TECHniSCHES SERViCE-HAndbuCH inHAlT induSTRiEllE MoToRdREHzAHlgESTEuERTE

TECHniSCHES SERViCE-HAndbuCH inHAlT induSTRiEllE MoToRdREHzAHlgESTEuERTE
TECHNISCHES SERVICE-HANDBUCH
Industrielle motordrehzahlgesteuerte
Hochleistungspumpen
SERIE 4076 UND 4176
ABSCHNITT
TSM 710.1
SEITE
1 von 8
AUSGABE
b
GRÖSSE hle, ate und ale
INHALT
Einführung............................................................................. 1
Sicherheitsinformationen....................................................... 2
Wichtige Hinweise................................................................. 3
Drehrichtung...................................................................... 3
Druckbegrenzungsventile.................................................. 3
Wartung................................................................................. 3
Schmierung........................................................................ 3
Reinigung der Pumpe........................................................ 3
Lagerung............................................................................ 3
Empfohlenes Reparaturwerkzeug..................................... 3
Zerlegung.............................................................................. 4
Zusammenbau....................................................................... 4
Gleitringdichtung.................................................................... 6
Einstellung des Drucklagers.................................................. 6
Einbau von Kohlegraphitbuchsen.......................................... 6
Installation des Fußes........................................................... 6
Anweisungen für das Druckbegrenzungsventil..................... 7
Druckeinstellung des Druckbegrenzungsventils................ 7
Abbildung 1
Modell HLE4176
(mit gehäusemontiertem Druckbegrenzungsventil
und Fußmontage abgebildet)
EINFÜHRUNG
Die in diesem Handbuch enthaltenen Abbildungen dienen nur zur
Identifikation und sind nicht zur Bestellung von Teilen geeignet.
Eine Teileliste ist vom Werk oder von Ihrem Viking® Vertreter
erhältlich. Bei der Bestellung von Ersatzteilen stets die komplette
Bezeichnung des Teils, die Teilenummer, den Werkstoff sowie
die Modell- und Seriennummer der Pumpe angeben. Die Modellund Seriennummer der Pumpe sind auf dem Typenschild zu
finden.
Dieses Handbuch gilt nur für Viking Pumpen der Serie 4076/4176.
Technische Daten und Empfehlungen sind in Katalogabschnitt
710 aufgelistet.
PUMPENEINHEIT
Abbildung 2
Modellnummern von Einheiten
umfassen die Modellnummer
der
unmontierten
Pumpe,
gefolgt von einem Buchstaben
für die Antriebsart.
Modell ALE4076
(mit gehäusemontiertem Druckbegrenzungsventil
und Flanschmontage abgebildet - M-Antrieb)
UNMONTIERTE PUMPE
Flanschmontiert
Fußmontiert
HLE4076
HLE4176
ATE4076
ATE4176
ALE4076
ALE4176
M = Horizontal mit Halterung
D = Direktantrieb
R = Viking
Untersetzungsantrieb
P = Kommerzieller
Untersetzungsantrieb
Tabelle 1
VIKING PUMP, INC. • Ein Geschäftsbereich der IDEX Corporation • Cedar Falls, IA 50613 USA
SICHERHEITSINFORMATIONEN UND -HINWEISE
DIE UNSACHGEMÄSSE INSTALLATION, BEDIENUNG ODER WARTUNG DER PUMPE KANN ZU SCHWEREN
ODER TÖDLICHEN VERLETZUNGEN UND/ODER ZUR BESCHÄDIGUNG DER PUMPE UND/ODER ANDERER
AUSRÜSTUNGEN FÜHREN. AUSFÄLLE INFOLGE UNSACHGEMÄSSER INSTALLATION, BEDIENUNG ODER
WARTUNG SIND NICHT VON DER VIKING GARANTIE GEDECKT.
DIESE INFORMATIONEN SORGFÄLTIG LESEN, BEVOR DIE PUMPE INSTALLIERT, BETRIEBEN ODER
GEWARTET WIRD. DIE ANLEITUNG GRIFFBEREIT AUFBEWAHREN. DIE PUMPE MUSS VON ENTSPRECHEND
AUSGEBILDETEM ODER QUALIFIZIERTEM PERSONAL INSTALLIERT, BETRIEBEN BZW. GEWARTET WERDEN.
DIE FOLGENDEN SICHERHEITSHINWEISE MÜSSEN ZU JEDER ZEIT BEFOLGT UND EINGEHALTEN
WERDEN.
Erläuterung der
Symbole:
!
!
Gefahr – Die Nichteinhaltung der
angegebenen Anweisung kann zu schweren
oder tödlichen Verletzungen führen.
VOR dem Öffnen einer Flüssigkeitskammer
(Pumpenkammer, Reservoir, DruckbegrenzungsventilEinstellkappenanschluss usw.) sicherstellen:
VORSICHT
VORSICHT
● Dass jeglicher Druck in der Kammer vollständig
durch die Saug- oder Druckleitung bzw. andere
geeignete Öffnungen oder Anschlüsse entlastet
wurde.
● Dass die Antriebsvorrichtung der Pumpe (Motor,
!
VORSICHT
Turbine, Antriebsaggregat usw.) „ausgesperrt“ oder
anderweitig betriebsunfähig gemacht wurde, damit
sie nicht gestartet werden kann, während an der
Pumpe gearbeitet wird.
● Dass das in der Pumpe verwendete oder von der
Pumpe geförderte Medium bekannt ist, dass ein
Sicherheitsdatenblatt für das Medium konsultiert
wurde und dass alle Vorkehrungen zur sicheren
Handhabung des Mediums gelesen und befolgt
werden.
!
!
!
VOR Inbetriebnahme der Pumpe sicherstellen, dass
alle Schutzeinrichtungen des Antriebs installiert sind.
!
!
Die Pumpe NUR DANN in Betrieb nehmen, wenn die
Saug- oder Druckleitungen angeschlossen sind.
NICHT mit Fingern in die Pumpenkammer,
die Anschlüsse oder jegliche andere Teile des
Antriebsstrangs greifen, wenn die Möglichkeit
besteht, dass sich die Pumpenwellen drehen können.
!
VORSICHT
!
VORSICHT
!
VORSICHT
Die Nennwerte der Pumpe für Druck, Drehzahl und
Temperatur NICHT überschreiten, und die originalen
System-/Betriebsparameter der Pumpe erst dann
verändern, nachdem ihre Eignung für die neuen
Betriebsbedingungen bestätigt wurde.
VOR Inbetriebnahme der Pumpe sicherstellen, dass:
●Die Pumpe sauber und frei von Ablagerungen ist.
●Alle in den Saug- und Druckleitungen installierten
Ventile voll geöffnet sind.
●Alle an der Pumpe angeschlossenen Leitungen
abgestützt und mit der Pumpe ausgerichtet sind.
●Die Drehrichtung der Pumpe mit der gewünschten
Flussrichtung übereinstimmt.
!
VORSICHT
ABSCHNITT TSM 710.1
AUSGABE
B
SEITE 2 VON 8
Vorsicht – Die Nichteinhaltung der
angegebenen Anweisung kann neben
schweren oder tödlichen Verletzungen auch
zur Beschädigung der Pumpe und/oder
anderer Ausrüstungen führen.
Neben den Saug- und Druckanschlüssen sind
Manometer/Sensoren ZU INSTALLIEREN, um die
entsprechenden Drücke zu überwachen.
Beim Anheben der Pumpe äußerst VORSICHTIG
vorgehen. Nach Bedarf geeignete Hebevorrichtungen
verwenden. An der Pumpe installierte Hebeösen dürfen
nur zum Anheben der Pumpe verwendet werden,
nicht zum Anheben der Pumpe mit Antrieb und/oder
Grundplatte. Wenn die Pumpe auf einer Grundplatte
montiert ist, muss sie stets an der Grundplatte
angehoben werden. Bei Verwendung von Schlingen
zum Anheben, müssen diese sicher befestigt werden.
Das Gewicht der Pumpe (ohne Antrieb und/oder
Grundplatte) dem Produktkatalog von Viking Pump
entnehmen.
NICHT versuchen, ein Druckbegrenzungsventil zu
zerlegen, das an einer laufenden Pumpe montiert ist
oder dessen Federdruck nicht vorher entlastet wurde.
Kontakt mit heißen Teilen der Pumpe und/
oder des Antriebs VERMEIDEN. Bestimmte
Betriebsbedingungen, Temperaturregelvorrichtungen
(Mantel, Begleitheizung usw.) sowie unsachgemäße
Installation, Bedienung oder Wartung können zu
hohen Temperaturen an der Pumpe und/oder am
Antrieb führen.
DIE PUMPE muss mit einem Druckschutz
ausgestattet sein. Hierfür kann ein direkt an der
Pumpe montiertes Druckbegrenzungsventil, ein InlineDruckbegrenzungsventil, ein Drehmomentbegrenzer
oder eine Berstscheibe verwendet werden. Wenn
die Drehrichtung der Pumpe während des Betriebs
umgekehrt werden kann, muss der Druckschutz
auf beiden Seiten der Pumpe gewährleistet sein.
Druckbegrenzungsventil-Stellschraubenkappen
müssen stets in Richtung der Saugseite der
Pumpe zeigen. Wenn die Drehrichtung der
Pumpe umgekehrt wird, muss die Einbauposition
des Druckbegrenzungsventils geändert werden.
Druckbegrenzungsventile sind nicht dazu geeignet,
den Volumenstrom oder Förderdruck der Pumpe zu
regeln. Weitere Informationen sind im Technischen
Service-Handbuch TSM 000 und im Engineering
Service Bulletin ESB-31 von Viking Pump zu finden.
DIE PUMPE muss so installiert werden, dass ein
sicherer Zugang für die regelmäßige Wartung und
die Inspektion während des Betriebs zur Prüfung
auf Undichtigkeiten und ordnungsgemäßen Betrieb
gewährleistet ist.
WICHTIGE HINWEISE
DRUCKBEGRENZUNGSVENTILE:
GEFAHR!
Vor dem Öffnen der Flüssigkeitskammer
(Pumpenkammer, Reservoir, Druckbegrenzungs­
ventil-Einstellkappenanschluss
usw.)
einer
Viking Pumpe sicherstellen:
1. dass der Druck in der Kammer vollständig
durch die Saug- oder Druckleitung bzw.
andere geeignete Öffnungen oder Anschlüsse
entlastet wurde.
2. dass die Antriebsvorrichtung (Motor, Turbine,
Antriebsaggregat usw.) „ausgesperrt“ oder
betriebsunfähig gemacht wurde, damit sie
nicht gestartet werden kann, während an der
Pumpe gearbeitet wird.
3. dass die in der Pumpe verwendete oder von
der Pumpe geförderte Flüssigkeit bekannt
ist, um entsprechende Vorkehrungen zur
sicheren Handhabung der Flüssigkeit treffen
zu können. Das Sicherheitsdatenblatt für
die Flüssigkeit zu Rate ziehen, um das
Verständnis und die Einhaltung dieser
Sicherheitsvorkehrungen zu gewährleisten.
Die Nichteinhaltung der oben aufgeführten
Vorsichtsmaßnahmen kann zu schweren oder
tödlichen Verletzungen führen.
DREHRICHTUNG:
Siehe Abbildung 3. Viking Pumpen der Serie 4076/4176
sind aufgrund der Lastnut im Kopf für gerichteten Durchfluss
ausgelegt. Die Standarddrehung ist, vom Wellenende aus
gesehen, im Uhrzeigersinn (rechtsläufig).
Wenn die Drehrichtung der Pumpe umgekehrt werden soll,
müssen die folgenden Änderungen vorgenommen werden:
1.
Kopf und Bolzen müssen ausgetauscht werden.
2.
Druckbegrenzungsventil muss umgedreht werden. Das
Ventil so positionieren, dass die Stellschraubenkappe in
Richtung der Saugseite der Pumpe zeigt.
3.
Spülleitung muss an den gegenüberliegenden Anschluss
versetzt werden.
Lastnut
Viking Pumpen sind Verdrängerpumpen, die mit einem
Druckschutz ausgestattet sein müssen. Hierfür kann ein direkt
an der Pumpe montiertes Druckbegrenzungsventil, ein InlineDruckbegrenzungsventil, ein Drehmomentbegrenzer oder eine
Berstscheibe verwendet werden.
Bei Pumpen, die mit einem Druckbegrenzungsventil ausgestattet
sind, ist das Ventil am Gehäuse montiert.
Wenn die Drehrichtung der Pumpe während des Betriebs
umgekehrt werden soll, muss der Druckschutz auf beiden Seiten
der Pumpe gewährleistet sein. Die DruckbegrenzungsventilStellschraubenkappe
muss
stets
in
Richtung
des
Sauganschlusses der Pumpe zeigen.
Druckbegrenzungsventile dienen ausschließlich dem Schutz der
Pumpe und sind nicht dazu geeignet, den Volumenstrom oder
Förderdruck der Pumpe zu regeln.
WARTUNG
Viking Pumpen der Serie 4076/4176 sind so konstruiert, dass
sie unter breiten Anwendungsbedingungen einen langen,
störungsfreien Betrieb gewährleisten und nur minimalem
Wartungsaufwand erfordern. Die folgenden Punkte helfen, die
Lebensdauer zu erhöhen.
SCHMIERUNG:
Alle 500 Betriebsstunden ein Mehrzweck-Schmierfett der Klasse
NLGI 2 langsam mit einer Fettpresse in das Schmiernippel
drücken. Nicht zuviel Schmierfett verwenden. Anwendungen
mit sehr hohen oder niedrigen Temperaturen erfordern andere
Schmierarten. Siehe Engineering Service Bulletin ESB-515.
Antworten auf Fragen zur Schmierung erhalten Sie bei Ihrem
Viking Vertreter.
Die in dieser Pumpe verwendeten Buchsen erfordern keine
externe Schmierung.
REINIGUNG DER PUMPE:
Die Pumpe so sauber wie möglich halten. Dies erleichtert
Inspektions-, Einstell- und Reparaturarbeiten und verhindert,
dass ein mit Schmutz bedeckter Schmiernippel ggf. übersehen
wird.
LAGERUNG:
Wenn die Pumpe gelagert oder mindestens sechs Monate
lang nicht verwendet wird, muss die Flüssigkeit abgelassen
und eine dünne Schicht detergensfreies SAE 30 Öl auf
alle internen Pumpenteile aufgetragen werden. Die Pumpe
durch die Schmiernippel schmieren und Schmierfett auf
den Pumpenwellenzapfen auftragen. Viking empfiehlt, die
Pumpenwelle alle 30 Tage eine volle Umdrehung von Hand zu
drehen, um das Öl zu verteilen.
EMPFOHLENES REPARATURWERKZEUG:
Das folgende Werkzeug wird für die ordnungsgemäße Reparatur
von Viking Pumpen der Serie 4076/4176 benötigt. Nicht extra
aufgeführt ist Standardwerkzeug wie Gabelschlüssel, Zangen,
Schraubendreher usw. Die meisten dieser Artikel sind im
Fachhandel erhältlich.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Schonhammer
Inbusschlüssel
Lagergegenmutter-Hakenschlüssel
Hakenschlüssel, mit einstellbarem
Lagergehäuse-Enddeckel
Messingdorn oder Holzblock
Stift,
für
den
Dornpresse
Abbildung 3
(Linksläufige Drehrichtung abgebildet)
ABSCHNITT TSM 710.1
AUSGABE
B
SEITE 3 VON 8
ZERLEGUNG
KUGELLAGER
GEFAHR!
Vor dem Öffnen der Flüssigkeitskammer
(Pumpenkammer, Reservoir, Druckbegrenzungs­
ventil-Einstellkappenanschluss
usw.)
einer
Viking Pumpe sicherstellen:
1. dass der Druck in der Kammer vollständig
durch die Saug- oder Druckleitung bzw.
andere geeignete Öffnungen oder Anschlüsse
entlastet wurde.
LAGERGEHÄUSE
GEWINDESTIFT
NYLON-EINSATZ
DISTANZRING
DISTANZRING
WELLE
POSITION DES
STATIONÄREN
GLEITRING­
DICHTUNGSSITZES
WELLENDICHTRING
ENDDECKEL
GEWINDESTIFT
WELLENDICHTRING
Abbildung 4
2. dass die Antriebsvorrichtung (Motor, Turbine,
Antriebsaggregat usw.) „ausgesperrt“ oder
betriebsunfähig gemacht wurde, damit sie
nicht gestartet werden kann, während an der
Pumpe gearbeitet wird.
3. dass die in der Pumpe verwendete oder von
der Pumpe geförderte Flüssigkeit bekannt
ist, um entsprechende Vorkehrungen zur
sicheren Handhabung der Flüssigkeit treffen
zu können. Das Sicherheitsdatenblatt für
die Flüssigkeit zu Rate ziehen, um das
Verständnis und die Einhaltung dieser
Sicherheitsvorkehrungen zu gewährleisten.
Die Nichteinhaltung der oben aufgeführten
Vorsichtsmaßnahmen kann zu schweren oder
tödlichen Verletzungen führen.
1.
Die Kopfschrauben des Kopfes entfernen. Den Kopf von
der Pumpe abnehmen. Darauf achten, dass das Losrad
nicht vom Losradbolzen herunter fällt. Hierzu die Oberseite
des Kopfes beim Ausbau etwas nach hinten neigen. Darauf
achten, dass der O-Ring des Kopfes nicht beschädigt wird.
Wenn die Pumpe über eine ummantelte Kopfplatte verfügt,
wird sie beim Entfernen der Kopfschrauben vom Kopf
getrennt. Darauf achten, dass der O-Ring der ummantelten
Kopfplatte nicht beschädigt wird.
2.
Losrad und Buchse ausbauen.
3.
Ein Stück Hartholz oder einen Messingdorn durch eine der
Anschlussöffnungen zwischen die Rotorzähne einführen,
um die Welle zu fixieren. Die Gegenmutter mit einem
standardmäßigen Gabelschlüssel entfernen.
4.
Die beiden Gewindestifte an der Flanschfläche des
Lagergehäuses lösen und das Lagergehäuse von der
Halterung abschrauben. Das Ende des Lagergehäuses
enthält den Sitz der Gleitringdichtung. Diese Oberfläche
darf nicht beschädigt werden. Siehe ABBILDUNG 4.
5.
Rotor und Welle ausbauen; vorsichtig vorgehen, damit die
Gleitringdichtungs-Dichtflächen und die Gehäusebuchse
nicht beschädigt werden.
6.
Das Drehelement der Gleitringdichtung nur dann von der
Rotorwelle entfernen, wenn die Dichtung ausgetauscht
werden soll.
ZUSAMMENBAU
HINWEIS: Zur Erleichterung des Einbaus das Pumpengehäuse
auf einem der Flansche positionieren und einen Holzblock unter
den Montageflansch legen. Siehe ABBILDUNG 5.
ABSCHNITT TSM 710.1
AUSGABE
B
SEITE 4 VON 8
Abbildung 5
1.
Die Gehäusebuchse einbauen. Siehe „EINBAU VON
KOHLEGRAPHITBUCHSEN“ auf Seite 6.
2.
Eine Schicht Leichtöl auf den Dichtungsbereich der Welle
auftragen und dann das Drehelement der Gleitringdichtung
auf Rotor und Welle installieren. Die Dichtung bis zum
Anschlag gegen den Ansatz auf der Welle schieben.
3.
Rotor und Welle in das Gehäuse schieben; vorsichtig
vorgehen, damit die Buchse oder die GleitringdichtungsDichtflächen nicht beschädigt werden.
HINWEIS: Beim Einbau einer neuen Rotor/Welle-Einheit alle
Grate und scharfen Kanten vorsichtig mit einer Feile entfernen.
4.
Den O-Ring des Kopfes mit Öl oder Schmierfett schmieren
und über den Zapfen am Kopf schieben, um ihn zu fixieren.
Eine dünne Schicht Leichtöl auf den Innendurchmesser und
die Sichel der Buchse auftragen. Losrad und Buchse auf
dem Losradbolzen anbringen.
HINWEIS: Beim Einbau eines neuen Kopfes mit Bolzen alle
Grate und scharfen Kanten vorsichtig mit einer Feile entfernen,
insbesondere um die Lastnut.
5.
Den Kopf einbauen. Um die ordnungsgemäße
Positionierung des Kopfes zu gewährleisten, sollte der
Bolzen an der Oberseite zwischen den beiden Anschlüssen
zentriert sein. Wenn die Pumpe mit einer ummantelten
Kopfplatte ausgestattet ist, sicherstellen, dass der O-Ring
angebracht ist, und die Platte an dieser Stelle installieren.
Die Kopfschrauben gleichmäßig festziehen.
Siehe ABBILDUNG
Lagergehäuses.
4
bzgl.
des
Zusammenbaus
des
6.
Den Wellendichtring in das Lagergehäuse einbauen. Siehe
ABBILDUNG 4 bzgl. der Ausrichtung der Lippe.
7.
Das Kugellager mit Schmierfett füllen und in das
Lagergehäuse schieben oder drücken.
13
2
1
4
3
2
5
6
4
14
16
16
8
7
24
24
9
11
12
23
15
23
21
21
NURVALVE
HLE ONLY
HLE RELIEF
DRUCKBEGRENZUNGSVENTIL
10
22
17
18
19
20
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
Abbildung 6
Explosionsdarstellung von Viking Pumpen der Serie 4076 / 4176
TEIL
BEZEICHNUNG
TEIL
BEZEICHNUNG
TEIL
BEZEICHNUNG
1
Gegenmutter
13
Spülleitung, kpl.
25
Rotor und Welle, kpl.
2
Lager-Distanzring (insg. 2)
14
Verschlussstopfen
26
Losrad und Buchse, kpl.
3
Enddeckel
15
Gehäuse und Buchse, kpl.
27
Losradbuchse
4
Wellendichtring (insg. 2)
16
Druckbegrenzungsventil, kpl.
28
O-Ring des Kopfes
5
Kugellager
17
Passstift (insg. 2 - nur Serie 4176)
29
Losradbolzen
6
Gewindestift (insg. 2)
18
Fuß (nur Serie 4176)
30
Kopf und Schmier-/Losradbolzen, kpl.
7
Lagergehäuse
19
Sicherungsscheiben des Fußes (nur Serie 4176)
31
Verschlussstopfen, Sechskant, 1/8" BSP (ALE und ATE)
8
Gewindestift (insg. 2)
20
Kopfschrauben des Fußes (nur Serie 4176)
32
O-Ring der ummantelten Kopfplatte (optional)
9
Nylon-Einsatz (insg. 2)
21
Dichtung des Druckbegrenzungsventils (insg. 2 an ATE und ALE)
33
Ummantelte Kopfplatte (optional)
10
O-Ring des Dichtungssitzes
22
Gehäusebuchse
34
Kopfschrauben des Kopfes
11
Gleitringdichtung
23
Deckelplatte (Pumpen ohne Ventil, insg. 2 an ATE und ALE)
12
Schmiernippel
24
Kopfschrauben für Druckbegrenzungsventil oder Deckelplatte
Nicht
Rohrflanschdichtung (insg. 2)
abgebildet
Tabelle 2
8.
Den Wellendichtring in den Enddeckel einbauen. Siehe
ABBILDUNG 4 bzgl. der Ausrichtung der Lippe. Den
Enddeckel mit dem äußeren Lager-Distanzring in das
Lagergehäuse schrauben. Den Enddeckel festziehen und
mit den beiden radialen Gewindestiften im Flansch des
Lagergehäuses fixieren.
9.
Siehe ABBILDUNG 7 und Anweisungen unter
„GLEITRINGDICHTUNG“
auf
Seite
6.
Den
Außendurchmesser der Dichtungspackung schmieren und
das stationäre Element der Gleitringdichtung in das Ende
des Lagergehäuses einsetzen. Dabei beachten, dass die
glänzende Seite des Dichtungssitzes nach außen zeigt.
10. Den inneren Lager-Distanzring auf die Welle schieben. Das
Lagergehäuse in die Halterung schrauben.
11. Ein Stück Hartholz oder einen Messingdorn durch eine der
Anschlussöffnungen zwischen die Rotorzähne einführen.
Dadurch wird die Welle beim Festziehen der Gegenmutter
fixiert. Die Gegenmutter anbringen und bei Pumpen der
Größe HLE auf ein Drehmoment von 70-95 Nm bzw.
bei Pumpen der Größe ATE und ALE auf 135-175 Nm
anziehen.
12. Das Axialspiel der Pumpe entsprechend der Beschreibung
unter „EINSTELLUNG DES DRUCKLAGERS“ auf Seite 6
einstellen.
13. Das Schmiernippel mit Mehrzweck-Schmierfett der Klasse
NLGI 2 schmieren.
ABSCHNITT TSM 710.1
AUSGABE
B
SEITE 5 VON 8
GEFAHR!
Vor Inbetriebnahme der Pumpe sicherstellen, dass
alle Schutzeinrichtungen der Antriebsvorrichtung
installiert sind.
HINWEIS: Sicherstellen, dass die Welle ungehindert
gedreht werden kann. Andernfalls das obige Verfahren
wiederholen.
4.
Die Nichteinhaltung dieser Vorsichtsmaßnahme
kann zu schweren oder tödlichen Verletzungen
führen.
GLEITRINGDICHTUNG
Flüssigkeiten mit hoher Viskosität erfordern zusätzliches
Axialspiel. Der Betrag des zusätzlichen Axialspiels ist
von der Viskosität der geförderten Flüssigkeit abhängig.
Spezifische Empfehlungen sind auf Anfrage erhältlich.
Tabelle 3 zeigt die für eine Erhöhung des Axialspiels
erforderliche Einstellung des Lagergehäuses sowie die
Werte für das standardmäßige Axialspiel.
Anweisungen zur Zerlegung sind unter „ZERLEGUNG“ auf
Seite 4 zu finden.
PUMPEN­
GRÖSSE
Anweisungen zum Zusammenbau sind unter „ZUSAMMENBAU“
auf Seite 4 zu finden.
STANDARD­
MÄSSIGES
AXIALSPIEL
(mm)
HLE
HINWEIS: Die Flanschflächen der Gleitringdichtung ausschließlich
mit sauberen Händen oder einem sauberen Lappen berühren.
Dichtflächen können von winzig kleinen Partikeln zerkratzt
werden und dadurch Undichtigkeiten verursachen.
Rotor, Welle und Wellengehäusebohrung vor dem Einbau
der Gleitringdichtung stets reinigen. Sicherstellen, dass die
Oberflächen sauber sind und keine Kratzer aufweisen.
Es sind zwei Arten von Gleitringdichtungen verfügbar. Die
Standardausführung verfügt über einen schalenförmigen Sitz.
Außerdem ist eine Dichtung in „Bolzenausführung“ verfügbar,
bei der der Dichtungssitz mit dem Bolzen fixiert ist, um die
Drehung zu verhindern. Diese Ausführung wird für Flüssigkeiten
mit Viskositäten über 750 cPs verwendet.
O-Ring
LÄNGE AM AD* (mm) FÜR
STD.
JE 0,025 mm
ZUSÄTZLICH
0,08
12
4
ATE
0,08
15
5
ALE
0,08
15
5
* L
agergehäuse um diese Länge gegen den Uhrzeigersinn
drehen, um das standardmäßige oder zusätzliche Axialspiel
zu erhalten.
TABELLE 3
EINBAU VON
KOHLEGRAPHITBUCHSEN
Beim Einbau von Kohlegraphitbuchsen äußerst vorsichtig
vorgehen, um Beschädigungen zu vermeiden. Kohlegraphit ist
ein sprödes Material, das leicht bricht. Bei einem Bruch wird die
Buchse schnell zerstört. Der Einbau kann durch Auftragen von
Schmiermittel auf die Buchse und das Gegenstück erleichtert
werden. Die folgenden Vorkehrungen müssen eingehalten
werden, um den ordnungsgemäßen Einbau zu gewährleisten:
Lager­
gehäuse
Dichtung­
spackung
Drehelement
Stationäre
Fläche
1.
Für den Einbau eine Presse verwenden.
2.
Die Buchse gerade ansetzen.
3.
Die Buchse mit einer kontinuierlichen Bewegung in die
ordnungsgemäße Position drücken; Starten und Stoppen
führt zu Rissen in der Buchse.
4.
Die Buchse nach dem Einbau auf Risse prüfen.
Welle
Rotierende
Fläche
ABBILDUNG 7
INSTALLATION DES FUSSES
EINSTELLUNG DES
DRUCKLAGERS
Pumpen der Serie 4176 sind mit einem abnehmbaren Fuß
ausgestattet. Der Fuß muss für normale Wartungsarbeiten nicht
abgebaut werden. Die folgenden Schritte für Fälle verwenden, in
denen der Fuß ausgetauscht oder angebaut werden muss.
Siehe ABBILDUNG 4 auf Seite 4.
1.
Sicherstellen, dass die Ausrichtungsbolzen in der Oberseite
des Fußes installiert sind, bevor der Fuß am Gehäuse
befestigt wird.
2.
Die Bolzen in die Unterseite des Gehäuses einführen, um
den Fuß am Gehäuse anzubringen.
3.
Den Fuß mit den Innensechskant-Kopfschrauben und
Sicherungsschrauben am Gehäuse befestigen. Die
Kopfschrauben auf ein Drehmoment von 100 bis 110 Nm
anziehen.
1.
Die beiden Gewindestifte an der äußeren Flanschfläche
des Lagergehäuses lösen und das Drucklager von Hand bis
zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen. Das Lager dann
etwas gegen den Uhrzeigersinn lösen, bis die Rotorwelle
mit leichtem Widerstand von Hand gedreht werden kann.
2.
Um das standardmäßige Axialspiel einzustellen, das
Drucklager die erforderliche Länge gemäß der Messung
am Außendurchmesser des Lagergehäuses zurückdrehen
(siehe Tabelle 3).
3.
Die beiden selbstsichernden Inbus-Gewindestifte im
Außenflansch des Lagergehäuses festziehen. Jeden der
Gewindestifte mit gleichmäßiger Kraft gegen die Halterung
festziehen. Die Pumpe ist nun auf das standardmäßige
Axialspiel eingestellt.
ABSCHNITT TSM 710.1
AUSGABE
B
SEITE 6 VON 8
ANWEISUNGEN FÜR DAS
DRUCKBEGRENZUNGSVENTIL
2
1
3
4
5
6
8
7
GEFAHR!
Vor dem Öffnen der Flüssigkeitskammer
(Pumpenkammer, Reservoir, Druckbegrenzungs­
ventil-Einstellkappenanschluss
usw.)
einer
Viking Pumpe sicherstellen:
1. dass der Druck in der Kammer vollständig
durch die Saug- oder Druckleitung bzw.
andere geeignete Öffnungen oder Anschlüsse
entlastet wurde.
A
2. dass die Antriebsvorrichtung (Motor, Turbine,
Antriebsaggregat usw.) „ausgesperrt“ oder
betriebsunfähig gemacht wurde, damit sie
nicht gestartet werden kann, während an der
Pumpe gearbeitet wird.
9
ABBILDUNG 8
GRÖSSE HLE
3. dass die in der Pumpe verwendete oder von
der Pumpe geförderte Flüssigkeit bekannt
ist, um entsprechende Vorkehrungen zur
sicheren Handhabung der Flüssigkeit treffen
zu können. Das Sicherheitsdatenblatt für
die Flüssigkeit zu Rate ziehen, um das
Verständnis und die Einhaltung dieser
Sicherheitsvorkehrungen zu gewährleisten.
VENTIL – TEILELISTE
1.
Ventilkappe
6.
Ventilgehäuse
2.
Stellschraube
7.
Ventilfeder
3.
Gegenmutter
8.
Teller
4.
Oberteil
9.
Kappendichtung
5.
Federführung
Die Nichteinhaltung der oben aufgeführten
Vorsichtsmaßnahmen kann zu schweren oder
tödlichen Verletzungen führen.
DRUCKEINSTELLUNG DES
DRUCKBEGRENZUNGSVENTILS:
1
2
3
4
5
6
7
8
Die folgenden Anweisungen strikt befolgen, wenn eine neue Feder
installiert wurde oder wenn die werkseitige Druckeinstellung des
Druckbegrenzungsventils geändert werden soll.
1.
Die Ventilkappe vorsichtig von der Stellschraube entfernen.
Dabei beachten, dass diese Kappe wahrscheinlich etwas
Flüssigkeit enthält.
2.
Die Gegenmutter, die die Einstellung der Stellschraube
während des Betriebs der Pumpe fixiert, lockern.
3.
Ein Manometer in der Druckleitung installieren. Das
Manometer ist für die Einstellung des Drucks erforderlich.
4.
Die Stellschraube eindrehen, um den Druck zu erhöhen
bzw. herausdrehen, um den Druck zu verringern.
5.
Wenn die Druckleitung an einem Punkt nach dem
Druckmessgerät abgesperrt ist, zeigt das Messgerät den
maximalen Druck an, den das Ventil während des Betriebs
der Pumpe erlaubt.
WICHTIG
Bei der Bestellung von Teilen für das Druckbegrenzungsventil
auch stets die Modell- und Seriennummer der Pumpe
(auf dem Typenschild zu finden) angeben. Außerdem die
Bezeichnung des/der benötigten Teils/Teile nennen. Bei der
Bestellung von Federn müssen außerdem die gewünschten
Druckeinstellungen angegeben werden.
A
9
10
ABBILDUNG 9
GRÖSSE ATE und ALE
VENTIL – TEILELISTE
1.
Ventilkappe
6.
Ventilgehäuse
2.
Stellschraube
7.
Ventilfeder
3.
Gegenmutter
8.
Teller
4.
Federführung
9.
Kappendichtung
5.
Oberteil
10
Oberteildichtung
ABSCHNITT TSM 710.1
AUSGABE
B
SEITE 7 VON 8
TECHNISCHES SERVICE-HANDBUCH
Industrielle motordrehzahlgesteuerte
Hochleistungspumpen
SERIE 4076 UND 4176
ABSCHNITT
TSM 710.1
SEITE
8 von 8
AUSGABE
b
GRÖSSE hle, ate und ale
GARANTIE
Viking garantiert, dass alle von ihr hergestellten
Produkte für einen Zeitraum von einem (1) Jahr
vom Datum der Inbetriebnahme keine Herstellungsoder Materialfehler aufweisen. Diese Garantie gilt
jedoch maximal für achtzehn (18) Monate nach dem
Versand durch Viking. Wenn während des besagten
Garantiezeitraums von Viking verkaufte Produkte sich
bei normaler Verwendung und Wartung aufgrund eines
Herstellungs- oder Materialfehlers als defekt erweisen
sollten und solche Produkte mit im Voraus bezahlten
Transportgebühren an das Viking Werk in Cedar Falls
im US-Bundesstaat Iowa zurückgesendet und die
Produkte von Viking aufgrund eines Herstellungs- oder
Materialfehlers als defekt befunden werden, werden sie
kostenlos ersetzt oder repariert und FOB Cedar Falls,
Iowa, an den Kunden zurückgesendet.
Viking übernimmt keine Haftung für Folgeschäden
jeglicher Art und der Käufer übernimmt durch Annahme
der Lieferung jegliche Haftung für die Folgen der
Verwendung oder des Missbrauchs von Viking
Produkten durch den Käufer, seine Mitarbeiter oder
andere Personen. Viking übernimmt keine Kosten vor
Ort für die Wartung oder für Teile, die nicht im Voraus
genehmigt wurde(n).
Für Ausrüstungen und Zubehör, die/das von Viking
von Drittanbietern gekauft und in ein Viking Produkt
integriert wurde(n), gilt nur der Umfang der Garantie
oder Gewährleistung des Originalherstellers, sofern
zutreffend.
DIES IST DIE AUSSCHLIESSLICHE GARANTIE
VON VIKING UND GILT ANSTELLE ALLER
ANDEREN
GARANTIEN,
AUSDRÜCKLICH
ODER
STILLSCHWEIGEND,
DIE
HIERMIT
AUSGESCHLOSSEN SIND, EINSCHLIESSLICH
INSBESONDERE
ALLER
GARANTIEN
DER
HANDELSTAUGLICHKEIT ODER EIGNUNG FÜR
EINEN BESTIMMTEN ZWECK. Kein Vorstandsmitglied
oder Mitarbeiter von IDEX Corporation oder Viking
Pump, Inc. ist berechtigt, diese Garantie zu ändern.
VIKING PUMP, INC. • Ein Geschäftsbereich der IDEX Corporation • Cedar Falls, IA 50613 USA
© 5/2007 Viking Pump Inc.
Alle Rechte vorbehalten.
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