mpn300ger
INHALTSVERZEICHNIS
1Allgemeines......................................................................................................... 3
1.1 Sicherheitshinweise............................................................................................................. 3
1.2 Umstellung der Betriebsspannung 230 V~/115 V~.......................................................... 3
1.3 Netzanschluß........................................................................................................................4
1.4Aufstellen des Netzgerätes................................................................................................... 4
1.5Einschalten............................................................................................................................4
1.6EMV...................................................................................................................................... 4
1.7Prüfung und Instandsetzung...............................................................................................4
1.8Gewährleistung.....................................................................................................................5
1.9Mitgeliefertes Zubehör........................................................................................................ 5
2Anwendung......................................................................................................... 6
3Aufbau und Funktionsbeschreibung................................................................ 6
3.1Blockschaltbild..................................................................................................................... 6
3.2Beschreibung........................................................................................................................ 7
4Technische Daten............................................................................................... 8
4.1Allgemeines........................................................................................................................... 8
4.2Spezifikationen..................................................................................................................... 8
4.2.1Eigenschaften der Quellen A und B................................................................................ 8
4.2.2Parallelschaltung der Quellen A und B............................................................................9
4.2.3Quelle C (5 V/2 A).......................................................................................................... 9
4.3Anzeigefeld............................................................................................................................9
4.4Systemschnittstellen............................................................................................................. 9
4.4.1Schnittstelle GPIB........................................................................................................... 9
4.4.2Schnittstelle RS 232C......................................................................................................9
5Bedienungselemente......................................................................................... 11
6Parametereinstellungen................................................................................... 13
6.1Einschaltvorgang................................................................................................................13
6.2Wahl der Betriebsarten..................................................................................................... 14
6.2.1Unabhängiger Betrieb der Quellen A und B..................................................................14
6.2.2Folgebetrieb der Quelle B nach den Einstellungen der Quelle A...................................14
6.2.3Parallelbetrieb der Quellen A und B.............................................................................. 15
6.3Funktionsart der Quellen.................................................................................................. 15
6.3.1Konstantspannungsquelle.............................................................................................. 15
6.3.2Konstantstromquelle......................................................................................................16
6.4Parametereinstellung......................................................................................................... 16
6.4.1Art der Parametereingabe..............................................................................................16
6.4.2Spannungseinstellung.................................................................................................... 17
1
Gebrauchsanweisung PN 300
1/99
6.4.3Stromeinstellung............................................................................................................17
6.5Parameterüberwachung.................................................................................................... 18
6.6Parametervorwahl..............................................................................................................18
6.6.1Speicherung der Vorwahl..............................................................................................19
6.6.2Abruf der Vorwahl........................................................................................................ 19
6.7Fehlermeldungen................................................................................................................ 20
7Fernsteuern durch Programm........................................................................ 21
7.1Vorbereitungen am Netzgerät...........................................................................................21
7.1.1Schnittstelle GPIB (IEEE 488.2).................................................................................. 21
7.1.2Schnittstelle RS 232C....................................................................................................21
7.2Fernbedienung 2 Stationärer Betrieb.............................................................................. 22
7.3Meldungen des Netzgerätes bei Fernbedienung..............................................................23
7.3.1Beschreibung des Gerätezustandes................................................................................23
7.3.1.1ESR - EVENT STATUS REGISTER...................................................................... 23
7.3.1.2STB - STATUS BYTE REGISTER......................................................................... 23
7.3.2Beschreibung der Meßergebnisse.................................................................................. 24
7.3.3Beschreibung der Fehler................................................................................................ 25
7.3.3.1DER - Device Error REGISTER........................................................................... 25
7.3.3.2Fehlermeldungen................................................................................................... 25
7.4Liste der Fernsteuerbefehle............................................................................................... 26
7.4.1Allgemeine Befehle........................................................................................................26
7.4.2Befehle und Meldungen.................................................................................................28
7.5Messen über Fernsteuerung.............................................................................................. 29
7.6Programmbeispiele (Q-Basic)........................................................................................... 31
8Pflege und Wartung......................................................................................... 32
9Anhang.............................................................................................................. 33
9.1Konformitätserklärung......................................................................................................33
2
Gebrauchsanweisung PN 300
1/99
1Allgemeines
1.1
Sicherheitshinweise
Überall wo dieses Zeichen
aufgeführt ist, werden Ihnen Hinweise zu möglichen Gefährdungen gegeben. Lesen Sie diese Abschnitte besonders sorgfältig!
1.2
Warnung!
Vor Öffnen des PN 300 Netzstecker ziehen!
Achtung!
Bei Sicherungswechsel nur G-Schmelzeinsatz 5 × 20 nach IEC 127
verwenden (siehe Abs. 4.1)!
Umstellung der Betriebsspannung 230 V~/115 V~
Das PN 300 wurde werksseitig auf 230 V~ eingestellt. Eine Umstellung auf 115 V~ erfordert
ein Öffnen des PN 300 und ist nur durch entsprechend qualifiziertes Personal möglich.
Betriebsspannung 115 V~ einstellen
1.
2.
3.
4.
5.
Trennen Sie das PN 300 von der Netzspannung.
Entfernen Sie die oberen Abdeckkappen und lösen Sie die darunter befindlichen Schrauben.
Lokalisieren Sie den Netzspannungsschalter anhand der folgenden Abbildung.
Schalten Sie den Netzspannungsschalter (Schiebeschalter) auf die Anzeige „115“.
Entfernen Sie die Sicherungsabdeckung am Kaltgerätestecker und tauschen Sie die Sicherung gegen die mitgelieferte Sicherung für 115 V.
1. Befestigen Sie die Abdeckkappen und kleben Sie den mitgelieferte Sticker zur Kennzeichnung der 115-V-Umstellung auf das Typenschild.
Netzspannungsschalter
115-V-Stellung
230-V-Stellung
3
1.3
Netzanschluß
Die Gerätekonstruktion entspricht den Forderungen der Schutzklasse I gemäß EN 61010-1,
d. h. alle von außen zugänglichen und zur Berührung freiliegenden Metallteile sind mit dem
Schutzleiter des Versorgungsnetzes verbunden.
Der Anschluß an das Netz erfolgt über ein Netzkabel mit Schutzkontakt.
1.4Aufstellen des Netzgerätes
Das PN 300 ist nicht in unmittelbarer Nähe von stark hitzeentwickelnden Geräten zu betreiben.
Um eine thermische Überlastung des PN 300 zu verhindern, dürfen die Öffnungsschlitze an der
Rückfront nicht verdeckt werden und Sie müssen einen Freiraum von ca. 10 cm gewährleisten.
1.5Einschalten
Das PN 300 wird mit dem Netzschalter an der Gerätefront eingeschaltet. Der Netzschalter bewirkt eine Abschaltung des PN 300 auf der Primärseite des Transformators.
1.6EMV
Das PN 300 ist gemäß EN 50081-1 und EN 50081-2 entstört. Die Einhaltung der in den Normen angegebenen Grenzwerte setzt voraus, daß ausschließlich einwandfreie Kabel am PN 300
angeschlossen werden. Hier gilt im Einzelnen:
− Für die serielle Schnittstelle RS 232C müssen metallische bzw. metallisierte Steckerschalen
verwendet werden, mit denen das Schirmgeflecht der Leitungen auf kürzestem Wege zu
verbinden ist. Dabei darf die Signal-Masse nicht mit dem Schirm verbunden werden.
− Nach Öffnen und Schließen des PN 300 ist darauf zu achten, daß alle Befestigungsteile und
Kontaktfedern wie vorher installiert sind und alle Schrauben kräftig angezogen sind.
1.7Prüfung und Instandsetzung
Im Servicefall sind die Vorschriften der VDE 0701 zu beachten. Das PN 300 darf nur von dafür ausgebildeten Fachkräften repariert werden.
4
1.8Gewährleistung
GRUNDIG gewährleistet die Fehlerfreiheit des PN 300 für einen Zeitraum von 12 Monaten ab
Lieferung.
Die Gewährleistung besteht nicht bei Fehlern, die auf unsachgemäßen Eingriffen oder auf
Änderungen oder auf sachwidrigem Gebrauch beruhen.
Wenden Sie sich bitte bei jedem Störfall an oder senden Sie Ihr PN 300 an:
GRUNDIG AG
Geschäftsbereich Instruments
Test- und Meßsysteme
ZENTRAL SERVICE
Würzburger Str. 150
D-90766 Fürth
Tel.: +49-911-703-4165
Fax: +49-911-703-4465
Die Einsendung sollte in fachgerechter Verpackung - soweit vorhanden, in der Originalverpackung - erfolgen. Fügen Sie dem eingesandten PN 300 bitte eine genaue Fehleraufstellung
(fehlerhaft arbeitende Funktionen, abweichende Spezifikationen usw.) mit Angabe des Gerätetyps und der Seriennummer bei.
Ferner bitten wir Sie, Gewährleistungsfälle als solche zu belegen, am besten durch Beifügen Ihres Bezugslieferscheines. Reparaturaufträge ohne Hinweis auf einen bestehenden Gewährleistungsfall werden in jedem Fall zunächst kostenpflichtig ausgeführt.
Sollte die Gewährleistungspflicht entfallen sein, reparieren wir Ihr PN 300 selbstverständlich
auch gemäß unseren allgemeinen Montage- und Servicebedingungen.
1.9Mitgeliefertes Zubehör
1
1
2
1
1
1
1
1
1
1
1
Netzkabel
Feinsicherung
(T 4 AL/250 V)
Feinsicherungen (T 8 AL/250 V)
Feinsicherung F1 (T 2 AL/250 V)
Feinsicherung F2 (T 6,3 AL/250 V)
Feinsicherung F3 (T 6,3 AL/250 V)
Feinsicherung F301
(T 250 L/250 V)
Feinsicherung F351
(T 250 L/250 V)
Feinsicherung F401
(T 4 AL/250 V)
Gebrauchsanweisung
Aufkleber für 115-V-Umstellungskennzeichnung
5
2Anwendung
Das programmierbare Niederspannungsnetzgerät PN 300 ist eine leistungsfähige Dreifachspannungsquelle. Die Quellen A und B können Spannungen im Bereich von 0 bis 30 V in
10-mV-Schritten und Ströme im Bereich von 0 bis 2,3 A in 1-mA-Schritten bereitstellen.
Die Einstellgenauigkeit der Ausgangsspannung bei den Quellen beträgt 0,05 %. Dabei ist die
Störspannung an den Ausgangsklemmen kleiner als Ueff = 1 mV.
Die Quellen können unabhängig voneinander (A und B) oder zusammen (A + B) in Parallelschaltung betrieben werden. Die Erdungsfreiheit der Ausgänge ermöglicht die Ankopplung an
Lasten mit Spannungspotentialen bis 250 V (AC).
Das Netzgerät verfügt weiterhin über eine Festspannungsquelle 5V/2A (Quelle C).
Das Gerät ist standardmäßig mit der Parallelschnittstelle für Meßsysteme nach der Norm IEEE
488.2 (GPIB) und der seriellen Schnittstelle RS 232C für die Kommunikation mit übergeordneten Systemen ausgestattet. Es können alle Funktionen und Parameter eingestellt, Messungen
durchgeführt und gemessene Werte und Zustände des Gerätes übertragen werden.
3Aufbau und Funktionsbeschreibung
3.1Blockschaltbild
Transformator
3
2
1
_
~
Ausgang A
=
U reg.
_
D
9
A
D
13
+/ 5 V
4
+
U
10 I reg.
11
D
5
8
+
A
I
A
6
12
GND bzgl. A
20
+5 /
+12 V
26
~
115/ 230 V
17
7
RS 232C
CPU
Lüftereinheit
21
GPIB
16
Tastatur
Parallel
Mode
19
18
Parallel Mode
Rückkopplung
Parallel reg.
Display
GND bzgl. B
14
+/ 5 V
I reg.
D
I
A
U reg.
D
_
A
U
+
+
Ausgang B_
=
23
D
15
~
22
A
~
24
=
Spann.regler
25
+
Ausgang C_
5 V/ 2 A
6
3.2Beschreibung
Das Netzgerät PN 300 besteht prinzipiell aus zwei gleichen, gegenüber der Masse erdfreien
Quellen A und B, einer zentralen Prozessoreinheit mit Schnittstellen zur Kommunikation und
einer Festspannungsquelle 5 V/2 A (Quelle C).
Die Schaltung der Quelle A wird von der Sekundärwicklung (1) des Transformators gespeist.
Dabei wird das Relais (2) in Abhängigkeit des Lastwiderstandes umgeschaltet. Es folgt die
Gleichrichtung und Filterung (3) der Spannung. Mit Hilfe der Leistungstransistoren (4) werden
die geforderten Ströme an den Ausgangsklemmen (6) bereitgestellt und über die Widerstandsanordnung (5) gemessen. Die Steuerung der geräteinternen Abläufe erfolgt durch einen Einchip-Mikroprozessor MCS-51 (7), dessen Ein- und Ausgänge galvanisch über Optokoppler (8)
entkoppelt sind. Die D/A-Wandler (9) liefern vom Prozessor (7) bestimmte Referenzspannungen. Diese werden mit Hilfe des Operationsverstärkers (10) und der Leistungstransistoren (4) in die entsprechenden Spannungen und Ströme am Ausgang umgesetzt. Die reellen
Ausgangsparameter werden über den A/D-Wandler (11) abgegriffen und dem Prozessor mittels Optokoppler (12) zugeführt.
Die Energieversorgung der aktiven Bauelemente sichert die Hilfsquelle (13).
Die Arbeitsweise der Quelle B ist analog der Quelle A. Außerdem kann die Quelle B parallel
zur Quelle A geschalten werden. In diesem Fall übernimmt der Operationsverstärker (14) trotz
der separaten Rückkopplungsschleife der Quelle A die Steuerung. Die Ausgangsklemmen der
Quellen A (6) und B (15) werden parallel über die Relaiskontakte (16) zusammen geschalten.
Das Auslesen der Tastatur (18) und die Anzeige am Display (17) organisiert der Prozessor (7).
Mit Hilfe der Schnittstellen GPIB und RS 232C (19) kann das Gerät mit übergeordneten Systemen kommunizieren.
Die Versorgung aller digitalen Schaltkreise und der Lüftereinheit (21) realisiert die Hilfsquelle
(20).
Die Parameter 5 V/2 A der Quelle C sind fest eingestellt. Die Spannung wird von der Sekundärwicklung (22) des Transformators abgegriffen, gleichgerichtet (23) und mit dem Festspannungsregler (24) stabilisiert. Der negative Pol der Ausgangsklemmen (25) ist mit der
Masse des Gerätes verbunden.
Die nominale Betriebsspannung des Gerätes kann über den Netzspannungsumschalter (26) eingestellt werden.
7
4Technische Daten
4.1Allgemeines
+ 23 °C ± 1 °C
Nenntemperatur:
Betriebstemperatur: + 5 bis + 40 °C
Relative Luftfeuchtigkeit:
20 bis 80 %
Luftdruck:
70 bis 106 kPa
Betriebsstellung:
waagerecht oder um ± 15 ° geneigt
Betriebsspannung:
sinusförmige Wechselspannung (Klirrfaktor < 5%)
115/230 V (+ 10 %/− 15 %), intern umschaltbar
Frequenz
50 bis 60 Hz (± 5 %)
Leistungsaufnahme: 450 VA
Sicherungen: T 4 AL/250 V (230 V~)
T 8 AL/250 V (115 V~)
Schutzklasse:
I, gemäß EN 61010 Teil 1
Entstörung:
EN 55011 Klasse B
Abmessungen (B 1 H 1 T):
291 mm 1 120 mm 1 259 mm
Abmessung der Verpackung:
345 mm 1 148 mm 1 398 mm
Masse
des Netzgerätes:
ca. 6,75 kg
inklusive Verpackung und Zubehör:
ca. 8,4 kg
4.2Spezifikationen
4.2.1Eigenschaften der Quellen A und B
Ausgangsspannung:
Ausgangsstrom:
Genauigkeit der Einstellung für
Spannungen:
Ströme:
Störspannung am Ausgang:
Genauigkeit
Spannungsmessung:
Strommessung:
Stabilität der Ausgangsspannung bei
Netzschwankungen:
Lastschwankungen (∆ 100 %):
Schaltzeit bei Wechsel des
Spannungsbereiches:
Einstellung des
Spannungsbereiches:
Strombereiches:
maximale Ausgangsspannung
auf Masse bezogen:
Indikation am Display:
0 bis 30 V
0 bis 2,3 A
± (0,05 % + 15 mV)
± (0,5 % + 10 mA)
Ueff ≤ 1 mV für 15 Hz ≤ f ≤ 15 MHz
± (0,5 % + 100 mV)
± (0,5 % + 10 mA)
± (0,01 % + 3 mV)
± (0,02 % + 6 mV)
≤ 300 µs für ∆U ≤ 15 mV
in 10-mV-Schritten
in 1-mA-Schritten
Ueff = 250 V
Umax = 30,00 V
Imax = 2,300 A
8
4.2.2Parallelschaltung der Quellen A und B
Ausgangsstrom:
Genauigkeit der Stromeinstellung:
Störspannung am Ausgang:
Genauigkeit interner Strommessung
Beruhigungszeit bei Laständerungen
zwischen 10 % und 100 %:
Indikation am Display:
0,3 bis 4,6 A
± (1 % + 20 mA)
Ueff ≤ 2 mV für 15 Hz ≤ f ≤ 15 MHz
± (1 % + 20 mA)
≤ 600 µs für ∆U ≤ 30 mV
Imax = 4,600 A
Ansonsten gelten die in Abs. 4.2.1 aufgeführten Spezifikationen.
4.2.3Quelle C (5 V/2 A)
Ausgangsspannung:
Ausgangsstrom:
Störspannung am Ausgang:
5V±5%
max. 2 A
Ueff ≤ 2 mV
4.3Anzeigefeld
Das Gerät ist mit zwei je 16stelligen alphanumerischen LC-Display-Zeilen mit Beleuchtung bestückt. Es werden der Spannungs- und Stromwert, die Maßeinheit und der Dezimalpunkt sowie die menügeführten Meßfunktionen und Systemmeldungen angezeigt.
4.4Systemschnittstellen
Das Gerät kann vollständig über das serielle RS-232C-Interface oder über das parallele GPIBInterface ferngesteuert werden.
4.4.1Schnittstelle GPIB
Standards der Schnittstelle:
Schnittstellenfunktionen:
Länge des Eingangspuffers:
ANSI/IEEE 488.1 1987, IEEE 488.2 1992
SH1, AH1, SR1, T5, L4, RL1, PP0, DC1, DT0, E2
64 Zeichen
4.4.2Schnittstelle RS 232C
Datenübertragungsrate:
Länge des Datenwortes:
Anzahl der STOP-Bits:
Parität:
Protokoll:
Schlußzeichen beim Empfang:
Schlußzeichen beim Senden:
Länge des Eingangspuffers:
Länge des Ausgangspuffers:
1200 bis 9600 Bd
8 Bit
1
keine
RTS/CTS, keines
LF (10 dez.)
CR + LF (13 dez. + 10 dez.)
64 Zeichen
256 Zeichen
9
6
7
Abb. 1:
PN 300
PC
FG
1
1
FG
TXD
2
2
TXD
RXD
3
3
RXD
4
RTS
5
10
8
RTS
4
CTS
5
5
CTS
DSR
6
6
DSR
SG
7
7
SG
DCD
8
8
DCD
DTR
20
20
DTR
2
3
Steckerbelegung des Verbindungskabels
4
1
11
12
13
9
10
14
15
5Bedienungselemente
[1]
Netzschalter
[2]
Ausgangsbuchsen der Quelle A
siehe Abs. 4.2.1
[3]
Ausgangsbuchsen der Quelle B
siehe Abs. 4.2.1
[4]
Ausgangsbuchsen der Quelle C
siehe Abs. 4.2.3
[5]
LCD-Anzeigefeld
siehe Abs. 4.4
[6]
LED A CV
Leuchtet grün, wenn die Quelle A als Konstantspannungsquelle arbeitet.
Wird die Quelle als Konstantstromquelle benutzt, signalisiert die rot leuchtende LED,
daß der eingestellte Spannungswert nicht erreicht wurde.
[7]
LED B CV
Leuchtet grün, wenn die Quelle B als Konstantspannungsquelle arbeitet.
Wird die Quelle als Konstantstromquelle benutzt, signalisiert die rot leuchtende LED,
daß der eingestellte Spannungswert nicht erreicht wurde.
11
[8]
LED A CC
Leuchtet grün, wenn die Quelle A als Konstantstromquelle arbeitet.
Wird die Quelle als Konstantspannungsquelle benutzt, signalisiert die rot leuchtende
LED, daß der eingestellte Spannungswert nicht erreicht wurde.
[9]
LED B CC
Leuchtet grün, wenn die Quelle B als Konstantstromquelle arbeitet.
Wird die Quelle als Konstantspannungsquelle benutzt, signalisiert die rot leuchtende
LED, daß der eingestellte Spannungswert nicht erreicht wurde.
[10]
Indikation des Betriebszustandes
Die leuchtenden LEDs signalisieren:
LED IND
LED TRACK
LED PAR
[11]
Funktionstasten
Das Drücken der Tasten bewirkt:
V-Taste
I-Taste
MODE-Taste
MEM-Taste
SYST-Taste
[12]
- Spannungseinstellung der Quellen A und B,
- Stromeinstellung der Quellen A und B,
- Anwahl aller Untermenüs,
- Speicherung und Abruf der vorgewählten Parameter,
- Konfiguration der Schnittstellen GPIB und RS 232C.
Auswahl-Tasten
Das Drücken der Tasten bewirkt:
A/B-Taste
ENTER-Taste
ESC-Taste
[13]
- unabhängiges Arbeiten der Quellen A und B,
- abhängiges Arbeiten der Quelle B nach den Einstellungen der
Quelle A,
- Parallelschaltung der Quellen A und B.
- Anwahl der Quellen A und B,
- Aktualisierung der neuen Parametereinstellungen,
- Aktualisierung der letzten Parametereinstellungen.
Cursor-Tasten
Benutzt man zur Auswahl eines Menüpunktes. Das Drücken der Tasten bewirkt:
„∧“
„<“
„>“
„∨“
- das Menü wird nach oben durchblättert,
- der Cursor wird nach links bewegt,
- der Cursor wird nach rechts bewegt,
- das Menü wird nach unten durchblättert.
[14]
LOCAL-Taste
Schaltet das Gerät bei Fernbedienung zur lokalen Bedienung zurück. Die über der
Taste positionierte LED REMOTE leuchtet bei Fernbedienung rot.
[15]
OUT A/B-Taste
Aktiviert bzw. deaktiviert die Ausgänge der Quellen A und B. Die über der Taste positionierte LED ON leuchtet bei aktiven Ausgängen grün.
12
Der Netzanschluß erfolgt über einen Kaltgerätestecker mit Sicherung. Das Gerät ist mit
einer Sicherung T 4 AL/250 V für 230 V bzw. T 8 AL/250 V für 115 V Netzspannung abgesichert. Der Betriebsspannungshinweis informiert über die zu benutzende Betriebsnetzspannung.
Die Schnittstellen GPIB und RS 232C dienen zur Datenübertragung bei Fernbedienung über
ein externes Gerät.
Netzanschluß, Betriebsspannungshinweis und serielle Schnittstellen sowie das Typenschild
des Gerätes befinden sich auf der Rückseite des Netzgerätes.
Hinweis:
Alle Tasten sind mit der Funktion Autorepeat ausgestattet, das heißt, ständiges
Gedrückthalten bewirkt auch entsprechende Eingabewiederholungen.
6Parametereinstellungen
6.1Einschaltvorgang
Bei externer Bedienung des Gerätes ist das entsprechende Verbindungskabel der Systemschnittstellen RS 232C oder GPIB vor dem Einschalten der Betriebsspannung anzuschließen.
Nach Betätigung des Netzschalters [1] läuft ein interner Test ab und an der Anzeige erscheint
die Meldung:
Testing: UNIT
Die Variable UNIT steht für die gerade getestete Einheit. Es werden die richtigen Funktionen
des Prozessors CPU, des ROM-Speichers, des RAM-Speichers, des Tastenfeldes KEY, der Pufferbatterie BATTERY und des DISPLAYs überprüft. Bei fehlerfreiem Abschluß folgt die Meldung:
Testing: UNIT
.......Passed
Andernfalls erscheint die Ausschrift:
Testing: UNIT
........Error
und das Gerät unterbricht den Testablauf, bis der Fehler beseitigt ist (gilt nicht für Battery
Error).
Bei fehlerfreiem Verlauf der Tests werden die letzten Einstellungen vor Abschalten des Gerätes
aus dem RAM gelesen und aktiviert.
Bei Battery Error werden die elektrischen Werte
0.00V
0.00V
0.001A
0.001A
für die Quellen A und B eingestellt.
Nach dem Einschalten sind die Ausgänge A und B immer inaktiv. Alle Einstellungen werden
über die LEDs [6] bis [10] angezeigt.
13
6.2Wahl der Betriebsarten
6.2.1Unabhängiger Betrieb der Quellen A und B
(Independent Mode)
In dieser Betriebsart arbeiten die Quellen A und B unabhängig voneinander und können getrennt eingestellt werden.
Mit der MODE-Taste [11] gelangt man in das Untermenü zur Einstellung der Betriebsart und
am Display [5] erscheint:
MODE
[ OPERATION
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift:
MODE
OPER: [
]
Im Klammerausdruck [ ] steht die aktuelle Betriebsart. Durch Drücken der Cursor-Tasten
„∧“ und „∨“ [13] stellt man den unabhängigen Betrieb INDEPEND ein. Über die ENTERTaste [12] wird die neue Einstellung abgespeichert. Soll der alte Zustand erhalten bleiben,
drückt man die Taste ESC-Taste [12]. In beiden Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
6.2.2Folgebetrieb der Quelle B nach den Einstellungen der Quelle A
(Tracking Mode)
In dieser Betriebsart wird die Quelle B über die Parametereingaben der Quelle A gesteuert.
Beide Quellen können durch Verbindung des jeweiligen Plus- bzw. Minuspols in Reihe geschalten werden. Bezogen auf den Verbindungspunkt steht dann eine maximale Spannung von
+ 30 V bzw. − 30 V zur Verfügung.
Mit der MODE-Taste [11] gelangt man in das Untermenü zur Einstellung der Betriebsart und
am Display [5] erscheint:
MODE
[ OPERATION
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift:
MODE
OPER: [
]
Im Klammerausdruck [ ] steht die aktuelle Betriebsart. Durch Drücken der Cursor-Tasten
„∧“ und „∨“ [13] stellt man den Folgebetrieb A-B TRAC ein. Über die ENTER-Taste [12]
wird die neue Einstellung abgespeichert. Soll der alte Zustand erhalten bleiben, drückt man die
Taste ESC-Taste [12]. In beiden Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
14
6.2.3Parallelbetrieb der Quellen A und B
(Parallel Mode)
In dieser Betriebsart werden intern die gleichpoligen Ausgänge der Quellen A und B parallel
geschaltet. Damit verdoppelt sich die Ausgangsleistung gegenüber den einzelnen Quellen.
Mit der MODE-Taste [11] gelangt man in das Untermenü zur Einstellung der Betriebsart und
am Display [5] erscheint:
MODE
[ OPERATON
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift [5]:
MODE
OPER: [
]
Im Klammerausdruck [ ] steht die aktuelle Betriebsart. Durch Drücken der Cursor-Tasten
„∧“ und „∨“ [13] stellt man den Parallelbetrieb A-B PAR ein. Über die ENTER-Taste [12]
wird die neue Einstellung abgespeichert. Soll der alte Zustand erhalten bleiben, drückt man die
Taste ESC-Taste [12]. In beiden Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
Alle weiteren Parametereingaben gelten für beide Quellen.
6.3Funktionsart der Quellen
6.3.1Konstantspannungsquelle
In dieser Funktionsart arbeiten die Quellen A und/oder B als Konstantspannungsquelle. Die
Ausgangsspannung wird unabhängig von Last- und Temperaturschwankungen sowie über die
Betriebsdauer konstant gehalten.
Mit der MODE-Taste [11] gelangt man in das Untermenü zur Einstellung der Betriebsart.
Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] ruft man den Menüpunkt zur Einstellung
der Funktionsart auf und am Display [5] erscheint:
MODE
[ CONTROL
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift [5]:
MODE_A
CONT: [
]
Im Klammerausdruck [ ] steht die aktuelle Funktionsart. Durch Drücken der Cursor-Tasten
„∧“ und „∨“ [13] stellt man die Funktion CV ein. Über die ENTER-Taste [12] wird die neue
Einstellung abgespeichert. Soll der alte Zustand erhalten bleiben, drückt man die Taste ESCTaste [12]. In beiden Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
Der Buchstabe A oder B hinter MODE_ bezeichnet die aktuelle Quelle. Im unabhängigen Betrieb können die Quellen A und B über die A/B-Taste [12] einzeln angesprochen werden.
15
6.3.2Konstantstromquelle
In dieser Funktionsart arbeiten die Quellen A und/oder B als Konstantstromquelle. Der Ausgangsstrom wird unabhängig von Last- und Temperaturschwankungen sowie über die Betriebsdauer konstant gehalten.
Mit der MODE-Taste [11] gelangt man in das Untermenü zur Einstellung der Betriebsart.
Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] ruft man den Menüpunkt zur Einstellung
der Funktionsart auf und am Display [5] erscheint:
MODE
[ CONTROL
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift [5]:
MODE_A
CONT: [
]
Im Klammerausdruck [ ] steht die aktuelle Funktionsart. Durch Drücken der Cursor-Tasten
„∧“ und „∨“ [13] stellt man die Funktion CC ein. Über die ENTER-Taste [12] wird die neue
Einstellung abgespeichert. Soll der alte Zustand erhalten bleiben, drückt man die Taste ESCTaste [12]. In beiden Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
Der Buchstabe A oder B hinter MODE_ bezeichnet die aktuelle Quelle. Im unabhängigem Betrieb können die Quellen A und B über die A/B-Taste [12] einzeln angesprochen werden.
6.4Parametereinstellung
6.4.1Art der Parametereingabe
Das Gerät ermöglicht die Eingabe der Spannungs- und Stromwerte bei aktiven (DIRECT) oder
inaktiven (INDIRECT) Ausgängen der Quellen A und B.
Mit der MODE-Taste [11] gelangt man in das Untermenü zur Einstellung der Betriebsart.
Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] ruft man den Menüpunkt zur Einstellung
der Art der Parametereingabe auf und am Display [5] erscheint:
MODE
[ ADJUSTMENT
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift [5]:
MODE
ADJ : [
]
Im Klammerausdruck [ ] steht die aktuelle Eingabeart. Durch Drücken der Cursor-Tasten
„∧“ und „∨“ [13] stellt man die Eingabeart DIRECT oder INDIRECT ein. Über die ENTERTaste [12] wird die neue Einstellung abgespeichert. Soll der alte Zustand erhalten bleiben,
drückt man die Taste ESC-Taste [12]. In beiden Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
16
Die Wahl der Eingabeart DIRECT und die Aktivierung der Ausgänge über die OUT A/B-Taste
[15] bewirken, daß die zuletzt eingestellten Spannungs- und Stromwerte am Display [5] abgebildet werden und der Cursor an der letzten Eingabeposition blinkt. Mit Hilfe der
V-Taste [11], I-Taste [11], A/B-Taste [12] und der Cursortasten [13] kann man die Parameter
fortlaufend am Display [5] und an den Ausgängen der Quellen A [2] und B [3] einstellen.
Die tatsächlichen Ausgangsparameter, welche das Gerät intern mißt, werden über die ESCTaste [12] abgefragt. Dabei ist keine Eingabe möglich und der Cursor erlischt. Erst nach dem
Drücken der V-Taste [11] oder I-Taste [11] können erneut Werte geändert werden.
Die Parametereinstellung für die Eingabeart INDIRECT wird in den nächsten Abs. 6.4.2 und
6.4.3 beschrieben.
6.4.2Spannungseinstellung
Mit der V-Taste [11] gelangt man zur Spannungseinstellung und am Display [5] erscheint:
VOLTAGE_A
SET :[
oder
]
VOLTAGE_A
LIM :[
]
Die Ausschrift mit SET erscheint, wenn die aktuelle Quelle als Konstantspannungsquelle betrieben wird. Bei der Ausschrift LIM arbeitet die Quelle als Konstantstromquelle.
Im Klammerausdruck [ ] steht der aktuelle Spannungswert, der mit Hilfe der Cursortasten
[13] geändert werden kann. Über die ENTER-Taste [12] wird die neue Einstellung abgespeichert. Soll der alte Zustand erhalten bleiben, drückt man die Taste ESC-Taste [12]. In beiden
Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
Der Buchstabe A oder B hinter VOLTAGE_ bezeichnet die zuletzt eingestellte Quelle. Im unabhängigen Betrieb können die Quellen A und B über die A/B-Taste [12] einzeln angesprochen
werden.
6.4.3Stromeinstellung
Mit der Taste I-Taste [11] gelangt man zur Stromeinstellung und am Display [5] erscheint:
CURRENT_A
SET :[
oder
]
CURRENT_A
LIM :[
]
Die Ausschrift mit SET erscheint, wenn die aktuelle Quelle als Konstantstromquelle betrieben
wird. Bei der Ausschrift LIM arbeitet die Quelle als Konstantspannungsquelle.
Im Klammerausdruck [ ] steht der aktuelle Stromwert, der mit Hilfe der Cursortasten [13]
geändert werden kann. Über die ENTER-Taste [12] wird die neue Einstellung abgespeichert.
Soll der alte Zustand erhalten bleiben, drückt man die Taste ESC-Taste [12]. In beiden Fällen
wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
Der Buchstabe A oder B hinter CURRENT_ bezeichnet die zuletzt eingestellte Quelle. Im unabhängigen Betrieb können die Quellen A und B über die A/B-Taste [12] einzeln angesprochen
werden.
17
6.5Parameterüberwachung
Prinzipiell werden geräteintern die eingestellten Strom- und Spannungswerte der Quellen überwacht. Man kann zwischen zwei Schutzfunktionen wählen, mit denen das Gerät bei Über- bzw.
Unterschreitung der Grenzwerte reagiert.
Mit der MODE-Taste [11] gelangt man in das Untermenü zur Einstellung der Betriebsart.
Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] ruft man den Menüpunkt zur Einstellung
der Parameterüberwachung auf und am Display [5] erscheint:
MODE
[ PROTECTION
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift [5]:
MODE
PROT: [
]
Im Klammerausdruck [ ] steht die aktuelle Schutzfunktion. Durch Drücken der CursorTasten „∧“ und „∨“ [13] stellt man die Schutzfunktion LIMITING oder CVT-OUT ein. Über
die ENTER-Taste [12] wird die neue Einstellung abgespeichert. Soll der alte Zustand erhalten
bleiben, drückt man die Taste ESC-Taste [12]. In beiden Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
Die Wahl der Schutzfunktion LIMITING bewirkt, daß die als Konstantspannungsquelle betriebene Quelle beim Überschreiten des eingestellten Stromwertes automatisch in die
Funktionsart als Konstantstromquelle umschaltet. Wird die Quelle als Konstantstromquelle betrieben, schaltet sie beim Unterschreiten des eingestellten Spannungswertes automatisch in die
Funktionsart als Konstantspannungsquelle um.
Die Wahl der Schutzart CVT-OUT bewirkt, daß die Ausgänge der Quellen bei Über- bzw. Unterschreitung der Grenzwerte deaktiviert werden. Die LED über der OUT A/B-Taste [15] erlischt und am Display [5] erscheint die Fehlermeldung:
Error
Exceeded I limit
oder
Error
Exceeded V limit
Nach Änderung der Grenzwerte der Quelle oder nach Änderung der Ausgangslast kann man
die Ausgänge der Quellen A [2] und B [3] wieder mit der OUT A/B-Taste [15] aktivieren. Die
Eingabe der Grenzwerte ist im Abs. 6.4 beschrieben.
6.6Parametervorwahl
Das Netzgerät PN 300 ist mit einem EEPROM ausgestattet, der die Speicherung von 5 verschiedenen Gerätekonfigurationen ermöglicht. Die Angaben bleiben nach dem Abschalten des
Gerätes erhalten.
18
6.6.1Speicherung der Vorwahl
Die Eingabe der Parameter und Funktionen erfolgt wie in den Abs. 6.2 bis 6.5 beschrieben.
Mit der MEM-Taste [11] gelangt man in das Untermenü zum Speichern und Laden von Geräteeinstellungen. Durch Drücken der der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] ruft man den Menüpunkt zum Speichern der Einstellungen auf und am Display [5] erscheint:
MMEM
[ STORE
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift [5]:
STORE
SET#: [
]
Im Klammerausdruck [ ] steht der aktuelle Speicherplatz, an dem die Einstellungen abgelegt
werden. Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] stellt man den gewünschten Platz
(#) von 1 bis 5 ein und bestätigt mit der ENTER-Taste [12]. Es erfolgt über das Display [5]
die Abfrage:
Are you sure ?
und es besteht die Möglichkeit zur Korrektur. Soll der alte Zustand erhalten bleiben, drückt
man die Taste ESC-Taste [12]. Die Betätigung der ENTER-Taste [12] speichert die neuen
Einstellungen ab. In beiden Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
6.6.2Abruf der Vorwahl
Mit der MEM-Taste [11] gelangt man in das Untermenü zum Speichern und Laden von Geräteeinstellungen. Durch Drücken der der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] ruft man den Menüpunkt zum Laden der Einstellungen auf und am Display [5] erscheint:
MMEM
[ LOAD
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es erscheint die Displayausschrift [5]:
LOAD
SET#: [
]
Im Klammerausdruck [ ] steht der aktuelle Speicherplatz, an dem die Einstellungen abgelegt
sind. Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] wählt man den gewünschten Platz
(#) von 1 bis 5 und bestätigt mit der ENTER-Taste [12]. Es erfolgt über das Display [5] die
Abfrage:
Are you sure ?
19
und es besteht die Möglichkeit zur Korrektur. Soll der alte Zustand erhalten bleiben, drückt
man die Taste ESC-Taste [12]. Nach Betätigung der ENTER-Taste [12] werden die neuen
Einstellungen geladen. In beiden Fällen wechselt das Gerät in den Ausgangszustand.
6.7Fehlermeldungen
Während des Betriebes der Quellen kann es infolge falscher Anschlußbedingungen oder interner Komplikationen zu Fehlerzuständen kommen. Die entsprechende Meldung wird über das
Anzeigefeld [5] ausgegeben:
Warning
Unit overheated
- Überhitzung des Gerätes
Error
Load failed
- Fehler beim Abruf der gespeicherten Vorwahl
Error
Exceeded I limit
- Überschreitung des eingestellten Stromes
Error
Exceeded V limit
- Unterschreitung der eingestellten Spannung
20
7Fernsteuern durch Programm
Die Fernbedienung des Netzgerätes ist mit einem Personalcomputer (PC) über die Schnittstellen GPIB und RS 232C möglich. Das serielle Anschlußkabel darf nicht länger als 15 m sein.
Interfacekabel dürfen nur im ausgeschalteten Zustand angeschlossen werden. Nach dem Einschalten ist das Gerät bereit Befehle zu empfangen. Der Fernbedienungsbetrieb wird über die
LED REMOTE [14] angezeigt.
7.1Vorbereitungen am Netzgerät
7.1.1Schnittstelle GPIB (IEEE 488.2)
Das Verbindungskabel zwischen Netzgerät und PC muß dem Standard IEEE 488.2 entsprechen. Die GPIB-Schnittstelle des Netzgerätes ist auf die Systemadresse 7 eingestellt.
Nach dem Einschalten des Gerätes und dem erfolgreichen Ablauf des internen Testes können
die Übertragungsparameter menügesteuert am Gerät eingestellt werden.
Mit der SYST-Taste [11] gelangt man in ein Untermenü und am Display [5] erscheint:
SYSTEM
[ INTERFACE
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift [5]:
Interface
SEL : [ GPIB ]
Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] stellt man die gewünschte Schnittstelle
GPIB oder RS 232C ein. Mit Hilfe der ENTER-Taste [11] wird die Einstellung GPIB abgespeichert und es folgt die Ausschrift:
GPIB
ADDR: [
7
]
Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] kann die Systemadresse geändert werden.
Mit Hilfe der ENTER-Taste [11] wird die aktuelle Adresse abgespeichert und die Einstellungen sind beendet.
Nach dem Abschalten des Gerätes bleiben die Einstellungen erhalten.
7.1.2Schnittstelle RS 232C
Die Schnittstelle RS 232C des PCs muß wie im Abs. 4.4.2 beschrieben, konfiguriert werden.
Nach dem Einschalten des Gerätes und dem erfolgreichen Ablauf des internen Tests können
die Übertragungsparameter menügesteuert am Gerät eingestellt werden.
Mit der SYST-Taste [11] gelangt man in ein Untermenü und am Display [5] erscheint:
SYSTEM
[ INTERFACE
21
]
Mit Hilfe der ENTER-Taste [12] wird der Menüpunkt bestätigt und es folgt die Displayausschrift [5]:
INTERFACE
SEL : [RS 232C]
Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] stellt man die gewünschte Schnittstelle
GPIB oder RS 232C ein. Mit Hilfe der ENTER-Taste [11] wird die Einstellung RS 232C
abgespeichert und es folgt die Ausschrift:
RS 232C
RATE: [2400 Bd]
Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] stellt man die gewünschte Übertragungsrate von 12ØØ Bd bis 96ØØ Bd ein. Mit Hilfe der ENTER-Taste [11] wird die neue Einstellung abgespeichert und es folgt die Ausschrift:
RS 232C
PROT: [RTS/CTS]
Durch Drücken der Cursor-Tasten „∧“ und „∨“ [13] kann das Kommunikationsprotokoll geändert werden. Mit Hilfe der ENTER-Taste [11] wird die aktuelle Wahl abgespeichert und die
Einstellungen sind beendet.
Nach dem Abschalten des Gerätes bleiben die Einstellungen erhalten.
7.2Fernbedienung 2 Stationärer Betrieb
Mit dem vom PC gesendeten Befehl REN ist das Netzgerät im Betriebszustand FERNSTEUERUNG, was durch die LED REMOTE [14] angezeigt wird. Danach ist die Steuerung des Gerätes über die lokalen Bedienelemente (außer LOCAL-Taste [14]) nicht mehr möglich.
Beim Übergang zur Fernsteuerung werden die Ausgänge der Quellen A und B inaktiv geschaltet.
Zur Umschaltung des Gerätes von der Fernbedienung zum stationären Betrieb gibt es mehrere
Möglichkeiten:
- Senden des Befehls GTL (Go To Local) vom PC,
- Drücken der LOCAL-Taste [14] am Netzgerät, unter der Voraussetzung, daß das
Tastenfeld nicht durch den Befehl LLO (Local Lock Out) gesperrt wurde,
- Aus- und Einschalten des Netzschalters [1].
Folgende Befehle können auch bei lokaler Bedienung des Gerätes vom PC gesendet und empfangen werden:
*IDN?,*CLS,*ESR?,*ESE,*ESE?,*STB?,*SRE,*SRE?,ERR?,DER?.
22
7.3Meldungen des Netzgerätes bei Fernbedienung
7.3.1Beschreibung des Gerätezustandes
Über das EVENT STATUS REGISTER und das STATUS BYTE REGISTER kann jederzeit
der aktuelle Stand der Betriebsbedingungen des Gerätes abgefragt werden.
7.3.1.1ESR - EVENT STATUS REGISTER
Der Inhalt des ESR-Register wird mit dem Befehl *ESR? in den Ausgangsbuffer abgelegt und
gelöscht. Das ESR-Register wird auch beim Einschalten des Gerätes (außer Bit 7), mit dem
Befehl *CLS oder nach der Aktivierung der Schnittstelle GPIB auf Ø gesetzt.
Inhalt des ESR-Registers:
Bit 7:
6:
5:
4:
3:
2:
1:
Ø:
ESR xxx
(PON) Power On, zeigt Betriebsbereitschaft und Schnittstellenaktivitäten mit 1 an.
(URQ) User Request, wird nicht benutzt, immer auf Ø gesetzt.
(CME) Command Error, wird bei Anweisungsfehlern auf 1 gesetzt.
(EXE) Execution Error, wird bei Anfrage- und Durchführungsfehlern auf 1 gesetzt.
(DDE) Device Dependent Error, zeigt Gerätefehler mit 1 an.
(QYE) Query Error, wird bei Anfragefehlern auf 1 gesetzt.
(RQC) Request Control, wird nicht benutzt, immer auf Ø gesetzt.
(OPC) Operation Complete, wird nach dem *OPC-Befehl auf 1 gesetzt.
Um bestimmte Gerätezustände und -einstellungen zu überprüfen, kann man den Inhalt des
ESR-Register mit Hilfe einer Maske (ESE - EVENT STATUS ENABLE REGISTER)
abfragen. Es werden die einzelnen Bits verglichen und nach folgender logischer Verknüpfung
ausgewertet:
ESB = (ESR7 ∧ ESE7) ∨ (ESR6 ∧ ESE6) ∨ (ESR5 ∧ ESE5) ∨ (ESR4 ∧ ESE4) ∨
(ESR3 ∧ ESE3) ∨ (ESR2 ∧ ESE2) ∨ (ESR1 ∧ ESE1) ∨ (ESRØ ∧ ESEØ)
Das Ergebnis ESB (Event Summary Bit) wird ins STB-Register eingetragen.
Der Befehl *ESE xxx bietet die Möglichkeit, das ESE-Register mit einer beliebigen Maske
zu beschreiben. Dabei muß der Wert xxx im Bereich von Ø bis 255 liegen.
Der aktuelle Inhalt xxx liegt nach dem Befehl *ESE? im Ausgangsbuffer. Das Register wird
beim Einschalten des Gerätes (außer Bit 7), mit dem Befehl *CLS oder nach der Aktivierung
der Schnittstelle GPIB auf Ø gesetzt.
7.3.1.2STB - STATUS BYTE REGISTER
Der Inhalt des STB-Register wird mit dem Befehl *STB? in den Ausgangsbuffer abgelegt.
Das STB-Register wird beim Einschalten des Gerätes, mit dem Befehl *CLS oder nach der
Aktivierung der Schnittstelle GPIB auf Ø gesetzt.
23
Inhalt des STB-Registers:
STB xxx
Bit 7: wird nicht benutzt, immer auf Ø gesetzt.
6: (MSS) Master Summary Bit, Ergebnis beim Überprüfen des STB-Registers mit einer
Maske (SRE-Register, siehe unten).
(RQS) Request service, nur für GPIB-Schnittstelle, wird aus dem Zustand des MSSBits nach IEEE 488.2 abgeleitet und im seriellen Betriebsmode nach IEEE 488.1 als
Teil des STB-Registers bei dem Befehl *STB? gelesen.
5: (ESB) Event Summary Bit, Ergebnis beim Überprüfen des ESR-Registers mit einer
Maske (ESE-Register).
4: (MAV) Message Available, 1 signalisiert, daß eine aktuelle Meldung des Gerätes im
Ausgangspuffer steht.
3: wird nicht benutzt, immer auf Ø gesetzt.
2: wird nicht benutzt, immer auf Ø gesetzt.
1: wird nicht benutzt, immer auf Ø gesetzt.
Ø: wird nicht benutzt, immer auf Ø gesetzt.
Bemerkung:
Bei der Verwendung der GPIB-Schnittstelle im seriellen Betriebsmode nach
IEEE 488.1 ist das RQS-Bit als Teil des STB-Registers für den PC lesbar.
Diese Möglichkeit gibt es bei der Verwendung der Schnittstelle RS 232C nicht.
Um bestimmte Gerätezustände und -einstellungen zu überprüfen, kann man den Inhalt des
STB-Register mit Hilfe einer Maske (SRE - SERVICE REQUEST ENABLE REGISTER)
abfragen. Es werden die einzelnen Bits (außer SRE-Bit 6, immer auf Ø gesetzt) verglichen und
nach folgender logischer Verknüpfung ausgewertet:
MSS = (STB7 ∧ SRE7) ∨ (STB5 ∧ SRE5) ∨ (STB4 ∧ SRE4) ∨ (STB3 ∧ SRE3) ∨
(STB2 ∧ SRE2) ∨ (STB1 ∧ SRE1) ∨ (STBØ ∧ SREØ)
Das Ergebnis MSS (Master Summary Status) wird ins STB-Register eingetragen.
Der Befehl *SRE xxx bietet die Möglichkeit das SRE-Register mit einer beliebigen Maske zu
beschreiben. Dabei muß der Wert xxx im Bereich von Ø bis 255 liegen.
Der aktuelle Inhalt xxx wird mit dem Befehl *SRE? in den Ausgangsbuffer abgelegt. Das Register wird beim Einschalten des Gerätes, mit dem Befehl *CLS oder nach der Aktivierung der
Schnittstelle GPIB auf Ø gesetzt.
7.3.2Beschreibung der Meßergebnisse
Die Meßergebnisse werden im folgendem Format gesendet:
numerisches Argument von Daten:
Spannungswerte:
Stromwerte:
Dabei bedeuten:
x
v
z
u
von
x bis
vxx
von x.xx bis zx.xx
u.xxx
•
•
•
•
Zeichen von Ø bis 9
Zeichen von Ø bis 2
Zeichen von 1 bis 3
Zeichen von Ø bis 4
24
7.3.3Beschreibung der Fehler
Wenn bei den ferngesteuerten Einstellungen und Messungen Fehler auftreten, werden diese mit
einem Code im Fehlerregister abgespeichert. Der Inhalt (Fehlermeldung) des Registers kann jederzeit mit dem Befehl ERR? abgerufen und gelöscht werden.
Entstehen mehrere Fehler in Folge, werden nur die ersten zwei Fehlercodes gespeichert. Durch
wiederholtes Senden des Befehls ERR? werden die Inhalte der Fehlercodes im Ausgangsbuffer
abgelegt und initialisiert (gelöscht). Die Initialisierung des Fehlerregisters erreicht man auch
mit dem Befehl *CLS (Initialisierung der Status-Register).
Bemerkung:
Das ungeeignete Senden des Befehls ERR? kann Fehler verursachen.
Deshalb sollte vor dem Senden dem Befehl ERR? der Schnittstellenbefehl
DCL gesendet werden.
7.3.3.1DER - DEVICE ERROR REGISTER
Der Inhalt des DER-Registers wird mit dem Befehl DER? in den Ausgangsbuffer abgelegt.
Inhalt des DER-Registers:
Bit 7:
6:
5:
4:
3:
2:
1:
Ø:
DER xxx
wird bei Überhitzung des Gerätes auf 1 gesetzt.
wird beim Lesen des Vorwahlspeichers auf 1 gesetzt.
(BCC) wird bei Überschreitung der Stromgrenze der Quelle B auf 1 gesetzt.
(BCV) wird bei Überschreitung der Spannungsgrenze der Quelle B auf 1 gesetzt.
wird nicht benutzt, immer auf Ø gesetzt.
wird nicht benutzt, immer auf Ø gesetzt.
(ACC) wird bei Überschreitung der Stromgrenze der Quelle A auf 1 gesetzt.
(ACV) wird bei Überschreitung der Spannungsgrenze der Quelle A auf 1 gesetzt.
7.3.3.2Fehlermeldungen
Die Fehlermeldungen sind vom Bedienungszustand und von der Art des Fehlers abhängig.
Auf Schnittstellenfehler wird bei lokaler Bedienung nur kurzzeitig hingewiesen. Bei Fernsteuerung des Gerätes wird der Schnittstellenfehler solange angezeigt, bis entweder das Fehlerregister abgefragt bzw. initialisiert wurde.
Auf Gerätefehler wird bis zur Übertragung neuer Befehle des PCs hingewiesen.
25
Liste der Fehlermeldungen
Fehlercode
Text der Meldung
Bedeutung des Textes
111
DEVICE ERROR
DEVICE DEPENDENT ERROR
EXCEEDED I LIMIT
EXCEEDED V LIMIT
UNIT OVERHEATED
LOAD FAILED
INTERFACE ERROR
QUERY ERROR
UNDERMINATED
114
INTERRUPTED
117
12Ø
DEADLOCKED
BAD USING QUERY
EXECUTION ERROR
NOT EX. IN LOCAL
VAL. OUT OF RANGE
COMMAND ERROR
ILLEGAL COMMAND
RS 232 error
INP. BUFFER FULL
- fehlerfreier Betrieb
Gerätefehler
Fehler der Gerätefunktionen
- Überschreitung der Stromgrenze
- Überschreitung der Spannungsgrenze
- Überhitzung des Gerätes
- Fehler beim Lesen des Vorwahlspeichers
Schnittstellenfehler
Fehlerhafte Abfrage
- Schnittstelle nicht programmiert, aber
Lesezugriff
- Schnittstelle programmiert, aber kein
Lesezugriff
- Schnittstelle programmiert, aber blockiert
- falsche Abfrage
Ausführungsfehler
- bei lokaler Bedienung nicht ausführbar
- ungültiger Wertebereich
Anweisungsfehler
- unbekannter Befehl
Fehler der RS 232-Schnittstelle
- überfüllter Eingangsbuffer
Ø
21
22
91
96
132
134
151
181
Bemerkung:
Bei der eingestellten Schutzart LIMITING werden die Fehlermeldungen
21 und 22 nicht angezeigt. In diesem Fall wird der Fehler über die
LEDs [6, 7, 8, 9] signalisiert (siehe Abs. 5).
7.4Liste der Fernsteuerbefehle
7.4.1Allgemeine Befehle
REN (Remote)
- Übergang von lokaler Bedienung zur Fernbedienung
GPIB:
- Adressenanweisung nach IEEE 488.1
RS 232C: - ASCII: HT = 9 (dez.)
LLO (Local Lockout)
- Blockierung der LOCAL-Taste
GPIB:
- Adressenanweisung nach IEEE 488.1
RS 232C: - ASCII: EM = 25 (dez.)
GTL (Go To Local)
- Übergang von Fernbedienung zur lokalen Bedienung
GPIB:
- Adressenanweisung nach IEEE 488.1
RS 232C: - ASCII: SOH = 1 (dez.)
26
DCL (Device clear)
Bemerkung:
Dieser Befehl darf nicht zwischen dem ersten Befehl und dem Schlußzeichen einer Befehlsfolge stehen.
*RST (Reset)
Bemerkung:
- Initialisierung des Kommunikationsprotokolls der Schnittstelle
GPIB:
- Adressenanweisung nach IEEE 488.1
RS 232C: - ASCII: DC4 = 20 (dez.)
- Initialisierung der Geräteeinstellungen der Quellen A und B
Quellenausgänge:
- nicht aktiviert
Betriebsart:
- INDEPEND (Independent Mode)
Funktionsart:
- CV (Konstantspannungsquelle)
Ausgangsspannungen: - Ø.ØØ V
Ausgangsströme:
- 2.3ØØ A
Schutzfunktion:
- LIMITING
Die Geräteeinstellungen werden beim Einschalten geladen. Desweiteren
werden automatisch die Befehle DCL, *CLS und OUT_OFF ausgeführt
und die ESE- und SRE-Registerinhalte gelöscht. Das Bit 7 (PON) des
ESR-Registers wird auf 1 gesetzt.
*TST? (Test)
- Start der Gerätetests und Abspeichern des Ergebnisses
Bedeutung: Ø - fehlerfreier Verlauf
1 - fehlerhafter Verlauf
*IDN? (Identification)
- Identifizierung GRUNDIG,PN3ØØ,x,y
mit x - Fertigungsnummer oder Ø
y - Version der Software oder Ø
Bemerkung:
*CLS
(Clear Status Byte)
Der Befehl *IDN? muß am Ende der Befehlszeile stehen damit das
Ergebnis garantiert im Ausgangspuffer vorliegt.
ERR? (Error)
ERR?
*WAI (Waiting)
*OPC
(Operation Complete)
*OPC?
- Initialisierung (Rücksetzen) des ESR-, STB- und ERR-Registers
- Lesen und Rücksetzen der Fehlermeldungen (siehe Abs. 7.3.3)
- Inhalt des DER-Registers wird im Ausgangsbuffer abgelegt
- Nachfolgende Befehle werden erst nach Abschluß der laufenden
Operation abgearbeitet.
- Setzt nach Abschluß einer durchgeführten Operation das Bit 7
(OPC) im ESR-Registers auf 1.
- Schreibt die Zahl 1 nach Abschluß einer Operation in den Ausgangspuffer.
*ESR?; *ESE xxx; *ESE?
*STB?; *SRE xxx; *SRE?
- Lesen und Einstellen des ESR (siehe Abs. 7.3.1.1)
- Lesen und Einstellen des STB (siehe Abs. 7.3.1.2)
27
7.4.2Befehle und Meldungen
Einstellung der Betriebsart der Quelle A und B (siehe Abs. 6.2)
- Einstellung der Betriebsart INDEPEND (Independent Mode)
- Einstellung der Betriebsart A-B TRAC (Tracking Mode)
- Einstellung der Betriebsart A-B PAR (Parallel Mode)
- Aktuelle Betriebsart OPER_IND, OPER_TRAC oder OPER_PAR
wird im Ausgangsbuffer abgelegt.
OPER_IND
OPER_TRAC
OPER_PAR
OPER?
Wahl der Quellen für nachfolgende Einstellungen
- Wahl der Quelle A
- Wahl der Quelle B
- Aktuelle Wahl SEL_A oder SEL_B der Quellen wird im Ausgangsbuffer abgelegt.
SEL_A
SEL_B
SEL?
Einstellung der Funktionsart der Quellen A und B (siehe Abs. 6.3)
- die Quelle arbeitet als Konstantspannungsquelle
- die Quelle arbeitet als Konstantstromquelle
- Aktuelle Wahl CONT_CV oder CONT_CC der Funktionsart wird im
Ausgangsbuffer abgelegt.
CONT_CV
CONT_CC
CONT?
Spannungseinstellung der angewählten Quelle
VSET xxxxx
VSET_MIN
VSET_MAX
VSET?
VOUT?
Bemerkung:
- Spannungseinstellung im Bereich (xxxxx) von Ø.ØØ bis 3Ø.ØØ
- Spannungseinstellung auf Ø.ØØ V
- Spannungseinstellung auf 3Ø.ØØ V
- Aktuelle Spannungseinstellung V xxxxx wird im Ausgangsbuffer
abgelegt.
- Gemessener Spannungswert V xxxxx wird im Ausgangsbuffer
abgelegt.
Befindet sich die angewählte Quelle bei dem Befehl VSET? in der Funktionsart als Konstantstromquelle, repräsentiert die angezeigte Spannung den Wert
der Spannungsbegrenzung.
Stromeinstellung der angewählten Quelle
ISET xxxxx
ISET_MIN
- Stromeinstellung im Bereich (xxxxx)
a) von Ø.ØØ1 bis 2.3ØØ für die Betriebsart INDEPEND und
A-B TRAC
b) von Ø.3ØØ bis 4.6ØØ für die Betriebsart A-B PAR
- Stromeinstellung auf
a) Ø.ØØ1 A für die Betriebsart INDEPEND und A-B TRAC
b) Ø.3ØØ A für die Betriebsart A-B PAR
28
ISET_MAX
ISET?
IOUT?
Bemerkung:
- Stromeinstellung auf
a) 2.3ØØ A für die Betriebsart INDEPEND und A-B TRAC
b) 4.6ØØ A für die Betriebsart A-B PAR
- Aktuelle Stromeinstellung A xxxxx wird im Ausgangsbuffer abgelegt.
- Gemessener Stromwert A xxxxx wird im Ausgangsbuffer abgelegt.
Befindet sich die angewählte Quelle bei dem ISET? in der Funktionsart als
Konstantspannungsquelle, repräsentiert der angezeigte Strom den Wert der
Strombegrenzung.
Aktivierung der Quellenausgänge A und B
OUT_ON
OUT_OFF
OUT?
- Die Ausgänge der Quellen A und B sind aktiv.
- Die Ausgänge der Quellen A und B sind nicht aktiv.
- Der aktuelle Zustand OUT_ON oder OUT_OFF der Quellenausgänge
A und B wird im Ausgangsbuffer abgelegt.
Parameterüberwachung der Quellen A und B (siehe Abs. 6.5)
PROT_LIM
PROT_CUT
PROT?
- Einstellung der Schutzfunktion LIMITING
- Einstellung der Schutzfunktion CUT-OUT
- Die aktuelle Schutzfunktion PROT_LIM oder PROT_CUT der
Quellen A und B wird im Ausgangsbuffer abgelegt.
Speichern und Laden der Parametervorwahl
*SAV x
*RCL x
- Speichern der Parameter auf die Speicherplätze (x) von Ø bis 5
- Laden der Parameter von den Speicherplätzen (x) von Ø bis 5
7.5Messen über Fernsteuerung
Für die Fernbedienung des Gerätes ist das entsprechende Verbindungskabel der Schnittstellen
GPIB oder RS 232C vor dem Einschalten der Betriebsspannung anzuschließen. Nach dem Einschalten ist das Gerät bereit Befehle zu empfangen. Der Fernbedienungsbetrieb wird über die
LED REMOTE [14] angezeigt.
Es ist zu beachten, daß Befehle und Gerätemeldungen mit einem Semikolon (ASCII: „;“ = 59)
getrennt und mit einem Schlußzeichen beendet werden. Bestimmte Befehle bzw. Meldungen
können Parameter bzw. Meßergebnisse enthalten, die durch ein Trennzeichen verdeutlicht
werden.
Einzelne Befehle können hintereinander in einer Befehlszeile stehen, deren Länge 64 Zeichen
nicht überschreiten darf. Im Fehlerfall wird die Befehlsfolge ignoriert und der Fehlermeldung
INP. BUFFER FULL angezeigt.
29
Trenn- und Schlußzeichen beim Senden von Befehlen:
ASCII
GBIP
RS 232C
Trennzeichen
SP = 32 (dez.)
NUL bis HT = 0 bis 9 (dez.)
VT bis US = 11 bis 31 (dez.)
SP = 32 (dez.)
Schlußzeichen
LF = 10 (dez.)
LF = 10 (dez.) + END (EOI true)
letztes Zeichen des Befehls + END (EOI true)
LF = 10 (dez.)
Trenn- und Schlußzeichen beim Empfang von Meldungen:
ASCII
GBIP
RS 232C
Trennzeichen
SP = 32 (dez.)
SP = 32 (dez.)
Schlußzeichen
LF = 10 (dez.) + END (EOI true)
CR + LF = 13 + 10 (dez.)
30
7.6Programmbeispiele (Q-Basic)
1ØØ
11Ø
12Ø
13Ø
14Ø
15Ø
16Ø
17Ø
18Ø
19Ø
2ØØ
21Ø
22Ø
23Ø
24Ø
25Ø
26Ø
27Ø
28Ø
29Ø
3ØØ
31Ø
32Ø
33Ø
34Ø
35Ø
36Ø
37Ø
38Ø
39Ø
4ØØ
41Ø
42Ø
43Ø
44Ø
45Ø
46Ø
47Ø
48Ø
49Ø
5ØØ
51Ø
52Ø
53Ø
54Ø
55Ø
56Ø
57Ø
58Ø
59Ø
REM *****************************************************
REM
BEISPIEL FÜR PN 300 MIT GPIB-SCHNITTSTELLE
REM
AT-GPIB/TNT UND SOFTWARE NI-488.2 VON NI
REM
SPANNUNGSEINSTELLUNG DER QUELLE A AUF 1Ø.ØØ V
REM
SPANNUNGSEINSTELLUNG DER QUELLE B AUF 3Ø.ØØ V
REM
STROMEINSTELLUNG BEIDER QUELLEN AUF Ø.1ØØ A
REM
DIE SYSTEMADRESSE = 7
REM BEISPIEL UNTER BENUTZUNG DER NI-488.2-UNTERPROGRAMME
REM
IN VERBINDUNG MIT DECL.BAS
REM *****************************************************
REM
REM
*** SCHNITTSTELLE AT-GPIB/TNT AKTIVIEREN ***
DIM ADDRLIST%(31):ADDRLIST%(Ø)=7:ADDRLIST%(1)=NOADDR%
BDINDEX%=Ø:PAD%=7
CALL SENDIFC(BDINDEX%)
REM
REM
*** SCHNITTSTELLE UND GERÄT KONFIGURIEREN ***
CALL ENABLEREMOTE (BDINDEX%,ADDRLIST%(Ø))
CALL DEVCLEAR(BDINDEX%,PAD%)
WRT$="*RST;*CLS"
CALL SEND (BDINDEX%,PAD%,WRT$,NLEND%)
REM
REM
*** BETRIEBSPARAMETER EINSTELLEN ***
WRT$="OPER_IND;PROT_LIM"
CALL SEND (BDINDEX%,PAD%,WRT$,NLEND%)
REM
REM
*** EINSTELLUNG DER QUELLE A ***
WRT$="SEL_A;VSET 1Ø.ØØ;ISET Ø.1ØØ"
CALL SEND (BDINDEX%,PAD%,WRT$,NLEND%)
REM
REM
*** EINSTELLUNG DER QUELLE B ***
WRT$="SEL_A;VSET_MAX;ISET Ø.1ØØ"
CALL SEND (BDINDEX%,PAD%,WRT$,NLEND%)
REM
REM
*** AKTIVIERUNG DER AUSGÄNGE ***
WRT$="OUT_ON"
CALL SEND (BDINDEX%,PAD%,WRT$,NLEND%)
REM
REM
*** ÜBERGANG ZUR LOKALEN BEDIENUNG DES GERÄTES ***
WRT$="*OPC?"
CALL SEND (BDINDEX%,PAD%,WRT$,NLEND%)
RD$= SPACE$(2Ø)
CALL RECEIVE (BDINDEX%,PAD%,RD$,STOPEND%)
REM
CALL ENABLELOCAL (BDINDEX%,ADDRLIST%(Ø))
REM
REM
*** SCHLIESSEN DER SOFTWARE UND HARDWARE ***
V% = Ø
CALL IBONL (BDIDEX%,V%)
END
31
5
1Ø
2Ø
3Ø
4Ø
5Ø
6Ø
7Ø
8Ø
9Ø
1ØØ
11Ø
12Ø
13Ø
14Ø
15Ø
16Ø
17Ø
18Ø
19Ø
2ØØ
21Ø
22Ø
23Ø
24Ø
25Ø
26Ø
27Ø
28Ø
29Ø
3ØØ
31Ø
32Ø
33Ø
34Ø
35Ø
REM *****************************************************
REM
BEISPIEL FÜR PN 300 MIT RS 232C-SCHNITTSTELLE
REM
SPANNUNGSEINSTELLUNG DER QUELLE A AUF 1Ø.ØØ.V
REM
SPANNUNGSEINSTELLUNG DER QUELLE B AUF 3Ø.ØØ V
REM
STROMEINSTELLUNG BEIDER QUELLEN AUF Ø.1ØØ A
REM *****************************************************
CLS
REM
*** SCHNITTSTELLE AKTIVIEREN ***
IDCL$=CHR$(2Ø):IREN$=CHR$(9):ILLO$=CHR$(25): IGTL$=CHR$(1)
REM
REM
*** SCHNITTSTELLE KONFIGURIEREN ***
OPEN "com2:12ØØ,n,8,1,CS3ØØØØ,LF" FOR RANDOM AS #1
REM
REM
*** GERÄT KONFIGURIEREN ***
PRINT #1,IDCL$;IREN$;ILLO$;"*RST;*CLS"
REM
REM
*** BETRIEBSPARAMETER EINSTELLEN ***
PRINT #1,"OPER_IND;PROT_LIM"
REM
REM
*** EINSTELLUNG DER QUELLE A ***
PRINT #1,"SEL_A;VSET 1Ø.ØØ;ISET Ø.1ØØ"
REM
REM
*** EINSTELLUNG DER QUELLE B ***
PRINT #1,"SEL_A;VSE_MAX;ISET Ø.1ØØ"
REM
REM
*** AKTIVIERUNG DER AUSGÄNGE ***
PRINT #1,"OUT_ON"
REM
REM
*** ÜBERGANG ZUR LOKALEN BEDIENUNG DES GERÄTES ***
PRINT #1,"*RST;*OPC?"
INPUT #1 ,A$
PRINT #1,IGTL$
REM
REM
*** ABSCHLUSS ***
CLOSE #1
END
8Pflege und Wartung
Das Gerät muß bei sachgemäßer Verwendung und Behandlung nicht gewartet werden.
Zur Reinigung des Gerätes nur ein feuchtes Tuch mit etwas Seifenwasser bzw. weichem Hausspülmittel verwenden. Scharfe Putz- und Lösungsmittel vermeiden.
Servicearbeiten dürfen nur von unterwiesenem Fachpersonal ausgeführt werden.
Bei Reparaturen und Instandsetzungen ist unbedingt zu beachten, daß die konstruktiven Merkmale des Gerätes nicht sicherheitsmindernd verändert werden. Die Einbauteile sollen den Originalteilen entsprechen und müssen wieder fachgerecht (Fabrikationszustand) eingebaut werden.
Achtung!
Vor einer Wartung, einer Instandsetzung oder einem Austausch von Teilen bzw. Sicherungen muß das Gerät von allen Spannungsquellen getrennt werden.
32
9Anhang
9.1Konformitätserklärung
33
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