FileMaker Server 14 Custom Web Publishing mit PHP

FileMaker Server 14 Custom Web Publishing mit PHP
FileMaker Server 14
®
Handbuch Custom Web Publishing
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Edition: 01
Inhalt
Vorwort
Über dieses Handbuch
Speicherort der FileMaker-Dokumentation
Kapitel 1
Einführung in Custom Web Publishing
8
8
8
9
Über die Web Publishing Engine
Verarbeitung einer Web Publishing Engine -Anforderung
Custom Web Publishing mit XML
Custom Web Publishing mit PHP
XML im Vergleich zu PHP
Gründe für XML
Gründe für PHP
10
10
11
11
11
11
11
Kapitel 2
Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing
13
Aktivieren von Custom Web Publishing in einer Datenbank
Zugriff auf eine geschützte Datenbank
Schützen veröffentlichter Datenbanken
Web Server-Unterstützung für Internet-Medientypen (MIME)
Veröffentlichen des Inhalts von Containerfeldern im Web
In eine Datenbank eingebettete Containerfeldobjekte
Containerfelder mit gespeicherten Dateiverweisen
Containerfelder mit extern gespeicherten Daten
Containerfelder und progressive Downloads
Anzeige von Containerfelddaten durch Webbenutzer
FileMaker-Scripts und Custom Web Publishing
Tipps und Überlegungen zu Scripts
Scriptverhalten in Custom Web Publishing-Lösungen
Script-Trigger in Custom Web Publishing-Lösungen
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19
19
21
21
Kapitel 3
Custom Web Publishing mit XML
Erstellen dynamischer Webseiten mit der Web Publishing Engine
Wichtige Funktionen in Custom Web Publishing mit XML
Voraussetzungen für Web Publishing
Voraussetzungen für das Veröffentlichen einer Datenbank mit Custom Web Publishing
Voraussetzungen für Webbenutzer zum Zugriff auf eine Custom Web Publishing-Lösung
Verbindung zum Internet oder zu einem Intranet
Die nächsten Schritte
22
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23
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24
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4
Kapitel 4
Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
Verwenden von Custom Web Publishing mit XML
Unterschiede zwischen der Web Publishing Engine und FileMaker Pro XML-Import/Export
Wie die Web Publishing Engine aus einer Abfrage XML-Daten generiert
Allgemeines Verfahren beim Zugriff auf XML-Daten von der Web Publishing Engine
Erläuterung der URL-Syntax für XML-Daten und Containerobjekte
Erläuterung der URL-Syntax für XML-Daten
Erläuterung der URL-Syntax für FileMaker-Containerobjekte in XML-Lösungen
Erläuterung von URL-Textkodierung
Zugriff auf XML-Daten über die Web Publishing Engine
Erläuterung von Namensräumen für FileMaker XML
Erläuterung der FileMaker-Datenbankfehlercodes
Abrufen der Document Type Definitions für die FileMaker-Grammatiken
Verwenden der fmresultset-Grammatik
Beschreibung der Elemente der fmresultset-Grammatik
Beispiel für XML-Daten in der fmresultset-Grammatik
Verwenden anderer FileMaker XML-Grammatiken
Beschreibung der Elemente in der FMPXMLRESULT-Grammatik
Beispiel für XML-Daten in der FMPXMLRESULT-Grammatik
Beschreibung der Elemente der Grammatik FMPXMLLAYOUT
XML-Daten in der FMPXMLLAYOUT-Grammatik – Beispiel
Erläuterung von UTF-8-kodierten Daten
Abfragen von XML-Daten mithilfe von FileMaker-Query-Strings
Wechseln des Layouts für eine XML-Antwort
Erläuterung der Verarbeitung einer XML-Abfrage
Fehlerbehebung beim XML-Dokumentzugriff
Kapitel 5
Gültige Namen in XML-Query-Strings
Erläuterung von Query-Befehlen und -Parametern
Richtlinien für die Verwendung von Query-Befehlen und -Parametern
Query-Befehls-Parsing
Erläuterung der Syntax für einen voll qualifizierten Feldnamen
Verwenden von Query-Befehlen für Ausschnittfelder
Erläuterung der Syntax für das Angeben eines Variablenfelds
Query-Befehlsreferenz
Query-Befehl –dbnames (Datenbanknamen)
Query-Befehl –delete (Datensatz löschen)
Query-Befehl –dup (Datensatz duplizieren)
Query-Befehl –edit (Datensatz bearbeiten)
Query-Befehle –find, –findall oder –findany (Datensätze suchen)
Query-Befehl –findquery (Compound-Suche)
Query-Befehl –layoutnames (Layoutnamen)
Query-Befehl –new (Neuer Datensatz)
Query-Befehl –scriptnames (Scriptnamen)
Query-Befehl –view (Layoutinformationen anzeigen)
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5
Query-Parameterreferenz
Query-Parameter –db (Datenbankname)
Query-Parameter –delete.related (Löschen von Ausschnittdatensätzen)
Query-Parameter –field (Containerfeldname)
Query-Parameter „fieldname“ (Nicht-Containerfeldname)
Query-Parameter „fieldname.op“ (Vergleichsoperator)
Query-Parameter –lay (Layout)
Query-Parameter –lay.response (Layout wechseln für Antwort)
Query-Parameter –lop (Logischer Operator)
Query-Parameter –max (Maximum Datensätze)
Query-Parameter –modid (Änderungs-ID)
Query-Parameter –query (Compound-Suchabfrage)
Query-Parameter –recid (Datensatz-ID)
Query-Parameter –relatedsets.filter (Ausschnittdatensätze filtern)
Query-Parameter –relatedsets.max (Ausschnittdatensätze beschränken)
Query-Parameter –script (Script)
Query-Parameter –script.param (Parameter an Script übergeben)
Query-Parameter –script.prefind (Script vor Suchen)
Query-Parameter –script.prefind.param (Parameter an Script vor Suchen übergeben)
Query-Parameter –script.presort (Script vor Sortieren)
Query-Parameter –script.presort.param (Parameter an Script vor Sortieren übergeben)
Query-Parameter –skip (Datensätze überspringen)
Query-Parameter –sortfield (Sortierfeld)
Query-Parameter –sortorder (Sortierfolge)
Kapitel 6
Erläuterung von Custom Web Publishing mit PHP
Wichtige Funktionen in Custom Web Publishing mit PHP
Anforderungen für Custom Web Publishing
Voraussetzungen für das Veröffentlichen einer Datenbank mit Custom Web Publishing
Voraussetzungen für Web-Benutzer zum Zugriff auf eine Custom Web Publishing-Lösung
Verbindung zum Internet oder zu einem Intranet
Manuelle Installation von FileMaker API für PHP
Die nächsten Schritte
Kapitel 7
Übersicht über Custom Web Publishing mit PHP
Funktionsweise der Web Publishing Engine mit PHP-Lösungen
Allgemeine Schritte bei Custom Web Publishing mit PHP
Kapitel 8
Verwendung von FileMaker API für PHP
Weitere Informationen
Referenz zu FileMaker API für PHP
FileMaker API für PHP-Support
Verwendung der Klasse FileMaker
FileMaker, Objekte der Klasse
FileMaker-Befehlsobjekte
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71
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6
Herstellen einer Verbindung zu einer FileMaker-Datenbank
Arbeiten mit Datensätzen
Erstellen eines Datensatzes
Duplizieren von Datensätzen
Bearbeiten von Datensätzen
Löschen von Datensätzen
Ausführen von FileMaker-Scripts
Abruf der Liste verfügbarer Scripts
Ausführen von FileMaker-Scripts
Ausführung eines Scripts vor der Ausführung eines Befehls
Ausführung eines Scripts vor der Sortierung einer Ergebnismenge
Ausführung eines Scripts nach der Erstellung einer Ergebnismenge
Ausführungsreihenfolge von Scripts
Arbeiten mit FileMaker-Layouts
Verwenden von Ausschnitten
Auflistung der in einem bestimmten Layout definierten Ausschnitte
Abrufen von Ausschnittnamen für ein bestimmtes Ergebnisobjekt
Abruf von Informationen über Ausschnitte für ein bestimmtes Layout
Abrufen von Informationen für einen bestimmten Ausschnitt
Abrufen des Tabellennamens für einen Ausschnitt
Abrufen der Ausschnittdatensätze für einen bestimmten Datensatz
Erstellen eines neuen Datensatzes in einem Ausschnitt
Löschen eines Datensatzes aus einem Ausschnitt
Verwenden von Wertelisten
Abrufen der Namen aller Wertelisten für ein bestimmtes Layout
Abrufen eines Arrays aller Wertelisten für ein bestimmtes Layout
Beziehen von Werten für eine benannte Werteliste
Ausführen von Suchabfragen
Der Befehl „Find All“
Der Befehl „Find Any“
Der Befehl „Find“
Der Befehl „Compound Find“
Verarbeitung der Datensätze in einer Ergebnismenge
Filtern von Ausschnittszeilen, die von Suchabfragen zurückgegeben wurden
Vorabüberprüfung von Befehlen, Datensätzen und Feldern
Vorabüberprüfung von Datensätzen in einem Befehl
Vorabüberprüfung von Datensätzen
Vorabüberprüfung von Feldern
Bearbeitung der Überprüfungsfehler
Fehlerbehandlung
Kapitel 9
Einstellen, Testen und Überwachen einer Site
Einstellen einer Custom Web Publishing-Site
Testen einer Custom Web Publishing-Site
Beispiele für Stylesheets zum Testen der XML-Ausgabe
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7
Überwachen Ihrer Website
Verwenden der Web-Server-Zugriffs- und Fehlerprotokolle
Verwenden des Web Publishing Engine-Protokolls
Verwenden des Web-Server-Modul-Fehlerprotokolls
Verwenden der Tomcat-Protokolle
Anhang A
Fehlercodes für Custom Web Publishing
Fehlercodenummern in XML-Format
Fehlercodenummern für FileMaker-Datenbanken
Index
92
92
92
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94
95
95
95
96
Vorwort
Über dieses Handbuch
Dieses Handbuch setzt voraus, dass Sie mit der Verwendung von FileMaker® Pro zur Erstellung
von Datenbanken vertraut sind. Sie sollten sich mit den Grundlagen der Datenbankgestaltung von
FileMaker Pro auskennen und die Konzepte von Feldern, Beziehungen, Layouts, Ausschnitten
und Containerfeldern verstehen. Weitere Informationen zu FileMaker Pro finden Sie in der
FileMaker Pro Hilfe.
Dieses Handbuch setzt zudem Erfahrung mit der Entwicklung von Websites, speziell
Technologien wie XML bzw. PHP für die Integration von FileMaker-Daten in Websites und
Web-Anwendungen, voraus.
Dieses Handbuch enthält die folgenden Informationen über Custom Web Publishing mit
FileMaker Server:
1 Voraussetzungen für die Entwicklung einer Custom Web Publishing-Lösung
1 Veröffentlichen Ihrer Datenbanken mit XML
1 Abruf von XML-Daten aus Datenbanken, die FileMaker Server bereitstellt
1 Veröffentlichen Ihrer Datenbanken mit PHP
1 Abruf von Daten aus von FileMaker Server bereitgestellten Datenbanken mithilfe des FileMaker
API für PHP
1 Voraussetzungen für Webbenutzer zum Zugriff auf eine Custom Web Publishing-Lösung
Speicherort der FileMaker-Dokumentation
1 Wählen Sie in FileMaker Server Admin Console Hilfe > FileMaker Server
Produktdokumentation.
1 Klicken Sie auf die Links auf der Startseite von FileMaker Server Admin Console.
1 Wenn Sie FileMaker-Dokumentation anzeigen oder herunterladen möchten oder sich über die
Dokumentation informieren möchten, besuchen Sie
http://www.filemaker.com/documentation/de.
Auf die Online-Hilfe können Sie über FileMaker Server Admin Console zugreifen. Wählen Sie
Hilfe > FileMaker Server Hilfe.
Kapitel 1
Einführung in Custom Web Publishing
Mit FileMaker Server können Sie Ihre FileMaker-Datenbank im Internet oder in einem Intranet wie
folgt veröffentlichen:
FileMaker WebDirect: Mit FileMaker WebDirect können Sie Layouts aus einer Datenbank schnell
und einfach im Web veröffentlichen. Sie müssen keine zusätzliche Software installieren – mit
einem kompatiblen Webbrowser und Zugang zum Internet bzw. einem Intranet können
Webbenutzer eine Verbindung zu Ihrer FileMaker WebDirect-Lösung herstellen, um Datensätze
anzuzeigen, zu bearbeiten, zu sortieren oder zu durchsuchen, wenn Sie ihnen die
entsprechenden Zugriffsrechte geben.
Für FileMaker WebDirect muss der Hostcomputer FileMaker Server ausführen. Die
Benutzeroberfläche gleicht der FileMaker Pro-Desktop-Anwendung. Die Web-Seiten und Formulare,
mit denen der Webbenutzer arbeitet, hängen von den in der FileMaker Pro-Datenbank definierten
Layouts und Ansichten ab. Weitere Informationen finden Sie im FileMaker WebDirect-Handbuch.
Statisches Veröffentlichen: Wenn sich Ihre Daten selten ändern oder wenn Sie keine LiveVerbindung Ihrer Benutzer zu Ihrer Datenbank wünschen, können Sie die Daten statisch
veröffentlichen. Bei der statischen Veröffentlichung exportieren Sie Daten aus einer FileMaker ProDatenbank, um eine Web-Seite zu erstellen, die Sie anhand von HTML weiter anpassen können. Die
Web-Seite ändert sich nicht, wenn sich Informationen in Ihrer Datenbank ändern, und die Benutzer
stellen keine Verbindung zu Ihrer Datenbank her. (Mit FileMaker WebDirect werden die Daten im
Webbrowser immer dann aktualisiert, wenn die Daten in der Datenbank aktualisiert werden.) Weitere
Informationen finden Sie in der FileMaker Pro Hilfe.
Custom Web Publishing: Um Ihre FileMaker-Datenbank in eine angepasste Web-Site zu
integrieren, verwenden Sie die Techniken für Custom Web Publishing, die in FileMaker Server zur
Verfügung stehen. Für FileMaker Server, der die veröffentlichten Datenbanken bereitstellt, muss
weder FileMaker Pro installiert noch gestartet sein, um Custom Web Publishing verfügbar zu
machen.
Mit Custom Web Publishing können Sie:
1 Ihre Datenbank in andere Web-Sites integrieren.
1 festlegen, wie Benutzer mit den Daten arbeiten.
1 steuern, wie Daten in Webbrowsern angezeigt werden.
FileMaker Server stellt zwei Custom Web Publishing-Technologien zur Verfügung:
1 Custom Web Publishing mit XML: Verwenden Sie XML Data Publishing, um FileMaker-Daten
mit anderen Web-Seiten und Anwendungen auszutauschen. Indem Sie HTTP-URL-Abfragen
mit FileMaker-Query-Befehlen und -Parametern verwenden, können Sie eine Datenbank
abfragen, die von FileMaker Server bereitgestellt wird, die resultierenden Daten in XML-Format
herunterladen und die resultierenden XML-Daten so verwenden, wie Sie es möchten.
1 Custom Web Publishing mit PHP: Verwenden Sie das FileMaker API for PHP, das eine
objektorientierte PHP-Schnittstelle zu FileMaker Pro-Datenbanken bereitstellt, um Ihre
FileMaker-Daten in einer PHP-Web-Anwendung zu integrieren. Da Sie die PHP-Web-Seiten
selbst programmieren, haben Sie die komplette Kontrolle über die Benutzeroberfläche und wie
der Benutzer mit den Daten arbeitet.
Kapitel 1 | Einführung in Custom Web Publishing
10
Über die Web Publishing Engine
Um FileMaker WebDirect und Custom Web Publishing zu unterstützen, verwendet
FileMaker Server einen Satz von Softwarekomponenten, die sogenannte FileMaker Server Web
Publishing Engine. Die Web Publishing Engine verwaltet Interaktionen zwischen dem Browser
eines Webbenutzers, Ihrem Web-Server und FileMaker Server.
Custom Web Publishing mit XML: Webbenutzer greifen auf Ihre Custom Web Publishing-Lösung
zu, indem sie auf einen HREF-Link klicken oder einen Uniform Resource Locator (URL) eingeben,
der die Web-Server-Adresse und eine FileMaker-Query-Zeichenfolgenabfrage angibt. Die Web
Publishing Engine gibt die in der Query-Zeichenfolgenabfrage angegebenen XML-Daten zurück.
Custom Web Publishing mit PHP: Wenn ein Webbenutzer auf Ihre Custom Web PublishingLösung zugreift, stellt PHP auf FileMaker Server eine Verbindung mit der Web Publishing Engine
her und reagiert über das FileMaker API for PHP.
Verwenden der FileMaker Server Web Publishing Engine für Custom Web Publishing
Produkte.fmp12
1
2
Web-Server
WebBrowser
3
Web Publishing
Engine
Web-Server-Modul
FM API und PHP-Code
6
Kunden.fmp12
DatenbankServer
Web Publishing Core
5
4
Verarbeitung einer Web Publishing Engine -Anforderung
1. Eine Anforderung wird von einem Webbrowser oder Programm an den Web-Server gesendet.
2. Der Web-Server leitet die Anforderung über das FileMaker Web-Server-Modul an die Web
Publishing Engine weiter.
3. Die Web Publishing Engine fordert Daten von der Datenbank an, die der Datenbank-Server
bereitstellt.
4. FileMaker Server sendet die angeforderten FileMaker-Daten an die Web Publishing Engine.
5. Die Web Publishing Engine konvertiert die FileMaker-Daten, um die Anforderung zu
beantworten.
1 Für PHP-Anforderungen antwortet die Web Publishing Engine auf die API-Anforderung.
1 Für XML-Anforderungen sendet die Web Publishing Engine die XML-Daten direkt an den
Web-Server.
6. Der Web-Server sendet die Ausgabe an den anfordernden Webbrowser oder das anfordernde
Programm.
Wichtig Sicherheitsüberlegungen sind wichtig, wenn Sie Daten im Web veröffentlichen. Sehen
Sie sich die Sicherheitsrichtlinien im FileMaker Pro Benutzerhandbuch an, das als PDF unter
http://www.filemaker.com/documentation/de verfügbar ist.
Informationen über das Einrichten von Datenbanken für Custom Web Publishing finden Sie in
Kapitel 2, „Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing“.
Kapitel 1 | Einführung in Custom Web Publishing
11
Custom Web Publishing mit XML
FileMaker Custom Web Publishing mit XML ermöglicht Ihnen, Abfrageanforderungen an eine
FileMaker Pro-Datenbank zu senden, die von FileMaker Server bereitgestellt wird, und die
resultierenden Daten anzuzeigen und zu ändern. Mithilfe einer HTTP-Abfrage mit den geeigneten
Query-Befehlen und -Parametern können Sie FileMaker-Daten als ein XML-Dokument abrufen.
Sie können die XML-Daten in andere Anwendungen exportieren.
Custom Web Publishing mit PHP
Das FileMaker API for PHP bietet eine objektorientierte PHP-Schnittstelle zu FileMaker-Datenbanken.
Mithilfe des FileMaker API for PHP kann sowohl auf Daten als auch auf Logik, die in einer
FileMaker Pro-Datenbank gespeichert sind, zugegriffen werden. Diese können auch im Internet
veröffentlicht oder an andere Anwendungen exportiert werden. Das API unterstützt zudem komplexe
und zusammengesetzte Suchabfragen für das Extrahieren und Filtern von in FileMaker ProDatenbanken gespeicherten Daten.
Ursprünglich als prozedurale Programmiersprache entwickelt, wurde PHP als
objektorientierte Programmiersprache für die Web-Entwicklung ausgebaut. PHP bietet
Programmiersprachenfunktionalität für den Aufbau praktisch jeder Art von Logik innerhalb einer
Site-Seite. Zum Beispiel können Sie bedingte Logikkonstrukte verwenden, um die
Seitengenerierung, das Datenrouting oder den Workflow zu steuern. PHP bietet zudem
Funktionen für Site-Administration und Sicherheit.
XML im Vergleich zu PHP
Der folgende Abschnitt zeigt einige Richtlinien auf, um die beste Lösung für Ihre Site zu
bestimmen.
Gründe für XML
1 Die Syntax der FileMaker XML-Abfrageparameter ist für die Datenbankinteraktion konzipiert
und vereinfacht die Lösungsentwicklung.
1 XML ist ein W3C-Standard.
1 XML ist ein von Maschinen und Menschen lesbares Format, das Unicode unterstützt, so dass
Daten in jeder geschriebenen Sprache kommuniziert werden können.
1 XML ist bestens geeignet für die Darstellung von Datensätzen, Listen und Daten mit
Baumstruktur.
1 Sie können FMPXMLRESULT für den Zugriff auf XML-Daten mit Custom Web Publishing und
für den XML-Export aus FileMaker Pro-Datenbanken verwenden.
Hinweis Weitere Informationen über Custom Web Publishing mit XML finden Sie in Kapitel 3,
„Custom Web Publishing mit XML“.
Gründe für PHP
1 PHP ist eine leistungsstarke, objektorientierte prozedurale Scriptingsprache und relativ leicht
zu erlernen. Es gibt viele Ressourcen für Schulung, Entwicklung und Support.
1 Mithilfe des FileMaker API for PHP kann sowohl auf Daten als auch auf Logik, die in einer
FileMaker Pro-Datenbank gespeichert sind, zugegriffen werden. Diese können auch im Internet
veröffentlicht oder an andere Anwendungen exportiert werden.
Kapitel 1 | Einführung in Custom Web Publishing
12
1 Mit PHP können Sie bedingte Logik verwenden, um den Seitenaufbau oder den Fluss zu
kontrollieren.
1 PHP bietet Programmiersprachenfunktionalität für den Aufbau vieler Arten von Logik innerhalb
einer Site-Seite.
1 PHP ist eine der beliebtesten Web-Scriptingsprachen.
1 PHP ist eine Open-Source-Sprache, verfügbar unter http://php.net.
1 PHP ermöglicht den Zugriff auf eine große Vielzahl von Third-Party-Komponenten, die Sie in
Ihre Lösungen integrieren können.
Hinweis Weitere Informationen über Custom Web Publishing mit PHP finden Sie in Kapitel 6,
„Erläuterung von Custom Web Publishing mit PHP“.
Kapitel 2
Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web
Publishing
Bevor Sie Custom Web Publishing mit einer Datenbank verwenden können, müssen Sie die
Datenbank vorbereiten und vor unbefugtem Zugriff schützen.
Aktivieren von Custom Web Publishing in einer Datenbank
Sie müssen ein erweitertes Zugriffsrecht „Custom Web Publishing“ in jeder Datenbank aktivieren,
die Sie veröffentlichen wollen. Wenn Sie ein erweitertes Zugriffsrecht „Custom Web Publishing“ in
der Datenbank nicht aktivieren, können Webbenutzer Custom Web Publishing nicht nutzen, um
auf die Datenbank zuzugreifen, selbst wenn sie von FileMaker Server bereitgestellt ist, der für
eine Web Publishing Engine konfiguriert wurde.
So aktivieren Sie Custom Web Publishing in einer Datenbank:
1. Öffnen Sie in FileMaker Pro die zu veröffentlichende Datenbank mit einem Konto, das über die
Berechtigung für vollen Zugriff verfügt. Alternativ können Sie die Datenbank mit einem Konto
öffnen, das über die Berechtigung „Erweiterte Zugriffsrechte verwalten“ verfügt.
2. Weisen Sie das erweiterte Zugriffsrecht „Custom Web Publishing“ zu, das Sie verwenden
möchten:
1 Verwenden Sie für Custom Web Publishing mit XML fmxml.
1 Verwenden Sie für Custom Web Publishing mit PHP fmphp.
3. Weisen Sie die Berechtigung(en), die das erweiterte Custom Web Publishing-Zugriffsrecht
enthält, einem oder mehreren Konten bzw. dem Admin- oder Gastkonto zu.
Hinweis Wenn Sie Kontonamen und Passwörter für Custom Web Publishing-Lösungen
definieren, verwenden Sie druckbare ASCII-Zeichen. Beispiel: a-z, A-Z und 0-9. Verwenden Sie
für sicherere Kontonamen und Passwörter zudem Satzzeichen wie „!“ und „%“, aber verwenden
Sie keine Doppelpunkte. Informationen über das Einrichten von Konten finden Sie in der
FileMaker Pro Hilfe.
Zugriff auf eine geschützte Datenbank
Custom Web Publishing ermöglicht Ihnen, den Zugriff auf Ihre veröffentlichten Datenbanken durch
Passwortschutz, Datenbankverschlüsselung und sichere Verbindungen einzuschränken. Wenn
Webbenutzer eine Custom Web Publishing-Lösung für den Zugriff auf eine Datenbank
verwenden, werden sie eventuell aufgefordert, ihre Kontoinformationen einzugeben. Wenn das
Gastkonto für die Datenbank deaktiviert ist oder über keine Berechtigung mit dem erweiterten
Zugriffsrecht für Custom Web Publishing verfügt, verwendet die Web Publishing Engine die
HTTP-Standardauthentifizierung, um entsprechende Informationen von Webbenutzern zu
verlangen. Der Browser des Webbenutzers zeigt das Dialogfeld für die HTTPStandardauthentifizierung an, in dem der Benutzer einen Benutzernamen und ein Passwort für ein
Konto eingibt, das über ein erweitertes Zugriffsrecht für Custom Web Publishing verfügt.
Kapitel 2 | Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing
14
Die folgende Liste fasst die Abläufe zusammen, wenn ein Webbenutzer eine Custom Web
Publishing-Lösung für den Zugriff auf eine Datenbank verwendet:
1 Wenn Sie einem Konto kein Passwort zugewiesen haben, geben Webbenutzer nur den
Kontonamen an.
1 Wenn das Gastkonto deaktiviert ist, werden die Benutzer beim Zugriff auf die Datenbank
aufgefordert, Kontoname und Passwort anzugeben. Für das Konto muss ein erweitertes
Zugriffsrecht für Custom Web Publishing aktiviert sein.
1 Wenn das Gastkonto aktiviert ist und über eine Berechtigung mit einem erweiterten
Zugriffsrecht für Custom Web Publishing verfügt, öffnen automatisch alle Webbenutzer die
Datenbank mit den Zugriffsrechten, die dem Gastkonto zugewiesen sind. Wenn das erweiterte
Zugriffsrecht für Custom Web Publishing dem Gastkonto zugewiesen ist:
1 Webbenutzer werden nicht aufgefordert, Kontoname und Passwort einzugeben, wenn sie
eine Datei öffnen.
1 Alle Webbenutzer werden automatisch mit dem Gastkonto angemeldet und erhalten die
Gast-Zugriffsrechte. Sie können Benutzern über den Scriptschritt „Erneut anmelden“
erlauben, ihre Anmeldekonten von einem Webbrowser aus zu wechseln (z. B. vom
Gastkonto zu einem anderen Konto mit mehr Rechten).
1 Die Standardberechtigungen für Gastkonten umfassen den Nur-Lese-Zugriff. Sie können für
dieses Konto die Standardberechtigungen einschließlich erweiterten Zugriffsrechten
ändern. Weitere Informationen finden Sie in der FileMaker Pro Hilfe.
Hinweis Standardmäßig können Webbenutzer ihr Kontopasswort nicht von einem Webbrowser
aus ändern. Sie können diese Funktion über den Scriptschritt „Passwort ändern“ in Ihre
Datenbank integrieren, damit Webbenutzer ihr Passwort vom Browser aus ändern können.
Weitere Informationen finden Sie in der FileMaker Pro Hilfe.
Schützen veröffentlichter Datenbanken
Wenn Sie Custom Web Publishing verwenden, können Sie beschränken, wer auf Ihre
veröffentlichten Datenbanken zugreifen kann.
1 Weisen Sie Datenbankkonten, die für Custom Web Publishing verwendet werden, Passwörter
zu.
1 Aktivieren Sie das erweiterte Zugriffsrecht „Custom Web Publishing“ nur in den Berechtigungen
für Konten, denen Sie den Zugriff auf Ihre veröffentlichten Datenbanken erlauben wollen.
1 Deaktivieren Sie das erweiterte Zugriffsrecht „Custom Web Publishing“ für bestimmte
Datenbanken, indem Sie das erweiterte Zugriffsrecht „fmxml“ oder „fmphp“ für sämtliche
Berechtigungen in dieser Datenbank deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie in der
FileMaker Pro Hilfe.
Kapitel 2 | Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing
15
1 Aktivieren oder deaktivieren Sie Custom Web Publishing für alle Custom Web PublishingLösungen in der Web Publishing Engine mit der FileMaker Server Admin Console.
Informationen hierzu finden Sie im Handbuch FileMaker Server Einführung und in der
FileMaker Server Hilfe.
1 Konfigurieren Sie Ihren Web-Server, um die IP-Adressen einzuschränken, die über die Web
Publishing Engine auf Ihre Datenbanken zugreifen können. Beispielsweise können Sie
angeben, dass nur Webbenutzer von der IP-Adresse 192.168.100.101 auf Ihre Datenbanken
zugreifen können. Informationen über das Einschränken von IP-Adressen finden Sie in der
Dokumentation zu Ihrem Web-Server.
FileMaker Server unterstützt Verschlüsselung für Daten, die auf Platte geschrieben werden, und
für Daten, die an Clients übertragen werden.
1 Verschlüsseln Sie Ihre Datenbank mithilfe der Funktion „Datenbankverschlüsselung“ von
FileMaker Pro Advanced. Verschlüsselung schützt die FileMaker-Datenbankdatei und alle
temporären Dateien, die auf Platte geschrieben werden. Weitere Informationen über das
Verschlüsseln einer Datenbank finden Sie im Handbuch FileMaker Server Einführung und in
der FileMaker Pro Hilfe.
1 Eine verschlüsselte Datenbank, die auf FileMaker Server bereitgestellt wird, wird über
Admin Console oder die Befehlszeilenschnittstelle (CLI) geöffnet. Als FileMaker ServerAdministrator öffnen Sie die Datei mit dem Datenbank-Verschlüsselungspasswort, damit
FileMaker-Clients die verschlüsselte Datenbank nutzen können.
1 Sobald der FileMaker Server-Administrator die verschlüsselte FileMaker-Datenbank mit
dem Verschlüsselungspasswort geöffnet hat, brauchen FileMaker-Clients das
Verschlüsselungspasswort nicht mehr, um auf die verschlüsselte Datenbank zuzugreifen.
Weitere Informationen zum Öffnen einer verschlüsselten Datenbank finden Sie in der
FileMaker Server Hilfe.
1 Verwenden Sie Secure Sockets Layer- (SSL-) Verschlüsselung für die Kommunikation
zwischen Ihrem Web-Server und den Webbrowsern. Auf SSL-Verbindungen erfolgt der Zugriff
über eine HTTPS-Verbindung. FileMaker Server bietet ein von FileMaker, Inc. signiertes
Standard-SSL-Zertifikat an, das den Servernamen nicht prüft. Das Standardzertifikat von
FileMaker dient nur für Testzwecke. Ein eigenes SSL-Zertifikat wird für die Produktion benötigt.
Weitere Informationen finden Sie in der FileMaker Server Einführung.
Weitere Informationen zur Sicherung Ihrer Datenbank finden Sie im FileMaker Pro
Benutzerhandbuch, das als PDF unter http://www.filemaker.com/documentation/de verfügbar ist.
Web Server-Unterstützung für Internet-Medientypen (MIME)
Ihr Web-Server bestimmt die Unterstützung für die aktuellen MIME-Typen (MIME; Multipurpose
Internet Mail Extensions), die für das Internet registriert sind. Die Web Publishing Engine ändert
die MIME-Unterstützung eines Web-Servers nicht. Weitere Informationen finden Sie in der
Dokumentation zu Ihrem Web-Server.
Kapitel 2 | Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing
16
Veröffentlichen des Inhalts von Containerfeldern im Web
Der Inhalt eines Containerfelds kann in die Datenbank eingebettet sein, per Verweis über einen
relativen Pfad verknüpft sein oder extern gespeichert sein.
In eine Datenbank eingebettete Containerfeldobjekte
Wenn ein Containerfeld die tatsächlichen Dateien in der FileMaker-Datenbank speichert, ist keine
Aktion mit dem Inhalt des Containerfelds erforderlich, sofern die Datenbankdatei korrekt auf dem
FileMaker Server freigegeben und zugänglich ist. Siehe „Erläuterung der URL-Syntax für
FileMaker-Containerobjekte in XML-Lösungen“ auf Seite 28.
Containerfelder mit gespeicherten Dateiverweisen
Wenn ein Containerfeld einen Dateiverweis speichert, gehen Sie wie folgt vor, um die Dateien, auf
die verwiesen wird, mit der Web Publishing Engine zu veröffentlichen:
So veröffentlichen Sie Containerfeldobjekte, die als Dateiverweise gespeichert sind:
1. Speichern Sie die Containerobjektdateien im Web-Ordner des FileMaker Pro-Ordners.
2. Fügen Sie in FileMaker Pro die Objekte in das Containerfeld ein und wählen Sie die Option Nur
Verweis auf die Datei speichern.
3. Kopieren oder verschieben Sie die Objektdateien, auf die verwiesen wird, im Web-Ordner an
die gleiche Stelle im relativen Pfad des Root-Ordners der Web-Server-Software.
1 Für IIS (Windows):
[Laufwerk]:\Programme\FileMaker\FileMaker Server\HTTPServer\conf
wobei [Laufwerk] das Laufwerk bezeichnet, auf dem sich die Web Publishing EngineKomponente Ihres FileMaker Server-Einsatzes befindet.
1 Für Apache (OS X): /Library/FileMaker Server/HTTPServer/htdocs
Hinweis Für Containerobjekte, die als Dateiverweise gespeichert sind, muss Ihr Web-Server so
konfiguriert sein, dass er die MIME- (Multipurpose Internet Mail Extensions) Typen für alle Arten
von Dateien unterstützt, die Sie anbieten wollen (z. B. Filme). Ihr Web-Server bestimmt die
Unterstützung für die aktuellen MIME-Typen, die für das Internet registriert sind. Die Web
Publishing Engine ändert die MIME-Unterstützung eines Web-Servers nicht. Weitere
Informationen finden Sie in der Dokumentation zu Ihrem Web-Server.
Kapitel 2 | Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing
17
Containerfelder mit extern gespeicherten Daten
Wenn ein Containerfeld Objekte extern speichert – wenn Sie also Containerdaten extern
speichern in dem FileMaker Pro-Dialogfeld „Feldoptionen“ ausgewählt haben – verwenden Sie
FileMaker Pro, um Datenbankdateien aus dem Client-Dateisystem zu FileMaker Server zu
übertragen. Wenn Sie eine Datenbank mithilfe von FileMaker Pro hochladen, werden dabei die
extern gespeicherten Containerfelddaten zu FileMaker Server hochgeladen. In der FileMaker Pro
Hilfe finden Sie Informationen zum Übertragen der Datenbankdateien auf FileMaker Server.
Wenn Sie eine Datenbank manuell hochladen, die ein Containerfeld mit extern gespeicherten
Objekten verwendet, müssen Sie diese Schritte befolgen, um die extern gespeicherten
Containerobjekte über die Web Publishing Engine zu veröffentlichen.
So laden Sie eine Datenbank manuell hoch:
1. Legen Sie die Datenbankdatei an den richtigen Ort auf dem Server. Legen Sie die
FileMaker Pro-Datenbankdateien, die FileMaker Server öffnen soll – oder Verknüpfungen
(Windows) bzw. Aliasdateien (OS X) zu diesen Dateien – in den folgenden Ordnern ab:
1 Windows:
[Laufwerk]:\Programme\FileMaker\FileMaker Server\Data\Databases\
wobei [Laufwerk] das Hauptlaufwerk ist, von dem das System startet.
1 OS X: /Library/FileMaker Server/Data/Databases/
Sie können die Dateien auch in einem optional angegebenen, zusätzlichen Datenbankordner
ablegen.
2. Erstellen Sie in dem Ordner, in den Sie die Datenbank gelegt haben, einen Ordner
namens RC_Data_FMS, falls er nicht bereits existiert.
3. Erstellen Sie im Ordner RC_Data_FMS einen Ordner mit einem Namen, der dem Namen Ihrer
Datenbank entspricht. Wenn Ihre Datenbank z. B. „Kunden“ heißt, erstellen Sie einen Ordner
mit dem Namen „Kunden“. Legen Sie die extern gespeicherten Objekte in den neu erstellten
Ordner.
Hinweis Wenn Datenbanken auf FileMaker Server bereitgestellt werden, gibt es keine
Möglichkeit für verschiedene Datenbanken, auf einen gemeinsamen Ordner mit
Containerobjekten zuzugreifen. Die Containerobjekte für jede Datenbank müssen sich in einem
Ordner befinden, der durch den Namen der Datenbank identifiziert wird.
4. Für gemeinsam benutzte Dateien von OS X nehmen Sie die Dateien in die Gruppe fmsadmin
auf.
Weitere Informationen zum manuellen Hochladen von Datenbanken finden Sie in der
FileMaker Pro Hilfe.
Kapitel 2 | Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing
18
Containerfelder und progressive Downloads
Die Web Publishing Engine unterstützt den progressiven Download von Audiodateien (.mp3),
Videodateien (.mov, .mp4 und .avi empfohlen) und PDF-Dateien für interaktive Container. Zum
Beispiel kann ein Webbenutzer beginnen, einen Film anzusehen, auch wenn der Film noch nicht
komplett heruntergeladen ist. Um den progressiven Download zuzulassen, müssen Sie die
Dateien mithilfe von Optionen erstellen, die Streaming unterstützen oder für die Anzeige im
Internet optimiert wurden. Erstellen Sie beispielsweise PDF-Dateien mithilfe der Option „Für WebAnzeige optimieren“.
Wenn die FileMaker Server-Einstellung SSL für Datenbankverbindungen verwenden
ausgewählt ist, verwendet FileMaker Server zur Übertragung von Daten über HTTPS sichere
Verbindungen.
1 Wenn die FileMaker Server-Einstellung SSL für progressive Downloads verwenden
ausgewählt ist, werden interaktive Containerdaten über HTTPS heruntergeladen. Die Daten
sind so sicher als wäre die Lösung eine lokale Datenbank, da keine temporären Cache-Dateien
erstellt und die Daten bei der Übertragung verschlüsselt werden.
1 Wenn die FileMaker Server-Einstellung SSL für progressive Downloads verwenden nicht
ausgewählt ist, werden interaktive Containerdaten über HTTP heruntergeladen. FileMakerClients sehen die interaktiven Containerdaten mit geringer Verzögerung. FileMaker Server
entschlüsselt die Containerfelddaten in einen Cache-Ordner auf dem Server, wenn ein
FileMaker-Client die Daten anfordert. FileMaker Server leert den Cache-Ordner regelmäßig, so
dass die Daten im Cache-Ordner auf dem Server für bis zu zwei Stunden unverschlüsselt
verbleiben. Die Daten werden nicht lokal auf dem Client im Cache abgelegt.
Wenn die FileMaker Server-Einstellung SSL für Datenbankverbindungen verwenden nicht
ausgewählt ist, werden die Verbindungen, über die FileMaker Server Daten überträgt, während
der Übertragung nicht verschlüsselt und die Daten werden über HTTP übertragen.
1 FileMaker-Clients sehen die interaktiven Containerdaten mit geringer Verzögerung.
1 FileMaker Server entschlüsselt die Containerfelddaten in einen Cache-Ordner auf dem Server,
wenn ein FileMaker Pro-, FileMaker Go- oder Web-Client die Daten anfordert. Die Daten
können im Cache-Ordner zwei Stunden lang entschlüsselt verbleiben, bis FileMaker Server
den Cache-Ordner periodisch leert. Die Daten werden nicht lokal auf dem Client im Cache
abgelegt.
Der Datenbank-Server muss angehalten und neu gestartet werden, wenn die Einstellungen SSL
für Datenbankverbindungen verwenden und SSL für progressive Downloads verwenden
geändert werden, damit die Änderungen wirksam werden.
Anzeige von Containerfelddaten durch Webbenutzer
Bei der Veröffentlichung einer Datenbank mit der Web Publishing Engine gelten folgende
Einschränkungen für die Containerfeldobjekte:
1 Webbenutzer können den Inhalt eines Containerfelds nicht ändern oder ihm Inhalte
hinzufügen. Webbenutzer können Containerfelder nicht verwenden, um Objekte in die
Datenbank hochzuladen.
1 Bei Datenbanken, die ein Containerfeld mit aktivierter Vorschau verwenden, lädt die Web
Publishing Engine die gesamte Datei, keine Vorschau, herunter.
Kapitel 2 | Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing
19
FileMaker-Scripts und Custom Web Publishing
Die Funktion „Scripts verwalten“ in FileMaker Pro kann sich häufig wiederholende Aufgaben
automatisieren und mehrere Aufgaben zusammenfassen. In Kombination mit Custom Web
Publishing ermöglichen FileMaker-Scripts den Webbenutzern, mehrere Aufgaben oder eine
Reihe von Aufgaben durchzuführen.
FileMaker unterstützt viele Scriptschritte in Custom Web Publishing. Webbenutzer können eine
Vielzahl automatisierter Aufgaben durchführen, wenn Sie Scripts in einer Query-Zeichenfolge für
einen URL verwenden. Um die Scriptschritte im FileMaker Pro-Scriptarbeitsbereich anzuzeigen,
die Custom Web Publishing unterstützt, klicken Sie auf die Schaltfläche Kompatibilität und
wählen Sie Custom Web Publishing. Scriptschritte, die nicht grau dargestellt werden, werden für
Custom Web Publishing unterstützt. Informationen zum Erstellen von Scripts finden Sie in der
FileMaker Pro Hilfe.
Tipps und Überlegungen zu Scripts
Auch wenn viele Scriptschritte im Web identisch funktionieren, gibt es einige, die sich anders
verhalten. Weitere Informationen erhalten Sie unter „Scriptverhalten in Custom Web PublishingLösungen“ auf Seite 21. Testen Sie alle Scripts, die von einem Webbrowser ausgeführt werden,
bevor Sie Ihre Datenbank bereitstellen. Stellen Sie sicher, dass Sie sich mit unterschiedlichen
Benutzerkonten anmelden, damit Sie sichergehen können, dass die Scripts für alle Clients
gleichermaßen funktionieren. Prüfen Sie die Protokolldatei der Web Publishing Engine (wpe.log)
auf Scripting-bezogene Fehler. Weitere Informationen finden Sie unter „Verwenden des Web
Publishing Engine-Protokolls“ auf Seite 92.
Beachten Sie folgende Tipps und Überlegungen:
1 Verwenden Sie Konten und Zugriffsrechte, um die Scripts einzuschränken, die ein Web-
Benutzer ausführen kann. Überprüfen Sie, ob die Scripts nur Web-kompatible Scriptschritte
enthalten und nur Zugang zu Scripts gewähren, die von einem Webbrowser aus ausgeführt
werden sollen.
1 Berücksichtigen Sie die Nebeneffekte von Scripts, die eine Reihe von Scriptschritten
ausführen, die durch Zugriffsrechte kontrolliert werden. Wenn ein Script beispielsweise einen
Scriptschritt zum Löschen von Datensätzen enthält und der Webbenutzer sich nicht mit einem
Konto anmeldet, das das Löschen von Datensätzen zulässt, führt das Script den Scriptschritt
zum Löschen von Datensätzen nicht aus. Das Script könnte jedoch weiter ausgeführt werden,
so dass unerwartete Ergebnisse auftreten können.
1 Geben Sie einem Script im Scriptarbeitsbereich volle Zugriffsrechte, damit dieses Script
Aufgaben ausführen kann, für die Sie dem Benutzer an sich keinen Zugang gewähren wollen.
Beispielsweise können Sie Benutzern untersagen, mit ihren Konten und Zugriffsrechten
Datensätze zu löschen, ihnen aber die Ausführung eines Scripts gestatten, das unter
vordefinierten Bedingungen innerhalb eines Scripts bestimmte Arten von Datensätzen löscht.
1 Damit Scripts Plugins für Custom Web Publishing- und FileMaker WebDirect-Lösungen
installieren dürfen, verwenden Sie FileMaker Server Admin Console, um die Einstellung Der
Scriptschritt „Plugin-Datei installieren“ darf Plugins für Web Publishing aktualisieren zu
aktivieren. Um Scripts daran zu hindern, Plugins für Web Publishing-Lösungen zu installieren,
deaktivieren Sie diese Einstellung.
Kapitel 2 | Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing
20
1 Wenn Ihre Scripts unbekannte Schritte enthalten, z. B. Schritte, die veraltet sind oder nicht erkannt
werden, wird beim Ausführen dieser Scriptschritte der FileMaker Pro-Fehlercode 4 („Befehl
unbekannt") zurückgegeben. Verwenden Sie den Scriptschritt „AnwenderAbbruchZulassen
setzen“, um festzulegen, wie nachfolgende Schritte gehandhabt werden:
1 Wenn der Scriptschritt „AnwenderAbbruchZulassen setzen“ aktiviert (ein) ist, verhindern
unbekannte Scriptschritte die Fortsetzung des Scripts.
1 Wenn „AnwenderAbbruchZulassen setzen“ ausgeschaltet ist, werden nicht unterstützte
Scriptschritte übersprungen und das Script setzt die Ausführung fort.
1 Wenn der Scriptschritt „AnwenderAbbruchZulassen setzen“ nicht enthalten ist, werden
Scripts ausgeführt, als ob der Scriptschritt „AnwenderAbbruchZulassen setzen“ aktiv wäre,
d. h., nicht unterstützte Scriptschritte stoppen Scripts.
1 Wenn Ihre Scripts unbekannte Schritte enthalten, z. B. Schritte, die nicht Web-kompatibel sind,
wird beim Ausführen dieser Scriptschritte der FileMaker Pro-Fehlercode 3 („Befehl unbekannt“)
zurückgegeben. Diese nicht unterstützten Scriptschritte werden übersprungen und das Script
setzt die Ausführung fort. In FileMaker 14 hat der Scriptschritt „AnwenderAbbruchZulassen
setzen“ keine Auswirkung auf das Verhalten von nicht unterstützten Scriptschritten.
1 Einige Scripts, die mit einem Schritt von einem FileMaker Pro-Client aus funktionieren,
benötigen eventuell einen zusätzlichen Scriptschritt „Schreibe Änderung Datens./Abfrage“, um
die Daten auf dem Host zu speichern. Da Webbenutzer nicht über eine direkte Verbindung zum
Host verfügen, werden sie nicht benachrichtigt, wenn sich Daten ändern. Funktionen wie
bedingte Wertelisten funktionieren z. B. nicht gleichermaßen für Webbenutzer, da die Daten auf
dem Host gespeichert werden müssen, bevor sich die Wirkung in einem Wertelistenfeld zeigt.
1 Scripts, die Daten ändern, sollten den Scriptschritt „Schreibe Änderung Datens./Abfrage“
enthalten, da Datenänderungen erst im Browser sichtbar werden, wenn die Daten gespeichert
bzw. am Server „bestätigt“ wurden. Dies gilt für einige Scriptschritte wie Ausschneiden,
Kopieren, Einfügen usw. Viele Aktionen mit nur einem Scriptschritt sollten in Scripts
umgewandelt werden, die den Schritt „Schreibe Änderung Datens./Abfrage“ enthalten. Wenn
Sie Scripts entwerfen, die von einem Webbrowser aus ausgeführt werden, nehmen Sie den
Schritt „Schreibe Änderung Datens./Abfrage“ am Ende des Scripts auf, um sicherzustellen,
dass alle Änderungen gespeichert werden.
1 Um von der Art des Clients abhängige Scripts zu erstellen, verwenden Sie die Funktion
„Hole(ProgrammVersion)“. Wenn der zurückgegebene Wert „Web Publishing Engine“ enthält,
wissen Sie, dass der aktuelle Benutzer über Custom Web Publishing auf Ihre Datenbank
zugreift. Weitere Informationen zu Funktionen finden Sie in der FileMaker Pro Hilfe.
1 Öffnen Sie jedes Script, das Webbenutzer ausführen könnten, und stellen Sie sicher, dass das
Script richtig ausgeführt wird, wenn die Datenbank als Custom Web Publishing-Lösung
bereitgestellt wird. Stellen Sie sicher, dass das Script nur Scriptschritte verwendet, die von
Custom Web Publishing wie oben beschrieben unterstützt werden.
Kapitel 2 | Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing
21
Scriptverhalten in Custom Web Publishing-Lösungen
Die nachfolgenden Scriptschritte arbeiten im Web anders als in FileMaker Pro. Weitere
Informationen zu allen Scriptschritten finden Sie in der FileMaker Pro Hilfe.
Scriptschritt
Verhalten in Custom Web Publishing-Lösungen
Script ausführen
Scripts können nur dann in anderen Dateien ausgeführt werden, wenn die Dateien auf FileMaker Server
bereitgestellt werden und Custom Web Publishing in den anderen Dateien aktiviert ist.
Programm beenden
Meldet Webbenutzer ab, schließt die Fenster, beendet aber den Webbrowser nicht.
AnwenderAbbruchZulas
sen setzen
Legt fest, wie unbekannte Scriptschritte gehandhabt werden. Aktivieren, damit Scripts gestoppt
werden; deaktivieren, damit nicht unterstützte Schritte übersprungen werden. Weitere Informationen
finden Sie unter „Tipps und Überlegungen zu Scripts“ auf Seite 19.
Hinweis: Dieser Scriptschritt hat keine Auswirkung auf nicht unterstützte Scriptschritte. Diese nicht
unterstützten Scriptschritte werden übersprungen und das Script setzt die Ausführung fort.
Webbenutzer können Custom Web Publishing-Scripts nicht abbrechen.
Fehleraufzeichnung
setzen
Diese Option ist bei Custom Web Publishing immer aktiviert. Webbenutzer können Custom Web
Publishing-Scripts nicht abbrechen.
Scriptpause setzen
Dieses Script wird zwar in Custom Web Publishing unterstützt, sollte aber nicht benutzt werden. Wenn
der Scriptschritt „Scriptpause setzen“ ausgeführt wird, hält das Script an. Nur ein Script, das erneut den
Schritt „Scriptpause setzen“ enthält, kann die Ausführung fortsetzen. Wenn das Script im
Pausezustand bleibt, bis die Sitzung endet, wird das Script nicht vollständig ausgeführt.
Sortieren
Sie müssen eine Sortierfolge mit dem Scriptschritt „Datensätze sortieren“ speichern, damit er in
Custom Web Publishing ausgeführt wird.
URL öffnen
Dieser Scriptschritt hat keine Wirkung in einer Custom Web Publishing-Lösung.
Gehe zu Feld
Im Webbrowser können Sie „Gehe zu Feld“ nicht verwenden, um zu einem bestimmten Feld zu
wechseln. Sie können diesen Scriptschritt jedoch in Kombination mit anderen Scriptschritten
verwenden, um Aufgaben auszuführen. Beispielsweise können Sie zu einem Feld gehen und den
Inhalt kopieren und dann zu einem anderen Feld gehen und den Wert einfügen. Um die Wirkung im
Browser zu sehen, müssen Sie den Datensatz mit dem Scriptschritt „Datensatz bestätigen“ speichern.
Schreibe Änderung
Datens./Abfrage
Sendet den Datensatz zur Datenbank.
Script-Trigger in Custom Web Publishing-Lösungen
In FileMaker Pro können sowohl Scripts als auch Benutzeraktionen (wie zum Beispiel ein
Benutzer, der in ein Feld klickt) Script-Trigger aktivieren. In Custom Web Publishing können
jedoch nur Scripts Script-Trigger aktivieren. Weitere Informationen zu Script-Triggern finden Sie
in der FileMaker Pro Hilfe.
Hinweis Um in FileMaker Pro 14 anzugeben, dass beim Öffnen einer Datei ein Script ausgeführt
werden soll, müssen Sie den Script-Trigger „BeiErstemFensterÖffnen“ verwenden. Entsprechend
müssen Sie den Script-Trigger „BeiLetztemFensterSchließen“ verwenden, wenn Sie beim
Schließen einer Datei ein Script ausführen möchten.
Kapitel 3
Custom Web Publishing mit XML
Erstellen dynamischer Webseiten mit der Web Publishing Engine
Die Web Publishing Engine bietet Custom Web Publishing für FileMaker Server mithilfe von XMLDatenveröffentlichung. Custom Web Publishing bietet mehrere Vorteile:
1 Anpassung: Sie können festlegen, wie Webbenutzer mit FileMaker-Daten interagieren und
wie die Daten in Webbrowsern angezeigt werden.
1 Datenaustausch: Mithilfe von FileMaker XML können Sie FileMaker-Daten mit anderen
Webseiten und Programmen austauschen.
1 Datenintegration: Sie können FileMaker-Daten in andere Websites, mit anderer Middleware
und mit eigenen Anwendungen integrieren. Sie können die Daten so darstellen, als würden sie
zu einer anderen Website gehören, anstatt ein vollständiges FileMaker-Layout im Webbrowser
anzuzeigen.
1 Sicherheit: Der FileMaker Server-Administrator kann XML Web Publishing einzeln für alle
Datenbanken, die der Server bereitstellt, aktivieren oder deaktivieren. Als Eigentümer der
FileMaker-Datenbank können Sie den Benutzerzugriff auf XML Web Publishing für jede
Datenbank steuern.
1 Steuern und Filtern von veröffentlichten Daten: Sie können die Daten und die Art der
Datenbankinformationen, die Sie veröffentlichen wollen, steuern und filtern und damit
unbefugte Nutzung der Datenbank verhindern. Sie können auch Metadaten ausblenden wie
z. B. Datenbank- und Feldnamen.
1 Basierend auf offenen Standards: Ihnen stehen mehr Tools, Ressourcen und Fachpersonal
für Custom Web Publishing-Lösungen zur Verfügung. Wenn Sie Standard-XML kennen,
können Sie sofort mit der Entwicklung von Lösungen beginnen, nachdem Sie ein paar spezielle
Details über Custom Web Publishing mit XML gelernt haben, z. B. die erforderliche URL-Syntax
und Query-Parameter.
Mit Custom Web Publishing mit XML können Sie Daten aus FileMaker-Datenbanken abrufen und
die Daten einfach in anderen Ausgabeformaten verwenden. Mithilfe einer HTTP-Abfrage mit den
geeigneten Query-Befehlen und -Parametern können Sie FileMaker-Daten als ein XMLDokument abrufen. Sie können die XML-Daten in anderen Anwendungen verwenden. Siehe
„Zugriff auf XML-Daten über die Web Publishing Engine“ auf Seite 30.
Wichtige Funktionen in Custom Web Publishing mit XML
FileMaker Server Custom Web Publishing mit XML bietet mehrere wichtige neue Funktionen:
1 Datenbanken werden auf FileMaker Server bereitgestellt und FileMaker Pro muss nicht
ausgeführt werden.
1 Sie können die serverseitige Verarbeitung von XML mit JavaScript nutzen.
1 Wie in FileMaker Pro basiert der Zugriff auf Daten, Layouts und Felder auf den
Benutzerkontoeinstellungen, die in den Zugriffsrechten der Datenbank definiert sind. Die Web
Publishing Engine unterstützt auch mehrere andere Sicherheitsverbesserungen Siehe
„Schützen veröffentlichter Datenbanken“ auf Seite 14.
Kapitel 3 | Custom Web Publishing mit XML
23
1 Webbenutzer können komplexe Scripts mit mehreren Schritten ausführen. FileMaker
unterstützt viele Scriptschritte in Custom Web Publishing. Siehe „FileMaker-Scripts und
Custom Web Publishing“ auf Seite 19.
1 Sie können einen Parameterwert an ein FileMaker-Script übergeben. Weitere Informationen
finden Sie unter „Query-Parameter –script.param (Parameter an Script übergeben)“ auf
Seite 59, „Query-Parameter –script.prefind.param (Parameter an Script vor Suchen
übergeben)“ auf Seite 60 und „Query-Parameter –script.presort.param (Parameter an Script
vor Sortieren übergeben)“ auf Seite 61.
1 Mit der fmresultset-XML-Grammatik können Sie nach Name auf Felder zugreifen und
relatedset- (Ausschnitt) Daten manipulieren.
1 Für den Zugriff auf Daten in einer Datenbank müssen Sie ein Layout angeben. Siehe Kapitel 5,
„Gültige Namen in XML-Query-Strings“.
Voraussetzungen für Web Publishing
Voraussetzungen für das Veröffentlichen einer Datenbank mit Custom Web
Publishing
Um Datenbanken mithilfe von Custom Web Publishing mit XML zu veröffentlichen, benötigen Sie:
1 einen FileMaker Server-Einsatz, der Folgendes umfasst:
1 einen Web-Server, entweder Microsoft IIS (Windows) oder Apache (OS X)
1 den FileMaker Datenbank-Server, aktiviert für Custom Web Publishing
1 die Web Publishing Engine, installiert und konfiguriert
1 eine oder mehrere FileMaker Pro-Datenbanken, die FileMaker Server bereitstellt
1 IP-Adresse oder Domänenname des Hosts, auf dem der Web-Server läuft
1 einen beliebigen Webbrowser und Zugriff auf den Web-Server, um Ihre Custom Web
Publishing-Lösung zu entwickeln und zu testen
Weitere Informationen finden Sie im Handbuch FileMaker Server Einführung.
Voraussetzungen für Webbenutzer zum Zugriff auf eine Custom Web PublishingLösung
Für den Zugriff auf eine Custom Web Publishing-Lösung mit XML benötigen Webbenutzer:
1 einen Webbrowser
1 zugang zum Internet oder zu einem Intranet und zum Web-Server
1 IP-Adresse oder Domänenname des Hosts, auf dem der Web-Server läuft
Wenn die Datenbank passwortgeschützt ist, müssen Webbenutzer auch einen Benutzernamen
und ein Passwort für ein Datenbankkonto eingeben.
Kapitel 3 | Custom Web Publishing mit XML
24
Verbindung zum Internet oder zu einem Intranet
Wenn Sie Datenbanken im Internet oder in einem Intranet veröffentlichen, muss auf dem HostComputer FileMaker Server laufen und die freizugebenden Datenbanken müssen bereitgestellt
und verfügbar sein. Zusätzlich:
1 Veröffentlichen Sie Ihre Datenbank auf einem Computer, der über eine ständige Verbindung
zum Internet bzw. Intranet verfügt. Sie können Datenbanken zwar ohne ständige Verbindung
veröffentlichen, aber sie stehen Webbenutzern nur zur Verfügung, wenn Ihr Computer mit dem
Internet bzw. Intranet verbunden ist.
1 Der Host-Computer für den Web-Server, der Teil des FileMaker Server-Einsatzes ist, muss
über eine eigene statische (permanente) IP-Adresse oder einen Domänennamen verfügen.
Wenn Sie die Verbindung zum Internet über einen Internet-Anbieter (ISP) herstellen, könnte
Ihre IP-Adresse dynamisch zugewiesen werden (d. h., sie ändert sich bei jeder Verbindung).
Mit einer dynamischen IP-Adresse ist es für Webbenutzer schwieriger, Ihre Datenbanken zu
finden. Wenn Sie sich über Ihre Zugangsart nicht sicher sind, wenden Sie sich an Ihren ISP
oder Netzwerkadministrator.
Die nächsten Schritte
Hier einige Vorschläge, um mit der Entwicklung von Custom Web Publishing-Lösungen zu
beginnen:
1 Falls noch nicht geschehen, aktivieren Sie Custom Web Publishing mithilfe der
FileMaker Server Admin Console. Informationen hierzu finden Sie in der FileMaker Server Hilfe
und im Handbuch FileMaker Server Einführung.
1 Öffnen Sie in FileMaker Pro jede FileMaker-Datenbank, die Sie veröffentlichen wollen, und
stellen Sie sicher, dass in der Datenbank die geeigneten erweiterten Zugriffsrechte für Custom
Web Publishing aktiviert sind. Siehe „Aktivieren von Custom Web Publishing in einer
Datenbank“ auf Seite 13.
1 Wie Sie mithilfe von XML auf Daten in FileMaker-Datenbanken zugreifen, erfahren Sie in
„Zugriff auf XML-Daten über die Web Publishing Engine“ auf Seite 30.
Kapitel 4
Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing
Engine
Sie können FileMaker-Daten in Extensible Markup Language- (XML) Format mithilfe der Web
Publishing Engine beziehen und aktualisieren. So wie HTML zur Standardbeschreibungssprache
für die Kommunikation im World Wide Web wurde, hat sich XML zur Standardsprache für den
strukturierten Datenaustausch entwickelt. Diese Sprache wird von zahlreichen Einzelpersonen,
Organisationen und Unternehmen zur Übermittlung von Produktinformationen, Transaktionen,
Inventardaten und anderen geschäftlichen Informationen genutzt.
Verwenden von Custom Web Publishing mit XML
Wenn Sie Standard-XML kennen, können Sie mit dem Einsatz der Web Publishing Engine
beginnen, nachdem Sie ein paar spezielle Details über Custom Web Publishing mit XML wie z. B.
die erforderliche URL-Syntax und Query-Parameter gelernt haben.
Indem Sie HTTP-URL-Abfragen mit FileMaker-Query-Befehlen und -Parametern verwenden,
können Sie eine Datenbank abfragen, die von FileMaker Server bereitgestellt wird, und die
resultierenden Daten in XML-Format herunterladen. Sie können eine Datenbank beispielsweise
auf alle Datensätze in einem bestimmten Postleitzahlenbereich abfragen und die resultierenden
XML-Daten wie gewünscht verwenden.
Weitere Informationen finden Sie in der FileMaker Knowledge Base unter
http://filemaker-de.custhelp.com.
Hinweis Die von der Web Publishing Engine generierten XML-Daten sind wohlgeformt und
richten sich nach der XML-1.0-Spezifikation. Informationen zu den Anforderungen des XMLAufbaus finden Sie in der XML-Spezifikation unter http://www.w3.org.
Unterschiede zwischen der Web Publishing Engine und FileMaker Pro XMLImport/Export
Die Web Publishing Engine und FileMaker Pro gestatten Ihnen, XML-Daten mit FileMakerDatenbanken zu verwenden. Es gibt jedoch einige wesentliche Unterschiede zwischen den
beiden Methoden:
1 Für den Zugriff auf XML-Daten unterstützt die Web Publishing Engine die fmresultset-, die
FMPXMLRESULT- und die FMPXMLLAYOUT-Grammatik. Für XML-Import verwendet
FileMaker Pro die FMPXMLRESULT-Grammatik und für den Export die FMPXMLRESULTGrammatik. Siehe „Zugriff auf XML-Daten über die Web Publishing Engine“ auf Seite 30.
1 Um mit der Web Publishing Engine auf XML-Daten zuzugreifen, verwenden Sie einen Web
Publishing Engine-Query-String in einem URL. Für den Import und Export von XML mit
FileMaker Pro verwenden Sie FileMaker Pro-Menübefehle oder Scripts.
1 Die Web Publishing Engine ist serverbasiert und kann auf demselben oder einem anderen Host
als FileMaker Server installiert werden. FileMaker Pro XML-Import und -Export ist
desktopbasiert.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
26
1 Sie können dynamisch auf XML-Daten von FileMaker-Datenbanken zugreifen, indem Sie URLAbfragen mit der Web Publishing Engine verwenden. Die XML-Exportfunktion von
FileMaker Pro erzeugt eine zuvor angegebene XML-Datendatei.
1 Das Arbeiten mit XML-Daten über die Web Publishing Engine ist ein interaktiver Vorgang.
FileMaker Pro XML-Import und -Export erfolgt im Stapelbetrieb.
1 Die Web Publishing Engine kann auf XML-Daten von einem FileMaker-Ausschnitt zugreifen,
FileMaker Pro nicht.
1 Die Web Publishing Engine kann auf Daten in einem Containerfeld zugreifen, FileMaker Pro
nicht.
1 Die Web Publishing Engine bietet Echtzeitzugriff auf FileMaker-Daten über HTTP oder HTTPS,
FileMaker Pro nicht.
Hinweis Informationen über das Verwenden von FileMaker Pro für Import und Export von Daten
in XML-Format finden Sie in der FileMaker Pro Hilfe.
Wie die Web Publishing Engine aus einer Abfrage XML-Daten generiert
Nachdem eine Abfrage von XML-Daten an den Web-Server gesendet wurde, fragt die Web
Publishing Engine die FileMaker-Datenbank ab und gibt die Daten als XML-Dokument zurück.
WebBrowser
FileMaker Server Web
Publishing Engine
1. HTTP- oder
HTTPS-Abfrage
von XML-Daten
wird von
Webbrowser
oder Programm
an Web-Server
gesendet.
3. Web Publishing Core
fordert Daten von
Datenbank an, die der
FileMaker DatenbankServer bereitstellt.
Web Publishing Core
FileMaker
Datenbank-Server
Web-Server
Web-Server-Modul
2. Web-Server
leitet Abfrage
an Web
Publishing
Core.
Custom Web
Publishing Engine
(CWPE)
Produkte.fmp12 Kunden.fmp12
Abfrage von XML-Daten wird von Webbrowser oder Programm an FileMaker-Datenbank-Server geleitet.
Bestellungen.fmp Katalog.fmp12
XML-Daten werden von FileMaker-Datenbank-Server zurück an Webbrowser oder Programm geleitet.
WebBrowser
6. Web-Server
sendet
Ausgabe an
Webbrowser
oder
Programm.
5. Web Publishing Core
konvertiert Daten in XML
und sendet sie an WebServer.
FileMaker Server Web
Publishing Engine
Web Publishing Core
Web-Server
Web-Server-Modul
Custom Web
Publishing Engine
(CWPE)
4. FileMaker DatenbankServer sendet angeforderte
Daten an Web Publishing
Core.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
27
Allgemeines Verfahren beim Zugriff auf XML-Daten von der Web
Publishing Engine
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über das Verfahren beim Verwenden der Web
Publishing Engine für den Zugriff auf XML-Daten in einer FileMaker-Datenbank:
1. Stellen Sie in FileMaker Server Admin Console sicher, dass XML Publishing aktiviert ist.
Weitere Informationen finden Sie in der FileMaker Server Hilfe.
2. Öffnen Sie in FileMaker Pro jede FileMaker-Datenbank, die Sie veröffentlichen wollen, und
stellen Sie sicher, dass in der Datenbank das erweiterte Zugriffsrecht fmxml für XML Custom
Web Publishing aktiviert ist. Siehe „Aktivieren von Custom Web Publishing in einer Datenbank“
auf Seite 13.
Um auf XML-Daten in einem Ausschnitt zuzugreifen, stellen Sie die Ansicht für das
Datenbanklayout auf Als Formular anzeigen oder Als Liste anzeigen ein. Wenn ein Benutzer
oder Script die Ansicht des Datenbanklayouts zu Als Tabelle anzeigen ändert, kann nur auf
den ersten Bezugsdatensatz (erste Zeile im Ausschnitt) als XML-Daten zugegriffen werden.
Die XML-Daten werden in einer Reihenfolge ausgegeben, die der Reihenfolge entspricht, in der
die Feldobjekte dem Layout hinzugefügt wurden. Wenn die XML-Datenreihenfolge der
Reihenfolge entsprechen soll, in der die Felder auf dem Bildschirm angezeigt werden (von
oben nach unten, von links nach rechts), dann wählen Sie alle Felder aus, gruppieren Sie sie
und heben Sie dann die Gruppierung wieder auf. Dieser Vorgang setzt die Layoutreihenfolge
wieder zurück auf die Bildschirmreihenfolge.
3. Senden Sie durch ein HTML-Formular, einen HREF-Link oder ein Script in Ihrem Programm
oder Ihrer Webseite eine HTTP- oder HTTPS-Abfrage in Form eines URLs mit Angabe der
FileMaker XML-Grammatik, einen Query-Befehl und einen oder mehrere FileMaker-QueryParameter an die Web Publishing Engine. Der URL kann auch in einem Browser eingegeben
werden.
Informationen über die Angabe des URLs finden Sie im nächsten Abschnitt, „Erläuterung der
URL-Syntax für XML-Daten und Containerobjekte“. Informationen über Query-Befehle und Parameter finden Sie unter „Abfragen von XML-Daten mithilfe von FileMaker-Query-Strings“
auf Seite 40, und in Kapitel 5, „Gültige Namen in XML-Query-Strings“,
4. Die Web Publishing Engine verwendet die im URL angegebene Grammatik, um XML-Daten mit
den Ergebnissen Ihrer Abfrage zu erzeugen (z. B. eine Gruppe von Datensätzen aus der
Datenbank), und gibt diese an Ihr Programm oder Ihren Webbrowser zurück.
5. Der Webbrowser, falls er über einen XML-Parser verfügt, zeigt die Daten an bzw. das
Programm verwendet die Daten wie von Ihnen angegeben.
Erläuterung der URL-Syntax für XML-Daten und Containerobjekte
Dieser Abschnitt beschreibt die URL-Syntax beim Verwenden der Web Publishing Engine für den
Zugriff auf XML-Daten und Containerobjekte in FileMaker-Datenbanken.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
28
Erläuterung der URL-Syntax für XML-Daten
Die URL-Syntax beim Verwenden der Web Publishing Engine für den Zugriff auf XML-Daten in
FileMaker-Datenbanken lautet:
<scheme>://<host>[:<port>]/fmi/xml/<xml_grammar>.xml[?<query string>]
Dabei gilt:
1 <scheme> kann das HTTP- oder HTTPS-Protokoll sein.
1 <host> ist die IP-Adresse oder der Domänenname des Hosts, auf dem der Web-Server
installiert ist.
1 <port> ist optional und gibt den Port an, den der Web-Server verwendet. Ohne Portangabe
wird der Standard-Port des Protokolls (Port 80 für HTTP oder Port 443 für HTTPS) verwendet.
1 <xml_grammar> ist der Name der FileMaker-XML-Grammatik. Mögliche Werte sind
fmresultset, FMPXMLRESULT bzw. FMPXMLLAYOUT. Weitere Informationen hierzu finden
Sie unter „Verwenden der fmresultset-Grammatik“ auf Seite 31 und „Verwenden anderer
FileMaker XML-Grammatiken“ auf Seite 35.
1 <query string> ist eine Kombination aus einem Query-Befehl und einem oder mehreren
Query-Parametern für FileMaker XML Publishing. (Der Befehl –dbnames verlangt keine
Parameter.) Weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Abfragen von XML-Daten mithilfe
von FileMaker-Query-Strings“ auf Seite 40, und Kapitel 5, „Gültige Namen in XML-QueryStrings“.
Hinweis Die URL-Syntax einschließlich der Namen von Query-Befehl und -Parametern
unterscheidet Groß- und Kleinschreibung, mit Ausnahme von Teilen des Query-Strings. Der URL
ist vorwiegend in Kleinbuchstaben mit Ausnahme der zwei Grammatiknamen in Großbuchstaben:
FMPXMLRESULT und FMPXMLLAYOUT. Informationen über die Regeln für Groß-/Kleinschreibung
im Query-String finden Sie unter „Richtlinien für die Verwendung von Query-Befehlen und Parametern“ auf Seite 44.
Zwei URL-Beispiele für den Zugriff auf XML-Daten über die Web Publishing Engine:
http://server.company.com/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=products&-lay=sales
&-findall
http://192.168.123.101/fmi/xml/FMPXMLRESULT.xml?-db=products&-lay=sales
&-findall
Erläuterung der URL-Syntax für FileMaker-Containerobjekte in XML-Lösungen
In einem generierten XML-Dokument für eine XML-Lösung unterscheidet sich die Syntax für den
Verweis auf ein Containerobjekt für Containerfelder, die das tatsächliche Objekt in der Datenbank
speichern, und für Containerfelder, die einen Verweis auf das Objekt speichern.
Wenn ein Containerfeld das tatsächliche Objekt in der Datenbank speichert
Das <data>-Element des Containerfelds verwendet die folgende relative URL-Syntax, um auf
das Objekt zu verweisen:
<data>/fmi/xml/cnt/data.<extension>?<query string>/<data>
Dabei gilt: <extension> ist die Dateinamenerweiterung zur Identifizierung des Objekttyps,
beispielsweise .jpg. Die Dateinamenerweiterung stellt den MIME-Typ ein, damit der Webbrowser
die Containerdaten korrekt identifizieren kann. Informationen über <query string> finden Sie
im vorherigen Abschnitt, „Erläuterung der URL-Syntax für XML-Daten“.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
29
Beispiel:
<data>/fmi/xml/cnt/data.jpg?-db=products&-lay=sales&-field=product_image(1)
&-recid=2</data>
Hinweis In der generierten XML für ein Containerfeld ist der Wert für den Query-Parameter
–field ein vollständig qualifizierter Feldname. Die Zahl in Klammern gibt die
Wiederholungsnummer für das Containerfeld an und wird für Wiederhol- und für Einzelfelder
generiert. Siehe „Erläuterung der Syntax für einen voll qualifizierten Feldnamen“ auf Seite 46.
Verwenden Sie zum Abrufen der Containerdaten aus der Datenbank die folgende Syntax:
<scheme>://<host>[:<port>]/fmi/xml/cnt/data.<extension>?<query string>
Informationen über <scheme>, <host> oder <port> finden Sie im vorherigen Abschnitt,
„Erläuterung der URL-Syntax für XML-Daten“.
Beispiel:
http://www.company.com/fmi/xml/cnt/data.jpg?-db=products&-lay=sales
&-field=product_image(1)&-recid=2
Wenn ein Containerfeld einen Dateiverweis anstelle eines tatsächlichen Objekts speichert
Das <data>-Element des Containerfelds enthält einen relativen Pfad, der auf das Objekt
verweist. Beispiel:
<data>/images/logo.jpg</data>
Hinweis Das Containerobjekt, auf das verwiesen wird, muss im Ordner „FileMaker Pro Web“
gespeichert sein, wenn der Datensatz erstellt oder bearbeitet wird, und dann in einen Ordner mit
dem gleichen relativen Speicherort im Root-Ordner der Web-Server-Software kopiert oder
verschoben werden. Siehe „Veröffentlichen des Inhalts von Containerfeldern im Web“ auf
Seite 16.
Wenn ein Containerfeld leer ist
Das <data>-Element des Containerfelds ist leer.
Erläuterung von URL-Textkodierung
Die URLs für den Zugriff auf XML-Daten und Containerfelder müssen in UTF-8 (Unicode
Transformation 8 Bit)-Format kodiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter „Erläuterung
von UTF-8-kodierten Daten“ auf Seite 40.
Um z. B. den Wert des „Info“-Felds in Matinée zu ändern, könnten Sie folgenden URL
verwenden:
http://server.company.com/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=members
&-lay=relationships&-recid=2&info= matin%C3%A9e&-edit
In diesem Beispiel-URL ist %C3%A9 die URL-kodierte UTF-8-Darstellung des Zeichens é.
Weitere Informationen zur URL-Textkodierung finden Sie in der URL-Spezifikation unter
http://www.w3.org.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
30
Zugriff auf XML-Daten über die Web Publishing Engine
Um über die Web Publishing Engine auf XML-Daten zuzugreifen, verwenden Sie einen URL, der
den Namen der zu verwendenden FileMaker-Grammatik, einen FileMaker-Query-Befehl und
einen oder mehrere FileMaker-Query-Parameter angibt. Die Web Publishing Engine generiert
XML-Daten aus Ihrer Datenbank, die nach einem der folgenden Typen von XML-Grammatiken
formatiert werden:
1 fmresultset: Dies ist die empfohlene Grammatik für die Web Publishing Engine für den Zugriff
auf XML-Daten. Sie ist flexibel und für bequemen Feldzugriff nach Name und einfacherer
Änderung von relatedset- (Ausschnitt-) Daten optimiert. Diese Grammatik ist auch direkter
mit FileMaker-Terminologie verbunden und bietet z. B. globale Speicheroptionen und
Identifikation von Statistik- und Formelfeldern. Für einfacheres Web Publishing wurde diese
Grammatik knapper formuliert als die FMPXMLRESULT-Grammatik. Siehe „Verwenden der
fmresultset-Grammatik“ auf Seite 31.
1 FMPXMLRESULT und FMPXMLLAYOUT: Sie können auch die FMPXMLRESULT- und
FMPXMLLAYOUT-Grammatiken mit der Web Publishing Engine für den Zugriff auf XML-Daten
verwenden. Um ein einziges Stylesheet sowohl für XML-Export als auch für Custom Web
Publishing einzusetzen, müssen Sie die FMPXMLRESULT-Grammatik benutzen. Für den Zugriff
auf Wertelisten und Feldanzeigedaten in Layouts müssen Sie die FMPXMLLAYOUT-Grammatik
verwenden. Siehe „Verwenden anderer FileMaker XML-Grammatiken“ auf Seite 35.
Abhängig von der Grammatik, die Sie in der URL-Abfrage angegeben haben, generiert die Web
Publishing Engine mit einer der folgenden Grammatiken ein XML-Dokument. Jedes XMLDokument enthält eine XML-Standard-Namespace-Deklaration für die Grammatik. Informationen
finden Sie im nächsten Abschnitt, „Erläuterung von Namensräumen für FileMaker XML“.
Verwenden Sie eine dieser Grammatiken in Ihrem Dokument oder auf Ihrer Webseite, um
FileMaker-Daten im XML-Format anzuzeigen und zu bearbeiten.
Hinweis Von der Web Publishing Engine generierte XML-Daten werden im UTF-8-Format
(Unicode Transformation Format 8) kodiert. Siehe „Erläuterung von UTF-8-kodierten Daten“ auf
Seite 40.
Erläuterung von Namensräumen für FileMaker XML
Mithilfe eindeutiger XML-Namensräume können Sie XML-Tags der richtigen Anwendung
zuordnen. Wenn Ihr XML-Dokument beispielsweise zwei <DATABASE>-Elemente enthält, eines
für FileMaker-XML-Daten, das andere für Oracle-XML-Daten, kann anhand der Namensräume
festgestellt werden, welches <DATABASE>-Element zu welchen XML-Daten gehört.
Die Web Publishing Engine generiert für jede Grammatik einen Standard-Namespace.
Grammatik
Generierter Standard-Namespace
fmresultset
xmlns="http://www.filemaker.com/xml/fmresultset"
FMPXMLRESULT
xmlns="http://www.filemaker.com/fmpxmlresult"
FMPXMLLAYOUT
xmlns="http://www.filemaker.com/fmpxmllayout"
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
31
Erläuterung der FileMaker-Datenbankfehlercodes
Die Web Publishing Engine gibt in den „error code“-Elementen am Beginn jedes XML-Dokuments
einen Fehlercode für einen etwaigen Fehler zurück, der im zuletzt ausgeführten Query-Befehl
aufgetreten ist. Null (0) bedeutet keinen Fehler.
Grammatik
Verwendete Syntax
fmresultset
<error code="0"/error>
FMPXMLRESULT
<ERRORCODE>0</ERRORCODE>
FMPXMLLAYOUT
<ERRORCODE>0</ERRORCODE>
Das „error code“-Element im XML-Dokument gibt Fehler an, die die Datenbank und Query-Strings
betreffen. Siehe Anhang A, „Fehlercodes für Custom Web Publishing“.
Abrufen der Document Type Definitions für die FileMaker-Grammatiken
Sie können die Document Type Definitions (DTDs) für die FileMaker-Grammatiken mithilfe einer
HTTP-Abfrage abrufen.
Grammatik
HTTP-Abfrage
fmresultset
http://<host>[:<port]/fmi/xml/fmresultset.dtd
FMPXMLRESULT
http://<host>[:<port]/fmi/xml/FMPXMLRESULT.dtd
FMPXMLLAYOUT
http://<host>[:<port]/fmi/xml/FMPXMLLAYOUT.dtd
Verwenden der fmresultset-Grammatik
Die XML-Elementnamen in dieser Grammatik verwenden FileMaker-Terminologie und die
Speicherung von Feldern erfolgt getrennt von den Feldtypen. Die Grammatik umfasst auch die
Fähigkeit, Statistik-, Formel- und Variablenfelder zu identifizieren.
Geben Sie zur Verwendung der fmresultset-Grammatik den folgenden Namen der
fmresultset-Grammatik im URL an, der das XML-Dokument von der Web Publishing Engine
anfordert:
fmresultset.xml
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=family
&-findall
Hinweis Geben Sie die fmresultset-Grammatik unbedingt in Kleinbuchstaben an.
Die Web Publishing Engine generiert ein XML-Dokument mithilfe der fmresultset-Grammatik.
Im XML-Dokument verweist die Web Publishing Engine auf die Document Type Definition für die
fmresultset-Grammatik in der Anweisung <!DOCTYPE> in der zweiten Zeile des Dokuments,
unmittelbar nach der Anweisung <?xml...?>. Die Anweisung <!DOCTYPE> gibt den URL für
das Herunterladen der DTD für die fmresultset-Grammatik an.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
32
Beschreibung der Elemente der fmresultset-Grammatik
Die fmresultset-Grammatik besteht hauptsächlich aus dem Element <datasource>, dem
Element <metadata> und dem Element <resultset>.
<datasource>-Element
In der fmresultset-Grammatik enthält das <datasource>-Element die Attribute „table“,
„layout“, „date-format“, „time-format“, „timestamp-format“, „total-count“ und „database“.
1 Das Attribut „date-format“ des <datasource>-Elements gibt das Format von Datumsangaben
im XML-Dokument an:
dd.MM.yyyy
Dabei gilt:
1 MM ist der zweistellige Wert für den Monat (01 bis 12, wobei 01 für Januar und 12 für Dezember
steht).
1 dd ist der zweistellige Wert für den Tag des Monats (01 bis 31).
1 yyyy ist der vierstellige Wert für das Jahr.
1 Das Attribut „time-format“ des <datasource>-Elements gibt das Format von Zeitangaben im
XML-Dokument an.
HH:mm:ss
Dabei gilt:
1 HH ist der zweistellige Wert für Stunden (00 bis 23 im 24-Stunden-Format).
1 mm ist der zweistellige Wert für Minuten (00 bis 59).
1 ss ist der zweistellige Wert für Sekunden (00 bis 59).
1 Das Attribut „timestamp-format“ des <datasource>-Elements gibt das Format von Datumsund Zeitangaben in einem Zeitstempel an.
dd.MM.yyyy HH:mm:ss
<metadata>-Element
Das <metadata>-Element der fmresultset-Grammatik enthält ein oder mehrere <fielddefinition>- und <relatedset-definition>-Elemente, jeweils mit Attributen für eines der
Felder in der Ergebnismenge.
Die <field-definition>-Attribute geben an:
1
1
1
1
1
1
1
1
1
ob das Feld ein Feld mit automatischer Eingabe ist („yes“ oder „no“)
ob das Feld ein Feld mit vierstelligem Jahr ist („yes“ oder „no“)
ob das Feld ein Variablenfeld ist („yes“ oder „no“)
die maximale Anzahl an Wiederholwerten (Attribut max-repeat)
die maximale Anzahl an zulässigen Zeichen (Attribut max-characters)
ob das Feld ein nicht leeres Feld ist („yes“ oder „no“)
ob das Feld ein Feld nur mit numerischen Daten ist („yes“ oder „no“)
result („text“, „number“, „date“, „time“, „timestamp“ oder „container“)
ob das Feld ein Uhrzeit-des-Tages-Feld ist („yes“ oder „no“)
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
33
1 type („normal“, „calculation“ oder „summary“)
1 den Feldnamen (bei Bedarf vollständig qualifiziert)
Das <relatedset-definition>-Element repräsentiert einen Ausschnitt. Jedes Bezugsfeld in
einem Ausschnitt wird durch das <field-definition>-Element innerhalb des
<relatedset-definition>-Elements dargestellt. Wenn ein Ausschnitt mehrere Bezugsfelder
enthält, werden die Felddefinitionen für die Bezugsfelder in einem einzigen
<relatedset-definition>-Element gruppiert.
<resultset>-Element
Das <resultset>-Element enthält alle <record>-Elemente, die als Ergebnis einer Query
zurückgegeben wurden, sowie ein Attribut für die Gesamtzahl der gefundenen Datensätze. Jedes
<record>-Element enthält die Felddaten für einen Datensatz in der Ergebnismenge –
einschließlich der Attribute mod-id und record-id für den Datensatz – sowie das <data>Element mit den Daten für ein Feld im Datensatz.
Jeder Datensatz in einem Ausschnitt wird durch ein <record>-Element innerhalb des
<relatedset>-Elements dargestellt. Das Attribut „count“ des <relatedset>-Elements gibt die
Anzahl der Datensätze in einem Ausschnitt an und das Attribut „table“ gibt die mit dem Ausschnitt
verbundene Tabelle an.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
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Beispiel für XML-Daten in der fmresultset-Grammatik
Nachfolgend erhalten Sie ein Beispiel für XML-Daten, die mit der fmresultset-Grammatik
generiert wurden.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>
<!DOCTYPE fmresultset PUBLIC "-//FMI//DTD fmresultset//EN"
""http://localhost:80/fmi/xml/fmresultset.dtd">
<fmresultset xmlns="http://www.filemaker.com/xml/fmresultset" version="1.0">
<error code="0" />
<product build="12/31/2015" name="FileMaker Web Publishing Engine"
version="0.0.0.0" />
<datasource database="art" date-format="MM/dd/yyyy" layout="web3" table="art"
time-format="HH:mm:ss" timestamp-format="MM/dd/yyyy HH:mm:ss" total-count="12"
/>
<metadata>
<field-definition auto-enter="no" four-digit-year="no" global="no" maxrepeat="1" name="Title" not-empty="no" numeric-only="no" result="text" time-ofday="no" type="normal" />
<field-definition auto-enter="no" four-digit-year="no" global="no" maxrepeat="1" name="Artist" not-empty="no" numeric-only="no" result="text" timeof-day="no" type="normal" />
<relatedset-definition table="artlocations">
<field-definition auto-enter="no" four-digit-year="no" global="no" maxrepeat="1" name="artlocations::Location" not-empty="no" numeric-only="no"
result="text" time-of-day="no" type="normal" />
<field-definition auto-enter="no" four-digit-year="no" global="no" maxrepeat="1" name="artlocations::Date" not-empty="no" numeric-only="no"
result="date" time-of-day="no" type="normal" />
</relatedset-definition>
<field-definition auto-enter="no" four-digit-year="no" global="no" maxrepeat="1" name="Style" not-empty="no" numeric-only="no" result="text" time-ofday="no" type="normal" />
<field-definition auto-enter="no" four-digit-year="no" global="no" maxrepeat="1" name="length" not-empty="no" numeric-only="no" result="number" timeof-day="no" type="calculation" />
</metadata>
<resultset count="1" fetch-size="1">
<record mod-id="6" record-id="14">
<field name="Title">
<data>Spring in Giverny 3</data>
</field>
<field name="Artist">
<data>Claude Monet</data>
</field>
<relatedset count="0" table="artlocations" />
<field name="Style">
<data />
</field>
<field name="length">
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
35
<data>19</data>
</field>
</record>
</resultset>
</fmresultset>
Verwenden anderer FileMaker XML-Grammatiken
Die anderen FileMaker XML-Grammatiken enthalten Informationen über Feldtypen, Wertelisten
und Layouts. FMPXMLRESULT und fmresultset sind hinsichtlich der Funktionalität äquivalent.
Für den Zugriff auf Wertelisten und Feldanzeigedaten in Layouts müssen Sie die FMPXMLLAYOUTGrammatik verwenden. Die FMPXMLRESULT- und FMPXMLLAYOUT-Grammatiken sind kompakter
für den Datenaustausch.
Geben Sie zur Verwendung der FMPXMLRESULT-Grammatik den folgenden Grammatiknamen im
URL an, der das XML-Dokument von der Web Publishing Engine anfordert:
FMPXMLRESULT.xml
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/FMPXMLRESULT.xml?-db=employees&-lay=family
&-findall
Geben Sie zur Verwendung der FMPXMLLAYOUT-Grammatik den folgenden Grammatiknamen mit
dem Query-Befehl -view im URL an, der das XML-Dokument von der Web Publishing Engine
anfordert:
FMPXMLLAYOUT.xml
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/FMPXMLLAYOUT.xml?-db=employees&-lay=family
&-view
Hinweis Geben Sie die FMPXMLRESULT- und die FMPXMLLAYOUT-Grammatik unbedingt in
Großbuchstaben an.
Im generiertenXML-Dokument verweist die Web Publishing Engine auf die Document Type
Definition für die Grammatik in der Anweisung <!DOCTYPE> in der zweiten Zeile des Dokuments,
unmittelbar nach der Anweisung <?xml...?>. Die Anweisung <!DOCTYPE> gibt den URL für
das Herunterladen der DTD für die Grammatik an.
Beschreibung der Elemente in der FMPXMLRESULT-Grammatik
In der FMPXMLRESULT-Grammatik enthält das <DATABASE>-Element die Attribute NAME,
RECORDS, DATEFORMAT, LAYOUT und TIMEFORMAT.
Das Attribut DATEFORMAT des <DATABASE>-Elements gibt das Datumsformat im XMLDokument an. Das Attribut TIMEFORMAT des <DATABASE>-Elements gibt das Zeitformat im
XML-Dokument an. Datums- und Zeitformate der Grammatiken FMPXMLRESULT und
fmresultset sind gleich, Siehe „Beschreibung der Elemente der fmresultset-Grammatik“ auf
Seite 32.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
36
Das Element <METADATA> der FMPXMLRESULT-Grammatik enthält ein oder mehrere <FIELD>Elemente. Jedes davon enthält Daten für ein Feld bzw. eine Spalte im Ergebnis – z. B. den
Feldnamen, so wie er in der Datenbank definiert ist, den Feldtyp, die Ja/Nein-Zulässigkeit für leere
Felder (Attribut EMPTYOK) und die maximale Anzahl von Wiederholwerten (Attribut
MAXREPEAT). Gültige Werte für Feldtypen sind TEXT, NUMBER, DATE, TIME, TIMESTAMP
und CONTAINER.
Das <RESULTSET>-Element enthält alle <ROW>-Elemente, die als Ergebnis einer Query
zurückgegeben wurden, sowie ein Attribut für die Gesamtzahl der gefundenen Datensätze. Jedes
<ROW>-Element enthält die Feld-/Spalten-Daten für jede Zeile in der Ergebnismenge. Diese Daten
umfassen RECORDID und MODID für die Zeile (siehe „Query-Parameter –modid (Änderungs-ID)“
auf Seite 56) und das <COL>-Element. Das <COL>-Element enthält die Daten für ein Feld/eine
Spalte in der Zeile, wobei mehrere <DATA>-Elemente einen der Werte in einem Wiederhol- oder
Ausschnittfeld repräsentieren.
Beispiel für XML-Daten in der FMPXMLRESULT-Grammatik
Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel für XML-Daten, die mit der FMPXMLRESULT-Grammatik
generiert wurden.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>
<!DOCTYPE FMPXMLRESULT PUBLIC "-//FMI//DTD FMPXMLRESULT//EN"
""http://localhost:80/fmi/xml/FMPXMLRESULT.dtd">
FMPXMLRESULT xmlns="http://www.filemaker.com/fmpxmlresult"
ERRORCODE0/ERRORCODE
<PRODUCT BUILD="31.12.2015" NAME="FileMaker Web Publishing Engine"
VERSION="0.0.0.0" />
<DATABASE DATEFORMAT="MM/dd/yyyy" LAYOUT="web" NAME="art" RECORDS="12"
TIMEFORMAT="HH:mm:ss" />
<METADATA>
<FIELD EMPTYOK="YES" MAXREPEAT="1" NAME="Title" TYPE="TEXT" />
<FIELD EMPTYOK="YES" MAXREPEAT="1" NAME="Artist" TYPE="TEXT" />
<FIELD EMPTYOK="YES" MAXREPEAT="1" NAME="Image" TYPE="CONTAINER" />
</METADATA>
RESULTSET FOUND="1"
<ROW MODID="6" RECORDID="15">
<COL>
<DATA>Spring in Giverny 4</DATA>
</COL>
<COL>
<DATA>Claude Monet</DATA>
</COL>
<COL>
<DATA>/fmi/xml/cnt/data.jpg?-db=art&-lay=web&-recid=15&field=Image(1)</DATA>
</COL>
</ROW>
</RESULTSET>
</FMPXMLRESULT>
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
37
Die Reihenfolge der <COL>-Elemente entspricht der Reihenfolge der <FIELD>-Elemente im
<METADATA>-Element – z. B. entspricht die Reihenfolge der Felder „Title“ und „Artist“ im
<METADATA>-Element der Reihenfolge von „Village Market“ und „Camille Pissarro“ in den
Elementen <RESULTSET> und <ROW>.
Beschreibung der Elemente der Grammatik FMPXMLLAYOUT
In der FMPXMLLAYOUT-Grammatik enthält das LAYOUT-Element den Namen des Layouts, den
Namen der Datenbank sowie <FIELD>-Elemente für jedes Feld im entsprechenden Layout der
Datenbank. Jedes <FIELD>-Element beschreibt den Feldtyp und enthält das Attribut VALUELIST
für jede Werteliste des Feldes.
Das Element <VALUELISTS> enthält ein oder mehrere <VALUELIST>-Elemente für jede
Werteliste im Layout – jedes davon enthält den Namen der Werteliste und ein <VALUE>-Element
für jeden Wert in der Liste.
Abhängig von den im Dialogfeld Felder für Werteliste angeben in der FileMaker-Datenbank
gewählten Optionen enthält das Element <VALUE> ein DISPLAY-Attribut, das den Wert nur im
ersten Feld, im zweiten Feld oder in beiden Feldern einer Werteliste enthält. Nehmen Sie zum
Beispiel an, dass das erste Feld in einer Werteliste die ID-Nummer des Kunststils (wie z. B. „100“)
und das zweite Feld den zugehörigen Namen des Kunststils (wie z. B. „Impressionismus“) enthält.
Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Inhalts des Attributs DISPLAY, wenn die
verschiedenen Kombinationen der Optionen im Dialogfeld Felder für Werteliste angeben
ausgewählt sind:
1 Wenn Auch Werte aus zweitem Feld anzeigen nicht ausgewählt ist, enthält das Attribut
DISPLAY nur den Wert im ersten Feld einer Werteliste. Im folgenden XML-Datenbeispiel
enthält das Attribut DISPLAY nur die ID-Nummer des Kunststils:
<VALUELISTS>
<VALUELIST NAME="style">
<VALUE DISPLAY="100">100</VALUE>
<VALUE DISPLAY="101">101</VALUE>
<VALUE DISPLAY="102">102</VALUE>
</VALUELIST>
</VALUELISTS>
1 Wenn sowohl Auch Werte aus zweitem Feld anzeigen als auch Werte nur aus dem zweiten
Feld anzeigen ausgewählt ist, enthält das DISPLAY-Attribut nur den Wert im zweiten Feld. Im
folgenden XML-Datenbeispiel enthält das Attribut DISPLAY nur den Namen des Kunststils:
<VALUELISTS>
<VALUELIST NAME="style">
<VALUE DISPLAY="Impressionism">100</VALUE>
<VALUE DISPLAY="Cubism">101</VALUE>
<VALUE DISPLAY="Abstract">102</VALUE>
</VALUELIST>
</VALUELISTS>
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
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1 Wenn Auch Werte aus zweitem Feld anzeigen ausgewählt ist und Werte nur aus dem
zweiten Feld anzeigen nicht ausgewählt ist, enthält das DISPLAY-Attribut die Werte in beiden
Feldern einer Werteliste. Im folgenden XML-Datenbeispiel enthält das Attribut DISPLAY sowohl
die ID-Nummer als auch den Namen des Kunststils:
<VALUELISTS>
<VALUELIST NAME="style">
<VALUE DISPLAY="100 Impressionism">100</VALUE>
<VALUE DISPLAY="101 Cubism">101</VALUE>
<VALUE DISPLAY="102 Abstract">102</VALUE>
</VALUELIST>
</VALUELISTS>
Für Datums-, Zeit- und Zeitstempelfelder werden Daten für Wertelisten über das „fm“-Format für
diesen Feldtyp formatiert. Die „fm“-Formate sind MM/tt/jjjj für Datum, HH:mm:ss für Zeit und
MM/tt/jjjj HH:mm:ss für Zeitstempel. Wenn zum Beispiel eine Werteliste „Geburtstage“ für
ein Einblendmenü für ein Feld „Geburtstag“ eines Layouts verwendet wird und das Feld
„Geburtstag“ ein Datumsfeld ist, werden alle für diese Werteliste ausgegebenen Werte im
Datumsformat „fm“ ausgegeben.
Hinweis Wenn zwei Felder mit unterschiedlichem Feldtyp in einem Layout die gleiche Werteliste
verwenden, bestimmt das erste Feld das Format der Daten der Werteliste.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
XML-Daten in der FMPXMLLAYOUT-Grammatik – Beispiel
Im Folgenden finden Sie ein Beispiel für XML-Daten, die mit der FMPXMLLAYOUT-Grammatik
generiert wurden.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>
<!DOCTYPE FMPXMLLAYOUT PUBLIC "-//FMI//DTD FMPXMLLAYOUT//EN"
""http://localhost:80/fmi/xml/FMPXMLLAYOUT.dtd">
<FMPXMLLAYOUT xmlns="http://www.filemaker.com/fmpxmllayout">
ERRORCODE0/ERRORCODE
<PRODUCT BUILD="31.12.2015" NAME="FileMaker Web Publishing Engine"
VERSION="0.0.0.0" />
<LAYOUT DATABASE="art" NAME="web2">
<FIELD NAME="Title">
<STYLE TYPE="EDITTEXT" VALUELIST="" />
</FIELD>
<FIELD NAME="Artist">
<STYLE TYPE="EDITTEXT" VALUELIST="" />
</FIELD>
<FIELD NAME="Image">
<STYLE TYPE="EDITTEXT" VALUELIST="" />
</FIELD>
<FIELD NAME="artlocations::Location">
<STYLE TYPE="EDITTEXT" VALUELIST="" />
</FIELD>
<FIELD NAME="artlocations::Date">
<STYLE TYPE="EDITTEXT" VALUELIST="" />
</FIELD>
<FIELD NAME="Style">
<STYLE TYPE="POPUPMENU" VALUELIST="style" />
</FIELD>
</LAYOUT>
<VALUELISTS>
<VALUELIST NAME="style">
<VALUE DISPLAY="Impressionism">100</VALUE>
<VALUE DISPLAY="Cubism">101</VALUE>
<VALUE DISPLAY="Abstract">102</VALUE>
</VALUELIST>
</VALUELISTS>
</FMPXMLLAYOUT>
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Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
40
Erläuterung von UTF-8-kodierten Daten
Alle von der Web Publishing Engine generierten XML-Daten werden im UTF-8-Format (Unicode
Transformation Format 8) kodiert. Dieses Format komprimiert ASCII-Zeichen im UnicodeStandardformat von 16 Bit auf 8 Bit. Für Unicode und UFT-8 sind XML-Parser erforderlich.
UTF-8-Kodierung unterstützt die direkte Darstellung der Werte 0-127 für den ASCIIStandardzeichensatz in der englischen Sprache und bietet Multibyte-Kodierungen für UnicodeZeichen mit höheren Werten.
Hinweis Stellen Sie sicher, dass Sie einen Webbrowser oder ein Textverarbeitungsprogramm
verwenden, das UTF-8-Dateien unterstützt.
Das Kodierungsformat UTF-8 hat die folgenden Eigenschaften:
1 Alle ASCII-Zeichen sind UTF-8-Zeichen von der Größe eines Byte. Eine gültige ASCIIZeichenkette ist eine gültige UTF-8-Zeichenkette.
1 Jedes Nicht-ASCII-Zeichen (beliebiges Zeichen mit gesetztem höherwertigem Bit) ist Teil eines
Multibyte-Zeichens.
1 Das erste Byte eines UTF-8-Zeichens gibt die Anzahl der zusätzlichen Bytes im Zeichen an.
1 Das erste Byte eines Multibyte-Zeichens lässt sich leicht vom darauf folgenden Byte
unterscheiden, wodurch sich der Beginn eines Zeichens von einer beliebigen Position in einem
Datenstrom einfach ermitteln lässt.
1 Eine Konvertierung zwischen UTF-8 und Unicode ist einfach vorzunehmen.
1 Die UTF-8-Kodierung ist relativ kompakt. Bei Text, der einen hohen Prozentsatz an ASCII-
Zeichen enthält, ist sie kompakter als Unicode. Im schlimmsten Fall ist ein UTF-8-String nur
50 % größer als der entsprechende Unicode-String.
Abfragen von XML-Daten mithilfe von FileMaker-Query-Strings
Um XML-Daten aus einer FileMaker-Datenbank abzufragen, verwenden Sie die FileMakerQuery-Befehle und -Parameter in einem Query-String. Sie können beispielsweise den QueryBefehl –findall im folgenden Query-String in einem URL verwenden, um eine Liste aller
Produkte aus einer FileMaker-Datenbank mit dem Namen „products“ anzufordern:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=products-lay=sales&-findall
Ein Query-String darf nur einen Query-Befehl, z. B. –new, enthalten. Die meisten Query-Befehle
verlangen auch mehrere entsprechende Query-Parameter im Query-String. Beispielsweise
verlangen alle Query-Befehle außer –dbnames den Parameter –db, der die abzufragende
Datenbank angibt.
Sie können Query-Befehle und -Parameter auch in einem URL verwenden.
Dieser Abschnitt bietet eine Zusammenfassung der FileMaker Query-Befehle und -Parameter.
Weitere Informationen über ihre Verwendung in einem Query-String finden Sie in „Gültige Namen
in XML-Query-Strings“ auf Seite 44.
Verwenden Sie diesen QueryBefehlsnamen
Zur Ausführung dieses Befehls
–dbnames
Namen aller bereitgestellten und im Web gemeinsam genutzten Datenbanken
abrufen.
–delete
Datensatz löschen.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
Verwenden Sie diesen QueryBefehlsnamen
Zur Ausführung dieses Befehls
–dup
Datensatz duplizieren.
–edit
Datensatz bearbeiten.
–find
Datensatz/Datensätze suchen.
–findall
Nach allen Datensätzen suchen.
–findany
Zufällig ermittelten Datensatz anzeigen.
–findquery
Komplexe oder zusammengesetzte Suchabfrage durchführen.
–layoutnames
Namen aller verfügbaren Layouts für eine bereitgestellte und im Web gemeinsam
genutzte Datenbank abrufen.
–new
Neuen Datensatz hinzufügen.
–scriptnames
Namen aller verfügbaren Scripts für eine bereitgestellte und im Web gemeinsam
genutzte Datenbank abrufen.
–view
Layout-Informationen aus einer Datenbank abrufen, wenn die FMPXMLLAYOUTGrammatik angegeben ist. Ruft den Abschnitt <metadata> des XML-Dokuments
und eine leere Datensatzmenge ab, wenn die fmresultset- oder
FMPXMLRESULT-Grammatik angegeben ist.
41
Verwenden Sie diese QueryParameternamen
Mit diesen Query-Befehlen
–db (Datenbankname)
Erforderlich für alle Query-Befehle mit Ausnahme von –dbnames
–delete.related
Optional bei –edit
–field
Erforderlich zur Angabe eines Felds in einem URL für Containerabfragen. Siehe
„Erläuterung der URL-Syntax für FileMaker-Containerobjekte in XML-Lösungen“ auf
Seite 28.
fieldname
Mindestens ein Feldname ist für –edit erforderlich. Optional bei –find. Siehe
„Query-Parameter „fieldname“ (Nicht-Containerfeldname)“ auf Seite 53.
fieldname.op (Operator)
Optional bei –find
–lay (Layoutname)
Erforderlich für alle Query-Befehle mit Ausnahme von –dbnames, –layoutnames
und –scriptnames.
–lay.response (Layout für XMLAntwort wechseln)
Optional für alle Query-Befehle mit Ausnahme von –dbnames, –layoutnames und
–scriptnames.
–lop (logischer Operator)
Optional bei –find
–max (maximale Datensätze)
Optional bei –find, –findall und –findquery
–modid (Änderungs-ID)
Optional bei –edit
–query
Erforderlich bei zusammengesetzten -findquery-Suchabfragen
–recid (Datensatz-ID)
Erforderlich bei –edit, –delete, –dup. Optional bei –find
–relatedsets.filter
Optional bei –find, –findall, –findany, –edit, –new, –dup und –findquery
–relatedsets.max
Optional bei –find, –edit, –new, –dup und –findquery
–script (Script ausführen)
Optional bei –find, –findall, –findany, –new, –edit, –delete, –dup, –view
und –findquery
–script.param (einen Parameterwert
an das durch –script angegebene Script
übergeben)
Optional bei –script und –findquery
–script.prefind (Script vor –find,
–findany und –findall ausführen)
Optional bei –find, –findany, –findall und –findquery
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
Verwenden Sie diese QueryParameternamen
42
Mit diesen Query-Befehlen
–script.prefind.param (einen
Parameterwert an das durch
–script.prefind angegebene Script
übergeben)
Optional bei –script.prefind und –findquery
–script.presort (Script vor Sortierung
ausführen)
Optional bei –find, –findall und –findquery
–script.presort.param (einen
Parameterwert an das durch
–script.presort angegebene Script
übergeben)
Optional bei –script.presort und –findquery
–skip (Datensätze überspringen)
Optional bei –find, –findall und –findquery
–sortfield.[1-9] (Sortierfeld)
Optional bei –find, –findall und –findquery
–sortorder.[1-9] (Sortierfolge)
Optional bei –find, –findall
Wechseln des Layouts für eine XML-Antwort
Der Query-Parameter –lay gibt das Layout an, das Sie beim Abfragen von XML-Daten
verwenden wollen. Häufig eignet sich dasselbe Layout für die Verarbeitung der Daten, die von der
Abfrage geliefert werden. In einigen Fällen sollten Sie die Daten in einem Layout durchsuchen,
das Felder enthält, die aus Sicherheitsgründen in keinem Layout vorhanden sind, mit dem die
Ergebnisse angezeigt werden. (Um Daten in einem Feld zu suchen, muss das Feld auf das Layout
gesetzt werden, das Sie in der XML-Abfrage angeben.)
Um für die Anzeige der XML-Antwort ein anderes Layout als für die Verarbeitung der XML-Abfrage
zu verwenden, können Sie den optionalen Query-Parameter –lay.response angeben.
Die folgende Abfrage sucht z. B. Werte größer 100.000 im Feld „Salary“ im Layout „Budget“. Die
gefundenen Daten werden im Layout „ExecList“ angezeigt, das das Feld „Salary“ nicht enthält.
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=Budget&Salary=100000&Salary.op=gt&-find&-lay.response=ExecList
Erläuterung der Verarbeitung einer XML-Abfrage
Es gibt mehrere Query-Parameter, die die Verarbeitung einer XML-Abfrage und die Generierung
eines XML-Dokuments beeinflussen.
FileMaker Server und die Web Publishing Engine verarbeiten eine XML-Abfrage in dieser
Reihenfolge:
1. Verarbeitung des –lay -Query-Parameters.
2. Festlegen der globalen Feldwerte, die in der Query angegeben sind (der Teil .global= des
URLs).
3. Verarbeitung des Query-Parameters –script.prefind, falls angegeben.
4. Verarbeitung der Query-Befehle wie z. B. –find oder –new.
5. Verarbeitung des Query-Parameters –script.presort, falls angegeben.
6. Sortieren der Ergebnisdaten, falls eine Sortierung angegeben wurde.
7. Verarbeitung des Query-Parameters –script, falls angegeben.
Kapitel 4 | Zugriff auf XML-Daten mit der Web Publishing Engine
43
8. Verarbeitung des Query-Parameters –lay.response, um das Layout zu wechseln, falls
angegeben.
9. Generieren des XML-Dokuments.
Wenn einer der obigen Schritte einen Fehlercode erzeugt, stoppt die Abfrageverarbeitung und
etwaige nachfolgende Schritte werden nicht ausgeführt. Jedoch bleiben alle vorangehenden
Schritte in der Abfrage ausgeführt.
Betrachten Sie z. B. eine Abfrage, die den aktuellen Datensatz löscht, die Datensätze sortiert und
dann ein Script ausführt. Wenn der Parameter –sortfield ein nicht vorhandenes Feld angibt,
löscht die Abfrage den aktuellen Datensatz und gibt dann Fehlercode 102 („Feld fehlt“) zurück,
führt aber das Script nicht aus.
Fehlerbehebung beim XML-Dokumentzugriff
Wenn beim Zugriff auf XML-Dokumente mit der Web Publishing Engine Probleme auftreten,
prüfen Sie Folgendes:
1 Die erweiterten Zugriffsrechte in der Datenbank müssen auf „XML Custom Web Publishing“
eingestellt und einem Benutzerkonto zugewiesen sein. Siehe „Aktivieren von Custom Web
Publishing in einer Datenbank“ auf Seite 13.
1 Die Datenbank wird auf der Datenbank-Server-Komponente des FileMaker Server-Einsatzes
bereitgestellt und von FileMaker Server geöffnet. Weitere Informationen finden Sie in der
FileMaker Server Hilfe.
1
1
1
1
Prüfen Sie, ob der verwendete Datenbankkontoname und ggf. Ihr Passwort korrekt sind.
Die Web-Server-Komponente des FileMaker Server-Einsatzes wird ausgeführt.
Die Web Publishing Engine-Komponente des FileMaker Server-Einsatzes wird ausgeführt.
XML Publishing ist in der Web Publishing Engine-Komponente aktiviert. Weitere Informationen
finden Sie in der FileMaker Server Hilfe.
Kapitel 5
Gültige Namen in XML-Query-Strings
Dieser Anhang beschreibt die gültigen Namen für Query-Befehle und deren Parameter, die Sie in
einem XML-Query-String verwenden können, wenn Sie über die Web Publishing Engine auf
FileMaker-Daten zugreifen.
Erläuterung von Query-Befehlen und -Parametern
Die folgende Liste enthält sämtliche Namen für Query-Befehle und Query-Parameter:
Query-Befehlsnamen
Query-Parameternamen
-dbnames (siehe Seite 49.)
–delete (siehe Seite 49.)
–dup (siehe Seite 49.)
–edit (siehe Seite 49.)
–find, –findall, –findany
(siehe Seite 50.)
–findquery (siehe Seite 50.)
–layoutnames (siehe Seite 51.)
–new (siehe Seite 51.)
–scriptnames (siehe Seite 51.)
–view (siehe Seite 52.)
–db (siehe Seite 52.)
–field (siehe Seite 53.)
fieldname (siehe Seite 53.)
fieldname.op (siehe Seite 54.)
–lay (siehe Seite 55.)
–lay.response (siehe Seite 55.)
–lop (siehe Seite 55.)
–max (siehe Seite 55.)
–modid (siehe Seite 56.)
–query (siehe Seite 56.)
–recid (siehe Seite 57.)
–relatedsets.filter (siehe Seite 58.)
–relatedsets.max (siehe Seite 58.)
–script (siehe Seite 59.)
–script.param (siehe Seite 59.)
–script.prefind (siehe Seite 60.)
–script.prefind.param (siehe Seite 60.)
–script.presort (siehe Seite 60.)
–script.presort.param (siehe Seite 61.)
–skip (siehe Seite 61.)
–sortfield.[1-9] (siehe Seite 61.)
–sortorder.[1-9] (siehe Seite 62.)
Wichtig Der Parameter –lay für die Angabe eines Datenbanklayouts ist bei allen QueryBefehlen erforderlich mit Ausnahme von –dbnames, –layoutnames und –scriptnames.
Richtlinien für die Verwendung von Query-Befehlen und -Parametern
Beachten Sie folgende Richtlinien, wenn Sie Query-Befehle und -Parameter in einem QueryString verwenden:
1 Ein Query-String darf nur einen einzigen Query-Befehl enthalten. Ein Query-String kann z. B.
–new enthalten, um einen neuen Datensatz hinzuzufügen, aber derselbe Query-String kann
nicht gleichzeitig –new und –edit enthalten.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
45
1 Die meisten Query-Befehle verlangen mehrere entsprechende Query-Parameter im Query-
String. Beispielsweise verlangen alle Query-Befehle außer –dbnames den Parameter –db, der
die abzufragende Datenbank angibt. Siehe dazu die Tabelle der erforderlichen Parameter in
„Abfragen von XML-Daten mithilfe von FileMaker-Query-Strings“ auf Seite 40.
1 Geben Sie für Query-Parameter und Feldnamen den jeweils gewünschten Wert an, z. B. db=employees. Geben Sie für Query-Befehle kein =-Zeichen oder einen Wert nach dem
Befehlsnamen wie –findall an.
1 Die Web Publishing Engine konvertiert alle reservierten Wörter in Kleinbuchstaben, hierzu
zählen Query-Befehle, Query-Parameter und Befehlswerte, bei denen spezifische Werte
erwartet werden (zum Beispiel: –lop=and, –lop=or, –sortorder=ascend,
–sortorder=descend, –max=all).
1 Datenbanknamen, Layoutnamen und Feldnamen, die in Query-Strings verwendet werden,
unterscheiden keine Groß- und Kleinschreibung, z. B. gibt –lay=meinlayout den
Layoutnamen MeinLayout an.
1 Es empfiehlt sich nicht, Punkte oder Klammern in Feldnamen zu verwenden. In bestimmten
Fällen funktionieren Feldnamen mit Punkten, aber Feldnamen mit den folgenden Ausnahmen
können nie verwendet werden:
1 Dem Punkt darf keine Zahl folgen. Beispielsweise ist meinfeld.9 ein ungültiger
Dateiname.
1 Dem Punkt darf nicht die Textzeichenfolge op (die beiden Buchstaben „o“ und „p“) folgen.
Beispielsweise ist meinfeld.op ein ungültiger Feldname.
1 Dem Punkt darf nicht die Textzeichenfolge global (das Wort „global“) folgen.
Beispielsweise ist meinfeld.global ein ungültiger Feldname.
Auf Feldnamen, die eine dieser Ausnahmen enthalten, kann nicht über XML mithilfe einer
HTTP-Query zugegriffen werden. Diese Konstrukte sind für Datensatz-IDs wie in Abschnitt
„Erläuterung der Syntax für einen voll qualifizierten Feldnamen“, nachfolgend beschrieben
reserviert.
1 Für den Befehl –find wird die Groß-/Kleinschreibung eines Feldwerts nicht berücksichtigt. Sie
können beispielsweise Field1=Blue oder Field1=blue verwenden. Für die Befehle –new
und –edit wird die verwendete Schreibung für einen Feldwert beibehalten und exakt so in der
Datenbank gespeichert wie im Query-String angegeben. Beispiel: LastName=Doe.
Query-Befehls-Parsing
Die Web Publishing Engine analysiert Query-Befehle in der folgenden Reihenfolge und stoppt die
Analyse von XML-Queries mit dem ersten Fehler. Wenn ein Fehlercode zurückgegeben wird,
entspricht der Fehlercode dem ersten Fehler, der erkannt wird.
1. Hat die Query einen Befehl und ist der Query-Befehl gültig?
Es ist ein Fehler, wenn der Query der Befehl fehlt oder sie einen unbekannten Befehl
verwendet. Beispiel: -database
2. Hat die Query zwei Befehle?
Beispiel: -find&-edit
3. Hat die Query einen ungültigen Wert für einen Befehl oder Parameter?
Beispiel: -lop=amd
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
46
4. Fehlt der Query der erforderliche Datenbanknamen-Parameter (–db)?
5. Fehlt der Query der erforderliche Layoutbanknamen-Parameter (–lay)?
6. Hat die Query eine ungültige Sortierung?
7. Hat die Query ungültige Feldparameter?
Hinweis Wenn eine Query gültige, aber irrelevante Informationen enthält, wird die Query ohne
Fehler verarbeitet. Wenn Sie z. B. den Parameter –lop bei einem –delete-Befehl angeben, wird
der Parameter –lop ignoriert, da er nicht dazu führt, dass die Query ungültig oder zweideutig wird.
Informationen zu spezifischen zurückgegebenen Fehlercodes finden Sie unter Anhang A,
„Fehlercodes für Custom Web Publishing“.
Erläuterung der Syntax für einen voll qualifizierten Feldnamen
Ein vollständig qualifizierter Feldname identifiziert eine exakte Instanz eines Felds. Da Felder mit
gleichen Namen auf unterschiedlichen Tabellen basieren können, müssen Sie vollständig
qualifizierte Namen verwenden, um Fehler zu vermeiden.
Syntax für einen vollständig qualifizierten Feldnamen:
tabellen-name::feld-name(wiederholung-nummer).datensatz-id
Dabei gilt:
1 tabellen-name ist der Name der Tabelle, die das Feld enthält. Der Tabellenname ist nur
erforderlich, wenn sich das Feld nicht in der zugrunde liegenden Tabelle des im Query-String
angegebenen Layouts befindet.
1 feld-name(wiederholung-nummer) ist der spezifische Wert in einem Wiederholfeld und
ist nur für Wiederholfelder erforderlich. Die Wiederholungsnummer wird ab der Ziffer 1 gezählt.
Beispielsweise gibt feld-name(2) den zweiten Wert in einem Wiederholfeld an. Wenn Sie
keine Wiederholungsnummer für ein Wiederholfeld angeben, wird der erste Wert des
Wiederholfelds verwendet. Die Wiederholungsnummer ist für die Query-Befehle –new und
–edit erforderlich, wenn sie Wiederholfelder verwenden, jedoch nicht für den Befehl –find.
1 datensatz-id gibt die Datensatz-ID an. Diese ist nur erforderlich, wenn Sie einen Query-
String verwenden, um Datensätze in einem Ausschnitt hinzuzufügen oder zu bearbeiten.
Weitere Informationen finden Sie in den Abschnitten „Hinzufügen von Datensätzen in einem
Ausschnitt“, und „Bearbeiten von Datensätzen in einem Ausschnitt“. Die record-id ist für die
Query-Befehle –new und –edit erforderlich, wenn sie Ausschnittfelder verwenden, jedoch
nicht für den Befehl –find.
Hinweis Damit sie verfügbar sind, müssen Felder auf das Layout gesetzt werden, das Sie im
Query-String angeben.
Verwenden von Query-Befehlen für Ausschnittfelder
Die folgenden Abschnitte beschreiben, wie Query-Befehle für Ausschnittfelder funktionieren.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
47
Hinzufügen von Datensätzen in einem Ausschnitt
Um einem Ausschnitt gleichzeitig mit dem Hinzufügen eines Ausgangsdatensatzes einen neuen
Datensatz hinzuzufügen, verwenden Sie den Query-Befehl –new und führen den folgenden
Query-String für die Abfrage aus:
1 Verwenden Sie den vollständig qualifizierten Feldnamen für das Bezugsfeld im Ausschnitt.
1 Geben Sie 0 als Datensatz-ID nach dem Namen des Bezugsfelds im Ausschnitt an.
1 Geben Sie mindestens eines der Felder für den Ausgangsdatensatz an, bevor Sie das
Bezugsfeld im Ausschnitt angeben.
1 Geben Sie die Daten für das Abgleichsfeld (Schlüsselfeld) im Ausgangsdatensatz an.
Beispiel: Der folgende URL fügt einen neuen Employee-Ausgangsdatensatz für John Doe und
gleichzeitig einen neuen Bezugsdatensatz für Jane im Ausschnitt hinzu. Der Name der
Bezugstabelle ist „Dependents“ und der Name des Bezugsfelds im Ausschnitt lautet „Names“.
Das Abgleichsfeld ID speichert eine Angestelltenkennung.
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=family&FirstName=John&LastName=Doe&ID=9756&Dependents::Names.0=Jane&-new
Hinweis Sie können pro Abfrage nur einen Bezugsdatensatz hinzufügen.
Bearbeiten von Datensätzen in einem Ausschnitt
Zur Bearbeitung eines oder mehrerer Datensätze in einem Ausschnitt verwenden Sie den Befehl
–edit und eine Datensatz-ID, um den Ausgangsdatensatz anzugeben, der die zu bearbeitenden
Ausschnitt-Datensätze enthält. Geben Sie den entsprechenden zu bearbeitenden AusschnittDatensatz anhand seiner Datensatz-ID in einem vollständig qualifizierten Feldnamen an. Sie
können eine Datensatz-ID dem Datensatz-ID-Attribut des <record>-Elements im
<relatedset>-Element in den XML-Daten entnehmen. Siehe „Verwenden der fmresultsetGrammatik“ auf Seite 31.
Beispiel: Der folgende URL bearbeitet einen Datensatz in einem Ausschnitt, wobei der
Ausgangsdatensatz die Datensatz-ID 1001 hat. Der Name der Bezugstabelle ist „Dependents“,
der Name des Bezugsfelds im Ausschnitt lautet „Names“ und die 2 in „Names.2“ ist die DatensatzID des Ausschnitt-Datensatzes.
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=family
&-recid=1001&Dependents::Names.2=Kevin&-edit
Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie eine Abfrage verwenden können, um mehrere AusschnittDatensätze über den Ausgangsdatensatz zu bearbeiten:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=family
&-recid=1001&Dependents::Names.2=Kevin&Dependents::Names.5=Susan&-edit
Sie können auch den Befehl –edit verwenden und 0 als ID des Ausschnitt-Datensatzes
angeben, um dem Ausschnitt einen neuen Bezugsdatensatz für einen bestehenden
Ausgangsdatensatz hinzuzufügen. Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=family
&-recid=1001&Dependents::Names.0=Timothy&-edit
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
48
Löschen von Ausschnittdatensätzen
Um Ausschnittdatensätze zu löschen, verwenden Sie den Parameter –delete.related mit
dem Befehl –edit anstelle des Befehls –delete.
Zum Beispiel löscht der folgende URL den Datensatz „1001“ aus der Tabelle „employees“:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=family
&-recid=1001&-delete
Aber der folgende URL löscht einen Ausschnittdatensatz mit einer Datensatz-ID „3“ aus der
Bezugstabelle „Dependents“ mit der Ausgangsdatensatz-ID „1001“.
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=family
&-recid=1001&-delete.related=Dependents.3&-edit
Weitere Informationen finden Sie unter „Query-Parameter –delete.related (Löschen von
Ausschnittdatensätzen)“ auf Seite 52.
Abfragen von Ausschnittfeldern
In einer Lösung mit vielen Datensätzen kann das Abfragen und Sortieren von Datensätzen einige
Zeit in Anspruch nehmen. Um die anzuzeigende Anzahl von Datensätzen und Zeilen in einer
Bezugsmenge einzuschränken, verwenden Sie die Parameter –relatedsets.filter und
–relatedsets.max bei Suchabfragen. Weitere Informationen finden Sie unter „QueryParameter –relatedsets.filter (Ausschnittdatensätze filtern)“ auf Seite 58 und „Query-Parameter
–relatedsets.max (Ausschnittdatensätze beschränken)“ auf Seite 58.
Erläuterung der Syntax für das Angeben eines Variablenfelds
Syntax für das Angeben eines Variablenfelds:
tabellen-name::feld-name(wiederholung-nummer).global
Dabei gilt: global gibt ein Feld an, das global gespeichert wird. Informationen über tabellenname und feld-name(wiederholung-nummer) finden Sie unter „Erläuterung der Syntax für
einen voll qualifizierten Feldnamen“ auf Seite 46. Informationen über Variablenfelder finden Sie in
der FileMaker Pro Hilfe.
Sie müssen die .global-Syntax verwenden, um ein Variablenfeld in einem Query-String zu
identifizieren. Die Web Publishing Engine setzt die Parameterwerte für Variablenfelder, bevor sie
den Query-Befehl ausführt oder andere Parameterwerte im Query-String setzt. Bei direkten XMLAbfragen werden die globalen Werte direkt nach Ausführung der Abfrage ungültig.
Wenn Sie ein Variablenfeld in einem Query-String nicht mit der .global-Syntax identifizieren,
berechnet die Web Publishing Engine das Variablenfeld zusammen mit dem restlichen QueryString, ohne zuvor den Wert für das Variablenfeld zu setzen.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=departments
&Country.global=USA&-recid=1&-edit
Query-Befehlsreferenz
Dieser Abschnitt enthält Informationen über die Query-Befehle, die für XML-Abfragen zur
Verfügung stehen.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
49
Query-Befehl –dbnames (Datenbanknamen)
Ruft die Namen aller Datenbanken ab, die FileMaker Server bereitstellt und die für Custom Web
Publishing mit XML aktiviert sind.
Erforderliche Query-Parameter: (keine)
Beispiel:
So rufen Sie die Datenbanknamen ab:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-dbnames
Query-Befehl –delete (Datensatz löschen)
Löscht den vom –recid-Parameter angegebenen Datensatz.
Erforderliche Query-Parameter: –db, –lay, –recid
Optionaler Query-Parameter: –script
Beispiel:
So löschen Sie einen Datensatz:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-recid=4&-delete
Query-Befehl –dup (Datensatz duplizieren)
Dupliziert den durch –recid angegebenen Datensatz.
Erforderliche Query-Parameter: –db, –lay, –recid
Optionaler Query-Parameter: –script
Beispiel:
So duplizieren Sie den angegebenen Datensatz:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-recid=14&-dup
Query-Befehl –edit (Datensatz bearbeiten)
Aktualisiert den vom Parameter –recid angegebenen Datensatz und füllt die Felder mit dem
Inhalt etwaiger Feldname-Wert-Paare. Der –recid-Parameter gibt an, welcher Datensatz
bearbeitet werden sollte.
Erforderliche Query-Parameter: –db, –lay, –recid, ein oder mehrere Feldname(n)
Optionaler Query-Parameter: –modid, –script, Feldname
Hinweis Informationen über das Bearbeiten von Datensätzen in einem Ausschnitt finden Sie
unter „Bearbeiten von Datensätzen in einem Ausschnitt“ auf Seite 47.
Beispiel:
So bearbeiten Sie einen Datensatz:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-recid=13&Country=USA&-edit
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
50
Query-Befehle –find, –findall oder –findany (Datensätze suchen)
Sendet eine Suchabfrage mit definierten Kriterien.
Erforderliche Query-Parameter: –db, –lay
Optionale Query-Parameter: –recid, –lop, –op, –max, –skip, –sortorder, –sortfield,
–script, –script.prefind, –script.presort, Feldname
Beispiele:
So suchen Sie einen Datensatz nach Feldname:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=family&Country=USA&-find
Hinweis Die mehrfache Angabe eines Feldnamens in einer einzelnen Abfrage wird nicht
unterstützt. FileMaker Server geht alle Werte durch, verwendet aber nur den zuletzt geparsten
Wert.
So suchen Sie einen Datensatz nach Datensatz-ID:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=family
&-recid=427&-find
Um alle Datensätze in der Datenbank zu finden, verwenden Sie –findall:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=family
&-findall
Um einen zufällig ermittelten Datensatz zu finden, verwenden Sie –findany:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-lay=family
&-findany
Query-Befehl –findquery (Compound-Suche)
Sendet eine Suchabfrage mit mehreren Suchdatensätzen und Datensatzausschluss-Abfragen.
Erforderliche Query-Parameter: –db, –lay, –query
Optionale Query-Parameter: –max, –skip, –sortorder, –sortfield, –script,
–script.prefind, –script.presort
Beispiel:
Sucht Datensätze mit Hunden oder Katzen, die nicht „Fluffy“ heißen.
http://host/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=vetclinic&-lay=animals
&-query=(q1);(q2);!(q3)&-q1=typeofanimal&-q1.value=Cat&-q2=typeofanimal
&-q2.value=Dog&-q3=name&-q3.value=Fluffy&-findquery
Verwenden des Befehls -findquery für Compound-Suchen
Eine Anweisung –findquery besteht aus vier Teilen in der folgenden Reihenfolge:
1 Der Parameter –query
1 Die Query-Abfragedeklarationen, bestehend aus den Query-Bezeichnerdeklarationen und
Abfragevorgängen
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
51
1 Das Suchfeld und Wertedefinitionen für jeden Query-Bezeichner
1 Definieren Sie Query-Bezeichner. Ein Query-Bezeichner ist der Buchstabe „q“ gefolgt von
einer Zahl. Beispiel: -q1
1 Definieren Sie Query-Bezeichner mit dem Parameter. Beispiel: -q1.value=fieldvalue
1 Definieren Sie Query-Bezeichner-Operatoren durch Einschließen als Teil des Ausdrucks
fieldvalue. So verwenden Sie z. B. einen Stern als Operatir „beginnt mit“:
-q1.value=fieldvalue*
1 Der Befehl –findquery am Ende der gesamten Anweisung
Weitere Informationen zur Verwendung des Parameters –query finden Sie unter „QueryParameter –query (Compound-Suchabfrage)“ auf Seite 56.
Query-Befehl –layoutnames (Layoutnamen)
Ruft die Namen aller verfügbaren Layouts für eine angegebene Datenbank ab, die
FileMaker Server bereitstellt und die für Custom Web Publishing mit XML aktiviert sind.
Erforderliche Query-Parameter: –db
Beispiel:
So rufen Sie die Namen verfügbarer Layouts ab:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-layoutnames
Query-Befehl –new (Neuer Datensatz)
Erzeugt einen neuen Datensatz und fügt in diesen den Inhalt jeglicher Feldnamen/Wert-Paare ein.
Erforderliche Query-Parameter: –db, –lay
Optionaler Query-Parameter: ein oder mehrere Feldname(n), –script
Hinweis Informationen über das Einfügen neuer Daten für einen Ausschnitt finden Sie unter
„Hinzufügen von Datensätzen in einem Ausschnitt“ auf Seite 47.
Beispiel:
So fügen Sie einen neuen Datensatz hinzu:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&Country=Australia&-new
Query-Befehl –scriptnames (Scriptnamen)
Ruft die Namen aller verfügbaren Scripts für eine angegebene Datenbank ab, die
FileMaker Server bereitstellt und die für Custom Web Publishing mit XML aktiviert sind.
Erforderliche Query-Parameter: –db
Beispiel:
So rufen Sie die Namen aller Scripts ab:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&-scriptnames
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
52
Query-Befehl –view (Layoutinformationen anzeigen)
Wenn die FMPXMLLAYOUT-Grammatik angegeben ist: Ruft Layoutinformationen aus einer
Datenbank ab und zeigt sie in der FMPXMLLAYOUT-Grammatik an. Wenn eine Datengrammatik
(fmresultset oder FMPXMLRESULT) angegeben ist: ruft den Metadaten-Abschnitt des XMLDokuments und einen leeren „recordset“ ab.
Erforderliche Query-Parameter: –db, –lay
Optionaler Query-Parameter: –script
Beispiele:
So rufen Sie Layoutinformationen ab:
http://192.168.123.101/fmi/xml/FMPXMLLAYOUT.xml?-db=employees
&-lay=departments&-view
So rufen Sie Metadaten-Informationen ab:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-view
Query-Parameterreferenz
Dieser Abschnitt enthält Informationen über die Query-Parameter, die für XML-Abfragen zur
Verfügung stehen.
Query-Parameter –db (Datenbankname)
Gibt die Datenbank an, auf die der Query-Befehl angewendet wird.
Wert: Name der Datenbank ohne etwaige Dateinamenerweiterung
Hinweis Geben Sie mit dem Namen der Datenbank für den Parameter –db keine
Dateinamenerweiterung an. Der tatsächliche Datenbank-Dateiname kann optional eine
Erweiterung aufweisen, aber Erweiterungen sind als Wert für den Parameter –db nicht erlaubt.
Erforderlich für: Alle Query-Befehle mit Ausnahme von –dbnames
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-findall
Query-Parameter –delete.related (Löschen von Ausschnittdatensätzen)
Löscht einen Datensatz aus einem Ausschnittfeld.
Optional bei: Query-Befehl –edit
Erfordert: Ein Bezugstabellenname und eine Datensatz-ID
Beispiel:
Das folgende Beispiel löscht einen Ausschnittdatensatz mit einer Datensatz-ID „20“ aus der
Bezugstabelle jobtable mit der Ausgangsdatensatz-ID „7“.
http://host/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=career&-lay=applications&-recid=7
&-delete.related=jobtable.20&-edit
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
53
Query-Parameter –field (Containerfeldname)
Gibt den Namen eines Containerfelds zurück.
Erforderlich für: Abfrage von Daten in einem Containerfeld.
Siehe „Erläuterung der URL-Syntax für XML-Daten und Containerobjekte“ auf Seite 27.
Query-Parameter „fieldname“ (Nicht-Containerfeldname)
Feldnamen dienen als Kontrollkriterien für den Query-Befehl –find oder zum Ändern des Inhalts
eines Datensatzes. Wenn ein Query-Befehl oder -Parameter einen Wert für ein NichtContainerfeld verlangt, verwenden Sie den Feldnamen ohne den Bindestrich (-) als den
Namensteil des Name-Wert-Paars.
Name: Name des Felds in der FileMaker-Datenbank. Wenn das Feld sich nicht in der zugrunde
liegenden Tabelle des Layouts befindet, das im Query-String angegeben ist, muss der Feldname
vollständig qualifiziert sein.
Es empfiehlt sich nicht, Punkte oder Klammern in Feldnamen zu verwenden. In bestimmten Fällen
funktionieren Feldnamen mit Punkten, aber Feldnamen mit den folgenden Ausnahmen können
nie verwendet werden:
1 Dem Punkt darf keine Zahl folgen. Beispielsweise ist meinfeld.9 ein ungültiger
Dateiname.
1 Dem Punkt darf nicht die Textzeichenfolge op (die beiden Buchstaben „o“ und „p“) folgen.
Beispielsweise ist meinfeld.op ein ungültiger Feldname.
1 Dem Punkt darf nicht die Textzeichenfolge global (das Wort „global“) folgen.
Beispielsweise ist meinfeld.global ein ungültiger Feldname.
Auf Feldnamen, die eine dieser Ausnahmen enthalten, kann nicht über XML mithilfe einer HTTPQuery zugegriffen werden. Diese Konstrukte sind für Datensatz-IDs wie in Abschnitt beschrieben
reserviert.„Erläuterung der Syntax für einen voll qualifizierten Feldnamen“ auf Seite 46.
Wert: Geben Sie für die Query-Befehle –new und –edit den Wert an, den Sie im aktuellen
Datensatz in dem Feld speichern wollen. Geben Sie für den Query-Befehl –find den Wert an,
den Sie im Feld suchen wollen. Wenn Sie den Wert für ein Datums-, Zeit- oder Zeitstempelfeld
angeben, müssen Sie den Wert gemäß „fm“-Format für den Feldtyp angeben. Die „fm“-Formate
sind MM/tt/jjjj für Datum, HH:mm:ss für Zeit und MM/tt/jjjj HH:mm:ss für Zeitstempel.
Erforderlich für: Query-Befehl –edit
Optional bei: Query-Befehlen –new- und –find
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-op=eq&FirstName=Sam&-max=1&-find
Hinweis Die mehrfache Angabe eines Feldnamens in einer einzelnen Abfrage wird nicht
unterstützt. FileMaker Server geht alle Werte durch, verwendet aber nur den zuletzt geparsten
Wert.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
54
Query-Parameter „fieldname.op“ (Vergleichsoperator)
Gibt den Vergleichsoperator an, der auf den Feldnamen, der dem Operator vorangeht,
angewendet werden soll. Vergleichsoperatoren werden mit dem Query-Befehl –find verwendet.
Wert: Der zu verwendende Operator. Gültige Operatoren sind:
Schlüsselwort
Äquivalenter Operator in FileMaker Pro
eq
= Wort
cn
*Wort*
bw
Wort*
ew
*Wort
gt
> Wort
gte
>= Wort
lt
< Wort
lte
<= Wort
neq
ausschließen, Wort
Optional bei: Query-Befehl –find
Erfordert: Feldname und Wert
Syntax für das Angeben eines Vergleichsoperators:
tabellen-name::feld-name=wert&tabelle-name::feld-name.op=op-symbol
Dabei gilt:
1 tabelle-name ist die Tabelle, die das Feld enthält, und ist nur erforderlich, wenn das Feld
nicht in der Quelltabelle des im Query-String angegebenen Layouts ist.
1 op-symbol ist eines der Schlüsselwörter in der vorherigen Tabelle, wie z. B. cn.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&name=Tim&name.op=cn&-find
Hinweis Das Schlüsselwort bw funktioniert nicht mit Datums-, Zeit- oder
Zeitstempelzeichenfolgen oder dem Suchoperator für das aktuelle Datum (//).
Sie können jeden FileMaker Pro-Suchoperator verwenden, indem Sie ihn als Teil der
Suchkriterien anstelle der Angabe des Operatorschlüsselworts fieldname.op angeben. Um z. B.
einen Wertebereich mit dem Suchoperator Bereich (...) zu suchen, geben Sie kein
Operatorschlüsselwort an. Verwenden Sie stattdessen die Zeichen „...“ zwischen den
Bereichswerten in den Suchkriterien.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees&
-lay=departments&IDnum=915...925&-find
Weitere Informationen über Operatoren für die Suche nach Text finden Sie in der FileMaker Pro
Hilfe.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
55
Query-Parameter –lay (Layout)
Gibt das Datenbanklayout an, das Sie verwenden wollen.
Wert: Name des Layouts
Erforderlich für: Alle Query-Befehle mit Ausnahme von –dbnames, –layoutnames und
–scriptnames.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-view
Query-Parameter –lay.response (Layout wechseln für Antwort)
Gibt an, dass FileMaker Server beim Verarbeiten einer Abfrage das Layout verwenden soll, das
der Parameter –lay angibt, und bei der Verarbeitung der XML-Antwort in das Layout wechseln
soll, das der Parameter –lay.response angibt.
Wenn Sie den Parameter –lay.response nicht angeben, verwendet FileMaker Server das vom
Parameter –lay angegebene Layout für die Verarbeitung der Abfrage und der Antwort.
Sie können den Parameter –lay.response für XML-Abfragen verwenden.
Wert: Name des Layouts
Optional bei: Alle Query-Befehle mit Ausnahme von –dbnames, –layoutnames und
–scriptnames.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=Budget&Salary=100000&Salary.op=gt&-find&-lay.response=ExecList
Query-Parameter –lop (Logischer Operator)
Gibt an, wie die Suchkriterien im Query-Befehl –find als „and“- oder „or“-Suche kombiniert
werden.
Wert: and oder or
Wenn der Query-Parameter –lop nicht angegeben wird, verwendet der Query-Befehl –find den
Wert „and“.
Optional bei: Query-Befehl –find
Hinweis Nicht unterstützt vom Query-Befehl -findquery.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&Last+Name=Smith&Birthdate=2/5/1972&-lop=and&-find
Query-Parameter –max (Maximum Datensätze)
Gibt die maximale Anzahl an Datensätzen an, die zurückgegeben werden soll.
Wert: Eine Zahl oder – für die Rückgabe aller Datensätze – der Wert all. Wenn –max nicht
angegeben wird, werden alle Datensätze zurückgegeben.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
56
Optional bei: Query-Befehle –find, –findall und -findquery
Hinweis Der Query-Parameter –max wirkt sich nicht auf die für Ausschnittdatensätze
zurückgegebenen Werte aus. Um die Anzahl der für Ausschnittdatensätze zurückgegebenen
Zeilen einzuschränken, siehe „Query-Parameter –relatedsets.max (Ausschnittdatensätze
beschränken)“ auf Seite 58.
Beispiele:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-max=10&-findall
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-max=all&-findall
Query-Parameter –modid (Änderungs-ID)
Die Änderungs-ID ist ein inkrementeller Zähler, der die aktuelle Version eines Datensatzes angibt.
Indem Sie mit dem Query-Befehl –edit eine Änderungs-ID angeben, können Sie sicherstellen,
dass Sie die aktuelle Version eines Datensatzes bearbeiten. Wenn der angegebene Wert der
Änderungs-ID nicht dem aktuellen Wert der Änderungs-ID in der Datenbank entspricht, wird der
Query-Befehl –edit nicht zugelassen und ein Fehlercode wird zurückgegeben.
Wert: Eine Änderungs-ID, die die aktuelle Version eines Datensatzes in einer FileMakerDatenbank eindeutig identifiziert.
Optional bei: Query-Befehl –edit
Erfordert: –recid-Parameter
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-recid=22&-modid=6&last_name=Jones&-edit
Query-Parameter –query (Compound-Suchabfrage)
Gibt die Query-Namen und Suchkriterien für eine Compound-Suchabfrage an. Siehe „QueryBefehl –findquery (Compound-Suche)“ auf Seite 50.
Wert: Ein Query-Ausdruck.
Erforderlich für: Query-Befehl –findquery
Die Syntax für eine Compound-Suchabfrage ist:
-query=<request-declarations><request-definitions>&-findquery
Wo:
<request-declarations> sind zwei oder mehr Abfragedeklarationen.
1 Jede Abfragedeklaration setzt sich aus einem oder mehreren Query-Bezeichnern zusammen,
die durch Kommata getrennt und in Klammern eingeschlossen sind. Ein Query-Bezeichner ist
der Buchstabe „q“ gefolgt von einer Zahl. Beispiel: q1
1 Eingeschlossen in Klammern fungieren mehrere Queries als logische UND-Suchen, die die
Ergebnismenge einengen. Zum Beispiel gibt (q1, q2) Datensätze zurück, die q1 und q2
entsprechen.
Hinweis Es empfiehlt sich nicht, die gleichen Felder für mehrere q-Variablen in den gleichen
„and“-Suchkriterien zu verwenden.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
57
1 Wie bei FileMaker Pro kann jede Abfrage eine Such- oder Ausschlussabfrage sein. Eine
Suchabfrage fügt die entsprechenden Datensätze der Ergebnismenge hinzu. Eine
Ausschlussabfrage entfernt die entsprechenden Datensätze aus der Ergebnismenge. Standard
ist eine Suchabfrage. Setzen Sie für eine Ausschlussabfrage ein Ausrufezeichen (!) vor die
öffnende Klammer.
Beispiel: (q1);!(q2)
In diesem Beispiel ist q1 eine Suchabfrage. q2 ist eine Ausschlussabfrage, da ihr ein
Ausrufezeichen vorangestellt ist.
1 Abfragen werden durch Semikolon getrennt. Mehrere Suchabfragen fungieren als logische
ODER-Suchen, die die Ergebnismenge erweitern. Zum Beispiel gibt (q1);(q2) Datensätze
zurück, die q1 oder q2 entsprechen. Ausschlussabfragen fungieren nicht als logische
ODER-Suchen, da Ausschlussabfragen Datensätze aus der Ergebnismenge entfernen.
1 Abfragen werden in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt. Die Ergebnismenge umfasst
die Ergebnisse aus der gesamten zusammengesetzten Suchabfrage.
<request-definitions> ist eine Abfragedefinition für jede Abfragedeklaration. Jede
Abfragedefinition besteht aus Suchfeld und Wertdefinition. Ein Minuszeichen (-) beginnt die
Abfragedefinition.
Syntax:
-<query-id>=<Feldname>&-<query-id>.value=<Wert>
Beispiel:
-q1=typeofanimal&-q1.value=Cat
-q2=name&-q2.value=Fluffy
Beispiel:
Sucht Datensätze mit grauen Katzen, die nicht „Fluffy“ heißen.
http://host/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=petclinic&-lay=Patients
&-query=(q1, q2);!(q3)&-q1=typeofanimal&-q1.value=Cat&-q2=color
&-q2.value=Gray&-q3=name&-q3.value=Fluffy&-findquery
Query-Parameter –recid (Datensatz-ID)
Gibt den Datensatz an, der verarbeitet werden soll. Wird hauptsächlich mit den Query-Befehlen
–edit und –delete verwendet. Vom Befehl –view verwendet, um Bezugswertlistendaten in der
Grammatik FMPXMLLAYOUT abzurufen.
Wert: Eine Datensatz-ID, die einen Datensatz in einer FileMaker-Datenbank eindeutig angibt.
Erforderlich für: Query-Befehle –edit, –delete und –dup
Optional bei: Befehlen –find query und –view
Beispiel 1:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-recid=22&-delete
Beispiel 2:
http://localhost/fmi/xml/FMPXMLLAYOUT.xml?-db=test&-lay=empty&-view&-recid=9
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
58
Query-Parameter –relatedsets.filter (Ausschnittdatensätze filtern)
Gibt an, ob die Ausschnittdatensätze im Ergebnis für diese Abfrage gefiltert werden sollen.
Wert: layout oder none.
1 Wenn –relatedsets.filter auf layout eingestellt ist, wird die Einstellung Anfangszeile
im FileMaker Pro-Dialogfeld „Ausschnitteinstellung“ beachtet.
1 Wenn die Einstellung Vertikaler Rollbalken im Dialogfeld „Ausschnitteinstellungen“ aktiviert
ist, verwenden Sie die Option –relatedsets.max, um die maximale Anzahl an
zurückzugebenden Datensätzen festzulegen. Siehe „Query-Parameter –relatedsets.max
(Ausschnittdatensätze beschränken)“ weiter unten.
1 Wenn die Einstellung Vertikaler Rollbalken deaktiviert oder die Option
–relatedsets.max nicht verwendet wird, bestimmt die Einstellung Anzahl der Zeilen im
Dialogfeld „Ausschnitteinstellungen“ die Anzahl der zurückzugebenden
Ausschnittdatensätze.
1 Der Standardwert ist none, wenn dieser Parameter nicht angegeben ist. Wenn
–relatedsets.filter auf none eingestellt ist, gibt die Web Publishing Engine alle
Datensätze im Ausschnitt zurück. Die Werte für Anfangszeile und Anzahl der Zeilen, die im
Dialogfeld „Ausschnitteinstellungen“ angegeben wurden, werden ignoriert.
Notizen:
1 Der Parameter –relatedsets.filter hat keine Auswirkung darauf, wie
Ausschnittdatensätze in XML-Abfragen sortiert werden. Die in FileMaker Pro angegebene
Sortierung wird beachtet, unabhängig davon, ob der Parameter –relatedsets.filter auf
layout oder none gesetzt ist.
1 Die Einstellung Ausschnittdatensätze filtern im Dialogfeld „Ausschnitteinstellungen“ wird für
XML-Abfragen nicht unterstützt. Etwaige Formeln, die für die Einstellung
Ausschnittdatensätze filternangegeben sind, werden ignoriert.
Optional bei: –find, –edit, –new, –dup und –findquery.
Beispiele:
http://localhost/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=FMPHP_Sample&-lay=English
&-relatedsets.filter=none&-findany
http://localhost/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=FMPHP_Sample
&-lay=English&relatedsets.filter=layout&-relatedsets.max=all&-findany
http://localhost/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=FMPHP_Sample&-lay=English
&-relatedsets.filter=layout&-relatedsets.max=10&-findany
Query-Parameter –relatedsets.max (Ausschnittdatensätze beschränken)
Gibt die maximale Anzahl an Ausschnittdatensätzen an, die in den Ergebnissen für diese Query
zurückgegeben werden.
Wert: eine Ganzzahl oder all.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
59
1 Der Parameter –relatedsets.max wird nur beachtet, wenn die Einstellung Vertikaler
Rollbalken im FileMaker Pro-Dialogfeld „Ausschnitteinstellung“ und der Parameter
–relatedsets.filter auf layout gesetzt sind.
1 Wenn der Parameter –relatedsets.max eine Ganzzahl angibt, gibt die Web Publishing
Engine die Anzahl an Ausschnittdatensätzen beginnend mit der Anfangszeile zurück.
1 Wenn der Parameter –relatedsets.max all angibt, gibt die Web Publishing Engine alle
Ausschnittdatensätze zurück.
Hinweis Informationen über das Filtern von Ausschnittdatensätzen finden Sie weiter oben unter
„Query-Parameter –relatedsets.filter (Ausschnittdatensätze filtern)“.
Optional bei: –find, –edit, –new, –dup und –findquery.
Beispiele:
http://localhost/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=FMPHP_Sample
&-lay=English&relatedsets.filter=layout&-relatedsets.max=all&-findany
http://localhost/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=FMPHP_Sample&-lay=English
&-relatedsets.filter=layout&-relatedsets.max=10&-findany
Query-Parameter –script (Script)
Gibt das FileMaker-Script an, das nach Ausführung des Query-Befehls und der Sortierung
ablaufen soll. Siehe „Erläuterung der Verarbeitung einer XML-Abfrage“ auf Seite 42.
Wert: Scriptname
Optional bei: Allen Query-Befehlen mit Ausnahme von –dbnames, –layoutnames und
–scriptnames.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-script=myscript&-findall
Query-Parameter –script.param (Parameter an Script übergeben)
Übergibt einen Parameter an das durch –script angegebene FileMaker-Script.
Wert: Ein einzelner Textparameter.
1 Um mehrere Parameter zu übergeben, können Sie einen String erstellen, der die Parameter
begrenzt, und Ihr Script die einzelnen Parameter auslesen lassen. Übergeben Sie z. B.
param1|param2|param3 als Liste mit dem Zeichen |, das so kodiert ist:
param1%7Cparam2%7Cparam3
1 Um den Textparameter als Wert zu behandeln, der kein Text ist, kann Ihr Script den Textwert
konvertieren. Um z. B. den Textwert in eine Zahl zu konvertieren, könnte Ihr Script Folgendes
beinhalten: LiesAlsZahl (Hole(ScriptParam))
1 Wenn Ihre Query –script.param ohne –script enthält, wird –script.param ignoriert.
1 Wenn Ihre Query mehr als einen –script.param enthält, verwendet die Web Publishing
Engine den letzten geparsten Wert.
Optional bei: –script
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
60
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-script=myscript&-script.param=Smith%7CChatterjee%7CSu
&-findall
Query-Parameter –script.prefind (Script vor Suchen)
Gibt das FileMaker-Script an, das vor dem Suchen und Sortieren von Datensätzen (falls
angegeben) während der Verarbeitung des Query-Befehls –find ausgeführt wird.
Wert: Scriptname
Optional bei: Allen Query-Befehlen mit Ausnahme von –dbnames, –layoutnames und
–scriptnames.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-script.prefind=myscript&-findall
Query-Parameter –script.prefind.param (Parameter an Script vor Suchen
übergeben)
Übergibt einen Parameter an das durch –script.prefind angegebene FileMaker-Script.
Wert: Ein einzelner Textparameter.
1 Um mehrere Parameter zu übergeben, können Sie einen String erstellen, der die Parameter
begrenzt, und Ihr Script die einzelnen Parameter auslesen lassen. Übergeben Sie z. B.
param1|param2|param3 als Liste mit dem Zeichen |, das so kodiert ist:
param1%7Cparam2%7Cparam3
1 Um den Textparameter als Wert zu behandeln, der kein Text ist, kann Ihr Script den Textwert
konvertieren. Um z. B. den Textwert in eine Zahl zu konvertieren, könnte Ihr Script Folgendes
beinhalten: LiesAlsZahl (Hole(ScriptParam))
1 Wenn Ihre Query –script.prefind.param ohne –script.prefind enthält, wird
–script.prefind.param ignoriert.
1 Wenn Ihre Query mehr als einen –script.prefind.param enthält, verwendet die Web
Publishing Engine den letzten geparsten Wert.
Optional bei: –script.prefind
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-script.prefind=myscript&-script.prefind.param=payroll
&-findall
Query-Parameter –script.presort (Script vor Sortieren)
Gibt das FileMaker-Script an, das nach dem Suchen von Datensätzen (falls angegeben) und vor
dem Sortieren der Datensätze während der Verarbeitung des Query-Befehls –find ausgeführt
wird.
Optional bei: Allen Query-Befehlen mit Ausnahme von –dbnames, –layoutnames und
–scriptnames.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
61
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-script.presort=myscript&-sortfield.1=dept
&-sortfield.2=rating&-findall
Query-Parameter –script.presort.param (Parameter an Script vor Sortieren
übergeben)
Übergibt einen Parameter an das durch –script.presort angegebene FileMaker-Script.
Wert: Ein einzelner Textparameter.
1 Um mehrere Parameter zu übergeben, können Sie einen String erstellen, der die Parameter
begrenzt, und Ihr Script die einzelnen Parameter auslesen lassen. Übergeben Sie z. B.
param1|param2|param3 als Liste mit dem Zeichen |, das so kodiert ist:
param1%7Cparam2%7Cparam3
1 Um den Textparameter als Wert zu behandeln, der kein Text ist, kann Ihr Script den Textwert
konvertieren. Um z. B. den Textwert in eine Zahl zu konvertieren, könnte Ihr Script Folgendes
beinhalten: LiesAlsZahl (Hole(ScriptParam))
1 Wenn Ihre Query –script.presort.param ohne –script.presort enthält, wird
–script.presort.param ignoriert.
1 Wenn Ihre Query mehr als einen –script.presort.param enthält, verwendet die Web
Publishing Engine den letzten geparsten Wert.
Optional bei: –script.presort
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-script.presort=myscript&-script.presort.param=18%7C65
&-sortfield.1=dept&-sortfield.2=rating&-findall
Query-Parameter –skip (Datensätze überspringen)
Gibt an, wie viele Datensätze in der Ergebnismenge übersprungen werden sollen.
Wert: Eine Zahl. Wenn der Wert größer als die Anzahl der Datensätze in der Ergebnismenge ist,
wird kein Datensatz angezeigt. Der Standardwert beträgt 0.
Optional bei: Query-Befehl –find
Im folgenden Beispiel werden die ersten 10 Datensätze in der Ergebnismenge ausgelassen und
die Datensätze 11 bis 15 ausgegeben.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=departments&-skip=10&-max=5&-findall
Query-Parameter –sortfield (Sortierfeld)
Gibt das Feld an, das für das Sortieren verwendet wird.
Wert: Feldname
Optional bei: Query-Befehlen –find- oder –findall
Der Query-Parameter –sortfield kann mehrfach verwendet werden, um mehrere
Feldsortierungen vorzunehmen. Syntax für die Rangfolge der Sortierfelder:
-sortfield.precedence-number=fully-qualified-field-name
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
62
Dabei gilt: rang-nummer im Query-Parameter –sortfield.rang-nummer ist eine Zahl, die
die Rangfolge für mehrere Sortierfelder angibt. Der Wert für precedence-number:
1 muss bei 1 beginnen.
1 muss sequenziell heraufgesetzt werden.
1 darf nicht größer als 9 sein.
In folgendem Beispiel wird zuerst das Feld „dept“ sortiert und dann das Feld „rating“. Beide Felder
werden aufsteigend sortiert, da der Query-Parameter –sortorder nicht angegeben wurde.
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=performance&-sortfield.1=dept&-sortfield.2=rating&-findall
Query-Parameter –sortorder (Sortierfolge)
Gibt die Richtung einer Sortierung an.
Wert: Die Sortierfolge. Gültige Sortierfolgen (wobei <wertelisten-name> der Name einer
Werteliste wie Spezial ist):
Schlüsselwort
Äquivalenter Operator in FileMaker Pro
ascend
Sortieren von a bis z, -10 bis -10
descend
Sortieren von z bis a, 10 bis -10
<wertelistenname>
Sortieren nach der angegebenen Werteliste für das Feld im Layout
Optional bei: Query-Befehlen –find- oder –findall
Erfordert: –sortfield (Query-Parameter)
Der Query-Parameter –sortorder kann mit dem Query-Parameter –sortfield verwendet
werden, um die Sortierfolge mehrerer Sortierfelder anzugeben. Syntax für die Sortierfolge eines
Sortierfelds:
-sortorder.precedence-number=sort-method
Dabei gilt:
1 precedence-number im Query-Parameter –sortorder.precedence-number ist eine
Zahl von 1 bis 9, die den Query-Parameter –sortfield angibt, auf den sich der QueryParameter –sortorder bezieht.
1 sortier-methode ist eines der Schlüsselwörter in obiger Tabelle für die Festlegung der
Sortierfolge, z. B. „ascend“.
Im folgenden Beispiel ist die Sortierfolge für das Sortierfeld mit der höchsten Rangnummer (dept)
„ascend“ und für das Sortierfeld mit der zweithöchsten Rangnummer (rating) „descend“. Die
precedence-number 2 in -sortorder.2 gibt an, dass der Query-Parameter sortorder.2=descend sich auf den Query-Parameter -sortfield.2=rating bezieht.
Kapitel 5 | Gültige Namen in XML-Query-Strings
Beispiel:
http://192.168.123.101/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=employees
&-lay=performance&-sortfield.1=dept&-sortorder.1=ascend&-sortfield.2=rating
&-sortorder.2=descend&-findall
Hinweis Ein Sortierfeld, für das der Query-Parameter –sortorder nicht angegeben ist,
verwendet standardmäßig aufsteigende Sortierung.
63
Kapitel 6
Erläuterung von Custom Web Publishing
mit PHP
Custom Web Publishing mit PHP ermöglicht die Verwendung der Scriptsprache PHP, um Daten
aus FileMaker-Datenbanken in Ihre angepassten Webseitenlayouts zu integrieren. Custom Web
Publishing mit PHP stellt FileMaker API für PHP bereit, bei dem es sich um eine PHP-Klasse
handelt, die von FileMaker erzeugt wird und auf Datenbanken zugreift, die von FileMaker Server
bereitgestellt werden. Diese PHP-Klasse stellt eine Verbindung mit der FileMaker Server Web
Publishing Engine her und macht Daten für die PHP Engine Ihres Web-Servers verfügbar.
Wichtige Funktionen in Custom Web Publishing mit PHP
1 Erstellen Sie Webanwendungen, die die Open-Source-Scriptsprache PHP verwenden.
Verwenden Sie die von FileMaker Server unterstützte Version PHP oder Ihre eigene Version
von PHP. (Wenn Sie Ihre eigene Version von PHP verwenden, siehe „Manuelle Installation von
FileMaker API für PHP“ auf Seite 66.)
1 Stellen Sie Datenbanken mit FileMaker Server bereit. FileMaker Pro ist für Custom Web
Publishing nicht erforderlich, da FileMaker Server die Datenbanken bereitstellt.
1 Schreiben Sie PHP-Code, mit dem Datensätze in einer bereitgestellten FileMaker-Datenbank
erstellt, gelöscht, bearbeitet und dupliziert werden können. Mit Ihrem Code können Feld- und
Datensatzüberprüfungen durchgeführt werden, bevor Änderungen in der bereitgestellten
Datenbank bestätigt werden.
1 Schreiben Sie PHP-Code, der auf Layouts, Ausschnitte, Wertelisten und Bezugsfelder zugreift.
Wie in FileMaker Pro basiert der Zugriff auf Daten, Layouts und Felder auf den
Benutzerkontoeinstellungen, die in den Zugriffsrechten der Datenbank definiert sind. Die Web
Publishing Engine unterstützt auch mehrere andere Sicherheitsverbesserungen Siehe
„Schützen veröffentlichter Datenbanken“ auf Seite 14.
1 Schreiben Sie PHP-Code, der komplexe Scripts mit mehreren Schritten ausführt. FileMaker
unterstützt viele Scriptschritte in Custom Web Publishing. Siehe „FileMaker-Scripts und
Custom Web Publishing“ auf Seite 19.
1 Schreiben Sie PHP-Code, der komplexe Suchabfragen ausführt.
Anforderungen für Custom Web Publishing
Dieser Abschnitt beschreibt, was für die Entwicklung einer Custom Web Publishing-Lösung mit
PHP erforderlich ist, was Webbenutzer benötigen, um auf eine Custom Web Publishing-Lösung
zuzugreifen und welche Auswirkungen die Bereitstellung einer Web Publishing-Lösung auf Ihren
Server haben könnte.
Kapitel 6 | Erläuterung von Custom Web Publishing mit PHP
65
Voraussetzungen für das Veröffentlichen einer Datenbank mit Custom Web
Publishing
Um Datenbanken mithilfe von Custom Web Publishing mit PHP zu veröffentlichen, benötigen Sie:
1 einen FileMaker Server-Einsatz, der sich aus drei Komponenten zusammensetzt.
1 einen Web-Server, entweder Microsoft IIS (Windows) oder Apache (OS X). Das FileMaker
Web Server-Modul ist auf dem Web-Server installiert.
1 die FileMaker Web Publishing Engine
1 den FileMaker Datenbank-Server
1 PHP ist auf dem Web-Server installiert. FileMaker Server kann die unterstützte Version PHP
installieren oder Sie können Ihre eigene Version verwenden.
1 Die zumindest erforderliche PHP-Version finden Sie unter
http://www.filemaker.com/de/products/filemaker-server/server-14-specifications.html.
1 Weitere Informationen zu PHP erhalten Sie unter http://php.net.
1 Die auf dem Web-Server installierte PHP-Version muss cURL-Funktionen (Client URL
Library) unterstützen. Weitere Informationen zu cURL erhalten Sie unter http://php.net/curl.
Wichtig Wenn Sie die von FileMaker Server unterstützte Version von PHP installieren, wird
es nicht im OS X Server Admin-Tool angezeigt. Die Auflistungsfunktion wird nicht unterstützt.
Wenn Sie das OS X Server Admin-Tool für die Aktivierung von PHP verwenden, deaktivieren
Sie die von FileMaker Server unterstützte Version von PHP und aktivieren Sie Ihre eigene
PHP-Version.
1 eine oder mehrere FileMaker Pro-Datenbanken, die FileMaker Server bereitstellt.
1 IP-Adresse oder Domänenname des Hosts, auf dem der Web-Server läuft
1 einen beliebigen Webbrowser und Zugriff auf den Web-Server, um Ihre Custom Web
Publishing-Lösung zu entwickeln und zu testen
Weitere Informationen finden Sie im Handbuch FileMaker Server Einführung.
Voraussetzungen für Web-Benutzer zum Zugriff auf eine Custom Web
Publishing-Lösung
Für den Zugriff auf eine Custom Web Publishing-Lösung mit PHP benötigen Webbenutzer:
1 einen Webbrowser
1 Zugang zum Internet oder zu einem Intranet und zum Web-Server
1 IP-Adresse oder Domänenname des Hosts, auf dem der Web-Server läuft
Wenn die Datenbank passwortgeschützt ist, müssen Webbenutzer auch einen Benutzernamen
und ein Passwort für ein Datenbankkonto eingeben.
Verbindung zum Internet oder zu einem Intranet
Wenn Sie Datenbanken im Internet oder in einem Intranet veröffentlichen, muss auf dem HostComputer FileMaker Server laufen und die freizugebenden Datenbanken müssen bereitgestellt
und verfügbar sein. Zusätzlich:
Kapitel 6 | Erläuterung von Custom Web Publishing mit PHP
66
1 Veröffentlichen Sie Ihre Datenbank auf einem Computer, der über eine ständige Verbindung
zum Internet bzw. Intranet verfügt. Sie können Datenbanken zwar ohne ständige Verbindung
veröffentlichen, aber sie stehen Webbenutzern nur zur Verfügung, wenn Ihr Computer mit dem
Internet bzw. Intranet verbunden ist.
1 Der Host-Computer für den Web-Server, der Teil des FileMaker Server-Einsatzes ist, muss über
eine eigene statische (permanente) IP-Adresse oder einen Domänennamen verfügen. Wenn Sie
die Verbindung zum Internet über einen Internet-Anbieter (ISP) herstellen, könnte Ihre IP-Adresse
dynamisch zugewiesen werden (d. h., sie ändert sich bei jeder Verbindung). Mit einer dynamischen
IP-Adresse ist es für Webbenutzer schwieriger, Ihre Datenbanken zu finden. Wenn Sie sich über
Ihre Zugangsart nicht sicher sind, wenden Sie sich an Ihren ISP oder Netzwerkadministrator.
Manuelle Installation von FileMaker API für PHP
Bei der Installation von FileMaker Server erhalten Sie die Möglichkeit, die von FileMaker
unterstützte PHP-Version zu installieren. Wenn bereits eine PHP-Engine installiert und
konfiguriert ist und Sie nur FileMaker API für PHP hinzufügen möchten, installieren Sie die Klasse
FileMaker API für PHP manuell, um Sie für Ihre PHP-Scripts zur Verfügung zu stellen.
Wenn Sie die von FileMaker unterstützte Version von PHP nicht installiert haben, stellen Sie sicher,
dass Sie die folgenden Konfigurationsaufgaben für Ihre Version der PHP Engine durchführen:
1 Aktivieren Sie das cURL-Modul in php.ini.
1 Geben Sie den Speicherort des FileMaker API für PHP in der Variable include_path in php.ini an.
1 Wenn Sie auf Datenbanken zugreifen, die Daten und Uhrzeiten enthalten, installieren Sie das
Pear-Date-Paket. Weitere Informationen finden Sie unter: http://pear.php.net/package/date/
Hinweis Die zumindest erforderliche PHP-Version finden Sie unter
http://www.filemaker.com/de/products/filemaker-server/server-14-specifications.html. Verwenden
Sie für optimale Ergebnisse die entsprechende PHP-Version.
Bereitstellung von FileMaker API für PHP für Ihre PHP-Scripts
Bei der Installation von FileMaker Server wurde das FileMaker API für PHP-Paket als .zip-Datei
an folgendem Ort gespeichert:
1 Für IIS (Windows):
[Laufwerk]:\Programme\FileMaker\FileMaker Server\Web
Publishing\FM_API_for_PHP_Standalone.zip
wobei sich [Laufwerk] auf das Laufwerk bezieht, auf dem die Web-Server-Komponente
Ihres FileMaker-Server-Einsatzes gespeichert ist.
1 Für Apache (OS X):
/Library/FileMaker Server/Web Publishing/FM_API_for_PHP_Standalone.zip
Die Datei FM_API_for_PHP_Standalone.zip enthält die Datei „FileMaker.php“ und den Ordner
„FileMaker“. Entzippen Sie die Datei und kopieren Sie die Datei „FileMaker.php“ und den Ordner
„FileMaker“ in einen der folgenden Orte:
Kapitel 6 | Erläuterung von Custom Web Publishing mit PHP
67
1 den Ordner, in dem Ihre PHP-Scripts gespeichert sind.
1 Für IIS (Windows) durch HTTP oder HTTPS:
[Laufwerk]:\Programme\FileMaker\FileMaker Server\HTTPServer\Conf
wobei [Laufwerk] das Laufwerk bezeichnet, auf dem sich die Web Publishing EngineKomponente Ihres FileMaker Server-Einsatzes befindet.
1 Für Apache (OS X) durch HTTP: /Library/FileMaker Server/HTTPServer/htdocs
1 Für Apache (OS X) durch HTTPS:
/Library/FileMaker Server/HTTPServer/htdocs/httpsRoot
1 eines der include_path-Verzeichnisse in Ihrer PHP-Installation. Der Standardpfad für OS X ist
/usr/lib/php.
Die nächsten Schritte
Hier einige Vorschläge, um mit der Entwicklung von Custom Web Publishing-Lösungen zu
beginnen:
1 Verwenden Sie FileMaker Server Admin Console für die Aktivierung von Custom Web
Publishing. Informationen hierzu finden Sie in der FileMaker Server Hilfe und im Handbuch
FileMaker Server Einführung.
1 Öffnen Sie in FileMaker Pro jede FileMaker-Datenbank, die Sie veröffentlichen wollen, und
stellen Sie sicher, dass in der Datenbank die geeigneten erweiterten Zugriffsrechte für Custom
Web Publishing aktiviert sind. Siehe „Aktivieren von Custom Web Publishing in einer
Datenbank“ auf Seite 13.
1 Wie Sie mithilfe von FileMaker API für PHP auf Daten in FileMaker-Datenbanken zugreifen,
erfahren Sie in Kapitel 8, „Verwendung von FileMaker API für PHP“.
Kapitel 7
Übersicht über Custom Web Publishing mit PHP
Das FileMaker API für PHP unterstützt Sie bei der Integration von Daten aus FileMaker ProDatenbanken in PHP-Lösungen. Dieses Kapitel beschreibt, wie PHP mit der FileMaker Server
Custom Web Publishing Engine funktioniert. Weitere Informationen über das FileMaker API für
PHP finden Sie in Kapitel 8, „Verwendung von FileMaker API für PHP“.
Funktionsweise der Web Publishing Engine mit PHP-Lösungen
FileMaker Server besteht aus drei Komponenten: dem Web-Server, der Web Publishing Engine
und dem Datenbank-Server. (Diese Komponenten können sich auf bis zu zwei Rechner verteilen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der FileMaker Server Einführung.) FileMaker Server
stellt die PHP-Lösung bereit, wenn Sie die PHP-Dateien auf dem Web-Server speichern, auf dem
die PHP-Engine installiert ist.
1 Wenn ein Webbenutzer eine PHP-Lösung öffnet, leitet der Web-Server die Anforderung an die
PHP-Engine weiter, die den PHP-Code verarbeitet.
1 Wenn der PHP-Code Aufrufe für das FileMaker API für PHP enthält, werden diese Aufrufe
interpretiert und als Abfragen an die Web Publishing Engine gesendet.
1 Die Web Publishing Engine fordert Daten von den Datenbanken an, die der Datenbank-Server
bereitstellt.
1 Der Datenbank-Server sendet die angeforderten Daten an die Web Publishing Engine.
1 Die Web Publishing Engine sendet die Daten als Antwort auf den API-Aufruf an die PHPEngine auf dem Web-Server.
1 Die PHP-Lösung verarbeitet die Daten und zeigt sie dem Webbenutzer an.
Allgemeine Schritte bei Custom Web Publishing mit PHP
Zusammenfassung der Schritte bei der Verwendung von Custom Web Publishing mit PHP:
1. Stellen Sie in Admin Console sicher, dass PHP Publishing aktivieren ausgewählt ist. Weitere
Informationen finden Sie in der FileMaker Server Einführung.
2. Wählen Sie in Admin Console den Bereich Datenbanken und stellen Sie sicher, dass für jede
FileMaker-Datenbank, die Sie veröffentlichen, das erweiterte Zugriffsrecht fmphp für Custom
Web Publishing mit PHP aktiviert ist.
Verwenden Sie, falls nötig, FileMaker Pro, um Custom Web Publishing für eine Datenbank zu
aktivieren. Siehe Kapitel 2, „Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web Publishing“.
Hinweis Stellen Sie sicher, dass Sie entsprechende FileMaker-Datenbankberechtigungen
verwenden, wenn Sie PHP-Lösungen entwickeln, die an den Endbenutzer gegeben werden.
Andernfalls haben Sie in der FileMaker-Datenbank eventuell Zugriff auf Layouts und
Funktionen, die dann dem Endbenutzer nicht zur Verfügung stehen und damit zu
inkonsistentem Verhalten führen.
Kapitel 7 | Übersicht über Custom Web Publishing mit PHP
69
3. Verwenden Sie PHP-Authoring-Tools, um Ihre PHP-Lösung zu erstellen, und integrieren Sie
die FileMaker API-Funktionen in Ihren PHP-Code, um auf Ihre FileMaker-Daten zuzugreifen.
Siehe Kapitel 8, „Verwendung von FileMaker API für PHP“.
4. Kopieren oder verschieben Sie Ihre Website-Verzeichnisstruktur und -Dateien in folgenden
Ordner auf dem Web-Server:
1 Für IIS (Windows) durch HTTP oder HTTPS:
[Laufwerk]:\Programme\FileMaker\FileMaker Server\HTTPServer\Conf,
wobei [Laufwerk] sich auf das Laufwerk bezieht, auf dem sich die Web Publishing EngineKomponente Ihres FileMaker-Server-Einsatzes befindet.
1 Für Apache (OS X) durch HTTP: /Library/FileMaker Server/HTTPServer/htdocs
1 Für Apache (OS X) durch HTTPS:
/Library/FileMaker Server/HTTPServer/htdocs/httpsRoot
5. Wenn ein Datenbank-Containerfeld einen Dateiverweis anstelle der eigentlichen Datei
speichert, muss das referenzierte Containerobjekt im FileMaker Pro-Webordner gespeichert
sein, wenn der Datensatz erstellt oder bearbeitet wird. Kopieren oder verschieben Sie das
Objekt in einen Ordner mit dem gleichen relativen Speicherort im Root-Ordner der Web-ServerSoftware.
Siehe „Veröffentlichen des Inhalts von Containerfeldern im Web“ auf Seite 16.
6. Richten Sie unbedingt Sicherheitsmechanismen für Ihre Site oder Ihr Programm ein.
7. Testen Sie Ihre Site mit den Konten und Zugriffsrechten, die für Webbenutzer definiert sind.
8. Geben Sie die Site frei und informieren Sie Benutzer. Der vom Webbenutzer eingegebene URL
weist folgendes Format auf:
http://<server>/<site_path>
1 <server> ist dabei der Rechner, auf dem sich FileMaker Server befindet.
1 <site_path> ist der relative Pfad zur Homepage Ihrer Site und ergibt sich durch die unter
Schritt 4 festgelegte Verzeichnisstruktur.
Wenn Ihr Web-Server beispielsweise 192.168.123.101 ist und sich die Homepage Ihrer Website
auf dem Web-Server unter c:\Inetpub\wwwroot\customers\index.php befindet, lautet der
entsprechende URL:
http://192.168.123.101/customers/index.php.
Hinweis PHP 5 verwendet die Kodierung Latin-1 (ISO-8859-1). FileMaker Server gibt Unicode(UTF-8)-Daten zurück. Verwenden Sie FileMaker Server Admin Console, um die StandardZeichenkodierung für Ihre Site festzulegen. Für PHP-Sites können Sie entweder UTF-8 oder ISO8859-1, UTF-8 angeben. Geben Sie die gleiche Einstellung für das charset-Attribut im <HEAD>Bereich der PHP-Dateien Ihrer Site ein.
Weitere Informationen zu Einsatz und Verwendung einer PHP-Lösung finden Sie in Kapitel 9,
„Einstellen, Testen und Überwachen einer Site“.
Kapitel 8
Verwendung von FileMaker API für PHP
FileMaker API for PHP implementiert eine PHP-Klasse, die Klasse FileMaker, die eine
objektorientierte Schnittstelle für FileMaker-Datenbanken bietet. Mithilfe von FileMaker API für
PHP kann sowohl auf Daten als auch auf Logik, die in FileMaker Pro-Datenbanken gespeichert
sind, zugegriffen werden. Diese können auch im Internet veröffentlicht oder an andere
Anwendungen exportiert werden.
Mit FileMaker API für PHP kann PHP-Code die Funktionen ausführen, die bereits in
FileMaker Pro-Datenbanken verfügbar sind:
1
1
1
1
1
1
1
Datensätze erstellen, löschen, bearbeiten und duplizieren
Suchabfragen ausführen
Feld- und Datensatzüberprüfungen ausführen
Layouts verwenden
FileMaker-Scripts ausführen
Ausschnitte und Bezugsdatensätze anzeigen
Wertelisten verwenden
Dieses Kapitel beschreibt die Verwendung der Objekte und Methoden der Klasse FileMaker für
die Integration dieser allgemeinen Funktionen in eine PHP-Lösung. FileMaker API für PHP wird
in diesem Kapitel nicht erschöpfend behandelt, vielmehr werden die wichtigsten Objekte und
Methoden vorgestellt.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu FileMaker API für PHP erhalten Sie in folgenden Ressourcen.
Falls Sie bereits eine PHP-Engine installiert und konfiguriert haben und nur FileMaker API für PHP
hinzufügen möchten, finden Sie weitere Informationen unter „Manuelle Installation von FileMaker
API für PHP“ auf Seite 66.
Referenz zu FileMaker API für PHP
Wenn FileMaker API für PHP bereits installiert ist, finden Sie Referenzinformationen in der WebServer-Komponente Ihres FileMaker-Server-Einsatzes.
1 Für IIS (Windows):
[Laufwerk]:\Programme\FileMaker\FileMaker Server\Documentation\PHP
API Documentation\index.html
wobei [Laufwerk] sich auf das Laufwerk bezieht, auf dem die Web-Server-Komponente Ihres
FileMaker-Server-Einsatzes gespeichert ist.
1 Für Apache (OS X): /Library/FileMaker Server/Documentation/PHP API
Documentation/index.html
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
71
FileMaker API für PHP-Support
Sie finden zusätzliche Informationen über die FileMaker API für PHP auf der FileMaker-Website:
http://www.filemaker.com/de/support/technologies/php.htm
Verwendung der Klasse FileMaker
Um die Klasse FileMaker in Ihrer PHP-Lösung verwenden zu können, fügen Sie folgende
Anweisung in Ihren PHP-Code ein:
require_once ('FileMaker.php');
FileMaker, Objekte der Klasse
Die Klasse FileMaker definiert Klassenobjekte, mit denen Sie Daten aus FileMaker Pro-Datenbanken
abrufen können.
Klassenobjekt
Verwenden Sie das Objekt für
FileMaker-Datenbank
die Definition von Datenbankeigenschaften
die Verbindung mit einer FileMaker Pro-Datenbank
den Abruf von Informationen über FileMaker API für PHP
Befehl
die Erstellung von Befehlen, die Datensätze hinzufügen, Datensätze löschen,
Datensätze bearbeiten, Suchabfragen durchführen und Scripts ausführen
Layout
die Arbeit mit Datenbanklayouts
Datensatz
die Arbeit mit Datensätzen
Feld
die Arbeit mit Felddaten
Bezugsmenge
die Arbeit mit Ausschnittdatensätzen
Ergebnis
die Bearbeitung der Datensätze, die von Suchabfragen zurückgegeben werden
Fehler
die Überprüfung, ob ein Fehler aufgetreten ist
die Bearbeitung von Fehlern
FileMaker-Befehlsobjekte
Die Klasse FileMaker definierte ein Basisbefehlsobjekt, mit dem ein bestimmter Befehl instantiiert
wird und die Parameter des Befehls festgelegt werden. Zur Ausführung des Befehls muss die
Methode execute() aufgerufen werden.
Die Klasse FileMaker definiert folgende bestimmte Befehle:
1
1
1
1
1
1
1
1
Add, Befehl
Compound Find, Befehl
Delete, Befehl
Duplicate, Befehl
Edit, Befehl
Find, Find All, Find Any
Find Request, dieser Befehl wird dem Befehl „Compound Find Set“ hinzugefügt
Perform Script
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
72
Diese Befehle werden in den folgenden Abschnitten genauer beschrieben:
1 „Arbeiten mit Datensätzen“ auf Seite 72
1 „Ausführen von FileMaker-Scripts“ auf Seite 74
1 „Ausführen von Suchabfragen“ auf Seite 80
Herstellen einer Verbindung zu einer FileMaker-Datenbank
Die Klasse FileMaker definiert ein Datenbankobjekt, das instantiiert wird, um eine Verbindung mit
einem Server oder einer Datenbank herzustellen. Definieren Sie die Objekteigenschaften mit dem
Klassenkonstruktor oder durch Aufruf der Methode setProperty().
Beispiel: Herstellung einer Verbindung mit einem Server zum Abruf einer Datenbankliste
$fm = new FileMaker();
$databases = $fm->listDatabases();
Beispiel: Herstellung einer Verbindung mit einer bestimmten Datenbank auf einem Server
Die Benutzernamen- und Passworteigenschaften legen die Berechtigung für diese Verbindung
fest.
$fm = new FileMaker();
$fm->setProperty('database', 'questionnaire');
$fm->setProperty('hostspec', 'http://192.168.100.110');
$fm->setProperty('username', 'web');
$fm->setProperty('password', 'web');
Hinweis Die Eigenschaft „hostspec“ wird automatisch auf den Wert http://localhost
gesetzt. Wenn die PHP-Engine auf demselben Rechner wie die Web-Server-Komponente des
FileMaker Server-Einsatzes läuft, muss die Eigenschaft „hostspec“ nicht angegeben werden.
Wenn sich die PHP-Engine auf einem anderen Rechner befindet, verwenden Sie die Eigenschaft
„hostspec“, um den Speicherort der Web-Server-Komponente des FileMaker Server-Einsatzes
anzugeben.
Arbeiten mit Datensätzen
Die Klasse FileMaker definiert ein Datensatzobjekt, das instantiiert wird, um mit Datensätzen zu
arbeiten. Die Instanz eines Datensatzobjekts steht für einen Datensatz einer FileMaker ProDatenbank. Verwenden Sie ein Datensatzobjekt mit den Befehlen „Add“, „Delete“, „Duplicate“ und
„Edit“, um die Daten im Datensatz zu ändern. Die Suchbefehle – „Find“, „Find All“, „Find Any“ und
„Compound Find“ – geben ein Array der Datensatzobjekte zurück.
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
73
Erstellen eines Datensatzes
Datensätze können auf zwei unterschiedliche Arten erstellt werden:
1 Verwenden Sie die Methode createRecord() und geben Sie dabei den Layoutnamen und
optional ein Array an Feldwerten an. Die Werte können im neuen Datensatzobjekt auch einzeln
angegeben werden.
Die Methode createRecord() speichert den neuen Datensatz nicht in der Datenbank. Rufen
Sie die Methode commit() auf, um den Datensatz in der Datenbank zu speichern.
Beispiel:
$rec = $fm->createRecord('Form View', $values);
$result = $rec->commit();
1 Verwenden Sie den Befehl „Add“: Verwenden Sie die Methode newAddCommand(), um ein
FileMaker_Command_Add-Objekt zu erzeugen, das den Layoutnamen und das Array mit den
Datensatzdaten enthält. Rufen Sie die Methode execute() auf, um den Datensatz in der
Datenbank zu speichern.
Beispiel:
$newAdd = $fm->newAddCommand('Respondent', $respondent_data);
$result = $newAdd->execute();
Duplizieren von Datensätzen
Duplizieren Sie bestehende Datensätze mit dem Befehl „Duplicate“. Verwenden Sie die Methode
newDuplicateCommand(), um ein FileMaker_Command_Duplicate-Objekt zu erstellen, das
den Layoutnamen und die Datensatz-ID des Datensatzes enthält, den Sie duplizieren möchten.
Duplizieren Sie den Datensatz anschließend durch Aufruf der Methode execute().
Beispiel:
$newDuplicate = $fm->newDuplicateCommand('Respondent', $rec_ID);
$result = $newDuplicate->execute();
Bearbeiten von Datensätzen
Datensätze können auf zwei unterschiedliche Arten bearbeitet werden:
1 Über den Befehl „Edit“. Verwenden Sie die Methode newEditCommand(), um ein
FileMaker_Command_Edit-Objekt zu erstellen, das den Layoutnamen, die Datensatz-ID des
Datensatzes, den Sie bearbeiten möchten, sowie das Array an Werten enthält, die Sie
aktualisieren möchten. Bearbeiten Sie den Datensatz anschließend durch Aufruf der Methode
execute().
Beispiel:
$newEdit = $fm->newEditCommand('Respondent', $rec_ID, $respondent_data);
$result = $newEdit->execute();
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
74
1 Mit einem Datensatzobjekt. Rufen Sie einen Datensatz aus der Datenbank ab, ändern Sie die
Feldwerte und bearbeiten Sie den Datensatz durch Aufruf der Methode commit().
Beispiel:
$rec = $fm->getRecordById('Form View', $rec_ID);
$rec->setField('Name', $nameEntered);
$result = $rec->commit();
Löschen von Datensätzen
Datensätze können auf zwei unterschiedliche Arten gelöscht werden:
1 Rufen Sie einen Datensatz aus der Datenbank ab und rufen Sie anschließend die Methode
delete() auf.
Beispiel:
$rec = $fm->getRecordById('Form View', $rec_ID);
$rec->delete();
1 Löschen Sie bestehende Datensätze mit dem Befehl „Delete“. Verwenden Sie die Methode
newDeleteCommand(), um ein FileMaker_Command_Delete-Objekt zu erstellen, das den
Layoutnamen und die Datensatz-ID des Datensatzes enthält, den Sie löschen möchten.
Löschen Sie den Datensatz anschließend durch Aufruf der Methode execute().
Beispiel:
$newDelete = $fm->newDeleteCommand('Respondent', $rec_ID);
$result = $newDelete->execute();
Ausführen von FileMaker-Scripts
Bei einem FileMaker-Script handelt es sich um einen benannten Satz an Scriptschritten. Die
Klasse FileMaker definiert mehrere Methoden, die es Ihnen ermöglichen, mit FileMaker-Scripts zu
arbeiten, die in einer FileMaker Pro-Datenbank definiert sind. Weitere Informationen zu Webkompatiblen Scriptschritten (Scriptschritte, die in einer Weblösung ausgeführt werden können)
erhalten Sie unter „FileMaker-Scripts und Custom Web Publishing“ auf Seite 19.
Abruf der Liste verfügbarer Scripts
Verwenden Sie die Methode listScripts(), um eine Liste der verfügbaren Scripts aus der
derzeit verbundenen Datenbank abzurufen. Die Methode listScripts() gibt ein Array der
Scripts zurück, die über den Benutzernamen und das Passwort ausgeführt werden können, die
bei der Definition der Datenbankverbindung angegeben wurden. (Weitere Informationen hierzu
finden Sie unter „Herstellen einer Verbindung zu einer FileMaker-Datenbank“ auf Seite 72.)
Beispiel:
$scripts = $fm->listScripts();
Ausführen von FileMaker-Scripts
Verwenden Sie die Methode newPerformScriptCommand(), um ein
FileMaker_Command_PerformScript-Objekt zu erstellen, das das Layout, den Scriptnamen und
Scriptparameter (falls vorhanden) enthält. Führen Sie das Script anschließend durch Aufruf der
Methode execute() aus.
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
75
Beispiel:
$newPerformScript = $fm->newPerformScriptCommand('Order Summary',
'ComputeTotal');
$result = $newPerformScript->execute();
Ausführung eines Scripts vor der Ausführung eines Befehls
Verwenden Sie die Methode setPreCommandScript(), um ein Script anzugeben, das vor der
Ausführung eines Befehls ausgeführt wird. Im folgenden Beispiel wird ein Find-Befehl verwendet,
die Methode setPreCommandScript() kann jedoch für jeden Befehl eingesetzt werden.
Beispiel:
$findCommand = $fm->newFindCommand('Students');
$findCommand->addFindCriterion('GPA', $searchValue);
$findCommand->setPreCommandScript('UpdateGPA');
$result = $findCommand->execute();
Ausführung eines Scripts vor der Sortierung einer Ergebnismenge
Verwenden Sie die Methode setPreSortScript(), um ein Script anzugeben, das nach der
Erstellung einer Suchergebnismenge und vor der Sortierung dieser Menge ausgeführt wird.
Weitere Informationen finden Sie unter „Der Befehl „Find““ auf Seite 81.
Beispiel:
$findCommand = $fm->newFindCommand('Students');
$findCommand->setPreSortScript('RemoveExpelled');
Ausführung eines Scripts nach der Erstellung einer Ergebnismenge
Verwenden Sie die Methode setScript(), um ein Script anzugeben, das nach der Erstellung
einer Suchergebnismenge ausgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie unter „Der Befehl
„Find““ auf Seite 81.
Beispiel:
$findCommand = $fm->newFindCommand('Students');
$findCommand->setScript('myScript','param1|param2|param3');
Ausführungsreihenfolge von Scripts
Sie können die Methoden setPreCommandScript(), setPreSortScript() und
setScript() in Verbindung mit den Methoden setResultLayout() und addSortRule() für
einen einzelnen Befehl angeben. FileMaker Server und die Web Publishing Engine verarbeiten
diese Methoden in dieser Reihenfolge:
1. Ausführung des Scripts, das in der Methode setPreCommandScript() angegeben ist (falls
angegeben)
2. Verarbeitung des Befehls, beispielsweise des Befehls „Find or Delete Record“
3. Ausführung des Scripts, das in der Methode setPreSortScript() angegeben ist (falls
angegeben)
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
76
4. Sortierung der Suchergebnismenge, wenn die Methode addSortRule() angegeben wurde
5. Verarbeitung der Methode setResultLayout(), um das Layout zu wechseln (falls
angegeben)
6. Ausführung des Scripts, das in der Methode setScript() angegeben ist (falls angegeben)
7. Rückgabe der endgültigen Suchergebnismenge
Wenn einer der obigen Schritte einen Fehlercode erzeugt, stoppt die Abarbeitung der Befehle und
etwaige nachfolgende Schritte werden nicht ausgeführt. Jedoch bleiben alle vorangehenden
Schritte in der Abfrage ausgeführt.
Betrachten Sie z. B. einen Befehl, der den aktuellen Datensatz löscht, die Datensätze sortiert und
dann ein Script ausführt. Wenn die Methode addSortRule() ein nicht vorhandenes Feld angibt,
löscht die Abfrage den aktuellen Datensatz und gibt dann Fehlercode 102 („Feld fehlt“) zurück,
führt aber das Script nicht aus.
Arbeiten mit FileMaker-Layouts
Ein Layout ist eine Anordnung von Feldern, Objekten, Bildern und Layoutbereichen, die festlegen,
wie Informationen beim Blättern, in der Seitenansicht oder beim Drucken angeordnet und
angezeigt werden. Die Klasse FileMaker definiert mehrere Methoden, die es Ihnen ermöglichen,
mit Layouts zu arbeiten, die in einer FileMaker Pro-Datenbank definiert sind. Informationen über
Layouts können über unterschiedliche Objekte der Klasse FileMaker abgerufen werden.
Mit diesem
Klassenobjekt
Verwenden Sie diese Methoden
Datenbank-
1 listLayouts() ruft eine Liste der verfügbaren Layoutnamen ab.
1 getLayout() ruft ein Layoutobjekt über den Layoutnamen ab.
Layout
1 getName() ruft den Layoutnamen eines bestimmten Layoutobjekts ab.
1 listFields() ruft ein Array aller in einem Layout verwendeten Feldnamen ab.
1 getFields() ruft ein assoziatives Array mit den Namen aller Felder als Schlüssel
sowie die zugehörigen FileMaker_Field-Objekte als Array-Werte ab.
1 listValueLists() ruft ein Array der Namen der Wertelisten ab.
1 listRelatedSets() ruft ein Array der Namen der Bezugsmengen ab.
1 getDatabase() gibt den Namen der Datenbank zurück.
Datensatz
1 getLayout() gibt das Layoutobjekt zurück, das mit einem bestimmten Datensatz
verbunden ist.
Feld
1 getLayout() gibt das Layoutobjekt mit einem bestimmten Feld zurück.
Befehl
1 setResultLayout() gibt die Ergebnisse des Befehls in einem Layout zurück, das
nicht mit dem aktuellen Layout identisch ist.
Verwenden von Ausschnitten
Ein Ausschnitt ist eine Tabelle, die Datenzeilen aus einem oder mehreren Bezugsdatensätzen
enthält. Die Klasse FileMaker definiert ein Bezugsmengenobjekt und mehrere Methoden, die es
Ihnen ermöglichen, mit Ausschnitten zu arbeiten, die in einer FileMaker Pro-Datenbank definiert
sind.
Ein Bezugsmengenobjekt ist ein Array von Bezugsobjekten aus dem Bezugsausschnitt. Jedes
Datensatzobjekt entspricht einer Datenzeile im Ausschnitt.
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
77
Auflistung der in einem bestimmten Layout definierten Ausschnitte
Verwenden Sie für ein bestimmtes Layoutobjekt die Methode listRelatedSets(), um eine
Liste der Tabellennamen aller in diesem Layout definierten Ausschnitte abzurufen.
Beispiel:
$tableNames = $currentLayout->listRelatedSets();
Abrufen von Ausschnittnamen für ein bestimmtes Ergebnisobjekt
Verwenden Sie für ein bestimmtes FileMaker_Result-Objekt die Methode getRelatedSets(),
um die Namen aller Ausschnitte in diesem Datensatz abzurufen.
Beispiel:
$relatedSetsNames = $result->getRelatedSets();
Abruf von Informationen über Ausschnitte für ein bestimmtes Layout
Verwenden Sie für ein bestimmtes Layoutobjekt die Methode getRelatedSets(), um ein Array
an FileMaker_RelatedSet-Objekten abzurufen, die die Ausschnitte in dem Layout beschreiben.
Das zurückgegebene Array ist ein assoziatives Array mit den Tabellennamen als Array-Schlüssel
und den zugeordneten FileMaker_RelatedSet-Objekten als Array-Werte.
Beispiel:
$relatedSetsArray = $currentLayout->getRelatedSets();
Abrufen von Informationen für einen bestimmten Ausschnitt
Verwenden Sie für ein bestimmtes Layout-Objekt die Methode getRelatedSet(), um das
FileMaker_RelatedSet-Objekt abzurufen, das einen bestimmten Ausschnitt beschreibt.
Beispiel:
$relatedSet = $currentLayout->getRelatedSet('customers');
Abrufen des Tabellennamens für einen Ausschnitt
Verwenden Sie die Methode getName(), um den Tabellennamen für diesen Ausschnitt
abzurufen.
Beispiel:
$tableName = $relatedSet->getName();
Abrufen der Ausschnittdatensätze für einen bestimmten Datensatz
Verwenden Sie für ein bestimmtes Datensatzobjekt die Methode getRelatedSet(), um ein
Array an Bezugsdatensätzen für einen bestimmten Ausschnitt des Datensatzes abzurufen.
Beispiel:
$relatedRecordsArray = $currentRecord->getRelatedSet('customers');
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
78
Erstellen eines neuen Datensatzes in einem Ausschnitt
Verwenden Sie die Methode newRelatedRecord(), um einen neuen Datensatz in der
angegebenen Bezugsmenge zu erstellen und die Änderungen in der Datenbank durch Aufruf der
Methode commit() zu bestätigen.
Beispiel:
//Neue Ausschnittzeile im Ausschnitt 'customer' erstellen
$new_row = $currentRecord->newRelatedRecord('customer');
//Feldwerte in der neuen Ausschnittzeile festlegen
$new_row->setField('customer::name', $newName);
$new_row->setField('customer::company', $newCompany);
$result = $new_row->commit();
Löschen eines Datensatzes aus einem Ausschnitt
Verwenden Sie die Methode delete(), um einen Datensatz aus einem Ausschnitt zu löschen.
Beispiel:
$relatedSet = $currentRecord->getRelatedSet('customers');
/* Runs through each of the portal rows */
foreach ($relatedSet as $nextRow) {
$nameField = $nextRow->getField('customer::name')
if ($nameField == $badName) {
$result =
$newRow->delete();
}
}
Verwenden von Wertelisten
Eine Werteliste ist eine vordefinierte Auswahl. Die Klasse FileMaker definiert mehrere Methoden,
die es Ihnen ermöglichen, mit Wertelisten zu arbeiten, die in einer FileMaker Pro-Datenbank
definiert sind.
Abrufen der Namen aller Wertelisten für ein bestimmtes Layout
Verwenden Sie für ein bestimmtes Layoutobjekt die Methode listValueLists(), um ein Array
abzurufen, das die Namen der Wertelisten enthält.
Beispiel:
$valueListNames = $currentLayout->listValueLists();
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
79
Abrufen eines Arrays aller Wertelisten für ein bestimmtes Layout
Verwenden Sie für ein bestimmtes Layoutobjekt die Methode getValueListsTwoFields(), um
ein Array abzurufen, das die Werte aller Wertelisten enthält. Bei dem zurückgegebenen Array
handelt es sich um ein assoziatives Array. Die Array-Schlüssel sind die Namen der Wertelisten,
und Array-Werte sind assoziative Arrays, die die Anzeigenamen und ihre entsprechenden
Auswahlmöglichkeiten jeder Werteliste aufführen.
Beispiel:
$valueListsArray = $currentLayout->getValueListsTwoFields();
Hinweis Obwohl die Methode getValueLists() noch im FileMaker API für PHP unterstützt
wird, wird sie abgelehnt. Verwenden Sie stattdessen die Methode
getValueListsTwoFields().
Beziehen von Werten für eine benannte Werteliste
Verwenden Sie für ein bestimmtes Layoutobjekt die Methode getValueList(), um ein Array an
Auswahlmöglichkeiten abzurufen, die für die benannte Werteliste definiert sind. Das resultierende
Array ist ein assoziatives Array, das die angezeigten Werte aus dem zweiten Feld der Werteliste
als Schlüssel und die zugehörigen gespeicherten Werte aus dem ersten Feld als Array-Werte
enthält.
Abhängig von den ausgewählten Optionen im Dialogfeld „Felder für Werteliste angeben“ in der
FileMaker-Datenbank gibt die Methode getValueListTwoFields() nur den Wert im ersten
Feld, nur den Wert im zweiten Feld oder den Wert in beiden Feldern einer Werteliste als
gespeicherte und angezeigte Werte zurück.
1 Wenn Auch Werte aus zweitem Feld anzeigen nicht ausgewählt ist, gibt die Methode
getValueListTwoFields() den Wert aus dem ersten Feld der Werteliste sowohl als
gespeicherten Wert als auch als angezeigten Wert zurück.
1 Wenn sowohl Auch Werte aus zweitem Feld anzeigen als auch Werte nur aus dem zweiten
Feld anzeigen ausgewählt ist, gibt die Methode getValueListTwoFields() den Wert aus
dem ersten Feld als gespeicherten Wert und den Wert aus dem zweiten Wert als angezeigten
Wert zurück.
1 Wenn Auch Werte aus zweitem Feld anzeigen ausgewählt und Werte nur aus dem zweiten
Feld anzeigen nicht ausgewählt ist, gibt die Methode getValueListTwoFields() den Wert
aus dem ersten Feld als gespeicherten Wert und beide Werte aus dem ersten und zweiten Wert
als angezeigten Wert zurück.
Verwenden Sie einen Iterator mit der Methode getValueListTwoFields(), um den
angezeigten und gespeicherten Wert zu finden.
Beispiel:
$layout = $fm->getLayout('customers');
$valuearray = $layout->getValueListTwoFields("region", 4);
foreach ($valuearray as $displayValue => $value) {
....
}
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
80
Notizen
1 Obwohl die Methode getValueList() noch im FileMaker API für PHP unterstützt wird, wird
sie abgelehnt. Verwenden Sie stattdessen die Methode getValueListTwoFields().
1 Stellen Sie bei Verwendung der Methode getValueListTwoFields() sicher, dass Sie eine
foreach-Schleife für das zugehörige Array verwenden. Verwenden Sie keine for-Schleife, da
dies zu unerwarteten Ergebnissen führen kann.
Ausführen von Suchabfragen
Die Klasse FileMaker definiert vier Arten von Suchbefehlsobjekten:
1 Befehl „Find All“ Siehe „Der Befehl „Find All““ auf Seite 80.
1 Befehl „Find Any“ Siehe „Der Befehl „Find Any““ auf Seite 81.
1 Befehl „Find“ Siehe „Der Befehl „Find““ auf Seite 81.
1 Befehl „Compound Find“ Siehe „Der Befehl „Compound Find““ auf Seite 81.
Zudem definiert die Klasse FileMaker mehrere Methoden, die für alle vier Suchbefehlstypen
verwendet werden können:
1 Verwenden Sie die Methode addSortRule(), um eine Regel hinzuzufügen, die festlegt, wie
die Ergebnismenge sortiert wird. Verwenden Sie die Methode clearSortRules(), um alle
vorhandenen Sortierregeln zu löschen.
1 Verwenden Sie die Methode setLogicalOperator(), um zwischen logischen UND- und
ODER-Suchen zu wechseln.
1 Verwenden Sie die Methode setRange(), um nur einen Teil der Ergebnismenge anzufordern.
Verwenden Sie die Methode getRange(), um die aktuelle Bereichsdefinition abzurufen.
Mit der Methode setRange() können Sie die Leistung Ihrer Lösung verbessern, da weniger
Datensätze von der Suchabfrage zurückgegeben werden. Wenn eine Suchabfrage
beispielsweise 100 Datensätze zurückgibt, können Sie die Ergebnismenge in fünf Gruppen mit
je 20 Datensätzen aufteilen, anstatt alle 100 Datensätze gleichzeitig zu verarbeiten.
1 FileMaker-Scripts können zusammen mit Suchbefehlen ausgeführt werden.
1 Um ein Script vor der Ausführung eines Suchbefehls auszuführen, verwenden Sie die
Methode setPreCommandScript().
1 Um ein Script vor der Sortierung der Ergebnismenge auszuführen, verwenden Sie die
Methode setPreSortScript().
1 Um ein Script nach der Erstellung und vor der Sortierung einer Ergebnismenge auszuführen,
verwenden Sie die Methode setScript().
Der Befehl „Find All“
Verwenden Sie den Befehl „Find All“, um alle Datensätze aus einem angegebenen Layout
abzurufen. Verwenden Sie die Methode newFindAllCommand() und geben Sie dabei ein
bestimmtes Layout an, um ein FileMaker_Command_FindAll-Objekt zu erstellen. Führen Sie die
Suchabfrage anschließend durch Aufruf der Methode execute() aus.
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
81
Beispiel:
$findCommand = $fm->newFindAllCommand('Form View');
$result = $findCommand->execute;
Hinweis Wenn Sie den Befehl „Find All“ verwenden, vermeiden Sie Speicherüberlaufprobleme,
indem Sie eine Standard-Maximalzahl von Datensätzen pro Seite angeben.
Der Befehl „Find Any“
Verwenden Sie den Befehl „Find Any“, um einen zufällig ermittelten Datensatz aus einem
angegebenen Layout abzurufen. Verwenden Sie die Methode newFindAnyCommand() und
geben Sie dabei ein bestimmtes Layout an, um ein FileMaker_Command_FindAny-Objekt zu
erstellen. Führen Sie die Suchabfrage anschließend durch Aufruf der Methode execute() aus.
Beispiel:
$findCommand = $fm->newFindAnyCommand('Form View');
$result = $findCommand->execute;
Der Befehl „Find“
Verwenden Sie die Methode newFindCommand() und geben Sie dabei ein bestimmtes Layout
an, um ein FileMaker_Command_Find-Objekt zu erstellen. Führen Sie die Suchabfrage
anschließend durch Aufruf der Methode execute() aus.
Um der Suchabfrage Kriterien hinzuzufügen, verwenden Sie die Methode
addFindCriterion(). Verwenden Sie die Methode clearFindCriteria(), um alle
vorhandenen Suchkriterien zu löschen.
Beispiel – Suche nach einem Datensatz nach Feldnamen
$findCommand = $fm->newFindCommand('Form View');
$findCommand->addFindCriterion('Questionnaire ID', $active_questionnaire_id);
$result = $findCommand->execute();
Beispiel – Hinzufügen einer Sortierfolge
$findCommand = $fm->newFindCommand('Customer List');
$findCommand->addSortRule('Title', 1, FILEMAKER_SORT_ASCEND);
$result = $findCommand->execute();
Der Befehl „Compound Find“
Mit dem Befehl „Compound Find“ können Sie mehrere Suchabfrageobjekte zu einem Befehl
zusammenfassen.
Erstellung des Befehls „Command Find“:
1 Erstellen Sie durch Aufruf der Methode newCompoundFindCommand() ein
FileMaker_Command_CompoundFind-Objekt.
1 Erstellen Sie durch Aufruf der Methode newFindRequest() eines oder mehrere
FileMaker_Command_FindRequest-Objekte.
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
82
1 Verwenden Sie die Methode add(), um dem Befehlsobjekt „Compound Find“ die
Suchabfrageobjekte hinzuzufügen.
1 Führen Sie den Befehl „Compound Find“ durch Aufruf der Methode execute() aus.
Beispiel – Befehl „Compound Find“
// Das Befehlsobjekt „Compound Find“ erstellen
$compoundFind = $fm->newCompoundFindCommand('Form View');
// Erste Suchabfrage erstellen
$findreq1 = $fm->newFindRequest('Form View');
// Zweite Suchabfrage erstellen
$findreq2 = $fm->newFindRequest('Form View');
// Dritte Suchabfrage erstellen
$findreq3 = $fm->newFindRequest('Form View');
// Suchkriterium für erste Suchabfrage angeben
$findreq1->addFindCriterion('Quantity in Stock', '<100');
// Suchkriterium für zweite Suchabfrage angeben
$findreq2->addFindCriterion('Quantity in Stock', '0');
// Suchkriterium für dritte Suchabfrage angeben
$findreq3->addFindCriterion('Cover Photo Credit', 'The London Morning News');
// Suchabfragen dem zusammengesetzten Suchbefehl hinzufügen
$compoundFind->add(1,$findreq1);
$compoundFind->add(2,$findreq2);
$compoundFind->add(3,$findreq3);
// Sortierfolge festlegen
$compoundFind->addSortRule('Title', 1, FILEMAKER_SORT_DESCEND);
// Zusammengesetzten Suchbefehl ausführen
$result = $compoundFind->execute();
// Datensätze aus Ergebnismenge abrufen
$records = $result->getRecords();
// Anzahl an gefundenen Datensätzen drucken
echo 'Found '. count($records) . " results.<br><br>";
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
83
Verarbeitung der Datensätze in einer Ergebnismenge
1 Rufen Sie durch Aufruf der Methode getRecords() ein Array auf, das alle Datensätze in der
Ergebnismenge enthält. Jeder Eintrag des Arrays ist ein FileMaker-Record-Objekt oder eine
Instanz des im API für die Instantiierung von Datensätzen festgelegten Klassennamens. Das
Array kann leer sein, wenn die Ergebnismenge keine Datensätze enthält.
1 Rufen Sie durch Aufruf der Methode getFields() eine Liste der Feldnamen aller Felder in
der Ergebnismenge ab. Die Methode gibt nur die Feldnamen zurück. Wenn Sie weitere
Informationen zu den Feldern benötigen, verwenden Sie das entsprechende Layoutobjekt.
1 Rufen Sie die Anzahl an Datensätzen in der gesamten Ergebnismenge durch Aufruf der
Methode getFoundSetCount() ab.
1 Rufen Sie die Anzahl an Datensätzen in der gefilterten Ergebnismenge durch Aufruf der
Methode getFetchCount() ab. Wenn keine Bereichsparameter für den Suchbefehl
angegeben wurden, ist dieser Wert mit dem Ergebnis der Methode getFoundSetCount()
identisch. Er ist immer mit dem Wert von count($response-getRecords()) identisch.
1 Verwenden Sie für einen bestimmten Datensatz die Methode getField(), um den Inhalt
eines Felds als Zeichenfolge zurückzugeben.
1 Verwenden Sie für einen bestimmten Datensatz die Methode getFieldAsTimestamp(), um
den Inhalt eines Felds als Unix-Zeitstempel (die PHP-interne Darstellung eines Datums)
zurückzugeben.
1 Wenn es sich bei dem Feld um ein Datumsfeld handelt, bezieht sich der Zeitstempel auf das
Felddatum um Mitternacht.
1 Wenn es sich bei dem Feld um ein Zeitfeld handelt, bezieht sich der Zeitstempel auf die
Uhrzeit am 1. Januar 1970.
1 Wenn es sich bei dem Feld um ein Zeitstempelfeld handelt, verweist der FileMakerZeitstempelwert direkt auf den Unix-Zeitstempel.
1 Wenn es sich bei dem angegebenen Feld weder um ein Datums- noch um ein Zeitfeld
handelt oder wenn sich der erstellte Zeitstempel außerhalb des gültigen Bereichs befände,
gibt die Methode getFieldAsTimestamp() ein FileMaker_Error-Objekt zurück.
1 Verwenden Sie für einen bestimmten Datensatz die Methode getContainerData(), um den
Inhalt eines Conatinerfeldobjekts als Binärdaten zurückzugeben.
<IMG src=”img.php?-url=<?php echo urlencode($record->getField('Cover
Image')); ?>”>
echo $fm->getContainerData($_GET['-url']);
1 Verwenden Sie für einen bestimmten Datensatz die Methode getContainerDataURL(), um
eine vollständig qualifizierte URL für das Containerfeldobjekt zurückzugeben:
// Verwenden Sie für Bilder den HTML-Tag img
echo '<img src="'.$fm->
getContainerDataURL($record->getField('container')) .'">';
// Verwenden Sie für Filme und PDF-Dateien den HTML-Tag embed
//echo '<embed src="'.$fm->
getContainerDataURL($record->getField('container')) .'">';
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
84
Filtern von Ausschnittszeilen, die von Suchabfragen zurückgegeben wurden
In einer Lösung mit vielen Datensätzen kann das Abfragen und Sortieren von Datensätzen einige
Zeit in Anspruch nehmen. Verwenden Sie die Methode setRelatedSetsFilters() mit
Suchabfragen, um die Anzahl an Datensätzen einzuschränken, die in einer Bezugsmenge
angezeigt werden. Die Methode setRelatedSetsFilters() akzeptiert zwei Argumente:
1 einen Bezugsmengen-Filterwert: layout oder none.
1 Wenn Sie den Wert none angeben, gibt die Web Publishing Engine alle Zeilen im Ausschnitt
zurück und die Ausschnittdatensätze werden nicht vorsortiert.
1 Wenn Sie den Wert layout angeben, werden die im FileMaker Pro-Dialogfeld
„Ausschnitteinstellungen“ angegebenen Einstellungen respektiert. Die Datensätze werden
basierend auf der im Dialogfeld „Ausschnitteinstellungen“ definierten Sortierung sortiert,
wobei die Datensatzmenge gefiltert ist, um mit der angegebenen ersten Zeile zu beginnen.
1 die maximale Anzahl an zurückgegebenen Ausschnittdatensätzen: eine Ganzzahl oder all.
1 Dieser Wert wird nur verwendet, wenn die Einstellung Vertikaler Rollbalken im Dialogfeld
„Ausschnitteinstellungen“ aktiviert ist. Wenn Sie eine Ganzzahl angeben, wird diese Anzahl
an Zeilen nach der ersten Zeile zurückgegeben. Wenn Sie all angeben, gibt die Web
Publishing Engine alle Bezugsdatensätze zurück.
1 Wenn die Einstellung Vertikaler Rollbalken deaktiviert ist, bestimmt die Einstellung Anzahl
an Zeilen im Dialogfeld „Ausschnitteinstellungen“ die maximale Anzahl an
zurückgegebenen Bezugsdatensätzen.
Vorabüberprüfung von Befehlen, Datensätzen und Feldern
Mit der Klasse FileMaker können Sie Felddaten in einer PHP-Lösung auf dem Web-Server vorab
überprüfen, bevor die Daten in der Datenbank bestätigt werden.
Bevor Sie sich zu einer Vorabüberprüfung entscheiden, berücksichtigen Sie, wie viele Datenwerte
der Webbenutzer eingibt. Wenn der Benutzer nur wenige Felder aktualisiert, könnten Sie die
Leistung verbessern, indem Sie die Vorabüberprüfung nicht verwenden. Wenn der Benutzer
jedoch Daten für viele Felder eingibt, kann die Vorabüberprüfung den Benutzer vor der Abweisung
von Datensätzen durch die Datenbank aufgrund von Überprüfungsfehlern bewahren.
Mit der Klasse FileMaker überprüft die PHP Engine folgende Feldbeschränkungen vorab:
1 not empty
Gültige Daten sind nicht leere Zeichenfolgen. Die Daten müssen mindestens ein Zeichen
enthalten.
1 numeric only
Gültige Daten enthalten nur numerische Zeichen.
1 maximum number of characters
Gültige Daten enthalten höchstens die angegebene Anzahl an Zeichen.
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
85
1 four-digit year
Gültige Daten sind eine Zeichenfolge, die ein Datum mit einer vierstelligen Jahreszahl im
Format M/T/JJJJ wiedergibt, wobei M eine Zahl zwischen 1 und einschließlich 12, T eine Zahl
zwischen 1 und einschließlich 31 und JJJJ eine vierstellige Zahl zwischen 0001 und
einschließlich 4000 ist. 1/30/3030 ist beispielsweise ein gültiger Wert einer vierstelligen
Jahreszahl. 4/31/2015 ist hingegen ein ungültiger Wert einer vierstelligen Jahreszahl, da der
April nur 30 Tage hat. Die Datumsüberprüfung unterstützt Schrägstriche (/), umgekehrte
Schrägstriche (\) und Bindestriche (-) als Trennzeichen. Die Zeichenfolge darf jedoch keine
unterschiedlichen Trennzeichen enthalten. 1\30-2015 ist beispielsweise ungültig.
1 time of day
Gültige Daten sind Zeichenfolgen, die einen 12-Stunden-Zeitwert in einem der folgenden
Formate wiedergeben:
1
1
1
1
1
H
H:M
H:M:S
H:M:S AM/PM
H:M AM/PM
Dabei ist H eine Zahl zwischen 1 und einschließlich 12. M und S sind Zahlen zwischen 1 und
einschließlich 60.
Die Vorabüberprüfung der PHP Engine unterstützt die implizite Überprüfung von Felddaten nach
Feldtyp:
1 date
Ein Feld, das als Datumsfeld definiert ist, wird nach den Regeln der Überprüfung für vierstellige
Jahreszahlen überprüft, abgesehen davon, dass der Jahreswert aus 0-4 Stellen bestehen kann
(der Jahreswert kann leer sein). 1/30 ist beispielsweise ein gültiges Datum, obwohl kein Jahr
angegeben ist.
1 time
Ein Feld, das als Zeitfeld definiert ist, wird nach den Regeln der Überprüfung für Tageszeiten
überprüft, abgesehen davon, dass die Stundenkomponente (H) eine Zahl zwischen 1 und 24
sein kann, um 24-Stunden-Zeitwerte zu ermöglichen.
1 timestamp
Ein Feld, das als Zeitstempelfeld definiert ist, wird für die Zeitkomponente nach den Regeln der
Überprüfung für Zeiten und für die Datumskomponente nach den Regeln für die Überprüfung
von Datumsangaben überprüft.
Die Klasse FileMaker kann nicht alle Feldüberprüfungsoptionen, die in FileMaker Pro verfügbar
sind, vorab überprüfen. Folgende Überprüfungsoptionen können nicht vorab überprüft werden, da
sie vom Status aller Daten in der Datenbank zum Zeitpunkt der Bestätigung der Daten abhängig
sind.
1 Eindeutiger Wert
1 Vorhandener Wert
1 Im Bereich
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
86
1 Aus Werteliste
1 Überprüfung durch Berechnung
Vorabüberprüfung von Datensätzen in einem Befehl
Verwenden Sie für ein Befehlsobjekt die Methode validate(), um ein Feld oder den gesamten
Befehl nach den Regeln der Vorabüberprüfung, die über die PHP Engine durchgesetzt werden
können, zu überprüfen. Wenn Sie das optionale Argument für Feldnamen übergeben, wird nur
dieses Feld vorab überprüft.
Wenn die Vorabüberprüfung bestanden wird, gibt die Methode validate() TRUE zurück. Wenn
die Vorabüberprüfung fehlschlägt, gibt die Methode validate() ein
FileMaker_Error_Validation-Objekt mit den Fehlerursachen zurück.
Vorabüberprüfung von Datensätzen
Verwenden Sie für ein Datensatzobjekt die Methode validate(), um ein Feld oder alle Felder
des Datensatzes nach den Regeln der Vorabüberprüfung, die über die PHP Engine durchgesetzt
werden können, zu überprüfen. Wenn Sie das optionale Argument für Feldnamen übergeben,
wird nur dieses Feld vorab überprüft.
Wenn die Vorabüberprüfung bestanden wird, gibt die Methode validate() TRUE zurück. Wenn
die Vorabüberprüfung fehlschlägt, gibt die Methode validate() ein
FileMaker_Error_Validation-Objekt mit den Fehlerursachen zurück.
Vorabüberprüfung von Feldern
Verwenden Sie für ein Feldobjekt die Methode validate(), um zu ermitteln, ob ein bestimmter
Wert für ein Feld gültig ist.
Wenn die Vorabüberprüfung bestanden wird, gibt die Methode validate() TRUE zurück. Wenn
die Vorabüberprüfung fehlschlägt, gibt die Methode validate() ein
FileMaker_Error_Validation-Objekt mit den Fehlerursachen zurück.
Bearbeitung der Überprüfungsfehler
Wenn die Vorabüberprüfung fehlschlägt, enthält das zurückgegebene
FileMaker_Error_Validation-Objekt ein Array mit drei Elementen für jeden Überprüfungsfehler:
1. Das Feldobjekt, das die Vorabüberprüfung nicht bestanden hat
2. Eine Überprüfungskonstante, die die Überprüfungsregel enthält, die nicht bestanden wurde:
1 - FILEMAKER_RULE_NOTEMPTY
2 - FILEMAKER_RULE_NUMERICONLY
3 - FILEMAKER_RULE_MAXCHARACTERS
4 - FILEMAKER_RULE_FOURDIGITYEAR
5 - FILEMAKER_RULE_TIMEOFDAY
6 - FILEMAKER_RULE_TIMESTAMP_FIELD
7 - FILEMAKER_RULE_DATE_FIELD
8 - FILEMAKER_RULE_TIME_FIELD
3. Den Wert, der in das Feld eingegeben wurde, das die Vorabüberprüfung nicht bestanden hat
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
87
Sie können zudem folgende Methoden für FileMaker_Error_Validation-Objekte verwenden:
1 Verwenden Sie die Methode isValidationError(), um zu testen, ob es sich bei dem
Fehler um einen Überprüfungsfehler handelt.
1 Verwenden Sie die Methode numErrors(), um die Anzahl an nicht bestandenen
Überprüfungsregeln abzurufen.
Beispiel:
//Eine Add-Abfrage erstellen
$addrequest = $fm->newAddCommand('test', array('join' => 'added', 'maxchars' =>
'abcx', 'field' => 'something' , 'numericonly' => 'abc'));
//Alle Felder überprüfen
$result = $addrequest->validate();
//Wenn die Methode „validate()“ Fehler zurückgegeben hat, Namen des Felds,
Fehlernummer und den Wert, der die Überprüfung nicht bestanden hat, drucken
if(FileMaker::isError($result)){
echo 'Validation failed:'. "\n";
$validationErrors= $result->getErrors();
foreach ($validationErrors as $error) {
$field =
$error[0];
echo 'Field Name: ' .
$field->getName(). "\n";
echo 'Error Code: ' .
$error[1] . "\n";
echo 'Value: ' .
}
}
Ausgabe
Validation failed:
Field Name: numericonly
Error Code: 2
Value: abc
Field Name: maxchars
Error Code: 3
Value: abcx
$error[2] . "\n";
Kapitel 8 | Verwendung von FileMaker API für PHP
88
Fehlerbehandlung
Die Klasse FileMaker definiert das FileMaker_Error-Objekt, um Sie bei der Behandlung von
Fehlern in einer PHP-Lösung zu unterstützen.
Ein Fehler kann auftreten, wenn ein Befehl ausgeführt wird. Wenn ein Fehler auftritt, gibt der
Befehl ein FileMaker_Error-Objekt zurück. Es empfiehlt sich, den Fehler zu überprüfen, der bei
der Ausführung eines Befehls aufgetreten ist.
Verwenden Sie folgende Methoden, um genauere Informationen über den im FileMaker_ErrorObjekt angegebenen Fehler zu erhalten.
1 Testen Sie, ob es sich bei einer Variablen um ein FileMaker_Error-Objekt handelt, indem Sie
die Methode isError() aufrufen.
1 Rufen Sie die Fehleranzahl über die Methode numErrors() ab.
1 Rufen Sie ein Array von Arrays, die die aufgetretenen Fehler beschreiben, über die Methode
getErrors() ab.
1 Zeigen Sie die Fehlermeldung über die Methode getMessage() an.
Beispiel:
$result = $findCommand->execute();
if (FileMaker::isError($result)) {
echo "<p>Error: " . $result->getMessage() . "</p>";
exit;
}
Weitere Informationen über die mit dem FileMaker_Error-Objekt zurückgegebenen Fehlercodes
erhalten Sie in Anhang A, „Fehlercodes für Custom Web Publishing“.
Kapitel 9
Einstellen, Testen und Überwachen einer Site
Dieses Kapitel enthält Informationen über das Einstellen und Testen einer Custom Web
Publishing-Site vor ihrem Einsatz in einer Produktionsumgebung. Zudem finden Sie hier
Informationen zur Verwendung von Protokolldateien, um die Site während der Tests und nach der
Freigabe zu überwachen.
Einstellen einer Custom Web Publishing-Site
Bevor Sie Ihre Site richtig testen können, müssen Sie die erforderlichen Dateien an die richtigen
Speicherorte auf dem bzw. den Servern kopieren oder verschieben.
So stellen Sie Ihre Site zum Testen ein und bereiten Sie dafür vor:
1. Folgen Sie den Anleitungen in Kapitel 2, „Vorbereiten von Datenbanken für Custom Web
Publishing“.
2. Stellen Sie sicher, dass Custom Web Publishing in FileMaker Server Admin Console aktiviert
und richtig konfiguriert wurde.
Hinweis Weitere Informationen finden Sie in der FileMaker Server Hilfe.
3. Stellen Sie sicher, dass der Web-Server und die Web Publishing Engine laufen.
4. Kopieren oder verschieben Sie Ihre Website-Dateien auf die Web-Server-Komponente Ihres
FileMaker-Server-Einsatzes.
Kopieren oder verschieben Sie Ihre Website-Dateien in folgendes Verzeichnis auf dem WebServer-Rechner:
1 Für IIS (Windows) durch HTTP oder HTTPS:
[Laufwerk]:\Programme\FileMaker\FileMaker Server\HTTPServer\Conf
wobei [Laufwerk] das Laufwerk bezeichnet, auf dem sich die Web Publishing EngineKomponente Ihres FileMaker Server-Einsatzes befindet.
1 Für Apache (OS X) durch HTTP: /Library/FileMaker Server/HTTPServer/htdocs
1 Für Apache (OS X) durch HTTPS: /Library/FileMaker Server/HTTPServer/htdocs/httpsRoot
Kapitel 9 | Einstellen, Testen und Überwachen einer Site
90
5. Wenn nicht bereits geschehen, kopieren oder verschieben Sie referenzierte
Containerfeldobjekte in das richtige Verzeichnis auf dem Web-Server-Rechner.
1 Falls die Containerfelder die tatsächlichen Dateien in der FileMaker-Datenbank speichern,
ist mit dem Inhalt der Containerfelder keine Aktion erforderlich, wenn die Datenbankdatei
richtig auf der Datenbank-Server-Komponente des FileMaker Server-Einsatzes
bereitgestellt und zugänglich ist.
1 Wenn ein Datenbank-Containerfeld einen Dateiverweis anstelle der eigentlichen Datei
speichert, muss das referenzierte Containerobjekt im FileMaker Pro-Web-Ordner
gespeichert sein, wenn der Datensatz erstellt oder bearbeitet wird. Um Ihre Site einzustellen,
kopieren oder verschieben Sie die referenzierten Container in einen Ordner mit dem
gleichen relativen Speicherort im Root-Ordner der Web-Server-Software.
1 Wenn Sie mithilfe von FileMaker Pro eine Datenbank mit Containerfeldern hochladen, die
Objekte extern speichern, werden dabei die extern gespeicherten Containerfelddaten zu
FileMaker Server hochgeladen. In der FileMaker Pro Hilfe finden Sie Informationen zum
Übertragen der Datenbankdateien auf FileMaker Server.
1 Wenn Sie eine Datenbank, die ein Containerfeld mit extern gespeicherten Objekten
verwendet, manuell hochladen, müssen Sie die referenzierten Objekte in einen Unterordner
des Ordners RC_Data_FMS kopieren. Siehe dazu „Containerfelder mit extern
gespeicherten Daten“ auf Seite 17.
6. Kopieren Sie etwaige zusätzliche Komponenten Ihrer Web-Anwendung auf den Web-ServerRechner. Für Custom Web Publishing mit XML verarbeitet Ihre Web-Anwendung die XMLDaten, bevor sie sie an eine andere Anwendung oder den Client sendet.
Testen einer Custom Web Publishing-Site
Bevor Sie Benutzern mitteilen, dass Ihre Custom Web Publishing-Site verfügbar ist, sollten Sie
überprüfen, ob Aussehen und Funktionsweise Ihren Vorstellungen entsprechen.
1 Testen Sie Funktionen wie das Suchen, Hinzufügen, Löschen und Sortieren von Datensätzen
mit unterschiedlichen Konten und Zugriffsrechten.
1 Überprüfen Sie, ob sich die Berechtigungen wie erwartet verhalten, indem Sie sich mit
verschiedenen Konten anmelden. Stellen Sie sicher, dass unbefugte Benutzer nicht auf Ihre
Daten zugreifen oder sie ändern können.
1 Überprüfen Sie alle Scripts, um sicherzustellen, dass das Ergebnis wie erwartet ist (siehe
„FileMaker-Scripts und Custom Web Publishing“ auf Seite 19 für Informationen zur Gestaltung
Web-freundlicher Scripts).
1 Testen Sie Ihre Site mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Webbrowsern.
1 Für die Erstellung von Lösungen, die FileMaker API für PHP verwenden, wird empfohlen, Ihre
Lösungen mit aktivierter Cookie-Unterstützung zu erstellen. Das FileMaker API für PHP hat
bessere Reaktionszeiten, wenn Cookies aktiviert sind. Cookies sind nicht erforderlich, um
Custom Web Publishing-Funktionen zu nutzen, aber Cookies gestatten der Web Publishing
Engine, Sitzungsinformationen im Cache abzulegen.
Hinweis Wenn Web-Server, Web Publishing Engine und Datenbank-Server auf einem einzigen
Computer installiert sind, können Sie Ihre Site ohne Netzwerkverbindung anzeigen und testen,
indem Sie http://127.0.0.1/ in der URL eingeben.
Kapitel 9 | Einstellen, Testen und Überwachen einer Site
91
1 Verwenden Sie für PHP-Lösungen http://127.0.0.1/<site_path>.
Dabei ist <site_path> der relative Pfad zur Homepage Ihrer Site.
1 Informationen zur URL-Syntax in XML-Lösungen finden Sie unter „Erläuterung der URL-Syntax
für XML-Daten und Containerobjekte“ auf Seite 27.
Beispiele für Stylesheets zum Testen der XML-Ausgabe
Hier sind zwei Beispiele für XSLT-Stylesheets, die sich zum Testen von XML-Ausgabe eignen.
1 Das folgende Stylesheet-Beispiel gibt die angeforderten XML-Daten ohne Umwandlung aus.
Dieses Stylesheet ist nützlich für die Anzeige der tatsächlichen XML-Daten, die die Web
Publishing Engine verwendet.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<xsl:stylesheet version="1.0"
xmlns:xsl="http://www.w3.org/1999/XSL/Transform"
xmlns:fmrs="http://www.filemaker.com/xml/fmresultset">
<xsl:output method="xml"/>
<xsl:template match="/">
<xsl:copy-of select="."/>
</xsl:template>
</xsl:stylesheet>
1 Bei der Fehlerbehebung in einem Stylesheet können Sie das folgende Beispiel des HTML-Tags
<textarea> verwenden, um das XML-Quelldokument anzuzeigen, auf das über das Stylesheet
in einem abrollbaren Textbereich zugegriffen wurde.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<xsl:stylesheet version="1.0"
xmlns:xsl="http://www.w3.org/1999/XSL/Transform"
xmlns:fmrs="http://www.filemaker.com/xml/fmresultset">
<xsl:output method="html"/>
<html>
<body>
<xsl:template match="/fmrs:fmresultset">
<textarea rows="20" cols="100">
<xsl:copy-of select="."/>
</textarea><br/>
</xsl:template>
</body>
</html>
</xsl:stylesheet>
Kapitel 9 | Einstellen, Testen und Überwachen einer Site
92
Überwachen Ihrer Website
Sie können anhand der folgenden Typen von Protokolldateien Ihre Custom Web Publishing-Site
überwachen und Informationen über Webbenutzer sammeln, die Ihre Site besuchen:
1
1
1
1
Web-Server-Zugriff und Fehlerprotokolle
Web Publishing Engine-Protokoll
Web-Server-Modul-Fehlerprotokoll
Tomcat-Protokolle
Verwenden der Web-Server-Zugriffs- und Fehlerprotokolle
IIS (Windows): Der Microsoft IIS-Web-Server generiert eine Zugriffsprotokolldatei und zeigt Fehler
in der Windows-Ereignisanzeige, anstatt sie in eine Protokolldatei zu schreiben. Die
Zugriffsprotokolldatei, standardmäßig im W3C Extended Log File Format, ist eine Aufzeichnung
aller beim Web-Server eingehenden HTTP-Abfragen. Sie können auch das W3C Common Logfile
Format für das Zugriffsprotokoll verwenden. Weitere Informationen finden Sie in der
Dokumentation zum Microsoft IIS-Web-Server.
Apache (OS X): Der Apache-Web-Server generiert eine Zugriffsprotokolldatei und eine
Fehlerprotokolldatei. Die Apache-Zugriffsprotokolldatei, standardmäßig im W3C Common Logfile
Format, ist eine Aufzeichnung aller beim Web-Server eingehenden HTTP-Abfragen. Das ApacheFehlerprotokoll ist eine Aufzeichnung von Problemen bei der Verarbeitung von HTTP-Abfragen.
Weitere Informationen über diese Protokolldateien finden Sie in der Dokumentation zu Ihrem
Apache-Web-Server.
Hinweis Informationen zu W3C Common Logfile Format und W3C Extended Log File Format
finden Sie auf der Website des World Wide Web Consortium unter http://www.w3.org.
Verwenden des Web Publishing Engine-Protokolls
Standardmäßig generiert die Web Publishing Engine eine Protokolldatei namens wpe.log, die
Einträge zu aufgetretenen Web Publishing Engine-Fehlern einschließlich Anwendungs-,
Nutzungs- und Systemfehlern enthält. Sie können die Web Publishing Engine zudem
Informationen in Bezug auf Custom Web Publishing wie Endbenutzer-XML-Abfragen
einschließen lassen, um Web-Publishing-Ausgabe oder Änderungen an den Custom Web
Publishing-Einstellungen generieren zu lassen.
Die Datei wpe.log befindet sich im folgenden Verzeichnis in der Web Publishing EngineKomponente Ihres FileMaker Server-Einsatzes:
1 IIS (Windows):
[Laufwerk]:\Programme\FileMaker\FileMaker Server\Logs\wpe.log
wobei [Laufwerk] das Hauptlaufwerk ist, von dem das System startet.
1 Apache (OS X): /Library/FileMaker Server/Logs/wpe.log
Kapitel 9 | Einstellen, Testen und Überwachen einer Site
93
Web Publishing Engine-Protokolleinstellungen
Die Datei wpe.log wird generiert, wenn die Option Protokollierung für Web Publishing
aktivieren in Admin Console aktiviert ist.
Protokollierungsoption
aktiviert
In wpe.log protokollierte Informationen
Fehlerstufemeldungen
Alle aufgetretenen Web Publishing Engine-Fehler einschließlich Anwendungs-,
Nutzungs- und Systemfehlern.
Info- und
Fehlerstufemeldungen
Alle oben beschriebenen Fehler und Informationen zum Zugriff auf die Web
Publishing Engine. Es enthält einen Eintrag aller Endbenutzer-XML-Abfragen, um
Custom Web Publishing-Ausgabe zu generieren.
Die Einstellung Fehlerstufemeldungen ist standardmäßig aktiviert. Informationen zur Einstellung
dieser Optionen über Admin Console finden Sie in der FileMaker Server Hilfe.
Wichtig Mit der Zeit wird die Datei wpe.log ggf. sehr groß. Verwenden Sie Admin Console, um
die maximale Größe der Datei wpe.log festzulegen. Wenn die Datei wpe.log diese maximale
Größe erreicht, kopiert die Web Publishing Engine die Datei wpe.log in eine einzelne
Sicherungsdatei wpe.log.1 und erstellt eine neue Datei wpe.log. Speichern Sie eine Archivkopie
der Datei wpe.log.1 regelmäßig, wenn Sie mehr als eine Sicherungskopie wünschen.
Web Publishing Engine-Protokollformat
Die Datei wpe.log file verwendet das folgende Format für die Einträge:
[ZEITSTEMPFEL_GMT] [WPC_HOSTNAME] [CLIENT_IP:PORT] [KONTONAME] [MODULTYP]
[SCHWERE] [FM_FEHLERCODE] [RÜCKGABE_BYTE] [MELDUNG]
Dabei gilt:
1 [ZEITSTEMPEL_GMT] sind Datum und Zeit des Eintrags in Greenwich Mean Time (GMT).
1 [WPC_HOSTNAME] ist der Name des Rechners, auf dem die Web Publishing Engine installiert
ist.
1 [CLIENT_IP:PORT] ist die IP-Adresse und der Port des Clients, von dem die XML-Abfrage
ausging.
1 [KONTONAME] ist der Kontoname, der für die Protokollierung in der bereitgestellten FileMakerDatenbank verwendet wird.
1 [MODULTYP] ist entweder: XML für Custom Web Publishing mit XML-Abfragen oder PHP für
Custom Web Publishing mit PHP-Abfragen.
1 [SCHWERE] ist entweder INFO, das eine informative Meldung angibt, oder ERROR, das eine
Fehlermeldung angibt.
1 [FM_FEHLERCODE] ist die für eine Fehlermeldung zurückgegebene Fehlernummer. Die
Fehlernummer kann ein Fehlercode für FileMaker-Datenbanken sein (siehe
„Fehlercodenummern für FileMaker-Datenbanken“ auf Seite 95).
Zusätzlich kann die Fehlernummer eine HTTP-Fehlernummer sein, der die „HTTP:“Zeichenfolge vorangestellt ist.
1 [RÜCKGABE_BYTE] ist die Anzahl an Bytes, die die Anfrage zurückgibt.
1 [MELDUNG] gibt zusätzliche Informationen zu dem Protokolleintrag.
Kapitel 9 | Einstellen, Testen und Überwachen einer Site
94
Beispiele für Web Publishing Engine-Protokollmeldungen
Die folgenden Beispiele zeigen die Arten der Meldungen, die in einer wpe.log-Datei auftreten
können:
1 Wenn die Web Publishing Engine startet oder anhält
02.06.2015 15:15:31 -0700
Web Publishing Engine started.
-
-
INFO
-
-
FileMaker Server
02.06.2015 15:46:52 -0700
Web Publishing Engine stopped.
-
-
INFO
-
-
FileMaker Server
1 Erfolgreiche oder fehlgeschlagene XML-Query-Abfragen
02.06.2015 15:21:08 -0700
WPC_SERVER
192.168.100.101:0
INFO
0
3964
"/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=Contacts&lay=Contact_Details&-findall"
jdoe
XML
02.06.2015 15:26:31 -0700
WPC_SERVER
192.168.100.101:0
ERROR
5
596
"/fmi/xml/fmresultset.xml?-db=Contacts&layout=Contact_Details&-findall"
jdoe
XML
1 Scriptfehler
02.06.2015 17:33:12 -0700 WPC_SERVER 192.168.100.101:0 jdoe - ERROR
4 - Web Scripting Error: 4, File: "10b_MeetingsUpload", Script: "OnOpen",
Script Step: "Show Custom Dialog"
1 Änderungen an den Custom Web Publishing-Einstellungen
09.06.2015 10:59:49 -0700 WPC_SERVER 192.168.100.101:0
XML Web Publishing Engine is enabled.
jdoe
-
INFO
1 Systemfehler
02.06.2015 15:30:42 -0700
WPC_SERVER
ERROR
- Communication failed
192.168.100.101:0
jdoe
XML
Verwenden des Web-Server-Modul-Fehlerprotokolls
Wenn der Web-Server keine Verbindung zur Web Publishing Engine aufbauen kann, generiert
das Web Server Modul eine Protokolldatei, die alle Fehler in Zusammenhang mit ihrer Ausführung
aufzeichnet. Diese Datei heißt web_server_module_log.txt und befindet sich im Ordner „Logs“ im
FileMaker Server-Ordner auf dem Web-Server-Host.
Verwenden der Tomcat-Protokolle
Wenn FileMaker Server ein von einem internen Web-Server-Fehler verursachtes Problem
feststellt, finden Sie die Tomcat-Protokolle evtl. hilfreich. Die Tomcat-Protokolle befinden sich in
der Web-Server-Komponente des FileMaker Server-Einsatzes:
1 IIS (Windows): [Laufwerk]:\Programme\FileMaker\FileMaker
Server\Admin\admin-master-tomcat\logs\
wobei [Laufwerk] das Hauptlaufwerk ist, von dem das System startet.
1 Apache (OS X): /Library/FileMaker Server/Admin/admin-mastertomcat/logs/
Anhang A
Fehlercodes für Custom Web Publishing
Die Web Publishing Engine generiert Fehlercodes für Datenbank- und Query-String-Fehler, die
während einer XML-Daten-Abfrage auftreten können.
Dieser Anhang führt die Fehlercodes auf, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses
Dokuments bekannt waren. Eine Liste der aktuellen Fehlercodes finden Sie in der FileMaker
Knowledge Base (http://filemaker-de.custhelp.com).
Fehlercodenummern in XML-Format
Die Web Publishing Engine generiert für eine in XML-Format veröffentlichte Datenbank jedes Mal
einen Fehlercode, wenn Daten angefordert werden. Diese Art von Fehlercodewert wird am
Beginn des XML-Dokuments in das <error code>-Element für die fmresultset-Grammatik
bzw. in das <ERRORCODE>-Element für die Grammatik FMPXMLRESULT oder FMPXMLLAYOUT
eingefügt. Der Fehlercode 0 gibt an, dass kein Fehler aufgetreten ist.
Beispiel des Datenbankfehlercodes in der fmresultset-Grammatik:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>
<!DOCTYPE fmresultset PUBLIC "-//FMI//DTD fmresultset//EN"
"/fmi/xml/fmresultset.dtd">
<fmresultset xmlns="http://www.filemaker.com/xml/fmresultset" version="1.0">
<error code="0"/error>
Beispiel des Datenbankfehlercodes in der FMPXMLRESULT-Grammatik:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>
<!DOCTYPE FMPXMLRESULT PUBLIC "-//FMI//DTD FMPXMLRESULT//EN"
"/fmi/xml/FMPXMLRESULT.dtd">
<FMPXMLRESULT xmlns="http://www.filemaker.com/fmpxmlresult">
ERRORCODE0/ERRORCODE
Als Entwickler der Custom Web Publishing-Lösung bleibt es Ihnen überlassen, den Wert des
<error code>- bzw. <ERRORCODE>-Elements zu prüfen und geeignete Maßnahmen
vorzusehen. Die Web Publishing Engine behandelt keine Datenbankfehler.
Fehlercodenummern für FileMaker-Datenbanken
Weitere Informationen zu FileMaker Pro-Fehlercodes finden Sie in der FileMaker Pro Hilfe:
http://www.filemaker.com/help/14/fmp/de/html/error_codes.html
Index
A
Abfragen von Ausschnittfeldern 48
Abfragen von XML-Daten 27
Abrufen
Layoutinformationen 52
Layoutnamen 51
Verfügbare Scriptnamen 51
Add, Befehl 73
add(), Methode 82
addSortRule(), Methode 80
Admin Console 15, 27, 67
Aktivieren von Custom Web Publishing in einer Datenbank 13
ASCII-Zeichen, in XML-Dokumenten 40
Attribut für automatische Eingabe 32
Attribut für vierstellige Jahreszahlen 32
Aus Werteliste, Überprüfung 86
Ausführen von Suchabfragen 80
Ausschnitte
Anfangszeile 58
Anzahl der Datensätze 58
Datensätze bearbeiten 47
Datensätze hinzufügen 47
Datensätze löschen 48
Datensätze sortieren 58
In PHP verwenden 76
Layout 58
Ausschnittfeld-Queries 58
Authentifizierung von Webbenutzern 13
Authentifizierung Webbenutzer 13
B
Bearbeiten von Datensätzen 73
Befehle, Query Siehe Query-Strings
Beispiele
Generierte FMPXMLLAYOUT-Grammatik 39
Generierte FMPXMLRESULT-Grammatik 36
Generierte fmresultset-Grammatik 34
Benutzernamen
Basisauthentifizierung für Webbenutzer 13
Für Custom Web Publishing definieren 13
Berechtigung, Zuweisen für Custom Web Publishing 13
Beschränken von Ausschnittfeld-Datensätzen 58
Bezugsmengenobjekt 76
C
clearSortRules(), Methode 80
Client URL Library 65
commit(), Methode 73
Compound Find
Befehl 81
Beispiel 82
Compound-Suche
Query-Befehl 50
Query-Parameter 56
Containerfelder
Inhalt veröffentlichen 16
Mit extern gespeicherten Daten 17
Mit referenzierten Dateien 16
Progressive Downloads 18
URL-Syntax für Zugriff in XML-Lösungen 28
Wie Webbenutzer auf Daten zugreifen 18
createRecord(), Methode 73
cURL 65
Custom Web Publishing
Aktivieren in einer Datenbank 13
Definition 9
Erweitertes Zugriffsrecht für 13
Gastkonto 14
In Web Publishing Engine aktivieren 15
Mit PHP 11
Mit XML 11, 25
Neue Funktionen in 22
Plugins für Web Publishing-Lösungen 19
Scripts 21
Scripts verwenden 19
Statische IP-Adresse verwenden 24
Übersicht 9
Voraussetzungen für 23
Webbenutzer-Zugriff auf Lösungen 13
Zugriff von IP-Adressen in Web-Server beschränken 15
Custom Web Publishing Engine (CWPE) 26
D
Das von FileMaker Server zurückgegebene Unicode
-Datenformat 69
<datasource>-Element 32
Date, Feld 85
Datenbanken, veröffentlichte schützen 14
Datenbankfehlercodes 31, 95
Datenbankobjekt 72
Datensätze
In PHP bearbeiten 73
In PHP duplizieren 73
In PHP erstellen 73
In PHP löschen 74
In PHP suchen 80
In XML bearbeiten 49
In XML duplizieren 49
In XML erstellen 51
In XML löschen 49
In XML suchen 50
In XML überspringen 61
Datensatzobjekt 72
Datumsdarstellung 83
–db (Query-Parameter) 52
–dbnames (Query-Befehl) 49
97
–delete (Query-Befehl) 49
Delete, Befehl 74
–delete.related query, Parameter 48
delete(), Methode 74, 78
Document Type Definitions (DTDs) 31, 35
Dokumentation 8
–dup (Query-Befehl) 49
Duplicate, Befehl 73
Duplizieren von Datensätzen 73
Dynamische IP-Adresse 66
E
–edit (Query-Befehl) 49
Edit, Befehl 73
Eindeutiger Wert, Überprüfung 85
Elemente
Datenbankfehlercode 31
In FMPXMLLAYOUT-Grammatik 37
In FMPXMLRESULT-Grammatik 35
In fmresultset-Grammatik 32
Ergebnismenge 83
Erneut anmelden, Scriptschritt 14
<Fehlercode>- und <ERRORCODE>-Elemente 95
Erstellen eines Datensatzes
Mit PHP 73
Mit XML 51
Erweitertes Zugriffsrecht für Custom Web Publishing 13
Exportieren von XML-Daten 25
Extensible Markup Language (XML) Siehe XML
F
Fehler
Behandlung 88
Beschreibung 95
Datenbankfehlercode-Elemente 31
Datenbankfehlercodes 95
Protokolldateien für Web-Server 92
Fehlerbehandlung 88
Fehlerbehebung
Custom Web Publishing-Webseiten 90
XML-Dokumentzugriff 43
Felder
Bezugsfelder in PHP 76
Bezugsfelder in XML 33, 47
Container 16
Date 85
Four-digit year 85
Maximum number of characters 84
Not empty 84
Numeric only 84
Time 85
Time of day 85
Timestamp 85
Feldname (Query-Parameter, nicht für Containerfeld) 53
Feldnamen, voll qualifizierte Syntax 46
–field (Query-Parameter, für Containerfeld) 53
<field-definition>-Element 32
FileMaker API für PHP 11
Manuelle Installation 66
Referenz 70
FileMaker Pro, Unterschied zu Web Publishing Engine 25
FileMaker Server
Dokumentation 8
FileMaker Server Admin Console 15, 27
FileMaker WebDirect-Einstellungen
Beschreibung 9
FileMaker, Klasse 71
FileMaker, Klassenobjekte
Bezugsmenge 76
Datenbank 72
Datensatz 72
Definition 71
FileMaker-Befehlsobjekte
Add 73
Compound Find 81
Delete 74
Duplicate 73
Edit 73
Find 80
Find All 80
Find Any 81
Find, Befehl 81
Filtern von Ausschnittfeld-Datensätzen 58
–find (Query-Befehl) 50
Find All, Befehl 80
Find Any, Befehl 81
Find, Befehl 81
–findall (Query-Befehl) 50
–findany (Query-Befehl) 50
–findquery (Query-Befehl) 50
fmphp (Schlüsselwort zur Aktivierung von PHP-Publishing) 13
FMPXMLLAYOUT-Grammatik 25, 30, 37–39
FMPXMLRESULT-Grammatik 25, 30, 35–36
fmresultset-Grammatik 25, 30, 31–34
fmsadmin-Gruppe 17
fmxml (Schlüsselwort zur Aktivierung von XML-Publishing) 13,
27
Four-digit year, Feld 85
G
Gastkonto
Aktivieren 14
Deaktivieren 14
Mit Custom Web Publishing 14
getContainerData(), Methode 83
getContainerDataURL(), Methode 83
getDatabase(), Methode 76
getErrors(), Methode 88
getFetchCount(), Methode 83
getField(), Methode 83
getFieldAsTimestamp(), Methode 83
getFields(), Methode 76, 83
getFoundSetCount(), Methode 83
getLayout(), Methode 76
98
getMessage(), Methode 88
getName(), Methode 76, 77
getRange(), Methode 80
getRecords(), Methode 83
getRelatedSet(), Methode 77
getRelatedSets(), Methode 77
getValueListsTwoFields(), Methode 79
getValueListTwoFields(), Methode 79
Grammatiken für XML, Beschreibung 30
H
Herstellen einer Verbindung zu einer FileMaker-Datenbank mit
PHP 72
HTML-Formulare für XML-Abfragen 27
I
Im Bereich, Überprüfung 85
Importieren von XML-Daten 25
Installation von FileMaker API für PHP 66
isError(), Methode 88
isValidationError(), Methode 87
K
Kodieren
URLs 29
XML-Daten 30, 40
Kodierung Latin-1 69
Kodierung UTF-8 69
Konten und Berechtigungen
Gastkonto 14
Konten und Zugriffsrechte
Für Custom Web Publishing aktivieren 13
Scripts 19
L
–lay (Query-Parameter) 42, 55
–lay.response (Query-Parameter) 42, 55
Layout bei Abfrage von XML-Daten angeben 42
Layout wechseln für XML-Antwort 42
–layoutnames (Query-Befehl) 51
Layouts
Für XML-Antwort wechseln 42
In PHP verwenden 76
listFields(), Methode 76
listLayouts(), Methode 76
listRelatedSets(), Methode 76, 77
listScripts(), Methode 74
listValueLists(), Methode 76, 78
–lop (Query-Parameter) 55
Löschen von Ausschnittdatensätzen 48
Löschen von Datensätzen 74
M
Manuelle Installation von FileMaker API für PHP 66
–max (Query-Parameter) 55
max-characters, Attribut 32
Maximum number of characters, Feld 84
max-repeat, Attribut 32
<metadata>-Element 32
Methoden
add() 82
addSortRule() 80
clearSortRules() 80
commit() 73
createRecord() 73
delete() 74, 78
getContainerData() 83
getContainerDataURL() 83
getDatabase() 76
getErrors() 88
getFetchCount() 83
getField() 83
getFieldAsTimestamp() 83
getFields() 76, 83
getFoundSetCount() 83
getLayout() 76
getMessage() 88
getName() 76, 77
getRange() 80
getRecords() 83
getRelatedSet() 77
getRelatedSets() 77
getValueListsTwoFields() 79
getValueListTwoFields() 79
isError() 88
isValidationError() 87
listFields() 76
listLayouts() 76
listRelatedSets() 76, 77
listScripts() 74
listValueLists() 76, 78
newAddCommand() 73
newCompoundFindCommand() 81
newDeleteCommand() 74
newDuplicateCommand() 73
newEditCommand() 73
newFindAllCommand() 80
newFindAnyCommand() 81
newFindCommand() 81
newFindRequest() 81
newPerformScriptCommand() 74
newRelatedRecord() 78
numErrors() 87, 88
setLogicalOperator() 80
setPreCommandScript() 75, 80
setPreSortScript() 75, 80
setProperty() 72
setRange() 80
setRelatedSetsFilters() 84
setResultsLayout() 76
setScript() 75, 80
validate() 86
MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions-)-Typen 15
–modid (Query-Parameter) 56
99
N
name, Attribut 33
Namensräume für XML 30
Neue Funktionen in Custom Web Publishing 22
–new (Query-Befehl) 51
newAddCommand(), Methode 73
newCompoundFindCommand(), Methode 81
newDeleteCommand(), Methode 74
newDuplicateCommand(), Methode 73
newEditCommand(), Methode 73
newFindAllCommand(), Methode 80
newFindAnyCommand(), Methode 81
newFindCommand(), Methode 81
newFindRequest(), Methode 81
newPerformScriptCommand(), Methode 74
newRelatedRecord(),Methode 78
Not empty, Feld 84
not-empty, Attribut 32
Numeric only, Feld 84
numeric-only, Attribut 32
numErrors(), Methode 87, 88
Nummern für Datenbankfehlercodes 95
O
Online-Dokumentation 8
Operatoren, Vergleich 54
OS X Server Admin 65
P
Parameter, Query Siehe Query-Strings
Passwort ändern (Script) 14
Passwörter
Basisauthentifizierung für Webbenutzer 13
Für Custom Web Publishing definieren 13
Kein Anmeldepasswort 14
Passwort ändern (Script) 14
PDFs 8
PHP
Custom Web Publishing, Beschreibung 11
In einer Datenbank aktivieren 13
Unterstützte Version 66
Zusammenfassung der Schritte für Publishing 68
PHP-Version 65
PHP-Vorteile 11
Plugins 19
Programmprotokoll 92
Progressives Downloaden 18
Protokolldateien 90
Beschreibung 92
Tomcat 94
web_server_module_log.txt 94
Web-Server-Zugriff 92
Q
–query (Query-Parameter) 56
Query-Parameter „fieldname.op“ (Vergleichsoperator) 54
Query-Strings
Befehle und Parameter 40, 44
Datensätze in Ausschnitte einfügen 47
Datensätze in Ausschnitten bearbeiten 47
Richtlinien für 44
Variablenfelder, Syntax 48
Voll qualifizierter Feldname, Syntax 46
XML-Daten abfragen 40, 44
R
–recid (Query-Parameter) 57
Referenzinformationen 70
Reihenfolge der XML-Abfrageverarbeitung 42
<relatedset-definition>-Element 33
–relatedsets.filter (Query-Parameter) 58
–relatedsets.max (Query-Parameter) 58
result, Attribut 32
<resultset>-Element 33
Rolle der Webbrowser in XML-Abfragen 26
S
SAT Siehe FileMaker Server Admin Console
Schlüsselwörter zur Aktivierung von Custom Web
Publishing 13, 27
Schützen veröffentlichter Datenbanken 14
–script (Query-Parameter) 59
–script.param (Query-Parameter) 59
–script.prefind (Query-Parameter) 60
–script.prefind.param (Query-Parameter) 60
–script.presort (Query-Parameter) 60
–script.presort.param (Query-Parameter) 61
–scriptnames (Query-Befehl) 51
Scripts
In Custom Web Publishing 19
in PHP verwenden 74
In XML-Abfragen verwenden 27
Konten und Zugriffsrechte 19
Tipps und Überlegungen 19
Scriptschritte
Erneut anmelden 14
Passwort ändern 14
Script-Trigger 21
Server Admin-Tool. Siehe OS X Server Admin
Serveranforderungen 65
setLogicalOperator(), Methode 80
setPreCommandScript(), Methode 75, 80
setPreSortScript(), Methode 75, 80
setProperty(), Methode 72
setRange(), Methode 80
setRelatedSetsFilters(), Methode 84
setResultsLayout(), Methode 76
setScript(), Methode 75, 80
100
Sicherheit
Dokumentation 10
Konten und Passwörter 15
Richtlinien zum Schützen veröffentlichter Datenbanken 14
Zugriff von IP-Adressen beschränken 15
–skip (Query-Parameter) 61
–sortfield (Query-Parameter) 61
Sortieren von Ausschnittfeld-Datensätzen 58
–sortorder (Query-Parameter) 62
SSL (Secure Sockets Layer)-Verschlüsselung 15
Statische IP-Adresse 66
Statisches Veröffentlichen, Beschreibung 9
Stylesheets, testen 90
Suchbefehlsobjekte 80
T
Testen
Websites 90
XML-Ausgabe 91
Textkodierung
Generierte XML-Daten 30
URLs 29
Time of day, Feld 85
Time, Feld 85
time-of-day, Attribut 32
Timestamp, Feld 83, 85
Tomcat, Protokolldateien verwenden 94
type, Attribut 33
U
UAC. Siehe FileMaker Server Admin Console
Überprüfung
Befehle 84
Date 85
Datensätze 86
Felder 86
Four-digit year 85
Maximum number of characters 84
Not empty 84
Numeric only 84
Time 85
Time of day 85
Timestamp 85
Überprüfung durch Berechnung 86
Übersicht
Einführung in Custom Web Publishing 9
Schritte für XML-Datenzugriff 27
Übersicht über PHP-Publishing 68
Überwachen von Webseiten 92
Unicode
In XML-Parsern verwendete Zeichen 40
Unix-Zeitstempel 83
URL-Syntax für
Containerobjekte in XML-Lösungen 28
XML-Abfragen 28
URL-Textkodierung 29
UTF-8-Format (Unicode Transformation 8 Bit) 29, 40
V
validate(), Methode 86
Variablenfelder
In Felddefinition 32
Syntax 48
Verarbeitung einer Ergebnismenge 83
Verarbeitung einer Web Publishing Engine-Anforderung 10
Verfügbare Datenbanklayouts 51
Verfügbare Scripts 51
Vergleich von XML-Grammatiken 30
Vergleichsoperatoren für Felder 54
Veröffentlichen im Web
Containerfelderobjekte 16
Datenbanken schützen 14
Datenbankfehlercodes 95
Mit PHP 68
Mit XML 27
Verbindung zu Internet oder Intranet 24
Voraussetzungen für 23
–view (Query-Befehl) 52
Voll qualifizierter Feldname, Syntax 46
Vorabüberprüfung
Befehle 84
Date 85
Datensätze 86
Felder 86
Four-digit year 85
Maximum number of characters 84
Not empty 84
Numeric only 84
Time 85
Time of day 85
Timestamp 85
Voraussetzungen für Custom Web Publishing 23
Vorhandener Wert, Überprüfung 85
W
Web Publishing Core, Illustration 26
Web Publishing Engine
Admin Console 27
Anforderungsverarbeitung 10
Beschreibung 10
generierte Fehlercodes 95
Programmprotokoll 92
Vorteile 22
XML-Daten generieren 26
XML-Dokumente generieren 27
Web Server
MIME-Typenunterstützung 15
Protokolldateien 92
web_server_module_log.txt (Protokolldatei) 94
Webbenutzer
Containerfelddaten verwenden 18
Voraussetzungen für Zugriff auf Custom Web PublishingLösungen 23
Zugriff auf geschützte Datenbanken 13
Web-Ordner, Containerfeldobjekte kopieren 16
101
Webseiten
Testen 90
Web-Server
Rolle in XML-Abfragen 26
Websites
FileMaker Support-Seiten 8
Mit FileMaker Web Publishing Engine erstellen 22
Überwachen 92
Wertelisten, in PHP verwenden 78
X
XML
Abfrage, Layout angeben 42
Antwort, Layout wechseln 42
Beschreibung 25
Custom Web Publishing, Beschreibung 11
Daten abfragen 27
Fehlerbehebung beim Zugriff auf XML-Dokumente 43
FMPXMLLAYOUT-Grammatik 37
FMPXMLRESULT-Grammatik 35
fmresultset-Grammatik 32
<datasource>-Element 32
<field-definition>-Element 32
<metadata>-Element 32
<relatedset-definition>-Element 33
<resultset>-Element 33
Grammatikvergleich 30
Im UTF-8-Format kodiert 30, 40
In einer Datenbank aktivieren 13
Namensräume für 30
Parser 27, 40
Query-Strings 40, 44
Reihenfolge der Abfrageverarbeitung 42
URL-Textkodierung 29
Vorteile 11
XML-1.0-Spezifikation 25
XML-Daten aus Abfrage generieren 26
Zusammenfassung der Schritte für Zugriff auf XMLDaten 27
<xsl:stylesheet>-Element 91
<xsl:template>-Element 91
Z
Zugriffsprotokolldateien für Web-Server, Beschreibung 92
Zugriffsrechte 14
Zusammenfassung der Schritte für XML-Datenzugriff 27
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