Deutsch - SGBU9071

Deutsch - SGBU9071
SGBU9071
August 2015
(Übersetzung: August 2015)
Betriebs- und
Wartungshandbuch
Industriemotor 2206F-E13TA
PP3 (Motor)
Wichtige Hinweise zur Sicherheit
Die meisten Unfälle beim Umgang, bei der Wartung und Reparatur von Motoren entstehen durch die
Nichtbeachtung grundsätzlicher Sicherheitsregeln oder -vorkehrungen. Oft lassen sich Unfälle
dadurch verhindern, dass gefährliche Situationen im Voraus erkannt werden. Die betroffenen
Personen müssen sich der Gefahren bewusst sein. Sie müssen auch über die richtige Ausbildung,
die Fertigkeiten und Werkzeuge verfügen, um diese Arbeiten richtig durchführen zu können.
Eine unsachgemäße Inbetriebnahme, Schmier- oder Wartungsmethode oder Reparatur ist
gefährlich und kann zu Körperverletzungen, unter Umständen mit Todesfolge, führen.
Vor der Inbetriebnahme oder der Durchführung von Schmier- und Wartungsarbeiten sowie
Reparaturen müssen alle entsprechenden Informationen sorgfältig gelesen und verstanden
worden sein.
In diesem Handbuch und an diesem Produkt befinden sich Sicherheits- und Warnhinweise. Bei
Nichtbeachtung dieser Warnhinweise kann es zu Verletzungen mit Todesfolge kommen.
Auf die Gefahren wird durch ein "Sicherheitswarnsymbol", auf das der "Warnbegriff" "GEFAHR",
"WARNUNG" oder "VORSICHT" folgt, hingewiesen. Das Sicherheitswarnsymbol "WARNUNG" wird
im Folgenden gezeigt.
Die Bedeutung dieses Sicherheitswarnsymbols ist wie folgt:
Achtung! Seien Sie aufmerksam! Es geht hier um Ihre Sicherheit!
Die unter der Warnung erscheinenden Informationen beschreiben die Gefahr und können in
schriftlicher oder bildlicher Form dargestellt sein.
Auf Arbeitsgänge, die lediglich zu Produktschäden führen können, wird am Produkt und in diesem
Handbuch durch "HINWEIS" aufmerksam gemacht.
Perkins kann nicht alle Umstände voraussehen, die eine Gefahr darstellen. Die in diesem
Handbuch enthaltenen und am Motor angebrachten Warnungen sind daher nicht
allumfassend. Wenn ein nicht speziell von Perkins empfohlenes Werkzeug, Verfahren, eine
Arbeitsmethode oder Betriebstechnik angewandt wird, muss sich das Wartungspersonal
davon überzeugen, dass es und andere Personen nicht gefährdet werden. Außerdem muss
sichergestellt werden, dass das Produkt durch die gewählte Betriebsart sowie die
Schmierungs-, Wartungs- oder Reparaturverfahren nicht beschädigt oder in einen unsicheren
Betriebszustand versetzt wird.
Die in diesem Handbuch enthaltenen Informationen, Spezifikationen und Abbildungen beziehen sich
auf die zur Zeit der Drucklegung vorhandenen Informationen. Die Spezifikationen, Anzugsmomente,
Drücke, Abmessungen, Einstellungen, Abbildungen und andere Informationen können sich jederzeit
ändern. Diese Änderungen können sich auf die Wartungsverfahren auswirken. Vor der Aufnahme
irgendwelcher Arbeiten müssen die vollständigen und neuesten Informationen eingeholt werden. Die
Perkins-Händler verfügen über die neuesten Informationen.
Wenn für diese Produkt Ersatzteile benötigt
werden, wird empfohlen, Perkins-Ersatzteile zu
verwenden.
Bei Nichtbeachtung dieser Warnung kann es zu
vorzeitigem Ausfall, Beschädigung des Produkts
oder Verletzungen mit Todesfolge kommen.
SGBU9071
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Wartung
Vorwort............................... ............................... 4
Füllmengen........................... .......................... 65
Sicherheit
Sicherheitshinweise..................... ..................... 6
Wartungsempfehlungen ................. ................ 83
Wartungsintervalle..................... ..................... 86
Allgemeine Hinweise .................... .................... 8
Garantie
Verbrennungen........................ ....................... 12
Garantieinformationen ................. ..................119
Feuer und Explosionen.................. ................. 13
Zusätzliche Information
Quetschungen und Schnittwunden ........ ........ 15
Referenzliteratur ...................... ..................... 120
Auf- und Absteigen ..................... .................... 16
Stichwortverzeichnis
Vor dem Starten des Motors .............. ............. 16
Stichwortverzeichnis................... .................. 123
Starten des Motors ..................... .................... 16
Abstellen des Motors ................... ................... 17
Elektrische Anlage..................... ..................... 17
Motorelektronik ........................ ....................... 17
Produkt-Information
Allgemeine Hinweise ................... ................... 19
Produkt-Identinformation ................ ................ 25
Betrieb
Anheben und Lagerung................. ................. 28
Technische Merkmale und
Bedienungseinrichtungen ............... .............. 36
Systemdiagnose....................... ...................... 42
Starten des Motors ..................... .................... 47
Motorbetrieb.......................... .......................... 52
Nachbehandlungsbetrieb ................ ............... 54
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen.. . 61
Abstellen des Motors ................... ................... 63
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SGBU9071
Vorwort
Vorwort
Dieses Handbuch
Dieses Handbuch enthält Sicherheitshinweise,
Betriebsanweisungen und Schmier- und
Wartungsinformationen. Dieses Handbuch sollte im
Motorbereich bzw. in der Nähe des Motors in einem
Dokumentenhalter oder einem DokumentenAblagebereich aufbewahrt werden. Dieses Handbuch
lesen und verstehen und es zusammen mit anderen
Veröffentlichungen und Motorinformationen
aufbewahren.
Englisch ist die Hauptsprache für alle Perkins
-Publikationen. Das verwendete Englisch dient zur
Vereinfachung der Übersetzung und fördert die
Konsistenz.
Einige Fotos oder Abbildungen in diesem Handbuch
enthalten Details oder Anbaugeräte, die nicht an
Ihrem Motor vorhanden sind. Zur Verdeutlichung der
Darstellung wurden unter Umständen
Schutzvorrichtungen und Abdeckungen entfernt.
Ständige Verbesserungen des Produktdesigns
können zu Änderungen an Ihrem Motor geführt
haben, die nicht in diesem Handbuch enthalten sind.
Wenn sich Fragen bezüglich des Motors oder dieser
Veröffentlichung ergeben, wenden Sie sich bitte an
Ihren Perkins -Händler oder Ihren Perkins -Vertreiber,
der über die neuesten Informationen verfügt.
Sicherheit
Dieser Abschnitt enthält grundlegende
Sicherheitshinweise. In diesem Abschnitt werden
außerdem gefährliche Situationen beschrieben. Vor
Inbetriebnahme des Motors oder der Durchführung
von Schmier-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an
diesem Produkt müssen die grundlegenden
Sicherheitshinweise im Abschnitt über Sicherheit
gelesen und verstanden worden sein.
Betrieb
In diesem Handbuch werden grundlegende
Arbeitstechniken beschrieben. Mit diesen
Arbeitstechniken kann das Bedienungspersonal die
Fertigkeiten und Techniken entwickeln, die zum
effizienten und wirtschaftlichen Betrieb des Motors
erforderlich sind. Mit zunehmender Kenntnis über den
Motor und seine Fähigkeiten verbessern sich die
Fertigkeiten und Techniken des Bedienungspersonal.
Der Betriebsabschnitt dient zum Nachschlagen für
das Bedienungspersonal. Das Bedienungspersonal
wird mit Hilfe von Fotos und Abbildungen durch die
Verfahren zum Prüfen, Starten, Betreiben und
Abstellen des Motors geleitet. Dieser Abschnitt
enthält außerdem Informationen zur elektronischen
Diagnose.
Wartung
Der Wartungsabschnitt dient als Richtlinie zur Pflege
des Motors. Die illustrierten, schrittweisen
Wartungsanweisungen sind nach Betriebsstunden
und/oder Kalenderzeit gruppiert. Die Punkte im
Wartungsplan verweisen auf nachfolgende detaillierte
Anweisungen.
Die empfohlenen Wartungsarbeiten müssen gemäß
den Angaben im Wartungsplan zu den
entsprechenden Wartungsintervallen durchgeführt
werden. Der Wartungsplan wird außerdem durch die
tatsächlichen Betriebsbedingungen des Motors
beeinflusst. Bei extrem schweren, staubigen, nassen
oder sehr kalten Betriebsbedingungen muss der
Motor unter Umständen häufiger geschmiert und
gewartet werden, als dies im Wartungsplan
angegeben ist.
Die Punkte des Wartungsplans sind für ein
Managementprogramm für vorbeugende Wartung
organisiert. Wenn das Programm für vorbeugende
Wartung befolgt wird, sind keine periodischen
Neueinstellungen erforderlich. Die Implementierung
eines Managementprogramms für vorbeugende
Wartung sollte die Betriebskosten auf ein Minimum
begrenzen, da dadurch die Kosten, die mit
außerplanmäßigen Stillstandszeiten und Ausfällen in
Zusammenhang stehen, vermieden werden können.
Wartungsintervalle
Die Wartungsarbeiten beim Vielfachen des
Wartungsintervalls wiederholen. Es wird empfohlen,
den Wartungsplan zu kopieren und an einer
praktischen Stelle in der Nähe des Motors
anzubringen. Es wird außerdem empfohlen, im
Rahmen des permanenten Motorprotokolls ein
Wartungsprotokoll zu führen.
Ihr zugelassener Perkins -Händler bzw. Perkins
-Vertreiber kann Ihnen bei der Aufstellung eines
Wartungsplans behilflich sein, der für Ihre
Betriebsbedingungen geeignet ist.
Überholung
Mit Ausnahme der Wartungspunkte im
entsprechenden Intervall enthält dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch keine detaillierten Informationen
zur grundlegenden Überholung des Motors.
Instandsetzungsarbeiten dürfen nur von
zugelassenem Perkins -Personal durchgeführt
werden. Ihr Perkins -Händler bzw. Perkins -Vertreiber
bietet eine Vielzahl von Optionen für
Überholungsprogramme. Sollte es zu einer größeren
Motorstörung kommen, stehen eine Vielzahl von
Überholungsoptionen nach Schadenseintritt zur
Auswahl. Informationen zu diesen Optionen sind bei
Ihrem Perkins -Händler bzw. Perkins -Vertreiber
erhältlich.
SGBU9071
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Vorwort
Warnung gemäß der Proposition 65
von Kalifornien
Dieselmotorabgase und einige ihrer Bestandteile
erzeugen laut Erkenntnissen des Bundesstaats
Kalifornien Krebs, angeborene Defekte und andere
fortpflanzungsrelevante Schäden. Batteriepole,
Anschlußklemmen und zugehörige Teile enthalten
Blei und Bleiverbindungen.Nach der Handhabung
die Hände waschen.
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SGBU9071
Sicherheit
Sicherheitshinweise
Sicherheit
i06281750
Sicherheitshinweise
Am Motor können sich verschiedene Warnschilder
befinden. Die genaue Stelle der Warnschilder und
eine Beschreibung der Gefahrenquelle sind in diesem
Abschnitt aufgeführt. Machen Sie sich mit der
Bedeutung aller Warnschilder vertraut.
Darauf achten, dass alle Warnschilder lesbar sind.
Wenn die Warnschilder verschmutzt oder unleserlich
sind, müssen sie gereinigt oder ersetzt werden. Die
Warnschilder mit einem Tuch, Wasser und Seife
reinigen. Die Schilder nicht mit Lösungsmittel, Benzin
und anderen angreifenden Chemikalien reinigen.
Lösungsmittel, Benzin und aggressive Chemikalien
können den Klebstoff lösen, mit dem die
Warnschilder befestigt sind. Gelöste Schilder können
abfallen.
Beschädigte und fehlende Warnschilder ersetzen.
Wenn sich ein Warnschild an einem
auszuwechselnden Teil befindet, muss es auch am
Ersatzteil angebracht werden. Neue Warnschilder
sind beim Perkins -Händler erhältlich.
Abbildung 1
g02292373
7
SGBU9071
Sicherheit
Sicherheitshinweise
Allgemeiner Warnhinweis (1)
Abbildung 2
Verätzungsgefahr durch
Schwefelsäure (2)
g01370904
Dieses Warnschild befindet sich auf der linken
Motorseite. Dieses Warnschild befindet sich auf der
rechten Motorseite.
Dieses System erst in Betrieb nehmen und erst an
ihm arbeiten, wenn die Anweisungen und Warnhinweise im Betriebs- und Wartungshandbuch gelesen und verstanden worden sind. Wenn die
Anweisungen nicht befolgt oder die Warnungen
nicht beachtet werden, besteht Verletzungs- oder
Lebensgefahr.
Abbildung 3
g01382725
Ein Warnschild zur Verätzungsgefahr durch
Schwefelsäure befindet sich oben auf dem
Abgaskühler. Ein Warnschild zur Verätzungsgefahr
durch Schwefelsäure befindet sich auf der rechten
Seite des Abgaskühlers.
Eine Verätzung durch Schwefelsäure kann zu
ernsthaften Verletzungen oder zum Tod führen.
Der Abgaskühler enthält möglicherweise eine geringe Menge Schwefelsäure. Durch die Verwendung von Kraftstoff mit einem Schwefelgehalt von
mehr als 15 ppm erhöht sich möglicherweise die
Menge der gebildeten Schwefelsäure. Die Schwefelsäure kann während der Wartung vom Abgaskühler auf den Motor spritzen. Die Schwefelsäure
ruft bei Kontakt mit Augen, Haut und Kleidung
Verätzungen hervor. Stets die geeignete persönliche Schutzausrüstung tragen, die auf dem Materialsicherheitsdatenblatt
für
Schwefelsäure
angegeben ist. Stets die Erste-Hilfe-Anweisungen
auf dem Materialsicherheitsdatenblatt für Schwefelsäure befolgen.
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SGBU9071
Sicherheit
Allgemeine Hinweise
i06089852
Allgemeine Hinweise
• Unsachgemäße Änderungen an der
Motorinstallation oder unsachgemäßer Umgang
mit der Verkabelung des Erstausrüsters können
gefährlich sein. Es besteht Verletzungs- und
Lebensgefahr, und/oder der Motor kann
beschädigt werden.
• Die Motorabgase nach draußen leiten, wenn der
Motor in einem geschlossenen Raum betrieben
wird.
• Bei nicht laufendem Motor die Sekundärbremse
oder die Feststellbremse nur lösen, wenn das
Fahrzeug blockiert ist oder sicher gehalten wird.
• Bei Bedarf einen Schutzhelm, eine Schutzbrille
und andere Schutzausrüstung tragen.
• Um Gehörschäden zu vermeiden, bei Arbeiten an
einem laufenden Motor Gehörschutz tragen.
Abbildung 4
g00466565
Vor der Durchführung von Wartungsarbeiten oder
Reparaturen am Motor einen Warnanhänger “NICHT
IN BETRIEB NEHMEN” oder einen ähnlichen
Warnanhänger am Startschalter oder den
Bedienungselementen anbringen. Warnschilder am
Motor und an jedem Steuerstand anbringen. Bei
Bedarf die Startbedienelemente trennen.
Beim Durchführen von Wartungsarbeiten dürfen sich
keine unbefugten Personen im Gefahrenbereich des
Motors aufhalten.
• Keine lose Kleidung oder Schmuckstücke tragen,
die sich an Bedienelementen oder anderen Teilen
des Motors verfangen können.
• Darauf achten, dass alle Schutzverkleidungen und
Abdeckungen vorschriftsmäßig am Motor befestigt
sind.
• Wartungsflüssigkeiten nie in Glasbehälter füllen.
Glasbehälter können zerbrechen.
• Bei der Verwendung von Reinigungslösungen
vorsichtig vorgehen.
• Notwendige Reparaturen melden.
Wenn keine anderen Anweisungen vorliegen, die
Wartung unter folgenden Bedingungen durchführen:
SGBU9071
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Sicherheit
Allgemeine Hinweise
• Der Motor ist abgestellt. Dafür sorgen, dass der
Motor nicht gestartet werden kann.
• Die Sicherheitssperren oder -bedienelemente sind
betätigt.
• Die Sekundärbremse oder Feststellbremse
betätigen.
Folgende Teile vorsichtig entfernen. Um ein
Versprühen oder Verspritzen von unter Druck
stehenden Flüssigkeiten zu vermeiden, einen Lappen
über das zu entfernende Teil halten.
• Einfüllstutzendeckel
• Schmiernippel
• Vor dem Durchführen von Wartungs- oder
Reparaturarbeiten das Fahrzeug blockieren oder
sicher halten.
• Druckmessstopfen
• Batterien vor dem Durchführen von
Wartungsarbeiten oder Arbeiten an der
elektrischen Anlage abklemmen.
Batteriemasseleitungen abnehmen. Die Leitungen
mit Isolierband umwickeln, um Funken zu
vermeiden. Wenn vorhanden, das
Dieselabgasfluid entlüften lassen, bevor die
Batterie abgeklemmt wird.
• Ablassstopfen
• Entlüfter
Abdeckungsplatten vorsichtig abnehmen. Die letzten
beiden Schrauben oder Muttern an
gegenüberliegenden Seiten der Abdeckungsplatte
oder des Geräts allmählich lösen, jedoch nicht
ausschrauben. Bevor die letzten Schrauben oder
Muttern ausgeschraubt werden, die Abdeckung
lockern, um eventuell vorhandenen Federdruck oder
anderen Druck zu entlasten.
• Die Anschlüsse (wenn vorhanden) von den
Pumpedüse-Injektoren abnehmen, die sich am
Ventildeckelsockel befinden. Dadurch werden
Verletzungen durch die Hochspannung an den
Pumpedüse-Injektoren verhindert. Während des
Motorbetriebs die Anschlüsse der Pumpe-DüseEinheit nicht berühren.
• Nicht versuchen, Reparaturen oder Einstellungen
am Motor vorzunehmen, während der Motor läuft.
• Keine Reparaturen durchführen, über die keine
Kenntnisse vorhanden sind. Nur geeignete
Werkzeuge verwenden. Beschädigte
Ausrüstungsteile ersetzen oder reparieren.
• Beim ersten Starten eines neuen Motors oder
eines Motors, der gewartet wurde, Vorkehrungen
zum Abstellen des Motor treffen, falls er überdreht.
Das Abschalten des Motors kann durch
Abschalten der Kraftstoff- bzw. Luftzufuhr zum
Motor erfolgen. Sicherstellen, dass nur die
Kraftstoffzuführleitung geschlossen ist.
Sicherstellen, dass die Kraftstoffrücklaufleitung
offen ist.
Abbildung 5
g00702020
• Bei Bedarf einen Schutzhelm, eine Schutzbrille
und andere Schutzausrüstung tragen.
• Um Gehörschäden zu vermeiden, bei Arbeiten an
einem laufenden Motor Gehörschutz tragen.
• Keine lose Kleidung oder Schmuckstücke tragen,
die sich an Bedienelementen oder anderen Teilen
des Motors verfangen können.
• Den Motor vom Fahrerstand (Fahrerhaus) aus
starten. Niemals über die Starteranschlüsse oder
die Batterien kurzschließen. Dadurch kann das
Leerlauf-Startsystem des Motors umgangen bzw.
die elektrische Anlage beschädigt werden.
• Darauf achten, dass alle Schutzverkleidungen und
Abdeckungen vorschriftsmäßig am Motor befestigt
sind.
Die Abgase von Dieselmotoren enthalten
Verbrennungsrückstände, die gesundheitsschädlich
sein können. Motor nur in gut belüfteten Bereichen
starten und laufen lassen. Die Abgase ins Freie
leiten, wenn der Motor in einem geschlossenen
Raum betrieben wird.
• Bei der Verwendung von Reinigungslösungen
vorsichtig vorgehen.
• Wartungsflüssigkeiten nie in Glasbehälter füllen.
Glasbehälter können zerbrechen.
• Notwendige Reparaturen melden.
Wenn keine anderen Anweisungen vorliegen, die
Wartung unter folgenden Bedingungen
durchführen:
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SGBU9071
Sicherheit
Allgemeine Hinweise
• Der Motor ist abgestellt. Dafür sorgen, dass der
Motor nicht gestartet werden kann.
• Batterien vor dem Durchführen von
Wartungsarbeiten oder Arbeiten an der
elektrischen Anlage abklemmen.
Batteriemasseleitungen abnehmen. Die Leitungen
mit Isolierband umwickeln, um Funken zu
vermeiden.
• Keine Reparaturen durchführen, über die keine
Kenntnisse vorhanden sind. Nur geeignete
Werkzeuge verwenden. Beschädigte
Ausrüstungsteile ersetzen oder reparieren.
Druckluft und Hochdruckreiniger
Mithilfe von Druckluft und/oder einem
Hochdruckreiniger kann Schmutz und/oder heißes
Wasser ausgeblasen werden. Hierbei besteht
Verletzungsgefahr.
Wenn Reinigungsarbeiten mit Druckluft und/oder
einem Hochdruckreiniger durchgeführt werden,
Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe und Augenschutz
tragen. Zum Schutz der Augen eine Schutzbrille oder
eine Schutzmaske tragen.
Der maximale Luftdruck zum Reinigen darf 205 kPa
(30 psi) nicht übersteigen. Der Wasserdruck darf zum
Reinigen höchstens 275 kPa (40 psi) betragen.
Flüssigkeiten
Der Hydraulikkreis kann noch lange unter Druck
stehen, nachdem der Motor abgestellt wurde. Wenn
keine ordnungsgemäße Druckentlastung erfolgt,
können Hydraulikflüssigkeit und Rohrstopfen mit
hoher Geschwindigkeit herausgeschleudert werden.
Hydraulikkomponenten oder -teile erst nach einer
Druckentlastung entfernen, da sonst
Verletzungsgefahr besteht. Hydraulikkomponenten
oder -teile erst nach einer Druckentlastung zerlegen,
da sonst Verletzungsgefahr besteht. Die zum
Ablassen des Hydraulikdrucks erforderlichen
Verfahren sind den Informationen des Erstausrüsters
zu entnehmen.
Abbildung 6
g00687600
Bei der Kontrolle auf Leckstellen immer ein Brett oder
ein Stück Pappe verwenden. Unter hohem Druck aus
einem Leck austretende Flüssigkeit kann in die Haut
eindringen. In die Haut eindringende Flüssigkeit kann
schwere und möglicherweise tödliche Verletzungen
verursachen. Ein Loch von der Größe eines
Nadelstichs kann schwere Verletzungen
verursachen. Wenn Flüssigkeit in die Haut eindringt,
muss die Wunde sofort behandelt werden. Der Arzt
muss mit dieser Art von Verletzungen vertraut sein.
Umgang mit Flüssigkeiten
Bei Inspektionen, Wartungs-, Prüf-, Einstell- und
Reparaturarbeiten darauf achten, dass keine
Flüssigkeiten auslaufen. Geeignete Auffangbehälter
bereithalten, bevor Gehäuse geöffnet oder Bauteile
zerlegt werden, die Flüssigkeiten enthalten.
Alle Flüssigkeiten entsprechend den geltenden
Bestimmungen und Vorschriften entsorgen.
SGBU9071
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Sicherheit
Allgemeine Hinweise
Gefahr durch statische Elektrizität
beim Betanken mit extrem
schwefelarmem Dieselkraftstoff
Durch das Entfernen von Schwefel und anderen
Stoffen in extrem schwefelarmem Dieselkraftstoff
(ULSD-Kraftstoff, Ultra-low Sulfur Diesel Fuel) wird
die spezifische elektrische Leitfähigkeit von ULSD
reduziert and Speicherfähigkeit von ULSD für
elektrostatische Aufladung erhöht. In Raffinerien wird
der Kraftstoff häufig mit antistatischen Zusatzstoffen
behandelt. Viele Faktoren können die Wirksamkeit
der Zusatzstoffe mit der Zeit reduzieren. Während der
Kraftstoff durch Kraftstofffördersysteme fließt, kann
sich der ULSD-Kraftstoff elektrostatisch aufladen.
Eine Entladung der statischen Elektrizität in
Gegenwart von brennbaren Dämpfen kann Feuer und
Explosionen verursachen. Sicherstellen, dass das
gesamte zum Betanken der Maschine verwendete
System (Kraftstofftank, Förderpumpe,
Förderschlauch, Düse usw.) ordnungsgemäß geerdet
und verbunden ist. In Absprache mit dem Kraftstoffoder Kraftstoffsystemlieferanten sicherstellen, dass
das Fördersystem bezüglich ordnungsgemäßer
Erdung und Verbindung den Betankungsrichtlinien
entspricht.
Einatmen
Abbildung 7
g00702022
Auslassen
Vorsicht! Abgase können die Gesundheit gefährden.
Wenn das Gerät in einem geschlossenen Bereich
betrieben wird, ist entsprechende Belüftung
erforderlich.
Asbest
Beim Tanken Risiken durch statische Elektrizität
vermeiden. Extrem schwefelarmer Dieselkraftstoff
(ULSD, Ultra Low Sulfur Diesel) stellt ein höheres
Risiko der Entzündung durch statische Elektrizität dar als ältere Dieselmischungen mit höherem
Schwefelgehalt. Schwere oder tödliche Unfälle
durch Feuer und Explosionen vermeiden. In Absprache mit dem Kraftstoff- oder Kraftstoffsystemlieferanten
sicherstellen,
dass
das
Fördersystem bezüglich ordnungsgemäßer Erdung und Verbindung den Betankungsrichtlinien
entspricht.
Von Perkins gelieferte Ausrüstung sowie von Perkins
Engine Company Limited gelieferte Ersatzteile sind
asbestfrei. Perkins empfiehlt, ausschließlich OriginalErsatzteile von Perkins zu verwenden. Beim Umgang
mit asbestfaserhaltigen Ersatzteilen oder mit
Asbestschutt die folgenden Richtlinien befolgen:
Vorsicht! Das Einatmen von Staub vermeiden, der
beim Umgang mit asbestfaserhaltigen Bauteilen
entstehen kann. Das Einatmen dieses Staubs ist
gesundheitsschädlich. Zu den Bauteilen, die
Asbestfasern enthalten können, gehören
Bremsklötze, Bremsbänder, Bremsbeläge,
Kupplungsplatten und einige Dichtungen. Der in
diesen Teilen enthaltene Asbest ist normalerweise mit
Harz gebunden oder versiegelt. Normaler Umgang ist
nicht gefährlich, solange kein Asbeststaub erzeugt
wird, der in die Luft gelangen kann.
Wenn Asbeststaub vorhanden ist, müssen folgende
Richtlinien befolgt werden:
12
SGBU9071
Sicherheit
Verbrennungen
• Zum Reinigen nie Druckluft verwenden.
Dieselabgasfluid
• An asbesthaltigem Material nicht bürsten.
• Asbesthaltiges Material nass reinigen.
Dieselabgasfluid (DEF, Diesel Exhaust Fluid) kann
Augenreizungen und leichte Hautreizungen
verursachen. Kontakt mit Zerfallsprodukten stellt eine
Gesundheitsgefährdung dar. Starke Effekte können
verzögert nach dem Kontakt auftreten.
• Es kann auch ein Staubsauger mit
leistungsstarkem Partikelfeinstfilter (HEPA)
verwendet werden.
Für DEF werden keine erheblichen gesundheitlichen
Auswirkungen angenommen, wenn die empfohlenen
Anleitungen zur Verwendung befolgt werden.
• Bei maschineller Bearbeitung eine Absauganlage
verwenden.
• DEF-Dampf oder -Dunst nicht einatmen.
• An asbesthaltigem Material nicht schleifen.
• Falls der Staub nicht anderweitig ferngehalten
werden kann, eine zugelassene Staubmaske
benutzen.
• Maßgebliche Bestimmungen über die Sicherheit
am Arbeitsplatz befolgen. In den USA müssen die
Vorschriften der Occupational Safety and Health
Administration (OSHA) eingehalten werden. Diese
OSHA -Vorschriften sind in “29 CFR 1910.1001”
zu finden.
• Beim Umgang mit DEF nicht essen, trinken oder
rauchen.
• Den Kontakt von DEF mit Augen, Haut und
Kleidung vermeiden.
• Nach dem Umgang mit DEF gründlich waschen.
i06281758
Verbrennungen
• Beim Entsorgen von Asbest die entsprechenden
Umweltbestimmungen befolgen.
• Orte meiden, an denen sich Asbestteilchen in der
Luft befinden können.
Entsorgen von gebrauchten
Flüssigkeiten
Kühlmittel
Bei Betriebstemperatur ist das Motorkühlmittel heiß.
Außerdem steht das Kühlmittel unter Druck. Der
Kühler und alle Leitungen zu den Heizungen und zum
Motor enthalten heißes Kühlmittel. Heißes Kühlmittel
oder Dampf kann schwere Verbrennungen
verursachen. Die Teile des Kühlsystems abkühlen
lassen, bevor das Kühlmittel abgelassen wird.
Den Kühlmittelfüllstand kontrollieren, nachdem der
Motor abgestellt wurde und sich abgekühlt hat.
Sicherstellen, dass sich die Einfüllkappe abgekühlt
hat, bevor sie abgenommen wird. Die Einfüllkappe
muss so kalt sein, dass sie mit der bloßen Hand
berührt werden kann. Die Einfüllkappe langsam
abnehmen, um den Druck zu entspannen.
Der Kühlmittelzusatz enthält Alkali. Alkali kann
Verletzungen verursachen. Alkali nicht auf die Haut,
in die Augen oder in den Mund gelangen lassen.
Öle
Abbildung 8
g00706404
Unsachgemäße Abfallentsorgung gefährdet die
Umwelt. Potenziell schädliche Flüssigkeiten müssen
gemäß den geltenden Bestimmungen entsorgt
werden.
Immer lecksichere Behälter verwenden, wenn
Flüssigkeiten abgelassen werden. Gebrauchte
Flüssigkeiten nicht auf den Boden, in einen Abfluss
oder in eine Wasserquelle schütten.
Durch wiederholten oder längeren Kontakt mit
mineralischen oder synthetischen Ölen kann die Haut
gereizt werden. Weitere Informationen finden sich in
den Sicherheitsdatenblättern des Lieferanten. Heißes
Öl und heiße Schmiersystemkomponenten können
Verletzungen verursachen. Hautkontakt mit heißem
Öl vermeiden. Geeignete persönliche
Schutzausrüstung muss verwendet werden.
SGBU9071
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Sicherheit
Feuer und Explosionen
Dieselkraftstoff
Diesel kann die Augen, die Atemwege und die Haut
reizen. Längerer Kontakt mit Diesel kann
verschiedene Hautprobleme verursachen. Geeignete
persönliche Schutzausrüstung muss verwendet
werden. Weitere Informationen finden sich in den
Sicherheitsdatenblättern des Lieferanten.
i06043921
Feuer und Explosionen
Batterien
Bei der Flüssigkeit in der Batterie handelt es sich um
ein Elektrolyt. Ein Elektrolyt ist eine Säure und kann
Verletzungen verursachen. Batteriesäure darf nicht
auf die Haut oder in die Augen gelangen.
Bei der Kontrolle des Batteriesäurestands nicht
rauchen. Batterien geben brennbare Dämpfe ab, die
explodieren können.
Bei der Arbeit an Batterien immer eine Schutzbrille
tragen. Nach dem Berühren von Batterien die Hände
waschen. Es wird empfohlen, Handschuhe zu tragen.
Abbildung 9
Motor und
Nachbehandlungssystem
Keine Teile eines Motors oder
Motornachbehandlungssystems während des
Betriebs berühren. Vor dem Durchführen von
Wartungsarbeiten am Motor oder am
Motornachbehandlungssystem diese abkühlen
lassen. Den Druck im betreffenden System
vollständig entlasten, bevor Leitungen,
Anschlussstücke oder andere zugehörige Teile
getrennt werden.
Nachbehandlungssystem und
Dieselabgasfluid
Die Temperatur des Dieselabgasfluids (DEF, Diesel
Exhaust Fluid) kann beim normalen Motorbetrieb
65 bis 70 °C (149 bis 126 °F) erreichen. Motor
abstellen. Vor dem Durchführen von Wartungs- oder
Reparaturarbeiten 15 Minuten lang warten, damit das
DEF-System entleert und das DEF abgekühlt werden
kann.
g00704000
Alle Kraftstoffe, die meisten Schmiermittel und einige
Kühlmittelgemische sind brennbar.
Entflammbare Flüssigkeiten, die auslaufen oder auf
heiße Oberflächen oder elektrische Bauteile verspritzt
werden, können Brände verursachen. Feuer kann
Personen- und Sachschäden verursachen.
Nach dem Betätigen des Not-Aus-Schalters darauf
achten, dass die Motorabdeckungen frühestens nach
15 Minuten entfernt werden.
Feststellen, ob die Gefahr besteht, dass der Motor
während des Betriebs brennbare Gase ansaugt.
Diese Gase können zu einer Überdrehzahl des
Motors führen. Dies kann Personen-, Sach- und
Motorschäden zur Folge haben.
Wenden Sie sich bezüglich weiterer Auskünfte über
geeignete Schutzvorrichtungen an Ihren Perkins
-Händler und/oder Perkins -Vertriebshändler, wenn
während des Betriebs brennbare Gase in der
Umgebung unvermeidlich sind.
Entzündliche, brennbare und leitfähige Stoffe wie
Kraftstoff, Öl und Fremdkörper vom Motor entfernen.
Darauf achten, dass sich keine entzündlichen,
brennbaren oder leitfähigen Stoffe am Motor
ansammeln können.
Kraftstoffe und Schmierstoffe in vorschriftsmäßig
gekennzeichneten Behältern und unerreichbar für
unbefugte Personen aufbewahren. Ölige Lappen und
andere entzündliche Stoffe in Schutzbehältern
aufbewahren. An Orten, an denen brennbare Stoffe
lagern, nicht rauchen.
Den Motor keinen offenen Flammen aussetzen.
14
SGBU9071
Sicherheit
Feuer und Explosionen
Abgasabschirmungen (wenn vorhanden) schützen
die heißen Teile der Abgasanlage im Fall eines
Leitungs-, Rohr- oder Dichtungsbruchs vor Öl- und
Kraftstoffspritzern. Die Abgasabschirmungen müssen
vorschriftsmäßig montiert sein.
Nicht an Leitungen oder Behältern schweißen, die
entzündliche Flüssigkeiten enthalten. An Leitungen
oder Behältern, die entzündliche Flüssigkeiten
enthalten, keine Schneidbrennarbeiten durchführen.
Solche Leitungen und Behälter mit einem nicht
brennbaren Lösungsmittel gründlich reinigen, bevor
an ihnen geschweißt oder mit einem Schneidbrenner
gearbeitet wird.
Die Kabel müssen sich in einwandfreiem Zustand
befinden. Sicherstellen, dass alle Stromkabel
ordnungsgemäß verlegt und sicher befestigt sind.
Stromkabel täglich kontrollieren. Lockere oder
angescheuerte Kabel reparieren, bevor der Motor in
Betrieb genommen wird. Darauf achten, dass alle
elektrischen Anschlüsse sauber sind und sicher
sitzen.
Kabel, die nicht befestigt oder nicht erforderlich sind,
entfernen. Keine Kabel verwenden, deren
Querschnitt kleiner als empfohlen ist. Keine
Sicherungen und/oder Schutzschalter umgehen.
Funkenüberschlag und Funkenbildung können
Brände verursachen. Feste Anschlüsse, die
empfohlenen Kabel und ordnungsgemäß
instandgehaltene Batteriekabel tragen zur Verhütung
von Funkenüberschlag und Funkenbildung bei.
Sicherstellen, dass der Motor abgestellt ist. Alle
Leitungen und Schläuche auf Verschleiß und
Alterung kontrollieren. Sicherstellen, dass die
Schläuche richtig verlegt sind. Leitungen und
Schläuche müssen ausreichenden Halt haben und
die Schellen müssen sicher sitzen.
Öl- und Kraftstofffilter müssen vorschriftsmäßig
montiert sein. Die Filtergehäuse müssen mit dem
vorgeschriebenen Drehmoment angezogen sein.
Weitere Informationen sind dem Demontage- und
Montagehandbuch zu entnehmen.
Abbildung 10
g00704059
Beim Auftanken eines Motors vorsichtig vorgehen.
Beim Auftanken eines Motors nicht rauchen. Einen
Motor nicht in der Nähe von offenen Flammen oder
Funken auftanken. Motor vor dem Auftanken stets
abstellen.
Beim Tanken Risiken durch statische Elektrizität
vermeiden. Extrem schwefelarmer Dieselkraftstoff
(ULSD, Ultra Low Sulfur Diesel) stellt ein höheres
Risiko der Entzündung durch statische Elektrizität dar
als ältere Dieselmischungen mit höherem
Schwefelgehalt. Schwere oder tödliche Unfälle durch
Feuer und Explosionen vermeiden. In Absprache mit
dem Kraftstoff- oder Kraftstoffsystemlieferanten
sicherstellen, dass das Tanksystem den
Betankungsrichtlinien bezüglich ordnungsgemäßer
Erdung und Verbindungsverfahren entspricht.
SGBU9071
15
Sicherheit
Quetschungen und Schnittwunden
Ätherzylinder nicht in Räumen, in denen sich
Personen aufhalten, oder im Motorraum
aufbewahren. Ätherzylinder nicht in direktem
Sonnenlicht oder bei Temperaturen über 49 °C
(120 °F) lagern. Ätherzylinder dürfen nicht in die
Nähe von offenem Feuer oder Funken kommen.
Leitungen, Rohre und Schläuche
Hochdruckleitungen nicht biegen. Nicht auf
Hochdruckleitungen schlagen. Keine Leitungen
einbauen, die beschädigt sind.
Lecks können Brände verursachen. Weitere
Informationen erhalten Sie von Ihrem Perkins
-Händler oder Ihrem Perkins -Vertriebshändler.
Teile ersetzen, wenn einer der folgenden Zustände
festgestellt wird:
• Endanschlussstücke weisen Beschädigungen
oder Leckstellen auf.
Abbildung 11
g00704135
Aus einer Batterie entweichende Gase können
explodieren. In der Nähe der Batterieoberseite darf
nicht mit offenem Feuer hantiert und dürfen keine
Funken erzeugt werden. An Orten, wo Batterien
geladen werden, darf nicht geraucht werden.
Zum Kontrollieren des Ladezustands der Batterie
niemals einen metallischen Gegenstand über die
Batteriepole legen. Ein Voltmeter oder ein
Hydrometer verwenden.
Falsches Anschließen der Überbrückungskabel kann
eine Explosion verursachen, durch die
Verletzungsgefahr besteht. Für spezielle
Anweisungen siehe Abschnitt "Betrieb" in diesem
Handbuch.
Eine eingefrorene Batterie darf nicht aufgeladen
werden. Eine eingefrorene Batterie kann eine
Explosion verursachen.
Batterien müssen sauber gehalten werden. Die
Abdeckungen (wenn vorhanden) müssen an den
Zellen angebracht sein. Beim Betrieb des Motors
müssen die empfohlenen Kabel, Anschlüsse und
Abdeckungen des Batteriegehäuses verwendet
werden.
Feuerlöscher
Sicherstellen, dass ein Feuerlöscher vorhanden ist.
Der Fahrer muss mit dem Gebrauch des
Feuerlöschers vertraut sein. Feuerlöscher
regelmäßig kontrollieren und warten lassen. Die
Empfehlungen auf dem Hinweisschild beachten.
Äther
Äther ist brennbar und giftig.
Beim Austauschen eines Ätherzylinders oder
Versprühen von Äther darf nicht geraucht werden.
• Außendecken weisen Scheuerstellen oder
Schnitte auf.
• Drähte liegen frei.
• Ummantelungen sind ausgebaucht.
• Elastische Teile von Schläuchen weisen
Knickstellen auf.
• Verstärkung in die Ummantelung eingebettet.
• Endanschlussstücke haben sich verschoben.
Darauf achten, dass alle Schellen,
Schutzvorrichtungen und Hitzeschilde
ordnungsgemäß montiert sind. Während des
Motorbetriebs trägt die ordnungsgemäße Montage
dazu bei, Vibrationen, Scheuern an anderen Teilen
sowie übermäßige Hitzeentwicklung zu verhindern.
i02227161
Quetschungen und
Schnittwunden
Bauteile sicher unterbauen, wenn unter ihnen
gearbeitet werden soll.
Wenn nicht anders angegeben, keine Einstellungen
am laufenden Motor vornehmen.
Abstand zu allen rotierenden und sich bewegenden
Teilen einhalten. Die Schutzvorrichtungen in ihrer
Stellung lassen, bis die Wartungsarbeiten
durchgeführt werden. Die Schutzvorrichtungen nach
der Durchführung der Wartungsarbeiten wieder
anbringen.
16
SGBU9071
Sicherheit
Auf- und Absteigen
Keine Gegenstände in die Nähe von sich drehenden
Lüfterflügeln gelangen lassen. Die Lüfterflügel
schleudern Gegenstände weg oder zerschneiden sie.
Beim Schlagen auf Gegenstände eine Schutzbrille
tragen, um Augenverletzungen zu vermeiden.
Vom bearbeiteten Stück können Splitter abspringen.
Vor dem Hämmern auf Gegenstände sicherstellen,
dass keine Personen in der Nähe verletzt werden
können.
i05934932
Auf- und Absteigen
Nicht auf den Motor oder das
Nachbehandlungssystem des Motors steigen. Der
Motor und das Nachbehandlungssystem verfügen
nicht über Stellen zum Auf- und Absteigen.
Informationen zur Lage der Fußstützen und
Handgriffe für Ihre spezielle Ausführung erhalten Sie
vom Erstausrüster.
Darauf achten, dass sich das Beleuchtungssystem
(wenn vorhanden) des Motors für die
Einsatzbedingungen eignet. Sicherstellen, dass die
Beleuchtung (wenn vorhanden) ordnungsgemäß
funktioniert.
Sämtliche Schutzvorrichtungen und
Schutzabdeckungen müssen montiert sein, wenn der
Motor zur Durchführung von Wartungsarbeiten
gestartet werden muss. Vorsichtig vorgehen, um
Unfälle durch rotierende Teile zu vermeiden.
Den Motor nicht mit getrenntem Reglergestänge
starten.
Automatische Abschaltkreise nicht umgehen.
Automatische Abschaltkreise nicht deaktivieren. Die
Kreise sollen Verletzungen vorbeugen. Die Kreise
sollen außerdem dazu beitragen, Motorschäden zu
verhindern.
i02592027
Starten des Motors
i04384469
Vor dem Starten des Motors
Keine Aerosol-Starthilfen, z. B. Äther, verwenden.
In diesem Fall besteht Explosions- bzw.
Verletzungsgefahr.
HINWEIS
Beim ersten Startversuch eines neuen oder überholten Motors oder nach Reparatur eines Motors müssen Vorkehrungen getroffen werden, um den Motor
im Falle eines Überdrehens abzustellen. Dies kann
durch Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr oder Luftzufuhr erreicht werden.
Motor NICHT starten und keine Bedienungselemente
betätigen, wenn sich ein Warnschild am
Motorstartschalter oder den Bedienungselementen
befindet. Vor dem Starten des Motors Rücksprache
mit der Person halten, die das Warnschild angebracht
hat.
Motorabgase enthalten Produkte, die gesundheitsschädlich sein können. Den Motor nur an gut
belüfteten Orten starten und laufen lassen. Die
Abgase ins Freie leiten, wenn der Motor in einem
geschlossenen Raum gestartet werden muss.
Motor auf mögliche Gefahren kontrollieren.
Den Motor nicht starten und keine
Bedienungselemente bewegen, wenn sich ein
Warnschild “NICHT IN BETRIEB NEHMEN” oder ein
ähnliches Warnschild am Startschalter oder an den
Bedienungselementen befindet.
Vor dem Starten des Motors darauf achten, dass sich
niemand auf, unter oder nahe dem Motor aufhält.
Darauf achten, dass sich keine Personen im Bereich
des Motors aufhalten.
Sämtliche Schutzvorrichtungen und
Schutzabdeckungen müssen montiert sein, wenn der
Motor zur Durchführung von Wartungsarbeiten
gestartet werden muss. Vorsichtig vorgehen, um
Unfälle durch rotierende Teile zu vermeiden.
Motor nur vom Bedienungsstand aus oder mit dem
Startschalter starten.
Motor immer gemäß dem in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Starten des Motors” (Abschnitt
Betrieb) beschriebenen Verfahren starten. Durch
Anwendung des korrekten Verfahrens können
Beschädigungen an Motorteilen vermieden werden.
Durch Anwendung des richtigen Verfahrens können
auch Verletzungen verhindert werden.
Um sicherzustellen, dass die Vorwärmeinrichtung für
Umlaufkühlwasser (falls vorhanden) einwandfrei
funktioniert, Wasser- und/oder Öltemperaturanzeigen
während des Betriebs des Vorwärmgeräts
kontrollieren.
SGBU9071
17
Sicherheit
Abstellen des Motors
Motorabgase enthalten Verbrennungsprodukte, die
gesundheitsschädlich sein können. Motor nur in gut
belüfteten Bereichen starten und laufen lassen. Wenn
der Motor in einem geschlossenen Raum gestartet
werden muss, Abgase ins Freie leiten.
[German] Anmerkung: Der Motor kann mit einer
Kaltstart-Vorrichtung ausgerüstet sein. Wenn der
Motor bei sehr tiefen Temperaturen betrieben werden
soll, ist unter Umständen eine zusätzliche
Kaltstarthilfe erforderlich. Der Motor ist normalerweise
mit der für das Einsatzgebiet geeigneten Starthilfe
ausgerüstet.
Täglich kontrollieren, ob elektrische Kabel gelockert
oder angescheuert sind. Vor Inbetriebnahme des
Motors alle losen Stromkabel richtig befestigen. Vor
dem Starten des Motors alle angescheuerten
elektrischen Kabel reparieren. Spezielle
Startanweisungen finden sich im Abschnitt “Starten
des Motors” in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch.
Erdungsverfahren
Für optimale Leistung und Zuverlässigkeit des Motors
muss dessen elektrische Anlage vorschriftsmäßig an
Masse angeschlossen sein. Falsche Erdung führt zu
unkontrollierten und unsicheren Strompfaden.
i01499582
Unkontrollierte Strompfade können zu Schäden an
Hauptlagern, Oberflächen der
Kurbelwellenlagerzapfen und Bauteilen aus
Aluminium führen.
Abstellen des Motors
Den Motor wie im Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Abstellen des Motors”, im Abschnitt Betrieb
beschrieben abstellen, um ein Überhitzen des Motors
zu vermeiden und damit die Bauteile des Motors nicht
durch einen beschleunigten Verschleiß ausfallen.
Den Notabstellknopf (falls vorhanden) NUR im Notfall
betätigen. Den Notabstellknopf nicht zum normalen
Abstellen des Motors verwenden. Den Motor NICHT
starten, solange die Ursache, die zum Abstellen im
Notfall geführt hat, nicht behoben worden ist.
Einen neuen Motor oder einen Motor, der gerade
überholt worden ist, abstellen, wenn er beim ersten
Starten überdreht. Dies kann durch Unterbrechen der
Kraftstoffzufuhr und/oder Luftzufuhr zum Motor
erreicht werden.
Bei elektronisch geregelten Motoren die
Stromversorgung des Motors unterbrechen.
Motoren ohne Massebänder vom Motor zum Rahmen
können durch elektrische Entladung beschädigt
werden.
Um sicherzustellen, dass der Motor und dessen
elektrische Systeme ordnungsgemäß funktionieren,
muss ein Masseband vom Motor zum Rahmen mit
einer direkten Verbindung zur Batterie verwendet
werden.Diese Verbindung wird mit einem AnlasserMasseanschluss, einem Massekabel vom Anlasser
zum Rahmen oder einem direkten Masseanschluss
vom Motor zum Rahmen erreicht.
Alle Masseanschlüsse müssen fest sitzen und frei
von Korrosion sein. Der Drehstromgenerator des
Motors muss mit einem Kabel, das ausreichend
dimensioniert ist, um den gesamten Ladestrom des
Drehstromgenerators ableiten zu können, mit dem
negativen “-” Batterieanschluss geerdet werden.
i06246417
i06246431
Elektrische Anlage
Während des Betriebs des Ladegeräts die Kabel des
Ladegeräts oder andere Kabel des Batteriekreises
nicht von der Batterie abklemmen. Bei Funkenbildung
besteht Explosionsgefahr durch entflammbare
Dämpfe, die von einigen Batterien abgegeben
werden.
Um das Entzünden durch Funken entflammbarer
Gase, die bei manchen Batterien entstehen, zu
vermeiden, das negative ( “−” ) Überbrückungskabel
der externen Stromquelle zuletzt an den Minuspol (
“−” ) des Anlassermotors anschließen. Wenn am
Anlassermotor kein Minuspol ( “−” ) vorhanden ist,
das Überbrückungskabel am Motorblock
anschließen.
Motorelektronik
Unbefugte Eingriffe in die Installation des Elektroniksystems oder die Verkabelung des Erstausrüsters
sind
gefährlich
und
können
zu
Körperverletzungen, unter Umständen mit Todesfolge, und/oder Beschädigungen des Motors
führen.
Dieser Motor verfügt über ein umfassendes,
programmierbares Motorüberwachungssystem. Das
Motorsteuergerät (ECM, Engine Control Module)
überwacht die Motoreinsatzbedingungen. Nimmt ein
beliebiger Motorparameter einen Wert außerhalb des
zulässigen Bereichs an, greift das ECM sofort ein.
18
Sicherheit
Motorelektronik
Die Motorüberwachungssteuerung kann die
folgenden Aktionen ausführen: WARNUNG,
DROSSELUNG and ABSCHALTUNG. Diese
Motorüberwachungsfunktionen können die
Motordrehzahl und/oder die Motorleistung
begrenzen.
Viele der Parameter, die mit dem Motorsteuergerät
überwacht werden, können für die MotorÜberwachungsfunktionen programmiert werden. Die
folgenden Parameter können als Teil des
Motorüberwachungssystems überwacht werden:
• Einsatzhöhe des Motors
• Motorkühlmittelfüllstand
• Motorkühlmitteltemperatur
• Motoröldruck
• Motordrehzahl
• Kraftstofftemperatur
• Ansauglufttemperatur
• Systemspannung
Die Motorüberwachungsanlage kann sich je nach
Motormodell und Motoreinsatz unterscheiden. Das
Überwachungssystem und die Steuerung der
Motorüberwachung sind jedoch bei allen Motoren
ähnlich.
[German] Anmerkung: Viele der
Motorsteuerungssysteme und Anzeigemodule, die für
Perkins -Motoren angeboten werden, funktionieren in
Übereinstimmung mit dem
Motorüberwachungssystem. Die Kombination dieser
beiden Steuereinheiten sorgt für die richtige
Überwachungsfunktion für den jeweiligen
Motoreinsatz. Weitere Informationen sind dem
Fehlersuche-Handbuch zu entnehmen.
SGBU9071
SGBU9071
19
Produkt-Information
Produktansichten
Produkt-Information
Allgemeine Hinweise
i06281740
Produktansichten
In den folgenden Modell-Abbildungen sind die
typischen Merkmale des Motors dargestellt. Aufgrund
individueller Anwendungsbereiche können gewisse
Bauteile am Motor anders aussehen, als sie in diesen
Abbildungen dargestellt sind.
Motoransichten
Abbildung 12
(1) Vordere Motorhebeöse
(2) Entlüfter
(3) Turboladerluftauslass-Winkelstück zum
Ladeluftkühler
(4) Ventildeckel
(5) Hintere Motorhebeöse
g03809306
(6) Ventil des Stickoxidreduziersystems
(NRS, NOx Reduction System)
(7) Elektroniksteuergerät
(8) Anlassermotor
(9) Lufteinlass-Winkelstück vom
Ladeluftkühler
(10) Entlüfter-Auslassrohr
(11) Ölablassstopfen
(12) Kraftstoffförderpumpe
(13) Kurbelwellenschwingungsdämpfer
(14) Automatischer Antriebsriemenspanner
(15) Umlenkrolle für Antriebsriemen
20
Allgemeine Hinweise
Produktansichten
SGBU9071
Abbildung 13
(16) Abgaskühler (Stickoxidreduziersystem)
(17) Turbolader
(18) Öleinfüllstutzendeckel
(19) Kühlwasserthermostatventil
(20) Kühlmittelauslass
(21) Ölmessstab (Messstab)
g03809820
(22) Kühlmittelpumpe
(23) Ölpumpe
(24) Drehstromgenerator
(25) Kühlmitteleinlass
(26) Ölfilter
(27) Ölablassventil
(28) Doppelter Sekundär-Kraftstofffilter
(29) Schwungradgehäuse
(30) Schwungrad
(31) Ölprobenzapfventil
(32) Ölkühler
(33) Abgaskrümmer
SGBU9071
21
Allgemeine Hinweise
Produktansichten
Bauteile außerhalb des Motors
Abbildung 14
(1) Modul für saubere Emissionen
(2) Selektive katalytische Reduktion (SCR,
Selective Catalytic Reduction)
(3) Dieselabgasfluid-Injektor (DEF)
g03809311
(4) Mischer
(5) Diesel-Oxidationskatalysator (DOC,
Diesel Oxidation Catalyst)
(6) Dieselpartikelfilter (DPF)
(7) Abgaseinlass
(8) Abgasauslass
22
Allgemeine Hinweise
Motorbeschreibung
SGBU9071
Bauteile außerhalb des Motors
Abbildung 15
(1) Elektronische Pumpeneinheit
(2) Elektrische Förderpumpe und
Kraftstoffhauptfilter
g03809312
(3) NOx-Sensoren
(4) Flexibles Abgasrohr
i06281745
Motorbeschreibung
Die Perkins -Industriemotoren 2206F-E13TA weisen
die folgenden Merkmale auf:
• Viertaktverfahren
• Mechanisch betätigtes, elektronisch gesteuertes
Kraftstoffeinspritzsystem
• Turboaufladung
• Luftgekühlt mit Turbolader
• Nachbehandlungssystem
(5) Beheizte DEF-Leitungen
(6) DEF-Tankkopfteil
Das Modul für saubere Emissionen (CEM, Clean
Emissions Module) besteht aus drei Hauptelementen,
dem Diesel-Oxidationskatalysator, dem
Dieselpartikelfilter und der selektiven katalytischen
Reduktion (SCR, Selective Catalytic Reduction). Bei
der SCR muss Dieselabgasfluid (DEF, Diesel
Exhaust Fluid) in das System eingespritzt werden,
um die Emissionen des Motors zu verringern. Das
(DEF) befindet sich in der Kombieinheit PumpeElektronik-Tank und wird von ihr gesteuert. Der DEFTank kann getrennt von der elektronischen
Pumpeneinheit eingebaut werden.
Technische Daten des Motors
[German] Anmerkung: Die Vorderseite des Motors
befindet sich gegenüber dem Schwungradende des
Motors. Die linke und rechte Motorseite werden von
der Schwungradseite aus festgelegt. Zylinder Nr. 1 ist
der vordere Zylinder.
SGBU9071
23
Allgemeine Hinweise
Motorbeschreibung
• Motordrehzahlregler
• automatische Kraftstoff-Luft-Gemischregelung
• Drehmomentanstieg-Kennfeldsteuerung
• Einspritzzeitpunktsteuerung
• Systemdiagnose
• Niedertemperaturregenerierung
• Systemsteuerung zur NOX-Reduzierung
Zusätzliche Merkmale
Abbildung 16
g01387009
Lage der Zylinder und Ventile
(A) Auslassventil
(B) Einlassventil
• Kaltstartvermögen
Tabelle 1
• Manipulationserkennung
Motor daten
Motor
Anzahl der Zylinder und
Anordnung
2206F
6 Zylinder in Reihe
Bohrung
130 mm (5,1")
Hub
157 mm (6,2")
Beatmung
Luftgekühlter Ladeluftkühler(1)
Hubraum
12,5 l (763 in3)
Zündfolge
1-5-3-6-2-4
Drehrichtung
(Schwungradende)
(1)
Die folgenden zusätzlichen Eigenschaften
ermöglichen eine bessere Kraftstoffnutzung und
Wartungsfreundlichkeit:
Gegen den Uhrzeigersinn
Air-to-air aftercooled, mit luftgekühltem Ladeluftkühler
Merkmale der Motorelektronik
Der Motor ist für elektronische Steuerungen
konzipiert. Ein integrierter bordeigener Computer
steuert den Motorbetrieb. Die aktuellen
Betriebsbedingungen werden überwacht. Das
Elektroniksteuergerät (ECM, Electronic Control
Module) steuert das Ansprechen des Motors auf
diese Bedingungen und auf die Eingaben des
Bedieners. Je nach Bedingungen und Eingaben des
Bedieners sorgt das ECM für eine genaue Regelung
der Kraftstoffeinspritzung. Das elektronische
Motorsteuersystem bietet Folgendes:
• Diagnostics (Diagnose)
Nutzungsdauer des Motors
Der Wirkungsgrad des Motors und die optimale
Nutzung der Motorleistung hängen davon ab, ob die
entsprechenden Betriebs- und
Wartungsempfehlungen beachtet werden. Außerdem
müssen die empfohlenen Kraftstoffe, Kühlmittel und
Schmierstoffe verwendet werden. Als Leitfaden für
die erforderliche Motorwartung dient das Betriebsund Wartungshandbuch.
Die zu erwartende Nutzungsdauer des Motors lässt
sich an der Leistung abschätzen, die im Durchschnitt
vom Motor gefordert wird. Die durchschnittlich
geforderte Leistung wird aus dem Kraftstoffverbrauch
des Motors über eine bestimmte Zeitdauer berechnet.
Weniger Stunden im Betrieb mit Vollgas bzw. der
Betrieb bei geringerer Gaseinstellung führen zu einer
geringeren durchschnittlichen Leistungsanforderung.
Eine Reduzierung der Betriebsstunden verlängert die
Betriebsdauer bis zu einer Motorüberholung. Weitere
Informationen sind diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Überholung des Motors” zu
entnehmen.
Produkte anderer Hersteller und
Perkins -Motoren
Perkins übernimmt keine Garantie für die Qualität
oder Leistung von Flüssigkeiten und Filtern, die nicht
von Perkins stammen.
Wenn Zusatzvorrichtungen, Zubehör oder Hilfsstoffe
(Filter, Additive, Katalysatoren usw.) anderer
Hersteller mit Perkins-Produkten verwendet werden,
wird die Perkins-Garantie nicht automatisch aufgrund
dieser Verwendung eingeschränkt.
24
Allgemeine Hinweise
Motorbeschreibung
Ausfälle, die durch die Montage oder Verwendung
von Vorrichtungen, Zubehör oder
Verbrauchsgütern anderer Hersteller
hervorgerufen werden, liegen jedoch NICHT im
Zuständigkeitsbereich von Perkins. Deshalb
fallen derartige Fehler NICHT unter die PerkinsGarantie.
SGBU9071
SGBU9071
25
Produkt-Identinformation
Lage der Schilder und Aufkleber
Produkt-Identinformation
i06281754
Lage der Schilder und
Aufkleber
Abbildung 18
g01403841
Seriennummernschild
Die folgenden Informationen sind in das
Seriennummernschild eingestanzt: Seriennummer
des Motors, Motormodell and Ausführungsnummer.
Das Motortypenschild befindet sich oben am
Ventildeckel, ungefähr in der Mitte des Motors.
Die folgenden Informationen können dem
Typenschild entnommen werden: Seriennummer des
Motors, Motormodell, Ausführungsnummer des
Motors, maximale Einsatzhöhe des Motors zum
Erreichen der Nennleistung, Leistung, oberer
Leerlauf, Volllastdrehzahl, Kraftstoffeinstellungen and
sonstige Informationen
Abbildung 17
g02446959
(1) Seriennummernschild
(2) Typenschild
Das Seriennummernschild des Motors befindet sich
hinten auf der rechten Seite des Motorblocks.
Das Typenschild des Abgasnachbehandlungsmoduls
(CEM, Clean Emission Module) befindet sich auf der
Halterung am CEM.
26
SGBU9071
Produkt-Identinformation
Lage der Schilder und Aufkleber
Abbildung 19
g03804700
(3) CEM-Typenschild
Abbildung 21
g03804717
Typische Ausführung
(4) Anordnung des PETU-Schilds
Abbildung 20
g02236574
CEM-Typenschild
Das Typenschild des Abgasnachbehandlungsmoduls
(CEM) enthält die folgenden Informationen:
Teilenummer, Seriennummer, Änderungsstand and
ID-Code für Konfiguration. Diese Informationen
werden bei Anfragen zum CEM möglicherweise vom
Perkins -Händler benötigt.
Pumpensteuergerät-Tank-Einheit
(PETU, Pump Electronic Tank Unit)
und Pumpensteuergerät (PEU,
Pump Electronic Unit )
[German] Anmerkung: Bei manchen Anwendungen
ist möglicherweise kein Dieselabgasflüssigkeitstank
am Steuergerät angebaut.
Abbildung 22
g03049116
Typisches Beispiel für ein PETUSeriennummernschild
Die Angaben auf den CEM- und PETUSeriennummernschildern notieren. Ihr PerkinsHändler oder Ihr Perkins-Vertriebshändler benötigt
diese Daten zur Identifizierung der
Ersatzteilnummern.
SGBU9071
27
Produkt-Identinformation
Zertifizierungsaufkleber zu Emissionswerten
i06043895
Zertifizierungsaufkleber zu
Emissionswerten
[German] Anmerkung: Diese Informationen sind für
die USA und Kanada sowie Europa relevant.
Der Aufkleber mit Emissionswerten befindet sich
oben auf dem Ventildeckel.
i06281744
Referenznummern
Für die Ersatzteilbestellung können Angaben zu den
folgenden Bauteilen erforderlich sein. Die
betreffenden Informationen für den entsprechenden
Motor ermitteln. Die Informationen in die
vorgesehenen Stellen eintragen. Diese Liste für die
Akten kopieren. Die Information zur späteren
Verwendung aufbewahren.
Referenzinformationen
Motormodell
Motor-Seriennummer
Leerlaufdrehzahl des Motors
Motorvolllastdrehzahl 1/min
Kraftstoffhauptfilter
Sekundär-Kraftstofffiltereinsatz
Schmierölfilterelement
Zusatzölfilterelement
Gesamtfüllmenge des Schmiersystems
Gesamtfüllmenge des Kühlsystems
Luftfilterelement
Antriebsriemen
Abgasnachbehandlungsmodul
Teilenummer
Seriennummer
Kombieinheit Pumpe-Elektronik-Tank
Teilenummer
Seriennummer
28
Betrieb
Anheben
SGBU9071
Betrieb
Anheben von Motor,
Gleichbehandlungsprinzip (CEM,
Clean Emission Module) und
Kühler
Anheben und Lagerung
i06281755
Anheben
HINWEIS
Hubösen und Halterungen nie biegen. Hubösen und
Halterungen nur bei gespanntem Seil belasten. Daran
denken, daß die Tragfähigkeit von Hubösen abnimmt,
wenn der Winkel zwischen Hebezeug und angehobenem Bauteil kleiner als 90° wird.
Wenn ein Bauteil schräg herausgehoben werden
muss, unbedingt einen Hebebalken mit ausreichender Nennlast verwenden.
Vor dem Anheben alle Informationen zum Heben des
Produkts lesen. Sicherstellen, dass der richtige Satz
Hubösen für die zu hebende Baugruppe ausgewählt
wurden.
Zum Anheben schwerer Bauteile ein Hebezeug
verwenden. Zum Heben der Baugruppe eine
verstellbare Hubtraverse verwenden. Alle
Tragelemente des Hebezeugs (Ketten und Seile)
müssen parallel zueinander angeordnet sein. Die
Ketten und Seile müssen senkrecht zur Oberseite
des anzuhebenden Gegenstands angeordnet sein.
Abbildung 23
g03389668
SGBU9071
Abbildung 24
29
Anheben und Lagerung
Anheben
g03391555
Typische Ausführung
Abbildung 25
g03389702
Lastring
Beim Anheben des Motors mit werksseitig
eingebauten CEM (mit oder ohne werksseitig
eingebautem Kühler) das folgende Verfahren
verwenden.
1. Die in Abbildung 23 und Abbildung 24 gezeigten
Schrauben ausbauen.
2. Die Lastringe montieren; siehe Abbildung 25 . Die
Lastringe an den in Abbildung 23 und Abbildung
24 gezeigten Stellen montieren. Die
Ringschrauben mit einem Anziehdrehmoment von
370 Nm (272 lb ft) festziehen.
3. Die Lastringe und die vordere Motorhuböse als
Anschlagpunkte zum Anheben des Motors, CEM
und Kühlers verwenden.
4. Eine geeignete Lasttraverse verwenden, wenn
Motor, CEM und Kühler angehoben werden.
30
Anheben und Lagerung
Anheben
5. Leitungen des luftgekühlten Ladeluftkühlers,
Luftfilter und andere Anbauten entfernen, die den
Hubketten oder anderen Hebeeinrichtungen im
Weg sein könnten.
Der Schwerpunkt des Motorpakets hängt von den
Motoranbauten ab. Die Spreizstange und die Ketten
so einstellen, dass das Heben mit einem Kippwinkel
von höchstens 5 Grad zur Horizontalen in alle
Richtungen erfolgen kann.
Die Ersatzteilnummer für den Lastring ist T401848.
SGBU9071
SGBU9071
31
Anheben und Lagerung
Anheben
Nur Motor
Abbildung 26
(1) Motorhubösen
Die Hubösen des Motors sind für das Heben eines
Motors mit montiertem Kühler vorgesehen, sofern der
Kippwinkel weniger als 5 Grad beträgt. Eine
entsprechende Spreizstange verwenden, damit die
Hubketten senkrecht zum Motor stehen.
Nur Kühler
Zum Heben an der Oberseite des
Kühlerwasserkastens den Kühler und die Befestigung
am vorderen Träger des Motors abnehmen. Hubösen
oder Hubhalterungen in die für das Anheben
markierten Gewindelöcher einschrauben.
g03810206
32
Anheben und Lagerung
Produktlagerung
SGBU9071
Anheben des Abgasnachbehandlungsmoduls(CEM, Clean Emission
Module)
Abbildung 27
g03810229
(2) Hubösen des
Abgasnachbehandlungsmoduls
HINWEIS
Zum Anheben des Motorpakets nicht den Kühler und
keine Anschlagpunkte des CEM verwenden.
Das CEM ist nicht mit dem Motor verbunden und darf
nur an den vorgesehenen Hubösen (2) angehoben
werden. Die Positionen der Hubösen sind je nach
CEM-Ausführung unterschiedlich. Nicht versuchen,
das CEM mit Gurten um den Dieselpartikelfilter
anzuheben. Es befinden sich Hubösen auf beiden
Seiten dieses Systems.
i06281741
Produktlagerung
(Motor und Nachbehandlung)
Der Perkins -Vertriebshändler kann bei der
Vorbereitung des Motors für eine längere Lagerung
behilflich sein.
Bei manchen Anwendungen kann der Motor mit einer
Motorabschaltverzögerung ausgestattet sein. Nach
dem Abstellen des Motors mindestens 2 Minuten lang
warten, bevor der Batteriehauptschalter in die
Stellung OFF (Aus) gedreht wird. Wenn die
Batteriestromversorgung zu schnell getrennt wird,
werden die DEF-Leitungen (DEF, Diesel Exhaust
Fluid) nach dem Abstellen des Motors nicht entlüftet.
Außerdem ist das elektronische Motorsteuergerät
während dieser 2 Minuten aktiv und speichert Daten
von den Motor- und Nachbehandlungssensoren.
Voraussetzungen für die Lagerung
Ein Motor kann bis zu sechs Monate gelagert werden,
vorausgesetzt, alle Empfehlungen werden befolgt.
Motor
1. Motor von Schmutz, Rost, Fett und Öl säubern.
Außenseite überprüfen. Lackierte Bereiche mit
Lackschaden mit einer Farbe guter Qualität
überstreichen.
SGBU9071
2. Schmutz von Luftfiltern entfernen. Alle Dichtungen
und Filterelemente auf Beschädigung
kontrollieren.
3. Alle Punkte laut Angabe in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Wartungsintervalle”
schmieren.
4. Kurbelgehäuseöl ablassen. Kurbelgehäuseöl und
Ölfilter erneuern. Das entsprechende Verfahren ist
in diesem Betriebs- und Wartungshandbuch
beschrieben.
5. VCI-Öl zum Kurbelgehäuseöl geben. Das Volumen
des VCI-Öls im Kurbelgehäuseöl sollte 3 bis 4 %
betragen.
[German] Anmerkung: Ist das Kurbelgehäuse voll,
so viel Motoröl ablassen, dass die Mischung
eingefüllt werden kann.
6. Luftfilterelemente ausbauen. Bei Gasstellung
KRAFTSTOFF AUS den Motor mit Anlassdrehzahl
durchdrehen. Mit einem Sprühgerät eine Mischung
aus 50 % VCI-Öl und 50 % Motoröl in den
Lufteinlass oder Turboladereinlass sprühen.
[German] Anmerkung: Die VCI-Ölmischung kann in
den Einlass gegeben werden, wenn der Stopfen zum
Prüfen des Turbolader-Ladedrucks entfernt wird. Die
Mindesteinsatzmenge für die VCI-Ölmischung beträgt
5,5 ml je Liter (3 oz. je 1000 Kubikzoll)
Motorhubraum.
7. Mit einem Sprühgerät eine Mischung aus 50 %
VCI-Öl und 50 % Kurbelgehäuseöl in die
Auslassöffnungen sprühen. Die
Mindesteinsatzmenge für die VCI-Ölmischung
beträgt 5,5 ml pro l (3 oz. pro 1000 Kubikzoll)
Motorhubraum. Abgasrohr und alle
Ablauföffnungen im Schalldämpfer abdichten.
8. Kraftstoff aus dem KraftstoffSicherheitsfiltergehäuse entfernen. Alternativ zum
Entfernen von Schmutz und Wasser das KraftstoffSchraubfilterelement leeren und wieder
anschrauben. Kraftstoff-Dosierpumpen entleeren.
Kraftstoffvorfilter reinigen. Mit Kalibrieröl oder
Kerosin füllen. Kraftstoffvorfilter montieren und
Kraftstoffförderpumpe betätigen. Mit diesem
Verfahren gelangt sauberes Öl in den
Sicherheitsfilter und den Motor.
33
Anheben und Lagerung
Produktlagerung
Kraftstofftank-Ablassventil öffnen, um Wasser
mitsamt Schmutz aus dem Kraftstofftank
abzulassen. Kalibrieröl oder Kerosin im Verhältnis
30 ml je 30 Liter (1 oz. je 7,50 US-Gall.)
Kraftstofftank-Fassungsvermögen einsprühen, um
Rost im Kraftstofftank zu verhindern.
Handelsübliches Biozid wie Biobor JF im
Verhältnis 0,15 ml je Liter (0,02 oz. je US-Gall.) in
den Kraftstoff geben.
Etwas Öl auf die Gewinde am KraftstofftankEinfüllstutzen geben und Deckel aufschrauben.
Zur Verhinderung von Kraftstoffverdampfung und
als Konservierungsmaßnahme alle zum Tank
führenden Öffnungen versiegeln.
9. Die Kraftstoffeinspritzdüsen ausbauen. In jeden
Zylinder 30 ml (1 oz.) Ölmischung (50 % VCI-Öl
und 50 % Motoröl) geben.
Motor mit einer Stange oder einem Drehwerkzeug
langsam drehen. Dadurch gelangt Öl auf die
Zylinderwandungen. Alle Kraftstoffeinspritzdüsen
anbringen und mit dem richtigen
Anziehdrehmoment anziehen. Weitere
Informationen finden sich im Demontage- und
Montagehandbuch.
10. Dünnen Film einer Mischung aus 50 % VCI-Öl
und 50 % Motoröl auf folgende Bauteile sprühen:
Schwungrad, Zahnkranz-Zähne and Anlasserritzel.
Abdeckungen montieren, damit die Dämpfe aus
dem VCI-Öl nicht entweichen können.
11. Eine reichliche Menge Mehrzweckschmierfett auf
alle beweglichen Außenteile wie Stangengewinde,
Kugelgelenke und Gestänge auftragen.
[German] Anmerkung: Alle Abdeckungen
anbringen. Alle Öffnungen, Lufteinlässe,
Auslassöffnungen, das Schwungradgehäuse,
Kurbelgehäuseentlüftungen und Messstabrohre
müssen mit Klebeband verschlossen werden.
Alle Abdeckungen müssen luft- und wasserdicht
sein. Wasserfestes, wetterbeständiges Klebeband
wie Kendall Nr. 231 oder ähnliches verwenden.
Kein Gewebe-Klebeband verwenden. GewebeKlebeband dichtet nur kurzzeitig ab.
12. Unter den meisten Bedingungen wird der Ausbau
der Batterien empfohlen. Alternativ können die
Batterien in einem Lagerraum aufbewahrt werden.
Eingelagerte Batterien nach Bedarf regelmäßig
aufladen.
Werden die Batterien nicht ausgebaut, die
Oberseiten der Batterien gründlich reinigen.
Batterien aufladen, so dass eine Dichtezahl von
1,225 erreicht wird.
Batteriepole abklemmen. Kunststoffabdeckung auf
die Batterien setzen.
13. Die Antriebsriemen vom Motor entfernen.
34
Anheben und Lagerung
Produktlagerung
SGBU9071
2. Öl und Ölfilter wechseln.
14. Motor mit einer wasserdichten Abdeckung
schützen. Die Abdeckung muss sicher angebracht
sein. Die Abdeckung sollte locker genug sein,
damit Luft um den Motor zirkulieren und kein
Schaden durch Kondenswasser entstehen kann.
15. Etikett mit dem Einlagerdatum am Motor
anbringen.
16. Wasserdichte Abdeckung alle 2 bis 3 Monate
abnehmen und Motor auf Korrosion überprüfen.
Bei Anzeichen von Korrosion die
Schutzmaßnahmen wiederholen.
Kühlsystem
Kühlsystem vor der Lagerung vollständig auffüllen.
Weitere Informationen über Kühlmittel sind diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen” zu entnehmen.
Nachbehandlung
3. Zustand von Lüfter- und
Drehstromgeneratorriemen kontrollieren. Riemen
nach Bedarf ersetzen. Die richtige
Verfahrensweise ist in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Keilriemen - kontrollieren/
spannen/ersetzen” beschrieben.
4. Kraftstofffilterelemente ersetzen.
5. Kunststoffabdeckungen von den
Luftfilterelementen abnehmen.
6. Motor mit einer Stange oder einem Drehwerkzeug
in normaler Drehrichtung drehen. Dadurch wird
gewährleistet, dass keine hydraulische Blockade
und kein Widerstand bestehen.
7. Vor der Inbetriebnahme des Motors den bzw. die
Ventildeckel abbauen. Satte Menge Motoröl auf
Nockenwelle, Ventilstößel und Ventilmechanismus
geben, damit der Mechanismus nicht beschädigt
wird.
Bevor der Batteriehauptschalter ausgeschaltet wird,
muss der Motor eine DEF-Entlüftung durchführen
können. Bei manchen Anwendungen kann der Motor
mit einer Motorabschaltverzögerung ausgestattet
sein. Nach dem Anhalten des Motors 2 Minuten lang
warten, bevor der Batteriehauptschalter
ausgeschaltet wird.
Der Abgasauslass der Nachbehandlung muss mit
einem Verschlussdeckel versehen werden. Das
Gewicht des Moduls für saubere Emissionen (CEM,
Clean Emission Module) darf nicht auf den
Abgasauslass drücken, um eine Beschädigung des
Abgasauslassanschlusses während der Lagerung zu
verhindern.
1. Den Motor normal abschalten, dann das DEF
entlüften lassen. Den Batteriehauptschalter nicht
ausschalten, nachdem der Schlüssel auf AUS
gestellt wurde, erst 2 Minuten warten.
2. Den Tank mit DEF befüllen, das alle in ISO 222411 definierten Anforderungen erfüllt.
3. Sicherstellen, dass alle DEF-Leitungen und
elektrischen Anschlüsse zuerst angeschlossen
werden, um die Bildung von Kristallen zu
verhindern.
4. Sicherstellen, dass der DEF-Einfüllstutzendeckel
ordnungsgemäß angebracht ist.
Abbildung 28
Typische Ausführung
(1) Stopfen
Entnehmen des Motors aus dem Lager
1. Alle äußeren Schutzabdeckungen entfernen.
g03854041
SGBU9071
8. Wird der Motor länger als 1 Jahr gelagert, empfiehlt
Perkins eine Vorschmierung des Motors, um einen
"trockenen" Start zu vermeiden. Motoröl mit
geeigneter Pumpe in das Motorölsystem drücken.
Die Pumpe muss im Motor einen Mindestdruck
von 0,25 bar (3,6 psi) erzeugen. Dieser Druck
muss 15 Sekunden lang gegeben sein, damit die
Innenflächen geschmiert werden.
Einen der in Abbildung 28 gezeigten Stopfen
entfernen, um mit dem Motorölsystem zu
verbinden. Das Verbindungsteil benötigt die Maße
9/16" x 18 TPI (Gangzahl je Zoll). Darauf achten,
dass die richtige Ölsorte verwendet wird; zu
weiteren Informationen siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Flüssigkeitsempfehlungen”.
Wenn die Motorinnenflächen geschmiert sind,
Verbindungsteil entfernen und Stopfen (1)
einschrauben. Stopfen mit 30 Nm (265 lb in)
festziehen. Perkins empfiehlt, das Verfahren bei
einer Umgebungstemperatur von mindestens
10 °C (50 °F) durchzuführen.
9. Zustand aller Gummischläuche überprüfen.
Verschlissene Schläuche ersetzen. Beschädigte
Schläuche ersetzen.
10. Vor dem Starten das Kühlsystem auf eine
Kühlwasserzusatz-Konzentration von 3 bis 6
Prozent prüfen. Flüssigen Kühlmittelzusatz oder
gegebenenfalls Kühlmittelzusatz-Element
zugeben.
Kühlmittelmischung auf richtigen Nitritgehalt
prüfen. Kühlmittelmischung bei Bedarf abstimmen.
Motor vor dem Anlassen mit sauberem
Dieselkraftstoff vorfluten.
11. Sicherstellen, dass das Kühlsystem sauber ist.
Das System muss gefüllt sein. Sicherstellen, dass
das System die richtige Menge Kühlmittelzusatz
enthält.
12. Am ersten Einsatztag den gesamten Motor
mehrmals auf Leckstellen und einwandfreien
Betrieb kontrollieren.
Nachbehandlung aus dem Lager
entnehmen
DEF hat eine begrenzte Lebensdauer, siehe Tabelle
2 für Zeitraum und Temperaturbereich. DEF
außerhalb dieses Bereichs MUSS ersetzt werden.
Nach der Lagerung muss die DEF-Qualität im Tank
mit einem Brechzahlmesser gemessen werden. Das
DEF im Tank muss die in ISO 22241-1 definierten
Anforderungen und die Angaben in Tabelle 2
erfüllen.
35
Anheben und Lagerung
Produktlagerung
1. Den Tank bei Bedarf ablassen und mit DEF
befüllen, das ISO 22241-1 erfüllt.
2. Den DEF-Filter ersetzen, siehe dieses Betriebsund Wartungshandbuch, “Dieselabgasfluid - Filter
reinigen/ersetzen”.
3. Sicherstellen, dass der Antriebsriemen
ordnungsgemäß eingebaut ist. Sicherstellen, dass
das gesamte Motorkühlmittel und Motoröl die
richtige Spezifikation und Klasse hat.
Sicherstellen, dass der Füllstand von Kühlmittel
und Motoröl korrekt ist. Motor starten. Wenn ein
Fehler auftritt, den Motor abschalten, 2 Minuten
warten, damit das DEF-System entlüftet werden
kann, dann den Motor wieder starten.
4. Bleibt der Fehler bestehen, siehe Fehlersuche für
weitere Informationen.
Tabelle 2
DEF-Lagerung
Temperatur
Duration (Dauer)
10 °C (50 °F)
36 Monate
25 °C (77 °F)
18 Monate
30 °C (86 °F)
12 Monate
35 °C (95 °F)(1)
6 Monate
(1)
Bei 35 °C kann eine erhebliche Verschlechterung auftreten. Jede Charge vor der Verwendung kontrollieren.
36
Technische Merkmale und Bedienungseinrichtungen
Elektrischer Hauptschalter
Technische Merkmale und
Bedienungseinrichtungen
i05537355
Elektrischer Hauptschalter
(Wenn vorhanden)
SGBU9071
OFF (AUS) – Um die elektrische Anlage
auszuschalten, den
Batteriehauptschalter gegen den
Uhrzeigersinn in die Stellung AUS drehen.
Der Batteriehauptschalter und der Motorstartschalter
erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die gesamte
elektrische Anlage wird deaktiviert, wenn der
Batteriehauptschalter in die Stellung AUS gedreht
wird. Wenn nur der Motorstartschalter in die Stellung
AUS gedreht wird, bleibt die Batterie mit der
elektrischen Anlage verbunden.
Den Batteriehauptschalter in die Stellung OFF (AUS)
drehen und den Schlüssel abziehen, wenn die
elektrische Anlage gewartet wird oder andere
Motorkomponenten gewartet werden.
Nach dem Betreiben des Motors den elektrischen
Hauptschalter in die Stellung OFF (AUS) drehen und
den Hauptschalterschlüssel abziehen. Dadurch wird
ein Entladen der Batterie verhindert. Folgende
Probleme können zum Entladen der Batterie führen:
• Kurzschlüsse
• Stromentnahme durch Verbraucher
• Vandalismus
Abbildung 29
g03422039
i06281764
HINWEIS
Den Batteriehauptschalter erst ausschalten, wenn die
Anzeigeleuchte ausgeschaltet wurde. Wenn der
Schalter bei leuchtender Anzeigeleuchte ausgeschaltet wird, spült das Dieselabgasfluid-System (DEF,
Diesel Exhaust Fluid) das DEF nicht. Wenn das DEF
nicht gespült wird, kann das DEF einfrieren und Pumpen und Leitungen beschädigen.
HINWEIS
Den Hauptschalter nie bei laufendem Motor in die
Stellung AUS bewegen. Dadurch kann die elektrische
Anlage beschädigt werden.
Überwachungssystem
Das Überwachungssystem macht den Fahrer auf ein
unmittelbar bestehendes Problem an einem der
überwachten Motorsysteme aufmerksam. Außerdem
macht das Überwachungssystem den Fahrer auf
bevorstehende Probleme an einem der überwachten
Motorsysteme aufmerksam. Zugriff auf das
Überwachungssystem erfolgt über das elektronische
Servicewerkzeug. Für weitere Informationen über das
elektronische Servicewerkzeug siehe Fehlersuche,
“Electronic Tools”.
Überwachungssystemanzeigen
Elektrischer Hauptschalter – Mit dem
Batteriehauptschalter wird die Batterie
von der elektrischen Anlage des Motors
getrennt. Bevor der Batterietrennschalter gedreht
werden kann, muss der Schlüssel in den
Batterietrennschalter eingesetzt werden.
EIN – Den Hauptschalterschlüssel
einstecken und den
Batteriehauptschalter im Uhrzeigersinn
drehen, um die elektrische Anlage zu aktivieren.
Zum Starten des Motors muss der
Batteriehauptschalter in die Stellung EIN gedreht
werden.
Motordiagnose – Diese Anzeigeleuchte
leuchtet, wenn der Motor oder das
Nachbehandlungssystem einen Fehler
aufweist.
Motor-STOPP – Diese Anzeige leuchtet
auf, wenn das Überwachungssystem
einen Fehler der Warnstufe 3 erkannt
hat.
Dieselpartikelfilter (DPF) – Diese Anzeige
leuchtet auf, um anzuzeigen, dass eine
Regenerierung erforderlich ist.
SGBU9071
37
Technische Merkmale und Bedienungseinrichtungen
Sensoren und elektrische Komponenten
Regenerierung aktiv – Diese Anzeige
leuchtet auf, um anzuzeigen, dass eine
Regenerierung aktiv ist und die
Abgastemperaturen erhöht sind.
Dieselabgasfluid(DEF)-Füllstand –
Dieses Instrument zeigt die DEF-Menge
im DEF-Tank an.
Emissionsstörungsanzeige – Diese
Anzeige leuchtet auf, wenn ein
Emissionssystem im Zusammenhang
mit DEF (Diesel Exhaust Fluid,
Dieselabgasflüssigkeit) oder SCR (Selective
Catalytic Reduction, selektive katalytische
Reduktion) ausgefallen ist. Weitere Informationen
finden sich unter Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Warnsystem zur selektiven
katalytischen Reduktion”.
i06281763
Sensoren und elektrische
Komponenten
Die Abbildung im Abschnitt zeigt die typische Lage
der Sensoren und anderer elektrischer Komponenten
am Industriemotor. Aufgrund der Einsatzart können
bestimmte Motoren anders aussehen. Je nach
Anwendung unterscheiden sich auch die
Abbildungen des Nachbehandlungssystems.
38
Technische Merkmale und Bedienungseinrichtungen
Sensoren und elektrische Komponenten
SGBU9071
Motoransichten
Abbildung 30
(1) Nockenwellensensor
(2) Ladeluftkühler-Auslasstemperatursensor
(3) Ansaugkrümmer-Drucksensor
(4) Luftdrucksensor
g03821528
(5) Differenzdrucksensor des
Stickoxidreduziersystems (NRS, NOx
Reduction System)
(6) NRS-Einlassdrucksensor
(7) NRS-Temperatursensor
(8) Elektroniksteuergerät
(9) Anlassermotor
(10) Motoröldruck
SGBU9071
39
Technische Merkmale und Bedienungseinrichtungen
Sensoren und elektrische Komponenten
Abbildung 31
(11) Kühlmitteltemperatursensor
(12) Drehstromgenerator
g03821530
(13) Kurbelwellen-Zündzeitpunktsensor
(14) Kraftstoffdrucksensor
(15) Elektrische Förder-/Entlüftungspumpe
(16) Kraftstofftemperatursensor
40
Technische Merkmale und Bedienungseinrichtungen
Sensoren und elektrische Komponenten
SGBU9071
Modul für saubere Emissionen
Abbildung 32
(1) Auslassdrucksensor des
Dieselpartikelfilters (DPF, Diesel
Particulate Filter)
g03821962
(2) DPF-Einlassdrucksensor
(3) Temperatursensor des DieselOxidationskatalysators
(4) Nachbehandlung-Erkennungsmodul
(5) Temperatursensorfühler
(6) Dieselabgasfluid-Einspritzdüse
SGBU9071
41
Technische Merkmale und Bedienungseinrichtungen
Sensoren und elektrische Komponenten
Einzelne Nachbehandlungskomponenten
Abbildung 33
(1) NOx-Sensoren
(2) Heizungsleitungen für
Dieselabgasflüssigkeit (DEF, Diesel
Exhaust Fluid)
g03821970
(3) Dosiersteuergerät
(4) Überspannungsschutzmodul
(5) DEF-Tankheizung und DEFStandsanzeige
(6) Relais
(7) Kühlmittelumleitventil
42
SGBU9071
Systemdiagnose
Eigendiagnose
Systemdiagnose
i05474973
i05481045
Eigendiagnose
Elektronisch geregelte Motoren von Perkins können
eine Selbstdiagnoseprüfung durchführen. Wenn das
System ein aktives Problem erkennt, wird eine
Diagnoseleuchte eingeschaltet. Die Diagnosecodes
werden im Langzeitspeicher im elektronischen
Steuergerät (ECM, Electronic Control Module)
gespeichert. Die Diagnosecodes können dann mit
dem elektronischen Servicewerkzeug von Perkins
abgerufen werden.
Einige Ausführungen verfügen über elektronische
Anzeigen, mit denen die Diagnosecodes des Motors
direkt abgelesen werden können. Weitere
Informationen zum Abrufen von Diagnosecodes des
Motors finden sich im Handbuch des Erstausrüsters.
Aktive Codes zeigen aktuelle Probleme an. Diese
Probleme müssen als Erstes untersucht werden.
Protokollierte Codes beziehen sich auf folgende
Ereignisse:
Fehlerprotokoll
Das System bietet die Möglichkeit, Fehler zu
protokollieren. Wenn das elektronische Steuergerät
(ECM, Electronic Control Module) einen aktiven
Diagnosecode erzeugt, wird der Code im Speicher
der elektronischen Steuereinheit protokolliert. Die
vom Motorsteuergerät protokollierten Diagnosecodes
können mit dem elektronischen Servicewerkzeug
ausgelesen werden. Die protokollierten aktiven
Diagnosecodes werden gelöscht, wenn der Fehler
behoben wurde oder nicht länger aktiv ist. Die
folgenden protokollierten Fehler können nur mit
einem Werkspasswort aus dem Speicher des ECM
gelöscht werden: Überdrehzahl, niedriger
Motoröldruck, hohe Motorkühlwassertemperatur und
Nachbehandlungscodes.
i04190896
Motorbetrieb bei aktiven
Diagnosecodes
Wenn eine Diagnoseleuchte während des normalen
Motorbetriebs aufleuchtet, hat das System eine
Situation erkannt, die nicht den Vorgaben entspricht.
Das elektronische Servicewerkzeug verwenden, um
die aktiven Diagnosecodes zu prüfen.
• intermittierend auftretende Probleme
• aufgezeichnete Ereignisse
• Leistungsverlauf
Seit der Protokollierung des Codes sind die Probleme
möglicherweise behoben worden. Diese Codes
weisen nicht darauf hin, dass eine Reparatur
erforderlich ist. Die Codes sind Richtlinien oder
Signale dafür, dass eine bestimmte Situation vorliegt.
Die Codes können bei der Fehlersuche hilfreich sein.
Wenn die Probleme behoben worden sind, müssen
die entsprechenden protokollierten Fehlercodes
gelöscht werden.
i04190911
Diagnoseleuchte
Mit der Diagnoseleuchte wird auf eine aktive Störung
hingewiesen. Ein Fehler-Diagnosecode bleibt aktiv,
bis das Problem behoben wurde. Der Diagnosecode
kann mit dem elektronischen Servicewerkzeug
abgerufen werden.
[German] Anmerkung: Wenn der Kunde “DERATE”
(Drosseln) gewählt hat und der Öldruck niedrig ist,
begrenzt das Elektroniksteuergerät (ECM, Electronic
Control Module) die Motorleistung, bis das Problem
behoben wurde. Wenn sich der Öldruck im normalen
Bereich befindet, kann der Motor mit Nenndrehzahl
und Nennlast betrieben werden. Es muss jedoch so
schnell wie möglich eine Wartung durchgeführt
werden.
Der aktive Diagnosecode muss untersucht werden.
Die Ursache des Problems muss so schnell wie
möglich behoben werden. Wenn die Ursache für den
aktiven Diagnosecode behoben wurde und nur ein
Diagnosecode aktiv war, schaltet sich die
Diagnoseleuchte aus.
Der Betrieb und die Leistung des Motors können
aufgrund des erzeugten aktiven Diagnosecodes
eingeschränkt sein. Auch die Beschleunigungsraten
können wesentlich geringer sein. Weitere Information
zu den Auswirkungen der aktiven Diagnosecodes auf
die Motorleistung sind der Fehlersuchanleitung zu
entnehmen.
SGBU9071
43
Systemdiagnose
Motorbetrieb bei intermittierenden Diagnosecodes
i01811819
Motorbetrieb bei
intermittierenden
Diagnosecodes
Wenn eine Diagnoseleuchte während des normalen
Motorbetriebs aufleuchtet und sich dann ausschaltet,
ist unter Umständen eine intermittierende Störung
aufgetreten. Wenn eine Störung aufgetreten ist, wird
dieser Fehler im Speicher der elektronischen
Steuereinheit (ECM) protokolliert.
Systemkonfigurationsparameter
Systemkonfigurationsparameter haben Einfluss auf
die Emissionen oder die Leistung des Motors. Die
Systemkonfigurationsparameter werden im Werk
programmiert. Im Normalfall müssen die
Systemkonfigurationsparameter während der
Lebensdauer eines Motors nicht geändert werden.
Wenn ein ECM ersetzt wird, müssen die
Systemkonfigurationsparameter neu programmiert
werden. Systemkonfigurationsparameter müssen
nicht umprogrammiert werden, wenn die ECMSoftware geändert wird. Zur Änderung dieser
Parameter sind Werkspasswörter erforderlich.
In den meisten Fällen muss der Motor wegen eines
intermittierenden, also zeitweise auftretenden Codes
nicht abgestellt werden. Das Bedienungspersonal
muss jedoch die protokollierten Fehlercodes abrufen
und den Verweis auf die entsprechende Information
befolgen, um die Art des Ereignisses zu identifizieren.
Das Bedienungspersonal muss alle Beobachtungen,
die zum Aufleuchten der Leuchte geführt haben
können, protokollieren.
• Schwache Motorleistung
• Begrenzte Motordrehzahl
• Zu starke Rauchentwicklung usw.
Diese Informationen können bei der Fehlersuche
hilfreich sein. Diese Informationen können auch
später als Referenz verwendet werden. Für weitere
Informationen über Diagnosecodes siehe
Troubleshooting Guide für diesen Motor.
i06281753
Konfigurationsparameter
Das elektronische Motorsteuergerät (ECM, Electronic
Control Module) verwendet zwei Arten von
Konfigurationsparametern.
Systemkonfigurationsparameter und
kundenspezifische Parameter.
Für die Änderung der Konfigurationsparameter wird
ein elektronisches Servicewerkzeug benötigt.
Tabelle 3
Systemkonfigurationsparameter
Konfigurationsparameter
Motor-Seriennummer
Nennwert
Volllasteinstellung
Nennmomenteinstellung
Freigabedatum der ECM-Software
Datensatz
44
SGBU9071
Systemdiagnose
Konfigurationsparameter
Kundenspezifische Parameter
Mit kundenspezifischen Parametern kann der Motor
genau für die jeweiligen Anwendungserfordernisse
konfiguriert werden.
Für die Änderung der Konfigurationsparameter wird
ein elektronisches Servicewerkzeug benötigt.
Kundenparameter können beliebig oft geändert
werden, wenn sich die Betriebsbedingungen ändern.
Tabelle 4
Kundenspezifische Parameter
Spezifische Parameter
Datensatz
Top Engine Limit (oberer Motorgrenzwert)
1900/min
Untere Leerlaufdrehzahl
600 U/min
Top Engine Limit (oberer Motorgrenzwert)
2090/min
Motorbeschleunigungsrate
2000/min/s
Motordrehzahl-Bremsrampenrate
2000/min/s
Ätherstarthilfe-Konfiguration
Not Installed (Nicht eingebaut)
Einbaustatus des Kurbelgehäusedrucksensors
Not Installed (Nicht eingebaut)
Einbaustatus des Außentemperatursensors
Not Installed (Nicht eingebaut)
Aktivierungsstatus der Motorleerlauf-Abschaltung
Deaktiviert
Verzögerungszeit für Motorleerlauf-Abschaltung
5,0 min
Aktivierungsstatus der Umgebungstemperaturumgehung für Motorleer- Nicht betriebsbereit oder nicht installiert
lauf-Abschaltung
Aktivierungsstatus der verzögerten Motorabschaltung
Deaktiviert
Maximalzeit für verzögerte Motorabschaltung
7,0 min
Nachbehandlung, Lufttemperatur-Schwellenwert für erforderliche Entlüftung der DEF-Dosierleitung Nr. 1
5 °C (41 °F)
Nachbehandlung, Auslassgastemperatur-Schwellenwert für verzögerte 400 °C (752 °F)
Motorabschaltung
Konfiguration der Unwuchtregelung, Motorleistung
Not Installed (Nicht eingebaut)
Montagestatus, Motorregler-Betriebsartenübersteuerungsschalter
Not Installed (Nicht eingebaut)
Zurücksetzung der Standard-Drehmomentbegrenzung für das Getriebe Nicht zurückgesetzt
Einbaustatus des Schalters für Luftfilterverengung
Not Installed (Nicht eingebaut)
Konfiguration des Schalters für Luftfilterverengung
Arbeitskontakt
Motor-Zwischendrehzahl
1400/min
Luftabsperrung
Deaktiviert
Air Intake Shutoff Detection Installation Status (Erkennung der Luftansaugabsperrung - Einbaustatus)
Not Installed (Nicht eingebaut)
Kühlmittelstandsensor
Not Installed (Nicht eingebaut)
(Fortsetzung)
45
SGBU9071
Systemdiagnose
Konfigurationsparameter
(Tabelle 4, Forts.)
Motorbremsen-Aktivierungsbefehl
Deaktiviert
Einbaustatus Zusatztemperatursensor
Not Installed (Nicht eingebaut)
Einbaustatus Zusatztemperatursensor Nr. 2
Not Installed (Nicht eingebaut)
Einbaustatus Zusatzdrucksensor
Not Installed (Nicht eingebaut)
Primärmodus-Konfiguration des Motorreglers
Drehzahlregelung
Konfiguration der Aktivierungseingabe für DPF-Regenerierung
CAN Input (CAN-Eingang)
Notfahrmodus, gewünschte Motordrehzahl
1200/min
Motordrehzahl-Rampenrate für Notbetrieb
200. /min/s
Arbeitszyklus-Sollwert, unterer Leerlauf - Drosselklappen-Eingang
10 %
Arbeitszyklus-Sollwert, oberer Leerlauf - Drosselklappen-Eingang
90 %
Arbeitszyklus-Volllastpunkt, unterer Leerlauf - Drosselklappen-Eingang 10 %
Nr. 2
Arbeitszyklus-Volllastpunkt, oberer Leerlauf - Drosselklappen-Eingang
Nr. 2
90 %
Sperren-Aktivierungsstatus Drosselklappenfehlermodus
Aktiviert
Motordrehzahlabfall von Drosselklappe Nr. 1
5%
Motordrehzahlabfall von Drosselklappe Nr. 2
5%
Motordrehzahlabweichung der Datenübertragung
5%
Kraftstoffkorrektur der Regeldifferenz bei Nulllast
0%
Drosselklappensperre - Einbaustatus
Not Installed (Nicht eingebaut)
PTO Mode (Betriebsart Nebenantrieb)
Set/Resume (Einstellen/Beschleunigen)
Motor-Einstelldrehzahl 1 der Drosselklappensperre
600 U/min
Motor-Einstelldrehzahl 2 der Drosselklappensperre
600 U/min
Schrittweise Drehzahlanstiegsrate der Drosselklappensperre
400. /min/s
Schrittweise Drehzahlabfallsrate der Drosselklappensperre
400/min/s
Motor-Einstelldrehzahlschritt der Drosselklappensperre aufsteigend
10. rpm
Motor-Einstelldrehzahlschritt der Drosselklappensperre absteigend
10. rpm
Motorlüfterregelung
Off (Aus)
Konfiguration Motorlüftertyp
Variable Hydraulik
Konfiguration der Motorlüfter-Drehzahlregelung
Nicht betriebsbereit oder nicht installiert
Motorlüfter-Umkehrfunktion
Deaktiviert
Motorlüfter manuelle Entlüftung
Deaktiviert
Motorlüfter hängende Entlüftung
Deaktiviert
Intervall Motorlüfter-Ausblaszyklus
1200 s
Dauer Motorlüfter-Ausblaszyklus
180,0 s
Motorlüfterregelung Ladeluftkühler Auslasstemperatur
Eingangsfreigabe
Aktiviert
(Fortsetzung)
46
SGBU9071
Systemdiagnose
Konfigurationsparameter
(Tabelle 4, Forts.)
Motorkühlerlüfter maximaler Luftstrom Ladeluftkühler
Auslasstemperatur
46,6 °C (116 °F)
Motorkühlerlüfter minimaler Luftstrom Ladeluftkühler
Auslasstemperatur
40 °C (104 °F)
Motorkühlerlüfterregelung Kühlmitteltemperatur Aktivierungsstatus
Aktiviert
Motorkühlerlüfter maximaler Luftstrom Ladeluftkühler Temperatur
100 °C (212 °F)
Motorkühlerlüfter minimaler Luftstrom Ladeluftkühler Temperatur
90° C (194° F)
Motorkühlerlüfterregelung Getriebeöltemperatur Aktivierungsstatus
Deaktiviert
Motorkühlerlüfterregelung Hydrauliköltemperatur Aktivierungsstatus
Deaktiviert
Motorkühlerlüfterregelung Temperatur Zusatz 1 Aktivierungsstatus
Deaktiviert
Motorkühlerlüfterregelung Temperatur Zusatz 2 Aktivierungsstatus
Deaktiviert
Wartungsanzeigemodus
Off (Aus)
PM1 Interval (PM1-Intervall)
2500 Gall.
Konfiguration des Fahreraufforderungsfortschritts
Reduced Performance (Verringerte Leistung)
Konfiguration der Fahreraufforderungssteuerung
Worldwide (Weltweit)
Aktivierungsstatus der Fahreraufforderungs-Notübersteuerung
Deaktiviert
Aktivierung der Fahreraufforderungs-Notübersteuerung
Nicht aktiviert
Konfiguration der Fahreraufforderungs-Notübersteuerung
Standard
Letzte Fahreraufforderungsmaßnahme
Abschaltung
Kalibrierungswert für Lufteinlasstemperatur
Nicht betriebsbereit oder nicht installiert
Konfiguration der Systembetriebsspannung
12 V
Kalibrierungsverstellung für Reserve-Zündzeitpunktsensor
-0,25 Grad
Kalibrierungsverstellung für Primär-Zündzeitpunktsensor
-0,40 Grad
47
SGBU9071
Starten des Motors
Vor dem Starten des Motors
Starten des Motors
i02128930
Vor dem Starten des Motors
Vor dem Starten des Motors die täglich erforderlichen
und andere fällige Wartungsarbeiten durchführen.
Den Motorraum kontrollieren. Durch diese Kontrolle
können spätere umfangreichere Reparaturen
vermieden werden. Für weitere Informationen siehe
das Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Wartungsintervalle”.
• Um eine maximale Nutzungsdauer des Motors zu
erreichen, vor dem Starten eine gründliche
Sichtkontrolle durchführen. Auf Folgendes achten:
Ölleckage, Kühlmittelleckage, lockere Schrauben
and Verschmutzung. Schmutzansammlungen
entfernen und bei Bedarf Reparaturen durchführen
lassen.
• Den Ladeluftkühler auf lockere Verbindungen und
Schmutzansammlungen kontrollieren.
• Die Schläuche des Kühlsystems auf Risse und
lose Schellen kontrollieren.
• Keilriemen des Drehstromgenerators und der
Nebenantriebe auf Risse, Bruchstellen oder
andere Schäden kontrollieren.
• Die Kabel auf lockere Anschlüsse sowie
verschlissene oder angescheuerte Stellen
kontrollieren.
• Kontrollieren, ob ausreichend Kraftstoff vorhanden
ist. Wasser aus dem Wasserabscheider (falls
vorhanden) ablassen. Das Kraftstoffzuführventil
öffnen.
HINWEIS
Alle Ventile in der Kraftstoffrücklaufleitung müssen
vor und während des Motorbetriebs geöffnet sein, um
den Aufbau hohen Kraftstoffdrucks zu vermeiden. Zu
hoher Kraftstoffdruck kann Schäden an den Filtergehäusen und andere Beschädigungen verursachen.
Wenn der Motor einige Wochen lang nicht eingesetzt
wurde, kann es vorkommen, dass der Kraftstoff aus
den Leitungen in den Tank zurückgeflossen ist. Es
kann auch Luft in das Filtergehäuse gelangt sein.
Auch beim Wechseln von Kraftstofffiltern kann es zu
Lufteinschlüssen im Motor kommen. In diesen Fällen
muss das Kraftstoffsystem entlüftet werden. Siehe
dieses Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Kraftstoffsystem - entlüften” zu weiteren
Informationen zum Entlüften des Kraftstoffsystems.
Motorabgase enthalten Produkte, die gesundheitsschädlich sein können. Den Motor nur an gut
belüfteten Orten starten und laufen lassen. Die
Abgase ins Freie leiten, wenn der Motor in einem
geschlossenen Raum gestartet werden muss.
• Den Motor nicht starten und keine
Bedienungselemente bewegen, wenn sich ein
Warnschild “NICHT IN BETRIEB NEHMEN” oder
ein ähnliches Warnschild am Startschalter oder an
den Bedienungselementen befindet.
• Darauf achten, dass sich die rotierenden Teile frei
bewegen können.
• Alle Schutzabdeckungen müssen sich an ihrem
Platz befinden. Auf beschädigte und fehlende
Schutzabdeckungen kontrollieren. Beschädigte
Schutzabdeckungen reparieren. Beschädigte und/
oder fehlende Schutzabdeckungen ersetzen.
• Den Anschluss von Batterieladegeräten trennen,
die nicht gegen die hohe Stromentnahme
geschützt sind, die entsteht, wenn der elektrische
Startermotor (falls vorhanden) eingeschaltet wird.
Die elektrischen Kabel und die Batterie auf
schlechte Anschlüsse und Korrosion kontrollieren.
• Alle Abschaltvorrichtungen und Warneinrichtungen
zurückstellen.
• Den Schmierölstand des Motors kontrollieren. Den
Ölstand zwischen den Markierungen “ADD” und
“FULL” am Messstab halten.
• Den Kühlmittelstand kontrollieren. Den
Kühlmittelstand im Kühlmittel-Ausgleichsbehälter
(falls vorhanden) kontrollieren. Den
Kühlmittelstand an der Markierung “FULL” am
Kühlmittel-Ausgleichsbehälter halten.
• Wenn der Motor nicht mit einem KühlmittelAusgleichsbehälter ausgestattet ist, den
Kühlmittelstand in einem Bereich von 13 mm
(0,5 Zoll) unter der Unterkante des Einfüllrohrs
halten. Wenn der Motor mit einem Schauglas
ausgerüstet ist, den Kühlmittelstand so halten,
dass er im Schauglas sichtbar ist.
• Die Luftreiniger-Wartungsanzeige (falls
vorhanden) kontrollieren. Den Luftreiniger warten,
wenn die gelbe Membran in den roten Bereich
eintritt oder der rote Kolben in der sichtbaren
Stellung stehen bleibt.
• Sicherstellen, dass alle Verbindungen zur
angetriebenen Ausrüstung unterbrochen sind.
Elektrische Belastungen verringern oder
entfernen.
48
SGBU9071
Starten des Motors
Starten bei tiefen Umgebungstemperaturen
i04189454
Starten bei tiefen
Umgebungstemperaturen
Bei Temperaturen unter 10 °C (50 °F) wird die
Startfähigkeit durch die Verwendung einer
Zylinderblockkühlmittelheizung oder einer anderen
Vorrichtung zum Erwärmen des Kurbelgehäuseöls
verbessert. Unter bestimmten Einsatzbedingungen
wird die Startfähigkeit durch die Verwendung eines
Mantelkühlwasservorwärmers verbessert. Mit dem
Mantelkühlwasservorwärmer können weißer Rauch
und Fehlzündungen beim Anlassen bei niedrigen
Temperaturen reduziert werden.
[German] Anmerkung: Wenn der Motor mehrere
Wochen lang nicht in Betrieb war, kann der Kraftstoff
ausgelaufen sein. Luft kann in das Filtergehäuse
gelangt sein. Nach dem Ersetzen der Kraftstofffilter
können sich auch Lufteinschlüsse im Filtergehäuse
befinden. Weitere Informationen zum Entlüften des
Kraftstoffsystems sind diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem - entlüften” zu
entnehmen.
Ätherstarthilfe (wenn vorhanden)
Die Ätherstarthilfe wird von der elektronischen
Steuereinheit geregelt. Das Motorsteuergerät
überwacht die Kühlmitteltemperatur, die
Einlasslufttemperatur, die Umgebungslufttemperatur
und den atmosphärischen Druck, um zu ermitteln, ob
Äthereinspritzung erforderlich ist. Bei Normalnull wird
Äther eingesetzt, wenn eine der Temperaturen 0 °C
(32 °F) nicht übersteigt. Diese Temperatur steigt bei
zunehmenden Luftdruck an.
Durch die Verwendung von Alkohol oder anderen
Starthilfeflüssigkeiten können Körperverletzungen und Sachschäden hervorgerufen werden.
Alkohol und sonstige Starthilfeflüssigkeiten sind
sehr leicht entzündlich und giftig. Bei einer falschen Lagerung kann es zu Körperverletzungen
oder Sachschäden kommen.
Das in diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Starten des Motors” beschriebene Verfahren
anwenden.
i06246436
Starten des Motors
Motorabgase enthalten Produkte, die gesundheitsschädlich sein können. Den Motor nur an gut
belüfteten Orten starten und laufen lassen. Die
Abgase ins Freie leiten, wenn der Motor in einem
geschlossenen Raum gestartet werden muss.
Starten des Motors
Für eine Beschreibung der Bedienungselemente die
OEM-Betriebsanleitung heranziehen. Das
nachfolgend beschriebene Verfahren zum Starten
des Motors anwenden.
1. Getriebe auf NEUTRAL schalten. Die
Schwungradkupplung lösen, damit der Motor
schneller startet und die Batterie geschont wird.
2. Zündschalter auf EIN drehen.
Beim Einschalten mit dem Schlüssel leuchten alle
Warnleuchten einige Sekunden lang, um die
Stromkreise zu prüfen. Wenn eine der Leuchten
nicht leuchtet, die Glühlampe kontrollieren und bei
Bedarf ersetzen.
HINWEIS
Den Startermotor nicht betätigen, während sich das
Schwungrad dreht. Den Motor nicht starten, wenn er
belastet ist.
Wenn der Motor nicht innerhalb von 30 Sekunden anspringt, den Startschalter oder -knopf freigeben und
zwei Minuten lang warten, damit sich der Startermotor
vor einem erneuten Startversuch abkühlen kann.
3. Auf den Startknopf drücken oder den Zündschalter
in die Position START drehen, um den Motor
durchzudrehen.
Die Drosselklappe nicht drücken oder gedrückt
halten, während der Motor durchgedreht wird. Das
System liefert automatisch die zum Starten des
Motors erforderliche richtige Kraftstoffmenge.
4. Wenn der Motor nicht innerhalb von 30 Sekunden
startet, den Startknopf oder den Zündschalter
freigeben. Zwei Minuten lang warten, damit sich
der Anlassermotor abkühlen kann, bevor ein
erneuter Startversuch durchgeführt wird.
SGBU9071
49
Starten des Motors
Starten mit Überbrückungskabeln
HINWEIS
Der Öldruck muss innerhalb von 15 Sekunden nach
dem Anspringen des Motors ansteigen. Die Motordrehzahl erst dann erhöhen, wenn normaler Öldruck
angezeigt wird. Wenn innerhalb von 15 Sekunden
kein Öldruck im Manometer angezeigt wird, den Motor NICHT weiter laufen lassen. Den Motor ABSTELLEN, die Ursache feststellen und beheben.
Schwierigkeiten mit dem
Kabelstrang
5. Den Motor etwa drei Minuten lang im Leerlauf
laufen lassen. Den Motor im Leerlauf laufen
lassen, bis die Wassertemperaturanzeige
anzusteigen beginnt. Alle Instrumente während der
Aufwärmzeit kontrollieren.
[German] Anmerkung: Die Anzeigen in der
Instrumententafel für Öldrücke und Kraftstoffdrücke
müssen sich im normalen Bereich befinden. Mit
“WARNLEUCHTEN” ausgestattete Motoren haben
keinen Betriebsbereich. Die “WARN- und
DIAGNOSELEUCHTE” (wenn vorhanden) blinkt,
während der Motor durchdreht. Die Leuchte muss
erlöschen, wenn der erforderliche Motoröl- oder
Kraftstoffdruck erreicht wird. Den Motor erst belasten
und die Drehzahl erst erhöhen, wenn die
Öldruckanzeige mindestens normalen Druck anzeigt.
Motor auf Leckagen bzw. ungewöhnliche Geräusche
kontrollieren.
Wenn der Motor mit geringer Last betrieben wird,
erreicht er die normale Betriebstemperatur schneller,
als wenn er ohne Last im Leerlauf läuft. Wenn der
Motor bei tiefen Temperaturen im Leerlauf betrieben
wird, die Motordrehzahl auf etwa 1000 bis 1200/min
erhöhen, um die Motortemperatur zu erhöhen. Die
empfohlene Drehzahl nicht überschreiten, um das
Aufwärmen zu beschleunigen. Die unnötige
Leerlaufzeit auf zehn Minuten beschränken.
Schwierigkeiten beim Starten
Gelegentliche Schwierigkeiten beim Starten können
durch Folgendes verursacht werden:
Abbildung 34
g01248812
Anschluss J2/P2 des Motorsteuergeräts
Feststellen, wo sich das Motorsteuergerät befindet.
Den Anschluss auf festen und sicheren Sitz
kontrollieren. Leicht an jedem Kabel des
Fahrzeugrahmen-Kabelstrangs ziehen.
1. An jedem Kabel mit einer Kraft von etwa 4,5 kg
(10 lb) ziehen. Das Kabel darf dadurch nicht aus
dem Anschluss herausgezogen werden.
2. Wenn ein Kabel locker ist, das Kabel in den
Anschluss zurückschieben. Erneut am Kabel
ziehen, um sicherzustellen, dass es gut sitzt.
3. Motor starten. Wenn der Motor nicht anspringt, auf
Diagnosecodes prüfen und den Perkins -Händler
kontaktieren.
• schwache Batterieladung
i06239842
• Mangel an Kraftstoff
• Schwierigkeiten mit dem Kabelstrang
Wenn der Motor den vorhandenen Kraftstoff völlig
aufgebraucht hat, den Kraftstofftank füllen und das
Kraftstoffsystem entlüften. Siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem - entlüften” im
Abschnitt "Wartung".
Wenn andere Schwierigkeiten vermutet werden, das
entsprechende Verfahren anwenden, um den Motor
zu starten.
Starten mit
Überbrückungskabeln
(Dieses Verfahren nicht in
explosionsgefährdeter
Umgebung anwenden.)
50
SGBU9071
Starten des Motors
Nach dem Starten des Motors
1. Startschalter des Motors auf AUS drehen. Alle
Zubehörteile des Motors abstellen.
Das Anschließen der Batteriekabel an eine Batterie und das Abtrennen dieser Kabel kann unter
Umständen zu einer Explosion mit möglicher Gefahr für Leib und Leben führen. Auch das Anschließen
und
das
Abtrennen
anderer
elektrischer Einrichtungen kann unter Umständen
eine Explosion mit möglicher Gefahr für Leib und
Leben auslösen. Daher sind sowohl die Batteriekabel als auch andere elektrische Einrichtungen
in explosionsgeschützter Atmosphäre anzuschließen und abzutrennen.
Ein falscher Anschluss der Überbrückungskabel
kann Explosionen hervorrufen und zu Verletzungen führen.
Funkenbildung in der Nähe von Batterien vermeiden. Durch Funken können Dämpfe explodieren.
Die Kabelenden dürfen einander oder den Motor
nicht berühren.
[German] Anmerkung: Nach Möglichkeit zuerst die
Ursache für das Startversagen feststellen. Weitere
Informationen finden sich in Fehlersuche, “Engine
Will Not Crank and Engine Cranks But Will Not Start”
("Motor dreht nicht durch" und "Motor dreht durch,
springt aber nicht an"). Erforderliche Reparaturen
durchführen. Springt der Motor nur wegen des
Batteriezustandes nicht an, entweder die Batterie
aufladen oder den Motor mit Starthilfekabeln und
einer anderen Batterie starten.
Der Batteriezustand kann nach ABSTELLEN des
Motors nachgeprüft werden.
HINWEIS
Die Spannung der externen Stromquelle muß der des
elektrischen Startermotors entsprechen. Zum Starten
mit einer externen Stromquelle NUR eine Stromquelle
mit gleicher Spannung benutzen. Durch höhere
Spannung wird die elektrische Anlage beschädigt.
Batteriekabel nicht verkehrt anschließen. Der Drehstromgenerator kann beschädigt werden. Massekabel
zuletzt anschließen und später zuerst abnehmen.
Alle elektrischen Verbraucher AUSSCHALTEN, bevor
die Überbrückungskabel angeschlossen werden.
Sicherstellen, dass der elektrische Hauptschalter sich
in der Stellung AUS befindet, bevor die Überbrükkungskabel an den zu startenden Motor angeschlossen werden.
2. Ein positives Ende des Starthilfekabels an den
positiven Pol der entladenen Batterie anschließen.
Das andere positive Ende des Starthilfekabels an
den positiven Pol der äußeren Stromquelle
anschließen.
3. Ein negatives Ende des Starthilfekabels an den
negativen Pol der äußeren Stromquelle
anschließen. Das andere negative Ende des
Starthilfekabels am Motorblock oder an
Fahrgestellmasse anschließen. Dadurch wird
verhindert, dass die von einigen Batterien
entwickelten brennbaren Gase durch Funken
entzündet werden.
[German] Anmerkung: Vor dem Betätigen des
Anlassermotors muss das Motorsteuergerät
eingeschaltet werden. Andernfalls können
Beschädigungen verursacht werden.
4. Den Motor im normalen Betriebsmodus starten.
Siehe dieses Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Starten des Motors”.
5. Sofort nach dem Anspringen des Motors die
Starthilfekabel in umgekehrter Reihenfolge
trennen.
Nach einem Fremdstart werden stark entladene
Batterien unter Umständen nicht völlig durch den
Drehstromgenerator aufgeladen. Die Batterien
müssen nach dem Abstellen des Motors ersetzt oder
mit einem Ladegerät auf ordnungsgemäße Spannung
aufgeladen werden. Viele Batterien, die als
unbrauchbar betrachtet werden, können wieder
aufgeladen werden. Siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Batterie - ersetzen” und
Handbuch Prüfen und Einstellen, “Batterie - testen”.
i05476216
Nach dem Starten des Motors
[German] Anmerkung: Bei
Umgebungstemperaturen zwischen 0 und 60 °C
(32 und 140 °F) beträgt die Aufwärmzeit etwa 3
Minuten. Bei Temperaturen unter 0 °C (32 °F) kann
eine längere Aufwärmzeit notwendig sein.
Während der Motor zum Aufwärmen im Leerlauf läuft,
folgende Kontrollen vornehmen:
SGBU9071
51
Starten des Motors
Nach dem Starten des Motors
• Auf austretende Flüssigkeiten und Luft bei
Leerlaufdrehzahl und Halbgas (ohne
Motorbelastung) achten, bevor der Motor unter
Last betrieben wird. Bei manchen Anwendungen
ist ein Betrieb des Motors bei Leerlaufdrehzahl
oder bei Halbgas ohne Motorbelastung nicht
möglich.
• Den Motor im Leerlauf laufen lassen, bis alle
Systeme Betriebstemperatur erreichen. Alle
Instrumente während der Aufwärmzeit
kontrollieren.
[German] Anmerkung: Alle Instrumente während
des Motorbetriebs regelmäßig ablesen und die Daten
aufzeichnen. Durch den Datenvergleich über einen
längeren Zeitraum können für jedes Instrument die
üblichen Anzeigewerte bestimmt werden. Ein
Vergleich dieser Werte über einen längeren Zeitraum
kann auf ungewöhnliche Betriebsentwicklungen
hinweisen. Wesentliche Veränderungen zwischen
Erfahrungswerten und den tatsächlichen Anzeigen
bedürfen einer genaueren Untersuchung.
Längerer Leerlauf bei tiefen
Umgebungstemperaturen
Der Motor kann die Drehzahl automatisch ändern,
wenn der Motor bei tiefen Umgebungstemperaturen
(üblicherweise unter 0 °C (32 °F)) längere Zeit im
Leerlauf läuft. Der Zweck der automatischen
Drehzahländerung ist ein dreifacher:
Aufrechterhaltung des erwünschten Betriebs des
Systems zur NOx-Begrenzung, Aufrechterhaltung
des erwünschten Betriebs des Regeneriersystems
and Warmhalten des Motorkühlmittels. Die
Motordrehzahl kann sich bis zu 20 Minuten lang auf
1600/min erhöhen.
Bei längerem Leerlauf kann die Leuchte "Hohe
Abgassystemtemperatur" aufleuchten. Dieses
Aufleuchten signalisiert, dass eine Regenerierung
des Dieselpartikelfilters im Gange ist.
Regenerierungen während des längeren Leerlaufs
bei tiefen Umgebungstemperaturen dauern
höchstens 10 Minuten.
52
Motorbetrieb
Motorbetrieb
SGBU9071
Motorbetrieb
Motorbetrieb und das
Nachbehandlungssystem
i06281738
Motorbetrieb
Die Einhaltung der Betriebsvorschriften und
sachgemäß durchgeführte Wartungen sind die
Grundlagen für maximal wirtschaftlichen und
dauerhaften Betrieb des Motors. Wenn die
Anweisungen im Betriebs- und Wartungshandbuch
befolgt werden, können die Kosten minimiert und
eine maximale Nutzungsdauer des Motors erreicht
werden.
Die zum Erreichen der normalen
Motorbetriebstemperatur erforderliche Zeit ist
möglicherweise kürzer als die Zeit, die für die
Sichtprüfung des Motors notwendig ist.
Nach dem Starten und nach dem Erreichen der
Betriebstemperatur kann der Motor mit Nenndrehzahl
betrieben werden. Der Motor erreicht bei niedriger
Drehzahl und Last die normale Betriebstemperatur
eher. Dieses Verfahren ist effizienter als der Betrieb
des Motors mit niedriger Drehzahl ohne Last. Der
Motor muss seine Betriebstemperatur innerhalb
weniger Minuten erreichen.
Zu langen Betrieb im Leerlauf vermeiden. Ein zu
langer Betrieb im Leerlauf verursacht
Kohleablagerungen, Öl- und Kraftstoffübertrag des
Motors and Rußlast im Dieselpartikelfilter (DPF).
Diese Erscheinungen gefährden den Motor.
Alle Instrumente während des Motorbetriebs
regelmäßig ablesen und die Daten aufzeichnen.
Durch den Datenvergleich über einen längeren
Zeitraum können für jedes Instrument die üblichen
Anzeigewerte bestimmt werden. Ein Vergleich dieser
Werte über einen längeren Zeitraum kann auf
ungewöhnliche Betriebsentwicklungen hinweisen.
Wesentliche Veränderungen zwischen
Erfahrungswerten und den tatsächlichen Anzeigen
bedürfen einer genaueren Untersuchung.
Die Abgase und Kohlenwasserstoffpartikel vom
Motor passieren zuerst den DieselOxidationskatalysator (DOC, Diesel Oxidation
Catalyst). Dabei werden einige der Gase und
Substanzen oxidiert. Anschließend strömen die Gase
durch den Dieselpartikelfilter (DPF). Der DPF fängt
den Ruß und die Asche auf, die bei der Verbrennung
im Motor erzeugt werden. Bei der Regenerierung wird
der Ruß in ein Gas umgewandelt und die Asche
bleibt im DPF. Schließlich strömen die Gase durch die
selektive katalytische Reduktion (SCR, Selective
Catalytic Reduction). Bevor die Gase durch die SCR
strömen, wird Dieselabgasfluid (DEF, Diesel Exhaust
Fluid) in den Gasstrom eingespritzt. Die DEF wird
vom Pumpensteuergerät (PEU, Pump Electronic
Unit) gesteuert. Die Mischung aus DEF und Abgas
strömt durch die SCR, wobei das NOx in den
Abgasemissionen verringert wird.
Die Motorsoftware steuert die DEF-Menge, die
erforderlich ist, damit die Abgasemissionen konform
bleiben.
Diese Ausführung des DPF benötigt ein
Wartungsintervall. Für weitere Informationen siehe
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Wartungsintervalle”. Wenn die
Wartungsanforderungen eingehalten werden,
entspricht die ordnungsgemäße Funktion des DPF
erwartungsgemäß der Nutzungsdauer des Motors
(Haltbarkeit des Abgassystems), wie durch die
entsprechende Bestimmung definiert.
i04116135
Einschalten der angetriebenen
Ausrüstung
1. Den Motor möglichst mit halber Nenndrehzahl
laufen lassen.
2. Angetriebene Verbraucher möglichst ohne Last
betätigen.
Unterbrochene Startvorgänge haben eine
übermäßige Beanspruchung des Antriebsstrangs
zur Folge. Durch unterbrochene Startvorgänge
wird auch Kraftstoff vergeudet. Um angetriebene
Verbraucher in Bewegung zu setzen, die Kupplung
weich und ohne Belastung betätigen. Diese
Methode ermöglicht einen weichen und
reibungslosen Start. Die Motordrehzahl sollte nicht
erhöht werden, und die Kupplung sollte nicht
rutschen.
3. Stellen Sie sicher, dass die Anzeigen im
Normalbereich anzeigen, wenn der Motor mit
halber Nenndrehzahl läuft. Darauf achten, dass
alle Anzeigen ordnungsgemäß funktionieren.
SGBU9071
53
Motorbetrieb
Kraftstoff-Sparmaßnahmen
4. Die Motordrehzahl auf Nenndrehzahl erhöhen. Die
Drehzahl immer auf Nenndrehzahl erhöhen, bevor
der Motor belastet wird.
5. Den Motor belasten. Den Motor zu Beginn mit
geringer Last laufen lassen. Die Anzeigen und
Verbraucher auf ordnungsgemäßen Betrieb
kontrollieren. Nachdem normaler Öldruck erreicht
ist und die Temperaturanzeige anzusteigen
beginnt, kann der Motor unter Volllast betrieben
werden. Anzeigen und Verbraucher häufig
kontrollieren, wenn der Motor unter Last betrieben
wird.
Längerer Betrieb des Motors im Leerlauf oder mit
verringerter Last kann zu höherem Ölverbrauch
und zu verstärkten Kohlerückständen in den
Zylindern führen. Diese Kohlerückstände können
Leistungsverlust bzw. schwache Leistung
hervorrufen.
i04190950
Kraftstoff-Sparmaßnahmen
Der Wirkungsgrad des Motors kann den
Kraftstoffverbrauch beeinflussen. Konstruktion und
Fabrikationstechnik von Perkins sorgen für
bestmögliche Kraftstoffnutzung bei allen Einsätzen.
Die empfohlenen Verfahren anwenden, damit der
Motor während seiner gesamten Nutzungsdauer
optimale Leistung erreicht.
• Vermeiden, dass Kraftstoff verschüttet wird.
Kraftstoff dehnt sich aus, wenn er sich erwärmt. Der
Kraftstofftank kann überfließen. Die
Kraftstoffleitungen auf Leckagen kontrollieren. Die
Kraftstoffleitungen bei Bedarf reparieren.
• Daran denken, dass die Kraftstoffe
unterschiedliche Eigenschaften haben können.
Nur die empfohlenen Kraftstoffe verwenden.
Weitere Informationen sind dem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffempfehlungen” zu
entnehmen.
• Den Motor nicht unnötig im Leerlauf laufen lassen.
Den Motor abstellen, anstatt ihn über längere Zeit im
Leerlauf laufen zu lassen.
• Die Wartungsanzeige häufig kontrollieren. Die
Luftfilterelemente sauber halten.
• Sicherstellen, dass der Turbolader
ordnungsgemäß funktioniert. Siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Turbolader – kontrollieren”
• Die elektrische Anlage in gutem Zustand halten.
Bei nur einer defekten Batteriezelle wird der
Drehstromgenerator überlastet. Dadurch wird unnötig
Leistung und zu viel Kraftstoff verbraucht.
• Der Keilriemen muss sich in gutem Zustand
befinden. Weitere Informationen sind
Systembetrieb, Prüfungen und Einstellungen, “VBelt Test” zu entnehmen.
• Sicherstellen, dass alle Schlauchverbindungen
fest sitzen. Die Anschlüsse dürfen keine Leckagen
aufweisen.
• Sicherstellen, dass sich die angetriebenen
Bauteile in einwandfreiem Zustand befinden.
• Kalte Motoren verbrauchen übermäßig viel
Kraftstoff. Nach Möglichkeit die Wärmeenergie des
Mantelkühlwassersystems und des Abgassystems
nutzen. Die Bauteile des Kühlsystems sauber und
in einwandfreiem Zustand halten. Den Motor nie
ohne Wassertemperaturregler betreiben. Alle
diese Maßnahmen tragen dazu bei, die
Betriebstemperatur aufrechtzuerhalten.
54
SGBU9071
Nachbehandlungsbetrieb
Dieselpartikelfilter – Regenerierung
Nachbehandlungsbetrieb
Warnanzeigen des
Regenerierungssystems
i06281749
Dieselpartikelfilter –
Regenerierung
Regenerierung
Das Turbolader-Umgehungsventil verbindet den
Lufteinlass zum Turbolader und den
Ladedruckauslass des Turboladers. Das
Turboladerkompressor-Umgehungsventil wird nach
Bedarf aktiviert, um die Abgastemperaturen für die
Regenerierung des Nachbehandlungssystems zu
erhöhen. Die Regenerierung umfasst die
Umwandlung von Ruß im Dieselpartikelfilter (DPF) in
Gas, den Abbau von Schwefel im System für
selektive katalytische Reduktion (SCR, Selective
Catalytic Reduction) und den Abbau von Kristallen im
Injektor für Dieselabgasfllüssigkeit (DEF, Diesel
Exhaust Fluid).
Regenerierungsanzeigen
Regenerierung aktiv – Diese Anzeige
leuchtet, wenn eine Regenerierung aktiv
ist und die Abgastemperaturen erhöht
sind.
DPF – Diese Anzeige leuchtet, um
anzuzeigen, dass eine Regenerierung
erforderlich ist.
Regenerierungsauslöser
Es gibt vier Methoden zum Starten einer
Regenerierung:
Abbildung 35
g02117258
Die DPF-Anzeige leuchtet durchgehend, wenn eine
Regenerierung erforderlich ist. Eine Regenerierung
sollte so bald wie möglich erfolgen.
[German] Anmerkung: In einigen Fällen leuchtet die
DPF-Anzeige weiter, nachdem eine Regenerierung
beendet ist. Die leuchtende DPF-Anzeige zeigt an,
dass keine vollständige Regenerierung durchgeführt
wurde. Eine Regenerierung ist abgeschlossen, wenn
der Ruß vollständig entfernt wurde oder alle Kriterien
für einen der anderen Regenerierungstypen erfüllt
sind. Wenn die DPF-Anzeige weiterhin leuchtet, eine
unterbrechungsfreie Regenerierung durchführen. Die
DPF-Anzeige wird ausgeschaltet, wenn eine
Regenerierung abgeschlossen ist.
Wenn der Prozentsatz an Ruß oder Sulfat den
Schwellenwert übersteigt, ist eine Regenerierung
erforderlich, und die DPF-Anzeige leuchtet auf. Wird
die Maschine weiter ohne Regenerierung betrieben,
erfolgt schließlich eine Motordrosselung. Um
Drosselungen und weiterer Probleme zu vermeiden,
muss die Maschine unter Last betrieben werden,
damit die Abgastemperatur hoch genug für das
Regenerierungssystem ansteigen kann. Ein aktiver
Fehler kann verhindern, dass der Motor hohe
Abgastemperaturen erreicht. Den Fehler vor dem
Fortfahren ermitteln und beheben.
Ruß: Der DPF fängt vom Motor produzierten Ruß
auf. Eine automatische Regenerierung wird zum
Verringern des Rußstands aktiv.
Kristallabbau: Eine Regenerierung ist erforderlich,
um die Kristalle zu entfernen, die sich bei einer
Heißabschaltung und/oder bei längerem Betrieb mit
niedrigen Umgebungstemperaturen im DEF-Injektor
bilden.
HC-Verdunstung: Eine Regenerierung ist
erforderlich, um den Kohlenwasserstoff zu
verdunsten, der sich beim Betrieb mit niedrigen
Abgastemperaturen im DPF ansammelt. Die
Ausführung von HC-Verdunstungs -Regenerierungen
schützt den DPF gegen hitzebedingte Fehler.
Entschwefelungs-Regenerierung: Eine
Regenerierung ist erforderlich, um den SCRKatalysator frei von Schwefel und den DEF-Injektor
sowie das Mischrohr frei von DEF-Ablagerungen zu
halten.
Abbildung 36
g03679876
Wenn der angesammelte Ruß oder Schwefel einen
kritischen Schwellenwert erreicht, leuchten die DPFAnzeige und die rote STOP-Leuchte durchgehend.
Regenerierungen können gesperrt sein und deren
Ausführung durch einen autorisierten Perkins
-Vertriebshändler mithilfe eines Service-Werkzeugs
erforderlich sein.
55
SGBU9071
Nachbehandlungsbetrieb
Warnsystem der selektiven katalytischen Reduktion
i06281743
Warnsystem der selektiven
katalytischen Reduktion
Das System zur selektiven katalytischen Reduktion
(SCR, Selective Catalytic Reduction) dient der
Verringerung der NOx-Emissionen des Motors.
Dieselabgasfluid (DEF, Diesel Exhaust Fluid) wird
aus dem DEF-Tank gepumpt und in den Abgasstrom
gesprüht. Das DEF reagiert mit dem SCR-Katalysator
und reduziert NOx zu Stickstoff- und Wasserdampf.
Das Abgasrückführungssystem (EGR, Exhaust Gas
Recirculation) kühlt und misst Abgas und führt es
wieder dem Ansaugkrümmer zu, um die NOxReduzierung zu unterstützten.
HINWEIS
Wenn der Motor unmittelbar nach dem Betrieb unter
Last abgestellt wird, können SCR-Komponenten
überhitzen.
Unter Betriebs- und Wartungshandbuch, “Abstellen
des Motors” ist das Verfahren zum Abkühlen des Motors beschrieben, mit dem übermäßige Temperaturen
im Turboladergehäuse und im DEF-Injektor verhindert werden.
HINWEIS
Nach dem Abstellen des Motors mindestens 2 Minuten lang warten, bevor der Batteriehauptschalter in
die Stellung AUS gedreht wird. Wenn die Batterie zu
schnell getrennt wird, werden die DEF-Leitungen
nach dem Abstellen des Motors nicht gespült.
Definitionen
Die folgenden Definitionen beachten.
Selbst behoben – Der Fehlerzustand besteht nicht
mehr. Ein aktiver Fehlercode ist nicht mehr aktiv.
Fehlercode stets einen zugehörigen Fehlercode auf.
Der zugehörige Fehlercode ist der Ursprung. Der
Eskalationszeit-Aufforderungs-Fehlercode ist
lediglich ein Hinweis darauf, in welcher
Aufforderungsstufe der Motor sich befindet und wie
viel Zeit bis zur nächsten Aufforderungsstufe
verbleibt. Es gibt drei Aufforderungsstufen (zwei für
die Europäische Union), die einen EskalationszeitAufforderungs-Fehlercode auslösen.
[German] Anmerkung: Die zugehörigen Codes für
die einzelnen Eskalationszeit-Kategorien finden sich
unter "SCR Warning System Problem" in der
Fehlersuchanleitung.
Erstes Auftreten – Ein EskalationszeitAufforderungs-Fehlercode wird zum ersten Mal aktiv.
Wiederholtes Auftreten – Ein EskalationszeitAufforderungs-Fehlercode wird innerhalb von 40
Stunden nach dem ersten Auftreten erneut aktiv. Der
Motor muss 40 Stunden lang ohne Auslösen eines
Eskalationszeit-Aufforderungs-Fehlers betrieben
werden, bevor er wieder auf erstes Auftreten
zurückkehren kann.
Sicherer-Hafen-Modus (weltweit) – Der SichererHafen-Modus ist ein Motorbetriebszeitraum von
20Minuten, in dem der Motor nach Erreichen einer
Aufforderung der Stufe3 mit voller Leistung betrieben
werden kann. In der Aufforderung Stufe 3 kann der
Fahrer einen Schlüsselzyklus durchführen und der
Motor wechselt in den Sicherer-Hafen-Modus. Der
Sicherer-Hafen-Modus kann nur einmal ausgeführt
werden. Der Sicherer-Hafen-Modus ist für -Für DEFStand-Aufforderungen mit der Konfiguration
"Weltweit" nicht zulässig.
Sicherer-Hafen-Modus (Europäische Union) – Der
Sicherer-Hafen-Modus ist ein Motorbetriebszeitraum
von 30Minuten, in dem der Motor nach Erreichen
einer Aufforderung der Stufe3 mit voller Leistung
betrieben werden kann. In der Aufforderung Stufe 3
kann der Fahrer einen Schlüsselzyklus durchführen
und der Motor wechselt in den Sicherer-HafenModus. Der Sicherer-Hafen-Modus kann nur bis zu
3Mal ausgeführt werden.
Benachrichtigung – Vom System durchgeführt
Maßnahme, mit der der Fahrer auf eine ausstehende
Aufforderung hingewiesen wird.
Aufforderung – Motordrosselungen,
Maschinengeschwindigkeitsbegrenzungen oder
andere Aktionen, mit denen der Fahrer zum
Reparieren oder Warten des
Emissionsbegrenzungssystems aufgefordert wird.
Aufforderungsstufen – Die Aufforderungen sind in
Kategorien aufgeteilt. Für den DEF-Stand gibt es
separate Aufforderungs-Fehlercodes, die nicht mit
den anderen Aufforderungskategorien
übereinstimmen. Hängen die DEF-StandAufforderungen lediglich vom DEF-Stand ab, hängen
die anderen Aufforderungskategorien von der
Eskalationszeit ab. Die EskalationszeitAufforderungen weisen zum Aufforderungs-
Abbildung 37
Normaler DEF-Stand
g03676102
56
Nachbehandlungsbetrieb
Warnsystem der selektiven katalytischen Reduktion
SGBU9071
Aufforderungsstrategie für den
DEF-Stand (Europäische Union)
Abbildung 40
g03676123
Reduced Performance (Verringerte Leistung)
Abbildung 38
g03676107
Wenn der DEF-Stand unter 20 % fällt, leuchtet eine
gelbe Anzeigeleuchte neben dem DEFStandsanzeiger auf der Instrumententafel. Um
weitere Aufforderungen zu vermeiden, den
Zündschlüssel in die Stellung AUS bewegen und den
DEF-Tank mit Dieselabgasflüssigkeit (Diesel Exhaust
Fluid, DEF) befüllen.
Wenn das ECM für "verringerte Leistung" konfiguriert
ist und der DEF-Stand 1% unterschreitet, erfolgt eine
Aufforderung der Stufe2 für den Motor. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten auf und blinken
langsam. Die gelbe Leuchte des DEF-StandAnzeigers leuchtet weiterhin. Die Motorleistung wird
um 50% gedrosselt. Wenn der DEF-Tank kein DEF
mehr enthält, wird die Motorleistung um 100%
gedrosselt und auf 1000/min oder die untere
Leerlaufdrehzahl begrenzt; es gilt der größere Wert.
Für die Konfiguration für "verringerte Leistung"
erfolgen keine weiteren Aufforderungen. Der
Sicherer-Hafen-Modus ist für 3Schlüsselzyklen
zulässig.
Reduced Time (Verringerte Zeit)
Abbildung 39
g03676111
Wenn das ECM für “verringerte Zeit” konfiguriert ist
und der DEF-Stand 7,5% unterschreitet, erfolgt eine
Aufforderung der Stufe2 für den Motor. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten auf und blinken
langsam. Die gelbe Leuchte des DEF-StandAnzeigers leuchtet weiterhin.
Wenn der DEF-Stand weniger als 13,5 % beträgt,
erfolgt ein Aufforderungsereignis der Stufe 1. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten. Die gelbe Anzeige
neben dem DEF-Standsanzeiger auf der
Instrumententafel leuchtet weiterhin auf.
Abbildung 41
Reduced Time (Verringerte Zeit)
g03676127
57
SGBU9071
Nachbehandlungsbetrieb
Warnsystem der selektiven katalytischen Reduktion
Wenn das ECM für “verringerte Zeit” konfiguriert ist
und der DEF-Stand 0% beträgt, erfolgt eine
Aufforderung der Stufe3 für den Motor. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten auf und blinken
schnell. Eine rote Stoppleuchte leuchtet
durchgehend. Die gelbe Leuchte des DEF-StandAnzeigers leuchtet weiterhin. Die Motorleistung wird
um 100% gedrosselt und auf 1000/min oder die
untere Leerlaufdrehzahl begrenzt; es gilt der größere
Wert. Wenn die letzte Aufforderungsmaßnahme im
ET auf “Drosselung auf Leerlaufdrehzahl” eingestellt
ist, läuft der Motor weiterhin bei gedrosseltem
Zustand im Leerlauf. Wenn sie auf “Abschalten”
eingestellt ist, wird der Motor nach 5Minuten
abgeschaltet. Der Sicherer-Hafen-Modus ist für
3Schlüsselzyklen zulässig. Nach Beenden des
Sicherer-Hafen-Modus kehrt der Motor in den
Leerlauf zurück oder wird abgeschaltet. In der
Abschalteinstellung kann der Motor erneut
angelassen werden, läuft jedoch nur 5Minuten lang in
gedrosseltem Zustand, bevor er wieder abgeschaltet
wird. Diese Maßnahme dauert an, bis das Problem
behoben ist.
[German] Anmerkung: Um weitere Aufforderungen
zu vermeiden, den Zündschlüssel in die Stellung AUS
bewegen und den DEF-Tank mit
Dieselabgasflüssigkeit (Diesel Exhaust Fluid, DEF)
befüllen, um die Aufforderung DEF-Pegel
zurückzusetzen.
Aufforderungsstrategie für
Eskalationszeit-AufforderungsFehler (Europäische Union)
Abbildung 42
g03677836
Reduced Performance (Verringerte Leistung)
Die Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten, wenn ein einer
Aufforderung der Stufe 1 zugehöriger Fehler auftritt.
Es gibt zwei Aufforderungskategorien. Wenn die
Aufforderung aus einem Fehler der Kategorie 1
hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der Stufe 1 für
eine Dauer von 36 Stunden. Wenn die Aufforderung
aus einem Fehler der Kategorie 2 hervorgeht, erfolgt
eine Aufforderung der Stufe 1 für eine Dauer von 10
Stunden. Fehler der Stufe 1 treten nicht wiederholt
auf.
Reduced Time (Verringerte Zeit)
Die Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten, wenn ein einer
Aufforderung der Stufe 1 zugehöriger Fehler auftritt.
Es gibt zwei Aufforderungskategorien. Wenn die
Aufforderung aus einem Fehler der Kategorie 1
hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der Stufe 1 für
eine Dauer von 18 Stunden. Wenn die Aufforderung
aus einem Fehler der Kategorie 2 hervorgeht, erfolgt
eine Aufforderung der Stufe 1 für eine Dauer von 5
Stunden. Fehler der Stufe 1 treten nicht wiederholt
auf.
Abbildung 43
g03676138
Reduced Performance (Verringerte Leistung)
Wenn der Fehlerzustand über die gesamte Dauer der
Aufforderung der Stufe 1 anhält, wechselt die
Strategie zur Aufforderung der Stufe 2. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten auf und blinken
langsam. Wenn die Aufforderung aus einem Fehler
der Kategorie 1 hervorgeht, erfolgt beim ersten
Auftreten eine Aufforderung der Stufe 2 für eine
Dauer von 64 Stunden. Bei wiederholtem Auftreten
tritt ein Fehler der Kategorie 2 für eine Aufforderung
der Stufe 1 für eine Dauer von fünf Stunden auf.
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 2 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 2 für eine Dauer von 10 Stunden. Bei
wiederholtem Auftreten tritt ein Fehler der Kategorie 2
für eine Aufforderung der Stufe 2 für eine Dauer von
zwei Stunden auf.
Die Motorleistung wird um 50% gedrosselt. Wenn der
Fehler vor Ablauf des Aufforderungszeitraums nicht
behoben ist, wird der Motor um 100% gedrosselt und
auf 1000/min oder die untere Leerlaufdrehzahl
begrenzt; es gilt der größere Wert. Für die
Konfiguration “Reduced Performance (Verringerte
Leistung)” erfolgen keine weiteren Aufforderungen.
Der Sicherer-Hafen-Modus ist für 3Schlüsselzyklen
zulässig.
Reduced Time (Verringerte Zeit)
Wenn der Fehlerzustand über die gesamte Dauer der
Aufforderung der Stufe 1 anhält, wechselt die
Strategie zur Aufforderung der Stufe 2. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten auf und blinken
langsam. Wenn die Aufforderung aus einem Fehler
der Kategorie 1 hervorgeht, erfolgt beim ersten
Auftreten eine Aufforderung der Stufe 2 für eine
Dauer von 18 Stunden. Bei wiederholtem Auftreten
tritt ein Fehler der Kategorie 1 für eine Aufforderung
der Stufe 2 für eine Dauer von 108 Minuten auf.
58
Nachbehandlungsbetrieb
Warnsystem der selektiven katalytischen Reduktion
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 2 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 2 für eine Dauer von 5 Stunden. Bei
wiederholtem Auftreten tritt ein Fehler der Kategorie 2
für eine Aufforderung der Stufe 2 für eine Dauer von
einer Stunde auf.
Abbildung 44
SGBU9071
Aufforderungsstrategie für den
DEF-Stand (weltweit)
g03676141
Reduced Time (Verringerte Zeit)
Wenn die Konfiguration für “verringerte Zeit”
eingestellt ist und der Fehlerzustand über die
gesamte Dauer der Aufforderung der Stufe2 anhält,
wechselt die Strategie zur Aufforderung der Stufe3.
Eine Aufforderung der Stufe 3 weist für alle
Kategorien die gleichen Maßnahmen auf. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen blinken schnell. Eine rote
Stoppleuchte leuchtet ebenfalls durchgehend. Die
Motorleistung wird um 100% gedrosselt und auf
1000/min oder die untere Leerlaufdrehzahl begrenzt;
es gilt der größere Wert. Wenn die letzte
Aufforderungsmaßnahme im ET auf “Drosselung der
Leerlaufdrehzahl” eingestellt ist, läuft der Motor
weiterhin im Leerlauf unter gedrosselten
Bedingungen. Wenn sie auf “Abschalten” eingestellt
ist, wird der Motor nach 5Minuten abgeschaltet. Ein
Schlüsselzyklus ermöglicht den Start des SichererHafen-Modus. Der Sicherer-Hafen-Modus ist bis zu
3Mal zulässig. Nach Beenden des Sicherer-HafenModus erfolgt eine letzte Aufforderung der Stufe3 für
den Motor. In der Einstellung “Abschalten” kann der
Motor erneut angelassen werden, läuft jedoch nur
5Minuten lang in gedrosseltem Zustand, bevor er
wieder abgeschaltet wird. Diese Maßnahme dauert
an, bis das Problem behoben ist.
[German] Anmerkung: Wenn ein Fehler auftritt, den
Perkins -Händler bezüglich der Reparatur
kontaktieren.
Abbildung 45
g03676164
Wenn der DEF-Stand unter 20 % fällt, leuchtet eine
gelbe Anzeigeleuchte neben dem DEFStandsanzeiger auf der Instrumententafel. Um
Aufforderungen zu verhindern, den Schlüssel in die
Stellung OFF (Aus) drehen und DEF in den DEFTank nachfüllen.
Abbildung 46
g03676169
Wenn der DEF-Stand weniger als 13,5 % beträgt,
erfolgt ein Aufforderungsereignis der Stufe 1. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten. Die gelbe Anzeige
neben dem DEF-Standsanzeiger auf der
Instrumententafel leuchtet weiterhin auf.
SGBU9071
59
Nachbehandlungsbetrieb
Warnsystem der selektiven katalytischen Reduktion
[German] Anmerkung: Um weitere Aufforderungen
zu vermeiden, den Zündschlüssel in die Stellung AUS
bewegen und den DEF-Tank mit
Dieselabgasflüssigkeit (Diesel Exhaust Fluid, DEF)
befüllen, um die Aufforderung DEF-Pegel
zurückzusetzen.
Aufforderungsstrategie für
Eskalationszeit-AufforderungsFehler (weltweit)
Abbildung 47
g03676174
Wenn der DEF-Stand weniger als 7,5 % beträgt,
erfolgt ein Aufforderungsereignis der Stufe 2. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten auf und blinken
langsam. Die gelbe Anzeige neben dem DEFStandsanzeiger auf der Instrumententafel leuchtet
weiterhin auf. Wenn das ECM für “verringerte
Leistung” konfiguriert ist und der DEF-Stand 1 %
erreicht, wird die Maschine auf 75 % Drehmoment
begrenzt.
Abbildung 49
g03676215
Reduced Performance (Verringerte Leistung)
Die Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten, wenn ein einer
Aufforderung der Stufe 1 zugehöriger Fehler auftritt.
Es gibt drei Aufforderungskategorien. Wenn die
Aufforderung aus einem Fehler der Kategorie 1
hervorgeht, erfolgt beim ersten Auftreten eine
Aufforderung der Stufe 1 für eine Dauer von 2,5
Stunden. Bei wiederholtem Auftreten tritt ein Fehler
der Kategorie 1 für eine Aufforderung der Stufe 1 für
eine Dauer von 5 Minuten auf.
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 2 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 1 für eine Dauer von 10 Stunden. Fehler der
Kategorie 2 für Aufforderungen der Stufe 1 treten
nicht wiederholt auf.
Abbildung 48
g03676210
Wenn das ECM für “verringerte Leistung”
konfiguriert ist und der DEF-Tank kein DEF mehr
enthält, erfolgt eine letzte Aufforderung der Stufe 3 für
den Motor. Wenn das ECM für “verringert Zeit”
konfiguriert ist und der DEF-Stand 3 % beträgt, erfolgt
eine letzte Aufforderung der Stufe 3 für den Motor.
Die Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen blinken schnell, und eine rote
Stoppleuchte leuchtet durchgehend. Der Motor wird
in den Leerlauf geschaltet oder abgestellt. Nach der
Abstellung kann der Motor 5 Minuten lang mit
verringerter Drehzahl und verringertem Drehmoment
neu gestartet werden. Bei Einstellung auf Leerlauf
läuft der Motor beliebig lang im Leerlauf mit
verringertem Drehmoment. Die gelbe Anzeige neben
dem DEF-Standsanzeiger auf der Instrumententafel
leuchtet weiterhin auf.
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 3 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 1 für eine Dauer von 36 Stunden. Fehler der
Kategorie 3 für Aufforderungen der Stufe 1 treten
nicht wiederholt auf.
Reduced Time (Verringerte Zeit) Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten, wenn ein einer
Aufforderung der Stufe 1 zugehöriger Fehler auftritt.
Es gibt drei Aufforderungskategorien. Wenn die
Aufforderung aus einem Fehler der Kategorie 1
hervorgeht, erfolgt beim ersten Auftreten eine
Aufforderung der Stufe 1 für eine Dauer von 2,5
Stunden. Bei wiederholtem Auftreten tritt ein Fehler
der Kategorie 1 für eine Aufforderung der Stufe 1 für
eine Dauer von 5 Minuten auf.
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 2 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 1 für eine Dauer von 5 Stunden. Fehler der
Kategorie 2 für Aufforderungen der Stufe 1 treten
nicht wiederholt auf.
60
Nachbehandlungsbetrieb
Warnsystem der selektiven katalytischen Reduktion
SGBU9071
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 3 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 1 für eine Dauer von 18 Stunden. Fehler der
Kategorie 3 für Aufforderungen der Stufe 1 treten
nicht wiederholt auf.
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 3 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 1 für eine Dauer von 18 Stunden. Fehler der
Kategorie 3 für Aufforderungen der Stufe 1 treten
nicht wiederholt auf.
Abbildung 50
Abbildung 51
g03676215
Reduced Performance (Verringerte Leistung)
Wenn ein Fehlerzustand für die gesamte Dauer einer
Aufforderung der Stufe 1 vorliegt, steigt die Strategie
auf die Aufforderungsstufe 2 an. Die
Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten und blinken langsam,
wenn ein einer Aufforderung der Stufe 2 zugehöriger
Fehler auftritt. Die Motorleistung wird um 50%
gedrosselt. Wenn die Aufforderung aus einem Fehler
der Kategorie 1 hervorgeht, erfolgt beim ersten
Auftreten eine Aufforderung der Stufe 2 für eine
Dauer von 70 Minuten. Bei wiederholtem Auftreten
tritt ein Fehler der Kategorie 1 für eine Aufforderung
der Stufe 2 für eine Dauer von 5 Minuten auf.
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 2 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 2 für eine Dauer von 10 Stunden. Bei
wiederholtem Auftreten tritt ein Fehler der Kategorie 2
für eine Aufforderung der Stufe 2 für eine Dauer von
zwei Stunden auf.
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 3 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 2 für eine Dauer von 64 Stunden. Bei
wiederholtem Auftreten tritt ein Fehler der Kategorie 2
für eine Aufforderung der Stufe 3 für eine Dauer von
fünf Stunden auf.
Reduced Time (Verringerte Zeit)
Die Motordiagnoseleuchte und die Anzeigeleuchte für
Emissionsstörungen leuchten, wenn ein einer
Aufforderung zugehöriger Fehler auftritt. Es gibt drei
Aufforderungskategorien. Wenn die Aufforderung aus
einem Fehler der Kategorie 1 hervorgeht, erfolgt beim
ersten Auftreten eine Aufforderung der Stufe 1 für
eine Dauer von 2,5 Stunden. Bei wiederholtem
Auftreten tritt ein Fehler der Kategorie 1 für eine
Aufforderung der Stufe 1 für eine Dauer von 5
Minuten auf.
Wenn die Aufforderung aus einem Fehler der
Kategorie 2 hervorgeht, erfolgt eine Aufforderung der
Stufe 1 für eine Dauer von 5 Stunden. Fehler der
Kategorie 2 für Aufforderungen der Stufe 1 treten
nicht wiederholt auf.
g03676218
Wenn der Fehlerzustand über die gesamte Dauer der
Aufforderung der Stufe 2 anhält, wechselt die
Strategie zur Aufforderung der Stufe 3. Eine
Aufforderung der Stufe 3 weist für alle Kategorien die
gleichen Maßnahmen auf. Die Motordiagnoseleuchte
und die Anzeigeleuchte für Emissionsstörungen
blinken schnell. Eine rote Stoppleuchte leuchtet
durchgehend. Die Motorleistung wird um 100%
gedrosselt und auf 1000/min oder die untere
Leerlaufdrehzahl begrenzt; es gilt der größere Wert.
Wenn die letzte Aufforderungsmaßnahme in ET auf
"Idle Down (Drosselung der Leerlaufdrehzahl)"
eingestellt ist, wird der Motor weiter im gedrosselten
Leerlauf betrieben. Bei der Einstellung "Shutdown
(Abschalten)" wird der Motor nach 5 Minuten
abgeschaltet. Ein Schlüsselzyklus ermöglicht den
Start des Sicherer-Hafen-Modus. Der SichererHafen-Modus ist nur einmal zulässig. Nach Beenden
des Sicherer-Hafen-Modus erfolgt eine letzte
Aufforderung der Stufe3 für den Motor. Bei der
Einstellung "Shutdown (Abschalten)" kann der Motor
erneut angelassen, jedoch nur 5 Minuten lang im
gedrosselten Zustand betrieben werden, bevor er
wieder abgeschaltet wird. Diese Maßnahme dauert
an, bis das Problem behoben ist.
[German] Anmerkung: Wenn ein Fehler auftritt, den
Perkins -Händler bezüglich der Reparatur
kontaktieren.
SGBU9071
61
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen
Kühlerblockierungen
Betrieb bei tiefen
Umgebungstemperaturen
i05481012
i05934933
Auswirkungen von tiefen
Umgebungstemperaturen auf
den Kraftstoff
Kühlerblockierungen
Perkins empfiehlt, vor den Kühlern keine
Vorrichtungen anzubringen, die den Luftstrom
behindern. Die Behinderung des Luftstroms kann
folgende Zustände hervorrufen:
• hohe Abgastemperaturen
• Leistungsverlust
• übermäßigen Einsatz des Lüfters
• höheren Kraftstoffverbrauch
Eine Reduzierung des Luftstroms über den Bauteilen
wirkt sich auch auf die Temperaturen unter der Haube
aus. Eine Reduzierung des Luftstroms kann während
einer Regenerierung der Nachbehandlung zu einem
Temperaturanstieg der Oberflächen führen und die
Zuverlässigkeit der Bauteile beeinflussen.
Eine Reduzierung des Luftstroms kann während
einer Regenerierung der Nachbehandlung zu einem
Temperaturanstieg der Oberflächen führen und die
Zuverlässigkeit der Bauteile beeinflussen.
Wenn eine Behinderung des Luftstroms erforderlich
ist, muss die Vorrichtung eine Öffnung direkt in Flucht
mit der Lüfternabe aufweisen. Die Öffnung in der
Vorrichtung muss mindestens 770 cm2 (120 in2)groß
sein.
Es ist eine Öffnung in der Mitte direkt in Flucht mit der
Lüfternabe erforderlich, damit der Luftstrom zu den
Lüfterflügeln nicht unterbrochen wird. Durch eine
Unterbrechung des Luftstroms zu den Lüfterflügeln
kann es zu einem Ausfall des Lüfters kommen.
Perkins empfiehlt, eine Warneinrichtung für die
Ansaugkrümmertemperatur und/oder eine
Temperaturanzeige für die Ansaugluft zu montieren.
Die Warneinrichtung für die
Ansaugkrümmertemperatur muss auf 75 °C (167 °F)
eingestellt werden. Die Ansaugkrümmertemperatur
darf höchstens 75 °C (167 °F) betragen.
Temperaturen über diesem Grenzwert können einen
Leistungsabfall und eventuell Beschädigungen des
Motors hervorrufen.
[German] Anmerkung: Nur von Perkins empfohlene
Kraftstoffsorten verwenden. Siehe dazu dieses
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen”.
Eigenschaften des Dieselkraftstoffs können
erhebliche Auswirkungen auf die Fähigkeit des
Motors zum Kaltstart haben. Es ist entscheidend,
dass die Eigenschaften des Dieselkraftstoffs bei
niedrigen Temperaturen für die minimalen
Umgebungstemperaturen geeignet sind, bei denen
der Motor betrieben wird.
Die Eigenschaften von Dieselkraftstoff bei niedrigen
Temperaturen werden anhand folgender
Eigenschaften definiert:
• Trübungspunkt
• Pourpoint
• Temperaturgrenzwert der Filtrierbarkeit (CFPP,
Cold Filter Plugging Point)
Der Trübungspunkt des Kraftstoffs ist die Temperatur,
bei der natürlich im Dieselkraftstoff vorkommende
Paraffine beginnen, Kristalle zu bilden. Der
Trübungspunkt des Kraftstoffs muss unter der tiefsten
Umgebungstemperatur liegen, damit die Filter nicht
verstopfen.
Der Temperaturgrenzwert der Filtrierbarkeit ist die
Temperatur, bei der ein bestimmter Kraftstoff eine
standardisierte Filterungvorrichtung passiert. Anhand
des Temperaturgrenzwerts der Filtrierbarkeit kann die
untere Betriebstemperatur des Kraftstoffs geschätzt
werden.
Der Pourpoint ist die letzte Temperatur, bevor der
Kraftstoff nicht mehr fließt und Paraffinausscheidung
des Kraftstoffs auftritt.
Beim Kauf von Dieselkraftstoff muss auf diese
Eigenschaften geachtet werden. Die
durchschnittliche Umgebungstemperatur im
Einsatzgebiet des Motors beachten. Motoren, die in
einem bestimmten Klima betankt werden, laufen
möglicherweise nicht zufriedenstellend, wenn sie in
ein anderes Klima transportiert werden. Es können
Probleme infolge von Temperaturänderungen
auftreten.
Vor einer Fehlersuche wegen niedriger Leistung oder
nicht ordnungsgemäßer Funktion im Winter den
Kraftstoff auf Paraffinausscheidung untersuchen.
62
SGBU9071
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen
Kraftstoffsystem und tiefe Umgebungstemperaturen
Folgende Komponenten können dazu beitragen,
Probleme mit Paraffinausscheidung des
Dieselkraftstoffes bei tiefer Temperatur zu verringern:
• Kraftstoffvorwärmung, die von einem Erstausrüster
geliefert werden kann
• Kraftstoffleitungsisolierung, die von einem
Erstausrüster geliefert werden kann
Dieselkraftstoffklassen für niedrige und arktische
Temperaturen sind in Ländern und Regionen mit
schweren Wintern verfügbar. Weitere Informationen
finden sich in Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Kraftstoff für den Einsatz bei tiefen
Umgebungstemperaturen”.
Eine weitere wichtige Kraftstoffeigenschaft, die den
Kaltstart und den Betrieb von Dieselmotoren
beeinflussen kann, ist die Cetanzahl. Ausführliche
Informationen zu und Anforderungen an diese
Eigenschaft finden sich in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Flüssigkeitsempfehlungen”.
i06246432
Kraftstoffsystem und tiefe
Umgebungstemperaturen
Kraftstofftanks
In teilweise gefüllten Kraftstofftanks kann es zu
Kondensation kommen. Nach jedem Motoreinsatz die
Kraftstofftanks auffüllen.
Kraftstofftanks müssen an der Unterseite mit einer
Vorrichtung zum Ablassen von Wasser und
Bodensatz ausgerüstet sein. Einige Kraftstofftanks
sind mit Zuführungsrohren ausgestattet. Wasser und
Bodensatz setzen sich unter dem Ende des
Zuführungsrohrs ab.
Einige Kraftstofftanks sind mit Versorgungsleitungen
ausgestattet, die den Kraftstoff direkt vom Boden des
Tanks ansaugen. Wenn der Motor mit einem
derartigen System ausgerüstet ist, muss der
Kraftstofffilter unbedingt regelmäßig gewartet werden.
Wasser und Sediment in folgenden Intervallen aus
allen Vorratstanks ablassen:
• Wöchentlich
• bei jedem Ölwechsel
• bei jedem Befüllen des Kraftstofftanks
Das trägt dazu bei, dass Wasser und/oder Sediment
nicht aus dem Kraftstoffvorratstank in den
Kraftstofftank des Motors gepumpt werden.
Kraftstoffvorwärmer
Kraftstoffvorwärmer verhindern, dass Kraftstofffilter
bei niedrigen Temperaturen durch
Paraffinausscheidungen verstopfen. Damit der
Kraftstoffhauptfilter angewärmten Kraftstoff erhält,
muss ein Kraftstoffheizgerät installiert sein.
Ein Kraftstoff-Vorwärmgerät einfacher Bauweise
wählen, das den jeweiligen Einsatzerfordernissen
entspricht. Das Kraftstoffheizgerät muss außerdem
verhindern, dass der Kraftstoff zu warm werden kann.
Zu hohe Kraftstofftemperaturen beeinträchtigen die
Motorleistung. Ein Kraftstoffheizgerät mit einer
großen Heizfläche wählen. Das Kraftstoffheizgerät
muss eine geeignete Größe aufweisen. Kleine
Kraftstoffheizgeräte können aufgrund ihrer relativ
geringen Heizfläche zu warm werden.
Das Kraftstoffheizgerät bei warmem Wetter außer
Betrieb setzen.
[German] Anmerkung: Bei diesem Motortyp sollten
vom Kühlwasserthermostaten geregelte oder
selbstregelnde Kraftstoffheizgeräte verwendet
werden. Nicht vom Kühlwasserthermostaten
geregelte Kraftstoffheizgeräte können den Kraftstoff
über 65 °C (149 °F) erwärmen. Der Motor kann an
Leistung verlieren, wenn die Temperatur des in den
Motor gelangenden Kraftstoffs 37 °C (100 °F)
überschreitet.
[German] Anmerkung: Kraftstoffheizgeräte mit der
Funktion eines Wärmetauschers müssen eine
Umgehungsvorrichtung haben, damit der Kraftstoff
bei hohen Umgebungstemperaturen nicht zu heiß
wird.
Weitere Informationen zu Kraftstoffheizgeräten sind
beim Perkins -Händler erhältlich.
SGBU9071
63
Abstellen des Motors
Abstellen des Motors
Abstellen des Motors
i02398252
Abstellen des Motors
[German] Anmerkung: Je nach Ausführung
unterscheiden sich die Steuerungssysteme.
Sicherstellen, dass das Abstellverfahren bekannt ist.
Zum Abstellen des Motors folgende Richtlinien
beachten.
1. Die Motorlast reduzieren, sodass der Motor mit
höchstens 30 % Leistung läuft.
HINWEIS
Wenn der Motor sofort nach dem Betrieb unter Last
abgestellt wird, kann er überhitzen, und die Teile des
Motors verschleißen schneller.
Den Motor vor dem Abstellen möglichst nicht
beschleunigen.
Wenn das Abstellen eines heißen Motors vermieden
wird, erreichen die Turboladerwelle und das Lager ihre optimale Nutzungsdauer.
[German] Anmerkung: Je nach Motorausführung
sind die Bedienungselemente unterschiedlich.
Sicherstellen, dass das Abstellverfahren richtig
verstanden worden ist. Beim Abstellen des Motors
folgende Richtlinien beachten:
1. Den Motor entlasten. Motordrehzahl auf unteren
Leerlauf verringern. Den Motor fünf Minuten lang
im Leerlauf laufen lassen, damit der Motor
abkühlen kann.
2. Den Motor nach der Abkühlung mit dem
Abstellsystem des jeweiligen Motors abstellen und
den Startschlüssel in die Stellung OFF drehen.
Falls notwendig, in der Bedienungsanleitung des
Erstausrüsters nachschlagen.
i05862668
Manuelles Abstellen
HINWEIS
Wenn der Motor sofort nach dem Betrieb unter Last
abgestellt wird, kann er überhitzen und die Teile des
Motors verschleißen schneller.
Wenn der Motor mit hoher Drehzahl und/oder mit Belastung betrieben wurde, muss er mindestens drei Minuten lang im unteren Leerlauf laufen, damit er sich
etwas abkühlen und sich seine Temperatur stabilisieren kann.
Wenn vermieden wird, den Motor in heißem Zustand
abzustellen, erreichen Turboladerwelle und -lager ihre optimale Nutzungsdauer.
2. Den Motor mindestens drei Minuten lang mit der
programmierten unteren Leerlaufdrehzahl laufen
lassen.
3. Nach der Abkühlzeit den Startschlüsselschalter in
die Stellung AUS drehen.
i01469934
Nach dem Abstellen des
Motors
[German] Anmerkung: Bevor das Motoröl
kontrolliert wird, muss der Motor mindestens 10
Minuten lang außer Betrieb gewesen sein, damit das
Motoröl in die Ölwanne zurücklaufen kann.
• Den Ölstand im Kurbelgehäuse kontrollieren. Den
Ölstand zwischen den Markierungen “ADD” und
“FULL” am Ölmessstab halten.
• Bei Bedarf kleinere Einstellungen vornehmen. Bei
Bedarf Leckstellen reparieren und lockere
Schrauben festziehen.
• Die Anzeige des Betriebsstundenzählers notieren.
Die in diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Wartungsintervalle” aufgeführten
Wartungsarbeiten durchführen.
• Den Kraftstofftank füllen, um
Kondensationsprobleme zu vermeiden. Den Tank
nicht überfüllen.
HINWEIS
Nur die Frostschutz- und Kühlmittelmischungen verwenden, die im Abschnitt "Kühlmittel" in diesem Betriebs- und Wartungshandbuch empfohlen werden.
Andernfalls kann der Motor beschädigt werden.
64
Abstellen des Motors
Nach dem Abstellen des Motors
• Den Motor abkühlen lassen. Den Kühlmittelstand
kontrollieren.
• Wenn mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt
gerechnet werden muss, das Kühlsystem auf
ausreichenden Frostschutz kontrollieren. Das
Kühlsystem muss bis zu den tiefsten zu
erwartenden Außentemperaturen gegen Frost
geschützt werden. Bei Bedarf die richtige
Mischung aus Kühlmittel und Wasser beifügen.
• Alle erforderlichen Wartungsarbeiten an der
angetriebenen Ausrüstung durchführen. Die
entsprechenden Wartungsarbeiten sind in den
Anweisungen des Erstausrüsters beschrieben.
SGBU9071
SGBU9071
65
Wartung
Füllmengen
Wartung
Tabelle 5
Industriemotor 2206
Füllmengen (ca.)
Füllmengen
Ölsumpf(1)
i06246437
Füllmengen
Liter
Quart
Ölwanne in Standardausführung
32 l
33,8 qt
Tiefe Ölwanne
37 l
39,1 qt
Normale Ölwanne
30 l
31,7 qt
(1)
Informationen über die für diesen Motor
zugelassenen Flüssigkeiten finden sich in diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen”.
Diese Werte sind die ungefähren Füllmengen für den Kurbelgehäuse-Ölsumpf, einschließlich der ab Werk gelieferten Standard-Ölfilter. Motoren mit Zusatzölfiltern benötigen zusätzliches
Öl. Die Füllmengen der Zusatzölfilter sind den Spezifikationen
des Erstausrüsters zu entnehmen.
Bei den Füllmengen des Kurbelgehäuses handelt es
sich um ungefähre Werte für Kurbelgehäuse oder
Sumpf plus Standardölfilter. Zusatzölfilter benötigen
zusätzliches Öl. Die Füllmengen der Zusatzölfilter
sind den Spezifikationen des Erstausrüsters zu
entnehmen.
Schmiermittel-Füllmenge
Kühlmittel-Füllmenge
Damit das Kühlsystem richtig gewartet werden kann,
muss seine Gesamtfüllmenge bekannt sein. Die
Füllmenge des gesamten Kühlsystems kann
unterschiedlich sein. Sie richtet sich nach der Größe
(d. h. dem Fassungsvermögen) des Kühlers. Für die
Wartung des Kühlsystems muss Tabelle 6 vom
Kunden ausgefüllt werden.
Tabelle 6
Füllmenge (ca.) des Kühlsystems
Gehäuse oder
System
Liter
Quart
Gesamtes Kühlsystem(1)
(1)
Abbildung 52
g02293575
Ölwannen in Standardausführung und tiefe
Ölwannen
Die Gesamtfüllmenge des Kühlsystems bezieht folgende Bauteile ein:den Motorblock, den Kühler and alle Kühlmittelschläuche und -leitungen.
i06239847
Flüssigkeitsempfehlungen
Allgemeine
Kühlmittelinformationen
Abbildung 53
Normale Ölwanne
g02289293
HINWEIS
Nie Kühlmittel in einen überhitzten Motor einfüllen.
Dies führt zu Motorschäden. Motor erst abkühlen
lassen.
66
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
HINWEIS
Wenn der Motor an einem Ort gelagert oder an einen
Ort transportiert werden soll, an dem Umgebungstemperaturen unter dem Gefrierpunkt vorherrschen,
muss das Kühlsystem entweder bis zu den tiefsten zu
erwartenden Umgebungstemperaturen vor Beschädigung geschützt oder vollständig entleert werden.
HINWEIS
Das spezifische Gewicht des Kühlmittels häufig kontrollieren, um ausreichenden Gefrier- und Siedeschutz zu gewährleisten.
Kühlsystem reinigen, wenn Folgendes festgestellt
wird:
• Verschmutzung des Kühlsystems
• Überhitzen des Motors
• Schaumbildung im Kühlmittel
Ist kein destilliertes oder vollentsalztes Wasser
verfügbar, Wasser mit den in Tabelle 7 aufgeführten
Eigenschaften verwenden.
Tabelle 7
Geeignetes Wasser
Bezeichnung
Obergrenze
Chlor (Cl)
40 mg/l
Sulfat (SO4)
100 mg/l
Gesamthärte
170 mg/l
Gesamtfeststoffmenge
340 mg/l
Säuregehalt
pH-Wert von 5,5 bis 9,0
Wenden Sie sich für eine Wasseranalyse an eine der
folgenden Stellen:
• kommunales Wasserwerk
• landwirtschaftliche Versuchsanstalt
• unabhängiges Labor
HINWEIS
Den Motor nur in Betrieb nehmen, wenn das Kühlsystem mit Wasserthermostaten versehen ist. Wasserthermostate tragen dazu bei, dass das Kühlmittel
seine richtige Betriebstemperatur beibehält. Beim
Fehlen von Wasserthermostaten können sich Kühlsystem-Probleme entwickeln.
Additive
Additive schützen die Metallflächen eines
Kühlsystems. Eine unzureichende Konzentration
oder das Fehlen von Additiven führt zu folgenden
Problemen:
• Korrosion
Motorausfälle stehen vielfach im Zusammenhang mit
dem Kühlsystem. Die folgenden Probleme können in
Zusammenhang mit dem Kühlsystem auftreten:
Überhitzung, Leckage an der
Wasserpumpendichtung and verstopfte Kühler oder
Wärmetauscher.
Diese Ausfälle können durch die richtige Wartung des
Kühlsystems vermieden werden. Die Wartung des
Kühlsystems ist ebenso wichtig wie die Wartung des
Kraftstoff- oder Schmiersystems. Die Qualität des
Kühlmittels ist genauso wichtig wie die Qualität des
Kraftstoffs und Schmieröls.
Kühlmittel bestehen normalerweise aus drei
Bestandteilen: Wasser, Zusätze and Glykol.
Wasser
Das Wasser dient im Kühlsystem zur
Wärmeübertragung.
Für die Verwendung in Kühlsystemen wird
destilliertes oder vollentsalztes Wasser
empfohlen.
NICHT die folgenden Typen von Wasser in
Kühlsystemen verwenden: hartes Wasser, mit Salz
enthärtetes Wasser and Meerwasser.
• Bildung von mineralischen Ablagerungen
• Rost
• Kesselsteinbildung
• Schaumbildung im Kühlmittel
Viele Additive werden während des Motorbetriebs
verbraucht. Diese Additive müssen regelmäßig
ersetzt werden.
Additive müssen in der richtigen Konzentration
beigefügt werden. Bei einer übermäßigen
Konzentration können sich die Hemmstoffe von der
Lösung absetzen. Die Ablagerungen können
folgende Probleme hervorrufen:
• Gelbildung
• Einschränkung der Wärmeübertragung
• Leckage an der Wasserpumpendichtung
• Verstopfung des Motorkühlers, sonstiger Kühler
und enger Durchgänge
SGBU9071
67
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Glykol
Die folgenden zwei Kühlmittel werden in Perkins
-Dieselmotoren verwendet:
Das Glykol im Kühlmittel sorgt für Schutz vor
folgenden Zuständen:
• Sieden
Bevorzugt – Perkins -Langzeitkühlmittel
Zulässig – Ein handelsübliches HDFrostschutzmittel, das den Spezifikationen nach
“ASTM D6210” entspricht
• Frost
• Kavitation der Wasserpumpe
Perkins empfiehlt eine Mischung aus gleichen Teilen
Glykol und Wasser für maximale Leistung.
[German] Anmerkung: Eine Mischung verwenden,
die Schutz bei der tiefsten zu erwartenden
Umgebungstemperatur bietet.
[German] Anmerkung: Zu 100 Prozent reines Glykol
gefriert bei einer Temperatur von –13 °C (–8,6 °F).
In den meisten herkömmlichen Frostschutzmitteln
wird Ethylenglykol verwendet. Propylenglykol kann
ebenfalls verwendet werden. Bei einer Mischung mit
gleichen Teilen Wasser bieten Ethylenglykol und
Propylenglykol vergleichbaren Frost- und
Siedeschutz. Siehe Tabellen 8 und 9 .
Tabelle 8
Ethylenglykol
Konzentration
Schutz vor Gefrieren
50 %
-36 °C (-33 °F)
60 %
-51 °C (-60 °F)
HINWEIS
Propylenglykol wegen seiner verminderten Wärmeübertragungsfähigkeit nicht in Konzentrationen mit einem Glykolanteil von über 50 Prozent verwenden.
Unter Bedingungen, die zusätzlichen Schutz vor Sieden oder Gefrieren erfordern, Ethylenglykol
verwenden.
HINWEIS
Die Industriemotoren von Perkins müssen mit einem 1:1-Gemisch aus Wasser und Glykol betrieben werden. Mit dieser Konzentration funktioniert
das Stickoxidreduziersystem bei hohen Umgebungstemperaturen ordnungsgemäß.
HINWEIS
Kein handelsübliches Kühl-/Frostschutzmittel verwenden, das nur der Spezifikation ASTM D3306 entspricht. Diese Art von Kühl-/Frostschutzmittel dient
nur für leichte Kfz-Anwendungen.
Perkins empfiehlt eine Mischung aus gleichen Teilen
Wasser und Glykol. Diese Mischung aus Wasser und
Glykol bietet eine optimale Leistung als HDFrostschutzmittel. Das Verhältnis kann auf einen Teil
Wasser und zwei Teile Glykol erhöht werden, wenn
zusätzlicher Frostschutz erforderlich ist.
Eine Mischung aus einem Kühlmittelzusatz und
Wasser ist möglich, leistet jedoch nicht denselben
Schutz vor Korrosion, Sieden und Gefrieren wie
Langzeitkühlmittel. Perkins empfiehlt, für diese
Kühlsysteme eine sechs- bis achtprozentige
Konzentration des Kühlmittelzusatzes zu verwenden.
Destilliertes oder vollentsalztes Wasser ist zu
bevorzugen. Erforderlicher Standard ASTM D1384,
D2570 und D4340
Tabelle 10
Kühlmittelnutzungsdauer
Kühlmittel
Nutzungsdauer(1)
Perkins -Langzeitkühlmittel
6.000 Betriebsstunden oder drei
Jahre
Handelsübliches HD-Frostschutzmittel nach “ASTM
D6210”
3000 Betriebsstunden bzw. zwei
Jahre
Tabelle 9
Propylenglykol
Konzentration
Schutz vor Gefrieren
50 %
-29 °C (-20 °F)
Zur Überprüfung der Glykolkonzentration im
Kühlmittel das spezifische Gewicht des Kühlmittels
messen.
Handelsüblicher Kühlmittelzu3000 Betriebsstunden oder 1 Jahr
satz und Wasser
(1)
Den Zeitpunkt wählen, der zuerst auftritt. Gleichzeitig muss das
Kühlsystem auch ausgespült werden.
Kühlmittelempfehlungen
• ELC
Langzeitkühlmittel
• SCA
Kühlmittelzusatz
• ASTM
Materials
American Society for Testing and
ELC
Langzeitkühlmittel (ELC) von Perkins eignet sich für
die folgenden Einsätze:
68
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
• HD-Gasmotoren
• HD-Dieselmotoren
• Straßenfahrzeuge
Die korrosionshemmenden Additive im ELC
unterscheiden sich von den korrosionshemmenden
Additiven in anderen Kühlmitteln. Das ELC ist ein
Kühlmittel auf Ethylenglykolbasis. Das ELC enthält
jedoch auch organische Korrosions- und
Schaumhemmstoffe mit geringem Nitritgehalt. Das
Langzeitkühlmittel von Perkins enthält die korrekten
Mengen dieser Additive zum sicheren
Korrosionsschutz für alle Metalle im
Motorkühlsystem.
Das Langzeitkühlmittel ist in einer gebrauchsfertigen
Mischung mit 50 % destilliertem Wasser erhältlich.
Das Langzeitkühlmittel wird als 1:1-Gemisch
angeboten. Das gebrauchsfertige Langzeitkühlmittel
bietet Frostschutz bis -36 °C (-33 °F). Das
gebrauchsfertige Langzeitkühlmittel wird für die
Erstfüllung des Kühlsystems empfohlen. Das
gebrauchsfertige Langzeitkühlmittel wird auch zum
Nachfüllen des Kühlsystems empfohlen.
Es sind Behälter in verschiedenen Größen lieferbar.
Die Bestellnummern sind bei Ihrem Perkins -Händler
zu erfragen.
Wartung des Kühlsystems bei
Verwendung von
Langzeitkühlmittel (ELC)
Richtige Zusätze zum Langzeitkühlmittel
HINWEIS
Für gebrauchsfertige Kühlmittel oder Kühlmittelkonzentrate nur Perkins-Produkte verwenden.
Mischen von Langzeit-Kühlmittel (ELC) mit anderen
Produkten verkürzt seine Nutzungsdauer. Wenn
diese Empfehlungen nicht befolgt werden, kann es zu
einer Verkürzung der Nutzungsdauer der Kühlsystemteile kommen, falls keine Korrekturmaßnahmen
durchgeführt werden.
Zur Aufrechterhaltung des richtigen
Mischungsverhältnisses zwischen Frostschutzmittel
und Additiven muss die empfohlene Konzentration
des Langzeitkühlmittels aufrechterhalten werden.
Eine Verringerung der Frostschutzmittelkonzentration
verringert die Konzentration der Additive. Wird die
Fähigkeit des Kühlmittels, das System zu schützen,
verringert, bilden sich Lochfraß, Kavitation, Erosion
und Ablagerungen.
HINWEIS
Kein handelsübliches Kühlmittel zum Auffüllen eines
Kühlsystems verwenden, das mit Langzeit-Kühlmittel
(ELC) gefüllt ist.
Keinen Standard-Kühlmittelzusatz (SCA) verwenden.
Beim Einsatz von Perkins-Langzeit-Kühlmittel keinen
Standard-Kühlmittelzusatz
bzw.
Standardfilter
verwenden.
Reinigen eines mit Langzeitkühlmittel
gefüllten Kühlsystems
[German] Anmerkung: Bei Kühlsystemen, die
bereits Langzeitkühlmittel enthalten, brauchen beim
Kühlmittelwechsel keine Reinigungsmittel verwendet
zu werden. Reinigungsmittel sind nur erforderlich,
wenn das System durch das Hinzufügen eines
anderen Kühlmittels oder durch eine Beschädigung
des Kühlsystems verschmutzt wurde.
Beim Ablassen von Langzeitkühlmittel aus dem
Kühlsystem ist nur klares Wasser erforderlich.
Vor dem Befüllen des Kühlsystems muss der
Heizungsregler (wenn vorhanden) in die Stellung
WARM geschaltet werden. Zur Einstellung des
Heizungsreglers den Erstausrüster befragen.
Nachdem das Kühlsystem entleert und erneut befüllt
wurde, den Motor laufen lassen, bis das Kühlmittel
normale Betriebstemperatur erreicht hat und der
Kühlmittelfüllstand sich stabilisiert hat. Bei Bedarf
Kühlmittelmischung nachfüllen, um das System bis
zum richtigen Kühlmittelstand zu befüllen.
Wechsel zu Perkins -Langzeitkühlmittel
(ELC)
Beim Umstellen von HD-Frostschutzmittel auf
Perkins -Langzeitkühlmittel folgendermaßen
vorgehen:
HINWEIS
Es muss darauf geachtet werden, dass während der
Durchführung von Inspektionen, Wartungsarbeiten,
Kontrollen sowie Einstell- und Reparaturarbeiten am
Motor keine Flüssigkeiten austreten können. Die
Flüssigkeiten müssen in geeigneten Behältern aufgefangen werden, wenn sie von Gehäusen abgelassen
oder wenn Flüssigkeiten enthaltende Bauteile auseinandergenommen werden.
Alle Flüssigkeiten entsprechend den geltenden Bestimmungen und Vorschriften entsorgen.
1. Kühlmittel in einen geeigneten Behälter ablassen.
2. Kühlmittel gemäß den örtlichen Bestimmungen
entsorgen.
SGBU9071
69
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
3. Das Kühlsystem mit einer Lösung von 33 Prozent
Perkins ELC füllen, den Motor betreiben und
sicherstellen, dass sich der Thermostat öffnet.
Motor abstellen und abkühlen lassen. Das
Kühlmittel ablassen.
[German] Anmerkung: Destilliertes oder
vollentsalztes Wasser für die Lösung verwenden.
4. Das Kühlsystem erneut mit einer Lösung von 33
Prozent Perkins ELC füllen, den Motor betreiben
und sicherstellen, dass sich der Thermostat öffnet.
Den Motor abstellen und abkühlen lassen.
• Das Kühlmittel in einen geeigneten Behälter
ablaufen lassen. Kühlmittel gemäß den örtlichen
Bestimmungen entsorgen. Das System mit einer
Lösung von 5 bis 10 Prozent Perkins ELC spülen.
Das System mit Perkins -Langzeitkühlmittel füllen.
• Einen Teil des Kühlsysteminhalts gemäß den
örtlichen Bestimmungen in einen geeigneten
Behälter ablaufen lassen. Danach das Kühlsystem
mit gebrauchsfertigem Langzeitkühlmittel füllen.
Dadurch wird die Verunreinigung auf weniger als
10 Prozent verringert.
5. Das Kühlsystem entleeren.
• Das System so warten, als ob es mit
herkömmlichem HD-Kühlmittel gefüllt ist. Diesem
System Kühlmittelzusatz beifügen. Das Kühlmittel
zu dem für das herkömmliche HD-Kühlmittel
empfohlenen Intervall wechseln.
HINWEIS
Unsachgemäßes oder unvollständiges Spülen des
Kühlsystems kann Schäden an Kupfer- und anderen
Metallteilen verursachen.
Handelsübliches HD-Frostschutzmittel
und Kühlmittelzusatz
6. Das Kühlsystem mit vorgemischtem Perkins
-Langzeitkühlmittel füllen. Den Motor laufen
lassen. Sicherstellen, dass alle
Kühlsystemablassventile geöffnet sind, und dann
den Motor abstellen. Nach dem Abkühlen den
Kühlmittelfüllstand kontrollieren.
Verunreinigung eines ELC-Kühlsystems
HINWEIS
Mischen von Langzeitkühlmittel (ELC) mit anderen
Produkten reduziert den Wirkungsgrad und die Nutzungsdauer des Langzeitkühlmittels. Für vorgemischte Kühlmittel oder Kühlmittelkonzentrate nur
Perkins-Produkte verwenden. Nichtbeachtung dieser
Empfehlungen kann die Nutzungsdauer der Kühlsystembauteile verkürzen.
Ein mit Langzeitkühlmittel gefülltes System kann eine
Verunreinigung mit bis zu 10 Prozent
handelsüblichem HD-Frostschutzmittel oder
Kühlmittelzusatz vertragen. Beträgt die
Verunreinigung mehr als 10 % des Gesamtinhalts,
EINES der folgenden Verfahren durchführen:
HINWEIS
Es darf kein handelsübliches HD-Kühlmittel verwendet werden, das Amin als Bestandteil des Korrosionsschutzsystems enthält.
HINWEIS
Niemals einen Motor ohne Kühlwasserthermostat im
Kühlsystem in Betrieb nehmen. Wassertemperaturregler dienen zur Beibehaltung der richtigen Betriebstemperatur
des
Motorkühlmittels.
Ohne
Kühlwasserthermostat können Störungen im Kühlsystem auftreten.
Das Frostschutzmittel (Glykol-Konzentration)
kontrollieren, um ausreichenden Schutz vor Sieden
und Gefrieren zu gewährleisten. Perkins empfiehlt,
zum Prüfen der Glykol-Konzentration ein
Refraktometer zu verwenden. Es sollte kein
Hydrometer verwendet werden.
Perkins -Motorkühlsysteme müssen alle 500
Betriebsstunden auf die richtige Konzentration des
Kühlmittelzusatzes (SCA) geprüft werden.
Wie viel Kühlmittelzusatz beigefügt werden muss,
hängt von den Ergebnissen der Prüfung ab. Ein
flüssiger Kühlmittelzusatz ist unter Umständen alle
500 Betriebsstunden erforderlich.
Beifügen von Kühlmittelzusatz zu HDKühlmittel bei Erstfüllung
Die Gleichung in Tabelle 11 verwenden, um die
Menge von Kühlmittelzusatz (SCA, Supplemental
Coolant Additive) zu bestimmen, die bei der
Erstbefüllung des Kühlsystems erforderlich ist.
70
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Tabelle 11
Tabelle 14
Gleichung für die Zugabe von Kühlmittelzusatz zu HD-Kühlmittel bei Erstfüllung
V × 0,045 = X
V stellt das Gesamtfassungsvermögen des Kühlsystems dar.
X entspricht der erforderlichen Menge SCA.
Tabelle 12 enthält ein Fallbeispiel für die in Tabelle 11
angeführte Gleichung.
Tabelle 12
Beispiel für die Gleichung zur Berechnung der Zugabe von
Kühlmittelzusatz zu HD-Kühlmittel bei Erstfüllung
Gesamtinhalt des
Kühlsystems (V)
Multiplikator
Erforderliche Menge Kühlmittelzusatz (X)
15 l (4 US-Gall.)
× 0,045
0,7 l (24 oz)
Zugabe von Kühlmittelzusatz zu HDKühlmittel zur Aufrechterhaltung der
richtigen Konzentration
Bei Verwendung von HD-Frostschutzmitteln MUSS
regelmäßig Kühlmittelzusatz (SCA) hinzugefügt
werden.
Frostschutzmittel regelmäßig auf die Konzentration
des SCA prüfen. Prüfungsintervalle sind diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch, “Wartungsplan”
(Abschnitt "Wartung") zu entnehmen.
Kühlmittelzusatz (SCA, Supplemental Coolant
Additive) für Kühlsystem prüfen/hinzufügen
Wie viel Kühlmittelzusatz beigefügt werden muss,
hängt von den Ergebnissen der Prüfung ab. Es hängt
von der Größe des Kühlsystems ab, wie viel SCA
erforderlich ist.
Wenn erforderlich, die Gleichung in Tabelle 13
verwenden, um die Menge an Kühlmittelzusatz zu
bestimmen, die beigefügt werden muss:
Tabelle 13
Gleichung für die Zugabe von Kühlmittelzusatz zu HD-Kühlmittel während der Wartung
V × 0,014 = X
V stellt das Gesamtfassungsvermögen des Kühlsystems dar.
X entspricht der erforderlichen Menge SCA.
Tabelle 14 enthält ein Fallbeispiel für die in Tabelle
13 angeführte Gleichung.
Beispiel für die Gleichung zur Berechnung der Zugabe von
Kühlmittelzusatz zu HD-Kühlmittel während der Wartung
Gesamtinhalt des
Kühlsystems (V)
Multiplikator
Erforderliche Menge Kühlmittelzusatz (X)
15 l (4 US-Gall.)
× 0,014
0,2 l (7 oz)
Reinigen des Kühlsystems bei
Verwendung von HD-Frostschutzmittel
• Das Kühlsystem reinigen, wenn das gebrauchte
Kühlmittel abgelassen wurde oder bevor das
Kühlsystem mit frischem Kühlmittel gefüllt wird.
• Das Kühlsystem immer reinigen, wenn das
Kühlmittel verschmutzt ist oder sich Schaum im
Kühlmittel bildet.
i06281762
Flüssigkeitsempfehlungen
(Allgemeine
Kraftstoffinformationen)
SGBU9071
71
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
• Glossar
• ISO
International Standards Organization
(Internationale Normungsorganisation)
• ASTM
American Society for Testing and
Materials (Amerikanische Gesellschaft für
Prüfverfahren und Materialien)
• HFRR
High Frequency Reciprocating Rig
for Lubricity testing of diesel fuels (HochfrequenzPendeleinrichtung zum Prüfen von
Dieselkraftstoffen)
• FAME
(Fettsäuremethylester)
Fatty Acid Methyl Esters
• CFR
Co-ordinating Fuel Research
(Koordinierte Kraftstoffforschung)
• ULSD
Ultra Low Sulfur Diesel (Extrem
schwefelarmer Dieselkraftstoff)
• RME
(Rapsmethylester)
• SME
Rape Methyl Ester
Soy Methyl Ester (Sojamethylester)
• EPA
Environmental Protection Agency of
the United States (US-Umweltschutzbehörde)
• PPM
ppm)
Parts Per Million (Teile pro Million,
• DPF
Dieselpartikelfilter
Allgemeines
HINWEIS
Soweit möglich, entsprechen die Angaben den genauesten und neuesten Informationen. Durch die Nutzung dieses Dokuments erkennen Sie an, dass
Perkins Engines Company Limited nicht für eventuelle Fehler oder Auslassungen verantwortlich ist.
HINWEIS
Diese Empfehlungen können jederzeit ohne Vorankündigung geändert werden. Wenden Sie sich bezüglich der neuesten Empfehlungen an Ihren Perkins
-Händler.
Anforderungen an Dieselkraftstoff
Perkins ist nicht in der Lage, kontinuierlich alle
Spezifikationen für Destillatdieselkraftstoff, die
weltweit von Regierungen und
Technologiegesellschaften veröffentlicht werden, zu
bewerten und zu überwachen.
Die PerkinsSpezifikation für Destillatdieselkraftstoff
bietet eine bekannte, verlässliche Basis zur
Bewertung der zu erwartenden Leistung von
Destillatdieselkraftstoffen aus herkömmlichen
Quellen.
Der Motor kann nur dann eine zufriedenstellende
Leistung erbringen, wenn hochwertiger Kraftstoff
verwendet wird. Der Einsatz eines hochwertigen
Kraftstoffs führt zu folgenden Ergebnissen: lange
Motor-Lebensdauer and akzeptable
Abgasemissionswerte. Der Kraftstoff muss die in
Tabelle 15 aufgeführten Mindestanforderungen
erfüllen.
HINWEIS
Die Fußnoten stellen einen wichtigen Bestandteil der
Perkins -Spezifikationstabelle für Destillatdieselkraftstoff dar. ALLE Fußnoten lesen.
72
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Tabelle 15
Perkins -Spezifikation für Destillatdieselkraftstoff(1)
Bezeichnung
EINHEITEN
Anforderungen
“ASTM”-Test
“ISO”-Test
Aromate
Volumen-%
max. 35 %
D1319
“ISO”3837
Asche
Gewichts-%
max. 0,01 %
D482
“ISO”6245
Kohleablagerung bei 10 % Gewichts-%
Bodenprodukt
max. 0,35 %
D524
“ISO”4262
D613/D6890
“ISO”5165
Cetanzahl(2)
–
min. 40
Trübungspunkt
°C
Der Trübungspunkt darf
D2500
nicht über der tiefsten zu erwartenden Umgebungstemperatur liegen.
“ISO”3015
Kupferstreifenkorrosion
–
max. Nr. 3
D130
“ISO”2160
Dichte bei 15 °C (59 °F)(3) kg/m
min. 801 und max. 876
kein geeigneter Test
“ISO 3675” “ISO 12185”
Destillation
°C
max. 10 % bei 282 °C
(539,6 °F)
max. 90 % bei 360 °C
(680 °F)
D86
“ISO”3405
Flammpunkt
°C
gesetzlicher Grenzwert
D93
“ISO”2719
Wärmebeständigkeit
–
mind. 80 % Reflexionsvermögen nach Alterung von
180 Minuten bei 150 °C
(302 °F)
D6468
kein geeigneter Test
Pourpoint
°C
min. 6 °C (42,8 °F) unter
Umgebungstemperatur
D97
“ISO”3016
Schwefel (1)
Masse-%
0,0015
D5453/D26222
“ISO 20846” “ISO 20884”
Kinematische Viskosität(4)
mm2/s (cSt)
Die Viskosität des Kraftstoffs an der Kraftstoffeinspritzpumpe. “min. 1,4/max.
4,5”
D445
“ISO”3405
Wasser und Bodensatz
Gewichts-%
max. 0,1 %
D1796
“ISO”3734
Wasser
Gewichts-%
max. 0,1 %
D1744
kein geeigneter Test
Gewichts-%
max. 0,05 %
D473
“ISO”3735
mg/100 ml
max. 10 mg pro 100 ml
D381
“ISO”6246
max. 0,52
D6079
“ISO”12156-1
3
Bodensatz
Gummiharze und
Harze(5)
Schmierfähigkeit, korrigier- mm
ter Verschleißnarbendurchmesser bei 60 °C
(140 °F).(6)
(1)
(2)
(3)
(4)
Diese Spezifikation enthält die Anforderungen für extrem schwefelarmen Dieselkraftstoff (Ultralow Sulfur Diesel, ULSD). ULSD-Kraftstoff
weist einen Schwefelgehalt von ≤ 15 ppm (0,0015 %) auf. Siehe die Prüfverfahren nach “ASTM D5453”, “ASTM D2622” oder “ISO 20846,
ISO 20884”.
Für den Betrieb in größeren Höhenlagen oder bei tieferen Temperaturen wird ein Kraftstoff mit einer höheren Cetanzahl empfohlen.
“Anhand von Normtabellen wird die äquivalente API -Dichte bei einer minimalen Dichte von 801 kg/m3 (Kilogramm pro Kubikmeter) mit 45 und
bei einer maximalen Dichte von 876 kg/m3 mit 30 gemessen”.
Die Werte für die Kraftstoffviskosität gelten für den Kraftstoff, so wie er in die Kraftstoffeinspritzpumpen gelangt. Darüber hinaus muss der
Kraftstoff den Höchst- und Mindestanforderungen bezüglich der Viskosität bei 40 °C (104 °F) bei Anwendung der Prüfmethode nach “ASTM
D445” bzw. der Prüfmethode nach “ISO 3104” entsprechen. Wenn ein Kraftstoff mit niedriger Viskosität verwendet wird, muss der Kraftstoff
unter Umständen gekühlt werden, um eine Viskosität von “1,4 cSt” oder mehr an der Kraftstoffeinspritzpumpe aufrechtzuerhalten. Für Kraftstoffe mit hoher Viskosität werden unter Umständen Kraftstoff-Vorwärmgeräte benötigt, um die Viskosität an der Kraftstoffeinspritzpumpe auf
“1,4 cSt” zu senken.
(Fortsetzung)
SGBU9071
73
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
(Tabelle 15, Forts.)
(5) Die Prüfbedingungen und -verfahren für Benzin (Motoren) anwenden.
(6) Die Schmierfähigkeit eines Kraftstoffs kann bei extrem schwefelarmem Kraftstoff ein Problem darstellen. Die Schmierfähigkeit des Kraftstoffs
mit dem “HFRR-Test nach ISO 12156-1 oder ASTM D6079” feststellen. Wenden Sie sich an Ihren Kraftstofflieferanten, wenn die Schmierfähigkeit des Kraftstoffs unter den Mindestanforderungen liegt. Dem Kraftstoff keine Zusätze beigeben, ohne den Kraftstofflieferanten zu konsultieren. Einige Additive sind nicht kompatibel. Diese Additive können Probleme im Kraftstoffsystem hervorrufen.
Von Perkins hergestellte Motoren werden unter
Verwendung des von der US-Umweltschutzbehörde
vorgeschriebenen Kraftstoffs zertifiziert. Von Perkins
hergestellte Motoren werden unter Verwendung des
von der EU vorgeschriebenen Kraftstoffs zertifiziert.
Bei Verwendung anderer Kraftstoffe erteilt Perkins
keine Zulassung für die betreffenden Dieselmotoren.
[German] Anmerkung: Der Besitzer des Motors und
der Fahrer des damit ausgerüsteten Fahrzeugs
tragen die Verantwortung dafür, dass der von der
EPA und anderen zuständigen
Regulierungsbehörden vorgeschriebene Kraftstoff
verwendet wird.
HINWEIS
Der Einsatz von nicht den Empfehlungen von Perkins
entsprechenden Kraftstoffen kann folgende Auswirkungen haben: Startprobleme, verkürzte Nutzungsdauer des Kraftstofffilters, schlechte Verbrennung,
Ablagerungen in den Kraftstoffeinspritzdüsen, erheblich verkürzte Nutzungsdauer des Kraftstoffsystems,
Ablagerungen im Verbrennungsraum and verkürzte
Nutzungsdauer des Motors.
HINWEIS
Der Perkins -Dieselmotor der Baureihe 2206F muss
mit extrem schwefelarmem Dieselkraftstoff betrieben
werden. Der Schwefelgehalt des Kraftstoffes muss
unter 15 ppm liegen. Zudem muss dieser Kraftstoff
den von der US-Umweltschutzbehörde vorgeschriebenen Abgasbestimmungen entsprechen.
Abbildung 54
g02157153
Abbildung 54 zeigt einen Aufkleber, der neben dem
Kraftstofftankdeckel am Kraftstofftank der Maschine
angebracht ist.
Die in Tabelle 16 aufgeführten
Kraftstoffspezifikationen wurden für alle Motoren der
Baureihe 2206F freigegeben.
74
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Tabelle 16
Für Motoren der Baureihe 2206F freigegebene Kraftstoffspezifikationen(1)
Kraftstoffspezifikation
Bemerkungen
EN590
Dieselkraftstoff für europäische Fahrzeuge (DERV)
“ASTM D975, KLASSE 1D S15”
“Leichter Destillatdieselkraftstoff für Nordamerika mit einem Schwefelgehalt von weniger als 15 ppm”
“ASTM D975, KLASSE 2D S15”
“Mittlerer Universal-Destillatdieselkraftstoff für Nordamerika mit einem
Schwefelgehalt von weniger als 15 ppm”
“JIS K2204”
“Japanische Dieselkraftstoffe” müssen die im Abschnitt “Schmierfähigkeit” angegebenen Anforderungen erfüllen.
“BS 2869: 2010 KLASSE A2 oder EU-Äquivalent”
“EU-Offroad-Dieselkraftstoff. Akzeptabler Kraftstoff von 2011 MUSS einen Schwefelgehalt von weniger als 10 ppm aufweisen”
(1)
Alle Kraftstoffe müssen mit den Spezifikationen übereinstimmen, die in der Tabelle Perkins-Spezifikation für Destillatdieselkraftstoff
angegeben sind.
Eigenschaften von
Dieselkraftstoffen
Cetanzahl
Kraftstoffe mit hoher Cetanzahl haben einen kürzeren
Zündverzug. Durch eine höhere Cetanzahl
verbessert sich die Zündwilligkeit. Die Cetanzahlen
werden für Kraftstoffe anhand eines
Vergleichsgemisches mit den Anteilen Cetan und
Heptamethylnonan für einen Standard-CFR-Motor
hergeleitet. Bezüglich der Prüfmethode siehe ISO
“5165”.
Bei heutigen Dieselkraftstoffen sind normalerweise
Cetanzahlen über 45 zu erwarten. In bestimmten
Regionen können allerdings Kraftstoffe mit einer
Cetanzahl von 40 angeboten werden. So weisen z. B.
die Kraftstoffe in den USA einen niedrigen Cetanwert
auf. Unter durchschnittlichen Startbedingungen ist
eine Cetanzahl von min. 40 erforderlich. Ein Kraftstoff
mit einer höheren Cetanzahl ist erforderlich, wenn der
Motor in großen Höhenlagen oder bei tiefen
Umgebungstemperaturen betrieben werden soll.
Kraftstoff mit einer niedrigen Cetanzahl kann der
Ursprung für Kaltstartprobleme sein.
Viskosität
Viskosität bezeichnet die Fließfähigkeit einer
Flüssigkeit, d. h. ihren Widerstand gegenüber Scheroder Fließkräften. Die Viskosität nimmt mit steigender
Temperatur ab. Diese Abnahme der Viskosität verhält
sich bei normalen fossilen Brennstoffen
logarithmisch. Normalerweise wird die kinematische
Viskosität angegeben. Die kinematische Viskosität ist
der Quotient der dynamischen Viskosität geteilt durch
die Dichte. Die Bestimmung der dynamischen
Viskosität erfolgt normalerweise durch die Messung
mit einem Kugelfall-Viskosimeter bei
Standardtemperaturen. Bezüglich der Prüfmethode
siehe “ISO 3104”.
Die Viskosität des Kraftstoffs ist von großer
Bedeutung, da der Kraftstoff für die Komponenten
des Kraftstoffsystems als Schmiermittel dient. Der
Kraftstoff muss eine ausreichende Viskosität
aufweisen, damit das Kraftstoffsystem sowohl bei
extrem tiefen als auch bei extrem hohen
Temperaturen ausreichend geschmiert wird. Wenn
die kinematische Viskosität des Kraftstoffs an der
Kraftstoffeinspritzpumpe weniger als “1,4 cSt”
beträgt, kann es zu Schäden an der
Kraftstoffeinspritzpumpe kommen. Beispiele für
solche Schäden sind starke Scheuerstellen und
Festfressen. Eine niedrige Viskosität kann zu
Schwierigkeiten beim erneuten Starten eines warmen
Motors, zum Abwürgen oder zu einem
Leistungsverlust führen. Eine hohe Viskosität kann
zum Festfressen der Pumpe führen.
Perkins empfiehlt eine kinematische Viskosität von
1,4 und 4,5 mm2/s an der Kraftstoffeinspritzpumpe.
Wenn ein Kraftstoff mit niedriger Viskosität verwendet
wird, muss der Kraftstoff unter Umständen gekühlt
werden, um eine Viskosität von 1,4 cSt oder mehr an
der Kraftstoffeinspritzpumpe aufrechtzuerhalten. Für
Kraftstoffe mit hoher Viskosität werden unter
Umständen Kraftstoff-Vorwärmgeräte benötigt, um
die Viskosität an der Einspritzpumpe auf 4,5 cSt zu
senken.
Dichte
Die Dichte ist die Masse des Kraftstoffes pro
Volumeneinheit bei einer bestimmten Temperatur.
Dieser Parameter hat direkten Einfluss auf die
Leistung und die Schadstoffemissionen des Motors.
Aus diesem Einfluss ergibt sich die Wärmeabgabe
von einer vorgegebenen Menge an eingespritztem
Kraftstoff. Dieser Parameter wird im Folgenden in kg/
m3 bei 15 °C (59 °F) ausgedrückt.
Perkins empfiehlt eine Dichte von 841 kg/m3, damit
der Motor die korrekte Leistung erbringt. Leichtere
Kraftstoffe sind zwar zulässig, erbringen aber nicht
die Nennleistung.
75
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Schwefel
Der Schwefelgehalt richtet sich nach der geltenden
Gesetzgebung zu den Schadstoffemissionen. Der
Schwefelgehalt eines Kraftstoffs muss laut
regionalen, nationalen oder internationalen
Bestimmungen eventuell einen bestimmten
Grenzwert einhalten. Der Schwefelgehalt und die
Qualität des Kraftstoffs müssen allen geltenden
regionalen Abgasbestimmungen entsprechen.
Perkins-Dieselmotoren der Baureihe 2206F wurden
für den ausschließlichen Betrieb mit extrem
schwefelarmem Dieselkraftstoff (ULSD, Ultra-Low
Sulfur Diesel) entwickelt. Bei Anwendung der
Prüfmethoden nach “ASTM D5453, ASTM D2622
oder ISO 20846 ISO 2088”4 muss der
Schwefelgehalt in ULSD -Kraftstoffen unter 15ppm
(mg/kg) oder 0,0015 % liegen.
HINWEIS
Eine Verwendung von Dieselkraftstoffen mit einem
höheren Schwefelgehalt als 15 ppm in diesen Motoren führt dazu, dass die Abgassteuersysteme beschädigt oder dauerhaft zerstört werden und/oder das
Wartungsintervall verkürzt wird.
Schmierfähigkeit
Die Schmierfähigkeit ist die Fähigkeit des Kraftstoffs,
Pumpenverschleiß zu verhindern. Die
Schmierfähigkeit einer Flüssigkeit beschreibt ihre
Fähigkeit, Reibung zwischen unter Last stehenden
Oberflächen zu vermindern. Dadurch werden
reibungsbedingte Schäden reduziert.
Kraftstoffeinspritzsysteme erfordern schmierfähigen
Kraftstoff. Vor der Festlegung von Grenzwerten für
den Schwefelgehalt wurde allgemein angenommen,
dass die Schmierfähigkeit eines Kraftstoffs auf seiner
Viskosität beruht.
Die Schmierfähigkeit ist von besonderer Bedeutung
für die heutigen extrem schwefelarmen Kraftstoffe
und gering aromatischen Fossil brennstoffen. Diese
Kraftstoffe erfüllen selbst die strengsten Auflagen zu
den Schadstoffemissionen.
Die Schmierfähigkeit dieser Kraftstoffe darf einen
Verschleißnarbendurchmesser von 0,52 mm
(0,0205") nicht überschreiten. Die
Schmierfähigkeitsprüfung von Kraftstoff muss an
einem HFRR-Prüfgerät bei einer Betriebstemperatur
von 60 °C (140 °F) durchgeführt werden. Siehe “ISO
12156-1”.
HINWEIS
Das Kraftstoffsystem wurde für Kraftstoffe, die gemäß
Prüfung nach “ISO 12156-1” eine Schmierfähigkeit
mit einem Verschleißnabendurchmesser von bis zu
0,52 mm (0,0205") aufweisen, zugelassen. Ein Kraftstoff mit einem höheren Verschleißnarbendurchmesser als 0,52 mm (0,0205") führt zu einer verkürzten
Nutzungsdauer und vorzeitigem Ausfall des
Kraftstoffsystems.
Kraftstoffadditive können die Schmierfähigkeit eines
Kraftstoffes verbessern. Wenn Kraftstoffadditive
erforderlich sind, sollte der Kraftstofflieferant zu Rate
gezogen werden. Der Kraftstofflieferant kann
empfehlen, welche Additive in welchem Ausmaß
verwendet werden können.
Destillation
Die Destillation gibt das Gemisch der verschiedenen
Kohlenwasserstoffe im Kraftstoff an. Ein hoher Anteil
von leichten Kohlenwasserstoffen kann die
Verbrennungseigenschaften beeinträchtigen.
Empfehlung für Biodiesel und
Verwendung von B20
Biodiesel ist ein Kraftstoff, der als MonoalkylFettsäureester definiert werden kann. Biodiesel ist ein
Kraftstoff, der aus vielen verschiedenen Rohstoffen
gewonnen werden kann. Der in Europa
gebräuchlichste Biodiesel ist Rapsmethylester
(RME). Dieser Biodiesel ist ein Rapsöl -Derivat.
Dahingegen ist in den USA Sojamethylester (SME)
der gebräuchlichste Biodiesel. Dieser Biodiesel ist ein
Sojaöl -Derivat. Sojaöl oder Rapsöl sind die
wichtigsten Rohstoffe. Diese Kraftstoffe werden unter
dem Begriff Fettsäure-Methylester (FAME)
zusammengefasst.
Kaltgepresste Pflanzenöle sind als Kraftstoffe in
beliebiger Konzentration in Dieselmotoren NICHT
zulässig. Ohne Veresterung verfestigen sich diese
Kraftstoffe im Kurbelgehäuse und Kraftstofftank.
Diese Kraftstoffe sind unter Umständen mit vielen
Elastomeren, die in heutzutage hergestellten Motoren
verwendet werden, nicht kompatibel. In ihrem
ursprünglichen Zustand eignen sich diese Öle nicht
als Kraftstoffe in Dieselmotoren. Zu den alternativen
Grundstoffen für Biodiesel sind tierische Fette, AbfallKüchenöle und verschiedene andere Rohstoffe zu
rechnen. Damit es als Kraftstoff verwendet werden
kann, muss ein als Kraftstoff zulässiges Öl verestert
sein.
Kraftstoff, der zu 100% aus FAME gewonnen wurde,
wird in der Regel als B100-Biodiesel oder als
sauberer Biodiesel bezeichnet.
76
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Biodiesel kann mit Destillatdieselkraftstoff gemischt
werden. Diese Mischung kann als Kraftstoff
verwendet werden. Die in Europa gebräuchlichsten
Biodiesel-Mischungen sind B5, die aus 5 Prozent
Biodiesel und 95 Prozent Destillatdieselkraftstoff
besteht, und B20, die aus 20 Prozent Biodiesel und
80 Prozent Destillatdieselkraftstoff besteht.
[German] Anmerkung: Bei den Prozentwerten
handelt es sich um volumenbezogene Angaben.
Die US- Spezifikation für Destillatdieselkraftstoff
“ASTM D975-09a” schließt Biodiesel bis B5
(5Prozent) ein.
Die EU-Spezifikation für Destillatdieselkraftstoff
EN590:2010 schließt Biodiesel bis B7 (7 Prozent) ein.
[German] Anmerkung: Von Perkins hergestellte
Motoren werden unter Verwendung der von der USamerikanischen Umweltschutzbehörde und der EU
vorgeschriebenen Zertifizierungskraftstoffe
zertifiziert. Bei Verwendung anderer Kraftstoffe erteilt
Perkins keine Zertifizierung für die betreffenden
Motoren. Es liegt im Verantwortungsbereich des
Motornutzers, den richtigen Kraftstoff zu verwenden,
der vom Hersteller empfohlen und von der EPA bzw.
anderen Aufsichtsbehörden zugelassen wird.
Spezifikationsanforderungen
Der saubere Biodiesel muss der Norm “EN14214
oder ASTM D6751” (in den USA) entsprechen. Der
Biodiesel darf nur mit bis zu 20 Volumenprozent mit
zulässigem Mineraldieselkraftstoff vermischt werden.
Dieser Mineraldieselkraftstoff muss den
Anforderungen in der neuesten Ausgabe der Norm
“EN590 oder ASTM D975 S15” entsprechen.
In den USA müssen Biodieselmischungen von B6 bis
B20 den Anforderungen entsprechen, die in der
neuesten Ausgabe der Norm “ASTM D7467” (B6 bis
B20) aufgelistet sind, und sie müssen eine APIDichtezahl von 30–45 aufweisen.
In Nordamerika müssen Biodiesel und
Biodieselmischungen von Lieferanten bzw. Händlern
bezogen werden, die gemäß BQ-9000 akkreditiert
bzw. zertifiziert sind.
In anderen Ländern dieser Welt muss Biodiesel
verwendet werden, der gemäß BQ-9000 akkreditiert
und zertifiziert ist oder der von einer vergleichbaren
offiziellen Stelle zur Bewertung der Qualität von
Biodiesel akkreditiert und zertifiziert wurde und so
vergleichbaren Standards bezüglich der
Biodieselqualität entspricht.
Motorwartungsanforderungen
Der Biodiesel besitzt aggressive Eigenschaften,
durch die sich Ablagerungen im Kraftstofftank und in
den Kraftstoffleitungen lösen können. Diese
aggressiven Eigenschaften des Biodiesels säubern
praktisch den Kraftstofftank und die
Kraftstoffleitungen. Diese Säuberung des
Kraftstoffsystems kann jedoch zu einem frühzeitigen
Verstopfen der Kraftstofffilter führen. Perkins
empfiehlt, die Kraftstofffilter nach der erstmaligen
Verwendung einer B20-Biodieselmischung nach 50
Betriebsstunden auszutauschen.
Die im Biodiesel vorhandenen Glyceride führen
ebenfalls zu einer schnelleren Verstopfung der
Kraftstofffilter. Daher sollte das regelmäßige
Serviceintervall auf 250 Betriebsstunden
herabgesetzt werden.
Bei Verwendung von Biodiesel können das Öl im
Kurbelgehäuse und die Nachbehandlungssysteme
beeinträchtigt werden. Diese Beeinträchtigung ist auf
die chemische Zusammensetzung und die
Eigenschaften des Biodieselkraftstoffs, wie Dichte
und Verdampfungsverluste, und auf eventuelle
chemische Schmutzstoffe im Kraftstoff, wie Alkalioder Erdalkalimetalle (Natrium, Kalium, Kalzium und
Magnesium), zurückzuführen.
• Die Schmieröl-/Kraftstoffverdünnung ist höher,
wenn Biodiesel oder Biodieselmischungen
verwendet werden. Die erhöhte Verdünnung bei
Verwendung von Biodiesel oder
Biodieselmischungen beruht auf den für Biodiesel
typischen niedrigeren Verdampfungsverlusten. Die
in der Branche weit verbreiteten neuesten
Motorkonstruktionen mit
Emissionsbegrenzungsstrategien im Zylinder
können zu einer höheren Biodieselkonzentration
im Sumpf führen. Die langfristigen Auswirkungen
einer solchen Biodieselkonzentration im Öl des
Kurbelgehäuses sind derzeit unbekannt.
• Perkins empfiehlt, eine Öldiagnose
durchzuführen, um die Qualität des Motoröls bei
Verwendung von Biodiesel zu überprüfen.
Sicherstellen, dass die Biodieselmenge im
Kraftstoff bei Entnahme der Ölprobe notiert wird.
Leistungsprobleme
Aufgrund des niedrigeren Energiegehalts im
Vergleich zu handelsüblichen Destillatkraftstoffen
verringert sich die Leistung bei Einsatz von B20 um 2
bis 4 Prozent. Darüber hinaus kann sich die Leistung
aufgrund von Ablagerungen in den
Kraftstofffeinspritzelementen mit der Zeit weiter
verschlechtern.
77
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Es ist bekannt, dass Biodiesel und
Biodieselmischungen erhöhte Ablagerungen im
Kraftstoffsystem verursachen, wobei den
Ablagerungen in den Kraftstoffeinspritzelementen
besondere Bedeutung zukommt. Diese
Ablagerungen können aufgrund verminderter oder
modifizierter Kraftstoffeinspritzung die Leistung
vermindern oder zu anderen Funktionsproblemen
führen.
[German] Anmerkung: Der Kraftstoffreiniger
T400012 von Perkins wirkt außerordentlich effektiv
gegen Verschmutzungen und die Bildung von
Ablagerungen. Der Dieselkraftstoffzusatz von Perkins
verbessert die Stabilität von Biodiesel und
Biodieselmischungen und verringert so die Probleme
mit Ablagerungen. Weitere Informationen siehe
“Perkins -Dieselkraftstoff-Systemreiniger”.
Biodiesel-Kraftstoffe enthalten Metallpartikel
(Natrium, Kalium, Kalzium und/oder Magnesium), die
während der Verbrennung im Dieselmotor
Ascheprodukte bilden. Diese Ascheprodukte wirken
sich auf die Lebensdauer und die Leistung der
Nachbehandlungssysteme zur Steuerung der
Emissionen aus und können sich im DPF
ansammeln. Diese Ascheansammlungen führen
möglicherweise zu häufigeren Serviceintervallen und
zu einem Leistungsverlust.
Allgemeine Anforderungen
Biodiesel weist eine mangelhafte
Oxidationsbeständigkeit auf, was langfristig zu
Problemen bei der Lagerung von Biodiesel führen
kann. Biodieselkraftstoff sollte innerhalb von sechs
Monaten nach der Herstellung verbraucht werden.
Befindet sich B20-Biodieselmischung im
Kraftstoffsystem, sollte die Maschine bzw. der Motor
höchstens drei Monate gelagert werden.
Aufgrund der unzureichenden
Oxidationsbeständigkeit und anderer potenzieller
Probleme wird dringendst empfohlen, Motoren mit
begrenzter Betriebsdauer entweder gar nicht mit B20Biodieselmischungen zu verwenden oder aber - unter
Inkaufnahme bestimmter Risiken - die Verwendung
von Biodiesel auf maximal B5 zu beschränken.
Beispiele für Anwendungen, die für
Biodieselverwendung nur bedingt geeignet sind:
Notstromaggregate und bestimmte
Noteinsatzfahrzeuge.
Perkins empfiehlt dringendst, bei nur saisonal
betriebenen Motoren die Kraftstoffsysteme,
einschließlich Kraftstofftanks, mit herkömmlichem
Dieselkraftstoff durchzuspülen, bevor sie für einen
längeren Zeitraum eingelagert werden. Ein Beispiel
für eine Maschine, bei der das Kraftstoffsystem
saisonal gespült werden sollte, ist ein Mähdrescher.
Mikrobielle Verunreinigung und Mikrobenwachstum
kann Korrosion im Kraftstoffsystem und vorzeitige
Verstopfung des Kraftstofffilters verursachen.
Wenden Sie sich an Ihren Kraftstoffhändler, wenn Sie
Hilfe bei der Auswahl der geeigneten Additive gegen
Mikroben benötigen.
Wasser beschleunigt die mikrobielle Verunreinigung
und das Mikrobenwachstum. Im Vergleich zu
Destillatkraftstoffen ist es wahrscheinlicher, dass
Wasser im Biodiesel vorhanden ist. Es daher
notwendig, den Wasserabscheider häufiger zu
kontrollieren und ggf. etwaiges Wasser abzulassen.
Materialien wie Messing, Bronze, Kupfer, Blei, Zinn
und Zink beschleunigen den Oxidationsprozess des
Biodieselkraftstoffs. Durch diesen Oxidationsprozess
können sich Ablagerungen bilden. Aus diesem Grund
dürfen diese Materialien nicht für Kraftstofftanks und
Kraftstoffleitungen verwendet werden.
Kraftstoff für den Einsatz bei tiefen
Umgebungstemperaturen
Die Euronorm “EN590” beinhaltet witterungsbedingte
Anforderungen und eine Reihe von Optionen. Die
Gültigkeit der Optionen kann in jedem Land anders
sein. Es gibt fünf Klassen, die arktischem Klima und
extrem tiefen Umgebungstemperaturen im Winter
zugeordnet sind. 0, 1, 2, 3 and 4.
Kraftstoff gemäß “EN590”, KLASSE 4, kann bei
tiefen Umgebungstemperaturen bis -44 °C (-47,2 °F)
verwendet werden. Siehe “EN590” für eine
detaillierte Aufstellung der physikalischen
Kraftstoffeigenschaften.
Der in den USA verwendete Dieselkraftstoff gemäß
“ASTM D975 1-D” kann bei sehr tiefen Temperaturen
unter −18 °C (−0,4 °F) eingesetzt werden.
Kraftstoffadditive anderer Hersteller
Von zusätzlichen Dieselkraftstoffadditiven wird im
Allgemeinen abgeraten. Dies ist darauf
zurückzuführen, dass sie Schäden am
Kraftstoffsystem oder Motor verursachen können. Der
Kraftstoffzulieferer oder Kraftstoffhersteller mengt die
geeigneten zusätzlichen Dieselkraftstoffadditive bei.
Perkins erkennt die Tatsache an, dass unter
bestimmten Umständen Additive eventuell benötigt
werden.
[German] Anmerkung: Einige korrosionshemmende
Additive können zur Verschmutzung des Injektors
und so zu einer Fehlfunktion des Injektors führen.
Wenn Kraftstoffadditive erforderlich sind, sollte der
Kraftstofflieferant zu Rate gezogen werden. Der
Kraftstofflieferant kann ein geeignetes Additiv
empfehlen und dahingehend beraten, in welchem
Umfang eine Behandlung erforderlich ist.
78
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
[German] Anmerkung: Damit optimale Ergebnisse
erzielt werden können, sollte der Kraftstofflieferant
den Kraftstoff behandeln, wenn Additive erforderlich
sind. Der behandelte Kraftstoff muss die in Tabelle 15
aufgeführten Anforderungen erfüllen.
Flüssigkeitsempfehlungen
Perkins -Dieselkraftstoff-Systemreiniger
Allgemeine Informationen zu
Schmiermitteln
Der Perkins -Kraftstoffreiniger T400012 ist der
einzige Kraftstoffreiniger, der von Perkins empfohlen
wird.
Wen Biodiesel oder Biodieselmischungen als
Kraftstoff verwendet werden, schreibt Perkins die
Verwendung eines Kraftstoffreinigers von Perkins
vor. Der Kraftstoffreiniger dient zur Entfernung von
Ablagerungen, die sich infolge der Nutzung von
Biodiesel im Kraftstoffsystem gebildet haben. Weitere
Informationen zur Verwendung von Biodiesel und
Biodieselmischungen sind dem Abschnitt
“Empfehlung für Biodiesel und Verwendung von B20”
zu entnehmen.
Der Kraftstoffreiniger von Perkins entfernt
Ablagerungen, die sich infolge der Nutzung von
Biodiesel und Biodieselmischungen im
Kraftstoffsystem bilden können. Diese Ablagerungen
führen u. U. zu einem Verlust der Maschinen- und
Motorleistung.
Nach dem Hinzugeben des Kraftstoffreinigers zum
Kraftstoff dauert es rund 30 Betriebsstunden, bis die
Ablagerungen aus dem Kraftstoffsystem entfernt
sind. Um maximale Ergebnisse zu erzielen, den
Kraftstoffreiniger für die Dauer von bis zu 80
Betriebsstunden verwenden. Der Kraftstoffreiniger
von Perkins kann ohne negative Auswirkungen auf
die Haltbarkeit des Motors oder Kraftstoffsystems
fortlaufend eingesetzt werden.
i06281761
Aufgrund staatlicher Richtlinien zur Einhaltung von
Motorabgasemissionen müssen die
Schmierstoffempfehlungen befolgt werden.
• API
American Petroleum Institute (USamerikanisches Erdölinstitut)
• SAE
Society Of Automotive Engineers Inc.
• ACEA
Association des Constructeurs
Européens d'Automobiles (Verband der
europäischen Automobilhersteller)
• ECF-3
Engine Crankcase Fluid
(Kurbelgehäuseöl-Spezifikation)
Zulassung
Das Engine Oil Licensing and Certification System
(Lizenzierungs- und Zertifizierungssystem für
Motoröl) des US-amerikanischen Erdölinstituts
(American Petroleum Institute, API) und des Verband
der europäischen Automobilhersteller (Association
des Constructers European Automobiles, ACRA) wird
von Perkins anerkannt. Die neueste Ausgabe der
“API-Veröffentlichung Nr. 1509” enthält ausführliche
Informationen zu diesem System. Mit dem APISymbol gekennzeichnete Motoröle haben die APIZulassung.
Detaillierte Anweisungen zur Häufigkeit der
Verwendung von Kraftstoffreiniger befinden sich auf
der Verpackung.
[German] Anmerkung: Der Kraftstoffreiniger von
Perkins ist mit den vorhandenen und gemäß Tier-4Norm der US- Umweltschutzbehörde (EPA) für den
Einsatz außerhalb des Straßenverkehrs zertifizierten
Katalysatoren zur Dieselmotor-Abgaskontrolle und
Partikelfiltern kompatibel. Perkins
-Kraftstoffsystemreiniger enthalten weniger als 15
ppm Schwefel und sind zur Verwendung mit ULSDKraftstoffen zugelassen.
Abbildung 55
Typisches API-Symbol
g01987816
SGBU9071
79
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Begriffe
Bestimmte Abkürzungen richten sich nach der
Nomenklatur in “SAE J754”. Manche
Klassifizierungen verwenden Abkürzungen aus der
Norm “SAE J183”, und einige Klassifizierungen
richten sich nach der “vom Verband der USMotorenhersteller (Engine Manufacturers
Association, EMA) empfohlenen Richtlinie zu
Dieselmotoröl”. Zusätzlich zu den Perkins
-Definitionen gibt es andere Definitionen, die beim
Kauf von Schmiermitteln hilfreich sind. Weitere
Informationen zu empfohlenen
Schmiermittelviskositäten sind diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Flüssigkeitsempfehlungen/
Motoröl” (Abschnitt Wartung) zu entnehmen.
Motoröl
Handelsübliche Öle
HINWEIS
Perkins schreibt die Nutzung von Motoröl mit folgenden Spezifikationen vor. Wenn nicht die richtige Motorölspezifikation verwendet wird, verkürzt
sich die Lebensdauer des Motors. Bei Verwendung von Motoröl mit anderen Spezifikationen
verringert sich ebenfalls die Nutzungsdauer des
Nachbehandlungssystems.
Tabelle 17
Ölspezifikation
API CJ-4
ACEA E9
ECF-3
Für die Ölkategorien API CJ-4 und ACEA E9 gelten
folgende chemische Grenzwerte:
• Der Sulfatascheanteil darf maximal 0,1 Prozent
betragen.
• Der Phosphorascheanteil darf maximal 0,12
Prozent betragen.
• 0. Der Schwefelgehalt darf maximal 4 Prozent
betragen.
Die chemischen Grenzwerte wurden eingeführt, um
die erwartete Nutzungsdauer des MotorNachbehandlungssystems zu gewährleisten. Die
Leistung des Motor-Nachbehandlungssystems kann
beeinträchtigt werden, wenn ein anderes als in
Tabelle 17 angegebenes Öl verwendet wird.
Die Nutzungsdauer des Nachbehandlungssystems
richtet sich nach der Ansammlung von Asche an der
Oberfläche des Filters. Asche ist ein inaktiver
Bestandteil von Feinstaub. Das System soll diesen
Feinstaub herausfiltern. Beim Verbrennen des Rußes
bleibt ein sehr geringer Anteil an Partikeln zurück.
Dieser Feinstaub kann den Filter verstopfen und so
zu einem Leistungsverlust und erhöhten
Kraftstoffverbrauch führen. Die meisten Aschepartikel
stammen vom Motoröl, das während des normalen
Betriebs langsam verbraucht wird. Diese
Aschepartikel werden mit dem Abgas mitgeführt. Um
die vorgesehene Nutzungsdauer des Produkts zu
gewährleisten, ist der Einsatz eines geeigneten
Motoröls von äußerster Bedeutung. Die in Tabelle 17
aufgeführten Ölspezifikationen weisen einen
niedrigen Aschegehalt auf.
Wartungsintervalle für Motoren, in denen
Biodiesel verwendet wird – Die Verwendung von
Biodiesel kann sich auf das Ölwechselintervall
auswirken. Mittels Ölanalyse den Zustand des
Motoröls überwachen. Aufgrund der Ergebnisse der
Ölanalyse das optimale Ölwechselintervall
bestimmen.
[German] Anmerkung: Diese Motoröle wurden
nicht von Perkins genehmigt und dürfen daher
nicht verwendet werden:CC, CD, CD-2, CF-4, CG4, CH-4 and CI-4.
Empfehlungen zur Viskosität von
Schmiermitteln für Dieselmotoren mit
Direkteinspritzung
Der richtige SAE-Viskositätsgrad des Öls wird durch
die tiefste Umgebungstemperatur, bei der ein kalter
Motor gestartet werden muss, und die höchste
Umgebungstemperatur während des Motorbetriebs
bestimmt.
Zur Bestimmung der notwendigen Ölviskosität zum
Starten eines kalten Motors siehe Abbildung 56
(minimale Temperatur).
Zur Bestimmung der notwendigen Ölviskosität für den
Motorbetrieb bei der höchsten zu erwartenden
Umgebungstemperatur siehe Abbildung 56
(maximale Temperatur).
Im Allgemeinen ist ein Öl mit dem höchsten
Viskositätsgrad zu wählen, der für die
Umgebungstemperatur beim Starten des Motors
zulässig ist.
80
SGBU9071
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Um die optimale Leistung eines Perkins -Motors zu
erreichen, müssen folgende Richtlinien eingehalten
werden:
• Siehe die geeigneten “Schmierstoffviskositäten”.
Siehe die entsprechende Abbildung 56 , um den
richtigen Viskositätsgrad für den Motor zu
bestimmen.
• Den Motor zum festgelegten Intervall warten.
Frisches Öl verwenden und einen neuen Ölfilter
einsetzen.
• Die Wartung zu den in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Wartungsintervalle”
angegebenen Wartungsintervallen durchführen.
Ölanalyse
Abbildung 56
g03329707
Schmierstoffviskositäten
Für das Starten bei völlig durchgekühltem Zustand
unterhalb der minimalen Umgebungstemperatur wird
zusätzliches Vorwärmen empfohlen. Je nach
zusätzlicher Last und anderen Faktoren kann auch
beim Starten bei völlig durchgekühltem Zustand
oberhalb der angegebenen minimalen Temperatur
zusätzliches Vorwärmen erforderlich sein. Starten bei
völlig durchgekühltem Zustand ist gegeben, wenn der
Motor längere Zeit nicht betrieben wurde. Dieses
Intervall erhöht die Viskosität des Öls aufgrund der
kühleren Umgebungstemperaturen.
Öladditive anderer Hersteller
Perkins empfiehlt nicht, dem Öl Additive anderer
Hersteller beizufügen. Die Verwendung von Additiven
anderer Hersteller ist nicht erforderlich, damit der
Motor seine optimale Nutzungsdauer oder
Nennleistung erreicht. Gebrauchsfertige Öle
bestehen aus Grundölen und handelsüblichen
Additivpaketen. Diese Additivpakete werden den
Grundölen in genauer Dosierung beigemischt, um ein
Endprodukt zu erhalten, das in seinen
Leistungsmerkmalen den Industrienormen entspricht.
Es gibt keine Industrienormen-Prüfungen, mit denen
die Leistung oder Verträglichkeit der Additive anderer
Hersteller im Fertigöl eingestuft werden kann. Die
Additive anderer Hersteller sind unter Umständen mit
dem im Fertigöl vorhandenen Additivpaket nicht
verträglich. Das kann die Leistung des Fertigöls
beeinträchtigen. Die Additive anderer Hersteller
vermischen sich unter Umständen nicht mit dem
Fertigöl, sodass sich schlammartige Ablagerungen im
Kurbelgehäuse bilden können. Perkins rät davon ab,
Additive anderer Hersteller in Fertigölen zu
verwenden.
Einige Motoren können mit einem
Ölprobeentnahmeventil ausgerüstet sein. Wenn eine
Ölanalyse durchgeführt werden soll, dient das
Ölprobenentnahmeventil zur Entnahme von
Motorölproben. Die Ölanalyse vervollständigt das
Programm der vorbeugenden Wartung.
Die Ölanalyse ist ein Diagnosewerkzeug, mit dem
sich die Leistungsfähigkeit des Öls und die
Verschleißtendenzen der Bauteile feststellen lassen.
Die Ölanalyse dient außerdem zur Erkennung und
Messung von Verschmutzungen. Die Ölanalyse
umfasst folgende Prüfungen:
• Mit der Verschleißratenanalyse wird der Verschleiß
der Metallteile des Motors überwacht. Die Menge
und Herkunft der Verschleißmetallteilchen im Öl
werden analysiert. Einer Zunahme der
Verschleißrate kommt einer ebenso wichtigen
diagnostische Bedeutung zu wie der Menge der
Metallteilchen im Motoröl.
• Prüfungen werden durchgeführt, um
Verschmutzungen des Öls durch Wasser, Glykol
oder Kraftstoff zu ermitteln.
• Mit der Ölzustandsanalyse wird der Verlust der
Schmiereigenschaften des Öls festgestellt. Mithilfe
einer Infrarotanalyse werden die Eigenschaften
von frischem Öl mit denen der Ölprobe verglichen.
Durch diese Analyse kann der Alterungsgrad des
Öls während des Einsatzes festgestellt werden.
Mit dieser Analyse kann auch überprüft werden, ob
das Öl während des gesamten Ölwechselintervalls
den Spezifikationen entspricht.
i05934918
Flüssigkeitsempfehlungen
(Dieselabgasfluid (DEF, Diesel
Exhaust Fluid))
SGBU9071
81
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
DEF-Qualität
Allgemeines
Dieselabgasfluid (DEF) ist eine Flüssigkeit, die vor
der selektiven katalytischen Reduktion (SCR,
Selective Catalytic Reduction) in das
Nachbehandlungssystem eingespritzt wird. Dieses
Verfahren der Einspritzung des DEF in das Abgas
erzeugt eine Reaktion im SCR-System. Die
Stickstoffoxidmoleküle (NOx) im Abgas werden in
elementaren Stickstoff und Wasser umgewandelt.
Durch diese Umwandlung werden die Emissionen
des Motors verringert.
Technische Daten
In Perkins-Motoren verwendetes DEF muss die ISOSpezifikation 22241-1 für Qualität erfüllen. Die
Anforderungen der ISO-Spezifikation 22241-1
werden von vielen DEF-Marken erfüllt, einschließlich
derer, die die AdBlue- oder API-Zertifizierung tragen.
Die Dokumentenreihe ISO-Norm 22241 enthält
Informationen zu Qualitätsanforderungen,
Prüfverfahren, Handhabung, Transport, Lagerung
und Nachfüllschnittstelle.
Verschütten
Beim Ein- bzw. Umfüllen von DEF ist Sorgfalt
geboten. Verschüttete oder ausgelaufene Flüssigkeit
sollte sofort beseitigt werden. Alle Oberflächen sollten
abgewischt und mit Wasser abgespült werden.
Verschüttetes DEF kristallisiert, wenn das Wasser in
der Flüssigkeit verdampft. Verschüttetes DEF greift
Lack und Metall an. Wird DEF verschüttet, den
Bereich mit Wasser abwaschen.
Vorsicht ist geboten, wenn DEF in der Nähe eines
Motors, der vor kurzem in Betrieb war, ein- bzw.
umgefüllt wird. Wenn DEF auf heiße Baugruppen
verschüttet wird, können Ammoniakdämpfe
freigesetzt werden. Die Ammoniakdämpfe nicht
einatmen. Die verschüttete Flüssigkeit nicht mit
Bleichmitteln beseitigen.
Befüllen des DEF-Tanks
Der Einfülldeckel am DEF-Tank muss blau sein. Der
DEF-Füllstand ist wichtig. Läuft der DEF-Tank leer
oder wird er bei einem niedrigen Füllstand betrieben,
kann der Motorbetrieb beeinträchtigt werden.
Aufgrund der korrosiven Eigenschaften des DEF
müssen beim Füllen eines DEF-Tanks die richtigen
Materialien verwendet werden.
Die Qualität des DEF kann mit einem
Brechzahlmesser gemessen werden. Das DEF muss
die ISO-Norm 22241-1 erfüllen, bei einer
Harnstofflösung von 32,5 Prozent. Perkins bietet
einen Brechzahlmesser T400195 zum Prüfen der
DEF-Konzentration an.
Sauberkeit
Verunreinigungen können die Qualität und Haltbarkeit
von DEF beeinträchtigen. Beim Einfüllen in den DEFTank ist die Filterung von DEF ratsam. Filter sollten
mit DEF kompatibel sein und ausschließlich mit DEF
verwendet werden. Vor der Verwendung ist mit dem
Filterlieferanten die Verträglichkeit mit DEF
abzuklären. Es werden Siebfilter mit kompatiblen
Metallen wie z. B. Edelstahl empfohlen. Filtermittel
aus Papier (Zellulose) und einige synthetische
Filtermittel werden wegen der Zersetzung während
des Gebrauchs nicht empfohlen.
Beim Ein- bzw. Umfüllen von DEF ist Sorgfalt
geboten. Verschüttete oder ausgelaufene Flüssigkeit
sollte sofort beseitigt werden. Maschinen- und
Motoroberflächen sollten sauber gewischt und mit
Wasser abgespült werden. Vorsicht ist geboten, wenn
DEF in der Nähe eines Motors, der vor kurzem in
Betrieb war, ein- bzw. umgefüllt wird. Verschütten von
DEF auf heiße Bauteile verursacht schädliche
Dämpfe.
Ablage
DEF nicht in direktem Sonnenlicht lagern.
Tabelle 18
Voraussichtliche DEFHaltbarkeit
Lagertemperatur
Unter 25 °C (77 °F)
18 Monate
25 °C (77 °F) bis 30 °C (86 °F) 12 Monate
30 °C (86 °F) bis 35 °C (95 °F) 6 Monate
Über 35 °C95 ( °F)
Qualität vor der Verwendung
prüfen
Perkins empfiehlt, aus dem Lager entnommenes DEF
immer zu kontrollieren, um sicherzustellen, dass das
DEF die ISO-Norm 22241-1 erfüllt.
Materialverträglichkeit
DEF ist korrosiv. Wegen der Korrosionswirkung muss
DEF in Behältern aus zugelassenen Werkstoffen
gelagert werden. Empfohlene Lagerwerkstoffe:
Edelstahlsorten:
82
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
• 304 (S30400)
• 304L (S30403)
• 316 (S31600)
• 316L (S31603)
Legierungen und Metalle:
• Chromnickel (CrNi)
• Chromnickelmolybdän (CrNiMo)
• Titan
Nichtmetallische Werkstoffe:
• Polyethylen
• Polypropylen
• Polyisobutylen
• Teflon (PFA)
• Polyfluorethylen (PFE)
• Polyvinylidenfluorid (PVDF)
• Polytetrafluorethylen (PTFE)
NICHT mit DEF verträgliche Werkstoffe sind u. a.
Aluminium, Magnesium, Zink, NickelBeschichtungen, Silber and Kohlenstoffstahl und
Lote, die irgendwelche der vorgenannten Werkstoffe
enthalten. Unerwartete Reaktionen sind möglich,
wenn DEF-Lösungen mit nicht verträglichem Material
oder unbekannten Werkstoffen in Berührung
kommen.
SGBU9071
SGBU9071
83
Wartungsempfehlungen
Druckentlastungssystem
Wartungsempfehlungen
Vor Durchführung von Wartungs- oder
Reparaturarbeiten an den Motorkraftstoffleitungen
müssen folgende Schritte durchgeführt werden:
i02919660
Druckentlastungssystem
Kühlsystem
1. Motor abstellen.
2. Zehn Minuten warten.
Zur Druckentlastung im Kraftstoffsystem auf keinen
Fall die Hochdruck-Kraftstoffleitungen lösen.
Motoröl
System steht unter Druck! Heißes Kühlmittel verursacht Verbrennungen. Die Kühlerkappe nur bei
abgestelltem Motor und abgekühltem Kühler abnehmen. Die Kappe langsam abnehmen, um den
Druck zu entspannen.
Zur Druckentlastung im Kühlsystem Motor
ausschalten. Die Kühlsystem-Druckkappe abkühlen
lassen. Die Kühlsystem-Druckkappe langsam
abnehmen, um den Druck zu entspannen.
Kraftstoffsystem
Zur Druckentlastung im Kraftstoffsystem Motor
ausschalten.
Hochdruck-Kraftstoffleitungen(falls
vorhanden)
Bei Kontakt mit unter hohem Druck stehendem
Kraftstoff kann es zu Flüssigkeitseindringung und
Verbrühungen kommen. Beim Herausspritzen von
Kraftstoff besteht Brandgefahr. Bei Nichtbeachtung der Anweisungen für Prüfung, Wartung und
Service besteht Verletzungs- oder sogar
Lebensgefahr.
Die Hochdruck-Kraftstoffleitungen sind die
Kraftstoffleitungen zwischen HochdruckKraftstoffpumpe und Hochdruck-Kraftstoffverteiler
und die Kraftstoffleitungen zwischen
Kraftstoffverteiler und Zylinderkopf. Diese
Kraftstoffleitungen unterscheiden sich von denen
anderer Kraftstoffsysteme.
Das hat folgende Gründe:
• In den Hochdruck-Kraftstoffleitungen herrscht
ständig hoher Druck.
• Der Druck im Innern der HochdruckKraftstoffleitungen ist höher als bei anderen
Kraftstoffsystemen.
Zur Druckentlastung im Schmiersystem Maschine
ausschalten.
i05481032
Schweißen an Motoren mit
elektronischen Steuerungen
HINWEIS
Da die Festigkeit des Rahmens vermindert werden
kann, raten einige Hersteller vom Schweißen am
Fahrzeugrahmen oder an den Trägern ab. Wenden
Sie sich bezüglich Schweißarbeiten am Fahrzeugrahmen oder an den Trägern an den Erstausrüster oder
Ihren Perkins -Händler.
Um Beschädigungen des Elektroniksteuergeräts
(ECM, Electronic Control Module), den Sensoren und
zugehörigen Bauteilen zu vermeiden, müssen
ordnungsgemäße Schweißverfahren angewandt
werden. Wenn möglich, das Bauteil vor dem
Schweißen ausbauen. Falls das Bauteil nicht
ausgebaut werden kann, muss bei Schweißarbeiten
an einer Anlage, die mit einem elektronisch
gesteuerten Motor ausgerüstet ist, das folgende
Verfahren angewandt werden. Das folgende
Verfahren gilt als das sicherste Verfahren für
Schweißarbeiten an einem Bauteil. Bei diesem
Verfahren wird das Risiko einer Beschädigung der
elektronischen Bauteile so gering wie möglich
gehalten.
HINWEIS
Das Schweißgerät nicht an elektrischen Komponenten wie der elektronischen Steuereinheit (ECM) oder
den Sensoren an Masse schließen. Durch einen falschen Masseanschluss können die Lager im Antriebsstrang, die Hydraulikkomponenten, elektrischen
Komponenten und andere Bauteile beschädigt
werden.
Das Massekabel des Schweißgeräts an dem Teil, an
dem geschweißt werden soll, festklemmen. Die
Klemme so nahe wie möglich an der Schweißstelle
anbringen. Dadurch wird die Gefahr einer Beschädigung verringert.
84
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Schweißen an Motoren mit elektronischen Steuerungen
[German] Anmerkung: Die Schweißarbeiten an
einem Ort durchführen, an dem keine
Explosionsgefahr besteht.
1. Den Motor abstellen. Die Stromversorgung in die
Stellung OFF (Aus) drehen.
2. Sicherstellen, dass die Kraftstoffzufuhr zum Motor
ausgeschaltet ist.
3. Das negative Batteriekabel von der Batterie
abklemmen. Wenn ein Batterietrennschalter
vorhanden ist, den Schalter ausschalten.
4. Alle elektronischen Bauteile von den
Kabelsträngen trennen. Dies gilt für die folgenden
Bauteile:
• Elektronische Bauteile für die angetriebenen
Bauteile
• Motorsteuergerät (ECM)
• Sensoren
• Elektrische Kraftstoffförderpumpe
• Elektronisch gesteuerte Ventile
• Relais
• Nachbehandlungserkennungs- Modul
HINWEIS
Zum Erden des Schweißgeräts keine elektrischen
Bauteile (ECM oder ECM-Sensoren) oder elektronischen Massepunkte verwenden.
Abbildung 57
g01075639
Siehe obiges Beispiel. Der Stromfluss vom
Schweißgerät zur Masseklemme des Schweißgeräts
verursacht keine Beschädigungen an den
betreffenden Bauteilen.
(1) Motor
(2) Schweißelektrode
(3) Schlüsselschalter ausgeschaltet
(4) Batterietrennschalter ausgeschaltet
(5) Batteriekabel unterbrochen
(6) Batterie
(7) Elektrisches/elektronisches Bauteil
(8) Minimaler Abstand zwischen dem Bauteil, an dem geschweißt
wird, und einem elektrischen/elektronischen Bauteil
(9) Bauteil, an dem geschweißt wird
(10) Stromweg des Schweißgerätes
(11) Masseklemme für das Schweißgerät
5. Das Massekabel des Schweißgeräts direkt an das
Teil anklemmen, an dem geschweißt werden soll.
Das Massekabel so nah wie möglich an der
Schweißung platzieren, um die Gefahr von
Beschädigungen durch Schweißstrom an
folgenden Bauteilen zu verringern. Lager,
hydraulische Bauteile, elektrische Bauteile und
Massebänder.
[German] Anmerkung: Wenn elektrische/
elektronische Bauteile als Masseanschluss für das
Schweißgerät verwendet werden oder wenn sich
elektrische/elektronische Bauteile zwischen dem
Masseanschluss des Schweißgeräts und der
Schweißstelle befinden, kann der Stromfluss vom
Schweißgerät das Bauteil stark beschädigen.
SGBU9071
85
Wartungsempfehlungen
Einsatz unter schweren Bedingungen
Umweltfaktoren
6. Den Kabelstrang vor Fremdkörpern und
Schweißspritzern schützen.
7. Die Werkstoffe entsprechend den
vorgeschriebenen Verfahren schweißen.
i05481025
Einsatz unter schweren
Bedingungen
Im Schwereinsatz werden die zulässigen Normen für
den Motor überstiegen. Perkins erlässt Normen für
folgende Motorparameter:
• Leistung, wie z. B. Leistungsbereich, Gangstufe
und Kraftstoffverbrauch
• Kraftstoffqualität
• Höhenlage über NN für Betrieb
Umgebungstemperaturen – Der Motor kann
langfristig bei extremer Kälte oder Hitze betrieben
werden. Ventilteile können durch Kohlerückstände
beschädigt werden, wenn der Motor häufig bei sehr
tiefen Umgebungstemperaturen gestartet und
abgestellt wird. Extrem warme Ansaugluft verringert
die Motorleistung.
Luftqualität – Ausgedehnter Einsatz in schmutziger
und staubiger Umgebung ist möglich, wenn die
Ausrüstung regelmäßig gereinigt wird.
Ansammlungen von Schlamm, Schmutz und Staub
können Bauteile einschließen. Die Wartung kann
deutlich erschwert werden. Die Ablagerungen können
Korrosion verursachende Chemikalien enthalten.
Aufbauen – Durch Verbindungen, Elemente,
Chemikalien, die Korrosion verursachen, und Salz
können einige Bauteile beschädigt werden.
Höhenlage – Probleme können auftreten, wenn der
Motor auf einer Seehöhe betrieben wird, die über der
vorgeschriebenen Einsatzhöhe liegt. In diesem Fall
müssen Einstellungen vorgenommen werden.
• Wartungsintervalle
Falsche Betriebsverfahren
• Ölsorte und Wartung
• Betrieb im unteren Leerlauf über längere
Zeiträume
• Kühlmittelsorte und Wartung
• Umweltbedingungen
• Montage
• Flüssigkeitstemperatur im Motor
Ob der Motor die definierten Parameter im Betrieb
einhält, ist den Normen für den Motor zu entnehmen,
oder wenden Sie sich an Ihren Perkins -Händler bzw.
Perkins -Vertriebspartner.
Schwereinsätze können zu beschleunigtem
Verschleiß der Bauteile führen. Motoren, die im
Schwereinsatz betrieben werden, müssen unter
Umständen häufiger gewartet werden, um maximale
Zuverlässigkeit und volle Nutzungsdauer zu
gewährleisten.
Aufgrund verschiedenartiger Einsätze ist es nicht
möglich, alle Faktoren, die zu einem Schwereinsatz
beitragen, zu bestimmen. Um weitere Informationen
über die für den Motor notwendigen
Wartungsarbeiten zu erhalten, wenden Sie sich an
Ihren Perkins -Händler bzw. Perkins
-Vertriebspartner.
Umgebungsbedingungen, falsche Betriebsverfahren
und falsche Wartungsverfahren sind Faktoren, die
dazu beitragen können, dass ein Einsatz als
Schwereinsatz eingestuft wird.
• Häufiges Abstellen des Motors ohne Abkühlzeiten
• Nennlast wird überschritten
• Nenndrehzahl wird überschritten
• Verwendung des Motors für einen nicht
genehmigten Einsatz
Falsche Wartungsverfahren
• Ausdehnung der Wartungsintervalle
• Empfehlungen für Kraftstoff, Schmiermittel und
Kühlmittel/Frostschutzmittel werden nicht beachtet
86
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Wartungsintervalle
i06281767
Wartungsintervalle
Alle 500 Betriebsstunden
“Batterie - Säurestand kontrollieren”. ......................89
“Motor - Öl und Filter wechseln” . ......................... 106
Wenn erforderlich
“Batterie - recyceln” . ..............................................88
“Batterie - ersetzen” . ..............................................88
“Batterie oder Batteriekabel - trennen” . ..................90
“DEF-Einfüllstutzensieb - reinigen”. ........................95
“Schläuche und Schlauchschellen - kontrollieren/
ersetzen”. .............................................................114
Alle 500 Betriebsstunden oder
jährlich
“Kühlsystem - Kühlmittelzusatz (SCA) prüfen/
hinzufügen”. ...........................................................94
“Dieselabgasfluid - einfüllen ” . ................................98
“Kraftstoffsystem - Hauptfilterelement
(Wasserabscheider) ersetzen” . ........................... 109
“Motor - reinigen” ................................................. 100
“Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter ersetzen”........110
“Motorluftfilterelement (doppeltes Element) –
überprüfen/reinigen/ersetzen” . ............................ 100
“Massestift - kontrollieren/reinigen/festziehen”......114
“Motorluftfilterelement (einzelnes Element) –
überprüfen/reinigen/ersetzen” . ............................ 103
“Motor - Ölprobe entnehmen” . ............................. 105
Alle 2000 Betriebsstunden
“Luftabsperrvorrichtung - prüfen”. ...........................87
“Kraftstoffsystem - entlüften” . .............................. 108
Alle 2000 Betriebsstunden oder
jährlich
“Kühler - reinigen” .................................................117
“Kurbelgehäuse - Entlüfter reinigen” . .................. 104
Täglich
“Entdunsterfilter - Element ersetzen”. ...................112
“Druckluftbehälter - Wasser und Bodensatz
ablassen” . ..............................................................88
Alle 2500 Betriebsstunden
“Kühlmittel – Füllstand überprüfen” . .......................93
“Angetriebene Ausrüstung - kontrollieren”. .......... 100
“Luftreiniger - Wartungsanzeige kontrollieren” ..... 103
“Motor - Ölstand kontrollieren”. ............................ 105
“Kraftstoffsystem - Hauptfilter und Wasserabscheider
entleeren”. ............................................................110
“Nebenantriebskupplung – Prüfung” . ...................116
“Sichtkontrolle”. ....................................................117
Alle 50 Betriebsstunden oder
wöchentlich
“Motor - Ventilspiel kontrollieren”. ........................ 107
Alle 3000 Betriebsstunden oder 2
Jahre
“Kühlmittel (Dieselmotoren-Frostschutz-Kühlmittel) –
wechseln”. ..............................................................90
Alle 4000 Betriebsstunden
“Luftkompressor – Prüfung”. ...................................87
“Motorlager - kontrollieren” . ................................. 104
“Starter - kontrollieren”..........................................117
Alle 5000 Betriebsstunden
“Kraftstofftank - Wasser und Bodensatz ablassen”111
“Dieselabgasfluid-Filter - Ersetzen” . .......................98
Alle 250 Betriebsstunden
“Dieselpartikelfilter - reinigen”. ................................99
“Keilriemen - kontrollieren/ersetzen” . .....................90
Nach den ersten 500
Betriebsstunden
“Motor - Ventilspiel kontrollieren”. ........................ 107
“Injektor (Dieselabgasfluid) - ersetzen ”. ...............116
Alle 6000 Betriebsstunden oder 3
Jahre
“Langzeitkühlmittel (ELC) – hinzufügen” . ...............93
SGBU9071
87
Wartungsempfehlungen
Luftkompressor – Prüfung
Alle 10 000 Betriebsstunden
“Filter der DEF-Sammelleitung - austauschen”.......96
“Überholung des Motors”......................................116
Alle 12000 Betriebsstunden oder 6
Jahre
“Kühlmittel (ELC) – wechseln” . ...............................92
i06246415
Luftkompressor – Prüfung
(Wenn vorhanden)
Wenn das am Luftkompressor-Zylinderkopf montierte
Luftkompressor-Druckbegrenzungsventil
Druckluft austreten lässt, hat sich eine Störung im
Druckluftsystem, unter Umständen eine Blockierung infolge von Vereisung, entwickelt.
Den Motor erst wieder in Betrieb nehmen, wenn
die Ursache für den Luftaustritt gefunden und behoben worden ist. Bei einer Nichtbeachtung kann
es zu Sachschäden und Körperverletzungen, unter Umständen mit Todesfolge, in der Maschine
und ihrer Umgebung kommen.
Das Druckbegrenzungsventil dient zur Ableitung der
Druckluft, falls es zu einer Störung im Luftkompressor
kommt.
Die Luftleitung nur vom Luftkompressorregler abnehmen, wenn die Druckluftbremse und die Zusatz-Luftanlagen entlüftet wurden. Wenn die
Druckluftbremse und die Zusatz-Luftanlagen
nicht vor dem Ausbau des Luftkompressors und/
oder Unterbrechen der Luftleitungen entlüftet
werden, besteht Verletzungsgefahr.
Das Druckbegrenzungsventil des Luftkompressors
wird bei einem Druck von 1723 kPa (250 psi)
ausgelöst. Falls Druckluft aus dem
Druckbegrenzungsventil des Luftkompressors
abgelassen wird, müssen alle Personen einen
sicheren Abstand zum Luftkompressor einhalten. Das
Betriebspersonal darf sich außerdem nicht im
Gefahrenbereich des Luftkompressors aufhalten,
wenn der Motor betrieben wird und der
Luftkompressor freiliegt.
Wenden Sie sich, wenn erforderlich, an Ihren Perkins
-Händler, wenn Sie Unterstützung benötigen.
i06246443
Luftabsperrvorrichtung prüfen
Um sicherzustellen, dass das
Saugrohrklappenabstellungs-Ventil stets schließt,
wenn der Motor Rauchgase aufnimmt, folgende
Prüfung bei jedem Ölwechsel durchführen. Ein
Fehlschlagen der Prüfung kann auf Verschleiß an der
Schnittstelle zwischen der Sperrplatte und dem
Ventilgehäuse und/oder am Lagersystem hindeuten.
Abbildung 58
Typische Ausführung
(1) Druckbegrenzungsventil
g03813903
1. Den Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen.
Sicherstellen, dass alle üblicherweise für die
Anwendung verwendeten Zubehörteile, wie ein
Lüfter oder Nebenantrieb, in Betrieb sind.
88
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Druckluftbehälter - Wasser und Bodensatz ablassen
2. Die Saugrohrklappenabstellung manuell betätigen.
Bei elektrisch betätigten
Saugrohrklappenabstellungen den
Saugrohrklappenabstellungs-Magnetschalter mit
einer geeigneten Stromversorgung oder
Überbrückungskabeln von der Batterie unter Strom
setzen. Sicherstellen, dass der Magnetschalter nur
ein kurzzeitiges Signal erhält, um Überhitzung zu
vermeiden. Bei hydraulisch betätigten
Saugrohrklappenabstellungen, die bei einigen
Einheiten in Gefahrenbereichen verwendet
werden, das Ventil durch Ziehen des
Notstoppgriffs betätigen.
3. Sicherstellen, dass die Saugrohrklappenabstellung
betätigt wurde und der Motor vollständig zum
Stillstand kommt.
[German] Anmerkung: Da jede Anwendung
unterschiedliche Parasitärlasten und
Trägheitseigenschaften aufweist, kann die Zeitdauer
bis zum Auftreten des Problems nicht angegeben
werden. Wenn der Motor jedoch stottert oder
weiterläuft, können diese Symptome auf
verschlissene Komponenten hindeuten, die ersetzt
werden müssen.
HINWEIS
In einigen Fällen kann beim Betätigen des Saugrohrklappenabstellungs-Ventils Öl hinter dem Wellendichtring austreten. Durch wiederholtes Betätigen des
Saugrohrklappenabstellungs-Ventils beim Betrieb
des Motors unter Last kann der Turbolader mechanisch beschädigt oder die Lebensdauer des Turboladers verringert werden.
Beim Öffnen des Ablaßventils Schutzhandschuhe, Gesichtsschutz, Schutzkleidung und Sicherheitsschuhe tragen. Durch Druckluft kann
Schmutz weggeschleudert werden, wodurch Körperverletzungen verursacht werden können.
1. Das Ablaßventil, das sich unten am
Druckluftbehälter befindet, öffnen. Wasser und
Bodensatz ablassen.
2. Das Ablaßventil schließen.
3. Den Luftdruck kontrollieren. Der
Druckluftstartermotor benötigt einen Mindestdruck
von 620 kPa (90 psi) zur richtigen Funktion. Ein
Druck von 1550 kPa (225 psi) darf nicht
überschritten werden. Der normale Luftdruck liegt
zwischen 758 und 965 kPa (110 und 140 psi).
i02059833
Batterie - recyceln
Eine alte Batterie richtig entsorgen. Sie niemals
wegwerfen. Alte Batterien an folgenden Stellen
entsorgen:
• Batterielieferant
• zugelassene Batteriesammelstelle
• Recyclingsstätte
i01318826
Druckluftbehälter - Wasser und
Bodensatz ablassen
(falls vorhanden)
Wasser und Bodensatz im Druckluftstartersystem
kann zu folgenden Zuständen führen:
• Gefrieren
• Korrosion der inneren Teile
• Fehlfunktion des Druckluftstartersystems
i01880808
Batterie - ersetzen
Batterien geben brennbare Dämpfe ab, die explodieren können. Die brennbaren Dämpfe können
durch Funken entzündet werden. Dadurch kann
es zu schweren Körperverletzungen, unter Umständen mit Todesfolge, kommen.
Batterien, die sich in einem Gehäuse befinden,
müssen vorschriftsmäßig belüftet werden. Die
vorgeschriebenen Verfahren befolgen, um Funkenüberschlag und/oder Funken in der Nähe von
Batterien zu vermeiden. Beim Warten der Batterien nicht rauchen.
SGBU9071
89
Wartungsempfehlungen
Batterie - Säurestand kontrollieren
i02767127
Die Batteriekabel oder Batterien dürfen nicht aboder herausgenommen werden, wenn sich der
Batteriedeckel in seiner Stellung befindet. Bevor
irgendwelche Wartungsarbeiten vorgenommen
werden, muss der Batteriedeckel abgenommen
werden.
Wenn die Batteriekabel abgenommen oder die
Batterien herausgenommen werden, während
sich der Batteriedeckel in seiner Stellung befindet, können Batterien explodieren, was Körperverletzungen hervorrufen kann.
Batterie - Säurestand
kontrollieren
Nach langen Betriebsunterbrechungen oder wenn
der Motor jeweils kurzfristig in Betrieb genommen
wird, werden die Batterien nicht voll geladen.
Sicherstellen, dass Batterien immer voll geladen sind,
um zu verhindern, dass sie einfrieren. Bei
vorschriftsmäßig geladenen Batterien muss das
Amperemeter annähernd Null anzeigen, wenn der
Motor läuft.
1. Startschalter für den Motor in die Stellung AUS
stellen. Alle elektrischen Verbraucher ausschalten.
2. Alle Batterieladegeräte abschalten. Alle
Batterieladegeräte abnehmen.
3. Mit dem “-” Minuskabel ist die “-”
Batterieminusklemme an die “-”
Starterminusklemme angeschlossen. Das Kabel
vom Batterieminuspol “-” abnehmen.
4. Mit dem “+” Pluskabel ist die “+”
Batterieplusklemme an die “+” Starterplusklemme
angeschlossen. Das Kabel vom “+”
Batteriepluspol abnehmen.
Bleihaltige Batterien enthalten Schwefelsäure, die
Verbrennungen an Haut und Kleidung verursacht.
Bei der Arbeit an oder in der Nähe von Batterien
immer einen Gesichtschutz und Schutzkleidung
tragen.
1. Verschlusskappen abnehmen. Säurestand an der
Markierung “FULL” an der Batterie halten.
Zum Nachfüllen destilliertes Wasser verwenden.
Ist kein destilliertes Wasser vorhanden, kann auch
sauberes, mineralstoffarmes Wasser verwendet
werden. Kein künstlich enthärtetes Wasser
verwenden.
[German] Anmerkung: Alte Batterien richtig
entsorgen. Batterien niemals wegwerfen. Alte
Batterien an eine Aufbereitungsanlage zurückgeben.
5. Die alte Batterie ausbauen.
2. Elektrolyt mit einem geeigneten
Batteriesäureprüfer prüfen.
6. Eine neue Batterie montieren.
4. Batterien sauber halten.
[German] Anmerkung: Bevor die Kabel
angeschlossen werden, sicherstellen, dass sich der
Startschlüsselschalter in der Stellung AUS befindet.
7. Das Kabel vom Startermotor an den “+”
Batteriepluspol anschließen.
8. Das Kabel von der “- VE” Starterminusklemme an
die “-” Batterieminusklemme anschließen.
3. Verschlusskappen aufsetzen.
Batteriegehäuse mit einer der folgenden Lösungen
reinigen:
• Eine Mischung aus 0,1 kg (0,2 lb) Natron und
1 l (1 qt) reinem Wasser verwenden.
• Eine Lösung von Ammoniumhydroxid
verwenden.
Batteriegehäuse mit sauberem Wasser gründlich
spülen.
90
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Batterie oder Batteriekabel - trennen
i05474965
Batterie oder Batteriekabel trennen
8. Beim Anschließen der Batterie immer zuerst das
Pluskabel und dann erst das Minuskabel
anschließen.
i06246429
Die Batteriekabel oder Batterien dürfen nicht aboder herausgenommen werden, wenn sich der
Batteriedeckel in seiner Stellung befindet. Bevor
irgendwelche Wartungsarbeiten vorgenommen
werden, muss der Batteriedeckel abgenommen
werden.
Wenn die Batteriekabel abgenommen oder die
Batterien herausgenommen werden, während
sich der Batteriedeckel in seiner Stellung befindet, können Batterien explodieren, was Körperverletzungen hervorrufen kann.
1. Den Startschalter in die Stellung AUS drehen. Den
Zündschalter (wenn vorhanden) in die Stellung
OFF (Aus) drehen, den Schlüssel abziehen und
alle elektrischen Verbraucher ausschalten.
[German] Anmerkung: Nach dem Anhalten des
Motors 2 Minuten warten, damit die DieselabgasfluidLeitungen entlüftet werden können, bevor die
Stromzufuhr abgeschaltet wird.
2. Den negativen Pol der Batterie abklemmen. Darauf
achten, dass das Kabel den Pol nicht berühren
kann. Wenn vier 12-V-Batterien vorhanden sind,
müssen 2 negative Anschlüsse abgeklemmt
werden.
3. Den Anschluss am Pluspol entfernen.
Keilriemen - kontrollieren/
ersetzen
(Riemen mit mehreren Rippen)
Um optimale Leistung des Motors zu erreichen, den
Riemen auf Verschleiß und Rissbildung kontrollieren.
Verschlissene oder beschädigte Riemen ersetzen.
• Den Riemen auf Risse, Spalten, glasartige
Struktur, Fett, Verschiebung des Kordgewebes
und Verunreinigung durch Flüssigkeit kontrollieren.
Bei folgenden auftretenden Bedingungen muss der
Riemen ausgetauscht werden:
• Der Riemen weist in mehreren Rippen Risse auf.
• Mehrere Abschnitte des Riemens sind in einer
Rippe von maximal 50,8 mm (2") Länge
verschoben.
Beim Ersetzen des Riemens den automatischen
Riemenspanner auf Verschleiß und Beschädigungen
überprüfen. Sicherstellen, dass alle Rollen und
Riemenscheiben im Riemensystem sicher
angebracht sind und sich frei drehen können.
Zum Austauschen des Riemens siehe Demontageund Montagehandbuch, “Alternator Belt - Remove
and Install”. Wenn erforderlich, den Riemenspanner
ersetzen. Zur richtigen Vorgehensweise siehe
Demontage- und Montage,
“Drehstromgeneratorriemen - aus- und einbauen”.
4. Alle abgeklemmten Anschlüsse und Batteriepole
säubern.
5. Die Batteriepole und Kabelschuhe mit
feinkörnigem Sandpapier reinigen. Die Teile so
lange reinigen, bis die Oberflächen hell und
glänzend sind. NICHT zu viel Material entfernen.
Sonst passen die Kabelschuhe möglicherweise
nicht mehr einwandfrei. Die Kabelschuhe und Pole
mit geeignetem Silikonschmiermittel oder Vaseline
bestreichen.
6. Die Kabelanschlüsse mit Isolierband umwickeln,
um ein unbeabsichtigtes Anspringen des Motors
zu vermeiden.
7. Die erforderlichen Reparaturen vornehmen.
i06246422
Kühlmittel (DieselmotorenFrostschutz-Kühlmittel) –
wechseln
Das Kühlsystem vor Ablauf des empfohlenen
Wartungsintervalls reinigen und spülen, wenn die
folgenden Bedingungen erfüllt sind:
SGBU9071
91
Wartungsempfehlungen
Kühlmittel (Dieselmotoren-Frostschutz-Kühlmittel) – wechseln
• der Motor häufig überhitzt,
1. Motor abstellen und abkühlen lassen. KühlsystemEinfüllstutzendeckel langsam lösen, um den Druck
zu entlasten. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
abnehmen.
• Schaumbildung festgestellt wird,
• Öl in das Kühlsystem eingetreten und das
Kühlmittel verunreinigt worden ist
2. Kühlsystem-Ablassventil öffnen.
• Kraftstoff in das Kühlsystem gelangt und das
Kühlmittel verunreinigt worden ist
Kühlmittel ablaufen lassen.
Spülen
[German] Anmerkung: Nach Entleeren des
Kühlsystems Wasserpumpe und
Kühlwasserthermostat kontrollieren.
1. Das Kühlsystem mit klarem Wasser durchspülen,
um Fremdkörper zu entfernen.
2. Ablassventil schließen.
HINWEIS
Das Kühlmittel langsam, höchstens 19 l (5 US-Gall.)
pro Minute, einfüllen, um Lufteinschlüsse zu
vermeiden.
3. Das Kühlsystem mit sauberem Wasser füllen und
den Motor betreiben. Sicherstellen, dass sich der
Thermostat öffnet. Motor abstellen und abkühlen
lassen.
4. Das Kühlsystem entleeren.
5. Das Kühlsystem mit sauberem Wasser füllen und
den Motor betreiben, bis der Motor auf 82 °C
(180 °F) erwärmt ist.
6. Motor abstellen und abkühlen lassen. Das
Kühlsystem entleeren.
Füllen
Abbildung 59
g02351659
Das Kühlsystemablassventil befindet sich unten am
Kühler.
Entleeren
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
HINWEIS
Das Kühlmittel langsam, höchstens 19 l (5 US-Gall.)
pro Minute, einfüllen, um Lufteinschlüsse zu
vermeiden.
1. Kühlsystem mit Kühl-/Frostschutzmittel füllen.
Weitere Informationen zu KühlsystemSpezifikationen finden sich in diesem Betriebsund Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen”. KühlsystemEinfüllstutzendeckel nicht aufsetzen.
2. Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen.
Motordrehzahl auf 1500/min erhöhen. Motor eine
Minute lang mit hoher Drehzahl laufen lassen, um
den Motorblock zu entlüften. Motor abstellen.
92
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Kühlmittel (ELC) – wechseln
3. Den Kühlmittelstand überprüfen. Kühlmittelstand
innerhalb von 13 mm (0,5") unter der Unterkante
des Einfüllrohrs halten. Kühlmittelstand innerhalb
von 13 mm (0,5") zum richtigen Pegel im
Schauglas halten.
4. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel reinigen. Die
Dichtung am Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
kontrollieren. Wenn die Dichtung beschädigt ist,
alten Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel entsorgen
und neuen aufsetzen. Wenn die Dichtung des
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckels nicht beschädigt
ist, einen Drucktest durchführen. Der
vorgeschriebene Druck für den KühlsystemEinfüllstutzendeckel ist auf der Deckeloberfläche
eingestanzt. Wenn der KühlsystemEinfüllstutzendeckel den vorgegebenen Druck
nicht aufrechterhält, Deckel ersetzen.
5. Motor starten. Das Kühlsystem auf Leckstellen und
richtige Betriebstemperatur kontrollieren.
i06246428
Kühlmittel (ELC) – wechseln
Abbildung 60
HINWEIS
Perkins-Langzeitkühlmittel (ELC, Extended Life Coolant) muss zusammen mit einem Auffrischer verwendet werden, um 12.000 Betriebsstunden zu erreichen.
Weitere Informationen zu einem geeigneten Auffrischer sind beim Perkins-Vertriebshändler erhältlich.
Das Kühlsystem vor Ablauf des empfohlenen
Wartungsintervalls reinigen und spülen, wenn die
folgenden Bedingungen erfüllt sind:
• der Motor häufig überhitzt,
• Schaumbildung festgestellt wird,
g02351659
Entleeren
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
• Öl in das Kühlsystem eingetreten und das
Kühlmittel verunreinigt worden ist
1. Motor abstellen und abkühlen lassen. KühlsystemEinfüllstutzendeckel langsam lösen, um den Druck
zu entlasten. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
abnehmen.
• Kraftstoff in das Kühlsystem gelangt und das
Kühlmittel verunreinigt worden ist
2. Kühlsystem-Ablassventil öffnen.
[German] Anmerkung: Wenn Langzeitkühlmittel
(ELC, Extended Life Coolant) abgelassen und ersetzt
wird, ist zum Reinigen des Kühlsystems nur klares
Wasser erforderlich.
[German] Anmerkung: Nach Entleeren des
Kühlsystems Wasserpumpe und
Kühlwasserthermostat kontrollieren.
Kühlmittel ablaufen lassen.
Spülen
1. Das Kühlsystem mit klarem Wasser durchspülen,
um Fremdkörper zu entfernen.
2. Ablassventil schließen.
SGBU9071
93
Wartungsempfehlungen
Langzeitkühlmittel (ELC) – hinzufügen
HINWEIS
Das Kühlmittel langsam, höchstens 19 l (5 US-Gall.)
pro Minute, einfüllen, um Lufteinschlüsse zu
vermeiden.
3. Das Kühlsystem mit sauberem Wasser befüllen.
Kühlsystem-Einfülldeckel aufsetzen.
4. Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen,
bis die Kühlmitteltemperatur 49 bis 66 °C
(120 bis 150 °F) erreicht.
5. Motor abstellen und abkühlen lassen. KühlsystemEinfüllstutzendeckel langsam lösen, um den Druck
zu entlasten. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
abnehmen. Ablassventil öffnen. Das Wasser
ablaufen lassen. Kühlsystem mit sauberem
Wasser durchspülen. Ablassventil schließen.
Füllen
HINWEIS
Das Kühlmittel langsam, höchstens 19 l (5 US-Gall.)
pro Minute, einfüllen, um Lufteinschlüsse zu
vermeiden.
5. Motor starten. Das Kühlsystem auf Leckstellen und
richtige Betriebstemperatur kontrollieren.
i05405225
Langzeitkühlmittel (ELC) –
hinzufügen
Damit Perkins ELC 12.000 Betriebsstunden lang
verwendet werden kann, muss nach 6000
Betriebsstunden ein Auffrischer beigegeben werden.
Informationen zu geeigneten Auffrischern erhalten
Sie von Ihrem Perkins-Händler oder PerkinsVertriebshändler.
i04116129
Kühlmittel – Füllstand
überprüfen
Vor dem Kontrollieren des Kühlmittelfüllstands den
Motor abstellen und abkühlen lassen.
1. Kühlsystem mit Langzeitkühlmittel (ELC, Extended
Life Coolant) füllen. Weitere Informationen zu
Kühlsystem-Spezifikationen finden sich in diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen”. KühlsystemEinfüllstutzendeckel nicht aufsetzen.
2. Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen.
Motordrehzahl auf hohe Drehzahl erhöhen. Motor
eine Minute lang mit hoher Drehzahl laufen lassen,
um den Motorblock zu entlüften. Motor abstellen.
3. Den Kühlmittelstand überprüfen. Kühlmittelstand
innerhalb von 13 mm (0,5") unter der Unterkante
des Einfüllrohrs halten. Kühlmittelstand innerhalb
von 13 mm (0,5") zum richtigen Pegel im
Schauglas halten.
4. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel reinigen. Die
Dichtung am Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
kontrollieren. Alten Einfüllstutzendeckel nur bei
unbeschädigter Dichtung weiterverwenden. Den
Deckel auf ordnungsgemäßen Druck prüfen. Der
vorgeschriebene Druck für den KühlsystemEinfüllstutzendeckel ist auf der Deckeloberfläche
eingestanzt. Wenn der KühlsystemEinfüllstutzendeckel den vorgegebenen Druck
nicht aufrechterhält, Deckel ersetzen.
Abbildung 61
g00285520
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
1. Den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel langsam
abnehmen, um den Druck zu entlasten.
94
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Kühlsystem - Kühlmittelzusatz (SCA) prüfen/hinzufügen
2. Den Kühlmittelfüllstand innerhalb 13 mm (0,5")
über der Unterkante des Einfüllrohrs halten. Wenn
der Motor mit einem Schauglas ausgerüstet ist,
den Kühlmittelfüllstand auf dem richtigen Stand im
Schauglas halten.
Überprüfung der Konzentration des
Kühlmittelzusatzes
Hoch belastbares Kühl-/Frostschutzmittel
und Kühlmittelzusatz
HINWEIS
Die Konzentration des Kühlmittelzusatzes darf 6%
nicht überschreiten.
Einen Kühlmittelzusatz-Prüfsatz zur Überprüfung der
Konzentration des Kühlmittelzusatzes verwenden.
Bei Bedarf Kühlmittelzusatz
hinzufügen.
Abbildung 62
g00103639
Dichtungen des Einfüllstutzendeckels (typische
Ausführung)
3. Den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel reinigen und
den Zustand der Dichtungen des
Einfüllstutzendeckels kontrollieren. Wenn die
Dichtungen des Einfüllstutzendeckels beschädigt
sind, Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel ersetzen.
Den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel wieder
anbringen.
4. Das Kühlsystem auf Leckagen kontrollieren.
i03826091
HINWEIS
Die empfohlene Konzentration des Kühlmittelzusatzes nicht überschreiten. Durch eine zu starke Konzentration des Kühlmittelzusatzes bilden sich an den
wärmeren Flächen des Kühlsystems Ablagerungen,
die die Fähigkeit der Wärmeübertragung im Motor beeinträchtigen. Durch eine verminderte Wärmeübertragung kann es zu Rissbildung im Zylinderkopf und in
anderen, hohe Temperaturen erreichenden Teilen
kommen. Eine zu starke Konzentration des Kühlmittelzusatzes kann auch zum Blockieren der Kühlerrohre, zu Überhitzen und/oder beschleunigtem
Verschleiß der Wasserpumpendichtung führen. Flüssigen Kühlmittelzusatz und Kühlmittelzusatzelemente
(falls entsprechend ausgerüstet) nicht gleichzeitig in
demselben Motor verwenden. Dadurch kann die empfohlene stärkste Konzentration des Kühlmittelzusatzes überschritten werden.
Kühlsystem - Kühlmittelzusatz
(SCA) prüfen/hinzufügen
Kühlmittelzusatz enthält Alkali. Um Körperverletzungen zu vermeiden, den Kühlmittelzusatz
nicht auf die Haut oder in die Augen gelangen lassen. Kühlmittelzusatz nicht einnehmen.
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
HINWEIS
Wenn Wartungs- oder Reparaturarbeiten am Kühlsystem des Motors erfolgen, muss das Verfahren bei
auf ebenen Boden abgelegtem Motor durchgeführt
werden. Dadurch ist es möglich, den Kühlmittelstand
genau zu ermitteln. Außerdem trägt dies dazu bei, die
Entstehung von Lufteinschlüssen im Kühlsystem zu
verhindern.
SGBU9071
95
Wartungsempfehlungen
DEF-Einfüllstutzensieb - reinigen
1. Die Einfüllkappe des Kühlsystems langsam lösen,
um den Druck zu entlasten. Die Einfüllkappe des
Kühlsystems abnehmen.
[German] Anmerkung: Abgelassene Flüssigkeiten
stets gemäß den örtlichen Bestimmungen entsorgen.
2. Gegebenenfalls muss etwas Kühlmittel aus dem
Kühler abgelassen werden, damit Kühlmittelzusatz
hinzugefügt werden kann.
3. Die erforderliche Menge an Kühlmittelzusatz
hinzufügen. Für weitere Informationen zu den
Kühlmittelzusatzanforderungen siehe dieses
Betriebs- und Wartungshandbuch, “Füllmengen
und Empfehlungen”.
4. Die Einfüllkappe des Kühlsystems reinigen und die
Dichtung kontrollieren. Wenn die Dichtung
beschädigt ist, alte Einfüllkappe wegwerfen und
neue aufsetzen. Wenn die Dichtung nicht
beschädigt ist, Einfüllkappe mit einem geeigneten
Druckpumpen-Wartungswerkzeug einem
Drucktest unterziehen. Der vorgeschriebene Druck
ist auf der Deckeloberfläche eingestanzt. Wenn die
Einfüllkappe dem vorgegebenen Druck nicht
standhält, neue Kappe aufsetzen.
Abbildung 63
i05934915
DEF-Einfüllstutzensieb reinigen
HINWEIS
Vor der Ausführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten sicherstellen, dass der Motor abgestellt ist.
g03725939
Typische Ausführung
1. Sicherstellen, dass der Bereich um die Kappe am
Dieselabgasfluid-Tank (DEF, Diesel Exhaust Fluid)
sauber ist. Die Kappe (1) abnehmen.
2. Mit einem geeigneten Werkzeug die Laschen (2)
drücken, um die Laschen zu lösen. Wenn die
Laschen gelöst sind, das Filtersieb (3) vom DEFTankstutzenadapter (4) entfernen.
3. Das Filtersieb kann in sauberem Wasser gereinigt
und mit Druckluft gereinigt werden. Informationen
zur Verwendung von Druckluft finden sich in
diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Allgemeine Gefahrenhinweise”.
4. Wenn das Filtersieb nicht gereinigt werden kann
oder beschädigt ist, muss das Filtersieb ersetzt
werden.
5. Das Filtersieb (3) in den DEF-Tankstutzenadapter
(4) einsetzen. Das Filtersieb in den Stutzenadapter
eindrücken und sicherstellen, dass die Laschen (2)
sich an der richtigen Stelle befinden. Den Deckel
(1) aufsetzen.
96
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Filter der DEF-Sammelleitung - austauschen
i06281759
Filter der DEF-Sammelleitung austauschen
HINWEIS
Vor der Ausführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten sicherstellen, dass der Motor abgestellt ist.
1. Den Verteiler ausbauen; für das richtige Verfahren
siehe Demontage und Montage, “Manifold (DEF
Heater) - Remove and Install”.
Abbildung 64
g03806578
SGBU9071
97
Wartungsempfehlungen
Filter der DEF-Sammelleitung - austauschen
Abbildung 65
2. Die Bandschellen (2) vom Filtersockel (1)
abnehmen.
g03806580
Abbildung 66
g03806581
Abbildung 67
g03806583
4. Den Saugfilter (4) an den Sicherungsnasen (5)
packen und vom unteren Ende der TankeinsatzHeizschlange abziehen. Den Filter durch einen
neuen Saugfilter ersetzen.
3. Filter (3) vom Filtersockel (1) abschrauben.
5. Einen neuen Filter bis zur Unterseite des
vormontierten Filtersockels über die
Tanksammelleitungs-Heizschlangen ziehen.
6. Die Bandschelle mit einem Anziehdrehmoment von
4,5 ± 0,7 Nm (40 ± 6 lb in) festziehen. Dabei
sicherstellen, dass die Bandschelle wie in
Abbildung 67 gezeigt mit der Abflachung am
Filtersockel (1) ausgerichtet ist. Sicherstellen, dass
der Filter beim Festziehen der Bandschelle nicht
gequetscht wird.
7. Den Verteiler einbauen; für das richtige Verfahren
siehe Demontage und Montage, “Manifold (DEF
Heater) - Remove and Install”.
98
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Dieselabgasfluid - einfüllen
i06239840
Dieselabgasfluid - einfüllen
1. Vor dem Befüllen des DEF-Tanks sicherstellen,
dass die DEF-Leitungen entleert wurden. Das
Entleeren der DEF-Leitungen erfolgt nach dem
Abstellen des Motors. Der DEF-Tank darf erst nach
dem Entleeren der DEF-Leitungen gefüllt werden.
Weitere Informationen zur zum Entleeren der DEFLeitungen erforderlichen Zeit finden sich in diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Batteriehauptschalter”.
2. Sicherstellen, dass der DEF-Deckel (1) und der
umgebende Bereich sauber und frei von Schmutz
sind. Sicherstellen, dass die zum Füllen des Tanks
verwendete Ausrüstung sauber und schmutzfrei
ist.
3. Den DEF-Deckel vom Tank abnehmen.
4. Die erforderliche Menge DEF in den Tank füllen.
Sicherstellen, dass beim Befüllen kein Schmutz in
den Tank gelangt. Tank nicht überfüllen. Das DEF
benötigt Platz zur Ausdehnung.
Abbildung 68
g03714036
Typische Ausführung
Sicherstellen, dass Dieselabgasfluid (DEF, Diesel
Exhaust Fluid) der richtigen Spezifikation verwendet
wird. Sicherstellen, dass das DEF sauber ist. Weitere
Informationen finden sich in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Flüssigkeitsempfehlungen”.
Beim Ein- bzw. Umfüllen von DEF ist Sorgfalt
geboten. Verschüttete oder ausgelaufene Flüssigkeit
sollte sofort beseitigt werden. Alle Oberflächen sollten
abgewischt und mit Wasser abgespült werden.
Verschüttetes DEF kristallisiert, wenn das Wasser in
der Flüssigkeit verdampft. Verschüttetes DEF greift
Lack und Metall an. Wird DEF verschüttet, den
Bereich mit Wasser abwaschen.
Vorsicht ist geboten, wenn DEF in der Nähe eines
Motors, der vor kurzem in Betrieb war, ein- bzw.
umgefüllt wird. Wenn DEF auf heiße Baugruppen
verschüttet wird, können Ammoniakdämpfe
freigesetzt werden. Die Ammoniakdämpfe nicht
einatmen. Die verschüttete Flüssigkeit nicht mit
Bleichmitteln beseitigen.
Vor Arbeitsbeginn sicherstellen, dass der DEF-Tank
voll ist.
[German] Anmerkung: Den DEF-Tank stets auf
ebenem Boden füllen. Kalte Witterung kann das DEF
beeinträchtigen. Weitere Informationen finden sich in
diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Dieselabgasfluid bei kalter Witterung”.
5. Die Öffnung des DEF-Tanks (2) hat einen
speziellen Durchmesser. Sicherstellen, dass beim
Befüllen des DEF-Tanks die richtige Düse
verwendet wird.
[German] Anmerkung: Beim Einschalten mit dem
Schlüssel zeigt der DEF-Standanzeiger den letzten
bekannten DEF-Stand an, bevor er auf den neuen
DEF-Stand übergeht.
6. Den DEF-Deckel anbringen. Den DEF-Tank einer
Sichtprüfung auf Leckstellen unterziehen.
i06281766
Dieselabgasfluid-Filter Ersetzen
• Dieselabgasflüssigkeit
(DEF)
SGBU9071
99
Wartungsempfehlungen
Dieselpartikelfilter - reinigen
Abbildung 69
g03332612
Typische Ausführung
Abbildung 70
g03332637
Typische Ausführung
3. DEF-Filter-Ausbauwerkzeug (4) in DEF-Filter (1)
einsetzen und DEF-Filter (1) entfernen.
Der unsachgemäße Umgang mit Chemikalien
kann zu Verletzungen führen.
Sicherstellen, dass die komplette für diese Aufgabe erforderliche Schutzausrüstung verwendet
wird.
[German] Anmerkung: Beim Entfernen den DEFFilter (1) nicht verdrehen. Durch Drehen kann der
Filter reißen.
4. Die Umgebung des Filtergehäuses reinigen.
Sicherstellen, dass alle Anweisungen und Gefahrenhinweise auf den Aufklebern und in den Sicherheitsdatenblättern
der
verwendeten
Chemikalien sorgfältig gelesen wurden.
5. Die Dichtungen des neuen DEF-Filters (1) mit
Dieselabgasfluid oder destilliertem Wasser
schmieren.
Alle vom Hersteller der Chemikalien empfohlenen
Sicherheitshinweise für Handhabung, Lagerung
und Entsorgung der Chemikalien beachten.
6. Den neuen DEF-Filter (1) und den
Gummikegeleinsatz anbringen.
HINWEIS
Vor der Ausführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten sicherstellen, dass der Motor abgestellt ist.
[German] Anmerkung: Bei der Montage den DEFFilter (1) nicht verdrehen. Durch Drehen kann der
Filter reißen.
7. Deckel (3) installieren. Den Deckel mit einem
Anziehdrehmoment von 20 Nm (177 lb in)
festziehen.
1. Den DEF-Filterdeckel (3) mit einem 27 mm
Innenzwölfkantsteckschlüssel abschrauben.
2. Den Gummikegeleinsatz (2) aus dem DEF-Filter
(1) nehmen.
i06281742
Dieselpartikelfilter - reinigen
Für die verfügbaren Optionen, wenn der
Dieselpartikelfilter gereinigt werden muss, den
Perkins -Vertriebshändler kontaktieren.
Das Asche-Überwachungssystem im
Elektroniksteuergerät muss zurückgesetzt werden.
100
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Angetriebene Ausrüstung - kontrollieren
i02227146
Angetriebene Ausrüstung kontrollieren
Für weitere Auskunft über die folgenden
Wartungsarbeiten siehe die Spezifikationen des
entsprechenden Herstellers des angetriebenen
Verbrauchers:
• Kontrolle
[German] Anmerkung: Vorsichtig vorgehen, damit
elektrische Bauteile beim Reinigen des Motors nicht
durch die Verwendung von zu viel Wasser beschädigt
werden. Druck- und Dampfstrahlreiniger dürfen nicht
auf elektrische Anschlüsse oder auf die
Kabelverbindungen an der Rückseite der Anschlüsse
gerichtet werden. Elektrische Bauteile, wie den
Drehstromgenerator, den Starter und das
elektronische Steuergerät, nicht waschen. Die
Kraftstoffeinspritzpumpe beim Reinigen des Motors
vor Flüssigkeiten schützen.
Nachbehandlung
• Einstellen
• Schmierung
• Andere Wartungsarbeiten
Die Wartungsanweisungen des entsprechenden
Herstellers befolgen.
Bei der Motorreinigung sicherstellen, dass kein
Wasser oder keine Reinigungsflüssigkeiten in das
Nachbehandlungssystem gelangen können. Wenn
Reinigungsflüssigkeiten in das
Nachbehandlungssystem gelangen, kann dies zu
Beschädigungen führen.
i05481013
i04190906
Motor - reinigen
Bei Hochspannung besteht Verletzungs- und
Lebensgefahr.
Durch Feuchtigkeit können elektrische Stromwege entstehen.
Darauf achten, dass die elektrische Anlage ausgeschaltet ist. Die Bedienungselemente zum Starten
des Motors außer Betrieb setzen und mit einem
Schild “ NICHT IN BETRIEB NEHMEN”” versehen.
HINWEIS
Öl- und Schmierfettansammlungen können Brände
verursachen. Den Motor sauberhalten. Schmutz und
Flüssigkeiten vom Motor entfernen, wenn sich beträchtliche Mengen angesammelt haben.
Es wird empfohlen, den Motor regelmäßig zu
reinigen. Den Motor mit Dampf reinigen, um Öl- und
Fettansammlungen zu entfernen. Ein sauberer Motor
bietet die folgenden Vorteile:
• leichte Erkennung von Leckagen
• maximale Wärmeübertragung
• leichte Wartung
Motorluftfilterelement
(doppeltes Element) –
überprüfen/reinigen/ersetzen
HINWEIS
Den Motor niemals ohne montiertes Luftreinigerelement laufen lassen. Den Motor niemals laufen lassen,
wenn das Luftreinigerelement beschädigt ist. Keine
Luftreinigerelemente mit beschädigten Falten oder
Dichtungen verwenden. Schmutz, der in den Motor
gelangt, verursacht vorzeitigen Verschleiß und beschädigt die Motorteile. Luftreinigerelemente verhindern, dass Schmutzteilchen aus der Luft in den
Lufteinlass gelangen.
HINWEIS
Das Luftreinigerelement niemals bei laufendem Motor
warten, denn dadurch kann Schmutz in den Motor
gelangen.
Warten der Luftfilterelemente
[German] Anmerkung: Das Luftfiltersystem wurde
unter Umständen nicht von Perkins geliefert. Das
folgende Verfahren bezieht sich auf ein typisches
Luftfiltersystem. Für das richtige Verfahren siehe die
Informationen des Erstausrüsters (OEM).
Wenn das Luftfilterelement zu verstopfen beginnt,
kann das Material des Luftfilterelements durch die
Luft aufgeschlitzt werden. Ungefilterte Luft
beschleunigt den inneren Motorverschleiß drastisch.
Zu den korrekten Luftfilterelementen für die Anlage
siehe die Informationen des Erstausrüsters.
SGBU9071
101
Wartungsempfehlungen
Motorluftfilterelement (doppeltes Element) – überprüfen/reinigen/ersetzen
• Vorreiniger (wenn vorhanden) und Staubschale
täglich auf Schmutzansammlungen und
Fremdkörper kontrollieren. Bei Bedarf jegliche
Verunreinigungen und Fremdkörper entfernen.
• Bei staubigen Einsatzbedingungen muss das
Luftfilterelement unter Umständen häufiger
gewartet werden.
• Das Luftfilterelement muss mindestens einmal
jährlich ersetzt werden. Dieser Austausch muss
ungeachtet der Anzahl bereits erfolgten
Reinigungen erfolgen.
1. Abdeckung abnehmen. Das Hauptluftfilterelement
herausnehmen.
2. Das Sicherheitsluftfilterelement muss immer
ersetzt werden, wenn das Hauptluftfilterelement
zum dritten Mal gereinigt wird.
[German] Anmerkung: Siehe “Reinigen der
Hauptluftfilterelemente”.
3. Lufteinlass mit Klebeband abdecken, damit kein
Schmutz eindringen kann.
4. Deckel und Gehäuse des Luftfilters innen mit
einem sauberen, trockenen Tuch reinigen.
Verschmutzte Luftfilterelemente durch saubere
ersetzen. Vor der Montage müssen die Luftfilter
sorgfältig auf Risse und/oder Löcher im Filtermaterial
kontrolliert werden. Dichtung des Luftfilterelements
auf Beschädigung kontrollieren. Geeignete
Luftfilterelemente als Ersatz vorrätig halten.
5. Klebeband vom Lufteinlass entfernen. Das
Sicherheitsluftfilterelement einsetzen. Ein neues
oder gereinigtes Hauptluftfilterelement einsetzen.
Zwei-Elemente-Luftfilter
6. Luftfilterdeckel aufsetzen.
Der Zwei-Elemente-Luftfilter enthält ein Haupt- und
ein Sicherheitsluftfilterelement.
7. Luftfilter-Wartungsanzeige zurücksetzen.
Wenn das Hauptluftfilterelement richtig gereinigt und
kontrolliert wird, kann es bis zu sechs Mal
wiederverwendet werden. Das Hauptluftfilterelement
muss mindestens einmal jährlich ersetzt werden.
Dieser Austausch muss ungeachtet der Anzahl
bereits erfolgten Reinigungen erfolgen.
Das Sicherheitsluftfilterelement darf nicht gewartet
werden. Zum Ersetzen des
Sicherheitsluftfilterelements siehe die Anweisungen
des jeweiligen Herstellers.
Wenn der Motor in staubiger oder verschmutzter
Umgebung eingesetzt wird, müssen die
Luftfilterelemente unter Umständen häufiger ersetzt
werden.
Reinigen der
Hauptluftfilterelemente
Zur Anzahl der möglichen Reinigungen des
Hauptluftfilterelements siehe die Informationen des
Erstausrüsters. Bei der Reinigung muss das
Hauptelement sorgfältig auf Risse im Filtermaterial
kontrolliert werden. Das Hauptluftfilterelement muss
mindestens einmal jährlich ersetzt werden. Dieser
Austausch muss ungeachtet der Anzahl bereits
erfolgten Reinigungen erfolgen.
HINWEIS
Luftfilterelement nicht ausklopfen oder aufschlagen.
Hauptluftfilterelement nicht waschen.
Das Hauptluftfilterelement mit Druckluft (maximal 207
kPa (30 psi)) oder einem Sauger reinigen.
Äußerst vorsichtig vorgehen, damit die Luftfilterelemente nicht beschädigt werden.
Keine Luftfilterelemente mit beschädigten Falten oder
Dichtungen verwenden.
Zur Anzahl der möglichen Reinigungen des
Hauptluftfilterelements siehe die Informationen des
Erstausrüsters. Hauptluftfilterelement höchstens drei
Mal reinigen. Das Hauptluftfilterelement muss
mindestens ein Mal jährlich ersetzt werden.
Abbildung 71
(1) Deckel
(2) Hauptluftfilterelement
(3) Sicherheitsluftfilterelement
(4) Lufteinlass
g00736431
Reinigen des Luftfilterelements verlängert nicht seine
Lebensdauer.
102
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Motorluftfilterelement (doppeltes Element) – überprüfen/reinigen/ersetzen
Vor dem Reinigen des Hauptluftfilterelements eine
Sichtkontrolle durchführen. Luftfilterelemente auf
Beschädigungen der Falten, der Dichtungen und der
Ummantelung kontrollieren. Beschädigte
Luftfilterelemente entsorgen.
Zum Reinigen des Hauptluftfilterelements gibt es
zwei Methoden:
• Druckluft
Reinigung durch Absaugen
Absaugen ist eine gute Methode, angesammelten
Schmutz von der verschmutzten Seite (Außenseite)
eines Hauptluftfilterelements zu entfernen.
Besonders nützlich ist das Absaugen, wenn
Hauptluftfilterelemente wegen trockener, staubiger
Umgebung täglich gereinigt werden müssen.
Es wird empfohlen, das Hauptluftfilterelement vor
dem Absaugen der verschmutzten Seite
(Außenseite) von der sauberen Seite (Innenseite) her
mit Druckluft zu reinigen.
• Reinigung durch Absaugen
Druckluft
[German] Anmerkung: Siehe “Kontrollieren der
Hauptluftfilterelemente”.
Kontrollieren der Hauptluftfilterelemente
Verletzungsgefahr durch Luftdruck.
Das Nichteinhalten der vorgeschriebenen Verfahren kann zu Verletzungen führen. Bei Arbeiten mit
Druckluft stets Schutzbrille und Schutzkleidung
tragen.
Zum Reinigen muss der maximale Luftdruck an
der Düse unter 205 kPa (30 psi) liegen.
Mit Druckluft können Hauptluftfilterelemente gereinigt
werden, die noch nicht mehr als drei Mal gereinigt
wurden. Gefilterte, trockene Luft mit einem Druck von
höchstens 207 kPa (30 psi) verwenden.
Kohlerückstände und Ölablagerungen werden durch
Druckluft nicht entfernt.
Abbildung 73
g00281693
Das saubere, trockene Hauptluftfilterelement
kontrollieren. Ein 60-Watt-Blaulicht in einem dunklen
Raum oder einer ähnlichen Räumlichkeit verwenden.
Das Blaulicht in das Hauptluftfilterelement einsetzen.
Das Hauptluftfilterelement drehen. Auf Risse bzw.
Löcher kontrollieren. Prüfen, ob Licht durch das
Filtermaterial hindurchscheint. Bei Bedarf dasselbe
Verfahren an einem neuen Hauptluftfilterelement mit
der gleichen ET-Nummer durchführen, damit man
einen Vergleich hat.
Abbildung 72
g00281692
[German] Anmerkung: Beim Reinigen der
Hauptluftfilterelemente immer auf der sauberen Seite
(Innenseite) beginnen, um Schmutzteilchen zur
verschmutzten Seite (Außenseite) hin zu befördern.
Luftschlauch so auf den Filter richten, dass er der
Länge nach dem Luftstrom ausgesetzt wird. Der
Faltenrichtung folgen, damit die Falten nicht
beschädigt werden. Luftstrom nicht gerade auf die
Papierfalten richten.
[German] Anmerkung: Siehe “Kontrollieren der
Hauptluftfilterelemente”.
Keine Hauptluftfilterelemente verwenden, die Risse
oder Löcher im Filtermaterial aufweisen. Keine
Hauptluftfilterelemente mit beschädigten Falten oder
Dichtungen verwenden. Beschädigte
Hauptluftfilterelemente entsorgen.
SGBU9071
103
Wartungsempfehlungen
Motorluftfilterelement (einzelnes Element) – überprüfen/reinigen/ersetzen
i04505090
Motorluftfilterelement
(einzelnes Element) –
überprüfen/reinigen/ersetzen
Wie im Betriebs- und Wartungshandbuch, “Engine Air
Cleaner Service Indicator-Inspect” beschrieben
vorgehen, und vor dem im Folgenden beschriebenen
Vorgang die im Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Engine Air Precleaner - Clean” (wenn vorhanden)
beschriebenen Schritte ausführen.
HINWEIS
Den Motor niemals ohne montiertes Luftreinigerelement laufen lassen. Den Motor niemals laufen lassen,
wenn das Luftreinigerelement beschädigt ist. Keine
Luftreinigerelemente mit beschädigten Falten oder
Dichtungen verwenden. Schmutz, der in den Motor
gelangt, verursacht vorzeitigen Verschleiß und beschädigt die Motorteile. Luftreinigerelemente verhindern, dass Schmutzteilchen aus der Luft in den
Lufteinlass gelangen.
HINWEIS
Das Luftreinigerelement niemals bei laufendem Motor
warten, denn dadurch kann Schmutz in den Motor
gelangen.
3. Luftfilterabdeckung (1) von innen reinigen. Das
Gehäuse des Luftfilterelements reinigen.
4. Das Ersatzelement auf Folgendes kontrollieren:
Beschädigung, Schmutz and Fremdkörper.
5. Klebeband oder Tuch von der Lufteinlassöffnung
abnehmen.
6. Sauberes, unbeschädigtes Luftfilterelement (2)
einbauen.
7. Luftfilterabdeckung (1) montieren.
8. Luftfilter-Wartungsanzeige zurücksetzen.
i06136314
Luftreiniger - Wartungsanzeige
kontrollieren
(Wenn vorhanden)
Einige Motoren sind mit einer anderen
Wartungsanzeige ausgerüstet.
Einige Motoren sind mit einer Differenzdruckanzeige
für den Einlassluftdruck ausgerüstet. Die AnsaugluftDifferenzdruckanzeige zeigt die Differenz zwischen
dem Druck vor und hinter dem Luftfilterelement an. Je
mehr das Luftfilterelement verstopft, desto größer
wird der Druckunterschied. Wenn der Motor mit einer
anderen Wartungsanzeige ausgerüstet ist, die
Wartungsempfehlungen des entsprechenden
Herstellers befolgen.
Die Wartungsanzeige kann an der sauberen Seite
des Luftfiltergehäuses oder an einer anderen Stelle
montiert werden.
Abbildung 74
g00310664
(1) Luftfilterabdeckung
(2) Luftfilterelement
(3) Lufteinlass
1. Luftfilterabdeckung (1) abnehmen und
Luftfilterelement (2) herausnehmen.
Abbildung 75
g00103777
Typischer Wartungsanzeiger
2. Lufteinlass (3) mit Klebeband oder sauberem Tuch
abdecken, damit kein Schmutz in den Lufteinlass
eindringen kann.
Wartungsanzeiger kontrollieren. Das Luftfilterelement
muss gereinigt oder ersetzt werden, wenn einer der
folgenden Zustände eintritt:
104
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Kurbelgehäuse - Entlüfter reinigen
• Die gelbe Membran tritt in den roten Bereich ein.
• Der rote Kolben bleibt in der sichtbaren Stellung
stehen.
Wartungsanzeiger prüfen
Wartungsanzeiger sind wichtige Instrumente.
• Kontrollieren, ob sich der Wartungsanzeiger leicht
zurücksetzen lässt. Die Wartungsanzeige muss
sich durch höchstens dreimaliges Drücken
zurückstellen lassen.
• Die Bewegung des Wartungsanzeigenkörpers
beobachten, wenn der Motor unter Volllast
betrieben wird. Der Körper muss etwa dann
verriegeln, wenn der stärkste Unterdruck erreicht
wird.
Wenn sich die Wartungsanzeige nicht leicht
zurückstellen lässt oder sich der Körper nicht beim
stärksten Unterdruck verriegelt, muss die
Wartungsanzeige ersetzt werden. Wenn sich die
neue Wartungsanzeige nicht zurückstellen lässt, ist
unter Umständen die Bohrung für die
Wartungsanzeige verstopft.
Falls erforderlich, die Wartungsanzeige in sehr
staubigen Umgebungen häufiger ersetzen. Den
Wartungsanzeiger unabhängig von den
Einsatzbedingungen jährlich ersetzen. Den
Wartungsanzeiger bei der Motorüberholung oder
jedesmal, wenn Hauptbauteile des Motors ersetzt
werden, ersetzen.
[German] Anmerkung: Bei der Montage eines
neuen Wartungsanzeigers können sich durch zu
starkes Anziehen an der Oberseite des
Wartungsanzeigers Risse bilden. Den
Wartungsanzeiger auf 2 Nm (18 lb in) anziehen.
i06246449
Kurbelgehäuse - Entlüfter
reinigen
Abbildung 76
g03810243
1. Die Klemme (5) lösen und den Auslassschlauch
(6) entfernen. Sicherstellen, dass der Schlauch
innen sauber und nicht beschädigt ist.
2. Die Schrauben (2) und die Abdeckung (1)
entfernen. Dichtung (3) abnehmen.
3. Das Element (4) entfernen.
4. Das neue Element (4) und die neue Dichtung (3)
anbringen.
5. Die Abdeckung (1) und alle Schrauben (2)
anbringen. Die Schrauben (2) mit einem
Anziehdrehmoment von 12 Nm (106 lb in)
anziehen.
6. Den Schlauch (6) mit der Klemme (5) befestigen
und die Klemme sicher anziehen.
i02971943
Motorlager - kontrollieren
Heißes Öl und heiße Teile können Körperverletzungen verursachen. Sie nicht auf die Haut gelangen lassen.
HINWEIS
Vor der Ausführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten sicherstellen, dass der Motor abgestellt ist.
Vor dem Entfernen von Teilen sicherstellen, dass die
Entlüfterbaugruppe sauber ist.
[German] Anmerkung: Die Motorauflager wurden
unter Umständen nicht von Perkins geliefert. Weitere
Informationen zu den Motorauflagern und den
vorgeschriebenen Anziehdrehmomenten erteilt der
jeweilige Hersteller.
Motorauflager auf Verschleiß und Schrauben auf
ordnungsgemäßes Anziehdrehmoment kontrollieren.
Vibrationen des Motors können durch Folgendes
verursacht werden:
SGBU9071
105
Wartungsempfehlungen
Motor - Ölstand kontrollieren
• falsche Befestigung des Motors
HINWEIS
Der Motor kann beschädigt werden, wenn das Kurbelgehäuse um mehr als über die Markierung “FULL”
am Messstab mit Öl gefüllt wird.
• Verschlechterung der Motorauflager
• lockere Motorauflager
Motorauflager mit Anzeichen von Verfall ersetzen.
Empfohlene Anziehdrehmomente den Informationen
des jeweiligen Herstellers entnehmen.
i04794353
Motor - Ölstand kontrollieren
Heißes Öl und heiße Teile können Körperverletzungen verursachen. Heißes Öl und heiße Teile
nicht auf die Haut gelangen lassen.
Bei einem überfüllten Kurbelgehäuse kann die Kurbelwelle in das Öl eintauchen. Dadurch wird weniger
Leistung entwickelt und es bilden sich Luftblasen im
Öl. Diese Luftblasen (Schaum) können folgende
Schwierigkeiten hervorrufen: beeinträchtigte Schmierfähigkeit des Öls, niedrigerer Öldruck, unzureichende
Kühlung, Ölaustritt aus den Kurbelgehäuse-Entlüftern
and zu starker Ölverbrauch.
Bei einem zu starken Ölverbrauch bilden sich Ablagerungen an den Kolben und in der Brennkammer. Ablagerungen in der Brennkammer führen zu folgenden
Schwierigkeiten: Riefenbildung an den Ventilen, Kohleablagerungen unter den Kolbenringen and Verschleiß der Zylinderlaufbuchsen.
Wenn sich der Ölstand über der Markierung “FULL”
befindet, sofort etwas Öl ablassen.
1. Öleinfüllstutzendeckel abnehmen und Ölstand
überprüfen. Ölstand zwischen den Markierungen
“ADD” (Y) und “FULL” (X) am Ölmessstab (1)
halten. Kurbelgehäuse nicht über die Markierung
“FULL” (X) füllen.
2. Informationen zur Wahl der richtigen Ölsorte für
diesen Motor finden sich in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Flüssigkeitsempfehlungen”.
Abbildung 77
g02455244
3. Öleinfüllstutzendeckel reinigen. Die Öleinfüllkappe
wieder festschrauben.
4. Notieren, wie viel Öl nachgefüllt wurde. Bei der
nächsten Ölprobenentnahme und -analyse
angeben, welche Ölmenge seit der letzten
Probenentnahme insgesamt hinzugefügt wurde.
Wenn diese Informationen notiert werden, sind
sehr genaue Ölanalysen möglich.
Typische Einbaulage des Ölmessstabs
(1) Öleinfüllkappe
(2) Ölmessstab
i01964789
Motor - Ölprobe entnehmen
Abbildung 78
g00110310
Teilansicht des Ölmessstabs
(Y) Markierung “ADD”
(X) Markierung “FULL”
HINWEIS
Diese Wartungsarbeit bei abgestelltem
durchführen.
Motor
Der Zustand des Motorschmieröls kann im Rahmen
eines vorbeugenden Wartungsprogramms in
regelmäßigen Intervallen geprüft werden. Perkins
stellt wahlweise eine Ölprobeentnahmeventil bereit.
Das Ölprobenentnahmeventil (falls vorhanden) dient
zur regelmäßigen Entnahme von
Motorschmierölproben. Das Ölprobenentnahmeventil
befindet sich am Ölfilterkopf oder am Zylinderblock.
106
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Motor - Öl und Filter wechseln
Perkins empfiehlt für die Ölentnahme ein
Probeentnahmeventil. Qualität und Konsistenz der
Probe sind besser, wenn die Ölentnahme durch ein
Probeentnahmeventil erfolgt. Das
Probeentnahmeventil befindet sich an einer Stelle,
wo das unter Druck stehende Öl während des
normalen Motorbetriebs ausfließen kann.
Entnehmen der Probe für die
Analyse
HINWEIS
Es muss darauf geachtet werden, dass während der
Durchführung von Inspektionen, Wartungsarbeiten,
Kontrollen sowie Einstell- und Reparaturarbeiten am
Motor keine Flüssigkeiten austreten können. Die
Flüssigkeiten müssen in geeigneten Behältern aufgefangen werden, wenn sie von Gehäusen abgelassen
oder wenn Flüssigkeiten enthaltende Bauteile auseinandergenommen werden.
Alle Flüssigkeiten entsprechend den geltenden Bestimmungen und Vorschriften entsorgen.
Heißes Öl und heiße Teile können Körperverletzungen verursachen. Sie nicht auf die Haut gelangen lassen.
Um eine genaue Analyse zu erhalten, die folgenden
Informationen vor der Entnahme der Ölprobe
notieren:
• Datum der Probe
• Motormodell
• Motornummer
• Betriebsstunden des Motors
• Verwendungsdauer des Öls
HINWEIS
Alle Teile von Verschmutzungen frei halten.
Verschmutzungen führen zu beschleunigtem Verschleiß und verkürzter Nutzungsdauer von Teilen.
Das Motorschmieröl nicht ablassen, wenn der Motor
kalt ist. Während sich das Motoröl abkühlt, setzen
sich im Öl schwebende Schmutzpartikel am Boden
der Ölwanne ab. Die Schmutzpartikel werden dann
nicht mit dem ablaufenden kalten Öl entfernt. Die
Ölwanne bei abgestelltem Motor entleeren. Die
Ölwanne entleeren, wenn das Öl warm ist. Bei
diesem Verfahren können die im Öl schwebenden
Schmutzpartikel mit dem Öl abfließen.
• Ölmenge, die seit dem letzten Ölwechsel
hinzugefügt wurde
Wenn das empfohlene Verfahren nicht durchgeführt
wird, zirkulieren die Schmutzpartikel mit dem frischen
Öl wieder durch das Schmiersystem des Motors.
Sicherstellen, dass der Probebehälter sauber und
trocken ist. Außerdem sicherstellen, dass der
Probebehälter eindeutig beschriftet ist.
Ablassen des Motorölschmieröls
Um sicherzustellen, dass die Probe dem Öl im
Kurbelgehäuse entspricht, muss das Öl, dem die
Probe entnommen wird, warm und gut gemischt sein.
Um zu vermeiden, dass die Ölproben verschmutzt
werden, müssen die für die Probeentnahme
verwendeten Werkzeuge und Produkte sauber sein.
Die Probe kann auf folgendes geprüft werden: die
Qualität des Öls, Vorhandensein von Kühlmittel im Öl,
Vorhandensein von Eisenmetallteilchen im Öl and
Vorhandensein von Nichteisenmetallteilchen im Öl.
i06281757
Motor - Öl und Filter wechseln
Heißes Öl und heiße Teile können Körperverletzungen verursachen. Sie nicht auf die Haut gelangen lassen.
[German] Anmerkung: Sicherstellen, dass das zum
Auffangen des gebrauchten Öls verwendete Gefäß
groß genug ist.
Den Motor abstellen, wenn er mit normaler
Betriebstemperatur gelaufen ist. Zum Entleeren der
Motorölwanne eines der folgenden Verfahren
anwenden:
• Wenn der Motor mit einem Ablassventil
ausgerüstet ist, den Ablassventilknopf gegen den
Uhrzeigersinn drehen, um das Öl abzulassen.
Wenn das Öl abgelaufen ist, den
Ablassventilknopf im Uhrzeigersinn drehen, um
das Ablassventil zu schließen.
• Wenn der Motor nicht mit einem Ablassventil
ausgerüstet ist, den Ölablassstopfen abnehmen
und das Öl ablaufen lassen.
Wenn das Öl abgelaufen ist, Ölablassstopfen
reinigen. Bei Bedarf den O-Ring ersetzen und den
Stopfen anbringen. Den Ablassstopfen mit einem
Anziehdrehmoment von 35 Nm (26 lb ft) anziehen.
SGBU9071
107
Wartungsempfehlungen
Motor - Ventilspiel kontrollieren
Ersetzen des Ölfilters
HINWEIS
Perkins -Ölfilter werden nach Perkins -Spezifikationen hergestellt. Die Verwendung eines nicht von Perkins empfohlenen Ölfilters kann zu schweren
Schäden an den Motorlagern und der Kurbelwelle
führen. Diese werden durch die größeren Schmutzpartikel aus dem ungefilterten Öl verursacht, die in
das Schmiersystem des Motors eindringen. Nur von
Perkins empfohlene Ölfilter verwenden.
1. Den Ölfilter mit einem geeigneten Werkzeug
abschrauben.
1. Den Öleinfüllstutzendeckel abnehmen. Weitere
Informationen zu geeigneten Ölen finden sich in
diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen”. Die Ölwanne mit der
vorgeschriebenen Menge frischem Motorschmieröl
füllen. Weitere Informationen zu Füllmengen
finden sich in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Füllmengen”.
2. Motor starten und 2 Minuten lang im LEERLAUF
laufen lassen. Mit diesem Verfahren wird
sichergestellt, dass sich Öl im Schmiersystem
befindet und dass die Ölfilter gefüllt sind. Ölfilter
auf Leckstellen kontrollieren.
3. Motor abstellen und das Öl mindestens 10 Minuten
lang in die Ölwanne zurücklaufen lassen.
4. Den Ölmessstab herausnehmen, um den Ölstand
zu kontrollieren. Den Ölstand zwischen den
Markierungen ADD und FULL an der Seite des
Ölmessstabs halten.
i06043898
Motor - Ventilspiel kontrollieren
Bei neuen und überholten Motoren sowie
Austauschmotoren wird eine Ventilspieleinstellung
beim ersten planmäßigen Ölwechsel empfohlen.
Nachstellungen sind erforderlich, da an den Bauteilen
des Ventiltriebs Erstverschleiß auftritt und sich die
Bauteile des Ventiltriebs einpassen.
Abbildung 79
g03806896
Diese Wartung wird von Perkins als Teil eines
Programms zur Schmierung und vorbeugenden
Wartung empfohlen, damit der Motor seine maximale
Nutzungsdauer erreicht.
2. Die Dichtfläche (1) reinigen.
3. Sauberes Motoröl auf den O-Ring (2) am neuen
Ölfilter (3) auftragen.
HINWEIS
Den Ölfilter vor dem Einbau nicht mit Öl befüllen. Dieses Öl wäre nicht gefiltert und könnte verunreinigt
sein. Verunreinigtes Öl kann zu beschleunigtem Verschleiß der Motorteile führen.
4. Den neuen Ölfilter (3) einsetzen. Den Filter drehen,
bis der O-Ring die Dichtfläche (2) berührt. Dann
den Ölfilter um 1 volle Umdrehung drehen.
Behälter entfernen und Altöl nach den örtlichen
Bestimmungen entsorgen.
Füllen der Ölwanne
HINWEIS
Nur qualifiziertes Wartungspersonal darf diese Wartungsarbeiten durchführen. Zum vollständigen Einstellverfahren für das Ventilspiel siehe das Service
Manual oder wenden Sie sich an Ihren Perkins
-Händler .
Werden Perkins -Motoren mit falsch eingestelltem
Ventilspiel betrieben, nimmt der Wirkungsgrad des
Motors ab und die Nutzungsdauer der Motorkomponenten verkürzt sich.
108
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Kraftstoffsystem - entlüften
Sicherstellen, dass der Motor beim Durchführen
dieser Arbeit nicht gestartet werden kann. Um
Körperverletzungen zu vermeiden, das Schwungrad nicht mit dem Startermotor drehen.
An heißen Motorteilen besteht Verbrennungsgefahr. Zusätzliche Zeit warten, damit sich der Motor
vor dem Messen und/oder Einstellen des Ventilspiels abkühlen kann.
Das Ventilspiel muss bei stehendem Motor
gemessen werden. Um genaue Messergebnisse zu
erhalten, die Ventile vor dieser Wartungsarbeit
abkühlen lassen.
Bei der Ventileinstellung eine Sichtprüfung des
Ventiltriebs auf Verschleiß und Beschädigung
durchführen.
Weitere Informationen finden sich in Systembetrieb,
Prüfen und Einstellen, “Motorventilspiel - prüfen/
einstellen”.
i06281756
Abbildung 80
g03820371
(1) Kraftstoffentlüftungspumpe
(2) Kraftstoffentlüftungsschalter
Kraftstoffsystem - entlüften
1. Das Kraftstoffsystem kann über den
Schlüsselschalter oder über einen separat
angebrachten Schalter (2) entlüftet werden.
HINWEIS
Darauf achten, dass kein Schmutz in das Kraftstoffsystem gelangen kann. Das Systemteil, das abgenommen werden soll, und seine Umgebung sorgfältig
reinigen. Eine geeignete Abdeckung über allen vom
Kraftstoffsystem abgenommenen Teilen anbringen.
2. Den Kraftstoffentlüftungsschalter (2) in die Stellung
EIN drehen. Den Kraftstoffentlüftungsschalter 2
Minuten lang in der Stellung EIN halten.
3. Prüfen, ob der Wasserabscheider mit Kraftstoff
gefüllt ist.
4. Wenn der Wasserabscheider nicht mit Kraftstoff
gefüllt ist, den Kraftstoffentlüftungsschalter in die
Stellung AUS drehen und dann den Startschalter
in die Stellung EIN drehen. Dadurch wird die
Kraftstoffförderpumpe erneut eingeschaltet.
5. Wenn der Wasserabscheider mit Kraftstoff gefüllt
ist, den Motor starten. Wenn der Motor anspringt
und unrund läuft oder fehlzündet, im unteren
Leerlauf laufen lassen, bis er rund läuft. Wenn der
Motor nicht gestartet werden kann oder weiterhin
fehlzündet oder Rauch entwickelt, Schritt 1
wiederholen.
Das Kraftstoffsystem kann ebenfalls mit dem
Schlüsselschalter entlüftet werden. Den Schlüssel 2
Minuten lang in der Stellung EIN halten. Nach zwei
Minuten sollte das Kraftstoffsystem entlüftet worden
sein. Nach Bedarf kann das System durch erneute
Betätigung des Schlüsselschalters für weitere 2
Minuten entlüftet werden.
SGBU9071
109
Wartungsempfehlungen
Kraftstoffsystem - Hauptfilterelement (Wasserabscheider) ersetzen
i06281765
Kraftstoffsystem Hauptfilterelement
(Wasserabscheider) ersetzen
Es besteht Feuergefahr, wenn Kraftstoff auf heiße
Flächen oder elektrische Komponenten gelangt.
Um Körperverletzungen zu vermeiden, den Startschlüsselschalter ausschalten, wenn Kraftstofffilter oder Wasserabscheiderelemente gewechselt
werden.
Verschütteten
Kraftstoff
sofort
aufwischen.
HINWEIS
Darauf achten, dass kein Schmutz in das Kraftstoffsystem gelangen kann. Das Systemteil, das abgenommen werden soll, und seine Umgebung sorgfältig
reinigen. Eine geeignete Abdeckung über allen vom
Kraftstoffsystem abgenommenen Teilen anbringen.
HINWEIS
Kraftstofffilter vor dem Einbauen nicht mit Kraftstoff befüllen. Der Kraftstoff wird nicht gefiltert
und kann verunreinigt sein. Verunreinigter Kraftstoff führt zu beschleunigtem Verschleiß der Bauteile des Kraftstoffsystems. Kraftstoffsystem vor
dem Starten des Motors entlüften.
Wasser im Kraftstoff kann dazu führen, dass der
Motor unrund läuft. Wasser im Kraftstoff kann zum
Ausfall einer Pumpe-Düse-Einheit führen. Wenn
Kraftstoff durch Wasser verunreinigt worden ist, muss
das Element bereits vor Ablauf des normalen
Wartungsintervalls gewechselt werden.
Der Kraftstoffvorfilter/Wasserabscheider sorgt für eine
Filterung, durch die die Nutzungsdauer des
Sicherheitskraftstofffilters verlängert wird. Das
Element muss regelmäßig gewechselt werden. Wenn
ein Unterdruckmesser montiert ist, muss der
Hauptfilter/Wasserabscheider bei 50 bis 70 kPa
(15 bis 20 Zoll/Quecksilbersäule) gewechselt werden.
Abbildung 81
g03860980
1. Das Hauptventil für die Kraftstoffzufuhr schließen.
2. Einen geeigneten Behälter unter den
Kraftstoffhauptfilter stellen, um möglicherweise
auslaufende Flüssigkeit aufzufangen.
Ausgelaufene Flüssigkeit beseitigen.
3. Die Außenseite des Kraftstoffhauptfilters reinigen.
4. Die Schale (6) und den O-Ring (5) entfernen. Den
Anschraub-Wechselfilter (4) mit einem geeigneten
Werkzeug entfernen.
5. Sicherstellen, dass die Dichtfläche (2) sauber ist.
Sauberen Dieselkraftstoff auf den O-Ring (3) am
neuen Anschraub-Wechselfilter auftragen.
6. Den neuen Anschraub-Wechselfilter am
Filtersockel (1) anbringen. Den Filter anschrauben,
bis der O-Ring (3) die Dichtfläche (2) berührt. Dann
den Anschraub-Wechselfilter um eine 3/4-Drehung
drehen.
7. Sicherstellen, dass die Schale (6) sauber ist. Bei
Bedarf einen neuen O-Ring (5) in der Schale (6)
anbringen und die Schale an der Filterbaugruppe
anbringen.
110
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Kraftstoffsystem - Hauptfilter und Wasserabscheider entleeren
8. Die Schale von Hand anziehen. Das maximale
Anziehdrehmoment für die Schale beträgt 10 Nm
(88 lb in).
9. Der Sekundär-Kraftstofffilter muss ersetzt werden,
wenn der Kraftstoffhauptfilter ersetzt wird. Weitere
Informationen finden sich in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem - SekundärKraftstofffilter ersetzen”.
10. Die Flüssigkeit und den alten Filter gemäß den
örtlichen Vorschriften entsorgen.
i06281746
Kraftstoffsystem - Hauptfilter
und Wasserabscheider
entleeren
Abbildung 82
Es besteht Feuergefahr, wenn Kraftstoff auf heiße
Flächen oder elektrische Komponenten gelangt.
Um Körperverletzungen zu vermeiden, den Startschlüsselschalter ausschalten, wenn Kraftstofffilter oder Wasserabscheiderelemente gewechselt
werden.
Verschütteten
Kraftstoff
sofort
aufwischen.
HINWEIS
Darauf achten, dass kein Schmutz in das Kraftstoffsystem gelangen kann. Das Systemteil, das abgenommen werden soll, und seine Umgebung sorgfältig
reinigen. Eine geeignete Abdeckung über allen vom
Kraftstoffsystem abgenommenen Teilen anbringen.
g03807817
1. Sicherstellen, dass der Motor abgestellt ist. Die
Ablassvorrichtung (1) öffnen. Die
Ablassvorrichtung ist selbstlüftend. Ablaufendes
Wasser in geeignetem Behälter auffangen. Wasser
ordnungsgemäß entsorgen.
2. Ablassvorrichtung (3) schließen.
HINWEIS
Im Wasserabscheider herrscht während des normalen Motorbetriebs Ansaugdruck. Darauf achten, dass
das Ablassventil sicher festgezogen ist, damit keine
Luft in das Kraftstoffsystem eindringen kann.
i06281751
Kraftstoffsystem Sicherheitsfilter ersetzen
Wenn Kraftstoff auf heiße Flächen oder elektrische Komponenten leckt oder auf sie versprüht
wird, besteht Feuergefahr. Um Körperverletzungen zu vermeiden, den Startschalter ausschalten,
bevor Kraftstofffilter oder die Elemente von Wasserabscheidern gewechselt werden. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
SGBU9071
111
Wartungsempfehlungen
Kraftstofftank - Wasser und Bodensatz ablassen
HINWEIS
Keinen Schmutz in das Kraftstoffsystem eindringen
lassen. Die Umgebung der Teile des Kraftstoffsystems sorgfältig reinigen, bevor diese abgenommen
werden. Eine geeignete Abdeckung an den abgenommenen Teilen des Kraftstoffsystems anbringen.
HINWEIS
Vor der Ausführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten sicherstellen, dass der Motor abgestellt ist.
Detaillierte Informationen zu den
Sauberkeitsstandards, die bei SÄMTLICHEN
Arbeiten am Kraftstoffsystem eingehalten werden
müssen, sind in Systembetrieb, Prüfen und
Einstellen, “Sauberkeit von KraftstoffsystemBauteilen” zu finden.
1. Das Kraftstoffzufuhrventil (wenn vorhanden) vor
der Durchführung dieser Wartung
AUSSCHALTEN.
2. Einen geeigneten Behälter unter die Kraftstofffilter
stellen, um austretenden Kraftstoff aufzufangen.
Verschütteten Kraftstoff aufwischen. Die äußeren
Gehäuse beider Kraftstofffilter reinigen.
4. Den Anschraub-Wechselkraftstofffilter (3) mit
einem geeigneten Werkzeug entfernen.
5. Sicherstellen, dass die Dichtfläche (1) sauber ist.
Den O-Ring (2) am neuen AnschraubWechselfilter mit sauberem Dieselkraftstoff
schmieren.
6. Den neuen Anschraub-Wechselfilter (3) am
Filtersockel anbringen. Den Filter anschrauben, bis
der O-Ring (2) die Dichtfläche (1) berührt. Dann
den Anschraub-Wechselfilter um 1 volle
Umdrehung drehen.
7. Den anderen Sekundär-Kraftstofffilter ersetzen;
siehe Schritt 2 bis Schritt 6.
8. Das Kraftstoffzufuhrventil einschalten. Die
Altflüssigkeit und -filter gemäß den örtlichen
Vorschriften entsorgen.
9. Der Kraftstoffvorfilter und der
Kraftstoffsicherheitsfilter müssen immer
zusammen ersetzt werden. Siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem Hauptfilterelement (Wasserabscheider) ersetzen”.
Der Motor muss entlüftet werden. Nach dem
Ersetzen des Kraftstoffhauptfilters und des
Sekundär-Kraftstofffilters Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem entlüften”
beachten.
i02398256
Kraftstofftank - Wasser und
Bodensatz ablassen
HINWEIS
Es muss darauf geachtet werden, dass während der
Durchführung von Inspektionen, Wartungsarbeiten,
Prüfungen, sowie Einstell- and Reparaturarbeiten am
Motor keine Flüssigkeiten austreten können. Die
Flüssigkeiten müssen in geeigneten Behältern aufgefangen werden, wenn sie von Gehäusen abgelassen
oder wenn Flüssigkeiten enthaltende Bauteile auseinandergenommen werden.
Abbildung 83
g03808756
[German] Anmerkung: Beide SekundärKraftstofffilter müssen ersetzt werden.
3. Der Kraftstoffrestdruck im Kraftstoffsystem muss
möglicherweise entlastet werden. Eine Minute bis
fünf Minuten warten, bis der Kraftstoffdruck
abgebaut ist.
Alle Flüssigkeiten entsprechend den geltenden Bestimmungen und Vorschriften entsorgen.
Kraftstofftank
Die Qualität des Kraftstoffs ist ein wichtiges Kriterium,
das die Leistung und die Nutzungsdauer des Motors
beeinflußt. Wasser im Kraftstoff kann zu
übermäßigem Verschleiß des Kraftstoffsystems
führen.
112
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Entdunsterfilter - Element ersetzen
Wasser kann beim Tanken in den Kraftstofftank
gelangen.
Kondensation tritt auf, während der Kraftstoff
aufgewärmt und abgekühlt wird. Kondensation tritt
dann auf, wenn der Kraftstoff durch das System
zirkuliert und in den Kraftstofftank zurückfließt.
Dadurch kommt es zur Wasseransammlung im
Kraftstofftank. Regelmäßiges Ablassen und die
Verwendung von Kraftstoff guter Qualität können
Wasser im Kraftstoff verhindern.
Wasser und Bodensatz ablassen
Kraftstofftanks müssen am Boden eine Vorrichtung
zum Ablassen von Wasser und Bodensatz haben.
Zum Ablassen von Wasser und Bodensatz das
Ablassventil am Boden des Kraftstofftanks öffnen.
Ablassventil schließen.
Den Kraftstofftank täglich kontrollieren. Nach dem
Auffüllen des Kraftstofftanks fünf Minuten warten,
bevor Wasser und Bodensatz aus dem Kraftstofftank
abgelassen werden.
Nach dem Betrieb des Motors den Tank auffüllen, um
Luftfeuchtigkeit im Tank zu vermeiden. Dadurch wird
Kondensation verhindert. Den Tank nicht bis zum
Rand füllen. Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus.
Dies kann zum Überfließen des Tanks führen.
An einigen Kraftstofftanks werden Zuführrohre
verwendet, bei denen sich Wasser und Bodensatz
unter dem Ende des Zuführrohrs absetzen können.
An anderen Kraftstofftanks werden Zuführleitungen
verwendet, die den Kraftstoff direkt vom Boden des
Tanks ansaugen. Wenn der Motor mit einem
derartigen System ausgerüstet ist, muss der
Kraftstofffilter unbedingt regelmäßig gewartet werden.
i06281752
Entdunsterfilter - Element
ersetzen
(Wenn vorhanden)
Heißes Öl und heiße Teile können Körperverletzungen verursachen. Sie nicht auf die Haut gelangen lassen.
HINWEIS
Vor der Ausführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten sicherstellen, dass der Motor abgestellt ist.
HINWEIS
Es muss darauf geachtet werden, dass während der
Durchführung von Inspektionen, Wartungsarbeiten,
Kontrollen sowie Einstell- und Reparaturarbeiten am
Motor keine Flüssigkeiten austreten können. Die
Flüssigkeiten müssen in geeigneten Behältern aufgefangen werden, wenn sie von Gehäusen abgelassen
oder wenn Flüssigkeiten enthaltende Bauteile auseinandergenommen werden.
Alle Flüssigkeiten entsprechend den geltenden Bestimmungen und Vorschriften entsorgen.
Vorratstank
Wasser und Bodensatz von Vorratstanks zu den
folgenden Zeitpunkten ablassen:
• Wöchentlich
• Wartungsintervalle
• bei jedem Befüllen des Tanks
Dadurch wird verhindert, dass Wasser und
Bodensatz vom Vorratstank in den Kraftstofftank
gepumpt werden.
Nach dem Befüllen oder Bewegen eines Vorratstanks
muss mit dem Befüllen des Kraftstofftanks des
Motors gewartet werden, damit sich der Bodensatz im
Vorratstank absetzen kann. Scheideplatten im
Vorratstank helfen beim Absetzen von Bodensatz.
Der Kraftstoff sollte beim Umpumpen vom
Vorratstank zum Kraftstofftank gefiltert werden, um
die Kraftstoffqualität zu gewährleisten. Wenn möglich
auch Wasserabscheider verwenden.
Abbildung 84
(A) Kappe
(B) Kappe
g03814471
SGBU9071
113
Wartungsempfehlungen
Entdunsterfilter - Element ersetzen
Filtereinsatzwartung
Der Filtereinsatz kann durch Entfernen der Kappe (A)
oder der Kappe (B) gewartet werden. Sicherstellen,
dass der Ablass von Schlauch (4) sauber und frei von
Fremdkörpern ist.
Kappe A
Abbildung 86
g03814824
1. Die Schelle (1) lösen und den Schlauch (2)
abnehmen. Die Schelle (3) lösen und den
Schlauch (4) abnehmen. Siehe Abbildung 84 .
2. Die Kappe (B) vom Entlüftergehäuse (7)
abnehmen. Nach Bedarf den O-Ring (8)
abnehmen und entsorgen.
Abbildung 85
g03814811
1. Die Kappe (A) vom Entlüftergehäuse (7)
abnehmen. Den Filtereinsatz (6) vom
Entlüftergehäuse abnehmen. Den alten
Filtereinsatz entsorgen.
2. Nach Bedarf den O-Ring (5) abnehmen und
entsorgen.
3. Den Filtereinsatz (6) korrekt ausrichten und im
Entlüftergehäuse anbringen. Nach Bedarf einen
neuen O-Ring in der Kappe (A) anbringen.
4. Die Kappe (A) nur von Hand zudrehen.
Kappe B
3. Den Filtereinsatz (6) vom Entlüftergehäuse
abnehmen und entsorgen.
4. Nach Bedarf einen neuen O-Ring (8) anbringen.
5. Den Filtereinsatz (6) korrekt ausrichten und im
Entlüftergehäuse anbringen.
6. Die Kappe (B) nur von Hand zudrehen.
7. Den Schlauch (4) anbringen und die Schelle (3)
festziehen. Den Schlauch (2) anbringen und die
Schelle (1) festziehen.
114
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Massestift - kontrollieren/reinigen/festziehen
i06043926
Massestift - kontrollieren/
reinigen/festziehen
i06246426
Schläuche und
Schlauchschellen kontrollieren/ersetzen
Das Anschließen der Batteriekabel an eine Batterie und das Abtrennen dieser Kabel kann unter
Umständen zu einer Explosion mit möglicher Gefahr für Leib und Leben führen. Auch das Anschließen
und
das
Abtrennen
anderer
elektrischer Einrichtungen kann unter Umständen
eine Explosion mit möglicher Gefahr für Leib und
Leben auslösen. Daher sind sowohl die Batteriekabel als auch andere elektrische Einrichtungen
in explosionsgeschützter Atmosphäre anzuschließen und abzutrennen.
Bei Kontakt mit unter hohem Druck stehendem
Kraftstoff kann es zu Flüssigkeitseindringung und
Verbrühungen kommen. Beim Herausspritzen von
Kraftstoff besteht Brandgefahr. Bei Nichtbeachtung der Anweisungen für Prüfung, Wartung und
Service besteht Verletzungs- oder sogar
Lebensgefahr.
Wenn der Motor während des Betriebs kontrolliert
wird, stets das ordnungsgemäße Prüfverfahren
anwenden, um die Verletzungsgefahr durch
herausspritzende Flüssigkeit zu vermeiden. Siehe
das Betriebs- und Wartungshandbuch, “Allgemeine
Gefahrenhinweise”.
Alle Schläuche auf Leckstellen aufgrund folgender
Ursachen überprüfen:
• Rissbildung
• Weiche Stellen
• Lose Schellen
Gerissene oder weiche Schläuche ersetzen. Lockere
Schellen anziehen.
Abbildung 87
g01376112
Der Massestift der Elektronik befindet sich in der
oberen linken Ecke des Motorsteuergeräts.
Den Kabelstrang des Erstausrüsters auf feste
Anschlüsse kontrollieren. Den Kabelstrang des
Erstausrüsters auf guten Zustand kontrollieren.
Die Massestiftschraube für Motorelektronik muss
über ein Massekabel mit der Batterie verbunden sein.
Die Massestiftschraube für Motorelektronik nach
jedem Ölwechsel festziehen. Massekabel und
-bänder an der Motormasse miteinander verbinden.
Alle Masseanschlüsse müssen fest sitzen und frei
von Korrosion sein.
• Die Massestiftschraube für Motorelektronik und die
Anschlüsse für das Masseband der
Motorelektronik mit einem sauberen Tuch reinigen.
• Wenn die Anschlüsse Korrosion aufweisen, sie mit
einer Lösung aus Wasser und Natron reinigen.
• Die Massestiftschraube für Motorelektronik und
das Masseband mit MPGM-Schmierfett oder
Vaseline einschmieren.
Auf Folgendes achten:
• beschädigte oder leckende Endstücke
• durchgescheuerte oder eingeschnittene
Ummantelung
• freiliegende Verstärkungsdrähte
• stellenweises Ausbauchen der Ummantelung
• Knicke oder Quetschungen am flexiblen Teil von
Schläuchen
• Einlagerung der Armierung in die Ummantelung
Anstelle einer Standard-Schlauchschelle kann eine
Schlauchschelle mit gleichbleibendem Drehmoment
verwendet werden. Sicherstellen, dass die
Schlauchschelle mit gleichbleibendem Drehmoment
die gleiche Größe wie die Standardschelle hat.
SGBU9071
115
Wartungsempfehlungen
Schläuche und Schlauchschellen - kontrollieren/ersetzen
Aufgrund der extremen Temperaturänderungen härtet
der Schlauch. Durch Härten der Schläuche lösen sich
die Schlauchschellen. Dieses Härten kann zu
Leckagen führen. Eine Schlauchschelle mit
gleichbleibendem Drehmoment verhindert
Lockerung.
Jede Anwendung kann unterschiedlich sein. Die
Unterschiede hängen von folgenden Faktoren ab:
• Schlauchtyp
• Werkstoff der Anschlussstücke
• voraussichtliche Ausdehnung und Schrumpfung
des Schlauchs
• voraussichtliche Ausdehnung und Schrumpfung
der Anschlussstücke
Ersetzen von Schläuchen und
Schlauchschellen
Weitere Informationen zum Entfernen und Ersetzen
von Kraftstoffschläuchen (wenn vorhanden) finden
sich in den Informationen des Erstausrüsters.
Der folgende Abschnitt beschreibt eine typische
Methode zum Ersetzen von Kühlmittelschläuchen.
Weitere Informationen zum Kühlsystem und zu den
Schläuchen für das Kühlsystem finden sich in den
Informationen des Erstausrüsters.
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
1. Motor abstellen. Motor abkühlen lassen.
2. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel langsam lösen,
um den Druck zu entlasten. KühlsystemEinfüllstutzendeckel abnehmen.
[German] Anmerkung: Das Kühlmittel in einen
geeigneten, sauberen Behälter ablassen. Das
Kühlmittel kann wiederverwendet werden.
3. So viel Kühlmittel ablassen, dass sich der
Kühlmittelstand unter dem Niveau des Schlauchs
befindet, der ersetzt werden soll.
4. Schlauchschellen abnehmen.
5. Alten Schlauch abtrennen.
6. Alten Schlauch durch neuen Schlauch ersetzen.
7. Die Schlauchschellen mit einem
Drehmomentschlüssel anbringen.
[German] Anmerkung: Das richtige Kühlmittel findet
sich unter Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen”.
8. Kühlsystem auffüllen. Weitere Informationen zum
Auffüllen des Kühlsystems finden sich in den
Informationen des Erstausrüsters.
9. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel reinigen. Die
Dichtungen der Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
kontrollieren. Bei Beschädigung der Dichtungen
den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel ersetzen.
Kühlsystem-Einfülldeckel aufsetzen.
10. Motor starten. Das Kühlsystem auf Leckstellen
kontrollieren.
Kraftstoffsystem
Das Kraftstoffsystem ist in einen Hochdruck- und
einen Niederdruckabschnitt unterteilt. Bevor Teile
entfernt, gelöst oder ersetzt werden, sicherstellen,
dass der Kraftstoffdruck entlastet wurde.
Prüfen, ob Schläuche und Anschlüsse sicher sitzen,
und auf Leckstellen kontrollieren. Wenn Teile entfernt
oder angezogen werden sollen, die Informationen im
Handbuch Demontage und Montage beachten.
116
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Injektor (Dieselabgasfluid) - ersetzen
i05537356
Injektor (Dieselabgasfluid) ersetzen
10. Die Kühlmittelleitungen anschließen.
11. Die DEF-Leitung anschließen.
i06043873
Überholung des Motors
Wegen einer Überholungsmöglichkeit den
zuständigen Perkins -Vertriebshändler kontaktieren.
i04116132
Nebenantriebskupplung –
Prüfung
HINWEIS
Bei neuen Nebenantrieben muss die Kupplungseinstellung vor der ersten Inbetriebnahme kontrolliert
werden. Die Einstellung muss nach den ersten 10 Betriebsstunden erneut kontrolliert werden. Für neue
Kupplungsplatten gibt es eine “Einlaufzeit”. Unter Umständen muss die Kupplung mehrmals nachgestellt
werden, bis die neuen Platten “eingelaufen” sind.
Abbildung 88
g03363165
Darstellung zeigt typisches Beispiel
1. Die Dieselabgasfluid-Leitung (DEF, Diesel Exhaust
Fluid) (1) vom Injektor (4) trennen.
2. Die Kühlmittelleitungen (2) vom Injektor trennen.
3. Den elektrischen Anschluss (3) vom Injektor
trennen.
4. Die Schrauben aus dem Injektor ausschrauben
und den Injektor entfernen.
5. Die Dichtung ersetzen. Das Stahlende der
Dichtung muss zum Auslass des
Dieselpartikelfilters (DPF, Diesel Particulate Filter)
weisen.
Abbildung 89
g00781502
(1) Hinweisschild
(2) Seriennummernschild
6. Die Einspritzdüse ersetzen.
7. Heißschrauben-Compound auf die
Schraubengewinde auftragen.
8. Die Schrauben des Injektors mit einem
Anziehdrehmoment von 5 Nm (3,7 lb ft) anziehen.
Alle Schrauben erneut mit einem
Anziehdrehmoment von 5 Nm (3,7 lb ft) anziehen
und die Schrauben dann um weitere 90° drehen.
9. Den elektrischen Anschluss anschließen.
Die Kupplungseinstellung nach der “Einlaufzeit”
regelmäßig überprüfen. Schwereinsätze mit häufigem
Einrücken der Kupplung und relativ langem
Kupplungsschlupf erfordern ein häufigeres
Nachstellen, als Einsätze mit geringer Belastung. Das
Drehmoment muss während des Betriebs gemessen
werden, um zu ermitteln, ob ein Nachstellen
erforderlich ist.
Siehe Erstausrüster-Information und Hinweisschild
(1) für Anweisungen in Bezug auf Schmierung,
Einstellung und sonstige Wartungsempfehlungen.
Die Wartung gemäß dem Hinweisschild durchführen.
SGBU9071
117
Wartungsempfehlungen
Kühler - reinigen
Den Motor nicht starten, wenn der Deckel mit dem
Anweisungsschild von der Kupplung abgenommen ist. Es besteht Verletzungsgefahr.
Wenn die Kupplung bis zum Berstpunkt beschädigt ist, können Stücke fortgeschleudert werden
und Personen in der Nähe verletzen. Es müssen
die richtigen Schutzmaßnahmen getroffen werden, um Unfälle zu vermeiden.
Nach dem Reinigen den Motor starten und mit oberer
Leerlaufdrehzahl laufen lassen. Das hilft beim
Entfernen von Fremdkörpern und beim Trocknen des
Kühlerblocks. Den Motor abstellen. Mit einer Leuchte
hinter dem Kühler kontrollieren, ob der Kühler
vollständig gereinigt ist. Reinigungsverfahren bei
Bedarf wiederholen.
Die Kühlerrippen auf Beschädigung kontrollieren.
Verbogene Rippen können mit einem “Kamm”
begradigt werden. Den Zustand der folgenden
Komponenten prüfen: Schweißnähte, Halterungen,
Luftleitungen, Anschlüsse, Klemmen and Dichtungen.
Bei Mängeln Reparaturen vornehmen.
i04117363
Kühler - reinigen
[German] Anmerkung: Es hängt von den
Einsatzbedingungen ab, wie häufig das
Reinigungsverfahren durchgeführt werden muss.
Den Kühler auf folgende Punkte prüfen: beschädigte
Kühlerrippen, Korrosion, Schmutz, Fett, Insekten,
Laub, Öl and sonstige Fremdkörper. Den Kühler bei
Bedarf reinigen.
i02592421
Starter - kontrollieren
Perkins empfiehlt eine planmäßige Kontrolle des
Anlassers. Wenn der Anlasser nicht funktioniert,
springt der Motor unter Umständen in einem Notfall
nicht an.
Kontrollieren, ob der Anlasser einwandfrei
funktioniert. Elektrische Anschlüsse kontrollieren und
reinigen. Weitere Informationen zum Überprüfen und
zu technischen Daten finden sich im Service Manual
oder sind beim Perkins -Händler erhältlich.
Verletzungsgefahr durch Luftdruck.
Das Nichteinhalten der vorgeschriebenen Verfahren kann zu Verletzungen führen. Bei Arbeiten mit
Druckluft stets Schutzbrille und Schutzkleidung
tragen.
Der Luftdruck zum Reinigen darf 205 kPa (30 psi)
nicht überschreiten, wenn der Düsenkopf abgenommen ist.
Druckluft ist die bevorzugte Methode zum Entfernen
von losen Fremdkörpern. Die Druckluft in
umgekehrter Richtung zum normalen Luftstrom des
Lüfters durchblasen. Düse etwa 6 mm (0,25 Zoll) von
den Rippen entfernt halten. Die Düse langsam
parallel zu den Rohren bewegen. Dadurch werden
die Fremdkörper zwischen den Rohren entfernt.
Auch Druckwäsche kann zum Reinigen verwendet
werden. Der Wasserdruck darf zum Reinigen
275 kPa (40 psi) nicht überschreiten. Druckwäsche
zum Aufweichen von Schlamm verwenden. Den
Block von beiden Seiten reinigen.
Zum Entfernen von Öl und Fett ein Entfettungsmittel
und Dampf verwenden. Beide Seiten des
Kühlerblocks reinigen. Den Kühlerblock mit
Reinigungsmittel und heißem Wasser waschen. Den
Kühlerblock gründlich mit sauberem Wasser
abspülen.
i06281760
Sichtkontrolle
Kontrollieren des Motors auf
Leckstellen und lockere
Anschlüsse
Eine Sichtkontrolle erfordert nur wenige Minuten.
Durch eine gewissenhafte Durchführung dieser
Kontrolle können teure Reparaturen und Unfälle
vermieden werden.
Vor dem Starten des Motors im Motorraum eine
sorgfältige Kontrolle durchführen, um eine maximale
Nutzungsdauer des Motors zu erreichen. Auf Öl- und
Kühlmittelleckagen, lockere Schrauben,
verschlissene Keilriemen, lockere Verbindungen und
Schmutzansammlungen achten. Die erforderlichen
Reparaturen durchführen.
• Die Schutzabdeckungen müssen korrekt
angebracht sein. Beschädigte
Schutzabdeckungen reparieren und fehlende
Schutzabdeckungen ersetzen.
• Alle Kappen und Stopfen vor Wartungsarbeiten am
Motor abwischen, um die Gefahr einer
Verschmutzung des Systems zu verringern.
118
SGBU9071
Wartungsempfehlungen
Sichtkontrolle
HINWEIS
Bei Leckstellen (von Kühlmittel, Öl oder Kraftstoff) die
Flüssigkeit sofort aufwischen. Wenn Leckage beobachtet wird, die Ursache finden und den Fehler beheben. Wenn Leckage vermutet wird, die betreffenden
Flüssigkeitsstände häufiger als empfohlen kontrollieren, bis die Leckstelle gefunden oder repariert oder
der Beweis erbracht wird, dass die Vermutung unbegründet war.
HINWEIS
Bei Fett- und/oder Ölansammlungen am Motor und/
oder am Zwischenboden besteht Feuergefahr. Diesen Schmutz mit Dampf oder unter hohem Druck stehendem Wasser entfernen.
• Sicherstellen, dass die Kühlmittelleitungen
vorschriftsmäßig angebracht und festgezogen
sind. Auf Leckstellen kontrollieren. Den Zustand
aller Rohre kontrollieren.
• Die Wasserpumpen auf Kühlmittellecks
kontrollieren.
[German] Anmerkung: Die Wasserpumpendichtung
wird durch das Kühlmittel im Kühlsystem geschmiert.
Geringe Leckage beim Abkühlen des Motors ist
normal, da sich die erwärmten Teile beim Abkühlen
zusammenziehen.
Eine zu starke Kühlmittelleckage kann ein Hinweis
darauf sein, dass die Wasserpumpendichtung ersetzt
werden muss. Informationen zum Aus- und Einbauen
von Wasserpumpen und/oder Dichtungen finden sich
im Service Manual für den Motor. Alternativ kann der
Perkins -Händler kontaktiert wenden.
• Das Schmiersystem auf Leckstellen an der
vorderen Kurbelwellendichtung, der hinteren
Kurbelwellendichtung, der Ölwanne, den Ölfiltern
und am Ventildeckel kontrollieren.
• Kraftstoffsystem auf Leckstellen kontrollieren. Auf
lose Klemmen und Spannbänder an den
Kraftstoffleitungen achten.
• Die Rohre des Ansaugsystems und die Kniestücke
auf Risse und lose Schellen kontrollieren.
Sicherstellen, dass die Schläuche und Rohre nicht
mit anderen Schläuchen, Rohren oder
Kabelsträngen in Berührung kommen.
• Die Riemen des Drehstromgenerators und des
Nebenabtriebs auf Risse, Bruchstellen und andere
Schäden kontrollieren.
Die Riemen für Mehrrillenriemenscheiben müssen als
kompletter Satz ausgewechselt werden. Wenn nur
ein Riemen ersetzt wird, übernimmt dieser eine
größere Last als die Riemen, die nicht ersetzt
wurden. Die älteren Riemen sind gedehnt. Durch die
zusätzliche Belastung kann der neue Riemen reißen.
• Wasser und Sedimente täglich aus den
Kraftstofftanks ablassen, um sicherzustellen, dass
nur sauberer Kraftstoff in das Kraftstoffsystem
gelangt.
• Die Kabel und Kabelstränge auf lockere
Anschlüsse sowie verschlissene oder
angescheuerte Kabel kontrollieren.
• Kontrollieren, ob das Masseband gut
angeschlossen ist und sich in ordnungsgemäßem
Zustand befindet.
• Das Masseband zwischen dem ECM und dem
Zylinderkopf auf ordnungsgemäßen Anschluss
und einwandfreien Zustand kontrollieren.
• Batterieladegeräte, die nicht vor Stromentnahme
durch den Starter geschützt sind, abklemmen.
Wenn der Motor nicht mit einer wartungsfreien
Batterie ausgestattet ist, den Zustand der Batterien
und ihren Säurestand kontrollieren.
• Den Zustand der Messgeräte kontrollieren.
Beschädigte Anzeigeinstrumente ersetzen. Nicht
kalibrierbare Anzeigeinstrumente ersetzen.
Nachbehandlungssystem
Den Zustand der Kühlmittelleitungen, der
Dieselabgasfluid-Leitungen (DEF, Diesel Exhaust
Fluid) und der elektrischen Anschlüsse kontrollieren.
Kontrollieren, dass alle Schellen, Klemmen und
Spannbänder fest sitzen und in gutem Zustand sind.
Sicherstellen, dass der DEF-Einfüllstutzendeckel
sicher sitzt sowie sauber und schmutzfrei ist.
Sicherstellen, dass der DEF-Stand im Tank für den
Betrieb ausreichend ist; den DEF-Tank nach Bedarf
füllen.
SGBU9071
119
Garantie
Emissionswerte-Garantie
Garantie
Garantieinformationen
i05934930
Emissionswerte-Garantie
Der zertifizierende Motorhersteller garantiert dem
Enderwerber und allen folgenden Erwerbern
Folgendes:
1. Neue, nicht in Straßenfahrzeugen eingesetzte
Dieselmotoren und ortsfeste Dieselmotoren mit
weniger als 10 Litern pro Zylinder (einschließlich
Schiffsmotoren < 37 kW gemäß Tier 1 und Tier 2,
jedoch ohne Lokomotiv- und andere
Schiffsmotoren), die in den USA und Kanada
betrieben und gewartet werden, einschließlich aller
Teile ihrer Abgasreinigungsanlage
(“emissionsrelevante Komponenten”), sind:
a. so konstruiert, gebaut und ausgerüstet, dass
sie zum Zeitpunkt des Verkaufs die geltenden
Emissionsgrenzwerte einhalten, wie sie von
der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde
EPA durch Vorschriften festgelegt sind,
b. frei von Material- und Verarbeitungsfehlern bei
emissionsrelevanten Komponenten, die
möglicherweise dazu führen, dass der Motor
während der Garantiezeit die geltenden
Emissionsgrenzwerte nicht einhält.
2. Neue, nicht in Straßenfahrzeugen eingesetzte
Dieselmotoren (einschließlich Schiffsmotoren < 37
kW gemäß Tier 1 und Tier 2 sowie
Hilfsschiffsmotoren < 37 kW gemäß Tier 1 bis Tier
4, jedoch ohne Lokomotiv- und andere
Schiffsmotoren), die im Bundesstaat Kalifornien
betrieben und gewartet werden, einschließlich aller
Teile ihrer Abgasreinigungsanlage
(“emissionsrelevante Komponenten”), sind:
a. so konstruiert, gebaut und ausgerüstet, dass
sie zum Zeitpunkt des Verkaufs alle geltenden
Vorschriften erfüllen, wie sie vom California Air
Resources Board (CARB) beschlossen
wurden,
b. frei von Material- und Verarbeitungsfehlern, die
zur Folge haben, dass eine
emissionsrelevante Komponente nicht in jeder
wesentlichen Hinsicht mit der Komponente
übereinstimmt, wie sie im Zulassungsantrag
des Motorherstellers für die Garantiezeit
bezeichnet ist.
Die Funktionstüchtigkeit des
Nachbehandlungssystems ist für die Nutzungsdauer
des Motors (Emissionsbeständigkeitsdauer) zu
erwarten, vorausgesetzt, dass die vorgeschriebenen
Wartungsanforderungen befolgt werden.
Eine eingehende Erläuterung der
Abgasreinigungsgarantie steht bei Perkins.com im
Bereich für Service und Support zur Ansicht zur
Verfügung.
120
SGBU9071
Zusätzliche Information
Wartungsakten
Zusätzliche Information
Die folgenden Dokumente für die Garantie als
Nachweis für durchgeführte Wartungsarbeiten
aufbewahren. Diese Dokumente außerdem für die
Garantie als Nachweis für durchgeführte Reparaturen
aufbewahren:
Referenzliteratur
i05481020
Wartungsakten
• Arbeitsaufträge an den Händler und spezifizierte
Rechnungen
• Reparaturkosten des Eigentümers
• Quittungen des Eigentümers
Perkins empfiehlt, Wartungsakten mit größter
Sorgfalt zu führen. Sorgfältig geführte Wartungsakten
können folgendermaßen genutzt werden:
• Ermittlung der Betriebskosten
• Erstellung von Wartungsplänen für andere
Motoren, die unter ähnlichen Betriebsbedingungen
betrieben werden
• Nachweis, dass die empfohlenen
Wartungsarbeiten termingerecht durchgeführt
wurden
Wartungsakten können auch zu einer Reihe von
anderen betriebswirtschaftlichen Entscheidungen, die
mit der Motorwartung zusammenhängen,
herangezogen werden.
Wartungsakten sind das Hauptelement eines gut
geführten Wartungsprogramms. Mit diesen kann Ihr
Perkins -Händler die empfohlenen
Wartungsintervalle den spezifischen
Einsatzbedingungen anpassen. Dies führt zu
niedrigeren Motorbetriebskosten.
Aufzeichnungen über Folgendes führen:
Kraftstoffverbrauch – Aufzeichnungen des
Kraftstoffverbrauchs sind entscheidend, um zu
ermitteln, wann lastabhängige Bauteile inspiziert oder
repariert werden müssen. Anhand des
Kraftstoffverbrauchs werden außerdem die
Überholungsintervalle festgelegt.
Betriebsstunden – Aufzeichnungen der
Betriebsstunden sind entscheidend, um zu ermitteln,
wann drehzahlabhängige Bauteile inspiziert oder
repariert werden müssen.
Dokumente – Diese Dokumente müssen leicht
zugänglich sein und in der Aufzeichnungsakte des
Motors aufbewahrt werden. Auf allen Dokumenten
sollten folgende Informationen angegeben sein:
Datum, Betriebsstunden, Kraftstoffverbrauch,
Nummer der Einheit and Motorseriennummer. Die
folgenden Dokumente dienen für die Garantie als
Nachweis für durchgeführte Wartungsarbeiten und
Reparaturen:
• Wartungsprotokoll
SGBU9071
121
Referenzliteratur
Wartungsbericht
i05481024
Wartungsbericht
Tabelle 19
Motormodell
Kundenkennung
Seriennummer
Ausführungsnummer
Betriebsstunden
Kraftstoffmenge
Serviceelement
Datum
Autorisierung
122
SGBU9071
Referenzliteratur
Referenzmaterial
i05481027
Referenzmaterial
(Motorschutzbrief (ESC,
Extended Service Contract))
www.perkins.com
HINWEIS
Abhängig von Typ und Einsatz des Motors.
i06246445
Der Motorschutzbrief: in Minutenschnelle
abgeschlossen – Sicherheit für Jahre.
Der Motorschutzbrief bewahrt Sie vor den
Unannehmlichkeiten, den unerwartete Reparaturen
mit sich bringen. Denn mit Motorschutzbrief werden
die Kosten für die Reparatur und
Wiederinbetriebnahme des Motors übernommen. Im
Gegensatz zu anderen erweiterten
Garantieleistungen schützt der Motorschutzbrief
Platin von Perkins bei Ausfall aller Teile.
Mit einem Motorschutzbrief können Sie schon ab £
0,03 / $ 0,05 / 0,04 EUR pro Tag Ihre Sorgen hinter
sich lassen.
Warum einen Motorschutzbrief erwerben?
1. Keine Überraschungen – Rundumschutz bei
unerwarteten Reparaturkosten (Teile, Arbeitszeit,
Fahrkosten).
2. Längere Produktunterstützung durch das weltweite
Perkins -Netzwerk.
3. Originalteile von Perkins sorgen für eine dauerhaft
hohe Motorleistung.
4. Alle Reparaturen werden von bestens geschulten
Fachleuten durchgeführt.
5. Übertragbar – für den Fall, dass Sie Ihre Maschine
verkaufen.
Flexible Gestaltung sorgt für den richtigen Schutz für
Ihren Perkins -Motor. Deckung kann sich auf 2 Jahre/
1000 Betriebsstunden oder auf bis zu 10 Jahre/
40.000 Betriebsstunden erstrecken.
Der Motorschutz kann jederzeit während der
normalen Garantiezeit erworben werden – sogar am
letzten Tag!
Jeder Perkins -Händler verfügt über bestens
geschulte und erfahrene Perkins -Servicetechniker
für den Produktsupport. Die Produktunterstützung ist
entsprechend ausgestattet und rund um die Uhr
erreichbar, damit der Motor nach kürzester Zeit
wieder betriebsbereit ist. Bei Erwerb eines
Motorschutzbriefes sind all diese Leistungen ohne
weitere Kosten verfügbar.
Der Motorschutzbrief lässt sich ganz schnell und
einfach erwerben! Wenden Sie sich jetzt an Ihren
Perkins -Händler, und lassen Sie sich innerhalb
weniger Minuten ein Angebot erstellen. Einen Perkins
-Händler in Ihrer Nähe finden Sie hier:
Stillegung und Entsorgung
Für die Stilllegung einer Maschine gelten von Land zu
Land unterschiedliche Bestimmungen. Je nach den
örtlichen Bestimmungen erfolgt die Entsorgung der
Maschine auf unterschiedliche Weise. Weitere
Informationen sind beim Perkins -Händler erhältlich.
SGBU9071
123
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
A
Abstellen des Motors ..................................17, 63
Allgemeine Hinweise ....................................8, 19
Dieselabgasfluid .......................................... 12
Druckluft und Hochdruckreiniger ................. 10
Einatmen.......................................................11
Entsorgen von gebrauchten Flüssigkeiten... 12
Flüssigkeiten................................................ 10
Gefahr durch statische Elektrizität beim
Betanken mit extrem schwefelarmem
Dieselkraftstoff ............................................11
Umgang mit Flüssigkeiten............................ 10
Angetriebene Ausrüstung - kontrollieren ....... 100
Anheben .......................................................... 28
Anheben des Abgasnachbehandlungsmoduls
(CEM, Clean Emission Module)................. 32
Anheben von Motor,
Gleichbehandlungsprinzip (CEM, Clean
Emission Module) und Kühler .................... 28
Nur Kühler.................................................... 31
Nur Motor ..................................................... 31
Anheben und Lagerung................................... 28
Auf- und Absteigen .......................................... 16
Auswirkungen von tiefen
Umgebungstemperaturen auf den Kraftstoff.. 61
B
Batterie - ersetzen ........................................... 88
Batterie - recyceln............................................ 88
Batterie - Säurestand kontrollieren.................. 89
Batterie oder Batteriekabel - trennen............... 90
Betrieb ............................................................. 28
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen.... 61
D
DEF-Einfüllstutzensieb - reinigen .................... 95
Diagnoseleuchte.............................................. 42
Dieselabgasfluid - einfüllen.............................. 98
Dieselabgasfluid-Filter - Ersetzen.................... 98
Dieselpartikelfilter - reinigen ............................ 99
Dieselpartikelfilter – Regenerierung ................ 54
Regenerierung ............................................. 54
Regenerierungsanzeigen............................. 54
Regenerierungsauslöser.............................. 54
Warnanzeigen des Regenerierungssystems
................................................................... 54
Druckentlastungssystem ................................. 83
Kraftstoffsystem ........................................... 83
Kühlsystem .................................................. 83
Motoröl ......................................................... 83
Druckluftbehälter - Wasser und Bodensatz
ablassen (falls vorhanden)............................. 88
E
Eigendiagnose................................................. 42
Einsatz unter schweren Bedingungen............. 85
Falsche Betriebsverfahren........................... 85
Falsche Wartungsverfahren......................... 85
Umweltfaktoren............................................ 85
Einschalten der angetriebenen Ausrüstung .... 52
Elektrische Anlage........................................... 17
Erdungsverfahren ........................................ 17
Elektrischer Hauptschalter (Wenn
vorhanden)..................................................... 36
Emissionswerte-Garantie ...............................119
Entdunsterfilter - Element ersetzen (Wenn
vorhanden)....................................................112
Filtereinsatzwartung....................................113
F
Fehlerprotokoll................................................. 42
Feuer und Explosionen.................................... 13
Äther ............................................................ 15
Feuerlöscher................................................ 15
Leitungen, Rohre und Schläuche ................ 15
Filter der DEF-Sammelleitung - austauschen.. 96
Flüssigkeitsempfehlungen..........................65, 78
Allgemeine Informationen zu Schmiermitteln
................................................................... 78
Allgemeine Kühlmittelinformationen ............ 65
Motoröl ......................................................... 79
Wartung des Kühlsystems bei Verwendung
von Langzeitkühlmittel (ELC) ..................... 68
Flüssigkeitsempfehlungen (Allgemeine
Kraftstoffinformationen) ................................. 70
Allgemeines ................................................. 71
Anforderungen an Dieselkraftstoff ............... 71
Eigenschaften von Dieselkraftstoffen .......... 74
Flüssigkeitsempfehlungen
(Dieselabgasfluid (DEF, Diesel Exhaust
Fluid))............................................................. 80
Allgemeines ................................................. 81
124
SGBU9071
Stichwortverzeichnis
Füllmengen...................................................... 65
Kühlmittel-Füllmenge ................................... 65
Schmiermittel-Füllmenge ............................. 65
G
Garantie..........................................................119
Garantieinformationen....................................119
I
Inhaltsverzeichnis .............................................. 3
Injektor (Dieselabgasfluid) - ersetzen .............116
K
Keilriemen - kontrollieren/ersetzen (Riemen
mit mehreren Rippen) .................................... 90
Konfigurationsparameter ................................. 43
Kundenspezifische Parameter..................... 44
Systemkonfigurationsparameter.................. 43
Kraftstoff-Sparmaßnahmen ............................. 53
Kraftstoffsystem - entlüften............................ 108
Kraftstoffsystem - Hauptfilter und
Wasserabscheider entleeren........................110
Kraftstoffsystem - Hauptfilterelement
(Wasserabscheider) ersetzen...................... 109
Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter ersetzen ...110
Kraftstoffsystem und tiefe
Umgebungstemperaturen.............................. 62
Kraftstofftanks .............................................. 62
Kraftstoffvorwärmer...................................... 62
Kraftstofftank - Wasser und Bodensatz
ablassen .......................................................111
Kraftstofftank............................................... 111
Vorratstank..................................................112
Wasser und Bodensatz ablassen ...............112
Kühler - reinigen .............................................117
Kühlerblockierungen........................................ 61
Kühlmittel – Füllstand überprüfen.................... 93
Kühlmittel (Dieselmotoren-FrostschutzKühlmittel) – wechseln................................... 90
Entleeren...................................................... 91
Füllen ........................................................... 91
Spülen.......................................................... 91
Kühlmittel (ELC) – wechseln ........................... 92
Entleeren...................................................... 92
Füllen ........................................................... 93
Spülen.......................................................... 92
Kühlsystem - Kühlmittelzusatz (SCA)
prüfen/hinzufügen.......................................... 94
Bei Bedarf Kühlmittelzusatz hinzufügen. ..... 94
Überprüfung der Konzentration des
Kühlmittelzusatzes ..................................... 94
Kurbelgehäuse - Entlüfter reinigen ................ 104
L
Lage der Schilder und Aufkleber ..................... 25
Pumpensteuergerät-Tank-Einheit (PETU,
Pump Electronic Tank Unit) und
Pumpensteuergerät (PEU, Pump Electronic
Unit )........................................................... 26
Langzeitkühlmittel (ELC) – hinzufügen............ 93
Luftabsperrvorrichtung - prüfen ....................... 87
Luftkompressor – Prüfung (Wenn
vorhanden)..................................................... 87
Luftreiniger - Wartungsanzeige kontrollieren
(Wenn vorhanden)....................................... 103
Wartungsanzeiger prüfen........................... 104
M
Manuelles Abstellen ........................................ 63
Massestift - kontrollieren/reinigen/
festziehen .....................................................114
Motor - Öl und Filter wechseln....................... 106
Ablassen des Motorölschmieröls............... 106
Füllen der Ölwanne.................................... 107
Motor - Ölprobe entnehmen........................... 105
Entnehmen der Probe für die Analyse ....... 106
Motor - Ölstand kontrollieren ......................... 105
Motor - reinigen.............................................. 100
Nachbehandlung........................................ 100
Motor - Ventilspiel kontrollieren...................... 107
Motorbeschreibung.......................................... 22
Merkmale der Motorelektronik ..................... 23
Nutzungsdauer des Motors.......................... 23
Produkte anderer Hersteller und Perkins
-Motoren..................................................... 23
Technische Daten des Motors...................... 22
Motorbetrieb..................................................... 52
Motorbetrieb und das
Nachbehandlungssystem .......................... 52
Motorbetrieb bei aktiven Diagnosecodes ........ 42
Motorbetrieb bei intermittierenden
Diagnosecodes .............................................. 43
Motorelektronik................................................ 17
Motorlager - kontrollieren............................... 104
SGBU9071
125
Stichwortverzeichnis
Motorluftfilterelement (doppeltes Element) –
überprüfen/reinigen/ersetzen....................... 100
Reinigen der Hauptluftfilterelemente.......... 101
Warten der Luftfilterelemente..................... 100
Motorluftfilterelement (einzelnes Element) –
überprüfen/reinigen/ersetzen....................... 103
N
Nach dem Abstellen des Motors...................... 63
Nach dem Starten des Motors......................... 50
Längerer Leerlauf bei tiefen
Umgebungstemperaturen .......................... 51
Nachbehandlungsbetrieb ................................ 54
Nebenantriebskupplung – Prüfung.................116
P
Produkt-Identinformation ................................. 25
Produkt-Information......................................... 19
Produktansichten............................................. 19
Bauteile außerhalb des Motors.............. 21–22
Motoransichten ............................................ 19
Produktlagerung (Motor und
Nachbehandlung) .......................................... 32
Voraussetzungen für die Lagerung.............. 32
Modul für saubere Emissionen .................... 40
Motoransichten ............................................ 38
Sicherheit........................................................... 6
Sicherheitshinweise........................................... 6
Allgemeiner Warnhinweis (1) ......................... 7
Verätzungsgefahr durch Schwefelsäure (2)... 7
Sichtkontrolle..................................................117
Kontrollieren des Motors auf Leckstellen und
lockere Anschlüsse ...................................117
Starten bei tiefen Umgebungstemperaturen.... 48
Ätherstarthilfe (wenn vorhanden)................. 48
Starten des Motors .............................. 16, 47–48
Schwierigkeiten beim Starten ...................... 49
Schwierigkeiten mit dem Kabelstrang.......... 49
Starten des Motors....................................... 48
Starten mit Überbrückungskabeln (Dieses
Verfahren nicht in explosionsgefährdeter
Umgebung anwenden.) ................................. 49
Starter - kontrollieren ......................................117
Stillegung und Entsorgung ............................ 122
Systemdiagnose.............................................. 42
T
Technische Merkmale und
Bedienungseinrichtungen.............................. 36
Q
U
Quetschungen und Schnittwunden ................. 15
Überholung des Motors ..................................116
Überwachungssystem ..................................... 36
Überwachungssystemanzeigen................... 36
R
Referenzliteratur ............................................ 120
Referenzmaterial (Motorschutzbrief (ESC,
Extended Service Contract))........................ 122
Referenznummern........................................... 27
Referenzinformationen ................................ 27
S
Schläuche und Schlauchschellen kontrollieren/ersetzen ...................................114
Ersetzen von Schläuchen und
Schlauchschellen......................................115
Kraftstoffsystem ..........................................115
Schweißen an Motoren mit elektronischen
Steuerungen .................................................. 83
Sensoren und elektrische Komponenten ........ 37
Einzelne Nachbehandlungskomponenten... 41
V
Verbrennungen................................................ 12
Batterien....................................................... 13
Dieselkraftstoff ............................................. 13
Kühlmittel ..................................................... 12
Motor und Nachbehandlungssystem ........... 13
Öle ............................................................... 12
Vor dem Starten des Motors.......................16, 47
Vorwort............................................................... 4
Betrieb............................................................ 4
Dieses Handbuch .......................................... 4
Sicherheit....................................................... 4
Überholung .................................................... 4
Warnung gemäß der Proposition 65 von
Kalifornien .................................................... 5
Wartung.......................................................... 4
126
Stichwortverzeichnis
Wartungsintervalle ......................................... 4
W
Warnsystem der selektiven katalytischen
Reduktion....................................................... 55
Aufforderungsstrategie für den DEF-Stand
(Europäische Union) .................................. 56
Aufforderungsstrategie für den DEF-Stand
(weltweit).................................................... 58
Aufforderungsstrategie für EskalationszeitAufforderungs-Fehler (Europäische Union)
................................................................... 57
Aufforderungsstrategie für EskalationszeitAufforderungs-Fehler (weltweit)................. 59
Definitionen.................................................. 55
Wartung ........................................................... 65
Wartungsakten............................................... 120
Wartungsbericht............................................. 121
Wartungsempfehlungen .................................. 83
Wartungsintervalle........................................... 86
Alle 10 000 Betriebsstunden........................ 87
Alle 12000 Betriebsstunden oder 6 Jahre.... 87
Alle 2000 Betriebsstunden........................... 86
Alle 2000 Betriebsstunden oder jährlich ...... 86
Alle 250 Betriebsstunden............................. 86
Alle 2500 Betriebsstunden........................... 86
Alle 3000 Betriebsstunden oder 2 Jahre...... 86
Alle 4000 Betriebsstunden........................... 86
Alle 50 Betriebsstunden oder wöchentlich ... 86
Alle 500 Betriebsstunden............................. 86
Alle 500 Betriebsstunden oder jährlich ........ 86
Alle 5000 Betriebsstunden........................... 86
Alle 6000 Betriebsstunden oder 3 Jahre...... 86
Nach den ersten 500 Betriebsstunden......... 86
Täglich ......................................................... 86
Wenn erforderlich......................................... 86
Wichtige Sicherheitshinweise............................ 2
Z
Zertifizierungsaufkleber zu Emissionswerten .. 27
Zusätzliche Information ................................. 120
SGBU9071
Produkt- und Händlerinformation
Anmerkung: Für die Lage der Produkt-Identnummer und Seriennummern siehe Abschnitt
“Produkt-Identinformation” im Betriebs- und Wartungshandbuch.
Lieferdatum:
Produkt-Identinformation
Modell:
Produkt-Identnummer:
Seriennummer
des Motors:
Seriennummer des Getriebes:
Seriennummer des Generators:
Seriennummern
der Arbeitsgeräte:
Arbeitsgeräteinformation:
Kundennummer:
Händlernummer:
Händlerinformation
Name:
Niederlassung:
Adresse:
Kontaktperson
beim Händler
Verkauf:
Ersatzteile:
Service:
Telefon
Dienststunden
©2015 Perkins Engines Company Limited
Alle Rechte vorbehalten
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