9/2 9/3 Einführung Telecontrol
© Siemens AG 2011
Industrial Remote
Communication
9/2
Einführung
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Telecontrol
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9/7
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TeleControl Basic
TeleControl Basic für die Leitstelle
TeleControl Server Basic
TeleControl Basic für die Unterstationen
GPRS-Baugruppe CP 1242-7
GSM/GPRS-Modem MD720-3
SIPLUS GSM/GPRS-Modem MD720-3
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9/29
TeleControl Professional
TeleControl Professional
für die Leitstelle
SINAUT ST7-Engineering-Software
SINAUT ST7cc, Add-on für WinCC
WinCC/TeleControl
SIMATIC PCS 7 TeleControl
PCS 7 TeleControl Engineering Station
PCS 7 TeleControl Operator System
SINAUT ST7sc SCADA Connect Software
TeleControl Professional
für die Unterstationen
Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
SIPLUS TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
TIM 3V-IE Advanced
TIM 4R / TIM 4RD
TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
SIPLUS TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 3V-IE DNP3
TIM 4R-IE DNP3
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9/34
9/38
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Unterstationen für IEC-Protokoll
SIPLUS RIC Bundle IEC 60870-5-101
SIPLUS RIC extreme Bundle
IEC 60870-5-101
Bibliothek SIPLUS RIC IEC 60870-5-101
SIPLUS RIC Bundle IEC 60870-5-103
SIPLUS RIC extreme Bundle
IEC 60870-5-103
Bibliothek SIPLUS RIC IEC 60870-5-103
SIPLUS RIC Bundle IEC 60870-5-104
SIPLUS RIC extreme Bundle
IEC 60870-5-104
Bibliothek SIPLUS RIC IEC 60870-5-104
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9/122
9/122
9/127
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Telecontrol Netzwerk
Modems
Standleitungsmodem MD2
SIPLUS Standleitungsmodem MD2
Telefonmodem MD3
GSM/GPRS/UMTS-Router
EGPRS-Router MD741-1
SIPLUS EGPRS-Router MD741-1
UMTS-Router SCALANCE M87x
9/140
9/140
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9/148
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9/151
Telecontrol – Zubehör
Überspannungsschutz LTOP
Leitungsübertrager
GSM/GPRS-Antenne ANT794-3M
GSM/GPRS-Antenne ANT794-4MR
PPI-Modemkabel
Steckleitungen
DCF77-Antennen
GPS-Empfangsmodul
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9/154
Teleservice
SIMATIC TeleService
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Siemens IK PI · 2012
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Einführung
Sicherer und flexibler Zugriff weltweit
■ Übersicht
Industrieanlagen sind oft weit verteilt – teilweise sogar über
Ländergrenzen hinaus. Siemens bietet bewährte Lösungen für
den industriellen Fernzugriff, wie flexible Fernwirksysteme und
effiziente Fernwartung. Ob in der öffentlichen Infrastruktur oder
der Fertigungs- oder Prozessindustrie: Mit den Komponenten für
Industrial Remote Access bietet Siemens umfassende Lösungen für Telecontrol und Teleservice.
Telecontrol (Fernwirken)
Fernwirken ist die Anbindung räumlich weit verteilter Prozessstationen an ein oder mehrere zentrale Leitsysteme. Für die
Kommunikation zur Überwachung und Steuerung werden dabei
verschiedene öffentliche oder private Netze genutzt. Der ereignisgesteuerte oder zyklische Austausch der Prozessdaten
erfolgt über spezielle Fernwirkprotokolle und ermöglicht dem
Bedienpersonal die effektive Führung des Gesamtprozesses.
Industrial Remote Communication bietet einen effizienten Fernzugriff auf Maschinen und Anlagen mit SIMATIC. Der weltweite
Fernzugriff auf entlegene Anlagen, entfernte Maschinen und
mobile Applikationen gewinnt zunehmend an Bedeutung –
sowohl in der Industrie als auch in industrienahen Bereichen.
Mit einem umfassenden Lösungsspektrum für den industriellen
Fernzugriff bietet Siemens die ideale Basis für das effiziente und
sichere Überwachen und Steuern weit verteilter Anlagen und
Prozesse jeglicher Größe.
Neben dem effizienten Fernzugriff (Remote Access) bietet
Industrial Remote Communication mit den Netzkomponenten
zusätzlich die Möglichkeit der transparenten Datenkopplung
entfernter Netze über öffentliche oder private Weitverkehrsnetze
(WAN).
So dient z.B. eine Videoübertragung in Echtzeit über Mobilfunk
aus der Fahrgastzelle von Zügen heraus der Erhöhung der
Fahrgastsicherheit (Video Surveillance). Darüber hinaus sind
Anwendungen, wie Datenanbindung für Ticketautomaten,
Infotainmentdienste und Internet an Bord, oder proaktive Überwachung der Fahrzeugtechnik (Telemetrie) möglich.
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Siemens IK PI · 2012
Die Telecontrol-Systeme basieren auf SIMATIC. Sie ergänzen
dieses System um entsprechende Hardware und Software
und erlauben so, einzelne Komponenten über WAN (Wide Area
Network) zu vernetzen. Die Datenübertragung erfolgt dabei
über klassisches WAN, wie z. B. Standleitungen, Telefonnetz,
Funk, aber auch über IP-basierte Netze, wie Mobilfunknetze
oder das Internet.
Teleservice (Ferndiagnose und Fernwartung)
Teleservice ist der Datenaustausch mit räumlich entfernten
technischen Anlagen (Maschinen, Anlagen, Computern etc.)
zum Zweck der Fehlererkennung, Diagnose, Wartung, Reparatur oder Optimierung.
Ferndiagnose und Fernwartung von Produktionsanlagen sind in
der modernen Automatisierungstechnik unverzichtbar. Sie sind
effizienter und kostengünstiger als der Einsatz eines ServiceMitarbeiters vor Ort. Dadurch lassen sich Fehler viel schneller
erkennen und beseitigen, Stillstandszeiten von Maschinen werden verringert und deren Verfügbarkeit wird erhöht.
Siemens Remote Services
Das Dienstleistungskonzept der “Siemens Remote Services”
stellt eine gesicherte und performante Plattform für einen Fernzugriff auf Maschinen und Anlagen zur Verfügung. Durch die
Einbindung von „Shared Experts“ erfolgt eine effektive Unterstützung, nicht nur durch Siemens, sondern auch durch die
unternehmenseigenen Spezialisten.
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol
Einführung
■ Übersicht
Industrielle Anlagen in der Prozessindustrie oder in öffentlichen
Infrastrukturbereichen erstrecken sich oft über große Flächen,
unter Umständen sogar über Ländergrenzen hinweg. Das
Telecontrol-Produktspektrum bietet komplette Lösungen mit
folgenden Eigenschaften:
• Anbindung räumlich weit verteilter Prozessstationen an ein
oder mehrere Leitstellen
• Nutzung verschiedener öffentlicher oder privater Kommunikationsnetze zur Überwachung und Steuerung der TelecontrolUnterstationen
• Ereignisgesteuerter oder zyklischer Austausch der Prozessdaten inklusive Zeitstempel über spezielle Fernwirkprotokolle
• Effektive Führung des Gesamtprozesses durch das Bedienpersonal
• Online-Zugriff auf die Unterstationen für Diagnose, Fernprogrammierung und Wartung
TeleControl Basic
TeleControl Basic ist ein einfaches Fernwirk- und Fernwartungssystem optimiert für drahtlos über GPRS angebundene Unterstationen.
Es besteht aus der Leitstellen-Software TeleControl Server Basic
und Unterstationen des Typs SIMATIC S7-1200 oder S7-200.
Zusätzlich zur Kommunikation zwischen Leitstelle (Zentrale) und
Unterstationen ermöglicht das System auch eine Querkommunikation der Unterstationen untereinander.
Es lassen sich kleine Anwendungen mit wenigen Außenstationen realisieren, aber auch große Anlagen mit bis zu
5000 Außenstationen.
TeleControl Professional
TeleControl Professional umfasst Fernwirksysteme für umfangreiche, erweiterte Anwendungen der Prozessindustrie. Über
Leitsysteme SIMATIC PCS 7, SIMATIC WinCC oder Fremdleitsysteme mit OPC lassen sich Außenstationen, die auf
SIMATIC S7-300 und S7-400 basieren, überwachen und
steuern. Dabei können die Außen- und Unterstationen sowohl
miteinander kommunizieren als auch mit einer oder mehreren
Leitstellen. TeleControl Professional ist konsequent modular
aufgebaut und kann höchst flexibel eingesetzt werden.
Beide Telecontrol-Systeme können über OPC an ein FremdLeitstellensystem (OPC-Client) angebunden werden.
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Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol
Einführung
■ Übersicht (Fortsetzung)
Zentrale
Industrial Ethernet (LAN, z.B. LWL) und IP-basierte Netze
(WAN, z.B. DSL, GPRS, Internet)
Klassisches WAN (Standleitung, Wählnetz, Funknetz)
Optionaler Anschluss an Industrial Ethernet und IP-basierte Netze
Optionaler Anschluss an klassisches WAN
MPI-Bus
S7-400
SINAUT ST7cc
SINAUT ST7sc
WinCC
PCS 7
S7-300 / C7
OPCClient
TIM
3V-IE
Adv.
MPI
TIM
4R/4RD
Industrial Ethernet
TIM
4R-IE
S7-400
KnotenStation
S7-300 / C7
TIM
4R-IE
TIM
3V-IE
Adv.
SINAUT
ST7cc/
ST7sc
TIM
4R-IE
Stationen
S7-400
S7-400
9
S7-300 / C7
TIM 4R
TIM 4R-IE
TIM 3V-IE
TIM 4R
TIM 4R-IE
Mögliche lokale Erweiterung auf
allen Ebenen mit weiteren SIMATIC
Komponenten, zum Beispiel:
Feldgeräte
(z.B. ET 200S, ET 200pro)
Bedienungs- und
Beobachtungssysteme
(z.B. SIMATIC HMI)
Drives
(z.B. SINAMICS)
Messtechnik
(z.B. SITRANS)
Beispielkonfiguration TeleControl Professional mit SINAUT ST7
■ Nutzen
■ Weitere Info
• Sichere und wirtschaftliche Überwachung und Steuerung von
Prozessstationen aus der Ferne
• Weltweiter Fernzugriff auf weit verteilte Maschinen und
Anlagen
• Schnelle und einfache Inbetriebnahme durch aufeinander
abgestimmte Systemkomponenten
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Siemens IK PI · 2012
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
http://www.siemens.de/telecontrol
G_IK10_XX_30206
S7-300 / C7
TIM 3V-IE
S7-400
S7-400
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Industrial Remote Communication
TeleControl Basic
Einführung
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
TeleControl Basic basiert auf SIMATIC S7-1200/S7-200 und ist
die kostengünstige Lösung zum Überwachen und Steuern einfacher Fernwirkstationen.
TeleControl Basic basiert auf SIMATIC S7-1200/S7-200 und
GPRS. Es bietet sich damit überall dort an, wo kleine Datenmengen über drahtlose Verbindungen zu übertragen sind.
Mit TeleControl Basic können bis zu 5000 Unterstationen einfach
und sicher über den Mobilfunkdienst GPRS (General Packet
Radio Service) mit der zentralen Leitstelle und auch miteinander
kommunizieren. Dabei sind sie typischerweise ständig online.
TeleControl Basic kann einerseits als kostengünstiges Störmeldesystem eingesetzt werden, eignet sich aber aufgrund der
bidirektionalen Kommunikationsmöglichkeit auch für einfache
Fernwirkaufgaben, bei denen überwacht und gesteuert wird.
■ Nutzen
• Einsparung von Kosten für den Aufbau und Unterhalt einer
eigenen Funkanlage durch die Nutzung vorhandener Mobilfunknetze
• Kostengünstige GPRS-Volumentarife reduzieren die monatlichen Verbindungsgebühren
• Eine GPRS-Verbindung ist ständig online, d.h. sie bietet die
Vorteile einer Standleitung
• Gesicherte Verbindung über öffentliche Netze durch
verschlüsselte Datenübertragung
• Unterstützung bidirektionaler Verbindungen
- zwischen Station und Zentrale
- zwischen Station und Station
• Fernwartung und Fernprogrammierung der Unterstationen im
laufenden Prozessbetrieb
Je nach Leistungsfähigkeit der CPU in den Unterstationen
können neben der Kommunikationsabwicklung auch lokale
Automatisierungsaufgaben übernommen werden.
Anwendungsschwerpunkte sind die Überwachung und Steuerung von ortsfesten Stationen in den Bereichen:
• Wasser und Abwasser
• Trinkwasser-Aufbereitung und –Verteilung
• Bewässerungssysteme
• Öl- und Gasversorgung
• Fernwärmenetze
• Automaten
• Verkehrsleitsysteme
• Gebäudeüberwachung
• Wetterstationen
• Leuchttürme/Bojen
• Windkraftanlagen
• Photovoltaikanlagen
• Umweltüberwachungseinrichtungen
• Intelligente Reklametafeln
Zusätzlich kann TeleControl Basic auch für die Anbindung von
mobilen Teilnehmern eingesetzt werden, wenn für diese eine
zentrale Überwachung und/oder Steuerung benötigt wird:
• Schienenfahrzeuge
• Spezialfahrzeuge
• Öffentlicher Nahverkehr
• Komplexe Baumaschinen
• Schiffe im Binnen- und Küstenbereich
■ Aufbau
TeleControl Basic besteht aus folgenden Komponenten:
• GPRS Kommunikationsbaugruppe CP 1242-7;
Kommunikationsprozessor für GPRS- und GSM-Kommunikation für den Aufbau von Unterstationen vom Typ S7-1200
• SINAUT MD720-3;
Modem für GPRS- und GSM-Kommunikation für den Aufbau
von SIMATIC S7 Unterstationen z. B. S7-200
• TeleControl Server Basic
Softwarepaket bestehend aus:
- OPC-Server-Software für die PC-Leitstelle;
zum Datenaustausch mit einem OPC-Client,
z. B. WinCC, PCS 7 oder WinCC flexible
- Verbindungsmanager für die PC-Leitstelle;
zum Aufbau einer gesicherten GPRS-Verbindung mit
CP 1242-7 oder SINAUT MD720-3, zur Überwachung dieser
Verbindungen und zum Daten-Routing bei Querverkehr zwischen Unterstationen gleichen Typs S7-1200 oder S7-200
Der CP 1242-7 wird direkt in die S7-1200 gesteckt und ist
über den Rückwandbus mit der CPU verbunden. Die Programmierung und Projektierung der Unterstation erfolgt mit
STEP 7 Basic/Professional V11.
Das Modem MD720-3 hat eine RS232-Schnittstelle und wird
mit der S7-200-Steuerung über den Siemens PPI-Adapter verbunden.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Basic
Einführung
■ Funktion
Industrial Ethernet
PC mit Telecontrol
Server Basic
PC mit STEP 7 V11
VPN-Tunnel
DSL-Router
Mobiltelefon
Alarmierung
mittels SMS
VPN-Tunnel des
GPRS Providers
GSMProvider
GPRS-Netz
GPRS
Fixe IP-Adresse
Fixe IP-Adresse
Dyn. IP-Adresse
Dyn. IP-Adresse
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Station
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Station
Provider M2M
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Station
Provider M2M
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Station
Provider A
M2M SIM-Kartenvertrag
Provider B
Standard SIM-Kartenvertrag
G_IK10_XX_30283
Communication
Kommunikationsmöglichkeiten mit TeleControl Basic
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Prozessdatenkommunikation
Alarmierung per SMS
Die Software TeleControl Server Basic ermöglicht die Anbindung
von max. 5000 Fernwirkstationen mittels GPRS an die Leitzentrale über die OPC-Schnittstelle.
Der CP 1242-7 kann Meldungen als SMS empfangen und versenden. Kommunikationspartner kann ein Mobiltelefon oder
eine S7-1200 sein.
TeleControl Server Basic ist eine OPC-Server-Software mit
speziellen Kommunikationsfunktionen, die es ermöglicht, Verbindungen zu entfernten TeleControl-Unterstationen zu unterhalten. Diese Steuerungen sind mit dem CP 1242-7 oder dem
Modem MD720-3 ausgestattet. Für die Verbindungen wird der
GPRS-Dienst (General Packet Radio Service) eines GSMNetzes (Global System for Mobile Communication = Mobilfunknetz) genutzt.
Weckfunktion
Über diese GPRS-Verbindungen können die entfernten TeleControl-Unterstationen mit der Software TeleControl Server Basic
kommunizieren oder mit anderen S7-Steuerungen, die mit dem
TeleControl Server Basic verbunden sind.
Der PC, auf dem TeleControl Server Basic installiert ist, muss
permanent aus dem GPRS-Netz erreichbar sein. Dazu ist er
durch eine Standleitung direkt mit dem GPRS-Provider oder
permanent, z. B. über DSL, mit dem Internet zu verbinden.
Zum Softwarepaket TeleControl Basic gehört eine Bausteinbibliothek für die SIMATIC S7-200-Steuerung. Mit Hilfe dieser
Bausteine kann der Anwender folgende Arten des Datenaustausches mit S7-200 Unterstationen realisieren.
Für Unterstationen vom Typ S7-1200 sind die Bausteine für den
CP 1242-7 direkt im STEP 7 Basic V11.0 enthalten
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Siemens IK PI · 2012
"Wake-Up" von Stationen, die vom Standby-Modus für Diagnosezwecke in den Online-Modus wechseln. Der CP wird von
seinem Kommunikationspartner z. B. TeleControl Sever Basic
durch einen Weckruf oder eine Weck-SMS geweckt, um die
Verbindung zu ihm aufzubauen.
Aus Sicherheitsgründen muss sich der Kommunikationspartner
entsprechend für die Weckfunktion authentifizieren z. B. per
CLIP-Funktion.
Zugriff auf die Unterstationen per Teleservice
TeleControl Server Basic beinhaltet die Teleservice-Funktion
direkt im STEP 7 Basic V11.0 für den CP 1242-7. Das ermöglicht
international tätigen Anlagen- und Maschinenherstellern den
weltweiten Zugriff auf die S7-1200 Stationen.
Auf dem Modem SINAUT MD720-3 lassen sich bis zu drei
Telefonnummern speichern, von denen aus eine TeleserviceVerbindung zugelassen wird. Wird von einer der zugelassenen
Nummern angerufen, so unterbricht das MD720-3 die GPRSVerbindung und schaltet die Teleservice-Verbindung zur
Steuerung durch. Nach Beendigung der Teleservice-Sitzung
wird die GPRS-Verbindung wieder hergestellt.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Leitstelle
TeleControl Server Basic
■ Übersicht
• Softwarepaket für den PC bestehend aus:
- OPC-Server und Verbindungsmanager für Telecontrolund Teleservice-Aufgaben (Diagnose mit STEP 7 für die
S7-1200)
- OPC-Projektierungssoftware für die S7-1200 und S7-200
- SPS-Bausteinbibliothek für die S7-200
• GPRS-Betrieb
- der SIMATIC S7-1200 mit CP 1242-7 über dynamische
IP-Adressen mit üblichem Mobiltelefon-Datenvertrag
- der SIMATIC S7-200 mit SINAUT Modem MD720-3 über
dynamische IP-Adressen mit üblichem Mobiltelefon-Datenvertrag
- der S7-1200 mit CP 1242-7 über fixe IP-Adressen
• Anbindung von max. 5000 Fernwirkstationen an die Leitzentrale über die OPC-Schnittstelle
• Betrieb und Diagnose von S7-1200- und S7-200-Stationen auf
einem OPC-Server mit unterschiedlichen STEP 7-Projekten
und getrennten Nutzern mit Nutzerverwaltung
• Integriertes Teleservice Gateway zur Diagnose von
S7-1200-Stationen über den CP 1242-7 mit STEP 7 über
das Internet, auch mit dynamischen IP-Adressen. Dies
funktioniert bei jedem PC mit STEP 7 und Standard Internetzugang, ohne Parametrierung von Firewalls oder Routern.
• GPRS-Kommunikation zwischen S7-1200- oder
S7-200-Stationen durch Routing-Funktion (auch bei
Verwendung dynamischer IP-Adressen)
• Verschlüsselte Übertragung zum Schutz gegen Datenmanipulation und Mithören von Daten
• Import von SINAUT MICRO SC-Projekten
■ Nutzen
• Aufbau von kostengünstigen Störmelde-, Überwachungs-,
und Fernwirksystemen mit SIMATIC S7-1200, S7-200 und
HMI-Software mit OPC-Interface (z. B. mit WinCC,
WinCC flexible)
• Kostengünstige Anbindung international verteilter Anlagen
durch den Betrieb der SIMATIC S7 über öffentliche APNs
(Mobilfunk-Internetübergang) mit üblichen MobiltelefonDatenverträgen, unabhängig von einzelnen Mobilfunkbetreibern
• Alternativer GPRS-Betrieb der SIMATIC S7 über private APNs
der Mobilfunkbetreiber für höchste Sicherheit
• Optimierte Kommunikationsmodi bei GPRS sparen Datenvolumen und somit Kosten:
- bei permanenter Verbindung durch optimierte Kommunikation mit effektivem Telegrammaufbau
- Unterstützung von GPRS-Verbindungen, die bei Bedarf
aufgebaut werden
• Die Multiuser- und Multiprojektfähigkeit des OPC-Servers
ermöglichen den Einsatz bei Systemintegratoren, die ihren
Kunden die Nutzung des eigenen Servers für TelecontrolApplikationen einräumen können. Hierdurch werden Einsparungen beim Kunden (Stromkosten, Serverpflege) erreicht.
• Teleservice:
Über den CP 1242-7 ermöglicht TeleControl Server Basic
international tätigen Anlagen- und Maschinenherstellern
den weltweiten Zugriff auf die S7-1200 über STEP 7. Dazu
ist lediglich ein GPRS-Zugang der S7-Steuerung und ein
PC mit STEP 7 und Internetzugang notwendig.
• Freie Standortwahl der zentralen Leitstation durch die
Nutzung des Internets
• Investitionsschutz durch Migration bestehender Projekte mit
SINAUT MICRO SC in TeleControl Server Basic
• Schutz gegen Abhören und Datenmanipulation bei der
Übertragung zwischen S7-1200- und S7-200-Station und dem
OPC-Server des TeleControl Server Basic durch Verschlüsselungsalgorithmen
• Schnelle Erkennung von Störungen durch übersichtlich
strukturierte Verbindungs- und Stationsüberwachung aller
angeschlossenen S7-1200- und S7-200-Stationen
• Schnelle Erstellung von Projekten durch fertige Beispielapplikationen
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Siemens IK PI · 2012
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Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Leitstelle
TeleControl Server Basic
■ Anwendungsbereich
• Aufbau von kleinen bis zu sehr umfangreichen Systemen zum
Überwachen und Steuern mit einfachen Fernwirkstationen
• Energiesparkonzepte z. B. durch die zustandsabhängige
Drehzahlsteuerung von Pumpen in Außenstationen
• Überwachung und Steuerung von ortsfesten Stationen in den
Bereichen:
- Kläranlagen
- Trinkwasser-Aufbereitung und -Verteilung
- Bewässerungssysteme
- Öl- und Gasversorgung
- Fernwärmenetze
- Automaten
- Verkehrsleitsysteme
- Gebäudeüberwachung
- Wetterstationen
- Leuchttürme/Bojen
- Windkraftanlagen
- Photovoltaikanlagen
- Umweltüberwachungseinrichtungen
- Intelligente Reklametafeln
Engineering-Station mit STEP 7
• Anbindung von mobilen Teilnehmern, wenn für diese eine
zentrale Überwachung und/oder Steuerung benötigt wird in
den Bereichen:
- Schienenfahrzeuge
- Steuern von Spezialfahrzeugen
- Öffentlicher Nahverkehr
- Komplexe Baumaschinen
• Schiffe im Binnen- und Küstenbereich (siehe Beispielapplikationen für satellitengestütztes Live-Tracking mit Kartendarstellung und positionsabhängigen Steuerungsfunktionen)
• Datenaufzeichnung von Umweltdaten
• Ferndiagnose der SIMATIC S7-1200 mit STEP 7 über das
Mobilfunknetz und Internet
Telecontrol Server Basic
Internet
DSL-Router
Field PG mit
STEP 7
Zentrale
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Industrial Ethernet
VPN-Tunnel
Station
TeleControl Server Basic: Diagnose einer S7-1200 mit dynamischer oder fixer IP-Adresse über das Internet und Mobilfunknetz
■ Aufbau
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Das Softwarepaket TeleControl Server Basic besteht aus:
• Bausteinbibliothek für die SIMATIC S7-200 CPU
• OPC-Server-Software für die PC-Leitstelle
- zum Datenaustausch mit einem OPC-Client,
z. B. WinCC oder WinCC Flexible
• Verbindungsmanager-Software für die PC-Leitstelle
- zum Aufbau einer gesicherten GPRS-Verbindung
zwischen einer S7-Station mit einem CP 1242-7 oder
einem Modem MD720-3 und dem OPC-Server
- zur Überwachung dieser Verbindungen
- zum Daten-Routing bei Querverkehr zwischen
SIMATIC S7-1200 zu S7-1200 und S7-200 zu S7-200
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G_IK10_XX_30265
GPRS
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Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Leitstelle
TeleControl Server Basic
■ Funktion
PC mit Telecontrol
Server Basic
Industrial Ethernet
PC mit STEP 7 V11
DSL-Router
VPN-Tunnel
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Station
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
S7ಣ200 mit
MD720-3
Station
Station
G_IK10_XX_30270
GPRS
GPRS-Kommunikation mit CP 1242-7 und TeleControl Server Basic
• Anschluss von max. 5000 Stationen an einem OPC-Server
TeleControl Server Basic;
Durch Anschluss mehrerer OPC-Server TeleControl Server
Basic 5000 an einem OPC-Client, können mehr als
5000 Stationen mit einer Leitstelle verbunden werden
• Unterstützung von großen Projekten:
- multiprojektfähig: Mehrere STEP 7 Telecontrol-Projekte
können in bis zu 2000 Gruppen organisiert werden
- multiuserfähiges Engineering: Gleichzeitiges Projektieren
durch mehrere Anwender möglich
- Unterstützung bei der Projektierung gleichartiger
S7-Stationen
- stufenweise Inbetriebnahme von Stationen und
Stationsgruppen
- Erweiterungen zur Laufzeit ohne Unterbrechung des
Betriebs
- gemeinsamer Betrieb von Stationen, die über private
(M2M-Vertrag) oder öffentliche APNs angeschlossen sind
• Zugriff auf Variable der SIMATIC S7-1200 und S7-200 über die
OPC-Schnittstelle durch WinCC, WinCC flexible oder Standard OPC-Clients für Leitsysteme
• Drahtlose Kommunikation zwischen S7-1200-Stationen und
zwischen S7-200-Stationen über die integrierte RoutingFunktion über TeleControl Server Basic auch mit dynamischen
IP-Adressen
• Einstellbare Kommunikationsmöglichkeiten:
- Teleservice: STEP 7-Diagnose (ab V11) über das Internet;
Die S7-1200 GPRS-Internetverbindung kann entweder
durch den Maschinen- oder Anlagenbetreiber für Teleservice aktiviert werden oder über eine autorisierte WakeUp-Funktion durch den Programmierer oder Instandhalter
(sofern diese Funktion freigegeben wurde).
- permanente GPRS-Verbindung für zyklische oder ereignisorientierte Übertragung (S7-200 und S7-1200)
- Aufbau der GPRS-Verbindung bei Bedarf durch den OPCClient (automatischer Wake-Up über SMS) oder durch die
S7-1200 (nur S7-1200)
- Konfiguration der Überwachungszeit und Uhrzeitsynchronisierung der S7-Stationen
• Der PC, auf dem die TeleControl Server Basic Software installiert ist, muss permanent, z. B. über DSL, mit dem Internet
über eine fixe IP-Adresse erreichbar sein oder eine Standleitung direkt zum GPRS-Provider besitzen.
Security
• Passwort-Authentifizierung bei eingehendem Verbindungsaufbau durch eine SIMATIC S7-200-Station
• Optional doppelte Nutzer-Authentifizierung bei Diagnose über
die Teleservice-Gateway-Funktion des TeleControl Server
Basic und dem CP 1242-7
• Gesicherter Datenverkehr zwischen der S7, Internet und
TeleControl Server Basic durch Verschlüsselungsalgorithmen
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Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Leitstelle
TeleControl Server Basic
■ Funktion (Fortsetzung)
■ Technische Daten
Diagnose
• Integrierte Diagnosefunktionen für
- Statussammelmeldung eines Projektes in einer Baumstrukur
- Status jeder Station (GSM-Diagnose-Informationen, SPSStatus)
- Überwachung von temporären GPRS-Verbindungen
- "Wake-Up" von Stationen, die vom Standby-Modus für
Diagnosezwecke in den Onlinemodus wechseln
- STEP 7-Diagnose der S7-1200 über die CP 1242-7-Baugruppe (mit dynamischer oder fixer IP-Provideradresse) von
jedem PC aus, der Internetzugang hat. Dabei wird die Verbindung von der S7 und vom STEP 7-PC zum TeleControl
Server Basic aufgebaut. Die Verbindung zwischen STEP 7
und der S7 wird automatisch über die Teleservice-GatewayFunktion hergestellt.
- Der Verbindungsaufbau der S7 zum TeleControl Server
Basic kann auch optional über ein Mobiltelefon (authentifiziert) initiiert werden.
Betrieb von TeleControl Server Basic
zusammen mit SINAUT ST7
TeleControl Server Basic und SINAUT ST7 arbeiten bei der
Datenübertragung mit unterschiedlichen Protokollen. Die
Zusammenführung eines TeleControl Server Basic-Systems
mit einem SINAUT ST7-System in einem SCADA-System ist
möglich. Dies erfolgt im PC der Leitstelle über den OPC-Server
des TeleControl Server Basic.
Produkttyp-Bezeichnung
TeleControl Server Basic V2
Unterstützte Steuerung
S7-1200 mit CP1242-7
S7-200/S7-1200 mit Modem
MD720-3 (Bausteinbibliothek
im Lieferumfang)
Anzahl betreibbarer Verbindungen
(Stationen)
(abhängig von der Bestellversion)
8, 64, 256, 1000 oder
5000 Verbindungen
Anzahl parallel betreibbarer
STEP 7-Projekte
2000 Projekte (strukturierte Darstellung, Trennung der Projekte
über einstellbare Nutzerrechte)
Anzahl parallel betreibbarer
STEP 7-Teleservice-Verbindungen
5 Verbindungen pro Projekt
(Trennung der Projekte über
einstellbare Nutzerrechte)
Schnittstellen zum OPC-Client
• DCOM Protokoll
• OPC-Schnittstelle
"Data Access Interface 3.0"
• Synchrones und asynchrones
Lesen von Variablen
Schnittstellen und Funktionen
zwischen OPC-Server und
SIMATIC S7
• Schreiben von Variablen in der
SIMATIC S7 bei Wertänderung
der OPC-Variablen
• Übernahme von
SIMATIC S7-Daten in
OPC-Variable (zur ereignisgesteuerten Kommunikation
von SIMATIC S7 aus)
• Aktivierbares zyklisches Lesen
von Variablen; Zeitintervall
einstellbar
• Überwachung der angeschlossenen SIMATIC S7 mit Uhrzeitsynchronisierung
• Routing von Datenpaketen
zwischen angeschlossenen
SIMATIC S7-1200-Stationen
oder zwischen S7-200-Stationen
• Permanente GPRS-Verbindung;
Der Tunnelaufbau erfolgt vom
GPRS-Modem aus
• Temporäre GPRS-Verbindung
(bei Bedarf);
Der Tunnelaufbau erfolgt vom
GPRS-Modem aus und kann
durch eine vom OPC-Server
automatisch gesendete SMS
initiiert werden ("Wake-Up").
Ein manuelles "Wake-Up" durch
ein Mobiltelefon ist ebenfalls
möglich.
• Über Internetzugang als Server
mit öffentlicher IP-Adresse
(Empfehlung: feste öffentliche
Internetadresse)
Betriebssysteme
Microsoft Windows 7 Professional
(32 Bit)
Microsoft Windows 7 Enterprise
(32 Bit)
Microsoft Windows 7 Ultimate
(32 Bit)
Microsoft Windows Server 2008
(32 Bit)
Diagnose
Stationsgruppen Monitoring
Stationsüberwachung
Verbindungsüberwachung
STEP 7-Teleservice über Internet
und Routergrenzen hinweg – nur
S7-1200
Projektierung
Integriertes Konfigurationstool,
Multiprojektfähig; Multiuserfähig
mit Usermanagement; Konfigurationen zur Laufzeit erweiterbar
:LQ&&
7HOHFRQWURO6HUYHU%DVLF
67FF
66WDWLRQHQRGHU
66WDWLRQHQ
6,1$87676WDWLRQHQ
G_IK10_XX_30267
23&.RPPXQLNDWLRQ
Zusammenführung von TeleControl Server Basic mit SINAUT ST7 bei
Einsatz von WinCC in der Leitstelle
Fremd-System
9
Telecontrol Server Basic
ST7cc
S7-1200-Stationen oder
S7-200-Stationen
SINAUT ST7-Stationen
G_IK10_XX_30266
OPC-Kommunikation
Zusammenführung von TeleControl Server Basic mit SINAUT ST7 bei
Einsatz eines Fremdsystems in der Leitstelle
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Siemens IK PI · 2012
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Leitstelle
TeleControl Server Basic
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
Bestell-Nr.
TeleControl Server Basic
Zubehör
Software für 8 bis 5000 Stationen;
Single License für eine Installation; OPC-Server für GPRS-Kommunikation mit SIMATIC S7-1200
und SIMATIC S7-200;
Verbindungsmanagement zu
Remote GPRS-Stationen;
Routing für Verbindungen
zwischen S7 GPRS-Stationen;
deutsche und englische
Bedienoberfläche;
für Windows 7 Professional,
Windows 7 Enterprise,
Windows 7 Ultimate und
Windows Server 2008 (32 Bit);
Dokumentation auf CD-ROM
deutsch und englisch
• TeleControl Server Basic 8
Verbindungsmanagement für
acht SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
• TeleControl Server Basic 64
Verbindungsmanagement für
64 SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
• TeleControl Server Basic 256
Verbindungsmanagement für
256 SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
• TeleControl Server Basic 1000
Verbindungsmanagement für
1000 SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
• TeleControl Server Basic 5000
Verbindungsmanagement für
5000 SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
Kommunikationsprozessor
CP 1242-7
6GK7 242-7KX30-0XE0
Kommunikationsprozessor zum
Anschluss von SIMATIC S7-1200
an Mobilfunknetzwerk GSM/GPRS
GSM/GPRS-Modem MD720-3
6NH9 910-0AA20-0AA0
Antenne ANT794-4MR
6NH9 910-0AA20-0AB0
6NH9 860-1AA00
Quadband-Antenne,
omnidirektional mit 5 m Kabel
Antenne ANT794-3M
6NH9 910-0AA20-0AC0
6NH9 720-3AA00
GPRS-Modem zur IP-basierenden
Datenübertragung über
GSM-Netze, Quadband,
AT-Kommando-Schnittstelle,
automatischer GPRS-Verbindungsaufbau, umschaltbar auf
CSD-Betrieb, RS232,
inkl. Gender Changer für
RS232/PPI-Adapter;
Handbuch auf CD-ROM
deutsch, englisch,
chinesisch, russisch
6NH9 870-1AA00
Triband-Flachantenne, im
Gehäuse mit 1,2 m Kabel
6NH9 910-0AA20-0AD0
6NH9 910-0AA20-0AE0
9
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GPRS-Baugruppe CP 1242-7
■ Übersicht
■ Nutzen
Die Anbindung der S7-1200 an ein Mobilfunknetzwerk macht die
Steuerung zu einer universell einsetzbaren Telecontrol-Unterstation (Remote Terminal Unit).
• Datenanbindung von schwer zugänglichen Gebieten ohne
kostspielige Netzinfrastrukturkosten, da das vorhandene
Mobilfunknetz genutzt wird
• Maschinenwartung ohne komplizierte Einbindung in die
IT-Netzwerke der Endkunden
• Reduzierung der Wartungs- und Reisekosten durch zentrale
Verwaltung von abgelegenen Automatisierungslösungen
Der Kommunikationsprozessor CP 1242-7 dient zur Anbindung
einer SIMATIC S7-1200 an das weltweit verbreitete Mobilfunknetzwerk GSM/GPRS und zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
• Weltweiter, drahtloser Datenaustausch zwischen S7-1200Steuerungen und/oder zwischen S7-1200-Steuerungen und
Leitstellen mit Internetanbindung
• Kommunikation auf Basis des Mobilfunkdienstes GPRS
(General Packet Radio Service) mit Datenübertragungsgeschwindigkeiten bis zu 86 kbit/s im Downlink und 43 kbit/s
im Uplink
• GPRS-Betrieb mit fixen IP-Adressen und dynamischen
IP-Adressen mit üblichem Mobiltelefon-Vertrag
• Zeitsynchronisierung auf Basis von NTP
(Network Time Protokoll)
• Verbindungsaufbau "On Demand" über Anruf oder SMS
• Versenden und Empfangen von SMS
• Übersichtliche LED-Signalisierung zur schnellen und
einfachen Diagnose
• Kompaktes, industrietaugliches Gehäuse in S7-1200-Aufbautechnik zur Montage auf einer Standard-Profilschiene
• Schnelle Inbetriebnahme durch einfache Projektierung mit
STEP 7
9
In Verbindung mit der Software "TeleControl Server Basic" bildet
der CP 1242-7 ein Fernwirksystem mit weiteren Eigenschaften:
• Anbindung von bis zu 5000 Fernwirkstationen an die Leitstelle
über OPC-Schnittstelle
• Datenpufferung in den Unterstationen bei Verbindungsausfällen
• Zentrale Statusüberwachung der Unterstationen
• Keine speziellen Providerdienste für fixe IP-Adressen
notwendig
• Teleservice-Zugriffe mit STEP 7 auf die Unterstationen über
Internet
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Siemens IK PI · 2012
Der CP 1242-7 ist speziell entwickelt um den Anforderungen der
Fernwirktechnik in Automatisierungslösungen zu entsprechen:
• Vermeidung von Datenverlust durch robuste Verbindungen
zur Zentrale und Zwischenpufferung der Daten
• Schnelle Inbetriebnahme durch direkte Projektierung in
STEP 7
■ Anwendungsbereich
• Datenaustausch und zentrale Datenüberwachung für geographisch weit verteilte Automatisierungslösungen
• Herstellung einer festen oder temporären Kommunikationsverbindung für mobile Maschinen/Fahrzeuge ohne festen
Standort
• Weltweiter Fernzugriff (Remote Access) auf Maschinen beim
Endkunden unter Einhaltung der IT-Sicherheitsanforderungen
• Anbindung von schwer zugänglichen Außenstationen ohne
Netzwerkinfrastruktur
Diese Anwendungen sind in den verschiedensten Branchen zu
finden:
• Wasser/Abwasser-Anlagen – Pump/Ventilsteuerungen
• Verkehrstechnik – Ampelsteuerungen, Beleuchtungsregelungen
• Energietechnik – Überwachung von Trafostationen,
Zählerauslesung
• Maschinenbau – zentrale Fernwartung von weltweit
eingesetzten Maschinen
• Windenergie – Condition Monitoring von Windrädern
• Automatenhersteller – Überwachung, Steuerung von
Getränkeautomaten
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GPRS-Baugruppe CP 1242-7
■ Aufbau
Der CP 1242-7 bietet alle Vorteile der S7-1200-Aufbautechnik:
• Robustes, kompaktes Kunststoffgehäuse
• Leicht zugängliche Anschluss- und Diagnoseelemente,
geschützt durch Frontklappen
• Abnehmbare Anschlussklemmen
• Einfache Montage auf die Profilschiene der S7-1200
• 3-polige, steckbare Klemmleiste für den Anschluss der
externen Versorgungsspannung von DC 24 V
• SMA-Antennenanschluss für GSM/GPRS-Antenne
Der CP 1242-7 wird an die linke Systembusschnittstelle der
S7-1200 gesteckt. Die Spannungsversorgung erfolgt über eine
3-polige Klemmleiste an der Oberseite des Moduls. Die Antennenbuchse und der SIM-Karten-Einschub befinden sich an der
Unterseite des Moduls, geschützt durch die untere Frontklappe.
■ Funktion
In Verbindung mit der Software "TeleControl Server Basic" bildet
der CP 1242-7 ein Fernwirksystem auf Basis einer Mobilfunkkommunikation.
Dabei sind die Außenstationen wahlweise dauerhaft oder nur bei
Bedarf mit der Zentrale verbunden. Ein übergeordnetes Leitstellensystem kann über OPC Daten mit allen Stationen austauschen. Zu Wartungszwecken kann sich ein Service-Rechner mit
STEP 7 über die Leitstelle auf eine beliebige Station verbinden.
Industrial Ethernet
PC mit Telecontrol
Server Basic
PC mit STEP 7 V11
VPN-Tunnel
DSL-Router
VPN-Tunnel des
GPRS Providers
GSMProvider
GPRS-Netz
GPRS
9
Fixe IP-Adresse
Fixe IP-Adresse
Dyn. IP-Adresse
Dyn. IP-Adresse
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Station
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Station
Provider M2M
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Station
Provider M2M
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
Station
Provider A
M2M SIM-Kartenvertrag
Provider B
Standard SIM-Kartenvertrag
G_IK10_XX_30258
Communication
Anbindung einer SIMATIC S7-1200 mit CP 1242-7 an das Mobilfunknetzwerk GSM/GPRS.
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GPRS-Baugruppe CP 1242-7
■ Funktion (Fortsetzung)
Betriebsarten
Datenzwischenspeicherung
Der CP 1242-7 kann in zwei unterschiedlichen Betriebsarten
verwendet werden:
Kurzzeitige Verbindungsausfälle im Mobilfunknetzwerk werden
durch eine Datenzwischenspeicherung überbrückt. Wenn die
Verbindung wieder steht, werden die zwischengespeicherten
Daten mit Zeitstempel versendet.
Telecontrol-Server
In dieser Betriebsart wird die Kommunikation zur Leitstelle und
anderen Fernwirkstationen über einen zentralen TelecontrolServer abgehandelt. Der CP 1242-7 ist mit dem TelecontrolServer verbunden. Die Software "TeleControl Server Basic"
übernimmt die Weiterleitung der Daten an die Leitstation bzw.
andere Fernwirkstationen sowie deren Überwachung.
GPRS Direct
In dieser Betriebsart kommuniziert der CP 1242-7 direkt mit
einer Leitstelle oder anderen Fernwirkstationen. Im Gegensatz
zur Betriebsart Telecontrol wird kein Telecontrol-Server bzw.
keine zusätzliche Software benötigt. Diese Betriebsart kann
dann gewählt werden, wenn sichergestellt ist, dass die Kommunikationspartner der Station mit einer eindeutigen Adresse
erreicht werden können. Um dies zu gewährleisten, sind im
Normalfall spezielle Dienste der Netzwerkbetreiber in Anspruch
zu nehmen, die häufig mit Machine-to-Machine (M2M) bezeichnet werden.
Konfiguration
Die Konfiguration aller notwendigen Informationen (Providerdaten, Zugriffsrechte, Betriebsmodi) erfolgt mit STEP 7.
Für die Projektierung des CP 1242-7 ist STEP 7 Basic ab V11
erforderlich.
Zusätzlich kann eine Umkonfigurierung der Daten während der
Laufzeit erfolgen. Dazu steht eine extra Bibliotheksfunktion zur
Verfügung.
Uhrzeitsynchronisation
Der Mechanismus zur Uhrzeitsynchronisation des CP 1242-7 ist
abhängig von der Betriebsart einstellbar.
Für den Fall, dass ein Telecontrol-Server in der Leitstelle verwendet wird, gibt diese Leitstelle die Uhrzeit an alle Unterstationen
weiter. Für den Fall, dass der TeleControl-Server Basic nicht zum
Einsatz kommt, kann eine Synchronisation über einen NTPServer erfolgen.
Das CPU-Programm kann diese Zeit verwenden, um eine interne
Uhrzeit der Station zu stellen.
Funktionsbibliothek
Für den CP 1242-7 steht eine Funktionsbibliothek für folgende
Funktionen zur Verfügung:
• Datenaustausch: Sende- und Empfangsfunktionen ermöglichen einen Datenaustausch mit anderen Stationen
oder der Leitstelle.
• SMS-Empfang/Versand
• Konfiguration: Mithilfe eines Funktionsbausteins kann eine
Umkonfigurierung im Betrieb vorgenommen werden
Diagnose / Fernwartung
Aus STEP 7 kann eine Online-Verbindung über GPRS/Internet
zu einer entfernten S7-1200-Station mit CP 1242-7 aufgebaut
werden. Nach erfolgtem Verbindungsaufbau stehen alle
bekannten Online-Funktionen (Download, Diagnose) zur Fernwartung zur Verfügung.
■ Technische Daten
9
Bestell-Nr.
6GK7 242-7KX30-0XE0
Bestell-Nr.
6GK7 242-7KX30-0XE0
Produkttyp-Bezeichnung
CP 1242-7
Produkttyp-Bezeichnung
CP 1242-7
Übertragungsrate
Schnittstellen
Übertragungsrate bei
GPRS-Übertragung
• bei Uplink maximal
• bei Downlink maximal
Anzahl der elektrischen
Anschlüsse
• für externe Antenne(n)
• für Spannungsversorgung
43 kbit/s
86 kbit/s
Anzahl der Steckplätze für
SIM-Karten
Funktechnologie
Art des Mobilfunkdienstes wird
unterstützt
• SMS
• GPRS
Art des Mobilfunkdienstes
Anmerkung
Ja
Ja
GPRS (Multislot Class 10)
Art des Mobilfunknetzes wird
unterstützt
• GSM
• UMTS
Ja
Nein
Betriebsfrequenz
• 850 MHz
• 900 MHz
• 1800 MHz
• 1900 MHz
Ja
Ja
Ja
Ja
Sendeleistung
• bei Betriebsfrequenz 850 MHz
• bei Betriebsfrequenz 900 MHz
• bei Betriebsfrequenz 1800 MHz
• bei Betriebsfrequenz 1900 MHz
2W
2W
1W
1W
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Siemens IK PI · 2012
Ausführung elektrischer Anschluss
• für externe Antenne(n)
• für Spannungsversorgung
Ausführung des Steckplatzes der
SIM-Karte
1
1
1
SMA-Buchse (50 Ohm)
3-polige Klemmleiste
Steckpatz unter Frontklappe
Versorgungsspannung,
Stromaufnahme, Verlustleistung
Art der Spannung der Versorgungsspannung
DC
Versorgungsspannung extern
24 V
relative positive Toleranz
bei 24 V bei DC
20 %
relative negative Toleranz
bei 24 V bei DC
20 %
aufgenommener Strom aus
externer Versorgungsspannung
bei 24 V bei DC
• typisch
• maximal
0,1 A
0,22 A
Verlustwirkleistung
2,4 W
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GPRS-Baugruppe CP 1242-7
■ Technische Daten (Fortsetzung)
Bestell-Nr.
6GK7 242-7KX30-0XE0
Produkttyp-Bezeichnung
CP 1242-7
Schutzart IP
0 … 45 °C
0 … 55 °C
-40 … +70 °C
-40 … +70 °C
95 %
IP20
Bauform, Maße und Gewichte
Baugruppenformat
Breite
Höhe
Tiefe
Nettogewicht
Kompaktbaugruppe S7-1200
einfach breit
30 mm
100 mm
75 mm
0,133 kg
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
Anzahl der Baugruppen
• je CPU maximal
• Anmerkung
6GK7 242-7KX30-0XE0
Produkttyp-Bezeichnung
CP 1242-7
Leistungsdaten
Telecontrol
Zulässige
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur
• bei senkrechter Installation
während Betrieb
• bei waagerechter Installation
während Betrieb
• während Lagerung
• während Transport
• Anmerkung
relative Luftfeuchte bei 25 °C
ohne Kondensation während
Betrieb maximal
Bestell-Nr.
3
-
Anbindung an die Leitstelle
• Anmerkung
• mittels permanenter Verbindung
• mittels bedarfsorienter
Verbindung
Protokoll wird unterstützt
• DNP3
• IEC 60870-5
Ja
Datenmenge als Nutzdaten je
Station bei Telecontrolbetrieb
maximal
2 048 byte
Diagnosefunktion Online-Diagnose
mit SIMATIC STEP 7
Produktfunktion Programmdownload mit SIMATIC STEP 7
Produktfunktion
remote Firmware update
Leistungsdaten
offene Kommunikation
Anzahl der möglichen Verbindungen für S7-Kommunikation
• maximal
• bei PG-Verbindungen maximal
• bei PG/OP-Verbindungen
maximal
• Anmerkung
Produktfunktion Passwortschutz für
Teleservice-Zugriff
Produktfunktion verschlüsselte
Datenübertragung
Ja
Nein
STEP 7 Basic ab V11.0
Ja
Ja
Produktfunktionen Uhrzeit
Protokoll wird unterstützt NTP
Leistungsdaten
S7-Kommunikation
Ja
Produktfunktionen Management,
Konfiguration, Projektierung
Produktfunktionen Security
2 048 byte
bis 1000 Telegramme
Leistungsdaten
Teleservice
Projektierungssoftware erforderlich
5
Nein
Nein
Produktfunktion Datenpufferung
bei Verbindungsabbruch
• Anmerkung
Leistungsdaten
Anzahl der möglichen Verbindungen für offene Kommunikation
mittels TC-Bausteinen maximal
Datenmenge als Nutzdaten je
Sendaufruf maximal
TeleControl Server Basic
Anschluss an Scada System
mittels OPC Interface
wird unterstützt
wird unterstützt
Ja
-
9
-
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GPRS-Baugruppe CP 1242-7
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
Kommunikationsprozessor
CP 1242-7 1)
Kommunikationsprozessor zum
Anschluss von SIMATIC S7-1200
an Mobilfunknetzwerk GSM/GPRS
6GK7 242-7KX30-0XE0
Zubehör
TeleControl Server Basic
Software für
• Lizenz für bis zu 8 Stationen
• Lizenz für bis zu 64 Stationen
• Lizenz für bis zu 256 Stationen
• Lizenz für bis zu 1000 Stationen
• Lizenz für bis zu 5000 Stationen
6NH9 910-0AA20-0AA0
6NH9 910-0AA20-0AB0
6NH9 910-0AA20-0AC0
6NH9 910-0AA20-0AD0
6NH9 910-0AA20-0AE0
Antenne ANT794-4MR
GSM-Quadband-Antenne
omnidirektional mit 5 m Kabel
6NH9 860-1AA00
Antenne ANT794-3M
GSM-Triband Flachantenne
mit 1,2 m Anschlusskabel
1)
6NH9 870-1AA00
Bitte Länderzulassungen beachten unter
http://www.siemens.de/funkzulassungen
■ Weitere Info
Zur Unterstützung bei der Produktauswahl für
Industrial Wireless Communication steht das
SIMATIC NET Selection Tool zur Verfügung unter:
http://www.siemens.de/snst
Funkzulasssungen
Aktuelle Zulassungen finden Sie im Internet unter
http://www.siemens.de/funkzulassungen
9
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Siemens IK PI · 2012
Bestell-Nr.
Engineering Software STEP 7
Basic V11
Zielsystem:
SIMATIC S7-1200-Steuerungen
sowie die zugehörige Peripherie
Voraussetzung:
Windows XP Home SP3,
Windows XP Professional SP3
(32 bit),
Windows 7 Home Premium
(32 bit),
Windows 7 Professional (32 bit),
Windows 7 Enterprise (32 bit),
Windows 7 Ultimate (32 bit),
Microsoft Server 2003 R2 Std.
SP2 (32 bit),
Microsoft Server 2008 Std. SP2
(32 bit)
Lieferform:
deutsch, englisch, chinesisch,
italienisch, französisch, spanisch
• Single License
• Upgrade STEP 7 Basic V10.5
auf STEP 7 Basic V11,
Single License
• Powerpack STEP 7 Basic V11
auf STEP 7 Prof. V11,
Floating License
• STEP 7 Basic V11, Trial License
6ES7 822-0AA01-0YA0
6ES7 822-0AA01-0YE0
6ES7 822-1AA01-0YC5
6ES7 822-0AA01-0YA7
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GSM/GPRS-Modem MD720-3
■ Übersicht
■ Nutzen
• International einsetzbar durch Quadband Technologie
(Länderspezifische Zulassung beachten!)
• Schnelle Montage durch Hutschienenbefestigung
•
•
•
•
•
GSM/GPRS-Mobilfunkmodem mit RS232-Schnittstelle
Hutschienenmontage
Spannungsversorgung 24 V DC
Unterstützt die GSM-Dienste CSD 1), SMS und GPRS
Verwendung bei TeleControl Basic:
Datenübertragung über getunnelte GPRS-Verbindung mit
SIMATIC S7
• Verwendung bei SINAUT ST7:
Datenübertragung über CSD, GPRS, Senden von SMS
• AT-Kommando-Schnittstelle: Für Fernwartung über CSD mit
TS-Adapter II oder zum Versenden von SMS
1)
Bei GPRS Betrieb zusammen mit TeleControl Server Basic:
• Niedrige Betriebskosten bei ständiger drahtloser OnlineAnbindung durch optimierte Kommunikation mit effektivem
Telegrammaufbau
• Standortunabhängigkeit der zentralen Leitstation durch
Internetanbindung zwischen Mobilfunk-Provider und OPCServer
• Gesicherte Verbindung über öffentliche Netze durch verschlüsselte Datenübertragung sowie zusätzliche Maßnahmen
des GPRS-Providers
• Einfache Projektierung drahtlos angebundener Anlagen ohne
spezielle Funkkenntnisse
• Tausch des Modems ohne Fachpersonal möglich, da die
Parametrierung über die S7-200 erfolgt
• Kosteneinsparung durch Fernwartung und Fernprogrammierung
• Schnelle Erstellung von Applikationen durch die abgestimmte
Kombination von Automatisierungskomponenten mit dem
Micro Automation Set 21 (http://www.siemens.de/microset)
CSD – Circuit Switched Data (Datenübertragung über eine
GSM-Wählverbindung)
9
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GSM/GPRS-Modem MD720-3
■ Anwendungsbereich
• GSM-Modem für das Fernwirksystem SINAUT ST7 zur
Datenübertragung über Wählverbindung (CSD-Dienst)
• GSM-Modem für das Fernwirksystem TeleControl Basic zur
Datenübertragung über GPRS
• Aufbau von Systemen zum Überwachen und Steuern
einfacher Fernwirkstationen
• Energiesparkonzepte von Anlagen z. B. durch die zustandsabhängige Drehzahlsteuerung von Pumpen in
Außenstationen
• Steuerung und Überwachung z. B. von
- Kläranlagen, Wasseraufbereitung
- Öl- und Gasversorgung
- Fernwärmenetzen
- Energieverteilung
- Pumpstationen
- Automaten
- Verkehrsleitsystemen
- Gebäuden
- intelligente Reklametafeln
- Wetterstationen
- Leuchttürme und Bojen
- Windkraft- und Photovoltaikanlagen
• Anbindung von mobilen Teilnehmern, mit zentraler Überwachung/Steuerung von Schienenfahrzeugen, Spezialfahrzeugen, öffentlicher Nahverkehr, komplexen Baumaschinen,
Schiffen im Binnen- und Küstenbereich
• Fernprogrammierung und Wartung der SIMATIC S7-200 über
eine GSM-Wählverbindung (CSD-Dienst)
PC mit Telecontrol
Server Basic
Industrial Ethernet
PC mit STEP 7 V11
DSL-Router
VPN-Tunnel
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
9
Station
Station
GPRS-Kommunikation zwischen SIMATIC S7-200 mit MD720-3 und TeleControl Server Basic
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Siemens IK PI · 2012
S7ಣ1200 mit
CP1242ಣ7
S7ಣ200 mit
MD720-3
Station
G_IK10_XX_30270
GPRS
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GSM/GPRS-Modem MD720-3
■ Aufbau
• Robustes Kunststoffgehäuse für Hutschienenmontage
• 9-polige Sub-D-Buchse mit RS232-Schnittstelle
(PPI-Adapter für SIMATIC S7-200 notwendig)
• Diagnose-LEDs für Modemstatus, Feldstärke und
Verbindungskontrolle
• SET-Service-Taste
• 4-polige Schraubklemme für den Anschluss an die
DC 24 V-Versorgungsspannung
• SMA-Antennenanschluss für GSM/GPRS-Antenne
■ Funktion
• Quadband GSM mit den Frequenzbändern
850/900/1800/1900 MHz
• GPRS Multislot Class 10 (Brutto: 13,4-27 kBit/s Upload,
40-54 kBit/s Download).
• Automatischer Aufbau und Halten der IP basierenden
Onlineverbindung über GPRS zum Internet
• Datenaustausch zur PC basierenden Applikation TeleControl
Server Basic (Router und OPC-Server); Datenaustausch zu
weiteren MD720-3 Modems über das Routing von TeleControl
Server Basic
• Umschaltung zwischen GPRS und CSD (Modembetrieb) im
laufenden Betrieb
• CSD- und GPRS-Verbindung über AT-Kommandos steuerbar
• Freigegebener Ersatz für das GSM-Kit MC45 durch kompatible AT-Kommandos bei Einsatz mit SINAUT ST7-Baugruppen
• Versenden von SMS und Fax (via SMS) über GSM-Dienste
• Fernprogrammierung der S7-200 mit MicroWin über GSMModembetrieb (CSD Mode)
• Gesicherter Zugriff auf Daten der SIMATIC S7-200, auch
über Mobilfunk-Providernetze die keine öffentlichen und fixe
IP-Adressen für das Modem bereitstellen
Projektierung
• Parametrierung über SPS-Bausteine mit dem Programmiertool
Micro/Win für SIMATIC S7-200;
• SPS-Bausteine sind Bestandteil von TeleControl Server Basic
• AT-Kommando-Schnittstelle
Security
• Freigabe von bis zu 3 Rufnummern für ankommenden
GSM-Verbindungen (CLIP-Funktion) für Teleservice
• User Name und Passwort für GSM-Verbindung
• Uneingeschränkter Client- und Server-Betrieb auch in
geschützten GPRS-Netzen mit privaten IP-Adressen der
Mobilfunkprovider
• Gesicherter Datenverkehr im GPRS Modus zwischen Modem,
Internet und TeleControl Server Basic durch Verschlüsselungsalgorithmen
Diagnose / Instandhaltung
• Status des Verbindungsaufbaus, und einer bestehenden
Verbindung über Front LED Anzeige
• Auslesen der Konfigurationsdaten über die RS232-Schnittstelle
• Verbindungsstatus zum Modem und zur SPS in TeleControl
Basic überwachbar
• Direkter zusätzlicher Zugriff über GSM (Modembetrieb) für
Teleservice (Fernprogrammierung, Ferndiagnose)
Siemens IK PI · 2012
9/19
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Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GSM/GPRS-Modem MD720-3
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH9 720-3AA00
Bestell-Nr.
6NH9 720-3AA00
Produkttyp-Bezeichnung
GPRS-Modem MD720-3
Produkttyp-Bezeichnung
GPRS-Modem MD720-3
Versorgungsspannung
DC 12 - 30 V
Verlustleistung
typ. 5 W
max. 6,2 W
Übertragungsrate
• RS232
300 bit/s bis zu 57.600 bit/s
• GSM-Datenrufe
CSD 9.600 bit/s
Zul. Umgebungsbedingungen
• GPRS
- bis zu 2 Uplinks
- bis zu 4 Downlinks
13,4 kBit ... 27 kBit Upload Brutto
(Modem – Internet);
Netto ca. 30 % niedriger
40 kBit ... 54kBit Download Brutto
(Internet – Modem);
Netto ca. 30 % niedriger
Schnittstellen
• Betriebstemperatur
- 20 °C bis +60 °C
• Transport-/Lagertemperatur
- 25 °C bis +85 °C
• Relative Feuchte
max. 95 % bei +25 °C
Konstruktiver Aufbau
• Maße (B x H x T) in mm
22,5 x 99 x 114
• Gewicht
etwa 150 g
• RS232
1 x 9-polige SUB-D-Buchse
• Montage
Hutschiene
• Antennenanschluss
1 x SMA-Antennenbuchse
(50 Ohm)
Schutzart
IP40
Projektierung
AT-Kommandos über
S7-200-Programmbausteine;
MC45-kompatible AT-Kommandos für den Einsatz mit
SINAUT ST7-Baugruppen
Länderzulassungen
Aktuelle Zulassungen
finden Sie im Internet unter
http://www.siemens.de/simaticnet/ik-info
Frequenzbereiche
850, 900, 1800, 1900 MHz
Sende-Ausgangsleistung
2 W bei 850, 900 MHz
1 W bei1800,1900 MHz
Stromaufnahme
Sendemodus
• bei 12 V
• bei 24 V
430 mA
140 mA
Empfangsmodus
• bei 12 V
• bei 24 V
90 mA
50 mA
9
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Siemens IK PI · 2012
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
GSM/GPRS-Modem MD720-3
■ Bestelldaten
GSM/GPRS-Modem MD720-3 1)
Bestell-Nr.
6NH9 720-3AA00
GPRS-Modem zur IP-basierenden
Datenübertragung über
GSM Netze, Quadband,
AT-Kommando-Schnittstelle,
automatischer GPRS-Verbindungsaufbau, umschaltbar auf
CSD-Betrieb, RS232;
inkl. Gender Changer für
RS232/PPI-Adapter;
Handbuch auf CD-ROM
deutsch, englisch,
chinesisch, russisch
Bestell-Nr.
GSM/GPRS-Antenne
ANT794-3M
GSM Triband Flachantenne mit
1,2 m Anschlusskabel
GSM/GPRS-Antenne
ANT794-4MR
6NH9 860-1AA00
Quadband-Antenne,
omnidirektional mit 5 m Kabel
SIMATIC S7-200
PPI-Modemkabel
Zubehör
Zum Anschluss der S7-200 an
das GSM/GPRS Modem MD720-3
TeleControl Server Basic
Steckleitung
Software für 8 bis 5000 Stationen;
Single License für eine
Installation; OPC-Server für
GPRS-Kommunikation mit
SIMATIC S7-1200 und
SIMATIC S7-200;
Verbindungsmanagement zu
8 Remote GPRS-Stationen;
Routing für Verbindungen
zwischen S7 GPRS-Stationen;
deutsche und englische
Bedienoberfläche;
für Windows 7 Professional,
Windows 7 Enterprise,
Windows 7 Ultimate und
Windows Server 2008 (32 Bit);
Dokumentation auf CD-ROM
deutsch und englisch
• TeleControl Server Basic 8
Verbindungsmanagement für
acht SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
• TeleControl Server Basic 64
Verbindungsmanagement für
64 SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
• TeleControl Server Basic 256
Verbindungsmanagement für
256 SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
• TeleControl Server Basic 1000
Verbindungsmanagement für
1000 SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
• TeleControl Server Basic 5000
Verbindungsmanagement für
5000 SIMATIC S7-1200- oder
S7-200-Stationen
zur Verbindung einer
TIM3V-IE/TIM4 (RS232) mit
dem GSM-Modem MD720-3
(Zugang zum GSM-Netz). Auch
geeignet für Fremdmodems oder
Funkgeräte mit Standard-RS232;
Kabellänge 2,5 m.
1)
6NH9 870-1AA00
SITOP compact 24 V/0,6 A
6NH9 701-0AD
6NH7 701-5AN
6EP1 331-5BA00
1-phasige Stromversorgung mit
Weitbereichseingang
AC 85 … 264 V/DC 110 … 300 V,
geregelte Ausgangsspannung
24 V, Ausgangsstrom-Nennwert
0,6 A, schmale Bauform
6NH9 910-0AA20-0AA0
6NH9 910-0AA20-0AB0
6NH9 910-0AA20-0AC0
6NH9 910-0AA20-0AD0
6NH9 910-0AA20-0AE0
9
Bitte Länderzulassungen beachten unter
http://www.siemens.de/funkzulassungen
■ Weitere Info
Zur Unterstützung bei der Produktauswahl für
Industrial Wireless Communication steht das
SIMATIC NET Selection Tool zur Verfügung unter:
http://www.siemens.de/snst
Funkzulasssungen
Aktuelle Zulassungen finden Sie im Internet unter
http://www.siemens.de/funkzulassungen
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Basic für die Unterstationen
SIPLUS GSM/GPRS-Modem MD720-3
■ Übersicht
SIPLUS GSM/GPRS-Modem
MD720-3
Bestellnummer
6AG1 720-3AA00-7AA0
Bestellnummer based on
6NH9 720-3AA00
Umgebungstemperaturbereich
-25 ... +70 °C
Conformal Coating
Beschichtung der Leiterplatte und
der elektronischen Bauelemente
Technische Daten
Es gelten die Technischen Daten
des Standardproduktes mit
Ausnahme der Umgebungsbedingungen.
Umgebungsbedingungen
•
•
•
•
•
GSM/GPRS-Mobilfunkmodem mit RS232-Schnittstelle
Hutschienenmontage
Spannungsversorgung 24 V DC
Unterstützt die GSM-Dienste CSD *), SMS und GPRS
Verwendung bei TeleControl Basic:
Datenübertragung über GPRS;
für Fernwartung umschaltbar auf CSD (nur ankommender Ruf)
• Verwendung bei SINAUT ST7:
Datenübertragung über CSD, Senden von SMS
Relative Luftfeuchte
5 ... 100 %
Betauung zulässig
Biologisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3B2 Schimmel-,
Pilz-, Schwammsporen
(ausgenommen Fauna)
Chemisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3C4 inkl. Salznebel und
ISA –S71.04 severity level G1;
G2; G3; GX 1)2)
Mechanisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3S4 inkl. leitfähiger Sand,
Staub 2)
Luftdruck
(abhängig vom höchsten angegebenen positiven Temp.bereich)
1080 ... 795 hPa
(-1000 ... +2000 m)
siehe Umgebungstemperaturbereich
795 ... 658 hPa
(+2000 ... +3500 m)
derating 10 K
658 ... 540 hPa
(+3500 ... +5000 m)
derating 20 K
*) CSD – Circuit Switched Data (Datenübertragung über eine
GSM-Wählverbindung)
Hinweis:
SIPLUS extreme-Produkte basieren auf Siemens IndustryStandardprodukten. Die hier aufgeführten Inhalte wurden von
den entsprechenden Standardprodukten übernommen. Ergänzt
sind SIPLUS extreme-spezifische Informationen.
1)
2)
ISA –S71.04 severity level GX: Dauerbelastung/ long-term load:
SO2 < 4,8 ppm; H2S < 9,9 ppm; Cl < 0,2 ppm; HCl < 0,66 ppm;
HF < 0,12 ppm; NH < 49 ppm; O3 < 0,1 ppm; NOX < 5,2 ppm
Grenzwert/ limit value (max. 30 min/d): SO2 < 17,8 ppm;
H2S < 49,7 ppm; Cl < 1,0 ppm; HCl < 3,3 ppm; HF < 2,4 ppm;
NH < 247 ppm; O3 < 1,0 ppm; NOX < 10,4 ppm
Die mitgelieferten Steckerabdeckungen müssen bei Betrieb in Schadgasatmosphäre auf der nicht genutzten Schnittstelle verbleiben!
Technische Dokumentation zu SIPLUS finden Sie hier:
http://www.siemens.de/siplus-extreme
■ Bestelldaten
9
SIPLUS GSM/GPRS-Modem
MD720-3
Bestell-Nr.
6AG1 720-3AA00-7AA0
GPRS-Modem zur IP-basierenden
Datenübertragung über
GSM Netze, Quadband,
AT-Kommando-Schnittstelle,
automatischer GPRS Verbindungsaufbau, umschaltbar auf
CSD-Betrieb, RS232;
Handbuch auf CD-ROM
deutsch, englisch,
chinesisch, russisch
Zubehör
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Siemens IK PI · 2012
siehe Bestelldaten zu
GSM/GPRS-Modem
MD720-3
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional
Einführung
■ Übersicht
Zentrale
Industrial Ethernet (LAN, z.B. LWL) und IP-basierte Netze
(WAN, z.B. DSL, GPRS, Internet)
Klassisches WAN (Standleitung, Wählnetz, Funknetz)
Optionaler Anschluss an Industrial Ethernet und IP-basierte Netze
Optionaler Anschluss an klassisches WAN
MPI-Bus
S7-400
SINAUT ST7cc
SINAUT ST7sc
WinCC
PCS 7
S7-300 / C7
OPCClient
TIM
3V-IE
Adv.
MPI
TIM
4R/4RD
Industrial Ethernet
TIM
4R-IE
S7-400
KnotenStation
S7-300 / C7
TIM
4R-IE
TIM
3V-IE
Adv.
SINAUT
ST7cc/
ST7sc
TIM
4R-IE
Stationen
S7-400
S7-400
S7-300 / C7
TIM 4R
TIM 4R-IE
TIM 3V-IE
TIM 4R
TIM 4R-IE
Mögliche lokale Erweiterung auf
allen Ebenen mit weiteren SIMATIC
Komponenten, zum Beispiel:
Feldgeräte
(z.B. ET 200S, ET 200pro)
Bedienungs- und
Beobachtungssysteme
(z.B. SIMATIC HMI)
Drives
(z.B. SINAMICS)
Messtechnik
(z.B. SITRANS)
G_IK10_XX_30206
S7-300 / C7
TIM 3V-IE
S7-400
S7-400
Beispielkonfiguration TeleControl Professional mit SINAUT ST7
TeleControl Professional ist ein auf SIMATIC S7 (S7-300, S7-400
und WinCC/PCS 7) basierendes Fernwirksystem für die vollautomatische Überwachung und Steuerung von Prozess-Stationen,
die über verschiedenste WAN-Medien Daten untereinander und
mit einer oder mehreren Leitzentralen austauschen.
TeleControl Professional ermöglicht ein durchgängiges
Kommunikationskonzept (TIA) und eine vollständige Integration
in das SIMATIC-Umfeld. Die modulare Aufbautechnik und die
Unterstützung verschiedenster Netzformen und Betriebsarten
einschließlich IP-basierter Netze ermöglichen den Aufbau flexibler Netzstrukturen, die auch redundante Ankopplungen enthalten können.
Die Netze können unter Nutzung aller Übertragungsmedien
(z. B. Standleitung, Funk, Wählnetze, Mobilfunk, DSL) optimal
auf die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.
Mit der SINAUT ST7 Engineering Software und STEP 7 ist die
Projektierung selbst hochkomplexer Netze und ihrer Erweiterungen einfach und kostengünstig durchführbar.
Der Datenaustausch mit Geräten des Vorläufersystems
SINAUT ST1 (basierend auf SIMATIC S5) ist möglich.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional
Einführung
■ Nutzen
■ Funktion
Netzformen und Betriebsarten
• Alle klassischen und IP-basierten WAN-Medien beliebig
kombinierbar inkl. Wegeredundanz
• Ereignisgesteuerte Datenübertragung inkl. Zeitstempelung
• Datenspeicherung vor Ort
• Fernprogrammierung und Ferndiagnose
• Integriertes Bedien- und Beobachtungskonzept für
WinCC/PCS 7 oder Anbindung an Fremdsysteme über OPC
■ Anwendungsbereich
Das TeleControl Professional-System bewährt sich sowohl in
Kleinstanlagen mit wenigen Prozess-Stationen wie auch in komplexen Netzen mit bis zu vielen hundert Stationen.
Beispiele für das Einsatzspektrum:
• Sichere Versorgung privater und industrieller Verbraucher mit
Trinkwasser, Gas oder Fernwärme über verzweigte Netze
• Wirtschaftlicher Transport von Gas, Öl oder Ölprodukten über
Pipelines
• Zuverlässige Erfassung und Übertragung von Prozessdaten
aus Umweltüberwachungseinrichtungen
• Fernüberwachung von abwassertechnischen Einrichtungen
• Steuerung und Kontrolle von Leuchtfeuern, Blockheizkraftwerken, Fördereinrichtungen oder verkehrstechnischen Anlagen
Mit den Telecontrol-Komponenten können komplette hierarchische Kommunikationsnetze, bestehend aus Stationen, Knotenstationen und Zentrale, aufgebaut werden.
Für den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Geräten
können klassische WAN-Netze wie Standleitung, Funk und
Wählnetze sowie IP-basiertes WAN wie DSL, GPRS, UMTS,
Internet usw. genutzt werden.
Alle WAN-Typen können beliebig in einem Projekt kombiniert
werden. Es lassen sich Stern-, Linien- und Knotenstrukturen aufbauen. Auch Mischkonfigurationen dieser Basisstrukturen sind
möglich.
Für die redundante Datenübertragung kann eine Station mit
zwei Übertragungswegen gekoppelt werden. Die beiden Wege
können vom gleichen Typ sein oder auch unterschiedlich, z. B.
Standleitung plus GPRS oder ISDN plus Funk.
Folgende Netzformen sind mit SINAUT ST7 im WAN möglich:
• "Punkt-zu-Punkt"
• "Linie"
• "Stern"
• "Baum"
• "Ring"
Die nachfolgenden Grafiken zeigen beispielhaft verschiedene
Netzformen, die mit SINAUT ST7 realisiert werden können.
Industrial Ethernet (Twisted Pair)
Industrial Ethernet (Fiber optic)
MPI
SINAUT ST7cc/sc
■ Aufbau
Das TeleControl Professional-System basiert auf den SIMATICSystemen S7-300 und S7-400 sowie auf WinCC/PCS 7.
Es ergänzt diese Systeme um die nachfolgend aufgeführten
speziellen SINAUT-Komponenten, die sowohl aus Hardware als
auch aus Software bestehen.
Hardware-Komponenten
• Kommunikationsbaugruppen TIM
• Modembaugruppen MD
• Mobilfunk-Komponenten (GSM/GPRS/UMTS)
• Standleitungszubehör (Überspannungsschutz)
• Steckleitungen
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Advanced
MPI
Zentrale
Industrial Ethernet
Switch
SCALANCE
X-100/X-200
Software-Komponenten
SINAUT ST7 Engineering-Software
• SINAUT TD7-Bibliothek;
enthält Bausteine für die SIMATIC S7-CPU
• SINAUT ST7-Projektierungs- und Diagnosesoftware für das
Programmiergerät
Software für die zentrale Leitstelle
• SINAUT ST7cc;
das SINAUT Add-on für WinCC
• WinCC TeleControl;
Add-on zu SIMATIC WinCC für Telecontrol-Anwendungen
• PCS 7 TeleControl;
Add-on zu SIMATIC PCS 7 für Telecontrol-Anwendungen
• SINAUT ST7sc;
Software zur Anbindung von ST7 an Leitzentralen, die als
OPC-Client arbeiten können
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Switch
SCALANCE
X-100/X-200
Funknetz
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Advanced
Station
Leitstelle SINAUT ST7cc/sc mit redundanter WAN-Anbindung
G_IK10_XX_30138
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional
Einführung
■ Funktion (Fortsetzung)
S7-400 mit
CP 443-1
SINAUT ST7cc/sc
TIM
4R-IE
MD2
MD2
MD2
Industrial Ethernet
Zentrale
Sternförmiges
Standleitungsnetz
DSL-Router
VPN-Tunnel
Internet
Funknetz
S7-400
S7-300 mit
TIM 3V-IE
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Advanced
und MD2
Station
Station
TIM
4R-IE
MD720-3
Station
S7-300 mit
TIM 3V-IE
MD720-3
S7-300 mit
TIM 3V-IE
und MD2
Station
Station
G_IK10_XX_30187
GPRS
Unterschiedliche Kommunikationsmedien in einer SINAUT ST7-Anlage
Die Leitstelle
Zur Auslegung der zentralen Leitstelle stehen verschiedene
Varianten zur Auswahl:
SINAUT ST7cc;
die PC-Leitstelle basierend auf WinCC;
Dies ist das ideale Leitstellensystem sowohl für SINAUT ST7 als
auch für SINAUT ST1. Es ist speziell auf die ereignisgesteuerte
und zeitgestempelte Datenübertragung des SINAUT-Systems
abgestimmt und kann als Einfach-System ausgelegt werden
oder auch als redundantes System (als Ergänzung des
WinCC/PCS 7-Redundanzpakets).
PCS 7 mit PCS 7 TeleControl;
Dies ist das ideale Leitstellensystem für Anlagen, bei denen
größere lokale Automatisierungsaufgaben mit Fernwirkanbindungen kombiniert werden müssen. Zusätzlich zu SINAUT ST7
sind auch Remote-Stationen mit anderen Kommunikationsprotokollen, z. B. über DNP3 oder IEC-870-5-101/-104, anschließbar.1)
WinCC TeleControl;
Leitstellensystem für Anlagen mit der HMI-Software WinCC,
die um Fernwirkanbindungen erweitert werden.
WinCC TeleControl bietet die Anbindung von SIMATIC Unterstationen mit TIM 3V-IE DNP3, TIM 4R-IE DNP3 oder Fremdstationen mit DNP3-Protokoll sowie Fernwirkstationen mit
IEC-870-5-101/-104.
SINAUT ST7sc;
OPC-Server für die Anbindung von Leitstellen anderer Hersteller
über OPC-Client-Funktion;
Über das "Data Access Interface" kann die SINAUT-Fernwirktechnik auch an Leitstellensyteme anderer Hersteller angebunden werden. ST7sc verfügt über aufwändige Puffermechanismen, die einen Datenverlust – auch bei Ausfall des
OPC-Clients – verhindern. Es kann an einfach oder redundant
aufgebaute Clients angebunden werden.
Die Leitstelle besteht, wie die Unterstationen, aus einer
SIMATIC S7-300- oder einer S7-400-Steuerung.
Diese Lösung eignet sich für einfachere Leitstellen, bei denen
lediglich ein aktuelles Prozessabbild der in den Stationen vorhandenen Prozessdaten benötigt wird. Durch Eingabe von
Befehlen, Sollwerten oder Parametern kann in die Prozesssteuerung der Stationen eingegriffen werden. Diese S7-300oder S7-400-Leitstelle kann auch als Ergänzung einer PCLeitstelle (SINAUT ST7cc oder ST7sc) eingesetzt werden,
z. B. zur Datenausgabe auf einer Tafel und/oder als Notbediensystem.
1)
Weitere Informationen siehe Katalog ST PCS 7.1
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional
Einführung
■ Funktion (Fortsetzung)
Uhrzeit immer aktuell
:LQ&&
3&6
6,1$8767FF
6,1$8767FF
:LQ&&
Zur nachträglichen, korrekten Archivierung der Prozessdaten im
Leitsystem werden alle Datentelegramme bereits am Entstehungsort mit einem Zeitstempel versehen. Das gesamte Netz
wird automatisch synchronisiert – Sommer-/Winterzeit-Umstellung inklusive.
:LQ&&
Datenspeicherung vor Ort
Eine spezielle Eigenschaft der im SINAUT ST7-System eingesetzten Kommunikationsbaugruppe TIM ist die Fähigkeit, Daten,
die bei Verbindungsausfall oder bei Ausfall des Partners nicht
verloren gehen dürfen, zu speichern. Dafür hält sie Speicher für
bis zu 56.000 Telegramme bereit.
03,
,QGXVWULDO(WKHUQHW
7,0
5,(
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]%
6PLW 6PLW
7,09,( 7,05,(
Bei Wählnetzen hilft die Speicherfähigkeit Gebühren zu sparen.
Die zu übertragenden Daten können dazu unterschiedlichen
Prioritäten zugeordnet werden. Bei hoher Priorität wird sofort
eine Wählverbindung aufgebaut. Bei niedriger Priorität werden
die Daten zunächst auf der TIM gespeichert. Sie werden bei
der nächsten Verbindung, die aus irgendeinem Grund mit dem
Partner zustande kommt, übertragen, beispielsweise wenn eine
Information mit hoher Priorität zu übertragen ist, oder wenn vom
Partner aus eine Verbindung aufgebaut wird, um Daten auszutauschen.
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:$1
]%
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6,1$87676WDWLRQHQ
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7,0
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Leitstellensystem SINAUT ST7cc mit angeschlossenen ST7- und
ST1-Stationen
Klassische WANs
Die folgenden, klassischen WAN-Netze können für die
Datenübertragung genutzt werden:
• Kupfer-Standleitungen, private oder gemietete
• Private Funknetze (optional mit Zeitschlitzverfahren)/TETRA
• Wählnetze (Analog/ISDN/GSM)
IP-basierte WANs
9
SINAUT-Kommunikation ist auch über IP-basierte Netze
möglich:
• Über Funk, durch Nutzung von speziellen für Ethernet
optimierten Funksystemen, z. B. die Komponenten des
IWLAN-Systems SCALANCE W
• Über Lichtwellenleiter, z. B. durch Einsatz der Switches
SCALANCE X mit optischen Ports; damit können Entfernungen von bis zu 120 km überbrückt werden
• Über öffentliche Netze und Internet mittels DSL oder
GPRS/UMTS.
Änderungsgesteuerte Datenübertragung
Die SINAUT-Software in den Stationen sorgt für eine änderungsgesteuerte Prozessdatenübertragung zwischen CPU und Leitstelle, z.B. ST7cc, sowie von CPU zu CPU. Ausfälle von Verbindungen, CPUs oder der Leitstelle werden angezeigt. Nach
Störungsbehebung oder nach Anlauf einer CPU bzw. der Leitstelle erfolgt ein automatisches Daten-Update für alle beteiligten
Kommunikationspartner.
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Siemens IK PI · 2012
Gerade weil die TIM-Baugruppe Daten speichern und zeitversetzt mit Zeitstempel übertragen kann, ist auf den Einsatz eines
geeigneten Leitstellensystems zu achten. Es muss diese Daten
auch dann noch verarbeiten können, speziell was die nachträgliche Archivierung betrifft, wenn die Daten mit Verzögerungen
von mehreren Stunden oder gar Tagen in der Leitstelle empfangen werden. Auch Archivverdichtungen wie die Bildung von
Mittel-, Stunden- und Tageswerten, sind erst dann durchzuführen, wenn alle Daten der betreffenden Periode empfangen
wurden. Die Standard SINAUT-Leitstelle auf Basis von WinCC
ist, ergänzt um die SINAUT-Software ST7cc, für diese Aufgaben
prädestiniert.
SINAUT Fern-Programmierung und Fern-Diagnose
In den Branchen, in denen SINAUT zum Einsatz kommt, sind die
Stationen weit verteilt und befinden sich oft an schwer zugänglichen Orten. Störungen, die den Besuch einer solchen Station
erforderlich machen, sind mit längeren Anreisen verbunden.
SINAUT ST7 hält für diese Fälle die optimale Lösung bereit:
Fern-Programmierung und -Diagnose über das Fernwirknetz.
Sämtliche Diagnose- und Programmierfunktionen, die SIMATIC
und SINAUT für die Stationsautomatisierung und die WAN-Kommunikation zur Verfügung stellen, können über die Fernwirkstrecke hinweg genutzt werden – und dies während die Prozessdatenübertragung weiterläuft.
Alarmierung über SMS
Zur Alarmierung von Bereitschaftspersonal können von den
CPUs aus ereignisgesteuert Textnachrichten an ein Mobiltelefon
geschickt werden. Eine Quittierung dieser Nachrichten, zurück
an die meldende CPU, ist vom Mobiltelefon aus möglich. Die
Ausgabe der SMS-Nachricht kann auch als E-Mail, Fax oder
Voice-Mail erfolgen, falls der Mobilfunk-Provider diese Optionen
für seinen SMS-Dienst anbietet.
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional
Einführung
■ Integration
Protokolle
Betriebsarten
SINAUT ST1-Protokoll
Polling
Dieses Protokoll wird im SINAUT ST1 System verwendet, das auf
dem System SIMATIC S5 basiert. Das SINAUT ST7-System beherrscht dieses Protokoll aber ebenfalls. Vorhandene SINAUT
ST1-Anlagen können somit mit dem SINAUT ST7-System
weiter ausgebaut werden oder bestehende Anlagenteile durch
ST7-Geräte ersetzt werden.
Bei der Betriebsart Polling wird der Datenaustausch von der
Zentrale aus gesteuert. Sie ruft die angeschlossenen Stationen
(auch Knotenstationen) der Reihe nach auf. Stationen, die
geänderte Daten haben, senden diese, sobald sie aufgerufen
werden. Stationen die im Moment keine Datenänderung vorliegen haben, quittieren den Aufruf nur. Daten von der Zentrale
an die Stationen können jederzeit zwischen den einzelnen
Aufrufen übertragen werden.
Querverkehr zwischen den Stationen ist beim ST7-Protokoll
möglich. Der Datenaustausch führt dabei immer über die
pollende Zentrale-TIM.
Mögliche Betriebsarten:
• Polling
• Polling mit Zeitschlitzverfahren
• Spontanbetrieb (für Wählnetze)
Bei den beiden Polling-Betriebsarten ist zu berücksichtigen,
dass nur Modems/Übertragungseinrichtungen eingesetzt
werden können, die für 11 Bit Asynchronzeichen geeignet sind.
Die Betriebsart "Spontan" erlaubt dagegen die Übertragung
sowohl mit 11 als auch mit 10 Bit Asynchronzeichen.
SINAUT ST7-Protokoll
Dieses Protokoll ist eine Fortentwicklung des ST1-Protokolls.
Es ermöglicht die SINAUT-Kommunikation über klassisches und
IP-basiertes WAN. Zusätzlich wurden die Adressierungsmöglichkeiten erweitert:
• Bis zu 10.000 Teilnehmer sind adressierbar
(bei ST1 maximal 254)
• Telegramme enthalten Quell- und Zieladresse, (ST1-Telegramme enthalten nur eine Quell- oder eine Zieladresse).
Ansonsten ermöglicht das ST7-Protokoll "PG-Routing", d.h.
Fern-Programmierung und Fern-Diagnose über das WAN. Der
SINAUT Datenverkehr wird dabei nicht angehalten. PG-Routing
und Datenverkehr teilen sich die verfügbare Bandbreite des
Übertragungsweges, PG-Routing bekommt lediglich eine
höhere Priorität.
Mögliche Betriebsart im IP-basierten WAN
• Spontanbetrieb
Mögliche Betriebsarten im klassischen WAN:
• Polling,
• Polling mit Zeitschlitzverfahren,
• Spontanbetrieb (für Wählnetze)
Polling mit Zeitschlitzverfahren
Die Betriebsart Polling mit Zeitschlitzverfahren wird in einem
Funknetz verwendet, in dem die Nutzung der von der Registrierungsbehörde zugeteilten Funkfrequenz mit anderen Betreibern
geteilt werden muss. Jeder Betreiber bekommt typischerweise
6 Sekunden pro Minute Gelegenheit Daten mit seinen Stationen
auszutauschen. Danach muss die Frequenz für den nächsten
Betreiber freigegeben werden. Während des zugeteilten Zeitschlitzes funktioniert diese Variante des Pollings wie der normale
Pollingbetrieb.
Querverkehr zwischen den Stationen ist beim ST7-Protokoll
möglich. Der Datenaustausch führt dabei immer über die
pollende Zentrale-TIM.
Um den Zeitschlitz exakt einhalten zu können, muss die
pollende Zentrale-TIM direkt mit der DCF77- oder GPS-Uhrzeit
versorgt werden.
Spontanbetrieb
Spontanbetrieb für den Datenaustausch in Wählnetzen:
Für die Übertragung im Wählnetz können die Daten der Station
oder Knotenstation unterschiedlichen Prioritäten zugeordnet
werden (normal, hoch oder Alarm). Daten, die die Zentrale zu
senden hat, haben immer die hohe Priorität. Stehen Daten mit
hoher oder Alarm-Priorität zur Übertragung an, wird sofort eine
Wählverbindung aufgebaut. Bei der normalen Priorität werden
die Daten zunächst in der Station gespeichert. Sie werden bei
der nächsten Verbindung, die aus irgendeinem Grund mit dem
Partner zustande kommt, übertragen, beispielsweise wenn eine
Information mit hoher oder Alarm-Priorität zu übertragen ist, oder
wenn vom Partner aus eine Verbindung aufgebaut wird um
Daten auszutauschen.
Die Übertragung der in der TIM gespeicherten Telegramme
erfolgt dabei nach dem FIFO-Prinzip, d.h. in der originalen
zeitlichen Reihenfolge, soweit es sich um Telegramme mit der
hohen oder normalen Priorität handelt. Sind im TIM-Puffer AlarmTelegramme enthalten, so werden diese prinzipiell vor den
sonstigen Telegrammen zur Übertragung gebracht.
Querverkehr zwischen den Stationen ist beim ST7-Protokoll
möglich, und zwar direkt von Station zu Station.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional
Einführung
■ Integration (Fortsetzung)
Spontanbetrieb im IP-basierten WAN
Medienvarianten
Für die Übertragung über ein IP-basiertes Netz wird zwischen
zwei TIMs oder zwischen einer TIM und ST7cc/ST7sc jeweils
eine permanente S7-Verbindung aufgebaut. Darüber tauschen
beide TIMs oder TIM und ST7cc/ST7sc unter Nutzung des
TCP/IP-Transportprotokolls die SINAUT ST7-spezifischen
Datenpakete aus. Die Übertragung erfolgt mit den Mitteln der
S7-Kommunikation, wobei die Abwicklung des spontanen
Datenaustausches davon abhängt, ob beim IP-basierten Netz
die übertragene Datenmenge kostenpflichtig ist oder nicht.
Netze ohne Volumentarif:
Beim Senden von Daten werden diese unabhängig von einer
Priorität sofort an den jeweiligen Partner übertragen. Die Reihenfolge der Übertragung erfolgt nach dem FIFO-Prinzip. Davon
ausgenommen sind Telegramme mit Alarm-Priorität. Diese
werden vor den anderen, eventuell noch im Puffer stehenden
Telegrammen, zur Übertragung gebracht.
Netze mit Volumentarif:
Bei einem IP-basierten Netz, wie z. B. dem GPRS-Netz, wird, wie
bei einem Wählnetz, die Priorität der einzelnen Datentelegramme (normal, hoch oder Alarm) berücksichtigt. Daten mit
normaler Priorität werden gesammelt und in größeren Blöcken
übertragen, sobald eine bestimmte Blockgröße erreicht wird
oder spätestens dann, wenn das eingestellte TCP/IP Keep-aliveIntervall abgelaufen ist. Das spart Übertragungsvolumen, weil
weniger Telegramm-Overhead und Quittungstelegramme
benötigt werden. Wichtige Daten mit hoher und Alarm-Priorität
werden sofort übertragen. Dabei werden normale Telegramme,
die zu diesem Zeitpunkt zwischengespeichert sind, gleich mit
gesendet. Für die Reihenfolge der Übertragung gilt auch hier für
Telegramme mit normaler und hoher Priorität das FIFO-Prinzip.
Abhängig von der Unterstützung durch das gewählte Fernwirkprotokoll stehen für diese Grundformen verschiedene
Übertragungsmedien zur Verfügung, z. B. Standleitung, private
Funknetze, Mobilfunknetz, Wählnetze (Funk-/Festnetz), DSL
über Internet.
Netzformen und Topologien
Alle Netze und alle Übertragungsmedien lassen sich beliebig in
einem Telecontrol-Projekt kombinieren – sowohl hintereinander
in sogenannten Knotenstrukturen, als auch parallel in Sternstrukturen oder in redundanten Konfigurationen.
Einige dieser Medienvarianten sind hier am Beispiel der
Sternstruktur dargestellt.
Stern über
Funk
Stern über
Mobilfunk
Stern über
Internet
G_IK10_XX_30292
Stern über
Standleitung
Kombinationen von Grundformen und Medienvarianten
Durch Kombination mehrerer Grundformen gleicher oder verschiedener Medienvarianten lassen sich zudem komplexere
Netzwerkstrukturen aufbauen, auch mit redundanten Kommunikationswegen. Auf diese Weise ist eine optimale Anpassung an
die Prozessanforderungen und an die vorhandene Infrastruktur
möglich.
Stern +
Multipunkt
Knoten
Wegeredundanz
1 Medium
Wegeredundanz
2 Medien
Die nachfolgenden Grafiken zeigen eine Auswahl der unterschiedlichen Topologien, die mit den Telecontrol-Komponenten
realisiert werden können.
Grundformen
Punkt-zuPunkt
Multipunkt
(Linie)
Stern
■ Weitere Info
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
http://www.siemens.de/telecontrol
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Komplexe Netzstruktur
(Beispiel)
Ring
G_IK10_XX_30290
9
Komplexe Netzstruktur
(Beispiel)
G_IK10_XX_30291
Aufbauend auf den folgenden vier Grundformen können im
Wide Area Network (WAN) unterschiedlich strukturierte Fernwirknetze realisiert werden.
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TeleControl Professional für die Leitstelle
Einführung
■ Übersicht
Prinzipieller Aufbau einer Telecontrol-Anlage und
Anlagen mit SIMATIC
Die Leitstelle
Fernwirken ist die Anbindung räumlich weit verteilter Prozessstationen an ein oder mehrere zentrale Leitsysteme. Eine Telecontrol-Anlage lässt sich unterteilen in folgende Komponenten:
• die Zentrale bzw. Leitstelle
• das Kommunikationsnetz
• die Unterstationen
Für die Kommunikation zur Überwachung und Steuerung werden dabei verschiedene öffentliche oder private Netze genutzt.
Der ereignisgesteuerte oder zyklische Austausch der Prozessdaten erfolgt über spezielle Fernwirkprotokolle wie SINAUT ST1,
SINAUT ST7, DNP3 oder IEC 870-5-101/-104.
Zur Auslegung der zentralen Leitstelle stehen verschiedene
Varianten zur Auswahl:
SINAUT ST7cc;
die PC-Leitstelle basierend auf WinCC;
Dies ist das ideale Leitstellensystem sowohl für SINAUT ST7 als
auch für SINAUT ST1. Es ist speziell auf die ereignisgesteuerte
und zeitgestempelte Datenübertragung des SINAUT-Systems
abgestimmt und kann als Einfach-System ausgelegt werden
oder auch als redundantes System (als Ergänzung des WinCCRedundanzpakets).
S7-400 mit
CP 443-1
SINAUT ST7cc/sc
TIM
4R-IE
MD2
MD2
MD2
Industrial Ethernet
Zentrale
Sternförmiges
Standleitungsnetz
DSL-Router
VPN-Tunnel
Internet
Funknetz
S7-400
S7-300 mit
TIM 3V-IE
MD720-3
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Advanced
und MD2
Station
Station
TIM
4R-IE
MD720-3
Station
S7-300 mit
TIM 3V-IE
S7-300 mit
TIM 3V-IE
und MD2
Station
Station
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G_IK10_XX_30187
GPRS
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
Einführung
■ Übersicht (Fortsetzung)
PCS 7 mit PCS 7 TeleControl;
Dies ist das ideale Leitstellensystem für Anlagen, bei denen
größere lokale Automatisierungsaufgaben mit Fernwirkanbindungen kombiniert werden müssen. Zusätzlich zu SINAUT ST7
sind auch Remote-Stationen mit anderen Kommunikationsprotokollen, z. B. über DNP3 oder IEC 870-5-101/-104, anschließbar.
PCS 7 OS Clients
Engineering Station
Serielle Kommunikation:
SINAUT ST7 oder DNP3
(dedicated oder
dual channel)
TCP/IP-Kommunikation:
SINAUT ST7 oder DNP3
TIM 4R-IE (ST7)
oder Konverter
TCP/IP – seriell
(DNP3)
TIM 4R-IE (ST7)
oder TCP/IP
WAN Router
(DNP3)
,QGXVWULDO(WKHUQHW
TCP/IP-Kommunikation:
Modbus oder IEC 870-5-104
TCP/IP
WAN Router
WAN
weit verteilte
TeleControl Außenstationen
WAN
Third-Party RTU
(nur DNP3)
S7-300
+ TIM 3V-IE oder
TIM 3V-IE DNP3
S7-400
+ TIM 4R-IE oder
TIM 4R-IE DNP3
9
Third-Party RTU
(nur DNP3)
S7-300
+ TIM 3V-IE oder
TIM 3V-IE DNP3
S7-400
+ TIM 4R-IE oder
TIM 4R-IE DNP3
WinCC TeleControl;
Leitstellensystem für Anlagen mit der HMI-Software WinCC,
die um Fernwirkanbindungen erweitert werden.
WinCC TeleControl bietet die Anbindung von SIMATIC-Unterstationen mit TIM 3V-IE DNP3, TIM 4R-IE DNP3 oder Fremdstationen mit DNP3-Protokoll sowie Fernwirkstationen mit
IEC 870-5-101/-104.
SINAUT ST7sc;
OPC-Server für die Anbindung von Leitstellen anderer Hersteller
über OPC-Client Funktion;
Über das "Data Access Interface" kann die SINAUT-Fernwirktechnik auch an Leitstellensyteme anderer Hersteller angebunden werden. ST7sc verfügt über aufwändige Puffermechanismen, die einen Datenverlust – auch bei Ausfall des OPCClients – verhindern. Es kann an einfach oder redundant aufgebaute Clients angebunden werden.
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Konverter
TCP/IP – seriell
WAN
weit verteilte
TeleControl Außenstationen
WAN
Serielle Kommunikation:
Modbus oder IEC 870-5-101
weit verteilte
TeleControl Außenstationen
Third-Party RTU
Third-Party RTU
ET 200S mit
integrierter PN-CPU
ET 200S mit integrierter
CPU + serieller Schnittstelle
S7-300
+ CP 343 oder
PN-Schnittstelle
S7-300
+ CP 341
S7-400
+ CP 443 oder
PN-Schnittstelle
S7-400
+ CP 441
G_PCS7_XX_00175
PCS 7 TeleControl
OS Server
PCS 7 OS Single Station
SIMATIC S7 Steuerung als Leitstelle
Die Leitstelle besteht, wie die Unterstationen, aus einer
SIMATIC S7-300- oder einer S7-400-Steuerung. Diese Lösung
eignet sich für einfachere Leitstellen, bei denen lediglich ein
aktuelles Prozessabbild der in den Stationen vorhandenen
Prozessdaten benötigt wird. Durch Eingabe von Befehlen,
Sollwerten oder Parametern kann in die Prozesssteuerung
der Stationen eingegriffen werden. Diese S7-300- oder
S7-400-Leitstelle kann auch als Ergänzung einer PC-Leitstelle
(SINAUT ST7cc oder ST7sc) eingesetzt werden, z. B. zur
Datenausgabe auf einer Tafel und/oder als Notbediensystem.
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TeleControl Professional für die Leitstelle
SINAUT ST7-Engineering-Software
■ Anwendungsbereich
Zur Projektierung, Diagnose und zum Betrieb eines TelecontrolSystems mit ST7- oder DNP3-Protokoll wird die SINAUT
ST7-Engineering-Software mit den folgenden Komponenten
benötigt:
• SINAUT ST7-Projektierungs- und Diagnosesoftware
• SINAUT TD7-Bibliothek
Das Softwarepaket ist ein Arbeitspaket, das ohne Lizenzierungsverfahren für beliebig viele SINAUT-Projekte eingesetzt werden
kann.
Neben ST1- und ST7-Verbindungen unterstützt die SINAUT ST7Engineering-Software ab Version V5.1 auch die DNP3-fähigen
TIM-Baugruppen TIM 3V-IE DNP3 und TIM 4R-IE DNP3.
■ Funktion
SINAUT ST7-Projektierungs- und Diagnosesoftware
für STEP 7
• Ablauffähig unter Windows XP, Vista oder Server 2003;
Zusätzlich wird eine installierte Version der STEP 7-Software
V5.4 SP4 oder höher vorausgesetzt.
• Umfasst:
- Baugruppenmanager zur Ergänzung des STEP 7-Tools
HW-Konfig;
Er übernimmt die Darstellung und Parametrierung der
TIM-Baugruppen in HW-Konfig.
- WAN-Manager zur Ergänzung des STEP 7-Tools NetPro;
Er ist für die Darstellung und Parametrierung der
SINAUT-WAN-Netze und -Netzknoten im NetPro zuständig.
- Die SINAUT ST7-Projektierungssoftware wird für die projektweiten Funktionen wie SINAUT-Verbindungsprojektierung
und SINAUT-Teilnehmerverwaltung eingesetzt.
- SINAUT ST7-Diagnose- und Servicetool;
Neben den von STEP 7 bekannten Diagnosefunktionen
erlaubt es den Zugriff auf SINAUT-spezifische DiagnoseInformationen. Mit dem Servicetool kann beispielsweise
neue Software auf die TIM geladen werden.
WAN-Manager für SINAUT-Systeme
Das Verzeichnis "Subnetze" wird im Katalog für das STEP 7Netz-Projektierungstool NetPro um die SINAUT-Netze "Standleitung" und "Wählnetz" ergänzt. Aus diesem Verzeichnis können
die jeweils benötigten SINAUT-Netze ausgewählt und in das
NetPro-Fenster installiert werden. Ab der SINAUT ST7-Engineering-Software Version V5.0 kann unter dem Netztyp "Industrial
Ethernet" für die Projektierung der SINAUT-Datenübertragung
über Internet und GPRS, das MSC-VPN-Tunnelprotokoll genutzt
werden.
Die TIM-Baugruppen werden per Mausbedienung oder Dialoge
mit diesen Netzen verschaltet. Fehler bei der Verschaltung werden sofort abgewiesen.
Zur Festlegung der allgemein gültigen Parameter für ein Netz,
z. B. ST7- oder DNP3-Protokoll, Übertragungsrate, usw., wird ein
entsprechender Eigenschaften-Dialog aufgerufen.
Über einen weiteren Dialog lassen sich für jeden der Netzknoten
individuelle Eigenschaften festlegen, beim Anschluss am Wählnetz z. B. die eigene Telefonnummer.
Baugruppenmanager für SINAUT-Systeme
Das Verzeichnis SIMATIC 300 wird mit einem Ordner
SINAUT ST7 ergänzt. Darin sind alle verfügbaren TIM-Baugruppen aufgelistet. Aus diesem Verzeichnis kann die jeweils
benötigte TIM-Baugruppe ausgewählt und in den S7-Baugruppenträger installiert werden. Zur Parametrierung der Baugruppe
lässt sich ein entsprechender Eigenschaften-Dialog aufrufen.
Wenn erforderlich, kann von NetPro aus auch der Eigenschaften-Dialog einer TIM-Baugruppe geöffnet werden mit
den gleichen Einstellmöglichkeiten wie in HW-Konfig.
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TeleControl Professional für die Leitstelle
SINAUT ST7-Engineering-Software
■ Funktion (Fortsetzung)
SINAUT ST7-Projektierungssoftware
SINAUT TD7-Bibliothek, Bausteine für die CPU
Die SINAUT ST7-Projektierungssoftware ist ein eigenständiges
Projektierungswerkzeug für das Telecontrol-System, das aus
ST1-, ST7- oder DNP3-Baugruppen bestehen kann; es umfasst:
• Verbindungsprojektierung
• Teilnehmerverwaltung
• SINAUT ST1-Projektierungsübersicht
Die SINAUT TD7-Bibliothek ist ein Softwarepaket mit Bausteinen
für die CPU (TD7onCPU), wobei TD7onCPU für ST1- und ST7Systeme, nicht aber für DNP3-Systeme einsetzbar ist. Das Paket
wurde so gestaltet, dass es sowohl auf einer S7-400- als auch
auf einer S7-300-CPU lauffähig ist. Es gibt nur einige wenige
Bausteine, die speziell für die S7-300- bzw. die S7-400-CPUs
vorgesehen sind.
Zunächst wird mit Hilfe des Tools "Verbindungsprojektierung"
festgelegt, zwischen welchen der SINAUT-Teilnehmer (ST7CPU, DNP3, ST7cc, ST7sc oder ST1-Gerät) eine Verbindung benötigt wird. Das Tool stellt dazu in der rechten Hälfte eines zweigeteilten Fensters alle theoretisch möglichen Verbindungen zur
Auswahl. Diese hat das Tool automatisch an Hand des mit NetPro konfigurierten Netzes ermittelt (siehe WAN-Manager für SINAUT-Systeme). Per Pop-up-Menü übernimmt der Anwender die
von ihm tatsächlich benötigten Verbindungen vom rechten in
das linke Fenster.
Die SINAUT TD7-Software sorgt in den Stationen für eine änderungsgesteuerte Prozessdatenübertragung zwischen CPU und
Leitstelle, z. B. ST7cc, sowie von CPU zu CPU. Ausfälle von Verbindungen, CPUs oder der Leitstelle werden angezeigt. Nach
Störungsbehebung oder Anlauf einer CPU oder der Leitstelle
erfolgt ein automatisches Daten-Update für alle beteiligten
Kommunikationspartner. Datentelegramme können bei Bedarf
mit einem Zeitstempel versehen werden.
Das Paket besteht im Wesentlichen aus:
Basis- und Hilfsbausteine
Die meisten dieser Bausteine werden immer in der CPU benötigt, einige wenige sind optional. Die Basisbausteine erledigen
zentrale Aufgaben wie Anlauf, Überwachung der Verbindungen
und Verbindungspartner, Generalabfrage, Zeitführung, Kommunikationsabwicklung usw. Die Hilfsbausteine tragen z. B. Telegramme in das Sendefach ein bzw. entnehmen sie aus dem
Empfangsfach, erledigen verbindungsspezifische Sende- und
Empfangsaufträge oder stellen gesuchte Informationen bereit.
Datenpunkt-Typicals
Diese Bausteine werden in Abhängigkeit von den zu übertragenden Datentypen und Datenmengen in das CPU-Programm
eingebunden. Sie stellen bei Datenänderung Telegramme zusammen bzw. geben empfangene Prozessdaten aus.
Um korrekt arbeiten zu können, benötigt das TD7onCPU-Paket
einige Datenbausteine, die von der SINAUT ST7-EngineeringSoftware generiert werden. Es handelt sich hier um:
Zentraler Buchführungs-DB
Er enthält alle zentral benötigten Daten, u.a. die Buchführung
über alle Kommunikationspartner sowie über alle zu verwaltenden Verbindungen.
9
Das Tool "Teilnehmerverwaltung" stellt dem Anwender u.a. eine
Liste mit allen SINAUT-Teilnehmern zur Verfügung. Es lassen
sich bei Bedarf noch teilnehmerspezifische Anpassungen vornehmen, z. B. die Änderung der SINAUT-Teilnehmernummer für
die einzelnen Geräte, oder die Projektierung von Meldetexten,
die als SMS verschickt werden sollen. Außerdem erfolgt in der
Teilnehmerverwaltung die Projektierung der zu sendenden und
zu empfangenden Datentelegramme, falls die Telegrammbildung bzw. -auswertung von der TIM-Baugruppe durchgeführt
werden soll (nur möglich für TIMs mit TD7onTIM-Funktionalität).
Aus den Projektierungsdaten generiert das Tool die SystemDatenbausteine (SDB) für die CPUs und TIMs. Wenn die
SINAUT TD7-Software für die CPU verwendet wird, bereitet das
Tool die Buchführungs- und Kommunikations-Datenbausteine
für die CPUs auf und legt diese, zusammen mit den Bausteinen
(FBs, FCs), die die einzelnen CPUs für die SINAUT-Kommunikation grundsätzlich benötigen, in den Bausteinbehälter der CPUs
ab.
Nur für die Projektierung von Anlagen, in denen auch
SINAUT ST1-Geräte eingebunden sind, wird das dritte Tool
"SINAUT ST1-Projektierungsübersicht" benötigt. Es ist ein
Hilfsmittel, mit dem ein Abgleich der Adressen für SINAUT ST1
übersichtlich durchgeführt werden kann.
SINAUT ST7-Diagnose- und Servicetool
Neben den von STEP 7 her bekannten Diagnosefunktionen erlaubt das SINAUT ST7-Diagnose- und Servicetool den Zugriff
auf SINAUT-spezifische Diagnose-Informationen. Mit dem
Servicetool kann beispielsweise neue Software auf die TIM
geladen werden.
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Kommunikations-DBs
Für jede Verbindung wird ein eigener Kommunkations-DB angelegt mit Sende- und Empfangsfach sowie mit allen Daten, die für
die Steuerung und Überwachung dieser Verbindung benötigt
werden.
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TeleControl Professional für die Leitstelle
SINAUT ST7-Engineering-Software
■ Technische Daten
■ Bestelldaten
Produkttyp-Bezeichnung
SINAUT Engineering-Software
V5.2 1)
SINAUT Engineering-Software
V5.2 1)
Betriebssysteme
Windows 7 Professional, Ultimate
STEP 7-Versionen
STEP 7 V5.5 inkl. SP1
Produkttyp-Bezeichnung
SINAUT ST7-EngineeringSoftware V5.1
auf CD-ROM, bestehend aus
• SINAUT Engineering-Software
V5.2 für das PG
• SINAUT TD7-Bausteinbibliothek
• Elektronischem Handbuch in
deutsch und englisch
Betriebssysteme
MS Windows XP Professional
SP 2, 3
MS Windows-Server 2003 SP2
MS Windows Vista 32 Bit Ultimate
und Business mit bzw. ohne SP1
STEP 7-Versionen
STEP 7 V5.4 SP4 oder höher
SINAUT ST7
Engineering-Software V5.1
Bestell-Nr.
6NH7 997-0CA52-0AA0
6NH7 997-0CA51-0AA0
auf CD-ROM, bestehend aus
• SINAUT ST7-EngineeringSoftware V5.1 für das PG
• SINAUT TD7-Bausteinbibliothek
V2.2
• Elektronischem Handbuch in
deutsch und englisch
SINAUT ST7
Engineering-Software Update
von Version V5.0 auf V5.1
http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/49104582
SINAUT ST7
Engineering-Software V5.0
Edition 09/2009 (Upgrade)
6NH7 997-0CA50-0GA0
für STEP 7 V5.4 SP4, für Inhaber
älterer Versionen von SINAUT ST7
Engineering-Software
1)
in Vorbereitung
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SINAUT ST7cc, Add-on für WinCC
■ Übersicht
■ Nutzen
:LQ&&
3&6
6,1$8767FF
6,1$8767FF
:LQ&&
:LQ&&
• Anbindung von SIMATIC S7 Unterstationen an
SIMATIC WinCC über klassisches und IP-basiertes
Telekommunikationsnetz
• Eintrag von Meldungen, Analog- und Zählwerten inWinCCArchive unter Verwendung der von den Unterstationen gelieferten Ereigniszeitpunkte
• Investitionsschutz für bestehende SINAUT ST1-Anlagen,
weil ST1-Stationen angeschlossen werden können
• Zeit- und Kostenersparnis durch einfache Projektierung
ohne detailliertes Wissen über SINAUT
03,
,QGXVWULDO(WKHUQHW
7,0
5,(
]%
]%
6PLW 6PLW
7,09,( 7,05,(
■ Anwendungsbereich
.ODVVLVFKHV
:$1
]%
68PLW
7,0
6,1$87676WDWLRQHQ
SINAUT ST7cc ist das ideale auf SIMATIC WinCC basierende
Leitstellensystem für sowohl SINAUT ST7 als auch SINAUT ST1.
]%
68PLW
7,0%
6,1$87676WDWLRQHQ
*B,.B;;B
,3EDVLHUWHV
:$1
7,0
55'
Leitstellensystem SINAUT ST7cc (einfach oder redundant) mit angeschlossenen ST7- und ST1-Stationen
SINAUT ST7cc ist das ideale, auf SIMATIC WinCC basierende
Leitstellensystem sowohl für SINAUT ST7 als auch für
SINAUT ST1. Es ist speziell auf die ereignisgesteuerte und
zeitgestempelte Datenübertragung des Fernwirksystems
SINAUT abgestimmt.
Zusammen mit dem WinCC-Redundanzpaket kann eine
hochverfügbare ST7cc-Leitstelle realisiert werden.
SINAUT ST7cc übernimmt zusätzlich die Funktion einer
Fernwirkzentrale. Eine separate SIMATIC S7-CPU für diese
Funktion entfällt daher.
9
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Es ist speziell auf die ereignisgesteuerte und zeitgestempelte
Datenübertragung des Fernwirksystems abgestimmt. Es vermeidet den beim zyklischen Pollen in WinCC prinzipiell möglichen Datenverlust. Weiter gewährleistet es für alle Meldungen
und Archiveintragungen die Verwendung der von den Unterstationen gelieferten korrekten Ereigniszeitpunkte. Das in ST7cc
integrierte Prozessabbild enthält alle Prozessdaten sowie den
Status aller SINAUT-Teilnehmer im Netz und stellt diese Daten für
schnelle Prozessbildaufschaltung dem WinCC direkt zur Verfügung.
Das Projektierungstool ST7ccConfig erlaubt dem Anwender ein
durchgängiges Engineering auf Basis der Datentelegramme,
die in den SINAUT-ST7 oder ST1-Stationen projektiert wurden.
Die Konfigurierung des WinCC Variablenhaushalts wird dabei
automatisch erzeugt und bei allen Änderungen konsistent nachgeführt.
Für Archive, Protokolle und Berichte nach ATV-Hinweis H260
oder Hirthammer empfiehlt sich der zusätzliche Einsatz des
WinCC Add-ons ACRON.
Zur Alarmierung des Bereitschaftspersonals über SMS, Fax,
Email oder Voicemail eignet sich das Softwarepaket Alarm
Control Center, das ebenfalls als WinCC Add-on erhältlich ist.
Zusammen mit dem WinCC Redundanzpaket kann eine hochverfügbare ST7cc-Leitstelle realisiert werden.
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SINAUT ST7cc, Add-on für WinCC
■ Aufbau
■ Funktion
SINAUT ST7cc wird auf einem Windows PC installiert. WinCC
kann dabei auf dem gleichen PC ablaufen. Es sind aber auch
Client/Server-Konfigurationen möglich, bei der ST7cc sich auf
dem WinCC-Server befindet.
Für eine ST7cc-Leitstelle, die mit WinCC als Einfach- oder
Redundanz-System aufgebaut wird, werden die folgenden
Softwarepakete und Lizenzen benötigt. Es wird vorausgesetzt,
dass eine Lizenz für das WinCC-Komplettpaket vorhanden ist.
Es kann auch ein Runtimepaket sein, wenn auf dem EndRechner keine Projektierung erforderlich ist. Für das redundante
ST7cc wird zusätzlich das WinCC-Redundanzpaket inkl. Lizenz
benötigt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche Softwarepakete im
Einzelnen für das ST7cc-Einfach- bzw. Redundanzsystem
erforderlich sind.
ST7cc Einfach-System
ST7cc Redundanz-System
Anzahl Softwarepaket
Anzahl Softwarepaket
1
WinCC Komplettpaket 1)
1
WinCC Komplettpaket 1)
–
–
1
WinCC Runtimepaket
–
–
1
WinCC Redundanzpaket
(mit 2 Lizenzen)
1
SIMATIC NET SOFTNET
für IE Lizenz für
CP-Software
2
SIMATIC NET SOFTNET
für IE Lizenz für
CP-Software
–
–
1
ST7cc Redundanzpaket
(mit 2 Lizenzen)
1
SW ST7cc S (mit Lizenz
für 6 Stationen)
oder
SW ST7cc M (mit Lizenz
für 12 Stationen)
oder
SW ST7cc L (mit Lizenz
> 12 Stationen)
2
SW ST7cc S (mit Lizenz
für 6 Stationen)
oder
SW ST7cc M (mit Lizenz
für 12 Stationen)
oder
SW ST7cc L (mit Lizenz
> 12 Stationen)
1)
Kann auch ein Runtimepaket sein, wenn auf dem End-Rechner keine
Projektierung erforderlich ist.
Der Anschluss von einem oder mehreren SINAUT ST7-Kommunikationsprozessoren TIM am ST7cc-PC erfolgt je nach
eingesetztem TIM-Typ über den MPI-Bus oder über Ethernet.
An die TIMs am MPI können sowohl ST7- als auch ST1-Stationen
angeschlossen sein, an die TIMs am Ethernet nur ST7-Stationen.
Bereitstellen der aktuellen Uhrzeit:
• Für TIMs, die über MPI an den ST7cc-PC angeschlossen sind,
kann die Zeitsynchronisierung nur über eine mit einem
DCF77-Empfänger ausgestatte TIM erfolgen. Diese sorgt
dann zentral für die Zeitsynchronisierung des ST7cc-PC und
aller Stationen.
• Für TIMs, die über Ethernet an den ST7cc-PC angeschlossen
sind, erfolgt die Zeitsynchronisierung über ST7cc.
Außerhalb des Empfangsbereichs des DCF77-Uhrzeitsenders
wird der Einsatz eines GPS-Empfängers empfohlen, der die
lokale Zeit anhand des Satelliten-basierenden GPS-Systems
(Global Positioning System) ermittelt.
Funktion als Fernwirkzentrale mit komfortablen
Diagnosemöglichkeiten
• Direktanschluss von SINAUT ST7 TIMs über MPI und Ethernet
an ST7cc. Eine eigene vorgeschaltete S7-300-oder S7-400Steuerung als Fernwirkzentrale ist nicht erforderlich.
• Bereitstellung der wichtigsten Status-Informationen jedes
SINAUT ST7- oder ST1-Teilnehmers mit Visualisierung in
WinCC über beigestellte Stationstypicals (Bildtypicals und
Faceplates).
• Steuermöglichkeiten der SINAUT-Teilnehmer über diese
Faceplates.
• Markierungen der Prozesswerte aus Teilnehmerstationen mit
gestörter Verbindung zum ST7cc.
• Generalabfrage betroffener Stationen nach Ende einer Übertragungsstörung zur Aktualisierung des Prozessabbildes in
ST7cc.
• Für Diagnosezwecke: Selektiv zuschaltbare Aufzeichnung
des Telegrammverkehrs für einzelne oder alle SINAUTTeilnehmer. Telegrammvisualisierung und -auswertung erfolgt
wie beim TIM-Telegramm-Monitor.
• Zeitsynchronisierung durch ST7cc für die TIMs, die über
Ethernet an den ST7cc-PC angeschlossen sind.
Vorverarbeitung von Prozessdaten
Für Binärwerte, Analog- und Zählwerte sind Vorverarbeitungen
projektierbar. Sie berücksichtigen die Ereigniszeitpunkte und
versehen abgeleitete Meldungen und Archiveintragungen mit
korrekten Zeitstempeln.
• Binärwerte
- Eintrag aktueller Binärwerte in die zugeordneten WinCCVariablen unter Berücksichtigung der von SINAUT ST7 oder
ST1 mitgelieferten Zeitstempel.
• Analogwerte (Momentan- und Mittelwerte)
- Gleitkommazahlen, Integerwerte
- Lineare Rohwertanpassung (Rohwert → Physikalischer
Wert)
- Eintrag von Analogwerten (mit oder ohne lineare Rohwertanpassung) in die zugeordneten WinCC-Variablen
- Eintrag von Analogwerten (mit oder ohne lineare Rohwertanpassung) in das WinCC-Archiv unter Berücksichtigung
der von SINAUT ST7 oder ST1 mitgelieferten Zeitstempel
• Zählwerte
- Überlaufbehandlung bei Absolutzählern.
- Zählwertanpassung über Faktoren.
- Bildung von zeitrichtigen Intervallmengen.
- Eintrag aktuell auflaufender Intervallmengen in die zugeordneten WinCC-Variablen.
- Eintrag fertiger Intervallmengen in das WinCC-Archiv unter
Berücksichtigung der von SINAUT ST7 oder ST1 mitgelieferten Zeitstempel.
• Sollwerte
- Gleitkommazahlen, Integerwerte
- Lineare Rohwertanpassung (Physikalischer Wert → Rohwert) falls benötigt.
Einfache, durchgängige Projektierung
Die Konfigurierung des Gesamtsystems mit ST7ccConfig ist
sehr benutzerfreundlich. Eine gesonderte WinCC-Projektierung
für Variabelenhaushalt, Archive und Meldesystem beschränkt
sich auf einige wenige vorbereitende Maßnahmen, wie z.B. das
Anlegen von Archiven und, bei WinCC die Definition von Meldeklassen und Meldearten.
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TeleControl Professional für die Leitstelle
SINAUT ST7cc, Add-on für WinCC
■ Technische Daten
Produkttyp-Bezeichnung
SINAUT ST7cc V3.0
Produkttyp-Bezeichnung
Betriebssysteme
Windows 7 Professional (32 Bit);
Windows 7 Enterprise (32 Bit);
Windows 7 Ultimate (32 Bit);
Windows 2008 Server SP2
(32 Bit)
Projektierung
• ST7cc
• SINAUT-System
WinCC V7.0 SP2
Mengengerüst
• 6 SINAUT-Stationen
• 12 SINAUT-Stationen
• für mehr als 12 SINAUT-Stationen
WinCC-Versionen
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
SINAUT ST7cc
9
Software zum Anschluss von
SINAUT-Stationen an
WinCC V7.0 SP2
Einzel-Lizenz für 1 Installation
der Runtime-Software;
Projektierungssoftware und
elektronisches Handbuch auf
CD-ROM,
2-sprachig (deutsch, englisch);
Betriebssysteme:
Windows 2008 Server SP2;
Windows 7 (32Bit) Professional,
Enterprise, Ultimate;
Lizenzschlüssel auf USB-Stick;
deutsch/englisch
• ST7cc S
Kleine Lizenz
für max. 6 SINAUT-Stationen
• ST7cc M
Mittlere Lizenz
für max. 12 SINAUT-Stationen
• ST7cc L
Große Lizenz
für mehr als 12 SINAUTStationen
• ST7cc R
Redundanz-Lizenz
für ST7cc (enthält 2 Lizenzen);
Zusätzlich sind 2 EinzelLizenzen ST7cc S, M oder L
erforderlich
• ST7cc SM Powerpack
Lizenzerweiterung von
ST7cc S auf ST7cc M
(von 6 auf 12 Stationen)
• ST7cc SL Powerpack
Lizenzerweiterung von
ST7cc S auf ST7cc L
(von 6 auf mehr als 12 Stationen)
• ST7cc ML Powerpack
Lizenzerweiterung von
ST7cc M auf ST7cc L
(von 12 auf mehr als
12 Stationen)
• ST7cc U Upgrade
Upgrade der Standardlizenzen
von ST7cc V2.7 auf ST7cc V3.0
• ST7cc UR Upgrade
Upgrade der Redundanzlizenz
von ST7cc R V2.7
auf ST7cc R V3.0
9/36
Siemens IK PI · 2012
SINAUT ST7cc V3.0
ST7cc Config-Tool V3.0
SINAUT ST7 Engineering-Software V3.5, V3.6, V4.0, V4.1, V5.0,
V5.1
Small license
Medium license
Large license
Bestell-Nr.
Kommunikationsprozessor
CP 5611 A2
6GK1 561-1AA01
PCI-Karte (32-Bit) für den
Anschluss eines PG oder PC an
PROFIBUS/MPI;
geeignet zum Anschluss von
max. 8 TIM-Baugruppen über MPI
Kommunikationsprozessor
CP 5611 A2 MPI
6GK1 561-1AM01
Bestehend aus PCI-Karte (32-Bit)
5611 und MPI-Kabel, 5 m
SOFTNET-PB S7 V8.1
6GK1 704-5CW08-1AA0
für 32 Bit Windows 7 Professional/
Ultimate
6NH7 997-7CA30-0AA1
6NH7 997-7CA30-0AA2
6NH7 997-7CA30-0AA3
SOFTNET-S7 Edition 2008 für
CP 5611 A2/CP 5621
Software für S7-Kommunikation
inkl. PG- und FDL-Protokoll,
Single License für 1 Installation,
License Key auf USB-Stick
Kommunikationsprozessor
CP 5613 A2
6NH7 997-8CA30-0AA0
PCI-Karte (32-Bit; 5 V) für den
Anschluss eines PG oder PC an
PROFIBUS/MPI;
geeignet zum Anschluss von
max. 30 TIM-Baugruppen über
MPI
6NH7 997-7AA30-0AD2
Kommunikationsprozessor
CP 5621
6NH7 997-7AA30-0AD3
6NH7 997-7AA30-0AE3
6GK1 704-5CW71-3AA0
PCI-Express x1-Karte (32 Bit) für
den Anschluss eines PG oder PC
an PROFIBUS
• mit MPI-Kabel, 5 m
Kommunikationsprozessor
CP 5623
6GK1 561-3AA01
6GK1 562-1AA00
6GK1 562-1AM00
6GK1 562-3AA00
PCI-Express x1-Karte (32 Bit) für
den Anschluss eines PG oder PC
an PROFIBUS
6NH7 997-7CA30-0GA1
6NH7 997-8CA30-0GA0
S7-5613 Edition 2008 für
CP 5613 A2
Software für 32 Bit Windows XP
Professional SP2/3;
Windows 2003 Server R2, SP2;
Windows Vista Business/
Ultimate SP1;
Single License für 1 Installation,
License Key auf USB-Stick
6GK1 713-5CB71-3AA0
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
SINAUT ST7cc, Add-on für WinCC
■ Bestelldaten
HARDNET-PB S7 V8.1 für
CP 5613 A2
Bestell-Nr.
6GK1 713-5CB08-1AA0
für 32 Bit Windows 7 Professional/
Ultimate
Kommunikationsprozessor
CP 1613 A2
6GK1 161-3AA01
PCI-Karte (32 Bit;
33 MHz/66 MHz;
3,3 V/5 V Universal keyed)
für den Anschluss eines PG
oder PC an Industrial Ethernet
(10/100 Mbit/s),
geeignet zum Anschluss von
max. 120 TIM-Baugruppen über
Industrial Ethernet
Kommunikationsprozessor
CP 1623
Für 32 Bit Windows 7
Professional/Ultimate
6GK1 716-1CB71-3AA0
Software für S7-Kommunikation
inkl. PG-Kommunikation;
geeignet für
max. 120 Verbindungen,
Single License für 1 Installation,
License Key auf USB-Stick
SOFTNET-IE S7 V8.1 für
Industrial Ethernet
6GK1 704-1CW08-1AA0
für 32 Bit Windows 7 Professional/
Ultimate bis 64 Verbindungen
SOFTNET-S7 Edition 2008 für
Industrial Ethernet
6GK1 162-3AA00
für 32 Bit Windows XP
Professional SP2/3;
Windows 2003 Server R2, SP2;
Windows Vista Business/
Ultimate SP1;
Windows 2008 Server
6GK1 716-1CB08-1AA0
SOFTNET-IE S7 Lean V8.1 für
Industrial Ethernet
PCI-Express x1-Karte (32 Bit) für
den Anschluss eines PG oder PC
an Industrial Ethernet
HARDNET-IE S7 V8.1 für
CP 1613 A2/CP 1623
Bestell-Nr.
S7-1613 Edition 2008 für
CP 1613 A2/CP 1623
6GK1 704-1CW71-3AA0
6GK1 704-1LW08-1AA0
bis 8 Verbindungen
SOFTNET-S7 Lean Edition 2008
für Industrial Ethernet
6GK1 704-1LW71-3AA0
bis 8 Verbindungen
9
Siemens IK PI · 2012
9/37
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
WinCC/TeleControl
■ Übersicht
WinCC/TeleControl für WinCC V7.0 SP2 ermöglicht die Anbindung von Außenstationen (Remote Terminal Units = RTUs) über
Fernwirkprotokolle.
■ Nutzen
WinCC/TeleControl für WinCC V7.0 SP2 kann nicht nur
neu projektierte RTUs einbinden, sondern per DNP3-,
IEC 870-5-101/104- Treiber auch in Außenbereichen bereits
existierende Teilanlagen integrieren.
WinCC/TeleControl für WinCC V7.0 SP2 nutzt für die Kommunikation mit den Außenstationen die Protokolle SINAUT ST7,
DNP3 (sowohl über serielle als auch über TCP/IP-Kommunikationsverbindungen) sowie IEC 870-5-101 (seriell) und
IEC 870-5-104 (Ethernet TCP/IP).
Die serielle RTU-Anbindung ist über folgende Komponenten, die
direkt über WinCC (Single Station oder Server) angeschlossen
werden, möglich:
• Kommunikationsbaugruppen SINAUT TIM (Fernwirkprotokoll
SINAUT ST7)
• Konverter TCP/IP – seriell (Fernwirkprotokolle DNP3, Modbus
(ist nicht für WinCC TC freigegeben), IEC 870-5-101)
Als Konverter TCP/IP – seriell sind z. B. Geräte der Firmen MOXA
oder Lantronix einsetzbar.
Per Ethernet TCP/IP lassen sich die RTUs direkt oder via TCP/
IP WAN Router an den SIMATIC WinCC-Anlagenbus anschließen (Fernwirkprotokolle SINAUT ST7, DNP3, IEC 870-5-104). Bei
Verwendung des Fernwirkprotokolls SINAUT ST7 kann die Kommunikationsbaugruppe SINAUT TIM additiv oder alternativ zum
TCP/IP WAN Router eingesetzt werden.
■ Integration
Die Integration von WinCC/ TeleControl für WinCC V7.0 SP2 in
das WinCC-SCADA-System bietet besondere Vorteile für die
Branchen Wasser und Abwasser sowie Öl und Gas, vor allem
bei folgenden Anlagentypen:
• Frischwasseraufbereitung und -verteilung
• Abwasseranlagen
• Öl-, Gas- oder Wasserrohrleitungen
• Felder mit Öl- oder Gasbohrungen und zugehörigen Aufbereitungsanlagen
9
Bei diesen Anlagentypen müssen normalerweise ferne Außenstationen wie Pumpstationen, Ventilstationen oder Automatisierungsstationen für Bohrlochköpfe eingebunden werden.
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Siemens IK PI · 2012
Durch Unterstützung von Kommunikationsprotokollen für RTUs
wie SINAUT ST7 unterstützt WinCC/ TeleControl für WinCC V7.0
SP2 die folgenden fortgeschrittenen Kommunikationskonzepte:
• Reduzierung des übertragenen Datenvolumens mittels ereignisgesteuerter Kommunikationsmechanismen für Alarm- und
Messwertinformationen.
• Uhrzeitsynchronisierung von RTUs und korrekte Zeitstempelung aller Daten in der RTU.
• Toleranz gegenüber niedriger Bandbreite, hoher Latenz oder
mangelnder Zuverlässigkeit von Kommunikationsleitungen
• Vermeidung von Datenverlusten bei Kommunikationsausfällen durch Datenpufferung in der RTU
• Unterstützung von Kommunikationsmedien mit serieller
Schnittstelle (Standleitungen,Wählverbindungen über
analoge Telefonleitungen und ISDN-Leitungen), verschiedene
funktechnische Geräte (Standard, Spektrumspreizmodulation), Mikrowelle und GSM
• Unterstützung für TCP/IP-basierte WANs (Wide Area Networks) wie DSL, GPRS oder Ethernet-Funknetze
• Unterstützung redundanter Kommunikationsverbindungen
• Erweiterte Kommunikationsdiagnosefunktionen für RTU-Kommunikationsverbindungen
• Fernprogrammierung von RTUs
• Unterstützung verschiedener Kommunikationstopologien –
Punkt-zu-Punkt, Multidrop (Mehrteilnehmerbetrieb) und hierarchische Netzstrukturen
• Hochwertiges Serverredundanzschema ohne Datenverlust
beim Serverausfall
Durch Unterstützung von Kommunikationsprotokollen für RTUs
wie IEC 60870-5 und DNP3 unterstützt SIMATIC TELECONTROL
für WinCC V7.0 SP2 die folgenden fortgeschrittenen Kommunikationskonzepte:
• Reduzierung des übertragenen Datenvolumens mittels ereignisgesteuerter Kommunikationsmechanismen für Alarm- und
Messwertinformationen.
• Uhrzeitsynchronisierung von RTUs und korrekte Zeitstempelung aller Daten in der RTU.
• Toleranz gegenüber niedriger Bandbreite, hoher Latenz oder
mangelnder Zuverlässigkeit von Kommunikationsleitungen
• Vermeidung von Datenverlusten bei Kommunikationsausfällen durch Datenpufferung in der RTU (nicht alle Fremd-RTUs
unterstützen dies)
• Unterstützung von Kommunikationsmedien mit serieller
Schnittstelle (Standleitungen, Wählverbindungen über analoge Telefonleitungen und ISDN-Leitungen), verschiedene
funktechnische Geräte (Standard, Spektrumspreizmodulation), Mikrowelle und GSM
• Unterstützung von TCP/IP-basierten WANs (Wide Area Networks) wie DSL, GPRS oder Ethernet-Funknetzen
• Unterstützung redundanter Kommunikationsverbindungen
• Erweiterte Kommunikationsdiagnosefunktionen für RTUKommunikationsverbindungen
• Fernprogrammierung von RTUs
• Unterstützung verschiedener Kommunikationstopologien –
Punkt-zu-Punkt, Multidrop (Mehrteilnehmerbetrieb) und hierarchische Netzstrukturen
• Hochwertiges Serverredundanzschema ohne Datenverlust
beim Serverausfall
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
WinCC/TeleControl
■ Integration (Fortsetzung)
Außenstationen/Remote Terminal Units
WinCC/ TeleControl für WinCC V7.0 SP2 unterstützt für die
dezentrale Automatisierung vor Ort vorzugsweise folgende
Außenstationen:
• Controller integriert in ET 200S (Fernwirkprotokolle
IEC 870-5-101/104); für kostensensitive Anwendungen,
bis ca. 30 I/O-Signale oder ca. 200 Informationspunkte
• Controller S7-300/S7-300F (Fernwirkprotokolle SINAUT ST7,
DNP3, IEC 870-5-101/104); extrem flexibel konfigurierbar,
bis ca. 100 I/O-Signale oder ca. 2000 Informationspunkte
• Controller S7-400/S7-400F (Fernwirkprotokolle SINAUT ST7,
DNP3, IEC 870-5-101/104); bis ca. 500 I/O-Signale oder
ca. 5000 Informationspunkte
• Redundante Controller S7-400H/S7-400FH (Fernwirkprotokolle IEC 870-5-101/104 und DNP3); bis ca. 500 I/O-Signale
oder ca. 5000 Informationspunkte
• Third-Party Station mit den Fernwirkprotokollen
IEC 870-5-101/104 und DNP3 (je nach Stationstyp)
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die aktuellen
Möglichkeiten zur Anbindung dieser Außenstationen:
Spektrum der Außenstationen und Integrationsvarianten
Fernwirkprotokoll
SINAUT ST 7
IEC 870-5-01
IEC 870-5-04
Kommunikationsart
seriell
Ethernet TCP/IP
seriell
Ethernet TCP/IP
seriell
Ethernet TCP/IP
Interface
TIM 4R-IE
TCP/
IP WAN Router
oder/und
TIM 4R-IE
Konverter TCP/IP
-seriell
TCP/
IP WAN Router
Konverter TCP/IP
-seriell
TCP/
IP WAN Router
ET 200S mit
integr. CPU
(entspricht
S7-314)
-
-
-
-
IM 151-7 CPU
oder
IM 151-8 PN/
DP CPU sowie
1 SI-Modul
+ SIPLUS RIC
Library
IM 151-8 PN/
DP CPU
+ SIPLUS RIC
Library
S7-300/
S7-300F
TIM 3V-IE
TIM 3V-IE
TIM 3V-IE DNP3
TIM 3V-IE DNP3
CP 341
+ SIPLUS RIC
Library
CP 343
+ IEC on S7
oder integr.
PN-Schnittstelle
+ SIPLUS RIC
Library
S7-400/
S7-400F
TIM 4R-IE
TIM 4R-IE
TIM 4R-IE DNP3
TIM 4R-IE DNP3
CP 441
+ SIPLUS RIC
Library
CP 443
+ SIPLUS RIC
Library oder
integr. PNSchnittstelle
+ SIPLUS RIC
Library
S7-400H/
S7-400FH
-
-
TIM 4R-IE DNP3
TIM 4R-IE DNP3
ET 200M + 2 x
CP 341 + SIPLUS
RIC Library
CP 443
+ SIPLUS RIC
Library
Third-party
Station
-
-
Abhängig vom Stationstyp
Abhängig vom Stationstyp
RTU/Interface
DNP3
Wahlleitungen
•
-
•
-
-
-
Standleitung und Funknetze
•
•
•
•
•
•
Master-Slave
•
•
•
•
•
•
Peer-to-Peer
•
•
-
-
•
•
Vermaschte Netze
•
•
•
•
•
•
Zeitstempelung in RTU
•
•
•
•
•
•
RTU-Zeitsynchronisation
•
•
•
•
•
•
Datenpufferung in RTU
•
•
•
•
• 1)
• 1)
Routing mit SIMATIC PDM
•
•
-
-
-
•
Internationaler Standard
-
-
•
•
•
•
1)
9
Die Datenpufferung ist auf zwei SIMATIC S7-Datenbausteine beschränkt.
Dies entspricht je nach SIMATIC CPU ca. 800 bis 3200 gepufferten Telegrammen.
Siemens IK PI · 2012
9/39
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
WinCC/TeleControl
■ Bestelldaten
SIMATIC TeleControl 7.0 SP2
for WinCC Basic Engineering
Bestell-Nr.
6DL5 000-7AA07-0XA5
Softwarepaket mit
SIMATIC Telecontrol für
WinCC 7.0 SP2 Engineering
Software, 2-sprachig (deutsch,
englisch), ablauffähig unter
Windows XP Professional/
Server 2003, Floating License für
einen User;
Elektronische Dokumentation
auf CD/DVD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions, SIMATIC
WinCC Data Medium Package
V7.0 + SP2 und CD "WinCC
TeleControl Option V7.0 + SP2"
SIMATIC TeleControl 7.0 SP2
for Server Runtime (6 Stations)
9
Softwarepaket mit SIMATIC
Telecontrol für WinCC 7.0 SP2
Runtime Software, 2-sprachig
(deutsch, englisch), ablauffähig
unter Windows Server 2003,
Single License für einen User;
Elektronische Dokumentation auf
CD/DVD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions, SIMATIC
WinCC Data Medium Package
V7.0 + SP2 und CD "WinCC
TeleControl Option V7.0 + SP2"
6DL5 002-7AE07-0XA0
Softwarepaket mit SIMATIC
Telecontrol für WinCC 7.0 SP2
Runtime Software, 2-sprachig
(deutsch, englisch), ablauffähig
unter Windows Server 2003,
Single License für einen User;
Elektronische Dokumentation
auf CD/DVD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions, SIMATIC
WinCC Data Medium Package
V7.0 + SP2 und CD "WinCC
TeleControl Option V7.0 + SP2"
6DL5 002-7AA07-0XA0
Softwarepaket mit
SIMATIC Telecontrol für
WinCC 7.0 SP2 Runtime Software,
2-sprachig (deutsch, englisch),
ablauffähig unter
Windows Server 2003,
Single License für einen User;
Elektronische Dokumentation
auf CD/DVD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions, SIMATIC
WinCC Data Medium Package
V7.0 + SP2 und CD "WinCC
TeleControl Option V7.0 + SP2"
SIMATIC TeleControl 7.0 SP2
for Server Runtime (12 Stations)
Bestell-Nr.
SIMATIC TeleControl 7.0 SP2
for Server Runtime
(256 Stations)
Treibersoftware für
Fernwirkprotokolle
TeleControl SINAUT Driver
6DL5 101-8AX00-0XB0
Runtime-Lizenz für eine
WinCC Single Station oder einen
WinCC Server, Single License für
1 Installation
Voraussetzung:
Software SIMATIC
TELECONTROL 7.0 SP2
for WinCC Server Runtime
(6, 12, 256 Stations)
Lieferform:
License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
TeleControl DNP3 Driver
6DL5 002-7AB07-0XA0
6DL5 101-8EX00-0XB0
Runtime-Lizenz für eine
WinCC Single Station oder einen
WinCC Server, Single License für
1 Installation
Voraussetzung:
Software SIMATIC
TELECONTROL 7.0 SP2
for WinCC Server Runtime
(6, 12, 256 Stations)
Lieferform:
License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
TeleControl IEC 870-5-101/-104
Driver
6DL5 101-8CX00-0XB0
Runtime-Lizenz für eine
WinCC Single Station oder einen
WinCC Server, Single License für
1 Installation
Voraussetzung:
Software SIMATIC
TELECONTROL 7.0 SP2
for WinCC Server Runtime
(6, 12, 256 Stations)
Lieferform:
License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
Hinweis:
Weitere Informationen siehe Katalog ST 80 / ST PC und
Industry Mall unter www.siemens.de/industrymall
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Siemens IK PI · 2012
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
SIMATIC PCS 7 TeleControl
■ Übersicht
PCS 7 Add-on
fit for SIMATIC PCS 7 V7
PCS 7 OS Clients
Engineering Station
Serielle Kommunikation:
SINAUT ST7 oder DNP3
(dedicated oder
dual channel)
TCP/IP-Kommunikation:
SINAUT ST7 oder DNP3
TIM 4R-IE (ST7)
oder Konverter
TCP/IP – seriell
(DNP3)
TIM 4R-IE (ST7)
oder TCP/IP
WAN Router
(DNP3)
weit verteilte
TeleControl Außenstationen
WAN
Third-Party RTU
(nur DNP3)
S7-300
+ TIM 3V-IE oder
TIM 3V-IE DNP3
S7-400
+ TIM 4R-IE oder
TIM 4R-IE DNP3
,QGXVWULDO(WKHUQHW
TCP/IP-Kommunikation:
Modbus oder IEC 870-5-104
TCP/IP
WAN Router
WAN
Third-Party RTU
(nur DNP3)
S7-300
+ TIM 3V-IE oder
TIM 3V-IE DNP3
S7-400
+ TIM 4R-IE oder
TIM 4R-IE DNP3
Konverter
TCP/IP – seriell
WAN
weit verteilte
TeleControl Außenstationen
WAN
Serielle Kommunikation:
Modbus oder IEC 870-5-101
weit verteilte
TeleControl Außenstationen
Third-Party RTU
Third-Party RTU
ET 200S mit
integrierter PN-CPU
ET 200S mit integrierter
CPU + serieller Schnittstelle
S7-300
+ CP 343 oder
PN-Schnittstelle
S7-300
+ CP 341
S7-400
+ CP 443 oder
PN-Schnittstelle
S7-400
+ CP 441
G_PCS7_XX_00175
PCS 7 TeleControl
OS Server
PCS 7 OS Single Station
Integrations- und Kommunikationsmöglichkeiten mit SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1
In den Branchen Energie und Verkehr, insbesondere aber in den
Branchen Wasser&Abwasser sowie Öl&Gas, erstrecken sich
Anlagen oft über sehr große Areale. Hier gilt es, Außenstationen
zur Überwachung und Steuerung weit entfernter Teilanlagen mit
meist geringem oder mittlerem Automatisierungsgrad über ein
WAN (Wide Area Network) mit Fernwirkprotokollen in das Leitsystem der Gesamtanlage einzubinden.
Herkömmliche Automatisierungslösungen für Fernwirkanlagen
nutzen Prozessleitsysteme für die komplexeren zentralen Anlagenbereiche sowie einfachere Remote Terminal Units (RTUs) für
die Außenstationen und führen diese separat projektierten Teilanlagen dann in einem überlagerten Netzleitsystem zusammen.
Direkte Integration der Fernwirkleitstelle
Weitaus effizienter ist es jedoch, wenn die Fernwirkleitstelle für
die RTUs direkt in das Prozessleitsystem integriert wird.
Dadurch kann das Netzleitsystem als überlagerte Integrationsebene entfallen.
Für die Integration der Fernwirkleitstelle in die Prozessführung
und das Engineering des Prozessleitsystems SIMATIC PCS 7
V7.1 ist das Produktspektrum SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1
geeignet. Es unterstützt die RTU-Anbindung auf vielfältige
Weise (siehe Grafik "Integrations- und Kommunikationsmöglichkeiten mit SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1" und Tabelle "Aktuelle
Anbindungsmöglichkeiten für weit verteilte TeleControl-Außenstationen").
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
SIMATIC PCS 7 TeleControl
■ Übersicht (Fortsetzung)
■ Anwendungsbereich
In Bezug auf Automatisierungsumfang und -leistung liegen die
Anforderungen der weit verteilten Teilanlagen meist im unteren
bis mittleren Bereich. so dass für die Außenstationen geringer dimensionierte Automatisierungsstationen zum Einsatz kommen
können. SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 unterstützt für die dezentrale Automatisierung vor Ort insbesondere folgende Außenstationen:
RTU-Kategorie
RTU-Typ 1)
Mögliche
Fernwirkprotokolle
Small mit bis
ca. 30 I/Os
für kleine, kostensensitive Anwendungen
Controller integriert in
SIMATIC ET 200S
Modbus,
IEC 870-5-101,
IEC 870-5-104
Medium mit bis
ca. 100 I/Os
für mittelgroße
Anwendungen
Controller SIMATIC
S7-300/S7-300F
SINAUT ST7,
DNP3, Modbus,
IEC 870-5-101,
IEC 870-5-104
Large mit bis
ca. 500 I/Os
für größere
Anwendungen, die
mehr Performance
erfordern
Controller SIMATIC
S7-400/S7-400F
SINAUT ST7,
DNP3, Modbus,
IEC 870-5-101,
IEC 870-5-104
Controller SIMATIC
S7-400H/S7-400FH
DNP3,
IEC 870-5-101,
IEC 870-5-104
1)
auch in Ausführung SIPLUS extreme, z. B. für Umgebungen mit
Temperaturen von -25 °C bis +70 °C, Betauung oder medialer
Belastung
Hinweis:
Weitere Informationen siehe Katalog ST PCS 7.1 und
Industry Mall unter www.siemens.de/industrymall.
■ Nutzen
9
• SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 kann nicht nur neu projektierte RTUs in SIMATIC PCS 7 V7.1 einbinden, sondern auch
in Außenbereichen bereits existierende Teilanlagen migrieren.
• Durch ihren hohen Integrationsgrad bietet die auf SIMATIC
PCS 7 TeleControl V7.1 basierende Automatisierung entscheidende Vorteile gegenüber bisherigen Automatisierungslösungen mit Fernwirktechnik.
- Die einheitliche Softwareplattform SIMATIC PCS 7 V7.1
ermöglicht hohe Effizienz im Betrieb und bewirkt geringe
Kosten für Schulung, Projektierung und Service.
- Die homogene Bedienoberfläche für lokale und entfernte
Prozesse vereinfacht die Bedienung und mindert zugleich
das Risiko eines Bedienfehlers.
• Die Data Base Automation (DBA) Software unterstützt das
Engineering effizient und berücksichtigt dabei die Konformität
zu SIMATIC PCS 7 V7.1.
- DBA erleichtert die projektspezifische Anpassung des
Systems und die Übernahme bestehender Projektierungen
im Zuge der Migration beträchtlich.
- Erweiterungen lassen sich bei laufender Anlage hinzufügen.
Fernsteuerung und Überwachung von verteilten Stationen sowie
Datenerfassung und -übertragung mit folgenden Schwerpunkten:
• Wasserindustrie
- Brunnen-, Pump- und Schieberstationen in Wasserversorgungsnetzen und Bewässerungsanlagen
- Pump- und Schieberstationen in Wasser- und AbwasserPipelines
- Regenüberlaufbecken und Hebewerke in Abwassernetzen
- Speicherbauwerke (Hochbehälter)
• Öl- und Gasindustrie
- Kompressor-, Druckreduzier-, Übergabe-, Schieber- und
Messstationen in Gasnetzen
- Pump- und Schieberstationen in Ölpipelines
- Automatisierung am Bohrloch (Wellhead) von Gas- und Ölquellen
- Stationen für die Injektion von Wasser oder CO2 in Gas- oder
Ölfeldern
• Energiemanagement, Umweltschutz und Verkehr
- Einrichtungen zur Energieerzeugung und -verteilung
- Fernwärmeversorgung
- Verkehrsleitsysteme
- Tunnels
- Bahnstationen
- Leuchttürme
- Umweltüberwachungseinrichtungen
- Wetterstationen
■ Aufbau
Die Fernwirkleitstelle für die Außenstationen (RTU) wird in Form
einer Operator Station der Ausführung Single Station oder
Server (wahlweise auch redundant) in die Prozessführung
des Prozessleitsystems SIMATIC PCS 7 V7.1 integriert. In der
SIMATIC PCS 7-Anlage muss kein zusätzliches Automatisierungssystem für die Aufbereitung und Rangierung TeleControlspezifischer Daten eingeplant werden. Bei großen Mengengerüsten ist eine PCS 7 TeleControl Operator Station (Single
Station/Server) vorzugsweise nur für den Fernwirkbetrieb
zuständig (dedicated). Bei kleinen Mengengerüsten kann ein
Server oder eine Single Station parallel zu RTUs auch SIMATIC
PCS 7-Automatisierungssysteme in zentralen Anlagenbereichen
führen (Dual-Channel-Betrieb).
Für das Engineering der PCS 7 TeleControl Operator Station
(Single Station/Server) wird die Engineering Station des Prozessleitsystems SIMATIC PCS 7 V7.1 mit der DBA-Technologie
(Data Base Automation) und der Bausteinbibliothek SIMATIC
PCS 7 TeleControl V7.1 funktionell erweitert.
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 nutzt für die Kommunikation
mit den RTUs die Fernwirkprotokolle SINAUT ST7, DNP3 und
Modbus (sowohl über serielle als auch über TCP/IP-Kommunikationsverbindungen) sowie IEC 870-5-101 (seriell) und
IEC 870-5-104 (Ethernet TCP/IP).
Bei serieller RTU-Anbindung ist der Fernwirkanschluss aufseiten
der Leitstelle (PCS 7 TeleControl OS als Single Station oder
Server) mit folgenden Komponenten kostengünstig realisierbar:
• Kommunikationsbaugruppen SINAUT TIM
(Fernwirkprotokoll SINAUT ST7)
• Konverter TCP/IP - seriell
z. B. Geräte der Firmen MOXA oder Lantronix
(Fernwirkprotokolle DNP3, Modbus, IEC 870-5 101)
Per Ethernet TCP/IP lassen sich die Außenstationen entweder
direkt oder via TCP/IP WAN Router an den SIMATIC PCS 7Anlagenbus anschließen (Fernwirkprotokolle SINAUT ST7,
DNP3, Modbus, IEC 870-5-104). Bei Verwendung des Fernwirkprotokolls SINAUT ST7 kann die Kommunikatonsbaugruppe
SINAUT TIM additiv oder alternativ zum TCP/IP WAN Router
eingesetzt werden.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
SIMATIC PCS 7 TeleControl
■ Aufbau (Fortsetzung)
In der folgenden Tabelle sind die Anbindungsmöglichkeiten abhängig vom RTU-Typ und der Kommunikationsart dargestellt.
Integrierbare Außenstationen (RTU)
Aktuelles Spektrum, Kommunikationsmöglichkeiten und -merkmale
Fernwirkprotokoll
SINAUT ST7
IEC
870-5-101
IEC
870-5-104
Kommunikationsart
seriell
Ethernet
TCP/IP
seriell
Ethernet
TCP/IP
seriell
Ethernet
TCP/IP
seriell
Ethernet
TCP/IP
Interface am PCS 7
TeleControl OS
TIM 4R-IE
TCP/IP
WAN-Router
oder/und
TIM 4R-IE
Konverter
TCP/IP
–seriell
TCP/IP
WAN-Router
Konverter
TCP/IP
–seriell
TCP/IP
WAN-Router
Konverter
TCP/IP
–seriell
TCP/IP
WAN-Router
RTU/
Interface
ET 200S mit
integrierter
CPU
(entspricht
S7-314)
–
–
IM 151-7
CPU
oder
IM 151-8
PN/DP CPU
sowie
1 SI-Modul
Modbus
IM 151-8
PN/DP CPU
+ Software
S7-OpenModbus/
TCP PNCPU
–
–
IM 151-7
CPU
oder
IM 151-8
PN/DP CPU
sowie
1 SI-Modul
+ SIPLUS
RIC Library
IM 151-8
PN/DP CPU
+ SIPLUS
RIC Library
S7-300/
S7-300F
TIM 3V-IE
TIM 3V-IE
CP 341
CP 343 +
SW-Library
TIM 3V-IE
DNP3
TIM 3V-IE
DNP3
CP 341
+ SIPLUS
RIC Library
CP 343
+ SIPLUS
RIC Library
oder integrierte PNSchnittstelle
+ SIPLUS
RIC Library
S7-400/
S7-400F
TIM 4R-IE
TIM 4R-IE
CP 441
CP 443 +
SW-Library
TIM 4R-IE
DNP3
TIM 4R-IE
DNP3
CP 441
+ SIPLUS
RIC Library
CP 443
+ SIPLUS
RIC Library
oder integrierte PNSchnittstelle
+ SIPLUS
RIC Library
S7-400H/
S7-400FH
–
–
–
–
TIM 4R-IE
DNP3
TIM 4R-IE
DNP3
ET 200M
+ 2 x CP 341
+ SIPLUS
RIC Library
CP 443
+ SIPLUS
RIC Library
Third-Party
Station
–
–
abhängig vom Stationstyp
abhängig vom Stationstyp
abhängig vom Stationstyp
Wählleitungen
•
–
–
–
–
–
–
–
Standleitungen und
Funknetze
•
•
•
•
•
•
•
•
Master-Slave
•
•
•
•
•
•
•
•
Peer-to-Peer
•
•
–
–
–
–
•
•
Vermaschte Netze
•
•
–
–
•
•
•
•
Zeitstempelung in RTU
•
•
–
–
•
•
•
•
RTU-Zeitsynchronisation
•
•
–
–
•
•
•
•
Datenpufferung in RTU
•
•
–
–
•
•
•1)
•1)
S7-Routing
•
•
–
–
–
•
–
•
Internationaler Standard
–
–
•
(viele
Varianten)
•
(viele
Varianten)
•
•
•
•
1)
Modbus
DNP3
9
Die Datenpufferung ist auf zwei SIMATIC S7-Datenbausteine beschränkt.
Dies entspricht je nach SIMATIC CPU ca. 800 bis 3 200 gepufferten Telegrammen.
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TeleControl Professional für die Leitstelle
SIMATIC PCS 7 TeleControl
■ Aufbau (Fortsetzung)
Die von SIMATIC PCS 7 TeleControl für die Remote-Kommunikation genutzten Fernwirkprotokolle sind an die Bedingungen der
weit verteilten Kommunikationsinfrastruktur angepasst.
Die für die Kommunikation zwischen den RTUs und der Fernwirkleitstelle geeigneten WAN-Übertragungsmedien sind vielfältig, z. B.
• Private Netzwerke
- Funk
- Standleitung
- WLAN
• Öffentliche Netzwerke
- GPRS
- EGPRS
- UMTS
- DSL
Aufbauend auf den vier topologischen Grundformen Punkt-zuPunkt, Multipunkt, Stern und Ring können mit diesen Medienvarianten unterschiedlich strukturierte Fernwirknetze realisiert
werden, z. B. Stern über Funk, Standleitung oder DSL. Durch
Kombination mehrerer Grundformen gleicher oder verschiedener Medienvarianten lassen sich auch komplexere Netzwerkstrukturen aufbauen, auch mit redundanten Kommunikationswegen. Auf diese Weise ist eine optimale Anpassung an
die örtlichen Gegebenheiten und die ggf. bereits vorhandene
Infrastruktur möglich.
Migration bestehender Fernwirkanlagen
SINAUT ST1-Stationen auf Basis SIMATIC S5
Im Zuge der Migration bestehender Anlagen sind auch auf
SIMATIC S5 basierende RTUs über SIMATIC PCS 7 TeleControl
in das Prozessleitsystem integrierbar. Dabei wird das Fernwirkprotokoll ST1 in der zentralen TIM-Kommunikationsbaugruppe
in das ST7-Protokoll umgewandelt.
Teilanlagen mit Modbus-Kommunikation
Mit SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 lassen sich auch in
Außenbereichen bereits existierende Teilanlagen, die über eine
Modbus-Infrastruktur verfügen, in SIMATIC PCS 7 V7.1 einbinden. Diese sind mit dem Modbus-Protokoll über serielle Leitungen oder TCP/IP-Verbindungen in SIMATIC PCS 7 integrierbar.
Während RTUs mit Modbus TCP/IP-Schnittstelle direkt eingebunden werden können, benötigen Third-Party-RTUs für die
Fernwirkkommunikation spezielle Schnittstellenkonverter.
Third-Party-Stationen mit Fernwirkprotokollen
Außer dem Fernwirkprotokoll Modbus unterstützen auch die
Fernwirkprotokolle DNP3 (seriell und TCP/IP), IEC 870-5-101
(seriell) und IEC 870-5-104 (TCP/IP) die Leitstellen-Anbindung
von Third-Party-RTUs im Rahmen der Migration. Voraussetzung
ist, dass die RTU das entsprechende Protokoll beherrscht und
ggf. erforderliche Schnittstellenumsetzer verfügbar sind.
Third-Party-Stationen mit OPC
Third-Party-RTUs, für die ein OPC Server existiert, können mit
additiven Engineeringleistungen auf Basis der DBA-Technologie
in die Prozessführung mit dem PCS 7 TeleControl Operator
System eingebunden werden. SIMATIC PCS 7 TeleControl unterstützt dabei den Datenaustausch zwischen dem Operator
System (OPC Client) und der RTU (OPC Server) per OPC DA.
SINAUT LSX-Anlagen
Mit SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 sind auch bestehende
SINAUT LSX-Anlagen migrierbar. Die in der SINAUT LSX-Anlage
installierten SIMATIC S7-Controller mit Fernwirkprotokoll
EDC (Event Driven Communication) werden dabei per PCS 7
TeleControl S7 EDC Driver (Bestelldaten siehe im nachfolgenden Katalogabschnitt PCS 7 TeleControl Operator System) in
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 integriert. Da die SINAUT LSXAnlage auf allen Ebenen solange wie nötig neben der neuen
Systemarchitektur koexistieren kann, ist eine schrittweise
Modernisierung ohne kurzlebige Zwischenlösungen möglich.
■ Weitere Info
Detailinformationen, Bestelldaten und Technische Daten zu den
einzelnen SIMATIC PCS 7 TeleControl Produkten finden Sie im
Katalog ST PCS 7.1 und im Internet unter:
9
http://www.siemens.com/simatic-pcs7/telecontrol
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
PCS 7 TeleControl Engineering Station
■ Übersicht
Mit dem Softwarepaket PCS 7 TeleControl OS Engineering V7.1
lässt sich eine SIMATIC PCS 7 Industrial Workstation der Ausführung Single Station oder Server als SIMATIC PCS 7 TeleControl
Engineering Station konfigurieren.
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
PCS 7 TeleControl OS
Engineering V7.1
(PO unlimited)
Softwarepaket mit SIMATIC PCS 7
Engineering Software V7.1 + SP2,
PO unlimited (nicht für Produktivbetrieb als Operator Station einsetzbar)
Engineering-Software,
2-sprachig (deutsch, englisch),
Softwareklasse A,
ablauffähig unter Windows XP
Professional/Server 2003,
Floating License für 1 User
Elektronische Dokumentation
auf CD/DVD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
• SIMATIC PCS 7 Software Media
Package V7.1 + SP2
• CD "PCS 7 TeleControl Option
V7.1 + SP2"
6DL5 000-8AF17-0XA5
PCS 7 TeleControl OS
Engineering Component Option
V7.1
zum Erweitern einer vorhandenen SIMATIC PCS 7
Engineering Station V7.1 + SP2
(PO unlimited) für PCS 7
TeleControl V7.1 + SP2;
Softwarepaket ohne
SIMATIC PCS 7 Engineering
Software V7.1 + SP2
Engineering-Software,
2-sprachig (deutsch, englisch),
Softwareklasse A, ablauffähig
unter Windows XP Professional /
Server 2003,
Floating License für 1 User
Elektronische Dokumentation
auf CD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
• CD "PCS 7 TeleControl Option
V7.1 + SP2"
6DL5 000-8AF17-0XE5
9
Hinweis:
Weitere Informationen siehe Katalog ST PCS 7.1 und
Industry Mall unter www.siemens.de/industrymall.
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TeleControl Professional für die Leitstelle
PCS 7 TeleControl Operator System
■ Übersicht
Die für den OS Runtime-Betrieb angebotenen PCS 7 TeleControl
OS-Softwarepakete V7.1 sind auf die Architektur des
SIMATIC PCS 7-Operator Systems V7.1 zugeschnitten.
Sie unterstützen Einplatzsysteme (Single Stationen) ebenso
wie Mehrplatzsysteme mit bis zu 12 Servern/redundanten
Serverpaaren und bis zu 32 Clients.
Einheitliche Prozessführung für zentrale und entfernte Teilanlagen
■ Bestelldaten
9
Bestell-Nr.
PCS 7 TeleControl OS
Single Station V7.1 (250 PO)
Softwarepaket mit
SIMATIC PCS 7 OS Software
Single Station V7.1 + SP2,
250 PO, inkl. 512 Archivvariable;
Runtime-Software,
2-sprachig (deutsch, englisch),
Softwareklasse A, ablauffähig
unter Windows XP Professional,
Single License für 1 Installation
Elektronische Dokumentation
auf CD/DVD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
• SIMATIC PCS 7 Software Media
Package V7.1 + SP2
• CD "PCS 7 TeleControl Option
V7.1 + SP2"
6DL5 001-8AA17-0XA0
PCS 7 TeleControl OS Server
V7.1
Softwarepaket mit
SIMATIC PCS 7 OS Software
Server V7.1 + SP2, 250 PO,
inkl. 512 Archivvariable
Runtime-Software,
2-sprachig (deutsch, englisch),
Softwareklasse A, ablauffähig
unter Windows Server 2003,
Single License für 1 Installation
Elektronische Dokumentation
auf CD/DVD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
• SIMATIC PCS 7 Software Media
Package V7.1 + SP2
• CD "PCS 7 TeleControl Option
V7.1 + SP2"
6DL5 002-8AA17-0XA0
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Bestell-Nr.
PCS 7 TeleControl OS
Redundant Server V7.1
Softwarepaket mit
SIMATIC PCS 7 Server
Redundancy V7.1 + SP2, 250 PO,
inkl. 512 Archivvariable
(beinhaltet: WinCC/Redundancy
und RS 232-Steckleitung, 10 m)
Runtime-Software,
2-sprachig (deutsch, englisch),
Softwareklasse A, ablauffähig
unter Windows Server 2003,
Single License für 2 Installationen
Elektronische Dokumentation
auf CD/DVD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
• SIMATIC PCS 7 Software Media
Package V7.1 + SP2
• CD "PCS 7 TeleControl Option
V7.1 + SP2", RS 232-Steckleitung, 10 m
6DL5 002-8BA17-0XA0
PCS 7 TeleControl OS Runtime
Component Option V7.1
zur Erweiterung eines vorhandenen SIMATIC PCS 7 OS V7.1 +
SP2 (Server/Single Station) für
PCS 7 TeleControl V7.1 + SP2
Softwarepaket ohne SIMATIC
PCS 7 OS-Software V7.1 + SP2
Runtime-Software,
2-sprachig (deutsch, englisch),
Softwareklasse A, ablauffähig
unter Windows XP Professional
oder Windows Server 2003,
Single License für 1 Installation
Elektronische Dokumentation
auf CD,
2-sprachig (deutsch, englisch)
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
• CD "PCS 7 TeleControl Option
V7.1 + SP2"
6DL5 002-8AA17-0XE0
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
PCS 7 TeleControl Operator System
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
Bestell-Nr.
PCS 7 TeleControl SINAUT
Driver
Runtime-Software, Lizenz für eine
OS Single Station oder einen
OS Server, Softwareklasse A,
ablauffähig unter
Windows XP Professional oder
Windows Server 2003,
Single License für 1 Installation
Voraussetzung:
Software PCS 7 TeleControl
OS Single Station oder PCS 7
TeleControl OS Server
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
6DL5 101-8AX00-0XB0
PCS 7 TeleControl Modbus
Driver
Runtime-Software, Lizenz für eine
OS Single Station oder einen
OS Server, Softwareklasse A,
ablauffähig unter
Windows XP Professional oder
Windows Server 2003,
Single License für 1 Installation
Voraussetzung:
Software PCS 7 TeleControl
OS Single Station oder PCS 7
TeleControl OS Server
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
6DL5 101-8BX00-0XB0
PCS 7 TeleControl DNP3 Driver
Runtime-Software, Lizenz für eine
OS Single Station oder einen
OS Server, Softwareklasse A,
ablauffähig unter
Windows XP Professional oder
Windows Server 2003,
Single License für 1 Installation
Voraussetzung:
Software PCS 7 TeleControl
OS Single Station oder PCS 7
TeleControl OS Server
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
6DL5 101-8EX00-0XB0
6DL5 101-8DX00-0XB0
PCS 7 TeleControl
IEC 870-5-101/-104 Driver
Runtime-Software, Lizenz für eine
OS Single Station oder einen
OS Server, Softwareklasse A,
ablauffähig unter
Windows XP Professional oder
Windows Server 2003,
Single License für 1 Installation
Voraussetzung:
Software PCS 7 TeleControl
OS Single Station oder PCS 7
TeleControl OS Server
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
6DL5 101-8CX00-0XB0
PCS 7 TeleControl S7 EDC
Driver
Runtime-Software, Lizenz für eine
OS Single Station oder einen
OS Server, Softwareklasse A,
ablauffähig unter
Windows XP Professional oder
Windows Server 2003,
Single License für 1 Installation
Voraussetzung:
Software PCS 7 TeleControl
OS Single Station oder PCS 7
TeleControl OS Server
Lieferform:
• License Key Memory Stick,
Certificate of License inkl.
Terms and Conditions
9
Hinweis:
Weitere Informationen siehe Katalog ST PCS 7.1 und
Industry Mall unter www.siemens.de/industrymall.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
SINAUT ST7sc SCADA Connect Software
■ Übersicht
■ Nutzen
6,1$87
/HLWVWHOOH
6,1$8767VF
6,1$8767VF
23&
&OLHQW
23&
&OLHQW
• Anbindung von SINAUT-Stationen an HMI-, SCADA- und
Office-Applikationen über OPC
• Das "Item Buffering"-Verfahren sorgt für eine lückenlose
Archivierung
• Zeit- und Kostenersparnis durch einfache Projektierung ohne
detailliertes Wissen über SINAUT
03,
,QGXVWULDO(WKHUQHW
7,0
5,(
]%
]%
6PLW 6PLW
7,09,( 7,05,(
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]%
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7,0
6,1$87676WDWLRQHQ
]%
68PLW
7,0%
6,1$87676WDWLRQHQ
*B,.B;;B
,3EDVLHUWHV
:$1
■ Anwendungsbereich
7,0
55'
Leitstellensystem SINAUT ST7sc (einfach oder redundant) mit angeschlossenen ST7- und ST1-Stationen
9
• Die SCADA Connect Software SINAUT ST7sc ermöglicht
den Anschluss von Telecontrol-Unterstationen mit ST7- und
ST1-Protokoll an Leitstellensysteme, die als OPC-Client
arbeiten können, z. B. iFIX von Intellution, InTouch von
Wonderware, Micro SCADA von ABB.
• SINAUT ST7sc eignet sich auch für den Datenaustausch
mit weiteren Anwendungen über OPC, z. B. mit der OfficeApplikation Excel.
• Der OPC-Datenaustausch erfolgt entweder synchron oder
asynchron (änderungsgesteuert)
• Die Funktion "Item Buffering" verhindert Datenverlust bei Ausfall des OPC-Clients oder wenn SINAUT-Stationen schneller
Daten liefern, als über die OPC-Schnittstelle übergeben werden können.
• Durch Anschluss von zwei parallel arbeitenden ST7scSystemen an ein redundantes Client-System wird die
Systemverfügbarkeit erhöht.
• SINAUT ST7sc übernimmt zusätzlich die Funktion einer
Fernwirkzentrale. Eine separate SIMATIC S7-CPU für diese
Funktion ist daher nicht erforderlich.
Das Fernwirksystem TeleControl erlaubt die Vernetzung von Unterstationen mit einer Leitstelle über WAN (Wide Area Network)
oder über Industrial Ethernet. Diese Leitstelle kann ebenfalls
eine SIMATIC-Station sein oder eine PC-basierte Leitstelle, z. B.
WinCC mit dem Add-on SINAUT ST7cc.
SINAUT ST7sc bietet Herstellern anderer Leitstellensysteme die
Möglichkeit, sich an Unterstationen mit SINAUT ST7 anzuschließen, ohne eine SINAUT-Schnittstelle integrieren zu müssen. Die
Kommunikation erfolgt über OPC: SINAUT ST7sc bildet als
OPC-Server die Schnittstelle zwischen dem Telecontrol-System
und dem Fremdleitsystem, das als OPC-Client angebunden
wird.
Die OPC-Schnittstelle eignet sich auch für den Datenaustausch
mit sonstigen Anwendungen, z. B. mit der Office-Applikation
Excel.
■ Aufbau
SINAUT ST7sc wird auf einem Windows PC installiert
(Windows 7, Windows 2008 Server). Die OPC-Serverfunktion
erlaubt die Anbindung von einer oder auch mehrerer ClientApplikationen. Diese Clients sind entweder über ein geeignetes
Kommunikationsmedium, z. B. Industrial Ethernet, mit dem
Server verbunden, oder sie sind auf dem gleichen PC wie
SINAUT ST7sc installiert.
Der Anschluss von einem oder mehreren Telecontrol-Unterstationen am ST7sc-PC erfolgt je nach eingesetzter Kommunikationsbaugruppe TIM über den MPI-Bus oder über Industrial
Ethernet.
Bereitstellen der aktuellen Uhrzeit:
• Für TIMs, die über MPI an den ST7sc-PC angeschlossen sind,
kann die Zeitsynchronisierung nur über eine mit einem
DCF77-Empfänger ausgestatte TIM erfolgen. Diese sorgt
dann zentral für die Zeitsynchronisierung des ST7sc-PC und
aller Stationen.
• Für TIMs, die über Industrial Ethernet an den ST7sc-PC angeschlossen sind, erfolgt die Zeitsynchronisierung über ST7sc.
Außerhalb des Empfangsbereichs des DCF77-Uhrzeitsenders
wird der Einsatz eines GPS-Empfängers empfohlen, der die lokale Zeit anhand des Satelliten-basierenden GPS-Systems (Global Positioning System) ermittelt.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
SINAUT ST7sc SCADA Connect Software
■ Funktion
OPC-Server-Interface "Data Access"
SINAUT
ST7sc
Während ST7sc normalerweise pro Item nur eine "Speicherzelle"
anlegt, in der immer der letzte Zustand oder Wert des Items
bereitgehalten wird, wird bei der Selektion des Item-BufferingVerfahrens pro Item ein Puffer angelegt, in dem alle Änderungen
des betreffenden Items mit Zeitstempel der Reihe nach gespeichert werden. Gespeichert wird solange, bis die einzelnen
Änderungen an den OPC-Client übergeben werden konnten.
Das Item-Buffering-Verfahren setzt eine HMI-Applikation voraus,
die zeitgestempelte Daten verarbeiten kann, und zwar auch
dann noch, wenn der Zeitstempel schon mehrere Tage alt ist,
z. B. nach einem längeren Verbindungsausfall.
3
3a
7
7a
7b
7c
45
78
78a
78b
79
79a
79b
79b
.
.
n
7d
7e
1
Eine Besonderheit des Telecontrol-Systems ist die Eigenschaft,
dass Prozessdaten gegen Verlust gesichert werden. Fällt beispielsweise die Verbindung von der Unterstation zur Leitstelle
aus, so speichert die Unterstation vor Ort alle während des Ausfalls erfassten Datenänderungen mit Zeitstempel. Dabei können
Verbindungsausfälle von mehreren Stunden oder gar mehreren
Tagen ohne Datenverlust überbrückt werden. Damit diese in den
Unterstationen gespeicherten Daten später auch sicher beim
OPC-Client ankommen, enthält ST7sc das "Item-Buffering"-Verfahren, das hilft, Datenverlust auf dem Weg zum OPC-Client zu
vermeiden:
• Wenn das OPC "Data-Access"-Interface, das ein Prozessabbild darstellt, von den Unterstationen schneller aktualisiert
wird als der Client es lesen kann;
• Wenn der OPC-Client für kürzere oder längere Zeit nicht
verfügbar ist, oder wenn die OPC-Kommunikationsstrecke
ausfällt.
1
1a
1b
1c
Item Buffer
In umgekehrter Richtung kann der OPC-Client Daten, die an
eine Station gesendet werden sollen (z. B. Befehle, Sollwerte,
Parameter), über das OPC-Server-Interface auf den ST7scVariablenhaushalt schreiben. Diese werden in SINAUT-Datentelegramme gewandelt und über das WAN an die gemäß
Projektierung festgelegte Telecontrol-Unterstation gesendet.
OPCKommunikation
2
3
.
.
.
.
.
.
.
ST7sc-Variablenhaushalt
SINAUT-Telegrammkodierung
SINAUT
DatenTelegramm
SINAUT-Telegrammdekodierung
OPCKommunikation
G_IK10_XX_30014
Die Telecontrol-Unterstation erfasst die Prozessdaten bei
Änderung und überträgt diese über das jeweilige WAN an
SINAUT ST7sc. Dort werden die empfangenen SINAUT-Telegramme dekodiert und entsprechend der Projektierung in den
ST7sc-Variabelenhaushalt abgelegt. Über das OPC-ServerInterface "Data Access" kann ein OPC-Client diese empfangenen Daten vom ST7sc-Variablenhaushalt lesen. Dies erfolgt
entweder synchron oder asynchron.
SINAUT
DatenTelegramm
Systemkonfiguration mit SINAUT ST7sc
Redundante Anwendung
SINAUT ST7sc erlaubt auch die Anbindung an ein redundantes
Client-System. In diesem Fall wären zwei ST7sc-Systeme einzusetzen. Die aus den Stationen empfangenen Daten übergeben
sie parallel und unabhängig voneinander an beide Clients und
nehmen von diesen Daten entgegen, die an die Unterstationen
zu senden sind.
Die Redundanz-Intelligenz liegt hierbei auf Seite des Clients:
• Er sorgt für die korrekte Verwertung und Abgleich der parallel
übergebenen Daten;
• Er übergibt Daten, die an die Unterstation gesendet werden
sollen, nur einmal an einen der beiden ST7sc, damit keine
doppelte Übertragung stattfindet.
Projektierung
Die Projektierung des ST7sc erfolgt mit Hilfe des ST7sc
Config-Tool, das im Lieferumfang der ST7sc Software-CD
enthalten ist.
Die Dokumentation zu ST7sc und zum Config-Tool befindet
sich ebenfalls auf dieser CD.
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TeleControl Professional für die Leitstelle
SINAUT ST7sc SCADA Connect Software
■ Technische Daten
Produkttyp-Bezeichnung
SINAUT ST7sc V2.0
Produkttyp-Bezeichnung
Betriebssysteme
Windows 7 Professional (32 Bit);
Windows 7 Enterprise (32 Bit);
Windows 7 Ultimate (32 Bit);
Windows 2008 Server SP2
(32 Bit)
Projektierung
• ST7sc
• SINAUT-System
Mengengerüst
• 6 SINAUT-Stationen
• 12 SINAUT-Stationen
• für mehr als 12 SINAUT-Stationen
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
9
Software zum Anschluss von
SINAUT-Stationen an HMI-,
SCADA- und Office-Applikationen
über OPC;
Einzel-Lizenz für 1 Installation der
Runtime-Software;
Projektierungssoftware und
elektronisches Handbuch
auf CD-ROM;
Betriebssysteme: Windows 2008
Server SP2 (32 Bit), Windows 7
(32 Bit) Professional, Enterprise;
Lizenzschlüssel auf USB-Stick;
deutsch/englisch
• SINAUT ST7sc V2.0 S
kleine Lizenz für
max. 6 SINAUT-Stationen
• SINAUT ST7sc V2.0 M
mittlere Lizenz für
max. 12 SINAUT-Stationen
• SINAUT ST7sc V2.0 L
große Lizenz für
mehr als 12 SINAUT-Stationen
• SINAUT ST7sc V2.0 SM
Lizenzerweiterung
von ST7sc S auf ST7sc M
(von 6 auf 12 Stationen)
• SINAUT ST7sc V2.0 SL
Lizenzerweiterung
von ST7sc S auf ST7sc L
(von 6 auf mehr als 12 Stationen)
• SINAUT ST7sc V2.0 ML
Lizenzerweiterung
von ST7sc M auf ST7sc L
(von 12 auf mehr als
12 Stationen)
• SINAUT ST7sc V2.0 U
Upgrade aller Lizenzen
von V1.2 auf V2.0
Siemens IK PI · 2012
Small license
Medium license
Large license
6GK1 561-1AA01
PCI-Karte (32-Bit) für den
Anschluss eines PG oder PC an
PROFIBUS/MPI;
geeignet zum Anschluss von
max. 8 TIM-Baugruppen über MPI
Kommunikationsprozessor
CP 5611 A2 MPI
6GK1 561-1AM01
Bestehend aus PCI-Karte (32-Bit)
5611 und MPI-Kabel, 5 m
SOFTNET-PB S7 V8.1
6NH7 997-5CA20-0AA1
6NH7 997-5CA20-0AA2
6NH7 997-5CA20-0AA3
SOFTNET-S7 Edition 2008
für CP 5611 A2/CP 5621
Kommunikationsprozessor
CP 5613 A2
6NH7 997-5AA20-0AD3
PCI-Karte (32-Bit; 5 V) für den
Anschluss eines PG oder PC an
PROFIBUS/MPI;
geeignet zum Anschluss von
max. 30 TIM-Baugruppen
über MPI
6NH7 997-5CA20-0GA1
6GK1 704-5CW71-3AA0
Software für S7-Kommunikation
inkl. PG- und FDL-Protokoll,
Single License für 1 Installation,
License Key auf USB-Stick
6NH7 997-5AA20-0AD2
6NH7 997-5AA20-0AE3
6GK1 704-5CW08-1AA0
für 32 Bit Windows 7
Professional/Ultimate
Kommunikationsprozessor
CP 5621
PCI-Express x1-Karte (32 Bit) für
den Anschluss eines PG oder PC
an PROFIBUS
• mit MPI-Kabel, 5 m
Kommunikationsprozessor
CP 5623
PCI-Express x1-Karte (32 Bit) für
den Anschluss eines PG oder PC
an PROFIBUS
9/50
ST7sc Config-Tool V2.0
SINAUT ST7 EngineeringSoftware V3.5, V3.6, V4.0,
V4.1, V5.0, V5.1
Bestell-Nr.
Kommunikationsprozessor
CP 5611 A2
SINAUT ST7sc
SINAUT ST7sc V2.0
6GK1 561-3AA01
6GK1 562-1AA00
6GK1 562-1AM00
6GK1 562-3AA00
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Leitstelle
SINAUT ST7sc SCADA Connect Software
■ Bestelldaten
S7-5613 Edition 2008
für CP 5613 A2
Bestell-Nr.
6GK1 713-5CB71-3AA0
Software für 32 Bit
Windows XP Professional SP2/3;
Windows 2003 Server R2, SP2;
Windows Vista Business/
Ultimate SP1;
Single License für 1 Installation,
License Key auf USB-Stick
HARDNET-PB S7 V8.1
für CP 5613 A2
SOFTNET-IE S7 V8.1
für Industrial Ethernet
6GK1 713-5CB08-1AA0
6GK1 161-3AA01
für 32 Bit Windows 7
Professional/Ultimate
bis 64 Verbindungen
SOFTNET-S7 Edition 2008
für Industrial Ethernet
SOFTNET-IE S7 Lean V8.1
für Industrial Ethernet
6GK1 704-1CW71-3AA0
6GK1 704-1LW08-1AA0
bis 8 Verbindungen
6GK1 162-3AA00
PCI-Express x1-Karte (32 Bit) für
den Anschluss eines PG oder PC
an Industrial Ethernet
HARDNET-IE S7 V8.1 für
CP 1613 A2/CP 1623
6GK1 704-1CW08-1AA0
für 32 Bit Windows XP
Professional SP2/3;
Windows 2003 Server R2, SP2;
Windows Vista Business/
Ultimate SP1;
Windows 2008 Server
PCI-Karte (32 Bit;
33 MHz/66 MHz;
3,3 V/5 V Universal keyed)
für den Anschluss eines PG
oder PC an Industrial Ethernet
(10/100 Mbit/s),
geeignet zum Anschluss von
max. 120 TIM-Baugruppen über
Industrial Ethernet
Kommunikationsprozessor
CP 1623
6GK1 716-1CB71-3AA0
Software für S7-Kommunikation
inkl. PG-Kommunikation; geeignet
für max. 120 Verbindungen,
Single License für 1 Installation,
License Key auf USB-Stick
für 32 Bit Windows 7
Professional/Ultimate
Kommunikationsprozessor
CP 1613 A2
Bestell-Nr.
S7-1613 Edition 2008 für
CP 1613 A2/CP 1623
SOFTNET-S7 Lean Edition 2008
für Industrial Ethernet
6GK1 704-1LW71-3AA0
bis 8 Verbindungen
6GK1 716-1CB08-1AA0
Für 32 Bit Windows 7,
Professional/Ultimate
9
Siemens IK PI · 2012
9/51
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Unterstationen
Einführung
■ Übersicht
Prinzipieller Aufbau einer Telecontrol-Anlage
und Anlagen mit SIMATIC
Unterstationen
Für die unterschiedlichen Einsatzgebiete bietet Siemens mit
SIMATIC ein breites Spektrum an Komponenten zum Aufbau von
Telecontrol Unterstationen – Remote Terminal Units (RTU).
Fernwirken ist die Anbindung räumlich weit verteilter Prozessstationen an ein oder mehrere zentrale Leitsysteme. Eine Telecontrol-Anlage lässt sich unterteilen in folgende Komponenten
• Die Zentrale bzw. Leitstelle
• Die Unterstationen
• Das Kommunikationsnetz
Als Hardwarebasis dient jeweils eine speicherprogrammierbare
Steuerung (SPS), die durch spezielle Hard- und Softwarekomponenten, z. B. Kommunikationsbaugruppen TIM, für die Fernwirkfunktion ergänzt wird. Alle von der jeweiligen SPS unterstützen
lokalen Funktionen für die Anbindung von E/A über Bussysteme,
Anschluss von HMI oder Sensorik etc. stehen uneingeschränkt
auch in der RTU-Konfiguration zur Verfügung.
Für die Kommunikation zur Überwachung und Steuerung
werden dabei verschiedene öffentliche oder private Netze
genutzt. Der ereignisgesteuerte oder zyklische Austausch
der Prozessdaten erfolgt über spezielle Fernwirkprotokolle
z. B. SINAUT ST7, DNP3.
Die einzelnen Lösungen unterscheiden sich in der
• Leistungsklasse (Anzahl der benötigten IO-Signale und
Controller Leistung)
• Unterstützung der Fernwirkprotokolle
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die angebotenen
verschiedenen Typen an Unterstationen mit den wesentlichen
Eigenschaften.
Funk
Standleitung
WLAN
GPRS
-
-
-
S7-1200
-
●
-
-
-
-
-
-
●
S7-200
-
●
-
-
-
-
-
-
●
S7-400
●
-
S7-400FH
-
-
-
WinAC RTX
-
-
-
DSL
IEC 60870-104 TCP/IP
-
UMTS
DNP3
ET 200S
EGPRS
SINAUT ST7
Öffentliche Netze
Telecontrol Basic
Private Netze
SINAUT ST1
Telecontrol Protokolle
S7-300
● geeignet
- nicht geeignet
Klassifizierung der verschiedenen TeleControl Unterstationen (RTU-Typen)
9/52
Siemens IK PI · 2012
G_IK10_XX_30293
9
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Unterstationen
Einführung
■ Übersicht (Fortsetzung)
Kommunikationsbaugruppen TIM
Die Hardware-Komponente für die Fernwirkfunkstation einer
Telecontrol Unterstation ist die Kommunikationsbaugruppe
TIM (Telecontrol Interface Module). Sie wickelt für die S7-CPU
oder für den Leitstellen-PC den Datenverkehr über das jeweilige
Telecontrol-Netz ab, wahlweise mit dem SINAUT ST7-,
SINAUT ST1- oder dem DNP3-Protokoll.
Unterschiedliche Protokolle sind nicht in einem Kommunikationsnetz kombinierbar. Kommunikationsnetze mit unterschiedlichen Protokollen sind jedoch immer in einem Projekt kombinierbar, wenn sie über getrennte Schnittstellen an die zentrale
Leitstelle angebunden werden.
■ Funktion
Jede WAN-Schnittstelle einer TIM kann in der Funktion "Station",
"Knotenstation" oder "Zentrale" betrieben werden (Ausnahme:
die Funktion "Knotenstation" gibt es nicht bei der TIM 3V-IE,
TIM 3V-IE DNP3, TIM 4R-IE DNP3, die Funktion "Zentrale" gibt es
nicht bei der TIM 3V-IE DNP3 und TIM 4R-IE DNP3). Dies erlaubt
den Aufbau hierarchischer Kommunikationsstrukturen, wie sie in
klassischen WANs benötigt werden.
Bei IP-basierten Netzen, in denen jeder Partner gleichberechtigt
ist, kann diese Klassifizierung entfallen. Die Übertragung über
GPRS bildet hier aber eine Ausnahme, denn ohne spezielle Verträge mit dem GPRS-Provider ist eine direkte Kommunikation
von GPRS-Station zu GPRS-Station nicht möglich. Gelöst werden kann dies durch "Umlenken" über eine Zentrale-TIM, wie im
klassischen WAN bei Querverkehr über Standleitung oder Funk
angewendet. In diesem Fall sind auch in einem IP-basierten
Netz die Schnittstellen der beteiligten TIMs auf die Funktion
"Zentrale" oder "Station" einzustellen, damit der korrekte Weg
von "Station" zu "Station" über die "Zentrale" automatisch gefunden wird.
Die TIM wickelt den Datenverkehr über das jeweils angeschlossene Netz selbständig ab und zwar nach dem Store-andforward-Prinzip. Die Baugruppe besitzt dazu einen eigenen
Prozessor und einen RAM-Speicher zum Puffern von Datentelegrammen (je nach TIM-Typ zwischen 10.000 und 56.000 Telegramme). Die Speicherung der Telegramme verhindert Datenverlust, wenn die Kommunikationsstrecke gestört oder der
Partner ausgefallen ist bzw. hilft die Verbindungskosten in
Wählnetzen zu reduzieren. Wird bei der TIM 4R-IE oder
TIM 4R-IE DNP3 die optionale Pufferbatterie eingesetzt, so
gehen gespeicherte Datentelegramme auch bei Ausfall der
24 V-Versorgungsspannung nicht verloren.
Das Lesen und Schreiben der Daten, die die TIM für eine CPU
senden bzw. empfangen soll, erfolgt alternativ mit:
• TD7onCPU, die SINAUT TD7-Software für die CPU, anwendbar bei S7-300- und S7-400-CPUs sowie C7-Komplettgeräten:
Das SINAUT-Programm in der CPU, konfiguriert mit Bausteinen aus der SINAUT TD7-Bibliothek, erfasst die zu übertragenden Prozessdaten, prüft sie auf Änderung und übergibt
diese dann, zur Übertragung über das WAN, an die TIM. Telegramme, die die TIM fehlerfrei über das WAN empfangen hat,
werden an die lokale CPU übergeben. Ein dort für die Auswertung des betreffenden Telegramms eingebundener Baustein
sorgt für die Ausgabe der empfangenen Information an die
am Baustein projektierten Ausgänge oder Datenbereiche.
Diese Bausteinbibliothek kann nicht in Verbindung mit TIM 3VIE DNP3 oder TIM 4R-IE DNP3 genutzt werden.
• TD7onTIM, die in der TIM integrierte SINAUT TD7-Software
(nicht vorhanden bei TIM 4R / TIM 4RD), anwendbar bei S7300-CPUs und C7-Komplettgeräten:
Das vom Anwender konfigurierte TD7onTIM-Programm liest
die zu übertragenden Prozessdaten direkt aus den Speicherbereichen der im S7-300-Rack bestückten CPU (Eingänge,
Merker, DB), prüft sie auf Änderung und trägt diese dann, zur
Übertragung über das WAN, in den Sendepuffer der TIM ein.
Daten aus Telegrammen, die die TIM fehlerfrei über das WAN
empfangen hat, werden von der TIM direkt in die projektierten
Speicherbereiche der CPU geschrieben.
Optional können die von "TD7onCPU" oder "TD7onTIM" erfassten Daten mit einem Zeitstempel und für die Übertragung über
ein kostenpflichtiges Netz, z. B. Wählnetz oder GPRS, mit einer
Prioritätskennung "normal" oder "hoch" versehen werden.
"TD7onTIM" erlaubt es darüber hinaus, sehr wichtige Daten mit
der Priorität "Alarm" zu kennzeichnen. Diese werden allen anderen im Sendepuffer gespeicherten Telegrammen vorgezogen,
d.h. vor diesen zur Übertragung gebracht.
Ist der lokale SINAUT-Teilnehmer ein Leitstellen-PC, so werden
Operator-Eingaben vom PC-Programm erfasst, gemäß der
Konfigurierung in Datentelegrammen umgeformt und mit der
projektierten Zieladresse an die TIM übergeben. Telegramme,
die die TIM fehlerfrei über das WAN empfangen hat, werden an
den Leitstellen-PC übergeben. Die Auswertung des betreffenden Telegramms übernimmt die Leitsystem-Software.
Die TIM speichert Daten, die sie übertragen soll zunächst in
ihrem RAM-Puffer ab. Das anschließende Verhalten der TIM
beim Senden dieser Daten wird in den beiden nachfolgenden
Abschnitten erläutert.
9
Siemens IK PI · 2012
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Unterstationen
Einführung
■ Funktion (Fortsetzung)
Kommunikation über ein klassisches WAN
PG-Kommunikation
Das Verhalten der TIM beim Senden der Daten ist abhängig vom
WAN-Typ und von der TIM-Funktion, die an der WAN-Schnittstelle eingestellt ist:
• Standleitung, Funknetz;
Wird die Schnittstelle in der Funktion "Station" oder "Knotenstation" betrieben, wartet die TIM auf ihren Poll durch die
Zentrale, bevor sie gespeicherte Datentelegramme überträgt.
Sind keine Telegramme vorhanden, wird der Poll nur quittiert.
Beim Betrieb der Schnittstelle als "Zentrale" sendet die TIM,
nach jedem abgeschlossenen Poll + Antwort, eines der im
Puffer gespeicherten Telegramme (Standard-Einstellung).
Falls eine größere Anzahl von Telegrammen zwischen zwei
Polls gesendet werden soll, kann dies bei der Konfiguration
der TIM festgelegt werden.
• Wählnetz;
Beim Betrieb der Schnittstelle in der Funktion "Station" oder
"Knotenstation" wird die TIM bei Daten mit der "normalen"
Priorität zunächst nicht aktiv. Bei Daten mit der Priorität "hoch"
oder "Alarm" wird die TIM sofort versuchen, eine Verbindung
mit dem adressierten Partner aufzubauen um die Daten zu
übertragen. Stehen zu diesem Zeitpunkt für den Verbindungspartner auch Daten mit der Priorität "normal" im Puffer der TIM,
werden diese gleich mitgesendet. Daten mit der Priorität
"Alarm" werden prinzipiell als erste übertragen. Anschließend
erfolgt die Übertragung der Daten mit Priorität "hoch" und
"normal" grundsätzlich nach dem FIFO-Prinzip, d.h. unabhängig von der jeweiligen Priorität.
Ist die Schnittstelle auf die Funktion "Zentrale" eingestellt,
wird die TIM, unabhängig von einer Priorität, immer sofort
versuchen eine Verbindung mit dem adressierten Partner aufzubauen und die Daten übertragen.
Mit Hilfe der PG-Kommunikation können alle am LAN, z. B.
Industrial Ethernet, angeschlossenen S7-Stationen fernprogrammiert werden. Mit Hilfe von S7-Routing ist es möglich, die
PG-Kommunikation netzwerkübergreifend zu nutzen.
Das SINAUT ST7-/ST1-Protokoll kann für alle WAN-Typen und
TIM-Funktionen verwendet werden, das DNP3-Protokoll erlaubt
lediglich die Verwendung von Standleitungen und Funknetzen in
der Funktion "Station". Die dabei verwendete Betriebsart hängt
vom Typ des WAN ab:
• Über Standleitung und Funknetz erfolgt der Datenaustausch
üblicherweise in der Betriebsart "Polling". Bei Funknetzen mit
SINAUT ST7-Protokoll kann bei Bedarf die Betriebsart "Polling
mit Zeitschlitzverfahren" gewählt werden.
• Bei Wählnetzen (nur mit SINAUT ST7-/ST1-Protokoll) erfolgt
der Datenaustausch immer in der Betriebsart "spontan".
Kommunikation über ein IP-basiertes Netz
9
Für die Übertragung über ein IP-basiertes Netz wird zwischen
zwei TIMs oder zwischen einer TIM und dem Leitsystem jeweils
eine permanente S7-Verbindung aufgebaut, über welche die
Partner die Datenpakete austauschen.
Die netzübergreifende PG-Kommunikation funktioniert mit dem
SINAUT ST7-Protokoll für alle klassischen und IP-basierten
WANs. Damit ist die Fernprogrammierung und Ferndiagnose
der am WAN angeschlossenen Stationen (CPUs und TIMs) möglich.
In IP-basierten DNP3-Netzen erfolgt die PG-Kommunikation
nicht über das Protokoll selbst, sondern über eine separate PGVerbindung (TCP/IP-Verbindung).
Diagnose & Service
Mit dem "SINAUT-Diagnose- & Servicetool" werden eine umfassende Diagnose sowie Hilfsmittel für die Inbetriebnahme und
Fehlersuche zur Verfügung gestellt, z. B.:
• Betriebszustand der TIM
• Baugruppenzustand der TIM
• Allgemeine Diagnoseinformationen
• Diagnosepuffer der TIM
• Zustand der Verbindungen zu lokalen und remoten Kommunikationspartnern (CPUs, TIMs, Leitsysteme)
• TIM-Telegramm-Monitor zum Mitschreiben des Telegrammverkehrs
• Sperren und Freigeben von Stationen im Standleitungs- oder
Funknetz, z.B. während der Inbetriebnahme
TIM-Baugruppen mit Ethernet-Schnittstelle bieten zusätzlich:
• Zustand und Füllgrad des Sendepuffers, getrennt für jeden
Kommunikationspartner
• Diagnoseinformationen zu TD7onTIM
Projektierung
Für die Projektierung der TIM wird die Projektierungssoftware
"SINAUT ST7 ES" verwendet. Zur Konfiguration des SINAUT-Programms in der CPU (TD7onCPU) sind die Bausteine aus der
"SINAUT TD7-Bausteinbibliothek" einzusetzen. Beide Softwarepakete sind Teil der Engineering Software SINAUT ST7 ES V5.1.
Die SINAUT ST7-Projektierungssoftware setzt voraus, dass
STEP 7 V5.4 mit Servicepack 4 oder neuer installiert ist.
Die Projektierungsdaten wie die jeweils gewünschte Schnittstellen-Funktionalität, Protokoll, Adressen der Kommunikationsteilnehmer, die Telefonnummern der Partner im Wählnetz, usw. können bei allen TIMs im Flash-EPROM der TIM gespeichert werden
oder, bei der TIM 4R-IE oder TIM 4R-IE DNP3, auch im optional
steckbaren C-PLUG. Bei allen TIMs mit Ethernet-Schnittstelle
können bei Einbau in einem S7-300-Rack oder in einem C7Komplettgerät die Projektierungsdaten auch auf der Speicherkarte (MMC) der CPU abgelegt werden. Die Speicherung in der
CPU oder im C-PLUG erlaubt den Austausch der TIM ohne PG.
Zulassungen
Alle TIM-Kommunikationsbaugruppen haben die Zulassungen
CE, FM, ATEX, cUL508 (= UL508, CSA22.2) sowie cUL HazLoc.
Die Baugruppen TIM 3V-IE und TIM 4R-IE sind überdies in einer
SIPLUS-Variante für den erweiterten Temperaturbereich
(-25 ... +70°C) erhältlich.
9/54
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional für die Unterstationen
Einführung
■ Funktion (Fortsetzung)
Funktionsübersicht aller TIM-Varianten
TIM 3V-IE
TIM 3V-IE Advanced
TIM 3V-IE DNP3
Einsetzbar in Verbindung mit
• S7-300
• S7-400 und PC
•
–
•
–
•
–
Schnittstellen
• MPI
• RJ45 Ethernet
• RS232
• RS232/RS485
• Gleichzeitig betreibbar
–
1
1
–
RS 232 oder RJ45
–
1
1
–
RS 232 und RJ45
–
1
1
–
RS 232 und RJ45
Einstellbare Schnittstellenfunktion
• Station
•
•
• Zentrale
• Knotenstation
–
–
•
•
–
–
Telegrammspeicher
• Anzahl Telegramme
16000
32000
• Batteriegepuffert
–
–
50.000 Datenpunkte
bei einem Master
–
Eingebauter DCF77-Funkuhrempfänger
–
–
–
S7-Verbindungen über IP-basierte
Netze
8
20
–
Kombinierbar mit weiteren TIMs
im S7-300-Rack
–
•
–
Kommunikation über MPI der
S7-300 CPU
–
•
–
TD7-Bibliothek in TIM integriert
(TD7onTIM)
•
•
•
Modul-Austausch ohne PG
•
•
•
TIM 4R-IE
TIM 4R
TIM 4RD
TIM 4R-IE DNP3
Einsetzbar in Verbindung mit
• S7-300
• S7-400 und PC über MPI
• S7-400 und PC über Ethernet
• S7-400H über Ethernet
•
–
•
–
•
•
–
–
•
•
–
–
•
–
•
•
Schnittstellen
• MPI
• RJ45 Ethernet
• RS232/RS485
• Gleichzeitig betreibbar
–
2
2
alle
1
–
2
alle
1
–
2
alle
–
2
2
alle
Einstellbare Schnittstellenfunktion
• Station
• Zentrale
• Knotenstation
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
–
–
Telegrammspeicher
• Anzahl Telegramme
56000
10000
10000
• Batteriegepuffert
•
–
–
200.000 Datenpunkte
bei einem Master
•
Eingebauter DCF77-Funkuhrempfänger
–
–
•
–
S7-Verbindungen über
IP-basierte Netze
64
–
–
2
Kombinierbar mit weiteren TIMs
im S7-300-Rack
•
•
•
–
Kommunikation über MPI der
S7-300 CPU
•
•
•
•
TD7-Bibliothek in TIM integriert
(TD7onTIM)
•
–
–
•
Modul-Austausch ohne PG
•
–
–
•
Siemens IK PI · 2012
9
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
Einführung
■ Übersicht
Unterstationen für ST7-Protokoll
Die Kommunikationsbaugruppe TIM ist in einem S7-300Gehäuse untergebracht; sie ist in verschiedenen Varianten
erhältlich:
Die TIM 4RD ist mit einem integrierten DCF77-Funkuhrempfänger erhältlich. Von dieser Baugruppe aus werden alle Teilnehmer
in der Telecontrol-Anlage mit Datum und Uhrzeit versorgt.
TIM 3V-IE/TIM 3V-IE Advanced
TIM 4R-IE
Die TIM 3V-IE ist eine SINAUT-Kommunikationsbaugruppe für
die SIMATIC S7-300. Sie hat eine RS232-Schnittstelle, an der ein
passendes externes Modem angeschlossen werden kann für
die Datenübertragung über ein klassisches WAN. Zusätzlich
verfügt sie über eine RJ45-Schnittstelle, die die Kommunikation
über IP-basierte Netze ermöglicht. Bei der TIM 3V-IE kann alternativ über eine der beiden Schnittstellen SINAUT-Kommunikation abgewickelt werden, bei der TIM 3V-IE Advanced sind
beide Schnittstellen gleichzeitig betreibbar.
Die TIM 4R-IE verfügt über zwei RS232/RS485-Schnittstellen für
die Datenübertragung über klassische WANs und hat zusätzlich
zwei RJ45-Schnittstellen für den Anschluss an IP-basierte Netze
(WAN oder LAN).
TIM 4R / TIM 4RD
Diese TIM kann als Kommunikationsprozessor in eine
SIMATIC S7-300 eingesetzt werden, eignet sich aber besonders
als Telecontrol-Baugruppe für eine SIMATIC S7 400 oder den
Leitstellen-PC (SINAUT ST7cc oder ST7sc). Sie wird dann
ohne S7-300-CPU als eigenständiges Gerät über eine ihrer
beiden Ethernet-Schnittstellen mit der S7-400 oder mit dem
PC verbunden.
Die vier Übertragungswege können alle unterschiedlich sein
und unabhängig voneinander betrieben werden, aber auch in
beliebiger redundanter Kombination.
9
Die TIM 4R ist eine SINAUT-Kommunikationsbaugruppe mit
flexiblen Einsatzmöglichkeiten:
• Geeignet für den Einbau als Kommunikationsbaugruppe in
eine SIMATIC S7-300
• Auch als eigenständiges Gerät (ohne S7-300-CPU) über
ihre MPI-Schnittstelle anschließbar an eine oder mehrere
SIMATIC S7-300/-400 und an den Leitstellen-PC (SINAUT
ST7cc oder ST7sc).
Neben ihrem MPI-Anschluss hat die TIM 4R zwei RS232/RS485Schnittstellen für die Datenübertragung über klassische WANs.
Die beiden WAN-Netze können unterschiedlich sein, z.B. Standleitung plus Telefonnetz, und unabhängig von einander betrieben werden, aber auch in redundanter Kombination.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
Einführung
■ Aufbau
Konfigurationsbeispiele
Das nachfolgende Bild zeigt eine einfache S7-300-Station, die
mit einer TIM 3V-IE bestückt ist. Über die RS232-Schnittstelle der
TIM kann die S7-300 an ein klasssisches WAN (z.B. Standleitung
oder Wählnetz) angeschlossen werden, über die RJ45-Schnittstelle an ein IP-basiertes Netz, z.B. GPRS. Wenn die S7-300 mit
einer TIM 3V-IE Advanced bestückt würde, könnten beide
Schnittstellen gleichzeitig für SINAUT-Kommunikation genutzt
werden.
6
Bei der TIM 4R können über die beiden kombinierten RS232/
RS485-Schnittstellen zwei klassische WANs angeschlossen
werden. Die TIM 4R-IE hat zusätzlich einen Anschluss für ein
IP-basiertes Netz.
Die Anbindung des PC der Leitzentrale (SINAUT ST7cc oder
ST7sc) an das SINAUT-Fernwirknetz erfolgt – wie bei einer
S7-400 – über eine oder mehrere TIM 4-Baugruppen Die beiden
nachfolgenden Bilder zeigen die Alternativen mit TIM 4R bzw.
TIM 4R-IE.
SINAUT ST7cc / ST7sc
TIM 4R /
4RD
Bei einer S7-400 kann sowohl eine TIM 4R als auch eine
TIM 4R-IE für die Datenkommunikation verwendet werden.
In beiden Fällen wird die TIM als eigenständiges Gerät, d.h.
ohne S7-300 CPU, eingesetzt. Bei der TIM 4R erfolgt die Anbindung an die S7-400 über MPI, bei der TIM 4R-IE über eine
der beiden Ethernet-Schnittstellen dieser Baugruppe. Die
nachfolgenden Bilder zeigen die beiden Alternativen.
G_IK10_XX_30210
MPI
S7-300 mit TIM 3V-IE
TIM 4R
...
2 x RS232 / RS485
NODVVLVFKHV:$1
SINAUT ST7cc/ST7sc mit einer oder mehreren TIM 4R am MPI-Bus
6,1$8767FF67VF
7,05,(
6
7,05,(
,QGXVWULDO(WKHUQHW
[5656
NODVVLVFKHV:$1
03,
*B,.B;;B
7,05
[5656
NODVVLVFKHV:$1
[5-,3EDVLHUWHV:$1
*B,.B;;B
[56NODVVLVFKHV:$1
[5-,3EDVLHUWHV:$1
*B,.B;;B
7,09,(
SINAUT ST7cc/ST7sc mit einer oder mehreren TIM 4R-IE am
Industrial Ethernet
S7-400 mit TIM 4R angebunden über MPI
6
9
,QGXVWULDO(WKHUQHW
[5656
NODVVLVFKHV:$1
[5-,3EDVLHUWHV:$1
*B,.B;;B
7,05,(
S7-400 mit TIM 4R-IE angebunden über Industrial Ethernet
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TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
Einführung
■ Aufbau (Fortsetzung)
Die Zeitsynchronisierung der über Ethernet angeschlossenen
TIM 4R-IE-Baugruppen übernimmt der Leitstellen-PC (ST7cc
bzw. ST7sc). Diese TIMs versorgen dann wieder ihre SINAUTStationen.
Bei Anbindung von Stationen über ein IP-basiertes Netz kann
der Anschluss an den PC der Leitzentrale (ST7cc oder ST7sc)
auch direkt erfolgen, d.h. ohne eine TIM 4R-IE am PC. Das nachfolgende Bild zeigt als Beispiel eine Anlage, in der die Stationen
über einen Lichtwellenleiter-Ring direkt mit der SINAUT-Leitstelle
verbunden sind. Die Zeitsynchronisierung der SINAUT-Stationen
in diesem direkt angeschlossenen IP-basierten Netz erfolgt
durch den Leitstellen-PC.
6,1$8767FFVF
=HQWUDOHPLW
&3$
&3
6ZLWFK
6&$/$1&(
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6
PLW7,09,(
)LEHU2SWLF
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6
PLW7,09,(
6ZLWFK
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;
6ZLWFK
6&$/$1&(
;
6
PLW7,09,(
*B,.B;;B
Eine der TIM 4R-Baugruppen könnte eine TIM 4RD mit integriertem DCF77-Funkuhrempfänger sein. Sie übernimmt dann die
Zeitsynchronisierung aller am MPI angeschlossenen TIMs sowie
des Leitstellen-PC (ST7cc oder ST7sc). Die synchronisierten
TIMs versorgen dann in regelmäßigen Zeitabständen ihre über
WAN angeschlossenen SINAUT-Stationen mit Datum und Uhrzeit. Ist am Einbauort der TIM 4RD kein DCF77-Zeitsignal
verfügbar, kann ein SINAUT GPS-Empfänger an die TIM 4RD
angeschlossen werden. Als Zeitquelle dient dann das weltweit
verfügbare GPS-System (Global Positioning System).
SINAUT ST7cc/ST7sc direkt über ein IP-basiertes Netz mit
SINAUT-Stationen gekoppelt
Bei komplexeren IP-basierten Netzen und vor allem bei Einsatz
einer redundanten Zentrale empfiehlt sich der Einsatz einer
Zentrale-TIM 4R-IE, da hierdurch das Netzverhalten besser
kontrolliert werden kann und die Verbindungsressourcen des
PC optimiert werden.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
• Kostengünstige Automatisierung von Wasser/Abwassernetzen komplexer und einfacher Struktur
• Steuerung und Überwachung von Energieverteilungssystemen und Energieförderstationen, wie z.B. Öl, Gas
oder Fernwärmenetze
• Vorbeugende Instandhaltung (Condition Monitoring) von
weltweit verteilten Anlagen
• Überwachung von Logistik- und Verkehrssystemen
• Anbindung von Anlagen mit einfachen oder hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen
• Einsatz in gemischten Netzen mit Wähl-, Funk-, Ethernet oder
Internetkommunikation
■ Aufbau
• SINAUT-Kommunikationsbaugruppe TIM für SIMATIC S7-300
zum Einsatz im Wide Area Network (WAN)
• IP-Kommunikation über sicheres VPN (Virtual Private Network)
unter Nutzung des Internets
• Drahtlose Kommunikation über GPRS-Router, GPRS-Modem
oder Funkgeräte
• Drahtgebundene Kommunikation über Ethernet, DSL,
Wählmodems oder Standleitungsmodem
• Vollständige Migration vorhandener Funk-, Standleitungs- und
Wählnetztechnik auf IP-basiertes Netz
• Telegrammspeicher zum lückenlosen Aufzeichnen von Daten
• Einfache Projektierung und Handhabung ohne spezielles
IT-Wissen
■ Nutzen
• Flexible Anschlussmöglichkeit an jedes IP-basierte oder
klassische WAN
• Preisgünstiger Stationsaufbau und niedrige Verbindungskosten durch GPRS-Anschluss mit dem MD720-3 und
Nutzung der S7-CPUs 312 und 312C
• Keine Mobilfunk-Zusatzdienstleistung für fixe IP-Adressen
oder Verträge für private GPRS-Netze mit bidirektionalem
Datenverkehr notwendig, da VPN im System ST7 integriert ist.
Aufwändige und komplexe VPN-Projektierung durch ITSpezialisten entfällt.
• Einsparung von Reisekosten durch kostengünstige Fernprogrammierung, Diagnose, Kontrolle und Überwachung
über das Internet
• Zeit- und Kostenersparnis durch schnelle und komfortable
Projektierung der Verbindungen und der zu übertragenden
Daten mit der SINAUT-Projektierungssoftware und Bausteinbibliothek
• Zuverlässige Sicherung von wichtigen Daten. Speicherung
der Datentelegramme (max. 16.000) inkl. Zeitstempel auf der
TIM, wenn der Kommunikationsweg gestört oder ein Partner
ausgefallen ist sowie zur Reduzierung der Verbindungskosten
im Wählnetz
• Investitionsschutz für bestehende SINAUT ST1-Anlagen
durch die Integration der SIMATIC S7-300
Die TIM 3V-IE weist alle Vorteile der SIMATIC S7-300-Aufbautechnik auf:
• Kompakter Aufbau
• 9-polige Sub-D-Stecker mit einer RS232-Schnittstelle zum
Anschluss an ein klassisches WAN über ein entsprechendes
Modem
• RJ45-Buchse für den Anschluss an Industrial Ethernet oder
ein IP-basiertes Netz;
industriegerecht mit zusätzlichem Haltekragen ausgeführt,
zum Anschluss des IE FC RJ45 Plug 180
• 2-polige steckbare Klemmleiste für den Anschluss der externen Versorgungsspannung von DC 24 V
• Frontseitige LEDs zur Anzeige des Baugruppenzustands und
der Kommunikation
• Einfache Montage;
die TIM 3V-IE wird auf die Profilschiene der S7-300 montiert
und über den mit der TIM mitgelieferten Busverbinder mit den
benachbarten Baugruppen verbunden. Dabei gelten keine
Steckplatzregeln.
• Im Erweiterungsrack (ER) betreibbar in Verbindung mit der
IM 360/361
• Lüfterlos betreibbar
• Eine Pufferbatterie oder ein Speichermodul sind nicht
erforderlich
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
■ Integration
• Mit der TIM 3V-IE kann eine SIMATIC S7-300 Daten mit anderen SINAUT ST7- oder ST1-Stationen über ein beliebiges
SINAUT-Netz austauschen. Die wichtige SINAUT-Eigenschaft,
Datenspeicherung inklusive Zeitstempel auf der TIM bei Verbindungsstörung oder Ausfall des Partners, wird sowohl für
klassisches WAN als auch für IP-basierte Netze bereitgestellt.
Wichtige Ereignisse, Alarme usw. gehen nicht verloren und
Archive im Leitstellensystem werden immer lückenlos gefüllt.
• Die TIM 3V-IE eignet sich somit vor allem für den Aufbau von
preisgünstigen Stationen, erlaubt aber auch die Realisierung
einer einfachen S7-300-Zentrale. Der Einsatz in einer SINAUTKnotenstation oder kombiniert mit weiteren TIMs in einer
Zentrale ist nicht möglich.
• Die SINAUT TD7-Software für die CPU (TD7onCPU) ist in der
TIM 3V-IE integriert (TD7onTIM). Dies erlaubt die Nutzung der
kleinsten S7-CPUs 312 und 312C, weil im günstigsten Fall kein
CPU-Arbeitsspeicher für SINAUT mehr benötigt wird.
(Dies gilt nicht bei Kommunikation mit SINAUT ST1-Partnern
sowie bei der Übertragung von SMS-Nachrichten; hier ist die
SINAUT TD7-Software für die CPU (TD7onCPU) einzusetzen.)
Pro S7-300 kann eine TIM 3V-IE eingesetzt werden und eine
der beiden Schnittstellen (RS232 bzw. RJ45) kann alternativ
für die SINAUT-Kommunikation genutzt werden (nicht gleichzeitig). PG-Kommunikation ist jederzeit über die EthernetSchnittstelle möglich.
• Telegrammspeicher für bis zu 16000 Datentelegramme
• Maximal acht S7-Verbindungen über IP-basierte Netze
Ansteuerbare Kommunikationsbaugruppen:
• Ansteuerung des GSM/GPRS-Modems MD720-3 im GSModer GPRS-Modus. Im GPRS-Modus einfache 128 Bit Verschlüsselung über das MD720-3 (MSC-VPN-Tunnelprotokoll).
• Betrieb über SIMATIC NET Ethernet-Komponenten mit
hohem Sicherheitsstandard IPsec (z. B. GPRS-Router,
oder SCALANCE S)
• Verwendung von SCALANCE Fibre Optic Switchen zur
Überbrückung großer Distanzen
• Drahtlose Übertragung über IWLAN mit SCALANCE W
über mittlere Distanzen
• Standleitungsmodem MD2 für Point-to-Point-, Point-toMultipoint- oder Linien-Verbindungen
• Funkgeräte verschiedener Hersteller, auch für Betriebsfunk
mit Zeitschlitzverfahren
• Analoges Wählmodem MD3 für das analoge Telefonnetz oder
Point-to-Point-Standleitungen
Anschluss an IP-basierte Netze
Neben der RS232-Schnittstelle verfügt die TIM 3V-IE über eine
RJ45-Buchse. Diese eignet sich für den Anschluss von IPbasierten Netzen (WAN oder LAN). Je nach Anwendung können
unterschiedliche Datenübertragungseinrichtungen angeschlossen werden wie:
• SCALANCE X Switches für Twisted Pair-Kabel oder Lichtwellenleiter
• SCALANCE W (IWLAN) und Ethernet-Funkgeräte verschiedener Hersteller
• SCALANCE M873/875 für UMTS-Kommunikation über Mobilfunknetze
• EGPRS-Router MD741-1 für GPRS-Kommunikation und
EGPRS (EDGE) über Mobilfunk
• GPRS/GSM-Modem MD720-3 für GPRS-Kommunikation über
Mobilfunk
• DSL-Router und SCALANCE S
• Breitbandsysteme wie OTN und PCM30
Konfigurationsbeispiele in IP-basierten Netzen
Anbindung über Switches, z.B. SCALANCE X
Damit lassen sich einfache oder komplexe Netzstrukturen aufbauen, die sich aus einer Kombination von Stern-, Linien- und
Ringstrukturen zusammensetzen. In der Leitstelle (z. B. ST7cc)
kann auf den Einsatz einer TIM 4R-IE verzichtet werden, d.h. der
Anschluss erfolgt direkt an der Ethernet-Schnittstelle des PC.
6,1$8767FFVF
=HQWUDOHPLW
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&3
6ZLWFK
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6
PLW7,09,(
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6ZLWFK
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;
6ZLWFK
6&$/$1&(
;
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PLW7,09,(
*B,.B;;B
■ Funktion
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
■ Integration (Fortsetzung)
Drahtlos mit Ethernet
Übertragung über DSL
Wenn drahtgebundene Ethernetkommunikation nicht möglich
ist, kann mit marktüblichen Ethernet-Funkmodems oder mit
IWLAN ein Funknetz aufgebaut werden. Zur Entkopplung der
Netze kann der Anschluss in der Zentrale wie im Beispiel über
eine TIM 4R-IE erfolgen oder direkt an der Ethernet-Schnittstelle
des PCs.
Die ständig günstiger werdenden Flatrates für DSL-Verbindungen machen dieses Medium als Ersatz für eine Telekom-Mietleitung oder auch für eine Telefonverbindung interessant. In Station
und Zentrale sind DSL-Router einzusetzen, vorzugsweise Router in Kombination mit SCALANCE S (VPN), um sichere Verbindungen über VPN-Tunnel aufzubauen. Für den DSL-Anschluss
der Zentrale wird eine feste IP-Adresse empfohlen, die IP-Adressen der Stationen können dynamisch vergeben werden.
6,1$8767FFVF
Der Anschluss in der Zentrale kann zur Entkopplung der Netze
über eine TIM 4R-IE erfolgen oder auch direkt an der EthernetSchnittstelle des PCs.
7,0
5,(
,QGXVWULDO(WKHUQHW
SINAUT ST7cc/sc
Security
Module
SCALANCE S DSL-Router
=HQWUDOH
TIM 4R-IE
(WKHUQHW
)XQNQHW]
Industrial Ethernet
Zentrale
6
6
Internet
6
7,0
9,(
6WDWLRQ
7,0
9,(
6WDWLRQ
7,0
9,(
DSL-Router
Security Module
SCALANCE S
DSL-Router
Security Module
SCALANCE S
S7-300
Station
S7-300
TIM
3V-IE
Station
S7-300
TIM
3V-IE
Station
TIM
3V-IE
*B,.B;;B
6WDWLRQ
*B,.B;;B
VPN-Tunnel
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TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
■ Integration (Fortsetzung)
Übertragung über den Mobilfunkdienst GPRS und Internet
Die flächendeckende Verfügbarkeit von GPRS in vielen Ländern
sowie günstige Volumentarife ermöglichen die drahtlose Anbindung von Stationen an die Leitstelle, ohne dass dafür ein
eigenes Funknetz aufgebaut werden muss. Die Stationen können dabei ortsfest oder auch mobil sein.
Die drahtlose Verbindung ist ständig online und bietet dadurch
Eigenschaften wie bei einer Standleitung: Datenänderungen
können sofort übertragen werden und Stations- oder Verbindungsausfälle werden zeitnah erkannt.
GPRS mit einfachen Stationen
In den Stationen wird eine TIM 3V-IE zusammen mit GSM/GPRSModem MD720-3 oder eine TIM 3V-IE Advanced mit DSL-Router
eingesetzt. Das einfache VPN-Protokoll MSC des MD720-3 ermöglicht die Kommunikation über GPRS-Zugang und Internet
und über Router mit NAT oder NAPT Umsetzung hinweg.
Die MSC-Tunnelverbindungen entsprechen Standleitungen,
die mit äußerst niedrigem Datenvolumen permanent gehalten
werden. Bei Verwendung der MSC-Tunnel muss als Kopfstation
eine TIM 4R-IE verwendet werden, bei der die Tunnel enden.
Die Parametrierung der MSC-Verbindung wird in der Projektierungssoftware SINAUT ST7 vorgenommen.
SINAUT
ST7cc/sc
GPRS/UMTS mit komplexen Stationen und
erhöhter Sicherheit
In vernetzten Stationen wird der EGPRS-Router MD741-1 eingesetzt, der eine Kombination von schnellem GPRS VPN-Router
mit höherer Datensicherheit (Protokoll IPsec) und Firewall darstellt. In den Stationen können auch weitere über Industrial
Ethernet am MD741-1 angebundene Geräte für Diagnose und
Parametrierung von der Zentrale aus erreicht werden.
Für höhere Datenraten kann anstelle des GRPS-Routers
MD741-1 auch der UMTS-Router SCALANCE M875 zur Nutzung
des UMTS-Mobilfunknetzes eingesetzt werden.
Der Leitstellen-PC muss ständig aus dem GPRS-Netz erreichbar
sein. Dazu ist er durch eine Standleitung direkt mit dem GPRSProvider oder permanent mit dem Internet zu verbinden, z.B.
über DSL. Ein SCALANCE S612 oder S623 1)Security Module
übernimmt in der Leitstelle die Firewall-Funktion und stellt die
Gegenstelle für die VPN-Verbindungen der GPRS-Stationen dar.
Die VPN-Projektierung erfolgt mit dem SIMATIC NET "Security
Configuration Tool" und erlaubt die Konfiguration ohne spezielle
IT-Kenntnisse.
Die IP-Adresse der Zentrale sollte vorzugsweise fest sein, die
der Stationen können dynamisch vergeben werden.
SINAUT
ST7cc/sc
TIM
4R-IE
DSL-Router
feste
IP-Adresse
Industrial
Ethernet
STEP 7
TIM
4R-IE
SCALANCE S612
DSL-Router
feste
IP-Adresse
Industrial
Ethernet
Zentrale
Zentrale
Internet
Internet
VPN-Tunnel
GPRS
VPN-Tunnel
GPRS
S7-300 /
TIM3V-IE
Station
1)
Station
in Vorbereitung
9/62
S7-300 /
TIM3V-IE Adv
Siemens IK PI · 2012
S7-300 mit
CP 343-1,
TIM 3V-IE,
CSM 377
G_IK10_XX_30225
9
MD720-3
DSL-Router
dynamische
IP-Adresse
Station 1
dynamische
IP-Adresse
ET 200S
SIMATIC
HMI
Industrial
Ethernet
MD741-1
S7-300 /
TIM 3V-IE
Station 2
dynamische
IP-Adresse
SIMATIC
HMI
Industrial
Ethernet
G_IK10_XX_30226
MD741-1
dynamische
IP-Adresse
VPN-Tunnel
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
■ Integration (Fortsetzung)
Anschluss an ein klassisches WAN
Einsatz der TIM 3V-IE in einem privaten Funknetz
Der Anschluss an ein klassisches WAN erfolgt über die potenzialfreie RS232-Schnittstelle der TIM 3V-IE, über die je nach Anwendung unterschiedliche Modems oder Datenübertragungseinrichtungen angeschlossen werden können wie:
• Standleitungsmodem MD2 für Point-to-Point-, Point-to-Multipoint- oder Linien-Verbindungen
• Funkgeräte verschiedener Hersteller, auch für Betriebsfunk
mit Zeitschlitzverfahren
• Analoges Wählmodem MD3 für das analoge Telefonnetz oder
Point-to-Point-Standleitungen
• GSM-Modem MD720-3 als Zugang zum Mobilfunknetz über
Wählverbindungen
Das Funknetz ist mit entsprechenden im Land zugelassenen
Funkgeräten aufzubauen (Funkgeräte gehören nicht zum
SINAUT-Produktspektrum). In der Leitstelle (ST7cc oder ST7sc)
erfolgt der Anschluss über eine TIM 4-Baugruppe (z.B. TIM 4R),
die über MPI mit dem PC verbunden ist. Wird ein Funknetz mit
Zeitschlitzverfahren aufgebaut, so muss in der Leitstelle die
TIM 4RD mit DCF77-Funkuhrempfänger eingesetzt werden.
SINAUT ST7cc/sc
TIM
4R/4RD
Konfigurationsbeispiele im klassischen WAN
MPI
Einsatz der TIM 3V-IE im Mobilfunknetz (GSM)
Zentrale
Dafür wird das GSM-Modem MD720-3 verwendet. In der
Leitstelle (ST7cc oder ST7sc) erfolgt der Anschluss über eine
TIM 4-Baugruppe (z.B. TIM 4R-IE), die über Industrial Ethernet
mit dem PC verbunden ist. Der Verbindungsaufbau zwischen
den GSM-Modems erfolgt über GSM-Wählverbindungen.
Privates
Funknetz
6,1$8767FFVF
S7-300 mit
TIM 3V-IE
S7-300 mit
TIM 3V-IE
,QGXVWULDO(WKHUQHW
=HQWUDOH
Station
Station
Station
G_IK10_XX_30108
S7-300 mit
TIM 3V-IE
7,0
5,(
0'
*601HW]
0'
6
6
6
7,0
9,(
7,0
9,(
6WDWLRQ
0'
6WDWLRQ
7,0
9,(
6WDWLRQ
9
*B,.B;;B
0'
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9/63
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH7 800-3BA00
Bestell-Nr.
6NH7 800-3BA00
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE
Übertragungsrate
• bei Industrial Ethernet
• gemäß RS 232
10 … 100 Mbit/s
50 … 38 400 bit/s
Schnittstellen
Anzahl der Schnittstellen gemäß
Industrial Ethernet
Anzahl der elektrischen
Anschlüsse
• für externe Datenübertragung
gemäß RS 232
• für Spannungsversorgung
Ausführung elektrischer Anschluss
• der Industrial Ethernet-Schnittstelle
• an Schnittstelle 1 für externe
Datenübertragung
• an Schnittstelle 2 für externe
Datenübertragung
• für Spannungsversorgung
Ausführung des Wechselmediums
C-Plug
1
1
1
RJ45-Port
9-poliger Sub-D-Stecker (RS232)
2-polige, steckbare Klemmleiste
Nein
Versorgungsspannung,
Stromaufnahme, Verlustleistung
DC
Versorgungsspannung
• minimal
• maximal
24 V
20,4 V
28,8 V
9
0,2 A
0,2 A
Verlustwirkleistung
5,8 W
Produkterweiterung optional
Pufferbatterie
Nein
Art der Batterie
-
Pufferstrom
• typisch
• maximal
9/64
-
Siemens IK PI · 2012
Umgebungstemperatur
• während Betrieb
• während Lagerung
• während Transport
0 … 60 °C
-40 … +70 °C
-40 … +70 °C
relative Luftfeuchte bei 25 °C
ohne Kondensation während
Betrieb maximal
95 %
Schutzart IP
IP20
Bauform, Maße und Gewichte
Baugruppenformat
Kompaktbaugruppe S7-300
einfach breit
Breite
Höhe
Tiefe
40 mm
125 mm
120 mm
Nettogewicht
0,25 kg
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
Anzahl der Baugruppen
Anmerkung
Art der Spannung der
Versorgungsspannung
aufgenommener Strom
• aus Rückwandbus bei 24 V
bei DC maximal
• aus externer Versorgungsspannung bei 24 V
bei DC maximal
Zulässige
Umgebungsbedingungen
Leitungslänge
• bei Schnittstelle RS232 maximal
• bei Schnittstelle RS485 maximal
Anzahl TIM pro S7-300: 1
6m
-
Leistungsdaten
Leistungsdaten S7-Kommunikation
Anzahl der möglichen Verbindungen für S7-Kommunikation
• maximal
• bei PG-Verbindungen maximal
• bei OP-Verbindungen maximal
• Anmerkung
Dienst
• SINAUT ST7 über
S7-Kommunikation
• PG-/OP-Kommunikation
8
2
8
Ja
Ja
Leistungsdaten
Multiprotokollbetrieb
Anzahl der aktiven Verbindungen
bei Multiprotokollbetrieb
12
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TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
■ Technische Daten (Fortsetzung)
Bestell-Nr.
6NH7 800-3BA00
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE
Leistungsdaten Telecontrol
Eignung zur Verwendung
• TIM-Knotenstation
• TIM-Station
• TIM-Zentrale
• Anmerkung
Protokoll wird unterstützt
• TCP/IP
• DNP3
• Protokoll SINAUT ST1
• Protokoll SINAUT ST7
Produktfunktion Datenpufferung bei
Verbindungsabbruch
• Anmerkung
Speicherkapazität
• des Arbeitsspeichers der S7-CPU
- für Modus TD7onCPU Datenbausteine auf CPU erforderlich
- für Modus TD7onTIM Datenbausteine auf TIM erforderlich
• Anmerkung
Produkteigenschaft
Telegrammspeicher gepuffert
Übertragungsformat
• für SINAUT ST1-Protokoll bei
Polling 11 bit
• für SINAUT ST1-Protokoll bei
spontan 10 bit oder 11 bit
• für SINAUT ST7-Protokoll bei
Multi-Master-Polling 10 bit
• für SINAUT ST7-Protokoll bei
Polling oder spontan
10 bit oder 11 bit
Betriebsart bei Abfrage der
Datenübertragung
• bei Standleitung/Funkstrecke
- mit SINAUT ST1-Protokoll
- mit SINAUT ST7-Protokoll
Bestell-Nr.
6NH7 800-3BA00
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE
Produktfunktionen Management,
Konfiguration, Projektierung
Nein
Ja
Nein
RS232 und Industrial Ethernet
nicht gleichzeitig betreibbar
Ja
Nein
Ja
Ja
Projektierungssoftware
• erforderlich
• für CPU-Projektierung erforderlich
SINAUT TD7 Bausteinbibliothek
für CPU
• für PG-Projektierung erforderlich
SINAUT ST7 Projektierungssoftware für PG
Speicherort der TIM-Projektierungsdaten
SINAUT ST7 ES
Ja
Ja
auf der TIM
Ja
Produktfunktionen Security
Virtual Private Network
16.000 Datentelegramme
Eignung zum Einsatz
Virtual Privat Network
Ja
Betriebsart Virtual Private Network
Anmerkung
VPN Betrieb als MSC-Client
mit MSC-Protokoll und
Passwortschutz nur in
Verbindung mit MSC fähigem
GPRS Modem möglich
20 Kibyte
0 Kibyte
Produktfunktionen Uhrzeit
TD7onCPU:
mindestens 20 Kibyte,
tatsächlicher Bedarf ist
abhängig von Datenmenge
und Funktionsumfang
TD7onTIM:
im günstigsten Fall 0 Byte
Nein
Produktbestandteil
Hardware-Echtzeituhr
-
Produkteigenschaft
Hardware-Echtzeituhr gepuffert
-
Ganggenauigkeit der
Hardware-Echtzeituhr
je Tag maximal
-
Ja
Ja
Ja
Ja
Polling, Polling mit
Zeitschlitzverfahren
Polling, Polling mit
Zeitschlitzverfahren,
Multi-Master-Polling
mit Zeitschlitzverfahren
• bei Wählnetz
- mit SINAUT ST1-Protokoll
- mit SINAUT ST7-Protokoll
spontan
spontan
Hammingdistanz
• für SINAUT ST1-Protokoll
• für SINAUT ST7-Protokoll
4
4
9
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TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
■ Bestelldaten
Kommunikationsbaugruppe
TIM 3V-IE
Bestell-Nr.
6NH7 800-3BA00
IE FC TP Standard Cable GP
2 x 2 (Type A)
Mit einer RS232-Schnittstelle für
SINAUT-Kommunikation über ein
klassisches WAN oder ein
IP-basiertes Netz (WAN oder
LAN)
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.1
6NH7 997-0CA51-0AA0
auf CD-ROM, bestehend aus
• SINAUT ST7 EngineeringSoftware V5.1 für das PG
• SINAUT TD7 Bausteinbibliothek
V2.2
• Elektronischem Handbuch in
deutsch und englisch
6XV1 840-2AH10
4-adrige,
geschirmte TP Installationsleitung zum Anschluss an
IE FC Outlet RJ45/ IE FC RJ45
Plug; PROFINET-konform;
mit UL-Zulassung;
Meterware;
Liefereinheit max. 1000 m,
Mindestbestellmenge 20 m
IE FC RJ45 Plug 180
SINAUT ST7 Engineering
Software
Update von Version V5.0
auf V5.1
http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/49104582
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.0 09/2009
(Upgrade)
6NH7 997-0CA50-0GA0
für STEP 7 V5.4 SP4,
für Inhaber älterer Versionen
von SINAUT ST7 Engineering
Software
Bestell-Nr.
Zubehör
RJ45-Steckverbinder für
Industrial Ethernet mit robustem
Metallgehäuse und integrierten
Schneid-/Klemmkontakten zum
Anschluss der Industrial Ethernet
FC Installationsleitungen;
mit 180° Kabelabgang;
für Netzkomponenten und
CPs/CPUs mit Industrial EthernetSchnittstelle
• 1 Packung = 1 Stück
• 1 Packung = 10 Stück
• 1 Packung = 50 Stück
6GK1 901-1BB10-2AA0
6GK1 901-1BB10-2AB0
6GK1 901-1BB10-2AE0
IE FC Stripping Tool
6GK1 901-1GA00
Voreingestelltes Abisolierwerkzeug für das schnelle
Abisolieren der Industrial Ethernet
FC-Leitungen
Steckleitung
6NH7 701-4AL
zur Verbindung einer
TIM (RS232) mit einem der
SINAUT ST7-Modems MD2, MD3
oder MD4 (RS232);
Kabellänge 1,5 m
Steckleitung
6NH7 701-5AN
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit dem GSM-Modem MD720-3;
Auch geeignet für Fremdmodems oder Funkgeräte mit
Standard-RS232-Schnittstelle;
Kabellänge 2,5 m
Steckleitung
6NH7 701-4BN
mit einseitig offenem Ende zur
Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem Fremdmodem oder
Funkgerät (RS232);
Kabellänge 2,5 m
9
Steckleitung
zur Verbindung zweier TIMs über
ihre RS232-Schnittstelle ohne
Zwischenschaltung von
Modems ('Null-Modem').
Kabellänge 6 m
9/66
Siemens IK PI · 2012
6NH7 701-0AR
© Siemens AG 2011
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TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
SIPLUS TIM 3V-IE für WAN und Ethernet
■ Übersicht
SIPLUS TIM 3V-IE
Bestellnummer
6AG1 800-3BA00-7AA0
Bestellnummer based on
6NH7 800-3BA00
Umgebungstemperaturbereich
-25 … +70 °C
Conformal Coating
Beschichtung der Leiterplatte und
der elektronischen Bauelemente
Technische Daten
Es gelten die Technischen Daten
des Standardproduktes mit
Ausnahme der Umgebungsbedingungen.
Umgebungsbedingungen
• SINAUT-Kommunikationsbaugruppe SIPLUS TIM für SIMATIC
S7-300 zum Einsatz im Wide Area Network (WAN)
• IP-Kommunikation über sicheres VPN (Virtual Private Network)
unter Nutzung des Internets
• Drahtlose Kommunikation über GPRS-Router, GPRS-Modem
oder Funkgeräte
• Drahtgebundene Kommunikation über Ethernet, DSL,
Wählmodems oder Standleitungsmodem
• Vollständige Migration vorhandener Funk-, Standleitungsund Wählnetztechnik auf IP-basiertes Netz
• Telegrammspeicher zum lückenlosen Aufzeichnen von Daten
• Einfache Projektierung und Handhabung ohne spezielles
IT-Wissen
Hinweis:
SIPLUS extreme-Produkte basieren auf Siemens IndustryStandardprodukten. Die hier aufgeführten Inhalte wurden von
den entsprechenden Standardprodukten übernommen.
Ergänzt sind SIPLUS extreme-spezifische Informationen.
Relative Luftfeuchte
5 ... 100 %
Betauung zulässig
Biologisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3B2 Schimmel-, Pilz-,
Schwammsporen (ausgenommen Fauna)
Chemisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3C4 inkl. Salznebel und
ISA –S71.04 severity level G1; G2;
G3; GX 1)2)
Mechanisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3S4 inkl. leitfähiger Sand,
Staub 2)
Luftdruck
(abhängig vom höchsten angegebenen positiven Temp.bereich)
1080 ... 795 hPa (1000 ... +2000 m)
siehe Umgebungstemperaturbereich
795 ... 658 hPa
(+2000 ... +3500 m)
derating 10 K
658 ... 540 hPa
(+3500 ... +5000 m)
derating 20 K
1)
2)
ISA –S71.04 severity level GX: Dauerbelastung/ long-term load:
SO2 < 4,8 ppm; H2S < 9,9 ppm; Cl < 0,2 ppm; HCl < 0,66 ppm;
HF < 0,12 ppm; NH < 49 ppm; O3 < 0,1 ppm; NOX < 5,2 ppm
Grenzwert/ limit value (max. 30 min/d): SO2 < 17,8 ppm;
H2S < 49,7 ppm; Cl < 1,0 ppm; HCl < 3,3 ppm; HF < 2,4 ppm;
NH < 247 ppm; O3 < 1,0 ppm; NOX < 10,4 ppm
Die mitgelieferten Steckerabdeckungen müssen bei Betrieb in Schadgasatmosphäre auf der nicht genutzten Schnittstelle verbleiben!
Technische Dokumentation zu SIPLUS finden Sie hier:
http://www.siemens.de/siplus-extreme
■ Bestelldaten
Kommunikationsbaugruppe
SIPLUS TIM 3V-IE
Bestell-Nr.
9
6AG1 800-3BA00-7AA0
Mit einer RS232-Schnittstelle
für SINAUT-Kommunikation
über ein klassisches WAN
oder ein IP-basiertes Netz
(WAN oder LAN)
Software, Steckleitungen
und sonstiges Zubehör
siehe Bestelldaten zu TIM 3V-IE
für WAN und Ethernet
Siemens IK PI · 2012
9/67
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE Advanced
• Zeit- und Kostenersparnis durch schnelle und komfortable
Projektierung der Verbindungen und der zu übertragenden
Daten mit der SINAUT-Projektierungssoftware und Bausteinbibliothek
• Hohe Verfügbarkeit der Verbindungen durch mögliche redundante Auslegung der Kommunikationspfade (Parallebetrieb
von WAN-Netzen an RJ45- und RS232-Schnittstelle der
TIM 3V-IE Advanced wird unterstützt)
• Zuverlässige Sicherung von wichtigen Daten. Speicherung
der Datentelegramme (max. 32.000) inkl. Zeitstempel auf der
TIM, wenn der Kommunikationsweg gestört oder ein Partner
ausgefallen ist sowie zur Reduzierung der Verbindungskosten
im Wählnetz
• Investitionsschutz für bestehende SINAUT ST1-Anlagen
durch die Integration der SIMATIC S7-300
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
• SINAUT-Kommunikationsbaugruppe TIM für SIMATIC S7-300
zum Einsatz im Wide Area Network (WAN) als Station, Knotenstation und Zentrale
• IP-Kommunikation über sicheres VPN (Virtual Private Network)
unter Nutzung des Internets
• Drahtlose Kommunikation über GPRS Router, GPRS Modem
oder Funkgeräte
• Drahtgebundene Kommunikation über Ethernet, DSL,
Wählmodems oder Standleitungsmodem
• Vollständige Migration vorhandener Funk-, Standleitungs- und
Wählnetztechnik auf IP-basiertes Netz
• Telegrammspeicher zum lückenlosen Aufzeichnen von Daten
und Unterstützung redundanter Kommunikationswege
• Einfache Projektierung und Handhabung ohne spezielles
IT-Wissen
■ Nutzen
9
• Flexible Anschlussmöglichkeit an jedes klassische und
IP-basierte WAN
• Preisgünstiger Stationsaufbau durch direkten Anschluss an
DSL Router oder GPRS über Modem MD720-3 und Nutzung
der S7-CPUs 312 und 312C, weil die CPU-Software
SINAUT TD7 in der TIM 3V-IE Advanced integriert ist.
(Dies gilt nicht bei Kommunikation mit SINAUT ST1-Partnern
sowie bei der Übertragung von SMS-Nachrichten; hier ist die
SINAUT TD7-Software für die CPU (TD7onCPU) einzusetzen,
d.h. diese Software ist weiterhin zusammen mit der TIM 3V-IE
Advanced nutzbar.)
• Keine Mobilfunk-Zusatzdienstleistung für fixe IP-Adressen
oder Verträge für private GPRS-Netze mit bidirektionalem
Datenverkehr notwendig, da VPN im System ST7 integriert ist.
Aufwändige und komplexe VPN-Projektierung durch ITSpezialisten entfällt.
• Einsparung von Reise- und Wartungskosten durch kostengünstige Fernprogrammierung, Diagnose, Kontrolle und
Überwachung über das Internet
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Siemens IK PI · 2012
• Kostengünstige Automatisierung von Wasser-/Abwassernetzen komplexer und einfacher Struktur
• Steuerung und Überwachung von Energieverteilungssystemen und Energieförderstationen, wie z.B. Öl, Gas
oder Fernwärmenetze
• Vorbeugende Instandhaltung (Condition Monitoring) von
weltweit verteilten Anlagen
• Überwachung von Logistik- und Verkehrssystemen
• Anbindung von Anlagen mit einfachen oder hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen
• Einsatz in gemischten Netzen mit Wähl-, Funk-, Ethernet oder
Internetkommunikation
■ Aufbau
Die TIM 3V-IE Advanced weist alle Vorteile der SIMATIC S7-300Aufbautechnik auf:
• Kompakter Aufbau;
einfache Standardbreite der SM-Baugruppen der
SIMATIC S7-300
• 9-polige Sub-D-Stecker mit einer RS232-Schnittstelle zum
Anschluss an ein klassisches WAN über ein entsprechendes
Modem
• RJ45-Buchse für den Anschluss an Industrial Ethernet oder
ein IP-basiertes Netz;
industriegerecht mit zusätzlichem Haltekragen ausgeführt,
zum Anschluss des IE FC RJ45 Plug 180
• 2-polige steckbare Klemmleiste für den Anschluss der
externen Versorgungsspannung von DC 24 V
• Frontseitige LEDs zur Anzeige des Baugruppenzustands und
der Kommunikation
• Einfache Montage;
die TIM 3V-IE Advanced wird auf die Profilschiene der S7-300
montiert und über den mit der TIM mitgelieferten Busverbinder mit den benachbarten Baugruppen verbunden. Dabei
gelten keine Steckplatzregeln.
• Im Erweiterungsrack (ER) betreibbar in Verbindung mit der
IM 360/361
• Lüfterlos betreibbar
• Eine Pufferbatterie oder ein Speichermodul sind nicht
erforderlich
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE Advanced
• Mit der TIM 3V-IE Advanced können eine oder mehrere
SIMATIC S7-300 oder Leitstellen-PCs (z. B. SINAUT ST7cc
oder ST7sc) Daten mit anderen SINAUT ST7- oder ST1Stationen über bis zu zwei beliebige SINAUT-Netze austauschen. Die beiden Netze können dabei auch in redundanter
Kombination betrieben werden. Die wichtige SINAUT-Eigenschaft, Datenspeicherung inklusive Zeitstempel auf der TIM
bei Verbindungsstörung oder Ausfall des Partners, wird
sowohl für klassisches WAN als auch für IP-basierte Netze
bereitgestellt. Wichtige Ereignisse, Alarme usw. gehen nicht
verloren und Archive im Leitstellensystem werden immer
lückenlos gefüllt.
• Zum Aufbau von komplexeren Zentralen oder Knotenstationen können pro S7-300 mehrere TIM 3V-IE Advanced
eingesetzt werden. Dabei ist die Kombination mit weiteren
TIM 3- und TIM 4-Varianten im gleichen Rack möglich.
• SINAUT ST7 und damit auch die TIM 3V-IE Advanced sind für
die Datenübertragung über die verschiedensten WANs und
Kombinationen von WANs ausgelegt. Gemischte Netze bestehend aus klassischen SINAUT-WANs (Standleitung, Funk,
Wählnetz) und IP-basierten Netzen (LWL, DSL, GPRS, Internet
usw.), lassen sich daher einheitlich mit SINAUT projektieren,
was Zeit- und Kostenvorteile bietet.
• Zur Kommunikation über das Internet kann das integrierte
MSC-VPN-Tunnelprotokoll zum direkten Anschluss an
DSL-Router genutzt werden (MSC-Client). Zur Kommunikation
über GPRS kann entweder der Router MD741-1 an der IESchnittstelle (VPN IPsec) oder GSM/GPRS-Modem MD720-3
(MSC-VPN) an der RS232 Schnittstelle angeschlossen werden.
• PG-Kommunikation ist jederzeit parallel zur Datenkommunikation möglich
• Pro S7-300 können mehrere TIM 3V-IE Advanced eingesetzt
werden
• Telegrammspeicher für bis zu 32000 Datentelegramme
• Maximal zwanzig S7-Verbindungen über IP-basierte Netze
Ansteuerbare Kommunikationsbaugruppen:
• Ansteuerung des GSM/GPRS-Modems MD720-3 im GSModer GPRS-Modus. Im GPRS-Modus einfache 128 Bit Verschlüsselung über das MD720-3 (MSC-VPN-Tunnelprotokoll)
• Betrieb über SIMATIC NET Ethernet-Komponenten mit hohem
Sicherheitsstandard IPsec (z. B. GPRS-Router, oder
SCALANCE S)
• Direkter Betrieb an einem DSL-Router über MSC Tunnelprotokoll
• Verwendung von SCALANCE Fiber Optic Switches zur
Überbrückung großer Distanzen
• Drahtlose Übertragung über IWLAN mit SCALANCE W über
mittlere Distanzen
• Standleitungsmodem MD2 für Point-to-Point-, Point-toMultipoint- oder Linien-Verbindungen
• Funkgeräte verschiedener Hersteller, auch für Betriebsfunk
mit Zeitschlitzverfahren
• Analoges Wählmodem MD3 für das analoge Telefonnetz oder
Point-to-Point-Standleitungen
• ISDN-Modem MD4 als Anschluss an das ISDN-Netz
■ Integration
Anschluss an IP-basierte Netze
Neben der RS232-Schnittstelle verfügt die TIM 3V-IE Advanced
über eine RJ45-Buchse. Diese eignet sich für den Anschluss
von IP-basierten Netzen (WAN oder LAN). Je nach Anwendung
können unterschiedliche Datenübertragungseinrichtungen angeschlossen werden wie:
• SCALANCE X Switches für Twisted Pair Kabel oder Lichtwellenleiter
• SCALANCE W (IWLAN) und Ethernet-Funkgeräte verschiedener Hersteller
• EDGE-Router MD741-1 für GPRS-Kommunikation und EGPRS
(Edge) über Mobilfunk
• SCALANCE M873/875 für UMTS-Kommunikation über Mobilfunknetze
• GPRS/GSM-Modem MD720-3 für GPRS-Kommunikation über
Mobilfunk
• DSL-Router und SCALANCE S für VPN (IPsec)
• DSL-Router direkt über das in der TIM integrierte MSC-VPNTunnelprotokoll
• Breitbandsysteme wie OTN und PCM30
Konfigurationsbeispiele mit TIM 3V-IE Advanced
Einsatz als Station
Die TIM 3V-IE Advanced kann als eine Station wie eine
TIM 3V-IE eingesetzt werden. Zusätzlich kann eine Übertragung
über den direkten Anschluss der TIM an einem DSL Router
(MSC Tunnel) erfolgen.
Über das in der TIM 3V-IE Adv integrierte MSC-Tunnelprotokoll
(MSC Client), kann über Industrial Ethernet und einen DSL
Router hinweg eine Verbindung zu einer TIM 4R-IE, die das
MSC-Tunnelprotokoll terminiert, betrieben werden.
SINAUT
ST7cc/sc
TIM
4R-IE
DSL-Router
feste
IP-Adresse
Industrial
Ethernet
Zentrale
9
Internet
VPN-Tunnel
GPRS
dynamische
IP-Adresse
DSL-Router
dynamische
IP-Adresse
S7-300 /
TIM3V-IE
Station
MD720-3
S7-300 /
TIM3V-IE Adv
Station
Siemens IK PI · 2012
G_IK10_XX_30225
■ Funktion
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE Advanced
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatz in einer Knotenstation
Redundante Übertragungswege
In einer Knotenstation eingesetzt kann die TIM 3V-IE Advanced
beispielsweise über ihre RS232-Schnittstelle Daten über Funk
mit den unterlagerten Stationen austauschen. Die Verbindung
zur Leitstelle erfolgt dann über die RJ45-Schnittstelle, z.B. über
einen Lichtwellenleiter, der über SCALANCE X Switches angekoppelt wird. In dieser Konfiguration kann der Datenaustausch
zwischen jeden der SINAUT-Teilnehmer erfolgen, unabhängig
davon in welchem Netz sie sich befinden.
Mit der TIM 3V-IE Advanced kann eine Station über redundante
Wege mit der Leitstelle verbunden werden. Die TIM 3V-IE
Advanced wird dazu sowohl in der Station als auch in der
Zentrale eingesetzt. Das Beispiel zeigt als redundante Wege
eine Kombination von Lichtwellenleiter und Funk. Die beiden
TIMs koordinieren die Datenübertragung: sie erfolgt normal über
den Hauptweg und bei dessen Ausfall über den Ersatzweg. Bei
Wiederkehr des Hauptweges wird automatisch auf diesen Weg
zurückgeschaltet.
In diesem Fall kann der Anschluss in der Zentrale zur Entkopplung der Netze über eine TIM 4R-IE erfolgen oder, wie im
Beispiel, auch direkt an der Ethernet-Schnittstelle des PCs.
6,1$8767FFVF
6ZLWFK
6&$/$1&(
;;
Die TIM 3V-IE Advanced in der Zentrale hat über den Rückwandbus Zugriff auf die MPI-Schnittstelle der S7-300-CPU.
Darüber kommuniziert die TIM mit dem Leitstellen-PC
(z.B. ST7cc). Zu beachten ist, dass für diesen Anwendungsfall
nur bestimmte CPU-Typen in Frage kommen. Ersatzweise kann
in der Zentrale anstelle der TIM 3V-IE Advanced eine TIM 4R-IE
eingesetzt werden. Ohne S7-300-CPU wird diese TIM über eine
ihrer beiden Ethernet-Ports an den Leitstellen-PC angeschlossen.
,QGXVWULDO(WKHUQHW
Industrial Ethernet (Twisted Pair)
Industrial Ethernet (Fiber optic)
MPI
SINAUT ST7cc/sc
=HQWUDOH
0HGLHQNRQYHUWHU
6&$/$1&(
;
6ZLWFK
6&$/$1&(
;;
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Advanced
MPI
Zentrale
6PLW
7,09,(
$GYDQFHG
6PLW
7,09,(
.QRWHQVWDWLRQ
Industrial Ethernet
Switch
SCALANCE
X-100/X-200
6WDWLRQ
)XQNQHW]
9
6WDWLRQ
6WDWLRQ
,QGXVWULDO(WKHUQHW7ZLVWHG3DLU
,QGXVWULDO(WKHUQHW)LEHURSWLF
9/70
Siemens IK PI · 2012
Funknetz
6PLW
7,09,(
*B,.B;;B
6PLW
7,09,(
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Advanced
Station
G_IK10_XX_30138
Switch
SCALANCE
X-100/X-200
Hinweis:
Die Nutzung des MPI-Ports der lokalen CPU ist mit folgenden
CPU-Typen möglich: allen Varianten der CPUs 312, 312C, 313C,
314 und 314C, den CPUs 315-2 DP und 315F-2 DP.
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE Advanced
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatz in einer Zentrale
Die TIM 3V-IE Advanced eignet sich auch zum Aufbau einer
Zentrale, die aus mehreren TIMs besteht. Das nachfolgende
Beispiel zeigt eine Kombination der TIM 3V-IE Advanced mit
einer TIM 4R-IE. Beide TIMs sind über die MPI-Schnittstelle mit
der im Rack bestückten CPU verbunden. Jede der TIMs wickelt
den Datenverkehr mit den Stationen in ihren Netzen ab und leitet
die Daten über Industrial Ethernet an den PC weiter.
Internet
DSL-Router
feste
IP-Adresse
SINAUT ST7cc/sc
MD720-3
GPRS
S7-300 /
TIM3V-IE
GSMNetz
TIM
4R-IE
S7-300 mit
TIM 3V-IE Advanced
Zentrale
SCALANCE
X206-1
MD720-3
MD720-3
Industrial Ethernet
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Advanced
SCALANCE
X308-2
Station
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Industrial Ethernet
(Twisted Pair)
Industrial Ethernet
(Fiber optic)
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Station
Telefon-Netz
Funknetz
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Advanced
Station
S7-300 mit
TIM 3V-IE
und MD3
Station
G_IK10_XX_30227
SCALANCE
X206-1
Station
Anschluss an ein klassisches WAN
Der Anschluss an ein klassisches WAN erfolgt über die potenzialfreie RS232-Schnittstelle der TIM 3V-IE Advanced, über die
je nach Anwendung unterschiedliche Modems oder Datenübertragungseinrichtungen angeschlossen werden können.
Die RS232-Schnittstelle kann hier parallel zur Industrial EthernetSchnittstelle betrieben werden.
9
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE Advanced
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH7 800-3CA00
Bestell-Nr.
6NH7 800-3CA00
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE Advanced
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE Advanced
Bauform, Maße und Gewichte
Übertragungsrate
Übertragungsrate bei
Industrial Ethernet
10 … 100 Mbit/s
Baugruppenformat
Kompaktbaugruppe S7-300
einfach breit
Übertragungsrate gemäß RS 232
50 … 38 400 bit/s
Breite
Höhe
Tiefe
40 mm
125 mm
120 mm
Nettogewicht
0,25 kg
Schnittstellen
Anzahl der Schnittstellen gemäß
Industrial Ethernet
Anzahl der elektrischen
Anschlüsse
• für externe Datenübertragung
gemäß RS 232
• für Spannungsversorgung
Ausführung elektrischer Anschluss
• der Industrial Ethernet-Schnittstelle
• an Schnittstelle 1 für externe
Datenübertragung
• an Schnittstelle 2 für externe
Datenübertragung
• für Spannungsversorgung
Ausführung des Wechselmediums
C-Plug
1
1
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
1
Anzahl der Baugruppen
Anmerkung
RJ45-Port
9-poliger Sub-D-Stecker (RS232)
-
Leistungsdaten
2-polige, steckbare Klemmleiste
Leistungsdaten
S7-Kommunikation
Nein
Versorgungsspannung,
Stromaufnahme, Verlustleistung
Anzahl der möglichen Verbindungen für S7-Kommunikation
• maximal
• bei PG-Verbindungen maximal
• bei OP-Verbindungen maximal
• Anmerkung
Art der Spannung der
Versorgungsspannung
DC
Versorgungsspannung
• minimal
• maximal
24 V
20,4 V
28,8 V
Dienst
• SINAUT ST7 über
S7-Kommunikation
• PG-/OP-Kommunikation
0,2 A
Leistungsdaten
Multiprotokollbetrieb
aufgenommener Strom
• aus Rückwandbus bei 24 V bei
DC maximal
• aus externer Versorgungsspannung bei 24 V bei DC maximal
9
Leitungslänge
• bei Schnittstelle RS232 maximal
• bei Schnittstelle RS485 maximal
0,2 A
Verlustwirkleistung
5,8 W
Produkterweiterung optional
Pufferbatterie
Nein
Art der Batterie
-
Pufferstrom
• typisch
• maximal
-
Zulässige
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur
• während Betrieb
• während Lagerung
• während Transport
0 … 60 °C
-40 … +70 °C
-40 … +70 °C
relative Luftfeuchte bei 25 °C ohne
Kondensation während Betrieb
maximal
95 %
Schutzart IP
IP20
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Siemens IK PI · 2012
Anzahl der aktiven Verbindungen
bei Multiprotokollbetrieb
Anzahl TIM pro S7-300:
mehrere, Anzahl abhängig von
den Verbindungsressourcen der
S7-300 CPU
6m
-
24
4
20
Ja
Ja
24
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TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE Advanced
■ Technische Daten (Fortsetzung)
Bestell-Nr.
6NH7 800-3CA00
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE Advanced
Leistungsdaten
Telecontrol
Eignung zur Verwendung
• TIM-Knotenstation
• TIM-Station
• TIM-Zentrale
• Anmerkung
Protokoll wird unterstützt
• TCP/IP
• DNP3
• Protokoll SINAUT ST1
• Protokoll SINAUT ST7
Produktfunktion Datenpufferung bei
Verbindungsabbruch
• Anmerkung
Speicherkapazität
• des Arbeitsspeichers der S7-CPU
- für Modus TD7onCPU Datenbausteine auf CPU erforderlich
- für Modus TD7onTIM Datenbausteine auf TIM erforderlich
• Anmerkung
Produkteigenschaft Telegrammspeicher gepuffert
Übertragungsformat
• für SINAUT ST1-Protokoll bei
Polling 11 bit
• für SINAUT ST1-Protokoll bei
spontan 10 bit oder 11 bit
• für SINAUT ST7-Protokoll bei
Multi-Master-Polling 10 bit
• für SINAUT ST7-Protokoll bei
Polling oder spontan
10 bit oder 11 bit
Betriebsart bei Abfrage der
Datenübertragung
• bei Standleitung/Funkstrecke
- mit SINAUT ST1-Protokoll
- mit SINAUT ST7-Protokoll
Bestell-Nr.
6NH7 800-3CA00
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE Advanced
Produktfunktionen Management,
Konfiguration, Projektierung
Ja
Ja
Ja
RS232 und Industrial Ethernet
gleichzeitig betreibbar
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
32.000 Datentelegramme
20 Kibyte
Projektierungssoftware
• erforderlich
• für CPU-Projektierung erforderlich
SINAUT TD7 Bausteinbibliothek
für CPU
• für PG-Projektierung erforderlich
SINAUT ST7 Projektierungssoftware für PG
Speicherort der
TIM-Projektierungsdaten
SINAUT ST7 ES
Ja
Ja
auf der TIM
Produktfunktionen Security
Virtual Private Network
Eignung zum Einsatz
Virtual Privat Network
Produktfunktion
• Passwortschutz für VPN
• MSC-Client über MSC fähiges
GPRS Modem
Ja
Ja
Ja
0 Kibyte
Protokoll wird unterstützt
MSC-Protokoll
TD7onCPU:
mindestens 20 Kibyte,
tatsächlicher Bedarf ist
abhängig von Datenmenge
und Funktionsumfang
TD7onTIM:
im günstigsten Fall 0 Byte
Anzahl der möglichen
Verbindungen
• als MSC-Client bei
VPN-Verbindung
• als MSC-Server bei
VPN-Verbindung
Nein
Protokoll bei Virtual Private Network
MSC wird unterstützt
TCP/IP
Schlüssellänge für MSC bei
Virtual Privat Network
128 bit
Art der Authentifizierung bei
Virtual Privat Network PSK
Ja
Ja
Betriebsart Virtual Private Network
Anmerkung
-
Ja
Ja
Ja
Polling, Polling mit
Zeitschlitzverfahren
Polling, Polling mit
Zeitschlitzverfahren,
Multi-Master-Polling
mit Zeitschlitzverfahren
• bei Wählnetz
- mit SINAUT ST1-Protokoll
- mit SINAUT ST7-Protokoll
spontan
spontan
Hammingdistanz
• für SINAUT ST1-Protokoll
• für SINAUT ST7-Protokoll
4
4
Ja
1
0
Produktfunktionen Uhrzeit
Produktbestandteil HardwareEchtzeituhr
-
Produkteigenschaft HardwareEchtzeituhr gepuffert
-
Ganggenauigkeit der HardwareEchtzeituhr je Tag maximal
-
Siemens IK PI · 2012
9
9/73
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 3V-IE Advanced
■ Bestelldaten
Kommunikationsbaugruppe
TIM 3V-IE Advanced
Bestell-Nr.
6NH7 800-3CA00
IE FC TP Standard Cable GP
2 x 2 (Type A)
Mit einer RS232-Schnittstelle
und einer RJ45-Schnittstelle für
SINAUT-Kommunikation über
ein klassisches WAN und ein
IP-basiertes Netz
(WAN oder LAN)
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.1
6NH7 997-0CA51-0AA0
auf CD-ROM, bestehend aus
• SINAUT ST7 EngineeringSoftware V5.1 für das PG
• SINAUT TD7 Bausteinbibliothek
V2.2
• Elektronischem Handbuch in
deutsch und englisch
6XV1 840-2AH10
4-adrige, geschirmte
TP Installationsleitung zum
Anschluss an IE FC Outlet RJ45/
IE FC RJ45 Plug;
PROFINET-konform;
mit UL-Zulassung;
Meterware;
Liefereinheit max. 1000 m,
Mindestbestellmenge 20 m
IE FC RJ45 Plug 180
SINAUT ST7 Engineering
Software
Update von Version V5.0
auf V5.1
http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/49104582
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.0 Edition 09/2009
(Upgrade)
6NH7 997-0CA50-0GA0
für STEP 7 V5.4 SP4, für Inhaber
älterer Versionen von SINAUT ST7
Engineering Software
Bestell-Nr.
Zubehör
RJ45-Steckverbinder für
Industrial Ethernet mit robustem
Metallgehäuse und integrierten
Schneid-/Klemmkontakten zum
Anschluss der Industrial Ethernet
FC Installationsleitungen;
mit 180° Kabelabgang;
für Netzkomponenten und
CPs/CPUs mit Industrial EthernetSchnittstelle
• 1 Packung = 1 Stück
• 1 Packung = 10 Stück
• 1 Packung = 50 Stück
6GK1 901-1BB10-2AA0
6GK1 901-1BB10-2AB0
6GK1 901-1BB10-2AE0
IE FC Stripping Tool
6GK1 901-1GA00
Voreingestelltes Abisolierwerkzeug für das schnelle
Abisolieren der Industrial Ethernet
FC-Leitungen
Steckleitung
6NH7 701-4AL
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem der
SINAUT ST7-Modems MD2,
MD3 oder MD4 (RS232);
Kabellänge 1,5 m
Steckleitung
6NH7 701-5AN
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit dem GSM-Modem MD720-3;
Auch geeignet für Fremdmodems oder Funkgeräte mit
Standard-RS232-Schnittstelle;
Kabellänge 2,5 m
Steckleitung
6NH7 701-4BN
mit einseitig offenem Ende zur
Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem Fremdmodem oder
Funkgerät (RS232);
Kabellänge 2,5 m
9
Steckleitung
zur Verbindung zweier TIMs über
ihre RS232-Schnittstelle ohne
Zwischenschaltung von Modems
('Null-Modem').
Kabellänge 6 m
9/74
Siemens IK PI · 2012
6NH7 701-0AR
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R / TIM 4RD
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
• Kostengünstige Automatisierung von Wasser-/Abwassernetzen komplexer und einfacher Struktur
• Steuerung und Überwachung von Energieverteilungssystemen und Energieförderstationen, wie z. B. Öl, Gas
oder Fernwärmenetze
• Vorbeugende Instandhaltung (Condition Monitoring) von
weltweit verteilten Anlagen
• Überwachung von Logistik- und Verkehrssystemen
• Anbindung von Anlagen mit einfachen oder hohen Verfügbarkeitsanforderungen
• Einsatz in klassischen SINAUT-Netzen
■ Aufbau
• SINAUT-Kommunikationsbaugruppe TIM für SIMATIC S7-300,
S7-400 und PC
• Für den universellen Einsatz in einer SINAUT-Station,
-Knotenstation und –Zentrale
• Drahtlose Kommunikation über GSM-Modem oder Funkgeräte
• Drahtgebundene Kommunikation über Wählmodems oder
Standleitungsmodem
• Telegrammspeicher zum lückenlosen Aufzeichnen von Daten
und Unterstützung redundanter Kommunikationswege
• Die TIM 4RD hat zusätzlich einen DCF77-Funkuhrempfänger
eingebaut zur Versorgung aller lokal angeschlossenen
SINAUT-Teilnehmer mit Datum/Uhrzeit, oder, bei Einsatz in
einer Zentrale, zur Synchronisierung aller SINAUT-Teilnehmer
im WAN-Netz.
■ Nutzen
• Flexible Anschlussmöglichkeit an zwei beliebige, klassische
SINAUT-Netze
• Universell einsetzbar mit S7-300, S7-400 oder Leitstellen-PC.
• In der Variante TIM 4RD steht jederzeit die korrekte Datum/
Uhrzeit zur Verfügung, inklusive Sommer/Winterzeitumschaltung.
• Zeit- und Kostenersparnis durch schnelle und komfortable
Projektierung der Verbindungen und der zu übertragenden
Daten mit der SINAUT-Projektierungssoftware und Bausteinbibliothek.
• Zuverlässige Sicherung von wichtigen Daten.
Speicherung der Datentelegramme (ca. 10.000) inkl. Zeitstempel auf der TIM, wenn der Kommunikationsweg gestört
oder ein Partner ausgefallen ist sowie zur Reduzierung der
Verbindungskosten im Wählnetz.
• Fernprogrammierung und Ferndiagnose (PG-Routing)
parallel zur Datenübertragung über die WAN-Verbindung
spart Zeit und Geld.
• Investitionsschutz für bestehende SINAUT ST1-Anlagen
durch die Integration der SIMATIC S7-300 und S7-400 mittels
der ST1-kompatiblen Kommunikation.
Die TIM 4R/4RD weist alle Vorteile der SIMATIC S7-300-Aufbautechnik auf:
• Kompakter Aufbau;
doppelter Standardbreite der SM-Baugruppen der
SIMATIC S7-300.
• 9-polige Sub-D-Stecker mit einer kombinierten
RS 232/RS 485-Schnittstelle zum Anschluss an ein klassisches WAN über ein entsprechendes Modem.
• RJ45-Buchse als weitere kombinierte RS232/RS485-Schnittstelle. Über das mitgelieferte Schnittstellen-Adapterkabel
RJ45/Sub-D (6NH7700-0AS05) steht wiederum ein 9-poliger
Sub-D-Stecker zur Verfügung zum Anschluss an ein klassisches WAN über ein entsprechendes Modem.
• MPI-Schnittstelle (9-polige Sub-D-Buchse) zum Anschluss
der TIM als Stand-alone-Gerät an eine oder mehrere S7-CPUs
oder Leitstellen-PCs.
• 4-polige Klemmleiste für den Anschluss der externen Versorgungsspannung von DC 24V
• Frontseitige LEDs zur Anzeige des Baugruppenzustands und
der Kommunikation
• Das mit der TIM 4RD mitgelieferte DCF77-Adapterkabel
(6NH7700-0AD15) stellt einen BNC-Stecker bereit zum
Anschluss des Antennenkabels.
• Einfache Montage;
Die TIM wird auf eine Profilschiene der S7-300 montiert;
Bei Einbau als CP in eine S7-300 wird sie über den mit der TIM
mitgelieferten Busverbinder mit den benachbarten Baugruppen verbunden. Dabei gelten keine Steckplatzregeln.
Als Stand-alone-Gerät wird sie über ihre MPI-Schnittstelle mit
einer oder mehreren S7-CPUs oder mit einem oder mehreren
Leitstellen-PCs gekoppelt.
• Im Erweiterungsrack (ER) betreibbar in Verbindung mit der
IM 360/361
• Lüfterlos betreibbar
• Eine Pufferbatterie oder ein Speichermodul sind nicht erforderlich.
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R / TIM 4RD
■ Funktion
■ Integration
Die TIM 4R/4RD kann als eigenständiges Gerät eingesetzt
werden, d. h. sie ist auch ohne S7-300-CPU funktionsfähig. In
diesem Stand-alone-Betrieb eignet sich die TIM vor allem als
SINAUT-Kommunikationsprozessor für den Leitstellen-PC (z. B.
SINAUT ST7cc oder ST7sc) oder für eine SIMATIC S7-400. Die
Anbindung der TIM an den PC oder an die S7-400 erfolgt über
die MPI-Schnittstelle der TIM. Ist die Leitstelle redundant ausgelegt oder ist dort zusätzlich eine S7-400 als übergeordnete
Steuerung vorhanden, so übernimmt die TIM für all diese am
MPI-Bus angeschlossenen Geräte die SINAUT-Kommunikation
mit den Stationen.
Die TIM 4R/4RD kann auch als CP in eine SIMATIC S7-300
eingebaut werden, z. B. wenn diese Geräte redundante Übertragungswege benötigen oder als Knotenstation fungieren, bei
der zwei klassische WANs zusammengeführt werden müssen.
Alle genannten Geräte können mit Hilfe der TIM 4R/4RD Daten
mit anderen SINAUT ST7- oder ST1-Partnern über zwei beliebige SINAUT-Netze austauschen, die auch in redundanter
Kombination betrieben werden können. Alle drei Schnittstellen
können gleichzeitig für die SINAUT-Kommunikation genutzt
werden.
Prozessdaten, die bei Kommunikationsstörung oder Ausfall des
Partners nicht verloren gehen dürfen, kann die TIM so lange inklusive Zeitstempel speichern, bis der Partner wieder erreichbar
ist. Wichtige Ereignisse, Alarme usw. gehen somit nicht verloren
und Archive im Leitstellensystem werden immer lückenlos gefüllt.
Die TIM 4RD mit integriertem DCF77-Funkuhrempfänger kann in
der Zentrale als Mutter-Uhr zur Synchronisierung aller SINAUTTeilnehmer eingesetzt werden, die über den MPI-Bus sowie über
die beiden RS232/RS485-WAN-Schnittstellen erreichbar sind.
Diese TIM ist außerdem in der Zentrale einzusetzen, wenn die
SINAUT-Datenübertragung über ein Funknetz mit Zeitschlitzverfahren abgewickelt wird oder wenn bei zwei oder mehr Zentralen
die Betriebsart "Multi-Master-Polling mit Zeitschlitzverfahren" zur
Anwendung kommt. Ist am Einbauort der TIM 4RD kein DCF77Zeitsignal verfügbar, kann ein SINAUT GPS-Empfänger an die
TIM 4RD angeschlossen werden. Als Zeitquelle dient dann das
weltweit verfügbare GPS-System (Global Positioning System).
Zum Aufbau von komplexeren Zentralen oder Knotenstationen
können mehrere TIM 4R/4RD eingesetzt werden. Dabei sind
auch Kombinationen mit TIM 3V-IE Advanced, TIM 4R-IE sowie
TIM 3- und weiteren TIM 4-Typen möglich.
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SINAUT ST7 und damit auch die TIM 4R/4RD sind für die Datenübertragung über die verschiedensten WANs und Kombinationen von WANs ausgelegt. Gemischte klassische SINAUT-WANs
(Standleitung, Funk, Wählnetz) lassen sich daher einheitlich mit
SINAUT projektieren, was Zeit- und Kostenvorteile bietet.
Anschluss an ein klassisches WAN
Für den Anschluss an ein klassisches WAN stellt die TIM 4R
bzw. 4RD zwei potenzialfreie RS232/RS485-Schnittstellen zur
Verfügung, an die je nach Anwendung unterschiedliche Datenübertragungseinrichtungen angeschlossen werden können wie:
• Standleitungsmodem MD2 für Point-to-Point-, Point-toMultipoint- oder Linien-Verbindungen
• Funkgeräte verschiedener Hersteller, auch für Betriebsfunk
mit Zeitschlitzverfahren
• Analoges Wählmodem MD3 für das analoge Telefonnetz oder
Point-to-Point-Standleitungen
• GSM-Modem MD720-3 als Zugang zum Mobilfunknetz
Konfigurationsbeispiele mit TIM 4R und TIM 4RD
Einsatz in einer Knotenstation
In einer Knotenstation mit einer SIMATIC S7-400 wird die TIM 4R
über ihre MPI-Schnittstelle mit der S7-400 verbunden und kommuniziert beispielsweise über eine der beiden RS232/RS485Schnittstellen über Funk mit den unterlagerten Stationen. Die
Verbindung zur Leitstelle erfolgt über die zweite RS232/RS485Schnittstelle, z. B. über eine Standleitung, die über ein Modem
MD2 angekoppelt wird.
In einer 2. Knotenstation ist die TIM 4R in einer S7-300-Steuerung bestückt und kommuniziert auch da über ein Funknetz mit
unterlagerten Stationen und mit der Zentrale über die Standleitung.
Falls eines oder auch beide Funknetze das Zeitschlitzverfahren
benutzen, wäre anstelle der TIM 4R eine TIM 4RD mit DCF77Funkuhrempfänger einzusetzen damit der jeweils zugeordnete
Zeitschlitz exakt eingehalten werden kann.
In dieser Konfiguration kann der Datenaustausch zwischen allen
SINAUT-Teilnehmern erfolgen, unabhängig davon in welchem
Netz sie sich befinden.
Redundante Übertragungswege
Die TIM 4R kann in gleicher Weise für redundante Übertragungswege eingesetzt werden wie die TIM 4R-IE. Die Möglichkeiten sind allerdings auf die Nutzung der seriellen Schnittstellen
der TIM 4R und damit auf die Kombination klassischer WANVerbindungen beschränkt.
Einsatz in einer Zentrale
Die TIM 4R eignet sich auch zum Einsatz in einer Zentrale,
entweder alleine oder in Kombination mit weiteren TIMs. So
können z. B. eine TIM 4RD und eine TIM 4R, die beide über ihre
MPI-Schnittstelle mit dem Leitstellen-PC (z. B. ST7cc) verbunden sind, eingesetzt werden. Am MPI-Bus können außerdem
S7-Steuerungen – z. B. zur Ansteuerung eines Blindschaltbildes
– angeschlossen sein, welche ebenfalls mit den SINAUTStationen Daten austauschen.
Über die beiden RS232/RS485-Schnittstellen der TIM 4R oder
der TIM 4RD können alle klassischen WAN-Netze wie z. B.
Standleitungsnetze, Funknetze oder Wählnetze angeschlossen
werden.
Da die TIM 4RD über einen eingebauten DCF77-Funkuhrempfänger verfügt, kann sie das Leitsystem und alle Unterstationen
mit Datum und Uhrzeit versorgen. Direkt an dieser TIM angeschlossene Funknetze können auch mit dem Zeitschlitzverfahren betrieben werden.
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R / TIM 4RD
■ Technische Daten
TIM 4R / TIM 4RD
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 4R / TIM 4RD
50 bis 38400 Bit/s
Anzahl TIM 4R pro S7-CPU
mehrere; Anzahl abhängig
von den Verbindungsressourcen
der S7-CPU
• 1. Anschluss für externe Datenübertragungseinrichtung
1 x 9-polige Sub-D-Stecker,
RS232 umschaltbar auf RS485
Lokale Kommunikation im Rack
einer S7-300
• 2. Anschluss für externe Datenübertragungseinrichtung
1 x RJ45;
über mitgeliefertes SchnittstellenAdapterkabel erfolgt Umsetzung
auf 9-poligen Sub-D-Stecker,
RS232 umschaltbar auf RS485
• Über Rückwandbus
mit lokaler S7-300-CPU
ja, über TD7onCPU 1)
• Über Rückwandbus
mit weiteren lokalen TIMs
ja
• MPI-Bus
1 x 9-polige Sub-D-Buchse
• DCF77-Antenne (TIM 4RD)
1 x BNC-Buchse (über mitgeliefertes DCF77-Adapterkabel)
• Über MPI-Port der lokalen
S7-300-CPU 2) mit weiteren CPUs
und/oder PCs
ja, über TD7onCPU (für S7-300
und S7-400) und S7-Kommunikation (für ST7cc/ST7sc)
• Anschluss für Spannungseinspeisung
1 x 4-polige Klemmleiste
Produkttyp-Bezeichnung
Übertragungsrate
Schnittstellen
Leitungslänge
• RS232
Max. 6 m
• RS485
Max. 30 m
Versorgungsspannung
DC 24 V;
min. 20,4 V, max. 28,8 V
Stromaufnahme
Lokale Kommunikation
im Stand-alone-Betrieb
• Über MPI-Port der TIM
mit CPUs und/oder PCs
ja, über TD7onCPU (für S7-300
und S7-400) und S7-Kommunikation (für ST7cc/ST7sc)
Benötigter Arbeitsspeicher
in S7-CPU
Mindestens 20 kB; tatsächlicher
Bedarf ist abhängig von Datenmenge und Funktionsumfang
Telegrammspeicher auf der TIM
Ca. 10000 Telegramme
Übertragungsprotokolle
• aus Rückwandbus
60 mA
(nur wenn die TIM als CP in einem
S7-300-Rack eingesetzt wird)
Wählbare Protokolle
• aus DC 24 V
500 mA
Betriebsart bei
Standleitung/Funknetz
Verlustleistung
12,3 W
• SINAUT ST7-Protokoll
Polling
Polling mit Zeitschlitzverfahren
Multi-Master-Polling mit
Zeitschlitzverfahren
• SINAUT ST1-Protokoll
Polling
Polling mit Zeitschlitzverfahren
Zul. Umgebungsbedingungen
• Betriebstemperatur
0 °C bis +60 °C
• Transport-/Lagertemperatur
-40 °C bis +70 °C
• Relative Feuchte
max. 95 % bei +25 °C
SINAUT ST7
SINAUT ST1
Betriebsart bei Wählnetz
Konstruktiver Aufbau
Kompaktbaugruppe S7-300
doppelt breit
• SINAUT ST7-Protokoll
spontan
• SINAUT ST1-Protokoll
spontan
• Maße (B x H x T) in mm
80 x 125 x 120
Asynchronzeichenformat
• Gewicht
etwa 300 g
IP 20
• SINAUT ST7-Protokoll,
Polling oder spontan
10 oder 11 Bit
Schutzart
• SINAUT ST7-Protokoll,
Multi-Master-Polling
10 Bit
• Baugruppenformat
Projektierung
• Software für PG
SINAUT ST7 Projektierungssoftware für PG
• SINAUT ST1-Protokoll, Polling
11 Bit
• Software für CPU
SINAUT TD7 Bausteinbibliothek
für CPU
• SINAUT ST1-Protokoll, spontan
10 oder 11 Bit
Auf TIM-internem Flash-Speicher
• SINAUT ST1-Protokoll
4
• SINAUT ST7-Protokoll
4
• Speicherung der
TIM-Projektierungsdaten
TIM-Schnittstellen betreibbar
in der Funktion
• Station
ja
• Knotenstation
ja
• Zentrale
ja
1)
2)
9
Hammingdistanz d
Die Verwendung von TD7onCPU über Rückwandbus ist mit folgenden
CPU-Typen möglich: allen Varianten der CPUs 313C, 314 und 314C,
den CPUs 315-2 DP und 315F-2 DP, sowie allen Varianten der
C7-Geräte C7-633, C7-635 und C7-636
Die Nutzung des MPI-Ports der lokalen CPU ist möglich mit folgenden
CPU-Typen: allen Varianten der CPUs 312, 312C, 313C, 314 und
314C, den CPUs 315-2 DP und 315F-2 DP
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R / TIM 4RD
■ Bestelldaten
Kommunikationsbaugruppe
TIM 4R
Bestell-Nr.
6NH7 800-4AA90
Steckleitung
Mit zwei kombinierten
RS232/RS485-Schnittstellen für
SINAUT-Kommunikation über
klassische WAN-Netze;
inkl. Schnittstellen-Adapterkabel
6NH7 700-0AS05 für die zweite
serielle RS232/485-Schnittstelle
zur Umsetzung des internen
Steckers (RJ45) auf den extern
benötigten 9-poligen Sub-DStecker;
mit MPI-Schnittstelle
Kommunikationsbaugruppe
TIM 4RD
Steckleitung
6NH7 800-4AD90
6NH7 701-4DL
zur Verbindung einer TIM (RS485)
mit einem der
SINAUT ST7-Modems MD2,
MD3 oder MD4 (RS485);
Kabellänge 1,5 m
Steckleitung
6NH7 701-5AN
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit dem GSM-Modem MD720-3.
Auch geeignet für Fremdmodems oder Funkgeräte
mit Standard-RS232;
Kabellänge 2,5 m.
6NH7 997-0CA51-0AA0
Steckleitung
6NH7 701-4BN
mit einseitig offenem Ende zur
Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem Fremdmodem oder
Funkgerät (RS232);
Kabellänge 2,5 m
auf CD-ROM, bestehend aus
• SINAUT ST7 EngineeringSoftware V5.1 für das PG
• SINAUT TD7 EngineeringSoftware V2.2
• Elektronischem Handbuch in
deutsch und englisch
Steckleitung
SINAUT ST7 Engineering
Software
Update von Version V5.0
auf V5.1
http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/49104582
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.0 Edition 09/2009
(Upgrade)
6NH7 997-0CA50-0GA0
für STEP 7 V5.4 SP4,
für Inhaber älterer Versionen
von SINAUT ST7 Engineering
Software
6NH7 701-4AL
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem der
SINAUT ST7-Modems MD2,
MD3 oder MD4 (RS232);
Kabellänge 1,5 m
wie TIM 4R, jedoch zusätzlich
mit DCF77-Funkuhrempfänger;
inkl. DCF77-Adapterkabel
6NH7 700-0AD15 zur Umsetzung
des internen Steckers auf den
extern benötigten BNC-Stecker
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.1
Bestell-Nr.
Zubehör
6NH7 701-0AR
zur Verbindung zweier TIMs über
ihre RS232-Schnittstelle ohne
Zwischenschaltung von Modems
('Null-Modem');
Kabellänge 6 m
Schnittstellen-Adapterkabel
(Ersatzteil)
6NH7 700-0AS05
DCF77-Adapterkabel (Ersatzteil)
6NH7 700-0AD15
DCF77-Innenantenne
6NH9 831-0AA
inkl. 10 m Antennenkabel mit
BNC-Steckern
DCF77-Außenantenne
6NH9 831-0BA
für Flachdach- oder
Wandmontage;
inkl. 20 m Antennenkabel mit
BNC-Steckern
DCF77-Außenantenne
9
6NH9 831-0DA
für Mastmontage;
inkl. 20 m Antennenkabel mit
BNC-Steckern
Indirekter Blitzschutz
6NH9 831-2AA
für DCF77-Außenantenne
GPS-Komplettpaket
6NH9 831-8AA
zur Nachbildung des DCF77Zeitsignals, bestehend aus GPSEmpfänger, GPS-Außenantenne
inkl. 25 m Kabel, BNC-Adapterstecker, Konfigurationssoftware,
PC-Adapterkabel und
Dokumentation
Indirekter Blitzschutz
6NH9 831-8LA
für GPS-Außenantenne
SITOP compact 24 V/0,6 A
1-phasige Stromversorgung mit
Weitbereichseingang
AC 85 … 264 V/DC 110 … 300 V,
geregelte Ausgangsspannung
24 V, Ausgangsstrom-Nennwert
0,6 A, schmale Bauform
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6EP1 331-5BA00
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TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
• Einsatz als eigenständige zentrale Station für die kostengünstige Automatisierung von Wasser-/Abwassernetzen
komplexer und einfacher Struktur
• Steuerung und Überwachung von Energieverteilungssystemen und Energieförderstationen, wie z.B. Öl, Gas oder
Fernwärmenetze
• Vorbeugende Instandhaltung (Condition Monitoring) von
weltweit verteilten Anlagen
• Überwachung von Logistik- und Verkehrssystemen
• Anbindung von Anlagen mit einfachen oder hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen
• Einsatz in gemischten Netzen mit Wähl-, Funk-, Ethernet oder
Internetkommunikation
■ Aufbau
• SINAUT-Kommunikationsbaugruppe TIM mit vier Schnittstellen für SIMATIC S7-300 oder als eigenständiges Gerät
für die S7-400 zum Einsatz im Wide Area Network (WAN)
• Für den universellen Einsatz in einer SINAUT-Station,
-Knotenstation und -Zentrale
• Internet-Kommunikation über integrierten MSC-VPN-Tunnel
mit direktem Anschluss am DSL-Router oder Betrieb über
IPsec VPN mit zusätzlichen SIMATIC NET Komponenten
• Drahtlose Kommunikation über GPRS-Router, GPRS-Modem
oder Funkgeräte
• Drahtgebundene Kommunikation über Ethernet, DSL, Wählmodems oder Standleitungsmodem
• Vollständige Migration vorhandener Funk-, Standleitungs- und
Wählnetztechnik auf IP-basiertes Netz
• Telegrammspeicher zum lückenlosen Aufzeichnen von Daten
und Unterstützung redundanter Kommunikationswege
• Einfache Projektierung und Handhabung ohne spezielles
IT-Wissen
■ Nutzen
• Investitionsschutz durch Kombination vorhandener klassischer Netze mit IP-basierenden Netzen durch flexible Anschlussmöglichkeiten von bis zu vier SINAUT-Netzen
• Preisgünstiger Aufbau der Zentrale durch direkten Anschluss
als eigenständiges Gerät an einem DSL-Router, ermöglicht
durch das integrierte MSC-VPN-Protokoll
• Keine Mobilfunk-Zusatzdienstleistung für fixe IP-Adressen
oder Verträge für private GPRS-Netze mit bidirektionalem
Datenverkehr notwendig, da VPN im System ST7 integriert ist.
Aufwändige und komplexe VPN-Projektierung durch
IT-Spezialisten entfällt.
• Hohe Verfügbarkeit der Verbindungen durch mögliche
redundante Auslegung der Kommunikationspfade
• Zuverlässige Sicherung von wichtigen Daten. Speicherung
der Datentelegramme (ca. 56.000) inkl. Zeitstempel auf der
TIM bei Störung von Kommunikationswegen oder Stromausfall
• Zeit- und Kostenersparnis durch schnelle und komfortable
Projektierung der Verbindungen, sowie durch Fernprogrammierung und Ferndiagnose (PG-Routing) parallel zur SINAUTDatenübertragung über die WAN- oder Internet-Verbindung
• Einfache Wartung durch Baugruppentausch ohne PG
Die TIM 4R-IE weist alle Vorteile der SIMATIC S7-300-Aufbautechnik auf:
• Kompakter Aufbau;
doppelte Standardbreite der SM-Baugruppen der
SIMATIC S7-300
• Zwei 9-polige Sub-D-Stecker mit einer kombinierten
RS232/RS485-Schnittstelle zum Anschluss an ein klassisches
WAN über ein entsprechendes Modem
• Zwei RJ45-Buchsen für den Anschluss an Industrial Ethernet
oder ein IP-basiertes Netz; Industriegerecht mit zusätzlichem
Haltekragen ausgeführt, zum Anschluss des IE FC RJ45
Plug 180
• 2-polige steckbare Klemmleiste für den Anschluss der
externen Versorgungsspannung von DC 24 V
• Frontseitige LEDs zur Anzeige des Baugruppenzustands und
der Kommunikation
• Einfache Montage;
die TIM wird auf eine S7-300-Profilschiene montiert;
Bei Einbau als CP in einer S7-300 wird sie über den mit der
TIM mitgelieferten Busverbinder mit den benachbarten Baugruppen verbunden. Dabei gelten keine Steckplatzregeln. Als
Stand-alone-Gerät wird sie über eine ihrer Ethernet-Schnittstellen mit einer oder mehreren S7-400-CPUs oder mit einem
oder mehreren Leitstellen-PCs gekoppelt.
• Im Erweiterungsrack (ER) betreibbar in Verbindung mit der
IM 360/361;
• Lüfterlos betreibbar
• Eine Pufferbatterie und ein Speichermodul (C-PLUG) können
optional bestückt werden
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TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
■ Funktion
Die TIM 4R-IE kann als eigenständiges Gerät eingesetzt werden, d.h. sie ist auch ohne S7-300-CPU funktionsfähig.
In diesem Stand-alone-Betrieb eignet sich die TIM vor allem als
SINAUT-Kommunikationsprozessor für den Leitstellen-PC
(z. B. SINAUT ST7cc oder ST7sc) oder für eine SIMATIC S7-400.
Die Anbindung der TIM an den PC oder an die S7-400 erfolgt
über eine der beiden Ethernet-Schnittstellen der TIM. Ist die Leitstelle redundant ausgelegt oder ist dort zusätzlich eine S7-400
als übergeordnete Steuerung vorhanden, so übernimmt die TIM
für all diese am lokalen Ethernet angeschlossenen Geräte die
SINAUT-Kommunikation mit den Stationen.
Die TIM 4R-IE kann auch als CP in eine SIMATIC S7-300 eingebaut werden, z. B. wenn diese Geräte dort redundante Übertragungswege benötigen oder als Knotenstation fungieren, bei der
mehr als zwei Netze zusammengeführt werden müssen.
Alle genannten Geräte können mit Hilfe der TIM 4R-IE Daten mit
anderen SINAUT ST7- oder ST1-Partnern austauschen und zwar
über bis zu vier beliebige SINAUT-Netze, die auch in beliebiger
redundanter Kombination betrieben werden können.
Die wichtige SINAUT-Eigenschaft, Datenspeicherung inklusive
Zeitstempel auf der TIM bei Verbindungsstörung oder Ausfall
des Partners, wird sowohl für klassisches WAN als auch für
IP-basierte Netze bereitgestellt. Wichtige Ereignisse, Alarme
usw. gehen nicht verloren und Archive im Leitstellensystem
werden immer lückenlos gefüllt. Zusätzliche Sicherheit bietet die
optionale Pufferbatterie der TIM 4R-IE mit der sich der Verlust
von gespeicherten Datentelegrammen bei Ausfall der 24 V-Versorgungsspannung vermeiden lässt.
Zum Aufbau von komplexeren Zentralen oder Knotenstationen
können mehrere TIM 4R-IE eingesetzt werden. Dabei sind auch
Kombinationen mit TIM 3V-IE Advanced sowie TIM 3- und weiteren TIM 4-Varianten möglich.
Als Kommunikationsbaugruppe für den PC der Leitstelle reduziert die TIM die Anzahl der S7-Verbindungen, die der PC sonst
bei Direktkopplung mit Stationen über ein IP-basiertes Netz vorhalten muss, auf nur eine (1) Verbindung. Außerdem trennt die
TIM dann das lokale Ethernet von dem IP-basierten Netz zu den
Stationen. Nur SINAUT- und PG-Kommunikation mit den Stationen wird durchgelassen. Dies verhindert unnötigen Verkehr in
dem vielfach nicht breitbandigen WAN.
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Bei einer redundanten Leitstelle sorgt eine dort eingesetzte
TIM 4R-IE für die Reduzierung des Datenvolumens im WAN und
senkt damit die Kosten bei Netzen mit Volumentarifen, z. B.
GPRS. Wären Stationen direkt an die redundante Leitstelle angebunden (ohne Zentrale-TIM 4R-IE), würden sie jedes Telegramm doppelt senden, um beide Leitstellen-PCs mit Daten zu
versorgen. Bei einer Zentrale-TIM 4R-IE senden die Stationen
ihre Telegramme nur einmal. Die Dopplung der Telegramme zur
Versorgung beider PCs übernimmt dann die Zentrale-TIM 4R-IE.
Für die Datenübertragung über klassische WANs verfügt die
TIM 4R-IE über weitere, besondere Eigenschaften, die sie für
den Einsatz als "Zentrale"-TIM prädestinieren.
SINAUT ST7 und damit auch die TIM 4R-IE sind für die Datenübertragung über die verschiedensten WANs und Kombinationen von WANs ausgelegt. Gemischte Netze bestehend aus
klassischen SINAUT-WANs (Standleitung, Funk, Wählnetz) und
IP-basierten Netzen (LWL, DSL, GPRS, Internet usw.), lassen
sich daher einheitlich mit SINAUT projektieren, was Zeit- und
Kostenvorteile bietet.
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Siemens IK PI · 2012
Zur Kommunikation über das Internet, kann das integrierte
MSC-VPN-Tunnelprotokoll zum direkten Anschluss an DSLRoutern genutzt werden. Dabei kann die TIM 4R-IE als MSCServer oder MSC-Client arbeiten. Zur Kommunikation über
GPRS kann entweder der Router MD741-1 an der Industrial
Ethernet-Schnittstelle (VPN IPsec) oder das GPRS/GSM-Modem
MD720-3 (MSC-VPN) an der RS232-Schnittstelle angeschlossen
werden.
• Die TIM4R-IE verfügt über vier Schnittstellen für einfache und
redundante Übertragungswege:
- zwei kombinierte RS232/RS485-Schnittstellen zum Anschluss an klassische WANs wie Standleitung, Funk oder
Wählnetz
- zwei RJ45-Schnittstellen für den Anschluss an IP-basierte
Netze (WAN oder LAN) wie LWL, DSL, GPRS, usw.
• Kompakte, doppelt-breite Baugruppe, die sich vielfältig
einsetzen lässt:
- Als eigenständiges Gerät (Stand-alone-Betrieb ohne
S7-300-CPU) übernimmt die TIM die SINAUT-Kommunikation für eine oder mehrere S7-400-Steuerungen oder Leitstellen-PCs (SINAUT ST7cc oder ST7sc); Die Anbindung
erfolgt hier über eine der Ethernet-Schnittstellen der TIM
- Als Kommunikationsprozessor (CP) in einer S7-300
• Die zwei RJ45-Schnittstellen können entweder als MSC-VPN
Server in der Zentrale oder als MSC-VPN Client in einer Station
konfiguriert werden. An der RS232-Schnittstelle kann ein
MD720-3 im GPRS Modus als MSC-VPN Client betrieben
werden.
• Die vier Übertragungswege können alle unterschiedlich sein
und unabhängig voneinander betrieben werden oder auch in
beliebiger redundanter Kombination.
• Flexible Bildung von redundanten Übertragungswegen über
zwei klassische WANs, über zwei IP-basierte Netze oder über
eine Kombination von WAN + IP-basiertem Netz.
• Bei Einbau als CP in einer S7-300 ist über den Rückwandbus
Kommunikation möglich:
- Mit der CPU
- Über die MPI-Schnittstelle dieser CPU mit weiteren am
MPI-Bus angeschlossenen CPUs und Leitstellen-PCs
(ST7cc, ST7sc).
- Mit weiteren TIMs in diesem Rack
• Telegrammspeicher für bis zu 56.000 Datentelegramme
• Optionale Pufferbatterie zur Pufferung der gespeicherten Datentelegramme und der Hardwareuhr bei Spannungsausfall
• Bis zu 62 S7-Verbindungen oder 128 MSC-VPN-Tunnelverbindungen (als Zentrale) über IP-basierte Netze und MPI
(bei S7-300-CPU)
• Die SINAUT TD7-Software für die CPU (TD7onCPU) ist in der
TIM integriert (TD7onTIM); nutzbar bei Einbau als CP in einer
S7-300
• Baugruppentausch ohne PG möglich
- Im Stand-alone-Betrieb über optionalen C-PLUG
- Bei Einbau als CP in einer S7-300 über die Speicherkarte der
CPU
• PG-Kommunikation ist jederzeit parallel zur Datenkommunikation möglich
• Pro S7-300 können mehrere TIM 4R-IE eingesetzt werden,
auch in Verbindung mit einer oder mehreren TIM 3V-IE
Advanced
• Maximal 128 S7-Verbindungen über IP-basierte Netze
(im MSC-Tunnelmodus)
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
■ Funktion (Fortsetzung)
Ansteuerbare Kommunikationsbaugruppen:
• Ansteuerung des GSM/GPRS Modems MD720-3 im GSModer GPRS-Modus. Im GPRS-Modus einfache 128 Bit Verschlüsselung über das MD720-3 (MSC-VPN-Tunnelprotokoll).
• Betrieb über SIMATIC NET Ethernet-Komponenten mit hohem
Sicherheitsstandard IPsec (z. B. GPRS-Router, oder
SCALANCE S)
• Direkter Betrieb an einem DSL.Router über MSC Tunnelprotokoll
• Verwendung von SCALANCE Fiber Optic Switches zur
Überbrückung großer Distanzen
• Drahtlose Übertragung über IWLAN mit SCALANCE W über
mittlere Distanzen
• Standleitungsmodem MD2 für Point-to-Point-, Point-toMultipoint- oder Linien-Verbindungen
• Funkgeräte verschiedener Hersteller, auch für Betriebsfunk
mit Zeitschlitzverfahren
• Analoges Wählmodem MD3 für das analoge Telefonnetz oder
Point-to-Point-Standleitungen
Besondere Eigenschaften als "Zentrale"-TIM
Für die Datenübertragung über klassische WANs verfügt die
TIM 4R-IE über weitere, besondere Eigenschaften, die sie für
den Einsatz als "Zentrale"-TIM prädestinieren:
• Bei einem Wählnetz kann die Meldung "Ausfall lokaler Teilnehmer" abgeschaltet werden. Die Zentrale-TIM 4R-IE wird
dann, wenn der PC der Leitstelle ausfällt oder vorübergehend
abgeschaltet wird, keine Ausfallmeldung an die Stationen im
Wählnetz senden und spart damit Übertragungskosten.
• Vor allem hilfreich während der Inbetriebnahme ist die Möglichkeit, dass SINAUT-Stationen auf der Zentrale-TIM 4R-IE
online zu- und abgeschaltet werden können. Das gilt sowohl
für Stationen, die über Standleitung/Funk angeschlossen sind
als auch für Stationen im Wählnetz. Der zuletzt pro Station eingestellte Zustand wird dauerhaft auf der TIM gespeichert und
geht damit bei Spannungsausfall oder Wieder-Anlauf der TIM
nicht verloren.
• Für GPRS, Standleitungen und Funknetze kann auf der
TIM 4R-IE die Meldung "Teilnehmer gestört" für eine parametrierbare Zeit unterdrückt werden. Ein Stationsausfall wird dann
nicht mehr nach x unbeantworteten Aufrufen (Polls) angezeigt, sondern erst dann, wenn eine erkannte Störung nach
Ablauf der parametrierten Zeit immer noch ansteht. Damit
kann bei schlechten Übertragungsnetzen die Anzahl der
Ausfallmeldungen reduziert werden und minimiert dadurch
außerdem den zusätzlichen Telegrammverkehr, der nach
jeder Stationswiederkehr zwangsläufig abgewickelt wird
■ Integration
Anschluss an IP-basierte Netze
Neben den zwei kombinierten RS232/RS485-Schnittstellen verfügt die TIM 4R-IE über zwei RJ45-Buchsen. Diese eignen sich
für den Anschluss von IP-basierten Netzen (WAN oder LAN). Je
nach Anwendung können unterschiedliche Datenübertragungseinrichtungen angeschlossen werden wie:
• SCALANCE X Switches für Twisted Pair-Kabel oder Lichtwellenleiter
• SCALANCE W (IWLAN) und Ethernet-Funkgeräte verschiedener Hersteller
• SCALANCE M873/875 für UMTS-Kommunikation über Mobilfunknetze
• EGPRS-Router MD741-1 für GPRS-Kommunikation und EGPRS (Edge) über Mobilfunk
• DSL-Router in Kombination SCALANCE S für VPN (IPsec)
• GPRS/GSM-Modem MD720-3 für GPRS-Kommunikation über
GSM-Mobilfunk über MSC-VPN-Tunnelprotokoll
• Direkt an einem DSL-Router über den in der TIM integrierten
MSC-VPN-Tunnelprotokoll
• Breitbandsysteme wie OTN, PCM30
Anschluss an ein klassisches WAN
Für den Anschluss an ein klassisches WAN stellt die TIM 4R-IE
zwei potenzialfreie RS232/RS485-Schnittstellen zur Verfügung,
an die je nach Anwendung unterschiedliche Datenübertragungseinrichtungen angeschlossen werden können wie:
• Standleitungsmodem MD2 für Point-to-Point-, Point-to-Multipoint- oder Linien-Verbindungen
• Funkgeräte verschiedener Hersteller, auch für Betriebsfunk
mit Zeitschlitzverfahren
• Analoges Wählmodem MD3 für das analoge Telefonnetz oder
Point-to-Point-Standleitungen
• GPRS/GSM-Modem MD720-3 als Zugang zum Mobilfunknetz
9
Optionaler C-PLUG
Der häufigste Anwendungsfall für die TIM 4R-IE wird der Einsatz
als Kommunikationsbaugruppe für den Leitstellen-PC oder für
eine S7-400 sein. Die TIM arbeitet dann als eigenständiges
Gerät, d.h. ohne S7-300 CPU (Stand-alone-Betrieb). Die Möglichkeit die TIM-Projektierungsdaten auf die MMC-Karte der
CPU zu speichern um die TIM im Fehlerfall ohne PG tauschen zu
können entfällt dann. Die Speicherung der Projektierungsdaten
auf den optional bestückbaren C-PLUG löst dieses Problem.
Damit ist auch im Stand-alone-Betrieb ein Tausch der TIM ohne
PG möglich.
Siemens IK PI · 2012
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
■ Integration (Fortsetzung)
Konfigurationsbeispiele mit TIM 4R-IE
Einsatz in einer Knotenstation
Redundante Übertragungswege
In einer Knotenstation mit einer SIMATIC S7-400 wird die
TIM 4R-IE über eine ihrer beiden Ethernet-Schnittstellen mit
der S7-400 verbunden und kann beispielsweise über eine
RS232/RS485-Schnittstelle Daten über Funk mit den unterlagerten Stationen austauschen. Die Verbindung zur Leitstelle
erfolgt über die zweite Ethernet-Schnittstelle, z.B. über einen
Lichtwellenleiter, der über SCALANCE X Switches und Medienkonverter angekoppelt wird.
In dieser Konfiguration kann der Datenaustausch zwischen allen
SINAUT-Teilnehmern erfolgen, unabhängig davon in welchem
Netz sie sich befinden.
Mit der TIM 4R-IE kann eine Station über redundante Wege mit
der Leitstelle verbunden werden. Die TIM 4R-IE wird dazu
sowohl in der Station als auch in der Zentrale eingesetzt. Das
Beispiel zeigt als redundante Wege eine Kombination von
Standleitung und Funk, also zwei klassische WANs, für die
die TIM 4R-IE entsprechende Anschlüsse (2 x RS232/RS485)
bietet. Die beiden TIMs koordinieren die Datenübertragung. Sie
erfolgt normal über den Hauptweg und bei dessen Ausfall über
den Ersatzweg. Bei Wiederkehr des Hauptweges wird automatisch auf diesen Weg zurückgeschaltet.
SINAUT ST7cc/sc
SINAUT ST7cc/sc
Switch
SCALANCE
X-100/X-200
TIM
4R-IE
Industrial Ethernet
Industrial Ethernet
Zentrale
Zentrale
Switch
SCALANCE
X-100/X-200
MD2
Standleitung
Medienkonverter
SCALANCE
X-100
MD2
S7-400
Funknetz
Station
Station
Knotenstation
Funknetz
Station
Station
Industrial Ethernet (Twisted Pair)
Industrial Ethernet (Fiber optic)
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S7-300 mit
TIM 3V-IE
Siemens IK PI · 2012
G_IK10_XX_30186
9
S7-300 mit
TIM 3V-IE
G_IK10_XX_30185
S7-300 mit
TIM 4R-IE
S7-300 mit
TIM 3V-IE
TIM
4R-IE
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatz in einer Zentrale
Die TIM 4R-IE eignet sich auch zum Einsatz in einer Zentrale,
entweder alleine oder auch in Kombination mit weiteren TIMs.
Das nachfolgende Beispiel zeigt eine TIM 4R-IE, die über eine
ihrer beiden Ethernet-Schnittstellen mit dem Leitstellen-PC
(z.B. ST7cc) verbunden ist. Am Industrial Ethernet ist auch eine
S7-400 angeschlossen, die ebenfalls mit den SINAUT-Stationen
Daten austauschen soll. Über den zweiten Ethernet-Port der TIM
sind SINAUT-Stationen über GPRS über MSC-VPN angebunden,
über die beiden RS232/RS485-Schnittstellen ein Funknetz sowie
ein sternförmiges Standleitungsnetz. Für die sternförmige An-
bindung wird die Schnittstelle der TIM auf RS485 eingestellt.
Dann können bis zu 30 SINAUT-Standleitungsmodems an dieser
Schnitttstelle betrieben werden, im Beispiel MD2-Modems.
Wenn die Stationen in diesem Netz mit Datum und Uhrzeit versorgt werden müssen, übernimmt der Leitstellen-PC die Funktion des Uhrzeit-Masters. Über die Ethernet-Verbindung wird die
TIM 4R-IE regelmäßig vom PC synchronisiert und sie übernimmt
dann die Synchronisierung der angeschlossenen Stationen.
S7-400 mit
CP 443-1
SINAUT ST7cc/sc
TIM
4R-IE
MD2
MD2
MD2
Industrial Ethernet
Zentrale
Sternförmiges
Standleitungsnetz
DSL-Router
VPN-Tunnel
Internet
Funknetz
S7-400
S7-300 mit
TIM 3V-IE
MD720-3
S7-300 mit
TIM 3V-IE
Advanced
und MD2
Station
Station
TIM
4R-IE
MD720-3
Station
S7-300 mit
TIM 3V-IE
S7-300 mit
TIM 3V-IE
und MD2
Station
Station
G_IK10_XX_30187
GPRS
9
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH7 800-4BA00
Bestell-Nr.
6NH7 800-4BA00
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 4R-IE
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 4R-IE
Bauform, Maße und Gewichte
Übertragungsrate
Übertragungsrate
• bei Industrial Ethernet
• gemäß RS 232
10 … 100 Mbit/s
50 … 38 400 bit/s
Schnittstellen
Anzahl der Schnittstellen gemäß
Industrial Ethernet
Anzahl der elektrischen Anschlüsse
• für externe Datenübertragung
gemäß RS 232
• für Spannungsversorgung
Ausführung elektrischer Anschluss
• der Industrial Ethernet-Schnittstelle
• an Schnittstelle 1 für externe
Datenübertragung
• an Schnittstelle 2 für externe
Datenübertragung
• für Spannungsversorgung
2
2
1
Kompaktbaugruppe S7-300
doppelt breit
Breite
Höhe
Tiefe
80 mm
125 mm
120 mm
Nettogewicht
0,4 kg
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
Anzahl der Baugruppen
Anmerkung
RJ45-Port
9-poliger Sub-D-Stecker,
RS232 umschaltbar auf RS485
9-poliger Sub-D-Stecker,
RS232 umschaltbar auf RS485
2-polige, steckbare Klemmleiste
Leitungslänge
• bei Schnittstelle RS232 maximal
• bei Schnittstelle RS485 maximal
Ja
Art der Spannung der
Versorgungsspannung
DC
Versorgungsspannung
• minimal
• maximal
24 V
20,4 V
28,8 V
Anzahl der möglichen Verbindungen für S7-Kommunikation
• maximal
• bei PG-Verbindungen maximal
• bei OP-Verbindungen maximal
• Anmerkung
Versorgungsspannung,
Stromaufnahme, Verlustleistung
Anzahl TIM 4R-IE
pro S7-300/S7-400: mehrere,
Anzahl abhängig von den Verbindungsressourcen der CPU
6m
30 m
Leistungsdaten
Leistungsdaten
S7-Kommunikation
Ausführung des Wechselmediums
C-Plug
64
2
62
-
0,2 A
Dienst
• SINAUT ST7 über
S7-Kommunikation
• PG-/OP-Kommunikation
0,17 A
Leistungsdaten
Multiprotokollbetrieb
Verlustwirkleistung
4,6 W
Anzahl der aktiven Verbindungen
bei Multiprotokollbetrieb
Produkterweiterung optional
Pufferbatterie
Ja
Leistungsdaten
Telecontrol
Art der Batterie
Lithium AA / 3,6 V / 2,3 Ah
Pufferstrom
• typisch
• maximal
100 µA
160 µA
Eignung zur Verwendung
• TIM-Knotenstation
• TIM-Station
• TIM-Zentrale
• Anmerkung
Ja
Ja
Ja
-
Protokoll wird unterstützt
• TCP/IP
• DNP3
• Protokoll SINAUT ST1
• Protokoll SINAUT ST7
Ja
Nein
Ja
Ja
aufgenommener Strom
• aus Rückwandbus bei 24 V
bei DC maximal
• aus externer Versorgungsspannung bei 24 V bei DC maximal
9
Baugruppenformat
Zulässige
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur
• während Betrieb
• während Lagerung
• während Transport
0 … 60 °C
-40 … +70 °C
-40 … +70 °C
relative Luftfeuchte bei 25 °C
ohne Kondensation während
Betrieb maximal
95 %
Schutzart IP
IP20
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Siemens IK PI · 2012
Produktfunktion Datenpufferung
bei Verbindungsabbruch
• Anmerkung
Ja
Ja
128
Ja
56.000 Datentelegramme
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Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
■ Technische Daten (Fortsetzung)
Bestell-Nr.
6NH7 800-4BA00
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 4R-IE
Speicherkapazität
• des Arbeitsspeichers der S7-CPU
- für Modus TD7onCPU Datenbausteine auf CPU erforderlich
- für Modus TD7onTIM Datenbausteine auf TIM erforderlich
• Anmerkung
Produkteigenschaft Telegrammspeicher gepuffert
Übertragungsformat
• für SINAUT ST1-Protokoll bei
Polling 11 bit
• für SINAUT ST1-Protokoll bei
spontan 10 bit oder 11 bit
• für SINAUT ST7-Protokoll bei
Multi-Master-Polling 10 bit
• für SINAUT ST7-Protokoll bei
Polling oder spontan
10 bit oder 11 bit
Betriebsart bei Abfrage der
Datenübertragung
• bei Standleitung/Funkstrecke
- mit SINAUT ST1-Protokoll
- mit SINAUT ST7-Protokoll
Bestell-Nr.
6NH7 800-4BA00
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 4R-IE
Produktfunktionen Management,
Konfiguration, Projektierung
20 Kibyte
0 Kibyte
TD7onCPU:
mindestens 20 Kibyte,
tatsächlicher Bedarf ist
abhängig von Datenmenge
und Funktionsumfang
TD7onTIM:
im günstigsten Fall 0 Byte
Projektierungssoftware
• erforderlich
• für CPU-Projektierung erforderlich
SINAUT TD7 Bausteinbibliothek
für CPU
• für PG-Projektierung erforderlich
SINAUT ST7 Projektierungssoftware für PG
Speicherort der
TIM-Projektierungsdaten
Ja
Ja
Produktfunktionen Security
Virtual Private Network
Ja
Eignung zum Einsatz
Virtual Privat Network
Ja
Produktfunktion
• Passwortschutz für VPN
• MSC-Client über MSC fähiges
GPRS Modem
Ja
Protokoll wird unterstützt
MSC-Protokoll
Polling, Polling mit
Zeitschlitzverfahren
Polling, Polling mit
Zeitschlitzverfahren,
Multi-Master-Polling mit
Zeitschlitzverfahren
• bei Wählnetz
- mit SINAUT ST1-Protokoll
- mit SINAUT ST7-Protokoll
spontan
spontan
Hammingdistanz
• für SINAUT ST1-Protokoll
• für SINAUT ST7-Protokoll
4
4
Anzahl der möglichen
Verbindungen
• als MSC-Client bei
VPN-Verbindung
• als MSC-Server bei
VPN-Verbindung
SINAUT ST7 ES
Ja
Ja
auf TIM-internem Flash-Speicher
oder auf TIM in optionalem
C-PLUG oder auf MMC der
S7-300 CPU, wenn TIM bestückt
in S7-300-Steuerung
Ja
Ja
Ja
Ja
1
128
Protokoll bei Virtual Private Network
MSC wird unterstützt
TCP/IP
Schlüssellänge für MSC bei
Virtual Privat Network
128 bit
Art der Authentifizierung bei
Virtual Privat Network PSK
Ja
Betriebsart Virtual Private Network
Anmerkung
-
Produktfunktionen Uhrzeit
Produktbestandteil HardwareEchtzeituhr
Ja
Produkteigenschaft HardwareEchtzeituhr gepuffert
Ja
Ganggenauigkeit der HardwareEchtzeituhr je Tag maximal
4s
Siemens IK PI · 2012
9
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
■ Bestelldaten
Kommunikationsbaugruppe
TIM 4R-IE
Bestell-Nr.
6NH7 800-4BA00
Steckleitung
6NH7 997-0CA51-0AA0
auf CD-ROM, bestehend aus
• SINAUT ST7 EngineeringSoftware V5.1 für das PG
• SINAUT TD7 Bausteinbibliothek
V2.2
• Elektronischem Handbuch in
deutsch und englisch
Steckleitung
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.0 Edition 09/2009
(Upgrade)
6NH7 997-0CA50-0GA0
6ES7 971-0BA00
Steckleitung
6XV1 840-2AH10
zur Verbindung zweier TIMs über
ihre RS232-Schnittstelle ohne
Zwischenschaltung von Modems
('Null-Modem').
Kabellänge 6 m
3,6 V/2,3 Ah für TIM 4R-IE
4-adrige, geschirmte TP
Installationsleitung zum
Anschluss an IE FC Outlet RJ45/
IE FC RJ45 Plug;
PROFINET-konform;
mit UL-Zulassung;
Meterware;
Liefereinheit max. 1000 m,
Mindestbestellmenge 20 m
SITOP compact 24 V/0,6 A
1-phasige Stromversorgung mit
Weitbereichseingang
AC 85 … 264 V/DC 110 … 300 V,
geregelte Ausgangsspannung
24 V, Ausgangsstrom-Nennwert
0,6 A, schmale Bauform
IE FC RJ45 Plug 180
9/86
Siemens IK PI · 2012
6NH7 701-4BN
mit einseitig offenem Ende zur
Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem Fremdmodem oder
Funkgerät (RS232);
Kabellänge 2,5 m
Zubehör
9
6NH7 701-5AN
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit dem GSM-Modem MD720-3;
Auch geeignet für Fremdmodems oder Funkgeräte mit
Standard-RS232-Schnittstelle;
Kabellänge 2,5 m
Steckleitung
für STEP 7 V5.4 SP4,
für Inhaber älterer Versionen
von SINAUT ST7
Engineering Software
RJ45-Steckverbinder für
Industrial Ethernet mit robustem
Metallgehäuse und integrierten
Schneid-/Klemmkontakten zum
Anschluss der Industrial Ethernet
FC Installationsleitungen;
mit 180° Kabelabgang;
für Netzkomponenten und
CPs/CPUs mit Industrial EthernetSchnittstelle
• 1 Packung = 1 Stück
• 1 Packung = 10 Stück
• 1 Packung = 50 Stück
6NH7 701-4DL
zur Verbindung einer TIM (RS485)
mit einem der SINAUT ST7Modems MD2, MD3 oder MD4
(RS485); Kabellänge 1,5 m
http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/49104582
IE FC TP Standard Cable GP
2 x 2 (Type A)
6NH7 701-4AL
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem der SINAUT ST7Modems MD2, MD3 oder MD4
(RS232);
Kabellänge 1,5 m
Steckleitung
SINAUT ST7 Engineering
Software
Update von Version V5.0
auf V5.1
Pufferbatterie
6GK1 901-1GA00
Voreingestelltes Abisolierwerkzeug für das schnelle
Abisolieren der Industrial Ethernet
FC-Leitungen
Mit zwei kombinierten
RS232/RS485-Schnittstellen für
SINAUT-Kommunikation über
klassische WAN-Netze und zwei
RJ45-Schnittstellen für SINAUTKommunikation über IP-basierte
Netze (WAN oder LAN)
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.1
Bestell-Nr.
IE FC Stripping Tool
6GK1 901-1BB10-2AA0
6GK1 901-1BB10-2AB0
6GK1 901-1BB10-2AE0
6NH7 701-0AR
6EP1 331-5BA00
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für ST7-Protokoll
SIPLUS TIM 4R-IE für WAN und Ethernet
■ Übersicht
SIPLUS TIM 4R-IE
Bestellnummer
6AG1 800-4BA00-7AA0
Bestellnummer based on
6NH7 800-4BA00
Umgebungstemperaturbereich
-25 ... +70 °C
Conformal Coating
Beschichtung der Leiterplatte und
der elektronischen Bauelemente
Technische Daten
Es gelten die Technischen Daten
des Standardproduktes mit
Ausnahme der Umgebungsbedingungen.
Umgebungsbedingungen
• SINAUT-Kommunikationsbaugruppe SIPLUS TIM mit vier
Schnittstellen für SIMATIC S7-300 oder als eigenständiges
Gerät für die S7-400 zum Einsatz im Wide Area Network
(WAN)
• Für den universellen Einsatz in einer SINAUT-Station,
-Knotenstation und -Zentrale
• Internet-Kommunikation über integrierten MSC-VPN-Tunnel
mit direktem Anschluss am DSL-Router oder Betrieb über
IPsec VPN mit zusätzlichen SIMATIC NET Komponenten
• Drahtlose Kommunikation über GPRS-Router, GPRS-Modem
oder Funkgeräte
• Drahtgebundene Kommunikation über Ethernet, DSL, Wählmodems oder Standleitungsmodem
• Vollständige Migration vorhandener Funk-, Standleitungs- und
Wählnetztechnik auf IP-basiertes Netz
• Telegrammspeicher zum lückenlosen Aufzeichnen von Daten
und Unterstützung redundanter Kommunikationswege
• Einfache Projektierung und Handhabung ohne spezielles
IT-Wissen
Hinweis:
SIPLUS extreme-Produkte basieren auf Siemens IndustryStandardprodukten. Die hier aufgeführten Inhalte wurden von
den entsprechenden Standardprodukten übernommen. Ergänzt
sind SIPLUS extreme-spezifische Informationen.
Relative Luftfeuchte
5 ... 100 %
Betauung zulässig
Biologisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3B2 Schimmel-, Pilz-,
Schwammsporen (ausgenommen Fauna)
Chemisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3C4 inkl. Salznebel und
ISA –S71.04 severity level G1; G2;
G3; GX 1)2)
Mechanisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3S4 inkl. leitfähiger Sand,
Staub 2)
Luftdruck
(abhängig vom höchsten
angegebenen positiven
Temp.bereich)
1080 ... 795 hPa
(-1000 ... +2000 m)
siehe Umgebungstemperaturbereich
795 ... 658 hPa
(+2000 ... +3500 m)
derating 10 K
658 ... 540 hPa
(+3500 ... +5000 m)
derating 20 K
1)
2)
ISA –S71.04 severity level GX: Dauerbelastung/ long-term load:
SO2 < 4,8 ppm; H2S < 9,9 ppm; Cl < 0,2 ppm; HCl < 0,66 ppm;
HF < 0,12 ppm; NH < 49 ppm; O3 < 0,1 ppm; NOX < 5,2 ppm
Grenzwert/ limit value (max. 30 min/d): SO2 < 17,8 ppm;
H2S < 49,7 ppm; Cl < 1,0 ppm; HCl < 3,3 ppm; HF < 2,4 ppm;
NH < 247 ppm; O3 < 1,0 ppm; NOX < 10,4 ppm
Die mitgelieferten Steckerabdeckungen müssen bei Betrieb in Schadgasatmosphäre auf der nicht genutzten Schnittstelle verbleiben!
Technische Dokumentation zu SIPLUS finden Sie hier:
http://www.siemens.de/siplus-extreme
■ Bestelldaten
Kommunikationsbaugruppe
SIPLUS TIM 4R-IE
Bestell-Nr.
6AG1 800-4BA00-7AA0
9
Mit zwei kombinierten
RS232/RS485-Schnittstellen für
SINAUT-Kommunikation über
klassische WAN-Netze und zwei
RJ45-Schnittstellen für SINAUTKommunikation über IP-basierte
Netze (WAN oder LAN)
Software, Steckleitungen und
sonstiges Zubehör
siehe Bestelldaten zu TIM 4R-IE
für WAN und Ethernet
Siemens IK PI · 2012
9/87
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
Einführung
■ Übersicht
■ Aufbau
Die Telecontrol-Kommunikationsbaugruppe TIM
Konfigurationsbeispiele
TIM 3V-IE DNP3
S7-300 oder S7-400 Unterstationen können über die potenzialfreien seriellen Schnittstellen der TIM DNP3-Baugruppen an ein
WAN-Netz angeschlossen werden, und zwar über je nach Anwendung unterschiedliche Datenübertragungseinrichtungen:
• Standleitungsmodems für Point-to-Point-, Point-to-Multipointoder Linien-Verbindungen
• Lichtwellenleitermodule (über RS485-Konverter)
• Funkgeräte verschiedener Hersteller
Über die RJ45-Schnittstellen der TIM DNP3-Baugruppen
können die S7-300 oder S7-400 Unterstationen an Ethernet
angeschlossen werden, d.h. an IP-basierte Netze (LAN, IWLAN,
DSL, GPRS, etc.).
Konfigurationsbeispiel in klassischem WAN
Einsatz in einer Station mit Übertragung über ein
Standleitungsnetz
Die Anbindung an die Zentrale z. B. mit SIMATIC PCS 7
TeleControl erfolgt über das Modem MD2, das die Verbindung
über eine Standleitung herstellt.
Die TIM 3V-IE DNP3 (DNP3-Protokoll) ist eine SINAUT-Kommunikationsbaugruppe für die Fernwirkunterstation mit
SIMATIC S7-300. Sie hat eine RS232-Schnittstelle, an der ein
passendes externes Standleitungsmodem oder Funkmodem
angeschlossen werden kann. Zusätzlich verfügt sie über eine
RJ45-Schnittstelle, die die Kommunikation über IP-basierte
Netze ermöglicht. Bei der TIM 3V-IE DNP3 sind beide Schnittstellen gleichzeitig betreibbar, z. B. zur Realisierung einer
Wegeredundanz zu einer DNP3-Leitstelle.
TIM 4R-IE DNP3
SIMATIC PCS 7 V7.1 SP2 mit
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 SP2 (als DNP3 Master)
Industrial Ethernet
Serial Ethernet
Converter
MD2
Zentrale
Sternförmiges
Standleitungsnetz
MD2
SIMATIC
S7-300
Die TIM 4R-IE DNP3 (DNP3-Protokoll) verfügt über zwei
RS232/RS485-Schnittstellen für die Datenübertragung über
klassische WANs (Cu-Standleitung, Funk) und hat zusätzlich
zwei RJ45-Schnittstellen für den Anschluss an IP-basierte Netze
(WAN oder LAN).
Diese TIM kann als Kommunikationsprozessor in eine
SIMATIC S7-300 eingesetzt werden, eignet sich aber besonders
als Telecontrol-Baugruppe für eine SIMATIC S7-400 oder eine
SIMATIC S7-400H. Sie wird dann als eigenständiges Gerät über
eine ihrer beiden Ethernet-Schnittstellen mit der S7-CPU verbunden. Die Baugruppe kann nur als Stationsbaugruppe
konfiguriert werden, kann aber als solche über Ethernet auch
direkt an einen PC als DNP3-Leitstelle angeschlossen werden.
Die vier Übertragungswege können alle unterschiedlich sein
und unabhängig voneinander betrieben werden, aber auch in
beliebiger redundanter Kombination.
9/88
Siemens IK PI · 2012
SIMATIC
S7-300
TIM 3V-IE DNP3
Station
TIM 3V-IE DNP3
Station
Konfigurationsbeispiel in klassischem WAN
G_IK10_XX_30254
9
MD2
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 3V-IE DNP3
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
• Kostengünstige Automatisierung von Wasser-/Abwassernetzen komplexer und einfacher Struktur
• Steuerung und Überwachung von Energieverteilungssystemen und Energieförderstationen, wie z.B. Öl, Gas oder
Fernwärmenetze
• Vorbeugende Instandhaltung (Condition Monitoring) von
weltweit verteilten Anlagen
• Anbindung von Anlagen mit einfachen oder hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen
• Einsatz in gemischten Netzen mit Wähl-, Funk-, Ethernet- oder
Internetkommunikation
■ Aufbau
Die Kommunikationsbaugruppe TIM 3V-IE DNP3 (Telecontrol
Interface Module) wickelt in einer S7-Station den Datenverkehr
für die S7-CPU zu dem zugeordneten Master-System
SIMATIC PCS7 TeleControl V7.1 SP2 mit dem offenen DNP3Protokoll (Distributed Network Protocol) ab.
• Mit S7-300-Gehäuse vollständig in das System S7-300
integrierbar
• RS232-Schnittstelle zum Anschluss eines externen Modems
für die Datenübertragung über ein klassisches WAN
• RJ45-Schnittstelle zur Datenübertragung über IP-basierte
Netze
■ Nutzen
• Flexible Anschlussmöglichkeit an jedes klassische und
IP-basierte WAN
• Anbindung an DNP3-Master-Systeme von Fremdherstellern
durch Einsatz des offenen Protokolls DNP3 möglich
• Einsparung von Reise- und Wartungskosten durch kostengünstige Fernprogrammierung, Diagnose, Kontrolle und
Überwachung über das Internet
• Zeit- und Kostenersparnis durch schnelle und komfortable
Projektierung der Verbindungen und der zu übertragenden
Daten mit der SINAUT-Projektierungssoftware und Bausteinbibliothek
• Zuverlässige Sicherung von wichtigen Daten:
Speicherung der DNP3-Datenpunkte (max. 50.000 bei einem
Master) inkl. Zeitstempel auf der TIM, wenn der Kommunikationsweg gestört oder ein Partner ausgefallen ist
Die TIM 3V-IE DNP3 weist alle Vorteile der SIMATIC S7-300Aufbautechnik auf:
• Kompakter Aufbau mit S7-300-Format
• 9-polige Sub-D-Stecker mit einer RS232-Schnittstelle zum
Anschluss an ein klassisches WAN über ein entsprechendes
Modem
• RJ45-Buchse für den Anschluss an Industrial Ethernet oder
ein IP-basiertes Netz;
industriegerecht mit zusätzlichem Haltekragen ausgeführt,
zum Anschluss des IE FC RJ45 Plug 180
• 2-polige steckbare Klemmleiste für den Anschluss der
externen Versorgungsspannung von DC 24 V
• Frontseitige LEDs zur Anzeige des Baugruppenzustands und
der Kommunikation
• Einfache Montage;
die TIM 3V-IE DNP3 wird auf die Profilschiene der S7-300
montiert und über den mit der TIM mitgelieferten Busverbinder mit den benachbarten Baugruppen verbunden. Dabei
gelten keine Steckplatzregeln.
• Im Erweiterungsrack (ER) betreibbar in Verbindung mit den
Anschaltungen IM 360/361
• Lüfterlos betreibbar
• Eine Pufferbatterie oder ein Speichermodul sind nicht
erforderlich
9
Siemens IK PI · 2012
9/89
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 3V-IE DNP3
■ Funktion
■ Integration
• Datenübertragung über das offene Protokoll DNP3
• Umfangreiche Diagnosefunktionen mit der Möglichkeit zur
Protokollierung der gesendeten und empfangenen Telegramme
• Uhrzeitsynchronisation mit dem zugeordneten DNP3-MasterSystem
• Fernprogrammierung bei IP-basierten Netzen
Die Kommunikationsbaugruppe TIM 3V-IE DNP3 besitzt einen
eigenen Prozessor und einen RAM-Speicher zum Puffern von
bis zu 50.000 Datenpunkten. Dadurch wird ein Datenverlust bei
Störung der Kommunikationsstrecke oder Ausfall eines Kommunikationspartners vermieden.
Über eine potenzialfreie RS232-Schnittstelle wird die TIM 3V-IE
DNP3-Baugruppe an ein WAN-Netz angeschlossen, und zwar
über je nach Anwendung unterschiedliche Datenübertragungseinrichtungen:
• Standleitungsmodems für Point-to-Point-, Point-to-Multipointoder Linien-Verbindungen
• Lichtwellenleitermodule (über RS485-Konverter)
• Funkgeräte verschiedener Hersteller
Über die RJ45-Schnittstelle kann die TIM 3V-IE DNP3-Baugruppe an Ethernet angeschlossen werden, d.h. an IP-basierte
Netze (LAN, IWLAN, DSL, GPRS, UMTS, etc.).
Konfigurationsbeispiele in klassischem und
IP-basiertem WAN
Diagnose
Mit dem SINAUT Diagnose- und Servicetool der SINAUT ST7
Engineering Software V5.1 wird eine umfassende Diagnose zur
Verfügung gestellt, u.a.:
• Betriebszustand der TIM-Baugruppe
• Baugruppenzustand der TIM-Baugruppe
• Allgemeine Diagnoseinformationen
• Diagnosepuffer der TIM-Baugruppe
• Zustand der Verbindungen zu remote Kommunikationspartnern (z.B. SIMATIC PCS7 TeleControl V7.1 SP2)
• Zustand und Füllgrad des Sendepuffers
• TIM-Telegramm-Monitor zum Mitschreiben des Telegrammverkehrs
Projektierung
Für die Projektierung der TIM 3V-IE DNP3-Baugruppe wird die
SINAUT ST7 Engineering Software V5.1 eingesetzt. Die Parametrierung erfolgt mit Hilfe der SINAUT-Projektierungssoftware
in STEP 7 HW-Config und STEP 7 Netpro.
Einsatz in einer Station mit Übertragung über ein
Standleitungsnetz
Die Anbindung an die Zentrale erfolgt über das Modem MD2,
das die Verbindung über eine Standleitung herstellt.
SIMATIC PCS 7 V7.1 SP2 mit
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 SP2 (als DNP3 Master)
Industrial Ethernet
Serial Ethernet
Converter
MD2
Zentrale
Sternförmiges
Standleitungsnetz
MD2
SIMATIC
S7-300
9
TIM 3V-IE DNP3
Station
9/90
Siemens IK PI · 2012
TIM 3V-IE DNP3
Station
G_IK10_XX_30254
SIMATIC
S7-300
MD2
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 3V-IE DNP3
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatz in einer Station mit Übertragung
über Internet
Einsatz in einer Station mit Übertragung
über den GSM-Mobilfunkdienst GPRS oder UMTS
Die Anbindung der Stationen erfolgt über eine Internetverbindung. Hierbei sind in der Station und in der Zentrale DSL-Router
einzusetzen – vorzugsweise in Kombination mit SCALANCE S,
um sichere Verbindungen über VPN-Tunnel aufzubauen.
Die Anbindung der Stationen erfolgt über den GSM-Mobilfunkdienst GPRS. Hierbei wird in der Station der GPRS-Router
MD741-1 und in der Zentrale ein Security Module SCALANCE S
eingesetzt, das für den Aufbau der VPN-Verbindungen mit den
GPRS-Stationen sorgt.
Für höhere Datenraten kann anstelle des GRPS-Routers
MD741-1 auch der UMTS-Router SCALANCE M875 zur Nutzung
des UMTS-Mobilfunknetzes eingesetzt werden.
SIMATIC PCS 7 V7.1 SP2 mit
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 SP2 (als DNP3 Master)
SIMATIC PCS 7 V7.1 SP2 mit
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 SP2 (als DNP3 Master)
Industrial Ethernet
Industrial Ethernet
SCALANCE S
DSL-Router
Zentrale
DSL-Router
Zentrale
GPRS-Netz
Internet
Internet
VPN-Tunnel
DSL-Router
TIM 3V-IE DNP3
Station
G_IK10_XX_30253
SIMATIC
S7-300
MD741-1
G_IK10_XX_30252
SIMATIC
S7-300
TIM 3V-IE DNP3
Station
9
Siemens IK PI · 2012
9/91
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 3V-IE DNP3
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH7 803-3BA00-0AA0
Bestell-Nr.
6NH7 803-3BA00-0AA0
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE DNP3
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 3V-IE DNP3
Übertragungsrate bei
Industrial Ethernet
10 … 100 Mbit/s
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
Übertragungsrate gemäß RS 232
300 … 38 400 bit/s
Anzahl der Baugruppen
Anmerkung
1
Leitungslänge
• bei Schnittstelle RS232 maximal
• bei Schnittstelle RS485 maximal
Übertragungsrate
Schnittstellen
Anzahl der Schnittstellen gemäß
Industrial Ethernet
Anzahl der elektrischen Anschlüsse
• für externe Datenübertragung
gemäß RS 232
• für Spannungsversorgung
Ausführung elektrischer Anschluss
• der Industrial EthernetSchnittstelle
• an Schnittstelle 1 für externe
Datenübertragung
• an Schnittstelle 2 für externe
Datenübertragung
• für Spannungsversorgung
Ausführung des Wechselmediums
C-Plug
9
1
RJ45-Port
9-poliger Sub-D-Stecker (RS232)
2-polige, steckbare Klemmleiste
Nein
Leistungsdaten
S7-Kommunikation
Anzahl der möglichen Verbindungen für S7-Kommunikation
• maximal
• bei PG-Verbindungen maximal
• bei OP-Verbindungen maximal
• Anmerkung
Dienst
• SINAUT ST7 über
S7-Kommunikation
• PG-/OP-Kommunikation
DC
Anzahl der aktiven Verbindungen
bei Multiprotokollbetrieb
Versorgungsspannung
• minimal
• maximal
24 V
20,4 V
28,8 V
Leistungsdaten
Telecontrol
0,2 A
0,2 A
Verlustwirkleistung
5,8 W
Produkterweiterung optional
Pufferbatterie
Nein
Art der Batterie
-
Pufferstrom
• typisch
• maximal
-
0 … 60 °C
-40 … +70 °C
-40 … +70 °C
relative Luftfeuchte bei 25 °C
ohne Kondensation während
Betrieb maximal
95 %
Schutzart IP
IP20
Bauform, Maße und Gewichte
Baugruppenformat
Kompaktbaugruppe S7-300
einfach breit
Breite
Höhe
Tiefe
40 mm
125 mm
120 mm
Nettogewicht
0,25 kg
Siemens IK PI · 2012
Ja
-
Eignung zur Verwendung
• TIM-Knotenstation
• TIM-Station
• TIM-Zentrale
• Anmerkung
Nein
Ja
Nein
-
Protokoll wird unterstützt
• TCP/IP
• DNP3
• Protokoll SINAUT ST1
• Protokoll SINAUT ST7
Nein
Ja
Nein
Nein
Anzahl der DNP3-Master
• bei Ethernet maximal
• bei Schnittstelle RS232 maximal
8
1
Produktfunktion Datenpufferung
bei Verbindungsabbruch
• Anmerkung
Zulässige
Umgebungsbedingungen
9/92
3
2
1
nur über LAN
Leistungsdaten
Multiprotokollbetrieb
Art der Spannung der
Versorgungsspannung
Umgebungstemperatur
• während Betrieb
• während Lagerung
• während Transport
6m
-
Leistungsdaten
1
Versorgungsspannung,
Stromaufnahme, Verlustleistung
aufgenommener Strom
• aus Rückwandbus bei 24 V bei
DC maximal
• aus externer Versorgungsspannung bei 24 V bei DC maximal
Anzahl TIM pro S7-300: 1
Ja
50.000 Datenpunkte
bei einem Master
Produktfunktionen Management,
Konfiguration, Projektierung
Projektierungssoftware erforderlich
SINAUT ST7 ES
Speicherort der
TIM-Projektierungsdaten
auf der CPU oder TIM
Produktfunktionen Uhrzeit
Produktbestandteil HardwareEchtzeituhr
-
Produkteigenschaft HardwareEchtzeituhr gepuffert
-
Ganggenauigkeit der HardwareEchtzeituhr je Tag maximal
-
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 3V-IE DNP3
■ Bestelldaten
Kommunikationsbaugruppe
TIM 3V-IE DNP3
Bestell-Nr.
6NH7 803-3BA00-0AA0
IE FC TP Standard Cable GP
2 x 2 (Type A)
Mit einer RS232-Schnittstelle für
SINAUT-Kommunikation über ein
klassisches WAN und ein IPbasiertes Netz (WAN oder LAN)
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.1
6NH7 997-0CA51-0AA0
auf CD-ROM, bestehend aus
• SINAUT ST7 EngineeringSoftware V5.1 für das PG
• SINAUT TD7 Bausteinbibliothek
V2.2
• Elektronischem Handbuch in
deutsch und englisch
6XV1 840-2AH10
4-adrige, geschirmte TP
Installationsleitung zum
Anschluss an IE FC Outlet RJ45/
IE FC RJ45 Plug;
PROFINET-konform;
mit UL-Zulassung;
Meterware;
Liefereinheit max. 1000 m,
Mindestbestellmenge 20 m
IE FC RJ45 Plug 180
SINAUT ST7 Engineering
Software
Update von Version V5.0
auf V5.1
http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/49104582
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.0 Edition 09/2009
(Upgrade)
6NH7 997-0CA50-0GA0
für STEP 7 V5.4 SP4, für Inhaber
älterer Versionen von SINAUT ST7
Engineering Software
Bestell-Nr.
Zubehör
RJ45-Steckverbinder für
Industrial Ethernet mit robustem
Metallgehäuse und integrierten
Schneid-/Klemmkontakten zum
Anschluss der Industrial Ethernet
FC Installationsleitungen;
mit 180° Kabelabgang;
für Netzkomponenten und
CPs/CPUs mit Industrial EthernetSchnittstelle
• 1 Packung = 1 Stück
• 1 Packung = 10 Stück
• 1 Packung = 50 Stück
6GK1 901-1BB10-2AA0
6GK1 901-1BB10-2AB0
6GK1 901-1BB10-2AE0
IE FC Stripping Tool
6GK1 901-1GA00
Voreingestelltes Abisolierwerkzeug für das schnelle
Abisolieren der Industrial Ethernet
FC-Leitungen
Steckleitung
6NH7 701-4AL
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem der SINAUT ST7Modems MD2, MD3 oder MD4
(RS232);
Kabellänge 1,5 m
Steckleitung
6NH7 701-5AN
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit dem GSM-Modem MD720-3;
Auch geeignet für Fremdmodems oder Funkgeräte mit
Standard-RS232-Schnittstelle;
Kabellänge 2,5 m
Steckleitung
6NH7 701-4BN
mit einseitig offenem Ende zur
Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem Fremdmodem oder
Funkgerät (RS232);
Kabellänge 2,5 m
Steckleitung
9
6NH7 701-0AR
zur Verbindung zweier TIMs über
ihre RS232-Schnittstelle ohne
Zwischenschaltung von Modems
('Null-Modem').
Kabellänge 6 m
Siemens IK PI · 2012
9/93
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 4R-IE DNP3
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
• Kostengünstige Automatisierung von Wasser-/Abwassernetzen komplexer und einfacher Struktur
• Steuerung und Überwachung von Energieverteilungssystemen und Energieförderstationen, wie z.B. Öl, Gas oder
Fernwärmenetze
• Vorbeugende Instandhaltung (Condition Monitoring) von
weltweit verteilten Anlagen
• Anbindung von Anlagen mit einfachen oder hohen
Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen
• Einsatz in gemischten Netzen mit Funk-, Ethernet- oder
Internetkommunikation
■ Aufbau
Die Kommunikationsbaugruppe TIM 4R-IE DNP3 (Telecontrol
Interface Module) wickelt in einer S7-Station den Datenverkehr
für die S7-CPU zu dem zugeordneten Master-System
SIMATIC PCS7 TeleControl V7.1 SP2 mit dem offenen DNP3Protokoll (Distributed Network Protocol) ab.
• Mit doppelt breitem S7-300-Gehäuse vollständig in das
System S7-300 integrierbar
• Als Stand-alone-Baugruppe Anschluss an ein
SIMATIC S7-400- und SIMATIC S7-400 H-System möglich
• Zwei RS232/RS485-Schnittstellen zum Anschluss eines
externen Modems für die Datenübertragung über ein
klassisches WAN
• Zwei RJ45-Schnittstellen zur Datenübertragung über
IP-basierte Netze
• Durch Einsatz physikalisch getrennter Verbindungswege
ermöglicht die Baugruppe Medienredundanz ohne Datenverlust bei der Umschaltung
■ Nutzen
9
• Hohe Anlagenverfügbarkeit über durchgängige Redundanz
• Anbindung an DNP3-Master-Systeme von Fremdherstellern
durch Einsatz des offenen Protokolls DNP3 möglich
• Einsparung von Reise- und Wartungskosten durch kostengünstige Fernprogrammierung, Diagnose, Kontrolle und
Überwachung über das Internet
• Zeit- und Kostenersparnis durch schnelle und komfortable
Projektierung der Verbindungen und der zu übertragenden
Daten mit der SINAUT-Projektierungssoftware und Bausteinbibliothek
• Zuverlässige Sicherung von wichtigen Daten;
Speicherung der DNP3-Datenpunkte (max. 200.000 bei
einem Master) inkl. Zeitstempel auf der TIM, wenn der Kommunikationsweg gestört oder ein Partner ausgefallen ist
9/94
Siemens IK PI · 2012
Die TIM 4R-IE DNP3 weist alle Vorteile der SIMATIC S7-300Aufbautechnik auf:
• Kompakter Aufbau mit doppelbreitem S7-300-Format
• Zwei 9-polige Sub-D-Stecker mit einer kombinierten
RS232/RS485-Schnittstelle zum Anschluss an ein klassisches
WAN über ein entsprechendes Modem
• Zwei RJ45-Buchsen für den Anschluss an Industrial Ethernet
oder ein IP-basiertes Netz;
industriegerecht mit zusätzlichem Haltekragen ausgeführt,
zum Anschluss des IE FC RJ45 Plug 180
• 2-polige steckbare Klemmleiste für den Anschluss der
externen Versorgungsspannung von DC 24 V
• Frontseitige LEDs zur Anzeige des Baugruppenzustands und
der Kommunikation
• Einfache Montage;
die TIM 4R-IE DNP3 wird auf die Profilschiene der S7-300
montiert und über den mit der TIM mitgelieferten Busverbinder mit den benachbarten Baugruppen verbunden. Dabei
gelten keine Steckplatzregeln.
Zum Anschluss einer S7-400-Station wird sie als Stand-aloneGerät über eine ihrer Ethernet-Schnittstellen mit einer oder
mehreren S7-400-CPUs gekoppelt.
• Im Erweiterungsrack (ER) betreibbar in Verbindung mit den
Anschaltungen IM 360/361
• Lüfterlos betreibbar
• Eine Pufferbatterie und ein Speichermodul (C-PLUG) können
optional bestückt werden
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 4R-IE DNP3
• Datenübertragung über das offene Protokoll DNP3
• Medienredundanz durch Einsatz physikalisch getrennter
Verbindungswege, ohne Datenverlust bei Umschaltung
• Umfangreiche Diagnosefunktionen mit der Möglichkeit zur
Protokollierung der gesendeten und empfangenen Telegramme
• Uhrzeitsynchronisation mit dem zugeordneten DNP3-MasterSystem
• Fernprogrammierung bei IP-basierten Netzen
• Möglichkeit zur Anschaltung eines SIMATIC S7-400 und
SIMATIC S7-400 H-Systems
SIMATIC PCS 7 V7.1 SP2 mit
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 SP2 (als DNP3 Master)
Industrial Ethernet
Serial Ethernet
Converter
MD2
Zentrale
Die Kommunikationsbaugruppe TIM 4R-IE DNP3 besitzt einen
eigenen Prozessor und einen RAM-Speicher zum Puffern von
bis zu 200.000 Datenpunkten. Dadurch wird ein Datenverlust bei
Störung der Kommunikationsstrecke oder Ausfall eines Kommunikationspartners vermieden.
Sternförmiges
Standleitungsnetz
MD2
MD2
TIM 4R-IE DNP3
TIM 4R-IE DNP3
Diagnose
Projektierung
Für die Projektierung der TIM 4R-IE DNP3-Baugruppe wird
die SINAUT Projektierungssoftware V5.1 eingesetzt. Die Parametrierung erfolgt mit Hilfe der SINAUT-Projektierungssoftware
in STEP 7 HW-Config und STEP 7 Netpro.
■ Integration
Über zwei potenzialfreie RS232/RS485-Schnittstellen wird die
TIM 4R-IE DNP3-Baugruppe an ein WAN-Netz angeschlossen,
und zwar über je nach Anwendung unterschiedliche Datenübertragungseinrichtungen:
• Standleitungsmodems für Point-to-Point-, Point-to-Multipointoder Linien-Verbindungen
• Lichtwellenleitermodule (über RS485-Konverter)
• Funkgeräte verschiedener Hersteller
Über zwei RJ45-Schnittstellen kann die TIM 4R-IE DNP3-Baugruppe an Ethernet angeschlossen werden, d.h. an IP-basierte
Netze (LAN, IWLAN, DSL, GPRS, UMTS, etc.).
Konfigurationsbeispiele in klassischem und
IP-basiertem WAN
Einsatz in einer Station mit Übertragung über ein
Standleitungsnetz
Die Anbindung an die Zentrale erfolgt über das Modem MD2,
das die Verbindung über eine Standleitung herstellt.
SIMATIC
S7-400
SIMATIC
S7-400
Station
Station
Einsatz in einer Station mit Übertragung über Internet
Die Anbindung der Stationen erfolgt über eine Internetverbindung. Hierbei sind in der Station und in der Zentrale DSL-Router
einzusetzen – vorzugsweise in Kombination mit SCALANCE S,
um sichere Verbindungen über VPN-Tunnel aufzubauen.
SIMATIC PCS 7 V7.1 SP2 mit
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 SP2 (als DNP3 Master)
Industrial Ethernet
9
DSL-Router
Zentrale
Internet
DSL-Router
TIM 4R-IE DNP3
SIMATIC
S7-400
G_IK10_XX_30256
Mit dem SINAUT Diagnose- und Servicetool der SINAUT ST7
Engineering Software V5.1 wird eine umfassende Diagnose zur
Verfügung gestellt, u.a.:
• Betriebszustand der TIM-Baugruppe
• Baugruppenzustand der TIM-Baugruppe
• Allgemeine Diagnoseinformationen
• Diagnosepuffer der TIM-Baugruppe
• Zustand der Verbindungen zu remote Kommunikationspartnern (z.B. SIMATIC PCS7 TeleControl V7.1 SP2)
• Zustand und Füllgrad des Sendepuffers
• TIM-Telegramm-Monitor zum Mitschreiben des Telegrammverkehrs
G_IK10_XX_30257
■ Funktion
Station
Siemens IK PI · 2012
9/95
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 4R-IE DNP3
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatz in einer Station mit Übertragung über den
GSM-Mobilfunkdienst GPRS oder UMTS
Einsatz in einer Station mit Wegeredundanz
Die Anbindung der Stationen erfolgt über den GSM-Mobilfunkdienst GPRS. Hierbei wird in der Station der GPRS-Router
MD741-1 und in der Zentrale ein Security Module SCALANCE S
eingesetzt, das für den Aufbau der VPN-Verbindungen mit den
GPRS-Stationen sorgt.
Die Anbindung der Stationen mit einer TIM 4R-IE DNP3 ermöglicht die Einrichtung redundanter Verbindungswege.
Bei dem Ausfall der aktiven Verbindung (z.B. der Internetverbindung) wird auf den zweiten Verbindungsweg (z.B. WAN)
umgeschaltet.
Für höhere Datenraten kann anstelle des GRPS-Routers
MD741-1 auch der UMTS-Router SCALANCE M875 zur Nutzung
des UMTS-Mobilfunknetzes eingesetzt werden.
SIMATIC PCS 7 V7.1 SP2 mit
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 SP2 (als DNP3 Master)
SIMATIC PCS 7 V7.1 SP2 mit
SIMATIC PCS 7 TeleControl V7.1 SP2 (als DNP3 Master)
Industrial
Ethernet
Industrial Ethernet
Serial Ethernet
Converter
SCALANCE S
DSL-Router
Zentrale
Zentrale
DSLRouter
MD2
Modem
GPRS-Netz
Internet
Internet
VPN-Tunnel
DSL-Router
TIM 4R-IE DNP3
TIM 4R-IE
DNP3
MD2
MD2
TIM 4R-IE
DNP3
MD741-1
G_IK10_XX_30255
Station
9
9/96
Siemens IK PI · 2012
SIMATIC
S7-400
CP
443-1
Station
CP
443-1
Station
G_IK10_XX_30269
SIMATIC
S7-400 H
SIMATIC S7-400
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 4R-IE DNP3
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH7 803-4BA00-0AA0
Bestell-Nr.
6NH7 803-4BA00-0AA0
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 4R-IE DNP3
Produkttyp-Bezeichnung
TIM 4R-IE DNP3
Übertragungsrate
Übertragungsrate
• bei Industrial Ethernet
• gemäß RS 232
10 … 100 Mbit/s
300 … 115 200 bit/s
Anzahl der Baugruppen
Anmerkung
Anzahl TIM pro S7-300 / S7-400:
1
2
Leitungslänge
• bei Schnittstelle RS232 maximal
• bei Schnittstelle RS485 maximal
6m
30 m
2
Leistungsdaten
S7-Kommunikation
1
Anzahl der möglichen Verbindungen für S7-Kommunikation
• maximal
• bei PG-Verbindungen maximal
• bei OP-Verbindungen maximal
Schnittstellen
Anzahl der Schnittstellen gemäß
Industrial Ethernet
Anzahl der elektrischen
Anschlüsse
• für externe Datenübertragung
gemäß RS 232
• für Spannungsversorgung
Ausführung elektrischer Anschluss
• der Industrial EthernetSchnittstelle
• an Schnittstelle 1 für externe
Datenübertragung
• an Schnittstelle 2 für externe
Datenübertragung
• für Spannungsversorgung
Ausführung des Wechselmediums
C-Plug
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
Leistungsdaten
RJ45-Port
9-poliger Sub-D-Stecker,
RS232 umschaltbar auf RS485
9-poliger Sub-D-Stecker,
RS232 umschaltbar auf RS485
2-polige, steckbare Klemmleiste
Ja
Versorgungsspannung,
Stromaufnahme, Verlustleistung
Art der Spannung der
Versorgungsspannung
DC
Versorgungsspannung
• minimal
• maximal
24 V
20,4 V
28,8 V
Anzahl der möglichen Verbindungen für S7-Kommunikation
Anmerkung
Dienst
• SINAUT ST7 über
S7-Kommunikation
• PG-/OP-Kommunikation
Anzahl der aktiven Verbindungen
bei Multiprotokollbetrieb
Verlustwirkleistung
4,6 W
Eignung zur Verwendung
Anmerkung
Produkterweiterung optional
Pufferbatterie
Ja
Art der Batterie
Lithium AA / 3,6 V / 2,3 Ah
Pufferstrom
• typisch
• maximal
100 µA
160 µA
Zulässige
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur
• während Betrieb
• während Lagerung
• während Transport
0 … 60 °C
-40 … +70 °C
-40 … +70 °C
relative Luftfeuchte bei 25 °C
ohne Kondensation während
Betrieb maximal
95 %
Schutzart IP
IP20
Bauform, Maße und Gewichte
Baugruppenformat
Kompaktbaugruppe S7-300
doppelt breit
Breite
Höhe
Tiefe
80 mm
125 mm
120 mm
Nettogewicht
0,4 kg
Ja
-
Leistungsdaten
Telecontrol
0,17 A
0,2 A
nur über LAN
Leistungsdaten
Multiprotokollbetrieb
Eignung zur Verwendung
• TIM-Knotenstation
• TIM-Station
• TIM-Zentrale
aufgenommener Strom
• aus Rückwandbus bei 24 V bei
DC maximal
• aus externer Versorgungsspannung bei 24 V bei DC maximal
5
2
1
Nein
Ja
Nein
-
Protokoll wird unterstützt
• TCP/IP
• DNP3
• Protokoll SINAUT ST1
• Protokoll SINAUT ST7
Nein
Ja
Nein
Nein
Anzahl der DNP3-Master
• bei Ethernet maximal
• bei Schnittstelle RS232 maximal
8
1
Produktfunktion Datenpufferung bei
Verbindungsabbruch
• Anmerkung
9
Ja
200.000 Datenpunkte
bei einem Master
Produktfunktionen Management,
Konfiguration, Projektierung
Projektierungssoftware erforderlich
SINAUT ST7 ES
Speicherort der
TIM-Projektierungsdaten
auf der CPU oder TIM
Produktfunktionen Uhrzeit
Produktbestandteil HardwareEchtzeituhr
Ja
Produkteigenschaft HardwareEchtzeituhr gepuffert
Ja
Ganggenauigkeit der HardwareEchtzeituhr je Tag maximal
4s
Siemens IK PI · 2012
9/97
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für DNP3-Protokoll
TIM 4R-IE DNP3
■ Bestelldaten
Kommunikationsbaugruppe
TIM 4R-IE DNP3
Bestell-Nr.
6NH7 803-4BA00-0AA0
Steckleitung
6NH7 997-0CA51-0AA0
auf CD-ROM, bestehend aus
• SINAUT ST7 EngineeringSoftware V5.1 für das PG
• SINAUT TD7 Bausteinbibliothek
V2.2
• Elektronischem Handbuch in
deutsch und englisch
Steckleitung
Steckleitung
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.0 Edition 09/2009
(Upgrade)
6NH7 997-0CA50-0GA0
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit dem GSM-Modem MD720-3;
Auch geeignet für Fremdmodems oder Funkgeräte mit
Standard-RS232-Schnittstelle;
Kabellänge 2,5 m
für STEP 7 V5.4 SP4, für Inhaber
älterer Versionen von SINAUT ST7
Engineering Software
Steckleitung
Zubehör
6ES7 971-0BA00
3,6 V/2,3 Ah für TIM 4R-IE DNP3
6XV1 840-2AH10
9/98
Siemens IK PI · 2012
6NH7 701-4BN
mit einseitig offenem Ende zur
Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem Fremdmodem oder
Funkgerät (RS232);
Kabellänge 2,5 m
Steckleitung
SITOP compact 24 V/0,6 A
1-phasige Stromversorgung mit
Weitbereichseingang
AC 85 … 264 V/DC 110 … 300 V,
geregelte Ausgangsspannung
24 V, Ausgangsstrom-Nennwert
0,6 A, schmale Bauform
IE FC RJ45 Plug 180
9
6NH7 701-5AN
6NH7 701-0AR
zur Verbindung zweier TIMs über
ihre RS232-Schnittstelle ohne
Zwischenschaltung von Modems
('Null-Modem').
Kabellänge 6 m
4-adrige, geschirmte TP
Installationsleitung zum
Anschluss an IE FC Outlet RJ45/
IE FC RJ45 Plug;
PROFINET-konform;
mit UL-Zulassung;
Meterware;
Liefereinheit max. 1000 m,
Mindestbestellmenge 20 m
RJ45-Steckverbinder für
Industrial Ethernet mit robustem
Metallgehäuse und integrierten
Schneid-/Klemmkontakten zum
Anschluss der Industrial Ethernet
FC Installationsleitungen;
mit 180° Kabelabgang;
für Netzkomponenten und
CPs/CPUs mit Industrial EthernetSchnittstelle
• 1 Packung = 1 Stück
• 1 Packung = 10 Stück
• 1 Packung = 50 Stück
6NH7 701-4DL
zur Verbindung einer TIM (RS485)
mit einem der SINAUT ST7Modems MD2, MD3 oder MD4
(RS485);
Kabellänge 1,5 m
Software-Download
IE FC TP Standard Cable GP
2 x 2 (Type A)
6NH7 701-4AL
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem der SINAUT ST7Modems MD2, MD3 oder MD4
(RS232);
Kabellänge 1,5 m
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.1 Update von
Version V5.0 auf V5.1
Pufferbatterie
6GK1 901-1GA00
Voreingestelltes Abisolierwerkzeug für das schnelle
Abisolieren der Industrial Ethernet
FC-Leitungen
Mit zwei kombinierten
RS232/RS485-Schnittstellen für
SINAUT-Kommunikation über
klassische WAN-Netze und zwei
RJ45-Schnittstellen für SINAUTKommunikation über IP-basierte
Netze (WAN oder LAN)
SINAUT ST7 Engineering
Software V5.1
Bestell-Nr.
IE FC Stripping Tool
6GK1 901-1BB10-2AA0
6GK1 901-1BB10-2AB0
6GK1 901-1BB10-2AE0
6EP1 331-5BA00
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
Einführung
■ Übersicht
Die SIPLUS RIC Bundles bestehen in der Regel aus
• CPU
• Interface-/Kommunikationsbaugruppe (falls nötig)
• Memory Card
• CD mit Bibliothek und Registrierungscode.
Additiv zu den SIPLUS RIC-Produkten wird weiteres Material für
den Aufbau der Fernwirkverbindungen benötigt, z. B. Konverter
TCP/IP – seriell, Standleitungsmodem, Medienkonverter,
TCP/IP-Router, Security Module SCALANCE S (in Vorbereitung),
Switch, Kabel etc.
Für die Realisierung der Fernwirknetze lassen sich die topologischen Grundformen Punkt-zu-Punkt, Multipunkt, Stern und Ring
sowohl mit klassischen als auch mit TCP/IP-basierten Medien
konfigurieren und abhängig von den infrastrukturellen Gegebenheiten flexibel kombinieren.
Klassische WAN-Medien
(Fernwirkprotokoll IEC 870-5-101)
• Standleitung per Modem, z. B. SINAUT MD2
• Standleitung über Lichtwellenleiter
• Private Funknetze
Die IEC 60870-5-101, -103, -104 sind genormte herstellerunabhängige Protokolle. Mit SIPLUS RIC können diese mit dem
SIMATIC Manager ohne Zusatzinstallationen parametriert
werden.
TCP/IP-basierte WAN-Medien
(Fernwirkprotokoll IEC 870-5-104)
• Ethernet-Netzwerke, z. B. SCALANCE X mit Lichtwellenleiter
• Industrial Wireless LAN mit SCALANCE W
• Öffentliche Netze und Internet mittels DSL und/oder
GPRS/UMTS
• Satelliten-Kommunikation, z. B. mit Inmarsat
Mit Hilfe der IEC-Protokolle können SIMATIC Controller auch mit
Fremdprodukten kommunizieren.
Leitstelle
SIMATIC PCS 7 TeleControl
Ethernet
RTU S7-400
MD741
SCALANCE
S613
IEC 870-5-104
Internet
DSL-Router
IEC 870-5-104
Third-Party RTU
GPRS
Funknetz
RTU S7-300
mit CP 343
9
MD741
IEC 870-5-104
MD741
RTU ET 200S
mit IM 151-8
PN/DP CPU
IEC 870-5-104
IEC 870-5-104
G_PCS7_XX_00270
CP 443
IEC 870-5-104 – Beispiel für TCP/IP-basiertes WAN mit GPRS-Funknetz (Topologie Stern)
Siemens IK PI · 2012
9/99
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
SIPLUS RIC Bundle IEC 60870-5-101
■ Übersicht
Mit SIPLUS RIC lassen sich bestehende Installationen mit
IEC-Protokollen einfach modernisieren oder erweitern.
Das Protokoll IEC 60870-5-101 ist ein internationaler Standard
für die Fernwirktechnik und wurde von der International Electrotechnical Comission (IEC) freigegeben. Es ermöglicht die
Kommunikation von Geräten und Anlagen der Fernwirk- und
Stationsleittechnik verschiedener Hersteller. Es ist ein asynchrones Protokoll für serielle Übertragung (V.24/V.28, V.11).
■ Bestelldaten
Das Zusammenspiel zwischen Geräten unterschiedlicher
Hersteller wird über eine Interoperabilitätsliste gewährleistet.
Hier werden die Profile der verwendeten Telegrammtypen und
Funktionen aufeinander abgestimmt.
Der große Vorteil des Protokolls IEC 60870-5-101 ist seine
Robustheit in der Sicherungsschicht (Hamming-Abstand 4) und
die einfache Struktur der Anwenderschicht.
Bestell-Nr.
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC ET 200S
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC S7-300
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
IM151-7 CP1
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
CPU314 CPU340
6AG6 003-5AA00-1BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC CPU 314,
MMC 128 Kbyte, SIMATIC CP 340
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC IM 151-7 CPU,
MMC 128 Kbyte,
Schnittstellenmodul 1 SI
(RS232/RS485-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
IM151-7 CP1
6AG6 003-5BA00-1BA0
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
CPU314 CP341
6AG6 003-5AA01-1BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC IM 151-8 CPU,
MMC 128 Kbyte,
Schnittstellenmodul 1 SI
(RS232/RS485-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
IM151-8 CP1
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC IM 151-8 CPU,
MMC 128 Kbyte,
Schnittstellenmodul 1 SI
(RS232/RS485-Schnittstelle)
9
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
CPU314 CP340
6AG6 003-1BA01-1BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC CPU 314,
MMC 128 Kbyte, SIMATIC CP 340
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC IM 151-7 CPU,
MMC 128 Kbyte,
Schnittstellenmodul 1 SI
(RS232/RS485-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
IM151-8 CP1
6AG6 003-1AA01-1BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC CPU 314,
MMC 128 Kbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
CPU314 CP341
6AG6 003-5BA01-1BA0
6AG6 003-1AA01-4BA0
6AG6 003-1BA01-4BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC CPU 314,
MMC 128 Kbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
CPU315 CP341
6AG6 003-1AA02-4CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC CPU 315-2 DP,
MMC 512 Kbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
CPU315 CP341
6AG6 003-1BA02-4CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC CPU 315-2 DP,
MMC 512 Kbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
CPU315F, CP341
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC CPU 315F-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
9/100
Siemens IK PI · 2012
6AG6 003-1AA10-4CA0
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
SIPLUS RIC Bundle IEC 60870-5-101
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC S7-300 (Fortsetzung)
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC S7-400
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
CPU315F, CP341
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
CPU412 CP441-1
6AG6 003-1BA10-4CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC CPU 315F-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
CPU317-2 PN/DP
6AG6 003-1AA05-4DA0
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
CPU317-2 PN/DP
6AG6 003-1BA05-4DA0
6AG6 003-1AA06-4DA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC CPU 319-3 PN/DP,
MMC 2 Mbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
CPU319-3 PN/DP
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC CPU 319-3 PN/DP,
MMC 2 Mbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
6AG6 003-3AA00-4BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC CPU 412-1,
2 Mbyte Flash-EPROM-Memory
Card, SIMATIC CP 441-2
(2 x RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
CPU412 CP441-2
6AG6 003-1BA06-4DA0
6AG6 003-3BA00-1BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC CPU 412-1,
256 Kbyte Flash-EPROM-Memory
Card, SIMATIC CP 441-1
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
CPU412 CP441-2
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC CPU 317-2 PN/DP,
MMC 2 Mbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 MA
CPU319-3 PN/DP
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC CPU 412-1,
256 Kbyte Flash-EPROM-Memory
Card, SIMATIC CP 441-1
(RS232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T101 SL
CPU412 CP441-1
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIMATIC CPU 317-2 PN/DP,
MMC 2 Mbyte, SIMATIC CP 341
(RS232-Schnittstelle)
6AG6 003-3AA00-1BA0
6AG6 003-3BA00-4BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIMATIC CPU 412-1,
2 Mbyte Flash-EPROM-Memory
Card, SIMATIC CP 441-2
(2 x RS232-Schnittstelle)
9
Siemens IK PI · 2012
9/101
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
SIPLUS RIC extreme Bundle IEC 60870-5-101
■ Übersicht
Das Protokoll IEC 60870-5-101 ist ein internationaler Standard
für die Fernwirktechnik und wurde von der International Electrotechnical Comission (IEC) freigegeben. Es ermöglicht die
Kommunikation von Geräten und Anlagen der Fernwirk- und
Stationsleittechnik verschiedener Hersteller. Es ist ein asynchrones Protokoll für serielle Übertragung (V.24/V.28, V.11). Das
Zusammenspiel zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller
wird mittels einer Interoperabilitätsliste gewährleistet. Hier
werden die Profile der verwendeten Telegrammtypen und Funktionen aufeinander abgestimmt.
■ Bestelldaten
SIPLUS RIC extreme Bundles
Veredelte Versionen für erweiterten Umgebungstemperaturbereich (-25 ... +70 °C) und außergewöhnliche mediale Belastung
(Conformal Coating).
Bestell-Nr.
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC extreme Bundle mit SIPLUS ET 200S
(erweiterter Temperaturbereich und mediale Belastung)
SIPLUS RIC extreme Bundle mit SIPLUS S7-300
(erweiterter Temperaturbereich und mediale Belastung)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101MA IM151-7 CP1
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101MA CPU314 CP340
6AG6 003-6AA00-1BA7
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101SL IM151-7 CP1
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101SL CPU314 CP340
6AG6 003-6BA00-1BA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit Interfacemodul
SIPLUS IM 151-7 CPU,
MMC 128 Kbyte,
SIPLUS Schnittstellenmodul 1 SI
(RS 232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101MA IM151-8 CP1
6AG6 003-6AA01-1BA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit Interfacemodul
SIPLUS IM 151-8 CPU,
MMC 128 Kbyte,
SIPLUS Schnittstellenmodul 1 SI
(RS 232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101 MA CPU317-2 PN/DP,
CP341
6AG6 003-2AA05-4DA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIPLUS CPU 317-2 PN/DP,
MMC 2 Mbyte, SIPLUS CP 341
(RS 232 Interface)
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIPLUS CPU 317-2 PN/DP,
MMC 2 Mbyte, SIPLUS CP 341
(RS 232 Interface)
Siemens IK PI · 2012
6AG6 003-2BA02-4CA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIPLUS CPU 315-2 DP,
MMC 512 Kbyte, SIPLUS CP 341
(RS 232 Interface)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101 SL CPU317-2 PN/DP,
CP341
9/102
6AG6 003-2AA02-4CA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIPLUS CPU 315-2 DP,
MMC 512 Kbyte, SIPLUS CP 341
(RS 232 Interface)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101 SL CPU315 CP341
6AG6 003-6BA01-1BA7
6AG6 003-2BA01-1BA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Slave;
mit SIPLUS CPU 314,
MMC 128 Kbyte, SIPLUS CP 340
(RS 232 Interface)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101 MA CPU315
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit Interfacemodul
SIPLUS IM 151-8 CPU,
MMC 128 Kbyte,
SIPLUS Schnittstellenmodul 1 SI
(RS 232-Schnittstelle)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T101SL IM151-8 CP1
6AG6 003-2AA01-1BA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit SIPLUS CPU 314,
MMC 128 Kbyte, SIPLUS CP 340
(RS 232 Interface)
SIPLUS RIC IEC60870-5-101
Master;
mit Interfacemodul
SIPLUS IM 151-7 CPU,
MMC 128 Kbyte,
SIPLUS Schnittstellenmodul 1 SI
(RS 232-Schnittstelle)
9
Der große Vorteil des Protokolls IEC 60870-5-101 ist seine
Robustheit in der Sicherungsschicht (Hamming-Abstand 4) und
die einfache Struktur der Anwenderschicht.
6AG6 003-2BA05-4DA7
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
Bibliothek SIPLUS RIC IEC 60870-5-101
■ Übersicht
Soll eine SIMATIC PCS 7-Anlage oder eine auf WinAC RTX
basierende RTU mit einer Leitstelle SIMATIC PCS 7 TeleControl
oder der Leitstelle eines Drittanbieters über den Fernwirkstandard IEC 60870 5 kommunizieren, können die Fernwirkprotokolle IEC 60870 5 101 (seriell) bzw. IEC 60870 5 104 (TCP/IP)
in den SIMATIC -Automatisierungssystemen eingesetzt werden.
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC PCS 7
SIPLUS RIC PCS 7-Software
T101 SL CP441
6AG6 003-0BA11-0AA0
Funktionsbausteinbibliothek für
Fernwirkprotokoll IEC 870-5-101;
einsetzbar mit SIMATIC S7-400,
Schnittstelle CP 441-1;
Laufzeitsoftware für ein Automatisierungssystem,
Single License für 1 Installation
auf AS-Einzelstation
SIPLUS RIC PCS 7-Software
T101 SL CP340/1
6AG6 003-0BA01-0AA0
Funktionsbausteinbibliothek für
Fernwirkprotokoll IEC 870-5-101;
einsetzbar mit
SIMATIC S7-400/400H,
Schnittstelle CP 340/341;
Laufzeitsoftware für ein Automatisierungssystem,
Single License für 1 Installation
auf AS-Redundanzstation
SIPLUS RIC WinAC
SIPLUS RIC WinAC Software
T101, Master und Slave
6AG6 003-0BA50-0AA0
Funktionsbausteinbibliothek
für Fernwirkprotokoll
IEC 60870-5-101, einsetzbar mit
SIMATIC S7-modular Embedded
Controller und SIMATIC IPC427C
für WinAC RTX 2010;
Laufzeitsoftware für ein Automatisierungssystem,
Einzellizenz für 1 Installation AS
9
Siemens IK PI · 2012
9/103
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
SIPLUS RIC Bundle IEC 60870-5-103
■ Übersicht
■ Bestelldaten
Das Protokoll IEC 60870-5-103 ist ein internationaler Standard
und wurde in den 90er Jahren von der International Electrotechnical Comission (IEC) freigegeben. Das Protokoll regelt die
Kommunikation zwischen einer Zentraleinheit und mehreren
Schutzgeräten. Das IEC 60870-5-103 wird hauptsächlich auf
asynchronen Verbindungen (V.24/V.28, RS232 bzw. RS485)
eingesetzt. Das Protokoll bietet Erweiterungen für proprietäre
herstellerspezifische Funktionen, so dass eine Kompatibilität nur
mit Hilfe der Interoperabilitätsliste gewährleistet werden kann.
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC ET 200S
SIPLUS RIC Bundle T103 MA
IM151-7 CPU
6AG6 003-5AC00-1BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-103
Master;
mit SIMATIC IM 151-7 CPU,
MMC 128 Kbyte,
Schnittstellenmodul 1 SI
(RS232/RS485-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T103 MA
IM151-8 PN/DP
6AG6 003-5AC01-0BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-103
Master;
mit SIMATIC IM 151-8 CPU,
MMC 128 Kbyte,
Schnittstellenmodul 1 SI
(RS232/RS485-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC S7-300
SIPLUS RIC Bundle T103 MA,
CPU314 CP340
6AG6 003-1AC01-3BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-103
Master;
mit SIMATIC CPU 314,
MMC 128 Kbyte, SIMATIC CP 340
(RS422/RS485-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T103 MA,
CPU314 CP341
6AG6 003-1AC01-6BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-103
Master;
mit SIMATIC CPU 314,
MMC 128 Kbyte, SIMATIC CP 341
(RS422/RS485-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle T103 MA,
CPU315-2 PN CP341
6AG6 003-1AC02-6CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-103
Master;
mit SIMATIC CPU 315-2 PN,
MMC 128 Kbyte, SIMATIC CP 341
(RS422/RS485-Schnittstelle)
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC S7-400
SIPLUS RIC Bundle T103 MA
CPU412 CP441-1
6AG6 003-3AC00-3BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-103
Master;
mit SIMATIC CPU 412-1,
256 Kbyte
Flash-EPROM- Memory Card,
SIMATIC CP 441-1
(RS485-Schnittstelle)
9
SIPLUS RIC Bundle T103 MA
CPU412 CP441-2
SIPLUS RIC IEC60870-5-103
Master;
mit SIMATIC CPU 412-1,
256 Kbyte
Flash-EPROM- Memory Card,
SIMATIC CP 441-2
(2 x RS485-Schnittstelle)
9/104
Siemens IK PI · 2012
6AG6 003-3AC00-6BA0
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
SIPLUS RIC extreme Bundle IEC 60870-5-103
■ Übersicht
■ Bestelldaten
Das Protokoll IEC 60870-5-103 ist ein internationaler Standard
und wurde in den 90er-Jahren von der International Electrotechnical Comission (IEC) freigegeben. Das Protokoll regelt die
Kommunikation zwischen einer Zentraleinheit und mehreren
Schutzgeräten. Das IEC 60870-5-103 wird hauptsächlich auf
asynchronen Verbindungen (V.24/V.28, RS232 bzw. RS485)
eingesetzt. Das Protokoll bietet Erweiterungen für proprietäre
herstellerspezifische Funktionen, so dass eine Kompatibilität nur
mit Hilfe der Interoperabilitätsliste gewährleistet werden kann.
SIPLUS RIC extreme Bundles
Veredelte Versionen für erweiterten Umgebungstemperaturbereich (-25 ... +70 °C) und außergewöhnliche mediale Belastung
(Conformal Coating).
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC extreme Bundle mit SIPLUS ET 200S
(erweiterter Temperaturbereich und mediale Belastung)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T103MA IM151-7 CP1
6AG6 003-6AC00-1BA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-103
Master;
mit SIPLUS IM 151-7 CPU,
MMC 128 Kbyte,
SIPLUS Schnittstellenmodul 1 SI
(RS232/RS485-Schnittstelle)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T103MA IM151-8 CP1
6AG6 003-6AC01-1BA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-103
Master;
mit SIPLUS IM 151-8 CPU,
MMC 128 Kbyte,
SIPLUS Schnittstellenmodul 1 SI
(RS232/RS485-Schnittstelle)
Leitstelle
SINAUT
MD741-1
IEC 60870-5-104
DSL-Router
IEC 60870-5-101
SCALANCE S612,
Security Module
Funknetz
SCALANCE
X101-1LD
SINAUT
MD2
SIPLUS RIC Bundle
mit SIMATIC S7-300
SIPLUS RIC Bundle
mit SIMATIC S7-400
Lichtwellenleiter
IEC 60870-5-101
SIPROTEC
7SJ63
SCALANCE
X101-1LD
SINAUT
MD741-1
SINAUT
MD2
SINAUT
MD2
SINAUT
MD741-1
9
SIPLUS RIC Bundle
mit SIMATIC S7-300
SIPLUS RIC Bundle
mit SIMATIC ET 200S
SIPLUS RIC Bundle
mit SIMATIC S7-400
SIPLUS RIC Bundle
mit SIMATIC ET 200S
SIPLUS RIC Bundle
mit SIMATIC S7-300
G_PCS7_XX_00217
IEC 60870-5-103
Flexible Kommunikationsmöglichkeiten mit SIPLUS RIC im Wide Area Network (WAN)
Siemens IK PI · 2012
9/105
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
Bibliothek SIPLUS RIC IEC 60870-5-103
■ Übersicht
■ Bestelldaten
Soll eine SIMATIC PCS 7-Anlage oder eine auf WinAC RTX
basierende RTU mit einem Schutzgerät über das Schutzgeräteprotokoll IEC 60870 5 kommunizieren, kann das Schutzgeräteprotokoll IEC 60870 5 103 (seriell) in den SIMATIC Automatisierungssystemen eingesetzt werden.
Die Zusatzsoftware ermöglicht die Realisierung von zwei
Protokollen auf einer SIMATIC CPU. Damit ist es z. B. möglich,
über IEC 60870 101 oder 104 mit der Leitstelle und gleichzeitig
über IEC 60870 5 103 mit einem Schutzgerät zu kommunizieren.
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC PCS 7
SIPLUS RIC PCS 7-Software
T103 MA CP340/341
6AG6 003-0AC01-0AA0
Funktionsbausteinbibliothek
für Schutzgeräteprotokoll
IEC 60870-5-103; einsetzbar
mit SIMATIC S7-400/400H,
Schnittstelle CP 340/341;
Laufzeitsoftware für ein
Automatisierungssystem,
Single License für 1 Installation
auf AS-Redundanzstation
SIPLUS RIC PCS 7-Software
T103 MA CP441
6AG6 003-0AC11-0AA0
Funktionsbausteinbibliothek
für Schutzgeräteprotokoll
IEC 60870-5-103; einsetzbar
mit SIMATIC S7-400,
Schnittstelle CP 441-1;
Laufzeitsoftware für ein
Automatisierungssystem,
Single License für 1 Installation
auf AS-Einzelstation
SIPLUS RIC Zusatzsoftware
SIPLUS RIC ZSF Software T103
MA CP 1SI
6AG6 003-0AC42-0AA0
Zusatzfreischaltung zur
Realisierung von 2 Protokollen
auf einer CPU;
für SIMATIC IM 151-7/-8,
Kommunikation über
Schnittstellenmodul 1 SI
SIPLUS RIC ZSF Software T103
MA CP340/1
6AG6 003-0AC02-0AA0
Zusatzfreischaltung zur
Realisierung von 2 Protokollen
auf einer CPU; für SIMATIC S7300/-400/-400H-CPUs,
Kommunikation über CP 340/341
SIPLUS RIC ZSF Software T103
MA CP441
6AG6 003-0AC12-0AA0
Zusatzfreischaltung zur
Realisierung von 2 Protokollen
auf einer CPU; für SIMATIC S7400-Standard-CPUs
(ab CPU 412),
Kommunikation über CP 441
SIPLUS RIC WinAC
9
SIPLUS RIC WinAC Software
T103, Master
Funktionsbausteinbibliothek
für Schutzgeräteprotokoll
IEC 870-5-103 Master, einsetzbar
mit SIMATIC S7-modular
Embedded Controller und
SIMATIC IPC427C für
WINAC RTX 2010
Laufzeitsoftware für ein
Automatisierungssystem,
Einzellizenz für 1 Installation AS
9/106
Siemens IK PI · 2012
6AG6 003-0AC50-0AA0
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
SIPLUS RIC Bundle IEC 60870-5-104
■ Übersicht
Das Protokoll IEC 60870-5-104 definiert die Kommunikation
zwischen Leitstelle und Unterstationen für die Überwachung
und Steuerung geographisch verteilter Systeme. Die eingesetzte TCP/IP-Kommunikation erfolgt über IP-basierende
Netzwerke (LAN/WAN). Die Interoperabilität zwischen Geräten
unterschiedlicher Hersteller wird bei diesem Protokoll durch eine
Interoperabiltätsliste sichergestellt.
Jedoch sind Sicherheitsmechanismen nicht im Anwendungsbereich der IEC 60870-5-104 definiert. Eine Verschlüsselung
der Nutzdaten (Datenintegrität) und die Authentisierung der
Kommunikationspartner ist in der IEC-Norm nicht vorgesehen.
Entsprechende Schutzmaßnahmen (siehe Industrial Security)
sind gesondert vorzunehmen.
Vorteile der TCP/IP-basierten Verbindung sind die gleichzeitige
Datenübertragung über IEC 60870-5-104 zu mehreren Geräten
und die gleichzeitige Diagnose mit dem SIMATIC Manager.
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC ET 200S
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC S7-300
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
IM151-8 PN/DP
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU314, CP343-1
6AG6 003-5AB01-0BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 314,
MMC 128Kbyte, CP 343-1 Lean
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC IM 151-8 PN/DP,
MMC 128Kbyte
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
IM151-8F PN/DP
6AG6 003-5AB11-0BA0
6AG6 003-5BB01-0BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC IM 151-8F PN/DP,
MMC 512 Kbyte
6AG6 003-1BB01-7BA0
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU315, CP343-1
6AG6 003-1AB02-7CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 315,
MMC 512 Kbyte, CP 343-1 Lean
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC IM 151-8 PN/DP,
MMC 128Kbyte
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
IM151-8F PN/DP
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU314, CP343-1
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 314,
MMC 128Kbyte, CP 343-1 Lean
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC IM 151-8F PN/DP,
MMC 512 Kbyte
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
IM151-8 PN/DP
6AG6 003-1AB01-7BA0
6AG6 003-5BB11-0BA0
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU315, CP343-1
6AG6 003-1BB02-7CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 315,
MMC 512 Kbyte, CP 343-1 Lean
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU315 PN
6AG6 003-1AB03-0CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 315-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte
9
Siemens IK PI · 2012
9/107
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
SIPLUS RIC Bundle IEC 60870-5-104
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC S7-400
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU315 PN
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU412-1 CP443-1
6AG6 003-1BB03-0CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 315-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU315-2 PN/DP CP343-1
6AG6 003-1AB03-8CA0
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU315-2 PN/DP CP343-1
6AG6 003-1BB03-8CA0
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU315F
6AG6 003-1AB11-0CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 315F-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU315F
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 315F-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU317 PN
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 317-2 PN/DP,
MMC 2 Mbyte
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU317 PN
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 317-2 PN/DP,
MMC 2 Mbyte
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU319-3 PN/DP
6AG6 003-1AB06-0DA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 319-3 PN/DP,
MMC 2 Mbyte
9/108
Siemens IK PI · 2012
6AG6 003-3BB04-0EA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 414-3 PN/DP,
4 Mbyte Flash-EPROM-Memory
Card
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU416 PN
6AG6 003-3AB07-0GA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 416-3 PN/DP,
16 Mbyte Flash-EPROM-Memory
Card
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 319-3 PN/DP,
MMC 2 Mbyte
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU319-3 PN/DP
6AG6 003-3AB04-0EA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 414-3 PN/DP,
4 Mbyte Flash-EPROM-Memory
Card
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU414 PN
6AG6 003-1BB05-0DA0
6AG6 003-3BB01-7CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 412-2,
1 Mbyte Flash-EPROM-Memory
Card, CP 443-1
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU414 PN
6AG6 003-1AB05-0DA0
6AG6 003-3AB01-7CA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 412-2,
1 Mbyte Flash-EPROM-Memory
Card, CP 443-1
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU412-2 CP443-1
6AG6 003-1BB11-0CA0
6AG6 003-3BB00-7BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 412-1,
256 Kbyte Flash-EPROM-Memory
Card, CP 443-1
SIPLUS RIC Bundle T104 MA
CPU412-2 CP443-1
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 315-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte, CP 343-1
6AG6 003-3AB00-7BA0
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 412-1,
256 Kbyte Flash-EPROM-Memory
Card, CP 443-1
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU412-1 CP443-1
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIMATIC CPU 315-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte, CP 343-1
9
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC Bundle mit SIMATIC S7-300 (Fortsetzung)
6AG6 003-1BB06-0DA0
SIPLUS RIC Bundle T104 SL
CPU416 PN
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIMATIC CPU 416-3 PN/DP,
16 Mbyte Flash-EPROM-Memory
Card
6AG6 003-3BB07-0GA0
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
SIPLUS RIC extreme Bundle IEC 60870-5-104
■ Übersicht
Das Protokoll IEC 60870-5-104 definiert die Kommunikation
zwischen Leitstelle und Unterstationen per TCP/IP-Verbindung
für die Überwachung und Steuerung geographisch verteilter
Systeme. Die Kommunikation erfolgt über IP-basierende
Netzwerke (LAN/WAN). Es wird bei diesem Protokoll die Interoperabilität zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller
durch die Interoperabilitätsliste sichergestellt.
Ein großer Vorteil der TCP/IP basierten Verbindung ist die
gleichzeitige Datenübertragung über IEC 60870-5-104 mit
mehreren Geräten und die gleichzeitige Diagnose mittels
SIMATIC Manager.
■ Bestelldaten
Jedoch sind Sicherheitsmechanismen nicht im Anwendungsbereich der IEC 60870-5-104 definiert. Eine Verschlüsselung
der Nutzdaten (Datenintegrität) und die Authentisierung der
Kommunikationspartner ist in der IEC-Norm nicht vorgesehen.
Entsprechende Schutzmaßnahmen (siehe Industrial Security)
sind gesondert vorzunehmen.
SIPLUS RIC extreme Bundles
Veredelte Versionen für erweiterten Umgebungstemperaturbereich (-25 ... +70 °C) und außergewöhnliche mediale Belastung
(Conformal Coating)
Bestell-Nr.
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC extreme Bundle mit SIPLUS ET 200S
(erweiterter Temperaturbereich und mediale Belastung)
SIPLUS RIC extreme Bundle mit SIPLUS S7 400
(erweiterter Temperaturbereich und mediale Belastung)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T104MA IM151-8
SIPLUS RIC extreme Bundle
T104MA CPU416 PN
6AG6 003-6AB01-0BA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIPLUS IM 151-8 CPU,
MMC 128 Kbyte
SIPLUS RIC extreme Bundle
T104SL IM151-8
6AG6 003-6BB01-0BA7
SIPLUS RIC extreme Bundle mit SIPLUS S7-300
(erweiterter Temperaturbereich und mediale Belastung)
SIPLUS RIC extreme Bundle
T104MA CPU315 PN
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIPLUS CPU 416-3 PN/DP,
Flash-EPROM Memory Card
16 Mbyte
SIPLUS RIC extreme Bundle
T104SL CPU416 PN
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIPLUS IM 151-8 CPU,
MMC 128 Kbyte
6AG6 003-4AB07-0GA4
6AG6 003-4BB07-0GA4
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIPLUS CPU 416-3 PN/DP,
Flash-EPROM Memory Card
16 Mbyte
6AG6 003-2AB03-0CA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIPLUS CPU 315-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte
SIPLUS RIC extreme Bundle
T104SL CPU315 PN
6AG6 003-2BB03-0CA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIPLUS CPU 315-2 PN/DP,
MMC 512 Kbyte
SIPLUS RIC extreme Bundle
T104MA CPU317 PN
6AG6 003-2AB05-0DA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Master;
mit SIPLUS CPU 317-2 PN/DP,
MMC 2 Mbyte
SIPLUS RIC extreme Bundle
T104SL CPU317 PN
9
6AG6 003-2BB05-0DA7
SIPLUS RIC IEC60870-5-104
Slave;
mit SIPLUS CPU 317-2 PN/DP,
MMC 2 Mbyte
Siemens IK PI · 2012
9/109
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
TeleControl Professional — Unterstationen für IEC-Protokoll
Bibliothek SIPLUS RIC IEC 60870-5-104
■ Übersicht
■ Bestelldaten
Soll eine SIMATIC PCS 7-Anlage oder eine auf WinAC RTX
basierende RTU mit einer Leitstelle SIMATIC PCS 7 TeleControl
oder der Leitstelle eines Drittanbieters über den Fernwirkstandard IEC 60870-5 kommunizieren, kann das Fernwirkprotokoll
IEC 60870-5-104 (TCP/IP) in den SIMATIC Automatisierungssystemen eingesetzt werden.
Vorteile der TCP/IP-basierten Verbindung sind die gleichzeitige
Datenübertragung über IEC 60870-5-104 zu mehreren Geräten
und die gleichzeitige Diagnose mit dem SIMATIC Manager.
Sicherheitsmechanismen sind im Anwendungsbereich der
IEC 60870 5-104 nicht definiert. Eine Verschlüsselung der
Nutzdaten (Datenintegrität) und die Authentisierung der
Kommunikationspartner ist in der IEC-Norm nicht vorgesehen.
Entsprechende Schutzmaßnahmen (siehe Industrial Security)
sind gesondert vorzunehmen.
9
9/110
Siemens IK PI · 2012
Bestell-Nr.
SIPLUS RIC PCS 7
SIPLUS RIC PCS 7-Software
T104 SL CP443
6AG6 003-0BB11-0AA0
Funktionsbausteinbibliothek
für Fernwirkprotokoll
IEC 60870-5-104;
einsetzbar mit SIMATIC S7400/400H, Schnittstelle CP 443-1;
Laufzeitsoftware für ein
Automatisierungssystem,
Single License für 1 Installation
SIPLUS RIC WinAC
SIPLUS RIC WinAC Software
T104, Master und Slave
Funktionsbausteinbibliothek
für Fernwirkprotokoll
IEC 60870-5-104 Master und
Slave, einsetzbar mit
SIMATIC S7-modular Embedded
Controller und SIMATIC IPC427C
für WinAC RTX 2010;
Laufzeitsoftware für ein
Automatisierungssystem,
Einzellizenz für 1 Installation AS.
6AG6 003-0BB50-0AA0
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Modems
■ Übersicht
■ Nutzen
• Vielfältige Einsatzmöglichkeiten zum Einsatz in Standleitungsnetzen oder für klassische Telefonnetze (analog, ISDN, GSM)
• Abgestimmt auf das Telecontrol System mittels Bauform des
SIMATIC S7-300
• Potentialtrennung zwischen Versorgungsspannung und WANSchnittstelle
■ Anwendungsbereich
Die Modems sind unabhängig vom SINAUT ST7-System in
sonstigen Applikationen als Standleitungs- oder Wählmodems
einsetzbar.
SINAUT-Modem MD3
Für die drahtgebundene Signal- bzw. Datenübertragung zwischen einzelnen Stationen und der Zentrale in einer Telecontrol
Anlage kommen Modems zum Einsatz. Siemens bietet sowohl
für Standleitungen als auch für Wählnetze entsprechende
Modems an.
Diese sind, wie die TIM-Baugruppen, in einem S7-300-Gehäuse
untergebracht:
• MD2;
Standleitungsmodem für Mehrpunkt-Verbindung,
staffelfähig,
auch als Repeater verwendbar,
max. 19.200 Bit/s;
• MD3;
Modem für das analoge Telefonnetz,
max. 33.600 Bit/s;
auch verwendbar als Standleitungsmodem für eine Punkt-zuPunkt-Verbindung,
max. 33.600 Bit/s im Sprachband
Diese Modems können an die serielle Modemschnittstelle einer
TIM-Baugruppe angeschlossen werden.
Die Modems werden zusammen mit der jeweils erforderlichen
WAN-Steckleitung geliefert. Steckleitungen zur Verbindung der
Modems mit einer TIM sind getrennt zu bestellen.
Aufgrund der Bauform und der elektrischen Eigenschaften
eignen sich die Modems vor allem für die Anwendung im industriellen Bereich.
■ Aufbau
Alle drei Modemtypen sind identisch aufgebaut und weisen alle
Vorteile der SIMATIC S7-300-Aufbautechnik auf:
• Kompakter Aufbau;
doppelter Standardbreite der SM-Baugruppen der SIMATIC
S7-300
• RJ12-Buchse zum Anschluss des Modems an das WAN
(Standleitung oder Wählnetz)
• 9-polige Sub-D-Stecker mit RS 232-Schnittstelle zum
Anschluss an die serielle Schnittstelle einer Kommunikationsbaugruppe, z. B. TIM
• 9-polige Sub-D-Buchse mit RS 485-Schnittstelle zum
Anschluss an die serielle Schnittstelle einer Kommunikationsbaugruppe, z. B. TIM
• 4-polige Klemmleiste für den Anschluss der externen Versorgungsspannung von DC 24 V
• Frontseitige LEDs mit den Anzeigen TXD, RXD, DTR,
RTS/ONL, CTS/RI und DCD
• Einfache Montage;
auf eine Profilschiene der S7-300, oder auf eine 35 mm-Normprofilschiene
• Die SINAUT ST7-Modems sind lüfterlos betreibbar
9
Siemens IK PI · 2012
9/111
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Modems
■ Aufbau (Fortsetzung)
Konfigurationsbeispiele
Ein Modem MDx wird über eine Standard-Steckleitung vom
Typ 7701 an einer TIM angeschlossen. Das Modem wird auf eine
separate S7-300-Profilschiene oder auf eine 35 mm-Normprofilschiene montiert (ein entsprechender Adapter ist verfügbar).
Bei einer S7-400 mit TIM 4R-IE werden TIM und Modem werden
zusammen auf eine separate S7-300-Profilschiene montiert. Die
TIM wird über eine ihrer Ethernet-Schnittstellen mit der CPU verbunden. Die Verbindung zwischen TIM und Modem MDx erfolgt
über eine Standard-Steckleitung vom Typ 7701.
6
6WHFNOHLWXQJ
6
:$1
In der folgenden Konfiguration ist das Modem rechts außen
im Baugruppenträger untergebracht. Die TIM ist über einen
Busverbinder mit der benachbarten Baugruppe links verbunden. Einen Busverbinder zwischen TIM und Modem gibt es
nicht. Rechts neben dem Modem können daher keine S7-Baugruppen eingesetzt werden.
7,0
5,(
0'[
:$1 :$1
,QGXVWULDO(WKHUQHW
*B,.B;;B
0'[
*B,.B;;B
6WHFNOHLWXQJ
7,0
9,(
Die nächste Konfiguration zeigt die Anbindung eines sternförmigen Standleitungsnetzes an einer TIM 4R-IE, die als ZentraleTIM funktioniert, beispielsweise am PC der Leitzentrale (z. B.
SINAUT ST7cc oder ST7sc). Jede zum Sternnetz gehörende
Leitung wird in der Zentrale mit einem Modem abgeschlossen.
All diese Modems werden über ihre RS485-Schnittstelle mit der
RS232/RS485-Schnittstelle der TIM 4R-IE verbunden.
6,1$8767FFVF
6WHFNOHLWXQJ
6WHFNOHLWXQJ
7,0
5,(
0'[
:$1 :$1
9
9/112
Siemens IK PI · 2012
*B,.B;;B
7,0
5,(
,QGXVWULDO(WKHUQHW
0'[
:$1
6WHUQQHW]
*B,.B;;B
6
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Standleitungsmodem MD2
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
Das Modem MD2 ist unabhängig vom SINAUT ST7-System als
Standleitungsmodem einsetzbar. Aufgrund seiner Bauform und
seiner elektrischen Eigenschaften eignet sich das MD2 vor allem
für die Anwendung im industriellen Bereich.
Einsatzbeispiele außerhalb des SINAUT ST7-Systems:
• Verlängerung von Profibus- und MPI-Strecken;
siehe FAQ 23671172 (für PB) bzw. 23671640 (für MPI)
• Als Standleitungsmodem für S7-200;
siehe Micro Automation Set MAS 17
Mit dem MD2 können ohne Verstärker/Repeater bis zu 33 km
(bei 1200 Bit/s), bis zu 27 km (bei 2400 Bit/s) sowie bis zu 11 km
(bei 9600 und 19200 Bit/s) überbrückt werden (Richtwerte für
nicht bespulte Nachrichtenleitung vom Typ 2 x 2 x 0,8 J-Y(St)Y).
Durch Zusammenschaltung von zwei MD2 zu einem Repeater
können die angegebenen Entfernungen auf ein Mehrfaches
ausgedehnt werden.
• Frequenzmoduliertes (FSK) Standleitungsmodem;
• Halbduplexe Datenübertragung auf 2-Draht-Standleitungen,
duplexe Datenübertragung auf 4-Draht-Standleitungen
• Aufgrund der Staffelfähigkeit des Modems können auch
Linien mit mehreren angeschlossenen Stationen realisiert
werden. Außerdem ist das MD2 als Repeater auf 2-Draht- und
4-Draht-Standleitungen verwendbar.
• Als Standleitung können private oder Telekom-Mietleitungen
verwendet werden. Außerdem eignet sich das MD2 für den
Anschluss an ein Funkgerät mit Modem-Eingang.
■ Nutzen
• RS232- und RS485-Schnittstelle
• Potentialtrennung zwischen Versorgungsspannung und
RS232/RS485-Schnittstelle
• 4 unterschiedliche Übertragungsraten zur Auswahl
• Staffelfähig
• Integrierter Zweifach-Übertrager zum Anschluss von zwei
2-Draht-Linien
• Integrierte Repeaterfunktion zur Reichweitenvervielfachung
• Geeignet für den Anschluss an ein Funkgerät mit ModemEingang
Das MD2 Modem erlaubt den Aufbau von Netzstrukturen in der
Konfiguration "Punkt-zu-Punkt", "Stern" oder "Linie" sowie Kombinationen dieser Basisstrukturen. Wird das Modem in der Zentrale eingesetzt, kann am Modemausgang ein kleines Sternnetz
bestehend aus zwei 2-Draht-Leitungen angeschlossen werden.
Durch das Zusammenbinden von mehreren MD2 (max. 32) über
ihre RS485-Schnittstelle kann das Sternnetz auf ein Mehrfaches
von zweimal 2-Draht ausgebaut werden.
Für das Anstaffeln eines MD2 entlang einer Linie lässt sich der
Modemausgang hochohmig schalten. Dies reduziert die Einfügungsdämpfung auf ein Minimum und verringert die maximal
überbrückbare Entfernung damit nur geringfügig. Die sehr
kurzen Sender-Einschaltzeiten sorgen für einen zügigen Ablauf
des Datenverkehrs mit der im Standleitungsnetz verwendete
Betriebsart "Polling".
Neben private Standleitungen kann das MD2 auch an TelekomMietleitungen angeschlossen werden. Eine entsprechende
Zulassung liegt vor. Bei reinen analogen Mietleitungen sind die
Übertragungsraten 1200 und 2400 Bit/s möglich, bei analog/
digital-gewandelten Mietleitungen ist die Geschwindigkeit aus
technischen Gründen meistens auf 1200 Bit/s begrenzt.
Auch für die Datenübertragung über ein mobiles Sprechfunkgerät mit Modem-Eingang ist das MD2 bestens gerüstet. Zum
Ein- und Ausschalten des Funkgeräts über dessen PTT-Eingang
ist ein potentialfreies Optorelais im MD2-Modem integriert, das
mit dem RTS-Signal der RS232-Schnittstelle verknüpft ist. Die
beiden Anschlüsse des Optorelais stehen an der RJ12-Buchse
zur Verfügung.
Da Sprechfunkgeräte Sprache meistens nur in einem Tonfrequenzbereich von 300 bis 3000 Hz übertragen, begrenzt sich
die Übertragungsrate mit dem MD2-Modem hier auf 1200 Bit/s.
Für 2400 Bit/s müsste der Tonfrequenzbereich bis über 3300 Hz
reichen.
Siemens IK PI · 2012
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9
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Standleitungsmodem MD2
■ Aufbau
■ Integration
Das Modem MD2 weist alle Vorteile der SIMATIC S7-300Aufbautechnik auf:
• Kompakter Aufbau;
doppelter Standardbreite der SM-Baugruppen der
SIMATIC S7-300
• RJ12-Buchse zum Anschluss des Modems an die Standleitung
• 9-polige Sub-D-Stecker mit RS232-Schnittstelle zum
Anschluss des Modems an die RS232/RS485-Schnittstelle
der TIM
• 9-polige Sub-D-Buchse mit RS485-Schnittstelle zum
Anschluss des Modems an die RS232/RS485-Schnittstelle
der TIM
• 4-polige Klemmleiste für den Anschluss der externen Versorgungsspannung von DC 24V
• Frontseitige LEDs mit den Anzeigen TXD, RXD, DTR,
RTS/ONL, CTS/RI und DCD
• Einfache Montage;
das Modem wird auf eine Profilschiene der S7-300 montiert;
alternativ ist die Montage des Modems auf eine 35mm-Normprofilschiene über den separat erhältlichen Adapter
6NH7760-0AA0 möglich.
• Das Modem ist lüfterlos betreibbar.
In den nachfolgenden Bildern werden verschiedene Möglichkeiten dargestellt, wie das Modem MD2 mit einer TIM oder weiteren
Modems MD2, sowie über ein Überspannungsschutzmodul
LTOP mit der Standleitung verbunden werden kann.
Verbindung eines MD2 mit einer TIM
über die RS232-Schnittstelle
Über die RS232-Schnittstelle kann ein Modem MD2 mit einer
TIM verbunden werden. Damit können die Netzkonfigurationen
"Punkt-zu-Punkt", "Linie" sowie ein kleines Sternnetz (nur mit
TIM 4)mit nur zwei 2-Draht-Leitungen realisiert werden.
Verbindung mehrerer MD2 mit einer TIM
über die RS485-Schnittstelle
Über die RS485-Schnittstelle können mehrere Modems MD2
mit einer TIM 4 verbunden werden. Diese Art der Zusammenschaltung wird dann gebraucht, wenn mehrere Standleitungen
auf einen WAN-Port der TIM zusammengefasst werden müssen,
wenn man also mit der Ankopplung eines sternförmigen Netzes
zu tun hat, wie nachfolgend schematisch dargestellt.
6WHUQ/LQLH3XQNW]X3XQNW
0DVWHU
=HQWUDOH
6WDWLRQ
RGHU
'UDKW(QGVWHOOH
RGHU
'UDKW6WDIIHOVWHOOH
*B,.B;;B
6WHUQSXQNW
%¾QGHOXQJYRQ
PHKUHUHQRGHU
'UDKW(QGVWHOOHQ
Ermittlung der maximalen Reichweite (in km) in Abhängigkeit von Übertragungsrate und Aderndurchmesser
Die nachfolgende Tabelle erlaubt die überschlägige Ermittlung
der mit dem Modem MD2 maximal überbrückbaren Entfernung
in km in Abhängigkeit von Übertragungsrate und Aderndurchmesser.
Die in der Tabelle angegebenen Werte sind Richtwerte für
nicht bespulte Nachrichtenleitungen vom Typ 2 x 2 x A J-Y(St)Y
(A = Aderndurchmesser in mm).
9
Bei der Ermittlung der maximalen Reichweiten wurde eine
Pegelreserve von 4 dB berücksichtigt. Damit soll sichergestellt
werden, dass auch bei Schwankungen der Kabeleigenschaften,
die erfahrungsgemäß während des Betriebs auftreten können,
immer noch ausreichend Pegel für eine ungestörte Datenübertragung zur Verfügung steht.
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Standleitungsmodem MD2
■ Integration (Fortsetzung)
Übertragungsrate (Bit/s)
maximale Reichweite (km)
Sendepegel –6 dB 1)
Sendepegel 0 dB 1)
mit LTOP
ohne LTOP
mit LTOP
ohne LTOP
1 200
21,7 – AST x 0,6
22 – AST x 0,3
25,7 – AST x 0,6
26 – AST x 0,3
2 400
17,6 – AST x 0,4
17,8 – AST x 0,2
20,8 – AST x 0,4
21 – AST x 0,2
9 600 / 19 200
7,2 – AST x 0,6
7,6 – AST x 0,1
8,6 – AST x 0,6
9 – AST x 0,1
1 200
28,3 – AST x 0,7
28,6 – AST x 0,4
33,5 – AST x 0,7
33,9 – AST x 0,4
2 400
23,2 – AST x 0,5
23,5 – AST x 0,2
27,5 – AST x 0,5
27,8 – AST x 0,2
9 600 / 19 200
9,6 – AST x 0,7
10,3 – AST x 0,1
11,5 – AST x 0,7
12,1 – AST x 0,1
1 200
36,2 – AST x 0,9
36,6 – AST x 0,5
42,8 – AST x 0,9
43,3 – AST x 0,5
2 400
29,6 – AST x 0,6
30 – AST x 0,2
35 – AST x 0,6
35,4 – AST x 0,2
9 600 / 19 200
11,9 – AST x 0,9
12,6 – AST x 0,1
14,2 – AST x 0,9
15 – AST x 0,1
1 200
50,1 – AST x 1,3
50,7 – AST x 0,7
59,3 – AST x 1,3
60 – AST x 0,7
2 400
43,4 – AST x 0,8
44 – AST x 0,3
51,4 – AST x 0,8
52 – AST x 0,3
9 600 / 19 200
17,2 – AST x 1,3
18,3 – AST x 0,2
20,5 – AST x 1,3
21,6 – AST x 0,2
1 200
59,2– AST x 1,5
60 – AST x 0,8
70,1 – AST x 1,5
70,9 – AST x 0,8
2 400
54,3 – AST x 1
55 – AST x 0,4
64,3 – AST x 1
65 – AST x 0,4
9 600 / 19 200
20,6 – AST x 1,5
22 – AST x 0,2
24,6 – AST x 1,5
26 – AST x 0,2
Aderndurchmesser 0,6 mm
Aderndurchmesser 0,8 mm
Aderndurchmesser 0,9 mm
Aderndurchmesser 1,2 mm
Aderndurchmesser 1,4 mm
AST = Anzahl der Staffelstellen
1) bei Postmietleitungen nicht zulässig. Sendepegel ist auf -9 dB einzustellen.
9
Siemens IK PI · 2012
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Standleitungsmodem MD2
■ Technische Daten
Standleitungsmodem MD2
Standleitungsmodem MD2
Schnittstellen
• Anschluss für Standleitung
• RS232-Anschluss für Datenendeinrichtung
• RS485-Anschluss für Datenendeinrichtung
• Anschluss für Spannungseinspeisung
Sendepegel einstellbar auf
0 dB
-6 dB
-9 dB (für Telekom-Mietleitungen)
-15 dB
Empfangspegel
0 bis -43 dB
Abschlusswiderstand einstellbar
• für 1200 und 2400 Bit/s
• für 9600 und 19200 Bit/s
• für Staffelstelle
600 Ohm
150 Ohm
> 6 kOhm
Sendebereitschaft
• bei 1200 Bit/s
• bei 2400 Bit/s
• bei 9600 und 19200 Bit/s
nach 7 ms
nach 4 ms
nach 0,5 ms
1 x 9-polige Sub-D-Buchse
1 x 4-polige Klemmleiste
Versorgungsspannung
DC 24 V
Stromaufnahme
• aus DC 24 V
100 mA
Verlustleistung
2,4 W
Zul. Umgebungsbedingungen
• Betriebstemperatur
• Transport-/Lagertemperatur
• Relative Feuchte
0 °C bis +60 °C
-40 °C bis +70 °C
max. 95 % bei +25 °C
Untere / obere Tastfrequenz
• bei 1200 Bit/s
• bei 2400 Bit/s
• bei 9600 und 19200 Bit/s
1300 Hz / 2100 Hz
2400 Hz / 3300 Hz
20800 Hz / 33600 Hz
Asynchronzeichenformat
10 oder 11 Bit
• Maße (B x H x T) in mm
• Gewicht
Kompaktbaugruppe S7-300 doppelt breit
80 x 125 x 120
etwa 300 g
Schutzart
IP 20
Potentialfeier Optorelaisausgang
• max. Anschlussspannung
• max. zul. Dauerstrom
• max. Ron
AC/DC 60V
400 mA
3 Ohm
Übertragungsweg
2-Draht, 2 x 2-Draht oder 4-Draht,
paarweise verdrillt, unbespult
oder leicht bespult
Modulationsart
Phasenkontinuierliche binäre Frequenzmodulation (FSK)
Übertragungsraten über die Standleitung
1200 Bit/s
2400 Bit/s
9600 Bit/s (nicht für Telekom-Mietleitungen)
19200 Bit/s (nicht für TelekomMietleitungen)
Konstruktiver Aufbau
• Baugruppenformat
Betriebsart
• bei 2-Draht oder 2 x 2-Draht
• bei 4-Draht
■ Bestelldaten
Standleitungsmodem MD2
9
1 x RJ12
1 x 9-polige Sub-D-Stecker
halbduplex
duplex oder halbduplex
Stoßspannungsfestigkeit
U1,2/50 nach DIN VDE 0804
zwischen Versorgungsstromkreis
und
• Versorgungsstromkreis und
FSK-Fernleitungskreisen
• Versorgungsstromkreis und
Optorelaisausgang
2,5 kV
Kompatibel zu den SINAUTModems
• MD100
• MD124
bei 1200 Bit/s
bei 1200, 2400 und 19200 Bit/s
Zulassungen
EU-Zulassung CE 0682 X
Bestell-Nr.
6NH7 810-0AA20
2,5 kV
Bestell-Nr.
Zubehör
für Mehrpunkt-Verbindung,
staffelfähig, auch als Repeater
verwendbar, max. 19.200 Bit/s;
inkl. WAN-Steckleitung
6NH7700-2AR60 (RJ12/RJ12) zur
Verbindung des Modems mit
einem Überspannungsschutzmodul LTOP
Steckleitung
Zur Verbindung von zwei
Modems MD2 (RS 232) zur
Bildung eines Repeaters;
Kabellänge 0,3 m
6NH7 701-1CB
Steckleitung RJ12/RJ12
(Ersatzteil)
6NH7 700-2AR60
Betriebsanleitung Modem MD2
Leitungsübertrager mit
Überspannungsschutz
• LTOP1
für 2-Draht-Endstelle
• LTOP2
für 4-Draht-Endstelle, 2 x 2Draht-Endstelle oder
2-Draht-Staffelstelle
Papierversion
• deutsch
• englisch
6NH7 811-0AA21
6NH7 811-0AA22
Steckleitung
zur Verbindung einer TIM mit
einem der SINAUT ST7-Modems
MD2, MD3 oder MD4
Kabellänge 1,5 m
• RS 232
• RS 485 (nicht für TIM 3V-IE)
9/116
Siemens IK PI · 2012
6NH7 701-4AL
6NH7 701-4DL
6NH9 821-0BC11
6NH9 821-0BC12
Adapter
zur Montage des Modems MD2
auf eine 35 mm Normprofilschiene
6NH7 760-0AA
SITOP compact 24 V/0,6 A
1-phasige Stromversorgung
mit Weitbereichseingang
AC 85 … 264 V/DC 110 … 300 V,
geregelte Ausgangsspannung
24 V, Ausgangsstrom-Nennwert
0,6 A, schmale Bauform
6EP1 331-5BA00
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
SIPLUS Standleitungsmodem MD2
■ Übersicht
SIPLUS Standleitungsmodem MD2
Bestellnummer
6AG1 810-0AA20-4AA0
Bestellnummer based on
6NH7 810-0AA20
Umgebungstemperaturbereich
0 ... +60 °C
Conformal Coating
Beschichtung der Leiterplatte und
der elektronischen Bauelemente
Technische Daten
Es gelten die Technischen Daten
des Standardproduktes mit
Ausnahme der Umgebungsbedingungen.
Umgebungsbedingungen
• Frequenzmoduliertes (FSK) Standleitungsmodem;
• Halbduplexe Datenübertragung auf 2-Draht-Standleitungen,
duplexe Datenübertragung auf 4-Draht-Standleitungen
• Aufgrund der Staffelfähigkeit des Modems können auch
Linien mit mehreren angeschlossenen Stationen realisiert
werden. Außerdem ist das MD2 als Repeater auf 2-Draht- und
4-Draht-Standleitungen verwendbar.
• Als Standleitung können private oder Telekom-Mietleitungen
verwendet werden. Außerdem eignet sich das MD2 für den
Anschluss an ein Funkgerät mit Modem-Eingang.
Hinweis:
SIPLUS extreme-Produkte basieren auf Siemens IndustryStandardprodukten. Die hier aufgeführten Inhalte wurden von
den entsprechenden Standardprodukten übernommen. Ergänzt
sind SIPLUS extreme-spezifische Informationen.
Relative Luftfeuchte
5 ... 100 %
Betauung zulässig
Biologisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3B2 Schimmel-, Pilz-,
Schwammsporen
(ausgenommen Fauna)
Chemisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3C4 inkl. Salznebel
und ISA –S71.04 severity level
G1; G2; G3; GX 1) 2)
Mechanisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3S4 inkl. leitfähiger Sand,
Staub 2)
Luftdruck
(abhängig vom höchsten angegebenen positiven Temp.bereich)
1080 ... 795 hPa
(-1000 ... +2000 m)
siehe Umgebungstemperaturbereich
795 ... 658 hPa
(+2000 ... +3500 m)
derating 10 K
658 ... 540 hPa
(+3500 ... +5000 m)
derating 20 K
1)
2)
ISA –S71.04 severity level GX: Dauerbelastung/ long-term load:
SO2 < 4,8 ppm; H2S < 9,9 ppm; Cl < 0,2 ppm; HCl < 0,66 ppm;
HF < 0,12 ppm; NH < 49 ppm; O3 < 0,1 ppm; NOX < 5,2 ppm
Grenzwert/ limit value (max. 30 min/d): SO2 < 17,8 ppm;
H2S < 49,7 ppm; Cl < 1,0 ppm; HCl < 3,3 ppm; HF < 2,4 ppm;
NH < 247 ppm; O3 < 1,0 ppm; NOX < 10,4 ppm
Die mitgelieferten Steckerabdeckungen müssen bei Betrieb in Schadgasatmosphäre auf der nicht genutzten Schnittstelle verbleiben!
Technische Dokumentation zu SIPLUS finden Sie hier:
http://www.siemens.de/siplus-extreme
■ Bestelldaten
SIPLUS Standleitungsmodem
MD2
Bestell-Nr.
9
6AG1 810-0AA20-4AA0
für Mehrpunkt-Verbindung,
staffelfähig, auch als Repeater
verwendbar, max. 19.200 Bit/s;
inkl. WAN-Steckleitung
6NH7700-2AR60 (RJ12/RJ12)
zur Verbindung des Modems
mit einem Überspannungsschutzmodul LTOP
Software, Steckleitungen und
sonstiges Zubehör
siehe Bestelldaten zu
Standleitungsmodem MD2
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Telefonmodem MD3
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
Das Modem MD3 ist unabhängig vom SINAUT ST7-Systems als
Telefon- oder Standleitungsmodem einsetzbar. Aufgrund seiner
Bauform und seiner elektrischen Eigenschaften eignet sich das
MD3 vor allem für die Anwendung im industriellen Bereich.
Telefonmodem
Als Telefonmodem eingesetzt ermöglicht es den Verbindungsaufbau mit anderen MD3-Modems oder kompatiblen, z. B. mit
den Modems MD125 und MDM2425B DX, die beim SINAUT
ST1-System zum Einsatz kamen.
Standleitungsmodem
Neben privaten Standleitungen kann das MD3 auch an TelekomMietleitungen angeschlossen werden. Eine entsprechende Zulassung liegt vor. Sowohl bei reinen analogen Mietleitungen als
auch bei analog/digital-gewandelten Mietleitungen gibt es keine
Einschränkungen bezüglich der möglichen Übertragungsraten.
• Wählmodem für die Datenübertragung über das analoge
Telefonnetz
• Es kann außerdem auch als Standleitungsmodem eingesetzt
werden.
Auf 2-Draht-Standleitungen ist damit eine duplexe Datenübertragung im Sprachband möglich.
• Als Standleitung können private oder Telekom-Mietleitungen
verwendet werden.
Bei Anschluss an Telekom-Mietleitungen können beliebig große
Entfernungen überbrückt werden. Abhängig von der jeweils gemieteten Leitungsqualität garantiert der Standleitungsprovider
ausreichend Empfangspegel an beiden Endpunkten. Es werden
die Leitungsqualitäten M1020 und M1025 empfohlen.
Als Standleitungsmodem eingesetzt, erlaubt das MD3 den Aufbau von Netzstrukturen in der Konfiguration "Punkt-zu-Punkt"
oder "Stern". Wird das Modem in der Zentrale eingesetzt, kann
durch das Zusammenbinden von mehreren MD3 über ihre
RS485-Schnittstelle das Sternnetz auf bis zu 32 Punkt-zu-PunktVerbindungen ausgebaut werden.
■ Nutzen
• RS232- und RS485-Schnittstelle
• Potentialtrennung zwischen Versorgungsspannung und
RS232/RS485-Schnittstelle
• Übertragungsrate im Telefonnetz und auf Standleitung
max. 33600 Bit/s
9
9/118
Beim Einsatz als Standleitungsmodem auf privaten Leitungen
können mit dem MD3 ohne Verstärker/Repeater bis zu 34 km
(bei 300 Bit/s), bis zu 28 km (bei 1200 bis 19200 Bit/s) sowie bis
zu 19 km (bei 33600 Bit/s) überbrückt werden (Richtwerte für
nicht bespulte Nachrichtenleitung vom Typ 2 x 2 x 0,8 J-Y(St)Y).
Siemens IK PI · 2012
■ Aufbau
Das Modem MD3 weist alle Vorteile der SIMATIC S7-300Aufbautechnik auf:
• Kompakter Aufbau;
doppelter Standardbreite der SM-Baugruppen der SIMATIC
S7-300
• RJ12-Buchse zum Anschluss des Modems über die mitgelieferte Steckleitung 6NH7700-3BR60 an die Telefonsteckdose
oder an die Standleitung
• 9-polige Sub-D-Stecker mit RS232-Schnittstelle zum
Anschluss des Modems an die RS232/RS485-Schnittstelle
der TIM
• 9-polige Sub-D-Buchse mit RS485-Schnittstelle zum
Anschluss des Modems an die RS232/RS485-Schnittstelle
der TIM
• 4-polige Klemmleiste für den Anschluss der externen Versorgungsspannung von DC 24V
• Frontseitige LEDs mit den Anzeigen TXD, RXD, DTR,
RTS/ONL, CTS/RI und DCD
• Einfache Montage;
das Modem wird auf eine Profilschiene der S7-300 montiert;
alternativ ist die Montage des Modems auf eine 35mm-Normprofilschiene über den separat erhältlichen Adapter
6NH7760-0AA) möglich.
• Das Modem ist lüfterlos betreibbar.
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Telefonmodem MD3
■ Integration
In den nachfolgenden Bildern wird dargestellt, wie das Modem
MD3 und die Übertragungsbaugruppe TIM mit dem Telefonanschluss verbunden werden können und welche Konfigurationen
beim Einsatz als Standleitungsmodem möglich sind.
Telefonmodem: Verbindung des MD3 mit einer TIM und
TAE6-Telefonsteckdose
Das nachfolgende Bild zeigt, wie das Modem MD3 im Wählbetrieb unter Verwendung der angegebenen Standard-Steckleitung (die Steckleitung 6NH7700-3BR60 gehört zum Lieferumfang des MD3) mit einer TIM (über RS232) sowie mit der
Telefonsteckdose (TAE6N-Buchse) verbunden wird. An der
gleichen Telefonsteckdose kann parallel zum Modem ein Telefon
angeschlossen sein (über die TAE6F-Buchse).
6WHFNOHLWXQJ
1+$/
7$()
56
56
7,0
0'
6WHFNOHLWXQJ
1+%5
5-
7HOHIRQVWHFNGRVH
5-
*B,.B;;B
7$(1
Verbindung eines MD3 mit einer TIM und TAE6-Telefonsteckdose
Standleitungsmodem: Verbindung eines MD3
mit einer TIM über die RS232-Schnittstelle
Standleitungsmodem: Maximalen Reichweite (in km)
des Modems MD3
Über die RS232-Schnittstelle kann ein Modem MD3 mit einer
TIM verbunden werden. Damit kann eine Netzkonfiguration
"Punkt-zu-Punkt" realisiert werden.
Die nachfolgende Tabelle erlaubt die überschlägige Ermittlung
der mit dem Modem MD3 maximal überbrückbaren Entfernung
in km in Abhängigkeit von der Übertragungsrate.
Die in der Tabelle angegebenen Werte sind Richtwerte für nicht
bespulte Nachrichtenleitungen vom Typ 2 x 2 x 0,8 J-Y(St)Y.
Standleitungsmodem: Verbindung mehrerer MD3
mit einer TIM über die RS485-Schnittstelle
Über die RS485-Schnittstelle können mehrere Modems MD3 mit
einer TIM verbunden werden. Diese Art der Zusammenschaltung wird dann gebraucht, wenn mehrere Standleitungen auf einen WAN-Port der TIM zusammengefasst werden müssen, wenn
man also mit der Ankopplung eines sternförmigen Netzes zu tun
hat.
Übertragungsrate (Bit/s)
Bei der Ermittlung der maximalen Reichweiten wurde eine
Pegelreserve von 4 dB berücksichtigt. Damit soll sichergestellt
werden, dass auch bei Schwankungen der Kabeleigenschaften,
die erfahrungsgemäß während des Betriebs auftreten können,
immer noch ausreichend Pegel für eine ungestörte Datenübertragung zur Verfügung steht.
maximale Reichweite (km)
Sendepegel –15 dB
mit LTOP
Sendepegel -10 dB
ohne LTOP
mit LTOP
ohne LTOP
bei Leitungsabschluss mit Z = Zr
300
29
30
34
35
1200 bis 19200
23
24
28
29
33600
14
15
19
20
Siemens IK PI · 2012
9/119
9
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Telefonmodem MD3
■ Technische Daten
Telefonmodem MD3
Telefonmodem MD3
Schnittstellen
• Anschluss für Telefonnetz oder
Standleitung
• RS232-Anschluss für Datenendeinrichtung
• RS485-Anschluss für Datenendeinrichtung
• Anschluss für Spannungseinspeisung
Gebührenimpulsfilter einstellbar
auf
12 kHz
16 kHz
Wählverfahren
Tonwahl
Impulswahl
Schleifenstromteil
Vorhanden; zu- und abschaltbar
Lautsprecher
Vorhanden; ein- und ausschaltbar
Leitungsanpassung
600 Ohm
Zr (frequenzabhängig)
Sendepegel einstellbar auf
-10 dB
-15 dB
1 x RJ12
1 x 9-polige Sub-D-Stecker
1 x 9-polige Sub-D-Buchse
1 x 4-polige Klemmleiste
Versorgungsspannung
DC 24 V
Stromaufnahme
• aus DC 24 V
200 mA
Asynchronzeichenformat
10 oder 11 Bit
Verlustleistung
4,8 W
Standard-Standleitungsprofile
Zul. Umgebungsbedingungen
• Betriebstemperatur
• Transport-/Lagertemperatur
• Relative Feuchte
0 °C bis +60 °C
-40 °C bis +70 °C
max. 95 % bei +25 °C
300 Bit/s (direkt)
1200 Bit/s (direkt)
2400 Bit/s (direkt)
9600 Bit/s (direkt)
19200 Bit/s (direkt)
19200 Bit/s (gepuffert)
33600 Bit/s (gepuffert)
Konstruktiver Aufbau
• Baugruppenformat
• Maße (B x H x T) in mm
• Gewicht
Kompaktbaugruppe S7-300 doppelt breit
80 x 125 x 120
etwa 300 g
Schutzart
IP 20
Übertragungsweg
Analoges Telefonwählnetz
Standleitung, 2-Draht paarweise
verdrillt, unbespult
Verfügbare ITU-Übertragungsnormen im analogen Telefonnetz
• V.22
• V.22 bis
• V.32 bis
• V.32 bis
• V.32 bis
• V.34 bis
• V.34 bis
1200 Bit/s, duplex
2400 Bit/s, duplex
4800 Bit/s, duplex
9600 Bit/s, duplex
14400 Bit/s, duplex
19200 Bit/s, duplex
33600 Bit/s, duplex
Fehlerkorrektur
V.42 und MNP4
Datenkompression
V.42bis und MNP5
Modemsteuerung
AT-Kommandos
V.25bis-Kommandos
9
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Siemens IK PI · 2012
Kompatibel zu den SINAUTModems (als Telefonmodem)
• MD125
- V.22
- V.22 bis
• MDM2425B DX
1200 Bit/s, duplex
2400 Bit/s, duplex
- V.22 bis
• MD3 (HW-Ausgabestand < 4)
2400 Bit/s, duplex
-
V.22
V.22 bis
V.32 bis
V.32 bis
V.32 bis
1200 Bit/s, duplex
2400 Bit/s, duplex
4800 Bit/s, duplex
9600 Bit/s, duplex
14400 Bit/s, duplex
Zulassungen
Europa
USA
Kanada
Empfohlene Leitungsqualität bei
Telekom-Mietleitungen
M1020
M1025
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — Modems
Telefonmodem MD3
■ Bestelldaten
Telefonmodem MD3
Bestell-Nr.
6NH7 810-0AA30
für das analoge Telefonnetz,
max. 33.600 Bit/s;
auch verwendbar als Standleitungsmodem für eine
Punkt-zu-Punkt-Verbindung,
max. 33.600 Bit/s im Sprachband;
inkl. WAN-Steckleitung
6NH7700-3BR60 (RJ12 -RJ12/
TAE6) mit aufschnappbarem
TAE6N-Stecker zur Verbindung
des Modems mit einer Telefonsteckdose (TAE6N oder RJ12)
oder mit einem Überspannungsschutzmodul LTOP (bei Standleitungsbetrieb)
Steckleitung
zur Verbindung einer TIM mit
einem der SINAUT ST7-Modems
MD2, MD3 oder MD4
Kabellänge 1,5 m
• RS 232
• RS 485 (nicht für TIM 3V-IE)
Steckleitung RJ12/RJ12
mit aufschnappbarem TAE6NStecker (Ersatzteil)
Leitungsübertrager mit
Überspannungsschutz
(nur für Standleitung)
• LTOP1
für 2-Draht-Endstelle
Betriebsanleitung Modem MD3
Papierversion
• deutsch
• englisch
Bestell-Nr.
Zubehör
6NH7 811-0AA31
6NH7 811-0AA32
Adapter
6NH7 701-4AL
6NH7 701-4DL
6NH7 700-3BR60
6NH9 821-0BC11
6NH7 760-0AA
zur Montage des Modems MD3
auf eine 35 mm Normprofilschiene
SITOP compact 24 V/0,6 A
6EP1 331-5BA00
1-phasige Stromversorgung mit
Weitbereichseingang
AC 85 … 264 V/DC 110 … 300 V,
geregelte Ausgangsspannung
24 V, Ausgangsstrom-Nennwert
0,6 A, schmale Bauform
9
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
EGPRS-Router MD741-1
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
• Der EGPRS-Router MD741-1 ist universell einsetzbar.
Aufgrund seiner Bauform und seiner elektrischen Eigenschaften eignet sich der EGPRS-Router vor allem für die Anwendung im industriellen Bereich.
• Weltweite Fernprogrammierung und Wartung über die
schnelle EGPRS-Schnittstelle
• Energiesparkonzepte von Anlagen z.B. durch die zustandsabhängige Drehzahlsteuerung von Pumpen in Außenstationen
• EGPRS- (GPRS mit Edge) und GPRS-Router für die drahtlose
IP-Kommunikation von Industrial Ethernet-basierten Automatisierungsgeräten über GSM-Mobilfunknetze
• Vierfache Übertragungsgeschwindigkeit durch EGPRS
• Integrierte Sicherheitsfunktionen mit Firewall und VPN (IPsec)
■ Nutzen
9
• Überwachen und Steuern von drahtlos angebundenen
Telecontrol-Unterstationen bei geringen Investitions- und
Betriebskosten
• Reduzierung von Reisekosten oder Telefongebühren durch
Fernprogrammierung und Ferndiagnose über GPRS
• Komfortable Diagnose über Terminal Clients sowie kurze
Downloadzeiten durch die höhere Geschwindigkeit mit
EGPRS
• Hohe Sicherheit durch IPSec-basierende VPN-Funktionalität
und Firewall
• Einsparung von Projektierungszeit durch die Security Module
SCALANCE S über abgestimmte VPN-Konfiguration
• Steuern und Überwachen über die GPRS-Infrastruktur der
Mobilfunkprovider mit preisgünstigen M2M Standard-Verträgen, da VPN integriert
• Einfache Planung und Inbetriebnahme von Unterstationen
ohne spezielle Funkkenntnisse
• Durch Quadband-Technik weltweit einsetzbar
(Länderspezifische Zulassungen beachten!)
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Siemens IK PI · 2012
Steuerung und Überwachung von
- Kläranlagen, Wasseraufbereitung
- Öl- und Gasversorgung
- Fernwärmenetzen
- Energieverteilung
- Pumpstationen
- Verkehrstechnik
- Gebäuden
- Windkraft- und Photovoltaikanlagen
• Anbindung von mobilen Teilnehmern, mit zentraler Überwachung und Steuerung
• Ferndiagnose von SIMATIC S7 über GPRS mit STEP 7
■ Aufbau
• Robustes Kunststoffgehäuse für Hutschienenmontage
• RJ45-Schnittstelle für Industrial Ethernet
• Diagnose-LEDs für Modemstatus, Feldstärke und Verbindungskontrolle
• SET-Service-Taste
• 4-polige Schraubklemme für den Anschluss an die DC 24 VVersorgungsspannung
• SMA-Antennenanschluss für GSM/EGPRS-Antenne
■ Funktion
• Quadband GSM mit den Frequenzbändern
850/900/1800/1900 MHz
• Schnelle Kommunikation über EGPRS Multislot Class 12 in
EGPRS-Netzen;
Ohne EGPRS-Netz automatische Umschaltung auf GPRSBetrieb
• Automatischer Aufbau und Halten der IP-basierenden Onlineverbindung zum Internet
• Bidirektionale IP-basierende Datenkommunikation mit der
Telecontrol-Leitstelle, z. B. ST7cc oder ST7sc;
Datenaustausch zwischen Telecontrol-Stationen (Querkommunikation) über eine TIM-Kommunikationsbaugruppe in der
Zentrale
• Integrierte Sicherheitsfunktionen mit Firewall und VPN (IPsec)
• Gesicherte Datenkommunikation mit den SINAUT ST7-Stationen, auch über Mobilfunk-Providernetze die keine öffentlichen
und fixe IP- Adressen für das Modem bereitstellen
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
EGPRS-Router MD741-1
■ Funktion (Fortsetzung)
Projektierung
• Parametrierung des Routers mit HTML Web-Browser
Security
• VPN-Router für sichere Datenübertragung über öffentliche
Netze (IPSec Protokoll, 3DES-Datenverschlüsselung,
AES-Verschlüsselung, NAT-Traversal)
• Passende VPN-Terminierung der Leitstelle über SCALANCE
S612 oder S623 1)
• Firewall für den Schutz vor unberechtigtem Zugriff. Der
dynamische Paketfilter untersucht Datenpakete anhand der
Ursprungs- und Zieladresse (stateful packet inspection) und
blockiert unerwünschten Datenverkehr (Anti-Spoofing)
Diagnose / Instandhaltung
• Status des Verbindungsaufbaus und einer bestehenden
Verbindung über Front LED-Anzeige
Voraussetzungen für den Einsatz des
EGPRS-Routers MD741-1
• SIM-Karte von einem Netzbetreiber mit EGPRS-Unterstützung
■ Integration
VPN-Terminierung über SCALANCE S
Einsatzbeispiel Telecontrol
Falls in der Zentrale kein von einem IT-Beauftragten gewarteter
zentraler Router vorhanden ist, empfiehlt es sich, den VPN-Kanal des EGPRS-Routers MD741-1 über ein SCALANCE S-Modul
(SCALANCE S612 oder S623 1) ab Firmware V 2.0) zu terminieren. Zur passenden VPN-Konfiguration des MD741-1 kann
das SCALANCE S-Projektierungstool verwendet werden. Dies
erspart die Konfigurationsarbeit zur Einstellung eines handelsüblichen Routers.
In der nachfolgenden Grafik ist eine S7-300-Station mit
TIM 3V-IE und MD741-1 über EGPRS und Internet mit der zentralen Leitstelle (z. B. SINAUT ST7cc oder ST7sc) verbunden.
Der VPN-Kanal des MD741-1 ist in der Zentrale über ein
SCALANCE S-Modul (S612/623 1)) abgeschlossen. Hinter dem
SCALANCE S-Modul ist eine TIM 4R-IE eingebaut. Diese Baugruppe übernimmt für die Leitstelle die SINAUT-Kommunikation
mit den über das Internet angeschlossenen Stationen sowie mit
den Stationen, die über zwei weitere Netze an die TIM 4R-IE
angebunden sind. Querverkehr zwischen einzelnen Stationen in
den verschiedenen Netzen werden über die TIM 4R-IE geroutet.
in Vorbereitung
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Telefon
Email
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7,09,(
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6
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7,09,(
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1)
Optional kann die Software der Leitstelle um das Softwarepaket
Alarm Control Center (ACC) ergänzt werden. Damit können
Störmeldungen aus der Anlage per SMS, Fax oder Email an das
Servicepersonal weitergeleitet werden.
Gesichertes Fernwirken mit SINAUT ST7 über IP-basierte Netze
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
EGPRS-Router MD741-1
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatzbeispiel Fernwartung
Von einer Servicezentrale, die mit dem Internet verbunden ist,
kann Fernprogrammierung, Parametrierung und Ferndiagnose
gesichert über VPN zu weltweit eingesetzten Maschinen und
SCALANCE DSLS612 Modem
Anlagen durchgeführt werden. Dabei können alle am Ethernetport des MD741-1 angeschlossenen Automatisierungsgeräte
erreicht werden.
VPN-Tunnel 2
S7-300 mit
CPU 315-2DP
und CP 343-1
Lean
VPNTunnel 1
Servicezentrale
MD741-1
PROFIBUS
Internet
Remote Station 2
IP-Kamera
Industrial Ethernet
S7-300 mit
CP 343-1
Advanced
Service Rechner mit
Software SOFTNET
Security Client
SCALANCE
M875
Remote Station 1
Industrial Ethernet
UMTSMobiltelefon
Typische Fernzugriffszenarien auf verteilte SIMATIC S7-Stationen über eine gesicherte, EGPRS-basierte Internetverbindung
9
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Siemens IK PI · 2012
G_IK10_XX_30188
Mobilfunk
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
EGPRS-Router MD741-1
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH9 741-1AA00
Bestell-Nr.
6NH9 741-1AA00
Produkttyp-Bezeichnung
SINAUT MD741-1
EGPRS-Router
Produkttyp-Bezeichnung
SINAUT MD741-1
EGPRS-Router
Übertragungsrate
-
Bauform, Maße und Gewichte
-
Übertragungsrate
• 1 bei Industrial Ethernet
• 2 bei Industrial Ethernet
• bei GSM-Übertragung
• bei GPRS-Übertragung
- bei Downlink maximal
- bei Uplink maximal
• bei eGPRS-Übertragung
- bei Downlink maximal
- bei Uplink maximal
Schnittstellen
Anzahl der elektrischen Anschlüsse
• für Netzkomponenten bzw.
Endgeräte
• für externe Antenne(n)
• für Spannungsversorgung
Bauform
kompakt
10 Mbit/s
100 Mbit/s
9 600 bit/s
Tiefe
Höhe
Breite
114 mm
99 mm
45 mm
85,6 kbit/s
42,8 kbit/s
Nettogewicht
280 g
Art der Befestigung 35 mm
DIN-Hutschienenmontage
Ja
238 kbit/s
118 kbit/s
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
-
Produktfunktion DynDNS-Client
Ja
Produktfunktionen
Management, Konfiguration,
Projektierung
-
2
1
1
Ausführung elektrischer Anschluss
• für Netzkomponenten bzw.
Endgeräte
• für externe Antenne(n)
RJ45-Port (10/100 Mbit/s, TP,
Auto-Crossover)
SMA-Antennenbuchse (50 Ohm)
Eingänge/Ausgänge
-
Anzahl der elektrischen Anschlüsse
• für digitale Eingangssignale
• für digitale Ausgangssignale
-
Ausführung elektrischer Anschluss
• für digitale Eingangssignale
• für digitale Ausgangssignale
-
WAN-Anbindung
-
Art des Mobilfunknetzes wird
unterstützt GSM
Ja
Produktfunktion
• CLI
• Web-based Management
Nein
Ja
Protokoll wird unterstützt
• Telnet
• HTTP
• HTTPS
Ja
Ja
Ja
Art der Projektierung
Web-Interface
Produktfunktionen Diagnose
-
Produktfunktion
• Packet Size Statistics
• Packet Type Statistics
• Error Statistics
• SysLog
• Packet Filter Log
• System Log
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Art des Mobilfunkdienstes wird
unterstützt
• GPRS
• eGPRS
Produktfunktionen DHCP
-
Ja
Ja
Betriebsfrequenz
• 1 bei GPRS-Übertragung
• 2 bei GPRS-Übertragung
• 3 bei GPRS-Übertragung
• 4 bei GPRS-Übertragung
Produktfunktion
• DHCP-Client
• DHCP-Server – internes Netz
Ja
Ja
850 MHz
900 MHz
1 800 MHz
1 900 MHz
Produktfunktionen Routing
-
Routerfunktion
• NAT (IP Masquerading)
• Port Forwarding
• NAT-Traversel
• DNS-Cache
Ja
Ja
Ja
Ja
Produktfunktionen Security
-
Ausführung der Firewall
stateful Inspection
Art des GPRS-Zeitschlitzverfahrens
Multislot Class 10
Ja
Versorgungsspannung,
Stromaufnahme, Verlustleistung
-
Art der Spannung
der Versorgungsspannung
DC
Versorgungsspannung
• minimal
• maximal
24 V
12 V
30 V
aufgenommener Strom maximal
600 mA
Verlustwirkleistung typisch
4W
Zulässige
Umgebungsbedingungen
-
Produktfunktion
• Passwortschutz
• Broadcast/Multicast/
Unicast Limiter
• Broadcast Blocking
Ja
-
Protokoll wird unterstützt SSH
Ja
Eignung zum Einsatz
Virtual Privat Network
Ja
Produktfunktion bei VPN-Verbindung
T
-20 … +60 °C
-40 … +70 °C
Anzahl der möglichen Verbindungen bei VPN-Verbindung
10
relative Luftfeuchte bei 25 °C
während Betrieb maximal
95 %
-
Schutzart IP
IP20
Anzahl der Netzwerkteilnehmer für
internes Netzwerk bei VPN-Verbindung maximal
Umgebungstemperatur
• während Betrieb
• während Lagerung
9
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
EGPRS-Router MD741-1
■ Technische Daten (Fortsetzung)
Bestell-Nr.
6NH9 741-1AA00
Bestell-Nr.
6NH9 741-1AA00
Produkttyp-Bezeichnung
SINAUT MD741-1
EGPRS-Router
Produkttyp-Bezeichnung
SINAUT MD741-1
EGPRS-Router
Art der Authentifizierung bei Virtual
Privat Network PSK
Ja
Produktfunktionen Uhrzeit
-
Routerfunktion NTP
Ja
Protokoll wird unterstützt IPsec
Tunnel und Transport Mode
Ja
Normen, Spezifikationen,
Zulassungen
-
Schlüssellänge
• bei IPsec DES
bei Virtual Privat Network
• 1 bei IPsec AES
bei Virtual Privat Network
• 2 bei IPsec AES
bei Virtual Privat Network
• 3 bei IPsec AES
bei Virtual Privat Network
56 bit
128 bit
192 bit
256 bit
Art des Internet Key Exchange bei
Virtual Privat Network Main Mode
Ja
Schlüssellänge bei IPsec 3DES
bei Virtual Privat Network
168 bit
Art des Internet Key Exchange bei
Virtual Privat Network Quick Mode
Ja
Art der Paket-Authentifizierung
bei Virtual Privat Network
MD5, SHA-1
IETF-Profil bei Virtual Privat Network
X.509v3-Zertifikat
Ja
■ Bestelldaten
EGPRS-Router MD741-1 1)
Zubehör
9
6GK1 901-1BB10-2AA0
6GK1 901-1BB10-2AB0
6GK1 901-1BB10-2AE0
GSM/GPRS-Antenne ANT794-3M
GSM Triband Flachantenne
mit 1,2 m Anschlusskabel
6NH9 870-1AA00
GSM/GPRS-Antenne
ANT794-4MR
Quadband-Antenne,
omnidirektional mit 5 m Kabel
6NH9 860-1AA00
1)
2)
• für Ex-Zone von CSA und UL
• für Störaussendung
• für Störfestigkeit
EN60079-15: II 3 G Ex nA IIC T4
Ta= -20°C to 60°C
UL 60950-1, CSA C22.2 Nr.
60950-1
EN 61000-6-2
Eignungsnachweis
• CE-Kennzeichnung
• C-Tick
• E1-Zulassung
• e1-Zulassung
EN 61000-6-2
Ja
-
• für Sicherheit von CSA und UL
Bestell-Nr.
6NH9 741-1AA00
Für die drahtlose IP-Kommunikation von Industrial Ethernet-basierten Automatisierungsgeräten über
GSM-Mobilfunknetze; integrierte
Firewall und VPN-Router (IPsec);
Quadband-GSM;
EGPRS Multislot Class 12
IE FC RJ45 Plug 180
RJ45-Steckverbinder für Industrial
Ethernet mit robustem Metallgehäuse und integrierten Schneid-/
Klemmkontakten zum Anschluss
der Industrial Ethernet FC Installationsleitungen; mit 180° Kabelabgang; für Netzkomponenten
und CPs/CPUs mit Industrial
Ethernet-Schnittstelle
• 1 Packung = 1 Stück
• 1 Packung = 10 Stück
• 1 Packung = 50 Stück
Norm
• für EMV
• für EMV von FM
• für Ex-Zone
Bitte Länderzulassungen beachten unter
http://www.siemens.de/funkzulassungen
in Vorbereitung
Bestell-Nr.
Industrial Security Modules
SCALANCE S
zum Schutz von Automatisierungsgeräten und Automatisierungsnetzen und zur Sicherung der
industriellen Kommunikation;
Projektierungstool und elektronisches Handbuch auf CD-ROM;
deutsch, englisch, französisch,
italienisch, spanisch
• SCALANCE S612
schützt Netzsegmente vor
unbefugtem Zugriff mittels
Stateful Inspection Firewall;
schützt bis zu 32 Geräte
bis zu 64 VPN-Tunnel gleichzeitig
• SCALANCE S623 2)
schützt Netzsegmente vor
unbefugtem Zugriff mittels
Stateful Inspection Firewall;
schützt bis zu 64 Geräte, bis zu
128 VPN-Tunnel gleichzeitig;
erweiterter Temperaturbereich
(-20 ... +70 °C)
IE TP Cord RJ45/RJ45
TP-Leitung 4 x 2
mit 2 RJ45-Steckern
• 0,5 m
•1m
•2m
•6m
• 10 m
6GK5 612-0BA00-2AA3
6GK5 623-0BA10-2AA3
6XV1 870-3QE50
6XV1 870-3QH10
6XV1 870-3QH20
6XV1 870-3QH60
6XV1 870-3QN10
■ Weitere Info
Zur Unterstützung bei der Produktauswahl für Industrial Wireless
Communication steht das SIMATIC NET Selection Tool zur
Verfügung unter: http://www.siemens.de/snst
Funkzulasssungen
Aktuelle Zulassungen finden Sie im Internet unter
http://www.siemens.de/funkzulassungen
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
SIPLUS EGPRS-Router MD741-1
■ Übersicht
SIPLUS MD741-1 EGPRS-ROUTER
Bestellnummer
6AG1 741-1AA00-2AA0
Bestellnummer based on
6NH9 741-1AA00
Umgebungstemperaturbereich
-25 ... +60 °C
Conformal Coating
Beschichtung der Leiterplatte und
der elektronischen Bauelemente
Technische Daten
Es gelten die Technischen Daten
des Standardproduktes mit
Ausnahme der Umgebungsbedingungen.
Umgebungsbedingungen
• EGPRS- (GPRS mit Edge) und GPRS-Router für die drahtlose
IP-Kommunikation von Industrial Ethernet-basierten Automatisierungsgeräten über GSM-Mobilfunknetze
• Vierfache Übertragungsgeschwindigkeit durch EGPRS
• Integrierte Sicherheitsfunktionen mit Firewall und VPN (IPsec)
Hinweis:
SIPLUS extreme-Produkte basieren auf Siemens IndustryStandardprodukten. Die hier aufgeführten Inhalte wurden von
den entsprechenden Standardprodukten übernommen. Ergänzt
sind SIPLUS extreme-spezifische Informationen.
Relative Luftfeuchte
5 ... 100 %
Betauung zulässig
Biologisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3B2 Schimmel-, Pilz-,
Schwammsporen
(ausgenommen Fauna)
Chemisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3C4 inkl. Salznebel
und ISA –S71.04 severity level
G1; G2; G3; GX 1) 2)
Mechanisch aktive Stoffe
Konformität mit EN 60721-3-3,
Klasse 3S4 inkl. leitfähiger Sand,
Staub 2)
Luftdruck
(abhängig vom höchsten angegebenen positiven Temp.bereich)
1080 ... 795 hPa
(-1000 ... +2000 m)
siehe Umgebungstemperaturbereich
795 ... 658 hPa
(+2000 ... +3500 m)
derating 10 K
658 ... 540 hPa
(+3500 ... +5000 m)
derating 20 K
1)
2)
ISA –S71.04 severity level GX: Dauerbelastung/ long-term load:
SO2 < 4,8 ppm; H2S < 9,9 ppm; Cl < 0,2 ppm; HCl < 0,66 ppm;
HF < 0,12 ppm; NH < 49 ppm; O3 < 0,1 ppm; NOX < 5,2 ppm
Grenzwert/ limit value (max. 30 min/d): SO2 < 17,8 ppm;
H2S < 49,7 ppm; Cl < 1,0 ppm; HCl < 3,3 ppm; HF < 2,4 ppm;
NH < 247 ppm; O3 < 1,0 ppm; NOX < 10,4 ppm
Die mitgelieferten Steckerabdeckungen müssen bei Betrieb in Schadgasatmosphäre auf der nicht genutzten Schnittstelle verbleiben!
Technische Dokumentation zu SIPLUS finden Sie hier:
http://www.siemens.de/siplus-extreme
■ Bestelldaten
SIPLUS EGPRS-Router MD741-1
Bestell-Nr.
9
6AG1 741-1AA00-2AA0
Für die drahtlose IP-Kommunikation von Industrial Ethernet-basierten Automatisierungsgeräten über
GSM-Mobilfunknetze; integrierte
Firewall und VPN-Router (IPsec);
Quadband-GSM; EGPRS Multislot
Class 12
Software, Steckleitungen und
sonstiges Zubehör
siehe Bestelldaten zu
Standleitungsmodem MD2
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
• UMTS, EGPRS- (GPRS mit Edge) und GPRS-Router für die
drahtlose IP-Kommunikation von Industrial Ethernet-basierten
Automatisierungsgeräten über UMTS-/GSM-Mobilfunknetze
• Hohe Übertragungsgeschwindigkeit durch UMTS
• Integrierte Sicherheitsfunktionen mit Firewall
• SCALANCE M875 1)
Einsatz sowohl als VPN Server als auch als Client (IPsec)
■ Nutzen
• Geringe Investitions- und Betriebskosten für das Überwachen
und Steuern von drahtlos angebundenen TelecontrolUnterstationen
• Reduzierung von Reisekosten oder Telefongebühren durch
Fernprogrammierung und Ferndiagnose über UMTS
• Hohe Sicherheit durch eine integrierte Firewall und VPN mit
IPsec (nur SCALANCE M875)
• Nutzung der bestehenden UMTS-/GSM-Infrastruktur der
Mobilfunkprovider
• Einfache Planung und Inbetriebnahme von TelecontrolUnterstationen ohne spezielle Funkkenntnisse
9
• Anwendung im industriellen und industrienahen Bereich
durch seine Bauform und seine elektrischen Eigenschaften
• Weltweite Fernprogrammierung und Wartung z. B. mit STEP 7
über die schnelle UMTS-Schnittstelle
• Anbindung von mobilen Teilnehmern mit zentraler Überwachung und Steuerung
• Energiesparkonzepte in verteilten Anlagen z. B. durch die
zustandsabhängige Drehzahlsteuerung von Pumpen in
Außenstationen
• Steuerung und Überwachung von
- Kläranlagen, Wasseraufbereitung
- Öl- und Gasversorgung
- Fernwärmenetzen
- Energieverteilung
- Pumpstationen
- Verkehrstechnik
- Gebäuden
- Windkraft- und Photovoltaikanlagen
• Anschluss von Telecontrol-Unterstationen (z. B. SINAUT ST7)
an Leitstelle über UMTS
• Videoübertragung z.B. von mobilen Fehrzeugen wie Busse
und Bahnen
• Weltweit einsetzbar durch:
- UMTS: Tri-Band-Technik
- GSM: Quadband-Technik
Hinweis:
Länderspezifische Zulassungen müssen beachtet werden!
Auf Grund der integrierten Sicherheitsfunktionen ermöglicht der
UMTS-Router SCALANCE M875 eine geschützte Anbindung
dezentraler Automatisierungszellen an eine Leitstelle über das
Mobilfunknetz und kann im Rahmen des Siemens Remote
Service eingesetzt werden. Über dieses umfassende Dienstleistungsangebot können Unternehmen Siemens mit der Überwachung, Steuerung und Wartung von abgelegenen Anlagen
und Maschinen per Fernzugriff beauftragen.
■ Aufbau
• Robustes Kunststoffgehäuse für Hutschienenmontage
• RJ45-Schnittstelle für Industrial Ethernet
• Diagnose-LEDs für Modemstatus, Feldstärke, Verbindungskontrolle und DI-/DO-Kanäle
• SET-Service-Taste
• 4-polige Schraubklemme für den Anschluss an die DC 24 VVersorgungsspannung
• 4-polige Schraubklemme für einen digitalen Eingang und
einen digitalen Ausgang
• SMA-Antennenanschluss für UMTS-/GSM-Antenne
Produktvarianten
SCALANCE M873
• 1 x RJ45 Port mit 10/100 Mbit/s
• 1 x SMA-Antennenanschluss
• Unterstützung von UMTS mit HSDPA (Downlink: 3,6 Mbit/s,
Uplink: 384 kbit/s)
• Integrierte Firewall-Funktion
SCALANCE M875 1)
• 2 x RJ45 Ports mit 10/100 Mbit/s
• 2 x SMA-Antennenanschlüsse (Antennen-Diversity)
• Unterstützung von UMTS mit HSDPA und HSUPA
(Downlink: 14,4 Mbit/s, Uplink: 5,76 Mbit/s)
• Integrierte Firewall-Funktion und VPN mit IPsec
• Typgenehmigung als Fahrzeugbauteil gemäß der Richtlinie
72/245/EWG in der Fassung 2009/19/EG
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Siemens IK PI · 2012
in Vorbereitung
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
• Triband UMTS mit den Frequenzbändern 850/1900/2100 MHz
• Quadband GSM mit den Frequenzbändern
850/900/1800/1900 MHz
• Ohne UMTS-Netz automatische Umschaltung auf EGPRS
(Multislot Class 12) oder GPRS-Betrieb
• Automatischer Aufbau und Halten der IP-basierenden Onlineverbindung zum Internet
• Zusammenführung verteilter, IP-basierender Netze über
UMTS-/GSM-Mobilfunknetze
• Bidirektionale IP-basierende Datenkommunikation mit der
Telecontrol-Leitstelle, z. B. ST7cc oder ST7sc, WinCC oder
PCS7
• Integrierte Sicherheitsfunktionen mit Firewall
• Datenaustausch zwischen Telecontrol-Stationen (Querkommunikation) über eine TIM-Kommunikationsbaugruppe in der
Zentrale
• Gesicherte Datenkommunikation mit den SINAUT ST7-Stationen, auch über Mobilfunk-Providernetze die keine öffentlichen
und fixen IP-Adressen für das Modem bereitstellen
• Automatischer und Nutzer-definierter SMS-Versand
Projektierung
• Komfortable Konfiguration aller Netzwerk- und FirewallParameter des Routers mithilfe des Web-Browsers
Security
• Router für Datenübertragung über öffentliche Netze mit
NAT-Funktionalität (NAT-Traversal)
• Passende VPN-Terminierung der Leitstelle über SCALANCE S
• Firewall für den Schutz vor unberechtigtem Zugriff; Der
dynamische Paketfilter untersucht Datenpakete anhand der
Ursprungs- und Zieladresse (stateful packet inspection) und
blockiert unerwünschten Datenverkehr (Anti-Spoofing)
Diagnose / Instandhaltung
• Status des Verbindungsaufbaus und einer bestehenden
Verbindung über Front-LED-Anzeige und Web-Browser
Voraussetzungen für den Einsatz des UMTS-Routers
SCALANCE M873
• SIM-Karte von einem UMTS-Netzbetreiber mit HSDPA-Unterstützung oder alternativ eine SIM-Karte von einem GSM-Netzbetreiber mit EGPRS- oder GPRS-Unterstützung
■ Integration
Einsatzbeispiel SCALANCE M873 Internet-Zugang
ohne VPN oder mit Provider VPN
Eine dezentrale S7-300 Station ist mit Hilfe des UMTS-Routers
SCALANCE M873 an das Internet angeschlossen. Dadurch ist
es möglich, vom Internet aus auf die Anlage per HTTP oder
HTTPS zuzugreifen und abgesetzte Anlagenteile zu überwachen. Des Weiteren ist es möglich, über das Absetzen von
E-Mails Zustände beispielsweise an Service-Techniker
abzusetzen.
Für die Übertragung vertraulicher Informationen mit dem
SCALANCE M873 können gesicherte Tunnel der Mobilfunknetzbetreiber genutzt werden. Am Übergang von Mobilfunknetz zum
Internet befindet sich der Provider APN (Access Point Name),
zu dem die verschlüsselte Verbindung aufgebaut wird. Die Verfügbarkeit variiert je nach Netzbetreiber.
Field PG
DSL-Router
SINAUT ST7cc/sc
DSL-Router
Zentrale
Industrial
Ethernet
VPN-Tunnel
Provider APN
Mobilfunknetz
Internet
Field PG
UMTSMobiltelefon
SCALANCE
M873
S7-300
*B,.B;;B
■ Funktion
TIM 3V-IE
Advanced
Station
Typische Fernzugriffszenarien über eine UMTS-basierte Internetverbindung
Siemens IK PI · 2012
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatzbeispiel SCALANCE M875 1)
für Fernwartung mit VPN-Tunnel
Von einer Servicezentrale, die mit dem Internet verbunden ist,
können klassische Anwendungen, wie Fernprogrammierung,
Parametrierung und Ferndiagnose, aber auch Monitoring
gesichert über VPN zu weltweit eingesetzten Maschinen und
SCALANCE DSLS612 Modem
Anlagen durchgeführt werden. Dabei können alle IP-basierten
Geräte, besonders IP-basierte Automatisierungsgeräte, im
lokalen Netz hinter dem SCALANCE M875 erreicht werden.
Durch die erhöhte Bandbreite im Uplink können Multimedia
Anwendungen, wie Video-Streaming realisiert werden.
VPN-Tunnel 2
S7-300 mit
CPU 315-2DP
und CP 343-1
Lean
VPNTunnel 1
Servicezentrale
MD741-1
PROFIBUS
Internet
Remote Station 2
IP-Kamera
S7-300 mit
CP 343-1
Advanced
Service Rechner mit
Software SOFTNET
Security Client
SCALANCE
M875
Remote Station 1
Industrial Ethernet
Typisches Fernwartungsszenario über eine gesicherte, UMTS-basierte Internetverbindung
1)
in Vorbereitung
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Siemens IK PI · 2012
Industrial Ethernet
UMTSMobiltelefon
G_IK10_XX_30188
Mobilfunk
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatzbeispiel Breitbandige Datenübertragung
in Fahrzeugen mit SCALANCE M875 1)
Der UMTS-Router SCALANCE M875 erlaubt durch hohe Downund Uplink-Kapazitäten vielfältige Datendienste mit großem
Bandbreitenbedarf über Mobilfunk in und aus Fahrzeugen.
Zur Erhöhung der Verbindungsqualität während der Bewegung
ist der SCALANCE M875 mit Antennendiversität ausgestattet.
Wahlweise können sensible Daten im sicheren VPN-Tunnel übertragen werden.
Videoübertragung in Echtzeit aus der Fahrgastzelle heraus dient
zur Erhöhung der Fahrgastsicherheit (Video Surveillance).
Die Videodaten aller Fahrzeuge laufen in einer Zentrale zur
Überwachung und weiteren Verarbeitung zusammen.
Darüber hinaus sind Anwendungen, wie Datenanbindung für
Ticketautomaten, Infotainmentdienste und Internet an Bord,
oder proaktive Überwachung der Fahrzeugtechnik (Telemetrie)
möglich.
Zentrale Überwachungsstelle
Internet
SCALANCE
S612
Provider APN
DSLRouter
UMTS
Zentrale
IP-Kamera
SCALANCE
X204-2TS
IPKamera
Industrial Ethernet
VPN-Tunnel
G_IK10_XX_30294
SCALANCE
M875
Breitbandige Videodatenübertragung über UMTS, abgesichert über VPN, zur Erhöhung der Fahrgastsicherheit
1)
in Vorbereitung
9
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatzbeispiel SINAUT ST7 mit SCALANCE M875 1)
In der nachfolgenden Grafik ist eine S7-300-Station mit
TIM 3V-IE und SCALANCE M875 über UMTS und Internet mit
der zentralen Leitstelle (SINAUT ST7cc oder ST7sc) verbunden.
Hinter dem SCALANCE S-Modul ist eine TIM 4R-IE eingebaut.
Diese Baugruppe übernimmt für die Leitstelle die SINAUT-Kommunikation mit den über das Internet angeschlossenen Stationen sowie mit den Stationen, die über zwei weitere Netze an die
z.B.
Alarm Control Center (ACC)
TIM 4R-IE angebunden sind. Querverkehr zwischen einzelnen
Stationen in den verschiedenen Netzen wird über die TIM 4R-IE
geroutet.
Optional kann die Software der Leitstelle um das Softwarepaket
Alarm Control Center (ACC) ergänzt werden. Damit können
Störmeldungen aus der Anlage per SMS, Fax oder E-Mail an das
Servicepersonal weitergeleitet werden.
Visualisierung über
WinCC/PCS 7
mit ST7cc oder
SINAUT
ST7cc/sc
SCALANCE
S612/613
SMS/
Telefon
Modems MD
für weitere
klassische WANs
Industrial Ethernet
Zentrale
Fax
Email
TIM 4R-IE
OPC-Clients
mit ST7sc
DSL-Router
Internet
DSL-Router
VPN-Tunnel
SCALANCE M875
SCALANCE
S612/613
Mobilfunk
Station
TIM 3V-IE
Gesichertes Fernwirken mit SINAUT ST7 über IP-basierte Netze
1)
in Vorbereitung
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Siemens IK PI · 2012
Station
TIM 3V-IE
G_IK10_XX_30276
S7-300
S7-300
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Integration (Fortsetzung)
Einsatzbeispiel SINAUT ST7 mit SCALANCE M873
SINAUT ST7cc/sc
STEP 7 mit ST7 ES
UMTS-Router
feste IP-Adresse
SCALANCE
M873
TIM 4R-IE
Industrial
Ethernet
Zentrale
Internet
Eine Station ist mit Hilfe eines DSL-Routers angebunden.
Die beiden weiteren Stationen sind entweder mithilfe eines
M873-UMTS Routers oder mit einem MD720 GSM-Modem über
das Mobilfunknetz an die Zentrale angebunden. Da das GSMModem MD720 den VPN-Tunnel zur Zentrale hin aufbaut, wird
hier eine TIM 3V-IE Baugruppe eingesetzt. Die beiden anderen
Stationen sind mit einer TIM 3v-IE Advanced ausgestattet, da
der VPN-Tunnel über die TIM-Baugruppe aufgebaut werden
muss.
Mobilfunknetz
VPN-Tunnel
DSLRouter
S7-300
SCALANCE
M873
S7-300
TIM 3V-IE
Advanced
Station
MD720-3
S7-300
TIM 3V-IE
Advanced
Station
TIM 3V-IE
Station
*B,.B;;B
In der hier vorliegenden Anwendung sind drei S7-300-Stationen
mit einer TIM-Baugruppe über das Internet bzw. das Mobilfunknetz an eine Zentrale (SINAUT ST7cc, ST7sc oder STEP 7 mit
ST7 ES) angebunden. In der Zentrale ist eine TIM 4R-IE eingebaut. Diese Baugruppe übernimmt für die Leitstelle die
SINAUT-Kommunikation mit den angeschlossenen Stationen.
Damit die Verbindung zu den abgesetzten Stationen sicher ist,
baut das TIM 4R-IE einen VPN-Tunnel zu den abgesetzten
Stationen auf.
Gesichertes Fernwirken mit SINAUT ST7 über sichere VPN-Verbindungen mittels TIM-Baugruppen
9
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Integration (Fortsetzung)
Sichere VPN-Kommunikation mit SIMATIC NET-Komponenten
Operations level
Operator Station
PCS 7
UMTS
PCS 7
SCALANCE
S623
Internet
SOFTNET
Security
Client
DSL Modem
SCALANCE XR324-12M
Control level
Field PG
Industrial Ethernet
SCALANCE
S612
SCALANCE
M875
SCALANCE X308-2M
SIMATIC S7-300
mit CP 343-1
Advanced
SIMATIC S7-400
mit CP 443-1
Advanced
PROFINET/
Industrial Ethernet
STEP 7
WinCC
Engineering
Station
PROFINET/
Industrial Ethernet
WinCC
Operator
Station mit
CP 1628
SIMATIC
S7-1200
SIMATIC
S7-300 mit
CP 343-1
Lean
SINAMICS
S120
SIMATIC
ET 200S
Sichere VPN-Kommunikation zwischen SCALANCE M875, SCALANCE S623 und Komponenten mit Security Integrated
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Siemens IK PI · 2012
HMI
*B,.B;;B
Field level
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6GK5 873-0AA10-1AA2
6GK5 875-0AA10-1AA2
Produkttyp-Bezeichnung
SCALANCE M873
SCALANCE M875 1)
10 Mbit/s
100 Mbit/s
9 600 bit/s
10 Mbit/s
100 Mbit/s
9 600 bit/s
85,6 kbit/s
42,8 kbit/s
85,6 kbit/s
42,8 kbit/s
238 kbit/s
118 kbit/s
238 kbit/s
118 kbit/s
3,6 Mbit/s
0,384 Mbit/s
14,4 Mbit/s
5,76 Mbit/s
1
1
1
1
1
1
RJ45-Port (10/100 Mbit/s, TP, Auto-Crossover)
RJ45-Port (10/100 Mbit/s, TP, Auto-Crossover)
SMA-Antennenbuchse (50 Ohm)
Klemmleiste
SMA-Antennenbuchse (50 Ohm)
Klemmleiste
Anzahl der elektrischen Anschlüsse
• für digitale Eingangssignale
• für digitale Ausgangssignale
1
1
1
1
Ausführung elektrischer Anschluss
• für digitale Eingangssignale
• für digitale Ausgangssignale
Klemmleiste
Klemmleiste
Klemmleiste
Klemmleiste
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Übertragungsrate
Übertragungsrate
• 1 bei Industrial Ethernet
• 2 bei Industrial Ethernet
• bei GSM-Übertragung
• bei GPRS-Übertragung
- bei Downlink maximal
- bei Uplink maximal
• bei eGPRS-Übertragung
- bei Downlink maximal
- bei Uplink maximal
• bei UMTS-Übertragung
- bei Downlink maximal
- bei Uplink maximal
Schnittstellen
Anzahl der elektrischen Anschlüsse
• für Netzkomponenten bzw.
Endgeräte
• für externe Antenne(n)
• für Spannungsversorgung
Ausführung elektrischer Anschluss
• für Netzkomponenten bzw.
Endgeräte
• für externe Antenne(n)
• für Spannungsversorgung
Eingänge/Ausgänge
WAN-Anbindung
Art des Mobilfunknetzes wird
unterstützt GSM
Art des Mobilfunkdienstes wird
unterstützt
• GPRS
• eGPRS
Art des Mobilfunknetzes wird
unterstützt UMTS
9
Art des Mobilfunkdienstes wird
unterstützt
• HSDPA
• HSUPA
Ja
Nein
Ja
Ja
Betriebsfrequenz
• 1 bei GPRS-Übertragung
• 2 bei GPRS-Übertragung
• 3 bei GPRS-Übertragung
• 4 bei GPRS-Übertragung
• 1 bei UMTS-Übertragung
• 2 bei UMTS-Übertragung
• 3 bei UMTS-Übertragung
850 MHz
900 MHz
1 800 MHz
1 900 MHz
850 MHz
1 900 MHz
2 100 MHz
850 MHz
900 MHz
1 800 MHz
1 900 MHz
850 MHz
1 900 MHz
2 100 MHz
Ja
Ja
Art des GPRS-Zeitschlitzverfahrens
Multislot Class 10
1)
in Vorbereitung
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Technische Daten (Fortsetzung)
Bestell-Nr.
6GK5 873-0AA10-1AA2
6GK5 875-0AA10-1AA2
Produkttyp-Bezeichnung
SCALANCE M873
SCALANCE M875 1)
Art der Spannung
der Versorgungsspannung
DC
DC
Versorgungsspannung
• minimal
• maximal
24 V
12 V
30 V
24 V
12 V
30 V
aufgenommener Strom maximal
450 mA
450 mA
Verlustwirkleistung typisch
4W
4W
-20 … +60 °C
-40 … +70 °C
-20 … +60 °C
-40 … +70 °C
relative Luftfeuchte bei 25 °C
während Betrieb maximal
95 %
95 %
Schutzart IP
IP20
IP20
Bauform
kompakt
kompakt
Tiefe
Höhe
Breite
114 mm
99 mm
45 mm
114 mm
99 mm
45 mm
Nettogewicht
280 g
280 g
Art der Befestigung 35 mm
DIN-Hutschienenmontage
Ja
Ja
Ja
Ja
Produktfunktion
• CLI
• Web-based Management
• MIB-Unterstützung
• TRAPs via Email
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Ja
Nein
Nein
Protokoll wird unterstützt
• Telnet
• HTTP
• HTTPS
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Art der Projektierung
Web-Interface
Web-Interface
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Versorgungsspannung,
Stromaufnahme, Verlustleistung
Zulässige
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur
• während Betrieb
• während Lagerung
Bauform, Maße und Gewichte
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
Produktfunktion DynDNS-Client
Produktfunktionen
Management, Konfiguration,
Projektierung
9
Produktfunktionen Diagnose
Produktfunktion
• Packet Size Statistics
• Packet Type Statistics
• Error Statistics
• SysLog
• Packet Filter Log
• System Log
Produktfunktionen DHCP
Produktfunktion
• DHCP-Client
• DHCP-Server – internes Netz
1)
in Vorbereitung
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Technische Daten (Fortsetzung)
Bestell-Nr.
6GK5 873-0AA10-1AA2
6GK5 875-0AA10-1AA2
Produkttyp-Bezeichnung
SCALANCE M873
SCALANCE M875 1)
Produktfunktionen Routing
Routerfunktion
• NAT (IP Masquerading)
• Port Forwarding
• NAT-Traversel
• DNS-Cache
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
stateful Inspection
stateful Inspection
Ja
Ja
-
Ja
Ja
-
Produktfunktionen Security
Ausführung der Firewall
Produktfunktion
• Passwortschutz
• Packet Filter
• Broadcast/Multicast/
Unicast Limiter
• Broadcast Blocking
-
-
Protokoll wird unterstützt SSH
Ja
Ja
Eignung zum Einsatz
Virtual Privat Network
Nein
Ja
Produktfunktion bei VPN-Verbindung
F
T
Anzahl der möglichen Verbindungen bei VPN-Verbindung
-
10
Anzahl der Netzwerkteilnehmer
für internes Netzwerk
bei VPN-Verbindung maximal
-
-
Art der Authentifizierung
bei Virtual Privat Network PSK
Nein
Ja
Protokoll wird unterstützt IPsec
Tunnel und Transport Mode
Nein
Ja
-
56 bit
-
128 bit
-
192 bit
-
256 bit
Art des Internet Key Exchange bei
Virtual Privat Network Main Mode
Nein
Ja
Schlüssellänge bei IPsec 3DES
bei Virtual Privat Network
-
168 bit
Art des Internet Key Exchange bei
Virtual Privat Network Quick Mode
Nein
Ja
Art der Paket-Authentifizierung
bei Virtual Privat Network
-
MD5, SHA-1
IETF-Profil bei Virtual Privat Network
X.509v3-Zertifikat
Nein
Ja
Ja
Ja
Schlüssellänge
• bei IPsec DES
bei Virtual Privat Network
• 1 bei IPsec AES
bei Virtual Privat Network
• 2 bei IPsec AES
bei Virtual Privat Network
• 3 bei IPsec AES
bei Virtual Privat Network
9
Produktfunktionen Uhrzeit
Routerfunktion NTP
1)
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Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Technische Daten (Fortsetzung)
Bestell-Nr.
6GK5 873-0AA10-1AA2
6GK5 875-0AA10-1AA2
Produkttyp-Bezeichnung
SCALANCE M873
SCALANCE M875 1)
Normen, Spezifikationen,
Zulassungen
Norm
• für EMV
• für EMV von FM
• für Ex-Zone
• für Sicherheit von CSA und UL
• für Ex-Zone von CSA und UL
• für Störaussendung
• für Störfestigkeit
EN 55022 Klasse A
EN 61000-6-2
-
Eignungsnachweis
• CE-Kennzeichnung
• C-Tick
• E1-Zulassung
• e1-Zulassung
EN 61000-6-2
Ja
-
EN 61000-6-2
Ja
Ja
Ja
Ja
■ Bestelldaten
EN 55022 Klasse A
EN 61000-6-2
Bestell-Nr.
Bestell-Nr.
UMTS-Router SCALANCE M 87x
Zubehör
UMTS-Router für die drahtlose
IP-Kommunikation von Industrial
Ethernet-basierten Automatisierungsgeräten über
UMTS-/GSM-Mobilfunknetze;
EGPRS Multislot Class 12
• SCALANCE M873 1)
mit integrierter Firewall;
1 x RJ45 Port,
1 x Antennenanschluss
• SCALANCE M875 1) 2)
mit integrierter Firewall und VPN
mit IPsec;
2 x RJ45 Ports,
2 x Antennenanschlüsse
IE FC RJ45 Plug 180
6GK5 873-0AA10-1AA2
6GK5 875-0AA10-1AA2
RJ45-Steckverbinder für Industrial Ethernet mit robustem Metallgehäuse und integrierten
Schneid-/Klemmkontakten zum
Anschluss der Industrial Ethernet
FC Installationsleitungen;
mit 180° Kabelabgang; für Netzkomponenten und CPs/CPUs mit
Industrial Ethernet-Schnittstelle
• 1 Packung = 1 Stück
• 1 Packung = 10 Stück
• 1 Packung = 50 Stück
6GK1 901-1BB10-2AA0
6GK1 901-1BB10-2AB0
6GK1 901-1BB10-2AE0
Antenne ANT794-4MR
6NH9 860-1AA00
Quadband-Antenne
für MD720-3 und
MD741-1, omnidirektional
mit 5 m Kabel
Industrial Security Modules
SCALANCE S
zum Schutz von Automatisierungsgeräten und Automatisierungsnetzen und zur Sicherung
der industriellen Kommunikation;
Projektierungstool und elektronisches Handbuch auf CD-ROM;
deutsch, englisch, französisch,
italienisch, spanisch
• SCALANCE S612
schützt Netzsegmente vor
unbefugtem Zugriff mittels
Stateful Inspection Firewall;
schützt bis zu 32 Geräte, bis zu
64 VPN-Tunnel gleichzeitig
• SCALANCE S623 2)
schützt Netzsegmente vor
unbefugtem Zugriff mittels
Stateful Inspection Firewall;
schützt bis zu 64 Geräte, bis zu
128 VPN-Tunnel gleichzeitig;
erweiterter Temperaturbereich
(-20 ... +70 °C)
9
1)
2)
Bitte Länderzulassungen beachten unter
http://www.siemens.de/funkzulassungen
in Vorbereitung
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6GK5 612-0BA10-2AA3
6GK5 623-0BA10-2AA3
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol Netzwerk — GSM/GPRS/UMTS-Router
UMTS-Router SCALANCE M87x
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
Zubehör (Fortsetzung)
Kommunikationsprozessor
CP 343-1 Advanced
6GK7 343-1GX30-0XE0
zum Anschluss der SIMATIC
S7-300 CPU an Industrial Ethernet;
1 x 10/100/1000 Mbit/s;
2 x 10/100 Mbit/s (IE SWITCH);
RJ 45 PORTs; TCP; UDP; ISO;
PROFINET IO-Controller und Device, S7-Kommunikation
(Client + Server); offene Kommunikation (SEND/RECEIVE);
S7-Routing; IP-Konfiguration über
DHCP/Baustein; erweiterte Webdiagnose; Uhrzeitsynchronisation;
IP Access Control List; IP-Routing;
FTP; E-Mail; PROFINET CBA;
C-PLUG
• mit Security-Funktionalität
(Firewall + VPN) und
PROFIenergy-Unterstützung
(Controller + Device)
Bestell-Nr.
Zubehör (Fortsetzung)
6GK7 343-1GX31-0XE0 1)
Kommunikationsprozessor
CP 443-1 Advanced
zum Anschluss der SIMATIC
S7-400 CPU an industrial Ethernet:
1 x 10/100/1000 Mbit/s;
4 x 10/100 Mbit/s (IE SWITCH);
RJ45-Ports; ISO; TCP; UDP;
PROFINET-IO Controller,
S7-Kommunkation; offene
Kommunikation (SEND/RECEIVE);
S7-Routing; IP-Konfiguration
über DHCP/Baustein; IP Access
Control List; Uhrzeitsynchronisation;
erweiterte Web-Diagnose;
Fast Startup; PROFIenergyUnterstützung; IP-Routing; FTP;
Web-Server; E-Mail;
PROFINET CBA
• mit Security-Funktionalität
(Firewall + VPN)
6GK7 443-1GX31-0XE0 1)
IE TP Cord RJ45/RJ45
TP-Leitung 4 x 2
mit 2 RJ45-Steckern
• 0,5 m
•1m
•2m
•6m
• 10 m
1)
6GK7 443-1GX30-0XE0
6XV1 870-3QE50
6XV1 870-3QH10
6XV1 870-3QH20
6XV1 870-3QH60
6XV1 870-3QN10
in Vorbereitung
■ Weitere Info
Weitere Informationen zum Thema Industrial Security finden Sie
im Internet unter:
www.siemens.de/industrialsecurity
Zur Unterstützung bei der Produktauswahl für Industrial Wireless
Communication steht das SIMATIC NET Selection Tool zur
Verfügung unter:
http://www.siemens.de/snst
Funkzulasssungen
Aktuelle Zulassungen finden Sie im Internet unter
http://www.siemens.de/funkzulassungen
9
Siemens IK PI · 2012
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Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
Überspannungsschutz LTOP
■ Übersicht
■ Anwendungsbereich
Kupfer-Standleitungen sind bzgl. einer Einkopplung und Verschleppung von Fremdpotentialen gefährdet. Die Einkopplung
von Fremdpotentialen kann induktiv oder kapazitiv, z. B. durch
Blitzeinwirkung, erfolgen. Möglich ist auch die direkte galvanische Einkopplung durch Isolationsfehler.
Mit dem Überspannungsschutz LTOP werden Fremd- und Überspannungen auf ein ungefährliches Maß begrenzt. Der potentialfreie Übertrager entkoppelt zusätzlich galvanisch, wodurch
eine Spannungsverschleppung auf andere Leitungsabschnitte
verhindert wird.
LTOP schützt Personen und Investitionen und ist damit ein
unentbehrliches Sicherungselement in privaten Fernleitungsnetzen.
• Leitungsübertrager mit Überspannungsschutz
• Zur galvanischen Trennung eines Standleitungsmodems von
der Fernleitung
• Zum Schutz gegen Überspannungen, die über die Fernleitung eingekoppelt werden können
■ Nutzen
• Baut Überspannungen auf verträgliche Werte ab, bevor sie
die empfindliche Elektronik erreichen
• Segmentiert das Leitungsnetz galvanisch; ein Verschleppen
von Fremdspannungen wird verhindert
• Begrenzt bei einer Überspannungseinwirkung den Schaden
auf das betroffene Segment
• Die Schutzelemente sind auf einem steckbaren Überspannungsschutzmodul OPM untergebracht. Ohne Unterbrechung der Fernleitung kann das OPM ausgetauscht werden.
Hinweis:
Die LTOP-Module eignen sich nicht für die Absicherung
von Wählnetzanschlüssen (Telefon- oder ISDN-Netz).
Hier wird auf Firmen wie Phoenix und Dehn verwiesen, die
TAE6-, S0-, RJ12- und RJ45-Anschlussdosen mit Überspannungsschutz anbieten.
■ Aufbau
Das Schutzkonzept besteht aus einer Kombination von Bauteilen, die sich in ihrer Funktion ergänzen:
• Edelgasgefüllte Überspannungsableiter als Grobschutz
(G1, G2)
• Induktivitäten, die den Stromanstieg begrenzen (L1, L2)
• Metalloxid-Varistor als Feinschutz (spannungsabhängiger
Widerstand; R1)
• Übertrager zur galvanischen Entkopplung (T1)
• Supressordiode zur Begrenzung der Sekundärspannung des
Übertragers (V1)
Das Überspannungsschutzmodul LTOP gibt es in zwei
Varianten:
• LTOP 1;
Überspannungsschutzmodul zum Einsatz am Anfang oder
am Ende einer 2-Draht-Leitung
• LTOP 2;
Überspannungsschutzmodul zum Einsatz am Anfang oder
am Ende einer 4-Draht-Leitung oder an einer 2-Draht-Staffelstelle. An einer 4-Draht-Staffelstelle werden 2 Stück LTOP2
benötigt.
Die beiden LTOP-Varianten haben neben Schraubanschlüssen
auch eine RJ12-Western-Buchse. Die mit den Modems MD2 und
MD3 (als Standleitungsmodem eingesetzt) mitgelieferte WANSteckleitung (RJ12 – RJ12) kann direkt mit dieser RJ12-Buchse
verbunden werden.
9
9/140
Siemens IK PI · 2012
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
Überspannungsschutz LTOP
Die Kombination der ableitenden und begrenzenden Bauelemente, die durch den Leitungsübertrager ergänzt werden, ist
galvanisch gebundenen Sicherungskonzepten überlegen.
Die Schutzelemente im OPM werden bei Ableitungsvorgängen
erheblich beansprucht und schleichend zerstört. Es wird deshalb empfohlen die OPMs in einem Zeitintervall von etwa einem
Jahr zu ersetzen. In Gebieten mit häufigen Gewittern sollte diese
Zeitspanne vorsorglich auf ca. 6 Monate verkürzt werden.
■ Integration
Falls erforderlich, können mehrere LTOP-Gehäuse zusammengeschaltet werden.
'UDKW(QGVWHOOH
0RGHP
57
/723
)HUQOHLWXQJ
'UDKW6WDIIHOVWHOOH
)HUQOHLWXQJ
YRQ]XU=HQWUDOH
0RGHP
57
/723
)HUQOHLWXQJ
YRQ]XU6WDWLRQ
/HJHQGH
/HLWXQJV¾EHUWUDJHU
/7/LQH7UDQVIRUPHU
žEHUVSDQQXQVVFKXW]
232YHUYROWDJH3URWHFWLRQ
6HQGHU7UDQVPLWWHU
(PSI¦QJHU5HFHLYHU
*B,.B;;B
■ Funktion
Konfigurationsbeispiele mit LTOP
9
Siemens IK PI · 2012
9/141
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
Überspannungsschutz LTOP
■ Technische Daten
Überspannungsschutz LTOP
Übertragungswege
Private unbespulte oder bespulte Fernleitungen
Übersetzungsverhältnis
1 : 1; ± 5 % (z.B. 600/600 Ohm im Sprachband)
Übertragungsbereich
300 Hz bis 35 kHz
Frequenzabhängige Dämpfung
Dämpfung [dB]
Frequenz [Hz]
0,2
1300 ... 3300
0,8
5200 ... 8400
4800
0,9
10400 ... 16800
9600
1,0
20800 ... 30600
19200
MD100
MD124
MD2
MD3
1200
1200
2400
1200
2400
alle
Isolationswiderstand
> 2000 MOhm
Prüfspannung
4 kV, 50 Hz, 10 sek.
Stoßspannungsfestigkeit
6 kV/2 J nach EN 60 099-1
Nennableitstoßstrom isn (8/20 µs)
5 kA
Ausgangsspannungsbegrenzung
bei isn
ca. 15 V
Fernleitungsanschluss
Schraubklemmen
Querschnitt 0,2 – 4 mm2 bei starren Adern
Querschnitt 0,2 – 2,5 mm2 bei flexiblen Adern
Modemanschluss
Schraubklemmen (Ader-Querschnitt siehe Fernleitungsanschluss)
oder RJ12-Buchse für Westernstecker
Einbauort
Möglichst nahe am Kabeleintritt in das Gebäude
Zul. Umgebungsbedingungen
• Betriebstemperatur
• Transport-/Lagertemperatur
• Relative Feuchte
0 °C bis +60 °C
-40 °C bis +70 °C
max. 95 % bei +25 °C
Konstruktiver Aufbau
• Maße (B x H x T) in mm
• Gewicht
- LTOP1
- LTOP2
- OPM
90 x 75 x 110 mm
300 g
320 g
10 g
Schutzart
IP20
Montage
DIN-Schiene TS35 (35 mm; EN 50 022)
■ Bestelldaten
9
Übertragungsrate [Bit/s]
Überspannungsschutz LTOP 1
Bestell-Nr.
6NH9 821-0BC11
1-fach-Leitungsübertrager,
mit einem Überspannungsschutzmodul OPM, zum Einsatz am
Anfang oder am Ende einer
2-Draht-Leitung
Überspannungsschutz LTOP 2
6NH9 821-0BC12
2-fach-Leitungsübertrager,
mit 2 Überspannungsschutzmodulen OPM, zum Einsatz am
Anfang oder am Ende einer
4-Draht-Leitung oder an einer
2-Draht-Staffelstelle
Zubehör
OPM
6NH9 821-0BB00
Überspannungsschutzmodul
für LTOP 1 und LTOP 2, steckbar
(Verpackungseinheit 4 Stück)
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Siemens IK PI · 2012
9600
19200
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
Leitungsübertrager
■ Übersicht
7,0PLW
H[WHUQHP
0RGHP0'
6WHFNOHLWXQJ
1+$5
$QVFKOXVVDQ
IDFKžEHUWUDJHU
HUIRUGHUW$QSDVVXQJ
IDFK
žEHUWUDJHU
1+*$
˖
[˖
■ Anwendungsbereich
Der Vierfach-Übertrager ermöglicht in einer Zentrale den sternförmigen Anschluss von bis zu vier Punkt-zu-Punkt- oder LinienVerbindungen (jeweils 2-Draht) oder einer Kombination beider
Netztopologien.
Der Vierfach-Übertrager ist in einem Stahlblechgehäuse untergebracht. Montiert wird er auf einer 35 mm Normprofilschiene.
Der Anschluss der Fernleitung erfolgt über Lötösen.
■ Integration
Wenn mehrere Standleitungen auf einen WAN-Port der TIM
zusammengefasst werden müssen, wenn man also mit der Ankopplung eines sternförmigen Netzes zu tun hat, kann das durch
Parallelschaltung von mehreren Modems MD2 realisiert werden.
Pro MD2 sind 2 x 2-Draht-Endstellen anschließbar. Mit Hilfe des
Vierfach-Übertragers kann die Anzahl der 2-Draht-Endstellen
pro MD2 von 2 auf 4 erhöht werden. Dies bedeutet allerdings,
bei einer Übertragungsrate von 1200 Bit/s, eine zusätzliche
Dämpfung von 6,5 dB, was eine Verringerung der
max. Reichweite um ca. 6 km zur Folge hat.
Das nachfolgende Bild zeigt, wie die Zusammenschaltung
im Sternpunkt für max. 4 x 2-Draht-Endstellen mit Hilfe des
Vierfach-Übertragers und weiterer Standard-Bauteile aussehen
kann (die Steckleitung 6NH7700-2AR60 gehört zum Lieferumfang des Modems MD2).
/723
6WUHFNH
6WUHFNH
žEHUVSDQQXQJV
VFKXW]/723
1+2%&
['UDKW
6WDQGOHLWXQJ
Der Übertrager ist nur für den Frequenzbereich 300 bis 3400 Hz
ausgelegt. In Verbindung mit dem Modem MD2 sind dann die
Übertragungsraten auf 1200 und 2400 Bit/s begrenzt.
■ Aufbau
/723
'¦PSIXQJ
G%
*B,.B;;B
• Vierfach-Übertrager zur Vervielfältigung des Fernleitungsanschlusses eines Standleitungsmodems von 1 x 2-Draht auf
4 x 2-Draht
Hinweis:
Für die Konfiguration der End- und Staffelstellen in den Stationen
siehe Standleitungsmodem MD2.
■ Technische Daten
Frequenzbereich
0,3 – 3,4 kHz
Übersetzung
600 : 4 x 600 Ohm
Dämpfung bei 1200 Bit/s
6,5 dB
Spannungsfestigkeit
2 kV
Maße (B x H x T) in mm
60 x 107 x 110
Gewicht
0,2 kg
Montage
Normprofilschiene 35 mm
■ Bestelldaten
4fach-Übertrager
Bestell-Nr.
6NH9 821-4GA
600 Ohm auf 4 x 600 Ohm
Siemens IK PI · 2012
9/143
9
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
GSM/GPRS-Antenne ANT794-3M
■ Übersicht
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH9 870-1AA00
Produkttyp-Bezeichnung
Antenne ANT794-3M
Funkfrequenzen
Art des Mobilfunknetzes wird
unterstützt
• GSM
• UMTS
Ja
Nein
Betriebsfrequenz
• 850 MHz
• 900 MHz
• 1800 MHz
• 1900 MHz
• 2200 MHz
Nein
Ja
Ja
Ja
Nein
Elektrische Daten
•
•
•
•
Flachantenne für Mobilfunk für GSM 900/1800/1900
Für Außen- und Innenmontage geeignet
Potenzialunabhängige Montage
Anschlussfertig mit Kabel für GSM/GPRS-Modems mit
SMA-Anschluss
■ Nutzen
Abstrahlcharakteristik
gerichtet
Antennengewinn
0 dB
Stehwellenverhältnis VSWR
maximal
1,5
Anzahl der elektrischen Anschlüsse
der Antenne
1
Ausführung elektrischer Anschluss
der Antenne
SMA-Stecker
Vor-Rück-Verhältnis
-
Sendeleistung maximal
10 W
Zulässige
Umgebungsbedingungen
• Vandalensichere Montage in Kunststoffschaltkästen
• Montage ohne spezielles Hochfrequenzwissen
• Universell einsetzbar auch an geerdeten oder nicht geerdeten
Metallflächen ohne Beeinträchtigung der Abstrahlungseigenschaften
■ Anwendungsbereich
•
•
•
•
9
Für den Einsatz in GSM/GPRS-Netzen
Im Innen- und Außenbereich (Schutzart IP64)
Betriebstemperatur –40 °C bis +70 °C
Für den Einbau in Kunststoff-Schaltkästen
■ Aufbau
• Strahler in einem Kunststoffgehäuse geschützt untergebracht
• Montage über Schrauben oder Klebepad
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Siemens IK PI · 2012
Umgebungstemperatur während
Betrieb
-40 … +75 °C
Schutzart IP
IP64
Bauform, Maße und Gewichte
Breite
Höhe
Tiefe
Durchmesser
70,5 mm
20,5 mm
146,5 mm
-
Nettogewicht
130 g
Art der Befestigung
Schraubbefestigung
Leitungslänge des Antennenkabels
1,2 m
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
Material der Außenhülle
ABS Polylac PA-765, lichtgrau
(RAL 7035)
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
GSM/GPRS-Antenne ANT794-3M
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
■ Maßzeichnungen
G_IK10_XX_30251
4,2
33,5
Antenne GSM Triband Flachantenne für 900/1800/1900 Mhz;
potentialunabhängige Montage,
für Innen- und Außenbereich;
1,2 m Anschlusskabel fest mit
der Antenne verbunden;
SMA-Stecker;
Inkl. Montage-Klebepad
6NH9 870-1AA00
70,5
Antenne ANT794-3M
20,5
GSM/GPRS-Antenne
■ Weitere Info
Zur Unterstützung bei der Produktauswahl für Industrial Wireless
Communication steht das SIMATIC NET Selection Tool zur
Verfügung unter:
http://www.siemens.de/snst
9
Siemens IK PI · 2012
9/145
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
GSM/GPRS-Antenne ANT794-4MR
■ Übersicht
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH9 860-1AA00
Produkttyp-Bezeichnung
Antenne ANT794-4MR
Funkfrequenzen
Art des Mobilfunknetzes wird
unterstützt
• GSM
• UMTS
Ja
Ja
Betriebsfrequenz
• 850 MHz
• 900 MHz
• 1800 MHz
• 1900 MHz
• 2200 MHz
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Elektrische Daten
• Rundstrahl-Antenne für den Einsatz in GSM/GPRS/UMTSNetzen
• Abgesetzte Antenne für den Innen- und Außenbereich
• Für Quadband geeignet
• Anschlussfertig mit Kabel und Montagewinkel für den
Direktanschluss an SINAUT GPRS-Modems
■ Nutzen
Abstrahlcharakteristik
omnidirektional
Antennengewinn
0 dB
Stehwellenverhältnis VSWR
maximal
2
Anzahl der elektrischen
Anschlüsse der Antenne
1
Ausführung elektrischer Anschluss
der Antenne
SMA-Stecker
Vor-Rück-Verhältnis
-
Sendeleistung maximal
20 W
Zulässige
Umgebungsbedingungen
• Montage außerhalb von Gebäuden zur Verbesserung der
Feldstärke durch wetterfeste Ausführung
• International einsetzbar durch Quadbandtechnik
■ Anwendungsbereich
• Für den Einsatz in GSM/GPRS/UMTS-Netzen
• Im Innen- und Außenbereich (Schutzart IP65)
• Betriebstemperatur – 40°C bis + 70°C
■ Aufbau
9
• Strahler in einem Kunststoffrohr geschützt untergebracht
• HF-Kabel fest mit der Antenne verbunden
• Feste und robuste vertikale Montage außerhalb des
Schaltschrankes
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Siemens IK PI · 2012
Umgebungstemperatur während
Betrieb
-40 … +70 °C
Schutzart IP
IP65
Bauform, Maße und Gewichte
Breite
Höhe
Tiefe
Durchmesser
24 mm
193 mm
24 mm
24 mm
Nettogewicht
310 g
Art der Befestigung
Haltewinkel und Montageteile
Leitungslänge des Antennenkabels
5m
Produkteigenschaften,
-funktionen, -bestandteile
allgemein
Material der Außenhülle
Hart-PVC, UV-beständig
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
GSM/GPRS-Antenne ANT794-4MR
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
■ Maßzeichnungen
GSM/GPRS-Antenne
Antenne ANT794-4MR
Maße in mm
6NH9 860-1AA00
193
Antenne GSM/GPRS Quadband;
witterungsbeständig für
Innen- und Außenbereich; 5 m
Anschlusskabel fest mit der
Antenne verbunden;
SMA-Stecker; Inkl. Montagewinkel, Schrauben, Dübel
Ø 24
35
81
M10 x 0.75
148
6
*B,.B;;B
25
Ø 10.5
■ Weitere Info
Zur Unterstützung bei der Produktauswahl für Industrial Wireless
Communication steht das SIMATIC NET Selection Tool zur
Verfügung unter:
http://www.siemens.de/snst
9
Siemens IK PI · 2012
9/147
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
PPI-Modemkabel
■ Übersicht
■ Funktion
Betriebsart PPI:
• Signalumwandlung von RS232 auf RS485
• Führen der Sendeberechtigungsmarke (Token) in einem
Multimaster-PPI-Netz (PPI-Master)
• Unterstützt 10 bit-Modem-Protokoll über RS232 und DPTsowie PPI-Protokoll über RS485
Betriebsart Freeport:
• Signalumwandlung von RS232 auf RS485
• Umschaltung zwischen lokalem Betrieb und Remote-Betrieb
• Konfiguration im lokalen Betrieb über DIP-Schalter
• Konfiguration im Remote-Betrieb über Terminal-Programm
(z. B. MS Hyper Terminal)
• Unterstützt AT-Modem-Befehle und PIN für Siemens Modems
■ Technische Daten
• Intelligentes RS232/PPI-Multimaster-Kabel zum Anschluss
von Modems mit RS232-Schnittstelle an SIMATIC S7-200
(RS485)
Bestell-Nr.
6NH9 701-0AD
Produkttyp-Bezeichnung
PPI-Modemkabel
Stromversorgung
aus CPU
Protokolle
■ Nutzen
PPI
Ja; 10/11 Bit
ASCII
Ja; Freeport
MPI
• Passende Kabellänge für Schaltschrankmontage
• Kein Steckeradapter RS232 (Gender-Changer) für
Modemanschluss notwendig
• Einfache Fixierung des Kabels im Schaltschrank über
Klettband
Übertragungsgeschwindigkeit
(PPI), max.
Statusinformation/
Alarme/Diagnose
Diagnoseanzeige LED
■ Anwendungsbereich
Das intelligente RS 232/PPI-Multimaster-Kabel kann als Verbindungskabel zwischen Modems und der S7-200 eingesetzt
werden. Damit können Modems wie z.B. das GSM-Modem
MD720-3 mit RS232-Schnittstelle ohne "Gender-Changer" an die
PPI-Schnittstelle der S7-200 angeschlossen werden.
Durch die kurzen Kabellängen und die industrielle Klettbandhalterung eignet sich das PPI-Modemkabel für den Einsatz im
Schaltschrank.
9
■ Aufbau
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Siemens IK PI · 2012
Tx (Grün):
RS232-Sendeanzeige;
Rx (Grün):
RS232-Empfangsanzeige;
PPI (Grün):
RS485-Sendeanzeige
Potentialtrennung
Potentialtrennung
1
Abmessungen
Gewicht, ca.
■ Bestelldaten
• Stromversorgung DC 24 V über die RS485-Schnittstelle
der SIMATIC S7-200
• Drei LEDs zur Statusanzeige:
- Tx, grün: RS232 Senden
- Rx, grün: RS232 Empfangen
- PPI, grün: RS485 Senden
187,5 kbit/s;
9,6/19,3/187,5 Kbit/s;
Einstellung: DIP-Schalter;
RS232 nicht erforderlich
PPI-Modemkabel
zum Anschluss von
Modems mit RS232-Schnittstelle
an SIMATIC S7-200
300 g
Bestell-Nr.
6NH9 701-0AD
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
Steckleitungen
■ Übersicht
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
Steckleitung
zur Verbindung einer TIM mit
einem der SINAUT ST7-Modems
MD2, MD3 oder MD4;
Kabellänge 1,5 m
• RS232
Auch geeignet für die
Ankopplung der genannten
Modems an einen SIMATIC
Punkt-zu-Punkt CP wie CP340,
CP341 oder CP441
mit RS232-Schnittstelle
• RS485
Steckleitung
6NH7 701-4AL
6NH7 701-4DL
6NH7 701-1CB
zur Verbindung von zwei Modems
MD2 (RS232) zur Bildung eines
Repeaters;
Kabellänge 0,3 m
Steckleitung
Zum Verbinden der SINAUT-Komponenten miteinander bzw.
für deren Anschluss an das jeweilige WAN-Netz, gibt es eine
Reihe von Standard-Steckleitungen. Einige dieser Steckleitungen werden bereits als fester Bestandteil mit den HardwareKomponenten mitgeliefert und sind bei den Bestelldaten dieser
Komponenten als Ersatzteil aufgeführt.
6NH7 701-5AN
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit dem GSM-Modem MD720-3;
Auch geeignet für Fremdmodems oder Funkgeräte
mit Standard-RS232-Schnittstelle;
Kabellänge 2,5 m
Steckleitung mit einseitig
offenem Ende
6NH7 701-4BN
zur Verbindung einer TIM (RS232)
mit einem Fremdmodem oder
Funkgerät (RS232);
Kabellänge 2,5 m
Testkabel
6NH7 701-0AR
Steckleitung zur Verbindung
zweier TIMs über ihre RS232Schnittstelle ohne Zwischenschaltung von Modems (Null-Modem);
Kabellänge 6 m
9
Siemens IK PI · 2012
9/149
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
DCF77-Antennen
■ Übersicht
Mit jeder TIM-Baugruppe, die eine DCF77-Funkuhr eingebaut
hat, wird ein Adapterkabel mitgeliefert, an dessen Ende sich ein
BNC-Stecker befindet. Hieran kann diverses Zubehör sowohl
für DCF77 als auch für GPS angeschlossen werden.
• DCF77-Innenantenne
Eine Innenantenne kann in Gebäuden verwendet werden, in
denen sich keine Störquellen für das DCF77-Signal befinden.
Sie sollte nicht in unmittelbarer Nähe von Fernsehgeräten,
Monitoren, Thyristorensteurungen, Netzwerkleitungen oder
Leuchtstofflampen installiert werden.
• DCF77-Außenantenne für Flachdach-, Wand- oder
Mastmontage
Eine professionelle Funkuhrenanlage sollte möglichst mit
einer Außenantenne betrieben werden. Im Gegensatz zu einer
Innenantenne, deren Umgebung sich durch technische
Nutzung der Räume ständig ändern kann, bleiben die Bedingungen für eine Außenantenne nahezu konstant. Für eine
Außenantenne wird unbedingt der Einsatz des indirekten Blitzschutzes empfohlen.
Wenn der Blitzschutz 6NH9831-2AA eingesetzt wird, sollte
dieser möglichst am Eingang des Gebäudes eingebaut werden.
■ Technische Daten
Bestell-Nr.
6NH9 831-0AA
6NH9 831-0DA
6NH9 831-0BA
Produkttyp-Bezeichnung
DCF77-Innenantenne
DCF77-Außenantenne für
Mastmontage
DCF77-Außenantenne für
Flachdach- oder Wandmontage
Art der Spannung
der Versorgungsspannung
DC
DC
DC
Versorgungsspannung
aus Antennenkabel
1,7 … 5 V
1,7 … 5 V
1,7 … 5 V
aufgenommener Strom maximal
-
-
-
Verstärkungsmaß
20 dB
20 dB
20 dB
Anzahl der elektrischen Anschlüsse
der Antenne
-
-
-
Ausführung elektrischer Anschluss
der Antenne
BNC Connector, female
BNC Connector, female
BNC Connector, female
0 … 50 °C
-50 … +85 °C
Temperaturbereiche angegeben
für 3 dB Grenze
-30 … +80 °C
-50 … +85 °C
Temperaturbereiche angegeben
für 3 dB Grenze
-30 … +80 °C
-50 … +85 °C
Temperaturbereiche angegeben
für 3 dB Grenze
IP50
IP65
IP65
Art der Befestigung
-
-
-
Art der Befestigung FlachdachMontage
Nein
Nein
Ja
Leitungslänge des Antennenkabels
10 m
20 m
20 m
Elektrische Daten
Zulässige
Umgebungsbedingungen
9
Umgebungstemperatur
• während Betrieb
• während Lagerung
• Anmerkung
Schutzart IP
Bauform, Maße und Gewichte
■ Bestelldaten
DCF77-Innenantenne
Bestell-Nr.
6NH9 831-0AA
inkl. 10 m Kabel und
BNC-Stecker
DCF77-Außenantenne
inkl. 20 m Kabel und
BNC-Stecker
• für Flachdach- oder Wandmontage
• für Mastmontage
9/150
Siemens IK PI · 2012
6NH9 831-0BA
6NH9 831-0DA
Bestell-Nr.
Indirekter Blitzschutz
für DCF77-Außenantenne
6NH9 831-2AA
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
GPS-Empfangsmodul
■ Übersicht
Dieser GPS-Empfänger wird als Komplett-Paket geliefert und
umfasst:
• GPS-Empfangsmodul zum Aufschnappen auf eine
35 mm-Normprofilschiene
• GPS-Außenantenne für Wand- oder Mastmontage,
inkl. 25 m Antennenkabel
• BNC-Adapterstecker zur Verbindung des DCF77-Adapterkabels der TIM mit der BNC-Buchse des GPS-Empfängers
• Software zur Konfigurierung des GPS-Empfängers
(für Windows 3.x, 95, NT)
• PC-Adapterkabel, Länge 1,5 m
• Dokumentation
Da die GPS-Antenne eine Außenantenne ist, sollte unbedingt die
hierfür angebotene Blitzschutzeinrichtung eingesetzt werden.
Wenn der Blitzschutz 6NH9 831-8LA eingesetzt wird, sollte
dieser möglichst am Eingang des Gebäudes eingebaut werden.
Der Empfang des DCF77-Funkuhrensignals ist auf den westeuropäischen Raum begrenzt (ca. 800 km im Umkreis von
Frankfurt am Main). In Regionen, wo dieses Signal nicht empfangen werden kann, empfiehlt sich der Einsatz eines GPS-Empfängers, der die lokale Zeit anhand des satellitenbasierenden
GPS-Systems (Global Positioning System) ermittelt.
Für diesen Anwendungsfall bietet das SINAUT-System einen
GPS-Empfänger an, der als Ausgangssignal das DCF77-Signal
nachbildet. Dieser Empfänger lässt sich somit direkt mit dem
DCF77-Empfänger in der TIM verbinden und kann diese mit der
aktuellen Zeit versorgen.
9
Siemens IK PI · 2012
9/151
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Telecontrol — Zubehör
GPS-Empfangsmodul
■ Technische Daten
■ Bestelldaten
GPS-Komponenten
GPS-Komplettpaket
GPS-Empfangsmodul
zur Nachbildung des
DCF77-Zeitsignals,
bestehend aus GPS-Empfänger,
GPS-Außenantenne inkl. 25 m
Kabel, BNC-Adapterstecker,
Konfigurationssoftware,
PC-Adapterkabel und Dokumentation.
Schnittstellen
• RS232/RS422-Anschluss
• Impulsausgänge
• GPS-Eingang
• DCF77-Simulationsausgang
1 x 9-poliger Sub-D-Stecker
Schraubklemmen
1 x BNC-Buchse
1 x BNC-Buchse
Verlustleistung
3,5 W
Versorgungsspannung
DC 18 V bis 60 V
Leistungsaufnahme
3,5 VA
Umgebungsbedingungen
• Temperatur Betrieb
• Temperatur Lagerung
• Feuchtigkeit
0..55 °C
-20..+75 °C
max. 95% nicht betauend
Konstruktiver Aufbau
• Gehäusematerial
• Maße (B x H x T) in mm
• Gewicht
Aluminium
65 x 105 x 130
etwa 600 g
Montage
auf 35 mm Normprofilschiene
GPS Antenne
Sichtwinkel
+ 10° über Horizont
Impedanz
50 Ω
Leistungsverstärkung
20 dB
Spannungsversorgung über das
Antennenkabel
4,5 – 7V DC
Temperaturbereich
• Betrieb
• Lagerung
-30 °C bis +85 °C
-40 °C bis +85 °C
Feuchtigkeit
100%
Schutzklasse
IP65
Verwendungsart
Außenbereich
Indirekter Blitzschutz
9
Ein- und Ausgang für Antennenkabel
je eine BNC-Buchse
Erdungspunkt
Verschraubung M 6
Konstruktiver Aufbau
• Gehäusematerial
• Maße (B x H x T) in mm
• Gewicht
Aluminium
250 x 105 x 95
1,8 kg
Ansprechgeschwindigkeit
< 1 ns
Stromfestigkeit 8/20 µs Welle
10 kA
Schutzpegel bei 6 kV 1,5/50 µs
Welle am Eingang
< 12 V
Eingangs-Impedanz
50 Ohm
Einfügungsdämpfung
max. 3 dB
Temperaturbereich
• Betrieb
• Lagerung
-20 °C bis +80 °C
-40 °C bis +85 °C
Feuchtigkeit
95% nicht betauend
Schutzklasse
IP40
Verwendungsart
Innenbereich, geschützt
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Siemens IK PI · 2012
Indirekter Blitzschutz für
GPS-Außenantenne
Bestell-Nr.
6NH9 831-8AA
6NH9 831-8LA
© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Teleservice
Einführung
■ Übersicht
Teleservice über IP-basierte Netze
Basis für eine optimale Fernwartung sind zuverlässige, immer
verfügbare, gesicherte und preisgünstige Datenverbindungen.
Teleservice (Ferndiagnose und Fernwartung)
Je nach Anwendungsfall gibt es hierzu von SIMATIC NET die
passende Lösung:
• Für dauerhafte Verbindungen oder den gleichzeitigen Zugang
zu mehreren Anlagen empfiehlt sich eine Lösung mit Sicherheits- und Kommunikations-Komponenten SCALANCE S und
SCALANCE M, sowohl auf Service- als auch auf Anlagenseite.
• Für den flexiblen Fernwartungszugang von jedem Internetanschluss aus – ob Büro, Heimarbeitsplatz oder Hotelzimmer
– ist der SOFTNET Security Client die richtige SoftwareLösung, um eine sichere Verbindung zu den Anlagen herzustellen.
• Für Anlagen ohne drahtgebundenen Netzwerkanschluss
stellen der Mobilfunk-Router MD741-1 (EGPRS) und
SCALANCE M (UMTS) den Fernwartungszugang zum
SCALANCE S in der Service-Zentrale her.
Teleservice ist der Datenaustausch mit räumlich entfernten
technischen Anlagen (Maschinen, Anlagen, Computern etc.)
zum Zweck der Fehlererkennung, Diagnose, Wartung, Reparatur oder Optimierung.
In jedem Fall wird die Kommunikation zuverlässig durch
Authentifizierung und Verschlüsselung über einen VPN-Tunnel
(Virtual Private Network) geschützt, um Angriffe von außen
auszuschließen.
Immer häufiger werden Maschinen und Anlagen an Orten betrieben, die weit vom Lieferanten entfernt sind. Trotzdem müssen
Anlagenbauer im Fehlerfall oder zur vorbeugenden Wartung
Service-Leistungen anbieten. Insbesondere in der Gewährleistungsphase können dabei hohe Kosten auftreten. Teleservice
hilft, das Risiko deutlich zu verringern.
Siemens Remote Services
Die Anwendungsmöglichkeiten für Teleservice sind vielseitig.
Über Telefonleitung lassen sich von jedem Punkt der Welt aus
Anlagen diagnostizieren, Werte einstellen, aber auch Daten
übertragen. Teleservice ermöglicht auch das Versenden von
Textmeldungen per SMS oder E-Mail durch SIMATIC Controller
und trägt wesentlich dazu bei, Reise- und Personalkosten bei
Service-Einsätzen einzusparen.
Das Dienstleistungskonzept der "Siemens Remote Services"
stellt eine gesicherte und performante Plattform für einen Fernzugriff auf Maschinen und Anlagen zur Verfügung. Durch die
Einbindung von "Shared Experts" erfolgt eine effektive Unterstützung, nicht nur durch Siemens, sondern auch durch die
unternehmenseigenen Spezialisten.
9
Siemens IK PI · 2012
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© Siemens AG 2011
Industrial Remote Communication
Teleservice
SIMATIC TeleService
■ Übersicht
3*3&PLW0RGHP
6
76$GDSWHU,(
+0,
*B67B;;B
6
(WKHUQHW
$QDORJ,6'1
Teleservice mit dem TS Adapter IE
3*3&PLW0RGHP
6
76$GDSWHU,,
+0,
6
*B67B;;B
6
03,352),%86
$QDORJ,6'1
Teleservice mit dem TS Adapter II
3*3&PLW0RGHP
6
$QDORJ
,6'1
*60
76$GDSWHU
,(%DVLF
6
6
$QDORJ
,6'1*60
(WKHUQHW
Teleservice mit dem TS Adapter IE Basic
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Siemens IK PI · 2012
■ Anwendungsbereich
Mit TeleService können SIMATIC S7-Automatisierungssysteme
oder HMI-Geräte mit dem PG/PC über ein Fest- oder Funknetz
ferngewartet werden. Mit Hilfe von TeleService wird die Verbindung zu den Automatisierungskomponenten über das
Telefonnetz hin zum PC/PG verlängert. Die durchzuführenden
Funktionen, wie z.B. Programmieren, werden über die gleichen
Werkzeuge und mit der gleichen Funktionalität erledigt als wäre
man vor Ort. Dabei steht dem Anwender die bekannte Funktionalität von STEP 7 und den Engineering Tools zur Verfügung,
vergleichbar mit einem lokalen MPI-Anschluss.
TeleService steigert die effektive Verfügbarkeit von Anlagen
und Maschinen. Durch die Erreichbarkeit mit TeleService lassen
sich technische Dienstleistungen (z.B. Wartung, Update-Services oder Störanalysen) von einem zentralen Service-Stützpunkt
kostengünstig durchführen.
+0,
*B67B;;B
9
• Zur Durchführung von Fernwartungsdiensten über das
Telefonnetz:
ein PG/PC mit installiertem Engineering Tool, z.B. STEP 7,
kann über das Telefonnetz auf Automatisierungskomponenten
(z.B. S7-CPUs) zugreifen, die über Industrial Ethernet oder
PROFIBUS mit den entsprechenden Adaptern verbunden
sind.
• Bestehend aus der Software TeleService und unterschiedlichen Adaptern:
- TS Adapter II zum Anschluss an PPI, MPI oder
PROFIBUS DP
- TS Adapter IE oder TS Adapter IE Basic zum Anschluss
an Industrial Ethernet
• Zusätzliche Funktionen mit TS Adapter II:
- Verbindungsaufbau von/zu entfernten Anlagen, z.B. zum
Prozessdatenabruf von einem Automatisierungssystem
(PG-AS-Fernkopplung).
- Datenaustausch zwischen Anlagen (AS-AS-Fernkopplung):
Austausch von Prozessdaten zwischen zwei SIMATIC-Automatisierungssystemen.
- Senden einer SMS:
Versand einer SMS aus einem SIMATIC Automatisierungssystem über ein GSM-Funkmodem.
• Zusätzliche Funktionen mit TS Adapter IE:
- Fernbedienung von HMI-Geräten:
Zugriff auf das HMI-Gerät über einen auf dem Adapter
installierten Internet-Browser
- E-Mail-Versand:
Aufbau einer Modemverbindung zu einem Einwahlserver
(z.B. zu einem Internet Service Provider). Über einen
darüber erreichbaren E-Mail-Server kann eine SIMATIC-CPU
E-Mails versenden.
- Standard-Routing:
Aufbau einer Modem-Verbindung zu einem Internet Service
Provider für den Zugriff auf Daten im Internet.
Neben der Fernwartung kann programmgesteuert über einen
FB-Aufruf eine Fernkopplung zu einem PG/PC aufgebaut
werden. Diese Kopplung ermöglicht den Austausch von Prozessdaten zwischen einer S7-CPU und dem PG/PC mit Unterstützung von PRODAVE.
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Industrial Remote Communication
Teleservice
SIMATIC TeleService
■ Aufbau
Je nach TeleService-Funktion werden unterschiedliche
Komponenten benötigt.
Für Fernwartung:
• Engineering Software TeleService (nicht erforderlich bei
Einsatz des TIA Portals).
• Ein Modem auf PG/PC-Seite.
• Ein TS Adapter (TS Adapter II oder TS Adapter IE), anlagenseitig.
Für PG-AG-Fernkopplung zusätzlich zu den Komponenten
für Fernwartung:
• PRODAVE ab V5.0 für PG/PC:
Toolbox für den Prozessdatenverkehr zwischen
SIMATIC S7/C7 und PC zur selbständigen Abwicklung des
Datenverkehrs.
• Funktionsbaustein "PG_DIAL" (im Lieferumfang der
TeleService-Software) für die Steuerung.
• Ein TS Adapter II anlagenseitig.
Für AG-AG-Fernkopplung zusätzlich zu den Komponenten
für Fernwartung:
• TS Adapter für die zweite Steuerung.
• Funktionsbaustein "AS_DIAL" (im Lieferumfang der
TeleService-Software) für die Steuerungen.
• Ein TS Adapter II anlagenseitig.
Für SMS-Versand:
• Engineering Software TeleService ab Version 5.2.
• GSM-Funkmodem auf Anlagenseite, Hayes-kompatibel.
• TS Adapter II, anlagenseitig.
• Modem-Kabel zur Verbindung von TS Adapter und Modem
(im Lieferumfang von TS Adapter II).
Für E-Mail-Versand:
• Engineering Software TeleService ab Version 6.1
• TS Adapter IE, anlagenseitig.
• Internet Service Provider und einen dort erreichbaren MailServer.
Für Fernbedienung von HMI-Geräten:
• PG/PC mit Browser- z.B. Internet Explorer – und dem
[email protected]
• TS Adapter IE, anlagenseitig.
• SIMATIC-HMI-Gerät mit der darauf installierten RuntimeOption WinCC flexible /[email protected] oder /[email protected]
Weitere Informationen zu WinCC flexible und den [email protected] siehe http://www.siemens.de/simatic-wincc-flexible.
TS Adapter II
Hauptmerkmale des TS Adapter II:
• Einfachbreites Standard-S7-300-Gehäuse.
• Montage auf DIN- oder S7-Profilschiene, dadurch keine
umständliche Schrankmontage über Montageblech.
• Integriertes Modem, wahlweise Analog oder ISDN.
• USB-Schnittstelle für die Parametrierung. Diese Schnittstelle
kann vor Ort auch als Programmierschnittstelle für die angeschlossenen Geräte eingesetzt werden.
• Serielle RS232-Schnittstelle zum Anschluss von externen
Modems (z.B. Funkmodem).
• Updatefähige Firmware.
• Stromversorgung über MPI oder über externe 24 V-Stromversorgung.
• Anschluss eines externen Modems, z.B. ein GSM-Funkmodem, über serielle Schnittstelle.
• Anschließbar an:
- MPI
- PROFIBUS DP bis 12 Mbit/s (bisher 1,5 Mbit/s)
- PPI
Lieferumfang:
Mit dem TS Adapter II werden folgende Komponenten mitgeliefert:
• DVD mit Treiber
• TeleService Software V6.1 (14 Tage nutzbar. Für den weiteren
Betrieb ist eine Lizenz zu erwerben)
• MPI-Kabel 0,8 m zum Anschluss des Adapters an die MPI/DPSchnittstelle.
• Standard-Telefonkabel 3 m mit RJ12-Anschlüssen
(nur bei TS Adapter II Modem).
• Standard-Telefonkabel 3 m mit RJ45-Anschlüssen
(nur bei TS Adapter II ISDN).
• TAE6N Stecker (nur bei TS Adapter II Modem).
Für den Einsatz des TS Adapter II-Modem außerhalb Deutschlands kann auf den RJ12-Stecker ein länderspezifischer Standard-Telefonstecker aufgeschnappt werden. Für Deutschland
wird ein TAE6N-Stecker mitgeliefert. In einigen Ländern sind
Telefondosen mit RJ12-Buchsen verfügbar, sodass das Telefonkabel in diesen Fällen ohne jeglichen Telefonstecker verwendet
werden kann.
Voraussetzung für den Betrieb ist die TeleService Software
Version 6.0.
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Industrial Remote Communication
Teleservice
SIMATIC TeleService
■ Aufbau (Fortsetzung)
TS Adapter IE
TS Adapter IE Basic
Hauptmerkmale des TS Adapter IE:
• Einfachbreites Standard-S7-300-Gehäuse.
• Montage auf DIN- oder S7-Profilschiene.
• Integriertes Modem, wahlweise Analog oder ISDN.
• Updatefähige Firmware.
• Stromversorgung über externe 24 V-Stromversorgung.
• Serielle Schnittstelle zum Anschluss eines externen Modems,
z.B. ein GSM-Funkmodem.
• Eine RJ45-Ethernet-Schnittstelle (10/100 MBit/s).
• Industrietauglich entsprechend SIMATIC-Standard.
Der TS Adapter IE Basic in SIMATIC S7-1200-Design ist optimiert für den Betrieb mit SIMATIC S7-1200. Er kann auch mit
S7-300 und S7-400 eingesetzt werden. Der Adapter ist modular
aufgebaut und besteht aus:
• Grundgerät TS Adapter IE Basic
• TS Modul
- TS Modul Modem:
enthält ein Analog-Modem für den Anschluss an das
analoge Telefonnetz.
- TS Modul ISDN:
enthält einen Terminaladapter für den Anschluss an das
ISDN-Netz.
- TS Modul RS232:
mit RS232-Schnittstelle für den Anschluss eines externen
Modems.
- TS Modul GSM:
enthält ein Funkmodem zur Anbindung an das GSM/GPRSNetz.
Parametrierung:
Die Parametrierung des TS Adapter IE erfolgt lokal oder über
Fernverbindung. Dabei wird die TeleService-Software V6.1 oder
ein Internet-Browser eingesetzt.
Die Parametrierung der Firewall erfolgt komfortabel und bedienerfreundlich durch An- oder Abwählen der entsprechenden
Dienste per Mausklick. Im "Experten-Modus" kann der Adapter
zusätzlich wie ein Standard Router parametriert werden.
Sicherheit:
Der Zugriff erfolgt ausschließlich über Dial-In: Der Servicetechniker wählt sich in den Adapter mit einer ihm bekannten
Telefonnummer ein. Die Authentifizierung erfolgt über einen
Benutzer-Log-In mittels Passwort und Challenge Handshake
Authentification Protocoll (CHAP). Es können bis zu 8 Benutzerkonten mit unterschiedlichen Log-Ins und Passwörtern eingerichtet werden.
Optional, z.B. aus Sicherheitsgründen oder um Telefonkosten
zu sparen, unterbricht der TS Adapter IE nach korrekter Authentifizierung die Verbindung und ruft über die für den jeweiligen
Benutzer in dem TS Adapter IE hinterlegte Rückrufnummer
zurück.
Die implementierte Firewall schützt die Anlage vor unberechtigten Zugriffen über das Internet. Defaultmäßig erlaubt die Firewall
ausschließlich S7-Kommunikation. Die gewünschten Dienste,
z.B. [email protected], [email protected] oder PCAnywhere, können
bei der Parametrierung gezielt freigeschaltet werden. Für den
E-Mail-Versand sind die Freischaltung des SMTP-Protokolls und
die Parametrierung für ausgehende Anrufe erforderlich. Es ist
auch möglich, bei Verbindung mit dem Internet alle eingehenden Datenpakete zu blockieren.
9
Lieferumfang:
Mit dem TS Adapter IE werden folgende Komponenten mitgeliefert:
• CD mit Treibern und Software TeleService V 6.1 (ohne Lizenz,
zwei Wochen nutzbar) einschließlich Standard-Software für
den E-Mail Versand von S7-CPUs.
• Standard-Telefonkabel 3 m mit RJ12-Anschlüssen
(nur bei TS Adapter IE Modem).
• Standard-Telefonkabel 3 m mit RJ45-Anschlüssen
(nur bei TS Adapter IE ISDN).
• TAE6N Stecker (nur bei TS Adapter IE Modem).
Für den Einsatz des TS Adapter IE Analog außerhalb Deutschlands kann auf den RJ12-Stecker ein länderspezifischer Standard Telefonstecker aufgeschnappt werden. Für Deutschland
wird ein TAE6N-Stecker mitgeliefert. In einigen Ländern sind
Telefondosen mit RJ12-Buchsen verfügbar, sodass das Telefonkabel in diesen Fällen ohne jeglichen Telefonstecker verwendet
werden kann.
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Siemens IK PI · 2012
Erst die Kombination aus Grundgerät TS Adapter IE Basic und
einem TS Modul bildet eine vollständige Funktionseinheit
(Gesamtgerät). Grundgerät und TS Modul werden über eine
Steckverbindung verbunden und gemeinsam montiert.
Im Grundgerät sind die Funktionen des TS Adapters implementiert. Das Grundgerät verfügt über eine Ethernet-Schnittstelle
für den Anschluss an PG, PC oder Automatisierungssystem.
Über eine Buchsenleiste wird das Grundgerät mit DC 24 V versorgt und geerdet.
Die TS Module bilden die elektrische Schnittstelle zum Telefonnetz. Sie werden vom Grundgerät über die gemeinsame Steckverbindung mit Strom versorgt.
TS Adapter IE Basic (Grundgerät) und TS Modul können unterschiedlich montiert werden:
• Montage auf der S7-300-Profilschiene. Dafür wird ein optional
bestellbarer Profilschienen-Adapter benötigt.
• Montage auf einer Hutschiene
• Wandmontage
• Montage in einem Gehäuse
Lieferumfang
Mit dem Grundgerät TS Adapter IE Basic wird geliefert:
• DVD "SIMATIC TeleService Edition" mit Software und Dokumentation
• Stützkragen für Ethernetstecker
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Industrial Remote Communication
Teleservice
SIMATIC TeleService
■ Funktion
TeleService ist eine eigenständige Software und setzt somit nicht
die Installation von anderen Software-Produkten, wie z.B.
STEP 7, voraus.
Bei Einsatz des TIA Portals ist die Software TeleService nicht
erforderlich, weil die Funktionen bereits Bestandteil des
TIA Portals sind.
Zur Fernwartung mit TeleService wird folgende Funktionalität zur
Verfügung gestellt:
• Unterstützung von TS Adapter II, TS Adapter IE und
TS Adapter IE Basic.
• Parametrierung der Modems:
Auf PG/PC-Seite wird die Parametrierung mit WindowsHilfsmitteln unterstützt. Auf Anlagenseite übernimmt der
TS Adapter (mit Default-Einstellungen) die Parametrierung.
• Elektronisches Telefonbuch:
Zur Unterstützung der Verwaltung der Anlagen
(z.B. Rufnummer, Ortsangabe).
• Mehrstufiger Zugriffsschutz:
Verhindert über Kennwort und/oder Rückrufnummer
(Callback-Funktionalität) den unberechtigten Verbindungsaufbau zu einer Anlage.
• Callback-Funktionalität:
Die Anlage ruft die Service-Zentrale nach erfolgtem
TeleService-Anruf selbständig zurück.
• Routing der PG-Funktionalität:
Das Routing über TeleService wird genauso wie bei einer
lokalen Verbindung unterstützt. Voraussetzung dabei sind
routingfähige S7-/M7-CPUs und CP-Baugruppen.
• Import/Export der TS Adapter-Parameter:
Die Parameter können in einer Datei (*.tap) auf dem PG/PC
abgespeichert und zurückgeladen werden.
• Autorisierung über den Automation License Manager.
• Einsetzbar unter Windows 2000, Windows XP Home und
Windows XP Professional.
TS Adapter II; TS Adapter IE und TS Adapter IE Basic stellen
weitere Funktionen zur Verfügung.
TS Adapter II:
• Verbindungsaufbau von/zu entfernten Anlagen, z.B. zum
Prozessdatenabruf von einem Automatisierungssystem
(PG-AS-Fernkopplung).
• Datenaustausch zwischen Anlagen (AS-AS-Fernkopplung):
• Austausch von Prozessdaten zwischen zwei SIMATICAutomatisierungssystemen.
• Senden einer SMS:
• Versand einer SMS aus einem SIMATIC Automatisierungssystem über ein GSM-Funkmodem.
TS Adapter IE:
• Fernbedienung von HMI-Geräten:
Der TS Adapter IE ermöglicht in Verbindung mit einem auf
einem PG/PC installierten Browser (z.B. Internet Explorer) und
dem [email protected], den Zugriff über das Telefonnetz auf ein
SIMATIC-HMI-Gerät mit der darauf installierten RuntimeOption WinCC flexible /[email protected] oder /[email protected]
Das HMI-Gerät bzw. die Maschine/Anlage kann somit vom
PG/PC aus z.B. fernbedient werden.
• E-Mail-Versand:
Mit dem Funktionsbaustein AS_MAIL (im Lieferumfang des
Adapters bzw. von TeleService V6.1 enthalten) können direkt
von einer SIMATIC-CPU über den TS Adapter IE E-Mails versendet werden. Der TS Adapter IE baut dazu eine ausgehende Modemverbindung zu einem Einwahlserver auf, z.B. zu
einem Internet Service Provider, und versendet die E-Mails
über einen von dort aus erreichbaren E-Mail-Server. Wenn der
Provider die Möglichkeit anbietet E-Mails in SMS umzuwandeln, können über diesen Weg auch SMS versendet werden.
• Standard-Routing:
Der TS Adapter IE ermöglicht den Aufbau einer Modem-Verbindung zu einem Internet Service Provider und den Zugriff
auf Daten im Internet über diese Verbindung. Solange die
Verbindung besteht, ist keine Telefoneinwahl und somit keine
Fernwartung oder Fernbedienung möglich.
TS Adapter IE Basic (in Verbindung mit einem TS Modul):
• Fernwartung über das Telefonnetz:
Der TS Adapter IE Basic ermöglicht einer auf einem PG/PC
ablaufenden Applikation, z. B. mit STEP 7, über das
Telefonnetz auf Automatisierungskomponenten S7 und C7
zuzugreifen, die an Industrial Ethernet angeschlossen sind.
Der TS Adapter IE Basic benötigt dazu:
- eine Verbindung zu den Automatisierungskomponenten
über das Industrial Ethernet und
- eine Modemverbindung zum PG/PC.
• E-Mail-Versand:
Mit dem Funktionsbaustein AS_MAIL können E-Mails von
einer SIMATIC-CPU über den TS Adapter IE Basic versendet
werden. Der TS Adapter IE Basic baut dazu eine ausgehende
Modemverbindung zu einem Einwahlserver auf, z.B. zu einem
Internet Service Provider, und versendet die E-Mails über
einen dort erreichbaren Mail-Server.
Der Aufbau der Fernverbindung über das Telefonnetz benötigt
alternativ:
• TIA-Portal V11.0
(enthält alle erforderlichen TeleService-Funktionen),
• TeleService V6.1 oder
• Windows DFÜ-Netzwerk
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Teleservice
SIMATIC TeleService
■ Technische Daten
Engineering Tool
DOCPRO
TS Adapter IE
Lizenzform
Floating License
Abmessungen (B x H x T) in mm
125 x 110 x 40
Softwareklasse
A
Gewicht, etwa
etwa 370 g
Aktuelle Version
V5.4
Zielsystem (empfohlen)
SIMATIC S7-300/400
SIMATIC C7
Betriebssystem
Windows 2000 Professional
Windows XP Professional
Windows Vista Business/Ultimate
Schnittstellen
• Ethernet
• zu externem Modem
• zum Analog -Telefonnetz
• zum ISDN-Telefonnetz
RJ45 (10/100 MBit/s)
RS 232 (bis max. 115 kBd)
RJ12
RJ45
Erforderliche Softwarepakete
STEP 7 ab V5.4
unter Windows Vista ab V5.4 SP3
Plattenspeicherbedarf im PG/PC
5 Mbyte
Versorgungsspannung extern oder
über MPI-Schnittstelle
DC 24 V
Stromaufnahme des TSA-IE ISDN
typ. 170 mA / max. 230 mA
Stromaufnahme des TSA-IE Modem
typ. 180 mA (typ.) / max. 240mA
Einschaltstrom, max.
0,7 A; 8 µs
Schutzart
IP20
Temperatur
• Betrieb
• Lagerung/Transport
± 0 °C bis +60 °C
-40 °C bis +70 °C
TS Adapter IE Basic (Grundgerät)
TS Adapter II
Abmessungen (B x H x T) in mm
125 x 110 x 40
Abmessungen (B x H x T) in mm
30 x 100 x 75
Gewicht, etwa
250 g
Gewicht, etwa
100 g
Schnittstellen
• zu S7/C7
• zum PC
• zum externen Modem
• zum Analog Telefonnetz
• zum ISDN-Telefonnetz
RS 485 (bis max. 12 Mbit/s)
USB 1.1 (12 Mbit/s)
RS 232 (bis max. 115 kBd)
RJ12
RJ45
Schnittstellen
• Ethernet
• Zum TS Modul
RJ45 (10/100 MBit/s)
Proprietär (kann nur für TS
Module verwendet werden)
Versorgungsspannung extern
DC 24 V
typ. 50 mA, max. 80 mA
typ. 50 mA, max. 80 mA
typ. 40 mA, max. 60 mA
typ. 100 mA, max. 180 mA
Versorgungsspannung extern oder
über MPI-Schnittstelle
DC 24 V
Stromaufnahme
60 mA (typ.) / 120mA (max.)
Einschaltstrom, max.
0,7 A; 8 µs
Stromaufnahme
• Mit TS Modul Modem
• mit TS Modul ISDN
• mit TS Modul RS232
• mit TS Modul GSM
Schutzart
IP20
Einschaltstrom, max.
240 mA
Schutzart
IP20
Temperatur
• Betrieb
• Lagerung/Transport
± 0 °C bis +60 °C
-40 °C bis +70 °C
Temperatur
• Betrieb
• Lagerung
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± 0 °C bis +60 °C
(Waagerechter Aufbau)
± 0 °C bis +40 °C
(Senkrechter Aufbau)
40 °C bis +70 °C
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Industrial Remote Communication
Teleservice
SIMATIC TeleService
■ Technische Daten (Fortsetzung)
TS Modul Modem
TS Modul RS232
Abmessungen (B x H x T) in mm,
etwa
30 x 100 x 75
Abmessungen (B x H x T) in mm
30 x 100 x 75
Gewicht, etwa
Gewicht, etwa
98 g
100 g
Betriebsart
ITU Übertragungsnormen
• V.21, V.22, V.22bis, V.23, V.32,
V.32bis, V.34, V.34x, K56flex,
V.90, V.92
Full duplex, asynchron
Signale
TXD, RXD, DSR, CTS, RTS, DTR,
DCD
Weitere Merkmale
• Fehlerkorrektur und Datenkomprimierung
• a/b-Schnittstelle
• Hayes (AT)-Befehlssatz
• Alle Datenformate
• Wahlverfahren Mehrfrequenz
(MFV), Impuls (IWV)
Datenübertragungsrate
2 400 ... 115 200 bit/s
Telegramm
8 Datenbits (LSB-first),
kein Parity-Bit, 1 Stop-Bit
Regel
gemäß RS232-Standard
Stecker
D-Sub 9-polig,
Stifte (PC COMx)
Abmessungen (B x H x T) in mm
30 x 100 x 75
Abmessungen (B x H x T) in mm
30 x 100 x 75
Gewicht, etwa
92 g
Gewicht, etwa
118 g
TS Modul ISDN
Protokolle
• D-Kanal-Protokolle
• B-Kanal-Protokolle
Weitere Merkmale
TS Modul GSM
DSS1 (Euro-ISDN), 1TR6
V.110 (9600 bit/s, 19200 bit/s,
38400 bit/s)
V.120 (64 Kbit/s)
X.75 (64 Kbit/s)
• Mehrfachrufnummer (MSN)
• AT-Kommandointerpreter
Übertragungsrate
• GPRS Multislot Class 10
- bis zu 2 Uplinks
- bis zu 4 Downlinks
Schnittstellen
• SIM-Interface
• Antennenanschluss
13,4 Kbit/s … 27 Kbit/s
Upload Brutto
40 Kbit/s … 54 Kbit/s
Download Brutto
3 V/1,8 V
1 x SMA-Antennenbuchse
(50 Ohm)
Frequenzbereiche
Quadband:
850, 900, 1800, 1900 MHz
Sende-Ausgangsleistung
2 W bei 850 MHz, 900 MHz
1 W bei1800 MHz, 1900 MHz
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Teleservice
SIMATIC TeleService
■ Bestelldaten
Bestell-Nr.
Bestell-Nr.
TeleService, Version 6.1
TS Adapter IE Basic
Aufgabe:
Fernwartung über Fest- und
Funknetz
Zielsystem:
SIMATIC S7-200,
SIMATIC S7-300,
SIMATIC S7-400, SIMATIC C7
Voraussetzung:
TS-Adapter
(STEP 7 nicht erforderlich)
Lieferform:
auf CD; deutsch, englisch,
französisch, spanisch, italienisch;
mit elektronischer Dokumentation
Grundgerät
6ES7 842-0CE00-0YE0
Floating License Upgrade
(von jeder vorherigen Version)
6ES7 842-0CE00-0YE4
Software Update Service (setzt
aktuelle Software-Version voraus)
6ES7 842-0CA01-0YX2
TS-Adapter II Modem
6ES7 972-0CB35-0XA0
Mit MPI-Anschluss und RS 232;
9-polig, Stifte
6ES7 972-0CC35-0XA0
Mit MPI-Anschluss und RS 232;
9-polig, Stifte
TS-Adapter IE Modem
6ES7 972-0EM00-0XA0
Mit Ethernet-Anschluss RJ45
(10/100 MBit/s) und RS 232;
9-polig, Stifte
TS-Adapter IE ISDN
6ES7 972-0ED00-0XA0
Mit Ethernet-Anschluss RJ45
(10/100 MBit/s) und RS 232;
9-polig, Stifte
USB-Kabel
6ES7 901-0AE00-0XA0
für die Parametrierung des
TS-Adapters II,
kann auch für die Programmierung der angeschlossenen
Geräte eingesetzt werden.
Länge 5 m
9
9/160
Siemens IK PI · 2012
TS Modul Modem
6ES7 972-0MM00-0XA0
TS Modul ISDN
6ES7 972-0MD00-0XA0
TS Modul RS232
6ES7 972-0MS00-0XA0
TS Modul GSM
6GK7 972-0MG00-0XA0
S7-Profilschienen-Adapter
6ES7 972-0SE00-7AA0
Zur Montage von
TS Adapter IE Basic auf
S7-300-Profilschiene,
Breite 60 mm
Floating License
TS-Adapter II ISDN
6ES7 972-0EB00-0XA0
SIMATIC Manual Collection
6ES7 998-8XC01-8YE0
Elektronische Handbücher
auf DVD, mehrsprachig: LOGO!,
SIMADYN, SIMATIC Buskomponenten, SIMATIC C7,
SIMATIC Dezentrale Peripherie,
SIMATIC HMI, SIMATIC Sensors,
SIMATIC NET, SIMATIC PC Based
Automation, SIMATIC PCS 7,
SIMATIC PG/PC, SIMATIC S7,
SIMATIC Software, SIMATIC TDC
SIMATIC Manual Collection
Pflegeservice für 1 Jahr
Aktuelle Manual-Collection-DVD
sowie die drei darauffolgenden
Updates
6ES7 998-8XC01-8YE2
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