln. Vor
dem Programmende muss die RSIB.DLL mit der Funktion FreeLibrary()
wieder entladen werden.
Bei der Verwendung von Importbibliotheken wird die DLL automatisch unmittelbar
vor dem Beginn der Anwendung geladen. Beim Programmende wird die DLL, sofern
sie nicht noch von anderen Anwendungen benutzt wird, wieder entladen.
Zugriff auf die Funktionen der librsib.so (Unix-Plattformen)
Die Funktionen der librsib.so sind in der Headerdatei RSIB.H deklariert.
Typischerweise wird unter Unix die Groß-/Kleinschreibung bei Dateinamen
beachtet. Die Bibliotheks-Funktionen werden zu einem C/C++ Programm
hinzugebunden indem die Linkeroption -lrsib angegeben wird.
Die shared library librsib.so wird automatisch beim Starten der Anwendung
geladen. Die Erreichbarkeit (zum Beispiel via Standardpfad) der Bibliothek muss
gewährleistet sein. Siehe dazu “Unix-Umgebungen” on page 4.284.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.300
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
Abfrage von Strings
Falls Antworten vom Gerät als Strings weiterverarbeitet werden sollen, dann muss
eine Nullterminierung angehängt werden.
Beispiel
char buffer[100];
...
RSDLLibrd( ud, buffer, &ibsta, &iberr, &ibcntl );
buffer[ibcntl] = 0;
Programmierbeispiel:
Im folgenden C-Beispielprogramm wird auf dem Gerät mit der IP-Adresse
89.10.38.97 ein Single Sweep gestartet und anschließend ein Marker auf den
maximalen Pegel gesetzt. Vor der Suche nach dem Maximum wird eine
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt. Hierzu wird mit dem Befehl
"*OPC" (Operation complete) ein Service Request am Ende des Sweeps
ausgelöst, auf den das Steuerprogramm mit der Funktion RSDLLWaitSrq() wartet.
Anschließend wird das Maximum bestimmt ("CALC:MARK:MAX") und der Pegel
ausgelesen ("Y?").
#define MAX_RESP_LEN 100
short
ibsta, iberr;
unsigned long ibcntl;
short
ud;
short
srq;
char
MaxPegel[MAX_RESP_LEN];
char
spr;
// Handle fuer das Gerät ermitteln ud = RSDLLibfind(
"89.10.38.97", &ibsta, &iberr, &ibcntl );
// falls Gerät existiert
if ( ud >= 0 )
{
// Timeout fuer RSDLLWaitSrq() auf 10 Sekunden einstellen
RSDLLibtmo( ud, 10, &ibsta, &iberr, &ibcntl );
// SRQ-Erzeugung durch Event-Status-Register (ESR)
aktivieren
// und ESB-Bit im SRE-Register freigeben
RSDLLibwrt( ud, "*ESE 1;*SRE 32", &ibsta, &iberr, &ibcntl );
// Single Sweep einstellen, Sweep auslösen und mit "*OPC" die
// Erzeugung eines Service Requests am Ende des Sweeps
veranlassen
RSDLLibwrt( ud, "INIT:CONT off;INIT;*OPC", &ibsta, &iberr,
&ibcntl );
// auf SRQ (Ende des Sweeps) warten
RSDLLWaitSrq( ud, &srq, &ibsta, &iberr, &ibcntl );
// RQS/MSS Bit loeschen
RSDLLibrsp( ud, &spr, &ibsta, &iberr, &ibcntl );
4.301
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
RSIB-Protokoll
// falls Sweep beendet
if (srq)
{
// dann Marker auf erstes Maximum setzen und den Pegel
abfragen
RSDLLibwrt( ud, "CALC:MARK:MAX;Y?", &ibsta, &iberr,
&ibcntl );
RSDLLilrd( ud, MaxPegel, MAX_RESP_LEN, &ibsta, &iberr,
&ibcntl );
MaxPegel[ibcntl] = 0;
}
// Verbindung zum Gerät beenden
RSDLLibonl (ud, 0, &ibsta, &iberr, &ibcntl ) ;
}
ELSE
{
; // Fehler Geraet nicht gefunden
}
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.302
R&S FSQ
Option R&S FSQ-B17 - Digitales Basisband
4.11
Option R&S FSQ-B17 - Digitales Basisband
Hinweis für die Benutzung des Gerätes
mit eingebauter Option R&S FSQ-B17
Das Gerät erfüllt die Emissionsvorschriften nach EN 55011 Klasse A. Damit ist das
Gerät für den Einsatz im industriellen Umfeld geeignet. Gemäss EN 61000-6-4
umfasst dies nicht den Betrieb im Wohnbereich, in Geschäfts- und Gewerbebereichen sowie in Kleinbetrieben.
Das Gerät darf im Wohnbereich, in Geschäfts- und Gewerbebereichen sowie in
Kleinbetrieben nicht betrieben werden, außer es werden zusätzliche Maßnahmen
getroffen, so dass EN 61000-6-3 erfüllt wird.
Die Bedienung der Option ist im englischen Bedienhandbuch beschrieben.
4.303
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
4.12
4.12.1
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe
Mischer
Anschluss des externen Mischers
Zur Erweiterung des Frequenzbereichs kann der FSQ26/40 mit externen Mischern
betrieben werden.
Es können sowohl 2-Tor- als auch 3-Tor-Mischer verwendet werden, die - wie
nachfolgend beschrieben - anzuschließen sind.
Zur Zuführung des LO-Signals ist das mitgelieferte Koaxialkabel zu verwenden.
Werden am R&S FSQ keine externen Mischer betrieben, so sind die beiden
Frontbuchsen 'LO OUT / IF IN' und 'IF IN' mit den mitgelieferten SMA-Kappen
abzuschließen
Die Aktivierung der Betriebsart erfolgt mit dem Softkey EXTERNAL MIXER im
Frequency-Menü.
3-Tor-Mischer:
➢ Den Ausgang 'LO OUT / IF IN' des R&S FSQ mit dem LO-Tor des externen
Mischers verbinden. Der LO-Pegel beträgt nominell 15,5 dBm.
➢ Den Eingang 'IF IN' des R&S FSQ mit dem IF-Tor des externen Mischers
verbinden.
➢ Am RF-Eingang des externen Mischers das zu messende Signal einspeisen.
2-Tor-Mischer:
➢ Den Ausgang 'LO OUT / IF IN' des R&S FSQ mit dem LO/IF-Tor des externen
Mischers verbinden. Der LO-Pegel beträgt nominell 15,5 dBm.
Das ZF-Signal kann wegen des im R&S FSQ enthaltenen Diplexers von der
gleichen Leitung abgegriffen werden, mit der die Zuführung des LO-Signals zum
Mischer erfolgt.
➢ Am RF-Eingang des externen Mischers das zu messende Signal einspeisen.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.304
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
4.12.2
Manuelle Bedienung
Die Taste FREQ ruft das Menü zur Wahl der Frequenz und des
Frequenzdarstellbereichs auf (Details siehe “Wahl der Frequenz und des
Frequenzdarstellbereichs – Taste FREQ” auf Seite 4.10), welches um die folgenden
Funktionen der externen Mischung erweitert ist:
FREQ
EXTERNAL MIXER !
EXT MIXER ON/OFF
SELECT BAND
CONV LOSS TABLE !
EDIT TABLE /
NEW TABLE !
INSERT LINE
DELETE LINE
SAVE TABLE
PAGE UP /
Page DOWN
LOAD TABLE !
PAGE UP /
Page DOWN
DELETE TABLE
COPY TABLE
PAGE UP /
Page DOWN
ACCEPT BIAS
LO LEVEL
SIGNAL ID / AUTO ID /
AUTO ID THRESHOLD
Frequenzbereich
Die Frequenz des Eingangssignals lässt sich als Funktion der LO-Frequenz und der
gewählten Harmonischen des 1. LO wie folgt angeben:
fin = n × fLO – fZF
mit:
fin
Frequenz des Eingangssignals
n
Ordnung der zur Umsetzung verwendeten Harmonischen
fLO
Frequenz des 1. LO 7...15,5 GHz
fZF
Zwischenfrequenz 404.4 MHz
Aufgrund der Funktionen zur Signalidentifizierung (SIGNAL ID und AUTO ID,
siehe Kapitel “Signal-Identifizierung” auf Seite 4.318) kann der LOFrequenzbereich nicht voll genutzt werden.
4.305
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Aussteuerbarkeit
Der maximal einstellbare Referenzpegel ist 0 dBm. Liegt am Eingang ‘LO OUT / IF
IN’ bzw. ‘IF IN’ des R&S FSQ ein ZF-Signal mit einem Pegel von -20 dBm an, so
wird der R&S FSQ voll ausgesteuert.
Bei Verwendung von digitalen Filtern (ZF-Bandbreiten 100 kHz) liegt die
Übersteuerungsgrenze typisch etwa 3 dB über dem eingestellten Referenzpegel.
ZF-Signale mit höheren Pegeln führen zur Übersteuerung des A-D-Wandlers
(Anzeige ‘IFOVL’).
Wird ein analoges ZF-Filter verwendet, so wird die Übersteuerungsgrenze durch die
ZF-Verstärker bestimmt. Der 1dB-Kompressionspunkt liegt in diesem Fall etwa 6 dB
über dem Referenzpegel. Höhere Pegel führen zur Übersteuerungsanzeige ‘OVL’.
Neben der Aussteuerbarkeit des R&S FSQ ist der 1-dB-Kompressionspunkt des
Mischers zu beachten. Die Pegel der Eingangssignale sollten deutlich darunter
liegen, da anderenfalls im Mischer Harmonische dieser Signale entstehen. Diese
werden durch Harmonische des LO-Signals höherer Ordnung umgesetzt und treten
im dargestellten Spektrum in Erscheinung.
EXTERNAL
MIXER
Der Softkey EXTERNAL MIXER schaltet die externe Mischung ein und öffnet ein
Untermenü zum Einstellen der Parameter der externen Mischung.
EXT MIXER ON/
OFF
Der Softkey EXT MIXER ON/OFF schaltet die externe Mischung ein bzw. aus.
SELECT BAND
Fernsteuerungsbefehl:
MIX ON
Der Softkey SELECT BAND öffnet eine Tabelle zur Auswahl des gewünschten
Hohlleiterbandes bzw. der gewünschten Harmonischen, sowie zur Einstellung aller
notwendigen Parameter. Die Konfiguration kann mit der Funktion SAVE im FILEMenü gespeichert werden.
Fernsteuerungsbefehl:
--
Wenn in der Tabelle SELECT BAND ein BIAS-Feld markiert ist und Enter gedrückt
wird, wird die Tabelle automatisch geschlossen. Der BIAS-Wert wird geändert, und
die Auswirkung auf die Messkurve ist sofort zu sehen.
Die Tabelle enthält für jedes Band folgende Parameter:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.306
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Band – Auswahl des Hohlleiterbands
Fernsteuerungsbefehl:
MIX:HARM:BAND E
Range – Frequenzbereich
Der Frequenzbereich des Hohlleiterbandes, oder der durch die gewählte
Harmonische abgedeckte Frequenzbereich wird in diesem Feld angezeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
--
Harmonic# – Ordnung der Harmonischen
Die Ordnung wird bei den Hohlleiterbändern abhängig von der Angabe in der Spalte
EVEN/ODD HARMONICS automatisch ausgewählt, wobei immer die Harmonische
niedrigster Ordnung verwendet wird, mit der die Eingangssignale im gesamten
Band umgesetzt werden können.
Ist die Umsetzung auf Grund des LO-Bereichs nicht mit einer Harmonischen für das
gesamte Band möglich, erfolgt eine Aufteilung in Teilbänder, mit Angabe des
Frequenzbereichs und der Ordnung.
Im Band USER wird die Ordnung der Harmonischen durch den Benutzer
vorgegeben. Der daraus resultierende Frequenzbereich wird automatisch in das
Feld RANGE eingetragen. Die Ordnung der Harmonischen kann zwischen 2 und 66
liegen, die untere Frequenzgrenze liegt bei 26,5 GHz.
Fernsteuerungsbefehl:
MIX:HARM 5
EVEN/ODD HARMONICS – Auswahl der Harmonischen
In einer Liste kann ausgewählt werden, ob mit dem verwendeten Mischer nur
geradzahlige, nur ungeradzahlige oder jede Harmonische zur Umsetzung
verwendet werden kann.
EVEN/ODD
EVEN
ODD
EVEN&ODD
Abhängig von dieser Auswahl ändert sich auch die in der Spalte HARMONIC#
angezeigte Ordnung der zur Umsetzung verwendeten Harmonischen.
Im Band USER ist dieses Feld nicht editierbar.
Fernsteuerungsbefehl:
MIX:HARM:TYPE EODD
PORTS – Mischertyp
Auswahl, ob ein 2- oder 3-Tor-Mischer verwendet wird.
PORTS
2
3
Fernsteuerungsbefehl:
4.307
MIX:PORT 3
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
BIAS – Bias-Einstellung
Eingabe des Bias-Stroms.
Einstellbereich ist -10 mA bis +10 mA.
Eingegeben wird der Kurzschlussstrom, der tatsächliche Bias-Strom ist wegen der
Flussspannung der Diode im Mischer niedriger.
Ist CONV LOSS TABLE aktiviert, so sind Änderungen des Bias-Stroms nur
temporär, d.h. sie werden in der unter CONV LOSS TABLE angegebenen Datei
nicht verändert. Die Änderungen werden erst mit dem Softkey ACCEPT BIAS
gesichert (siehe“Bias-Strom” auf Seite 4.310).
Fernsteuerungsbefehl:
MIX:BIAS 7mA
AVG CONV LOSS – Mittelwert der Umsetzdämpfung
Eingabe des Mittelwerts der Umsetzdämpfung des externen Mischers.
Fernsteuerungsbefehl:
MIX:LOSS -12DB
CONV LOSS TABLE – Frequenzabhängige Umsetzdämpfung
Als Alternative zu dem unter AVG CONV LOSS angegeben Mittelwertes kann auch
eine frequenzabhängige Berücksichtigung der Umsetzdämpfung erfolgen. Das Feld
CONV LOSS TABLE enthält hierzu den Dateinamen (ohne Extension) eines auf der
Festplatte abgelegten ASCII-Files. Die Dateien enthalten folgende Informationen
über die dazugehörenden Mischer:
– Typenbezeichnung des Mischers
– Seriennummer
– Hohlleiterband
– Frequenzbereich
– Ordnung der Harmonischen
– Anzahl der Tore (2 / 3)
– Bias-Strom
– Umsetzdämpfung in Abhängigkeit der Frequenz
In einer Auswahlbox können die für das entsprechende Band zugelassenen
Tabellen ausgewählt werden. Zugelassen sind nur die Tabellen, die zur
verwendeten Harmonischen des Bandes passen und den gewählten
Frequenzbereich vollständig abdecken.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.308
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
SELECT
<NONE>
Band_A_4
Mixer_4
Nach der Auswahl der Datei wird die Einstellung BIAS für die Tabelle SELECT
BAND der Datei entnommen. Der in der Tabelle SELECT BAND gewählte
Mischertyp muss mit dem Dateieintrag PORTS übereinstimmen, kann dann
während des Betriebes nicht mehr verändert werden.
Es wird nur der Teil der Tabelle betrachtet, der Stützwerte für Frequenzen enthält,
die mit der gewählten Ordnung der Harmonischen abgedeckt werden (siehe
“Conversion Loss Tabellen” auf Seite 4.311).
Fernsteuerungsbefehl:
CONV LOSS
TABLE
Der Softkey CONV LOSS TABLE öffnet ein Untermenü zum Editieren, Erstellen und
Laden von Conversion Loss Tabellen (siehe “Conversion Loss Tabellen” auf
Seite 4.311).
Fernsteuerungsbefehl:
ACCEPT BIAS
MIX:LOSS:TABL mix_1_4
--
Der Softkey ACCEPT BIAS speichert den in der Tabelle SELECT BAND selektierten
Wert der Bias-Einstellung in der angegebenen Datei ab.
Vor dem Speichern erfolgt eine Abfrage, ob dies auch wirklich erwünscht ist. Erst bei
Bestätigung mit YES wird der Wert gespeichert.
Der Softkey steht nur zur Verfügung, wenn CONV LOSS TABLE (Berücksichtigung
der Umsetzdämpfung anhand frequenzabhängiger Werte) aktiviert ist.
Fernsteuerungsbefehl:
LO LEVEL
Der Softkey LO LEVEL ändert den LO-Pegel für das LO-Tor des externen Mischers.
Der Wert kann im Bereich von 13,0 dBm bis 17,0 dBm in Schritten von 0,1 dB
eingestellt werden. Default ist 15,5 dB.
Fernsteuerungsbefehl:
SIGNAL ID /
AUTO ID /
AUTO ID
THRESHOLD
--
[SENSe1:]MIXer:LOPower 16.0dBm
Die Softkeys SIGNAL ID, AUTO ID und AUTO ID THRESHOLD dienen zur
Einstellung der Signal-Identifizierung.
Fernsteuerungsbefehl:
MIX:SIGN ON
Siehe Kapitel “Signal-Identifizierung” auf Seite 4.318.
4.309
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Bias-Strom
Ein-Dioden-Mischer benötigen in der Regel eine Gleichspannung die über die LOLeitung zugeführt wird. Diese Gleichspannung ist frequenzabhängig auf minimale
Umsetzdämpfung abzustimmen.
Eine solche Gleichspannung kann mit Hilfe eines im R&S FSQ enthaltenen D-AWandlers eingestellt werden. Als Maß wird hierbei jedoch nicht die Spannung,
sondern der Kurzschlussstrom eingegeben.
Der Strom wird über die Tabelle SELECT BAND eingegeben oder auf den Wert aus
der Conversion Loss Tabelle eingestellt.
Bild 4.40 Bias-Schaltung des R&S FSQ
Die Spannung U0 am Ausgang des Operationsverstärkers kann im Bereich
-2,0…+2,0 V eingestellt werden. Am Ausgang des Spannungsteilers ergibt sich
dementsprechend eine Leerlaufspannung UBias von -0,5…+0,5 V. Bei Kurzschluss
am Ausgang des Spannungsteilers erhält man einen Kurzschlussstrom von IKS = U0
/ 200 Ω = -10 mA …+ 10 mA. Für die Verwendung des Biasing ist letztlich nicht
wichtig den genauen Strom durch die Diode zu kennen, da ohnehin ein
frequenzabhängiger Abgleich auf minimale Umsetzdämpfung erfolgen muss. Ob die
Einstellung durch eine Leerlaufspannung oder durch einen Kurzschlussstrom
erfolgt, ist daher unerheblich.
Durch
den
66
Ω-Widerstand
wird
gleichzeitig
ein
sogenannter
Gleichspannungsrückweg gewährleistet, was bei manchen Mischern von Vorteil ist.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.310
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
4.12.3
Conversion Loss Tabellen
Conversion Loss Tabellen dienen zur frequenzabhängigen Berücksichtigung der
Umsetzdämpfung des externen Mischers.
CONV LOSS
TABLE
EDIT TABLE /
NEW TABLE !
INSERT LINE
DELETE LINE
SAVE TABLE
PAGE UP /
Page DOWN
LOAD TABLE !
PAGE UP /
Page DOWN
DELETE TABLE
COPY TABLE
PAGE UP /
Page DOWN
Der Softkey CONV LOSS TABLE öffnet ein Untermenü zum Editieren, Neuanlegen
oder Laden von Conversion Loss Tabellen. Gleichzeitig wird eine Auswahlliste
geöffnet, welche die bereits vorhandenen Tabellen anzeigt.
Fernsteuerungsbefehl:
Name:
Band:
Harmonic#:
Bias:
Comment:
Freq. range:
--
RS_Band_U_4
U
4
0.00 mA
PREVIEW
Mixer:
S/N:
Ports:
FS_Z60
12345678
2
40.000 GHz to 60.000 GHz
TABLES
Band_A_2
Band_A_4
Band_Q_4
RS_Band_U_4
Band_W_8
Press ENTER to edit table
4.311
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Das Feld PREVIEW zeigt die Kenngrößen für die markierte Datei an:
Name
Name der markierten Datei
Mixer
Typenbezeichnung des Mischers
Band
Hohlleiterband
S/N
Seriennummer
Harmonic# Ordnung der zur Umsetzung verwendeten Harmonischen
Ports
Mischertyp (2- oder 3-Tor-Mischer)
Bias
Bias-Strom
Comment
Kommentar
Freq Range Frequenzbereich, für den Werte der Umsetzdämfpung existieren.
Die Tabelle TABLES zeigt die Liste der verfügbaren Dateien auf der Festplatte an.
EDIT TABLE /
NEW TABLE
Die Softkeys EDIT TABLE bzw. NEW TABLE aktivieren ein Untermenü zum
Editieren bzw. Erzeugen einer Tabelle (siehe den folgenden Abschnitt “Editieren
einer Tabelle” auf Seite 4.314).
Fernsteuerungsbefehl:
LOAD TABLE
CORR:CVL:SEL 'LOSS_T_4'
Der Softkey LOAD TABLE öffnet ein Untermenü mit der Tabelle TABLES ON DISK,
in der alle auf der eingelegten Diskette verfügbaren Dateien mit Korrekturdaten von
Mischern (Erweiterung ‘.ACL’) aufgeführt werden. Bei der Auswahl einer Datei wird
diese auf die Festplatte kopiert.
TABLES ON DISK
Band_A_2
Band_A_4
Band_Q_4
RS_Band_U_4
Band_W_8
Press ENTER to load table
Fernsteuerungsbefehl:
--
Diese Funktion ist insbesondere dann notwendig, wenn zum ersten Mal
Korrekturdaten eines neuen Mischers von der mit dem Mischer mitgelieferten
Diskette auf die Festplatte des R&S FSQ kopiert werden sollen.
Die Korrekturdaten sind in einem ASCII-File gespeichert.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.312
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Beispiel:
# Mixer Name
R&S FS-Z60
# Serial Number
832439/001
# Band
U
# Number of Harmonic
4
# Bias
0.0
# Ports
2
#Comment
R&S FS-Z60 (40..60 GHZ).
# Date
21.02.2003
# Calibration data
(40000000000, 17.49)
(40410000000, 17.5755102)
(40820000000, 17.56102041)
...
...
(58780000000, 19.86081633)
(59180000000, 20.08387755)
(59590000000, 19.91693878)
(60000000000, 19.95)
DELETE TABLE
Der Softkey DELETE TABLE löscht die ausgewählte Datei von der Festplatte des
R&S FSQ.
Vor dem Löschen wird ein Abfragefenster geöffnet, in dem dieser Vorgang bestätigt
werden muss bzw. abgebrochen werden kann.
Fernsteuerungsbefehl:
COPY TABLE
Der Softkey COPY TABLE kopiert die ausgewählte, bereits bestehende Tabelle. Sie
wird unter einem anderen Namen abgespeichert und kann anschließend editiert
werden.
Fernsteuerungsbefehl:
4.313
CORR:CVL:CLE
--
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
4.12.3.1
EDIT TABLE /
NEW TABLE
Editieren einer Tabelle
INSERT LINE
DELETE LINE
SAVE TABLE
PAGE UP /
Page DOWN
Der Softkey CONV LOSS TABLE öffnet ein Untermenü zum Editieren und
Neuanlegen von Conversion Loss Tabellen.
Fernsteuerungsbefehl:
--
Es erscheint entweder eine Tabelle mit den Daten des markierten Mischers, oder
eine leere Tabelle.
Im Kopfbereich der Tabelle können die Bezeichnung und Daten des Mischers
eingegeben werden, in den Spalten die Frequenz und die Umsetzdämpfung.
Name:
Band:
Harmonic#:
Bias:
Comment:
EDIT CONVERSION LOSS TABLE
RS_Band_U_4
Mixer:
U
S/N:
4
Ports:
0.00 mA
FREQUENCY
40.000 GHz
41.000 GHz
42.000 GHz
43.000 GHz
44.000 GHz
45.000 GHz
46.000 GHz
47.000 GHz
48.000 GHz
49.000 GHz
50.000 GHz
51.000 GHz
52.000 GHz
53.000 GHz
54.000 GHz
55.000 GHz
56.000 GHz
57.000 GHz
58.000 GHz
FS_Z60
12345678
2
CONV LOSS /dB
20.5
20.8
20.9
21.1
21.4
21.7
22.2
22.7
23.1
23.3
23.7
24.0
24.5
24.8
25.4
25.8
26.2
26.6
26.8
Name – Dateiname
Der Name der Tabelle entspricht dem Dateinamen (ohne Erweiterung), unter dem
diese abgelegt wird. Daher muss dieses Feld zwingend ausgefüllt werden. Der
Name kann eine maximale Länge von 10 Zeichen haben, und endet mit der Angabe
der Harmonischen ('_Harmonic# '), z.B. Mixer_2. Die Erweiterung (‘.ACL’) wird
automatisch beim Speichern angehängt.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
CORR:CVL:SEL 'LOSS_T_4'
4.314
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Mixer – Typenbezeichnung
Typenbezeichnung des Mischers. Dieses Feld muss nicht unbedingt ausgefüllt
werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:CVL:MIX 'FS_Z60'
Band – Hohlleiterband
Bezeichnung des Hohlleiterbandes. Dieses Feld muss ausgefüllt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:CVL:BAND E
S/N – Seriennummer
Seriennummer des Mischers. Dieses Feld muss nicht unbedingt ausgefüllt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:CVL:SNUM '123.4567'
Harmonic# – Ordnung der Harmonischen
Ordnung der zur Umsetzung verwendeten Harmonischen. Da die Umsetzdämpfung
nur für eine bestimmte Harmonische gültig ist, muss dieses Feld zwingend
ausgefüllt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:CVL:HARM 4
Ports – Mischertyp
In diesem Feld wird angegeben, ob es sich bei dem verwendeten Mischer um einen
2- oder 3-Tor-Mischer handelt. Daher muss dieses Feld zwingend ausgefüllt
werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:CVL:PORT 3
Bias – Bias-Einstellung
In diesem Feld kann der für den Mischer notwendige Bias-Strom eingegeben
werden. Der Einstellbereich liegt zwischen -10 mA und +10 mA. Daher muss dieses
Feld zwingend ausgefüllt werden.
Der Strom entspricht dem Kurzschlussstrom. Wegen der Flussspannung der
Diode(n) im Mischer ist der tatsächliche Bias-Strom niedriger!
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:CVL:BIAS 7mA
Siehe Abschnitt “Bias-Strom” auf Seite 4.310.
4.315
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Comment – Kommentar
Der Kommentar ist frei wählbar. Er kann maximal 60 Zeichen betragen. Dieses Feld
muss nicht unbedingt ausgefüllt werden.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:CVL:COMMENT 'MIXER
FOR BAND U'
FREQUENCY/CONV LOSS – Conversion Loss Tabelle
Die Stützwerte müssen mit aufsteigender Frequenz eingegeben werden. Es können
maximal 50 Stützwerte eingetragen werden.
Für Frequenzen zwischen den einzelnen Stützwerten werden die Korrekturwerte
durch Interpolation ermittelt. Enthält die Tabelle nur zwei Werte, so erfolgt eine
lineare Interpolation. Enthält sie mehr als zwei Stützwerte, so wird eine SplineInterpolation durchgeführt.
Außerhalb des durch die Tabelle abgedeckten Frequenzbereichs wird die gleiche
Umsetzdämpfung angenommen (siehe Bild unten), die für den ersten bzw. letzten
Stützwert angegeben wurde.
Fernsteuerungsbefehl:
CORR:CVL:DATA 1MHZ,-30DB,
2MHZ,-40DB
Frequenz
INSERT LINE
Der Softkey INSERT LINE fügt eine Leerzeile an der augenblicklichen CursorPosition ein. Die nachfolgenden Tabelleneinträge werden entsprechend um eine
Zeile nach unten verschoben.
Fernsteuerungsbefehl:
DELETE LINE
--
Der Softkey DELETE LINE löscht die markierte Zeile in der Stützwerttabelle.
Fernsteuerungsbefehl:
SAVE TABLE
obere Tabellengrenze
untere Tabellengrenze
Umsetzdämpfung
Umsetzdämpfung
außerhalb des durch
die Tabelle
abgedeckten Bereichs
--
Der Softkey SAVE TABLE speichert die editierte Tabelle unter dem im Feld NAME
angegebenen Namen auf der Festplatte des R&S FSQ ab. Es wird dabei
automatisch die Erweiterung ‘.ACL’ an den Dateinamen angehängt.
Fernsteuerungsbefehl:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
--
4.316
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
PAGE UP /
Page DOWN
Die Softkeys PAGE UP und PAGE DOWN blättern innerhalb der Tabelle.
Fernsteuerungsbefehl:
--
Mit Taste PREV kann eine vollständig editierte Tabelle akzeptiert, auf Konsistenz
geprüft und unter dem angegebenen Namen auf Platte gespeichert werden.
Es erfolgt eine Abfrage, ob die Tabelle gespeichert (YES), verworfen (nicht
speichern, NO) oder der Speichervorgang abgebrochen (CANCEL) werden soll.
Nach einem Abbruch kann die Tabelle weiter editiert werden.
Die Dateierweiterung (File-Extension) wird beim Speichern automatisch angehängt.
Wenn ein Tabellenname bereits existiert, wird nachgefragt, ob die alte Tabelle
überschrieben werden soll. Wenn das Überschreiben nicht zugelassen wird, kann
weiter editiert werden, z.B. um der Tabelle einen anderen, noch nicht existierenden
Namen zu geben.
Nach Verlassen des EDIT Menüs kann die Tabelle in der entsprechenden Liste
eingeschaltet werden.
4.317
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
4.12.4
Signal-Identifizierung
Im Untermenü EXTERNAL MIXER (siehe “EXTERNAL MIXER” auf Seite 4.306)
aktivieren die Softkeys SIGNAL ID und AUTO ID die Funktionen zur SignalIdentifizierung.
Fernsteuerungsbefehl:
SIGNAL ID
MIX:SIGN ON
Der Softkey SIGNAL ID schaltet die visuelle Signalidentifizierung ein bzw. aus.
Es werden abwechselnd zwei Sweeps durchgeführt. Trace 1 stellt den Mess-Sweep
dar, Trace 2 den Referenz-Sweep. Trace 3 ist nicht verfügbar.
Ref -1 0 dBm
RBW 3 MHz
VBW 10 MHz
SWT 115 ms
Marker 1 [T 1 ]
- 21.75 dBm
52.0192 30769 GHz
-10
1
-20
1 AP
CLRWR
2 AP
CLRWR
B
-30
-40
-50
-60
-70
-80
-90
-100
-110
Center
50 GHz
2 GHz/
Span
20 GHz
Der Referenz-Sweep wird mit einer um 2×ZF/Harmonic# nach unten versetzten LOEinstellung durchgeführt. Eingangssignale im gewünschten Seitenband, die mit der
eingestellten Harmonischen umgesetzt werden, werden von beiden Traces an der
gleichen Stelle der Frequenzachse abgebildet. Spiegelsignale sowie Mischprodukte,
die durch andere Harmonische hervorgerufen werden, liegen hingegen an
verschiedenen Positionen.
Die Signalidentifizierung geschieht visuell durch das Vergleichen der beiden Traces
durch den Benutzer.
Da im Referenz-Sweep die LO-Frequenz nach unten versetzt ist, kann die
Umsetzdämpfung des Mischers im Vergleich zum Mess-Sweep unterschiedlich
sein.
Es wird daher empfohlen, Pegelmessungen nur im Mess-Sweep (Trace 1)
vorzunehmen.
Mathematik-Funktionen mit Messkurven und die Funktion Trace Copy sind unter
SIGNAL ID nicht möglich.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.318
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
AUTO ID
Der Softkey AUTO ID schaltet die automatische Signalidentifizierung ein bzw. aus.
AUTO ID arbeitet prinzipiell nach dem gleichen Verfahren wie SIGNAL ID. Es
werden jedoch Mess- und Referenz-Sweep durch Vergleich der Max Peak-Werte je
Messwert (Sweep Points) in eine einzige Messkurve umgerechnet und angezeigt.
Diese Messkurve wird im Falle von gleichzeitig eingeschaltetem SIGNAL ID in Trace
3 dargestellt. Ist SIGNAL ID nicht eingeschaltet, kann die Messkurve in jedem der
Traces 1 bis 3 dargestellt werden. Unerwünschte Mischprodukte werden in dieser
errechneten Messkurve unterdrückt.
Wie in der Erklärung zur Funktion SIGNAL ID beschrieben, werden echte
Eingangssignale in Mess- und Referenz-Sweep bei der gleichen Frequenz
abgebildet, d.h. bei der Frequenz des echten Mischprodukts sind in beiden Sweeps
theoretisch identische Signalpegel zu erwarten. Ist der Pegelunterschied kleiner als
die mit AUTO ID THRESHOLD eingestellte Toleranz, so wird das im Mess-Sweep
aufgenommene Signal dargestellt.
Tritt ein Signal nur in Mess- oder Referenz-Sweep auf, so handelt es sich dabei um
ein unerwünschtes Mischprodukt. Der Pegel dieses Signals wird mit dem
Grundrauschen im jeweils anderen Sweep verglichen. Bei hinreichend großem
Signal/Rauschabstand wird die Toleranzgrenze für den maximal zulässigen
Pegelunterschied überschritten. Es wird somit das Signal mit dem kleineren Pegel,
in diesem Fall also Rauschen, dargestellt.
Es ist anzumerken, dass AUTO ID nach dem Fail-Save-Prinzip arbeitet, d.h. es
werden zwar unter Umständen unerwünschte Mischprodukte nicht als solche
erkannt, jedoch werden keine Signale ausgeblendet, bei denen es sich in
Wirklichkeit um echte Eingangssignale handelt. Siehe hierzu auch “Anmerkungen
zur Signal-Identifizierung mit AUTO ID” auf Seite 4.319.
AUTO ID
THRESHOLD
Mit AUTO ID THRESHOLD kann der maximal zulässige Pegelunterschied beim
automatischen Vergleich von Mess- und Referenz-Sweep (Funktion AUTO ID)
festgelegt werden. Der Eingabebereich liegt zwischen 0.1 und 100 dB. Werte von
etwa 10 dB (entspricht der Default-Einstellung) führen im allgemeinen zu guten
Ergebnissen.
Siehe hierzu auch “Anmerkungen zur Signal-Identifizierung mit AUTO ID” auf
Seite 4.319
4.12.4.1
Anmerkungen zur Signal-Identifizierung mit AUTO ID
Signalbeschaffenheit
Der automatische Vergleich von Mess- und Referenz-Sweep mit AUTO ID kann nur
bei Signalen mit zeitlich gleich bleibendem Spektrum sinnvoll angewandt werden, da
zur Ermittlung des tatsächlichen Spektrums stets zwei Sweeps durchgeführt
werden.
Toleranz beim Vergleich von Mess- und Referenz-Sweep
Da im Referenz-Sweep die LO-Frequenz nach unten versetzt ist, kann die
Umsetzdämpfung des Mischers gegenüber dem Mess-Sweep unterschiedlich sein.
Gründe hierfür sind die über der Frequenz variierende LO-Ausgangsleistung des
R&S FSQ sowie nicht ideale Eigenschaften des Mischers. Beim Vergleich der
Signalpegel in Mess- und Referenz-Sweep muss daher eine gewisse Toleranz
zugelassen werden. Diese Toleranz kann mit Hilfe der Funktion AUTO ID
THRESHOLD vom Benutzer eingestellt werden.
4.319
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Wird eine zu geringe Toleranz eingestellt, so wird unter Umständen auch bei
Identifizierung von echten Signalen das im Referenz-Sweep aufgenommene Signal
dargestellt.
Beispiel:
Am Eingang des Mischers liegt ein Signal mit einer Frequenz von 52,5 GHz. Der
Pegel des Signals sei -30 dBm. Die Umsetzdämpfung des Mischers beträgt bei
dieser Frequenz im Mess-Sweep 28 dB, im Referenz-Sweep 35 dB. Als Toleranz
wurde vom Benutzer 5 dB und als Umsetzdämpfung 28 dB eingegeben. Im MessSweep wird das Signal somit pegelrichtig mit -30 dBm aufgenommen, im ReferenzSweep ergibt sich ein Signalpegel von -37 dBm. Da der Pegelunterschied (7 dB)
größer als 5 dB ist, wird das Signal mit dem niedrigeren Pegel, also das im
Referenz-Sweep aufgenommene Signal dargestellt. Da die eingestellte
Umsetzdämpfung an den Mess-Sweep angepasst ist, weist das am R&S FSQ
dargestellte Signal einen Pegel von -37 dBm auf, die Pegelanzeige ist somit falsch.
Die eingegebene Toleranz entspricht aber wiederum dem minimalen Signal/
Rauschabstand, den Signale zur erfolgreichen Identifizierung aufweisen müssen. Ist
der Signal/Rauschabstand eines Mischprodukts geringer als die Toleranz, so wird
das Entscheidungskriterium auch dann erfüllt, wenn bei der Frequenz dieses
Mischprodukts im Referenz-Sweep nur das Grundrauschen aufgenommen wird.
Unerwünschte Mischprodukte werden daher von AUTO ID nicht als solche erkannt.
Sie können nur mit der Funktion SIGNAL ID durch visuellen Vergleich beider
Messkurven identifiziert werden.
Um die visuelle Identifizierung von solchen unerwünschten Mischprodukten zu
umgehen, ist eine Messung in zwei Schritten vorteilhaft:
Im ersten Schritt wird die Toleranz auf den kleinstmöglichen Wert (0,1 dB) gesetzt.
Es werden dadurch auch unerwünschte Mischprodukte mit geringem Signal/
Rauschabstand erkannt und ausgeblendet.
- [ FREQUENCY : EXTERNAL MIXER : AUTO ID ]
- [ FREQUENCY : EXTERNAL MIXER : AUTO ID THRESHOLD : 0.1 dB ]
Um die Signalpegel der echten Eingangssignale richtig ermitteln zu können, ist im
zweiten Schritt die Toleranz auf den minimal erforderlichen Wert, z.B. 10 dB zu
setzen.
- [ FREQUENCY : EXTERNAL MIXER : AUTO ID THRESHOLD : 10 dB ]
Die echten Eingangssignale werden nun pegelrichtig dargestellt.
Mischprodukte mit geringem Signal/Rauschabstand
Ist der Signal/Rauschabstand eines Mischprodukts kleiner als die mit AUTO ID
THRESHOLD eingestellte Toleranz, so ist bei der Frequenz dieses Mischprodukts
der Pegelunterschied zwischen Mess- und Referenz-Sweep immer innerhalb der
Grenze, auch wenn das Signal nur in einem der beiden Sweeps auftritt. Solche
Mischprodukte können von AUTO ID nicht identifiziert werden. Es wird daher
empfohlen, in solchen Fällen mit der Funktion Signal ID einen visuellen Vergleich
von Mess- und Referenz-Sweep durchzuführen.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.320
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Ein unerwünschtes Signal, dessen Signal/Rauschabstand etwa der mit AUTO ID
THRESHOLD eingestellten Toleranz entspricht, wird unter Umständen nicht
permanent ausgeblendet. Aufgrund der sich von Sweep zu Sweep verändernden
Rauschanzeige variiert der Signal/Rauschabstand und damit auch der Unterschied
zwischen den in Mess- und Referenz-Sweep bei einer Frequenz gemessenen
Pegeln. Das Kriterium zur Erkennung unerwünschter Signale wird somit nicht immer
erfüllt. Um unerwünschte Signale permanent auszublenden, ist daher eine nahezu
konstante Rauschanzeige wünschenswert. Dies kann durch Verringern der
Videobandbreite erreicht werden. Da die gemittelte Rauschanzeige deutlich
unterhalb der auftretenden Spitzenwerte des Rauschens liegt, senkt sich auch der
minimale Pegel, den Signale aufweisen müssen, um mit Hilfe von AUTO ID
erfolgreich identifiziert werden können.
Betrachtung von unerwünschten Mischprodukten mit kleinem Span
Bei großen Spans, in dem sinusförmige, unmodulierte Signale nur als einzelne
Linien dargestellt werden, werden unerwünschte Mischprodukte in der Regel
vollständig ausgeblendet. Betrachtet man jedoch mit kleinem Span den
Frequenzbereich, in dem sich ein ausgeblendetes Signal wie z.B. eine
Spiegelempfangsstelle befindet näher, so ergibt sich das in Bild 4.41 dargestellte
Spektrum.
RBW 200 kHz
* VBW 100 kHz
Ref -10 dBm
SWT 20 ms
Marker 1 [T1 ]
-81.79 dBm
59.151966026 GHz
-10
-20
1 SA
VIEW
Delta 2 [T1 ]
-10.01 dB
96.153846085 kHz
B
-30
-40
-50
-60
-70
1
-80
2
-90
-100
-110
Center
59.15236667 GHz
1 MHz/
Span
10 MHz
Bild 4.41 Bestandteile eines mit der Funktion AUTO ID ausgeblendeten, unerwünschten
Mischprodukt
Es handelt sich hierbei um Bestandteile eines ausgeblendeten Signals, deren
Pegelunterschied gegenüber dem Grundrauschen kleiner ist, als die mit AUTO ID
THRESHOLD vorgegebene Toleranz. Diese Bestandteile werden daher nicht
ausgeblendet. Die gewählte Toleranz war in diesem Beispiel 10 dB, was auch an
der Pegeldifferenz zwischen Marker und Delta-Marker (Anzeige ‘Delta 2 [T1]’) zu
erkennen ist.
4.321
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Verwendung von AUTO ID bei großen Spans
Wie bereits beschrieben, erfolgt der Vergleich der Max Peak-Werte von Mess- und
Referenz-Sweep für jeden Messwert. Eine Messkurve besteht aus xxx…10000
Messwerten, die zu 625 Messpunkten zusammengefasst werden. Ein Messpunkt
stellt jeweils den größten Wert der zusammengefassten Messwerte dar. Ein
Messpunkt kann somit die Information aus mehreren Frequenzschritten enthalten.
Treten in Mess- und Referenz-Sweep unerwünschte Mischprodukte auf, die bei sich
nur geringfügig unterscheidenden Frequenzen abgebildet werden, so werden unter
Umständen beide Mischprodukte in Mess- bzw. Referenz-Sweep durch den
gleichen Messwert dargestellt. Sie werden daher durch AUTO ID nicht als
unerwünschte Mischprodukte erkannt und somit nicht ausgeblendet. Ein Beispiel
hierfür wird nachfolgend erläutert.
RBW 3 MHz
VBW 10 MHz
SWT 80 ms
Ref -20 dBm
Marker 1 [T1 ]
-55.56 dBm
29.615384615 GHz
-30
A
-40
1 AP
CLRWR
1
-50
-60
-70
-80
-90
-100
-110
Center 33.2 GHz
Ref
1.34 GHz/
RBW 2 MHz
VBW 5 MHz
SWT 20 ms
0 dBm
Marker 1 [T1 ]
-36.84 dBm
29.608814103 GHz
-10
-20
1 AP
CLRWR
-30
B
1
-40
2
-50
2 AP
CLRWR
Span 13.4 GHz
Delta 2 [T2 ]
-18.47 dB EXT
16.506410256 MHz
-60
-70
-80
-90
Center 29.61538462 GHz
10 MHz/
Span 100 MHz
Bild 4.42 Screen A: Durch AUTO ID nicht erkanntes, unerwünschtes Mischprodukt.
Screen B: Durch AUTO ID nicht erkanntes, unerwünschtes Mischprodukt, betrachtet bei
kleinem Span unter Verwendung von SIGNAL ID.
In Bild 4.42, Screen A ist ein Eingangssignal bestehend aus sehr vielen spektralen
Komponenten dargestellt. Unerwünschte Mischprodukte sind hierbei mit AUTO ID
ausgeblendet. Betrachtet man das als echt identifizierte Signal bei etwa 29,615 GHz
(siehe Marker in Bild 4.42) mit verringertem Span unter Verwendung von SIGNAL ID
(siehe Bild 4.42, Screen B), so erkennt man, dass sich die in Mess- und ReferenzSweep abgebildeten Mischprodukte in ihrer Frequenz um etwa 16,5 MHz
unterscheiden. Für den in Bild 4.42, Screen A eingestellten Span von 13,4 GHz wird
durch einen Messpunkt jedoch ein Frequenzbereich von 21,4 MHz dargestellt
(Einstellung 625 Messpunkte).
Zur sicheren Signalidentifizierung durch AUTO ID sind daher möglichst kleine Spans
zu wählen.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.322
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Abbildung verschiedener Mischprodukte bei der gleichen Frequenz
Besteht das Eingangssignal aus sehr vielen spektralen Komponenten, so steigt die
Wahrscheinlichkeit, dass in Mess- und Referenz-Sweep zwei unterschiedliche
unerwünschte Mischprodukte bei der gleichen Frequenz abgebildet werden. Ein
solcher Fall ist in Bild 4.43 dargestellt.
* RBW 30 kHz
VBW 100 kHz
SWT 20 ms
Ref -30 dBm
-30
-40
1 SA
AVG
2 SA
AVG
T1
1
-50
T2
Marker 1 [T1 ]
-45.03 dBm
29.468133910 GHz
ndB [T1]
3.00
BW 19.871794872
Temp 1 [T1 ndB]
-47.99
29.468123654
Temp 2 [T1 ndB]
-48.09
29.468143526
dB
kHz
B
dBm
GHz
dBm
GHz
-60
-70
-80
-90
-100
-110
-120
-130
Center
29.46813391 GHz
20 kHz/
Sp an
200 kHz
Bild 4.43 Unterschiedliche Mischprodukte, die in Mess- und Referenz-Sweep bei der gleichen
Frequenz abgebildet werden
Der externe Mischer wurde mit der 2. Harmonischen betrieben. Die im Mess-Sweep
aufgenommene Kurve ist durch Trace1 dargestellt. Das ZF-Filter des R&S FSQ
wurde hierbei mit einer 3-dB-Bandbreite von 20 kHz abgebildet. Die tatsächlich
eingestellte ZF-Bandbreite beträgt 30 kHz. Betrachtet man hingegen die 3dBBandbreite des im Referenz-Sweep (Trace 2) aufgenommenen Signals, so stellt
man fest, dass diese exakt um Faktor 2 größer ist. Dies deutet darauf hin, dass
beide Produkte durch Mischung mit Harmonischen des LO-Signals mit
unterschiedlicher Ordnung entstanden.
Das im Mess-Sweep aufgenommene Signal ist durch Mischung mit der 3.
Harmonischen des LO-Signals entstanden. Da der Skalierung der Frequenzachse
jedoch die Ordnung 2 zugrunde liegt, erscheint das Mischprodukt bzw. die dadurch
hervorgerufene Abbildung des ZF-Filters um den Faktor 2 erweitert.
Das im Referenz-Sweep aufgenommene Signal ist durch Mischung mit der
Grundwelle des LO-Signals entstanden. Da der Skalierung der Frequenzachse
jedoch die Ordnung 2 zugrunde liegt, erscheint das Mischprodukt bzw. die dadurch
hervorgerufene Abbildung des ZF-Filters um den Faktor 2 gedehnt.
Eine automatische Identifizierung bei großem Span ist nicht möglich, da beide
Mischprodukte bei der gleichen Frequenz abgebildet werden. Bei Betrachtung mit
kleinem Span unter Verwendung von AUTO ID erhält man die in Bild 4.44 gezeigte
4.323
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Darstellung. Aufgrund des markanten Erscheinungsbilds bei Verwendung von
AUTO ID oder SIGNAL ID können solche unerwünschten Mischprodukte sehr
einfach vom Benutzer erkannt werden.
* RBW 30 kHz
Ref -30 dBm
VBW 100 kHz
SWT 20 ms
-30
A
-40
1 SA
AVG
-50
-60
-70
-80
EXT
-90
-100
-110
-120
-130
Center
29.46813403 GHz
20 kHz/
Span
200 kHz
Bild 4.44 Signal wie in Bild 4.42, jedoch bei Verwendung von AUTO ID
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.324
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
4.12.5
Einführendes Bedienbeispiel
Im folgenden Kapitel wird mit Hilfe eines Bedienbeispiels der Betrieb von externen
Mischern sowie die dafür erforderlichen Einstellungen erläutert.
Am Eingang eines Vervielfachers wird ein sinusförmiges Signal mit f = 14,5 GHz
angelegt.
Das Spektrum am Ausgang des Vervielfachers soll im Bereich von 52 bis 60 GHz
mit Hilfe eines 2-Tor-Mischers für das V-Band aufgenommen werden. Bei dem
verwendeten Mischer handelt es sich um einen Zwei-Dioden Mischer.
Folgende Vereinbarungen gelten für Messeinstellungen am R&S FSQ:
[<KEY> ]
Drücken einer Taste an der Frontplatte, z.B. [ FREQUENCY ]
[ <SOFTKEY> ]
Drücken eines Softkeys, z.B. [ EXTERNAL MIXER ]
[ <nn unit> ]
Eingabe eines Wertes mit Einheit, z.B.
e.g. [ 1 MHz ]
Aufeinanderfolgende Eingaben werden durch [:] getrennt, z.B.
[ FREQUENCY: EXTERNAL MIXER : SELECT BAND ].
Der Ablauf des Bedienbeispiels wird in folgenden Schritten beschrieben:
1. Messaufbau
2. Aktivieren der externen Mischung und Auswahl der Betriebsart
3. Grundeinstellung
4. Pegelkorrektur
5. Frequenzabhängige Pegelkorrektur
6. Pegelkorrektur durch Mittelwert
7. Berücksichtigung von Kabeldämpfung im ZF-Pfad
8. Funktionen zur Signalidentifizierung
1. Messaufbau
➢ Den Ausgang 'LO OUT / IF IN' des R&S FSQ mit dem LO/IF-Tor des externen
Mischers verbinden.
➢ Den Vervielfacher mit dem externen Mischer verbinden.
➢ Am Eingang des Vervielfachers ein sinusförmiges Signal mit f = 14,5 GHz
anlegen.
2. Aktivieren der externen Mischung und Auswahl der Betriebsart
➢ Die externe Mischung mit
[ FREQUENCY : EXTERNAL MIXER ]
aktivieren.
3. Grundeinstellung
➢ Vor der Messung zunächst das gewünschte Band (in diesem Fall das V-Band)
auswählen:
[ FREQUENCY : EXTERNAL MIXER : SELECT BAND ].
V-Band mit Hilfe der Cursor-Tasten und ENTER auswählen.
4.325
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
4. Pegelkorrektur
Die Berücksichtigung der Umsetzdämpfung des Mischers kann sowohl
frequenzabhängig als auch durch einen Mittelwert erfolgen. Aufgrund der höheren
Genauigkeit soll in diesem Beispiel die frequenzabhängige Pegelkorrektur
angewandt werden. Es ist hierfür zunächst eine für das ausgewählte Band gültige
Tabelle auszuwählen. Alternativ dazu kann die Pegelkorrektur durch Mittelwert
angewandt werden (siehe “Pegelkorrektur durch Mittelwert” auf Seite 4.327).
5. Frequenzabhängige Pegelkorrektur
Auswahl der Tabelle
➢ Auswahlliste, mit den auf der Festplatte des R&S FSQ gespeicherten Tabellen
aufrufen.
[ FREQUENCY : EXTERNAL MIXER : SELECT BAND ]
und das Feld CONV LOSS TABLE mit den Cursor-Tasten und ENTER anwählen.
•
Möglichkeit 1: Für den verwendeten Mischer existiert bereits eine Datei mit
Korrektur-Daten.
➢ Eine gültige Tabelle aus der Liste mit Hilfe der Cursor-Tasten oder des
Drehrads selektieren und mit ENTER auswählen.
•
Möglichkeit 2: Es existiert noch keine solche Tabelle.
➢ Eine neue Tabelle mit
CONV LOSS TABLE : EDIT TABLE
erstellen,
oder
➢ von Diskette auf die Festplatte des R&S FSQ mit
CONV LOSS TABLE : LOAD TABLE
kopieren (siehe Abschnitt “Conversion Loss Tabellen” auf Seite 4.311).
➢ Die neu erstellte bzw. von Diskette geladene Datei in der Auswahlliste wie oben
beschrieben auswählen.
Eine ausgewählte Datei ist mit √ markiert und wird in die Tabelle SELECT BAND
übernommen.
Da die selektierte Datei bereits alle erforderlichen Parameter enthält, sind
zunächst keine weiteren Einstellungen erforderlich.
➢ Die Tabelle SELECT BAND mit der Taste
[ ESC ]
verlassen.
Es wird automatisch ein Span eingestellt, mit dem das gesamte V-Band (50 bis 75
GHz) abgedeckt wird.
Frequenzbereich einstellen
➢ Den zu untersuchenden Frequenzbereich mit
[ FREQUENCY START : 52 GHz ]
und
[ FREQUENCY STOP : 60 GHz ]
einstellen.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.326
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Videobandbreite verringern
➢ Die Video-Bandbreite mit
[ BW : VIDEO BW MANUAL : 1 MHz ]
verringern.
Damit ist später eine sichere Signal-Identifizierung mit Hilfe von AUTO ID möglich
(siehe auch “Anmerkungen zur Signal-Identifizierung mit AUTO ID“).
RBW 3 MHz
* VBW 1 MHz
Ref -20 dBm
SWT 50 ms
Marker 1 [T 1 ]
- 36.07 dBm
58.0128 20513 GHz
-20
A
-30
1 AP
CLRWR
1
-40
-50
-60
-70
EXT
-80
-90
-100
-110
-120
Center
56 GHz
800 MHz/
Span
8 GHz
Bild 4.45 Spektrum am Ausgang des Vervielfachers aufgenommen mit Hilfe eines externen
Mischers
6. Pegelkorrektur durch Mittelwert
Soll anstelle der frequenzabhängigen Pegelkorrektur hingegen nur ein Mittelwert
der Umsetzdämpfung berücksichtigt werden, so sind für das ausgewählte Band in
der Tabelle SELECT BAND folgende Parameter einzugeben:
➢ Die Tabelle mit
[ FREQUENCY : EXTERNAL MIXER : SELECT BAND ]
öffnen.
Die mittlere Umsetzdämpfung im Feld AVG CONV LOSS eingeben:
[ {Umsetzdämpfung} dB ]
➢ Die Art des Mischers (im Beispiel: 2-Tor-Mischer) im Feld PORTS eingeben.
➢ Die zulässige Harmonische (im Beispiel: geradzahlige, da Zwei-Dioden-Mischer
verwendet wird) im Feld EVEN/ODD HARMONICS eingeben:
Durch Drücken der ENTER-Taste wird eine Auswahlbox geöffnet, in der die
zulässigen Harmonischen selektiert werden können.
Der eingegebene Mittelwert wird unabhängig von der Frequenz bei der Darstellung
des Spektrums berücksichtigt. Die erreichbare Genauigkeit hängt vom
Frequenzgang des Mischers ab. Diese Art der Pegelkorrektur ermöglicht,
Messungen bei einzelnen Frequenzen auf einfache Weise durchzuführen.
4.327
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
7. Berücksichtigung von Kabeldämpfung im ZF-Pfad
Bei der Pegelkorrektur ist neben der Umsetzdämpfung des Mischers auch die
Einfügedämpfung a0 des zum Abgriff des ZF-Signals verwendeten Kabels zu
berücksichtigen. Diese zusätzliche Dämpfung wirkt frequenzabhängig.
➢ Die Einfügedämpfung dieses Kabels bei der Zwischenfrequenz fZF = 404,4 MHz
ermitteln.
Bei der Pegelkorrektur durch Mittelwert ist die Einfügedämpfung des Kabels zur
mittleren Umsetzdämpfung zu addieren.
Bei frequenzabhängiger Pegelkorrektur muss jeder Stützwert in gleichem Maße um
die Einfügedämpfung erhöht werden.
➢ Hierzu kann die Kabeldämpfung über eine Transducer-Tabelle eingeben werden.
Eine solche Tabelle muss nur zwei Stützwerte (Bandanfang und -ende) enthalten,
für die jeweils a0 angegeben wird.
8. Funktionen zur Signalidentifizierung
Das in Bild 4.45 dargestellte Spektrum enthält neben dem eigentlichen
Eingangssignal auch eine Vielzahl von unerwünschten Mischprodukten. Um echte
Eingangssignale identifizieren zu können, sind im R&S FSQ zwei Funktionen
enthalten. Die Verfahren sind in Abschnitt “Signal-Identifizierung” auf Seite 4.318
beschrieben. Im Beispiel wird die Funktion AUTO ID verwendet.
➢ Die Funktion AUTO ID mit
[ FREQUENCY : EXTERNAL MIXER : SIGNAL ID : AUTO ID]
aktivieren.
Um eine pegelrichtige Anzeige sicherzustellen, ist bei Verwendung von AUTO ID die
zugrunde liegende Toleranzgrenze an den verwendeten Mischer anzupassen (siehe
Erklärungen zur Funktion AUTO ID sowie “Anmerkungen zur Signal-Identifizierung
mit AUTO ID” auf Seite 4.319. In diesem Beispiel wurde diese Grenze auf 5 dB
gesetzt.
➢ Die Toleranzgrenze mit
[ FREQUENCY : EXTERNAL MIXER : SIGNAL ID : AUTO ID THRESHOLD :
{Toleranzgrenze} dB]
anpassen.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
4.328
R&S FSQ
Gerätefunktionen
Option R&S FSU-B21: LO-/ZF-Anschluss für externe Mischer
Man erhält die in Bild 4.46 dargestellte Messkurve, in der unerwünschte
Mischprodukte ausgeblendet sind.
RBW 3 MHz
* VBW 1 MHz
Ref -20 dBm
SWT 50 ms
Marker 1 [T1 ]
-35.08 dBm
58.000000000 GHz
-20
-30
1 AP
CLRWR
A
1
-40
-50
-60
-70
EXT
-80
-90
-100
-110
-120
Center
56 GHz
8 00 MHz/
Span
8 GHz
Bild 4.46 Ausgangsspektrum des Vervielfachers aufgenommen mit Hilfe eines externen Mischers
und AUTO ID
4.329
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
5 Fernsteuerung – Grundlagen
5.1 Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.3
5.2 Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.3
5.3 Kurzanleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.4
5.4 Umstellen auf Fernsteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.4
5.5 Anzeigen bei Fernsteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.5
5.5.1 Fernsteuerung über GPIB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.5
5.5.1.1 Einstellen der Geräteadresse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.5
5.5.1.2 Rückkehr in den manuellen Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.6
5.5.2 Fernsteuerung über die RS-232-C-Schnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.7
5.5.2.1 Einstellen der Übertragungsparameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.7
5.5.2.2 Rückkehr in den manuellen Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.7
5.5.2.3 Einschränkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.8
5.5.3 Fernbedienung über Netzwerk (LAN-Schnittstelle) . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.9
5.5.3.1 Einstellen der Geräteadresse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.9
5.5.3.2 Rückkehr in den manuellen Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.9
5.6 Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.10
5.6.1 GPIB-Schnittstellennachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.10
5.6.2 Gerätenachrichten (Befehle und Geräteantworten) . . . . . . . . . . . . . . . 5.11
5.7 Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.12
5.7.1 SCPI-Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.12
5.7.2 Aufbau eines Befehls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.13
5.7.3 Aufbau einer Befehlszeile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.16
5.7.4 Antworten auf Abfragebefehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.17
5.7.5 Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.18
5.7.6 Übersicht der Syntaxelemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.20
5.8 Gerätemodell und Befehlsbearbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.21
5.8.1 Eingabeeinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.21
5.8.2 Befehlserkennung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.22
5.8.3 Gerätedatenbank und Gerätehardware . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.22
5.8.4 Status-Reporting-System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.23
5.8.5 Ausgabeeinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.23
5.8.6 Befehlsreihenfolge und Befehlssynchronisation . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.24
5.9 Status-Reporting-System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.25
5.9.1 Aufbau eines SCPI-Statusregisters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.25
5.9.2 Übersicht der Statusregister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.28
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.1
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
5.9.3 Beschreibung der Statusregister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.30
5.9.3.1 Status Byte (STB) und Service-Request-Enable-Register
(SRE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.30
5.9.3.2 IST-Flag und Parallel-Poll-Enable-Register (PPE) . . . . . . . . . . . . 5.31
5.9.3.3 Event-Status-Register (ESR) und
Event-Status-Enable-Register (ESE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.31
5.9.3.4 STATus:OPERation-Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.32
5.9.3.5 STATus:QUEStionable-Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.33
5.9.3.6 STATus-QUEStionable:ACPLimit-Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.34
5.9.3.7 STATus:QUEStionable:DIQ Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.35
5.9.3.8 STATus-QUEStionable:FREQuency-Register . . . . . . . . . . . . . . . . 5.36
5.9.3.9 STATus-QUEStionable:LIMit<1|2>-Register . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.37
5.9.3.10 STATus-QUEStionable:LMARgin<1|2>-Register . . . . . . . . . . . . . 5.38
5.9.3.11 STATus-QUEStionable:POWer-Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.39
5.9.4 Einsatz des Status-Reporting-Systems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.40
5.9.4.1 Bedienungsruf (Service Request), Nutzung der
Hierarchiestruktur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.40
5.9.4.2 Serienabfrage (Serial Poll) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.40
5.9.4.3 Parallelabfrage (Parallel Poll) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.41
5.9.4.4 Abfrage durch Befehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.41
5.9.4.5 Error-Queue-Abfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.41
5.9.5 Rücksetzwerte des Status-Reporting-Systems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.42
5.2
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Übersicht
5.1
Übersicht
In diesem Kapitel finden Sie
•
eine Anleitung zur Inbetriebnahme des R&S FSQ über Fernsteuerung,
•
eine allgemeine Einführung in die Fernsteuerung von programmierbaren Geräten.
Dies umfasst die Beschreibung der Befehlsstruktur und -syntax nach der SCPINorm, die Beschreibung der Befehlsbearbeitung und der Statusregister,
•
die im R&S FSQ besetzten Statusregister in grafischer und tabellarischer
Darstellung,
In Kapitel “Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle” werden sämtliche
Fernsteuerungsbefehle des R&S FSQ ausführlich beschrieben. Die Befehlssystem
sind alphabetisch nach Befehls-Subsystem entsprechend SCPI aufgelistet.
Beispiele für die Programmierung des R&S FSQ befinden sich in Kapitel
“Fernsteuerung – Programmbeispiele” und eine detaillierte Beschreibung der
Hardware-Anschlüsse in Kapitel “Wartung und Geräteschnittstellen”.
5.2
Einführung
Das Gerät ist serienmäßig mit einer GPIB-Schnittstelle nach Norm IEC 625.1/IEEE
488.2
sowie
einer
RS232-C-Schnittstelle
ausgerüstet.
Die
jeweilige
Anschlussbuchse befindet sich auf der Geräterückseite. Über sie kann ein
Steuerrechner zur Fernsteuerung angeschlossen werden.
Zusätzlich kann das Gerät über ein lokales Netzwerk fernbedient werden
Das Gerät unterstützt die SCPI-Version 1997.0 (Standard Commands for
Programmable Instruments). Der SCPI-Standard baut auf der Norm IEEE 488.2 auf
und hat eine Vereinheitlichung der gerätespezifischen Befehle, der
Fehlerbehandlung und der Status-Register zum Ziel (siehe Abschnitt “SCPIEinführung” auf Seite 5.12).
Das Buch "Automatic Measurement Control – A tutorial on SCPI and IEEE 488.2"
von John M. Pieper (R&S Bestellnummer 0002.3536.00) bietet näher Informationen
zu Konzepten und Definitionen von SCPI. Die Fernsteuerung über Netzwerk ist im
Kapitel zur RSIB-Schnittstelle beschrieben (siehe “Fernbedienung über Netzwerk
(LAN-Schnittstelle)” auf Seite 5.9).
Dieses Kapitel setzt Grundkenntnisse in der GPIB-Programmierung und der
Bedienung des Steuerrechners voraus. Eine Beschreibung der GPIB- und RS-232C-Schnittstellenbefehle ist den entsprechenden Handbüchern zu entnehmen.
Die Anforderungen des SCPI-Standards zur Befehlssyntax, Fehlerbehandlung und
Gestaltung der Status-Register werden ausführlich in den jeweiligen Abschnitten
erläutert. Tabellen ermöglichen einen schnellen Überblick über die Belegung der
Bits in den Status-Registern. Die Tabellen werden durch eine detaillierte
Beschreibung der Status-Register ergänzt.
Alle Programmbeispiele für die Steuerung über GPIB sind in VISUAL BASIC
verfasst.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.3
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Kurzanleitung
5.3
Kurzanleitung
Die folgende kurze und einfache Bediensequenz erlaubt es, das Gerät schnell in
Betrieb zu nehmen und seine Grundfunktionen einzustellen. Es wird vorausgesetzt,
dass die GPIB-Adresse, die werkseitig auf 20 eingestellt ist, noch nicht verändert
wurde.
1. Gerät und Controller mit GPIB-Kabel verbinden.
2. Am Controller folgendes Programm erstellen und starten:
CALL IBFIND("DEV1", analyzer%)
'Kanal zum Gerät öffnen
CALL IBPAD(analyzer%, 20)
'Geräteadresse dem Controller mitteilen
CALL IBWRT(analyzer%, '*RST;*CLS')
'Gerät rücksetzen
CALL IBWRT(analyzer%, 'FREQ:CENT 100MHz')
'Mittenfrequenz auf 100 MHz einstellen
CALL IBWRT(analyzer%, 'FREQ:SPAN 10MHz')
'Span auf 10 MHz einstellen
CALL IBWRT(analyzer%, 'DISP:TRAC:Y:RLEV -10dBm')
'Referenz-Pegel auf -10dBm einstellen
Der Gerät sweept jetzt im Frequenzbereich von 95 MHz bis 105 MHz.
3. Rückkehr zur manuellen Bedienung:
➢ Softkey LOCAL auf der Frontplatte drücken
5.4
Umstellen auf Fernsteuerung
Nach dem Einschalten befindet sich das Gerät immer im manuellen Betriebszustand
(Zustand "LOCAL") und kann über die Frontplatte bedient werden.
Die Umstellung auf Fernsteuerung (Zustand "REMOTE") erfolgt
bei aktivem GPIB
bei Steuerung
Netzwerk (RSIB)
bei aktiver
Schnittstelle
sobald das Gerät von einem
adressierten Befehl empfängt.
Steuerrechner
einen
übersobald das Gerät von einem Steuerrechner einen Befehl
empfängt.
RS-232-sobald das Gerät von einem Steuerrechner den Befehl
"@REM" empfängt.
Bei Fernsteuerung ist die Frontplattenbedienung gesperrt. Der Gerät verbleibt im
Zustand "REMOTE", bis es manuell oder über die Fernsteuerungsschnittstelle
wieder in den manuellen Betriebszustand versetzt wird (siehe folgende Abschnitte).
Ein Wechsel von manuellem Betrieb zu Fernsteuerung und umgekehrt verändert die
Geräteeinstellungen nicht.
5.4
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Anzeigen bei Fernsteuerung
5.5
Anzeigen bei Fernsteuerung
Bei Betrieb über Fernsteuerung wird das Softkey-Menü durch die Taste LOCAL
ersetzt, mittels derer zum Handbetrieb zurückgekehrt werden kann.
Zusätzlich kann mit dem Befehl "SYSTem:DISPlay:UPDate OFF" die Darstellung
der Diagramme und Messergebnisse ausgeblendet werden (Default im
Fernsteuerbetrieb), um die optimale Performance im Fernsteuerbetrieb zu erhalten.
Während der Programmentwicklung empfiehlt es sich allerdings, die Darstellung der
Messergebnisse mittels "SYSTem:DISPlay:UPDate ON" einzuschalten, um die
Veränderung an den Geräteeinstellungen und den aufgenommenen Messkurven
am Bildschirm verfolgen zu können.
Wird das Gerät ausschließlich über Fernsteuerung betrieben, so wird das
Einschalten des Energiesparmodus (POWER SAVE) empfohlen. In dieser
Betriebsart wird das nicht benötigte Display nach einer voreinstellbaren Zeit
komplett abgeschaltet.
5.5.1
5.5.1.1
Fernsteuerung über GPIB
Einstellen der Geräteadresse
Um das Gerät über die GPIB-Schnittstelle bedienen zu können, muss das Gerät mit
der eingestellten GPIB-Adresse angesprochen werden. Die GPIB-Adresse des
Gerätes ist werkseitig auf 20 eingestellt. Sie kann manuell im Menü SETUP –
GENERAL SETUP - GPIB-ADDRESS oder über Fernsteuerung verändert werden.
Es sind die Adressen 0…30 erlaubt.
Manuell:
➢ Menü SETUP - GENERAL SETUP aufrufen
➢ In der Tabelle GPIB-ADDRESS die gewünschte Adresse eingeben
➢ Eingabe mit ENTER abschließen
Über GPIB:
CALL IBFIND("DEV1", analyzer%)
'Kanal zum Gerät öffnen
CALL IBPAD(analyzer%, 20)
'alte Adresse dem Controller mitteilen
CALL IBWRT(analyzer%, "SYST:COMM:GPIB:ADDR 18")
'Gerät auf neue Adresse einstellen
CALL IBPAD(analyzer%, 18)
'neue Adresse dem Controller mitteilen
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.5
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Anzeigen bei Fernsteuerung
5.5.1.2
Rückkehr in den manuellen Betrieb
Die Rückkehr in den manuellen Betrieb kann über die Frontplatte oder über
Fernsteuerung erfolgen.
Manuell:
➢ Softkey LOCAL oder Taste PRESET drücken
•
Vor dem Umschalten muss die Befehlsbearbeitung abgeschlossen sein, da
sonst sofort wieder auf GPIB geschaltet wird
•
Beide Tasten können durch den Universalbefehl LLO (siehe Kapitel “Wartung
und Geräteschnittstellen”, Abschnitt “Schnittstellennachrichten” auf Seite 8.7)
gesperrt werden, um ein unbeabsichtigtes Umschalten zu verhindern. Dann
kann nur noch über GPIB auf manuellen Betrieb geschaltet werden.
•
Die Sperre der Tasten lässt sich durch Deaktivieren der "REN"-Leitung des
GPIB aufheben (siehe Kapitel “Wartung und Geräteschnittstellen”, Abschnitt
“Busleitungen” auf Seite 8.5).
Über IEC-Bus:
…
CALL IBLOC(analyzer%)
'Gerät auf manuellen Betrieb einstellen
…
5.6
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Anzeigen bei Fernsteuerung
5.5.2
5.5.2.1
Fernsteuerung über die RS-232-C-Schnittstelle
Einstellen der Übertragungsparameter
Für eine fehlerfreie und korrekte Datenübertragung müssen sowohl beim Gerät als
auch beim Steuer-rechner die Übertragungsparameter gleich eingestellt sein. Sie
können manuell im Menü SETUP – GENERAL SETUP in der Tabelle COM PORT
oder über Fernsteuerung mit dem Befehl SYSTem:COMMunicate:SERial:...
verändert werden.
Die Übertragungsparameter der Schnittstelle COM sind werkseitig mit folgenden
Werten vorbelegt: Baudrate = 9600, Datenbits = 8, Stoppbits = 1, Parität = NONE
und Owner = INSTRUMENT.
Für den Fernsteuerbetrieb muss der Parameter Owner auf OS gestellt werden,
damit die Steuerbefehle mit @ von der Schnittstelle erkannt werden.
Manuell:
Einstellen der Schnittstelle COM
➢ Das Menü SETUP - GENERAL SETUP aufrufen
➢ In der Tabelle COM PORT die Einstellungen für Baudrate, Bits, Stoppbits, Parity
und Protokoll auswählen.
➢ In der Tabelle COM PORT die Einstellung für Owner auf OS setzen.
➢ Eingabe mit ENTER abschließen
5.5.2.2
Rückkehr in den manuellen Betrieb
Die Rückkehr in den manuellen Betrieb kann über die Frontplatte oder über die RS232-Schnittstelle erfolgen.
Manuell:
➢ Softkey LOCAL oder Taste PRESET drücken.
•
Vor dem Umschalten muss die Befehlsbearbeitung abgeschlossen sein, da
sonst sofort wieder auf Fernsteuerung geschaltet wird.
•
Die Sperre der LOCAL-Umschaltung lässt sich durch Senden des Befehls
"@LOC" über RS-232 aufheben (siehe Kapitel “Wartung und Geräteschnittstellen”, Abschnitt “RS-232-C-Schnittstelle (COM)” auf Seite 8.9).
Über RS-232:
…
v24puts(port,"@LOC");
'Gerät auf manuellen Betrieb einstellen.
…
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.7
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Anzeigen bei Fernsteuerung
5.5.2.3
Einschränkungen
Bei der Fernsteuerung über die RS-232-C-Schnittstelle gibt es folgende
Einschränkungen:
– Es stehen keine echten Schnittstellennachrichten zur Verfügung, sondern
Steuerbefehle (siehe Beschreibung der Schnittstelle in Kapitel “Wartung und
Geräteschnittstellen”, Abschnitt “RS-232-C-Schnittstelle (COM)” auf Seite 8.9).
– Zur Befehlssynchronisation kann nur das Common Command *OPC? verwenden
werden.
*WAI und *OPC stehen nicht zur Verfügung.
– Es können keine Blockdaten übertragen werden.
5.8
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Anzeigen bei Fernsteuerung
5.5.3
Fernbedienung über Netzwerk (LAN-Schnittstelle)
Das Gerät kann über ein lokales Netzwerk fernbedient werden.
Die LAN-Schnittstelle besteht aus einer Buchse, einer Netzwerkschnittstellenkarte
und -protokollen (VXI-11 und RSIB). Genauere Informationen zur Buchse und seiner
Verwendung ist im Kompakthandbuch, Kapitel "Front- und Rückansicht" enthalten.
Ein Gerätezugang via VXI11 oder RSIB wird für gewöhnlich mittels High-LevelProgrammierplattformen
erreicht,
indem
die
VISA-Schicht
als
Zwischenabstraktionsschicht verwendet wird. VISA fasst die Low-Level-VXI-, RSIBoder
sogar
GPIB-Funktionsaufrufe
zusammen
und
gestaltet
die
Transportschnittstelle dadurch für den Nutzer transparent. Die notwendige VISABibliothek ist separat verfügbar. Weitere Informationen erfragen Sie bei Ihren R&SVertreter vor Ort.
5.5.3.1
Einstellen der Geräteadresse
Um das Gerät über Netzwerk bedienen zu können, muss das Gerät mit der
eingestellten IP-Adresse angesprochen werden. Die IP-Adresse des Gerätes wird in
der Netzwerkkonfiguration festgelegt.
Einstellen der IP-Adresse:
➢ Menü SETUP - GENERAL SETUP – CONFIGURE NETWORK aufrufen
➢ Registerkarte "Protocols" auswählen
➢ Für das TCP/IP-Protokoll unter "Properties" die IP-Adresse einstellen (siehe
Kompakthandbuch, Kapitel “LAN-Interface”).
5.5.3.2
Rückkehr in den manuellen Betrieb
Die Rückkehr in den manuellen Betrieb kann über die Frontplatte oder über die
RSIB-Schnittstelle erfolgen.
Manuell:
➢ Softkey LOCAL oder Taste PRESET drücken
•
Vor dem Umschalten muss die Befehlsbearbeitung abgeschlossen sein, da
sonst sofort wieder auf Fernsteuerung geschaltet wird.
Über RSIB:
…
CALL RSDLLibloc(analyzer%, ibsta%, iberr%, ibcntl&)
'Gerät auf manuellen Betrieb einstellen
…
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.9
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Nachrichten
5.6
Nachrichten
Die Nachrichten, die auf den Datenleitungen des GPIB (siehe Kapitel “Wartung und
Geräteschnittstellen”, Abschnitt “GPIB-Schnittstelle” auf Seite 8.4) übertragen
werden, lassen sich in zwei Gruppen einteilen:
– “GPIB-Schnittstellennachrichten”
– “Gerätenachrichten (Befehle und Geräteantworten)”
5.6.1
GPIB-Schnittstellennachrichten
Schnittstellennachrichten werden auf den Datenleitungen des GPIB übertragen,
wobei die Steuerleitung Attention "ATN" aktiv (LOW) ist. Sie dienen der
Kommunikation zwischen Steuerrechner und Gerät und können nur von einem
Steuerrechner, der die Controllerfunktion am GPIB hat, gesendet werden.
Schnittstellenbefehle lassen sich weiter unterteilen in
– Universalbefehle und
– adressierte Befehle.
Universalbefehle wirken ohne vorherige Adressierung auf alle am GPIB
angeschlossenen Geräte, adressierte Befehle nur an vorher als Hörer (Listener)
adressierte Geräte. Die für das Gerät relevanten Schnittstellennachrichten sind in
Kapitel “Wartung und Geräteschnittstellen”, Abschnitt “Schnittstellenfunktionen” auf
Seite 8.6 aufgelistet.
5.10
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Nachrichten
5.6.2
Gerätenachrichten (Befehle und Geräteantworten)
Gerätenachrichten werden auf den Datenleitungen des GPIB übertragen, wobei die
Steuerleitung "ATN" nicht aktiv ist. Es wird der ASCII-Code verwendet.
Gerätenachrichten werden nach der Richtung, in der sie gesendet werden,
unterschieden:
– Befehle sind Nachrichten, die der Controller an das Gerät schickt. Sie bedienen
die Gerätefunktionen und fordern Informationen an.
Die Befehle werden wiederum nach zwei Kriterien unterteilt:
•
Nach der Wirkung, die sie auf das Gerät ausüben:
Einstellbefehle lösen Geräteeinstellungen aus, z.B. Rücksetzen des Gerätes
oder Setzen der Mittenfrequenz.
Abfragebefehle (Queries) bewirken das Bereitstellen von Daten für eine
Ausgabe am GPIB, z.B. für die Geräte-Identifikation oder die Abfrage des
Markers.
•
Nach ihrer Festlegung in der Norm IEEE 488.2:
Common Commands (allgemeine Befehle) sind in ihrer Funktion und
Schreibweise in Norm IEEE 488.2 genau festgelegt. Sie betreffen Funktionen,
wie z.B. die Verwaltung der genormten Status-Register, Rücksetzen und
Selbsttest.
Gerätespezifische Befehle betreffen Funktionen, die von den
Geräteeigenschaften abhängen, wie z.B. Frequenzeinstellung. Ein Großteil
dieser Befehle ist vom SCPI-Gremium (siehe Abschnitt “SCPI-Einführung” auf
Seite 5.12) ebenfalls standardisiert.
– Geräteantworten sind Nachrichten, die das Gerät nach einem Abfragebefehl
zum Controller sendet. Sie können Messergebnisse, Geräteeinstellungen oder
Information über den Gerätestatus enthalten (siehe Abschnitt “Antworten auf
Abfragebefehle” auf Seite 5.17).
Im folgenden Abschnitt werden Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
beschrieben.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.11
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
5.7
5.7.1
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
SCPI-Einführung
SCPI (Standard Commands for Programmable Instruments) beschreibt einen
einheitlichen Befehlssatz zur Programmierung von Geräten, unabhängig vom
Gerätetyp oder Hersteller. Zielsetzung des SCPI-Konsortiums ist es, die
gerätespezifischen Befehle weitgehend zu vereinheitlichen. Dazu wurde ein
Gerätemodell entwickelt, das gleiche Funktionen innerhalb eines Gerätes oder bei
verschiedenen Geräten definiert. Befehlssysteme wurden geschaffen, die diesen
Funktionen zugeordnet sind. Damit ist es möglich, gleiche Funktionen mit
identischen Befehlen anzusprechen. Die Befehlssysteme sind hierarchisch
aufgebaut.
Bild 5.10 zeigt diese Baumstruktur anhand eines Ausschnitts aus dem
Befehlssystems SENSe, in dem die gerätespezifischen Einstellungen erfolgen, die
nicht die Signaleigenschaften des gemessenen Signals betreffen. Die weiteren
Beispiele zu Syntax und Aufbau der Befehle sind diesem Befehlssystem
entnommen.
SCPI baut auf der Norm IEEE 488.2 auf, d.h., verwendet die gleichen syntaktischen
Grundelemente sowie die dort definierten "Common Commands". Die Syntax der
Geräteantworten ist zum Teil enger festgelegt als in der Norm IEEE 488.2 (siehe
Abschnitt “Antworten auf Abfragebefehle” auf Seite 5.17).
5.12
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
5.7.2
Aufbau eines Befehls
Die Befehle bestehen aus einem sogenannten Header und meist einem oder
mehreren Parametern. Header und Parameter sind durch einen "White Space"
(ASCII-Code 0..9, 11...32 dezimal, z.B. Leerzeichen) getrennt. Die Header können
aus mehreren Schlüsselwörtern zusammengesetzt sein. Abfragebefehle werden
gebildet, indem an den Header direkt ein Fragezeichen angehängt wird.
Die in den folgenden Beispielen verwendeten Befehle sind nicht in jedem Fall im
Gerät implementiert.
Common Commands
Geräteunabhängige Befehle bestehen aus einem Header, dem ein Stern "*"
vorausgestellt ist, und eventuell einem oder mehreren Parametern.
Beispiele:
*RST
RESET, setzt das Gerät zurück
*ESE 253
EVENT STATUS ENABLE, setzt die Bits des Event-Status-Enable-Registers
*ESR?
EVENT STATUS QUERY, fragt den Inhalt des Event-Status-Registers ab.
Gerätespezifische Befehle
Hierarchie:
Gerätespezifische Befehle sind hierarchisch (siehe Bild 5.10) aufgebaut. Die
verschiedenen Ebenen werden durch zusammengesetzte Header dargestellt.
Header der höchsten Ebene (root level) besitzen ein einziges Schlüsselwort. Dieses
Schlüsselwort bezeichnet ein ganzes Befehlssystem.
Beispiel:
SENSe
Dieses Schlüsselwort bezeichnet das Befehlssystem SENSe.
Bei Befehlen tieferer Ebenen muss der gesamte Pfad angegeben werden. Dabei
wird links mit der höchsten Ebene begonnen, die einzelnen Schlüsselwörter sind
durch einen Doppelpunkt ":" getrennt.
Beispiel:
SENSe:FREQuency:SPAN 10MHZ
Dieser Befehl liegt in der dritten Ebene des Systems SENSe. Er verändert den bei
der Messung eingestellten Frequenzbereich.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.13
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
Bild 5.10 Baumstruktur der SCPI-Befehlssysteme am Beispiel des Systems SENSe
Einige Schlüsselwörter kommen innerhalb eines Befehlssystems auf mehreren
Ebenen vor. Ihre Wirkung hängt dann vom Aufbau des Befehles ab, also davon, an
welcher Stelle sie im Header des Befehles eingefügt sind.
Beispiel:
SOURce:FM:POLarity NORMal
Dieser Befehl enthält das Schlüsselwort POLarity in der dritten Befehlsebene. Er
legt die Polarität zwischen Modulator und Modulationssignal fest.
SOURce:FM:EXTernal:POLarity NORMal
Dieser Befehl enthält das Schlüsselwort POLarity in der vierten Befehlsebene. Er
legt die Polarität zwischen Modulationsspannung und der resultierenden Richtung
der Modulation nur für die angegebene externe Signalquelle fest.
Wahlweise einfügbare Schlüsselwörter:
In manchen Befehlssystemen ist es möglich, bestimmte Schlüsselwörter wahlweise
in den Header einzufügen oder auszulassen. Diese Schlüsselwörter sind in der
Beschreibung durch eckige Klammern gekennzeichnet. Die volle Befehlslänge
muss vom Gerät aus Gründen der Kompatibilität zum SCPI-Standard erkannt
werden. Durch diese wahlweise einfügbaren Schlüsselwörter verkürzen sich einige
Befehle erheblich.
Beispiel:
[SENSe]:BANDwidth[:RESolution]:AUTO
Dieser Befehl koppelt die Auflösebandbreite des Gerätes an andere Parameter. Der
folgende Befehl hat die identische Wirkung:
BANDwidth:AUTO
Ein wahlweise einfügbares Schlüsselwort darf nicht ausgelassen werden, wenn
mit einem numerischen Suffix seine Wirkung näher spezifiziert wird.
5.14
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
Lang- und Kurzform:
Die Schlüsselwörter besitzen eine Langform und eine Kurzform. Es kann entweder
die Kurz- oder die Langform eingegeben werden, andere Abkürzungen sind nicht
erlaubt.
Beispiel:
STATus:QUEStionable:ENABle 1 = STAT:QUES:ENAB 1
Die Kurzform ist durch Großbuchstaben gekennzeichnet, die Langform entspricht
dem vollständigen Wort. Groß- und Kleinschreibung dienen nur der
Kennzeichnung in der Gerätebeschreibung, das Gerät selbst unterscheidet nicht
zwischen Groß- und Kleinbuchstaben..
Parameter:
Der Parameter muss vom Header durch ein "White Space" getrennt werden. Sind in
einem Befehl mehrere Parameter angegeben, so werden diese durch ein Komma ","
getrennt. Einige Abfragebefehle erlauben die Angabe der Parameter MINimum,
MAXimum und DEFault. Für eine Beschreibung der Parametertypen siehe Abschnitt
“Parameter” auf Seite 5.18.
Beispiel:
SENSe:FREQuency:STOP? MAXimum
Dieser Abfragebefehl fordert den Maximalwert für die Stoppfrequenz an.
Antwort: 3.5E9
Numerisches Suffix:
Besitzt ein Gerät mehrere gleichartige Funktionen oder Eigenschaften, z.B.
Eingänge, kann die gewünschte Funktion durch ein Suffix am Befehl ausgewählt
werden. Angaben ohne Suffix werden wie Angaben mit Suffix 1 interpretiert.
Beispiel:
SYSTem:COMMunicate:SERial2:BAUD 9600
Dieser Befehl stellt die Baudrate einer zweiten seriellen Schnittstelle ein.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.15
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
5.7.3
Aufbau einer Befehlszeile
Eine Befehlszeile kann einen oder mehrere Befehle enthalten. Sie wird durch ein
<New Line>, ein <New Line> mit EOI oder ein EOI zusammen mit dem letzten
Datenbyte abgeschlossen. Der GPIB-Treiber des Steuerrechners erzeugt
üblicherweise automatisch ein EOI zusammen mit dem letzten Datenbyte.
Mehrere Befehle in einer Befehlszeile sind durch einen Strichpunkt ";" getrennt.
Liegt der nächste Befehl in einem anderen Befehlssystem, folgt nach dem
Strichpunkt ein Doppelpunkt.
Beispiel:
CALL IBWRT(analyzer%,"SENSe:FREQuency:CENTer 100MHz;:INPut:
ATTenuation 10")
Diese Befehlszeile beinhaltet zwei Befehle. Der erste Befehl gehört zum System
SENSe, mit ihm wird die Mittenfrequenz des Analysators festgelegt. Der zweite
Befehl gehört zum System INPut und stellt die Abschwächung des
Eingangssignals ein.
Gehören die aufeinander folgenden Befehle zum gleichen System und besitzen
damit eine oder mehrere gemeinsame Ebenen, kann die Befehlszeile verkürzt
werden. Dazu beginnt der zweite Befehl nach dem Strichpunkt mit der Ebene, die
unter den gemeinsamen Ebenen liegt (siehe auch Bild 5.10). Der Doppelpunkt nach
dem Strichpunkt muss dann weggelassen werden.
Beispiel:
CALL IBWRT(analyzer%, "SENSe:FREQuency:STARt 1E6;:SENSe:
FREQuency:STOP 1E9")
Diese Befehlszeile ist in voller Länge dargestellt und beinhaltet zwei Befehle, die
durch den Strichpunkt voneinander getrennt sind. Beide Befehle befinden sich im
Befehlssystem SENSe, Untersystem FREQuency, d.h., sie besitzen zwei
gemeinsame Ebenen.
Bei der Verkürzung der Befehlszeile beginnt der zweite Befehl mit der Ebene
unterhalb SENSe:FREQuency. Der Doppelpunkt nach dem Strichpunkt fällt weg.
In ihrer verkürzten Form lautet die Befehlszeile:
CALL IBWRT(analyzer%,
"SENSe:FREQuency:STARt 1E6;STOP 1E9")
Eine neue Befehlszeile beginnt jedoch immer mit dem gesamten Pfad.
Beispiel:
CALL IBWRT(analyzer%,
CALL IBWRT(analyzer%,
5.16
"SENSe:FREQuency:STARt 1E6")
"SENSe:FREQuency:STOP 1E9")
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
5.7.4
Antworten auf Abfragebefehle
Zu jedem Einstellbefehl ist, falls nicht ausdrücklich anders festgelegt, ein
Abfragebefehl definiert. Er wird gebildet, indem an den zugehörigen Einstellbefehl
ein Fragezeichen angehängt wird. Für die Antworten auf einen
Datenanforderungsbefehl gelten nach SCPI zum Teil enger gefasste Regeln als in
der Norm IEEE 488.2:
1. Der geforderte Parameter wird ohne Header gesendet.
Beispiel: INPut:COUPling?
Antwort: DC
2. Maximal-, Minimalwerte und alle weiteren Größen, die über einen speziellen
Textparameter angefordert werden, werden als Zahlenwerte zurückgegeben.
Beispiel: SENSe:FREQuency:STOP? MAX
Antwort: 3.5E9
3. Zahlenwerte werden ohne Einheit ausgegeben. Physikalische Größen beziehen
sich auf die Grundeinheiten oder auf die mit dem Unit-Befehl eingestellten
Einheiten.
Beispiel: SENSe:FREQuency:CENTer?
Antwort: 1E6 für 1 MHz
4. Wahrheitswerte (Boolesche Werte) werden als 0 (für OFF) und 1 (für ON)
zurückgegeben.
Beispiel: SENSe:BANDwidth:AUTO?
Antwort (für ON): 1
5. Text (Character data) wird in Kurzform zurückgegeben.
Beispiel: SYSTem:COMMunicate:SERial:CONTrol:RTS?
Antwort (für Standard): STAN
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.17
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
5.7.5
Parameter
Die meisten Befehle verlangen die Angabe eines Parameters. Die Parameter
müssen durch einen "White Space" vom Header getrennt werden. Als
Parametertypen sind Zahlenwerte, boolesche Parameter, Text, Zeichenketten und
Blockdaten erlaubt. Der für den jeweiligen Befehl verlangte Parametertyp sowie der
erlaubte Wertebereich sind in der Befehlsbeschreibung angegeben.
Zahlenwerte
Zahlenwerte können in jeder gebräuchlichen Form eingegeben werden, also mit
Vorzeichen, Dezimalpunkt (kein Komma!) und Exponent. Überschreiten die Werte
die Auflösung des Gerätes, wird auf- oder abgerundet. Die Mantisse darf bis zu 255
Zeichen lang sein, der Exponent muss im Wertebereich -32 000 bis 32 000 liegen.
Der Exponent wird durch ein "E" oder "e" eingeleitet. Die Angabe des Exponenten
allein ist nicht erlaubt. Bei physikalischen Größen kann die Einheit angegeben
werden. Zulässige Einheiten-Präfixe sind G (Giga), MA (Mega, MOHM und MHZ
sind ebenfalls zulässig), K (Kilo), M (Milli), U (Mikro) und N (Nano). Fehlt die Einheit,
wird die Grundeinheit genommen.
Beispiel:
SENSe:FREQuency:STOP 1.5GHz = SENSe:FREQuency:STOP 1.5E9
spez. Zahlenwerte
Die Texte MINimum, MAXimum, DEFault, UP und DOWN werden als spezielle
Zahlenwerte interpretiert.
Bei einem Abfragebefehl wird der Zahlenwert bereitgestellt.
Beispiel:
Einstellbefehl: SENSe:FREQuency:STOP MAXimum
Abfragebefehl: SENSe:FREQuency:STOP?
Antwort: 3.5E9
MIN/MAX
MINimum und MAXimum bezeichnen den Minimal- bzw Maximalwert.
DEF
DEFault bezeichnet einen voreingestellten, im EPROM abgespeicherten Wert.
Dieser Wert stimmt mit der Grundeinstellung überein, wie sie durch den Befehl
*RST aufgerufen wird.
UP/DOWN
UP, DOWN erhöht bzw. erniedrigt den Zahlenwert um eine Stufe. Die Schrittweite
kann für jeden Parameter, der über UP, DOWN eingestellt werden kann, über
einen zugeordneten Step-Befehl festgelegt werden.
INF/NINF
INFinity, Negative INFinity (NINF) repräsentieren die Zahlenwerte -9.9E37 bzw.
9.9E37. INF und NINF werden nur als Geräteantworten gesendet.
NAN
Not A Number (NAN) repräsentiert den Wert 9.91E37. NAN wird nur als
Geräteantwort gesendet. Dieser Wert ist nicht definiert. Mögliche Ursachen sind
das Teilen von Null durch Null, die Subtraktion von Unendlich von Unendlich und
die Darstellung von fehlenden Werten.
5.18
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
Boolesche Parameter
Boolesche Parameter repräsentieren zwei Zustände. Der EIN-Zustand (logisch
wahr) wird durch ON oder einen Zahlenwert ungleich 0 dargestellt. Der
AUS-Zustand (logisch unwahr) wird durch OFF oder den Zahlenwert 0 dargestellt.
Bei einem Abfragebefehl wird 0 oder 1 bereitgestellt.
Beispiel:
Einstellbefehl: DISPlay:WINDow:STATe ON
Abfragebefehl: DISPlay:WINDow:STATe?
Antwort: 1
Text
Textparameter folgen den syntaktischen Regeln für Schlüsselwörter, d.h. sie
besitzen ebenfalls eine Kurz- und eine Langform. Sie müssen, wie jeder Parameter,
durch einen 'White Space' vom Header getrennt werden. Bei einem Abfragebefehl
wird die Kurzform des Textes bereitgestellt.
Beispiel:
Einstellbefehl: INPut:COUPling
GROund
Abfragebefehl: INPut:COUPling?
Antwort: GRO
Zeichenketten
Zeichenketten (Strings) müssen immer zwischen Anführungszeichen, einfachen
oder doppelten, angegeben werden.
Beispiel:
SYSTem:LANGuage "SCPI" oder
SYSTem:LANGuage 'SCPI'
Blockdaten
Blockdaten sind ein Übertragungsformat, das sich für die Übertragung großer
Datenmengen eignet. Ein Befehl mit einem Blockdatenparameter hat folgenden
Aufbau:
Beispiel:
HEADer:HEADer #45168xxxxxxxx
Das ASCII-Zeichen # leitet den Datenblock ein. Die nächste Zahl gibt an, wieviele
der folgenden Ziffern die Länge des Datenblocks beschreiben. Im Beispiel geben
die 4 folgenden Ziffern die Länge mit 5168 Bytes an. Es folgen die Datenbytes.
Während der Übertragung dieser Datenbytes werden alle Ende- oder sonstigen
Steuerzeichen ignoriert, bis alle Bytes übertragen sind.
Dieses Format unterstützt nur eine Bytezahl von bis zu 9 Stellen als Anzahl an
Bytes. Bei mehr als 999999999 Bytes muss folgendes Zusatzformat verwendet
werden.
Beispiel:
HEADer:HEADer #(1100000000) xxxxxxxx
Die Bytelängenzählung wenn in Klammern gesetzt. Im Beispiel gibt die Bytezählung
eine Länge von 1.100.000.000 Bytes an. Die Datenbytes kommt nach der
geschlossenen Klammer.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.19
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Aufbau und Syntax der Gerätenachrichten
5.7.6
Übersicht der Syntaxelemente
Eine Übersicht der Syntaxelemente bietet folgende Zusammenstellung.
:
;
,
?
*
"
#
Der Doppelpunkt trennt die Schlüsselwörter eines Befehls.
In einer Befehlszeile kennzeichnet der Doppelpunkt nach dem trennenden Strichpunkt die
oberste Befehlsebene.
Der Strichpunkt trennt zwei Befehle einer Befehlszeile. Er ändert den Pfad nicht.
Das Komma trennt mehrere Parameter eines Befehls.
Das Fragezeichen bildet einen Abfragebefehl.
Der Stern kennzeichnet ein Common Command.
Anführungsstriche leiten eine Zeichenkette ein und schließen sie ab.
Das Doppelkreuz leitet Blockdaten ein.
Ein "White Space" (ASCII-Code 0...9, 11...32 dezimal, z.B. Leerzeichen) trennt Header und
Parameter.
5.20
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Gerätemodell und Befehlsbearbeitung
5.8
Gerätemodell und Befehlsbearbeitung
Das im folgenden Bild dargestellte Gerätemodell wurde unter dem Gesichtspunkt
der Abarbeitung von Fernsteuerungsbefehlen erstellt. Die einzelnen Komponenten
arbeiten voneinander unabhängig und gleichzeitig. Sie kommunizieren
untereinander durch sogenannte "Nachrichten".
GPIB
Eingabeeinheit mit
Eingabepuffer
Befehlserkennung
Datensatz
Gerätehardware
GPIB
Status
reporting
system
Ausgabeeinheit
mitAusgabepuffer
Bild 5.11 Gerätemodell bei Fernsteuerung
5.8.1
Eingabeeinheit
Die Eingabeeinheit empfängt Befehle zeichenweise vom GPIB und sammelt sie im
Eingabepuffer. Die Eingabeeinheit schickt eine Nachricht an die Befehlserkennung,
sobald sie ein Endekennzeichen, <PROGRAM MESSAGE TERMINATOR> gemäß
IEEE 488.2, die Schnittstellennachricht DCL oder einen vollen Eingabepuffer
erkennt.
Ist der Eingabepuffer voll, wird der GPIB-Verkehr angehalten und die bis dahin
empfangenen Daten verarbeitet. Danach wird der GPIB-Verkehr fortgesetzt. Ist
dagegen der Puffer beim Empfang des Endekennzeichens noch nicht voll, so kann
die Eingabeeinheit während der Befehlserkennung und Ausführung bereits das
nächste Kommando empfangen. Der Empfang eines DCL löscht den Eingabepuffer
und löst sofort eine Nachricht an die Befehlserkennung aus.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.21
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Gerätemodell und Befehlsbearbeitung
5.8.2
Befehlserkennung
Die Befehlserkennung analysiert die von der Eingabeeinheit empfangenen Daten.
Dabei geht sie in der Reihenfolge vor, in der sie die Daten erhält. Lediglich ein DCL
wird bevorzugt abgearbeitet; ein GET (Group Execute Trigger) beispielsweise wird
aber erst nach den vorher empfangenen Befehlen abgearbeitet. Jeder erkannte
Befehl wird sofort an die Gerätedatenbank weitergereicht, ohne dort allerdings
sofort ausgeführt zu werden.
Syntaktische Fehler werden in der Befehlserkennung festgestellt und an das StatusReporting-System weitergeleitet. Der Rest einer Befehlszeile nach einem
Syntaxfehler wird, soweit möglich, weiter analysiert und abgearbeitet.
Trifft die Befehlserkennung auf ein Endekennzeichen (<PROGRAM MESSAGE
SEPARATOR> oder <PROGRAM MESSAGE TERMINATOR>) oder DCL, so fordert
sie die Gerätedatenbank auf, den Befehl in der Gerätehardware einzustellen.
Danach ist sie sofort wieder bereit, Befehle zu verarbeiten. Das bedeutet für die
Befehlsabarbeitung, dass weitere Befehle schon abgearbeitet werden können, noch
während die Hardware eingestellt wird ("overlapping execution").
5.8.3
Gerätedatenbank und Gerätehardware
Der Ausdruck "Gerätehardware" bezeichnet hier den Teil des Gerätes, der die
eigentliche Gerätefunktion erfüllt – Frequenzeinstellung, Messung etc. Der
Steuerrechner zählt nicht dazu.
Die Gerätedatenbank ist ein genaues Abbild der Gerätehardware in der Software.
GPIB-Einstellbefehle führen zu einer Änderung in der Gerätedatenbank. Die
Datenbankverwaltung trägt die neuen Werte (z.B. Frequenz) in die
Gerätedatenbank ein, gibt sie jedoch erst dann an die Hardware weiter, wenn sie
von der Befehlserkennung dazu aufgefordert wird.
Die Daten werden erst unmittelbar vor der Übergabe an die Gerätehardware auf
Verträglichkeit untereinander und mit der Gerätehardware geprüft. Erweist sich
dabei, dass eine Ausführung nicht möglich ist, wird ein "Execution Error" an das
Status-Reporting-System gemeldet. Die Änderung der Gerätedatenbank wird
verworfen, die Gerätehardware wird nicht neu eingestellt.
GPIB-Abfragebefehle veranlassen die Gerätedatenbank, die gewünschten Daten an
die Ausgabeeinheit zu senden.
5.22
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Gerätemodell und Befehlsbearbeitung
5.8.4
Status-Reporting-System
Das Status-Reporting-System sammelt Informationen über den Gerätezustand und
stellt sie auf Anforderung der Ausgabeeinheit zur Verfügung. Der genaue Aufbau
und die Funktion ist im Abschnitt “Übersicht der Statusregister” auf Seite 5.28
beschrieben.
5.8.5
Ausgabeeinheit
Die Ausgabeeinheit sammelt die vom Controller angeforderte Information, die sie
von der Gerätedatenverwaltung erhält. Sie bereitet sie entsprechend den SCPIRegeln auf und stellt sie im Ausgabepuffer zur Verfügung.
Wird das Gerät als Talker adressiert, ohne dass der Ausgabepuffer Daten enthält
oder von der Gerätedatenbank erwartet, schickt die Ausgabeeinheit die
Fehlermeldung "Query UNTERMINATED" an das Status-Reporting-System. Auf
dem GPIB werden keine Daten geschickt, der Controller wartet, bis er sein Zeitlimit
erreicht hat. Dieses Verhalten ist durch SCPI vorgeschrieben.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.23
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Gerätemodell und Befehlsbearbeitung
5.8.6
Befehlsreihenfolge und Befehlssynchronisation
Aus dem oben gesagten wird deutlich, dass potentiell alle Befehle überlappend
ausgeführt werden können.
Um eine überlappende Ausführung von Befehlen zu verhindern, muss einer der
Befehle *OPC, *OPC? oder *WAI verwendet werden. Alle drei Befehle bewirken,
dass eine bestimmte Aktion erst ausgelöst wird, nachdem die Hardware eingestellt
und eingeschwungen ist. Der Controller kann durch geeignete Programmierung
dazu gezwungen werden, auf das Eintreten der jeweiligen Aktion zu warten (siehe
folgende Tabelle).
Tabelle 5-1 Synchronisation mit *OPC, *OPC? und *WAI
Befehl
Aktion nach Einschwingen der Hardware
Programmierung des Controllers
*OPC
Setzen des Operation-Complete Bits im ESR
- Setzen des Bit 0 im ESE
- Setzen des Bit 5 im SRE
- Warten auf Bedienerruf (SRQ)
*OPC?
Schreiben einer "1" in den Ausgabepuffer
Adressieren des Gerätes als Talker
*WAI
Fortsetzen des GPIB-Handshakes
Absenden des nächsten Befehls
Ein Beispiel zur Befehlssynchronisation ist im Kapitel “Fernsteuerung –
Programmbeispiele” zu finden.
Bei einer Reihe von Befehlen ist die Synchronisierung auf das Ende der
Befehlsbearbeitung zwingend notwendig, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.
Betroffen sind Befehle, die mehrere aufeinander folgende Messungen benötigen,
um die gewünschte Einstellung vorzunehmen (z.B. Autorange-Funktionen), oder
Befehle, deren Ausführung längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Wird während
des Messablaufs ein neuer Befehl erkannt, so führt dies entweder zum Abbruch der
Messung oder zu ungültigen Messergebnissen.
Die nachfolgende Liste enthält die Befehle, bei denen eine Synchronisierung mit
*OPC, *OPC? oder *WAI zwingend erforderlich ist:
Tabelle 5-2 Befehle mit zwingend notwendiger Synchronisation (Overlapping
Commands)
5.24
Befehl
Bedeutung
INIT
Starten einer Messung
INIT:CONM
Fortsetzung einer Messung
CALC:MARK:FUNC:ZOOM
Vergrößerung des Frequenzbereichs um Marker 1
CALC:STAT:SCAL:AUTO ONCE
Optimierung der Pegeleinstellung bei aktiver StatistikMessfunktion
[SENS:]POW:ACH:PRES:RLEV
Optimierung der Pegeleinstellung bei aktiver Nachbarkanalleistungsmessung
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9
Status-Reporting-System
Das Status-Reporting-System (siehe “Übersicht der Statusregister” auf Seite 5.28)
speichert alle Informationen über den momentanen Betriebszustand des Gerätes,
z.B., dass das Gerät momentan eine Kalibrierung durchführt, und über aufgetretene
Fehler. Diese Informationen werden in den Statusregistern und in der Error Queue
abgelegt. Die Statusregister und die Error Queue können über GPIB abgefragt
werden.
Die Informationen sind hierarchisch strukturiert. Die oberste Ebene bildet das in
IEEE 488.2 definierte Register Status Byte (STB) und sein zugehöriges
Maskenregister: Service-Request-Enable (SRE). Das STB erhält seine Information
von dem ebenfalls in IEEE 488.2 definierten Standard-Event-Statusregister (ESR)
mit dem zugehörigen Maskenregister Standard-Event-Status-Enable (ESE) und den
von SCPI definierten Registern STATus:OPERation und STATus:QUEStionable, die
detaillierte Informationen über das Gerät enthalten.
Ebenfalls zum Status-Reporting-System gehören das IST-Flag ("Individual STatus")
und das ihm zugeordnete Parallel-Poll-Enable-Register (PPE). Das IST-Flag fasst,
wie auch der SRQ, den gesamten Gerätezustand in einem einzigen Bit zusammen.
Das PPE erfüllt für das IST-Flag die gleiche Funktion wie das SRE für den Service
Request.
Der Ausgabepuffer enthält die Nachrichten, die das Gerät an den Controller
zurücksendet. Er ist kein Teil des Status-Reporting-Systems, bestimmt aber den
Wert des MAV-Bits im STB und ist daher in “Übersicht der Statusregister” auf
Seite 5.28 dargestellt.
5.9.1
Aufbau eines SCPI-Statusregisters
Jedes SCPI-Register besteht aus fünf Teilen, die jeweils 16 Bit breit sind und
verschiedene Funktionen haben (siehe Bild 5.12). Die einzelnen Bits sind
voneinander unabhängig, d.h., jedem Hardwarezustand ist eine Bitnummer
zugeordnet, die für alle fünf Teile gilt. So ist beispielsweise Bit 3 des STATus:
OPERation-Registers in allen fünf Teilen dem Hardwarezustand "Warten auf
Trigger" zugeordnet. Bit 15 (das höchstwertige Bit) ist bei allen Teilen auf Null
gesetzt. Damit kann der Inhalt der Registerteile vom Controller als positive
Integerzahl verarbeitet werden.
Bild 5.12 Das Status-Register-Modell
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.25
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
CONDition-Teil
Der CONDition-Teil wird direkt von der Hardware oder dem Summen-Bit des
untergeordneten Registers beschrieben. Sein Inhalt spiegelt den aktuellen
Gerätezustand wider. Dieser Registerteil kann nur gelesen, aber weder beschrieben
noch gelöscht werden. Beim Lesen ändert er seinen Inhalt nicht.
PTRansition-Teil
Der Positive-TRansition-Teil wirkt als Flankendetektor. Bei einer Änderung eines
Bits des CONDition-Teils von 0 auf 1 entscheidet das zugehörige PTR-Bit, ob das
EVENt-Bit auf 1 gesetzt wird.
PTR-Bit = 1: das EVENt-Bit wird gesetzt.
PTR-Bit = 0: das EVENt-Bit wird nicht gesetzt.
Dieser Teil kann beliebig beschrieben und gelesen werden. Beim Lesen ändert es
seinen Inhalt nicht.
NTRansition-Teil
Der Negative-TRansition-Teil wirkt ebenfalls als Flankendetektor. Bei einer
Änderung eines Bits des CONDition-Teils von 1 auf 0 entscheidet das zugehörige
NTR-Bit, ob das EVENt-Bit auf 1 gesetzt wird.
NTR-Bit = 1: das EVENt-Bit wird gesetzt.
NTR-Bit = 0: das EVENt-Bit wird nicht gesetzt.
Dieser Teil kann beliebig beschrieben und gelesen werden. Beim Lesen ändert es
seinen Inhalt nicht.
Mit diesen beiden Flankenregisterteilen kann der Anwender festlegen, welcher
Zustandsübergang des Condition-Teils (keiner, 0 auf 1, 1 auf 0 oder beide) im
EVENt-Teil festgehalten wird.
EVENt-Teil
Der EVENt-Teil zeigt an, ob seit dem letzten Auslesen ein Ereignis aufgetreten ist,
er ist das "Gedächtnis" des CONDition-Teils. Er zeigt dabei nur die Ereignisse an,
die durch die Flankenfilter weitergeleitet wurden. Der EVENt-Teil wird vom Gerät
ständig aktualisiert. Dieses Teil kann vom Anwender nur gelesen werden. Beim
Lesen wird sein Inhalt auf Null gesetzt. Im Sprachgebrauch wird dieser Teil oft mit
dem ganzen Register gleichgesetzt.
ENABle-Teil
Der ENABle-Teil bestimmt, ob das zugehörige EVENt-Bit zum Summen-Bit (s.u.)
beiträgt. Jedes Bit des EVENt-Teils wird mit dem zugehörigen ENABle-Bit UNDverknüpft (Symbol '&'). Die Ergebnisse aller Verknüpfungen dieses Teils werden
über eine ODER-Verknüpfung (Symbol '+') an das Summen-Bit weitergegeben.
ENABle-Bit = 0: das zugehörige EVENt-Bit trägt nicht zum Summen-Bit bei
ENABle-Bit = 1: ist das zugehörige EVENT-Bit "1", dann wird das Summen-Bit
ebenfalls auf "1" gesetzt.
Dieses Teil kann vom Anwender beliebig beschrieben und gelesen werden. Es
verändert seinen Inhalt beim Lesen nicht.
5.26
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
Summen-Bit
Das Summen-Bit wird, wie oben angegeben, für jedes Register aus dem EVENtund ENABle-Teil gewonnen. Das Ergebnis wird dann in ein Bit des CONDition-Teils
des übergeordneten Registers eingetragen.
Das Gerät erzeugt das Summen-Bit für jedes Register automatisch. Damit kann ein
Ereignis, z.B. eine nicht einrastende PLL, durch alle Hierarchieebenen hindurch
zum Service Request führen.
Das in IEEE 488.2 definierte Service-Request-Enable-Register SRE lässt sich als
ENABle-Teil des STB auffassen, wenn das STB gemäß SCPI aufgebaut wird.
Analog kann das ESE als der ENABle-Teil des ESR aufgefasst werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.27
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.2
Übersicht der Statusregister
Die nachfolgende Abbildung zeigt die Statusregister, die vom R&S FSQ Grundgerät
benutzt werden. Die Statusregister, die von den R&S FSQ Optionen benutzt
werden, sind in der Softwarebeschreibungen der jeweiligen Option beschrieben.
5.28
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.29
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.3
5.9.3.1
Beschreibung der Statusregister
Status Byte (STB) und Service-Request-Enable-Register (SRE)
Das STB ist bereits in IEEE 488.2 definiert. Es gibt einen groben Überblick über den
Zustand des Gerätes, indem es als Sammelbecken für die Informationen der
anderen, untergeordneten Register dient. Es ist also mit dem CONDition-Teil eines
SCPI-Registers vergleichbar und nimmt innerhalb der SCPI-Hierarchie die höchste
Ebene ein. Es stellt insofern eine Besonderheit dar, als dass das Bit 6 als SummenBit der übrigen Bits des Status Bytes wirkt.
Das Status Byte wird mit dem Befehl *STB? oder einem "Serial Poll" ausgelesen.
Zum STB gehört das SRE. Es entspricht in seiner Funktion dem ENABle-Teil der
SCPI-Register. Jedem Bit des STB ist ein Bit im SRE zugeordnet. Das Bit 6 des
SRE wird ignoriert. Wenn im SRE ein Bit gesetzt ist und das zugehörige Bit im STB
von 0 nach 1 wechselt, wird ein Service Request (SRQ) auf dem GPIB erzeugt, der
beim Controller einen Interrupt auslöst, falls dieser entsprechend konfiguriert ist,
und dort weiterverarbeitet werden kann.
Das SRE kann mit dem Befehl *SRE gesetzt und mit *SRE? ausgelesen werden.
Tabelle 5-1 Bedeutung der Bits im Status-Byte
Bit-Nr
Bedeutung
2
Error Queue not empty
Das Bit wird gesetzt, wenn die Error-Queue einen Eintrag erhält.
Wird dieses Bit durch das SRE freigegeben, erzeugt jeder Eintrag der Error-Queue einen
Service Request. Dadurch kann ein Fehler erkannt und durch eine Abfrage der Error Queue
genauer spezifiziert werden. Die Abfrage liefert eine aussagekräftige Fehlermeldung. Diese
Vorgehensweise ist zu empfehlen, da es die Probleme bei der GPIB-Steuerung beträchtlich
reduziert.
3
QUEStionable-Status-Summenbit
Das Bit wird gesetzt, wenn im QUEStionable-Status-Register ein EVENt-Bit gesetzt wird
und das zugehörige ENABle Bit auf 1 gesetzt ist.
Ein gesetztes Bit weist auf einen fragwürdigen Gerätezustand hin, der durch eine Abfrage
des QUEStionable-Status-Registers näher spezifiziert werden kann.
4
MAV-Bit (Message available)
Das Bit ist gesetzt, wenn im Ausgabepuffer eine Nachricht vorhanden ist, die gelesen
werden kann.
Dieses Bit kann dazu verwendet werden, das Einlesen von Daten vom Gerät in den
Controller zu automatisieren (siehe Kapitel “Fernsteuerung – Programmbeispiele”).
5
ESB-Bit
Summen-Bit des Event-Status-Registers. Es wird gesetzt, wenn eines der Bits im EventStatus-Register gesetzt und im Event-Status-Enable-Register freigegeben ist.
Ein Setzen dieses Bits weist auf einen Fehler oder ein Ereignis hin, das durch die Abfrage
des Event-Status-Registers näher spezifiziert werden kann.
6
MSS-Bit (Master-Status-Summary-Bit)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn das Gerät eine Service Request auslöst. Das ist dann der Fall,
wenn eines der anderen Bits dieses Registers zusammen mit seinem Maskenbit im ServiceRequest-Enable-Register SRE gesetzt ist.
7
OPERation-Status-Register-Summenbit
Das Bit wird gesetzt, wenn im OPERation-Status-Register ein EVENt-Bit gesetzt wird und
das zugehörige ENABle-Bit auf ein 1 gesetzt ist.
Ein gesetztes Bit weist darauf hin, dass, das Gerät gerade eine Aktion durchführt. Die Art
der Aktion kann durch eine Abfrage des OPERation-Status-Registers in Erfahrung gebracht
werden.
5.30
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.3.2
IST-Flag und Parallel-Poll-Enable-Register (PPE)
Das IST-Flag fasst, analog zum SRQ, die gesamte Statusinformation in einem
einzigen Bit zusammen. Es kann durch eine Parallelabfrage (siehe Abschnitt
“Parallelabfrage (Parallel Poll)” auf Seite 5.41) oder mit dem Befehl *IST?
abgefragt werden.
Das Parallel-Poll-Enable-Register (PPE) bestimmt, welche Bits des STB zum ISTFlag beitragen. Dabei werden die Bits des STB mit den entsprechenden Bits des
PPE UND-verknüpft, wobei im Gegensatz zum SRE auch Bit 6 verwendet wird. Das
IST-Flag ergibt sich aus der ODER-Verknüpfung aller Ergebnisse. Das PPE kann
mit den Befehlen *PRE gesetzt und mit *PRE? gelesen werden.
5.9.3.3
Event-Status-Register (ESR) und Event-Status-Enable-Register (ESE)
Das ESR ist bereits in IEEE 488.2 definiert. Es ist mit dem EVENt-Teil eines SCPIRegisters vergleichbar. Das Event-Status-Register kann mit dem Befehl *ESR?
ausgelesen werden.
Das ESE ist der zugehörige ENABle-Teil. Es kann mit dem Befehl *ESE gesetzt und
mit dem Befehl *ESE? ausgelesen werden.
Tabelle 5-2 Bedeutung der Bits im Event-Status-Register
Bit-Nr
Bedeutung
0
Operation Complete
Dieses Bit wird nach Empfang des Befehls *OPC genau dann gesetzt, wenn alle
vorausgehenden Befehle ausgeführt sind.
1
nicht verwendet
2
Query Error
Dieses Bit wird gesetzt, wenn entweder der Controller Daten vom Gerät lesen möchte, aber
zuvor keinen Datenanforderungsbefehl gesendet hat, oder angeforderte Daten nicht abholt
und statt dessen neue Anweisungen zum Gerät schickt. Häufige Ursache ist ein fehlerhafter
und daher nicht ausführbarer Abfragebefehl.
3
Device-dependent Error
Dieses Bit wird gesetzt, wenn ein geräteabhängiger Fehler auftritt. In die Error Queue wird
eine Fehlermeldung mit einer Nummer zwischen -300 und -399 oder eine positive
Fehlernummer eingetragen, die den Fehler näher bezeichnet (siehe Kapitel
“Fehlermeldungen”)
4
Execution Error
Dieses Bit wird gesetzt, wenn ein empfangener Befehl zwar syntaktisch korrekt ist, aber
aufgrund verschiedener Randbedingungen nicht ausgeführt werden kann. In die Error
Queue wird eine Fehlermeldung mit einer Nummer zwischen -200 und -300 eingetragen, die
den Fehler näher bezeichnet (siehe Kapitel “Fehlermeldungen”)
5
Command Error
Dieses Bit wird gesetzt, wenn ein undefinierter oder syntaktisch nicht korrekter Befehl
empfangen wird. In die Error Queue wird eine Fehlermeldung mit einer Nummer zwischen
-100 und -200 eingetragen, die den Fehler näher bezeichnet (siehe Kapitel
“Fehlermeldungen”)
6
User Request
Dieses Bit wird beim Druck auf die Taste LOCAL gesetzt.
7
Power On (Netzspannung ein)
Dieses Bit wird beim Einschalten des Gerätes gesetzt.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.31
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.3.4
STATus:OPERation-Register
Dieses Register enthält im CONDition-Teil Informationen darüber, welche Aktionen
das Gerät gerade ausführt oder im EVENt-Teil Informationen darüber, welche
Aktionen das Gerät seit dem letzten Auslesen ausgeführt hat. Es kann mit den
Befehlen STATus:OPERation:CONDition? bzw. STATus:OPERation[:
EVENt]? gelesen werden.
Tabelle 5-3 Bedeutung der Bits im STATus:OPERation-Register
Bit-Nr
Bedeutung
0
CALibrating
Dieses Bit ist gesetzt, solange das Gerät eine Kalibrierung durchführt.
1-2
nicht verwendet
3
SWEeping
Dieses Bit ist während eines Sweeps gesetzt.
Das Bit wird nur im Analysatormodus unterstützt.
4
MEASuring
Dieses Bit ist gesetzt während eine Messung durchgeführt wird.
Das Bit wird nur im Analysatormodus unterstützt.
5
Waiting for TRIGger
Dieses Bit ist gesetzt während das Gerät auf einen Trigger wartet.
Das Bit wird nur für I/Q Messungen unterstützt (TRACe:IQ:STATe is ON).
6-7
nicht verwendet
8
HardCopy in progress
Dieses Bit ist gesetzt, solange das Gerät eine Druckerausgabe (Hardcopy) durchführt
9
nicht verwendet
10
Sweep Break
Dieses Bit wird gesetzt, wenn das Ende des Sweepbereichs erreicht wird (Spurious
Messung, Betriebsart SPECTRUM). Die Fortsetzung erfolgt mit dem Kommando “INIT:
CONM”.
5.32
11-14
nicht verwendet
15
Dieses Bit ist immer 0.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.3.5
STATus:QUEStionable-Register
Dieses Register enthält Informationen über fragwürdige Gerätezustände. Diese
können beispielsweise auftreten, wenn das Gerät außerhalb seiner Spezifikationen
betrieben wird. Es kann mit den Befehlen STATus:QUEStionable:CONDition?
bzw. STATus:QUEStionable[:EVENt]? abgefragt werden.
Tabelle 5-4 Bedeutung der Bits STATus:QUEStionable-Register
Bit-Nr
Bedeutung
0-2
nicht verwendet
3
POWer
Das Bit wird gesetzt, wenn eine Leistung fragwürdig ist (siehe auch “STATus-QUEStionable:
POWer-Register” auf Seite 5.39).
4
TEMPerature
Das Bit wird gesetzt, wenn eine Temperatur fragwürdig ist.
4
nicht verwendet
5
FREQuency
Das Bit wird gesetzt, wenn eine Frequenz fragwürdig ist (siehe auch Abschnitt “STATusQUEStionable:FREQuency-Register” auf Seite 5.36).
6-7
nicht verwendet
8
CALibration
Das Bit wird gesetzt, wenn die Messungen unkalibriert ablaufen. Dies entspricht der
Statusanzeige „UNCAL“.
9
LIMit
Dieses Bit wird gesetzt, wenn ein Grenzwert überschritten (Upper Limit) bzw. unterschritten
wird (Lower Limit) (siehe auch “STATus-QUEStionable:LIMit<1|2>-Register” auf Seite 5.37)
10
LMARgin
Dieses Bit wird gesetzt, wenn ein Abstand zum Grenzwert (Margin) überschritten (Upper
Limit) bzw. unterschritten wird (Lower Limit) (siehe auch “STATus-QUEStionable:
LMARgin<1|2>-Register” auf Seite 5.38)
12
ACPLimit
Dieses Bit wird gesetzt, wenn ein Grenzwert für die Nachbarkanal-Leistungsmessung überbzw. unterschritten wird (siehe auch “STATus-QUEStionable:ACPLimit-Register” auf
Seite 5.34)
13-14
nicht verwendet
15
Dieses Bit ist immer 0.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.33
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.3.6
STATus-QUEStionable:ACPLimit-Register
Dieses Register enthält Informationen über die Überschreitung von Grenzwerten bei
Kanal- und Nachbarkanalleistungsmessung in Screen A und Screen B. Sie können
mit den Befehlen "STATus:QUEStionable:ACPLimit:CONDition?" bzw.
"STATus:QUEStionable:ACPLimit[:EVENt]?" abgefragt werden.
Tabelle 5-5 Bedeutung der Bits im STATus:QUEstionable:ACPLimit-Register
Bit-Nr
Bedeutung
0
ADJ UPPer FAIL (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm A der obere Grenzwert im Nachbarkanal
überschritten wird.
1
ADJ LOWer FAIL (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm A der untere Grenzwert im Nachbarkanal
unterschritten wird.
2
ALT1 UPPer FAIL (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm A der obere Grenzwert im alternativen
Nachbarkanal überschritten wird.
3
ALT1 LOWer FAIL (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm A der untere Grenzwert im alternativen
Nachbarkanal unterschritten wird.
4
ALT2 UPPer FAIL (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm A der obere Grenzwert im 2. alternativen
Nachbarkanal überschritten wird.
5
ALT2 LOWer FAIL (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm A der untere Grenzwert im 2. alternativen
Nachbarkanal unterschritten wird.
6
ALT3 to 11 LOWer/UPPer FAIL (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm A der untere oder obere Grenzwert in einem der
alternativen Nachbarkanäle 3 bis 11 unterschritten wird.
7
nicht verwendet
8
ADJ UPPer FAIL (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm B der obere Grenzwert im Nachbarkanal
überschritten wird.
9
ADJ LOWer FAIL (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm B der untere Grenzwert im Nachbarkanal
unterschritten wird.
10
ALT1 UPPer FAIL (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm B der obere Grenzwert im alternativen
Nachbarkanal überschritten wird.
11
ALT1 LOWer FAIL (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm B der untere Grenzwert im alternativen
Nachbarkanal unterschritten wird.
12
ALT2 UPPer FAIL (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm B der obere Grenzwert im 2. alternativen
Nachbarkanal überschritten wird.
13
ALT2 LOWer FAIL (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm B der untere Grenzwert im 2. alternativen
Nachbarkanal unterschritten wird.
5.34
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
Bit-Nr
Bedeutung
14
ALT3 to 11 LOWer/UPPer FAIL (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn in Diagramm B der untere oder obere Grenzwert in einem der
alternativen Nachbarkanäle 3 bis 11 unterschritten wird.
15
5.9.3.7
Dieses Bit ist immer 0.
STATus:QUEStionable:DIQ Register
Dieses Register enthält Informationen über den Verbindungsstatus des digitalen
Basisbandeingangs und des digitalen Basisbandausgangs mit Option R&S FSQB17. Es kann mit den Befehlen 'STATus:QUEStionable:DIQ:CONDition?' und
'STATus:QUEStionable:DIQ[:EVENt]?' abgefragt werden.
Bit
No.
Meaning
0
Digital I/Q Input Device connected
Dieses Bit ist gesetzt, wenn ein Gerät erkannt wird und am digitalen Basisbandeingang des
Analysators angeschlossen ist.
1
Digital I/Q Input Connection Protocol in progress
Dieses Bit ist gesetzt, während die Verbindung zwischen Analysator und digitaler Basisbanddatensignalquelle (z. B. R&S SMU, R&S Ex-IQ-Box) besteht.
2
Digital I/Q Input Connection Protocol error
Dieses Bit ist gesetzt, wenn beim Aufbau der Verbindung zwischen Analysator und digitaler
Basisbanddatensignalquelle (z. B. R&S SMU, R&S Ex-IQ-Box) ein Fehler auftrat.
3
nicht belegt
4
Digital I/Q Sample Rate Auto Set Error
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Funktion SAMPLE RATE AUTO SET aktiviert ist und die
angeforderte I/Q-Datenrate den zulässigen Bereich der Einstellung DIGITAL IN SAMPLE
RATE des Geräts überschreitet. Dieses Bit ist auch dann gesetzt, wenn die angeschlossene
digitale Basisbanddatensignalquelle dieses Leistungsmerkmal nicht unterstützt, aber die
Funktion aktiviert ist.
5
Digital I/Q Full Scale Auto Set Error
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Funktion FULL SCALE AUTO SET aktiviert ist und der
angeforderte Bereichsendwert den zulässigen Bereich der Einstellung DIGITAL IN FULL
SCALE des Geräts überschreitet. Dieses Bit ist auch dann gesetzt, wenn die
angeschlossene digitale Basisbanddatensignalquelle dieses Leistungsmerkmal nicht
unterstützt, aber die Funktion aktiviert ist.
6
Digital I/Q Input PLL Locked (with connected R&S Ex-IQ-Box only)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die PLL der R&S Ex-IQ-Box gesperrt ist.
7
R&S Ex-IQ-Box Input Device configured (with connected R&S Ex-IQ-Box only)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn eine R&S Ex-IQ-Box als Eingabegerät angeschlossen und
konfiguriert ist.
8
Digital I/Q Output Device connected
Dieses Bit ist gesetzt, wenn ein Gerät erkannt wird und am digitalen Basisbandausgang
angeschlossen ist.
9
Digital I/Q Output Connection Protocol in progress
Dieses Bit ist gesetzt, während die Verbindung zwischen Analysator und digitaler Basisbanddatensignalsenke (z. B. R&S SMU, R&S Ex-IQ-Box) besteht.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.35
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
Bit
No.
Meaning
10
Digital I/Q Output Connection Protocol error
Dieses Bit ist gesetzt, wenn beim Aufbau der Verbindung zwischen Analysator und digitaler
Basisbanddatensignalsenke (z. B. R&S SMU, R&S Ex-IQ-Box) ein Fehler auftrat.
11-13
not used
14
Digital I/Q Output (with connected R&S Ex-IQ-Box only)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die PLL der R&S Ex-IQ-Box gesperrt ist.
15
R&S Ex-IQ-Box Output Device configured (with connected R&S Ex-IQ-Box only)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn ein Gerät erkannt wird und am digitalen Basisbandausgang des
Analysators angeschlossen ist.
5.9.3.8
STATus-QUEStionable:FREQuency-Register
enthält Informationen über den Referenz- und Localoszillator.
Es kann mit den Befehlen "STATus:QUEStionable:FREQuency:CONDition?"
bzw. "STATus:QUEStionable:FREQuency[:EVENt]?" abgefragt werden.
Tabelle 5-6 Bedeutung der Bits im STATus:QUEstionable:FREQuency-Register
Bit-Nr
Bedeutung
0
OVEN COLD
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Referenzzoszillator seine Betriebstemperatur noch nicht
erreicht hat. Dies entspricht der Anzeige „OCXO“ im Display.
1
LO UNLocked (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Localoszillator nicht mehr fängt. Dies entspricht der Anzeige
„LOUNL“ im Display.
2-8
nicht verwendet
9
LO UNLocked (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Localoszillator nicht mehr fängt. Dies entspricht der Anzeige
„LOUNL“ im Display.
5.36
10-14
nicht verwendet
15
Dieses Bit ist immer 0.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.3.9
STATus-QUEStionable:LIMit<1|2>-Register
Diese Register enthalten Informationen über die Einhaltung der Grenzwertlinien im
jeweiligen Messfenster (LIMit1 entspricht Screen A, LIMit2 entspricht Screen B). Sie
können mit den Befehlen "STATus:QUEStionable:LIMit<1|2>:CONDition?"
bzw. "STATus:QUEStionable: LIMit<1|2>[:EVENt]?" abgefragt werden.
Tabelle 5-7 Bedeutung der Bits im STATus:QUEstionable:LIMit<1|2>-Register
Bit-Nr
Bedeutung
0
LIMit 1 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Limit Line 1 überschritten (Upper Limit) bzw. unterschritten
wird (Lower Limit).
1
LIMit 2 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Limit Line 2 überschritten (Upper Limit) bzw. unterschritten
wird (Lower Limit).
2
LIMit 3 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Limit Line 3 überschritten (Upper Limit) bzw. unterschritten
wird (Lower Limit).
3
LIMit 4 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Limit Line 4 überschritten (Upper Limit) bzw. unterschritten
wird (Lower Limit).
4
LIMit 5 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Limit Line 5 überschritten (Upper Limit) bzw. unterschritten
wird (Lower Limit).
5
LIMit 6 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Limit Line 6 überschritten (Upper Limit) bzw. unterschritten
wird (Lower Limit).
6
LIMit 7 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Limit Line 7 überschritten (Upper Limit) bzw. unterschritten
wird (Lower Limit).
7
LIMit 8 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Limit Line 8 überschritten (Upper Limit) bzw. unterschritten
wird (Lower Limit).
8-14
nicht verwendet
15
Dieses Bit ist immer 0.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.37
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.3.10
STATus-QUEStionable:LMARgin<1|2>-Register
Diese Register enthalten Informationen über die Einhaltung der Abstände zu den
Grenzwertlinien (Margin) im jeweiligen Messfenster (LMARgin1 entspricht Screen A,
LMARgin2 entspricht Screen B). Es kannmit den Befehlen "STATus:
QUEStionable:LMARgin<1|2>:CONDition?"
bzw.
"STATus:
QUEStionable:LMARgin<1|2>[:EVENt]?" abgefragt werden.
Tabelle 5-8 Bedeutung der Bits im STATus: QUEstionable:LMARgin-Register
Bit-Nr
Bedeutung
0
LMARgin 1 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Limit Margin 1 unterschritten wird.
1
LMARgin 2 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Limit Margin 2 unterschritten wird.
2
LMARgin 3 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Limit Margin 3 unterschritten wird.
3
LMARgin 4 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Limit Margin 4 unterschritten wird.
4
LMARgin 5 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Limit Margin 5 unterschritten wird.
5
LMARgin 6 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Limit Margin 1 unterschritten wird.
6
LMARgin 7 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Limit Margin 7 unterschritten wird.
7
LMARgin 8 FAIL
Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Limit Margin 8 unterschritten wird.
5.38
8-14
nicht verwendet
15
Dieses Bit ist immer 0.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.3.11
STATus-QUEStionable:POWer-Register
Dieses Register enthält Informationen über mögliche Übersteuerungen des
Gerätes.
Es kann mit den Befehlen "STATus:QUEStionable:POWer:CONDition?" bzw.
"STATus:QUEStionable:POWer[:EVENt]?" abgefragt werden.
Tabelle 5-9 Bedeutung der Bits im STATus:QUEstionable:POWer-Register
Bit-Nr
Bedeutung
0
OVERload (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn eine Übersteuerung des HF-Einganges vorliegt. Dies entspricht
der Anzeige „OVLD“ im Display.
1
UNDerload (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Aussteuerung des HF-Eingang nicht für die Messung
ausreicht. Dies entspricht der Anzeige „UNLD“ im Display.
2
IF_OVerload (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn eine Übersteuerung des ZF-Pfades vorliegt. Dies entspricht der
Anzeige „IFOVLD“ im Display.
3
OVerload Trace (Screen A)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn eine Übersteuerung des Eingangs vorliegt und die Tarcemodi
AVERAGE, MAXHOLD oder MINHOLD aktiv sind. Dies entspricht der Anzeige „OVTRC“ im
Display
Dieses Bit wird erst rückgesetzt, wenn ein neuer Sweep startet. Daher kann eine temporäre
Übersteuerung festgestellt werden, z.B. wenn die Übersteuerung nur während der Sweep
s10 bis 1000 bei einem Mittelung (TRACE AVERAGE) auftritt.
4-6
nicht verwendet
7
Input Overload
Dieses Bit ist gesetzt, wenn eine Übersteuerung am RF Input entdeckt wurde.
Der Befehl “INPut<1|2>:ATTenuation:PROTection:RESet” verbindet den RF Input wieder mit
dem Inputmixer.
8
OVERload (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn eine Übersteuerung des HF-Einganges vorliegt. Dies entspricht
der Anzeige „OVLD“ im Display.
9
UNDerload (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn die Aussteuerung des HF-Eingang nicht für die Messung
ausreicht. Dies entspricht der Anzeige „UNLD“ im Display.
10
IF_OVerload (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn eine Übersteuerung des ZF-Pfades vorliegt. Dies entspricht der
Anzeige „IFOVLD“ im Display.
11
OVerload Trace (Screen B)
Dieses Bit ist gesetzt, wenn eine Übersteuerung des Eingangs vorliegt und die Tarcemodi
AVERAGE, MAXHOLD oder MINHOLD aktiv sind. Dies entspricht der Anzeige „OVTRC“ im
Display
Dieses Bit wird erst rückgesetzt, wenn ein neuer Sweep startet. Daher kann eine temporäre
Übersteuerung festgestellt werden, z.B. wenn die Übersteuerung nur während der Sweep
s10 bis 1000 bei einem Mittelung (TRACE AVERAGE) auftritt.
12-14
nicht verwendet
15
Dieses Bit ist immer 0.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.39
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.4
Einsatz des Status-Reporting-Systems
Um das Status-Reporting-System effektiv nutzen zu können, muss die dort
enthaltene Information an den Controller übertragen und dort weiterverarbeitet
werden. Dazu existieren mehrere Verfahren, die im Folgenden dargestellt werden.
Ausführliche Programmbeispiele hierzu sind im Kapitel “Fernsteuerung –
Programmbeispiele” auf Seite 7.1 zu finden.
5.9.4.1
Bedienungsruf (Service Request), Nutzung der Hierarchiestruktur
Das Gerät kann unter bestimmten Bedingungen einen "Bedienungsruf" (SRQ) an
den Controller schicken. Dieser Bedienungsruf löst üblicherweise beim Controller
einen Interrupt aus, auf den das Steuerprogramm mit entsprechenden Aktionen
reagieren kann. Wie aus der Übersicht der Statusregister ersichtlich, wird ein SRQ
immer dann ausgelöst, wenn eines oder mehrere der Bits 2, 3, 4, 5 oder 7 des
Status Bytes gesetzt und im SRE freigeschaltet sind. Jedes dieser Bits fasst die
Information eines weiteren Registers, der Error Queue oder des Ausgabepuffers
zusammen. Durch entsprechendes Setzen der ENABle-Teile der Statusregister
kann erreicht werden, dass beliebige Bits in einem beliebigen Statusregister einen
SRQ auslösen. Um die Möglichkeiten des Service-Request auszunutzen, sollten in
den Enable-Registern SRE und im ESE alle Bits auf "1" gesetzt werden.
Beispiel (vergleiche auch Bild
Programmbeispiele” auf Seite 7.1):
5.12
und
Kapitel
“Fernsteuerung
–
Den Befehl *OPC zur Erzeugung eines SRQs am Ende eines Sweeps verwenden
CALL IBWRT(analyzer%, "*ESE 1")
'im ESE das Bit 0 setzen (Operation Complete)
CALL IBWRT(analyzer%, "*SRE 32")
'im SRE das Bit 5 setzen (ESB)
Das Gerät erzeugt nach Abschluss seiner Einstellungen einen SRQ.
Der SRQ ist die einzige Möglichkeit für das Gerät, von sich aus aktiv zu werden.
Jedes Controller-Programm sollte das Gerät so einstellen, dass bei Fehlfunktionen
ein Bedienungsruf ausgelöst wird. Auf den Bedienungsruf sollte das Programm
entsprechend reagieren. Ein ausführliches Beispiel für eine Service-RequestRoutine findet sich im Kapitel “Fernsteuerung – Programmbeispiele” auf Seite 7.1.
5.9.4.2
Serienabfrage (Serial Poll)
Bei einem Serial Poll wird, wie bei dem Befehl *STB, das Status Byte eines Gerätes
abgefragt. Allerdings wird die Abfrage über Schnittstellennachrichten realisiert und
ist daher deutlich schneller. Das Serial-Poll-Verfahren ist bereits in IEEE 488.1
definiert und war früher die einzige geräteübergreifend einheitliche Möglichkeit, das
Status Byte abzufragen. Das Verfahren funktioniert auch bei Geräten, die sich
weder an SCPI noch an IEEE 488.2 halten.
Der VISUAL BASIC-Befehl für die Ausführung eines Serial Poll lautet IBRSP(). Der
Serial Poll wird hauptsächlich verwendet, um einen schnellen Überblick über den
Zustand mehrerer an den GPIB angeschlossener Geräte zu erhalten.
5.40
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.4.3
Parallelabfrage (Parallel Poll)
Bei einer Parallelabfrage (Parallel Poll) werden bis zu acht Geräte gleichzeitig mit
einem Kommando vom Controller aufgefordert, auf den Datenleitungen jeweils 1 Bit
Information zu übertragen, d.h., die jedem Gerät zugewiesenen Datenleitung auf
logisch "0" oder "1" zu ziehen. Analog zum SRE-Register, das festlegt, unter
welchen Bedingungen ein SRQ erzeugt wird, existiert ein Parallel-Poll-EnableRegister (PPE), das ebenfalls bitweise mit dem STB – unter Berücksichtigung des
Bit 6 – UND-verknüpft wird. Die Ergebnisse werden ODER-verknüpft, das Resultat
wird dann (eventuell invertiert) bei der Parallelabfrage des Controllers als Antwort
gesendet. Das Resultat kann auch ohne Parallelabfrage durch den Befehl *IST
abgefragt werden.
Das Gerät muss zuerst mit dem QuickBASIC-Befehl IBPPC() für die
Parallelabfrage eingestellt werden. Dieser Befehl weist dem Gerät eine Datenleitung
zu und legt fest, ob die Antwort invertiert werden soll. Die Parallelabfrage selbst wird
mit IBRPP() durchgeführt.
Das Parallel-Poll-Verfahren wird hauptsächlich verwendet, um nach einem SRQ bei
vielen an den GPIB angeschlossenen Geräten schnell herauszufinden, von
welchem Gerät die Bedienungsforderung kam. Dazu müssen SRE und PPE auf den
gleichen Wert gesetzt werden. Ein ausführliches Beispiel zum Parallel Poll ist im
Kapitel ,“Fernsteuerung – Programmbeispiele” auf Seite 7.1 zu finden.
5.9.4.4
Abfrage durch Befehle
Jeder Teil jedes Statusregisters kann durch Abfragebefehle ausgelesen werden. Die
einzelnen Befehle sind bei der detaillierten Beschreibung der Register in Abschnitt
3.8.3 angegeben. Zurückgegeben wird immer eine Zahl, die das Bitmuster des
abgefragten Registers darstellt. Die Auswertung dieser Zahl obliegt dem ControllerProgramm.
Abfragebefehle werden üblicherweise nach einem aufgetretenen SRQ verwendet,
um genauere Informationen über die Ursache des SRQ zu erhalten.
5.9.4.5
Error-Queue-Abfrage
Jeder Fehlerzustand im Gerät führt zu einer Eintragung in die Error Queue. Die
Einträge der Error Queue sind detaillierte Klartext-Fehlermeldungen, die per
Handbedienung im ERROR-Menü eingesehen oder über GPIB mit dem Befehl
SYSTem:ERRor? ermittelt werden. Jeder Aufruf von SYSTem:ERRor? liefert einen
Eintrag aus der Error Queue. Sind dort keine Fehlermeldungen mehr gespeichert,
antwortet das Gerät mit 0, "No error".
Die Error Queue sollte im Controller-Programm nach jedem SRQ abgefragt werden,
da die Einträge die Fehlerursache präziser beschreiben als die Statusregister.
Insbesondere in der Testphase eines Controller-Programms sollte die Error Queue
regelmäßig abgefragt werden, da in ihr auch fehlerhafte Befehle vom Controller an
das Gerät vermerkt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
5.41
R&S FSQ
Fernsteuerung – Grundlagen
Status-Reporting-System
5.9.5
Rücksetzwerte des Status-Reporting-Systems
In der folgenden Tabelle sind die verschiedenen Befehle und Ereignisse
zusammengefasst, die ein Rücksetzen des Status-Reporting-Systems bewirken.
Keiner der Befehle, mit Ausnahme von *RST und SYSTem:PRESet, beeinflusst die
funktionalen
Geräteeinstellungen.
Insbesondere
verändert
DCL
die
Geräteeinstellungen nicht.
Tabelle 5-10 Rücksetzen von Gerätefunktionen
Ereignis
Einschalten der
Netzspannung
Power-On-StatusClear
DCL,SDC
(Device Clear,
Selected
Device Clear)
*RST oder
SYSTem:
PRESet
STATus:
PRESet
*CLS
Wirkung
0
1
STB,ESR löschen
–
ja
–
–
–
ja
SRE,ESE löschen
–
ja
–
–
–
–
PPE löschen
–
ja
–
–
–
–
EVENt-Teile der Register
löschen
–
ja
–
–
–
ja
ENABle-Teile aller
OPERation-und
QUESTionable-Register
löschen, ENABle-Teile aller
anderen Register mit "1"
füllen.
–
ja
–
–
ja
–
PTRansition-Teile mit "1"
füllen, NTRansition-Teile
löschen
–
ja
–
–
ja
–
Error-Queue löschen
ja
ja
–
–
–
ja
Ausgabepuffer löschen
ja
ja
ja
1)
1)
1)
Befehlsbearbeitung und
Eingabepuffer löschen
ja
ja
ja
–
–
–
1) Jeder Befehl, der als erster in einer Befehlszeile steht, d.h., unmittelbar einem <PROGRAM MESSAGE TERMINATOR> folgt, löscht den
Ausgabepuffer
5.42
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
6 Fernsteuerung – Beschreibung der
Befehle
6.1 Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.4
6.2 Notation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.5
6.3 Common Befehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.8
6.4 ABORt - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.12
6.5 CALCulate - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.13
6.5.1 CALCulate:DELTamarker - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.14
6.5.2 CALCulate:DLINe Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.23
6.5.3 CALCulate:ESPectrum Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.24
6.5.4 CALCulate:FLINe Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.25
6.5.5 CALCulate:LIMit - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.26
6.5.5.1 Allgemeine CALCulate:LIMit Kommandos . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.28
6.5.5.2 CALCulate:LIMit:ACPower Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.32
6.5.5.3 CALCulate:LIMit:CONTrol Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.40
6.5.5.4 CALCulate:LIMit:LOWer Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.42
6.5.5.5 CALCulate:LIMit:UPPer Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.45
6.5.6 CALCulate:MARKer - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.48
6.5.6.1 Allgemeine CALCulate:MARKer:... Kommandos . . . . . . . . . . . . . 6.48
6.5.6.2 CALCulate:MARKer:FUNCtion - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . 6.58
6.5.6.3 CALCulate:MARKer:FUNCtion:FPEaks Subsystem . . . . . . . . . . . 6.68
6.5.6.4 CALCulate:MARKer:FUNCtion:HARMonics Subsystem . . . . . . . . 6.73
6.5.6.5 CALCulate:MARKer:FUNCtion:POWer Subsystem . . . . . . . . . . . 6.76
6.5.6.6 CALCulate:MARKer:FUNCtion:STRack Subsystem . . . . . . . . . . . 6.85
6.5.6.7 CALCulate:MARKer:FUNCtion:SUMMary Subsystem . . . . . . . . . 6.87
6.5.7 CALCulate:MATH - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.98
6.5.8 CALCulate:PEAKsearch | PSEarch - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . 6.100
6.5.9 CALCulate:STATistics - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.101
6.5.10 CALCulate:THReshold - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.106
6.5.11 CALCulate:TLINe Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.107
6.5.12 CALCulate:UNIT - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.108
6.6 CALibration - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.109
6.7 DIAGnostic - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.111
6.8 DISPlay - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.115
6.9 FORMat - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.125
6.10 HCOPy - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.126
6.11 INITiate - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.132
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.1
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
6.12 INPut - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.135
6.12.1 INPut:DIQ Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.140
6.13 INSTrument - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.142
6.14 MMEMory - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.144
6.15 OUTPut - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.159
6.16 SENSe - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.161
6.16.1 SENSe:AVERage - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.162
6.16.2 SENSe:BANDwidth - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.164
6.16.3 SENSe:CORRection - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.168
6.16.4 SENSe:DETector - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.177
6.16.5 SENSe:ESPectrum - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.178
6.16.6 SENSe:FM - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.187
6.16.7 SENSe:FREQuency - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.189
6.16.8 SENSe:IQ - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.192
6.16.9 SENSe:LIST - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.193
6.16.10 SENSe:Mixer - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.205
6.16.11 SENSe:MPOWer - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.210
6.16.12 SENSe:POWer - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.215
6.16.13 SENSe:ROSCillator - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.225
6.16.14 SENSe:SWEep - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.227
6.17 SOURce - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.233
6.17.1 Interner Mitlaufgenerator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.233
6.17.2 SOURce:EXTernal Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.236
6.18 STATus - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.240
6.19 SYSTem - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.249
6.20 TRACe - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.263
6.20.1 Allgemeine TRACe - Befehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.263
6.20.2 Anzahl und Format der Messwerte bei verschiedenen
Betriebsarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.266
6.20.3 TRACe:IQ-Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.269
6.21 TRIGger - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.281
6.22 UNIT - Subsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.283
6.23 GPIB-Befehle der HP-Modelle 856xE, 8566A/B, 8568A/B und 8594E . 6.284
6.23.1 Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.284
6.23.2 Befehlssatz der Modelle 8560E, 8561E, 8562E, 8563E, 8564E,
8565E, 8566A/B, 8568A/B, 8591E, 8594E, 71100C, 71200C und 71209A . 6.284
6.23.3 Besonderheiten der Befehlserkennung der Modelle 8566A und
8568A . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.303
6.2
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
6.23.4 856x: Emulation der Spurious Response Measurement Utility
85672A . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.304
6.23.4.1 Allgemeine Befehle für Spurious . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.304
6.23.4.2 Befehle für TOI-Messung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.304
6.23.4.3 Befehle zur Harmonic Distortion Messung . . . . . . . . . . . . . . . . 6.305
6.23.4.4 Befehle für Spurious . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.306
6.23.5 856x: Emulation der Phase Noise Utility 85671A . . . . . . . . . . . . . . . 6.307
6.23.6 Besonderheiten der Befehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.308
6.23.7 Modellabhängige Default-Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.310
6.23.8 Daten-Ausgabeformate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.311
6.23.9 Ausgabeformate für Trace-Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.311
6.23.10 Eingabeformate für Trace-Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.311
6.23.11 GPIB-Statusverwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.312
6.24 Unterschiede im GPIB-Verhalten zwischen der R&S FSP- und
R&S FSE-Gerätefamilie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.313
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.3
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
Einleitung
6.1
Einleitung
Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Fernsteuerungsbefehle des R&S FSQ. Die
Notation der Befehle wird in „Notation“ auf Seite 6.5 erläutert.
Bevor Sie eine Befehlssequenz mit den hier beschriebenen Befehlen ausführen,
vergewissern Sie sich auf eine der folgenden Weisen, dass die Betriebsart
Spektrumanalyse ausgewählt ist:
•
Führen Sie ein Preset (*RST) aus.
•
Führen Sie den Befehl INST:SEL SAN aus.
Die Fernsteuerungsbefehle sind nach den Subsystemen sortiert, zu denen sie
gehören. Folgende Subsysteme sind im vorliegenden Kapitel enthalten:
•
„Common Befehle“ auf Seite 6.8
•
„ABORt - Subsystem“ auf Seite 6.12
•
„CALCulate - Subsystem“ auf Seite 6.13
•
„CALibration - Subsystem“ auf Seite 6.109
•
„DIAGnostic - Subsystem“ auf Seite 6.111
•
„DISPlay - Subsystem“ auf Seite 6.115
•
„FORMat - Subsystem“ auf Seite 6.125
•
„HCOPy - Subsystem“ auf Seite 6.126
•
„INITiate - Subsystem“ auf Seite 6.132
•
„INPut - Subsystem“ auf Seite 6.135
•
„INSTrument - Subsystem“ auf Seite 6.142
•
„MMEMory - Subsystem“ auf Seite 6.144
•
„OUTPut - Subsystem“ auf Seite 6.159
•
„SENSe - Subsystem“ auf Seite 6.161
•
„SOURce - Subsystem“ auf Seite 6.233
•
„STATus - Subsystem“ auf Seite 6.240
•
„SYSTem - Subsystem“ auf Seite 6.249
•
„TRACe - Subsystem“ auf Seite 6.263
•
„TRIGger - Subsystem“ auf Seite 6.281
•
„UNIT - Subsystem“ auf Seite 6.283
Eine alphabetische Liste aller Fernbedienungsbefehle befindet am Ende dieses
Kapitels in Abschnitt „Alphabetische Liste der Fernsteuerungsbefehle“ auf
Seite 6.363. Darüber hinaus werden die Fernsteuerungsbefehle einiger HP-Modelle
unterstützt. Diese Befehle sind in Abschnitt „GPIB-Befehle der HP-Modelle 856xE,
8566A/B, 8568A/B und 8594E“ auf Seite 6.284 aufgelistet.
Informationen zu den Unterschieden zwischen der FSP- und der FSE-Familie finden
Sie in Abschnitt „Unterschiede im GPIB-Verhalten zwischen der R&S FSP- und
R&S FSE-Gerätefamilie“ auf Seite 6.313.
6.4
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
Notation
6.2
Notation
In den folgenden Abschnitten werden alle im Gerät realisierten Befehle nach
Befehls-Subsystem getrennt zuerst tabellarisch aufgelistet und dann ausführlich
beschrieben. Die Schreibweise entspricht weitgehend der des SCPI-Normenwerks.
Die SCPI-Konformitätsinformation ist jeweils in der Befehlsbeschreibung mit
aufgeführt.
Befehlstabelle
Befehl:
Die Tabelle gibt in der Spalte Befehle einen Überblick über die Befehle und ihre
hierarchische Anordnung (siehe Einrückungen).
Parameter:
Die Spalte Parameter gibt die jeweiligen Parameter mit ihrem Parametertyp an.
Einheit:
Die Spalte Einheit zeigt die Grundeinheit der physikalischen Parameter an.
Bemerkung:
Die Spalte Bemerkung gibt an
– ob der Befehl keine Abfrageform besitzt,
– ob der Befehl nur eine Abfrageform besitzt und
– ob dieser Befehl nur bei einer bestimmten Geräteoption realisiert ist.
Einrückungen
Die verschiedenen Ebenen der SCPI-Befehlshierarchie sind in der Tabelle durch
Einrücken nach rechts dargestellt. Je tiefer die Ebene liegt, desto weiter wird nach
rechts eingerückt. Es ist zu beachten, dass die vollständige Schreibweise des
Befehls immer die höheren Ebenen miteinschließt.
Beispiel:
SENSe:FREQuency:CENTer ist in der Tabelle so dargestellt:
SENSe erste Ebene
:FREQuency zweite Ebene
:CENTer dritte Ebene
Individuelle
Beschreibung
In der individuellen Beschreibung sind die Befehle komplett mit allen
Hierarchiestufen und den dazugehörigen Parametern aufgeführt. Beispiele zu den
Befehlen sowie die Defaultwerte (*RST) - wo vorhanden - und die SCPIKonformität sind in der individuellen Beschreibung mit enthalten.
Die Betriebsarten, in denen der Befehl zur Verfügung steht, sind durch folgende
Kürzel angegeben:
– A – Spektrumanalyse
– A-F – Spektrumanalyse - nur Frequenzbereich
– A-Z – Spektrumanalyse - nur Zeitbereich (Zero Span)
–
Die Betriebsart Spektrumanalyse (Analysator) steht im Grundgerät zur Verfügung.
Die anderen Betriebsarten erfordern eine entsprechende Ausstattung mit den jeweiligen Optionen.
Groß-/
Kleinschreibung
Die Groß-/ Kleinschreibung dient zum Kennzeichnen der Lang- bzw. Kurzform der
Schlüsselwörter eines Befehls in der Beschreibung (siehe Kapitel „Fernsteuerung
– Grundlagen“ auf Seite 5.1). Das Gerät selbst unterscheidet nicht zwischen
Groß- und Kleinbuchstaben.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.5
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
Notation
Sonderzeichen
|
Für einige Befehle existiert eine Auswahl an Schlüsselwörtern mit identischer
Wirkung. Diese Schlüsselwörter werden in der gleichen Zeile angegeben; sie sind
durch einen senkrechten Strich getrennt. Es muss nur eines dieser
Schlüsselwörter im Header des Befehls angegeben werden. Die Wirkung des
Befehls ist unabhängig davon, welches der Schlüsselwörter angegeben wird.
Beispiel:
SENSe:FREQuency:CW|:FIXed
Es können die zwei folgenden Befehle identischer Wirkung gebildet werden. Sie
stellen die Frequenz des konstantfrequenten Signals auf 1 kHz ein:
SENSe:FREQuency:CW 1E3 = SENSe:FREQuency:FIXed 1E3
Ein senkrechter Strich bei der Angabe der Parameter kennzeichnet alternative
Möglichkeiten im Sinne von "oder". Die Wirkung des Befehls unterscheidet sich,
je nachdem, welcher Parameter angegeben wird.
Beispiel: Auswahl der Parameter für den Befehl
DISPlay:FORMat
SINGle | SPLit
Wird der Parameter SINGle gewählt, wird am Bildschirm ein Messfenster
dargestellt (FULL-Screen), bei SPLit werden die beiden Messfenster dargestellt
(SPLIT-Screen).
[]
Schlüsselwörter in eckigen Klammern können beim Zusammensetzen des
Headers weggelassen werden (siehe Kapitel Fernsteuerung – Beschreibung der
Befehle, Abschnitt „Wahlweise einfügbare Schlüsselwörter:“ auf Seite 5.14). Die
volle Befehlslänge wird vom Gerät aus Gründen der Kompatibilität zum
SCPI-Standard anerkannt.
Parameter in eckigen Klammern können ebenfalls wahlweise in den Befehl
eingefügt oder weggelassen werden.
{}
Parameter in geschweiften Klammern können wahlweise gar nicht, einmal oder
mehrmals in den Befehl eingefügt werden.
Parameterbeschrei- Der Parameterteil von SCPI-Befehlen besteht aufgrund der Standardisierung
bung
immer wieder aus denselben syntaktischen Elementen. SCPI hat hierfür eine
Reihe von Begriffen festgelegt, die in den Befehlstabellen verwendet werden.
Diese feststehenden Begriffe sind in den Tabellen jeweils in spitzen Klammern
(<...>) angegeben und sollen nachfolgend kurz erläutert werden (siehe auch
Kapitel „Fernsteuerung – Grundlagen“, Abschnitt „Parameter“ auf Seite 5.18).
<Boolean>
6.6
Mit diese Angabe werden Parameter versehen, die zwei Zustände "ein" und "aus"
einnehmen können. Der Zustand "aus" kann dabei entweder durch das
Schlüsselwort OFF oder den numerischen Wert 0 angegeben werden, der
Zustand "ein" durch ON oder einen von 0 verschiedenen Zahlenwert. Bei
Abfragen des Parameter wird stets der numerische Wert 0 oder 1 als Antwort
zurückgegeben.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
Notation
<numeric_value>
<num>
Mit diesen Angaben werden Parameter gekennzeichnet, bei denen sowohl die
Eingabe als Zahlenwert, als auch die Einstellung über bestimmte
Schlüsselbegriffe (Character Data) möglich ist.
Folgende Schlüsselbegriffe sind zulässig:
– MINimum – Mit diesem Schlüsselwort wird der Parameter auf den kleinsten
einstellbaren Wert gesetzt.
– MAXimum – Mit diesem Schlüsselwort wird der Parameter auf den größten
einstellbaren Wert gesetzt.
– DEFault – Mit diesem Schlüsselwort wird der Parameter auf seine
Standardeinstellung zurückgesetzt.
– UP – Mit diesem Schlüsselwort wird der Wert des Parameter um einen Schritt
erhöht.
– DOWN – Mit diesem Schlüsselwort wird der Wert des Parameter um einen Schritt
verringert.
Die zu MAXimum und MINimum gehörenden Zahlenwerte können abgefragt
werden, indem die entsprechenden Schlüsselwörter nach dem Fragezeichen des
Befehls angegeben werden.
Beispiel:
SENSe:FREQuency:CENTer? MAXimum
liefert als Ergebnis den maximal einstellbaren Zahlenwert der Mittenfrequenz
zurück.
<arbitrary block
program data>
Mit diesem Schlüsselwort werden Befehle versehen, die als Parameter einen
Block von Binärdaten erwarten.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.7
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
Common Befehle
6.3
Common Befehle
Die Common Befehle sind der Norm IEEE 488.2 (IEC 625.2) entnommen. Gleiche
Befehle haben in unterschiedlichen Geräten gleiche Wirkung. Die Header dieser
Befehle bestehen aus einem Stern"*", dem drei Buchstaben folgen. Viele Common
Befehle betreffen das Status-Reporting-System, das in Kapitel „Fernsteuerung –
Grundlagen“ auf Seite 5.1 ausführlich beschrieben ist.
Befehl
Funktion
Bemerkung
*CAL?
Calibration Query;
nur Abfrage
*CLS
Clear Status
keine Abfrage
*ESE
Parameter
0...255
Event Status Enable
*ESR?
Standard Event Status Query
nur Abfrage
*IDN?
Identification Query
nur Abfrage
*IST?
Individual Status Query
nur Abfrage
*OPC
Operation Complete
*OPT?
Option Identification Query
nur Abfrage
keine Abfrage
*PCB
0...30
Pass Control Back
*PRE
0...255
Parallel Poll Register Enable
*PSC
0|1
Power On Status Clear
*RST
*SRE
Reset
0...255
keine Abfrage
Service Request Enable
*STB?
Status Byte Query
nur Abfrage
*TRG
Trigger
keine Abfrage
*TST?
Self Test Query
nur Abfrage
*WAI
Wait...continue
keine Abfrage
*CAL?
CALIBRATION QUERY löst eine Kalibrierung des Gerätes aus und fragt danach
den Kalibrierstatus ab. Antworten > 0 zeigen Fehler an.
*CLS
CLEAR STATUS setzt das Status Byte (STB), das Standard-Event-Register
(ESR) und den EVENt-Teil des QUEStionable- und des OPERation-Registers auf
Null. Der Befehl verändert die Masken-und Transition-Teile der Register nicht. Der
Ausgabepuffer wird gelöscht.
*ESE
0...255
EVENT STATUS ENABLE setzt das Event-Status-Enable-Register auf den
angegebenen Wert. Der Abfragebefehl *ESE? gibt den Inhalt des Event-StatusEnable-Registers in dezimaler Form zurück.
*ESR?
STANDARD EVENT STATUS QUERY gibt den Inhalt des Event-Status-Registers
in dezimaler Form zurück (0...255) und setzt danach das Register auf Null.
6.8
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
Common Befehle
*IDN?
IDENTIFICATION QUERY fragt die Gerätekennung ab.
Beispiel:
"Rohde&Schwarz,FSQ-3,123456/789,4.31"
FSQ-3 = Gerätebezeichnung (modellabhängig)
123456/789 = Seriennummer
4.31 = Firmware-Versionsnummer
*IST?
INDIVIDUAL STATUS QUERY gibt den Inhalt des IST-Flags in dezimaler Form
zurück (0 | 1). Das IST-Flag ist das Status-Bit, das während einer Parallel-PollAbfrage gesendet wird (siehe Kapitel Fernsteuerung – Grundlagen).
*OPC
OPERATION COMPLETE setzt das Bit 0 im Event-Status-Register, wenn alle
vorausgegangenen Befehle abgearbeitet sind. Dieses Bit kann zur Auslösung
eines Service Requests benutzt werden (siehe Kapitel Fernsteuerung –
Grundlagen).
*OPC?
OPERATION COMPLETE QUERY schreibt die Nachricht "1" in den
Ausgabepuffer, sobald alle vorangegangenen Befehle ausgeführt sind (siehe
Kapitel Fernsteuerung – Grundlagen).
*OPT?
OPTION IDENTIFICATION QUERY fragt die im Gerät aktivierten Optionen ab.
Die Optionen sind durch Kommata voneinander getrennt.
Position
Option
1
integriert
Audio Demodulator
2
R&S FSU-B4
OCXO
3...6
reserviert
7
R&S FSU-B9
Mitlaufgenerator / I/Q modulierbar
8
R&S FSP-B10
ext. Generatorsteuerung
9
reserviert
10
R&S FSU-B12
Eichleitung für Mitlaufgenerator
11
R&S FSQ-B17
Digitales Basisband
12...13
reserviert
14
integriert
LAN-Interface
15
R&S FSQ-B100
I/Q-Speichererweiterung
16...18
19
reserviert
R&S FSU-B21
20
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
Ext. Mischer
reserviert
6.9
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
Common Befehle
Position
Option
21
R&S FSQ-B23
Vorverstärker 3.6...26.5 GHz
22
R&S FSU-B24
Vorverstärker 20 Hz bis > 40 GHz
23
R&S FSU-B25
Electronic Attenuator
24
R&S FS-K74
HSDPA BTS
25
R&S FSQ-B72
(neu)
IQ Bandbreitenerweiterung für R&S FSQ
(120 MHz BWbei f < 3.6 GHz)
*OPT-Code Pos. 48 wird auch für R&S
FSQ-B72 angezeigt
26
R&S FS-K76
TD-SCDMA BTS
27
reserviert
28
R&S FS-K30
Noise Figure and Gain Measurements
29
R&S FS-K40
Phase Noise Tests
30
R&S FS-K5
FS-K5 GSM/EDGE Analyzer
31
R&S FS-K77
TD SCDMA UE
32
R&S FS-K7
FM-Demodulator
33
R&S FS-K8
Bluetooth Analyzer
34
R&S FS-K9
Messungen mit Leistungsmesskopf
35
R&S FS-K72
WCDMA 3G FDD BTS
36
R&S FS-K73
WCDMA 3G FDD UE
37
reserviert
38
R&S FS-K82
CDMA2000 Downlink
39
R&S FS-K83
CDMA2000 Uplink
40
R&S FS-K84
1×EV-DO Downlink
41
R&S FS-K85
1×EV-DOUplink
42
R&S FS-K86
1×EV-DV Downlink
43
R&S FSQ-K90
W-Lan 802.11a
44
R&S FSQ-K91
W-Lan 802.11b/g
45
R&S FSQ-K92
W-Lan 802.16
46
reserviert
47
R&S FSQ-B71
analoge Basisbandeingänge
48
R&S FSQ-B72
IQ Bandbreitenerweiterung
49
R&S FSQ-K70
allg. Vektorsignalanalyse
50...51
reserviert
Beispiel:
0,B4,0,0,0,0,B9,B10,0,B12,B17,0,0,0,B100,B27,0,0,B21,0,0,0,B25,K74,0,K76,0,
0,0,K5,K77,K7,K8,K9,K72,K73,0,K82,K83,K84,K85,0,0,0,0,0,B71,B72,K70,0,0,0
,0,0,0,0,0
6.10
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
Common Befehle
*PCB
0...30
PASS CONTROL BACK gibt die Adresse des Controllers an, an den die GPIBKontrolle nach Beendigung der ausgelösten Aktion zurückgegeben werden soll.
*PRE
0...255
PARALLEL POLL REGISTER ENABLE setzt das Parallel-Poll-Enable-Register
auf den angegeben Wert. Der Abfragebefehl *PRE? gibt den Inhalt des ParallelPoll-Enable-Registers in dezimaler Form zurück.
*PSC
0|1
POWER ON STATUS CLEAR legt fest, ob beim Einschalten der Inhalt der
ENABle-Register erhalten bleibt oder zurückgesetzt wird.
*PSC = 0
bewirkt, dass der Inhalt der Statusregister erhalten bleibt. Damit
kann bei entsprechender Konfiguration der Statusregister ESE und
SRE beim Einschalten ein Service Request ausgelöst werden,
*PSC <> 0 setzt die Register zurück
Der Abfragebefehl *PSC? liest den Inhalt des Power-on-Status-Clear-Flags aus.
Die Antwort kann 0 oder 1 sein.
*RST
RESET versetzt das Gerät in einen definierten Grundzustand. Der Befehl
entspricht im Wesentlichen einem Druck auf die Taste PRESET. Die
Grundeinstellung ist in der Befehlsbeschreibung der Befehle angegeben.
*SRE
0...255
SERVICE REQUEST ENABLE setzt das Service Request Enable Register auf
den angegebenen Wert. Bit 6 (MSS-Maskenbit) bleibt 0. Dieser Befehl bestimmt,
unter welchen Bedingungen ein Service Request ausgelöst wird. Der
Abfragebefehl *SRE? liest den Inhalt des Service Request Enable Registers in
dezimaler Form aus. Bit 6 ist immer 0.
*STB?
READ STATUS BYTE QUERY liest den Inhalt des Status Bytes in dezimaler
Form aus.
*TRG
TRIGGER löst alle Aktionen, die im aktuell aktiven Messfenster auf ein
Triggerereignis warten, aus (siehe auch Abschnitt „TRIGger - Subsystem“ auf
Seite 6.281). Dieser Befehl entspricht dem Befehl INITiate:IMMediate.
*TST?
SELF TEST QUERY löst die Selbsttests des Gerätes aus und gibt einen
Fehlercode in dezimaler Form aus (0 = kein Fehler).
*WAI
WAIT-to-CONTINUE erlaubt die Abarbeitung der nachfolgenden Befehle erst,
nachdem alle vorhergehenden Befehle durchgeführt und alle Signale
eingeschwungen sind (siehe auch Kapitel Fernsteuerung – Grundlagen und
„*OPC“ auf Seite 6.9).
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.11
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
ABORt - Subsystem
6.4
ABORt - Subsystem
Das ABORt-Subsystem enthält die Befehle zum Abbrechen von getriggerten
Aktionen. Nach Abbruch einer Aktion kann diese sofort wieder getriggert werden.
Alle Befehle lösen ein Ereignis aus, sie haben daher auch keinen *RST-Wert.
ABORt
Dieser Befehl bricht eine gerade laufende Messung ab und setzt das TriggerSystem zurück.
6.12
Beispiel:
"ABOR;INIT:IMM"
Eigenschaften:
*RST-Wert: 0
SCPI: konform
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5
CALCulate - Subsystem
Das CALCulate Subsystem enthält Befehle, um Daten des Gerätes umzurechnen,
zu transformieren oder um Korrekturen durchzuführen. Diese Funktionen werden
auf den Daten nach der Erfassung durchgeführt, d.h. nach dem SENSe-Subsystem.
Mit dem numerischen Suffix bei CALCulate wird zwischen den beiden Messfenstern
SCREEN A und SCREEN B unterschieden:
CALCulate1 = Screen A
CALCulate2 = Screen B.
Ist kein Suffix angegeben, dann gelten die Einstellungen automatisch für Screen A.
Full Screen
Die Einstellungen gelten für das mit dem numerischen Suffix
ausgewählte Messfenster. Sie werden erst dann wirksam, sobald
das entsprechende Fenster mit dem Befehl DISPLay[:
WINDow<1|2>]:SELect als aktives Messfenster ausgewählt wird.
Das Auslösen von Messungen und die Messwertabfrage ist nur im
aktiven Fenster möglich.
Split Screen
Die Einstellungen gelten für das mit dem numerischen Suffix
ausgewählte Messfenster und werden sofort wirksam.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.13
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.1
CALCulate:DELTamarker - Subsystem
Das CALCulate:DELTamarker - Subsystem steuert die Deltamarker-Funktionen im
Gerät.
Die Auswahl des Messfensters erfolgt über CALCulate1 (SCREEN A) bzw.
CALCulate2 (SCREEN B).
ICALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:AOFF
Dieser Befehl schaltet alle aktiven Deltamarker im mit CALCulate<1|2>
ausgewählten Messfenster aus.
Beispiel:
"CALC2:DELT:AOFF"
'schaltet alle Deltamarker im Screen B aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:FUNCtion:FIXed:RPOint:MAXimum[:
PEAK] <numeric_value>
Dieser Befehl setzt den Bezugspegel für alle Deltamarker im ausgewählten
Messfenster bei Messung mit festem Bezugspunkt (CALC:DELT:FUNC:FIX:
STAT ON) auf das Maximum der ausgewählten Messkurve.
Bei Messung des Phasenrauschens (CALCulate:DELTamarker:FUNCtion:
PNOise:STATe
ON) definiert der Befehl einen neuen Bezugspegel für
Deltamarker 2 im ausgewählten Messfenster.
Beispiel:
"CALC:DELT:FUNC:FIX:RPO:MAX"
'setzt den Bezugspegel für die Deltamarker in Screen A auf
das Maximum der Messkurve.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:FUNCtion:FIXed:RPOint:X
<numeric_value>
Dieser Befehl definiert eine neue Bezugsfrequenz (Span > 0) bzw. -zeit (Span =
0) für alle Deltamarker im ausgewählten Messfenster bei Messung mit festem
Bezugswert (CALCulate:DELTamarker:FUNCtion:FIXed:STATe ON).
Bei Messung des Phasenrauschens (CALCulate:DELTamarker:FUNCtion:
PNOise:STATe ON) definiert der Befehl eine neue Bezugsfrequenz bzw. -zeit für
Deltamarker 2 im ausgewählten Messfenster.
6.14
Beispiel:
"CALC2:DELT:FUNC:FIX:RPO:X 128MHz"
'setzt die Bezugsfrequenz in Screen B auf 128 MHz.
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (FUNction:FIXed[:STATe] wird auf OFF
gestellt)
SCPI: gerätespezifisch
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:FUNCtion:FIXed:RPOint:Y
<numeric_value>
Dieser Befehl definiert einen neuen Bezugspegel für alle Deltamarker im
ausgewählten Messfenster bei Messung mit festem Bezugspunkt (CALCulate:
DELTamarker:FUNCtion:FIXed:STATe ON).
Bei Messung des Phasenrauschens (CALCulate:DELTamarker:FUNCtion:
PNOise:STATe
ON) definiert der Befehl einen neuen Bezugspegel für
Deltamarker 2 im ausgewählten Messfenster.
Beispiel:
"CALC:DELT:FUNC:FIX:RPO:Y -10dBm"
'setzt den Bezugspegel für die Deltamarker in Screen A auf 10 dBm.
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (FUNCtion:FIXed[:STATe] wird auf OFF
gestellt)
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:FUNCtion:FIXed:RPOint:Y:OFFSet
<numeric_value>
Dieser Befehl definiert einen zusätzlichen Pegeloffset für die Messung mit festem
Bezugswert (CALCulate:DELTamarker:FUNCtion:FIXed:STATe ON). Der
Offset wird bei dieser Messung in die Anzeige aller Deltamarker des
ausgewählten Messfensters eingerechnet.
Bei Messung des Phasenrauschens (CALCulate:DELTamarker:FUNCtion:
PNOise:STATe ON) definiert der Befehl einen zusätzlichen Pegeloffset, der in
die Anzeige von Deltamarker 2 im ausgewählten Messfenster eingerechnet wird.
Beispiel:
"CALC:DELT:FUNC:FIX:RPO:Y:OFFS 10dB"
'setzt den Pegeloffset für die Messung mit festem Bezugswert
bzw. für die Phasenrauschmessung in Screen A auf 10 dB.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 0 dB
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:FUNCtion:FIXed[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die relative Messung zu einem festen Bezugswert ein bzw.
aus. Marker 1 wird vorher eingeschaltet und eine Maximumsuche durchgeführt,
sofern nötig. Ist Marker 1 eingeschaltet, so wird seine Position zum Bezugspunkt
der Messung. Der Bezugspunkt kann anschließend mit den Befehlen
CALCulate:DELTamarker:FUNCtion:FIXed:RPOint:X
und
...:
RPOint:Y unabhängig von der Position von Marker 1 und unabhängig von einer
Messkurve verändert werden. Er gilt für alle Deltamarker im gewählten
Messfenster, solange die Funktion aktiv ist.
Beispiel:
"CALC2:DELT:FUNC:FIX ON"
'schaltet die Messung mit festem Bezugswert für alle
Deltamarker im Screen B ein.
"CALC2:DELT:FUNC:FIX:RPO:X 128 MHZ"
'setzt die Bezugsfrequenz in Screen B auf 128 MHz.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.15
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"CALC2:DELT:FUNC:FIX:RPO:Y 30 DBM"
'setzt den Bezugspegel in Screen B auf +30 dBm
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:FUNCtion:PNOise:AUTO
ON | OFF
Mit diesem Befehl wird eine automatische Peaksuche für den Reference Fixed
Marker 1 am Ende jedes einzelnen Sweeps durchgeführt. Diese Funktion kann
zur Verfolgung einer wegdriftenden Quelle während der Messung des
Phasenrauschen benutzt werden. Der Deltamarker 2, der das Ergebnis der
Phasenrauschmessung anzeigt, behält den Delta-Frequenzwert bei. Deshalb ist
die Phasenrauschmessung in einem bestimmten Offset trotz driftender Quelle
gültig. Nur wenn der Deltamarker 2 die Grenze des Darstellbereichs erreicht, wird
der Wert des Markers so angepasst, dass er innerhalb des Darstellbereichs liegt.
In diesem Fall wählt man einen größeren Darstellbereich.
Eigenschaften:
"CALC:DELT:FUNC:PNO 1"
’Schaltet die Phasenrauschmessung ein.
"CALC:DELT:FUNC:PNO:AUTO ON"
’Aktiviert die automatische Peaksuche.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Das Suffix bei DELTamarker wird ignoriert.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:FUNCtion:PNOise:RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der Phasenrauschmessung im ausgewählten
Messfenster ab. Die Messung wird vorher eingeschaltet, sofern nötig.
Beispiel:
"CALC:DELT:FUNC:PNO:RES?"
'gibt das Ergebnis der Phasenrauschmessung des gewählten
Deltamarkers in Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:FUNCtion:PNOise[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Messung des Phasenrauschens mit allen aktiven
Deltamarkern im gewählten Messfenster ein bzw. aus. Bei der Messung werden
die Korrekturwerte für Bandbreite und den Logarithmierer berücksichtigt.
Sofern nötig wird Marker 1 vorher eingeschaltet und eine Maximumsuche
durchgeführt. Ist Marker 1 eingeschaltet, so wird seine Position zum Bezugspunkt
der Messung.
6.16
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Der Bezugspunkt kann anschließend mit den Befehlen CALCulate:
DELTamarker:FUNCtion :FIXed:RPOint:X und ..:RPOint:Y unabhängig
von der Position von Marker 1 und unabhängig von einer Messkurve verändert
werden (denselben Befehlen, die für die Messung mit festem Bezugspunkt
verwendet werden).
Das numerische Suffix <1...4> bei DELTamarker ist bei diesem Befehl ohne
BedeutungBeispiel:
"CALC:DELT:FUNC:PNO ON"
'schaltet die Phasenrauschmessung mit allen Deltamarkern
im Screen A ein.
"CALC:DELT:FUNC:FIX:RPO:X 128 MHZ"
'setzt die Bezugsfrequenz auf 128 MHz.
"CALC:DELT:FUNC:FIX:RPO:Y 30 DBM"
'setzt den Bezugspegel auf +30 dBm
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:LINK
ON | OFF
Dieser Befehl verknüpft Deltamarker 1 und Marker 1. Wenn die horizontale
Position des Markers verändert wird, ändert sich auch die des Deltamarkers.
Diese Funktion wird nur bei Marker 1 und Deltamarker 1 unterstützt, demnach
darf das numerische Suffix <1...4> bei DELTamarker nur 1 sein oder fehlen.
Beispiel:
"CALC:DELT:LINK ON"
'Schaltet die Verknüpfung zwischen Marker 1 und Deltamarker
1 an.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:MAXimum:LEFT
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Deltamarker auf den nächstkleineren
Maximalwert links vom aktuellen Wert (d.h. in absteigender X-Richtung). Sofern
nötig wird der betreffende Deltamarker vorher eingeschaltet.
Beispiel:
"CALC:DELT:MAX:LEFT"
'setzt Deltamarker 1 in Screen A auf das nächstkleinere
Maximum links von der aktuellen Position.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.17
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:MAXimum:NEXT
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Deltamarker auf den nächstkleineren
Maximalwert der Messkurve. Sofern nötig wird der betreffende Deltamarker
vorher eingeschaltet.
Beispiel:
"CALC1:DELT2:MAX:NEXT"
'setzt Deltamarker 2 in Screen A auf das nächstkleinere
Maximum.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:MAXimum[:PEAK]
Dieser Befehl positioniert den Deltamarker auf den aktuellen Maximalwert der
Messkurve. Sofern nötig wird der betreffende Deltamarker vorher eingeschaltet.
Beispiel:
"CALC2:DELT3:MAX"
'setzt Deltamarker 3 in Screen B auf den Maximalwert der
zugehörigen Messkurve.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:MAXimum:RIGHt
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Deltamarker auf den nächstkleineren
Maximalwert rechts vom aktuellen Wert (d.h. in aufsteigender X-Richtung). Sofern
nötig wird der betreffende Deltamarker vorher eingeschaltet.
Beispiel:
"CALC2:DELT:MAX:RIGH"
'setzt Deltamarker 1 in Screen B auf das nächstkleinere
Maximum rechts von der aktuellen Position.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:MINimum:LEFT
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Deltamarker auf den nächstgrößeren
Minimalwert links vom aktuellen Wert (d.h. in absteigender X-Richtung). Sofern
nötig wird der betreffende Deltamarker vorher eingeschaltet.
6.18
Beispiel:
"CALC:DELT:MIN:LEFT"
'setzt Deltamarker 1 in Screen A auf das nächstgrößere
Minimum links von der aktuellen Position.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:MINimum:NEXT
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Deltamarker auf den nächstgrößeren
Minimalwert der Messkurve. Sofern nötig wird der betreffende Deltamarker vorher
eingeschaltet.
Beispiel:
"CALC1:DELT2:MIN:NEXT"
'setzt Deltamarker 2 in Screen A auf das nächstgrößere
Minimum.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:MINimum[:PEAK]
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Deltamarker auf den aktuellen
Minimalwert der Messkurve. Sofern nötig wird der betreffende Deltamarker vorher
eingeschaltet.
Beispiel:
"CALC2:DELT3:MIN"
'setzt Deltamarker 3 in Screen B auf den Minimalwert der
zugehörigen Messkurve.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:MINimum:RIGHt
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Deltamarker auf den nächstgrößeren
Minimalwert rechts vom aktuellen Wert (d.h. in aufsteigender X-Richtung). Sofern
nötig wird der betreffende Deltamarker vorher eingeschaltet.
Beispiel:
"CALC2:DELT:MIN:RIGH"
'setzt Deltamarker 1 in Screen B auf das nächstgrößere
Minimum rechts von der aktuellen Position.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:MODE
ABSolute | RELative
Dieser Befehl schaltet zwischen relativer und absoluter Eingabe der Frequenz
des Deltamarkers (bzw. Zeit bei Span = 0) um. Dieser Befehl wirkt auf alle
Deltamarker unabhängig vom Messfenster.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.19
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Beispiel:
"CALC:DELT:MODE ABS"
'schaltet die Frequenz-/Zeiteingabe für alle Deltamarker auf
Absolutwerte.
"CALC:DELT:MODE REL"
'schaltet die Frequenz-/Zeiteingabe für alle Deltamarker auf
relativ zu Marker 1.
Eigenschaften:
*RST-Wert: REL
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet den Delta-Marker im mit CALCulate<1|2> ausgewählten
Messfenster ein bzw. aus, wenn Delta-Marker 1 ausgewählt wurde. Wird Marker
2, 3 oder 4 ausgewählt und dieser als Marker betrieben, so wird er auf Betrieb als
Marker umgeschaltet. Ist der betreffende Marker ausgeschaltet, so wird er
eingeschaltet und auf das Maximum der Messkurve gesetzt.
Bei fehlender Zahlenangabe wird automatisch Deltamarker 1 ausgewählt.
Beispiel:
"CALC:DELT3 ON"
'schaltet Marker 3 in Screen A um auf Deltamarkerbetrieb.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:TRACe
1...3
Dieser Befehl ordnet den ausgewählten Deltamarker der angegebenen
Messkurve im mit CALCulate<1|2> ausgewählten Messfenster zu. Die
betreffende Messkurve muss aktiv, d.h. ihr Zustand ungleich "BLANK" sein.
Der Befehl schaltet den betreffenden Deltamarker ein, sofern nötig.
Beispiel:
"CALC:DELT3:TRAC 2"
'ordnet Deltamarker3 in Screen A dem Trace 2 zu.
"CALC2:DELT:TRAC 3"
'ordnet Deltamarker1 in Screen B dem Trace 3 zu.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:X
0 ... MAX (Frequenz | Sweepzeit)
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Deltamarker im angegebenen
Messfenster auf die angegebene Frequenz (Span > 0) oder Zeit (Span = 0) bzw.
den angegebenen Pegel (APD-Messung = ON oder CCDF-Messung = ON). Die
Eingabe erfolgt dabei abhängig vom Befehl CALCulate:DELTamarker:MODE in
Absolutwerten oder relativ bezogen auf Marker 1. Ist die Messung mit festem
Bezugspunkt aktiv (Reference Fixed: CALCulate:DELTamarker:FUNCtion :
FIXed:STATe ON), so werden relative Werte bezogen auf die Referenzposition
eingegeben. Die Abfrage liefert stets die Absolutwerte.
6.20
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Beispiel:
"CALC:DELT:MOD REL"
'schaltet die Deltamarkereingabe auf relativ zu Marker 1.
"CALC:DELT2:X 10.7MHz"
'positioniert Deltamarker 2 in Screen A in 10.7 MHz Abstand
rechts von Marker 1.
"CALC2:DELT:X?"
'gibt die Absolutfrequenz/-zeit von Deltamarker 1 in Screen B
aus.
"CALC2:DELT:X:REL?"
'gibt die relative Frequenz/-zeit/-pegel von Deltamarker 1 in
Screen B aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:X:RELative?
Dieser Befehl fragt die Frequenz (Span > 0) bzw. Zeit (Span = 0) des
ausgewählten Deltamarkers relativ zu Marker 1 bzw. zur Referenzposition (wenn
Reference Fixed aktiv: CALCulate:DELTamarker:FUNCtion:FIXed:STATe
ON) ab. Der Befehl schaltet zuvor den betreffenden Deltamarker ein, sofern nötig.
Beispiel:
"CALC2:DELT3:X:REL?"
'gibt die Frequenz von Deltamarker3 in ScreenB relativ zu
Marker 1 bzw. relativ zur Referenzposition aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DELTamarker<1...4>:Y?
Dieser Befehl fragt den Messwert des ausgewählten Deltamarkers im mit
CALCulate<1|2> ausgewählten Messfenster ab. Sofern nötig, wird der
betreffende Deltamarker vorher eingeschaltet. Die Ausgabe erfolgt stets als
relativer Wert bezogen auf Marker 1 bzw. auf die Referenzposition (Reference
Fixed aktiv).
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten, muss zwischen Einschalten des
Deltamarkers und Abfrage des y-Wertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Abhängig von der mit CALC:UNIT festgelegten Einheit bzw. von den
eingeschalteten Messfunktionen wird das Abfrageergebnis in folgenden Einheiten
ausgegeben:
•
DBM | DBPW | DBUV | DBMV | DBUA: Ausgabeeinheit DB
•
WATT | VOLT | AMPere: Ausgabeeinheit W | V | A
•
Statistikfunktion (APD oder CCDF) ein: dimensionslose Ausgabe
Beispiel:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
6.21
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:DELT2 ON"
'schaltet Deltamarker 2 in Screen A ein
"CALC:DELT2:Y?"
'gibt den Messwert von Deltamarker 2 in Screen A aus.
6.22
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.2
CALCulate:DLINe Subsystem
Das CALCulate:DLINe Subsystem kontrolliert die Einstellung der Display Linien. Die
Messfenster werden mit CALCulate1 (Fenster 1) und CALCulate2 (Fenster B)
ausgewählt.
CALCulate<1|2>:DLINe<1|2>
Einheit)
MINimum .. MAXimum (abhängig von aktueller
Dieser Befehl definiert die Position der Display Line 1 bzw. 2. Mit diesen Linien
können beliebige Pegel im Diagramm markiert werden. Die Einheit richtet sich
nach der Einstellung mit CALC:UNIT.
Beispiel:
"CALC:DLIN -20dBm"
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (STATe OFF)
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:DLINe<1|2>:STATe
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Display Line 1 oder 2 (Pegellinien) ein bzw. aus.
Beispiel:
"CALC:DLIN2:STAT OFF"
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.23
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.3
CALCulate:ESPectrum Subsystem
Die Befehle dieses Subsytems konfigurieren die Auswertung in Listenform für die
Spectrum Emission Mask-Messung.
CALCulate<1|2>:ESPectrum:PSEarch|PEAKsearch:AUTO
ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert/deaktiviert die Auswertung der SEM-Messung in
Listenform. LIST EVALUATION ON ist die Defaulteinstellung.
Beispiel:
"CALC:ESP:PEAK:AUTO OFF"
’Ausschalten der Auswertung in Listenform
Eigenschaften:
*RST-Wert: ON
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
:CALCulate<1|2>:ESPectrum:PSEarch|PEAKsearch:MARGin
+200dB
-200dB …
Dieser Befehl setzt den Sicherheitsabstand für die Grenzwertmessung/
Spitzenwertsuche bei der SEM-Messung.
6.24
Beispiel:
“CALC:ESP:PSE:MARG 10"
' setzt einen Sicherheitsabstand von 10 dB
Eigenschaften:
*RST-Wert: 6 dB
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.4
CALCulate:FLINe Subsystem
Das CALCulate:DLINe Subsystem kontrolliert die Einstellung der Display Linien. Die
Messfenster werden mit CALCulate1 (Fenster 1) und CALCulate2 (Fenster B)
ausgewählt.
CALCulate<1|2>:FLINe<1|2>
0...fmax
Dieser Befehl definiert die Position der Frequenzlinien.
Die Frequenzlinien markieren die angegebenen Frequenzen im Messfenster.
Frequenzlinien sind nur bei SPAN > 0 verfügbar.
Beispiel:
"CALC:FLIN2 120MHz"
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (STATe auf OFF)
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:FLINe<1|2>:STATe
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Frequenzlinie ein bzw. aus.
Beispiel:
"CALC:FLIN2:STAT ON"
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.25
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.5
CALCulate:LIMit - Subsystem
Das CALCulate:LIMit-Subsystem umfasst die Grenzwertlinien und die zugehörigen
Limit-Tests. Grenzwertlinien können als obere oder untere Grenzwertlinien definiert
werden. Die einzelnen y-Werte der Grenzwertlinien korrespondieren mit den Werten
der x-Achse (CONTrol), wobei die Anzahl von x- und y-Werten übereinstimmen
muss.
In der Betriebsart Analysator können gleichzeitig 8 Grenzwertlinien aktiv sein
(gekennzeichnet durch LIMIT1...LIMIT8), die wahlweise in Screen A und/oder
Screen B eingeschaltet werden können. Die Auswahl des Messfensters erfolgt über
CALCulate1 (SCREEN A) bzw. CALCulate2 (SCREEN B). Die Grenzwertprüfung
kann für jedes Messfenster und jede Linie separat eingeschaltet werden. WINDow1
entspricht dabei Messfenster A, WINDow2 entspricht Messfenster B.
Jeder Grenzwertlinie kann ein Name zugeordnet werden (max. 8 Buchstaben),
unter dem die Linie im Gerät gespeichert wird. Ebenso kann zu jeder Linie ein
Kommentar (max. 40 Zeichen) für den Verwendungszweck angegeben werden.
Das Subsystem ist unterteilt in die Beschreibung von Kommandos für allgemeine
Grenzwertlinien, Kommandos für ACP Grenzwertlinien („CALCulate:LIMit:ACPower
Subsystem“ auf Seite 6.32), Kommandos zur Definition der horizontalen
Eigenschaften von Grenzwertlinien („CALCulate:LIMit:CONTrol Subsystem“ auf
Seite 6.40) und Kommandos zur Definition von oberen und unteren Grenzwertlinien
(„CALCulate:LIMit:LOWer Subsystem“ auf Seite 6.42 und „CALCulate:LIMit:UPPer
Subsystem“ auf Seite 6.45).
Beispiel
(Betriebsart
SPECTRUM):
Definition der
Linie:
Definition und Benutzung einer neuen Grenzwertlinie 5 für Trace 2 im Screen A und
Trace 1 im Screen B mit folgenden Eigenschaften:
•
obere Grenzwertlinie
•
absolute x-Achse im Frequenzbereich
•
5 Stützwerte: 126 MHz/-40 dB, 127 MHz/-40 dB, 128 MHz/-20 dB, 129 MHz/-40
dB, 130 MHz/-40 dB
•
relative y-Achse mit Einheit dB
•
absoluter Schwellwert bei -35 dBm
•
kein Sicherheitsabstand
1. Festlegung des Namens: CALC:LIM5:NAME 'TEST1'
2. Eingabe des Kommentars: CALC:LIM5:COMM 'Upper limit line'
3. Zugehörige Messkurve in Screen A: CALC1:LIM5:TRAC 2
4. Zugehörige Messkurve in Screen B: CALC2:LIM5:TRAC 1
5. Festlegung des x-Achsen-Bereichs: CALC:LIM5:CONT:DOM FREQ
6. Festlegung der x-Achsen-Skalierung: CALC:LIM5:CONT:MODE ABS
7. Festlegung der y-Achsen-Einheit: CALC:LIM5:UNIT DB
8. Festlegung der y-Achsen-Skalierung: CALC:LIM5:UPP:MODE REL
9. Festlegung der x-Achsen-Werte: CALC:LIM5:CONT 126MHZ, 127MHZ,
128MHZ, 129 MHZ, 130MHZ
10.Festlegung der y-Werte: CALC:LIM5:UPP -40, -40, -30, -40, -40
11. Festlegung des y-Schwellwerts: CALC:LIM5:UPP:THR -35DBM
6.26
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Die Festlegung des Sicherheitsabstands sowie die Verschiebung in x- und/oder yRichtung kann ab hier erfolgen (Befehle siehe unten).
Einschalten und Auswerten der Linie in Screen A:
1. Einschalten der Linie in Screen A: CALC1:LIM5:UPP:STAT ON
2. Einschalten der Grenzwertprüfung in Screen A: CALC1:LIM5:STAT ON
3. Starten einer neuen Messung mit Synchronisierung: INIT;*WAI
4. Abfrage des Ergebnisses der Grenzwertprüfung: CALC1:LIM5:FAIL?
Das Einschalten und Auswerten der Linie in Screen B erfolgt analog unter
Verwendung von CALC2 statt CALC1.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.27
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.5.1
Allgemeine CALCulate:LIMit Kommandos
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACTive?
Dieser Befehl fragt die Namen aller aktiven Grenzwertlinien ab. Die numerischen
Suffixe bei CALCulate<1|2> und LIMit<1...8> sind unbenutzt.
Rückgabewert:
Die Rückgabewerte sind in alphabetischer Reihenfolge
sortiert. Ist keine Grenzwertlinie aktiv, so wird ein Leerstring
zurückgegeben.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACT?"
Eigenschaften:
* RST Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:CATalog?
Dieser Befehl fragt die Namen aller auf der Festplatte gespeicherten
Grenzwertlinien ab.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Die Suffixe
<1|2> bei CALCulate wählen das Messfenster aus.
Rückgabewert:
Die Syntax des Ausgabeformates ist wie folgt:
<Summe der Dateilängen aller nachfolgenden
Dateien>,<freier Speicherplatz auf Festplatte>,
<1. Dateiname>,<1. Dateilänge>,<2. Dateiname>,
<2. Dateilänge>, ....,<n. Dateiname>, <n. Dateilänge>,…
Beispiel:
"CALC:LIM:CAT?"
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:CLEar[:IMMediate]
Dieser Befehl löscht das Ergebnis des aktuellen Limit-Tests für alle
Grenzwertlinien des gewählten Messfensters.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Die Suffixe
<1|2> bei CALCulate wählen das Messfenster aus.
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert.
6.28
Beispiel:
"CALC:LIM:CLE"
'löscht die Limit-Testergebnisse in Fenster A.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: konform
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:COMMent <string>
Dieser Befehl definiert einen Kommentar (max. 40 Zeichen) zur ausgewählten
Grenzwertlinie.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Der
Kommentar ist unabhängig vom Messfenster.
Beispiel:
"CALC:LIM5:COMM 'Upper limit for spectrum'"
'definiert den Kommentar für Grenzwertlinie 5.
Eigenschaften:
*RST-Wert: ' ' (leerer Kommentar)
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:COPY 1...8 | <name>
Dieser Befehl kopiert eine Grenzwertlinie auf eine andere.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Der Befehl ist
unabhängig vom Messfenster.
Parameter:
1...n ::= Nummer der neuen Grenzwertlinie oder wahlweise:
<name> ::= Name der neuen Grenzwertlinie als String
Beispiel:
"CALC:LIM1:COPY 2"
'kopiert Grenzwertlinie 1 auf Linie 2.
"CALC:LIM1:COPY 'FM2'"
'kopiert Grenzwertlinie 1 auf eine neue Linie mit Namen 'FM2'.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:DELete
Dieser Befehl löscht die ausgewählte Grenzwertlinie.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Der Befehl ist
unabhängig vom Messfenster.
Beispiel:
"CALC:LIM1:DEL"
'löscht Grenzwertlinie 1.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:FAIL?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis des Limit-Tests der angegebenen Grenzwertlinie
im gewählten Messfenster ab. Zu beachten ist, dass für ein gültiges Ergebnis ein
vollständiger Sweepablauf durchgeführt worden sein muss. Deshalb sollte eine
Synchronisation mit *OPC, *OPC? oder *WAI durchgeführt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.29
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Die Suffixe
<1|2> bei CALCulate wählen das Messfenster aus.
Das Ergebnis des Grenzwerttests liefert 0 bei PASS, 1 bei FAIL und 2 bei
MARGIN als Antwort.
Beispiel:
"INIT;*WAI"
'startet einen neuen Messablauf und wartet auf dessen Ende.
"CALC2:LIM3:FAIL?"
'frägt das Testergebnis von Grenzwertlinie 3 im Screen Bab.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: konform
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:NAME 'Name der Grenzwertlinie'
Dieser Befehl ordnet einer Liniennummer (1...8) den Namen einer Grenzwertlinie
zu. Existiert die Grenzwertlinie mit diesem Namen noch nicht, so wird sie
angelegt.
Der Name der Grenzwertlinie darf aus max. 8 Zeichen bestehen.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Der Befehl ist
unabhängig vom Messfenster.
Beispiel:
"CALC:LIM1:NAME 'FM1'"
'benennt Grenzwertlinie 1 mit Namen 'FM1'.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 'REM1'...'REM8' für Linien 1...8
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:STATe ON | OFF
Dieser Befehl schaltet den Grenzwerttest für die angegebene Grenzwertlinie im
gewählten Messfenster ein bzw. aus.
Das Ergebnis des Grenzwerttests kann mit CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:FAIL?
abgefragt werden.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Die Suffixe
<1|2> bei CALCulate wählen das Messfenster aus.
Beispiel:
"CALC:LIM:STAT ON"
'schaltet die Grenzwerprüfung für Grenzwertlinie 1 in Screen
A ein.
"CALC2:LIM:STAT OFF"
'schaltet die Grenzwertprüfung für Grenzwertlinie 1 in Screen
B aus.
6.30
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: konform
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:TRACe 1...3
Dieser Befehl ordnet eine Grenzwertlinie einer Messkurve im angegebenen
Messfenster zu.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Die Suffixe
<1|2> bei CALCulate wählen das Messfenster aus.
Beispiel:
"CALC:LIM2:TRAC 3"
'ordnet Grenzwertlinie 2 der Messkurve 3 im Screen A zu.
"CALC2:LIM2:TRAC 1"
'ordnet Grenzwertlinie 2 gleichzeitig der Messkurve 1 im
Screen B zu.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 1
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:UNIT DBM | DBPW | WATT | DBUV | DBMV | VOLT
| DBUA | AMPere | DB | UNITLESS
Dieser Befehl definiert die Einheit der zugehörigen Grenzwertlinie.
Die Festlegung gilt unabhängig vom Messfenster.
Die Angabe der Einheit dB führt automatisch zur Umschaltung der Limit-Line auf
Betriebsart relativ. Von dB verschiedene Einheiten führen zur Umschaltung der
Limit-Line auf Betriebsart absolut.
Beispiel:
"CALC:LIM4:UNIT DBUV"
'setzt die Einheit von Grenzwertlinie 4 auf dBµV.
Eigenschaften:
*RST-Wert: DBM
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.31
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.5.2
CALCulate:LIMit:ACPower Subsystem
Das CALCulate:LIMit:ACPower - Subsystem definiert die Grenzwertprüfung bei
Nachbarkanalleistungsmessung.
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ACHannel:ABSolute
-200...200 dBm
-200 ... 200 dBm,
Dieser Befehl ändert legt den absoluten Grenzwert für den unteren/oberen
Nachbarkanal bei Nachbarkanal-Leistungsmessung (Adjacent Channel Power)
im ausgewählten Messfenster fest.
Zu beachten ist, dass der absolute Grenzwert für die Grenzwertprüfung keine
Auswirkung hat, solange er unterhalb des mit CALCulate:LIMit:ACPower:
ACHannel:RELative definierten relativen Grenzwerts liegt. Durch diesen
Mechanismus können die in den Mobilfunknormen festgelegten absoluten
"Sockel" für die Leistung in den Nachbarkanälen automatisch geprüft werden.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Parameter:
Der erste Wert ist der Grenzwert für den unteren und den
oberen Nachbarkanal. Der zweite Wert wird ignoriert; er muss
wegen der Kompatibilität zur FSE-Familie angegeben werden.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ACH:ABS -35DBM, -35DBM"
'setzt den absoluten Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen Nachbarkanal auf -35 dBm.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -200DBM
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ACHannel:ABSolute:STATe
ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert bei Nachbarkanal-Leistungsmessung (Adjacent Channel
Power) die Grenzwertprüfung für den Nachbarkanal. Zuvor muss mit dem Befehl
die CALC:LIM:ACP
ON die Grenzwertprüfung für die Kanal-/
Nachbarkanalleistung insgesamt eingeschaltet werden.
Das Ergebnis kann mit CALCulate:LIMit:ACPower:ACHannel:RESult?
abgefragt werden. Zu beachten ist, dass zwischen dem Einschalten der
Grenzwertprüfung und der Abfrage des Ergebnisses eine komplette Messung
durchgeführt werden muss, da sonst keine gültigen Ergebnisse vorliegen.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ACH 30DB, 30DB"
'setzt den relativen Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen Nachbarkanal auf 30 dB unterhalb der
Kanalleistung.
"CALC:LIM:ACP:ACH:ABS -35DBM, -35DBM"
'setzt den absoluten Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen Nachbarkanal auf -35 dBm.
"CALC:LIM:ACP ON"
'schaltet die Grenzwertprüfung für Kanal-/ Nachbarkanalleistungsmessung in Screen A insgesamt ein.
6.32
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"CALC:LIM:ACP:ACH:REL:STAT ON"
schaltet die Prüfung der relativen Grenzwerte für die
Nachbarkanäle in Screen A ein.
"CALC:LIM:ACP:ACH:ABS:STAT ON"
'schaltet die Prüfung der absoluten Grenzwerte für die
Nachbarkanäle in Screen A ein.
"INIT;*WAI"
'startet eine neue Messung und wartet auf das Sweepende.
"CALC:LIM:ACP:ACH:RES?"
'fragt das Ergebnis der Grenzwertprüfung
Nachbarkanälen in Screen A ab.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ACHannel[:RELative]
0...100DB
in
den
0...100DB,
Dieser Befehl legt den relativen Grenzwert für den unteren/oberen Nachbarkanal
bei Nachbarkanal-Leistungsmessung (Adjacent Channel Power) im
ausgewählten Messfenster fest. Bezugswert für den relativen Grenzwert ist die
gemessene Kanalleistung.
Zu beachten ist, dass der relative Grenzwert für die Grenzwertprüfung keine
Auswirkung hat, sobald er unterhalb des mit CALCulate:LIMit:ACPower:
ACHannel:ABSolute definierten absoluten Grenzwerts liegt. Durch diesen
Mechanismus können die in den Mobilfunknormen festgelegten absoluten
"Sockel" für die Leistung in den Nachbarkanälen automatisch geprüft werden.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Parameter:
Der erste Wert ist der Grenzwert für den oberen (unteren)
Nachbarkanal. Der zweite Wert wird ignoriert; er muss wegen
der Kompatibilität zur FSE-Familie angegeben werden.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ACH 30DB, 30DB"
'setzt den relativen Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen Nachbarkanal auf 30 dB unterhalb der
Kanalleistung.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 0 dB
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ACHannel[:RELative]:STATe
OFF
ON |
Dieser Befehl aktiviert bei Nachbarkanal-Leistungsmessung (Adjacent Channel
Power) die Grenzwertprüfung auf den relativen Grenzwert für den Nachbarkanal.
Zuvor muss mit dem Befehl die CALCulate:LIMit:ACPower:STATe ON die
Grenzwertprüfung für die Kanal-/Nachbarkanalleistung insgesamt eingeschaltet
werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.33
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Das Ergebnis kann mit CALCulate:LIMit:ACPower:ACHannel:RESult?
abgefragt werden. Zu beachten ist, dass zwischen dem Einschalten der
Grenzwertprüfung und der Abfrage des Ergebnisses eine komplette Messung
durchgeführt werden muss, da sonst keine gültigen Ergebnisse vorliegen.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ACH 30DB, 30DB"
'setzt den relativen Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen Nachbarkanal auf 30 dB unterhalb der
Kanalleistung.
"CALC:LIM:ACP:ACH:ABS -35DBM, -35DBM"
'setzt den absoluten Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen Nachbarkanal auf -35 dBm.
"CALC:LIM:ACP ON"
'schaltet die Grenzwertprüfung für Kanal-/ Nachbarkanalleistungsmessung in Screen A insgesamt ein.
"CALC:LIM:ACP:ACH:REL:STAT ON"
'schaltet die Prüfung der relativen Grenzwerte für die
Nachbarkanäle in Screen A ein.
"CALC:LIM:ACP:ACH:ABS:STAT ON"
'schaltet die Prüfung der absoluten Grenzwerte für die
Nachbarkanäle in Screen A ein.
"INIT;*WAI"
'startet eine neue Messung und wartet auf das Sweepende.
"CALC:LIM:ACP:ACH:RES?"
'fragt das Ergebnis der Grenzwertprüfung
Nachbarkanälen in Screen A ab.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
in
den
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ACHannel:RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der Grenzwertprüfung für den unteren/oberen
Nachbarkanal im angegebenen Messfenster bei aktiver NachbarkanalLeistungsmessung ab.
Bei ausgeschalteter Nachbarkanal-Leistungsmessung erzeugt der Befehl einen
Query-Error.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Parameter:
Das Ergebnis hat die Form <result>, <result> mit <result> =
PASSED | FAILED, wobei der erste Rückgabewert den
unteren, der zweite den oberen Nachbarkanal kennzeichnet.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ACH 30DB, 30DB"
'setzt den relativen Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen Nachbarkanal auf 30 dB unterhalb der
Kanalleistung.
"CALC:LIM:ACP:ACH:ABS -35DBM, -35DBM"
'setzt den absoluten Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen Nachbarkanal auf -35 dBm.
6.34
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"CALC:LIM:ACP ON"
'schaltet die Grenzwertprüfung für Kanal-/ Nachbarkanalleistungsmessung in Screen A insgesamt ein.
"CALC:LIM:ACP:ACH:STAT ON"
'schaltet die Grenzwertprüfung für die Nachbarkanäle in
Screen A ein.
"INIT;*WAI"
'startet eine neue Messung und wartet auf das Sweepende.
"CALC:LIM:ACP:ACH:RES?"
'fragt das Ergebnis der Grenzwertprüfung
Nachbarkanälen in Screen A ab.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
in
den
Der Befehl ist ein reiner Abfragebefehl und besitzt daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ALTernate<1...11>:ABSolute
200 dBm, -200...200 dBm
-200...
Dieser Befehl legt den absoluten Grenzwert für die Alternate-Nachbarkanäle bei
Nachbarkanal-Leistungsmessung (Adjacent Channel Power) im ausgewählten
Messfenster fest.
Das numerische Suffix bei ALTernate<1...11> kennzeichnet den Alternate Kanal.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Zu beachten ist, dass der absolute Grenzwert für die Grenzwertprüfung keine
Auswirkung hat, solange er unterhalb des mit CALCulate:LIMit:ACPower:
ALTernate<1...11>:RELative definierten relativen Grenzwerts liegt. Durch
diesen Mechanismus können die in den Mobilfunknormen festgelegten absoluten
"Sockel" für die Leistung in den Nachbarkanälen automatisch geprüft werden.
Parameter:
Der erste Wert ist der Grenzwert für den unteren und den
oberen Alternate-Nachbarkanal. Der zweite Wert wird
ignoriert; er muss wegen der Kompatibilität zur FSE-Familie
angegeben werden.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ALT2:ABS -35DBM, -35DBM"
'setzt den absoluten Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen zweiten Alternate-Nachbarkanal auf -35
dBm.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -200DBM
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.35
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ALTernate<1...11>:ABSolute:STATe
ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert bei Nachbarkanal-Leistungsmessung (Adjacent Channel
Power) die Grenzwertprüfung für den ersten/zweiten Alternate-Nachbarkanal im
ausgewählten Messfenster.
Zuvor muss mit dem Befehl CALCulate:LIMit:ACPower:STATe ON die
Grenzwertprüfung für die Kanal-/Nachbarkanalleistung insgesamt eingeschaltet
werden.
Das numerische Suffix bei ALTernate<1...11> kennzeichnet den Alternate
Kanal.Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne
Bedeutung.
Das Ergebnis kann mit CALCulate:LIMit:ACPower:ALTernate<1...11>:
RESult? abgefragt werden. Zu beachten ist, dass zwischen dem Einschalten der
Grenzwertprüfung und der Abfrage des Ergebnisses eine komplette Messung
durchgeführt werden muss, da sonst keine gültigen Ergebnisse vorliegen.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ALT2 30DB, 30DB"
'setzt den relativen Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen zweiten Alternate-Nachbarkanal auf 30
dB unterhalb der Kanalleistung.
"CALC:LIM:ACP:ALT2:ABS -35DBM, -35DBM"
'setzt den absoluten Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen zweiten Alternate-Nachbarkanal auf -35
dBm.
"CALC:LIM:ACP ON"
'schaltet die Grenzwertprüfung für Kanal-/ Nachbarkanalleistungsmessung in Screen A insgesamt ein.
"CALC:LIM:ACP:ALT:REL:STAT ON"
'schaltet die Prüfung der relativen Grenzwerte für die
"alternate" Nachbarkanäle in Screen A ein.
"CALC:LIM:ACP:ALT:ABS:STAT ON"
'schaltet die Prüfung der absoluten Grenzwerte für die
"alternate" Nachbarkanäle in Screen A ein.
"INIT;*WAI"
'startet eine neue Messung und wartet auf das Sweepende.
"CALC:LIM:ACP:ALT:RES?"
'fragt das Ergebnis der Grenzwertprüfung in den zweiten
"alternate" Nachbarkanälen in Screen A ab.
6.36
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ALTernate<1...11>[:RELative]
0...100DB, 0...100DB
Dieser Befehl legt den relativen Grenzwert für die Alternate-Nachbarkanäle bei
Nachbarkanal-Leistungsmessung (Adjacent Channel Power) im ausgewählten
Messfenster fest. Bezugswert für den relativen Grenzwert ist die gemessene
Kanalleistung.
Das numerische Suffix bei ALTernate<1...11> kennzeichnet den Alternate Kanal.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Zu beachten ist, dass der relative Grenzwert für die Grenzwertprüfung keine
Auswirkung hat, sobald er unterhalb des mit CALCulate:LIMit:ACPower:
ALTernate<1...11>:ABSolute definierten absoluten Grenzwerts liegt. Durch
diesen Mechanismus können die in den Mobilfunknormen festgelegten absoluten
"Sockel" für die Leistung in den Nachbarkanälen automatisch geprüft werden.
Parameter:
Der erste Wert ist der Grenzwert für den unteren und den
oberen Alternate-Nachbarkanal. Der zweite Wert wird
ignoriert; er muss wegen der Kompatibilität zur FSE-Familie
angegeben werden.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ALT2 30DB, 30DB"
'setzt den relativen Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen zweiten Alternate-Nachbarkanal auf 30
dB unterhalb der Kanalleistung.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 0DB
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ALTernate<1...11>[:RELative]:STATe
ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert bei Nachbarkanal-Leistungsmessung (Adjacent Channel
Power) die Grenzwertprüfung für die Alternate-Nachbarkanäle im ausgewählten
Messfenster. Zuvor muss mit dem Befehl die CALCulate:LIMit:ACPower:
STATe ON die Grenzwertprüfung für die Kanal-/Nachbarkanalleistung insgesamt
eingeschaltet werden.
Das numerische Suffix bei ALTernate<1...11> kennzeichnet den Alternate Kanal.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Das Ergebnis kann mit CALCulate:LIMit:ACPower:ALTernate<1...11>:
RESult? abgefragt werden. Zu beachten ist, dass zwischen dem Einschalten der
Grenzwertprüfung und der Abfrage des Ergebnisses eine komplette Messung
durchgeführt werden muss, da sonst keine gültigen Ergebnisse vorliegen.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ALT2 30DB, 30DB"
'setzt den relativen Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen zweiten Alternate-Nachbarkanal auf 30
dB unterhalb der Kanalleistung.
"CALC:LIM:ACP:ALT2:ABS -35DBM, -35DBM"
'setzt den absoluten Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen zweiten Alternate-Nachbarkanal auf -35
dBm.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.37
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"CALC:LIM:ACP ON"
'schaltet die Grenzwertprüfung für Kanal-/ Nachbarkanalleistungsmessung in Screen A insgesamt ein.
"CALC:LIM:ACP:ALT:REL:STAT ON"
'schaltet die Prüfung der relativen Grenzwerte für die
"alternate" Nachbarkanäle in Screen A ein.
"CALC:LIM:ACP:ALT:ABS:STAT ON"
'schaltet die Prüfung der absoluten Grenzwerte für die
"alternate" Nachbarkanäle in Screen A ein.
"INIT;*WAI"
'startet eine neue Messung und wartet auf das Sweepende.
"CALC:LIM:ACP:ALT:RES?"
'fragt das Ergebnis der Grenzwertprüfung in den zweiten
"alternate" Nachbarkanälen in Screen A ab.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower:ALTernate<1...11>:RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der Grenzwertprüfung für den ersten/zweiten
Alternate-Nachbarkanal bei Nachbarkanal-Leistungsmessung im ausgewählten
Messfenster ab.
Das numerische Suffix bei ALTernate<1...11> kennzeichnet den Alternate Kanal.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Bei ausgeschalteter Nachbarkanal-Leistungsmessung erzeugt der Befehl einen
Query-Error.
Parameter:
Das Ergebnis hat die Form <result>, <result> mit <result> =
PASSED | FAILED, wobei der erste Rückgabewert den
unteren, der zweite den oberen Alternate-Nachbarkanal
kennzeichnet.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP:ALT2 30DB, 30DB"
'setzt den relativen Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen zweiten Alternate-Nachbarkanal auf 30
dB unterhalb der Kanalleistung.
"CALC:LIM:ACP:ALT2:ABS -35DBM, -35DBM"
'setzt den absoluten Grenzwert in Screen A für die Leistung im
unteren und oberen zweiten Alternate-Nachbarkanal auf -35
dBm.
"CALC:LIM:ACP ON"
'schaltet die Grenzwertprüfung für Kanal-/ Nachbarkanalleistungsmessung in Screen A insgesamt ein.
"CALC:LIM:ACP:ALT:STAT ON"
'schaltet die Grenzwertprüfung für die Nachbarkanäle in
Screen A ein.
"INIT;*WAI"
'startet eine neue Messung und wartet auf das Sweepende.
6.38
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"CALC:LIM:ACP:ALT:RES?"
'fragt das Ergebnis der Grenzwertprüfung in den zweiten
Alternate-Nachbarkanälen in Screen A ab.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Der Befehl ist ein reiner Abfragebefehl und besitzt daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:ACPower[:STATe] ON | OFF
Dieser Befehl schaltet bei Nachbarkanal-Leistungsmessung (Adjacent Channel
Power) die Grenzwertprüfung im ausgewählten Fenster ein bzw. aus. Danach
muss mit den Befehlen CALCulate:LIMit: ACPower :ACHannel:STATe
bzw. CALCulate:LIMit:ACPower:ALTernate:STATe ausgewählt werden,
ob die Grenzwertprüfung für den oberen/unteren Nachbarkanal oder die
Alternate-Nachbarkanäle durchgeführt werden soll.
Das numerische Suffix <1...8> bei LIMit ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:LIM:ACP ON"
'schaltet die ACP-Grenzwertprüfung in Screen A ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.39
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.5.3
CALCulate:LIMit:CONTrol Subsystem
Das CALCulate:LIMit:CONTrol - Subsystem definiert die CONTrol-Achse (x-Achse).
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:CONTrol[:DATA]
<numeric_value>,<numeric_value>
Dieser Befehl definiert die Werte der x-Achse für die Grenzwertlinien UPPER oder
LOWER.
Die Werte werden unabhängig vom Messfenster festgelegt.
Die Anzahl der Werte für die CONTrol-Achse und für die zugehörige UPPer- und/
oder LOWer-Grenzwertlinie muss übereinstimmen. Andernfalls werden für
fehlende Werte Default-Werte eingetragen bzw. überschüssige Werte gelöscht.
In der Betriebsart Spectrum richtet sich die Einheit der Werte nach Frequenzbzw. Zeitbereich der x-Achse, d.h. sie ist HZ bei CALC:LIM:CONT:DOM FREQ
und S bei CALC:LIM:CONT:DOM TIME.
Beispiel:
"CALC:LIM2:CONT 1MHz,30MHz,100MHz,
300MHz,1GHz"
'definiert 5 Stützwerte für die x-Achse von Grenzwertlinie 2
"CALC:LIM2:CONT?"
'gibt die Stützwerte für die x-Achse von Grenzwertlinie 2 durch
Komma getrennt aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (LIMit:STATe wird auf OFF gesetzt)
SCPI: konform
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:CONTrol:DOMain FREQuency | TIME
Dieser Befehl legt für die Werte der x-Achse die Definition im Frequenz- oder
Zeitbereich fest.
Beispiel:
"CALC:LIM2:CONT:DOM TIME"
'legt für die x-Achse von Grenzwertlinie 2 den Zeitbereich fest.
Eigenschaften:
*RST-Wert: FREQuency
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:CONTrol:MODE RELative | ABSolute
Dieser Befehl definiert die relative oder absolute Skalierung der x-Achse einer
Grenzwertlinie. Die Festlegung gilt unabhängig vom Messfenster.
6.40
Beispiel:
"CALC:LIM2:CONT:MODE REL"
'definiert die x-Achse von Grenzwertlinie 2 als relativ skaliert.
Eigenschaften:
*RST-Wert: ABSolute
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:CONTrol:OFFSet <numeric_value>
Dieser Befehl definiert einen Offset für die x-Achse einer relativen Grenzwertlinie
im Frequenz- oder Zeitbereich.
Die Einheit der Werte richtet sich nach Frequenz- bzw. Zeitbereich der x-Achse,
d.h. sie ist HZ bei CALC:LIM:CONT:DOM FREQ und S bei CALC:LIM:CONT:
DOM TIME.
Beispiel:
"CALC:LIM2:CONT:OFFS 100us"
'legt den x-Offset für Grenzwertlinie 2 (im Zeitbereich definiert)
auf 100 µs fest.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 0
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:CONTrol:SHIFt <numeric_value>
Dieser Befehl verschiebt eine Grenzwertlinie um den angegebenen Wert in xRichtung. Im Gegensatz zu CALC:LIM:CONT:OFFS erfolgt die Verschiebung
durch Veränderung der einzelnen x-Werte, nicht durch einen additiven Offset. Die
Verschiebung ist unabhängig vom Messfenster.
In der Betriebsart Spectrum richtet sich die Einheit der Werte nach Frequenzbzw. Zeitbereich der x-Achse, d.h. sie ist HZ bei CALC:LIM:CONT:DOM FREQ
und S bei CALC:LIM:CONT:DOM TIME.
Beispiel:
"CALC:LIM2:CONT:SHIF 50KHZ"
'verschiebt alle Stützwerte von Grenzwertlinie 2 um 50 kHz.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Der Befehl ist ein Event und besitzt daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:LIMit<1 ... 8>:CONTrol:SPACing
LINear | LOGarithmic
Dieser Befehl wählt zwischen linearer oder logarithmischer Interpolation bei der
Ermittlung der Grenzwertlinie aus den Frequenzstützwerten.
Beispiel:
"CALC:LIM:CONT:SPAC LIN"
Eigenschaften:
*RST-Wert: LIN
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.41
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.5.4
CALCulate:LIMit:LOWer Subsystem
Das CALCulate:LIMit:LOWer- Subsystem definiert die untere Grenzwertlinie.
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:LOWer[:DATA] <numeric_value>,
<numeric_value>...
Dieser Befehl definiert die Werte für die angegebene untere Grenzwertlinie.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien definiert werden. Das Kommando arbeitet
unabhängig vom Messfenster.
Die Anzahl der Werte für die CONTrol-Achse und für die zugehörige LOWerGrenzwertlinie muss übereinstimmen. Andernfalls werden für fehlende Werte
Default-Werte eingetragen bzw. überschüssige Werte gelöscht.
Die Einheit muss mit der mit CALC:LIM:UNIT ausgewählten Einheit
übereinstimmen. Wird keine Einheit angegeben, so wird automatisch die mit
CALC:LIM:UNIT festgelegte Einheit verwendet.
Unterschreiten die Messwerte die LOWer-Grenzwertlinie, meldet der Limit-Test
Fehler.
Die Einheiten DEG, RAD, S, HZ, PCT sind im Analysatorbetrieb nicht verfügbar.
Beispiel:
"CALC:LIM2:LOW -30,-40,-10, -40,-30"
'definiert 5 untere Grenzwerte für Grenzwertlinie 2 in der
voreingestellten Einheit
"CALC:LIM2:LOW?"
'gibt die unteren Grenzwerte von Grenzwertlinie 2 durch
Komma getrennt aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (LIMit:STATe wird auf OFF gesetzt)
SCPI: konform
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:LOWer:MARGin <numeric_value>
Dieser Befehl definiert einen Sicherheitsabstand zu einer unteren Grenzwertlinie,
bei dem eine Unterschreitung bei aktiver Grenzwertprüfung zwar gemeldet, aber
noch nicht als Grenzwertverletzung behandelt wird. Der Sicherheitsabstand ist
unabhängig vom Messfenster.
Beispiel:
"CALC:LIM:LOW:MARG 10dB"
Eigenschaften:
*RST-Wert: 0
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:LOWer:MODE RELative | ABSolute
Dieser Befehl definiert die relative oder absolute Skalierung der y-Achse einer
unteren Grenzwertlinie. Die Einstellung ist unabhängig vom Messfenster.
Die Auswahl RELative führt zur Umschaltung der Einheit auf DB.
6.42
Beispiel:
"CALC:LIM:LOW:MODE REL"
'definiert die y-Achse von Grenzwertlinie 2 als relativ skaliert.
Eigenschaften:
*RST-Wert: ABSolute
SCPI: gerätespezifisch
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:LOWer:OFFSet <numeric_value>
Dieser Befehl definiert einen Offset für die y-Achse einer relativen unteren
Grenzwertlinie. Im Gegensatz zu CALC:LIM:LOW:SHIFt erfolgt die
Verschiebung nicht durch Veränderung der einzelnen y-Werte, sondern durch
einen additiven Offset. Der Offset ist unabhängig vom Messfenster.
Beispiel:
"CALC:LIM2:LOW:OFFS 3dB"
'verschiebt Grenzwertlinie 2 in den betroffenen Messfenstern
um 3 dB nach oben.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 0
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:LOWer:SHIFt <numeric_value>
Dieser Befehl verschiebt eine Grenzwertlinie um den angegebenen Wert in yRichtung. Im Gegensatz zu CALC:LIM:LOW:OFFS erfolgt die Verschiebung
durch Veränderung der einzelnen y-Werte, nicht durch einen additiven Offset.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien definiert werden. Die Verschiebung ist
unabhängig vom Messfenster
Beispiel:
"CALC:LIM3:LOW:SHIF 20DB"
'verschiebt alle y-Werte von Grenzwertlinie 3 um 20 dB.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Der Befehl ist ein Event und besitzt daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:LOWer:SPACing LINear | LOGarithmic
Dieser Befehl wählt zwischen linearer oder logarithmischer Interpolation für die
untere Grenzwertlinie.
Beispiel:
"CALC:LIM:LOW:SPAC LIN"
Eigenschaften:
*RST-Wert: LIN
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:LOWer:STATe ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die angegebene Grenzwertlinie im ausgewählten
Messfenster ein bzw. aus. Das Aktivieren der Grenzwertprüfung erfolgt getrennt
über CALC:LIM:STAT ON.
Das Ergebnis des Grenzwerttests kann mit dem Befehl CALCulate:
LIMit<1...8>:FAIL? abgefragt werden.
Beispiel:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
"CALC:LIM4:LOW:STAT ON"
'schaltet Grenzwertlinie 4 (Lower Limit) in Screen A ein.
6.43
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"CALC2:LIM4:LOW:STAT ON"
'schaltet Grenzwertlinie 4 (Lower Limit) auch in Screen B ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: konform
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:LOWer:THReshold <numeric_value>
Dieser Befehl definiert einen absoluten Schwellwert für Grenzwertlinien mit
relativer y-Achsenskalierung unabhängig vom Messfenster. Bei der
Grenzwertprüfung wird der absolute Schwellwert verwendet, sobald er oberhalb
des relativen Grenzwerts liegt.
Die Einheit muss mit der mit CALC:LIM:UNIT ausgewählten Einheit
übereinstimmen (Ausnahme: dB ist nicht zulässig). Wird keine Einheit
angegeben, so wird automatisch die mit CALC:LIM:UNIT festgelegte Einheit
verwendet (Ausnahme: dBm statt dB).
Die Einheiten DEG, RAD, S, HZ, PCT sind nicht verfügbar.
6.44
Beispiel:
"CALC:LIM2:LOW:THR -35DBM"
'definiert einen absoluten Schwellwert für Grenzwertlinie 2
Eigenschaften:
*RST-Wert: -200 dBm
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.5.5
CALCulate:LIMit:UPPer Subsystem
Das CALCulate:LIMit:UPPer- Subsystem definiert die obere Grenzwertlinie.
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:UPPer[:DATA]
<numeric_value>,<numeric_value>...
Dieser Befehl definiert die Werte für die angegebene obere Grenzwertlinie.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien definiert werden. Das Kommando arbeitet
unabhängig vom Messfenster.
Die Anzahl der Werte für die CONTrol-Achse und für die zugehörige UPPerGrenzwertlinie muss übereinstimmen. Andernfalls werden für fehlende Werte
Default-Werte eingetragen bzw. überschüssige Werte gelöscht.
Die Einheit muss mit der mit CALC:LIM:UNIT ausgewählten Einheit
übereinstimmen. Wird keine Einheit angegeben, so wird automatisch die mit
CALC:LIM:UNIT festgelegte Einheit verwendet.
Überschreiten die Messwerte die UPPer-Grenzwertlinie, meldet der Limit-Test
Fehler.
Die Einheiten DEG, RAD, S, HZ, PCT sind im Analysatorbetrieb nicht verfügbar.
Beispiel:
"CALC:LIM2:UPP -10,0,0,-10,-5"
'definiert 5 obere Grenzwerte für Grenzwertlinie 2 in der
voreingestellten Einheit
"CALC:LIM2:UPP?"
'gibt die oberen Grenzwerte von Grenzwertlinie 2 durch
Komma getrennt aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (LIMit:STATe wird auf OFF gesetzt)
SCPI: konform
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:UPPer:MARGin <numeric_value>
Dieser Befehl definiert einen Sicherheitsabstand zu einer oberen Grenzwertlinie,
bei dem eine Überschreitung bei aktiver Grenzwertprüfung zwar gemeldet, aber
noch nicht als Grenzwertverletzung behandelt wird. Der Sicherheitsabstand ist
unabhängig vom Messfenster.
Beispiel:
"CALC:LIM2:UPP:MARG 10dB"
'legt den Sicherheitsabstand von Grenzwertlinie 2 auf 10 dB
unterhalb des Grenzwerts fest.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 0
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:UPPer:MODE RELative | ABSolute
Dieser Befehl definiert die relative oder absolute Skalierung der y-Achse einer
oberen Grenzwertlinie. Die Einstellung ist unabhängig vom Messfenster.
Die Auswahl RELative führt zur Umschaltung der Einheit auf DB.
Beispiel:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
"CALC:LIM2:UPP:MODE REL"
'definiert die y-Achse von Grenzwertlinie 2 als relativ skaliert.
6.45
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Eigenschaften:
*RST-Wert: ABSolute
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:UPPer:OFFSet <numeric_value>
Dieser Befehl definiert einen Offset für die y-Achse einer relativen oberen
Grenzwertlinie. Im Gegensatz zu CALC:LIM:UPP:SHIFt erfolgt die
Verschiebung nicht durch Veränderung der einzelnen y-Werte, sondern durch
einen additiven Offset. Der Offset ist unabhängig vom Messfenster.
Beispiel:
"CALC:LIM2:UPP:OFFS 3dB"
'verschiebt Grenzwertlinie 2 in den betroffenen Messfenstern
um 3 dB nach oben.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 0
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:UPPer:SHIFt <numeric_value>
Dieser Befehl verschiebt eine Grenzwertlinie um den angegebenen Wert in yRichtung. Im Gegensatz zu CALC:LIM:UPP:OFFS erfolgt die Verschiebung
durch Veränderung der einzelnen y-Werte, nicht durch einen additiven Offset.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien definiert werden. Die Verschiebung ist
unabhängig vom Messfenster.
Beispiel:
"CALC:LIM3:UPP:SHIF 20DB"
'verschiebt alle y-Werte von Grenzwertlinie 3 um 20 dB.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Der Befehl ist ein Event und besitzt daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:UPPer:SPACing LINear | LOGarithmic
Dieser Befehl wählt zwischen linearer oder logarithmischer Interpolation für die
obere Grenzwertlinie.
Beispiel:
"CALC:LIM:UPP:SPAC LIN"
Eigenschaften:
*RST-Wert: LIN
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:UPPer:STATe
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die angegebene Grenzwertlinie im ausgewählten
Messfenster ein bzw. aus. Das Aktivieren der Grenzwertprüfung erfolgt getrennt
über CALC:LIM:STAT ON.
Es können bis zu acht Grenzwertlinien gleichzeitig benutzt werden. Die Suffixe
<1|2> bei CALCulate wählen das Messfenster aus.
6.46
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
In der Betriebsart Spectrum kann das Ergebnis des Grenzwerttests mit
CALCulate:LIMit<1...8>:FAIL? abgefragt werden.
Beispiel:
"CALC1:LIM4:UPP:STAT ON"
'schaltet Grenzwertlinie 4 (Upper Limit) in Screen A ein.
"CALC2:LIM4:UPP:STAT ON"
'schaltet Grenzwertlinie 4 (Upper Limit) auch in Screen B ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: konform
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:LIMit<1...8>:UPPer:THReshold <numeric_value>
Dieser Befehl definiert einen absoluten Schwellwert für Grenzwertlinien mit
relativer y-Achsenskalierung unabhängig vom Messfenster. Bei der
Grenzwertprüfung wird der absolute Schwellwert verwendet, sobald er oberhalb
des relativen Grenzwerts liegt.
Die Einheit muss mit der mit CALC:LIM:UNIT ausgewählten Einheit
übereinstimmen (Ausnahme: dB ist nicht zulässig). Wird keine Einheit
angegeben, so wird automatisch die mit CALC:LIM:UNIT festgelegte Einheit
verwendet (Ausnahme: dBm statt dB).
Die Einheiten DEG, RAD, S, HZ, PCT sind in der Betriebsart SPECTRUM nicht
verfügbar.
Beispiel:
"CALC:LIM2:UPP:THR -35DBM"
'definiert einen absoluten Schwellwert für Grenzwertlinie 2
Eigenschaften:
*RST-Wert: -200 dBm
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
A
6.47
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.6
CALCulate:MARKer - Subsystem
Das CALCulate:MARKer - Subsystem steuert die Markerfunktionen im Gerät.
Die Auswahl des Messfensters erfolgt über CALCulate1 (SCREEN A) bzw.
CALCulate2 (SCREEN B).
Das Subsystem ist unterteilt in die Beschreibung allgemeiner Markerfunktionalität
(„Allgemeine CALCulate:MARKer:... Kommandos“ auf Seite 6.48) und die
Beschreibung von speziellen Markerfunktionen („CALCulate:MARKer:FUNCtion Subsystem“ auf Seite 6.58). Die speziellen Markerfunktionen wiederum sind
unterteilt in Kommandos für Störsignalmessungen („CALCulate:MARKer:FUNCtion:
ADEMod Subsystem“ auf Seite 6.91), Kommandos zur Berechnung des Klirrfaktors
(„CALCulate:MARKer:FUNCtion:HARMonics
Subsystem“
auf
Seite 6.73),
Kommandos für Leitungsmessungen („CALCulate:MARKer:FUNCtion:POWer
Subsystem“ auf Seite 6.76), Kommandos für Signal Tracking („CALCulate:MARKer:
FUNCtion:STRack Subsystem“ auf Seite 6.85) und Kommandos zur Berechnung
der Time Domain Power („CALCulate:MARKer:FUNCtion:SUMMary Subsystem“
auf Seite 6.87).
6.5.6.1
Allgemeine CALCulate:MARKer:... Kommandos
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:AOFF
Dieser Befehl schaltet alle aktiven Marker im gewählten Messfenster aus..
Alle Deltamarker und aktiven Marker-/Deltamarker-Messfunktionen werden
ebenfalls abgeschaltet
Beispiel:
"CALC:MARK:AOFF"
'schaltet alle Marker in Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1>:COUNt
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet den Frequenzzähler an der Position von Marker 1 im
angegebenen Messfenster ein bzw. aus. Das Ergebnis wird mit CALCulate:
MARKer:COUNt:FREQuency? abgefragt.
Die Frequenzzählung ist jeweils nur für einen Marker pro Messfenster gleichzeitig
möglich. Wird sie für einen anderen Marker aktiviert, so wird sie für den
vorherigen Marker automatisch ausgeschaltet.
Zu beachten ist, dass nach dem Einschalten des Frequenzzählers ein kompletter
Sweep durchgeführt werden muss, um sicherzustellen, dass die zu messende
Frequenz auch wirklich erreicht wurde. Die dafür notwendige Synchronisierung
mit dem Sweepende ist nur im Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK ON"
'schaltet Marker 1 in Screen A ein
"CALC:MARK:COUN ON"
'schaltet den Frequenzzähler für Marker 1 ein
6.48
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:COUN:FREQ?"
'gibt das Zählergebnis für Screen A aus
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1>:COUNt:FREQuency?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis des Frequenzzählers für den angegebenen
Marker im ausgewählten Messfenster ab. Der Frequenzzähler muss vorher
eingeschaltet worden und eine komplette Messung durchgeführt worden sein, um
ein gültiges Zählergebnis zu erhalten. Aus diesem Grund muss zwischen
Einschalten des Frequenzzählers und Abfrage des Zählergebnisses ein Single
Sweep mit Synchronisierung durchgeführt werden.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK2 ON"
'schaltet Marker 2 in Screen A ein
"CALC:MARK2:COUN ON"
'schaltet den Frequenzzähler für Marker 2 ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK2:COUN:FREQ?"
'gibt den Messwert von Marker 2 in Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:COUNt:RESolution
10000 Hz
0.1 | 1 | 10 | 100 | 1000 |
Dieser Befehl definiert die Auflösung des Frequenzzählers im ausgewählten
Messfenster. Die Einstellung ist unabhängig vom ausgewählten Marker, d.h., das
numerische Suffix bei MARKer<1...4> ist ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:COUN:RES 1kHz"
'setzt die Auflösung des Frequenzzählers auf 1KHz.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 1kHz
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:LOEXclude ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Unterdrückung des LO bei der Maximumsuche ein bzw.
aus. Diese Einstellung gilt für alle Marker und Deltamarker in allen Messfenstern,
die numerischen Suffixe 1|2 und 1 ... 4 sind daher ohne Bedeutung.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.49
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Beispiel:
"CALC:MARK:LOEX OFF"
Eigenschaften:
*RST-Wert: ON
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MAXimum:AUTO
ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert oder deaktiviert eine automatische Maximumsuche für
Marker 1 am Ende eines jeden Messdurchlaufs. Die aktuellen Einstellungen für
die Grenzen des Suchbereichs (Search Limits LEFT LIMIT, RIGHT LIMIT,
THRESHOLD, EXCLUDE LO) werden berücksichtigt. Das numerische Suffix
<1...4> bei MARKer ist ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:MAX:AUTO ON"
'aktiviert die automatische Maximumsuche für Marker 1.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MAXimum:LEFT
Dieser Befehl positioniert den Marker im ausgewählten Messfenster auf den
nächstkleineren Maximalwert links vom aktuellen Wert (d.h. in absteigender XRichtung).
Wird kein nächstkleineres Maximum auf der Messkurve gefunden (Abstand zur
Umgebung < Peak Excursion), so wird ein Execution Error (Error Code: -200)
ausgelöst.
Beispiel:
"CALC:MARK2:MAX:LEFT"
'setzt Marker 2 in Screen A auf das nächstkleinere Maximum
links von der aktuellen Position.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MAXimum:NEXT
Dieser Befehl positioniert den Marker im ausgewählten Messfenster auf den
nächstkleineren Maximalwert der Messkurve.
Wird kein nächstkleineres Maximum auf der Messkurve gefunden (Abstand zur
Umgebung < Peak Excursion), so wird ein Execution Error (Error Code: -200)
ausgelöst.
Beispiel:
6.50
"CALC:MARK2:MAX:NEXT"
'setzt Marker 2 in Screen A auf das nächstkleinere Maximum.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MAXimum[:PEAK]
Dieser Befehl positioniert den Marker im angegebenen Messfenster auf den
aktuellen Maximalwert der zugehörigen Messkurve. Der betreffende Marker wird
vorher eingeschaltet bzw. auf Markerbetrieb umgeschaltet, sofern nötig.
Wird kein Maximum auf der Messkurve gefunden (Abstand zur Umgebung < Peak
Excursion), so wird ein Execution Error (Error Code: -200) ausgelöst.
Beispiel:
"CALC:MARK2:MAX"
'setzt Marker 2 in Screen A auf das Maximum der Messkurve.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MAXimum:RIGHt
Dieser Befehl positioniert den Marker im angegebenen Messfenster auf den
nächstkleineren Maximalwert rechts vom aktuellen Wert (d.h. in aufsteigender XRichtung).
Wird kein nächstkleineres Maximum auf der Messkurve gefunden (Abstand zur
Umgebung < Peak Excursion), so wird ein Execution Error (Error Code: -200)
ausgelöst.
Beispiel:
"CALC:MARK2:MAX:RIGH"
'setzt Marker 2 in Screen A auf das nächstkleinere Maximum
rechts von der aktuellen Position.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MINimum:AUTO
ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert oder deaktiviert eine automatische Minimumsuche für
Marker 1 am Ende eines jeden Messdurchlaufs. Die aktuellen Einstellungen für
die Grenzen des Suchbereichs (Search Limits LEFT LIMIT, RIGHT LIMIT,
THRESHOLD, EXCLUDE LO) werden berücksichtigt. Das numerische Suffix
<1...4> bei MARKer ist ohne Bedeutung.
Beispiel:
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
"CALC:MARK:MIN:AUTO ON"
'aktiviert die automatische Minimumsuche für Marker 1.
6.51
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MINimum:LEFT
Dieser Befehl positioniert den Marker im angegebenen Messfenster auf den
nächstgrößeren Minimalwert links vom aktuellen Wert (d.h. in absteigender XRichtung).
Wird kein nächstgrößeres Minimum auf der Messkurve gefunden (Abstand zur
Umgebung < Peak Excursion), so wird ein Execution Error (Error Code: -200)
ausgelöst.
Wird kein nächstgrößeres Minimum auf der Messkurve gefunden (Abstand zur
Umgebung < Peak Excursion), so wird ein Execution Error (Error Code: -200)
ausgelöst.
Beispiel:
"CALC:MARK2:MIN:LEFT"
'setzt Marker 2 in Screen A auf das nächstgrößere Minimum
links von der aktuellen Position.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MINimum:NEXT
Dieser Befehl positioniert den Marker im ausgewählten Messfenster auf den
nächstgrößeren Minimalwert der Messkurve.
Wird kein nächstgrößeres Minimum auf der Messkurve gefunden (Abstand zur
Umgebung < Peak Excursion), so wird ein Execution Error (Error Code: -200)
ausgelöst.
Beispiel:
"CALC:MARK2:MIN:NEXT"
'setzt Marker 2 in Screen A auf das nächstgrößere Minimum.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MINimum[:PEAK]
Dieser Befehl positioniert den Marker im ausgewählten Messfenster auf den
aktuellen Minimalwert der zugehörigen Messkurve. Der betreffende Marker wird
vorher eingeschaltet bzw. auf Markerbetrieb umgeschaltet, sofern nötig.
6.52
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Wird kein Minimum auf der Messkurve gefunden (Abstand zur Umgebung < Peak
Excursion), so wird ein Execution Error (Error Code: -200) ausgelöst.
Beispiel:
"CALC:MARK2:MIN"
'setzt Marker 2 in Screen A auf das Minimum der Messkurve.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:MINimum:RIGHt
Dieser Befehl positioniert den Marker im angegebenen Messfenster auf den
nächstgrößeren Minimalwert rechts vom aktuellen Wert (d.h. in aufsteigender XRichtung).
Wird kein nächstgrößeres Minimum auf der Messkurve gefunden (Abstand zur
Umgebung < Peak Excursion), so wird ein Execution Error (Error Code: -200)
ausgelöst.
Beispiel:
"CALC:MARK2:MIN:RIGH"
'setzt Marker 2 in Screen A auf das nächstgrößere Minimum
rechts von der aktuellen Position.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:PEXCursion
<numeric_value>
Dieser Befehl definiert die Peak Excursion, d.h. den Abstand unterhalb eines
Messkurvenmaximums, der erreicht werden muss, bevor ein neues Maximum
erkannt wird, bzw. den Abstand oberhalb eines Messkurvenminimums, der
erreicht werden muss, bevor ein neues Minimum erkannt wird. Der eingestellte
Wert gilt für alle Marker und Deltamarker.
Die Einheit des Zahlenwerts hängt von der aktiven Betriebsart ab.
Beispiel:
"CALC:MARK:PEXC 10dB"
'Legt als Peak Excursion in der Betriebsart SPECTRUM 10 dB
fest.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 6dB
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Das numerische Suffix <1...4> bei MARKer ist ohne Bedeutung.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.53
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet den aktuell ausgewählten Marker im mit CALCulate<1|2>
ausgewählten Messfenster ein oder aus. Bei fehlender Angabe wird automatisch
Marker 1 ausgewählt. Wird Marker 2, 3 oder 4 ausgewählt und dieser als
Deltamarker betrieben, so wird er auf Betrieb als Marker umgeschaltet.
Beispiel:
"CALC:MARK3 ON"
'schaltet Marker 3 in Screen A ein bzw. auf Markerbetrieb um.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:TRACe
1...3
Dieser Befehl ordnet den ausgewählten Marker der angegebenen Messkurve im
mit CALCulate<1|2> ausgewählten Messfenster zu. Die betreffende Messkurve
muss aktiv, d.h. ihr Zustand ungleich "BLANK" sein.
Der Befehl schaltet den betreffenden Marker ein, sofern nötig.
Beispiel:
"CALC:MARK3:TRAC 2"
ordnet Marker3 in Screen A dem Trace 2 zu.
"CALC2:MARK:TRAC 3"
ordnet Marker1 in Screen B dem Trace 3 zu.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:X
0 ... MAX (Frequenz | Sweepzeit)
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Marker im angegebenen
Messfenster auf die angegebene
•
Frequenz (Span > 0),
•
Zeit (Span = 0)
•
Pegel (APD-/ CCDF-Messung).
Wird Marker 2, 3 oder 4 ausgewählt und dieser als Deltamarker betrieben, so wird
er auf Betrieb als Marker umgeschaltet.
Beispiel:
"CALC1:MARK2:X 10.7MHz"
'positioniert Marker 2 in Screen A auf die Frequenz 10.7 MHz.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:X:SLIMits:LEFT
Sweepzeit)
0 ... MAX (Frequenz |
Dieser Befehl setzt die linke Grenze des Suchbereichs für Marker und
Deltamarker im gewählten Messfenster auf die angegebene Frequenz (Span > 0)
bzw. Zeit (Span = 0).
6.54
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Die Funktion ist unabhängig von der Auswahl eines Markers, d.h., das
numerische Suffix bei MARKer<1...4> ist ohne Bedeutung.
Bei aktiver Time Domain Power-Messung wird mit diesem Befehl der
Auswertebereich auf der Messkurve begrenzt.
Die Funktion ist nur verfügbar, wenn die Suchbereichsbegrenzung für Marker und
Deltamarker eingeschaltet ist (CALC:MARK:X:SLIM ON).
Beispiel:
"CALC:MARK:X:SLIM ON"
'schaltet die Suchbereichsbegrenzung in Screen A ein.
"CALC:MARK:X:SLIM:LEFT 10MHz"
'setzt die linke Grenze des Suchbereichs in Screen A auf 10
MHz.
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (wird beim Einschalten der Search Limits auf den
linken Diagrammrand gesetzt)
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:X:SLIMits:RIGHt
Sweepzeit)
0 ... MAX (Frequenz |
Dieser Befehl setzt die rechte Grenze des Suchbereichs für Marker und
Deltamarker im gewählten Messfenster auf die angegebene Frequenz (Span > 0)
bzw. Zeit (Span = 0).
Die Funktion ist unabhängig von der Auswahl eines Markers, d.h., das
numerische Suffix bei MARKer<1...4> ist ohne Bedeutung.
Bei aktiver Time Domain Power-Messung wird mit diesem Befehl der
Auswertebereich auf der Messkurve begrenzt.
Die Funktion ist nur verfügbar, wenn die Suchbereichsbegrenzung für Marker und
Deltamarker eingeschaltet ist (CALC:MARK:X:SLIM ON).
Beispiel:
"CALC:MARK:X:SLIM ON"
'schaltet die Suchbereichsbegrenzung in Screen A ein.
"CALC:MARK:X:SLIM:RIGH 20MHz"
'setzt die rechte Grenze des Suchbereichs in Screen A auf 20
MHz.
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (wird beim Einschalten der Search Limits auf den
rechten Diagrammrand gesetzt)
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.55
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:X:SLIMits[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Suchbegrenzung für Marker und Deltamarker im
gewählten Messfenster ein bzw. aus. Die Funktion ist unabhängig von der
Auswahl eines Markers, d.h., das numerische Suffix bei MARKer<1...4> ist ohne
Bedeutung.
Bei aktiver Time Domain Power-Messung wird mit diesem Befehl der
Auswertebereich auf der Messkurve begrenzt.
Beispiel:
"CALC:MARK:X:SLIM ON"
'schaltet die Suchbegrenzung im Screen A ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:X:SSIZe
STANdard | POINts
Dieser Befehl stellt die Schrittweite des Markers ein, wenn man die Position des
Markers mit dem Drehrad ändert.
Die numerischen Suffixe bei CALCulate und MARKer sind ohne Bedeutung.
Parameter:
STANdard
Die Schrittweite des Markers beträgt einen Pixel.
POINts
Die Schrittweite des Markers beträgt einen Messpunkt
Die Anzahl der Messpunkte hängt von der eingestellten Zahl
der Messpunkte ab.
Example:
"CALC:MARK:X:SSIZ POIN"
'Die Schrittweite des Markers is ein Messpunkt.
Characteristics: *RST value: STANdard
SCPI: gerätespezifisch
Mode:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:Y?
Dieser Befehl fragt den Messwert des ausgewählten Markers im angegebenen
Messfenster ab. Sofern nötig, wird der betreffende Marker vorher eingeschaltet
bzw. auf Markerbetrieb umgeschaltet.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten des
Markers und Abfrage des y-Wertes ein kompletter Sweep mit Synchronisierung
auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im Single SweepBetrieb möglich.
In der Grundeinstellung erfolgt die Ausgabe abhängig von der mit CALC:UNIT
festgelegten Einheit. Lediglich bei linearer Pegelskalierung erfolgt die Ausgabe in
%.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK2 ON"
'schaltet Marker 2 in Screen A ein
6.56
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK2:Y?"
'gibt den Messwert von Marker 2 in Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:Y:PERCent
0 ... 100%
Dieser Befehl positioniert den ausgewählten Marker im angegebenen
Messfenster auf die angegebene Wahrscheinlichkeit. Wird Marker 2, 3 oder 4
ausgewählt und dieser als Deltamarker betrieben, so wird er auf Betrieb als
Marker umgeschaltet.
Der Befehl ist nur bei eingeschalteter CCDF-Messung verfügbar.
Der zugehörige Pegelwert kann mit dem Befehl CALC:MARK:X? ermittelt werden.
Beispiel:
"CALC1:MARK:Y:PERC 95PCT"
'positioniert Marker 1 in Screen A auf die Wahrscheinlichkeit
95%.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.57
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.6.2
CALCulate:MARKer:FUNCtion - Subsystem
Die Auswahl des Messfensters erfolgt über CALCulate1 (SCREEN A) bzw.
CALCulate2 (SCREEN B).
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:CENTer
Dieser Befehl setzt die Mittenfrequenz des ausgewählten Messfensters gleich der
Frequenz des angegebenen Markers.
Wird Marker 2, 3 oder 4 ausgewählt und dieser als Deltamarker betrieben, so wird
er auf Betrieb als Marker umgeschaltet.
Beispiel:
"CALC:MARK2:FUNC:CENT"
'setzt die Mittenfrequenz von Screen A gleich der Frequenz
von Marker 2.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
Dieser Befehl ist eine <Event> und hat daher keinen *RST-Wert und keine
Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:CSTep
Dieser Befehl setzt die Schrittweite der Mittenfrequenz im angegebenen
Messfenster gleich dem X-Wert des angegebenen Markers.
Wird Marker 2, 3 oder 4 ausgewählt und dieser als Deltamarker betrieben, so wird
er auf Betrieb als Marker umgeschaltet.
Beispiel:
"CALC2:MARK3:FUNC:CST"
'setzt die Mittenfrequenz von Screen B gleich der Frequenz
von Marker 3.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:DEModulation:CONTinuous
OFF
ON |
Dieser Befehl schaltet die permanente Demodulation im Frequenzbereich (Span
> 0) im ausgewählten Messfenster ein bzw. aus. Damit können Signale auch im
Frequenzbereich akustisch verfolgt werden. Die Funktion ist unabhängig vom
ausgewählten Marker, d.h. das numerische Suffix <1...4> ist ohne Bedeutung.
6.58
Beispiel:
"CALC2:MARK3:FUNC:DEM:CONT ON"
'schaltet die permanente Demodulation in Screen B ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:DEModulation:HOLDoff 10ms
...1000s
Dieser Befehl definiert die Dauer der Verweilzeit an der Markerposition für die
Demodulation im Frequenzbereich (Span > 0). Die Einstellung ist unabhängig
vom Messfenster und ausgewählten Marker, d.h. die Suffixe <1|2> und <1 ... 4>
sind ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:DEM:HOLD 3s"
Eigenschaften:
*RST-Wert: - (DEModulation wird auf OFF gestellt)
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:DEModulation:SELect AM | FM
Dieser Befehl wählt die Demodulationsart für den Hördemodulator aus. Der
Befehl ist unabhängig vom Messfenster und vom ausgewählten Marker, d.h. die
Suffixe <1|2> und <1 ... 4> sind ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:DEM:SEL FM"
Eigenschaften:
*RST-Wert: AM
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:DEModulation:SQUelch:LEVel
0...100 PCT
Dieser Befehl legt die Schaltschwelle für die Rauschsperre fest.
Diese Funktion ist an den Video Trigger gekoppelt, Gated Trigger ist nicht
verfügbar.
Beispiel:
"MARK:FUNC:DEM:SQU ON"
'Rauschsperre einschalten
"MARK:FUNC:DEM:SQU:LEV 10 PCT "
'Rauschsperre auf -10 %
Eigenschaften:
*RST-Wert: 50PCT
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:DEModulation:SQUelch[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Rauschsperre des Hörzweigs ein bzw. aus.
Diese Funktion ist an den Video Trigger gekoppelt, Gated Trigger ist nicht
verfügbar.
Beispiel:
"MARK:FUNC:DEM:SQU ON"
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.59
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:DEModulation[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet den Hördemodulator bei Erreichen des angegebenen
Markers im ausgewählten Messfenster ein bzw. aus. Im Frequenzbereich (Span
> 0) kann die Verweildauer an der betreffenden Markerposition mit CALCulate:
MARKer:FUNCtion:DEModulation:HOLD festgelegt werden. Im Zeitbereich
(Span = 0) ist die Demodulation permanent aktiv.
Beispiel:
"CALC2:MARK3:FUNC:DEM ON"
'schaltet die Demodulation für Marker 3 in Screen B ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:MDEPth:RESult?
Dieser Befehl fragt den AM-Modulationsgrad im angegebenen Messfenster ab.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Das numerische Suffix <1...4> bei :MARKer ist bei diesem Befehl ohne
Bedeutung.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:X 10MHZ"
'setzt den Referenzmarker (Marker 1) auf das Trägersignal bei
10 MHz
"CALC:MARK:FUNC:MDEP ON"
'schaltet die Modulationsgradmessung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:MDEP:RES?"
'gibt den Messwert von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:MDEPth:[:STATe]
Dieser Befehl schaltet die Messung des AM-Modulationsgrades ein. Für die
korrekte Funktion wird ein AM-modulierter Träger am Bildschirm vorausgesetzt.
Sofern nötig wird Marker 1 vorher eingeschaltet und auf das größte vorhandene
Signal gesetzt.
Als Trägerpegel wird der Pegelwert des Marker 1 angenommen. Mit dem
Einschalten der Funktion werden automatisch Marker 2 und Marker 3 als
Deltamarker symmetrisch zum Träger auf die benachbarten Maxima der
Messkurve gesetzt.
6.60
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Bei Veränderung der Position von Deltamarker 2 wird Deltamarker 3 symmetrisch
bezogen auf den Bezugsmarker (Marker 1) bewegt. Durch Veränderung der
Position von Deltamarker 3 kann anschließend ein Feinabgleich unabhängig von
Deltamarker 2 durchgeführt werden.
Der R&S FSQ berechnet aus den gemessenen Pegeln die Leistung an den
Markerpositionen.
Aus dem Verhältnis der Leistungen am Bezugsmarker und an den Deltamarkern
wird der AM-Modulationsgrad errechnet. Wenn die Leistung der beiden AMSeitenbänder ungleich ist, wird der Mittelwert aus beiden Leistungen zur AMModulationsgrad-Berechnung verwendet.
Das numerische Suffix <1...4> bei :MARKer ist bei diesem Befehl ohne
Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:X 10MHZ"
'setzt den Referenzmarker (Marker 1) auf das Trägersignal bei
10 MHz
"CALC:MARK:FUNC:MDEP ON"
'schaltet die Modulationsgradmessung in Screen A ein.
"CALC:DELT2:X 10KHZ"
'setzt Deltamarker 2 und 3 auf die Signale in 10 kHz Abstand
vom Trägersignal
"CALC:DELT3:X 9.999KHZ"
'korrigiert die Position von Deltamarker 3 gegenüber
Deltamarker 2
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:MSUMmary? <time offset of first
pulse>, <measurement time>, <period>, < # of pulses...measure>
Die Befehle dieses Subsystems dienen zur Bestimmung der Leistung einer Folge
von Signalpulsen mit gleichem zeitlichem Abstand. Die Anzahl der zu messenden
Pulse ist einstellbar, ebenso die Messzeit und die Periodendauer der Pulse. Um
die Position des ersten Pulses innerhalb der Messkurve festzulegen, kann ein
entsprechender Offset eingegeben werden.
Die Auswertung erfolgt auf den Messdaten einer zuvor aufgenommenen
Messkurve. Die während der eingestellten Messzeit aufgenommenen Daten
werden entsprechend dem eingestellten Detektor zu einem Messwert pro Puls
zusammengefasst und die angegebene Anzahl von Messergebnissen als Liste
ausgegeben.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.61
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
P
Measurement
Time
Measurement
Time
Period
Measurement
Time
t
Period
Time offset of
first pulse
Trace start
Die Funktion verwendet stets TRACE 1 im ausgewählten Screen. Das Suffix bei
MARKer wird ignoriert.
Beispiel:
"DISP:WIND:TRAC:Y:RLEV –10dBm"
'stellt den Referenzpegel auf 10 dBm ein
"INP:ATT 30 dB"
'stellt die Eingangsdämpfung auf 30 dB ein
"FREQ:CENT 935.2MHz;SPAN 0Hz"
'stellt Empfangsfrequenz auf 935.2 MHz und Span auf 0 Hz
ein
"BAND:RES 1MHz;VID 3MHz"
'stellt die Auflösebandbreite auf 1 MHz, die Videobandbreite
auf 3 MHz ein
"DET RMS"
'stellt den Detektor RMS ein
"TRIG:SOUR VID;LEV:VID 50 PCT"
'wählt die Triggerquelle VIDeo und stellt den Pegel der VideoTriggerquelle auf 50 PCT ein
"SWE:TIME 50ms"
'stellt die Sweepzeit auf 50 ms ein
"INIT;*WAI"
'startet die Messung mit Synchronisierung
"CALC:MARK:FUNC:MSUM? 50US,450US,576.9US,8"
'Abfrage 8 Bursts mit 50 µs Offset, 450 µs Messzeit, 576.9 µs
Periodendauer
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:NDBDown
<numeric_value>
Dieser Befehl definiert den Pegelabstand der beiden Deltamarker rechts und links
von Marker 1 im ausgewählten Messfenster. Als Bezugsmarker wird stets Marker
1 verwendet. Das numerische Suffix <1...4> ist bei diesem Befehl ohne
Bedeutung..
6.62
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Die temporären Marker T1 und T2 werden um n dB unter dem aktiven
Referenzmarker platziert. Der Frequenzabstand dieser Marker kann mit
CALCulate:MARKer:FUNCtion:NDBDown:RESult? abgefragt werden.
Falls ein negativer Wert eingetragen ist, werden die beiden Marker n dB über den
aktiven Referenzmarker gesetzt. Diese n-dB-up-Funktion, kann bei NotchfilterMessungen angewendet werden.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:NDBD 3dB"
'setzt den Pegelabstand in Screen A auf 3dB.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 6dB
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:NDBDown:FREQuency?
Dieser Befehl fragt die beiden Frequenzen der "N dB Down"-Marker im
angegebenen Messfenster ab. Das Suffix <1...4 >ist bei diesem Befehl ohne
Bedeutung. Die zwei Frequenzwerte werden in aufsteigender Reihenfolge durch
Komma getrennt ausgegeben.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage der Messwerte ein kompletter Sweep mit Synchronisierung
auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im Single SweepBetrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:NDBD ON"
'schaltet die n-dB-down-Funktion in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:NDBD:FREQ?"
'gibt die Frequenzen der temporären Marker in Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:NDBDown:RESult?
Dieser Befehl fragt den Frequenzabstand (Bandbreite) der "N dB Down"-Marker
im angegebenen Messfenster ab. Das Suffix <1...4 >ist bei diesem Befehl ohne
Bedeutung..
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:NDBD ON"
'schaltet die n-dB-down-Funktion in Screen A ein
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.63
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:NDBD:RES?"
'gibt den Messwert von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:NDBDown:STATe ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die "N dB Down"-Funktion im ausgewählten Messfenster
ein bzw. aus. Marker 1 wird vorher eingeschaltet, sofern nötig. Das numerische
Suffix <1...4> ist bei diesem Befehl ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:NDBD:STAT ON"
'schaltet die N-dB-Down-Funktion in Screen A ein
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:NDBDown:TIME?
Dieser Befehl fragt die beiden Zeitwerte der "N dB Down"-Marker im
angegebenen Messfenster ab. Das Suffix <1...4 >ist bei diesem Befehl ohne
Bedeutung. Die zwei Zeitwerte werden in aufsteigender Reihenfolge durch
Komma getrennt ausgegeben.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage der Messwerte ein kompletter Sweep mit Synchronisierung
auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im Single SweepBetrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:NDBD ON"
'schaltet die n-dB-down-Funktion in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:NDBD:TIME?"
'gibt die Zeitwerte der temporären Marker in Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
6.64
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:NOISe:RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der Rauschmessung ab.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK2 ON"
'schaltet Marker 2 in Screen A ein
"CALC:MARK2:FUNC:NOIS ON"
'schaltet die Rauschmessung für Marker 2 ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK2:FUNC:NOIS:RES?"
'gibt den RauschMesswert von Marker 2 in Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:NOISe[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Rauschmessung für alle Marker des angegebenen
Messfensters ein bzw. aus. An der Position des Markers wird die
Rauschleistungsdichte gemessen. Das Ergebnis kann mit CALCulate:MARKer:
FUNCtion:NOISe:RESult? abgefragt werden.
Beispiel:
"CALC2:MARK:FUNC:NOIS ON"
'schaltet die Rauschmessung für Screen B ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:REFerence
Dieser Befehl stellt den Referenzpegel im ausgewählten Messfenster auf den
Pegel des angegebenen Markers ein. Wird Marker 2, 3 oder 4 ausgewählt und
dieser als Deltamarker betrieben, so wird er auf Betrieb als Marker umgeschaltet.
Beispiel:
"CALC:MARK2:FUNC:REF"
'setzt den Referenzpegel von Screen A gleich dem Pegel von
Marker 2.
Eigenschaften:
*RST-Wert: _
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist eine <Event> und hat daher keinen *RST-Wert und keine
Abfrage.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.65
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1 ... 4>:FUNCtion:TOI:MARKer
SEARch
CALCulate |
Dieser Befehl steuert die Positionierung der Intercept-Marker 3 und 4 für die TOIMessung basierend auf den beiden Trägersignalen.
•
CALCulate:
Berechnet die Intermodulationsprodukt-Frequenzen.
•
SEARch:
Führt eine lokale Spitzenwertsuche in der Nähe der erwarteten Intermodulationsprodukt-Frequenzen durch.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:TOI:MARK SEAR"
' Wählt den TOI Suchmodus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: CALC
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:TOI:RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der Interceptpunktmessung dritter Ordnung im
angegebenen Messfenster ab.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Das numerische Suffix <1...4> bei :MARKer ist bei diesem Befehl ohne
Bedeutung.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:TOI ON"
'schaltet die Intercept-Messung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:TOI:RES?"
'gibt den Messwert von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:TOI[:STATe] ON | OFF
Dieser Befehl löst die Messung des Intercepts dritter Ordnung aus.
Am HF-Eingang wird dazu ein Zweitonsignal mit gleichen Trägerpegeln erwartet.
Marker 1 und Marker 2 (beide Normal-Marker) werden auf das Maximum der
beiden Signale gesetzt. Deltamarker 3 und Deltamarker 4 werden auf die
Intermodulationsprodukte positioniert. Die Deltamarker können anschließend
einzeln über die Befehle CALCulate:DELTamarker3:X und CALCulate:
DELTamarker4:X verändert werden.
6.66
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Aus dem Pegelabstand zwischen den Normalmarkern und den Deltamarkern
berechnet sich der Intercept dritter Ordnung.
Das numerische Suffix <1...4> bei :MARKer ist bei diesem Befehl ohne
Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:TOI ON"
'schaltet die Messung des Intercepts dritter Ordnung in
Screen A ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer:FUNCtion:ZOOM <numeric_value>
Dieser Befehl definiert den zu vergrößernden Bereich des ausgewählten
Messfensters um Marker 1. Der Marker wird vorher eingeschaltet, sofern nötig.
Der nächste Sweep wird an der Markerposition gestoppt und die Frequenz des
Signals gezählt. Diese Frequenz wird zur neuen Mittenfrequenz, der gezoomte
Darstellbereich wird dann eingestellt. Um das Ende des Vorgangs zu erkennen
muss die Synchronisierung auf das Sweepende aktiviert werden. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:ZOOM 1kHz;*WAI"
'aktiviert den Zoom-Vorgang in Screen A und wartet auf sein
Ende.
"CALC1:MARK1:FUNC:ZOOM 10"
'Vergrößert den Bereich um Marker 1 um einen Faktor 10.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.67
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.6.3
CALCulate:MARKer:FUNCtion:FPEaks Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:ANNotation:LABel[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert und deaktiviert die Markerbezeichnung in der Peak-Liste.
Beachten Sie, dass die Markersymbole in der Peak-Liste aktiviert sein müssen,
damit die Bezeichnungen angezeigt werden. Die Symbole können mit dem Befehl
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:ANNotation:MARKer[:
STATe] aktiviert werden.
Das numerische Suffix für MARKer ist irrelevant.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'aktiviert Single Sweep.
"CALC:MARK:FUNC:FPE ON"
'aktiviert die Peak-Liste.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:SEAR:AUTO ON"
'startet die automatische Suche nach dem Sweep.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:LIST:SIZE 5"
'sucht nach fünf Peaks.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:SORT Y"
'sortiert die Liste nach y Werten in absteigender Reihenfolge.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:ANN:MARK ON"
'aktiviert die Anzeige von Markern in der Peakliste.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:ANN:LAB ON"
'aktiviert die Markerbezeichnungen in der Peakliste.
"INIT;*WAI"
'startet die Messung und synchronisiert zum Ende.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:COUN?"
'fragt die Anzahl gefundener Peaks ab.
"CALC:MARK:FUNK:FPE:Y?"
'fragt die Leistung der Peaks ab,
e.g. '-37.5,-58.3,-59.6'.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:X?"
'fragt die horizontale Position der Peaks ab,
'e.g. '107.5E6, 153.8E6, 187,9E6'.
"TRAC? FPE"
'fragt die Peakliste ab.
6.68
Eigenschaften:
*RST value: ON
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:ANNotation:MARKer[:
STATe] ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert und deaktiviert die Marker in der Peak-Liste (werden als
Kreuze angezeigt).
Das numerische Suffix für MARKer ist irrelevant.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:FPE ON"
'aktiviert die Peak-Liste.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:ANN:MARK ON"
'aktiviert die Marker in der Peak-Liste
Eigenschaften:
*RST value: ON
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:COUNt?
Dieser Befehl liest die Anzahl der bei der Suche gefundenen Maxima aus. Wurde
noch keine Maximasuche durchgeführt, so wird 0 zurückgegeben.
Der numerische Suffix für MARKer is irrelevant.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:FPE 3"
'sucht die drei höchsten Maxima auf Trace 1
"CALC:MARK:FUNC:FPE:COUN?"
'frägt die Anzahl der gefundenen Maxima ab
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks[:IMMediate]
<numeric_value>
Dieser Befehl sucht die angegebene Anzahl an Maxima auf der Messkurve. Die
Ergebnisse werden in einer Liste eingetragen und können mit den Befehlen
CALC:MARK:FUNC:FPEaks:X? und CALC:MARK:FUNC:FPEaks:Y? abgefragt
werden. Die Zahl der gefundenen Maxima kann mit CALC:MARK:FUNC:
FPEaks:COUNt? abgefragt werden. Die zu untersuchende Messkurve wird mit
CALC:MARK:TRACe ausgewählt. Die Reihenfolge der Ergebnisse in der Liste
kann mit CALC:MARK:FUNC:FPEaks:SORT festgelegt werden.
Die Anzahl der gefundenen Maxima hängt von der Kurvenform und dem
eingestellten Wert für den Parameter Peak Excursion (CALC:MARK:PEXC) ab; es
werden aber höchstens 50 Maxima ermittelt. Als Maxima werden nur Signale
erkannt, die sich um den als Peak Excursion angegebenen Wert gegenüber ihrer
Umgebung erheben. Daher stimmt die Anzahl der gefundenen Maxima nicht
automatisch mit der Anzahl der gewünschten Maxima überein.
Der numerische Suffix für MARKer is irrelevant.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep Betrieb um
"INIT;*WAI"
'startet Messung und synchronisiert auf das Ende
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.69
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"CALC:MARK:FUNC:FPE:SORT X"
'setzt den Sortiermodus auf aufsteigende X-Werte
"CALC:MARK:FUNC:FPE 3"
'sucht die drei höchsten Maxima auf Trace 1
"CALC:MARK:FUNC:FPE:COUN?"
'frägt die Anzahl der gefundenen Maxima ab
"CALC:MARK:FUNC:FPE:Y?"
'frägt den Pegel der gefundenen Maxima ab
"CALC:MARK:FUNC:FPE:X?"
'frägt die Frequenzen (Span <> 0) bzw. Zeit (Span = 0) der
gefundenen Maxima ab.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:LIST:SIZE 1 bis 50
Dieser Befehl legt die maximale Länge der Peak-Liste fest.
Alternativ zu diesem Befehl können Sie auch mit CALCulate<1|2>:
MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks[:IMMediate] die Anzahl der Peaks festlegen.
Die Anzahl der gefundenen Maxima ist von der Signalform und dem Wert des
Parameters Peak Excursion (CALC:MARK:PEXC) abhängig, wobei jedoch eine
maximale Anzahl von 50 Maxima vorgegeben ist. Es werden nur die Signale als
Maxima erkannt, die ihre Umgebungswerte mindestens um den Wert
überschreiten, der mit dem Parameter Peak Excursion angegeben ist. Deshalb
entspricht die Anzahl der gefundenen Maxima nicht automatisch der Anzahl der
gewünschten Maxima.
Das numerische Suffix für MARKer ist irrelevant.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:FPE:LIST:SIZE 12"
'sucht nach 12 Peaks.
Eigenschaften:
*RST value: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:SEARch:AUTO ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert und deaktiviert die automatische Peak-Suche, nachdem
ein Sweep beendet ist.
Das numerische Suffix für MARKer ist irrelevant.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'startet die Single-Sweep-Betriebsart..
"CALC:MARK:FUNC:FPE:STAT ON"
'aktiviert die Peak-Liste.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:SEAR:AUTO ON"
'startet die automatische Suche in der Peak-Liste.
Eigenschaften:
6.70
*RST value: ON
SCPI: gerätespezifisch
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:SORT X | Y
Dieser Befehl stellt den Sortiermodus für die Maximasuche ein:
Parameter:
X: die Maxima werden in der Antwortliste nach aufsteigenden
X-Werten geordnet.
Y: die Maxima werden in der Antwortliste nach fallenden YWerten geordnet.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:FPE:SORT Y"
'setzt den Sortiermodus auf fallende Y-Werte
Eigenschaften:
*RST-Wert: X
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:STATe ON | OFF
Dieser Befehl aktiviert oder deaktiviert die Peak-Liste.
Nachdem eine Suche durchgeführt wurde, ist die Peak-Liste auch dann
verfügbar, wenn sie deaktiviert ist (Status OFF). Daher werden auch bei folgenden
Befehlen Ergebnisse zurückgegeben:
•
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:COUNt?
•
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:X?
•
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:Y?
•
TRACe<1|2>[:DATA] FPEaks
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:FPE:STAT ON"
'aktiviert die Peak-Liste.
"CALC;MARK:FUNC:FPE:LIST:SIZE 12"
'sucht nach 12 Peaks.
"INIT;*WAI"
'startet die Messung und synchronisiert zum Ende.
"TRAC? FPE"
fragt die Peakliste ab.
"CALC:MARK:FUNC:FPE:STAT OFF"
'deaktiviert die Peakliste.
"TRAC? FPE"
'fragt die Peakliste im Speicher ab.
Eigenschaften:
*RST value: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.71
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:X?
Dieser Befehl liest die Liste der X-Werte der gefundenen Maxima aus. Die Anzahl
der verfügbaren Werte kann mit CALC:MARK:FUNC:FPEaks:COUNt? abgefragt
werden.
Bei Sort Mode X liegen die X-Werte in aufsteigender Reihenfolge vor, bei Sort
Mode Y entspricht die Reihenfolge der absteigenden Reihenfolge der Y-Werte.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:FPE:SORT Y"
'setzt den Sortiermodus auf fallende Y-Werte
"CALC:MARK:FUNC:FPE 3"
'sucht die drei höchsten Maxima auf Trace 1
"CALC:MARK:FUNC:FPE:COUN?"
'frägt die Anzahl der gefundenen Maxima ab
"CALC:MARK:FUNC:FPE:X?"
'frägt die Frequenzen (Span <> 0) bzw. Zeit (Span = 0) der
gefundenen Maxima ab.
Rückgabewert:
"107.5E6,153.8E6,187.9E6"
'Frequenzen in aufsteigender Reihenfolge
"2.05E-3,2.37E-3, 3.71e-3"
'Zeiten in aufsteigender Reihenfolge
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:FPEaks:Y?
Dieser Befehl liest die Liste der X-Werte der gefundenen Maxima aus. Die Anzahl
der verfügbaren Werte kann mit CALC:MARK:FUNC:FPEaks:COUNt? abgefragt
werden.
Bei Sort Mode X liegen die X-Werte in aufsteigender Reihenfolge vor, bei Sort
Mode Y entspricht die Reihenfolge der absteigenden Reihenfolge der Y-Werte.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:FPE:SORT Y"
'setzt den Sortiermodus auf fallende y-Werte
"CALC:MARK:FUNC:FPE 3"
'sucht die drei höchsten Maxima auf Trace 1
"CALC:MARK:FUNC:FPE:COUN?"
'frägt die Anzahl der gefundenen Maxima ab
"CALC:MARK:FUNC:FPE:Y?"
'frägt die Pegel der gefundenen Maxima ab.
6.72
Rückgabewert:
"-37.5,-58.3,-59.6"
'Pegel in fallender Reihenfolge
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.6.4
CALCulate:MARKer:FUNCtion:HARMonics Subsystem
Das CALCulate:MARKer:FUNCtion:HARMonics-Subsystem beinhaltet die Befehle
zur Harmonic Distortion Messung.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:HARMonics:BANDwidth:AUTO
ON | OFF
Dieser Befehl spezifiziert, ob die Auflösebandbreite der 2. bis n-ten
Harmonischen identisch zur Bandbreite der ersten Harmonischen (OFF) oder zur
nächstgrößeren Bandbreite (entsprechend der Harmonischen) des Vielfachen
der Bandbreite der ersten Harmonischen sein muss (ON).
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:HARM:BAND:AUTO OFF"
'Schaltet die automatische Bandbreitenexpansion aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: ON
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F, A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:HARMonics:BANDwidth[:LIST]?
Der Befehl fragt die Auflösebandbreiten ab, die für die Messung der
Harmonischen benutzt werden. Für jede Harmonische wird ein eigener Wert
berechnet und mit diesem Befehl ausgegeben.
Die Abfrage erfolgt unabhängig vom gewählten Marker, daher sind die Suffixe
<1|2> bzw. <1...4> bei CALCulate und MARKer irrelevant.
Beispiel:
“CALC:MARK:FUNC:HARM:BAND?"
' fragt die Werte der berechneten Auflösebandbreiten für die
Harmonischen ab.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Der Befehl ist eine Abfrage und hat daher keinen RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:HARMonics:DISTortion? TOTal
Dieser Befehl fragt die Ergebnisse des Klirrfaktors (THD) ab.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single-Sweep-Modus möglich.
Die Funktion ist von der Markerauswahl und der Auswahl des Messfensters
unabhängig, d.h., die Suffixe <1|2> bzw. <1...4> bei CALCulate bzw.
MARKer sind ohne Bedeutung.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
’Schaltet auf Single-Sweep Modus um.
"CALC:MARK:FUNC:HARM:NHARM 3"
'Setzt die Anzahl der zu messenden Harmonischen auf 3.
"CALC:MARK:FUNC:HARM ON"
’Schaltet die Messung der Harmonischen ein.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.73
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"INIT;*WAI"
’Startet einen Sweep und wartet auf das Ende.
"CALC:MARK:FUNC:HARM:DIST? TOT"
’Gibt FM Klirrfaktors in % und dB aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F, A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:HARMonics:LIST?
Dieser Befehl liest die Liste der Oberwellen aus. Der erste Wert ist die absolute
Leistung der ersten Harmonischen in der Einheit, die mit UNIT eingestellt wurde.
Die anderen Werte sind bezogen auf das Trägersignal und werden in dB
ausgegeben.
Die numerischen Werte werden getrennt durch Komma ausgegeben. Die Anzahl
entspricht der der zu messenden Harmonischen, die mit CALC:MARK:FUNC:
HARM:NHARM definiert werden.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single-Sweep-Modus möglich.
Die Funktion ist unabhängig von der Marker-Auswahl, d.h. der Zusatz <1|2> oder
<1 bis 4> von CALCulate oder MARKer ist irrelevant.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
’Schaltet auf Single-Sweep Modus um.
"CALC:MARK:FUNC:HARM:NHARM 3"
'Setzt die Anzahl der zu messenden Harmonischen auf 3.
"CALC:MARK:FUNC:HARM ON"
’Schaltet die Messung der Harmonischen ein.
"INIT;*WAI"
’Startet einen Sweep und wartet auf das Ende.
"CALC:MARK:FUNC:HARM:LIST?"
’Gibt die gemessenen Harmonische kommasepariert aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F, A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:HARMonics:NHARmonics
1...26
Dieser Befehl legt die Anzahl der zu messenden Harmonischen eines
Trägersignals fest. Die Funktion ist von der Markerauswahl und der Auswahl des
Messfensters unabhängig, d.h., die Suffixe <1|2>
bzw. <1...4> bei
CALCulate bzw. MARKer sind ohne Bedeutung.
6.74
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:HARM:NHAR 3"
'setzt die Anzahl an zu messenden Harmonischen auf 3.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:HARMonics:PRESet
Dieser Befehl optimiert die Geräteeinstellungen abhängig vom Modus, in dem die
Oberwellenmessung gestartet wurde:
Wenn die Oberwellenmessung im Frequenzberech (Darstellbreite > 0) gestartet
wurde, werden die Frequenz und der Pegel der ersten Harmonischen berechnet,
von der die Messungs-Liste aufgestellt wird.
Wenn die Messung im Zeitbereich gestartet wurde (Darstellbreite = 0), wird die
Frequenz der ersten Harmonischen nicht geändert. Der Pegel wird jedoch nicht
berechnet.
Die Funktion ist von der Markerauswahl und der Auswahl des Messfensters
unabhängig, d.h., die Suffixe <1|2> bzw. <1...4> bei CALCulate bzw.
MARKer sind ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:HARM:PRES"
'Optiniert die Geräteeinstellungen für die Harmonische
Messung.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F, A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:HARMonics[:STATe] ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Messung der Harmonischen eines Trägersignals ein
bzw. aus. Das Trägersignal ist hierbei die erste Harmonische. Die Funktion ist von
der Markerauswahl und der Auswahl des Messfensters unabhängig, d.h., die
Suffixe <1|2> bzw. <1...4> bei CALCulate bzw. MARKer sind ohne
Bedeutung. Sie ist nur im Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar.
Wird die Messung im Frequenzbereich (Span > 0) gestartet, so definiert der letzte
Span den Suchbereich für die erste Harmonische. Für diese wird im
Frequenzbereich auch der Pegel ermittelt. Die Messung kann aber auch im
Zeitbereich (Span = 0) gestartet werden, dann wird die Mittenfrequenz und die
Pegelung unverändert verwendet.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:HARM ON"
'schaltet die Messung der Harmonischen
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.75
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.6.5
CALCulate:MARKer:FUNCtion:POWer Subsystem
Das CALCulate:MARKer:FUNCtion:POWer-Subsystem beinhaltet die Befehle zur
Steuerung der Leistungsmessung.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:POWer:MODE
WRITe | MAXHold
Dieser Befehl wählt Clear Write oder MAXHold für Channel Power Werte aus.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:POW:MODE MAXH"
'MAXHold für Channel Power Werte
Eigenschaften:
*RST-Wert: WRITe
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:POWer:PRESet NADC | TETRA |
PDC | PHS | CDPD | FWCDma | RWCDma | F8CDma | R8CDma | F19Cdma |
R19Cdma | FW3Gppcdma | RW3Gppcdma | D2CDma | S2CDma | M2CDma |
FIS95A | RIS95A | FIS95C0 | RIS95C0 | FJ008 | RJ008 | FIS95C1 | RIS95C1 |
TCDMa | NONE | AWLan | BWLan | WIMax | WIBro | EUTRa | REUTra | ’<string>’
Dieser Befehl wählt im angegebenen Messfenster die Einstellung der
Leistungsmessung für einen Standard aus und schaltet ggf. vorher die
betreffende Messung ein. Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig,
d.h., das numerische Suffix <1...4> bei MARKer ist ohne Bedeutung.
Die Konfiguration für einen Standard umfasst neben dem Bewertungsfilter auch
die Kanalbreite und Kanalabstand sowie Auflöse- und Videofilter sowie Detektor
und Sweepzeit.
Bedeutung der CDMA-Standards:
6.76
FIS95A, F8CDma
CDMA IS95A forward
RIS95A, R8CDma
CDMA IS95A reverse
FJ008, F19CDma
CDMA J-STD008 forward
RJ008, R19CDma
CDMA J-STD008 reverse
FIS95C0
CDMA IS95C Class 0 forward
RIS95C0
CDMA IS95C Class 0 reverse
FIS95C1
CDMA IS95C Class 1 forward
RIS95C1
CDMA IS95C Class 1 reverse
FWCDma
W-CDMA 4.096 MHz forward
RWCDma
W-CDMA 4.096 MHz reverse
FW3Gppcdma
W-CDMA 3.84 MHz forward
RW3Gppcdma
W-CDMA 3.84 MHz reverse
D2CDma
CDMA 2000 direct sequence
S2CDma
CDMA 2000 MC1 multi carrier with 1 carrier
M2CDma
CDMA 2000 MC3 multi carrier with 3 carriers
TCDMa
TD-SCDMA
AWLan
WLAN 802.11a
BWLan
WLAN 802.11b
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
WIMax
WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave
Access)
IEEE 802.16-2004/Cor1-2005
WIBro
WiMAX WiBro (Wireless Broadband)
IEEE 802.16-2004/Cor1-2005
EUTRa
E-UTRA/LTE Square
Standardeinstellung für die Messung der vermuteten
Nachbarkanal-Trägerkonfiguration
mit
gleicher
Bandbreite. In diesem Modus wird ein Rechteckfilter
auf alle Kanäle angewandt.
REUTra
E-UTRA/LTE Square/RRC
Standardeinstellung für die Messung der vermuteten
Nachbarkanal-Trägerkonfiguration: 1.28, 3.84, 7.68,
Mcps UTRA. In diesem Modus wird ein Rechteckfilter
auf den Tx-Kanal und ein RRC-Filter auf die zweiten
Nachbarkanäle angewandt..
<string>
Name der Datei, mit der
Einstellungen aktiviert werden.
benutzerdefinierte
Die Einstellungen bei den Standards IS95A und C unterscheiden sich in der
Methode zur Berechnung der Kanalabstände: Bei IS95A und J-STD008 wird der
Abstand von der Mitte des Hauptkanals zur Mitte des betreffenden Nachbarkanals
berechnet, bei IS95C von der Mitte des Hauptkanals zum näheren Rand des
betreffenden Nachbarkanals.
Beispiel:
"CALC2:MARK:FUNC:POW:PRES NADC"
'wählt in Screen B die Standard-Einstellung für NADC aus
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:POWer:RESult? ACPower |
AOBandwidth | AOBWidth | CPOWer | MCACpower | OBANdwidth | OBWidth |
CN | CN0
Dieser Befehl fragt die Ergebnisse der Leistungsmessung im angegebenen
Messfenster ab. Die Messung wird vorher eingeschaltet, sofern nötig.
Die Konfiguration der Kanalabstände und Kanalbandbreiten erfolgt über das
SENSe:POWer:ACHannel - Subsystem.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss vor der Abfrage des
Ergebnisses ein kompletter Sweep mit Synchronisierung auf das Sweepende
durchgeführt worden sein. Die Synchronisierung ist nur im Single Sweep-Betrieb
möglich.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.77
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
ACPower:
Nachbarkanalleistungsmessung
Die Messergebnisse werden, durch Komma getrennt, in
folgender Reihenfolge ausgegeben:
1. Leistung Übertragungskanal
2. Leistung unterer Nachbarkanal
3. Leistung oberer Nachbarkanal
4. Leistung unterer Alternate-Nachbarkanal 1
5. Leistung oberer Alternate-Nachbarkanal 1
6. Leistung unterer Alternate-Nachbarkanal 2
7. Leistung oberer Alternate-Nachbarkanal 2
Die Anzahl der Messwerte richtet sich nach der mit SENSe:
POWer:ACHannel:ACPairs
eingestellten
Anzahl
von
Nachbarkanälen.
Bei logarithmischer Skalierung (RANGE LOG) wird die Leistung
in der aktuellen Pegeleinheit, bei linearer Skalierung (RANGE
LIN dB oder LIN %) in der Einheit W ausgegeben. In der
Einstellung SENSe:POWer:ACHannel:MODE REL erfolgt die
Angabe der Nachbarkanalleistung in dB.
AOBandwidth |
AOBWidth
Messung der belgten Bandbreite, alle Ergebnisse, inklusive der
Information über die rechte/linke Frequenz bzw. Pegel.
Die Messergebnisse werden, durch Komma getrennt, in
folgender Reihenfolge ausgegeben:
1. Belegte Bandbreite in Hz
2. T1 Markerposition in Hz (linker Marker),
3. T1 Pegelmarker,
4. T2 Markerposition in Hz (rechter Marker),
5. T2 Pegelmarker
Hinweis: die belegte Bandbreite ist Markerposition T2 - T1.
CPOWer:
Kanalleistung
Bei logarithmischer Skalierung (RANGE LOG) wird die
Kanalleistung in der aktuellen Pegeleinheit, bei linearer
Skalierung (RANGE LIN dB oder LIN %) wird die Leistung in der
Einheit W übergeben.
6.78
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
MCACpower: Kanal-/Nachbarkanalleistungsmessung
Trägersignalen
mit
mehreren
Die Messergebnisse werden, durch Komma getrennt, in
folgender Reihenfolge ausgegeben:
1. Leistung Trägersignal 1
2. Leistung Trägersignal 2
3. Leistung Trägersignal 3
4. Leistung Trägersignal 4
5. Leistung Trägersignal 5
6. Leistung Trägersignal 6
7. Leistung Trägersignal 7
8. Leistung Trägersignal 8
9. Leistung Trägersignal 9
10.Leistung Trägersignal 10
11. Leistung Trägersignal 11
12.Leistung Trägersignal 12
13.Gesamtleistung aller Trägersignale
14.Leistung unterer Nachbarkanal
15.Leistung oberer Nachbarkanal
16.Leistung unterer Alternate-Nachbarkanal 1
17.Leistung oberer Alternate-Nachbarkanal 1
18.Leistung unterer Alternate-Nachbarkanal 2
19.Leistung oberer Alternate-Nachbarkanal 2
Die Anzahl der Messwerte richtet sich nach der mit SENSe:
POWer:ACHannel:TXCHannel:COUNt und SENSe:POWer:
ACHannel:ACPairs eingestellten Anzahl von Trägersignalen
und Nachbarkanälen.
Falls nur ein Trägersignal gemessen wird, so wird die
Gesamtleistung aller Trägersignale nicht mit ausgegeben.
Bei logarithmischer Skalierung (RANGE LOG) wird die Leistung
in der aktuellen Pegeleinheit, bei linearer Skalierung (RANGE
LIN dB oder LIN %) in der Einheit W ausgegeben. In der
Einstellung SENSe:POWer:ACHannel:MODE REL erfolgt die
Angabe der Nachbarkanalleistung in dB.
OBANdwidth |Messung der belegten Bandbreite.
OBWidth:
Rückgabewert ist die belegte Bandbreite in der Einheit Hz
CN:
Messung des Signal-Rauschabstands
Der Rückgabewert wird in dB ausgegeben.
CN0:
Messung des Signal-Rauschabstands, bezogen auf 1 Hz
Bandbreite.
Der Rückgabewert wird in dB/Hz ausgegeben.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.79
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Beispiel für Kanal-/Nachbarkanalleistungsmessung:
"SENS2:POW:ACH:ACP 3"
'setzt die Zahl der Nachbarkanäle in
Screen B auf 3
"SENS2:POW:ACH:BAND 30KHZ"
'setzt die Bandbreite des Hauptkanals
auf 30 kHz
"SENS2:POW:ACH:BAND:ACH 40KHZ"
'setzt
die
Bandbreite
Nachbarkanäle auf 40 kHz
aller
"SENS2:POW:ACH:BAND:ALT1 50KHZ" 'setzt die Bandbreite aller "alternate"
Nachbarkanäle auf 50 kHz
"SENS2:POW:ACH:BAND:ALT2 60KHZ" 'setzt die Bandbreite des AlternateNachbarkanals 2 auf 60 kHz
"SENS2:POW:ACH:SPAC 30KHZ"
'setzt den Abstand von Kanal zu
Nachbarkanal sowie zwischen den
Nachbarkanälen auf 30 kHz.
"SENS2:POW:ACH:SPAC:ALT1 40KHZ" 'setzt
den
Abstand
zwischen
Nachbarkanal und Alternatekanal 1 auf
40 kHz
"SENS2:POW:ACH:SPAC:ALT2 50KHZ" 'setzt
den
Abstand
zwischen
Alternatekanal 1 und Alternatekanal 2
auf 50 kHz
"SENS2:POW:ACH:MODE ABS"
'schaltet die Messung von absoluten
Leistungen ein
"CALC2:MARK:FUNC:POW:SEL ACP"
'schaltet
Nachbarkanalleistungsmessung
Screen B ein
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep um
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das
Ende
"CALC2:MARK:FUNC:POW:RES? ACP"
'fragt
das
Ergebnis
Nachbarkanalleistungsmessung
Screen B ab
"SENS2:POW:ACH:REF:AUTO ONCE"
’definiert die gemessene Kanalleistung
als Bezugswert für die relativen
Leistungsmessungen
die
in
der
in
Soll nur die Kanalleistung allein gemessen werden, so entfallen alle Befehle zur
Festlegung der Bandbreiten der Nachbarkanäle sowie der Kanalabstände. Die
Anzahl der Nachbarkanäle wird mit SENS2:POW:ACH:ACP 0 zu 0 gesetzt.
Beispiel für Messung der belegten Bandbreite:
"SENS2:POW:BAND 90PCT"
'legt den Prozentsatz der in der gesuchten
Bandbreite enthaltenen Leistung auf 90%
fest
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das
Ende
"CALC2:MARK:FUNC:POW:RES? OBW" 'fragt das Ergebnis der
Bandbreite in Screen B ab.
6.80
belegten
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:POWer:RESult:PHZ ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Abfrage der Ergebnisse der Leistungsmessung im
angegebenen Messfenster um zwischen Ausgabe in Absolutwerten (OFF) und
Ausgabe bezogen auf die Messbandbreite (ON).
Die Ausgabe der Messergebnisse
FUNCtion:POWer:RESult?
Parameter:
erfolgt
über
CALCulate:MARKer:
ON: Messwertausgabe bezogen auf die Messbandbreite
OFF: Messwertausgabe in Absolutwerten
Beispiel für Kanal-/Nachbarkanalleistungsmessung (bandbreitenbezogen):
"SENS2:POW:ACH:ACP 3"
'setzt die Zahl der Nachbarkanäle in
Screen B auf 3
"SENS2:POW:ACH:BAND 30KHZ"
'setzt die Bandbreite des Hauptkanals
auf 30 kHz
"SENS2:POW:ACH:BAND:ACH 40KHZ"
'setzt
die
Bandbreite
Nachbarkanäle auf 40 kHz
aller
"SENS2:POW:ACH:BAND:ALT1 50KHZ" 'setzt die Bandbreite aller "alternate"
Nachbarkanäle auf 50 kHz
"SENS2:POW:ACH:BAND:ALT2 60KHZ" 'setzt die Bandbreite des AlternateNachbarkanals 2 auf 60 kHz
"SENS2:POW:ACH:SPAC 30KHZ"
'setzt den Abstand von Kanal zu
Nachbarkanal auf 30 kHz sowie
zwischen
Kanal
und
AlternateNachbarkanal 1 auf 60 kHz und
Alternate-Nachbarkanal 2 auf 90 kHz
"SENS2:POW:ACH:SPAC:ALT1 100KHZ" 'setzt den Abstand Kanal zum
Alternate-Nachbarkanal1 auf 100 kHz
sowie zum Alternate-Nachbarkanal 2
auf 150 kHz
"SENS2:POW:ACH:SPAC:ALT2 140KHZ" 'setzt den Abstand von Kanal zu
Alternate-Nachbarkanal 2 auf 140 kHz
"SENS2:POW:ACH:MODE ABS"
'schaltet die Messung von absoluten
Leistungen ein.
"CALC2:MARK:FUNC:POW:SEL ACP"
'schaltet
Nachbarkanalleistungsmessung
Screen B ein.
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das
Ende
die
in
"CALC2:MARK:FUNC:POW:RES:PHZ ON" 'gibt die Messergebnisse bezogen auf
die Kanalbandbreite aus.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.81
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"CALC2:MARK:FUNC:POW:RES? ACP"
'fragt
das
Ergebnis
Nachbarkanalleistungsmessung
Screen B ab.
der
in
Soll nur die Kanalleistung allein gemessen werden, so entfallen alle Befehle zur
Festlegung der Bandbreiten der Nachbarkanäle sowie der Kanalabstände. Die
Anzahl der Nachbarkanäle wird mit SENS2:POW:ACH:ACP 0 zu 0 gesetzt.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:POWer:SELect ACPower |
CPOWer | MCACpower | OBANdwidth | OBWidth | CN | CN0
Dieser Befehl wählt die angegebene Leistungsmessung im gewählten
Messfenster aus und schaltet sie ein. Die Funktion ist unabhängig vom
ausgewählten Marker, d.h., das numerische Suffix <1...4> bei MARKer ist ohne
Bedeutung.
Die Konfiguration der Kanalabstände und Kanalbandbreiten erfolgt über das
SENSe:POWer:ACHannel - Subsystem.
Zu beachten ist, dass bei Auswahl CPOWer die Anzahl der Nachbarkanäle
(Befehl: [SENSe:]POWer:ACHannel: ACPairs) auf 0 gesetzt wird. Außerdem,
dass bei Auswahl von ACPower die Anzahl der Nachbarkanäle auf 1 gesetzt wird,
wenn die Nachbarkanalleistungsmessung nicht bereits eingeschaltet ist (Befehl:
[SENSe:]POWer ACHannel:ACPairs wird auf 0 gesetzt).
Die Messung der Kanal-/Nachbarkanalleistung wird auf der Messkurve
durchgeführt, die mit SENSe:POWer:TRACe 1|2|3 ausgewählt wurde.
Die Messung der belegten Bandbreite wird auf der Messkurve durchgeführt, auf
der Marker 1 sitzt. Um eine andere Messkurve auszuwerten, muss Marker 1 mit
CALC:MARK:TRAC 1|2|3 auf eine andere Messkurve gesetzt werden.
Parameter:
ACPower: Nachbarkanalleistungsmessung mit einem
Trägersignal
CPOWer: Kanalleistungsmessung mit einem Trägersignal
(äquivalent zu Nachbarkanalleistungsmessung mit No of Adj
Channels = 0)
MCACpower: Kanal-/Nachbarkanalleistungsmessung
mehreren Trägersignalen
mit
OBANdwidth | OBWidth: Messung der belegten Bandbreite
CN: Messung des Signal-/Rauschabstands
CN0: Signal-/Rauschleistung bezogen auf 1 Hz Bandbreite
6.82
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:POW:SEL ACP"
'schaltet die Nachbarkanalleistungsmessung in Screen A ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:POWer:STANdard:CATalog?
Dieser Befehl listet alle vordefinierten und benutzerdefinierten ACP-Standards
auf. Das numerische Suffix bei MARKer ist ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:POW:STAN:CAT?”
' fragt die verfügbaren Standards ab.
Eigenschaften:
*RST-WertSCPI: gerätespezifischc
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:POWer:STANdard:DELete
<name>
Dieser Befehl löscht die angegebene Datei mit benutzerdefinierten ACPEinsrtellungen. Vordefinierte ACP-Standards können nicht gelöscht werden. Das
numerische Suffix bei MARKer ist ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:POW:SEL ACP"
' aktiviert ACP-Messung
"CALC:MARK:FUNC:POW:PRES FW3G"
' wählt WCDMA 3GPP als Basis für die benutzerdefinierte
Konfiguration
"CALC:LIM:ACP:ACH:REL -60,-60"
' ändert den ACP Grenzwert zu -60dBc
"CALC:MARK:FUNC:POW:STAN:SAVE 'my_acp_std"
' speichert den ACP USER Standard in der Datei ’my_acp_std’
"CALC:MARK:FUNC:POW:STAN:DEL 'my_acp_std"
' löscht den ACP USER Standard ’my_acp_std
Eigenschaften:
*RST value: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:MARKer<1 ... 4>:FUNCtion:POWer:STANdard:SAVE
<file_name>
Dieser Befehl speichert die aktuelle ACP Einstellungen als ACP USER Standard
ab.Das numerische Suffix bei MARKer ist ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:POW:SEL ACP"
' aktiviert ACP-Messung
"CALC:MARK:FUNC:POW:PRES FW3G"
' wählt WCDMA 3GPP als Basis für die benutzerdefinierte
Konfiguration
"CALC:LIM:ACP:ACH:REL -60,-60"
' ändert den ACP Grenzwert zu -60dBc
"CALC:MARK:FUNC:POW:STAN:SAVE 'my_acp_std"
' speichert den ACP USER Standard in der Datei ’my_acp_std’
Eigenschaften:
*RST Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.83
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:POWer[:STATe] OFF
Dieser Befehl schaltet die aktive Leistungsmessung im
Messfenster aus.
angegebenen
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:POW OFF"
'schaltet die Leistungsmessung in Screen A aus
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher keine Abfrage.
6.84
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.6.6
CALCulate:MARKer:FUNCtion:STRack Subsystem
Das CALCulate:MARKer:FUNCtion:STRack- Subsystem definiert die Einstellung
des Signal Track.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:STRack:BANDwidth|BWIDth
Hz...MAX(SPAN)
10
Diese Befehle haben die gleiche Funktion. Siedefinieren die Bandbreite um die
Mittenfrequenz, innerhalb der das größte Signal für die Signalverfolgung gesucht
wird, für das ausgewählte Messfenster. Die Funktion ist unabhängig vom
ausgewählten Marker, d.h., das numerische Suffix <1...4> bei MARKer ist ohne
Bedeutung. Sie ist nur im Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar.
Die Eingabe der Suchbandbreite ist nur möglich, wenn die Funktion Signal
Track eingeschaltet ist (CALC:MARK:FUNC:STR ON).
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:STR:BAND 1MHZ"
'setzt die Suchbandbreite für Screen A auf 1 MHz.
"CALC:MARK:FUNC:STR:BWID 1MHZ"
'alternativer Befehl für dieselbe Funktion.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -- (= Span/10 beim Einschalten der Funktion)
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:STRack[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Signal-Track-Funktion für das ausgewählte
Messfenster ein bzw. aus. Die Funktion ist unabhängig vom ausgewählten
Marker, d.h., das numerische Suffix <1...4> bei MARKer ist ohne Bedeutung.
Bei aktiver SIGNAL TRACK-Funktion wird nach jedem Frequenzablauf das
maximale Signal bestimmt und die Mittenfrequenz auf dieses Signal gesetzt. Bei
driftenden Signalen folgt somit die Mittenfrequenz dem Signal.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:STR ON"
'schaltet die Signal Track-Funktion für Screen A ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:STRack:THReshold -330
dBm...+30 dBm
Dieser Befehl definiert die Schwelle, oberhalb derer das größte Signal für die
Signalverfolgung gesucht wird, für das ausgewählte Messfenster. Die Funktion ist
unabhängig vom ausgewählten Marker, d.h., das numerische Suffix <1...4> bei
MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar.
Die Eingabe der Suchbandbreite ist nur möglich, wenn die Funktion Signal Track
eingeschaltet ist (CALC:MARK:FUNC:STR ON).
Die Einheit richtet sich nach der Festlegung mit CALCulate:UNIT.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.85
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:STR:THR -50DBM"
'setzt den Schwellwert für die Signalverfolgung in Screen A
auf -50 dBm.
Eigenschaften:
*RST-Wert: -120 dBm
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:STRack:TRACe
1...3
Dieser Befehl definiert die Messkurve, auf der das größte Signal für die
Signalverfolgung gesucht wird, für das ausgewählte Messfenster. Die Funktion ist
unabhängig vom ausgewählten Marker, d.h., das numerische Suffix <1...4> bei
MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Frequenzbereich (Span > 0) verfügbar.
6.86
Beispiel:
"CALC2:MARK:FUNC:STR:TRAC 3"
'legt Trace 3 in Screen B als Messkurve für die
Signalverfolgung fest.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 1
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-F
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.6.7
CALCulate:MARKer:FUNCtion:SUMMary Subsystem
Dieses Subsystem beinhaltet die Befehle zur Steuerung der Time Domain PowerFunktionen. Sie sind aus Kompatibilität zur FSE-Familie im Marker-Subsystem
angesiedelt.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:AOFF
Dieser Befehl schaltet alle Time Domain Power-Messfunktionen im ausgewählten
Messfenster aus. Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das
numerische Suffix <1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im
Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
Beispiel:
"CALC2:MARK:FUNC:SUMM:AOFF"
'schaltet die Time Domain Power-Messfunktionen in Screen
B aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist eine <Event> und hat daher keinen *RST-Wert und keine
Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:AVERage ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Mittelwertbildung für die aktive Time Domain PowerMessung im angegebenen Messfenster ein bzw. aus. Die Funktion ist von der
Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix <1...4> bei :MARKer ist
ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
Das Rücksetzen der Mittelwertbildung erfolgt durch Ausschalten und erneutes
Einschalten.
Die Anzahl der Messergebnisse, die zur Mittelwertbildung beiträgt, wird über
[SENSe:]AVERage:COUNt festgelegt.
Zu beachten ist, dass auf das Ende der Mittelwertbildung nur im Single Sweep
Betrieb synchronisiert werden kann.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC2:MARK:FUNC:SUMM:AVER ON"
'schaltet die Mittelwertbildung in Screen B ein.
"AVER:COUN 200"
'setzt den Messungszähler auf 200.
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.87
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:MEAN:AVERage:
RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der über mehrere Sweeps gemittelten
Mittelwertmessung im ausgewählten Messfenster ab. Die Abfrage ist nur bei
aktiver Mittelwertbildung möglich (CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:
FUNCtion:SUMMary:AVERage ON).
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:AVER ON"
'schaltet die Mittelwertbildung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN:AVER:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:MEAN:PHOLd:RESult?
Dieser Befehl fragt den über mehrere Sweeps ermittelten Maximalwert der
Mittelwertmessung im ausgewählten Messfenster ab.
Die Abfrage ist nur bei aktiver Peak Hold Funktion möglich (CALCulate<1|2>:
MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:AVERage <ON).
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
6.88
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PHOL ON"
'schaltet die Maximalwertbildung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN:PHOL:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:MEAN:RESult?
Dieser Befehl fragt die Ergebnisse der Mittelwertmessung im ausgewählten
Messfenster ab. Sofern nötig wird die Messfunktion vorher eingeschaltet.
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:MEAN[:STATe]
OFF
ON |
Dieser Befehl schaltet die Messung des Mittelwerts der gesamten Messkurve im
ausgewählten Messfenster ein bzw. aus.
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Die Messung wird auf dem Trace durchgeführt, auf dem Marker 1 sitzt. Um einen
anderen Trace auszuwerten, muss Marker 1 mittels CALCulate:MARKer:TRACe
1|2|3 auf einen anderen Trace gesetzt werden.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.89
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:MODE
RELative
ABSolute |
Dieser Befehl schaltet im angegebenen Messfenster zwischen absoluter und
relativer Time Domain Power Messung um. Der Befehl ist unabhängig von der
Auswahl eines Markers, d.h., das numerische Suffix <1...4> bei :MARKer ist ohne
Bedeutung. Er ist nur im Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
Die Bezugsleistung für relative Messung wird mittels CALCulate:MARKer:
FUNCtion:SUMMary
:REFerence:AUTO
ONCE festgelegt. Fehlt die
Festlegung der Bezugsleistung, so wird der Wert 0 dBm verwendet.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:REF:MODE REL"
'schaltet die Time Domain Power-Messung auf relativ.
Eigenschaften:
*RST-Wert: ABSolute
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:PHOLd
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Peak-Hold-Funktion für die aktive Time Domain PowerMessung im angegebenen Messfenster ein bzw. aus. Die Funktion ist von der
Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix <1...4> bei :MARKer ist
ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
Das Rücksetzen der Peak-Hold-Funktion erfolgt durch Ausschalten und erneutes
Einschalten.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PHOL ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:PPEak:AVERage:
RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der gemittelten positiven Spitzenwertmessung
im ausgewählten Messfenster ab. Die Abfrage ist nur bei aktiver Mittelwertbildung
möglich
(CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:
AVERage).
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das Suffix <1..4> bei
Marker ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
6.90
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:AVER ON"
'schaltet die Mittelwertbildung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE:AVER:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:PPEak:PHOLd:RESult?
Dieser Befehl fragt den Maximalwert der positiven Spitzenwertmessung im
ausgewählten Messfenster ab. Die Abfrage ist nur bei aktiver Peak Hold Funktion
möglich (CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:PHOLd
ON).
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PHOL ON"
'schaltet die Maximalwertbildung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE:PHOL:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.91
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:PPEak:RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der positiven Spitzenwertmessung im
ausgewählten Messfenster ab. Die Messung wird ggf. vorher eingeschaltet.
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., der Suffix <1...4> bei
MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten, muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:PPEak[:STATe] ON |
OFF
Dieser Befehl schaltet die Messung des positiven Spitzenwertes im ausgewählten
Messfenster ein bzw. aus.
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PPE ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:REFerence:AUTO
ONCE
Mit diesem Befehl werden die augenblicklich bei der Messung des Mittelwerts
(..:SUMMary:MEAN) und Effektivwerts (..:SUMMary:RMS)gemessenen
Leistungen zu Referenzwerten für relative Messungen im angegebenen
Messfenster erklärt. Der Befehl ist unabhängig von der Auswahl eines Markers,
d.h., das numerische Suffix <1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Er ist nur
im Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
Sind die Effektivwert- und Mittelwertmessung nicht eingeschaltet, so wird als
Referenzwert 0 dBm verwendet.
6.92
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Sind die Funktionen ...:SUMM:AVERage oder ...:SUMM:PHOLd
eingeschaltet, so ist der Augenblickswert der zum betrachteten Zeitpunkt
aufsummierte Messwert.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:REF:AUTO ONCE"
'übernimmt die aktuell gemessene Leistung in Screen A als
Referenzwert für die relative Time Domain Power-Messung.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist ein "Event" und hat daher auch keinen *RST-Wert und keine
Abfrage.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:RMS:AVERage:RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der gemittelten Effektivwertmessung im
ausgewählten Messfenster ab. Die Abfrage ist nur bei aktiver Mittelwertbildung
möglich (CALCulate:MARKer:FUNCtion:SUMMary:AVERage ON).
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:AVER ON"
'schaltet die Mittelwertbildung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS:AVER:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:RMS:PHOLd:RESult?
Dieser Befehl fragt den Maximalwert der Effektivwertmessung im ausgewählten
Messfenster ab. Die Abfrage ist nur möglich, wenn die Peak Hold Funktion mit
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:PHOLd
aktiviert
wurde.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.93
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PHOL ON"
'schaltet die Maximalwertbildung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS:PHOL:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:RMS:RESult?
Dieser Befehl fragt die Ergebnisse der Effektivwertmessung im ausgewählten
Messfenster ab. Sofern nötig wird die Messfunktion vorher eingeschaltet.
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:RMS:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
6.94
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:RMS[:STATe] ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Messung des Effektivwerts der gesamten Messkurve
im ausgewählten Messfenster ein bzw. aus.
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Beispiel:
"CALC2:MARK:FUNC:SUM:RMS ON"
'schaltet die Funktion in Screen B ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:SDEViation:AVERage:
RESult?
Dieser Befehl fragt das Ergebnis der über mehrere Sweeps gemittelten
Standardabweichung im ausgewählten Messfenster ab. Die Abfrage ist nur bei
aktiver Mittelwertbildung möglich.
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:AVER ON"
'schaltet die Mittelwertbildung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:MEAN:SDEV:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:SDEViation:PHOLd:
RESult?
Dieser Befehl fragt den über mehrere Sweeps ermittelten Maximalwert der
Standardabweichung im ausgewählten Messfenster ab. Die Abfrage ist nur bei
aktiver Peak Hold Funktion möglich.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.95
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar.
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:PHOL ON"
'schaltet die Maximalwertbildung in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV:PHOL:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:SDEViation:RESult?
Dieser Befehl fragt die Ergebnisse der Messung der Standardabweichung ab. Die
Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das numerische Suffix
<1...4> bei :MARKer ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0)
verfügbar..
Um ein gültiges Abfrageergebnis zu erhalten muss zwischen Einschalten der
Funktion und Abfrage des Messwertes ein kompletter Sweep mit
Synchronisierung auf das Sweepende durchgeführt worden sein. Dies ist nur im
Single Sweep-Betrieb möglich.
Beispiel:
"INIT:CONT OFF"
'schaltet auf Single Sweep-Betrieb um
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV ON"
'schaltet die Funktion in Screen A ein
"INIT;*WAI"
'startet einen Sweep und wartet auf das Ende
"CALC:MARK:FUNC:SUMM:SDEV:RES?"
'gibt das Messergebnis von Screen A aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
6.96
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary:SDEViation[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Messung der Standardabweichung der gesamten
Messkurve im angegebenen Messfenster ein bzw. aus. Der Befehl ist unabhängig
von der Auswahl eines Markers, d.h., das numerische Suffix <1...4> bei :MARKer
ist ohne Bedeutung. Er ist nur im Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
Beim Einschalten der Messung wird auch die Mean Power Messung
eingeschaltet.
Beispiel:
"CALC2:MARK:FUNC:SUMM:SDEV ON"
'schaltet die Messung der Standardabweichung in Screen B
ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MARKer<1...4>:FUNCtion:SUMMary[:STATe] ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die zuletzt aktiven Time Domain Power-Messungen ein
bzw. aus. Somit können eine oder mehrere Messungen zunächst ausgewählt und
dann mit CALCulate :MARKer:FUNCtion:SUMMary:STATe gemeinsam einund ausgeschaltet werden.
Die Funktion ist von der Markerauswahl unabhängig, d.h., das Suffix bei MARKer
ist ohne Bedeutung. Sie ist nur im Zeitbereich (Span = 0) verfügbar.
Beispiel:
"CALC:MARK:FUNC:SUMM OFF"
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
Dieser Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
6.97
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.7
CALCulate:MATH - Subsystem
Das CALCulate:MATH - Subsystem erlaubt die Verarbeitung von Daten aus dem
SENSe-Subsystem in numerischen Ausdrücken.
CALCulate<1|2>:MATH[:EXPression][:DEFine]
<expr>
Dieser Befehl definiert den mathematischen Ausdruck für die Verknüpfung von
Traces mit Trace 1.
Der Befehl CALCulate<1|2>:MATH:STATe schaltet die mathematische
Verknüpfung von Traces im ausgewählten Messfenster ein bzw. aus.
Die Auswahl des Messfensters erfolgt über CALCulate1 (SCREEN A) bzw.
CALCulate2 (SCREEN B).
Parameter:
<expr>::= 'OP1 - OP2'
OP1 ::= TRACE1
OP2 ::= TRACE2 | TRACE3
Beispiel:
"CALC1:MATH (TRACE1 - TRACE2)"
'wählt die Differenzbildung von Trace 1 und Trace 2 in Screen
A aus.
"CALC2:MATH (TRACE1 - TRACE3)"
'wählt die Differenzbildung von Trace 1 und Trace 3 in Screen
B aus.
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: konform
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MATH:MODE
LINear | LOGarithmic | POWer
Dieser Befehl wählt zwischen linearer und logarithmischer (=Video-) Verrechnung
bei den Trace-Mathematikfunktionen aus. Zu den betroffenen Funktionen gehört
auch die Mittelwertbildung. Die Einstellung gilt für alle Messfenster, d.h. das
numerische Suffix <1|2> ist ohne Bedeutung.
Für weiterführende Informationen siehe „AVG MODE“ auf Seite 4.50.
Parameter:
LINear
Lineare Mittelwertsbildung , Delogarithmisierung hängt von
der gewählten Einheit ab. Für die Einheiten VOLT und
AMPERE werden die Werte vor der Mittelwertbildung zuerst in
lineare Spannungen umgerechnet.
LOGarithmic
Logarithmische Mittelwertsbildung
POWer
lineare Mittelwertsbildung,
Einheiten.
6.98
Delogarithmisierung
Beispiel:
"CALC:MATH:MODE LIN"
'schaltet die lineare Verrechnung ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: LOG
SCPI: gerätespezifsch
Betriebsart:
A-Z
für
alle
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
CALCulate<1|2>:MATH:POSition
-100PCT ... 200PCT
Dieser Befehl legt die Position des Ergebnisses der Trace-Mathematik im
ausgewählten Messfenster fest. Die Angabe ist in % der Bildschirmhöhe, wobei
100% dem oberen Diagrammrand entspricht.
Beispiel:
"CALC:MATH:POS 50PCT"
'legt die Position in Screen A auf die horizontale Diagrammitte
fest.
Eigenschaften:
*RST-Wert: 50 %
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A-Z
CALCulate<1|2>:MATH:STATe
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die mathematische Verknüpfung von Traces im
ausgewählten Messfenster ein bzw. aus.
Beispiel:
"CALC:MATH:STAT ON"
'schaltet die Trace-Mathematik im Screen A ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: konform
Betriebsart:
A-Z
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6.99
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.8
CALCulate:PEAKsearch | PSEarch - Subsystem
CALCulate<1|2>:PEAKsearch|PSEarch:AUTO
ON | OFF
Dieser Befehl startet die automatische Berechnung der Peak Liste in der Spurious
Messung nach einer Messung. Pro Range wird genau 1 Peakwert ermittelt.
Beispiel:
"CALC:PEAK:AUTO ON"
’Einschalten der automatischen Peaksuche
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:PEAKsearch|PSEarch[:IMMediate]
Dieser Befehl startet die Suche nach den Peaks der für die Peakliste.
Beispiel:
"CALC:PEAK"
Eigenschaften:
*RST-Wert: SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Dieser Befehl ist ein Event und hat daher keinen *RST-Wert und keine Abfrage.
CALCulate<1|2>:PEAKsearch|PSEarch:MARGin
MINimum .. MAXimum
Dieser Befehl legt den Sicherheitsabstand für die Peaksuche fest.
Das numerische Suffix bei CALCULATE<1|2> ist ohne Bedeutung.
Beispiel:
"CALC:PEAK:MARG 5 dB"
Eigenschaften:
*RST-Wert: 6 dB
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate<1|2>:PEAKsearch|PSEarch:SUBRanges
1...500
Dieser Befehl definiert die Anzahl der Peaks pro Teilbereich, die in die Peakliste
aufgenommen werden.
Das numerische Suffix bei CALCULATE<1|2> ist ohne Bedeutung.
6.100
Beispiel:
"CALC:PEAK:SUBR 10"
Eigenschaften:
*RST-Wert: 25
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
Operating Manual 1313.9681.11 - 02
R&S FSQ
Fernsteuerung – Beschreibung der Befehle
CALCulate - Subsystem
6.5.9
CALCulate:STATistics - Subsystem
Das CALCulate:STATistics - Subsystem steuert die statistischen Messfunktionen im
Gerät. Die Auswahl des Messfensters ist bei diesen Messfunktionen nicht möglich.
Dementsprechend wird das numerische Suffix bei CALCulate ignoriert.
CALCulate:STATistics:APD[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Messung der Amplitudenverteilung (APD) ein bzw. aus.
Beim Einschalten der Funktion wird die CCDF-Messung ausgeschaltet.
Beispiel:
"CALC:STAT:APD ON"
'schaltet die APD-Messung ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate:STATistics:CCDF[:STATe]
ON | OFF
Dieser Befehl schaltet die Messung der komplementären kumulierten
Verteilungsfunktion (CCDF) ein bzw. aus. Beim Einschalten der Funktion wird die
APD-Messung ausgeschaltet.
Beispiel:
"CALC:STAT:CCDF ON"
'schaltet die CCDF-Messung ein.
Eigenschaften:
*RST-Wert: OFF
SCPI: gerätespezifisch
Betriebsart:
A
CALCulate:STATistics:CCDF:X<1...3>?
P0_01 | P0_1 | P1 | P10
Dieser Befehl liest die Pegelwerte für die Wahrscheinlichkeiten 0,01%, 0,1%, 1%
und 10% aus. Die Auswahl der Messkurve erfolgt über das numerische Suffix
<1...3>.
Parameter:
Das gewünschte Ergebnis wird über die folgenden Parameter
ausgewählt:
P0_1: Pegelwert für die Wahrscheinlichkeit 0,01%
P0_1: Pegelwert für die Wahrscheinlichkeit 0,1%
P1: Pegelwert für die Wahrscheinlichkeit 1%
P10: Pegelwert für die Wahrscheinlichkeit 10%
Beispiel:
"CALC:STAT:CCDF:X? P1"
'liest den Pege