Inhalt © Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05

Inhalt
3
Rückblick: analog
Telefonieren ..........................5
ISDN-Anschluss wird
geschaltet .............................20
Tipps und Tricks im
Internet ................................45
Telefonapparate und
Wahlverfahren........................6
Schnurlose Telefonapparate ......6
Clip - Anzeige der
Rufnummer.............................7
Anrufbeantworter ......................7
Gebührenzähler .........................7
Faxgeräte...................................8
Faxweiche .................................8
Mehrfachumschalter (AMS)
und analoge
Telefonanlage .........................9
Doppelanschluss........................9
Warum ISDN?..........................10
NTBA installieren ...................20
ISDN-Telefon installieren .......20
Telefonanlage einrichten .........20
Billiger ins Internet..................45
Suchen im Internet...................45
Faxempfang per Internet .........45
Der Weck- und
Erinnerungsdienst im
Internet..................................46
Konto vor Download
kontrollieren .........................46
Kostenloses ZIP-Programm.....46
Noch mehr kostenloses im
Internet..................................46
Freeware und Shareware.........47
... im Einpersonenhaushalt ......10
... in der Familie ......................10
... im Familienunternehmen.....10
... in der Wohngemeinschaft ...11
...in der Bürogemeinschaft ......11
Digitale Spielereien.................11
Die ISDN-Technik....................12
Zuerst wäre da NTBA ... .........12
.... dann kommt der S0-Bus.....13
ISDN-Kanäle...........................13
Die Protokolle 1TR6 und
DSS/DSS1 ............................13
Jetzt geht's los :
Geräteauswahl ....................14
A/B-Adapter............................14
ISDN-Telefon............................14
ISDN-Telefonanlage ...............15
USV - oder: ISDN beim
Stromausfall .........................15
ISDN-Anschluss für den PC ...15
Der NTBA...............................16
Installationsmaterial ................16
Der ISDN-Antrag .....................17
... nicht zu früh stellen.............17
Antragsformular und
Anschlussform......................17
Anlagenanschluss – wozu? .....17
Auswahl der ISDNKomponenten ISDNTelefonanlage .......................18
ISDN-Adapter für den PC.......18
Telefone ..................................18
Vorbereitungen ........................19
Mechanische Installation.........20
Anschluss ans ISDN-Netz.......20
Erdung der Telefonanlage .......20
Software-Installation ...............20
Installation der Software .........21
Start und Wahl der COM:Schnittstelle ..........................21
Konfiguration S0-Bus .............21
Nebenstellen zu MSNs
zuordnen ...............................22
Nebenstellen konfigurieren .....22
Tag/Nacht / Sammelruf ...........23
Kurzwahlspeicher....................24
Anrufweiterschaltung ..............24
Gesprächsdaten .......................24
Die Fritz!Card PCI ..................25
PowerISDN-Monitor ...............47
FaxWatch ................................47
ISDN-Phoner...........................47
Faxabruf-Server.......................47
Kostenloses ZIP-Programm.....47
Fehlerbeseitung ........................48
Glossar.......................................50
Die Fritz!Card USB und
TeleDat 150 USB 2 a/b .......28
TeleDat USB 2 a/b
(Ergänzungen) ....................30
Die Fritz! Card einsetzen
(für Fritz!Card PCI und
USB).....................................33
Die Fritz!-Software .................33
Faxen mit Fritz!Fax .................34
Fritz!Vox – der PC als
Anrufbeantworter .................35
Fritz!Fon – der PC als
Telefon .................................35
Dateitransfer ............................35
Fritz!Data automatisch im
Servermodus starten .............38
Ins Internet mit ISDN ..............39
Die Providerwahl ....................39
Installation des DFÜNetzwerkes ...........................40
TCP/IP nachinstallieren...........40
DFÜ-Netzwerk installieren .....41
Surfen im Internet....................43
Der Internet-Explorer ..............43
E-Mails per GMX (WEBMail) .....................................43
Bessere Alternativen?..............44
Test der Telefonanlage............19
Standortwahl ...........................19
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Vorwort
Vorwort
Das Heft
ISDN ist mit diesem Heft kein Buch mit sieben
Siegeln mehr! - Das Heft begleitet dich zum
ISDN-Anschluss, an dem du selber eine Telefonanlage installierst und auch deinen PC mit
ISDN ins Internet bringst!
ISDN=Integrated Services Digital Network
oder (ironisch): Ich Sehe Deine Nummer
Du magst dich fragen, ob man überhaupt ein
Heft zu ISDN benötigt – schließlich gibt es
doch Bedienungsanleitungen. Ich meine aber,
dass eine Hersteller-unabhängige Information
vor der Anschaffung von ISDN-Geräten und
vor der Beantragung eines ISDN-Anschlusses
dringend notwendig ist.
Du kannst dich in diesem Heft schon vorab
darüber informieren, ob eine Telefonanlage für
dich sinnvoll ist. Auch kannst du dir die Kochrezepte zur Installation durchlesen - und du
wirst sicherlich feststellen, dass das gar nicht
so kompliziert ist. Das gibt dir eine gewisse
Sicherheit.
Außerdem enthält dieses Heft wertvolle Tipps
und Problemlösungen, die gerade ISDNEinsteigern weiterhelfen.
Wenn du noch nicht weißt, ob du wirklich
ISDN benötigst, kannst du dich in diesem Heft
über die Vorteile und Nachteile sowie die
Kosten informieren:
• Jedes Familienmitglied erhält mit ein und
demselben ISDN-Anschluss eine eigenen
Rufnummer.
• Dank einer ISDN-Telefonanlage können
Gespräche durchgestellt werden – man
kann sogar innerhalb des Hauses kostenlos
telefonieren.
• Der Internet-Zugang wird schneller.
• Du hast zwei Leitungen: Endlich kannst du
im Internet surfen und bist trotzdem
telefonisch erreichbar!
Das Faxgerät hat endlich seine eigene
Telefonnummer!Du kannst deine alten Geräte
am ISDN-Anschluss weiter verwenden.
Außerdem erkläre ich dir auch, an welchen
Stellen typische Einsteigerprobleme (wie etwa
die Dienstekennung) lauern. Wenn dein
Faxgerät an der ISDN-Telefonanlage nicht
funktionieren will, ist meist irgend etwas
falsch eingestellt. In den Handbüchern der
Geräte findest du vermutlich kaum eine
schnelle Lösung, wohl aber in diesem Heft.
Hier gibt es nämlich das Kapitel »
Fehlerbeseitigung« zur Fehlerbekämpfung.
Das Heft bezieht sich zudem nicht auf ein
einzelnes Gerät, sondern auf den Einsteig in
die ISDN-Welt. Also gibt es hier auch Tipps,
die das Zusammenspielen der Geräte betreffen.
Da schweigen sich Handbücher gerne aus! Das
Heft ist also eine wertvolle Investition in deine
ISDN-Zukunft!
ADSL/DSL/T-DSL contra ISDN?
Im Glossar findes du mehr zu ADSL.
Der Autor
Mein Name ist Ulrich Borgdorf. Ich bin
Datenverarbeitungskaufmann und Student der
Informatik. Du findest meine Homepage zum
Thema ISDN unter www.doswelt.de/isdn
Für Leser außerhalb Deutschlands
Euro-ISDN ist ein europäischer Standard.
Somit findet EURO-ISDN auch in anderen
Ländern als Deutschland Anwendung.
Allerdings können Leistungsmerkmale in
einzelnen Ländern abweichen, was nicht
technisch begründet ist, sondern reines
Marketing ist. So bekommt man in Deutschland
derzeit 10 Rufnummern zum ISDNMehrgeräteanschluss, in anderen Ländern
dagegen nur drei Rufnummern. Ich gehe in
diesem Heft auf den Netzbetreiber Deutsche
Telekom AG ein. Wenn du im Ausland (etwa in
der Schweiz die Swisscom:
www.swisscom.ch) wohnst, oder einen
anderen Netzbetreiber wählst, kann es zu
geringen Unterschieden in den zur Verfügung
gestellten Leistungsmerkmalen kommen.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Rückblick: analog Telefonieren
Rückblick: analog Telefonieren
Früher beruhten Telefonanschlüsse auf einer
analogen Technologie. Und auch im ISDNZeitalter ist analog nicht out. Die meisten Faxgeräte sind, ebenso wie die meisten Anrufbeantworter, nach wie vor für analoge Telefonanschlüsse ausgelegt. Außerdem arbeiten die zum
Telefonieren notwendigen Mikrophone und
Lautsprecher im Telefonhörer immer noch
analog. Selbst wenn du ein spezielles ISDNTelefon einsetzt, ist also die Wandlung von
analog zu digital unerlässlich. Allerdings findet
sie dann im ISDN-Telefon statt.
Möchtest du analoge Endgeräte am ISDNAnschluss weiter verwenden, benötigst du einen
entsprechenden Wandler.
Du kannst also deine bisherigen (analogen)
Endgeräte nicht direkt am ISDN-Anschluß
betreiben.
Am ISDN-Anschluss können unmittelbar keine
herkömlichen (analogen) Endgeräte betrieben
werden. Setzt du aber einen A/B-Adapter oder
eine entsprechende ISDN-Telefonanlage ein,
kannst du analoge Endgeräte auch am ISDNAnschluss betreiben – du kannst also auch deine
alten Geräte weiter verwenden. Außerdem kannst
du billige analoge Geräte anschließen.
Anrufbeantworter mit ISDN-Anschluss sind
selten, und Faxgeräte mit ISDN-Anschluss sind
sündhaft teuer - sie beherrschen zwar einen neuen
Übertragungsmodus, der aber nur zwischen
entsprechenden Geräten eingesetzt werden kann,
die über ISDN angeschlossen sind – faktisch wird
weiterhin fast ausschließlich analog gefaxt. Es
lebe also das analoge Faxgerät ebenso wie der
analoge Anrufbeantworter.
Am Anfang war die TAE - Dose
Ursprünglich bekam man mit dem Telefonanschluss automatisch auch ein simples Telefon.
Das war noch zu jenen Zeiten, als es das Telekomunikationsmonopol im vollen Umfang gab.
Wollte man ein anderes Telefon haben, musste
man es beim Fernmeldeamt der Post mieten.
Die erste Hürde, die fiel, war die der Endgeräte.
Man konnte zwar weiterhin Geräte mieten. Es
wurde aber auch möglich, Geräte zu kaufen – und
die mussten nicht einmal vom Fernmeldeamt
bezogen werden. Es reichte aus, dass das Gerät
eine entsprechende Zulassung hatte.
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Das erforderte allerdings die Entwicklung einer
einheitlichen Steckernorm für Endgeräte: die
TAE-Steckernorm wurde geboren. Zu jedem
neuen Telefonanschluss wurde eine TAE-Dose
installiert. Der Teilnehmer konnte sich
aussuchen, ob er ein Gerät vom Fernmeldeamt
oder aus anderer Quelle wünschte.
Inzwischen wurde die Deutsche Post privatisiert,
und die Fernmeldeämter nennen sich heute
DEUTSCHE TELEKOM AG.
Es gibt verschiedene Arten von TAE-Dosen. Am
besten verwendest du ausschließlich die
sogenannten NFN-Dosen. Das sind Dosen mit
drei Schlitzen: einem N-, einem F- und einem
weiteren N-Schlitz.
In einen N-Schlitz kannst du ein Gerät mit einem
N-Stecker einstecken. Der F-Schlitz ist für Geräte
mit F-Stecker.
Ein solcher F-Stecker ist für Telefonapparate
bestimmt. F steht für Fernsprechapparat. Alle
Nicht-Telefongeräte, wie etwa Anrufbeantworter,
Gebührenzähler oder Faxgerät, werden an den NSchlitz angeschlossen. N steht für NichtFernsprechapparat.
Merke:
F-Schlitz: Fernsprechapparat (Telefon)
N-Schlitz: Nicht-Fernsprechapparat (Telefax,
Gebührenzähler, Anrufbeantworter)
Es wird also bei den Steckern zwischen
Telefongeräten und Nichttelefongeräten
unterschieden – und das mit gutem Grund:
Du hast zum Beispiel einen Anrufbeantworter
angeschlossen. Eigentlich müsste das Telefon an
den Anrufbeantworter angeschlossen werden –
schließlich soll der ja nur das Gespräch
entgegennehmen, wenn man nicht den
Telefonhörer abnimmt. Und sollte man den
Telefonhörer abnehmen, wenn der Anrufbeantworter sich schon gemeldet hat, soll dieser
sich wieder abschalten. Also müsste eigentlich
das Telefon am Anrufbeantworter angeschlossen
werden.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
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Rückblick: analog Telefonieren
Tatsächlich werden sowohl
Telefon- als auch Anrufbeantworter an der TAEDose angeschlossen. Die
Schlitze der TAE-Dose
sind aber so geschickt
verschaltet, dass das Telefon tatsächlich am Anrufbeantworter angeschlossen wird: Geräte mit
einem N-Stecker leiten also das Signal an die
TAE-Dose zurück.
Das passiert auch beim Modem oder Faxgerät.
Wird ein solches Gerät gerade nicht benutzt,
leitet es das Signal, das es von der TAE-Dose
bekommt, gleich wieder an die TAE-Dose
zurück, so dass das Signal am nächsten Schlitz
der TAE-Dose wieder zur Verfügung steht.
voraus, dass das jeweilige Gerät dieses Wahlverfahren unterstützt. Hast du dein Telefon noch
nicht umgeschaltet, solltest du es gleich
ausprobieren.
Um festzustellen, mit welchem Wahlverfahren
Dein Telefon arbeitet, kannst du Dir die Einstellung anschauen. Ein anderer Weg wäre aber Folgender: Wähle einfach ein paar Ziffern. Wenn du
dann im Telefonhörer ein Klicken hörst, arbeitet
Dein Telefon mit dem Pulswahlverfahren. Wenn
du aber Töne hörst, so arbeitet dein Telefon mit
dem Tonwahlverfahren.
Schnurlose Telefonapparate
Telefonapparate und Wahlverfahren.
Was ein Telefonapparat ist, muss ich wohl kaum
erklären. Weniger bekannt ist, dass es zwei
Wahlverfahren gibt. Früher nutzte man
ausschließlich das Pulswahlverfahren: für jede
gewählte Ziffer erzeugte der Telefonapparat eine
Anzahl von Impulsen, die der Ziffer entsprach.
Also: ein Impuls für die 1, zwei Impulse für die
2. Aber keine Regel ohne Ausnahme: bei der 0
gab es 10 Impulse.
Heute ist das sogenannte Tonwahlverfahren
üblich: für jede Ziffer werden zwei kurze Töne
mit unterschiedlichen Frequenzen verwendet.
Zwei Töne werden schneller übertragen als 10
Impulse. Und selbst wenn weniger Impulse
übertragen werden, wird jeweils eine kurze Pause
zwischen den Impulsgruppen eingelegt.
Das Tonwahlverfahren ist also schneller – und
lässt sich heute fast überall nutzen. Das setzt
Schnurlose Telefone bestehen aus einer Basisstation und einem Mobilteil. Im letzteren findet
sich ein Akku, der aufgeladen wird, indem man
das Mobilteil auf die Basisstation legt.
Basisstationen und Mobilteil kommunizieren per
Funk. Die Reichweite ist begrenzt. Hersteller
reden oft von 300 Metern – in Gebäuden ist aber
wesentlich früher Schluss. Bei ein paar
Zigmetern ist irgendwo die Grenze.
Interessant sind die schnurlosen Telefone nach
dem DECT-Standard. DECT-Schnurlos-Telefone
kommunizieren zwar auch per Funk mit der
Basisstation, das geht aber digital vor sich, so
dass weniger Störungen auftreten.
Außerdem kann die Basisstation mehrere
Mobilteile verwalten. Auch das Durchstellen von
einem Mobilteil zum anderem ist bei den meisten
Produkten nach dem DECT-Standard möglich.
Du solltest heute also nur noch schnurlose
Telefone nach dem DECT-Standard kaufen.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Rückblick: analog Telefonieren
So lässt sich – auch am analogen Telefonanschluss! – leicht eine kleine Telefonanlage
aufbauen. Man nehme einfach ein DECT-Telefon
mit Basisstation und kaufe sich ein paar
zusätzliche Mobilteile dazu. Du kannst auch
mehrere DECT-Telefone mit jeweils einer
eigenen Basistation kaufen. Du benutzt aber nur
eine Basisstation.
An der Basisstation können zusätzliche DECTMobilteile angemeldet werden.
Hast du so etwas vor, würde ich dir trotzdem
empfehlen, die schnurlosen Telefone jeweils mit
Basisstation zu kaufen – dann kannst du nämlich
die Basisstationen später einmal an einer ISDNTelefonanlage betreiben. Und in diesem Fall
kannst du zwei Telefongespräche gleichzeitig
führen, was bei einer einzelnen Basisstation nicht
möglich wäre. Jedes Mobilteil hat eine eigene
Basisstation, die an der ISDN-Telefonanlage
angeschlossen wird.
Einige Modelle haben ein paar nette Features,
wie etwa einen integrierten digitalen Anrufbeantworter oder aber Anzeige der Rufnummer
des Anrufers sowie der verbrauchten Gebühreneinheiten. Für den integrierten Anrufbeantworter
würde ich allerdings keine Mark investieren und
lieber ein gesondertes Geräte kaufen – das
funktioniert nämlich auch, wenn du es mit einem
anderen Telefonapparat betreiben willst.
Im Handel sind inzwischen abgemagerte DECTTelefone erhältlich: Bei diesen Geräten kann die
Basisstation nur ein DECT-Telefon verwalten, oder
aber es können keine Gespräche zwischen den
DECT-Telefonen geführt werden. Mit diesen
Abstrichen können Besitzer einer ISDN-Telefonanlage meist trotzdem gut leben, aber wenn du vor
hast, an einem herkömmlichen analogen Anschluß
mit einer Basisstation mehrere DECT-Mobilteile zu
betreiben, ist es ärgerlich, diese Abstriche erst nach
dem Kauf festzustellen. Dann wird nämlich aus
dem Plan wohl nichts!
Clip - Anzeige der Rufnummer
Sofern die Rufnummer des Anrufers übermittelt
wird, kann ein ISDN-Telefon sie anzeigen. Das
geht inzwischen auch im analogen Telefonnetz.
Man nennt das CLIP. Dafür wird eine gesonderte
monatliche Gebühr erhoben. Die Rufnummer
kann entweder auf einen Telefonapparat mit
7
Clip-Unterstützung oder auf einen Zusatzgerät
angezeigt werden.
Einige ISDN-Anlagen unterstützen ebenfalls
Clip. Diese Anlagen erhalten die Rufnummer des
Anrufers über den D-Kanal im ISDN-Netz. Die
Informationen werden für die angeschlossenen
analogen Endgeräte entsprechend umgesetzt. Ein
analoges Telefon mit CLIP-Unterstützung kann
ebenfalls die Rufnummer des Anrufers anzeigen.
Anrufbeantworter
Bei den Anrufbeantwortern gibt es verschieden
Gattungen. Heute ist es üblich, die Ansage wie
auch die Anrufe digital auf einem Chip aufzuzeichnen. Solche Geräte sind inzwischen sehr
preiswert.
Alte Anrufbeantworter haben für Anrufe und
Ansagetexte getrennte Kassetten. Es gibt auch
Mischformen, bei denen der Ansagetext digital,
der Anruf dagegen auf einer Kassette gespeichert
wird. So hat man mehr Kapazität für die Texte
der Anrufer zur Verfügung.
Willst du einen Anrufbeantworter kaufen, solltest
du dich für ein fernabfragbares Exemplar entscheiden. Mit einem Telefon, das auf Tonwahlverfahren eingestellt ist, kannst du deinen Anrufbeantworter dann aus der Ferne abfragen und die
hinterlassenen Botschaften abhören. Es gibt auch
Zusatzgeräte, die entsprechende Töne erzeugen.
So kannst du auch von einem Telefon mit Pulswahlverfahren deinen Anrufbeantworter
abfragen.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Rückblick: analog Telefonieren
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Gebührenzähler
Im analogen Telefonnetz kannst du gegen einen
geringen Aufpreis einen Gebührenimpuls
übertragen lassen, der jeweils gesendet wird,
wenn du eine Tarifeinheit verbraucht hast.
Mit einem Gebührenzähler hast du jederzeit
Überblick über die verbrauchten Einheiten.
Bei Verwendung eines Faxgerätes oder eines
Modems kann der Gebührenimpuls Probleme
bereiten. Bei ISDN gibt es keinen Gebührenimpuls mehr, sondern eine Gebühreninformation,
die digital über einen gesonderten Kanal läuft –
und zwar den D-Kanal, über den sämtliche
Verwaltungsinformationen laufen.
Die meisten ISDN-Telefonanlagen können die
Gebühreninformationen in Gebührenimpulse
umsetzen. An einer ISDN-Telefonanlage kannst
du auch TAE-Dosen montieren, an denen du
dann einen Gebührenzähler und einen Telefonapparat betreiben kannst.
sich nicht um spezielles Papier handeln –
einfaches Kopierpapier reicht aus.
Normalpapierfaxgeräte mit einem Thermotransferdruckwerk haben einen großen Nachteil: Für
jedes DIN A4-Blatt (Länge 29 cm) werden ca. 30
Zentimeter vom Farbband verbraucht, da die
Farbe an vielen Stellen abgelöst wird. Würde die
Rolle nochmals verwendet, könnte hier nichts
mehr gedruckt werden. So entstehen recht hohe
Unterhaltskosten.
Soll es ein Normalpapierfaxgerät sein, ist ein
Gerät mit einem Tintenstrahldruckwerk eine gute
Wahl: diese Geräte sind billiger als die mit einem
Laserdruckwerk. Die Unterhaltskosten sind
günstiger als bei einem Normalpapierfax mit
Thermotransferdruckwerk. Werden aber
besonders wenige Faxe empfangen, kann die
Tinte in den Düsen verstopfen.
Einige Telefone haben übrigens den Gebührenzähler gleich integriert. Das ist besonders bei
schnurlosen Telefonen sinnvoll, da man ja mobil
sein will und nicht auf den kabelgebundenen
Gebührenzähler schauen möchte.
Faxgeräte
Faxgeräte werden auch Fernkopierer genannt.
Man legt ein beschriebenes Blatt Papier in das
Faxgerät ein, drückt ein paar Tasten, und eine
Kopie der Vorlage wird auf einem anderem
Faxgerät beim Empfänger ausgegeben.
Es gibt verschiedene Arten Faxgeräte. Simple
Faxgeräte drucken auf Thermopapier, das sich
auf einer Rolle befindet. Überall, wo das Faxgerät
das Thermopapier erwärmt, wird es schwarz. Bei
manchen Faxgeräten wird das Papier jeweils
nach einer Seite abgeschnitten.
Dieses Papier ist aber nicht sehr schön. Besser ist
ein Normalpapierfaxgerät. Entweder hat ein
solches Gerät einen eingebauten Tintenstrahlbzw. Laserdrucker oder ein Thermotransferdruckwerk. Das Thermotransferdruckwerk ähnelt
dem Thermopapierfaxgerät. Nur wird hier nicht
etwa ein spezielles Papier erwärmt, sondern ein
Farbband. An den erwärmten Stellen des
Farbbandes lösen sich die Farbpigmente und
setzen sich auf dem Papier fest. Dabei muss es
Streifige Ausdrucke aus
Tintenstrahldrucker oder -faxgerät?
Liefert der Tintenstrahldrucker oder das Faxgerät
streifige Ausdrucke, ist meist die Tintenpatrone
eingetrocknet. In diesem Fall nimmst du ein
Wattestäbchen und lauwarmes destilliertes
Wasser und reinigst damit den Druckkopf. Hilft
das nicht, kannst du es mit etwas Küchenpapier
versuchen, das du mit destillierten Wasser
tränkst. Lege die Düse eine Stunde lang auf das
Küchenpapier, damit das Wasser die
eingetrocknete Tinte lösen kann.
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Rückblick: analog Telefonieren
Faxweiche
Möchtest du Telefon und Telefax an einem
Telefonanschluss betreiben, gibt es ein kleines
Problem: Das Faxgerät kann nicht erkennen, ob
es sich bei einem Anruf um ein Fax oder um ein
Telefongespräch handelt.
Hier hilft eine Faxweiche weiter. An dieses Gerät
werden Telefon und Faxgerät angeschlossen. Die
Faxweiche hört sich das Telefongespräch an,
entscheidet, ob es sich um ein Fax oder um ein
Telefongespräch handelt, und verbindet mit dem
entsprechendem Gerät.
Soweit die Theorie – in der Praxis gibt es zwei
Arten von Faxweichen: aktive und passive. Hat
ein Faxgerät eine Faxweiche integriert, handelt es
sich meist um eine aktive Faxweiche.
Eine aktive Faxweiche nimmt selbständig jedes
Telefongespräch entgegen. Je nach Modell
werden unterschiedlich komische Geräusche
erzeugt, die ein Telefonanrufer sich anhören
muss. Gute Modelle erzeugen einen Ton, der so
ähnlich klingt wie der, den man hört, wenn der
Telefonhörer noch nicht abgenommen worden
ist. Handelt es sich um ein Faxgespräch, wird
zum Faxgerät durchgestellt, andernfalls wird mit
dem Telefonapparat verbunden. Dann klingelt
dein Telefon, und es vergehen Zeit und
Gebühren, bis du abnimmst.
Besser ist die passive Faxweiche. Hier nimmt
nicht die Faxweiche das Telefongespräch an,
sondern du selbst. Bist du nicht zu Hause, muss
dich dein Anrufbeantworter vertreten!
Die passive Faxweiche lauscht das Telefongespräch ab. Handelt es sich um ein "richtiges"
Gespräch, geschieht nichts – handelt es sich
dagegen um ein Faxgespräch, nimmt dir die
passive Faxweiche das Gespräch aus der Hand
und verbindet mit dem Faxgerät.
Mehrfachumschalter (AMS) und
analoge Telefonanlage
Möchtest du mehr als ein Telefon am analogen
Telefonanschluss betreiben, benötigst du irgendeine Elektronik, die zwischen den Telefonapparaten umschaltet. Zwar könnte man zwei
Telefone parallel betreiben, dann könnte man
aber vom anderem Telefon aus das andere
9
Gespräch abhören. Und das ist – zumindest in
Deutschland – verboten.
An einer Umschaltelektronik führt also kein Weg
vorbei. Es gibt hier zwei Möglichkeiten: einen
automatischen Mehrfachumschalter (AMS) oder
eine Telefonanlage.
Beim Mehrfachumschalter gibt es ein Problem:
Bevor ein Gespräch durchgestellt werden kann,
muss am anderem Telefon erst einmal der Hörer
abgenommen werden. Du musst also erst durchs
Haus schreien, damit jemand den Hörer abnimmt.
Erst dann kann das Gespräch durchgestellt
werden.
Bei einer Telefonanlage kannst du sofort durchstellen. Du kannst sogar, bevor du den Hörer
auflegst, dem anderen Familienmitglied sagen,
wer angerufen hat. Und was besonders gut ist: du
kannst innerhalb des Hauses gratis zwischen den
an der Anlage angeschlossenen Apparaten
telefonieren.
Doppelanschluss
Der Doppelanschluss ist etwas Historisches. Bei
der Telekom gab es zwei analoge Telefonanschlüsse zum Vorzugspreis. Der zweite
Anschluss war etwa 50% billiger. Der Grund: die
Telekom verlegte in der Vergangenheit 2
Doppeladern für jeden Telefonanschluss. Da aber
nur eine Doppelader benötigt wird, wurde die
zweite normalerweise nicht benutzt, so dass die
Telekom sie gern vermietete – eben in Form
eines Doppelanschlusses.
Der Doppelanschluss wurde bevorzugt für das
Faxgerät genutzt. So bekam das Faxgerät eine
eigene Rufnummer, und es gab keinen Ärger mit
einer Faxweiche.
Seit dem 01.01.1996 gibt es den Doppelanschluss
nicht mehr. Wer bis dahin einen Doppelanschluss
hatte, darf seitdem zwei Grundgebühren zahlen.
Das ist etwa soviel, wie man für einen ISDNAnschluss bezahlt – nur: der ISDN-Anschluss
kann mehr!
Hast du einen solchen Doppelanschluss, solltest
du eigentlich ernsthaft über ISDN nachdenken.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Warum ISDN?
10
Warum ISDN?
Das ist eine gute Frage. Nicht nur ist die monatliche Grundgebühr höher – du musst auch in neue
Telefongerätschaften investieren, denn alte analoge Geräte funktionieren bei ISDN im Prinzip
nicht mehr. Aber keine Angst – für etwa 200
Mark erhältst du einen Adapter, mit dem du deine
alten analogen Geräte am ISDN-Anschluss weiter
betreiben kannst.
Mache gleich Nägel mit Köpfen! Möchtest du
analoge Geräte verwenden, solltest du dir eine
ISDN-Telefonanlage zulegen. Die gibt es nämlich
auch für 200 Mark! - Oder diese Alternative:
TeleDat 150 USB 2 a/b. Damit kannst du zwei
analoge Endgeräte (etwa 2 Telefone oder ein
Faxgerät und ein Telefon) am ISDN-Anschluß
betreiben und kannst zusätzlich noch ins Internet
oder Faxe direkt aus dem PC verschicken.
Bis hierhin habe ich ja nichts Gutes von ISDN
erzählt. Welche Vorteile gibt es?
Surfst du viel im Internet, dürfte ISDN für dich
besonders interessant sein. Denn Internet über
ISDN geht viel schneller! Das fängt schon beim
Verbingsaufbau an. Statt in 10-20 Sekunden bist
du schon in wenigen Sekunde drin!
Aber damit nicht genug: bei ISDN hast du gleich
2 Leitungen, die B-Kanäle genannt werden –
mehr dazu später. Du kannst also auch angerufen
werden, während du im Internet surfst.
Auch beim Telefonieren bringt ISDN Vorteile:
Bist du nicht gerade im Internet, können zwei
Telefongespräche gleichzeitig geführt werden.
Man kann auch angerufen werden, obwohl schon
jemand telefoniert. Und noch weiter: ISDN
erlaubt bis zu 10 Telefonnummern. Jedes
Familienmitglied erhält so endlich eine eigene
Telefonnummer – sogar das Faxgerät.
Jeder, der Telefon und Faxgerät an einem
analogen Telefonanschluss betreibt, weiß, wie
ärgerlich es ist, dass beide Geräte nur eine
Telefonnummer haben. Zwar kann man einen
zweiten analogen Telefonanschluss beantragen,
das ist aber nicht schlau, weil man dann Monat
für Monat eine zusätzliche Grundgebühr zahlt.
Anders ausgedrückt kosten 2 analoge Telefonanschlüsse etwa soviel wie ein ISDN-Anschluss
– der aber wie gesagt viel mehr bietet!
Immer noch nicht von ISDN überzeugt? Dann
will ich jetzt einige praktische Anwendungsbeispiele vorstellen:
... im Einpersonenhaushalt
Der Nutzen von ISDN im Einpersonenhaushalt
mag fraglich sein. Das Faxgerät kann bei ISDN
eine eigenen Rufnummer haben. Aber es gibt ja
auch Dienste im Internet zum Faxempfang –
dann bekommst du das Fax als E-Mail mit
angehängter Grafikdatei.
Ein anderer Vorteil wäre, dass das Surfen im
Internet mit ISDN einfach schneller geht. Und
während du im Internet surfst, kannst du auch
noch angerufen werden.
... in der Familie
Welche Familie kommt heute noch mit einem
analogen Telefonanschluss aus? Hier hilft ISDN:
endlich können zwei Telefongespräche
gleichzeitig geführt werden, endlich kann man
angerufen werden, obwohl ein Dauergespräch
geführt wird, und endlich ist der Zugang zum
Internet schneller.
Nebenbei hat jeder seine eigene Rufnummer. Ist
doch viel angenehmer, wenn Anrufer gleich den
richtigen Gesprächspartner in der Leitung haben!
... im Familienunternehmen
Unsere Beispielfamilie hat einen Handwerksbetrieb. Die Familie wohnt im selben Gebäude
wie die Firma.
Beim ISDN-Einsatz im Familienunternehmen
kommen die gleichen Vorteile wie bei unserer
ISDN-Familie zur Geltung. Das besondere ist,
dass Firma und Familie sich einen ISDNAnschluss teilen. An einer ISDN-Telefonanlage
werden die bisherigen analogen Endgeräte wie
Telefone, hier auch schnurlose Telefone, und ein
Faxgerät betrieben.
Insgesamt wird an monatlicher Grundgebühr
etwa das gezahlt, was zwei analoge Telefonanschlüsse kosten würden. Für die Firma gibt es
eine eigene Telefonnummer. Jedes Familienmitglied hat seine eigene Telefonnummer – wie
auch das Faxgerät im Büro.
Telefongespräche, welche die Firma betreffen,
können auch im Wohnbereich angenommen
werden. Dies ist besonders dann wichtig, wenn
gerade niemand in der Firma ist.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Warum ISDN?
... in der Wohngemeinschaft
Natürlich lässt sich ISDN auch in der Wohngemeinschaft einsetzen. Jeder bekommt seine
eigene Rufnummer (maximal 10). An der in
diesem Heft vorgestellten Telefonanlage können
(je nach gewählter Variante) bis zu 10
Telefonapparate angeschlossen werden. Reicht
das nicht, lässt sich eine weitere Telefonanlage
anschließen. Nachteil: Man kann keine
Telefongespräche von der einen zur anderen
Telefonanlage durchstellen.
...in der Bürogemeinschaft
Zwei selbständige und frischgebackene Jungunternehmer leisten sich ein Gemeinschaftsbüro
mit einem gemeinsamen ISDN-Anschluss. An
Grundgebühr zahlen beide zusammen etwa das,
was sie bei einzelnen analogen Telefonanschlüssen zahlen müssten. Trotzdem haben
beide eine eigene Ruf- und eine eigene Faxnummer. Die beiden Jungunternehmer setzen
übrigens die in diesem Heft vorgestellte
Telefonanlage ein.
Für den Faxempfang haben beide sich etwas ganz
Pfiffiges einfallen lassen. Sie besitzen ein altes
Thermopapierfaxgerät. Das Faxgerät ist an der
Telefonanlage angeschlossen. Diese ist so
eingestellt, dass für beide Faxnummern auf das
gemeinsame Faxgerät durchgestellt wird. Das
Faxgerät ist so eingestellt, dass es erst beim
dritten Klingeln abnimmt.
Der Clou: beide haben in ihrem PC eine ISDNKarte mit Faxprogramm. Im Faxprogramm haben
sie jeweils die eigene Faxnummer eingestellt. Die
Faxprogramme sind so konfiguriert, dass Faxanrufe sofort entgegengenommen werden.
Nur wenn kein PC kein Fax annimmt, etwa weil
der PC gerade ausgeschaltet ist, landen eingehende Faxe auf dem Faxgerät. Faxe können vom
Faxgerät oder direkt aus dem PC verschickt
werden. Das Faxen mit dem Faxgerät ist trotzdem
möglich.
Digitale Spielereien
Ich habe dir bereits folgende Vorzüge von ISDN
genannt:
• Du hast zwei Kanäle. Es können also zwei
Telefongespräche gleichzeitig geführt werden.
Oder du kannst im Internet surfen und bist
trotzdem telefonisch erreichbar.
11
• Das Surfen im Internet geht schneller.
• Du hast 10 Rufnummern. Jedes Familienmitglied erhält endlich eine eigene Nummer.
Aber es gibt noch weitere digitale Spielereien bei
ISDN. Einige dieser netten Features gibt es
inzwischen auch beim analogen Telefonnetz
(siehe im Glossar unter ANIS)..
Rückruf bei besetzt
Es gibt Leute, deren Telefonanschluss ständig
besetzt ist. Da wäre es schön, wenn man sagen
könnte: Liebes Telefon, gib mir Bescheid, wenn
der besetzte Telefonanschluss wieder frei ist. In
der Realität geht das sogar noch besser: Die
Verbindung zum gewünschten Gesprächspartner
wird automatisch aufgebaut – dein Telefon
klingelt, sobald die Verbindung steht.
Anzeige der Rufnummer
Hat der Anrufer ISDN und ist bei ihm die
Rufnummernübermittlung nicht abgeschaltet,
wird die Nummer im Display eines ISDNTelefons angezeigt. Du kannst einen Anrufer also
mit "Guten Tag Herr Meier" begrüßen, noch
bevor er seinen Namen genannt hat. Der Herr
Meier wird sich vielleicht fragen, woher du denn
weißt, dass er es ist. – Und möchtest du Herrn
Meier nicht sprechen, musst du den Telefonhörer
ja gar nicht erst abnehmen.
Dieses Feature gibt es inzwischen auch für den
analogen Telefonanschluss. Man spricht hier wie
gesagt von "CLIP". Die meisten analogen
Telefon mit Display können aber KEINE
Rufnummern anzeigen – das vermögen nur
einige wenige neuere Modelle. Es gibt aber für
analoge Telefone Zusatzmodule, die dann in den
N-Schlitz der TAE-Dose gesteckt werden.
Einige ISDN-Telefonanlagen können digital
übermittelte Rufnummern des Anrufers für
analoge Telefongeräte umsetzen, die an der
Anlage angeschlossen sind. Hast du ein
entsprechendes analoges Telefon oder ein
entsprechendes Anzeigemodul angeschlossen,
wird die Rufnummer des Anrufers angezeigt.
Anklopfen, Makeln, Rückfragen
Führst du ein längeres Gespräch, und wird deine
Telefonnummer von einem weiterem Teilnehmer
gewählt, kann bei dir angeklopft werden. In
deinem Telefonhörer ertönt ein Klopfgeräusch.
Du kannst dein Gespräch beenden – oder aber
deinen Gesprächspartner auf Warten schalten.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
12
Warum ISDN?
Dann kannst du nämlich das zweite
Telefongespräch annehmen. Du kannst zwischen
beiden Gesprächen wechseln.
Das Wechseln zwischen zwei Gesprächen nennt
man Makeln. Bietet dir ein Teilnehmer ein
Produkt an, das du einem anderen Teilnehmer
verkaufen möchtest, kannst du den Makler
spielen. Die beiden Teilnehmer bekommen
voneinander nichts mit. Du bist der Makler, du
verkaufst dann das Produkt für einen höheren
Preis als du es kaufst. Dein Kunde weiß dann
nichts von deinem Lieferanten, obwohl du ja
gleichzeitig(?) mit beiden telefoniert hast!
Dreierkonferenz
Beim Makeln kannst du zwischen zwei
Gesprächsteilnehmern umschalten. Es ist aber
auch möglich, dass alle drei Teilnehmer sich
hören. Das ist dann eine Dreierkonferenz.
Anrufweiterschaltung
Hinter der Anrufweiterschaltung steckt die
Umleitung von Telefongesprächen auf einen
anderen Telefonapparat, der sich irgendwo in der
Welt befinden kann. Das kann etwa für
Handwerksbetriebe interessant sein. Der Chef hat
immer sein Handy dabei. Ist das Büro nicht
besetzt, können die Telefongespräche auf das
Handy umgeleitet werden.
Beim Standard-ISDN-Anschluss kostet die
Anrufweiterschaltung etwa 5 Mark zusätzlich im
Monat, beim Komfortanschluss fällt diese
zusätzliche Gebühr nicht an - allerdings lohnt es
sich dann schon, auf den Komfortanschluss
hochzurüsten, da dieser etwa gleich teuer wie ein
Standardanschluss mit der Möglichkeit der
Anrufweiterschaltung ist. Zusätzlich sind aber
jeweils noch die Telefongebühren fällig. Die
Telekom lässt sich außerdem die Verbindung der
Weiterschaltung bezahlen. Im Falle einer
Weiterschaltung auf ein Handy fallen also
entsprechende Gebühren an.
T-Netbox
Die T-Netbox ist ein Anrufbeantworter, der nicht
bei dir aufgestellt wird, sondern bei der Telekom.
In Wirklichkeit wird auf einem Computer ein
Anrufbeantworter simuliert. Die T-Netbox kostet
etwa 4 Mark im Monat. Zum ISDNKomfortanschluss gehört standardmäßig eine TNetbox für eine Rufnummer.
Die T-Netbox ist ein Produkt der Deutschen
Telekom AG. Wenn du einen anderen Netzbetreiber wählst, wird es keine T-Netbox geben.
Wenn du Glück hast, gibt es einen vergleichbaren
Dienst. Allerdings kann es auch passieren, dass es
keinen vergleichbaren Dienst gibt.
Gebühreninformationen
Bei ISDN kann übermittelt werden, wie viele
Gebühreneinheiten verbraucht worden sind. Die
Übermittlung kann schon während des
Gespräches erfolgen oder aber als Summe am
Ende des Gespräches.
Beim ISDN Standard-Anschluss kostet die
Übermittlung der Gebühreninformationen am
Ende des Gespräches etwa 2 Mark im Monat –
während des Gespräches ca. 3 Mark.
Beim ISDN-Komfortanschluss kostet die Übermittlung während des Gespräches ca. 3 Mark
monatlich, am Ende des Gespräches erfolgt die
Gebührenübermittlung standardmäßig.
Die ISDN-Technik
Zuerst wäre da NTBA ...
ISDN kommt wie das konventionelle analoge
Telefon über zwei Drähte ins Haus. Die Signale,
die die Telekom über die Drähte schickt, eignen
sich unmittelbar nicht zur Weiterverwendung
durch ISDN-Geräte. Die Umsetzung übernimmt
ein weißes Kästchen namens NTBA (Network
Terminator Basis-Anschluss).
Analoge Telefone bekommen ihren Strom aus
dem Telefonnetz. Nicht so ISDN: hier kommt der
Strom für die Telefone aus der Steckdose. Aber
die meisten ISDN-Telefone haben kein eigenes
Netzteil. In diesem Fall speist der NTBA sie über
ein Netzkabel mit Strom.
Die meisten ISDN-Telefonanlagen haben ein
eigenes Netzteil. Eine im Computer eingebaute
ISDN-Karte erhält Strom von diesem. Setzt du
eine ISDN-Telefonanlage und eine ISDN-Karte
ein, ist der NTBA nicht mit der Steckdose
verbunden. - Die ISDN-Karte bekommt dann den
Strom aus dem PC, und die Telefonanlage
verfügt über ein eigenes Netzteil.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Warum ISDN?
Allerdings soll es einige wenige ISDN-Telefonanlagen geben, die zwar über ein eigenes Netzteil
verfügen, aber trotzdem über den NTBA gespeist
werden wollen. Dann ist der NTBA doch mit der
Steckdose zu verbinden (ausprobieren).
Den NTBA musst du nicht kaufen – du
bekommst ihn von der TELEKOM.
.... dann kommt der S0-Bus
Am NTBA befinden sich zwei Steckkontakte.
Dabei handelt es sich um den sogenannten S0Bus (sprich S-Null-Bus). Hier kannst du ISDNGeräte anschließen. Herkömmliche analoge
Geräte können nicht unmittelbar am S0-Bus
angeschlossen werden – dafür benötigst du einen
Adapter, der die digitalen ISDN-Signale aus dem
S0-Bus an analoge Endgeräte anpasst. So ein
A/B-Adapter kostet etwa 200 Mark. In ihm
befindet sich einiges an Elektronik. Besser wäre
die Anschaffung einer Telefonanlage. Diese
leistet dasselbe und sogar noch mehr. So kannst
du über sie zwischen angeschlossenen Geräten
telefonieren. Du kannst auch Gespräche auf ein
anderes Gerät durchschalten.
Eine andere Alternative: TeleDat 150 USB 2 a/b.
Damit kannst du zwei analoge Endgeräte (etwa 2
Telefone oder ein Faxgerät und ein Telefon) am
ISDN-Anschluß betreiben und kannst zusätzlich
noch ins Internet oder Faxe direkt aus dem PC
verschicken.
Möchtest du nur Geräte verwenden, die schon
einen S0-Busanschluss haben, benötigst du
keinen Adapter und keine Telefonanlage.
Allerdings kann man dann (meist) nicht intern
gebührenfrei Telefonieren. Einige wenige Geräte
machen da aber eine Ausnahme, dann ist das
interne Telefonieren aber nur zwischen
ausgewählten Geräten des gleichen Herstellers
möglich.
ISDN-Kanäle
Auf dem S0-Bus gibt es drei sogenannte Kanäle –
sozusagen Rohre, durch die Nachrichten
verschickt werden. Über einen dieser Kanäle, den
sogenannten D-Kanal, werden verwaltungstechnische Informationen übermittelt wie
Uhrzeit, Gebühreninformationen, die Nummer
des Anrufers oder die der Angerufenen.
13
Ein ISDN-Anschluss bietet maximal 10 Rufnummern an. Damit die Geräte wissen, welche
Rufnummer gewünscht wird, wird diese über den
D-Kanal übertragen. Ist ein Gerät auf die
entsprechende Nummer eingestellt, kann es
reagieren - also klingeln. Eine Telefonanlage, an
der analoge Telefone angeschlossen sind, lässt
die zugehörigen Telefone klingeln.
Du kannst auch mehrere Geräte für die gleiche
Telefonnummer einstellen.
Jetzt kommen wir zum »B-Kanal« – besser
gesagt zu den B-Kanälen, denn davon gibt es
zwei. Wenn du telefonierst, wird dafür ein BKanal verwendet. Da zwei B-Kanäle zur
Verfügung stehen, können zwei Gespräche
gleichzeitig geführt werden. Du kannst aber auch
einen B-Kanal verwenden, um über eine ISDNKarte im Internet zu surfen. Der Computer, der
digital arbeitet, ist dann digital am digitalem
ISDN-Netz angeschlossen. Das geht viel
schneller als über ein Modem, denn es ist ja dann
alles aus einem digitalen Guss.
Du kannst auch ein Bildschirmtelefon betreiben.
Dafür werden zwei B-Kanäle benötigt. Die Sache
hat einen Nachteil: Es fallen dabei doppelte
Gebühren an!
Die Protokolle 1TR6 und DSS/DSS1
Der Begriff Protokoll beschreibt, wie die Signale
am S0-Bus codiert werden. Deutschland hat in
Sachen ISDN eine Vorreiterrolle. So gab es in
Deutschland schon vor der Verabschiedung eines
Standards das ISDN-Netz. Leider hat man sich
beim EURO-ISDN-Standard nicht an die
deutsche Entwicklung gehalten. Der deutsche
Standard arbeitet(e) mit dem 1TR6-Protokoll.
Der europäische EURO-ISDN-Standard setzt
hingegen das Protokoll DSS1 (auch DSS
genannt) ein.
Kaufst du ein gebrauchtes ISDN-Gerät, kennt es
vielleicht nur den 1TR6-Standard. Damit kannst
du an einem modernen Anschluss mit EUROISDN (sprich DSS1) nichts anfangen. Einige
Geräte verstehen sich auf beide Modi – diese
Geräte sind entsprechend einzustellen.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Warum ISDN?
14
Geräteauswahl
ISDN-Telefon
A/B-Adapter
Mit einem A/B-Adapter lassen sich analoge
Geräte am ISDN-Anschluss weiter verwenden. So
ein Adapter kostet ca. 200 Mark. Eine
Interessante Alternative wäre eine ISDNTelefonanlage oder TeleDat 150 2 a/b. Mit
TeleDat 2 a/b kannst Du zwei analoge Endgeräte
(etwa 2 Telefone oder ein Telefon und ein
Faxgerät) an einem ISDN-Anschluß betreiben.
Der besondere Clou: Zusätzlich kann TeleDat
150 dich ins Internet bringen, und du kannst auch
Faxe direkt aus dem PC versenden und auch
empfangen.
Eine andere Möglichkeit bietet eine ISDNTelefonanlage. Eine ISDN-Telefonanlage bringt
mehr für das Telefonieren: Gespräche können
durchgestellt werden, und es ist auch möglich,
gebührenfrei im Hause zu telefonieren. Bei
einigen ISDN-Telefonanlagen kannst du auch
den PC so anschließen, dass du damit ins Internet
kannst oder sogar Faxe versenden. Die in diesem
Heft vorgestellte Telefonanlage der Firma Keil
bietet diese Möglichkeit nicht, dennoch hat diese
Anlage ein recht gutes Preis/Leistungsverhältnis,
so dass der Kauf einer zusätzlichen ISDN-Karte
für den PC akzeptabel ist. Entscheidest du dich
dennoch für einen A/B-Adapter, solltest du
darauf achten, dass er zwei analoge Anschlüsse
mit getrennten Nummern (MSNs; MSN =
Multiple Subscriber Number) besitzt. Dann
kannst du nämlich beispielsweise Telefon- und
Faxgerät anschließen und beide Geräte gleichzeitig nutzen.
Die Installation des A/B-Adapters ist einfach: du
stellst die Rufnummern ein, auf die er reagieren
soll, und setzt ihn zwischen den S0-Anschluss
des NTBAs und die analogen Geräte. Jetzt hast
du quasi einen analogen Doppelanschluss, den es
eigentlich nicht mehr gibt.
Du kannst an der zweiten S0-Buchse des NTBAs
eine ISDN-Karte anschließen, die du in deinen
Computer einbaust. Dann kannst du schneller im
Internet surfen als per Modem.
Ein ISDN-Telefon bietet den Vorteil, dass es
direkt, ohne Telefonanlage oder A/B-Adapter, am
S0-Bus angeschlossen werden kann. ISDNTelefone können die Uhrzeit, die Rufnummer des
Anrufers und die verbrauchten Gebühreneinheiten anzeigen. Die Uhrzeit kommt aus dem
ISDN-Netz.
Gute analoge Telefone können ebenfalls die
Rufnummer des Anrufers und die Gebühreneinheiten anzeigen. Und eine gute ISDNTelefonanlage formt diese Informationen so um,
dass auch moderne analoge Telefone diese
Informationen anzeigen können.
Die Alternative zum ISDN-Telefon wäre eine
einfache Telefonanlage und ein analoges Telefon
– vielleicht ein Telefon, das du bereits besitzt;
vielleicht hast du ja ein schnurloses DECTTelefon mit CLIP-Funktionen.
Für die Single-Bude, in der ein ISDN-Telefon
und vielleicht noch eine ISDN-Karte als ISDNGerätschaft ausreicht, kann vielleicht ein ISDNTelefon die ideale Wahl sein.
Familien, in denen jedes Familienmitglied ein
eigenes Telefon mit eigener Rufnummer haben
will, sind mit einer ISDN-Telefonanlage und
analogen Telefonen besser beraten.
Vorteile:
• Jedes Familienmitglied (maximal 10) kann ein
eigenes Telefon mit einer eigenen Rufnummer
haben.
• Es kann intern gebührenfrei telefoniert
werden.
• Gespräche können auf einen anderen Apparat
durchgestellt werden.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Warum ISDN?
• Relativ geringe Kosten, da analoge
Telefongeräte preiswert zu haben sind (schon
für unter 30 Mark).
• Einfache Installation, denn bei Verkabelung
für analoge Endgeräte kann im Gegensatz
zum ISDN-S0-Bus nicht viel falsch gemacht
werden. Eine umständliche Terminierung ist
nicht erforderlich.
Die angebotenen ISDN-Telefone haben unterschiedliche Features: teurere Geräte haben einen
eingebauten digitalen Anrufbeantworter. Besitzt
du nur ein ISDN-Telefon, nicht aber einen A/BAdapter oder eine ISDN-Telefonanlage, kannst
du keinen Anrufbeantworter betreiben. Spezielle
ISDN-Anrufbeantworter gibt es nicht – jedenfalls
habe ich noch nie einen solchen gesehen.
ISDN-Telefonanlage
Benutzt du eine ISDN-Telefonanlage, kannst du
kostenlos zwischen den angeschlossenen
Telefonapparaten telefonieren. Außerdem kannst
du Telefongespräche durchstellen.
ISDN-Telefonanlagen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Anschlussmöglichkeiten. Bei
teuren Anlagen kannst du auch ISDN-Telefone
anschließen. Je nach Modell kann eine Anzahl
analoger Geräte angeschlossen werden. So kannst
du ein Telefon oder ein Faxgerät, das du bisher
am analogen Telefonanschluss betrieben hast,
weiter verwenden. Eigentlich passen analoge
Geräte nicht an den ISDN-Anschluss, aber eine
Telefonanlage kann die Signale entsprechend
verändern.
Außerdem sind analoge Endgeräte wie Anrufbeantworter, Telefonapparate oder Faxgeräte viel
preiswerter als spezielle ISDN-Geräte.
Und betreibst du ausschließlich analoge Endgeräte an der ISDN-Anlage, ist das Kabelverlegen kein Problem. Bei einer Verkabelung für
ISDN-Geräte muss einiges beachtet werden. Ich
halte das für kompliziert und beschränke mich
hier auf den Anschluss analoger Endgeräte an
eine ISDN-Telefonanlage.
Am Beispiel einer konkreten Telefonanlage zeige
ich, wie man eine ISDN-Telefonanlage installiert.
Die grundsätzliche Vorgehensweise ist bei allen
Anlagen gleich.
Die in diesem Heft vorgestellte ISDN-Anlage
stammt von dem Hersteller KEIL. An dieser
15
Anlage lassen sich (je nach gewählter Variante)
bis zu 10 analoge Endgeräte anschließen.
Außerdem ist der Anschluss einer Türsprechstelle
(für die Haustüre) möglich.
Die Anlage kostet je nach Variante zwischen
etwa 400 und 600 Mark, und es lassen sich
zwischen maximal 4 und 10 Endgeräte
unabhängig voneinander betreiben.
Für kleine Haushalte, in denen eine ISDN-Telefonanlage vielleicht etwas übertrieben zu sein
scheint, empfiehlt sich TeleDat USB 2 a/b. An
diesem Produkt kannst du deinen PC anschließen
und ins Internet gehen. Es ist aber auch möglich
zwei herkömmliche analoge Geräte (etwa
Telefon und Fax) mit unterschiedlichen Rufnummern (MSNs) zu betreiben. Allerdings kann
damit nicht intern telefoniert werden.
USV - oder: ISDN beim Stromausfall
Bei ISDN bekommen die Geräte den Strom nicht
aus dem Telefonnetz, wie beim analogen Telefon, sondern aus der Steckdose. Entweder haben
sie ein eigenes Netzteil, oder aber sie beziehen
den Strom vom NTBA, der wieder den Strom aus
der Stromsteckdose bezieht.
Was ist denn, wenn bei dir Stromausfall ist, und
du einen Notruf tätigen musst? Dann wird wohl
nichts aus dem Notruf. Hast du Glück, kannst du
den Notruf beim Nachbarn tätigen – wenn nicht,
kannst du nichts machen. Du solltest dir also
überlegen, ob du dir nicht eine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) zulegen
solltest. Die versorgt dann deine Telefonanlage
oder den NTBA mit Strom, denn die USV hat
einen eingebauten Akku, der den Strom zur
Verfügen stellen kann.
Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit:
ISDN-Telefone, die sich aus dem ISDN-Telefonnetz speisen lassen. Das können aber nicht
alle ISDN-Telefone. Außerdem lässt sich nur ein
einziges ISDN-Telefon so aus dem Telefonnetz
speisen.
ISDN-Anschluss für den PC
Ein PC sollte mindestens einen Pentium 90Prozessor haben, um ihn am ISDN-Netz zu
betreiben. Preiswerte ISDN-Karten benötigen
nämlich einen schnellen Prozessor, und teure
ISDN-Karten sind gleich so teuer, dass es
sinnvoller ist, eine preiswerte ISDN-Karte samt
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
16
Warum ISDN?
Rechneraufrüstung zu nehmen. Aber ein Pentium
90 ist heute wohl auch kein Problem.
Hat dein PC einen USB-Anschluss, kannst du
einen externen ISDN-Adapter verwenden. Du
musst dann das gute Stück nicht aufschrauben.
Ein USB-Adapter kann auch an Notebooks mit
USB-Anschluss betrieben werden. Für Notebooks, die nur eine PCMCIA-Schnittstelle haben,
gibt es auch entsprechende Adapter.
Hat dein PC keine USB-Schnittstelle, kannst du
eine solche in Form einer Steckkarte nachrüsten.
Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, die
auch dann interessant ist, wenn dein PC zwar
USB hat: Man kann nämlich auch eine ISDNKarte in den PC einbauen. Das ist ordentlicher,
denn dann hast du keinen USB-Adapter am PC
rumhängen.
Der USB/ISDN-Adapter ist etwa so groß wie ein
Modem.
Ich stelle in diesem Heft sowohl eine ISDN-Karte
zum Einbau in den PC vor als auch einen
USB/ISDN-Adapter. Ich habe mich für die
Produkte »Fritz!Card USB« und »Fritz!Card
PCI« entschieden. Beide Produkte kommen von
der Berliner Firma AVM.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass Produkte der
Firma AVM als problemlos einzustufen sind.
Auch der Service bei AVM ist gut. Bei AVM
gibt es Updates im Internet. Es soll Hersteller
geben, die den Download von einer eigenen
Mailbox nur über eine gebührenpflichtige 0190Nummer gestatten. Auch die Hotline ist bei
einigen Herstellern gebührenpflichtig.
Bei AVM bekommt man die Updates aus dem
Internet, und die Hotline läuft nicht über eine
gebührenpflichtige 0190-Nummer.
Ich kann dir also Produkte der Firma AVM nur
empfehlen!
Der NTBA
Den NTBA bekommst du von der Telekom. Du
solltest dir schon einmal Gedanken darüber
machen, wo du ihn aufstellst. Die meisten ISDNTelefonanlage werden über den PC programmiert. Und möchtest du deinen PC am ISDNNetz anschließen, sollte die Kabelstrecke
zwischen NTBA und PC möglichst kurz sein.
Also stellst du den NTBA am besten in der Nähe
des PCs auf. Da sollte dann auch die Telefonanlage stehen, die über den PC programmiert wird.
Ich gehe in diesem Heft davon aus, dass der
NTBA und auch die Telefonanlage in der Nähe
des PCs stehen. Die Verkabelung des S0-Buses
ist nämlich nicht ganz einfach.
Installationsmaterial
Willst du die Telefonanlage am NTBA
anschließen, benötigst du kein gesondertes
Installationsmaterial. Das Kabel aus dem Lieferumfang der Telefonanlage reicht aus. Gleiches
gilt, wenn du eine ISDN-Karte in deinen PC
einbauen möchtest. Der NTBA wird mit deiner
bisherigen TAE-Dose verbunden. Zum NTBA
gehört das passende Verbindungskabel.
Installationsmaterial wird nur noch gebraucht,
um analoge Endgeräte an der Telefonanlage zu
installieren. Du musst für jedes Gerät eine TAEDose montieren. Solche TAE-Dosen gibt es als
Aufputz- und als Unterputzmodell. Am einfachsten – und billigsten – ist es, wenn du ein
Aufputzmodell nimmst.
Neben den TAE-Dosen benötigst du noch ein
Fernmeldekabel. Ein zweiadriges Fernmeldekabel (1 Doppelader) reicht zwar, dennoch empfehle ich ein vieradriges Kabel (2 Doppeladern).
Das Installationsmaterial bekommst du im
Baumarkt oder aber im Versandhandel
Bestellst du bei Reichelt Elektronik, empfehle ich
dir, einen Adapter zu bestellen. Die Telefonanlage
hat nämlich einen 9poligen Stecker für die serielle
Schnittstelle deines PCs. Wenn bei deinem PC
aber nur ein 25poliger Stecker frei ist, benötigst
du den Adapter.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Der ISDN-Antrag
Der ISDN-Antrag
... nicht zu früh stellen
Dir sollte bei der Antragstellung eines klar sein:
Sobald der ISDN-Anschluss aktiviert ist, kannst
du deine bisherigen Geräte nur mit einem A/BAdapter oder einer ISDN-Telefonanlage benutzen.
Daher solltest du den Termin für die Umschaltung
auf ISDN so legen, dass die neuen ISDN-Geräte
einsatzbereit sind.
In unserem Beispielfall, in dem eine ISDN-Telefonanlage installiert werden soll, bedeutet dies,
dass die Anlage bereitstehen soll. Auch sollte
mindestens ein Telefon angeschlossen und die
Anlage programmiert sein.
Wie du die Telefonanlage einrichtest und programmierst, beschreibe ich in den folgenden
Kapiteln.
Du solltest die Telefonanlage mit dem NTBA
verbunden haben. Dann brauchst du nur noch den
NTBA in die alte TAE-Dose zu stecken.
Am besten ist es, wenn du dir an dem Tage X, an
dem dein Telefonanschluss auf ISDN umgestellt
wird, frei nimmst.
ISDN gibt es auch zum Sozialtarif, was etwa für
BAFÖG-Studenten interessant sein kann. Hier
sind aber Änderungen geplant.
Antragsformular und Anschlussform
Du stellst den ISDN-Antrag bei deiner Telefongesellschaft– meist Deutsche Telekom AG. Wie
erwähnt ist es auch möglich, den Antrag beim
Kauf von ISDN-Geräten zu stellen. Der Verkäufer
bekommt dann eine Provision und gibt vielleicht,
wie in den vorgestellten Beispielen, die ISDNGeräte etwas preiswerter ab. Das kann schon
einmal 200 Mark Preisdifferenz ausmachen.
Wichtig ist, dass du weißt, was für einen ISDNAnschluss du benötigst.
Für Firmen und Institutionen gibt es den
sogenannten ISDN-Primärmultiplexanschluss.
Bei diesem ISDN-Anschluss können bis zu 30
Telefongespräche gleichzeitig geführt werden.
Das mag toll sein, ist aber schon in der
Grundgebühr so teuer, dass man es für den
Privatgebrauch vergessen kann. Außerdem
benötigt man zur Installation von Geräten an
diesem Anschluss eine Personenzulassung. Im
17
Klartext bedeutet das, dass du am Primärmultiplexanschluss nichts verloren hast - oder hast du
eine entsprechende Personenzulassung?
Eine andere Anschlussart ist der sogenannte
Anlagenanschluss. Hier kann man eine Telefonanlage betreiben und sonst nichts. Es gibt nur
eine Rufnummer und dazu noch Durchwahlnummern. Der Anlagenanschluss dürfte für uns
ungeeignet sein. Schließlich willst du sicherlich
auch eine ISDN-Karte für den PC betreiben.
Dann gibt es noch den Mehrgeräteanschluss. Hier
bekommst du bis zu 10 Telefonnummern und
kannst mehrere Geräte anschließen – auch eine
ISDN-Telefonanlage.
Dieser Anschluss ist für dich wohl die beste
Wahl. Nebenbei kostet er weniger monatliche
Grundgebühr als der Anlagenanschluss.
Am Mehrgeräteanschluss darfst du selber Geräte
anschließen – ganz ohne Personenzulassung.
Jetzt dürfte klar sein, was für eine Anschlussart
du benötigst. Ich gehe nachfolgend auf den
Mehrgeräteanschluss sein.
Anlagenanschluss – wozu?
Da der ISDN-Mehrgeräteanschluss heute ohne
zusätzliche Gebühren 10 Rufnummern erlaubt,
magst du dich fragen, ob der Anlagenanschluss
überhaupt noch eine Existenzberechtigung hat.
Hinzu kommt, dass man am Anlagenanschluss
keine weiteren Geräte direkt anschließen kann.
Und dann ist die Grundgebühr hier auch noch
höher als beim Mehrgeräteanschluss!
Nun, es gibt Firmen, bei denen mehr als 2 Leute
gleichzeitig telefonieren müssen. Es gibt zwar
den Primärmultiplexanschluss, bei dem gleich 30
Telefongespräche gleichzeitig geführt werden
können. Die Grundgebühr für diesen Anschluss
ist aber auch für Firmen oft zu hoch.
Für solche Firmen ist der Anlagenanschluss
interessant. Eingesetzt wird dann eine ISDNTelefonanlage, die an mehr als einem ISDNAnschluss angeschlossen werden kann. Bei zwei
ISDN-Anschlüssen sind so 4 Telefongespräche
gleichzeitig möglich.
Hier ist es sinnvoller, mit Durchwahlnummern zu
arbeiten – die sind nämlich unabhängig vom
ISDN-Anschluss.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Der ISDN-Antrag
18
Solche Installationen, mit mehr als einem ISDNAnschluss für eine ISDN-Telefonanlage dürfen
nur vom Fachmann mit Personenzulassung
gemacht werden.
Es gibt aber eine Alternative: du verwendest zwei
ISDN-Mehrgeräteanschlüsse. Der eine dieser
Anschlüsse dient zum Telefonieren, der andere
für das Faxgerät und für den Computer.
Vorteile dieser Alternative:
Du kannst auch ohne Personenzulassung selber an
den beiden unabhängigen ISDN-Anschlüsse
installieren.
Außerdem fallen weniger Grundgebühren an,
denn die Grundgebühr eines Mehrgeräteanschlusses ist geringer als beim ISDN-Anlagenanschluss.
Nachteile: Wenn drei Telefongespräche
gleichzeitig geführt werden sollen, ist dies nicht
möglich, schließlich sind die beiden ISDNAnschlüsse voneinander unabhängig. Bei der
vorgestellten Konfiguration ist ja ein Anschluß (2
B-Kanäle) zum Telefonieren, und der zweite
Anschluß (2 weitere B-Kanäle) für Faxgerät und
Computer. Somit können nur 2 B-Kanäle zum
Telefonieren genutzt werden..
Auswahl der ISDN-Komponenten
ISDN-Telefonanlage
Die in diesem Heft vorgestellte Telefonanlage
gibt es in drei Varianten:
1. K210: für 10 Nebenstellen, 2 Türsprechstellen,
Alarmanlage, 2 Steuerrelais
2. K206: für 6 Nebenstellen, Türsprechstelle,
Alarmanlage
3. K204: für 4 Nebenstellen
Für jedes Gerät (Telefon, Faxgerät, etc.) solltest
du eine eigene Nebenstelle verwenden. Eine
vierköpfige Familie, die auch ein Faxgerät benutzen möchte, sollte also mindestens das Modell
K206 nehmen, um jedem Familienmitglied einen
eigenen Telefonapparat zur Verfügung zu stellen.
Auf die Anwendungen Türsprechstelle, Alarmanlage und Steuerrelais gehe ich hier nicht ein.
Die vorgestellte Anlage lässt sich von einem
angeschlossenen Telefon aus programmieren –
das ist aber recht umständlich. Einfacher ist es,
wenn die Anlage über den PC zu programmieren.
Dazu gibt es für etwa 70 Mark das Modul PCPHONE. Es verbindet den PC mit einer an die
Anlage angeschlossenen TAE-Dose. Eine direkte
Verbindung zur Telefonanlage ist also nicht
erforderlich. So kann der PC bis zu 300 Meter von
der Telefonanlage entfernt stehen. Es lohnt sich
also, das Modul PC-Phone mit der Telefonanlage
zu bestellen.
Für jedes analoge Endgerät, das an der Telefonanlage angeschlossen werden soll, benötigst du
eine TAE-Dose – am besten eine NFN-Aufputzdose – und ausreichend Fernmeldekabel.
ISDN-Adapter für den PC
Willst du deinen PC mit dem Internet verbinden
und unmittelbar aus dem PC faxen, solltest du
einen ISDN-Adapter benutzen, der die Computersignale an die Signale im ISDN-Netz anpasst. Man
könnte auch ein Modem benutzen, wie im analogen Telefonnetz, doch sind Modems nicht so
schnell wie ISDN-Adapter – außerdem haben sie
weitere Nachteile im Vergleich zu diesen.
In diesem Heft stelle ich zwei ISDN-Adapter vor.
Der erste ISDN-Adapter, die FRITZ!CARD
PCI, ist zum Einbau in den PC bestimmt. Der
zweite ISDN-Adapter, die FRITZ!CARD USB,
wird nicht in den PC eingebaut, sondern schlicht
an ihn angeschlossen. Die FRITZ!CARD USB
setzt einen PC mit USB-Schnittstelle voraus
sowie ein geeignetes Betriebssystem wie
Windows 98/ME oder Windows 2000. Windows
95 ist je nach Release nicht oder nur bedingt für
den USB-Betrieb geeignet –hier ist die
FRITZ!CARD PCI vorzuziehen. Windows NT
4.0 unterstützt kein USB.
In diesem Heft erkläre ich die Installation beider
ISDN-Adapter unter Windows 98/ME.
Telefone
Telefone zum Anschluss an der ISDNTelefonanlage bekommst du im Baumarkt oder
im Fachmarkt für Unterhaltungselektronik.
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Der ISDN-Antrag
19
Vorbereitungen
Test der Telefonanlage
Du solltest aus Gründen der Sicherheit die
Telefonanlage nur bei geschlossenen Gehäuse
betreiben. Die Klemmen der Telefonanlage und
das angeschlossene Kabel solltest du bei
eingeschalteter Telefonanlage nicht berühren.
Es ist unangenehm, wenn der analoge Telefonanschluss in einen ISDN-Anschluss umgeschaltet
wird, bevor die notwendigen Vorbereitungen
abgeschlossen sind. Die bisherigen analogen
Geräte, wie etwa Telefonapparate, können
nämlich nicht unmittelbar am ISDN-Anschluss
betrieben werden. Die notwendige Anpassung
übernimmt die vorgeschlagene Telefonanlage der
Firma KEIL.
Du solltest also die Telefonanlage schon mal
ausprobieren. Öffne zunächst ihr Gehäuse. Der
Gehäusedeckel ist mit zwei Schrauben befestigt.
Löst du diese beiden Schrauben, kannst du den
Deckel abnehmen. Unter dem Deckel siehst du
Schraubklemmen. Schließe einfach mit etwas
Draht eine TAE-Dose an die beiden Klemmen
mit der Beschriftung 0 an. Du verbindest diese
beiden Klemmen über zwei Drähte mit den
Klemmen 1 und 2 der TAE-Dose.
Eine weitere TAE-Dose schließt du an den
beiden Klemmen mit der Beschriftung 1 an.
Anschließend stöpselst du in die F-Schlitze der
TAE-Dosen jeweils einen Telefonapparat ein.
Steckst du dann den Netzstecker in die Steckdose
und nimmst einen Telefonhörer ab, sollte ein Ton
erklingen. Checke das an beiden Telefonapparaten.
Nun kannst du bereits mit beiden Apparaten telefonieren. Lege beide Hörer auf und nimm dann
den Hörer des Apparates ab, der an der Klemme
0 angeschlossen ist. Jetzt drückst du die R-Taste
dieses Apparats und dann die Taste 1. Der andere
Telefonapparat sollte klingeln.
Damit ist die Telefonanlage grob durchgetestet.
Hast du einen Freund, der bereits über einen
ISDN-Anschluss verfügt, kannst du vielleicht die
Telefonanlage bei deinem Freund weiter testen.
Willst du intern telefonieren, also zwischen den
an die ISDN-Anlage angeschlossenen Telefonen,
wählst du die [R]-Taste sowie die Nummer der
jeweiligen Nebenstelle.
Möchtest du extern telefonieren, gibst du wie
gewohnt die gewünschte Rufnummer ein. Du
brauchst also weder eine [0] vorzuwählen noch
die [R]- oder eine andere Taste zu drücken.Bei
anderen Anlagen mag die Sache anders aussehen.
Standortwahl
Die ISDN-Telefonanlage sollte möglichst nah am
NTBA angeschlossen werden – und das gilt in
gleichem Maße für den PC. Der Grund ist, dass
es etwas komplizierter ist, das Kabel vom NTBA
zum PC oder zur Telefonanlage zu verlängern.
Ein einfaches Verlängerungskabel, dass in die
bisherige TAE-Dose gesteckt wird, reicht zur
Verlängerung aus. Ein solches Kabel erhältst du
im Baumarkt, in Fachmärkten für Unterhaltungselektronik, bei der Deutschen Telekom oder
im Versandhandel (etwa www.reichelt.de).
Viel einfacher ist es, das Kabel zwischen der
alten TAE-Dose und dem NTBA zu verlängern.
Es genügt, die Kabeladern der Klemmen 1 und 2
der Dose mit Fernmeldekabel zu verlängern.
Die meisten ISDN-Telefonanlagen werden vom
PC aus programmiert – also sollte der möglichst
nahe bei der Telefonanlage stehen. Allerdings
macht die in diesem Heft vorgestellte ISDNTelefonanlage der Firma KEIL eine Ausnahme.
Diese Telefonanlage wird nicht unmittelbar über
eine serielle Leitung mit dem PC verbunden –
statt dessen benötigst du ein Modul namens PC
PHONE der Firma KEIL, das an den PC angeschlossen wird. Der Clou ist, dass das Modul
nicht unmittelbar mit der Telefonanlage verbunden wird, sondern mit einer beliebigen TAEDose, die an die Telefonanlage angeschlossen ist.
Das Kabel zwischen der Telefonanlage und der
TAE-Dose, an der das Modul angeschlossen
wird, kann je nach Querschnitt bis zu 300 Meter
lang sein.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Telefonanlage einrichten
20
ISDN-Anschluss wird geschaltet
NTBA installieren
Ist dein alter analoger Anschluss mit einer TAEAnschlussdose ausgestattet, kannst du den NTBA
selber installieren – was sich lohnt, da die
Deutsche Telekom AG dafür 100 Mark nimmt.
Es ist also so, dass ISDN die Leitung deines alten
analogen Anschlusses weiter verwenden kann.
Auf deiner Seite wird nur der NTBA angeschlossen; bei der Telekom wird die Vermittlungsstelle
umprogrammiert. Die meisten Vermittlungsstellen der Telekom können übrigens aus der Ferne
umprogrammiert werden. Der Mitarbeiter, der
deinen Anschluß auf ISDN umprogrammiert
kann durchaus 50 Kilometer von der Vermittlungsstellen entfernt sein.
Die Installation des NTBAs ist relativ einfach: du
setzt zwei Dübel in die Wand, schraubst zwei
Schrauben in die beiden Dübel und hängst den
NTBA ein. Dann stöpselst du den NTBA in die
alte TAE-Dose – und schon ist er installiert. So
einfach spart man 100 Mark!
Die mechanische Installation kannst du natürlich
vornehmen, bevor dein Telefonanschluss als
ISDN-Anschluss geschaltet wird.
ISDN-Telefon installieren
Ein ISDN-Telefon ist recht einfach in Betrieb zu
nehmen – es reicht, es in den NTBA zu stöpseln.
Allerdings muß die MSN eingestellt werden.
Beim ISDN-Mehrgeräteanschluss kann man bis
zu 10 Rufnummern haben, die MSN genannt
werden. Das ISDN-Telefon muß wissen, auf
welche Rufnummer es reagieren soll. Je nach
Modell lassen sich mehrere MSNs einstellen.
Wie das geht, ist der Bedienungsanleitung zu
entnehmen.
Sorry! Ich kann hier nicht alle erhältlichen ISDNTelefone vorstellen; und nur ein einzelnes Gerät
auszupicken macht auch wenig Sinn.
Es gibt auch ISDN-Telefone, die vom PC aus
konfiguriert werden können. Bei einigen ISDNTelefonen lassen sich auch analoge Endgeräte
wie etwa ein Faxgerät anschließen.
Ein ISDN-Telefon kann jederzeit die aktuelle
Uhrzeit anzeigen. Das funktioniert aber erst, wenn
du nach dem Einstöpseln ein erstes
Telefongespräch geführt hast. Wundere dich also
nicht, wenn die Uhrzeit nicht sofort im Display
erscheint.
Telefonanlage einrichten
Mechanische Installation
Wegen Überspannungsgefahr bei Gewittern sollte
eine Telefonanlage nicht im Dachstuhl installiert
werden.
Da sich die Anlage im Dauerbetrieb erwärmt, darf
sie nicht durch Möbelstücke zugestellt werden.
Sie sollte auf einer nicht brennbaren Wand
montiert werden und einen Abstand von 50 cm zu
Möbelstücken halten. Sie darf nur in staubfreien
Trockenräumen betrieben werden, die keine
brennbaren Stoffe wie Farbreste oder
Lösungsmittel enthalten.
Anschluss ans ISDN-Netz
Die Telefonanlage wird über das beiliegende
Kabel mit dem NTBA des Netzbetreibers verbunden – meist ist das die Deutsche Telekom AG.
Wichtig ist, dass du den NTBA mit der TAEDose deines alten analogen Telefonanschlusses
verbindest.
Erdung der Telefonanlage
Es ist nicht notwendig, die Telefonanlage zu
erden. Die meisten Telefonanlagen bieten diese
Möglichkeit gar nicht erst an. Bei der KEILTelefonanlage ist das aber möglich, und zwar aus
folgendem Grund: die Anlage ist mit einem
zusätzlichen Überspannungsschutz ausgestattet.
Die meisten Telefonanlagen haben einen solchen
Überspannungsschutz nicht und bieten folglich
auch keine Erdungsmöglichkeit. Willst du den
Überspannungsschutz aktivieren, muss die Anlage
entsprechend geerdet werden. Das solltest du von
einem Elektriker machen lassen. Da der Überspannungsschutz eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung darstellt, kannst du also die Anlage
zunächst ohne Erdung betreiben und sie beim
nächsten Besuch des Elektrikers erden lassen.
Software-Installation
Bei der vorgestellten Telefonanlage der Firma
KEIL wird standardmäßig keine Software
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Telefonanlage einrichten
mitgeliefert. Die Einstellungen können über die
angeschlossenen Telefonapparate erfolgen. Das
ist aber nicht zeitgemäß. Daher ist ein Zusatzmodul mit Konfigurationssoftware erhältlich, so
dass die Telefonanlage auch vom PC aus
konfiguriert werden kann.
21
Schnittstellen, die als COM1: und COM2:
bezeichnet werden.
Meist ist die Maus am COM1:-Port
angeschlossen. Über das Menü SCHNITTSTELLE
legst du fest, an welchem COM:-Port die ISDNTelefonanlage angeschlossen wird.
Andere Anlagen werden standardmäßig mit einer
Konfigurationssoftware ausgeliefert. Der Anschluss anderer Anlagen an den PC erfolgt meist
über ein beiliegendes serielles Kabel, das über
einen COM:-Port mit dem PC verbunden wird,
also über eine serielle Schnittstelle.
Die Firma KEIL geht einen anderen Weg: hier
wird ein Modul auf die serielle Schnittstelle des
PCs gesteckt. Das Modul wird nicht unmittelbar
mit der Telefonanlage verbunden, sondern mit
einer TAE-Dose, die wieder an die Telefonanlage
angeschlossen wird. So kann der PC wie schon
erwähnt bis zu 300 Metern von der Telefonanlage entfernt aufgebaut werden, was bei anderen
ISDN-Telefonanlagen unmöglich wäre – dort
darf die Länge des seriellen Verbindungskabels
nur wenige Meter betragen.
Anschließend klickst du in der
Symbolleiste auf diese Schaltfläche:
Jetzt werden die aktuellen Konfigurationsdaten
von der Anlage geladen. Das dauert ein paar
Sekunden, worauf das folgende Menü erscheint:
Installation der Software
Du solltest eine Sicherheitskopie der Originaldiskette anfertigen und die Konfigurationssoftware
von der Sicherheitskopie aus installieren, indem
du aus dem Explorer das Programm SETUP.EXE
startest.
Start und Wahl der COM:-Schnittstelle
Du startest die Konfigurationssoftware über
START | PROGRAMME | KEIL PC-PHONE |
K210 ISDN. Es erscheint folgender
Bildschirmaufbau:
Sehen wir uns jetzt die Einstellmöglichkeiten der
ISDN-Telefonanlage an.
Konfiguration S0-Bus
Zunächst wählst du im Menü den Eintrag S0ANSCHLUSS. Hier musst du die Betriebsart deines
ISDN-Anschlusses einstellen. Ich gehe in diesem
Heft auf den ISDN-Mehrgeräteanschluss ein, das
die gebräuchlichste ISDN-Anschlussart für
Privathaushalte und kleine Firmen darstellt.
Zunächst stellst du die serielle Schnittstelle ein,
die den PC mit der ISDN-Telefonanlage verbindet. Die meisten PCs haben zwei serielle
Anschließend mußt du in der ersten Spalten die
MSNs (Rufnummern) einstellen, welche deinem
ISDN-Anschluss zugeteilt wurden. Bei einem
ISDN-Mehrgeräteanschluss können wie gesagt
bis zu 10 Rufnummern vergeben werden.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
22
Telefonanlage einrichten
In der zweiten Spalte stellst du den Rufrhythmus
ein. Ein an deine Anlage angeschlossenes Telefon
kann auf mehrere MSNs reagieren. Mit unterschiedlichen Rufrhythmen ist es möglich, die
vom Anrufer gewählte MSN zu erkennen.
Soll die MSN nur bei der Telefonrechnung ausgewertet werden, ohne beim Gesprächsempfänger
angezeigt zu werden, lässt sich das ebenfalls
einstellen – du deaktivierst die Option ZUM
ANGERUFENEN SENDEN.
Praktisch ist dies für Kleinunternehmer, die einen
ISDN-Anschluss sowohl geschäftlich als auch
privat nutzen: am Klingeln erkennt man schon,
ob es sich um einen geschäftlichen oder privaten
Anruf handelt, und kann entsprechend reagieren
– am Wochenende nimmt man dann z.B. keine
Anrufe mit dem dienstlichen Klingelton
entgegen.
Mit einer Verzögerung kann in der unteren
Fensterhälfte eingestellt werden, dass die Anlage
eine bestimmte Anzahl von Klingelzeichen
abwartet, bevor das betreffende Telefon klingelt.
Die Verzögerung muß mindestens 1 betragen.
Als besonderes Feature lässt sich bei eingehenden Anrufen eine Türglocke aktivieren.
Standardmäßig vergibt die Deutsche Telekom nur
3 Rufnummern. Weitere Rufnummern (maximal
insgesamt 10) können – derzeit kostenlos – beantragt werden .
Nebenstellen konfigurieren
Nebenstellen zu MSNs zuordnen
Unter dem Menüpunkt ANRUFSIGNALE definierst
du, auf welche MSNs die einzelnen Nebenstellen
wie Telefonapparate, Faxgeräte usw. reagieren
sollen. In der oberen Reihe wählst du eine
Nebenstelle aus. Unter TAG-ANRUF stellst du ein,
auf welche MSN die betreffende Nebenstelle am
Tage reagieren soll. Entsprechend gehst du für
NACHT-ANRUF vor. Unter MSN/DURCHWAHL
ZUM AMT SENDEN stellst du ein, welche MSN bei
ausgehenden Anrufen übertragen werden sollen.
Diese lassen sich beim anderen Teilnehmer
anzeigen, sofern dieser über entsprechende
Geräte verfügt – und zwar noch bevor er den
Telefonhörer abgenommen hat.
Die Gebühreneinheiten werden ebenfalls auf die
zugehörige MSN gebucht und auf deiner
Telefonrechnung entsprechend ausgewiesen.
Auch zu den einzelnen angeschlossenen Geräten
oder Nebenstellen lassen sich Einstellungen
vornehmen – und zwar über die NEBENSTELLEN
KONFIGURATION.
Auch hier mußt du zunächst die gewünschte
Nebenstelle auswählen. In den Eingabefeldern
AMTSBERECHTIGUNG TAG/NACHT legst du fest,
ob vom betreffenden Gerät aus ins öffentliche
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Telefonanlage einrichten
Netz telefoniert werden darf. Dabei kannst du
differenzieren:
• FREIER AMTSZUGRIFF: Jede beliebige
Nummer im öffentlichen Netz kann angewählt
werden.
• INLANDSGESPRÄCHE: Es können nur Inlandsgespräche geführt werden.
• ORTSGESPRÄCHE: Es können nur Ortsgespräche geführt werden.
23
indem du neben der Weckzeit ein Kreuz vor dem
Feld EIN setzt. Andernfalls wirst du nämlich
nicht geweckt.
Für jede Nebenstelle wird ein Gebührenkonto
geführt. Hier wird die Summe der verbrauchten
Gebühreneinheiten angezeigt, die über die
Schaltfläche RESET zurückgesetzt werden kann.
Tag/Nacht / Sammelruf
• RUFNUMMERNSPEICHER: Es können nur
Kurzwahlnummern gewählt werden.
• KEIN AMTSZUGRIFF: Es ist nicht möglich,
Anrufe in das öffentliche Netz abzusetzen.
• PIN-NUMMER: Es können nur dann Anrufe
in das öffentliche Netz erfolgen, wenn zuvor
eine zweistellige Geheimzahl (PIN) korrekt
eingegeben wird.
Als nächstes wird der Nebenstellentyp festgelegt.
Je nach Nebenstelle mag es sinnvoll sein, dass
die Telefonanlage die Gebühreninformationen als
Gebührenimpulse zur Verfügung stellt: bei einem
Telefon mit einem entsprechenden Zähler oder
bei einem zusätzlich angeschlossenen Zähler (NSchlitz der TAE-Dose) mag das erforderlich sein,
damit die Gebühreninformationen ausgewertet
werden können. Allerdings kann ein Modem oder
ein Faxgerät durch den Gebührenimpuls aus dem
Gleichgewicht gebracht werden. Gleiches gilt für
Kombigeräte, die Telefon und Telefax verbinden.
• TELEFON MIT GEBÜHRENIMPULS
• TELEFON (ohne Gebührenimpuls)
• TELEFAXGERÄT
• KOMBIGERÄT
• MODEM
• TELEFON MIT SPERRFUNKTION:
Kindertelefon = keine Anrufweiterschaltung
oder ISDN-Dienst am Telefon einstellbar,
kein Scharfschalten der Alarmanlage und kein
Türöffnen möglich.
• KEIN ENDGERÄT Telefonsymbol wird zur
besseren Übersicht ausgeblendet
Als besonderes Extra gibt es eine Weckfunktion,
die über die Eingabefelder WECKEN TÄGLICH
und WECKEN EINMALIG eingestellt werden kann.
Wichtig ist, dass du diese Funktion aktivierst,
Nachtbetrieb
Hier stellst du die Umschaltzeit für den Tagbzw. Nachtbetrieb ein. Dabei stehen für den
Tagbetrieb zwei Zeitbereiche zur Verfügung. So
ist es möglich, dass sich die Anlage während der
Mittagspause im Nachtbetrieb befindet. Der
Tagbetrieb kann dann beispielsweise zwischen 8
und 12 Uhr sowie zwischen 13 und 17 gefahren
werden. Außerhalb dieser Zeitbereiche befindet
sich die Anlage im Nachtbetrieb.
Du kannst den Nachtbetrieb auch von jedem
Telefon aus manuell aktivieren: 3* schaltet den
Nachtbetrieb ein, 3# schaltet ihn wieder aus.
Die Uhrzeit brauchst du nicht einstellen – sie
wird automatisch bei jedem abgehenden
Gespräch aus dem ISDN-Netz entnommen.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Telefonanlage einrichten
24
Sammelruf
Es kommt immer wieder vor, dass Personen
mehrere interne Rufnummern haben, zum
Beispiel für den Telefonapparat am Schreibtisch
und für das schnurlose Telefon, das hin- und
wieder auch mal mitgenommen wird. Da wäre es
denn doch sinnvoll, wenn es möglich wäre, ein
Telefongespräch gleich an zwei Nebenstellen
durchzuschalten. Genau dazu dient der Sammelruf. Bis zu vier Sammelrufgruppen können
gebildet werden. Es ist auch möglich, eine ganze
Abteilung zu einer Sammelrufgruppe zusammenzuführen. Dann ruft man die Abteilung an, und
bei allen Telefonen der Abteilung klingelt es
dann.
Anrufweiterschaltung
Die Sammelrufgruppen können von jeder
Nebenstelle mit * 6 bis * 9 gerufen werden.
Kurzwahlspeicher
Bist du nicht zu Hause, kannst du eingehende
Anrufe auch auf einen anderen Telefonanschluss
(auf deine Kosten!) umleiten lassen – etwa auf
dein Handy.
Es ist einfach, die entsprechende Zielnummer der
betreffenden MSN zuzuordnen. Zusätzlich muß
der Status definiert werden:
1. AUS: Die Weiterschaltung ist abgeschaltet.
2. EIN: Alle Anrufe werden sofort weiter
geschaltet.
3. VERZÖGERT: Der Anruf wird erst nach 15
Sekunden weiter geschaltet. So ist es möglich,
den Hörer abzunehmen, bevor das Gespräch
beispielsweise an einen freien Mitarbeiter
verbunden wird, der zu Hause arbeitet.
Mit bestimmten Personen telefoniert man etwas
häufiger. Damit nicht immer wieder die gesamte
Rufnummer eingegeben werden muss, hat man
Kurzwahlen erfunden. Zwar verfügen auch die
meisten Telefone über einen Kurzwahlspeicher,
doch macht es mehr Sinn, den Kurzwahlspeicher
der Telefonanlage zu verwenden – der steht
nämlich allen angeschlossenen Geräten zur
Verfügung und ist immer gleich zu bedienen.
Die Speicherplätze sind durchnumeriert von 10
bis 59. Willst du eine Kurzwahl wählen, drückst
du die Taste * gefolgt von der Kurzwahlnummer.
4. BESETZT: Es wird nur dann weiter geschaltet,
wenn der interne Teilnehmer bereits spricht.
Gesprächsdaten
Über den Menüpunkt können die Gebührendaten
der Telefonanlage ausgelesen werden. Es können
bis zu 1024 Gesprächsverbindungen in der
Telefonanlage gespeichert werden.
Dabei können die Gebührendaten aller, oder aber
einzelner Nebenstellen ausgewertet werden.
Außerdem lässt sich festlegen, dass nur solche
Gespräche ausgewertet werden, die eine gewisse
Mindestzahl von Gebühreneinheiten übersteigen.
Standardmäßig werden alle gewählten Verbin-
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Telefonanlage einrichten
25
dungen ausgewertet, also auch solche, die nicht
zustande gekommen sind (0 Gebühreneinheiten).
Die Fritz!Card PCI
Die Installation der Fritz!-Card PCI kann bei dir
in Details abweichen. Die Software auf der
beigelegten CD-ROM wird ständig weiter
entwickelt, so dass sich auch das
Installationsprogramm ändern kann.
Bevor Du die Fritz!Card PCI einbaust, solltest Du
noch eine BIOS-Einstellung überprüfen. Wähle
im BIOS-Setup den Menüpunkt PNP/PCICONFIGURATION. Vielleicht nennt sich dieser
Menüpunkt bei deinem BIOS etwas anders. Suche
das Eingabefeld PCI/IRQ ACTIVATED BY.
Wenn diese Einstellung auf EDGE steht, solltest
Du die Einstellung auf LEVEL ändern.
Es gibt neue Hauptplatinen für PCs, die nur noch
PCI- und AGP-Steckplätze besitzen. Der AGPSteckplatz ist dabei für die Grafikkarte bestimmt.
Somit bleiben für eine ISDN-Karte nur noch PCISteckplätze übrig. Selbst wenn du einen Rechner
mit ISA-Steckplätzen besitzt, würde ich dir aber
davon abraten, eine ISDN-Karte für den ISA-Bus
zu kaufen. Kaufst du dir eine neue Hauptplatine
oder einen neuen Rechner, kann es nämlich
passieren, dass du dir dann auch eine neue ISDNKarte für den PCI-Bus besorgen musst.
Bevor du die ISDN-Karte kaufst, solltest du vorsichtshalber prüfen, ob du auch einen passenden
Steckplatz frei hast. Eine PCI-Steckkarte paßt nur
in einen PCI-Steckplatz. In aller Regel erkennst
du einen PCI-Steckplatz an der weißen Farbe. In
Zweifelsfällen solltest du in das Handbuch deiner
Hauptplatine schauen.
Willst du eine Steckkarte in den PC einbauen,
musst du das Gerät öffnen. Bei manchen Gehäusen reicht es aus, einen Schieber zu betätigen,
worauf die linke Gehäusewand abgenommen
werden kann. Bei anderen Gehäusen musst du
auf der Rückseite ein paar Schrauben lockern.
Du darfst den PC nur im ausgeschalteten Zustand
öffnen. Ziehe auch den Netzstecker!
Bevor du die Steckkarte in den PC einbaust,
solltest du kurz an die Heizung fassen, um
statische Elektrizität abzubauen – die kann
nämlich Bauteile im PC beschädigen.
Jetzt suchst du dir einen freien PCI-Steckplatz
aus. An der Gehäuserückwand befindet sich ein
Blindblech, das du zunächst entfernen musst.
Willst du eine ISDN-Karte zum Einbau in den
PC erstehen, empfehle ich dir die Fritz!Card PCI
des Herstellers AVM.
Befestigungsschraube
Entferntes
Blindbleich
Erw
e i te
run
g
ska
rte
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Die Fritz!Card PCI
26
Meist ist das Blindblech mit einer Schraube
befestigt. Es gibt aber auch andere Konstruktionen, etwa in VOBIS/HIGHSCREEN/HIGHPAQoder COMTECH/PACOMP-Systemen. In Zweifelsfällen schau im Handbuch zum PC nach.
Die Steckkarte musst du so befestigen, wie auch
das Blindblech eingebaut war. Anschließend
schraubst du den PC zu, verkabelst ihn und
schaltest ihn wieder ein. Du solltest den PC aber
noch nicht mit dem ISDN-Anschluß verbinden.
Das ist erst nach der Treiberinstallation dran.
Windows sucht nun nach der neuen Steckkarte.
Dass ein PCI NETWORK CONTROLLER gefunden
wird, darf dich nicht wundern – eigentlich kennt
Windows gar keine ISDN-Karten, sodass eine
solche Karte sich zunächst als Netzwerkkarte zu
erkennen gibt. Etwas wahres ist ja dran – die
Karte verbindet deinen PC mit dem ISDN-Netz.
Klickst du auf OK,erscheint der folgende Dialog:
Nun legst du die Installationsquelle fest. Wähle
wie hier den Eintrag CD-ROM-LAUFWERK. Dann
klickst du auf OK.
Windows ME:
Im Gegensatz zu Windows 98 fängt Windows ME
sofort mit der Suche nach dem passenden Treiber
an. Windows ME findet dabei mehrere Treiber.
Wähle den Treiber \WIN98\FPCISET.INF.
Hier klickst du auf WEITER.
Windows hat die Datei mit den Informationen zur
Treiberinstallation gefunden, also klickst du auf
WEITER.
Wähle am besten NACH DEM BESTEN TREIBER
GERÄT SUCHEN (EMPFOHLEN). Bevor
Du auf WEITER klickst, legst Du noch die CDROM aus dem Lieferumfang der Fritz!Card PCI
ein.
FÜR DAS
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Die Fritz!Card PCI
27
Endlich klickst du auf FERTIG STELLEN ...
... und noch einmal auf WEITER.
Es werden Informationen über die Einstellungen
der Fritz!Card PCI angezeigt. Klicke einfach auf
WEITER.
Das Verzeichnis, in dem der Treiber installiert
werden soll, wird festgelegt. Da ich nicht unnötig
viele Einträge im Hauptverzeichnis wünsche, habe
ich im Windows-Verzeichnis C:\WINDOWS\
IDRIVER das Verzeichnis IDRIVER angelegt.
Der Treiber wurde erfolgreich installiert. Klickst
du nun du auf die Schaltfläche INSTALLIEREN,
wird die Fritz!-Software installiert. Die Fritz!Software stelle ich im Abschnitt „Die Fritz!
Software“ auf Seite 33 vor.
Bei neuen ISDN-Anschlüssen – seit etwa 1994 –
handelt es sich, sofern nichts anderes gewünscht
wurde, um einen Anschluss mit DSS1-Protokoll
– weswegen meist dieses Protokoll zu wählen ist.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
28
Die Fritz!Card USB
Die Fritz!Card USB und TeleDat 150 USB 2 a/b
Eine Alternative: zur Fritz!Card USB ist das
Produkt TeleDat 150 USB 2 a/b der Deutschen
Telekom. Damit kannst du zwei analoge Endgeräte (etwa 2 Telefone oder ein Faxgerät und ein
Telefon) am ISDN-Anschluß betreiben und
kannst zusätzlich noch ins Internet oder Faxe
direkt aus dem PC verschicken. Da TeleDat 150
USB 2 a/b im Prinzip eine erweiterte Fritz!Card
USB ist, beziehe ich mich nun auf beide
Produkte.
Die Installation der Fritz!-Card USB kann bei dir
in Details abweichen. Die Software auf der beigepackten CD-ROM wird ständig weiter entwickelt,
so dass sich auch das Installationsprogramm
ändern kann.
Die Fritz!Card USB ist keine Platine zum Einbau
in den PC, sondern ein externes Gerät mit einem
eigenem Gehäuse. Das Namenselement »Card«
ist also etwas irreführend.
Voraussetzung für die Fritz!Card USB ist neben
einem PC mit USB-Anschluß das Betriebssystem
»Windows 98/ME«.
Fast alle Hauptplatinen im ATX-Format sind mit
einer USB-Schnittstelle ausgestattet. Viele Hauptplatinen im Baby-AT-Format für PENTIUM IIProzessoren sind ebenfalls mit einer USBSchnittstelle ausgerüstet. Allerdings fehlt meist
das Anschlußkabel. Dann mußt du dir ein
entsprechendes Anschlußkabel kaufen und
einbauen. Wichtig ist, dass du im BIOS-Setup die
USB-Schnittstelle aktivierst.
Sollte deine Hauptplatine auch nicht entsprechend
für USB vorbereitet sein, kannst du Dir eine PCIKarte kaufen, die eine USB-Schnittstelle beinhaltet. Solche PCI-Karten gibt es schon für etwa
50 Mark, etwa bei der Firma Reichelt Elektronik
(http://www.reichelt.de)
Je nach Version von Windows 95 ist die Unterstützung von USB unmöglich oder problematisch. Setzt du Windows 95 ein, empfehle ich dir
also, die Fritz!Card PCI zu nehmen, die allerdings in deinen PC eingebaut werden muß. Diese
Karte habe ich voranstehend vorgestellt.
Windows 2000, der Nachfolger von Windows
NT, unterstützt die USB-Schnittstelle. Sobald Du
die Fritz!Card USB angeschlossen hast, begleitet
Dich Windows bei der Installation.
Nachfolgend gehe ich auf die Installation unter
Windows 98/ME ein.
Willst du die Fritz!Card USB in Betrieb nehmen,
verbindest du sie mit dem ISDN-Anschluß sowie
dem USB-Port des Rechners. Das beigelegte
Kabel mit gleichen Steckern an beiden Enden
dient zum Anschluß an den ISDN S0-Bus. Das
andere Kabel mit zwei verschiedenen Steckern
verbindet den Rechner mit der Fritz!Card USB.
Schalte nun den Rechner ein – ja, ausnahmsweise
wird Hardware bei eingeschalteten Rechner
installiert – und verbinde beide Kabel.
Nach etwa 2 Sekunden leuchtet an der Fritz!Card
USB die grüne Power-LED auf.
Es folgt die Treiberinstallation. Der »HardwareAssistent« von Windows 98/ME wird automatisch gestartet. Lege die im Lieferumfang
enthaltene CD-ROM ein und folge den
Meldungen auf dem Bildschirm, wobei du
folgendes beachten solltest:
•
Die Frage WIE MÖCHTEN SIE VORGEHEN
beantwortest du mit NACH DEM BESTEN
TREIBER FÜR DAS GERÄT
(EMPFOHLEN).
•
SUCHEN
Als Position des Treibers gibst du CD-ROMLAUFWERK an.
Als D-Kanalprotokoll wählst du DSS1 – auf
keinen Fall 1TR6, es sei denn du hast es mit
einem sehr alten ISDN-Anschluß zu tun, der auf
1TR6 eingestellt ist.
Im folgenden Kapitel »Fritz! Card einsetzen«
erfährst du, wie du die Fritz!-Software installierst.
Diese Software wird zusätzlich zum Treiber
benötigt. Jetzt begleite ich dich erst einmal bei
der Treiberinstallation.
Sobald du die Fritz!Card USB angeschlossen
hast, wird der Hardware-Assistent automatisch
gestartet.
Windows NT unterstützt kein USB – also
empfiehlt sich hier ebenfalls die Fritz!Card PCI.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Die Fritz!Card USB
29
Windows ME:
Im Gegensatz zu Windows 98 fängt Windows ME
sofort mit der Suche nach dem passenden Treiber
an. Windows ME findet dabei zwei Treiber.
Wähle den Treiber \WIN98\FUSBSET.INF.
Wähle wie hier das CD-ROM-LAUFWERK.
Das Verzeichnis, in dem der Treiber installiert
werden soll, wird festgelegt.
Klicke auf WEITER.
Nun wählst du NACH DEM BESTEN TREIBER
FÜR DAS GERÄT SUCHEN
(EMPFOHLEN).Bevor Du auf WEITER klickst,
legst Du noch die CD-ROM aus dem
Lieferumfang der Fritz!Card USB ein.
Jetzt möchte der Hardware-Assistent wissen, von
wo der Treiber installiert werden soll.
Da ich nicht unnötig viele Einträge im Hauptverzeichnis wünsche, habe ich den Ordner
»IDRIVER« im Windows-Verzeichnis angelegt.
Bei neuen ISDN-Anschlüssen – ab etwa 1994 –
handelt es sich, sofern nichts anderes gewünscht
ist, um einen Anschluß mit DSS1-Protokoll.
Daher ist meist das DSS1-Protokoll zu wählen.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Die Fritz!Card USB
30
Faxgerät an der Universalbuchse betrieben
werden, während die Buchsen für den anderen
A/B-Adapter Anrufbeantworter und Telefon
versorgen.
Damit nicht genug, es ist sogar möglich, eine
Telefonnummer aus der mitgelieferten
Adreßverwaltung wählen zu lassen. Der an dem
Adapter angeschlossene Telefonapparat klingelt,
sobald die Verbindung aufgebaut worden ist.
Der Treiber wurde erfolgreich installiert. Klickst
du nun auf die Schaltfläche »INSTALLIEREN«,
wird die Fritz!-Software installiert. Diese
Software wollen wir uns auf Seite 33 ansehen.
TeleDat USB 2 a/b
Von der Deutschen Telekom gibt es das Produkt
TeleDat USB 2 a/b. Das Produkt ähnelt sehr dem
Produkt Fritz!Card USB, sogar die Fritz!Software ist dabei, die sich jetzt aber TeleDat 150Software nennt.
TeleDat USB 2 a/b bietet einen besonderen Clou.
Es handelt sich nicht nur um einen einfachen
Adapter, der den PC mit dem ISDN-Netz verbindet, sondern gleichzeitig auch um ein A/BAdapter, genauer gesagt sogar um zwei A/BAdapter. Damit ist gemeint, dass zwei herkömmliche analoge Endgeräte mit Hilfe von TeleDat 2
A/B am ISDN-Netz betrieben werden können.
Für jedes Gerät stehen dabei drei beliebige
Rufnummern (MSNs) zur Verfügung. Ein A/BAdapter ist mit einer Universalbuchse, die
sowohl N- als auch F-codierte Stecker aufnehmen kann ausgestattet. Der andere A/B-Adapter
ist sowohl mit einer N- als auch mit einer Fcodierten Buchse ausgerüstet. Somit kannst du an
dem zweiten A/B-Adapter einen Anrufbeantworter (N-codiert) und ein Telefon (F-codiert)
anschließen.
TeleDat USB 2 a/b kostet etwa 200 Mark, und ist
somit für alle ISDN-Einsteiger interessant, die
herkömmliche analoge Endgeräte weiter
benutzen wollen, ohne eine zusätzliche ISDNTelefonanlage kaufen zu müssen. So kann das
Das Produkt ist schon so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau für Singlebuden und
Zweierkisten. Ebenfalls ist das Produkt für
Familien beim Einsteig in die digitale ISDN-Welt
geeignet, denn es ist nach wie vor möglich, in der
Zukunft zusätzliche eine ISDN-Telefonanlage zu
betreiben, so dass jedes Familienmitglied eine
eigene Rufnummer und einen eigenen
Telefonapparat haben kann.
TeleDat USB 2 a/b kann auch an der seriellen
Schnittstelle betrieben werden. Die serielle
Schnittstelle ist aber eigentlich zu langsam für ein
ISDN-Adapter, so dass ich empfehle, sofern der
Rechner noch nicht über eine USB-Schnittstelle
verfügt, den PC mit einer USB-Karte um eine
USB-Schnittstelle auszurüsten.
Die Installation an der USB-Schnittstelle entspricht der der Fritz!Card USB. Allerdings muß
zusätzlich die Software für die A/B-Schnittstelle
installiert werden. Das Installationsprogramm
installiert diesen Teil automatisch im Anschluß
mit. Installiere jetzt die TeleDat USB 2 a/b, wie
es ab Seite 28 für die Fritz!Card USB
beschrieben worden ist.
Nach der Installation steht dir Fritz!-Software
(jetzt unter dem Namen TeleDat 150) unter
START | PROGRAMME | TELEDAT 150 zur
Verfügung.
Die Software für die beiden A/B-Adapter findest
du unter START | PROGRAMME | TELEDAT
USB 2 A/B | KONFIGURATION. Unter DATEI
| EINSTELLUNGEN kannst du die Rufnummern
(MSNs) der beiden A/B-Adapter einstellen.
Solltest du bereit den Adapter programmiert
haben, kannst du mit der Schaltfläche LADEN
veranlassen, dass die aktuellen Einstellungen
vom Adapter auf den PC übertragen werden. Mit
ÜBERTRAGEN kannst du deine Änderungen auf
den A/B-Adapter überspielen.
Gehe jetzt auf die Registerkarte MSNS.
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Die Fritz!Card USB
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Wenn du nicht willst, dass Leute, die du anrufst
deine Rufnummer sehen, kannst du die
Übertragung deiner Rufnummer abschalten., in
dem du die Option CLIR deaktivierst.
Schauen wir uns jetzt die Registerkarte RUL
(Rufumleitung) an:
Auf der Registerkarte MSNs kannst du den
beiden A/B-Schnittstellen jeweils bis zu 3
Rufnummern (MSNs) zuordnen. Diese Rufnummern können als Eingangsrufnummern deklariert
werden. Wenn eine Eingangsrufnummer angewählt wird, klingelt das angeschlossene Gerät.
Pro A/B-Schnittstelle kann eine Rufnummer als
Ausgangsrufnummer deklariert werden. Diese
Rufnummer wird dann bei Anrufen die du tätigst
an den Angerufenen übertragen.
Sofern dein analoges Telefon eingehende Rufnummern anzeigen kann, oder du über ein
entsprechendes Zusatzgerät verfügst, kannst du
die CLIP-Funktion aktivieren. TeleDat USB 2
a/b wird die übertragene Rufnummer des
Anrufers aus dem D-Kanal von ISDN in ein
entsprechendes analoges Signal an der A/BSchnittstelle umwandeln.
Du kannst hier die eingehenden Anrufe an eine
externe Rufnummer weiterleiten. So kannst du,
während du nicht zu Hause bist die Anrufe auf
dein Handy umleiten. Dabei fallen für dich die
Gebühren zwischen deinem ISDN-Anschluß und
der Zielrufnummer an.
Es werden dazu beide B-Kanäle verwendet. Du
kannst einstellen zu welchen Uhrzeiten die
Rufumleitung aktiviert sein soll.
Wie du siehst stehen zur Konfiguration zwei
Zeilen zur Verfügung, die sich auf jeweils eine
A/B-Schnittstelle beziehen
Etwas ähnliches wie die Rufumleitung kannst du
auf der Registerkarte AWS
(Anrufweiterschaltung) einstellen.
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Die Fritz!Card USB
Der Unterschiede zwischen Anrufweiterschaltung
und Rufumleitung ist Folgender: Die Anrufweiterschaltung übernimmst die Vermittlungsstelle
deines Netzbetreibes (meist die Deutsche Telekom AG). Somit funktioniert die Anrufweiterschaltung auch dann, wenn bei dir bereits die BKanäle besetzt sind. Allerdings unterstützt nicht
jeder ISDN-Anschluß die Anrufweiterschaltung.
Gegebenenfalls mußt du einen teureren Tarif
(Komfortanschluß) oder eine Zusatzgebühr
zahlen.
.
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Die Fritz! Card einsetzen
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Die Fritz! Card einsetzen (für Fritz!Card PCI und USB)
Du solltest jetzt den PC mit dem ISDN-Anschluß
verbinden.
Zu einem Fritz!Card-Produkt gehört auch die
Fritz!-Software –ein kleines Software-Paket, das
aus folgenden Komponenten besteht:
Die Fritz!-Software
Zunächst ist die Fritz!-Software zu installieren –
von der CD-ROM, auf der sich der Treiber
befand. Im Verzeichnis »\SOFTWARE\FRITZ!«
der CD-ROM klickst du die SETUP.EXE
doppelt an.
• FRITZ!VOX - verwandelt deinen PC in einen
Anrufbeantworter.
• FRITZ!FON - verwandelt deinen PC in ein
ISDN-Telefon.
• FRITZ!FAX - verwandelt deinen PC in eine
Faxmaschine.
• FRITZ!DATA - zum Datenaustausch zwischen
PCs über ISDN
• FRITZ!COM - damit kannst du in Mailboxen
arbeiten.
• FRITZ!BTX - für den Bildschirmtextdienst in
T-ONLINE.
Für die Programme FRITZ!VOX und
FRITZ!FON benötigt dein PC eine voll Duplexfähige Soundkarte. Das sind heute die meisten
Soundkarten. Es bedeutet, dass die Soundkarte
Signale vom Mikrofone aufnehmen kann,
während auf dem Lautsprecher Töne ausgegeben
werden. Außerdem solltest du ein Mikrofon und
ein Lautsprecherpaar parat haben.
Mailboxen sind im Zeitalter des Internets nicht
mehr interessant. Das Internet ist zwar ca. 30
Jahre alt, aber erst in den 90er Jahren wurde es
für Privatanwender geöffnet. Vor dieser Zeit half
man sich mit Mailboxen. Das sah damals so aus,
dass jeder, der eine Mailbox betrieb, seinen
Besuchern rund um die Uhr einen Rechner mit
Telefonanschluss zur Verfügung stellte. Die
Besucher wählten sich dann direkt über das
Telefonnetz ein. – So eine Mailbox ist von der
Funktionalität her mit einer Homepage im
Internet vergleichbar.
Etwas Ordnung muß sein: am besten legst du
einen Ordner für die Fritz-Software an – Fritz!.
Hier lässt du alle Optionen aktiviert.
Ebenfalls ein Relikt aus der Vor-Internetzeit ist
der Bildschirmtext (BTX), nur dass hier eine
entsprechende Infrastruktur von der Telekom
(bzw. einem Tochterunternehmen) organisiert
wurde. Die Besucher wählten sich bei der
Telekom ein und aktivierten Bildschirmseiten.
Der Bildschirmtextdienst wurde 1984 in
Deutschland eingeführt.
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Die Fritz! Card einsetzen
34
Nun wählst du JA.
Faxen mit Fritz!Fax
Mit dem Programm FRITZ!FAX kannst du Faxe
versenden und empfangen. Du startest es über
START | PROGRAMME | FRITZ |
FRITZ!FAX.
Versenden von Faxen
Das Versenden von Faxen ist recht einfach: hast
du etwa in Microsoft Word oder im WordPad
von Windows einen Text verfasst, kannst du den
zu benutzenden Drucker wählen. Bei der Installation der Fritz!-Software wurde ein neuer Drucker
eingerichtet – der FRITZ!FAX DRUCKER. Für ein
Fax benutzt du einfach diesen Drucker.
Die Daten landen beim FRITZ!FAX-Programm
und werden als Telefax versendet. Alle weiteren
Einstellung wie die Rufnummer des Empfängers
werden dabei automatisch abgefragt.
Wie du auf dem Bild siehst, gehört zur Fritz!Software auch ein Telefonbuch, in dem du
sowohl Telefon- als auch Faxnummern verwalten
kannst.
Faxempfang
Auch der Faxempfang ist möglich. Möchtest du
nicht jedesmal das Programm zum Faxempfang
starten, solltest du es über eine Verknüpfung zur
Autostartgruppe automatisch starten lassen.
Damit FRITZ!FAX nicht jeden Anruf entgegennimmt, solltest du das Programm für eine Rufnummer (MSN) konfigurieren. Dazu aktivierst du
FAX | EINSTELLUNGEN und wählst die
Registerkarte ISDN. In dem Feld
MEHRFACHNUMMER (MSN) trägst du die
Rufnummer für den Faxempfänger ein. Die
übrigen Einstellungen nimmst du gemäß der
Abbildung vor.
Nun kann dein PC auch Faxe empfangen. Hast du
ein Fax empfangen, findest du es in der Liste der
eingegangenen Faxe unter JOURNAL |
AUFRUFEN. Du mußt hier noch ANSICHT |
EINGANG wählen.
Übrigens gibt es für den für den Faxempfang mit
FRITZ!FAX ein nettes Zusatzprogramm namens
FAXWATCH
home.t-online.de/home/dataline_gbr/
kostenlos.htm
Ist ein Fax eingegangen, bringt dieses Programm
die Rollen-Leuchtdiode auf der Tastatur zum
Blinken.
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Die Fritz! Card einsetzen
Fritz!Vox – der PC als
Anrufbeantworter
Das Programm FRITZ!VOX verwandelt deinen
PC in einen Anrufbeantworter. Ein Ansagetext ist
standardmäßig konfiguriert. Der Anrufbeantworter ist auch fern-abfragbar. Willst du eingegangene Nachrichten ohne Fernabfrage abhören,
benötigt dein PC eine Soundkarte mit einem
Lautsprecher. Möchtest du einen eigenen
Ansagetext aufzeichnen, mußt du ein Mikrofon
an die Soundkarte anschließen.
Interessant ist es zu wissen, wieviel Platz die
eingegangenen Nachrichten beanspruchen. Ich
habe festgestellt, dass für eine Minute etwa 700
KByte an Daten anfallen.
Fritz!Fon – der PC als Telefon
Das Programm FRITZ!FON verwandelt den PC
in ein Komforttelefon. Dazu benötigst du eine
voll Duplex-fähige Soundkarte mit Headset.
Das Programm bietet ein eigenes Adressbuch. Du
kannst aber auch auf das Adressbuch von
Outlook zurückgreifen – nicht zur verwechseln
mit dem Outlook Express!
Das Programm registriert deine Telefongespräche
in einem Journal. Außerdem kann es einen
vorgegebenen Telefonanbieter für Ferngespräche
wählen (Call by Call).
Du solltest das Programm ausprobieren und dir
insbesondere die Einstellmöglichkeiten unter FON
| EINSTELLUNGEN anschauen.
Dateitransfer
Das Programm Fritz!Data ist schon etwas älter.
Damit will ich nicht die Qualität des Programms
in Frage stellen. Im Lauf der Zeit hat Fritz!Data
ein neues Gesicht bekommen. Hast du eine ältere
Version des Programms, passt dieser Abschnitt
vielleicht nicht ganz zu deiner Version. Du kannst
dir aber von der Homepage der Firma AVM
(http://www.avm.de) ein kostenloses Update
besorgen.
Mit dem Programm Fritz!DATA kannst du
Dateien zwischen PCs austauschen. Dazu wird
das Internet nicht benötigt. Es fallen somit im
allgemeinen Telefongebühren an. Im Gegensatz
zum Dateitransfer über das Internet fallen diese
jedoch nur bei einem Teilnehmer (Sender oder
Empfänger) an. Außerdem ist der Dateitransfer
35
direkt über ISDN ohne den Umweg über das
Internet deutlich schneller. Beim Transfer als EMail über das Internet müssen die Daten MIMECodiert werden, wobei etwa 30% Overhead
entsteht – dieser Overhead hat seinen Grund in
der inzwischen 30 Jahre alten Geschichte des
Internets, das sogar auf alte Fernschreibtechnik
im 7-Bitcode zurückgeht. Das ist beim direkten
Dateitransfer per ISDN nicht notwendig.
Andere Internetprotokolle wie HTTP oder FTP,
bei denen die Daten „live“ durchlaufen ohne
Zwischenpufferung beim Provider, wie das bei
der Übertragung durch E-Mail üblich ist, haben
den Nachteil, dass die Daten zahlreiche
Netzknoten passieren müssen; dabei diktiert
letztendlich irgendein „Nadelöhr“ die Übertragungsrate, womit die mögliche Geschwindigkeit von ISDN nicht ausgenutzt wird. Auch
hierbei fällt mehr Protokolloverhead an, als das
beim direkten Datentransfer zwischen zwei
Rechnern per ISDN der Fall ist.
Der Dateitransfer per Fritz!Data ist obendrein
sicherer als der Dateitransfer über das Internet –
es werden keine fremden Rechner passiert, die
unberechtigt die Daten auswerten können.
Du startest das Programm mit START | PROGRAMME | FRITZ! FRITZ!DATA.
Das Programm unterstützt zwei Übertragungsprotokolle: IDTRANS und EUROFILETRANSFER.
Das letztere Protokoll hat den Vorteil, dass es
sich um ein Standardprotokoll handelt. Somit
lässt es sich einsetzen, wenn Dateien zwischen
PCs mit unterschiedlichen ISDN-Karten ausgetauscht werden. Das Protokoll IDTRANS stammt
vom Hersteller der Fritz!-Karten und ist leider
nur beim Datentransfer zwischen AVM/Fritz!Produkten einsetzbar. IDTRANS ist allerdings
schneller als EUROFILETRANSFER, so dass im
allgemeinen dieses Protokoll beim Transfer
benutzt wird. Das korrekte Übertragungsprotokoll muss auf beiden Rechnern eingestellt werden
– und zwar über DATA | ÜBERTRAGUNGSPROTOKOLL | EUROFILE. bzw. DATA |
ÜBERTRAGUNGSPROTOKOLL | IDTRANS.
Sehen wir uns jetzt an, wie man Daten per
Fritz!Data austauscht. Dazu wird der Rechner,
der die Daten empfangen soll, in den Servermodus geschaltet. Der eigentliche Dateitransfer
wird dann vom anderen Rechner gesteuert.
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Die Fritz! Card einsetzen
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Es können auch vom fremden Rechner Dateien
vom Serverrechner empfangen werden. Die
prinzipielle Vorgehensweise ist ähnlich.
Daten empfangen
Um Daten per Fritz!DATA und ISDN zu
empfangen, gehst du wie folgt vor:
• Du kannst deinen PC so einrichten, dass er für
andere immer offensteht, sofern sie über die
notwendige Zugangsberechtigung verfügen.
Dazu musst du zunächst Zugriffsrechte
vergeben– und zwar über ZUGRIFFSSCHUTZ
| BEARBEITEN.
• Werksseitig ist bereits ein Gast-Zugang
eingerichtet, den du bearbeiten kannst.
So kannst du ein Paßwort definieren
sowie den Ordner (Startordner) auf deiner
Festplatte, zu dem der Benutzer Zugang hat.
Zum Ändern eines Benutzers klickst du den
betreffenden Eintrag an, und klickst dann auf
die hier gezeigte Schaltfläche - oder aber du
doppelklickst auf den Eintrag.
• Ziehe einfach bei gedrückter linker Maustaste
über das gewünschte Zeitintervall.
• Es erscheint der nachfolgend gezeigte Dialog,
in dem du einstellst, ob Zugriffe in diesem
Intervall erlaubt sein sollen oder nicht
.
• Mit einem Klick auf HINZUFÜGEN legst du einen neuen
Benutzer an.
• Nach einem Klick auf die Registerkarte
ZUGRIFFSRECHTE stellst du ein, ob der
Benutzer Dateien in diesen Ordner übertragen
(S=Schreibrechte) oder ob er Dateien auf den
eigenen PC kopieren darf (L=Leserechte).
Außerdem kann dem Benutzer der Start von
Programmen in diesem Ordner gestattet
werden (X=Ausführen /eXecute).
• Eine interessante Schutzmöglichkeit bietet die
Registerkarte RUFNUMMERN. Es kann die
eigene Rufnummer (MSN) in Fritz!Data
eingestellt werden. Allerdings sind nur MSNs
möglich, die auch vom Netzbetreiber (meist
Deutsche Telekom AG) dem ISDN-Anschluß
zugeordnet worden sind. Somit kannst du
einen Hacker, der sich von einem anderen
ISDN-Anschluß einwählt, recht effektiv
aussperren. Der Hacker kennt vielleicht sogar
das richtige Paßwort– aber solange er nicht
den entsprechenden ISDN-Anschluß mit der
zulässigen MSN besitzt, bleibt er auch mit
gültigen Paßwort draußen.
• Nun wählst du DATA | EINSTELLUNGEN.
Auf der Registerkarte FRITZ!DATA trägst du
einen Namen für deinen Rechner ein. Bei der
Datenübertragung wird dieser Name bei der
Gegenstelle angezeigt.
• Zusätzlich kannst du hier ZUGRIFFSZEITEN
definieren.
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Die Fritz! Card einsetzen
Auf der Registerkarte CALL-BY-CALL stellst
du ein, welcher Call-By-Call-Telefonanbieter
für Fritz!Data verwendet werden soll. Das ist
besonders dann interessant, wenn öfters
Dateien außerhalb des eigenen Ortsnetzes
transferiert werden müssen.
• Auf der Registerkarte ISDN aktivierst du die
Optionen NUR FÜR DIE MEHRFACHRUFNUMMERN (MSN) und CAPI SOFTCOMPRESSION X75/42BIS IM SERVERAKTIVIEREN. Außerdem trägst du die
MODUS
Telefonnummer (MSN) ein, unter der dein PC
angerufen werden soll. Solltest du keine
Rufnummer (MSN) mehr frei haben, kannst
du beispielsweise deine „nornale“ Telefonnummer verwenden. Dank der Dienstekennung wird Fritz!Data nur Anrufe entgegennehmen, bei denen der Datendienst angefordert wird. Dies ist bei Telefongesprächen
(Voice-Dienst) nicht der Fall.
37
Daten versenden
Willst du Daten per Fritz!DATA und ISDN
versenden, gehst du wie folgt vor:
• Nachdem du Fritz!Data gestartet hast, sieht du
im linken Fenster die Datenverzeichnisse
deines PCs. Hier wählst du die Dateien, die
übertragen werden sollen.
• Dann erstellst du eine Verbindung über DATA
| VERBINDUNG AUFBAUEN oder mit [F2].
Du wirst hier nach Rufnummer,
Benutzername und Paßwort gefragt:
• Aktiviere hier das gewünschte Übertragungsprotokoll.
• Sobald die Verbindung steht, siehst du das
Startverzeichnis des entfernten Rechners.
• Den Server-Modus startest du mit DATEI |
SERVER-MODUS oder mit F9.
• Dateien, die du versenden willst, markierst du.
Soll nur eine einzelne Datei markiert werden,
klickst du sie mit der linken Maustaste
anzuklicken. Bei mehreren hintereinander
stehenden Dateien klickst du die erste mit der
linken Maustaste an, drückst die UMSCHALTTaste und hältst sie und klickst anschließend
die letzte Datei an. Alle dazwischen liegenden
Dateien werden automatisch markiert. Hast du
bereits eine Datei markiert, kannst du weitere
Dateien bei gedrückter STRG-Taste markieren.
• Ziehe jetzt die markierten Dateien in die
andere Bildschirmhälfte. Anschließend
überträgt Fritz!Data die Dateien auf den
anderen PC.
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Die Fritz! Card einsetzen
38
• Du kannst jetzt noch einen Dateinamen
festlegen. Somit lässt sich die Datei auf dem
entfernten Rechner unter einem anderen
Dateinamen als bei dir speichern.
• Wurden die gewünschten Dateien erfolgreich
übertragen, solltest du mit [F3] oder mit
DATA | VERBINDUNG ABBAUEN die
Verbindung trennen - sonst läuft deine
Telefonrechnung in aller Ruhe weiter.
Tauschst du häufiger mit ein und denselben
Personen Dateien aus, kann es sinnvoll sein, die
Daten im Adreßbuch der Fritz!-Software zu
hinterlegen. Du findest das Adreßbuch unter
START | PROGRAMME | FRITZ! |
ADREßBUCH. Es steht auch anderen Programmen
der Fritz!-Software zur Verfügung.
Fritz!Data automatisch im
Servermodus starten
Selbstverständlich kann Fritz!Data über eine
Verknüpfung zum Autostart-Ordner des Startmenüs automatisch gestartet werden. Allerdings
muss dann weiterhin manuell in den Servermodus gewechselt werden. Wenn aber der
Rechner permanent im Servermodus laufen soll,
ist es lästig bei jedem Rechnerstart den Servermodus aktivieren zu müssen – man wird es
sicherlich auch oft vergessen.
Um dies zu ändern, sprich Fritz!Data automatisch
im Servermodus starten zu lassen, ergänzt man
einfach die Befehlszeile zum Aufruf von
Fritz!Data um den Parameter /S. Klicke die
Verknüpfung im Autostart-Ordner mit der
rechten Maustaste an und wähle im Kontextmenü
den Eintrag EIGENSCHAFTEN. Im Eingabefeld
ZIEL ergänzt du dann entsprechend den
Parameter /S.
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Ins Internet mit ISDN
39
Ins Internet mit ISDN
Die wichtigste Anwendung für eine ISDN-Karte
dürfte zweifellos der Internet-Zugang sein. In
diesem Kapitel erfährst du, wie du rein kommst ins Internet, natürlich mit ISDN!
Ich zeige dir, wie du im Internet surfen kannst
und elektronische Post (E-Mails) verschickst.
Die Providerwahl
Um ins Internet zu kommen, benötigst du einen
sogenannten Internetprovider. Dieser Provider
hat mehrere ISDN-Anschlüsse, die er mit dem
Internet verbindet.
Es gibt zwei Arten von Providern: einmal gibt es
die, bei denen du zusätzlich Telefongebühren an
deinen Netzbetreiber zahlen mußt – meist an die
Deutsche Telekom. Entscheidest du dich für
einen solchen Provider, solltest du darauf achten,
dass du dich zum Ortstarif einwählen kannst.
Übrigens: viele Hochschulen bieten Studenten
einen solchen Internetzugang an, bei dem nur die
Telefongebühren anfallen.
Es gibt aber auch Provider, die ein Kombiangebot
machen: Meist sind die Telefongebühren für die
Internetverbindung bereits im Preis enthalten. Bei
manchen Providern fällt diese Gebühr gesondert
an – die Telefongebühren für die Internetverbindungen müssen dann zusätzlich an den Provider
und nicht an deine Telefongesellschaft abgeführt
werden.
Mein Tipp: die Provider mit den Telefongebühren
im Preis sind die bessere Wahl!
Diese Gattung von Providern lässt sich wiederum
in zwei Kategorien unterteilen. Einmal gibt es da
Provider, die ähnlich wie bei einem CALL-BYCALL-Telefongespräch die Gebühren über die
Telekom erheben. Die Abrechnung erfolgt über
die Telekom, von der der Provider die Gebühren
erhält. Das nennt man INTERNET BY CALL.
Und es gibt Angebote, bei denen du mit einem
Provider einen Vertrag abschließt und dieser
Provider selbst die Rechnung schreibt – was
gerade für Vielnutzer günstiger ist!
Einige Provider bieten auch eine Flatrate, bei der
du eine monatliche Pauschale zahlst und dann so
viel du willst im Internet surfen kannst.
Ich stelle in diesem Heft den Internetzugang über
den Provider ARCOR vor. Es handelt sich dabei
um ein INTERNET BY CALL-Angebot.
Du benötigst für die in diesem Heft vorgestellten
Internet-By-Call-Provider keine spezielle
Zugangssoftware. Die notwendige Software ist
Bestandteil von Windows 98/ME.
Provider
Zugangs-nummer
Benutzer-name
Kennwort
Arcor
01070 0192070
arcor
internet
01088 0192658
msn
msn
01075 0192300
callino
internet
o.tel.o www.otelo.de
01011 0191501
otelo
otelo
Freenet
01019 01929
egal
egal
www.arcor-online.de
MSN
www.msn.de
Callino
www.callino.de
www.freenet.de
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40
Ins Internet mit ISDN
Installation des DFÜ-Netzwerkes
TCP/IP nachinstallieren
Es kann sein, dass bei dir das DFÜ-Netzwerk
noch nicht installiert ist. Nachfolgend erkläre ich,
wie du überprüfst, ob das der Fall ist und wie es
gegebenenfalls nachinstalliert wird.
Das Internet basiert auf dem Protokoll TCP/IP.
Die Kommunikation im Internet ist in mehreren
Schichten aufgebaut. So ist es z.B. möglich,
verschiedene Technologien wie etwa ein
analoges Modem oder das digitale ISDN-Netz
jeweils optimal für den Datentransport einzusetzen. Entsprechend kann ISDN dann seinen
Geschwindigkeitsvorteil ausreizen.
Du solltest die Installations-CD von Windows
bereit halten.
• Wähle START | EINSTELLUNGEN |
SYSTEMSTEUERUNG und doppeltklicke
SOFTWARE.
• Wechsle auf die Registerkarte WINDOWSSETUP.
• Markiere den Eintrag VERBINDUNGEN und
klicke auf DETAILS.
Im Abschnitt zu Fritz!Data schrieb ich, dass im
Internet die ISDN-Technik nicht voll zur Geltung
kommen kann. Die eigentlichen „Bits“ fließen bei
ISDN schneller als beim analogen Modem.
Allerdings gibt es im Internet einen
„Protokolloverhead“, der verwaltungstechnische
Informationen beinhaltet. Das ist der Grund dafür,
dass aus den reinen Nutzdaten mehr Daten
werden, die übertragen werden müssen.
Auch die Programme, die letztendlich die Daten
aus dem TCP/IP ziehen, können ähnlich wie
Modem und ISDN ausgetauscht werden. So
kannst du sowohl mit dem INTERNET EXPLORER
als auch mit dem NETSCAPE NAVIGATOR durch
das Internet surfen.
TCP/IP ist gewissermaßen der Vermittler zwischen Übertragungstechnologie (etwa analoges
Modem oder ISDN) und den Anwendungsprogrammen (etwa Internet Explorer oder
Netscape Navigator).
Für den Internet-Zugang benötigst du das
Protokoll TCP/IP, dass bei Bedarf von der
Windows-CD nachinstalliert werden kann. Die
Windows-CD solltest du also bereit legen.
• Ist bei dir der Eintrag DFÜ-Netzwerk schon
aktiviert, kannst du die Installation jetzt
abbrechen. Ist er dagegen nicht aktiviert, holst
du das jetzt nach und bestätigst deine Wahl
mit OK.
Windows wird alle notwendigen Dateien auf
deinen PC übertragen. Du solltest anschließend
den Rechner neu starten.
• Wähle START | EINSTELLUNGEN |
SYSTEMSTEUERUNG und doppelklicke auf
NETZWERK. Wenn du Windows ME einsetzt,
kann es sein, dass der Eintrag NETZWERK
fehlt. Dann mußt du auf ZEIGEN SIE ALLE
OPTIONEN
DER
SYSTEMSTEUERUNG
AN
klicken.
Erscheint hier bereits der Punkt TCP/IP>DFÜ-ADAPTER, ist das Protokoll TCP/IP schon
installiert. Also kannst du die Systemsteuerung
verlassen.
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Ins Internet mit ISDN
41
DFÜ-Netzwerk installieren
Die meisten Internet-Provider, so auch Arcor,
nutzen das DFÜ-Netzwerk von Windows
95/98/ME. Die einzige mir bekannte Ausnahme
ist AOL.
Bei Windows 98 findest du das DFÜ-Netzwerk
unter START | PROGRAMME | ZUBEHÖR |
KOMMUNIKATION | DFÜ-NETZWERK, bei
Windows 95 unter START | PROGRAMME |
ZUBEHÖR | DFÜ-NETZWERK.
• Fehlt bei dir der Eintrag TCP/IP->DFÜADAPTER, musst du dieses Protokoll nachinstallieren. Klicke auf HINZUFÜGEN.
Doppelklicke auf NEUE VERBINDUNG
ERSTELLEN.
Du kannst übrigens mehrere DFÜ-Verbindungen
definieren – und so mehrere Provider nutzen.
Wurde bei deinem Rechner noch kein Standort
definiert, erscheint nun folgender Dialog:
• Wähle jetzt die Netzwerkkomponente
PROTOKOLL und klicke auf die Schaltfläche
HINZUFÜGEN.
• Wähle unter HERSTELLER den Eintrag
MICROSOFT sowie das Protokoll TCP/IP.
Bestätige deine Einstellungen mit OK.
Stelle hier Land und Telefonvorwahlnummer ein.
Ist deine ISDN-Karte nicht unmittelbar mit dem
NTBA verbunden, sondern mit einer Telefonanlage, musst du vielleicht noch eine Kennzahl für
die Amtsleitung einstellen. Bei der vorgestellten
Telefonanlage lässt sich eine ISDN-Karte nicht
anschließen – du musst deine ISDN-Karte also
direkt mit den NTBA verbinden, so dass du
dieses Feld nicht ausfüllen mußt.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
42
Ins Internet mit ISDN
zum Surfen ins Internet da – es verbindet den
Rechner auch mit anderen Rechnernetzen. Daher
erfolgen bei der Einrichtung des DFÜ-Netzwerks
automatisch Einstellungen, die den
Internetzugang bremsen.
Im oberen Eingabefeld trägst du einen Namen für
die Verbindung ein. Im nächsten Listenfeld
WÄHLEN SIE EIN GERÄT aktivierst du den
Eintrag für deine ISDN-Karte. In der Abbildung
wird die korrekte Einstellung der Fritz!-Karte
(USB oder PCI) gezeigt.
Nun schreibst du die Nummer des Netzzugangs–
für Arcor Vorwahl »01070«, Nummer
»0192070«
Zum Feintuning klickst du das neue Symbol für
die soeben eingerichtete DFÜ-Verbindung mit
der rechten Maustaste an, wählst im Kontextmenü
den Eintrag EIGENSCHAFTEN und wechselst auf
die Registerkarte SERVERTYPEN. Unter Windows
95 klickst du auf SERVERTYP. Bei Windows ME
nennt sich die Registerkarte NETZWERK.
Unter TYP DES DFÜ-SERVERS muss PPP,
INTERNET, WINDOWS NT SERVER, WINDOWS
98 (bei Windows ME: PPP, INTERNET,
WINDOWS 2000/NT, WINDOWS ME)eingestellt sein. Jetzt deaktivierst du wie im Bild
gezeigt alle Optionen mit Ausnahme von TCP
/IP. Dann beendest du die Einstellungen mit
OK. Bei Windows ME findest Du einen Teil der
Einstellungen auf der Registerkarte SICHERHEIT.
Jetzt klickst du auf FERTIG STELLEN – und
schon ist der Internetzugang eingerichtet.
Allerdings solltest du noch Feineinstellungen
vornehmen. Das DFÜ-Netzwerk ist nicht nur
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Ins Internet mit ISDN
Surfen im Internet
Um die Verbindung zum Internet aufzubauen,
doppelklickst du auf das Symbol der soeben
eingerichteten DFÜ-Verbindung. Du wirst
nach Benutzername und Passwort gefragt
(siehe die obige Tabelle).
Jetzt musst du ein Programm starten, das
das Internet nutzt. Bisher hast du nur die
Verbindung zum Internet aufgebaut. Also klickst
du auf das Symbol INTERNET-EXPLORER auf
dem Desktop. Bei Windows 98/ME kannst Du
auch auf dieses Symbol in der Taskleiste klicken.
Beim ersten Start des Internet-Explorers erscheint
folgendes Fenster:
43
Im Internet-Explorer gibst du in der Adresszeile
eine Internetadresse ein. Der KnowWare-Verlag
hat z.B. folgende Adresse: www.knowware.de
Wichtig ist, dass du die
Internet-Verbindung
trennst, wenn du fertig
bist, denn sonst fallen
laufend Gebühren an. Klicke einfach mit der
rechten Maustaste auf dieses Symbol im rechten
Teil der Taskleiste und wähle im Kontextmenü
TRENNEN.
Ist die Verbindung unterbrochen, wird das
Symbol ausgeblendet.
Leider kann ich in diesem Heft keine vollständig
Einführung ins das Thema Internet geben. Im
KnowWare-Verlag sind mehrere Hefte
erschienen.
Der Internet-Explorer
Hier wählst du wie abgebildet die letzte
Möglichkeit, worauf du dieses Bild siehst:
Benutzt du Windows 98SE, hast du bereits den
Internet-Explorer 5. Mit Windows ME kommt
der Internet Explorer 5.5. Verwendest du das
einfache Windows 98 ohne den Namenszusatz
SE, hast du vermutlich noch den alten InternetExplorer 4 auf der Platte. In diesem Falle solltest
du dir den neuen Internet-Explorer besorgen, die
Version 4.0 ist einfach zu alt. Zum Glück liegen
vielen PC-Zeitschriften CD-ROMs bei, die
regelmäßig den aktuellen Internet-Explorer enthalten. Andernfalls findest du ihn hier:
www.doswelt.de/isdn
E-Mails per GMX (WEB-Mail)
Es ist nicht besonders praktisch, die Emailadresse
beim Internetprovider zu haben. Es kann ja
durchaus vorkommen, dass du langfristig einen
anderen Provider für deinen Internetzugang
wünschst. Und wenn du den Vertrag kündigst,
wird in den meisten Fällen deine E-Mailadresse
gelöscht – und du musst allen deinen Freunden
deine neue E-Mailadresse mitteilen.
Ich empfehle daher, eine kostenlose Emailadresse
zu wählen. Eine solche Adresse ist unabhängig
von deinem Providervertrag.
Ich stelle hier den kostenlosen E-Maildienst
GMX vor. GMX hat noch einen weiteren Vorteil:
normalerweise benötigt man zum E-Mailen ein
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Ins Internet mit ISDN
44
E-Mailprogramm, das für deine E-Mailadresse
eingerichtet ist. GMX dagegen kann auch per
Internet-Browser wie eine normale Internetseite
bedient werden. Du kannst an einem beliebigen
Rechner deine E-Mails abfragen, ohne deine EMailadresse einstellen zu müssen.
Du kannst bei GMX über Handy oder Pager
(etwa Scall) über eingehende E-Mails informiert
werden. Das ist praktisch, denn E-Mails haben
den Nachteil, dass man im Gegensatz zum Faxgerät nicht weiß, ob noch eine Nachricht da ist –
man muß sich erst ins Internet einwählen.
POP3-SERVER
SMTP-SERVER
POP3-KONTO
POP3-PASSWORT
ABSENDERADRESSE
ANTWORTADRESSE:
pop.gmx.net
mail.gmx.net
GMX-Kundennummer
GMX-Passwort
GMX-E-Mail-Adresse
GMX-E-Mail-Adresse
Die GMX-Kundennummer wird nach dem
Anmelden angezeigt.
Rufe jetzt am besten www.gmx.net auf und
erforsche den Internetdienst GMX selbst.
Bessere Alternativen?
Ich habe gerade gezeigt, wie du den kostenlosen
E-Maildienst GMX benutzt. – Du hast Dabei EMails mit dem Internet-Explorer geschrieben und
gelesen. Das hat aber einen gewaltigen Nachteil,
da du währenddessen eine Internet-Verbindung
geschaltet hast – was Gebühren kostet!
Besser wäre es, wenn du die E-Mails von GMX
auf deinen Rechner übertragen könntest, um sie
dann in aller Ruhe ohne Internetverbindung zu
lesen. Noch besser wäre, wenn du in aller Ruhe
deine E-Mails am PC schreiben und sie dann erst
ins Internet schicken könntest.
Bei GMX ist eines zu beachten: Das Senden von
E-Mails klappt erst, nachdem E-Mails abgerufen
wurden. Leider geht Outlook Express genau
anders herum vor, so dass du den Datenaustausch
mit dem GMX-Postfach zweimal starten mußt.
Unser Ziel soll jetzt sein, die Verbindungsdauer
zum Internet möglichst gering zu halten.
Dazu benötigst du ein E-Mailprogramm.
OUTLOOK-EXPRESS ist ein solches Programm,
das Bestandteil des INTERNET-EXPLORERS ist.
Der INTERNET-EXPLORER ist wiederum
Bestandteil von Windows 98/ME.
Sofern du es bis jetzt noch nicht getan hast,
solltest du dir eine aktuelle Version des
INTERNET-EXPLORERS samt OUTLOOKEXPRESS besorgen.
Eine Einführung in OUTLOOK-EXPRESS findest
du in dem Heft E-Mail mit Outlook Express 5
(KnowWare Plus 8). Im Kapitel »Datenfernübertragungs-Netzwerk und E-Mail-Konto« ist
beschrieben, wie du ein E-Mail-Konto
einrichtest. Du kannst dein kostenloses Postfach
bei GMX mit OUTLOOK EXPRESS abfragen und
auch über GMX Nachrichten aus OUTLOOK
EXPRESS versenden. Für GMX stellst du
folgende Parameter ein:
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Tipps und Tricks im Internet
Tipps und Tricks im Internet
Eigentlich ist dieses Heft kein Einsteigerheft fürs
Internet, sondern ein ISDN-Einsteigerheft. Da
viele Leute aber gleich Nägel mit Köpfen machen
und sich ISDN zum Einstieg ins Internet zulegen,
will ich einige interessante Dienste im Internet
vorstellen.
Billiger ins Internet
Ich habe Dir erklärt, was INTERNET-BY-CALL
ist. Ein Programm, dass versucht, immer den
billigsten INTERNET-BY-CALL-Anbieter zu
ermitteln, und Dir mit diesem eine Verbindung
zum Internet aufzubauen, bekommst du unter
http://smartsurfer.web.de. Das
Installationsprogramm erzeugt ein neues Icon im
DFÜ-Netzwerk, über dass du dich künftig
kostengünstig verbinden lassen kann.
Dabei werden allerdings nur INTERNET-BYCALL-Anbieter berücksichtigt, bei denen man
sich nicht anmelden muß. Derzeit bekommt man
die günstiges Verbindung für etwa 2,5 Pfennige
die Minute. Bei Compuserve Deutschland
(www.compuserve.de) bekommst du aber die
Internetminute schon für 1,9 Pfennige. Dafür
mußt du dich bei Compuserve anmelden.
Nachdem du dich bei Compuserve angemeldet
hast, kannst du auch mit SmartSurfer dich in
Compuserve einwählen.
Suchen im Internet
Das größte Problem des Internet-Einsteigers
dürfte sein: Wo finde ich das, was ich gerade
brauche.
Das Problem läßt sich mit einer Suchmaschine
lösen. Eine Suchmaschine ist so etwas wie ein
elektronisches Internettelefonbuch. Du gibst ein,
was du suchst, und bekommst eine Liste mit den
gefundenen Einträgen. Es gibt mehrere solcher
Suchmaschinen. Ich verwende meist Fireball
(www.fireball.de). So eine Suchmaschine
schickt sogenannte Spider durch das Internet, die
nach neuen Internetseiten suchen. Außerdem
werden die bereits gefundenen Internetseiten
regelmäßig kontrolliert. Internetseiten, die
„verschwunden" sind, werden gelöscht, und
45
Internetseiten, deren Inhalt verändert worden ist,
werden in der Suchmaschine aktualisiert.
Weitere Suchmaschinen für Internetseiten findest
du unter www.yahoo.de, www.lycos.de und
www.web.de
Es gibt keine Suchmaschine, die alle Internetseiten kennt. Daher gibt es sogenannte Meta-Suchmaschinen, die bei der Suche mehrere Suchmaschinen für sich arbeiten lassen und die
Ergebnisse miteinander vereinen. Eine beliebte
Meta-Suchmachine ist die Suchmaschine META
(www.metager.de oder meta.rrzn.unihannover.de ) des Regionalen Rechenzentrums
Niedersachsens (RRZN) an der Universität
Hannover.
Es gibt nicht nur Suchmaschinen für Internetseiten, sondern auch für E-Mailadressen. Eine
beliebte Suchmaschine für Internetadressen
findest du unter www.suchen.de. Auch für EMailadressen gibt es eine Meta-Suchmaschine
am RRZN. Diese Suchmaschine nennt sich
MESA (mesa.rrzn.uni-hannover.de).
Faxempfang per Internet
Du hast kein eigenes Faxgerät und möchtest
trotzdem rund um die Uhr Faxe empfangen – und
das, ohne dabei den Rechner immer eingeschaltet
zu haben? Dank kostenloser Faxempfangsdienste
im Internet kann das Realität werden. Du musst
dich hierzu bei einem solchen Dienst anmelden
und bekommst eine Faxnummer zugeteilt. Diese
Faxnummer ist allerdings in einer fremden Stadt.
Aber da man erfahrungsgemäß ohnehin die
meisten Faxe aus der Ferne bekommt, dürfte das
egal sein, nur sieht es manchmal komisch aus,
wenn man für Telefon und Fax unterschiedliche
Vorwahlnummern hat.
Unter f2m.xpedite.de findest du den Dienst
FAX2MAIL, bei dem du kostenlos eine Faxnummer mit Münchner Vorwahl (089) beantragen
kannst. Eingehende Faxe werden als E-Mail mit
angehängter TIF-Datei zugestellt. Für eine DIN
A4-Seite fallen etwa 25 KByte Daten an.
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Tipps und Tricks im Internet
46
Der Weck- und Erinnerungsdienst im
Internet
Übertragung benötigt weniger Zeit, und Du
sparst nebenbei noch Geld.
Bei der Telekom kannst du dich für Geld (!)
jeden Morgen telefonisch wecken lassen. Das
geht aber auch kostenlos, und zwar bei
Durch geschickte Umformungen der Daten kann
so viel Platz gespart werden. Es wird auch dann
Platz gespart, wenn sich nur eine einzelne Datei
im komprimierten Archiv befindet.
www.weckruf.de
Dieser Dienst wird von der Firma Retarus
betrieben, die dich zur gewünschten Zeit anruft.
Willst du in diesem Jahr ausnahmsweise den
Hochzeitstag oder ein anderes ähnlich wichtiges
Datum nicht vergessen, beauftragst du einen
Erinnerungsdienst im Internet, dir rechtzeitig eine
E-Mail zu schicken. Die Adressen einiger dieser
kostenlosen Erinnerungsdienste findest du unter
www.doswelt.de/isdn
Der besondere Clou: Es gibt sogar einen Dienst,
der dir die Erinnerung als SMS-Nachricht auf
dein Handy schickt.
Konto vor Download kontrollieren
E-Mails haben im Vergleich zum Faxgerät einen
Nachteil: das Faxgerät druckt jedes eingegangene
Fax aus – eine E-Mail muss man aber abrufen,
mit dem Risiko, dass gar keine eingelaufen ist.
Es gibt mehrere Tricks, wie man vor dem Abruf
erfährt, ob tatsächlich Mail im Postfach liegt.
Eine Möglichkeit wäre das Programm PostDA
(www.doswelt.de/isdn).
Das Programm schaut bei aktiver Internetverbindung regelmäßig nach, ob sich was im
Postfach getan hat. Es hat hat den Nachteil, dass
es das E-Mailpostfach nur kontrollieren kann,
wenn die Internetverbindung geschaltet ist.
Allerdings kann eingestellt werden, dass es bei
Bedarf selbst eine Internetverbindung aufbauen
soll. Das kostet aber Geld!
Hast du ein E-Mailpostfach bei GMX, kannst du
dich über Handy oder Pager über eingehende EMails informieren. Das hört sich schon besser an!
Bei ungünstigen Daten kann es vorkommen, dass
das Archiv mehr Platz in Anspruch nimmt als der
ursprüngliche Datenbestand. Das ist aber nur sehr
selten der Fall.
Meist verwendet man das sogenannte ZIPVerfahren. Willst du selber ZIP-Archive erstellen
und empfangene ZIP-Archive extrahieren, musst
du ein ZIP-Programm besitzen. Weit verbreitet
ist das Programm WinZIP, das aber Geld kostet.
Kostenlos ist hingegen das Programm
PowerArchiver:
www.powerarchiver.com
Der besondere Clou ist, dass PowerArchiver dem
Vorbild WinZIP verdammt ähnlich sieht.
Beim ZIP-Verfahren wird ähnlich gearbeitet wie
beim Morsecode. Der Morsecode besteht aus den
elementaren Nachrichteneinheiten KURZ und
LANG. Die Anzahl der KURZ und LANG-Codes
wird variiert. Buchstaben, die häufig
vorkommen, haben einen kurzen Morsecode,
selten vorkommende Buchstaben einen langen.
So arbeitet auch das ZIP-Verfahren. Die
einzelnen Bytes der ursprünglichen Dateien
werden ähnlich wie beim Morsecode durch neue
Bitfolgen ersetzt.
Noch mehr kostenloses
im Internet
Ein Verzeichnis kostenloser Dienste im Internet
findest du unter www.kostenlos.de und unter
www.geizkragen.de
Leider sind diese Verzeichnisse doch ziemlich
umfangreich und für einen Neuling im Internet
unübersichtlich.
Kostenloses ZIP-Programm
Verschickst du Dateien per Internet, solltest du
sie vorher in einem Archiv komprimieren.
Mehrere Dateien werden dabei in einer einzelnen
Datei zusammengepreßt, so dass die neue Datei
kleiner ist als die ursprüngliche Dateien. Die
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Freeware und Shareware
47
Freeware und Shareware
In diesem Kapitel stelle ich einige Programme
vor, die entweder Freeware oder Shareware sind.
ISDN-Phoner
Der PHONER ist schon fast so etwas wie eine
Freeware-Programme sind gänzlich kostenlos.
Bei Shareware handelt es sich um ein Vertriebskonzept, das man am besten als »Prüf-vor-KaufSoftware« bezeichnen könnte. Ein SharewareProgramm darfst du eine vorgegebene Zeit lang
testen. Möchtest du das Programm weiterhin
nutzen, musst du dich registrieren lassen, also
den Programmautoren Geld zahlen.
eierlegende Wollmilchsau. Ist dein PC mit einer
voll Duplex-fähigen Soundkarte ausgestattet,
verwandelt PHONER ihn in ein Telefon mit
Anrufbeantworter und vieles mehr. Der
Anrufbeantworter kann fernabgefragt werden.
Mit diesem Programm können sogar SMSNachrichten an Handys versendet werden.
Es gibt übrigens Mischsituationen. So sind einige
Programme nur für den Privatgebrauch Freeware.
Auch wird Cardware oft als Freeware bezeichnet
– hier muß man dem Programmautoren eine EMail oder eine Postkarte schicken. Der will
nämlich wissen, wie viele Fans er hat.
Faxabruf-Server
Mit dem Programm FAXABRUF-SERVER kannst
Sollten die angegebenen Internet-Adressen nicht
mehr gültig sein, werde ich unter der Adresse
www.doswelt.de/isdn die neuen InternetAdressen bekannt geben.
PowerISDN-Monitor
POWERISDN-MONITOR ist nicht irgendein
ISDN-Anrufmonitor, der die Rufnummern der
Anrufer anzeigt. Das Programm bietet zugleich
die Anbindung von Telefonbuch-CDs an. Derzeit
werden Klicktel 98 und Klicktel 99 unterstützt.
Es ist auch möglich, selber Zuordnungen von
Telefonnummern zu Namen zu definieren, so
dass ohne eingelegte Telefon-CD der Name des
Anrufers angezeigt werden kann. Wenn du mal
nicht da bist und ein Anrufer zu schüchtern ist,
um auf den Anrufbeantworter zu sprechen,
kannst du anschließend den Anrufer trotzdem
zurückrufen, denn PowerISDN-Monitor hat die
Rufnummer des Anrufers aufgezeichnet.
www.sommerfeldt.com
du mit deinem PC und einer ISDN-Karte einen
Faxabruf-Server betreiben, der sowohl das
Abrufen von einzelnen Fax-Dokumenten als auch
ein Auswählen von Dokumenten ermöglicht.
In der neuen Version 2.0 ist es möglich, den
Faxabruf-Server für bis zu 10 Rufnummern
(MSNs) zu konfigurieren, wobei jede Rufnummer
mit eigenen Einstellungen versehen werden kann.
So kann ein Faxabrufserver Anrufer in mehreren
Sprachen bedienen. Ebenfalls wäre es möglich,
mehrere unabhängige Faxabrufdienste zu betreiben, etwa für verschiedene Firmen oder Produkte.
Das Programm setzt das erweiterte T.30-Protokoll
voraus, das von Fritz!-Karten unterstützt wird.
www.isdn-tools.de
Kostenloses ZIP-Programm
FaxWatch
Mit einem ZIP-Programm können mehrere
Dateien zu einem Archiv gepreßt werden. Die
Daten werden dabei so geschickt umgeformt,
dass die neu erstellte Datei kleiner ausfällt, als
die ursprünglichen Dateien. Selbst bei einer
einzelnen Datei kann schon Platz gesparrt
werden. Kleinere Dateien benötigen auch
weniger Übertragungszeit.
Das Programm FAXWATCH ist für Besitzer von
Fritz! ISDN-Karten des Herstellers AVM
interessant, die das Programm FRITZ!FAX
einsetzen.
Das wohl populärste ZIP-Programm ist WinZIP.
WinZIP hat aber den Nachteil, dass es Geld
kostet. Eine kostenlose Alternative ist
PowerArchiver.
home.t-online.de/home/
dataline_gbr/kostenlos.htm
www.powerarchiver.com.
www.powerisdnmonitor.de
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Fehlerbeseitung
48
Fehlerbeseitung
Nichts geht mehr
Wenn nichts mehr funktioniert, ist guter Rat
teuer. Schau dir erst einmal die Leuchtdiode (LED)
am NTBA an. Leuchtet sie, hat der NTBA noch
Strom von der Telekom. Andernfalls musst du
prüfen, ob er ordnungsgemäß angeschlossen ist.
Wenn ja, wird der Fehler bei der Telekom liegen.
Prüfe auch, ob deine ISDN-Geräte alle korrekt
angeschlossen sind.
Wenn die LED am NTBA leuchtet, bedeutet dies
nur, dass der NTBA aus dem ISDN-Netz Strom
bekommt. Die Leuchtdiode gibt keine Auskunft
darüber, ob die Signale in Ordnung sind. Ein
ärgerliches Problem. Ich hatte es schon einmal.
Ich habe mir dann bei der Telekom einen neuen
NTBA und auch ein ISDN-Telefon ausgeliehen.
Damit klappte das Telefonieren auch nicht. Dann
habe ich den Fehler der Telekom gemeldet.
Ich hätte natürlich auch gleich bei der Telekom
Alarm schlagen können. Hätte aber der Fehler an
meiner Telefonanlage gelegen, hätte die Telekom
mir sicherlich eine Rechnung geschrieben.
Gebührenauswertung stimmt nicht?
Geringe Unstimmigkeiten in der Gebührenauswertung können eine einfache Ursache haben:
Einschl. Umsatzsteuer kostet eine Gebühreneinheit 0,121 DM - also 12,1 Pfennige. Wenn in
deiner Telefonanlage aber eine Gebühreneinheit
von 0,12 DM eingestellt ist, kommt es zu einer
Differenz von etwa 0,8%.
ISDN-Telefon zeigt die Uhrzeit nicht an
Du hast ein ISDN-Telefon angeschlossen und
wunderst dich, dass die Uhrzeit nicht angezeigt
wird? Damit die Uhrzeit angezeigt werden kann,
muß einmal ein Anruf getätigt werden - das ist
kein Aprilscherz!
Anzeige der Gebühreneinheiten
funktioniert nicht
Die Gebühreninformation gibt es beim StandardAnschluß nur gegen Aufpreis. Die Übertragung
der Gebühreninformation am Gesprächsende
kostet etwa 2 Mark im Monat, die Übertragung
während des Gespräches etwa 3 Mark im Monat.
Modem- oder Faxverbindung wird
unterbrochen
Hast du ein Modem oder Faxgerät an der ISDNTelefonanlage angeschlossen, kann es zum
Verbindungsabbruch kommen: Viele ISDNTelefonanlagen generieren aus den Daten aus
dem D-Kanal einen Gebührenimpuls. Und der
kann deine ISDN-Anlage aus dem Gleichgewicht
bringen. Bei den meisten Telefonanlagen, wie
auch bei der vorgestellten Telefonanlage, kann
der Gebührenimpuls für einzelne Nebenstellen
abgeschaltet werden.
Faxgerät oder Modem kann nicht
angerufen werden
Du hast dein Faxgerät oder dein Modem an einer
ISDN-Telefonanlage oder einem A/B-Adapter
angeschlossen. Will nun ein anderes Faxgerät
oder Modem mit deinem Gerät kommunizieren,
muss zunächst die Telefonnummer (MSN)
angerufen werden, die diesem Gerät zugeordnet
ist. Aber auch, wenn die korrekte Nummer
verwendet wurde, kann es sein, dass die
Verbindung nicht zustande kommt. Es gibt
nämlich auch noch die Dienstekennung.
Bei vielen Telefonanlagen wurde die Telefonie
für alle Nebenstellen werksseitig konfiguriert.
Und genau da liegt das Problem: will jemand
dein Faxgerät anrufen und hat an seiner Anlage
für das Faxgerät den Dienst Telefax konfiguriert,
wird von der Telefonanlage unter der gewählten
Nummer der Dienst Fax angefordert.
Du solltest in diesem Fall die Konfiguration der
betreffenden Nebenstelle anschauen. Am besten
wählst du eine Einstellung, die auf alle Dienste
reagiert. Bei der KEIL-Telefonanlage erreichst
du dies, indem du für die betreffende Nebenstelle
den Nebenstellentyp entsprechend einstellst. Bei
der Einstellung Telefon mit Gebührenimpuls
wird der Impuls übertragen.- Bei anderen
Einstellungen entsprechend nicht.
Übrigen ist auch möglich, dass die Dienstekennung auf der Gegenstation falsch eingestellt ist.
Hast du aber KOMBIGERÄT eingestellt, kann die
Gegenstation ruhig falsch konfiguriert sein.
Beim Komfortanschluss gibt es standardmäßig
nur die Übertragung am Ende des Gespräches.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Fehlerbeseitung
Faxgerät oder Modem bekommen keine
Verbindung zustande
Auch dieses Problem kann auf eine fehlerhafte
Dienstekennung zurückzuführen sein. Du siehst
das Problem jetzt nur von der anderen Seite.
Faxgerät oder Modem wählen nicht
Du hast ein Faxgerät oder ein Modem an einer
Telefonanlage angeschlossen, und das Gerät
weigert sich zu wählen. Wahrscheinlich wartet es
auf einen Freiton, wie er im öffentlichen Telefonnetz üblich ist. Hier wird das Freizeichen durch
einen Dauerton symbolisiert. An einer Telefonanlage gibt es oft einen anderen Freiton. Also kann
dein Fax oder Modem lange warten.
Es gibt zwei Lösungsmöglichkeiten: entweder
bringst du der Telefonanlage den Dauerton als
Freiton bei, was nicht immer möglich ist, oder du
gewöhnst dem Fax oder Modem das Warten ab.
Wie du die notwendige Einstellung beim Faxgerät vornimmst, kann ich dir leider nicht sagen.
Beim Modem wird die Einstellung in der Software
vorgenommen. Gehe in die Systemsteuerung und
öffne den Eintrag MODEMS. Wähle dann die
Eigenschaften zum betreffendem Modem. Auf
der Karte »EINSTELLUNGEN« deaktivierst du VOR
DEM
WÄHLEN
AUF
FREIZEICHEN
WARTEN
Fritz!-Karte blockiert andere Geräte
Hast du das Programm FRITZ!FAX laufen, kann
es passieren, dass dieses Programm alle
Telefongespräche entgegennimmt.
Rufe im Programm FRITZ!FAX den
Menüeintrag FAX | EINSTELLUNGEN auf und
wechsle auf die Registerkarte ISDN. Aktiviere
nun die Option NUR FÜR DIE MEHRFACHRUFNUMMER MSN und trage im Eingabefeld
MEHRFACHRUFNUMMER MSN die Rufnummer
ohne Vorwahl ein, unter der Faxe empfangen
werden sollen.
49
Du solltest diese Rufnummer ausschließlich für
den Faxempfang verwenden.
Passwort vergessen?
Du hast einen Internetzugang bei einem Provider
mit Vertragsbindung, und du hast dein Passwort
vergessen? Vielleicht hast du ja das Passwort auf
deinem Rechner gespeichert. Du willst es jetzt
aber bei einem anderen Rechner eingeben –auf
dem Rechner, auf dem das Passwort gespeichert
ist, erscheint aber immer nur ****** – das
Passwort wird also nicht angezeigt, obwohl es
auf dem Rechner gespeichert ist.
Hier hilft vielleicht das Spezialprogramm WINDIETRICH. Mit etwas Glück ist es in der Lage,
aus den Sternchen das Passwort zu berechnen.
Das ist keine Zauberei. Windows stellt den
Anwendungsprogrammen eine Eingaberoutine
für Passwörter zur Verfügung. Und diese Routine
wird von WIN-DIETRICH angezapft, so dass es
das vorgegebene, gespeicherte Passwort ermitteln
kann.
Du findest das Programm WIN-DIETRICH unter
www.babe.de.
Wie du siehst, ist es einfach, das gespeicherte
Paßwort zu knacken. Das könnte auch ein
Unberechtigter hinter deinem Rücken schaffen –
und dann auf deine Kosten im Internet surfen.
Daher solltest du wirklich überlegen, ob du dein
Paßwort speichern willst. Eine andere Möglichkeit
wäre, auf INTERNET BY CALL umzusteigen.
Dann werden die Gebühren auf jeden Fall dem
Inhaber des Anschlusses berechnet.
Fritz!Card PCI stürzt ab
Stürzt die Fritz!Card PCI während der Verbindung
ab, liegt dies eventuell an einer ungünstigen
BIOS-Einstellung. Du solltest ins BIOS-Setup
gehen und dort eine Einstellung kontrollieren:
den Menüpunkt PNP/PCI-CONFIGURATION.
Vielleicht nennt sich dieser Menüpunkt bei
deinem BIOS etwas anders. Suche das
Eingabefeld PCI/IRQ ACTIVATED BY. Wenn
diese Einstellung auf EDGE steht, solltest du sie
auf LEVEL ändern.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Glossar
50
Glossar
TR6
Î EURO-ISDN
3ER-KONFERENZ
Normalerweise können nur jeweils zwei
Teilnehmer miteinander telefonieren. Bei der 3erKonferenz ist es möglich, noch einen dritten
Teilnehmer mit ins Boot zu holen. Dann können
drei Freunde sich prima einigen, wann man sich
zum nächsten Mal im Kino oder in der Kneipe
trifft.
A/B-ADAPTER
A/B-WANDLER
A/B-SCHNITTSTELLE
Aus dem ISDN-Anschluss kommen digitale
Signale, die für herkömmliche analoge Endgeräte
(Telefon, Telefax) ungeeignet sind. Ein A/BAdapter kann da eine Brücke bilden. Der A/BWandler paßt die analogen Endgeräte an den
digitalen ISDN-Anschluss an. Der A/B-Adapter
wird auch als A/B-Wandler bezeichnet. Der
Anschluss für ein analoges Endgerät wird als
A/B-Schnittstelle bezeichnet. Übrigens:Die
meisten ISDN-Telefonanlagen haben solche A/BWandler schon integriert, so dass du vielleicht
Nägel mit Köpfen machen und dir gleich eine
ISDN-Telefonanlage zulegen solltest.
AAE
Abkürzung für Allgemeine Anschlusserlaubnis.
Geräte mit einer AAE dürfen von einem Laien
installiert werden.
ADSL
ADSL ist ein Übertragungsverfahren mit dem
Ziel das Surften im Internet mit einer höheren
Geschwindigkeit zu ermöglichen. ADSL ergänzt
den herkömmlichen analogen Telefonanschluss
oder den digitalen ISDN-Anschluß. An dem
Übergabepunkt (TAE-Dose) wird ein Splitter
angeschlossen. An dem Splitter befindet sich eine
TAE-Dose, die den Zweck der bisherigen TAEDose übernimmt. ISDN-Benutzer schließen da
also den NTBA an. Somit funktioniert der
bisherige Anschluß wie gewohnt. Am Splitter
wird ein ADSL-Modem angeschlossen. Das
Modem wiederum wird mit dem Computer
verbunden. Der Computer wird dabei über eine
Netzwerkkarte am ADSL-Modem angeschlossen.
Im Computer muß also eine Netzwerkkarte
eingebaut sein, die aber nicht gleichzeitig für das
interne (lokale) Netzwerk verwendet werden
kann. Allerdings kann so nur ein einziger
Computer mit ADSL verbunden werden. Für
mehrere Computer wird ein sogenannter Router
benötigt.
Es kann sein, dass Deine Telefongesellschaft
ADSL nur bei ISDN-Anschlüssen anbietet. Dies
ist dann (meist) nicht technisch begründet,
sondern reines Marketing.
Technisch gesehen teilt der Splitter Frequenzen
auf. Frequenzen bis 120 kHz gehen zur TAEDose, und Frequenzen ab 138 kHz gehen an das
ADSL-Modem. Die erzielten
Geschwindigkeitsraten hängen vom Angebot ab.
Bei T-DSL der Deutschen Telekom AG gehen
768 KBit/Sekunde zum ADSL-Anschluß (also
vom Internet), und 128 Kbit/Sekunde zur
Vermittlungsstelle (also ins Internet).
Bei ADSL wird also auf den Datenhin- und
Rückweg mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten gearbeitet. Hingegen wird bei
der Variante SDSL in beiden Richtungen mit der
gleichen Geschwindigkeit gearbeitet. ADSL
eignet sich vor allem für das Surfen im Internet,
während für Firmen, die viele Daten verschicken
müssen die Variante SDSL angeboten wird. Der
Oberbegriff für ADSL und SDSL ist DSL.
ADSL ist noch nicht flächendeckend verfügbar.
Ein besonderes Problem ist die Leitungslänge
zwischen Deinem Anschluß und der
Vermittlungsstelle. Bei der hohen
Geschwindigkeit sind nicht mehr so lange
Leitungen möglich, so dass der Ausbau von
ADSL seine Zeit braucht.
Als Fazit läßt sich sagen, dass ADSL nur dann
für ISDN eine Konkurrenz darstellt, wenn man
schneller im Internet surfen will. Dann kann
ADSL über den analogen Telefonanschluss eine
Alternative sein. Wenn es aber darum geht,
mehrere Rufnummern (für jedes
Familienmitglied und auch für das Faxgerät) zu
haben, oder wenn zwei Telefongespräche
gleichzeitig möglich werden sollen, führt (fast)
kein Weg an ISDN vorbei - außer vielleicht
mehrere analoge Telefonanschlüsse, die aber
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Glossar
sicherlich teurer werden, und nicht den Komfort
von ISDN bieten.
AKTOR
Zusatzgerät, das von einigen Telefonanlage
fernbedient werden kann. So kann man
beispielsweise die Außenbeleuchtung durch
Wählen einer bestimmten Telefonnummer einoder ausschalten.
AMTSBERECHTIGUNG
Die meisten Telefonanlagen können so eingestellt
werden, dass nur bestimmte Nebenstellen
(Telefone, Faxgeräte, etc.) berechtigt sind, auf
das gebührenpflichtige öffentliche Telefonnetz
zuzugreifen. Umgekehrt lassen sie sich auch so
einstellen, dass nur bestimmte Nebenstellen aus
dem öffentlichen Telefonnetz erreichbar sind.
AMTSHOLUNG
Normalerweise wird bei einer ISDNTelefonanlage erst einmal innerhalb der eigenen
vier Wände telefoniert. Dabei fallen keine
Telefongebühren an. Selbstverständlich ist es
möglich, auch in das öffentliche Telefonnetz zu
telefonieren. Dazu benötigst du die Amtsholung.
Bei den meisten Telefonanlagen musst du die [0]Taste oder die [R]-Taste am Telefon drücken,
worauf das Telefon mit dem öffentlichen
Telefonnetz verbunden wird.
ANALOG
Ein analoges Signal kann in einem festgelegten
Bereich unterschiedliche Spannungen aufweisen.
Die Spannungen können dabei in diesem Bereich
jeden beliebigen Wert haben. Ein Mikrofon
erzeugt analoge Signale aus Schallwellen. Ein
Lautsprecher erzeugt Schallwellen aus analogen
Signalen. ISDN dagegen arbeitet digital.
ANALOG-ADAPTER
Î A/A-Adapter
ANIS
Die Abkürzung ANIS steht für »Analoge ISDN
Leistungsmerkmale«. Die Vermittlungsstellen in
Deutschland sind inzwischen digitalisiert worden.
Hast du einen analogen Telefonanschluss,
übernimmt nun die Vermittlungsstelle die
Umwandlung der analogen in digitale Signale.
Und das macht möglich, dass man auch mit
einem analogen Telefonanschluss digitale
Leistungsmerkmale nutzen kann. Mit ANIS
51
werden die folgenden Leistungsmerkmale
möglich: ÎAnklopfen, Makeln,
ÎDreierkonferenz, Anrufweiterschaltung,
ÎRückruf bei Besetzt und die Anzeige des
Rufnummers der Anrufers (ÎCLIP).
ANKLOPFEN (ISDN & T-NET)
Führst du gerade ein Telefongespräch, und ein
anderer Teilnehmer will dich ebenfalls sprechen,
kann im Telefonhörer ein Klopfgeräusch ertönen.
So wird signalisiert, dass da noch jemand anders
etwas von dir will. Du kannst in diesem Fall dein
erstes Telefongespräch unterbrechen (Î Parken).
ANLAGENANSCHLUSS
Es gibt verschiedene ISDN-Anschlussarten. An
einem Anlagenanschluss lässt sich nur eine
ISDN-Telefonanlage betreiben. Für den
Anlagenanschluss gibt es nur eine Rufnummer.
Zusätzlich gibt es noch Durchwahlnummern.
Eine ISDN-Karte kann am Anlagenanschluss
nicht betrieben werden, es sei denn, die ISDNTelefonanlage stellt einen entsprechenden S0Anschluss zur Verfügung.
Für den Heimbereich und für kleine Firmen
(Handwerksbetriebe, Freiberufler wie Ärzte,
Rechtsanwälte und Steuerberater) reicht meist der
Mehrgeräteanschluss aus. Da die Grundgebühr
beim Mehrgeräteanschluss geringer ausfällt als
beim Anlagenanschluss, und da man beim
Mehrgeräteanschluss problemlos eine ISDNTelefonanlage und eine ISDN-Karte für den PC
betreiben kann, ist der Anlagenanschluss hier
meist die bessere Wahl.
ANRUFWEITERSCHALTUNG (AWS)
Die Anrufweiterschaltung sorgt dafür, dass du
immer und überall unter deiner Rufnummer
erreichbar bist. Du definierst eine beliebige
Zielrufnummer. Jeder Anruf zu Deiner
Rufnummer wird dann automatisch auf die
Zielrufnummer durchgestellt.
BASISANSCHLUSS
Ein Basisanschluss bietet 2 B-Kanäle. Somit
kannst du mit dem einen B-Kanal im Internet
surfen und trotzdem über den zweiten B-Kanal
noch angerufen werden. Es gibt zwei Varianten
des Basisanschlusses: den
ÎANLAGENANSCHLUSS und den Î
MEHRGERÄTEANSCHLUSS. Für den Heim-
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Glossar
52
bereich und kleine Firmen ist der
Mehrgeräteanschluss meist die besserer Wahl.
B-KANAL
Î Kanäle
CAPI
(Common Application Programm Interface)
Softwareschnittstelle. Es gibt für den PC mehrere
ISDN-Karten. Nun will ein Programmierer, dass
seine Software möglichst mit allen erhältlichen
ISDN-Karten zusammen arbeitet. Man kann aber
vom Programmierer nicht erwarten, dass er seine
Software an alle möglichen ISDN-Karten anpaßt.
Daher gibt es das CAPI. Der Hersteller liefert mit
der ISDN-Karte eine Treiber-CD-ROM mit, die
das CAPI-Programm enthält. Schreibt nun
irgendein Programmierer Software für ISDNKarten, codiert er in einer Software nicht
Befehle, die direkt an die ISDN-Karte gehen,
sondern an die CAPI-Schnittstelle. Diese
Schnittstelle ist bei allen ISDN-Karten gleich. Sie
ist also ein Dolmetscher oder Übersetzer
zwischen ISDN-Anwendungsprogrammen und
ISDN-Karten.
CLIP
Clip ist eine Erfindung für das analoge
Telefonnetz. Clip ermöglicht die Anzeige der
Rufnummer des Anrufers vor dem Abheben in
einem Display. Das geht aber nur, wenn die
Rufnummer übermittelt wird – was erfordert,
dass die Übermittlung beim Anrufer aktiviert ist.
Wenn du an einer ISDN-Telefonanlage analoge
Telefonapparate betreibst, ist es bei einigen
Telefonanlagen möglich, dass die Telefonanlage
aus den Daten des D-Kanals ein Clip-Signal
generiert.
CNG-SIGNAL
Das CNG-Signal wird von Faxgeräten vor der
eigentlichen Übertragung eines Faxes erzeugt.
Damit sagt das sendende Faxgerät "Achtung,
jetzt kommt ein Fax!". Wenn der Empfänger sein
Telefon und sein Faxgerät mit einer Faxweiche
am analogen Telefonanschluss betreibt, weiß die
Faxweiche dadurch, dass das "Gespräch" mit
dem Faxgerät zu verbinden ist.
Es gibt passive und aktive Faxweichen. Eine
aktive Faxweiche nimmt jedes Telefongespräch
entgegen und prüft, ob es sich um ein Fax
handelt. Der Anrufer muss sich gegebenfalls mit
der Faxweiche unterhalten. Anders ist es bei der
passiven Faxweiche. Hier nimmt man den
Telefonhörer ab, und dann hört die Faxweiche
das Gespräch mit. Hört die Faxweiche nun das
CNG-Signal, wird einem das Gespräch aus der
Hand gerissen und an das Faxgerät vermittelt. –
Und wenn du bei der passiven Faxweiche mal
nicht zu Hause bist, muss dein Anrufbeantworter
die Gespräche entgegen nehmen, denn sonst
funktioniert die passive Faxweiche nicht.
So toll ist das Leben mit der Faxweiche nicht.
Besser ist man dran mit ISDN, einer kleinen
ISDN-Anlage und 10 Rufnummern. Dann
bekommt das Faxgerät einfach eine eigene
Rufnummer. Basta!
DIENSTEKENNUNG
Bei jeder Verbindung im ISDN-Netz wird im DKanal mitgeteilt, welchen Dienst der Anrufer
haben möchte. So wissen die Geräte schon im
Vorfeld, ob beispielsweise telefoniert und gefaxt
werden soll.
Allerdings ist die Selektion über die
Dienstekennung unzuverlässig, da es ja noch
analoge Telefonanschlüsse ohne Dienstekennung
gibt. Somit ist es notwendig, für die Selektion
zwischen Telefon und Fax getrennte Rufnummern einzusetzen.
Trotzdem ist die Dienstekennung wichtig. Wird
der Dienst Fax verlangt, und die Telefonanlage,
an der das Faxgerät angeschlossen ist, ist nur für
den Dienst Telefonie konfiguriert worden, so
wird die Telefonanlage wohl kaum das Gespräch
mit dem Faxgerät verbinden. Du musst dann die
Dienstekennung korrekt einstellen!
DIGITAL
Ein digitales Signal kann nur zwei festgelegte
Spannungspegel annehmen. Die Übertragung des
Signals ist daher viel sicherer. Muss ein digitales
Signal auf einer zu langen Leitungsstrecke neu
aufbereitet werden, weil es zu schwach geworden
ist, kann das Ursprungssignal ohne Qualitätsverluste rekonstruiert werden. Das ist beim
analogen Signal nicht möglich, denn man weiß ja
nicht genau, welchen Spannungspegel das Signal
ursprünglich gehabt hat. Beim digitalen Signal
gibt es nur 2 Zustände, so dass die
Rekonstruktion des ursprünglichen Signals
möglich ist. Da das analoge Signal unendlich
viele Spannungspegel in einem festgelegten
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Glossar
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Bereich annehmen kann, ist eine verlustfreie
Rekonstruktion eines analogen Signals, das durch
eine lange Kabelstrecke verfälscht worden ist,
nicht mehr möglich.
1TR6-Protokoll. Der europäische Standard heißt
EURO-ISDN. Heute werden (normalerweise) nur
noch Anschlüsse im EURO-ISDN-Standard
installiert.
D-KANAL
Die angeschlossenen Geräte müssen zum
Protokollstandard passen. Lasse dir also keine
alten 1TR6-Geräte andrehen. Es gibt aber Geräte,
die sowohl 1TR6 als auch EURO-ISDN
beherrschen. Solche Geräte sind besonders
interessant, wenn du es mit einem alten 1TR6Anschluss zu tun hast. Du kannst dann die Geräte
auch künftige im EURO-ISDN-Standard
betreiben.
Î Kanäle
DREIERKONFERENZ
Normalerweise führen zwei Personen
miteinander ein Telefongespräch – nicht mehr
und auch nicht weniger! Bei der Dreierkonferenz
nimmt ein dritter Teilnehmer am
Telefongespräch teil. Wenn einer der Teilnehmer
redet, können die übrigen Teilnehmer zuhören.
So können drei Freunde sich auf den Termin des
nächsten Kino-oder Kneipenbesuchs einigen.
DSL
ÎADSL
DSS
DSS1
Hinter DSS und DSS1 steckt das
Übertragungsprotokoll von Euro-ISDN. DSS1
und DSS sind identisch.
EAZ
Endgeräte-Auswahlziffer. Eine EAZ gibt es nicht
beim ISDN-Mehrgeräteanschluss, sondern nur
beim veralteten nationalen-ISDN sowie beim
ISDN- Anlagenanschluss.
Beim Mehrgeräteanschluss gibt es für einen
ISDN-Anschluss bis zu 10 Rufnummern. Bei
einem Anlagenanschluss oder einem ISDNAnschluss nach dem alten nationalen 1TR6Standard gibt es nur eine Rufnummer. Dafür gibt
es dann Durchwahlnummern, die nach der
eigentlichen Rufnummer gewählt werden. Durch
die EAZ wird somit festgelegt, welches ISDNGerät gemeint ist. Beim Mehrgeräteanschluss
erfolgt diese Selektion durch die Rufnummer,
deshalb bekommt man gleich mehrere
Rufnummern.
EURO-ISDN
Dein ISDN-Anschluss ist über zwei Drähte mit
der nächsten Vermittlungsstelle verbunden.
Welche "Sprache" auf diesen Drähten gesprochen
wird, bestimmt das verwendete Protokoll.
Deutschland hat in Sachen ISDN eine
Vorreiterrolle. Bevor ein europäischer Standard
definiert worden war, gab es in Deutschland das
FAX
Ein Fax ist eine Fernkopie. Wenn zwei Leute an
verschiedenen Orten über ein Faxgerät verbunden
sind, legt der eine Teilnehmer ein beschriebenes
Blatt Papier in sein Faxgerät und wählt die
Telefonnummer des anderen Faxgerätes. Darauf
wird das Blatt Papier eingelesen und über die
Telefonleitung zum anderen Faxgerät übertragen,
wo die übertragenen Informationen ausgedruckt
werden. So entsteht beim Empfänger eine Kopie
der Vorlage, die beim Sender eingelesen worden
ist.
Bei den meisten ISDN-Karten wird ein
Programm mitgeliefert, mit dem es möglich ist,
solche Faxe direkt aus dem PC zu versenden und
auch zu empfangen. Dabei wird ein
Faxdruckertreiber installiert. Wenn du etwas
faxen möchtest, musst du so tun, als wenn du
etwas ausdrucken willst. Du druckst dann jedoch
auf dem "Faxdrucker", der die
Druckinformationen zum Faxprogramm
weiterleitet, das die Druckinformationen als Fax
versendet.
FAXGRUPPE
Im Laufe der Zeit gab es verschiedene
Übertragungsstandards. Analoge Faxgeräte
verwenden heute den Übertragungsstandard
Gruppe 3. Stehen auf Sender- und
Empfängerseite Faxgeräte mit unterschiedlichen
Faxgruppen, schaltet das Gerät mit der höheren
Faxgruppe einfach einen Gang zurück und
arbeitet dann beispielsweise in der Gruppe 2 statt
in der Gruppe 3. Die Faxgeräte einigen sich
selbständig auf den größten gemeinsamen
Nenner.
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Glossar
54
FAX-POLLING
FAX ON DEMAND
Normalerweise wird bei einer Faxübertragung die
Verbindung von dem Faxgerät aufgebaut, an
welchem die Vorlage eingelesen wird. Anders ist
es beim Fax on Demand. Hier wird die Verbindung von dem Faxgerät aufgebaut, das das Fax
empfangen will.
Fax On Demand wird angewendet, wenn man
kostenlos Informationen zum Abruf als Faxdokument bereit stellt. Hier übernimmt der Empfänger die Gebühren. Mit entsprechenden Programmen lässt sich Fax On Demand auch mit dem PC
realisieren. Bei einem ISDN-Mehrgeräteanschluss kann man sogar bis zu 10 Rufnummern
mit unterschiedlichen Dokumenten bedienen.
FILETRANSFER
EURO-FILETRANSFER
Beim Filetransfer im ISDN-Netz werden Dateien
von einem Computer zum anderen Computer
übertragen. Damit auch unterschiedliche Computer mit unterschiedlichen Übertragungsprogrammen miteinander Dateien austauschen
können, wurde der Standard EURO-Filestansfer
definiert.
FIRMWARE
In Zusatzgeräten wie etwa in deinem Drucker
befinden sich heute kleine Computer, die ähnlich
wie dein PC auch mit Software ausgestattet sind.
Diese Software nennt sich Firmware.
Es ist bei diesen Zusatzgeräten nicht möglich, ein
neues Firmwareupdate per Diskette oder CDROM einzuspielen. Die Software ist in diesen
Geräten in einem speziellen Speicherbaustein
eingebaut. Dieser Speicherbaustein vergisst die
enthaltenen Programme auch beim Ausschalten
des Gerätes nicht. Die Programme sind nämlich
so fest eingebaut, dass sie sogar beim Stromausfall bestehen bleiben.
Oft ist die Firmware-Software sogar so fest eingebaut, dass man das Geräte erst aufschrauben
und dann den Speicherbaustein gegen einen
neuen Speicherbaustein tauschen muss, um die
Firmware-Software zu erneuern. Ist das Geräte
aber mit einem Flash-ROM ausgestattet, reicht es
aus, die neue Software vom PC aus in das Gerät
zu übertragen.
Firmware gibt es beispielsweise in ISDNTelefonanlagen, Festplattenlaufwerken, CDROM-Laufwerken und –Brennern.
FLASH-ROM
Flash-Roms werden für Firmware verwendet.
Wenn die Firmware erneuert werden soll, ist es
bei normalen ROM-Bausteinen notwendig,
entweder den gesamten Speicherbaustein
auszuwechseln oder aber mit einem speziellen
Programmiergerät den Inhalt des ROM-Bausteins
zu verändern.
Heute will man ohne Programmiergerät den
ROM-Baustein programmieren können. Daher
sind Flash-ROMs entwickelt worden. Ein FlashROM kann ohne Pogrammiergerät programmiert
werden. Die neue Software kommt dann von
einer Diskette, CD-ROM oder aus dem Internet.
FLASH-SIGNAL
Das Flash-Signal ist ein Signal, das man bei
analogen Endgeräten (etwa Telefon, Telefax)
findet. Das Signal wird durch Drücken der [R]Taste erzeugt und soll der Telefonanlage mitteilen, dass jetzt ein Befehl für sie kommt.
Dadurch weiß sie nun, dass der Benutzer mit den
nachfolgend eingegeben Nummern keine Telefonnummer meint, die vermittelt werden soll. Das
Flash-Signal wird beispielsweise benötigt, wenn
das Gespräch zu einer anderen Nebenstelle
durchgestellt werden soll.
Neben dem "normalen" Flash gibt es den HookFlash, der ein längeres Flash-Signal darstellt. Du
musst die Endgeräte deiner Telefonanlage so
konfigurieren, dass das Flash-Signal zur
Telefonanlage paßt. Der Hook-Flash wird auch
im analogen Telefonnetz benutzt, um neue
Leistungsmerkmale wie etwa das Makeln zu
steuern.
Ein (analoges) Telefon wird normalerweise über
zwei Drähte angeschlossen. Beim Erzeugen des
Flash-Signals werden diese beiden Drähte einfach unterbrochen. Je nach Variante des FlashSignals ("normal" oder Hook-Flash) dauert die
Unterbrechung unterschiedlich lang.
Bei einigen Geräten kann anstelle des FlashSignals das Erdsignal eingestellt werden. Diese
Geräte sind zusätzlich geerdet. Dann wird das
Telefon für eine kurze Zeit mit der Erdung
verbunden, was entsprechend von der Tele-
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Glossar
fonanlage ausgewertet werden kann. Das ist aber
nur bei alten Telefonanlagen gebräuchlich.
GEBÜHRENIMPULS
Beim analogen Telefon ist es gegen Aufpreis
möglich, dass für jede gebrauchte Gebühreneinheit ein Impuls übertragen wird. Mit einem
entsprechenden Zähler ist es möglich, die
verbrauchten Gebühreneinheiten zu zählen und
so die aufgelaufenen Gebühren zu ermitteln.
Das geht aber nur, wenn deine Telefongesellschaft (etwa Deutsche Telekom AG) einen
solchen Impuls überträgt – und so lange du nicht
per Call by Call mit einer anderen Telefongesellschaft telefonierst. Die Gebühreneinheit beim
Call By Call sind meist andere Einheiten als bei
der TELEKOM, so dass beim Call By Call keine
Gebühreninformationen übertragen werden.
Bei ISDN gibt es keinen Gebührenimpuls. Hier
werden die Gebühreninformationen digital im DKanal übertragen. Wenn du eine ISDN-Telefonanlage betreibst, an der du analoge Telefone
angeschlossen hast, ist es bei einigen Anlagen
möglich, dass die Anlage die digitalen Gebühreninformationen in analoge Gebührenimpulse
umsetzt.
HALTEN
HALTEN AM BUS
Î Parken
HOOK-FLASH
Î Flash
IMPULSWAHLVERFAHREN (IWF)
Î Wahlverfahren
INTERNET
Das Internet ist ein weltweites Netzwerk, das
Computer miteinander verbindet. Wenn du dich
an deinem Wohnort über das analoge Telefonnetz
oder das ISDN-Netz in das Internet eingewählt
hast, stehen dir weltweit Computer des Internets
zur Verfügung. Du kannst so beispielsweise
elektronische Briefe (E-Mails) an einen Freund in
den USA schicken.
INTERNGESPRÄCH
Ein Interngespräch ist ein Gespräch, das innerhalb deiner vier Wände ohne Nutzung des
öffentlichen Telefonnetzes geführt wird.
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ISDN
ISDN steht für Integrated Services Digital
Network. ISDN ist ein integriertes Netzwerk,
dass von vorne herein für verschiedene Dienste
entwickelt worden ist. Das analoge Telefonnetz
ist ausschließlich für Sprachverbindungen
entwickelt worden. Andere Dienste wie
Datentransfer per Modem oder Telefax sind nur
mit Tricks möglich.
KANAL
KANÄLE
Dein ISDN-Anschluss ist über zwei Drähte mit
der nächsten Vermittlungsstelle verbunden.
Trotzdem gibt es drei symbolische Kanäle, die du
dir wie drei Rohrleitungen vorstellen kannst.
Diese "Rohrleitungen" werden als Kanäle
bezeichnet. Es gibt zwei B-Kanäle und einen DKanal. Zum Telefonieren wird ein B-Kanal
benutzt. An einem ISDN-Anschluss können also
zwei Telefongespräche gleichzeitig geführt
werden. Du kannst auch einen B-Kanal zum
Surfen im Internet benutzen. Dann kannst du
auch dann angerufen werden, während du im
Internet surfst.
Der D-Kanal ist für Verwaltungsinformationen
bestimmt. Wenn du angerufen wirst, wird über
den D-Kanal die Rufnummer des Anrufers
übertragen – sofern bei diesem die Rufnummer
übertragen wird. Und auch die Rufnummer (Î
MSN), die der Anrufer gewählt hat, wird über den
D-Kanal übertragen. Bei einem ISDN-Anschluss
kannst du bis zu 10 Rufnummern haben. So
wissen deine ISDN-Geräte, welche Rufnummer
gewählt worden ist. Du kannst an deinen ISDNGeräten einstellen, auf welche Rufnummer das
jeweilige Gerät reagieren soll.
LCR
LEAST COST ROUTER
Bis zum 31.12.1997 gab es in Deutschland nur
eine Telefongesellschaft, nämlich die Deutsche
Telekom. Seit dem 01.01.1998 hat man die Wahl,
mit welcher Telefongesellschaft man telefonieren
möchte.
Man kann mit einer Telefongesellschaft einen
Vertrag abschließen, über die dann alle
Ferngespräche abgewickelt werden. Das nennt
man dann Preselection. Die Ortsgespräche
bleiben dann meist bei der Deutschen Telekom.
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
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Es ist aber auch möglich, eine Telefongesellschaft für jedes Gespräch einzeln auszusuchen.
Das lohnt sich eigentlich nur für Ferngespräche.
Dann musst du vor der Vorwahl/Rufnummer
noch die Nummer der gewünschten Telefongesellschaft wählen, etwa 01099. Statt 089/4711
wählst Du dann 010990894711.
Die Nummern der Telefongesellschaften fangen
mit 010 an.
Du kannst dich im Internet über die aktuellen
Tarife informieren, etwa unter
www.billiger-telefonieren.de
MAKELN
Durch das Makeln kannst Du abwechselnd mit
zwei Gesprächspartnern telefonieren, ohne dass
diese mithören, was Du mit dem jeweils anderen
besprichst. So kann ein Händler gleichzeitig
(natürlich meine ich abwechselnd) mit seinem
Lieferanten und dem Kunden telefonieren, ohne
dass Kunde und Lieferant voneinander erfahren.
MEHRFREQUENZWAHLVERFAHREN
(MFV)
Î Wahlverfahren
MEHRGERÄTEANSCHLUSS
Anschlussart im ISDN-Netz, die besonders für
den Privatgebrauch und kleine Firmen interessant
ist. Hier kannst du über bis zu 10 Rufnummern
verfügen. Es können aber nur zwei Gespräche
gleichzeitig geführt werden, da es beim
Mehrgeräteanschluss nur 2 B-Kanäle gibt. Für
jedes Telefongespräch wird ein B-Kanal benötigt.
Du kannst aber auch eine ISDN-Karte einsetzen,
die dann einen B-Kanal benutzt, um dich mit dem
Internet zu verbinden. Dann kannst du im
Internet surfen, und trotzdem noch telefonisch
erreicht werden.
MSN
MEHRFACHNUMMER
Beim ISDN-Mehrgeräteanschluss bekommst du
mehrere Rufnummern. Bis zu 10 Rufnummern
sind möglich. Die Rufnummern werden als
Mehrfachnummern oder MSN bezeichnet. So
können endlich Faxgerät, Tochter und Sohn eine
eigene Rufnummer haben.
MUSIC ON HOLD
Wenn du bei einer Telefonanlage ein Gespräch
an einen anderen Telefonapparat durchstellst,
muss irgend ein Geräusch erzeugt werden, das
dann der Anrufer hört. Wenn das Geräusch etwa
mehr als irgend ein Geräusch ist, nämlich Musik,
sagt man dazu Music on Hold. Je nach Telefonanlage sind einige einfache Melodien fest
eingebaut – oder du kannst sogar einen CDPlayer anschließen, der dann die ISDN-Telefonanlage mit Musik versorgt. Allerdings muß
man hier etwas vorsichtig sein. Wenn man eine
beliebige CD verwendet, muß man unter Umständen Gema-Gebühren zahlen. Die Gema-Gebühren werden von der Verwertungsgesellschaft
Gema an die Mitglieder verteilt, so dass der
Urheber der Musik Geld für Music On Hold
bekommt. Es gibt aber auch käufliche CDs mit
Gema-freier Musik, bei der dann keine GemaGebühren anfallen.
NEBENSTELLE
An einer Telefonanlage können Nebenstellen
angeschlossen werden. Jede Nebenstelle
bekommt eine eigene interne Rufnummer. Am
ISDN-Mehrgeräteanschluss ist es möglich, jeder
Nebenstelle eine- oder sogar mehrere externe
Rufnummern (MSNs) zuzuordnen.
NT/NTBA
Der NTBA wird oft auch nur als NT bezeichnet.
Der NTBA ist ein Kästchen, das die Stecker für
deine ISDN-Geräte beinhaltet. Der NTBA wird
in die TAE-Dose des alten analogen Telefonanschlusses eingestöpselt. Für einen ISDNAnschluss muss also kein neues Kabel in deine
Wohnung gelegt werden. Der NTBA formt die
Signale aus dem Kabel, das deine Wohnung mit
der Vermittlungsstelle verbindet, so um, dass du
ISDN-Geräte mit Î SO-BUS-Anschluss am
NTBA betreiben kannst.
Zusätzlich übernimmt der NTBA die Stromversorgung von ISDN-Geräten, die über kein
eigenes Netzteil verfügen. Das ist bei den
meisten ISDN-Telefonen der Fall. ISDNTelefonanlagen haben ein eigenes Netzteil. Der
NTBA benötigt also auch noch einen Platz an der
230 Volt-Steckdose.
WICHTIG: Ohne Strom aus der Steckdose
funktioniert ISDN nicht. Nur wenige ISDNTelefone arbeiten ohne Strom aus der Dose. Wenn
kein Strom aus der Steckdose kommt, kannst du
also im Notfall keinen Notruf tätigen!
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Glossar
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PARKEN
SO-BUS
Bei ISDN kannst du ein Telefongespräch
"parken". Damit wird das Telefongespräch für
maximal 3 Minuten "an die Seite" gelegt. Du
kannst ein anderes Telefongespräch führen und
dann wieder zum geparkten Gespräch gehen.
Der S0-Bus verbindet deine ISDN-Endgeräte mit
dem Î NTBA. Der NTBA verbindet den S0-Bus
mit dem Kabel, das von der Vermittlungsstelle
kommt. Der S0-Bus ist eine vieradrige Leitung.
PICK UP
In Deutschland gebräuchliche Steckernorm im
analogen Telefonnetz. Wenn du einen analogen
Telefonanschluss auf ISDN umrüstest, kannst du
an deine TAE-Dose auch den NTBA anschließen.
Nettes Feature, das von vielen Telefonanlagen
zur Verfügung gestellt wird. Wenn es bei einem
Telefonapparat klingelt, während du dich in der
Nähe eines anderen Telefons befindest, drückst
du einfach ein paar Tasten und löst so die
PickUp-Funktion aus. Das Telefongespräch ist
jetzt an dem Apparat, an dem du den PickUp
ausgelöst hast.
R-TASTE
Die R-Taste ist eine Taste beim Telefon, die mit
dem Buchstaben [R] beschriftet ist. Je nach
Einstellung des Telefons wird beim Drücken der
R-Taste entweder eine Verbindung mit dem
Erdkabel aufgebaut, oder aber ein Flashsignal
erzeugt. Damit wird der Telefonanlage symbolisiert, dass jetzt ein Befehl für die Telefonanlage
kommt. Dann ist es zum Beispiel möglich, das
Telefongespräch auf eine andere Nebenstelle
umzuschalten.
RJ45-STECKER
Der RJ45-Stecker ist ein spezieller
ÎWesternstecker, der zum Anschluß von ISDNGeräten verwendet wird.
RÜCKFRAGEN(ISDN & T-NET)
Da du bei ISDN 2 Telefongespräche gleichzeitig
führen kannst, ist es möglich, dass du mit 2
Leuten gleichzeitig telefonierst. – Während du
mit dem einen sprichst, muss der andere entweder
warten, oder du sprichst mit beiden (3erKonferenz). Wenn du nur mit einem Teilnehmer
sprechen willst, und es erfolgt eine Rückfrage
zum dritten Teilnehmer, kannst du einfach
umschalten und so »rückfragen«.
RÜCKRUF BEI BESETZT (ISDN)
Stell dir vor, du rufst einen Teilnehmer an, der
selber schon telefoniert. Dann wäre es doch
schön, wenn dein Telefon automatisch immer
wieder die entsprechende Rufnummer wählt, und
dann, wenn der Teilnehmer sein Gespräch
beendet hat, die Verbindung sofort zustande
kommt. Das nennt man »Rückruf bei besetzt«.
TAE
Ist dein analoger Telefonanschluss also mit TAEDose ausgestattet, kannst du ihn selbst auf ISDN
umrüsten. Die Telekom muss nur in der Vermittlungsstelle deinen Anschluss auf ISDN
umschalten. Da dich kein Techniker von der
TELEKOM besuchen muss, sparst du etwa 100
Mark.
T-DSL
ÎADSL
TELEFAX
Î Fax
TELEFONANLAGE
Î Tk-Anlage
TELEKOM
Die »Deutsche Telekom AG« ist in Deutschland
die führende Telefongesellschaft.
TK-ANLAGE
Abkürzung für Telekomunikationsanlage. Eine
TK-Anlage ist ein Kasten, der mit dem
Telefonnetz verbunden wird und an dem auf der
anderen Seite mehrere Endgeräte (Telefone,
Faxgerät, etc.) angeschlossen werden können.
Die Endgeräte teilen sich so einen Telefonanschluss. Die Geräte können dann auch
untereinander kommunizieren, ohne dabei das
öffentliche Telefonnetz in Anspruch nehmen zu
müssen.
Wenn eine TK-Anlage für den ISDN-Anschluss
bestimmt ist, sagt man dazu auch einfach "ISDNTelefonanlage" oder "ISDN-Anlage". Bei den
meisten ISDN-Anlagen können mehrere analoge
Endgeräte angeschlossen werden. Die ISDNAnlage übernimmt die Anpassung zwischen dem
digitalen ISDN-Anschluss und den analogen
Endgeräten.
T-NET
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Glossar
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T-NET ISDN
Produktbezeichnungen der Deutschen Telekom
AG (Î TELEKOM). Hinter T-NET steckt der
analoge Telefonanschluss und hinter T-NET
ISDN steckt der digitale ISDN-Anschluss.
TONWAHL
Î Wahlverfahren
TONWAHLVERFAHREN
Î Wahlverfahren
TÜR-FREISPRECHEINRICHTUNG
TÜRÖFFNER
Bei einigen Telefonanlagen kannst du einen
Türöffner und/oder eine TürFreisprecheinrichtung anschließen. Dann kannst
du die Haustüre durch Wählen einer bestimmten
Telefonnummer öffnen lassen. Vorher kannst du
dich über die Tür-Freispeicheinrichtung
informieren, wer überhaupt vor der Haustüre
steht.
umstecken am bus (isdn)
Hast du mehrere ISDN-Dosen in deiner Whonung, kannst du während des Telefongespräches
das Telefon aus der einen ISDN-Dose
ausstöpseln. Anschließend kannst du das Telefon
in eine andere Dose einstöpseln und weiter
telefonieren. Das geht beim analogen Telefonanschluss normalerweise nicht. Bei ISDN ist das
standardmäßig möglich. Die ISDN-Vermittlungsstelle hält die Verbindung noch für eine Weile,
wenn das ISDN-Gerät während der Verbindung
ausgestöpselt wird.
WAHLGEBER
Hast du ein Telefon, das mit dem Impulswahlverfahren arbeitet, und willst du damit einen
Anrufbeantworter abfragen, hast du ein kleines
Problem: Die meisten Anrufbeantworter lassen
sich nämlich nur mit dem Tonwahlverfahren
abfragen. Dann kannst du dir einen so genannten
Wahlgeber kaufen, der dann Töne wie ein
Telefon mit Tonwahlverfahren erzeugen kann.
Verfahren und kommt ganz ohne Elektronik aus.
Dieses Wahlverfahren kommt noch aus der Zeit
der Telefonapparate mit Wahlscheibe. Für jede
gewählte Ziffer wird eine Folge von Impulsen
erzeugen. Für die 1 ist es ein Impuls, für die 2
sind es zwei Impulse. Die Anzahl der Impulse
enspricht der Ziffer. Nur bei der 0 wird eine
Ausnahme gemacht – hier werden 10 Impulse
erzeugt.
Beim moderneren Tonwahlverfahren werden
anstelle der Impulse zwei aufeinander folgende
Töne erzeugt. Aus den Tönen kann eine Elektronik ermitteln, welche Ziffer gewählt worden
ist. Auch das Erzeugen der Töne erfolgt
elektronisch.
Tastentelefone arbeiten immer mit Elektronik.
Damit ein Tastentelefon sowohl an einer Telefonanlage für Puls- als auch an einer Telefonanlage mit Tonwahlverfahren betrieben werden
kann, sind viele Tastentelefone umschaltbar.
Das gilt auch für die Telefonanlagen und
Vermittlungsstellen der TELEKOM. Hast du also
dein analoges Telefon immer noch auf
Impulswahlverfahren eingestellt, solltest du mal
ausprobieren, ob du dein Telefon umschalten
kannst. Du wirst sicherlich feststellen, dass das
Wählen dann viel schneller geht.
WESTERNSTECKER
Der Westernstecker kommt aus den USA. ISDNGeräte werden in aller Regel über einen Westernstecker angeschlossen. Auch bei analogen
Telefonen sind in den USA Westernstecker
gebräuchlich. In Deutschland ist bei analogen
Telefongeräten TAE der Standard. Die Hersteller
lösen das Problem meist so, dass an analogen
Geräten Westernstecker angebracht werden und
das beigelegte Anschlusskabel dann die
notwendige Anpassung an die in Deutschland
übliche TAE-Norm übernimmt.
WAHLVERFAHREN
Bei ISDN wird digital über den so genannten DKanal die gewählte Telefonnummer übertragen.
Beim analogen Telefon geht das Wählen über die
gleiche analoge Leitung, wie auch gesprochen
wird. Dabei werden zwei Verfahren eingesetzt.
Das so genannte Pulswahlverfahren ist das ältere
© Ulrich Borgdorf und KnowWare, ISDN für Einsteiger – 22.05.2006
Sachwortregister
1TR6, 13
AMS, 9
Amtsberechtigung, 22
Anlagenanschluss, 17
Anrufbeantwortern, 7
Anrufmonitor, 47
Anrufweiterschaltung, 12
AVM, 16
B-Kanal, 13
CLIP, 7
DECT-Standard, 6
EURO-ISDN, 13
Flash-ROM, 54
Flatrate, 39
Gebührenimpuls, 8
Gebührenzähler, 8
Internet, 39
ISA, 25
Makeln, 12
Mehrgeräteanschluss, 17
MSN, 14
Multiple Subscriber Number, 14
Nebenstell, 18
PCI, 25
Primärmultiplexanschluss, 17
S0-Bus, 13
Schnurlose Telefone, 6
TAE-Dose, 5
TAE-Steckernorm, 5
T-Netbox, 12
Tonwahlverfahren, 6
Wahlverfahren, 6
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