Heusinger Johann Heusinger Texte und Werke2012

Heusinger Johann Heusinger Texte und Werke2012
Johann Heusinger
Texte und Werke
Marburg 2012
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Vorwort
Diese Dokumentation (DVD) über Johann Heusinger - entstanden aus dem Wunsch,
mehr über drei seiner Bilder an der Wand neben meinem Schreibtisch zu erfahren und
für meine Kinder und Enkel aufzuschreiben - besteht aus dem illustrierten Katalog
"Johann Heusinger - Texte und Werke" und drei "Ordnern", einem mit Bildmaterial,
einem mit Wiedergaben seiner Autographen und einem mit zitierten und
sicherheitshalber auch lokal gespeicherten Internet-Seiten.
Meine Arbeit begann mit einem Werkverzeichnis, das Christian von Heusinger mit
Unterstützung Bruno Heusingers (1900-1987) in den 1970er Jahren angelegt hat und
mir freundlicherweise mit weiter führenden Hinweisen überließ. Eine erste erhebliche
Erweiterung ergab sich durch Sybille Gramlich, die mich auf Johann Heusingers
Bildnisse für den Berlinischen Künstlerverein aufmerksam machte. Der Schatz der
Galeriekopien in Schloss Charlottenhof und der Plankammer der Stiftung Preußischer
Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg in Potsdam wurde mit Hilfe von Evelyn
Zimmermann und Jörg Meiner gehoben. Stefan Schimmel half in Schloss Paretz, das
Schicksal der sieben Miniaturbildnisse der Prinzessinnen und Prinzen aus dem Jahre
1806 zu klären. Martina Weinland und Andreas Teltow stellten die in der Obhut der
Stiftung Stadtmuseum Berlin befindlichen Objekte zusammen. Holm Bevers half im
Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, Sabine Thümmler im
Kunstgewerbemuseum ebenda. Samuel Wittwer steuerte das wertvolle Exzerpt der
Heusinger betreffenden Einträge der Bublitz-Kartei der Königlichen PorzellanManufaktur in Berlin bei. Die meisten der in ihnen genannten Tassen, Teller und Vasen,
die ich verloren glaubte, wies mir Hannelore Plötz-Peters nach. Reimar Lacher danke
ich nicht nur für seine vorbildliche Edition der Lebenserinnerungen Heusingers von
1819, sondern auch für seinen Hinweis auf die beiden Porträts des Künstlers im
Halberstädter Gleimhaus. Julia Nauhaus half im Städtischen Museum Braunschweig
wie eine Freundin. Heike Billerbeck gab mir den Hinweis auf die Sammlung Hille.
Markus Miller half im Schloss Fasanerie und verwies mich auf das Doppelbildnis in
Den Haag. Allen Eigentümerinnen und Eigentümern von Werken Heusingers möchte
ich darüber hinaus für Ihre Unterstützung bei der Herstellung der notwendigen
Reproduktionen danken, insbesondere Juliane Danker-Wetzel, Ada GuntrumHeusinger, Johannes Hille, Lutz Eckart Pini, Monika Quack und Friedrich von SchulzHausmann.
Leider sind die Materialangaben im Werkverzeichnis inkonsistent. Da es nicht
gerechtfertigt gewesen wäre, für meine Belange alt gerahmte Miniaturen auszurahmen,
um sie genauer zu untersuchen, habe ich Begriffe wie Papier, Pappe, Malpappe, Karton,
Pergament, Elfenbein, Sepia, Grisaille, Camaieu in Braun, Gouache, Aquarell,
Wasserfarben, Miniaturfarben und Öl, wo immer möglich, aus Inventaren und
Katalogen übernommen, ohne eine Vereinheitlichung anstreben zu können. Eine
weitere Unklarheit beinhalten die Signaturen. Ob es im Einzelfall I. H. oder J. H. heißt,
ist häufig kaum zu entscheiden.
Wer mehr sehen möchte, als die Abbildungen im Text zu erkennen geben, wird auf die
Wiedergaben im JPEG-Format im "Ordner" Abbildungen zurückgreifen. Sie enthalten
mehr Bytes und lassen sich deshalb wirksamer vergrößern.
Für die Eigentümer von mehr als zwei Werken Heusingers werden Ende 2012 etwa 20
Exemplare der PDF-Datei "Johann Heusinger - Texte und Werke" ausgedruckt.
Lutz Heusinger
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Hinweis zur Benutzung
Gegenwärtig funktionieren Publikationsserver deutscher Universitäten am besten mit
einfachen PDF-Dateien ohne Links auf zusätzliche interne oder externe Dateien.
Dementsprechend ist diese Publikation eingerichtet. Hingewiesen sei jedoch darauf,
dass sie parallel auch in Buchform mit einer eingelegten DVD verteilt worden ist (z. B.
an die Berliner Kunstbibliothek, die Heidelberger UB, die Marburger UB, das
Münchner Zentralinstitut für Kunstgeschichte und die wichtigsten Eigner von Johann
Heusingers Bildern). Auf der DVD sind zwei Textversionen (Word und PDF)
vorhanden und mit folgenden ergänzenden Materialien verlinkt:
Abbildungen
A Selbstbildnisse
B Bildnisse der Familie
C Höfische Bildnisse
D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
E Sonstige bürgerliche Bildnisse
F Galerie-Kopien
G Tiere
H Porzellan
U Nachstiche
V Varia
Z Ausgeschiedene Werke
Autographen
I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis 1819
II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
III. Lustreisen auf der Insel Rügen gemacht im August 1821
IV. Wolfenbüttel. Salzdahlum. Langeleben. 1834
V. Braunschweig 1834
VI. Königslutter und der Elm
VII. Briefe
VIII. Testament
IX. Vermischte Nachrichten
Internet-Seiten
Liste der Bildbeschriftungen (Word- und PDF-Version)
Stammbaum mit Bildnissen Johann Heusingers
Wer auf das Gesamtmaterial zurückgreifen möchte, wird die vorliegende Publikation
deshalb auf DVD nutzen.
Leider gibt es noch kein standardisiertes Verfahren, digitale Bilder so zu beschriften,
dass übliche Bildbetrachtungsprogramme sie beschriftet anzeigen können (auch der
IPTC-NAA-Standard ermöglicht dies leider nicht). Deshalb enthält die DVD als Ersatz
eine "Liste der Bildbeschriftungen".
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Inhaltsverzeichnis
1. Johann Heusinger in der Literatur ............................................................... 8
2. Texte................................................................................................................. 10
I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis 1819......................................... 12
II. Lebenslauf Fortsetzung 1834 ...................................................................... 20
III. Lustreisen auf der Insel Rügen gemacht im August 1821. ........................ 38
IV. Wolfenbüttel. Salzdahlum. Langeleben. 1834........................................... 47
V. Braunschweig 1834..................................................................................... 56
VI. Königslutter und der Elm........................................................................... 60
VII. Briefe ........................................................................................................ 69
1. Prinzess Luise an J. H., 14. September 1822 .......................................... 69
2. Prinzess Luise an J. H., 13. November 1822........................................... 69
3. J. H. an Prinz Wilhelm, Februar 1830..................................................... 70
4. J. H. an Kronprinz Friedrich Wilhelm, 21. Februar 1830 ....................... 71
5. Prinz Wilhelm an J. H., 25. Mai 1830..................................................... 72
6. J. H. an Kronprinz Friedrich Wilhelm, 21. März 1838 ........................... 73
7. Kronprinz Friedrich Wilhelm an J. H., 22. März 1838 ........................... 74
8. J. H. an Kronprinz Friedrich Wilhelm, 2. April 1838 ............................. 75
9. Kronprinz Friedrich Wilhelm an J. H., 6. Juni 1838 ............................... 77
10. J. H. an Kronprinz Friedrich Wilhelm, 11. Juni 1838 ........................... 78
11. J. H. an König Friedrich Wilhelm IV., Juni 1840 ................................. 79
12. König Friedrich Wilhelm IV. an J. H., 12. Juli 1840 ............................ 79
13. König Friedrich Wilhelm IV. an J. H., 25. Oktober 1840..................... 80
14. J. H. an König Friedrich Wilhelm IV., 31. Oktober 1840..................... 80
VIII. Testament ................................................................................................ 81
IX. Vermischte Nachrichten ............................................................................ 84
3. Ältere Werkverzeichnisse............................................................................... 86
I. Volkmar 1952 ............................................................................................... 86
II. Heusinger 1973............................................................................................ 88
III. Heusinger 2007 .......................................................................................... 91
IV. Wittwer 2008 ............................................................................................. 99
4. Werkverzeichnis.............................................................................................. 102
A Selbstbildnisse.............................................................................................. 102
B Bildnisse der Familie.................................................................................... 112
C Höfische Bildnisse........................................................................................ 147
D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein .......................................... 193
E Sonstige bürgerliche Bildnisse ..................................................................... 212
F Galerie-Kopien.............................................................................................. 247
G Tiere ............................................................................................................. 272
H Porzellan....................................................................................................... 275
U Nachstiche .................................................................................................... 281
V Varia ............................................................................................................. 289
Z Ausgeschiedene Werke................................................................................. 301
5. Werke nach Standort...................................................................................... 309
6. Werke chronologisch ...................................................................................... 335
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen.................... 363
8. Bibliographie alphabetisch............................................................................. 375
9. Bibliographie chronologisch .......................................................................... 385
10. Abbildungsverzeichnis.................................................................................. 394
11. Register .......................................................................................................... 398
Abkürzungen
Aqu.slg
BLB
BPH
BSM
CvH
DLM
FM
Frd'or
FvHS
GH
GK
GStA PK
LEP
MQ
NLA
SMB
SMS
SPSG
VBK
Aquarellsammlung
Braunschweigisches Landesmuseum
Brandenburgisch-Preußisches Hausarchiv im GStA PK
Bayerische Staatsbibliothek München
Christian von Heusinger in Braunschweig
Diepenbroick-Archiv im Landesmuseum Münster
Bildarchiv Foto Marburg
Friedrichs d'or, 6 gr. Feingold (1 Frd'or = nominal 5 silberne Taler)
Friedrich von Schulz-Hausmann in Bonn
Gleimhaus Halberstadt
Generalkatalog
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin
Lutz Eckart Pini in Königslutter
Monika Quack in Langenfeld Kreis Mettmann
Niedersächsisches Landesarchiv - Staatsarchiv Wolfenbüttel
Städtisches Museum Braunschweig
Staatliches Museum Schwerin
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Potsdam
Verein Berliner Künstler in der Stiftung Stadtmuseum Berlin
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1. Johann Heusinger in der Literatur
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1. Johann Heusinger in der Literatur
Heusinger, J., Zeichner und Maler zu Berlin, wo er schon um 1790 arbeitete und noch
um 1812. Er lieferte Zeichnungen in Sepia und Aquarell nach verschiedenen Meistern,
dann malte er Bildnisse, Familienstücke in Öl, und solche zeichnete er auch auf
Pergament. Auch verschiedene Figuren stellte dieser Künstler dar.
Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines
Künstlerlexicon, 6. Band, München 1838, S. 167
__________
Heusinger Johann, Miniatur- u. Porträtmaler, geb. 1769 in Wolfenbüttel, † 1846. Seit
1789 in Berlin ansässig, wo er seit diesem Jahre in den Akad.-Ausst. Zeichnungen,
meist in Sepia, nach Bol, van Dyck, Domenichino usw. oder auch nach Gipsmodellen
zeigte. 2 solche Sepiazeichn., Statue eines Kastagnettenschlägers u. Statue eines
sitzenden Amors, beide von 1797, im Kupferstichkab. Berlin. 1806-22 zeigte er
daneben Porträtminiaturen, meist Sepia auf Pergament. Anfang des 19. Jahrh. war er
Zeichenlehrer des Kronprinzen Friedrich Wilh. (IV.) u. seines Bruders, des Prinzen
Wilhelm (späteren Kaisers). Dauernd war er als Zeichner für die Berl. Porzellanmanuf.
tätig. Seit 1827 ist er in Braunschweig nachweisbar. Von ihm zahlreiche gute
Porträtminiaturen in einer Strichmanier, die H. H. Plötz abgesehen sein könnte,
manchmal mit Namen, meist aber nur H. oder J. H. bezeichnet ...
Ulrich Thieme und Felix Becker: Allgemeines
Lexikon der bildenden Künstler von der Antike
bis zur Gegenwart, Band 17, Leipzig 1924, S. 9
__________
Johann Heusinger (1769-1846) war der Hofmaler von König Friedrich Wilhelm III. von
Preußen (1770-1840). Von ihm stammen die meisten der Miniaturen des Königs, seiner
Frau, Königin Luise, und der Angehörigen des Hofes. Heusinger gestaltete seine
Miniaturen ganz im Geschmack des achtzehnten Jahrhunderts, was sicher dazu beitrug,
daß er bei Hofe besonders geschätzt wurde. Er arbeitete in feiner Strichmanier und
betonte die Augenpartie durch gerundete Pupillen; die gröber gezeichneten Frisuren
versah er mit starken Glanzlichtern, seine Garderoben sind genau, aber ohne Schwung
gemalt. In allem liegt betont preußische Schlichtheit, die aber nicht ohne Reiz ist.
Heinz E. R. Martin: Miniaturen des Rokoko,
Empire und Biedermeier, München 1981, S. 148
__________
"Mitglied des Vereins 1814-1825. Heusinger lebte von 1789 bis 1827 [1787 bis 1825,
L. H.] in Berlin und war in dieser Zeit als Zeichner der Berliner Porzellanmanufaktur
tätig. Zwischen 1789 und 1820 stellte er auf den Akademie-Ausstellungen aus. Es
handelte sich zumeist um Zeichnungen in Sepia nach Bol, van Dyck, Domenichino und
auch nach Gipsabgüssen. Seit 1806 stellte er zudem Porträtminiaturen aus, die meist in
Sepia auf Pergament gearbeitet und in einer Strichmanier ausgeführt wurden, die an die
Technik des Miniaturmalers Henrik Ploetz erinnern. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts
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1. Johann Heusinger in der Literatur
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wurde er zum Zeichenlehrer des Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. und seines
Bruders, des späteren Kaiser Wilhelm I., ernannt. Im Berlinischen Künstlerverein hatte
er sich 1819 die Aufgabe gestellt, die Porträts der Mitglieder für das 'Große Buch' zu
stiften, die z. T. noch erhalten sind (Sepia). Ein halbes Jahr später legte er bereits die
Porträts von Zelter, Schadow, Müller und Pascal vor. Zu Büsten Rauchs hatte er 1822
anläßlich einer Versammlung bei Rauch 20 Zeichnungen fertiggestellt."
Sybille Gramlich, Bothe-Gramlich 1983, S. 253
__________
Heusinger, Johann, Bildnisminiaturmaler, Porträtmaler, Sepiazeichner, geb. 24.6.1769
in Wolfenbüttel, gest. 29.9.1846 in Braunschweig, tätig in Berlin (1787-1807, 1814-27)
und Braunschweig (1807-8, 1825-46).
Sohn des Rektors an der Großen Schule und Lessing-Freunds Jacob Friedrich H. (17191778) in Wolfenbüttel. Wächst in Braunschweig bei seinem Bruder, dem Rektor am
Katharineum Conrad Heusinger, auf. Ab 1787 Besuch des Zeichenunterrichts der
Berliner Kunstakademie. Zeichnet als Student Vorlagen für den 2. Band Käfer von
Jablonskys Insektenwerk. Stellt von 1789-1812 (1804 nicht) und 1820-22 in den
Akademieausstellungen Sepiazeichnungen nach Bol, Domenichino, Raffael und
anderen Italienern, deutschen Zeitgenossen und Gipsabgüssen aus. Wird im August
1793 von Minister Heinitz "zur Verbesserung der Malereypartie" als Zeichenlehrer der
Königlich Preußischen Porzellanmanufaktur verpflichtet. Lehnt aus Sorge um seine
künstlerische Freiheit eine feste Anstellung ab, dient der KPM aber als freier
Mitarbeiter mit Dekorationsvorlagen. Ab 1795 Zeichenlehrer der Prinzen Heinrich und
Wilhelm (Söhne Friedrich Wilhelms II.), ab 1799 der Prinzen von Oranien, Wilhelm
und Friedrich, ab 1801 der Prinzen Friedrich Wilhelm (IV.) und Wilhelm (I.). Verdient
seinen Unterhalt nach der Flucht des Hofes 1806 und der Aufgabe des
Zeichenunterrichts bei der KPM von 1807-14 als Porträtist in Braunschweig,
Königsberg in der Neumark, Stargard und Stettin. Seit der Rückkehr des Hofes nach
Berlin wieder für diesen tätig (Zeichenunterricht, Bildnisminiaturen). Malt als Mitglied
des Berlinischen Künstler-Vereins (1814-25) 1819/22 für dessen "Grosses Buch" 18
fotoähnliche Bildnisminiaturen anderer Mitglieder in Sepia. Zeichnet 1822 20 Büsten
Rauchs für eine Versammlung in dessen Haus. Leidet unter Sehschwäche. Darf seine
königliche Rente "im Ausland" verzehren und kauft deshalb in Braunschweig für 2205
Taler das Haus 1097 Am Neuenwege. Verlässt Berlin am 26. Juli 1825, bleibt aber
seinem verehrten Friedrich Wilhelm IV. freundschaftlich verbunden. Malt nur noch
zum Vergnügen und verfügt dank steter Bescheidenheit 1839 laut Testament über etwa
20.000 Taler.
In seinen "Lebenserinnerungen" sieht sich H. nicht als Künstler oder Maler, sondern
selbstkritisch als Sepiazeichner mit der Fähigkeit, Bildnissen "nach der Natur" eine
gewisse Ähnlichkeit zu verleihen. Ob man seine Miniaturen auf Pergament und
Elfenbein "Gemälde oder kolorierte Zeichnungen nennen" wolle, überlasse er den
Kunstkennern. Er habe sie überwiegend nicht für Geld, sondern zum Vergnügen
gefertigt und dabei seine Vorbilder (u. a. Seydelmann, Schröder und Rehberg) leider nie
erreicht, verdanke aber dem Bildnismalen die anregendsten Stunden und Kontakte
seines Lebens.
Lutz Heusinger, AKL 1983, Band 73, Berlin 2011, S. 15 ff.
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2. Texte
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2. Texte
Texte, Briefe, Vermischte Nachrichten, Testament
Im Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel haben sich von der Hand Johann
Heusingers unter der Signatur VI Hs 11, Nr. 120a sechs Kladden und mehrere Briefe
erhalten. Unter der Signatur VI Hs 11, Nr. 120 findet sich eine Art Kontorbuch, das im
Findbuch VI HS 10-11 wie folgt beschrieben ist: "Nach der Originalhandschrift im
Besitze des Herr Karl Heusinger 1 (Roonstr. 4) abgeschrieben im Winter 1918/9". Die in
die Abschrift übernommenen Titel der sechs Kladden lauten wie folgt:
I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis von Johann Heusinger, geschrieben im
Mai 1819 zu Berlin [in der Abschrift S. 1 - 12v]
II. Lebenslauf -Fortsetzung 1834. Lebenslauf von J. Heusinger geschrieben in
Braunschweig im August 1834 [S. 13-40v]
III. Lustreisen auf der Insel Rügen, gemacht im August 1821, geschrieben im Dezember
1821 [42 - 53r]
IV. Wolfenbüttel - Salzdahlum - Langeleben 1834 [54 - 69v]
V. Braunschweig 1834 [S. 70 - 77v]
VI. Königslutter und der Elm, geschrieben im Juli 1834 [S. 78 - 90v]
Auf S. 92 folgt die "Abschrift des Briefwechsels Joh. Heusingers mit Mitgliedern des
preußischen Königshauses: 2 Briefe von Prinzess Louise, Gemahlin Prinz Friedrichs
(1822), 1 Brief von Prinz Wilhelm, Sohn Friedrich Wilhelms III., und 1 Brief an ihn
(1830), 3 Briefe von Kronprinz bzw. König Friedrich Wilhelm IV. und 5 Briefe an ihn
(1838 und 1840)." [S. 92 - 99v]
Die Originale von vier der fünf Briefe Heusingers an Kronprinz bzw. König Friedrich
Wilhelm IV. (vom 21.3.38, 2.4.38, 11.6.38 und 31.10.40) befinden sich im GSTA PK,
BPH Rep 50 J Nr. 569. Ebenda liegt ein sehr viel früherer, in den Wolfenbüttler
Abschriften nicht enthaltener Brief Heusingers an den Kronprinzen (vom 21.2.38). Der
Brief des Königs (vom 12.7.1840) zur Verleihung des Roten Adlerordens an Heusinger
hat sich in Marburg (Lutz Heusinger) erhalten.
Die Stiftung Archiv der Akademie der Künste Berlin verwahrt unter der Signatur VBK
Nr. 49 als Leihgabe aus dem Bestand des Vereins Berliner Künstler ein "Manuskript
von unbekannter Hand nach eigenhändigen Aufzeichnungen, 7 Seiten, 4°, geheftet", das
Reimar F. Lacher 2005 kommentiert und im Internet veröffentlicht hat (www.berlinerklassik.de/publikationen/werkvertraege/lacher_autobio
grafien/lacher_biografien.pdf). Es enthält den oben unter Ziffer I genannten Text
"Leben und politisches Glaubensbekenntnis von Johann Heusinger, geschrieben im Mai
1819 zu Berlin", jedoch nicht vollständig. Politische und Aussagen eher privaten
Charakters sind ausgelassen. In der folgenden Transkription des Wolfenbüttler Textes
sind die nur in diesem vorkommenden, im Berliner Manuskript aber fehlenden Passagen
kursiv gesetzt.
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Der unverheiratete Karl Heusinger (1856-1941) war ein Sohn des Schöninger Salinendirektors Konrad
Ludwig Heusinger, ein Enkel des Revisionsassistenten Carl Heusinger, ein Urenkel Schuldirektors
Conrad Heusingers, des Bruders von Johann Heusinger. Angeblich hat er Briefe an oder von Johann
Heusinger dem Städtischen Museum in Braunschweig vermacht. Dort sind sie jedoch nicht zu finden..
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2. Texte
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Dass die erste Autobiographie Heusingers tatsächlich 1819 entstanden ist, ergibt sich
aus folgenden Berechnungen: Heusinger ist im Juni 1787 nach Berlin gegangen + 32
Jahre = 1819. Heusinger ist 1769 geboren + 50 = 1819. In den Erinnerungen von 1834
schreibt er, er habe die ersten Erinnerungen vor 15 Jahren geschrieben (auf Wunsch des
Berlinischen Künstlervereins).
Johann Heusingers Testament findet sich im Braunschweiger Stadtarchiv unter der
Signatur D I 7 Nr. 45, Testamentenbuch Nr. 45, S. 265-272.
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2. Texte I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis 1819
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I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis 1819
Leben und politisches Glaubensbekenntnis von Johann Heusinger
Geschrieben im Mai 1819 zu Berlin
[Seite 2r 2] Johann Heusinger, Tuschzeichner und Portraitmaler, wurde 1769 zu
Wolfenbüttel geboren, wo sein Vater, Jacob Friedrich3, der durch mehrere philologische
Arbeiten bekannt ist, Rektor der herzoglichen großen Schule war. In seinen frühesten
Jahren weckten bei ihm die Ridingerschen 4 radierten Jagden, die in seines Vaters
Gartenzimmer hingen, den Sinn für die Kunst. Er erinnert sich noch mit Vergnügen aus
seiner Kinderzeit des Genusses, den ihm diese Kupfer gewährten, wenn er oft mit
Gefahr auf die Stühle kletterte, sie genauer zu besehen. Er fing an, mit der Schere
Bäume, Hirsche und Jagden in Papier zu schnitzen und fand schon als Kind durch diese
Spielereien manchen Bewunderer. Ihm fehlte in seiner kleinen Vaterstadt die
Gelegenheit, diese Anlage zur Kunst weiter zu bilden, und man suchte sie bei ihm zu
unterdrücken, da er zum Studieren bestimmt war und durch sie vom Lernen abgehalten
wurde. Als er in seinem 9ten Jahre seinen Vater verlor, nahm ihn sein um 17 Jahre
älterer Bruder Konrad 5, der nach seines Vaters Tod Konrektor wurde, zu sich und
wurde nachher in der ersten Klasse der Wolfenbüttelschen [Seite 2v] großen Schule sein
Lehrer, dem er sein Latein und seinen Geschmack an den Dichtern verdankt. Bei dem
Rektor Christian Leiste 6 trieb er mit großem Eifer Naturgeschichte, welche sein
Lieblingsstudium wurde, und ihr zu Liebe fing er an, Jagden und andere in dies Fach
einschlagende Gegenstände mit Gummifarben 7 zu malen. Er hatte mehrere Male
Gelegenheit, die Salzdahlumsche Bildergalerie 8 zu sehen, aber er erinnert sich, daß
damals nur die Gemälde, die Jagden und Tiere vorstellten, seine Aufmerksamkeit auf
sich zogen. Um die Zeit, da er zur Universität gehen sollte, wurde der Professor Trapp 9
vom Herzoge nach Braunschweig berufen. Dieser ermunterte ihn, sein Kunsttalent
auszubilden, und versprach ihm Empfehlungen nach Berlin, wo damals beim Antritte
der Regierung Friedrich Wilhelms II. die Akademie der Künste nach allen
2
Die Seitenzahlen in eckigen Klammern beziehen sich auf die Abschriften der Texte im NLA
Wolfenbüttel und ihre Wiedergaben im Ordner "Autographen" dieser Dokumentation. Sie sollen die
Überprüfung der Transkription erleichtern.
3 "(1719-1778), namhaft durch Arbeiten über griechische und lateinische Literatur." (Lacher 2005, Anm.
80)
4 "Johann Elias Ridinger (1698-1767), Maler, Grafiker und Grafikverleger in Augsburg. Berühmt insbes.
für seine zahlreichen Folgen von Jagdwild-, Jagd- und Tierkampfdarstellungen mit meist moralischem
Hintergrund." (Lacher 2005, Anm. 81)
5 "(1752-1820), Philologe, 1778 Konrektor des Gymnasiums in Wolfenbüttel, 1790 Direktor des
Katharineums in Braunschweig. Namhafter Übersetzter römischer Autoren." (Lacher 2005, Anm. 82)
6 "(1738-1815), Schulmann. 1761 am Pädagogium Halle, 1766 Konrektor des Gymnasiums
Wolfenbüttel, 1778 als Nachfolger von Heusingers Vater Rektor. Führte Mathematik und Physik in den
Lehrplan ein." (Lacher 2005, Anm. 83)
7 "Aquarellfarben, nach ihrem Lösungsmittel Gummiarabicum benannt." (Lacher 2005, Anm. 84)
8 "Die herzoglich-braunschweigische Gemäldegalerie im Schloß Salzdahlum, auf halbem Weg zwischen
Wolfenbüttel und Braunschweig." (Lacher 2005, Anm. 85)
9 "Ernst Christian Trapp (1745-1818), Pädagoge. Nach Lehrtätigkeit in Dessau, Halle und Hamburg als
Mitarbeiter Basedows und Campes 1786 als Mitglied des Schuldirektoriums nach Braunschweig
berufen, 1790 Übersiedlung nach Wolfenbüttel. Verbindungen nach Berlin, wie im folgenden erwähnt,
hatte Trapp insbesondere zu Nicolai." (Lacher 2005, Anm. 86)
12
2. Texte I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis 1819
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Zeitungsnachrichten große Begünstigungen und Unterstützung erhielt 10. So kam er im
Jahre 1787 nach Berlin mit dem Vorsatze, seine Kunst für die Naturgeschichte
auszubilden und dem Vorbilde des durch seine Insektenbelustigungen bekannten Rösel
von Rosenhoff 11 zu folgen. Der Prediger Herbst 12, der das Jablonskysche Insektenwerk
fortsetzte, [Seite 3r] ließ ihn die Insekten dazu malen, weil er sich, da er von seiner
Mutter nur geringe Unterstützung hatte, in den ersten Jahren seines Aufenthaltes in
Berlin seinen Unterhalt notdürftig verdiente. Er kaufte um diese Zeit oft mit den größten
Entbehrungen alle Ridingerschen Kupferstiche, deren er habhaft werden konnte, und
bedauerte in seinem Wahne alle seine Mitschüler in den Zeichenklassen der Akademie,
die seinen Geschmack an diesen höchsten Gegenständen seiner Bewunderung nicht mit
ihm teilen wollten. Durch das Zeichnen nach akademischen Figuren fand er nach und
nach Geschmack an historischen Gemälden, da ihn bis jetzt nur Chodowieckis 13
Kalenderkupfer interessiert hatten, und Bernhard Rodes 14 Gemälde und radierte Blätter
traten nun bei ihm an die Stelle der Ridingerschen Kupfer, für die sein Enthusiasmus
abzunehmen anfing. Er zeichnete viel nach diesem Meister und sammelte dessen
radierte Blätter, bis das Zeichnen nach Gips den Geschmack an den Antiken und den
Sinn für edlere Formen bei ihm entwickelte. Die Freundschaft eines sehr wohlhabenden
Mannes, des 15 Schifffahrtsdirektors und nachherigen Geheimrats Peter Wiesel 16, in
dessen Hause er zehn Jahre ohne Nahrungssorgen lebte, setzte ihn in den Stand, den
sparsamen Verdienst [Seite 3v] des Insektenmalens aufgeben zu können. Die
Naturgeschichte wurde nun bei ihm nicht mehr getrieben, da ihm bei Berlin überdem
die insektenreichen Wälder seiner Vaterstadt fehlten und er einsah, daß ihn dies
10 "Die herabgekommene Berliner Kunstakademie erhielt noch unter Friedrich II. in der Person des
Freiherrn v. Heinitz einen Kurator, der ihre Wiedererrichtung betrieb. Von Friedrich Wilhelm II.
(Regierungsantritt im August 1786) wurde ihr Etat bedeutend erhöht." (Lacher 2005, Anm. 87)
11 "August Johann Rösel von Rosenhof (1705-1759), Zoologe, Maler Kupferstecher. Sein Hauptwerk
‚Monatlich herausgegebene Insectenbelustigungen’ erschien 1746, 49 und 55. Bereits im Juni 1787
wurde Heusinger als Schüler der Zeichenklassen der Berliner Akademie angenommen. Ab 1789
beteiligte er sich mit Schülerarbeiten an den Ausstellungen." (Lacher 2005, Anm. 88)
12 "Johann Friedrich Wilhelm Herbst (1743-1807), Theologe und Zoologe. Nach Studium in Halle
Feldprediger in Berlin, 1792 an St. Marien. Carl Gustav Jablonskys (1756-1787) ‚Natursysteme aller
bekannten in- und ausländischen Insecten als eine Fortsezzung der von Büffonschen Naturgeschichte’
erschien seit 1783 in Berlin. Herbst setzte sie bis 1806 fort; das Werk blieb Torso" (Lacher 2005, Anm.
89) . Heusinger hat, wie sich aus der Bezeichnung "J. Heusinger del. et pinx." ergibt, die Vorlagen für
die Tafeln XXII, XXIV-XXVII, XXIX, XXXIII-XXXVI und CXXX des Teils B. Käfer geliefert.
13 "Daniel Chodowiecki (1726-1801), Maler, Zeichner und Stecher, führender Meister des Buch- und
Kalenderkupfers der dt. Aufklärung. Nach dem Tod Rodes 1797 Direktor der Berliner Kunstakademie."
(Lacher 2005, Anm. 90)
14 "Bernhard Rode (1725-1797), Maler und Radierer. Schüler von Pesne. Umfangreiches Schaffen für
Hof, Adel, Kirchen; Dekorationen ebenso wie Historiengemälde, Porträts und Radierungen. 1783
Direktor der Kunstakademie; auf deren Ausstellung (seit 1786) stets mit einer großen Zahl von
Historiengemälden vertreten. Exponent des friderizianischen Rokoko." (Lacher 2005, Anm. 90)
15 Passagen in kursiver Schrift stehen nur in der Wolfenbüttler Version seiner Lebensbeschreibung, sind
in dem von Reimar F. Lacher 2005 veröffentlichten Berliner "Manuskript von unbekannter Hand nach
eigenhändigen Aufzeichnungen" jedoch weggelassen.
16 Der Adresskalender (Vorläufer des Adressbuchs) nennt im Jahr 1788 zwei Schifffahrtsdirektoren der
Salz-Schifffahrt: Andreas Wiesel, Schifffahrtsdirektor und Entrepreneur, Weidendammer Brücke, in
seinem Haus und Georg Friedrich Peter Wiesel , Schifffahrtsdirektor, ebenda wohnend. 1792 wohnt nur
noch letzterer in diesem Haus (freundliche Auskunft von Frau Anne Rothschenk, Landesarchiv
Berlin).
13
2. Texte I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis 1819
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Studium zu sehr von dem Studium der höheren Kunstwerke entfernen würde. Das
sorgenfreie Leben, welches er nun genoß, hätte für seine Ausbildung zum Künstler sehr
wohltätig werden können, aber er bedauert zu spät, daß er in diesen, für die
Entwicklung seiner Talente so wichtigen Jahren, ohne Führer, ohne Plan zu einem
bestimmten Fache, sich zu sehr seinen Liebhabereien überließ. Er fing an, Versuche in
Ölfarben zu machen, und gab es wieder auf, zeichnete auf der königlichen
Bildergalerie 17 Pferde und Kühe nach Wouwermann und Roos in Tuschfarben, fing
dann das Kupferstechen mit Grabstichel und Radiernadel an, schabte selbst einige
Platten in schwarzer Kunst 18 und ging so von einem Fache zum anderen über, bis ihn
endlich die Übung, die er sich schon früher in Behandlung der Gummifarben erworben
hatte, und die Gelegenheit, eine Sepiazeichnung von Seydelmann 19 zu kopieren, seine
ganze Neigung zu dieser Art zu zeichnen hinzog. Er zeichnete zuerst in dieser Manier
auf der königlichen Galerie [Seite 4r] die Vestalin nach , und da er diese Zeichnung an
die Chalkographische Gesellschaft zu Dessau verkaufte und sie überdem Gelegenheit
gab, daß er als Zeichenlehrer bei der königlichen Porzellanfabrik 1794 und nachher bei
den beiden jüngsten Söhnen des Königs, den Prinzen Heinrich und Wilhelm
K.[önigliche] H.[oheiten] angestellt wurde, so munterte ihn dies auf, und er zeichnete
nachher die vorzüglichsten Gemälde der königlichen Sammlung in Sepia 20. Als im
Jahre 1796 der taubstumme Maler Hoffmann 21 auf königliche Kosten nach Italien
geschickt wurde, war er vom Minister Heinitz22 vorgeschlagen, diesen zu begleiten. Der
Unterricht der Brüder des Königs hielt ihn in Berlin zurück. Beim Antritt der Regierung
17 "Die Gemäldegalerie im 2. Geschoß des Berliner Stadtschlosses, nach langer Vernachlässigung 1787
der Aufsicht der Akademie unterstellt und neu geordnet." (Lacher 2005, Anm. 91)
18 "Die ‚Schwarz-’ oder ‚Schabkunst’ (auch ‚englische Manier’) wurde in Berlin bis dahin wohl nur von
dem Italiener Domenico Cunego und dem Engländer Charles Townley, die beide bis 1789 einige Zeit
hier gearbeitet hatten, ausgeübt." (Lacher 2005, Anm. 92)
19 "Jacob Seydelmann (1750-1829), Dresdner Maler und Zeichner, um 1800 Mitdirektor der dortigen
Kunstakademie. Berühmt für originalgroße Altmeisterkopien und lebensgroße Porträts in Sepia."
(Lacher 2005, Anm. 93)
20 "Die Chronologie und damit die Ursache-Wirkung-Relationen sind in Heusingers Darstellung etwas
verunklärt. 1793 zeigte er in der Akademieausstellung erstmals eine Altmeisterkopie in Sepia
(Wahrsagerin von F. Bol), wurde für diese von der Akademie ausgezeichnet und galt seither bereits als
Spezialist für Sepiaarbeiten. Ebenfalls 1793 wurde er von Heinitz, dem die Akademie und die KPM
unterstanden, als Zeichenlehrer an die Porzellanmanufaktur verpflichtet, für die er später auch als
Entwerfer und Maler gelegentlich tätig war. Die jüngsten Söhne Friedrich Wilhelms II., Heinrich und
Wilhelm, deren Unterricht ihm um 1795 übertragen wurde, waren 1781 und 1783 geboren. ‚Marcus
Bassanius bei den Vestalinnen’ von Lairesse aus der Galerie im Berliner Schloß zeigte er 1795 in
Sepia. Die Zeichnung (heute in der Albertina Wien) erschien allerdings erst 1801, gest. v. W. Arndt, in
der ‚Chalcographischen Gesellschaft’. Das Unternehmen wurde 1796 in Dessau von Moritz Freiherr
von Brabeck mit Unterstützung von Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau als anspruchsvoller
Grafikverlag gegründet. Bis 1801 erschienen dort rund 80 Einzelblätter und einige Stichfolgen. Ab
1798 war Heusinger auf den Akademieausstellungen stets mit einer größeren Zahl von Kopien nach
Gemälden in den Galerien von Berlin und Dresden in Sepia vertreten, darunter einiges nach
Sepiakopien Seydelmanns." (Lacher 2005, Anm. 94)
21 "Georg Andreas Hoffmann (1752-1799 [nicht 1808]), Porträtist und Kopist aus Franken. Nach
Studium in Leipzig und Dresden seit 1788 in Berlin, 1793 Mitglied der Akademie. Bat schon 1791
vergeblich um Unterstützung zu einer Reise nach Rom. 1797/98 hielt er sich gemeinsam mit einem
seiner Brüder auf Kosten der Gräfin Lichtenau, für die er zahlreiche Altmeisterkopien zu malen hatte,
in Rom auf." (Lacher 2005, Anm. 95)
22 "Friedrich Anton Freiherr von Heinitz (1725-1802), Staatsmann, 1786 Kurator und Erneuerer der
Kunstakademie." (Lacher 2005, Anm. 95)
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2. Texte I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis 1819
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des jetzigen Königs 23 verkaufte er viel seiner Sepiaarbeiten an die Königin und an
Mitglieder der königlichen Familie und arbeitete so in diesem Fache immer fort, ohne
jedoch sein Vorbild, die Zeichnungen des Professors Seydelmann in Dresden, je
erreichen zu können. Er suchte die Farbe der Seydelmannschen Sepia durch Zusatz von
Kassler Erde hervorzubringen, dadurch verlor sie aber an Klarheit, daher er gezwungen
war, das [Seite 4v] Helldunkel immer sehr mühsam zu bearbeiten. Das Portraitieren
nach der Natur trieb er als Liebhaberei daneben und zeichnete von Zeit zu Zeit manches
Portrait in Sepia mit Beifall. Da er im Stande war, sich selbst zu erhalten, und ihn das
Leben im Hause seines Wohltäters durch so manche Zerstreuungen von seinen Arbeiten
abzog, so bezog er im Juli 1801 ein eigenes Logis in der Behrenstraße 24, welches er im
Oktober 1805 gegen ein anderes unter den Linden [3a] eintauschte. (Vgl.
http://adressbuecher.genealogy.net/entry/search, gelesen am 9.11.2011) Im Jahre 1803
wurde zum Geschenk für den russischen Kaiser von Seiner Majestät dem Könige ein
großes Porzellanservice auf der königlichen Porzellanfabrik bestellt, von welchem er
auf Verlangen der Königin zwölf Teller mit historischen Gegenständen und Antiken in
brauner Farbe zu malen übernahm. Er arbeitete auf diese Art auch noch nachher
mehrere Portraits von königlichen Personen auf Tassen und fand diese Malerei, der
großen Freiheit wegen, die man beim Ändern hat, sehr zum Portraitieren nach der Natur
geeignet, machte darin mehrere glückliche Versuche und würde in diesem Fache
fortgearbeitet haben, wenn er es damals gekonnt hätte, ohne mit der Porzellan [Seite 5r]
fabrik in nähere Verbindung zu treten, welches er aus Vorliebe für seine
Künstlerfreiheit nicht wollte. Er ging also wieder zum Sepiazeichnen über. Der
Unterricht der Brüder des Königs seit 1795, nachher der jungen Prinzen von Oranien,
Wilhelm und Friedrich 25, 1799, des Kronprinzen und Prinzen Wilhelm 26 1801, dann des
Prinzen Friedrich 27, Neffe des Königs, 1802, gaben ihm Unterhalt, den ihm seine
mühsamen Sepiaarbeiten nicht würden verschafft haben. Er machte ein paar Mal die
Reise nach Dresden und im Jahre 1804 über Düsseldorf, Aachen, Brüssel nach Paris,
wo er ein paar Monate die damals dort vereinigten Kunstschätze studierte. Im
unglücklichen Jahre 1806, als der Hof Berlin verließ und sein Unterricht aufhörte, fing
er zuerst an, fürs Publikum zu portraitieren. Er gab im Jahre 1807 seine Stelle als
Zeichenlehrer bei der Porzellanfabrik auf und ging auf anderthalb Jahre zu seinen
Verwandten nach Braunschweig, wo er bloß Portraits nach der Natur machte. Er
zeichnete diese Bilder in Sepia auf Pergament, und ihre Ähnlichkeit erhielt Beifall. Bei
den Bildern der jungen Frauenzimmern hörte er jedoch immer den Vorwurf, daß sie
nicht vorteilhaft wären, welches ihn bewog, Versuche auf Elfenbein [Seite 5v] in
Miniaturfarben zu malen. Durch langes Arbeiten in einer Farbe war sein Auge vielleicht
verwöhnt, ihm fehlte der feine Sinn für Farben, und das Kolorieren nach der Natur
23 "Friedrich Wilhelm III. (1770-1840), Luise (1776-1810), Regierungsantritt am 16.11.1797." (Lacher
2005, Anm. 96)
24 Berliner Adressbücher weisen Heusinger nur 1822-1825 "Unter den Linden 3a" nach.
25 "Der Erbprinz Wilhelm (I.) von Nassau-Oranien war infolge der Revolutionskriege ins Exil gegangen;
er hielt sich überwiegend in Berlin auf. Dessen Söhne unterrichtete Heusinger: Wilhelm (1792-1849)
und Friedrich (1797-1881). Diese wiederum waren die Spielkameraden der im folgenden genannten
preußischen Prinzen." (Lacher 2005, Anm. 97)
26 "Kronprinz Friedrich Wilhelm (1795-1861) und sein Bruder, der spätere Kaiser Wilhelm (17971888)." (Lacher 2005, Anm. 98)
27 "(1794-1863), Sohn des Prinzen Ludwig und der Friederike, Neffe Friedrich Wilhelms III., Gefährte
des Kronprinzen und seines Bruders; im Familienkreis Fritz Louis genannt." (Lacher 2005, Anm. 99)
15
2. Texte I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis 1819
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wurde ihm sehr schwer. Er hat auch in diesem Stück nie die Arbeiten der besseren
Miniaturmaler erreichen können und überläßt es den Kunstkennern, ob sie die vielen
Portraits, die er nachher nach der Natur in Farben verfertigte, Gemälde oder kolorierte
Zeichnungen nennen wollen. Er erreichte wenigstens den Zweck, daß er den größeren
Teil des Publikums damit befriedigte, und verdiente in den Jahren 1813 und 14 in
Königsberg in der Neumark, in Stargard und Stettin damit seinen Unterhalt. Das
Portraitieren war nun sein Lieblingsfach, und es wurde für ihn Bedürfnis, immer nach
der Natur zu arbeiten. Seine glücklichsten Stunden waren die, wo er durch die
Ähnlichkeit seiner Bilder in Familien Freude erregte, und da durch die Rückkehr des
Hofs in den folgenden Jahren die Sorge für seinen Unterhalt wieder geringer wurde, so
malte er eine Menge Portraits für Freunde und Bekannte ohne alle Rücksicht auf
Verdienst, und bei weitem über die Hälfte der vielen [Seite 6r] von ihm gezeichneten
und gemalten Portraits sind bloß für Freunde oder zu seiner eigenen Unterhaltung und
Übung verfertigt 28. Die von ihm gemalten Bilder der mehrsten Personen, die ihm wert
waren, besaß er selbst, und sie machten ihm den Aufenthalt in seinem einsamen
Arbeitszimmer gesellig und angenehm. Er malte die mehrsten seiner Portraits ansehend
und unterhielt sich mit den Sitzenden gern und viel, sah auch nicht gern, wenn sie bei
Ansehen der Bilder sich mit anderen im Zimmer gegenwärtigen Personen unterhielten,
weil das ihre Aufmerksamkeit vom ihm abzog und dem Bilde die Seele nahm, und er
glaubte, daß der eigentliche Charakter der Köpfe desto eher aufzufassen sei, je mehr
der zu Malende vergesse, daß er zum Portrait sitze. Er hatte die Gewohnheit, die Köpfe
erst möglichst ähnlich zu machen und die Figur so lange als rohe Skizze zu lassen, bis
er mit dem Gesicht ziemlich im Stande war, um nachher freie Hand zu haben, die
Stellung des Körpers nach dem Ausdruck des Gesichts abändern zu können. Er hat nie
aus der Phantasie gearbeitet, da kein innerer Trieb ihn dazu begeisterte, so wagte er aus
Furcht der Mittelmäßigkeit niemals Versuche, doch gehörten ein paar Familiengruppen,
die er zusammensetzte [Seite 6v] und wozu er die Personen zu Stellungen sitzen ließ,
nicht zu seinen schlechteren Arbeiten. Er war ein genauer Kopist und Nachahmer der
Natur. Nur die Arbeiten, wo er treu nachahmen konnte, sind seine besseren, und er hielt
ein jedes Bild für mißlungen, wo er nur das geringste aus der Phantasie hinzuzusetzen
gezwungen war. Er sah daher zu spät ein, und seine früheren Versuche mit dem
Grabstichel überzeugten ihn, daß, wenn er sich gleich in den ersten Jahren ganz dem
Kupferstechen gewidmet hätte und treu dabei geblieben wäre, er in diesem Fache etwas
besseres würde geleistet haben, da sein ganzes Kunsttalent zur Kupferstecherkunst
geeignet war. Was er sich von Kunstkenntnissen erworben hat, verdankt er mehr dem
Sehen guter Kunstwerke und dem Arbeiten danach, als der Lektüre. Im Kunstfache hat
er nur wenig gelesen, da ihn sein früherer, vielleicht vom Vater geerbter Geschmack
mehr zum Lesen der Dichter und der alten lateinischen Klassiker hinzog. Er litt oft an
Hypochondrie 29 und erhielt seine Gesundheit nur durch eine strenge Diät, von der er
immer mehr abhängig wurde und die ihn vom geselligen Leben immer mehr entfernte.
28 "Zu diesen aus Gefälligkeit entstandenen Sepiaporträts gehört auch die Reihe von Brustbildnissen von
Mitgliedern des Berlinischen Künstlervereins, die Heusinger 1819 bis 1821 für den Verein, für den
auch seine Biografie entstanden ist, malte: Selbstporträt, Levezow, Riese, Kretschmar, C. F. und L. W.
Wichmann, Zelter, Rungenhagen, Kuhbeil, Hampe, Müller, Völcker, Pascal, Schadow (größtenteils im
Stadtmuseum Berlin erhalten)." (Lacher 2005, Anm. 100)
29 "Hypochondrie, auch ‚Milzbeschwerung’ oder ‚Gelehrtenkrankheit’, beim weibl. Geschlecht
‚Hysterie’, Bezeichnung für allgemeines Unbehagen, insbes. des Unterleibs, auf Nervenschwäche und
Bewegungsmangel zurückgeführt." (Lacher 2005, Anm. 101)
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2. Texte I. Leben und politisches Glaubensbekenntnis 1819
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[Seite 7r] Ob er gleich bei wenigen Bedürfnissen nie Mangel litt, so war seine
Einnahme doch immer zu gering und ungewiß, da ihm überdem ganz das Talent fehlte,
seine Kunst lukrativisch anzuwenden, als daß er es, seiner früheren Neigung gemäß,
hätte wagen können, sich zu verheiraten. Er sah in späteren Jahren, da er sich selbst
mehr kennen lernte, ein, daß das ein Glück für ihn war. Er wäre als treuer Gatte und
Vater vielleicht weniger fleißiger Künstler und glücklicher Portraitmaler gewesen, da
er in jedem schönen Gegenstande, den er malte, während der Sitzungen sein Ideal zu
sehen gewohnt war, und diesem Umstande verdankt er das Gelingen mancher der
schwierigsten Frauenzimmerportraits. Auch störte die geringste Unannehmlichkeit
seine gute Laune und wirkte sehr nachteilig auf seine Arbeit, daher es ihm lieb sein
mußte, daß keine Sorge für eine Familie ihn drückte, ob er gleich das Unangenehme des
ledigen Standes, je älter er wurde, es in desto größerem Maße empfand. Die Liebe zu
seinen Verwandten in Braunschweig, die er, wenn er irgend konnte, jährlich besuchte,
hielt ihn dafür schadlos, doch war diese Liebe [Seite 7v] zur Heimat schuld, daß er in
Berlin nie einheimisch wurde und die 32 Jahre, die er hier verlebte, sich immer als
Fremdling betrachtete 30. Er war so glücklich, daß er die verschiedenartigsten
Menschen, Männer und Frauen, wie sie bei seinem Portraitmalen der Zufall ihm bot,
während der Sitzungen für sich zu interessieren verstand. Die Stunden, die er in
Gesellschaft von Frauenzimmern aus den höheren oder gebildeten Ständen zubrachte,
waren für ihn die interessantesten und angenehmsten. Er liebte den Umgang mit
einzelnen Freunden, aber Gesellschaften, die bloß aus Männern bestanden, waren ihm
nie angenehm, wenn er in Gesellschaften froh sein sollte, war die Gegenwart von
Frauenzimmern ihm unentbehrlich. Das schöne Geschlecht war auch gütig genug, seine
Gesellschaft erträglich zu finden, und er zählt im Laufe seines Lebens mehr
Freundinnen als Freunde. In den Jahren der allgemeinen Umwälzung, da alles in der
Politik Partei ergriff, hatte auch er seine eignen Ansichten und Wünsche. Wenn er
empfand, daß er nicht ganz Preuße sein konnte, wenn er ganz Braunschweiger war, so
[Seite 8r] wurde oft der Wunsch in ihm rege, die Völker Deutschlands zu Einer Nation
vereinigt zu sehen, doch waren die Maßregeln, die man dazu ergriff, nicht nach seinem
Sinne. Er betrachtete alle Menschen als Brüder, und nach seiner Meinung wurden die
verschiedenen Nationen nur durch die verschiedenen Regierungsverfassungen und die
durch Alter und Gewohnheit heilig gewordenen Gesetze und angeborene Fürstenhäuser
gebildet. Als geborener Braunschweiger mit aller seiner Landsleute eigenen Vorliebe
für ihre Stadt, lernte er doch nach und nach einsehen, daß manche Verfassung, Sitte
und Weise anderer Städte Vorzüge hatte, und fühlte, daß der Eifer seiner Landsleute für
die ihrige, wenn sie alles Fremde verwarfen, Vorurteil sei und dies machte ihn
aufmerksamer und unparteiischer auch bei seinen Ansichten des Patriotismus der
Deutschen. Bei seinem Aufenthalte in Paris lernte er, daß strenge Ausübung der
Gesetze für Regierung und Volk wohltätiger sei als die Nachsicht, bei der in dem Staate,
in dem er lebte, jedes Gesetz konnte umgangen werden, fand, daß die von seiner
Kindheit an von ihm bloß für deutsch gehaltene Biederkeit und Treue auch bei [Seite
8v] anderen Völkern zu finden sei, und fühlte mit einiger Kränkung seines patriotischen
Stolzes, daß ein höherer Grad der Bildung und Ehrgefühl die geringeren
Menschenklassen Frankreichs im ganzen achtungswerter machte, als eben diese
Menschenklasse in seinem Vaterlande. Dadurch wurde er vorsichtiger in seiner
Beurteilung der Verhältnisse seines Vaterlandes und anderer Länder, daß nicht
30 "Durch diese Zeitangabe ist die Biografie auf 1819 zu datieren. 1827 [1825, L. H.] siedelte Heusinger
in seine Heimat zurück." (Lacher 2005, Anm. 102)
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Vorurteil und Vaterlandsliebe ihn täusche. Er hielt die monarchische Regierungsform
und Erbfolge für das Heil der Völker am wohltätigsten, da die Begebenheiten der
letzten zwanzig Jahre in Frankreich , die seine ganze Aufmerksamkeit auf sich zogen,
ihn belehrten, daß bei dem allgemeinen Egoismus der Parteisucht und dem
Privatinteresse der Menschen das Ausmitteln des Herrschverständigsten zum Regieren
nur Unruhe und Anarchie hervorbrachten. Aber er sah die Würde der geborenen
Regenten immer als höchstes Amt und nie als Eigentumsrecht an, und bei dem Zuteilen
der Seelenzahl bei der Entschädigung einzelner Fürsten dachte er unwillkürlich immer
an Gutsbesitzer und ihre Herden. In einem wohlgeordneten Staate findet man es nicht
ungerecht, [Seite 9r] wenn eine neue Einrichtung es erfordert, daß ein Staatsdiener
seine Stelle einem anderen abtrete, auch wenn er sie auf das pflichtmäßigste verwaltet
hätte, und so hat er es nie himmelschreiend finden können, wenn bei Veränderung der
Staatsformen ein altes Fürstenhaus auf seine Fürstenrechte Verzicht leisten mußte.
Seine Mitglieder traten mit großen Reichtümern in den Privatstand zurück, und wenn
man die Untertanen nicht als Leibeigene betrachtet, die bloß für ihren Herrscher zu
frohnen da sind, so kann das nach seiner Meinung kein Unrecht sein, da die Erbfolge
zur Sicherheit der Ruhe der Völker und nicht zur Eigentumssicherung der Fürsten
stattfindet. Er weiß zwar, daß die Völker und selbst die würdigsten und besten der
Menschen in ihren angeerbten Vorurteilen anders denken, daß sie nur das ihre Freiheit
nennen und dafür Gut und Blut opfern, daß der angeborene Fürst ihr Herr sei, ohne
alle Rücksicht darauf, ob es ein Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig oder ein
Wilhelm von Hessen sei und daß ohne vorhergegangene Überwindung und
Unterwerfung diese Vorurteile nicht schwinden, daß sie aber mit der Zeit schwinden,
beweisen Schlesier und Elsässer, die mit dem Laufe der [Seite 9v] Jahre Preußens und
Frankreichs treuste Anhänger geworden sind. Aus diesem Gesichtspunkt betrachtete er
die Begebenheiten der letzten 14 Jahre Europas. Die verschiedenen Nationen, vom
Urheber des Daseins alle zu Brüdern gemacht, als einzelne Menschen jeder den
anderen liebend, standen seit Jahrhunderten durch verschiedene Regierungsformen zu
abgesonderten Massen getrennt, durch vorige Kriege für Verfassungen und
Verteidigung gegen fremde Anmaßungen zum Hasse anderer Nationen verwöhnt, bereit,
Gut und Blut für Freiheit und Vaterland, das in ihrem Glauben mit Herrschaft
angeborener Fürsten und ihrer Unabhängigkeit vor fremder Regierung eins war, zu
opfern. Die Völker standen so ewig streitlustig gegeneinander da, und bei
Vergrößerung der politischen Macht des einen war die große Zahl der übrigen
gezwungen, den ganzen Aufwand ihrer Kräfte und ihres Fleißes, zu ihrem Wohlstande
und Familienglücke bestimmt, zu Vermehrung ihrer Streitkräfte für Fürstenrechte oder
Freiheit zu opfern. Eine allgemeine Umwälzung zerstörte mit einem Male diese durch
Alter den Völkern heilig gewordenen Verhältnisse, jeder Einzelne kämpfte für die
Seinigen, und nur [Seite 10r] die Eifersucht und der alte Hass der verschiedenen
Regierungen gegen einander war schuld an ihrer fast allgemeinen Auflösung. Großes
Menschenelend mußten diese großen Verwandlungen über Europa vertreiben, da jeder
für Freiheit und Vaterland zu kämpfen glaubte. Bedrückungen und große
Ungerechtigkeiten gegen Einzelne, da allgemein das Recht des Stärkeren galt, waren
unvermeidlich, und der Sieger, der den Völkern statt der gewohnten eine neue
Regierungsform aufzwang und sie zum Widerstande entkräften mußte, konnte natürlich
auf die Liebe und den Dank der Zeitgenossen nicht rechnen. Langsam fing sich an, eine
neue Form der Dinge zu gestalten, die zum Königreiche Westfalen vereinigten Völker
fingen an, sich zu ihrer Vereinigung zu einem Volke zu gewöhnen, und er fing an zu
hoffen, daß das Unglück der lebenden Generation beglückende Folgen für die künftigen
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Menschengeschlechter hervorbringen würde. Er sah im Geiste Europa zu einem Staate
gebildet, die einzelnen Völker durch geborene Fürsten regiert, diese Fürsten Einem
großen Gesetze unterworfen, ihre Völker zum Heile des Ganzen wie Minister eines
wohlgeordneten Staates die Provinzen regieren, die stehenden Heere verschwunden,
statt Krieg, Willkür und Recht des [Seite 10v] Stärkeren durch große Gerichtshöfe und
den Ausspruch des Mächtigen die Streitigkeiten der einzelnen Regierungen unter
einander geschlichtet, die Millionen Staatseinkünfte, sonst zur Ernährung der
hunderttausende Müßiger, die zum Morden ihrer Menschenbrüder für Fürstenrechte
geübt wurden, kaum hinreichend, zu großen Unternehmungen für das Wohl des
Menschengeschlechts verwandt und, dies waren die Ansichten und Trostgründe, die in
den Jahren des allgemeinen Unglücks bei allen eigenen Entbehrungen und Sorgen seine
Blicke in die Zukunft heller machten. Darum war die allgemeine Meinung, daß
Frankreichs Untergang Deutschlands goldene Zeit herbeiführen würde, schon damals
nicht die seinige und darum interessierte er sich für Napoleons Plan, dessen Maßregeln
zur Erreichung des großen Ziels, Europa eine andere Form zu geben, unvermeidlich
waren. Kein Privatinteresse oder Abneigung gegen den Fürstenstand hat Einfluß auf
diese seine Art zu urteilen gehabt. Seit 24 Jahren in beständiger Verbindung mit
Personen des königlichen Hauses und durch seine Künstlerverhältnisse auch mit
Mitgliedern anderer Fürstenhäuser bekannt, fand er fast alle sehr liebenswürdig,
keinen Hassens wert, war an die mehrsten persönlich [Seite 11r] durch wahre Achtung
und Liebe gebunden und hält den jetzigen Kronprinzen von Preußen, den er seit seinen
Kinderjahren kennt und dessen Wohlwollen er immer genoß und noch genießt, für einen
der achtungswertesten und hoffnungsvollsten jungen Männer, auch wenn er nicht Prinz
wäre. Sein Unterhalt, seine Hoffnungen für sein Alter, alles hing von jeher von seiner
Verbindung mit diesen fürstlichen Personen ab, und keine Undankbarkeit gegen ihre
Güte, die er mit dem dankbarsten Gefühle erkannt, oder andere persönliche
Rücksichten, sondern Überzeugung, daß nach seiner Beurteilungskraft diese Ansichten
die richtigen wären und viele Wünsche für das beste aller seiner Mitmenschen, sie
mochten Deutsche, Franzosen oder Engländer sein, leiteten sein Urteil. Er fand
niemanden, der diese seine Ansichten teilte, und der Gram, sich von seinen liebsten
Freunden und Damen unter seinen Bekannten, für die er gerade die meiste Achtung
hatte, als Undeutscher und Franzosenfreund verkannt und oft verdammt zu sehen,
machte ihn verschlossen und entwöhnte ihn, seine politische Meinung gegen irgend
jemand zu äußern. Möge die Erfahrung lehren, daß er Vernunft gehabt habe und daß
die künftige [Seite 11v] Bewaffnung ganzer Völker und die gegenseitige Furcht oder
Freundschaft der in ihrer Willkür unbeschränkten Regenten Europas das
zweckmäßigste Mittel sei, den Frieden der Völker zu sichern. Krieg war von jeher nach
seinem Gefühle das die Menschheit entehrendste Übel, und wenn er die Ordenszeichen
sah, die in frommem Wahn mit Aufopferung von Gut und Blut für Freiheit und
Vaterland errungen wurden, und der Zweifel in ihm aufstieg, ob der
Vaterlandsverteidiger für Freiheit und Menschenrecht oder für Fürstendespotismus und
Volksbedrückung Menschen geschlachtet habe, so war ihm wohl, daß seine Brust nicht
mit solcher Zierde geschmückt war. Jetzt hat er keine politischen Wünsche mehr. Er
sieht nicht ein, wie die Unzufriedenheit der deutschen Völker, die in so vielen Stücken
ihre Hoffnungen getäuscht sehen, zu heben ist. Gott verhüte, daß diese Unzufriedenheit
nicht einmal in allgemeine Gährung ausbreche, wäre auch alle Fürstenmacht
verschwunden, so möchte doch die von seinen Rettern ihm gegebene Freiheit dem
deutschen Vaterlande noch verderblicher werden. Der Enthusiasmus fürs Altdeutsche,
in Sitte, Kunst, Kleidung und Sprache, der in den ersten Jahren des Friedens alle
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2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
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ergriffen hatte, führte nach seiner Meinung eher zur Lächerlich [Seite 12r] keit als zum
Heile. Dies waren seine Ansichten, die er niederschrieb, damit ein unbefangener Leser
sehe, daß er, ob er gleich nicht Stockpreuße oder Braunschweiger war, doch, wie er
glaubt, nicht verdient hat, als Vaterlandsfeind verdammt zu werden. Seine Freude an
allen Gegenständen der Natur und sein Hang zur Naturgeschichte blieb immer derselbe,
ob er gleich ihr Studium nicht ausübte. Ihre Wunder füllten ihn immer mit den
heiligsten Gefühlen, und bei ihrer Betrachtung ehrte er den Urheber des Daseins lieber
als in der Kirche. Er bedurfte keines Predigers irgendeiner Religionspartei zu seiner
Erbauung, eine Träne der Rührung in seinen Augen, wenn er am Abend an die
Begebenheiten des Tages zurückdachte, war sein Gottesdienst. Er wünscht, daß der
wahre Eifer für das Studium der Natur nicht bei ihm schwächer werden mag, um
vielleicht, wenn er länger leben sollte, als er seine Kunst mit Liebe treiben kann, seine
späteren Jahre zu versüßen. Jetzt in seinem 50sten Jahre ist ihm beständige Ausübung
seiner Kunst und besonders des Portraitmalens zur Freude des Lebens notwendig
geworden, und ihm fehlt aller Frohsinn, [Seite 12v] wenn er nicht arbeiten kann. Sein
herzlichster Wunsch ist, bis zu seinem letzten Tage seine Kunst mit Beifall und eigner
Freude daran treiben zu können, und wenn ihm dieser gewährt ist, mag diesem
Lebenslaufe hinzugefügt werden, daß er mit seinem Schicksale zufrieden gestorben sei.
II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
Lebenslauf von J. Heusinger - geschrieben in Braunschweig im August 1834
Lebenslauf - Fortsetzung 1834.
[Seite 14r] Fünfzehn Jahre sind es nun, als ich vom Berlin'schen Künstlerverein, der die
Lebensläufe seiner Mitglieder zu besitzen wünschte, dazu veranlaßt, die
Hauptbegebenheiten meines Lebens aufschrieb.
Überzeugt, daß diese Lebensbeschreibung weder für Künstler noch andere Menschen
von Interesse sein könnte, bereute ich doch diese Arbeit nicht, da sie mir Gelegenheit
gab, auf mein vergangenes Leben zurückzublicken, darüber nachzudenken und bei
weiteren Jahren zu sehen, wie, nachdem ich, ohne irgend mich selbst und meine
Leistung als Künstler beurteilen zu können, so ohne allen Plan ins Leben
hineingegangen war und so viele Zeit unnütz verloren hatte, doch so wunderbar Glück
und Zufall mein Schicksal geleitet und mich endlich glücklich so weit geführt haben,
daß ich sagen kann, daß ich mit meinem Leben nicht unzufrieden bin und, und wenn ich
auch in der Zahl ausgezeichneter Künstler keine Rolle gespielt habe, doch die
Ausübung meiner Kunst mir selbst interessante Unterhaltung gewährt und vielleicht
auch manchem anderen Freude gemacht hat.
Jetzt auf die zuletzt verlebten 15 Jahre zurückblickend, sehe ich, daß sie nicht [Seite
14v] die unbedeutendsten meines Lebens gewesen sind, ich habe noch bis vor kurzem,
wenn auch nicht mehr sauber ausgeführt, doch noch ähnliche Portraits mit Vergnügen
gemalt, und so manchen anderen schönen Lebensgenuß gehabt, daß ich, dankbar
meinem freundlichen Schicksale, auch noch die Begebenheiten dieser letzten Jahre
meinem vorigen Lebenslauf hinzufügen will.
Im Sommer 1819 machte ich, während die königlichen Prinzen in Bäder oder zu
Revüen verreist waren, meine gewöhnliche Reise zu meinen Verwandten nach
Braunschweig, und hielt mich ein paar Monate in meines Bruders, des Professors am
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2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
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Katharineo, Konrad Heusingers, Hause auf, wo ich, wie gewöhnlich, portraitierte. Ich
fand meinen guten Bruder an Asthma leidend, sehr schwach, schon mit der bangen
Vorahnung, ihn bald zu verlieren, welches auch 4 Monate später in Erfüllung ging.
Meine Schwester war seit vielen Jahren in Königslutter, und meine liebste
Bruderstochter kürzlich in Hannover verheiratet. Das ehemals mir so zusagende Leben
in meines Bruders Hause, wo alle Kinder und Verwandte sich, einander so herzlich
liebend, in Einem (sic!) Mittelpunkte vereinigten, hatte manche Veränderung erlitten.
Ein paar Verheiratungen und Verbindungen mit anderen Familien hatten [Seite 15r]
andere Verhältnisse hervorgebracht, ich lernte manche Verlegenheiten und kleine
Unannehmlichkeiten zwischen Verwandten kennen, die ich vorher in Braunschweig nie
gekannt oder geahndet hatte, und als mein Bruder nach meiner Rückkehr nach Berlin im
folgenden Winter starb, und nach seinem Tode seine Witwe und Kinder sich
zerstreuten, so gab ich dem Wunsch, den ich lange genährt hatte, einmal in späteren
Jahren nach Braunschweig zu ziehen, ganz auf und betrachtete eigentlich erst von der
Zeit an Berlin als die Stadt, in der ich meine Tage beschließen würde. Mein Unterricht
bei dem Kronprinzen und dem Prinzen Wilhelm, Sohn des Königs, dauerte diesen
Winter noch fort. Prinz Friedrich, Neffe des Königs, der sich im Januar 1818 mit der
Prinzeß Louise von Anhalt-Bernburg vermählt und seitdem keinen Unterricht mehr
genommen hatte, fing in Gesellschaft der Prinzeß wieder an, bei mir zu zeichnen, und
da der Prinz bald durch Militär-Geschäfte, Reisen und dergl. verhindert wurde, das
Zeichnen fortzusetzen - auch der Kronprinz und Prinz Wilhelm es auch so vieler
anderer Geschäfte wegen aufgeben mußten -, so blieb von der Zeit an die Prinzeß meine
letzte und einzige Schülerin, und da ich so glücklich war, mir das Wohlwollen Ihrer
Königl. Hoheit zu erwerben und sie das Zeichnen in Sepia mit großem Eifer betrieb, so
widmete ich ihrem Unterricht sehr gern einen bedeutenden Teil meiner Zeit, über die
ich jetzt mehr disponieren konnte, und malte in der mir übrig [Seite 15v] bleibenden
Portraits fürs Publikum und gute Freunde teils in Miniatur, teils in Sepia. In dieser Zeit
erhielt ich auch den mir so unschätzbaren Beweis, daß meine Portraits nicht ohne
Verdienst waren, dadurch, daß mehrere der vorzüglichsten Künstler Berlins sich
freiwillig erboten, mir zu sitzen, um ihre Portraits für den Künstlerverein von mir
zeichnen zu lassen. Ein anhaltender Husten, der mich, durch unmäßiges Tabakrauchen
gereizt, schon seit mehreren Jahren immer im Winter sehr inkommodierte und in diesem
Winter soviel heftiger mir Brustschmerzen erregte, ließ mich ärztliche Hilfe suchen, da
aber der Arzt, selbst Tabakraucher, mir den Tabak nicht verbot, sondern im Gegenteile
als lösend empfahl, so rauchte ich, ob ich gleich fühlte, daß ich stärker danach hustete,
dennoch fort, bis im Februar 1820 ein bedeutender Blutauswurf erfolgt, der mich zwar
für einige Zeit für mein Leben etwas besorgt machte, aber mir nachher die große
Wohltat erwies, daß ich für die folgenden Jahre meines Lebens von der nicht genug zu
verwünschenden Gewohnheit des Tabakrauchens befreit war, nie wieder
Brustschmerzen oder Husten bekam und noch das Glück genoß, eine mehrjährige
bedeutende Harthörigkeit los zu werden, die mich von dem Tage an verließ, an dem ich
zuerst nicht mehr rauchte, doch vergingen mehrere Monate, in denen ich noch [Seite
16r] immer für meine Brust fürchtete. Ich mußte Egerbrunnen trinken und
hypochondrische Einbildungen, durch den Müßiggang bei der Brunnenkur genährt,
machten diese Zeit zu einer der unangenehmsten meines Lebens. Die Prinzeß Friedrich,
die ihrer Entbindung entgegensah, hatte schon seit mehreren Monaten nicht mehr
gezeichnet und viel an Unpäßlichkeiten gelitten. Nach mehreren Tagen, in denen sie in
großer Lebensgefahr schwebte, war zwar Prinz Alexander glücklich geboren, aber die
Prinzeß hatte sehr gelitten, und nach den Wochen blieb eine Geistesschwäche zurück,
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die, da man fürchtete, daß sie bleibend werde und vielleicht Erbteil von ihrer
unglücklichen Mutter sein könnte, die königliche Familie sehr besorgt machte. Die
ersten Ärzte Berlins wandten alle ihre Kunst an, und da damals der Geheimrat Horn, der
lange erster Arzt in der Charité gewesen war und sich große Erfahrungen bei
Gemütskrankheiten erworben hatte, eben anfing als praktizierender Arzt im Publikum
Aufsehen zu machen und die Eifersucht seiner Kollegen zu erringen, so schlugen ihn
diese, die seine etwas rigorose Behandlung der Gemütskranken kannten, selbst zum
Arzte der Prinzeß vor, vielleicht in der Erwartung, seinen wachsenden Ruf an dieser
gefährlichen Klippe scheitern zu sehen. Auf Horns Anordnung wurde ein niedliches
Landhaus in dem eine Stunde [Seite 16v] vom Frankfurter Tor liegenden Dorfe
Lichtenberg für sie angemietet, wo sie vom Königlichen Hofe, ihrem eigenen Hofstaate
und allen ihren vorigen Umgebungen ganz isoliert, ganz seiner Behandlung überlassen
werden sollte. Einige ihrer vorigen Lehrer, der verstorbene Lauske und ich, für Musik
und Zeichnen, und ein neuer Lehrer für Verstandesübungen, Aufsätze machen und
dergl. wurden für Lichtenberg engagiert und vom Geh. Rat Horn mit eigenen
Instruktionen für diesen Unterricht versehen, der vorzüglich darauf berechnet war,
durch beständige Anstrengung und Tätigkeit die Prinzeß zu beschäftigen, und wenn
vielleicht Erschlaffung einträte, sie (wie strenge Lehrer bei Kindern zu tun pflegen)
durch ernstes Zureden zum Fleiße anzuhalten. Ich war damals selbst leidend und nahm
diesen Antrag, den ich in meinen Verhältnissen durchaus nicht ablehnen konnte, nur mit
großem Widerstreben an. Ich hatte unter sehr günstigen Umständen Ihrer Königl.
Hoheit, die als Liebhaberin und ganz selbständige dann bloß zu ihrer angenehmen
Unterhaltung das Zeichnen trieb, bei dieser Beschäftigung Beistand geleistet. Mein Rat
wurde von ihr gern angenommen, wenn er mit ihrem Geschmacke übereinstimmte. War
das nicht der Fall, so verstand es sich von selbst, daß ich mich gern nach ihren
Wünschen fügte und den vorzüglichsten Zweck dieses Unterrichts, ihr Vergnügen bei
dieser Beschäftigung [Seite 17r] zu fördern, zu erfüllen suchte. Was mußte es nun, nach
meiner Ansicht, auf die Dame, noch dazu bei einer Gemütskrankheit, für einen
nachteiligen Eindruck machen, wenn sie denselben Lehrer, der sie noch vor kurzem mit
dem Bestreben, ganz ihren Wünschen gemäß ihr seine Dienste zu leisten, mit
Wohlwollen gegen ihn vor sich erscheinen zu sehen gewohnt war, nun mit einem Male
in einen Schulmeister und Plagegeist verwandelt vor sich sah? Nach Lichtenberg sollte
der Prinzeß niemand von den Personen ihrer früheren Umgebung, die ich alle kannte
und mit denen ich in angenehmem Verhältnis stand, folgen. Von neuen, mir ganz
fremden Personen, von denen man mir zwei bejahrte Damen als sehr strenge
Vollzieherinnen der königlichen und ärztlichen Vorschriften geschildert hatte, umgeben,
sollte ich die unglückliche Fürstin dort wiedersehen und selbst, wie ich fürchtete, nicht
zu ihrer Aufheiterung, sondern wahrscheinlich gar zur Vermehrung ihrer
Unannehmlichkeiten mitwirken müssen. Von diesen Vorstellungen geplagt, nahm ich
mir jetzt vor, gleich bei meinem ersten Erscheinen in Lichtenberg frei zu erklären, daß
die von Geh. Rat Horn erhaltenen Instruktionen von mir nach meinen vorig.
Verhältnissen zur Prinzeß nach meiner vollsten Überzeugung nicht, ohne die
unangenehmste Wirkung auf Ihre Kgl. Hoheit hervorzubringen, befolgt werden könnten
und daß jeder andere der Prinzeß vorher unbekannte Lehrer die Horn'schen Vorschriften
[Seite 17v] mit viel wenigeren Nachteilen würde befolgen können. Ich hoffte, nach
dieser Erklärung für untauglich gehalten und meinem Wunsche gemäß von diesem
Unterricht entbunden zu werden. Doch der Erfolg war anders. Fräulein von
Bischofswerder, eine Dame, die früher Hofdame bei der verwitweten Königin Mutter
gewesen war und die den König und alle seine Geschäfte in früher Jugend gekannt und
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die jüngeren [Prinzen] hatte aufwachsen sehen und nicht unbedeutenden Einfluß auf
ihre Erziehung gehabt hatte, auch nachher nach dem Tode der Witwe Königin, der
Erziehung einer sehr liebenswürdigen Nichte sich widmend, die die liebste Gespielin
der Kinder des jetzigen Königs war, immer von den königlichen Kindern, die sie wie
eine Mutter liebten, umgeben, sehr wohltätig auf ihre Bildung gewirkt hatte, von der
allverehrten Königin als Freundin und der ganzen königlichen Familie wie eines ihrer
geliebtesten Mitglieder immer geehrt und geliebt in allen oft so schwierigen
Familienverhältnissen von jeher die unentbehrlichste bewährte Ratgeberin aller, eine
Dame, die mit der seltensten Geistesstärke und männlichen Festigkeit die
liebenswürdigsten Eigenschaften ihres Geschlechts verband, eine Menschenkennerin,
wie ich sie nie ähnlich sah, kurz, eine Dame, wie sie nicht leicht ein anderer Hof
aufzuweisen haben wird, war von S. Majestät dem Könige ausersehen, [Seite 18r] in
dem, nach Horns Anordnung von Berlin ganz abgesonderten Lichtenberg, wo niemand
weder vom Hofe noch der Stadt, und selbst der kleine Prinz mit seiner Amme nur selten
hinkommen durfte, die Leitung des Ganzen, die Behandlung der Prinzeß, die Wahl ihrer
Umgebung, die Anwendung der ärztlichen Vorschriften u. s. w. mit unumschränkter
Vollmacht zu übernehmen, ganz nach ihrem Gutbefinden zu walten und zu handeln, und
nur der höchsten Person Sr. Majestät allein darüber Rechenschaft zu geben. Eine
gleichfalls sehr achtungswerte bejahrte Dame, Fräulein von Motz, die das Geschäft
eines Hofmarschalls übernahm und die Mutter des als junger Gelehrter damals
Aufsehen erregenden, jetzigen Professors in Halle, Karl Witte, eine sehr gebildete
achtungswerte, höchst liebenswürdige Frau (damals, als ihr Mann und Sohn auf Reisen
waren, von anderen Verhältnissen frei), die zur Gesellschafterin und Vorleserin der
Prinzeß bestimmt war, machten ihre nächste Umgebung, und ein junger Arzt, zur
beständigen ärztlichen Aufsicht, auch zum Billiardspielen mit der Prinzeß von Geh. Rat
Horn angestellt, ein Kammerherr, ein Kammerdiener und ein paar Lakaien nebst
Kutscher und Reitknecht, den übrigen Hofstaat aus. Ich fuhr zum ersten Male am 8.
September 1820 in ungewisser Erwartung nicht ohne Besorgnis hinaus und erwartete
da, die Prinzeß [Seite 18v] als schwache Kranke, von mir unbekannten, sie in
beständiger Aufsicht haltenden Personen umgeben zu finden, und war sehr verwundert,
als ich, (da Fräulein von Motz noch nicht in Lichtenberg angekommen war), von ihrer
eigenen Oberhofmeisterin, der Generalin von Lestocq eingeführt, die Prinzeß zwar
etwas körperlich angegriffen, doch in ihrer ganzen vorigen Heiterkeit,
Liebenswürdigkeit und Güte mir entgegenkommen und mich als früher nicht
unwillkommenen alten bekannten Lehrer bewillkommnen sah. Noch mehr wunderte ich
mich, als ich mit ihr ganz allein gelassen, auch da nicht die mindeste Veränderung ihres
hellen Verstandes und aller ihrer Geisteskräfte wahrnahm, die nur auf die entfernteste
Art an Geistesschwäche oder Geisteskrankheit erinnert hätte, und so viel mehr noch die
Unmöglichkeit fühlend, auf irgendeine andere, als die vorige gewohnte Weise den
Unterricht bei ihr wieder anzufangen, gab ich ihn auf gewohnte Weise, unbekümmert,
der Vorschrift zuwider zu handeln, und doppelt in meinem Vorsatze bestärkt, meine
Einwendungen dagegen zu machen. So gestimmt fand ich das Fräulein von
Bischofswerder, gegen die ich, als eine mir so streng geschilderte Dame schon ein
Vorurteil hatte, im Garten, und sprach mit warmem Eifer und in großer Bewegung
meine Ansicht, meine [Seite 19r] Mißbilligung der erhaltenen Vorschriften und die
Unmöglichkeit aus, in meinen Verhältnissen sie zu befolgen, und erwartete nicht
anderes, als nach dieser Erklärung mit kurzen Worten für immer entlassen zu werden,
als zu meiner nicht geringen Verwunderung die Dame, die mich ohne Unterbrechung
angehört hatte, meine Hand ergriff und mir sagte, sie freue sich, in dieser Erklärung
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mich und meine Denkungsart kennenzulernen, ich solle nach meiner eigenen
Überzeugung, ohne mich um jemand zu kümmern, nach meiner gewohnten Weise den
Unterricht fortsetzen, und nur mit ihr allein deswegen zu verhandeln haben, und so war
ich mit Freude bereit, nach meinen besten Kräften dazu mitzuwirken, um der von mir so
hoch verehrten und geliebten Prinzeß Unterhaltung und für sie angenehme
Beschäftigung zu verschaffen. Ich habe weder damals noch nachher je eine Spur von
der Gemütskrankheit, um derentwillen alle diese Anordnungen gemacht waren, an ihr
bemerkt, und erstaunte über die bei einer so zartgebauten Dame angewandten Mittel,
die, wie ich glaubte, die stärksten Naturen hätte gewaltig erschüttern müssen, denn
selbst in dem sehr kalten Winter bekam sie oft (freilich langsam dazu gewöhnt) bei der
strengsten Kälte 16-18 Eimer eiskalte Übergüsse, und ohne des Fräuleins von [Seite
19v] Bischofswerder weise Anordnung und festen Willen, dem der so achtungswerte,
doch in Befolgung seiner Vorschriften oft so unbeugsame Geh. Rat Horn ohne
Widerrede sich fügen mußte und fügte, würde diese Kur, die so sehr zu seinem
nachherigen großen Rufe beitrug und ihm so reichlich belohnt wurde, vielleicht nicht so
ganz glücklich ausgefallen sein. Ich, der ich von jeher alle gewaltsamen Eingriffe der
Ärzte in die Natur detestierte, begreife noch nicht, wie die Kur hat glücklich ausfallen
können. Ich fuhr nachher alle Woche mehrere Male hinaus und zeichnete mit der
Prinzeß jedesmal mehrere Stunden, und ihr freundliches Wohlwollen und die
Zuneigung ihrer Damen (welche bei der Doktorin Witte bald herzliche Freundschaft
wurde, die noch heute, durch Briefwechsel fortgesetzt, noch eben so warm ist) und die
so sehr interessante Unterhaltung während dem Zeichnen machten mir diese Vormittage
sehr bald zu den angenehmsten und ließen mich ganz die Zeit verschmerzen, die mir bei
den kurzen Tagen mit dem Hin- und Zurückfahren verloren ging. Daß ich Fräulein von
Bischofswerder kennenlernte, hatte auf mein ganzes Leben bedeutenden Einfluß. Wenn
ich manchmal lange Zeit kaum andere, als Menschen gesehen hatte, für welche ich und
die für mich wenig Interesse hatten, und diese Gleichgültigkeit [Seite 20r] manchmal
anfangen wollte, mich gegen meinen eigenen Wert mißtrauisch zu machen, so dachte
ich mit Stolz daran zurück, daß Fräulein von Bischofswerder mir wohl gewollt, und mir
so viele Beweise ihres unverkennbaren Zutrauens gegeben hatte. Öfterer
Unpäßlichkeiten wegen war sie manchmal mehrere Tage und Wochen in der Stadt. Ich
wurde dann von der Prinzeß und von ihr sehr oft mit Aufträgen und gegenseitigen
Bestellungen beehrt, und lernte bei der Gelegenheit den Wert der Stadtgespräche
kennen, deren Gegenstand damals gewöhnlich die Krankheit der Prinzeß Friedrich war.
Ich erstaunte oft, wenn ich selbst in Häusern hoher Personen erzählen hörte, man könne
in Abwesenheit des Frl. v. Bischofswerder die Prinzeß in ihren heftigen Anfällen in
Lichtenberg nicht beruhigen und habe Boten über Boten geschickt, Frl. v.
Bischofswerder zu Hilfe zu rufen, wenn ich an demselben Tage selbst der Bote gewesen
war und das Frl. v. Bischofswerder im Namen der Prinzeß, die sich völlig gesund
befand, gebeten hatte, sich ja nicht zu beunruhigen und ihre Genesung in Berlin ruhig
abzuwarten, weil in Lichtenberg alles vortrefflich stehe. Die Gesundheit der Prinzeß
war, kleine Unpäßlichkeiten, Kopfschmerz und dergl. abgerechnet, immer gut, sie
beschäftigte sich mit Musik, Zeichnen, Schreiben und Lesen, ging und ritt bei schönem
Wetter spazieren und spielte an [Seite 20v] schlechten Tagen zu ihrer körperlichen
Bewegung Billiard. Die Sturzbäder wurden ununterbrochen fortgesetzt. Im Frühjahr
1821 nahm sie wieder einzelne Besuche in Lichtenberg an, auch besuchte sie manchmal
das Schauspiel in Berlin. Im Sommer sollten Seebäder die Kur beschließen, und ich war
der einzige Lehrer, der sie im Juli nach Putbus begleiten mußte. Mir war diese Reise
nicht unwillkommen. Meine Gesundheit war wieder gut, und ein Wunsch, den ich
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längst gehegt hatte, einmal die Ostsee zu sehen, wurde erfüllt. Ich reiste am 30ten Juni
in der Droschke der Prinzeß mit ihren Pferden und Wagen in kurzen Tagesreisen
voraus, war am 4ten Juli bei abwechselndem guten Wetter in Stralsund und sah die
Ostsee, die ich so lange zu sehen gewünscht hatte. Am folgenden Morgen, als ich am
Hafen die Fähren erwartete, die die beiden Wagen der Prinzeß und ihre fünf Pferde
übersetzen sollten, war das Wetter trübe, aber doch windstill, und die See ruhig,
obgleich die Seemöwen, diese Sturmprofeten, sehr schrieen. Die Fähren kamen ,und, da
ich glaubte, daß sie weniger schwanken würden als das kleine Boot, womit ich fahren
sollte, so stieg ich mit in die eine Fähre, und wir fuhren ab. Kaum waren wir aber etwa
100 Schritte weit in die See gefahren, so wurde es dunkel und der Wind fing an zu
blasen, die See fing an, Wellen zu schlagen, und da ich auf der breiten Fähre nicht
gleich Bewegung [Seite 21r] spürte, so amüsierte mich der weiße Schaum auf den
dunklen Wellen, und der bei dem dunklen Wetter schauerliche Anblick der See. Aber
bald fing meine Fähre an zu schwanken, der Wagen rollte hin und her und die Räder
waren ein paar mal schon hoch auf dem Borde in Begriff, in die See zu stürzen, die
ausgespannten Pferde wurden unruhig, stampften, stürzten und sprangen wieder auf und
konnten nur mit Mühe gehalten werden, daß sie nicht über Bord sprangen, jeder mußte
Hand anlegen, sich gegen den Wagen und den Bord stämmen, um den Wagen zu halten,
und das Brausen der See und des Windes, das Rollen des Wagens und das donnernde
Getöse der stürzenden und aufspringenden Pferde machten ein Konzert, daß einem
Hören und Sehen verging, und ich, als der Windstoß etwas nachließ und wir glücklich
bei der neuen Fähre auf Rügen gelandet waren, mich glücklich pries, wieder auf festem
Boden zu stehen und kaum Lust hatte, wieder mit der See in nähere Berührung zu
kommen, die mich doch nachher für diese erste Unannehmlichkeit reichlich entschädigt
hat. Um Mittag war ich in Putbus, wo es noch von Badegästen ziemlich leer war, und
erwartete meine Prinzeß, die mit ihrer Begleitung am folgenden Abend glücklich
ankam. Die Seebäder nahm sie des Morgens. Von 9 - 11 Uhr zeichnete sie gewöhnlich,
und ich war bei ihr. Das Wetter war auch jetzt, wie bisher [Seite 21v] fast den ganzen
Sommer abwechselnd kalt, stürmisch und unfreundlich, und ich machte, da ich meine
Zeit doch nicht immer, wie meine Absicht war, zum Genusse der schönen Natur
anwenden konnte, von Langeweile getrieben ein paar Portraits von Bekannten, die mit
mir im Logierhause wohnten, welche so vielen Beifall bei den Fürsten und den
Badegästen fanden, daß ich wider meinen Willen, wirklich gezwungen, mich zur
Verfertigung mehrerer Portraits engagieren mußte, welches den Nachteil für mich hatte,
daß ich durch sie verhindert wurde, nachher bei schönem Wetter einige der schönsten
Partien der Insel zu besuchen. Doch den Sagard, die Stubbenkammer, die Granitz und
die Hünengräber bei Krakow habe ich bei dem schönsten Wetter gesehen, nach der Insel
Vilm eine sehr angenehme Wasserfahrt und Rückkehr im Mondenschein gemacht,
deren Erinnerung mich noch entzückt, auch nicht widerstehen können, kleine
Beschreibungen davon zu machen, und der Aufenthalt auf der Insel ist für mich auch
überhaupt sehr genußreich gewesen. Ich machte dort manche mir sehr angenehme neue
Bekanntschaft, und nahm an den geselligen Vergnügungen mehr teil, als seit langer Zeit
in Berlin, sogar bei den Bällen im großen Speisesaale war ich zugegen, und sah dem
Tanzen bis spät in die Nacht mit Vergnügen zu. Am Ende Augusts verließ ich Putbus
wieder und fuhr [Seite 22r] diesmal im Boote glücklich bei hellem Wetter nach
Stralsund über, und freute mich der schönen Ansicht der Stadt von der Seeseite, die ich
bei der Herfahrt gar nicht bemerkt hatte. Über Ivenack, wo ich das Gestüt besah, Strelitz
und Fürstenberg kehrte ich dann nach Berlin zurück, gab der Prinzeß noch bis zu ihrer
Abreise nach Düsseldorf, dem 27. Sept. in Lichtenberg Unterricht, und freute mich, sie
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nach der glücklich beendeten Kur in so gesundem Zustand zu sehen und ihr beim
Abschiede Glück dazu wünschen zu können. Mehrere Jahre hatte ich mich schon beim
Miniaturmalen starker Vergrößerungsgläser bedienen müssen, in diesem Herbste 1821
fing ich zuerst an, auch beim gewöhnlichen Zeichnen eine Brille zu gebrauchen. Ich
arbeitete von jetzt an weniger in Miniatur, zeichnete in etwas bedeutenderer Größe mehr
Portraits nach der Natur in Sepia auf stark geleimtes und geglättetes Pergamentpapier
(bristol paper) und da es mir oft an Sitzenden fehlte und ich die vortrefflichen Büsten
von Rauch und Tieck so sehr ähnlich fand, so zeichnete ich viel danach und sah, da mir
nur wenige davon ganz nach Wunsche gerieten, wie schwierig diese Arbeit ist und
welch neue nützliche Übung sie für angehende Portraitmaler sein muß. Im August 1822
machte ich in Gesellschaft einiger mir bekannter Damen noch einmal die Reise über
Meißen nach Dresden. Ich hielt mich diesmal länger dort auf, [Seite 22v] als je vorher,
besuchte auch Tharant, die schönen Partien an der Elbe, Fintladers, Burg u. s. w. und
machte auch zum ersten Male die Reise durch die sog. Sächsische Schweiz über
Pillnitz, Liebenwalde, die Bastei Schandau bis zum Prebischtor, und jenseits der Elbe
über Königstein und Pirna zurück. Das Wetter begünstigte mich auf dieser Reise, und
wenn manche der schönsten Partien mich nicht ganz so entzückten, wie sie sonst wohl
getan hätten, so war meine Reisegesellschaft vielleicht Schuld daran, mit der ich nicht
ganz harmonierte., welches zu manchen Verstimmungen Anlaß gab. Bei den öfteren
Besuchen der Bildergalerien fühlte ich mit Schmerz, daß das Miniaturmalen, welches
ich jetzt auch aufgeben mußte, doch nur mit dem Ölmalen verglichen ein sehr
untergeordneter Zweig der Kunst war, bedauerte, mein ganzes Leben mit dieser
mühsamen Arbeit und dem Tuschzeichnen verloren zu haben und faßte den kühnen
Entschluß, noch in meinem 56. Jahre zu versuchen, ob ich noch ein erträgliches Portrait
in Öl zu malen lernen könnte, welches auch nach meiner Rückkehr nach Berlin im
September 1822 ausgeführt wurde. Ich wandte meine ganze Zeit zum Ölmalen an,
machte die ersten Versuche in einer Farbe, und da die Behandlung der Ölfarben, die ich
mir schwieriger gedacht hatte, vor dem Miniaturmalen manche Bequemlichkeit in der
[Seite 23r] Behandlung darbot, so stieg mein Eifer für diese neue Beschäftigung aufs
höchste, und ich war von der Hoffnung, noch etwas Gutes in diesem Fache zu leisten,
ganz erfüllt. Ich ließ meine ersten Arbeiten niemand sehen und, da sie mir selbst wohl
gefielen, so erwartete ich noch großen Beifall damit zu ernten. Leider hieß es auch bei
mir, "du hast gehofft, dein Lohn ist abgetragen", denn als ich meine Produkte endlich
meinen Bekannten und Zunftgenossen zeigte, nahm man sie sehr gleichgültig auf und
machte die Bemerkung, daß man gleich den Miniaturmaler darin erkenne. Dies schlug
meinen Mut etwas nieder, der je länger ich arbeitete, immer mehr sank bis ich endlich
zu der Überzeugung kam, daß mein Auge zu richtiger Beurteilung und Wahl der Farben
durchaus nicht tauge, und meine Zeichnungen in einer Farbe immer meine besten
Arbeiten bleiben würden. Da jedoch meine Zeichnungen in Sepia trotz der Brille doch
immer unsauberer wurden, welches besonders den Beifall der Frauen geringer machte,
und ich die traurige Erfahrung leider zu spät machte, daß die Sepia dem Ausblassen
unterworfen sei, da manche Arbeiten aus meiner letzten Zeit (große sehr ausgeführte
Zeichnungen nach Gemälden, die ich noch mit einem Zusatze von Bister [Seite 23v]
gearbeitet hatte, in königlichen und prinzlichen Zimmern vielleicht der Sonne
ausgesetzt gewesen), ganz verdorben waren, so arbeitete ich mit weniger Lust in dieser
Farbe, und da ich doch beim Arbeiten nach der Natur darin die mehrste Übung erlangt
hatte, und ich beim Ölmalen nach der Natur mehrere Sitzungen brauchte, auch beim
öfteren Übermalen die Ähnlichkeit, die schnell aufgefaßt fein wirkt, gewöhnlich
verdarb, so arbeitete ich meine Portraits nach der Natur wieder in Sepia, kopierte, da ich
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im Kopieren geübt war, die gelungeneren in Öl, und retuschierte diese Ölkopien
gewöhnlich nach der Natur, wo ich dann auch das Kolorit möglichst zu berichtigen
suchte und habe seit der Zeit eine Menge Portraits (aber nicht mehr fürs Publikum,
sondern bloß zur eigenen Unterhaltung und für gute Freunde) in dieser Manier ans Licht
gefördert, von denen die nach der Natur in Sepia gezeichneten Originale doch
gewöhnlich vor den Kopien in Öl trotz allem Retuschieren an Kunstwert und
Ähnlichkeit den Vorzug haben. Mit jedem Jahre mußte ich in größerem Maßstabe
arbeiten, da Auge und Hand dazu zwangen, doch hat mir nie ein Portrait, welches die
halbe Naturgröße überstieg, gelingen wollen. Gern hätte ich nach guten Vorbildern
mehr in Öl kopiert, aber ich konnte keine guten Bilder geliehen [Seite 24r] bekommen,
und in meinen Jahren war es mir teils zu beschwerlich, noch auf der Bildergalerie zu
arbeiten, teils fürchtete ich, als so bejahrter Anfänger die Urteile der dort arbeitenden
jüngeren Künstler. So habe ich nur wenige Portraits nach [Caspar] Netscher, [Balthasar]
Denner, [Gerhard von] Kügelchen und [Carl von] (1788-1856) in Öl kopiert, und die
Farbmischung, die ich dabei ausprobiert hatte, nachher bei meinen Arbeiten angewandt.
Den guten Rat mancher meiner Zunftgenossen nutzte ich gern, doch verstimmten mich
ihre Urteile oft, weil ich dadurch mich überzeugte, daß mein Auge die Farben falsch
sähe, und ich im Kolorieren nichts Gutes zu leisten im Stande sein würde. Ich muß mich
damit trösten, daß meine Portraits nach der Natur ähnlich gefunden wurden und als
Zeichnungen einiges Verdienst hatten, wovon mir zum Beweise diente, daß Gottfried
Schadow mir gesessen hat. Ich hatte selten Ursache, über Unzufriedenheit des
Publikums mit meinen Arbeiten zu klagen, und kannte keine größere Belohnung, als
wenn manchmal Gatten oder Verlobte über ein von mir gemaltes Portrait einer ihnen
werten Person so große Freude bezeugten. Flicht mir auch die Nachwelt keine Kränze,
so habe ich dank meiner Kunst doch die Gegenwart genossen, denn wie viele liebe
Freunde habe ich beim Portraitieren kennen gelernt, und mir durch meine Arbeiten
[Seite 24v] ihre Freundschaft erworben, also will ich zufrieden sein. - Das Jahr 1823
brachte ich mit Ölmalen, teils mit Kopieren nach anderen Bildern, teils Versuchen, nach
der Natur zu malen, welches ich noch zu lernen hoffte, zu. - Da ich Berlin jetzt als den
Ort betrachtete, der bis zu meinem Ende mein Aufenthalt sein würde, so ließ ich meine
freundliche Wohnung unter den Linden [3a] (vgl. http://adressbuecher.genealogy.net/
entry/search, gelesen am 9.11.2011) 31, nahe am Brandenburger Tore, die ich schon fast
20 Jahre bewohnte, mir bequemer einrichten, möblierte sie neu und fing an, manche der
mir so werten Familien, in denen ich so viele Freundschaft genossen hatte, manchmal
bei mir zu versammeln, und bei einem geselligen Tee den Abend mit ihnen
zuzubringen, und freute mich darüber, daß man gern zu mir kam und meine kleinen
Gesellschaften goutierte, obgleich bei einem einzelnen Manne, der keine eigene
Ökonomie hatte, an keine große Bewirtung zu denken war. So suchte ich mir mein
Leben in Berlin immer angenehmer zu machen. Im Herbste, als der Kronprinz sich
vermählte, kam die Prinzeß Friedrich von Düsseldorf wieder nach Berlin, und ich
zeichnete mit ihr und für sie wieder bis Juni 1824 viel in Sepia, und setzte dabei das
Ölmalen fort. Um diese Zeit überraschte mich der Besuch meines alten, werten
Jugendfreunds, des Professors Anton Leiste aus Wolfenbüttel, [Seite 25r] der mehrere
Tage in Berlin blieb und mit dem ich auch Potsdam und seine Herrlichkeiten besuchte.
Dieser Besuch, der mir sehr erfreulich war, weckte in mir das Verlangen, meine
Vaterstadt und Verwandte, die ich seit 5 Jahren nicht mehr gesehen hatte, vor meinem
Hinscheiden noch einmal wiederzusehen, und, da der Professor Kretschmar, der auch
31
Berliner Adressbücher der Jahre 1822-1825 weisen Heusinger "Unter den Linden 3a" nach.
27
2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
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Braunschweiger war, in diesem Sommer die Reise dahin machen wollte, so entschloß
ich mich, in seiner Gesellschaft die Reise mitzumachen, meine Verwandten,
Jugendfreunde und die vaterländische Gegend noch einmal wiederzusehen und dann für
immer Abschied von ihnen zu nehmen. Im Juli reisten wir ab, und ich kam am 3ten bei
meiner guten Schwester in Königslutter an, bei der ich auch meine alte 70jährige fast
blinde Halbschwester Louise fand, die seit dem Tode meines Bruders und seiner Frau
bei der Schwester wohnte.
Der Verlust geliebter Personen macht niemanden Übrigbleibenden um so viel werter,
das fühlte ich auch bei diesem Wiedersehen, und ich war bei ihnen mehrere Tage sehr
glücklich. Auch in Braunschweig fand ich freundliche Aufnahme bei Neffen und
Nichte, die verheiratet waren, und wollte nun noch nach meiner lieben Vaterstadt
Wolfenbüttel, meine alten Jugendfreunde wiederzutreffen, und noch einmal durch den
[Seite 25v] Anblick dessen, was nach Abtragung der Wälle dort noch vom vorigen
übrig war, die Erinnerung an vorige Zeiten zu wecken. Ich wollte einen schönen Tag zu
dieser Reise wählen, und verschob sie daher von einem Tage zum andern. Wie so
sonderbar oft Glück und Zufall über unser Schicksal bestimmen! - Ich hatte noch nahe
Verwandte in der Höhe von Braunschweig, die seit vielen Jahren mir durch Familien
Verhältnisse beinahe ganz entfremdet waren. Meine geliebteste Schwester 32 war an den
Superintendenten Hille 33 in Veltheim verheiratet gewesen, hatte ihm eine Tochter und
einen Sohn 34 geboren und war bei dieser letzten Entbindung schon im Jahre 1803
gestorben. Mein Schwager hatte sich wieder verheiratet und von der zweiten Frau 35
wieder eine Tochter und einen Sohn erhalten. Seit dieser zweiten Verheiratung war
seine Verbindung mit den braunschweigischen Verwandten wie es in Familien
Verhältnissen oft vorkommt, weniger eng gewesen und wenn ich von Berlin zu Besuch
in Braunschweig war, sah ich die Kinder meiner Schwester dort nie und mußte die
Reise nach Sikte machen, (wo Hille damals Prediger war), wo ich, da mich die Kinder
wenig kannten, und mein Schwager, den ich sonst herzlich liebte, wegen vermeinter
Vernachlässigung von meiner Seite, (da ich mich mehr zu meines Bruders Familie
gezogen fühlte) [Seite 26r] etwas empfindlich war, mir nicht ganz gefiel, und ich war
seit vielen Jahren nicht mehr dort gewesen. Auch bei dieser letzten Reise dachte ich
nicht daran, noch einmal hinzufahren, wenn der Zufall es nicht anders gefügt hätte, denn
gerade der Tag, an dem ich nach Wolfenbüttel fuhr, mußte derselbe sein, an dem mein
guter alter Schwager, der noch in seinem 70sten Jahre die bessere Pfarre in Süpplingen
erhielt, in Wolfenbüttel sich dem Konsistorium vorstellen und dort am folgenden Tag in
der Hauptkirche predigen mußte. Es war ein schöner warmer Tag, ich machte in
Wolfenbüttel einen Besuch, und das Wiedersehen alter Freunde und der bekannten
Straßen der Stadt, in der ich geboren war, hatte schon meine Empfindung aufgeregt, als
ich bei der schönen alten Stadtkirche vorübergehend die Tür offen fand. Ich hatte das
Innere seit meinen Kinderjahren nicht wiedergesehen und ich trat aus dem warmen
Sonnenschein in dies kühle Heiligtum ein. Die Kirche war ganz leer, ich sah den Altar,
vor dem ich konfirmiert war, die Kanzel, wo der alte ehrwürdige Knittel (Vater des
nachherigen Abts) vor der alten Herzogin Philippine Charlotte sonst predigte, den Stuhl
32
Vgl. Kapitel 4 Werkverzeichnis B19 und B20 Sophie Magdalene Johanne Hille geb. Heusinger.
33
Vgl. Kapitel 4 Werkverzeichnis B18 Johann Friedrich Konrad Hille.
34
Vgl. Kapitel 4 Werkverzeichnis B21 Wilhelm Hille.
35
Vgl. Kapitel 4 Werkverzeichnis B17 Charlotte Dorothee Hille geb. Stegmann.
28
2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
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meiner Mutter und den Stuhl auf dem Chore, nach dem ich als Knabe nach einem
Gegenstande meiner damaligen Verehrung so gern hinblickte, wieder und fand alles
[Seite 26v] so, als ob ich es gestern verlassen hätte. Ich glaubte, alle Personen müßten
noch da sein, die ich vor mehr als 40 Jahren da zu sehen gewohnt war. Wunderbare
Gefühle bewegten mich, und tausend Erinnerungen aus froher Kinderzeit drängten sich
bei mir zusammen. Mit Mühe riß ich mich los und trat auf den Kirchhof. Ein Prediger in
vollem Ornat kam daher, und, ihn respektvoll grüßend, erkannte ich in ihm meinen
geliebten, seit so langer Zeit nicht wiedergesehenen Schwager Hille. Auch er war
freudig überrascht, und er führte mich über den Kirchhof zur Seitenpforte des Hofes
seines altehrwürdigen Schwiegervaters, meines ehemaligen Lehrers, des 80jährigen
Komtors Stegmann, in dessen Hause ich mit seinem längst begrabenen Sohne Christian,
der mein liebster Jugendgespiele war, meine glücklichsten Stunden verlebt hatte. Zu
derselben Pforte eintretend, durch die ich vor 45 Jahren einging, fand ich die beiden
Kinder meiner verstorbenen Schwester [Sophie Magdalena Johanna, 1763-1803],
Minna und Wilhelm, von denen mir Wilhelm fast ganz unbekannt war, beide
erwachsen, zu meiner freudigen Überraschung und, in ihren Zügen meine so herzlich
geliebte Schwester Sophie wiedererkennend, umarmte ich sie aufs herzlichste, vielleicht
in demselben Augenblick schon mit dem Wunsche, mich nicht wieder von ihnen zu
trennen. Nach einigen Stunden frohen Zusammenseins, in denen die [Seite 27r]
entschlummerte Verwandtenliebe mit erneuter doppelter Stärke erwacht war, trennte ich
mich von ihnen mit dem Versprechen, sie in Sikte wiederzusehen, und so kehrte ich mit
ganz anderen Gefühlen und Plänen, als ich hergebracht hatte, nach Braunschweig
zurück. Ich machte noch die Reise zu meiner an den Münzmeister Brüel in Hannover
verheirateten Bruderstochter [Auguste Elisabeth, 1790-1848], deren Wiedersehen mir
auch große Freude machte, und fuhr dann von Braunschweig nach Sikte. Dort fand ich
außer meiner Schwester Kindern auch meines Schwagers jüngste Tochter Mathilde, die
ich da zum ersten Male sah, ein Mädchen von sehr heiterem Temperamente, deren
Schönheit damals und nicht mit Unrecht ordentlich Aufsehen machte. Auch mich
überraschte ihr Anblick, und ich freute mich der neuen Nichte, der ich als Maler und
Onkel noch so manche frohe Stunde verdanken sollte. Ich war den Tag da sehr froh und
nahm meine Nichte Minna mit nach Königslutter zu meinen Schwestern [Sophia
Friederike Krukenberg, 1761-10.10.1833, und Anna Louise, 1754-1834], wo ich
mancherlei Projekte machte und den Entschluß faßte, wenn es sich irgend ausführen
ließe, nach Braunschweig zu ziehen. Mein Neffe, der Professor Heusinger, bewohnte in
Braunschweig ein eigenes Haus, welches er für 3000 Taler gekauft hatte. Ein viel
kleineres Haus hatte für mich und meine Bedürfnisse Raum genug, und über ein paar
tausend Taler [Seite 27v] konnte ich disponieren. Mein Unterricht bei dem Kronprinzen
und den anderen königlichen Prinzen hatte aufgehört, sie hatten mir alle, als Beweis
ihres großen Wohlwollens, mein ganzes Gehalt als Pension gelassen, und es fragte sich
nur, ob sie erlauben würden, diese Pension im Auslande zu verzehren. Als Künstler
hatte ich meine Rolle in Berlin ganz ausgespielt, denn mit meinem Ölmalen konnte ich
in Berlin nicht mehr auftreten, und meine Sepia Portraits, die für den Geschmack des
Publikums überhaupt nicht paßten, wurden immer unsauberer, und seit F. mit seinen
Schwarzkreideportraits so gerechten Beifall fand, wagte ich es nicht mehr, eins zu
produzieren. Dies waren die Betrachtungen, die ich in Königslutter anstellte und mit
denen ich nach Berlin zurückkehrte. Als meine Prinzen im Herbste von ihren Reisen
zurückkamen, gaben sie mir gern ihre freundliche Erlaubnis, nach Braunschweig zu
ziehen. Dieselbe erhielt ich vom Prinzen Heinrich aus Rom, und es fragte sich nur, ob
die Prinzeß Friedrich, die den Winter nach Berlin zurückkam und mir schon mehrere
29
2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
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Male den Vorschlag gemacht hatte, ihr nach Düsseldorf zu folgen, ihre Zustimmung
geben würde. Doch da die Prinzeß in Düsseldorf einen jüngeren Lehrer gefunden hatte,
der ihre immer sauberer werdenden Arbeiten [Seite 28r] nicht mehr, wie ich, durch
unsaubere Korrekturen verdarb, so sah sie auch, daß sie mich würde entbehren können,
und gab auch, wiewohl nicht ganz gern, ihre Erlaubnis. Nun schrieb ich nach
Braunschweig. - Mein gutes Glück wollte, daß am neuen Wege, einer der freundlichsten
Straßen Braunschweigs, ein kleines Haus, welches ganz für meine Bedürfnisse paßte,
für 2000 Taler feil war. Der Mann meiner Nichte [Anna Sophie Henriette, 1799-1856],
der jetzige Geh. Rat Schulz [Friedrich, 1795-1864], kaufte es für mich und ließ es im
Frühjahr ausbauen, daß ich es im nächsten Herbste beziehen konnte. Nun zeichnete ich
den Winter noch mit der Prinzeß, von der ich noch so viele Beweise ihres mir
unschätzbaren Wohlwollens erhielt, sah den Kronprinzen und die anderen Prinzen noch
öfter, malte in Öl, setzte meine Teegesellschaften fort, machte noch manche sehr
angenehme Bekanntschaft und lebte diesen Winter in Berlin geselliger als je vorher. Je
näher die Zeit meiner Abreise herankam, desto mehr lernte ich die Vorzüge Berlins
schätzen, wie einem gewöhnlich das werter wird, was man bald verlieren soll, und
arbeitete im Frühjahr noch fleißig an ein paar größeren Kopien in Öl, die ich noch
vollenden wollte. Im Juni reiste die Prinzeß ab, und ich erhielt auch beim Abschied die
Zusicherung meines Gehalts als Pension. [Seite 28v] Am Ende Juli packte ich meine
Habseligkeiten und Bilder zusammen und nahm Abschied von meinen Freunden, der
mir sehr schwer wurde, da ich noch nie so empfunden hatte, wie wert sie mir waren, wie
sie auch mich liebten und wie groß ihre Zahl war. Vom Kronprinzen und den übrigen
Prinzen, welche früher wegreisten, war ich mit den größten Beweisen ihres
Wohlwollens und ihrer Gnade entlassen, und so verließ ich am 26. Juli 1825 Berlin, wo
ich seit dem Juni 1787 gelebt, meine Künstlerlaufbahn begonnen und ihre gute Periode
beschlossen hatte, zwar mit schmerzlichen Gefühlen, doch mit der Überzeugung, daß,
da der Himmel mir, wie es schien, noch länger zu leben bestimmt hatte, als ich meine
Kunst mit Beifall ausüben konnte, das Leben in einer kleineren Stadt in
verwandtschaftlichen Verhältnissen einem alten Manne, der nicht mehr als Künstler
auftreten und an den tausend Kunstgenüssen, die Berlin darbot, den vorigen Anteil
nehmen konnte, mehr zusagen würde als Berlin, wo, wenn ich erst ganz an das Haus
gebannt und meine frohe Laune verschwunden war, ich mich vielleicht sehr verlassen
würde gefühlt haben. Mit dieser Beruhigung kam ich in Braunschweig an. Mein
Häuschen war noch nicht fertig, und ich hatte versprechen müssen, [Seite 29r] es vor
der völligen Vollendung nicht zu sehen, und logierte bei dem Manne meiner jüngsten
Brudertochter, dem damaligen Kammersekretär Schulz, der mir mein Häuschen
ausbauen ließ. Ich erwartete den Kronprinzen, der am 1. August in Braunschweig
eintreffen und mich da noch sprechen wollte. Abends 7 Uhr kam er an, und sein
freudiger Ausruf, als er mich erblickte, rührte mich sehr. Ich hatte die Ehre, ihn zu den
merkwürdigsten alten Gebäuden der Stadt, dem Schlosse und dem Museum, zu führen
(wo er noch bei Licht das berühmte Mantuanische Gefäß besah) und dann mit ihm und
seinem Adjudanten allein im Hotel d'Angleterre zu speisen. Von den vielen Stunden, in
denen es mir seit den Kinderjahren des Prinzen vergönnt war, um die Person Sr. Kgl.
Hoheit zu sein und die liebenswürdigen Eigenschaften dieses talentvollen und
geistreichen Herrn zu bewundern, waren diese letzten Abendstunden, in denen ich mich
seiner Gegenwart erfreute, die glücklichsten.
Ich hatte in dem letzten Jahre nicht mehr Gelegenheit gehabt, ihn so mit Muße zu
sprechen, und konnte für nun zu guter Letzt noch einmal so recht mein ganzes Herz vor
ihm ausschütten. Mit den - ich kann sagen - herzlichsten Beweisen des Wohlwollens
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2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
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und der Zuneigung entließ er mich, und mir war, als wäre mir Braunschweig von der
Stunde an, doppelt [Seite 29v] wert geworden, in der ich das Glück, den mir so teuren
Prinzen hier zu sehen, genossen hatte. Nun reiste ich zu meinen alten Schwestern nach
Königslutter, wo ich, da mein Schwager mit seiner Familie im vorigen Herbste nach
Süpplingen gezogen war, welches nur eine kleine Stunde von Königslutter entfernt ist,
meine Schwesterkinder oft bei mir sehen und sie wieder besuchen konnte. Hier in
Lutter, wo ich mich so oft der schönen Gegend und der herrlichen Täler und Aussichten
des Elms gefreut hatte, mit dem Bedauern, hier nicht immer leben zu können, machte
mich jetzt der Gedanke glücklich, daß in dieser Gegend nun künftig meine Heimat sein
würde, und ich genoß von nun an alle Jahre mehrere Monate hier alle Reize des
Landlebens, freute mich der Nähe so vieler gebildeter Freunde und ihres herzlichen
Umgangs und arbeitete in meinem nach Norden liegenden Kabinette (mit einer
reizenden Aussicht) mit großem Vergnügen Portraits nach der Natur, von unseren
ländlichen Nachbarn oft mit großem Beifall belohnt und bewundert. Gegen Ende
September erhielt ich von Braunschweig die frohe Nachricht, daß meine Wohnung im
Stande sei und eilte dahin. Ein sonderbares Gefühl erregte mich, als ich in mein
Häuschen, mein kleines Eigentum, in dem ich von nun an mein Leben zubringen sollte,
eingeführt wurde. [Seite 30r] Die Berlin'schen Linden und glänzenden Uniformen und
Equipagen dort unter meinem Fenster, und hier die ruhig der Mühle zufließende Oker
und jenseits derselben die grünen Bäume der Gärten am Walle und eine des damals so
schlechten Straßenpflasters wegen nur sehr wenig befahrene Straße und ganz stille
Gegend der Stadt machten einen großen Kontrast miteinander, doch machte mich dies
nicht bange. Ich hatte schon längst in Lutter die Stille liebgewonnen und mich gefreut,
daß nicht mehr die große Trommel der vorüberziehenden Janischarenmusik mein Haus
erbeben machte, und verlange auch heute, nachdem ich 9 Jahre hier gewohnt habe und
die Straße seit der Zeit weit lebhafter geworden ist, nicht im geringsten nach mehren
Geräuschen, vielmehr sehne ich mich manchmal nach der ewigen Stille zurück. Ich
richtete mir mein Häuschen so freundlich ein, als ich konnte, pflanzte auf dem kleinen
reinlichen sonnigen Hofe ein paar Weinstöcke, von denen ich schon manche Traube
erntete, und die auch heute eine reiche Ernte versprechen, versammelte meine
Verwandten und Freunde wieder alle Woche einmal bei mir zum Tee und malte in den
ersten Jahren in Öl nach der Natur, welches ich aber bald aufgab, und wieder zur Sepia
überging, in welcher Manier ich besonders in Lutter, wo ich im Sommer mehrere
Monate arbeitete, viele [Seite 30v] Portraits wieder zeichnete, die ich nachher in
Braunschweig in Öl kopierte. Ich machte im August mit einigen Freunden eine sehr
angenehme Reise nach Blankenburg, wo mein jüngster Brudersohn mit seiner Familie
wohnte, die ich da erst kennenlernte, machte dann in Ballenstedt meiner Prinzeß
Friedrich, die da bei ihrem Herrn Vater zu Besuche war, meine Aufwartung, besuchte
Alexisbad und Staufenburg und kehrte über Quedlinburg und Halberstadt nach
Braunschweig zurück. Die Prinzeß kam alle Sommer auf der Hin- und Herreise von
Ballenstadt, so lange ihr Herr Vater lebte, gewöhnlich zweimal durch Braunschweig, wo
ich sie jedesmal, auch ein paar mal ihren Herrn Gemahl, den Prinzen, sah, und immer
neue Beweise ihrer fortwährenden Huld von beiden erhielt, auch den Prinzen Wilhelm,
Bruder des Königs, der auf seiner Reise nach Köln im Jahre 1830 durch Braunschweig
kam, war ich so glücklich, hier wiederzusehen und mich auch seines fortdauernden
Wohlwollens zu erfreuen. Meine alten Schwestern aus Lutter besuchten mich im
Sommer in den ersten Jahren öfter auf mehrere Wochen, doch wurde die Freude, die mir
diese Besuche machten, manchmal getrübt. Meine gute Schwester Krukenberg hatte
schon seit mehr als 20 Jahren an einer Krankheit gelitten, die immer periodenweise
31
2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
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wiederkehrte und oft mehrere [Seite 31r] Monate anhielt. In diesem Zustande floh sie
alle Gesellschaft, lag mehrstenteils in halbem Schlummer auf dem Sofa, aß sehr wenig,
und wurde durch die kleinste Anreizung sehr heftig aufgeregt, daß es sehr schwer war,
in solcher Periode mit ihr umzugehen, und sich gewöhnlich ihre Freunde dann von ihr
zurückzogen, welches auch ihr eigener Wunsch war. In ihrem gesunden Zustande, in
dem sie die liebenswürdigste geselligste Frau war, mußte man sie sehr sorgfältig vor
körperlichen und geistigen Störungen, als Erkältung, Sorge und Verdruß und dergl., zu
schützen suchen, weil sonst sehr leicht der kranke Zustand zurückkehrte. Ihr einziger
Sohn Karl [Krukenberg], ein in so vieler Hinsicht liebenswürdiger Mensch, war in
seinen früheren Jahre aus der einmal angetretenen Laufbahn herausgerissen. Erst zur
Ökonomie bestimmt, widmete er sich diesem Fache, mußte nachher in den Kriegsjahren
Soldat werden, mit natürlichem Hange zum Vergnügen und etwas Leichtsinn begabt,
gewöhnte er sich zu sehr an das ungebundene Leben, und da er nachher in sehr
vorgerückten Jahren noch das Kupferstechen anfing, wozu er unleugbares Talent, aber
nicht ausdauernden Fleiß hatte, das Versäumte durch doppelte Anstrengung noch
aufzuholen, so kam er bis zu seinem 30ten Jahre nie dahin, sich nur den notdürftigsten
Unterhalt zu verdienen, und seine gute Mutter, [Seite 31v] die ihn grenzenlos liebte,
entzog sich das Notwendigste, um ihn zu erhalten (er war mehrere Jahre in Dresden),
und diese beständige Sorge und Angst, da sie immer seines Leichtsinnes wegen für ihn
fürchtete, nährten ihre Krankheit beständig. Kam nun die gute Schwester nach
Braunschweig, wo schon das Herfahren ihrer Gesundheit nachteilig war, so waren die
Erinnerungen an ihren Karl (der von Dresden zurückgekehrt in Lutter und der
Umgegend mit seinen Freunden und Bekannten, meist Forstleuten und Ökonomen, die
alle seine Gesellschaft so sehr suchten, sorgenlos lebte und wenig an die Zukunft
dachte, worüber ich dann oft Rat geben sollte) unvermeidlich und sie kehrte gewöhnlich
wieder in krankem Zustande nach Lutter zurück, wo sie in ihrer gewohnten Ruhe und
Ordnung leichter wieder genas und besser vor neuer Aufregung geschützt werden
konnte. Karl Krukenberg wurde nach mehreren Jahren Kompagnon in der Schenk'schen
Kunsthandlung in Braunschweig und hatte da ein paar Jahre seinen Unterhalt, obgleich
seine Mutter noch immer zuschießen mußte, aber da er auch hier die Bedingung, zum
Besten der Handlung in Kupfer zu stechen, nicht erfüllte, schon bedeutende
Privatschulden gemacht hatte und sich noch mit einem ganz unbemittelten Mädchen
verheiraten wollte, so stieg [Seite 32r] die Sorge um ihn mehr, als daß sie sich verringert
hätte, als er im November 1831 wenige Monate vor seiner vorhabenden Verheiratung an
einer Nervenkrankheit, die erst wenig Besorgnisse erregte, plötzlich starb. Seine arme
Mutter, die eben die Nachricht erhalten hatte, daß er außer Gefahr sei, traf dieser harte
Schlag schrecklich, aber die Teilnahme so vieler Freunde, die alle den Verstorbenen
aufrichtig geliebt hatten (und er verdiente es, da er nur für seine Freunde gelebt hatte),
halfen ihr, diesen großen Verlust überwinden. Sie hat ihm bis an ihr Ende viele viele
Tränen nachgeweint, aber ihre Krankheitsanfälle waren seit seinem Tode weniger stark,
und ihre Beängstigungen geringer, weil ihr Geist seitdem ruhiger war. So habe ich in
den letzten acht Jahren die glücklichen Stunden, die ich noch mit meinen alten
Schwestern gelebt habe, die in ihren siebziger Jahren für das Stadtleben in
Braunschweig und den Umgang mit den dortigen Verwandten doch nicht mehr paßten,
mehrstenteils in Königslutter in dem ländlichen Oberlutter zugebracht, wo ich mit
ihnen, so lange es ihre Kräfte gestatteten, die schönen Plätze am Elm besuchte und, da
sie bald mich nicht mehr begleiten konnten, nach meinen Wanderungen durch die
romantischen Täler und Berge so gern zu meiner guten Alten zurückkehrte, denen
meine [Seite 32v] Liebe und Gegenwart in ihren letzten Jahren ihr Teuerstes war. Im
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2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
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Herbste trennten wir uns mit der frohen Hoffnung, uns im Frühjahr wiederzusehen, und
ich kehrte dann nach Braunschweig in mein freundliches Häuschen zurück. In
Braunschweig war mir das Gefühl, in meinem kleinen Eigentum nun meine übrige
Lebenszeit sorgenfrei, ganz unabhängig, ungestört mir selbst leben zu können, im
Anfange unbeschreiblich süß. Um die Laune und Urteile des Publikums unbekümmert,
arbeitete ich mit doppeltem Vergnügen nur mit dem Wunsche, mir selbst genug zu tun
und einzelnen Freunden, die an meinen Portraits Wohlgefallen fanden, damit Freude zu
machen, meine Portraits, mit dankbarem Gefühle gegen die Gütigen, die mich in diese
beneidenswerte Lage versetzt hatten, als Herzog Karl nach seiner Zurückkunft im Jahre
1826 selbst die Regierung antrat.
Ich hatte ihn in seinem elften Jahre und seinen Bruder Wilhelm (jetzigen Herzog) in
seinem neunten Jahre auf dem Schlosse Richmond, als ich mich in Braunschweig einige
Monate aufhielt und den Auftrag erhielt, die Portraits der beiden jungen Prinzen zu
malen (die nach England geschickt werden sollten), kennengelernt. Der Erzieher der
beiden Prinzen, ein Herr Prinz oder Prince, ein sehr achtungswerter Mann, den ich noch
kennenlernte [Seite 33r] und sehr lieb gewann, der von dem verstorbenen Herzoge
beauftragt war, die jungen Prinzen ohne allen äußeren Glanz oder ihrem Rang gemäße
Auszeichnung zu erziehen und der diesem Auftrag bis dahin treu nachgekommen war,
wurde gerade in der Zeit, als ich die Prinzen kennenlernte, von ihnen entfernt. Es waren
mehrere der damaligen ersten Familien und einzelnen Männern, die dem Fürsten am
nächsten zu stehen gewohnt waren, darum zu tun, dem künftigen Landesherrn gleich in
seinen frühesten Jahren sich unentbehrlich zu machen, alle seine Launen und Wünsche
zu befriedigen und ihm zu schmeicheln, ohne daran zu denken, daß dies auf einen
lebhaften, schon damals herrisch gesinnten Prinzen einen nachteiligen Einfluß für die
Zukunft haben mußte. Als ich ihn zum ersten Male sah, war es nur possierlich, einen so
jungen Gebieter zu sehen. Ich war seit so vielen Jahren in beständiger Verbindung mit
den Prinzen des königl. Preußischen Hauses gewesen, hatte sie von den frühesten
Jahren bis zum erwachsenen Alter alle unterrichtet und war in Berlin gewohnt, diese so
liebenswürdigen Herrn täglich zu sehen und so viele Stunden bei ihnen zuzubringen,
daß mir die Kaprizen eines jungen elfjährigen Herrn, von dem ich damals nichts
weniger [Seite 33v] ahndete, als daß er nicht mein Landesherr werden könnte, natürlich
nicht sehr imponieren konnten. Als das Sitzen dem jungen Herrn inkommodierte und
ich sah, daß ich das Portrait nicht zustande bringen würde, bat ich gleich den jüngeren
Prinzen Wilhelm, der damals schon ein liebenswürdiger sanfter Knabe war, mir zu
sitzen. Der kleine 9jährige Prinz saß vortrefflich, und das Bild wurde gleich ähnlich
gefunden, und ich fragte den Prinzen Karl, daß dies Bild nun allein nach England
geschickt und dabei gemeldet werden würde, der älteste Prinz sei noch nicht gesetzt
genug, zu einem Bilde zu sitzen. Nun kam der gewaltiger Ehrgeiz des kleinen Herrn ins
Gedränge. Ich weigerte mich, ihn zu malen, ein anderer Maler war unglücklicherweise
damals nicht in Braunschweig, und es blieb nichts übrig, als mir nachzugeben und sich
zu fügen. Durch seinen Ehrgeiz war allein auf ihn zu wirken. Meine Erzählung von
meiner Verbindung mit den preußischen Prinzen, von ihrer Liebenswürdigkeit, wie sie
nach ihm fragen und sich wundern würden, wenn sie von seinem Eigensinn hörten und
dergl. und die wenige Rücksicht, die ich bei dergleichen Äußerungen auf seine Ungnade
nahm, verschafften mir einige Gewalt über ihn, die seine damaligen Umgebungen [Seite
34r] manchmal zu nutzen suchten. Aber das war schwerlich das Mittel, mich bei ihm
beliebt zu machen, und ich sah deutlich, daß dies mein Benehmen einen Eindruck auf
den Prinzen machte, der gewiß nicht zu meinem Vorteile war. Ich erinnere mich, daß
ich damals schon meinem Schulfreunde Geh. Rat von Schmidt-Stiseldeck meine
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Besorgnisse über das künftige Schicksal des Landes mitteilte. Als nun bald nach dem
Regierungsantritte des Herzogs sich seine persönliche Abneigung gegen Personen, die
ihm in früherer Zeit mißfallen hatten, so deutlich zeigte, als die Entfernung seines
letzten Erziehers, des Hofrats Eigner, die Verabschiedung des Geh. Rats Schmidts, die
Landesverweisung des Herrn von Siersdorph, von Cramm u. s. w. so großes Aufsehen
machten, war es mir allerdings kein angenehmer Gedanke, Untertan eines Fürsten zu
sein, der, an meine geringe Person vielleicht zufällig erinnert, den Einfall haben konnte,
mich für früher ihm nicht gehörig bezeugten Respekt büßen zu lassen, und, seit so
vielen Jahren gewohnt, meinem Könige und seiner hohen Familie, wo sie sich öffentlich
zeigten, mit Freudigkeit zu begegnen und ihnen meine Ehrfurcht zu bezeugen, mußte
ich nun meinem Landesherrn ausweichen und jeden Ort zu vermeiden suchen, wo er
mich vielleicht erblicken konnte. Um die Zeit dachte ich manchmal [Seite 34v] mit
Sehnsucht nach Berlin zurück, wo ich mich so sicher fühlte, und war desto lieber in
Königslutter, wo ich keinem Herzoge zu begegnen fürchten mußte. Dort befand ich
mich auch, als die Nachricht von den Auftritten in Braunschweig im September 1830
erscholl. Ich schätzte mich glücklich, nicht in Braunschweig gegenwärtig gewesen zu
sein, denn ich hatte in den Kriegszeiten manche Schreckensszene erlebt, aber der
Himmel hatte mich bis dahin bewahrt, das Schrecklichste von allem, einen
Volksaufstand, Revolution und Plünderung in der Nähe zu sehen. Ich sah in der Ferne
den Rauch des Braunschweigischen Schlosses aufsteigen und hörte täglich von dort die
Nachrichten, und wartete ruhig ab, bis nach der Ankunft des Herzog Wilhelm alles dort
wieder eine ruhige Gestalt angenommen hatte, und kehrte am 7. Oktober nach
Braunschweig zurück. Ich gestehe, ich lebte eine geraume Zeit nicht ohne Sorge. Seit 40
Jahren hatte ich eine an Begebenheiten so reiche Zeit durchlebt, es hatten so viele
Revolutionen, Volksaufstände und Veränderungen der Regierungen in so vielen
Gegenden Europas stattgefunden, und ich hatte noch nicht erlebt, daß eine von allen
ohne die ärgsten Greuelszenen zum Heile geführt hätte, daß mein kleines Vaterland das
erste und einzige sein würde, wo ein solcher Volksaufstand ungestraft, ohne einen
Tropfen vergossenen Bluts, seine Absicht so ganz erreichen würde, [Seite 35r] schien
mir so höchst unwahrscheinlich, daß es mir heute noch, wenn ich daran zurückdenke,
wie ein Traum erscheint, und ich noch immer fürchte, wenn ich den Eifer der Bürger für
ihre Bürgergarde, die sich (obgleich jetzt ganz überflüssig) doch schwerlich ohne
Gefahr eines Aufstandes würde auflösen lassen und die Stimmung bei ihren dadurch
veranlaßten Zusammenkünften ansehe, die Gefahr könne vielleicht noch nicht völlig
vorüber, und noch, was Gott verhüte, üble Folgen zu fürchten sein. Die im folgenden
Jahre über Europa ziehende Cholera lenkte meine Sorge auf einen anderen Gegenstand.
Bei meiner hypochondrischen Ängstlichkeit war mir in meinem Leben nichts
schrecklicher, als die Erwartung eines Ungemachs. Die Bilder des Schreckens, wie der
Tod straßenweise seine Opfer forderte, wie Freund vom Freunde und Verwandte von
Verwandten verlassen wurde, standen beständig vor meiner Phantasie, und ich hielt es
für mich für wünschenswert, beim wirklichen Erscheinen der Cholera in Braunschweig
eines ihrer ersten Opfer zu sein. Ich war damals auch wie gewöhnlich in Königslutter
und kehrte am 16. Sept., als die Krankheit schon in Magdeburg sein sollte, und bei
Hebenstadt die Passage gesperrt wurde, um nicht von Braunschweig abgeschnitten zu
werden, dahin zurück. Die dort gemachten Anstalten, in so vielen Häusern angeschaffte
Cholerabetten, die die Tischler nicht genug anfertigen konnten, die Einrichtung [Seite
35v] des mir so nahen Kreuzklosters zu einem Cholerahospitale, und alles, was um und
neben mich nur an die nahende Gefahr erinnerte, konnte nicht zu meiner Beruhigung
beitragen, und mein Wunsch, eines ihrer ersten Opfer zu werden, schien erfüllt werden
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2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
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zu sollen, als meine Aufwärterin gleich einige Tage nach meiner Zurückkunft plötzlich
mit allen Zeichen der Cholera krank wurde. Doch zeigte sich' s bald, daß dies nur eine
damals oft vorkommende ähnliche Krankheit war, sie genas nach wenigen Tagen, und
ich war vergeblich auf das Schlimmste gefaßt gewesen. Meine Unruhe dauerte fort, bis
ich mich überzeugte, daß Braunschweig auch bei dieser Gelegenheit vom Schicksale
bestimmt war, eine Ausnahme zu machen, und von dieser schrecklichen Krankheit
verschont zu bleiben.
Im Dezember starb meiner Schwester Sohn Karl Krukenberg, und die Sorge um seine
arme Mutter folgte der Furcht vor der Cholera. Der Lenker des Schicksals führte auch
das zum Guten. In keinem Sommer seit meinem Hiersein habe ich mich meiner alten
geliebten Schwester mehr zu freuen Ursache gehabt, als in diesem 1832. Die vielen um
ihren Karl geweinten Tränen hatten ihr Erleichterung verschafft und sie zu ruhiger
Wehmut gestimmt, sie war so freundlich und liebenswürdig und für ihr Alter und
Umstände wohl, daß sich alles über sie freute. Ich führte ihr ihre liebsten Verwandten
aus Braunschweig und ihre liebste Nichte Auguste Brüel aus [Seite 36r] Hannover, die
sie seit so vielen Jahren nicht gesehen hatte, zu, und alle die angenehmsten
Familienverhältnisse der früheren Zeiten schienen wieder zurückzukehren. Ich lebte den
Herbst noch bei ihr glückliche Tage, als wenige Wochen nach meiner Rückkehr nach
Braunschweig ein neues Unglück über die arme Dulderin ausbrach. In ihrer Kammer
allein, wollte sie bei einer Anwandlung von Ohnmacht sich auf das Bett legen, erreichte
es aber nicht, fiel und brach den Schenkelhals und mußte nun mehrere Monate in der
Maschine unbewegt liegen, welches um so härter für sie war, da das Herumgehen im
Hause und Besehen und Ordnen ihrer tausend, nur für sie Wert habenden Kleinigkeiten
ihre liebste Beschäftigung war. Auch dies harte Schicksal ertrug sie mit der Geduld und
Ruhe, die ihr seit ihres Karls Tode eigen war, und die früheren Anfälle von Angst und
Heftigkeit schienen ganz verschwunden zu sein, und selbst in dieser unglücklichen Lage
war sie zufrieden und geistig gesunder als in vielen der früheren Jahre. Eine treue
Freundin meiner guten Schwester, eine Gespielin ihrer früh verstorbenen Tochter, die
meine Schwester immer wie eine zweite Mutter geliebt hatte, von dem verstorbenen,
wirklich liebenswürdigen, aber leichtsinnigen Karl noch vor seiner Reise nach Dresden
vielleicht mit Hoffnungen getäuscht und mit um ihn weinend, vertrat auch jetzt bei ihr
[Seite 36v] die Stelle einer leiblichen Tochter, und ist ihr und der armen blinden ganz
altersschwachen Louise als liebevollste Pflegerin bis zu ihrer letzten Stunde treu
geblieben. Möge der Himmel und ihr eigenes Gefühl der Guten, die Mutter und
Geschwister verließ, um mehrere Jahre bloß für die Pflege meiner beiden alten
Schwestern zu leben, dafür lohnen und viele Jahre des frohesten Lebensgenusses ihr die
Stunden ersetzen, die sie in trauriger Einsamkeit bei ihnen zugebracht hat. Im Frühjahr
fing meine Schwester an, sich langsam an Krücken in der Stube hin und her zu
bewegen, und wir hofften alle, bei ihrem übrigen besseren Körper- und
Gemütszustande, daß sie vielleicht noch nach einiger Zeit würde am Stocke wieder
gehen lernen. Sie versuchte, mit ihrem lahmen Fuße das Spinnrad zu treten, und als dies
gelang und sie diese ihr sonst angenehme Beschäftigung wieder treiben konnte, war ihre
Freude darüber unbeschreiblich, und sie spann zur allgemeinen Bewunderung der
Lutter'schen Freunde das feinste Garn, wie sie es nur in ihrer Jugend gesponnen hatte,
und ich wetteiferte in meinem Kabinett Portraits zeichnend mit ihr im Fleiße und freute
mich ihres heiteren Geistes und lebte noch mit ihr und der täglich schwächer werdenden
alten Louise in der frohen Rückerinnerung an das Haus unserer Mutter und der
damaligen Zeiten bis zur Mitte Septembers glückliche Stunden, [Seite 37r] als sie nach
dreitägiger erst unbedeutender Krankheit plötzlich ohne Schmerzen und Todeskampf in
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2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
ihrem 73ten Jahre am 10ten Oktober 1833, eine Woche nach meiner Rückkehr von ihr,
ihre Laufbahn vollendete. Ich erfuhr ihre Krankheit zugleich mit ihren Tode. Die gute
80 Jahre alte Louise, die den Verlust der Schwester wenig mehr empfunden hatte, folgte
ihr am 25ten Februar des folgenden Jahres ohne vorhergegangene Krankheit, wie ein
Licht verlöschend, nach. Ich danke der Vorsehung, daß ich mich der Erinnerung an die
letzten Monate meiner guten Schwester so ungetrübt freuen kann. Oft habe ich früher
bei ihren Krankheitsanfällen, die so sehr auf ihren Gemütszustand wirkten, für die
letzten Sorge getragen, und nun habe ich das Glück genossen, sie die letzten Jahre so
ganz von ihrer Gemütsunruhe frei, trotz körperlicher Leiden so liebenswürdig und ganz
wie sie sonst war, mit der herzlichsten Bruderliebe bis an ihr Ende lieben zu können.
Immer wird mir ihr Andenken heilig sein! - - Ich habe sie überlebt, stehe nun allein und
sehe auf mein vergangenes Leben zurück, das ich als geschlossen betrachten kann.
Meine Künstlerarbeiten sind mit jedem Jahre, so wie meine Augen schwächer wurden,
immer mangelhafter geworden. Schon seit ein paar Jahren habe ich nicht ohne fremde
Hilfe in Öl malen können, [Seite 37v] weil ich die Farben falsch sehe, und ich hätte
schon längst aufgehört, wenn es mir möglich gewesen wäre, diese so lange gewohnte
Lieblingsbeschäftigung zu entbehren. Im letzten Juni jedoch war es mir trotz der
angestrengtesten Mühe unmöglich, meine Arbeiten zu meiner und anderer Zufriedenheit
zu vollenden, man sah darin lauter falsche Farben, und Überdruß und Unmut zwangen
mich, den Pinsel wegzuwerfen, und es steht nun in der Hand des Schicksals, ob ich ihn
je wieder in die Hand nehmen werde. Seitdem habe ich nun in meinen Tagebüchern
geblättert, die ich seit 1797 ununterbrochen geführt habe, habe an Freunde geschrieben
und bin auf den Einfall gekommen, da ich immer ein so großer Freund der Natur, aber
nie Landschaftsmaler war, (ob ich gleich selbst so oft Langeweile beim Lesen von
Beschreibungen schöner Gegenden empfand) doch mir die undankbare Mühe zu geben
und zu versuchen, dergleichen zu Papier zu bringen. Ich habe Erinnerungen an die
Gegenden des Elms, die ich nun nicht mehr besuchen werde, an Wolfenbüttel,
Salzdahlum u. s w. aufgeschrieben, und mich dabei manchmal, um den Pinsel zu
ersetzen, in detaillierte Beschreibungen eingelassen, an denen, wie ich hoffe, niemand
Ärgernis nehmen wird, da der Himmel verhüten mag, daß durch mich die Unzahl der
Schreiber für die [Seite 38r] Leserwelt vermehrt werde. Jetzt habe ich nun die letzten
Begebenheiten meines Lebens noch hingeschrieben und, wenn ich damit fertig bin und
mir noch länger zu leben bestimmt ist, wird ja die Not und Unerträglichkeit des
Müßigganges vielleicht noch eine Beschäftigung für mich finden, da das anhaltende
Lesen mir unmöglich ist. Ich habe alle Ursache, mit meinem Schicksal zufrieden zu
sein, und erschien mir oft als undankbar, wenn ich daran denke, wie beneidenswert vor
Hunderttausenden immer mein ganzes Leben lang meine Lage war und wie viele Tage,
die ich in glücklichem Gefühle meines Daseins hätte verleben können, mir durch
Unbehagen, üble Laune und Mißmut verloren gegangen sind, doch entschuldige ich
mich, da ich so oft gefühlt habe und noch fühle, wie unbeschreiblich körperliche
Disposition auf die Heiterkeit des Geistes einwirkt. Ich habe mich zwar keiner besten
Gesundheit zu erfreuen gehabt und mein ganzes Leben lang oft an kleinen
Unpäßlichkeiten gelitten, doch habe ich nie eine ordentliche Krankheit, die mich
bettlägerig gemacht hätte, gehabt, und könnte mich in dem Stücke ganz glücklich
schätzen, wenn hypochondrische Einbildungen mir nicht ebenso viel Ungemach als
wirkliche Krankheiten bereitet hätten. Selbst ohne Familie [Seite 38v] und von meinen
Verwandten den größten Teil meines Lebens abwesend, habe ich den Verlust vieler
Lieben zwar in der Ferne beweint, aber vor eigentlichen Familienleiden hat mich der
Himmel bewahrt. Meine liebsten Wünsche hat mir das Schicksal erfüllt. Bei mäßigen
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2. Texte II. Lebenslauf Fortsetzung 1834
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Bedürfnissen habe ich nie Mangel gelitten, meine Beschäftigungen teils Gemälden, teils
nach der Natur zu portraitieren, waren meine eigene Freude, ich freute mich dabei des
Beifalls und der Zufriedenheit des Publikums, und ich erinnere mich, nur selten eine mir
nicht angenehme Arbeit unternommen zu haben. Gern hätte ich in meinem Fache etwas
Ausgezeichneteres geleistet, aber dann hätten vielleicht Arbeiten für große Herrn,
Ehrgeiz und anderes mit dem Ruhm verbundenes Ungemach mein zufriedenes Leben
gestört. Meine Verbindungen mit den königlichen Prinzen von 1795 bis 1819 waren
immer von der angenehmsten Art, ich besaß das Wohlwollen aller und war immer der
willkommenste Lehrer, und ich erinnere mich nie, daß jemals die geringste
Unannehmlichkeit dies Verhältnis gestört hätte. Ich habe nie das Unbequeme eines
abhängigen Lebens im geringsten empfunden, und selbst als ich auf Veranlassung des
Gouverneurs des Prinzen von Oranien, Herrn von Konstant, kurze [Seite 39r] Zeit vor
dem Ausbruch des Krieges 1806 auf dem Kadettenhause Unterricht gab, hat mich die
dort damals streng eingeführte militärische Ordnung nicht im geringsten inkommodiert,
da die dortigen Herren Vorgesetzten mich, vielleicht aus Rücksicht auf meine Prinzen,
mit ungewohnter Auszeichnung behandelten.Dem Portraitieren für's Publikum verdanke ich meine angenehmsten Lebensgenüsse.
Ich lernte dabei die verschiedenartigsten Menschen kennen, lernte mit ihnen umgehen
und mir ihr Wohlwollen erwerben, befriedigte gewöhnlich ihre Erwartung, und wenn
man auch manchmal, was jedem Portraitmaler passiert, mit der Ähnlichkeit meiner
Bilder nicht ganz zufrieden war, so hatte ich doch immer einige Urteile für mich, und
man ließ mich seine Unzufriedenheit selten empfinden. Fast alle Freunde und Bekannte,
mit denen ich seit so vielen Jahren in so sehr angenehmen Verhältnissen gelebt habe
und noch lebe, habe ich beim Portraitieren kennengelernt, und würde bei jedem anderen
Fache in meinem Leben wahrscheinlich in dem Umgange mit Menschen eine schlechte
Rolle gespielt haben. Ich habe glücklich gelebt, und wo mir das Schicksal einmal einen
Wunsch versagt hat, habe ich nachher selbst eingesehen, daß es zu meinem wahren
Glücke gewesen [Seite 39v] ist. Selbst törichte Wünsche sind mir in meinen Leben
gewährt, um mir durch die Gewährung zu zeigen, daß meine Sehnsucht danach ein
törichter Wahn war. Blicke ich um mich nach meinen früheren Lebensgefährten, so sehe
ich mit Erstaunen und Betrübnis, wie wenige davon übrig sind, welche harte Schicksale
so viele von ihnen betroffen haben, und begreife nicht, wie ich, als ein vom gütigen
Schicksale so besonders Begünstigter, fast ohne alles erlittene Ungemach, durch so
mancherlei Drangsale des Lebens fast nur vom Zufall geführt, glücklich bis hierher
gelangt bin. Meine Schwesterkinder habe ich beide verheiratet und versorgt gesehen,
meine anderen Verwandten leben alle, teils ohne Sorgen, teils in Wohlhabenheit und
selbst Glanze, von dem ich mich gern in stille häusliche Ruhe zurückgezogen habe. Nun
habe ich noch das Glück genossen, meinen beiden alten Schwestern bis an ihr Ende ihr
Leben angenehmer zu machen und ihre Sorgen zu erleichtern. Meine Schwester
Krukenberg hat ihres Sohnes Schulden bezahlen können und sich in den letzten beiden
Jahren ihres Lebens über seinen ihr so teuren Nachlaß gefreut, ich habe mit ihr noch
kurz vor ihrem Tode glückliche Stunden genossen, und sie hat in heiterem [Seite 40r]
Gemütszustande mit ungeschwächten Geisteskräften ohne schmerzhafte Krankheit mich
und ihre Lieben verlassen. Auch dafür danke ich dem Schicksale. - Nur mein letzter und teuerster Wunsch, bis zu
meinem Ende meine Kunst mit Beifall und eigener Freude daran ausüben zu können,
hat mir, wie es scheint, nicht erfüllt werden sollen. - Ich bin noch für meine Jahre
ziemlich gesund, und nehme noch gern an mancher Lebensfreude teil, und meine liebste
ist, wenn ich einzelnen, gleichgesinnten Freunden meine Gedanken und oft vielleicht
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2. Texte III. Lustreisen auf der Insel Rügen gemacht im August 1821.
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sonderbaren Ansichten mitteilen kann und bei ihnen Zustimmung finde, vorzüglich
glücklich fühlte ich mich aber, wenn ich sehe, daß selbst noch in meinem Alter
erworbene Freunde mir wohlwollen und mir Beweise davon geben, welches, Gott sei
Dank dafür, noch öfter der Fall ist. Wie ich aber künftig das gänzliche Entbehren des
Portraitmalens, welches doch meinem Leben das mehrste Interesse gab, ertragen werde
und welche andere Beschäftigung mir das wird ersetzen können, ist mir jetzt noch
dunkel, und ich denke nicht ohne Grauen an die künftigen Jahre. Möge der Himmel, der
mich bis hierher so ausgezeichnet begünstigt hat, mich schützen, daß ich wohl noch in
späterem Alter nur nie [Seite 40v] anderen zur Last falle, und auch mir das Glück zuteil
werden lassen, daß meine mich überlebenden Freunde an meine letzten Lebenstage mit
Freude und Liebe zurückdenken.
III. Lustreisen auf der Insel Rügen gemacht im August 1821.
Geschrieben im Dezember 1821
[Seite 43r] Wir hatten bis zum 5ten August manchmal schönes, aber immer sehr
abwechselndes Wetter gehabt, nur wenige Tage waren ganz schön gewesen, und auch
diese gegen Abend immer kühl, wenn die Luft wärmer war, hatten wir fast immer
Gewitterschauer mit Windstößen und so fielen die Lustpartien, die gemacht wurden,
fast alle nicht sehr zur Zufriedenheit aus. Bei den Wasserfahrten wurden die Damen
mehrenteils seekrank, und ich gestehe, daß ich mich nach dieser Art von Vergnügen
nicht sehr sehnte, weil ich bei den Überfahrten gleich zu Anfange eine so schlechte
Erfahrung gemacht hatte. Die Insel Vilm, die aus einem größeren und einem kleineren
größtenteils mit Waldung bewachsenen Berge besteht, die durch eine schmale oft nur
100 Schritte breite und etwa eine viertel Stunde lange Erdenge verbunden sind und sehr
reizend nahe bei Putbus aus dem Meere hervorragt, sah zwar einladend genug aus, und
es war oft die Rede davon, dahin eine Wasserpartie zu machen, aber das Wetter war
immer unsicher, und ich war oft froh, wenn nichts daraus wurde. Endlich erschien der
5te August ein warmer völlig heiterer Tag. Ich hatte täglich im Salon gesessen, wohl
mit vielen Leuten gesprochen, aber mich doch an niemanden der mehrenteils adlige
[Seite 43v] Gesellschaft näher angeschlossen und hatte eigentlich noch keinen, mit dem
ich wohl eine Lustpartie hätte machen mögen. Wie der Zufall es nun zu fügen pflegt,
mein Freund der Professor Levezow hatte mir durch einen seiner Schüler, den
14jährigen Sohn des hiesigen Geheimen Finanzrat Ludolph, einen Brief geschickt, der
eigentlich nichts als einen freundlichen Gruß enthielt. Dieser Überbringer nun, ein sehr
liebenswürdiger Knabe, mit dem ich viel über Levezow sprach, hatte sich an mich
attachiert und ich hatte durch ihn seinen Vater kennenlernen, der auch wie ich, sich in
Putbus noch ziemlich isoliert fühlte. Dieser nun machte mir an diesem ersten schönen
Tage bei Tische den Vorschlag, nach dem Essen mit ihm nach dem Badehause zu
fahren, wo die schöne Schaluppe des Fürsten immer zur Disposition der Badegäste
bereitsteht, und zu sehen, ob wir uns an eine Gesellschaft mit anschließen könnten zu
einer Wasserpartie nach der Insel Vilm. Das nahm ich dann an und wir fuhren gegen 4
Uhr nach dem Badehause. Wir fanden da im Saale eine frohe Gesellschaft, die da zu
Mittag gespeist hatte und noch mehrere Teilnehmer an der zu machenden Wasserfahrt
von Putbus erwartete. Wir waren willkommen und machten die Bekanntschaft dieser
Leutchen, mit denen wir nachher so manche herrliche Partie gemacht und so manche
frohe Stunde genossen haben. - Aber wie denn aller Anfang schwer ist, so dauerte es
auch zuerst lange, ehe wir zu Stande kamen, es wurde eine Menge Kuchen, Wein,
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2. Texte III. Lustreisen auf der Insel Rügen gemacht im August 1821.
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Arrack, Zitrone, Sahne und dergl. angeschafft, um dort bei Kaffee und Punsch erst recht
lustig zu sein, und ich, der ich die leiblichen Genüsse nicht sehr liebe, war erst über den
dadurch [Seite 44r] verursachten Aufenthalt etwas unzufrieden, doch sollte es mein Los
sein, diese Unzufriedenheit nachher zu bereuen. Es war 5 Uhr, als wir endlich zum
Strande hinunterstiegen. Der Wind war herrlich und wir fuhren ab, doch kaum waren
wir ein Stückchen vom Lande, so erschien mit wehenden Tüchern noch ein junges
Ehepaar auf dem hohen Ufer, auf die wir vergeblich gewartet hatten und die noch
mitfahren sollten. Es mußte also noch einmal umgekehrt werden, doch machte dies
Experiment, mit den Segeln das Fahrzeug umzulenken und nach Willkür hin und her zu
fahren, mir so unerfahrenem Seemann vieles Vergnügen. So waren wir denn endlich im
Stande, und nun ging es mit Vogelschnelligkeit über die spiegelklare Fläche. Das
Seewasser war so durchsichtig, daß in der Nähe des Landes in mehreren Mannestiefen
die Sonne unseren Schatten auf den reinen Kiesgrunde bildete und uns alle im
Meeresgrunde liegenden Dinge im fahlen Sonnenschein zeigte, wie denn das Auf- und
Niedersteigen der häufigen Seesterne oder Seespinnen, wie man hier sie nannte (eines
gallertartigen etwa handgroßen Tieres) am mehrsten unsere Aufmerksamkeit auf sich
zog. In weniger als einer Stunde waren wir da. Wir fanden dort ein einziges
Etablissement, eine Meierei, wo eine Familie wohnt, die einigen Acker baut und eine
Kuhherde dort weidet. Eine große Bretterbude mit einer reizenden Aussicht, wo man für
die Sonne geschützt ist, nimmt den Besucher auf und der große Herd in der Küche des
Hauses bietet alle Bequemlichkeiten, um mitgebrachten Kaffee, Schokolade oder dergl.
darauf zu bereiten. Die Frauenzimmer der Gesellschaft machten sich auch gleich
geschäftig an das Werk. Die Herren bereiteten die Tische und [Seite 44v] brachten ihre
Pfeifen in den Gang, und ich, der ich weder Hunger noch Durst spürte, und in Ludolph
gerade einen Mann hatte, wie ich ihn wünschte, der einem Naturgenusse zu Gefallen
keine Ermüdung scheute, ging [ich] mit ihm und seinem Albert an der hohen Küste um
die Insel herum. Was fanden wir da für herrliche romantische Partien und Aussichten
und wie kletterten wir durch dichtes Gebüsch zwischen den alten Bäumen umher.
Zuerst an der Abendseite der Insel, wo das Meer in vollem Feuerglanze war, und dann
an der Morgenseite, wo durch den Schatten der hohen Insel das ganze Meer dunkel in
Schatten erschien und mit der Abendseite wie Tag und Nacht zusammen den
sonderbarsten Kontrast bildete. An dieser Schattenseite sahen wir auch in einiger
Entfernung vom Strande auf den aus dem Wasser hervorragenden Granitblöcken zu
unserer Überraschung die ersten Seehunde, die wir hier so nahe bei Putbus gar nicht
erwarteten. Wir besuchten dann noch über die lange stellenweise sandige Landenge den
kleinen Vilm und kamen ermüdet zu unserer Gesellschaft zurück, als die Sonne schon
ziemlich niedrig stand. Wir fanden die Gesellschaft beim Tee, der Punsch sollte erste
bereitet werden, ich war von der Promenade sehr warm geworden und freute mich,
meinen Oberrock anziehen zu können, den ich vorsorglich mitgenommen hatte. Aber
auch der wollte mir das auf die Erhitzung folgende Frösteln nicht vertreiben, und ich
war für eine Erkältung bei der späten Wasserfahrt sehr besorgt, als mir von einer
freundlichen Frau eine willkommene Tasse Tee mit Rum offeriert wurde. So hat wohl
noch niemandem nicht der Tee wohlgetan, wie schmeckte das und wie wurde mir
danach andern Mutes, und wenn ich an [Seite 45r] den Punsch dachte, der eben in der
Küche bereitet wurde, so war wohl kein Mensch jemals so willig, sein Unrecht
zurückzunehmen als ich meinen Tadel der großen Vorbereitungen vor der Abfahrt. Die
Sonne sank immer tiefer, und in der Erwartung des Punsches dachte niemand an die
Abfahrt, aber als eben die ersehnte Bowle erschien, erschien auch unser Schiffskapitän
mit der Nachricht, daß es Zeit zur Abfahrt sei. Gegen Abend war fast völlige Windstille
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2. Texte III. Lustreisen auf der Insel Rügen gemacht im August 1821.
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und das laue Lüftchen, welches noch wehte, hatten wir entgegen, wir mußten uns daher
auf eine lange Rückfahrt gefaßt machen. Den Punsch wollte niemand im Stiche lassen,
er wurde in mehrere Flaschen gefüllt und mit in das Schiff genommen und eben, als wir
abfuhren, sank vor uns die Sonne in den unermesslichen Spiegel hinab. Das erste
Viertel des Mondes stand über uns und wurde immer heller und heller, die Sterne
kamen zum Vorschein, und war die Hinfahrt schön gewesen, so wurde nun die
Rückfahrt entzückend, je mehr auf die unermessliche Fläche das heilige Dunkel
herabsank. Die Gesellschaft saß auf den gepolsterten Bänken der wunderhübschen
Schaluppe im eirunden traulichen Kreise, sang und war selig bei ihrem Punsch, der auch
mir sehr wohltat. Ich stand mit Ludolph auf der Erhöhung am Maste, den ich umfaßt
hielt und sah auf die Gesellschaft herab, die in dem unermesslichen Raume in dem
heiligen Dunkel auf ihrem Brette so glücklich war. Albert hielt mich umklammert, - und
drückte mich immer vor Seligkeit, und ich wußte nicht, wo ich Augen und Sinne
hernehmen sollte, um alle Genüsse aufzunehmen, die sich mir darboten. So wurde es
immer finsterer, die Sterne funkelten über und unter uns immer heller, und nun sank die
Mondessichel vor uns immer tiefer, bis sie auf dem Meere schwamm, noch zuletzt
[Seite 45v] das weiße Badehaus, das Ziel unserer Reise hoch auf dem Berge,
beleuchtete, und dann so vor uns hinab sank, und nun, da das große Schauspiel vorbei
war, waren wir auch am Ziele und wandelten aus der Schaluppe über eine der schmalen
langen Brücken, die zu den Badekarren führen, dem Strande zu, wie man aus dem
Schauspiel zu wandern pflegt, aber doch wohl mit anderen Empfindungen , denn solch
ein Schauspiel, wie uns eben der Direktor des großen Welttheaters gegeben hatte, hatte
uns noch keiner von seinen winzigen Nachfahren in seinem Kuckkasten gezeigt. Wir
kehrten selig zurück und von der Stunde an war keiner von uns in Putbus mehr einsam,
alles was die Partie mitgemacht hatte, war durch die Freude verbunden und schloß sich
fest aneinander. Mit diesem Tage, der ein Sonntag war, ging für mich in Putbus ein
neues Leben an. Ich wohnte vorher im Logierhause im Erdgeschoß, wo ich zwar aus
meinem Fenster durch das Stackett des Tiergartens, indem eine Menge Hirsche grasten,
über die See nach der Pommerschen Küste und den Greifswalder Türme[n] sehen
konnte, da ich aber die besten Aussichten aus den oberen Stockwerken kennengelernt
hatte, war ich nicht mehr damit zufrieden. Die Eckstube nach Osten im dritten Stock mit
der Aussicht auf den Markt mit seinen neuen freundlichen einstöckigen Häusern und
sein Haselnussboskett in der Mitte, das Schauspielhaus gegenüber und rechts die große
Linde, alle, über den Markt weg aber auf die herrlichen Waldhügel von Darßland, hatte
lange meine Sehnsucht danach erregt, ihr Bewohner tat mir den Gefallen und reiste ab
und am Vormittag vor der Vilmer Wasserfahrt bezog ich sie, und schlief bei der
Zurückkunft zum ersten Male darin. Die herrlichste Morgenröte weckte [Seite 46r] mich
auf, ich legte mich ins Fenster und sah zum ersten Male aus meinem Schlafzimmer den
Sonnenaufgang in seiner vollen Kraft. Um 6 Uhr fand ich im Park schon meine gute
Prinzeß, mit ihrer Fräulein Motz, und teilte ihr mit aller Begeisterung alles mit, was ich
gesehen und genossen hatte. Sie ließ auf morgen eine Partie mit der fürstlichen Familie
und Graf Hacks nach Stubbenkammer arrangieren, um dort übermorgen früh die Sonne
aufgehen zu sehen, und ich, dem der Sinn für solche Genüsse wie aufs neue nun erst
aufgegangen war, pries sie glücklich und ahnte nicht, daß ich die dortigen
Herrlichkeiten noch früher und besser genießen sollte. Als ich zu Mittag in den Salon
kam, kam mir meine gestrige frohe Gesellschaft gleich mit dem Vorschlage entgegen,
heute nach Stubbenkammer zu fahren. Der Himmel war bewölkt geworden, ich hatte
einiges Bedenken, aber das half nichts, um 4 Uhr saß fast die ganze Gesellschaft von
gestern, ich wieder neben Ludolph und seinem Albert, auf zwei langen offenen
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2. Texte III. Lustreisen auf der Insel Rügen gemacht im August 1821.
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vierspännigen Kaleschewagen und so ging die Fahrt vorwärts. Der Himmel war ganz
umwölkt und ich war wegen des Wetters etwas besorgt, aber mein bei solchen Partien
schon so oft erprobtes Glück sollte mir auch diesmal treu bleiben, kaum waren wir
abgefahren, so fingen die Wolken an sich langsam zu teilen, und bei Sonnenuntergange
war von ihnen keine Spur mehr am weiten Himmel zu sehen. Wie reizend die Gegenden
auf dieser hüglichsten, aber nicht bergigten Insel sind, wie üppig der Boden ist und wie
die Gebüsche mit den herrlichsten duftenden Caprifolium überwebt sind, habe ich
früher schon dir beschrieben, jetzt muß ich noch einer Prachtblume gedenken, die es
freilich für den dortigen Landmann nicht sein mag, da sie dort wie bei uns der Hederich
alle Kornfelder durchwuchert, [Seite 46v] das ist die große stechendgelbe gefüllte
Kamille, die den dortigen Kornfeldern, mit der blauen Kornblume vermischt, ein
prachtvoll üppiges Ansehen gibt. Durch solche Fluren, Wiesen, Änger und Wälder
fuhren wir nun in beständiger Abwechslung bergauf und ab, hatten bald weite
Aussichten auf die See, bald auf den mehrere Quadratmeilen großen Jasmunder Bodden
oder den Teil der See, der ins Innere der Insel hineintritt, fuhren bald dicht am
Meeresstrande am Prorer Wiek, bald in bergigten dicken Walde durch den Hohlweg, die
Proren genannt, kamen mit Sonnenuntergang durch das Städtchen Sagard auf der
Halbinsel Jasmund und fuhren nun in der Dämmerung auf den dicken romantisch
wilden Jasmunder Wald, die Stubnitz genannt, zu, der mit seinen Sagen aus der uralten
Heidenzeit, der Herthaburg, die in ihm liegt, und der wunderbaren Gestaltung seiner
Berge und Täler einen schauerlichen feierlichen Eindruck auf uns machte. Lange noch
fuhren wir im Dunkel darin auf und ab, und sehnten uns nach dem Ziele, als wir durch
den dicken Wald Lichter erblickten und das Ziel unserer Reise vor uns sahen. Ich
erwartete, ein Haus im Walde zu finden, aber wir sahen immer noch mehr Lichter, dann
viele Herren und Damen und immer kein Haus, bis wir dabei ankamen und eine stattlich
besetzte, glänzend erleuchtete Tafel vor uns sahen, wo alles unter dem Obdache des
herrlichen Waldes fröhlich und guter Dinge war. Die Gesellschaft bestand aus Freunden
und Badegästen, Bekannten und Unbekannten, die schon früher bei guter Tageszeit
angelangt waren und uns bewillkommneten. Sie führten uns von der Tafel zu einer
lichten Aussicht kaum 100 Schritte davon entfernt, wo wir, die wir auf ebenem Boden
[Seite 47r] zu wandeln glaubten, mit einem Male mit Staunen und Grauen an einem
beinahe 500 Fuß tiefen Abgrund standen und das unendliche Meer vor uns sahen, aus
dem uns aus der schaudervollen Tiefe die Sterne entgegenfunkelten. Das Dunkel der
Nacht machte diesen Anblick groß und feierlich, und wir freuten uns auf den Morgen,
wenn beim Anbruche des Tages der geheimnisvolle Schleier dieser Gestalten würde
gehoben werden. Ein freundliches Haus von einem Stockwerke bloß zur Aufnahme der
Reisenden eingerichtet und wie ein Landhaus in einem fürstlichen Garten dekoriert,
nahm uns auf. Ein breiter Überbau des Daches rund herum, um auch bei Regenwetter
nicht eingeschlossen zu sein, ein schöner gemeinschaftlicher Saal in der Mitte und ein
Eckzimmer zum Logieren machten nebst einer Küche das ganze aus, und dieser Raum
mochte wohl sonst hinreichend sein, aber bei der zahlreichen Gesellschaft, die sich nach
so langem unfreundlichen Wetter heute hier auf einmal zusammen fand, war er viel zu
enge, ein Glück, daß wir eine Sommernacht hatten, wie es in unserem Klima nur wenige
gibt, kein Lüftchen regte sich, und die warme Luft und der gestirnte Himmel waren so
einladend, daß man gern die wenigen der Muße bestimmten Stunden im Freien
zugebracht hätte. Die Frauenzimmer, die in den Kammern nicht alle Nachtquartier
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2. Texte III. Lustreisen auf der Insel Rügen gemacht im August 1821.
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fanden , ergriffen denn auch mit Freuden die Partie in mehreren verschlossenen Wägen
zu übernachten. Wir am spätesten Gekommenen hielten erst noch ein Freudenmahl bei
Bischof 36, Heringssalat und Braten und waren dabei bis 12 Uhr sehr froh. Dann gingen
die Frauenzimmer in ihre Kammern und Wagen zur Ruhe, und für uns Männer wurde
im Saale rings herum [Seite 47v] eine große gemeinschaftliche Streu gemacht, von der
wir nach ein paar Stunden bei der ersten Morgendämmerung frohen Mutes wieder
aufstanden. Die Damen, die in den Wagen [übernachtet] hatten, waren durch die Pferde
beunruhigt worden, die des Biwakierens ungewohnt, da nicht die Hälfte im Stalle
konnte untergebracht werden, sich losgemacht und in der Finsternis ganz nahe an den
schaudervollen Abgründen gegrast hatten. Nun freuten wir uns des herrlichen Wetters
und der freundlichsten Sterne und sahen den Morgen heraufkommen. Was wir gestern
Abend im Dunkeln nur geahnt hatten, das bildete sich nun zu hellen Gestalten, der
herrlichste Buchenwald umgab uns und bekränzte das Riesenufer, starke Bäume hingen
über dem Abgrund, von denen die Franzosen mehrere gefällt hatten, um sie
hinabstürzen zu sehen, und nur der sogenannte Königsstuhl ragte als die einzige
unbewachsene Felsenfläche steil in die weite Ostsee hinaus. Vom Königsstuhl bildete
das kolossale Ufer bis zur nächsten links nach dem Meere vorragenden Felsenecke
einen großen Bogen, in dieser Bucht nun, die eigentlich die Stubbenkammer heißt, geht
es weniger steil zum Strande hinab, von unten ragen ein paar ungeheure Kreidepfeiler
herauf, die ein majestätisches Tor bilden und hier sind ein paar mal Wagehälse von
unten hinaufgeklettert, von denen einige die Höhe glücklich erreicht haben, einer aber
hat nicht weiter gekonnt, ist sitzen geblieben, und nach vielstündiger Todesangst ist er
endlich noch mit Mühe gerettet. Ein Grauen wandelt einen an, wenn man sich das denkt
und in die Tiefe hinabblickt. - Auf der Fläche des Königsstuhls nun, einem der
majestätischsten Plätze, die es vielleicht auf Erden gibt, wenig über 100 Schritte von
unserem Hause entfernt, wurde der lange [Seite 48r] Kaffeetisch etabliert, an dem wir
die Sonne erwarteten. Aber als der erste Strahl über das Meer schien, sprang alles auf,
und das Kaffeetrinken war mit einem Male vergessen, bis die Feuerglut bald so stark
wurde, daß das Hineinsehen unmöglich war. Die Farben des Meeres und alle die
Herrlichkeiten zu beschreiben, werde ich mich wohl hüten, wir waren alle begeistert.
Eine junge Frau aus Stettin, deren seelenvolles Madonnengesicht schon an der Tafel zu
Putbus meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, war auch hier und stand mit
gefalteten Händen in stummem Staunen unbeweglich hin starrend da, und als meine
Augen das Hinsehen in die Glut nicht mehr ertragen konnten, da sah ich auf die holde
Gestalt, deren Bild wie das Bild einer Heiligen an diesem heiligen Platze sich tief in
meine Einbildungskraft prägte. Nun besahen wir erst von oben die kolossalen Massen
der Kreidefelsen an den Abgründen, blickten zum Strande hinab, wo niedliche runde
Bachkiesel zu liegen schienen, die wir erst dann, als wir Menschen kaum wie Bohnen
groß daneben erblickten, für ungeheure Granitblöcke erkannten, sahen links die
Halbinsel Wittow und ihr äußerstes Vorgebirge und zugleich die nördlichste Spitze von
Deutschland Arkona, einen ganz nackten Felsen, (wo ehmals der berühmte Götze
Svantewit verehrt wurde), der viele Merkwürdigkeiten und Versteinerungen enthält,
aber die Reise dahin dem Freunde von Naturschönheiten, der Stubbenkammer gesehen
hat, nicht lohnen soll. Wer fern sehen konnte, entdeckte Segel in der hohen See, und wir
sahen uns vergeblich nach unserer Schaluppe aus Putbus um, die heute hier eintreffen
sollte, um für die Prinzeß bereit zu sein. Rechts vom Königsstuhle ist die zunächst in die
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Eine Variante eines Glühweins, die z. B. bei der Bremer Schaffermahlzeit getrunken wurde.
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See hinausragende, aber mit dickem Holze bewachsene Felsenecke, die [Seite 48v]
kleine Stubbenkammer, und zwischen dieser und dem Königsstuhle zieht sich in der
Schlucht der Wald bis zum Strande, ein eisenhaltiges Quellwasser bildet darin
beständige kleine Wasserfälle, und neben diesen geht der oft beschwerliche Fußsteig auf
Stufen und Wurzeln zum Strande hinab. Diesen führte uns nun unser Führer, wir fühlten
erst bei dem langen steilen Hinabsteigen, von welcher Höhe wir kamen, und blickten
nun vom Meeresstrande die steilen Wände hinauf. Die ungeheuren Pfeiler, die in der
Stubbenkamme das Tor bildeten, schienen, von oben gesehen , näher am Strande zu
stehen, und nun, wie wir unten waren, erblickten wir sie fast als die höchsten Spitzen
gegen den Himmel. Die oben zurückgebliebenen wehten mit Tüchern und warfen
allerlei Sachen herunter, und wir konnten von unten kaum die Bewegungen der kleinen
Menschengestalten auf dieser ungeheuren Höhe wahrnehmen. Der Weg unten am
Strande auf lauter zertrümmerten Feuersteinen ist höchst beschwerlich, die Gesellschaft
suchte Versteinerungen und Muscheln, ich unterließ das und schaute aufwärts und um
mich, und hätte wer weiß was darum gegeben, wenn unsere Schaluppe angelangt wäre,
daß wir diese romantischen Ufer ein bißchen von der See aus hätten beschauen und die
Spitze von Jasmund nach dem Iranger Wiek zu hätten umsegeln können. Aber die uns
übrigens so angenehme Windstille hatte sie wahrscheinlich aufgehalten, sie hatte eine
Fahrt von 9 Meilen zu machen und kam nicht. Wir kletterten auf den Granitblöcken
soweit wir konnten in die See hinein, um etwas entfernter des Anblicks der prachtvollen
Kreidewände und ihrer wunderbaren Gestalten und ihres mächtigen Buchenwaldes
oben, der uns von unten wie kleines Strauchwerk erschien, zu genießen und stiegen
dann, in unseren Erwartungen reichlich befriedigt, unseren beschwerlichen [Seite 49r]
Bergpfad wieder hinan. Trotz meiner im vorigen Jahr erlittenen Brustübel wurde mir
das Steigen doch gar nicht beschwerlich, und ich half der Frau des Gutsbesitzers
Wagner redlich und ihrem korpulenten Ehemann redlich beim Klettern, welchen Dienst
sie mir nachher durch viele bewiesene Freundschaft reichlich vergolten haben, und wir
langten oben glücklich wieder an, und gingen nun auf die kleine Stubbenkammer. Diese
Felsenwand ist von allen die steilste, keiner wagte näher zu treten, wir legten uns
einzeln auf den Bauch, die anderen hielten uns noch aus Vorsorge an den Kleidern, und
so verschafften wir uns einander den Anblick in den steilen Abgrund hinab, mehrere
mochten auch das nicht. Nachdem wir uns nun reichlich an allen diesen Schönheiten
gelabt hatten, kehrten wir hungrig und durstig zu unserem freundlichen Hause zurück,
und wie Hamburger Rindfleisch, Ochsenzungen, Porter und Wein darauf schmeckten,
brauche ich Dir nicht zu beschreiben. Etwa um 10 Uhr trennten wir uns ungern von
diesem seligsten aller Plätze und fuhren nach der Herthaburg etwa eine halbe Stunde
davon entfernt, die der altertümlichen Merkwürdigkeit wegen gesehen werden muß. Sie
liegt in dickem Walde und besteht aus einem etwa 100 Fuß hohen von Menschenhand
gemachten Erdwalle, der Burgwall genannt, der mit hohen Bäumen bewachsen ist und
einen ovalen Platz einschließt, in dem das Bild der alten Göttin Hertha gestanden hat.
Vorn hat dieser Kessel einen Eingang und vor diesem Eingange liegt der Burgsee, auch
schwarze See genannt, von dickem Walde eingeschlossen, in dem nach Tacitus
Beschreibung die Sklaven, die das Bild der Göttin bei einem großen Feste umtragen
mußten, nachher ersäuft wurden. Die Ufer dieses ziemlich bedeutenden Waldsees sind
wieder mit Schilf [Seite 49v] und Wasserpflanzen bewachsen und sumpfig und morastig
und wollen einem, wenn man von dem reinen Ufer der kristallhellen Ostsee kommt, so
romantisch sie sonst sein mögen, doch sogleich darauf nicht recht behagen. Opfersteine
und andere Altertümer werden einem noch in der Nähe gezeigt. Wir beschlossen, nicht
den gestern gekommenen Weg, sondern über Bergen, die Hauptstadt der Insel, wo wir
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2. Texte III. Lustreisen auf der Insel Rügen gemacht im August 1821.
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erst zu Mittag essen wollten, zurückzufahren und mußten zu dem Ende bei der
Jasmunder Fähre das Binnenwasser, den Jasmunder Bodden, passieren, welches an der
schmalsten Stelle, wo man überfährt, etwa eine halbe Stunde breit ist. Diese Fahrt ist
nun sonderbar genug. Der Bodden ist von der großen Ostsee nur durch eine schmale
Erdzunge getrennt, die man in der Ferne nicht sieht, und daher die offene See zu sehen
glaubt. Hier bestiegen wir nun ein Boot und nahmen alle Sachen aus den beiden Wagen
mit hinein, ein Fährmann fuhr mit uns ab und suchte mit der Stange immer Grund und
unsere beiden ledigen vierspännigen Mietswagen fuhren durch das Wasser und folgten
sorgfältig dem führenden Boote. Diese Fahrt geht aber nicht gerade hinüber, sondern
der verschiedenen Tiefe des Wassers wegen oft rechts und links, manchmal gar etwas
zurück, daß man zuweilen mit Wagen und Pferden in die offene See zu fahren glaubt.
Wir glaubten alle Augenblicke, die Pferde und Wagen schwimmen zu sehen, und dies
machte die Partie, bei der doch nie ein Unglück zu passieren pflegt, da die hiesigen
Pferde daran gewöhnt sind, doch für uns etwas ängstlich. Um 3 Uhr kamen wir bei
trübem Himmel in Bergen an, wo wir ein erfreuliches Mittagsmahl auf schwedische
Manier hielten, nach welcher mit der Suppe das Mahl beschlossen wird, und wunderten
uns, als wir vom Tische aufstanden, daß es etwas ge-[Seite 50r] regnet hatte, es war aber
wieder das schönste Wetter, und wären wir auch auf diese Weise etwas naß geworden,
wir würden uns nach so vielem gehabten Glücke nicht darüber beschwert haben, aber es
blieb schön, und als wir näher nach Putbus kamen, fanden wir die Spuren des
gewaltigsten Platzregens, der sich vor einer Stunde ergossen hatte. Unsere arme
Prinzeß, die eben nach Stubbenkammer abgereist war, hatte ihn gleich nach der Abfahrt
bekommen, und sich in der Droschke, in der sie die Reise machte, nur mit Not dafür
schützen können. Sie hatten dort zwar keinen Regen gehabt, aber der Sonnenaufgang
war bewölkt, und bei dem Umsegeln der Küste war die See unruhig geworden, sie war
seekrank geworden und hatte von all dem Herrlichen nur wenig genießen können. Wir
bedauerten das herzlich, und waren mit unserer Partie desto zufriedener. Eine Lustfahrt,
die ich am 10ten noch mit Ludolph und seinem Albert nach Krakow machte, um die
merkwürdigsten geöffneten Hünengräber zu sehen, war mehr für den Altertumsforscher
als den Freund schöner Natur, der sich auf Rügen befindet. Diese Gräber liegen im
Innern der Insel in einem dicken, fast undurchdringlichen Gesträuche, die Fahrt dahin
wäre für jedes andere Land sehr reizend zu nennen, aber auf Rügen, wo man an
Aussichten auf die See gewöhnt ist, ist sie nicht interessant. Die Stadt Bergen, die sehr
hoch liegt, scheint von dieser tiefen Gegend aus gesehen wie eine Bergstadt hoch auf
einem Berge zu liegen und gibt die einzige hübsche Aussicht in die Ferne. Die Gräber
selbst bestehen aus sehr großen Granitstücken, deren eine Seite zu einer Fläche
gesprengt oder gehauen ist, vier solcher Steine bilden mit den Flächen das länglicht
viereckige Grab, welches wieder mit einem ungeheuren Steine, der unten eine Fläche
hat, bedeckt [Seite 50v] ist. Auf einem dieser Gräber lag der Deckel noch, doch so
gehoben, daß man hineinkriechen konnte. Ein gewaltiger Opferstein mit der
hineingearbeiteten Rinne zum Ablaufen des Blutes und eine Quelle daneben, deren
Wasser vielleicht bei den Opfern gebraucht wurde, machte dieses Andenken an die
graue Vorzeit in dem dicken wilden Walde interessant und schauerlich genug. Die in
diesen Gräbern gefundenen Altertümer und Waffen werden teils auf dem Putbusser
Schlosse verwahrt, teils besitzt sie ein Prediger auf der Halbinsel Wittow, ich aber war
nicht Altertumkenner und Liebhaber genug dazu, um sie mir zeigen zu lassen oder die
Reise dahin zu machen. Man sieht noch in vielen Gegenden der Insel solche Gräber, die
in den Feldern runde Hügel bilden, von denen man oft herrliche Aussichten hat, und
diese sollen als Überreste der Vorwelt ungeöffnet und unzerstört bleiben. Dies war die
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letzte Partie, die ich mit Ludolph machte, der bald darauf zu unser aller Betrübnis
abreiste. Seine Stelle nahm ein sehr lustiger Mann wieder ein, der Justizrat Langerhans
aus Berlin, der mit seinem Freunde Schadow, dem Bruder unseres Bildhauers, und
seiner Tochter Adeline, 15 Jahre alt, wieder in Putbus ankam. Auf dem Balle, wo ich
die Ehre, eine Polonaise zu tanzen, so gerne entbehrt hätte, machte Adelinchen zuerst
Aufsehen, man zeigte sich einander das junge Mädchen von 15 Jahren, das schon so
stark und völlig ausgewachsen war; viele fanden sie sehr hübsch, ich freute mich über
ihr freundliches Gesicht und ihre unschätzbare Lustigkeit und bewunderte nachher, wie
sie wie die verständigste Hausfrau ihres Vaters Hauswesen besorgte, sie bat nach
Herzenslust Gäste zu Tee und Abendbrot, und es fehlte an nichts, [Seite 51r] als ob sie
in ihrem mütterlichen Hause die Wirtin machte. Diese machten nun zuletzt mit dem
Wagnerschen Ehepaare den Stamm der Gesellschaft aus, an der sich die von der
bürgerlichen Misere, die in den adligen Zirkeln keine untergeordnete Rollen spielen
wollten, anschlossen. Des Nachmittags wurde bald in dieser, bald in jener Gegend des
herrlichen Parkes Kaffee oder Tee getrunken, und es bedurfte keiner Verabredung, um
sich zu finden, man ging durch ein paar Queralleen und horchte, wo am meisten gelacht
wurde, da ging man dem Schalle nach und fand die Gesellschaft gewiß, Langenhansens
Lachen erschallt fast durch den ganzen Park. Wagner, ein sehr wohlhabender Mann,
hatte vier braune Engländer, mit denen sein sehr geübter Kutscher lang vom Bocke fuhr,
gegen welche Graf Hacks Füchse und selbst die Rappen der Prinzeß, mit denen ich auf
der Reise so stolzierte, sehr zurückstanden. Mit diesem Zuge der schönsten Pferde in
Putbus machten wir dann oft Spazierfahrten vielleicht zum Verdrusse vieler Leute von
hoher Geburt, die mit gewöhnlichen Reisepferden oder gar Mietwagen fuhren, doch
wäre ich manchmal lieber mit Mietpferden gefahren, denn bei der letzten Lustpartie
nach der Granitz war mir bei den schmalen Waldwegen bergauf und ab oft an tiefen
Abhängen manchmal nicht ganz wohl zu Mute, wenn ich daran dachte, wie leicht ein
aufspringender Hase die mutigen Pferde erschrecken und uns allen den Hals brechen
konnte, doch es ging alles vortrefflich. Diese Granitz ist ein sehr bergigter dicker Wald,
der den Strich Landes zwischen den Halbinseln Mönchsgut und Jasmund einnimmt, in
dem der Fürst ein reizendes gotisch gebautes kleines Jagdschloß hat, welches er zur
Jagdzeit [Seite 51v] mit seiner Familie bewohnt, weil das zahlreiche Hochwild der Insel
sich mehrenteils in dieser Gegend aufhält. Das Jagdschloß liegt zwei kleine Meilen von
Putbus in dickem Walde, wo die Halbinsel Mönchsgut etwa eine halbe Meile breit mit
Rügen zusammen hängt, nahe nach der Pommerschen Seite zu, daß man schon vom
Schlosse hin und wieder durch die Bäume die See sieht. Nach diesem Schlosse machten
wir nun am 15ten August mit einer zahlreichen Gesellschaft in vier Wagen, ich mit
Wagners, eine sehr ergötzliche Lustfahrt. Ein unverhofft angekommener berlinischer
Freund, der Stadtrat Drake, der mit seiner Familie die Insel bloß auf einige Tage
bereiste, war mit dabei, und wir fuhren gleich bei der Ankunft vom Schlosse den
bergigten Waldweg, auf dem mir für unsere langgespannten vier Engländer etwas bange
war, nach der etwa eine halbe Meile davon entfernten nordöstlichen Aussicht, Kieköwer
(Siehe hinüber) genannt, wo der Weg im dicken Gebüsche mit einem Male wie bei
Stubbenkammer am steilen Abgrunde aufhört, aber diese Aussicht hat einen durchaus
anderen Charakter. Das Ufer ist freilich steil, und vielleicht halb so hoch als
Stubbenkammer, aber nirgends ist Felsen zu sehen, bis zum Meeresstrande ist alles mit
dickem Gebüsch bewachsen, und die herrliche meilenbreite Meeresbucht zwischen den
Halbinseln Mönchsgut und Jadesmund Prorer Wieck genannt, die man zur Linken hier
ganz übersieht, ist wie mit einem großen Amphitheater von diesem Waldufer umgeben,
hinter der entferntesten Spitze liegt Stubbenkammer, die man aber von hier nicht sieht,
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vor sich und rechts hat man nichts als die große Ostsee. Da standen wir dann wieder und
schauten und zählten eine Menge Segel fern in der hohen See. In weniger Entfernung
[Seite 52r] vom Ufer schien eine Menge Steine aus dem Wasser zu ragen, ich sah mit
meinem Taschenperspective dahin, weil ich da wieder Seehunde vermutete, deren
Tummelplatz vorzüglich hier ist, und ich sah nicht vergebens. Bald als wir laut riefen,
fingen die vermeinten Steine an lebendig zu werden und bald waren sie fast alle
verschwunden. Es war eine Gesellschaft von mehr als 30 Seehunden gewesen, die hier
an dieser seichten Stelle sich gesonnt hatten. Nun kamen allenthalben die
kugelförmigen Köpfe zum Vorschein, daß oft zwanzig Kugeln auf dem Wasser zu
schwimmen schienen, die immer abwechselnd untertauchten, viele kamen uns sogar
ganz nahe, das amüsierte uns dann als Zwischenakt zu dem großen schönen
Naturschauspiele gar herrlich und wir fuhren nun nach dem Schlosse zurück, tranken
vor dem Schlosse auf dem herrlichen Platze Kaffee, den Adelines freundliches Gesicht
und ihre Fröhlichkeit würzte, und gingen dann nach dem etwa 10 Minuten entfernten
Fürstenberge mit der Aussicht nach Süden, wo man links die Halbinsel Mönchsgut mit
ihren Erdzungen vor sich, ferner unsere liebe Insel Vilm und ganz in grauer Ferne die
Pommersche Küste sieht. Diese Aussicht ist wieder ganz anderer Art als die vorigen,
der Fürstenberg liegt nicht dicht am Strande, sondern er ragt mit kahlem, nur mit
Strauchwerk bewachsenem Scheitel über kleinere mit Wald bewachsene Hügel hervor,
die immer niedriger bis zur Küste gehen und über die man wegschaut. Da blieben wir
bis nach Sonnenuntergang und bei der Rückfahrt ging der Vollmond auf und da wir
bergauf und ab fuhren, so verschwand er immer wieder und ging wieder auf, und so
kamen wir herzlich [Seite 52v] froh wieder in Putbus an. Den Abend wurden wir bei
Wagners mit frisch gefangenen Flundern (eine Art Schollen) traktiert, und Adeline
machte mich zu ihrem Onkel und ich versprach ihr, wenn sie Braut sein würde, ihr Bild
zu malen, und der Bund wurde mit einem herzlichen Kusse besiegelt, und die 14 Tage,
die wir noch zusammen hatten, hat mir diese liebe neue Nichte viele frohe Stunden
gemacht. Das Leben in Putbus habe ich dir schon zur Genüge beschrieben, die öfteren
kleinen Spaziergänge, die wir nachher noch machten, waren sehr angenehm, verdienen
zwar keine besondere Erwähnung, bloß muß ich dir noch sagen, daß ich bei der
Rückreise bei der Ankunft bei der sogenannten alten Fähre durch den schönen Anblick,
den die altertümliche Stadt Stralsund gewährt, die unmittelbar am Strande liegt,
überrascht wurde, bei der Hinreise hatte ich bei dem finsteren Regenhimmel, kaum den
brausenden Wellen entronnen, das gar nicht gemerkt, diesmal bestieg ich allein ein
Boot, überließ Pferde und Wagen ihrem Schicksale und ließ mich so der schönen Stadt
und ihrem Mastenwalde immer näher schaukeln, nicht ohne alle Sorge, denn wir hatten
acht Tage vorher alle Tage und noch gestern immer gegen Mittag starken Wind gehabt,
und es bildeten sich schon wieder verdächtige weiße Wolken einzeln am Himmel, auch
die Seemöwen, diese Sturmpropheten, schrien nach Herzenslust, aber das Wetter blieb
trotz alledem schön, wir kamen glücklich hinüber, und die ganze Rückreise diesmal
über das größte Mecklenburger Gestüt Ivenack, wo ich die sehr schönen Pferde und das
schöne Dorf besah, welches in Regelmäßigkeit und Schönheit seiner Bauart vielleicht
einzig ist, dann wieder über [Seite 53r] Strelitz und Oranienburg, war sehr glücklich und
angenehm und ich konnte bei der Ankunft in Berlin mit frohem Herzen sagen: "Ende
gut, alles gut!"
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2. Texte IV. Wolfenbüttel. Salzdahlum. Langeleben. 1834
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IV. Wolfenbüttel. Salzdahlum. Langeleben. 1834
Erinnerungen an Wolfenbüttel und seine früheren Umgebungen 37
[Seite 55r] Sollten diese Blätter jemandem in die Hände geraten, der vielleicht
bestimmte Nachrichten über das Schloß und die Festung Wolfenbüttel, die Anlagen von
Salzdahlum und dergl. darin suchte, dem diene zur Nachricht, daß sie bloß
Erinnerungen aus meinen Knabenjahren und Beschreibung der Eindrücke, die diese
Gegenstände damals auf mich machten, enthalten, und geschrieben sind, bloß um mich
mit diesen Erinnerungen einige Stunden angenehm zu beschäftigen. - Genauere und
richtigere Angaben kann der, dem darum zu tun ist, noch in alten gedruckten
Beschreibungen davon finden, die ich aber weder gesehen habe, noch habe nutzen
wollen, weil ich keine genaue Beschreibung liefern, sondern bloß meine Erinnerungen
aufschreiben wollte.
Braunschweig, den 12ten Juli 1834.
[Seite 55v] Ich sah meine gute Vaterstadt wieder, und die schöne ehrwürdige Kirche,
das alte Schulhaus, worin ich geboren bin, und so viele andere Gegenstände, die noch in
ihrer alten Gestalt da standen, weckten in mir die Erinnerung meiner früheren Jahre und
zugleich eine wehmütige Empfindung, wie seit fünfzig Jahren sich dort alles so sehr
verändert hat. Es ist der gewöhnliche Fehler bejahrter Leute, daß sie das Neue nicht
lieben und immer mit Vorliebe die früheren Zeiten loben. Dies mag denn auch mein
Fehler sein, denn ich sehe dort jetzt lauter zerstörte Herrlichkeit, meine alten
Lieblingsplätze sind verschwunden, und die neuen Anlagen, die sich hie und da aus der
allgemeinen Umfassung und Zerstörung gestalten, wollen mir keinen Ersatz dafür
geben. So will ich denn, ehe die Gewöhnung an die dortigen Veränderungen das Bild,
das von ihrer vorigen Gestalt noch so lebendig in meiner Einbildungskraft lebt, ganz
vertilgt hat, versuchen, ob ich es mir erhalten kann, wenn ich manches davon
aufschreibe, und fürchte nicht, daß diese nur zu meiner Satisfaktion geschriebenen, so
manches Lob des vorigen enthaltenden Zeilen irgendeinem Freunde des neueren
Geschmacks ein Ärgernis [Seite 56r] geben werden.
Wolfenbüttel war früher Residenz, und das Schloß mit seinem Walle, Festungswerken,
schönen Tore und dergl. zeugten von dem Reichtum und der Prachtliebe seiner
ehemaligen Fürsten. Bei meiner Geburt stand das Schloß schon längst öde und
Wolfenbüttel war sehr lange, seit Braunschweig Residenz wurde, ein von der Regierung
vernachlässigtes, menschenleeres Städtchen, dessen gute Einwohner für die
wohlhabenden Braunschweiger, wie auch noch jetzt, oft Gegenstände des Mitleids und
Spottes waren. Nur der Wall, eine seiner schönen Bäume und Aussichten wegen selbst
bei den Braunschweigern berühmte Promenade, und der im alten französischen
Geschmacke mit Sandsteinfiguren und dergl. angelegte Garten des Schlosses
Antoinettenruh vor dem Herzogtor am Lechlenholze, wo die verwitwete Herzogin
Philippine Charlotte (Schwester Friedrichs des 2ten) damals während der
Sommermonate wohnte, wurde im Stande erhalten und im Lechlenholze durch den
schönen Dickicht, aus dem die herrlichsten alten Buchen mit ihren glatten Stämmen wie
geschliffene Säulen hervorragten, wurden der Herzogin zu Ehren manche neue
Spaziergänge angelegt. Übrigens wurde an Verschönerung der öffentlichen Anlagen
nicht gedacht, jeder baute und benutzte seinen Garten [Seite 56v] auf seine Weise, und
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Teilweise publiziert, vgl. Barnstorf 1968, S. 50-53 und 88-91.
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2. Texte IV. Wolfenbüttel. Salzdahlum. Langeleben. 1834
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die Überreste ehemaliger Pracht verwilderten, die ungestörte Natur bekleidete alte
Mauern mit Efeu, und Sträucher und Büsche wuchsen aus den Rissen alter Gebäude
hervor. Hohes Gras und wilde Fliedersträuche in dichten Massen wucherten üppig in
den Höfen des Schlosses, in die man von dem hohen Schloßwalle herabsehen konnte,
Nebengebäude des Schlosses waren schon völlige Ruinen, die von keiner
Menschenhand berührt wurden und von wildem Gesträuch und Nesseln überwachsen
waren. Die sind nun bei der Abtragung des Schloßwalles aufgeräumt, und ein Teil des
sogenannten kleinen Schlosses (eines Nebengebäudes und vielleicht Hauses des großen
Schlosses) ist nebst einem Teile des Schloßwalles zu einem Privatetablissement benutzt.
Eine nun mit Obstbäumen bepflanzte Anhöhe des vorigen Walles, auf der ein kleiner
Pavillon erbaut ist, welche noch die schöne Aussicht [nach] dem Krammerholze und
Harze bietet, und ein kleiner Teil der alten Kasematten, als Eiskeller benutzt, sind noch
davon stehen geblieben, doch ist auch dies hübsche Etablissement schon seit vielen
Jahren ganz vernachlässigt und verwildert. Vom Schloßplatze führte das alte dunkle
Mühlentor unter dem freundlichen grünen Schloßwalle durch nach der Auguststadt,
[Seite 57r] die wieder mit einem grünen Walle und Gräben umgeben wie das alte für
eine Ewigkeit gebaute Thor mit dem schönen Schloßwalle und seinen Bäumen ist
verschwunden [sic!], nur ein paar Ruinen der fast unzerstörten Kasematten, die nach 40
Jahren noch nicht ganz aufgeräumt sind, stehen noch, und statt der verwilderten Gräben
und Wälle, die so schöne Partien bildeten und dieser Vorstadt von außen ein so
freundliches Ansehen gaben, umgibt jetzt ein flaches Kartoffelland die schlecht gebaute
Außenstadt mit ihrer leicht gebauten hölzernen Kirche, ihrem Waisenhause und
Hospitale. Außerhalb des Augusttores, welches neuer war, hat man jetzt den großen
Anger, in dessen Mitte das Schützenhaus steht, der beim Freischießen so herrlich
benutzt wurde, freilich durch regelmäßige Promenaden und angepflanzte Alleen zu
verschönern gesucht, aber die alten ehrwürdigen Linden auf dem Hofe des
Schützenhauses, deren Kronen so oft beim Schützenschießen durch hineingeschossene
Schwärmer erleuchtet wurden und deren Duft die ganze Gegend durchwürzte, sind
abgehauen und vor wenigen Jahren fand ich noch die mächtigen Stämme schon
größtenteils in Schnittholz verwandelt, welches durch seine Reinheit bewies, wie lange
diese herrlichen gesunden Bäume [Seite 57v] noch die Zierde der Gegend hätten sein
können. - Die Bibliothek, dieses leider auch von Holz gebaute so schöne Gebäude,
welches auch noch an die vorige Herrlichkeit der Residenz erinnert, ist auch schon so
lange vernachlässigt, daß man vielleicht auch bald, statt große Summen an seine
Wiederherstellung zu wenden, an seine Abtragung denken wird. Das alte Schloß,
welches fast schon Ruine ist, wird diesem Schicksale auch, sobald man die Kosten
daran wenden, oder das Material davon anders benutzen kann, nicht entgehen. Von dem
schönen Schloßplatze führte das Dammtor, über dem auf dem Schloßwalle die
Kommandantenwohnung war, über die alte steinerne Dammbrücke, mit zwei
gegeneinander überstehenden Statuen des Mars geziert, (die jetzt, possierlich genug in
einem Lustgarten vor Braunschweig stehen) über den breiten Dammgraben in die Stadt.
Dieser Dammgraben war freilich verschlammt, und vielleicht der Gesundheit der
Anwohner nachteilig, aber seine Wasserfläche mit dem sie begrenzenden Schloßwalle
und der schönen Brücke und dem Tore, durch welches man auf den Schloßplatz trat,
machten einen schönen Eindruck, und die jetzige offene Straße, die zwischen den
Staketten der auf dem zugeworfenen Graben entstandenen [Seite 58r] Privatgarten
durch, nach dem Schloßplatze führt, kann dem, der das vorige kannte, wohl schwerlich
eine Verschönerung scheinen. In der Stadt selbst hat sich vielleicht manches verbessert,
so manches Haus ist neu gebaut, andere ausgebaut und abgeputzt, das alte
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2. Texte IV. Wolfenbüttel. Salzdahlum. Langeleben. 1834
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(Schweizerhaus) Spritzenhaus mit dem Fleischscharren und garstigen Graben dahinter
ist abgebrochen und der Graben überdeckt, und der Platz dadurch größer und
freundlicher geworden, aber die Außenseite der Stadt, deren schlechte ehemals hinter
dem Walle liegende Hintergebäude nun offen daliegen, hat durch das Abtragen der
Wälle und Festungswerke und das Umhauen der herrlichen alten Bäume und Hecken
unendlich verloren. Diese Abtragung und Verwüstung schreitet der Kosten wegen zwar
langsam, aber doch alle Jahre immer weiter fort, und was vom Alten noch übrig ist,
wird in wenigen Jahren völlig verschwunden sein. Das alte Harztor steht noch mit der
rechten Seite seines Walles bis zur großen Schleuse, durch welche die Oker in die Stadt
fließt, und den schönen Kastanienbäumen. Mit der linken Seite steht es auf flachem
Boden, und soweit der Wall abgetragen ist, ist freier wüster Platz, auf dem stellenweise
Schnittholz aufgestellt ist, und wo sich immer die Vergleichung mit dem vorigen, da
man das Neue und das Alte [Seite 58v] mit einem Blicke übersehen kann, unwillkürlich
aufdringt. Geht man durch das Tor oder wie man will neben dem Toren hinaus, so ist
außerhalb noch manches wie damals. Freilich Brücke und Stadtgraben mit dem hohen
Schilfe, den Tauchern und Rohrsperlingen, die es so lebendig machten und dem
Weidendickicht außerhalb sind verschwunden und jetzt öde steinige Fläche, aber der
Hauptstrom der Oker fließt noch in seinem alten gewohnten Bette, und passiert man auf
der schlechten hölzernen Brücke hinüber, so bietet der Damm zwischen den beiden zum
Gute Monplaisir gehörenden Wiesen noch ziemlich den vorigen Anblick. Links an der
Oker entlang, der Weg über die Wiese, wo man die Asse vor sich sieht, der Steg über
den kleinen überwachsenen Graben, die Gasse zwischen den Gärten durch die
unbeschnittenen Hecken nach der halchterschen Wiese, diese Wiese selbst, welche die
Oker durchfließt, wo ich als Knabe mit meinen Schulkameraden so gern badete und des
Abends die Kuhherde durch den Strom schwimmen sah, versetzte mich in eine
angenehme Täuschung, ich glaubte noch so Vieles, selbst manche alte Gartenpforte
wieder zu erkennen, und alles rief mir die Eindrücke meiner Knabenjahre zurück.
Ebenso der Weg durch die Gasse und wilden Hecken nach dem Gute [Seite 59r]
Montplaisir, welches vor 50 Jahren einem General von Rhetz gehörte (der in Halchter
auf seinem andern Gut wohnte), welches damals schon sehr vernachlässigt wurde, doch
wurde es noch ordentlich bewirtschaftet, wenn auch die Anlagen, die von der früheren
Anwesenheit der Gutsherrschaft zeugten, nicht mehr im Stande erhalten wurden. Auf
dem großen, klaren Teiche waren noch Schwäne, rechts und links desselben waren
Promenaden, die nach einem zweiten runden Teiche führten und dergl. Eine freundliche
korpulente schon bejahrte Bauersfrau, die dort Wirtschafterin war, erzog eine Menge
schöner Hühner, Enten und Puter, und meine Knabenfreude war, wenn dies
Federviehgewimmel auf dem Flur des Wirtschaftshauses vor der Milchkammer gefüttert
wurde. Dann wurde mir ein Napf mit frischer Milch in dem ehemaligen herrschaftlichen
Gartensaale mit einem tüchtigen Stücke schwarzen Brots zum Einbrocken aufgetischt.
Glastüren und Fenster waren verwittert, klapperten und schützten wenig vor Wind und
Wetter, und an ein Paar ehemals mit schönem Nußbaumholz ausgelegt gewesenen
Tischen und Stühlen sah man nur noch die Stellen , wo es gesessen hatte, und saß
darauf nicht ohne Gefahr, daß sie zerbrachen, aber noch denke ich mit froher
Erinnerung der [Seite 59v] glücklichen Stunden, die ich in dieser Umgebung genoß.
Dann kam die schöne Kuhherde zu Haus und watete tief in den Teich, um zu trinken
und sich zu kühlen, und zuletzt kam die große Gänseherde von der Stoppel vor dem
hohen Felde vor dem Krammerholze, meist fliegend, zurück und fiel auf dem großen
Teiche mit fröhlichem Geschrei und Geschnatter nieder. - Alle diese Herrlichkeiten
glaubte ich wiederzufinden, aber wie hatte ich mich geirrt! - Gleich beim Einritte in den
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Torweg sah ich zwar noch alte, aber doch veränderte unansehnliche
Wirtschaftsgebäude , statt des großen schönen Teiches einen garstigen Morast, den man,
wie es schien, längst hatte ausfüllen wollen, aber aus Mangel an Schutt damit noch nicht
hatte können zu Stande kommen. Von den schönen Bäumen und Gebüschen, die sonst
den Teich umgaben, war keine Spur mehr zu sehen, und nichts Lebendes, weder
Mensch noch Tier, regte sich in der ganzen öden Umgebung. - Hier getäuscht suchte ich
Ersatz im Krammerholze zu finden. Dies war sonst immer mein liebster Spaziergang,
und als ich im 15ten 16ten Jahre so eifrig Naturgeschichte trieb, war hier das Revier
meiner Insektenjagd, und das ganze Feld, der dichte, wilde Wald mit seinen
blumenreichen Plätzen [Seite 60r] war damals von den mannigfaltigsten Käfern,
Schmetterlingen und Insektengattungen aller Art belebt. Auf dem Wege dahin glaubte
ich an der Hecke rechts noch den Hollunderbusch wieder zu erkennen, wo ich vor 50
Jahren die erste Ligusterraupe fand, auf der Herrenbreite stand das Getreide noch
ebenso üppig, aber statt der ehemaligen weißen Schanze, einem Überreste des
30jährigen Krieges, die so lange öde nur mit Hagebuttensträuchern bewachsen, da lag,
und nur im Herbste von wenigen, um Hagebutten zu pflücken, besucht wurde, wo dann
unter den Büschen die Hasen aufsprangen, die da ihre ungestörten Schlupfwinkel
hatten, ragten nun Gebäude hervor. Da man versucht hatte, die Gräben zu füllen und
den steinigten Boden mit Kirsch- und anderen Obstbäumen zu bepflanzen, welches aber
dem (Urbewohner) Unternehmer, wie es schien, bis jetzt wenig Segen gebracht hat. Die
Aussicht von dem Krammerholze auf die Stadt mit ihrer Umgebung, rechts die Asse
und der Elm und, links Braunschweig mit seinen Türmen ist noch immer schön,
wenngleich Wolfenbüttel nicht mehr so freundlich wie ehemals aus seinen alten
Lindenbäumen und schönen Wällen hervorsieht, und daß ich jetzt die schöne
Landschaft nicht mehr in der ehemals gewohnten [Seite 60v] Klarheit erblicke, war
leider die Schuld meiner so viel schwächer gewordenen Augen. Aber beim Eintritt in
das Krammerholz fand ich alles verändert. Die offenen Plätze, sonst mit den
herrlichsten Waldblumen und Kräutern bewachsen, wo es von so vielen Gattungen
andernwärts seltener Insekten wimmelte, waren geebnet und reihenweise mit jungen
Buchen bepflanzt, die mit so schön duftendem Geisblatt umrankten Gebüsche und das
sonst so undurchdringliche Dickicht waren verschwunden, alles licht und durchsichtig
geworden, die alten großen Bäume weggehauen und alles zeugte von neuer trefflicher
Forstkultur, und von meinen alten Bekannten, seit meiner Abwesenheit von hier
nirgends wieder gefundenen Insekten, die sonst hier an den mannigfaltigen ihnen
angenehmen Blumen und Pflanzen schwelgten, fand ich nichts mehr, als ein einsames
Brettspiel, welches ohne eine Blume zu finden schnell über den kahlen Rasen dahinflog.
Doch auch der Anblick dieses einen hier einheimischen Schmetterlings machte mir
Freude, und zeigte mir, daß ich auf dem vormals so geliebten Boden stand. In einer
sumpfigen Moorgegend im Holze, wo nur kleines Gesträuch und Binsen wuchsen, war
ehemals eine Quelle, die keinen ordentlichen Abfluß hatte, [Seite 61r] und zu der man
nur auf erhöhten Torfballen, die ganz elastisch waren, nicht ohne Mühe und Gefahr, die
Schuhe zu benetzen, gelangen konnte. Eine Art großer grüner Wasserfrösche mit
schneeweißer Kehle und Bauche, die ich nirgends wieder gefunden habe, waren da
häufig , und an der Quelle angelangt, freute ich mich in den kristallhellen nur wenige
Fuß breiten Boden das Wasser aus dem Boden perlen, und kleine Fische, (aus Laich,
wahrscheinlich von Wasservögeln hergetragen, entstanden) darin spielen zu sehen und
mich mit einem frischen Trunke, mit Hand oder Hutkrempe geschöpft, zu erquicken,
diese ganze Gegend fand ich geebnet, ausgetrocknet, von Gräben durchschnitten, aber
vielleicht des Torfbodens wegen, nicht bepflanzt, und die Quelle suchte ich vergebens. -
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2. Texte IV. Wolfenbüttel. Salzdahlum. Langeleben. 1834
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So fand ich es vor dem Herzogtore, an den Gärten übrigens wenig verändert, das
Zollhaus ganz noch das Alte. Vom Harztore an ist der Wall hinter dem Bruche
größtenteils abgetragen. Vom Ende des Bruchs bis zum Kirchhofe bei der
Garnisonkirche, steht er noch, doch sind die besten Bäume weggehauen, und das ganze
schon größtenteils zerstört und verdorben. Der vom Stadtgraben übrige [Seite 61v] Teil,
der längst keine Zuflucht mehr hat, ist in einzelne große Pfützen verwandelt, und außer
den schönen Aussichten von den Brustwehren, die noch die Alten sind, ist von der
vorigen Schönheit wenig mehr übrig. Bald werden auch diese schönen Aussichten
verschwunden sein, wenn das große Werk, diese Höhen und Täler zu ebnen, vollbracht,
und alles in flaches Kartoffelfeld verwandelt sein wird, bei dessen Anblicke es schwer
sein dürfte, eine Erinnerung an die vormals so reizenden Partien zurückzurufen. Vom
Kirchhofe am Holzmarkte bis zum Schloßplatze ist die Abtragung des Stadtwalles
vollendet, und am Herzogtore geben neue, in englischem Geschmacke angelegte Partien
mit schön geebneten Grundwegen, Pappeln und Bosketts von mancherlei Stauden und
Blumen der modernen Welt große Genüsse, und das Wonnegefühl, etwas dem
Braunschweigischen Walle ähnliches zu besitzen. Der alte Philippsberg, ein uraltes mit
dicken Mauern aufgeführtes Gebäude und alte Burg, später zu einem Bollwerke der
Festung umgeschaffen, bildete einen bedeutenden mit grünem Rasen dicht bewachsenen
Berg, an dem im Frühjahre alles blau von Veilchen war, und wo an zwei Seiten die
[Seite 62r] dicken Mauern mit schmalen stark vergitterten Fenstern schauerlich
hervorguckten. Um den Berg führte die Wallpromenade zum Herzogtore, an der am
Berge die schönsten alten Lindenbäume standen, von denen einer vorzüglich ein
ungeheures Laubgewölbe füllte, in dessen Krone sich ein Vogelbeerenbaum im Stamme
eingewurzelt hatte, der mit seinem ganz anders gestalteten Laube und roten Beeren das
Innere dieses Laubgewölbes bildete. Schon zu diesem einen Baume hätte man als zu
einer großen Naturschönheit wallfahrten können. Welch einen herrlichen Anblick
gewährte, wenn man von Braunschweig kam, dieser Berg mit seinen Baumgruppen an
der linken Seite des alten schönen Tores, wo jetzt ein großes, von den Steinen des alten
Philippsberges erbautes, in wüster Ebene liegendes Gefangenhaus den widrigsten
Eindruck macht. Das alte Tor war wahrlich eine Zierde der Stadt. Über dem dunklen
Eingange stand in mehreren tiefen Nischen die Reiterstatue des Erbauers in
herausgaloppierender Stellung zwischen zwei geharnischten Rittern, und das ganze
Gebäude war mit Zierraten und Bildhauerarbeiten in altertümlichem Geschmacke
dekoriert. Dies schöne Tor mit Brücke und breitem Schilf bewachsenem Graben [Seite
62v] ist nicht mehr, und ein elendes von Holz gebautes Wachthaus, welches beim
Eingange durchs Tor in die Stadt links davon stand, ist nun das erste Gebäude, welches
man erblickt, wenn man auf der ebenen Fläche hineinkommt, und bezeichnet dem
Freunde der Vergangenheit wenigstens noch die Stelle, auf der das alte Tor vormals
gestanden hat. Über dem Tore führt der Wall zu einem andern Bollwerke, welches ein
Garten umgab, wo unter schönen Linden auf der Brustwehr eine Bank stand, welche
gern besucht wurde, weil man von da die Aussicht auf die Braunschweigische Chaussee
und die Passage durchs Thor hatte. Dies ist der Grund, warum man einen Teil dieser
Anhöhe mit einigen Linden und der Bank erhalten hat, welcher noch steht, aber die
Aussicht durch das im Vordergrund fehlende Wasser, und das Abtragen des Schlosses
Antoinettenruh, welches man mit dem Lechelnholze ehemals vor sich sah, bedeutend
verloren hat. Doch hat die Erhaltung dieses Teils des Walles ihren Wert, die Bäume und
der Platz sind noch die alten, und geben der jungen Welt noch eine Idee davon, wie
ungefähr vormals die ganze Umgebung Wolfenbüttels gestaltet war, wenn nicht das
Aufhöhen des Bodens mit Grand, der ihn so hart und für den Regen so undurchdringlich
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2. Texte IV. Wolfenbüttel. Salzdahlum. Langeleben. 1834
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macht, und die anderen Verän [Seite 63r] derungen den schönen alten Bäumen
nachteilig sind, und ihnen auch bald den Garaus machen. –
Vor dem Herzogtore an der Braunschweigischen Chaussee links an dem Holze lag das
Lustschloß Antoinettenruh, mit dem im französischen Geschmacke angelegten Garten,
der von der Chaussee durch eine hohe Hecke und eine Reihe ganz alter dicker von unten
auf belaubter Linden getrennt war. Den Vorhof des Schlosses bildete ein im Halbzirkel
von dem dicken Walde umgebener Platz, von dem eine Allee zwischen dem Holze und
Garten zu einem am alten Braunschweigischen Wege liegenden Pavillon führte, wo man
eine schöne Aussicht auf Wolfenbüttel und den Brocken hatte, der von hier gesehen den
Hintergrund des schönen Turmes bildete. Schlangenwege führten vom Schlosse und der
Chaussee in verschiedenen Richtungen durch das Holz nach dem Sternhause, welches
in der Mitte und höchsten Gegend des Lechlenholzes in Sternform gebaut, rechts und
links von der Chaussee umschlossen wurde. Von diesem Mittelpunkte aus waren sechs
Alleen durch den Wald gehauen, deren jede einem Fenster eine Aussicht gewährte, und
die großen Flügeltüren, zu denen zwei große breite steinerne Treppen führten, sahen auf
die Chaussee nach Braunschweig und Wolfenbüttel, und an der letzten Seite sah man
von der hohen Treppe dieses hoch liegenden Hauses auf den [Seite 63v] hinter dem
Forsthause hervorragenden Harz. Diese Treppe war in der Regel das weiteste Ziel und
der Ausruheplatz der Spaziergänger, denn schon damals zog die schöne Welt die
Promenade an der oft staubigen Chaussee, der lebhaften Passage wegen, dem weit
schöneren Spaziergange um den Wall vor, besonders des Sonntags, wo der
Braunschweigische Weg der Ort war, den man nicht versäumte, um zu sehen und
gesehen zu werden, aber das Forsthaus war damals eine ganz unscheinbare, unbewohnt
scheinende Wohnung des Försters, von Bewirtung war keine Spur und nur ein
Gartenhaus in der Nähe von Antoinettenruh existierte, welches bloß von Männern,
meistenteils jungen Advokaten besucht wurde, die da vielleicht ein Glas Bier oder
Kaffee tranken. Das schöne Geschlecht promenierte bloß nach dem Holze. Vor einigen
Gärten standen ein paar Bänke, von einer darüber gezogenen Linde beschattet, wo auf
einem Tische kleine Teller mit Kirschen, Erdbeeren oder Stachelbeeren zum Verkauf
standen, es wurde als großer Luxus angesehen, wenn ein paar Frauenzimmer, oft nur
ältliche Damen, sich dabei ausruhten und etwas genossen. Gewöhnlich wurde
Butterbrot und dergl. mitgenommen, und auf der Sternhaustreppe verzehrt. Jetzt ist
Antoinettenruh mit Garten, Hecken [Seite 64r] und alten Bäumen, Alleen und Pavillon
nicht mehr zu sehen, und alles flaches Gartenland. Im Holze sind alle alten Buchen, die
man nirgends schöner fand, und der Wald auch zum Teil, ganz niedergehauen, und die
Stelle des Sternhauses ist freier Platz mitten im Holze, und die ehemaligen Alleen, die
am Sternhause sich zu einem Mittelpunkt vereinigten, durch Umhauen der Bäume und
Aufwachsen des Unterholzes auch fast verschwunden und nur noch für den sie mit
Aufmerksamkeit Suchenden zu finden. Doch um auch das Gute der jetzigen Zeit zu
würdigen, gestehe ich, daß der neue große Saal im Forsthause mit seinen Aussichten
eine schöne Anlage ist, die für die Sternhaustreppe wohl entschädigen könnte, wenn er
dem ganzen Publikum offen stände. Auch die Plätze im Garten, wo die schöne Welt
sich an schönen Tagen versammelt und genießt, sind für das gesellige Leben
zweckmäßiger, als das ehemalige bloße Promenieren, obgleich damals die Kosten
solcher Vergnügungen geringer waren. - Aber welche Empfindung ergreift den, der vor
50 Jahren das ehemals mit königlicher Verschwendung angelegte Schloß Salzdahlum
kannte, wenn er jetzt die Stelle sieht, wo es gestanden hat. Rechts vom Forsthause
führte der Weg durch eine Gasse zwischen den Gärten durch auf [Seite 64v] einen
großen sonnigen Anger und weite Ebene, auf deren Höhe die ehemals so berühmte
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Salzdahlumer Allee, die über eine halbe Stunde lang war, gerade in den Schloßgarten
führte. Von der ganzen Gegend um Braunschweig und Wolfenbüttel konnte man sie
sehen, und die Aussicht besonders vom Eingange der Allee, der am höchsten lag, war
unbeschreiblich. Sie bestand aus einer sechsfachen Reihe der ältesten Linden, von ihrer
Pflanzung an ohne alle Menschenkunst aufgewachsen. An den Stämmen von der
Wurzel an dicht belaubt, bildeten sie oben ein von keinem Sonnenstrahl durchdrungenes
Gewölbe, hohes Gras wuchs unter den Bäumen, durch welches nur ein schmaler
Fußsteg getreten war, da die Allee durch einen Schlagbaum und an der Seite sie
schützende Gräben für jedes Fuhrwerk verschlossen war. Wenn man auf dem sonnigen
Wege die Anhöhe erreicht hatte und in diese kühle Dunkelheit eintrat, ergriff einen ein
heiliger Schauer. Der Begriff von alten den Göttern heiligen Hainen ist mir nie
anschaulicher gewesen als da, und ich erinnere mich, daß mich als Knabe in dieser
dunklen Einsamkeit, (denn niemandem begegnete man dort, weil vom Dorfe zur Stadt
nähere Fuß- und Fuhrwege führten) manchmal ein schauerliches Grauen anwandelte.
Rechts und links durch die Lücken der Bäume sah man [Seite 65r] die herrlichsten
Landschaften, übersah fast den größten Teil des Braunschweigischen Landes und die
Städte Braunschweig und Wolfenbüttel. In den Wipfeln der ehrwürdigen Bäume
nisteten große Raaben, die da ungestört hausten und den einsamen Wanderer mit ihrem
Krächzen begrüßten. Ich fand in der Allee immer eine Menge der stärksten
Raabenfedern zum Zeichnen. Wie sonderbar war meine Empfindung, als ich die
weltberühmte Herrenhauser Allee bei Hannover sah, diese wie Soldaten gereihten und
dressierten Stämme, und an die Salzdahlumer Allee zurückdachte. In der Mittelallee, wo
es am dunkelsten war, sah man in der Ferne einen lichten Punkt, (die Durchsicht durch
den Parnaß in den hellen Schloßgarten) den man endlich erreichte. Beim Eintritt, wo es
auch noch dunkel und schaurig war, sah man ein wundersames Gebäude oder Felsen,
(ich bin zweifelhaft, wie ich es nennen soll, von Duckstein, einer sehr porösen, aber
harten Steinart in krausen Formen erbaut, welches "der Parnaß" hieß, hinter welchem
der lichte Garten sich öffnete. Nach der Gartenseite zu umschlossen ein paar gebogene
Treppen, die hinauf führten, ein kleines Wasserbecken, von rauhen von Duckstein
geformeten Felsmassen umgeben, in deren Öffnungen steinerne Tiergestalten, Hirsche
und dergl. lagen, die, wie die Röhren aus [Seite 65v] ihren Mäulern zeigten,
Wasserkünste gewesen waren, die das Wasser in das Becken, in dem kolossale Frösche
auch Wasser spieen, gegossen hatten. Oben war eine Art Saal mit einem Platzrand, aber
allenthalben offen, von wo man den Garten und das Schloß vor sich sah. Alles war
schon damals sehr verfallen, die Statuen meist Trümmer, der Pegasus ohne Flügel u. s.
w. und ich erinnere mich nicht mehr, ob Apoll (der wohl schwerlich dem
belvederischen glich) und die Musen, nach denen der Bau Parnaß heißt, als Statuen oder
am Platzrand zu sehen waren, wahrscheinlich Statuen. Zu beiden Seiten des breiten
Mittelweges des Gartens waren die schönsten Orangenbäume abwechselnd mit Statuen
und Vasen aufgestellt, für deren Aufbewahrung im Winter sehr hohe Orangenhäuser
erbaut waren, welche zuerst, da keine Reparaturkosten daran gewandt wurden, baufällig
wurden, und da sie die Bäume nicht mehr schützten und man auch die Heizungskosten
sparen wollte, überdem die besten Bäume schon ausgegangen waren, so verkaufte man
die übrigen, die teils nach Hamburg, teils nach Braunschweig transportiert wurden. Auf
dem Mittelwege befanden sich drei Bassins, in der Mitte das größte, mit Kindergruppen,
die mit Tieren spielten, die ehemals alle Wasser spieen, umgeben [Seite 66r] und ein
großer Neptun auf einem Delphin in der Mitte, von welchem eine große Fontaine
emporstieg. Um dies Bassin standen in Blei gegossene große Nachbildungen der besten
Antiken. Die beiden kleineren Bassins waren auch Wasserkünste mit Tier- und
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Schlangengruppen umgeben. Zwei sehr dichte Laubengänge waren auf beiden Seiten
des Gartens. An der linken Seite war die Eremitage, ein von mehreren Seiten offenes
großartiges Gebäude, in dessen Mitte ein in Lebensgröße in Holz gehauenes Rhinozeros
stand, auf dessen Rücken ein paar Japaner oder Chinesen saßen. Dies von dicken
Holzblöcken zusammengefügte Tier war nicht übel einem damals in Braunschweig
unter dem Namen des 'Behemoth aus dem Hause Hiob' gezeigten lebendigen
Rhinozeros nachgebildet, daher es von dem gemeinen Manne mit mißverstandenem
Namen 'die Demut' genannt wurde. Der Bauch war aufgehauen, weil man darin, wenn
nicht, wie bei dem trojanischen Pferde Soldaten, doch vielleicht Gold oder Kleinode
vermutet hatte, und der ganze Kopf durch eingeschnittene Namen entstellt. Diese
Eremitage war früher mit dichtem Efeu bewachsen gewesen, dessen über handbreite
vertrocknete Stämme noch an den Mauern klebten. Von den übrigen Partien des Gartens
erinnere ich mir weniger, nur daß hohe Bäume oder Alleen die Seiten umgaben, unter
denen eine gewaltige Blutbuche, die größte, die ich [Seite 66v] jemals sah, mir
bemerkenswert erschien, und ich mich freute, daß unsere Wälder nicht aus lauter
solchen Bäumen bestanden. Der Eingang zum Schlosse war auch eine Grotte mit
Wasserkünsten, wovon ich aber nur noch eine dunkle Idee habe, so auch von der
eigentlichen Gestalt des Schlosses, welches nach der Vorderseite große Portale hatte
und geräumige Höfe umschloß, in denen die sonnigen Wände von den herrlichsten
Pfirsichbäumen bekleidet waren, die im Herbste reiche Ernte gaben. Von den Zimmern
und der inneren Einrichtung des Schlosses erinnere ich mir nichts als die schöne
Bildergalerie und das Zimmer, in dem das chinesische und japanische Porzellan
aufgestellt war. - Jetzt nachdem ich die bedeutendsten Bildergalerien in Deutschland
und die Pariser gesehen habe, erinnere ich mir keine von allen, die beim Eintritte
solchen Eindruck machte. Zwar die Potsdamer mit ihren prachtvollen aus einem Blocke
gehauenen weißen Marmorsäulen mit vergoldeten bronzenen Kapitellen, ihren
köstlichen weißen Marmorstatuen, ihrem mit weißem und gelbem Marmor getäfelten
Boden, ihrer reich vergoldeten Decke und Bildern mit kostbaren goldenen Rahmen, die
eine lange Wand füllen und von großen geschliffenen Spiegelfenstern gegenüber
erleuchtet werden, macht auf den Eintretenden einen gewaltigen Eindruck, und der
darin verschwendete Reichtum [Seite 67r] läßt sich mit der ehemaligen Salzdahlumer
Galerie nicht vergleichen, obgleich der Kunstwert der Gemälde der letzteren dem der
Potsdamer vielleicht nicht viel nachgab. - Aber nie vergesse ich das Gefühl, welches
mich ergriff, wenn ich in diese, wie von einem magischen Lichte erleuchtete Galerie
wie in ein Heiligtum eintrat. Eine hohe Halle empfing einen beim Eintritte, die mit einer
Sammlung von Portraits fürstlicher Personen behängt und mit einem Platzrand geziert
war, und von dieser gingen zwei Reihen, auf erhöhtem Fußgestelle stehender, als
Kunstwerte wahrscheinlich unbedeutender Marmorgruppen durch die Mitte der langen
Galerie. Auf beiden Wänden rechts und links hingen die Bilder, über denen in der Höhe
die Fenster angebracht waren, die auf die gegenüberliegende Wand ihr Licht warfen.
Das von beiden Seiten aus der Höhe auf die Gemälde fallende Licht war beim Eintritte
aus den Hallen wie eine heilige Dämmerung, und erst einige Minuten daran gewöhnt,
fand man es hell genug, die schönen großen historischen Bilder zu betrachten. Am Ende
der großen Galerie trat man links in die kleine, in der die Gemälde (meist Landschaften
und Genrebilder) nur an einer Wand, dem Fenster gegenüber hingen, und am Ende
derselben waren wieder rechts und links Kabinette mit kleinen Gemälden und [Seite
67v] Kabinettstücken angefüllt. Die besten übrig gebliebenen Bilder dieser schönen
Sammlung sind jetzt in mehreren Zimmern des Braunschweigischen Zeughauses
aufgehängt. - Das kostbare Porzellan war in einem großen Zimmer neben der kleinen
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Galerie auf originelle Art aufgestellt. Wunderbare Drachen und Greifsgestalten und
dergl. abenteuerliche Gebilde von vergoldeter Bildhauerarbeit waren an den Wänden
angebracht, deren Köpfe, Flügel, Klauen und Schwänze allenthalben größere und
kleinere Konsolen bildeten, die mit den Porzellanservicen besetzt waren. Alle diese
Herrlichkeiten standen da, so viel ich mich erinnere, verlassen, und wurden sehr selten
von Beschauern und Fremden besucht, der Schwamm fraß daran immer weiter, und
zerstörte diese schönen Gebäude und Anlagen, die so viele Tausende gekostet hatten
und an deren Reparatur oder Erhaltung schon seit vielen Jahren nicht mehr gedacht war.
- Es mag nun sein, daß die geretteten Gemälde jetzt in Braunschweig weit
gemeinnütziger gemacht sind und den Kunstsinn im Publiko weit mehr fördern, als
früher in Salzdahlum, wo der Geschmack an Kunstwerken in Braunschweig noch sehr
in der Kindheit war, aber wer kann ohne Herzbluten daran denken, daß von allem
diesem, [Seite 68r] was Fürstenprachtliebe und Kunstsinn mit so großem Aufwande von
Kosten und Arbeit hier zu einem so bezaubernden Ganzen geschaffen hatte, keine Spur
mehr übrig ist und das freie Ackerfeld und Gartenland keine Ahnung davon übrig läßt,
was vor 50 Jahren noch auf der Stelle gestanden hat. - Noch ein Überrest von der
Prachtliebe der vorigen Herzöge und ihrem hohen Sinn für Naturschönheiten, war das
drei Meilen von Braunschweig in einer der schönsten Gegenden des Elms, dieses
herrlichen Bergwaldes, erbaute Jagschloß Langeleben 38, welches ich noch vor wenigen
Jahren sah. Es lag mitten im Walde sehr hoch, und die Vorderseite mit dem Balkon sah
über einen großen Teil des niedrigen Waldes weg in die freie Landschaft nach
Helmstedt, von wo aus, wie auch von der großen Landstrasse nach Magdeburg, man das
Schloß in der Ferne hoch am blauen Walde liegen sah. Hier wo auch schon längst alles
öde und verfallen war, sah man noch alte, gewirkte Tapeten in den unteren Zimmern,
und eine schöne Doppeltreppe führte von zwei Seiten zu einem großen Saale hinauf,
von dessen Balkon man die herrlichste Aussicht genoß, und wo noch vor wenigen
Jahren die jungen Leute aus Königslutter und der Umgegend manchmal ländliche Feste
veranstalteten, und da [Seite 68v] tanzten, welches aber auch schon in den letzten
Jahren der Baufälligkeit des Gebäudes wegen nicht mehr gestattet wurde. Jetzt ist hier
auch nur ein wüster Platz im Holze, und die herrlichen Täler und Waldpartien und
Aussichten können von keinem Freunde der schönen Natur mehr genossen werden, da
ihre Entfernung (eine Stunde von Königslutter) zu einer Promenade, wo man keinen
Ruhepunkt mehr findet, zu weit ist. - Das Schloß zu Vechelde, ein paar Meilen von
Braunschweig, welches der Herzog Ferdinand (der Held aus dem Siebenjährigen
Kriege) bewohnte, und woran er noch vor einigen fünfzig Jahren so große Summen
wandte, und welches damals große Bewunderung erregte, ist auch der Erde gleich
gemacht, und als letztes Andenken davon, daß man ehemals die großen
Naturschönheiten des Braunschweigischen Landes zu würdigen und zu genießen
verstand, stand noch vor zwei Jahren hoch am Elm nach der Seite von Braunschweig
hinter dem Dorfe Lucklum, ein Pavillon, von dem man nach der Harzseite und
Braunschweig zu, den ganzen diesseitigen Teil des Braunschweigischen Landes
übersehen konnte. Die Aussicht von da war einzig schön, und von Braunschweig und
Wolfenbüttel aus sah man diesen Pavillon [Seite 69r] allenthalben wie einen weißen
Stern oben am blauen Elm schimmern. Nun ist er auch verschwunden, und von allen
den Überresten von früherer Fürstenpracht ist nur das alte Blankenburger Schloß und
das neue Schloß Richmond vor Braunschweig noch übrig, die als die einzigen, die von
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Vom Erbprinzen August Wilhelm 1689 erbaut, um 1785 schon halb verfallen.
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2. Texte V. Braunschweig 1834
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Stein erbaut sind, die allgemeine Zerstörung überlebt haben. Einen schmerzhaften
Eindruck machte es mir, der seit 40 Jahren in Berlin auf den wüstesten Landstrichen die
fruchtbarsten Gärten und Prachtgebäude entstehen sah, bei meiner Rückkehr meine so
schön liegende Vaterstadt und die herrliche Gegend umher, in der so viel früher
Bewundertes zerstört und verschwunden war, so verändert wieder zu sehen!
V. Braunschweig 1834
Braunschweig. im Juli 1834 geschrieben
[Seite 71r] Wenn das Wiedersehen meiner Vaterstadt nach Zerstörung ihrer alten
Umgebung mich mit Schmerz erfüllt, so war das Gefühl beim Wiedersehen der Stadt
Braunschweig, die auch ehemals Festung war, anderer Art. Teils war Braunschweig
nicht meine Vaterstadt, und die dort zerstörten Altertümer waren mir nicht durch die
Eindrücke meiner Kinderjahre heilig und ehrwürdig geworden, teils waren sie auch
wirklich nicht so wesentlich mit der Schönheit der Stadt, der Umgebung und Außenseite
verbunden, und an sich selbst weniger schön. Braunschweig war ehemals alte
Hansestadt, wo alles auf Handel, auf Erwerb und Widerstand gegen die in Wolfenbüttel
residierenden, die rebellische Stadt oft belagernden Herzöge bewaffnet war. Von
Prachtgebäuden und Werken der Baukunst, die von Luxus zeugten, war also damals
keine Rede. Die Tore waren zwar alt, aber nicht schön, und die von Holz gebauten
Wohnhäuser der Stadt in barbarischen Geschmacke mit immer übereinander
geschobenen Stockwerken, von denen die obersten sehr niedrig und nur zu
Bodenräumen berechnet und statt der Fenster mit hölzernen Gattern versehen waren,
erbaut. So ragten die Stockwerke dieser Häuser oben mehrere Fuß [Seite 71v] über das
untere hervor, und in den ungerade schmalen Straßen näherten sich die gegeneinander
überliegenden dafür einander, und machten die Straßen unfreundlich und dunkel.
Reichtum und Kunstliebe der alten Besitzer zeigte sich nur durch Holzschnitzwerk und
oft schauderhaft gestaltete, nicht zu erklärende, in das Balkonwerk geschnitzte Figuren,
womit diese schwarzen Häuser geschmückt waren. An manchen waren und sind noch
jetzt die Türfassungen und oft das untere Stockwerk nach der Vorderseite von Stein und
um die Tür mit Figuren von Bildhauerarbeit in demselben Geschmacke und zwei
halbrunden vorragenden Sitzen verziert, und diese Häuser, obgleich die nächsten ganz
von Holz, haben sich, vielleicht da sie immer bewohnt und in Stande gehalten wurden,
durch mehrere Jahrhunderte unversehrt erhalten, und da viele davon als Altertümer und
Andenken an den in der vorigen Zeit herrschenden Geschmack wirklich merkwürdig
waren, so ist zu bedauern, daß man nicht mehrere davon konserviert oder, wenn man sie
doch nicht mehr dulden wollte, ganz abgerissen und statt ihrer moderne Häuser gebaut
hat. So aber hat man leider die besten und originellsten davon, wie zum Beispiel den
ehemaligen schwarzen Bock in der Schulstraße, nicht abgerissen, sondern das ganze
stehen lassen, und die vorgeschobenen Stockwerke den [Seite 72r] jetzigen Gesetzen
gemäß nur zurückgebracht, die erhabenen Figuren, womit das ganze Gebäude, das aus
Holzblöcken zwischen dem Fachwerk bestand, bedeckt war, abgehauen, die niedrigen
Fenster der oberen Stockwerke mit großen Scheiben versehen, das ganze ausgemalt,
und so statt der alten Merkwürdigkeit aus der alten Hansestadt ein mißgestaltetes glattes
neumodiges Haus daraus gemacht. Ganz massiv von Stein gebaute alte Häuser, wie in
so vielen anderen alten Städten, existieren äußerst wenige. Die alten gotischen Kirchen
sind zum Teil schön, aber mehrstenteils nur klein, und imponieren mit ihren zum Teil
schönen Türmen wie zum Beispiele die Andreaskirche nur durch die Kleinheit und
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2. Texte V. Braunschweig 1834
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Unscheinbarkeit der sie auf dem Schweinemarkt (der jetzt Wollmarkt heißt)
umgebenden Häuser. Der Eindruck, den der Anblick der schönen Martinikirche sonst
machte, ist durch das große moderne landschaftliche, gegen ihr über gebaute Haus,
welches fast so hoch und groß als die Kirche ist, fast ganz verschwunden, und die
Kirche erscheint unbedeutend und kleinlich, da sie nicht durch ihre Größe, wie der
Magdeburger Dom, alles neben ihr aufkommende Moderne erdrücken kann. Außer den
Kirchen, von denen die Burgkirche mit ihren Alter [Seite 72v] tümern und
davorstehenden bronzenen Löwen noch merkwürdig ist, der von Heinrich dem Löwen
errichtet ein ehrwürdiges , obgleich an die Kindheit der Kunst erinnerndes Denkmal ist,
sind noch das alte Stadthaus oder Autorshof (ein schönes gotisches Gebäude), das
Gewandhaus und eine in Bronze gegossene Wasserkunst auf dem alten Stadtmarkte als
Werke der Kunst der damaligen Zeit beachtenswert. Zerstört und zu Kanonenmetalle
benutzt ist nur eine größere schöne Wasserkunst, die jetzt auf dem Hagenmarkte durch
eine steinerne ersetzt ist. Eine der größten und schönsten alten Kirchen, aber längst ohne
Turm, die Ägidienkirche, seit der letzten Kriegszeit in ein Torfmagazin mit
zugemauerten Fenstern verwandelt, steht noch und kann und wird hoffentlich noch
einmal wieder hergestellt werden. Sonst hat Braunschweig keine durch Abtragung der
Festungswerke zerstörten Altertümer oder andern Schönheiten zu bedauern. Die Wälle,
obgleich stellenweise mit schönen, alten Bäumen besetzt, waren nie als Promenade
ordentlich benutzt oder eigneten sich dazu, da die Gegend um Braunschweig flach ist,
und die Aussichten von den Wällen, außer der nach dem Harze und Elme, der weniger
schönen Vordergründe wegen, nicht so interessant waren. Außerdem [Seite 73r] hat
man, wie mehrstenteils anderwärts auch, in neueren Zeiten an die Verschönerung der
Hauptstadt alles gewandt. Die Wohlhabenheit und Baulust der Einwohner hat dazu
mitgewirkt, und so hat die Stadt seit 40 Jahren ein ungleich freundlicheres Aussehen
bekommen und in Ansehen der Bequemlichkeit, der Erleuchtung, des Straßenpflasters
und hundert anderer Dinge unendlich gewonnen. Das Schloß, welches in neueren Zeiten
gebaut mit zwei großen von Holz erbauten Flügeln den Schloßplatz umfaßt (der
ehemals an der Seite des Bohlweges mit einem mit steinernem Geländer eingefaßten
Wassergraben, nachher eisernem Gitter verschlossen war), an welchem unter den
Schloßflügeln Bogengänge nach dem Mitttel- und Hauptgebäude führten, welches bis
unter der Regierung des Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand unausgebaut geblieben, von
diesem aber von Stein vollendet war, enthielt eine Menge kostbarer Möbel, Gemälde
und anderer Merkwürdigkeiten, deren Verlust und Zerstörung bei dem Brande des
Schlosses im Jahre 1830 allerdings sehr zu bedauern ist, aber die Zerstörung des
Schlosses selbst, als vorzüglichen Werkes der Baukunst, wird von keinem Freunde der
alten oder neuen schönen Bau [Seite 73v] kunst als ein großer Verlust betrauert werden,
um so weniger, da von dem neuen, jetzt im Bau begriffenen von Stein erbauten
Schlosse (welches ich bis jetzt noch nicht gesehen habe, da der freie Eintritt auf den
Bauplatz, ich weiß nicht aus welchem Grunde, nicht gestattet wird) ein so reicher Ersatz
für das vorige zu hoffen steht. Der Wall und die geräumigen Außenwerke sind zu einer
um die Stadt gehenden Promenade mit englischen Anlagen, Bosketts und
Blumenpartien genutzt, und zu Bauplätzen und Gärten verkauft, und so sind die besten
der in den letzten 12 Jahren gebauten Häuser an der Wallpromenade entstanden, und zu
bedauern ist, daß hier, wo es an Material zu massiven Gebäuden durchaus nicht fehlt,
doch alles der alten Gewohnheit und einem Vorurteile nach, daß man in hölzernen
Häusern wärmer wohnte, von Holz gebaut wird (denn nur etwa drei ganz massiv
gebaute Häuser, worunter ein wirklich schönes ist, und ein Pisehaus stehen am Walle)
daher man sich über diese neuen Gebäude, trotz der Eleganz mancher darunter, nicht
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2. Texte V. Braunschweig 1834
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freuen oder sie als Bauwerke bewundern kann, da überdem ein neues Gesetz befiehlt,
daß die neu zu bauenden Häuser alle die Giebelseite nach der Straße zu haben müssen,
welches [Seite 74r] da sie alle, nur zwei, soviel ich weiß, ausgenommen, die Haustüre
nach der Gartenseite haben, ihnen ein seltsames, wohl für keinen Freund der Baukunst
angenehmes Ansehen gibt. Braunschweig selbst kann leider wohl nie, der
unregelmäßigen Anlage seiner Straßen wegen, in eine schöne Stadt in neuem
Geschmacke verwandelt werden. Da in den mehrsten alten krummen Straßen die Häuser
auf unbegreifliche Art teils vor-, teils zurückgeschoben stehen, so läßt sich begreifen,
daß an keine regelmäßige Form oder rechte Winkel dabei zu denken ist. Wird auch ein
altes Gebäude abgerissen, so wird das neue zwar besser, mit nicht vorgeschobenen
Stockwerken, aber doch auf der vorigen Grundform erbaut, und ehe man etwas vom
Platze opfert, baut man lieber wieder in vorgeschobenen Winkeln, welches in
Braunschweig so gewöhnlich ist, daß selbst schnurgerade Straßen wie der neue Weg, an
dem ich wohne, nur wenige rechtwinklige Häuser enthalten, weil das Eckhaus einen
spitzen Winkel bildet und nun alle Häuser der geraden Straße nach dem Eckhause in
schiefem Winkel gebaut sind. Dies findet mit Ausnahme der Häuser am Walle fast in
ganz Braunschweig statt, und ein rechtwinkliges Haus ist in den alten Stadtteilen eine
wahre Seltenheit. [Seite 74v] Doch tut man jetzt alles, um den Häusern von außen ein
gefälliges Aussehen zu geben, und ich bewundere oft die Geschicklichkeit, mit der man
das Auge zu täuschen und Schiefheiten und andere Übelstände an der Außenseite zu
verbergen weiß. Vielleicht wird auch die schöne alte Katharinenkirche noch einmal von
den ihr vor etwa fünfzig Jahren angeklebten neumodischen Portalen wieder befreit, die
so lange Jahre den im Braunschweig herrschenden Kunstgeschmacke so schlechte Ehre
machten. So fand ich Braunschweig, das ich von Kindheit an nie liebte, weil ich immer
unter unangenehmen Verhältnissen da war und mir die Erinnerung an die in der
Braunschweigischen Reichsstadtperiode auf dem Hagenmarkt und anderen Plätzen
stattgehabten Greuelszenen, von denen ich oft gehört hatte, dem Anblick dieser Plätze
grauenhaft machten, nach langer Abwesenheit in erneuter Gestalt wieder. Nach dem
Tode meiner Mutter waren fast alle meine Verwandten nach Braunschweig gezogen, ich
hatte hier von zerstörten vorigen Schönheiten nichts zu betrauern, und so wählte ich
Braunschweig, wo so viele meiner Lieben wohnten, da in Berlin meine
Künstlerlaufbahn geendet war, zum Ruheplatz für meine späteren Jahre, und habe es in
den neun Jahren, die ich [Seite 75r] nun hier hause, noch keinen Augenblick bereut, da
ich, obgleich die liebsten meiner hiesigen Verwandten begraben sind, noch in dem
nahen Wolfenbüttel so manchen Jugendfreund, und hier noch so viele noch größtenteils
in den letzten 9 Jahren neuerworbene Freunde besitze, die mir den Aufenthalt angenehm
machen, und mir meine alten Tage versüßen. Berlin, wo in den letzten 9 Jahren so sehr
viel für Kunst getan ist, und welches durch so manches neue herrliche Kunstwerk, sein
Museum und dergleichen viele neue Zierden erhalten hat, habe ich seitdem nicht
wiedergesehen, und darf es nicht wiedersehen, wenn nicht der Geschmack an Werken
der Architektur und Plastik, die ich hier so gänzlich entbehre, wieder in mir erwachen,
und mir das gute Braunschweig, wo ich auf jeden städtischen Genuß verzichtet habe,
verleiden und mir die Schwachheit eines Theils seiner Bewohner, die gar zu gern
Großstädter sein, und ihre hölzernen Häuser als Prachtgebäude bewundert sehen
möchten, unangenehm machen soll. Das Entbehren des Genusses der schönen
unverkünstelten Natur, den ich hier suchte, und den ich hier in der Gegend mit meinem
hiesigen Aufenthalte alle Sommer mehrere Monate so schön im Elm bei Königslutter
fand, wo ich nun seit dem Tode meiner Schwestern nicht mehr sein kann, und [Seite
75v] nun hier, wo alles englische Anlagen, künstlicher Park oder Obst- und
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2. Texte V. Braunschweig 1834
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Gemüsegarten ist, nur in geringem Maße wiederfinde oder erst nach für mein Alter
beschwerlichen weiten Wegen finden kann, könnte auch ein Verlangen nach dem mir
noch immer so teuren jetzt noch so viel interessanter gewordenen Berlin wieder
wecken, und mich mit meinem jetzigen Aufenthalt, wo ich so zufrieden lebe,
unzufrieden machen, wenn ich den Wunsch befriedigte, Berlin wiederzusehen. Sonderbar ist es, daß mir, der ich den größten Teil meines Lebens in großen Städten
zugebracht habe, mit den zunehmenden Jahren das Großstädtische, die edle Kunst
ausgenommen (wenn man die großstädtisch nennen kann), immer unangenehmer wird.
Wie war mir noch im vorigen Sommer in Lutter so wohl, wenn ich nirgends Uniformen,
Equipagen, Livreen und dergl. erblickte, und ich quer durch Feld und Flur umherging,
wo keine englischen Wege, mit Grand hart gemacht, zwischen dem scharf abgestoßenen
Rasen mir die Stellen bezeichneten, die mein Fuß betreten durfte. - Daß doch jetzt der
Geschmack an dieser erkünstelten Natur so allgemein ist! Man will wilde Natur
schaffen, und jeder Strauch oder Baum muß durch einen Kreis an der Wurzel
weggestochenen Rasens daran erinnern, [Seite 76r] daß er gepflanzt ist, eine Menge
Jätefrauen sind beschäftigt, jedes fremdartige Blatt aus dem ganz egal gestochenen
Rasen zu pflücken. Kein armes Veilchen oder kunstlos wucherndes duftendes Geisblatt
wird geduldet, jede Blumenpartie ist mit in die Erde gesteckten Weidenruten, die eine
Art Blumenkorb bilden, umgeben, jedes Boskett trägt den unverkennbaren Charakter
der künstlichen Anlage, und wer die schöne Natur da lieb gewonnen hat, wo sie
ungestört und unverhunzt walten kann, der mögte beim Anblick solcher Anlagen mit
Claudius rufen: "'S'ist purer, guter Schneiderscherz, trägt nur der Schere Spur, und nicht
das große volle Herz von Mutterlieb Natur." - Hätte man auf dem eine Stunde langen
braunschweigischen Walle, der jetzt der Stolz der neuen Braunschweiger ist und dessen
Erhaltung in dieser Sauberkeit (denn mehr als 50 Besen sind täglich in Bewegung, jedes
auf die Promenade fallende Blatt sogleich wegzufegen) so große Summen kostet,
welches bei einer größeren Stadt der schönen Welt wegen, die im Putze sich sehen
lassen und gegenseitig bewundern will, auch sein muß, - doch nur hier und da, von der
sauber gehaltenen Promenade abgesondert, ein Plätzchen gelassen, wo der Rasen mit
Kräutern und Blumen vermischt wild unsere [Seite 76v] Kinder darauf spielen, sich
Blumen pflücken und sich in der freien Natur ergötzen könnten. - Aber auf dem ganzen
Walle ist kein Plätzchen, auf dem es erlaubt wäre, den Rasen zu betreten oder ein
Veilchen zu pflücken, welches da auch schwer zu finden sein mögte. - Die einzige
Reihe großer Akazien ist kürzlich auch weggehauen, weil ihre Stämme nicht lotrecht
gewachsen waren, und man leidet diesen schönen, so schnell wachsenden und so
herrlich duftenden Baum nur hier und da als Strauch oder nicht blühende Kugelakazie.
Regelrechte Pappeln, großstämmige Linden und Kastanienalleen mit den kunstvoll
angelegten Bosketts und Blumenpartien abwechselnd, auch hier und da einmal eine
rotblühende Akazie, bilden das ganze, und einen bedeutend hohen Berg am Hohentore,
ein Überbleibsel der Festung, der mit der Aussicht nach dem Brocken und über die
Stadt ein schönes Panorama gab, den man - hätte man ihn kaufen können - als den
schönsten Punkt des Walles mit Tausenden nicht zu teurer bezahlt haben würde, hat
man mit großem Aufwande von Kosten und Zeit mehrere Jahre abgetragen und der Erde
gleich gemacht. Wunderbar! Jetzt, da die Anlagen auf dem Walle ganz bis auf die kleine
Strecke [Seite 77r] vor dem Bierbaumschen Garten vollendet waren, scheint man mit
Einem Male die Monotonie des ganzen eingesehen zu haben und ein paar alte Eichen
und über den Okerstrom mit schrägen Stämmen hängende Linden, auch ein alter mit 5
Stämmen aus der Wurzel gewachsener Ahorn, deren auf dem alten Walle sonst manche
standen (auf dem neuen Walle jetzt unerhörte Dinge), die bis jetzt, wunderbar genug,
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2. Texte VI. Königslutter und der Elm
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vom Umhauen verschont geblieben waren, - sind mit Einem Male Gegenstände der
Aufmerksamkeit geworden. Man hat sie nicht bloß konserviert, sondern mit größter
Schonung ihrer Wurzeln und Umgebungen Promenaden und Blumenpartien um sie
angelegt, und so erstaunt man jetzt über den Anblick und kann wenigstens sagen, daß
ein paar Bäume aus des lieben Gottes großem Garten noch auf dem Walle zu sehen
sind.
VI. Königslutter und der Elm
geschrieben im Juli 1834
[Seite 79r] Wenn es denn nicht mehr sein soll, daß ich künftig im Sommer einige
Monate am Elm von allen Stadtverhältnissen entbunden die schöne Natur in ihrer reinen
unverkünstelten Gestalt genießen soll, wenn es mein Los ist, die noch übrigen Tage
meines Lebens zwischen Stadtgärten und sorgfältig angeordneten Promenaden, auf
denen sich die Modewelt in oft abenteuerlichen Gestalten bewegt, zuzubringen und
nicht mehr die Menschen in den ungebundenen ländlichen Verhältnissen fröhlich
miteinander leben zu sehen und mit ihnen zu leben, so will ich mich damit trösten, daß
für mein vorrückendes Alter in dem größten Teile des Jahres die Bequemlichkeiten der
Stadt doch passender sind, daß durch meine täglich stärker werdende Kurzsichtigkeit
und Empfindlichkeit gegen die Witterung doch die besten Genüsse des Landlebens mir
mit jedem Jahre mehr und mehr geschmälert werden und daß in Braunschweig, wo
freilich keine Quellen rauschen und Aussichten in reizende Ferne von
wildverwachsenen Waldhöhen zu finden sind, mir auch noch große Genüsse im trauten
Kreise so vieler mich liebender Freunde, wenn auch nur im Zimmer oder [Seite 79v]
beschränkten Gartenplätzen, übrig sind, mich der Erinnerung des in vorigen Jahren
genossenen freuen und versuchen, meinem schwächer werdenden Gedächtnisse zu Hilfe
zu kommen und durch Aufschreiben manches sonst bald verschwindende Andenken mir
zu erhalten. -
Königslutter, Am Plan 5 (Foto LEP)
Haus der Sophie Friederike Krukenberg geb. Heusinger, Apothekerswitwe,
Schwester Johann Heusingers (Foto LEP)
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2. Texte VI. Königslutter und der Elm
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Wie war Lutter, wo ich mich, als ich noch in Berlin lebte, oft bei meiner guten
Schwester als Gast aufhielt, immer das Ziel meiner Sehnsucht und meiner Wünsche!
Mein freundliches Schicksal hat mir diesen Wunsch erfüllt, ich habe seit 9 Jahren da
alle Sommer mehrere Monate gelebt, in dem kleinen Kabinett mit der herrlichen
Aussicht mit Luft wie fast nirgends gearbeitet und mich mit meiner herzlich geliebten
alten Schwester bis kurz vor ihrem Ende noch des Andenkens an unsere Kinderjahre
erfreut. - Sie hat nun nach manchem harten Schicksale ihre Laufbahn vollendet, die
letzten Monate ihres Lebens waren heiter, und so soll das Andenken an sie auch mich
heiter machen, wenn ich an die bei ihr verlebten Tage zurückdenke. - Die herrlichen
waldichten Berge und Täler, in denen ich sonst mit ihr so manche Naturschönheit
aufsuchte, von wo aus sie mit ihren fernsehenden Augen die entferntesten Türme und
Dörfer auffinden konnte, so viele andern Gegenstände, und selbst die Bank in ihrem
kleinen [Seite 80r] Garten, die sie im letzten Sommer nur allein noch mit ihren Krücken
besuchen konnte, hinter welcher die Lutter rauschte, werden mir ewig heilige Andenken
sein. Wie war ich da so einheimisch und froh! Des Morgens besuchten uns gute Freunde
und Nachbarn, deren Portraits ich teils malte oder mich ihrer Teilnahme und ihres
Beifalls erfreute. Wenn ich gegen Mittag meine Sitzenden entließ, ging ich durch den
Garten über die kleine Brücke über die Lutter, die mit mehreren Wasserfällen am
Garten entlang der Mühle zurauschte, und stieg durch die Gasse zwischen den wilden
Gartenhecken, über die man an beiden Seiten die jungen und alten ohne Ordnung
gepflanzten, in wildem Naturzustande aufgewachsenen, oft mit so reichem Segen
beladenen Obstbäume aus hohem Grase hervorragen sah, den Berg hinab auf den
Klockenkamp, eine schon zur Hälfte in Acker- oder Gartenland verwandelte Wiese,
rings mit wilden Schlehen und Haselstrauch statt mit Hecken und mit Gärten umgeben,
über welche man vor sich den hohen Elm hervorragen sah. Gleich wenn man sie betrat,
kam einem ein aus einer am linken Ende der Wiese in einem wilden Obstgarten unter
kunstlos von Stein gewölbten Bedeckung befindlichen Quelle entspringender
kristallheller Bach entgegen, [Seite 80v] von noch einer kleinen unbedeckten, in freier
Wiese liegenden Quelle verstärkt, dessen allenthalben mit Vergißmeinnicht und
stellenweise breiten Lattichblättern eingefaßtes Bette auch im Grunde mit feinblättrigem
dichtem Grün bewachsen war, über welches in hellem Sonnenschein das spiegelklare
Wasser in zitternder Bewegung dahinfloß. Ein Steg führte hinüber und man sah rechts
den Bach bald außerhalb, bald innerhalb der Gartenhecken, da keine Menschenhand
sein Bette geleitet oder eingeschränkt hatte, oft von breiten Lattichblättern und Weiden
ganz überdeckt auch einer kleinen Mühle zueilen. Jenseits des Baches führte der Weg
durch hohen, blaublumigten, so schön grünen Lein oder Weizen, Rüben- oder
Kartoffelfeld an den gegenüberliegenden Gärten, von denen viele ganz offen ohne
Türen von unbeschnittenen Hecken eingefaßt waren, entlang zu dem sogenannten
Steinfelde, einem mit Gras und Wolfsmilch bewachsenen Anger, durch ehemalige
Steinbrüche ganz in Berg und Tal verwandelt und rechts und links in der Tiefe von
dieser dunklen Weidenpflanzung begrenzt, durch welche durch das Gras einzelne unter
den Bäumen schlängelnde Fußsteige, bloß von Wanderern getreten, über mehrere kleine
schnellfließende Zweige [Seite 81r] des Baches nach Unterlutter führten. Oben am
Steinfelde an den Gärten, die man links behält, entlang, führt der Fußsteig noch durch
eine auf sumpfigstem schilfbewachsenen Grunde stehende Weidenpartie aufs Feld, wo
der Weg noch an wilden Gartenhecken eine Strecke rechts führt, und links das Feld sich
langsam mit allen Getreidearten bestellt, bis beinahe zur Spitze des Herzogsberges, des
höchsten des Elms, erhebt, der an dieser Seite nach Lutter zu unbewachsen übrigens von
allen Seiten mit dickem Buchenwand bedeckt ist. Vom Ende der zuletzt in Strauchwerk
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2. Texte VI. Königslutter und der Elm
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endenden Hecke führt der Weg rechts quer durch den Weizen auf den von Unterlutter
durch die Gärten und das Feld kommenden Fahrweg, der an beiden Seiten hie und da
mit Gruppen von Schlehen und Hagebuttengesträuch bewachsen, allmählich am Bette
des bei großer Sonnenhitze manchmal versiegenden kleinen Baches, der von
Kuhspringe kommt, hinauf zum Elm führt. Ein Hohlweg, den dieses kleine Wasser
durchfließt und wahrscheinlich gebildet hat, dicht von Buchen und Haselgesträuch
überwachsen, macht den Eingang in das reizendste hier offene, aber an beiden Seiten
von waldbewachsenen Bergen begrenzte Tal. Der neben dem tiefer liegenden Hohlwege
sich erhebende Fußsteig führt an der rechten, von der [Seite 81v] Mittagssonne
beleuchteten Seite des Tales am Berge, der hier weniger dicht bewachsen ist, bald
höher, bald niedriger hin, und wenn man zurücksieht, erblickt man die schönste Ferne
und das dicht vor einem liegende alte Kloster und Lutter und sieht gegenüber auf den
dicht bewachsenen, in finsterem Schatten liegenden Fuß des Herzogberges und das in
seiner alten Urform, wie es das Wasser einmal in der ältesten Vorzeit durch die Berge
gewühlt hat, mit einzelnen alten hie und da auf Erhöhungen stehenden Bäumen und
Buschgruppen prangende Tal, durch welches das Wässerchen bald rechts, bald links ,
bald in offenen, bald von Bäumen und Büschen, die sich ihre Plätze selbst gewählt
haben, bewachsenen Ufern, bald mit Wasserfällen, bald in ruhigem Laufe dahinfließt.
So führt der Weg am Berge neben dem Bette des Bächleins, dessen am Ufer
aufgeschossenen Bäume den Weg oft beschatten, bis zu einer breiteren freien Stelle des
Tales, durch welche man den Bach, der links am dicht bewaldeten Herzogberge
entspringt, aus einem klaren Wasserbecken, bloß durch einen vorgezogenen Damm zur
Tränkung der Kuhherden gebildet, mit einem kleinen plätschernden Wasserfalle von
seiner Quelle kommen sieht. Jenseits dieses kleinen in grüner offener Fläche liegenden
[Seite 82r] Wasserspiegels steigt man zu der dunkel beschatteten Quelle hinan, die unter
einer steilen Wand einen kleinen Kessel bildet. Neben und über der Quelle stehen vier
majestätische Buchen, von denen die obenstehenden, die mit starken freiliegenden
Wurzeln die Wand durchwachsen haben, mit dieser über der Quelle ein Gewölbe bilden,
welches sie vor dem Herabstürzen der Erde schützt. Vom Tale führt ein von den
Melkerinnen getretener Fußsteig über der Quelle schräg am Berge hinauf und an
demselben ist grade über der Quelle ein Ruheplatz, von wo man das Bächlein unter sich
aus der Quelle mit kleinen Wasserfällen dem Becken zufließen sieht, welches von oben
gesehen eine sonderbare Täuschung hervorbringt, da das Wasser nach der Quelle
zurückzufließen scheint und man an den Wasserfällen doch seinen Lauf erkennt, und
man glaubt, es bergan fließen zu sehen. Auf diesem Platze langte ich dann gegen 12 Uhr
an und erwartete die von den anderen Bergen langsam herabkommende kleine
Kuhherde mit ihrem Stiere, die schon von Ferne durch ihre Klocken ihre Ankunft
meldete. In dem Tale angelangt trank die Herde und lagerte sich teils im Schatten, teils
halb besonnt unter den Bäumen in malerischen Gruppen umher. Dann kam von der
anderen Seite der Schweinehirt mit seiner Herde meist [Seite 82v] halberwachsenen und
Mutterschweinen, jedes mit einem Schwarm von 10 und mehreren um sie spielenden
Ferkeln. Auch die lagerten sich mehrstenteils an der Sonnenseite und gruppierten sich
umher, und die kleinen scherzten um die ruhende Mutter. Unter dem Schattenbaume in
der Mitte des Tales saßen auf den Wurzeln desselben, welche bequeme Sitze bildeten,
die Hirten beider Herden und hielten ihr Mittagsmahl und ihre Hunde, die sich längst
kannten, kamen, statt zu bellen, mir wedelnd entgegen und empfingen die von mir für
sie mitgebrachten Brocken. - Dann hörte man fernen Gesang oben am Berge und an
dem Berge durchs Holz herab sah man die Melkerinnen mit ihren reinlichen Eimern den
Fußsteig über die Quelle herabkommen, fünf bis sechs junge fröhliche Mädchen, teils
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2. Texte VI. Königslutter und der Elm
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Eigentümertöchter, teils Dienende. Sie lockten dann mit mitgebrachten Kohlblättern
oder Rüben und dergl. jede ihre Kuh von der Herde ab. Die Kühe kannten ihre
Herrinnen, gingen ihnen entgegen und folgten wie Hunde ihnen nach zu dem Platze, wo
jede von der Herde etwas abgesondert melken wollte. Wenn eine Kuh nicht still stand
oder eine andere bei ihr Kohlblätter zu holen kam, riefen die Mädchen einander zur
Hilfe und es gab Geschrei und Gelächter. Sowie eine [Seite 83r] mit melken fertig war,
lief sie zur Quelle springend hinab, um sich zu waschen und erwartete dann oben auf
dem Ruheplatze ihre Gefährtinnen und rüstete sich zur Heimkehr. Auch ich stieg dann
den Pfad der Melkerinnen durchs dunkle Holz am Herzogberge hinauf, hatte noch links
durch die dichten am Berge ragenden stärkeren und schwächeren Stämme die
reizendsten Durchsichten aus dem dunklen Schatten in das sonnigte Tal und trat etwa
auf dem Dritteil seiner Höhe ins Freie hinaus, wo sich die Aussicht in die Ferne erst
links öffnet, wo man über einzelne, schöne Vordergründe bildende Bäume den Eingang
des eben verlassenen Tales mit seinem Wege und Bache und jenseits das große über
eine Stunde breite Tal zwischen dem Elm und gegenüber liegenden Bergwalde, dem
Dorm mit den vielen darin liegenden, teils hannöverschen Dörfern, den waldigten
Rieseberge, der Landstraße nach Magdeburg u. s. w. übersieht. Vor sich hat man noch
einen Waldstrich von einzeln stehenden Bäumen, durch welche man die Lutter'schen
Klostertürme und Häuser erblickt, bis man ganz ins Freie getreten, die ganze große
Aussicht bis weit hinter Helmstedt und Lutter im Vordergrunde vor sich hat. Dann ließ
ich den Wald, der sich rechts bis zum höchsten Punkte des Herzogberges hinaufzieht,
hinter mir und wanderte über den steinigten [Seite 83v] Weg zwischen den
Ackerfeldern nach einem isoliert im Felde liegenden Waldstreifen vorbei den sonnigten
Berg hinab, fand da manchmal ein Ammonshorn, von welchen Versteinerungen der aus
Kalkfelsen bestehende Berg an dieser Stelle den Namen Bockshornberg erhalten hat,
und sah links unten den vorher gegangenen Weg an der Hecke, bis mich ein schattigter
Hohlweg zwischen den Gärten aufnahm, auf dem ich wieder auf dem Klockenkampe
anlangte, wo dann der Weg über den klaren Bach und die ebenso klare rauschende
Lutter mich zur Gartenpforte meiner Schwester zurückbrachte, wo freundliche
Gesichter meiner Lieben mich empfingen und ein frugales, nach der Wanderung doppelt
willkommenes Mittagsmahl mich erwartete. - Die Wohnung meiner guten Schwester
lag in dem sich nach dem Elm zu erhebenden Oberlutter fast am höchsten. Aus dem
Wohnzimmer, welches nach Morgen lag, sah man aus den mit Wein umrankten
Fenstern über den grünen Hof, dessen Mitte ein in üppigsten Jugendwuchse stehender
Apfelbaum einnahm, über das den Hof vorn schließende mit einzelnen Rosenbüschen
bepflanzte Staket die Straße, die rechts nach etwa 50 Schritten nach der Klosterkirche
hinaufführte und am Kirchhofe endete. Jenseits der Straße sah man in den, mitten in
Oberlutter, welches ihn nach der Stadtseite mit seinen, aus Bäumen [Seite 84r] und
Hecken ragenden Häusern in weitem Kreise umschloß, an der Höhe liegenden nur von
einer niedrigen Hecke umgebenen Pfarrgarten mit seinen im hohen Grase ohne Ordnung
umherstehenden großen und kleinen, geraden und krummen Obst- und Nußbäumen, und
dem mächtigen alten, in der Mitte alles übrige überragenden Birnbaum, unter dem Tisch
und Bänke der Lieblingsaufenthalt der gastfreien Bewohner und ihrer Freunde und
Nachbarn waren, mit denen aus dem Fenster, wenn sie an die Hecke kamen, oft
freundliche Worte gewechselt wurden, - und über Gärten und Häuser weg hatte man die
große Aussicht in die offene Gegend mit allen Dörfern und dem zwei Meilen entfernten
Helmstedt. - Von dieser Stube trennte nur eine fast immer offenstehende Glastür mein
nach Norden liegendes Kabinett, wo ich an meinem Arbeitstisch die ganze Unterhaltung
der Hausgenossen, Freunde und Nachbarn, die uns so fleißig besuchten, mit anhörte
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2. Texte VI. Königslutter und der Elm
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und, ohne mich stören zu lassen, mein Wörtchen mit einsprach. War die
Kaffeekonversation vorüber und nahte der Abend heran, so verließ ich mein Kabinett
und ging, nicht, wie den Mittag, allein, sondern in lieber Gesellschaft, oft jungem
lustigen Volk, seit meine gute alte Schwester nicht mehr ihr Haus und Garten verlassen
konnte, wieder ins Freie, gewöhnlich nach [Seite 84v] der anderen Seite, wo die
Abendbeleuchtung schöner war. Vor der Hofpforte begrüßte ich über die Hecke die
Gesellschaft im Pfarrgarten, und warb noch Begleiter zum Mitgehen, und nun ging's
über den Kirchhof neben oft noch frischen, mit Rauschgolde geschmückten Gräbern
vorbei, zu der schönen alten mit großer überwölbter Vorhalle zwischen uralten Linden
prangenden Klosterkirche, in deren Mitte die liegenden lebensgroßen Marmorbilder
Kaiser Lothars und seiner Gemahlin, die hier begraben liegen, als ehrwürdige
Denkmäler noch von manchem Durchreisenden besucht werden, durch die immer
offenstehende Kirche führte dann unser Weg durch den auf den mannigfaltigsten
Säulen, (jede mit anders geformten Kapitale und Schafte) ruhenden Kreuzgang, an
dessen wildverwachsenen schauerlichen Hofe entlang, und wir traten durch das in
unserer Zeit ausgebaute Klostergebäude auf den großen, mit weitläuftigen
Wirtschaftsgebäuden umgebenen Klosterhof, über den links der Weg aus dem
Klostertore und rechts an der Mühle und der hier breiten, langsamer fließenden Lutter
zum Schäfertore hinaus an der mit Kornfeldern bedeckten Seite zum Herzogberge
hinaufführt. In der Mitte des Klosterhofes steht eine Linde, im Alter wahr [Seite 85r]
scheinlich dem Kloster gleich, noch in voller üppiger Kraft, und bildet mit dem Stamm,
der über den gewaltigen hervorragenden Wurzeln im Umfange 19 Fuß mißt, ein weites
für Regen und Sonnenstrahl undurchdringliches Schattendach. Zum Schäfertore
wanderten wir dann gewöhnlich hinaus, und wandten uns gleich links um den letzten
Garten des Klosters, wo uns gleich rechts ein dichter Waldstrich, der am Fuße des
Herzogberges sich hinzieht, in den Schatten seiner hohen Bäume aufnahm, hinter
welchen sich dann die Kornfelder bis zur Höhe des Berges erheben. An diesem
Waldstriche entlang führt der Weg unter uralten, teils noch kräftigen, teils von
Holzwürmern durchlöcherten Eichen, die am Abhange stehen und von denen der Weg
den Namen hat "Unter den Eichen" in das schöne Luttertal. - Links sieht man die Lutter,
die aus den sie vorher eng eingrenzenden Ufern auf die Wiese strömt in breitem Bette
über die Steine rauschen und unter den dichten Weiden verschwinden, von dem sie auf
dem Klosterhofe dann wieder ins Helle tritt. Unter den Eichen - an der linken Seite die
rauschende Lutter - übersieht man die herrliche Wiese, die zwischen den sich langsam
hebenden Bergen, dem Schmiede- und Herzogberge immer schmäler sich in das
Luttertal bis nahe an die Quelle hinein zieht, und jenseits der Wiese, wo der Weg vom
[Seite 85v] Klostertor zum Schmiedeberge hinaufführt, sieht man an den drei letzten
großen Eichen, die mit Rasenbänken umgeben sind, den schönen den Schmiedeberg
bedeckenden Buchenwald, der hier das Badeholz heißt, anfangen und sich zur Höhe des
Berges erheben, der mit dem ihm gegenüberliegenden Herzogberge das Luttertal bildet.
Immer weiter unter den Eichen auf dem oft an den Bäumen sich teilenden Pfade dicht
am schmalen tiefen Bette der manchmal nur halb sichtbar unter dickem Gesträuch
rauschenden Lutter kommt man an mehreren, nicht unbedeutenden Quellen, die von
Bäumen überwachsen und durch Sumpf und dickes Gesträuch unzugänglich sind und
ihr Wasser in die neben ihnen fließende Lutter ergießen, vorbei, in eine rechts am
Herzogberge offene Gegend, wo man die Quelle der Lutter am Fuße des auf den unteren
Höfen nur mit einzelnen alten Eichengruppen besetzten, oben aber dick bewaldeten
Schmiedeberg vor sich sieht. - Diese herrliche Quelle, das große Spring genannt, ist mit
einer Mauer eingefaßt, die mit einem aus großen Steinplatten bestehenden Dache
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2. Texte VI. Königslutter und der Elm
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bedeckt ist. Durch eine Öffnung der Mauer sieht man in den dunklen inneren Raum
hinein, aus dem der eiskalte, kristallklare Bach in seiner ganzen Stärke herausströmt.
Über dem Ausflusse steht an der Mauer in Stein gehauen die alte Inschrift ex fonte
bibens fontem corona, und auf einer steinernen Bank an einer Seitenmauer sitzend sieht
man das klare Wasser vor sich hin den Eichen zuströmen und vor sich den mit
Kornfeldern sich erhebenden Herzogberg. An diesen Kornfeldern auf ebenem, links
teilweise bewachsenen Fußpfade an zwar malerischen, aber für alles Fuhrwerk [Seite
86r] höchst gefährlichen, oft tiefe Hohlwege bildenden Fahrwegen entlang kommt man
dann in das eigentliche Luttertal, wo rechts der dicke Wald sich bis zur Spitze des
Herzogberges hinauf und von da wieder bis zum Tale des Kuhsprings hinabzieht. An
diesem Eingange in das Tal, das nun an beiden Seiten von dickem Walde begrenzt ist,
liegt links in einiger Erhöhung am Schmiedeberge, der hier bis unten mit Walde bedeckt
ist, ein Kalkofen zwischen zwei alten Buchen, die ihn überdecken, deren dicke Stämme,
die ganz schwarz geraucht sind, so nahe am Ofen stehen, daß es unbegreiflich ist, das
die Hitze den Bäumen so ganz und gar nicht geschadet hat. Vom Ofen führt ein Pfad zu
dem nahen Steinbruche, der in dem Berge, der Ein großes Kalkgebirge ist, steile
Felsenwände und Schluchten gebildet hat, wo manche seltene Versteinerung zu finden
ist. Von diesem Kalkofen ging dann unser Weg gewöhnlich nach Lutter zurück am
Berge, der sich oben rechts noch viel höher erhob, bald im Holze, bald frei mit
herrlichen Aussichten auf die tiefen Hohlwege, den eben verlassenen an seinen
Baumgruppen und Gebüschen an den Feldern hinlaufenden Fußpfad und über ihn die
auf dem Gipfel des Herzogbergs in den Waldwinkel endenden Kornfelder, dann führt er
eine Strecke durch Holz etwas höher, und die Aussicht öffnet sich erst wieder, wo man
das Spring unten im Tale liegen und den Bach den Eichen zuströmen sieht. Hier ist ein
großer Baum, der sich rechts am Berge, wo ihn wieder dichtes Holz begrenzt,
hinaufzieht, mit alten, gruppenweis stehenden Buchen einzeln besetzt, welches als
Ruheplatz der nach dem Springe, (dem gewöhnlichen Spaziergange der Einwohner
Lutters) [Seite 86v] Wandernden, sehr beliebt ist. Hier wird am zweiten Pfingsttage ein
ländliches Fest gefeiert, an welchem ganz Lutter und alle Prediger- und
Beamtenfamilien der Umgegend bei gutem Wetter teilnehmen. Buden und Zelte sind
dann da aufgeschlagen, um Glaswaren und Apfelsinen wird gewürfelt, Musik ertönt,
und auf freien geebneten Plätzen oder in größeren Zelten wird da nach Herzenslust bis
spät in die Nacht getanzt, geschmauset und gejubelt. Weniger rauschend, aber mir mehr
zusagend waren die dort öfter, gewöhnlich Sonntags stattfindenden kleinen Feste,
Picknicks am Springe genannt, die ohne alle Vorbereitung an einem recht schönen
Tage, durch ein gewöhnlich vom Prediger bei allen gebildeten Familien herum
geschicktes Cirkular angekündigt wurden. Nachmittags fand man sich auf dem Platze
ein, jede Familie ließ sich in Körben Lebensmittel, Kaffee und Obst und dergl.
nachtragen und etablierte sich an einer bequemen Stelle, und so fand sich nach und nach
eine Gesellschaft von 50 und mehreren Personen zusammen, die sich alle kannten , sich
herzlich begrüßten und sich hier wie zu einer großen Familie vereinigten. Man machte
Feuer, kochte Kaffee, gruppierte sich in größeren und kleineren Gesellschaften
zusammen, genoß bei fröhlicher Unterhaltung und war froh. Die alten Herren hatten
ihre Pfeifen, und die jungen Leute spielten ländliche Spiele oder traten zusammen und
gaben im Singverein im Winter eingeübte Gesangsstücke zum besten oder (da auch für
Musik gesorgt war) tanzten und waren lustig. Kalte Speisen, Wein und mancherlei
Getränke wurden dann aus den Körben gepackt und genossen, und [Seite 87r] nahte
sich die Sonne dem Untergange, so rüstete sich alles zur Heimkehr. Die ganze
Gesellschaft zog dann, die Musik voran, in größern oder kleinern Gruppen geteilt, in
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2. Texte VI. Königslutter und der Elm
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Einem großen Zuge am Schmiedeberge entlang nach Lutter zurück. Am Badeholze, wo
ein schönes Echo war, mußten die Spielleute noch blasen, und dann wanderte man vom
Berge, wo man Lutter vor sich und links die Wiese und jenseits derselben die unter den
Eichen rauschende Lutter sah, bis zum Klostertore, wo die Gesellschaft sich teilte, ich
mit den Oberlutterschen durchs Klostertor und die Unterlutterschen, wo die alte
Stadtmauer die bewachsene Ruine bildete, außerhalb auf felsigtem, für Fußwerk sehr
beschwerlichen Wege nach Unterlutter zurückkehrte. Wie manchen schönen Tag habe
ich da so beschlossen und an die Braunschweigischen Kaffeegärten und Promenaden
wohl manchmal, aber wahrlich nicht mit Sehnsucht zurückgedacht. Manchmal stieg ich
auch den Bockshornberg hinan, bis zum Eingange ins Holz, wo der Fußsteig der
Melkerinnen nach dem Kuhspringe führte, und stieg links im Holze, die Kornfelder zur
Linken, immer höher bis zur Spitze des Herzogberges hinan, wo die Aussicht am
freiesten war und man die ganze Gegend übersah, und ging dann immer am Rande des
Holzes über den Rücken des Berges, wo dann ein Holzstrich mit einzelnen großen
Eichen endend etwas ins Feld ging, an der anderen Seite bis zum Kalkofen im Luttertal
hinab, nach welcher oft so genußreichen weitern Promenade, die zu der Gartenpforte
meiner Schwester an den Wasserfällen der Lutter endete, die Ruhe nach dem
beschwerlichen Berg auf- und absteigen so süß und das Wiedersehen der geliebten
Zurückgebliebenen so vertraulich war. [Seite 87v] Auch an der öffentlichen Seite des
Schmiedeberges machte ich Abends, zwar durch beschwerliches Bergansteigen etwas
ermüdende, aber durch reiche Genüsse lohnende Spaziergänge. Da stieg ich erst zum
Badeholze hinan, ließ es aber rechts und stieg immer höher am Holze, durch welches
der romantische Weg durch die reizendsten Waldpartien und Täler nach dem
ehemaligen Jagdschlosse Langeleben führte, wo der, der die ganze Schönheit des Elms
und seiner Aussichten genießen wollte, vormals alles vereinigt fand, und wo auf dem
schönen Saale noch vor wenigen Jahren frohe Gesellschaften zusammen kamen, um der
schönen Natur und der herrlichen Umgebungen sich zu freuen, wo aber leider jetzt
niemand mehr die wüste Stelle aufzusuchen verlangt, auf der es gestanden hat. Mit
wehmütiger Erinnerung an das Vergangene blickte ich auf den so manchmal in lieber
Gesellschaft gegangenen Weg und suchte am Holze weiter steigend oben am Berge den
Punkt, von dem aus den dunkeln, den Vordergrund bildenden Bäumen die Aussicht
über die von der Abendsonne beleuchtete Landschaft am reizendsten war, übersah die
Landstraße nach Magdeburg und an ihr das Dorf Sunstedt im Mittelgrunde und in der
Ferne den Dorm und kehrte den Berg langsam hinabsteigend durchs Feld und an einem
Haselgesträuche, Schlagers Busch genannt, entlang zu den oberlutterschen Gärten
zurück, jenseits welcher tiefe, schön mit Schlafdorn und anderen wilden Gesträuchen
bewachsene Hohlwege durchs Feld zur großen Magdeburger Straße führten, an der ich
dann oben im Felde die Gärten an der linken Seite von der Ostseite nach dem geliebten
Oberlutter zurückkehrte, wo die schöne Linde in [Seite 88r] des Forstmeisters Garten
mit der Bank, von der man die schöne Aussicht hatte, über die Ecke der alten
Stadtmauer ragte, von wo ich gewöhnlich bei der Rückkehr von der freundlichen
Familie begrüßt wurde. - Wenn ein Reisender, der im Wagen sitzend ohne auf die
Umgebung zu achten durch Lutter passiert ist, die vorstehende Beschreibung lesen
sollte, der würde sich mit Recht wundern, denn Unterlutter, eine alte, schlicht gebaute
Stadt, gewährt gerade da, wo die große Landstraße hindurch führt, besonders von
Helmstedt her, wo die Straße so schmal ist, das kein Wagen dem anderen ausbiegen
kann, den unerfreulichsten Anblick. Nur der Markt hat in neuerer Zeit durch mehrere
neue Gebäude ein freundlicheres Ansehen bekommen; sonst ist die Stadt finster,
unsauber und für niemanden, der sie zuerst sieht, ein wünschenswerter Aufenthalt.
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2. Texte VI. Königslutter und der Elm
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Oberlutter, welches an der Höhe des Elms hinauf liegt, ist mehr Dorf. Die ländlichen
Häuser stehen meist einzeln von ihren Gärten umgeben an der Straße, selten sind drei
oder vier nebeneinander gebaut, die anderen wechseln mit grünen Hecken. Ehemals war
die große, nach dem Kloster hinaufführende Straße ein tiefer Hohlweg, an dem ganz
alte Wallnußbäume von beiden Seiten am Abhange schräg überhingen und ihn mit den
auf der Höhe stehenden Häusern ein malerisches Ansehen gaben. Jetzt ist der Weg
erhöht, und die Bäume sind weggehauen, die Straße hat sehr gewonnen, aber die
malerische Ansicht verloren. In Unterlutter ist nur der Amthof, wo jetzt die Post ist,
selbst für manchen Fremden, der viel Schönes gesehen hat, merkwürdig. Das alte
Gebäude, ehemals Residenzschloß Kaiser Lothars, mit tiefem Schloßgraben umgeben,
über den eine alte steinerne [Seite 88v] Brücke führt, der von einem kleinen Wasserfalle
aus der über den Amtshof fließenden Lutter gefüllt wird, ist von einer Doppelreihe der
ältesten Kastanienbäume so bedeckt und beschattet, daß ich selbst die Gestalt des
ganzen Gebäudes nie gesehen habe und kenne und nur das alte gewölbte Tor mit der
Brücke und die aus der alten Mauer auf den Schloßgraben sehenden Fenster, die unter
dem Schatten der Bäume mit hellpolierten Glasscheiben glänzen, gesehen habe. Dieser
Amthof mit der durchfließenden Lutter, den schattenden Bäumen und dem alten
Gebäude dahinter macht einen wirklich imponierenden Anblick und der immer
offenstehende, wie die mehrsten Lutterschen Gärten mit Obstbäumen und Gras
zwischen Kohl und Gemüsefeldern bewachsene, aller Kunst und Zier ganz entbehrende
große Amtsgarten führt wieder an der Mitternachtsseite ins Freie. Die Lutter, die in
Oberlutter zwei Mühlen treibt und in Unterlutter in so viele kleine Arme geteilt durch
vielleicht 50 Brauhäuser geleitet wird (da man, sonderbar genug, nur in Unterlutter
Duckstein brauen zu können glaubt), treibt in Unterlutter noch ein paar Mühlen und
noch eine größere bedeutendere am Ausflusse aus Lutter, wo sie unter schönen
Weidenpartien nach Norden fließend noch eine Öl- und zuletzt eine Papiermühle treibt,
wohin auch ein schöner Spaziergang führt, der andernwärts gewiß für schön gelten,
doch hier dem, der die Bergpartien des Elms kennen gelernt hat, nicht genug tun wird.
So haben mich auch die Wege nach den benachbarten Dörfern weniger angezogen,
obgleich ein bewaldeter unbedeutender Berg, der Hagen genannt, über den die
Magdeburger Chaussee führte, [Seite 89r] nach mehreren Seiten auch schöne Partien
bildet und Aussichten gewährt. Die andern gehen mehrenteils durch die Fläche. Einmal
nur habe ich das große Tal bis zum Dorme durchwandert, um in dem an seinem Fuße
liegenden Dorfe Steinum die ungeheuren Steine, die im Felde zerstreut liegen, und den
sogenannten Wippstein zu sehen (einen sehr großen Stein, der so im Gleichgewichte
steht, daß man ihn, wenn man hinauf klettert, hin und her bewegen kann), und
vorzüglich die Aussicht vom Dorme nach dem Elme kennen zu lernen. Aber ich fand
mich für den weiten Weg nicht genug belohnt, die Aussicht vom Elm war schöner, und
ich kehrte doppelt zufrieden mit dem, was ich in der Nähe hatte, nach meinem lieben
Oberlutter zurück. - Oft habe ich darüber nachgedacht, wie es zugeht, daß mir, der sonst
seine ganze Lebenszeit nur für Kunst gelebt hat, die Anwendung der Kunst da, wo ich
reinen Naturgenuß suchte, so unbeschreiblich unangenehm ist. Es ist nicht zu leugnen,
daß der Braunschweigische Wall sehr schöne Partien hat. Die breite Oker, die die
Bierbaumsche Insel bildet, wo sich auf der Höhe der kleine Tempel mit freistehenden
Säulen erhebt, gibt vom Walle gesehen eine reizende Ansicht. Die Bosketts sind von
den verschiedenartigsten Blütenbäumen, Stauden und Büschen gebildet und dafür
gesorgt, daß immer zu verschiedenen Zeiten blühende miteinander abwechseln und die
Blütezeit bis zum Herbste nie aufhört. Ebenso ists mit den Blumen, von denen Phlax,
Georginen und Sonnenblumen bis in den Oktober hinein immer fort blühen. Die Partien
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2. Texte VI. Königslutter und der Elm
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sind mit Sorgfalt und Geschmack angeordnet und wechseln mit langen Pappeln, Linden
[Seite 89v] und Kastanienalleen ab. Wie kommt, daß mich der Wall in seiner schönsten
Blüte so kalt und herzlos läßt, da mich in Lutter ein wilder Fliederstrauch an der Hecke,
ein von Weiden durchranktes Schleedorngebüsch oft mit Entzücken erfüllte? Mit
großem Unwillen sah ich in den letzen Wochen, als ich in Lutter war, daß man die
kunstlos laufenden Fußsteige unter den Eichen in eine schöne Promenade im
Geschmack des Braunschweigischen Walles zu verwandeln versuchte. Schon früher
hatten mir am Ufer der Lutter gepflanzte junge Pappeln und auf dem Platze über dem
Springe hin und wieder gepflanzte Kreise von Pyramidenpappeln meine Freude an
diesen Plätzen geschmälert. Warum haßte ich hier alles, was an Kunst und englische
Partien erinnert, so sehr, da ich es an andern Orten oft so sehr bewundert, und selbst in
altem französischen Geschmacke angelegte Partien schön gefunden habe? In dem
Garten von Sanssouci vor der marmornen Terrasse der Bildergalerie, die mit
Perlenmuscheln, Korallen und Erzstufen ausgelegt war, zwischen weißen
Marmorstatuen und Vasen waren die Buchsbaumschnörkel mit buntfarbigen
Glaskorallenschnüren inwändig belegt und die beständig unter der Scheere gehaltenen
Laubengänge und sorgfältig gebauten Wege so sehr am rechten Orte. Vor der großen,
mit der schönen Orangerie besetzten Terrasse von Sanssouci um das große, mit
prachtvollen Marmorgruppen umgebene Bassin, wer sah da nicht auf dem geebneten
Rasen die spanischen Fliederpartien und englischen Bosketts mit Vergnügen? und selbst
den von gewaltigen Bäumen gebildeten dunklen Park, dessen Mitte vormals die
prachtvolle große Marmorkolonade einnahm (von deren [Seite 90r] Überresten nun das
Marmorplais gebaut ist) wenn man auf den Schlangenwegen in dunklen Schatten
wandelte, wo einen Marmorgruppen, Vasen und Hermen und oft mitten im Park
liegende Prachtgebäude wie das japanische Haus, der antike und Freundschaftstempel
und dergl. beständig daran erinnerten, daß man in einem königlichen Garten sei - wer
hätte da nicht bewundern und genießen sollen und hätte hier an Berg und Tal und wilde
Natur denken können? - Selbst auf dem wild mit Kiefernholz bewachsenen
Brauhausberge, von dem man die ganze Potsdamsche Herrlichkeit, Paläste,
Prachtgebäude der Stadt und Umgegend von breiten Seen umgeben und schöne Ferne
erblickt, sind die englischen Wege und die um das schöne Belvedere, welches in Gestalt
einer Ruine erbaut ist, angelegten Blumenpartien erfreulich, da Aussicht und Ort , wo
man sich befindet, alles an Königliche Pracht erinnert. Im Garten von Charlottenburg
sah ich mit großem Bedauern an beiden Seiten des Schlosses die hohen Hecken, die
sonst so hoch wie das Schloß unter der Scheere gehalten prachtvolle Laubwände
bildeten, an denen schöne Marmorstatuen standen, zerstören und den hohen Linden, die
sie bildeten, die Stämme frei machen und die Freiheit, Kronen zu treiben, wiedergeben,
weil man keine französisch geschnittenen Hecken mehr dulden wollte. Warum mißfiel
mir hier die ungekünstelte Natur, die mich anderwärts entzückt? - Sollten vielleicht
englische Anlagen und Parks, bei denen man Anlagen durch Menschenkunst nicht
verkennen kann, nicht als für sich bestehende Werke der Gartenkunst, sondern nur als
Umgebungen von Prachtgebäuden und schönen Werken der Baukunst [Seite 90v] und
Skulptur angewandt, die gehörige Wirkung tun? Wäre auf dem Braunschweigischen
Walle nur ein einziges Prachtgebäude, die Gartenanlagen würden, ihm untergeordnet,
wahrscheinlich bessere Wirkung tun, da sie jetzt Hauptschönheit sind, und die
hölzernen Häuser ihnen untergeordnet erscheinen.
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2. Texte VII. Briefe
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VII. Briefe
Zur Überlieferung der hier wiedergegebenen 14 Briefe an und von Johann Heusinger
vgl. die Einleitung des Kapitels 2 Texte.
1. Prinzess Luise an J. H., 14. September 1822 39
Abschrift im NLA Wolfenbüttel, Scan 120_92r.
Düsseldorf am 14ten Sept. 1822
Ich habe Madame Witte gebeten Ihnen, Herr Heusinger, diese Zeilen zu überbringen,
damit Sie daraus ersehen, daß Sie fortwährend bei mir in gutem Andenken sind und
bleiben. Die Zeichnung, welche ich diesen Zeilen beifüge, habe ich für Sie im Haag
gemacht, Ihnen einen Beweis meines Andenkens und meines Fleißes zu geben, es
würde mich freuen, wenn Sie finden, daß ich Fortschritte gemacht habe. Es stellt einen
Johannes vor, und ich hoffe, daß Ihnen der Kopf sowohl, als der Ausdruck desselben
auch so wie mir zusagt. Ich habe mit Vergnügen daran gearbeitet, und ganz ohne
Anleitung. Indem ich wünsche, daß es Ihnen immer wohl gehen möge, versichre ich Sie
der vollkommenen Achtung mit welcher ich bin
Ihre ergebene Louise Pr. Friedrich von Preußen
Der Prinz empfiehlt sich Ihnen
von Prinzeß Friedrich
abgeschrieben von Friedr. Hagemann März 1841
2. Prinzess Luise an J. H., 13. November 1822
Abschrift im NLA Wolfenbüttel, Scan 120_92r f.
Düsseldorf, am 13ten Nov. 1822
Ihren Brief erhielt ich kürzlich, Herr Heusinger, und es freute mich, daraus zu ersehen,
daß Ihnen der Johannes Freude machte so wie daß Sie meines Andenkens von Herzen
versichert sind. Für Ihre guten Wünsche in Absicht meines Kleinen danke ich Ihnen
recht aufrichtig. Daß Sie mit meiner Zeichnung in Hinsicht der Ausführung zufrieden
sind, freut mich sehr, auch werde ich Ihren guten Rat wegen dem Zeichnen der Umrisse
befolgen. Recht teil nehme ich daran, daß es mit Ihrer Gesundheit besser geht, nur
bedaure ich es, daß Ihr Gesicht nicht ganz gut ist und finde, daß Sie sehr Recht haben,
das Ölmalen anzufangen. Ich kann mir denken, wie Sie das Sehen der Galerie in
Dresden interessierte, so wie die ganze Reise. Der Kopf in Öl von Ihrer Arbeit hat mich
recht erfreut, und ich sage Ihnen meinen Dank dafür, er erhält einen Platz an einer
Wand meines Kabinetts. Alles, was Sie mir über das Ölmalen geschrieben, hat mich
interessiert, so auch den Prinzen, ich würde wohl wünschen, einen Versuch darin zu
machen, nur finde ich, daß es zu sehr bindet für Jemand, der nicht immer ganz über
seine Zeit gebieten kann, weil man nicht in jedem Augenblicke aufhören kann. Wohl
hätte ich die Ausstellung sehen mögen, und ich habe mich gefreut, durch Sie etwas so
39
Zur Überlieferung der hier wiedergegebenen 14 Briefe an und von Johann Heusinger vgl. die
Einleitung des Kapitels 2 Texte.
69
2. Texte VII. Briefe
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wohl als durch Madame Witte zu erfahren, auch habe ich darüber die Rezension in der
Zeitung gelesen. Ich wünschte wohl Ihr Urteil über die heilige Cäcilie von Schoppe zu
wissen, und wenn es möglich wäre, den Preis dafür ohne jedoch, daß ich genannt
würde, hätten Sie die Güte, mir hierüber Auskunft zu geben? - Madame Witte wird Ihr
Besuch gewiß willkommen sein, und sie noch oft von Lichtenberg reden. Sehr dankbar
erkenne ich Ihren Wunsch und den Mehrerer, mich einmal wieder in Berlin zu sehen,
auch ich werde mich freuen, die alten Bekannten wieder dort zu sehen. - Indem ich Sie
meiner vollkommenen Achtung versichere, bleibe ich Ihre ergebene Luise Pr. Friedrich
von Preußen.
von Prinzeß Friedrich
abgeschrieben von Friederike Hagemann
3. J. H. an Prinz Wilhelm, Februar 1830
Abschrift im NLA Wolfenbüttel. Scan 120_92v ff.
An den Prinzen Wilhelm von Preußen, Bruder des Königs
Februar 1830
Eure Kgl. Hoheit werden einem alten Diener, der sich Ihres gütigsten Wohlwollens so
lange erfreut hat, verzeihen, wenn er es wagt, Sie in diesen Zeilen noch einmal an sich
zu erinnern. Bald sind es nun fünf Jahre, seit ich Berlin für immer verließ, um hier in
meiner Vaterstadt Braunschweig im Kreise meiner Verwandten und Jugendfreunde
meine späteren Jahre zu verleben. Die zunehmende Schwäche meiner Augen hatte mich
schon im Jahre 1822 gezwungen, mein Miniaturmalen aufzugeben, das Ölmalen,
welches ich noch anfing, mußte ich auch aufgeben, weil meine Augen durchaus nicht
mehr dazu taugten, die Farben zu unterscheiden, und so würde ich, da ich bei entweder
zu schwachem Talente oder zu geringem Eifer für den Erwerb wenig für mein Alter
gesorgt hatte, meines Unterhalts wegen in Verlegenheit gekommen und gezwungen
sein, mich dem Publikum mit mißfallenden Arbeiten aufzudrängen, wenn nicht Eure
Kgl. Hoheit und die anderen Prinzen, denen ich so glücklich war, Unterricht zu erteilen,
so unaussprechlich gütig für mich gesorgt hätten. Oft hatte ich in meinem Leben mit
einiger Unruhe an meine späteren Jahre gedacht, und ein so unabhängiges zufriedenes
Leben, wie ich nun bald fünf Jahre hier lebe, hatten meine kühnsten Wünsche nie zu
hoffen gewagt. Noch kann ich mich mit meiner Kunst beschäftigen, ich zeichne noch
große Porträts, wozu mir Freunde und Bekannte sitzen müssen, man findet sie noch
ähnlich und ich habe noch Freude an diesen Arbeiten, deren Unsauberkeit meine
schwachen Augen nicht sehen. Eine kleine freundliche Wohnung mit einer Aussicht ins
Grüne habe ich mir hier eingerichtet, und der Gedanke, hier meine Tage beschließen zu
können, macht mich so glücklich. Alle Jahre habe ich den Vorsatz gehabt, noch einmal
nach Berlin zu kommen, meine gütigen Wohltäter wiederzusehen und ihnen mit vollem
Herzen zu danken, aber meine Gesundheit wird schwächer, und der Eindruck, den das
Wiedersehen der Stadt, in der ich beinahe 40 Jahre gelebt habe, und so vieler geliebter
Personen und Gegenstände und dann die Trennung wieder für immer auf mein reizbares
Nervensystem machen würde, möchte zu stark und vielleicht für meine künftige
Zufriedenheit nachteilig sein. So ist es denn besser, wenn ich [in] meinem kleinen Asyle
bleibe und die stille Ruhe meiner Tage nicht mehr unterbreche. Lebte ich doch an einem
Orte wie Weimar oder Schwerin, wo ich Gelegenheit hätte, manchmal einen meiner
gütigen Wohltäter wiederzusehen und ihm meine dankbaren Empfindungen
70
2. Texte VII. Briefe
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auszusprechen, welches Glück mir selbst hier im vorigen Oktober bei der Durchreise
des Prinzen und der Prinzeß Friedrich Kgl. Hoheiten zuteil ward. Da aber diese
Hoffnung hier schwerlich wieder erfüllt werden wird, so muß ich versuchen, in diesen
toten Zeilen das Gefühl auszusprechen, welches mich schon so lange erfüllt hat, und
dem Drange meines Herzens Genüge zu leisten. So nehmen denn Eure Kgl. Hoheit für
Ihr gütiges Wohlwollen, womit Sie mich schon seit Ihren frühesten Jahren beglückt
haben für die beständige Fortdauer Ihrer Huld und Gnade, für die vielen Beweise Ihrer
mir so unschätzbaren Zuneigung, die nie aus meinem Gedächtnisse verlöschen können
und mein höchstes Glück ausmachen, endlich für diese ruhigen zufriedenen Tage, für
das sorgenfreie, ganz unabhängige Leben, welches ich hier von allen Verhältnissen
abgesondert durch Ihre mir gnädig zuerkennende Gnade leben kann, meinen innigsten
heißesten Dank aus. Könnte ich vor Ihnen stehen und Ihr gütiges Auge sehen, mein
Gesicht würde ihn wärmer aussprechen und mir würde wohler werden. So nehmen Eure
Kgl. Hoheit diese wenigen Zeilen für das, was ich Ihnen gern darin ausdrücken möchte.
Meine Gesundheit wird schwächer, und meine Kräfte und Sinne nehmen mit jedem Jahr
mehr und mehr ab, es ist mir Bedürfnis gewesen, noch einmal Eure Kgl. Hoheit an mich
zu erinnern und Ihnen zu sagen, welch ein glückliches Alter mir Ihre Gnade bereitet hat.
Möchte Eure Kgl. Hoheit immer die glücklichsten Tage leben, und jeder Gedanke an
Ihre Huld und Güte, die ich im Gefühle meines Glücks denke, sich in Freudenstunden
für Sie verwandeln.
Eure Kgl. g. z.
(an den Prinzen Wilhelm v. Preußen Bruder des Königs FW III Oheim des Königs Fried
Wilh IV Febr 1830)
4. J. H. an Kronprinz Friedrich Wilhelm, 21. Februar 1830
Dieser Brief fehlt in den Wolfenbüttler Abschriften. Das Original findet sich im GSTA
PK, BPH Rep 50 J Nr. 569. Scan 1830-02-21 ff.
Durchlauchtigster Kronprinz
Gnädigster Herr:
Eurer Kgl. Hoheit vertrauend, die mich immer beglückt hat, wage ich es, in diesen
Zeilen mich noch einmal bei Ihnen in Erinnerung zu bringen und vor Ihnen mein
innigstes Dankgefühl auszusprechen. Seit ich zum letzten Male so glücklich war, Eure
Kgl. Hoheit zu sehen, hier in unserem Braunschweig, an jenem, mir ewig
unvergesslichen Abende, sind nun beinahe fünf Jahre vergangen. Meine Absicht war
damals, die Stadt, die mir in acht und dreißig Jahren mehr als Vaterstadt geworden ist,
wo ich meine besten Lebensfreuden genossen habe, und der ich all mein Glück
verdanke, mein geliebtes Berlin bald ein mal wieder zu besuchen, und Eurer Kgl.
Hoheit und den anderen Prinzen, deren unbeschreiblicher Güte ich mein jetziges
sorgenfreies Leben verdanke meinen unterthänigsten Dank mündlich vorzubringen, aber
meine schwächer werdende Gesundheit verbietet mir das Reisen, und, was jetzt mein
liebstes Glück ist, meine stille zufriedene Ruhe in völliger Abgeschiedenheit von allem,
was große Welt heißt, mögte gefährdet werden, wenn ich Berlin mit seinen jetzigen
Verschönerungen, und so viele mir seit so vielen Jahren werth gewordenen Personen
und Gegenstände wiedergesehen hätte, um mich wieder für immer davon zu trennen.
71
2. Texte VII. Briefe
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Ich lebe jetzt hier so glücklich, daß ich nur wünsche, mir bis an mein Ende dies Glück
erhalten zu können. Noch gibt mir mein Portraitieren, so schlecht es auch ausfallen mag,
interessante Beschäftigung, und ich kann es nie genug der Güte meiner Wohltäter
verdanken, daß ich nicht mehr damit bei dem Publikum meinen Unterhalt zu suchen
und seinem Tadel mich auszusetzen brauche. Ich habe mir meine kleine freundliche
Wohnung so bequem eingerichtet, wie es meine Umstände erlauben, und lebe darin so
ganz unabhängig, sorgenfrei und zufrieden, wie ich nie zu hoffen gewagt hätte. Mögen
meine Augen schwächer werden und meine Gesundheit und Kräfte mit jedem Jahr mehr
und mehr abnehmen, ich habe ein freundliches Plätzchen, wo ich meine Tage in Ruhe
beschließen kann. Im vorigen Herbste war ich so glücklich, hier Ihre Königl. Hoheiten
den Prinzen und die Prinzeß Friedrich bei der Durchreise wiederzusehen, in demselben
Zimmer, welches mir durch das Andenken an eine der glücklichsten Stunden meines
Lebens, die ich bei Eurer Kgl. Hoheit darin zubrachte, schon so theuer war. Mögte doch
Braunschweig in einer Gegend liegen, wo ich hoffen könnte, öfter das Glück zu
genießen, die gütigen Schöpfer meines Glücks wiederzusehen, und ihnen persönlich
mein innigstes heißestes Dankgefühl auszudrücken! So muß ich es diesen toten Zeilen
anvertrauen, die schwerlich Eurer Kgl. Hoheit das ausdrücken werden, was ich
empfinde, wenn ich an die tausendfachen Beweise Ihrer Gnade und Huld, an Ihre mir
seit Ihren Kinderjahren geschenkte und immer erhaltene Gewogenheit und Alles Alles
zurückdenke, was ich Ihrer Gnade verdankte. Dank, tausendfachen Dank Ihnen,
gnädigster Herr, für all dieses Glück und für das glückliche zufriedene Leben, welches
ich durch Ihre Güte hier lebe. Erhalten Sie mir Ihre Gnade und gütiges Wohlwollen,
dessen Besitz bis an mein Ende mein höchster Stolz sein wird, und nehmen diesen Brief
eines alten Getreuen nicht mißfällig auf, den sein Herz drängte, einmal darin sein
Gefühl auszusprechen. Gott erhalte Eure Kgl. Hoheit und beglücke Sie mit den reinsten
Freuden, die das Leben gewährt
Eurer Kgl. Hoheit
unterthänigster und dankbarster J. Heusinger
5. Prinz Wilhelm an J. H., 25. Mai 1830
Abschrift im NLA Wolfenbüttel. Scan 120_93v.
Berlin, den 25sten Mai 1830
Ihr gütiger Brief vom 21sten Februar hat mich innig gerührt, empfangen Sie dafür den
besten Dank, aber verzeihen Sie die sehr verspätete Antwort. Mit großer Freude
vernahmen gewiß alle Ihre Schüler wie das Äußere Ihrer Lage, in vielen Stücken
wenigstens, Ihnen zusagt und möchten wie ich auch gern hören, es ginge mit Ihrer
Gesundheit noch besser. Führte mich mein Weg dereinst über Braunschweig, so würde
es mir große Freude sein, Sie wiederzusehen, denn hier wird es wohl nicht so bald
geschehen, was ich sehr bedaure, da es Ihnen angenehm sein müßte, das rege
Kunstleben in Berlin in voller Wirksamkeit zu finden, auch das nun bald vollendete
Museum großen Genuß gewährt. Leben Sie recht wohl glücklich, zuweilen auch eines
alternden Schülers und Freundes gedenkend.
Wilhelm
Morgen reisen wir nach Fischbach, um daselbst bald den König und die Königin u. s. w.
zu empfangen
72
2. Texte VII. Briefe
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(vom Prinzen Wilhelm Onkel des Königs
abgeschrieben von Riekchen Hagemann März 1841)
6. J. H. an Kronprinz Friedrich Wilhelm, 21. März 1838
Das Original dieses Briefs im GSTA PK, BPH Rep 50 J Nr. 569 trägt das Datum 21.
März. Scan 1838-03-21 ff. Die Wolfenbüttler Abschrift trägt das Datum 20. März. Scan
120_93v ff.
Durchlauchtigster Kronprinz Gnädiger Herr.
Eure Kgl. Hoheit haben einen Braunschweiger, der vor einigen Wochen so glücklich
war, Ihnen in Berlin seine Aufwartung zu machen, so gnädig aufgenommen, daß er
hoch erfreut über das ihm widerfahrene Glück zurückgekehrt ist und mir in vollem
Ausbruche seiner Freude nicht genug zu erzählen wußte. Da erfuhr ich denn, daß Eure
Kgl. Hoheit auch meiner gedacht und mit Teilnahme sich nach Ihrem alten ehemaligen
Zeichenlehrer erkundigt hatten. Der Gedanke, noch in Ihrem Andenken zu leben und
von Ihnen teilnehmend erwähnt zu werden, hat mich alten Mann, der in wenigen
Monaten sein 70stes Jahr antritt, sehr sehr glücklich gemacht, und Eure Kgl. Hoheit
werden entschuldigen, wenn er nicht unterlassen kann, in diesen Zeilen auch für diesen
großen Beweis Ihres gnädigen Wohlwollens Ihnen seinen innigsten, herzlichsten Dank
darzubringen. Ich fühle das Älterwerden vorzüglich an Kraftlosigkeit und
Empfindlichkeit des Körpers, da ich bei dem geringsten ungünstigen Wetter das Haus
nicht mehr verlassen mag und in den letzten strengen Monaten durch Glätte und Kälte
ganz am Ausgehen gehindert wurde. Im übrigen danke ich dem Urheber meines Daseins
noch für erträgliche Gesundheit und vorzüglich für das unschätzbare Glück, mich mit
sosehr geschwächten Augen, die mir das Lesen höchst beschwerlich, ja fast unmöglich
machen, noch täglich in meinem Fache beschäftigen zu können. Ich male in brauner
Ölfarbe, da ich bunte Farben schon lange nicht mehr unterscheiden kann, oft nach
Kupferstichen vergrößert noch drei Fuß hohe Bilder, die, wenn auch weder Kenner noch
Liebhaber daran Freude hat, doch für mich den großen Wert haben, daß ich nicht ohne
Interesse damit meine Zeit zubringe und mein Leben mir angenehmer und nicht ohne
allen Genuß dahingeht. Es ist der letzte Lebensgenuß und bald der einzige, der mir
übrigbleibt, denn dem geselligen Leben, ob es mir gleich nicht an vielen lieben
Freunden fehlt, habe ich schon längst entsagt und freue mich deswegen der längeren
Tage, da die langen Winterabende mir jetzt sehr langsam dahingehen und manchmal
hypochondrische Grillen und grundlose Besorgnisse bei mir erwecken. Aber die
Erinnerung an mein vergangenes Leben und die dankbare Anerkennung, wieviel Gutes
mir widerfahren ist, muß diese Grillen vertreiben. Ich erstaune, wenn ich zurückdenke,
wie mich mein gütiges Schicksal bis jetzt von vielem Ungemache, was rings um mich
fast allen meinen Mitmenschen widerfährt, bewahrt hat. Meine liebsten Wünsche sind
mir erfüllt, zu meiner Zufriedenheit fehlt mir nichts, mein Alter ist sorgenfrei, und ich
sehe ruhig der Stunde entgegen, die auch meinen Jahren wie so vielen meiner
vorangegangenen Lieben ein Ziel setzen wird. Ich hatte selbst wenig für meine Zukunft
gesorgt und daß ich jetzt so zufriedene Tage habe und meinen schwächeren Jahren
keine Pflege und Bequemlichkeit fehlt, verdanke ich einzig der großen Gnade Eurer
Kgl. Hoheit und der anderen königlichen Prinzen, die mich für so geringe Dienste so
überreichlich belohnt haben. Ich fühle das jetzt mit einer Art von Beschämung, da ich
als Künstler, wie ich jetzt einsehe, eine so sehr unbedeutende Rolle gespielt habe und
ein talentvollerer Zeichenlehrer um Eure Kgl. Hoheit sich gewiß besser verdient
73
2. Texte VII. Briefe
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gemacht hätte. So viel größer ist die Rührung, mit der ich an alle die Beweise Ihres
gnädigen Wohlwollens zurückdenke, mit denen Sie mich seit Ihren frühesten Jahren
beglückt haben und die mir bei meiner jetzigen Abgeschiedenheit von der Welt oft wie
Traumbilder vorkommen, von deren Wirklichkeit ich mich dann mit Freuden
überzeuge. Empfangen Eure Kgl. Hoheit nochmals für alle so tausendfach mir erzeigte
Gnade meinen gerührtesten untertänigsten Dank. Möge der Allmächtige Ihr Leben mit
tausend Freuden krönen und alle Ihre Unternehmungen segnen. Euer Kgl. Hoheit
untertänigster J. Heusinger
Braunschweig, den 20sten März 1838
7. Kronprinz Friedrich Wilhelm an J. H., 22. März 1838
Abschrift im NLA Wolfenbüttel. Scan 120_94v f. Publiziert von Mack 1912, nur der 2.
Absatz auch von Hagen 1957.
Antwort auf meinen Brief vom 20. März 1838
22. März 1838
Ihr rührender, lieber Brief, mein teurer Heusinger, hat, das darf ich sagen, eine gute
Statt gefunden, und ich habe ihn mit dem Herzen gelesen. Ihr Dank rührt mich, Ihre
Zufriedenheit erfreut mich und Alles, was Sie von Ihrem Leben und Treiben sagen,
interessiert mich weit mehr, als Sie es wohl glauben. Ich bin den Erinnerungen meiner
Kindheit fast kindisch treu; die, welche sich mir mit Liebe und Interesse nahten, sind
unvergessen und oft, sehr oft Gegenstand meiner Erinnerung; zumal trag ich die in
meinem Herzen, die mir (wie Sie, lieber alter Freund) manchmal Blicke in ihr Herz
gestatteten. - So nehmen Sie denn meinen besten Dank für Ihre lieben Zeilen. De Marées Besuch war mir eine angenehme 1/2 Stunde. Wir haben viel von Ihnen,
lieber Heusinger, gesprochen. Er sagte mir von einer Gruppe von Spitzbuben, meiner
Arbeit, die Sie ihm gegeben. Ist das nicht eine Kopie in Kreide nach einem Kupfer,
dessen Original von Salvator Rosa ist? Das Blatt ist in schwarzer Kreide Manier mit
aufgesetzten weißen Lichtern. - Ich zeichne eigentlich fast gar nicht mehr Präsentables;
von Zeit zu Zeit einmal eine extravagante Landschaft; Figuren-Kompositionen hab' ich
fast ganz abandonnirt; desto mehr Baupläne zeichne ich aus freier Hand, folglich
jederzeit windschief - ich bin eben ein Narr für Architektur40.
Seit Sie nicht hier waren, ist manches Schöne entstanden. Kommen Sie doch einmal,
um sich Berlin wieder zu besehen. Das Museum, die Bauschule, der neue Packhof, die
Schloßbrücke, die Werdersche Kirche sind gut zu sehen - auch zu Potsdam die endlich
wiedererbaute Nicolai Kirche mit der Glorie in der goldenen Altarnische ist sehr nobel.
Bei Potsdam, unter Sans=souci hab' ich einen Garten und 2 Häuschen drin die möcht'
ich Ihnen so gern zeigen und die Häuschen würden nach Ihrer Wahl Ihnen ihr wirtlich
Dach bieten. Da sollten Sie im Sommer ein paar Tage hausen; ganz ungeniert. Sie
dinierten, wenn Sie wollten, bei uns im nahen Sans=souci und wenn nicht, im Hause.
Da Sie bei Braunschweig nicht durch die Alpen verwöhnt sind, so meine ich würde der
ebene, grüne und freundlich umschränkte Raum Ihnen nicht mißfallen, zumal die
abenteuerlichen Häuschen mit den springenden Brunnen, kühlen Hallen und
40
Dieser Satz ist zitiert in Meiner 2011, S. 9.
74
2. Texte VII. Briefe
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Rebendächern nach welscher Art. Es würde mir eine Wonne sein, dort Ihren Wirt zu
machen. - Nun überlegen Sie sich das. - Ich wollte Ihnen schon durch de Marées
schreiben, konnte aber leider an dem Tage keine Minute dazu gewinnen. So muß ich
also Ihnen antworten, statt von Ihnen die Antwort zu erhalten.
Noch einmal vielen herzlichen Dank für Ihre herzigen Zeilen, teuerster Heusinger.
Komme ich mal nach Braunschweig, so suchen Sie mich doch gewiß auf. Leben Sie
wohl und denken Sie öfters an
Ihren alten Freund 41
Friedrich Wilhelm von Preußen
Herrn Heusinger
Maler und Professor
abgeschrieben von Riekchen Hagemann
8. J. H. an Kronprinz Friedrich Wilhelm, 2. April 1838
Das Original dieses Briefs liegt im GSTA PK, BPH Rep 50 J Nr. 569. Scan 1838-04-02
ff. Abschrift im NLA Wolfenbüttel. Scan 120_95r ff.
den 2ten April 1838
Durchlauchtigster Kronprinz.
Als ich am vorigen Freitage noch einmal den Versuch machte, das Porträt eines alten
Freundes nach der Natur in brauner Ölfarbe zu malen, brachte mir meine gute
Haushälterin einen Brief. Ein freudiger Schreck ergriff mich, als ich ihn in die Hand
nahm und Schrift und Siegel eine Ahnung in mir hervorriefen, was er enthalten könnte.
Aber solch einen Inhalt hatte ich nicht erwartet. Ein paar freundliche Zeilen in ihrem
Namen geschrieben mit ihrer Unterschrift oder wohl gar einige gnädige Worte von
Eurer Hoheit eigener Hand zu erhalten, war etwas, das mir schon immer als etwas sehr
wünschenswertes vorschwebte, aber ein eigenhändiger Brief von Ihnen und ein solcher
Brief! - Gnädigster Herr! Eure Hoh. wissen, was er enthält und werden selbst fühlen,
daß ich vergeblich nach Worten suchen würde, Ihnen meine Empfindungen
auszudrücken. Eure Kgl. Hoheit haben mich noch nicht vergessen. Sie denken mit
Wohlwollen meiner: hätte ich als Künstler durch meine Arbeiten mir den Beifall und
das Wohlwollen Eurer Königl. Hoheit erwerben können, ich würde stolz darauf sein,
aber Sie schreiben, daß ich so glücklich gewesen sei, als Mensch Ihnen nicht
uninteressant zu werden. Eure Königl. Hoh. haben gefühlt, was bei dem großen
Abstande, der zwischen Ihnen und mir war und der so manchmal dem Ausbruch meiner
innigen Liebe hinderlich war, in meinem Herzen vorging und dies, mein gnädigster
Herr, ist es, was mir Ihre Briefe so ganz unschätzbar macht.
Denken sich Eure Königl. Hoheit einen alten Mann, der von nur wenigen Freunden
gekannt, hier eine so unbedeutende Rolle spielt, daß schon der gewöhnlichste
Handelstreibende im Vergleiche mit ihm als ein vornehmer Mann erscheint, der seinen
durchlauchtigsten Landesherrn (den uns Gott erhalten möge!) noch nicht in der Nähe
41
Vermutlich Karl de Marées, bis 1829 Faktor der Fürstenberger Porzellanfabrik, seitdem selbständiger
Inhaber der Porzellanmalerei und der Niederlage dieser Fabrik in Braunschweig.
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2. Texte VII. Briefe
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gesehen hat und der fast von der Welt vergessen sich nur selten soweit von seinem
Hause entfernt und weder Gesellschaften sieht noch darin gefällt, denken Sie sich
solchen Mann mit dem Gefühl im Herzen, welches ihm Ihr Brief einflößen muß, im
Besitze dieses Briefes, [um] den ihn die ersten Männer seines Braunschweigs beneiden
würden, und Eure Königl. Hoheit werden beurteilen können, ob Sie Ihren alten Diener
beglückt haben.
Wohl manchmal ist der Wunsch in mir erwacht, Berlin wiederzusehen, aber körperliche
Schwäche und stumpfere Sinne würden mir jeden Genuß schmälern und dann hört es
auf, Genuß zu sein. Ich sehe es bei unsern Ausstellungen, wo ich nur mit Besorgnis,
mein einziges noch brauchbares Auge durch Ferngläser zu verderben, sehr sparsamen
Genuß habe. Doch habe ich die Juden von Babylon, den Jeremias und die Söhne
Eduards noch mit Vergnügen gesehen.
Daß ich so glücklich war an jenem unvergesslichen Abende hier in Braunschweig im
Hôtel d'Angleterre, wo ich die letzte und eine der glücklichsten Stunden bei Eurer
Hoheit zubrachte, im edlen Genusse Ihrer Gnade von Ihnen Abschied zu nehmen,
rechne ich auch zu den Ereignissen , die ich meinem gütigen Schicksale nicht genug
verdanken kann. Der letzte Eindruck ist der bleibende: Eure Königl. Hoheit haben
keinen ungünstigen von mir mitgenommen, und ich lebe noch in Ihrer Erinnerung in
meiner damaligen Gestalt. Nachherige Stumpfheit und Altersschwäche haben diesen
vorteilhaften Eindruck nicht geschwächt, welcher sich sehr vermindern würde, wenn ich
Eurer Königl. Hoheit Einladung zu Folge mich jetzt in Potsdam Ihnen vorstellen würde.
Ich kann nicht mehr von meinem kleinen Hause mich trennen. Selbst wenn ich noch
manchmal nach meiner, nur eine Stunde von hier entfernten Vaterstadt Wolfenbüttel
fahre, bin ich durch das Fahren und meine gestörte gewohnte Ordnung dort
ungenießbar, und die nicht mehr gewohnte körperliche Bewegung und geistige
Unterhaltung greift mich dort an; also kann ich an eine Entfernung von Braunschweig
jetzt nicht mehr denken. Könnte ich doch noch einmal so glücklich sein, Eurer Königl.
Hoheit hier in Braunschweig meine Aufwartung zu machen. Das würde mich sehr
beglücken und Eure Königl. Hoheit würden mit dem alten Schwächlinge Nachsicht
haben.
Ich besitze außer den beiden Zeichnungen von Ihrer Hand, die mir Eure Königl. Hoheit
in Berlin beim Abschiede verehrten, noch einige Blätter, die als Vorlagepapiere von
Ihnen gebraucht wurden und Skizzen von Ihrer Hand enthalten, die ich mit Ihrer
Erlaubnis mitnehmen durfte. Sie sind mehrenteils von Ihren frühesten Jahren. Das Blatt,
das Eure Hoheit erwähnen, habe ich für eine Erfindung von Ihnen gehalten, da mir das
Kupferblatt von Salvator Rosa nicht bekannt ist, ich mich auch nicht erinnere, daß Eure
Hoheit nach einem solchen in meinem Beisein gezeichnet haben. Es stellt einen Krieger
vor in rundem hutförmigen Helme und Panzer, in der rechten Hand ein gesenktes
Schwert haltend und seitwärts rechts wegsehend. Es ist mit Bleistift entworfen, etwa
einen halben Fuß hoch, am Helm und Panzer mit wenigen Strichen schattiert und
allerdings im Geschmack von Salvator Rosa. Darunter steht undeutlich das Wort
"Räuber". Ich habe diese Zeichnung auf die dringende Bitte des Herrn des Marées ihm
gegeben, welches ich jetzt bereue, da ich ihm ausdrücklich zur Bedingung machte, sie
nicht öffentlich als von Eurer Hoheit Hand zu produzieren. Er hat sie Ihrer Königl.
Hoheit der Herzogin von Dessau gezeigt und nun auch gegen Eure Hoheit davon
gesprochen, welches mir Eurer Königl. Hoheit gerechten Unwillen hätte zuziehen
können, da ich sie ohne von Ihnen dazu erhaltene Erlaubnis ihm gegeben hatte.
76
2. Texte VII. Briefe
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Unser neues Schloß, welches allerdings auch ohne Vergleichung mit dem vorigen ein
ausgezeichnetes Kunstwerk ist, hat das Schicksal so mancher vorzüglicher Gebäude,
daß es nicht ganz nach dem Plane seines Erfinders vollendet werden kann. Die beiden
schönen Seitenkolonnaden fallen weg, wodurch das Schloß etwas isoliert da steht. Die
schlechte Bauart der hiesigen hölzernen Häuser kontrastiert sehr damit, da unsere beste
Straße, der Bohlweg, gegen dem Schlosse über jetzt wirklich einen häßlichen Anblick
gewährt. Aber das ist nicht zu verbessern, ganz Braunschweig müßte umgebaut werden;
denn wenn ein Haus in besserem Geschmack gebaut wird, erscheinen die anderen desto
abscheulicher. Doch freue ich mich, das Schloß noch von den Gerüsten entblößt
gesehen zu haben. Wenn der Himmel noch ein paar Jahre mein Leben fristen sollte,
würde ich auch noch unsere Eisenbahn bis Wolfenbüttel wenigstens fertig sehen, und
dann kann ich mit dem, was ich von neuen Erfindungen und Begebenheiten in den
letzten 50 Jahren erlebt habe, zufrieden sein. Sind die folgenden 50 Jahre aber so reich
daran, so mögte ich die Welt nach 50 Jahren wiedersehen. Doch was hilft alles, solange
in religiösen Meinungen noch Unduldsamkeit herrscht und die Welt in geistiger
Hinsicht nicht Fortschritte macht!
Aber was rede ich? Welche Aussichten für die Zukunft stehen unserem Deutschlande
und vorzüglich dem Preußischen Staate bevor? Zu welchen Hoffnungen berechtigt seine
Völker der Gedanke an ihren teuersten Kronprinzen? Mögen alle Ihre Wünsche für Eure
Königl. Hoheit in Erfüllung gehen! - Das innere Gefühl meines Glücks, welches Sie mir
durch Ihren Brief bereitet haben, wird mich bis zu meinem letzten Tage nicht verlassen,
vergelte Ihnen der Himmel mit tausend Freuden und erhalte mir Ihre fernere Gnade.
Eurer Königl. Hoheit untertänigster J. H.
9. Kronprinz Friedrich Wilhelm an J. H., 6. Juni 1838 42
Abschrift im NLA Wolfenbüttel. Scan 120-96v f. Heusinger war 1769 geboren, er
wurde also erst 1839 70 Jahre alt.
Berlin, den 6ten Juni 1838
Sie schreiben mir, daß Sie Ihren 70sten Geburtstag feiern, mein lieber Heusinger, sagen
mir aber nicht wann? Da möcht ich ein wenig mit Ihnen zürnen, denn meiner kleinen
Geburtstagsgabe, die hier erfolgt, fehlt dadurch ganz das à propos, welches ihr einziger
Wert gewesen wäre. Ich habe eine kleine Schaumünze mit meinem Profil, gleichsam als
Lorgnette arrangieren lassen, da ich nicht das Recht habe, sie an einem Ordensbande zu
verleihen. So hängen Sie sich nun zuweilen das Kettlein um den Hals über die Weste,
und stecken Sie das Pseudo Augenglas in die Westentasche, aber in die linke, bester
Heusinger, auf die Herzensseite, und haben Sie einmal am Tage gar nichts zu tun und zu
denken, so nehmen sie das Ding beim Stiel aus der Tasche und schauen es mal an, dann
werden Sie wenigstens an mich denken, und das soll mich herzlich freuen.
Mögen Sie, alter Freund, Ihr 71stes Jahr wohl und getrost angetreten haben, oder noch
antreten.
Ihr Brief hat mir eine wahre schöne Freude gemacht. Haben Sie 1000 Dank dafür. Aber,
das Schreiben wird Ihnen sauer, darum antworten Sie mir lieber gar nicht, oder diktieren
Sie allerhöchstens ein paar Worte einem Andern in die Feder.
42
Publiziert von Mack 1912.
77
2. Texte VII. Briefe
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Gottes Segen und Frieden zum Abschied! Mit treuem Andenken meines lieben Heusingers alter Freund
Friedrich Wilhelm
Prinz von Preußen
(An den Maler und Professor Herrn Heusinger, 6ten Juni 1838
Brief des Kronprinzen mit dem Medaillon und der Kette.)
10. J. H. an Kronprinz Friedrich Wilhelm, 11. Juni 1838
Das Original dieses Briefs liegt im GSTA PK, BPH Rep 50 J Nr. 569. Scan 1838-06-11
ff. Abschrift im NLA Wolfenbüttel. Scan 120_97r f.
An den Kronprinzen. Dank für Kette und Medaillon. Juni 1838.
Eurer Königl. Hoheit Beweise Ihrer Gnade und die aus jeder Zeile Ihrer Briefe
unleugbar hervorgehenden unverkennbaren Zeichen Ihres gnädigsten Wohlwollens
gegen einen Diener, der sich vergebens bemüht, das Verdienst aufzufinden, wodurch er
eines so hohen Wohlwollens würdig geworden ist, haben wahrlich ihr Ziel erreicht: ich
weiß Ihnen nicht mehr zu danken. - Die Zufriedenheit mit meiner Lage, die ich
vorzüglich der Gnade Eurer Königl. Hoheit verdanke, kann schwerlich mehr erhöht
werden, in meinem jetzigen Alter wünschte ich nichts mehr. Die Erbschaft eines
Rittergutes könnte meine stille Ruhe nur stören, nicht meine Zufriedenheit erhöhen. Ich
bitte daher nur Gott um Gesundheit und Arbeitslust für meine noch übrige Lebenszeit
und bin gegen alles, was von übrigen Glücksgütern wünschenswert erscheint, ziemlich
gleichgültig. Eure Königl. Hoheit haben den unschätzbaren Geschenken Ihrer Briefe,
die mich unübertreffbar beglücken, noch als Kronprinz ein Geschenk von Golde wert
hinzufügen wollen, welches mich vielleicht betrüben könnte, wenn Eure Königl. Hoheit
nicht auch diesem Geschenke den Stempel Ihres mir so wohlwollenden Herzens
aufgedrückt hätten. Ich habe nie geglaubt, daß irgendein Orden, den ich auf keinerlei
Weise jemals verdient oder gewünscht habe, mich beglücken könnte. Aber Eure Königl.
Hoheit haben im Gefühl Ihres Herzens einen Orden eigens für mich erfunden, den will
ich tragen, er soll mein Glück und mein Stolz sein und um den sollen mich alle meine
Freunde und Landsleute beneiden; einen Orden, der mir bei jedem Anblicke zurufen
wird: Dein Kronprinz hat dich lieb, er hat im Gewühl der größten Festlichkeiten, die
vielleicht je in Berlin stattfanden, an dich gedacht und trotz aller Zerstreuungen den
herzlichen Brief geschrieben und solches Geschenk für Dich ausgedacht! Das soll diese
Kette auch anderen zeigen und sagen, und ich will eitel werden, was ich noch nie war,
und mit Stolz auf meine Neider hinabschauen. Mein Glück kann und soll kein
Geheimnis mehr sein. Ich habe Ihren Brief Mehreren zu lesen gegeben, und hätten Sie
doch die Tränen der Rührung, die er hervorrief, sehen und den Ausruf der Freude
vernehmen können: "den Brief hat ein künftiger König geschrieben". Wie werde ich um
das Glück, die Gnade eines solchen Herrn zu genießen, beneidet? Ich fühle mich selbst
einen anderen und trete mit größerem Selbstvertrauen auf als vorher. Eure Königl.
Hoheit hat mir einen Wert beigelegt, den ich vorher nicht kannte und an den ich selbst
anfangen möchte zu glauben. Ich habe im Leben manche schöne Freude genossen, aber
die schönsten waren meinem Alter aufgespart.
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2. Texte VII. Briefe
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Ich weiß nichts mehr hinzuzufügen, als Eure Königl. Hoheit zu bitten, mir Ihre Gnade
zu erhalten. Meine Wünsche für Ihr Wohl und meine Empfindungen bei jeder
Erinnerung an Sie kennen Sie, da Sie mich kennen.
Eurer Königl. Hoheit untertänigster
(abgeschrieben von Ludwig Brüel März 1841)
11. J. H. an König Friedrich Wilhelm IV., Juni 1840
Abschrift im NLA Wolfenbüttel. Scan 120_97v f.
Allerdurchlauchtigster König, gnädigster König und Herr.
Ich habe den Tag noch erleben sollen, an dem ich Eure Majestät und Ihrem glücklichen
Lande zu Ihrer Thronbesteigung Glück wünschen kann, und danke dem Allmächtigen
jetzt, wo mir Hand, Auge und Geist zu jeder Beschäftigung ihre Dienste fast ganz
versagen, für das Glück, das mir noch meine letzten Lebenstage erheitern soll.
Unfähigkeit, bei täglich mehr abnehmenden Verstandeskräften noch ein paar eines
solchen Gegenstandes würdige Zeilen zu schreiben, sollte mich billig davon abhalten,
aber Eure Maj. haben ja meine letzten Briefe so gnädig aufgenommen, daß ich glaube,
noch auf Ihre Nachsicht rechnen zu können, und es wage, meinen gütigsten Wohltäter,
dessen Freigebigkeit und nie genug zu preisendes Wohlwollen und Gnade mir das
beneidenswerteste Glück meines Lebens bereitet hat, noch mit der Anrede Eure
Majestät meinen alleruntertänigsten Glückwunsch zu Ihrer Thronbesteigung
darzubringen. Ist es ein Traum gewesen, wenn ich jetzt an mein Leben zurückdenke?
Habe ich das wirklich erlebt? Was hat mich Unbedeutenden in die glückliche Lage
gebracht, so viele Jahre in Eurer Majestät Nähe mich Ihres Wohlwollens zu freuen und
Ihrer Gnade gewürdigt zu werden? Ist es Wirklichkeit, daß der Gütige, der mir immer so
wohl wollte, jetzt der mächtigste König ist? - Was habe ich nicht alles Eurer Majestät zu
danken und wo soll ich Worte finden, diesen Dank auszusprechen? Jetzt nahe am Ziele
habe ich nur noch den Wunsch für Eurer Majestät Wohl und, was davon unzertrennt ist,
für das Wohl Ihres durch Sie so glücklichen Landes. Gott segne Sie und mache Ihre
Regierung zu der segensreichsten und Ihre Preußen zu dem glücklichsten Volke. Der
von seinen Untertanen so mit Recht angebetete Monarch kann trotz aller
Gewissenssorgen nur das glücklichste Los haben. Das sei denn das Ihre! und der
Anblick Ihrer geliebten Untertanen gebe Ihnen immer das Wonnegefühl, ihr Beglücker
zu sein und sich des begeisterten Ausdruckes ihres Dankes zu freuen. Nehmen Eure
Majestät diese ihres Gegenstandes so wenig würdigen mit so schwachen Geisteskräften
geschriebenen Zeilen mit gütiger Nachsicht nicht ungnädig auf und erhalten mir Ihre
unschätzbare Gnade, bis meine Zeit erreicht ist.
(An den König Glückwunsch zur Thronbesteigung Juni 1840)
12. König Friedrich Wilhelm IV. an J. H., 12. Juli 1840
Nach dem 7. Juni 1840, dem Todestage Friedrich Wilhelms III. Abschrift im NLA
Wolfenbüttel. Scan 120_98r f.
Der weidende Pegasus verkündete mir gestern, daß mein lieber alter Heusinger mir
geschrieben. Ich danke Ihnen herzlich dafür. Sie haben mir wahrlich Freude gemacht.
79
2. Texte VII. Briefe
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Aber keine Gratulation, kein Frohlocken, daß ich dem Edelsten, Gütigsten und
Gesegnetsten Könige folge. Der Verlust ist zu groß, zu schwer; und fühlt das unser
ganzes Volk, wie es Ihnen nicht verborgen sein kann, so ermessen Sie meinen Schmerz
und das Überwältigende des Gefühles, dazustehen, wo er 43 Jahre zum Heile des
Jahrhunderts stand! - Wann nach 20 Jahren mich die Mütter den kleinen Kindern
zeigen, daß sie mir ein Kußhändchen zuwinken, dann erst bin ich und das Vaterland
glücklich zu preisen! - Gott segne Ihre Tage mit Seinem und jedem Frieden. Vale.
Sans=souci, den 12ten Juli 1840
FW
(An den Maler und Professor J. Heusinger
Brief des Königs. abgeschrieben von Malchen Hagemann 1841
Antwort auf mein Gratulationsschreiben zur Thronbesteigung)
13. König Friedrich Wilhelm IV. an J. H., 25. Oktober 1840 43
Original in Marburg bei Lutz Heusinger. Scan 1840-10-25.
Ich danke Ihnen, lieber Heusinger! für das neue Zeichen alter Treue und
Anhänglichkeit, das Sie mir durch Ihr Schreiben vom 10ten Juli d. Js. gegeben haben,
wünsche und hoffe, daß Ihre Körper- und Geisteskräfte, über deren Abnahme Sie zu
Meinem Bedauern klagen, sich noch wieder stärken und befestigen werden und habe
Ihnen zum Zeichen Meiner unveränderlichen Gesinnungen gegen Sie, den rothen AdlerOrden vierter Classe verliehen, dessen Dekoration Sie von der General-OrdensCommission erhalten werden. Sanssouci den 25ten Oktober 1840
Friedrich Wilhelm
An den Miniaturmaler Herrn J. Heusinger zu Braunschweig
Auf dem blauen Umschlag: An den Miniaturmaler Herrn J. Heusinger zu Braunschweig
Stempel "Berlin 26.10." Auf der Rückseite Stempel "Oct 28" und rotes Siegel (vgl. die
Abbildungen zu V02 in Kapitel 4 Werkverzeichnis).
14. J. H. an König Friedrich Wilhelm IV., 31. Oktober 1840
Das Original dieses Briefs liegt im GSTA PK, BPH Rep. 50 J Nr. 569. Scan 1840-10-31
ff. Abschrift im NLA Wolfenbüttel. Scan 120_98v f.
Eure Majestät haben mir den Orden verliehen und ich danke Ihnen untertänigst für diese
hohe Auszeichnung, die auch in den Augen des Publikums öffentlich zeigen wird, daß
ich mich der Gnade Eurer Majestät zu erfreuen habe. Doch mit einer Art von
Beschämung denke ich daran, was man auf die Frage antworten wird, durch welches
Verdienst ich mich einer so hohen Ehre wert gemacht habe. - Aber zu große
43
Vermerk der Autographenhandlung J. A. Stargardt): "Friedrich Wilhelm IV. König von Preußen, 17951861, Brief mit Umschlag. Sanssouci 25.X.1840. 1/2 Seite. 4°. Mit gesiegeltem blauen Umschlag
(Poststempel und Vermerke). 'Blauer Brief' an den Miniaturmaler Johann Heusinger in Braunschweig,
dem er den 'rothen Adler-Orden vierter Classe' verleiht. 'Ich ... wünsche und hoffe, daß Ihre Körperund Geisteskräfte über deren Abnahme Sie zu Meinem Bedauern klagen, sich noch wieder stärken und
befestigen werden ...'".
80
2. Texte VIII. Testament
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Bescheidenheit ist nicht mehr mein Fehler und Horaz sagt ja von seinem August: "der
Gnade einer hohen Person gewürdigt zu werden, ist nicht das geringste der Verdienste."
Und von der großen Zahl der Würdigen, die mit dem Orden geschmückt sind, sind nur
wenige, die sich rühmen können, daß sie größere Beweise Ihrer persönlichen Zuneigung
von Ihnen erhalten haben als Ihr untertänigster und dankbarster Diener, und wenn ich
jetzt Ihren Namen höre und die Empfindungen sehe, mit denen er von ganz Europa
ausgesprochen wird - so werden Eure Majestät mir den Stolz verzeihen, mit dem ich
denke, "dieser mit so vielem Rechte Angebetete, dieser Abgott seiner Preußen und des
ganzen Publikums, hat dich ausgezeichnet und du besitzest von seiner eigenen Hand die
bemerkenswertesten Beweise seiner Gewogenheit und seiner Gnade". Ja Eure Majestät,
welcher Orden könnte diese Gefühle bei mir aufwiegen? Daher verzeihen Sie, wenn ich
für meine Auszeichnung, die so manchen mit Recht überglücklich machen wird,
vielleicht weniger begeistert erscheine, denn das Glück, was mir Ihre unschätzbaren
Briefe gewähren, kann durch nichts mehr überboten werden. Friedrich Wilhelm IV. hat
mir persönlich wohlgewollt und mich seiner Gnade gewürdigt, das wird ewig mein
Stolz sein, so oft ich Ihren Namen nennen höre.
Euer Majestät untertänigster und dankbarster
(Dankschreiben an den König für den erwiesenen Orden October 1840
abgeschrieben von Riekchen Hagemann)
VIII. Testament
Stadtarchiv Braunschweig D I 7 Nr. 45
Testamentenbuch Nr. 45, S. 265-272
[Seite 265] Testament des Particuliers Johann Heusinger
Ich Endesunterzeichneter, der Maler Johann Heusinger, verordne vermittels dieses
Testaments wie es mit meinem bei meinem Tode vorhandenen Vermögen gehalten
werden soll.
§1
1. Zuvörderst legire und vermache ich den hiesigen Armenanstalten 5 Th, buchstäblich
fünf Thaler, den Wegebesserungsanstalten 1 Th, buchstäblich einen Thaler.
2. Die von mir verfertigten Portraits nach der Natur, oder die Kopien davon, sollen an
die Personen, die sie vorstellen, oder die Erben derselben unentgeldlich abgegeben
werden. Die Portraits von Personen, die ich noch in Berlin gemalt habe, und an die
niemand Ansprüche hat, fallen an die Erben meiner übrigen Bilder oder können von
diesen nach Belieben verschenkt oder verkauft werden. Meine übrigen Bilder
bekommen meine Verwandten und mögen sie unter sich verlosen, vertauschen oder
wenn sie wollen verkaufen, wie es ihnen beliebt.
3. Meiner Nichte, der unverehelichten [Seite 266] Sophie Heusinger 44 , Vorsteherin der
Pott'schen Schule, vermache ich 2000 Th, buchstäblich zweitausend Thaler. Sollte sie
vor mir sterben und ich nicht anderweitig über diese Summe verfügt haben, so erhält
44
Vgl. Brandenburg 1974, S, 68, Nr. 8.
81
2. Texte VIII. Testament
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
die verwitwete Münzmeisterin in Hannover, Auguste Brüel 45 (ihre Schwester), davon
1000 Th, buchstäblich Eintausend Thaler, und meine erste Nichte, die Pastorin
Bodenstein in Lauingen, 1000 Th, buchstäblich Eintausend Thaler, und wünsche ich,
daß wenn ich vor meiner Nichte Sophie mit Tode abgehe, dieselbe, obgleich sie über
die ihr von mir vermachten 2000 Th frei disponieren kann, doch bei Abfassung ihres
Testaments auf ihre Schwester Auguste Brüel Rücksicht nehme.
4. Meiner Nichte, der verwitweten Münzmeisterin Auguste Brüel 46 in Hannover,
vermache ich 1000 Th, buchstäblich Eintausend Taler.
5. Meiner früheren Hausgenossin und Pflegerin, der vierten Tochter der Frau
Superintendentin Diekmann in Königslutter, der Demoiselle Karoline Diekmann,
vermache ich 800 Th, buchstäblich Achthundert Taler. [Seite 267]
6. Meiner treuen Freundin, der Demoiselle Victoria Volkmar, die jetzt bei der
Demoiselle Friederike Heyer wohnt, vermache ich als kleinen Beweis meiner
Dankbarkeit 500 Th, buchstäblich Fünfhundert Taler.
7. Meiner treuen Freundin, der Försterswitwe Friederike Uhde geborene Harsleben in
Königslutter vermache ich als kleinen Beweis meiner Dankbarkeit 300 Th,
buchstäblich dreihundert Thaler.
8. Meiner Aufwärterin Maria Strike, die nun fünf Jahre in meinen Diensten ist,
vermache ich, wenn sie bis zu meinem Tode mir treu dient und bei mir bleibt, das
vollständige Bett, worauf sie schläft, und 300 Th, buchstäblich Dreihundert Taler.
9. Meinem Hausmädchen, Georgine Claus 47, die nun acht Jahre in meinen Diensten ist,
vermache ich, wenn Sie bis zu meinem Tode mir treu dient, das vollständige Bett,
worauf sie schläft, und 300 Th, buchstäblich Dreihundert Thaler.
§2
Zu Universalerben meines ganzen nach Abzug der obigen Legate übrig bleibenden
Nachlasses, es bestehe [Seite 268] derselbe in Grundstücken, ausstehenden
Forderungen, Mobiliar, nichts davon ausbeschieden, alles an Gelde und Geldes werth
setze ich titulo honorabile institutionis ein den Superintendenten Wilhelm Hille 48 (vgl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Hille, gelesen am 9.11.2011) in Marienthal bei
Helmstedt und die Pastorin Minna Bodenstein in Lauingen also und dergestalt, daß
dieselben darüber als ihr Eigentum schalten und walten mögen. Sie sollen sich in
meinem Nachlasse zu völlig gleichen Teilen teilen. Auf den Fall des Todes des einen
oder anderen meiner besagten Erben sollen die Kinder des Verstorbenen in dessen Stelle
treten.
§3
Sollten die von mir ausgesetzten Legate mehr als den vierten Teil desjenigen, was die
Universalerben erhalten, ausmachen, so verbiete ich denselben, die quarta Falcidia
abzuziehen.
45
Vgl. Brandenburg 1974, S. 68, Nr. 5.
Auguste Elisabeth Heusinger, verheiratet mit Ludwig August Brüel, vgl. Brandenburg 1974, S. 68,
Nr. 5.
47 Georgine Claus ist 1836 von Johann Heusinger porträtiert worden (vgl. Kapitel 4 Werkverzeichnis
E04).
48 Siehe Kapitel 4 Werkverzeichnis B21 Wilhelm Hille.
46
82
2. Texte VIII. Testament
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
§4
Den Herrn Geheimrat Schulz 49 ernenne ich hiermit zum Vollzieher dieses meines
Testaments und autorisiere ihn, gleich nach meinem Tode namens der Erben sich sofort
in den Besitz meines Nachlasses zu setzen. [Seite 269] Meine Erben sollen sich in
Beziehung auf die obigen Geschäfte meines Herrn Testamentsvollziehers dessen
Anordnungen und Verfügungen ohne alle Einschränkungen gefallen lassen, ohne dabei
irgendeine Einwendung dagegen vorbringen zu dürfen.
§5
Die Versiegelung meines Nachlasses wird verboten, und ist mein Wille, daß ich ohne
allen Aufwand begraben werde.
§6
Sollte dieser mein letzter Wille als ein wirkliches Testament mangelhaft sein und nicht
gelten können, so will ich doch, daß es als Codicill, Fidei commiss oder als jede andere
Disposition auf den Todesfall gelten und Kraft haben soll. Urkundlich habe ich diesen
meinen letzten Willen eigenhändig geschrieben und besiegelt.
So geschehen
Braunschweig, den 17. September 1839
f L[ocus]. S[igilis].f Johann Heusinger
in darso involucri stand
Hierin ist mein Testament befindlich, in welchem die Versiegelung meines Nachlasses
verboten ist.
Braunschweig, den 17. September 1839
f L[ocus]. S[igilis].f Johann Heusinger
[Seite 270] Actum
im Herzogl. Stadtgerichte 1 Bezirk Braunschweig, den 18. September 1839
Praes. Herr Justizamtmann Rosenthal
Es erschien der Particulier Johann Heusinger hieselbst, überreichte dieses versiegelte
Paket mit der Erklärung, daß darin sein Testament enthalten sei, welches er eigenhändig
ge- und unterschrieben habe. Er bitte, dasselbe in gerichtliche Verwahrung zu nehmen,
nach seinem Tode zu publizieren, über dessen Inhalt obrigkeitlich zu wachen und ihm
vorläufig einen Depositionsschein zu erteilen.
V[orgelesen]. g[enehmigt]. u[nd]. u[nterschrieben]. Johann Heusinger
in fidem A. Müller
49
Verheiratet mit Anna Sophia Henriette Heusinger, vgl. Brandenburg 1974, S. 69, Nr. 9. Vgl. Kapitel 4
Werkverzeichnis B28.
83
2. Texte IX. Vermischte Nachrichten
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Actum
im Herzogl. Stadtgerichte 1 Bezirk Braunschweig, den 30. September 1846
Praes. Herr Justizamtmann Rosenthal
Es erschien [Seite 271] der hl. Stadtgerichts-Registrator Mackwitz
zeigte an, daß der Particulier Herr Johann Heusinger am gestrigen Tage mit Tode
abgegangen sei, präsentierte den anliegenden Depositionsschein über ein von dem
defuncto unterm 18. September 1839 gerichtlich deponiertes Testament und bat im
Auftrag seiner Exzellenz des Herrn Staatsministers Schulz unter Referration der
Nachlieferung des Sterbescheins mit Publikation des Testaments zu verfahren.
Es wurde hierauf solches Testament, auf welchem sich die Aufschrift "Hierin ist mein
Testament befindlich, in welchem die Versiegelung meines Nachlasses verboten ist.
Braunschweig, den 17. September 1846 f L[ocus]. S[igilis].f Johann Heusinger
Sowie das die Deponierung des Testaments beurkundende Protokoll befand, aus dem
gerichtlichen Archive entnommen, recognitis sigillo pro illalfis [?] geöffnet und dem H.
Camparentur [?] mittels wörtlicher Verlesung publizierend,
worauf
der H. Camparentur [?] zur Ausfertigung [Seite 272] einer beglaubten, besiegelten
Abschrift des Testaments, des deponierten Protokolls und des gegenwärtigen Protokolls
bat.
V[orgelesen]. g[enehmigt]. u[nterschrieben]. Mackwitz
in fidem Geller, Actuar
in fidem copiae
Geller, Actuar.
IX. Vermischte Nachrichten
In der Zeitung "Braunschweigische Anzeigen", Juli 1827, Spalte 2461:
Verkaufungen
Das am Neuenwege Nro. 1097 bel. de, Brauer Reibenstein vorhin zugehörige Haus und
Hof, sammt Zubehör, an dessen Erben für den ehemaligen Ankaufspreis zu 870 T.
Dasselbe Haus an den Portraitmaler Heusinger für 2205 T.
In der Zeitung "Braunschweigische Anzeigen", September 1835, Spalte 3734 f.:
Vermischte Nachrichten
Bei der in der Nacht vom 4. zum 5. September ausgebrochenen Feuersbrunst am
Neuenwege verdanke ich die fast wunderbare völlige Erhaltung meines Hauses den
vortrefflichen hiesigen Löschanstalten, und sage den geehrten Mitgliedern derselben
und allen entfernter und näher wohnenden Freunden und Nachbaren, die sich in der
Nacht so zahlreich, Beistand leistend und Hülfe anbietend, wenn es die Noth erfordert
hätte, bei mir einfanden, und denen ich noch nicht allen selbst mündlich meinen Dank
84
2. Texte IX. Vermischte Nachrichten
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
habe bezeigen können, hiedurch meinen herzlichsten und aufrichtigsten Dank, und
erkläre zugleich, daß, wenn mein kleines Haus und Habe ein Raub der Flammen
geworden wäre, ich die Rettung meiner wichtigsten Papiere und Baarschaften allein
dem großen Rettungseifer des so schnell zu meiner Hülfe herbeieilenden
Schlossermeisters, Hrn. Mädel, würde zu danken gehabt haben.
Den 8. September 1835
J. Heusinger 50
In der Zeitung "Braunschweigische Anzeigen", Oktober 1846, Spalte 6024:
Kirchensachen in Braunschweig
Gestorbene
Andreaskirche. Den 29. September, der Portraitmaler Herr Johann Heusinger, Ritter des
Königl. Preuß. rothen Adlerordens, 77 Jahre alt, am Schlagflusse.
50
Johann Heusinger hatte 1824 für 2205 Taler das Haus 1097 Am Neuenwege erworben und im Juli
1825 bezogen. Vgl. Kapitel 2 Texte II Lebenslauf Fortsetzung 1834.
85
3. Ältere Werkverzeichnisse I. Volkmar 1952
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
3. Ältere Werkverzeichnisse
Die Originale der vier älteren Werkverzeichnisse (in Marburg bei Lutz Heusinger)
werden hier veröffentlicht, um sie auf Dauer konsultierbar zu machen. In eckigen
Klammern sind die Nummern der Werke im aktuellen Werkverzeichnis (Kapitel 4)
eingefügt.
I. Volkmar 1952
Brief von Hajo Volkmar aus Jever, Kreis Friesland, Kleine Bahnhofstr. 3, vom 22.
Oktober 1952 an Bruno Heusinger in Braunschweig, Lützowplatz 4
Jever, d. 22. Oktober 52.
Sehr geehrter Herr Präsident,
Ihre Frage nach Bildern von Johann Heusingers Hand will ich beantworten, so gut ich
es vermag. Ich müsste dazu mehr von Malerei verstehen. Im Original haben den Krieg
in unserm Besitz folgende Porträts überstanden:
1. In Oel auf grobem braunem Stoff, 18 mal 24 cm, Frau des Hagenmarktapothekers
Heyer, Anna Maria Bernhardine, geb. Krohn, 1744-1817. [E11]
2. In Oel auf feinerem und dunklerem Stoff, oval, 26 mal 31 cm, Amalie Hagemann,
später Frau des Oberlehrers Wilhelm Volkmar, 1823-1846. [E26]
Auf beiden Oelbildern kann ich weder Datum noch Signum des Malers entdecken.
Beide sollen von Heusinger stammen. Nr. 2 betreffend habe ich einen Brief von Amalie
Hagemann gelesen, in dem sie ihrem Verlobten von ihren Sitzungen bei Onkel
Heusinger und den Fortschritten ihres Porträts erzählt. Da Heyers mit Heusingers
verschwägert waren, zweifele ich auch nicht daran, dass Nr. 1 von I. H. stammt.
Rätselhaft ist nur das Fehlen eines Signums. Amalie wurde um 1840 porträtiert.
3. Mattbraune Zeichnung auf Karton, 26 mal 35 cm, signiert: I. H. 1832, Wilhelm
Volkmar, Sohn des 1815 verstorbenen Hofrates Dr. V., 1813-1890. [E33]
4. Karton wie 3, 13 mal 15 cm, gez.: I. H. 1815 -1825-. Justus Christian Heinrich Heyer,
Apotheker am Hagenmarkt, 1746-1821. Anscheinend hat Heusinger 1825 für
Volksmars eine Kopie nach einem Porträt von 1815 gefertigt. Ich hörte, das Urbild
hänge in der Apotheke. Andererseits wurde von mir 1938 eine Photographie unseres
Bildes für das Museum in Braunschweig erbeten. Sie wurde zu Heyers Luftballon
gehängt. [E13]
5. Auf Porzellan, einfarbig, oval, 6,5 mal 8,5 cm, gez. I. H, 1804, Frau des Försters
Hagemann zu Lichtenberg, geb. Krukenberg, Schwester des berühmten Arztes Dr.
Peter K. in Halle, Mutter von 2. [E09]
Ich komme nun zu Bildern, deren Originale Frau Marie Volkmar, Goslar,
[Seite 2]
Schlüterstr. 1d besitzt. Die ersten drei besaßen auch wir von Heusingers Hand, er hatte
mehrere Exemplare hergestellt. Von allen habe ich Photographien, Nr. 6 bis 8 und Nr.
13 gingen uns im Kriege verloren.
6. Miniatur auf Elfenbein, oval, farbig, I. H. 1814, Philipp Christoph Gustav Volkmar,
Berghauptmann zu Braunschweig, 1743-1817. [E30]
86
3. Ältere Werkverzeichnisse I. Volkmar 1952
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
7. wie 6, Frau Louise Volkmar, geb. Meyer, Frau von 6, 1753-1818. Bild 6 und 7 sind
auf schräg geschnittene - daher ovale - Elfenbeinscheiben sehr minutiös gemalt. [E29]
8. Auf Porzellan wie 5, gez. I. H. 1804, Amalie Heyer, 1782-1837, Tochter von 1 und 4.
[E10]
9. Auf Porzellan wie 5, Professor der Chirurgie Konrad Heyer, 1778-1810, Sohn von 1
u. 4. [E14]
10. In Oel wie 2, Friederike Hagemann, Schwester von 2. [E08]
11. Karton wie 3, Rudolph Volkmar, Bruder von 3, 1815-1880. [E31]
12. Karton wie 3, die verwitwete Frau "Hofrätin" Volkmar, dieselbe wie Nr. 8, I. H.
1834. [E27]
Nur in Photographie ist erhalten:
13. Auf Porzellan wie 5, Johanna Elisabeth Conradine Heyer, 1777-1797, gemalt 1796,
Tochter von 1 und 4, 1796 verheiratet mit Pastor zu St. Andreas in Braunschweig
Carl Ludolf Friedrich Lachmann, aus dessen erster Ehe der berühmte Philologe Karl
Lachmann, 1793-1851, stammt. [E15]
Fred Mankey in Williamsport besitzt:
14. Ein Knabenbild von Karl Volkmar, 1812-1886, Bruder von 3 und 11. Das Bild
stammt von Heusinger, Näheres ist mir nicht bekannt. [E28]
Ich glaube, dass Mankey noch andere Originale von H. besitzt.
Was den Briefwechsel betrifft, muss ich Sie bitten, mit Durchschlägen vorlieb zu
nehmen, die ich erhielt, als ich die Briefe für Mankey abschrieb. Meine Kopien
stammen offenbar aus der Zeit, als die Briefe geschrieben wurden. Im ersten
Augenblick könnte man sie für Originale halten. Heusinger schreibt am 20. März 1838,
dass er bunte Farben längst nicht mehr unterscheiden kann. Danach kann unser Oelbild
Nr. 2 nicht von seiner Hand sein. Ob es nach einem braunen Original Heusingers
gemacht ist? Vielleicht fehlt darum ein Signum.
Friedrich Wilhelm IV. wird von der Geschichte ungünstig beurteilt. Den Menschen
Friedrich W. lassen seine Briefe in anderm Licht erscheinen. Die Originale sollten im
Besitze der Familie Heusinger sein. Es ist un[Seite 3]
wahrscheinlich, dass so ansprechende, menschlich rührende Briefe eines preussischen
Königs über 100 Jahre einen Dornröschen-Schlaf in Familientruhen gehalten haben. Ich
kann mich aber dafür verbürgen, dass mein Vater unsere Kopien 1890 von seinem
Onkel, dem Schulrat Wilhelm Volkmar in Blankenburg im Harz, Bild Nr. 3, geerbt hat,
zusammen mit einer Kiste voll von andern Familien-Papieren.
Unkosten sind mir durch meine Mitteilungen an Sie nicht entstanden. Meine Initiative
in dieser Angelegenheit konnte zunächst etwas überflüssig erscheinen. Um so mehr
freue ich mich, dass dadurch Heusingers Briefwechsel mit seinem Schüler Friedrich
Wilhelm zur Familie Heusinger zurückgefunden hat.
Mit den besten Empfehlungen
Ihr sehr ergebener
gez. H. Volkmar
87
3. Ältere Werkverzeichnisse II. Heusinger 1973
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
II. Heusinger 1973
Bruno Heusinger: Zum Oeuvre von Joh. Heusinger, an Christian. v. Heusinger. 13.2.73
I. Eine deutsche Familie v. Dr. Herm. Schulz (Familiengesch. v. Schulz-Hausmann
(1904)
S. 41 Friedrich Schulz [B28] und Anna Heusinger vh. Schulz [B26], beide von
Johann Heus. 1818, wohl farbige Miniaturen, mir unbekannt, wo jetzt
II. Im Besitz der Aachener Heusinger sind m. W.
1. verschiedene Porträtminiaturen, darunter vermutlich auch die Porträtminiatur, die
in Heinrich Mack, Georg Ludwig Heinrich Spohr und Conrad Heusingers Fehde
über Heusingers Gedicht "Lessings Tod" wiedergegeben ist [B05]
2. nach m. Erinnerung auch ein oder mehrere Sepiagemälde größeren Formats mit
Gegenständen aus der biblischen Geschichte (?), die sich früher im Besitz des
"Rentners Karl Heusinger" befanden [verschollen]
III. Im Besitz meines Bruders in Köln befindet sich
1. ein in Öl ausgeführtes Porträt von Conrad Heusinger, Maßstab vielleicht 40 x 25
rechteckig. C. H. ist in derselben Art dargestellt, wie auf den Miniaturen, vielleicht
spiegelbildlich? [B09]
2. ein in Sepia ausgeführtes Porträt des Neffen von Johann Heusinger, Ernst
Heusinger (meines Ururgroßvaters [muss heißen: Urgroßvaters, L. H.]), etwas
größer als oben zu 1, 1835 [B12]
3. Joh. Heusinger hat - nach meinen Unterlagen - 1814 eine Miniatur von Amalia
Sebald, Beethovens "unsterblicher Geliebten" gemalt. Ich habe eine gedruckte
Wiedergabe dieser Miniatur, leider ohne Quellenangabe. Mein Bruder hat m. W.
entweder die Miniatur selbst oder eine Wiedergabe. Die Zusammenhänge sind mir
dunkel. [E29]
IV. In meinem Besitz befinden sich
1. ein kleines ovales Sepia Miniatur-Porträt, oval, 8 x 6 etwa, ein Unbekannter
(Eschenburg?) [E37]
2. in Öl ausgeführtes Porträt einer Dame, mit russisch wirkendem (?) Kopfschmuck;
aus der Berliner Hofgesellschaft? 32 x 26 cm, 1836 [C45]
[Ziffer 3 gibt es nicht, L. H.]
4. 2 Miniatur-Porträts, Conrad Heusinger u. seine Frau, oval, je 9 x 7 [B08, B03]
5. ein Sepiagemälde, darstellend die Töchter Conrads u. eine Freundin
(Kindermädchen? Sophie Warnecke). Dahinter an der Wand hängen Miniaturen,
die die Eltern u. die 3 Brüder darstellen 26 x 32 (quer) - 1806 [B01]
6) eine z. T. verwischte Miniatur eines jungen Mannes. Oval 7 1/2 x 6, 1817 [E43]
88
3. Ältere Werkverzeichnisse II. Heusinger 1973
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[Seite 2]
V. Im früheren Vaterl. Museum, jetzt Landesmuseum an der Ägidienkirche befinden
sich wohl mehrere Werke, über die das Museum ja besser Bescheid weiß als ich
1. Wahrscheinlich stammt das Porträt von Dr. Heinrich Heusinger, Professor der
Medizin, Sohn von Konrad, 1786-1863, abgebildet in "Ärzteverein Braunschweig
1866-1966, Erinnerungsgabe zum 100jährigen Bestehen, hrsg. von Dr.
Pagenstecher, Brschwg 1966, S. 25 von Ernst Heusinger. Das Bild befindet sich
nach Auskunft von Dr. Pagenstecher im Museum. [Dort heute nur der Nachstich
von Schirmer, U08]
2. Selbstbildnis von Joh. Heusinger, abgebildet Zeitschr. "Braunschweig" 2/57 S. 31
[A08]
3. Im Jahre 1972 hat das Museum aus dem Besitz eines Herrn Kurt Hartmann,
Brschwg, Charlottenstr. 1, F: 71401, 2 (?) Miniaturen von Joh. H. angekauft
(vielleicht auch das Städt. Museum). Wahrscheinlich hat Herr Hartmann noch 2
weitere in Besitz. Es soll sich bei den Dargestellten um Verwandte eines Prof.
Laudahn handeln. [E42? E46?]
VI. Im Städt. Museum
Ölgemälde "Mädchen aus Ölper", abgebildet wie zu V 2 ["Braunschweig" 2/57 S. 31,
L. H.], (nach Barnstorf auch im Vaterl. Mus) [E04]
VII Im Besitz Deiner Familie
1) Zeichnung F W IV [V03]
2) Prinzenbild [C28A]
VIII.
1.) Im Stadtarchiv Personaliensammlung Angaben über die Fam. Heusinger, u. gewiß
auch Johann
2.) Im Staatsarchiv Wolfenbüttel unter "Handschriften VI 11, 120, von Joh.
Heusinger "Erinnerungen an Wolfenbüttel u. Umgebung" 1834. Hieraus hat
anscheinend ein Mittelschullehrer Röhr, Königslutter, Einzelnes in einer
Lokalzeitung von Königslutter "Stadtbüttel" veröffentlicht (Mitteilung des
Oberforstmeisters a. D. Schmidt-Colinet, Mascherode, Am Kohlikamp 33, aus dem
Jahre 1964) [Kapitel 2 Texte]
[Seite 3]
3. Heinrich Mack, derzeitig Dir. des Stadtarchivs, hat in der Wissensch. Beilage der
Braunschw. Landeszeitung Nr. 34 1912 3 Briefe von Fr W IV veröffentlicht, die
ihm, nach Mitteilung Macks an mich v. 24.12 29 von Frl. Krätzinger, München, zur
Verfügung gestellt waren (Tochter einer Stiefschwester meines Großvaters Adolf
Heusinger); wird wohl nicht mehr leben. [Kapitel 2 Texte VII Briefe]
4. Wichtig der Aufsatz von Fritz Barnstorf (Dr. med., Obermedizinalrat, 3307
Königslutter, Wallstr. 10, F. 05353/800 (lebte 1969 noch) über "Der Porträtmaler
Joh. Heusinger 1769-1846 u. seine Erinnerungen an die heimatl. Landschaft um
den Elm", in "Braunschw. Heimat", 54. Jg., 1968, S. 47, 88 ff., mit Angaben über
Bilder.
89
3. Ältere Werkverzeichnisse II. Heusinger 1973
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[Seite 4]
IX. Nachweise über weitere Bilder in dem Aufsatz:
Ernst Lemberger - Cicerone 1914 - Beiträge zur Geschichte der Miniaturmalerei, ein
Porträtminiaturist am Anfange des 19. Jh.
angeführt sind Porträts von
1. Fr W III, 1805 (derzeit Hohenzollern-Museum) [C10]
2. dem Kronprinzen Fr W 1810 [C18]
3. Joh,. Fr. Ferd. Delbrück, Erzieher des Kronprinzen 1810 [E05]
4. dem Dichter v. Gaudy 1811 [C21]
5. dem General Frh. v. Gaudy [C22]
6. einem jungen Husaren 1815 [E41]
Lemberger schreibt: "Leider sind die Lebensschicksale dieses Joh. H. noch ganz
unbekannt". (Mitteilungen meines Sohnes)
X. I. d. J. 1952-54 hatte ich einen Briefwechsel mit
1) einem Herrn Fred Mankey, 833 Third Avenue, Williamsport, USA u. [in Marburg
bei Lutz Heusinger; Mankey hat jedoch keine Werke benannt]
2) einem (wohl damals schon recht alten) Herrn H. Volkmar, Jever, Kreis Friesland,
Kl. Bahnhofstr. 3.
Herr Volkmar hat mir unter dem 22. Oktober 1952 eine Liste von Bildern Joh. H.
geschickt, die sich damals in seinem Besitz oder im Besitz einer Frau Marie Volkmar,
Goslar, oder im Besitz von Fred W. Mankey befanden (Zusatz, daß Mankey noch mehr
Bilder besitze). [Kapitel 3 Ältere Werkverzeichnisse 1]
Im Brief der Vermerk: Vom Apotheker Heyer habe ein von Joh. H. gemaltes Bild
(Kopie?) in der Apoth. am Hagenmarkt in Brschwg gehangen. [E12]
[Seite 5]
Das Apoth. Gebäude am Hagenmarkt ist im Kriege m. W. völlig zerstört. 1938 sei eine
Photographie f. d. Museum in Br. erbeten, es sei dort "zu Heyers Luftballon gehängt".
In m. Briefwechsel mit Volkm. auch Abschriften von Briefen Kronprinz Fr W (IV) u.
Joh. Heusinger 1838 [einzelner Briefe, die in Kapitel 2 Texte VII Briefe publiziert sind]
90
3. Ältere Werkverzeichnisse III. Heusinger 2007
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III. Heusinger 2007
[Seite 1]
Johann Heusinger (1769-1846)
Biogr.: Brandenburg II, 1974, S. 46; BBL 1996 S. 273
Notizen zu einem Werkverzeichnis (Ch. v. H. [Christian von Heusinger, 2007])
Selbstbildnisse
Selbstbildnis mit Brille, Bruststück nach rechts, Öl/Lwd.
Lit.: Rolf Hagen, in: Braunschweig 1959 m. Abb. (???)
Fritz Barnstorf, Der Porträtmaler Johann Heusinger (1769-1846) und seine
Erinnerungen an die heimatliche Landschaft um den Elm, in: Braunschweigische
Heimat 54. Jg., 1968, S. 47-53, 88-91, Abb. 1 (Detail)
Braunschweigisches Biographisches Lexikon, 19. und 20. Jh., hrsgg. von H.-R. Jarck,
G. Scheel, Braunschweig 1996, S. 273 m. Abb. u. weit Lit. (bearb. v. G.-D. Ulferts). –
Erwähnt in: Ludwig Hänselmann, Der Kunstclub in Braunschweig 1836 –1886,
Braunschweig 1886, S. 26 f.
Städtisches Museum Braunschweig, Inv.Nr. 143 [A07]
Selbstbildnis mit Brille,
Lit.: Rolf Hagen, in: Braunschweig 2/1957, S. 31 m. Abb.
Fritz Barnstorf, Der Porträtmaler Johann Heusinger (1769-1846) und seine
Erinnerungen an die heimatliche Landschaft um den Elm, in: Braunschweigische
Heimat, 54. Jg., 1968, S. 48
Braunschweigisches Landesmuseum, Braunschweig [A08]
Selbstbildnis mit Brille, 1828
Brustbild nach rechts mit Zeichenstift
Schwarze und braune Kreide und Pinsel in Braun auf mittelbraunem Tonpapier, 20 x
17,5 cm
Lit.: Auktion 53/II Gerda Bassenge, Berlin, 2. - 3. Juni 1989, Nr. 5616 m. Abb.; Berlin
Museum, Von Chodowiecki bis Liebermann, Katalog der Zeichnungen, Aquarelle,
Pastelle und Gouachen des 18. und 19. Jahrhunderts, bearb. v. Dominik Bartmann und
Gert-Dieter Ulferts, Berlin 1990, S. 186.
Berlin Museum Inv. Nr.: GHZ 89/13 (Neg. 10897) [A04]
Bildnisse
nach dem Alphabet der Dargestellten:
Prinzessin Elisabeth von Bayern
Gemahlin Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (verm. 29.11.1823 Berlin)
Hüftbild von vorne in hochgegürtetem Kleid mit Puffärmeln, mit Diadem im
gescheitelten Haar mit Korkzieherlocken über den Ohren
Miniatur auf xx, xx : xx cm, bez.:
Vorbes.: Anna, geb. Heusinger, und Friedrich Schulz, Braunschweig; v. SchulzHausmann, Berlin; Marie Görz, geb. v. Schulz-Hausmann, Berlin; Ch. v. Heusinger,
Braunschweig.
Priv. Bes. Braunschweig [C02]
91
3. Ältere Werkverzeichnisse III. Heusinger 2007
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[Seite 2]
Georgine Claus aus Ölper
Öl/Lwd.
Lit.: Rolf Hagen, in: Braunschweig 1957 m. Abb.; Fritz Barnstorf, Der Porträtmaler
Johann Heusinger (1769-1846) und seine Erinnerungen an die heimatliche Landschaft
um den Elm, in: Braunschweigische Heimat, 54. Jg., 1968, S. 47-53, 88-91, Abb. 2.
Städtisches Museum Braunschweig [E04]
Anna Heusinger, geb. Billep
Braunschweig 9. Januar 1758 – 21. November 1823 Braunschweig
Gemahlin von Konrad Heusinger (1752-1820)
In gestreiftem Kleid mit Rüschenkragen und zu flachen Locken gelegten Haaren.
Ovales Brustbild gegen rechts, Blick nach vorne, Gegenstück zu dem Bildnis von
Konrad Heusinger gegen links.
Miniatur auf Perg., bez.: J.H. 1818
Ehemals Fritz-Hartmut v. Schulz-Hausmann
Lit.: Hermann Schulz, Eine deutsche Familie. Aus dem Leben unserer Eltern und
Voreltern meinen Geschwistern erzählt, Berlin 1904, Abb. S. 39.
Privatbesitz [B04]
Anna Heusinger, geb. Billep
Braunschweig 9. Januar 1758 – 21. November 1823 Braunschweig
Gemahlin von Konrad Heusinger (1752-1820)
In blauem Taftkleid mit weißem eckigem Kragen und großer (Witwen?) Haube
Ovales Brustbild gegen links, Blick nach vorne, Gegenstück zu dem Bildnis von
Konrad Heusinger gegen rechts
Miniatur auf Elfenbein, bez.: xxxxxx
Privatbes. (LH) [B03]
Ernst Heusinger
Wolfenbüttel 1788 – 1837 Braunschweig
Viertes Kind von Konrad Heusinger
Seit 1808 in brsg. militär. Diensten, seit 1820 Hauptmann
Hüftbild o. Arme nach rechts
Miniatur auf Perg., 9,8 x 6,3 cm, oben und unten gerundet, bez.: Hauptmann Ernst
Heusinger. J. Heusinger pinx.
Verbleib unbekannt (Foto-Negativ bei ChvH)
Biogr.: Brandenburg II, 1974, S. 67 [B11]
Konrad Heusinger, Gymnasiallehrer und Philologe
Wolfenbüttel 1752 – 1820 Braunschweig
Ovales Profilbildnis nach links, Gegenstück zu dem Bildnis der Anna geb. Billep, nach
rechts
Miniatur auf Perg., xx : xx cm, bez.: J.H. 1817.
Ehemals Fritz v. Schulz-Hausmann
Lit.: Hermann Schulz, Eine deutsche Familie. Aus dem Leben unserer Eltern und
Voreltern meinen Geschwistern erzählt, Berlin 1904, Abb. S. 39.; Biogr.: Brandenburg
II, 1974, S. 45; BBLxxx.
Privatbesitz [B07]
92
3. Ältere Werkverzeichnisse III. Heusinger 2007
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[Seite 3]
Konrad Heusinger, Gymnasiallehrer und Philologe
Wolfenbüttel 1752 – 1820 Braunschweig
In dunklem Rock mit gelbem Hemdkragen, weißer Rüsche und schwarzer Kappe
Bruststück im Profil nach rechts in dunkelblauem Rock mit gelbem, rot gezacktem,
Hemdkragen, weißer Rüsche und schwarzer Samtkappe, Gegenstück zu dem Bildnis
von Anna geb. Billep in großer Haube
Ovale Miniatur auf Elfenbein(?), xx : xx cm, bez.: J.H. 1820 ??
Privatbesitz (LH) [B08]
Konrad Heusinger, Gymnasiallehrer und Philologe
Wolfenbüttel 1752 – 1820 Braunschweig
Bruststück im Profil nach links im dunklen Rock mit gezackt gemustertem
Hemdkragen, weißer Rüsche und schwarzer Samtkappe
Ovale Miniatur auf Elfenbein(?), xx : xx cm, bez.: J.H. 1816
Vorbes.: Rentner Karl Heusinger, Braunschweig, Fam. Heusinger, Aachen (?)
Lit.: Heinrich Mack, Georg Ludwig Heinrich Spohrs und Conrad Heusingers Fehde
über Heusingers Gedicht „Lessings Tod“, in: Veröfftl. d. Brs. Genealogischen Abends
zum Goethe-Lessing-Jahr 1929, Nr. 2, Leipzig 1931, m. Abb.
Standort unbekannt [B05]
Die Töchter Konrad Heusingers und ihre Freundin Warnecke
Sepia-Miniatur auf Elfenbein (?), bez.: J.H. 1806.
Priv. Bes. (L. H.) [B01]
Die Töchter Konrad Heusingers und ihre Freundin Warnecke
Grisaille in Braun, Öl/Lwd. 53,5 x 71,5 cm, bez.: o. l.: J.H. p. 1808 c. 1837 – am
Blumentopf: J.H. a: 1837
Vorbes.: Frl. Heusinger, Braunschweig; Buchhändler Karl Pfankuch, Braunschweig;
Adelheid Klittich-Pfankuch; 1999 an ChvH., Braunschweig.
Kopie nach der Sepia von 1806 im Besitz von LH, Marburg.
Privatbes. Braunschweig (ChvH) [B02]
Auguste Kruckenberg, geb. Reil (1794-1881), aus Halle
Gemahlin von Prof. Dr. Peter Krukenberg
Jugendliches Bruststück nach links, in schwarzem Kleid mit weißem Rüschenkragen
Papier, oval 12,5 : 9,5 cm, bez.: J.H. 1814.
Lit.: Bildnisminiaturen aus niedersächsischem Privatbesitz, Kestnergesellschaft
Hannover, XIX. Sonderausstellung 8. Sept.-13. Okt. 1918, Nr. 557, im Bes. von Oberst
a. D. Meier, Braunschweig
Standort unbekannt [B22]
Peter Kruckenberg, Prof. Dr. med. in Halle (Königslutter 1788-1865 Halle/S.)
Jugendliches Brustbild nach links,
Sepiaminiatur auf Papier, oval 8,5 : 6 cm, unbez., um 1810
Lit.: Bildnisminiaturen aus niedersächsischem Privatbesitz, Kestnergesellschaft
Hannover, XIX. Sonderausstellung 8. Sept.-13. Okt. 1918, Nr. 556, im Bes. von Oberst
a. D. Meier,
Braunschweig; Braunschweigisches Biographisches Lexikon, 19. und 20. Jh., hrsgg.
von H.-R. Jarck, G. Scheel, Braunschweig 1996, S. 352 m. Lit. u. Hinweis auf eine Lith.
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3. Ältere Werkverzeichnisse III. Heusinger 2007
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im BLM (bearb. v. Oehme); Zu den Beziehungen H.s zu den Krukenbergs in
Königslutter vgl. Barnstorf a. a. S. 49 f.
Standort unbekannt [B23]
[Seite 4]
Fürstin Liegnitz
Zweite Gemahlin von Friedrich Wilhelm III.
Brustbild gegen links, Blick nach vorne, im ausgeschnittenen Kleid, mit
Korkenzieherlocken und hochgestecktem Knoten
Ovale Miniatur auf xx, xx : xx cm, bez.: xxxx
Vorbes.: Anna, geb. Heusinger, und Friedrich Schulz, Braunschweig; v. SchulzHausmann, Berlin; Marie Görz, geb. v. Schulz-Hausmann, Berlin; Ch. v. Heusinger,
Braunschweig.
Priv. Bes. Braunschweig [C23]
Ferdinand Pini (1793-1851)
Landes- und Finanzdirektor in Braunschweig
Miniatur, 14,3 x 10,5 cm
Foto: St. A. Wf, 50 Slg. 110 Nr. 253 - Zug. Nr. 47/1980.
Standort unbekannt [E20]
Karl Friedrich Pini (1761-1839)
Miniatur, 13,9 x 10,5 cm
Ehemals Oberstleutnant a. D. Paul Pini
Foto: St. A. Wf, 50 Slg. 110 Nr. 253 - Zug. Nr. 47/1980.
Standort unbekannt [E17]
Prinzessin Alexandrine von Preußen, gest. 1892
Gemahlin von Großherzog Paul Friedrich von Mecklenburg-Schwerin
Brustbild gegen rechts mit Blick gegen links in reichbesticktem Kleid mit Puffärmeln
und hochgestelltem weißen Kragen und in der Mitte gescheitelter Lockenfrisur
Ovale Miniatur auf xx, xx : xx cm, bez.: xx
Vorbes.: Anna, geb. Heusinger, und Friedrich Schulz, Braunschweig; v. SchulzHausmann, Berlin; Marie Görz, geb. v. Schulz-Hausmann, Berlin; Ch. v. Heusinger,
Braunschweig.
Priv. Bes. Braunschweig [C30]
Prinzessin Charlotte von Preußen
Als Alexandra Gemahlin von Nikolaus I. von Rußland, gest. 1860
Hüftbild von vorne mit Blick gegen rechts im hochgegürteten (Braut?)Kleid mit feinem
Spitzenkragen, doppelte Perlkette über dem Ausschnitt mit Anhänger und mit der
Linken gerafftem Schleier über der Krone
Ovale Miniatur auf xx, xx : xx cm, bez.:
Vorbes.: Anna, geb. Heusinger, und Friedrich Schulz, Braunschweig; v. SchulzHausmann, Berlin; Marie Görz, geb. v. Schulz-Hausmann, Berlin; Ch. v. Heusinger,
Braunschweig.
Priv. Bes. Braunschweig [C03]
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3. Ältere Werkverzeichnisse III. Heusinger 2007
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Königin Luise von Preußen, gest. 1810
Im Profil nach links von hinten gesehen, Halbfigur
Miniatur auf Perg., oval 13,2 : 10,5 cm
Bez.: J.H. 1802
Lit.: Auktion Galerie Koller, Zürich 23.11.-9.12.1978, Nr. 2331 m. Abb. S. v. J.
Häusinger; Weltkunst XLVIII, 1978, 1. Nov. 1978, S. 2496 m. Abb. s. v. J. Häusinger.
[C27]
[Seite 5]
Königin Luise von Preußen, gest. 1810
Hüftbild im Linksprofil von hinten
Oval, xx : xx cm, unbez.?
Vorbes.: Anna, geb. Heusinger, und Friedrich Schulz, Braunschweig; v. SchulzHausmann, Berlin; Marie Görz, geb. v. Schulz-Hausmann, Berlin; Ch. v. Heusinger,
Braunschweig.
Priv. Bes. Braunschweig [C28]
Prinz Wilhelm I. von Preußen, gest. 1888
Als Knabe, Brustbild in Uniform mit Stern des Adlerordens nach links
Ovale Miniatur auf ??, xx : xx cm, bez.: xxxx
Vorbes.: Anna, geb. Heusinger, und Friedrich Schulz, Braunschweig; v. SchulzHausmann, Berlin; Marie Görz, geb. v. Schulz-Hausmann, Berlin; Ch. v .Heusinger,
Braunschweig.
Priv. Bes. Braunschweig [C01]
Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.), gest. 1861
Brustbild von vorne, gegen links blickend, in Uniform mit Orden
Ovale Miniatur auf xxx, xx : xx cm, bez.:
Vorbes.: Anna, geb. Heusinger, und Friedrich Schulz, Braunschweig; v. SchulzHausmann, Berlin; Marie Görz, geb. v. Schulz-Hausmann, Berlin; Ch. v. Heusinger,
Braunschweig.
Priv. Bes. Braunschweig [C20]
König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1794-1840)
Hüftstück ohne Arme nach links, barhäuptig in Uniform mit dem preußischen Rothen
Adlerorden
Ovale Miniatur auf Perg.(?), 16 : 13 cm, bez.: J.H. 1805.
Lit.: Kunst und Antiquitäten, Zs. f. Kunstfreunde, Sammler und Museen, Hannover
1978, Abb.
10. Kunst- und Antiquitätenmesse Hannover 1978: Miniaturenkabinett G. Rudigier,
München [C11]
Prinzessin Elise Radziwill
Brustbild ohne Arme gegen rechts mit langem Lockenhaar hinter ihrem rechten Ohr
Ovale Miniatur auf xx, xx : xx cm, bez.:
Vorbes.: Anna, geb. Heusinger, und Friedrich Schulz, Braunschweig; v. SchulzHausmann, Berlin; Marie Görz, geb. v. Schulz-Hausmann, Berlin; Ch. v. Heusinger,
Braunschweig.
Priv. Bes. Braunschweig [C05]
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3. Ältere Werkverzeichnisse III. Heusinger 2007
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Anna Schulz geb. Heusinger
Braunschweig 15. Februar 1799 – 29. März 1856 Braunschweig
Jüngste Tochter von Konrad Heusinger
Gemahlin von Staatsminister Friedrich Schulz (1795-1864)
In einem weißen Kleid mit dunklen Streifen, Puffärmeln, doppelter Kette im Ausschnitt
und zu Korkzieherlocken gedrehten Haaren
Ovales Hüftbildnis im Linksprofil
Miniatur auf Perg., xx : xx cm, bez.: J.H. 1818
Ehemals Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann
Lit.: Hermann Schulz, Eine deutsche Familie. Aus dem Leben unserer Eltern und
Voreltern meinen Geschwistern erzählt, Berlin 1904, Abb. S. 41.; Biogr.: Brandenburg
II, 1974, S. 69
Privatbesitz [B26]
[Seite 6]
Hartwig Johann Christian Schulz
Ratzeburg 1. Januar 1846 – 30. Mai 1830 Braunschweig
Gemahl von Henriette Schulz geb. Schultz (1766-1849, Vater von Friedrich Schulz
(1795-1864)
Brustbildnis ohne Arme gegen rechts in dunklem Rock mit weißer xxxx mit nach vorne
glatt gekämmten Haaren
Ovale Miniatur auf Perg., xx : xx cm, bez.: J.H. 1819.
Ehemals Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann
Lit.: Hermann Schulz, Eine deutsche Familie. Aus dem Leben unserer Eltern und
Voreltern meinen Geschwistern erzählt, Berlin 1904, Abb. S. 21.; Biogr.: BBL 19./20.
Jh.
Privatbesitz [B27]
Friedrich Schulz
28. Febr. 1795 – 1. Juni 1864 Braunschweig
Herzogl. braunschweigischer Staatsminister 1830-1848
Gemahl von Anna Schulz geb. Heusinger
Jugendbildnis nach rechts im dunklen Rock mit Lockenkopf
Ovale Miniatur, xx : xx cm, bez.: J.H. 1818
Ehemals Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann
Lit.: Hermann Schulz, Eine deutsche Familie. Aus dem Leben unserer Eltern und
Voreltern meinen Geschwistern erzählt, Berlin 1904, Abb. S. 41.
Privatbesitz [B28]
Henriette Schulz geb. Schultz
8. Mai 1766 – 15. November 1849
Gemahlin von Christian Schulz (1746-1830)
Ovale Miniatur auf Perg., xx : xx cm, bez.: J.H. 1819.
Ehemals Fritz Hartmut von Schulz-Hausmann
Lit.: Hermann Schulz, Eine deutsche Familie. Aus dem Leben unserer Eltern und
Voreltern meinen Geschwistern erzählt, Berlin 1904, Abb. S. 21.
Privatbesitz [B30]
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3. Ältere Werkverzeichnisse III. Heusinger 2007
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Unbekannt, Brustbild eines jungen Mädchens, nach links
In leicht gemustertem Kleid mit kurzen Ärmeln und dunklem Schal
Sepia-Miniatur auf Elfenbein, oval 10,8 : 8,8 cm, bez.: J.H. 1800.
Lit.: Bildnisminiaturen aus niedersächsischem Privatbesitz, Kestnergesellschaft
Hannover, XIX. Sonderausstellung 8. Sept. - 13. Okt. 1918, Nr. 555 im Bes. von Frau
R. Sander, Hannover
Standort unbekannt [E39]
Unbekannt, Brustbild eines jungen Mädchens, nach links (Anna Heusinger?) mit
braunem Haar und über den Ohren gedrehten Locken in weiß und blau getüpfeltem
Kleid mit goldener Brosche am Ausschnitt.
Miniatur auf Elfenbein, 5,5 x7,8 cm, in originaler Rahmung, bez.: J.H. 1818
Lit.: 34. Versteigerung am 21. November 1998, A. Klittich-Pfankuch, Braunschweig,
Kat. Nr. 67.
Privatbesitz, Braunschweig (ChvH) [E45]
[Seite 7]
Unbekannt, Brustbild eines jungen Mädchens
Sepia auf Papier, bez.: J.H. 1807.
Erworben 1992 auf der Kunst- und Antiquitätenmesse in Hannover
Lit.: Braunschweiger Zeitung vom 14.4.1992, Feuilleton (Dirk Tils)
Stadt- und Kreisheimatmuseum Schloß Wolfenbüttel [E33]
Unbekannt, Brustbild eines jungen Mädchens
(Prinzessin Marianne der Niederlande?)
Brustbild von vorne mit breitem Spitzenkragen und mehrfacher Kette, Haube und zwei
langen Haarsträhnen, in Landschaft
Ovale Miniatur auf xxx, xx : xx cm, bez.:
Vorbes.: Anna Sophie Henriette Schulz, geb. Heusinger, verm. m. Friedrich Schulz,
Braunschweig; v. Schulz-Hausmann, Berlin; Marie Görz, geb. v. Schulz-Hausmann,
Berlin; Ch. v. Heusinger, Braunschweig.
Priv. Bes. Braunschweig [C24]
Unbekannt, Brustbild eines Herren im Profil nach links
In großem Rock mit breitem Kragen und Rüsche und Zopfperücke
Sepia über Blei auf Papier, xx : xx cm, bez.: J.H. 1796.
Privatbesitz (LH) [E37]
Ludwig von Voss
geb. am 26.2.1793 in Mittenwald Kr. Templin, gest. am 27.8.1849 zu Gnesen an der
Cholera als Oberst und Kommandeur der Blücherhusaren Nr. 5, Sohn des 1793 bei
Marienborn gebliebenen Rittmeisters Leopold von Voss- v. der Volki
Miniatur auf (Perg.?), bez.: J.H. 1813.
Ehem. Slg. Buchen, Berlin, 1977 im Kunsthandel
Mitteilg. von A. Buchen, Berlin, Foto 7758 Camera studio Uhe und Göhns, Hannover
(3 Abzüge bei ChvH) [C36]
97
3. Ältere Werkverzeichnisse III. Heusinger 2007
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Bildnisse nach Johann Heusinger
Dr. Heinrich Heusinger
Wolfenbüttel 1786 – 1863 Braunschweig
Sohn Konrad Heusingers, Geh. Medizinalrath und Professor
Hüftstück nach links, Blick nach vorne, in schwarzem Gehrock, über den Ohren
gelockte Haare mit Mittelscheitel
Lithographie, 18,5 x 16 cm
Bez.: Dr. H. HEUSINGER // Medicinalrath und Professor //
Gem. v. J. Heusinger - Lith. v. Schirmer – Druck und Verlag von Kothe u. Winter in
Braunschweig
Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum, Kupferstichkabinett: Braunschweiger
Bildnisse Nr. 61 (Museums-Foto: B. P. Keiser)
Biogr.: Brandenburg II, 1974, S. 66 [U08]
[Seite 8]
Konrad Heusinger, Gymnasiallehrer und Philologe
Wolfenbüttel 1752 – 1820 Braunschweig
Ovales Profilbildnis nach links in Punktiermanier, h.9,8 : 8,1 cm, bez.: gemalt von J.
Heusinger 1816 - gestochen von Bollinger 1820, Pl.19,2 x 12,3 cm, Expl.: St. A. Wf,
50 Slg. 110 Nr. 4; Prof. Dr. LH, Marburg; Dr. ChvH, Braunschweig, u. ö.
Lit.: Singer Bildnis-Katalog Nr. XXX; Braunschweigisches Biographisches Lexikon,
19. und 20. Jh., hrsgg. von H.-R. Jarck, G. Scheel, Braunschweig 1996, S. 273 f. m.
Abb. u. Lit. (bearb. v. Ritterhoff). [U04]
Andere Werke
Maria mit Kind
stehend auf einer achteckigen Konsole mit Kleeblattschmuck
Sepia auf Papier, oben abgerundet, H. 33 cm, B.17,5 cm, bez.: J.H.1817.
Priv. Bes. (ChvH) (Neg. vorh.) [F04]
Andenken aus dem Besitz von Johann Heusinger
Friedrich Wilhelm von Preußen, Ideallandschaft, 1825
Blick von einer Bank neben einer großen Baumgruppe in eine Bucht mit Brücke und
ferner Bergkuppe, die rechts von einem Felsen mit Rundtempel abgeschlossen wird, auf
den eine steinerne Brücke zuführt
Kreide auf Papier, 18,5 x 25 cm, alt aufgezogen und beschriftet: Erfunden und
gezeichnet von S. K. H. dem Kronprinzen von Preußen und geschenkt den 28t. Juni
1825.
Priv. Bes. Braunschweig (ChvH) [V03]
98
3. Ältere Werkverzeichnisse IV. Wittwer 2008
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IV. Wittwer 2008
Auszüge aus der Bublitz-Kartei zum Stichwort „Heusinger“
zusammengestellt von Samuel Wittwer 2008
PERSON
Heusinger, Johann, Zeichenmeister u. Figurenmaler, geb. 1769 in Wolfenbüttel, gest.
1846, assistiert M. V. Clauce und soll Musterstücke in Figurenmalerei anfertigen
Akte (Kriegsverlust):
Akte II 2 II Konferenzprotokolle 19. Februar 1802
In der Rechnung über Einnahme u. Ausgabe der K.P.M. Hauptkasse vom Jahre 1804
pag. 23 Beleg 437 erhält H. für das Portrait der regierenden Königin nach Schröder auf
eine Vase zu malen 30 Reichsthaler [H06]
für das Portrait des Staatsministers von Heinitz auf 3 [oder 2? L. H.] große Tassen nach
Plötz zu malen 20 Reichsthaler [H04]
für ein Gemälde in Wasserfarben Amor lt. Beleg 87 16 Reichsthaler, 18 Silbergr. [F03?]
vergl. Rechnung über Einnahme u. Ausgabe der K.P.M. Hauptkasse pro 1805 Pil. I Pos.
4
Lt. Beleg 932 Rechnung über Einnahme u. Ausgabe im Jahre 1803 für 12 mit
Porzellantellern ausgeführte historische Sujets 487 rthlr 12 gr [H02]
Lt. Beleg 399 Rechnung über Einnahme u. Ausgabe im Jahre 1803 für 3 in braun auf
Tassen gemalte Bildnisse des verstorbenen Staatsministers Freiherrn von Heinitz 30,rthlr [H03]
Seit 1789 in Berlin ansäßig. Anfang des 19. Jahrhunderts war er Zeichenlehrer des
Kronprinzen Friedrich Wilhelm (IV)
Seit 1827 ist er in Braunschweig nachweisbar vergl. Thieme-Becker, Künstler Lexikon
Alle Akten mit Belegen: Kriegsverlust
Catel, Franz Ludwig
Landschafts- und Genremaler
geb. 22.2. 1778 in Berlin, gest. 19.12.1856 in Rom
Graf Reden schlägt an Stelle von Heusinger den Künstler Catel vor, der die jungen
Leute zu brauchbaren Figurenmalern ausbilden soll.
Akte (vorhanden):
Akte II 2 III Konferenzprotokolle 2. Mai 1806
[Seite 2]
Madame Vigano in tanzender Stellung, 1796
Modell 1245
Modell von Carl Friedrich Riese
Akte:
99
3. Ältere Werkverzeichnisse IV. Wittwer 2008
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Akte II 2 I Konferenzprotokolle fol. 47
Hofrat Klipfel machte die Anzeige, daß der Kammerherr Baron v. d. Reck der Madame
Vigano ihre Repraesentation in Porzellan gewiesen habe, welche aber, da sie diese
Stellung als nicht natürlich gefunden, die Offerte gemacht habe, sich in richtigen
Stellungen zu präsentieren. Dies gab dem Minister von Heinitz zu dem Wunsche die
Veranlassung diese Attitüden von einem geschickten Zeichner etwa von einem
Heusinger oder noch besser von Rektor Schadow wie die der Lady Hamilton von
Rehberg ausgeführt werden möchten
Akte (vorhanden):
Akte II 2 I pag. 91 Konferenzprotokoll vom 28. Oktober 1796
[Anm. S. Wittwer 14.05.08: Der Auftrag wurde von Schadow ausgeführt, Zeichnungen
im KPM-Archiv vorhanden]
WERKE
Teller, 1802
mit einem jungen Bacchus 1802
gemalt von Heusinger [H01]
Akte (Kriegsverlust):
Akte II 2 II Konferenzprotokolle 28. Mai 1802
Porzellan-Dessert Aufsatz mit Bronze
für den Kaiser von Rußland 1803
1. Das bronzirte Hauptplateau nebst der darauf stehenden Flora von Biscuitporzellan =
2000 rthlr
2. Zwei bronzirte Seitenplateaux mit den Grazien und den Horen von Biscuit darauf =
1400 rthlr
3. Acht hohe Blumen-Vasen mit Kunstblumen = 777 rthlr
4. Acht große Gefäße zu Eis = 1040 rthlr
5. Die Teller, 72 an der Zahl = 2193 rthlr
Der ganze Aufsatz einschließlich der Teller = 7410 rthlr
Zwölf Teller wurden auf Allerhöchsten Befehl durch den akademischen Maler
Heusinger ausgeführt. Akte (Staatsarchiv Dahlem, nicht geprüft) [H02]:
Preuß. Geh. Staatsarchiv Rep 89 14 H
[Seite 3]
Teller mit historischen Sujets 1803
Lt. Beleg 932 Rechnung über Einnahme und Ausgabe werden dem akademischen Maler
Heusinger für 12 von ihm auf Porzellanteller ausgeführte historische Sujets 487 rthlr 12
gr gezahlt [H02]
Alle Akten mit Belegen: Kriegsverlust
Teller 1803
100
3. Ältere Werkverzeichnisse IV. Wittwer 2008
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mit dem Portrait der Cenci
gemalt von Heusinger
für die Königin (einer von den 12 Tellern) [H02]
Akte (Kriegsverlust):
Akte II 2 II Konferenzprotokolle 25. Februar 1803
Tasse mit Bildnis v. Heinitz in Braun 1803
In der Rechnung über Einnahme u. Ausgabe der K.P.M. Hauptkasse im Jahre 1803 pag.
22 Beleg 399 werden dem Zeichner Heusinger für drei in braun auf Tassen gemalte
Bildnisse des verstorbenen Staatsministers Freiherr von Heinitz 30 Reichsthaler bezahlt
[H03]
Alle Akten mit Belegen: Kriegsverlust
Tasse groß (2 Stück)
mit Portrait des Staatsm. v. Heinitz nach Plötz
erhält der Maler Heusinger für 2 große Tassen 20 Reichsth. [H04]
Akte (Kriegsverlust):
vergl. Rechnung über Einnahme und Ausgabe der St. P.M. Hauptkasse vom Jahre 1804
pag. 23
Vase mit Portrait der Königin Luise nach Schröder, 1804
erhält der Maler Heusinger 30 Reichsthaler [H06]
Akte (Kriegsverlust):
vergl. Rechnung über Einnahme u. Ausgabe der K.P.M. Hauptkasse vom Jahre 1804
pag. 23
[Seite 4]
J. Heusinger 1806 malte lt. Rechnung vom 11. Juni
Portrait Kronprinz
Portrait Prinz Wilhelm
"
Prinz Friedrich Ludwig v. Preußen Profil
"
Prinz Wilhelm von Oranien braun Face
"
Prinz Friedrich von Oranien Profil
"
der Prinzeß Friederike Louis
"
der Prinzeß Pauline von Oranien
Sa. 21 Fr.d'or
Akte (Staatsarchiv Dahlem, nicht geprüft):
braun in
Sepia Profil
"
"
"
"
"
"
3 Fr.d'or
[C16]
3
3
3
3
3
3
[C39]
[C08]
[C43]
[C07]
[C06]
[C33]
"
"
"
"
"
"
Schatulle Friedrich Wilhelm III Hausarchiv Rep. XLIX G
101
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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4. Werkverzeichnis
A Selbstbildnisse
chronologisch
A01 Selbstbildnis nach rechts, 1800
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
Sepia auf Papier. Oval. Bild 12 x 9 cm. Rahmen 18 x 14,5 cm. Bezeichnet unten rechts
"I. H. 1800"
Brustbild nach rechts mit Halsbinde und Rock, den Blick nach vorn, leicht gesenkt. Auf
der Rückseite aufgeklebt ein Zettel, 1. Hälfte 20. Jahrhundert: "Johann Heusinger,
Kunstmaler in Berlin, Zeichenlehrer Kaiser Wilhelm I. Er war der Bruder der Mutter
des Abts Wilhelm Hille und stand bei dessen Taufe am 13.III.1803 Pate. Er ist der
Maler dieser Familienbilder [A01, B17, B18, B19, B24, E22]. Dies ist sein
Selbstporträt."
Zur Herkunft dieser sechs Bilder schrieb Johannes Hille: "Der Pastor von Calvörde in
Sachsen-Anhalt, Andreas Knauf, ging nach 37 Amtsjahren in den Ruhestand. Einer
seiner Vorgänger war der ältere Bruder unseres Vaters, Waldemar; er fiel 1944 bei der
Invasion in der Bretagne und ist auf dem Soldatenfriedhof Orglandes beigesetzt. Knauf
hat sein Archiv aufgeräumt und hat sechs Arbeiten in Sepia von Johann Heusinger,
*1769 in Wolfenbüttel +1846 in Braunschweig, gefunden. Sie stellen zumeist seine und
die Hillesche Familie dar ..." Seit September 2011 befinden sich die Bilder bei Johannes
Hille. Herkunft: Calvörde, Waldemar Hille.
102
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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A02 Selbstbildnis en face, vor 1819
Oppenheim, Ada Guntrum-Heusinger
Sepia auf Papier. 9 x 7 cm. Bezeichnung vom Rahmen verdeckt?
Brustbild im Dreiviertel-Profil nach rechts, mit Halsbinde und Rock, den Betrachter
anblickend. Auf der Rückseite in nicht alter Schrift "Johann Heusinger, Zeichenlehrer
der Prinzen Friedrich Wilhelm und Wilhelm, Bruder von Conrad Heusinger". Leider
(bis auf die in anderer Farbe angelegten Pupillen) sehr stark ausgeblichen. Wohl um
einiges früher als das Berliner Selbstporträt en face mit pelzbesetztem Mantel (D04) von
1819.
Herkunft: Köln, Adolf Heusinger.
103
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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A02a = D04 Selbstbildnis en face mit pelzbesetztem Mantel, 1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 641a, GHZ 95/60, 19
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,4 x 10,2 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1819.".
Brustbild en face, mit Halsbinde und pelzbesetztem Mantel. Auf der Rückseite: "Johann
Heusinger Portraitmaler / geboren zu Wolfenbüttel 1769 / zeichnete hier sein Bild in
Berlin 1819".
Lit.: Pfefferkorn 1980, S. 229, Abb. 519; Bothe-Gramlich 1983, Kat.-Nr. 251, Abb. S.
252; Bartmann-Ulferts 1990, S. 186; Ulferts-Christiani 1996, S. 20.
104
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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keine Abb. bekannt, ersatzweise Abb. der Kopie A09
A03 Selbstbildnis mit leerer Hand, um 1825 - verschollen
Brustbild nach rechts, den Betrachter anblickend, mit auffallender leerer rechter Hand.
Entstanden wohl zwischen den beiden signierten und datierten Selbstbildnissen D04
von 1819 und A04 von 1828.
105
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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A04 Selbstbildnis mit Zeichenstift, 1828
Berlin, Stadtmuseum, Inv. GHZ 89/13
"Schwarze und braune Kreide, weiß gehöht, sowie Pinsel in Braun / mittelbraunes
Tonpapier, auf hellblaues Papier aufgezogen; 20,0 x 17,5 cm." (Ulferts 1990, S.186)
Bezeichnet unten rechts "J. H. 1828". Der schwarze Rahmen und das Glas könnten
zeitgenössisch sein.
"Selbstbildnis zeichnend. Pastell. 20,3 x 17,5 cm. Monogrammiert und datiert: J. H.
1828. In zeitgen. Rähmchen. (53196) 900,-" (Bassenge 1989, Nr. 5616 mit Abb.) Wer
das Blatt in die Bassenge-Auktion gegeben hat, war leider nicht zu ermitteln.
"Ein weiteres [Selbstbildnis (A06)] ... steht unserem Blatt besonders nahe, wirkt es doch
wie dessen Variation, nur en face gewandt." (Bartmann-Ulferts 1990, S.186)
Ulferts-Christiani 1996, S. 20 halten das Blatt für "eine 1828 datierte Vorzeichnung"
des Selbstbildnisses im Städtischen Museum in Braunschweig. Genauer gesagt könnte
das Blatt eine Vorzeichnung für das verschollene Original von 1829 sein, das in
Heusingers Kopien A07 und A08 im Städtischen bzw. Landesmuseum in Braunschweig
überliefert ist, die beide mit "J. H. d.[elineavit] 1829 c. 1837" bezeichnet sind.
Herkunft: Berlin, Gerda Bassenge.
Lit.: Heusinger 2007, S. 1 "Selbstbildnis mit Brille, 1828".
106
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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keine Abb. bekannt, ersatzweise Abb. der Kopie A07 (Foto SMB)
A05 Selbstbildnis (mit Zeichenstift?), 1829 - verschollen
Selbstbildnis mit Zeichenstift, das durch A03 (mit Zeichenstift, "J. H. 1828") vorbereitet
worden sein könnte und dessen Kopien A07 (ohne Zeichenstift, "I. H. d. 1829 c. 1837.")
und A08 (gleichfalls ohne Zeichenstift, "I. H. d. 1829 c. 1837.") sich im Städtischen
bzw. Landesmuseum in Braunschweig befinden.
107
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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A06 Selbstbildnis en face mit Zeichenstift, 1828?
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 653b, GHZ 95/60, 31
Pastell auf Papier. 30 x 26 cm. Unbezeichnet. Am oberen und am unteren Rand je 10-11
Löcher mit runden Druckstellen wie von groben Tapeziernägeln erzeugt. Oben im Bild
ovaler Stempel "Berlinischer Künstler-Verein“. Auf dem alten, aber nicht
zeitgenössischen Deckblatt steht: "ANONYM / Heusinger im 80. Lebensjahre / Kreide".
Heusinger ist 1846 als 77-jähriger gestorben. Der Schreiber hatte also keine genauen
Informationen. Seiner Machart zufolge könnte das Bildnis ein eigenhändiges, um 1828
oder später entstandenes Selbstbildnis sein, obwohl es nicht signiert ist. Vgl. auch A03.
Herkunft: Berlinischer Künstler-Verein.
Lit.: Pfefferkorn 1980, S. 235, Abb. 534; Bartmann-Ulferts 1990, S. 186.
108
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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A07 Selbstbildnis mit Brille und Pelzkragen, 1837 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 143 und 1200-0214-00
Camaieu in Braun, Öl auf Leinwand. 37,0 x 30,7 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. d.
1829 c. 1837.".
Brustbild im Profil nach rechts. "Heusinger, [gegenüber dem Berliner Selbstporträt
(D04) von 1819] um einiges gealtert, trägt eine Brille, über die er mit leicht gesenktem
Kopf den Betrachter etwas skeptisch, kritisch vielleicht, anblickt; eine 1828 datierte
Vorzeichnung befindet sich im Besitz des Stadtmuseums Berlin [A03]." (UlfertsChristiani 1996, S. 20)
Lit.: Hänselmann 1886, S. 26 f.; Barnstorf 1968, S. 48, Abb. 1; BBL 1996, S. 273 mit
Abb.; Heusinger 2007, S. 1 "Selbstbildnis mit Brille, Bruststück nach rechts".
109
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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A08 Selbstbildnis mit Brille und Pelzkragen, 1837
Braunschweig, Braunschweigisches Landesmuseum, Inv.-Nr. ZG 2917/g
Camaieu in Braun, Öl auf Leinwand. 34 x 27 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. d. 1829
c. 1837.".
Bruststück nach rechts. An der Rückseite ein Zettel angeklammert: "Johann Heusinger /
Maler besonders von Miniaturen / * 1769 in Wolfenbüttel, † 1846 in Braunschweig /
tätig besonders in Berlin / Geschenk der Erben von Frau Emma Uhde, geb. von
Schwartzkoppen, Witwe Constantin Uhdes."
Herkunft: Heusinger hat 1808 eine Emma Uhde geb. von Harsleben (E24) und
wahrscheinlich 1813/14 ihren Mann, den Förster Friedrich W. Uhde, (E25) gemalt. Sie
könnten zur Familie Constantin Uhdes gehören. Dieser war ein angesehener
Braunschweiger Architekt (1836-1905). Seines 100. Todestags hat die TU-Bibliothek
Braunschweig 2005 in einer Ausstellung gedacht: http://de.wikipedia.org/wiki/Constant
in_Uhde, gelesen am 26.10.2011.
Lit.: Hagen 1957, S. 31 mit Abb.; Barnstorf 1968, S. 48; Heusinger 2007, S. 1
"Selbstbildnis mit Brille".
110
4. Werkverzeichnis A Selbstbildnisse
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A09 Selbstbildnis mit leerer Hand, 1838
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
Camaieu in Braun, Öl auf Karton. 27 x 21 cm. Bezeichnet am linken Rand "I. H. c.
1838".
Bruststück nach rechts, den Betrachter anblickend. Die rechte Hand leer, die Finger in
der Art eines Redegestus. Fehlstellen im unteren linken Bereich, Kratzer in der oberen
rechten Hälfte. Auf der Rückseite ein Aufkleber von H. W. Böhlich, K. Hoflieferant,
Berlin W., Leipziger Str. 35. Ein identischer Aufkleber findet sich auf dem Rahmen des
Tableaus der Stiftung Richard Borek in Braunschweig (vgl. C28A).
Herkunft: Vermutlich aus Heusingers Nachlass über seinen Testamentsvollstrecker
Staatsrat Friedrich Schulz in die Familie Schulz-Hausmann gekommen.
111
4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B Bildnisse der Familie
Heusinger - Hille - Krukenberg - Schulz-Hausmann
B01 Die Familie Anna und Conrad Heusingers, 1808
Marburg, Lutz Heusinger
Sepia auf Pergament. 25 x 33 cm. Bezeichnet auf dem Stickrahmen unten rechts
"I. Heusinger. f. 1808".
Rückseitig sind in alter, vielleicht zeitgenössischer Schrift die Namen und Geburtsdaten
der Dargestellten wie folgt vermerkt:
Im Vordergrund sitzend von links nach rechts die Töchter "Sophie Henriette geb. 31sten
Dezemb: 1784[-1818] / Anne Sophie Henriette geb. 15ten Februar 1799[-1856] /
Johanna Sophie Friederike geb. 4ten Juni 1797[-1863] / Elisabeth Auguste geb. 19ten
Mai 1790[-1848] / [ihre Freundin] Sophie Warnecke geb. 15ten November 1793[1841]".
112
4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B01 Detail
An der Rückwand in Miniaturporträts oben links die Mutter "Anna Dorothee Friederike
Heusinger geborene Billep geb. 9ten Januar 1758[-1823]", in der Mitte der jüngste Sohn
"Karl Heusinger geb. 17ten März 1793[-1867]", rechts der Vater "Konrad Heusinger
geb. 2ten August 1752[-1820]", darunter links "Heinrich Heusinger geb. 10ten
September 1786[-1863]" und rechts "Ernst Heusinger geb. 14ten August 1788[-1837]".
Bis zum Tode seines Stiefbruders Conrad am 12. Januar 1820, bei dem er nach dem
Tode seines Vaters seit 1778 aufgewachsen war, hat Johann Heusinger seit seiner
Übersiedelung nach Berlin 1787 wohl annähernd jedes Jahr einige Wochen in dessen
Haus verbracht und wohl immer wieder auch Miniaturporträts von Familienmitgliedern
angefertigt. Wie um 1800 durchaus üblich, hat er bei Bedarf wohl auch häufiger eigene
Miniaturen kopiert, die in der Familie mitunter, obwohl nicht unbedingt so konzipiert,
wie Ehebildnisse zusammengehängt wurden, auch wenn sie aus verschiedenen Jahren
stammten. Zu technischen Reproduktionen kam es mit dem Aufkommen der Fotografie.
Sie ermöglichten die Zusammenstellung auch mehrerer Miniaturen zu Sammelbildern,
um damit familiengeschichtlich interessante Ensembles zu gewinnen.
Herkunft: Celle, Bruno Heusinger.
Lit.: Mitgau 1948, S. 319 und Abb. VIIa; Brandenburg 1974, S. 45 und 66 ff.;
Heusinger 2007, S. 3 "Die Töchter Konrad Heusingers und ihre Freundin Warnecke".
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B02 Die Familie Anna und Conrad Heusingers, 1837
Braunschweig, Christian von Heusinger
Camaieu in Braun. Öl auf Leinwand. 53,5 x 71,5 cm. Bezeichnet oben links "J. H. p.
1808 c. 1837" und am Blumentopf "J. H. c. 1837".
Vergrößerte Kopie der Sepia (B01) im Besitz von Lutz Heusinger, Marburg. Näheres zu
den Dargestellten und zur Literatur siehe dort.
B02 Detail
Herkunft: Braunschweig, Frl. Heusinger, Buchhändler Karl Pfankuch, Adelheid
Klittich-Pfankuch (bis 1999).
Lit.: Heusinger 2007, S. 3 "Die Töchter Konrad Heusingers und ihre Freundin
Warnecke".
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B03 Anna Heusinger geb. Billep (1758-1823), 1816 (Foto Marburg)
Marburg, Lutz Heusinger
Aquarell und Gouache auf Pergament? 10 x 8 cm. Bezeichnet unten rechts im
Hintergrund "J. H. 1816".
"In blauem Taftkleid mit weißem eckigen Kragen und großer ... Haube. Ovales
Brustbild gegen links, Blick nach vorne. Gegenstück zu dem Bildnis von Konrad
Heusinger gegen rechts." (Heusinger 2007, S. 2 "Anna Heusinger")
Anna Heusinger war die Frau Conrad Heusingers und damit eine Schwägerin Johann
Heusingers.
Nicht als Gegenstück zum Bildnis Conrad Heusingers (B06) in derselben Sammlung
konzipiert, da letzteres zwar in derselben Weise gerahmt, aber erst 1817 entstanden ist
(Aufnahme Foto Marburg).
Herkunft: Celle, Bruno Heusinger. Lit.: Brandenburg 1974, S. 45.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B04 Anna Heusinger geb. Billep (1758-1823), 1818 - verschollen
Aquarell und Gouache auf Pergament? Maße? Laut rückseitiger Beschriftung der
Fotografie (siehe unten) war das verschollene Original bezeichnet "J. H. 1818".
"In gestreiftem Kleid mit Rüschenkragen und zu flachen Locken gelegten Haaren.
Ovales Brustbild gegen rechts, Blick nach vorne. Gegenstück zu dem [freilich schon
1817 entstandenen, s. u.] Bildnis von Konrad Heusinger gegen links." (Heusinger 2007,
S. 2 "Anna Heusinger, geb. Billep")
B27, B30, B28, B26, B04, B07 im 6er Rahmen
Die hier abgebildete Reproduktion ist in einem alten 6er Rahmen überliefert, von dem
sich zwei Exemplare erhalten haben, eines in der Familie Schulz (Bonn, Friedrich von
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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Schulz-Hausmann) und eines in der Familie Heusinger (Braunschweig, Christian von
Heusinger) - und dies aus gutem Grund. Zeigen sie doch in der Mitte Friedrich Schulz
und seine Frau Anna geborene Heusinger, links die Eltern des Mannes, Christian und
Henriette Schulz, und rechts die Eltern der Frau, Anna und Conrad Heusinger,
Schwägerin und Bruder Johann Heusingers. Vielleicht gehen die Sammelbilder auf ein
Miniaturen-Arrangement zurück, dass Johann Heusinger zur Hochzeit von Friedrich
und Anna am 8. Oktober 1820 zusammengestellt hatte - vielleicht auch, weil acht Jahre
früher, am 20. Oktober 1812, bereits die älteren Geschwister von Friedrich Schulz und
Anna Heusinger, nämlich Karoline Schulz und Heinrich Heusinger, geheiratet hatten,
so dass die Verbindung beider Familien also besonders eng war. Dazu mag beigetragen
haben, dass die beiden Väter als herzoglicher Konsistorialrat in Braunschweig bzw.
Gymnasialdirektor des Katharineums ebenda auch beruflich verwandten Aufgaben
nachgingen.
Während die den Fotografien zugrunde liegenden Miniaturen von Conrad und Anna
Heusinger (B07 und B04) verschollen sind, haben sich die von Christian und Henriette
Schulze (B27 und B30) sowie die von Anna und Friedrich Schulz (B26 und B28) in
Langenfeld erhalten.
Der hier abgebildete 6er Rahmen in Bonn ist rückseitig wie folgt beschriftet [in eckigen
Klammern die abweichenden Angaben auf der Rückseite des Braunschweiger
Rahmens]:
(B27) Hartwig Johann Christian Schulz, Herzoglich Braunschweigischer Hofprediger u.
Konsistorialrat, geb. am 1. Januar 1746 in Ratzeburg, gest. am 30. Mai 1830 in
Braunschweig, "J. H. 1819"
(B30) Johanna Henriette Schulz geb. Schultz, geb. am 8. Mai 1766, gest. am 15. Nov.
1849 in Braunschweig, "J. H. 1819"
(B28) Friedrich Schulz, Herzogl. Braunschweigischer Staatsminister, geb. 28. Jan. 1795
[28. Februar 1795, richtig], gest. 1. Juni 1864 in Braunschweig, "J. H. 1817" ["J. H.
1818", unrichtig]
(B26) Anna Schulz geb. Heusinger, geb. 15. Februar 1799, gest. 29. Mai 1856 [29.
März 1856, richtig] in Braunschweig, "J. H. 1818"
(B07) Konrad Heusinger, Rektor des Katharineums in Braunschweig, geb. 2. August
1752 [in Wolfenbüttel], gest. 12. Januar 1820 [in Braunschweig], "J. H. 1818" ["J. H.
1817", eher unrichtig]
(B04) Anna Dorothea Heusinger geb. Billep, geb. 9. Januar 1758, gest. 21. November
1823 in Braunschweig, "J. H. 1818"
Herkunft des 6er Rahmens in Bonn: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Schulz 1904, Abb. S. 38; Brandenburg 1974, S. 45.
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B05 Conrad Heusinger (1752-1820), 1816
Braunschweig, Karl Heusinger - verschollen
Ovale Miniatur. Maße? 1816.
"Bruststück im Profil nach links im dunklen Rock mit gezackt gemustertem
Hemdkragen, weißer Rüsche und schwarzer Samtkappe." (Heusinger 2007, S. 3
"Konrad Heusinger")
Die Miniatur (B06) im Besitz von Lutz Heusinger, Marburg, ist sehr ähnlich, zeigt den
Dargestellten im strengen Profil aber nach rechts. Außerdem unterscheiden sich die
beide Miniaturen in den roten Zacken auf dem Kragen.
Mack 1931 schreibt in der Bildlegende zu seinem hier abgebildeten Frontispiz: "Nach
einem Miniaturgemälde Johann Heusingers, eines Halbbruders Conrad Heusingers, aus
dem Jahre 1816. Original jetzt im Besitz des Rentners Karl Heusinger in
Braunschweig."
Nach Heusinger 1973, S. 1, II, wäre die "Porträtminiatur" in den Besitz der "Aachener
Heusinger" übergegangen. Paul Herrmann Heusinger, Sohn Helmut Heusingers in
Aachen, weiß davon jedoch nichts (Brief an Lutz Heusinger, Marburg, vom 11.3.08).
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keine Abb. bekannt, ersatzweise Abb. des Nachstichs U04 von Bollinger
B06 Conrad Heusinger (1752-1820), 1816 - verschollen
Ovale Miniatur, die als Vorlage für den hier abgebildeten Nachstich U04 von Friedrich
Wilhelm Bollinger gedient hat. Dieser Nachstich ist wie folgt beschriftet: " gemalt von
J. Heusinger 1816; gestochen von Bollinger 1820; KONRAD HEUSINGER; geb. zu
Wolfenbüttel d. 2ten August 1752 / gestorben zu Braunschweig d. 12ten Januar 1820".
Der weiße Kragen ohne Zacken unterscheidet die Miniatur eindeutig von B05, B07 und
B08.
Lit.: ADB 1875, Bd. 12, 1880, S. 336 f.; NDB 1953, Bd. 9, 1972, S. 48; Brandenburg
1974, S. 45; PND 1989, Nr. 116783982; BBL 1996, S. 273 f.
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B07 Conrad Heusinger (1752-1820), 1818 - verschollen
Aquarell und Gouache auf Pergament? Maße? Laut rückseitiger Beschriftung der
Bonner Fotografie war das Original bezeichnet "J. H. 1818" (die Braunschweiger
Angabe "J. H. 1817", vgl. B04, wohl eher unrichtig).
Bruststück im strengen Profil nach links, in dunklem Rock mit gezacktem Hemdkragen,
weißer Rüsche und schwarzer Samtkappe.
Das fotografische Gegenstück im 6er Rahmen - Anna Heusinger geb. Billep (B04) - ist
1818 entstanden.
Auf Grund ihrer Übereinstimmung liegt es nahe zu vermuten, dass die fotografische
Reproduktion von B07 und die gedruckte von B05 dieselbe Miniatur (vorm.
Braunschweig, Karl Heusinger) wiedergeben. Für die Vorlagen der beiden
Reproduktionen werden aber unterschiedliche Entstehungsjahre (1818
bzw. 1816) angegeben.
Herkunft: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: ADB 1875, Bd. 12, 1880, S. 336 f.; Schulz 1904, Abb. S. 39; NDB 1953, Bd. 9,
1972, S. 48; Brandenburg 1974, S. 45; PND 1989, Nr. 116783982; BBL 1996, S. 273 f.;
Heusinger 2007, S. 2 "Konrad Heusinger, Gymnasiallehrer und Philologe".
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B08 Conrad Heusinger (1752-1820), 1817 (Foto Marburg)
Marburg, Lutz Heusinger
Aquarell und Gouache auf Pergament? 10 x 8 cm. Bezeichnet unten rechts auf dem
Grund vor dem Rock "I. H. 1817".
Bruststück im strengen Profil nach rechts, in dunkelblauem Rock mit gelbem rot
gezackten Hemdkragen, weißer Rüsche und schwarzer Samtkappe (Gelehrtenkäppchen,
auch Kalotte genannt).
Wohl kaum als Gegenstück zum Bildnis seiner Frau Anna Heusingers geb. Billep in
derselben Sammlung konzipiert, das 1816 entstanden ist. Beide Miniaturen sind aber in
einheitlicher Weise gerahmt.
Lit.: ADB 1875, Bd. 12, 1880, S. 336 f.; NDB 1953, Bd. 9, 1972, S. 48; Brandenburg
1974, S. 45; PND 1989, Nr. 116783982; BBL 1996, S. 273 f.; Heusinger 2007, S. 3
"Konrad Heusinger, Gymnasiallehrer und Philologe".
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B09 Conrad Heusinger (1752-1820), 1823
Oppenheim, Ada Guntrum-Heusinger
Öl auf Pappe. 24 x 20 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. c. 1823". Nach einem
kleineren ovalen Original kopiert und zum Rechteck erweitert.
Bruststück im strengen Profil nach links, in dunkelblauem Rock mit gelbem rot
gezackten Hemdkragen, weißer Rüsche und schwarzer Samtkappe.
Könnte eine Kopie der verschollenen Miniatur (B05) sein, die sich im Besitz von Karl
Heusinger befunden hat und von Mack 1931 als Frontispiz reproduziert worden ist.
Herkunft: Köln, Adolf Heusinger.
Lit.: ADB 1875, Bd. 12, 1880, S. 336 f.; NDB 1953, Bd. 9, 1972, S. 48; Heusinger
1973, S. 1, III, 1; Brandenburg 1974, S. 45; PND 1989, Nr. 116783982; BBL 1996, S.
273 f.
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B10 Ernst Heusinger (1788-1837), 1808
Berlin, Stadtmuseum, Inv.-Nr. VII 61/707 w
Sepia, weiß gehöht. 9,2 x 7,6 cm. Bezeichnet unten rechts: "J. H. 1808.".
Brustbild im Profil nach links.
Ernst Heusinger war das 4. Kind von Anna Heusinger geb. Billep und Johann
Heusinger.
Herkunft: Berlin, Dr. Bauer. 1925 durch das Märkische Museum (heute Teil der
Stiftung Stadtmuseum Berlin) erworben.
Lit.: Brandenburg 1974, S. 67.
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B11 Ernst Heusinger (1788-1837), 1820 oder später – verschollen
Miniatur auf Pergament. 9,8 x 6,3 cm, oben und unten gerundet. Bezeichnet rechts
"Hauptmann Ernst Heusinger. J. Heusinger pinx.".
"Hüftbild ohne Arme nach rechts." (Heusinger 2007, S. 2 "Ernst Heusinger")
Ernst Heusinger war das 4. Kind von Anna Heusinger geb. Billep und Conrad
Heusinger. Da Ernst Heusinger 1820 Hauptmann (in Braunschweiger Diensten) wurde,
kann das Bild erst 1820 oder später entstanden sein (es wäre denn, das Bildnis wäre
nachträglich beschriftet worden).
Herkunft und Verbleib unbekannt. Negativ und Abzug bei Christian von Heusinger in
Braunschweig.
Lit.: Brandenburg 1974, S. 67.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B12 Ernst Heusinger (1788-1837), 1835 (rechts eine alte Fotografie)
Oppenheim, Ada Guntrum-Heusinger
Camaieu in Braun auf Pappe. 34,5 x 26,5 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1835.".
Das Original (links, Aufnahme 2011) leider stark ausgeblichen.
Brustbild nach rechts, den Betrachter anblickend, in Uniform mit einem Orden in Form
eines Eisernen Kreuzes und der Jahreszahl 1809 - vielleicht verliehen für die Teilnahme
an der Schlacht bei Ölper am 1.8.1809, auf deren Denkmal von 1843 in Ölper sein
Name verzeichnet ist (vgl. http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/bs-oelper_
1809_ns.htm, gelesen am 7.11.2011).
Der Dargestellte war bis 1830 Soldat, anschließend braunschweigischer Steuerinspektor
in Seesen.
Herkunft: Köln, Adolf Heusinger. Die rechts abgebildete fotografische Reproduktion
wohl aus den 1930er Jahren bei Lutz Heusinger in Marburg.
Lit.: Heusinger 1973, S. 1, III, 2; Brandenburg 1974, S. 67.
Denkmal in Ölper, Teil der Nordseite, West- und Südseite
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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keine Abb. bekannt, ersatzweise Abb. des Nachstichs U08 von Schirmer
B13 Heinrich Heusinger (1786-1863), vor 1830 - verschollen
Die Kopie B14 setzt ein Original voraus, das bisher als verloren gelten muss und das
auch der leider undatierten Lithographie von Schirmer (U08) zugrunde liegt. Deren
Beschriftung lautet: " Gem. v. J. Heusinger; Lith. v. Schirmer; Druck und Verlag von
Kothe und Winter in Braunschweig; DR. H. HEUSINGER / Medicinalrath und
Professor".
Lit.: Brandenburg 1974, S. 66.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B14 Heinrich Heusinger (1786-1863), 1830
Berlin, Kupferstichkabinett, ZM 92, SZ Heusinger 2.
Alte Nr. SB 372, 1485 durchgestrichen, SZ 2 F VII, 389
Pinselzeichnung auf Pergament, auf Holz genagelt. 24,5 x 19,5 cm. Bezeichnet unten
links "J. H. c. 1830.". Auf alte Pappe der Berliner Nationalgalerie aufgezogen.
Brustbild nach links, den Betrachter anblickend, mit gestreifter Jacke und großem
Pelzkragen. Kopf und Halsbinde ähnlich wie bei der Lithographie von Schirmer (U08).
Heinrich Heusinger war das 3. Kind von Conrad und Anna Heusinger geb. Billep, ein
Neffe Johann Heusingers, verheiratet mit Karoline Schulz (siehe B31).
Lit.: Brandenburg 1974, S. 66.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B15 Sophia Henriette Heusinger (1784-1818), 1808
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
Sepia auf Papier. 19,5 x 14,5 cm. Bezeichnet unten links "JH. 1808. f.".
Kniestück nach links, neben ihrem Tafelklavier mit aufgeschlagenen Noten (Mozarts
"Das Traumbild" von 1787, Köchel-Verzeichnis 530, Text siehe unten) auf einem Stuhl
sitzend. Im Hintergrund an der Wand ein ovales Bild mit ländlichen Häusern und
Fichten, rechts ein zurückgezogener Vorhang.
Auf der Rückseite in alter Schrift: "Sophie Henriette Heusinger 31. Dezember 1784"
und in einer Schrift des 20. Jahrhunderts "Sophie Heusinger starb als Kind". Tatsächlich
wurde sie aber fast 34 Jahre alt, heiratete den Pastor von St. Martini in Braunschweig
Carl Ludwig Ferdinand Sallentien, der 1834 Abt des Klosters Marienthal wurde. (Vgl.
http://www.europeana.eu/portal/record/08535/4471587B307ECA2A412B6B543F97CE
5D107777C0.html. Sophia Henriette Heusinger war das 2. Kind von Conrad und Anna
Heusinger geb. Billep, eine Nichte Johann Heusingers.
Herkunft: Vielleicht aus Heusingers Nachlass über seinen Testamentsvollstrecker
Staatsrat Friedrich Schulz in die Familie Schulz-Hausmann gekommen.
Lit.: Brandenburg 1974, S. 66.
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Das Traumlied
Ludwig Heinrich Christoph Hölty
Wo bist du, Bild, das vor mir stand,
Als ich im Garten träumte,
In's Haar den Rosmarin mir wand,
Der um mein Lager keimte?
Wo bist du, Bild, das vor mir stand,
Mir in die Seele blickte,
Und eine warme Mädchenhand
[Mir an die Wangen] drückte?
Nun such' ich dich, mit Harm erfüllt,
Bald bei des Dorfes Linden,
Bald in der Stadt, geliebtes Bild,
Und kann dich nirgends finden.
Nach jedem Fenster blick' ich hin,
Wo nur ein Schleier wehet,
Und habe [meine] Lieblingin
Noch nirgends ausgespähet.
Komm selber, süßes Bild der Nacht,
Komm mit den Engelsmienen,
Und [in] der leichten Schäfertracht,
Worin du mir erschienen!
Bring' mit die schwanenweiße Hand,
Die mir das Herz gestohlen,
Das purpurrote Busenband,
Das Sträußchen von Violen.
Dein großes blaues Augenpaar,
Woraus ein Engel blickte;
Die Stirne, die so freundlich war,
Und guten Abend nickte;
Den Mund, der Liebe Paradies,
Die kleinen Wangengrübchen,
Wo sich der Himmel offen wies:
Bring' alles mit, mein Liebchen!
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B16 Auguste Charlotte Dorothee Hille geb. Stegmann (1802-1880), 1827
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
Sepia auf Papier. Bild 22 x 17,5 cm. Rahmen 37 x 31,5 cm. Bezeichnet unten links "JH.
1827".
Brustbild nach links, den Betrachter anblickend, mit auffallendem Halstuch. Leider
ausgeblichen. Gegenstück zu B21, das ihren Mann Wilhelm Hille zeigt.
Rückseitig ein Zettel: "Auguste Charlotte Dorothee Stegmann, geboren in Woltorf
23.III.1802, gestorben in Wolfenbüttel 5.X.1880, Tochter des Pastors Heinrich Justin
Stegmann und seiner Ehefrau Charlotte Sophia geb. Dedekind; verheiratet 29.V.1828 in
Woltorf mit Pastor Wilhelm Hille (dem Abt). Gemalt von Johann Heusinger."
Herkunft: Vorfahren von Johannes Hille.
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B17 Charlotte Dorothee Hille geb. Stegmann (1765-1860), 1826
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
Sepia auf Papier. Bild 17 x 12,5 cm, vergrößert auf 20 x 15 cm. Rahmen 28 x 23,5 cm.
Bezeichnet unten links "JH. 1826".
Brustbild nach links, den Betrachter anblickend, mit Rüschenhaube und großem
Kragen. Gegenstück zu B18, das ihren Mann Johann Friedrich Konrad Hille zeigt.
Offenbar vom Künstler an allen vier Seiten durch Anstückelung vergrößert, um das Bild
auf das Maß des Gegenstücks B18 zu bringen.
Rückseitig ein Zettel: "Charlotte Dorothee Stegmann II. Frau des Johann Friedrich
Konrad Hille, verheiratet 26.IV.1804, geboren 1765 in Wolfenbüttel, gestorben am 8.
Aug. 1860 in Lehre. Gemalt von Johann Heusinger."
Herkunft: Calvörde, Waldemar Hille.
131
4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B18 Johann Friedrich Konrad Hille (1754-1831), 1827
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
Sepia auf Papier. Bild 20 x 15 cm. Rahmen 28 x 23,5 cm. Bezeichnet unten rechts "J. H.
1827".
Brustbild nach rechts, den Betrachter anblickend, mit großem Kragen und Kappe.
Gegenstück zu B17, das seine Frau Charlotte Dorothee zeigt.
Rückseitig ein Zettel: "Johann Friedrich Konrad Hille, geboren in St. MagniBraunschweig am 21. Juli 1754, 1782 Pastor in Veltheim/Ohe, 1804 Pastor in Sickte,
1824 Superint. in Süpplingen, gestorben in Süpplingen am 4. Dez. 1831. In erster Ehe
20. Aug. 1800 verheiratet mit Sophie Magdalene Johanne Heusinger. In zweiter Ehe 26.
Apr. 1804 verheiratet mit Charlotte Dorothee Stegmann. Er war der Vater des Abts
Wilhelm Hille. Gemalt von seinem Schwager Johann Heusinger."
Herkunft: Calvörde, Waldemar Hille.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B19 Sophie Magdalene Hille geb. Heusinger (1763-1803), um 1800
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
Sepia auf Papier. Oval. Bild 8,5 x 5,5 cm. Rahmen 18 x 14,5 cm. Bezeichnung wohl
vom Passepartout verdeckt.
Brustbild nach rechts, nachdenklich am Betrachter vorbei nach vorn blickend, mit Hut,
Halstuch und großem Kragen.
Rückseitig ein Zettel: "Sophie Magdalene Heusinger geboren in Wolfenbüttel
15.IV.1763 gestorben in Veltheim/Ohe 12.III.1803 Tochter des Jacob Friedrich
Heusinger und seiner Ehefrau Marie Elisabeth Henriette geb. Schürmann, verheiratet
am 20.VIII.1800 mit dem Pastor in Veltheim/Ohe Johann Friedrich Konrad Hille,
Mutter des Abts Wilhelm Hille. Gemalt von ihrem Bruder [Johann Heusinger]."
Herkunft: Calvörde, Waldemar Hille.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B20 Sophie Magdalene Hille geb. Heusinger (1763-1803), 1803
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
Miniaturfarben auf Papier? 8,7 x 7 cm. In rotem rechteckigen Etui, 10 x 8,3 cm.
Bezeichnet unten rechts "J. H. 1803".
Brustbild im Profil nach links, den Betrachter anblickend, mit dunklem Umhang,
weißem Schal und gemustertem Kopftuch. Vielleicht Johann Heusingers schönstes
Bildnis? Rückseitig ein Gedicht in alter Schrift (wohl des Vaters Konrad Heusinger):
Vielen Lieben, die dir Gott gegeben
Ward das Loos von dir entfernt zu sein,
Doch nicht fern von Deinem Herzen leben
Sie Dir noch und denken freundlich Dein.
Auch wenn du dies kleine Bild betrachtest
Sei die Trauer Dir von Herzen fern.
Wie Du sonst an die Entfernte dachtest
Denk an die Entferntere noch gern.
Und du freust dich ihrer, denn die Stunden,
Die die Trennung schlug sind ja gefüllt,
Froh denkst Du zurück an jene Stunden,
Die uns Glücklichen so schnell enteilt.
Nur vorangegangen ist die Gute
In ein Land, wohin wir alle gehen,
Darum harre mit getrostem Muthe
Denn wir werden sie ja wieder sehn.
Auf der Unterseite des Etuis ein Zettel: "Sophie Magdalene Johanne Heusinger, geboren
in Wolfenbüttel am 15. Nov. 1763, gestorben in Veltheim/Ohe am 12. März 1803,
verheiratet am 20. Aug. 1800 mit Pastor Johann Friedrich Konrad Hille, der nach ihrem
Tode Charlotte Dorothee Stegmann heiratete. Die Heusinger ist die Mutter von Abt
Wilhelm Hille." Herkunft: Vorfahren von Johannes Hille.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B21 Wilhelm Hille (1803-1880), 1827
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
Sepia auf Papier. Bild 20 x 15 cm. Rahmen 37 x 31,5 cm. Bezeichnet unten rechts "J. H.
1803".
Brustbild fast im Profil nach rechts, den Blick nach vorn gerichtet, aber leicht gesenkt,
mit geknotetem Halstuch.
Gegenstück zu B16, das seine Frau Auguste Charlotte Dorothee zeigt.
Herkunft: Vorfahren von Johannes Hille.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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keine Abbildung bekannt
B22 Auguste Krukenberg geb. Reil (1794-1881), 1814
Braunschweig, Oberst a. D. Meier - verschollen
"Frau Auguste Krukenberg, geb. Reil (1794-1881), aus Halle. – Jugendliches Bruststück
nach links, in schwarzem Kleid mit weißem Rüschenkragen. Papier. Oval. 12,5 x 9,5. –
Bez.: J. H. 1814. Oberst a. D. Meier, Braunschweig" (Brinkmann 1918, S. 104, Nr.
557).
Auguste Krukenberg war eine Tochter des angesehenen Mediziners und Begründers der
modernen Psychiatrie Johann Christian Reil (1759-1813) und Frau des Mediziners Peter
David Krukenberg (1787-1865), vgl. B23.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9; Schidlof 1964, vol. I, S. 355; Heusinger 2007,
S. 3 "Auguste Kruckenberg".
keine Abbildung bekannt
B23 Peter Krukenberg (1787-1865), um 1810
Braunschweig, Oberst a. D. Meier - verschollen
"Peter Krukenberg aus Königslutter, späterer Geh. Medizinalrat in Halle (1787-1865).
Jugendliches Brustbild nach links, in schlichtem Rock. Sepia auf Papier. Oval. 8,5 x 6. Unbezeichnet. – Um 1810. Oberst a. D. Meier, Braunschweig." (Brinkmann 1918, S.
104, Nr. 556)
Zu den Beziehungen zwischen Johann Heusinger und den Krukenbergs in Königslutter
vgl. Barnstorf 1968, S. 49 f. und Brandenburg 1974, S. 45, Nr. 5: Johann Heusingers
Schwester Sophie Friederike (1761-1833) war seit 1793 mit dem Apotheker Johann
Jacob Krukenberg (1737-1813) in dessen 3. Ehe verheiratet. Diepenbroick 1931, Nr.
14212 weist einen Porträtstich wie folgt aus: "Krukenberg, Pet. Arzt. Halle, 1788
Königslutter - 1865. J. H. Lö sc.[ulpsit]". Da D. erst den Zeichner, dann den Stecher
angibt, könnte es sich um einen Nachstich nach Johann Heusinger handeln. Vgl. auch
die Porträtstiche Peter Krukenbergs V04 - V06.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9; Schidlof 1964, vol. I, S. 355; BBL 1996, S.
352 mit Hinweis auf die Lithographie V06 im Braunschweigischen Landesmuseum;
Heusinger 2007, S. 3 "Peter Kruckenberg".
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B24 Sophie Friederike Krukenberg geb. Heusinger (1761-1833), 1797
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
Sepia auf Papier. Bild 6,5 x 5 cm. Rahmen 18 x 14,5 cm. Bezeichnet unten rechts
"1797", ein Monogramm möglicherweise vom Passepartout verdeckt.
Brustbild im Profil nach links, lang herab fallendes Haar unter einem Kopftuch,
gemustertes Kleid. Leider stark ausgeblichen.
Auf der Rückseite: "Sophie Friederike Krukenberg geb. Heusinger stand [1803] Pate bei
der Taufe des Abts Wilhelm Hille. Von ihrem Bruder Johann Heusinger gemalt."
Darunter in Blei: "Friederike Heusinger verheiratet mit Krukenberg. Schwester der
Urgroßmutter".
Im zweiten Teil seiner Lebenserinnerungen (siehe oben Kapitel 2 Text II. Lebenslauf
Fortsetzung 1834) erzählt Johann Heusinger mehrfach von seiner Schwester, der
Apothekerswitwe Krukenberg, die er im Alter in ihrem Haus in Königslutter regelmäßig
im Sommer mehrere Monate lang besucht hat.
Herkunft: Calvörde, Waldemar Hille.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B25 Anna Sophie Henriette Schulz geb. Heusinger (1799-1856), um 1818
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
Aquarell und Gouache auf Pergament? 8,7 x 6,7 cm. Bezeichnung wohl vom Rahmen
verdeckt.
Hüftstück nach links, den Betrachter anblickend. In weiß-roter Bekleidung mit
Puffärmeln, doppelter Kette und zu Korkenzieherlocken gedrehten Haaren. Engstens
verwandt mit B26 und deshalb wohl um 1818 zu datieren.
Anna Sophie Henriette Schulz geb. Heusinger war die jüngste Tochter von Anna
Heusinger geb. Billep und Conrad Heusinger.
Herkunft: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Brandenburg 1974, S. 69.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B26 Anna Sophie Henriette Schulz geb. Heusinger (1799-1856), 1818
Langenfeld Kreis Mettmann, Monika Quack geb. von Schulz-Hausmann
Aquarell und Gouache auf Pergament? 9,1 x 7,6 cm. Bezeichnet unten links "J. H.
1818".
Hüftbildnis im Linksprofil. In weiß-roter Bekleidung mit Puffärmeln, doppelter Kette
und zu Korkenzieherlocken gedrehten Haaren. Gegenstück zum Bildnis ihres Mannes
(B28).
Jüngste Tochter von Anna Heusinger geb. Billep und Conrad Heusinger, Frau von
Staatsminister Friedrich Schulz (1795-1864). siehe auch B04.
Herkunft: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Schulz 1904, Abb. S. 41; Brandenburg 1974, S. 69; Heusinger 2007, S. 5 "Anna
Schulz geb. Heusinger".
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B27 Hartwig Johann Christian Schulz (1746-1830), 1819, und Frau
Langenfeld Kreis Mettmann, Monika Quack geb. von Schulz-Hausmann
Aquarell und Gouache auf Pergament? 7,1 x 5,6 cm. Bezeichnet "J. H. 1819.".
"Brustbild ohne Arme gegen rechts in dunklem Rock mit weißem xxx [Rüschenhemd]
und mit nach vorne glatt gekämmten Haaren." (Heusinger 2007, S. 6 "Hartwig Johann
Christian Schulz")
Herzoglich braunschweigischer Konsistorialrat, Gemahl von Henriette Schulz geb.
Schultz (1766-1849), Vater von Staatsminister Friedrich Schulz (1795-1864).
Gegenstück zum Bildnis seiner Frau Henriette (B30). siehe auch B04.
Herkunft: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Schulz 1904, Abb. S. 21.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B28 Friedrich Schulz (1795-1864), 1818, und Frau
Langenfeld Kreis Mettmann, Monika Quack geb. von Schulz-Hausmann
Gouache und Aquarell auf Pergament? 9,1 x 7,6 cm. Bezeichnet "J. H. 1817.".
"Jugendbildnis nach rechts im dunklen Rock mit Lockenkopf." (Heusinger 2007, S. 6
"Friedrich Schulz")
Herzoglich braunschweigischer Staatsminister 1830-1848, verheiratet mit Anna Sophie
Henriette Schulz geb. Heusinger. Friedrich Schulz ist von Johann Heusinger 1839 als
Testamentsvollstrecker eingesetzt worden (siehe Kapitel 2 Texte X).
Gegenstück zum Bildnis seiner Frau Anna (B26). siehe auch B04.
Herkunft: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Schulz 1904, Abb. S. 41; Brandenburg 1974, S. 69.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B29 Friedrich Schulz (1795-1864), 1829
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
Sepia auf Papier. 22,5 x 17,5 cm. Bezeichnet "I. H. c. 1829.".
Als junger Mann nach links, mit Lockenkopf, den Betrachter anblickend. Herzoglich
braunschweigischer Staatsminister 1830-1848, verheiratet mit Anna Sophie Henriette
Schulz geb. Heusinger. Von Johann Heusinger 1839 als sein Testamentsvollstrecker
eingesetzt. Auf der Rückseite: "Kopie Urgroßvater Minister von Schulz"
Herkunft: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Schulz 1904, S. 41; Brandenburg 1974, S. 69.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B30 Henriette Schulz geb. Schultz (1766-1849), 1819
Langenfeld Kreis Mettmann, Monika Quack geb. von Schulz-Hausmann
Aquarell und Gouache auf Pergament? 7,1 x 5,6 cm. Bezeichnet "J. H. 1819".
Henriette Schulz war die Frau des Konsistorialrats Hartwig Johann Christian Schulz
(1746-1830). Gegenstück zum Bildnis ihres Mannes (B27). siehe auch B04.
Herkunft: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Schulz 1904, Abb. S. 21; Heusinger 2007, S. 6 "Henriette Schulz geb. Schultz".
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B31 Karoline Schulz (1791-1855), 1838
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
Camaieu in Braun auf Leinwand. 36 x 31 cm. Bezeichnet "I. H. 1830 c. 1838".
Karoline Schulz, Tochter des Konsistorialrats Hartwig Johann Christian Schulz, war seit
1812 mit dem Mediziner Dr. Heinrich Heusinger, dem Bruder von Anna Schulz geb.
Heusinger, verheiratet (siehe B13 und B14). Ihr Bruder, der Staatsminister Friedrich
von Schulz, heiratete 1820 seine Schwägerin Anna Heusinger.
Herkunft: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Schulz 1904, S. 50.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B32 Klara Schulz (um 1822 - vor 1828), 1828
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
Öl auf Karton. 25 x 19 cm. Bezeichnet "I. H. 1828.".
Halbfigur nach links, in blauem Kleid, mit einem Vergißmeinnichttopf in den Händen.
Klara, genannt Klärchen (so auf der Rückseite des Bildes) war das erste Kind von
Friedrich Schulz und seiner Frau Anna geb. Heusinger, die 1820 geheiratet hatten (ihr 2.
Kind ist 1825 geboren). Der Topf mit Vergissmeinnicht legt die Vermutung nahe, dass
Klara schon verstorben war, als Heusinger sein Bild von ihr signiert und datiert hat. Auf
der Rückseite: "Klärchen Schulz, verstarb früh als Kind"
Herkunft: Ratingen, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Schulz 1904, S. 44.
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4. Werkverzeichnis B Bildnisse der Familie
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B33 Meta Schulz (1827-1895), 1832
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
Camaieu in Braun auf Karton. 28 x 23 cm. Bezeichnet "I. H. 1832.".
Halbfigur nach links, in einem Kleid mit Puffärmeln, den Betrachter anblickend, in der
Linken eine Nelke. Mehrere schwere Schäden im Gesicht und am Hals.
Meta Schulz war das 3. Kind von Staatsminister Friedrich Schulz und seiner Frau Anna
geb. Heusinger. Sie heiratete 1849 den Amtmann Adolf Kuntzen auf der Domäne
Salder. Auf der Rückseite: "Meine Großmutter Meta Kuntzen geb. Schulz. Christel von
Griesheim".
Herkunft: Bonn, Fritz-Hartmut von Schulz-Hausmann.
Lit.: Schulz 1904, S. 44
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C Höfische Bildnisse
Bekannte alphabetisch, Unbekannte chronologisch
C01 Prinz Carl von Preußen (1801-1883), 1815
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Aquarell und Gouache auf Pergament? 8,7 x 7 cm. Bezeichnet unten links "J. H. c.
1815.". In das Tableau C28A montiert.
"Als Knabe, Brustbild in Uniform mit Stern des Adlerordens nach links." (Heusinger
2007, S. 5, irrtümlich "Prinz Wilhelm I. von Preußen")
Prinz Carl von Preußen war der 3. Sohn von Königin Luise und Friedrich Wilhelms III.
Nach einem Pastell von 1815 von Christian Tangermann im Besitz
der SPSG, GK II 4860, GK I 41834, Schloss Glienecke, Blaues
Eckzimmer, vgl. Börsch-Supan 1994, S. 13.
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen
Testamentsvollstrecker Staatsrat Friedrich Schulz, Braunschweig;
Berlin, Marie Görz geb. v. Schulz-Hausmann; Braunschweig,
Christian v. Heusinger.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C02 Charlotte von Preußen, Alexandra Feodorowna (1798-1860), 1815
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Aquarell und Gouache auf Pergament? 10,5 x 8 cm. Bezeichnet unten rechts "J. H. c.
1815.". In das Tableau C28A montiert.
"Hüftbild von vorne in hochgegürtetem Kleid mit Puffärmeln, mit Diadem im
gescheitelten Haar und Korkenzieherlocken über den Ohren." (Heusinger 2007, S.1,
irrtümlich "Elisabeth von Bayern")
Prinzessin Charlotte, später Großfürstin Alexandra Feodorowna, war das 3. Kind und
die älteste Tochter von Königin Luise und Friedrich Wilhelm III.
Nach einem Pastell von Christian Tangermann, GK II 4861, GK I
41835, vormals Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, 1942
Schloss Berlin, Neues Palais Potsdam, Kriegsverlust, vgl. Zerstört
2011, S. 23. Abb. aus http://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_von_
Preu%C3%9Fen_%281798%E2%80%931860%29, gelesen am
3.1.2012.
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen
Testamentsvollstrecker Staatsrat Friedrich Schulz, Braunschweig; Berlin, Marie Görz
geb. v. Schulz-Hausmann; Braunschweig, Christian v. Heusinger.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C03 Charlotte von Preußen, Alexandra Feodorowna (1798-1860), 1818
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Aquarell und Gouache auf Pergament? 11,9 x 9,2 cm. Bezeichnet links am Rand "J. H.
c. 1818.". In das Tableau C28A montiert.
"Hüftbild von vorne mit Blick gegen rechts in hochgegürtetem Kleid mit feinem
Spitzenkragen, doppelter Perlenkette über dem Ausschnitt, mit Anhänger und mit der
Linken gerafftem Schleier über der Krone." (Heusinger 2007, S. 4 "Prinzessin Charlotte
von Preußen")
Großfürstin Alexandra Feodorowna, das 3. Kind und die älteste
Tochter von Königin Luise und Friedrich Wilhelm III., war mit
Zar Nikolaus I. von Russland verheiratet.
Nach einem 115 x 83 cm großen Bild (Öl auf Leinwand) von
Gerhard von Kügelgen von 1817 in der ehem. Zarenresidenz,
heute Palastmuseum Gatschina bei St. Petersburg. Abb. aus
http://www.kunst-fuer-alle.de/index.php?mid=84&lid
=1&isid=1&iid=104387, gelesen am 26.10.2016.
149
4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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In Hellermann 2001 jedoch nur das 215 x 125 cm große ganzfigurige Bild (Öl auf
Leinwand) von 1817 enthalten:
"Die Großfürstin Alexandra Feodorowna, geb. Prinzessin Charlotte von Preußen,
heiratete 1817 den russischen Großfürsten und späteren Zaren Nikolaus I. Das Bild war
ein Abschiedsgeschenk an ihren Vater, König Friedrich Wilhelm III., anlässlich ihrer
Heirat. Deine Bilder von Kügelchen sind angekommen; das ganze ist aber kein
angenehmes Bild (aus einem Brief des Kronprinzen an seine Schwester Charlotte). Karl
Förster sah das Bild in Kügelgens Atelier, bevor es nach Berlin geschickt wurde. Sie
trägt ein grünes Kleid. Ein weißer Schleier, ungewöhnlich drapiert, wallt von der
kleinen Krone rechts und links, fasst eine Pyramide bildend, hernieder. Die schöne,
jugendliche, fremdartige Gestalt umfaßt eine Blumenvase, aus welcher weiße Rosen
(ihre Lieblingsblumen) hervorsprießen, die Zahl der Rosen ist die ihrer Geschwister.
Inmitten der Rosen eine Lilie, die deutungsvoll an die verstorbene Mutter mahnt. Der
Künstler wollte sie die Büste der Königin umfassen lassen, aber der König gab seine
Zustimmung nicht (Tagebucheintrag Karl Försters)." (Hellermann 2001, S. 270)
Hat Kügelgen auf Grund der Kritik noch im selben Jahr die 2. Fassung gemalt, welche
Johann Heusinger kopiert hat? Vgl. auch die Replik C04.
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen Testamentsvollstrecker Staatsrat
Friedrich Schulz, Braunschweig; Berlin, Marie Görz geb. v. Schulz-Hausmann;
Braunschweig, Christian v. Heusinger.
150
4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C04 Großfürstin Alexandra Feodorowna (1798-1860), 1818 (Foto askart)
Kunsthandel (askart und askprice)
"Porträt-Miniatur, 11,3 x 9 cm, Wasserfarbe, signiert und datiert, 1818."
(http://www.askart.com/askart/h/johann_heusinger/johann_heusinger.aspx, gelesen am
26.10.2011)
Eine 2. Notiz wohl über dieselbe Versteigerung: "Miniatur der Großfürstin Alexandra
Feodorowna, 11,3 x 9 cm, 1818 von Johann Heusinger". (http://web.artprice.com/ps/arti
tem/?id=2708713, gelesen am 26.10.2011)
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C05 Prinzessin Friederike von Preußen (1778-1841), 1816
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Aquarell und Gouache auf Pergament? 8,9 x 7,2 cm. Bezeichnet "J. H. c. 1816.". In das
Tableau C28A montiert.
"Brustbild ohne Arme gegen rechts, mit langem Lockenhaar hinter ihrem rechten Ohr.
(Heusinger 2007, S. 5, irrtümlich "Prinzessin Elise Radziwill")
Prinzessin Friederike von Preußen, Prinzessin zu Mecklenburg, Schwester von Königin
Luise, verheiratet mit Prinz Louis von Preußen, dem jüngeren Bruder von Friedrich
Wilhelm III.
Wohl nach Johann Heinrich Schröder, Vorbild aber noch nicht identifiziert.
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen Testamentsvollstrecker Staatsrat
Friedrich Schulz, Braunschweig; Berlin, Marie Görz geb. v. Schulz-Hausmann;
Braunschweig, Christian v. Heusinger.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C06 Prinzessin Friederike Louis von Preußen (1796-1850), 1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin zu Mecklenburg von Posern
Miniatur in Braun auf Papier. 11,1 x 8,7 cm. Bezeichnet unten links "J. H. 1806."
Prinzessin Friederike war das 3. Kind von Prinzessin Friederike zu Mecklenburg, der
Schwester der Königin Luise, und Prinz Ludwig von Preußen, genannt Prinz Louis
(1773-1796), dem jüngeren Bruder von Friedrich Wilhelm III. Zum Bruder der
Prinzessin Friederike Louis, Prinz Friedrich Ludwig, siehe C08.
Laut Rechnung vom 11. Juni 1806 (GStA PK, Schatulle Friedrich Wilhelm III
Hausarchiv Rep XLIX G Nr. 15,6) malte J. Heusinger 7 Porträts in Braun:
"a) Portrait Kronprinz braun in Sepia Profil 3 Fr.d'or [1. Kind von Friedrich Wilhelm
III., GK II 2716, C16]
b) Portrait Prinz Wilhelm braun in Sepia Profil 3 Fr.d'or [2. Kind von Friedrich Wilhelm
III., GK II 2717, C39]
c) Portrait Prinz Friedrich Ludwig von Preußen Profil 3 Fr.d'or [1. Kind von Prinz
Louis, GK II 2714, C08]
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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d) Portrait Prinz Wilhelm von Oranien braun Face 3 Fr.d'or [1. Kind von Prinzessin
Wilhelmine Luise und Wilhelm I. der Niederlande, GK II 2715, C43]
e) Portrait Prinz Friedrich von Oranien Profil 3 Fr.d'or [2. Kind von Prinzessin
Wilhelmine Luise und Wilhelm I. der Niederlande, GK II 2718, C07]
f) Portrait Prinzeß Friederike Louis Profil 3 Fr.d'or [3. Kind von Prinz Louis, GK II
2720, C06]
g) Portrait Prinzeß Pauline von Oranien 3 Fr.d'or [3. Kind von Prinzessin Wilhelmine
Luise und Wilhelm I. der Niederlande, GK II 2719, C33]
Sa. 21 Fr.d'or."
Bei den dargestellten Kindern handelt es sich also um die sieben zwischen 1792 und
1800 geborenen Kinder der drei Geschwister Friedrich Wilhelm III. (a und b), Prinz
Louis (c und f) und Wilhelmine Luise (d, e, g).
Wo die Zeichnungen zuerst aufbewahrt worden sind, ist nicht bekannt, spätestens seit
1821 aber in Paretz. So heißt es in Paretz 1810, S. 9, Schreib-Zimmer, Spalte Zuwachs:
"3 kleine ovale Portraits in Sepia unter Glas, als: 2 Prinzen, 1 Prinzessin von Oranien ...
4 Portraits, oval, in Sepia, unter Glas, Königl. Kinder". Der "Zuwachs" muss spätestens
1821, am Tage des Inventarvermerks, erfolgt sein. In Paretz 1825, S. 21, Zimmer nach
der Gartenseite, heißt es: "drei kleine Portraits in Sepia, Bildnisse zweier Prinzen und
einer Prinzessin von Oranien, unter Glas, vier dergleichen Portraits aus der Königlichen
Familie, oval, unter Glas". Ebenda heißt es weiter: "Bemerkung: Da die Bücher in dem
hier befindlichen Bücherspinde von Seiner Majestät Allerhöchst selbst benutzt und
öfters gewechselt werden, so ist kein Verzeichnis aufgenommen". Die 7 Porträts
befanden sich also zweifelsfrei im Schreibzimmer des Königs.
Weitere Geschichte: SPSG, Inv.-Nr. GK II 2720; 1890 an die Hofverwaltung des
Prinzen Heinrich abgegeben.
Lit.: Wittwer 2008, S. 4.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C07 Prinz Friedrich von Oranien (1797-1881), 1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin zu Mecklenburg von Posern
Miniatur in Braun auf Papier. 11,2 x 8,9 cm. Bezeichnet unten links "J. H. 1806."
Prinz Friedrich von Oranien und Nassau war das 2. Kind von Prinzessin Wilhelmine
Luise von Preußen, Schwester Friedrich Wilhelms III., und König Wilhelm I. der
Niederlande. Beider erster Sohn war Prinz Wilhelm von Oranien (C43).
Zur Bezahlung der Miniatur und Literatur vgl. C06.
Weitere Geschichte: SPSG, Inv.-Nr. GK II 2718; 1890 an die Hofverwaltung des
Prinzen Heinrich abgegeben.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C08 Prinz Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen (1794-1863), 1805 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin zu Mecklenburg von Posern
Miniatur in Braun auf Papier. 11,4 x 9,0 cm. Bezeichnet unten rechts "JH. 1805."
Prinz Friedrich war das 1. Kind von Prinzessin Friederike von Mecklenburg-Strelitz und
Prinz Louis von Preußen, dem Bruder von Friedrich Wilhelm III.
Zur Bezahlung der Miniatur und Literatur vgl. C06.
Weitere Geschichte: SPSG, Inv.-Nr. GK II 2714; 1890 an die Hofverwaltung des
Prinzen Heinrich abgegeben.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C09 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840), 1800 (Foto Trotha)
Sachsen-Meiningen (Haus) - wo?
"Friedrich Wilhelm III. von Preußen, Pastell, 35 x 29 [cm], oval, c. 1800, Gotha, Schloß
Friedenstein, inv. SG 212." (Jeffares 2006, online version, irrtümlich "Heuzinger,
Johann": http://www.pastellists.com/Articles/HEUZINGER.pdf, gelesen am 6.1.2012.)
Herkunft: Gotha, Schloss Friedenstein, Inv.-Nr. SG 212, nach der Wiedervereinigung
im Rahmen des sogenannten Ausgleichleistungsgesetzes an das Haus SachsenMeiningen zurückgeführt.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C10 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840), 1805
Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, GK I 41536, GK II 7466 - verschollen
"Bezeichnet links unten 'J. H. 1805.'. Aquarell auf Pappe, 19,5 x 15 cm (oval).
Randfassung aus vergoldetem Metall. Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou September 1940 Schloss Berlin (Miniaturenkasten 1). Von Hofantiquar van Dam für
175 Mark erworben." (Zerstört 2011, S. 79, Abb. S. 78)
"König Friedrich Wilhelm III., bezeichnet I. H. 1805. (Sehr schöne, ziemlich große,
pastellartige Arbeit.) Im Besitze des Hohenzollernmuseums in Berlin." (Lemberger
1914, S. 444, ohne Abb.)
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C11 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840), 1805 (Foto SMS)
Schwerin, Staatliches Museum, Inv.-Nr. G 3614
Gouache auf Pergament? 15 x 11,7 cm. Bezeichnet "JH. 1805.".
"Hüftstück ohne Arme nach links [den Betrachter anblickend], barhäuptig in Uniform
mit dem preußischen Roten Adlerorden." (Heusinger 2007, S. 5, "König Friedrich
Wilhelm III. von Preußen")
Herkunft: Der Ratzeburger Arzt und Sammler Reinhold Wook hat das Bildnis mit
seinem Nachlass und seiner Miniaturensammlung 1992 dem Museum vermacht. Er
hatte es seinerseits 1978 im Miniaturenkabinett G. Rudigier, München, Königinstr. 83,
gekauft.
Lit.: Kunst und Antiquitäten 1978, Abb. 10.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C12 Die Prinzen Friedrich Wilhelm (IV.) (1795-1861) und Wilhelm (I.) (1797-1888),
1803 (Foto Fasanerie)
Eichenzell, Museum Schloss Fasanerie, Hessische Hausstiftung
Doppelminiatur in Sepia. 9 x 8,3 cm. Bezeichnet am rechten Rand "IH 1803". Auf der
Rückseite: "3 I 183 / König Friedrich Wilhelm IV. / 15. Oct. 1795 - 2. Jan. 1861 /
Kaiser Wilhelm / 22. März 1797 - 9. März 1888 / gemalt von ihrem Lehrer / Prof.
Heusinger / 1803 K 3 / Fasanerie I 183".
"Der gleiche Künstler, Prof. Heusinger, der die Söhne des Königs Friedrich Wilhelms
III. im Zeichnen unterrichtete, hat den nachmaligen König Friedrich Wilhelm IV. noch
ein anderes Mal als Knaben porträtiert, nämlich in einer in Sepia ausgeführten reizenden
Doppelminiatur, die den Genannten zusammen mit seinem Bruder dem Prinzen
Wilhelm, späteren Kaiser Wilhelm darstellt. (Besitzer: Prinz Friedrich Carl von Hessen,
Schloß Friedrichshof)." (Biermann 1917, S. 14)
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C13 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1804 (Foto
Fasanerie)
Eichenzell, Museum Schloss Fasanerie, Hessische Hausstiftung
Miniatur auf Karton. 8,5 x 7,8 cm. Bezeichnet rechts "J. H. 1804". Rückseitig:
"Jugendbildnis König Fr. Wilhelm IV von Preußen / geb. 15. Oct. 1795 / gest. 2. Jan.
1861 / I Heusinger 1804 / I 8706 / 127 / No. 225".
Brustbild nach links, das Gesicht dem Betrachter zugewandt, mit weißem
Rüschenhemd.
"Friedrich Wilhelm, Prinz vom Preußen (1795-1861), nachmals König Friedrich
Wilhelm IV., Sohn König Friedrich Wilhelms III. Karton. Rechts bez.: J. H. 1804.
Farben: Dunkelblauer Rock mit roter Weste und weissem Kragen; hellbraune Haare;
grauer Grund. Der gleiche Künstler, Prof. Heusinger, der die Söhne des Königs
Friedrich Wilhelms III. im Zeichnen unterrichtete, hat den nachmaligen König Friedrich
Wilhelm IV. noch ein anderes Mal als Knaben porträtiert, nämlich in einer in Sepia
ausgeführten reizenden Doppelminiatur, die den Genannten zusammen mit seinem
Bruder dem Prinzen Wilhelm, späteren Kaiser Wilhelm, darstellt. (Besitzer: Prinz
Friedrich Carl von Hessen, Schloß Friedrichshof)." (Biermann 1917, S. 14, Nr. 199 mit
Abb.)
Herkunft: Die Miniaturensammlung des Großherzog Ernst Ludwig von Hessen befand
sich bis zum 2. Weltkrieg im Neuen Palais in Darmstadt.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9; Schidlof 1964, vol. I, S. 355.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C14 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1805
Berlin, Kunstgewerbemuseum, Schloss Köpenick
Eigentum der SPSG, Inv.-Nr. GK II 41026; rückseitig "1509"; anhängend ein Zettel mit
UdSSR-Rückführungsnummer
Rechteckige Sepia-Zeichnung. Größe im Passepartout 8,4 x 5,8 cm. Bezeichnet unten
links "J. H. 1805".
Brustbild nach links, den Betrachter anblickend, in Uniform des 1. Bataillons Leibgarde
Infanterie-Regiment 15 mit Adler-Orden.
Lit.: Petersdorf 1910, Abb. S. 193.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C14 und C15 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861)
Einer mündlichen Überlieferung in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
zufolge hat der Rahmen mit den beiden Bildnissen in Friedrich Wilhelms III.
Arbeitszimmer in Paretz so in der Fenster-Laibung gehangen, dass der König sie über
seinem Schreibtisch stets vor Augen hatte. Dies könnte der Grund für die fast
vollständige Ausgeblichenheit beider Bildnisse sein.
Schimmel schreibt in einem Brief vom 20.12.2010 an Lutz Heusinger: "Die Porträts
wurden auf Grund dieses Schadens bereits während des 2. Weltkrieges an einen Kieler
Restaurator gegeben, der sie nach Kriegsende an die Eigentümerin Prinzessin Irene
rücküberstellte."
Herkunft: Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou.
Lit. und Abb.: Petersdorf 1910, Abb. S. 193 und 192; Thieme-Becker Band 17, 1924,
S. 9.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C15 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1810?
Berlin, Kunstgewerbemuseum, Schloss Köpenick
Eigentum der SPSG, Inv.-Nr. GK II, 41027; rückseitig "2137"; anhängend ein Zettel mit
UdSSR-Rückführungsnummer
Sepia-Miniatur auf Pergament? Größe im rechteckigen Passepartout 8,4 x 5,6 cm.
Unbezeichnet (soweit sichtbar). Zur Rahmung siehe C14.
Brustbild nach links, den Betrachter anblickend, in Uniform des 1. Bataillons Leibgarde
Infanterie-Regiment 15 mit Adler-Orden.
Herkunft: Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou.
Lit.: Petersdorf 1910, S. 192 mit Abb.: "wahrscheinlich von Heusinger".
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C16 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin zu Mecklenburg von Posern
Miniatur in Braun auf Papier. 11,2 x 9,1 cm. Bezeichnet unten rechts "JH. 1806.".
Kronprinz Friedrich Wilhelm war der älteste Sohn von Königin Luise und Friedrich
Wilhelm III. Er wurde 1840 König Friedrich Wilhelm IV.
Zur Bezahlung der Miniatur und Literatur vgl. C06.
Weitere Geschichte: SPSG, Inv.-Nr. GK II 2716; 1890 an die Hofverwaltung des
Prinzen Heinrich abgegeben.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C17 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1810
Berlin, Delbrück'sche Familienstiftung
Portraitminiatur auf Elfenbein. 6,8 x 5,5 cm. Bezeichnet "J. H. 1810". Rückseitig Fach
mit Haarlocke des Prinzen, oval 6,3 x 5,0 cm.
"Das Porträt wurde 1810 von dem Berliner Zeichenmeister
Heusinger gemalt, bei dem der Kronprinz auch
Zeichenunterricht hatte. Die Beschriftung auf der Rückseite
("Friedrich Wilhelm IV. als Kronprinz / Geschenk der
Königin Luise 1809 an Friedrich Delbrück") von
Nachfahren Delbrücks. Die Überlieferung in der Familie
hat das Andenken irrtümlich mit der offiziellen Entlassung
Delbrücks im Jahre 1809 in Zusammenhang gebracht. In
gleicher Art, allerdings ohne Haarlocke, wurde auch das
Portrait des zweiten Zöglings, Prinz Wilhelm, dem
ehemaligen Erzieher zum Geschenk gemacht (C40)." (Im
Dienste Preußens 2001, S. 149, Kat.-Nr. VI.28, Abb. der
Rückseite S. 149)
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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keine Abbildung bekannt
C18 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1810
Lampersdorf Kreis Frankenstein, Freiherr von Gaudy - verschollen
"Kronprinz Friedrich Wilhelm, bezeichnet: I. H. 1805. Besitzer Regierungsrat Dr.
Freiherr von Gaudy, Lampersdorf, Kreis Frankenstein. (Ausgestellt auf der Breslauer
Jahrhundert-Ausstellung.)" (Lemberger 1914, S. 444, ohne Abb.)
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
C19 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1817
Kamenz (Schloss) in Schlesien - verschollen
"Gouache auf Papier. 17,9 x 14 cm. Bezeichnet links 'H. 1817'."
"Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) am Schreibtisch seines Arbeitszimmers im Berliner
Schloss (Schreibkabinett Friedrichs des Großen) ... z. Zt. nicht nachweisbar". (Meiner
2009, S. 22 und Abb. 6) Auf der Abbildung im Buch von der Bezeichnung nur "17" zu
lesen.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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"Zur Interpretation des Porträts vgl. Meiner 2008a, S. 202 f. Die z. Zt. nicht
nachweisbare Gouache befand sich im schlesischen Schloß Kamenz, wo sie von
Johannes Sievers 1941 entdeckt wurde. Sie stammt mit großer Sicherheit von Johann
Heusinger, der dem Kronprinzen Zeichenunterricht gab. Eine kürzlich im Kunsthandel
aufgetauchte Miniatur auf Elfenbein mit dem Porträt des Kronprinzen stammt laut
Aufschrift der Rückseite von Heusinger und untermauert aufgrund der starken
Ähnlichkeit die Zuschreibung des Kamenzer Bildes . . Die Miniatur stammte vielleicht
aus dem Arbeitskabinett der Königin Elisabeth im Schloß Charlottenburg." (Meiner
2009, S. 21, Anm. 63)
"Die um ihn herum gestapelten Bücher sind nicht allein Ausdruck der kanonischen
Bildungsbeflissenheit eines zukünftigen Thronfolgers, der die Werke antiker Autoren
und der klassischen europäischen Literatur studiert, sondern ein geradezu ostentativer
Beleg für die Verehrung des Königs durch den 22jährigen. Denn auffällig in den
Vordergrund gerückt ist vor allem ein Titel: Eine französische Ausgabe der Geschichte
von Florenz von Niccolò Machiavelli, mit der Friedrich Wilhelm ganz offenkundig auf
die Kronprinzenzeit Friedrichs des Großen und dessen Arbeit am Antimachiavell
verweisen und damit eine historische Kongruenz nahelegen möchte. Darüber hinaus
gestattet die Gouache einen kleinen Einblick in die stilistische Vielfalt des Mobiliars,
das die Wohnung beherbergte, und belegt zugleich den zwanglosen Umgang Friedrich
Wilhelms mit dem vorhandenen Interieur. Während der repräsentative
Aufsatzschreibtisch mit gotisierendem Stabwerk sicher neueren Datums ist und
vielleicht eigens für den Kronprinzen hergestellt wurde, gehört der im Hintergrund
angeschnittene Lehnstuhl noch in die 60er/70er Jahre des 18. Jahrhunderts. Ein
goldgerahmter Stich, der auf den geschnitzten Rocailles der Vertäfelung hängt, nimmt
keine Rücksicht auf das Eigenleben des Ornaments und belegt pars pro toto die letztlich
unbefangene Aneignung und Privatisierung des Raumes durch Friedrich Wilhelm.
Dieser Sachverhalt offenbart, daß für Friedrich Wilhelm nicht die Bewahrung der
originalen Dekoration als historischer Beleg entscheidend war, sondern die abstrakte
Geschichtlichkeit der Räume - ein Umstand, der noch vernehmlicher bei der
Neueinrichtung der Wohnung zu beobachten ist." Meiner 2008, S. 202 f.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C20 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1818
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Aquarell und Gouache auf Pergament? 10,5 x 8 cm. Bezeichnet Mitte rechts "J. H. c.
1818.". In das Tableau C28A montiert.
"Brustbild von vorne gegen links blickend, in Uniform mit Orden." (Heusinger 2007, S.
5 "Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.)")
Nach Gerhard von Kügelgen: Friedrich Wilhelm IV. als Kronprinz,
1817, Öl auf Leinwand, 116 x 85 cm, Schlossmuseum Pawlowsk,
Inv.-Nr. 2103-III (aus Hellermann 2001, P 272)
"Der Kronprinz trägt die Dienstuniform eines Generalmajors mit
Infanterie-Offiziersdegen und Portepee. Der Pelz gehört nicht zur
Militärkleidung, sondern soll den königlichen Rang des
Dargestellten hervorheben. Auf der Brust trägt er den Stern des
Schwarzen
Adlerordens.
Entsprechend
der
seit
den
Befreiungskriegen üblichen Tragweise sind die anderen
Auszeichnungen, wie der russische St.-Georgsorden und das Eiserne Kreuz II. Klasse,
unmittelbar unter dem Kragen angelegt ... Das Porträt war für die Schwester des
Kronprinzen bestimmt. Es wurde im November 1817 mit ihrem eigenen Porträt [P 270]
[siehe oben C03, L. H.] nach Berlin geliefert." (Hellermann 2001, S. 270-272 mit Abb.)
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen Testamentsvollstrecker Staatsrat
Friedrich Schulz, Braunschweig; Berlin, Marie Görz geb. v. Schulz-Hausmann;
Braunschweig, Christian v. Heusinger.
169
4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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keine Abbildung bekannt
C21 Franz von Gaudy (1800-1840) , 1811
Berlin, Charlottenburg, Generalleutnant von Gaudy - verschollen
Miniatur. Material und Maße? Bezeichnet: "Heusinger 1811".
"Der Dichter Franz Bernhard Heinrich Wilhelm von Gaudy (im Alter von 11 Jahren),
bezeichnet: Hausinger 1811. Besitzer Generalleutnant z. D. von Gaudy, Charlottenburg.
(Ausgestellt auf der Breslauer Jahrhundert-Ausstellung.)" (Lemberger 1914, S. 444)
Der Vater von Franz von Gaudy, Friedrich Wilhelm Leopold Freiherr von Gaudy, "war
1810 zum Gouverneur des Prinzen [Friedrich Wilhelm (IV.)] ernannt worden … Nach
Meerheim gab er Veranlassung, daß Delbrück entlassen wurde und an seine Stelle
Ancillon trat." (Lemberger 1914, S. 444)
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9. Zur Person http://de.wikipedia.org/wiki/Franz
_von_Gaudy, gelesen am 8.11.2011.
keine Abbildung bekannt
C22 Freiherr Leopold von Gaudy (wann?)
Lampersdorf Kreis Frankenstein, Freiherr von Gaudy - verschollen
Miniatur. Material und Maße? Unbezeichnet.
"General Friedrich Wilhelm Leopold Freiherr von Gaudy (unbezeichnet). Besitzer
Regierungsrat Dr. Freiherr von Gaudy. (Ausgestellt auf der Breslauer JahrhundertAusstellung.)" (Lemberger 1914, S. 444)
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C23 Prinzessin Luise von Preußen, Fürstin Radziwill (1770-1836), um 1805
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Aquarell und Gouache auf Pergament? 7,6 x 5,9 cm. So weit sichtbar, unbezeichnet. In
das Tableau C28A montiert.
"Brustbild gegen links, Blick nach vorne, im ausgeschnittenen Kleid, mit
Korkenzieherlocken und hochgestecktem Knoten." (Heusinger 2007, S. 4, irrtümlich
"Fürstin Liegnitz")
Fürstin Luise Radziwill geb. Prinzessin Luise von Preußen, eine Tochter des jüngsten
Bruders Friedrich des Großen, des Prinzen Ferdinand (1730–1813). Sie heiratete den
polnischen Magnaten Anton Radziwill. Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt ist
Luise 1806 mit dem preußischen Hof nach Königsberg geflohen und gehörte hier,
gemeinsam mit Königin Luise (C28) und Prinzessin Marianne (C30), zu dem
patriotischen, antifranzösischen Kreis, der an einer Wiederaufrichtung des preußischen
Staates arbeitete.
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen Testamentsvollstrecker Staatsrat
Friedrich Schulz, Braunschweig; Berlin, Marie Görz geb. v. Schulz-Hausmann;
Braunschweig, Christian v. Heusinger.
171
4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C24 Prinzessin Luise von Preußen (1808-1870), 1817
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Aquarell und Gouache auf Pergament? 7,2 x 5,5 cm. Bezeichnet unten links auf der
Mauer "I. H. c. 1817.". In das Tableau C28A montiert.
"Brustbild von vorne, mit breitem Spitzenkragen und mehrfacher Kette, Haube und
zwei langen Haarsträhnen, in Landschaft" mit Säulenbasis und Weinranke. (Heusinger
2007, S. 7, "Unbekannt, Brustbild eines jungen Mädchens")
Prinzessin Luise war das 8. Kind (die 4. Tochter) von Königin Luise und Friedrich
Wilhelm III. Sie heiratete Prinz Friedrich von Oranien.
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen Testamentsvollstrecker Staatsrat
Friedrich Schulz, Braunschweig; Berlin, Marie Görz geb. v. Schulz-Hausmann;
Braunschweig, Christian v. Heusinger.
keine Abbildung bekannt
C25 Prinz Louis Ferdinand von Preußen (1772-1806), um 1806
Kunsthandel (artprice)
Johann Heusinger zugeschrieben. Unbezeichnet. 6,6 cm hoch. Da Heusinger seine
Miniaturen in aller Regel signiert hat, dürfte diese Miniatur ihm zu Unrecht
zugeschrieben worden sein.
Ovale Porträtminiatur. Im Profil nach links. Herkunft: ? Versteigert am 30.4.1996. Lit.:
http://web.artprice.com/ps/artitems.aspx?view=all&idarti=MTA3OTcxMjA0ODk4NjM
t&refGenre=G&page=1, gelesen am 26.10.2011. Abbildung leider nur für Abonnenten
zugänglich.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C26 Königin Luise von Preußen (1776-1810), 1797
Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou - verschollen
"Bez.: 'J. Heusinger 1797'. Aquarell auf Papier oder Pergament, 6,2 x 5,4 cm (oval).
Randfassung aus vergoldetem Metall. Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou September 1940 Schloss Berlin (Miniaturkasten 1). Weißes Tuch mit gelben Streifen;
weiße Halsbinde; blaues, gelb eingefasstes Kleid. 1903 von den Königlichen Museen
überwiesen (M. 565). Dorthin 1901 aus dem Kaiser Friedrich-Palais." (Zerstört 2011, S.
94 mit Abb.) "Kolorierte Zeichnung v. Heusinger 1797; Hohenzollernmuseum" (Seidel
1905, S. 111 mit Abb.) "Tatsächlich ist zumindest eine seitenrichtige, den
Bildausschnitt verkleinernde Kopie nach Ploetz und Hornemann (siehe links)
nachzuweisen, die der Berliner Hofminiaturist Johann Heusinger noch 1797 schuf."
(Walczak 2004, S. 240)
"Hans Henrik Ploetz und Christian Hornemann: Luise von
Preußen, 1797, Silberstiftminiatur, Privatbesitz." (Walczak 2004,
S. 240, Abb. 34)
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C27 Königin Luise von Preußen (1776-1810), 1802
Zürich, Galerie Koller (verkauft)
Ovale Miniatur auf Pergament. 13,2 x 10,5 cm. Bezeichnet "J. H. 1802".
Halbfigur "im Profil nach links, von hinten gesehen". (Heusinger 2007, S. 4 "Königin
Luise von Preußen")
Herkunft: Zürich, Galerie Koller, Auktion 23.11.-9.12.1978, Nr. 2331 mit Abb. unter
dem Namen J. Häusinger und Schätzpreis sfr 1500,-. (Abb. Weltkunst 1978, S. 2496)
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C28 Königin Luise von Preußen (1776-1810), nach 1802
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Aquarell und Gouache auf Pergament? 15,2 x 12 cm. Soweit sichtbar, unbezeichnet. In
das Tableau C28A montiert.
"Hüftbild im Linksprofil von hinten." (Heusinger 2007, S. 5, "Königin Luise von
Preußen")
Prinzessin Luise zu Mecklenburg(-Strelitz), Königin Luise von Preußen, Frau König
Friedrich Wilhelms III.
Nach dem Gemälde von Johann Heinrich Schröder (1757-1812) im
Besitz der SPSG, GK I, 9062 (vgl. Bartoschek 1994, S. 53, Nr. 40
mit Abb.; Spangenberg 1995, S. 56 f., Nr. 254; Plötz-Peters 1997,
S. 32 f.; Walczak 2004, S. 229, Abb. 21). Eine der vielen Repliken
von Schröders eigener Hand (Staatliche Schlösser und Gärten
Berlin, GK I 30348) hängt in Schloss Glienicke in Berlin (vgl.
Bartoschek 1994, S. 53, Nr. 41).
Die Miniatur entspricht weitgehend der Miniatur C27, welche - mit
"J. H. 1802" bezeichnet - 1978 bei Koller in Zürich versteigert worden ist.
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen Testamentsvollstrecker Staatsrat
Friedrich Schulz, Braunschweig; Berlin, Marie Görz geb. v. Schulz-Hausmann;
Braunschweig, Christian v. Heusinger.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C28A Königin Luise im Kreis ihrer Kinder und Freundinnen, vor 1846
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Tableau in Mahagoni-Rahmen. 65,5 x 53,8 cm.
Königin Luise (C28) bildet das von acht Verwandten umgebene Zentrum des Tableaus:
Über ihr ihre älteste Tochter Charlotte als Alexandra Feodorowna (C03), unter ihr die
"Pflegemutter" ihrer Kinder nach ihrem Tod, ihre Schwägerin Prinzessin Marianne
(C30).
Neben der Königin links ihr ältester Sohn, Friedrich Wilhelm (IV.) (C20), rechts ihre
älteste Tochter Charlotte (C02).
Links oben ihre Schwester Friederike (C05), rechts oben ihr 5. Kind Carl (C01).
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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Links unten ihr 8. Kind Luise (C24), rechts unten Prinzessin Luise (Fürstin Radziwill),
ihre Freundin aus Königsberger Tagen (C23).
Auf der Rückseite ein Aufkleber von H. W. Böhlich, K. Hoflieferant, Berlin W.,
Leipziger Str. 35. Ein identischer Aufkleber findet sich auf der Rückseite des
Selbstporträts A09.
Das Tableau bringt Johann Heusingers enges und herzliches Verhältnis zu Luise und
ihren Kindern zum Ausdruck. Vermutlich stammt das Arrangement deshalb von ihm
selbst.
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen Testamentsvollstrecker Staatsrat
Friedrich Schulz, Braunschweig; Berlin, Marie Görz geb. v. Schulz-Hausmann;
Braunschweig, Christian v. Heusinger. Lit.: Heusinger 2007, S. 1 ff.
keine Abbildung bekannt
C29 Königin Luise von Preußen (1776-1810), wann?
Berlin, Rudolph Lepke's Kunst-Auctions-Haus (verkauft)
"Anf. 19. Jahrh. Elfenbein. Oval. Durchm. 7,5 x 5,5 cm."
"Brustbild der Königin Luise von Preußen, der Kopf über die rechte Schulter dem
Betrachter zugewandt. Im blonden Haar ein goldenes Diadem und Perlenschnüre.
Dekolletiertes, mattrotes Kleid. Auf grauem Hintergrund." Die Zuweisung des Bildes an
Johann Heusinger findet sich im Künstlerverzeichnis. (Lepke Berlin 1911, IV. Teil, 2.
und 3. Mai, Nr. 131 und S. 6)
Herkunft: Hamburg, Sammlung Emden.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C30 Prinzessin Marianne von Preußen (1785-1846), 1816
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
Miniatur auf Pergament? 11,2 x 9,1 cm. Bezeichnet unten rechts "J. H. 1816.". In das
Tableau C28A montiert.
"Brustbild gegen rechts mit Blick gegen links in reichbesticktem Kleid mit Puffärmeln
und hochgestelltem weißen Kragen und in der Mitte gescheitelter Lockenfrisur."
(Heusinger 2007, S. 4, irrtümlich "Prinzessin Alexandrine von Preußen"; vgl. auch
Grewe 1998, S. 141 f.)
Prinzessin Marianne von Preußen geb. Prinzessin von HessenHomburg (1785-1846), verheiratet mit Prinz Wilhelm von
Preußen, dem jüngsten Bruder des Königs Friedrich Wilhelm III.
Nach dem frühen Tod von Königin Luise kümmerte sich die
Prinzessin um deren Kinder und erfreute sich bei Hofe und beim
Volk großer Beliebtheit.
Nach Wilhelm Schadow: Prinzessin Marianne von Preußen in
altdeutscher Tracht, 1812, Öl auf Leinwand, 66 x 51,6 cm,
Museum Georg Schäfer, Schweinfurt, Inv.-Nr. MGS 1377. Foto
des Museums.
Herkunft: Wohl aus Heusingers Nachlass an seinen Testamentsvollstrecker Staatsrat
Friedrich Schulz, Braunschweig; Berlin, Marie Görz geb. v. Schulz-Hausmann;
Braunschweig, Christian v. Heusinger.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C31 Gräfin Moltke, 1816
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 1979/45a
Aquarell und Gouache auf Elfenbein? 10 x 8 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1816".
Brustbild nach links in hochgegürtetem dekolletierten Rüschenkleid, den Betrachter
anblickend.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C32 Gräfin Moltke, um 1816
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 1979/45a
Aquarell und Gouache auf Elfenbein? 10,5 x 8 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. ..."
(Jahreszahl unter dem Rahmen nicht lesbar).
Brustbild nach halblinks in dekolletiertem weißen Kleid mit großer Doppelkette, das
Gesicht dem Betrachter zugewandt.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C33 Prinzessin Pauline von Oranien (1800-1806), 1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin zu Mecklenburg von Posern
Miniatur in Braun auf Papier. 11,2 x 8,9 cm. Bezeichnet unten rechts "J. H. 1806."
Prinzessin Pauline von Oranien war das 3. Kind von Prinzessin Wilhelmine Luise von
Preußen, der Schwester Friedrich Wilhelms III., und König Wilhelm I. der Niederlande.
Zur Bezahlung der Miniatur und Literatur vgl. C06.
Weitere Geschichte: SPSG, Inv.-Nr. GK II 2719; 1890 an die Hofverwaltung des
Prinzen Heinrich abgegeben.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C34 Friedrich von Rauch (1790-1850), 1815
Berlin, Privatbesitz
Mischtechnik auf Elfenbein. 7,5 x 6,7 cm. Bezeichnet rechts unten "J. H. 1815".
Brustbild nach rechts, den Betrachter anblickend. In ovalem vergoldeten
Messingrahmen. Rückseitig auf dem Deckkarton Beschriftung "Friedrich v. Rauch (geb.
15 März 1790 Potsdam/gest. 9 Juni 1850 Berlin, als Generalleutnant und General
Adjutant des König Fr. Wilhelm IV), gemalt 1815, als Bräutigam". (Dannenberg 2011,
S. 108, Nr. 1050) Einem Brief von Samuel Wittwer von 27.7.2012 an Lutz Heusinger
zufolge auf dem Invalidenfriedhof in Berlin begraben.
Herkunft: Am 17.6.2011 als Los 1050 im Auktionshaus Dannenberg in Berlin für
1.150 € versteigert, von Hannelore Plötz-Peters (Berlin), erworben und an den heutigen
Eigentümer weiter verkauft.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C35 Laurelle von Rauch geb. Gräfin von Moltke (1790-1864), 1812
Berlin, Privatbesitz
Mischtechnik auf Papier. 10 x 8,5 cm. Bezeichnet links unten "J. H. 1812".
Brustbild nach halblinks in weißem dekolletierten Kleid mit Perlenkette, den Betrachter
anblickend. Im ovalen vergoldeten Messingrahmen. Rückseitig auf dem Deckkarton
Beschriftung: "Laurelle v. Rauch (geb. Gräfin von Moltke am 16. Februar 1790 Wolde
in Mecklenburg/gest. 1. Juli 1864 Berlin) gemalt 1812". Laut Versteigerungskatalog
"Beigegeben 'Auszug aus dem Geburts- bzw. Taufregister der Kirchgemeinde Röcknitz'
zu Gräfin von Moltke von 1938". (Dannenberg 2011, S. 108, Nr. 1051 mit Abb.)
"Freiin Laurette v. Moltke (1790-1864) war die Tochter des dänischen Reichsgrafen
Friedrich Detlef v. Moltke (1750-1825) und der Gräfin Friedrike Charlotte Antoinette
Amalie zu Dohna-Schlobitten und Leistenau (1738-1786). Laurette (auch: Eleonore)
heiratete Friedich v. Rauch (1790-1850), der Generaladjudant von Friedrich Wilhelm
(IV.) war und auf dem Invalidenfriedhof begraben liegt." (Brief Samuel Wittwers vom
27.7.2012 an Lutz Heusinger)
Herkunft: Am 17.6.2011 als Los 1051 im Auktionshaus Dannenberg in Berlin für 800 €
versteigert und von heutigen Eigentümer erworben.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C36 Ludwig von Voss, 1813
Berlin, A. Buchen (verkauft)
Miniatur auf Pergament? Maße? Bezeichnet "J. H. 1813.".
"Ludwig von Voss, geb. am 26.2.1793 in Mittenwald Kr. Templin, gest. am 27.8.1849
zu Gnesen an der Cholera als Oberst und Kommandeur der Blücherhusaren Nr. 5. Sohn
des 1793 bei Marienborn gebliebenen Rittmeisters Leopold von Voss-von der Volki."
(Heusinger 2007, S. 7 "Ludwig von Voss")
Herkunft: Berlin, Sammlung Buchen; 1977 im Kunsthandel. (Mitteilung von A.
Buchen, Berlin, an Christian von Heusinger. Ebenda Abzug des Fotos Nr. 7758 der
Firma Camera studio Uhe und Göhns, Hannover, Marktstr. 45)
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C37 Prinz Wilhelm von Preußen (1783-1851), 1796
Eichenzell, Museum Schloss Fasanerie, Hessische Hausstiftung
Miniatur auf Karton. 12,2 x 9 cm. Bezeichnet "IH. Nov. 1796".
Hüftbild nach links, mit großem Rüschenkragen, üppigem Federhut und Halskette mit
Anhänger mit Kriegerkopf.
Sohn König Friedrich Wilhelms II., Bruder von Friedrich Wilhelm III.
"Farben: Hellblauer Mantel mit Silberborte; weiße Halskrause; blonde Haare; schwarzer
Hut mit schwarz-grauen und weissen, an den Enden rosa schimmernden Federn. Eine
Wiederholung dieser Miniatur im Hohenzollernmuseum zu Berlin; letzteres Stück bei
Lemberger "Die Bildnisminiatur in Deutschland", S. 264, Nr. 241, abgebildet, jedoch
daselbst dem Miniaturmaler Ploetz zugeschrieben. - Die Veranlassung zur
Kostümierung des Prinzen Wilhelm unbekannt. In vergoldetem Holzrahmen. Vermächtnis der Schwester des Dargestellten, der Kurfürstin Auguste von HessenKassel (gest. 19. Febr. 1841), an die Prinzessin Wilhelm. - Aus Schloß Fischbach."
(Biermann 1917, Nr. 197 mit Abb.)
Herkunft: Die Miniaturensammlung des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen befand
sich bis zum 2. Weltkrieg im Neuen Palais in Darmstadt.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9; Schidlof 1964, vol. I, S. 355.
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C38 Prinz Wilhelm von Preußen (1783-1851), um 1796
Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou - verschollen
Miniatur auf Elfenbein. 12 x 9 cm. Unbezeichnet?
Sohn König Friedrich Wilhelms II. und Bruder Friedrich Wilhelms III., nach Lemberger
1910, S. 265, "im Alter von 13 Jahren", also 1796.
"Heinrich Plötz (Pötz): Bildnis des Prinzen Friedrich Wilhelm Karl von Preußen.
Jüngster Bruder Friedrich Wilhelms III. Geboren 3. Juli 1783, Potsdam; † 28.
September 1851, Berlin. Hüftbild ohne Hände, nach links. Auf den blonden Locken
schwarzer, mit Edelsteinagraffe und grauen und rosa Straußfedern verzierter Hut, blaue
Augen. Weiße Halskrause, blauer silberbestickter Mantel. Um den Hals goldene Kette
mit ovaler Medaille. Hintergrund braun. Elfenbein. Oval 9 : 12,2 cm. Eigentum des
Hohenzollernmuseums, Berlin." (Lemberger 1910, S. 264 und Abb. 241)
Biermann 1917, S. 14, Anm. zu Nr. 197, korrigiert Lembergers Zuschreibung, schreibt
das Blatt Heusinger zu und bezeichnet es als eine Wiederholung der Miniatur im Besitz
des Großherzogs von Hessen (C37).
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C39 Prinz Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888), 1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin zu Mecklenburg von Posern
Miniatur in Braun auf Papier. 11,2 x 9,1 cm. Bezeichnet unten links "J. H. 1806."
Brustbild im strengen Profil nach links.
Prinz Wilhelm, der 2. Sohn von Königin Luise und Friedrich Wilhelm III., wurde später
Kaiser Wilhelm I.
Zur Bezahlung der Miniatur und Literatur vgl. C06.
Weitere Geschichte: SPSG, Inv.-Nr. GK II 2717; 1890 an die Hofverwaltung des
Prinzen Heinrich abgegeben.
Lit.: Granier 1908, S. 143-182, Abb. S. 147 rechts; Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
187
4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C40 Prinz Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888), 1810
Berlin, Delbrück'sche Familienstiftung
Portraitminiatur auf Elfenbein, oval. 7,9 x 6,2 cm. Rahmen 17 x 15,3 cm. Bezeichnet
rechts unten "I. H. 1810".
"Das Bildnis des 13 Jahre alten Prinzen Wilhelm ist ein Andenken für den bisherigen
Erzieher Friedrich Delbrück, das Pendant zum Portraitmedaillon des Kronprinzen
Friedrich Wilhelm (C6)." (Im Dienste Preußens 2001, S. 169, Kat. VII.13, Abb. S. 161)
keine Abbildung bekannt
C41 Prinz Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888), 1812
Berlin, Rudolph Lepke's Kunst-Auctions-Haus (verkauft)
"Oval, Elfenbein, Durchm. 7,8 x 6 cm." "Bezeichnet J. H. 1812".
"Brustbild des Prinzen Wilhelm von Preußen, des späteren Kaiser Wilhelms des
Großen, in der Uniform des ersten Garderegiments mit dem Stern des Schwarzen Adlers
und dem Roten Adlerorden." (Lepke Berlin 1911, IV. Teil, 2. und 3. Mai, Nr. 132)
Herkunft: Hamburg, Sammlung Emden.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
188
4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C42 Prinz Wilhelm (II.) von Oranien (1792-1849) und Prinz Friedrich von Oranien
(1797-1881), 1803 (Foto Fasanerie)
Den Haag, House of Orange-Nassau Historic Collections Trust, Inv.-Nr. m29
Sepia auf Elfenbein, rechteckig mit abgeschrägten Ecken. 10,4 x 8,2 cm Bezeichnet
entlang des rechten Randes "JH 1803." Ungerahmt. Rückseitig Marmorpapier.
Prinz Wilhelm von Oranien war das 1. Kind von Prinzessin Wilhelmine Luise von
Preußen, Schwester Friedrich Wilhelms III., und König Wilhelm I. der Niederlande. Er
wurde später als Wilhelm II. König der Niederlande. Prinz Friedrich war sein Bruder.
Beide wuchsen in Berlin auf.
"As children, to the right William, three-quarter length standing frontal, facing, his arms
around his brother. Double-breasted coat with velvet cuffs over a striped waistcoat,
white shirt with frilled collar. Forward-combed hair. To the left Frederick, his arms
around his brother, his head on his brother's breast. Coat with velvet cuffs, shirt with
frilled collar." (Vg. Schaffers-Bodenhausen 1993, S. 131 mit Abb.)
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C43 Prinz Wilhelm (II.) von Oranien (1792-1849), 1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin zu Mecklenburg von Posern
Miniatur in Braun auf Papier. 11,2 x 9,0 cm. Bezeichnet links "JH. 1806."
Prinz Wilhelm von Oranien war das 1. Kind von Prinzessin Wilhelmine Luise von
Preußen, Schwester Friedrich Wilhelms III., und König Wilhelm I. der Niederlande. Er
wurde später als Wilhelm II. König der Niederlande.
Zur Bezahlung der Miniatur und Literatur vgl. C06.
Weitere Geschichte: SPSG, Inv.-Nr. GK II 2715; 1890 an die Hofverwaltung des
Prinzen Heinrich abgegeben.
190
4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C44 Unbekannter hochdekorierter Leutnant, 1817
Köln, Lempertz (verkauft)
Ovale Miniatur, Gouache auf Elfenbein. 7,9 x 6 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H.
1817".
"Ovale Gouache auf Elfenbein. Brustbild in schwarzem Uniformrock mit Ritterkreuz
des russischen St. Annen-Ordens und Eisernem Kreuz II. Klasse. Rechts am Rand
monogrammiert und datiert 'I. H. 1817'. Minimale Feuchtigkeitsspuren an den Rändern,
H 7,9; B 6 cm. Rechteckiger, vergoldeter Holzrahmen mit Stuckrelief." (Lempertz
2011, Nr. 681 mit Abb.)
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4. Werkverzeichnis C Höfische Bildnisse
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C45 Unbekannte Dame mit Perlenohrringen, 1836
Dresden, Julia Mende
Öl auf Pappe. 32 x 26 cm. Bezeichnet unten links "I. H. c. 1836.".
Brustbild nach links, das Gesicht dem Betrachter zugewendet, mit Perlenohrringen und
aufwändiger, russisch (?) wirkender Kopfbedeckung mit Perlenkette. Gemäß der
Bezeichnung die Kopie eines Originals des Künstlers, über dessen Verbleib nichts
bekannt ist. Vielleicht in altem Rahmen.
Herkunft: Celle, Bruno Heusinger.
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
alphabetisch
D01 Paul Joseph Bardou (1745-1814), 1820
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 642a (alte Nr. 32), GHZ 95/60, 23
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,4 x 10,4 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. c. 1820".
Brustbild im Dreiviertel-Profil nach rechts, den Betrachter anblickend. Verso
handschriftlich in Feder: "Paul Joseph Bardou. Portraitmaler geboren zu Basel
gestorben zu Berlin 1814 nach dem von ihm selbst in Öl gemalten Bild gezeichnet von
J. Heusinger 1820."
Bardous Selbstbildnis in Öl konnte bisher nicht gefunden werden. Das Archiv der
Akademie der Künste in Berlin besitzt ein anderes Selbstporträt Bardous.
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D02 Johann Joseph Freidhoff (1768-1818), 1819
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 641d, GHZ 95/60, 22
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,5 x 10,4 cm. Bezeichnet unten links "I. H. c. 1819".
Brustbild im Dreiviertel-Profil nach links, den Betrachter anblickend. Verso
handschriftlich in Feder: "Johann Joseph Freidhof. Kupferstecher gemalt von F. G.
Weitsch 1815. gezeichnet von J. Heusinger 1819."
Friedrich Georg Weitsch: Johann Joseph Freidhoff, 1815, 57 x
46 cm, Berlin, Nationalgalerie, Inv.-Nr. NG 1061 (Lacher
Weitsch 2005, S. 264 und Abb. W185)
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D03 Karl Friedrich Hampe (1772-1848), 1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 631c, GHZ 95/60, 3
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,5 x 10,3 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1819".
Brustbild im Profil nach links, den Betrachter anblickend.
Lit.: Pfefferkorn 1980, S. 228, Abb. 517; Bothe-Gramlich S. 220, Kat.-Nr. 209, Abb. S.
219.
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D04 Selbstbildnis en face mit pelzbesetztem Mantel, 1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 641a, GHZ 95/60, 19
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,4 x 10,2 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1819".
Brustbild en face, mit Halsbinde und pelzbesetztem Mantel. Auf der Rückseite: "Johann
Heusinger Portraitmaler / geboren zu Wolfenbüttel 1769 / zeichnete hier sein Bild in
Berlin 1819".
"Bereits 1818 war beschlossen worden, Porträts für das 'Große Buch' anzufertigen. Dem
entspricht auch, daß 1819/20 eine große Gruppe von Künstlerporträts entstand, darunter
die 20 einheitlichen Sepiazeichnungen Johann Heusingers ...". (Bothe-Gramlich 1983,
S. 208)
"Die ersten legte er am 17. Mai 1820 von Zelter, Schadow, L. L. Müller und Pascal
vor." (Bothe-Gramlich, S. 157)
"Die kleinformatigen Bildnisse sind wie eine Galerie angelegt. Die Porträtierten blicken
meist in Dreiviertel-Profil aus dem Bild. Die verwendete Technik, Sepia, ermöglichte
eine photoähnliche Wiedergabe der Dargestellten." (Bothe-Gramlich 1983, S. 252)
Lit.: Pfefferkorn 1980, S. 229, Abb. 519; Bothe-Gramlich 1983, Kat.-Nr. 251, Abb. S.
252; Bartmann-Ulferts 1990, S. 186; Ulferts-Christiani 1996, S. 20.
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D05 Johann Friedrich Wilhelm Jury (1763-1829), 1819
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 641c, GHZ 95/60, 21
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,5 x 10,4 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1819."
Brustbild im Dreiviertel-Profil nach links, den Betrachter anblickend.
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D06 Johann Karl Heinrich Kretschmar (1769-1847), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 637b, GHZ 95/60, 7
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,9 x 10,7 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. c. 1820".
Brustbild im Dreiviertel-Profil nach rechts, den Betrachter anblickend.
Lit.: Pfefferkorn 1980, S. 228, Abb. 515; Bothe-Gramlich 1983, S. 254, Kat.-Nr. 254,
Abb. S. 255.
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D07 Carl Ludwig Kuhbeil (um 1770-1823), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 641b, GHZ 95/60, 20
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,8 x 10,6 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1820".
Brustbild im Profil nach links, den Betrachter anblickend.
Lit.: Bothe-Gramlich 1983, S. 217, Kat.-Nr. 204.
199
4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D08 Jakob Andreas Conrad Levezow (1770-1835), 1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 640a, GHZ 95/60, 15
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,4 x 10,4 cm. Bezeichnet unten rechts "1819".
Brustbild im Dreiviertel-Profil nach rechts, den Betrachter anblickend.
Lit.: Bothe-Gramlich 1983, S. 253, Kat.-Nr. 252.
200
4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D09 Leopold Ludwig Müller (1767 - nach 1838), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 639b, GHZ 95/60, 13
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,4 x 10,3 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1820".
Brustbild im Profil nach links.
Lit.: Bothe-Gramlich 1983, S. 228, Kat.-Nr. 221, Abb. S. 229.
201
4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D10 Jean Barthélemy Pascal (1774-1853), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 631d, GHZ 95/60, 4
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,4 x 10,3 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1820".
Brustbild im Profil nach rechts, den Betrachter anblickend.
Lit.: Pfefferkorn 1980, S. 228, Abb. 514; Bothe-Gramlich 1983, S. 242, Kat.-Nr. 239.
202
4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D11 Philipp Friedrich Rabe (?-1837), 1822
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 640b, GHZ 95/60, 17
Sepia auf Papier, weiß gehöht, 14,1 x 10,8 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1822."
Brustbild im Profil nach links, den Betrachter anblickend. Vermutlich Philipp Friedrich
Rabe, Mitglied des VBK, Berliner Bildnis- und Miniaturmaler (vgl. Bezeichnung auf
dem Deckblatt).
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D12 Johann Carl Friedrich Riese (1759-1834), 1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 639a, GHZ 95/60, 12
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,5 x 10,3 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1819".
Brustbild im Profil nach links, den Betrachter anblickend.
Lit.: Bothe-Gramlich 1983, S. 254, Kat.-Nr. 253, Abb. S. 253.
204
4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D13 Karl Friedrich Rungenhagen (1778-1851), 1821
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 640d, GHZ 95/60, 18
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,3 x 10,3 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1821".
Brustbild den Kopf ins Profil nach links gewandt.
Lit.: Pfefferkorn 1980, S. 228, Abb. 518; Bothe-Gramlich 1983, S. 256, Kat.-Nr. 258,
Abb. S. 255.
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D14 Johann Gottfried Schadow (1764-1850), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. nicht vergeben, GHZ 95/60, 1
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,5 x 10,3 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1820".
"Das Porträt ist als Profilbrustbild nach rechts gegeben, wobei der Dargestellte mit
kräftiger Drehung des Kopfes sich dem Betrachter zuwendet. Schadow ist mit einem
weiten Mantel bekleidet, der nur wenig von der hochgeknüpften Halsbinde sehen läßt
und mit dem er auch seine Arme verhüllt hat. Die schon etwas dünnen Haare umgeben
zipfelig das großflächig-fleischige Gesicht. Dieses, der strenge Blick und der togaartige
Mantel geben dem kleinen Bildnis einen Ausdruck fast abweisender Würde. Formal
steht es noch in der Bildnistradition des 18. Jahrhunderts.
Das Porträt wurde im Auftrag des Berlinischen Künstlervereins geschaffen, als dessen
Vorsitzender Schadow ab 1814 fungierte. Heusinger hatte sich auf einer Vereinssitzung
im Dezember 1819 die Aufgabe gestellt, Porträts der Vereinsmitglieder anzufertigen.
Eine Reihe dieser Künstlerbildnisse präsentierte Heusinger 1820 auf der AkademieAusstellung (Nr. 185) 'Sepiazeichnungen nach der Natur in Einem Rahmen.' Das
Schadow-Porträt gehört zu den Künstlerbildnissen, die sich im 'Großen Buch' des
Berlinischen Künstlervereins befinden." Bothe-Gramlich 1983, S. 57, Kat.-Nr. 28, Abb.
auf S. 56.
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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Bothe-Gramlich 1983 bilden auf S. 5 eine Daguerrotypie von Hermann Biow von 1847
ab, die Schadow 27 Jahre älter zeigt, aber auch erkennen lässt, wie wirklichkeitsnah
Heusingers Porträt ist.
Lit.: Pfefferkorn 1980, S. 6; Bothe-Gramlich 1983, S. 57, Kat.-Nr. 28, Abb. S. 56.
D15 Herr Schadow (welcher), 1822
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 631b, GHZ 95/60, 2
Sepia auf Papier, weiß gehöht, 13,9 x 20,6 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1822".
Brustbild im Dreiviertel-Profil nach rechts, den Betrachter anblickend. Vielleicht der
1822 verstorbene Sohn Johann Gottfried Schadows (vgl. die Bezeichnung "Schadow"
auf dem alten Deckblatt).
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D16 Gottfried Wilhelm Völcker (1775-1849), 1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 637c, GHZ 95/60, 8
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,5 x 10,3 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1819".
Brustbild im Profil nach links.
Lit.: Pfefferkorn 1980, S. 228, Abb. 515; Bothe-Gramlich 1983, S. 235, Kat.-Nr. 229;
Köllmann 1987, S. 76, Abb. 38
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D17 Carl Friedrich Wichmann (1775-1836), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 638b, GHZ 95/60, 10
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,7 x 10,6 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1820".
Brustbild im Dreiviertel-Profil nach rechts, den Betrachter anblickend.
Lit.: Bothe-Gramlich 1980, S. 254 f., Kat.-Nr. 255, Abb. S. 253.
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4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D18 Ludwig Wilhelm Wichmann (1788-1859), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 638c, GHZ 95/60, 11
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,8 x 10,6 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1820".
Brustbild im Profil nach links, den Betrachter anblickend.
Lit.: Bothe-Gramlich 1983, S. 255 f., Kat.-Nr. 256, Abb. S. 253.
210
4. Werkverzeichnis D Bildnisse für den Berlinischen Künstler-Verein
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D19 Karl Friedrich Zelter (1758-1832), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 640c, GHZ 95/60, 17
Sepia auf Papier, weiß gehöht. 13,4 x 10,3 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1820".
Brustbild im Profil nach links, den Betrachter anblickend.
Lit.: Bergemann 1927, S. 336 und 490, Abb. nach S. 336; Bothe-Gramlich 1983, S. 256,
Kat.-Nr. 257, Abb. S. 255. Zur Bedeutung Karl Friedrich Zelters vgl. http://de.wikipedi
a.org/wiki/Carl_Friedrich_Zelter, gelesen am 26.10.2011.
211
4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E Sonstige bürgerliche Bildnisse
Bekannte alphabetisch, Unbekannte chronologisch
keine Abbildung bekannt
E01 Henriette Baranius (1768-1853), 1794 - verschollen
Luzern, Galerie Fischer (verkauft)
Ovale Miniatur auf Elfenbein. 13,3 x 10,5 cm.
1794 in der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt. "Portrait der Madame Baranius als
Klara von Hoheneichen, nach Bardou, in Miniatur" (vgl. Börsch-Supan 1971, 1794, Nr.
108)
"Elfenbein, oval. H. 13,3 cm, B. 10,5 cm ... Halbfigur einer Schauspielerin in
schwarzem Kleid, die Hände gefaltet, das blonde Lockenhaar lang herabfallend.
(Gretchen?) Am Gürtel ein Medaillon mit Kette. Sehr feines Porträt von J. Heusinger.
1794. Verzierte Bronzeleiste." (Lepke Berlin 1909, S. 10, Nr. 100)
"Kniestück stehend, in schwarzseidenem Kleid mit langem herabfallendem Haar. Sie
spielte nicht nur am Hof Friedrich Wilhelms II. eine Rolle, sie heiratete nach dem Tod
des Königs den Kämmerer Rietz, der vorher mit der Gräfin Liechtenau verheiratet war.
Elfenbein, oval, 13 x 10 cm. 2 700.- Stammt ehemals aus der Sammlung Chaplin,
Hamburg. Versteigerung Lepke, Berlin 1909, Nr. 100. Rückseitig fälschlich als Baronin
Therese von Bodenbrook bezeichnet. (Fischer 1977, S. 40, Nr. 547)
Johann Peter Bardoú: Henriette Baranius
Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität Köln in Schloss Wahn
Einer brieflichen Auskunft der Sammlung vom 24.7.2012 an Lutz Heusinger zufolge
"eine Kopie nach einem Schabblatt".
Vgl. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Henriette_Baranius, gelesen am 6.11.2011.
Herkunft: Hamburg, Sammlung Chaplin.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9; Schidlof 1964, vol. I, S. 355.
212
4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E02 Luise Bode geb. Vahrenholz (gest. um 1841), 1830
Braunschweig, Braunschweigisches Landesmuseum, Inv.-Nr. VM 10140
Öl? auf Pappe? 32 x 25 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1830".
Beschriftung auf der Rückseite mit Tinte: "Frau Doktor Luise Bode, geb. Vahrenholz,
aus Goslar, gest. in Wolfenbüttel um 1840, 41 oder 1842, große (Wort nicht lesbar)
(deren Tochter/ (Wort nicht lesbar) / Frau Räthin Luise Hussel(?) gestorben in
demselben Hause 1851 / deren Tochter / Frau Pastor Wilhelmine Schmidt in
Halberstadt / deren Tochter / Frau Amtsrath Anne Wagner, Amesdorf(?) / deren Tochter
/ Frau Oberstleutnant Schmid, Magdeburg". Und mit Blei: "Dies Bild ist für meine
Tochter Frau Else Schmidt bestimmt".
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E03 Wilhelm Bode (1779-1854), 1828 (Foto BLB)
Braunschweig, Braunschweigisches Landesmuseum, Inv.-Nr. 2012-0034-00
Öl auf Pappe? 27,4 x 21,6 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1828.".
"Bode studierte an den Universitäten von Helmstedt und Göttingen Jura. Anschließend
war er in verschiedenen kleineren Orten des Herzogtums Braunschweig mit der
Ausführung von Verwaltungsaufgaben betraut.
Am 1. Oktober 1825 wurde Bode in Braunschweig zum Magistratsdirektor gewählt, ab
5. Dezember 1832 war er Stadtdirektor (was einem heutigen Bürgermeister gleich
kommt) und damit Amtsnachfolger von Johann Heinrich Wilmerding, der sich sehr für
Bode eingesetzt hatte. Seine Hauptaufgabe sollte darin bestehen, die Wahrung der
Rechte der Stadt Braunschweig gegenüber dem Herzogtum Braunschweig
sicherzustellen.
Am 5. September 1828 verlieh ihm die juristische Fakultät der Universität Göttingen
ehrenhalber den Titel „Dr. jur.“.
Bekannt wurde Wilhelm Bode durch seine vermittelnde Funktion nach dem Sturz
Herzog Karls II. durch die Braunschweiger Bürger im September 1830.
214
4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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Bode und der von ihm gegründeten Bürgerwehr ist es zu verdanken, dass weder
Preußen noch das Königreich Hannover mit militärischer Macht in die Krise eingriffen.
Ihm gelang es, den jüngeren Bruder Karls II., Herzog Wilhelm, nach Braunschweig zu
holen, damit dieser fortan die Regierungsgeschäfte führe.
Am 8. April 1848 trat Wilhelm Bode freiwillig von seinem Amt als Stadtdirektor
zurück. Seine Verdienste für Braunschweig lagen v. a. in der Neuorganisation der
Stadtverwaltung, der Neuordnung der städtischen Finanzen und der Reformierung des
Schul- und Gesundheitswesens. Darüber hinaus ist ihm zu verdanken, dass eine
geeignete Archivierung und Unterbringung für das städtische Schriftgut sichergestellt
wurde. Bode gilt somit auch als spiritus rector des 1861 im Zuge der 1000-Jahr-Feier
der
Stadt
Braunschweig
gegründeten
Stadtarchivs
Braunschweig."
(http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Bode_%28Magistratsdirektor%29, gelesen am
27.10.2011)
215
4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E04 Georgine Claus (1814-1900), 1836 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 1200-0216-00
Öl auf Leinwand. 43,5 x 34,8 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1836.". Beschriftung
auf der Rückseite: "Georgine Claus, später verehelichte Kriegsrevisor Bade. geb. 1814
zu Ölper gest. 1. November 1900 in Braunschweig gemalt 1836 von J. Heusinger / G.
Nr. 135".
Hüftbild nach links, in Tracht, mit einem geschlossenen Buch, auf dessen Rücken "J. G.
Claus" zu stehen scheint.
"Meinem Hausmädchen, Georgine Claus, die nun acht Jahre in meinen Diensten ist,
vermache ich, wenn Sie bis zu meinem Tode mir treu dient, das vollständige Bett,
worauf sie schläft, und 300 T, buchstäblich dreihundert Taler." So J. H. 1839 in seinem
Testament (siehe oben Kapitel 2 Texte IX).
Lit.: Hagen 1957 mit Abb.; Barnstorf 1968, S. 51, Abb. 2; Jesse 1950, Abb. auf dem
Umschlag und S. 28; Heusinger 2007, S. 2 "Georgine Claus aus Ölper".
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E05 Johann Friedrich Delbrück (1768-1830), 1810
Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Inv.-Nr. GK I 41637, Hauptbuch 9601
- verschollen
"Bez. l. u.: 'I. H. 1810.' Aquarell auf Elfenbein, 7,2 x 6,2 cm (oval). Goldene
Randfassung, viereckig mit ovalem Ausschnitt; eingefügt in ein Notizbuch mit Inschrift.
Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou - September 1940 Schloss Berlin
(Miniaturenkasten 2) Schwarzer Rock. Am 22. März 1810 von Delbrück dem Prinzen
Wilhelm (I.) zum Geburtstag geschenkt. Juli 1890 aus dem Palais Wilhelms I."
(Zerstört 2001, S. 61 mit Abb.)
Lit.: Seidel 1905, Abb. 53 (ohne Künstlerangabe); Bailleu 1908, Tafel 24; Granier 1908,
S. 151 mit Abb.; Lemberger 1909, S. 332, Nr. 33, Tafel 48 (irrtümlich als Josef Heigel);
Abb. Lemberger 1914, S. 443 f.; Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9. Die Lost ArtDatenbank in Magdeburg weist das Bild als verschollen aus:
http://www.lostart.de/Webs/DE/Datenbank/EinzelobjektSucheSimpel.html?param=EO
BJ_ID%3D404331%26SUCHE_ID%3D1658164%26_page%3D0%26_sort%3D%26_a
nchor%3Did4406, gelesen am 31.10.2011.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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keine Abb. bekannt, ersatzweise Abb. des Nachstichs U02 von Bollinger
E06 Ernst Gottfried Fischer (1754-1831), wann? - verschollen
Die Existenz der Miniatur aus dem Nachstich zu erschließen. "Dr. Ernst Gottfried
Fischer, Prof. a. d. Gymn. im grauen Kloster zu Berlin, außerord. Prof. [für Chemie] bei
der dasigen Universität, Mitgl. d. Milit.-Ober-Studien-Kommission u. d. Direction der
Kriegsschule, ordentl. Mitglied der k. Akademie d. Wissenschaften und mehrerer
andern gelehrt. Gesellsch., Ritter d. roth. Adlerord. 3. Kl.; sein Geburtsort ist
Hoheneiche bei Saalfeld in Thüringen. Er starb zu Berlin. Durch folgende Werke hat er
seinen Namen in der literarischen Welt bekannt gemacht ..." S. 92: "Sein Bildnis
[Gottfried Fischers] ist von Heusinger gezeichnet u. auf Veranstaltung mehrerer seiner
Schüler in Kupfer gestochen von Bollinger." (Schmidt 1824, Band 9, 1831, Teil 1, S. 91
f., Nr. 32)
"Eine Zeitlang war er Privatlehrer der Brüder Wilh. und Alex. von Humboldt und später
Mathematiklehrer des preußischen Kronprinzen (König Friedrich Wilhelm IV.) und
seines Bruders (Kaiser Wilhelm I.), der Kinder des unglücklichen Friedrich Wilhelm III.
und der Königin Luise." (Klemm 1930, S. 52)
Lit.: ADB 1875, Band 7 (1878), S. 62 f.; Klemm 1930, S. 51-53, 63-65 mit Abb. des
Kupferstichs von Friedrich Wilhelm Bollinger nach J. Heusinger.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E07 Hofschauspieler Gern der Ältere, wann?
Berlin, Leo Spik (verkauft)
"Miniaturbildnis des Hofschauspielers Gern d. Ä. Gouache auf Elfenbein, mit feinem
Palmettenfries, Perlstab und Randkordel. Oval, ca. 8,5 x 7 cm. Originalrahmen aus
feuervergoldeter Bronze." (Pels-Leusden 1999, S. 87) Da wohl nicht signiert (vielleicht
unter dem Rahmen?), ist die Autorschaft Heusingers, der seine Miniaturen immer
signiert hat, nicht eindeutig, wenngleich stilistisch wahrscheinlich.
Gezeigt in der Ausstellung "Kunst und Handwerk in Preußen" II, Galerie Pels-Leusden,
Berlin, 20.9. - 17.11.1999.
"HEUSINGER, JOHANN (Wolfenbüttel, Berlin 1769-1846):
1469 Hofschauspieler Gern mit kurzen grauen Haaren und dunklem Rock.
Dreiviertelprofil. Oval, a. Elfenbein. 9 x 8 cm. Einlegeblättchen mit Künstlerhinweis
und Namen des Dargestellten. R. (49208) Farbtafel 27 (500,-)." Am 8.12.2006 für 780 €
verkauft.
Lit.: Spik 2006, Los 1469 mit Abb.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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keine Abbildung bekannt
E08 Auguste Hagemann geb. Krukenberg, 1804
Jever, Hayo Volkmar - verschollen
"5. Auf Porzellan, einfarbig, oval, 6,5 mal 8,5 cm, gez. I. H. 1804, Frau des Försters
Hagemann zu Lichtenberg, geb. Krukenberg, Schwester des berühmten Dr. Peter K. in
Halle [V04 - V06], Mutter von 2 [E26, Amalie Hagemann verh. Volkmar (18231846)]". (Volkmar 1952, S. 1) Frau Hagemann war die Mutter auch von Friederike
Hagemann (vgl. E09).
keine Abbildung bekannt
E09 Friederike Hagemann, 1840
Goslar, Marie Volkmar - verschollen
"10. In Oel wie 2 [E26, "auf feinerem und dunklerem Stoff, oval, 26 mal 31 cm"],
Friederike Hagemann, Schwester von 2 [E26, Amalie Hagemann, später verheiratete
Volkmar] (1823-1846)]." (Volkmar 1952, S. 2)
Friederike und Amalie waren Töchter des Lichtenberger Försters Hagemann und seiner
Frau Auguste geb. Krukenberg (1794-1881, vgl. E08), einer Schwester des Hallenser
Arztes Peter David Krukenberg. Hayo Volkmar, Jever, besaß eine fotografische
Reproduktion des Porträts.
keine Abbildung bekannt
E10 Amalie Heyer später verh. Volkmar (1782-1837), 1804
Goslar, Marie Volkmar (Kriegsverlust)
"8. Auf Porzellan wie 5 [E08, "einfarbig, oval, 6,5 mal 8,5 cm"], gez. I. H. 1804,
Amalie Heyer, 1782-1837, Tochter von 1 [E11, Anna Maria Bernhardine Heyer geb.
Krohn (1744-1817)] und 4 [E12 und E13 , Justus Christian Heinrich Heyer (17461821), Apotheker am Hagenmarkt in Braunschweig]." (Volkmar 1952, S. 2) Hayo
Volkmar, Jever, besaß eine Kopie der Miniatur von Heusingers Hand (Kriegsverlust)
und eine fotografische Reproduktion.
keine Abbildung bekannt
E11 Anna Maria Bernhardine Heyer geb. Krohn (1744-1817), wann?
Jever, Hayo Volkmar - verschollen
"1. In Oel auf grobem braunem Stoff, 18 mal 24 cm, Frau des Hagenmarktapothekers
Heyer, Anna Maria Bernhardine, geb. Krohn, (1744-1817)." Volkmar schreibt weiter,
das Bild sei unbezeichnet, er zweifle aber nicht daran, "dass Nr. 1 [E11] von Heusinger
stammt". (Volkmar 1952, S. 1)
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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keine Abbildung bekannt
E12 Justus Christian Heinrich Heyer (1746-1821), 1815
Braunschweig, Justus Christian Heinrich Heyer (Kriegsverlust)
Wie unter E13 dargestellt, hat es in der Apotheke am Hagenmarkt in Braunschweig ein
Porträt des Apothekers Justus Christian Heinrich Heyer (1746-1821) von J. Heusinger
aus dem Jahr 1815 gegeben. Das Bild ist im 2. Weltkrieg mit der Apotheke verbrannt.
keine Abbildung bekannt
E13 Justus Christian Heinrich Heyer (1746-1821), c. 1825
Braunschweig, Hayo Volkmar - verschollen
"4. Karton wie 3 [E32, "Mattbraune Zeichnung auf Karton"], 13 mal 15 cm, gez.: I. H.
1815 -1825-, Justus Christian Heinrich Heyer, Apotheker am Hagenmarkt, 1746-1821.
Anscheinend hat Heusinger 1825 für Volkmars eine Kopie nach einem Porträt von 1815
gefertigt. Ich hörte, das Urbild hänge in der Apotheke. Andererseits wurde von mir
1938 eine Photographie unseres Bildes für das Museum in Braunschweig erbeten. Sie
wurde zu Heyers Luftballon gehängt." (Volkmar 1952, S. 1)
keine Abbildung bekannt
E14 Konrad Heyer (1778-1810), 1804
Goslar, Marie Volkmar - verschollen
"9. Auf Porzellan wie 5 [E08, "einfarbig, oval, 6,5 mal 8,5 cm, gez.: I. H. 1804"],
Professor der Chirurgie Konrad Heyer, 1788-1810, Sohn von 1 [E11, Anna Maria
Bernhardine geb. Krohn (1744-1817)] und 4 [E12 und E13, Justus Christian Heinrich
Heyer (1746-1821)]." (Volkmar 1952, S. 2) Hayo Volkmar, Jever, besaß eine
fotografische Reproduktion der Miniatur.
keine Abbildung bekannt
E15 Johanna Elisabeth Conradine Lachmann geb. Heyer (1777-1797), 1796
Goslar, Marie Volkmar - verschollen
"13. Auf Porzellan wie 5 [E08, "einfarbig, oval, 6,5 mal 8,5 cm"], Johanna Elisabeth
Conradine Heyer, 1777-1797, gemalt 1796, Tochter von 1 [E11, Anna Maria
Bernhardine Heyer geb. Krohn (1744-1817)] und 4 [E12 und E13 , Justus Christian
Heinrich Heyer (1746-1821)], 1796 verheiratet mit Pastor zu St. Andreas in
Braunschweig Carl Ludolf Friedrich Lachmann, aus dessen erster Ehe der berühmte
Philologe Karl Lachmann, 1793-1851, stammt." (Volkmar 1952, S. 2) Hayo Volkmar,
Jever, bezeichnete die Miniatur als Kriegsverlust, besaß aber eine fotografische
Reproduktion von ihr.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E16 Emilie Müller (1816-1843), 1833 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 1200-0215-00
Öl auf Malpappe. 36,6 x 31,4 cm. Bezeichnet unten links "I. H. c. 1833.".
Das Original von 1830 ist leider verschollen. Die Identifikation der Dargestellten gilt als
nicht gesichert.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E17 Carl Friedrich Pini (1761-1839), 1830
Königslutter, Lutz Eckart Pini
Sepia-Porträt. 27 x 21 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1830.".
"Carl Friedrich Pini heiratete am 25.8.1788 Luise Mitgau, Tochter des Bürgermeisters
M. … Der Sohn Ferdinand Pini wurde Finanzdirektor und Mitglied des Ministeriums in
Braunschweig. … Das Brustbild C. F. Pini's wurde anno 1830 von Joh. Heusinger in
Sepiafarbe gezeichnet. Das Original befindet sich im Besitz von Frau Martha Pini,
Braunschweig, am Ägidienmarkt 6." (Maschinengeschriebene Notiz "Carl Friedrich
Pini" von Paul Pini aus dem Jahr 1959 auf der Rückseite einer gerahmten Fotokopie des
Bildes im Besitz von Lutz Eckart Pini; Kopie im Niedersächsischen Staatsarchiv
Wolfenbüttel, 50 Slg. 110 Nr. 253 - Zug. Nr. 47/1980)
Herkunft: Braunschweig, Martha Pini.
Lit.: Heusinger 2007, S. 4 "Karl Friedrich Pini (1761-1839)".
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E18 Ferdinand Pini (1793-1851), 1834
Königslutter, Lutz Eckart Pini
Sepia(?)-Porträt, 33 x 26 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1834.".
Brustbild nach halbrechts, den Betrachter anblickend. Wohl Gegenstück zum Bildnis
der Frau aus demselben Jahr (E21).
"Carl Friedrich Ferdinand Pini wurde als ältester Sohn des Justizamtmanns (späteren
Justizrats) Carl Friedrich Pini in Gandersheim geboren am 24.9.1793. Seine Mutter
Luise Mitgau war eine Tochter des Bürgermeisters Mitgau in Schöningen. Ferdinand
Pini heiratete (als Kreisgerichtsaktuar in Schöppenstedt) am 11.3.1819 seine Base
Friederike Sophie Warnecke, Tochter des Superintendenten Warnecke (später Dr. theol.
h. c. der Universität Göttingen). Er wurde dann Polizeidirektor in Braunschweig und
zuletzt als Finanzdirektor Mitglied des Braunschweiger Ministeriums. Er starb 10 Jahre
nach seiner Frau, die er am 16.6.1841 verloren hatte, in Braunschweig am
'Nervenschlage' (11.12.1851). Aus der Ehe stammen 8 Kinder: 6 Söhne und 2
Töchter! … Ein anderes Brustbild von Ferdinand Pini wurde anno 1834 von Joh.
Heusinger gezeichnet. Das Original war dem Braunschweigischen Finanzministerium
leihweise überlassen worden und hing bis zum Oktober 1944 im Dienstzimmer des
Finanzministers. Seitdem ist dieses Bild verschwunden, vermutlich beim Brande nach
dem Luftangriff vom 15.10.1944 vernichtet!" (Maschinengeschriebene Notiz "Carl
Friedrich Ferdinand Pini" von Paul Pini aus dem Jahr 1959 auf der Rückseite einer
gerahmten Fotokopie des Bildes im Besitz von Lutz Eckart Pini; Kopie im
Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel, 50 Slg. 110 Nr. 253 - Zug. Nr. 47/1980)
Herkunft: Familienbesitz Pini. Lit.: Mitgau 1948, S. 227, S. 417 und Abb. VIa.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E19 Ferdinand Pini (1793-1851), 1835 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 1200-0230-00
Sepia auf Pergament. 31,4 x 25,2 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. 1835.".
Brustbild nach halblinks, den Betrachter anblickend. Der Dargestellte zu identifizieren
mit Hilfe der Kopie des Bildes (E20).
"Das umstehende Bild [Ferdinand Pinis] ist eine Photokopie des Originals, das Joh.
Heusinger 1835 mit Sepiafarbe gezeichnet hat. Das Original befindet sich im Besitze
von Frau Martha Pini, Braunschweig, am Aegidienmarkt 6." (Maschinengeschriebene
Notiz von Paul Pini aus dem Jahr 1959 auf der Rückseite einer gerahmten Fotokopie
des Bildes E18 im Besitz von Lutz Eckart Pini; Kopie im Niedersächsischen
Staatsarchiv Wolfenbüttel, 50 Slg. 110 Nr. 253 - Zug. Nr. 47/1980)
Herkunft: Braunschweig, Martha Pini.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E20 Ferdinand Pini (1793-1851), 1835
Königslutter, Lutz Eckart Pini
Porträt-Miniatur in Sepia. 31 x 25 cm. Bezeichnet unten rechts "I. H. c. 1835." (die
Bezeichnung offensichtlich nachträglich eingefügt).
Kopie des Bildes E19 im Städtischen Museum Braunschweig.
Herkunft: Familienbesitz Pini.
Lit.: Heusinger 2007, S. 4 "Ferdinand Pini (1793-1851)".
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E21 Friederike Sophie Pini geb. Warnecke (1793-1841), 1834
Königslutter, Lutz Eckart Pini
Sepia(?)-Porträt. 33 x 26 cm. Bezeichnet "J. H. 1834.".
Brustbild nach halblinks, den Betrachter anblickend. Wohl Gegenstück zum Bildnis
ihres Mannes aus demselben Jahr (E18).
Friederike Sophie Warnecke war eine offenbar enge Freundin der Familie von Anna
Heusinger geb. Billep und Conrad Heusinger. Johann Heusinger hat sie als solche 1808
in seinem Bilde der Familie seines Bruders (E02) dargestellt.
Zwei weitere Porträtminiaturen Johann Heusingers, die Sophie Warnecke 1807 bzw.
1808 darstellen, befinden sich im Museum im Schloss in Wolfenbüttel (E33) bzw. in
Königslutter bei Lutz Eckart Pini (E34).
Herkunft: Familienbesitz Pini.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E22 Adelheid von Reede, verheiratete von Perponche (?), um 1810
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
Sepia auf Papier. Oval. Bild 12 x 9 cm. Rahmen 18 x 14,5 cm. Bezeichnung wohl vom
Passpartout verdeckt.
Brustbild im Profil nach links, den Betrachter anblickend. Das Haar kunstvoll nach
oben gewickelt, mit einer Locke an der Seite. Über die Dargestellte konnte bisher leider
nichts ermittelt werden.
Auf der Rückseite: "Adelheid v. Reede, jetzt ... v. Perponche.
Herkunft: Calvörde, Waldemar Hille.
228
4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E23 Amalie Sebald, Beethovens "unsterbliche Geliebte", 1809? - verschollen
Porträtminiatur. Maße? Bezeichnet?
Ada Guntrum-Heusinger in Oppenheim besitzt die hier abgebildete fotografische
Reproduktion einer verschollenen Miniatur (etwa 7,5 x 5,5 cm) laut einer rückseitigen
Beschriftung neueren Datums "Amalie Sebald, Beethovens 'unsterbliche Geliebte',
gemalt von Joh. Heusinger 1809". Lutz Heusinger in Marburg besitzt einen
Zeitungsausschnitt mit einer gedruckte Wiedergabe der Fotografie und der
Bildunterschrift "Amalie Sebald / Bildnisminiatur von Johann Heusinger. 1814". Der
Ausschnitt stammt laut Kopfzeile aus einer (wohl um 1930 erschienenen) Zeitschrift
"Illustrierte Rundschau", die leider noch nicht ermittelt werden konnte. Um die bis 1927
in Hamburg erschienene "Illustrierte Rundschau" handelt es sich jedenfalls nicht.
Dass Amalie Sebald nicht Beethovens unsterbliche Geliebte gewesen ist, darf längst als
gesicherte Erkenntnis gelten. (Weltsch 1954) Trotzdem wäre es interessant, die
Umstände zu kennen, unter denen Heusingers Miniatur 1809 oder 1814 entstanden ist.
Lit.: Heusinger 1973, S. 1, III, 3
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E24 Antoinette Uhde geb. Harsleben (1786-1838), 1808
Wolfenbüttel, Susanne Hoffmann - verschollen
Rechteckige Sepia-Zeichnung. Maße? Bezeichnet?
Brustbild im Profil nach links, 1808 als Braut. Rückseite: "Liebe war ihr Leben, drum
folgt ihr Liebe übers Grab." Der sehr kundige und akkurate Mitgau schreibt: "SepiaZeichnung von Joh. Heusinger".
Lit.: Mitgau 1948, S. 417. Tafel VId.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E25 Friedrich W. Uhde (1781-1851), 1813/14
Braunschweig, Carl Hoffmann - verschollen
Rechteckige Sepia-Zeichnung. Maße? Unbezeichnet?
Forstmeister zu Königslutter, als Freiwilliger der Lützow-Jäger 1813/14. Brustbild nach
links, den Betrachter anblickend.
Mitgau 1948, S. 417: "Sepia-Zeichnung (v. J. Heusinger?)".
Auf eine Verbindung zwischen Johann Heusinger und der Familie Uhde lässt sich
schließen, weil Heusingers Selbstbildnis mit Brille und Pelzkragen (A08) im
Braunschweigischen Landesmuseum aus der Familie Uhde kommt, ein Geschenk der
Erben einer Frau Emma Uhde geb. von Schwartzkoppen, Witwe Constantin Uhdes, ist.
Die beiden Sepia-Zeichnungen von Friedrich Wilhelm III. (F05) und Königin Luise
(F06) im Städtischen Museum in Braunschweig stammen aus dem Besitz von
Constantin Uhde. Uhde war ein angesehener Braunschweiger Architekt. Die TUBibliothek Braunschweig hat seines 100. Todestags 2005 in einer Ausstellung gedacht:
http://www.biblio.tu-bs.de/ausstellungen/uhde/uhde.pdf, gelesen am 26.10.2011.
Lit.: Mitgau 1948, S. 270, S. 417, Tafel VIb.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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keine Abbildung bekannt
E26 Amalie Volkmar geb. Hagemann (1823-1846), um 1840
Jever, Hayo Volkmar - verschollen
"2. In Oel auf feinerem und dunklerem Stoff, oval, 26 mal 31 cm, Amalie Hagemann,
später Frau des Oberlehrers Wilhelm Volkmar (1823-1846)." (Volkmar 1952, S. 1)
keine Abbildung bekannt
E27 Amalie Volkmar geb. Heyer (1782-1837), wann?
Goslar, Marie Volkmar - verschollen
"12. Karton wie 3 [E32, "Mattbraune Zeichnung auf Karton, 26 mal 35 cm"], die
verwitwete Frau 'Hofrätin' Volkmar, dieselbe wie Nr. 8 [E10, Amalie Heyer (17821837)], I. H. 1834." (Volkmar 1952, S. 2) Hayo Volkmar, Jever, besaß eine
fotografische Reproduktion des Porträts.
keine Abbildung bekannt
E28 Karl Volkmar (1812-1886), um 1822
Williamsport, PA, USA, Fred W. Mankey, 833 Third Avenue, - verschollen
"14. Ein Knabenbild von Karl Volkmar, 1812-1886, Bruder von 3 [E32, Wilhelm
Volkmar (1813-1890)] und 11 [E31, Rudolph Volkmar (1815-1880)]. Das Bild stammt
von Heusinger. Näheres ist mir nicht bekannt. Ich glaube, dass Mankey noch andere
Originale von Heusinger besitzt." (Volkmar 1952, S. 2)
Karl Volkmar ist der Sohn des 1815 verstorbenen Hofrats Dr. Volkmar und seiner Frau
Amalie geb. Heyer (1782-1837, E10 und E27).
Zwei in Marburg bei Lutz Heusinger erhaltene Briefe Fred W. Mankeys, eines Vetters
von Hayo Volkmar, aus dem Jahr 1952 enthalten viele genealogische Hinweise, jedoch
keine auf Bilder Johann Heusingers.
keine Abbildung bekannt
E29 Luise Volkmar geb. Meyer (1753-1818), 1814
Goslar, Marie Volkmar (Kriegsverlust)
"7. wie 6 [E30, "Miniatur auf Elfenbein, oval, farbig, I. H. 1814"], Frau Louise
Volkmar, geb. Meyer, Frau von 6 [E30, Philipp Christoph Gustav Volkmar,
Berghauptmann zu Braunschweig (1743-1817)], 1753-1818. Bild 6 [E30] und 7 [E29]
sind auf schräg geschnittene - daher ovale - Elfenbeinscheiben sehr minutiös gemalt."
(Volkmar 1952, S. 2) Hayo Volkmar, Jever, besaß eine Kopie der Miniatur von
Heusingers Hand (Kriegsverlust) und eine fotografische Reproduktion.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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keine Abbildung bekannt
E30 Philipp Christoph Gustav Volkmar (1743-1817), 1814
Goslar, Marie Volkmar (Kriegsverlust)
"6. Miniatur auf Elfenbein, oval, farbig, I. H. 1814, Philipp Christoph Gustav Volkmar,
Berghauptmann zu Braunschweig, 1743-1817." (Volkmar 1952, S. 2) Hayo Volkmar,
Jever, besaß eine Kopie der Miniatur von Heusingers Hand (Kriegsverlust) und eine
fotografische Reproduktion.
keine Abbildung bekannt
E31 Rudolph Volkmar (1815-1880), 1832
Goslar, Marie Volkmar - verschollen
"11. Karton wie 3 [E32, "Mattbraune Zeichnung auf Karton, 26 mal 35 cm"], Rudolph
Volkmar [1815-1880], Bruder von 3 [E32, Wilhelm Volkmar (1813-1890) und Karl
Volkmar (E28, 1812-1886)], 1815-1880." (Volkmar 1952. S. 2) Hayo Volkmar, Jever,
besaß eine fotografische Reproduktion des Porträts.
keine Abbildung bekannt
E32 Wilhelm Volkmar (1813-1890), 1832
Jever, Hayo Volkmar - verschollen
"3. Mattbraune Zeichnung auf Karton, 26 mal 35 cm, signiert: I. H. 1832, Wilhelm
Volkmar, Sohn des 1815 verstorbenen Hofrates Dr. V., 1813-1890)" [und seiner Frau
Amalie geb. Heyer (1782-1837, vgl. E10 und E27)]. (Volkmar 1952, S. 1)
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E33 Friederike Sophie Warnecke (1793-1841), 1807
Wolfenbüttel, Museum im Schloss, Inv.-Nr. Z 4540
Runde Sepia auf Papier. Durchmesser 11,2 cm (ohne den zugehörigen feuervergoldeten
Bronzerahmen). Bezeichnet rechts unten "J. H. 1807". Im Museum bisher als
"Unbekanntes Mädchen" geführt.
"Die Dargestellte ist in knapper Halbfigur gemalt, ihr rechter Arm ruht auf einer
halbhohen Säule. Sie trägt ein kurzärmeliges, unter der Brust geschnürtes Empirekleid
mit gestreiftem Brusttuch. Das glatte braune Haar ist streng nach hinten frisiert, in der
Mitte gescheitelt und oben auf dem Hinterkopf mit einem Kämmchen verziert." (Text
der Inventarkarte des Museums).
Die Dargestellte ist als Friederike Sophie Warnecke zu identifizieren, die auch in der
Porträtminiatur im Besitz Lutz Eckart Pinis in Königslutter von 1808 (E34) und dem
Familienbild Conrad Heusinger aus demselben Jahr (B01) dargestellt ist (vgl. auch E18
und E21). Zu ihrer Herkunft: Carl Friedrich Pini (E17) (1761-1839) und Luise Mitgau
heiraten 1788 im Rautheimer Haus von Carl Friedrichs Schwester Friederike Pini und
ihrem Mann, Pastor Warneke, später Superintendent in Seesen und Dr. theol h. c. der
Universität Göttingen.
Carl Friedrich Pini und Luise Mitgau zeugen u. a. Ferdinand Pini (E15 - E20).
Friederike Pini und Pastor Warnecke zeugen u. a. Friederike Sophie Warnecke.
Ferdinand Pini und Friederike Sophie Warnecke heiraten 1819. Ferdinand Pini wird
Polizeidirektor und später Finanzdirektor in Braunschweig.
Herkunft: Wien, Leo Schidlof; 1992 erworben von Gertrud Rudigier, Arcostr. 1, 8000
München, ausgestellt während der Kunst- und Antiquitätenmesse in HannoverHerrenhausen. Lit.: Mitgau 1948, S. 190; Tils 1992; Heusinger 2007, S. 7 "Unbekannt,
Brustbild eines jungen Mädchens".
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E34 Friederike Sophie Warnecke (1793-1841), 1808 (Foto LEP)
Königslutter, Lutz Eckart Pini
Ovale, an allen vier Seite begradigte Porträtminiatur in Sepia. 13 x 10 cm. Unten auf
dem Passepartout bezeichnet "I. H. 1808.".
Halbfigur nach links, den Betrachter anblickend, mit Ausblick in eine sommerliche
Landschaft und auf rahmende Zweige. Die Dargestellte trägt vermutlich dasselbe Kleid
wie im Bild der Familie Conrad Heusinger aus demselben Jahr 1808. Beide Bilder
dürften während Johann Heusingers regelmäßigen sommerlichen Besuchen im
Braunschweiger Hause seines Bruders Conrad entstanden sein. Zur Person vgl. E15,
E18 und E21.
Herkunft: Familienbesitz Pini.
Lit.: Mitgau 1948, S. 190.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E35 Friedrich August Wolf (1759-1824), 1819
Berlin, Kupferstichkabinett, Sammlung der Zeichnungen, SZ Heusinger 1
Sepia-Zeichnung. 13,3 x 9,8 cm. Bezeichnet unten links "J. H. 1819.". Auf alte Pappe
der Berliner Nationalgalerie aufgeklebt.
Brustbild nach links, den Betrachter anblickend. Laut Beschriftungszettel im Karton:
"Friedrich August Wolf, Philolog, 1819, Sepia".
Herkunft: Berlin, Nationalgalerie.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9. Zur Person: http://de.wikipedia.org/wiki/Frie
drich_August_Wolf, gelesen am 2.11.2011.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E36 Charlotte Justine Wolff geb. Carpzow (1757-1833), 1829
Wolfenbüttel, Museum im Schloss, Inv.-Nr. Z 4167
Sepia auf Papier, mit Weiß gehöht. 26,8 x 21 cm, Rahmen 33,4 x 27,4 cm. Bezeichnet
unten rechts "J. H. 1829.".
"In Goldrahmen verglast. Auf Rückseite beschriftet: Charlotte Justine Wolff geb.
Carpzow, Ehefrau des Kirchenraths und Dompredigers Johann Wilhelm Gottlieb Wolff
zu Braunschweig, geb. 11. November 1757 Helmstedt, getauft daselbst 13. November
1757, Tochter des Benedict Carpzow, Theol. D. et P. P. P. und der Hedwig Christine
Charlotte geb. Topp (getraut 28. Mai 1776 zu Helmstedt), gest. 5. Febr. 1833 abends 9
Uhr zu Braunschweig". (Text der 1. Inventarkarte des Museums). "Brustbild leicht nach
rechts, Haube und Kragen mit Spitzenkanten." (Text der 2. Inventarkarte des Museums).
Zweite, auf den Inventarkarten nicht transkribierte Beschriftung auf der Rückseite:
"nach dem Trauregister 1776: Johann Benedict Carpzow, erster Prälat und Abt in
Königslutter, der heiligen Schrift Doctor, Prof. der Theologie und der griechischen
Sprache an der Universität Helmstedt."
Herkunft: ("aus dem Nachlass von") Hermann und Marie Mengen, Rosenwall 5,
Wolfenbüttel.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E37 Unbekannter Mann, 1796
Marburg, Lutz Heusinger
Sepia über Blei auf Papier. 7,6 x 5,6 cm. Bezeichnet am Rande rechts "IH. 1796.".
"Brustbild im Profil nach links. In großem Rock mit breitem Kragen und Rüsche und
Zopfperücke." (Heusinger 2007, S. 7 "Unbekannt, Brustbild eines Herren im Profil nach
links")
Auf der Rückseite ein Zettel von Bruno Heusingers Hand: "Sepiaminiatur v. Johann
Heusinger. Der Dargestellte unbekannt. Aus dem Nachlass von Karl Steinacker."
Außerdem ein runder Aufkleber mit der in Tinte geschriebenen Nummer "44".
Heusinger 1973, S. 1, IV, 1 schreibt dazu: "Eschenburg?"
keine Abbildung bekannt
E38 Unbekannter älterer Herr, 1800
Köln, J. M. Heberle (H. Lempertz' Söhne) (verkauft)
Elfenbein, 8 x 6 cm. Bezeichnet "J. H. 1800".
"Brustbild eines älteren Herrn in schwarzem, mit Orden geschmücktem Rock und
weißer Weste". (Heberle Köln 1905, S. 10 Nr. 100)
Herkunft: Hamburg, Sammlung Albert Jaffé.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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keine Abbildung bekannt
E39 Unbekanntes Mädchen, 1800 - verschollen
Hannover, Frau R. Sander - verschollen
"Sepia auf Elfenbein. Oval. 10,8 x 8,8. – Bez.: J. H. 1800."
"Brustbild eines jungen Mädchens. Nach links, in leicht gemustertem Kleid mit kurzen
Ärmeln und dunklem Schal." (Brinkmann 1918, S.104, Nr. 555)
Lit.: Thieme-Becker 17, 1924, S. 9; Schidlof 1964, vol. I, S. 355.
E40 Unbekannte junge Dame mit Halskrause und Perlenohrring, 1815
Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum, Inv.-Nr. GG Min 28
Aquarell und Gouache auf Elfenbein. 7,4 x 5,9 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1815".
"Die Porträtierte wird dem Betrachter nahezu im Profil präsentiert, wodurch der
reizvolle Kontrast zwischen den feinen Gesichtskonturen und dem schweren
geflochtenen Haarkranz am Hinterkopf deutlich zutage tritt ..." (Werner 2010, Kat.-Nr.
37, S. 92 f.)
Herkunft: Braunschweig, Nachlass Karl Steinacker 1946.
Lit.: Werner 2010, Kat.-Nr. 37, S. 92 f. mit ausführlicher Beschreibung und Abb.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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keine Abbildung bekannt
E41 Unbekannter Achter-Husar, 1815 - verschollen
Tinz Kreis Breslau, Gabriele von Ruffer - verschollen
Miniatur. Bezeichnet "I. H. f. 1815".
"Brustbild eines jungen Achter-Husaren, bezeichnet I. H. f. 1815. Besitzerin Frau
Gabriele von Ruffer, geborene Gräfin Henckel von Donnersmarck, Tinz, Kreis Breslau.
Ausgestellt auf der Breslauer Jahrhundert-Ausstellung. (Lemberger 1914, S. 444)
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
E42 Unbekanntes Paar, 1816
Braunschweig, Braunschweigisches Landesmuseum, Inv.-Nr. LMB 18236
Aquarell und Gouache auf Elfenbein. 12,8 x 9,2 cm. Bezeichnet "I. H. 1816".
Herkunft: Einem Briefwechsel im Besitz von Lutz Heusinger, Marburg, zufolge hat ein
Kurt Hartmann, Braunschweig, Charlottenstr. 1, 1972 dem Landesmuseum zwei
Miniaturen Johann Heusingers angeboten, die Verwandte eines Prof. Laudahn darstellen
sollen. Der damalige Direktor des Museums Dr. Hagen schrieb jedoch an Bruno
Heusinger, das Museum habe kein Geld für Ankäufe. Tatsächlich aber hat das Museum
dieses Miniaturporträt am 2.8.1972 von einer Frau Hartmann geb. Isensee erworben.
Lit.: Bessin-Lang 2001, S. 1576, Abb. 1.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E43 Unbekannter junger Mann, 1817
Marburg, Lutz Heusinger
Ovale Porträtminiatur, Wasserfarben auf Papier. 7,6 x 5,9 cm. Bezeichnet unten links "I.
H. 1817.". Farben leider zum Teil verwischt.
Heusinger 1973, S. 1, IV: "In meinem Besitz befinden sich ... 6) eine z. T. verwischte
Miniatur eines jungen Mannes. Oval 71/2 x 6, 1817".
Herkunft: Celle, Bruno Heusinger.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E44 Unbekannte Dame, 1818
Wolfenbüttel, Museum im Schloss, Inv.-Nr. Z 3078
Wasserlösliche Farben auf Bein. Maße: 10,2 x 7,5 cm. Bezeichnet (rechts außen Mitte)
mit "I. H. 1818.".
"Das kleinformatige Porträt zeigt eine junge Dame mit Flechtfrisur und Schillerlocken.
Ihr schwarzes Kleid schmückt ein Tüllspitzenkragen. Sie trägt eine doppelreihige
silberne Erbskette sowie eine blütenförmige Brosche. In ihrer linken Hand hält sie ein
Buch, die rechte ist dem Gesicht zugewandt." (Text der 1. Inventarkarte des Museums).
2. Inventarkarte: "Miniatur. Portrait einer jungen Dame im schwarzen Empirekleid.
Technik: Malerei auf Elfenbein, Zierrahmen Glanzvergoldung, verglast. Künstler: I. M.
1818 (sic!) bezeichnet Mitte rechts: Johann Heusinger, geb. 1769 in Wolfenbüttel, gest.
1846 in Braunschweig. Zeichenlehrer des Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV und seines
Bruders, des Prinzen Wilhelm, des späteren Kaisers. Maß: Länge: 10,2 cm, Breite: 8,3
cm. Datierung 1818."
Die Dargestellte könnte Anna Sophie Henriette Schulz, geborene Heusinger, sein (vgl.
B01), die dieselbe Kette zu tragen scheint.
Herkunft: Braunschweig, Kurt Hartmann. Von ihm am 21.10.1981 für 3.000 DM
erworben, gerahmt 1999 durch Heike Billerbeck.
Lit.: Heusinger 1973, S. 2, V, Nr. 3 vermutete mehrere Miniaturen Johann Heusingers
im Besitz von Kurt Hartmann.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E45 Unbekannte junge Frau, 1818
Braunschweig, Christian von Heusinger
Aquarellmalerei und Sepia (Mischtechnik) auf Elfenbein. 5,5 x 7,8 cm. Bezeichnet "J.
H. 1818.". In originaler Rahmung unter Glas.
"Brustbild eines jungen Mädchens, nach links (Anna Heusinger?) mit braunem Haar
und über den Ohren gedrehten Locken in weiß und blau getüpfeltem Kleid mit goldener
Brosche am Ausschnitt." (Heusinger 2007, S. 6 "Unbekannt, Brustbild eines jungen
Mädchens")
Bei der Dargestellten handelt es sich, zieht man zum Vergleich die gleichzeitigen
gesicherten Porträtminiaturen B25 und B26 heran, wohl nicht um Anna Sophie
Henriette Heusinger, die 1799 geborene jüngste Tochter von Conrad und Anna
Heusinger.
Herkunft: Braunschweig, Klittich-Pfankuch.
Lit.: Klittich-Pfankuch 1998, Kat.-Nr. 67, für 1.500 DM angeboten.
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4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E46 Unbekanntes Mädchen mit Handschuhen, 1818
Braunschweig, Braunschweigisches Landesmuseum, Inv.-Nr. 19241
Aquarell und Gouache auf Papier? 7,5 x ? cm. Bezeichnet "I. H. 1818.".
Die Beschriftung "Johann Heusinger / geb. 1769 in Wolfenbüttel / gest. 1846 In
Braunschweig" auf einem rückseitig aufgeklebten Zettel scheint von derselben Hand
wie die gleichlautende auf der Porträtminiatur eines unbekannten Mädchens (E45) im
Besitz von Christian von Heusinger.
Herkunft: Einem Briefwechsel im Besitz von Lutz Heusinger zufolge hat ein Kurt
Hartmann, Braunschweig, Charlottenstr. 1, 1972 dem Landesmuseum zwei Miniaturen
Johann Heusingers angeboten, die Verwandte eines Prof. Laudahn darstellen sollen. Der
damalige Direktor des Museums, Dr. Hagen, schrieb jedoch an Bruno Heusinger, das
Museum habe kein Geld für Ankäufe. Die Provenienz dieser Miniatur ist jedoch
unbekannt (vgl. aber E42).
244
4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E47 Unbekannte Frau in städtischer Tracht, 1827 (Foto GH)
Halberstadt, Gleimhaus, Inv.-Nr. P3 unbekannt W 1827
Sepiazeichnung auf Pergament. 24 x 19,3 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1827.".
Alte Katalognummer VI b 55 155, Standort A3. Brustbild.
Herkunft: "alter Bestand, Einlieferungsdatum 25.4.[19]55". (Gleimhaus-Inventarkarte
1955)
245
4. Werkverzeichnis E Sonstige bürgerliche Bildnisse
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E48 Unbekanntes Mädchen in städtischer Tracht, 1829 (Foto GH)
Halberstadt, Gleimhaus, Inv.-Nr. P3 unbekannt W 1829
Sepiazeichnung auf Pergament, 22,5 x 18 cm. Bezeichnet unten links "I. H. c. 1829".
Das Original, das als Vorlage gedient hat, verschollen.
Alte Katalognummer VI b 55 156, Standort A3.
Herkunft: "alter Bestand, Einlieferungsdatum 25.4.[19]55". (Gleimhaus-Inventarkarte
1955).
246
4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F Galerie-Kopien
nach Standort
keine Abbildung bekannt
F01 Chronos schützt die Religion, 1799
Berlin, Amsler & Ruth (verkauft)
"Heusinger, J., Chronos schützt die weibliche allegorische Gestalt der Religion vor den
Feinden, Sepia. Bez. u. dat. 1799, 98 x 58 cm. Amsler & Ruth. 5./7.VI. Nr. 277, M 21".
Lit.: Kunstblätterpreise 1912, S. 186.
F02 Bacchus (junger Kastagnettenschläger), 1797
Berlin, Kupferstichkabinett, Deutsche Zeichnungen 2. Garnitur, Nr. 10482
Pinsel in Braun. Oval. 13,9 x 10,6 cm. Bezeichnet am Rande rechts "I. H. Mart: 1797.".
Von vorn gesehen, Kopf nach links geneigt. Die Vorlage bisher nicht identifiziert.
Vielleicht der "Bachus" (sic!), den Heusinger 1797 in der Berliner AkademieAusstellung gezeigt hat (vgl. Börsch-Supan 1971, 1797, Nr. 160)?
Herkunft: Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Diplomat und Postdirektor in Bayern
und Berlin (Lugt 1921/1956, Nr. 2529). Erworben 1835.
Lit.: Bock 1921, I, S. 189.
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F03 Drohender Amor, 1797
Berlin, Kupferstichkabinett, Deutsche Zeichnungen, 2. Garnitur, Nr. 10483
Pinsel in Sepia. Oval. 13 x 10 cm. Bezeichnet am Rande unten rechts "I. H. April.
1797".
Vielleicht der "Amor", den Heusinger in der Akademie-Ausstellung 1797 gezeigt hat
(vgl. Börsch-Supan 1971, 1797, Nr. 161)?
Nach Etienne-Maurice Falconets "L'amour menaçant" (der drohende Amor) von 1757
(eines der vielen Exemplare, Marmor, etwa 90 cm hoch, im
Rijksmuseum in Amsterdam, BK-1963-101. Inschrift: "Qui
que tu sois, voicy ton maitre il l'est, le fut, ou le doit être").
Amor zieht heimlich einen Pfeil aus dem Köcher und
ermahnt den Betrachter, ihn nicht zu verraten.
Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Etienne-Maurice_Falconet,
gelesen am 1.6.2012.
Herkunft: Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Diplomat
und Postdirektor in Bayern und Berlin (Lugt 1921/1956, Nr.
2529). Erworben 1835.
Lit.: Bock 1921, I, S. 189.
248
4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F04 Maria mit Kind, 1817 (Foto CvH)
Braunschweig, Christian von Heusinger
Sepia auf Papier, oben abgerundet, 33 x 17,5 cm. Bezeichnet unten links "J. H. 1817.".
"Maria mit Kind stehend auf einer achteckigen Konsole mit Kleeblattschmuck".
(Heusinger 2007, S. 8 "Maria mit Kind") Die Vorlage bisher nicht identifiziert.
Abb. siehe F06 links
F05 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840), 1822
Braunschweig, Städtisches Museum, ohne Inv.-Nr.
Ovale Sepia-Zeichnung. 14 x 11 cm. Bezeichnet "I. H. 1822".
Beschriftung auf dem Passepartout "Friedrich Wilh. III. / König von
Preußen (geb. 3. Aug. 1770 / gest. 7. Juni 1840) / getuscht von Joh.
Heusinger (geb. 1769 zu Wolfenbüttel, gest. 1869 zu Braunschweig)"
und unten links "Geschenk des Herrn Const. Uhde".
Zeichnung nach der Büste "Friedrich Wilhelm III." (Modell 1815,
Marmor 1818) von Christian Daniel Rauch (Simson 1996, Kat. 50.1
mit Abb.) "Zu Büsten Rauchs hatte er 1822 anläßlich einer
Versammlung bei Rauch 20 Zeichnungen fertiggestellt." (BotheGramlich 1983, S. 253)
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F06 Königin Luise von Preußen (1776-1810), 1822
Braunschweig, Städtisches Museum, ohne Inv.-Nr.
Ovale Sepia-Zeichnung. 14 x 11 cm. Bezeichnet links "I. H. 1822".
Beschriftung auf dem Passepartout "Louise / Königin von Preußen (geb. 10. März 1776
/ gest. 19. Juli 1810) / getuscht von Joh. Heusinger (geb. 1769 zu Wolfenbüttel, gest.
1869 zu Braunschweig)" und unten links "Geschenk des Herrn Const. Uhde."
Zeichnung nach der Büste "Königin Luise mit Schleier und
Diadem" (1816) von Christian Daniel Rauch. (Simson 1996, Kat. 66
mit Abb.)
"Zu Büsten Rauchs hatte er 1822 anläßlich einer Versammlung bei
Rauch 20 Zeichnungen fertiggestellt." (Bothe-Gramlich 1983,
S. 253)
250
4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F07 Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), 1821
Braunschweig, Städtisches Museum, ohne Inv.-Nr.
Sepia-Zeichnung. 17 x 12,5 cm. Bezeichnet unten links "I. H. 1821.".
Nachzeichnung der Büste Karl Friedrich Schinkels (1805) von
Christian Friedrich Tieck in der Berliner Alten Nationalgalerie.
(Krenzlin 1990, S. 35, Abb. 191) Beschriftung auf der Rückseite:
"Schinkel / Büste v ... / Sepiazeichnung von / J. Heusinger."
Abb. aus http://www.flickr.com/photos/misha1138/5489027551/,
gelesen am 26.10.2011
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F08 Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), 1822
Braunschweig, Städtisches Museum, ohne Inv.-Nr.
Sepia-Zeichnung. 14,6 x 11,5 cm. Bezeichnet rechts "I. H. 1822.".
Nachzeichnung der Büste Johann Wolfgang von Goethes (1820)
von Christian Daniel Rauch. (Simson 1996, Kat.-Nr. 100) "Zu
Büsten Rauchs hatte er 1822 anläßlich einer Versammlung bei
Rauch 20 Zeichnungen fertiggestellt." (Bothe-Gramlich 1983, S.
253)
Abb. aus http://www.amazon.de/Kunstreproduktion-ChristianDaniel-Goethe-B%C3%BCste-Ch-D-Rauch/dp/B003QGHKAS,
gelesen am 26.10.2011
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F09 Madonna della Sedia, 1837 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 1200-0196-00
Öl auf Leinwand. 51 x 51 cm. Bezeichnet auf dem Passepartout unten rechts "I. H.
1837.".
Letztlich nach Raffaels Madonna della Sedia (1512-1514) im Palazzo Pitti in Florenz.
Abb. aus http://www.abcgallery.com/R/raphael/raphael42.html,
gelesen am 11.1.2012
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F10 Madonna dei Candelabri, 1837 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 1200-0197-00
Öl auf Leinwand. 51 x 51 cm. Bezeichnet auf dem Passepartout unten rechts "I. H. c.
1837.".
Letztlich nach Raffaels Madonna dei Candelabri von 1513-14 in der Walters Art
Collection in Baltimore.
Abb. aus http://it.wikipedia.org/wiki/Madonna_dei
_Candelabri, gelesen am 26.10.2011
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F11 Heilige Familie mit hl. Hieronymus (Der Tag), 1839
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 1200-0198-00
Öl auf Leinwand. 106,5 x 74 cm. Bezeichnet unten links "I. H. c. 1839.".
Letztlich nach Correggios Heiliger Familie mit hl. Hieronymus (Der Tag) in der
Galleria Nazionale in Parma.
Abb. aus http://www.frammentiarte.it/dal%20Gotico/Correggio%20
opere/45%20il%20giorno.htm, gelesen am 26.10.2011
255
4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F12 Beweinung Christi, 1803 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II 40379, Aqu.slg 1282n
Sepia-Zeichnung auf Papier. 77,3 x 58,1 cm. Bezeichnet unten rechts "J. Heusinger.
1803". Schinkel-Rahmen.
Nach Anthonis van Dycks Beweinung Christi (1627/1632), vormals in der Berliner
Gemäldegalerie, Inv.-Nr. 778, Kriegsverlust (vgl. Michaelis 1995, S. 28 mit Abb.).
Abb. aus: http://www.malerei-meisterwerke.de/bilder/antho
nis-van-dyck-beweinung-christi-02723.html, gelesen am
26.10.2011
Lit.: Hoffmann 1971, S. 19. Hoffmann 1985, S. 30 Fotografie
der Hängung.
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F13 Heilige Johanna, 1817 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II 40380, Aqu.slg 1282k
Sepia auf Papier. 40,6 x 33,4 cm. Bezeichnet unten links "J. Heusinger. 1817.".
Schinkel-Rahmen.
Die Vorlage bisher nicht identifiziert.
Lit.: Hoffmann 1985, S. 28, Fotografie der Hängung S. 30.
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F14 Kopf der Niobe von vorn, 1801 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II 40381, Aqu.slg 1282l
Sepia auf Papier. 43 x 35,6 cm. Bezeichnet auf dem Passepartout unten links "J.
Heusinger", unten rechts "1811".
1812 in der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt (vgl. Börsch-Supan 1971, 1812, Nr.
209?).
Kopie letztlich nach dem Original in Brocklesby Park, Slg.
Yarborough. Abb. nach dem ergänzten Abguss der
Universität Göttingen:
http://www.europeana.eu/portal/record/09428/44D3081DEBC
A7080A11730D94808D402DDB08816.html, gelesen am
3.1.2012
Lit.: Hoffmann 1971, S. 18, und Hoffmann 1985, S. 28, geben
als Entstehungsdatum 1811 an. Fotografie der Hängung
Hoffmann 1985, S. 30. Schönemann 2001, S. 64 f. geht davon
aus, dass die beiden Niobe-Blätter zum ursprünglichen
Bestand gehören und deutet sie als "eine für alle gültige
Warnung, sich im Stolz auf die Mutterschaft zu sicher zu
wähnen" – adressiert an die junge Frau des Kronprinzen?
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F15 Kopf der Niobe von links, 1801 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II 40382, Aqu.slg 1282m
Sepia auf Papier. 43,3 x 35,7 cm. Bezeichnet auf dem Passepartout unten links "J.
Heusinger", unten rechts "1811".
1812 in der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt (vgl. Börsch-Supan 1971, 1812, Nr.
210?).
Lit.: Hoffmann 1971, S. 18; Hoffmann 1985, S. 28; Fotografie der Hängung in
Hoffmann 1985, S. 30. Vgl. F14.
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F16 Julius Sabinus in der Verbannung, 1799
Potsdam, Charlottenhof, Wohnzimmer der Hofdamen, GK I 40408, GK II 3802
Sepia-Zeichnung. 55 x 77 cm, mit Rahmen 65 x 87 cm. Bezeichnet unten rechts "J.
Heusinger f. 1799." Deutlich besser erhalten als F17.
Adler 2012, S. 369, Abb. 116 zeigt ein Foto des Wohnzimmers der Hofdamen von 2001
ohne Sepia-Zeichnung über dem Sekretär. Deren jetzige Hängung muss mithin in den
letzten zehn Jahren erfolgt sein.
Nach Friedrich Rehbergs gleichnamigem Bild. Am 29.11.1798 kauft Friedrich Wilhelm
III. von Rehberg in Rom "Julius Sabinus“ und "Ödipus und Antigone“ (GStA PK, BPH,
Rep. 49 König Friedrich Wilhelm III. G 36 Bd. I, 70).
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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Ein Rehberg-Bild ist in der Lost Art-Datenbank in Magdeburg registriert und
abgebildet. Es war 1883 im Berliner Schloss unter Nummer GK-Nr. 2288 inventarisiert
(vgl. Eckardt 1987, S. 530). Der Hintergrund erscheint im Vergleich zu Heusingers
Kopie wie übermalt.
http://www.lostart.de/sid_0DD213649C073DA1D17CD8C1F581C162/Webs/DE/Daten
bank/EinzelobjektVerlust.html?param=EOBJ_ID%3D74950%26_page%3D158%26_so
rt%3Dperson_de%26_anchor%3Did4442, gelesen am 26.10.2011
Am 1.3.1800 erhält Heusinger für 4 Zeichnungen in Sepia insgesamt 100 Fr.d’or, darunter für "Den Julius Sabinus nach Rehberg“ 20 (GStA PK, BPH, Rep. 49 G Nr. 15, 6).
Wohl identisch mit Börsch-Supan 1971, 1800, Nr. 100, dessen Maße mit "2 F. 5 1/2 Z.
Br. 1 F. 9 Z. H." (54,9 cm hoch x 77,1 cm breit) angegeben sind. Vgl. auch BörschSupan, 1971, 1808, Nr. 386, und 1812, Nr. 205. Vgl. auch F17.
F17 Julius Sabinus in der Verbannung, 1807 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II 40383, Aqu.slg 1282j
Sepia-Zeichnung. 21-21,4 x 26,9-27,5 cm. Bezeichnet unten rechts "J. H. 1807".
Nach Friedrich Rehbergs gleichnamigem Bild (vgl. F16). 1808 in der Berliner
Akademie-Ausstellung gezeigt.
Lit.: Börsch-Suplan 1971, 1808 Nr. 386. Hoffmann 1971, S. 18, und Hoffmann 1985, S.
28, geben als Entstehungsdatum 1807 an. Fotografie der Hängung siehe Hoffmann
1985, S. 28.
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F18 Königin Luise (1776-1810) auf dem Sterbebett, 1812 (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer, Aqu.slg 1282d
Sepia auf Papier. 31,5 x 35 cm. Bezeichnet auf dem Passepartout unten links "J.
Heusinger“, unten rechts "1812.“.
Nach der Büste von C. D. Rauch. (Simson 1996,
Kat.-Nr. 28 mit Abb.) 1812 in der Berliner
Akademie-Ausstellung gezeigt (vgl. Börsch-Supan
1971, 1812, Nr. 206). Später Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou (vgl. Lebenstage 1910,
Abb. S. 19 und Simon 1999, Anm. 81).
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F19 Engel aus der Sixtinischen Madonna, 1812 (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer, Aqu.slg 1282e. Alte Generalkatalog-Nr. 6798
Sepia auf Papier. 40,2 x 36,5 cm, Rahmen 40,5 x 36,5 cm. Bezeichnet unten rechts "J.
Heusinger 1812.".
1812 in der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt (vgl.
Börsch-Supan 1971, 1812, Nr. 202).
Letztlich nach Raffaels Sixtinischer Madonna in der Dresdner
Gemäldegalerie. Abb. aus http://de.wikipedia.org/wiki/
Sixtinische_Madonna.
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F20 Engel aus der Sixtinischen Madonna, 1812? (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer, Aqu.slg 1282i. Alte Generalkatalog-Nr. 6799
Sepia auf Papier. 37,0 x 32,7 cm, Rahmen 50,5 x 46,5 cm. Bezeichnet unten rechts "J.
Heusinger“ (Jahreszahl vermutlich unter dem Rahmen verdeckt).
1812 in der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt (vgl.
Börsch-Supan 1971, 1812, Nr. 202).
Letztlich nach Raffaels Sixtinischer Madonna in der Dresdner
Gemäldegalerie. Abb. aus http://de.wikipedia.org/wiki/
Sixtinische_Madonna
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F21 Tod der hl. Magdalena, 1798 (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer. Keine Aqu.slg-Nummer. Alte Generalkatalog-Nr.
3791. Generalkatalog I 40397
Sepia auf Papier. 78 x 55 cm. Bezeichnet unten rechts "J. Heusinger f 1798“. Auf der
Rückseite mit Kreide "Charlottenhof". Sehr stark ausgeblichen. Schinkel-Rahmen mit
altem Glas (wie F23), 88 x 65 cm. 1798 in der Berliner Akademie-Ausstellung
ausgestellt (vgl. Börsch-Supan 1971, 1798, Nr. 115).
Nach Jacob Seydelmann nach Marcantonio Franceschini.
Das Vorbild von Marcantonio Franceschini, Staatliche
Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Inv.-Nr.
389, trägt in der Deutschen Fotothek (Abb. links) den Titel "Die
büßende Magdalena mit ihren Frauen". "Die heilige Magdalena
verzichtet auf die Eitelkeiten der Welt; sie legt ihre Juwelen ab."
Maße: 242,5 x 173 cm. Die Kopie von Seydelmann ist bisher leider
nicht nachweisbar.
Am 1.3.1800 erhält Heusinger für 4 Zeichnungen in Sepia
insgesamt 100 Fr.d’or, darunter für "Die heilige Magdalena nach Franceschini“ 24.
(GStA PK, BPH, Rep. 49 G Nr. 15, 6). Herkunft: Potsdam, Charlottenhof.
265
4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F22 Sterbeszene (Tod der hl. Magdalena, 1807 (Foto SPSG))
Potsdam, Neues Palais, Plankammer, Aqu.slg 1282f
Sepia auf Papier. 76 x 53,5 cm. Bezeichnet unten rechts "J. Heusinger. 1807.“. War
ursprünglich gerahmt, wie die besser erhaltenen Streifen an den Rändern zeigen.
1808 in der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt (vgl. Börsch-Supan 1971, 1808, Nr.
387).
Nach Jacob Seydelmann nach Marcantonio Franceschini, vgl. auch die frühere Fassung
von 1798 (F21).
266
4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F23 Heiliger Bruno, 1799 (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer. Keine Aqu.slg Nummer. Alte Generalkatalog-Nr.
3792. Generalkatalog I, Nr. 40398
Sepia auf Papier. 78 x 55 cm. Bezeichnet unten rechts "J. Heusinger f 1799". Auf der
Rückseite mit Kreide: „Charlottenhof“. Schinkel-Rahmen mit altem Glas (wie F21), 88
cm x 65,8 cm.
Nach Eustache Le Sueurs Der hl. Bruno im Gebet, Berlin,
Gemäldegalerie, Inv.-Nr. 466.
Am 1.3.1800 erhält Heusinger für 4 Zeichnungen in Sepia
insgesamt 100 Fr.d’or, darunter für „Der heilige Bruno nach Le
Sueur“ 16 (GstA PK, BPH, Rep. 49 G Nr. 15, 6).
1800 in der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt (vgl.
Börsch-Supan 1971, 1800, Nr. 101; vgl. auch Börsch-Supan
1971, 1812, Nr. 197.
267
4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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F24 Alexander Severus wird im Vesta-Tempel zum Kaiser proklamiert, 1795
Wien, Albertina, Inv.-Nr. 14705
Feder in Braun, Pinsel in Braun, laviert, braune und schwarze Einfassungslinie. 35,1 x
58,2 cm. Bezeichnet unten rechts an der Treppenstufe "J. Heusinger. 1795.". Der
vollständige Titel lautet "Alexander Severus wird im Tempel der Vesta zu Arca
Caesarea zum Kaiser proklamiert".
Nach dem 1687/88 entstandenen Bild von Gérard de Lairesse in der großen Kammer,
dem Vorzimmer des oberen Fürstenquartiers, im Neuen Palais in Potsdam (vgl. Liepe
2012, S. 54). Zum Bild von Lairesse vgl. Alain Roy: Gérard de Lairesse (1640-1711),
268
4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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Paris 1991, Nr. P 194; Gesamtverzeichnis 1996, Abb. 1005, Kat.-Nr. 480: "Z. Zt. als
Leihgabe in Potsdam, Staatliche Schlösser und Gärten, Neues Palais."
"Dargestellt ist die im Jahre 222 n. Chr. nach der Ermordung von Heliogabal erfolgte
Proklamation des erst dreizehnjährigen Alexander Severus zum römischen Kaiser.
Alexander war kein langes Leben beschieden, denn 235 n. Chr. wurde er von seinen
Soldaten bei einem Feldzug gegen die Germanen bei Mainz getötet. Das Gemälde von
Gérard de Lairesse soll in den Jahren 1787/80 [muss 1687/88 heißen] entstanden sein ...
Das zentrale Thema ist die Darstellung der verschiedenen Arten und Grade der
Äußerung von Betroffenheit über die Proklamation eines Kindes zum Kaiser ..." (Zitat
und Abb. Waren 1996, S. 220).
Unter dem Titel "Ein junger Prinz wird von den Vestalen, wo er erzogen ward,
abgeholt, und zum Throne berufen" gezeigt in der Berliner Akademie-Ausstellung 1795
(vgl. Börsch-Supan 1971, 1795, Nr. 107); 1801 unter dem Titel "Marcus Bassianus zum
Kaiserthron erhoben" seitengleicher Punktierstich von Wilhelm Arndt (gestorben 1813)
für die Chalcographische Gesellschaft in Dessau (siehe U01).
Herkunft: Albert von Sachsen-Teschen, Inv. 14705.
Lit.: Gröning-Sternath 1997, S. 85, Nr. 236 mit Abb.; Lacher 2005, Anm. 94.
keine Abbildung bekannt
F25 Wahrsagerin nach Ferdinand Bol, 1793 - verschollen
Sepia auf Papier? Maße?
Rumpf 1804, S. 249, Nr. 25 beschreibt Heusingers Vorlage im Berliner Stadtschloss
wie folgt: " Eine Wahrsagerin, ein Kniestück, von F. Boll. Eine alte Zigeunerin, trägt
ein in Lumpen gehülltes Kind auf dem Rücken, und sagt einem jungen Mädchen aus der
Hand wahr, worin ein Goldstück liegt. Ein anderes Mädchen schleicht sich herbei, und
ist ganz Ohr auf das Horoscop ihrer Freundin."
Nach Lacher Heusingers erste in einer Berliner Akademie-Ausstellung ausgestellte
Altmeisterkopie in Sepia (vgl. Börsch-Supan 1971, 1793, Nr. 187), von der Akademie
preisgekrönt; seitdem habe Heusinger als Spezialist für Sepia-Arbeiten gegolten. Woher
diese Information stammt, gibt Lacher leider nicht an. (Lacher 2005, Anm. 94)
keine Abbildung bekannt
F26 Alexander im Zelt des Darius, 1800 - verschollen
Am 1.3.1800 erhält Heusinger für 4 Zeichnungen in Sepia insgesamt 100 Fr.d’or,
darunter für "Alexander im Zelt des Darius“ 40 (GStA PK, BPH, Rep. 49 G Nr. 15, 6);
Da "Der hl. Bruno“ nach Le Sueur bei etwa gleicher Größe mit nur 16 Fr.d’or und "Die
hl. Magdalena“ mit nur 20 Fr.d’or bezahlt werden, muss es sich bei der Zeichnung
"Alexander im Zelt des Darius“ um eine vergleichsweise aufwändige oder besonders
geschätzte Arbeit gehandelt haben, wie sie die Vorlage mit ihrem Detailreichtum wohl
auch verlangte.
269
4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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Batonis "Alexander und die Frauen des Darius" ("Alexander im Zelt des Darius", 223 x
270 cm, 1764-75) in der Blauen Kammer der Königswohnung Friedrichs II. im Neuen
Palais in Potsdam ist 1763 im Auftrag Friedrichs des Großen entstanden. (Bowron
2007, S. 95 und Abb. 86, vgl. auch Liepe 2012, S 23).
1800 in der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt (vgl. Börsch-Supan 1971, 1800,
Nr. 99; vgl. auch Börsch-Supan 1971, 1812, Nr. 198).
keine Abbildung bekannt
F27 Die Erziehung Jupiters, 1800 - verschollen
Am 4.8.1800 erhält Heusinger "für 2 Sepia-Gemälde“ insgesamt 30 Fr.d’or, darunter für
"Die Erziehung Jupiters“ 20 (GStA PK, BPH, Rep. 49 G Nr. 15, 6).
Poussins "Jupiter als Kind von der Ziege Amalthea genährt" (1639) in der Berliner
Gemäldegalerie (Kat.-Nr. 467) trug seinerzeit den Titel "Die Erziehung des Jupiter"
(vgl. Rumpf 1804, S. 245, Nr. 9).
1800 in der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt (vgl. Börsch-Supan 1971, 1800, Nr.
102).
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4. Werkverzeichnis F Galerie-Kopien
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keine Abbildung bekannt
F28 Maria mit dem Kinde nach Raphael Urbino der Dresdner Galerie, 1800 verschollen
Am 4.8.1800 erhält Heusinger "für 2 Sepia-Gemälde“ insgesamt 30 Fr.d’or, darunter für
"Maria mit dem Kinde nach Raphael Urbino der Dresdner Galerie“ 10 (GStA PK, BPH,
Rep. 49 G Nr. 15, 6). Da dieser Betrag vergleichweise gering ist, dürfte es sich um eine
recht kleine Sepia-Kopie gehandelt haben. Wahrscheinlich handelt es sich bei der
bereits 1798 unter Nr.111 in der Berliner Akademie-Ausstellung ausgestellten "Maria
mit dem Kinde, nach d. Gemälde von Raphael in d. dresdn. Gallerie" um eine frühere
Kopie (vgl. Kapitel 7 Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen).
keine Abbildung bekannt
F29 Amor - Gemälde in Wasserfarben, 1805 - verschollen
"Gemälde in Wasserfarben Amor, 1805. Für ein Gemälde in Wasserfarben Amor lt.
Beleg 87 16 Reichsthaler, 18 Silbergr., vergl. Rechnung über Einnahme u. Ausgabe der
K.P.M. Hauptkasse pro 1805 Pil. I Pos. 4." (Wittwer 2008, S. 1) Handelt es sich bei
diesem Amor um den 1808 unter Nr. 388 in der Akademie-Ausstellung ausgestellten
(vgl. Kapitel 7 Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen)?
271
4. Werkverzeichnis G Tiere
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G Tiere
XXII
XXV
XXVII
272
XXIV
XXVI
XXIX
4. Werkverzeichnis G Tiere
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XXXIII
XXXIV
XXXV
XXXVI
CXXX
G01 Käfer, Vorlagen für Jablonskys Insektenwerk, 1787-1791 (Foto BSM)
München, Bayerische Staatsbibliothek, Res/H.nat. 93,II,B2, B3/4, B11 und B12
273
4. Werkverzeichnis G Tiere
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Die Kupferstiche sind bezeichnet mit "J. Heusinger del. et pinx." Sie finden sich in Carl
Gustav Jablonsky, fortgesetzt von Johann Friedrich Wilhelm Herbst: Natursystem aller
bekannten in- und ausländischen Insekten, Teil B Käfer Tafelbände 11 und 12 (ein
Exemplar München, Bayerische Staatsbibliothek, Res/H.nat. 93,II,B2,B3/4,B11 und
B12)
Die Datierung 1787-1791 ergibt sich aus Heusingers Erinnerungen von 1819 (siehe
oben Kapitel 2 Texte I Leben und politisches Glaubensbekenntnis). In ihnen erzählt er,
er habe sich in Berlin seinen Unterhalt durch das Zeichnen von Vorlagen für das
Jablonskysche Insektenwerk verdienen müssen - frühestens seit seiner Ankunft in
Berlin, also ab Juni 1787 oder wenig später (S. 12). Diese Erwerbstätigkeit habe er
aufgeben können, als ihm ein Wohltäter, der Schifffahrtsdirektor Peter Wiesel, Kost und
Logis gewährt habe. 1801 sei er in eine eigene Wohnung in der Behrenstraße
umgezogen, nachdem er zehn Jahre [also seit 1791] bei seinem Wohltäter gewohnt
habe. Daraus ergibt sich, dass er 1791 das Insektenzeichnen hat aufgeben können.
Ein Exemplar der Tafel XXIV (19,8 x 25,4 cm) ist am 4.12.2004 vom Auktionshaus
Zezula für 31 € angeboten worden. http://www.papilio.cz/de/archiv.php?aukce=a8&pol
=1566, gelesen am 27.10.2011.
Tafel XXIII findet sich als Illustration im wikipedia-Artikel über Carl Gustav
Jablonsky: http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gustav_Jablonsky, gelesen am 6.12.2011.
keine Abbildung bekannt
G02 Miniaturkopf eines Pferdes (der Stute Ewanda), 1815
Hannover, Niedersächsisches Landesmuseum (angeblich nicht auffindbar)
In braunen Tönen auf Papier ausgeführter Miniaturkopf eines Pferdes. Maße?
Bezeichnet "I. H. 1815".
Stellt "nach rückseitiger Beschriftung die englische Stute Ewanda des Prinzen Wilhelm
von Preußen, 1814 in London gekauft, dar", "gemalt von I. Heusinger, Zeichenlehrer
der Königl. Prinzen". (Biermann 1917, S. 30)
Vormals Hannover, Museum August Kestner. Nach dortiger Mitteilung an das
Niedersächsische Landesmuseum abgegeben. In letzterem aber angeblich nicht
auffindbar.
Lit.: Thieme-Becker Band 17, 1924, S. 9.
274
4. Werkverzeichnis H Porzellan
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H Porzellan
keine Abbildung bekannt
H01 Teller mit jungem Bacchus, 1802 - verschollen
"Teller mit einem jungen Bacchus, 1802, gemalt von Heusinger. [Berlin, KPM:] Akte
(Kriegsverlust): Akte II 2 II Konferenzprotokolle 28. Mai 1802" (Wittwer 2008, S. 2)
H02 Historische Gegenstände und Antiken auf 12 Porzellan-Tellern, 1804
St. Petersburg, Staatliche Eremitage
"12 Porzellanteller mit historischen Sujets (einer mit dem Porträt der Cenci), 1803.
Porzellan-Dessert Aufsatz mit Bronze für den Kaiser von Rußland, 1803. 1. Das
bronzirte Hauptplateau nebst der darauf stehenden Flora von Biscuitporzellan = 2000
rthlr. 2. Zwei bronzirte Seitenplateaux mit den Grazien und den Horen von Biscuit
darauf = 1400 rthlr. 3. Acht hohe Blumen-Vasen mit Kunstblumen = 777 rthlr. 4. Acht
große Gefäße zu Eis = 1040 rthlr. 5. Die Teller, 72 an der Zahl = 2193 rthlr. Der ganze
Aufsatz einschließlich der Teller = 7410 rthlr.
Zwölf Teller wurden auf Allerhöchsten Befehl durch den akademischen Maler
Heusinger ausgeführt ... Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz , Rep 89 14 H.
Lt. Beleg 932 Rechnung über Einnahme und Ausgabe werden dem akademischen Maler
Heusinger für 12 von ihm auf Porzellanteller ausgeführte historische Sujets 487 rthlr 12
gr gezahlt. 1803 Teller mit dem Portrait der Cenci gemalt von Heusinger für die
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4. Werkverzeichnis H Porzellan
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Königin (als einer von den 12 Tellern). [Berlin, KPM:] Akte (Kriegsverlust): Akte II 2
II Konferenzprotokolle 25. Februar 1803." (Wittwer 2008, S. 1)
"Im Jahre 1803 wurde zum Geschenk für den russischen Kaiser von Seiner Majestät
dem Könige ein großes Porzellanservice auf der königlichen Porzellanfabrik bestellt,
von welchem er auf Verlangen der Königin zwölf Teller mit historischen Gegenständen
und Antiken in brauner Farbe zu malen übernahm." So Heusinger in seinen
Erinnerungen von 1819 (siehe oben Kapitel 2 Texte I Leben und politisches
Glaubensbekenntnis, S. 15).
Ob sich unter den oben genannten 72 Tellern in St. Petersburg auch die 12 von
Heusinger bemalten Teller erhalten haben, konnte noch nicht ermittelt werden.
Wesentliche Teile des königlichen Geschenks für Zar Alexander sind aber auf jeden
Fall erhalten, wie das folgende Beispiel lehrt.
"II, 2/8 Johann Carl Friedrich Riese nach Hans Christian Genelli (KPM): Flora.
Dreiteiliger Tafelaufsatz. Biskuitporzellan (Figuren), Porzellan, glasiert, farbig bemalt
und vergoldet (Sockel, Details der Untersätze), vergoldete Bronze (Montierung); H. 110
cm (Flora), H 56,5 cm, Dm des Untersatzes 56 cm (Fruchtschalen). Ausstellung 1802,
Nr. 428. Sankt Petersburg, Staatliche Eremitage [3780 (Flora); 3781 a,b; 3782 a,b
(Fruchtschalen)]
Der Tafelaufsatz des Modellmeisters der KPM Johann Carl Friedrich Riese nach dem
Entwurf des Architekten Hans Christian Genelli gehörte zu einem Service, das Friedrich
Wilhelm III. 1803 dem russischen Zaren Alexander I. geschenkt hat ..." (Hingst 1996, S.
98 mit Abb.)
Lit.: Köllmann 1966, Abb. 169a; Wittwer 2008, S. 2.
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4. Werkverzeichnis H Porzellan
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H03 Drei Tassen mit Bildnis des Staatsministers von Heinitz, 1803
Berlin, SPSG, KPM-Porzellansammlung des Landes Berlin, Inv. Nr. B 2008/4
Eine zweite Tasse befindet sich im Besitz der SPSG, die dritte Tasse ist mit der
Sammlung Förster, Berlin, im Krieg zerstört worden. (Plötz-Peters 2008, S. 62)
"Im Besitz des Stadtmuseums Berlin und der Berlin-Brandenburgischen Schlösser
befindet sich je eine Gedenktasse auf den Tod des Ministers von Heinitz ... Eine weitere
erwähnt Georg Lenz in seinem Artikel 'Die empfindsame Tasse in der Berliner
königlichen Porzellanmanufaktur' als zu der Sammlung Foerster, Berlin, gehörig, eine
Sammlung, die Kriegsverlust ist .... Es handelt sich um das Modell Nr. 809 >>antique
glatt<<. Auf der Tassenwandung ist das Brustbild des Verstorbenen im Profil nach links
in Sepia in einer ovalen Kartusche wiedergegeben, umfangen von Trauerweiden,
beschriftete mit dem Datum seines Todes: 15. Mai 1802. Die Unterschale zeigt im
Spiegel als Sinnbild der zeitlichen und ewigen Belohnung einen Kranz aus Palm- und
Eichenzweigen, der die Inschrift umschließt: >>Er hat ihn ganz verdient der edle Vater
Heinitz<<. Die Palme ist Symbol der Auferstehung, der Baum des Lebens, Zeichen des
Sieges über den Tod. Auch die Eiche steht für Sieg, für Ruhm und Unsterblichkeit. Die
Trauerweide bedarf keiner Erläuterung.
Wie zuvor zitiert, geht aus den Archivalien der KPM hervor, daß im Todesjahr Heinitz'
[das wäre 1802, einen Beleg gibt es aber erst 1803, L. H.] eben diese drei Tassen
entstanden, und zwar von der Hand des Malers Heusinger nach einer Miniatur von
Ploetz ...
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4. Werkverzeichnis H Porzellan
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Hans Henrik Ploetz (1748-1830) war Miniaturmaler und Mechaniker. Neben Italien,
Polen, Dänemark war er 1796-1799 in Berlin, wo er zuvor bereits 1790 zum Mitglied
der Akademie der Künste ernannt worden war. Von seiner Hand sind zahlreiche
Miniaturen des preußischen Königshauses erhalten." (Plötz-Peters 2008, S. 63 f. mit
Abb.; zu Henrik Plötz vgl. Thieme-Becker Band 27, 1933, S. 156 f.)
"In der Rechnung über Einnahme u. Ausgabe der K.P.M. Hauptkasse im Jahre 1803 pag
22 Beleg 399 werden dem Zeichner Heusinger für drei in braun auf Tassen gemalte
Bildnisse des verstorbenen Staatsministers Freiherr von Heinitz 30 Reichsthaler
bezahlt." (Wittwer 2008, S. 1)
H04 Zwei (?) Tassen mit Bildnis des Staatsministers von Heinitz nach Plötz, 1804
Berlin, Kunstgewerbemuseum
"Im Besitz des Kunstgewerbemuseums Berlin befindet sich eine weitere Tasse des
gleichen Modells auf den Tod Heinitz' mit königsblauem Fond und identischem, von
einem ombrierten Perlkranz umfangenen Sepia-Portrait des Verewigten ... Im Spiegel
der Unterschale hält ein Todesgenius in der Linken die erloschene Fackel, in der
erhobenen Rechten Mohnkapseln, auch sie ein Symbol von (Todes-)Schlaf, von Tod. "
(Plötz-Peters 2008, S. 64 mit Abb.)
"Tasse groß (2 Stück) mit Portrait des Staatsm. v. Heinitz nach Plötz, 1804. Der Maler
Heusinger erhält für 2 große Tassen 20 Reichsth. [Berlin, KPM, Akte (Kriegsverlust):
Vgl. Rechnung über Einnahme und Ausgabe der St. P.M. Hauptkasse vom Jahre 1804
pag 23."Wittwer 2008, S. 3) Bezieht sich dieser Beleg auf die Tasse H04, obwohl diese
nicht besonders "groß" ist?
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4. Werkverzeichnis H Porzellan
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H05 Tasse mit Bildnis des Staatsministers von Heinitz, 1804
Berlin, Privatbesitz
"Tasse ... [Gedenktasse auf Heinitz, Modell 809 >>antique glatt<<], bemalt wohl von J.
Heusinger, KPM Berlin 1803. Privatbesitz Berlin." (Plötz-Peters 2008, S. 65, Abb. 5)
"Ein ebensolcher Genius [Todesgenius, in der Linken die erloschene Fackel, in der
erhobenen Rechten Mohnkapseln] verweist auf der Untertasse einer in Berliner
Privatbesitz befindlichen Tasse - auch sie >>antique glatt<< und mit aufglasurblauem
Fond - auf den Verstorbenen, hier allerdings umgeben von einem Kranz aus
Eichenlaub ... Eichenlaub war, gleich dem Lorbeer, bereits im Altertum Zeichen des
Sieges. Auch der hoch um Staat und Volk Verdiente wurde damit bekränzt; der
Eichenkranz kam der höchsten Auszeichnung gleich. Das beginnende 19. Jahrhundert
empfand die Eiche als d e n deutschen Baum.
Auf dem Tassencorpus ist Heinitz >>antikisch nackt<< im Profil nach rechts dargestellt
- in einem plastisch gemalten Oval, eingefügt in eine Rechteckkartusche. Das Oval
umfangen neben der Todesfackel und dem Palmzweig ein Tränen- und Aschekrüglein.
Vorlage für dieses Portrait ist ein Kupferstich von Daniel Berger
nach Johann Christoph Frisch (1738-1815) aus dem Jahre 1788...
[Privatbesitz Nottuln] Frisch (Berlin 1738-1815), Maler und
Radierer, war Schüler Bernhard Rodes, Lehrer und später
Direktor der Berliner Akademie der Künste ... Berger (Berlin
1744-1824)
war
reproduzierender
Kupferstecher
und
Illustrator ..." (Plötz-Peters 2008, S. 64 mit Abb.)
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4. Werkverzeichnis H Porzellan
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H06 Vase mit Portrait der Königin Luise nach Schröder, 1804
Berlin, Privatbesitz
"Vase mit Portrait der Königin Luise nach Schröder, 1804. In der Rechnung über
Einnahme u. Ausgabe der K.P.M. Hauptkasse vom Jahre 1804, pag. 23, Beleg 437
erhält H. für das Portrait der regierenden Königin nach Schröder auf eine Vase zu malen
30 Reichsthaler." (Wittwer 2008, S. 1 und 3)
"Kratervase >>Redensche Sorte<<. KPM Berlin, um 1804/05, mit dem Bildnis der
Königin Luise nach Schröder, Höhe 30,3 cm, Privatbesitz (S. 34) ... Die Vase besteht
aus wulstigem, leicht konkav aufstrebendem Körper, der sich zu einem flachen
Lippenrand weitet, und einem durch eine Schraube mit dem Corpus verbundenen
runden Fuß auf quadratischer Plinthe. Aufgelegt auf den schalenartigen Ansatz des
Körpers sind zwei vergoldete, mittig mit einem Schaftring versehene Attachen mit
radierten Satyr-Mascarons. Hierbei handelt es sich um das früheste reine KelchkraterModell der KPM, die sogenannte Redensche Vase, benannt nach dem bereits erwähnten
Grafen Reden, zurückgehend auf römische Bronze- und Marmorvasen." (Plötz-Peters
1997, S. 37 mit Abb.) Vgl. auch C28.
280
4. Werkverzeichnis U Nachstiche
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U Nachstiche
nach Stechern
U01 Arndt: Alexander Severus wird zum Kaiser proklamiert, 1801
Dessau, Anhaltische Gemäldegalerie, Inv.-Nr. G II 1641
Seitengleicher Punktierstich von Wilhelm Arndt (1750-1813), 1801, nach Heusingers
Zeichnung in Braun (F24, 1795, Wien, Albertina) nach dem Gemälde von Gérard de
Lairesse (1687/88, Berlin, Gemäldegalerie) für die "Chalcographische Gesellschaft" in
Dessau, die 1796 als anspruchsvoller Graphik-Verlag gegründet worden war. Der
vollständige Titel lautet "Alexander Severus wird im Tempel der Vesta zu Arca
Caesarea zum Kaiser proklamiert" (Waren 1996, S. 220).
Text: "gezeichnet von Heusinger nach dem Original Gemälde von G. Lairesse in der
Königl. Galerie zu Berlin; punktiert von W. Arndt; MARCUS BASSIANUS als Kind
zum Kaiserthron erhoben &c &c; Sr: Königl: Majestaet FRIEDRICH WILHELM III
König von Preußen &c &c &c; Dessau den 3. Augs. 1801; allerunterthänigst gewidmet
von der Chalcographischen Gesellschaft ".
Lit.: Waren 1996, S. 220 mit Abb. zu Nr. 112; Gröning-Sternath 1997, S. 85; Lacher
2005, Anm. 94.
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4. Werkverzeichnis U Nachstiche
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U02 Bollinger: Ernst Gottfried Fischer (1754-1831), 1822 (Foto GH)
Halberstadt, Gleimhaus, Inv.-Nr. Ca 0243
Punktierradierung. Maße? 1822. Text: "Heusinger del. 1822 Bollinger sculp.; ERNST
GOTTFR. FISCHER / Professor in Berlin" (Friedrich Wilhelm Bollinger).
"Dr. Ernst Gottfried Fischer, Prof. a. d. Gymn. im grauen Kloster zu Berlin, außerord.
Prof. bei der dasigen Universität, Mitgl. d. Milit.-Ober-Studien-Kommission u. d.
Direction der Kriegsschule, ordentl. Mitglied der k. Akademie d. Wissenschaften und
mehrerer andern gelehrt. Gesellsch., Ritter d. roth. Adlerord. 3. Kl.; sein Geburtsort ist
Hoheneiche bei Saalfeld in Thüringen. Er starb zu Berlin. Durch folgende Werke hat er
seinen Namen in der literarischen Welt bekannt gemacht ... Sein Bildnis ist von
Heusinger gezeichnet u. auf Veranstaltung mehrerer seiner Schüler in Kupfer gestochen
von [Friedrich Wilhelm] Bollinger." (Schmidt 1824, Band 9, 1831, Teil 1, S. 91 f., Nr.
32)
"Eine Zeitlang war er Privatlehrer der Brüder Wilh. und Alex. von Humboldt und später
Mathematiklehrer des preußischen Kronprinzen (König Friedrich Wilhelm IV.) und
seines Bruders (Kaiser Wilhelm I.), der Kinder des unglücklichen Friedrich Wilhelm III.
und der Königin Luise." (Klemm 1930, S. 52)
Lit.: ADB 1875, Band 7 (1878), S. 62 f.; Klemm 1930, S. 51-53, 63-65 mit Abb.
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4. Werkverzeichnis U Nachstiche
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U03 Bollinger: Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen (1794-1863), 1816
Berlin, Stadtmuseum, Inv.-Nr. GDR 75/17,71
Punktierradierung. 9,8 x 7,9 cm im Achteck. Plattenmaß 18,5 x 13,7 cm. Text:
"Heusinger del.; Bollinger sc., FRIEDRICH WILHELM LUDWIG / Prinz von
Preussen; Im Verlag bei Baptista Weiss in Berlin".
Prinz Friedrich (Wilhelm Ludwig) von Preußen war der Sohn des Prinzen Friedrich
Ludwig Karl von Preußen (1773–1796) und der Prinzessin Friederike von
Mecklenburg-Strelitz (1778–1841); er war ein Neffe des preußischen Königs Friedrich
Wilhelms III., des Bruders seines Vaters.
Herkunft: Erworben als Los 1039 am 14.3.1975 bei Erasmus in Rotterdam.
Lit.: Vom kleinen Prinz 1977, Kat.-Nr. 34, Abb. 11; Im Dienste Preußens 2001, S. 172,
Kat.-Nr. VII.24, Abb. S. 164.
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4. Werkverzeichnis U Nachstiche
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U04 Bollinger: Conrad Heusinger (1752-1820), 1820
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek Nr. 9574 (Abb.)
Wolfenbüttel, Niedersächsisches Staatsarchiv 50 Slg. 110 Nr. 4
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
Dresden, Julia Mende
Punktierradierung. 9,8 x 8,1 cm, Plattenmaß 19,2 x 12,3 cm. Text: "gemalt von J.
Heusinger 1816; gestochen von Bollinger 1820; KONRAD HEUSINGER; geb. zu
Wolfenbüttel d. 2ten August 1752 / gestorben zu Braunschweig d. 12ten Januar 1820"
(Friedrich Wilhelm Bollinger).
Profilbildnis nach links. Die Vorlage des Stichs (B06) mit weißem Kragen ohne Zacken
ist verschollen, aber in Schulz 1904, S. 39, abgebildet.
Lit.: Schulz 1904, S. 39; Elster 1926, S. 142 (Abb.); Diepenbroick 1967, Nr. 11674;
Mortzfeld 1989, Reihe A, Band 11, S. 49, Nr. A 9574 mit Abb. und Band 45, Register
4, S. 169; BBL 1996, S. 273 f. mit Abb.; Heusinger 2007, S. 8 "Konrad Heusinger,
Gymnasiallehrer und Philologe".
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U05 Bussler: Friedrich Heinrich Carl von Preußen (1781-1846), wann?
Berlin, Stadtmuseum, Inv.-Nr. GDR 75/17,45
Ovale Punktierradierung. Platte 16 x 9,3 cm, Darstellung 8,5 x 6,8 cm. Text: "Heusinger
del.; E. Bussler sc.; Friedr. Heinrich Carl / Prinz von Preussen / Coadjutor des St.
Johanniter / Ordens & &" ( Ernst Friedrich Bussler).
Sohn Friedrich Wilhelms II.
Herkunft: Erworben als Los 1039 am 14.3.1975 bei Erasmus in Rotterdam.
Vom kleinen Prinz 1977, S. 7: "Ausnahmen bildeten die Porträts junger Prinzen in
Uniform, die den Charakter des Offiziellen trugen und in Kupferstichen oder
Lithographien verbreitet wurden (Abb. 10-12)."
Lit.: Vom kleinen Prinz 1977, Kat.-Nr. 33, Abb. 10.
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U06 Laurens: Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888), wann?
Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou - verschollen
Unbezeichnet. Maße? Brustbild nach rechts in Uniform, den Betrachter anblickend.
Das Bildnis entspricht dem Delbrück geschenkten Bildnis (C40), zeigt aber zusätzlich
eine Schärpe und das höhere Alter des Kronprinzen.
Lit.: Petersdorf 1910, Abb. S. 192 mit Anmerkung: "Stich von Laurens nach Heusinger"
(Johann Daniel Laurens); Im Dienste Preußens 2001, S. 149, 161; Veltzke 2009, S. 123.
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4. Werkverzeichnis U Nachstiche
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U07 Meyer: Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen (1794-1863), wann?
Berlin, Stadtmuseum, Inv.-Nr. VII 67/15 w
Punktierstich. Platte 19,5 x 13 cm. Text: "Heusinger del.; Lud. Meyer sc.; FRIEDRICH
WILHELM LUDWIG / Prinz von Preussen".
Ovales Brustbild im Uniformrock im Profil nach links.
Prinz Friedrich (Wilhelm Ludwig) von Preußen war der Sohn des Prinzen Friedrich
Ludwig Karl von Preußen (1773–1796) und der Prinzessin Friederike von
Mecklenburg-Strelitz (1778–1841); er war ein Neffe des preußischen Königs Friedrich
Wilhelm III., des Bruders seines Vaters.
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4. Werkverzeichnis U Nachstiche
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U08 Schirmer: Heinrich Heusinger (1786-1863), wann?
Braunschweig, Städtisches Museum (Fg Johann Heusinger 04)
Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum (Kupferstichkabinett, Braunschweiger
Bildnisse Nr. 61, hier abgebildet)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek Nr. A 9573
Lithographie. 18,5 x 16 cm. Text: " Gem. v. J. Heusinger; Lith. v. Schirmer; Druck und
Verlag von Kothe und Winter in Braunschweig; DR. H. HEUSINGER; Medicinalrath
und Professor".
"Hüftstück nach links, Blick nach vorn, in schwarzem Gehrock, über den Ohren
gelockte Haare mit Mittelscheitel." (Heusinger 2007, S. 7 "Dr. Heinrich Heusinger")
Sohn Conrad Heusingers. H. H. "wurde am 10.9.1786 geboren, studierte in Göttingen
und Helmstedt, promovierte 1809 und ließ sich 1810 als praktischer Arzt in
Braunschweig nieder, wurde 1814 Professor für Chirurgie am anatomischchirurgischen Institut und bekam 1817 einen Lehrauftrag für Pathologie ... Er starb am
17. Dezember 1863." (Pagenstecher 1966, S. 25 mit Abb.)
Lit.: Mortzfeld 1989, Reihe A, Band 11, S. 49, Nr. A 9573 mit Abb. und Band 45,
Register 4, S. 169 (hier der Dargestellte irrtümlich bezeichnet als "Heusinger (von
Waldegg), Johann Christian Friedrich Carl (1792-1883)"; Brandenburg 1974, S.66;
Heusinger 2009, S. 299.
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4. Werkverzeichnis V Varia
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V Varia
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4. Werkverzeichnis V Varia
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V01 Braunes Zeichenbuch des Kronprinzen, 1801 (Foto GStA PK)
Berlin, GStA PK, BPH Rep. 50 A II Nr. 11, unpaginiert
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4. Werkverzeichnis V Varia
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Im "Braunen Zeichenbuch" finden sich Namens- und Datumsangaben. "Während des
Aufenthaltes in Berlin vom Iten Januar bis Iten April. 1801. unter Anweisung des Herrn
v Haller", es folgen zehn Blatt Zeichnungen; "In Potsdam während des Aufenthaltes
vom 7ten April [bis] 16ten Juni 1801. unter Anweisung des Herrn Bau-Inspector
Krüger", es folgen zwanzig Blatt Zeichnungen; "In Berlin bey Herrn Heusinger
während des Aufenthaltes in Charlottenburg vom 18 Juny [bis] 19 Septbr 1801", es
folgen die hier abgebildeten zehn Blatt (19 Seiten mit Zeichnungen); sowie nochmals
"Krüger", ohne Datumsangabe mit neun Blatt Zeichnungen.
In der Zeit des Unterrichts durch J. Heusinger war der am 15.10.1795 geborene
Kronprinz 5 Jahre alt. Seine Nachzeichnungen aber lassen seine Begabung für das
Zeichnen insbesondere von Architektur durchaus schon erkennen. Lit.: Johannsen 2007,
S. 21 ff.; Meiner 2011, S. 8.
V02 Brief Friedrich Wilhelms IV. an Johann Heusinger, 1840
Marburg, Lutz Heusinger
"Brief mit Umschlag, Sanssouci 25.X.1840. 1/2 S. 4°. Mit gesiegeltem blauen
Umschlag (Poststempel und -vermerke). 'Blauer Brief' an den Miniaturmaler Johann
Heusinger in Braunschweig, dem er den 'rothen Adler-Orden vierter Classe' verleiht.
'Ich ... wünsche und hoffe, daß Ihre Körper- und Geisteskräfte, über deren Abnahme Sie
zu Meinem Bedauern klagen, sich noch wieder stärken und befestigen werden ..."
Versteigerungsvermerk von J. A. Stargardt, Marburg (seit 1991 Berlin).
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4. Werkverzeichnis V Varia
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V03 Ideallandschaft von Friedrich Wilhelm (IV.) (1795-1861), 1825 (Foto CvH)
Braunschweig, Christian von Heusinger
"Kreide auf Papier. 18,5 x 25 cm. Alt aufgezogen und beschriftet: 'Erfunden und
gezeichnet von S. K. H. dem Kronprinzen von Preußen und geschenkt den 28t. Juni
1825' ... Blick von einer Bank neben einer großen Baumgruppe in eine Bucht mit
Brücke und ferner Bergkuppe, die rechts von einem Felsen mit Rundtempel
abgeschlossen wird, auf den eine steinerne Brücke zuführt." (Heusinger 2007, S. 8
"Friedrich Wilhelm von Preußen, Ideallandschaft, 1825")
Vermutlich ein Abschiedsgeschenk aus Anlass der Übersiedelung Heusingers von
Berlin nach Braunschweig, die am 26. Juli 1825 stattgefunden hat.
Lit. zu Zeichnungen von Friedrich Wilhelm IV.: Meiner 2011
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4. Werkverzeichnis V Varia
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V04 Peter Krukenberg (1787-1865), wann? (Foto DLM)
Münster, Landesmuseum, Diepenbroick-Archiv
Text: "Verlag von Aug. Herschwald, Berlin; Kön. lith. Inst. Berlin Mittag fec.; Peter
Krukenberg"
Peter David Krukenberg war verheiratet mit Auguste Krukenberg geb. Reil (17941881), einer Tochter des angesehenen Hallenser Mediziners Johann Christian Reil (vgl.
B22). Johann Heusingers Bildnis von Peter Krukenberg ist leider verschollen (vgl.
B23). Vgl. auch V05 und V06.
Lit.: http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Krukenberg, gelesen am 26.10.2011.
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4. Werkverzeichnis V Varia
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V05 Peter Krukenberg (1787-1865), wann? (Foto DLM)
Münster, Landesmuseum, Diepenbroick-Archiv
Text: "n. d. Nat. gez. v. Krüger; gest. v. Aug. [Nachname nicht entziffert]; Dr. Peter
Krukenberg".
Peter David Krukenberg war verheiratet mit Auguste Krukenberg geb. Reil (17941881), einer Tochter des angesehenen Hallenser Mediziners Johann Christian Reil (vgl.
B22). Johann Heusingers Bildnis von Peter Krukenberg ist leider verschollen (vgl.
B23). Vgl. auch V04 und V06.
Lit.: http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Krukenberg, gelesen am 26.10.2011.
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4. Werkverzeichnis V Varia
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V06 Peter Krukenberg (1787-1865), wann?
Braunschweig, Braunschweigisches Landesmuseum, VMB 8329/ 1-39 (31)
Text: "Nach der Natur gez. v. Krüger; Lithograph. v. Oldermann; Dr. Peter Krukenberg
- Halle bei A. Fritze".
Peter David Krukenberg war verheiratet mit Auguste Krukenberg geb. Reil (17941881), einer Tochter des angesehenen Hallenser Mediziners Johann Christian Reil (vgl.
B22). Johann Heusingers Bildnis von Peter Krukenberg ist leider verschollen (vgl.
B23). Vgl. auch V04 und V05.
Lit.: BBL 1996, S. 352 mit Abb.: http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Krukenberg,
gelesen am 26.10.2011.
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4. Werkverzeichnis V Varia
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V07 Achten: Heinrich Heusinger (1786-1863), wann?
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
Kreide auf grauem Karton, weiß gehöht, laut Beschriftung einer lithographierten
Reproduktion (V08) gezeichnet von Joseph Achten. Vgl. B014 und U08.
Lit.: AKL, Band 1, 1992, S. 237: "Achten, Joseph, österr. Maler, Zeichner, *1822 Graz,
†10.11.1867 Meran (Lungenleiden). Stud.: Städel'sches Kunstinst. Frankfurt/Main,
Carolinum Braunschweig, ab 1839 München und Düsseldorf. 1862-66 tätig in Berlin,
zuletzt in Graz. – Neben Genrebildern (Die Verlassene; Die Verschämte) Porträts in
Kreide und Grisaillemalerei (wegen Farbblindheit), zuweilen mit Andeutung natürl.
Farbe bei Schmuck und Haar, die wegen ihrer modelltreuen Charakteristik bekannt
wurden. Mitglied des steir. Kunstvereins. WERKE : GRAZ, Landesmus. Joanneum,
Neue Gal.: zwei Damenbildnisse, 1865. AUSSTELLUNGEN: G: 1866 Berlin / 1867,
'83 Graz, Kulturhistor. Ausst. BIBLIOGRAPHIE ThB1, 1907. Wastler, 1883; Rump,
1912; List, 1967; Fuchs, Maler (19. Jh.) I, 1972; ÖKL I, 1974." Verfasser: Alois
Gehart.
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4. Werkverzeichnis V Varia
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V08 Heinrich Heusinger (1786-1863), wann?
Oppenheim, Ada Guntrum-Heusinger
Lithographie. Maße? Text: "Gez. v. J. Achten; Lith. u. gedr. v. Hanfstaengl in München; Dr.
Heinrich Heusinger".
Vgl. B014 und U08.
V08 Detail
300
4. Werkverzeichnis Z Ausgeschiedene Werke
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Z Ausgeschiedene Werke
keine Abbildung bekannt
Z01 Königin Luise von Preußen, wann?
Amsterdam, Christie's (verkauft)
Unbezeichnet. Öl auf Leinwand. 49,6 x 37,8 cm.
Einem Nachfolger von Johann Heusinger zugeschrieben. Versteigert am 8.5.1995,
Amsterdam, Christie's, Lot 67, Old Masters Pictures.
Lit.:
http://www.artnet.de/Artists/LotDetailPage.aspx?lot_id=992983BC8DAEBA96,
gelesen am 26.10.2011, Abb. für Nichtabonnenten leider verschlüsselt.
Z02 Unbekannte Dame mit Haarkamm, um 1830
Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum, Inv.-Nr. GG Min 36
301
4. Werkverzeichnis Z Ausgeschiedene Werke
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Aquarell und Gouache auf Elfenbein. 8,2 x 5,3 cm. Unbezeichnet.
Heusinger hat um 1830 wegen seines Augenleidens nur noch in größeren Formaten
gemalt. Entweder ist die Miniatur einige Jahre früher entstanden, was Stefanie Werner
wegen des modischen Kamms wohl zurecht nicht glaubt, oder sie stammt von einem
anderen Künstler. Außerdem spricht die fehlende Signatur gegen ein Zuschreibung an
Heusinger.
Herkunft: Braunschweig, Nachlass Karl Steinacker 1946.
Lit.: Werner 2010, Kat.-Nr. 25, S. 66 f. mit Abb. und ausführlicher Beschreibung.
Z03 Unbekannter österreichischer Infanterie-Offizier, 1810 (Foto artnet)
London, Bonhams Knightsbridge (verkauft)
Miniatur auf Elfenbein. "4,8 x 0 cm" (sic!). 1810. Signiert. Da der Inhalt der Signatur
nicht mitgeteilt worden ist und die Reproduktion der Miniatur Details nicht zu erkennen
gibt, ist eine Zuschreibung an Heusinger nicht zu bestätigen.
Erstmals verkauft durch Bonhams Knightsbridge am 12.7.1993, Lot 100, Miniaturen,
dann noch einmal durch Bonhams Knightsbridge am 22.2.1995, Lot 74,
Bildnisminiaturen.
Lit.: und Abb.:
http://www.artnet.de/Artists/LotDetailPage.aspx?lot_id=F6B9957D4CCE57C4, gelesen
am 26.10.2011;
http://www.artnet.de/Artists/LotDetailPage.aspx?lot_id=BC5FB5D057CB5EAD,
gelesen am 26.10.2011.
302
4. Werkverzeichnis Z Ausgeschiedene Werke
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Z04 Christus, Elias und Moses, wann? (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, Aqu.slg 1282o
Sepia / Graphit (Bleistift). 128 x 222 cm. Drei Teile in einem Rahmen.
Drei Figuren aus der Verklärung Christi auf Tabor von Raffael (im Vatikan).
"Im Schlafzimmer ... Kopien in Sepia nach Gemälden Rafaels von Heusinger". (Bergau
1885, S. 678) Hoffmann 1971, S. 19: "Nach Raffael - Ausschnitt aus dem Gemälde
Verklärung Jesu auf Tabor, GK II 40378" ohne Zuschreibung. Hoffmann 1985 schreibt
das Werk Heusinger zu, versieht die Zuschreibung aber mit einem Fragezeichen. 1826
hat die "Copie nach der Transfiguration Raphaels von Seidelmann, in Sepia" im Runden
Schreibzimmer in den Privaträumen des Kronprinzenpaars im Spreeflügel des Berliner
Stadtschlosses gehangen. "Der Standort war sicher nur ein Provisorium, das mit der
Fertigstellung von Schloß Charlottenhof endete. Dort fand das große Bild einen
beziehungsvollen Platz über der Bettstatt im gemeinsamen Schlafzimmer des
Kronprinzenpaars." (Bartoschek 1995, S. 318 auf der Grundlage des Inventars von 1826
in der SPSG)
Abb. aus http://de.wikipedia.org/wiki/Raffael, gelesen am
26.10.2011
303
4. Werkverzeichnis Z Ausgeschiedene Werke
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Z05 Junger Herr, wann? (Foto Wilnitsky)
Wien, Boris Wilnitsky (angeboten)
"Öl und Wasserfarben auf Elfenbein, ungerahmt 11,6 x 8,9 cm, gerahmt 12,1 x 9,4 cm.
1830/40." Für 1900 € angeboten. Von Wilnitsky ohne Begründung Johann Heusinger
zugeschrieben. Passt in die Reihe anderer Miniaturen, die Wilnitsky unter dem Namen
Johann Heusingers angeboten hat. Da unsigniert, ist das Werk wohl kaum von Johann
Heusinger, dessen letzte Miniaturen vor 1830 entstanden sind. Nach 1830 hat er auf
Grund eines Augenleidens nur noch größere Formate gemalt.
Lit. und Abb.: http://www.wilnitsky.com/scripts/redgallery1.dll/details?No=35877,
gelesen am 8.3.2012.
304
4. Werkverzeichnis Z Ausgeschiedene Werke
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Z06 Käfer Nr. 15, 16 und 17, wann? (Foto Wilnitsky)
Wien, Boris Wilnitsky (verkauft)
Wasserfarben auf Papier. 20,5 x 15,9 cm. Für 250 € angeboten. Von Wilnitsky ohne
Begründung Johann Heusinger zugeschrieben. Die Handschrift auf dem Blatt und
Heusingers Handschrift etwa in seinen Briefen an Friedrich Wilhelm IV. (GStA PK,
BPH Rep. 50 J Nr. 569) sind jedenfalls verschieden.
Lit. und Abb.: http://wilnitsky.com/scripts/redgallery1.dll/details?No=26414, gelesen
am 14.3.2011.
305
4. Werkverzeichnis Z Ausgeschiedene Werke
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Z07 Unbekannte Aristokratin, um 1800 (Foto Wilnitsky)
Wien, Boris Wilnitsky (verkauft)
Porträtminiatur. Wasserfarbe auf Elfenbein. 8,4 x 6,8 cm. Bezeichnet unten rechts "H."
In altem Rahmen. Zwar vom Versteigerer Johann Heusinger zugeschrieben, es gibt aber
kein Anhaltspunkt dafür, dass dieser jemals ein Werk mit "H." signiert hätte.
Herkunft: Aus einer amerikanischen Privatsammlung. Verkauft am 28. Juli 2008 für
4174 USD.
Lit. und Abb.:
http://web.artprice.com/classifieds/fineart/detail
s.aspx?id=407479, gelesen am 26.110.2011
306
4. Werkverzeichnis Z Ausgeschiedene Werke
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Z08 Unbekannte Dame, "1805/1810" (Foto Wilnitsky)
Wien, Boris Wilnitsky
Miniatur auf Elfenbein, 9,4 x 6,7 cm, 3479 $. Heusinger zugeschrieben, aber kaum ein
Werk von ihm, da er seine Werke so gut wie immer signiert hat.
Lit. und Abb.: http://web.artprice.com/classifieds/fineart/show/720579?l=en, gelesen
am 26.10.2011
307
4. Werkverzeichnis Z Ausgeschiedene Werke
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Z09 Unbekannter junger napoleonischer Offizier, 1812 (Foto Wilnitsky)
Wien, Boris Wilnitsky (verkauft)
Porträtminiatur. Originaler faltbarer Rahmen. 4,6 x 3,7 cm, gerahmt 5,1 x 4,2 cm.
Wasserfarben auf Elfenbein. Bezeichnet "H.812". Da Heusinger keines seiner Werke in
vergleichbarer Weise signiert hat, ist die Zuschreibung wahrscheinlich nicht richtig.
Herkunft: Paris, Bernard-Franck. Verkauft am 16.11.2006 für 3569 USD.
Lit. und Abb.:
http://web.artprice.com/classifieds/fineart/details.aspx?id
=185503, gelesen am 26.10.2011
308
5. Werke nach Standort
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5. Werke nach Standort
Literarisch überlieferte, aber niemals mit einem Standort verknüpfte Werke sind im
folgenden Verzeichnis weggelassen. Im Internet in firmenübergreifenden Datenbanken
(artnet, artprice) erwähnte Werke, die keiner Firma zugeordnet werden konnten, sind
unter 'Kunsthandel (Name der Datenbank)' eingeordnet.
Barkelsby, Gut Hemmelmark,
Edwina Herzogin zu
Mecklenburg von Posern
C06 Prinzessin Friederike
Louis von Preußen (17961850), 1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark,
Edwina Herzogin zu
Mecklenburg von Posern
C07 Prinz Friedrich von
Oranien (1797-1881), 1806
(Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark,
Edwina Herzogin zu
Mecklenburg von Posern
C08 Prinz Friedrich Wilhelm
Ludwig von Preußen (17941863), 1805 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark,
Edwina Herzogin zu
Mecklenburg von Posern
C16 Kronprinz Friedrich
Wilhelm (IV.) von Preußen
(1795-1861), 1806 (Foto
SPSG)
309
5. Werke nach Standort
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Barkelsby, Gut Hemmelmark,
Edwina Herzogin zu
Mecklenburg von Posern
C33 Prinzessin Pauline von
Oranien (1800-1806), 1806
(Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark,
Edwina Herzogin zu
Mecklenburg von Posern
C39 Prinz Wilhelm (I.) von
Preußen (1797-1888), 1806
(Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark,
Edwina Herzogin zu
Mecklenburg von Posern
C43 Prinz Wilhelm (II.) von
Oranien (1792-1849), 1806
(Foto SPSG)
Berlin, Amsler & Ruth
(verkauft)
keine Abbildung F01 Chronos schützt die
bekannt
Religion, 1799
Berlin, Buchen, A. (verkauft)
C36 Ludwig von Voss, 1813
Berlin, Delbrück'sche
Familienstiftung
C17 Kronprinz Friedrich
Wilhelm (IV.) von Preußen
(1795-1861), 1810
310
5. Werke nach Standort
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Berlin, Delbrück'sche
Familienstiftung
Berlin, Gaudy, Generalleutnant
von, Charlottenburg
(verschollen)
C40 Prinz Wilhelm (I.) von
Preußen (1797-1888), 1810
keine Abbildung C21 Franz von Gaudy (1800bekannt
1840) , 1811
Berlin, Hohenzollernmuseum
Schloss Monbijou
(verschollen)
C10 König Friedrich Wilhelm
III. von Preußen (1770-1840),
1805
Berlin, Hohenzollernmuseum
Schloss Monbijou
(verschollen)
C26 Königin Luise von
Preußen (1776-1810), 1797
Berlin, Hohenzollernmuseum
Schloss Monbijou
(verschollen)
C38 Prinz Wilhelm von
Preußen (1783-1851), um
1796
Berlin, Hohenzollernmuseum
Schloss Monbijou
(verschollen)
E05 Johann Friedrich
Delbrück (1768-1830), 1810
Berlin, Kunstgewerbemuseum
H04 Zwei (?) Tassen mit
Bildnis des Staatsministers
von Heinitz nach Plötz, 1804
311
5. Werke nach Standort
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Berlin, Kunstgewerbemuseum,
Schloss Köpenick
C14 Kronprinz Friedrich
Wilhelm (IV.) von Preußen
(1795-1861), 1805
Berlin, Kunstgewerbemuseum,
Schloss Köpenick
C15 Kronprinz Friedrich
Wilhelm (IV.) von Preußen
(1795-1861), 1810?
Berlin, Kupferstichkabinett
B14 Heinrich Heusinger
(1786-1863), 1830
Berlin, Kupferstichkabinett
E35 Friedrich August Wolf
(1759-1824), 1819
Berlin, Kupferstichkabinett
F02 Bacchus (junger
Kastagnettenschläger), 1797
Berlin, Kupferstichkabinett
F03 Drohender Amor, 1797
Berlin, Lepke's KunstAuctions-Haus (verkauft)
312
keine Abbildung C29 Königin Luise von
bekannt
Preußen (1776-1810), wann?
5. Werke nach Standort
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Berlin, Lepke's KunstAuctions-Haus (verkauft)
keine Abbildung C41 Prinz Wilhelm (I.) von
bekannt
Preußen (1797-1888), 1812
Berlin, Privatbesitz
C34 Friedrich von Rauch
(1790-1850), 1815
Berlin, Privatbesitz
C35 Laurelle von Rauch geb.
Gräfin von Moltke (17901864), 1812
Berlin, Privatbesitz
H05 Tasse mit Bildnis des
Staatsministers von Heinitz,
1804
Berlin, Privatbesitz
H06 Vase mit Portrait der
Königin Luise nach Schröder,
1804
Berlin, Spik, Leo (verkauft)
E07 Hofschauspieler Gern
der Ältere, wann?
Berlin, Stadtmuseum
A04 Selbstbildnis mit
Zeichenstift, 1828
313
5. Werke nach Standort
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Berlin, Stadtmuseum
A06 Selbstbildnis en face mit
Zeichenstift, 1828?
Berlin, Stadtmuseum
B10 Ernst Heusinger (17881837), 1808
Berlin, Stadtmuseum
D01 Paul Joseph Bardou
(1745-1814), 1820
Berlin, Stadtmuseum
D02 Johann Joseph Freidhoff
(1768-1818), 1819
Berlin, Stadtmuseum
D03 Karl Friedrich Hampe
(1772-1848), 1819
Berlin, Stadtmuseum
D04 Selbstbildnis en face mit
pelzbesetztem Mantel, 1819
314
5. Werke nach Standort
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Berlin, Stadtmuseum
D05 Johann Friedrich
Wilhelm Jury (1763-1829),
1819
Berlin, Stadtmuseum
D06 Johann Karl Heinrich
Kretschmar (1769-1847),
1820
Berlin, Stadtmuseum
D07 Carl Ludwig Kuhbeil
(um 1770-1823), 1820
Berlin, Stadtmuseum
D08 Jakob Andreas Conrad
Levezow (1770-1835), 1819
Berlin, Stadtmuseum
D09 Leopold Ludwig Müller
(1767 - nach 1838), 1820
Berlin, Stadtmuseum
D10 Jean Barthélemy Pascal
(1774-1853), 1820
315
5. Werke nach Standort
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Berlin, Stadtmuseum
D11 Philipp Friedrich Rabe
(?-1837), 1822
Berlin, Stadtmuseum
D12 Johann Carl Friedrich
Riese (1759-1834), 1819
Berlin, Stadtmuseum
D13 Karl Friedrich
Rungenhagen (1778-1851),
1821
Berlin, Stadtmuseum
D14 Johann Gottfried
Schadow (1764-1850), 1820
Berlin, Stadtmuseum
D15 Herr Schadow (welcher),
1822
Berlin, Stadtmuseum
D16 Gottfried Wilhelm
Völcker (1775-1849), 1819
316
5. Werke nach Standort
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Berlin, Stadtmuseum
D17 Carl Friedrich
Wichmann (1775-1836),
1820
Berlin, Stadtmuseum
D18 Ludwig Wilhelm
Wichmann (1788-1859),
1820
Berlin, Stadtmuseum
D19 Karl Friedrich Zelter
(1758-1832), 1820
Berlin, SPSG, KPMPorzellansammlung des Landes
Berlin
H03 Drei Tassen mit Bildnis
des Staatsministers von
Heinitz, 1803
Bonn, Schulz-Hausmann,
Friedrich von
A09 Selbstbildnis mit leerer
Hand, 1838
Bonn, Schulz-Hausmann,
Friedrich von
B15 Sophia Henriette
Heusinger (1784-1818), 1808
317
5. Werke nach Standort
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Bonn, Schulz-Hausmann,
Friedrich von
B25 Anna Sophie Henriette
Schulz geb. Heusinger (17991856), um 1818
Bonn, Schulz-Hausmann,
Friedrich von
B29 Friedrich Schulz (17951864), 1829
Bonn, Schulz-Hausmann,
Friedrich von
B31 Karoline Schulz (17911855), 1838
Bonn, Schulz-Hausmann,
Friedrich von
B32 Klara Schulz (um 1822 vor 1828), 1828
Bonn, Schulz-Hausmann,
Friedrich von
B33 Meta Schulz (18271895), 1832
Braunschweig, Borek-Stiftung
C01 Prinz Carl von Preußen
(1801-1883), 1815
318
5. Werke nach Standort
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Braunschweig, Borek-Stiftung
C02 Charlotte von Preußen,
Alexandra Feodorowna
(1798-1860), 1815
Braunschweig, Borek-Stiftung
C03 Charlotte von Preußen,
Alexandra Feodorowna
(1798-1860), 1818
Braunschweig, Borek-Stiftung
C05 Prinzessin Friederike
von Preußen (1778-1841),
1816
Braunschweig, Borek-Stiftung
C20 Kronprinz Friedrich
Wilhelm (IV.) von Preußen
(1795-1861), 1818
Braunschweig, Borek-Stiftung
C23 Prinzessin Luise von
Preußen, Fürstin Radziwill
(1770-1836), um 1805
Braunschweig, Borek-Stiftung
C24 Prinzessin Luise von
Preußen (1808-1870), 1817
319
5. Werke nach Standort
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Braunschweig, Borek-Stiftung
C28 Königin Luise von
Preußen (1776-1810), nach
1802
Braunschweig, Borek-Stiftung
C28A Königin Luise im
Kreis ihrer Kinder und
Freundinnen, vor 1846
Braunschweig, Borek-Stiftung
C30 Prinzessin Marianne von
Preußen (1785-1846), 1816
Braunschweig,
Braunschweigisches
Landesmuseum
A08 Selbstbildnis mit Brille
und Pelzkragen, 1837
Braunschweig,
Braunschweigisches
Landesmuseum
E02 Luise Bode geb.
Vahrenholz (gest. um 1841),
1830
Braunschweig,
Braunschweigisches
Landesmuseum
E03 Wilhelm Bode (17791854), 1828 (Foto BLB)
320
5. Werke nach Standort
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Braunschweig,
Braunschweigisches
Landesmuseum
E42 Unbekanntes Paar, 1816
Braunschweig,
Braunschweigisches
Landesmuseum
E46 Unbekanntes Mädchen
mit Handschuhen, 1818
Braunschweig, Herzog Anton
Ulrich-Museum
E40 Unbekannte junge Dame
mit Halskrause und
Perlenohrring, 1815
Braunschweig, Heusinger,
Christian von
B02 Die Familie Anna und
Conrad Heusingers, 1837
Braunschweig, Heusinger,
Christian von
E45 Unbekannte junge Frau,
1818
Braunschweig, Heusinger,
Christian von
F04 Maria mit Kind, 1817
(Foto CvH)
321
5. Werke nach Standort
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Braunschweig, Heusinger, Karl
(verschollen)
Braunschweig, Heyer, Justus
Christian Heinrich
(Kriegsverlust)
Braunschweig, Hoffmann, Carl
(verschollen)
Braunschweig, Meier, Oberst
a. D. (verschollen)
Braunschweig, Meier, Oberst
a. D. (verschollen)
B05 Conrad Heusinger
(1752-1820), 1816
keine Abbildung E12 Justus Christian Heinrich
bekannt
Heyer (1746-1821), 1815
E25 Friedrich W. Uhde
(1781-1851), 1813/14
keine Abbildung B22 Auguste Krukenberg
bekannt
geb. Reil (1794-1881), 1814
keine Abbildung B23 Peter Krukenberg (1787bekannt
1865), um 1810
Braunschweig, Städtisches
Museum
A07 Selbstbildnis mit Brille
und Pelzkragen, 1837 (Foto
SMB)
Braunschweig, Städtisches
Museum
C31 Gräfin Moltke, 1816
Braunschweig, Städtisches
Museum
C32 Gräfin Moltke, um 1816
322
5. Werke nach Standort
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Braunschweig, Städtisches
Museum
E04 Georgine Claus (18141900), 1836 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches
Museum
E16 Emilie Müller (18161843), 1833 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches
Museum
E19 Ferdinand Pini (17931851), 1835 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches
Museum
Abb. siehe
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F05 König Friedrich Wilhelm
III. von Preußen (1770-1840),
1822
Braunschweig, Städtisches
Museum
F06 Königin Luise von
Preußen (1776-1810), 1822
Braunschweig, Städtisches
Museum
F07 Karl Friedrich Schinkel
(1781-1841), 1821
Braunschweig, Städtisches
Museum
F08 Johann Wolfgang von
Goethe (1749-1832), 1822
323
5. Werke nach Standort
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Braunschweig, Städtisches
Museum
F09 Madonna della Sedia,
1837 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches
Museum
F10 Madonna dei Candelabri,
1837 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches
Museum
F11 Heilige Familie mit hl.
Hieronymus (Der Tag), 1839
Den Haag, House of OrangeNassau Historic Collections
Trust
C42 Prinz Wilhelm (II.) von
Oranien (1792-1849) und
Friedrich von Oranien (17971881), 1803
Dresden, Mende, Julia
C45 Unbekannte Dame mit
Perlenohrringen, 1836
Eichenzell, Museum Schloss
Fasanerie, Hessische
Hausstiftung
C12 Die Prinzen Friedrich
Wilhelm (IV.) und Wilhelm
(I.), 1803 (Foto Fasanerie)
324
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Eichenzell, Museum Schloss
Fasanerie, Hessische
Hausstiftung
C13 Kronprinz Friedrich
Wilhelm (IV.) von Preußen
(1795-1861), 1804 (Foto
Fasanerie)
Eichenzell, Museum Schloss
Fasanerie, Hessische
Hausstiftung
C37 Prinz Wilhelm von
Preußen (1783-1851), 1796
Goslar, Volkmar, Marie
(verschollen)
Goslar, Volkmar, Marie
(Kriegsverlust)
Goslar, Volkmar, Marie
(verschollen)
Goslar, Volkmar, Marie
(verschollen)
Goslar, Volkmar, Marie
(verschollen)
Goslar, Volkmar, Marie
(Kriegsverlust)
Goslar, Volkmar, Marie
(Kriegsverlust)
Goslar, Volkmar, Marie
(verschollen)
Gotha, Schloss Friedenstein,
jetzt Haus Sachsen-Meiningen
keine Abbildung E09 Friederike Hagemann,
bekannt
1840
keine Abbildung E10 Amalie Heyer später
bekannt
verh. Volkmar (1782-1837),
1804
keine Abbildung E14 Konrad Heyer (1778bekannt
1810), 1804
keine Abbildung E15 Johanna Elisabeth
bekannt
Conradine Lachmann geb.
Heyer (1777-1797), 1796
keine Abbildung E27 Amalie Volkmar geb.
bekannt
Heyer (1782-1837), wann?
keine Abbildung E29 Luise Volkmar geb.
bekannt
Meyer (1753-1818), 1814
keine Abbildung E30 Philipp Christoph Gustav
bekannt
Volkmar (1743-1817), 1814
keine Abbildung E31 Rudolph Volkmar (1815bekannt
1880), 1832
C09 König Friedrich Wilhelm
III. von Preußen (1770-1840),
1800 (Foto Trotha)
325
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Halberstadt, Gleimhaus
E47 Unbekannte Frau in
städtischer Tracht, 1827 (Foto
GH)
Halberstadt, Gleimhaus
E48 Unbekanntes Mädchen in
städtischer Tracht, 1829 (Foto
GH)
Hannover, Niedersächsisches
Landesmuseum
Hannover, Sander, Frau R.
(verschollen)
Jever, Volkmar, Hayo
(verschollen)
Jever, Volkmar, Hayo
(verschollen)
Jever, Volkmar, Hayo
(verschollen)
Jever, Volkmar, Hayo
(verschollen)
Jever, Volkmar, Hayo
(verschollen)
Kamenz (Schloss) in Schlesien
(verschollen)
Köln, Heberle, J. M. (H.
Lempertz' Söhne) (verkauft)
326
keine Abbildung G02 Miniaturkopf eines
bekannt
Pferdes (der Stute Ewanda),
1815
keine Abbildung E39 Unbekanntes Mädchen,
bekannt
1800 - verschollen
keine Abbildung E08 Auguste Hagemann geb.
bekannt
Krukenberg, 1804
keine Abbildung E11 Anna Maria Bernhardine
bekannt
Heyer geb. Krohn (17441817), wann?
keine Abbildung E13 Justus Christian Heinrich
bekannt
Heyer (1746-1821), c. 1825
keine Abbildung E26 Amalie Volkmar geb.
bekannt
Hagemann (1823-1846), um
1840
keine Abbildung E32 Wilhelm Volkmar (1813bekannt
1890), 1832
C19 Kronprinz Friedrich
Wilhelm (IV.) von Preußen
(1795-1861), 1817
keine Abbildung E38 Unbekannter älterer
bekannt
Herr, 1800
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Köln, Lempertz
C44 Unbekannter
hochdekorierter Leutnant,
1817
Königslutter, Pini, Lutz Eckart
E17 Carl Friedrich Pini
(1761-1839), 1830
Königslutter, Pini, Lutz Eckart
E18 Ferdinand Pini (17931851), 1834
Königslutter, Pini, Lutz Eckart
E20 Ferdinand Pini (17931851), 1835
Königslutter, Pini, Lutz Eckart
E21 Friederike Sophie Pini
geb. Warnecke (1793-1841),
1834
Königslutter, Pini, Lutz Eckart
E34 Friederike Sophie
Warnecke (1793-1841), 1808
(Foto LEP)
Kunsthandel (artprice)
keine Abbildung C25 Prinz Louis Ferdinand
bekannt
von Preußen (1772-1806), um
1806
327
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Kunsthandel (askart und
askprice)
Lampersdorf Kreis
Frankenstein, Gaudy, Freiherr
von (verschollen)
Lampersdorf Kreis
Frankenstein, Gaudy, Freiherr
von (verschollen)
C04 Großfürstin Alexandra
Feodorowna (1798-1860),
1818 (Foto askart)
keine Abbildung C18 Kronprinz Friedrich
bekannt
Wilhelm (IV.) von Preußen
(1795-1861), 1810
keine Abbildung C22 Freiherr Leopold von
bekannt
Gaudy (wann?)
Langenfeld Kreis Mettmann,
Quack, Monika
B26 Anna Sophie Henriette
Schulz geb. Heusinger (17991856), 1818
Langenfeld Kreis Mettmann,
Quack, Monika
B27 Hartwig Johann
Christian Schulz (17461830), 1819
Langenfeld Kreis Mettmann,
Quack, Monika
B28 Friedrich Schulz (17951864), 1818
Langenfeld Kreis Mettmann,
Quack, Monika
B30 Henriette Schulz geb.
Schultz (1766-1849), 1819
Luzern, Fischer, Galerie
(verkauft)
328
keine Abbildung E01 Henriette Baranius
bekannt
(1768-1853), 1794 verschollen
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Marburg, Heusinger, Lutz
B01 Die Familie Anna und
Conrad Heusingers, 1808
Marburg, Heusinger, Lutz
B03 Anna Heusinger geb.
Billep (1758-1823), 1816
(Foto Marburg)
Marburg, Heusinger, Lutz
B08 Conrad Heusinger
(1752-1820), 1817 (Foto
Marburg)
Marburg, Heusinger, Lutz
E37 Unbekannter Mann,
1796
Marburg, Heusinger, Lutz
E43 Unbekannter junger
Mann, 1817
München, Bayerische
Staatsbibliothek
G01 Käfer, Vorlagen für
Jablonskys Insektenwerk,
1787-1791 (Foto BSM)
Oppenheim, GuntrumHeusinger, Ada
A02 Selbstbildnis en face, vor
1819
329
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Oppenheim, GuntrumHeusinger, Ada
B09 Conrad Heusinger
(1752-1820), 1823
Oppenheim, GuntrumHeusinger, Ada
B12 Ernst Heusinger (17881837), 1835
Potsdam, Charlottenhof
F12 Beweinung Christi, 1803
(Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof
F13 Heilige Johanna, 1817
(Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof
F14 Kopf der Niobe von
vorn, 1801 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof
F15 Kopf der Niobe von
links, 1801 (Foto SPSG)
330
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Potsdam, Charlottenhof
F16 Julius Sabinus in der
Verbannung, 1799
Potsdam, Charlottenhof
F17 Julius Sabinus in der
Verbannung, 1807 (Foto
SPSG)
Potsdam, Neues Palais,
Plankammer
F18 Königin Luise (17761810) auf dem Sterbebett,
1812 (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais,
Plankammer
F19 Engel aus der
Sixtinischen Madonna, 1812
(Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais,
Plankammer
F20 Engel aus der
Sixtinischen Madonna, 1812?
(Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais,
Plankammer
F21 Tod der hl. Magdalena,
1798 (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais,
Plankammer
F22 Sterbeszene (Tod der hl.
Magdalena, 1807 (Foto
SPSG))
331
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Potsdam, Neues Palais,
Plankammer
F23 Heiliger Bruno, 1799
(Foto SPSG)
Sankt Petersburg, Staatliche
Eremitage (?)
H02 Historische Gegenstände
und Antiken auf 12
Porzellan-Tellern, 1804
Schwerin, Staatliches Museum
C11 König Friedrich Wilhelm
III. von Preußen (1770-1840),
1805 (Foto SMS)
Stöckheim (Braunschweig),
Hille, Johannes
A01 Selbstbildnis nach
rechts, 1800
Stöckheim (Braunschweig),
Hille, Johannes
B16 Auguste Charlotte
Dorothee Hille geb.
Stegmann (1802-1880), 1827
Stöckheim (Braunschweig),
Hille, Johannes
B17 Charlotte Dorothee Hille
geb. Stegmann (1765-1860),
1826
332
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Stöckheim (Braunschweig),
Hille, Johannes
B18 Johann Friedrich Konrad
Hille (1754-1831), 1827
Stöckheim (Braunschweig),
Hille, Johannes
B19 Sophie Magdalene Hille
geb. Heusinger (1763-1803),
um 1800
Stöckheim (Braunschweig),
Hille, Johannes
B20 Sophie Magdalene Hille
geb. Heusinger (1763-1803),
1803
Stöckheim (Braunschweig),
Hille, Johannes
B21 Wilhelm Hille (18031880), 1827
Stöckheim (Braunschweig),
Hille, Johannes
B24 Sophie Friederike
Krukenberg geb. Heusinger
(1761-1833), 1797
Stöckheim (Braunschweig),
Hille, Johannes
E22 Adelheid von Reede,
verheiratete von Perponche
(?), um 1810
Tinz Kreis Breslau, Ruffer,
Gabriele von (verschollen)
keine Abbildung E41 Unbekannter Achterbekannt
Husar, 1815 - verschollen
333
5. Werke nach Standort
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Wien, Albertina
Williamsport, PA, USA,
Mankey, Fred W. (verschollen)
F24 Alexander Severus wird
im Vesta-Tempel zum Kaiser
proklamiert, 1795
keine Abbildung E28 Karl Volkmar (1812bekannt
1886), um 1822
Wolfenbüttel, Hoffmann,
Susanne (verschollen)
E24 Antoinette Uhde geb.
Harsleben (1786-1838), 1808
Wolfenbüttel, Museum im
Schloss
E33 Friederike Sophie
Warnecke (1793-1841), 1807
Wolfenbüttel, Museum im
Schloss
E36 Charlotte Justine Wolff
geb. Carpzow (1757-1833),
1829
Wolfenbüttel, Museum im
Schloss
E44 Unbekannte Dame, 1818
Zürich, Galerie Koller
(verkauft)
C27 Königin Luise von
Preußen (1776-1810), 1802
334
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
6. Werke chronologisch
Das Verzeichnis weist die datierten oder annäherungsweise datierbaren, nicht aber die
kaum datierbaren Werke nach.
1787 - 1791
G01 Käfer, Vorlagen für Jablonskys Insektenwerk,
1787-1791 (Foto BSM)
München, Bayerische Staatsbibliothek, Res/H.nat.
93,II,B2, B3/4, B11 und B12
1793
keine Abbildung F25 Wahrsagerin nach Ferdinand Bol, 1793 bekannt
verschollen
1794
keine Abbildung E01 Henriette Baranius (1768-1853), 1794 bekannt
verschollen
Luzern, Galerie Fischer (verkauft)
1795
F24 Alexander Severus wird im Vesta-Tempel
zum Kaiser proklamiert, 1795
Wien, Albertina, Inv.-Nr. 14705
1796
C37 Prinz Wilhelm von Preußen (1783-1851),
1796
Eichenzell, Museum Schloss Fasanerie, Hessische
Hausstiftung
1796
C38 Prinz Wilhelm von Preußen (1783-1851), um
1796
Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou verschollen
1796
keine Abbildung E15 Johanna Elisabeth Conradine Lachmann geb.
bekannt
Heyer (1777-1797), 1796
Goslar, Marie Volkmar - verschollen
1796
E37 Unbekannter Mann, 1796
Marburg, Lutz Heusinger
335
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1797
B24 Sophie Friederike Krukenberg geb. Heusinger
(1761-1833), 1797
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
1797
C26 Königin Luise von Preußen (1776-1810),
1797
Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou
(verschollen)
1797
F02 Bacchus (junger Kastagnettenschläger), 1797
Berlin, Kupferstichkabinett, Deutsche
Zeichnungen 2. Garnitur, Nr. 10482
1797
F03 Drohender Amor, 1797
Berlin, Kupferstichkabinett, Deutsche
Zeichnungen, 2. Garnitur, Nr. 10483
1798
F21 Tod der hl. Magdalena, 1798 (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer. Keine
Aqu.slg-Nummer. Alte Generalkatalog-Nr. 3791.
Generalkatalog I 40397
1799
F16 Julius Sabinus in der Verbannung, 1799
Potsdam, Charlottenhof, Wohnzimmer der
Hofdamen, GK I 40408, GK II 3802
336
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1799
F23 Heiliger Bruno, 1799 (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer. Keine
Aqu.slg Nummer. Alte Generalkatalog-Nr. 3792.
Generalkatalog I, Nr. 40398
1799
um 1800
keine Abbildung F01 Chronos schützt die Religion, 1799
bekannt
Berlin, Amsler & Ruth (verkauft)
B19 Sophie Magdalene Hille geb. Heusinger
(1763-1803), um 1800
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
1800
A01 Selbstbildnis nach rechts, 1800
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
1800
C09 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen
(1770-1840), 1800 (Foto Trotha)
Sachsen-Meiningen (Haus) - wo?
1800
keine Abbildung E39 Unbekanntes Mädchen, 1800 - verschollen
bekannt
Hannover, Frau R. Sander - verschollen
1800
keine Abbildung E38 Unbekannter älterer Herr, 1800
bekannt
Köln, J. M. Heberle (H. Lempertz' Söhne)
(verkauft)
1800
keine Abbildung F26 Alexander im Zelt des Darius, 1800 bekannt
verschollen
1800
keine Abbildung F27 Die Erziehung Jupiters, 1800 - verschollen
bekannt
337
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1800
1801
keine Abbildung F28 Maria mit dem Kinde nach Raphael Urbino
bekannt
der Dresdner Galerie, 1800 - verschollen
F14 Kopf der Niobe von vorn, 1801 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II
40381, Aqu.slg 1282l
1801
F15 Kopf der Niobe von links, 1801 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II
40382, Aqu.slg 1282m
1802
nach 1802
Kopie
nach 1802
Kopie
1803
keine Abbildung H01 Teller mit jungem Bacchus, 1802 bekannt
verschollen
C27 Königin Luise von Preußen (1776-1810),
1802
Zürich, Galerie Koller (verkauft)
C28 Königin Luise von Preußen (1776-1810),
nach 1802
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
B20 Sophie Magdalene Hille geb. Heusinger
(1763-1803), 1803
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
338
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1803
C12 Die Prinzen Friedrich Wilhelm (IV.) und
Wilhelm (I.), 1803
Eichenzell, Museum Schloss Fasanerie, Hessische
Hausstiftung
1803
C42 Prinz Wilhelm (II.) von Oranien (1792-1849)
und Friedrich von Oranien (1797-1881), 1803
(Foto Fasanerie)
Den Haag, House of Orange-Nassau Historic
Collections Trust, Inv.-Nr. m29
1803
F12 Beweinung Christi, 1803 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II
40379, Aqu.slg 1282n
1803
H02 Historische Gegenstände und Antiken auf 12
Porzellan-Tellern, 1804
St. Petersburg, Staatliche Eremitage
1803
H03 Drei Tassen mit Bildnis des Staatsministers
von Heinitz, 1803
Berlin, SPSG, KPM-Porzellansammlung des
Landes Berlin, Inv. Nr. B 2008/4
1804
C13 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von
Preußen (1795-1861), 1804 (Foto Fasanerie)
Eichenzell, Museum Schloss Fasanerie, Hessische
Hausstiftung
1804
keine Abbildung E08 Auguste Hagemann geb. Krukenberg, 1804
bekannt
Jever, Hayo Volkmar - verschollen
1804
keine Abbildung E10 Amalie Heyer später verh. Volkmar (1782bekannt
1837), 1804
Goslar, Marie Volkmar (Kriegsverlust)
339
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1804
1804
keine Abbildung E14 Konrad Heyer (1778-1810), 1804
bekannt
Goslar, Marie Volkmar - verschollen
H04 Zwei (?) Tassen mit Bildnis des
Staatsministers von Heinitz nach Plötz, 1804
Berlin, Kunstgewerbemuseum
1804
H05 Tasse mit Bildnis des Staatsministers von
Heinitz, 1804
Berlin, Privatbesitz
1804
H06 Vase mit Portrait der Königin Luise nach
Schröder, 1804
Berlin, Privatbesitz
um 1805
C23 Prinzessin Luise von Preußen, Fürstin
Radziwill (1770-1836), um 1805
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
1805
C08 Prinz Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen
(1794-1863), 1805 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin
zu Mecklenburg von Posern
1805
C10 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen
(1770-1840), 1805
Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou,
GK I 41536, GK II 7466 - verschollen
340
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1805
C11 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen
(1770-1840), 1805 (Foto SMS)
Schwerin, Staatliches Museum, Inv.-Nr. G 3614
1805
C14 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von
Preußen (1795-1861), 1805
Berlin, Kunstgewerbemuseum, Schloss Köpenick
Eigentum der SPSG, Inv.-Nr. GK II 41026;
rückseitig "1509"; anhängend ein Zettel mit
UdSSR-Rückführungsnummer
1805
um 1806
keine Abbildung F29 Amor - Gemälde in Wasserfarben, 1805 bekannt
verschollen
keine Abbildung C25 Prinz Louis Ferdinand von Preußen (1772bekannt
1806), um 1806
Kunsthandel (artprice)
1806
C06 Prinzessin Friederike Louis von Preußen
(1796-1850), 1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin
zu Mecklenburg von Posern
1806
C07 Prinz Friedrich von Oranien (1797-1881),
1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin
zu Mecklenburg von Posern
341
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1806
C16 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von
Preußen (1795-1861), 1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin
zu Mecklenburg von Posern
1806
C33 Prinzessin Pauline von Oranien (1800-1806),
1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin
zu Mecklenburg von Posern
1806
C39 Prinz Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888),
1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin
zu Mecklenburg von Posern
1806
C43 Prinz Wilhelm (II.) von Oranien (1792-1849),
1806 (Foto SPSG)
Barkelsby, Gut Hemmelmark, Edwina Herzogin
zu Mecklenburg von Posern
1807
E33 Friederike Sophie Warnecke (1793-1841),
1807
Wolfenbüttel, Museum im Schloss, Inv.-Nr. Z
4540
1807
F17 Julius Sabinus in der Verbannung, 1807 (Foto
SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II
40383, Aqu.slg 1282j
342
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1807
F22 Sterbeszene (Tod der hl. Magdalena, 1807
(Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer, Aqu.slg
1282f
1808
B01 Die Familie Anna und Conrad Heusingers,
1808
Marburg, Lutz Heusinger
1808
B10 Ernst Heusinger (1788-1837), 1808
Berlin, Stadtmuseum, Inv.-Nr. VII 61/707 w
1808
B15 Sophia Henriette Heusinger (1784-1818),
1808
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
1808
E24 Antoinette Uhde geb. Harsleben (1786-1838),
1808
Wolfenbüttel, Susanne Hoffmann - verschollen
1808
E34 Friederike Sophie Warnecke (1793-1841),
1808 (Foto LEP)
Königslutter, Lutz Eckart Pini
343
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1809 oder
1814
um 1810
um 1810
E23 Amalie Sebald, Beethovens "unsterbliche
Geliebte", 1809? - verschollen
keine Abbildung B23 Peter Krukenberg (1787-1865), um 1810
bekannt
Braunschweig, Oberst a. D. Meier - verschollen
E22 Adelheid von Reede, verheiratete von
Perponche (?), um 1810
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
1810
C17 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von
Preußen (1795-1861), 1810
Berlin, Delbrück'sche Familienstiftung
1810
keine Abbildung C18 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von
bekannt
Preußen (1795-1861), 1810
Lampersdorf Kreis Frankenstein, Freiherr von
Gaudy - verschollen
1810
C40 Prinz Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888),
1810
Berlin, Delbrück'sche Familienstiftung
1810
E05 Johann Friedrich Delbrück (1768-1830), 1810
Berlin, Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou,
Inv.-Nr. GK I 41637, Hauptbuch 9601 verschollen
344
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1810?
C15 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von
Preußen (1795-1861), 1810?
Berlin, Kunstgewerbemuseum, Schloss Köpenick
Eigentum der SPSG, Inv.-Nr. GK II, 41027;
rückseitig "2137"; anhängend ein Zettel mit
UdSSR-Rückführungsnummer
1811
1812
keine Abbildung C21 Franz von Gaudy (1800-1840) , 1811
bekannt
Berlin, Charlottenburg, Generalleutnant von
Gaudy - verschollen
C35 Laurelle von Rauch geb. Gräfin von Moltke
(1790-1864), 1812
Berlin, Privatbesitz
1812
keine Abbildung C41 Prinz Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888),
bekannt
1812
Berlin, Rudolph Lepke's Kunst-Auctions-Haus
(verkauft)
1812
F18 Königin Luise (1776-1810) auf dem
Sterbebett, 1812 (Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer, Aqu.slg
1282d
1812
F19 Engel aus der Sixtinischen Madonna, 1812
(Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer, Aqu.slg
1282e. Alte Generalkatalog-Nr. 6798
1812
F20 Engel aus der Sixtinischen Madonna, 1812?
(Foto SPSG)
Potsdam, Neues Palais, Plankammer, Aqu.slg
1282i. Alte Generalkatalog-Nr. 6799
345
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1813
C36 Ludwig von Voss, 1813
Berlin, A. Buchen (verkauft)
1813 oder
1814
1814
E25 Friedrich W. Uhde (1781-1851), 1813/14
Braunschweig, Carl Hoffmann - verschollen
keine Abbildung B22 Auguste Krukenberg geb. Reil (1794-1881),
bekannt
1814
Braunschweig, Oberst a. D. Meier - verschollen
1814
keine Abbildung E29 Luise Volkmar geb. Meyer (1753-1818), 1814
bekannt
Goslar, Marie Volkmar (Kriegsverlust)
1814
keine Abbildung E30 Philipp Christoph Gustav Volkmar (1743bekannt
1817), 1814
Goslar, Marie Volkmar (Kriegsverlust)
1815
C01 Prinz Carl von Preußen (1801-1883), 1815
Kopie
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
1815
C02 Charlotte von Preußen, Alexandra
Feodorowna (1798-1860), 1815
Kopie
346
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1815
C34 Friedrich von Rauch (1790-1850), 1815
Berlin, Privatbesitz
1815
keine Abbildung E12 Justus Christian Heinrich Heyer (1746-1821),
bekannt
1815
Braunschweig, Justus Christian Heinrich Heyer
(Kriegsverlust)
1815
E40 Unbekannte junge Dame mit Halskrause und
Perlenohrring, 1815
Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum,
Inv.-Nr. GG Min 28
1815
keine Abbildung E41 Unbekannter Achter-Husar, 1815 bekannt
verschollen
Tinz Kreis Breslau, Gabriele von Ruffer verschollen
1815
keine Abbildung G02 Miniaturkopf eines Pferdes (der Stute
bekannt
Ewanda), 1815
Hannover, Niedersächsisches Landesmuseum
(angeblich nicht auffindbar)
1816
B03 Anna Heusinger geb. Billep (1758-1823),
1816 (Foto Marburg)
Marburg, Lutz Heusinger
1816
B05 Conrad Heusinger (1752-1820), 1816
Braunschweig, Karl Heusinger - verschollen
347
6. Werke chronologisch
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1816
keine Abb. bekannt, ersatzweise Abb. des
Nachstichs U04 von Bollinger
B06 Conrad Heusinger (1752-1820), 1816 verschollen
1816
Kopie
1816
Kopie
1816
C05 Prinzessin Friederike von Preußen (17781841), 1816
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
C30 Prinzessin Marianne von Preußen (17851846), 1816
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
C31 Gräfin Moltke, 1816
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr.
1979/45a
um 1816
C32 Gräfin Moltke, um 1816
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr.
1979/45a
1816
E42 Unbekanntes Paar, 1816
Braunschweig, Braunschweigisches
Landesmuseum, Inv.-Nr. LMB 18236
348
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1817
B07 Conrad Heusinger (1752-1820), 1818 verschollen
1817
B08 Conrad Heusinger (1752-1820), 1817 (Foto
Marburg)
Marburg, Lutz Heusinger
1817
C19 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von
Preußen (1795-1861), 1817
Kamenz (Schloss) in Schlesien - verschollen
1817
Kopie
1817
C24 Prinzessin Luise von Preußen (1808-1870),
1817
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
E43 Unbekannter junger Mann, 1817
Marburg, Lutz Heusinger
1817
C44 Unbekannter hochdekorierter Leutnant, 1817
Köln, Lempertz (verkauft)
349
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1817
F04 Maria mit Kind, 1817 (Foto CvH)
Braunschweig, Christian von Heusinger
1817
F13 Heilige Johanna, 1817 (Foto SPSG)
Potsdam, Charlottenhof, Schlafzimmer, GK II
40380, Aqu.slg 1282k
um 1818
B25 Anna Sophie Henriette Schulz geb. Heusinger
(1799-1856), um 1818
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
1818
B04 Anna Heusinger geb. Billep (1758-1823),
1818 - verschollen
1818
B26 Anna Sophie Henriette Schulz geb. Heusinger
(1799-1856), 1818
Langenfeld Kreis Mettmann, Monika Quack geb.
von Schulz-Hausmann
1818
B28 Friedrich Schulz (1795-1864), 1818,
Langenfeld Kreis Mettmann, Monika Quack geb.
von Schulz-Hausmann
350
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1818
Kopie
1818
Kopie
1818
C03 Charlotte von Preußen, Alexandra
Feodorowna (1798-1860), 1818
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
C20 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von
Preußen (1795-1861), 1818
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
E44 Unbekannte Dame, 1818
Wolfenbüttel, Museum im Schloss, Inv.-Nr. Z
3078
1818
E45 Unbekannte junge Frau, 1818
Braunschweig, Christian von Heusinger
1818
E46 Unbekanntes Mädchen mit Handschuhen,
1818
Braunschweig, Braunschweigisches
Landesmuseum, Inv.-Nr. 19241
vor 1819
A02 Selbstbildnis en face, vor 1819
Oppenheim, Ada Guntrum-Heusinger
351
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1819
B27 Hartwig Johann Christian Schulz (17461830), 1819
Langenfeld Kreis Mettmann, Monika Quack geb.
von Schulz-Hausmann
1819
B30 Henriette Schulz geb. Schultz (1766-1849),
1819
Langenfeld Kreis Mettmann, Monika Quack geb.
von Schulz-Hausmann
1819
D02 Johann Joseph Freidhoff (1768-1818), 1819
Kopie
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 641d,
GHZ 95/60, 22
1819
D03 Karl Friedrich Hampe (1772-1848), 1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 631c, GHZ 95/60,
3
1819
D04 Selbstbildnis en face mit pelzbesetztem
Mantel, 1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 641a, GHZ 95/60,
19
1819
D05 Johann Friedrich Wilhelm Jury (1763-1829),
1819
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 641c,
GHZ 95/60, 21
352
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1819
D08 Jakob Andreas Conrad Levezow (1770-1835),
1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 640a, GHZ 95/60,
15
1819
D12 Johann Carl Friedrich Riese (1759-1834),
1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 639a, GHZ 95/60,
12
1819
D16 Gottfried Wilhelm Völcker (1775-1849),
1819
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 637c, GHZ 95/60,
8
1819
E35 Friedrich August Wolf (1759-1824), 1819
Berlin, Kupferstichkabinett, Sammlung der
Zeichnungen, SZ Heusinger 1
um 1820
Kopie
C04 Großfürstin Alexandra Feodorowna (17981860), 1818 (Foto askart)
Kunsthandel (askart und askprice)
1820
D01 Paul Joseph Bardou (1745-1814), 1820
Kopie
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 642a (alte
Nr. 32), GHZ 95/60, 23
353
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1820
D07 Carl Ludwig Kuhbeil (um 1770-1823), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 641b, GHZ 95/60,
20
1820
D09 Leopold Ludwig Müller (1767 - nach 1838),
1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 639b, GHZ 95/60,
13
1820
D10 Jean Barthélemy Pascal (1774-1853), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 631d, GHZ 95/60,
4
1820
D14 Johann Gottfried Schadow (1764-1850), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. nicht vergeben,
GHZ 95/60, 1
1820
D17 Carl Friedrich Wichmann (1775-1836), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 638b, GHZ 95/60,
10
1820
D18 Ludwig Wilhelm Wichmann (1788-1859),
1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 638c, GHZ 95/60,
11
354
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1820
D19 Karl Friedrich Zelter (1758-1832), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 640c, GHZ 95/60,
17
1820
Kopie
1820 oder
später
1821
D06 Johann Karl Heinrich Kretschmar (17691847), 1820
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 637b, GHZ 95/60,
7
B11 Ernst Heusinger (1788-1837), 1820 oder
später – verschollen
D13 Karl Friedrich Rungenhagen (1778-1851),
1821
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 640d, GHZ 95/60,
18
1821
F07 Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), 1821
Braunschweig, Städtisches Museum, ohne Inv.-Nr.
um 1822
keine Abbildung E28 Karl Volkmar (1812-1886), um 1822
bekannt
Williamsport, PA, USA, Fred W. Mankey, 833
Third Avenue, - verschollen
355
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1822
D11 Philipp Friedrich Rabe (?-1837), 1822
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 640b,
GHZ 95/60, 17
1822
D15 Herr Schadow (welcher), 1822
Berlin, Stadtmuseum, Buch K, VBK-Nr. 631b,
GHZ 95/60, 2
1822
Abb. siehe
nächste Zeile
F05 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen
(1770-1840), 1822
Braunschweig, Städtisches Museum, ohne Inv.-Nr.
1822
F06 Königin Luise von Preußen (1776-1810),
1822
Braunschweig, Städtisches Museum, ohne Inv.-Nr.
1822
F08 Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832),
1822
Braunschweig, Städtisches Museum, ohne Inv.-Nr.
1823
B09 Conrad Heusinger (1752-1820), 1823
Kopie
Oppenheim, Ada Guntrum-Heusinger
um 1825
keine Abb. bekannt, ersatzweise Abb. der Kopie
A09
A03 Selbstbildnis mit leerer Hand, um 1825 verschollen
356
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1825
Kopie
1826
keine Abbildung E13 Justus Christian Heinrich Heyer (1746-1821),
bekannt
c. 1825
Braunschweig, Hayo Volkmar - verschollen
B17 Charlotte Dorothee Hille geb. Stegmann
(1765-1860), 1826
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
1827
B16 Auguste Charlotte Dorothee Hille geb.
Stegmann (1802-1880), 1827
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
1827
B18 Johann Friedrich Konrad Hille (1754-1831),
1827
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
1827
B21 Wilhelm Hille (1803-1880), 1827
Stöckheim (Braunschweig), Johannes Hille
1827
E47 Unbekannte Frau in städtischer Tracht, 1827
(Foto GH)
Halberstadt, Gleimhaus, Inv.-Nr. P3 unbekannt W
1827
357
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1828
A04 Selbstbildnis mit Zeichenstift, 1828
Berlin, Stadtmuseum, Inv. GHZ 89/13
1828
B32 Klara Schulz (um 1822 - vor 1828), 1828
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
1828?
A06 Selbstbildnis en face mit Zeichenstift, 1828?
Berlin, Stadtmuseum, VBK-Nr. 653b, GHZ 95/60,
31
1829
keine Abb. bekannt, ersatzweise Abb. der Kopie
A07 (Foto SMB)
A05 Selbstbildnis (mit Zeichenstift?), 1829 verschollen
1829
B29 Friedrich Schulz (1795-1864), 1829
Kopie
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
1829
E36 Charlotte Justine Wolff geb. Carpzow (17571833), 1829
Wolfenbüttel, Museum im Schloss, Inv.-Nr. Z
4167
358
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1829
Kopie
1830
E48 Unbekanntes Mädchen in städtischer Tracht,
1829 (Foto GH)
Halberstadt, Gleimhaus, Inv.-Nr. P3 unbekannt W
1829
E02 Luise Bode geb. Vahrenholz (gest. um 1841),
1830
Braunschweig, Braunschweigisches
Landesmuseum, Inv.-Nr. VM 10140
1830
Kopie
1830
B14 Heinrich Heusinger (1786-1863), 1830
Berlin, Kupferstichkabinett, ZM 92, SZ Heusinger
2.
Alte Nr. SB 372, 1485 durchgestrichen, SZ 2 F
VII, 389
E03 Wilhelm Bode (1779-1854), 1828 (Foto BLB)
Braunschweig, Braunschweigisches
Landesmuseum, Inv.-Nr. 2012-0034-00
1830
E17 Carl Friedrich Pini (1761-1839), 1830
Königslutter, Lutz Eckart Pini
1832
B33 Meta Schulz (1827-1895), 1832
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
1832
keine Abbildung E31 Rudolph Volkmar (1815-1880), 1832
bekannt
Goslar, Marie Volkmar - verschollen
359
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1832
keine Abbildung E32 Wilhelm Volkmar (1813-1890), 1832
bekannt
Jever, Hayo Volkmar - verschollen
1833
E16 Emilie Müller (1816-1843), 1833 (Foto SMB)
Kopie
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr.
1200-0215-00
1834
E18 Ferdinand Pini (1793-1851), 1834
Königslutter, Lutz Eckart Pini
1834
E21 Friederike Sophie Pini geb. Warnecke (17931841), 1834
Königslutter, Lutz Eckart Pini
1835
B12 Ernst Heusinger (1788-1837), 1835
Oppenheim, Ada Guntrum-Heusinger
1835
E19 Ferdinand Pini (1793-1851), 1835 (Foto
SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr.
1200-0230-00
360
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1835
E20 Ferdinand Pini (1793-1851), 1835
Kopie
Königslutter, Lutz Eckart Pini
1836
C45 Unbekannte Dame mit Perlenohrringen, 1836
Kopie
Dresden, Julia Mende
1836
E04 Georgine Claus (1814-1900), 1836 (Foto
SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr.
1200-0216-00
1837
Kopie
A07 Selbstbildnis mit Brille und Pelzkragen, 1837
(Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr. 143
und 1200-0214-00
1837
A08 Selbstbildnis mit Brille und Pelzkragen, 1837
Kopie
Braunschweig, Braunschweigisches
Landesmuseum, Inv.-Nr. ZG 2917/g
1837
B02 Die Familie Anna und Conrad Heusingers,
1837
Kopie
1837
Braunschweig, Christian von Heusinger
F09 Madonna della Sedia, 1837 (Foto SMB)
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr.
1200-0196-00
361
6. Werke chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1837
F10 Madonna dei Candelabri, 1837 (Foto SMB)
Kopie
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr.
1200-0197-00
1838
A09 Selbstbildnis mit leerer Hand, 1838
Kopie
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
1838
B31 Karoline Schulz (1791-1855), 1838
Kopie
Bonn, Friedrich von Schulz-Hausmann
1839
F11 Heilige Familie mit hl. Hieronymus (Der
Tag), 1839
Kopie
Braunschweig, Städtisches Museum, Inv.-Nr.
1200-0198-00
um 1840
keine Abbildung E09 Friederike Hagemann, 1840
bekannt
Goslar, Marie Volkmar - verschollen
um 1840
keine Abbildung E26 Amalie Volkmar geb. Hagemann (1823bekannt
1846), um 1840
Jever, Hayo Volkmar - verschollen
vor 1846
C28A Königin Luise im Kreis ihrer Kinder und
Freundinnen, vor 1846
Braunschweig, Stiftung Richard Borek
362
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
Nach: Helmut Börsch-Supan: Die Kataloge der Berliner Akademie-Ausstellungen
1786-1850, Berlin 1971. Maßangaben: 12 Linien = 1 Zoll = 2,6154 cm; 12 Zoll = 1 Fuß
= 31,385 cm.
Johann Heusinger hat in den Ausstellungen 1789, 93, 94, 95, 97, 98, 1800, 1802, 1806,
1808, 1810, 1812, 1820 ausgestellt. Thieme-Becker 1924, S. 9 nennt auch die
Ausstellungen 1791 (wegen der Madonna eines Ungenannten?) und 1822 (weswegen?).
Aus der folgenden Aufstellung sind Werke nur dann in das Werkverzeichnis (Kapitel 4)
übernommen worden, wenn es zu ihnen mindestens einen
weiteren Beleg,
beispielsweise Zahlungsbeleg, gibt oder sie nachweislich noch existieren. Die nicht
übernommenen Werke sind im Register erschlossen.
Jahr
Nr.
in der Rubrik
Objektbeschreibung
weiterer Beleg
1789
212
Noch verschiedene Arbeiten
akademischer
Zöglinge
Ein Blumenstück in
Wasserfarbe, mit Papillons
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
1791
84
Zeichnungen /
Von einem
Ungenannten
La Madonna della Sedia,
Copie nach Raphael. (von
einem Ungenannten; kann
nicht mit der 1837 datierten
Madonna della Sedia im SM
Braunschweig identisch sein)
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
1793
187
Von verschiedenen
einheimischen
und
auswärtigen
Künstlern
Eine Zeichnung nach F. Boll,
in Sepia gezeichnet,
vorstellend eine Wahrsagerin
F25 Wahrsagerin
nach Ferdinand Bol,
1793, von der Akademie ausgezeichnet
(Lacher 2005, Anm.
94).
1794
330
Anhang später
eingesandter
Kunstwerke
Unter dem Namen Joh.
Heisinger Christus wird zu
Grabe getragen, nach
Domichino (sic!). Eine
Zeichnung
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
Rumpf 1804, S. 270,
Nr. 17 beschreibt im
Berliner Stadtschloss: "Christus
wird von Joseph von
Arimathias und
Johannes zu Grabe
getragen, und von
den drei Marien
begleitet, von
Dominichino."
363
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1795
107
Von
einheimischen
und
auswärtigen
Künstlern
108
1797
160
Eine Zeichnung in Sepia
nach G. Lairesse. Ein junger
Prinz wird von den Vestalen,
wo er erzogen ward,
abgeholt, und zum Throne
berufen.
Portrait der Madame
Baranius als Klara von
Hoheneichen, nach Bardou,
in Miniatur
Von
einheimischen
und
auswärtigen
Künstlern
F24 Alexander
Severus wird zum
Kaiser proklamiert,
1795, Wien,
Albertina.
E01 Henriette
Baranius, 1794,
Luzern, Fischer.
Bacchus und [Fortsetzung
siehe 161]
F02 Bacchus (junger
Kastagnettenschläger), 1797, Berlin,
Kupferstichkabinett.
161
Amor. Zwei Zeichnungen mit
Sepia nach Gips
F03 Drohender
Amor, 1797, Berlin,
Kupferstichkabinett.
1798
364
109
Der Rubriktitel
"Von
einheimischen
und
auswärtigen
Künstlern"
wohl vergessen
Achill wird in den Styx
getaucht, nach G. Lairesse
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Heusingers Vorbild
von Lairesse, 166465, Potsdam,
Sanssouci (nach Roy
1992, Abb. P11).
110
Christus wird zu Grabe
getragen, nach Dominichino
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt, vgl.
1794/330 und
1812/196.
111
Maria mit dem Kinde, nach
F28 Maria mit dem
d. Gemälde von Raphael in d. Kinde nach Raphael
dresd. Gallerie
Urbino der Dresdner
Galerie, 1800,
Zahlungsbeleg.
112
Ein Engel, nach d. Gemälde
von Raphael in d. dresd.
Gallerie
113
Kopf der heil. Barbara, nach Im Werkverzeichnis
d. Gemälde von Raphael in d. nicht erwähnt.
dresd. Gallerie
114
Kopf der Maria, nach Guido
Reni
115
Magdalena, die ihren Putz
von sich geworfen hat und
eine Geißel hält, nach
Franzesini, nach Seidelmann
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
F21 Der Tod der hl.
Magdalena, 1798,
Potsdam, SPSG.
365
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
116
Magdalena, nach Batoni,
nach Seidelmann
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
Könnte diese
"Magdalena" von
Christian W. E.
Dietrich in der
Blauen Kammer im
Neuen Palais in
Potsdam nach
Batonis
"Magdalena" in der
Dresdner Gemäldegalerie Heusingers
Vorbild gewesen
sein? (Vgl. Liepe
2012, S. 22)
117
1800
Von
einheimischen
und
auswärtigen
Künstlern
99
Bacchus nach einem Gips
Vgl. 1797/160.
Acht Zeichnungen in Sepia
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
Alexander, vor dem Zelte des
Darius, nach Pompeo Batton,
2 F. 5 Z. Br. 1 F. 11 Z. H.
(75,8 cm breit, 60,2 cm hoch)
F26 Batonis Vorbild
für Heusingers
verlorene Kopie.
366
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
100
Julius Sabinus, nach
Rehberg, 2 F. 5 1/2 Z. Br. 1
F. 9 Z. H. (77,1 cm breit,
54,9 cm hoch)
F16 Julius Sabinus
in der Verbannung,
1799, Potsdam,
Charlottenhof.
101
Der heilige Bruno, nach Eust:
le Sueure 2 F. 5 Z. H. 1 F.9
Z. Br. (75,8 cm hoch, 54,9
cm breit)
F23 Der hl. Bruno,
1797, Potsdam,
SPSG.
102
Die Erziehung Jupiters, nach
Nik. Poussin 2 F 6 Z. Br. 1 F
10 1/2 Z. H. (78,5 cm breit,
58,9 cm hoch)
F27 Poussins
Vorbild für
Heusingers verlorene
Kopie.
103
Die Zeit entdeckt die
Unschuld, nach Andrea del
Sarto, 2 F. 6 Z. H. 1 F. 9 Z.
Br. (78,5 cm hoch, 54,9 cm
breit)
F01 Chronos schützt
die Religion, 1799,
Berlin, Amsler
&Ruth.
104
Maria mit dem Kinde, nach
Im Werkverzeichnis
van Dyk, 2 F. 5 Z. Br. 1 F. 11 nicht erwähnt.
Z. H. (75,8 cm breit, 60,2 cm
hoch)
367
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
105
Magdalena nach Corregio
nach Dietrich, 1 F. 2 Z. Br.
10 1/2 Z. H. (36,6 cm breit,
27,5 cm hoch)
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
Könnte letztlich
diese "Magdalena"
von Correggio
(Kopie) (in der
Dresdner
Gemäldegalerie,
Gal.-Nr. 154,
vermisst) Heusingers
Vorbild gewesen
sein?
106
1802
137
Von
einheimischen
und
auswärtigen
Künstlern
Dieselbe nach Seydelmann, 1
F. 2 Z. Br. 10 1/2 Z H. (36,6
cm breit, 27,5 cm hoch)
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt, vgl.
1800/105.
Belisar nach F. Rehberg,
Zeichnung in Sepia
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
Könnte dieser Stich
Bollingers nach
Rehberg (im
Stadtgeschichtlichen
Museum Leipzig, B
71a) Heusingers
Vorbild gewesen
sein?
138
368
Die heilige Catharina nach
Willebört
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
1806
161
Von
einheimischen
und
auswärtigen
Künstlern
Christus wird in's Grab
gelegt, nach einem Gemälde
von Van Dyck auf der
Königlichen Gallerie;
Zeichnung in Sepia auf
weißem Papier, 2 1/2 Fuß
hoch (78,5 cm hoch)
F12 Beweinung
Christi nach van
Dyck, 1803,
Potsdam, Charlottenhof; vgl. 1809/391.
1808
162
Terpsichore
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
163
Kalliope
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
164
Erato
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
165
Euterpe. Sämmtlich nach
Langer in Sepia auf
kouleurtem Papier
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
166
Sieben Portraits nach
Schröder, in Wasserfarben
gemalt auf Pergament, unter
einer Nummer
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
167
Zwei Portraits nach
demselben, auf Elfenbein,
unter einer Nummer
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
168
Mehrere Portraits nach der
Natur, in Sepia auf
Pergament gezeichnet, unter
einer Nummer
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
386
Zweiter
Nachtrag
Julius Sabinus, nach Rehberg
F17 Julius Sabinus
in der Verbannung,
1807, Potsdam,
SPSG 1282j.
369
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
387
Magdalena, nach
Francheschini
F22 Tod der hl.
Magdalena, 1807,
Potsdam, SPSG.
388
Amor, nach Mengs
Vielleicht identisch
mit dem unter F29
erwähnten, 1805
bezahlten Amor.
Könnte dieser
"Amor" von Mengs
(in der Dresdner
Gemäldegalerie, P
177) Heusingers
Vorbild gewesen
sein?
370
389
Cecilie, nach Dominichino
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
390
Magdalena, nach Korreggio
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt, vgl.
1800/105.
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
391
Christus wird ins Grab
gelegt, nach Van Dyck
F12 Beweinung
Christi nach van
Dyck, 1803,
Potsdam, Charlottenhof; vgl. 1806/161.
1810
140
Von einheimischen und
auswärtigen
Künstlern
Fünf Porträts zu einer Gruppe Im Werkverzeichnis
zusammengestellt
nicht erwähnt.
141
Porträt eines Frauenzimmers,
das einen Korb mit
Weintrauben hält
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
142
Porträt eines lesenden
Frauenzimmers
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
143
Porträt eines Frauenzimmers,
welches einen Hut hält
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
144,
45,
46
Drei verschiedene Porträts.
Sämmtlich in Sepia, auf
Pergament, nach der Natur
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
Zeichnungen in Sepia: (siehe
dazu Eckardt 1987, S. 96.
Schadow: Zu den Porträts
sagte FW III: "Sehr geschickt
für diese Partie, besonders
die Profile.")
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
196
Christus wird zu Grabe
getragen, nach Dominichino
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt, vgl.
1794/330 und
1798/110.
197
Der hl. Bruno, nach Le Sueur
Vgl. 1800/101.
198
Alexander vor dem Zelte des
Darius, nach Batoni
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt, vgl.
aber die Ausstellung
1800, Nr. 99 und
F26.
1812
Von einheimischen und
auswärtigen
Künstlern
371
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
199
Die heil. Cecilia, nach
Domenichino
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt, vgl.
1808/389.
200
Dieselbe, nach Carlo Dolci
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
Könnte diese "Hl.
Cecilie" von Dolci
(in der Dresdner
Gemäldegalerie,
Gal.-Nr. 509)
Heusingers Vorbild
gewesen sein?
201
Ein Christuskopf, nach H.
Caracci
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
Könnte dieser
"Christuskopf" von
A. Caracci (in der
Dresdner Gemäldegalerie, Gal.-Nr.
309, vermisst)
Heusingers Vorbild
gewesen sein?
372
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
202
Zwei Engel, nach Raphael
F19 Engelskopf von
vorn, 1812, Potsdam,
SPSG.
F20 Engelskopf von
links, 1812,
Potsdam, SPSG.
203
Orpheus und Eurydike, nach
Rehberg
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
204
Luna und Endymion, nach
Rehberg
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
205
Julius Sabinus, nach
demselben
Vgl. 1800/100 und
1808/386.
206
Büste Ihrer Majestät der
höchstsel. Königin, nach
Rauch
F18 Königin Luise
auf dem Sterbebett,
1812, Potsdam,
SPSG.
207
Melpomene, nach Gips
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
208
Ajax, nach Gips
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
373
7. Verzeichnis der Werke in Berliner Akademie-Ausstellungen
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
209
Niobe, nach Gips
F14 Kopf der Niobe
von vorn, 1801,
Potsdam, SPSG.
210
Niobe, nach Gips
F15 Kopf der Niobe
von links, 1801,
Potsdam, SPSG.
1820
211
Ariadne, nach Gips
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
212
Ariadne, nach Gips
Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
213,
214
Zwei Porträte, nach der Natur Im Werkverzeichnis
nicht erwähnt.
185
Einheimische
und auswärtige
Künstler
Bildnisse einiger
Berlinischen Künstler.
Sepiazeichnungen nach der
Natur in Einem Rahmen
D01 - D19 Bildnisse
für den Berlinischen
Künstlerverein.
374
8. Bibliographie alphabetisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
8. Bibliographie alphabetisch
ADB 1875
Allgemeine Deutsche Biographie, Leipzig 1875-1912
Adler 2012
Adler, Antje: Gelebte Antike - Friedrich Wilhelm IV. und
Charlottenhof, Berlin 2012
AKL 1983
Allgemeines Künstlerlexikon - Die bildenden Künstler aller
Zeiten und Völker, Leipzig 1983 ff.
Badstübner-Gröger
2006
Badstübner-Gröger, Sibylle u. a.: Johann Gottfried Schadow Die Zeichnungen, Berlin 2006, I, S. 168 und II, S. 440.
Bailleu 1908
Bailleu, Paul: Königin Luise. Ein Lebensbild, Berlin - Leipzig
1908
Barnstorf 1968
Barnstorf, Fritz: Der Porträtmaler Johann Heusinger (17691846) und seine Erinnerungen an die heimatliche Landschaft
um den Elm. In: Braunschweigische Heimat, 54. Jg., 1968,
S.47-53 und S. 88-91
Bartmann-Ulferts
1990
Bartmann, Dominik und Ulferts, Gerd-Dieter: Von
Chodowiecki bis Liebermann, Berlin-Museum, Katalog der
Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle und Gouachen des 18. und
19. Jahrhunderts, Berlin 1990
Bartoschek 1994
Bartoschek, Gerd: Johann Heinrich Schröder (1757-1812) preußische Porträts, Ausstellung Schloss Paretz, Paretz 1994
Bartoschek 1995
Bartoschek, Gerd: Die Welt in Bildern. In: Friedrich Wilhelm
IV. - Künstler und König - zum 200. Geburtstag.
Ausstellungskatalog, Neue Orangerie, Potsdam 1995, Frankfurt
1995, S. 317-321
Bassenge 1989
Bassenge, Gerda, Berlin Auktion 53 Teil II Alte und neue
Kunst, 2.-3.6.1989, Nr. 5616
BBL 1996
Braunschweigisches Biographisches Lexikon, 19. und 20.
Jahrhundert, hrsgg. von Horst-Rüdiger Jarck und Günter
Scheel, Braunschweig 1996
Bergau 1885
Bergau, R.: Inventar der Bau- und Kunstdenkmäler in der
Provinz Brandenburg, Berlin 1885
Bergemann 1927
Bergemann, Fritz: Bettinas Leben und Briefwechsel mit
Goethe, Leipzig 1927
Bessin-Lang 2001
Bessin, Peter und Lang, Eleonore: Klein, aber fein - Miniaturen
auf Elfenbein - Bedeutung, Restaurierung, Aufbewahrung. In:
Weltkunst 10, 2001, S. 1576 f.
Biermann 1917
Biermann, Georg: Die Miniaturensammlung des Großherzogs
von Hessen, Berlin 1917
Blättel 1992
Blättel, Harry: International dictionary of miniature painters,
porcelain painters, silhouettists, München 1992
375
8. Bibliographie alphabetisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Bock 1921
Bock, Elfried: Die deutschen Meister, 2 Bände. In: Friedländer,
M.
J.
(Hrsg.):
Zeichnungen
alter
Meister
im
Kupferstichkabinett zu Berlin; Berlin 1921
Bowron 2007
Bowron, Edgar Peters und Kerber, Peter Björn: Pompeo Batoni
- Prince of Painters in Eighteenth-Century Rome (in
Verbindung mit der gleichnamigen Ausstellung in Houston und
London, Houston 2007
Börsch-Supan 2011
Börsch-Supan, Eva: Karl Friedrich Schinkel - Lebenswerk:
Arbeiten für König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und
Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.), Berlin - München 2011
Börsch-Supan 1971
Börsch-Supan, Helmut: Die Kataloge der Berliner AkademieAusstellungen 1786-1850, Berlin 1971
Börsch-Supan 1994
Börsch-Supan, Helmut: Die Pastellmalerei in Berlin im 18.
Jahrhundert. In: Bartoschek, Gerd: Johann Heinrich Schröder
(1757-1812) - preußische Porträts, Ausstellung Schloss Paretz,
Paretz 1994, S. 7-14
Bothe-Gramlich 1983
Bothe, Rolf und Gramlich, Sybille: Das "Große Buch" Repräsentative Zeichnungen und Porträts der wichtigsten
Mitglieder. In: "... und abends in Verein". Johann Gottfried
Schadow und der Berlinische Künstler-Verein 1814-1840,
Ausstellungskatalog Berlin-Museum, Berlin 1983
Brandenburg 1974
Brandenburg, Hans Christian: Die Familien Heusinger, Band II,
Göttingen 1974
Brinckmann 1918
Brinkmann,
Albert
Erich:
Bildnisminiaturen
aus
niedersächsischem Privatbesitz, Kestner-Gesellschaft, XIX.
Sonderausstellung, 8.9. - 13.10.1918, Hannover 1918, Nr. 556
und 557 bzw. 555
Bublitz-Kartei 1945
Kartei zur Erschließung des Archivs der Königlich Preußischen
Porzellanmanufaktur, verwahrt in der Stiftung Preußische
Schlösser und Gärten in Potsdam (erschließt in erster Linie die
im 2. Weltkrieg vernichteten Akten, aber auch Bestände, die im
Geheimen Staatsarchiv erhalten geblieben sind)
Charlottenhof 1850
Beschreibung von Sans-Souci, dem Neuen Palais und
Charlottenhof mit Umgebungen, auch aller übrigen
Königlichen und Prinzlichen Schlösser, Gärten und Anlagen in
und bei Potsdam, 2., verbesserte und bedeutend vermehrte
Auflage, - unveränderter fotomechanischer Nachdruck der
Originalausgabe, Potsdam, Horvath 1850
Charlottenhof 1854
Charlottenhof: Seiner Majestät dem Könige Friedrich Wilhelm
IV von Preussen gehörig. Erbaut von Schinkel, Berlin u. a.
1854
Charlottenhof 1911
Das königliche Schloß Charlottenhof bei Potsdam, 1911
Dannenberg 2011
Auktion 122 Kunst & Antiquitäten, Auktionshaus Dannenberg,
Berlin, 17.6.2011
376
8. Bibliographie alphabetisch
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Delbrück 1907
Delbrück, Johann Friedrich: Die Jugend des Königs Friedrich
Wilhelm IV. von Preußen und des Kaisers und Königs Wilhelm
I.: Tagebuchblätter ihres Erziehers Friedrich Delbrück (18001809) / mitgeteilt von Georg Schuster, Berlin 1907
Diepenbroick 1931
Diepenbroick-Grüter,
Hans
Dietrich:
Allgemeiner
Porträtkatalog, Hamburg 1931-1933, Reprint Hildesheim 1967
Dresden 2005
Staatliche Kunstsammlungen Dresden: Illustrierter Katalog in
zwei Bänden, Band II Illustriertes Gesamtverzeichnis der
Gemäldegalerie Alte Meister, Köln 2005
Eckardt 1987
Eckardt, Götz (Herausgeber): Johann Gottfried Schadow:
Kunstwerke und Kunstansichten. Ein Quellenwerk zur Berliner
Kunst- und Kulturgeschichte zwischen 1780 und 1845.
Kommentierte Neuausgabe der Veröffentlichung von 1849, 3
Bände, Berlin 1987
Elster 1926
Elster, Richard (Hrsg.): Gymnasium Martino-Katharineum
Braunschweig - Festschrift zu 500-Jahr-Feier am 17. und 18.
März 1926, Braunschweig 1926
Fischer 1977
Galerie Fischer Auktionen, Nachlass Schloss Binz auf Rügen
(und aus weiterem Besitz), Auktion 15. - 22.11.1977, Katalog
Luzern 1977
Granier 1908
Granier, Hermann: Die Aquarellsammlung Kaiser Wilhelms I. Ein
Beitrag
zu
seiner
Lebensgeschichte.
In:
Hohenzollernjahrbuch XII, 1908, S. 143-182
Grewe 1998
Grewe, Cordula: Wilhelm Schadow (1788-1862), Diss.
Freiburg 1998
Gröning-Sternath
1997
Gröning, Maren und Sternath, Marie Luise: Die deutschen und
Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Wien u. a.
1997. In: Konrad Oberhuber: Beschreibender Katalog der
Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung der Albertina.
Haake 1920
Haake, Paul: Johann Peter Friedrich Ancillon und Kronprinz
Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, München 1920
Hagen 1957
Hagen, Rolf: Maler und Freund eines Königs. In:
Braunschweig - Berichte aus dem kulturellen Leben, 2/1957, S.
30 f.
Hänselmann 1886
Hänselmann, Ludwig: Der Kunstclub in Braunschweig 1836 –
1886, Braunschweig 1886, S.26 f.
Heberle Köln 1905
Katalog der hervorragenden und reichhaltigen Miniaturen Sammlung des Herrn Albert Jaffé in Hamburg. Versteigerung
Köln 27.-30.3.1905 bei J. M. Heberle (H. Lempertz' Söhne),
Auktionskatalog Köln 1905
Hellermann 2001
Hellermann, Dorothee von: Gerhard von Kügelgen (17721820), Berlin 2001
377
8. Bibliographie alphabetisch
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Heusinger 1973
Heusinger, Bruno: Zum Oeuvre Joh. Heusinger, 5 Seiten,
handgeschrieben, 13.2.(19)73, Original bei Lutz Heusinger in
Marburg, Abschrift siehe oben in Kapitel 3 Ältere
Werkverzeichnisse II dieser Dokumentation
Heusinger 2007
Heusinger, Christian von: Notizen zu einem Werkverzeichnis,
Word-Datei bei Lutz Heusinger in Marburg, Kopie siehe oben
in Kapitel 3 Ältere Werkverzeichnisse III dieser
Dokumentation
Heusinger 2009
Heusinger, Christian von: Rezension Peter Mortzfeld: Katalog
der graphischen Porträts in der Herzog August Bibliothek
Wolfenbüttel.
In:
Braunschweigisches
Jahrbuch
für
Landesgeschichte, Bd. 90, 2009, S. 297-99.
Hingst 1996
Hingst, Monika (Hrsg.): Die Kunst hat nie ein Mensch allein
besessen, Ausstellungskatalog 300 Jahre Akademie der Künste,
Berlin 1996
Hoffmann 1971
Hoffmann, Hans: Schloss Charlottenhof und die Römischen
Bäder, amtlicher Führer, Potsdam 1971
Hoffmann 1984
Hoffmann, Hans: Charlottenhof, Römische Bäder, amtlicher
Führer, 4. Auflage, Potsdam 1984
Hoffmann 1985
Hoffmann, Hans: Schloss Charlottenhof und die Römischen
Bäder, 2. überarbeitete und verbesserte Auflage, Potsdam 1985
Hofstetter 2008
Hofstetter, Bodo: Die Welt der Bildnisminiatur. Meisterwerke
aus der Sammlung Emil S. Kern, Bern 2008
Hollender 2003
Hollender, Silke: Schloss Charlottenhof und Römische Bäder,
Berlin u. a. 2003, S. 24-26
Hübner 2004
Hübner, Anna-Louise: Zur Verbürgerlichung preußischer
Wohnkultur - Schloss Charlottenhof und Berliner Interieurs der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Kontext zeitgenössischer
Magazine und Vorbilderhefte für Möbel, Berlin 2004 (als Ms.
gedruckt)
Im Dienste Preußens
2001
Im Dienste Preußens - Wer erzog die Prinzen zu Königen?
Ausstellungskatalog Märkisches Museum, Berlin 2001
Jablonsky 1783
Jablonsky, Carl Gustav und Herbst, Johann Friedrich Wilhelm:
Natursystem aller bekannten in- und ausländischen Insekten,
als eine Fortsetzung der von Buffonschen Naturgeschichte.
Nach dem System des Ritters Karl von Linne bearbeitet. Der
Schmetterlinge erster Teil, Berlin Bei Joachim Pauli 1783; Teil
II Käfer. 10 Teile in 9 Bänden und 2 Tafelbänden, Berlin,
Joachim Pauli, 1785-1806
Jeffares 2006
Jeffares, Neil: Dictionary of Pastellists before
Printversion London 2006,
online-Version
http://www.pastellists.com, gelesen am 26.10.2011
378
1800,
unter
8. Bibliographie alphabetisch
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Jesse 1950
Jesse, Wilhelm: Die Sammlung bäuerlicher Altertümer aus dem
Lande Braunschweig im Städtischen Museum zu
Braunschweig, Braunschweig 1950
Johannsen 2007
Johannsen, Rolf: Wilhelm IV. von Preußen – Von Borneo nach
Rom. Sanssouci und die Residenzprojekte 1814-1848, Kiel
2007
Kemper 2005
Kemper, Thomas: Schloss Monbijou. von der königlichen
Residenz zum Hohenzollern-Museum, Berlin 2005
Klemm 1930
Klemm, F.: Ernst Gottfried Fischer und Goethe. In: Optische
Rundschau 21, 1930, S. 51-53, 63-65
Klittich-Pfankuch
1998
Klittich-Pfankuch, A.: 34. Versteigerung am 21. November
1998, Braunschweig 1998, Kat.-Nr. 67.
Kolbe 1863
Kolbe, G.: Geschichte der Königlichen Porcellanmanufactur zu
Berlin : nebst einer einleitenden Übersicht der geschichtlichen
Entwicklung der ceramischen Kunst; in Veranlassung des
hundertjährigen Bestehens der königl. Manufactur, Berlin 1863,
S. 192 f.:
Koller 1978
Kunstgalerie Koller Zürich, Anzeige in Weltkunst 11, 1978, S.
2496
Köllmann 1966
Köllmann, Erich: Berliner Porzellan 1763-1963, Braunschweig
1966
Köllmann 1987
Köllmann, Erich und Jarchow, Margarete: Berliner Porzellan,
Braunschweig 1987
Krenzlin 1990
Krenzlin, Ulrike: Johann Gottfried Schadow, Stuttgart 1990
Kuhlow 1911
Kuhlow, Kurt: Das königliche Schloß Charlottenhof bei
Potsdam, Berlin 1911
Kunstblätterpreise
1912
Jahrbuch der Bilder- und Kunstblätterpreise - Verzeichnis d.
wichtigsten Auktionsergebnisse d. dt. Kunstmarktes, Band 3,
Wien 1912, S. 186
Lacher 2005
Lacher, Reimar F.: Künstler(auto)biografien, In: „Berliner
Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800/Online-Dokumente“,
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften 2005,
S. 41-49. Kommentierte Edition des Manuskripts von
unbekannter Hand, nach eigenhändigen Aufzeichnungen, 7
Seiten, 4°, geheftet, als Leihgabe des Vereins Berliner Künstler
in der Stiftung Archiv der Akademie der Künste Berlin, VBK
Nr. 49, aus dem Bestand des Berlinischen Künstlervereins.
http://www.berliner-klassik.de/publikationen/werkvertraege/
lacher_autobiografien/lacher_biografien.pdf,
gelesen
am
6.10.2011
Lacher Weitsch 2005
Lacher, Reimar F.: Friedrich Georg Weitsch. Maler - Kenner –
Akademiker, Berlin 2005
379
8. Bibliographie alphabetisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Lebenstage 1910
Die letzten Lebenstage der Königin Luise (Bericht
abgeschrieben aus dem Stuttgardter Morgenblatte Nr. 105 von
1810). In: Hohenzollern-Jahrbuch XIV, 1910, S. 10-19
Lemberger 1907
Lemberger,
Ernst:
Beiträge
zur
Geschichte
Miniaturmalerei. Als Manuskript gedruckt, Berlin 1907
Lemberger 1910
Lemberger, Ernst: Die Bildnis-Miniatur in Deutschland von
1550 bis 1850, München 1910
Lemberger 1911
Lemberger, Ernst: Meisterminiaturen aus fünf Jahrhunderten,
Anhang: Künstler-Lexikon der Miniaturmalerei mit den
biographischen Daten über 6000 Miniaturisten, Stuttgart 1911
Lemberger 1914
Lemberger,
Ernst:
Beiträge
zur
Geschichte
der
Miniaturmalerei. Der Monogrammist I. H. - Ein
Porträtminiaturist am Anfange des 19. Jahrhunderts. In:
Cicerone VI, 1914, S. 443 f
Lempertz 2011
Lempertz: Kunstgewerbe 13.5.2011, Auktion 976, Köln 2011
Lenz 1919
Lenz, Georg: Johann Gottfried Schadow und die Berliner
Porzellanmanufaktur. In: Kunst und Kunsthandwerk, 1919, S.
65-105, besonders S. 96
Lepke Berlin 1909
Sammlung alter Elfenbein-Miniaturen aus Wiener Privatbesitz.
Antiquitäten etc. aus dem Nachlaß Edward Chaplin, Hamburg.
Versteigerung 8.2.1909. Rudolph Lepke's Kunst-AuctionsHaus, Auktionskatalog 1536, Berlin 1909
Lepke Berlin 1911
Sammlung Hermann Emden Hamburg. Vierter Teil.
Miniaturbildnisse 18. und 19. Jahrhundert. Versteigerung
2./3.5.1911.
Rudolph
Lepke's
Kunst-Auctions-Haus,
Auktionskatalog Berlin 1911
Liepe 2012
Liepe, Heidrun: Neues Palais. Gästeschloss Friedrichs des
Großen im Park Sanssouci, 4. Aufl., München 2012
Lugt, Frits: Les marques des collections de dessins et
d'estampes, Bd. 1 und Supplementband, Amsterdam - Den
Haag 1921/1956
Mack, Heinrich: Briefe Friedrich Wilhelms IV. von Preußen an
seinen alten Lehrer Johann Heusinger in Braunschweig. In:
Braunschweigische
Landeszeitung,
20.8.1912,
Wissenschaftliche Beilage Nr. 34
Lugt 1921 / 1956
Mack 1912
der
Mack 1931
Mack, Heinrich (Hrsg.): Georg Ludwig Heinrich Spohrs und
Conrad Heusingers Fehde über Heusingers Gedicht „Lessings
Tod“.
In:
Veröffentlichungen
des
Braunschweiger
Genealogischen Abends zum Goethe-Lessing-Jahr 1929, Nr. 2,
Leipzig 1931
Martin 1981
Martin, Heinz E. R.: Miniaturen des Rokoko, Empire und
Biedermeier, München 1981
380
8. Bibliographie alphabetisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Meiner 2008
Meiner, Jörg: Leben zwischen Zeiten und Stilen. Die Wohnung
des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (IV.) im
Berliner Schloß. In: Die Königstadt. Stadtraum und
Wohnräume um 1800, hrsg. von Claudia Sedlarz, Hannover
2008 (Berliner Klassik, 6), S. 199-214
Meiner 2009
Meiner, Jörg: Wohnen mit Geschichte. Die Appartements
Friedrich Wilhelms IV. von Preußen in historischen Residenzen
der Hohenzollern, Berlin München 2009
Meiner 2011
"Unglaublich ist sein Genie fürs Zeichnen" - König Friedrich
Wilhelm IV. von Preußen (1795-1861) zum 150. Todestag,
Ausstellung Potsdam, Römische Bäder, Potsdam 2011
Michaelis 1995
Michaelis, Rainer: Verzeichnis der verschollenen und
zerstörten Bestände der Gemäldegalerie, Berlin 1995. In:
Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz,
Dokumentation der Verluste, Band I Gemäldegalerie, Berlin
1995
Mitgau 1948
Mitgau, Hermann: Gemeinsames
Wolfenbüttel und Hannover 1948
Mortzfeld 1989
Mortzfeld, Peter: Die Porträtsammlung der Herzog August
Bibliothek Wolfenbüttel, München - London - New York Paris 1989
Nagler 1852
Nagler, Georg Kaspar: Neues allgemeines Künstlerlexikon, 3.
Aufl., 6. Band, Leipzig 1924 (unveränderter Abdruck der ersten
Auflage 1835-1852), S. 527:
Nathan 2009
Nathan, Carola: Die Gnädige Frau von Paretz. In: Monumente,
11/12, 2009, S. 13-19
NDB 1953
Neue deutsche Biographie, Berlin seit 1953
Opalla 2009
Opalla, Jeanette: Das Geschenkewesen am friderizianischen
Hof . In: Friedrich300 - Colloquien, Friedrich der Große und
der Hof, Berlin 2009, http://www.perspectivia.net/content/
publikationen/friedrich300-colloquien/friedrich-hof/Opalla_
Geschenkewesen, gelesen am 26.10.2011, lokal
Pagenstecher 1966
Pagenstecher, Rudolf Alexander (Hrsg.): Ärzteverein
Braunschweig 1866-1966. Erinnerungsgabe zum 100jährigen
Bestehen, Braunschweig 1966
Paretz 1810
Inventarium von dem Königlichen Lustschloß zu Paretz,
aufgenommen den 5. Mai 1810, Potsdam, Stiftung Staatliche
Schlösser und Gärten, Plankammer, Inventar-Nr. 754
Paretz 1825
Inventarium des Königl. Landhauses zu Paretz und der dazu
gehörenden Gebäude ... nach der Revision von 1825, Potsdam,
Stiftung Staatliche Schlösser und Gärten, Plankammer,
Inventar-Nr. 445
Leben
1770-1870,
381
8. Bibliographie alphabetisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Pels-Leusden 1999
Galerie Pels-Leusden, Kunst und Handwerk in Preußen <II>,
Ausstellungskatalog, Berlin 20.9. - 17.11.1999, Berlin 1999
Petersdorf 1910
Petersdorf, Hermann von: Der älteste Sohn der Königin Luise
und sein erster Erzieher. In: Hohenzollernjahrbuch XIV, 1910,
S. 192-223.
Pfefferkorn 1980
Pfefferkorn, Rudolf: Von Schadow bis Gärtner - Zeichnungen
aus dem Besitz des Vereins Berliner Künstler (Einführung in
die Vereinsgeschichte von Günter Krüger), Berlin 1980
Plötz-Peters 1997
Plötz-Peters, Hannelore: Königin Luise - Ein Mythos. Ein
Bildnis der Königin auf Porzellan und die Pastellvorlage
Johann Heinrich Schröders. In: Keramos, Heft 156, April 1997,
S. 29-37
Plötz-Peters 2008
Plötz-Peters, Hannelore: . Friedrich Anton Freiherr von Heinitz
- KPM-Tassen zu seinem Gedenken. In: Keramos, Heft 201,
Juli 2008, S. 61-66
PND 1989
Personennamendatei der sog. Deutschen Nationalbibliothek,
Frankfurt am Main
Poensgen 1930
Poensgen, Georg: Die Bauten Friedrich Wilhelms IV. in
Potsdam, Berlin 1930
Röhr 1966
Aus den Erinnerungen des Malers Johann Heusinger. In:
Heimatbuch für den Landreis Wolfenbüttel, Jg. 12, 1966, S.
102-105.
Roettgen 2001
Roettgen, Steffi: Mengs - Die Erfindung des Klassizismus,
München 2001
Roppel 2008
Roppel, Hans-Peter: Langeleben - Burg und Schloss. In: Der
Tetzelstein - Die Hauszeitung der Waldgaststätte Tetzelstein im
Elm, 2. Jahrgang, Ausgabe Frühjahr 2008, S. 4-5
Roy 1992
Roy, Alain: Gérard de Lairesse (1640-1711), Paris 1992
Rudigier 1978
Miniaturenkabinett Rudigier München, Anzeige in Kunst und
Antiquitäten, Zeitschrift für Kunstfreunde, Sammler und
Museen, Hannover 1978
Rumpf 1804
Rumpf, Johann Daniel Friedrich: Berlin und Potsdam - eine
vollständige Darstellung der merkwürdigsten Gegenstände,
Band 1, Berlin 1804
SchaffersBodenhausen 1993
Schaffers-Bodenhausen, Karen und Tiethoff-Spliethoff,
Marieke: The Portrait Miniatures in the Collections of the
House of Orange-Nassau, Zwolle 1993
Schidlof 1911
Schidlof, Leo: Die Bildnisminiatur in Frankreich im XVII.,
XVIII. und XIX. Jahrhundert. Als Anhang: Allgemeines
Lexikon der Miniaturisten aller Länder, Wien und Leipzig 1911
Schidlof 1964
Schidlof, Leo R.: The Miniature in Europe in the 16th, 17th,
18th and 19th centuries, vol. I, A-L, Graz 1964, S. 355
382
8. Bibliographie alphabetisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Schinkel 1866
Schinkel, Karl Friedrich: Sammlung architektonischer
Entwürfe: Enthaltend theils Werke welche ausgeführt sind
theils Gegenstände deren Ausführung beabsichtigt wurde,
Berlin 1866, Nachdruck Chicago 1981
Schmidt 1824
Schmidt, Friedrich August: Neuer Nekrolog der Deutschen,
Weimar 1824-1854
Schmidt 2010
Schmidt, Monika, Kunstantiquariat in München: Angebot von
Kupferstichen aus Jablonsky & Herbst "Natursystem aller
bekannten in- und ausländischen Insecten, bei J. Pauli, Berlin
1785-1806
Schmitz 1919
Schmitz, Hermann: Schloß Paretz - ein königlicher Landsitz um
das Jahr 1800, Berlin 1919
Schönemann 1981
Schönemann, Heinz: Schloss Charlottenhof und die Römischen
Bäder - ein utopisches Gesellschaftsmodell. In: Das Werk
Schinkels und seine Bedeutung für die DDR, Baufassung Baupraxis, Band 81, Berlin 1981, S. 122-127
Schönemann 1997
Schönemann, Heinz: Karl Friedrich Schinkel - Charlottenhof,
Potsdam-Sanssouci, Stuttgart u. a. 1997
Schönemann 2001
Schönemann, Heinz: Schloß Charlottenhof - kein Haus, ein
Tempel. In: Susan M. Peik (Hrsg.): Karl Friedrich Schinkel Aspekte seines Werkes, Stuttgart 2001, S. 57-67
Schulz 1904
Schulz, Hermann: Eine deutsche Familie. Aus dem Leben
unserer Eltern und Voreltern meinen Geschwistern erzählt,
Berlin 1904
Seidel 1905
Seidel, Paul: Königin Luise im Bilde ihrer Zeit. In:
Hohenzollern-Jahrbuch 9, 1905, S. 108-154
Siebeneicker 2002
Siebeneicker,
Arnulf:
Offizianten
und
Ouvriers:
Sozialgeschichte der Königlichen Porzellan-Manufaktur und
der Königlichen Gesundheitsgeschirr-Manufaktur in Berlin
1763-1880. Veröffentlichung der Historischen Kommission zu
Berlin, Berlin 2002, S. 167, 201, 242
Simon 1999
Simon, Holger: Die Bildpolitik des preußischen Königshauses
im 19. Jahrhundert. Zur Ikonographie der preußischen Königin
Luise (1776-1810). In: Wallraf-Richartz-Jahrbuch 60, Köln
1999, S. 231-262
Simson 1996
Simson, Jutta von: Christian Daniel Rauch, Berlin 1996
Spangenberg 1995
Spangenberg, Marieluise: Der Meininger Porträtmaler Johann
Heinrich
Schröder
(1757-1812).
Monographie
und
Werkverzeichnis, Meiningen 1995
Spik 2006
Spik, Leo: Berlin, Katalog der Auktion 620 am 8.12.2006,
Berlin 2006
383
8. Bibliographie alphabetisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Thieme-Becker 1907
Thieme, Ulrich und Becker, Felix, Allgemeines Lexikon der
Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig
1907-1950
Tils 1992
Tils, Dirk: Über die Freude beim Umgang mit Kunst - Dr. Rolf
Hagen wird am heutigen Dienstag siebzig Jahre alt. In:
Braunschweiger Zeitung, 14.4.1992, S. 23
Ulferts-Christiani
1996
Ulferts, Gerd-Dieter und Christiani, Franz-Josef: Städtisches
Museum Braunschweig. Bilder zur Kunst und Kulturgeschichte
- Gemälde des 18. -20. Jahrhunderts, Braunschweig 1996
Veltzke 2009
Veltzke, Veit (Herausgeber), Für die Freiheit - gegen Napoleon.
Ferdinand von Schill, Preußen und die deutsche Nation, Köln
2009
Volkmar 1952
Volkmar, Hayo: Brief an Bruno Heusinger, Jever, den 22.
Oktober 1952, getippt, 3 Seiten, Absender 23 Jever, Kr.
Friesland, Kleine Bahnhofstr. 3; Original bei Lutz Heusinger in
Marburg, Abschrift siehe oben in Kapitel 3 Ältere
Werkverzeichnisse I dieser Dokumentation
Vom kleinen Prinz 1977
Wirth, Irmgard: Vom kleinen Prinz zur Berliner Göre - Berliner
Kinder- und Jugenddarstellungen aus drei Jahrhunderten,
Ausstellung im Berlin-Museum, 7.5. - 17.7.1977, Berlin 1977
Waagen 1841
Waagen, Gustav Friedrich: Verzeichnis der Gemäldesammlung
des Königlichen Museums zu Berlin, 7. Auflage, Berlin 1841
Walczak 2004
Walczak, Gerrit: Luise von Preußen und ihre Porträtisten:
Kunstmarkt, Hof und Publikum in Berlin um 1800. In: WallrafRichartz-Jahrbuch, 65, 2004, S. 207-247
Waren 1996
Waren nicht des ersten Bedürfnisses, sondern des Geschmacks
und des Luxus. Zum 200. Gründungstag der Chalcographischen
Gesellschaft Dessau. Anhaltische Gemäldegalerie Dessau, 1996
Weltsch 1954
Weltsch, Felix: Beethovens Unsterbliche Geliebte. In: Der
Monat, Jahrgang 1954, Nr. 66, S. 635-638
Werner 2010
Werner, Stefanie K.: Miniaturen - Große Malerei auf kleiner
Fläche, Ausstellungskatalog Herzog Anton Ulrich-Museum
Braunschweig, Braunschweig 2010
Wirth 1990
Wirth, Irmgard: Berliner Malerei im 19. Jahrhundert, Berlin
1990
Wittwer 2008
Wittwer, Samuel: Auszüge aus der Bublitz-Kartei der KPM zu
"Johann Heusinger", Mail an Lutz Heusinger in Marburg,
Abschrift siehe oben in Kapitel 3 Ältere Werkverzeichnisse IV
dieser Dokumentation
Zerstört 2011
Zerstört, entführt, verschollen - die Verluste der preußischen
Schlösser im Zweiten Weltkrieg - Gemälde II, hrsg. von der
Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
Berlin-Brandenburg, Berlin 2011
384
9. Bibliographie chronologisch
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9. Bibliographie chronologisch
1783
Jablonsky, Carl Gustav und Herbst, Johann Friedrich Wilhelm: Natursystem
aller bekannten in- und ausländischen Insekten, als eine Fortsetzung der von
Buffonschen Naturgeschichte. Nach dem System des Ritters Karl von Linne
bearbeitet. Der Schmetterlinge erster Teil, Berlin Bei Joachim Pauli 1783; Teil
II Käfer. 10 Teile in 9 Bänden und 2 Tafelbänden, Berlin, Joachim Pauli, 17851806
1804
Rumpf, Johann Daniel Friedrich: Berlin und Potsdam - eine vollständige
Darstellung der merkwürdigsten Gegenstände, Band 1, Berlin 1804
1810
Inventarium von dem Königlichen Lustschloß zu Paretz, aufgenommen den 5.
Mai 1810, Potsdam, Stiftung Staatliche Schlösser und Gärten, Plankammer,
Inventar-Nr. 754
1824
Schmidt, Friedrich August: Neuer Nekrolog der Deutschen, Weimar 1824-1854
1825
Inventarium des Königl. Landhauses zu Paretz und der dazu gehörenden
Gebäude ... nach der Revision von 1825, Potsdam, Stiftung Staatliche Schlösser
und Gärten, Plankammer, Inventar-Nr. 445
1841
Waagen, Gustav Friedrich: Verzeichnis der Gemäldesammlung
Königlichen Museums zu Berlin, 7. Auflage, Berlin 1841
1850
Beschreibung von Sans-Souci, dem Neuen Palais und Charlottenhof mit
Umgebungen, auch aller übrigen Königlichen und Prinzlichen Schlösser,
Gärten und Anlagen in und bei Potsdam, 2., verbesserte und bedeutend
vermehrte Auflage, - unveränderter fotomechanischer Nachdruck der
Originalausgabe, Potsdam, Horvath 1850
1852
Nagler, Georg Kaspar: Neues allgemeines Künstlerlexikon, 3. Aufl., 6. Band,
Leipzig 1924 (unveränderter Abdruck der ersten Auflage 1835-1852), S. 527:
1854
Charlottenhof: Seiner Majestät dem Könige Friedrich Wilhelm IV von Preussen
gehörig. Erbaut von Schinkel, Berlin u. a. 1854
1863
Kolbe, G.: Geschichte der Königlichen Porcellanmanufactur zu Berlin : nebst
einer einleitenden Übersicht der geschichtlichen Entwicklung der ceramischen
Kunst; in Veranlassung des hundertjährigen Bestehens der königl. Manufactur,
Berlin 1863, S. 192 f.:
1866
Schinkel, Karl Friedrich: Sammlung architektonischer Entwürfe: Enthaltend
theils Werke welche ausgeführt sind theils Gegenstände deren Ausführung
beabsichtigt wurde, Berlin 1866, Nachdruck Chicago 1981
1875
Allgemeine Deutsche Biographie, Leipzig 1875-1912
1885
Bergau, R.: Inventar der Bau- und Kunstdenkmäler in der Provinz Brandenburg,
Berlin 1885
1886
Hänselmann, Ludwig: Der Kunstclub in Braunschweig 1836 –1886,
Braunschweig 1886, S.26 f.
1904
Schulz, Hermann: Eine deutsche Familie. Aus dem Leben unserer Eltern und
Voreltern meinen Geschwistern erzählt, Berlin 1904
des
385
9. Bibliographie chronologisch
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1905
Katalog der hervorragenden und reichhaltigen Miniaturen - Sammlung des
Herrn Albert Jaffé in Hamburg. Versteigerung Köln 27.-30.3.1905 bei J. M.
Heberle (H. Lempertz' Söhne), Auktionskatalog Köln 1905
1905
Seidel, Paul: Königin Luise im Bilde ihrer Zeit. In: Hohenzollern-Jahrbuch 9,
1905, S. 108-154
1907
Delbrück, Johann Friedrich: Die Jugend des Königs Friedrich Wilhelm IV. von
Preußen und des Kaisers und Königs Wilhelm I.: Tagebuchblätter ihres
Erziehers Friedrich Delbrück (1800-1809) / mitgeteilt von Georg Schuster,
Berlin 1907
1907
Lemberger, Ernst: Beiträge zur Geschichte der Miniaturmalerei. Als
Manuskript gedruckt, Berlin 1907
1907
Thieme, Ulrich und Becker, Felix, Allgemeines Lexikon der Bildenden
Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig 1907-1950
1908
Bailleu, Paul: Königin Luise. Ein Lebensbild, Berlin - Leipzig 1908
1908
Granier, Hermann: Die Aquarellsammlung Kaiser Wilhelms I. - Ein Beitrag zu
seiner Lebensgeschichte. In: Hohenzollernjahrbuch XII, 1908, S. 143-182
1909
Sammlung alter Elfenbein-Miniaturen aus Wiener Privatbesitz. Antiquitäten
etc. aus dem Nachlaß Edward Chaplin, Hamburg. Versteigerung 8.2.1909.
Rudolph Lepke's Kunst-Auctions-Haus, Auktionskatalog 1536, Berlin 1909
1910
Die letzten Lebenstage der Königin Luise (Bericht abgeschrieben aus dem
Stuttgardter Morgenblatte Nr. 105 von 1810). In: Hohenzollern-Jahrbuch XIV,
1910, S. 10-19
1910
Lemberger, Ernst: Die Bildnis-Miniatur in Deutschland von 1550 bis 1850,
München 1910
1910
Petersdorf, Hermann von: Der älteste Sohn der Königin Luise und sein erster
Erzieher. In: Hohenzollernjahrbuch XIV, 1910, S. 192-223.
1911
Das königliche Schloß Charlottenhof bei Potsdam, 1911
1911
Kuhlow, Kurt: Das königliche Schloß Charlottenhof bei Potsdam, Berlin 1911
1911
Lemberger, Ernst: Meisterminiaturen aus fünf Jahrhunderten, Anhang:
Künstler-Lexikon der Miniaturmalerei mit den biographischen Daten über 6000
Miniaturisten, Stuttgart 1911
1911
Sammlung Hermann Emden Hamburg. Vierter Teil. Miniaturbildnisse 18. und
19. Jahrhundert. Versteigerung 2./3.5.1911. Rudolph Lepke's Kunst-AuctionsHaus, Auktionskatalog Berlin 1911
1911
Schidlof, Leo: Die Bildnisminiatur in Frankreich im XVII., XVIII. und XIX.
Jahrhundert. Als Anhang: Allgemeines Lexikon der Miniaturisten aller Länder,
Wien und Leipzig 1911
1912
Jahrbuch der Bilder- und Kunstblätterpreise - Verzeichnis d. wichtigsten
Auktionsergebnisse d. dt. Kunstmarktes, Band 3, Wien 1912, S. 186
386
9. Bibliographie chronologisch
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1912
Mack, Heinrich: Briefe Friedrich Wilhelms IV. von Preußen an seinen alten
Lehrer Johann Heusinger in Braunschweig. In: Braunschweigische
Landeszeitung, 20.8.1912, Wissenschaftliche Beilage Nr. 34
1914
Lemberger, Ernst: Beiträge zur Geschichte der Miniaturmalerei. Der
Monogrammist I. H. - Ein Porträtminiaturist am Anfange des 19. Jahrhunderts.
In: Cicerone VI, 1914, S. 443 f
1917
Biermann, Georg: Die Miniaturensammlung des Großherzogs von Hessen,
Berlin 1917
1918
Brinkmann, Albert Erich: Bildnisminiaturen aus niedersächsischem
Privatbesitz, Kestner-Gesellschaft, XIX. Sonderausstellung, 8.9. - 13.10.1918,
Hannover 1918, Nr. 556 und 557 bzw. 555
1919
Lenz, Georg: Johann Gottfried Schadow und die Berliner Porzellanmanufaktur.
In: Kunst und Kunsthandwerk, 1919, S. 65-105, besonders S. 96
1919
Schmitz, Hermann: Schloß Paretz - ein königlicher Landsitz um das Jahr 1800,
Berlin 1919
1920
Haake, Paul: Johann Peter Friedrich Ancillon und Kronprinz Friedrich Wilhelm
IV. von Preußen, München 1920
1921
Bock, Elfried: Die deutschen Meister, 2 Bände. In: Friedländer, M. J. (Hrsg.):
Zeichnungen alter Meister im Kupferstichkabinett zu Berlin; Berlin 1921
1921
1956
Lugt, Frits: Les marques des collections de dessins et d'estampes, Bd. 1 und
Supplementband, Amsterdam - Den Haag 1921/1956
1926
Elster, Richard (Hrsg.): Gymnasium Martino-Katharineum Braunschweig Festschrift zu 500-Jahr-Feier am 17. und 18. März 1926, Braunschweig 1926
1927
Bergemann, Fritz: Bettinas Leben und Briefwechsel mit Goethe, Leipzig 1927
1930
Klemm, F.: Ernst Gottfried Fischer und Goethe. In: Optische Rundschau 21,
1930, S. 51-53, 63-65
1930
Poensgen, Georg: Die Bauten Friedrich Wilhelms IV. in Potsdam, Berlin 1930
1931
Diepenbroick-Grüter, Hans Dietrich: Allgemeiner Porträtkatalog, Hamburg
1931-1933, Reprint Hildesheim 1967
1931
Mack, Heinrich (Hrsg.): Georg Ludwig Heinrich Spohrs und Conrad
Heusingers Fehde über Heusingers Gedicht „Lessings Tod“. In:
Veröffentlichungen des Braunschweiger Genealogischen Abends zum GoetheLessing-Jahr 1929, Nr. 2, Leipzig 1931
1945
Kartei zur Erschließung des Archivs der Königlich Preußischen
Porzellanmanufaktur, verwahrt in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
in Potsdam (erschließt in erster Linie die im 2. Weltkrieg vernichteten Akten,
aber auch Bestände, die im Geheimen Staatsarchiv erhalten geblieben sind)
1948
Mitgau, Hermann: Gemeinsames Leben 1770-1870, Wolfenbüttel und
Hannover 1948
1950
Jesse, Wilhelm: Die Sammlung bäuerlicher Altertümer aus dem Lande
Braunschweig im Städtischen Museum zu Braunschweig, Braunschweig 1950
387
9. Bibliographie chronologisch
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1952
Volkmar, Hayo: Brief an Bruno Heusinger, Jever, den 22. Oktober 1952,
getippt, 3 Seiten, Absender 23 Jever, Kr. Friesland, Kleine Bahnhofstr. 3;
Original bei Lutz Heusinger in Marburg, Abschrift siehe oben in Kapitel 3
Ältere Werkverzeichnisse I dieser Dokumentation
1953
Neue deutsche Biographie, Berlin seit 1953
1954
Weltsch, Felix: Beethovens Unsterbliche Geliebte. In: Der Monat, Jahrgang
1954, Nr. 66, S. 635-638
1957
Hagen, Rolf: Maler und Freund eines Königs. In: Braunschweig - Berichte aus
dem kulturellen Leben, 2/1957, S. 30 f.
1964
Schidlof, Leo R.: The Miniature in Europe in the 16th, 17th, 18th and 19th
centuries, vol. I, A-L, Graz 1964, S. 355
1966
Köllmann, Erich: Berliner Porzellan 1763-1963, Braunschweig 1966
1966
Pagenstecher, Rudolf Alexander (Hrsg.): Ärzteverein Braunschweig 1866-1966.
Erinnerungsgabe zum 100jährigen Bestehen, Braunschweig 1966
1966
Aus den Erinnerungen des Malers Johann Heusinger. In: Heimatbuch für den
Landreis Wolfenbüttel, Jg. 12, 1966, S. 102-105.
1968
Barnstorf, Fritz: Der Porträtmaler Johann Heusinger (1769-1846) und seine
Erinnerungen an die heimatliche Landschaft um den Elm. In:
Braunschweigische Heimat, 54. Jg., 1968, S.47-53 und S. 88-91
1971
Börsch-Supan, Helmut: Die Kataloge der Berliner Akademie-Ausstellungen
1786-1850, Berlin 1971
1971
Hoffmann, Hans: Schloss Charlottenhof und die Römischen Bäder, amtlicher
Führer, Potsdam 1971
1973
Heusinger, Bruno: Zum Oeuvre Joh. Heusinger, 5 Seiten, handgeschrieben,
13.2.(19)73, Original bei Lutz Heusinger in Marburg, Abschrift siehe oben in
Kapitel 3 Ältere Werkverzeichnisse II dieser Dokumentation
1974
Brandenburg, Hans Christian: Die Familien Heusinger, Band II, Göttingen 1974
1977
Galerie Fischer Auktionen, Nachlass Schloss Binz auf Rügen (und aus
weiterem Besitz), Auktion 15. - 22.11.1977, Katalog Luzern 1977
1977
Wirth, Irmgard: Vom kleinen Prinz zur Berliner Göre - Berliner Kinder- und
Jugenddarstellungen aus drei Jahrhunderten, Ausstellung im Berlin-Museum,
7.5. - 17.7.1977, Berlin 1977
1978
Kunstgalerie Koller Zürich, Anzeige in Weltkunst 11, 1978, S. 2496
1978
Miniaturenkabinett Rudigier München, Anzeige in Kunst und Antiquitäten,
Zeitschrift für Kunstfreunde, Sammler und Museen, Hannover 1978
1980
Pfefferkorn, Rudolf: Von Schadow bis Gärtner - Zeichnungen aus dem Besitz
des Vereins Berliner Künstler (Einführung in die Vereinsgeschichte von Günter
Krüger), Berlin 1980
1981
Martin, Heinz E. R.: Miniaturen des Rokoko, Empire und Biedermeier,
München 1981
388
9. Bibliographie chronologisch
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1981
Schönemann, Heinz: Schloss Charlottenhof und die Römischen Bäder - ein
utopisches Gesellschaftsmodell. In: Das Werk Schinkels und seine Bedeutung
für die DDR, Baufassung - Baupraxis, Band 81, Berlin 1981, S. 122-127
1983
Allgemeines Künstlerlexikon - Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker,
Leipzig 1983 ff.
1983
Bothe, Rolf und Gramlich, Sybille: Das "Große Buch" - Repräsentative
Zeichnungen und Porträts der wichtigsten Mitglieder. In: "... und abends in
Verein". Johann Gottfried Schadow und der Berlinische Künstler-Verein 18141840, Ausstellungskatalog Berlin-Museum, Berlin 1983
1984
Hoffmann, Hans: Charlottenhof, Römische Bäder, amtlicher Führer, 4. Auflage,
Potsdam 1984
1985
Hoffmann, Hans: Schloss Charlottenhof und die Römischen Bäder,
2. überarbeitete und verbesserte Auflage, Potsdam 1985
1987
Eckardt, Götz (Herausgeber): Johann Gottfried Schadow: Kunstwerke und
Kunstansichten. Ein Quellenwerk zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte
zwischen 1780 und 1845. Kommentierte Neuausgabe der Veröffentlichung von
1849, 3 Bände, Berlin 1987
1987
Köllmann, Erich und Jarchow, Margarete: Berliner Porzellan, Braunschweig
1987
1989
Bassenge, Gerda, Berlin Auktion 53 Teil II Alte und neue Kunst, 2.-3.6.1989,
Nr. 5616
1989
Mortzfeld, Peter: Die Porträtsammlung der Herzog August Bibliothek
Wolfenbüttel, München - London - New York - Paris 1989
1989
Personennamendatei der sog.
Main
1990
Bartmann, Dominik und Ulferts, Gerd-Dieter: Von Chodowiecki bis
Liebermann, Berlin-Museum, Katalog der Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle und
Gouachen des 18. und 19. Jahrhunderts, Berlin 1990
1990
Krenzlin, Ulrike: Johann Gottfried Schadow, Stuttgart 1990
1990
Wirth, Irmgard: Berliner Malerei im 19. Jahrhundert, Berlin 1990
1992
Blättel, Harry: International dictionary of miniature painters, porcelain painters,
silhouettists, München 1992
1992
Roy, Alain: Gérard de Lairesse (1640-1711), Paris 1992
1992
Tils, Dirk: Über die Freude beim Umgang mit Kunst - Dr. Rolf Hagen wird am
heutigen Dienstag siebzig Jahre alt. In: Braunschweiger Zeitung, 14.4.1992,
S. 23
1993
Schaffers-Bodenhausen, Karen und Tiethoff-Spliethoff, Marieke: The Portrait
Miniatures in the Collections of the House of Orange-Nassau, Zwolle 1993
1994
Bartoschek, Gerd: Johann Heinrich Schröder (1757-1812) Porträts, Ausstellung Schloss Paretz, Paretz 1994
Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt am
preußische
389
9. Bibliographie chronologisch
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1994
Börsch-Supan, Helmut: Die Pastellmalerei in Berlin im 18. Jahrhundert. In:
Bartoschek, Gerd: Johann Heinrich Schröder (1757-1812) - preußische
Porträts, Ausstellung Schloss Paretz, Paretz 1994, S. 7-14
1995
Bartoschek, Gerd: Die Welt in Bildern. In: Friedrich Wilhelm IV. - Künstler
und König - zum 200. Geburtstag. Ausstellungskatalog, Neue Orangerie,
Potsdam 1995, Frankfurt 1995, S. 317-321
1995
Michaelis, Rainer: Verzeichnis der verschollenen und zerstörten Bestände der
Gemäldegalerie, Berlin 1995. In: Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer
Kulturbesitz, Dokumentation der Verluste, Band I Gemäldegalerie, Berlin 1995
1995
Spangenberg, Marieluise: Der Meininger Porträtmaler Johann Heinrich
Schröder (1757-1812). Monographie und Werkverzeichnis, Meiningen 1995
1996
Braunschweigisches Biographisches Lexikon, 19. und 20. Jahrhundert, hrsgg.
von Horst-Rüdiger Jarck und Günter Scheel, Braunschweig 1996
1996
Hingst, Monika (Hrsg.): Die Kunst hat nie ein Mensch allein besessen,
Ausstellungskatalog 300 Jahre Akademie der Künste, Berlin 1996
1996
Simson, Jutta von: Christian Daniel Rauch, Berlin 1996
1996
Ulferts, Gerd-Dieter und Christiani, Franz-Josef: Städtisches Museum
Braunschweig. Bilder zur Kunst und Kulturgeschichte - Gemälde des
18. -20. Jahrhunderts, Braunschweig 1996
1996
Waren nicht des ersten Bedürfnisses, sondern des Geschmacks und des Luxus.
Zum 200. Gründungstag der Chalcographischen Gesellschaft Dessau.
Anhaltische Gemäldegalerie Dessau, 1996
1997
Gröning, Maren und Sternath, Marie Luise: Die deutschen und Schweizer
Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Wien u. a. 1997. In: Konrad
Oberhuber: Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen
Sammlung der Albertina.
1997
Plötz-Peters, Hannelore: Königin Luise - Ein Mythos. Ein Bildnis der Königin
auf Porzellan und die Pastellvorlage Johann Heinrich Schröders. In: Keramos,
Heft 156, April 1997, S. 29-37
1997
Schönemann, Heinz: Karl Friedrich Schinkel - Charlottenhof, PotsdamSanssouci, Stuttgart u. a. 1997
1998
Grewe, Cordula: Wilhelm Schadow (1788-1862), Diss. Freiburg 1998
1998
Klittich-Pfankuch, A.: 34. Versteigerung
Braunschweig 1998, Kat.-Nr. 67.
1999
Galerie Pels-Leusden, Kunst und Handwerk in
Ausstellungskatalog, Berlin 20.9. - 17.11.1999, Berlin 1999
1999
Simon, Holger: Die Bildpolitik des preußischen Königshauses im 19.
Jahrhundert. Zur Ikonographie der preußischen Königin Luise (1776-1810). In:
Wallraf-Richartz-Jahrbuch 60, Köln 1999, S. 231-262
2001
Bessin, Peter und Lang, Eleonore: Klein, aber fein - Miniaturen auf Elfenbein Bedeutung, Restaurierung, Aufbewahrung. In: Weltkunst 10, 2001, S. 1576 f.
390
am
21.
November
1998,
Preußen
<II>,
9. Bibliographie chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
2001
Hellermann, Dorothee von: Gerhard von Kügelgen (1772-1820), Berlin 2001
2001
Im Dienste Preußens - Wer erzog die Prinzen zu Königen? Ausstellungskatalog
Märkisches Museum, Berlin 2001
2001
Roettgen, Steffi: Mengs - Die Erfindung des Klassizismus, München 2001
2001
Schönemann, Heinz: Schloß Charlottenhof - kein Haus, ein Tempel. In: Susan
M. Peik (Hrsg.): Karl Friedrich Schinkel - Aspekte seines Werkes, Stuttgart
2001, S. 57-67
2002
Siebeneicker, Arnulf: Offizianten und Ouvriers: Sozialgeschichte der
Königlichen Porzellan-Manufaktur und der Königlichen GesundheitsgeschirrManufaktur in Berlin 1763-1880. Veröffentlichung der Historischen
Kommission zu Berlin, Berlin 2002, S. 167, 201, 242
2003
Hollender, Silke: Schloss Charlottenhof und Römische Bäder, Berlin u. a. 2003,
S. 24-26
2004
Hübner, Anna-Louise: Zur Verbürgerlichung preußischer Wohnkultur - Schloss
Charlottenhof und Berliner Interieurs der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im
Kontext zeitgenössischer Magazine und Vorbilderhefte für Möbel, Berlin 2004
(als Ms. gedruckt)
2004
Walczak, Gerrit: Luise von Preußen und ihre Porträtisten: Kunstmarkt, Hof und
Publikum in Berlin um 1800. In: Wallraf-Richartz-Jahrbuch, 65, 2004, S. 207247
2005
Staatliche Kunstsammlungen Dresden: Illustrierter Katalog in zwei Bänden,
Band II Illustriertes Gesamtverzeichnis der Gemäldegalerie Alte Meister, Köln
2005
2005
Kemper, Thomas: Schloss Monbijou. von der königlichen Residenz zum
Hohenzollern-Museum, Berlin 2005
2005
Lacher, Reimar F.: Künstler(auto)biografien, In: „Berliner Klassik. Eine
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Akademie der Wissenschaften 2005, S. 41-49. Kommentierte Edition des
Manuskripts von unbekannter Hand, nach eigenhändigen Aufzeichnungen, 7
Seiten, 4°, geheftet, als Leihgabe des Vereins Berliner Künstler in der Stiftung
Archiv der Akademie der Künste Berlin, VBK Nr. 49, aus dem Bestand des
Berlinischen Künstlervereins. http://www.berliner-klassik.de/publikationen/
werkvertraege/lacher_autobiografien/lacher_biografien.pdf,
gelesen
am
6.10.2011
2005
Lacher, Reimar F.: Friedrich Georg Weitsch. Maler - Kenner – Akademiker,
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2006
Badstübner-Gröger, Sibylle u. a.: Johann Gottfried Schadow - Die
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Spik, Leo: Berlin, Katalog der Auktion 620 am 8.12.2006, Berlin 2006
391
9. Bibliographie chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
2007
Bowron, Edgar Peters und Kerber, Peter Björn: Pompeo Batoni - Prince of
Painters in Eighteenth-Century Rome (in Verbindung mit der gleichnamigen
Ausstellung in Houston und London, Houston 2007
2007
Heusinger, Christian von: Notizen zu einem Werkverzeichnis, Word-Datei bei
Lutz Heusinger in Marburg, Kopie siehe oben in Kapitel 3 Ältere
Werkverzeichnisse III dieser Dokumentation
2007
Johannsen, Rolf: Wilhelm IV. von Preußen – Von Borneo nach Rom. Sanssouci
und die Residenzprojekte 1814-1848, Kiel 2007
2008
Hofstetter, Bodo: Die Welt der Bildnisminiatur. Meisterwerke aus der
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2008
Meiner, Jörg: Leben zwischen Zeiten und Stilen. Die Wohnung des preußischen
Kronprinzen Friedrich Wilhelm (IV.) im Berliner Schloß. In: Die Königstadt.
Stadtraum und Wohnräume um 1800, hrsg. von Claudia Sedlarz, Hannover
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2008
Plötz-Peters, Hannelore: . Friedrich Anton Freiherr von Heinitz - KPM-Tassen
zu seinem Gedenken. In: Keramos, Heft 201, Juli 2008, S. 61-66
2008
Roppel, Hans-Peter: Langeleben - Burg und Schloss. In: Der Tetzelstein - Die
Hauszeitung der Waldgaststätte Tetzelstein im Elm, 2. Jahrgang, Ausgabe
Frühjahr 2008, S. 4-5
2008
Wittwer, Samuel: Auszüge aus der Bublitz-Kartei der KPM zu "Johann
Heusinger", Mail an Lutz Heusinger in Marburg, Abschrift siehe oben in
Kapitel 3 Ältere Werkverzeichnisse IV dieser Dokumentation
2009
Heusinger, Christian von: Rezension Peter Mortzfeld: Katalog der graphischen
Porträts in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. In: Braunschweigisches
Jahrbuch für Landesgeschichte, Bd. 90, 2009, S. 297-99.
2009
Meiner, Jörg: Wohnen mit Geschichte. Die Appartements Friedrich Wilhelms
IV. von Preußen in historischen Residenzen der Hohenzollern, Berlin München
2009
2009
Nathan, Carola: Die Gnädige Frau von Paretz. In: Monumente, 11/12, 2009,
S. 13-19
2009
Opalla, Jeanette: Das Geschenkewesen am friderizianischen Hof . In:
Friedrich300 - Colloquien, Friedrich der Große und der Hof, Berlin 2009,
http://www.perspectivia.net/content/publikationen/friedrich300-colloquien/
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2009
Veltzke, Veit (Herausgeber), Für die Freiheit - gegen Napoleon. Ferdinand von
Schill, Preußen und die deutsche Nation, Köln 2009
2010
Schmidt, Monika, Kunstantiquariat in München: Angebot von Kupferstichen
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2010
Werner, Stefanie K.: Miniaturen - Große Malerei auf kleiner Fläche,
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Herzog
Anton
Ulrich-Museum
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Braunschweig 2010
392
9. Bibliographie chronologisch
‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
2011
Auktion 122 Kunst & Antiquitäten, Auktionshaus Dannenberg, Berlin,
17.6.2011
2011
Börsch-Supan, Eva: Karl Friedrich Schinkel - Lebenswerk: Arbeiten für König
Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.),
Berlin - München 2011
2011
Lempertz: Kunstgewerbe 13.5.2011, Auktion 976, Köln 2011
2011
"Unglaublich ist sein Genie fürs Zeichnen" - König Friedrich Wilhelm IV. von
Preußen (1795-1861) zum 150. Todestag, Ausstellung Potsdam, Römische
Bäder, Potsdam 2011
2011
Zerstört, entführt, verschollen - die Verluste der preußischen Schlösser im
Zweiten Weltkrieg - Gemälde II, hrsg. von der Generaldirektion der Stiftung
Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Berlin 2011
2012
Adler, Antje: Gelebte Antike - Friedrich Wilhelm IV. und Charlottenhof,
Dissertation 2009 Universität Potsdam, Berlin 2012
2012
Liepe, Heidrun: Neues Palais. Gästeschloss Friedrichs des Großen im Park
Sanssouci, 4. Aufl., München 2012
393
10. Abbildungsverzeichnis
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10. Abbildungsverzeichnis
Abbildungen ohne Quellenangabe stammen aus dem Archiv von Lutz Heusinger oder
sind der Literatur entnommen und in Kapitel 4 Werkverzeichnis entsprechend
nachgewiesen.
Königslutter, Am Plan 5 (Foto LEP) .............................................................................. 60
A01 Selbstbildnis nach rechts, 1800 ............................................................................ 102
A02 Selbstbildnis en face, vor 1819............................................................................. 103
A02a = D04 Selbstbildnis en face mit pelzbesetztem Mantel, 1819 ............................ 104
A04 Selbstbildnis mit Zeichenstift, 1828 ..................................................................... 106
A06 Selbstbildnis en face mit Zeichenstift, 1828? ....................................................... 108
A07 Selbstbildnis mit Brille und Pelzkragen, 1837 (Foto SMB) ................................. 109
A08 Selbstbildnis mit Brille und Pelzkragen, 1837 ..................................................... 110
A09 Selbstbildnis mit leerer Hand, 1838 ..................................................................... 111
B01 Die Familie Anna und Conrad Heusingers, 1808 ................................................. 112
B02 Die Familie Anna und Conrad Heusingers, 1837 ................................................. 114
B03 Anna Heusinger geb. Billep (1758-1823), 1816 (Foto Marburg)......................... 115
B04 Anna Heusinger geb. Billep (1758-1823), 1818 - verschollen ............................. 116
B05 Conrad Heusinger (1752-1820), 1816 .................................................................. 118
B07 Conrad Heusinger (1752-1820), 1818 - verschollen ............................................ 120
B08 Conrad Heusinger (1752-1820), 1817 (Foto Marburg) ........................................ 121
B09 Conrad Heusinger (1752-1820), 1823 .................................................................. 122
B10 Ernst Heusinger (1788-1837), 1808...................................................................... 123
B11 Ernst Heusinger (1788-1837), 1820 oder später – verschollen............................. 124
B12 Ernst Heusinger (1788-1837), 1835 (rechts eine alte Fotografie) ........................ 125
B14 Heinrich Heusinger (1786-1863), 1830 ................................................................ 127
B15 Sophia Henriette Heusinger (1784-1818), 1808 ................................................... 128
B16 Auguste Charlotte Dorothee Hille geb. Stegmann (1802-1880), 1827................. 130
B17 Charlotte Dorothee Hille geb. Stegmann (1765-1860), 1826 ............................... 131
B18 Johann Friedrich Konrad Hille (1754-1831), 1827 .............................................. 132
B19 Sophie Magdalene Hille geb. Heusinger (1763-1803), um 1800 ......................... 133
B20 Sophie Magdalene Hille geb. Heusinger (1763-1803), 1803 ............................... 134
B21 Wilhelm Hille (1803-1880), 1827 ........................................................................ 135
B24 Sophie Friederike Krukenberg geb. Heusinger (1761-1833), 1797...................... 137
B25 Anna Sophie Henriette Schulz geb. Heusinger (1799-1856), um 1818................ 138
B26 Anna Sophie Henriette Schulz geb. Heusinger (1799-1856), 1818...................... 139
B27 Hartwig Johann Christian Schulz (1746-1830), 1819, und Frau .......................... 140
B28 Friedrich Schulz (1795-1864), 1818, und Frau..................................................... 141
B29 Friedrich Schulz (1795-1864), 1829 ..................................................................... 142
B30 Henriette Schulz geb. Schultz (1766-1849), 1819 ................................................ 143
B31 Karoline Schulz (1791-1855), 1838...................................................................... 144
B32 Klara Schulz (um 1822 - vor 1828), 1828 ............................................................ 145
B33 Meta Schulz (1827-1895), 1832 ........................................................................... 146
C01 Prinz Carl von Preußen (1801-1883), 1815 .......................................................... 147
C02 Charlotte von Preußen, Alexandra Feodorowna (1798-1860), 1815.................... 148
C03 Charlotte von Preußen, Alexandra Feodorowna (1798-1860), 1818.................... 149
C04 Großfürstin Alexandra Feodorowna (1798-1860), 1818 (Foto askart)................. 151
C05 Prinzessin Friederike von Preußen (1778-1841), 1816......................................... 152
394
10. Abbildungsverzeichnis
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C06 Prinzessin Friederike Louis von Preußen (1796-1850), 1806 (Foto SPSG)......... 153
C07 Prinz Friedrich von Oranien (1797-1881), 1806 (Foto SPSG) ............................. 155
C08 Prinz Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen (1794-1863), 1805 (Foto SPSG) 156
C09 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840), 1800 (Foto Trotha) ..... 157
C10 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840), 1805............................ 158
C11 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840), 1805 (Foto SMS)........ 159
C12 Die Prinzen Friedrich Wilhelm (IV.) und Wilhelm (I.), 1803 (Foto Fasanerie)... 160
C13 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen, 1804 (Foto Fasanerie) ............ 161
C14 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1805 .................. 162
C14 und C15 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861).............. 163
C15 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1810?................. 164
C16 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1806 (F. SPSG) . 165
C17 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1810 .................. 166
C19 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1817 .................. 167
C20 Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) von Preußen (1795-1861), 1818 .................. 169
C23 Prinzessin Luise von Preußen, Fürstin Radziwill (1770-1836), um 1805 ............ 171
C24 Prinzessin Luise von Preußen (1808-1870), 1817 ................................................ 172
C26 Königin Luise von Preußen (1776-1810), 1797 ................................................... 173
C27 Königin Luise von Preußen (1776-1810), 1802 ................................................... 174
C28 Königin Luise von Preußen (1776-1810), nach 1802........................................... 175
C28A Königin Luise im Kreis ihrer Kinder und Freundinnen, vor 1846 .................... 176
C30 Prinzessin Marianne von Preußen (1785-1846), 1816.......................................... 178
C31 Gräfin Moltke, 1816 ............................................................................................. 179
C32 Gräfin Moltke, um 1816 ....................................................................................... 180
C33 Prinzessin Pauline von Oranien (1800-1806), 1806 (Foto SPSG)........................ 181
C34 Friedrich von Rauch (1790-1850), 1815............................................................... 182
C35 Laurelle von Rauch geb. Gräfin von Moltke (1790-1864), 1812 ......................... 183
C36 Ludwig von Voss, 1813 ........................................................................................ 184
C37 Prinz Wilhelm von Preußen (1783-1851), 1796 ................................................... 185
C38 Prinz Wilhelm von Preußen (1783-1851), um 1796............................................. 186
C39 Prinz Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888), 1806 (Foto SPSG) ....................... 187
C40 Prinz Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888), 1810 ............................................. 188
C42 Prinz Wilhelm (II.) und Prinz Friedrich von Oranien, 1803 (Foto Fasanerie) ..... 189
C43 Prinz Wilhelm (II.) von Oranien (1792-1849), 1806 (Foto SPSG) ...................... 190
C44 Unbekannter hochdekorierter Leutnant, 1817 ...................................................... 191
C45 Unbekannte Dame mit Perlenohrringen, 1836 ..................................................... 192
D01 Paul Joseph Bardou (1745-1814), 1820 ............................................................... 193
D02 Johann Joseph Freidhoff (1768-1818), 1819 ........................................................ 194
D03 Karl Friedrich Hampe (1772-1848), 1819 ............................................................ 195
D04 Selbstbildnis en face mit pelzbesetztem Mantel, 1819......................................... 196
D05 Johann Friedrich Wilhelm Jury (1763-1829), 1819 ............................................. 197
D06 Johann Karl Heinrich Kretschmar (1769-1847), 1820 ......................................... 198
D07 Carl Ludwig Kuhbeil (um 1770-1823), 1820 ....................................................... 199
D08 Jakob Andreas Conrad Levezow (1770-1835), 1819 ........................................... 200
D09 Leopold Ludwig Müller (1767 - nach 1838), 1820 .............................................. 201
D10 Jean Barthélemy Pascal (1774-1853), 1820 ......................................................... 202
D11 Philipp Friedrich Rabe (?-1837), 1822 ................................................................. 203
D12 Johann Carl Friedrich Riese (1759-1834), 1819 .................................................. 204
D13 Karl Friedrich Rungenhagen (1778-1851), 1821 ................................................. 205
395
10. Abbildungsverzeichnis
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D14 Johann Gottfried Schadow (1764-1850), 1820..................................................... 206
D15 Herr Schadow (welcher), 1822 ............................................................................. 207
D16 Gottfried Wilhelm Völcker (1775-1849), 1819.................................................... 208
D17 Carl Friedrich Wichmann (1775-1836), 1820 ...................................................... 209
D18 Ludwig Wilhelm Wichmann (1788-1859), 1820 ................................................. 210
D19 Karl Friedrich Zelter (1758-1832), 1820 .............................................................. 211
E02 Luise Bode geb. Vahrenholz (gest. um 1841), 1830............................................. 213
E03 Wilhelm Bode (1779-1854), 1828 (Foto BLB)..................................................... 214
E04 Georgine Claus (1814-1900), 1836 (Foto SMB) .................................................. 216
E05 Johann Friedrich Delbrück (1768-1830), 1810..................................................... 217
E07 Hofschauspieler Gern der Ältere, wann? .............................................................. 219
E16 Emilie Müller (1816-1843), 1833 (Foto SMB)..................................................... 222
E17 Carl Friedrich Pini (1761-1839), 1830.................................................................. 223
E18 Ferdinand Pini (1793-1851), 1834 ........................................................................ 224
E19 Ferdinand Pini (1793-1851), 1835 (Foto SMB).................................................... 225
E20 Ferdinand Pini (1793-1851), 1835 ........................................................................ 226
E21 Friederike Sophie Pini geb. Warnecke (1793-1841), 1834................................... 227
E22 Adelheid von Reede, verheiratete von Perponche (?), um 1810........................... 228
E23 Amalie Sebald, Beethovens "unsterbliche Geliebte", 1809? - verschollen .......... 229
E24 Antoinette Uhde geb. Harsleben (1786-1838), 1808 ............................................ 230
E25 Friedrich W. Uhde (1781-1851), 1813/14 ............................................................ 231
E33 Friederike Sophie Warnecke (1793-1841), 1807 .................................................. 234
E34 Friederike Sophie Warnecke (1793-1841), 1808 (Foto LEP)............................... 235
E35 Friedrich August Wolf (1759-1824), 1819 ........................................................... 236
E36 Charlotte Justine Wolff geb. Carpzow (1757-1833), 1829 ................................... 237
E37 Unbekannter Mann, 1796...................................................................................... 238
E40 Unbekannte junge Dame mit Halskrause und Perlenohrring, 1815...................... 239
E42 Unbekanntes Paar, 1816........................................................................................ 240
E43 Unbekannter junger Mann, 1817 .......................................................................... 241
E44 Unbekannte Dame, 1818....................................................................................... 242
E45 Unbekannte junge Frau, 1818 ............................................................................... 243
E46 Unbekanntes Mädchen mit Handschuhen, 1818................................................... 244
E47 Unbekannte Frau in städtischer Tracht, 1827 (Foto GH)...................................... 245
E48 Unbekanntes Mädchen in städtischer Tracht, 1829 (Foto GH)............................. 246
F02 Bacchus (junger Kastagnettenschläger), 1797 ...................................................... 247
F03 Drohender Amor, 1797 ......................................................................................... 248
F04 Maria mit Kind, 1817 (Foto CvH) ........................................................................ 249
F05 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840), 1822 ............................ 249
F06 Königin Luise von Preußen (1776-1810), 1822.................................................... 250
F07 Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), 1821 .......................................................... 251
F08 Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), 1822 ................................................ 252
F09 Madonna della Sedia, 1837 (Foto SMB)............................................................... 253
F10 Madonna dei Candelabri, 1837 (Foto SMB) ......................................................... 254
F11 Heilige Familie mit hl. Hieronymus (Der Tag), 1839........................................... 255
F12 Beweinung Christi, 1803 (Foto SPSG) ................................................................. 256
F13 Heilige Johanna, 1817 (Foto SPSG) ..................................................................... 257
F14 Kopf der Niobe von vorn, 1801 (Foto SPSG) ....................................................... 258
F15 Kopf der Niobe von links, 1801 (Foto SPSG) ...................................................... 259
F16 Julius Sabinus in der Verbannung, 1799 ............................................................... 260
396
10. Abbildungsverzeichnis
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F17 Julius Sabinus in der Verbannung, 1807 (Foto SPSG) ......................................... 261
F18 Königin Luise (1776-1810) auf dem Sterbebett, 1812 (Foto SPSG) .................... 262
F19 Engel aus der Sixtinischen Madonna, 1812 (Foto SPSG)..................................... 263
F20 Engel aus der Sixtinischen Madonna, 1812? (Foto SPSG) ................................... 264
F21 Tod der hl. Magdalena, 1798 (Foto SPSG) ........................................................... 265
F22 Sterbeszene (Tod der hl. Magdalena, 1807 (Foto SPSG)) .................................... 266
F23 Heiliger Bruno, 1799 (Foto SPSG) ....................................................................... 267
F24 Alexander Severus wird im Vesta-Tempel zum Kaiser proklamiert, 1795 .......... 268
G01 Käfer, Vorlagen für Jablonskys Insektenwerk, 1787-1791 (Foto BSM).............. 273
H02 Historische Gegenstände und Antiken auf 12 Porzellan-Tellern, 1804 ............... 275
H03 Drei Tassen mit Bildnis des Staatsministers von Heinitz, 1803........................... 277
H04 Zwei (?) Tassen mit Bildnis des Staatsministers von Heinitz nach Plötz, 1804 .. 278
H05 Tasse mit Bildnis des Staatsministers von Heinitz, 1804 ..................................... 279
H06 Vase mit Portrait der Königin Luise nach Schröder, 1804................................... 280
U01 Arndt: Alexander Severus wird zum Kaiser proklamiert, 1801 ........................... 281
U02 Bollinger: Ernst Gottfried Fischer (1754-1831), 1822 (Foto GH) ....................... 282
U03 Bollinger: Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen (1794-1863), 1816.............. 283
U04 Bollinger: Conrad Heusinger (1752-1820), 1820................................................. 284
U05 Bussler: Friedrich Heinrich Carl von Preußen (1781-1846), wann? .................... 285
U06 Laurens: Wilhelm (I.) von Preußen (1797-1888), wann?..................................... 286
U07 Meyer: Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen (1794-1863), wann? ................ 287
U08 Schirmer: Heinrich Heusinger (1786-1863), wann?............................................. 288
V01 Braunes Zeichenbuch des Kronprinzen, 1801 (Foto GStA PK)........................... 293
V02 Brief Friedrich Wilhelms IV. an Johann Heusinger, 1840 ................................... 294
V03 Ideallandschaft von Friedrich Wilhelm (IV.) (1795-1861), 1825 (Foto CvH)..... 295
V04 Peter Krukenberg (1787-1865), wann? (Foto DLM)............................................ 296
V05 Peter Krukenberg (1787-1865), wann? (Foto DLM)............................................ 297
V06 Peter Krukenberg (1787-1865), wann?................................................................. 298
V07 Achten: Heinrich Heusinger (1786-1863), wann?................................................ 299
V08 Heinrich Heusinger (1786-1863), wann? ............................................................. 300
Z02 Unbekannte Dame mit Haarkamm, um 1830........................................................ 301
Z03 Unbekannter österreichischer Infanterie-Offizier, 1810 (Foto artnet) .................. 302
Z04 Christus, Elias und Moses, wann? (Foto SPSG) ................................................... 303
Z05 Junger Herr, wann? (Foto Wilnitsky).................................................................... 304
Z06 Käfer Nr. 15, 16 und 17, wann? (Foto Wilnitsky) ................................................ 305
Z07 Unbekannte Aristokratin, um 1800 (Foto Wilnitsky) ........................................... 306
Z08 Unbekannte Dame, "1805/1810" (Foto Wilnitsky)............................................... 307
Z09 Unbekannter junger napoleonischer Offizier, 1812 (Foto Wilnitsky) .................. 308
397
11. Register
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11. Register
Fett gedruckte Seitenzahlen hinter Personennamen verweisen auf Porträts, hinter
Werktiteln auf belegte und, wo immer möglich, abgebildete Werke.
Magere Seitenzahlen hinter Werktiteln verweisen auf Werke, die Johann Heusinger in
Berliner Akademie-Ausstellungen präsentiert hat, zu denen es aber bisher keinen
weiteren Beleg gibt.
Aachen 15
Achill wird in den Styx getaucht, nach Lairesse (1640-1711) 364
Achten, Joseph (1822-1867) 299
Adlerorden, Roter 10, 294
Ajax, nach Gips 373
Alexander I. von Russland (1777-1825) 276
Alexander im Zelt des Darius, nach Batoni 269
Alexander Prinz von Preußen (1820-1896) 21
Alexander Severus wird zum Kaiser proklamiert, nach Lairesse 268, 281, 364
Alexander vor dem Zelte des Darius, nach Batoni 366, 371
Alexandra Feodorowna, Großfürstin, siehe Charlotte Prinzessin von Preußen
Alexisbad 31
Altdeutsche 19
Amor - Gemälde in Wasserfarben 271
Amor, drohender 248, 364
Amor, nach Mengs 370
Apoll 53
Ariadne, nach Gips 374
Arkona 42
Armenanstalt 81
Arndt, Wilhelm (1750-1813) 281
Asse 49
Ausblassen 26
Bacchus 366
Bacchus (junger Kastagnettenschläger) 247, 364
Bad Schandau 26
Ballenstedt 31
Baranius, Henriette (1768-1853) 212
Baranius, Henriette (1768-1853), nach Bardou 364
Bardou, Paul Joseph (1745-1814) 193, 364
Batoni, Pompeo (1708-1787) 366, 371
Belisar, nach Rehberg 368
Bergen 43
Berger, Daniel (1744-1824) 279
Berlin 30, 56, 58
Altes Museum 72, 74
Bauakademie 74
Behrenstraße 15
Bildergalerie im Stadtschloss 14, 369
Charlottenburg 68
398
11. Register
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Kadettenhaus 37
Packhof 74
Schlossbrücke 74
Stadtschloss 363
Unter den Linden (3a) 15, 27, 31
Berlinischer Künstler-Verein 9, 20, 21
Beweinung Christi, nach van Dyck 256, 371
Bischofswerder, Fräulein von (?) 22, 24
Bister 26
Blankenburg 31
Schloss 55
Blumenstück in Wasserfarbe, mit Papillons 363
Bockshornberg 63, 66
Bode, Luise geb. Vahrenholz (gest. um 1841) 213
Bode, Wilhelm (1779-1854) 214
Bodenstein, Minna (?) 82
Bol, Ferdinand (1616-1680) 9, 269, 363
Bollinger, Friedrich Wilhelm (1777-1825) 282, 283, 284, 368
Braunes Zeichenbuch 294
Braunschweig 9, 10, 12, 17, 20, 28, 29, 30, 34, 47, 50, 56, 70, 76
Ägidienkirche 57
Altstadtbrunnen 57
Altstadtrathaus 57
Andreaskirche 56
Bierbaumsche Insel 67
Bierbaumscher Garten 59
Dom 57
Gewandhaus 57
Hagenmarkt 57, 58
Hohentore 59
Hôtel d'Angleterre 30, 76
Katharinenkirche 58
Löwe 57
Richmond 33, 55
Schenk'sche Kunsthandlung 32
Schloss 34, 57, 77
Schwarzer Bock 56
Stadtarchiv 11
Städtisches Museum 10
Zeughaus 54
Brille 26
bristol paper 26
Brocken 52, 59
Brüel, Auguste (1790-1848) 35, 82
Brüel, Auguste Elisabeth (1790-1848) siehe Heusinger, Auguste Elisabeth (1790-1848)
Brüel, Ludwig August (1773-1838) 29
Brüel, Mathilde (?) 29
Brüssel 15
Bussler, Ernst Friedrich (1773-1840) 285
399
11. Register
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Büsten 26
Carl Prinz von Preußen (1801-1883) 147
Carracci, Annibale (1560-1609) 372
Cecilia, nach Dolci 372
Cecilia, nach Domenichino 370, 372
Chalkographische Gesellschaft Dessau 14
Charlotte Prinzessin von Preußen (1798-1860) 148, 149, 151
Chodowiecki, Daniel (1726-1801) 13
Cholera 34
Christus wird ins Grab gelegt, nach van Dyck 371
Christus wird zu Grabe getragen, nach Domenichino 363, 365, 371
Christus, Elias und Moses, nach RaffaelsVerklärung Christi 303
Christuskopf, nach Annibale Caracci 372
Chronos schützt die Religion 247
Claudius, Matthias (1740-1815) 59
Claus, Georgine (1814-1900) 82, 216
Correggio (1489-1534) 255, 368, 370
Cramm (?) 34
Darßland 40
Delbrück, Johann Friedrich (1768-1830) 217
Denner, Balthasar (1685-1744) 27
Dessau, Chalkographische Gesellschaft 14
Diät 16
Diekmann, Karoline (?) 82
Dietrich, Christian Wilhelm Ernst (1712-1774) 366, 368
Dolci, Carlo (1616-1686) 372
Domenichino (1581-1641) 9, 363, 365, 370, 371, 372
Dorm 63, 66, 67
Drake, Stadtrat (?) 45
Dresden 15, 26, 32
Galerie 69, 365, 366, 368, 370, 372
Drohender Amor 248, 364
Düsseldorf 15, 30
Dyck, Anthonis van (1599-1641) 256, 367, 369, 371
Egerbrunnen 21
Eigner, Hofrat (?) 34
Eisenbahn 77
Elbe 26
Elfenbein 15
Elm 10, 31, 32, 36, 50, 55, 57, 58, 60, 61, 67
Elsässer 18
Engel, nach Raffael in Dresden 365
Engel, nach Raffaels Sixtinischer Madonna 263, 264, 373
Erato, nach Langer 369
Erbfolge 18
Erziehung Jupiters, nach Poussin 270, 367
Europa 19
Euterpe, nach Langer 369
Ewanda 274
400
11. Register
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Falconet, Etienne-Maurice (1716-1791) 248
Familiengruppen 16
Ferdinand von Braunschweig (1721-1792) 55
Fintladers 26
Fischer, Ernst Gottfried (1754-1831 218, 282
Franceschini, Marcantonio (1648-1729) 265, 266, 365, 370
Frankreich 18
Franzosenfreund 19
Frau mit einem Korb mit Weintrauben 371
Frau mit Hut in der Hand 371
Freidhoff, Johann Joseph (1768-1818) 194
Friederike Louis Prinzessin von Preußen (1796-1850) 153
Friederike Prinzessin von Preußen (1778-1841) 152
Friederike Wilhelmine von Dessau (1796-1850) 76
Friedrich Heinrich Carl Prinz von Preußen (1781-1846) 285
Friedrich Prinz von Oranien (1797-1881) 9, 15, 155, 189
Friedrich Prinz von Preußen (1794-1863) 10, 15, 21, 71
Friedrich Wilhelm II. (1744-1797) 12
Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) 8, 23, 157, 158, 159, 249
Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) 9, 10, 15, 19, 21, 27, 29, 30, 71, 73, 74, 75, 77, 78,
79, 80, 160, 161, 162, 164, 165, 166, 167, 169, 295
Friedrich Wilhelm Ludwig Prinz von Preußen (1794-1863) 156, 283, 287
Frisch, Johann Christoph (1738-1815) 279
Fürstenberg 25
Fürstenberger 46
Fürstendepotismus 19
Fürstenrecht 18
Fürstin Radziwill (1770-1836) siehe Luise Prinzessin von Preußen
Gatschina, Zarenresidenz bei St. Petersburg 149
Gaudy, Franz von (1800-1840) 170
Gaudy, Freiherr Leopold von (?) 170
Gemütskrankheit 24
Genelli, Hans Christian (1763-1823) 276
Gern der Ältere, Hofschauspieler (?) 219
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832) 252
Grablegung Christi, nach van Dyck 369
Grabstichel 16
Granitz 25, 45
Gummifarben 12
Hacks, Graf (?) 40, 45
Hagemann, Auguste geb. Krukenberg (1794-1881) 220
Hagemann, Friederike (?) 220
Halberstadt 31
Hampe, Karl Friedrich (1772-1848) 195
Hannover 35
Herrenhauser Allee 53
Harz 48, 57
Hebenstadt 34
Heilige Familie mit hl. Hieronymus, nach Correggio 255
401
11. Register
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Heilige Johanna 257
Heiliger Bruno, nach Le Sueur 267, 367, 371
Heinitz, Friedrich Anton Freiherr von (1725-1802) 9, 277, 278, 279
Heinrich der Löwe (um 1130-1195) 57
Heinrich Prinz von Preußen (1781-1846) 9, 14, 29
Helmstedt 55, 63
Herbst, Friedrich Wilhelm (1743-1807) 13, 274
Herthaburg 41, 43
Herzogsberg im Elm 61
Heusinger, Anna geb. Billep (1758-1823) 113, 114, 115, 116
Heusinger, Anna Luise (1754-1834) 29
Heusinger, Anna Sophie Henriette (1799-1856) 112, 114, siehe auch Schulz, Anna
Sophie Henriette (1799-1856)
Heusinger, Auguste Elisabeth (1790-1848) 29, 112, 114
Heusinger, Carl (1793-1867) 10, 113, 114
Heusinger, Conrad (1752-1820) 9, 12, 21, 113, 114, 118, 119, 120, 121, 122, 284
Heusinger, Ernst (1788-1837) 113, 114, 123, 124, 125
Heusinger, Heinrich (1786-1863) 29, 113, 114, 126, 127, 288, 299, 300
Heusinger, Jacob Friedrich (1719-1778) 9, 12
Heusinger, Johann (1769-1846)
Selbstbildnisse 102, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 196
Heusinger, Johanna Sophia Friederike (1797-1863) 81, 112, 114
Heusinger, Karl (1856-1941) 10
Heusinger, Karoline (1791-1855) siehe Schulz, Karoline (1791-1855)
Heusinger, Konrad Ludwig (1826-1903) 10
Heusinger, Luise (1754-1834) 28
Heusinger, Sophia Henriette (1784-1818) 112, 114, 128
Heusinger, Sophie Friederike (1761-1833) siehe Krukenberg, Sophie Friederike
Heusinger, Sophie Magdalene (1763-1803) siehe Hille, Sophie Magdalene
Heyer, Amalie (1782-1837) 220
Heyer, Anna Maria Bernhardine geb. Krohn (1744-1817) 220
Heyer, Friederike (?) 82
Heyer, Justus Christian Heinrich (1746-1821) 221
Heyer, Konrad (1778-1810) 221
Hille, Auguste Charlotte Dorothee geb. Stegmann (1802-1880) 130
Hille, Charlotte Dorothee geb. Stegmann (1765-1860) 28, 131
Hille, Johann Friedrich Konrad (1754-1831) 28, 132
Hille, Minna (?) 29
Hille, Sophie Magdalene geb. Heusinger (1763-1803) 28, 133, 134
Hille, Wilhelm (1803-1880) 28, 29, 82, 135
Historische Gegenstände und Antiken auf 12 Porzellan-Tellern 275
Hoffmann, Georg Andreas (1752-1815) 14
Horaz (65-8 v. Chr.) 81
Horn, Ernst (1774-1848) 22
Hornemann, Christian (1765-1844) 173
Hypochondrie 16, 36
Ideallandschaft 295
Insekten 50
Iranger Wiek 43
402
11. Register
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Ivenack 25, 46
Jablonsky, Carl Gustav (1756-1787) 9, 13, 274
Jasmund 41, 43, 45
Jasmunder Bodden 41, 44
Julius Sabinus in der Verbannung, nach Rehberg 260, 261, 367, 369, 373
Junger Herr, (?) 304
Jury, Johann Friedrich Wilhelm (1763-1829) 197
Käfer, Vorlagen für Jablonskys Insektenwerk 273, 305
Kalliope, nach Langer 369
Karl II. Wilhelm Ferdinand von Braunschweig (1735-1806) 18, 33, 57
Kassler Erde 15
Kastagnettenschläger (Bacchus) 247, 364
Katharina, nach Willebort 368
Kieköwer 45
Klara von Hoheneichen (C. H. Spieß), nach Bardou 212, 364
Knittel, Vater des Abts Bendikt K. (?) 28
Köln 31
Kolorieren 27
Königlich Preußische Porzellanmanufaktur 9, 14, 15
Königsberg in der Neumark 9, 16
Königslutter 10, 21, 28, 29, 34, 55, 58, 61
Dom 63
Klockenkamp 61, 63
Kloster 62
Schäfertor 64
Schmiedeberg 64
Königsstuhl 42
Königstein 26
Konstant, Gouverneur (?) 37
Kopf der hl. Barbara, nach Raffael in Dresden 365
Kopf der Maria, nach Guido Reni 365
Kopieren 27
Kopist 16
Krakow 25, 44
Krammerholz 48, 49
Kretschmar, Johann Karl Heinrich (1769-1847) 27, 198
Krüger, Bauinspektor (?) 294
Krüger, Franz (1797-1857) 29, 297, 298
Krukenberg, Auguste geb. Reil (1794-1881) 136
Krukenberg, Johann Jacob (1737-1813) 136
Krukenberg, Karl (nach 1793-1831) 32, 35
Krukenberg, Peter (1787-1865) 136, 296, 297, 298
Krukenberg, Sophie Friederike geb. Heusinger (1761-1833) 29, 31, 35, 61, 63, 136,
137
Kügelgen, Gerhard von (1772-1820) 27, 149, 169
Kuhbeil, Carl Ludwig (um 1770-1823) 199
Kuhspringe 62
Künstlerbildnisse 374
Künstlerfreiheit 15
403
11. Register
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Kuntzen, Meta (1827-1895) siehe Schulz, Meta (1827-1895)
Kupferstechen 14, 16, 32
Kupferstich 74
Lacher, Reimar F. 10
Lachmann, Johanna Elisabeth Conradine geb. Heyer (1777-1797) 221
Lairesse, Gérard de (1640-1711) 14, 268, 281, 364
Langeleben 10, 55, 66
Langer (?) 369
Langerhans, Adeline (?) 45, 46
Langerhans, Justizrat (?) 45
Lauingen 82
Laurenz, Johann Daniel (um 1770 - um 1832) 286
Lauske, Franz (1764-1825) 22
Le Sueur, Eustache (1616-1655) 267, 367, 371
Leibeigene 18
Leipzig
Stadtgeschichtliches Museum 368
Leiste, Anton, Professor in Wolfenbüttel (?) 27
Leiste, Christian (1738-1815) 12
Lesende Frau 371
Lessing, Gotthold Ephraim (1729-1781) 9
Lestocq (?) 23
Levezow, Jakob Andreas Conrad (1770-1835) 38, 200
Lichtenberg 22, 70
Liebenwalde 26
Lothar von Süpplingenburg (1075-1137) 64, 67
Louis Ferdinand Prinz von Preußen (1772-1806) 172
Lucklum 55
Ludolph, Finanzrat (?) 38
Luise Königin von Preußen (1776-1810) 8, 173, 174, 175, 177, 250, 262, 301, 373
Luise Prinzessin von Preußen (1770-1836) 171
Luise Prinzessin von Preußen (1808-1870) 172
Luise von Anhalt-Bernburg (1799-1882) 10, 21, 27, 29, 31, 40, 44, 69, 71
Luna und Endymion, nach Rehberg 373
Lutter 61, 64
Madonna dei Candelabri, nach Raffael 254
Madonna della Sedia, nach Raffael 253, 363
Magdalena, die ihren Putz ..., nach Seydelmann, nach Franceschini 365
Magdalena, nach Correggio 370
Magdalena, nach Dietrich, nach Correggio 368
Magdalena, nach Seydelmann 368
Magdalena, nach Seydelmann, nach Batoni 366
Magdeburg 34, 55, 63, 66
Mantuanisches Gefäß 30
Marées, Karl de (Fürstenberger Porzellanmalerei) (?) 74, 75
Maria mit dem Kinde, nach Raffael 271, 365
Maria mit dem Kinde, nach van Dyck 367
Maria mit Kind 249
Marianne Prinzessin von Preußen (1785-1846) 178
404
11. Register
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Marienthal bei Helmstedt 82
Mars 48
Meißen 26
Melpomene, nach Gips 373
Mengs, Raphael (1728-1779) 370
Menschenklassen 17
Miniaturfarben 15
Miniaturkopf eines Pferdes 274
Miniaturmalen 70
Miniaturmaler 26, 80
Moltke, Gräfin (welche?) 179, 180
Mönchsgut 45
Motz, Fräulein von (?) 23, 40
Mühlen 67
Müller, Emilie (1816-1843) 222
Müller, Leopold Ludwig (1767 - nach 1838) 201
Napoleon (1769-1821) 19
Nationen 18
Naturgeschichte 20
Neptun 53
Netscher, Caspar (1639-1684) 27
Niobe, nach Gips 258, 259, 374
Oberlutter 32, 63
Oldermann, Friedrich (1802-1874) 298
Ölfarbe 14, 73
Ölkopien 27
Ölmalen 26, 69, 70
Oranienburg 46
Orpheus und Eurydike, nach Rehberg 373
Paris 15, 17
Bildergalerien 54
Parnass 53
Pascal, Jean Barthélemy (1774-1853) 202
Pauline Prinzessin von Oranien (1800-1806) 181
Pegasus 53
Pension 29, 30
Pergament 15
Perponche siehe Reede, Adelheid von verheiratete von Perponche (?)
Philippine Charlotte von Braunschweig (1716-1801) 28, 47
Pillnitz 26
Pini, Ferdinand (1793-1851) 224, 225, 226
Pini, Friederike Sophie (1793-1841) siehe auch Warnecke, Friederike Sophie
Pini, Friederike Sophie geb. Warnecke (1793-1841) 227
Pini, Karl Friedrich (1761-1839) 223
Pirna 26
Ploetz, Hans Henrik (1748-1830) 8, 173, 278
Porträts nach Schröder, sieben auf Pergament 369
Porträts nach Schröder, zwei auf Elfenbein 369
Porzellanservice 15
405
11. Register
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Potsdam 27, 76
Bildergalerie 54
Brauhausberg 68
Charlottenhof 74
Neues Palais 270
Nicolai-Kirche 74
Sanssouci 68, 74
Poussin, Nicolas (1594-1665) 367
Prebischtor 26
Preußen 18, 79
Prorer Wiek 41, 45
Putbus 24, 25, 38, 40
Schloss 44
Quedlinburg 31
Rabe, Philipp Friedrich (?-1837) 203
Raffael (1483-1520) 9, 253, 254, 263, 264, 271, 363, 365, 373
Rauch, Christian Daniel (1777-1857) 9, 26, 249, 250, 252, 262, 373
Rauch, Friedrich von (1790-1850) 182
Rauch, Laurelle von geb. Gräfin von Moltke (1790-1864) 183
Reden, Friedrich Wilhelm Graf von (1752-1815) 280
Reede, Adelheid von verheiratete von Perponche (?) 228
Regierungsformen 18
Rehberg, Friedrich (1758-1835) 9, 261, 367, 368, 369, 373
Reil, Johann Christian (1759-1813) 136
Reni, Guido (1575-1642) 365
Rhinozeros 54
Richenza von Northeim (um 1088-1141) 64
Ridinger, Johann Elias (1698-1767) 12, 13
Riese, Johann Carl Friedrich (1759-1834) 204, 276
Rieseberg 63
Rode, Bernhard (1725-1797) 13, 279
Roos, Johann Heinrich (1631-1682) 14
Rosa, Salvator (1615-1673) 74, 76
Rösel von Rosenhoff, August Johann (1705-1759) 13
Roter Adlerorden 80
Rügen 10, 25
Rungenhagen, Karl Friedrich (1778-1851) 205
Sächsische Schweiz 26
Sagard 25, 41
Sallentin, Sophia Henriette (1784-1818) siehe Heusinger, Sophia Henriette (17841818)
Salzdahlum 10, 36, 47, 52
Bildergalerie 12, 54
Porzellan 54
Sankt Petersburg 276
Sarto, Andrea del (1486-1530) 367
Schabkunst 14
Schadow (welcher?) 207
Schadow, Bruder des Bildhauers (welcher?) 45
406
11. Register
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Schadow, Johann Gottfried (1764-1850) 27, 206
Schadow, Wilhelm (1788-1862) 178
Schinkel, Karl Friedrich (1781-1841) 251
Schirmer (?) 288
Schlesier 18
Schmidt, Geheimrat (?) 34
Schmidt-Stiseldeck, Geheimrat (?) 33
Schoppe, Julius (1795-1868) 70
Schröder, Johann Heinrich (1757-1812) 9, 152, 175, 280, 369
Schulz, Anna Sophie Henriette (1799-1856) siehe auch Heusinger, Anna Sophie
Henriette (1799-1856)
Schulz, Anna Sophie Henriette geb. Heusinger (1799-1856) 30, 138, 139
Schulz, Friedrich (1795-1864) 30, 83, 141, 142
Schulz, Hartwig Johann Christian (1746-1830) 140
Schulz, Henriette geb. Schultz (1766-1849) 143
Schulz, Karoline (1791-1855) 144
Schulz, Klara (um 1822 - vor 1828) 145
Schulz, Meta (1827-1895) 146
schwarze Kunst 14
Schwarzkreideportrait 29
Schwerin 70
Sebald, Amalie (1787-1846) 229
Sepia 14
Seydelmann, Jacob (1750-1829) 9, 14, 15, 265, 266, 303, 365, 366, 368
Siersdorph (?) 34
Sikte 28
Spitzbuben 74
Stargard 9, 16
Staufenburg 31
Stegmann, Justinus Matthäus (?) 29
Steinum 67
Stettin 9, 16
Steuben, Carl von (1788-1856) 27
Stralsund 25, 46
Strelitz 25, 46
Strike, Maria (?) 82
Stubbenkammer 25, 40, 42, 45
Stubnitz 41
Stute Ewanda 274
Sunstedt 66
Süpplingen 28, 31
Svantewit 42
Tabakrauchen 21
Tag, Der, nach Correggio 255
Tangermann, Christian (1760-1830) 147, 148
Tasse mit dem Bildnis des Staatsministers Freiherr von Heinitz 277, 278, 279
Tassen 15
Teller 15
Teller mit jungem Bacchus 275
407
11. Register
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Terpsichore, nach Langer 369
Testament 81
Tharant 26
Thronbesteigung 79
Tieck, Christian Friedrich (1776-1851) 26, 251
Tod der hl. Magdalena, nach Franceschini 265, 266, 370
Trapp, Ernst Christian (1745-1818) 12
Tuschfarben 14
Uhde, Antoinette geb. Harsleben (1786-1838) 230
Uhde, Constantin (1836-1905) 110
Uhde, Emma geb. von Schwartzkoppen (?) 110
Uhde, Friederike geb. Harsleben (?) 82
Uhde, Friedrich Wilhelm (1781-1851) 231
Unbekannte Aristokratin (um 1800) 306
Unbekannte Dame (1805/1810) 307
Unbekannte Dame (1818) 242
Unbekannte Dame mit Haarkamm (um 1830) 301
Unbekannte Dame mit Perlenohrringen (1836) 192
Unbekannte Frau in städtischer Tracht (1827) 245
Unbekannte junge Dame mit Halskrause und Perlenohrring (1815) 239
Unbekannte junge Frau (1818) 243
Unbekannter Achter-Husar (1815) 240
Unbekannter älterer Herr (1800) 238
Unbekannter hochdekorierter Leutnant (1817) 191
Unbekannter junger Mann (1817) 241
Unbekannter junger napoleonischer Offizier (1812) 308
Unbekannter Mann (1796) 238
Unbekannter österreichischer Infanterie-Offizier (1810) 302
Unbekanntes Mädchen (1800) 239
Unbekanntes Mädchen in städtischer Tracht (1829) 246
Unbekanntes Mädchen mit Handschuhen(1818) 244
Unbekanntes Paar (1816) 240
Unterlutter 61, 66
Residenzschloss 67
Vase mit Portrait der Königin Luise, nach Schröder 280
Vaterlandsfeind 20
Vechelde 55
Veltheim 28
Verfassungen 18
Vergrößerungsgläser 26
Vilm 25, 38, 46
Völcker, Gottfried Wilhelm (1775-1849) 208
Volkmar, Amalie geb. Hagemann (1823-1846) 232
Volkmar, Amalie geb. Heyer (1782-1837) 232
Volkmar, Karl (1812-1886) 232
Volkmar, Luise geb. Meyer (1753-1818) 232
Volkmar, Philipp Christoph Gustav (1743-1817) 233
Volkmar, Rudolph (1815-1880) 233
Volkmar, Victoria (?) 82
408
11. Register
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Volkmar, Wilhelm (1813-1890) 233
Volksaufstand 34
Volksbedrückung 19
Voss, Ludwig von 184
Wagner, Gutsbesitzer (?) 43
Wahrsagerin, nach Bol 269, 363
Warnecke, Friederike Sophie (1793-1841) 112, 114, 234, 235
Wegebesserungsanstalt 81
Weimar 70
Westfalen 18
Wichmann, Carl Friedrich (1775-1836) 209
Wichmann, Ludwig Wilhelm (1788-1859) 210
Wieser, Peter, Schifffahrtsdirektor (?) 13
Wilhelm (I.) Prinz von Preußen (1797-1888) 9, 10, 15, 21, 31, 70, 72, 160, 187, 188,
286
Wilhelm (II.) Prinz von Oranien (1792-1849) 9, 15, 189, 190
Wilhelm I. von Hessen-Kassel (1743-1821) 18
Wilhelm Malte I. zu Putbus (1783-1854) 45
Wilhelm Prinz von Preußen (1783-1851) 9, 14, 185, 186
Wilhelm von Braunschweig (1806-1884) 33
Willebort, Thomas (1613-1656) 368
Witte, Karl (1800-1883) 23
Witte, Madame (?) 69, 70
Wittow 42
Wolf, Friedrich August (1759-1824) 236
Wolfenbüttel 9, 10, 12, 27, 28, 36, 47, 58, 76, 77
Antoinettenruh 51
Auguststadt 48
Augusttor 48
Bibliothek 48
Dammtor 48
Garnisonkirche 51
Harztor 49
Herzogtor 51
Lechlumer Holz 47
Monplaisir 49
Philippsberg 51
Schloss 47
Schützenhaus 48
Sternhaus 52
Wolff, Charlotte Justine geb. Carpzow (1757-1833) 237
Wouwermann, Philips (1619-1668) 14
Zeichenlehrer 73
Zeit (Die) entdeckt die Unschuld, nach del Sarto 367
Zelter, Karl Friedrich (1758-1832) 211
409
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