novotegra für Ziegeldach: Montageanleitung
Montageanleitung
novotegra für Ziegeldach
I
INHALTSVERZEICHNIS
1 Hinweise............................................................................................................... 1
2 Wartung Montagesystem .................................................................................... 3
3 novotegra für Ziegeldach ................................................................................... 3
4 Systembauteile, Werkzeuge und Arbeitsgeräte ............................................... 4
4.1 Erforderliches zur Montage .............................................................................. 4
4.2 Montagesystembauteile – Montagevarianten .................................................. 5
4.3 Montagesystembauteile – optional................................................................... 6
5 Montage der Unterkonstruktion ......................................................................... 7
5.1 Dachhakenmontage ......................................................................................... 7
5.2 Schienenmontage ............................................................................................ 8
5.3 Modulmontage ................................................................................................. 9
5.4 Montagevarianten .......................................................................................... 10
6 Garantie / Produkthaftung (-ausschluss) ........................................................ 14
II
1 Hinweise
Sicherheitshinweise
Die Montagearbeiten dürfen nur von fach- und sachkundigen Personen ausgeführt werden. Während der
Arbeiten ist Sicherheitskleidung gemäß der einschlägigen nationalen Vorschriften und Richtlinien zu
tragen.
Die Montage muss von mindestens zwei Personen durchgeführt werden, um im Falle eines Unfalls Hilfe
gewährleisten zu können.
Es sind alle relevanten nationalen und vor Ort gültigen Arbeitsschutzbestimmungen,
Unfallverhütungsvorschriften, Normen, Baubestimmungen und Umweltschutzbestimmungen sowie
sämtliche Vorschriften der Berufsgenossenschaften zu befolgen.
Die nationalen Vorschriften für Arbeiten in der Höhe / auf dem Dach sind einzuhalten.
Die elektrischen Arbeiten sind unter Einhaltung der nationalen und vor Ort gültigen Normen und Richtlinien
unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften für elektrische Arbeiten auszuführen.
Die Erdung / Potenzialausgleich des Montagesystems ist nach den nationalen und vor Ort gültigen Normen
und Richtlinien auszuführen.
Einstufung in Gefahrenklassen
Um den Anwender auf mögliche Gefahrensituationen aufmerksam zu machen, werden die
Gefahrenklassen in Anlehnung an ANSI Z 535 verwendet. Die Gefahrenklasse beschreibt das Risiko bei
Nichtbeachtung des Sicherheitshinweises.
Warnsymbol mit Signalwort
Gefahrenklasse in Anlehnung an ANSI Z 535
GEFAHR! bezeichnet eine unmittelbar drohende Gefahr.
Wenn sie nicht gemieden wird, sind Tod oder schwerste
Verletzungen die Folge.
WARNUNG! bezeichnet eine möglicherweise drohende
Gefahr. Wenn sie nicht gemieden wird, können Tod oder
schwerste Verletzungen die Folge sein.
VORSICHT! bezeichnet eine möglicherweise drohende
Gefahr. Wenn sie nicht gemieden wird, können leichte oder
geringfügige Verletzungen die Folge sein.
HINWEIS! bezeichnet eine möglicherweise schädliche
Situation. Wenn sie nicht gemieden wird, kann die Anlage
oder etwas in ihrer Umgebung beschädigt werden.
Allgemeine Hinweise
Die Ware ist nach Erhalt anhand des beiliegenden Lieferscheins auf Vollständigkeit zu überprüfen.
BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH übernimmt keine Kosten und Gewähr für eventuelle
Nachlieferungen per Express, wenn erst bei der Montage bemerkt wird, dass Material fehlt.
Das Montagesystem ist geeignet für die Befestigung von PV-Modulen mit marktüblichen Abmessungen.
Die maximal zulässige Modulbreite beträgt 1,34 m.
Die Verwendbarkeit des Montagesystems für das jeweilige Projekt ist anhand der vorgefunden
Dacheindeckung / Dachkonstruktion im Einzelfall zu prüfen.
Die Dacheindeckung / Dachkonstruktion muss im Hinblick auf Tragfähigkeit, Tragstruktur und
Erhaltungszustand den Anforderungen des Montagesystems genügen.
Anforderungen an das Material der Dachkonstruktion bzw. Dacheindeckung:
Holzbauteile (Sparren/Pfetten): mind. Festigkeitsklasse C24, kein Pilzbefall oder Morsch
Zugfestigkeit Rm,min Trapezbleche: Stahl 360 N/mm²; Aluminium 195 N/mm²
1
Die Tragfähigkeit des Daches / Dachkonstruktion (Sparren, Pfetten, Trapezbleche, Anzahl Haften
Falzdächer, etc.) ist bauseits durch den Anwender zu prüfen bzw. prüfen zu lassen.
Bauphysikalische Gesichtspunkte bzgl. Dämmungsdurchdringungen (z. B. Tauwasserausfall) sind durch
den Anwender zu berücksichtigen.
Montagehinweise
Die Bauteile des Montagesystems novotegra dienen ausschließlich zur Befestigung von PV-Modulen. In
Abhängigkeit von der Dachart des Gebäudes sind die dafür bestimmten Montagesystemkomponenten
einzusetzen.
Voraussetzung für die bestimmungsgemäße Verwendung des Montagesystems novotegra ist die
zwingende Einhaltung der Vorgaben dieser Anleitung hinsichtlich Sicherheitshinweisen und Montage.
Bei nicht bestimmungsgemäßer Verwendung und Nichteinhaltung der Sicherheitshinweise und
Montagevorgaben sowie Nichtverwendung von zugehörigen Montagebauteilen oder Verwendung von nicht
zum Montagesystem gehörenden Fremdkomponenten erlischt jeglicher Anspruch auf Garantie,
Gewährleistung und Haftung gegenüber dem Hersteller. Der Anwender haftet für Schäden und daraus
resultierenden Folgeschäden an anderen Bauteilen, wie PV-Modulen, oder am Gebäude selbst sowie für
Personenschäden.
Der Erbauer muss vor der Montage die Montageanleitung lesen. Offene Fragen sind vor der Montage mit
dem Hersteller abzuklären. Die Montagereihenfolge dieser Anleitung ist einzuhalten.
Es ist sicherzustellen, dass ein Exemplar der Montageanleitung in unmittelbarer Nähe der Arbeiten auf der
Baustelle greifbar ist.
Die Montagevorgaben (Modulbelastung, Befestigung, Klemmbereiche etc.) des Modulherstellers sind zu
beachten und einzuhalten.
Vor der Montage muss das Montagesystem mit den für das Bauvorhaben anzusetzenden Belastungen
gemäß den nationalen Normen statisch berechnet werden. Montagerelevante Angaben (z. B. Abstand
Dachhaken, Schraubenlängen, Auskragungen und Überstände) sind durch die statische Berechnung mit
der Auslegungssoftware Solar-Planit.de zu ermitteln.
Die zulässige Dachneigung für den Einsatz des Montagesystems gemäß dieser Montageanleitung beträgt
0 bis 60 Grad.
Pro Modul müssen zwei Modultragschienen symmetrisch unter den Modulen zur gleichmäßigen
Lasteinleitung in die Unterkonstruktion montiert werden. Alternativ kann das System mit Einlegeschienen
verbaut werden.
Die vorgegebenen Anzugsmomente sind einzuhalten und stichprobenartig auf der Baustelle zu prüfen.
Hinweise zur statischen Berechnung
Das Montagesystem muss grundsätzlich für jedes Projekt individuell mit der Auslegungssoftware Solarplanit.de statisch berechnet werden
Die statische Berechnung ermittelt ausschließlich die Tragfähigkeit des Montagesystems novotegra und
berücksichtigt auch die Befestigung am Gebäude (Sparren, Pfetten, Trapezblech etc.). Die
Lastweiterleitung innerhalb des Gebäudes ist nicht berücksichtigt (bauseitige Statik).
Die Tragfähigkeit der Montagesystemkomponenten wird dabei aufgrund der geplanten Modulanordnung
und den zugrunde gelegten Dachangaben (Datenerfassung des Projektes) ermittelt. Bauseitige
Abweichungen von der Planung können zu anderen Ergebnissen führen.
Die Lastannahmen (Belastung und Dacheinteilung) erfolgen länderspezifisch nach den Vorgaben der
Belastungsnormen des Eurocodes. Die Ermittlung der anzusetzenden Lasten für die Schweiz erfolgt nach
SIA 261.
Die Module dürfen nicht über den Ortgang, First und Traufe montiert werden (erhöhte Windbelastung). Am
First dürfen die Module bis maximal zu einer gedachten horizontalen Linie mit dem Firstziegel und am
Ortgang maximal bündig montiert werden. Im Traufbereich dürfen die Module hinsichtlich Belastung
maximal bis zum Ende der Dacheindeckung geführt werden.
Bei exponierter Lage des Gebäudes (bei Windbelastung z. B. Hangkante) oder bei Schneeanhäufungen
(z. B. Gaube oder Fanggitter) sind die Vorgaben der Belastungsnormen des Eurocodes bzw. SIA 261
2
(Schweiz) vom Anwender eigenverantwortlich zu berücksichtigen. Die Auslegungssoftware berücksichtigt
diese Fälle nicht.
Die statische Berechnung des Montagesystems beruht auf symmetrischer Lagerung der Module auf den
Montageschienen an der Längsseite der Module zur gleichmäßigen Lasteinleitung in die Unterkonstruktion.
Beim Einlegesystem wird zur gleichmäßigen Lasteinleitung mit einem Kreuzschienenverband gerechnet.
Die mit der Auslegungssoftware errechneten Ergebnisse wie Abstände der Befestigungsmittel (z. B.
Dachhaken, Stockschrauben, Falzklemmen etc.), Schienenlängen und Anzahl Befestigungsmittel (z. B.
Direktbefestigung auf Trapezblech), Auskragungen (z. B. Schienen- oder Dachhakenüberstände) sowie die
weiteren Hinweise der Berechnung müssen berücksichtigt und eingehalten werden.
novotegra ist geprüft und zertifiziert vom TÜV Rheinland:
2 Wartung Montagesystem
Das Montagesystem ist jährlich auf Standsicherheit und Funktion zu prüfen.
Neben der Sichtkontrolle der Bauteile und der Dacheindeckung auf Schäden sind sämtliche
Schraubverbindungen zu prüfen.
Die Demontage kann nach den nachfolgend genannten Arbeitsschritten in umgekehrter Reihenfolge
erfolgen.
Die Wartungsarbeiten sind durch eine Fachfirma, die Erfahrung mit elektrischen Anlagen und Arbeiten mit
Montagesystemen vorweisen kann, auszuführen.
3 novotegra für Ziegeldach
Der Inhalt dieser Montageanleitung beschreibt den Aufbau der Unterkonstruktion auf Dächern mit
Tonziegeln, Betondachsteinen oder Biberschwanzeindeckung.
Sinngemäß können die Montageschritte auch für den Aufbau auf Dächern mit Schiefereindeckung
herangezogen werden. Allerdings werden im Bereich des Dachaustritts der Dachhaken
Abdeckungshauben bzw. Bleiverwahrungen zur Vermeidung von Wassereintritt benötigt. Sprechen Sie uns
bitte im Vorfeld einer solchen Montage an um Sie zu unterstützen.
3
4 Systembauteile, Werkzeuge und Arbeitsgeräte
4.1 Erforderliches zur Montage
Abbildung
Werkzeug
Bauteil*
Produktgruppe
Dachhaken-Set
Material: V2A und Aluminium
Werkzeug: Spezialnuss SW 18 tief
Dachbefestigung und
Befestigungsmittel
Befestigungsschraube Dachhaken
Material: Stahl verzinkt oder V2A
Werkzeug: Bit-Torx TX 40 bzw. 25
Dachbefestigung und
Befestigungsmittel
C-Schiene
Material: Aluminium
Modultragschiene
Schienenverbinder-Set
Material: Aluminium und V2A
Werkzeug: Spezialnuss SW 18 tief
Modultragschiene
Mittelklemmen-Set
Material: Aluminium, Aluguss und
V2A
Werkzeug: Nuss SW 8
Modulbefestigung
Endwinkel-Set
Material: Aluminium, Aluguss und
V2A
Werkzeug: Nuss SW 8
Modulbefestigung
Abrutschsicherungs-Set
Material: V2A
Modulbefestigung
* Die Bauteile variieren in Abhängigkeit von den Anforderungen des Daches, der statischen Berechnung
bzw. der Bauteilauswahl und können von den obigen Abbildungen abweichen.
Abbildung
Arbeitsgerät
Verwendung für Werkzeug
Einsatz
Akku-Schrauber
Bit-Torx TX 40 bzw. 25
Nuss SW 8
Bauteilbefestigungen
Klemmenmontage
Spezialnuss SW 18 tief
Schienenmontage
Nuss SW 8
Klemmenmontage
Kappsäge
---
Schienenzuschnitt
Winkelschleifer
---
Ziegelbearbeitung
Bitverlängerung
Bit-Torx TX 40 bzw. 25
Dachhakenmontage
Drehmomentschlüssel bis
mind. 50 Nm
Drehmomentschlüssel bis
mind. 12 Nm
4
4.2 Montagesystembauteile – Montagevarianten
Abbildung
Werkzeug
Bauteil**
Produktgruppe
Kreuzschienenverbinder-Set
Material: Aluguss und V2A
Werkzeug: Spezialnuss SW 18 tief
Dachbefestigung und
Befestigungsmittel
Loslager-Set*
Material: Aluminium und V2A
Werkzeug: Spezialnuss SW 18 tief
Modultragschiene
Abrutschsicherung Quermontage
Material: Aluminium und V2A
Werkzeug: Spezialnuss SW 18 tief
Modulbefestigung
Einlegeschiene
Material: Aluminium
Modultragschiene
Stützschiene ES
Material: Aluminium
Modultragschiene
Schienenverbinder-Set ES
Material: Aluminium und V2A
Werkzeug: Innensechskant SW 3
Modultragschiene
Befestigungs-Set ES M8
Material: Aluminium und V2A
Werkzeug: Nuss SW 13
Dachbefestigung und
Befestigungsmittel
Abdeckkappe-Set für Einlegeschiene
Material: Aluminium und V2A
Werkzeug: Bit-Torx TX 30
Modulbefestigung
EPDM-T-Stück ES
Material: EPDM
Modulbefestigung
** Erforderliche Bauteile je nach Aufbau der Unterkonstruktion (z. B. Kreuzschienenverband),
Anlagenausbildung (z. B. mit Loslager) oder Modulanordnung (z. B. Modulquermontage).
5
4.3 Montagesystembauteile – optional
Abbildung
Werkzeug
Bauteil***
Produktgruppe
Abdeckkappe für C-Schiene
Material: Aluminium und V2A
Werkzeug: Spezialnuss SW 18 tief
Optionalartikel
Deckel C-Schiene 2.000 mm
Material: Aluminium
Optionalartikel
Erdungsverbinder SW 18 Set
Material: V2A
Werkzeug: Spezialnuss SW 18 tief
Optionalartikel
Kabelbinder selbstsichernd
Optionalartikel
Kabel-Clip d = 10 mm
Optionalartikel
*** Optional erhältliche Montagesystembauteile z. B. für die optische Aufwertung der Anlage,
Kabelverlegung oder Montagesystemerdung.
6
5 Montage der Unterkonstruktion
Vor der Montage muss das Modulfeld auf dem Dach eingemessen und die Position der Befestigungsmittel
(z. B. Dachhaken, Stockschrauben, Falzklemmen etc.) unter Berücksichtigung der statischen Berechnung
festgelegt werden.
Nachfolgend werden die einzelnen Montageschritte für die Modulhochkantmontage erläutert. Dabei wird
auf Montagevarianten (MV) für die verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten (z. B. Kreuzschienenmontage
oder Einlegesystem) verwiesen. Die dazu gehörigen Arbeitsschritte folgen im Anschluss.
5.1 Dachhakenmontage
Sparren freilegen
Freilegen der Sparren durch Ausbau der Ziegel.
Für das Ausführen der Arbeiten muss ein Gerüst
nach den einschlägigen Vorgaben aufgebaut sein.
Dachhaken positionieren
Variante
Dachhaken flex
Ziegel aussparen
Dachhaken einlegen, sodass der Bügel im
Wellental des Dachziegels liegt. Die Position des
Dachhakens auf dem Sparren ist unter
Berücksichtigung der statischen Vorgaben (MV 4)
festzulegen.
Deckziegel und ggf. unteren Ziegel an der
Austrittsstelle der Dachhaken markieren. Für
Biberschwanzeindeckung ist nach MV 2 + MV 3
vorzugehen.
Falzziegel / Betondachstein:
Im Austrittsbereich der Dachhaken mit Winkelschleifer vorsichtig aussparen.
Biberschwanz:
Seitlich durchgehend oder eingeklinkt auf
Bügelstärke aussparen.
Aussparung:
eingeklinkt
oder
durchgehend
UVV beachten, Sachschäden vermeiden!
7
Spalt einhalten
Höheneinstellung der Dachhaken über das
Gewinde im Grundprofil. Der Abstand zwischen
unterem Ziegel und Bügel muss nach der
Befestigung 6 mm betragen.
Bei Nichtbeachtung des Abstandsmaßes kann unter
Belastung der untere Ziegel beschädigt werden.
6 mm Spalt
Dachhaken befestigen
Variante
Dachhaken flex
Befestigung der Dachhaken am Sparren mit
Holzschrauben (MV 4). Die Schraubenlänge richtet
sich nach dem Dachaufbau und wird von der
Bemessungssoftware ermittelt. Wird der Dachhaken
auf Konterlatten auf dem Sparren oder auf einer
Aufsparrendämmung montiert, so ist das
Grundprofil des Dachhakens beidseits der
Konterlatte mindestens auf die Sparrenbreite zu
unterfüttern.
Die im System verwendeten Holzschrauben sind
bauaufsichtlich zugelassen. Bei Verwendung
eigener oder nicht gleichwertiger Holzschrauben
erlischt die Systemstatik.
5.2 Schienenmontage
Schiene montieren
Auflegen der C-Schiene auf die untere
Sperrzahnmutter, Schiene ausrichten und mit der
oberen Sperrzahnmutter anziehen. Der Anschluss
des Dachhakens kann auch am Schienenverbinder
im Stoßbereich erfolgen. Bei der Montage im
Kreuzschienenverband (Einlege-/Klemmsystem)
erfolgt die Befestigung der oberen Schiene mittels
Kreuzschienenverbinder bzw. Befestigungs-Set ES
M8 (MV 5).
Anzugsmoment Sperrzahnmuttern 50 Nm.
Schienen verbinden
Schienenenden dicht stoßen, Schienenverbinder
mittig anlegen und über die im Set enthaltenen
Befestigungsschrauben mit der Schiene verbinden.
Der Verbinder und die Anzahl Schrauben richten
sich nach der Schiene (MV 6). Maximale
Schienenlänge ohne Unterbrechung 13 m, danach
Dehnfuge oder Einbau Loslager (MV 7).
Anzugsmoment Sperrzahnmuttern 50 Nm.
Beim Absägen sind die UVV einzuhalten.
8
5.3 Modulmontage
Modulsicherung
Vor der Modulmontage sind über der oberen oder
unteren Schienenlage die Abrutschsicherungen an
den Rahmenbohrungen zu montieren (MV 8a/b).
Modulklemmung
Danach sind die Module mit Endwinkeln und
Mittelklemmen an den Schienen zu befestigen.
Modulmontage beim Einlegesystem siehe MV 9.
Montage Mittel- und Endklemmen
Mittelklemmen bzw. Endwinkel an der Klemmstelle
von oben in die Schienenkammer einführen.
Anschließend die Schienenmutter in der Schiene
drehen und Modulklemmen an den Modulrahmen
anschieben.
Platzbedarf Mittel- und Endklemmen
Endwinkelmontage bündig mit dem Schienenende
möglich.
Module ganz an die Schienenmutter der
Mittelklemmen anschieben.
Endwinkel:
13 mm zum
Schienenende
Mittelklemme:
12 mm lichter
Modulabstand
Anzugsmoment Mittelklemmen 12 Nm,
Anzugsmoment Endwinkel 8 Nm.
9
5.4 Montagevarianten
Erläuterung der Montagevarianten in Abhängigkeit vom Dachaufbau bzw. der Ausführungsvariante (z. B.
Modulquermontage oder Kreuzschienenverband)
MV 1 – Dachhaken-Set Varianten
Dachhaken-Set flex / Doppel-Dachhaken-Set flex:
- für Dachziegel / Betondachsteine und
Biberschwanzeindeckungen
- Grundprofilhöhe 30 oder 40 mm
- Bügel M10
Dachhaken-Set ZD / Doppel-Dachhaken-Set ZD:
- für Dachziegel und Betondachsteine
- Grundprofilhöhe 30 oder 40 mm
- Bügel M12
Dachhaken-Set BS / Doppel-Dachhaken-Set BS:
- für Biberschwanzeindeckungen
- Grundprofilhöhe 30 mm
- Bügel M12
MV 2 – Dachhaken positionieren Biberschwanz
Einbau des Dachhakens mit dem langen Schenkel
des Grundprofils nach unten. Position des Bügels
unter Einhaltung des seitlichen Überstandes (MV 4)
ca. mittig über dem darunter liegenden Ziegel.
Bügel ca. mittig über
unterem Ziegel
MV 3 – Dachhaken eindecken Biberschwanz
1.
2.
1.
Biberschwanzziegel bis zum Dachhaken eindecken.
2.
Ausgesparten Biberschwanzziegel einlegen.
3.
Darüber liegende Biberschwanzziegel eindecken.
3.
10
Der zulässige Überstand des Dachhakens über den
Sparren ist der Projektstatik zu entnehmen. Die
Holzschrauben sind mit dem größtmöglichen
Schraubenabstand untereinander unter Einhaltung
Randabstand der Randabstände zum Sparren ohne Vorbohren
einzudrehen. Dabei ist die Holzschraube in der
Bügelachse so nah wie möglich am Bügel
Schraubenabstand einzudrehen. Beim Dachhaken-Set BS gilt dies für
die Holzschraube der oberen Schraubenachse.
Für das Doppel-Dachhaken-Set gelten dieselben
Vorgaben und sind sinngemäß anzuwenden.
Randabstand
MV 4 – Montage Dachhaken
nah am Bügel
Randabstände:
Schraube d = 6 mm  R = 18 mm
Schraube d = 8 mm  R = 24 mm
Überstand
Montage des Dachhaken bei Aufsparrendämmung
nur mit Holzschrauben d = 8 mm zulässig.
MV 5 – Montage Kreuzschienenverbinder
1
Kreuzschienenmontage:
Kreuzschienenverbinder von oben in Schienennut
einführen (1) und um 90° verdrehen (2).
2
Anzugsmoment Kreuzschienenverbinder 40 Nm.
Montage Befestigungs-Set ES M8
2
1
3
Einlegeschienenmontage:
Befestigungs-Set ES M8 von oben in Schienennut
einführen (1), Mutter um 90° verdrehen (2) und
Bauteil gegen die Einlegeschiene schieben (3), so
dass die Halteklammer sich mit dem Halteflansch
verriegelt (4).
4
- Anzugsmoment Befestigungs-Set ES M8 25 Nm.
- Lichtes Maß Einlegeschienen = LModul + 10 mm
- Sprungmaß Einlegeschienen = LModul + 12 mm
Montage Stützschiene ES
In Abhängigkeit von der Belastung auf das Modul
kann es erforderlich sein mittig unter dem Modul
eine Stützschiene einzubauen. Die Befestigung
erfolgt mit dem Befestigungs-Set ES M8. Die
Stützschienen sind parallel zu den Einlegeschienen
zu montieren und im Überlappungsbereich auf der
C-Schiene versetzt anzuordnen.
Eine 6,0 m lange Stützschiene ist mit mind. 3
Befestigungs-Set ES M8 zu befestigen
11
MV 6 – Montage Schienenverbinder C-Schienen
Schienenverbinder:
C-Schiene 47 (links):
Verbindung der angrenzenden Schienenenden mit
jeweils einer Schraube und Sperrzahnmutter.
4 Schrauben
C-Schiene 71 und C-Schiene 95 (rechts):
Verbindung der angrenzenden Schienenenden mit
jeweils zwei Schrauben, Unterlegscheiben und
Sperrzahnmuttern.
2 Schrauben
Anzugsmoment Sperrzahnmutter 50 Nm.
Montage Schienenverbinder Einlegeschienen
Schienenverbinder über montierte Schiene mittig
schieben und ersten Gewindestift fest anziehen.
Anzuschließende Schiene in den Verbinder
einschieben, Spalt zwischen den Schienen 10 mm,
zweiten Gewindestift spielfrei anziehen.
1/2
fest
1/2
- Verbinder nicht am Kragarm und zwischen den
ersten beiden Dachhaken montieren
- Verbinder nicht über Dachhaken montierbar
- Spielfreier Gewindestift zur Längenausdehnung
Spalt
10 mm spielfrei
MV 7 – Montage Loslager C-Schienen
Schienenenden auf Spalt verlegen,
Schienenverbinder anlegen und über die
Befestigungsschrauben an der Fest- und Losseite
mit der Schiene verbinden. Auf der Festseite sind
die Schrauben fest anzuziehen. Auf der Losseite
sind die Schrauben rot beschichtet und müssen
nach dem Anziehen wieder gelöst werden (ca. ½
Umdrehung). Max. Schienenlänge mit Loslager 40
m, danach echte Dehnfuge einplanen.
Spalt je nach C-Schiene
Festseite
Anzugsmoment Sperrzahnmutter Festseite 50 Nm.
Abstand angrenzende Schienenenden
C-Schiene 47: 20 mm
C-Schiene 71 und 95: 40-50 mm
Losseite
MV 8a – Montage Abrutschsicherung
Kastenrahmen
Dünnblechschraube
Mutter M6
Mutter über die Schraube schieben und
Dünnblechschraube ohne Vorbohren in den
Modulrahmen eindrehen.
Die Dünnblechschraube darf nicht überdreht
werden.
Rückseite
Modulrahmen
12
MV 8b – Montage Abrutschsicherung Modul
quer
Abrutschsicherung am Schienenende mit ca. 5 mm
Spalt mittels Befestigungsschraube, Unterlegscheibe und Sperrzahnmutter anschrauben.
5 mm Spalt
Anzugsmoment Sperrzahnmutter 50 Nm.
MV 9 – Modulmontage Einlegesystem
Modul auf die obere Einlegeschiene aufsetzen und
nach oben schieben (1). Danach das Modul auf die
untere Einlegeschiene absetzen (2) und nach unten
gegen die Einlegeschiene schieben (3).
Folgemodule nach demselben Prinzip montieren,
der Spalt zwischen den Modulen muss mind. 3 mm
betragen.
1
2
4
3
Einbau EPDM-T-Stück zwischen den Modulen (4)
bei Modulneigung < 10° oder als Diebstahlschutz.
Montage Abdeckkappe
Abdeckkappe als Randanschlag am Ende einer
Modulreihe an jeder Einlegeschiene mit einer
Blechschraube im Schraubkanal montieren.
Die Öffnung der Abdeckkappe muss die
Entwässerungsrinne der Einlegeschiene freigeben.
13
6 Garantie / Produkthaftung (-ausschluss)
Neben den oben genannten Vorschriften und Sicherheitshinweisen sind die gültigen Vorschriften und
Regeln der Technik vom installierenden Fachbetrieb zu beachten.
Der Installateur ist verantwortlich für die Dimensionierung des Montagesystems novotegra.
Der Installateur ist verantwortlich für die Verbindung der Schnittstellen zwischen Montagesystem und
Gebäude. Dies beinhaltet auch die Dichtigkeit der Gebäudehülle.
Bei Flachdächern ist die Dachabdichtung hinsichtlich Material der Abdichtungsbahn, Beständigkeit,
Alterung, Verträglichkeit mit anderen Materialien, Gesamtzustand der Dachabdichtung, Erfordernis einer
Trennlage zwischen Dachabdichtung und Montagesystem vom Installateur bauseitig eigenverantwortlich
zu beurteilen. Die erforderlichen und notwendigen Maßnahmen bzw. Vorkehrungen zum Schutz der
Dachabdichtung für die Montage der Unterkonstruktion einer PV-Anlage sind vom Installateur ggf. unter
Hinzunahme eines Fachhandwerkers zu veranlassen. BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH übernimmt
keine Haftung für fehlerhafte oder unzureichende Maßnahmen und Vorkehrungen zum Schutz der
Dachabdichtung!
Die Prüfung des in der Berechnung angesetzten Reibbeiwertes für den Nachweis der Gleitsicherheit von
PV-Anlagen auf Flachdächern hat bauseits vom Installateur zu erfolgen. Bauseits ermittelte Reibbeiwerte
können berücksichtigt werden und sind BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH für die Berechnung zur
Verfügung zu stellen. BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit
der angenommenen Werte und haftet nicht für Schäden infolge der Verwendung unrichtiger Werte.
Die Vorgaben der Modul-, Kabel- und Wechselrichterhersteller müssen beachtet werden. Bei
Widersprüchen zu dieser Montageanleitung bitte unbedingt vor der Montage des novotegra
Montagesystems Rücksprache mit Ihrem BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH-Vertriebsteam oder –
bei nicht von BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH gelieferten Komponenten – mit dem betreffenden
Hersteller halten.
Bei der Erstellung der Angebote zu novotegra durch unsere Vertriebsmitarbeiter sind die örtlichen
Gegebenheiten nicht immer hinreichend bekannt, sodass sich während der Installation Änderungen
gegenüber den angebotenen Stückzahlen ergeben können. Diese Änderungen beziehen sich im
Wesentlichen auf die Anzahl der Befestigungsmittel zur Gebäudehülle (beispielsweise Dachhaken). In
diesem Fall sind die zusätzlich benötigten Bauteile gemäß Dimensionierung unbedingt zu installieren.
BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH haftet nicht für fehlerhafte bzw. unvollständig ausgefüllte
Datenerfassungsbögen. Fehlerfreie und vollständig ausgefüllte Datenerfassungsbögen sind für eine
korrekte Dimensionierung unerlässlich.
Die Angaben der Montageanleitung, die Garantiebedingungen und die Angaben zum Haftungsausschluss
sind zu beachten.
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NOTIZEN:
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NOTIZEN:
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NOTIZEN:
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BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH
Eisenbahnstraße 150
D-72072 Tübingen
Fon +49 7071 98987-0
Fax +49 7071 98987-10
solarenergysystems@baywa-re.com
www.baywa-re.com
solarenergysystems.baywa-re.com
Vertriebsbüro Tübingen
Welzenwiler Straße 5
D-72074 Tübingen
Telefon +49 7071 98987-300
Fax +49 7071 98987-139
Vertriebsbüro München
Beethovenplatz 4
D-80336 München
Telefon +49 89 386670-0
Fax +49 89 386670-10
Vertriebsbüro Nürnberg
Wiesentalstraße 32-34
D-90419 Nürnberg
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Fax +49 911 216646-10
tue.solarenergysystems@baywa-re.com
mue.solarenergysystems@baywa-re.com
nue.solarenergysystems@baywa-re.com
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Philosophenweg 21
D-47051 Duisburg
Telefon +49 203 348596-0
Fax +49 203 348596-10
Vertriebsbüro Braunschweig
Packhofpassage 3
D-38100 Braunschweig
Telefon +49 531 6094012-0
Fax +49 531 6094012-10
BayWa r.e. solar systemer ApS
Kullinggade 31E
DK-5700 Svendborg
Telefon +45 62 21 10 00
Fax +45 62 21 10 04
dui.solarenergysystems@baywa-re.com
bsg.solarenergysystems@baywa-re.com
solarsystemer@baywa-re.com
Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Stand: Juni 2015/ASC, Version 3.1
Copyright BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH
18
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