Waldorf | XTk | MWII/XT/XTk Manual 2.3 D

Bedienungsanleitung
User's Manual
Produktgarantie / Product Warranty
➤ Vielen Dank für den Kauf dieses Waldorf Produktes. Es zeichnet sich durch ➤ Thank you for choosing this Waldorf product. It is a dependable device and
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Zuverlässigkeit und Langlebigkeit aus. Dennoch können Material- oder
Verarbeitungsfehler nicht völlig ausgeschlossen werden. Daher bieten wir
Ihnen eine verlängerte Garantie. Damit Garantieleistungen in Kraft treten,
müssen Kaufrechnung und Garantiekarte vollständig ausgefüllt innerhalb
von 14 Tagen zurückgesandt werden. Diese Garantie erstreckt sich auf alle
Defekte in Material und Verarbeitung für den Zeitraum von 1 Jahr ab Kauf
des Produktes. Während der Garantiezeit ersetzt oder repariert Waldorf
Electronics das durch Waldorf Electronics oder ein autorisiertes Service
Zentrum als defekt befundene Produkt, ohne dem Kunden Material- oder
Arbeitsaufwand in Rechnung zu stellen.
Um die Garantie in Anspruch zu nehmen, muß sich der Kunde zunächst
telefonisch mit dem zuständigen Vertrieb in Verbindung setzen. Produkte,
die ohne vorherige Absprache eingesandt werden, können nicht kostenfrei
ausgetauscht bzw. repariert werden.
Das Produkt muß frei und versichert in Originalverpackung eingesandt
werden. Detaillierte Fehlerbeschreibungen sind beizufügen. Unfrei und/oder
nicht originalverpackt eingesandte Produkte gehen ungeöffnet zurück.
Waldorf Electronics behält sich vor, das eingesandte Produkt auf den neusten
Stand der Technik zu bringen, wenn dies erforderlich sein sollte.
Diese Garantie deckt keine Defekte ab, die durch unsachgemäße
Behandlung oder Eingriffe von unautorisierten Personen verursacht wurden
und ist beschränkt auf die Behebung von Defekten, die während der
normalen Nutzung durch Material- oder Verarbeitungsfehler aufgetreten
sind.
is designed to last. However, the potential for defects in material or
workmanship cannot be eradicated completely. This is why we provide an
extended warranty for you.
To ensure your unit has full warranty coverage, mail the receipt and the fully
completed warranty card back within 14 days of purchase.
This warranty covers all defects in material and workmanship for a period of
one year from the date of original purchase. During this time, Waldorf
Electronics will repair or replace the product without charge for materials or
labor, provided the product was first inspected and found faulty by Waldorf
Electronics or an authorized service center. You must first contact your dealer
or distributor by telephone. Products that were mailed without prior
agreement cannot be exchanged or repaired free of charge.
The unit must be insured and sent prepared in its original package. Please
include a detailed description of the defect. Products that were not send
prepared or in the original package will be returned unopened.
Waldorf Electronics reserves the right to upgrade the unit with the latest
technological advances if necessary.
This warranty does not cover defects due to abuse, operation under other
than specified conditions, or repair by unauthorized persons. The warranty
covers only those malfunctions caused by material or workmanship defects
that occur during normal operation.
Bitte schicken Sie die Garantiekarte vollständig ausgefüllt zusammen mit
einer Kopie der Kaufrechnung zurück, um die Produktgarantie in Anspruch
nehmen zu können.
Please fill out this warranty card completely, include a copy of the purchase
receipt and send the two items to us in order to ensure the warranty is valid.
Garantiekarte / Warranty Card
Name / Name:
Straße / Street:
PLZ, Wohnort / ZIP Code, City:
Waldorf Electronics
Support Department
Neustraße 9-12
53498 Waldorf
Germany
Land / Country:
Telefon / Telephone:
Telefax / Facsimile:
Produkt / Product:
micro
S Y N T H E S I Z E R
micro
micro
Sonderausstattungen / Custom features:
S Y N T H E S I Z E R
Seriennummer / Serial number:
Kaufdatum / Purchase date:
Sonstige verwendete Geräte / Other used equipment:
Name Ihres Händlers / Name of your dealer:
Ort Ihres Händlers / City of your dealer:
Produktunterstützung / Product Support
Wenn Sie Fragen zu Ihrem Waldorf Produkt haben, gibt es vier
Möglichkeiten, uns zu kontaktieren:
If you have any questions about your Waldorf product, feel free to contact us
via one of the four options listed below.
1
Schicken Sie uns eine E-Mail. Das ist der mit
Abstand effizienteste und schnellste Weg, uns zu
erreichen. Ihre Fragen können sofort an die
richtige Stelle weitergeleitet und innerhalb
kürzester Zeit beantwortet werden.
info@waldorf-gmbh.de
Send us an e-mail message. This is the most
efficient and fastest way to contact us. Your
questions will be forwarded immediately to the
resident expert and you will quickly receive an
answer.
2
Senden Sie uns ein Telefax. Fast so schnell wie EMail, allerdings für Sie und uns weniger
komfortabel.
+49-(0)2636-976499
Send us a fax. This is as fast as e-mail, but not
quite as comfortable for you and us.
3
Schicken Sie uns einen Brief. Etwas langsamer,
dafür jedoch genauso zuverlässig wie ein
Telefax.
Waldorf Electronics
Neustraße 9-12
53498 Waldorf, Germany
Send us a letter. It will take a bit longer, but it is
just as dependable as a fax.
4
Und wenn es ganz dringend ist, rufen Sie uns an.
Wir versuchen, Ihre Fragen möglichst sofort zu
beantworten.
+49-(0)2636-976464
If you’re in big hurry, call us, we’ll try to answer
your questions right away.
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Inhalt
Bedienelemente und Anschlüsse des MicroWave II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Zusätzliche Bedienelemente des MicroWave XT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Zusätzliche Bedienelemente des XTk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Über dieses Handbuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Verwendete Symbole . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Kennzeichnung von Bedienelementen und Parametern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Allgemeine Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Prüfen des Lieferumfangs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Aufstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Anschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Analogeingang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Schnelleinstieg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Bedienung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Ein- und Ausschalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Einschalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Ausschalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Einstellen der Gesamtlautstärke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Auswahl von Programmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Auswahl zwischen Sound- und Multi-Betriebsart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Verändern von Parametern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Editierpuffer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Vergleichen von Programmen – Compare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Verwerfen der Editierungen – Recall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Speichern von Programmen – Store . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Die Play Access-Seite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Panic-Funktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Erzeugen eines Zufallsprogramms . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Initialisierung von Programmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Verändern von Parametern am MicroWave XT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Umschaltung der Oktavlage beim XTk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Über die Wavetable-Synthese . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Sound-Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Funktionsübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Oszillatoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Oszillator 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Oszillator 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Waves . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Wave 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Wave 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Quality . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Mischer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Play Access-Seite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Filter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Filter 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Filtertypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Filter 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Lautstärke und Panorama . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
Lautstärke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
Panorama . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
Effekte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Portamento und Glissando . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Trigger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
Arpeggiator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
5
Hüllkurven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
Filter-Hüllkurve . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
Lautstärke-Hüllkurve . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
Wave-Hüllkurve . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
Freie Hüllkurve . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
Niederfrequenz-Oszillatoren (LFOs) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
LFO 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
LFO 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
Modifier und Modulationsmatrix . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
Delay-Modifier . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
Modifier-Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
Modulationsmatrix . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89
Programmname . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
Multi-Betriebsart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
Multi-Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
Instrument-Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
Auswahl eines Instrumentes zur Bearbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
Programmauswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
Stimmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Tastatur- und Velocity-Bereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
Arpeggiator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
Globalparameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
MIDI-Steuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Auswahl von Programmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Beeinflussung des Klangverhaltens über MIDI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Controller als Modulationsquellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Veränderung von Sound-Parametern über Controller . . . . . . . . . . . . . . . 101
Tonhöhenbeugung durch Pitchbend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Aftertouch und Poly Pressure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Systemexklusive Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Systemexklusive Datenübertragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
Senden systemexklusiver Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
Empfangen systemexklusiver Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
Weitere Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Aktualisieren der Betriebssoftware . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Konvertieren von MicroWave-Programmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
Zuordnung der MIDI Controller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
Systemexklusives Datenformat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110
Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
MIDI Implementation Chart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127
Abbildungen
Abb.
Abb.
Abb.
Abb.
1: Anschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2: Parameterseiten . . . . . . . . . . . . . . . .
3: Blockdiagramm für Sound-Programme
4: Vorgegebene Arpeggiator-Muster . . . .
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14
27
41
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46
52
85
86
90
Tabellen
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
6
1: Wavetable-Übersicht . . . .
2: Play Access-Abkürzungen
3: Modulationsquellen . . . .
4: Modifier-Funktionen . . . .
5: Modulationsziele . . . . . .
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Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Bedienelemente und Anschlüsse des MicroWave II
Frontseite
햲
햳
햴
햵
Sound
Osc.1
Play
Multi
Filter 1
Osc.2
Filter 2
Wave 1
Amplifier
Wave 2
Pan
Quality
Glide
Mix
Filter Env.
Volume Env.
Wave Env.
Free Env.
LFO 1
LFO 2
Modifiers
Mod Matrix
Name
Trigger
Arpeggiator
Play Access
Volume
Tempo
Controls
Name
Instrument
Sound
Tune
Range
Arpeggiator
Global
MIDI
Controls
Volume
Tables
Standby
Tune
System
micro
Power
S Y N T H E S I Z E R
Shift
Instrument
Sound / Multi
Store
햾
햽
햻
Recall
Compare
햺
Undo
햹
햸
Utility
햷
햶
햹 Anwahltaster für Sound-Parameter.
Zweitfunktion Compare
햲 MIDI-Aktivitätsanzeige
햳 Anzeigefeld
햴 Auswahlrad für Klangprogramme
und Parameterseiten
햵 Aufdruck der Parameterseiten
햺 Anwahltaster für Multi-/InstrumentParameter.
Zweitfunktion Recall
햻 Anwahltaster für Global-Parameter.
Zweitfunktion Store
햶 Netzschalter mit
Bereitschaftsanzeige Standby
햷 Anwahltaster für Sound-Parameter.
Zweitfunktion Utility
햽 Play-Taster zum Aktivieren der
Play-Betriebsart.
Zweitfunktion Shift
햸 Anwahltaster für Sound-Parameter.
Zweitfunktion Undo
햾 Drehregler zur
Parametereinstellung
Rückseite
micro
S Y N T H E S I Z E R
POWER
MAIN OUT
SUB OUT
12V DC 900mA
Left / Stereo Right / Mono
Left / Stereo Right / Mono
-
+
MIDI
In
Thru
Made in Germany
Out
!
This device complies
to the FCC rules part
쐃
쐇 쐋 쐏 쐄
쐂
쐆
C A U T I O N
!
To reduce the risk of electric shock, do not remove cover. No userserviceable parts inside. Refer servicing to qualified service
personnel.
Vorsicht! Gerät nicht öffnen. Gefahr eines Stromschlages.
쐊
쐃 Power-Buchse DC 12V mit
Zugentlastung
쐇 Main Out Left/Stereo-Ausgang
쐋 Main Out Right/Mono-Ausgang
쐏 Sub Out Left/Stereo-Ausgang
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
쐄 Sub Out Right/Mono-Ausgang
쐂 MIDI In-Buchse
쐆 MIDI Thru-Buchse
쐊 MIDI Out-Buchse
7
Zusätzliche Bedienelemente des MicroWave XT
Der MicroWave XT besitzt dieselben Bedienelemente und Anschlüsse wie der
MicroWave II. Zusätzlich bietet er jedoch getrennte Regler für die meisten Parameter. Die
auf dieser Seite markierten Positionen bezeichnen spezielle Elemente, die nur auf dem
MicroWave XT vorhanden sind.
Frontseite
Sound
Osc.1
Osc.2
Wave 1
Wave 2
Quality
Play
Multi
Filter 1
Filter2
Amplifier
Pan
Effect
Glide
Trigger
Arpeggiator
Mix
Play Access
Filter Env.
Volume Env.
Wave Env.
Free Env.
LFO 1
LFO 2
Modifiers
Mod Matrix
Name
Volume
Tempo
Controls
Name
Instrument
Sound
Tune
Range
Arpeggiator
Global
MIDI
Controls
Volume
Tables
Standby
Tune
System
micro
micro
Y N
N TT H
H E
E S
S II Z
Z E
E R
R
SS Y
Sound / Multi
Oscillator 1
Wave 1
Semitone
Octave
Startwave
FM Amount
Detune
Power
Shift
Instrument
Env. Amount
Oscillator 2
Filter
Cutoff
Wave 1
Ringmod
Keytrack
Wave 2
Semitone
Detune
Sync
Startwave
Env. Amount
Amplifier
Recall
LFO 1
Compare
Undo
Utility
LFO 2
Mod Amount
Glide
Resonance
Type
Volume
Speed
Speed
Mod 1
Time
Env. Amount
Env. Velocity
Env. Velocity
Shape
Shape
Mod 2
Active
Main Volume
Envelopes
Wavetable
Octave
Store
Mixer
Wave 2
Noise
Level 4
Wave 1-4
Time 1
Level 1
Time 2
Level 2
Time 3
Level 3
Time 4
Wave 5-8
Time 5
Level 5
Time 6
Level 6
Time 7
Level 7
Time 8
Level 8
Free Env
Time 1
Level 1
Time 2
Level 2
Time 3
Sustain
Release
Rel.Level
F ilter
Amplifier
Attack
Decay
Sustain
Release
Attack
Decay
Sustain
Release
햿
햿 Main Volume-Drehregler zum Einstellen der Gesamtlautstärke.
Rückseite
micro
12V DC 900mA
-
+
POWER
Made in Germany
S Y N T H E S I Z E R
!
C A U T I O N
!
To reduce the risk of electric shock, do not remove cover. No userserviceable parts inside. Refer servicing to qualified service personnel.
MAIN OUT
SUB OUT
Left / Stereo Right / Mono
Left / Stereo Right / Mono
ANALOG IN
MIDI
In
Thru
This device complies to
the FCC rules part 15
Out
Vorsicht! Gerät nicht öffnen. Gefahr eines Stromschlages. Servicearbeiten nur von geschultem Fachpersonal durchführen lassen!
쐎
쐎 Analog In-Buchse zum Bearbeiten externer Audiosignale
8
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Zusätzliche Bedienelemente des XTk
Der XTk besitzt dieselben Bedienelemente und Anschlüsse wie der MicroWave XT.
Zusätzlich bietet er jedoch eine 4-Oktaven-Tastatur mit Pitchbend- und Modulationsrad
sowie eine numerische Tastatur zur Programmauswahl. Die auf dieser Seite markierten
Positionen bezeichnen spezielle Elemente, die nur auf dem XTk vorhanden sind.
Frontseite
헃
헂
헁
헀
헀 Tastatur
헁 Numerische Tasten zur Programmauswahl
헂 Select-Taste mit Hold-Leuchtdiode
헃 Spielhilfen-Sektion mit Pitchbendrad, Modulationsrad und Octave Up / Octave
Down-Tasten
Rückseite
쐅
쐅 Pedal / CV In-Buchsen zum Anschluß von Fußpedalen und analogen
Steuerspannungen
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
9
Vorwort
Vielen Dank für den Kauf des MicroWave II/XT/XTk. Sie besitzen nun einen WavetableSynthesizer, der eine außergewöhnliche Vielfalt an einzigartigen Klängen bietet.
Um einen langen und problemlosen Betrieb dieses Instruments zu gewährleisten, bitten wir
Sie, dieses Bedienungshandbuch sorgfältig durchzulesen.
Software:
Stefan Stenzel, Niels A. Moseley, Jürgen Fornoff
Hardware:
Thomas Kircher
Design:
Axel Hartmann
Text und Layout:
Oliver Rockstedt
Revisionsdatum:
25.10.99
Besonderer Dank gilt:
Wolfgang Düren, Axel Hartmann, Frank Schneider, Wolfram Franke, Erna Moormann, Beate
Walkowiak, Achim Lenzgen, Claudia Nähring, Martin Neideck, Philipp Dahlhausen, Birger
Degen, Michael Haydn, Dr. Georg Müller, Drew Neumann, Holger "Tsching" Steinbrink,
Gunther Gräfe, Kurt "Lu" Wangard, H.-P. "Bonni" Bonnenberg, Frank Müller, Hubertus
"Hubi" Weller, Sigi Barishi, Holger Bahr, Jörg Hüttner, Piera Caccia, Evi Mognol, Mike
Caroll, Steffi vom Berg, Cordula Müller, Sabine Weiland, Achim Flor, Thilo Kloft, Martin
Herbst, Alex Sauff, Geoff Farr… und allen anderen, die wir hier vergessen haben.
Ganz besonderen Dank an die FSF fuer den GNU Compiler gcc.
Waldorf Electronics GmbH übernimmt für Fehler, die in dieser Bedienungsanleitung
auftreten können, keinerlei Verantwortung. Der Inhalt dieser Anleitung kann ohne
Vorankündigung geändert werden. Bei der Erstellung dieser Anleitung wurde mit aller
Sorgfalt gearbeitet, um Fehler und Widersprüche auszuschließen. Waldorf Electronics
GmbH übernimmt keine Garantien für dieses Handbuch, außer den von den
Handelsgesetzen vorgeschriebenen.
Dieses Handbuch darf ohne Genehmigung des Herstellers – auch auszugsweise – nicht
vervielfältigt werden.
Waldorf Electronics GmbH, Neustraße 12, D-53498 Waldorf, Germany
10
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Über dieses Handbuch
Dieses Handbuch soll Ihnen den Einstieg in den Waldorf MicroWave II/XT/XTk erleichtern.
Darüber hinaus soll es auch dem erfahrenen Benutzer Hilfestellung bei der täglichen Arbeit
leisten.
Zur Vereinfachung sind alle technischen Bezeichnungen in dieser Anleitung entsprechend
der Parameternamen des MicroWave II/XT/XTk benannt. Es wurde jedoch versucht,
weitgehend auf englische Fachbegriffe zu verzichten. Am Ende der Anleitung finden Sie ein
Glossar, in dem die verwendeten Ausdrücke übersetzt und erklärt werden.
Zur besseren Übersicht verwendet das Handbuch einheitliche Schreibweisen und Symbole,
die nachstehend erläutert sind.
Verwendete Symbole
 Achtung:
☞ Anleitung:
� Info:
Achten Sie besonders auf diesen Hinweis, um Fehlfunktionen zu
vermeiden.
Befolgen Sie diese Anweisungen, um die gewünschte Funktion
auszuführen.
Gibt eine kurze Zusatzinformation.
Mit diesem Symbol gekennzeichnete Abschnitte beziehen sich auf
zusätzliche Funktionen des MicroWave XT.
Mit diesem Symbol gekennzeichnete Abschnitte beziehen sich auf
zusätzliche Funktionen des XTk.
Kennzeichnung von Bedienelementen und Parametern
Alle Tasten, Regler und Parameter des Gerätes erhalten im Text eine alternative
Schreibweise. Weiterhin sind Bedienelemente mit der Positionsnummer 햲…헃 versehen,
die sich auf die Gesamtabbildung am Anfang dieses Handbuchs bezieht. Die Anschlüsse
auf der Rückseite sind mit 쐃…쐅 bezeichnet. Wir empfehlen Ihnen, sich eine Kopie dieser
Seite anzufertigen, um sie bei Bedarf schnell zur Hand zu haben.
Beispiel:
• Drücken Sie die Play-Taste 햽.
Die verschiedenen Betriebszustände und Parameterseiten des MicroWave werden durch
eine grafische Abbildung des Anzeigefeldes veranschaulicht:
Octave 1|Semitone | Detune
-2
|
+07
|
+00
|Keytrack
| +100%
Der für eine Parametereinstellung zulässige Wertebereich ist durch Angabe der Unter- und
Obergrenze in kursiver Schreibweise gekennzeichnet. Dazwischen befinden sich 3 Punkte.
Beispiel:
Semitone
-12…+12
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
11
Allgemeine Sicherheitshinweise
 Lesen Sie die nachstehenden Sicherheitshinweise sorgfältig!
Sie enthalten einige grundsätzliche Regeln für den Umgang mit elektrischen
Geräten.
Lesen Sie bitte alle Hinweise, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen.
Aufstellung
• Betreiben Sie das Gerät nur in geschlossenen Räumen.
• Betreiben Sie das Gerät niemals in feuchter Umgebung wie z.B. Badezimmern,
Waschküchen oder Schwimmbecken.
• Betreiben Sie das Gerät nicht in extrem staubigen oder schmutzigen Umgebungen.
• Achten Sie auf ungehinderte Luftzufuhr zu allen Seiten des Gerätes.
Dies gilt insbesondere bei der Rackmontage.
• Stellen Sie das Gerät nicht in unmittelbarer Umgebung von Wärmequellen wie z.B.
Heizkörpern auf.
• Setzen Sie das Gerät keiner direkten Sonneneinstrahlung aus.
• Setzen Sie das Gerät keinen starken Vibrationen aus.
Anschluß
• Verwenden Sie ausschließlich das zum Lieferumfang gehörende Steckernetzteil
(nur MicroWave II and XT).
• Betreiben Sie das Gerät nur an einer vorschriftsmäßig geerdeten Steckdose.
• Schließen Sie das Gerät nur an eine Stromversorgung an, die den Angaben auf dem
Typenschild entspricht. Falls Sie nicht sicher sind, fragen Sie einen qualifizierten
Elektriker.
• Verändern Sie niemals den mitgelieferten Netzstecker. Falls dieser nicht in die
vorhandene Steckdose paßt, wenden Sie sich an einen qualifizierten Elektriker.
• Ziehen Sie den Netzstecker aus der Steckdose, wenn Sie das Gerät über einen
längeren Zeitraum nicht benutzen.
• Fassen Sie den Netzstecker niemals mit nassen Händen an.
• Ziehen Sie beim Ausstecken immer am Stecker und nicht am Kabel.
Betrieb
• Stellen Sie keinerlei Behälter mit Flüssigkeiten auf dem Gerät ab.
• Achten Sie beim Betrieb des Gerätes auf einen festen Stand. Verwenden Sie eine
stabile Unterlage oder ein geeignetes Einbau-Rack.
• Stellen Sie sicher, daß keinerlei Gegenstände in das Geräteinnere gelangen. Sollte
dies dennoch geschehen, schalten Sie das Gerät aus und ziehen Sie den
Netzstecker. Setzen Sie sich anschließend mit einem qualifizierten Fachhändler in
Verbindung.
12
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
• Dieses Gerät kann sowohl alleine als auch in Verbindung mit Verstärkern,
Lautsprechern oder Kopfhörern Lautstärkepegel erzeugen, die zu irreparablen
Gehörschäden führen. Betreiben Sie es daher stets nur in angenehmer Lautstärke.
Pflege
• Öffnen Sie das Gerät nicht. Reparatur und Wartung darf nur von qualifiziertem
Fachpersonal vorgenommen werden. Es befinden sich keine vom Anwender zu
wartenden Teile im Geräteinnern.
• Verwenden Sie zur Reinigung des Gerätes ausschließlich ein trockenes, weiches
Tuch oder einen Pinsel.
Benutzen Sie keinen Alkohol, Lösungsmittel oder ähnliche Chemikalien. Sie
beschädigen damit die Oberflächen.
Bestimmungsgemäße Verwendung
Dieses Gerät ist ausschließlich zur Erzeugung von niederfrequenten Audiosignalen zu
tontechnischen Zwecken bestimmt. Weitergehende Verwendung ist nicht zulässig und
schließt Gewährleistungsansprüche gegenüber Waldorf Electronics GmbH aus.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
13
Inbetriebnahme
Lieferumfang
Zum Lieferumfang des Waldorf MicroWave II/XT/XTk gehören:
• der MicroWave II bzw. MicroWave XT oder XTk
• 12V/1000mA DC-Steckernetzteil (nur MicroWave II oder XT)
• Garantiekarte (innerhalb des Handbuchs)
• dieses Handbuch
Bitte prüfen Sie nach dem Auspacken, ob alle genannten Teile vollständig vorhanden sind.
Sollte etwas fehlen, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Fachhändler. Wir empfehlen
Ihnen, die Originalverpackung für weitere Transporte aufzubewahren.

Schicken Sie bitte unbedingt die Garantiekarte an den für Sie zuständigen Vertrieb
oder die auf der Karte aufgedruckte Adresse zurück. Nur so können wir Sie über
Erweiterungen und Updates informieren. Weitere angebotene Leistungen finden Sie
auf der Garantiekarte.
Aufstellung
Stellen Sie den MicroWave II/XT/XTk auf einer sauberen, glatten Unterlage auf. Für den
Einsatz unterwegs empfiehlt sich der Einbau in ein stabiles 19“-Rack bzw. ein Keyboard
Case. Der benötigte Platzbedarf beträgt beim MicroWave II 89mm, das entspricht 2
Höheneinheiten. Beim MicroWave XT beträgt der Platzbedarf 222mm, entsprechend 5HE.
Anschlüsse
Um mit dem MicroWave II/XT/XTk arbeiten zu können, benötigen Sie: eine Netzsteckdose,
ein MIDI-Keyboard, sowie ein Mischpult, einen Verstärker und eine geeignete Abhöranlage
z.B. Lautsprecher. Anstelle des MIDI-Keyboards kann auch ein Computer oder Sequenzer
angeschlossen werden.
MIDI
Out
MIDI
In
Sound
Multi
Global
Power
Instrument
micro
S Y N T H E S I Z E R
MicroWave II
MIDI-Keyboard
Main Out
Left/Stereo
SteckerNetzteil
Main Out
Right/Mono
Line
In L
Line
In R
Mischpult
Line
Out L
Line
In L
Line
Out R
Line
In R
VerstŠrker
Abb. 1: Anschlüsse
14
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
☞
So stellen Sie die notwendigen Verbindungen her:
• Schalten Sie alle beteiligten Geräte aus.
• Verbinden Sie die Audioausgänge Main Out Left/Stereo 쐇 und Main Out
Right/Mono 쐋 des MicroWave II/XT/XTk mit dem Mischpult. Schließen Sie
wahlweise auch die beiden zusätzlichen Audioausgänge Sub Out Left/Stereo 쐏
und Sub Out Right/Mono 쐄 an.
• Stellen Sie die Verbindung zwischen dem MIDI Out-Anschluß des Keyboards und
dem MIDI In-Anschluß 쐂 des MicroWave II/XT/XTk her. Beim XTk können Sie die
interne Tastatur verwenden.
• Verbinden Sie das mitgelieferte Stecknetzteil mit der Power Supply-Buchse 쐃
und sichern Sie das Kabel mit Hilfe der Zugentlastung links neben der Buchse. Der
XTk besitzt ein internes Netzteil und wird direkt mit der Netzsteckdose verbunden.
• Stecken Sie das Steckernetzteil in eine geeignete Netzsteckdose nur (MicroWave II
oder XT).
• Schalten Sie zunächst das MIDI-Keyboard (falls vorhanden) und anschließend
Mischpult und Verstärker ein.
�

Wenn Sie kein Mischpult verwenden möchten, können Sie die Ausgänge des
MicroWave II/XT/XTk auch direkt an den Verstärker anschließen. Benutzen Sie dazu
einen Hochpegeleingang, oftmals mit Aux oder Tape bezeichnet. Wenn Sie kein
Stereosignal abnehmen wollen, verwenden Sie nur den Main Out Right/MonoAusgang 쐋 des MicroWave II/XT/XTk. Solange Sie keinen Stecker in die Main Out
Left/Stereo-Buchse 쐇 einstecken, wird die Monosumme über den rechten Ausgang
ausgegeben.
Bevor Sie den MicroWave II/XT/XTk an die Stromversorgung anschließen, stellen Sie
unbedingt die Lautstärke am Verstärker auf Minimum. Sie vermeiden damit
Beschädigungen durch Ein- bzw. Ausschaltgeräusche.
Die Audioausgänge des MicroWave II/XT/XTk liefern ein Signal mit relativ hohem
Pegel (siehe technische Daten im Anhang). Achten Sie darauf, daß das
angeschlossene Wiedergabegerät für den hohen Pegel eines elektronischen
Instruments geeignet ist.
Benutzen Sie niemals den Mikrofon- oder Tonabnehmereingang des angeschlossenen
Verstärkers!
Analogeingang
Der MicroWave XT/XTk bietet einen Analog In-Anschluß 쐎, über den sich ein externes
Audiosignal in die Mischer-Sektion zuführen läßt. Das externe Signal kann daher in
gleicher Weise mittels der Filter und der Effektsektion bearbeitet werden wie das
Oszillatorsignal.
�
Da das externe Signal wie jede andere Klangquelle innerhalb des MicroWave XT/XTk
behandelt wird, ist es erforderlich zum Durchschleifen des Signals die LautstärkeHüllkurve zu triggern. Dazu muß die Klangerzeugung des MicroWave XT Noten
erhalten, entweder über MIDI, über die Tastatur des XTK oder vom internen
Arpeggiator.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
15
Schnelleinstieg
Dieses Kapitel gibt Ihnen eine schnelle Einführung in den MicroWave II/XT/XTk und seine
Möglichkeiten. Es ist für diejenigen gedacht, die schnell und ohne langwieriges Lesen im
Handbuch zum Erfolg kommen wollen. Obwohl der MicroWave II/XT/XTk ein sehr
komplexes Gerät mit vielen Fähigkeiten ist, sind die grundlegenden Bedienschritte relativ
einfach zu verstehen. Allerdings gibt es auch einige komplizierte Sachverhalte, die von Zeit
zu Zeit einen tieferen Einblick in dieses Handbuch erfordern.
Inbetriebnahme
1. Drücken Sie die Power-Taste 햶 um den MicroWave II/XT/XTk einzuschalten. Die
Anzeige 햳 zeigt eine Startmeldung, die nach einigen Sekunden verschwindet.
2. Wenn Sie den MicroWave II/XT/XTk wieder ausschalten wollen, drücken Sie erneut
die Power-Taste 햶 und halten sie gedrückt. Die Anzeige zeigt nun einen
Countdown von 10 bis 0. Sobald 0 erreicht wird, schaltet sich der MicroWave
II/XT/XTk aus. Falls Sie jedoch die Power-Taste vorher wieder loslassen, geschieht
nichts. Diese Prozedur ist lediglich eine Vorsichtsmaßnahme um Datenverlust
durch unbeabsichtigtes Betätigen der Taste zu verhindern.
3. Bevor Sie den MicroWave II/XT/XTk spielen können, müssen Sie sicherstellen, daß
sein MIDI-Empfangskanal richtig eingestellt ist. Wenn Sie das Gerät zum allerersten
Mal einschalten, ist Kanal 1 voreingestellt. Um die Einstellung zu ändern, drücken
Sie die Utility-Taste 햷. Die Anzeige zeigt nun folgendes Bild:
Channel |PrgChange|BendRange|Device ID
01
| multi |
012
|
000
Benutzen Sie den linken Einstellregler 햾 unterhalb der Anzeige um den MIDIEmpfangskanal zu ändern.
Sound-Betriebsart
In der Sound-Betriebsart kann der MicroWave II/XT/XTk ein einzelnes Klangprogramm
spielen. Sie haben die Wahl zwischen 256 Sound-Programmen, die in zwei Bänken
A001…B128 und B001…B128 angeordnet sind.
Auswahl von Programmen
1. Drücken Sie die Play-Taste 햽, um zur Programmmauswahl-Seite
zurückzugelangen. Die Anzeige zeigt die Programmnummer und den Namen des
aktuell ausgewählten Programms:
Play Sound A001 |
Saw Repeat
WMF |
Mode
Sound
|Main Vol.
|
100
Spielen Sie einige Noten auf dem MIDI-Keyboard. Sie hören nun das gewählte
Programm.
2. Falls Sie die Lautstärke des MicroWave II/XT/XTk verändern möchten, können Sie
dies mit Hilfe des rechten Einstellreglers, der mit Main Vol. bezeichnet ist, tun.
16
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
3. Benutzen Sie das Auswahlrad 햴 um andere Sound-Programme auszuwählen.
Drehen des Rades im Uhrzeigersinn erhöht die Programmnummer, Drehen gegen
den Uhrzeigersinn erniedrigt sie. Beim XTk können Sie auch über die numerischen
Tasten 헁 eine Programmnummer 2- bzw. 3-stellig im Bereich 001…128 eingeben.
Ändern von Sound-Parametern in der Play Access-Seite
Nun werden wir einige Änderungen an einem Sound-Programm vornehmen. Die einfachste
Art und Weise Editierungen vorzunehmen, geschieht über die sogenannte Play AccessSeite.
1. Wählen Sie zuerst das Programm A001 Saw Repeat WMF an.
2. Drücken Sie erneut die Play-Taste 햽, um die Play Access-Seite aufzurufen. Die
Anzeige zeigt nun 4 Sound-Parameter, die direkt über die zugehörigen
Einstellregler unterhalb der Anzeige verändert werden können:
F1 Cutoff|F1 Reso
092
|
000
|F1 EnvAmt|FE Decay
|
+29
|
084
3. Verändern Sie die Sound-Parameter über die Einstellregler, und achten Sie auf den
erzeugten Klang. Sie können sich die Parameter der Play Access-Seite auch selbst
zusammenstellen. Dies ist im weiteren Verlauf des Handbuchs beschrieben.
Vergleichen des bearbeiteten Programms mit dem Original
Sie können die vorgenommenen Bearbeitungen jederzeit mit der Originalversion des
Programms vergleichen und so entscheiden, ob die Bearbeitung in die gewünschte
Richtung geht oder nicht.
1. Drücken Sie die Compare-Taste 햹 bei gehaltener Shift-Taste 햽.
2. Der MicroWave II/XT/XTk verwendet nun die ursprünglichen Parameterwerte, wie
sie vor der Bearbeitung gesetzt waren. Die Anzeige zeigt diese Werte ebenfalls.
Spielen Sie auf dem Keyboard um die urprüngliche Fassung zu hören.
3. Drücken Sie erneut die Compare-Taste 햹 bei gehaltener Shift-Taste 햽. Dadurch
gelangen Sie zur bearbeiteten Programmversion zurück.
Verwerfen der Bearbeitung
Falls Ihnen das bearbeitete Programm nicht gefällt, können Sie jederzeit alle Editierungen
verwerfen und den Originalzustand wiederherstellen.
Drücken Sie dazu die Recall-Taste 햸 bei gehaltener Shift-Taste 햽.
Speichern von Programmen
Nach der Bearbeitung des Programms müssen Sie es speichern, um die Veränderungen
dauerhaft zu erhalten.
1. Drücken Sie die Store-Taste 햻 bei gehaltener Shift-Taste 햽. In der Anzeige
erscheint:
Store
Sound
Saw Repeat
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
A001
WMF
A001 ?
17
2. Verwenden Sie den rechten Einstellregler, um einen Speicherplatz für das
bearbeitete Programm auszuwählen. Sie können die Einstellung auch so lassen,
wie sie ist. In diesem Fall wird das Originalprogramm überschrieben. Tun Sie es in
diesem Fall nicht, da wir das Originalprogramm später noch brauchen.
3. Drücken Sie erneut die Store-Taste 햻 bei gehaltener Shift-Taste 햽. Das
Programm ist nun permanent gespeichert.
Weitere Bearbeitungen
Wir begeben uns nun tiefer in die Bearbeitungsmöglichkeiten des MicroWave II/XT/XTk. In
den nächsten Schritten zeigen wir Ihnen, wie sich spezielle Parameter auf das
Klangverhalten auswirken. Zuerst spielen wir etwas mit dem Filter.
1. Wählen Sie das Programm A001 Saw Repeat WMF.
2. Drücken Sie die zweite Parameterwahl-Taste 햸. Dies ist die gleiche Taste, die auch
für die Recall-Function verwendet wird, in diesem Fall jedoch ohne die Shift-Taste
햽. In der Anzeige erscheint eine Parameterseite für Filter 1:
Cutoff
092
|Resonance| Type
|Keytrack
|
000
| 24dB LP | +050%
3. Verändern Sie die Filterfrequenz über den ersten Einstellregler und spielen Sie
einige Noten auf dem Keyboard, um den Effekt zu hören. Verringern Sie den Wert,
um einen dunkleren Klang zu erhalten. Verändern Sie auch den ResonanceParameter. Der Klang wird zunehmend enger, je höher Sie den Wert einstellen.
Stellen Sie die Resonanz auf Maximum. Sie werden feststellen, daß ein zusätzlicher
Ton erzeugt wird. Dies ist die Selbstoszillation des Filters.
4. Nachdem Sie ein wenig ausprobiert haben, stellen Sie Cutoff zurück auf 70 und
Resonance auf 20. Damit sollten Sie eine gute Ausgangsbasis für den nächsten
Schritt erhalten.
5. Drehen Sie das Auswahlrad 햴 einen Schritt weiter im Uhrzeigersinn, um die
nächste Parameterseite aufzurufen. In der Anzeige erscheint:
Cutoff Env. Amount|Env.Velocity Amount
+29
|
+00
6. Spielen Sie eine Note auf dem Keyboard und halten Sie diese einige Sekunden
gedrückt. Sie werden feststellen, daß der Klang sehr hell startet, dann aber
zunehmend dunkler wird. Dies wird durch die Filterhüllkurve verursacht, die die
Filterfrequenz moduliert. Die Stärke der Modulation wird an dieser Stelle durch
den Parameter Cutoff Env. Amount bestimmt.
7. Drehen Sie die Einstellung auf 0 und hören Sie was geschieht: Der Klang startet in
seinem dunklen Zustand und es findet keine Änderung der Filterfrequenz statt.
8. Setzen Sie den Parameter nun auf einen negativen Wert, z.B. -10 und spielen Sie
erneut eine Note. Der Klang startet nun viel dunkler als zuvor und wird nach
einiger Zeit ein wenig heller (unter Umständen müssen Sie die Filterfrequenz etwas
erhöhen, um den Effekt besser wahrzunehmen).
9. Nachdem Sie ein wenig mit den Filterparametern experimentiert haben, rufen Sie
den Originalzustand des Programms zurück, um für den nächsten Schritt
vorbereitet zu sein.
18
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Das Herz des MicroWave II/XT/XTk sind seine Wavetables. Sie bilden die Klangquelle, der
alles weitere entstammt. In nächsten Schritt ändern wir die dem Sound-Programm
zugrundeliegende Wavetable.
1. Rufen Sie zunächst die erste Parameterseite für Wave 1 auf. Drücken Sie dazu die
erste Parameterauswahl-Taste 햷 und benutzen Sie anschließend das Auswahlrad
햴, um die Seite zu wählen. Die Anzeige sollte wie folgt aussehen:
Startwave|
60
|
Phase
free
| Wavetable
| 036 PulSync 1
W1
2. Ändern Sie die Wavetable über den dritten Einstellregler und spielen Sie auf dem
Keyboard. Sie werden feststellen, daß sich der Klang stark ändert, wenn Sie von
einer Wavetable zur nächsten wechseln. Probieren Sie die folgenden Wavetables
aus: 014 Clipper, 021 Robotic, 028 FmntVocal, 054 Wavetrip2 und 060 Xmas Bell.
3. Setzen Sie anschließend den Parameter zurück auf die ursprüngliche Wavetable
036 PulSync 1.
Als nächstes wollen wir die Ringmodulation erkunden. Sie eignet sich, um dem Klang
nichtharmonische Komponenten hinzuzufügen und dadurch einen metallischen Charakter
zu erhalten.
1. Benutzen Sie das Auswahlrad, um die Mixer-Seite aufzurufen. In der Anzeige
erscheint:
Wave 1 |
127
|
Wave 2 | Ringmod | Noise
000
|
127
|
000
2. Wie Sie sehen, steht der Ringmod-Parameter bereits auf seinem Maximalwert.
Dies ist auch die Ursache für den harten Grundcharakter des ausgewählten SoundProgramms. Verringern Sie den Wert und spielen Sie auf dem Keyboard. Der Klang
wird deutlich weicher.
3. Um zu verstehen, was die Ringmodulation bewirkt, sollten Sie Ihr Signal isoliert
anhören. Stellen Sie die Lautstärke von Wave 1 auf 0 und erhöhen Sie Ringmod
auf 127 again. Sie hören nun das reine Ringmodulations-Signal.
Wie Sie in der Mixer-Seite bereits bemerkt haben, ist die Lautstärke von Wave 2 auf 0, was
bedeutet, daß das Sound-Programm aus nur einer Wave besteht. Im folgenden werden wir
nun auch die zweite Wave aktivieren.
1. Zu Beginn stellen Sie die Lautstärken von Wave 1 und Ringmod auf 0. Sie
erhalten so einen besseren Eindruck über den Klangcharakter der zweiten Wave.
2. Erhöhen Sie den Wert des Wave 2-Parameters und spielen Sie auf dem Keyboard.
Sie werden einen völlig andersartigen Klang mit abfallendem Charakter bemerken.
3. Mischen Sie Wave 1 wieder zu. Beide Klangkomponenten sind nun zu hören.
Stellen Sie ein ausgewogenes Lautstärkeverhältnis der beiden Waves ein.
Beide Waves werden von zwei unabhängigen Oszillatoren gesteuert, was bedeutet, daß sie
unterschiedliche Tonhöhen besitzen können. Versuchen Sie folgendes:
1. Benutzen Sie das Auswahlrad, um die Osc 2 1-Seite aufzurufen. In der Anzeige
erscheint:
Octave 2 |Semitone | Detune
+0
|
+00
|
+06
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
| Keytrack
|
+35%
19
2. Ändern Sie die Octave-Einstellung und spielen Sie einige Noten. Versuchen Sie -2
als Einstellwert.
Der letzte Schritt in unserem kleinen Kurs ist die Bearbeitung der Hüllkurven. Sie
bestimmen den zeitlichen Verlauf des Klanges.
1. Rufen Sie zur Bearbeitung der Filterhüllkurve die Filter Envelope-Seite auf.
Benutzen Sie dazu die dritte Parameterauswahl-Taste 햹 to do this. In der Anzeige
erscheint:
FE Attack|
000
|
Decay
084
| Sustain | Release
|
000
|
070
2. Spielen Sie auf dem Keyboard und verringern Sie den Decay-Parameter. Der Klang
wird dadurch schneller dunkler.
3. Erhöhen Sie den Attack-Parameter. Als Ergebnis startet der Klang nun dunkler und
wird zunehmend heller. Abschließend fällt er wieder in seinen dunkleren Zustand
zurück.
Um den ganzen Klang kurz und perkussiv zu gestalten, müssen wir die Lautstärkehüllkurve
benutzen.
1. Rufen Sie die Volume Envelope-Seite. Sie befindet sich unmittelbar hinter der
Filterhülkurve, sodaß Sie das Auswahlrad nur einen Schritt im Uhrzeigersinn
drehen müssen. In der Anzeige erscheint:
AE Attack|
000
|
Decay
089
| Sustain | Release
|
000
|
019
2. Verringern Sie den Wert des Decay-Parameters. Der Klang wird dadurch im
ganzen kürzer. Bei ganz niedrigen Einstellungen hören Sie nur noch ein Klicken.
Multi-Betriebsart
In dieser Betriebsart können Sie bis zu 8 Klänge zu einem Multi-Programm kombinieren.
Jeder Klang eines Multi-Programms wird als Instrument bezeichnet, daß neben dem
zugrundeliegenden Sound-Programm noch einige weitere Einstellungen enthält.
Es gibt zwei Hauptgründe ein Multi-Programm zu verwenden:
1. Bei Verwendung des MicroWave II/XT/XTk im Sequenzerverbund. In diesem Fall
wollen Sie mehrere Sound-Programme auf unterschiedlichen MIDI-Kanälen
gleichzeitig benutzen.
2. Zum Überlagern von Sound-Programmen. Dadurch lassen sich interessante
Kombinationen erzielen, z.B. ein Chord-Klang, der in eine Fläche überblendet
wird.
Natürlich können Sie auch beide Vorgehensweisen zugleich verwenden.
Aktivieren der Multi-Betriebsart
Zuerst müssen Sie den MicroWave II/XT/XTk von der Sound- in die Multi-Betriebsart
schalten.
1. Drücken Sie die Play-Taste 햽, um in den Programmauswahl-Modus
zurückzugelangen. Die Anzeige zeigt die Programmnummer und den Namen des
aktuell ausgewählten Programms:
20
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Play Sound A001 |
Saw Repeat
WMF |
Mode
Sound
|Main Vol.
|
100
2. Drehen Sie den dritten Einstellregler 햾 im Uhrzeigersinn. Die Mode-Einstellung
wechselt von Sound auf Multi. Die Anzeige sieht nun wie folgt aus:
Play Multi 001 |
Hit Me Bigga WMF |
Mode
Multi
|Main Vol.
|
100
3. Benutzen Sie das Auswahlrad 햴 um andere Multi-Programme auszuwählen.
Drehen des Rades im Uhrzeigersinn erhöht die Programmnummer, Drehen gegen
den Uhrzeigersinn erniedrigt sie.
Beim XTk können Sie den Multimode auch durch Drücken der mit Multi bezeichneten
Taste in der numerischen Tastensektion 헁 bei gehaltener Select-Taste 헂 aufrufen.
Initialisieren eines Multi-Programms
Die beste Vorgehensweise ein neues Multi zu erstellen ist, ein unbenutztes Programm zu
initialisieren und anschließend die gewünschten Parameter anzupassen.
1. Benutzen Sie das Auswahlrad 햴, um einen unbenutzten Programmplatz
auszuwählen (z.B. 100).
2. Drücken Sie die Utility-Taste 햷 bei gehaltener Shift-Taste 햽.
3. Drehen Sie das Auswahlrad im Uhrzeigersinn, bis die Anzeige die MultiInitialisierungs-Seite zeigt:
Init Multi 100 Init Multi ?
[confirm with <Shift-Utility>]
4. Drücken Sie erneut die Utility-Taste 햷 bei gehaltener Shift-Taste 햽. Das
Programm ist nun initialisiert. In der Anzeige erscheint:
Play Multi 100
Init Multi V1.0
|
|
Mode
Multi
|Main Vol.
|
100
Das Initialisieren bewirkt, daß die Parameter des Multi-Programms auf Standardwerte
voreingestellt werden. Jedes Instrument erhält Sound-Programm A001 zugewiesen und wird
auf den MIDI-Empfangskanal eingestellt, der seiner Instrumentennummer entspricht. Z.B.
empfängt Instrument 5 auch auf MIDI-Kanal 5. Diese Standardeinstellung ist optimal für
den Einsatz mit einem Sequenzer geeignet.
Auswahl von Sound-Programmen für die Instrumente
Im nächsten Schritt bestimmen wir die Sound-Programme für jedes Instrument des Multis.
1. Drücken Sie die Multi-Taste 햸, um die Multi/Instrument-Parameterseiten
aufzurufen. In der Anzeige erscheint nun die erste Seite der Multi-Parameter:
Multi Volume
100
1
An dieser Stelle können Sie die Gesamtlautstärke des Multi-Programms einstellen.
Lassen Sie den Wert im Moment jedoch auf seinem Vorgabewert.
2. Benutzen Sie das Auswahlrad, um die Sound 1-Seite aufzurufen:
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
21
Bank
A
|
|
Sound
A001
Saw Repeat
WMF
Inst. #1
3. Wählen Sie mit Hilfe des zweiten Einstellreglers ein Sound-Programm für
Instrument 1. In unserem Beispiel wählen wir Programm A018. Spielen Sie auf
dem Keyboard, um das Programm anzuhören.
Bank
A
|
|
Sound
A018
PlayChords
WMF
Inst. #1
4. Nun wählen wir ein Sound-Programm für Instrument 2. Sie können durch
Betätigen des vierten Einstellreglers zwischen den einzelnen Instruments
umschalten. Drehen Sie den Regler einen Schritt im Uhrzeigersinn. In der Anzeige
erscheint:
Bank
A
|
|
Sound
A001
Saw Repeat
WMF
Inst. #2
5. Wählen Sie Sound-Programm B003 für das zweite Instrument. Um die Bank von A
nach B zu wechseln, benutzen Sie den ersten Einstellregler.
Bank
B
|
|
Sound
A003
Puzzling
WMF
Inst. #2
6. Um Instrument 3 zu spielen, stellen Sie Ihr Keyboard so ein, daß es auf Kanal 2
sendet. Spielen Sie einige Noten.
Sie hören nichts? Keine Sorge, es ist alles in Ordnung. Sie müssen lediglich das Instrument
noch aktivieren, bevor Sie es benutzen können. Standardmäßig ist nach dem Initialisieren
nur Instrument 1 aktiviert.
Aktivieren des Instruments
Jedes Instrument besitzt einen Status-Parameter, über den Sie es ein- oder ausschalten
können. Dies versetzt Sie in die Lage, nur diejenigen Instrumente zu aktivieren, die Sie
auch wirklich benötigen.
1. Benutzen Sie das Auswahlrad, um die Sound 2-Seite aufzurufen:
Channel | Volume | Status
02
|
100 |
off
Inst. #2
2. Ändern Sie die Status-Einstellung auf on. Nun ist das Instrument is aktiviert und
Sie können es hören, wenn Sie auf dem Keyboard spielen.
Erzeugen eines überlagerten Klanges
Ein weiteres interessantes Merkmal der Multi-Betriebsart ist die Fähigkeit, einzelne SoundProgramme zu überlagern. Solche überlagerten Klänge bestehen aus zwei oder mehr
Sound-Programmen, die als Einheit abgespielt werden.
1. Wählen Sie Instrument 3 und aktivieren Sie es, wie zuvor beschrieben.
2. Bestimmen Sie ein Sound-Programm für das Instrument, z.B. A008 chaOSC.
22
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
3. Wie erwartet können Sie nun Sound-Programm A008 auf MIDI-Kanal 3 spielen.
Dies ist aber nicht das, was wir an dieser Stelle wollen. Statt dessen soll das
ausgewählte Sound-Programm mit Instrument 2, welches schon fertig eingestellt ist,
kombiniert werden.
4. Das einzige, was Sie dazu ändern müssen ist der MIDI-Empfangskanal von
Instrument 3 in der Sound 2-Seite. Benutzen Sie den ersten Einstellregler, um ihn
auf 2 zu setzen:
Channel | Volume | Status
02
|
100 |
on
Inst. #3
Beide Instruments 2 und 3 empfangen nun auf MIDI-Kanal 2. Daher erklingen zwei SoundProgramme, wenn Sie diesen MIDI-Kanal benutzen. Wenn Sie möchten, können Sie
natürlich noch mehr Instruments überlagern.
Der XTk verfügt über eine erweiterte Statuseinstellung, mit der sich bestimmen läßt, ob das
jeweilige Instrument auf MIDI, die interne Tastatur oder beides reagiert.
Verwendung eines Instrument-Arpeggiators
Eine herausragende Fähigkeit des MicroWave II/XT/XTk ist sein Arpeggiator. Alternativ zum
normalen Arpeggiator innerhalb eines Sound-Programms kann ein zum jeweiligen
Instrument gehöriger Arpeggiator benutzt werden. Dies ermöglicht es, Arpeggios innerhalb
eines Multi-Programms zu erzeugen, ohne daß dazu ein Sound-Programm editiert werden
muß. Sie können so auch Arpeggios von Klängen erzeugen, die normalerweise überhaupt
nicht dazu programmiert wurden.
1. Benutzen Sie das Auswahlrad, um die Arpeggiator 1-Seite aufzurufen.
2. Wählen Sie Instrument 2 mit Hilfe des vierten Einstellreglers. In der Anzeige
erscheint:
Active
off
|
|
Clock
1/1
|
|
Range
01
Inst. #2
3. Um den Arpeggiator zu aktivieren, setzen Sie den Active-Parameter auf on.
4. Stellen Sie zunächst sicher, daß das Keyboard auf MIDI-Kanal 2 sendet. Betätigen
Sie einige Tasten und halten Sie gedrückt.
5. Sie werden bemerken, daß sich der erzeugte Klang im Abstand von 2 Sekunden
ändert. Dieser Zeitabstand wird hauptsächlich durch die zwei Parameter bestimmt:
die Clock-Einstellung in der gerade aufgerufenen Seite und die Multi Arpeggiator
Tempo-Einstellung in der Tempo-Seite. Ändern Sie die Clock-Einstellung auf 1/8
und beobachten Sie was geschieht: Das Arpeggio wird schneller.
6. Verändern Sie auch die anderen Einstellungen des Arpeggiators und achten Sie auf
die Veränderung des Klangs.
Wir sind am Ende unseres kleinen Kurses. Sie sollten nun die grundlegenden Funktionen
anschaulich kennengelernt haben. Doch um die schier unerschöpflichen Möglichkeiten des
MicroWave II/XT/XTk voll ausnutzen zu können, empfiehlt sich nur eins: Experimentieren.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
23
Bedienung
Ein- und Ausschalten
Der MicroWave II/XT/XTk ist mit einem softwaregesteuerten Netzschalter ausgestattet. Nach
dem Anschluß der Stromversorgung befindet sich das Gerät zunächst im Standby-Modus.
Einschalten
Drücken Sie die Power-Taste 햶, um den MicroWave II/XT/XTk einzuschalten. Die
Standby-Leuchtdiode erlischt.
Unmittelbar nach dem Einschalten erscheint die Versionsnummer der internen
Betriebssoftware in der Anzeige:
Waldorf Microwave XT Version 2.18
compiled Wed Aug 11 12:29:17 MET 1999
Nach einigen Sekunden wechselt die Anzeige zum Programmnamen, und der MicroWave
II/XT/XTk ist spielbereit.
Ausschalten
Der MicroWave II/XT/XTk besitzt eine spezielle verzögerte Ausschaltfunktion, die
verhindert, daß Datenverluste durch unbeabsichtigtes Betätigen des Netzschalters auftreten.
Um das Gerät auszuschalten, müssen Sie die Power-Taste 햶 einige Sekunden gedrückt
halten. In der Anzeige erscheint dann ein Countdown von 10 bis 0:
[Switching myself off 8]e
Saw Repeat
WMF | Sound
|Main Vol.
|
100
Nachdem der Countdown abgelaufen ist, schaltet sich der MicroWave II/XT/XTk aus.
Lassen Sie die Power-Taste 햶 vorher los, wird der Ausschaltvorgang abgebrochen.
Einstellen der Gesamtlautstärke
Sie können den rechten Einstellregler unterhalb der Anzeige dazu verwenden, die
Gesamtlautstärke Main Vol. einzustellen. Die Einstellung erfolgt global und gilt für alle
Programme.
Der MicroWave XT und XTk besitzt einen gesonderten Main Volume-Drehregler 햿 zum
Einstellen der Gesamtlautstärke. Im Gegensatz zu den anderen Einstellreglern, die als
Endlosregler ausgeführt sind, ist dieser Einsteller als Potentiometer ausgeführt. Die
Einstellung der Gesamtlautstärke an diesem Regler wirkt unmittelbar auf den
Globalparameter Main Vol.
Auswahl von Programmen
Der MicroWave II/XT/XTk besitzt einen internen Speicher, der in zwei verschiedene Arten
von Programmplätzen eingeteilt ist:
• 256 Sound-Programme (Programme A001…B128)
In einem Sound-Programm kann der MicroWave II/XT/XTk einen einzelnen Klang
erzeugen.
24
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
• 128 Multi-Programme (Programme 001…128)
In einem Multi-Programm kann der MicroWave II/XT/XTk bis zu 8 Klänge
(Instruments) gleichzeitig erzeugen. Jedes Instrument kann dabei individuelle
Einstellungen haben.
Alle Programmplätze sind frei programmierbar. Eine Unterscheidung in Werks- und
Benutzerprogramme existiert nicht.
☞
So wählen Sie ein Klangprogramm aus:
1. Benutzen Sie das Auswahlrad 햴, um das gewünschte Programm aufzurufen.
Drehen des Rades im Uhrzeigersinn erhöht die Programmnummer, Drehen gegen
den Uhrzeigersinns verringert die Programmnummer.
2. In der Anzeige erscheint der Programmtyp (Sound oder Multi), die
Programmnummer und der Name des ausgewählten Programms (Programmname
kann je nach geladenem Set unterschiedlich sein):
Play Sound A001 |
Saw Repeat
WMF |
Mode
Sound
|Main Vol.
|
100
Numerische Programmwahl
Beim XTk können Sie Programme auch über die numerischen Tasten auswählen. Durch
Eingabe einer 2-stelligen bzw. 3-stelligen Zahl wird das entsprechende Programm innerhalb
der aktuellen Bank aufgerufen. Um z.B Programm 014 aufzurufen, drücken Sie 1 gefolgt
von 4. Um Programm 109 aufzurufen, drücken Sie 109.
Bank Hold
Die Bank Hold-Funktion ist eine Erweiterung der numerischen Programmwahl. Durch
Festhalten der zwei linken Stellen der Programmnummer können Sie Programme durch
Betätigen einer einzelnen Taste umschalten, was besonders in Livesituationen hilfreich ist.
☞
So verwenden Sie die Bank Hold-Funktion:
• Drücken Sie die Select-Taste 헂 der numerischen Tastensektion 헁. Die Hold-LED
oberhalb der Select-Taste leuchtet auf.
• Durch Drücken eine der numerischen Tasten können Sie die letzte Stelle der
Programmnummer auswählen. War z.B. zuvor Programm A021 ausgewählt,
können Sie mit Hilfe der entsprechenden numerischen Taste zwischen den
Programmen A020 bis A029 umschalten.
• Um die Bank Hold-Funktion wieder zu beenden, drücken Sie erneut die SelectTaste 헂. Die LED oberhalb der Taste erlischt.
Bankumschaltung
Durch Betätigen der entsprechend bezeichneten numerischen Taste A oder B bei
gehaltener Select-Taste 헂 können Sie auf einfache Art zwischen Bank A und B
umschalten. Bevor die Umschaltung vollzogen wird, müssen Sie jedoch eine neue 2- bzw.
3-stellige Programmnummer eingeben. Dies ist als Vorsichtsmaßnahme gegen
unkontrolliertes „Springen“ zwischen nicht erwünschten Programmen zu verstehen.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
25
Auswahl zwischen Sound- und Multi-Betriebsart
Wie bereits erwähnt, kann der MicroWave II/XT/XTk in Sound- oder Multi-Betriebsart
arbeiten. Nach dem ersten Einschalten des Gerätes ist die Sound-Betriebsart voreingestellt.
☞
So wählen Sie die Multi-Betriebsart aus:
1. Drehen Sie den dritten Einstellregler 햾, der mit Mode bezeichnet ist, im
Uhrzeigersinn.
2. In der Anzeige erscheint nun die Programmnummer und der Name des
ausgewählten Multi-Programms (Programmname kann je nach geladenem Set
unterschiedlich sein):
Play Multi 001 |
Hit Me Bigga WMF |
Mode
Multi
|Main Vol.
|
100
Wenn die Multi-Betriebsart aktiv ist, können sowohl das Multi-Programm selbst spielen und
bearbeiten, als auch die einzelnen Sound-Programme, aus denen das Multi
zusammengestzt wurde.
☞
So schalten Sie zurück in die Sound-Betriebsart:
1. Drehen Sie den dritten Einstellregler 햾, der mit Mode bezeichnet ist, gegen den
Uhrzeigersinn.
2. In der Anzeige erscheint nun wieder die Programmnummer und der Name des
ausgewählten Sound-Programms (Programmname kann je nach geladenem Set
unterschiedlich sein):
Play Sound A001
Saw Repeat WMF
|
|
Mode
Sound
|Main Vol.
|
100
Sie können ebenfalls zwischen Sound- und Multi-Betriebsart umschalten, wenn Sie sich
nicht im Programmauswahl-Modus befinden, also z.B. beim Editieren. Dazu müssen Sie
den dritten Einstellregler 햾, der auch mit Sound / Multi bezeichnet ist, betätigen während
Sie die Shift-Taste 햽 gedrückt halten.
Sound / Multi
Beim XTk gibt es noch eine weitere Möglichkeit der Umschaltung zwischen Sound- und
Multi-Betriebsart. In gleicher Weise wie bei der Bankumschaltung können Sie die MultiBetriebsart aktivieren, indem Sie bei gehaltener Select-Taste 헂 die mit Multi bezeichnete
numerische Taste betätigen. Zurück in die Single-Betriebart gelangen Sie auf die gleiche Art,
indem Sie eine der mit Bank A oder B bezeichneten numerischen Tasten bei gehaltener
Select-Taste drücken. Auch an dieser Stelle müssen Sie anschließend eine 2- bzw. 3stellige Programmnummer eingeben bevor die Umschaltung vorgenommen wird.
26
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Verändern von Parametern
Um ein Sound- oder Multi-Programm des MicroWave II/XT/XTk zu bearbeiten, müssen Sie
auf die entsprechenden Parameter zugreifen. Diese Parameter sind in verschiedenen Seiten
angeordnet. Der Beschriftungsaufdruck zeigt die Überschriften für jede Parameterseite:
Sound
Osc.1
Filter 1
Osc.2
Filter 2
Wave 1
Amplifier
Wave 2
Pan
Quality
Glide
Mix
Filter Env.
Volume Env.
Wave Env.
Free Env.
LFO 1
LFO 2
Modifiers
Mod Matrix
Name
Trigger
Arpeggiator
Play Access
Store
Multi
Recall
Compare
Volume
Tempo
Controls
Name
Instrument
Sound
Tune
Range
Arpeggiator
Undo
Global
MIDI
Controls
Volume
Tables
Tune
System
Utility
Abb. 2: Parameterseiten
Die Abbildung zeigt fünf Seitengruppen, aufgeteilt in die Sektionen Sound, Multi,
Instrument und Global. Jede Gruppe besitzt eine Auswahltaste 햷…햻 und eine
dazugehörige Leuchtdiode.
• Die Sound-Parameter gehören zu einem Sound-Programm. In der SoundBetriebsart wird das gerade ausgewählte Programm bearbeitet. In der MultiBetriebsart wird das Programm des gerade ausgewählten Instruments bearbeitet.
• Die Multi-Parameter gehören zu einem Multi-Programm. Sie bestimmen die
gemeinsamen Einstellungen für alle Instruments des Programms. Diese Parameter
sind nur in der Multi-Betriebsart zugänglich.
• Die Instrument-Parameter gehören ebenfalls zu einem Multi-Programm. Sie
bestimmen die individuellen Einstellungen für jedes Instrument des MultiProgramms. Auch diese Parameter sind nur in der Multi-Betriebsart zugänglich.
• Die Global-Parameter bestimmen grundlegende Einstellungen des MicroWave
II/XT/XTk. Sie gelten für alle Programme.
☞
So erreichen Sie einen gewünschten Parameter:
1. Lokalisieren Sie die Seitengruppe, in der sich der Parameter befindet, auf der
Frontplatte und betätigen Sie die zugehörige Auswahltaste 햷…햻.
2. Die Anzeige wechselt und zeigt nun einen Satz von 4 Parametern aus der ersten
Seite der gewählten Seitengruppe. Wenn Sie z.B. den linken Auswahltaster 햻
drücken, erscheinen in der Anzeige die Parameter für Oszillator 1:
Octave 1|Semitone | Detune
-1
|
+07
|
+00
|Ke[Osc1 1]
| +100%
Für einige Sekunden erscheint der Seitenname in der rechten oberen Ecke der
Anzeige. In unserem Beispiel wird [Osc1 1] für „Oszillator 1 Seite 1“ angezeigt.
Einige Komponenten des MicroWave II/XT/XTk, z.B. die Oszillatoren, besitzen
mehrere Seiten, die durch eine fortlaufende Nummer gekennzeichnet sind.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
27
Wenn die Sound-Betriebsart gewählt ist, können Sie nur Sound-Programme spielen und
bearbeiten. Falls Sie daher versuchen auf einen Multi-Parameter zuzugreifen, erhalten Sie
eine Fehlermeldung in der Anzeige:
Play Sound A001[Multi Mode not active]
Saw Repeat
WMF | Sound |
100
�
Wenn Sie schon einige Editierungen vorgenommen haben, nachdem der MicroWave
II/XT/XTk eingeschaltet wurde, zeigt die Anzeige unter Umständen eine andere als
die erste Seite an nachdem Sie eine der Auswahltasten drücken. Dies ist eine wichtige
Funktion: der MicroWave II/XT/XTk speichert die zuletzt besuchte Seite einer Gruppe,
um den Bearbeitungsprozeß zu vereinfachen. Immer wenn Sie erneut eine der fünf
Seitengruppen aufrufen, gelangen Sie an die gleiche Stelle, an der Sie zuletzt waren.
3. Benutzen Sie das Auswahlrad 햴, um durch die Seitengruppe zu blättern:
Drehen des Rades im Uhrzeigersinn wählt die nächste Parameterseite, Drehen
gegen den Uhrzeigersinns die vorhergehende.
4. Mit Hilfe der Einstellregler 햾 können Sie die in der Anzeige dargestellten
Parameter verändern:
Sound / Multi
Instrument
Drehen des Reglers im Uhrzeigersinn erhöht den zugehörigen Parameterwert,
Drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert ihn. Die Einstellregler besitzen ein
dynamisches Ansprechverhalten. Wenn Sie eine langsame Drehbewegung
vornehmen, ändert sich der Parameterwert auch sehr langsam. Wenn Sie den
Regler schnell drehen, findet eine Beschleunigung statt. Dies erlaubt das
Durchfahren des gesamten Wertebereichs in einer Umdrehung ohne den Verlust an
Einstellgenauigkeit.
5. Wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, sollten Sie das bearbeitete
Programm speichern. Lesen Sie dazu bitte auch die nächsten Abschnitte.
6. Drücken Sie die Play-Taste 햽, um zum Programmauswahl-Modus
zurückzugelangen.
28
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Editierpuffer
Sobald Sie ein Sound- oder Multi-Program des MicroWave II/XT/XTk bearbeiten, wird das
Programm intern in einen sogenannten Editierpuffer kopiert. Erst wenn Sie das Programm
wieder abspeichern, wird der Inhalt des Editierpuffers zurück in den internen Speicher
geschrieben. Der MicroWave II/XT/XTk besitzt 8 solcher Editierpuffer, so daß Sie bis zu 8
Sound-Programme gleichzeitig bearbeiten können, ohne Sie zwischendurch speichern zu
müssen. In der Anzeige erscheint ein e nach dem Namen jedes Programms, das sich zur
Zeit in einem Editierpuffer befindet:
Edit-Status
Play Sound A001e |
Saw Repeat WMF
|
Mode
Sound
|Main Vol.
|
100
Beachten Sie bitte, daß alle Editierpuffer gelöscht werden, wenn Sie den MicroWave
II/XT/XTk ausschalten. Benutzen Sie daher die Speicherfunktion möglichst bald, nachdem
Sie alle Bearbeitungen abgeschlossen haben.
Vergleichen von Programmen – Compare
Die Compare-Funktion ermöglicht den Vergleich des veränderten Programms mit dem
Originalzustand vor der Bearbeitung.
☞
So benutzen Sie die Compare-Funktion:
1. Betätigen Sie die Shift-Taste 햽 und halten Sie sie gedrückt.
2. Betätigen Sie kurz die Compare-Taste 햹.
3. Lassen Sie die Shift-Taste 햽 wieder los.
4. In der Anzeige erscheint nun ein c nach dem Programmnamen:
Compare-Status
Play Sound A001c |
Saw Repeat WMF
|
Mode
Sound
|Main Vol.
|
100
Sie hören nun beim Spielen auf dem MIDI-Keyboard die unbearbeitete Version des
Programms.
5. Betätigen Sie erneut die Compare-Taste 햹 bei gehaltener Shift-Taste 햽.
6. Das c in der Anzeige wechselt wieder zu e. Die bearbeitete Programmversion ist
nun wieder aktiv.
�
Beachten Sie bitte, daß Sie keinerlei Parameter verändern können, solange die
Compare-Funktion aktiviert ist. Sie können lediglich die Originaleinstellungen
anschauen. Wenn Sie ein neues Programm anwählen, solange Compare aktiviert ist,
wird die Compare-Funktion automatisch beendet.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
29
Verwerfen der Editierungen – Recall
Sie können die vorgenommenen Bearbeitungen jederzeit verwerfen und den
ursprünglichen Zustand wiederherstellen.
☞
So verwerfen Sie die vorgenommenen Editierungen:
1. Betätigen Sie die Shift-Taste 햽 und halten Sie sie gedrückt.
2. Betätigen Sie kurz die Recall-Taste 햺.
3. Lassen Sie die Shift-Taste 햽 wieder los.
4. Das e oder c in der Anzeige nach dem Programmnamen wird gelöscht.
Alle Editierungen sind jetzt verworfen und der Originalzustand des Programms ist
wiederhergestellt.
Abspeichern von Programmen – Store
Nachdem Sie die gewünschten Veränderungen am Programm vorgenommen haben,
müssen Sie es zur weiteren Verwendung abspeichern. Alle Programmplätze des MicroWave
II/XT/XTk stehen dazu zur Verfügung.
☞
So speichern Sie ein Programm:
1. Betätigen Sie die Shift-Taste 햽 und halten Sie sie gedrückt.
2. Betätigen Sie kurz die Store-Taste 햻.
3. Lassen Sie die Shift-Taste 햽 wieder los.
4. In der Anzeige erscheint eine Seite, in der Sie die gewünschte Speicherfunktion
und den Speicherplatz auswählen können:
Store
Store
Sound
Saw Repeat
A001
WMF
A001
?
5. Benutzen Sie den zweiten Einstellregler, um die Speicherfunktion zu wählen.
• Die Option Sound speichert das aktuell ausgewählte Sound-Programm. In
der Multi-Betriebsart wird das Sound-Programm des gerade ausgewählten
Instruments gespeichert.
• Die Option Multi speichert das aktuell ausgewählte Multi-Programm. Die im
Multi enthaltenen Sound-Programme werden mit dieser Funktion nicht
gespeichert. Sie müssen dies daher getrennt oder über die Option All Edits
veranlassen. Diese Option ist nur in der Multi-Betriebsart verfügbar.
• Die Option All Edits schreibt alle Editierpuffer zurück auf ihre
ursprünglichen Programmplätze. Verwenden Sie diese Funktion, um alle
Editierungen in einem einzigen Arbeitsschritt zu speichern.
6. Wählen Sie den Speicherplatz. Als Standardwert wird stets das aktuelle Programm
vorgegeben. Sie können dies bei Bedarf ändern. Diese Einstellung ist nicht
verfügbar wenn Sie die Option All Edits verwenden.
7. Betätigen Sie erneut die Store-Taste 햻 bei gehaltener Shift-Taste 햽.
30
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk

Immer wenn Sie ein Programm speichern, wird der ausgewählte Programmplatz
überschrieben. Daher wird das zuvor an diesem Programmplatz befindliche
Programm unwiderruflich gelöscht. Wenn Sie die bei Auslieferung des MicroWave
II/XT/XTk im Speicher befindlichen Werksprogramme behalten wollen, sollten Sie
diese als systemexklusive Daten auf einen Rechner oder ein anderes Speichermedium
übertragen.
Das Programm ist nun gespeichert. Durch diesen Vorgang wird der Edit- bzw. CompareStatus des Programms aufgehoben.
Vor dem abschließenden Betätigen der Store-Taste 햻 kann der Speichervorgang jederzeit
durch Drücken einer beliebigen anderen Taste abgebrochen werden.
�
Verwenden Sie die Speicherfunktion auch zum Kopieren von Programmen. Es ist
nicht erforderlich ein Programm vor dem Speichern auch zu bearbeiten.
Die Play Access-Seite
Die Play Access-Seite ermöglicht Ihnen den schnellen Zugriff auf 4 frei definierbare SoundParameter des MicroWave II/XT/XTk. Detailierte Informationen zur Auswahl der Parameter
erhalten Sie im Kapitel „Sound-Parameter“ im weiteren Verlauf dieses Handbuchs.
☞
So greifen Sie auf die Parameter der Play Access-Seite zu:
1. Drücken Sie im Programmauswahl-Modus erneut die Play-Taste 햽, um die
Play Access-Seite aufzurufen. In der Anzeige erscheint:
Play Access
F1 Cutoff|F1 Reso
092
|
000
|F1 EnvAmt|FE Decay
|
+29
|
084
2. Mit Hilfe der Einstellregler 햾 können Sie die einzelnen Parameterwerte ändern.
3. Drücken Sie erneut die Play-Taste 햽, um die Play Access-Seite zu verlassen und
zum Programmauswahl-Modus zurückzukehren. Sie können auch mit Hilfe des
Auswahlrades 햴 direkt ein anderes Programm auswählen.
Wenn sich der MicroWave II/XT/XTk in der Multi-Betriebsart befindet, enstammt die Play
Access-Seite des Sound-Programms des gerade gewählten Instruments.
�
Beachten Sie bitte, daß Sie, wie bei allen Editierungen, ein bearbeitetes Programm
abschließend speichern müssen, um die Veränderungen dauerhaft zu erhalten.
Panic-Funktion
Die Panic-Funktion bewirkt das Ausführen und Senden eines „All Notes Off“-Befehls. Sie
dient zur Beseitigung von Notenhängern und wird durch kurzes Betätigen der PowerTaste 햶 ausgelöst. Beachten Sie, daß durch Benutzung der Panic-Funktion auch der im
Hold-Modus laufende Arpeggiator stoppt. Nach dem Auslösen werden alle Hüllkurven
sofort in ihre Release-Phase versetzt. Wird die Power-Taste etwas länger gehalten, wird die
Tonausgabe vollständig unterdrückt und alle Hüllkurven beendet.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
31
Erzeugen eines Zufallsprogramms
Diese Funktion setzt alle Parameter eines Sound-Programmes auf Zufallswerte.
☞
So erzeugen Sie ein Zufallsprogramm:
1. Betätigen Sie die Shift-Taste 햽 und halten Sie sie gedrückt.
2. Betätigen Sie kurz die Utility-Taste 햷.
3. Lassen Sie die Shift-Taste 햽 wieder los.
4. In der Anzeige erscheint eine Seite, in der Sie einige Hilfsfunktionen auswählen
können. Drehen Sie das Auswahlrad 햴, bis folgendes in der Anzeige erscheint:
Randomize
Randomize A001 Saw Repeat
WMF ?
[confirm with <Shift-Utility>]
5. Betätigen Sie erneut die Utility-Taste 햷 bei gehaltener Shift-Taste 햽.
Das ausgewählte Programm erzeugt nun einen zufälligen Klang.
Initialisieren von Programmen
Der MicroWave II/XT/XTk bietet eine Funktion, mit der sich alle Parameter eines Soundoder Multi-Programms auf Standardwerte voreinstellen lassen. Sie können diese Funktion
dazu verwenden ein Programm von Grund auf neu zu erstellen.
☞
So initialisieren Sie ein Programm:
1. Betätigen Sie die Shift-Taste 햽 und halten Sie sie gedrückt.
2. Betätigen Sie kurz die Utility-Taste 햷.
3. Lassen Sie die Shift-Taste 햽 wieder los.
4. In der Anzeige erscheint eine Seite, in der Sie einige Hilfsfunktionen auswählen
können. Drehen Sie das Auswahlrad 햴, bis folgendes in der Anzeige erscheint:
Init Sound
Init Sound A001 Saw Repeat
WMF ?
[confirm with <Shift-Utility>]
In der Multi-Betriebsart befinden, gibt es eine entsprechende
Initialisierungsfunktion auch für Multi-Programme. Sie können diese durch erneutes
Drehen des Auswahlrades 햴 einen Schritt weiter im Uhrzeigersinn auswählen:
Init Multi
Init Multi 001 Hit Me Bigga WMF ?
[confirm with <Shift-Utility>]
5. Betätigen Sie erneut die Utility-Taste 햷 bei gehaltener Shift-Taste 햽.
Das gewählte Programm ist nun initialisiert.
�
32
Wenn Sie ein Programm initialisieren oder auf Zufallswerte setzen, findet der Vorgang
innerhalb eines Editierpuffers statt. Daher gehen keinerlei Daten verloren, solange Sie
das Programm nicht abspeichern.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Verändern von Parametern am MicroWave XT
Zusätzlich zu den Editiermöglichkeiten des MicroWave II bietet die XT-Variante getrennte
Bedienelemente für die meisten Parameter. Dadurch erhalten Sie eine komfortable
Möglichkeit der Klangprogrammierung.
Regler
Beim Betätigen eines der Drehregler des XT-Bedienfeldes wird der entsprechende Parameter
des aktuellen Programms verändert. Der veränderte Parameter wird kurz in der rechten
oberen Ecke des Anzeigefeldes ausgegeben:
Play Sound A001 |
Saw Repeat
WMF |
Mode [Cutoff 059]
Sound |
100
Sollte der Parameter bereits im Anzeigefeld zu sehen sein, so wird nur der Wert neu
ausgegeben.
In der Hüllkurven-Sektion (Envelope) wird der Parametersatz mitels des Env. Select-Tasters
gewählt.
Ist beim drehen eines Dials die Shift-Taste 햽 gedrückt, so wechselt die Anzeige direkt zur
entsprechenden Seite der konventionellen Bedienung. Dies ist hilfreich, um schnell und
effektiv an die weiteren Parameter eines Moduls zu gelangen. Statt der Shift-Taste 햽
können sie auch die Sync-Taste links unten benutzen.
Tasten
Der MicroWave XT verfügt über 3 zusätzliche Taster: Sync, Glide und Env. Select.
• Der Sync-Taster schaltet die Synchronisation von Oszillator 2 ein und aus. Der
Parameter wird nicht in der Anzeige dargestellt, sondern durch die Leuchtdiode
neben dem Taster. Desweiteren wird bei gehaltenem Taster beim Betätigen eines
Reglers in die entsprechende Seite gewechselt, wie bereits zuvor beschrieben.
• Der Glide-Taster schaltet die Glide-Funktion an oder aus, der Zustand wird auch
hier über eine zugeordnete Leuchtdiode angezeigt.
• Der Env. Select-Taster wählt eine von vier Parametergruppen aus, auf die die
Regler der Hüllkurven-Sektion wirkt. Die aktuell aktivierte Parametergruppe wird
durch eine Leuchtdiode gekennzeichnet. Die jeweiligen Parameterbezeichnungen
sind auf der XT-Frontplatte aufgedruckt.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
33
Umschaltung der Oktavlage beim XTk
Der XTk besitzt eine eingebaute 4-Oktaven-Tastatur, die sowohl zum Spielen der internen
Sounds als auch zur Erzeugung von MIDI-Noten für angeschlossene Geräte dient. Im
Normalfall ist C1 die niedrigste Note auf der Tastatur, C3 die mittlere und C5 die höchste.
Um einen weiteren Bereich abdecken zu können, läßt sich der gesamte Notenbereich der
Tastatur um eine Oktave nach oben oder unten verschieben. Dazu sind entsprechende
Tasten in der Controller-Sektion 헃 vorgesehen.
☞
So ändern Sie die Oktavelage der Tastatur:
1. Betätigen Sie die Octave Down-Taste. Die gesamte Tastatur wird um eine Oktave
nach unten transponiert, d.h. sie umfaßt nun den Bereich C0 bis C4.
2. Betätigen Sie nun die Octave Up-Taste. Die gesamte Tastatur wird um eine Oktave
nach oben transponiert, d.h. sie umfaßt nun den Bereich C2 bis C6.
3. Durch gleichzeitiges Betätigen von Octave Down und Octave Up gelangen Sie
zur Grundeinstellung zurück. Der Bereich umfaßt nun wieder C1 bis C5.
34
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Über die Wavetable-Synthese
Grundlagen
Die Tonerzeugung des MicroWave II/XT/XTk basiert auf der Wavetable-Synthese. Diese
Syntheseform vereint analogen Zugriff und digitale Vielfalt auf einfache Weise. Obwohl es
sich bei der Wavetable-Synthese prinzipiell um eine Form der „Sample-Wiedergabe“
handelt, sollte man von diesem Begriff Abstand nehmen, da Arbeitsweise, Benutzung und
Ergebnis meist völlig davon abweichen.
Im ROM-Bereich des MW2/XT sind im Moment 65 Wavetables gespeichert, 31 Plätze sind
für zukünftige ROM Wavetables reserviert. Im RAM-Bereich befinden sich 32 UserWavetables, die mit Hilfe geeigneter Computersoftware über MIDI bearbeitet werden
können.
Eine Wavetable ist eine Liste mit 64 Einträgen. Jeder Eintrag repräsentiert jeweils eine Wave,
die sich im ROM- oder RAM-Bereich des MicroWave II/XT/XTk befindet oder durch einen
entsprechenden Algorithmus beim Anwählen der Wavetable errechnet wurde. Dabei ist es
bei der Benutzung einer Wavetable innerhalb eines Sounds gleich, ob die Wave im ROM
oder RAM gespeichert ist oder errechnet wurde.
Eine Wavetable selbst enthält keine Waves, sondern bietet pro Eintrag die Möglichkeit, auf
eine irgendwo im ROM oder RAM gespeicherte Wave zuzugreifen. Eine Wavetable enthält
also bis zu 64 Verweise auf beliebige Waves. Befindet sich in einem oder mehreren
aufeinanderfolgenden Einträgen kein Verweis, errechnet der MicroWave II/XT/XTk die an
dieser Stelle erklingenden Waves automatisch. Dabei arbeitet der Algorithmus so, daß die
vorherige und die nachfolgende „echte“ Wave überblendet werden. Befindet sich also ein
Verweis im Eintrag 1 und Eintrag 5, werden die Einträge 2 bis 4 automatisch mit
Zwischenstufen der Waves in den Einträgen 1 und 5 gefüllt.

Prägen Sie sich die Begriffe Wavetable und Wave gut ein und verwechseln Sie nicht
deren Bedeutung.
Einleitung
Die Wavetable-Tonerzeugung verleiht dem MicroWave II/XT/XTk den einzigartigen
Klangcharakter, der ihn von allen anderen Synthesizern und Sample-Playern abhebt. Das
Prinzip der Wavetable-Tonerzeugung ist nicht neu, bereits die PPG-Synthesizer
„Wavecomputer 360“, „Wave 2“, „Wave 2.2“ und „Wave 2.3“, sowie natürlich der Waldorf
MicroWave (Nummer eins) und der Waldorf Wave arbeiten mit diesem System. Der
MicroWave II/XT/XTk hingegen enthält einige Erweiterungen dieses Systems, die die
Klangvielfalt gegenüber den oben erwähnten Synthesizern noch um einiges steigern.
Der Einstieg in die Wavetable-Synthese verlangt ein wenig Aufmerksamkeit, da diese nach
einem anderen Prinzip arbeitet als andere Tonerzeugungssysteme. Trotzdem sollte man
diesen Aufwand nicht scheuen, da sie die Basis für die Klangvielfalt und Ausdrucksstärke
des MicroWave II/XT/XTk ist.

Beachten Sie bitte, daß Sie am MicroWave II/XT/XTk keine eigenen Wavetables oder
Waves erstellen können, sondern nur auf vorhandene Wavetables und deren Waves
zugreifen können. Falls Sie allerdings Blut geleckt haben und Ihre eigenen
Wavetables basteln möchten, empfiehlt sich die Anschaffung eines Wavetable-Editors
für Ihren Computer. Fragen Sie Ihren Händler nach einer geeigneten Software.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
35
Übersicht
Um das System der Wavetable-Tonerzeugung anschaulich zu erklären, folgt zunächst ein
nicht ganz korrekter Überblick:
Eine Wavetable ist eine Liste mit 64 Wellenformen. Jede Wellenform zeichnet sich durch
einen eigenen Klangcharakter aus. Einige Wavetables enthalten Wellenformen mit
ähnlichem Klangcharakter, bei anderen Wavetables sind die Klangunterschiede jedoch
teilweise extrem groß. Die folgende Abbildung zeigt Ausschnitte einer Wavetable.
Wave 63
Wave 62
Wave 61
Wave 60
Wave 59
Wave 58
Wave 57
Wave 02
Wave 01
Wave 00
Auffallend ist, daß die drei oberen Einträge die klassischen AnalogsynthesizerWellenformen Dreieck, Rechteck und Sägezahn darstellen. Diese drei Wellenformen sind
in jeder Wavetable identisch. So können Sie, egal mit welcher Wavetable Sie arbeiten,
immer auf die „klassischen“ Synthesizerwellenformen zurückgreifen.
Beide Oszillatoren einer Stimme benutzen eine Wavetable gemeinsam. Jeder Oszillator
kann aber innerhalb dieser Wavetable unterschiedliche Wellenformen abspielen.
Beispielsweise gibt Oszillator 1 eine Sinuswelle von Position 01 aus, während Oszillator 2
eine Sägezahnwelle von Position 63 abspielt.
Das entscheidend andersartige an der Wavetable-Tonerzeugung ist jedoch die Möglichkeit,
nicht nur eine einzelne Wellenform pro Oszillator abzuspielen, sondern mithilfe
unterschiedlicher Modulationen auf verschiedene Wellenformen zuzugreifen oder im
Verlauf des Klanges sogenannte Wellendurchläufe zu erzeugen. Zum Beispiel kann ein
Oszillator mit einer Sinuswelle starten und nach einiger Zeit in eine Sägezahnwelle
überblenden. Je nach verwendeter Wavetable können die Unterschiede so drastisch sein,
daß ein Klangbild entsteht, daß in keiner Weise mit Sample-Playern oder ähnlichem zu
erzeugen wäre. Somit unterscheidet sich die Wavetable-Synthese gravierend von allen
anderen Tonerzeugungssystemen.
Die Möglichkeiten dieses Prinzips sind immens. Um ein paar Beispiele zu nennen:
• Jede Note eines 5-Oktaven-Keyboards kann auf eine andere Wave der Wavetable
zugreifen, da ein solches Keyboard 61 Tasten besitzt und eine Wavetable aus 64
Waves besteht.
• Je nach Anschlagstärke werden unterschiedliche Waves abgespielt.
• Ein LFO moduliert die Position innerhalb der Wavetable. Hierdurch können je
nach Wavetable subtile bis drastische Änderungen des Klangspektrums erzeugt
werden.
• Beliebige Controller (wie z.B. das Modulationsrad) ändern die Position innerhalb
der Wavetable. Wenn Sie einen Akkord spielen und am Modulationsrad drehen,
werden die Waves jeder Note gleichförmig zueinander geändert.
36
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Dies sind nur einige Beispiele für die Möglichkeiten, die die Wavetable-Synthese des
MicroWave II/XT/XTk bietet. In den folgenden Abschnitten gehen wir ans Eingemachte.
Außerdem folgt nun die korrekte Beschreibung.
Wave
Eine Wave ist eine digital gespeicherte Abbildung eines einzelnen Wellendurchlaufs.
Insofern ist eine Wave identisch mit einem Sample, das exakt nach einem einzelnen
Wellendurchlauf geloopt ist. Der Unterschied zu einem Sampler oder ROM-Sample-Player
ist allerdings, daß alle Waves des MicroWave II/XT/XTk gleich lang sind und daher in der
gleichen Tonhöhe abgespielt werden. Eine typische Wave sieht also so aus:
In der Abbildung sieht man deutlich die Symmetrie der Wellenform, genau in der Mitte
wird die Wellenform punkgespiegelt. Daher bestehen die meisten gespeicherten Waves des
MicroWave II/XT/XTk nur aus der ersten Hälfte der eigentlichen Wellenform, die andere
Hälfte wird einfach vom MicroWave II/XT/XTk berechnet. Hier findet man auch eine der
Erweiterungen gegenüber den PPG-Systemen oder dem MicroWave 1: der MicroWave
II/XT/XTk bietet auch die Speichermöglichkeit kompletter Wellendurchläufe an. Dieses
nicht zu unterschätzende Feature wird richtig interessant, wenn es darum geht,
analogtypische Wellenformen mit unterschiedlicher Pulsbreite oder additiv erzeugte
Wellenformen mit unterschiedlichen Phasenlagen der einzelnen Harmonischen
wiederzugeben. Gerade diese reizvollen Klangfarben waren mit dem früheren System der
Wavetable-Synthese nicht realisierbar.
Wavetable
Eigentlich enthält eine Wavetable keine Waves, sondern nur Verweise darauf. Der
MicroWave II/XT/XTk speichert Wavetables und Waves getrennt voneinander, wobei
Wavetables von 001…128, Waves von 0…299 und User-Waves von 1000…1249
nummeriert sind.
In einer Wavetable befinden sich nun bis zu 64 solcher Verweise, die jeweils auf eine der
500 gespeicherten Waves zeigen. Der Ausdruck „bis zu 64“ bedeutet, daß eine Wavetable
auch weniger Verweise enthalten kann. Die dadurch entstehenden Leerräume werden vom
MicroWave II/XT/XTk automatisch aufgefüllt, sobald eine Wavetable angewählt wird.
Mindestens aber befinden sich fünf Verweise in einer Wavetable, und zwar einer an der
ersten Position und vier an den letzten Positionen. Drei dieser vier Positionen
repräsentieren hierbei, wie oben bereits beschrieben, die klassischen
Synthesizerwellenformen Dreieck, Rechteck und Sägezahn.
Die nachstehend abgebildete Wavetable zum Beispiel enthält Verweise auf Waves an den
Positionen 00, 02, 05, 60 plus die drei klassischen Waves auf den Positionen 61 bis 63, die
wir aber ignorieren.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
37
Wave 63
Wave 62
Wave 61
Wave 60
Wave 05
Wave 04
Wave 03
Wave 02
Wave 01
Wave 00
Stellen Sie sich nun vor, daß ein Oszillator innerhalb dieser Wavetable herumfährt, um
jeweils eine der Waves abzuspielen.
• Ist Position 00 angewählt, spielt der Oszillator die Wave, auf die die Listenposition
zeigt.
• Ist Position 01 angewählt, spielt der Oszillator eine Wave, die der MicroWave
II/XT/XTk selbst berechnet, ohne daß sie im RAM- oder ROM-Bereich gespeichert
ist. Die berechnete Wave ergibt sich aus der vorhergehenden und nachfolgenden
Wave, die beide mit unterschiedlichen Lautstärkeverhältnissen zusammengemischt
werden. In der oben dargestellten Wavetable würde die Wave an Position 01 eine
Mischung von 50% zu 50% der Waves auf Position 00 und 02 ergeben.
• Wenn Sie nun Position 02 anwählen, spielt der MicroWave II/XT/XTk wieder die
Wave ab, auf die die Listenposition zeigt.
• Positionen 03 und 04 verhalten sich ähnlich wie Position 01. Auch hier werden die
abzuspielenden Waves vom MicroWave II/XT/XTk berechnet. Da zwischen der
vorigen und nachfolgenden Wave allerdings zwei Positionen unbelegt sind,
errechnet der MicroWave II/XT/XTk für Position 03 eine Wave mit einem
Lautstärkeverhältnis von 2/3 zu 1/3, also ca. 66% zu 33%. In der Mischung
überwiegt also die Wave der vorigen Position. Auf Position 04 hingegen wird das
Verhältnis umgedreht, also 1/3 der Lautstärke der vorigen Wave und 2/3 der
Lautstärke der nachfolgenden Wave.
• Position 05 spielt wieder eine gespeicherte Wave ab.
Würde der Oszillator nun zwischen den Positionen 02 und 05 immer hin- und herfahren,
könnte man eine halbwegs kontinuierliche Änderung der Klangfarbe hören. Bei vier
Positionen ist „kontinuierlich“ natürlich etwas übertrieben, aber nehmen wir einmal an,
daß zwischen Position 05 und 60 kein weiterer Verweis auf eine Wave gespeichert wäre.
Wenn Sie nun von Position 05 zu Position 60 fahren würden, wäre die
Klangfarbenänderung tatsächlich sehr weich.
Und was ist, wenn Sie harte Klangfarbenänderungen wünschen? Jetzt könnten wir uns die
klassischen Wellenformen der Wavetable ansehen, die auf den Positionen 61, 62 und 63
liegen. Da sich zwischen diesen Waves keine leeren Positionen befinden, sind hier die
Übergänge hart.
Was gibt es sonst noch?
Zusätzlich zur oben beschriebenen Struktur ist der MicroWave II/XT/XTk in der Lage,
Wavetables und deren Waves mithilfe mathematischer Berechnungen durchzuführen.
Solche Wavetables werden als algorithmische Wavetables bezeichnet. Das besondere an
diesen Wavetables ist, daß sie keine Waves benötigen, um interessante
Klangfarbenänderungen hervorzubringen.
38
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Eine Rechenvorschrift für eine algorithmisch erzeugte Wavetable sähe zum Beispiel so aus:
Nimm eine Rechteckwellenform für Position 00 und entferne pro Schritt jeweils die letzten
Samples, sodaß auf Position 60 nur noch ein einzelnes Sample übrigbleibt. Das Resultat
dieser Beschreibung ist eine Wavetable mit Rechteckwellenformen unterschiedlicher
Pulsbreite.
Die unterschiedlichen Basisalgorithmen, auf denen solche Wavetables aufbauen, sind:
• Synchronisation
• Pulsbreitenmodulation
• FM
• Waveshaping
Weitere Informationen zu den algorithmischen Wavetables erhalten Sie im Internet unter
ftp://ftp.waldorf-gmbh.de/pub/waldorf/microwave/upaw/
Zusammenfassung
Den folgenden Satz sollten Sie sich gut einprägen, er beschreibt die Wavetable-Synthese:
Eine Wavetable ist eine Liste mit Verweisen auf bis zu 64 Waves, zwischen denen man
beliebig herumfahren kann.
Erstellung eigener Wavetables
Früher oder später werden Sie den Wunsch haben, eigene Wavetables und Waves zu
erstellen. Die Benutzeroberfläche des MicroWave II/XT/XTk wäre dazu nicht geeignet,
daher verweisen wir auf entprechende Computer-Software.
Trotzdem möchten wir hier das Prinzip beschreiben, um Ihnen den Einstieg zu erleichtern.
Der Großteil der Wavetables des MicroWave II/XT/XTk enthält zwischen 8 und 16 Waves,
manche kommen mit weniger Waves aus, andere haben mehr. Sie brauchen also bei
weitem nicht alle Positionen einer Wavetable mit Waves zu füllen, um interessante Verläufe
zu gestalten. Schauen Sie sich mit Ihrem Wavetable Editor (also der Computer-Software)
einfach mal ein paar der ROM-Wavetables an. Wavetable 01 beispielsweise geht recht
sparsam mit Waves um, während Wavetable 28 in die Vollen greift.
Wenn Sie eine Wavetable erstellen möchten, die einfach nur langsam von einer
Rechteckwellenform zu einer Sägezahnwellenform überblendet, benötigen Sie exakt zwei
Waves. Die erste Wave, also die Rechteckwelle, legen Sie einfach auf Position 00 und die
zweite Wave, also die Sägezahnwelle, kommt auf Position 60.
Schauen Sie sich auch die ROM-Waves an. Betrachten Sie diese Waves als gigantischen
Fundus für Ihre eigenen Wavetables. Bspw. finden Sie unter den ROM-Waves bereits eine
Sägezahn-, Rechteck-, Dreieck- oder Sinuswellenform. Sie können also ruhig eine neue
Wavetable vollständig mit ROM-Waves zusammenstellen.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
39
Historisches
Ende 1970 hatte Wolfgang Palm, der Firmengründer von PPG die Idee, den Klang und das
Verhalten analoger Schaltkreise durch eine digitale Darstellung von OszillatorWellenformen mit unterschiedlichen Filtereinstellungen nachzubilden. Er speicherte diese
Wellenformen nacheinander in eine sogenannte Wavetable und ermöglichte es, diese
Wavetable mit Hilfe von Hüllkurven, LFOs oder ähnlichem zu durchfahren. Das Ergebnis
war ein Klang, der seinen Charakter änderte, ohne daß analoge Filterung oder eine andere
Bearbeitung wie FM oder Ringmodulation zur Anwendung kam. Gerade die eigenwilligen
Klangverläufe, die anders als man das zu dieser Zeit kannte, extreme und drastische
Obertonsprünge von weichen Wellen bis hin zu obertonreichen, digital übersteuerten
Wellen beinhalten konnten, haben den typischen „Wave-Sound“ geprägt. Die ersten
Synthesizer, die Anfang der achtziger Jahre mit dieser Technik auf den Markt kamen, waren
der PPG 340/380 - Wave Computer und der PPG 360 Wave Computer. Beide Modelle
arbeiteten noch ohne analoge Filter.
Wolfgang Düren, damals für den Vertrieb der PPG-Synthesizer zuständig, konnte Palm
überzeugen, bei den Nachfolgemodellen, PPG Wave 2 und PPG Wave 2.2, analoge Filter
hinter die digitalen Oszillatoren zu schalten. Das Ergebnis waren Synthesizer, die
Geschichte schrieben und den Sound einer ganzen Generation geprägt haben.
Ende der achtziger Jahre – PPG hatte inzwischen seinen Geschäftsbetrieb und damit auch
die Produktion des Wave eingestellt – iniziierte Wolfgang Düren, der inzwischen bei
Waldorf Electronics die Geschäfte leitete, ein erneutes Aufleben der Wave-Technologie. In
einem weitreichenden Kooperationsvertrag mit Wolfgang Palm trat Waldorf mit dem 1989
veröffentlichten MicroWave die offizielle Nachfolge in Sachen Wave-Technologie an. Der
Waldorf MicroWave wurde zu einem der einflußreichsten Synthesizer der späten 80er und
der 90er Jahre, bis hin zum heutigen Tag. Er findet sich in fast allen wichtigen
Musikproduktionen von Disco über Pop und Rock bis hin zur Experimentalmusik. 1995
nahm man in Waldorf die Entwicklung eines technisch und klanglich verbesserten
Nachfolgemodells in Angriff. Der fortgeschrittene Entwicklungsstand der
Mikroprozessortechnik erlaubte es zu diesem Zeitpunkt, auch das Filter durch ein
hochwertiges digitales Pendant zu ersetzen.
Trotzdem wurde der Vergangenheit Tribut gezollt: Auch die Original-Wavetables des PPG
Wave Computer (Wavetables 001…008), des PPG Wave 2.2 (009…030, sowie die ersten 8
Wavetables) und des ersten MicroWave (031…064, plus 001…030) finden sich im
MicroWave II/XT/XTk wieder. Damit ist sichergestellt, daß Sie auch heute noch jederzeit
alle angesagten Sounds vergangener Zeiten erstellen können.
40
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Sound-Parameter
Funktionsübersicht
Der Waldorf MicroWave II/XT/XTk besteht aus einer Vielzahl von klangformenden
Bausteinen. Die nachfolgende Übersicht soll das Zusammenspiel der einzelnen
Komponenten veranschaulichen:
LFO 1
LFO 2
Filter-Hüllkurve
AmplifierHüllkurve
Arpeggiator
Trigger
Modulationsmatrix
Modifier
Wave-Hüllkurve
Freie Hüllkurve
Filter 2
Amplifier
f(x,y)
Wave 1
Oszillator 1
L
Ringmodulator
Sync
Mischer
Filter 1
FM
Effekte
Ausgang
R
Oszillator 2
Wave 2
Rauschgenerator
Audiosignal
Externes
Audiosignal
Steuersignal
Abb. 3: Blockdiagramm für Sound-Programme
Man erkennt, daß der MicroWave II/XT/XTk im wesentlichen aus zwei verschiedenen Arten
von Bausteinen aufgebaut ist:
• Klangerzeugung und Klangbearbeitung:
Oszillatoren, Waves, Mischer, Filter, Amplifier.
Die eigentliche Tonerzeugung findet in den Waves statt, die durch die Oszillatoren
gesteuert werden. Sie erzeugen der ausgewählten Wavetable entsprechende
Wellenformen. Im nachfolgenden Mischer wird das Ausgangssignal der Waves
zusammengeführt. Zusätzlich kann Rosa Rauschen hinzugemischt werden. Das
Filter formt anschließend den Klang, indem es verschiedene Spektralanteile dämpft
oder anhebt. Am Ende der Kette steht der Amplifier, ein Verstärker, der die
Gesamtlautstärke und die Panoramaposition im Stereobild steuert.
• Modulatoren: LFOs, Hüllkurven, Modifier, Modulationsmatrix.
Aufgabe der Modulatoren ist es, durch Beeinflussung (Modulation) der
Klangerzeugungs-Bausteine, dem Klang eine Dynamik zu verleihen. Die
Niederfrequenz-Oszillatoren (LFOs) dienen dabei der Erzeugung periodischer
Wellenformen, die Hüllkurven zur Erzeugung von Zeitverläufen. Über eine
Modulationsmatrix nehmen diese Generatoren Einfluß auf Parameter der
Klangerzeugung. Zusätzlich können mit Hilfe der Modifier verschiedene
mathematische Operationen und Funktionen vorgenommen werden.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
41
Oszillatoren
Die Oszillatoren bilden das erste Glied in der Kette der MicroWave II/XT/XTkTonerzeugung. Im Unterschied zu einem klassischen Analog-Synthesizer dient ihr
Ausgangssignal jedoch nicht selbst als Tonquelle, sondern stellt als Steuersignal für die
Waves das treibende Element der Wavetable-Synthese dar.
Oszillator 1
Osc 1 / 1
Osc 1 / 2
Octave 1|Semitone | Detune
-2
|
+07
|
+00
|Keytrack
| +100%
Pitchbend Range 1|FM Amount
02
|
010
Octave
-4…+4
Bestimmt die Oktavlage des Oszillators. Die Referenztonhöhe liegt auf MIDI-Note A3
(Notennummer 69), falls Octave, Semitone und Detune auf 0 und Keytrack auf 100%
gesetzt sind. In diesem Fall entspricht die Oszillatorfrequenz der Einstellung der
Gesamtstimmung im Globalparameter Tune (normalerweise 440Hz). Für typische
Keyboardklänge sollten Sie die Oktavlage auf 0 setzen. Bassklänge versehen Sie am besten
mit dem Wert -1. Wenn Sie Strings oder andere hochgestimmte Klänge erzeugen wollen,
verwenden Sie die Einstellung +1. Die folgende Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen
dem Wert der Oktavlage und der zugehörigen Fußlage, einer gängigen Einheit, die auf der
Länge von Orgelpfeifen basiert.
Wert
-4
-3
-2
-1
0
+1
+2
+3
+4
Fußlage
128ft.
64ft.
32ft.
16ft.
8ft.
4ft.
2ft.
1ft.
1/2ft.
Semitone
-12...+12
Bestimmt die Tonhöhe des Oszillators in Halbtonschritten. Die Standardeinstellung dieses
Parameters ist 0, in einigen Fällen sind jedoch auch andere Werte erforderlich: Die meisten
Orgelklänge enthalten eine Quinte. Verwenden Sie für solche Klänge daher den Wert +7.
Auch viele Soloklänge arbeiten mit Intervallen, z.B. einer Quart (+5 Halbtöne). Versuchen
Sie bei der Erzeugung von ringmodulierten Klängen die Einstellung +11.
-64…+63
Detune
Stellt die Feinstimmung des Oszillators in 128steln eines Halbtons ein. Das Verstimmen der
Oszillatoren bewirkt eine hörbare Schwebung. Verwenden Sie eine positive Verstimmung
für den einen Oszillator und den gleichen negativen Wert für den anderen. Kleine Werte
von ±1 erzeugen einen langsamen, weichen Flanging-Effekt. Mittlere Werte von ±5 sind
optimal für Flächen und andere voll klingenden Sounds. Hohe Einstellungen von ±12 oder
höher erzeugen eine akkordeonähnliche Verstimmung.
42
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Keytrack
-100%...+200%
Bestimmt, wie stark die Tonhöhe des Oszillators von der MIDI-Notennummer abhängt. Die
Referenznote für diesen Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven Werten steigt die
Oszillator-Tonhöhe, wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt werden, bei negativen
Werten fällt Sie entsprechend und umgekehrt. Die Einstellung +100% entspricht der 1:1Skalierung, d.h. wenn Sie auf dem Keyboard eine Oktave spielen, ändert sich die Tonhöhe
um den gleichen Betrag. Andere Werte als +100% sind vor allem bei der Benutzung von
Ringmodulation oder Oszillator-Synchronisation sinvoll. Versuchen Sie in einem solchen
Fall Werte im Bereich 0…+75% oder sogar negative Einstellungen für einen Oszillator,
während Sie den anderen auf +100% Keytrack lassen.
0...120 / harmonic / global
Pitchbend Range
Bestimmt die Intensität der Tonhöhenveränderung durch MIDI Pitchbend-Meldungen in
Halbtonschritten.
• Die Option harmonic bietet die Möglichkeit der Tonhöhenbeugung in Schritten der
harmonischen und subharmonischen Reihe. Die harmonische Reihe wird bei
Aufwärtsbeugung verwendet und besteht aus ganzzahligen Vielfachen der
Grundtonhöhe. Beträgt die Grundtonhöhe z.B. 1000Hz, so entsteht eine
harmonische Reihe mit 2000Hz, 3000Hz, 4000Hz, 5000Hz... usw. Die
subharmonische Reihe wird bei Abwärtsbeugung verwendet und besteht aus den
ganzzahligen Teilern der Grundtonhöhe. Bei z.B. 1000Hz Grundtonhöhe entsteht
eine subharmonische Reihe mit 500Hz, 333.3Hz, 250Hz, 200Hz, 166.7Hz usw.
Das folgende Beispiel zeigt die harmonische und die subharmonische Reihe in
Notenwerten für die Note C3:
Harmonische Reihe:
C3, C4, G4, C5, E5, G5, ~A#5, C6, …
Subharmonische Reihe:
C3, C2, F1, C1, G#0, F0, ~D0, C0, …
Beachten sie, daß die Tonhöhen der harmonischen und subharmonischen Reihen
teilweise erheblich von der temperierten Skala abweichen.
• Die Option global verwendet zur Tonhöhenbeugung den Wert, der im
Globalparameter BendRange eingestellt ist.
FM Amount
0…127
Bestimmt den Anteil, mit dem Oszillator 2 die Frequenz von Oszillator 1 moduliert. Als
Folge entsteht ein metallischer Klangcharakter, der auch in der Tonhöhe verstimmt sein
kann - besonders dann, wenn Oszillator 2 zu Oszillator 1 synchronisiert wird. Um diesen
Effekt zu vermeiden, verwenden Sie eine Dreieck- oder Sinus-ähnliche Wellenform für
Oszillator 2.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
43
Oscillator 2
Osc 2 / 1
Osc 2 / 2
Octave 2 |Semitone | Detune
+0
|
+00
|
+06
Pitchbend Range
02
2|
|
Sync
off
| Keytrack
|
+35%
|
|
Link
on
Octave
-4…+4
Bestimmt die Oktavlage des Oszillators. Die Referenztonhöhe liegt auf MIDI-Note A3
(Notennummer 69), falls Octave, Semitone und Detune auf 0 und Keytrack auf 100%
gesetzt sind. In diesem Fall entspricht die Oszillatorfrequenz der Einstellung der
Gesamtstimmung im Globalparameter Tune (normalerweise 440Hz). Für typische
Keyboardklänge sollten Sie die Oktavlage auf 0 setzen. Bassklänge versehen Sie am besten
mit dem Wert -1. Wenn Sie Strings oder andere hochgestimmte Klänge erzeugen wollen,
verwenden Sie die Einstellung +1.
-12...+12
Semitone
Bestimmt die Tonhöhe des Oszillators in Halbtonschritten. Die Standardeinstellung dieses
Parameters ist 0, in einigen Fällen sind jedoch auch andere Werte erforderlich: Die meisten
Orgelklänge enthalten eine Quinte. Verwenden Sie für solche Klänge daher den Wert +7.
Auch viele Soloklänge arbeiten mit Intervallen, z.B. einer Quart (+5 Halbtöne). Versuchen
Sie bei der Erzeugung von ringmodulierten Klängen die Einstellung +11. Die HalbtonEinstellung ist auch dann von hoher Bedeutung, wenn Sie Oszillator-Synchronisation
verwenden. In diesem Fall bestimmt Oszillator 1 die Tonhöhe des erzeugten Klanges und
Oszillator 2 die Klangfarbe. Versuchen Sie einen zufälligen Wert einzustellen, während Sie
Octave auf +2 einstellen.
-64…+63
Detune
Stellt die Feinstimmung des Oszillators in 128steln eines Halbtons ein. Das Verstimmen der
Oszillatoren bewirkt eine hörbare Schwebung. Verwenden Sie eine positive Verstimmung
für den einen Oszillator und den gleichen negativen Wert für den anderen. Kleine Werte
von ±1 erzeugen einen langsamen, weichen Flanging-Effekt. Mittlere Werte von ±5 sind
optimal für Flächen und andere voll klingenden Sounds. Hohe Einstellungen von ±12 oder
höher erzeugen eine akkordeonähnliche Verstimmung.
-100%...+200%
Keytrack
Bestimmt, wie stark die Tonhöhe des Oszillators von der MIDI-Notennummer abhängt. Die
Referenznote für diesen Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven Werten steigt die
Oszillator-Tonhöhe, wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt werden, bei negativen
Werten fällt Sie entsprechend und umgekehrt. Die Einstellung +100% entspricht der 1:1Skalierung, d.h. wenn Sie auf dem Keyboard eine Oktave spielen, ändert sich die Tonhöhe
um den gleichen Betrag. Andere Werte als +100% sind vor allem bei der Benutzung von
Ringmodulation oder Oszillator-Synchronisation sinvoll. Versuchen Sie in einem solchen
Fall Werte im Bereich 0…+75% oder sogar negative Einstellungen für einen Oszillator,
während Sie den anderen auf +100% Keytrack lassen.
0...120 / harmonic / global
Pitchbend Range
Bestimmt die Intensität der Tonhöhenveränderung durch MIDI Pitchbend-Meldungen in
Halbtonschritten.
44
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
• Die Option harmonic bietet die Möglichkeit der Tonhöhenbeugung in Schritten der
harmonischen und subharmonischen Reihe. Lesen Sie dazu bitte auch die bei
Oszillator 1 gegebene Erklärung, um weitere Informationen zu erhalten.
• Die Option global verwendet zur Tonhöhenbeugung den Wert, der im
Globalparameter BendRange eingestellt ist.
off / on
Sync
Schaltet die Oszillator-Synchronisation ein oder aus. Bei der Oszillator-Synchronisation
arbeitet Oszillator 2 als Slave, d.h. er wird von Oszillator 1 – dem Master – gesteuert. Bei
jeder neuen Periode von Oszillator 1 wird auch Oszillator 2 neu gestartet. Dabei ergeben
sich interessante Klangeffekte, besonders dann, wenn die beiden Oszillatoren mit
unterschiedlichen Frequenzen arbeiten. Durch zusätzliche Tonhöhenmodulation mit Hilfen
von Hüllkurven, LFOs oder Pitchbend läßt sich weitere Bewegung in den Klang bringen.
Die folgende Abbilding zeigt die Arbeitsweise der Oszillator-Synchronisation in
vereinfachter Form:
Pegel
Oszillator 1
Zeit
Pegel
Oszillator 2 in Sync
Zeit
Link
off / on
Ermöglicht die Verwendung der gleichen Modulationseinstellungen für beide Oszillatoren.
Im aktivierten Zustand verwendet Oszillator 2 die Modulationsparameter von Oszillator 1
für alle Modulationsmatrix-Einstellungen und Pitchbend. D.h. immer wenn Oszillator 1
moduliert wird, erfolgt die gleiche Modulation auch für Oszillator 2. Im deaktivierten
Zustand verwenden beide Oszillatoren ihre eigenen, unabhängigen Modulationseinstellungen.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
45
Waves
Die Waves sind die eigentliche Klangquelle des MicroWave II/XT/XTk. Sie werden vom
Ausgangssignal der Oszillatoren angesteuert und bestimmen den Grundcharakter des
erzeugten Klanges. Lesen Sie bitte auch das Kapitel „Über die Wavetable-Synthese“ weiter
vorne in diesem Handbuch, um weitere Informationen zu erhalten.
Wave 1
Wave 1 / 1
Startwave|
057
|
Wave 1 / 2
�
Phase
132¡
| Wavetable
| 001 Resonant
W1
EnvAmount|EnvVelAmt|Keytrack |Limit W1
-20
|
+15
| +068% |
off
Obwohl der Parameter Wavetable als dritter Eintrag der Wave 1 / 1-Seite dargestellt
ist, wird er zuerst erklärt, da er als wichtigster Parameter den gesamten
Grundcharakter des Klangs bestimmt. Die ausgewählte Wavetable wird immer für
beide Waves benutzt, obwohl sie nur in der Wave 1 / 1-Seite angezeigt wird.
Wavetable
001...128
Dieser Parameter wählt die Wavetable für beide Waves aus. Jede Wavetable besitzt eine
Nummer und einen Namen. Die nachstehende Tabelle zeigt eine Übersicht über alle
verfügbaren Wavetables und ihre Namen:
001
002
003
004
005
006
007
008
009
010
011
012
013
014
015
016
017
Resonant
Resonant 2
MalletSyn
Sqr-Sweep
Bellish
Pul-Sweep
Saw-Sweep
MellowSaw
Feedback
Add Harm
Reso 3 HP
Wind Syn
High Harm
Clipper
Organ Syn
SquareSaw
Formant 1
018
019
020
021
022
023
024
025
026
027
028
029
030
031
032
033
034
Polated
Transient
ElectricP
Robotic
StrongHrm
PercOrgan
ClipSweep
ResoHarms
2 Echoes
Formant 2
FmntVocal
MicroSync
Micro PWM
Glassy
Square HP
SawSync 1
SawSync 2
035
036
037
038
039
040
041
042
043
044
045
046
047
048
049
050
051
SawSync 3
PulSync 1
PulSync 2
PulSync 3
SinSync 1
SinSync 2
SinSync 3
PWM Pulse
PWM Saw
Fuzz Wave
Distorted
HeavyFuzz
Fuzz Sync
K+Strong1
K+Strong2
K+Strong3
1-2-3-4-5
052
053
054
055
056
057
058
059
060
061
062
063
064
065
19/twenty
Wavetrip1
Wavetrip2
Wavetrip3
Wavetrip4
MaleVoice
Low Piano
ResoSweep
Xmas Bell
FM Piano
Fat Organ
Vibes
Chorus 2
True PWM
Tabelle 1: Wavetable-Übersicht
Die Wavetables 065…128 enthalten feste Werksvorgaben. Die Plätze 065…096 sind für
zukünftige Erweiterungen reserviert. Die Soeicherplätze 097…128 sind benutzerdefinierbar.
46
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Die Wavetables sind die treibende Kraft des MicroWave II/XT/XTk. Um sicherzustellen, daß
Sie diese Kraft auch voll and ganz nutzen, sollten Sie sich mit dem Klang und der
Charakteristik jeder Wavetable vertraut machen. Hierbei kann Sie ein Testprogramm
unterstützen, das Sie wie folgt erstellen sollten: Initialisieren Sie ein Sound-Programm und
stellen Sie die Lautstärke von Oszillator 2 im Mischer auf Minimum. Erstellen Sie in der
Modulationsmatrix eine Zuordnung, die das Modulationsrad verwendet, um den Parameter
Wave1Pos zu modulieren und setzen Sie die Modulationsstärke auf +62 (Die Einstellund
+62 anstelle von +63 verhindert, daß Sie unbeabsichtigt die „analogen“
Grundwellenformen anfahren können). Nun können Sie das Modulationsrad am Keyboard
dazu benutzen, die gesamte Wavetable durchzufahren. Ändern Sie die Wavetable, um zu
hören, wie die verschiedenen Wavetables klingen. Sie werden feststellen, daß sie ein
extrem weites Spektrum interessanter Klangfarben überdecken, analoge, FM-typische,
glocken- oder stimmenähnliche eingeschlossen.
Startwave
00...60 / triangle / square / sawtooth
Bestimmt den Startpunkt in der Wavetable zu Beginn des Klanges. Alternativ zu den Waves
der gerade gewählten Wavetable können Sie die Grundwellenformen Dreieck (triangle),
Rechteck mit 50% Pulsweite (square) oder Sägezahn (sawtooth) verwenden.
Wenn Sie einen Klang mit einem Wavetable-Durchlauf erzeugen wollen, sollten Sie den
Startpunkt zumindest grob in den gewünschten Bereich der Wavetable setzen, bevor Sie die
Modulationen programmieren. Diese Vorgehensweise hilft Ihnen dabei, den
Grundcharakter des Klangs zu finden, um den die Modulation sich bewegt.
Beachten Sie bitte, daß Sie – wie bei jedem anderen Modul auch – sowohl unipolare als
auch bipolare Modulationsquellen einsetzen können. Setzen Sie z.B. den StartwaveParameter auf 29, was ziemlich genau der Mitte der Wavetable entspricht, und verwenden
Sie einen langsamen LFO, um die gesamte Wavetable zu durchfahren (bis auf die 3
Grundwellenformen). Versuchen Sie dies mit einer der PWM-Wavetables.
�
Die Grundwellenformen Dreieck, Rechteck und Sägezahn entsprechen den Einträgen
61…63 jeder Wavetable. Beachten Sie bitte, daß diese Wellenformen auch dann
abgespielt werden, wenn eine ausreichend hohe Modulation vorliegt. Um dies zu
vermeiden, müssen Sie den Parameter Limit aktivieren. Verwenden Sie die
Grundwellenformen zum Erzeugen traditioneller, analoger Synthesizerklänge.
Phase
free / 3...357°
Mit Hilfe dieses Parameters bestimmen Sie Startsample und damit die Phasenlage der
erzeugten Wellenform. Altervativ zu einem festen Wert können Sie auch die Einstellung free
verwenden, um die Phase bei jeder neuen Note auf einen anderen, zufälligen Wert zu
setzen. Die Angabe erfolgt in Grad.
EnvAmount
-64…+63
Bestimmt den Einfluß der Wave-Hüllkurve auf die Wavetable-Modulation.
-64…+63
EnvVelAmt
Bestimmt den Einfluß der Wave-Hüllkurve auf die Wavetable-Modulation, abhängig von der
Tastatur-Anschlagstärke. In Verbindung mit EnvAmount können Sie interessante Effekte
erzielen, wenn Sie einen der Parameter auf einen negativen Wert setzen und den anderen
auf einen positiven.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
47
Keytrack
-200%…+197%
Bestimmt, wie stark die Stärke der Wavetable-Modulation von der MIDI-Notennummer
abhängt. Die Referenznote für diesen Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven
Werten steigt die Modulationsstärke, wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt
werden, bei negativen Werten fällt Sie entsprechend und umgekehrt. Die Einstellung
+100% entspricht der 1:1-Skalierung, d.h. daß jedes Note auf dem Keyboard eine andere
Wave spielt. Wenn Sie z.B. Startwave auf 29 und Keytrack auf +100% setzen, spielt die
Note E3 Wave 29, F3 spielt Wave 30, F#3 spielt Wave 31 usw.
Limit
off / on
Diese Einstellung verhindert, wenn aktiviert, den Zugriff auf die Grundwellenformen
Dreieck, Rechteck und Sägezahn bei jeder Art von Wavetable-Modulation. Im deaktivierten
Zustand wird stets die volle Modulationsauslenkung berechnet und angewendet, sodaß
immer die gesamte Wavetable zur Tonerzeugung benutzt wird.
Wave 2
Wave 2 / 1
Wave 2 / 2
Startwave|
057
|
Phase
free
|
|
Link
off
W2
EnvAmount|EnvVelAmt|Keytrack |Limit W2
-20
|
+15
| +050% |
off
Startwave
00...60 / triangle / square / sawtooth
Bestimmt den Startpunkt in der Wavetable zu Beginn des Klanges. Alternativ zu den Waves
der gerade gewählten Wavetable können Sie die Grundwellenformen Dreieck (triangle),
Rechteck mit 50% Pulsweite (square) oder Sägezahn (sawtooth) verwenden.
Wenn Sie einen Klang mit einem Wavetable-Durchlauf erzeugen wollen, sollten Sie den
Startpunkt zumindest grob in den gewünschten Bereich der Wavetable setzen, bevor Sie die
Modulationen programmieren. Diese Vorgehensweise hilft Ihnen dabei, den
Grundcharakter des Klangs zu finden, um den die Modulation sich bewegt.
Beachten Sie bitte, daß Sie – wie bei jedem anderen Modul auch – sowohl unipolare als
auch bipolare Modulationsquellen einsetzen können. Setzen Sie z.B. den StartwaveParameter auf 29, was ziemlich genau der Mitte der Wavetable entspricht, und verwenden
Sie einen langsamen LFO, um die gesamte Wavetable zu durchfahren (bis auf die 3
Grundwellenformen). Versuchen Sie dies mit einer der PWM-Wavetables.
�
Die Grundwellenformen Dreieck, Rechteck und Sägezahn entsprechen den Einträgen
61…63 jeder Wavetable. Beachten Sie bitte, daß diese Wellenformen auch dann
abgespielt werden, wenn eine ausreichend hohe Modulation vorliegt. Um dies zu
vermeiden, müssen Sie den Parameter Limit aktivieren. Verwenden Sie die
Grundwellenformen zum Erzeugen traditioneller, analoger Synthesizerklänge.
Phase
free / 3...357°
Mit Hilfe dieses Parameters bestimmen Sie Startsample und damit die Phasenlage der
erzeugten Wellenform. Altervativ zu einem festen Wert können Sie auch die Einstellung free
verwenden, um die Phase bei jeder neuen Note auf einen anderen, zufälligen Wert zu
setzen. Die Angabe erfolgt in Grad.
48
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Link
off / on
Ermöglicht die Verwendung der gleichen Modulationseinstellungen für beide Waves. Im
aktivierten Zustand verwendet Wave 2 die Modulationsparameter von Wave 1 für alle
Modulationsmatrix-Einstellungen, EnvAmount, EnvVelAmt und Keytrack. D.h. immer
wenn Wave 1 moduliert wird, erfolgt die gleiche Modulation auch für Wave 2. Im
deaktivierten Zustand verwenden beide Waves ihre eigenen, unabhängigen Modulationseinstellungen.
EnvAmount
-64…+63
Bestimmt den Einfluß der Wave-Hüllkurve auf die Wavetable-Modulation.
-64…+63
EnvVelAmt
Bestimmt den Einfluß der Wave-Hüllkurve auf die Wavetable-Modulation, abhängig von der
Tastatur-Anschlagstärke. In Verbindung mit EnvAmount können Sie interessante Effekte
erzielen, wenn Sie einen der Parameter auf einen negativen Wert setzen und den anderen
auf einen positiven.
Keytrack
-200%…+197%
Bestimmt, wie stark die Stärke der Wavetable-Modulation von der MIDI-Notennummer
abhängt. Die Referenznote für diesen Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven
Werten steigt die Modulationsstärke, wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt
werden, bei negativen Werten fällt Sie entsprechend und umgekehrt. Die Einstellung
+100% entspricht der 1:1-Skalierung, d.h. daß jedes Note auf dem Keyboard eine andere
Wave spielt. Wenn Sie z.B. Startwave auf 29 und Keytrack auf +100% setzen, spielt die
Note E3 Wave 29, F3 spielt Wave 30, F#3 spielt Wave 31 usw.
Limit
off / on
Diese Einstellung verhindert, wenn aktiviert, den Zugriff auf die Grundwellenformen
Dreieck, Rechteck und Sägezahn bei jeder Art von Wavetable-Modulation. Im deaktivierten
Zustand wird stets die volle Modulationsauslenkung berechnet und angewendet, sodaß
immer die gesamte Wavetable zur Tonerzeugung benutzt wird.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
49
Quality
Die Quality-Parameter steuern die Eingangsstufe des Mischers. Sie bestimmen die Anteile
an Aliasing und Quantisierung, die dem Klang hinzugefügt werden, sowie die Art der
erzeugten Verzerrung bei Überschreitung des Maximalpegels.
Quality
Aliasing |TimeQuant|Accuracy |Clipping
3
|
off
|
off
|saturate
Aliasing
off / 1…5
Aliasing ist ein digitaler Artefakt, der hörbar wird, sobald eine Wellenform harmonische
Anteile besitzt, die höher als die halbe Abtastrate sind. Im Normalfall wird das entstehende
Aliasing mit Hilfe mathematischer Kunstgriffe auf ein Minimum reduziert. Sie können diese
Funktion jedoch umgehen und das Aliasing bewußt zur Klanggestaltung einsetzen. Der
Klangcharakter entspricht dann den ersten digitalen Synthesizern wie dem PPG Wave oder
dem ersten MicroWave. Verwenden Sie eine andere Einstellung als off für alle Klänge die
absichtlich „digital“ klingen sollen.
Time Quant
off / 1…5
Mit einer Wave können 64 Harmonische inklusive der Grundfrequenz wiedergegeben
werden. Ein intelligenter Interpolations-Algorithmus stellt dabei sicher, daß auch bei tiefen
Tönen nur diese 64 Harmonischen erzeugt werden. In einigen Fällen möchten Sie jedoch
zusätzliche Rauheit im Tieftonbereich erzeugen, und dafür wurde die Time QuantizationFunktion vorgesehen: In fünf Stufen läßt sich die Wave-Interpolation umgehen. Beachten
Sie, daß die Genauigkeit der Tonhöhe ein wenig abnimmt, wenn Sie Time Quantization
benutzen. Das hörbare Ergebnis ist ein sehr scharfer Klangcharakter bei tiefen Tönen.
Verwenden Sie dies z.B. bei Sägezahn-basierten Klängen.
Accuracy
off / on
In der Einstellung off werden alle Stimmen leicht gegeneinander verstimmt, wodurch
besonders bei Akkorden und Klängen mit langer Ausklingphase ein kräftigerer Charakter
entsteht. In der Einstellung on wird die Stimmung so korrekt wie möglich vorgenommen.
saturate / overflow
Clipping
Bestimmt die Art der Verzerrung, die das Signal erfährt, wenn es den Maximalpegel
übersteigt. Die Verzerrung entsteht immer dann, wenn die Summe aller Eingangssignale im
Mischer (d.h. Wave 1, Wave 2, Noise und Ringmodulation) den Wert 128 übersteigt.
• Die Option saturate begrenzt das Signal auf den Maximalpegel. Diese Art von
Verzerrung wird von klassischen Analog-Schaltkreisen erzeugt.
• Die overflow behandelt die Verzerrung als numerischen Überlauf in einem
digitalen Rechenwerk: Die Polarität des Signalanteils oberhalb des Maximalpegels
wird umgekehrt.
Pegel
Pegel
max
max
Zeit
min
min
saturate
50
Zeit
overflow
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Mischer
Im Mischer werden die Lautstärken der beiden Waves und des Rauschgenerators eingestellt.
Ein zusätzlicher Ringmodulator erweitert bei Bedarf das Klangspektrum.
Mix
Wave 1 |
113
|
Mix 2
Wave 2 | Ringmod | Noise
56
|
0
|
13
External
123
Wave 1
Lautstärke von Wave 1.
0…127
Wave 2
Lautstärke von Wave 2.
0…127
Ringmod
0…127
Lautstärke der Ringmodulation zwischen Wave 1 und 2. Aus technischer Sicht stellt die
Ringmodulation die Multiplikation der beiden Wave-Signale dar. Das Ergebnis dieser
Operation ist eine Wellenforn, die die Summen- und Differenzanteile der zugrundeliegenden Frequenzkomponenten enthält. Da die Ringmodulation disharmonische Anteile
erzeugt, eignet sie sich zur Synthese metallisch verzerrter Klänge wie sie z.B. bei
synthetischen Schlaginstrumenten vorkommen. Die nachstehende Abbildung zeigt die
Ringmodulation zweier Sinuswellen. Beachten Sie, daß sich in einer komplexen Wellenform alle harmonischen Einzelkomponenten wie interagierende Sinuswellen verhalten. Das
Ergebnis ist in diesem Fall ein Klang, der weite Spektralbereiche überstreicht.
Pegel
Zeit
Pegel
Wave 1
f1 = 1
Zeit
Pegel
Zeit
Ringmodulation
fres1 = f1-f2 = 1,5
fres2 = f1+f2 = 3,5
Wave 2
f2 = 2,5 (1 Oktave + 4 Halbtöne)
Noise
0…127
Lautstärke des Rauschgenerators. Der Rauschgenerator erzeugt Rosa Rauschen und besitzt
keine anderen einstellbaren Parameter. Rauschen ist ein grundlegender Bestandteil für alle
Arten von analog-typischen Schlaginstrumenten. Auch Klänge wie Wind und
Meeresrauschen basieren zum überwiegenden Anteil auf Rauschen.
External
0…127
Lautstärke des externen Audioeingangs Analog In 쐎. Bitte beachten Sie, daß auch bei
Verwendung einer externen Klangquelle die Hüllkurven des MicroWave XT getriggert
werden müssen, um das Signal durchzuschleifen. Sie müssen daher MIDI-Noten erzeugen,
entweder mit einem angeschlossenen Sequenzer oder dem internen Arpeggiator.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
51
Play Access
Die Play Access-Seite ermöglicht Ihnen den schnellen Zugriff auf 4 frei definierbare SoundParameter des MicroWave II/XT/XTk. Sie erhalten damit zum einen eine sehr schnelle
Möglichkeit zum Anpassen eines Sound-Programms, zum anderen erlaubt diese Funktion
einen leichten Echtzeitzugriff im Live-Betrieb.
Zur Verwendung der Play Access-Funktion sind zwei Arbeitsschritte nötig:
• Auswahl der anzuzeigenden Parameter
• Zugriff auf die zuvor eingestellten Parameter
Auswahl der anzuzeigenden Parameter
Play Access
Par #1…Par #4
Par #1 | Par #2 | Par #3 | Par #4
Arp Dir. |Arp Order|LFO1 Shpe|Osc2 Keyt
sound parameters
Verwenden Sie die Einstellregler 햾, um die gewünschten Parameter auszuwählen. Beim
Drehen der Regler bewegen Sie sich durch eine Liste der wichtigsten Sound-Parameter des
MicroWave II/XT/XTk. Einige Parameterbezeichnungen sind abgekürzt, um in der Anzeige
Platz zu finden. Z.B. steht AE Attack für „Amplifier Envelope Attack“, also den AttackParameter der Lautstärkehüllkurve. Die nachstehende Tabelle zeigt eine Übersicht der
verwendeten Abkürzungen:
Abkürzung
Osc1
Osc2
W1
W2
Mix
F1
F2
Amp
Arp
FE
AE
Beschreibung
Oscillator 1
Oscillator 2
Wave 1
Wave 2
Mixer
Filter 1
Filter 2
Amplifier
Arpeggiator
Filter Envelope
Amplifier Envelope
Abkürzung
Oct
Semi
Det.
Bend
Keyt / Keytrk.
StartW
EnvAmt
VelAmt
Ring
Reso
Vol
Pan
Patt.
Dir.
Velo
Alloc.
Sust.
Shpe
Dlay
Sync
Sym.
Hum.
Phas
Beschreibung
Octave
Semitone
Detune
Pitchbend Range
Keytrack
Startwave
Envelope Amount
Velocity Amount
Ring Modulation
Resonance
Volume
Panning
Pattern
Direction
Velocity
Allocation
Sustain
Shape
Delay
Synchronisation
Symmetry
Humanize
Phase
Tabelle 2: Play Access-Abkürzungen
52
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Hier einige Beispiele nützlicher Parameter-Zusammenstellungen:
Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3
Beispiel 4
�
Par #1 | Par #2
F1 Cutoff|F1 Reso
| Par #3 | Par #4
|F1 EnvAmt|FE Decay
Par #1 | Par #2 | Par #3 | Par #4
W1 StartW|W2 StartW|Mix Ring |Glide
Par #1 | Par #2 | Par #3 | Par #4
ArpActive|Arp Tempo|Arp Clock|Arp Patt.
Par #1
Effect
| Par #2
| Assign
| Par #3
|Panning
| Par #4
|Glide
Beachten Sie bitte, daß die Play Access-Einstellungen wie alle anderen SoundParameter ebenfalls im Sound-Programm gespeichert werden. Daher müssen Sie das
Programm auch dann abspeichern, wenn Sie nur Änderungen an diesen Einstellungen
vorgenommen haben. Durch Zuordnung der Play Access-Parameter zum jeweiligen
Sound-Programm haben Sie die Möglichkeit, in jedem Programm verschiedene
Einstellungen vorzugeben.
Zugriff auf die zuvor eingestellen Parameter
☞
So greifen Sie auf die Parameter der Play Access-Seite zu:
1. Drücken Sie im Programmauswahl-Modus erneut die Play-Taste 햽, um die
Play Access-Seite aufzurufen. In der Anzeige erscheint:
Play Access
F1 Cutoff|F1 Reso
092
|
000
|F1 EnvAmt|FE Decay
|
+29
|
084
2. Mit Hilfe der Einstellregler 햾 können Sie die einzelnen Parameterwerte ändern.
�
Beachten Sie bitte, daß Sie, wie bei allen Editierungen, ein bearbeitetes Programm
abschließend speichern müssen, um die Veränderungen dauerhaft zu erhalten.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
53
Filter
Nachdem das Audiosignal den Mischer verläßt, gelangt es in die Filtersektion. Der
MicroWave II/XT/XTk besitzt zwei hintereinander angeordete, unabhängige Filtereinheiten,
die jeweils individuell einstellbar sind. Die Filter gehören zu den wichtigsten Komponenten
des MicroWave II/XT/XTk und prägen den Klangcharakter ganz entscheidend.
Der am meisten von Synthesizern benutzte Filtertyp ist der Tiefpaß. Dieser Filtertyp dämpft
Frequenzen oberhalb einer bestimmten Eckfrequenz. Darunterliegende Frequenzen werden
nur minimal beeinflußt. Den Bereich unterhalb der Eckfrequenz nennt man
Durchlaßbereich, den Bereich darüber Sperrbereich. Die Filter des MicroWave II/XT/XTk
dämpfen die Frequenzen im Sperrbereich mit einer bestimmten Flankensteilheit. Die
Flankensteilheit ist beim Filter 1 zwischen 12dB und 24dB pro Oktave umschaltbar. Dies
bedeutet, daß eine Klangkomponente, die im Frequenzbereich eine Oktave über der
Eckfrequenz liegt, um 12dB oder 24dB leiser ist als das Signal im Durchlaßbereich. Die
nachstehende Abbildung zeigt die prinzipielle Arbeitsweise eines solchen Tiefpaßfilters:
Pegel
24dB/Okt.
Eckfrequenz
12dB/Okt.
Frequenz
Anschaulich gesehen stellen 24dB Dämpfung eine Absenkung um ca. 94% des
Ursprungswertes dar. Betrachtet man die Dämpfung zwei Oktaven oberhalb der
Eckfrequenz, so beträgt die Absenkung bereits über 99%. Ein derartiges Audiosignal ist fast
nicht mehr zu hören.
Das MicroWave II/XT/XTk Filter bietet weiterhin einen Resonanzparameter. Resonanz
bezeichnet die Anhebung eines schmalen Frequenzbereichs um die Eckfrequenz. Die
nachstehende Abbildung zeigt die Wirkung des Resonanzparameters auf den Frequenzgang
des Filters:
Pegel
Resonanz
Eckfrequenz
Frequenz
Bei hoher Anhebung der Resonanz kommt es zur Selbstoszillation des Filters, d.h. das Filter
schwingt hörbar mit seiner eingestellten Eckfrequenz, ohne daß ein Eingangssignal anliegen
muß.
54
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Filter 1
Filter 1 bietet die höchste Flexibilität. Es stellt die Filtertypen Tießpaß, Hochpaß und
Bandpaß bereit, sowie ein Sinus-Waveshaping-Filter mit nachgeschaltetem 12dB-Tiefpaß.
Die Tief- und Bandpaßtypen sind in der Flankensteilheit zwischen 12dB und 24dB
umschaltbar. Weitere Filtertypen lassen sich durch zukünftige Software-Updates nachrüsten.
Filter 1 / 1
Filter 1 / 2
Cutoff
047
|Resonance| Type
|Keytrack
|
012
| 24dB LP | +066%
Cutoff Env. Amount|Env.Velocity Amount
69
|
-23
Cutoff
0…127
Bestimmt die Eckfrequenz beim Tieß- und Hochpaß oder die Mittenfrequenz beim
Bandpaß. Ist mit Hilfe des Type-Parameters ein Tiefpaß gewählt, so werden alle Frequenzen
oberhalb der Eckfrequenz gedämpft. Beim Hochpaß dagegen werden alle Frequenzen
unterhalb der Eckfrequenz gedämpft. Ist ein Bandpaß eingestellt, so läßt das Filter nur
Frequenzen in einem schmalen Bereich um die Mittenfrequenz passieren. Sie können
zusätzliche Bewegung in den Klang bringen, indem Sie die Eck- bzw. Mittenfrequenz über
LFOs, Hüllkurven or Keytrack modulieren. Bei einer Einstellung von 64 und einem
Resonance-Wert von 114, schwingt das Filter mit 440Hz, d.h. MIDI-Note A3. Die
Stimmung leigt in Halbtonschritten vor. Solange Keytrack auf +100% eingestellt ist,
können Sie das Filter in einer temperierten Skala spielen.
Resonance
0…127
Filterresonanz-Parameter. Bestimmt die Anhebung der Frequenzen im Bereich der
eingestellten Cutoff-Frequenz. Niedrige Einstellungen im Bereich 0…80 machen den Klang
brillianter, höhere Werte von 80…113 geben ihm den typischen Filter-Charakter mit starker
Anhebung im Bereich der Filterfrequenz und Absenkung in den anderen
Frequenzbereichen. Wird die Einstellung über 113 erhöht, beginnt die Selbstoszillation des
Filters und eine reine Sinusschwingung wird erzeugt. Diese Funktion kann zur Erzeugung
von Soloklängen wie z.B. dem traditionellen „Moog-Leadsound“ genutzt werden. Auch
analog klingende Effekt- und Percussionsklänge wie Toms, Kicks, Zaps usw. lassen sich
damit erzeugen.
siehe Tabelle
Type
Wählt den Filtertyp. Weitere Informationen zu den Filtertypen finden Sie am Ende dieses
Kapitels.
Keytrack
-200%…+197%
Bestimmt, wie stark die Filterfrequenz von der MIDI-Notennummer abhängt. Die
Referenznote für diesen Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven Werten steigt die
Filterfrequenz, wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt werden, bei negativen
Werten fällt Sie entsprechend und umgekehrt. Die Einstellung +100% entspricht der 1:1Skalierung, d.h. wenn Sie auf dem Keyboard eine Oktave spielen, ändert sich die
Filterfrequenz um den gleichen Betrag. Wenn Sie das Filter in einer temperierten Skala
spielen wollen, z.B. bei einem Soloklang mit Selbstoszillation, stellen Sie den Wert auf
+100%. Bei den meisten Bassklängen sind niedrigere Einstellungen im Bereich +60…+75%
optimal, um den Klang zu höheren Noten hin weich zu halten.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
55
Cutoff Env. Amount
-64…+63
Bestimmt den Einfluß der Filterhüllkurve auf die Filterfrequenz. Bei positiven Werten steigt
die Filterfrequenz mit der Modulationsauslenkung der Hüllkurve, bei negativen Werten fällt
sie entsprechend. Verwenden Sie diesen Parameter, um einen zeitlichen Verlauf der
Klangfarbe zu ermöglichen. Klänge mit einem harten Anschlag besitzen im Normalfall eine
positive Hüllkurven-Modulation, die die Startphase heller macht und anschließend das
Filter in der Haltephase etwas schließt. Flächenklänge dagegen verwenden oft negative
Filtermodulationen, die den Klang dunkel beginnen und anschließend zunehmend heller
werden lassen.
Env. Velocity Amount -64…+63
Bestimmt den Einfluß der Filterhüllkurve auf die Filterfrequenz in Abhängigkeit von der
Tastatur-Anschlagstärke. Dieser Parameter arbeitet in gleicher Weise wie Cutoff Env.
Amount, mit dem Unterschied, daß er anschlagabhängig ist. Benutzen Sie diese Funktion,
um dem gespielten Klang mehr Ausdruck zu verleihen. Wenn Sie die Tasten nur leicht
betätigen, wird nur wenig Modulation erzeugt. Wenn Sie stärker anschlagen, wird auch die
Modulation stärker. Die nachstehende Abbildung zeigt die Arbeitsweise dieses Parameters:
FilterFrequenz
Anschlagstärke=127
Env.
Velocity
Amount
Anschlagstärke=40
Anschlagstärke=1
Cutoff
Zeit
�
Der gesamte Betrag, der für die Filtermodulation verwendet wird, berechnet sich aus
der Summe der beiden Parameter Cutoff Env. Amount und Env. Velocity Amount.
Daher sollten Sie sich stets vor Augen halten, wie hoch die Modulation wirklich ist,
insbesondere dann, wenn sich das Filter nicht wie erwartet verhält. Interessante
Effekte lassen sich auch dadurch erzielen, daß Sie einen der beiden Parameter auf
einen positiven Wert, den anderen auf einen negativen setzen.
Filtertypen
Dieser Abschnitt beschreibt die verschiedenen Filtertypen des MicroWave II/XT/XTk. Die
meisten der vorhandenen Typen basieren auf einer klassischen Tiefpaß-, Hochpaß- oder
Bandpaß-Struktur. Die nachstehenden Abbildungen zeigen die Frequenzgänge dieser Typen:
Pegel
Pegel
Pegel
Resonance
Cutoff
Tiefpaß
56
Resonance
Resonance
Frequenz
Frequenz
Cutoff
Hochpaß
Cutoff
Frequenz
Bandpaß
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Die Filtertypen haben folgende Anzeigekürzel:
Einstellung
24dB LP
12dB LP
24dB BP
12dB BP
12dB HP
Sin(x)>LP
WaveShapr
Dual L/BP
FM-Filter
S&H>L12dB
24dBNotch
12dBNotch
Band Stop
Filtertyp
24dB-Tiefpa§
12dB-Tiefpa§
24dB-Bandpa§
12dB-Bandpa§
12dB-Hochpa§
Sinus-Waveshaper mit nachfolgendem 12dB-Tiefpa§
12dB-Tiefpa§ mit Waveshaper
Paralleles 12dB-Tiefpa§-/Bandpa§-Filter
12dB-Tiefpa§filter mit Frequenzmodulation
Sample & Hold vor 12dB-Tiefpa§filter
24dB-Kerbfilter
12dB-Kerbfilter
Paralleler 12dB-Tief- und Hochpa§
Bei einigen der vorstehend erwähnten Filtertypen erscheint auf der Filter 1 / 2-Seite ein
weiterer Parameter. Die genaue Funktion dieses zusätzlichen Parameters ist abhängig vom
gewählten Filtertyp und wird in diesem Zusammenhang beschrieben.
Modulation des zusätzlichen Parameters
Der zusätzliche Filterparameter kann in der Modulationsmatrix als Ziel angewählt werden
und ist dort mit F1 Extra bezeichnet (Abkürzung für "Filter 1 Extra-Parameter").

Verwechseln Sie nicht das Modulationsziel FM Amount mit "Filter FM Amount". Die
Stärke der Frequenzmodulation des FM-Filters wird über F1 Extra eingestellt, wenn
das FM-Filter in der Filter 1 / 1-Seite angewählt wurde. Das Modulationsziel FM
Amount in der Modulationsmatrix bezeichnet die Oszillator-FM.
24dB-Tiefpaß und 12dB-Tiefpaß
Die Tiefpässe 24dB LP und 12dB LP sind für die meisten Anwendungsfälle einsetzbar.
Verwenden Sie die 24dB-Flankensteilheit, wenn Sie den typischen, hörbaren Filtercharakter
wünschen. Verwenden Sie die 12dB-Flankensteilheit, um weichere Ergebnisse zu erhalten.
24dB-Bandpaß und 12dB-Bandpaß
Die Bandpässe 24dB BP und 12dB BP entfernen Frequenzen unter- und oberhalb der
Mittenfrequenz. Als Ergebnis erhalten Sie einen schmalen und hohlen Klang, der sich vor
allem für Effekt und Percussionklänge eignet.
12dB-Hochpaß
Der Hochpaß 12dB HP läßt sich gut zum Ausdünnen der Bassanteile eines Klanges
verwenden. In Verbindung mit der Modulation der Filterfrequenz lassen sich damit
interessante Ergebnisse erzielen. Z.B. können Sie damit einen Klang „einfliegen“ lassen, d.h
er beginnt mit seinen hohen harmonischen Anteilen, um sich dann mehr und mehr
vollständig zu entfalten.
Sinus-Waveshaper mit nachfolgendem 12dB-Tiefpaß
Der Filtertyp Sin(x)>LP besteht aus einem Sinus-Waveshaper mit nachgeschaltetem 12dBTiefpaß mit Resonanz. Der Sinus-Waveshaper fügt dem Signal Obertöne und
Intermodulations-Verzerrungen hinzu.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
57
12dB-Tiefpaß mit nachgeschaltetem Waveshaper
Dieses Filter besteht aus zwei Komponenten: Einem normalen 12dB-Tiefpaß-Filter wie im
Handbuch beschrieben und einem Waveshaper, wie er beim Filter Sin(x)>LP ebenfalls
beschrieben ist. Der Unterschied zwischen dem Sinus-Waveshaper und diesem Filter ist,
daß die für das Shaping benutzte Wellenform nicht nur auf eine Sinuswelle festgelegt ist,
sondern jede Wellenform der aktiven Wavetable sein kann und das Waveshaping hier
hinter dem Filter stattfindet.
Der Zusatzparameter Wave, auf der Filter 1 / 2-Seite, wird zur Auswahl der Wellenform aus
der Wavetable des Klangprogramms benutzt (hier z.B. Dreieck):
Filter 1 / 2
�
Cutoff Env. Amount|Env.Velo|
Wave
69
|
-23 | triangle
Versuchen Sie mal einen Orgelklang mit einer Rechteckwelle zu shapen.
12dB paralleles Tiefpaß-/Bandpaß-Filter
Dieser Typ besteht aus zwei parallel geschalteten Filtern. Ein Filter arbeitet dabei als
Tiefpaß, das andere als Bandpaß. Das Tiefpaßfilter kann dabei auf die übliche Weise
eingestellt werden, die auch im Handbuch beschrieben ist.
Die Filterfrequenz des Bandpasses berechnet sich aus der Filterfrequenz des Tiefpasses und
dem zusätzlichen Parameter BP Offset, dessen Wert dazu aufaddiert wird. Die
Resonanzeinstellung des Bandpaßfilters entspricht der des Tiefpaßfilters.
Filter 1 / 2
Cutoff Env. Amount|Env.Velo| BP Offset
69
|
-23 |
+14
Um eine Tiefpaß/Bandpaß-Kombination einzustellen, bei der die Filterfrequenz des
Bandpasses eine Oktave über der des Tiefpasses liegt, gehen Sie wie folgt vor:
1. Rufen Sie die Filter 1 / 1-Seite auf und wählen Sie den Dual L/BP-Filtertyp.
2. Wechseln Sie zur Filter 1 / 2-Seite. Der dritte Parameter sollte nun BP Offset lauten.
Setzen Sie seinen Wert auf +12.
Da die Angabe des Bandpaß-Offsets in Halbtonschritten erfolgt, liegt die Filterfrequenz nun
eine Oktave über der des Tiefpasses.
12dB-Tiefpaßfilter mit Frequenzmodulation
Der FM-Filtertyp besteht aus einem 12dB-Tiefpaß bei dem die Filterfrequenz durch das
Ausgangssignal von Oszillator 2 moduliert werden kann. Das Filter wird wie gewohnt als
normaler Tiefpaß eingestellt.
Die Modulationsstärke Osc2 FM ist als zusätzlicher Parameter in der Filter 1 / 2-Seite
einstellbar:
Filter 1 / 2
58
Cutoff Env. Amount|Env.Velo| Osc2 FM
69
|
-23 |
078
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Sample & Hold 12dB-Tiefpaßfilter
Das S&H-Filter besitzt ein Sample-and-Hold (S&H)-Modul mit einstellbarer Abtastrate vor
dem Filtereingang. Das S&H-Modul verringert die effektive Samplingrate, sodaß die
Harmonischen an einer anderen Frequenz gespiegelt werden, wobei ein rauher Klang
entsteht.
Die Abtastrate des S&H-Moduls ist als zusätzlicher Parameter S&H Rate in der Filter 1 / 2Seite einstellbar. Wird S&H Rate auf Maximum (127) gesetzt, bleibt der Klang unverändert.
Filter 1 / 2
�
Cutoff Env. Amount|Env.Velo| S&H Rate
69
|
-23 |
096
Wenn Sie schöne, saubere Klänge mögen, ist dieses Filter nicht für Sie geeignet.
24dB-Kerbfilter
Dieses Notch-Filter, zu deutsch Kerbfilter, sperrt eine einzige Frequenz und läßt alle
anderen Frequenzen nahezu unverändert passieren. Resonanz ist hier unhörbar, es sei
denn, sie ist so hoch, daß das Filter in Eigenschwingung gerät.
12dB-Kerbfilter
Arbeitet in gleicher Weise wie das 24dB-Kerbfilter, die Flankensteilheit beträgt hier
allerdings lediglich 12dB/Oktave.
Bandstop-Filter
Bei diesem Filtertyp arbeiten jeweils ein 12dB-Hochpaß und ein 12dB-Tiefpass parallel. Mit
Hilfe des Zusatzparameters Bandwidth läßt sich die Frequenz des Hochpasses relativ zu
der des Tiefpasses erhöhen, sodaß ein breiteres Band herausgefiltert wird. Steht Bandwidth
auf 0, so ist dieses Filter identisch mit dem 12dB-Kerbfilter. Die eingestellte Resonanz gilt
für beide Filter gleichermaßen.
Filter 2
Das zweite Filter kann als Tief- oder Hochpaß arbeiten. Die Flankensteilheit beträgt immer
6dB pro Oktave, ein Resonanzparameter ist nicht vorhanden und daher auch keine
Selbstoszillation. Sie können dieses Filter in verschiedenster Weise einsetzen. da sein
Frequenzgang flacher verläuft als bei Filter 1, ermöglicht es sehr subtile
Klangveränderungen.
Filter 2
Cutoff Filter 2
102
| Type
| 6dB LP
|Keytrack
| +000%
Cutoff
0…127
Bestimmt die Filterfrequenz. Beachten Sie, daß Sie die Filterfrequenz auch mit Hilfe der
Modulationsmatrix in Echtzeit verändern können.
Type
Wählt den Filtertyp.
6dB LP / 6dB HP
• Verwenden Sie den Tiefpaß 6dB LP, um einen warmen, vollen Klang zu erhalten,
ohne die hohen Frequenzanteile stark zu beschneiden.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
59
• Verwenden Sie den Hochpaß 6dB HP, um die Bassanteile eines Klanges
auszudünnen und so ein sauberes, präzises Klangbild zu erhalten.
Keytrack
-200%…+197%
Bestimmt, wie stark die Filterfrequenz von der MIDI-Notennummer abhängt. Die
Referenznote für diesen Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven Werten steigt die
Filterfrequenz, wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt werden, bei negativen
Werten fällt Sie entsprechend und umgekehrt. Die Einstellung +100% entspricht der 1:1Skalierung, d.h. wenn Sie auf dem Keyboard eine Oktave spielen, ändert sich die
Filterfrequenz um den gleichen Betrag.
�
60
Wenn Sie Filter 2 nicht verwenden wollen, wählen Sie den Tiefpaß und stellen die
Filterfrequenz auf 127.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Lautstärke und Panorama
Der letzte Baustein im Signalweg des MicroWave II/XT/XTk ist für die Einstellung der
Gesamtlautstärke und der Position im Stereopanoramo zuständig. Anschließend durchläuft
das Signal den D/A-Wandler and liegt an den Ausgangsbuchsen an.
Wichtig für das Verständnis der Arbeisweise dieser Einheit ist die Tatsache, daß als
Modulationsquelle für die Lautstärke immer die Lautstärkehüllkurve (Amplifier Envelope)
dient. Das heißt, daß bei geschlossener Lautstärkehüllkurve kein Audiosignal am Ausgang
anliegt.
Abschließend bietet diese Sektion noch einen Chorus-Effekt, der zur Verfeinerung des
Klangs verwendet werden kann.
Lautstärke
Amplifier
Volume
090
|Velocity |Keytrack | Chorus
|
+40
| +000% |
on
Volume
0…127
Bestimmt die Gesamtlautstärke des Sound-Programms.
-64…+63
Velocity
Bestimmt, wie stark die Lautstärke von der Tastatur-Anschlagstärke abhängt. Benutzen Sie
diese Funktion, um dem Klang stärkeren Ausdruck zu verleihen. Bei Einstellung 0 hat der
Tastaturanschlag keinerlei Einfluß auf die Lautstärke. Klassische Orgeln arbeiten auf diese
Weise, da sie prinzipbedingt keinen dynamischen Anschlag besitzen. Bei positiven Werten
steigt die Lautstärke proportional zur Anschlagstärke. Dies ist die am meisten benutzte
Variante, die ein klaviertypisches Lautstärkeverhalten liefert. Bei negativen Einstellungen
sinkt die Lautstärke mit zunehmenden Anschlag. Dadurch entsteht ein unnatürliches
Verhalten, das sich vor allem für Effektklänge eignet. Da der Amplifier immer in Verbindung
mit der Lautstärkehüllkurve arbeitet, bestimmt der Velocity-Parameter genaugenommen die
Modulationsstärke der Hüllkurve. Die nachstehende Abbildung zeigt dieses Verhalten:
Lautstärke
Lautstärke
Lautstärke
Maximale Lautstärke
Maximale Lautstärke
Anschlagstärke=1…127
Maximale Lautstärke
Anschlagstärke=127
Anschlagstärke=1
Anschlagstärke=64
Anschlagstärke=64
Anschlagstärke=1
Zeit
Velocity-Parameter = 0
Anschlagstärke=127
Zeit
Velocity-Parameter = +63
Zeit
Velocity-Parameter = -64
Keytrack
-200%…+197%
Bestimmt, wie stark die Lautstärke von der MIDI-Notennummer abhängt. Die Referenznote
für diesen Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven Werten steigt die Lautstärke,
wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt werden, bei negativen Werten fällt Sie
entsprechend und umgekehrt. Diese Einstellung kann dazu verwendet werden, die
Lautstärke eines Klangs über den gesamten Tastaturbereich hin auszugleichen. Besonders
bei der Verwendung extremer Filtereinstellungen kann es es vorkommen, daß der Klang im
unteren oder oberen Tastaturbereich lauter ist. Auf der anderen Seite eignet der KeytrackParameter auch dazu, solche Effekte absichtlich zu erzeugen.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
61
Chorus
off / on
Aktiviert den Chorus-Effekt. Der Chorus besteht aus zwei kurzen Echos, bei dem die
Verzögerungszeit mit einer Sinusschwingung von ca. 0,5Hz moduliert wird. Er verbreitert
die Stereowirkung und erzeugt so ein weiteres und volleres Klangbild.
Panorama
Pan
Panning |Keytrack
left
50| +020%
Panning
left 64…center…right 63
Stellt die Position im Stereopanorama ein. Die Einstellung left 64 bedeutet dabei ganz links,
right 63 bedeutet ganz rechts. Wenn Sie den Klang in der Stereomitte plazieren wollen,
wählen Sie die Einstellung center. Um weitere Bewegung in das Klangbild zu bringen,
können Sie Panoramaposition über den Keytrack-Parameter oder in der Modulationsmatrix
z.B. über einen LFO modulieren.
-200%…+197%
Keytrack
Bestimmt, wie stark die Panoramaposition von der MIDI-Notennummer abhängt. Die
Referenznote für diesen Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven Werten
verschiebt sich die Position nach rechts, wenn Noten oberhalb der Referenznote gespielt
werden, bei negativen Werten verschiebt sie sich entsprechend nach links. Die Funktion
ermöglicht ein klaviertypisches Stereobild, bei dem tiefe Noten auf der linken Seite und
hohe Noten auf der rechten Seite erscheinen. Um dies zu erreichen, setzen Sie Panning
auf center und Keytrack auf +197.
62
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Effekte
Der Microwave II und der Microwave XT können den Klang eines Programms durch
Effektbearbeitung verändern. Nachstehende Tabelle zeigt eine Übersicht der vorhandenen
Effekttypen und die Verfügbarkeit im jeweiligen MicroWave-Modell:
MicroWave II
MicroWave XT
Chorus
Flanger 1
Flanger 2
AutoWahLP
AutoWahBP
Overdrive
Amp. Mod
Chorus
Flanger 1
Flanger 2
AutoWahLP
AutoWahBP
Overdrive
Amp. Mod
Delay
Pan Delay
Mod Delay
Alle Effektparameter sind über die Effect-Seite zugänglich, die sich zwischen den Seiten
Amplifier und Pan befindet. Der erste Parameter dieser Seite ist dabei immer der Effekttyp.
Die weiteren Parameter sind abhängig vom gewählten Effekttyp.
�
Beachten Sie, daß nur die Instruments 1…3 eines Multis Effekte benutzen können.
Einige Worte über Effekte
Es ist sehr schwer, das klangliche Ergebnis vin Chorus- und Flanger-Effekten in Worten
darzustellen. Deshalb wurde auf den Versuch einer exakten Beschreibung verzichtet.
Spielen Sie einfach mit den verschiedenen Effekten und hören Sie deren Wirkung.
Der Mix-Parameter
Die meisten Effekte besitzen einen Mix-Parameter. Dieser bestimmt das Lautstärkeverhältnis
zwischen dem Original- und dem Effektsignal. Um den Sachverhalt zu betonen, daß es sich
dabei um ein Verhältnis handelt, wird dieser Parameter durch zwei Zahlenwerte dargestellt.
Die erste Zahl stellt dabei den Anteil des Originalsignals dar, die zweite Zahl den Anteil
des Effektsignals. Beide Zahlen sind in der Anzeige durch einen Doppelpunkt getrennt
(siehe nachfolgendes Beispiel).
Chorus
Das nachfolgende Beispiel zeigt die Anzeige bei ausgewähltem Chorus-Effekt:
Effect
Effect
Chorus
|
|
Speed
052
|
|
Depth
048
|
|
Mix
0:127
Speed
0…127
Bestimmt die Oszillator-Geschwindigkeit des Chorus-Effekts.
0…127
Depth
Bestimmt die Tiefe des Chorus.
127:0…0:127
Mix
Bestimmt das Verhältnis von Originalsignal zu Effektsignal.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
63
Flanger 1
Effect
Effect |
Flanger 1|
Speed
052
|
|
Depth
048
|
|
Mix
0:127
|Feedback |
|
100
|
Mix
55:72
Speed
0…127
Bestimmt die Oszillator-Geschwindigkeit des Flanger-Effekts.
0…127
Depth
Bestimmt die Tiefe des Flangers.
127:0…0:127
Mix
Bestimmt das Verhältnis von Originalsignal zu Effektsignal.
Flanger 2
Effect
Effect |
Flanger 1|
Speed
038
Speed
0…127
Bestimmt die Oszillator-Geschwindigkeit des Flanger-Effekts.
0…127
Feedback
Bestimmt den Anteil des Flanger-Feedbacks.
127:0…0:127
Mix
Bestimmt das Verhältnis von Originalsignal zu Effektsignal.
AutoWahLP
Effect
Effect |
AutoWahLP|
Sense
065
| Cutoff
|
038
|Resonance
|
010
Der AutoWahLP-Effekt besteht im Grundprinzip aus einem Tiefpaßfilter, dessen
Filterfrequenz durch den Signalpegel moduliert wird.
Sense
0…127
Bestimmt die Stärke der Filtermodulation in Abhängigkeit vom Signalpegel.
0…127
Cutoff
Gibt die minimale Filterfrequenz vor.
Resonance
Filterresonanz.
64
0…127
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
AutoWahBP
Effect
Effect |
AutoWahBP|
Sense
065
| Cutoff
|
038
|Resonance
|
010
Der AutoWahBP-Effekt besteht im Grundprinzip aus einem Bandpaßfilter, dessen
Filterfrequenz durch den Signalpegel moduliert wird.
0…127
Sense
Bestimmt die Stärke der Filtermodulation in Abhängigkeit vom Signalpegel.
0…127
Cutoff
Gibt die minimale Filterfrequenz vor.
0…127
Resonance
Filterresonanz.
Overdrive
Effect
Effect |
Overdrive|
Drive
018
|
|
Gain
093
|Amp Type
| Combo
Drive
0…127
Bestimmt den Grad der erzeugten Verzerrung.
0…127
Gain
Ausgangspegel des Verzerrers.
0…127
Amp Type
Auswahl einer Lautsprecher-Simulation. Folgende Einstellungen sind möglich:
Einstellung
Direct
Combo
Medium
Stack
Art der Simulation
Keine Lautsprecher-Simulation
Simulation eines kleinen Lautsprechers
mit geringer Bandbreite
Simulation eines grš§eren
Lautsprechers mit mittlerer Bandbreite
Simulation eines LautsprecherKabinetts mit hoher Bandbreite
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
65
Amp. Mod
Effect
Effect |
Amp. Mod |
Speed
038
| Spread
|
100
|
|
Mix
55:72
Der Amplituden-Modulator kann als Tremolo oder als niederfrequenter Ringmodulator
eingesetzt werden. Beim Einsatz als Tremolo muß das Originalsignal (erste Zahl des MixParameters) über 63 eingestellt werden. Beim Einsatz als Ringmodulator muß der
Originalanteil unterhalb 64 gehalten werden.
0…127
Speed
Oszillator-Geschwindigkeit des Amplituden-Modulators.
0…127
Spread
Distanz zwischen linkem und rechtem Kanal.
127:0…0:127
Mix
Bestimmt das Verhältnis von Originalsignal zu Effektsignal.
Delay
Effect
Effect
Delay
| Time
|Feedback |
|1/4 [74]|
090
|
Mix
106:21
Time
Verzögerungszeit. Dieser Parameter wird als Notenwert gefolgt vom Tempo in BPM
angegeben. Der Wert 1/4 [74] bedeutet daher eine Verzögerung von einer Viertelnote bei
74 BPM.
0…127
Feedback
Bestimmt den Anteil des verzögerten Signals, der auf den Eingang des Delay-Effektes
zurückgeführt wird.
127:0…0:127
Mix
Bestimmt das Verhältnis von Originalsignal zu Effektsignal.
Pan Delay
Effect
Effect | Time
|Feedback |
Pan Delay|1/4 [74]|
090
|
Mix
106:21
Wie Delay, jedoch mit dem Unterschied, daß das Signal bei jeder Wiederholung zwischen
linkem und rechtem Kanal im Panorama umgeschaltet wird.
66
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Mod Delay
Effect
Effect | Time
|
Mod Delay|1/4 [74]|
Speed
010
|
|
Depth
108
Das Modulations-Delay besteht aus einer Verzögerungseinheit, deren Delayzeit von einem
Niederfrequenz-Oszillator moduliert werden kann. Die Geschwindigkeit des Oszillators
und die Modulationstiefe sind als Parameter einstellbar.
Time
Verzögerungszeit. Dieser Parameter wird als Notenwert gefolgt vom Tempo in BPM
angegeben. Der Wert 1/4 [74] bedeutet daher eine Verzögerung von einer Viertelnote bei
74 BPM.
Speed
0…127
Geschwindigkeit des modulierenden Oszillators.
Depth
0…127
Stärke der vom Oszillator hervorgerufenen Änderung der Verzögerungszeit.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
67
Portamento und Glissando
Der Begriff „Portamento“ beschreibt das kontinuierliche Gleiten der Tonhöhe von einer
Note zur nächsten, wie es bei Streichern und einigen Blasinstrumenten (z.B. Posaune)
möglich ist. „Glissando“ ist ein ähnlicher Effekt, mit dem Unterschied, daß sich die
Tonhöhe stufenweise ändert. Bei akustischen Instrumenten kann ein Glissando z.B. auf
einem Klavier ausgeführt werden indem man einen schnellen Lauf über einen weiten
Tastenbereich spielt. Der MicroWave II/XT/XTk bietet verschiedene Effekttypen, die sich
unterschiedlich an verschiedene Gegebenheiten anpassen lassen. Alle diese Effekte werden
gemeinsam als „Glide“ bezeichnet.
Glide
Active
on
|
|
Type
Gliss
|
|
Mode
exp.
|
|
Time
25
Active
off / on
Schaltet den Glide-Effekt ein oder aus.
Type
Bestimmt den Effekttyp.
porta / glissando / fingered / f.gliss
• Porta ist ein normales Portamento, bei dem die Tonhöhe kontinuierlich von einer
Note zur nächsten gleitet.
• Gliss wählt in gleicher Weise den normalen Glissando-Effekt, bei dem die Tonhöhe
in Halbtonschritten gleitet.
• Bei den Einstellungen fingered oder f.gliss wird das Gleiten nur bei
zusammenhängend (legato) gespielten Noten ausgeführt, sodaß die erste gespielte
Note nicht beeinflußt wird. Diese Einstellung eignet sich vor allem für Solo-Klänge,
bei denen es meist unerwünscht ist, in den Einstieg des Solos hineinzugleiten.
Mode
exp. / linear
Wählt, ob sich die Tonhöhe beim Gleiten exponentiell oder linear ändert. Bei klassischen
Analog-Synthesizern wurde hauptsächlich die Variante exponential benutzt, da sie leicht
durch analoge Schaltkreise zu erzeugen ist. Die Einstellung linear erzeugt ein präziseres
Gleiten, das zu besseren musikalischen Ergebnis führt. Die nachstehende Abbildung zeigt
den Unterschied zwischen beiden Varianten:
Tonhöhe
Tonhöhe
Zeit
exponential
Zeit
linear
0…127
Time
Bestimmt die Glide-Zeit. Niedrige Werte erzeugen eine kurze Gleitzeit im
Millisekundenbereich, die dem Klang eine besondere Note verleiht. Höhere Werte ergeben
eine lange Gleitzeit bis zu mehreren Sekunden, die sich besonders für Solo- und
Effektklänge eignet.
68
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Trigger
Die Trigger-Parameter bestimmen, wie die verschiedenen Hüllkurven gestartet werden.
Zusätzlich können mit Hilfe eines speziellen Dual- und Unisono-Modus die Stimmen des
MicroWave II/XT/XTk gekoppelt werden.
Trigger 1
Trigger 2
FilterEnv|Amp. Env |Wave Env.|Free Env.
normal | single | normal |retrigger
Mode
Poly
| Assign
|unisono
| Detune
|
025
| De-Pan
|
110
FilterEnv
normal / single / retrigger
Bestimmt die Trigger-Einstellung der Filterhüllkurve.
• In der Einstellung normal startet jede Note die Hüllkurve ihrer eigenen Stimme.
• In der Einstellung single verhalten sich die Hüllkurven aller Stimmen eines SoundProgramms wie eine einzige. Diese gemeinsame Hüllkurve startet, sobald die erste
Note gespielt wird, ihre Haltephase dauert bis zum Loslassen der letzten Taste.
Danach erfolgt die Release-Phase.
• In der Einstellung retrigger verhält sich die Hüllkurve wie bei single, mit dem
Unterschied, daß jede neue Note die gemeinsame Hüllkurve von ihrem aktuellen
Wert aus neu startet.
Amp. Env
normal / single / retrigger
Bestimmt die Trigger-Einstellung der Filterhüllkurve.
• In der Einstellung normal startet jede Note die Hüllkurve ihrer eigenen Stimme.
• In der Einstellung single verhalten sich die Hüllkurven aller Stimmen eines SoundProgramms wie eine einzige. Diese gemeinsame Hüllkurve startet, sobald die erste
Note gespielt wird, ihre Haltephase dauert bis zum Loslassen der letzten Taste.
Danach erfolgt die Release-Phase. Diese Einstellung arbeitet nur, solange der
Parameter Mode auf Mono steht. Andernfalls verhält sich die Hüllkurve wie in der
Einstellung normal.
• In der Einstellung retrigger verhält sich die Hüllkurve wie bei single, mit dem
Unterschied, daß jede neue Note die gemeinsame Hüllkurve von ihrem aktuellen
Wert aus neu startet. Diese Einstellung arbeitet nur, solange der Parameter Mode
auf Mono steht. Sonst verhält sich die Hüllkurve wie in der Einstellung normal.
normal / single / retrigger
Wave Env
Bestimmt die Trigger-Einstellung der Wave-Hüllkurve.
• In der Einstellung normal startet jede Note die Hüllkurve ihrer eigenen Stimme.
• In der Einstellung single verhalten sich die Hüllkurven aller Stimmen eines SoundProgramms wie eine einzige. Diese gemeinsame Hüllkurve startet, sobald die erste
Note gespielt wird, ihre Haltephase dauert bis zum Loslassen der letzten Taste.
Danach erfolgt die Key-Off-Phase.
• In der Einstellung retrigger verhält sich die Hüllkurve wie bei single, mit dem
Unterschied, daß jede neue Note die gemeinsame Hüllkurve von ihrem aktuellen
Wert aus neu startet.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
69
Free Env.
normal / single / retrigger
Bestimmt die Trigger-Einstellung der freien Hüllkurve.
• In der Einstellung normal startet jede Note die Hüllkurve ihrer eigenen Stimme.
• In der Einstellung single verhalten sich die Hüllkurven aller Stimmen eines SoundProgramms wie eine einzige. Diese gemeinsame Hüllkurve startet, sobald die erste
Note gespielt wird, ihre Haltephase dauert bis zum Loslassen der letzten Taste.
Danach erfolgt die Release-Phase.
• In der Einstellung retrigger verhält sich die Hüllkurve wie bei single, mit dem
Unterschied, daß jede neue Note die gemeinsame Hüllkurve von ihrem aktuellen
Wert aus neu startet.
Mode
Poly / Mono
Legt fest, ob der Klang polyphon oder monophon gespielt werden kann.
• Benutzen Sie die Einstellung Poly für normale Anwendungen, bei denen Sie auch
Akkorde spielen wollen.
• In der Einstellung Mono spielt der MicroWave II/XT/XTk nur die zuletzt eingehende
Note. Dieser Modus eignet sich für Solo-Klänge, besonders in Verbindung mit dem
Glide-Effekt.
Assign
normal / dual / unisono
Bestimmt, wie die Stimmen des Sound-Programms den einzelnen Noten zugewiesen
werden.
• In der Einstellung normal spielt jede Note eine der Stimmen des MicroWave
II/XT/XTk.
• In der Einstellung dual spielt jede Note zwei Stimmen, die sich über den DetuneParameter gegeneinander verstimmen lassen.
• In der Einstellung unisono werden immer alle Stimmen benutzt, aufgeteilt auf die
gespielten Noten. D.h. wenn Sie nur eine Note spielen, werden alle 10 Stimmen
für diese eine Note verwendet. Wenn Sie zwei Noten spielen, erhält jede Note 5
Stimmen usw. Über den Detune-Parameter lassen sich die einzelnen Stimmen
gegeneinander verstimmen.
Detune
0…127
Bestimmt die Stärke der Verstimmung im Dual- oder Unisono-Modus. Die Einstellung stellt
die immer maximale Verstimmung aller benutzten Stimmen dar. Z.B. bedeutet die
Einstellung 40 im Dual-Modus eine Verstimmung von -20 für die erste Stimme und +20 für
die zweite.
De-Pan
0…127
Bewirkt die Verteilung der Stimmen im Stereo-Panorama bei Verwendung des Dual- oder
Unisono-Modus. Der Wert 127 entspricht dabei der vollen Stereobandbreite, der Wert 0
entspricht keinerlei Panoramaverteilung. Im Normal-Modus hat dieser Parameter keinerlei
hörbaren Effekt.
70
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Arpeggiator
Ein Arpeggiator ist ein Gerät, das einen eingehenden MIDI-Akkord in seine Einzeltöne
zerlegt und rhythmisch wiederholt. Dabei lassen sich meist verschiedene Wiederholmuster
vorgeben, um einen weiten Anwendungsbereich zu erfassen.
Der MicroWave II/XT/XTk stellt zusätzlich zu seinen Synthesefunktionen in jedem SoundProgramm einen Arpeggiator zur Verfügung. Dieser kann unabhängig oder synchron zu
MIDI Clock betrieben werden und ist in der Lage verschiedene Rhythmusfiguren, inklusive
einer frei programmierbaren, wiederzugeben.
Der Arpeggiator besitzt einen internen Puffer für bis zu 20 Noten. Der Puffer wird bei
jedem neu gespielten Akkord geleert. Zur Eingabe eines Akkordes stehen zwei
Möglichkeiten zur Verfügung:
• Drücken Sie alle Tasten des Akkords gleichzeitig.
• Drücken Sie die erste Taste des Akkords und halten Sie sie gedrückt. Betätigen Sie
nun nacheinander die anderen Tasten. Nachdem alle Tasten gespielt sind, lassen
Sie auch die erste Taste wieder los. Auf der einen Seite ist diese Methode praktisch
um schwierige Akkorde einzuspielen, auf der anderen Seite ist sie geradezu
unerläßlich, wenn Sie die as played-Einstellung des Parameters Direction
benutzen. Diese Einstellung erlaubt Ihnen die Erzeugung von Arpeggios in der
Reihenfolge der gespielten Noten.

Wenn Sie ein Sound-Programm als Teil eines Multis benutzen, haben Sie Wahl
zwischen dem hier beschriebenen Arpeggiator des Sound-Programms oder einem
alternativen Arpeggiator, der dem entsprechenden Instrument des Multi-Programms
zugeordnet ist. Verwenden Sie den Instrument-Parameter Arpeggiator Active zur
Auswahl. In der Standardeinstellung ist der Sound-Arpeggiator nicht ausgewählt und
daher wird auch kein Arpeggio erzeugt, wenn Sie bei einem Multi-Programm den
Arpeggiator nur hier aktivieren.
Arpeggiator 1
Arpeggiator 2
Arpeggiator 3
Arpeggiator User Pattern
Active
on
|
|
Tempo
126
|
|
Clock
1/16
|
|
Range
04
Pattern |Direction|NoteOrder|Velocity
on
|alternate|as played|last note
Reset on Pattern Start
off
Position | Trigger
03
|
on
| Length
|
08
[*-*--**-]
Active
off / on / hold
Schaltet den Arpeggiator ein, aus oder versetzt ihn in den Haltemodus. In der Einstellung
hold erzeugen eingehende MIDI-Akkorde ein ständiges Arpeggio, das auch nach dem
Loslassen der Tasten anhält und solange wiederholt wird, bis ein neuer Akkord gegriffen
wird. Durch Rücksetzen dieses Parameters auf off oder on, Auslösen der Panic-Funktion
oder einen MIDI All Notes Off-Befehl wird der Arpeggiator angehalten.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
71
Tempo
extern / 50…300
Bestimmt das Grundtempo des Arpeggiators. Die Einstellung erfolgt manuell in BPM (Beats
per Minute) oder über MIDI clock, wenn extern gewählt wird.
�
Der Arpeggiator läßt sich über MIDI Clock sowohl als Master wie auch als Slave
einsetzen:
• Beim Einsatz als Master wird die Geschwindigkeit über den Tempo-Parameter
vorgegeben. Setzen Sie den Globalparameter MIDI Clock Send auf on. Dadurch
sendet der MicroWave II/XT/XTk ein MIDI Clock-Signal an seinem MIDI-Ausgang.
• Beim Einsatz als Slave bestimmt ein externes Gerät (z.B. Sequenzer) die
Geschwindigkeit des Arpeggiators. Setzen Sie die Tempo-Einstellung auf external.
In dieser Betriebsart wird auch der MIDI Song Position Pointer ausgewertet.
Weitere am MIDI-Ausgang des MicroWave angeschlossene Geräte können über
MIDI Clock synchronisiert werden.
Clock
1/1…1/32
Bestimmt den Notenwert der erzeugten Einzeltöne von ganzen bis zu 32stel Noten. Als
Basis dient ein 4/4-Takt. Zu jedem Einstellwert werden Triolen (z.B. 1/8T) und punktierte
Noten (z.B. 1/16.) angeboten.
1…10
Range
Bestimmt den Umfang der erzeugten Noten in Oktaven.
off / user / 1…15
Pattern
Bestimmt das Wiederholmuster des Arpeggiators.
• In der Einstellung off spielt der Arpeggiator Noten in gleichmäßigen Zeitabständen,
die durch den Parameter Clock vorgeben werden.
• In der Einstellung user spielt der Arpeggiator das frei definierbare Rhythmusmuster,
das in der Seite Arpeggiator User Pattern erstellt werden kann.
• Zusätzlich bietet der Arpeggiator 15 fest vorgegebene Wiederholmuster. Diese sind
von 1 bis 15 nummeriert. Nachstehend eine Übersicht über die vorgegebenen
Arpeggiator-Muster:
Muster
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
1
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2
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3
4
5
6
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7
8
9 10 11 12 13 14 15 16
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Abb. 4: Vorgegebene Arpeggiator-Muster
72
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Direction
up / down / alternate / random
Bestimmt die Tonfolge der erzeugten Noten in Abhängigkeit der Tonhöhe.
• In der Einstellung up startet das Arpeggio mit der tiefsten Note und spielt dann
aufwärts bis zur höchsten Note. Anschließend beginnt es erneut mit der tiefsten
Note.
• In der Einstellung down startet das Arpeggio mit der höchsten Note und spielt dann
abwärts bis zur tiefsten Note. Anschließend beginnt es erneut mit der höchsten
Note.
• In der Einstellung alternate startet das Arpeggio mit der tiefsten Note und spielt
dann aufwärts bis zur höchsten Note. Anschließend spielt es alle Noten wieder
abwärts bis zur tiefsten Note.
• In der Einstellung random wird ein Arpeggio mit zufälliger Notenfolge erzeugt.
by note / note rev. / as played / reversed
NoteOrder
Bestimmt die Tonfolge der erzeugten Noten in Abhängigkeit von der Reihenfolge der
eingespielten Noten.
• In der Einstellung by note wird die Tonfolge des Arpeggios anhand der MIDINotennummer sortiert. Dies ist die Standardmethode, mit der die meisten
Arpeggiatoren arbeiten.
• In der Einstellung note rev. wird die Tonfolge des Arpeggios genau umgekehrt
ausgegeben wie bei der by note-Einstellung.
• In der Einstellung as played entspricht die Tonfolge des Arpeggios der Reihenfolge
der eingespielten Noten. In Verbindung mit dem frei programmierbaren
Wiederholmuster bietet diese Funktion einen kleinen aber effektiven
Schrittsequenzer.
• In der Einstellung reversed entspricht die Tonfolge des Arpeggios der umgekehrten
Reihenfolge der eingespielten Noten.
Um die Arbeitsweise der einzelnen Optionen zu verstehen, sollten Sie die Noten des
Akkordes schrittweise eingeben, wie es am Anfang dieses Kapitels beschrieben ist.
root note / last note
Velocity
Bestimmt, wie die Velocity-Werte der erzeugten Noten berechnet werden.
• In der Einstellung root note erbt jede erzeugte Note die Anschlagstärke ihrer
Basisnote. Enthält z.B. der zugrundeliegende Akkord ein E mit einer bestimmten
Anschlagstärke, so wird dieser Wert an alle erzeugten Noten mit der Tonhöhe E
weitergegeben, unabhängig von ihrer Oktavlage.
• In der Einstellung last note erhält jede erzeugte Note die Anschlagstärke der zuletzt
eingegangenen Note.
Reset on Pattern Start off / on
Bestimmt, ob der Arpeggiator bei jedem neuen Durchlauf des Rhythmusmusters
zurückgesetzt wird. Wenn deaktiviert, spielt der Arpeggiator alle Akkordnoten von der
ersten bis zur letzten unter Berücksichtigung der von den Parametern Direction und Note
Order vorgegebenen Reihenfolge. Wenn aktiviert, spielt der Arpeggiator nur die Anzahl
von Akkordnoten, die der Anzahl der im Wiederholmuster enthaltenen Noten entspricht.
Anschließend startet er erneut mit der ersten Akkordnote in der Grundoktave. Das Ergebnis
entspricht dem erneuten Drücken des Basisakkords nach jedem Durchlauf des Musters.
Wenn kein Muster gewählt ist, hat dieser Parameter keine Funktion.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
73
Length
1…16
Bestimmt die Länge des frei programmierbaren Rhythmusmusters.
1…pattern length
Position
Trigger
off / on
Diese beiden Parameter diesen zur Erstellung des frei programmierbaren ArpeggiatorMusters. Vor Eingabe der Figur müssen Sie seine Länge mit Hilfe des Length-Parameters
festlegen. Benutzen Sie den Position-Parameter, um die Position innerhalb des Musters
auszuwählen, die Sie bearbeiten wollen. Anschließend können Sie über den TriggerParameter den Zustand der zuvor ausgewählten Position bestimmen. Alle aktiven Positionen
werden in der Anzeige mit einem „*“ gekennzeichnet, alle inaktiven mit einem „-“.
Beachten Sie, daß Sie auch triolische Rhythmen erzeugen können, indem Sie die Länge der
Figur auf 3, 6 oder 12 setzen und für den Clock-Parameter einen triolischen Wert wählen.
Arpeggiator User Pattern
74
Position | Trigger
03
|
on
[*-*--**-]
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Hüllkurven
Die Hüllkurven des MicroWave II/XT/XTk ermöglichen die Beeinflussung von
Klangparametern anhand zeitlicher Verläufe. Der MicroWave II/XT/XTk bietet vier
unabhängig programmierbare Hüllkurven für jedes Sound-Programm:
• Eine Filter-Hüllkurve mit ADSR-Charakteristik
• Eine Lautstärke-Hüllkurve mit ADSR-Charakteristik
• Eine Wave-Hüllkurve mit 8 beliebig einstellbaren Zeiten und Pegeln (MultiSegment-Hüllkurve)
• Eine zusätzliche freie Hüllkurve mit 3 beliebig einstellbaren Zeiten und Pegeln,
sowie einer Release-Zeit und einem Release-Pegel
�
Hüllkurven mit ADSR-Charakteristik sind in den meisten Analog-Synthesizern zu
finden. Sie besitzen 4 Parameter, die ihren Verlauf bestimmen: Attack, Decay,
Sustain und Release. Die nachfolgende Zeichnung erläutert den Aufbau einer
solchen ADSR-Hüllkurve:
Tiefe
Taste gedrückt
Taste losgelassen
100%
Sustain
Attack
Decay
Release
Zeit
Durch Betätigen einer Taste wird die Hüllkurve gestartet. Sie steigt zunächst innerhalb
der mit dem Attack-Parameter vorgegebenen Zeit auf ihren Maximalwert an. Danach
fällt Sie innerhalb der mit Decay eingestellten Zeit auf den Sustain-Wert ab. Dort
verbleibt sie solange, bis die Taste wieder losgelassen wird. Anschließend sinkt die
Hüllkurve innerhalb der Release-Zeit wieder auf Null ab.
Filter-Hüllkurve
Diese Hüllkurve ist in erster Linie zur Steuerung des Filters gedacht, kann aber auch für
andere Modulationen genutzt werden. Folgende Parameter bestimmen das Verhalten der
Hüllkurve:
Filter Env
FE Attack|
000
|
Decay
035
| Sustain | Release
|
090
|
020
Attack
0…127
Bestimmt die Einschwingzeit zum Anstieg des Hüllkurvensignals von Null bis zum
maximalen Pegel.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
75
Decay
0…127
Maß für die Zeit, die zum Erreichen des Haltepegels Sustain benötigt wird.
0…127
Sustain
Definiert den Haltepegel, der bis zum Notenende aktiv ist.
0…127
Release
Nach dem Ende der Note beginnt die Release-Phase. In dieser klingt die Hüllkurve mit der
eingestellten Zeit auf Null ab.
Lautstärke-Hüllkurve
Diese Hüllkurve ist in erster Linie zur Steuerung der Gesamtlautstärke gedacht, kann aber
auch für andere Modulationen genutzt werden. Folgende Parameter bestimmen das
Verhalten der Hüllkurve:
Amplifier Env
AE Attack|
000
|
Decay
035
| Sustain | Release
|
090
|
020
Attack
0…127
Bestimmt die Einschwingzeit zum Anstieg des Hüllkurvensignals von Null bis zum
maximalen Pegel.
Decay
0…127
Maß für die Zeit, die zum Erreichen des Haltepegels Sustain benötigt wird.
0…127
Sustain
Definiert den Haltepegel, der bis zum Notenende aktiv ist.
0…127
Release
Nach dem Ende der Note beginnt die Release-Phase. In dieser klingt die Hüllkurve mit der
eingestellten Zeit auf Null ab.
76
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Wave-Hüllkurve
Die Wavehüllkurve des MicroWave besteht aus einer Multi-Segment-Hüllkurve mit 8 frei
einstellbaren Zeiten und Pegeln.
�
Multi-Segment-Hüllkurven sind vielseitig einsetzbare Modulationsbausteine. Sie
besitzen paarweise angeordnete Zeit- und Pegelparameter, die einen weitgehend
freien Verlauf der Modulationsauslenkung über mehrere Zeitabschnitte (Segmente)
ermöglichen. Die nachfolgende Zeichnung erläutert den Aufbau einer solchen MultiSegment-Hüllkurve:
Pegel
Taste losgelassen
Time 4
Time 5
Time 7
Time 8
Level 8
Time 6
Lev.7
Level 6
Level 2
Time 2 Ti.3
Level 5
Time 1
Level 3
Level 1
Level 4
Taste gedrückt
Zeit
Wie in der Abbildung zu erkennen ist, besteht die Hüllkurve aus mehreren
Einzelsegmenten. Weiterhin kann man zwischen einer Haltephase (Taste gedrückt)
und einer Abklingphase (Taste losgelassen) unterscheiden. Der Übergangspunkt
dieser beiden Phasen läßt sich frei bestimmen. Durch Betätigen einer Taste wird die
Hüllkurve gestartet. Sie steigt dann innerhalb der Zeit Time 1 von Null auf den Pegel
Level 1. Im nächsten Zeitabschnitt Time 2 gelangt der Pegel dann auf den Wert
Level 2. Gleiches gilt für die darauf folgenden Segmente bis zum Ende der
Haltephase. Im gezeigten Beispiel ist Level 6 der letzte Pegelwert vor dem Beginn
der Abklingphase der Hüllkurve. Dieser bildet eine Art Haltepegel (Sustain), auf dem
die Hüllkurve bis zum Loslassen der Taste verbleibt. Danach werden die noch
verbliebenen Segmente durchschritten, bis der Pegelverlauf auf seinem Endwert
Level 8 verbleibt. Sie können die Anzahl der verwendeten Hüllkurven-Segmente
beschränken, um die Handhabung zu vereinfachen. Außerdem lassen sich Teile der
Hüllkurve in einer Schleife wiederholen.
Wave Env / 1…4
Wave Env / 5
Wave Env / 6
Time 1
020
| Level 1 |
|
100
|
Time 2 | Level 2
115
|
063
Key On Loop
|Loop Start|Loop End
|
|
Key Off Loop
|Loop Start|Loop End
|
|
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
77
Time 1…8
0…127
Bestimmt die Zeit, die das jeweilige Hüllkurven-Segment benötigt, um seinen Pegelendwert
zu erreichen.
Level 1…8
0…127
Pegelendwert, den das jeweilige Hüllkurven-Segment nach Ablauf seiner Zeit erreicht.
off / on
Key On Loop
Bestimmt, ob in der Haltephase der Hüllkurve eine Schleife gebildet wird.
1…8
Loop Start
Bestimmt den Startpunkt der Schleife in der Haltephase, wenn Key On Loop aktiviert ist.
1…8
Loop End
Bestimmt den Endpunkt der Schleife in der Haltephase, wenn Key On Loop aktiviert
wurde. Weiterhin bestimmt dieser Parameter das Ende der Haltephase und den Beginn der
Abklingphase. Diese Funktion arbeitet auch dann, wenn Key On Loop nicht aktiviert ist.
Key Off Loop
off / on
Bestimmt, ob in der Abklingphase der Hüllkurve eine Schleife gebildet wird.
1…8
Loop Start
Bestimmt den Startpunkt der Schleife in der Abklingphase, wenn Key Off Loop aktiviert ist.
1…8
Loop End
Bestimmt den Endpunkt der Schleife in der Abklingphase, wenn Key Off Loop aktiviert ist.
Weiterhin bestimmt dieser Parameter das letzte Segment der gesamten Hüllkurve. Alle
nachfolgenden Segmente werden beim Abspielen ignoriert. Diese Funktion arbeitet auch
dann, wenn Key Off Loop nicht aktiviert ist.

Die Schleifenpunkte sind von 1 bis 8 durchnummeriert. Jeder Punkt stellt den
Endpunkt des zugehörigen Segments dar, z.B. bedeutet Nr. 3 den Punkt mit dem
Pegel Level 3 nach Verstreichen der Zeit Time 3. Daraus folgt, daß sich der erste
Schleifenpunkt am Ende von Segment 1 befindet. Das erste Segment kann daher nicht
Bestandteil einer Schleife sein.
Die folgenden Beispiele zeigen die Verwendung der Wave-Hüllkurve:
☞
So stellen Sie eine klassische ADSR-Hüllkurve ein:
1. Setzen Sie Key On Loop und Key Off Loop auf off. Dadurch werden alle
Schleifen ausgeschaltet.
2. Setzen Sie Level 1 auf 127.
3. Geben Sie die gewünschte Attack-Zeit über den Time 1-Parameter vor.
4. Stellen Sie die Decay-Zeit mit dem Time 2-Parameter ein.
5. Verwenden Sie Level 2, um den Sustain-Pegel einzustellen.
6. Setzen Sie Key On Loop Start auf 1 und Key On Loop End auf 2. Dadurch
wird Segment 2 zum letzten Segment der Haltephase.
7. Stellen Sie Level 3 auf 0.
8. Geben Sie die Release-Zeit über den Time 3-Parameter vor.
78
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
9. Setzen Sie Key Off Loop End auf 3. Dadurch stoppt die Hüllkurve nach Ablauf
von Segment 3.
Die nachstehende Abbildung zeigt, wie dieses Beispiel arbeitet:
Pegel
Level 1 = 127
Taste gedrückt
Taste losgelassen
Key On Loop End = 2
Key Off Loop End = 3
1
Level 2
2
3
Time 1
☞
Time 2
Time 3
Zeit
Level 3 = 0
So erstellen Sie eine Hüllkurve, die ein periodisches Sägezahnsignal mit
unterschiedlichen Frequenzen in der Halte- und Abklingphase liefert:
1. Setzen Sie Key On Loop und Key Off Loop auf on. Dadurch werden sowohl die
Halte-Schleife, als auch die Abkling-Schleife eingeschaltet.
2. Stellen Sie Level 1 und Time 1 auf 0. Dies deaktiviert Segment 1, da es nicht
innerhalb einer Schleife stehen kann.
3. Setzen Sie Level 2 auf 127. Dies stellt das Maximum der Amplitude dar.
4. Geben Sie die Schwingungsfrequenz der Haltephase über Time 2 vor.
5. Setzen Sie Key On Loop Start auf 1 und Key On Loop End auf 2. Dadurch
wiederholt sich Segment 2, solange die Taste gehalten wird.
6. Setzen Sie Level 3 auf 0. Dies stellt das Minimum der Amplitude dar.
7. Stellen Sie Time 3 auf 0. Dies bewirkt den sofortigen Sprung der Amplitude auf
Minimum nach Loslassen der Taste und stellt zugleich das Minimum der
Amplitude in der Abklingphase dar.
8. Setzen Sie Level 4 auf 127. Dies stellt das Maximum der Amplitude in der
Abklingphase dar.
9. Geben Sie die Schwingungsfrequenz der Abklingphase über Time 4 vor.
10. Setzen Sie Key Off Loop Start auf 3 und Key Off Loop End auf 4. Dadurch
wiederholt sich Segment 4 in der Abklingphase.
Die nachstehende Abbildung zeigt, wie dieses Beispiel arbeitet:
Pegel
Taste gedrückt
Taste losgelassen
Key On Loop Start = 1
Key On Loop End = 2
Key Off Loop Start = 3
Key Off Loop End = 4
2
4
Level 2 = 127
Level 4 = 127
1
Time 1 = 0
Level 1 = 0
3
Time 2
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Time 3 = 0
Level 3 = 0
Time 4
Zeit
79
Freie Hüllkurve
Der MicroWave bietet zusätzlich zu den zuvor beschriebenen Hüllkurven eine weitere, für
Modulationszwecke frei verwendbare Hüllkurve. Ihr Aufbau entspricht im Wesentlichen der
Struktur der Wavehüllkurve, bietet jedoch nur 4 Segmente und keine Schleifenfunktion.
Dabei sind die ersten 3 Segmente stets der Haltephase zugeordnet, das letzte Segment
entsprechend der Abklingphase (Release). Im Unterschied zu den anderen Hüllkurven
bietet die freie Hüllkurve bipolare Pegeleinstellungen. Sie kann daher Modulationen im
Bereich -1…0…+1 erzeugen.
Free Env / 1
Free Env / 2
Time 1
020
| Level 1 |
|
100
|
Time 2 | Level 2
115
|
063
Time 3
095
| Level 3 | Release |R. Level
|
070
|
064
|
025
Time 1…3
0…127
Bestimmt die Zeit, die das jeweilige Hüllkurven-Segment benötigt, um seinen Pegelendwert
zu erreichen.
Level 1…3
-64…+63
Pegelendwert, den das jeweilige Hüllkurven-Segment nach Ablauf seiner Zeit erreicht.
0…127
Release
Maß für die Abklingzeit, die nach Loslassen der Taste vergeht, bis die Hüllkurve den bei
R. Level eingestellten Endpegel erreicht.
-64…+63
R. Level
Letzter Pegelwert der Hüllkurve, der nach dem Verstreichen der Release-Zeit angenommen
und gehalten wird.
80
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Niederfrequenz-Oszillatoren (LFOs)
Neben den Haupt-Oszillatoren gibt es im MicroWave zu Modulationszwecken zwei
Niederfrequenz-Oszillatoren, kurz LFOs (Low Frequency Oscillator) genannt. Jeder LFO
erzeugt eine periodische Wellenform mit einstellbarer Frequenz und Wellenform.
LFO 1
LFO 1 / 1
LFO 1 / 2
Rate
028
| Shape |
|triangle |
Delay
005
|
|
Sync
off
Symmetry |Humanize
+27
|
003
Rate
0…127 (128 Bars…1/64)
Bestimmt die Frequenz der erzeugten Schwingung. Ist Sync auf Clock gesetzt, wird der
Wert in musikalischer Notation dargestellt. Zu einigen Einstellwerten werden Triolen (z.B.
1/8T) und punktierte Noten (z.B. 1/16.) angeboten.
sine / triangle / square / sawtooth / random / S & H
Shape
Wählt die Wellenform des LFO. Folgende Wellenformen stehen zur Auswahl:
Parameterwert
sine
triangle
square
sawtooth
random
s&h
Wellenform
Sinus
Dreieck
Rechteck
SŠgezahn
Zufallswert
Sample & Hold
Sample & Hold ermittelt einen Zufallswert und hält diesen bis zur nächsten LFO-Periode.
Hat der Parameter Rate den Wert 0, so wird bei jeder neu eingehenden MIDI-Note ein
Zufallswert erzeugt. Mit Hilfe des Parameters Symmetry läßt sich die erzeugte Wellenform
weiter variieren. Bitte lesen Sie dazu den entsprechenden Abschnitt.
Delay
off / retrigger / 1…126
Bestimmt den Start der LFO-Schwingung nach Eintreffen einer MIDI-Note.
• In der Einstellung off läuft der LFO vollkommen frei, d.h. die Schwingung wird
nicht zum Startzeitpunkt der Note synchronisiert. Benutzen Sie diese Einstellung
z.B. bei der Filtermodulation eines Klangs, der sich bei jeder gespielten Note
ändern soll.
• In der Einstellung retrigger startet die LFO-Schwingung jedesmal nach Eintreffen
einer Note. Diese Funktion wird auch als „key sync“ bezeichnet. Sinnvoll ist diese
Einstellung immer dann, wenn der LFO mit einem festen Wert starten muß, z.B. bei
einer Alarmsirene.
• Wird ein Wert im Bereich 1…126 gewählt, so arbeitet der LFO wie in der
Einstellung retrigger, sein Einsatz wird jedoch um den angegebenen Betrag zeitlich
verzögert. Verwenden Sie diese Einstellung z.B. für Soloklänge mit Vibrato oder
Tremolo, das nur auf länger gehaltene Note wirkt.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
81
Sync
off / on / Clock
Bestimmt, ob der LFO synchron zu anderen Stimmen läuft. Wenn deaktiviert, verhält sich
der LFO vollkommen unabhängig. Wenn aktiviert, verhalten sich alle LFOs der in einem
Sound-Programm verwendeten Stimmen wie ein einzelner. In der Einstellung Clock wird
der LFO zu eingehendem MIDI Clock-Signal synchronisiert.
-64…+63
Symmetry
Stellt das Verhältnis zwischen steigender und fallender Signalflanke ein. Beim Wert 0 ist die
erzeugte Wellenform vollkommen symmetrisch. Zu positiven Werten hin wird die positive
Signalflanke länger, zu negativen Werten wird sie kürzer und umgekehrt. Verwenden Sie
diesen Parameter bspw. um die Pulsweite der Rechteckschwingung einzustellen. In
Verbindung mit einer Dreieckschwingung läßt sich eine sägezahnartige Schwingung
erzeugen. Die nachstehende Zeichnung zeigt diesen Effekt:
Pegel
Pegel
Pegel
Zeit
Symmetry = 0
Zeit
Symmetry = +40
Zeit
Symmetry = -40
Humanize
off / 1…127
Erlaubt die zufällige Variation der LFO-Geschwindigkeit. Im deaktivierten Zustand verharrt
der LFO auf seinem durch den Rate-Parameter vorgegebenen Wert. Niedrige Einstellungen
verleihen dem Klang etwas „human touch“, höhere Einstellungen eignen sich vor allem für
Effektklänge mit unregelmäßigem Charakter wie z.B. Wind, bei dem die Filterfrequenz von
einem LFO moduliert wird. Die nachstehende Zeichnung zeigt die Wirkung der HumanizeEinstellung:
Pegel
Pegel
Zeit
Humanize = off
82
Zeit
Humanize = 127
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
LFO 2
Der zweite LFO bietet die gleichen Möglichkeiten wie LFO 1. Zusätzlich kann er bei
Bedarf mit LFO 1 gekoppelt werden.
LFO 2 / 1
LFO 2 / 2
Rate
028
| Shape |
|triangle |
Delay
005
|
|
Sync
off
Symmetry |Humanize | Phase
+27
|
003
| 090
Rate
0…127
Bestimmt die Frequenz der erzeugten Schwingung.
sine / triangle / square / sawtooth / random / S & H
Shape
Wählt die Wellenform des LFO. Folgende Wellenformen stehen zur Auswahl:
Parameterwert
sine
triangle
square
sawtooth
random
s&h
Wellenform
Sinus
Dreieck
Rechteck
SŠgezahn
Zufallswert
Sample & Hold
Sample & Hold ermittelt einen Zufallswert und hält diesen bis zur nächsten LFO-Periode.
Hat der Parameter Rate den Wert 0, so wird bei jeder neu eingehenden MIDI-Note ein
Zufallswert erzeugt. Mit Hilfe des Parameters Symmetry läßt sich die erzeugte Wellenform
weiter variieren. Bitte lesen Sie dazu den entsprechenden Abschnitt.
off / retrigger / 1…126
Delay
Bestimmt den Start der LFO-Schwingung nach Eintreffen einer MIDI-Note.
• In der Einstellung off läuft der LFO vollkommen frei, d.h. die Schwingung wird
nicht zum Startzeitpunkt der Note synchronisiert. Benutzen Sie diese Einstellung
z.B. bei der Filtermodulation eines Klangs, der sich bei jeder gespielten Note
ändern soll.
• In der Einstellung retrigger startet die LFO-Schwingung jedesmal nach Eintreffen
einer Note. Diese Funktion wird auch als „key sync“ bezeichnet. Sinnvoll ist diese
Einstellung immer dann, wenn der LFO mit einem festen Wert starten muß, z.B. bei
einer Alarmsirene.
• Wird ein Wert im Bereich 1…126 gewählt, so arbeitet der LFO wie in der
Einstellung retrigger, sein Einsatz wird jedoch um den angegebenen Betrag zeitlich
verzögert. Verwenden Sie diese Einstellung z.B. für Soloklänge mit Vibrato oder
Tremolo, das nur auf länger gehaltene Note wirkt.
Sync
off / on
Bestimmt, ob der LFO synchron zu anderen Stimmen läuft. Wenn deaktiviert, verhält sich
der LFO vollkommen unabhängig. Wenn aktiviert, verhalten sich alle LFOs der in einem
Sound-Programm verwendeten Stimmen wie ein einzelner.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
83
Symmetry
-64…+63
Stellt das Verhältnis zwischen steigender und fallender Signalflanke ein. Beim Wert 0 ist die
erzeugte Wellenform vollkommen symmetrisch. Zu positiven Werten hin wird die positive
Signalflanke länger, zu negativen Werten wird sie kürzer und umgekehrt. Verwenden Sie
diesen Parameter bspw. um die Pulsweite der Rechteckschwingung einzustellen. In
Verbindung mit einer Dreieckschwingung läßt sich eine sägezahnartige Schwingung
erzeugen. Bitte lesen Sie die entsprechende Parameterbeschreibung zu LFO 1, um weitere
Informationen zu erhalten.
Humanize
off / 1…127
Erlaubt die zufällige Variation der LFO-Geschwindigkeit. Im deaktivierten Zustand verharrt
der LFO auf seinem durch den Rate-Parameter vorgegebenen Wert. Niedrige Einstellungen
verleihen dem Klang etwas „human touch“, höhere Einstellungen eignen sich vor allem für
Effektklänge mit unregelmäßigem Charakter. Bitte lesen Sie die entsprechende
Parameterbeschreibung zu LFO 1, um weitere Informationen zu erhalten.
Phase
off / 3…357
Wenn deaktiviert, arbeitet LFO 2 unabhängig von LFO 1. Wenn aktiviert, wird die Frequenz
von LFO 2 durch LFO 1 bestimmt. Der Phase-Parameter bestimmt dann den Phasenwinkel
in Grad, um den das Signal von LFO 2 gegenüber dem Signal von LFO 1 verschoben ist.
Diese Funktion ist nur sinnvoll bei der Verwendung regelmäßiger Wellenformen wie Sinus,
Dreieck, Rechteck und Sägezahn.
Pegel
LFO 1
Phase
LFO 2
Zeit
84
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Modifier und Modulationsmatrix
Die Modifier erlauben die Bearbeitung von Modulationssignalen durch mathematische
Operatoren und Funktionen. Abhängig von der gewählten Funktion erfolgt eine Berechnung
zwischen zwei Modulationsquellen oder einer Modulationsquelle und einem konstanten
Parameter. Bis zu vier unabhängige Modifier-Einheiten können verwendet werden. Das
Ergebnis jeder Berechnung wird nicht direkt weiterverarbeitet, sondern steht als
Eingangssignal in der Modulationsmatrix zur Verfügung. Weiterhin kann es auch als
Eingangsgröße für eine weitere Modifier-Funktion dienen. Zusätzlich zu den 4 genannten
Modifiern ist ein gesonderter Delay-Modifier zur Verzögerung einer Modulationsquelle
vorhanden.
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht aller im MicroWave II/XT/XTk zur Verfügung
stehenden Modulationsquellen:
Einstellung
off
LFO1
LFO1*Modw
LFO1*Prs.
LFO2
FilterEnv
Ampl. Env
Wave Env
Free Env
KeyFollow
Keytrack
Velocity
Rel. Velo
Pressure
Poly Prs.
PitchBend
Modwheel
Sust. Ctr.
Foot Ctr.
BreathCtr.
Control W
Control X
Control Y
Control Z
Ctr Delay
Modify #1
Modify #2
Modify #3
Modify #4
MIDIClock
Minimum
Maximum
Beschreibung
Modulation ausgeschaltet
Signal von LFO 1
Signal von LFO 1, multipliziert mit Modulationsrad
Signal von LFO 1, multipliziert mit Aftertouch
Signal von LFO 2
Filter-HŸllkurve
LautstŠrke-HŸllkurve
Wave-HŸllkurve
Freie HŸllkurve
Wie Keytrack, jedoch mit Pitchbend und Glide
MIDI-Notennummer, entspricht Tastaturposition
AnschlagstŠrke der MIDI-Note
AbfallstŠrke MIDI-Note (Release Velocity)
MIDI-Aftertouch
MIDI-Polyphoner Aftertouch
MIDI-Pitchbend Signal (Tonbeugung)
MIDI-Modulationsrad (Controller #1)
MIDI-Haltepedal (Controller #64)
MIDI-Fu§schweller (Controller #4)
MIDI-AnblasstŠrke (Controller #2)
Frei zuweisbarer MIDI-Controller 1
Frei zuweisbarer MIDI-Controller 2
Frei zuweisbarer MIDI-Controller 3
Frei zuweisbarer MIDI-Controller 4
Delay-Modifer Signal
Ergebnis von Modifier #1
Ergebnis von Modifier #2
Ergebnis von Modifier #3
Ergebnis von Modifier #4
MIDI Clock-Signal
Konstante fŸr minimale Modulation (entspricht 0)
Konstante fŸr maximale Modulation (entspricht +1)
Tabelle 3: Modulationsquellen
Delay-Modifier
Diese Funktion erlaubt die Verzögerung einer frei wählbaren Modulationsquelle über einen
einstellbaren Zeitraum.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
85
Modifier Delay
Control Delay Time | Source
047
|FilterEnv
Control Delay Time
0…127
Bestimmt die Zeit, um die das Modulationssignal verzögert wird.
siehe Tabelle 3
Source
Wählt die Modulationsquelle aus, deren Signal verzögert werden soll.
Modifier-Funktionen
Modifier 1…4
Source #1|Source #2|
LFO1
|Control X|
Type
+
|Parameter
|
025
Source #1
siehe Tabelle 3
Wählt die erste Modulationsquelle der Modifier-Funktion aus. Tabelle 2 zeigt eine
Übersicht aller möglichen Einstellungen.
Source #2
siehe Tabelle 3
Wählt die zweite Modulationsquelle der Modifer-Funktion aus. Dieser Parameter wird nur
bei Funktionen benötigt, die zwei Quellsignale benötigen. Lesen Sie bitte dazu auch die
Beschreibung der einzelnen Funktionen. Tabelle 2 zeigt eine Übersicht aller möglichen
Einstellungen.
Type
siehe Tabelle 4
Bestimmt die Art der Funktion oder Operation, die auf die ausgewählten Eingangssignale
angewendet wird. Folgende Funktionen sind verfügbar:
Einstellung
+
*
/
XOR
OR
AND
S&H
Ramp
Switch
abs value
min value
max value
lag proc.
filter
diff.
Beschreibung
Addition
Subtraktion
Multiplikation
Division
Exklusiv-ODER-Funktion
ODER-Funktion
UND-Funktion
Sample & Hold
Getriggerte Rampenfunktion
Schwellwert-Schalter
Absolutwert
Minimalwert
Maximalwert
Rampe
Tiefpa§filter
Differenzierer
Tabelle 4: Modifier-Funktionen
Das Ergebnis einer Modifierberechnung liegt immer innerhalb des Bereichs -1…0…+1. Bei
der Zuweisung innerhalb der Modulationsmatrix wird es auf den Wertebereich des jeweils
gewählten Parameters umgerechnet.
86
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Der folgende Abschnitt beschreibt die einzelnen Funktionen und ihr Ergebnis:
+
Liefert die Summe von Source #1 und Source #2.
Liefert die Differenz von Source #1 und Source #2.
*
Liefert das Produkt von Source #1 und Source #2.
/
Liefert den Quotienten von Source #1 und Source #2.
XOR
Binäre Exklusive-ODER-Operation zwischen Source #1 und Source #2.
OR
Binäre ODER-Operation zwischen Source #1 und Source #2.
AND
Binäre UND-Operation zwischen Source #1 und Source #2.
S&H
Tastet den Wert von Source #1 in regelmäßigen, vom Wert Parameter
abhängigen Zeitintervallen ab und hält ihn bis zur nächsten Abtastung
gespeichert. Verwenden Sie diese Funktion, um rhythmische Modulationen
aus einer beliebigen Modulationsquelle abzuleiten.
Pegel
Source #1
Parameter
S&H-Funktion
Zeit
Ramp
Erzeugt eine lineare Rampe vom Minimum zum Maximum. Die Rampe wird
immer dann neu gestartet, wenn Source #1 eine positive Richtungsänderung erfährt. Die Rampenzeit wird von Parameter bestimmt. Sie
können dies z.B. dazu verwenden, um von einem LFO eine zusätzliche
Sägezahnwelle abzuleiten, während eine andere Wellenform eingestellt ist.
Pegel
Source #1
Parameter
max.
Ramp-Funktion
Zeit
Switch
Liefert Maximum, wenn der Wert von Source #1 oberhalb des Wertes von
Parameter liegt, andernfalls wird Minimum zurückgegeben. Verwenden Sie
diese Funktion, um eine Aktion abhängig von einer Modulationsquelle
auszulösen, z.B. Hinzufügen von Ringmodulation bei maximalem
Tastaturanschlag. Sie können mit dieser Funktion auch ein Rechecksignal aus
einem LFO erzeugen, wobei Parameter die Pulsweite bestimmt.
Pegel
Source #1
Parameter
max.
Switch-Funktion
Zeit
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
87
abs value
min value
max value
lag proc.
Liefert den Wert von Source #1 ohne Vorzeichen. Negative Werte werden
so zu positiven Beträgen umgerechnet. Parameter ist ohne Bedeutung.
Diese Funktion können Sie z.B. zum Konvertieren von bipolaren
Modulationsquellen zu unipolaren verwenden, wie beim Öffnen des Filters
durch das Pitchbendrad, unabhängig von der Drehrichtung.
Liefert den kleinsten Wert von Source #1 oder Parameter.
Liefert den größten Wert von Source #1 oder Parameter.
Erzeugt eine lineare Rampe vom aktuellen Wert, der zu Beginn Minimum
entspricht, zum Wert von Source #1. Danach stoppt die Rampe, bis sich
Source #1 erneut ändert. Die Rampenzeit wird von Parameter bestimmt.
Diese Funktion ist nützlich, wenn Sie eine Modulation über einen
einstellbaren Zeitraum hinweg kontinuierlich anfahren möchten, z.B. bei
Änderung der Oszillator-Tonhöhe über das Modulationsrad.
Pegel
Source #1
Parameter
Lag Processor-Funktion
Zeit
filter
Wendet eine Tiefpaßfilter-Funktion auf Source #1 an. Die Filterfrequenz
wird durch den Wert von Parameter bestimmt. Diese Funktion eignet sich
besonders zum Glätten eines Signals.
Pegel
Source #1
Filter-Funktion
Zeit
diff.
Differenziert den Wert von Source #1 über die Zeit. Das Ergebnis der
Berechnung ist ein Wert, der die Geschwindigkeitsänderung des
Modulationssignals repräsentiert. Parameter wird nicht verwendet.
Verwenden Sie diese Funktion um festzustellen, ob ein Modulationssignal
sich verändert hat, also z.B. ob das Modulationsrad gedreht wurde.
Pegel
Source #1
Differential-Funktion
Zeit
Parameter
0…127
Bestimmt den Wert für alle Modifier-Funktionen, die einen konstanten Wert benötigen.
Lesen Sie dazu auch die Beschreibung der einzelnen Funktionen beim Parameter Type.
88
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Modulationsmatrix
Eine Modulation kann als Beeinflussung eines Klangparameters durch eine Signalquelle
angesehen werden. Die Stärke der Modulation ist dabei einstellbar. Der MicroWave
II/XT/XTk bietet 16 unabhängige Modulationseinheiten mit jeweils individuell einstellbaren
Parametern für Modulationsquelle, Modulationsstärke und Modulationsziel.
Mod 1…16
Source | Amount
Modwheel |
+047
| Destination
| Wave1 Pos
[5]
Source
siehe Tabelle 3
Bestimmt die Modulationsquelle. Tabelle 3 zeigt eine Übersicht aller verfügbaren
Modulationsquellen.
-64…+63
Amount
Bestimmt die Stärke der Modulation, die die Modulationsquelle auf das Modulationsziel
ausübt. Zur Berechnung der Modulationsauslenkung wird das Signal der Modulationsquelle
mit dem Wert des Amount-Parameters multipliziert. Die daraus resultierende Amplitude
hängt von der Art der ausgewählten Modulationsquelle ab:
• Bei den sogenannten unipolaren Modulationsquellen liegt die resultierende
Amplitude im Bereich 0…+1, wenn Amount positiv ist, oder 0…-1, wenn Amount
negativ ist. Unipolare Modulationsquellen sind: Filter-Hüllkurve, LautstärkeHüllkurve, Wave-Hüllkurve, alle MIDI Controller einschließlich Modulationsrad,
Fußschweller etc., Velocity, Release Velocity, Aftertouch, Polyphoner Aftertouch
und MIDI clock.
• Bei den sogenannten bipolaren Modulationsquellen liegt die resultierende
Amplitude im Bereich -1…0…+1. Bipolare Modulationsquellen sind: Freie
Hüllkurve, beide LFOs, Keytrack, Keyfollow und Pitchbend.
Bei den Modulationsquellen Keytrack und Keyfollow entspricht ein Wert von +56 der
Skalierung 100% .
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
89
Destination
siehe Tabelle 5
Bestimmt das Modulationsziel. Nachtstehende Tabelle zeigt alle verfügbaren Einstellwerte
für diesen Parameter:
Einstellung
Pitch
Osc1 Pit.
FM Amount
Osc2 Pit.
Wave1 Pos
Wave2 Pos
Wave1 Mix
Wave2 Mix
Ringmod
Noise Mix
Cutoff
Resonance
Filter 2
Volume
Panning
FE Attack
FE Decay
FE Sustain
FE Release
AE Attack
AE Decay
AE Sustain
AE Release
WE Times
WE Levels
Free Env T
Free Env L
LFO1 Rate
LFO1 Level
LFO2 Rate
LFO2 Level
M1 Amount
M2 Amount
M3 Amount
M4 Amount
Beschreibung
Tonhšhe aller Oszillatoren
Tonhšhe von Oszillator 1
StŠrke der Frequenzmodulation
Tonhšhe von Oszillator 2
Startposition von Wave 1
Startposition von Wave 2
LautstŠrke von Wave 1
LautstŠrke von Wave 2
LautstŠrke des Ringmodulators
LautstŠrke des Rauschgenerators
Filterfrequenz von Filter 1
Resonanz von Filter 1
Filterfrequenz von Filter 2
GesamtlautstŠrke
Panoramaposition
Attack der Filter-HŸllkurve
Decay der Filter-HŸllkurve
Sustain der Filter-HŸllkurve
Release der Filter-HŸllkurve
Attack der LautstŠrke-HŸllkurve
Decay der LautstŠrke-HŸllkurve
Sustain der LautstŠrke-HŸllkurve
Release der LautstŠrke-HŸllkurve
Alle Zeiten der Wave-HŸllkurve
Alle Pegel der Wave-HŸllkurve
Alle Zeiten der freien HŸllkurve
Alle Pegel der freien HŸllkurve
Geschwindigkeit von LFO 1
Pegel von LFO 1
Geschwindigkeit von LFO 2
Pegel von LFO 2
StŠrke von Modulationszuordnung
StŠrke von Modulationszuordnung
StŠrke von Modulationszuordnung
StŠrke von Modulationszuordnung
1
2
3
4
Tabelle 5: Modulationsziele
Programmname
Diese Seite dient zur Vergabe des Programmnamens. Sie können bis zu 16 Zeichen zu
diesem Zweck verwenden.
Name
Position | Character
01
|
U
Saw Repeat
WMF
Wählen Sie zuerst die Position des Zeichens, das Sie verändern möchten, mit dem ersten
Einstellregler aus. Stellen Sie anschließend das gewünschte Zeichen mit Hilfe des zweiten
Reglers ein. Fahren Sie in gleicher Weise fort, bis der Name vollständig eingegeben ist.
90
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Multi-Betriebsart
Multi-Parameter
Die Multi-Parameter bestimmen die gemeinsamen Einstellungen für alle Instruments in
einem Multi-Programm.
Volume
Tempo
Controls
Keyboard Control
Name
Multi Volume
127
Multi Arpeggiator Tempo
130
Control W|Control X|Control Y|Control Z
004
|
008
|
011
|
012
MIDI Send
global
Position | Character
01
|
M
Hit Me Bigga WMF
Multi Volume
0…127
Bestimmt die Gesamtlautstärke für das Multi-Programm.
extern / 50…300
Arpeggiator Tempo
Erlaubt die Festlegung eines Arpeggiator-Tempos für alle Instruments des Multis. In der
Einstellung extern wird das Tempo vom empfangenen MIDI Clock-Signal bestimmt.
Control W…Control Z 0…120 / global
Diese Parameter definieren die MIDI Controller, die innerhalb der Modifier-Funktionen oder
der Modulationsmatrix als Modulationsquellen eingesetzt werden können. Jeder Wert stellt
die entsprechende Nummer des Controllers dar. In der Einstellung global werden die bei
den Globalparametern vorgenommenen Zuordnungen übernommen.
MIDI Send
global / specific
Diese Einstellung bestimmt den MIDI-Kanal, auf dem von der Tastatur des XTk erzeugte
Noten gesendet werden. Ist global eingestellt, werden die Noten auf dem unter den
Globalparametern gewählten Kanal gesendet. Ist specific eingestellt, werden die Noten
entsprechend der Einstellungen der jeweiligen Multi-Instruments gesendet.
Name
Diese Seite dient zur Vergabe des Programmnamens. Sie können bis zu 16 Zeichen zu
diesem Zweck verwenden. Wählen Sie zuerst die Position des Zeichens, das Sie verändern
möchten, mit dem ersten Einstellregler aus. Stellen Sie anschließend das gewünschte
Zeichen mit Hilfe des zweiten Einstellreglers ein. Fahren Sie in gleicher Weise fort, bis der
Name vollständig eingegeben ist.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
91
Instrument-Parameter
Die Instrument-Parameter bestimmen die individuellen Einstellungen jedes Instruments
eines Multi-Programms.
Auswahl eines Instruments zur Bearbeitung
Bevor Sie Änderungen an den Parametern eines Instruments vornehmen können, müssen
Sie auswählen, auf welches der Instruments sich die Editierungen beziehen. Benutzen Sie
den vierten Einstellregler, um zwischen den einzelnen Instrumenten umzuschalten.
Instrument-Auswahl (z.B. 1)
Bank
A
|
|
Sound
A001
Saw Repeat WMF
Inst. #1
Die Nummer des Instruments wird immer angezeigt, wenn Sie sich auf einer Parameterseite
befinden, deren Einstellungen auf ein bestimmtes Instrument wirken. Dies gilt auch, wenn
Sie in der Multi-Betriebsart ein Sound-Programm editieren, da das Sound-Programm zu
einem Instrument zugewiesen ist. Die Instrument-Nummer wird nicht angezeigt, wenn Sie
Multi- oder Globalparameter editieren.
Während der Bearbeitung eines Sound-Programms in der Multi-Betriebsart können Sie die
Instruments umschalten, indem Sie den vierten Einstellregler bei gehaltener Shift-Taste 햽
betätigen.
Programmauswahl
Sound 1
Sound 2
Sound 3
Bank
A
|
|
Sound
A001
Saw Repeat WMF
Inst. #1
Channel | Volume | Status
05
|
090 |
on
Inst. #1
Panning | PanMod | Output
center | normal | Main Out
Inst. #1
Bank
A/B
Bestimmt die Bank, die das Programm enthält.
001…128
Sound
Wählt das Sound-Programm für das Instrument.
global / omni / 1…16
Channel
Bestimmt den MIDI-Empfangskanal für das Instrument.
• In der Einstellung omni empfängt das Instrument auf allen MIDI-Kanälen.
• In der Einstellung global empfängt das Instrument auf dem als Globalparameter
eingestellten MIDI-Kanal.
Volume
0…127
Bestimmt die Gesamtlautstärke für das Instrument.
92
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Status
off / on
Status
off / Keys/MIDI / Keys / MIDI
Schaltet das Instrument ein oder aus. Beim XTk können Sie vorgeben, ob das jeweilige
Instrument auf die interne Tastatur reagiert (Keys), eingehende MIDI-Noten (MIDI) oder
beides (Keys/MIDI).
left 64…center…right 63
Panning
Bestimmt die Position des Instruments im Stereopanorama. Die Einstellung left 64 bedeutet
dabei ganz links, right 63 bedeutet ganz rechts. Wenn Sie den Klang in der Stereomitte
platzieren wollen, wählen Sie die Einstellung center.
off / normal / inverse
PanMod
Dieser Parameter bestimmt, ob eine im Sound-Programm definierte Panoramamodulation
stattfindet oder nicht.
• In der Einstellung off wird keine Panoramamodulation vorgenommen.
• In der Einstellung normal wird die Panoramamodulation wie sie im SoundProgramm des Instruments vorgegeben ist ausgeführt.
• In der Einstellung inverse, wird die Panoramamodulation ebenfalls wie vorgegeben
ausgeführt, das Modulationssignal wird jedoch umgekehrt und als Folge die
Stereoseiten getauscht.
Output
Main Out / Sub Out
Wählt den Audioausgang, an dem das Signal des Instrument erscheint. Die Einstellung
Main legt das Instrument auf die Hauptanschlüsse Main Out Left/Stereo 쐇 und
Main Out Right Mono 쐋, die Einstellung Sub legt es auf die zusätzlichen Anschlüsse
Sub Out Left/Stereo 쐏 und Sub Out Right Mono 쐄.
Stimmung
Tune
Transpose| Detune
+12
|
+00
Inst. #1
Transpose
-48…+48
Erlaubt die Transponierung des gesamten Instruments in Halbtonschritten.
-64…+63
Detune
Stellt die Feinstimmung des Instruments in Schritten eines 64stel Halbtons ein.
MIDI Send
off / on
Dieser Parameter des XTk ist nur verfügbar, falls der Multi-Parameter MIDI Send auf
specific gesetzt ist. In Stellung on sendet das gerade ausgewählte Instrument Noten auf
seinem eingestellten MIDI-Kanal.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
93
Tastatur- und Velocity-Bereich
Range 1
Range 2
Lowest
001
| Highest Velocity
|
063
Inst. #1
Lowest
000
| Highest Key
|
127
Inst. #1
Lowest Velocity
1…127
Erlaubt die Eingrenzung des Anschlagstärkebereichs nach unten, indem das Instrument
erklingt. Nur Noten mit einer Anschlagstärke größer oder gleich des eingestellten Wertes
werden gespielt. Setzen Sie diesen Parameter auf 1, um die Funktion auszuschalten.
1…127
Highest Velocity
Gegenstück zum Lowest Velocity-Parameter. Nur Noten mit einer Anschlagstärke kleiner
oder gleich des eingestellten Wertes werden gespielt. Setzen Sie diesen Parameter auf 127,
um die Funktion auszuschalten.
0…127
Lowest Key
Erlaubt die Eingrenzung des Tastaturbereichs, in dem das Instrument erklingt. Nur Noten
mit einer Notennummer größer oder gleich des eingestellten Wertes werden gespielt.
Setzen Sie diesen Parameter auf 1, um die Funktion auszuschalten.
0…127
Highest Key
Gegenstück zum Lowest Key-Parameter. Nur Noten mit einer Notennummer kleiner oder
gleich des eingestellten Wertes werden gespielt. Setzen Sie diesen Parameter auf 127, um
die Funktion auszuschalten.
Arpeggiator
Jedes Instrument eines Multi-Programms kann wahlweise seinen eigenen Arpeggiator
benutzen. Die in dieser Parametergruppe vorgenommenen Einstellungen übergehen die
Einstellungen, die beim Arpeggiator des Sound-Programms definiert sind. Alle Instrumente
benutzen die Tempoeinstellung des Multi Arpeggiator Tempo-Parameters, da die
Verwendung unterschiedlicher Tempi bei den einzelnen Instrumenten wenig Sinn macht.
Alternativ können Sie jedoch auch die im Sound-Programm vorgegebenen ArpeggiatorEinstellungen benutzen.
94
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Arpeggiator 1
Arpeggiator 2
Arpeggiator 3
Active |
Sound Arp|
Clock
1/2
|
|
Range
02
Pattern |Direction|Note Order
off
|
up
| by note
Inst. #1
Inst. #1
Velocity | Reset on Pattern Start
root note|
off
Inst. #1
Active
off / on / hold / Sound Arp
Schaltet den Arpeggiator ein, aus oder versetzt ihn in den Haltemodus. In der Einstellung
hold erzeugen eingehende MIDI-Akkorde ein ständiges Arpeggio, das auch nach dem
Loslassen der Tasten anhält und solange wiederholt wird, bis ein neuer Akkord gegriffen
wird. In der Einstellung Sound Arp verwendet der Arpeggiator die im Sound-Programm des
Instruments definierten Parameter.
Clock
1/1…1/32
Bestimmt den Notenwert der erzeugten Einzeltöne von ganzen bis zu 32stel Noten. Als
Basis dient ein 4/4-Takt. Zu jedem Einstellwert werden Triolen (z.B. 1/8T) und punktierte
Noten (z.B. 1/16.) angeboten.
1…10
Range
Bestimmt den Umfang der erzeugten Noten in Oktaven.
off / user / 1…15
Pattern
Bestimmt das Wiederholmuster des Arpeggiators.
• In der Einstellung off spielt der Arpeggiator Noten in gleichmäßigen Zeitabständen,
die durch den Parameter Clock vorgeben werden.
• In der Einstellung user spielt der Arpeggiator das frei definierbare Rhythmusmuster,
das in der Seite Arpeggiator User Pattern erstellt werden kann.
• Zusätzlich bietet der Arpeggiator 15 fest vorgegebene Wiederholmuster. Diese sind
von 1 bis 15 nummeriert. Nachstehend eine Übersicht über die vorgegebenen
Arpeggiator-Muster:
In der Abbildung 4 im Kapitel „Sound-Parameter“ sind die einzelnen Arpeggiator-Muster
dargestellt.
up / down / alternate / random
Direction
Bestimmt die Tonfolge der erzeugten Noten in Abhängigkeit der Tonhöhe.
• In der Einstellung up startet das Arpeggio mit der tiefsten Note und spielt dann
aufwärts bis zur höchsten Note. Anschließend beginnt es erneut mit der tiefsten
Note.
• In der Einstellung down startet das Arpeggio mit der höchsten Note und spielt dann
abwärts bis zur tiefsten Note. Anschließend beginnt es erneut mit der höchsten
Note.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
95
• In der Einstellung alternate startet das Arpeggio mit der tiefsten Note und spielt
dann aufwärts bis zur höchsten Note. Anschließend spielt es alle Noten wieder
abwärts bis zur tiefsten Note.
• In der Einstellung random wird ein Arpeggio mit zufälliger Notenfolge erzeugt.
by note / note rev. / as played / reversed
NoteOrder
Bestimmt die Tonfolge der erzeugten Noten in Abhängigkeit von der Reihenfolge der
eingespielten Noten.
• In der Einstellung by note wird die Tonfolge des Arpeggios anhand der MIDINotennummer sortiert. Dies ist die Standardmethode, mit der die meisten
Arpeggiatoren arbeiten.
• In der Einstellung note rev. wird die Tonfolge des Arpeggios genau umgekehrt
ausgegeben wie bei der by note-Einstellung.
• In der Einstellung as played entspricht die Tonfolge des Arpeggios der Reihenfolge
der eingespielten Noten. In Verbindung mit dem frei programmierbaren
Wiederholmuster bietet diese Funktion einen kleinen aber effektiven
Schrittsequenzer.
• In der Einstellung reversed entspricht die Tonfolge des Arpeggios der umgekehrten
Reihenfolge der eingespielten Noten.
Um die Arbeitsweise der einzelnen Optionen zu verstehen, sollten Sie die Noten des
Akkordes schrittweise eingeben, wie es am im Kapitel „Sound-Parameter“ bei der
Beschreibung des Arpeggiators erklärt ist.
Velocity
root note / last note
Bestimmt, wie die Velocity-Werte der erzeugten Noten berechnet werden.
• In der Einstellung root note erbt jede erzeugte Note die Anschlagstärke ihrer
Basisnote. Enthält z.B. der zugrundeliegende Akkord ein E mit einer bestimmten
Anschlagstärke, so wird dieser Wert an alle erzeugten Noten mit der Tonhöhe E
weitergegeben, unabhängig von ihrer Oktavlage.
• In der Einstellung last note erhält jede erzeugte Note die Anschlagstärke der zuletzt
eingegangenen Note.
Reset on Pattern Start off / on
Bestimmt, ob der Arpeggiator bei jedem neuen Durchlauf des Rhythmusmusters
zurückgesetzt wird. Wenn deaktiviert, spielt der Arpeggiator alle Akkordnoten von der
ersten bis zur letzten unter Berücksichtigung der von den Parametern Direction und Note
Order vorgegebenen Reihenfolge. Wenn aktiviert, spielt der Arpeggiator nur die Anzahl
von Akkordnoten, die der Anzahl der im Wiederholmuster enthaltenen Noten entspricht.
Anschließend startet er erneut mit der ersten Akkordnote in der Grundoktave. Das Ergebnis
entspricht dem erneuten Drücken des Basisakkords nach jedem Durchlauf des Musters.
Wenn kein Muster gewählt ist, hat dieser Parameter keine Funktion.
96
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Globalparameter
Globalparameter sind Einstellungen, die das allgemeine Verhalten des MicroWave II/XT/XTk
bestimmen. Sie werden unabhängig von den Sound- und Multi-Programmen eingestellt und
in einem besonderen Speicherbereich abgelegt. Die Globalparameter werden bei jedem
Ausschalten automatisch gespeichert.
MIDI 1
MIDI 2
MIDI 3
Controls
Keyboard
Sustain Pedal
Volume
Volume
Tune
System
Channel |PrgChange|BendRange|Device ID
12
| multi |
012
|
000
Parameter Control | Send
| Receive
|Ctl+SysEx|
on
MIDI Clock
|
|
Send
off
|
|
Control W|Control X|Control Y|Control Z
004
|
008
|
011
|
012
KB Send |Vel.Curve|R-Vel. C.|Prs.Curve
8
|
lin
|
off
|
log2
Pedal Type
closing
Main Volume
100
Main Volume
100
|Input Gain
|
2
Master Tuning
440 Hz
| Transpose
|
+00
Display timeout
064
| Contrast
|
100
Channel
omni / 1…16
Basiseinstellung für den MIDI-Sende- und Empfangskanal des MicroWave II/XT/XTk. Der
hier vorgegebene Kanal gilt für alle Sound-Programme sowie die Instruments eines MultiProgramms, deren Channel-Parameter auf global steht. In der Einstellung omni sendet der
MicroWave II/XT/XTk auf Kanal 1 und empfängt auf allen Kanälen.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
97
PrgChange
sound / multi / combined
Bestimmt, wie MIDI-Programmwechsel-Befehle in der Multi-Betriebsart verarbeitet werden.
• In der Einstellung sound schalten die Programmwechsel das Sound-Programms des
Instruments um, das auf dem entsprechenden Kanal empfängt.
• In der Einstellung multi schalten die Programmwechsel das Multi-Programm selbst
um, wenn Sie auf dem bei Channel eingestellten Basiskanal empfangen werden.
• In der Einstellung combined können die Sound-Programme der Instruments über
deren Empfangskanäle, das Multi an sich über den bei Channel eingestellten
Basiskanal umgeschaltet werden.
BendRange
0…120 / harmonic
Bestimmt die Intensität der Tonhöhenveränderung durch MIDI Pitchbend-Meldungen in
Halbtonschritten. Die Option harmonic bietet die Möglichkeit der Tonhöhenbeugung in
Schritten der harmonischen und subharmonischen Reihe. Lesen Sie dazu bitte auch die bei
den Oszillatoren gegebene Erklärung, um weitere Informationen zu erhalten. Diese
Einstellung gilt für alle Programme, deren Oszillator-Parameter Pitchbend Range auf
global gesetzt ist.
0…126
Device ID
Bestimmt die Geräte-Identifikationsnummer für die systemexklusive Datenübertragung. Eine
Übertragung läßt sich nur dann erfolgreich vornehmen, wenn die Einstellung bei Sendeund Empfangsgerät korrekt ist. Die Device ID 127 ist eine sogenannte „Broadcast ID“, die
alle angeschlossenen MicroWave II/XT/XTk anspricht. Der MicroWave II/XT/XTk kann diese
ID empfangen, jedoch nicht selbst aussenden, da sie ausschließlich spezieller
Computersoftware vorbehalten ist.
Par. Control Send
off / Ctl only / SysEx / Ctl+SysEx
Bestimmt, welche Art von Daten bei Parameteränderungen am MicroWave II/XT/XTk über
MIDI gesendet werden.
• In der Einstellung off werden keine Daten gesendet.
• In der Einstellung Ctl only werden nur Controller-Daten gesendet. Parameter ohne
zugeordnete Controller werden nicht gesendet.
• In der Einstellung SysEx werden nur systemexklusive Daten gesendet. Der Vorteil
dieser Methode besteht darin, daß sich damit einzelne Instruments steuern lassen,
auch wenn mehrere Instruments auf dem gleichen MIDI-Empfangskanal arbeiten,
wie es z.B. bei gedoppelten Klängen der Fall ist. Der Nachteil dieser Methode ist
das höhere Datenaufkommen.
• In der Einstellung Ctl+SysEx werden sowohl Controller als auch systemexklusive
Daten gesendet.
Par. Control Receive
off / on
Schaltet den Empfang von Befehlen zur Parametersteuerung über MIDI ein oder aus. Die
Einstellung betrifft sowohl Controller als auch systemexklusive Daten.
MIDI Clock Send
off / on
Aktiviert bzw. deaktiviert das Senden von MIDI Clock. Falls Sie den Arpeggiator des
MicroWave II/XT/XTk als Master zur Steuerung des Tempos externer Geräte verwenden
möchten, müssen Sie die Ausgabe von MIDI Clock aktivieren.
98
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk

Wenn die Ausgabe von MIDI Clock aktiviert ist während die MIDI In und Out
Anschlüsse des MicroWave II/XT/XTk mit einem Sequenzer verbunden sind, entsteht
mit hoher Wahrscheinlichkeit eine MIDI-Schleife. Dabei arbeitet unter Umständen
das gesamte MIDI-System nicht. Schalten Sie das Senden von MIDI Clock in diesem
Fall am MicroWave II/XT/XTk aus.
Control W…Control Z 0…120
Diese Parameter definieren die MIDI Controller, die innerhalb der Modifier-Funktionen oder
der Modulationsmatrix als Modulationsquellen eingesetzt werden können. Jeder Wert stellt
die entsprechende Nummer des Controllers dar. Die hier vorgenommenen Einstellungen
gelten nur für Sound-Programme, da jedes Multi-Programm eigene Parameter für Control
W…Control Z besitzt.
☞
Beispiel: Sie möchten die Geschwindigkeit von LFO über MIDI Controller #49
steuern. Um dies zu erreichen, setzen Sie zunächst Control W auf 49. Anschließend
erstellen Sie einen Eintrag in der Modulationsmatrix Ihres Sound-Programms mit
Control W als Quelle und LFO1 Rate als Ziel und geben eine passende
Modulationsstärke vor. In gleicher Weise können Sie Control X…Control Z für
weitere Zwecke benutzen.
off / 1…16
KB Send
Bestimmt den MIDI-Sendekanal für die XTk-Tastatur. Falls sich der XTk in der MultiBetriebsart befindet, entscheidet der Multiparameter MIDI Send, ob die Tastatur auf dem
hier eingestellten globalen Kanal sendet oder auf dem des gerade ausgewählten MultiInstruments.
exp2 / exp1 / lin / log1 / log2 / fix32…fix127
Vel.Curve
Bestimmt das Ansprechverhalten der anschlagsdynamischen Tastatur des XTk. Durch
Auswahl eines mit fix gekennzeichneten Festwerts wird die Anschlagdynamik deaktiviert
und alle Noten werden mit dem gleichen Velocity-Wert gesendet. Wenn Sie z.B. fix100
auswählen, wird jede Note, die Sie auf der Tastatur spielen, mit dem festen Velocity-Wert
100 ausgegeben.
MIDINotenVelocity
127
log2
log1
lin
exp1
exp2
0
min
R-Vel. C.
max
Tastenanschlag
off / exp2 / exp1 / lin / log1 / log2 / fix32…fix127
Ähnlich wie Vel.Curve jedoch für das Verhalten der Tastatur-Release Velocity
(Loslaßgeschwindigkeit). In Einstellung off ist die Release Velocity-Funktion deaktiviert und
als „Note-Off“-Nachricht wird '90' anstelle von '80' bei aktivierter Release Velocity über
MIDI ausgegeben.
Prs. Curve
exp2 / exp1 / lin / log1 / log2
Bestimmt das Dynamikverhalten des Tastatur-Aftertouchs beim XTk.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
99
Pedal Type
closing / opening
Stellt die Polarität des an der Pedal / CV In 1-Buchse 쐅 angeschlossenen Haltepedals ein.
Falls Sie nicht sicher sind, welche Polarität Ihr Pedal aufweist, versuchen Sie zunächst die
Einstellung closing. Sollte die Haltefunktion bei dieser Einstellung umgekehrt arbeiten, d.h.
die Noten werden bei nicht gedrücktem Pedal gehalten, ändern Sie die
Parametereinstellung auf opening.
0…127
Main Volume
Bestimmt die Gesamtlautstärke aller Programme des MicroWave II/XT/XTk an beiden
Audioausgängen. Dieser Parameter entspricht der Main Vol.-Einstellung im
Programmauswahl-Modus.
Input Gain
1…4
Empfindlichkeit des externen Audioeingangs Analog In 쐎.
Master Tuning
430…450 Hz
Bestimmt die Gesamtstimmung des MicroWave II/XT/XTk. Der Wert gibt die
Referenztonhöhe für die MIDI-Note A3 an. Die Standardeinstellung ist 440Hz und wird
von den meisten akustischen und elektronischen Instrumenten benutzt.

Sie sollten die Gesamtstimmung nur ändern, wenn Sie sich völlig sicher sind, was Sie
damit bewirken. In diesem Fall müssen Sie die Stimmung aller anderen Instrumente
ebenfalls anpassen. Vergessen Sie nicht die Einstellung wieder zurückzusetzen!
Transpose
-12…+12
Erlaubt die globale Transponierung aller Programme des MicroWave II/XT/XTk.
0…127
Display timeout
Bestimmt, wie lange die Namen der Parameterseiten in der rechten oberen Ecke
erscheinen, wenn Sie eine Parameterseite mit dem Auswahlrad 햴 aufrufen. Sie können den
Vorgabewert reduzieren oder auf 0 setzen, nachdem Sie einige Erfahrung mit der
Bedienung des MicroWave II/XT/XTk haben.
0…127
Contrast
Einstellung des Anzeigekontrasts.
100
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
MIDI-Steuerung
Dieses Kapitel beschreibt die Möglichkeiten zur Steuerung des MicroWave II/XT/XTk über
MIDI.
Auswahl von Programmen
Alle Sound- und Multi-Programme des MicroWave II/XT/XTk lassen sich über MIDIProgrammwechsel-Befehle und MIDI-Bankwechsel-Befehle umschalten. Da der MicroWave
II/XT/XTk 128 Programme in jeder Bank enthält, erkennt er alle Programmwechsel im
Bereich 0…127. Zum Wechsel der Bank müssen Sie einen Bankwechsel-Befehl verwenden:
• Bank 0 enthält die Sound-Programme A001…A128
• Bank 1 enthält die Sound-Programme B001…B128
Wenn sich der MicroWave II/XT/XTk in der Multi-Betriebsart befindet, haben Sie drei
verschiedene Möglichkeiten Programme umzuschalten. Mit Hilfe des Globalparameters
PrgChange können Sie festlegen, ob Sie einzelne Sound-Programme innerhalb eines
Multi-Programms, das gesamte Multi-Programm oder beides umschalten möchten.
Beeinflussung des Klangverhaltens über MIDI
Controller als Modulationsquelle
Die Controllers Modulationsrad (Modwheel), Anblasstärke (Breath Control) und
Fußschweller (Foot Control) stehen als Modulationsquelle immer zur Verfügung. Die frei
definierbaren Controller Control X…Z können ebenfalls als Modulationsquelle verwendet
werden. X…Z steht für eine beliebige Controller-Nummer 1…120. Benutzen Sie diese
Controller in den Modifiern und der Modulationsmatrix.
Veränderung von Sound-Parametern über Controller
Jeder wichtige Sound-Parameter besitzt einen zugeordneten MIDI-Controller, über den er
sich steuern läßt. Wird dieser Parameter am Gerät selbst geändert, so sendet der
MicroWave II/XT/XTk eine entsprechende Controller-Meldung über MIDI. Dies ist
besonders hilfreich, um Veränderungen, die in Echtzeit am Gerät gemacht werden, auf
einen Sequenzer aufzuzeichnen.
Alle Controller werden auf dem als Globalparameter vorgegebenen Basiskanal gesendet
und empfangen oder, falls in der Multi-Betriebsart, auf dem MIDI-Kanal des
entsprechenden Instruments. Eine Tabelle mit der Zuordnung der Controller-Nummern zu
den entsprechenden Sound-Parametern finden Sie im Anhang.
Tonhöhenbeugung durch Pitchbend
Der Pitchbend Range-Parameter der Oszillatoren bestimmt, in welchem Maße die
Tonhöhe des MicroWave II/XT/XTk über Pitchbend beeinflußt wird. Zusätzlich steht
Pitchbend als Modulationsquelle zur Verfügung.
Aftertouch und Poly Pressure
Aftertouch und polyphoner Aftertouch (Poly Pressure) stehen im MicroWave II/XT/XTk als
Modulationsquellen zur Verfügung. Sie lassen sich überall dort verwenden, wo auch
Controller-Meldungen akzeptiert werden.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
101
Systemexklusive Daten
Alle Parameter des MicroWave II/XT/XTk lassen sich über systemexklusive Daten steuern.
Im Anhang finden Sie eine detaillierte Beschreibung aller Befehle und Datenformate.
Systemexklusive Datenübertragung
Die systemexklusive Datenübertragung erlaubt das Senden und Empfangen des MicroWave
II/XT/XTk-Speicherinhalts über MIDI (Dump).
Senden systemexklusiver Daten
Durch das Aktivieren der Sendefunktion gibt der MicroWave II/XT/XTk seinen
Speicherinhalt über den MIDI Out-Anschluß � aus. Sie können diese Daten mit Hilfe eines
Sequenzers aufzeichenen und so archivieren.
☞
So aktivieren Sie die Sendefunktion:
1. Betätigen Sie die Shift-Taste 햽 und halten Sie sie gedrückt.
2. Betätigen Sie kurz die Utility-Taste 햺.
3. Lassen Sie die Shift-Taste 햽 wieder los.
4. In der Anzeige erscheint eine Seite, in der Sie die gewünschte Sendefunktion
auswählen können:
Dump
Dump Sound A001 Saw Repeat WMF ?
[confirm with <Shift-Utility>]
5. Verwenden Sie das Auswahlrad 햴, um die gewünschte Sendefunktion zu wählen:
• Die Option Sound sendet das aktuelle Sound-Programm. In der MultiBetriebsart wird das Sound-Programm des aktuell ausgewählten Instruments
gesendet.
• Die Option Multi sendet das aktuelle Multi-Programm. Die SoundProgramme, die den Instruments des Multis zugewiesen sind, werden nicht
übertragen. Diese Funktion ist nur in der Multi-Betriebsart verfügbar.
• Die Option Arrangement sendet das aktuelle Multi-Programm mit und alle
von den Instruments benutzen Sound-Programme. Verwenden Sie diese
Funktion zum Übertragen aller Einstellungen eines Multis. Diese Funktion ist
nur in der Multi-Betriebsart verfügbar.
• Die Option All Sounds sendet alle Sound-Programme des MicroWave
II/XT/XTk.
• Die Option All Multis sendet alle Multi-Programme des MicroWave
II/XT/XTk.
• Die Option All Wavetables & Waves sendet alle Wavetables und Waves.
• Die Option Global Parameters sendet slle Globalparameter.
• Die Option Everything sendet alle zuvor beschriebenen Dumps
nacheinander.
• Die Option Sound Controller Data sendet alle Parameter des gerade
ausgewählten Sounds, die einen zugeordneten MIDI Controller besitzen.
Dies ist in Zusammenhang mit einigen Editorprogrammen nützlich.
102
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
• Die Option System sendet das komplette Betriebssystem. Verwenden Sie
diese Funktion, um einen anderen MicroWave II/XT/XTk zu aktualisieren. Sie
können auch z.B. einen XT oder XTk mit einem MicroWave II aktualisieren
(oder jegliche andere Kombination), da alle Geräte intern die gleiche
Software verwenden. Weiterhin können Sie die Daten auch auf einen
Sequenzer aufzeichnen.
• Die Option Reorganize Memory strukturiert das Dateisystem neu. Sie sollten
diese Funktion aufrufen, bevor Sie eine größere Anzahl von Dumps an den
MicroWave senden.
6. Betätigen Sie erneut die Store-Taste 햻 bei gehaltener Utility-Taste 햺.
Detaillierte Informationen zu allen Befehlen und Datenformaten erhalten Sie im Anhang.
�
Abhängig von der gewählten Dump-Funktion kann der Sendevorgang einige Zeit in
Anspruch nehmen. Der MicroWave II/XT/XTk ist während dieser Zeit nicht
spielbereit.
Empfang systemexklusiver Daten
Zum Empfang systemexklusiver Daten über MIDI muß am MicroWave II/XT/XTk kein
gesonderter Empfangsmodus aktiviert werden. Vor dem Auslösen des
Übertragungsvorganges sollten Sie jedoch einige Vorkehrungen treffen:
• Prüfen Sie die Einstellung des Parameters Device ID. Eine Datenübertragung
kommt nur zustande, wenn die Einstellung am Sende- und Empfangsgerät korrekt
ist.
• Stellen Sie sicher, daß sich kein Programm des MicroWave II/XT/XTk im EditZustand befindet. Bei der Datenübertragung werden alle Editierpuffer gelöscht und
daher gehen alle nicht gesicherten Editierungen unwiderruflich verloren!
Nach Aktivieren des Dumps am Sendegerät empfängt der MicroWave II/XT/XTk die Daten
und lädt sie in seinen internen Speicher.
�
Wenn der MicroWave II/XT/XTk einen Dump mit der Device ID 127 empfängt, wird
dieser immer angenommen, unabhängig von der Einstellung des Globalsparameters
Device ID. Die Device ID 127 ist eine sogenannte „Broadcast ID“, die alle
angeschlossenen MicroWave II/XT/XTk anspricht. Der MicroWave II/XT/XTk kann
diese ID empfangen, jedoch nicht selbst aussenden, da sie ausschließlich spezieller
Computersoftware vorbehalten ist.
Ebenfalls wird eine Prüfsumme von 127 immer als gültig akzeptiert.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
103
Weitere Funktionen
Aktualisieren der Betriebssoftware
Der MicroWave II/XT/XTk bietet eine wartungsfreundliche Funktion, die es ermöglicht, die
interne Betriebssoftware ohne Austausch von Teilen zu aktualisieren.
Alle Software-Updates kommen in Form eines Standard MIDI Files, das von jedem
Sequenzer gelesen werden kann. Die schnellste Möglichkeit diese Datei zu erhalten ist
durch Herunterladen von unserer Internet Web-Seite mit mit Adresse
http://www.waldorf-gmbh.de/mw2/system.html.
Wenn Sie keinen Internet-Zugang besitzen, können Sie eine Diskettenkopie bei Ihrem
Händler erhalten.

☞
Der XTk benötigt Software-Version 2.1.8 oder neuer. Versuchen Sie auf gar keine
Fall eine ältere Version in das Gerät zu dumpen. Als Folge kann ein völliger
Datenverlust auftreten, nachdem der XTk nicht mehr funktionsfähig ist!
So aktualisieren Sie die Betriebssoftware des MicroWave II/XT/XTk:
1. Laden Sie das Standard MIDI File mit der Betriebssoftware in Ihren Sequenzer.
Lesen Sie dazu auch die Anleitung des Sequenzers.
2. Das MIDI File enthält eine einzige Spur mit mehreren systemexklusiven Daten.
Stellen Sie sicher, daß diese Spur dem MicroWave II/XT/XTk zugewiesen ist, damit
dieser die Daten empfangen kann.
3. Starten Sie den Sequenzer, sodaß die Daten an den MicroWave II/XT/XTk gesendet
werden.
4. Der MicroWave II/XT/XTk zeigt eine Meldung, die über den Update-Vorgang
informiert:
Receiving System Update...
5. Warten Sie bis der Vorgang abgeschlossen ist. Nach erfolgreichem Empfang aller
Daten erscheint die folgende Meldung:
Updating System...

Schalten Sie auf keinen Fall den MicroWave II/XT/XTk aus, während diese Meldung
erscheint. Als Folge kann ein völliger Datenverlust auftreten, nachdem der
MicroWave II/XT/XTk nicht mehr funktionsfähig ist!
6. Nach einigen Sekunden verschwindet die Meldung. Der MicroWave II/XT/XTk ist
nun wieder einsatzbereit.
�
104
Wenn der Update-Vorgang nicht erfolgreich verläuft, zeigt der MicroWave II/XT/XTk
eine Fehlermeldung. Starten Sie in diesem Fall einen erneuten Versuch. In einigen
Fällen kann es notwendig sein, die Tempo-Einstellung des Sequenzers zu reduzieren,
damit die Datenpakete langsamer gesendet werden. Deaktivieren sie das Senden von
MIDI Timecode und MIDI Clock.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Konvertieren von MicroWave-Programmen
Der MicroWave II/XT/XTk kann Sound- und Multi-Programme, die für den ersten
MicroWave erstellt wurden, verwenden. Eine eingebaute Konvertierungsfunktion erlaubt es,
diese Programme als MIDI Dump zu importieren.
Zur Zeit wird nur die Konvertierung von Single Sound-Programmen unterstützt.
Der MicroWave II/XT/XTk identifiziert die Daten durch die in den systemexklusiven Daten
enthaltene Modell-ID. Obwohl die Konvertierung automatisch verläuft, sollten Sie einige
Punkte beachten:
• Ein konviertiertes Programm klingt unter Umständen nicht exakt so wie im
Original-MicroWave. Da der erste MicroWave analoge Schaltkreise verwendet, die
eine gewisse Toleranz aufweisen, sind klangliche Unterschiede nicht völlig zu
vermeiden.
• Der MicroWave II/XT/XTk verwendet eine Modulationsmatrix mit 16 Einheiten.
Theoretisch kann ein „altes“ Programm mehr Modulationen benutzen, sodaß einige
Zuordnungen verloren gehen. In der Praxis ist diese Wahrscheinlichkeit jedoch
sehr gering.
• Die Filter-Hüllkurve des MicroWave II/XT/XTk besitzt keinen Delay-Parameter. Falls
ein importiertes Programm eine andere Einstellung als 0 für diesen Parameter
besitzt, parametriert der MicroWave II/XT/XTk den Delay-Modifier, um diese
Situation zu handhaben.
• Das konvertierte Programm wird zunächst in einem Editierpuffer festgehalten,
sodaß Sie es manuell speichern müssen.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
105
Anhang
Technische Daten
Modell
MicroWave II
MicroWave XT XTk
Maximalpegel:
+10dBm
+10dBm
+10dBm
Rauschabstand:
100dB
100dB
100dB
Frequenzgang:
5Hz…20kHz
5Hz…20kHz
5Hz…20kHz
Maximalpegel:
n/a
0dBm
0dBm
Dynamikbereich:
n/a
86dB
86dB
Frequenzgang:
n/a
5Hz…20kHz
5Hz…20kHz
Pedal:
n/a
n/a
0…5V
CV In:
n/a
n/a
0…5V
Vesorgungsspannung:
DC 12V
DC 12V
AC 100…240V
Max. Stromverbrauch:
1A
1A
1,2A
Max. Leistungsaufnahme:
12W
12W
30W
Breite:
483mm
483mm
830mm
Höhe:
89mm (2HE)
223mm (5HE)
115mm
Tiefe (inkl. Bedienelemente):
220mm
102mm
350mm
Gesamtgewicht:
3,4kg
4,5kg
11kg
Audioausgänge
Audioeingänge
CV-Eingänge
Stromversorgung
Abmessungen und Gewicht
106
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Zuordnung der MIDI Controller
Waldorf Microwave 2/XT/XTk Controller Number Assignment
Software release 2.28
Contr. No.
Range
Parameter
Value Range
1
2
0É127
Modulation wheel
0É127
0É127
Breath control
0É127
4
0É127
Foot controller
0É127
5
0É127
Glide Time
0É127
7
0É127
Channel Volume
0É127
10
0É127
Panning
left 64ÉcenterÉright 63
12
0É1
Chorus
0:off 1:on
13
0..127
FM Amount
0..127
14
0É127
Filter Env Attack
0É127
15
0É127
Filter Env Decay
0É127
16
0É127
Filter Env Sustain
0É127
17
0É127
Filter Env Release
0É127
18
0É127
Amp Env Attack
0É127
19
0É127
Amp Env Decay
0É127
20
0É127
Amp Env Sustain
0É127
21
0É127
Amp Env Release
0É127
22
0É3
Glide Type
0:portamento 1:fingered port.
2:glissando 3:fingered gliss.
23
0É1
Glide Mode
0:exp. 1:linear
24
0É127
LFO1 Rate
0É127
25
0É5
LFO1 Shape
0:sin 1:tri 2:square 3:saw 4:random
5:S&H
26
0É127
LFO2 Rate
0É127
27
0É127
LFO2 Delay
0:off 1:retrigger 2É127:1É126
28
0É5
LFO2 Shape
0:sin 1:tri 2:square 3:saw 4:random
5:S&H
29
0É2
Filter Env Trigger
0:normal 1:single 2:retrigger
30
0É127
LFO1 Delay
0:off 1:retrigger 2É127:1É126
31
0É2
Amp Env Trigger
0:normal 1:single 2:retrigger
32
0É1
Bank Select
0:Bank A 1:Bank B
33
0É8
Osc 1 Octave
-4É+4
34
0É24
Osc 1 Semitone
-12É+12
35
0É127
Osc 1 Detune
-64É+63
36
0É121
Osc 1 Pitchbend Scale
0É120:semitones 121:harmonic
122:global
37
0É127
Osc 1 Keytrack
-100%É+200%
38
0É8
Osc 2 Octave
-4É+4
39
0É24
Osc 2 Semitone
-12É+12
40
0É127
Osc 2 Detune
-64É+63
41
0É1
Osc 2 Sync
0:off 1:on
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
107
108
42
0É121
Osc 2 Pitchbend Scale
0É120:semitones 121:harmonic
122:global
43
0É127
Osc 2 Keytrack
-100%É+200%
44
0É1
Osc 2 Link
0:off 1:on
45
0É127
Wave 1 Level
0É127
46
0É127
Wave 2 Level
0É127
47
0É127
RingMod Level
0É127
48
0É127
Noise Level
0É127
50
0É127
Filter 1 Cutoff
0É127
51
0É127
Filter 1 Keytrack
-200%É+197%
52
0É127
Filter 1 Env Amount
-64É+63
53
0É127
Filter 1 Env Velocity
-64É+63
54
0É5
Filter 1 Type
0:24dB LP 1:12dB LP
3:12dB BP 4:12dB HP
6:Waveshaper 7:Dual
9:S&H->L12dB
55
0É127
Amp Keytrack
-200%É+197%
56
0É127
Filter 1 Resonance
0É127
57
0É127
Amp Volume
0É127
58
0É127
Amp Env Velocity
-64É+63
0É127
60
0É127
Filter 2 Cutoff
61
0É1
Filter 2 Type
0:6dB LP
62
0É127
Filter 2 Keytrack
-200%É+197%
64
0É127
Sustain Switch
0É127
65
0É127
Glide on/off
0É127
70
0É127
Wavetable
Wavetable 001É128
71
0É63
Wave 1 Startwave
00É60
72
0É127
Wave 1 Phase
0:free 1É127:3¡ É357¡
73
0É127
Wave 1 Env Amnt.
-64É+63
74
0É127
Wave 1 Env Vel. Amnt.
-64É+63
75
0É127
Wave 1 Keytrack
-200%É+197%
76
0É1
Wave 1 Limit
0:off 1:on
77
0É63
Wave 2 Startwave
00É60
78
0É127
Wave 2 Phase
0:free 1É127:3¡ É357¡
79
0É127
Wave 2 Env Amnt.
-64É+63
-64É+63
2:24dB BP
5:Sin(X)>LP
8:FM-Filter
1:6dB HP
61:triangle 62:square 63:saw
61:triangle 62:square 63:saw
80
0É127
Wave 2 Env Vel. Amnt.
81
0É127
Wave 2 Keytrack
-200%É+197%
82
0É1
Wave 2 Limit
0:off 1:on
83
0É1
Wave 2 Link
0:off 1:on
85
0É127
Free Env Time 1
0É127
86
0É127
Free Env Level 1
-64É+63
87
0É127
Free Env Time 2
0É127
88
0É127
Free Env Level 2
-64É+63
89
0É127
Free Env Time 3
0É127
90
0É127
Free Env Level 3
-64É+63
91
0É127
Free Env Release Time
0É127
92
0É127
Free Env Release Level
-64É+63
93
0É2
Free Env Trigger
0:normal 1:single 2:retrigger
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
94
95
0..127
Mod 1 Amount
-64..+63
0..127
Mod 2 Amount
102
0É2
Arp Active
103
0É9
Arp Range
1É10 Octaves
104
0É15
Arp Clock
1/1É1/32
105
0É127
Arp Tempo
0:external 1É127:50É300BPM
106
0É3
Arp Direction
0:up 1:down 2:alternate 3:random
107
0É16
Arp Pattern
0:off 1:user 2É16:Pattern 1É15
108
0É3
Arp Note Order
0:by note 1:note rev 2:as played
3:reversed
109
0É1
Arp Velocity
0:root note 1:last note
110
0É1
Arp Reset
0:off 1:on
111
0É15
Arp Pattern Length
1É16
112
0É3
LFO 1 Sync
0:off 1:on 3:Clock
113
0É127
LFO 1 Symmetry
-64É+63
114
0É127
LFO 1 Humanize
0É127
115
0É3
LFO 2 Sync
0:off 1:on 3:Clock
116
0É127
LFO 2 Symmetry
-64É+63
117
0É127
LFO 2 Humanize
0É127
118
0É127
LFO 2 Phase
0:free 1É127:3¡ É357¡
120
0
All Sound Off
121
0
Reset All Controllers
123
0
All notes off
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
-64..+63
0:off 1:on 2:hold
109
Systemexklusives Datenformat
See ftp://ftp.waldorf-gmbh.de
/pub/waldorf/microwave2/doc/mw2_sysex.txt
-----------------------------------------------------Waldorf Microwave 2 System Exclusive Specifications,
Software release 2.28
Changes from 2.01 to 2.09 marked with !!
Changes from 2.09 to 2.16 marked with !!!
If you find any documemtation bug herein, please mail
it to
bugs@waldorf-gmbh.de
1. General
******************************************************
**************
Sys-Ex dumps and requests will always be in the
following form:
F0h IDW DEV IDM LOC --------Data--------- CHKSUM F7h
where
h
IDW
IDE
DEV
IDM
LOC
Data
CHKSUM
:
:
:
:
:
:
:
:
Hex
Waldorf MIDI ID = 3Eh
Equipment ID = 0Eh for MicroWave 2
Device number, 00h to 7Eh, 7Fh = broadcast
Message ID
Location
whatever data bytes, 00h to 7Fh
Sum of all databytes truncated to 7 bits.
The addition is done in 8 bit format, the
result is masked to 7 bits (00h to 7Fh). A
checksum of 7Fh is
always accepted as valid.
IMPORTANT: the MIDI status-bytes as well
as the ID's are not used for computing the
checksum. If there are no data-bytes in
the message (simple request), the checksum
will always be 00h.
******************************************************
| Dump (xxxD = 1x)
| | Parameter Change (xxxP = 2x)
| | | Store (xxxS = 3x)
| | | | Recall (xxxL = 4x)
| | | | | Compare (xxxC = 5x)
| | | | | | Data Type
-------------------------------------------------00 10 20
SNDx x0
Sound
01 11
MULX x1
Multi
02 12
WAVx x2
Wave
03 13
WCTx x3
Wavetable
04 14 24
GLBx x4
Global Parameters
05 15 25
45
DISx x5
Display
26
RMTx x6
Button / Dial remote
07 17
MODx x7
Mode !!!
--------------------------------------------------
So follwing valid IDM exist:
Label
Value
Description
-------------------------------------------------SNDR
00h
Sound Request
SNDD
10h
Sound Dump
SNDP
20h
Sound Parameter Change
MULR
01h
Multi Request
MULD
11h
Multi Dump
WAVR
02h
Wave Request
WAVD
12h
Wave Dump
WCTR
03h
Wave Control Table Request
WCTD
13h
Wave Control Table Dump
GLBR
14h
Global Parameter Request
GLBD
14h
Global Parameter Dump
DISR
05h
Display Request
DISD
15h
Display Dump
DISP
25h
Display Parameter Change
DISL
45h
Display Recall
RMTD
26h
Remote Dump
MODR
07h
Mode Request
MODD
17h
Mode Dump
-------------------------------------------------******************************************************
2. Details
1.1 Message IDs (IDM)
******************************************************
Message IDs (IDM) are organized in a matrix where the
row defines the data type and the column identifies
the type of dump. The data type is coded in the four
least significant bits of the IDM. Following data
types are currently defined:
2.11 SNDR
******************************************************
SNDR
00h
Sound Request
Label
Value
Description
-------------------------------------------------SNDx
x0h
Sound data type
MULx
x1h
Multi data type
WAVx
x2h
Wave data type
WCTx
x3h
Wave control table data type
GLBx
x4h
Global Parameters
DISx
x5h
Display
RMTx
x6h
Remote control
MODx
x7h
Mode (sound/Multimode)
INFx
x8h
Information
--------------------------------------------------
BB NN
Location
-----------------------------------------------00 00 .. 00 7F Locations A001..A128
01 00 .. 01 7F Locations B001..B128
10 00
All Sounds
20 00
Sound Mode Edit Buffer
30 00 .. 30 07 Multi Instrument Edit Buffers
------------------------------------------------
The dump type is coded in the upper three bits of IDM,
note that bit seven cannot be used. Following dump
types are currently defined:
Label
Value
Description
-------------------------------------------------xxxR
0xh
Request
xxxD
1xh
Dump
xxxP
2xh
Parameter Change
xxxS
3xh
Store command
xxxL
4xh
Recall Command
xxxC
5xh
Compare command
--------------------------------------------------
Upon reception of a valid sound request the MW2 will
dump the selected Sound(s). The location is given in
two bytes with following conventions:
So the full format of a SNDR Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
00h
here SNDR (Sound
request)
5
BB
see Text
Location
6
NN
see Text
Location
7
XSUM
(BB+NN)&7Fh
Checksum
8
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
Not all combinations of dump types and data types are
currently supported, only those given below:
Request (xxxR = 0x)
110
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
2.12 SNDD
******************************************************
SNDD
10h
Sound Dump
A sound dump is used to transfer sound data from and
to the Microwave 2. The location is given in two bytes
with following conventions:
BB NN
Location
-----------------------------------------------00 00 .. 00 7F Locations A001..A128
01 00 .. 01 7F Locations B001..B128
10 00
All Sounds
20 00
Sound Mode Edit Buffer
30 00 .. 30 07 Multi Instrument Edit Buffers
-----------------------------------------------So the full format of a SNDD Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
10h
here SNDD (Sound
Dump)
5
BB
see above Location
6
NN
see above Location
7-262
SDATA
see 3.1
Sound data
263
XSUM
(BB+NN+SDATA)&7Fh Checksum
264
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------Or in case of All Sounds Dump:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
10h
here SNDD (Sound
Dump)
5
BB
see above Location
6
NN
see above Location
7-65542 SDATA[256]
see 3.1
256 times Sound data
from A001 to B128
65543
XSUM
(BB+NN+SDATA)&7Fh Checksum
65544
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
0
1
EXC
IDW
F0h
3Eh
2
3
4
IDE
DEV
IDM
0Eh
20h
Marks Start of SysEx
Waldorf Electronics
GmbH ID
Microwave 2 ID
Device ID
here SNDP (Sound
Parameter change)
5
LL
see above Location
6
HH
see above Parameter index high bit
7
PP
see above Parameter index
8
XX
see 3.1
New Parameter value
9
EOX
F7h
End of Exclusive
-----------------------------------------------------Note that the checksum is omitted here.
******************************************************
2.21 MULR
******************************************************
MULR
11h
Multi Request
Upon reception of a valid multi request the MW2 will
dump the selected Multi(s). The location is given in
two bytes with following conventions:
BB NN
Location
-----------------------------------------------00 00 .. 00 7F
Locations 001..128
10 00
All Multis
20 00
Edit Buffer
-----------------------------------------------So the full format of a MULR Dump is:
Index
Label
Value
Description
---------------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
01h
here MULR (Multi
request)
5
BB
see Text
Location
6
NN
see Text
Location
7
XSUM
(BB+NN)&7Fh
Checksum
8
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.22 MULD
******************************************************
MULD
21h
Multi Dump
2.13 SNDP
******************************************************
SNDP
20h
Sound Parameter Change
A multi dump is used to transfer multi data from and
to the Microwave 2. The location is given in two bytes
with following conventions:
Upon reception of a valid Sound Parameter Change dump,
the specified parameter will change its value
immediately according to the given value. The ocation
is given in one byte with following conventions:
BB NN
Location
-----------------------------------------------00 00 .. 00 7F
Locations 001..128
10 00
All Multis
20 00
Edit Buffer
------------------------------------------------
LL
Location
-----------------------------------------------00h
Sound Mode Edit Buffer or...
00h..07h
Multi Mode Instrument 1..8 sound
buffer
-----------------------------------------------The Parameter index is given in two bytes:
HH PP
Parameter index
-----------------------------------------------00h 00..7Fh
Parameters with indices 0 to 127
01h 00..7Fh
Parameters with indices 0 to 127
-----------------------------------------------See 3.1 for a detailed list of parameters and indices.
So the actual Format is:
Index
Label
Value
Description
------------------------------------------------------
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
So the full format of a MULD Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
11h
here MULD (Multi
Dump)
5
BB
see above
Location
6
NN
see above
Location
7-38
MDATA
see 3.2
Multi data
39-66
IDATA
see 3.3
Instrument #1 data
67-94
IDATA
see 3.3
Instrument #2 data
95-122 IDATA
see 3.3
Instrument #3 data
123-150 IDATA
see 3.3
Instrument #4 data
151-178 IDATA
see 3.3
Instrument #5 data
111
179-206 IDATA
see 3.3
Instrument #6 data
207-234 IDATA
see 3.3
Instrument #7 data
235-262 IDATA
see 3.3
Instrument #8 data
263
XSUM
(BB+NN+DATA)&7Fh Checksum
264
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.23 MULP
******************************************************
MULP
20h
Multi Parameter Change
Upon reception of a valid Multi Parameter Change dump,
the specified parameter will change its value
immediately according to the given value. In Sound
Mode, all MULP messages will be ignored. The location
is given in one byte with following conventions:
LL
Location
-----------------------------------------------20h
Multi Edit Buffer
01h..07h
Multi Mode Instrument 1..8 buffer
-----------------------------------------------The Parameter index is given in one byte:
PP
Parameter index
-----------------------------------------------00..1Fh Parameters with indices 0 to 31
-----------------------------------------------See 3.2 for a detailed list of Multi parameters and
indices, or 3.3 for a detailed list of Instrument
parameters and indices.
The actual Format is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
21h
here MULP (Sound
Parameter change)
5
LL
see above Location
7
PP
see above Parameter index
8
XX
see 3.2/3.3
New Parameter value
9
EOX
F7h
End of Exclusive
-----------------------------------------------------******************************************************
2.31 WAVR
******************************************************
WAVR
02h
Wave Request
Upon reception of a valid wave request the MW2 will
dump the selected Wave. The location is given in two
bytes with following conventions:
HH LL
Location
-----------------------------------------------00 00 .. 00 7F
ROM Waves 000..127
01 00 .. 01 7F
ROM Waves 128..255
01 00 .. 01 2B
ROM Waves 256..299
07 68 .. 07 7F
User Waves 1000..1023
08 00 .. 08 7F
User Waves 1024..10151
09 00 .. 09 61
User Waves 1152..1249
-----------------------------------------------So the full format of a WAVR Request is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
02h
here WAVR (Wave
request)
5
HH
see Text
Location
6
LL
see Text
Location
7
XSUM
(HH+LL)&7Fh
Checksum
8
EOX
F7h
End of SysEx
112
-----------------------------------------------------******************************************************
2.32 WAVD
******************************************************
WAVD
12h
Wave Dump
A wave dump is used to transfer wave data from and to
the Microwave 2. The location is given in two bytes
with following conventions:
HH LL
Location
-----------------------------------------------00 00 .. 00 7F
ROM Waves 000..127
01 00 .. 01 7F
ROM Waves 128..255
02 00 .. 02 2B
ROM Waves 256..299
07 68 .. 07 7F
User Waves 1000..1023
08 00 .. 08 7F
User Waves 1024..10151
09 00 .. 09 61
User Waves 1152..1249
------------------------------------------------
So the full format of a WAVD Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
12h
here WAVD (Wave
Dump)
5
HH
see above Location
6
LL
see above Location
7-134
WDATA
see 3.4
Wave data
135
XSUM
(HH+LL+WDATA)&7Fh Checksum
136
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.41 WCTR
******************************************************
WCTR
03h
Wave Control Table Request
Upon reception of a valid wave control table request,
the MW2 will dump the selected Table. The location is
given in two bytes with following conventions:
HH LL
Location
----------------------------------------------------00 00 .. 00 7F Control Table of Wavetables 001..128
----------------------------------------------------Note that some Wavetables are generated
algorithmically and have no control table, an attempt
to request such a table will fail.
The full format of a WCTR Request is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
03h
here WCTR (Wavetable
request)
5
HH
see Text
Location
6
LL
see Text
Location
7
XSUM
(HH+LL)&7Fh
Checksum
8
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.42 WCTD
******************************************************
**************
WAVD
13h
Wave ControlDump
A Control Table dump is used to transfer Wavetable
Control Table data from and to the Microwave 2. The
location is given in two bytes with following
conventions:
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
HH LL
Location
---------------------------------------------------00 00 .. 00 7F Control Table of Wavetables 001..128
---------------------------------------------------Note that only Wavetables 96 to 128 are User
Wavetables, an attempt to overwrite a wavetable
outside this range will fail.
The full format of a WAVD Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
13h
here WCTD (Wavetable
Dump)
5
HH
see above Location
6
LL
see above Location
7-262
WCTDATA see 3.5
Wave control table
263
XSUM
(HH+LL+WCTDATA)&7Fh Checksum
264
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.51 GLBR
******************************************************
WCTR
04h
Global Parameter Request
See 3.6 for a detailed list of parameters and indices.
The actual Format is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
24h
here GLBP (Global
Parameter change)
5
PP
see above Parameter index
6
XX
see 3.1
New Parameter value
7
EOX
F7h
End of Exclusive
-----------------------------------------------------Note that the checksum is omitted here.
******************************************************
2.61 DISR
******************************************************
DISR
05h
Display Request
Upon reception of a valid Display Request request, the
MW2 will dump the contents of the LCD. No location is
given.
The full format of a DISR Request is:
Upon reception of a valid Global Parameter request,
the MW2 will dump the Global Parameters. No location
is given.
The full format of a GLBR Request is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
04h
here GLBR (Global
Parameter request)
7
XSUM
0
Checksum
8
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.52 GLBD
******************************************************
GLBD
14h
Global Parameter Dump
A Global Parameter dump is used to transfer Global
Parameter date from and to the Microwave 2.
The full format of a GLBD Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
14h
here GLBD (Global
Parameter Dump)
5-36
GDATA
see 3.6
Global Parameter
Data
37
XSUM
GDATA&7Fh
Checksum
38
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.53 GLBP
******************************************************
GLBP
24h
Global Parameter Change
Upon reception of a valid Global Parameter Change
dump, the specified parameter will change its value
immediately according to the given value.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
05h
here DISR (LCD
request)
7
XSUM
0
Checksum
8
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.62 DISD
******************************************************
DISR
15h
Display Dump
A Display Dump message is used to transfer LCD
contents from and to the Microwave 2.
The full format of a DISD Request is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
15h
here DISD (LCD dump)
5-84
LCDDATA ASCII
Upper and lower row
of LCD
85
LEDDATA
LEDs Bitmask:
01: MIDI
02: Column #1
04: Column #2
08: Column #3
10: Column #4
20: Column #5
40: Play
86
XSUM
0
Checksum
87
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.63 DISP
******************************************************
DISP
25h
LCD Parameter change
A LCD Parameter Change is used to change a single
character in the LCD of the the Microwave 2.
113
The full format of a DISP Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
25h
here DISP (LCD
Parameter change)
5
LOC
0-79
Index of character
in LCD
6
CHAR
ASCII
New character
7
XSUM
(LOC+CHAR)&7Fh
Checksum
8
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.64 DISL
******************************************************
DISL
45h
LCD Recall
Upon receprion of a Display Recall message, the LCD
and the LEDs will be updated in order to discard a
possibly previously dumped LCD content.
The full format of a DISL Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
45h
here DISL (LCD
Recall)
5
XSUM
0
Checksum
6
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.71 RMTP
******************************************************
RMTP
26h
Remote Control Parameter Change
The remote control Parameter change is used to
remotely control the encoders and buttons of the
Microwave 2. Operation might still introduce bugs.
The Element to move is coded in one byte:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
26h
here RMTP
5
UU
see text
Element
6
MM
see text
Simulated movement
7
XSUM
(UU+MM)&7Fh
Checksum
8
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.81 MODR
******************************************************
MODR
07h
Mode Request
The full format of a MODR Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
07h
here MODR
5
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
2.82 MODD
******************************************************
MODD
17h
Mode Dump
The full format of a MODD Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
17h
here MODD
5
Mode
0-1
0: Sound 1:Multi
6
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
UU
Element
-----------------------------------------------00
Encoder #1
(left)
01
Encoder #2
02
Encoder #3
03
Encoder #4
04
Encoder #5
(big red one)
05
Play/Shift button
06
Soundpar #1/Store button
07
Soundpar #2/Recall button
08
Soundpar #3/Compare button
09
Multipar/Undo button
0A
Global/Utility button
0B
Power button
------------------------------------------------
Annother byte defines the movement to be simulated:
MM
Encoder
Button
-----------------------------------------------00
encoder left turn -64
released
01
encoder left turn -63
pressed
2-63
encoder left by MM
pressed
64
no encoder move
pressed
65
encoder right by one
pressed
66-127
encoder right by MM
pressed
------------------------------------------------
The full format of a RMTP Dump is:
114
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
3. Data Formats
3.1 SDATA - Sound Data
******************************************************
Note: All Parameters marked as "reserved" should be
set to 0 for future compatibility.
Index
Range
Value
Parameter
-----------------------------------------------------0
0-1
1
Sound Format Version,
currently 1, Format 0 is
unpublished
1
16-112 -4...+4
Osc 1 Octave in
Steps of 12
2
52-76
-12..+12
Osc 1 Semitone
3
0-127
-64..+64
Osc 1 Detune
4
reserved
5
0-122
0-120,harmonic,
global
Osc 1 Pitch Bend
Range
6
0-76
-100%..+200%
Osc 1 Keytrack
7
0-127
Osc 1 FM Amount !!
8
reserved
9
reserved
10
reserved
11
reserved
12
16-112 -4...+4
Osc 2 Octave in
Steps of 12
13
52-76
-12..+12
Osc 2 Semitone
14
0-127
-64..+64
Osc 2 Detune
15
reserved
16
0-1
off/on
Osc 2 Sync
17
0-122
0-120,hm.,gl.
Osc 2 Pitch Bend
Range
18
0-76
-100%..+200%
Osc 2 Keytrack
19
0-1
off/on
Osc 2 Link
20
reserved
21
reserved
22
reserved
23
reserved
24
reserved
25
0-127
0..127
Wavetable
26
0-63
0..60,tri,sqr,
saw
Wave 1 Startwave
27
0-127
free, 3-257 deg. Wave 1 Start Phase
28
0-127
-64..+64
Wave 1 Envelope
Amount
29
0-127
-64..+64
Wave 1 Envelope
Velocity Amount
30
0-127
-200%...+197%
Wave 1 Keytrack
31
0-1
off/on
Wave 1 Limit
32
reserved
33
reserved
34
reserved
35
reserved
36
0-63
0..60,tri,sqr,
saw
Wave 2 Startwave
37
0-127
free,3-257 deg.
Wave 2 Start Phase
38
0-127
-64..+64
Wave 2 Envelope
Amount
39
0-127
-64..+64
Wave 2 Envelope
Velocity Amount
40
0-127
-200%...+197%
Wave 2 Keytrack
41
0-1
off/on
Wave 2 Limit
42
0-1
off/on
Wave 2 Link
43
reserved
44
reserved
45
reserved
46
reserved
47
0-127
0..127
Mix Wave 1
48
0-127
0..127
Mix Wave 2
49
0-127
0..127
Mix Ringmod
50
0-127
0..127
Mix Noise
51
0-127
0..127
Mix External [XT
only] !!
52
reserved
53
0-5
off,1-5
Aliasing
54
0-5
off,1-5
Time Quantization
55
0-1
saturate/overfl. Clipping
56
reserved
57
0-1
off/on
Accuracy !!
58
0-82
see List 3.11
Play Param. #1 !!
59
0-82
see List 3.11
Play Param. #2 !!
60
0-82
see List 3.11
Play Param. #3 !!
61
0-82
see List 3.11
Play Param. #4 !!
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
62
63
64
65
66
0-127
0-127
0-9
0-127
0-127
0..127
0..127
see List 3.15
-200%..+197%
-64..+63
67
0-127
-64..+63
68
69
70
reserved
reserved
0-127
Context Sens.
71
72
73
74
75
76
reserved
reserved
0-127
0..127
0-1
6dB LP,6dB HP
0-127
-200%..+197%
0-7[MW2] 0-35[XT]
77
78
79
0-127
0..127
reserved
0-127
-64..+63
80
81
82
83
84
0-127
0-127
0-1
0-127
0-127
85
86
87
88
0-127
0-127
0-1
0-3
89
90
91
92
93
94
95
96
97
0-1
0-127
reserved
0-2
off,on,hold
1-127
extern,50-300BpM
0-15
1/1..1/32
1-10
1..10
0..16
off,user,1..15
0-3
up,dn,alt,rand.
98
0-3
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
0-1
-200%..+197%
off/on
left 64-centerright 63
-200%..+197%
off/on
porta,gliss,
fp.,fg.
exp./linear
0..127
note,n.rev,
played,p.rev
Filter 1
Filter 1
Filter 1
Filter 1
Filter 1
Amount
Filter 1
Velocity
Cutoff
Resonance
Type !!
Keytrack
Envelope
Envelope
Amount
Filter 1 Special
Parameter !!
Filter 2 Cutoff
Filter 2 Typ
Filter 2 Keytrack
Effect Type (still
subject to Change)
!!
Amplifier Volume
Amplifier Envelope
Velocity Amount
Amplifier Keytrack
Effect Param. #1 !!
Chorus !!
Effect Param. #2 !!
Panning
Panning Keytrack
Effect Param. #3 !!
Glide Active
Glide Type
Glide Mode
Glide Time
Arpeggiator
Arpeggiator
Arpeggiator
Arpeggiator
Arpeggiator
Arpeggiator
Direction
Active
Tempo
Clock
Range
Pattern
Arpeggiator Note
Order
root note/
last note
off/on
Arpeggiator Velocity
Arpeggiator Reset on
Pattern Start
0-15
1..16
Arpeggiator User
Pattern Length
0-15
----,---*,--*-,--**
Arpeggiator
User Pattern
Pos 1-4
0-15
-*--,-*-*,-**-,-***
Arpeggiator
User Pattern
Pos 5-8
0-15
*---,*--*,*-*-,*-**
Arpeggiator
User Pattern
Pos 9-12
0-15
**--,**-*,***-,****
Arpeggiator
User Pattern
Pos 13-16
reserved
reserved
0-1
Poly/Mono Allocation Mode
0-2
normal/dual/
unisono
Assignment
0-127
0..127
Detune
reserved
0-127
De-Pan !!
0-127
0..127
Filter Env Attack
0-127
0..127
Filter Env Decay
0-127
0..127
Filter Env Sustain
0-127
0..127
Filter Env Release
0-2
normal,single,
retrigger
Filter Env Trigger
reserved
0-127
0..127
Amplifier Env Attack
0-127
0..127
Amplifier Env Decay
0-127
0..127
Amplifier Env
Sustain
0-127
0..127
Amplifier Env
0-1
115
Release
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
0-2
normal,single,
retrigger
142
143
reserved
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-127
0..127
0-2
normal,single,
retrigger
0-1
off/on
0-7
1..8
144
145
146
0-7
0-1
0-7
1..8
off/on
1..8
147
0-7
1..8
148
149
150
151
152
153
154
155
reserved
0-127
0..127
0-127
-64..+63
0-127
0..127
0-127
-64..+63
0-127
0..127
0-127
-64..+63
0-127
0..127
156
0-127
-64..+63
157
0-2
normal,single,
retrigger
158
159
168
169
170
171
172
173
174
reserved
0-127
0..127
(or Notation)
0-5
sin,tri,sqr,saw,
rnd,S&H
0-127
0..127
0-3
off/on/on/Clock
0-127
-64..+63
0-127
0..127
reserved
0-127
0..127
(or notation)
0-5
sin,tri,sqr,saw,
rnd,S&H
0-127
0..127
0-3
off/on/on/Clock
0-127
-64..+63
0-127
0..127
0-127
free,3-357 deg.
reserved
0-31
see List 3.12
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
0-127
0-31
0-31
0-15
0-127
0-31
0-31
0-15
0-127
0-31
0-31
0-15
0-127
0-31
0-31
0-15
0-127
0-31
0-127
160
161
162
163
164
165
166
167
116
0..127
see List
see List
see List
0..127
see List
see List
see List
0..127
see List
see List
see List
0..127
see List
see List
see List
0..127
see List
-64..+63
3.12
3.12
3.14
3.12
3.12
3.14
3.12
3.12
3.14
3.12
3.12
3.14
3.12
Amplifier Env
Trigger
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Wave
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Env
Time
Level
Time
Level
Time
Level
Time
Level
Time
Level
Time
Level
Time
Level
Time
Level
1
1
2
2
3
3
4
4
5
5
6
6
7
7
8
8
Wave Env
Wave Key
Wave Key
Start
Wave Key
Wave Key
Wave Key
Start
Wave Key
End
Trigger
On Loop
On Loop
Free Env
Free Env
Free Env
Free Env
Free Env
Free Env
Free Env
Time
Free Env
Level
Time 1
Level 1
Time 2
Level 2
Time 3
Level 3
Release
On Loop End
Off Loop
Off Loop
Off Loop
Release
Free Env Trigger
LFO 1 Rate !!
LFO
LFO
LFO
LFO
LFO
1
1
1
1
1
Shape
Delay
Sync !!
Symmetry
Humanize
LFO 2 Rate !!
LFO
LFO
LFO
LFO
LFO
LFO
2
2
2
2
2
2
Shape
Delay
Sync !!
Symmetry
Humanize
Phase
Modifier Delay
Source
Modifier Delay Time
Modifier 1 Source 1
Modifier 1 Source 2
Modifier 1 Type
Modifier 1 Param.
Modifier 2 Source 1
Modifier 2 Source 2
Modifier 2 Type
Modifier 2 Param.
Modifier 3 Source 1
Modifier 3 Source 2
Modifier 3 Type
Modifier 3 Param.
Modifier 3 Source 1
Modifier 3 Source 2
Modifier 3 Type
Modifier 3 Param.
Mod 1 Source
Mod 1 Amount
194
0-33
see List 3.13
Mod 1 Destination
195
0-31
see List 3.12
Mod 2 Source
196
0-127
-64..+63
Mod 2 Amount
197
0-33
see List 3.13
Mod 2 Destination
198
0-31
see List 3.12
Mod 3 Source
199
0-127
-64..+63
Mod 3 Amount
200
0-33
see List 3.13
Mod 3 Destination
201
0-31
see List 3.12
Mod 4 Source
202
0-127
-64..+63
Mod 4 Amount
203
0-33
see List 3.13
Mod 4 Destination
204
0-31
see List 3.12
Mod 5 Source
205
0-127
-64..+63
Mod 5 Amount
206
0-33
see List 3.13
Mod 5 Destination
207
0-31
see List 3.12
Mod 6 Source
208
0-127
-64..+63
Mod 6 Amount
209
0-33
see List 3.13
Mod 6 Destination
210
0-31
see List 3.12
Mod 7 Source
211
0-127
-64..+63
Mod 7 Amount
212
0-33
see List 3.13
Mod 7 Destination
213
0-31
see List 3.12
Mod 8 Source
214
0-127
-64..+63
Mod 8 Amount
215
0-33
see List 3.13
Mod 8 Destination
216
0-31
see List 3.12
Mod 9 Source
217
0-127
-64..+63
Mod 9 Amount
218
0-33
see List 3.13
Mod 9 Destination
219
0-31
see List 3.12
Mod 10 Source
220
0-127
-64..+63
Mod 10 Amount
221
0-33
see List 3.13
Mod 10 Destination
222
0-31
see List 3.12
Mod 11 Source
223
0-127
-64..+63
Mod 11 Amount
224
0-33
see List 3.13
Mod 11 Destination
225
0-31
see List 3.12
Mod 12 Source
226
0-127
-64..+63
Mod 12 Amount
227
0-33
see List 3.13
Mod 12 Destination
228
0-31
see List 3.12
Mod 13 Source
229
0-127
-64..+63
Mod 13 Amount
230
0-33
see List 3.13
Mod 13 Destination
231
0-31
see List 3.12
Mod 14 Source
232
0-127
-64..+63
Mod 14 Amount
233
0-33
see List 3.13
Mod 14 Destination
234
0-31
see List 3.12
Mod 15 Source
235
0-127
-64..+63
Mod 15 Amount
236
0-33
see List 3.13
Mod 15 Destination
237
0-31
see List 3.12
Mod 16 Source
238
0-127
-64..+63
Mod 16 Amount
239
0-33
see List 3.13
Mod 16 Destination
240
32-127 ASCII
Name 1
241
32-127 ASCII
Name 2
242
32-127 ASCII
Name 3
243
32-127 ASCII
Name 4
244
32-127 ASCII
Name 5
245
32-127 ASCII
Name 6
246
32-127 ASCII
Name 7
247
32-127 ASCII
Name 8
248
32-127 ASCII
Name 9
249
32-127 ASCII
Name 10
250
32-127 ASCII
Name 11
251
32-127 ASCII
Name 12
252
32-127 ASCII
Name 13
253
32-127 ASCII
Name 14
254
32-127 ASCII
Name 15
255
32-127 ASCII
Name 16
******************************************************
3.11 Play Parameters
******************************************************
Value
Index
Parameter
-----------------------------------------------------0
1
Osc 1 Octave
1
2
Osc 1 Semitone
2
3
Osc 1 Detune
3
5
Osc 1 Pitchbend
4
6
Osc 1 Keytrack
5
12
Osc 2 Octave
6
13
Osc 2 Semitone
7
14
Osc 2 Detune
8
17
Osc 2 Pitchbend
9
18
Osc 2 Keytrack
10
25
Wavetable
11
26
Wave 1 Startwave
12
27
Wave 1 Phase
13
28
Wave 1 Env Amount
14
29
Wave 1 Velo Amount
15
30
Wave 1 Keytrack
16
36
Wave 2 Startwave
17
37
Wave 2 Phase
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
38
39
40
47
48
49
50
53
54
55
62
63
64
65
66
67
73
74
75
77
79
80
81
84
85
87
88
92
93
94
95
96
97
98
99
108
109
113
114
115
116
119
120
121
122
159
160
161
162
163
164
166
167
168
169
170
171
172
7
70
90
-----
Wave 2 Env Amount
Wave 2 Velo Amount
Wave 2 Keytrack
Mix Wave 1
Mix Wave 2
Mix Ringmod
Mix Noise
Aliasing
Quantize
Clipping
Filter 1 Cutoff
Filter 1 Resonance
Filter 1 Type
Filter 1 Keytrack
Filter 1 Env Amount
Filter 1 Velo Amount
Filter 2 Cutoff
Filter 2 Type
Filter 2 Keytrack
Sound Volume
Amp Envelope Velo Amount
Amplifier Keytrack
Chorus
Panning
Pan Keytrack
Glide on/off
Glide Type
Arpeggiator on/off/hold
Arp Tempo
Arp Clock
Arp Range
Arp Pattern
Arp Direction
Arp Note Order
Arp Velocity
Allocation
Assignment
Filter Env Attack
Filter Env Decay
Filter Env Sustain
Filter Env Release
Amlifier Env Attack
Amlifier Env Decay
Amplifier Env Sustain
Amplifier Env Release
LFO1 Rate
LFO1 Shape
LFO1 Delay
LFO1 Sync
LFO1 Symmetry
LFO1 Humanize
LFO2 Rate
LFO2 Shape
LFO2 Delay
LFO2 Sync
LFO2 Symmetry
LFO2 Humanize
LFO2 Phase
Osc 1 FM Amount !!
Filter 1 Special !!
Glide Time !!
Control W !!
Control X !!
Control Y !!
Control Z !!
10
Keytrack
11
Velocity
12
Release Velocity
13
Aftertouch
14
Poly Pressure
15
Pitch Bend
16
Modwheel
17
Sustain Control
18
Foot Control
19
Breath Control
20
Control W
21
Control X
22
Control Y
23
Control Z
24
Control Delay
25
Modofier #1
26
Modofier #2
27
Modofier #3
28
Modofier #4
29
MIDI Clock
30
minimum
31
Maximum
-----------------------------------------------------******************************************************
3.13 Modulation Destinations
******************************************************
Index
Modulation Destination
-----------------------------------------------------0
Pitch
1
Osc 1 Pitch
2
Osc 2 Pitch
3
Wave 1 Pos
4
Wave 2 Pos
5
Mix Wave 1
6
Mix Wave 2
7
Mix Ringmod
8
Mix Noise
9
Filter 1 Cutoff
10
Filter 1 Resonance
11
Filter 2 Cutoff
12
Volume
13
Panning
14
Filter Env Attack
15
Filter Env Decay
16
Filter Env Sustain
17
Filter Env Release
18
Amlifier Env Attack
19
Amlifier Env Decay
20
Amplifier Env Sustain
21
Amplifier Env Release
22
Wave Envelope Times
23
Wave Envelope Levels
24
Free Envelope Times
25
Free Envelope Levels
26
LFO1 Rate
27
LFO1 Level
28
LFO2 Rate
29
LFO2 Level
30
Mod #1 Amount
31
Mod #2 Amount
32
Mod #3 Amount
33
Mod #4 Amount
34
FM Amount
35
F1 Extra (Wave/BP
offset/Osc2 FM/S&H Rate)
-----------------------------------------------------******************************************************
-----------------------------------------------------******************************************************
3.12 Modulation Sources
******************************************************
3.14 Modifiers
******************************************************
Index
Modulation Source
-----------------------------------------------------0
off
1
LFO1
2
LFO1 * Modwheel
3
LFO1 * Aftertouch
4
LFO2
5
Filter Envelope
6
Amplifier Envelope
7
Wave Envelope
8
Free Envelope
9
Key Follow
Index
Operand
Operation
-----------------------------------------------------0
+
Addition
1
Subtraction
2
*
Multiplication
3
/
Division
4
XOR
Bitwise exclusive-or
5
OR
Bitwise inclusive-or
6
AND
Bitwise and
7
S&H
Sample & Hold
8
Ramp
9
Switch
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
117
10
Abs value
11
Min value
12
Max value
13
Lag processor
14
Control filter
15
Differentiator
-----------------------------------------------------******************************************************
3.15 Filter 1 Types
******************************************************
Index
Filter Type
-----------------------------------------------------0
24 dB Lowpass
1
12 dB Lowpass
2
24 dB Bandpass
3
12 dB Bandpass
4
12 dB Highpass
5
Sine Waveshaper followed by
12 dB Lowpass
6
12 db Lowpass followed by
Waveshaper !!
7
Dual 12 dB Low/Bandpass
parallel !!
8
12 db Lowpass FM-Filter !!
9
12 db Lowpass with Sample &
Hold !!
-----------------------------------------------------******************************************************
3.2 MDATA - Multi Data
******************************************************
Index
Range
Value
Parameter
-----------------------------------------------------0
0-127
0..127
Multi Volume
1
0-121
0..120,global
Control W
2
0-121
0..120,global
Control X
3
0-121
0..120,global
Control Y
4
0-121
0..120,global
Control Z
5
1-127
ext.,50..300BpM
Arpeggiator Tempo
6
0-1
on/off
MIDI Send (Xtk only)
7
reserved
8
reserved
9
reserved
10
reserved
11
reserved
12
reserved
13
reserved
14
reserved
15
reserved
16
32-127 ASCII
Name 1
17
32-127 ASCII
Name 2
18
32-127 ASCII
Name 3
19
32-127 ASCII
Name 4
20
32-127 ASCII
Name 5
21
32-127 ASCII
Name 6
22
32-127 ASCII
Name 7
23
32-127 ASCII
Name 8
24
32-127 ASCII
Name 9
25
32-127 ASCII
Name 10
26
32-127 ASCII
Name 11
27
32-127 ASCII
Name 12
28
32-127 ASCII
Name 13
29
32-127 ASCII
Name 14
30
32-127 ASCII
Name 15
31
32-127 ASCII
Name 16
******************************************************
6
7
8
0-1
0-1
0-127
Main Out/Sub Out
off/on
left64..center
..right63
off/on/inverse
Output
Status
Panning
0-2
Pan Mod
reserved
reserved
1-127
1..127
Lowest Velocity
1-127
1..127
Highest Velocity
0-127
0..127
Lowest Key
0-127
0..127
Highest Key
0-2
off,on,hold,
Sound Arp
Arpeggiator Active
17
0-15
1/1..1/32 Arpeggiator Clock
18
1-10
1..10
Arpeggiator Range
19
0..16
off,user,1..15
Arpeggiator Pattern
20
0-3
up,down,alt,
random
Arpeggiator Dir.
21
0-3
note,n.rev,
played,p.rev
Arpeggiator Note
Order
22
0-1
root note/
last note
Arpeggiator Velocity
23
0-1
off/on
Arpeggiator Reset on
Pattern Start
24
0-18
off/Ch1-16/
Inst/global
Arpeggiator Notes
out !!
25
reserved
26
0-1
off/on
MIDI Send (XTk only)
27
reserved
******************************************************
9
10
11
12
13
14
15
16
3.4 WDATA - Wave Data
******************************************************
A Wave consists of 128 eight Bit samples, but only the
first 64 of them are stored/transmitted, the second
half is same as first except the values are
negated and the order is reversed:
Wave[64+n] = -Wave[63-n]
for n=0..63
Not that samples are not two's complement format, to
get a signed byte, the most significant bit must be
flipped:
signed char s = Wave[n]^0x80;
Index
Range
Value
Parameter
-----------------------------------------------------0
0-15
00h..F0h
Sample 1, most
significant nibble
1
0-15
00h..0Fh
Sample 1, least
significant nibble
2
0-15
00h..F0h
Sample 2, most
significant nibble
3
0-15
00h..0Fh
Sample 2, least
significant nibble
4
0-15
00h..F0h
Sample 3, most
significant nibble
5
0-15
00h..0Fh
Sample 3, least
significant nibble
[...]
126
0-15
00h..F0h
Sample 64, most
significant nibble
127
0-15
00h..0Fh
Sample 64, least
significant nibble
******************************************************
3.5 WCTDATA - Wave Control table Data
******************************************************
3.3 IDATA - Instrument Data
******************************************************
Index
Range
Value
Parameter
-----------------------------------------------------0
0-1
A/B
Sound Bank
1
0-127
1..128
Sound Number
2
0-17
global,omni,1-16 MIDI Channel
3
0-127
0..127
Volume
4
16-112 -48..+48
Transpose
5
0-127
-64..+63
Detune
118
A Wave control table consists of 64 entries that
indicate a wave for the specific position. If the
index is not valid, the position will be filled with a
spectral interpolation of the neighbour waves.
The last three Waves will always be triangle, square
and sawtooth, and the first index must be valid. Valid
indices are currently:
0-200
1000-1249
for ROM Waves 0 to 299,
for User Waves 1000 to 1249
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Index
Range
Value
Parameter
-----------------------------------------------------0
0-15
0000h..F000h
Index 1, most
significant nibble,
upper half
1
0-15
0000h..0F00h
Index 1, least
significant nibble,
upper half
2
0-15
0000h..00F0h
Index 1, most
significant nibble,
lower half
3
0-15
0000h..000Fh
Index 1, least
significant nibble,
lower half
4
0-15
0000h..F000h
Index 2, most
significant nibble,
upper half
5
0-15
0000h..0F00h
Index 2, least
significant nibble,
upper half
6
0-15
0000h..00F0h
Index 2, most
significant nibble,
lower half
7
0-15
0000h..000Fh
Index 2, least
significant nibble,
lower half
23
24
0-127
0-16
1..128
off/Chnl1-16
25
26
0-1
0-3
27
28
0-1
0-3
off/on
off/Ctl/SysEx/
Ctl+SysEx
off/on
1..4
29
30
31
0-16
off,Chnl1-16
reserved
0-1
closing/opening
0000h..F000h
253
0-15
0000h..0F00h
254
0-15
0000h..00F0h
255
0-15
0000h..000Fh
Index 64, most
significant nibble,
upper half
Index 64, least
significant nibble,
upper half
Index 64, most
significant nibble,
lower half
Index 64, least
significant nibble,
lower half
4.) Device Inquiry
The Microwave 2 responds to the Universal Device
Inquiry message F0,7E,<channel>,06,01,F7 if <channel>
is set to 7F or if <channel> matches the specific
Device ID. The Microwave 2 will respond with the
following:
F0,7E,06,02
0E,00,
XX,YY,
VV,VV,VV,VV,
F7
00,00
01,00
03,00
05,00
3.6 GDATA - Global Parameters
******************************************************
09,00
Note: Global Parameters are very unordered.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Universal Device
Header
Waldorf Electronics
Manufacturer ID
Device family code :
Microwave 2
Device family member
code, see below
Software revision,
ASCII, e.g. "2.09"
EOX
Device family member codes (XX,YY):
******************************************************
Index
Range
Value
Parameter
-----------------------------------------------------0
reserved
1
1
version of GDATA,
currently 1 !!!
2
0-2
A,B,Multi
Startup Soundbank or
2:Multi Mode
3
0-127
1..128
Startup Sound Number
4
1-17
omni,1-16
MIDI Channel
5
0-2
sound,multi,
combined
Program Change Mode
6
0-126
0..126
Device ID DEV
7
0-121
0..120, harmonic Bend Range
8
0-120
0..120
Controller W
9
0-120
0..120
Controller X
10
0-120
0..120
Controller Y
11
0-120
0..120
Controller Z
12
0-127
0..127
Main Volume
13
reserved
14
reserved
15
52-76
-12..+12
Transpose
16
54..74 430Hz..450Hz
Master Tune
17
0-127
0..127
Display Timeout
18
0-127
0..127
LCD Contrast
19
1-9
exp2,exp1,lin,
log1,log2,fix32,
fix64,fix100,
fix127
Velocity Curve
20
0-9
off,exp2,exp1,
lin,log1,log2,
fix32,fix64,
fix100,fix127
Release Velocity
21
1-5
exp2,exp1,lin,
log1,log2
Pressure Curve
22
reserved
Pedal Type
******************************************************
3E,
0-15
Parameter send
Parameter receive
Input Gain [XT only]
!!
Keyboard Send
******************************************************
[...]
252
Startup Multi Number
Arpeggiator Note out
Channel !!
MIDI Clock output
19,00
Microwave 2
Microwave 2 with XT
Mainboard (has Delay
Effects !)
Microwave XT
Microwave PC on
Terratec EWS
Frontmodule
MW2/XT with
expandable
Mainboard, 10 Voices
!!!
Expanded MW2/XT, 30
Voices !!!
!!! All features are coded as bitmask, so more
combinations are possible. The bitmask values:
01
02
04
08
10
Mainboard 2.0
XT Frontboard
MWPC
Expandable Mainboard
Voice Expansion
******************************************************
2.82
INFR
******************************************************
INFR
07h
Information Request
This only works for Microwave PC on Terratec EWS
Frontmodule !
The full format of a INFR Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
08h
here INFR
5
Typ
xx
Typ of information
6
EOX
F7h
End of SysEx
119
-----------------------------------------------------******************************************************
2.83 INFD
******************************************************
INFD
18h
Information Dump
The full format of a INFD Dump is:
Index
Label
Value
Description
-----------------------------------------------------0
EXC
F0h
Marks Start of SysEx
1
IDW
3Eh
Waldorf Electronics
GmbH ID
2
IDE
0Eh
Microwave 2 ID
3
DEV
Device ID
4
IDM
18h
here INFD
5
Typ
xx
Typ of Information
give
6...
ii...
Information specific
6+N
EOX
F7h
End of SysEx
-----------------------------------------------------******************************************************
Information types
xx
Information
N
ii
-----------------------------------------------------00:
Sampling rate
1
0: 32000 1:40000
2:44100 3:48000
01:
Routing
3
out1,out2,out3
:triple output
assignments
bitvectors
02:
MIDI Switches
1
bit 0: Serial MIDI
in on/off 1: IIC
MIDI in 2: IIC MIDI
out
03:
Ext In Select
1
0: Digital input 1
1:Digital input2
(Dream 9407)
Output assignments:
out1 (ESSI0
Bit 3
In1
(ESSI0 Rx)
TX0) (digital out 1)
Bit 2
Bit 1
In2 / 9407
MW Main
(ESSI1 RX)
Bit 0
MW Sub
out2 (ESSI1
Bit 3
In1
(ESSI0 Rx)
TX0) (digital out 2)
Bit 2
Bit 1
In2
MW Main
(ESSI1 RX)
Bit 0
MW Sub
out3 (ESSI1
Bit 3
In1
(ESSI0 Rx)
TX1)(Dream Input)
Bit 2
Bit 1
In2
MW Main
(ESSI1 RX)
Bit 0
MW Sub
So a complete routing dump is
F0,3E,0E,DEV,18,1,out1,out2,out3,F7
Default routing:
out1 = 0Fh
out2 = 0Fh
out3 = 0Fh
That is all signals to all outputs.
MIDI Switches:
0: off , else on
So a complete MIDi Switch dump is
F0,3E,0E,DEV,18,2,MM,F7
Default switching:
MM = 7, That is all in-/outputs on MIDI IIC in is
currently ignored to ensure all others can be turned
on again.
120
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Glossar
Aftertouch
Die meisten modernen MIDI-Keyboards besitzen die Fähigkeit, Aftertouch-Meldungen zu
erzeugen. Drückt man bei einem derartigen Keyboard eine bereits gehaltene Note fest
hinunter, so generiert dieser „Nachdruck“ MIDI-Meldungen. Dies kann dazu verwendet
werden um dem Klangcharakter zusätzliche Ausdruckskraft (z.B. durch Vibrato) zu
verleihen.
Aliasing
Aliasing ist ein hörbarer Seiteneffekt, der in digitalen Systemen auftritt, sobald das
Nutzsignal Frequenzanteile enthält, die höher als die halbe Samplingfrequenz sind.
Amount
Bezeichnet die Stärke einer Modulation, also die Modulationstiefe, die auf einen Parameter
wirkt.
Amplifier
= engl. Verstärker. Ein Baustein, der die Lautstärke eines Klangs anhand Steuersignal
verändert. Dieses Steuersignal wird meistens von einer Hüllkurve erzeugt.
Arpeggiator
Ein Arpeggiator ist ein Gerät, das einen eingehenden MIDI-Akkord in seine Einzeltöne
zerlegt und rhythmisch wiederholt. Dabei lassen sich meist verschiedene Wiederholmuster
vorgeben, um einen weiten Anwendungsbereich zu erfassen. Typische Parameter eines
Arpeggiators sind Oktavbereich, Richtung, Geschwindigkeit und Notenlänge. Einige
Arpeggiatoren bieten feste oder frei programmierbare Rhythmusfiguren.
Attack
Parameter einer Hüllkurve. Attack ist ein Begriff für die Anstiegsgeschwindigkeit einer
Hüllkurve von ihrem Startwert bis zur Maximalauslenkung. Die Attackphase beginnt
unmittelbar nach Eingang eines Triggersignals, z.B. Betätigung einer Note auf der Tastatur.
Bandpaßfilter
Ein Bandpaßfilter läßt nur Frequenzen in der Umgebung seiner Mittenfrequenz durch.
Frequenzen darüber und darunter werden gedämpft.
Bandsperrenfilter
Ein Bandsperrenfilter arbeitet in umgekehter Weise wie ein Bandpaßfilter. Es dämpft nur
Frequenzen im Bereich seiner Mittenfrequenz und läßt alle anderen Frequenzen passieren.
Clipping
Clipping ist eine Verzerrung, die auftritt, sobald ein Signalpegel seine maximal zulässige
Obergrenze überschreitet. Das Aussehen eines solchen „geclippten“ Signals ist davon
abhängig, in welchem Zusammenhang die Verzerrung entsteht. In einem analogen System
wird das Signal auf seinen Maximalpegel begrenzt. In einem digitalen System ist Clipping
gleichzusetzen mit einem numerischen Überlauf, bei dem die Polarität des Signals oberhalb
des Maximalwertes umgekehrt wird.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
121
Control Change (Controllers)
Mit Hilfe dieser wichtigen MIDI-Meldungen ist es möglich, das Klangverhalten eines
Tonerzeugers weitreichend zu verändern.
Die Meldung besteht im wesentlichen aus zwei Teilen,
• der Controller-Nummer, die bestimmt, was beeinflußt wird. Sie kann zwischen 0
und 120 liegen,
• dem Controller-Wert, der bestimmt, wie stark die Modifikation vorgenommern
wird.
Beispiele für den Einsatz von Controllern sind langsam einsetzendes Vibrato, Bewegung des
Klangs im Stereobild oder Beeinflussung der Filterfrequenz.
Cutoff
siehe Filterfrequenz.
CV
CV ist die Abkürzung für Control Voltage, zu deutsch Steuerspannung. In analogen
Synthesizern werden zur Steuerung von Klangparametern wie Tonhöhe, Filterfrequenz etc.
analoge Spannungen verwendet. Durch festzugeordnete Verdrahtungen oder frei mit
Steckverbindern verschaltbare Baugruppen (Modularsystem) lassen sich mit Hilfe der
Steuerspannungen Modulationen erzeugen. Wird z.B ein Tremoloeffekt gewünscht, muß
das Ausgangssignal eines LFOs auf die Steuerspannung eines (oder mehrerer) Oszillatoren
aufmoduliert werden.
Decay
Parameter einer Hüllkurve. Decay bezeichnet die Absinkgeschwindigkeit einer Hüllkurve
unmittelbar nach Erreichen des Maximalwertes. Die Decay-Phase schließt sich unmittelbar
an die Attack-Phase an. Sie endet, wenn die Hüllkurve ihren mit Sustain eingestellten
Haltepegel erreicht hat.
Envelope
siehe Hüllkurve.
Filter
Ein Filter ist ein Baustein, der Signalanteile je nach Frequenz durchläßt oder sperrt. Seine
wichtigste Kenngröße ist die Filterfrequenz. Die wichtigsten Bauformen des Filters sind
Tiefpaß, Hochpaß, Bandpaß und Bandsperre. Ein Tiefpaß dämpft alle Frequenzen oberhalb
der Eckfrequenz. Ein Hochpaß entsprechend alle darunterliegenden. Beim Bandpaß werden
nur Frequenzen im Bereich um die Mittenfrequenz durchgelassen, alle anderen dämpft
dieser Filtertyp. Die Bandsperre arbeitet genau entgegengesetzt. Sie dämpft nur die
Frequenzen im Bereich der Mittenfrequenz. Der am häufigsten eingesetzte Filtertyp ist der
Tiefpaß.
Filterfrequenz
Die Filterfrequenz ist eine wichtige Kenngröße von Filtern. Ein Tiefpaßfilter dämpft
Signalanteile oberhalb dieser Frequenz. Signalanteile, die darunter liegen werden
unbearbeitet durchgelassen.
122
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Gate
Der Begriff Gate wird im Bereich der Tontechnik in verschiedenen Zusammenhängen
verwendet. In der deutschen Übersetzung „Tor“ läßt sich die grundsätzliche Eigenschaft des
Begriffs erkennen: Es kann offen oder geschlossen sein, oder technisch ausgedrückt, aktiv
oder inaktiv. Ein Gate im Sinne eines Gerätes ist eine Baugruppe, die abhängig von
gewissen Randbedingungen ein Signal durchläßt oder es sperrt. Dies wird bspw. in einem
Noisegate so genutzt, daß ausschließlich Signale mit einem definiertem Mindestpegel
durchgelassen werden, um das Rauschen in Signalpausen zu unterdrücken.
Im Zusammenhang mit analogen Synthesizern wird Gate als ein Steuersignal verstanden,
das die beiden Zustände aktiv oder inaktiv annehmen kann. Als Beispiel dient hier die
Tastatur eines solchen Synthesizers: Beim Betätigen einer Taste liefert sie zwei getrennte
Signale: CV und Gate. Die Steuerspannung CV (siehe Beschreibung dort) bestimmt die
Tonhöhe der gedrückten Taste. Das Gate-Signal ist aktiv, solange die Taste gehalten wird,
danach wird es sofort wieder inaktiv. In der Klangerzeugung kann dieses Gate-Signal z.B.
dazu dienen eine Hüllkurve auszulösen (triggern), die den VCA steuert.
Hochpaßfilter
Ein Hochpaßfilter dämpft alle Signalanteile unterhalb seiner Filtereckfrequenz. Darüber
liegende Anteile werden nicht beeinflußt.
Hüllkurve
Eine Hüllkurve erzeugt ein zeitlich veränderliches Steuersignal. Sie wird verwendet, um
einen klangformenden Baustein innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu modulieren.
Eine Hüllkurve kann zum Beispiel die Filtereckfrequenz eines Tiefpaßfilters modulieren.
Dadurch öffnet und schließt sich das Filter in Abhängigkeit von der Hüllkurve, wodurch
sich die Charakteristik des gefilterten Klanges zeitlich ändert. Gestartet wird die Hüllkurve
durch ein Triggersignal, meist eine MIDI-Note. Die klassische Form der Hüllkurve besteht
aus vier getrennt einstellbaren Phasen: Attack, Decay, Sustain und Release. Sie wird daher
auch als ADSR-Hüllkurve bezeichnet. Sobald ein Triggersignal eintrifft, durchläuft die
Hüllkurve die Attack- und Decay-Phase, bis sie den Sustain-Pegel erreicht. Dieser wird
dann solange gehalten, bis das Triggersignal beendet wird. Danach geht sie in die ReleasePhase über, die den Pegel bis zum Minimalwert absenkt.
LFO
LFO ist die Abkürzung für Low-Frequency Generator, zu deutsch Niederfrequenzoszillator.
Ein LFO erzeugt eine periodische Schwingung mit niedriger Frequenz und wählbaren
Wellenformen. Er kann, genau wie eine Hüllkurve, zu Modulationszwecken benutzt
werden.
MIDI
MIDI ist die Abkürzung für „Musical Instrument Digital Interface“, was soviel heißt, wie
Digital-Schnittstelle für Musikinstrumente. Es wurde Anfang der achtziger Jahre entwickelt,
um elektronische Musikinstrumente verschiedener Bauarten und Hersteller miteinander zu
verbinden. Gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine einheitliche Norm für die Verkopplung
mehrerer Klangerzeuger, so stellte MIDI einen entscheidenden Fortschritt dar. Von nun an
war es möglich, mittels einfacher und immer gleicher Verbindungsleitungen alle Geräte
untereinander zu verbinden.
Die grundsätzliche Vorgehensweise ist dabei folgende: Es wird immer ein Sender mit einem
oder mehreren Empfängern verbunden. Soll beispielsweise ein Computer einen Synthesizer
spielen, so ist der Computer der Sender und der Synthesizer der Empfänger. Zu diesem
Zweck besitzen alle MIDI-Geräte, bis auf wenige Ausnahmen, zwei oder drei Anschlüsse:
MIDI In, MIDI Out und ggf. MIDI Thru.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
123
Das sendende Gerät gibt die Informationen über seinen MIDI Out Anschluß an die
Außenwelt. Über ein Kabel werden die Daten an den MIDI In Anschluß des Empfängers
weitergeleitet.
Eine Sonderbedeutung hat der MIDI Thru Anschluß. Er ermöglicht es erst, daß ein Sender
mehrere Empfänger erreicht. Er arbeitet derart, daß er das eingehende Signal unverändert
wieder zur Verfügung stellt. Ein weiteres Empfangsgerät wird dann einfach dort
angeschlossen. Durch dieses Verfahren ergibt sich eine Kette, mit der ein Sender und
mehrere Empfänger verbunden sind. Es ist natürlich wünschenswert, das der Sender jedes
einzelne Gerät getrennt ansprechen kann. Daher muß dafür gesorgt werden, daß sich die
einzelnen Geräte untereinander an gewisse Spielregeln halten.
MIDI-Kanal
Wichtiger Bestandteil der meisten Meldungen. Ein Empfangsgerät reagiert nur dann auf
eingehende Meldungen, wenn sein eingestellter Empfangskanal identisch mit dem
Sendekanal der Meldung ist. Dies ermöglicht die gezielte Informationsübertragung an einen
Empfänger. Der MIDI-Kanal ist im Bereich 1 bis 16 wählbar. Darüber hinaus kann ein
Gerät auf Omni geschaltet werden, damit empfängt es auf allen 16 Kanälen.
MIDI Clock
Die MIDI Clock-Meldung bestimmt durch ihr zeitliches Auftreten das Tempo eines Stückes.
Sie dient dazu, zeitabhängige Vorgänge zu synchronisieren.
Modulation
Modulation ist die Beeinflussung eines klangformenden Bausteins durch eine sogenannte
Modulationsquelle. Als Modulationsquellen werden im allgemeinen LFOs, Hüllkurven oder
MIDI-Meldungen benutzt. Das Modulationsziel, also der beeinflußte Klangbaustein, kann
z.B. ein Filter oder ein VCA sein.
Note on / Note off
Dies ist die wichtigste MIDI-Meldung. Sie bestimmt die Tonhöhe und die Anschlagstärke
des erzeugten Tons. Der Zeitpunkt ihres Eintreffens ist zugleich der Startzeitpunkt des Tons.
Die Tonhöhe ist das Resultat der gesendeten Notennummer. Diese liegt im Bereich von 0
bis 127. Die Anschlagstärke (velocity) liegt im Bereich von 1 bis 127. Der Wert 0 für die
Anschlagstärke bedeutet „Note Off“, d.h. die Note wird abgeschaltet.
Panning
Bezeichnet die Panoramaposition eines Klanges im Stereobild.
Pitchbend
Pitchbend ist eine MIDI-Meldung. Obwohl die Pitchbend-Meldung (Tonhöhenbeugung)
funktionell den Control-Change Meldungen sehr ähnlich ist, stellt sie einen eigenen
Meldungstyp dar. Die Begründung liegt vor allem darin, daß die Pitchbend-Meldung mit
wesentlich feinerer Auflösung übertragen wird als „normale“ Controller. Damit wird dem
Umstand Rechnung getragen, daß das menschliche Gehör äußerst sensibel für Änderungen
der Tonhöhe ist.
Program Change
MIDI-Meldung zum Umschalten des Klangprogrammes. Erlaubt ist die Auswahl zwischen
Programmnummer 1 bis 128.
124
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
Release
Parameter einer Hüllkurve. Bezeichnet die Absinkgeschwindigkeit der Hüllkurve auf ihren
Minimalwert, nachdem das Triggersignal beendet wird. Die Release-Phase beginnt dann
unabhängig davon, an welche Stelle die Hüllkurve sich zu diesem Zeitpunkt gerade
befindet, also z.B. auch in der Attack-Phase.
Resonanz
Die Resonanz ist ein wichtiger Filterparameter. Sie betont einen schmalen Bereich um die
Filtereckfrequenz herum, was eine Lautstärkeanhebung aller Frequenzen in diesem Bereich
bewirkt. Die Resonanz ist ein beliebtes Mittel der Klangverfremdung. Erhöht man die
Resonanz sehr stark, so gerät das Filter in Eigenschwingung und generiert eine relativ
saubere Sinusschwingung.
Sustain
Parameter einer Hüllkurve. Sustain bezeichnet den Haltepegel einer Hüllkurve, der nach
Durchlaufen der Attack- und Decay-Phase erreicht wird. Er wird solange gehalten, bis das
Triggersignal beendet wird.
Systemexklusive Daten
Systemexklusive Daten stellen den Zugang zum Innersten eines MIDI-Gerätes dar. Sie
ermöglichen den Zugriff auf Daten und Funktionen, die sonst durch keine andere MIDIMeldungen repräsentiert werden. „Exklusiv“ heißt auch, daß die hier genannten Daten nur
für einen einzigen Gerätetyp gelten. Jedes Gerät hat also seine eigenen systemexklusiven
Daten. Die häufigsten Einsatzgebiete für diesen Datentyp sind das Übertragen kompletter
Speicherinhalte und die vollständige Gerätesteuerung durch einen Computer.
Tiefpaßfilter
Ein Tiefpaßfilter ist eine oft in Synthesizern benutzte Filterbauform. Es dämpft alle
Signalanteile oberhalb seiner Filtereckfrequenz. Darunter liegende Anteile werden nicht
beeinflußt.
Trigger
Ein Trigger ist ein Auslösesignal für Ereignisse. Die Natur des Triggersignals kann dabei sehr
unterschiedlich sein. Bspw. kann eine MIDI-Note oder ein Audio-Signal als Trigger dienen.
Das ausgelöste Ereignis kann ebenfalls sehr vielfältig sein. Eine häufig genutzte Anwendung
ist das Einstarten einer Hüllkurve.
VCA
VCA ist die Abkürzung für Voltage Controlled Amplifier. Ein VCA ist ein Baustein, der die
Lautstärke eines Klanges anhand einer Steuerspannung beeinflußt. Dieses Steuersignal ist
oft eine Hüllkurve oder ein LFO.
VCF
VCF ist die Abkürzung für Voltage Controlled Filter. Es stellt die besondere Bauform eines
Filters dar, bei dem die Filterparameter anhand von Steuerspannungen beeinflußt werden
können.
Volume
Bezeichnet die Lautstärke eines Klanges am Ausgang.
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
125
Wave
Eine Wave ist eine digital gespeicherte Abbildung eines einzelnen Wellendurchlaufs.
Insofern ist eine Wave identisch mit einem Sample, das exakt nach einem einzelnen
Wellendurchlauf geloopt ist. Der Unterschied zu einem Sampler oder ROM-Sample-Player
ist allerdings, daß alle Waves des MicroWave II gleich lang sind und daher in der gleichen
Tonhöhe abgespielt werden.
Wavetable
Eine Wavetable besteht aus Zeigern auf Waves, die getrennt gespeichert werden. In einer
Wavetable sind eine Anzahl solcher Zeiger, die auf jeweils eine Wave zeigen,
zusammengefaßt. Eine Wavetable kann weniger Zeiger enthalten als sie Einträge besitzt. In
diesem Fall werden die leeren Einträge automatisch durch interpolierte Wellenformen
ersetzt, die aus den vorhandenen errechnet werden.
126
Bedienhandbuch MicroWave II • MicroWave XT • XTk
MIDI Implementation Chart
MIDI-Implementation Chart
Model: Waldorf MicroWave II/XT/XTk
Function
Basic
Channel
Transmitted
Recognized
1
1
1 - 16
1 -16
x
x
Mode
x
x
************
x
Note
0 - 127
0 - 127
Number
True Voice
************
0 - 127
Velocity
Note ON
o
o
Note OFF
x
o
After
KeyÕs
x
o
Touch
ChÕs
o
o
Pitch Bender
x
o
1
o
o
2
x
o
Control
5
o
o
Change*
7
x
o
10
o
o
32
x
o
64
o
o
Prog
x
o
Change
True #
************
0 - 127
System Exclusive
o
o
System
: Song Pos
x
o
: Song Sel
x
x
Common
: Tune
x
x
System
: Clock
o
o
Real Time : Commands
o
o
Aux
: Local ON/OFF
x
x
Mes: All Notes Off
x
o
sages
: Active Sense
x
o
: Reset
x
x
*Note: See MIDI Controller Assignments for more information.
Date:
16.8.99
Version: 2.18
Remarks
Default
Changed
Default
Messages
Altered
Mode 1: OMNI ON, POLY
Mode 3: OMNI OFF, POLY
Mode 2: OMNI ON, MONO
Mode 4: OMNI OFF, MONO
Modwheel
Breath Control
Portamento Time
Master Volume
Panning
Bank Select
Sustain Pedal
Start, Stop,
Continue
o : Yes
x : No
FCC Information (U.S.A.)
1. IMPORTANT NOTICE: DO NOT MODIFY THIS UNIT! This product, when installed as indicated in the instructions
contained in this Manual, meets FCC requirements. Modifications not expressly approved by Waldorf may void your
authority, granted by the FCC, to use this product.
2. IMPORTANT: When connecting this product to accessories and/or another product use only high quality shielded
cables. Cable/s supplied with this product MUST be used. Follow all installation instructions. Failure to follow
instructions could void your FCC authorisation to use this product in the USA.
3. NOTE: This product has been tested and found to comply with the requirements listed in FCC Regulations, Part
15 for Class ãBÒ digital devices. Compliance with these requirements provides a reasonable level of assurance that
your use of this product in residential environment will not result in harful interference with other electronic devices.
This equipment generates/uses radio frequencies and, if not installed and used according to the instructions found in
the users manual, may cause interference harmful to the operation of other electronic devices. Compliance with FCC
regulations does not guarantee that interference will not occur in all installations. If this product is found to be the
source of interference, which can be determinated by turning the unit ãOFFÒ and ãONÒ, please try to eliminate the
problem by using one of the following measures:
Relocate either this product or the device that is being affected by the interference.
Utilise power outlets that are on branch (Circuit breaker or fuse) circuits or install AC line filter/s.
In the case of radio or TV interference, relocate/reorient the antenna. If the antenna lead-in is 300 ohm ribbon lead,
change the lead-in to co-axial type cable.
If these corrective measures do not produce satisfactory results, please contact the local retailer authorised to
distributed this type of product.
The statements above apply ONLY to products distributed in the USA.
CANADA
The digital section of this apparatus does not exceed the ãClass BÒ limits for radio noise emissions from digital
apparatus set out in the radio interference regulation of the Canadian Department of Communications.
Le present appareil numerique nÕemet pas de briut radioelectriques depassant les limites apllicables aux appareils
numeriques de la ãClasse BÒ prescrites dans la reglement sur le brouillage radioelectrique edicte par le Ministre Des
Communications du Canada.
This only applies to products distributed in the USA.
Ceci ne sÕapplique quÕaux produits distribuŽs dans Canada.
Other Standards (Rest of World)
This product complies with the radio frequency interference requirements of the Council Directive 89/336/EC.
Cet appareil est conforme aux prescriptions de la directive communautaire 89/336/EC.
Dette apparat overholder det gaeldenda EF-direktiv vedr¿rendareadiost¿j.
Diese GerŠte entsprechen der EG-Richtlinie 89/336/EC.
© Waldorf Electronics 1999 • Printed in Germany
Waldorf Electronics GmbH • Neustraße 12 • D-53498 Waldorf • Germany • http://www.waldorf-gmbh.de
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