R&S®TS-PIO2 Analog/Digital IO Module 2 User Manual

R&S®TS-PIO2 Analog/Digital IO Module 2 User Manual
R&S®TS-PIO2
Analog/Digital-IO-Modul 2
Bedienhandbuch
(?6Ö8;)
Bedienhandbuch
Messtechnik
1506.7208.11 ─ 06
Dieses Handbuch beschreibt das folgende R&S®TSVP Modul:
●
R&S®TS-PIO2
© 2016 Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
Mühldorfstr. 15, 81671 München, Germany
Telefon: +49 89 41 29 - 0
Fax: +49 89 41 29 12 164
E-mail: [email protected]
Internet: www.rohde-schwarz.com
Änderungen vorbehalten – Daten ohne Genauigkeitsangabe sind unverbindlich.
R&S® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG.
Eigennamen sind Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer.
Im vorliegenden Handbuch werden folgende Abkürzungen verwendet: R&S®TS-PIO2 wird abgekürzt mit R&S TS-PIO2.
Grundlegende Sicherheitshinweise
Lesen und beachten Sie unbedingt die nachfolgenden Anweisungen und Sicherheitshinweise!
Alle Werke und Standorte der Rohde & Schwarz Firmengruppe sind ständig bemüht, den
Sicherheitsstandard unserer Produkte auf dem aktuellsten Stand zu halten und unseren Kunden ein
höchstmögliches Maß an Sicherheit zu bieten. Unsere Produkte und die dafür erforderlichen Zusatzgeräte
werden entsprechend der jeweils gültigen Sicherheitsvorschriften gebaut und geprüft. Die Einhaltung
dieser Bestimmungen wird durch unser Qualitätssicherungssystem laufend überwacht. Das vorliegende
Produkt ist gemäß beiliegender EU-Konformitätsbescheinigung gebaut und geprüft und hat das Werk in
sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen
gefahrlosen Betrieb sicherzustellen, muss der Benutzer alle Hinweise, Warnhinweise und Warnvermerke
beachten. Bei allen Fragen bezüglich vorliegender Sicherheitshinweise steht Ihnen die Rohde & Schwarz
Firmengruppe jederzeit gerne zur Verfügung.
Darüber hinaus liegt es in der Verantwortung des Benutzers, das Produkt in geeigneter Weise zu
verwenden. Das Produkt ist ausschließlich für den Betrieb in Industrie und Labor bzw., wenn ausdrücklich
zugelassen, auch für den Feldeinsatz bestimmt und darf in keiner Weise so verwendet werden, dass einer
Person/Sache Schaden zugefügt werden kann. Die Benutzung des Produkts außerhalb des
bestimmungsgemäßen Gebrauchs oder unter Missachtung der Anweisungen des Herstellers liegt in der
Verantwortung des Benutzers. Der Hersteller übernimmt keine Verantwortung für die Zweckentfremdung
des Produkts.
Die bestimmungsgemäße Verwendung des Produkts wird angenommen, wenn das Produkt nach den
Vorgaben der zugehörigen Produktdokumentation innerhalb seiner Leistungsgrenzen verwendet wird
(siehe Datenblatt, Dokumentation, nachfolgende Sicherheitshinweise). Die Benutzung des Produkts
erfordert Fachkenntnisse und zum Teil englische Sprachkenntnisse. Es ist daher zu beachten, dass das
Produkt ausschließlich von Fachkräften oder sorgfältig eingewiesenen Personen mit entsprechenden
Fähigkeiten bedient werden darf. Sollte für die Verwendung von Rohde & Schwarz-Produkten persönliche
Schutzausrüstung erforderlich sein, wird in der Produktdokumentation an entsprechender Stelle darauf
hingewiesen. Bewahren Sie die grundlegenden Sicherheitshinweise und die Produktdokumentation gut
auf und geben Sie diese an weitere Benutzer des Produkts weiter.
Die Einhaltung der Sicherheitshinweise dient dazu, Verletzungen oder Schäden durch Gefahren aller Art
auszuschließen. Hierzu ist es erforderlich, dass die nachstehenden Sicherheitshinweise vor der
Benutzung des Produkts sorgfältig gelesen und verstanden sowie bei der Benutzung des Produkts
beachtet werden. Sämtliche weitere Sicherheitshinweise wie z.B. zum Personenschutz, die an
entsprechender Stelle der Produktdokumentation stehen, sind ebenfalls unbedingt zu beachten. In den
vorliegenden Sicherheitshinweisen sind sämtliche von der Rohde & Schwarz Firmengruppe vertriebenen
Waren unter dem Begriff „Produkt“ zusammengefasst, hierzu zählen u. a. Geräte, Anlagen sowie
sämtliches Zubehör.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
Symbole und Sicherheitskennzeichnungen
Symbol
Bedeutung
Achtung, allgemeine Gefahrenstelle
Symbol
Bedeutung
EIN-/AUS (Versorgung)
Produktdokumentation beachten
Vorsicht beim Umgang mit Geräten mit hohem
Gewicht
Stand-by-Anzeige
Gefahr vor elektrischem Schlag
Gleichstrom (DC)
Warnung vor heißer Oberfläche
Wechselstrom (AC)
Schutzleiteranschluss
Gleichstrom/Wechselstrom (DC/AC)
Erdungsanschluss
Gerät entspricht den Sicherheitsanforderungen an die Schutzklasse II
(Gerät durchgehend durch doppelte /
verstärkte Isolierung geschützt.
Masseanschluss des Gestells oder Gehäuses
EU - Kennzeichnung für Batterien und
Akkumulatoren.
Das Gerät enthält eine Batterie bzw. einen
Akkumulator. Diese dürfen nicht über
unsortierten Siedlungsabfall entsorgt werden,
sondern sollten getrennt gesammelt werden.
Weitere Informationen siehe Seite 7.
Achtung beim Umgang mit elektrostatisch
gefährdeten Bauelementen
EU - Kennzeichnung für die getrennte
Sammlung von Elektro- und
Elektronikgeräten.
Elektroaltgeräte dürfen nicht über unsortierten
Siedlungsabfall entsorgt werden, sondern
müssen getrennt gesammelt werden.
Weitere Informationen siehe Seite 7.
Warnung vor Laserstrahl
Produkte mit Laser sind je nach ihrer LaserKlasse mit genormten Warnhinweisen
versehen.
Laser können aufgrund der Eigenschaften
ihrer Strahlung und aufgrund ihrer extrem
konzentrierten elektromagnetischen Leistung
biologische Schäden verursachen.
Für zusätzliche Informationen siehe Kapitel
„Betrieb“ Punkt 7.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
Signalworte und ihre Bedeutung
Die folgenden Signalworte werden in der Produktdokumentation verwendet, um vor Risiken und Gefahren
zu warnen.
kennzeichnet eine unmittelbare Gefährdung mit hohem Risiko, die Tod oder
schwere Körperverletzung zur Folge haben wird, wenn sie nicht vermieden
wird.
kennzeichnet eine mögliche Gefährdung mit mittlerem Risiko, die Tod oder
(schwere) Körperverletzung zur Folge haben kann, wenn sie nicht vermieden
wird.
kennzeichnet eine Gefährdung mit geringem Risiko, die leichte oder mittlere
Körperverletzungen zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.
weist auf die Möglichkeit einer Fehlbedienung hin, bei der das Produkt
Schaden nehmen kann.
Diese Signalworte entsprechen der im europäischen Wirtschaftsraum üblichen Definition für zivile
Anwendungen. Neben dieser Definition können in anderen Wirtschaftsräumen oder bei militärischen
Anwendungen abweichende Definitionen existieren. Es ist daher darauf zu achten, dass die hier
beschriebenen Signalworte stets nur in Verbindung mit der zugehörigen Produktdokumentation und nur in
Verbindung mit dem zugehörigen Produkt verwendet werden. Die Verwendung von Signalworten in
Zusammenhang mit nicht zugehörigen Produkten oder nicht zugehörigen Dokumentationen kann zu
Fehlinterpretationen führen und damit zu Personen- oder Sachschäden führen.
Betriebszustände und Betriebslagen
Das Produkt darf nur in den vom Hersteller angegebenen Betriebszuständen und Betriebslagen ohne
Behinderung der Belüftung betrieben werden. Werden die Herstellerangaben nicht eingehalten, kann dies
elektrischen Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit
Todesfolge, verursachen. Bei allen Arbeiten sind die örtlichen bzw. landesspezifischen Sicherheits- und
Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.
1. Sofern nicht anders vereinbart, gilt für R&S-Produkte folgendes:
als vorgeschriebene Betriebslage grundsätzlich Gehäuseboden unten, IP-Schutzart 2X,
Verschmutzungsgrad 2, Überspannungskategorie 2, nur in Innenräumen verwenden, Betrieb bis
2000 m ü. NN, Transport bis 4500 m ü. NN, für die Nennspannung gilt eine Toleranz von ±10%, für
die Nennfrequenz eine Toleranz von ±5%.
2. Stellen Sie das Produkt nicht auf Oberflächen, Fahrzeuge, Ablagen oder Tische, die aus Gewichtsoder Stabilitätsgründen nicht dafür geeignet sind. Folgen Sie bei Aufbau und Befestigung des
Produkts an Gegenständen oder Strukturen (z.B. Wände und Regale) immer den Installationshinweisen des Herstellers. Bei Installation abweichend von der Produktdokumentation können
Personen verletzt, unter Umständen sogar getötet werden.
3. Stellen Sie das Produkt nicht auf hitzeerzeugende Gerätschaften (z.B. Radiatoren und Heizlüfter). Die
Umgebungstemperatur darf nicht die in der Produktdokumentation oder im Datenblatt spezifizierte
Maximaltemperatur überschreiten. Eine Überhitzung des Produkts kann elektrischen Schlag, Brand
und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge, verursachen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
Elektrische Sicherheit
Werden die Hinweise zur elektrischen Sicherheit nicht oder unzureichend beachtet, kann dies elektrischen
Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge,
verursachen.
1. Vor jedem Einschalten des Produkts ist sicherzustellen, dass die am Produkt eingestellte
Nennspannung und die Netznennspannung des Versorgungsnetzes übereinstimmen. Ist es
erforderlich, die Spannungseinstellung zu ändern, so muss ggf. auch die dazu gehörige
Netzsicherung des Produkts geändert werden.
2. Bei Produkten der Schutzklasse I mit beweglicher Netzzuleitung und Gerätesteckvorrichtung ist der
Betrieb nur an Steckdosen mit Schutzkontakt und angeschlossenem Schutzleiter zulässig.
3. Jegliche absichtliche Unterbrechung des Schutzleiters, sowohl in der Zuleitung als auch am Produkt
selbst, ist unzulässig. Es kann dazu führen, dass von dem Produkt die Gefahr eines elektrischen
Schlags ausgeht. Bei Verwendung von Verlängerungsleitungen oder Steckdosenleisten ist sicherzustellen, dass diese regelmäßig auf ihren sicherheitstechnischen Zustand überprüft werden.
4. Sofern das Produkt nicht mit einem Netzschalter zur Netztrennung ausgerüstet ist, beziehungsweise
der vorhandene Netzschalter zu Netztrennung nicht geeignet ist, so ist der Stecker des
Anschlusskabels als Trennvorrichtung anzusehen.
Die Trennvorrichtung muss jederzeit leicht erreichbar und gut zugänglich sein. Ist z.B. der Netzstecker
die Trennvorrichtung, darf die Länge des Anschlusskabels 3 m nicht überschreiten.
Funktionsschalter oder elektronische Schalter sind zur Netztrennung nicht geeignet. Werden Produkte
ohne Netzschalter in Gestelle oder Anlagen integriert, so ist die Trennvorrichtung auf Anlagenebene
zu verlagern.
5. Benutzen Sie das Produkt niemals, wenn das Netzkabel beschädigt ist. Überprüfen Sie regelmäßig
den einwandfreien Zustand der Netzkabel. Stellen Sie durch geeignete Schutzmaßnahmen und
Verlegearten sicher, dass das Netzkabel nicht beschädigt werden kann und niemand z.B. durch
Stolperfallen oder elektrischen Schlag zu Schaden kommen kann.
6. Der Betrieb ist nur an TN/TT Versorgungsnetzen gestattet, die mit höchstens 16 A abgesichert sind
(höhere Absicherung nur nach Rücksprache mit der Rohde & Schwarz Firmengruppe).
7. Stecken Sie den Stecker nicht in verstaubte oder verschmutzte Steckdosen/-buchsen. Stecken Sie die
Steckverbindung/-vorrichtung fest und vollständig in die dafür vorgesehenen Steckdosen/-buchsen.
Missachtung dieser Maßnahmen kann zu Funken, Feuer und/oder Verletzungen führen.
8. Überlasten Sie keine Steckdosen, Verlängerungskabel oder Steckdosenleisten, dies kann Feuer oder
elektrische Schläge verursachen.
9. Bei Messungen in Stromkreisen mit Spannungen Ueff > 30 V ist mit geeigneten Maßnahmen Vorsorge
zu treffen, dass jegliche Gefährdung ausgeschlossen wird (z.B. geeignete Messmittel, Absicherung,
Strombegrenzung, Schutztrennung, Isolierung usw.).
10. Bei Verbindungen mit informationstechnischen Geräten, z.B. PC oder Industrierechner, ist darauf zu
achten, dass diese der jeweils gültigen IEC 60950-1 / EN 60950-1 oder IEC 61010-1 / EN 61010-1
entsprechen.
11. Sofern nicht ausdrücklich erlaubt, darf der Deckel oder ein Teil des Gehäuses niemals entfernt
werden, wenn das Produkt betrieben wird. Dies macht elektrische Leitungen und Komponenten
zugänglich und kann zu Verletzungen, Feuer oder Schaden am Produkt führen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
12. Wird ein Produkt ortsfest angeschlossen, ist die Verbindung zwischen dem Schutzleiteranschluss vor
Ort und dem Geräteschutzleiter vor jeglicher anderer Verbindung herzustellen. Aufstellung und
Anschluss darf nur durch eine Elektrofachkraft erfolgen.
13. Bei ortsfesten Geräten ohne eingebaute Sicherung, Selbstschalter oder ähnliche Schutzeinrichtung
muss der Versorgungskreis so abgesichert sein, dass alle Personen, die Zugang zum Produkt haben,
sowie das Produkt selbst ausreichend vor Schäden geschützt sind.
14. Jedes Produkt muss durch geeigneten Überspannungsschutz vor Überspannung (z.B. durch
Blitzschlag) geschützt werden. Andernfalls ist das bedienende Personal durch elektrischen Schlag
gefährdet.
15. Gegenstände, die nicht dafür vorgesehen sind, dürfen nicht in die Öffnungen des Gehäuses
eingebracht werden. Dies kann Kurzschlüsse im Produkt und/oder elektrische Schläge, Feuer oder
Verletzungen verursachen.
16. Sofern nicht anders spezifiziert, sind Produkte nicht gegen das Eindringen von Flüssigkeiten
geschützt, siehe auch Abschnitt "Betriebszustände und Betriebslagen", Punkt 1. Daher müssen die
Geräte vor Eindringen von Flüssigkeiten geschützt werden. Wird dies nicht beachtet, besteht Gefahr
durch elektrischen Schlag für den Benutzer oder Beschädigung des Produkts, was ebenfalls zur
Gefährdung von Personen führen kann.
17. Benutzen Sie das Produkt nicht unter Bedingungen, bei denen Kondensation in oder am Produkt
stattfinden könnte oder ggf. bereits stattgefunden hat, z.B. wenn das Produkt von kalter in warme
Umgebung bewegt wurde. Das Eindringen von Wasser erhöht das Risiko eines elektrischen
Schlages.
18. Trennen Sie das Produkt vor der Reinigung komplett von der Energieversorgung (z.B. speisendes
Netz oder Batterie). Nehmen Sie bei Geräten die Reinigung mit einem weichen, nicht fasernden
Staublappen vor. Verwenden Sie keinesfalls chemische Reinigungsmittel wie z.B. Alkohol, Aceton,
Nitroverdünnung.
Betrieb
1. Die Benutzung des Produkts erfordert spezielle Einweisung und hohe Konzentration während der
Benutzung. Es muss sichergestellt sein, dass Personen, die das Produkt bedienen, bezüglich ihrer
körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung den Anforderungen gewachsen sind, da
andernfalls Verletzungen oder Sachschäden nicht auszuschließen sind. Es liegt in der Verantwortung
des Arbeitsgebers/Betreibers, geeignetes Personal für die Benutzung des Produkts auszuwählen.
2. Bevor Sie das Produkt bewegen oder transportieren, lesen und beachten Sie den Abschnitt
"Transport".
3. Wie bei allen industriell gefertigten Gütern kann die Verwendung von Stoffen, die Allergien
hervorrufen - so genannte Allergene (z.B. Nickel) - nicht generell ausgeschlossen werden. Sollten
beim Umgang mit R&S-Produkten allergische Reaktionen, z.B. Hautausschlag, häufiges Niesen,
Bindehautrötung oder Atembeschwerden auftreten, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen, um die
Ursachen zu klären und Gesundheitsschäden bzw. -belastungen zu vermeiden.
4. Vor der mechanischen und/oder thermischen Bearbeitung oder Zerlegung des Produkts beachten Sie
unbedingt Abschnitt "Entsorgung", Punkt 1.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
5. Bei bestimmten Produkten, z.B. HF-Funkanlagen, können funktionsbedingt erhöhte elektromagnetische Strahlungen auftreten. Unter Berücksichtigung der erhöhten Schutzwürdigkeit des ungeborenen Lebens müssen Schwangere durch geeignete Maßnahmen geschützt werden. Auch Träger
von Herzschrittmachern können durch elektromagnetische Strahlungen gefährdet sein. Der
Arbeitgeber/Betreiber ist verpflichtet, Arbeitsstätten, bei denen ein besonderes Risiko einer Strahlenexposition besteht, zu beurteilen und zu kennzeichnen und mögliche Gefahren abzuwenden.
6. Im Falle eines Brandes entweichen ggf. giftige Stoffe (Gase, Flüssigkeiten etc.) aus dem Produkt, die
Gesundheitsschäden verursachen können. Daher sind im Brandfall geeignete Maßnahmen wie z.B.
Atemschutzmasken und Schutzkleidung zu verwenden.
7. Falls ein Laser-Produkt in ein R&S-Produkt integriert ist (z.B. CD/DVD-Laufwerk), dürfen keine
anderen Einstellungen oder Funktionen verwendet werden, als in der Produktdokumentation beschrieben, um Personenschäden zu vermeiden (z.B. durch Laserstrahl).
8. EMV Klassen (nach EN 55011 / CISPR 11; sinngemäß EN 55022 / CISPR 22, EN 55032 / CISPR 32)
Gerät der Klasse A:
Ein Gerät, das sich für den Gebrauch in allen anderen Bereichen außer dem Wohnbereich und
solchen Bereichen eignet, die direkt an ein Niederspannungs-Versorgungsnetz angeschlossen sind,
das Wohngebäude versorgt.
Hinweis: Diese Einrichtung kann wegen möglicher auftretender leitungsgebundener als auch
gestrahlten Störgrößen im Wohnbereich Funkstörungen verursachen. In diesem Fall kann vom
Betreiber verlangt werden, angemessene Maßnahmen durchzuführen.
Gerät der Klasse B:
Ein Gerät, das sich für den Betrieb im Wohnbereich sowie in solchen Bereichen eignet, die direkt an
ein Niederspannungs-Versorgungsnetz angeschlossen sind, das Wohngebäude versorgt.
Reparatur und Service
1. Das Produkt darf nur von dafür autorisiertem Fachpersonal geöffnet werden. Vor Arbeiten am Produkt
oder Öffnen des Produkts ist dieses von der Versorgungsspannung zu trennen, sonst besteht das
Risiko eines elektrischen Schlages.
2. Abgleich, Auswechseln von Teilen, Wartung und Reparatur darf nur von R&S-autorisierten
Elektrofachkräften ausgeführt werden. Werden sicherheitsrelevante Teile (z.B. Netzschalter,
Netztrafos oder Sicherungen) ausgewechselt, so dürfen diese nur durch Originalteile ersetzt werden.
Nach jedem Austausch von sicherheitsrelevanten Teilen ist eine Sicherheitsprüfung durchzuführen
(Sichtprüfung, Schutzleitertest, Isolationswiderstand-, Ableitstrommessung, Funktionstest). Damit wird
sichergestellt, dass die Sicherheit des Produkts erhalten bleibt.
Batterien und Akkumulatoren/Zellen
Werden die Hinweise zu Batterien und Akkumulatoren/Zellen nicht oder unzureichend beachtet, kann dies
Explosion, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge,
verursachen. Die Handhabung von Batterien und Akkumulatoren mit alkalischen Elektrolyten (z.B.
Lithiumzellen) muss der EN 62133 entsprechen.
1. Zellen dürfen nicht zerlegt, geöffnet oder zerkleinert werden.
2. Zellen oder Batterien dürfen weder Hitze noch Feuer ausgesetzt werden. Die Lagerung im direkten
Sonnenlicht ist zu vermeiden. Zellen und Batterien sauber und trocken halten. Verschmutzte
Anschlüsse mit einem trockenen, sauberen Tuch reinigen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
3. Zellen oder Batterien dürfen nicht kurzgeschlossen werden. Zellen oder Batterien dürfen nicht
gefahrbringend in einer Schachtel oder in einem Schubfach gelagert werden, wo sie sich gegenseitig
kurzschließen oder durch andere leitende Werkstoffe kurzgeschlossen werden können. Eine Zelle
oder Batterie darf erst aus ihrer Originalverpackung entnommen werden, wenn sie verwendet werden
soll.
4. Zellen oder Batterien dürfen keinen unzulässig starken, mechanischen Stößen ausgesetzt werden.
5. Bei Undichtheit einer Zelle darf die Flüssigkeit nicht mit der Haut in Berührung kommen oder in die
Augen gelangen. Falls es zu einer Berührung gekommen ist, den betroffenen Bereich mit reichlich
Wasser waschen und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
6. Werden Zellen oder Batterien, die alkalische Elektrolyte enthalten (z.B. Lithiumzellen), unsachgemäß
ausgewechselt oder geladen, besteht Explosionsgefahr. Zellen oder Batterien nur durch den entsprechenden R&S-Typ ersetzen (siehe Ersatzteilliste), um die Sicherheit des Produkts zu erhalten.
7. Zellen oder Batterien müssen wiederverwertet werden und dürfen nicht in den Restmüll gelangen.
Akkumulatoren oder Batterien, die Blei, Quecksilber oder Cadmium enthalten, sind Sonderabfall.
Beachten Sie hierzu die landesspezifischen Entsorgungs- und Recycling-Bestimmungen.
Transport
1. Das Produkt kann ein hohes Gewicht aufweisen. Daher muss es vorsichtig und ggf. unter
Verwendung eines geeigneten Hebemittels (z.B. Hubwagen) bewegt bzw. transportiert werden, um
Rückenschäden oder Verletzungen zu vermeiden.
2. Griffe an den Produkten sind eine Handhabungshilfe, die ausschließlich für den Transport des
Produkts durch Personen vorgesehen ist. Es ist daher nicht zulässig, Griffe zur Befestigung an bzw.
auf Transportmitteln, z.B. Kränen, Gabelstaplern, Karren etc. zu verwenden. Es liegt in Ihrer
Verantwortung, die Produkte sicher an bzw. auf geeigneten Transport- oder Hebemitteln zu
befestigen. Beachten Sie die Sicherheitsvorschriften des jeweiligen Herstellers eingesetzter
Transport- oder Hebemittel, um Personenschäden und Schäden am Produkt zu vermeiden.
3. Falls Sie das Produkt in einem Fahrzeug benutzen, liegt es in der alleinigen Verantwortung des
Fahrers, das Fahrzeug in sicherer und angemessener Weise zu führen. Der Hersteller übernimmt
keine Verantwortung für Unfälle oder Kollisionen. Verwenden Sie das Produkt niemals in einem sich
bewegenden Fahrzeug, sofern dies den Fahrzeugführer ablenken könnte. Sichern Sie das Produkt im
Fahrzeug ausreichend ab, um im Falle eines Unfalls Verletzungen oder Schäden anderer Art zu
verhindern.
Entsorgung
1. Batterien bzw. Akkumulatoren, die nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden dürfen, darf nach Ende
der Lebensdauer nur über eine geeignete Sammelstelle oder eine Rohde & SchwarzKundendienststelle entsorgt werden.
2. Am Ende der Lebensdauer des Produktes darf dieses Produkt nicht über den normalen Hausmüll
entsorgt werden, sondern muss getrennt gesammelt werden.
Rohde & Schwarz GmbH & Co.KG ein Entsorgungskonzept entwickelt und übernimmt die Pflichten
der Rücknahme- und Entsorgung für Hersteller innerhalb der EU in vollem Umfang. Wenden Sie sich
bitte an Ihre Rohde & Schwarz-Kundendienststelle, um das Produkt umweltgerecht zu entsorgen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
3. Werden Produkte oder ihre Bestandteile über den bestimmungsgemäßen Betrieb hinaus mechanisch
und/oder thermisch bearbeitet, können ggf. gefährliche Stoffe (schwermetallhaltiger Staub wie z.B.
Blei, Beryllium, Nickel) freigesetzt werden. Die Zerlegung des Produkts darf daher nur von speziell
geschultem Fachpersonal erfolgen. Unsachgemäßes Zerlegen kann Gesundheitsschäden
hervorrufen. Die nationalen Vorschriften zur Entsorgung sind zu beachten.
4. Falls beim Umgang mit dem Produkt Gefahren- oder Betriebsstoffe entstehen, die speziell zu
entsorgen sind, z.B. regelmäßig zu wechselnde Kühlmittel oder Motorenöle, sind die
Sicherheitshinweise des Herstellers dieser Gefahren- oder Betriebsstoffe und die regional gültigen
Entsorgungsvorschriften einzuhalten. Beachten Sie ggf. auch die zugehörigen speziellen
Sicherheitshinweise in der Produktdokumentation. Die unsachgemäße Entsorgung von Gefahrenoder Betriebsstoffen kann zu Gesundheitsschäden von Personen und Umweltschäden führen.
Weitere Informationen zu Umweltschutz finden Sie auf der Rohde & Schwarz Home Page.
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Seite 8
Certified Quality System
ISO 9001
Certified Environmental System
ISO 14001
Sehr geehrter Kunde,
Dear customer,
Cher client,
Sie haben sich für den Kauf
eines Rohde & Schwarz Produktes entschieden. Sie erhalten
damit ein nach modernsten Fertigungsmethoden hergestelltes
Produkt. Es wurde nach den
Regeln unserer Qualitäts- und
Umweltmanagementsysteme
entwickelt, gefertigt und geprüft.
Rohde & Schwarz ist unter anderem nach den Managementsystemen ISO 9001 und ISO 14001
zertifiziert.
You have decided to buy a
Rohde & Schwarz product. This
product has been manufactured
using the most advanced methods. It was developed, manufactured and tested in compliance
with our quality management
and environmental management systems. Rohde & Schwarz
has been certified, for example, according to the ISO 9001
and ISO 14001 management
systems.
Der Umwelt verpflichtet
Environmental commitment
Vous avez choisi d’acheter un
produit Rohde & Schwarz. Vous
disposez donc d’un produit
fabriqué d’après les méthodes
les plus avancées. Le développement, la fabrication et les
tests de ce produit ont été effectués selon nos systèmes de
management de qualité et de
management environnemental.
La société Rohde & Schwarz a
été homologuée, entre autres,
conformément aux systèmes
de management ISO 9001 et
ISO 14001.
❙❙ Energie-effiziente,
❙❙ Energy-efficient
RoHS-konforme Produkte
❙❙ Kontinuierliche
Weiterentwicklung nachhaltiger
­Umweltkonzepte
❙❙ ISO 14001-zertifiziertes
Umweltmanagementsystem
❙❙ Continuous
Engagement écologique
❙❙ Produits
à efficience
énergétique
❙❙ Amélioration continue de la
durabilité environnementale
❙❙ Système de management
environnemental certifié selon
ISO 14001
1171.0200.11 V 05.01
products
improvement in
environmental sustainability
❙❙ ISO 14001-certified
environmental management
system
ISO-Qualitaets-Zertifikat_1171-0200-11_A4.indd 1
28.09.2012 10:25:08
1171020011
Quality management
and environmental
management
Customer Support
Technischer Support – wo und wann Sie ihn brauchen
Unser Customer Support Center bietet Ihnen schnelle, fachmännische Hilfe für die gesamte Produktpalette
von Rohde & Schwarz an. Ein Team von hochqualifizierten Ingenieuren unterstützt Sie telefonisch und
arbeitet mit Ihnen eine Lösung für Ihre Anfrage aus - egal, um welchen Aspekt der Bedienung,
Programmierung oder Anwendung eines Rohde & Schwarz Produktes es sich handelt.
Aktuelle Informationen und Upgrades
Um Ihr Gerät auf dem aktuellsten Stand zu halten sowie Informationen über Applikationsschriften zu Ihrem
Gerät zu erhalten, senden Sie bitte eine E-Mail an das Customer Support Center. Geben Sie hierbei den
Gerätenamen und Ihr Anliegen an. Wir stellen dann sicher, dass Sie die gewünschten Informationen
erhalten.
Europa, Afrika, Mittlerer Osten
Tel. +49 89 4129 12345
[email protected]
Nordamerika
Tel. 1-888-TEST-RSA (1-888-837-8772)
[email protected]
Lateinamerika
Tel. +1-410-910-7988
[email protected]
Asien/Pazifik
Tel. +65 65 13 04 88
[email protected]
China
Tel. +86-800-810-8228 /
+86-400-650-5896
[email protected]
1171.0200.21-06.00
R&S®TS-PIO2
Anwendung
Allgemeines
1 Anwendung
1.1 Allgemeines
Das Analog/Digital-IO-Modul R&S TS-PIO2 kann in den Testplattformen R&S CompactTSVP und R&S PowerTSVP betrieben werden. Die Karte wird dabei von einem
Rear-I/O Modul vom Typ R&S TS-PDC mit erdfreien Spannungen versorgt. Die
Ansteuerung des R&S TS-PIO2 erfolgt über den im R&S CompactTSVP und R&S
PowerTSVP vorhandenen CAN-BUS.
Das Modul R&S TS-PIO2 stellt 16 kombinierte analoge / digitale Eingabekanäle sowie
16 kombinierte analoge / digitale Ausgabekanäle zur Verfügung. Die Kanäle sind in die
vier Gruppen eingeteilt. Jeweils der letzte Ausgangskanal einer Gruppe hat spezielle
Eigenschaften. Dazu gehört eine höhere Genauigkeit, eine einstellbare Strombegrenzung, ein größerer maximaler Ausgangsstrom und die Möglichkeit, Sense- Leitungen
zu verwenden. Die Einstellungen für einen Kanal können teilweise kanalspezifisch
oder gruppenspezifisch (für alle Kanäle einer Gruppe gleich) durchgeführt werden.
Jeder Kanal stellt dem Anwender auch einen 100 Ω Präzisionswiderstand zur Verfügung, der über den frontseitigen Stecker kontaktierbar ist.
Jeder der 16 Ausgabekanäle kann in einer der folgenden Betriebsarten betrieben werden:
●
analoger Ausgang
●
digital statischer Ausgang
●
digital dynamischer Ausgang
●
arbiträre Kurvenform
●
Rechteck
Alle 16 Eingabekanäle sind auf Komparatoren geschaltet und zusätzlich auf den Eingang eines Analog-Digital-Wandlers geführt. Die Schwellen der Komparatoren sind
einstellbar. Folgende Auswertungen eines Signals sind damit möglich:
●
Spannungsmessungen gegen die Modulmasse
●
differentielle Spannungsmessungen zwischen zwei Kanälen
●
digitale Auswertung
Die zeitliche Steuerung der Bitmuster- und Messdatenerfassung bzw. die Ausgabe der
digitalen Bitmuster und der Stützwerte für die Kurvenformgenerierung erfolgt parallel
für alle IO-Kanäle über eine zentrale Ablaufsteuerung. Für die digitale und analoge
Ein- bzw. Ausgabe stehen auf dem Modul vier Speicher mit einer Tiefe von je 5000
Werten zur Verfügung. Die Ablaufsteuerung kann über verschiedene Triggerquellen
gestartet werden. Das Abtastintervall ist im Bereich 200 μs bis 1 s einstellbar.
Unabhängig von der Ablaufsteuerung können die Ausgangskanäle ein Rechtecksignal
generieren. Pegel, Frequenz und Tastverhältnis sind dabei einstellbar.
Die Ein- und Ausgänge sind flexibel über Relais verschaltbar. Jeder Ausgang kann
entweder an den frontseitigen Stecker oder auf den zugehörigen Eingang geschaltet
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
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R&S®TS-PIO2
Anwendung
Eigenschaften des Moduls R&S TS-PDC
werden. Die Eingänge jedes Kanals können zusätzlich an den frontseitigen Stecker
oder auf den TSVP - Analogbus geschaltet werden.
1.2 Eigenschaften des Moduls R&S TS-PIO2
Tabelle 1-1: Eigenschaften R&S TS-PIO2
Eigenschaften R&S TS-PIO2
potentialfrei
16 Eingangskanäle und 16 Ausgangskanäle
Ausgangsspannungsbereich ±27 V
Eingangsbereiche ±7 V, ±14 V, ±28 V
Maximaler Ausgangsstrom für die 12 Standardkanäle 25 mA, für die erweiterten Kanäle 100 mA
Sense Leitungen und programmierbare Strombegrenzung für die erweiterten Kanäle
Möglichkeit der differenziellen Spannungsmessung
Hohe Genauigkeit, Auflösung 24 Bit
Maximale Abtastrate beim Messen und Aktualisierungsrate für die Ausgabe 5 kHz
Speicher für 4 x 5000 Werte (analoge und digitale Messwerte; digitale Bitmuster- und analoge Kurvenformausgabe)
Zugang zum Analogbus
Triggermöglichkeiten über PXI Triggerbus
Selbsttestfähigkeit
Softpanel für die interaktive Bedienung
LabWindows/CVI Treiber verfügbar
1.3 Eigenschaften des Moduls R&S TS-PDC
Das Rear-I/O Modul R&S TS-PDC dient dem Analog/Digital-IO-Modul R&S TS-PIO2
als erdfreie Gleichspannungsversorgung. Der Aufbau ist über zwei identische DC/DCWandler realisiert. Über eine Eingangsspannung von 5 V DC werden folgende erdfreie
Gleichspannungen gewonnen:
●
+15VDC ±5%, 0,5A (2x)
●
-15 VDC ±5 %, 0,5 A (2x)
●
+5 VDC ±5 %, 0,5 A (2x)
●
+3,3 VDC ±5 %, 0,25 A (2x)
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R&S®TS-PIO2
Anwendung
Sicherheitshinweise
1.4 Sicherheitshinweise
Die Produktionstestplattform R&S CompactTSVP/ R&S PowerTSVP und das Analog/
Digital-IO-Modul R&S TS-PIO2 sind für Betriebsspannungen bis 125 V ausgelegt. Die
Vorschriften der EN61010-1 zum Betrieb mit „gefährlich aktiven“ Spannungen sind zu
beachten.
Weitere Details siehe Kapitel 5.1.17, "Hinweise zum Betrieb mit gefährlichen Spannungen", auf Seite 30 und Beiblatt „Sicherheitshinweise“ im Bedienhandbuch Produktionstestplattform R&S CompactTSVP/ R&S PowerTSVP.
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R&S®TS-PIO2
Ansicht
2 Ansicht
Bild 2-1 zeigt das Analog/Digital-IO-Modul R&S TS-PIO2 ohne das zugehörige RearI/O Modul R&S TS-PDC.
Das Rear-I/O Modul R&S TS-PDC ist in Bild 2-2 abgebildet.
Bild 2-1: Ansicht des R&S TS-PIO2
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R&S®TS-PIO2
Ansicht
Bild 2-2: Ansicht des Rear-I/O Moduls R&S TS-PDC
Das Modul R&S TS-PDC existiert in 3 verschiedenen Ausführungen:
●
Vergossen in einem schwarzen Gehäuse - Version bis 1.8 (1157.9804.02 obsolet)
●
Gekapselt im Metallgehäuse mit Kühlrippen - Version 1.9 (1157.9804.02 obsolet)
●
Ohne Gehäuse - Version ab 2.0 (1157.9804.12 aktuelle Version)
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R&S®TS-PIO2
Blockschaltbild
3 Blockschaltbild
Bild 3-1 zeigt das vereinfachte Funktionsblockschaltbild des Analog/Digital- IO-Moduls
R&S TS-PIO2 und des Rear-I/O Moduls R&S TS-PDC im R&S PowerTSVP.
Bild 3-2 zeigt das Blockschaltbild des Analog/Digital-IO-Moduls R&S TS-PIO2.
Bild 3-3 zeigt das Blockschaltbild des Rear-I/O Moduls R&S TS-PDC.
Bild 3-1: Funktionsblockschaltbild R&S TS-PIO2 mit R&S TS-PDC im R&S PowerTSVP
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R&S®TS-PIO2
Blockschaltbild
Bild 3-2: Blockschaltbild Analog/Digital-IO-Modul R&S TS-PIO2
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R&S®TS-PIO2
Blockschaltbild
Bild 3-3: Blockschaltbild Rear-I/O Modul R&S TS-PDC
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R&S®TS-PIO2
Aufbau
Mechanischer Aufbau des Moduls R&S TS-PIO2
4 Aufbau
4.1 Mechanischer Aufbau des Moduls R&S TS-PIO2
Das Analog/Digital-IO-Modul R&S TS-PIO2 ist als lange Einsteckkarte für den frontseitigen Einbau in die Testplattformen R&S CompactTSVP oder R&S PowerTSVP ausgeführt.
Der frontseitige Steckverbinder X10 dient zum Anschluss von Prüflingen. Der Steckverbinder X30 verbindet das Modul mit der Analogbus- Backplane im R&S CompactTSVP/R&S PowerTSVP. Die Steckverbinder X20/X1 verbinden das Modul mit der
CompactPCI-Backplane/PXISteuerbackplane.
Bild 4-1: Anordnung der Steckverbinder und LEDs am Modul R&S TS-PIO2
Tabelle 4-1: Steckverbinder am R&S TS-PIO2
Kurzzeichen
Verwendung
X1
cPCI Connector
X10
Front Connector
X20
cPCI Connector
X30
Analog Bus Connector
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R&S®TS-PIO2
Aufbau
Mechanischer Aufbau des Moduls R&S TS-PDC
4.2 Anzeigeelemente des Moduls R&S TS-PIO2
Bild 4-2: Anordnung der LEDs am Modul R&S TS-PIO2
Auf der Frontseite des Moduls R&S TS-PIO2 sind drei Leuchtdioden (LED) angeordnet. Diese zeigen den aktuellen Status des Moduls. Die LEDs haben folgende Bedeutung:
Tabelle 4-2: Anzeigeelemente am Modul R&S TS-PIO2
LED
Beschreibung
rot
Fehlerzustand:
Leuchtet, wenn nach dem Einschalten der Versorgungsspannung ein Fehler beim Einschalttest auf dem Modul R&S TS-PIO2 auftritt. Dies bedeutet, dass ein Hardwareproblem auf dem Modul besteht. (siehe auch Kapitel 8, "Selbsttest", auf Seite 42)
gelb
Kommunikation:
Leuchtet bei Datenverkehr über das Interface auf.
grün
Versorgungsspannung in Ordnung:
Leuchtet, wenn alle nötigen Versorgungsspannungen anliegen (inklusive der R&S TSPDC Spannungen).
4.3 Mechanischer Aufbau des Moduls R&S TS-PDC
Das Rear-I/O Modul R&S TS-PDC ist für den rückseitigen Einbau in den R&S CompactTSVP/R&S PowerTSVP vorgesehen. Die Platinenhöhe des Moduls beträgt 3 HE
(134 mm). Die Fixierung des Moduls geschieht mit den beiden Befestigungsschrauben
der Frontblende. Der Steckverbinder X20 verbindet das Modul R&S TS-PDC mit der
Extension- Backplane im R&S CompactTSVP/R&S PowerTSVP. Das Modul R&S TSPDC muss immer den entsprechenden Rear-I/O Slot zum Hauptmodul (z.B. Modul
R&S TS-PIO2) verwenden.
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R&S®TS-PIO2
Aufbau
Mechanischer Aufbau des Moduls R&S TS-PDC
Das Modul R&S TS-PDC muss immer am entsprechenden Rear- I/O Slot (gleicher
Slotcode) des Moduls R&S TS-PIO2 gesteckt werden.
Bei fehlerhaftem Stecken (z.B. cPCI/PXI Standardmodulen im Frontbereich) können
beide Module zerstört werden.
Bild 4-3: Anordnung des Steckverbinders und LEDs am Modul R&S TS-PDC
Tabelle 4-3: Steckverbinder des Moduls R&S TS-PDC
Kurzzeichen
Verwendung
X20
Extension (Rear I/O)
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R&S®TS-PIO2
Aufbau
Anzeigeelemente des Moduls R&S TS-PDC
4.4 Anzeigeelemente des Moduls R&S TS-PDC
4.4.1 R&S TS-PDC Version kleiner 2.0 (1157.9804.02)
Der aktuelle Status des Moduls wird über 8 grüne LEDs signalisiert, wobei jede LED
das Vorhandensein einer Ausgangsspannung anzeigt.
Im fehlerfreien Betrieb müssen gleichzeitig alle 8 LEDs leuchten.
4.4.2 R&S TS-PDC ab Version 2.0 (1157.9804.12)
Der aktuelle Status des Moduls wird über 10 LEDs signalisiert.
Im eingeschalteten Zustand wird durch die grüne LED PWR der Power- On Status
angezeigt. Im fehlerfreien Betrieb leuchten zusätzlich die 8 grünen LEDs für jede
erzeugte Ausgangsspannung.
Im Falle einer Überlastung oder Übertemperatur schaltet das Modul eigenständig ab.
Der Fehler wird durch die rote LED ERR signalisiert.
Bild 4-4: LEDs am Modul R&S TS-PDC ab Version 2.0
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
5 Funktionsbeschreibung
5.1 Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
5.1.1 Allgemeines
Das Analog/Digital-IO-Modul R&S TS-PIO2 stellt 16 IO-Kanäle (CH1 bis CH16) zur
Verfügung. Die Kanäle sind in die vier Gruppen A bis D eingeteilt. Jeweils der letzte
Ausgangskanal einer Gruppe (CH4, CH8, CH12 und CH16) hat spezielle Eigenschaften.
Tabelle 5-1: Kanäle und zugehörige Gruppen
Kanal
Gruppe
Analogbuszugang
CH1
A
ABa1, ABa2
CH2
A
ABa1, ABa2
CH3
A
ABa1, ABa2
CH4
A
ABa1, ABa2
CH5
B
ABb1, ABb2
CH6
B
ABb1, ABb2
CH7
B
ABb1, ABb2
CH8
B
ABb1, ABb2
CH9
C
ABc1, ABc2
CH10
C
ABc1, ABc2
CH11
C
ABc1, ABc2
CH12
C
ABc1, ABc2
CH13
D
ABd1, ABd2
CH14
D
ABd1, ABd2
CH15
D
ABd1, ABd2
CH16
D
ABd1, ABd2
Anmerkung
erweiterter Kanal
erweiterter Kanal
erweiterter Kanal
erweiterter Kanal
Die Ausgänge der Kanäle können in folgenden Betriebsarten arbeiten:
●
Analog
●
Digital Static
●
Digital Dynamic
●
Waveform
●
Square Wave
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
Die einzelnen Modi werden in den folgenden Kapiteln genauer beschrieben.
Die Einstellungen für einen Kanal können teilweise kanalspezifisch oder gruppenspezifisch durchgeführt werden. Im folgenden Bild sind die Einstellmöglichkeiten der Ausgänge für die Kanäle der Gruppe A grafisch dargestellt. Der ausgegebene Pegel hängt
von den Inhalten der Pegelregister und dem Zustand im Patternregister ab. Bei der
Rechteckausgabe wird der entsprechende Schalter zwischen H und L zyklisch umgeschaltet, während im Patternregister für diesen Kanal eine 1 eingetragen wird.
Bild 5-1: Kanal- und gruppenspezifische Parameter der Ausgänge (Gruppe A)
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
5.1.2 Anwendungsbeispiele
Bild 5-2: Unabhängige Verwendung von Eingang und Ausgang
Bild 5-3: Schaltbare Lasten (Pull-up und Pull-down von digitalen Eingängen)
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
Bild 5-4: Test von „Low-Side“ Ausgängen (OC, OD, Optokoppler, Schalter usw.)
Bild 5-5: Test von „High-Side“ Ausgängen (OC, OD, Optokoppler, Schalter usw.)
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
Bild 5-6: Erweiterter Kanal zur Realisierung von Stromschnittstellen (0.5 mA …100 mA, Aktoren)
Bild 5-7: Auswertung von Stromschnittstellen (Sensoren)
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
Bild 5-8: Differenzielle Messung an Brückensensoren
5.1.3 Verschaltung der Signale
5.1.3.1
Allgemeines
Alle Signalverschaltungen auf dem Modul R&S TS-PIO2 werden mit Hilfe von Relais
durchgeführt. Da Relais eine Anzugs- und Abfallverzögerung sowie eine Prellzeit aufweisen, sollte in einem Testprogramm nach dem Durchführen der Verschaltungen
gewartet werden, bis die Signale stabil anliegen. Die Funktion rspio2_IsDebounced
kann verwendet werden, um festzustellen, ob die Schaltvorgänge abgeschlossen sind.
rspio2_WaitForDebounce wartet bis alle Schaltvorgänge beendet sind, und gibt
anschließend die Kontrolle an das Testprogramm zurück.
Um Zerstörungen der Relaiskontakte zu vermeiden, sollten die Relais nur mit Strömen
im spezifizierten Bereich geschaltet werden.
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
5.1.3.2
Verschaltung der Modulmasse
Die Modulmasse (potentialfreier gemeinsamer Bezugspunkt der IO-Kanäle, AGND)
kann über Relais mit dem frontseitigen Stecker (LO) und mit jeder Leitung des Analogbusses (ABxy) verbunden werden.
Bild 5-9: Relais zur Verschaltung der Modulmasse
Für die Bedienung dieser Relais stehen die folgenden Funktionen zur Verfügung:
●
rspio2_Connect
●
rspio2_Disconnect
●
rspio2_DisconnectAll
Mit der Funktion rspio2_DisconnectAll können alle Verbindungen, die mit
rspio2_Connect hergestellt wurden, durch einen einzigen Funktionsaufruf aufgehoben werden.
rspio2_DisconnectAll hat keinen Einfluss auf die Konfiguration der Ausgänge,
Koppelrelais und des Masserelais.
Mit Hilfe des Masserelais kann die potentialfreie Modulmasse auch mit Erde verbunden werden (siehe Kapitel 5.1.3.6, "Masserelais", auf Seite 22)
5.1.3.3
Verschaltung der Eingänge
Die Eingänge jedes Kanals können über einen Multiplexer an den frontseitigen Stecker
(CHx_1 bzw. CHx_2) oder auf den TSVP-Analogbus geschaltet werden (siehe
Tabelle 5-1).
Für die Bedienung dieser Relais stehen die folgenden Funktionen zur Verfügung:
●
rspio2_Connect
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
●
rspio2_Disconnect
●
rspio2_DisconnectAll
Mit der Funktion rspio2_DisconnectAll können alle Verbindungen, die mit
rspio2_Connect hergestellt wurden, durch einen einzigen Funktionsaufruf aufgehoben werden.
rspio2_DisconnectAll hat keinen Einfluss auf die Konfiguration der Ausgänge,
Koppelrelais und des Masserelais.
5.1.3.4
Verschaltung der Ausgänge
Die Funktionrspio2_ConfigureOutputMux konfiguriert den Verschaltungszustand
des Ausgangs eines Kanals. Folgende Einstellungen sind möglich:
●
Ausgang getrennt
●
Ausgang mit frontseitigem Stecker verbunden (CHx_OUT1)
●
Ausgang mit zugehörigem Eingang verbunden (CHx_IN)
Es ist zu beachten, das die Funktion rspio2_DisconnectAll diese Einstellung
nicht beeinflusst!
5.1.3.5
Koppelrelais
Die Koppelrelais verbinden den lokalen Analogbus (LAB) auf der Baugruppe mit dem
Analogbus im R&S CompactTSVP bzw. R&S PowerTSVP. Die Funktion
rspio2_ConfigureCoupling legt den Zustand der Koppelrelais fest.
Es ist zu beachten, das die Funktion rspio2_DisconnectAll diese Relais nicht öffnet!
5.1.3.6
Masserelais
Das Modul R&S TS-PIO2 hat ein Masserelais, mit dem die potentialfreie Modulmasse
(AGND) mit Erde (GND) verbunden werden kann.
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
Bild 5-10: Masserelais
Im Grundzustand wird das Modul erdfrei betrieben. Mit Hilfe der Funktion
rspio2_ConfigureGround kann dieser Zustand geändert werden.
Es ist zu beachten, das die Funktion rspio2_DisconnectAll das Masserelais
Relais nicht öffnet!
Aus technischen Gründen wird ein nicht verschaltetes Modul R&S TS-PIO2 (keine Verbindung der Signale zum frontseitigen Stecker oder zum Analogbus) automatisch über
das Masserelais geerdet. Dieses Relais wird automatisch wieder geöffnet bevor eine
neue Verschaltung durchgeführt wird. Dies gilt, wenn das Modul R&S TS-PIO2 erdfrei
konfiguriert ist.
5.1.4 Verwendung von Senseleitungen
Um Spannungsabfälle in der Zuleitung zur externen Last auszugleichen, können die
erweiterten Kanäle (CH4, CH8, CH12 und CH16) des R&S TS-PIO2 auf externes Sensing eingestellt werden. Hierfür sind zwei weitere Leitungen direkt zum Prüfling erforderlich. Die gemessene Differenzspannung an diesen Leitungen wird automatisch von
dem R&S TS-PIO2 auf die Sollspannung geregelt.
Mit Hilfe der Funktion rspio2_ConfigureRemoteSensing werden die Senseleitungen an den frontseitigen Steckverbinder (CHx_SHI und CHx_SLO) geschaltet.
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
5.1.5 Einstellen einer Strombegrenzung
Die erweiterten Kanäle (CH4, CH8, CH12 und CH16) des R&S TS-PIO2 erlauben die
Einstellung einer Strombegrenzung. Der eingestellte Wert ist unabhängig vom eingestellten Modus eines Kanals und findet damit immer Anwendung. Die Funktion
rspio2_ConfigureChannelCurrentLimit ermöglicht diese Einstellung.
5.1.6 Ausgabe von statischen Spannungen
Im Grundzustand des Moduls sind alle Ausgänge in der Betriebsart "Analog". Bei
Bedarf kann mit Hilfe der Funktion rspio2_ConfigureChannelMode dieser Modus
auch ausgewählt werden.
Die Spannung kann mit der Funktion rspio2_ConfigureChannelLevels kanalspezifisch eingestellt werden. Der Parameter "Output High Level" bestimmt dabei die Ausgangsspannung.
5.1.7 Ausgabe von statischen digitalen Bitmustern
Mit Hilfe der Funktion rspio2_ConfigureChannelMode kann ein Kanal in den
Modus "Digital Static" geschaltet werden. Es können beliebig viele Kanäle in dieser
Betriebsart arbeiten. Abhängig von einem programmierten Bitmuster wird entweder die
kanalspezifische Spannung "Output High Level" oder die einer Gruppe zugeordnete
Spannung "Output Digital Low Level" ausgegeben.
Tabelle 5-2: Ausgangsspannungen im Modus "Digital Static" und "Digital Dynamic"
Patternwert
Ausgegebene Spannung
Einstellfunktion des Spannungswertes
0
Output Digital Low Level
rspio2_ConfigureGroup
1
Output High Level
rspio2_ConfigureChannelLevels
Der Patternwert für die Kanäle im Modus "Digital Static" wird mit der Funktion
rspio2_SetDigitalOutputState eingestellt. Ein Parameter dieser Funktion dient
als Maske, damit auch einzelne Kanäle bedient werden können.
Beim Wechsel vom Modus "Analog", "Waveform" oder "Square Wave" in den Modus
"Digital Static", wird der Pegel "Output High Level" ausgegeben (Patternwert 1).
5.1.8 Ausgabe von dynamischen digitalen Bitmustern
In der Betriebsart „Digital Dynamic“ wird die Ausgangsspannung der beteiligten Kanäle
von einem digitalen Bitmuster bestimmt, das nach dem Starten der Ablaufsteuerung
(siehe Kapitel 5.1.13, "Triggerung und Ablaufsteuerung", auf Seite 28) zyklisch aktualisiert wird.
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
Mit Hilfe der Funktion rspio2_ConfigureChannelMode kann dieser Modus für
einen Kanal ausgewählt werden. Es können beliebig viele Kanäle in diese Betriebsart
geschaltet werden.
Die Einstellung der High- und Low-Pegel für die beteiligten Kanäle erfolgt wie im
Modus "Digital Static" (siehe Kapitel 5.1.7, "Ausgabe von statischen digitalen Bitmustern", auf Seite 24).
Bevor die Ablaufsteuerung gestartet wird, müssen das Bitmuster auf das Modul R&S
TS-PIO2 geladen werden. Dazu dient die Funktion
rspio2_SetDigitalDynamicMemory. Es können maximal 5000 Werte in den Speicher geschrieben werden. Falls weniger Werte im Speicher abgelegt wurden, als die
Ablaufsteuerung ausgeben möchte, wird der letzte Wert wiederholt.
Beim Wechsel vom Modus "Analog", "Waveform" oder "Square Wave" in den Modus
"Digital Dynamic", wird der Pegel "Output High Level" ausgegeben (Patternwert 1).
Wenn vor dem Starten der dynamischen Bitmusterausgabe der Pegel "Output Digital
Low Level" anliegen soll, muss zunächst im Modus "Digital Static" der Patternwert 0
eingestellt werden.
5.1.9 Ausgabe von Kurvenformen
Mit Hilfe der Funktion rspio2_ConfigureChannelMode kann einer der 16 Kanäle in
die Betriebsart "Waveform" geschaltet werden. Dazu wird im Patternregister für diesen
Kanal eine 1 eingetragen. Nach dem Starten der Ablaufsteuerung (siehe Kapitel 5.1.13, "Triggerung und Ablaufsteuerung", auf Seite 28) wird die Ausgangsspannung dieses Kanals von den Werten im Kurvenformspeicher bestimmt. Die Werte werden dazu in das Register "High Level" übertragen.
Die Funktion rspio2_SetAnalogWaveformMemory dient zum Übertragen der Stützwerte auf das Modul R&S TS-PIO2. Wie bei den digitalen Bitmustern können maximal
5000 Werte in den Speicher geschrieben werden. Falls weniger Werte im Speicher
abgelegt wurden, als die Ablaufsteuerung ausgeben möchte, wird der letzte Wert wiederholt.
Innerhalb einer Gruppe können die Betriebsarten "Waveform" und "Square Wave"
nicht gleichzeitig ausgewählt werden.
5.1.10 Ausgabe von Rechtecksignalen
Damit ein Kanal ein Rechtecksignal ausgeben kann, muss zunächst mit der Funktion
rspio2_ConfigureChannelMode die Betriebsart "Square Wave" aktiviert werden.
Es können mehrere Kanäle gleichzeitig in diesem Modus betrieben werden.
Bei der Generierung von Rechtecksignalen lässt sich sowohl der High- als auch der
Low-Pegel mit Hilfe der Funktion rspio2_ConfigureChannelLevels kanalspezifisch einstellen. Bei gestoppter Rechteckgenerierung wird immer der "Output High
Level" ausgegeben. Frequenz und Tastverhältnis werden immer für die entsprechende
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
Gruppe festgelegt. Dies geschieht mit der Funktion
rspio2_ConfigureSquareWave. Frequenz und Tastverhältnis können auch geändert werden, während das Signal generiert wird.
Bei der Einstellung des Rechtecksignals ist die im Datenblatt ausgewiesene Anstiegsund Abfallzeit der Kanäle zu berücksichtigen. Die erweiterten Kanäle haben hierbei
längere Zeiten.
Die Ausgabe der Rechtecksignale wird schließlich mit der Funktion
rspio2_SquareWaveEnabled für eine Gruppe gestartet. Zum Stoppen der Generierung wird die gleiche Funktion verwendet. Die Parameter der Funktion erlauben ein
synchrones Starten der Ausgabe für mehrere Gruppen.
Die Generierung der Rechtecksignale ist unabhängig von der Ablaufsteuerung für die
Erfassung von Messwerten und der Ausgabe von digitalen Bitmustern und arbiträren
Kurvenformen.
Wenn die Ausgabe eines Rechtecksignals für eine Gruppe freigegeben ist, können folgende Einstellungen für alle Kanäle dieser Gruppe nicht modifiziert werden:
●
Output High Level
●
Output Square Wave Low Level
●
Output Current Limit
●
Output Digital Low Level
●
Input Digital High Threshold
●
Input Digital Low Threshold
5.1.11 Digitale Messwerterfassung
Jeder Eingang ist auf zwei Komparatoren geführt, deren Ansprechschwelle einstellbar
ist. Dadurch lässt sich eine Hysterese bei der Bewertung von Signalen realisieren. Die
Schwellen können mit Hilfe der Funktion rspio2_ConfigureGroup gesetzt werden.
Für jede Gruppe von Kanälen können damit individuelle Schwellen eingestellt werden.
Das Ergebnis der Signalbewertung eines Kanals ist 1, wenn der Eingangspegel größer
als der Wert "Input Digital High Threshold" ist. Das Ergebnis der Signalbewertung
eines Kanals ist 0, wenn der Eingangspegel kleiner als der Wert "Input Digital Low
Threshold" ist.
Befindet sich der Eingangspegel zwischen den Schwellwerten, wird immer der letzte
Zustand beibehalten.
Die digitale Messwerterfassung erfolgt parallel zur Spannungsmessung und wird mit
der Ablaufsteuerung (siehe Kapitel 5.1.13, "Triggerung und Ablaufsteuerung",
auf Seite 28) gestartet. Die Ergebnisse werden mit der Funktion
rspio2_FetchDigital abgeholt.
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
5.1.12 Spannungsmessungen
Für die Spannungsmessung an den Eingängen stehen zwei Methoden zur Verfügung:
Tabelle 5-3: Methoden zur Spannungsmessung
Methode
Anmerkung
Single Ended
Es wird der Pegel zwischen einem Eingang (CHx_IN) und Modulmasse (AGND
bzw. LO am frontseitigen Stecker) gemessen
Differential
Es wird der Pegel zwischen zwei Eingängen durch Differenzbildung ermittelt. Folgende Kombinationen von Eingängen sind möglich:
CH1 - CH9
CH2 - CH10
CH3 - CH11
CH4 - CH12
CH5 - CH13
CH6 - CH14
CH7 - CH15
CH8 - CH16
Folgende Messbereiche sind einstellbar:
●
7V
●
14V
●
28V
Die Konfiguration der Spannungsmessung erfolgt mit der Funktion
rspio2_ConfigureAnalogMeasurement.
Die Aufnahme der Messwerte wird von der Ablaufsteuerung (siehe Kapitel 5.1.13,
"Triggerung und Ablaufsteuerung", auf Seite 28) kontrolliert. Durch die Einstellung
des Zeitintervalls wird auch die Wandelzeit des ADC und damit die Eingangsbandbreite und erreichbare Genauigkeit festgelegt. Der Parameter "Sample Interval" der
Funktion rspio2_ConfigureSampling hat deshalb auch eine Bedeutung, wenn nur
ein Messwert ("Sample Count" = 1) genommen werden soll!
Tabelle 5-4: Zusammenhang von "Sample Interval" mit Bandbreite und Genauigkeit
Intervall
Eingangsbandbreite
Genauigkeit
200 μs <= Sample Interval < 1 ms
hoch
geringer
1 ms <= Sample Interval < 10.0 ms
mittel
höher
10.0 ms <= Sample Interval <= 1 s
gering
am besten
Die Messwertaufnahme wird über die Ablaufsteuerung (siehe Kapitel 5.1.13, "Triggerung und Ablaufsteuerung", auf Seite 28) gestartet. Die Ergebnisse können mit der
Funktion rspio2_FetchAnalog abgefragt werden. Falls man nur an dem Mittelwert
aller aufgenommenen Samples interessiert ist, kann dieser mit
rspio2_FetchAverage abgeholt werden.
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
5.1.13 Triggerung und Ablaufsteuerung
Die Erfassung von Messwerten und die Ausgabe von digitalen Bitmustern und arbiträren Kurvenformen wird von einer zentralen Steuerung kontrolliert. Mit der Funktion
rspio2_ConfigureSampling kann die Anzahl der Samples festgelegt werden, die
aufgenommen bzw. ausgegeben werden sollen. Auch das Zeitintervall zwischen den
Samples kann mit dieser Funktion eingestellt werden.
In jedem Zeitschlitz werden von der Ablaufsteuerung folgende Aktionen ausgeführt:
●
Ausgeben eines digitalen Bitmusters, falls mindestens ein Ausgang im Modus
"Digital Dynamic" ist
●
Ausgeben eines analogen Stützwertes, falls ein Kanal im Modus "Waveform"
betrieben wird
●
Ausgeben eines Pulses auf den konfigurierten Triggerleitungen
●
Einlesen eines digitalen Bitmusters
●
Einlesen eines Messwertes
Zum Starten der Ablaufsteuerung stehen verschiedene Triggerquellen zur Verfügung:
Tabelle 5-5: Triggerquellen
Triggerquelle
Anmerkung
Immediate
Die Ablaufsteuerung startet sofort beim Aufruf der Funktion rspio2_Initiate
External
erdbezogener TTL Eingang XTI1 am frontseitigen Stecker; positive Flanke triggert die Ablaufsteuerung
Software
Die Ablaufsteuerung wird mit der Funktion rspio2_SendSoftwareTrigger
gestartet
PXI0 … PXI7
positive Flanken auf den PXI Triggerleitungen starten die Ablaufsteuerung
Die Funktion rspio2_ConfigureTriggerSource legt die Triggerquelle fest. Mit
Hilfe der Funktion rspio2_Initiate wird die zuvor konfigurierte Triggerquelle freigegeben und die Ablaufsteuerung befindet sich im Zustand "Initiated". Nach dem Eintreffen des Triggerereignisses geht die Steuerung in den Zustand "Sampling" über.
Nachdem die eingestellte Anzahl Samples eingelesen bzw. ausgegeben wurde, geht
die Ablaufsteuerung in den Grundzustand zurück. Die eingelesenen Daten können nun
mit den zugehörigen Funktionen (rspio2_FetchAnalog, rspio2_FetchAverage,
rspio2_FetchDigital) abgeholt werden. Diese Funktionen haben einen "Timeout"
Parameter. Sollte die Ablaufsteuerung innerhalb der übergebenen Zeit nicht abgelaufen sein, wird ein Fehler zurückgegeben. Ansonsten werden die Ergebnisse geliefert.
Wenn sich die Ablaufsteuerung im Zustand "Initiated" bzw. "Sampling" befindet, können einige Funktionen nicht ausgeführt werden. Diese Funktionen liefern in diesem
Fall eine Fehlermeldung. Bei Bedarf kann die Ablaufsteuerung mit der Funktion
rspio2_Abort in den Grundzustand gebracht werden.
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R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
5.1.14 Generierung von Triggersignalen
Das Modul R&S TS-PIO2 ist in der Lage, Triggersignale auf folgenden Leitungen zu
generieren:
Tabelle 5-6: Triggerausgänge
Bezeichnung
Anmerkung
XTO1
erdbezogener TTL Ausgang XTO1 am frontseitigen Stecker
PXI0 … PXI7
PXI Triggerleitungen auf der Backplane
Damit eine Änderung auf den Triggerleitungen stattfindet, muss der ausgewählten Leitung ein Ereignis zugeordnet werden, das den Triggerpuls auslöst. Folgende Einstellungen sind möglich:
Tabelle 5-7: Ereignisse für die Ausgabe eines Triggerpulses
Bezeichnung
Anmerkung
General Purpose Trigger
Die Funktion rspio2_InitiateTrigger erzeugt auf den konfigurierten Triggerleitungen einen Puls von ca. 1 μs Länge.
Sequence Start
Beim Starten der Ablaufsteuerung wird ein Puls von ca. 1 μs Länge auf den konfigurierten Triggerleitungen generiert.
Sample Clock
In jedem Zeitschlitz der Ablaufsteuerung wird ein Puls von ca. 1 μs Länge auf den
konfigurierten Triggerleitungen generiert.
Auch die Polarität des Triggersignals kann für die einzelnen Ausgänge festgelegt werden. Die Treiberstufen für die PXI Triggerleitungen sind zusätzlich abschaltbar.
Alle Einstellungen werden mit Hilfe der Funktion
rspio2_ConfigureTriggerOutput vorgenommen.
5.1.15 Autokorrektur
Damit die hohen Genauigkeiten erreicht werden, muss unter bestimmten Umständen
ein Prozess gestartet werden, der automatisch neue Korrekturwerte ermittelt. Dieser
Prozess wird mit Hilfe der Funktion rspio2_PerformAutoCorrection durchgeführt. Die Ermittlung der Korrekturwerte nimmt dabei ca. eine Minute in Anspruch und
die Funktion wird erst beendet, wenn der Prozess abgeschlossen ist. Nach der Autokorrektur befindet sich das Modul R&S TS-PIO2 im Grundzustand.
Bei geringeren Anforderungen an die Genauigkeit kann die Funktion
rspio2_PerformFastAutoCorrection durchgeführt werden. Dieser Prozess ist
bereits nach ca. 2 Sekunden abgeschlossen.
Die Autokorrektur muss spätestens nach 24 Stunden Betriebszeit, oder wenn sich die
Temperatur auf dem Modul R&S TS-PIO2 um 5 °C ändert, durchgeführt werden. Der
Treiber überwacht diese Parameter. Mit der Funktion rspio2_QueryDeviceState
kann abgefragt werden, ob die Autokorrektur gestartet werden muss.
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
29
R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PIO2
Die Funktion rspio2_QueryDeviceState verlangt immer nach einer Autokorrektur,
wenn das Modul R&S TS-PIO2 neu eingeschaltet oder durch einen Hardware-Reset
zurückgesetzt wurde.
5.1.16 Übertemperaturschutz
Auf dem Modul R&S TS-PIO2 befinden sich vier Temperatursensoren. Wenn einer dieser Sensoren eine unzulässige Temperatur meldet, schaltet sich das Modul automatisch ab. Die Funktionen zum Verschalten der Signale und zum Aktivieren der Ausgänge liefern in diesem Zustand eine Fehlermeldung. Die vollständige Bedienung des
R&S TS-PIO2 ist erst wieder möglich, wenn die Temperatur im zulässigen Bereich ist,
und das Ansprechen der Schutzmaßnahme durch Aufruf der Funktion rspio2_reset
quittiert wurde. Mit der Funktion rspio2_QueryDeviceState kann der Zustand der
Temperaturüberwachung abgefragt werden.
5.1.17 Hinweise zum Betrieb mit gefährlichen Spannungen
Die folgenden Spannungs-Grenzwerte gelten nach der EN 61010-1 als "gefährlich
aktiv".
●
70 V DC
●
33 V ACeff
●
46.7 V ACpeak
Bei Betrieb des Analog/Digital-IO-Moduls R&S TS-PIO2 oberhalb dieser SpannungsGrenzwerte sind die Vorschriften der EN 61010-1 zu beachten.
Das Analog/Digital-IO-Modul R&S TS-PIO2 und die Test System Versatile Platform
CompactTSVP sind für eine maximale Spannung von 125 V zwischen erdfreien Messgeräten, Analogbussen und GND ausgelegt. Es muss darauf geachtet werden, dass
diese Grenze auch bei Summation von Spannungen zu keiner Zeit, also auch nicht
durch Wechselsignale, überschritten wird.
Bild 5-11 zeigt einige typische zulässige Spannungskonfigurationen zwischen Analogbussen und Masse.
Bild 5-11: Zulässige Spannungen an Analogbusleitungen
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
30
R&S®TS-PIO2
Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PDC
Aus Brandschutzgründen wird nach EN 61010-1 empfohlen, bei DC-Quellen Strom
bzw. die Leistung auf 150 VA zu begrenzen.
5.2 Funktionsbeschreibung zum Modul R&S TS-PDC
Das Rear-I/O Modul R&S TS-PDC ist als primär getakteter DC-Schaltwandler ausgeführt. Die Eingangsspannung (5 V DC) wird auf zwei sekundäre Potenziale übertragen
und über Regler auf die Nennspannung gebracht. Der Status der jeweiligen Ausgangsspannung wird durch eine LED angezeigt.
Folgende Gleichspannungen werden erzeugt:
●
+15 V DC, 0,5 A (2x)
●
-15 V DC, 0,5 A (2x)
●
+5 V DC, 0,5 A (2x)
●
+3,3 V DC, 0,25 A (2x)
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
31
R&S®TS-PIO2
Inbetriebnahme
Installation des Moduls R&S TS-PIO2
6 Inbetriebnahme
6.1 Installation des Moduls R&S TS-PIO2
Zur Installation des Einsteckmoduls R&S TS-PIO2 ist wie folgt vorzugehen:
●
Herunterfahren und Ausschalten des TSVP.
●
Auswahl eines geeigneten frontseitigen Steckplatzes. Siehe hierzu Bedienhandbuch „CompactTSVP R&S TS-PCA3“ bzw. „PowerTSVP R&S TS-PWA3“ jeweils
Kapitel „Erlaubte Modulkonfigurationen“.
●
Entfernen der entsprechenden Teilfrontplatte an der Rückseite des TSVP-Gehäuse
durch Lösen der Schrauben.
Beschädigung der Backplane durch verbogene Pins
Durch verbogene Pins kann die Backplane dauerhaft beschädigt werden.
Die Backplane-Steckverbinder sind auf verbogene Pins zu überprüfen.
Verbogene Pins müssen ausgerichtet werden.
Beim Einschieben des Einsteckmoduls ist dieses mit beiden Händen zu führen und
vorsichtig in die Backplane-Steckverbinder einzudrücken.
Korrekte Version R&S TS-PDC
Beim Einsatz in einem CompactTSVP R&S TS-PCA3 ab Seriennummer 100109 ist ein
R&S TS-PDC Modul mit mindestens Versionsstand V1.4 (Seriennummer größer
100300) erforderlich.
●
Das Einsteckmodul mit mäßigem Druck einschieben.
●
Der obere Fangstift des Einsteckmoduls muss in die rechte Bohrung, der untere in
die linke Bohrung am TSVP-Chassis geführt werden.
●
Das Einsteckmodul R&S TS-PDC ist richtig eingeschoben, wenn ein deutlicher
Anschlag zu spüren ist.
●
Die Schrauben oben und unten an der Frontplatte des Einsteckmoduls R&S TSPDC festschrauben.
Gemäß Abschnitt 6.2 das zugehörige Rear-I/O Modul R&S TS-PDC installieren.
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
32
R&S®TS-PIO2
Inbetriebnahme
Installation des Moduls R&S TS-PDC
6.2 Installation des Moduls R&S TS-PDC
Zur Installation des Einsteckmoduls ist wie folgt vorzugehen:
●
Voraussetzung ist die Installation des Einsteckmoduls R&S TS-PIO2.
●
Entsprechenden Rear-I/O-Slot zum Einsteckmodul auswählen
●
Entfernen der entsprechenden Teilfrontplatte an der Rückseite des TSVP-Gehäuse
durch Lösen der Schrauben.
Beschädigung der Backplane durch verbogene Pins
Durch verbogene Pins kann die Backplane dauerhaft beschädigt werden.
Die Backplane-Steckverbinder sind auf verbogene Pins zu überprüfen.
Verbogene Pins müssen ausgerichtet werden.
Beim Einschieben des Einsteckmoduls ist dieses mit beiden Händen zu führen und
vorsichtig in die Backplane-Steckverbinder einzudrücken.
●
Einschieben des Einsteckmoduls mit mäßigem Druck.
●
Das R&S TS-PDC Modul muss besonders vorsichtig eingeschoben werden, damit
der Stecker korrekt in die Führung des Steckerbinders in der Backplane eingeführt
wird und nicht beispielsweise versetzt. Die kurzen Leiterplattenführungen allein
gewährleisten keine absolut sichere Führung.
●
Mehrere benachbarte R&S TS-PDC Module sollten immer in der Reihenfolge „von
links nach rechts“ eingeschoben und in umgekehrter Reihenfolge herausgezogen
werden. Wegen der Enge ist darauf zu achten, dass keine Bauteile auf der Lötseite
der Baugruppe beschädigt werden.
●
Das R&S TS-PDC ist richtig eingeschoben, wenn ein deutlicher Anschlag zu spüren ist.
●
Die Schrauben oben und unten an der Frontplatte des R&S TS-PDC festschrauben.
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
33
R&S®TS-PIO2
Software
Soft Panel
7 Software
7.1 Treibersoftware
Für die Funktionen des Analog/Digital-IO-Moduls R&S TS-PIO2 steht ein LabWindows
IVI Treiber zur Verfügung, der die Klasse IVI SWTCH für die Schaltfunktionen unterstützt. Der Treiber ist Bestandteil der ROHDE & SCHWARZ GTSL-Software. Alle
Funktionen des Treibers sind in der Online-Hilfe und in den LabWindows/CVI FunctionPanels ausführlich dokumentiert.
Bei der Treiberinstallation werden die folgenden Softwaremodule installiert:
Tabelle 7-1: Treiberinstallation R&S TS-PIO2
Modul
Pfad
Anmerkung
rspio2.dll
<GTSL Verzeichnis>\
Bin
Treiber
rspio2.hlp
<GTSL Verzeichnis>\
Bin
Hilfedatei
rspio2.fp
<GTSL Verzeichnis>\
Bin
LabWindows CVI-Function-Panel-File, Function-Panels für
CVI-Entwicklungsumgebung
rspio2.sub
<GTSL Verzeichnis>\
Bin
LabWindows CVI-Attribute-Datei. Diese Datei wird von
einigen „Function Panels“ benötigt.
rspio2.lib
<GTSL Verzeichnis>\
Bin
Import-Bibliothek
rspio2.h
<GTSL Verzeichnis>\
Include
Header-Datei zum Treiber
/
rspio2.chm
Zum Betrieb des Treibers sind die IVI- und VISA-Bibliotheken von National Instruments
notwendig.
7.2 Soft Panel
Für das Analog/Digital-IO-Modul R&S TS-PIO2 steht ein Soft Panel zur Verfügung
(Bild 7-1). Das Soft Panel setzt auf den IVI Treiber auf. Das Soft Panel ermöglicht die
interaktive Bedienung des Moduls. Die Ausgabe der Messwerte erfolgt grafisch.
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
34
R&S®TS-PIO2
Software
Soft Panel
Bild 7-1: Soft Panel R&S TS-PIO2
Die Bedienung der Softpanels ist in der Software Description R&S GTSL beschrieben.
Die Verschaltung der Signalpfade der R&S TS-PIO2 kann ebenfalls über das Soft
Panel festgelegt werden (Bild 7-2).
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
35
R&S®TS-PIO2
Software
Soft Panel
Bild 7-2: Soft Panel R&S TS-PIO2 Verschaltung
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
36
R&S®TS-PIO2
Software
Programmierbeispiel R&S TS-PIO2
Bild 7-3: Soft Panel R&S TS-PIO2 Messergebnisse
7.3 Programmierbeispiel R&S TS-PIO2
/*
This example connects all channels to the front connector, configures
the channels and starts the output/acquisition sequence.
Error handling is not considered in this sample in order to
keep it easy to read. The return status should be checked for
VI_SUCCESS after each driver call.
*/
#include <ansi_c.h>
#include "rspio2.h"
#define SAMPLE_COUNT
16
#define SAMPLE_INTERVAL
1E-3
static ViChar * s_pGrpName[] =
{
"GRP_A",
"GRP_B",
"GRP_C",
"GRP_D"
};
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
37
R&S®TS-PIO2
Software
Programmierbeispiel R&S TS-PIO2
static ViUInt16 s_digiStim[SAMPLE_COUNT];
static ViUInt16 s_digiResp[SAMPLE_COUNT];
static ViReal64 s_waveform[SAMPLE_COUNT];
static ViReal64 s_measResult[SAMPLE_COUNT];
int main (int argc, char *argv[])
{
ViSession vi;
ViStatus
status;
ViReal64
result;
ViChar
chName[5], ch1[8], ch2[8];
ViInt32
idx;
/*
open a session to the device driver. The resource descriptor
depends on the slot number of the module and must be adapted
to the target system.
*/
status = rspio2_InitWithOptions ("CAN0::0::2::7::INSTR",
VI_TRUE,
VI_TRUE,
"Simulate=0,RangeCheck=1",
&vi);
/* configure sample count and interval */
status = rspio2_ConfigureSampling (vi, SAMPLE_COUNT, SAMPLE_INTERVAL);
/* fill stimulus buffer */
for (idx = 0; idx < SAMPLE_COUNT; idx++)
{
s_digiStim[idx] = idx;
/* counter */
s_waveform[idx] = idx * (10.0 / SAMPLE_COUNT);
/* ramp */
}
/* upload samples */
status = rspio2_SetDigitalDynamicMemory (vi, SAMPLE_COUNT, s_digiStim);
status = rspio2_SetAnalogWaveformMemory (vi, SAMPLE_COUNT, s_waveform);
/* configure voltage mesurement at CH16 */
status = rspio2_ConfigureAnalogMeasurement (vi, "CH16", 14.0);
/* configure square wave generation on CH9 and CH10 */
status = rspio2_ConfigureSquareWave (vi, "GRP_C", 2000, 50);
/* generate trigger puls at XTO1 when output/acquisition sequence starts */
status = rspio2_ConfigureTriggerOutput (vi, RSPIO2_TRIG_MASK_XTO1,
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
38
R&S®TS-PIO2
Software
Programmierbeispiel R&S TS-PIO2
RSPIO2_VAL_TRIG_SEQ_START, 0,
RSPIO2_TRIG_MASK_XTO1);
/* configure module earth tied (connect AGND to GND) */
status = rspio2_ConfigureGround (vi, VI_TRUE);
/* connect AGND to front connector */
status = rspio2_Connect (vi, "AGND", "LO");
/* connect all output channel to front connector */
for (idx = 1; idx <= 16; idx++)
{
sprintf(chName, "CH%d", idx);
status = rspio2_ConfigureOutputMux (vi, chName,
RSPIO2_VAL_OUTMUX_MODE_OUT1);
}
/* connect all input channel to front connector */
for (idx = 1; idx <= 16; idx++)
{
sprintf(ch1, "CH%d_IN", idx);
sprintf(ch2, "CH%d_1", idx);
status = rspio2_Connect (vi, ch1, ch2);
}
/* wait until relays have settled; timeout 500 ms */
status = rspio2_WaitForDebounce (vi, 500.0);
/* configure channel 1 to 8 to mode digital dynamic */
for (idx = 1; idx <= 8; idx++)
{
sprintf(chName, "CH%d", idx);
status = rspio2_ConfigureChannelMode (vi, chName,
RSPIO2_VAL_CH_MODE_DIGITAL_DYNAMIC);
}
/* configure channel 9 to 10 to mode square wave */
for (idx = 9; idx <= 10; idx++)
{
sprintf(chName, "CH%d", idx);
status = rspio2_ConfigureChannelMode (vi, chName,
RSPIO2_VAL_CH_MODE_SQUAREWAVE);
}
/* configure channel 11 to 12 to mode digital static */
for (idx = 11; idx <= 12; idx++)
{
sprintf(chName, "CH%d", idx);
status = rspio2_ConfigureChannelMode (vi, chName,
RSPIO2_VAL_CH_MODE_DIGITAL_STATIC);
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
39
R&S®TS-PIO2
Software
Programmierbeispiel R&S TS-PIO2
}
/* configure channel 16 to mode waveform */
status = rspio2_ConfigureChannelMode (vi, "CH16",
RSPIO2_VAL_CH_MODE_WAVEFORM);
/* configure current limit for the extented channels */
status = rspio2_ConfigureChannelCurrentLimit (vi, "CH4", 10.0e-3);
status = rspio2_ConfigureChannelCurrentLimit (vi, "CH8", 10.0e-3);
status = rspio2_ConfigureChannelCurrentLimit (vi, "CH12", 10.0e-3);
status = rspio2_ConfigureChannelCurrentLimit (vi, "CH16", 10.0e-3);
/* configure output high level to 3.3 V and square wave low level to 0 V */
for (idx = 1; idx <= 12; idx++)
{
sprintf(chName, "CH%d", idx);
status = rspio2_ConfigureChannelLevels (vi, chName, 3.3, 0.0);
}
/* configure output level for the analog channels */
status = rspio2_ConfigureChannelLevels (vi, "CH13",
3.3, 0.0);
status = rspio2_ConfigureChannelLevels (vi, "CH14",
5.0, 0.0);
status = rspio2_ConfigureChannelLevels (vi, "CH15", 12.0, 0.0);
/*
configure group A, B, C for digital IO:
output digital low level
0.0 V
input digital high threshold 2.0 V
input digital low threshold
0.8 V
*/
for (idx = 0; idx <= 2; idx++)
{
rspio2_ConfigureGroup (vi, s_pGrpName[idx], 0.0, 2.0, 0.8);
}
/* set pattern for the digital static channel CH11 and CH12 */
status = rspio2_SetDigitalOutputState (vi, 0x0C00, 0x0800);
/* enable square wave */
status = rspio2_SquareWaveEnabled (vi, 0x4, 0x4);
/* start output/acquisition sequence with immediate trigger */
status = rspio2_Initiate (vi);
/* fetch the measurement results */
{
ViInt32 actualPoints;
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
40
R&S®TS-PIO2
Software
Programmierbeispiel R&S TS-PIO2
ViInt32 maxTime = SAMPLE_COUNT * SAMPLE_INTERVAL * 1000;
status = rspio2_FetchDigital (vi, maxTime, SAMPLE_COUNT,
s_digiResp, & actualPoints);
status = rspio2_FetchAnalog (vi, maxTime, SAMPLE_COUNT,
s_measResult, & actualPoints);
}
/* disable square wave generation */
status = rspio2_SquareWaveEnabled (vi, 0x4, 0x0);
/* disable all outputs */
for (idx = 1; idx <= 16; idx++)
{
sprintf(chName, "CH%d", idx);
/* set output high level to 0 V */
status = rspio2_ConfigureChannelLevels (vi, chName,
0.0, 0.0);
/* select output high level */
status = rspio2_ConfigureChannelMode (vi, chName,
RSPIO2_VAL_CH_MODE_ANALOG);
/* disconnect output channel */
status = rspio2_ConfigureOutputMux (vi, chName,
RSPIO2_VAL_OUTMUX_MODE_OPEN);
}
/* disconnect the rest */
status = rspio2_DisconnectAll (vi);
/* configure module earth free again */
status = rspio2_ConfigureGround (vi, VI_FALSE);
/* reset module, close the driver session */
status = rspio2_close (vi);
return 0;
}
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
41
R&S®TS-PIO2
Selbsttest
Einschalttest
8 Selbsttest
Das R&S TS-PIO2 besitzt integrierte Selbsttestfähigkeit. Folgende Tests sind implementiert:
●
LED-Test
●
Einschalttest
●
TSVP-Selbsttest
8.1 LED-Test
Nach dem Einschalten leuchten alle drei LEDs für ca. drei Sekunden auf. Dies signalisiert, dass die dafür benötigten Versorgungsspannungen anliegen und alle LEDs in
Ordnung sind. Folgende Aussagen können über die verschiedenen Anzeigezustände
gemacht werden:
Tabelle 8-1: Aussagen zum LED-Test
LED
Beschreibung
eine einzelne LED
leuchtet nicht
Hardwareproblem auf dem Modul
alle LEDs leuchten
nicht
+5 V-Versorgungsspannung fehlt
LED defekt
8.2 Einschalttest
Parallel zum LED-Test verläuft der Einschalttest. Wird dabei ein Fehler auf dem Modul
entdeckt, wird dies durch Leuchten der roten LED angezeigt. Der Test beschränkt sich
auf die Überprüfung der Kommando-Schnittstelle und der Firmware des R&S TS-PIO2.
Folgende Aussagen können über die verschiedenen Anzeigezustände der roten und
grünen LED nach dem LED-Test gemacht werden:
Tabelle 8-2: Aussagen zum Einschalttest
LED
Beschreibung
PWR LED (grün) an
alle Versorgungsspannungen vorhanden
PWR LED (grün) aus
mindestens eine Versorgungsspannung von Modul R&S TS-PIO2 oder Modul
R&S TS-PDC fehlt
ERR LED (rot) aus
es liegt kein Fehler vor
ERR LED (rot) an
Hardwarefehler liegt vor (Prozessor startet nicht)
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
42
R&S®TS-PIO2
Selbsttest
TSVP-Selbsttest
Bei Diagnosen die auf eine fehlerhafte Versorgungsspannung hinweisen sind die LEDs
des zugehörigen Rear-I/O Moduls R&S TS-PDC einer Sichtkontrolle zu unterziehen.
Bestätigt sich der Ausfall einer Versorgungsspannung, so ist das Modul R&S TS-PDC
auszutauschen.
8.3 TSVP-Selbsttest
Im Rahmen des TSVP-Selbsttests wird ein tiefgehender Test des Analog/ Digital-IOModuls R&S TS-PIO2 durchgeführt und ein ausführliches Protokoll generiert. Dies
geschieht über die "Selbsttest Support Library".
Das Modul R&S TS-PSAM wird als Messeinheit im TSVP-Selbsttest verwendet. Durch
Messungen über den Analogbus wird die Funktion der Module im System sichergestellt.
Dabei wird zunächst der Analogbus auf unzulässige Spannungen geprüft. Nach einer
Isolationsmessung zwischen den Bussen werden alle Relais (Coupling-, Matrix-, Multiplexerrelais) geprüft. Es folgen Messungen an allen zugänglichen Komponenten des
Moduls. Abschließend wird, falls möglich, die Triggerung über PXI-Leitungen überprüft.
Informationen zum Starten des Selbsttests und zur Reihenfolge der notwendigen
Arbeitsschritte sowie eine detaillierte Beschreibung der geprüften Parameter und
Abläufe befindet sich im Service Manual R&S CompactTSVP / R&S PowerTSVP.
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
43
R&S®TS-PIO2
Schnittstellenbeschreibung
Schnittstellenbeschreibung R&S TS-PIO2
9 Schnittstellenbeschreibung
9.1 Schnittstellenbeschreibung R&S TS-PIO2
9.1.1 Steckverbinder X1
Bild 9-1: Steckverbinder X1 (Ansicht: Steckseite)
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
44
R&S®TS-PIO2
Schnittstellenbeschreibung
Schnittstellenbeschreibung R&S TS-PIO2
Bild 9-2: Belegung X1
9.1.2 Steckverbinder X20
Bild 9-3: Steckverbinder X20 (Ansicht: Steckseite)
NC = not connected, NP = not populated
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
45
R&S®TS-PIO2
Schnittstellenbeschreibung
Schnittstellenbeschreibung R&S TS-PIO2
Bild 9-4: Belegung X20
9.1.3 Steckverbinder X10
Stecker-Typ DIN 41612, 96 pin, female
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
46
R&S®TS-PIO2
Schnittstellenbeschreibung
Schnittstellenbeschreibung R&S TS-PIO2
Bild 9-5: Steckverbinder X10 (Ansicht: Frontplatte)
Tabelle 9-1: Belegung frontseitiger Stecker X10 (Ansicht Frontplatte)
A
B
C
1
CH1_OUT1
CH2_OUT1
CH3_OUT1
2
CH1_1R
CH2_1R
CH3_1R
3
CH1_1
CH2_1
CH3_1
4
CH1_2
CH2_2
CH3_2
5
LO
LO
LO
6
LO
CH4_1
CH4_SHI
7
CH4_OUT1
CH4_2
CH4_SLO
8
CH4_1R
CH6_OUT1
CH7_OUT1
9
CH5_OUT1
CH6_1R
CH7_1R
10
CH5_1R
CH6_1
CH7_1
11
CH5_1
CH6_2
CH7_2
12
CH5_2
LO
LO
13
LO
LO
CH8_SHI
14
CH8_OUT1
CH8_1
CH8_SLO
15
CH8_1R
CH8_2
CH11_OUT1
16
CH9_OUT1
CH10_OUT1
CH11_1R
17
CH9_1R
CH10_1R
CH11_1
18
CH9_1
CH10_1
CH11_2
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
47
R&S®TS-PIO2
Schnittstellenbeschreibung
Schnittstellenbeschreibung R&S TS-PIO2
A
B
C
19
CH9_2
CH10_2
LO
20
LO
LO
LO
21
CH12_OUT1
CH12_1
CH12_SHI
22
CH12_1R
CH12_2
CH12_SLO
23
CH13_OUT1
CH14_OUT1
CH15_OUT1
24
CH13_1R
CH14_1R
CH15_1R
25
CH13_1
CH14_1
CH15_1
26
CH13_2
CH14_2
CH15_2
27
LO
LO
LO
28
CH16_OUT1
CH16_1
LO
29
CH16_1R
CH16_2
CH16_SHI
30
GND
GND
CH16_SLO
31
GND
GND
GND
32
XTO1
XTI1
CHA_GND
Das Signal CHA_GND ist mit der Frontplatte der Baugruppe und über zwei 10 nF Kondensatoren mit GND verbunden. Die Frontplatte selbst hat keine direkte Verbindung zu
GND. Bei Anschluss eines Prüflings soll Prüflings-GND an GND angeschlossen werden. GND und CHA_GND zur Vermeidung von Brummschleifen nicht verbinden.
9.1.4 Steckverbinder X30
Bild 9-6: Steckverbinder X30 (Ansicht: Steckseite)
Tabelle 9-2: Belegung Steckverbinder X30
Pin
E
D
C
B
A
7
6
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
GND
48
R&S®TS-PIO2
Schnittstellenbeschreibung
Schnittstellenbeschreibung R&S TS-PDC
Pin
E
D
5
ABC1
C
B
A
ABA1
4
ABB1
3
ABC2
ABB2
2
ABA2
1
ABD2
ABD1
9.2 Schnittstellenbeschreibung R&S TS-PDC
Bild 9-7: Steckverbinder X20 (Ansicht: Steckseite R&S TS-PDC)
Pin
22
21
20
19
18
17
16
15
14
13
12
11
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1
Pin
Z
GND
GND
GND
GND
GND
GND
GND
GND
A
B
C
D
E
GND or NC *3)
+5V
*1)
GND
+5V
*1)
GND
+5V *2)
GND
+5V
*1)
J20
GND or NC *4)
+5V *2)
GND
+5V *2)
+5V *2)
GND
+5V
*1)
NC
NC
NP
+15V_1
-15V_1
+5V_1
+3.3V_1
COM_1
+15V_2
-15V_2
+5V_2
+3.3V_2
COM_2
COM_1
COM_1
COM_1
COM_1
COM_1
COM_2
COM_2
COM_2
COM_2
COM_2
NP
NC
NC
NC
NC
NC
C
O
N
N
E
C
T
O
R
NC
NC
GND
GND
GND
Z
GND
RRST#
RSCLK
*1)
*2)
*3)
*4)
RSDI
RCS#
GND
A
B
+5V
C
D
*1)
E
TS-PDC Version 1.0 is supplied via these pins from +5V, for backplanes up to Version 3.x
TS-PDC Version 1.1 or higher is supplied via these pins or pins from *1)
TS-PDC Version 1.3 or higher: This pin is not connected
TS-PDC Version 1.4 or higher: This pin is not connected
Bild 9-8: Belegung Steckverbinder X20 (R&S TS-PDC)
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
49
R&S®TS-PIO2
Technische Daten
10 Technische Daten
Die technischen Daten des Analog/Digital-IO-Modul 2 R&S TS-PIO2 sind in den
entsprechenden Datenblättern angegeben.
Bei Diskrepanzen zwischen Angaben in diesem Bedienhandbuch und den Werten im
Datenblatt gelten die Datenblattwerte.
Bedienhandbuch 1506.7208.11 ─ 06
50
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