MV AGUSTA F4 BRUTALE S - Motorradtechnik Eckelt

MV AGUSTA F4 BRUTALE S - Motorradtechnik Eckelt
Copertina_GER_B4 2005 13-09-2004 9:01 Pagina 1
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MV AGUSTA F4 BRUTALE S
Colori compositi
Informationshinweis
MV Agusta S.p.A. verfolgt eine Politik ständiger Verbesserung ihrer Produkte. Aus diesem Grund kann es
vorkommen, dass kleine Abweichungen zwischen dem vorliegenden Dokument und dem von Ihnen erworbenen Fahrzeug bestehen. Die Modelle MV Agusta werden in zahlreiche Länder exportiert, in denen unterschiedliche Straßenverkehrsordnungen und Zulassungsverfahren bestehen. In der Hoffnung auf Ihr
Verständnis behält sich MV Agusta S.p.A. deshalb das Recht vor, jederzeit und ohne Vorankündigung,
Änderungen an ihren Produkten und den technischen Dokumentationen vorzunehmen.
Die Umwelt schützen und respektieren
Alles was wir tun hat Auswirkungen auf den gesamten Planeten und seine Ressourcen.
Zum Schutz der Gemeinschaft weist MV Agusta die Kunden und die Angestellten im Kundendienst darauf
hin, wie das Motorrad umweltschonend genutzt und Motorradbauteile und Flüssigkeiten entsprechend der
geltenden Umweltschutzgesetze entsorgt bzw. dem Recycling zugeführt werden können.
© 2004
Die vollständige oder teilweise Vervielfältigung dieses Dokuments ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung der MV
Agusta S.p.A. verboten.
Teilnr. 8C00A4902 - Ausgabe Nr. 1
Gedruckt im September 2004
Bedienungs- und Wartungsanleitung
Il presente Manuale di uso e manutenzione è disponibile nelle edizioni in lingua sotto specificate:
This Manual is available in the languages listed below:
Le présent livret d’utilisation et d’entretien est disponible dans les éditions rédigées dans les langues
spécifiées ci-dessous:
Die vorliegende Bedienungs- und Wartungsanleitung ist in folgenden Sprachen erhältlich:
Las ediciones del presente manual de uso y mantenimiento están disponibles en los siguientes idiomas:
Codice/Code/Code
Bestell-Nr./Código
Italienische Ausgabe Edición en Italiano
Edizione Italiana
Italian Edition
Edition Italienne
Edizione Inglese
English Edition
Edition Anglaise
Edizione Francese
French Edition
Edition Française Französische Ausgabe Edición en Francés 8B00A4902
Edizione Tedesca
German Edition
Edition Allemande
Deutsche Ausgabe
Edizione Spagnola
Spanish Edition
Edition Espagnole
Spanische Ausgabe Edición en Español 8D00A4902
Edizione USA
USA Edition
Edition USA
Englische Ausgabe
USA Ausgabe
-2-
Edición en Inglés
8000A4902
8A00A4902
Edición en Alemán 8C00A4902
Edición USA
8000A4903
Sehr geehrter Kunde,
wir danken Ihnen für das Vertrauen, dass Sie uns ausgesprochen haben und gratulieren Ihnen zur Wahl Ihres
neuen F4 Brutale.
Dank dem beharrlichen Einsatz und Engagement seiner Techniker ist heute MV Agusta in der Lage seinen
zahlreichen Fans ein innovatives und von einer Sonderverkleidung und raffinierter Radtechnologie charakterisiertes Produkt anzubieten: Elemente die alle mit dem MV Agusta Warenzeichen verzeichneten Erzeugnisse
in der langen Zeitspanne seiner ruhmreichen Unternehmensgeschichte gekennzeichnet haben.
Das Ergebnis ist ein exklusives Motorrad, das dank seinen ästhetischen und funktionellen Eigenschaften
sowie den zahlreichen technischen Innovationen weit über den heutigen auf diesem Markt vertriebenen
Qualitätsprodukten liegt.
Die angewandten Lösungen verleihen dem neuen F 4 Brutale einen unverwechselbaren Charakter, der dieses Motorrad zu den anderen Modellen der Familie MV Agusta anknüpft und die Projektphilosophie diese
Unternehmens, das der ständigen Forschung, und der technologischen Innovation besonders Wert schenkt
und das winzigste Detail schätzen kann, konsolidiert. Jedem Motorradfahrer wird somit die Möglichkeit
geschenkt, seine Leidenschaft in voller Freiheit zu genießen und zur gleichen Zeit ein Motorrad zu besitzen,
das einzig auf der Welt ist und sich weltweit mit starkem Übergriff durchsetzt.
Die Bedienungs- und Wartungsanleitung gibt Ihnen nützliche und wertvolle Hinweise für die Durchführung der
Wartungsarbeiten, deren Ausführung Ihnen gleichzeitig Ihre Garantieansprüche gewährleisten.
Falls Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an den Kundendienst der MV Agusta.
Viel Spaß!
Claudio Castiglioni
Präsident
MV Agusta
-3-
ALLGEMEINES INHALTSVERZEICHNIS
Kap.
1
1.1.
1.2.
1.3.
1.4.
2
2.1.
2.1.1.
Inhalt
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Zweck der Bedienungsanleitung
Zeichenerklärung
Garantieheft und Wartungscoupons
Rahmen- und Motornummer
SICHERHEITSINFORMATIONEN
Sicherheit
Hinweise zu Veränderungen
an der Auspuffanlage
2.1.2. Sicherheitsvorschriften
2.1.3. Sicherheitsmassnahmen für Kinder
2.1.4. Hinweise zur Installation von Zubehör
2.1.5. Fahrzeugbeladung
2.1.6. Änderungen Fahrzeug
2.1.7. Rennen/ Sportveranstaltungen
2.1.8. Hinweise für sicheres Fahren
2.1.9. Schutzkleidung
2.1.10 Ratschläge zur Diebstahlvermeidung
2.2.
Hinweisschilder - Anbringung
2.3.
Sicherheit - optische und akustische
Signale
Seite
11
11
12
13
14
22
22
Kap.
3
3.1.
3.2.
3.3.
3.4.
3.5.
3.6.
3.7.
3.7.1.
3.7.2.
4
4.1.
4.2.
4.3.
4.4.
22
23
25
26
27
29
29
30
33
34
35
4.4.1.
4.4.2.
4.4.3.
39
-4-
Inhalt
BEDIENUNGSELEMENTE UND
INSTRUMENTE
Anbringung der Bedienungselemente
und Instrumente
Seitlicher Ständer
Linke Lenkerschalter
Rechte Lenkerschalter
Zündschloß und Lenkerschloß
Schaltung
Instrumente und Kontrollampen
Kontrollampen
Multifunktions-Display
EINSATZ
Einsatz des Motorrads
Einfahren
Starten des Motors
Auswahl und Modifizieren der
Display-Funktionen
Auswahl der Display-Funktionen
Einstellen des Maßeinheiten
Nullstellen der Tageskilometerzähler
Seite
40
40
42
43
45
48
52
53
54
55
56
56
57
59
61
62
63
66
ALLGEMEINES INHALTSVERZEICHNIS
Kap.
4.4.4.
4.5.
4.6.
4.7.
4.8.
4.9.
5
5.1.
5.2.
5.3.
5.4.
5.5.
5.6.
5.6.1.
5.6.2.
5.6.3.
5.7.
5.7.1.
Kap.
5.7.2.
Inhalt
Seite
Einstellen der Uhrzeit
69
Tanken
71
Zugang zum Staufach
73
Parken des Motorrads
75
Kontrollen vor Fahrtantritt
77
Anfahren
79
EINSTELLUNGSARBEITEN
80
Liste der Einstellungsarbeiten
80
Tabelle der Einstellungsarbeiten
83
Einstellung Bremshebel Vorderradbremse 84
Einstellung Kupplungshebel
84
Einstellung Rückspiegel
85
Einstellung vordere Federung
86
Federvorspannung
87
Hydraulische Ausdehnungsbremse
(Vorderradfederung)
87
Hydraulische Kompressionsbremse
(Vorderradfederung)
88
Einstellung hintere Federung
89
Hydraulische Ausdehnungsbremse
(Hinterradfederung)
90
5.7.3.
5.8.
6
6.1.
6.2.
6.3.
6.4.
6.4.1.
6.5.
6.5.1.
6.6.
6.7.
6.8.
-5-
Inhalt
Seite
Hydraulische Kompressionsbremse für
hohe Gänge (Hinterradfederung)
91
Hydraulische Kompressionsbremse für
niedrige Gänge (Hinterradfederung)
91
Scheinwerfereinstellung
92
WARTUNG
94
Tabelle Wartungs- und Kontrollarbeiten
94
Mitgeliefertes Bordwerkzeug und Zubehör 104
Schmiermitteltabelle
105
Motoröl - Ölstandkontrolle
106
Nachfüllen von Motoröl
107
Kühlflüssigkeit - Kontrolle
Kühlflüssigkeitsstand
109
Kühlflüssigkeit - Nachfüllen
von Kühlflüssigkeit
110
Bremsbeläge - Kontrolle
Abnutzung/Verschleiß
112
Bremsflüssigkeit -Kontrolle
Bremsflüssigkeitsstand
113
Flüssigkeit Kupplungsbetätigung
-Kontrolle Flüssigkeitsstand
115
ALLGEMEINES INHALTSVERZEICHNIS
Kap.
6.9.
6.10.
6.11.
6.12.
6.12.1.
6.12.2.
6.12.3.
6.12.4
6.12.5.
6.12.6.
6.12.7.
6.12.8.
6.13.
6.14.
6.15.
7
7.1.
7.2.
Kap.
8
8.1.
8.1.1.
8.1.2.
8.1.3.
8.1.4.
8.1.5.
8.1.6.
8.2.
8.3.
8.4.
Inhalt
Seite
Reifen - Kontrolle und Wechsel
116
Kette - Kontrolle und Schmieren
122
Leerlaufdrehzahl - Kontrolle
126
Auswechseln - Allgemeine Informationen 127
Sicherungen - Auswechseln
127
Fahrlicht - Auswechseln der Birne
130
Fernlicht - Auswechseln der Birne
132
Vorderes Standlicht -Auswechseln der
Birne
133
Vordere Blinker - Auswechseln der Birne
134
Hintere Blinker - Auswechseln der Birne
135
Hinteres Standlicht und Bremslicht
Auswechseln der Birne
136
Nummernschildbeleuchtung Auswechseln der Birne
137
Batterie
139
Fahrzeugpflege
141
Längeres Stillegen
144
STÖRUNGEN
145
Störungen am Motor
145
Störungen an der elektrischen Anlage
150
-6-
Inhalt
Seite
TECHNISCHE INFORMATIONEN
153
Allgemeine Beschreibung des Motorrads 153
Bremskreislauf Vorderradbremse
155
Bremskreislauf Hinterradbremse
156
Kupplungskreislauf
157
Motorschmierung
158
Kühlkreislauf
159
Benzin-Versorgungskreislauf
160
Technische Daten
161
Zubehör
168
Bekleidung
169
SACHREGISTER
A
Auswahl der Displayfunktionen
Auswechseln – Allgemeine Informationen
Auswechseln der Birne
- Schildlicht – Auswechseln der Birne
Auswechseln der Birne: - Fernlicht
- Fahrlicht
- vordere Blinker
- hintere Blinker
- vorderes Standlicht
- hinteres Standlicht und Bremslicht
- Nummerschild
61
127
136
137
132
130
134
135
133
136
137
Batterie
Beschreibung des Motorrads
Bremsanlage - Kontrolle Bremsflüssigkeitsstand
Bremsbeläge - Kontrolle Abnutzung / Verschleiß
Bremsung
- Hydraulische Kompressionsbremse
(Vorderradfederung)
- Hydraulische Kompressionsbremse
(Hinterradfederung)
- Hydraulische Ausdehnungsbremse
(Vorderradfederung)
139
153
113
112
- Hydraulische Ausdehnungsbremse
(Hinterradfederung)
90
D
Daten
- Kennzeichennummer
- Technische Daten
Display
- Modifizieren der Displayfunktionen
- Multifunktions-Display
14
161
61
55
E
Einfahren
Einsatz des Motorrads
Einsatz, Kontrollen vor Fahrtantritt
Einstellung Rückspiegel
Einstellung
- Bremshebel Vorderradbremse
- Kupplungshebel
- Vordere Federung
- Hintere Federung
- Rückspiegel
Einstellungen
- Liste
- Liste der Einstellungsarbeiten
B
88
91
87
-7-
57
56
77
85
84
84
86
89
85
80
80
83
SACHREGISTER
F
Fahrzeugpflege
Farbkennziffer
Federung
- vordere Federung, Einstellung
- hintere Federung, Einstellung
Federvorspannung
Flüssigkeiten
- Kühlflüssigkeit – Kontrolle
Kühlflüssigkeitsstand
- Kühlflüssigkeit – Nachfüllen von
Kühlflüssigkeit
141
20
Hydraulische Bremsanlage
86
89
87
- Hydraulische Kompressionsbremse
(Vorderradfederung)
(Hinterradfederung)
91
(Vorderradfederung)
87
- Hydraulische Ausdehnungsbremse
109
(Hinterradfederung)
90
I
110
Instrumente und Kontrolllampen
53
K
Kennnummer
13
H
Hebel
- Einstellung Bremshebel Vorderradbremse
- Einstellung Kupplungshebel
Hinweisschilder
- Anbringung der Sicherheitsschilder
- Sicherheit – optische und akustische Signale
88
- Hydraulische Ausdehnungsbremse
G
Garantieheft, Wartungscoupons und
Händlerliste
88
- Hydraulische Kompressionsbremse
84
84
35
39
- Motornummer
14
- Rahmennummer
14
Kette – Kontrolle und Schmieren
122
Kindersicherungen und Maßnahmen
25
Kontrollen vor Fahrtantritt
77
Kontrolllampen
54
Kupplungsanlage – Kontrolle Flüssigkeitsstand 115
-8-
SACHREGISTER
L
N
Längeres Stilllegen
Leerlaufdrehzahl – Kontrolle
Lenker
- Rechte Lenkerschalter
- Linke Lenkerschalter
Lenkerschalter
- Rechts
- Links
Lichter
- Fernlicht – Auswechseln der Birne
- Fahrlicht – Auswechseln der Birne
- Vorderes Standlicht- Auswechseln der Birne
- Hintere Standlicht und Bremslicht
Liste der Einstellungsarbeiten
144
126
45
43
110
107
137
Ölstandkontrolle, Motoröl
106
Parken des Motorrads
Position der Bedienungselemente und
Instrumente
75
Reifen – Kontrolle
- Löcherfestlegung
- Reifenauswechseln
Richtungsblinker
- Vordere Blinker – Auswechseln der Birne
- Hintere Blinker – Auswechseln der Birne
116
117
118
134
134
135
O
45
43
P
132
130
133
136
80
R
M
Mitgeliefertes Bordwerkzeug und Zubehör
Modifizierung der Displayfunktionen
Motor
- Motorstarten
- Störungen beim Motorstarten
Motoröl
- Ölstandskontrolle
- Nachfüllen
Nachfüllen
- Kühlflüssigkeit
- Motoröl
Nummernschildbeleuchtung
104
61
59
145
40
S
Schaltungen
52
Schmierung, Kette – Kontrolle und Schmieren 122
Seitlicher Ständer
42
106
107
-9-
SACHREGISTER
Z
Sicherheit
- optische und akustische Signale
Sicherungen – Auswechseln
Standkontrolle
- Bremsflüssigkeitsstand
- Kupplungsflüssigkeitsstand
- Kühlflüssigkeitsstand
- Motoröl
- Verschleißkontrollen, Bremsbeläge
Starten des Motors
Störungen an der elektrischen Anlage
Störungen
- am Motor
- an der elektrischen Anlage
22
39
127
Tabelle Wartungs- und Kontrollarbeiten
Tabelle
- der Einstellungen
- Flüssigkeiten und Schmiermittel
Tanken
94
Zeichenerklärung
Zubehör
- Installationsvorschläge
Zugang zum Staufach
Zündschloß und Lenkerschloß
113
115
109
106
112
59
150
145
145
150
T
83
105
71
- 10 -
12
168
26
73
48
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1.1.
Zweck der Bedienungsanleitung
Außer der Bedienungs- und Wartungsanleitung finden Sie in
diesem Heft auch wichtige Sicherheitshinweise. BEVOR SIE
DAS MOTORRAD BENUTZEN MUß DAS GESAMTE HEFT
AUFMERKSAM DURCHGELESEN WERDEN.
In dieser Bedienungsanleitung wird das Modell mit der maximalen Ausstattung beschrieben, wie es bei Drucklegung
verfügbar war.
Die vorliegende Bedienungs- und Wartungsanleitung ist integraler Bestandteil des Motorrads. Sie muss im Motorrad aufbewahrt und bei Halterwechsel dem neuen Fahrzeughalter
übergeben werden.
Sie befindet sich im Kasten unter dem Beifahrersitz.
- 11 -
1
1
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1
1.2.
1
Zeichenerklärung
Besonders wichtige Textstellen die sich auf die Sicherheit der Personen oder des Fahrzeugs beziehen,
sind mit folgenden Symbolen gekennzeichnet:
Gefahr - Achtung: Die mangelnde oder unvollständige Beachtung dieser Vorschriften stellt eine schwere Unfallgefahr für den Arbeiter oder Dritte dar.
Vorsicht - Vorsichtsmaßnahme: Die Nichteinhaltung der Anweisungen kann schwere und
dauerhafte Schäden am Fahrzeug verursachen.
Folgende Symbole werden benutzt, um anzuzeigen, wer die angegebenen Wartungs- und
Einstellungsarbeiten ausführen darf:
Informationen zu Arbeiten, die vom Motorradfahrer ausgeführt werden dürfen.
Informationen zu arbeiten, die ausschließlich von ausgebildetem Fachpersonal ausgeführt
werden dürfen.
Um weitere Informationen hervorzuheben, werden folgende Symbole verwendet:
Das Symbol
zeigt an, dass für die richtige Durchführung der angegebenen Arbeit ein
Spezialwerkzeug oder Sonderausrüstung benötigt werden.
§
Das Zeichen “§” gefolgt von einen Ziffer verweist auf das entsprechende Kapitel.
- 12 -
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1.3.
Garantieheft und Wartungscoupons
Zusätzlich zu der Bedienungs- und Wartungsanleitung erhalten Sie das Garantieheft mit der Garantiebescheinigung, der
Bescheinigung der vor der Fahrzeugübergabe ausgeführten
Arbeiten und den Wartungscoupons sowie eine Liste mit den
Adressen der Vertragshändler.
WICHTIG
Eine Kopie der Garantiebescheinigung muß vom
Vertragshändler ausgefüllt und innerhalb von 10 Tagen nach
Zulassung an die MV Agusta geschickt werden.
Die Wartungscoupons müssen nach Abschluss der jeweiligen
Wartungsarbeiten ebenfalls innerhalb von 10 Tagen vom
Vertragshändler ausgefüllt und an die MV Agusta geschickt
werden.
- 13 -
1
1
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1
2) Motornummer
1
3) Zulassungsnummer
1) Rahmennummer
1.4. Rahmen- und Motornummer
1) Rahmennummer
2) Motornummer
3) Zulassungsnummer
Kennzeichnung des Motorrads
Das Motorrad wird durch die Rahmennummer eindeutig gekennzeichnet. Bei Ersatzteilbestellungen
omüssen die Rahmennummer und gegebenenfalls auch die Motornummer, die Farbkennziffer und
die Schlüsselnummer angegebenen werden.
Wir empfehlen Ihnen die wichtigsten Angaben
nachstehend einzutragen.
RAHMENNUMMER:
MOTORNUMMER:
- 14 -
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1
Nachstehend ein Beispiel zur Zusammensetzung der Rahmennummer:
ZCG F4 05 AA Y V 000000
Hersteller-Kennziffer
Fahrzeugmodell
Progressive Rahmennummer
Die Rahmennummer muss bei Nachfragen beim technischen Kundendienst der MV Agusta
angegeben werden, um das Motorrad-Rückverfolgbarkeit zu garantieren.
- 15 -
1
1
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1
4
6
7
5
11
12
8
2
3
1
10
9
- 16 -
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1
Überbau - Farbkennziffer
Die lackierten Überbauteile haben im Verhältnis zu der entsprechenden Farbnummer des Motorrades
folgende Farbkennziffer (siehe Seite 20):
4. - Benzintank:
Farbkennziffer A:
CRC B4 Rot
(Kennziffer Palinal 926XH348D)
Farbkennziffer B:
Brutale matt Schwarz metallisiert
(Kennziffer Palinal 925XH982)
Farbkennziffer C:
CRC B4 Silber
(Kennziffer Palinal 900.Crom)
Farbkennziffer D:
Schwarz intensiv CRC
(Kennziffer Palinal 9269011503395)
1. - Rechter Hinterseitenteil;
2. - Linker Hinterseitenteil;
3. - Vorderer Kotflügel:
Farbkennziffer A-D:
CRC B4 Rot
(Kennziffer Palinal 926XH348D)
Farbkennziffer B:
Brutale matt Schwarz metallisiert
(Kennziffer Palinal 925XH982)
Farbkennziffer C:
CRC B4 Silber
(Kennziffer Palinal 900.Crom)
5.
6.
7.
8.
-
Heckteil;
Seitenteile Air-box;
Startschalterdeckel;
Armaturenbrettabdeckung;
Brutale Anthrazitgrau metallisiert
(Kennziffer Palinal 926XH893 Multicryl)
9.
10.
11.
12.
- 17 -
-
Linker seitlicher Tankteil;
Rechter seitlicher Tankteil;
Rechter Rückspiegel;
Linker Rückspiegel:
Brutale Anthrazitgrau metallisiert
(Kennziffer Palinal 926XH893 Multicryl)
1
1
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1
6
1
2
3
4
5
- 18 -
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Rahmen- und Radfahrteile Farbkennziffer
Farbkennziffer der lackierten Rahmen- u. Radfahrteile:
1
4. - Vorderradfelge;
5. - Hinterradfelge:
1. - Rahmen;
Farbkennziffer A-B-C:
Brutale Anthrazitgrau metallisiert
(Kennziffer Palinal 211XH893)
Farbkennziffer D:
F4 AGO Rot
(Kennziffer Palinal 211XH987)
Aluminiumgrau
(Kennziffer Sebino 35204189) +
Transparent
(Kennziffer Sebino 35209052)
2. - Hinterer Kleinrahmen;
3. - Befestigung Schälldampfer:
6. - Motor:
MV Grau metallisiert
(Kennziffer Palinal 211.R129)
Brutale Anthrazitgrau metallisiert
(Kennziffer Palinal 211XH893)
- 19 -
1
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1
Schlüsselnummer
Sie erhalten einen Schlüssel und einen Ersatzschlüssel.
Die Schlüssel dienen als Zündschlüssel und zum Öffnen aller Schlösser. Den Ersatzschlüssel an einem
sicheren Ort aufbewahren.
Bei Nachfrage eines Duplikates ist die Kenntnis der
Identifikationsnummer des Schlüssels grundlegend.
Tragen Sie Ihre Schlüsselnummer hier ein:
SCHLÜSSELNUMMER:
Farbkennziffer
Die Farbkennziffer wird bei Bestellung von
Karosserieteilen benötigt. Sie befindet sich auf dem
linken unteren Seite des Benzintanks.
Um das Farbkennzifferschild zu lesen, ist es notwendig
das linker seitlicher Tankteil zu lösen.
Ziehen Sie die Rückseite der linken seitlichen Tankteil
aus, wie in der Abbildung gezeigt.
- 20 -
Schlüsselnummer
1
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Entfernen Sie die linke seitliche Tankteile, indem Sie sie
zur Rückseite des Motorrades ziehen.
Nach Tankteilbeseitigung, ist es möglich, das
Farbkennzifferschild zu sehen. Auf dem Schild ist die
jeweilige Farbekennziffer des Motorrads zur Lackierung
der Karosserieteile angegeben.
Es wird geraten, die Farbkennziffer des Motorrads im
nachfolgenden Leerraum einzutragen:
FARBKENNZIFFER:
- 21 -
1
1
Farbkennzifferschild
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2.1.
2
Sicherheit
2.1.1. HINWEISE ZU VERÄNDERUNGEN AN
DER AUSPUFFANLAGE
Es ist verboten Änderungen am Schalldämpfer
vorzunehmen. Das Gesetz verbietet ausdrücklich
folgende Änderungen:
1. Ausbau oder Außerbetriebnahme – mit
Ausnahme für Wartungs-, Reparatur- oder
Austauscharbeiten – von allen Vorrichtungen,
die strukturelles Bauteil eine Neufahrzeuges
sind, und die der Schalldämpfung dienen. Dies
gilt sowohl für die Zeit vor Verkauf und Übergabe an den Kunden als auch beim späteren
Einsatz des Fahrzeugs.
2. Einsatz des Fahrzeugs nach Ausbau oder
Außerbetriebnahme
der
genannten
Vorrichtung oder strukturellen Bauteils.
2
1. Ausbau oder Anbohren des Schalldämpfers,
der Membran, der Stutzen oder anderer
Abgaselemente.
2. Ausbau oder Anbohren von Teilen des
Ansaugsystems.
3. Mangelnde Wartung.
4. Austausch beweglicher Fahrzeugteile oder
von Teilen des Ansaugsystems oder von Teilen
der Auspuffanlage durch andere als vom
Hersteller vorgeschriebene Teile oder
Bauteile.
HINWEIS
Wird eine bemerkenswerte Erhöhung der
Geräuschentwicklung festgestellt, muss eine
Revision vorgenommen oder gegebenenfalls das
Produkt ausgetauscht werden.
Andernfalls kann der Fahrzeughalter entsprechend
der
örtlichen
oder
staatlichen
Gesetzesvorschriften bestraft werden.
Zu den genannten Veränderungen gehören:
- 22 -
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2.1.2. SICHERHEITSVORSCHRIFTEN
WICHTIG: VOR GEBRAUCH UNBEDINGT LESEN
Vorm Losfahren unbedingt die vorliegende
Bedienungs- und Wartungsanleitung lesen, so dass
Sie
mit
der
Funktion
der
einzelnen
Bedienungselemente, den Fahrzeugeigenschaften,
der Funktion und den Grenzen des Fahrzeugs vertraut werden. Ziel der vorliegenden Bedienungsund Wartungsanleitung ist es Hinweise bezüglich
erfo-derlicher Techniken und Methoden für ein
sicheres Fahren zu geben.
Kein Sidecar, Anhänger oder anderes Zubehör
an das Fahrzeug anbauen. Die Nichtbeachtung dieser
Vorschrift
kann
zum
Verlust
der
Fahrzeugstabilität mit schwerer Unfallgefahr führen.
Damit das Fahrzeug maximale Effizienz und
Zuverlässigkeit bietet, müssen die regelmäßigen
Wartungsarbeiten
aus
der
Tabelle
“Wartungsprogramm” ausgeführt und alle
Anweisungen aus der Bedienungsanleitung beachtet werden. Für ausführlichere Informationen
wenden Sie sich bitte an Ihren Vertragshändler, der
2
über die benötigten technischen Kenntnisse und
das entsprechende Werkstatthandbuch verfügt.
Die
Einführung
von
Strukturund
Leistungsverbesserungen
in
den
Herstellungsprozess kann dazu führen, dass es
kleine Abweichungen zwischen den Text bzw. den
Abbildungen in der Bedienungsanleitung und
dem tatsächlichen Fahrzeugaufbau gibt.
Sollten
einige
der
in
dieser
Bedienungsanleitung enthaltenen Abbildungen
oder Informationen schwer verständlich sein, wenden Sie sich bitte für die benötigten Erläuterungen
an den Kundendienst der MV Agusta.
Sollten Sie Hinweise finden, die nur schwer
lesbar sind, wenden Sie sich bitte an einen autorisierten MV Agusta Kundendienst.
Um die Fahrzeugkontrolle und Lenkbarkeit
des Fahrzeugs nicht zu beeinträchtigen:
- Keine Gegenstände am Fahrzeug anbringen;
- Keine Teile bzw. Bauteile abmontieren;
- Keine Änderungen am Fahrzeug vornehmen;
- Keine Kleidung tragen, die das Lenken des
Fahrzeugs bzw. die Bedienung/ Funktion von
Fahrzeugteilen beeinträchtigen kann.
- 23 -
2
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2
Das Fahrzeug nicht fahren, wenn Sie nicht den
entsprechenden Führerschein besitzen. Fahren
ohne Führerschein ist ein Verstoß gegen die
Straßenverkehrsordnung und ist eine Gefahr für
Ihre eigene und die Sicherheit Dritter.
Keine Reparatur- oder Wartungsarbeiten am
Fahrzeug vornehmen, wenn Sie nicht über die entsprechenden technischen Kenntnisse verfügen.
Grundlegende Voraussetzung für sicheres
Fahren ist die vollständige Kontrolle über das
Motorrad. Fahren Sie das Fahrzeug nur, wenn Sie
konzentriert und gesund sind. Stets Straßenzustand
und Wetterbedingungen einschätzen.
Auch bei kurzen Fahrten stets den Helm aufsetzen.
Geeignete Kleidung tragen. Besonders bei
Nachtfahrten geeignete Kleidung, möglichst mit
reflektierenden Streifen, tragen.
Beim Tanken den Motor abschalten und nicht
rauchen.
Um keine giftigen Benzindämpfe einzuatmen,
beim Tanken vom Fahrzeug fernhalten. Bei
2
Hautkontakt oder Verschmutzen von Kleidung mit
Benzin, sofort mit Wasser abspülen und die
Kleidung wechseln.
Benzin ist leicht entzündbar. Beim Tanken
darauf achten, dass kein Benzin auf heiße Motoroder Auspuffteile tropft.
Den Motor nie in geschlossenen Räumen starten. Auspuffgase sind giftig und können innerhalb
kurzer Zeit die Raumluft sättigen und damit
Ohnmacht verursachen und zum Tod führen.
Beim Starten des Motors in geschlossenen
Räumen unbedingt auf eine ausreichende
Lüftung achten.
Auch tagsüber das Fahrlicht einschalten.
Während der Fahr müssen die Füße auf den
entsprechenden Fußrasten bleiben.
Beim Fahren stets beide Hände fest am
Lenker lassen.
Die Schutzplane nicht sofort nach Ende der
Fahrt am Fahrzeug anbringen. Vorm Anbringen
der Schutzplane abwarten, dass sich der Motor
und die Auspuffteile abgekühlt haben.
- 24 -
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2
Hat das Fahrzeug einen Unfall gehabt, müssen alle Bedienungshebel, die Kabel, die Leitungen, die
Bremssättel und andere wichtige Fahrzeugteile auf Schäden überprüft werden. Das Fahrzeug auf keinen
Fall benutzen, wenn ein Schaden festegestellt wird, der die Fahrzeugsicherheit beeinträchtigen könnte.
Lassen Sie die wichtigsten Fahrzeugteile bei einem MV Agusta Vertragshändler überprüfen. Dadurch können Schäden ausgeschlossen werden, die der Kunde unter Umständen alleine nicht feststellen kann.
2.1.3. SICHERHEITSMASSNAHMEN FÜR KINDER
ACHTUNG
• Motorrad sicher parkieren, d.h. wo keine
Stoss- oder Schadengefahren leicht
vorkommen können. Unabsichtliche Stöße
konnten auch den Absturz des Motorrads
verursachen, mit Verletzungsgefahr von
Personen und vor allem Kindern.
• Um einen unabsichtlichen Absturz zu
vermeiden, den Motorrad nie auf unebenen oder weichen Boden oder heiße
Asphalt parkieren.
• Da Motor und Auspuffanlage sehr
heiß werden können, den Motorrad
sicher parkieren, uzw. wo Kinder oder
Fußgänger nicht leicht mit solchen
Teilen in Berührung kommen können.
- 25 -
Stark erhitzte Teile
2
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2.1.4. HINWEISE ZUR INSTALLATION VON
ZUBEHÖR
2
MV Agusta hat für Ihr Fahrzeug eine eigene
Zubehörreihe entwickelt. Die Installation dieser
Zubehörteile muss bei einem autorisierten
Kundendienst vorgenommen werden.
ACHTUNG
Ausschließlich originale MV Agusta
Zubehörteile verwenden. Der Gebrauch
von nicht originalen Zubehörteilen kann
die Fahrzeugsicherheit wegen möglicher
Lenkschwierigkeiten,
die
Fahrzeug-stabilität und Bremsleistung
beein-trächtigen.
2
Bei Anbringung von Zubehör die das
Fahrzeuggewicht bzw. die aerodynamischen
Eigenschaften des Fahrzeugs verändern, müssen
diese
so
tief
wie
möglich
am
Fahrzeugschwerpunkt angebracht werden. Die
Befestigungsbügel
und
alle
anderen
Befestigungssysteme müssen nach dem Einbau
genau überprüft werden, um eine feste Struktur
und eine nicht entfernbare Halterung für die
Zubehörteile zu garantieren. Ein eventuelles
Nachgeben dieser Befestigungen kann zu gefährlichen Situationen beim Fahren führen.
Überprüfen, dass der Bodenfreiraum und der
Fahrzeug-Neigungswinkel nicht eingeschränkt
worden sind. Ebenfalls überprüfen, dass nach
Einbau von Zubehörteilen die Lenkerbewegung,
der Federhub bzw. andere Lenkbewegungen nicht
beeinträchtigt worden sind.
Am Lenker oder an der Gabel angebrachte
Zubehörteile können die Lenkbarkeit einschränken
und zum Verlust der Fahrzeugstabilität führen.
Diese Zubehörteile müssen sorgsam ausgewählt
werden und so leicht und so klein wie möglich sein.
- 26 -
SICHERHEITSINFORMATIONEN
Bei Seitenwind oder wenn das Motorrad von
großen Fahrzeugen überholt wird, kann es zu
einem leichten Schwimmen oder anderen
Formen von Instabilität beim Fahren kommen.
Zubehörteile, besonders schlecht angebrachtes
oder falsches Zubehör, können unter diesen
Umständen die Fahrstabilität enorm verschlechtern. Zubehörteile müssen daher sehr sorgfältig
ausgewählt und montiert werden.
Bestimmte Zubehörteile zwingen den Fahren
eine unnatürliche Fahrhaltung einzunehmen.
Damit wird natürlich die Bewegungsfreiheit und
dementsprechend die Kontrolle über das
Fahrzeug eingeschränkt.
Elektrische Zubehörteile können zu einer
Überlastung der Motorrad-Stromanlage führen.
Dadurch können Kabel beschädigt und gefährliche Situationen geschaffen werden.
2
2.1.5. FAHRZEUGBELADUNG
Das Motorrad wurde zum Einsatz des Fahrers und
höchstens eines Beifahrers entworfen. Für einen
sicheren Einsatz und unter Berücksichtigung der
Straßenverkehrsvorschriften müssen die technische Gewichtswert, die hier unten angegeben ist,
nie überschritten werden:
BRUTALE S
370 kg
Diese Wert ist die Summe der folgenden
Gewichte, gemäß der Richtlinien CEE 92/61:
•
•
•
•
- 27 -
Motorradgewicht;
Fahrergewicht;
Beifahrergewicht;
Ladegewicht und das der Zubehörteile.
2
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2
ACHTUNG
Da das Gewicht einen enormen Einfluss
auf die Lenkbarkeit, die Bremsleistung,
die Fahrzeugeigenschaften und die
Fahrzeugsicherheit hat, müssen die folgenden Vorschriften stets eingehalten
werden.
• DAS MOTORRAD NIE ÜBERLADEN!
Ein überladenes Motorrad kann die
Reifen
beschädigen,
zu
einem
Kontrollverlust und schweren Unfällen
führen.
Überprüfen,
dass
das
Gesamtgewicht mit Fahrer, Beifahrer,
Gepäck und Zubehör das zulässige
Fahrzeug-Gesamtgewicht nicht überschreitet.
• Niemals Gegenstände transportieren,
die schlecht befestigt sind und sich
während der Fahrt verschieben können.
- 28 -
2
• Alle schweren Gegenstände müssen
so nahe wie möglich in der
Fahrzeugmitte befestigt werden. Die
Gewichte müssen auf der rechten und
linken Seite gleichmäßig verteilt werden.
• Um Wechselwirkungen mit beweglichen Fahrzeugteilen zu vermeiden,
keine Gegenstände oder Zubehör in die
Zwischenräume am Rahmen einführen.
• Die Federung je nach Beladung einstellen.
• Vor
Fahrtantritt
stets
den
Reifenzustand und den Reifendruck
prüfen.
• Auch wenn das Fahrzeug richtig beladen ist, vorsichtig und niemals schneller als 130 km/h fahren.
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2.1.6. ÄNDERUNGEN FAHRZEUG
2
2.1.6. RENNEN / SPORTVERANSTALTUNGEN
MV Agusta rät davon ab originale Fahrzeugteile
abzubauen oder Änderungen am Fahrzeug vorzunehmen, die die Form oder Fahrzeugfunktion
verändern.
ACHTUNG
Jegliche Änderung am Fahrzeug, wie z.
B. die Änderung bzw. der Ausbau von
Bauteilen, kann die Sicherheit beeinträchtigen. Das Fahrzeug entspricht dann
nicht
mehr
den
gesetzlichen
Vorschriften. MV Agusta übernimmt keinerlei Haftung für Schäden an Personen
oder für Sachschäden, die durch eventuelle Änderungen am Originalzustand
des Fahrzeugs verursacht werden. Bei
Änderungen am Fahrzeug verfallen alle
Garantieansprüche und entbindet MV
Agusta von jeglicher Haftung.
ACHTUNG: Der Einsatz des Fahrzeugs
bei Rennen/ Sportveranstaltungen erfordert besonderes können und Erfahrung.
Außerdem muss das Fahrzeug auf geeignete Weise vorbereitet werden.
VORSICHT: Die hohen Temperaturen, die
durch den Gebrauch auf Rennstrecken
verursacht wurden, konnten die Leistungsfähigkeit des katalytischen Konverters
und der Abgasanlage verringern; folglich
schlagen wir das Zusammenbauen einer
speziellen Abgasanlage vor, wenn Sie den
Fahrzeug auf Rennstrecken benutzen.
MV Agusta hat einige Fahrzeugteile speziell für
einen Einsatz des Fahrzeugs ei Rennen/Sportveranstaltungen entwickelt. Diese Bauteile sind
ausschließlich für einen Einsatz auf für den allgemeinen Verkehr geschlossenen Rennstrecken vorgesehen. Die Nichtbeachtung dieser Vorschrift ist
ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung. In
diesem Fall übernimmt MV Agusta keine Haftung.
- 29 -
2
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2.1.8. HINWEISE FÜR SICHERES FAHREN
2
Außer einem Fortbewegungsmittel ist das
Motorrad eine Quelle für Entspannung und aufregender Erlebnisse. Trotz allem können bei einem
Einsatz diese Fahrzeugs gewisse Risiken nicht
ausgeschlossen werden. Für einen sicheren
Einsatz müssen die vorstehenden Angaben beachtet und die nachstehenden Sicherheitshinweise
eingehalten werden.
Vor Fahrtantritt
Alle Anweisungen in der vorliegenden
Bedienungsanleitung aus dem Abschnitt “KONTROLLEN VOR FAHRTANTRITT” ausführen.
Eine allgemeine Überprüfung aller sicherheitsrelevanten Aspekte am Motorrad vornehmen.
Das Motorrad kennen
Das Können des Fahrers und seine mechanischen
Kenntnisse
sind
grundlegende
Voraussetzung für ein sicheres Fahren. Erste
Probefahrten sollten solange auf verkehrsarmen
2
Straßen vorgenommen werden, bis Sie ausreichend mit dem Fahrzeug und seinen
Bedienungselementen vertraut sind.
Die eigenen Grenzen kennen
Beim Fahren nie seine eigenen Grenzen und die
gesetzlich vorgeschriebenen Begrenzungen
überschreiten. Die Kenntnis und der Respekt vor
eigenen Fähigkeiten und Grenzen hilft Unfälle zu
vermeiden.
Schlechte Wetterbedingungen
Bei schlechtem Wetter muss besonders vorsichtig
gefahren werden. Zum Beispiel wird der
Bremsweg bei Regen merklich länger, da die
Reifen weniger auf der Straße haften. Bei Regen
daher langsam fahren und Vollbremsungen und
starkes Beschleunigen vermeiden. Besonders auf
rutschigen
Straßenbelag,
wie
z.
B.
Straßenmarkierungen,
Schachtdeckel,
Eisenbahnübergänge, Straßenbahnschienen,
Brücken, Metallgitter usw. achten. Da ein
Motorrad bei Unfällen nicht den gleichen Schutz
- 30 -
SICHERHEITSINFORMATIONEN
bieten kann wie ein Auto, muss stets ein “defensiver” Fahrstil eingehalten werden. Dies gilt besonders für die oben beschriebenen schlechten
Wetterbedingungen.
Wir auch nur eine Hand oder ein Fuß vom
Fahrzeug genommen, verringert sich die
Möglichkeit drastisch das Fahrzeug zu kontrollieren, die Unfallgefahr wird größer. Den Lenker
stets mit beiden Händen fest halten. Beide Füße
immer auf den Fußrasten lassen.
Die Schaltung stets auf geeignete Weise nutzen, so dass bei jedem Fahrt- und
Straßenzustand immer der richtige Gang eingelegt werden kann. Damit kann der Motor im richtigen Drehzahlbereich arbeiten. Hohe Gänge bei
niedriger Geschwindigkeit sollten vermieden werden (zu niedrige Motordrehzahl). Ebenfalls zu
vermeiden sind niedrige Gänge bei hoher
Geschwindigkeit (zu hohe Motordrehzahl).
Zum Gangwechsel stets die Kupplung benutzen, um Schäden am Motor und Getriebe zu ver-
2
meiden. Motor und Getriebe sind nicht für ein
Gangeinlegen ohne Kupplung entwickelt worden.
Bei normalem Fahrzeugeinsatz sollte die
Kupplung nur zum Einlegen der Gänge benutzt
werden. Die Kupplung nie lange gezogen halten.
Andernfalls besteht die Gefahr einer Überhitzung
der Kupplungsbauteile, die zu einem vorzeitigen
Verschleiß dieser Teile führt.
Soll schnell beschleunigt werden, z. B. beim
Überholen, kann ein kleinerer Gang eingelegt werden. Dies bietet ein besseres Übersetzungsverhältnis und Beschleunigungsvermögen.
Läuft der Motor bereits in einem hohen
Drehzahlbereich, kann ein schnelles Einlegen
immer kleinerer Gänge zum Überdrehen des
Motors führen. Zu den gefährlichen Folgen zählt:
ein plötzliches Blockieren des Hinterrads, Verlust
der Kontrolle über das Fahrzeug, Motorschäden.
Bei längeren Bergabfahrten durch Gas
wegnehmen die Geschwindigkeit herabsetzen
und einen kleineren Gang einlegen, um den
"Motorbremsen-Effekt” nutzen zu können. Die
- 31 -
2
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2
Vorderrad- und Hinterradbremse sollten nicht zur
Dauerbremsung verwendet werden, um ein
Überhitzen der Bremsen und ein dadurch bedingtes Nachlassen der Bremswirkung zu vermeiden.
Besondere
Achtung
muss
im
Sicherheitsbereich auf die Bremsanlage verwendet werden. Die Betätigung der Bremsen muss
abhängig
von
Straßenzustand
und
Fahrgeschwindigkeit erfolgen. Es müssen stets
beide Bremsen gleichzeitig betätigt werden, so
dass die Bremswirkung sanft und progressiv auf
beide Räder verteilt wird. Das Bremsen, wie der
gesamte Einsatz des Fahrzeugs, muss unter
größter Vorsicht erfolgen. Dies gilt besonders für
noch unerfahrene Fahrer.
Vollbremsungen in Kurven führen zum
Schleudern
und
einem
Verlust
der
Fahrzeugkontrolle. Mit dem Bremsen vor
Einfahren in die Kurve beginnen.
Seitliche Windböen, wie sie z. B. auftreten,
wenn Ihr Fahrzeug von größeren Fahrzeugen
überholt wird, oder an Tunnelausfahrten oder in
2
hügeligem Gelände, können zu einem Verlust der
Fahrzeugkontrolle führen. In diesem Fall muss
die Geschwindigkeit herabgesetzt und auf
Seitenwind geachtet werden.
Stets einen geeigneten Sicherheitsabstand zu
den vorausfahrenden Fahrzeugen einhalten und
die
Geschwindigkeit
den
Wetterund
Verkehrsbedingungen anpassen. Bei zunehmender Geschwindigkeit verringert sich die Möglichkeit
das Fahrzeug zu kontrollieren gleichzeitig verlängert sich der Bremsweg. Auf keinen Fall die von
der Straßenverkehrsordnung vorgegebenen
Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreiten.
Sollte auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren
werden. Die anderen Verkehrsteilnehmer werden
schneller auf Sie aufmerksam.
Die Einnahme von Alkohol oder Rauschmitteln
vor Fahrtantritt ist ausdrücklich von der
Straßenverkehrsordnung verboten. Auch kleine
Mengen dieser Substanzen schränken die Fahrund Reaktionsfähigkeit des Fahrers ein und
beeinträchtigen die Sicherheit.
- 32 -
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2.1.9. SCHUTZKLEIDUNG
Das Tragen eines Sturzhelm ist ausdrücklich von
der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben.
Der Sturzhelm ist der wichtigste Teil der
Schutzbekleidung eines Motorradfahrers, da er
ihn bei einem Unfall vor Kopfverletzungen
schützt. Während der Fahrt muss der Schutzhelm
richtig festgezogen werden. Er muss sicher und
komfortabel auf dem Kopf des Fahrers sitzen. Ist
kein Schutzvisier vorhanden (z. B. bei offenen
Helmen) sollte eine Brille zum Schutz der Augen
getragen werden. Der Fahrtwind kann die Sicht
des Fahrers einschränken und dadurch die
Unfallgefahr vergrößern.
ACHTUNG: Bei Nichtaufsetzen des
Sturzhelms besteht erhöhte und tödliche Verletzungsgefahr. Stets sicherstellen, dass der Fahrer und der Beifahrer
zugelassene
Sturzhelme
tragen.
Benutzen
Sie
einen
“offenen
Sturzhelm”, muss während der Fahrt
eine Schutzbrille getragen werden.
2
Während der Fahrt sollte auch eine entsprechende Sicherheitskleidung getragen werden:
Im einzelnen:
Eine leichte, feste und leicht zu schließend
Jacke;
Weiche und widerstandsfähige Handschuhe,
um Schutz und Fingerspitzengefühl zu garantieren;
Feste und anliegende Hosen, die Beine vollständig bedecken müssen;
Gut passende und verstärkte Stiefel, die praktisch und sicher sein müssen.
Die o. a. Kleidung kann leicht in entsprechenden
Fachgeschäften gefunden werden.
Sie sollten beim Einkauf auf lebhafte und kräftige
Farben Wert legen, da der Fahrer dann bei
Nachfahrten und Nebel besser zu sehen ist.
Die Kleidung sollte auf alle Fälle maximale
Bewegungsfreiheit bieten und das Lenken nicht
- 33 -
2
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2
behindern. Die Kleidung sollte außerdem frei vonfreien Teilen sein, die sich in den Brems- und
Kupplungshebel, den Fußrasten, in den Reifen, in
der Kette usw. verfangen können und dadurch
gefährliche Situationen schaffen würden.
ACHTUNG
Das Tragen von Schutzkleidung kann
bei Unfällen nicht vollständig vor
Verletzungen schützen.
Beim Tragen von Sicherheitsbekleidung
sollten Sie daher kein falsches
Sicherheitsgefühl entwickeln. Stets vorsichtig fahren und die o. a. Ratschläge,
Anweisungen und Hinweise beachten.
2
2.1.10. RATSCHLÄGE ZUR DIEBSTAHLVERMEIDUNG
1. Jedes Mal, wenn das Fahrzeug geparkt wird,
muss der Lenker blockiert und der
Zündschlüssel abgezogen werden (siehe § 3.5).
2. Das Fahrzeug sollte möglichst immer in einer
Garage geparkt werden.
3. Rüsten Sie das Fahrzeug mit einer guten
Diebstahlsicherung aus.
4. Die Angaben zur Fahrzeuganmeldung stets
auf dem neuesten Stand halten.
5. Den eigenen Namen, Anschrift und
Telefonnummer die in u. a. Felder eintragen.
Bewahren Sie die vorliegende Bedienungsund
Wartungsanleitung immer im Staufach im
Motorrad auf (siehe § 4.6). Diese Angaben
sind sehr wichtig, da nach einem Diebstahl
wiederaufgefundene Motorräder anhand dieser Angaben oft wieder ihrem eigentlichen
Besitzer zurückgegeben werden können.
NAME:
ANSCHRIFT:
TELEFON:
- 34 -
2
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2.2.
1
2
3
4
5
-
Hinweisschilder - Anbringung
3
1
2
2
“Bleifreies Benzin”
“Batteriehinweise”
“Reifendruck”
“Hinterradnabenwarnung”
“Einstellung der Kette”
ANMERKUNG
Die auf den nächsten Seiten
abgebildeten Hinweisschilder
sind nicht in Originalgröße dargestellt.
Sind die Hinweisschilder nur
schwer zu entziffern, wenden Sie
sich bitte an einen MV Agusta
Vertragshändler.
5
4
- 35 -
SICHERHEITSINFORMATIONEN
1. AUFKLEBER
BLEIFREIES BENZIN
2
2. AUFKLEBER
BATTERIEHINWEISE
- 36 -
2
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2
3. AUFKLEBER
REIFENDRUCK
2
4. AUFKLEBER
HINTERRADNABENWARNUNG
- 37 -
SICHERHEITSINFORMATIONEN
5. AUFKLEBER
KETTENEINSTELLUNG
2
- 38 -
2
SICHERHEITSINFORMATIONEN
2.3.
2
Sicherheit - optische und akustische Signale
Vor jedem Fahrtantritt muß unbedingt überprüft werden, ob die optischen und akustischen Signale funktionieren.
Standlicht, Fahrlicht, Fernlicht (§3.3.)
Standlicht (§3.3), Bremslicht
Vordere Richtungsblinker (§3.3.)
(schaltet sich beim Bremsen ein)
Blinker (§3.3.)
Hupe (§3.3.)
Nummernschildbeleuchtung (schaltet sich ein,
wenn das Standlicht eingeschaltet wird)
- 39 -
2
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3.1.
3
Anbringung der Bedienungselemente und Instrumente
Elektrische Schalter linker Lenkerteil (§3.3.)
Instrumente und Kontrollampen (§3.7.)
Zündschloß und Lenkerschloß (§3.5.)
Linke Seite
3
Rechte Seite
Tankdeckel (§4.5.)
Elektrische Schalter rechter Lenkerteil (§ 3.4.)
- 40 -
Gasgriff (§3.4.)
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
Bremshebel Vorderradbremse (§5.1.)
Kupplungshebel (§5.1.)
Rückspiegel (§5.1.)
3
Beifahrer Fußraste
Beifahrerhaltegriff
Beifahrer Fußraste
3
Beifahrerhaltegriff
Bremspedal Hinterradbremse (§5.1.)
Fußraste (§5.1.)
Schalthebel (§3.6. und §5.1.)
- 41 -
Fußraste (§5.1.)
Seitlicher Ständer (§3.2.)
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3.2.
3
3
Seitlicher Ständer
Der Seitenständer ist mit einem
Sicherheitsschalter (Startfreigabe)
ausgerüstet, der ein Losfahren bei
runtergeklapptem
Seitenständer
verhindert.
Ist der Motor bei runtergeklapptem
Seitenständer angelassen worden
und wird der Kupplungshebel gezogen, um zu Losfahren einen Gang
einzulegen, wird die Stromversorgung zum Motor unterbrochen und
der Motor stellt sich ab.
Ist der Seitenständer runtergeklappt
und gleichzeitig ein Gang eingelegt,
verhindert der Schutzschalter, dass
der Motor gestartet werden kann. Auf
diese Weise wird ein Umfallen des
Motorrads vermieden.
Startfreigabe
Seitlicher Ständer
Seitlicher Ständer
Doppelte Rückholfeder
- 42 -
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3.3.
3
Linke Lenkerschalter
Kupplungshebel
Zur Betätigung der Kupplung den Kupplungshebel
ziehen und wieder loslassen.
3
Druckschalter Lichthupe
Den Schalter mehrmals drücken.
Druckschalter Fernlicht/Fahrlicht
Druckschalter hoch
: Fahrlicht
Hupenschalter
Zur Betätigung der Hupe den Schalter drücken.
Blinkerschalter
Bei Verstellen des Hebels nach rechts oder links werden jeweils die rechten oder linken Blinker eingeschaltet. Der Hebel stellt sich auf Mittelstellung zurück. Zum
Ausschalten der Blinker auf den Hebel drücken.
- 43 -
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3
Lichthupenschalter
Die Betätigung der Lichthupe durch den Lichthupenschalter dient dazu andere Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam zu machen oder Gefahren zu signalisieren. Bei eingeschaltetem Fernlicht funktioniert die Lichthupe nicht.
3
Druckschalter Fernlicht/ Abblendlicht
Schaltet sich normalerweise das Abblendlicht ein. Wenn es der Verkehr und die Straßenführung zulassen, kann
mit diesem Druckschalter auf Fernlicht umgeschaltet werden.
Blinkerschalter
Mit diesem Schalter kann anderen Verkehrsteilnehmern ein Fahrtrichtungs- oder Spurwechsel angezeigt
werden.
ACHTUNG
Das Nichtbetätigen oder die falsche Betätigung/ das Nichtausschalten des Blinkerschalters kann
Unfälle verursachen. Die anderen Verkehrsteilnehmer können dadurch falsche Rückschlüsse
auf die tatsächliche Fahrtrichtung ziehen. Vorm Abbiegen oder Spurwechsel stets die Blinker
betätigen.
Hupenschalter
Die Betätigung der Hupe durch den Hupenschalter dient dazu andere Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam
zu machen oder Gefahren zu signalisieren.
Kupplungshebel
Mit diesem Hebel wird die Kupplung über eine hydraulische Vorrichtung ein- und ausgekuppelt.
- 44 -
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3.4.
3
Rechte Lenkerschalter
Bremshebel Vorderradbremse
Zum Bremsen mit der Vorderradbremse den Bremshebel ziehen.
Gasgriff
Zum Gasgeben den Griff drehen.
Chokehebel (Kaltstart)
Bei Kaltstart des Motors in Uhrzeigersinn drehen. Nach einigen
Sekunden den Hebel in Ausgangsstellung zurückstellen.
Schalter zum Abstellen des Motors
Bei Betätigung wird der Motor abgestellt und kann nicht gestartet
werden.
Druckschalter zum Anlassen des Motors
Bei Betätigung wird der Motor gestartet. Sobald der Motor läuft
muß der Schalter losgelassen werden. Wird der Schalter bei laufendem Motor erneut betätigt, können die Display-Funktionen
ausgewählt werden.
- 45 -
3
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3
Schalter zum Abstellen des Motors
Mit diesem Schalter kann der Motor in Notfällen abgestellt werden. Wird dieser Schalter betätigt, wird der
Zündkreislauf unterbrochen, der Motor kann nicht gestartet werden. Soll der Motor neu gestartet werden,
muss vorher dieser Schalter in Ausgangsstellung zurückgestellt werden.
ANMERKUNG
Unter normalen Bedingungen wird dieser Schalter nie zum Abstellen des Motors verwendet.
3
Druckschalter zum Anlassen des Motors
Mit diesem Schalter wird der Motor gestartet. Bei laufendem Motor können über diesen Schalter die einzelnen Display-Funktionen ausgewählt werden.
VORSICHT
Um Schäden an der elektrischen Anlage zu vermeiden, sollte dieser Schalter bei Startversuchen
nie länger als 5 Sekunden gedrückt werden.
Sprint der Motor nach einigen Startversuchen nicht an, siehe Kapitel “STÖRUNGEN” in der vorliegenden Bedienungsanleitung.
Chokehebel (Kaltstart)
Mit dieser Vorrichtung wird der Kaltstart des Motors vereinfacht.
ANMERKUNG
Der Chokehebel sollte nur kurze Zeit und bei der entsprechenden Motor- und Außentemperatur gezogen werden. Reicht die Motordrehzahl aus, um den Motor im Leerlauf laufen zu lassen, sollte der
Chokehebel zurückgestellt werden.
- 46 -
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3
Gasgriff
Mit dem Gasgriff wird die Benzinversorgung des Motors geregelt. Zum Gasgeben den Gasgriff aus
Ruhestellung (Leerlaufstellung) drehen.
Wird nach einem Kaltstart des Motors (eingeschalteter Choke) der Gasgriff in Ruhestellung zurückgedreht,
wird der Chokehebel im Ausgangsstellung zurückgestellt.
Bremshebel der Vorderradbremse
Diese Steuerung ermöglicht die Einschaltung des Vorderrad-Bremssystems durch einen hydraulischen Kreislauf.
ACHTUNG
In einigen Ländern gelten spezielle Richtlinien für
die Leistungsbegrenzung der Motorräder. In diesem
Falle, muss der Handgashebel Ihres Motorrades mit
einer Mechanikvorrichtung, wie seitlich ersichtlich,
ausgestattet werden, welche nicht entfernt oder
abgeädert werden darf. Die Entfernung oder
Abänderung der oben angeführten Vorrichtung
zieht folgendes nach sich:
• Rechtsverletzung
im
Benützerland
des
Motorrades;
• Beschädigung des Motorrades;
• Kompromittierung der Sicherheitsbedingungen;
• Ablauf der Garantierechte.
- 47 -
3
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3.5.
3
Zündschloß und Lenkerschloß
ACHTUNG: Keine Schlüsselanhänger oder anderes am Zündschlüssel anbringen, damit die
Lenkerdrehung nicht eingeschränkt wird.
ACHTUNG: Den Zündschlüssel niemals während der Fahrt drehen, Sie könnten sonst die
Kontrolle über das Fahrzeug verlieren.
3
Stellung “OFF”
Zündschloß und Lenkerschloß
Stellung “ON”
Stellung “LOCK”
Stellung “P”
- 48 -
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3
Über das Zündschloß werden der elektrische Kreislauf und das Lenkerschloß ein- bzw. ausgeschaltet. Es
gibt folgende vier Stellungen für den Zündschlüssel.
Stellung “OFF”
Alle elektrischen Stromkreise sind ausgeschaltet,
der Zündschlüssel kann abgezogen werden.
Stellung “ON”
Alle elektrischen Stromkreise sind eingeschaltet,
die Instrumente und Kontrollampen führen eine
Autodiagnose durch, der Motor kann gestartet werden. Der Zündschlüssel kann nicht abgezogen
werden.
Vorsicht - Vorsichtsmaßnahme: Die Nichteinhaltung der Anweisungen kann schwere und
dauerhafte Schäden am Fahrzeug verursachen.
- 49 -
3
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3
Stellung “LOCK”
3
Den Lenker nach rechts oder links drehen. Den
Schlüssel leicht drücken und auf Stellung
“LOCK” drehen. Alle elektrischen Stromkreise
sind ausgeschaltet, das Lenkerschloß ist eingerastet, der Zünd-schlüssel kann abgezogen
werden.
Linke Seite
- 50 -
Rechte Seite
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
Stellung “P”
Den Schlüssel von Stellung “LOCK” auf Stellung
“P” drehen. Alle elektrischen Stromkreise sind mit
Ausnahme des Parklichts (Standlichts) ausgeschaltet, das Lenkerschloß ist eingerastet. Der
Zündschlüssel kann abgezogen werden.
- 51 -
3
VORSICHT
Um ein Entladen der Motorradbatterie
zu vermeiden, den Schlüssel nicht längere Zeit in Stellung “P” lassen.
3
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3.6.
3
Schaltung
Die Stellung N “Neutral” ist die Leerlaufstellung, die auch durch Aufleuchten der entsprechenden
Kontrollampe am Armaturenbrett angezeigt wird.
Durch Drücken nach unten wird der erste Gang eingelegt.
Durch Drücken nach oben wird der zweite Gang, durch weiteres Drücken der dritte Gang usw. bis zum
sechsten Gang eingelegt.
3
6°
5°
4°
3°
2°
N
1°
Schalthebel
- 52 -
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3.7.
3
Instrumente und Kontrollampen
Die Instrumente und Kontrollampen werden durch Drehen des Zündschlüssels
auf “ON” eingeschaltet. Nach einer ersten Überprüfung (ungefähr 7 Sekunden)
zeigen die Instrumente den allgemeinen Zustand des Motorrads in diesem
Moment an.
Kontrollampen
(§3.7.1.)
3
Kontrollampe
(§3.7.1.)
Druckschalter “SET”
(§3.7.2.)
Multifunktions-Display (§3.7.2.)
Drehzahlmesser
- 53 -
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3
3.7.1. Kontrollampen
Batterieladekontrolle (rot)
Leuchtet auf, wenn die Lichtmaschine nicht ausreichend Strom zum Laden der Batterie liefert.
Leuchtet die Batterieladekontrolle
während der Fahrt auf, wenden Sie
sich bitte an einen Kundendienst.
Fernlichtkontrolle (blau)
Leuchtet auf, wenn das Fernlicht eingeschaltet ist.
3
Kontrollampe Fahrlicht (grün)
Leuchtet auf, wenn Fahrlicht
eingeschaltet sind.
Kontrolle ausgeklappter
Seitenständer (rot)
Leuchtet
auf,
wenn
der
Seitenständer ausgeklappt ist.
Kontrollampe
Drehzahlbegrenzung (rot)
Leuchtet
auf,
wenn
die
Motordrehzahl über 12700 U/min
liegt. Die Drehzahlbegrenzung
schaltet sich ab 13100 U/min ein.
Kontrollampe Motoröldruck (rot)
Leuchtet bei unzureichendem Motoröldruck auf.
Gefahr - Achtung: Wenn diese Kontrollampe
während der Fahrt aufleuchtet, sofort anhalten,
den Motorölstand überprüfen und gegebenenfalls Motoröl nachfüllen. Leuchtet die
Kontrollampe
trotz
ausreichendem
Motorölstand weiterhin auf, nicht weiterfahren
und einen Kundendienst rufen.
Kontrollampe Leerlauf (grün)
Leuchtet auf, wenn sich der
Schalthebel in Leerlaufstellung
“Neutral” befindet.
Blinkerkontrolle (grün)
Leuchtet auf, wenn die Blinker
eingeschaltet sind.
Benzinreserve (orange)
Leuchtet auf, wenn die 4-Liter Reserve im Tank
erreicht ist.
- 54 -
BEDIENUNGSELEMENTE UND INSTRUMENTE
3
3.7.2. Multifunktions-Display
Thermometer
Zeigt die Temperatur der Kühlflüssigkeit an. Die
Temperatur kann in °C oder in °F angezeigt werden.
Der Anzeigebereich liegt zwischen
40° und 140°C (104° und 284°F):
- Temperaturen unter 40°C (104°F)
werden nicht angezeigt, es
erscheinen drei blinkende Linien,
die niedrige Temperatur anzeigen.
- Zwischen 50° und 105°C (122°
und 221°F) ist die Anzeige konstant.
- Zwischen 106° und 140°C (223°
und 284°F) blinkt die Anzeige, das
ist die Warnung vor hoher
Temperatur.
Tachometer
Zeigt
die
Geschwindigkeit
an.
Die
Geschwindigkeit kann in Kilometer pro Stunde
(km/h) oder Meilen pro Stunde (Mph) angezeigt werden. Die Tachometerskala reicht bis 299 km/h (185 Mph).
Druckschalter “SET”
Durch Drücken können die
Ziffern am Display eingestellt
werden. Durch erneutes Drücken
wird die Eingabe bestätigt.
Kilometerzähler “TOTAL”
Zeigt die gesamten gefahrenen Kilometer an; von 0
bis 99999.9 (km oder mile)
Tageskilometerzähler “TRIP 1”
Zeigt die gefahrenen Kilometer einer Teilstrecke an;
von 0 bis 9999,9 (km oder mile)
Tageskilometerzähler “TRIP 2”
Zeigt die gefahrenen Kilometer einer Teilstrecke an;
von 0 bis 9999,9 (km oder mile)
Uhr Zeigt die Uhrzeit an (0 - 24)
Gefahr - Achtung: Bei Temperaturen von mehr als
120°C (248°F) das Motorrad anhalten, den Motor
abstellen, den Kühlflüssigkeitsstand überprüfen und
gegebenenfalls auffüllen. Muss Kühlflüssigkeit nachgefüllt werden, vorher abwarten bis der Motor
abgekühlt werden. Solange der Motor noch warm ist
den Einfüllverschluss für die Kühlflüssigkeit nicht öffnen. Leuchtet die Anzeige trotz richtigem Kühlflüssigkeitsstand auf, nicht weiterfahren und den Kundendienst benachrichtigen (siehe Kapitel 7 “Störungen”).
- 55 -
3
4
EINSATZ
4.1.
Einsatz des Motorrads
In diesem Abschnitt werden die wichtigsten Themen für einen richtigen Einsatz des Motorrades behandelt:
4
–
–
–
–
–
–
–
–
Einfahren
Starten des Motors
Auswahl und Modifizieren der Display-Funktionen
Tanken
Zugang zum Staufach
Parken des Motorrads
Kontrollen vor Fahrtantritt
Anfahren
(
(
(
(
(
(
(
(
§ 4.2 )
§ 4.3 )
§ 4.4 )
§ 4.5 )
§ 4.6 )
§ 4.7 )
§ 4.8 )
§4.9 )
ACHTUNG! Das F4 BRUTALE Motorrad zeigt hohe Leistungsmerkmale. Für sein Gebrauch
wird ein ausreichendes Niveau des Wissens des Fahrzeugs angefordert. Wenn Sie dieses
Motorrad zum ersten Mal benutzen, ist es notwendig, eine vorsichtige Haltung anzunehmen. Eine konkurrenzfähige Ridinghaltung kann die Gefahr der Unfälle erhöhen, welche
die Sicherheit des Treibers und der Leute gefährden.
VORSICHT: Die hohen Temperaturen, die durch den Gebrauch auf Rennstrecken verursacht wurden, konnten die Leistungsfähigkeit des katalytischen Konverters und der
Abgasanlage verringern; folglich schlagen wir das Zusammenbauen einer speziellen
Abgasanlage vor, wenn Sie den Fahrzeug auf Rennstrecken benutzen.
Die Umwelt schützen und respektieren
Alles was wir tun hat Auswirkungen auf den gesamten Planeten und seine Ressourcen.
Zum Schutz der Gemeinschaft weist MV Agusta die Kunden und die Angestellten im Kundendienst darauf hin, wie das
Motorrad umweltschonend genutzt und Motorradbauteile und Flüssigkeiten entsprechend der geltenden
Umweltschutzgesetze entsorgt bzw. dem Recycling zugeführt werden können.
- 56 -
4
EINSATZ
4.2.
Einfahren
Vorsicht
Vorsichtsmaßnahme:
Die
Nichteinhaltung der Anweisungen kann
schwere und dauerhafte Schäden am
Fahrzeug verursachen.
Normalerweise denkt man beim Einfahren nur an den
Motor. Tatsächlich muß die Einfahrzeit auch für andere
wichtige Motorradteile berücksichtigt werden. Dies gilt
besonders für die Reifen, die Bremsen, die
Antriebskette usw. Die ersten Kilometer müssen besonders langsam und ruhig gefahren werden.
❏ Von 0 bis 500 km (von 0 bis 300 mile) (A)
In dieser ersten Einfahrtphase sollte die Motordrehzahl
häufig geändert werden. Möglichst auf leicht hügeligen
und kurvenreichen Strecken fahren und lange grade
Strecken vermeiden.
- 57 -
MAX
5500-6000 rpm
4
ACHTUNG: Neue Reifen müssen
auf geeignete Weise eingefahren
werden, so dass sie ihre komplette
Effizienz erhalten. Während der
ersten 100 km sollte ein Anfahren
bei Vollgas, schnelle Kurvenfahrten
und Vollbremsungen vermieden
werden. Wird der Einfahrzeitraum
nicht
beachtet,
besteht
Schleuderoder Unfallgefahr, weil
die Kontrolle über das Fahrzeug
verloren gehen kann.
4
EINSATZ
❏ Von 500 bis 1000 km (von 300 bis 600 mile)
In dieser Phase Vollgas vermeiden und nie über lange
Strecken mit konstanter Geschwindigkeit fahren.
MAX
8000-9000 rpm
4
❏ Von 1000 bis 2500 km (von 600 bis 1600 mile)
Das Motorrad kann jetzt stärker beansprucht werden.
Trotzdem sollte die angegebene Motordrehzahl nicht
überschritten werden.
- 58 -
MAX
11000 rpm
EINSATZ
4.3.
4
Starten des Motors
ACHTUNG
Niemals den Motor in geschlossenen Räumen
laufen lassen. Vergiftungsgefahr! Die Abgase
enthalten Kohlenmonoxyd, ein farb- und
geruchloses Gas, dessen Einatmen zu schweren Vergiftungen oder zum Tod führen kann.
Den Motor nur im Freien laufen lassen.
Wird der Zündschlüssel auf “ON” gedreht, führen die
Instrumente und Kontrolllampen eine Autodiagnose
durch. Überprüfen Sie während dieser Phase, dass alle
Kontrolllampen am Armaturenbrett aufleuchten. Damit der
Zündkreislauf-Unterbrechungssystem den Start freigibt,
muss einer der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:
– Der Schalthebel muss auf Leerlaufstellung stehen.
– Ein Gang ist eingelegt, gleichzeitig ist der
Kupplungshebel gezogen, der Seitenständer ist hochgeklappt.
❏ Kaltstart
Den “CHOKE” drehen, ohne dabei den Gasgriff zu
drehen, und den Anlasserschalter drücken.
- 59 -
“CHOKE” drehen
4
EINSATZ
Sobald der Motor angesprungen ist, den
Anlasserschalter loslassen. Nach kurzem Warmlaufen
des Motors den Chokehebel in Ausgangsstellung
zurückstellen.
4
❏ Warmstart
Den Anlasserschalter drücken, ohne dabei den
Gasgriff zu drehen.
Sobald der Motor gestartet ist, den Anlasserschalter
loslassen.
Vorsicht – Vorsichtsmassnahme
• Um Schäden an der Elektroanlage zu vermeiden, den Anlasserschalter nie länger als 5
Sekunden gedrückt halten.
• Den Motor nicht lange im Stand laufen lassen. Der Motor kann sich dabei überhitzen
und Motorbauteile beschädigen. Der Motor
sollte durch langsames Fahren auf
Betriebstemperatur gebracht werden.
• Bei kaltem Motor kein Vollgas geben, der
Motor hält dann wesentlich länger.
- 60 -
4
EINSATZ
4.4.
4
Auswahl und Modifizieren der DisplayFunktionen
Am Instrument können einige wichtige Messparameter
geändert und die Chronometerfunktion eingestellt werden.
Folgendes kann eingestellt bzw. ausgewählt werden:
- Auswahl folgender Funktionen:
Kilometerzähler Gesamtkilometer “TOTAL”
Kilometerzähler Tageskilometer 1 “TRIP 1”
Kilometerzähler Tageskilometer 2 “TRIP 2”
Uhrzeit
- Maßeinheiten können eingestellt werden für:
Geschwindigkeit
Fahrstrecke
Temperatur
- Nullstellen der Tageskilometeranzeige:
Kilometerzähler Tageskilometer 1 “TRIP 1”
Kilometerzähler Tageskilometer 2 “TRIP 2”
- Einstellen der Uhrzeit
- 61 -
4
EINSATZ
4.4.1. Auswahl
der
Funktionen
4
Display-
Die Auswahl betrifft die Funktionen
des:
4
•
•
•
•
Kilometerzählers
“TOTAL”
Tageskilometerzähler 1 “TRIP 1”
Tageskilometerzähler 2 “TRIP 2”
Uhr
Durch Drücken des Anlasserschalters werden nacheinander die
Funktionen “TOTAL”, “TRIP1” und
“TRIP2” angezeigt. Die gewünschte
Anzeige auswählen.
ACHTUNG
Änderungen oder Einstellung der Display-Funktionen
müssen bei laufendem Motor, eingelegtem Leerlauf,
angehaltenem Motorrad und beiden Füßen auf der
Erde vorgenommen werden. Einstellungen am
Display während der Fahrt zu ändern ist verboten.
- 62 -
EINSATZ
4
4.4.2. Einstellen des Maßeinheiten
Es besteht die Möglichkeit die Maßeinheiten zu
ändern.
ACHTUNG: Änderungen oder Einstellung der
Display-Funktionen müssen bei laufendem
Motor, eingelegtem Leerlauf, angehaltenem
Motorrad und beiden Füßen auf der Erde vorgenommen werden.
Einstellungen am Display während der Fahrt
zu ändern ist verboten.
❏ Tachometer (km/h - Mph)
Den Anlasserschalter mehrfach drücken, bis der
Gesamt-Kilometerzähler “TOTAL” angezeigt wird.
Den Druckschalter “SET” drücken, die Maßeinheit
des Tachometers beginnt zu blinken.
- 63 -
4
EINSATZ
Den Anlasserschalter drücken, um von km/h auf Mph
oder umgekehrt umzuschalten. Wird die Maßeinheit am
Tachometer verändert, ändert sich automatisch auch
die Maßeinheit am Kilometerzähler (Gesamtkilometer
und Tageskilometer).
Beachten: 1 mi = 1,609 km
4
Den Druckschalter “SET” zur Bestätigung der Änderung der Maßeinheit am Tachometer drücken.
Anschließend
beginnt
die
Maßeinheit
der
Temperaturanzeige zu blinken. Jetzt kann die nächste
Änderung vorgenommen werden.
- 64 -
4
EINSATZ
4
❏ Thermometer (° C - ° F)
Den Anlasserschalter drücken, um von °C auf °F
oder umgekehrt umzuschalten.
Beachten: T (°F) = 1,8 • t (°C) + 32
4
Den Druckschalter “SET” zur Bestätigung der Änderung der Maßeinheit am Thermometer drücken.
- 65 -
EINSATZ
4.4.3. Nullstellen der Tageskilometerzähler
Die Anzeigen des Tageskilometerzählers “TRIP1” und
des Tageskilometerzählers “TRIP2” können folgendermaßen auf Null zurückgestellt werden.
4
ACHTUNG
Änderungen oder Einstellung der DisplayFunktionen müssen bei laufendem Motor, eingelegtem Leerlauf, angehaltenem Motorrad
und beiden Füßen auf der Erde vorgenommen
werden. Einstellungen am Display während
der Fahrt zu ändern ist verboten.
Durch Drücken des Anlasserschalters die Funktion
"TRIP1" einschalten.
Wird der Anlasserschalter länger als 4 Sekunden
gedrückt gehalten; der Wert "TRIP 1" fängt an zu
blinken.
- 66 -
4
EINSATZ
4
Wird der Anlasserschalter kürzer als 4 Sekunden
gedrückt, wird der angezeigte Wert am Display auf Null
zurückgestellt. Wird der Anlasserschalter hingegen länger als 4 Sekunden gedrückt gehalten, wird das
Nullstellen abgebrochen.
4
Durch Drücken des Anlasserschalters die Funktion
“TRIP2” einschalten.
- 67 -
EINSATZ
Wird der Anlasserschalter länger als 4 Sekunden
gedrückt gehalten; der Wert “TRIP 2” fängt an zu
blinken.
4
Wird der Anlasserschalter kürzer als 4 Sekunden
gedrückt, wird der angezeigte Wert am Display auf Null
zurückgestellt. Wird der Anlasserschalter hingegen länger als 4 Sekunden gedrückt gehalten, wird das
Nullstellen abgebrochen.
- 68 -
4
EINSATZ
4
4.4.4. Einstellen der Uhrzeit
Die Uhrzeit kann wie folgt eingestellt werden.
ACHTUNG: Änderungen oder Einstellung der
Display-Funktionen müssen bei laufendem
Motor, eingelegtem Leerlauf, angehaltenem
Motorrad und beiden Füßen auf der Erde vorgenommen werden.
Einstellungen am Display während der Fahrt
zu ändern ist verboten.
Den Anlasserschalter mehrfach drücken, bis die
Uhrzeit angezeigt wird.
Den Druckschalter “SET” drücken, die erste Ziffer
der Stundenanzeige beginnt zu blinken.
- 69 -
4
EINSATZ
Den Druckschalter drücken und loslassen, sobald
die gewünschte Ziffer erreicht ist.
ANMERKUNG
Zum
Schnelldurchlauf
der
Ziffern
den
Anlasserschalter länger als 2 Sekunden gedrückt
halten.
4
Zur Bestätigung der Eingabe den Schalter “SET”
drücken. und mit der Einstellung der zweiten Ziffer weitermachen.
Die gleiche Vorgehensweise wie oben gilt für die
zweite Ziffer sowie die erste und zweite Ziffer der
Minutenanzeige.
Zur Bestätigung der Uhrzeiteinstellung oder zum
Abbrechen (Blinken) den Schalter “SET” drücken.
ANMERKUNG
Die Instrumentenausstattung hat einen integrierten
Speicher, der alle Parameter auch bei ausgeschaltetem Motor speichert. Beim Abklemmen der Batterie
wird dieser Speicher nicht gelöscht, in diesem Fall
wird nur die Uhrzeit auf Null zurückgestellt.
- 70 -
4
EINSATZ
4.5.
4
Tanken
Gefahr - Achtung: Benzin und Benzindämpfe
sind leicht entzündbar und giftig. Kontakt mit
Benzin und Einatmen vermeiden. Beim
Tanken den Motor abschalten und nicht rauchen, offene Flammen und Hitzequellen
fernhalten. Im Freien oder in gut belüfteten
Räumen tanken.
Vorsicht - Vorsichtsmassnahme: Ausschließlich
bleifreies Superbenzin mit einer Oktanzahl
(R.O.N.) von 95 oder mehr tanken. Auf die
Notwendigkeit bleifreies Benzin zu tanken, werden Sie durch den grünen Punkt, der auf der
Unterseite des Tankdeckels angebracht ist.
Den Staubschutzdeckel anheben.
Den Schlüssel einstecken und in Uhrzeigersinn
drehen.
- 71 -
4
EINSATZ
Den Einfüllstopfen abnehmen und mit Benzin
tanken.
4
ACHTUNG
Wird der Tank bis zum Rand gefüllt, kann
Benzin austreten, das sich das Benzin durch
Sonneneinwirkung oder die Motorwärme
ausdehnen kann. Bei austretendem Benzin
besteht Brandgefahr. Der Benzinstand darf nie
über dem Ende des Einfüllstutzens stehen.
Nach dem Tanken den Tankdeckel nach unten
drücken und gleichzeitig den Schlüssel in Uhrzeigersinn
drehen. Den Schlüssel loslassen und abziehen.
Vorsicht - Vorsichtsmassnahme: Eventuelle
ausgetropftes Benzin sofort mit einem sauberen Lappen abwischen, andernfalls können
Lack oder Plastikteile beschädigt werden.
ACHTUNG
Vorm Losfahren prüfen, ob der Tankdeckel
richtig verschlossen ist.
- 72 -
4
EINSATZ
4.6.
4
Zugang zum Staufach
Den Schlüssel ins Schloss einstecken.
4
Den Schlüssel in Uhrzeigersinn drehen und
gleichzeitig leicht auf den Beifahrersitz drücken.
Den Sitz aufheben.
- 73 -
EINSATZ
Den Beifahrersitz herausnehmen.
Zum Wiederzusammensetzung des Beifahrersitzes
sind folgende Punkte zu berücksichtigen:
•
•
•
•
4
Den Schlüssel im Schloss drehen
Den Beifahrersitz nach unten drücken
Den Schlüssel loslassen
Den Beifahrersitz wiederum nach unten
drücken und nachprüfen ob er an der
Struktur fest befestigt ist.
ACHTUNG
Nach Demontage oder Abhebung des
Beifahrersitzes
und
vor
jedem
Motorradeinsatz muss man sich vergewissern, dass dieser Bauteil korrekt
angebracht und an der Tragstruktur des
Fahrzeuges gut befestigt ist.
- 74 -
4
EINSATZ
4.7.
4
Parken des Motorrads
❏ Parken auf dem Seitenständer
ACHTUNG: Das Motorrad stets sicher auf
festem Untergrund abstellen. Beim Parken auf
abschüssigem Gelände das Vorderrad bergauf stellen und den ersten Gang einlegen.
Vorm Starten muss wieder der Leerlauf eingelegt werden. Niemals den Zündschlüssel
stecken lassen, wenn das Fahrzeug unbeaufsichtigt ist. Wird das Motorrad zum Parken auf
den Seitenständer gestellt, ist es gefährlich
Den Seitenständer mit dem Fuß bis zum Anschlag
bis der Ständerfuß auf dem Untergrund fest aufliegt.
- 75 -
sich auf das Fahrzeug zu setzen, da das
gesamte
Gewicht
nur
auf
dem
Seitenständer aufliegt. Vorm Losfahren
die Funktion des Sicherheitsschalters prüfen. Die Kontrolllampe am Armaturenbrett
für den abgeklappten Seitenständer muss
sich ausschalten. Auf jeden Fall prüfen,
dass der Seitenständer richtig hochgeklappt ist. Wird eine Störung bemerkt, muss
die Anlage vor Fahrtantritt bei einem MV
Agusta Vertragshändler überprüft werden.
ausklappen und das Motorrad langsam neigen,
4
4
EINSATZ
❏ Parken auf dem hinteren Ständer
4
1
2
Den Zapfen des Ständer von der linken
Fahrzeugseite aus in die Öffnung an der
Radachse stecken. Den Ständer auf den
Boden stellen, festhalten und das
Fahrzeug soweit anheben, bis es sicher
steht.
ACHTUNG
Dieser Vorgang muss von zwei
Personen zusammen ausgeführt
werden.
3
- 76 -
4
EINSATZ
4.8.
Kontrollen vor Fahrtantritt
ACHTUNG: Die Funktionsfähigkeit des
Motorrads kann sich unerwartet ändern,
auch wenn das Motorrad nicht genutzt
wird (z. B. Reifen). Aus diesem Grund
sollten die in der folgenden Tabelle aufgeführten Kontrollen vor jedem
Fahrantritt ausgeführt werden. Für diese
Kontrollen benötigen Sie nur wenig Zeit,
sie tragen allerdings entscheidend dazu
bei, dass das Motorrad funktionsfähig
und sicher bleibt.
Bremsen
Bremsflüssigkeitsstand überprüfen (§6.7).
Austreten von Bremsflüssigkeit überprüfen.
Zur Funktionskontrolle Bremshebel und Bremspedal
betätigen.
Wenn nötig, die Drehpunkte der Bremshebel schmieren.
Abnutzung der Bremsbeläge überprüfen (§6.6).
Schalthebel
Den Schalthebel drücken und prüfen, ob er richtig funktioniert.
Wenn nötig, die Drehpunkte des Schalthebels schmieren.
Kupplungsbetätigung
Flüssigkeitsstand überprüfen (§6.8).
Austreten von Flüssigkeit überprüfen.
Kupplungshebel betätigen und überprüfen ober er sich
gleichmäßig und progressiv betätigen läßt.
Wenn nötig, die Drehpunkte des Kupplungshebels schmieren.
Anlasserschalter – Schalter zum Abstellen des Motors
Die Schalterfunktion prüden (§3.4).
Gasgriff
Prüfen, ob sich der Gasgriff leicht drehen lässt und ob er
automatisch in Ausgangsstellung zurückkehrt.
Lenkung
Prüfen, ob die Lenkung leichtgängig ist.
Prüfen, ob die Lenkbewegung gleichmäßig ist.
Prüfen, dass kein Spiel vorliegt und nichts gelockert ist.
Beleuchtung, optische und akustische Signale Funktion
überprüfen.
Reifen
Reifendruck und Abnutzung überprüfen (§6.9).
Aufhängungen
Die Leichtgängigkeit und Gleichmäßigkeit prüfen.
Einstellung überprüfen (§5.6 e 5.7).
- 77 -
4
EINSATZ
4
Befestigung der Motorradteile
Prüfen, ob alle Muttern, Schraubbolzen und Schrauben
richtig festgezogen sind.
Gegebenenfalls festziehen.
Kette
Überprüfen, ob die Kette richtig eingestellt und ausreichend geschmiert ist (§6.10).
Benzin
Den Benzinstand im Tank prüfen.
Gegebenenfalls tanken (§4.5).
Die Benzinleitungen auf Lecks überprüfen.
Kühlflüssigkeit
Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren (§6.5).
Kühlanlage auf Lecks überprüfen.
Motoröl
Motorölstand kontrollieren (§6.4).
Austreten von Motoröl überprüfen.
Seitenständer
Kontrollieren, ob der Ständer in Ausgangsstellung
zurückkehrt.
Das korrekte Einschalten des Sicherheitsschalters überprüfen.
Beifahrersitz
Die korrekte Befestigung auf die Tragstruktur des
Fahrzeuges überprüfen.
- 78 -
4
ACHTUNG
Funktioniert eines der angegebenen
Teile bei den Kontrollen vor Fahrtantritt
nicht richtig, muss dieses vor Einsatz
des Fahrzeugs zur Kontrolle und
Reparatur gebracht werden.
EINSATZ
4.9.
4
Anfahren
Das Fahren eines Motorrads erfordert Erfahrung und Aufmerksamkeit.
Ein unerfahrener Fahrer sollte einen entsprechenden Fahrlehrgang besuchen, für den ein theoretischer
Unterricht und praktische Fahrübungen auf für öffentlichen Straßenverkehr geschlossenen
Verkehrsübungsplätzen vorgesehen sind.
Die Ratschläge des Fahrlehrers sind in dieser Lernphase von großer Bedeutung zum Erlernen grundlegender Kenntnisse zum sicheren Fahren eines Motorrads.
Die Ratschläge nicht für Fahrunterricht qualifizierter Personen funktionieren nicht und sind gefährlich,
wenn die Fahrübungen auf Straßen vorgenommen werden, die für den öffentlichen Straßenverkehr
geöffnet sind.
ACHTUNG
Bei Fahren müssen die Sicherheitsvorschriften aus dem Kapitel 2.1.8 in der vorliegenden
Bedienungs- und Wartungsanleitung eingehalten werden.
- 79 -
4
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.1.
Liste der Einstellungsarbeiten
Das Motorrad bietet eine breite Auswahl von
Einstellungsmöglichkeiten, die Ergonomie, die
Sitzposition und die Sicherheit verbessern können.
Einige dieser Einstellungsarbeiten dürfen nur vom
Fachpersonal des Kundendienstes vorgenommen
werden.
5
ACHTUNG
Während der Fahrt muss der Lenker fest mit
beiden Händen gehalten werden, um nicht
die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Alle Einstellungsarbeiten müssen bei
stehendem Fahrzeug vorgenommen werden.
- 80 -
5
EINSTELLUNGSARBEITEN
(E) Einstellung Rückspiegel (§5.5.)
5
(F) Einstellung vordere
Federung (§5.6)
(A) Einstellung Bremshebel
Vorderradbremse (§5.3.)
(G) Einstellung hintere
Federung (§5.7.)
(L) Einstellung
Scheinwerfer (§5.8.)
5
(D) Einstellung Bremspedal
Hinterradbremse (§5.2.)
(F) Einstellung vordere
Federung (§5.6)
- 81 -
EINSTELLUNGSARBEITEN
(E) Einstellung Rückspiegel (§5.5.)
(G) Einstellung hintere
Federung (§5.7.)
(B) Einstellung
Kupplungshebel (§5.4.)
5
(C) Einstellung
Schaltpedal (§5.2.)
(H) Einstellung
Kette (§6.10.)
- 82 -
5
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.2.
5
Tabelle der Einstellungsarbeiten
A - Einstellung Bremshebel Vorderradbremse: Bessere Einstellung des Bremshebels auf die
persönlichen Anforderungen des Fahrers (§5.3).
B - Einstellung Kupplungshebel: Bessere
Einstellung des Kupplungshebels auf die persönlichen Anforderungen des Fahrers (§5.4).
C - Einstellung Schaltpedal: Bessere
Einstellung des Schaltpedals auf die persönlichen Anforderungen des Fahrers.
D - Einstellung Bremspedal Hinterradbremse:
Bessere Einstellung des Bremspedals auf die
persönlichen Anforderungen des Fahrers.
E - Einstellung Rückspiegel: Zur besseren
Einstellung (§5.5).
ACHTUNG
Die
Befestigungsschraube
des
Lenkerrückspiegels nie ausschrauben.
Falls notwendig wenden Sie sich bitte
nur einem MV Agusta-Händler.
- 83 -
F - Einstellung vordere Federung: um die
Federung an den persönlichen Fahrstil anzupassen, gibt es folgende Einstellmöglichkeiten:
- Federvorspannung (§5.6.1.)
- Hydraulische Ausdehnungsbremse (§5.6.2.)
- Hydraulische Kompressionsbremse (§5.6.3.)
G - Einstellung hintere Federung: um die
Federung an den persönlichen Fahrstil anzupassen, gibt es folgende Einstellmöglichkeiten:
- Federvorspannung
- Höhe Sitzposition
- Hydraulische Ausdehnungsbremse (§5.7.1.)
- Hydraulische Kompressionsbremse - Hohe
Gänge (§5.7.2.)
- Hydraulische Kompressionsbremse - Niedrige
Gänge (§5.7.3.)
H - Einstellung Kette: Für Funktion und
Sicherheit des Antriebs.
L - Einstellung Scheinwerfer: Um den
Lichtstrahl des Scheinwerfers entsprechend der
Sitzposition einzustellen (§5.8).
5
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.3.
Einstellung Bremshebel Vorderradbremse
5.4.
5
Einstellung Kupplungshebel
Gefahr - Achtung: Den Bremshebel niemals während der Fahr einstellen.
Gefahr - Achtung: Den Kupplungshebel
niemals während der Fahr einstellen.
Den Hebel ziehen, um den Federdruck auszugleichen. Gleichzeitig die Hebelposition durch Drehen
der Nutmutter einstellen. Drehen in Uhrzeigersinn:
der Hebel entfernt sich vom Handgriff. Drehen
gegen den Uhrzeigersinn: der Hebel nähert sich
an den Handgriff an.
Den Hebel ziehen, um den Federdruck auszugleichen. Gleichzeitig die Hebelposition durch
Drehen der Nutmutter einstellen. Drehen in
Uhrzeigersinn: der Hebel entfernt sich vom
Handgriff. Drehen gegen den Uhrzeigersinn: der
Hebel nähert sich an den Handgriff an.
5
- 84 -
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.5.
5
Einstellung Rückspiegel
Gefahr - Achtung: Den Lenkungsdämpfer niemals während der Fahrt einstellen.
Zur Einstellung des Rückspiegels an den vier in der
Abbildung gezeigten Stellen drücken.
Die Einstellung beider Rückspiegel durchführen. Zur
Durchführung einer korrekten Rückspiegeleinstellung
ist es ratsam auf das Motorrad zu steigen.
Gefahr – Achtung: Die Einstellung der
Rückspiegel vor jedem Motorradeinsatz durchführen.
5
- 85 -
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.6. Einstellung vordere Federung
ACHTUNG
Die
Einstellungsvorrichtungen
müssen an beiden Gabelbeinen
gleich eingestellt werden.
Hydraulische
Ausdehnungsbremse
Federvorspannung
5
Hydraulische
Kompressionsbremse
- 86 -
5
5
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.6.1. Federvorspannung
Für die Einstellungsarbeiten muß von der
Standardeinstellung ausgegangen werden. Um die
Standardeinstellung zu erreichen, gegen den
Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen, anschließend
in Uhrzeigersinn bis Standardposition (siehe Tabelle)
drehen. In Uhrzeigersinn drehen um die Federvorspannung zu erhöhen, gegen den Uhrzeigersinn
drehen, um die Federvorspannung abzuschwächen.
5.6.2. Hydraulische
Ausdehnungsbremse
(Vorderradfederung)
Für die Einstellungsarbeiten muß von der
Standardeinstellung ausgegangen werden. Um die
Standardeinstellung zu erreichen, in Uhrzeigersinn
bis zum Anschlag drehen, anschließend gegen den
Uhrzeigersinn bis Standardposition (siehe Tabelle)
drehen. In Uhrzeigersinn drehen um die
Bremsleistung zu erhöhen, gegen den Uhrzeigersinn
drehen, um die Bremsleistung abzuschwächen.
CLICK!
CLICK!
CLICK!
- 87 -
5
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.6.3. Hydraulische Kompressionsbremse (Vorderradfederung)
Für die Einstellungsarbeiten muß von der
Standardeinstellung ausgegangen werden. Um die
Standardeinstellung zu erreichen, in Uhrzeigersinn bis
zum Anschlag drehen, anschließend gegen den
Uhrzeigersinn bis Standardposition (siehe Tabelle)
drehen. In Uhrzeigersinn drehen um die Bremsleistung
zu erhöhen, gegen den Uhrzeigersinn drehen, um die
Bremsleistung abzuschwächen.
5
- 88 -
CLICK!
CLICK!
CLICK!
5
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.7.
5
Einstellung hintere Federung
Gefahr - Achtung: Die Auspuffrohre sind heiß - Verbrennungsgefahr. Den Motor ausschalten und vor der Einstellung abwarten, bis die Auspuffrohre abgekühlt sind.
Hydraulische Kompressionsbremse
(für hohe Gänge und niedrige Gänge)
5
Hydraulische Ausdehnungsbremse
- 89 -
5
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.7.1. Hydraulische Ausdehnungsbremse (Hinterradfederung)
Die Einstellung wird bei Betätigung der Schraube, die sich im Unterteil des Stoßdämpfers befindet,
ausgehend von der Standardposition, durchgeführt.
Um die Standardeinstellung zu erreichen, in Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen, anschließend gegen
den Uhrzeigersinn bis Standardposition (siehe Tabelle) drehen.
In Uhrzeigersinn drehen um die Bremsleistung zu erhöhen, gegen den Uhrzeigersinn drehen, um die
Bremsleistung abzuschwächen.
CLICK!
CLICK!
CLICK!
5
- 90 -
5
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.7.2. Hydraulische Kompressionsbremse für
hohe Gänge (Hinterradfederung)
5.7.3. Hydraulische Kompressionsbremse für
niedrige Gänge (Hinterradfederung)
Die Einstellung wird bei Betätigung der Mutter, die sich
im Oberteil des Stoßdämpfers befindet, ausgehend
von der Standardposition, durchgeführt. Um die
Standardeinstellung zu erreichen, gegen den
Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen, anschließend in Uhrzeigersinn bis Standardposition (siehe
Tabelle) drehen. In Uhrzeigersinn drehen um die
Bremsleistung zu erhöhen, gegen den Uhrzeigersinn
drehen, um die Bremsleistung abzuschwächen.
Die Einstellung wird bei Betätigung der Schraube, die
sich im Oberteil des Stoßdämpfers befindet,
ausgehend von der Standardposition, durchgeführt.
Um die Standardeinstellung zu erreichen, in
Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen, anschließend
gegen den Uhrzeigersinn bis Standardposition (siehe
Tabelle) drehen. In Uhrzeigersinn drehen um die
Bremsleistung zu erhöhen, gegen den Uhrzeigersinn
drehen, um die Bremsleistung abzuschwächen.
5
CLICK!
CLICK!
CLICK!
CLICK!
CLICK!
CLICK!
- 91 -
EINSTELLUNGSARBEITEN
5.8.
5
Scheinwerfereinstellung
Das Fahrzeug auf ebenem Untergrund in einem Abstand von 10 m vor eine Wand stellen.
Das Fahrzeug muss aufrecht senkrecht zur Wand stehen. Den Abstand zwischen Scheinwerfermitte und
Boden messen. Den Wert an der Wand mit einem Kreuz anzeichnen.
Den Scheinwerfer einschalten und Fahrlicht einstellen. Den Lichtstrahl so einstellen, dass sich die HellDunkel- Linie 9/10 unterhalb der an der Wand angebrachten Linie befindet.
Scheinwerfermitte
5
- 92 -
EINSTELLUNGSARBEITEN
5
Die Einstellung des vorderen Scheinwerfers kann bei
Betätigung der abgebildeten Schraube erfolgen. In
Uhrzeigersinn: der Scheinwerfer wird nach unten
geneigt. Gegen den Uhrzeigersinn: der Scheinwerfer
wird nach oben geneigt. Die Neigung, hinsichtlich der
Standardposition, kann von ± 4° geändert werden.
5
- 93 -
WARTUNG
6.1.
Tabelle Wartungs- und Kontrollarbeiten
Die wichtigsten Wartungs- und Kontrollarbeiten sowie deren zeitlicher Abstand sind in den entsprechenden Tabellen aufgeführt.
Um das Motorrad funktionsfähig und sicher zu halten, müssen
die angegebenen unbedingt Arbeiten ausgeführt werden.
Die angegebenen Zeitabstände für die Wartungsarbeiten
haben allgemeinen Charakter und gelten für einen Einsatz des
Fahrzeugs unter normalen Bedingungen. Abhängig von
Wetterbedingungen,
Straßenzustand,
geografischen
Voraussetzungen und persönlichem Einsatz des Fahrzeugs
müssen die angegebenen Zeitabstände unter Umständen
verkürzt werden.
6
Einige dieser Arbeiten können vom Fahrzeughalter selbst
ausgeführt werden, sofern er über die entsprechenden
Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt. Andernfalls müssen diese
Arbeiten vom Kundendienst vorgenommen werden.
Für die Wartungsarbeiten muß das Motorrad auf den hinteren
Ständer gestellt, der Motor abgeschaltet und der
Zündschlüssel auf “OFF” gestellt werden. Zur Kontrolle der
Flüssigkeitsstände sollte das Fahrzeug ohne auf den hinteren
Ständer zu stellen senkrecht gehalten werden.
Nach 36.000 km (22.400 mile) müssen die Arbeiten in den gleichen Abständen wie in der Tabelle angegeben ausgeführt werden.
- 94 -
6
WARTUNG
6
ACHTUNG
• Eine falsche Wartung oder die Nichtausführung der empfohlenen Wartungsarbeiten erhöht
das Unfallrisiko und die Gefahr einer Beschädigung des Motorrads.
• Ausschließlich Original MV Agusta Ersatzteile verwenden. Der Einsatz nicht originaler
Ersatzteile kann zu vorzeitigen Verschleiß führen und verkürzt die Lebenszeit des Motorrads.
• Bei Nichtausführung der empfohlenen Wartungsarbeiten aus dem Wartungsprogramm
oder bei Verwendung nicht originaler Ersatzteile verfallen alle Garantieansprüche.
ACHTUNG
Hat das Fahrzeug einen Unfall gehabt, müssen die wichtigsten Fahrzeugteile bei einem MV
Agusta Vertragshändler überprüfen lassen, auch wenn Sie einige Sachen selber reparieren
können.
ACHTUNG
Der Wechsel bzw. das Auffüllen von Schmiermitteln oder anderen Flüssigkeiten darf nur
mit den in § 6.3 angegebenen Produkten erfolgen.
Die Umwelt schützen und respektierene
Alles was wir tun hat Auswirkungen auf den gesamten Planeten und seine Ressourcen.
Zum Schutz der Gemeinschaft weist MV Agusta die Kunden und die Angestellten im Kundendienst darauf hin, wie das
Motorrad umweltschonend genutzt und Motorradbauteile und Flüssigkeiten entsprechend der geltenden
Umweltschutzgesetze entsorgt bzw. dem Recycling zugeführt werden können.
- 95 -
6
6
WARTUNG
Tabelle programmierte Wartungsarbeiten
Häufigkeit der Wartungsarbeiten km (mi)
Vor Auslieferung
Coupon
BESCHREIBUNG
0
1000
(600)
6000
(3800)
12000
(7500)
A
B
C
18000 24000 30000 36000
(11200) (14900) (18600) (22400)
D
E
F
G
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
ARBEIT
Ölstandkontrolle
Vor jedem Fahrtantritt
●
Motoröl
●
●
●
Ölwechsel
Mindestens einmal jährlich
Wechsel
Motorölfilter
●
(Ausschließlich Original MV
Agusta Motorölfilter verwenden)
●
Kontrolle / Auffüllen
Kühlflüssigkeit
6
Kontrolle / Auffüllen
●
●
Bei jedem Ölwechsel
Vor jedem Fahrtantritt
●
●
●
Wechsel
●
●
Alle zwei Jahre
Kühlanlage
Kontrolle Lecks
●
●
●
●
●
Gebläse
Funktionskontrolle
●
●
●
Ventile
Kontrolle/Einstellung
●
●
●
●
●
Kontrolle
●
●
●
●
●
Kette Ventilsteuerung
●
Austausch
- 96 -
6
WARTUNG
Tabelle programmierte Wartungsarbeiten
Häufigkeit der Wartungsarbeiten km (mi)
Vor Auslieferung
Coupon
BESCHREIBUNG
0
6000
(3800)
12000
(7500)
A
B
C
18000 24000 30000 36000
(11200) (14900) (18600) (22400)
D
E
F
G
ARBEIT
●
Kontrolle / Austausch
Bewegliche Führung der
Ventilsteuerkette
1000
(600)
●
●
●
Wechsel
Bei jedem Austausch der Ventilsteuerkette
Kettenspanner Ventilsteuerung
●
Kontrolle / Austausch
●
Kontrolle / Austausch
●
●
●
●
●
Zündkerzen
Wechsel
●
●
Benzinfilter
Kontrolle / Austausch
●
●
Vergaser
Kontrolle und Einstellung
Luftfilter
Kontrolle / Austausch
●
Kontrolle Flüssigkeitsstand
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Kontrolle Flüssigkeitsstand
Bremsflüssigkeit und
Kupplung
●
Vor jedem Fahrtantritt
●
●
●
●
●
●
Wechsel
Mindestens alle zwei Jahre
- 97 -
6
6
WARTUNG
Tabelle programmierte Wartungsarbeiten
Häufigkeit der Wartungsarbeiten km (mi)
Vor Auslieferung
Coupon
BESCHREIBUNG
0
1000
(600)
6000
(3800)
12000
(7500)
A
B
C
Bremsbeläge
6
Benzinleitungen
F
G
Alle 500 ÷ 1.000 km (300 ÷ 600 mile)
Funktionskontrolle
●
●
●
●
●
●
●
●
Kontrolle Bremskreislauf
●
●
●
●
●
●
●
●
Reinigung der Berührungsfläche zwischen Hebel und
Hauptzylinderkolben
●
●
●
●
●
●
●
●
Kontrolle / Austausch
●
●
Auf Beschädigungen
und Lecks überprüfen
●
●
Abnutzungskontrolle
Alle 1.000 km (600 mile)
Austausch
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Alle 3 Jahre
Funktionskontrolle
Gasgriff
E
Vor jedem Fahrtantritt
Reinigung der Berührungsfläche zwischen Hebel und
Hauptzylinderkolben
( vorne und hinten )
D
ARBEIT
Funktionskontrolle
Bremsen/ Kupplung
18000 24000 30000 36000
(11200) (14900) (18600) (22400)
Vor jedem Fahrtantritt
Funktionskontrolle
●
●
●
●
●
●
●
●
Prüfen/ Spiel einstellen
●
●
●
●
●
●
●
●
- 98 -
6
WARTUNG
Tabelle programmierte Wartungsarbeiten
Häufigkeit der Wartungsarbeiten km (mi)
Coupon
0
1000
(600)
6000
(3800)
12000
(7500)
Vor Auslieferung
A
B
C
D
E
F
G
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
BESCHREIBUNG
ARBEIT
Chokehebel
Funktionskontrolle
●
●
●
Bowdenzüge
Kontrolle / Einstellung
●
●
●
Kontrolle
Alle 1.000 km (600 mile)
Schmieren
Antriebskette
Kontrolle / Einstellung
18000 24000 30000 36000
(11200) (14900) (18600) (22400)
Alle 1.000 km (600 mile) und nach Fahrten bei Regen
●
Schmieren
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Austausch
Kontrolle
●
●
●
●
●
●
Ritzel/ Sprengring
●
●
●
6
●
●
●
Austausch
Bei jedem Wechsel der Antriebskette
●
Kontrolle
●
●
●
Zahnkranz
●
●
Austausch
Bei jedem Wechsel der Antriebskette
- 99 -
●
6
WARTUNG
Tabelle programmierte Wartungsarbeiten
Häufigkeit der Wartungsarbeiten km (mi)
0
1000
(600)
6000
(3800)
12000
(7500)
A
B
C
Vor Auslieferung
Coupon
BESCHREIBUNG
ARBEIT
Zahnkranz-Reißschutz
Kontrolle
Gewindering am Lenkrohr
Kontrolle/ Einstellung
Kontrolle / Einstellung
18000 24000 30000 36000
(11200) (14900) (18600) (22400)
D
E
F
G
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Lenklager
●
Schmieren
Kontrolle Reifendruck
Vor Fahrtantritt, mindestens alle 10 Tage
Kontrolle Abnutzung
Vor Fahrtantritt, mindestens alle 500 km (300 mi)
Reifen
Kontrolle Reifendruck
6
●
Kontrolle Abnutzung
Radfelgen
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Sichtkontrolle
Bei jedem Reifenwechsel
●
●
●
Kontrolle
Vorderradlager
Bei jedem Reifenwechsel
●
Austausch
- 100 -
6
WARTUNG
Tabelle programmierte Wartungsarbeiten
Häufigkeit der Wartungsarbeiten km (mi)
1000
(600)
6000
(3800)
12000
(7500)
A
B
C
Vor Auslieferung
Coupon
BESCHREIBUNG
0
18000 24000 30000 36000
(11200) (14900) (18600) (22400)
D
E
F
G
●
●
●
ARBEIT
Funktionskontrolle
Vor jedem Fahrtantritt
Seitenständer
Funktionskontrolle
●
●
●
Funktionskontrolle
Seitenständerschalter
Hintere Radnabe
●
●
Vor jedem Fahrtantritt
Reinigung der Berührungsfläche mit Seitenständer
Alle 500 ÷ 1.000 km (300 ÷ 600 mile)
Funktionskontrolle
●
●
●
●
●
●
●
●
Reinigung der Berührungsfläche mit Seitenständer
der
Kontrolle / Schmieren
Rollenbehälter
der
Austausch / Schmieren
Rollenbehälter
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Gabellager
Kontrolle / Schmieren
Kettenführung an der Schwinge
Kontrolle / Austausch
●
●
●
●
●
●
Kettenführung am Rahmenblech
Kontrolle / Austausch
●
●
●
●
●
●
Hinterer Stoßdämpfer
Kontrolle / Einstellung
●
Vorderrad-Gabelöl
Austausch
●
●
●
- 101 -
●
●
●
6
6
WARTUNG
Tabelle programmierte Wartungsarbeiten
Häufigkeit der Wartungsarbeiten km (mi)
0
1000
(600)
6000
(3800)
12000
(7500)
A
B
C
D
E
F
G
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Vor Auslieferung
Coupon
BESCHREIBUNG
ARBEIT
Batterieanschlüsse
Kontrolle und Reinigung
Elektrische Anlage
Funktionskontrolle
●
Funktionskontrolle
18000 24000 30000 36000
(11200) (14900) (18600) (22400)
Vor jedem Fahrtantritt
Instrumente
Funktionskontrolle
●
●
●
Funktionskontrolle
●
●
Vor jedem Fahrtantritt
Beleuchtung/Blinker
Funktionskontrolle
●
●
●
Funktionskontrolle
6
●
●
Vor jedem Fahrtantritt
Hupe
Funktionskontrolle
●
●
●
Funktionskontrolle
Scheinwerfer
Funktionskontrolle
●
●
Einstellung
Zündschloß
●
●
●
●
Bei jeder Änderung an der Fahrzeigtrimmung
Funktionskontrolle
Funktionskontrolle
●
Vor jedem Fahrtantritt
Vor jedem Fahrtantritt
●
- 102 -
●
●
●
●
●
●
●
6
WARTUNG
Tabelle programmierte Wartungsarbeiten
Häufigkeit der Wartungsarbeiten km (mi)
0
1000
(600)
6000
(3800)
12000
(7500)
A
B
C
Vor Auslieferung
Coupon
BESCHREIBUNG
Schlösser
18000 24000 30000 36000
(11200) (14900) (18600) (22400)
D
E
F
G
ARBEIT
Funktionskontrolle
Vor jedem Fahrtantritt
Funktionskontrolle
●
●
●
●
●
●
●
●
Festziehen von Schrauben
und Muttern
Kontrolle/ Festziehen
●
●
●
●
●
●
●
●
Schlauchschellen
Kontrolle/ Festziehen
●
●
●
●
●
●
●
●
Allgemeines Schmieren
●
●
●
●
●
●
●
●
Abnahme Motorrad
●
●
●
●
●
●
●
●
Um die Wichtigkeit der verwendeten Symbole hervorzuheben, wiederholen wir nachstehend die in § 1.2 gegebenen Angaben.
Informationen zu Arbeiten, die vom Motorradfahrer ausgeführt werden dürfen.
Informationen zu Arbeiten, die ausschließlich von ausgebildetem Fachpersonal ausgeführt werden dürfen.
Das Symbol
zeigt an, dass für die richtige Durchführung der angegebenen Arbeit ein Spezialwerkzeug
oder Sonderausrüstung benötigt werden.
§
Das Zeichen "§" gefolgt von einen Ziffer verweist auf das entsprechende Kapitel.
- 103 -
6
WARTUNG
6.2.
Mitgeliefertes Bordwerkzeug und Zubehör
Im Staufach befindet sich eine Werkzeugtasche mit folgendem Inhalt:
- 1 Sechskantstab (Sechskant 10 mm);
- 6 Inbusschlüssel (Sechskant 2,5-3-4-5-6-8 mm);
- 1 Exzenterschlüssel für Hinterrad mit Verlängerung;
- 2 Sicherungen (7,5A und 15A).
Weiterhin wird folgendes Zubehör mitgeliefert:
- 1 Zündkerzenschlüssel (Sechskant 16 mm);
- 1 Dokumentenmappe.
6
- 104 -
6
6
WARTUNG
6.3.
Schmiermitteltabelle
Beschreibung
Motoröl
Kühlflüssigkeit
Empfohlenes Produkt
AGIP RACING 4T 10W/60 (*)
AGIP ECO - PERMANENT
Brems- und Kupplungsflüssigkeit
Kettenöl
AGIP BRAKE FLUID DOT4
MOTUL CHAIN LUBE PLUS
Technische Angaben
SAE 10W/60 - API SJ
Glykolethylen mit
40% destilliertem
Wasser verdünnt
DOT4
–
* : Damit
Sie die empfohlenen Produkte finden und kaufen können, empfiehlt Ihnen MV Agusta sich
direkt an die autorisierten Vertragshändler zu wenden. Das Motoröl AGIP Racing 4T 10W/60 wurde
speziell für den Motor des Motorrads F4 entwickelt. Steht das
empfohlene Schmiermittel nicht zu Verfügung, rät MV Agusta zum
Gebrauch vollständig synthetischer Öle, die die gleichen oder bessere Eigenschaften als folgende Normen haben:
–
–
–
–
Konform
Konform
Konform
Grad
API SJ
ACEA A3
JASO MA
SAE 20 W-50 oder 10 W-60
ANMERKUNG
Die o. a. Spezifizierungen müssen entweder allein oder zusammen mit anderen auf dem Behälter des Motoröl aufgedruckt sein.
- 105 -
Motoröl
SAE 10 W-60
API SJ
ACEA A3
JASO MA
6
6
WARTUNG
6.4.
Motoröl - Ölstandkontrolle
Die Ölstandkontrolle muß bei kaltem und abgestelltem
Motor vorgenommen werden. Bei warmem Motor muß
der Motor seit mindestens zehn Minuten abgestellt sein.
Bei der Ölstandkontrolle muss das Fahrzeug auf einem
ebenen Untergrund in Fahrtrichtung (senkrecht) stehen.
Der Ölstand muß zwischen den Zeichen MAX und MIN
am Gehäuse liegen.
Liegt der Ölstand unterhalb der Markierung "MIN", muss
Öl nachgefüllt werden (siehe § 6.4.1).
6
Gefahr - Achtung: Niemals den Motor starten,
wenn der Ölstand unter Minimum ist.
- 106 -
Max
Min
6
WARTUNG
6.4.1. Nachfüllen von Motoröl
Zum Nachfüllen den Motorölstopfen abschrauben
und die nötige Ölmenge bis zum Erreichen des
korrekte Einfüllstand einfüllen; in jedem Fall nie
das angegebene MAX-Zeichen überschreiten.
Am Ende den Motorölstopfen fest schließen.
VORSICHT
Um ein Rutschen der Kupplung und
eine Beschädigung des Motors zu vermeiden, niemals chemische Ölzusätze
oder ein anderes als das in § 6.3. angegebene Öl verwenden. Sicherstellen,
dass
beim
Nachfüllen
keine
Fremdkörper in das Motorgehäuse
gelangen.
- 107 -
Öldeckel
6
WARTUNG
ACHTUNG
Frischöl und Altöl können gefährlich sein.
Die Einnahme von Frischöl und Altöl ist
für Personen und Haustiere gefährlich.
Bei Einnahme von Motoröl sofort einen
Arzt benachrichtigen und kein Erbrechen
auslösen, um ein Einatmen des
Produktes in die Lungen zu vermeiden.
Ein ständiger Kontakt mit Motoröl kann
Hautkrebs verursachen. Ein kurzer
Kontakt mit Motoröl kann Hautreizungen
verursachen.
6
- 108 -
6
• Frischöl und Altöl von Kindern und
Haustieren fernhalten.
• Beim Nachfüllen von Motoröl langärmlige Kleidung und wasserun-durchlässige Schutzhandschuhe anziehen.
• Bei Hautkontakt mit Motoröl die
betroffenen Stellen mit reichlich Wasser
und Seife waschen.
• Das Altöl muss entsprechend der
gesetzlichen Vorschriften entsorgt oder
recycelt werden.
6
WARTUNG
6.5.
Kühlflüssigkeit - Kontrolle Kühlflüssigkeitsstand
Die Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstands muß bei kaltem und abgestelltem Motor vorgenommen werden.
Bei der Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstands muss das
Fahrzeug auf einem ebenen Untergrund in
Fahrtrichtung (senkrecht) stehen.
Der Kühlflüssigkeitsstand muß zwischen der MIN
Markierung
und
der
untereren
Seite
des
Rahmenschlauches liegen, wie in der Abbildung gezeigt.
Liegt der Kühlflüssigkeitsstand unterhalb der
Markierung “MIN”, muss Kühlflüssigkeit nachgefüllt werden (siehe § 6.5.1).
ACHTUNG
Das Motorrad auf keinen Fall nutzen, wenn
der
Kühlflüssigkeitsstand
unter
der
Markierung MIN liegt.
- 109 -
Rahmenschlauch
Kühlflüssigkeitsstand
MIN Markierung
6
6
WARTUNG
6.5.1. Kühlflüssigkeit - Nachfüllen von Kühlflüssigkeit
1
2
3
4
Zur Abschraubung des Stopfen die
Befestigungsschrauben des Deckels
lösen und Deckel abheben.
Den Deckel abschrauben und die in
§ 6.3 angegebene Kühlflüssigkeit
einfüllen.
Kühlflüssigkeitseinfüllstopfen
6
Nach dem Auffüllen die vorher abgebauten Teile sorgfältig wieder anbauen.
- 110 -
WARTUNG
ACHTUNG: Die Kühlflüssigkeit darf nur
bei kaltem Motor nachgefüllt werden.
Um Verbrühungsgefahr zu vermeiden,
niemals den Deckel aufschrauben,
solange der Motor noch warm ist. Der
Kühlkreislauf steht unter Druck!
VORSICHT:
Zum
Auffüllen
des
Kühlflüssigkeitsstands
und/oder
Wechsel des Kühlflüssigkeit ausschließlich das in der Tabelle § 6.3 angegebene Produkt verwenden. Mischen Sie
noch verdünnen Sie das Kühlmittel
nicht mit Zusätzen oder unterschiedlichen
Flüssigkeiten.
Wenn
das
Kühlmittel spezifiziert in der Tabelle §
6.3 ist nicht vorhanden, benutzt ein
Kühlmittel
mit
den
technischen
Eigenschaften, die mit dem vorgeschriebenen Produkt gleichbleibend sind.
VORSICHT: Kühlflüssigkeitsspritzer können lackierte Oberflächen beschädigen.
Beim Auffüllen des Kühlkreislaufes
darauf achten, dass keine Kühlflüssigkeit
- 111 -
6
verspritzt wird. Eventuell verspritze
Kühlflüssigkeit sofort mit einem sauberen Tuch aufwischen.
ACHTUNG:
Unter
bestimmten
Voraussetzungen
kann
sich
die
Kühlflüssigkeit entzünden und mit unsichtbarer Flamme brennen. Darauf achten, dass keine Kühlflüssigkeit auf
heiße Motorteile gelangt. Bei Entzünden
der
Kühlflüssigkeit
besteht
Verbrennungsgefahr.
ACHTUNG: Kühlflüssigkeit ist giftig. Der
Kontakt mit der Kühlflüssigkeit kann
Hautverätzungen und Hautreizungen
verursachen.
Kühlflüssigkeit
von
Kindern und Haustieren fernhalten. Bei
ungewollter
Einnahme
von
Kühlflüssigkeit kein Erbrechen hervorrufen, um ein Einatmen des Produktes
in die Lungen zu vermeiden. Bei Kontakt
mit Augen oder Haut sofort mit reichlich
Wasser abspülen und umgehend einen
Arzt aufsuchen.
6
6
WARTUNG
Vordere Bremszange
Hintere Bremszange
Bremsscheibe
6.6.
Bremsbeläge
Die Bremsbeläge haben Einkerbungen als Abnutzungsanzeige. Die
Tiefe der Abnutzungsanzeiger muss regelmäßig überprüft werden. Die
Tiefe der Abnutzungsanzeiger darf nie weniger als 1 mm betragen.
6
Einkerbung
Abnutzungsgrenzwert 1 mm
Bremsbeläge - Kontrolle Abnutzung / Verschleiß
Gefahr – Achtung: Wird das Motorrad mit abgenutzten
Bremsbelägen gefahren, lässt die Bremswirkung nach, die
Unfallgefahr wird größer. Ist die Bremsbelagstärke bis
nahe der Abnutzungsgrenze verschlissen, wenden Sie zum
Austausch der Bremsbeläge sich an einen autorisierten
Kundendienst. Nach dem Auswechseln der Bremsbeläge
auf eine entsprechende Einfahrzeit achten (siehe § 4.2).
- 112 -
WARTUNG
Bremsflüssigkeitsbehälter Hinterradbremse
6.7.
6
Bremsflüssigkeitsbehälter Vorderradbremse
Bremsflüssigkeit - Kontrolle Bremsflüssigkeitsstand
ACHTUNG
Bei fehlender Kontrolle oder unzureichender Wartung erhöht sich die
Unfallgefahr. Vor jedem Fahrtantritt die
Bremsanlage wie in der vorliegenden
Bedienungsanleitung in § 4.9 beschrieben überprüfen.
Ein leichtes Abfallen des Bremsflüssigkeitsstandes
ist durch die Abnutzung der Bremsbeläge bedingt
und daher normal. Der Bremsflüssigkeitsstand
muss auf alle Fälle zwischen den Markierungen
MIN
und
MAX
liegen.
Ist
der
Bremsflüssigkeitsstand unter das Zeichen MIN
gefallen, wenden Sie sich an einen Kundendienst,
um die Bremsanlage überprüfen zu lassen.
- 113 -
6
WARTUNG
6
6
ACHTUNG
Das Motorrad nicht benutzen, wenn der
Bremsflüssigkeitsstand
unter
die
Markierung MIN abgefallen ist. Unter diesen Umständen kann es passieren, dass
die Bremsanlage nicht richtig funktioniert. Es besteht erhöhte Unfallgefahr. Sie
können die Kontrolle über das Fahrzeug
verlieren. Ist der Bremsflüssigkeitsstand
unter die Markierung MIN abgefallen,
wenden Sie sich zum Nachfüllen der
Bremsflüssigkeit an einen MV Agusta
Vertragshändler.
Bei Kontakt mit Augen oder Haut sofort mit
reichlich Wasser abspülen und umgehend
einen Arzt aufsuchen.
ACHTUNG
Das Nachfüllen von Bremsflüssigkeit darf
nur von autorisiertem Fachpersonal vorgenommen werden. Die Bremsflüssigkeit ist
giftig und kann bei Einnahme tödlich sein.
Der Kontakt mit der Bremsflüssigkeit kann
Hautverätzungen und Hautreizungen verursachen. Bremsflüssigkeit von Kindern und
Haustieren fernhalten. Bei ungewollter
Einnahme von Bremsflüssigkeit kein
Erbrechen hervorrufen, um ein Einatmen
des Produktes in die Lungen zu vermeiden.
ACHTUNG
Bei einem zu niedrigen Bremsflüssigkeitsstand kann Luft in die Bremsanlage eindringen, die Bremswirkung lässt nach
und die Unfallgefahr wird größer. Luft in
der Bremsanlage kann dadurch bemerkt
werden, dass die Betätigung des
Bremspedals “schwammiger” erscheint.
Bei Luft in der Bremsanlage muss die
Bremsanlage vor einem neuen Einsatz
des Fahrzeugs bei einem MV Agusta
Vertragshändler entlüftet werden.
- 114 -
ACHTUNG
Zum Auffüllen des Bremsflüssigkeitsstands
ausschließlich die in der Tabelle § 6.3 angegebene Bremsflüssigkeit verwenden. Ein
eventuelles Mischen unterschiedlicher
Bremsflüssigkeiten kann gefährliche chemische Reaktionen verursachen und die
Bremswirkung verringern, dadurch erhöht
sich die Unfallgefahr.
WARTUNG
Flüssigkeit Kupplungsbetätigung - Kontrolle
Flüssigkeitsstand
Der Flüssigkeitsstand für die Kupplung muß zwischen
den Zeichen MAX und MIN liegen. Ist der
Flüssigkeitsstand für die Kupplung unter das Zeichen
MIN gefallen, wenden Sie sich an einen Kundendienst,
um die Kupplungsanlage überprüfen zu lassen.
ACHTUNG
Das Motorrad niemals benutzen, wenn der
Flüssigkeitsstand für die Kupplung unter die
Markierung MIN abgefallen ist. Die Kupplung
könnte nicht richtig funktionieren. Es besteht
erhöhte Unfallgefahr. Sie können die Kontrolle
über das Fahrzeug verlieren. Ist der
Flüssigkeitsstand für die Kupplung unter die
Markierung MIN abgefallen, wenden Sie sich
zum Nachfüllen der Kupplungsflüssigkeit an
einen MV Agusta Vertragshändler.
ACHTUNG
Zum Auffüllen des Flüssigkeitsstands für die
Kupplung ausschließlich die in der Tabelle § 6.3
angegebene Kupplungsflüssigkeit verwenden.
6
6.8.
- 115 -
6
WARTUNG
6.9.
6
Reifen – Kontrolle und Wechsel
ACHTUNG
Vor Fahrtantritt stets den
Reifendruck und Abnutzungszustand der Reifen überprüfen.
6
Die Kontrolle des Reifendrucks ist von
grundlegender Bedeutung für die
Fahrsicherheit. Bei einem zu niedrigen
Reifendruck kann das Fahrzeug schwerer gelenkt werden und die Reifen verschleißen schneller. Bei einem zu hohen
Reifendruck
verringert
sich
die
Auflagefläche des Reifens und damit die
Straßenhaftung.
Vor jedem Fahrtantritt muss daher stets
der Reifendruck bei Raumtemperatur
geprüft werden. D. h. das Motorrad muss
seit mindestens drei Stunden geparkt
sein.
ACHTUNG
Ein falscher Reifendruck bedeutet große Gefahr
beim Fahren. Bei zu niedrigem Reifendruck kann
der Reifen auf der Felge rutschen und sich von ihr
ablösen. D. h. der Reifen wird völlig platt und Sie
können die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren.
- 116 -
WARTUNG
Wird der Reifendruck sofort nach einer Fahrt
gemessen, erhalten Sie höhere als die tatsächlichen Druckwerte. Dadurch könnte der Reifendruck
falsch eingestellt werden. Beim Einstellen des
Reifendrucks müssen die in § 8.2 angegebenen
Werte eingehalten werden. Vor längeren Fahrten
kann der Nominaldruck um 0,2 Bar erhöht werden.
Sehr wichtig ist die Kontrolle des Reifenzustands
vor Fahrtantritt. Stark abgenutzte Reifen sind
anfälliger gegen Löcher und verschlechtern die
Lenkbarkeit und die Stabilität des Motorrads. Bei
der Überprüfung des Reifenzustands muss die
Profiltiefe kontrolliert werden. Die Profiltiefe darf
nicht
geringer
als
die
durch
die
Straßenverkehrsordnung angegebenen Werte
sein. Am Boden der Profile dürfen keine Risse zu
sehen sein. Die Reifendecke muss frei von
Nägeln und Glassplittern sein. Die Reifenwände
dürfen keine Risse aufweisen. Sind diese
Voraussetzungen nicht gegeben, muss der
Reifen umgehend bei einem MV Agusta
Vertragshändler gewechselt werden.
- 117 -
6
ACHTUNG
Die vorgeschriebene Profiltiefe kann
von Land zu Land unterschiedlich sein.
Es müssen stets die vom jeweiligen
Land gesetzlich vorgeschriebenen
Werte eingehalten werden.
ACHTUNG
• Stark verschlissene Reifen von einem
MV Agusta Vertragshändler wechseln lassen. Das Fahren des Motorrads mit stark
abgenutzten Reifen ist illegal, die
Fahrstabilität verringert sich. Sie können
die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren.
• Bei Schäden oder einem Loch im
Reifen muss der Reifen gewechselt und
nicht repariert werden. Ein reparierter
Reifen bietet im Vergleich zu einem
neuen Reifen nur eingeschränkte
Leistungen
und
ein
geringeres
Sicherheitsniveau. Wird der Reifen provisorisch oder notdürftig repariert,
6
WARTUNG
6
muss bis zum nächstgelegenen MV
Agusta Vertragshändler langsam und
sehr vorsichtig gefahren werden.
Lassen Sie dort den Reifen sofort wechseln. Nach einer Reifenreparatur nie
schneller als 60 km/h fahren. Der Reifen
kann nicht repariert werden, wenn die
Reifenwand beschädigt oder das Loch
auf der Lauffläche größer als 6 mm ist.
• Bei der provisorischen Reparatur eines
Lochs im Reifen rät MV Agusta vom
Gebrauch flüssiger Abdichtungsmittel
ab. Diese Abdichtungsmittel können
negative auf die einzelnen Schichten des
Reifens einwirken und Nebenschäden,
die durch eventuelle eingedrungene
Gegenstände verursacht wurden, verstecken.
- 118 -
6
• Zum Reifenwechsel nur die in § 8.2
angegebenen
Reifen
verwenden.
Unbedingt den Einsatz unterschiedlicher
Reifenmarken und Profile an Vorder- und
Hinterrad vermeiden. Der Einsatz ungeeigneter
Reifen
beeinträchtigt
die
Lenkbarkeit
und
Stabilität
des
Motorrads.
Es
besteht
erhöhte
Unfallgefahr.
• Die Felgen wurden für schlauchlose
Reifen (Tubeless) entwickelt. Niemals
Schlauchreifen an Felgen für schlauchlose Reifen abringen. Felgenränder und
Reifenwulst können sich dann nicht richtig setzen. Die Reifen rutschen auf den
Felgen und können den Druck verlieren.
Sie können die Kontrolle über das
Fahrzeug verlieren.
WARTUNG
• Niemals Luftschläuche in einen schlauchlosen Reifen einbauen. Die
Überhitzung des Reifens kann zum
Platzen des Luftschlauchs führen. Die
Reifen verlieren den Druck und Sie können die Kontrolle über das Fahrzeug
verlieren.
• Beim Aufziehen der Reifen muss auf
die durch Pfeile auf der Reifenwand angezeigte Laufrichtung geachtet werden.
6
• Neue
Reifen
benötigen
eine
Einlaufzeit, um ihre komplette Effizienz
zu erreichen. Während der Einlaufzeit ist
die Reifenhaftung bei bestimmten
Straßenbelägen geringer. Wir empfehlen
Ihnen daher während der ersten 100 km
Fahrt mit einem neuen Reifen langsamer
zu fahren.
6
- 119 -
WARTUNG
❏ Ausbau des Hinterrads
Vorsicht – Vorsichtsmassnahme:
Muss der Reifen bei einem
Reifenhändler gewechselt werden, sicherstellen, dass für den
Aus- und Einbau folgende
Werkzeuge verwendet werden:
• 55 mm Steckschlüssel
• Drehmomentschlüssel
6
Werden
andere
Werkzeuge
benutzt, können Radbauteile
schwer beschädigt werden. Wir
raten davon ab Reifenwechsel in
schlecht
ausgerüsteten
Werkstätten vornehmen zu lassen. Es ist auf alle Fälle ratsamer
sich für einen Reifenwechsel an
einen MV Agusta Vertragshändler
zu wenden.
Sechskantmutter
Radachse mit Gewinde
M50x1,5 Linksgewinde
55 mm Steckschlüssel
Drehmomentschlüssel
- 120 -
6
WARTUNG
6
❏ Radkontrolle
Vor Fahrtantritt stets die Radfelge auf Risse,
Verbiegungen und Verformungen überprüfen.
ACHTUNG
Werden Schäden festgestellt, muss das
Rad
von
einem
MV
Agusta
Vertragshändler gewechselt werden.
Niemals versuchen auch nur kleine
Schäden an den Rädern selbst zu beheben. Bei einem Reifenwechsel oder
Austausch der Felge muss das Rad bei
einem MV Agusta Vertragshändler
ausgewuchtet werden. Ein nicht richtig
ausgewuchtetes Rad schränkt die
Fahrzeugleistung und die Labensdauer
der Reifen ein.
- 121 -
ACHTUNG
Beim Auswuchten der Räder ausschließlich zugelassene Ausgleichsgewichte
verwenden. Keine flüssigen Ausgleichsoder Dichtungsmittel verwenden.
ACHTUNG
Niemals versuchen einen schlauchlosen Reifen ohne das entsprechende
Spezialwerkzeug und Schutzvorrichtungen für die Felgen abzubauen.
Andernfalls besteht die Gefahr, dass die
Dichtungsfläche an der Felge beschädigt wird. Dadurch verliert der Reifen
Luft und Sie die Kontrolle über das
Fahrzeug.
6
6
WARTUNG
6.10. Kette - Kontrolle und Schmieren
Für diese Arbeit muss das Motorrad auf ebenem
Untergrund auf den hinteren Ständer gestellt und der
Leerlauf eingelegt werden.
6
❏ Kontrolle der Kettenspannung
Der untere Teil der Kette muss einem Abstand von 11
mm vom unteren Kettenschutz haben. Die Kontrolle an
mehreren Stellen an der Kette ausführen. Dazu muss
das Hinterrad von Hand gedreht werden. Der Abstand
muss während der Raddrehung gleich bleiben. Ist die
Ketten nur an einigen Stellen locker, bedeutet dies,
dass einige Kettenglieder gequetscht oder verklemmt
sind. Ist der Abstand der Kette zum Kettenschutz kleiner
oder größer als 11 mm, muss die Kettenspannung eingestellt werden.
- 122 -
11 mm
WARTUNG
ACHTUNG
Beim Fahren des Motorrads mit einer
verschlissenen oder schlecht eingestellten Kette erhöht sich die Unfallgefahr.
Vor jedem Fahrtantritt prüfen, ob die
Kettenspannung den Angaben in diesem Kapitel entspricht. Zum Einstellen
der Kettenspannung wenden Sie sich
bitte
an
einen
MV
Agusta
Vertragshändler.
ACHTUNG
Bei gequetschten oder verklemmten
Kettengliedern muss die Kette entsprechend der Angaben in diesem Kapitel
geschmiert werden.
ACHTUNG
Bei Schäden oder starker Abnutzung
der Kette oder der entsprechenden
Zahnräder muss die Kette durch einen
MV Agusta Vertragshändler ausgetauscht werden. Bei jedem Kettenwechsel
müssen auch die entsprechenden
Zahnräder ausgetauscht werden.
- 123 -
6
ACHTUNG
Der
Einbau
einer
Kette
mit
Kettenschloss ist gefährlich. Ein nicht
richtig vernietetes Kettenglied oder
Kettenschloss kann sich öffnen und
Unfälle oder schwere Motorschäden
verursachen. Niemals Ketten mit
Kettenschlössern verwenden.
ACHTUNG
Jedesmal wenn es verlangt wird, um die
Hinterradnabeschrauben laufen zu lassen, wenden Sie an einen autorisierten
MV Agusta Kundendienst. Wenn Sie die
Schrauben festziehen, wenden Sie ein
Drehmoment an, die dem Wert gleich
ist, der im Aufkleber auf dem Schwinge
gezeigt wird (siehe §2.2.). Die
Anwendung einer Drehkraft stark als
der angezeigte Wert kann den schnellen
Zerfall der hintere Radnabe verursachen
und die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs
und die Sicherheit des Piloten und des
Passagiers gefährden.
6
WARTUNG
❏ Schmieren
Damit die Kette richtig funktioniert, muss sie richtig geschmiert werden.
Vorbereitende Reinigung: vorm Schmieren der
Kette müssen alle Schmutzablagerungen an der
Kette mit Kerosin aufgelöst werden. Diese
Schmutzreste können anschließend mit einem
sauberen Tuch bzw. einem Pressluftstrahl entfernt werden.
6
Vorsicht – Vorsichtsmassnahme: Die
Kette ist eine Kette mit Dichtringen (ORingen). Um Schäden an der Kette zu
vermeiden, darf diese nie mit
Hochdruck-Dampf- oder Wasserstrahl
gereinigt werden. Es dürfen auch kein
Benzin
oder
handelsübliche
Reinigungsmittel verwendet werden.
Die Kette darf nur mit Kerosin gereinigt
werden.
- 124 -
6
WARTUNG
6
ACHTUNG: Kerosin kann gefährlich
sein. Kerosin ist entzündlich. Der
Kontakt mit Kerosin kann für Kinder und
Haustiere schädlich sein.
Offene
Flammen
und
heiße
Gegenstände vom Kerosin fernhalten.
Kinder und Haustier vom Kerosin
fernhalten. Benutztes Kerosin muss entsprechend
der
gesetzlichen
Vorschriften entsorgt werden.
Schmieren: einen leichten und gleichmäßigen
Film des angegebenen Schmiermittels auf der
gesamten Kette auftragen. Sorgfältig darauf achten, dass die umliegenden Fahrzeugteile, wie z.
B. die Reifen, nicht verschmutzt werden.
Vorsicht
–
Vorsichtsmassnahme:
Ausschließlich das in der Tabelle § 6.3.
angegebene Schmiermittel verwenden,
um die Antriebskette zu schützen und
zu vermeiden die Ölspritzern , wenn das
Fahrzeug in Bewegung ist.
- 125 -
ACHTUNG
Das Schmieren der Kette muss in den in
der Tabelle des Wartungsprogramms (§
6.1) angegebenen Abständen erfolgen.
Die Kette muss auch nach Fahrten bei
Regen
oder
nach
einer
Fahrzeugreinigung geschmiert werden.
Bei Fahrten mit nicht oder mit nicht
ausreichend geschmierter Kette besteht
Unfallgefahr.
6
WARTUNG
6.11. Leerlaufdrehzahl - Kontrolle
Die Kontrolle der Leerlaufdrehzahl muß mit Motor bei
Betriebstemperatur ausgeführt werden. Überprüfen,
dass der “CHOKE” ausgeschaltet ist.
Die Leerlaufdrehzahl muß zwischen 1050 und 1250
U/min liegen.
Wenden Sie sich zum Einstellen der Leerlaufdrehzahl
an einen Kundendienst.
6
- 126 -
6
WARTUNG
6
6.12. Auswechseln - Allgemeine Informationen
6.12.1. Sicherungen - Auswechseln
Das Auswechseln der Sicherungen (mit Ausnahme
der Sicherung für die Batterieladung) und der
Glühbirnen kann vom Fahrer selbst ausgeführt
werden. Dazu genau die Anweisungen einhalten.
Die Nachladungs-Sicherung befindet sich unter
der Fahrersitzbank; siehe Position in der Abb.
Sicherung Batterieladung - Auswechseln
(§6.12.1.)
Sicherungen Stromverbraucher -Auswechseln
(§6.12.1.)
Fahrlicht - Auswechseln der Birne (§6.12.2.)
Fernlicht- Auswechseln der Birne (§6.12.3.)
Vorderes Standlicht - Auswechseln der Birne
(§6.12.4.)
Vordere Blinker- Auswechseln der Birne
(§6.12.5.)
Hintere Blinker - Auswechseln der Birne
(§6.12.6.)
Hinteres Standlicht und Bremslicht Auswechseln der Birne (§6.12.7.)
Nummernschildbeleuchtung - Auswechseln
der Birne (§6.12.8.)
- 127 -
Ersatzsicherung
Sicherung
6
WARTUNG
Die Sicherungen befinden sich auf der rechten
Seite; um dieselben zu erreichen, den rechten auf
dem Tank eingespannten Seitenteil demontieren.
Den Deckel abnehmen.
6
VORSICHT
Vor der Kontrolle oder Wechseln der
Sicherungen muss der Zündschlüssel
auf “OFF” gedreht werden, um
Kurzschluss und die dadurch bedingte
Beschädigung elektrischer Bauteile zu
vermeiden.
- 128 -
6
WARTUNG
6
Die Sicherungsfunktion und -position auf dem
Aufkleber und im beiliegenden elektrischen
Schaltplan angegeben. Die Markierungs-buchstaben in der Abbildung entsprechen den Angaben
im Schaltplan.
Die durchgebrannte Sicherung auswechseln
und den Deckel wieder aufsetzen. Nicht vergessen, dass sich in der Werkzeugtasche zwei
Ersatzsicherungen befinden.
ACHTUNG
Niemals eine andere Sicherung als mit
der vorgeschriebenen Leistung verwenden, um Schäden an der Elektroanlage
des Fahrzeugs und Brandgefahr zu vermeiden.
- 129 -
6
WARTUNG
6.12.2. Fahrlicht - Auswechseln der Birne
Die zwei seitlichen Befestigungsschrauben des vorderen Fahrlichtes abschrauben. Dabei achten, dass bei
Abbau des Fahrlichtes von der Halterung der Register
von seinem Sitz ausgezogen wird.
6
Bevor das vordere Licht von seiner Halterung herausgezogen wird, den Stecker, der sich hinter das
Fahrlicht befindet, ausschalten.
Zur Durchführung folgender Operationen, das Licht
auf einen Tisch legen.
- 130 -
6
WARTUNG
6
Die hintere Schraube des Fahrlichtes abschrauben.
Den Vorderteil des Fahrlichtes aus seinem Halterungsgehäuse ausziehen.
Den Stecker des Fahrlichtes ausziehen.
Den Schutzkasten entfernen.
Die Befestigungsfeder lösen.
Die Birne des Fahrlichtes herausschrauben.
Vorsicht
Vorsichtsmaßnahme:
Das
Lampenglas nicht mit bloßen Fingern anfassen. Andernfalls mit Fettlöser reinigen.
Eine neue Birne einschrauben.
Die Befestigungsfeder festmachen.
Den Schutzkasten wieder in seine Lage bringen.
Den Stecker des Fahrlichtes anbringen.
Den Vorderteil des Fahrlichtes auf das Halterungsgehäuse montieren.
Die hintere Schraube befestigen.
Den Stecker des Fahrlichtes einstecken.
Das Fahrlicht auf die Halterung aufstellen und die
zwei seitlichen Befestigungsschrauben anziehen. Dabei
muss der Register mit besonderer Sorgfalt in seinen
Sitz eingesetzt werden.
- 131 -
6
WARTUNG
6.12.3. Fernlicht - Auswechseln der Birne
Das vordere Fernlicht wie unten § 6.12.2. beschrieben von seiner Halterung abnehmen.
Die Birne des Fernlichtes gegen den Uhrzeigersinn
drehen und von ihrem Sitz ausziehen.
Den Stecker von der Birne ausziehen.
Vorsicht
Vorsichtsmaßnahme:
Das
Lampenglas nicht mit bloßen Fingern anfassen. Andernfalls mit Fettlöser reinigen.
6
Den Stecker in die neue Birne einstecken.
Die Birne in den Sitz einstecken und in Uhr-zeigersinn drehen.
Das Fahrlicht auf die Halterung aufstellen und
sämtlichen unter § 6.12.2. angegebenen Vorgängen
befolgen.
- 132 -
6
WARTUNG
6
6.12.4.Vorderes Standlicht – Auswechseln der
Birne
Das vordere Standlicht wie unten § 6.12.2. beschrieben von seiner Halterung abnehmen.
Den Lampenhalter des Standlichtes gegen den
Uhrzeigersinn drehen und von seinem Sitz herausziehen.
Die Birne aus dem Lampenhalter ausziehen.
Vorsicht
Vorsichtsmaßnahme:
Das
Lampenglas nicht mit bloßen Fingern anfassen. Andernfalls mit Fettlöser reinigen.
Eine neue Birne einstecken.
Den Lampenhalter in den Sitz einsetzen und fest in
Uhrzeigersinn drehen.
Das Standlicht auf seine Halterung aufstellen und
sämtlichen unter § 6.12.2. angegebenen Vorgängen
befolgen.
- 133 -
6
WARTUNG
6.12.5. Vordere Blinker - Auswechseln der Birne
Die Befestigungsschraube ausschrauben.
Das Glas abbauen.
6
Die Lampe zum Ausbau drücken und gegen den
Uhrzeigersinn drehen.
Die neue Lampe einsetzen, leicht drücken und in
Uhrzeigersinn drehen.
Das Glas wieder einsetzen und die Befestigungsschraube anziehen.
- 134 -
6
WARTUNG
6
6.12.6. Hintere Blinker - Auswechseln der Birne
Die Befestigungsschraube ausschrauben.
Das Glas abbauen.
Die Lampe zum Ausbau drücken und gegen den
Uhrzeigersinn drehen.
Die neue Lampe einsetzen, leicht drücken und in
Uhrzeigersinn drehen.
Das Glas wieder einsetzen und die Befestigungsschraube anziehen.
- 135 -
6
WARTUNG
6.12.7. Hinteres Standlicht und
Auswechseln der Birne
Bremslicht
-
Den Beifahrersitz aufheben (§ 4.6.).
Den Lampenhalter gegen den Uhrzeigersinn drehen
und herausziehen.
6
Die Lampe zum Ausbau drücken und gegen den
Uhrzeigersinn drehen.
Die neue Lampe einsetzen, leicht drücken und in
Uhrzeigersinn drehen.
Den Lampenhalter beim Einbau in Uhrzeigersinn
drehen.
- 136 -
6
WARTUNG
6
6.12.8. Nummernschildbeleuchtung - Auswechseln
der Birne
Die Befestigungsschrauben der Kabelführung ausschrauben.
Wie auf der Abbildung vorgeht, die Kabelführung
herablassen und von der oberen Auflagefläche entfernen.
- 137 -
6
WARTUNG
Den Lampenhalter des Schildlichtes von seinem Sitz
ausziehen.
Die Birne von dem Lampenhalter herausziehen.
Eine neue Birne einstecken.
Den Lampenhalter wieder einsetzen.
Die Kabelführung wieder mit der oberen Auflagefläche in Kontakt bringen.
Die Befestigungsschrauben der Kabelführung fest
anziehen.
6
- 138 -
6
WARTUNG
6
6.13. Batterie
Dieses Motorrad ist mit einer versiegelten (wartungsfreien) Batterie ausgestattet, die unter dem
Heckteil angebracht ist. Die Batterie ist wartungsfrei, d. h. der Batterieflüssigkeitsstand braucht
nicht überprüft bzw. nachgefüllt werden.
Bei schwachen bzw. entladener Batterie (elektrische Probleme, Startschwierigkeiten), muss sie
so bald wie möglich bei einem MV Agusta
Vertragshändler aufgeladen werden. Beachten
Sie, dass die Batterie sich schneller entlädt, wenn
elektrisches Sonder-Zubehör installiert wurde.
ACHTUNG
Ist das Batteriegehäuse beschädigt,
kann
Schwefelsäure
austreten.
Schwefelsäure ist giftig und stark
ätzend. Jeglichen Kontakt mit Haut,
Augen und Kleidung vermeiden. Bei
Arbeiten an oder in der Nähe der
Batterie stets eine Schutzbrille tragen.
- 139 -
Bei Kontakt mit Schwefelsäure muss
wie folgt ERSTE HILFE geleistet werden:
• ÄUßERLICHER KONTAKT: mit reichlich fließendem Wasser abspülen.
• INNERLICHER KONTAKT: Grosse
Mengen Wasser oder Milch trinken und
sofort einen Arzt benachrichtigen.
• AUGEN: Mindestens 15 Minuten mit
Wasser spülen und sofort einen Arzt
aufsuchen.
Bei Austreten von Schwefelsäure bildet
sich Wasserstoffgas, das bei offenen
Flammen oder Funkenbildung explodieren kann.
Zum Wechseln der Batterie wenden Sie
sich bitte an einen autorisierten MV
Agusta Kundendienst.
6
WARTUNG
Längeres Stilllegen
Soll das Fahrzeug für einen längeren Zeitraum
(einen Monat oder mehr) nicht benutzt werden,
sollten die Batteriekabel von der Batterie abgenommen werden bzw. die Batterie von einem
Fachmann ausgebaut werden. Zur Erhaltung der
Batterie-Lebensdauer sollte die Batterie bei längerem Stilllegen alle 4 – 5 Monate bei einem MV
Agusta Vertragshändler nachgeladen werden.
6
- 140 -
6
GEFAHR:
Ein
Vertauschen
der
Polanschlüsse kann die Ladeanlage und
die Batterie beschädigen. Die roten Kabel
müssen an den Pluspol (+) der Batterie
und die schwarzen Kabel an den
Minuspol (-) angeschlossen werden. Beim
Ausbau der Batterie muss ALS ERSTES
die Polklemme vom Minuspol der Batterie
und anschließend vom Pluspol abgenommen werden. Beim Wiedereinbau in
umgekehrter Reihenfolge vorgehen.
WARTUNG
6
6.14. Fahrzeugpflege
Eine regelmäßige Pflege ist wichtig,
damit Ihr Motorrad über lange Zeit
seinen Wert behält. Lack- und andere
Oberflächen müssen gepflegt und
geschützt werden. Stets auf eventuelle Schäden, Abnutzung und Austreten
ätzender Flüssigkeiten achten.
Vorsicht – Vorsichtsmassnahme: Vorm Waschen müssen die Auspuffenden verstopft und die elektrischen
Teile geschützt werden.
ACHTUNG:
Ist das Motorrad noch von
der letzten Fahrt warm, muss
abgewartet werden, bis sich
der
Motor
und
die
Auspuffanlage
abgekühlt
haben.
Vorsicht – Vorsichtsmassnahme: Keine HochdruckWasserstrahl oder Dampfreinigungsgeräte verwenden, da andernfalls Wasser in Motorradbauteile eindringen und diese beschädigen kann.
ANMERKUNG: Die Reinigungsmittel verunreinigen
die Umwelt. Aus diesem Grund sollte die
Fahrzeugreinigung in Bereichen, die mit Sammlungsund Klärungsanlagen der Reinigungswasser ausgestattet sind, vorgenommen werden.
- 141 -
6
WARTUNG
Mit Wasser, Schwamm und einem milden
Reinigungsmittel säubern. Mit einem weichen
Tuch abtrocknen. An schwer zugänglichen Stellen
einen Druckluftstrahl verwenden.
6
Vorsicht – Vorsichtsmassnahme:
• Sicherstellen, dass keine Tücher oder
Schwämme benutzt werden, die vorher
für
scharfe
Reinigungsund
Scheuermittel bzw. für Lösungsmittel
oder Benzin verwendet wurden.
• Um die Karosserieteile nicht zu
beschädigen keine alkalische oder
ätzende Reinigungsmittel, Benzin,
Bremsflüssigkeiten
oder
andere
Lösungen benutzen.
Die lackierten Teile müssen in regelmäßigen
Abständen mit Spezialprodukten behandelt werden. Bei Fahrten auf Straßen, auf denen
Streusalz ausgebracht wurde, muss das Motorrad
so bald wie möglich gereinigt werden. Dann ausschließlich mit kaltem Wasser waschen. Warmes
Wasser verstärkt die Korrosionswirkung.
- 142 -
6
ACHTUNG
Sicherstellen, dass kein Öl oder Wachs
auf die Bremsen oder Reifen gelangt.
Gegebenenfalls die Bremsscheiben mit
einem Reinigungsmittel für Bremsscheiben oder Aceton reinigen und die Reifen
mit heißem Wasser und einem milden
Reinigungsmittel waschen.
ACHTUNG
Bei nassen Bremsen verringert sich die
Bremsleistung und erhöht sich die
Unfallgefahr. Nach dem Waschen des
Fahrzeugs den Motor starten und langsam
einige Minuten fahren. Einige Male vorsichtig bremsen, so dass die Bremsscheiben
und Bremsbeläge trocknen können.
ACHTUNG
Die Antriebskette muss sofort nach der
Reinigung und Trocknen des Fahrzeugs
geschmiert werden. Das Schmieren der
Kette muss entsprechend der Angaben in §
6.11 der vorliegenden Bedienungsund
Wartungsanleitung vorgenommen werden.
WARTUNG
Kupplungs-Hauptzylinderkolben
6
Hauptbremszylinderkolben
Startfreigabe
Seitlicher
Ständer
Vorderradbremshebel
Kupplungshebel
VORSICHT
Überprüfen Sie, sauber die Berührungsflächen zwischen den folgenden Bestandteilen
immer zu halten, wie in den oben genannten Abbildungen gezeigt:
• Seitclicher Ständer und Startfreigabe
• Kupplungshebel und Kupplung-Hauptzylinderkolben
• Vorderradbremshebel und Hauptbremzylinderkolben
Säubern Sie diese Bereiche alle 500 ÷ 1000 Kilometer, wie in der programmierte
Wartungsarbeitentabelle vorgeschrieben. Überprüfen Sie die Sauberkeit der oben genannten Bereiche, jedesmal wenn Sie den Träger benutzen, um das korrekte Arbeiten der in
Verbindung stehenden Teile beizubehalten.
- 143 -
6
WARTUNG
6
6.15. Längeres Stillegen
Soll das Fahrzeug über längere Zeit stillgelegt werden, müssen folgende Vorkehrungen getroffen werden:
Den Benzintank entleeren.
Die Batterie ausbauen und in geeigneter Weise aufbewahren.
Die Kerzenstecker abziehen und die Zündkerzen ausbauen. Einen Teelöffel Motoröl in jede
Kerzenbohrung einfüllen, anschließend die Kerzen wieder einbauen und die Kerzenstecker aufsetzen und den Motor einige Umdrehungen ausführen lassen.
Alle Bowden- und Seilzüge sowie die Drehpunkte der Hebel und Pedale schmieren.
Das Motorrad reinigen und die lackierten Teile mit Spezialprodukten behandeln (§6.14.).
6
Um die Integrität und Leistung der Reifen zu garantieren, sollte das Fahrzeug an einem kühlen, trockenen und dunklem Raum mit gleichbleibender Temperatur unter 25°C abgestellt werden. Die Reifen
dürfen keinen direkten Kontakt mit Heizkörpern oder Heizungsleitungen und keinen längeren Kontakt
mit Öl oder Benzin haben. Die Reifen sollten nicht in der Nähe von Elektromotoren oder Geräten aufbewahrt werden, bei denen elektrische Funkenbildung oder elektrische Entladungen entstehen.
Während der Stillstandzeit muss das Motorrad auf den hinteren Ständer gestellt werden (§ 4.7).
Das Motorrad mit einer zweckmäßigen Schutzplane abdecken.
Einsatz nach dem Stillegen muß eine allgemeine
Fahrzeugkontrolle (§4.8.) vorgenommen und gegebenenfalls die
entsprechenden Wartungsarbeiten (§6.1.) ausgeführt werden.
- 144 -
7
STÖRUNGEN
7.1.
Störungen am Motor: DER MOTOR SPRINGT NICHT AN
Der
Starterschalter ist
gedrückt?
NEIN
Den Starterschalter
drücken
Jetzt springt der
Motor an?
JA
Der Fehler ist behoben.
NEIN
JA
Gang eingelegt,
Seitenständer
ausgeklappt.
Leerlauf einlegen oder
den Ständer hochklappen
und den Kupplungshebel
betätigen.
NEIN
Der Startvorgang
wurde richtig
ausgeführt?
JA
Jetzt springt der
Motor an?
JA
Der Fehler ist behoben.
NEIN
NEIN Den Startvorgang richtig
Jetzt springt der
Motor an?
ausführen (§4.3.).
JA
NEIN
Weiter auf der nächsten Seite
- 145 -
JA
Der Fehler ist behoben.
7
7
STÖRUNGEN
Fortsetzung von der vorherigen Seite
Der Benzintank
ist leer?
JA
Jetzt springt der
Motor an?
Tanken (§4.5.).
NEIN
Die Sicherungen
sind in Ordnung?
Der Fehler ist behoben.
NEIN
NEIN
Die Sicherung(en)
auswechseln
(§6.12.1.).
Jetzt springt der
Motor an?
JA
7
JA
NEIN
Wenden Sie sich an den
Kundendienst.
- 146 -
JA
Der Fehler ist behoben.
7
STÖRUNGEN
DER MOTOR HAT STARTSCHWIERIGKEITEN
Der Startvorgang
wurde richtig
ausgeführt?
NEIN Den Startvorgang richtig
Jetzt springt der
Motor an?
ausführen (§4.3.).
SI
JA
Der Fehler ist behoben.
NEIN
Wenden Sie sich an den
Kundendienst.
7
- 147 -
7
STÖRUNGEN
DER MOTOR WIRD ZU HEISS
Ist ausreichend
Kühlflüssigkeit
vorhanden?
(§6.6.).
NEIN
Hat der Motor
jetzt die richtige
Betriebstemperatur?
Kühlflüssigkeit
nachfüllen (§6.5.1.).
JA
Die Sicherung
des Kühlgebläses
ist in Ordnung?
JA
Der Fehler ist behoben.
NEIN
NEIN
Hat der Motor
jetzt die richtige
Betriebstemperatur?
Die Sicherung
auswechseln (§6.12.1).
JA
NEIN
Wenden Sie sich an den
Kundendienst.
7
- 148 -
JA
Der Fehler ist behoben.
7
STÖRUNGEN
DER ÖLDRUCK IST ZU NIEDRIG
Ist ausreichend
Motoröl
vorhanden?
(§6.4.).
NEIN
Motoröl nachfüllen
(§6.4.1.).
Ist der Öldruck
jetzt richtig?
JA
JA
Der Fehler ist behoben.
NEIN
Wenden Sie sich an den
Kundendienst.
7
- 149 -
7
STÖRUNGEN
7.2.
Störungen an der elektrischen Anlage: DIE BELEUCHTUNG FUNKTIONIERT NICHT
Die Sicherungen
sind in Ordnung?
NEIN
Die Sicherung(en)
auswechseln (§6.12.1.).
Jetzt funktioniert
die Beleuchtung?
JA
Die Glühbirnen
sind in Ordnung?
JA
Der Fehler ist behoben.
NEIN
NEIN Die Glühbirne(n) auswe-
Jetzt funktioniert
die Beleuchtung?
chseln (§6.12.).
JA
NEIN
Wenden Sie sich an den
Kundendienst.
7
- 150 -
JA
Der Fehler ist behoben.
7
STÖRUNGEN
DIE HUPE FUNKTIONIERT NICHT
Die Sicherung ist
in Ordnung?
NEIN
Die Sicherung
auswechseln (§6.12.1.).
Funktioniert die
Hupe jetzt?
JA
JA
Der Fehler ist behoben.
NEIN
Wenden Sie sich an
den Kundendienst.
DER KILOMETERZÄHLER FUNKTIONIERT NICHT
Die Sicherung ist
in Ordnung?
NEIN
Funktioniert der
Kilometerzähler
jetzt?
Die Sicherung
auswechseln (§6.12.1.).
JA
NEIN
Wenden Sie sich an
den Kundendienst.
- 151 -
JA
Der Fehler ist behoben.
7
7
STÖRUNGEN
DIE KONTROLLEUCHTE BENZINRESERVE FUNKTIONIERT NICHT
Die Sicherung ist
in Ordnung?
NEIN Die Sicherung auswechseln (§6.12.1.).
Funktioniert
die Kontrolleuchte
Benzinreserve
jetzt?
JA
NEIN
Wenden Sie sich an
den Kundendienst.
DIE LICHTMASCHINE LÄDT DIE BATTERIE NICHT AUF
Wenden Sie sich an
den Kundendienst.
7
- 152 -
JA
Der Fehler ist behoben.
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8.1.
Allgemeine Beschreibung des Motorrads
(O) Armaturenbrett
(P) Steuereinheit
(R) Filterkasten
(B) Zündung - Versorgung
(Q) Batterie
(G) Hinterrahmen
(S) Auspuffsystem
(H) Vordere
Federung
(F) Rahmen
(N) Hinterradbremse
(M) Vorderradbremse
(E) Kühlung
(A) Motor
(C) Getriebe
(L) Hintere Federung
(T) Seitlicher Ständer
(D) Endantrieb
- 153 -
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
A - Motor: Viertaktmotor, 4-Zylinder in Reihe,
Ventilsteuerung mit doppelter obenliegender
Nockenwelle mit Radialventilen. Sumpf-sc
mierung.
B - Zündung - Versorgung: Integriertes Zünd
Einspritzsystem. Elektronische Zündung mit
induktiver
Entladung.
Elektronische
Einspritzung “Multipoint”.
C - Getriebe: Ausziehbar, Sechsganggetriebe
mit ständig greifenden Zahnrädern.
D - Endantrieb:
Bestehend
aus
Ritzel,
Zahnkranz und Kette.
E - Kühlung: Flüssigkeitskühlung mit Öl WasserWärmetauscher.
F - Rahmen: Gitterförmig, Stahlrohrrahmen mit
Seitenplatten aus Aluminium (Magnesium).
G - Hinterrahmen: Gitterförmig, aus röhrenförmigem Stahl.
H - Vordere Federung: Hydraulische Gabel mit
umgekehrten
Gabelschäften.
Mit
Einstellungs-system.
8
L - Hintere Federung: Schwingarm mit progressiver Wirkung und Einzelstoßdämpfer mit
Einstellungssystem.
M - Vorderradbremse: Doppelte Bremsscheibe
mit
halb-schwimmend
gelagerten
Bremssätteln mit sechs Bremskolben.
N - Hinterradbremse:
Einzelscheibe
mit
Bremszange mit vier Bremskolben.
O - Armaturenbrett:
Ausgestattet
mit
Kontrolleuchten und analogen und digitalen
Instrumenten.
P - Steuereinheit: mit EPROM ausgestattet für
die elektronische Kontrolle des integrierten
Zünd-Einsspritzsystems.
Q - Batterie: versiegelt und wartungsfrei.
R - Filterkasten:
mit
Filteranlage
des
Motorsaugluftdurchflusses.
S - Auspuffsystem: Ausgestattet mit katalytischem Konverter für Abgasverkleinerung.
T - Seitlicher Ständer: mit Sicherheitsschalter
und doppelte Rückzugsfeder.
- 154 -
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8.1.1 Bremskreislauf Vorderradbremse
1
2
3
5
4
5
- 155 -
1
2
3
4
5
Hauptbremszylinder
Bremshebel
Bremsleitung
Bremssattel
Bremsscheiben
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
8.1.2. Bremskreislauf Hinterradbremse
4
6
3
8
5
1
1
2
3
4
5
6
2
- 156 -
Bremshebel
Hauptbremszylinder
Bremsleitung
Bremsflüssigkeitsbehälter
Bremssattel
Bremsscheibe
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
8.1.3. Kupplungskreislauf
2
1
3
4
- 157 -
1 Kupplungshebel
2 Baugruppe KupplungsHauptzylinder
3 Kupplungsleitung
4 Baugruppe kleiner
Kupplungszylinder
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
8.1.4. Motorschmierung
3
2
1
8
- 158 -
1 Ölwanne
2 Ölfilter
3 Ölzuleitung zum Zylinderkopf
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
8.1.5. Kühlkreislauf
1
2
3
4
- 159 -
1
2
3
4
Ausdehnungsgefäß
Oberer Kühler
Unterer Kühler
Kühlmittelpumpe
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8.1.6. Benzin-Versorgungskreislauf
2
1
1 Drosselkörper
2 Benzinpumpe
3 Benzinleitung
3
8
- 160 -
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
760
2020
805
135
1410
8.2.
Technische Daten
Bezeichnung
TECHNISCHE ANGABEN
Radabstand (mm) (*)
Gesamtlänge (mm) (*)
Gesamtbreite (mm)
Sitzbankhöh (mm) (*)
Bodenfreiheit (mm) (*)
Vorlauf (mm) (*)
BRUTALE S
1410
2020
760
805
135
101,5
* : Die angegebenen Werte sind nicht verbindlich. Die angegebenen Werte können sich je nach Zustand und Trimmung des Fahrzeugs ändern.
- 161 -
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
Technische Daten
Bezeichnung
Leergewicht (Kg)
Tankinhalt Benzintank (lt) (*)
Benzinreserve (lt) (*)
Ölmenge im Motorgehäuse (Kg)
MOTOR
Typ
Bohrung (mm)
Hub (mm)
Hubraum (cm3)
Verdichtungsverhältnis
Starten/Anlassen
Kühlung
Motorgehäuse und Deckel
Zylinderkopf und Zylinder
Ventile
VENTILSTEUERUNG
Typ
8
BRUTALE S
185
19
4
3,5
Vierzylinder-Viertaktmotor, 16 Ventile
73,8
43,8
749,4
12 : 1
Elektrisch
Kühlflüssigkeit mit Ölkühler
Druckguß
Kokillenguß
Bimetallisch / Monometallisch
Doppelte obenliegende Nockenwelle, Radialventile
* : Die angegebenen Werte sind nicht verbindlich. Die angegebenen Werte können sich je nach Außentemperatur,
Motortemperatur und Verdampfungspunkt des verwendeten Benzins ändern.
- 162 -
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
Technische Daten
Bezeichnung
BRUTALE S
SCHMIERUNG
Typ
Sumpfschmierung
ZÜNDUNG - VERSORGUNG
Typ
Integriertes Zünd- Einspritzsystem “Weber - Marelli” 1,6M. Elektronische
Zündung mit binduktiver Entladung. Elektronische Einspritzung “Multipoint”
Zündkerzen (Alternative)
NGK CR9 EB
Champion G59c
Elektrodenabstand (mm)
0.7 ÷ 0.8
0.6 ÷ 0.7
KUPPLUNG
Typ
Mehrscheiben-Ölbadkupplung
HAUPTANTRIEB
Zahnzahl Zahnrad Kurbelwelle
Z = 47
Zahnzahl Zahnrad Kupplung
Z = 81
Übersetzungsverhältnis
1.72
ENDANTRIEB
Zahnzahl Ritzel
Z = 14
Zahnzahl Zahnkranz
Z = 41
Übersetzungsverhältnis
2.93
GETRIEBE
Typ
Ausziehbar, Sechsganggetriebe mit ständig greifenden Zahnrädern
- 163 -
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
Technische Daten
8
Bezeichnung
BRUTALE S
Untersetzung Gänge (Gesamtverhältnis)
Erster
2.92 (14.71)
Zweiter
2.21 (11.14)
Dritter
1.78 (8.97)
Vierter
1.50 (7.56)
Fünfter
1.32 (6.65)
Sechster
1.21 (6.10)
RAHMEN
Typ
Gitterförmiger 25 CrMo-Stahlrohrrahmen (TIG-verschweißt)
Auflageblech Gabeldrehpunkt
Aluminiumlegierung
VORDERE FEDERUNG
Typ
Hydraulische Gabel mit umgekehrten Gabelschäften. Mit Einstellungssystem
für Ausdehnungs- und Kompressionsbremse sowie Federvorspannung
Ø Schaft (mm)
50
Hubhöhe an Gabelbeinachse (mm)
126
HINTERE FEDERUNG
Typ
Progressiv, Einzelstoßdämpfer mit Einstellvorrichtung für Ausdehnungs- und
Kompressionsbremse (hohe Gänge / niedrige Gänge) sowie Federvorspannung
Gabel
Aluminiumlegierung
Radhub (mm)
120
- 164 -
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
Technische Daten
Bezeichnung
BRUTALE S
VORDERRADBREMSE
Typ
Doppelte Bremsscheibe mit halb-schwimmend gelagerten Bremssätteln
Ø Bremsscheibe (mm)
310
Bremsscheibenflansch
Stahl
Bremszange Durchmesser Bremskolben mm
Sechs Bremskolben ( Ø 22.65; Ø 25.4; Ø 30.23 )
HINTERRADBREMSE
Typ
Stahlscheiben
Ø Bremsscheibe (mm)
210
Bremszange Durchmesser Bremskolben mm
Vier Bremskolben ( Ø 25.4 )
VORDERRADFELGE
Material
Aluminiumlegierung
Ausmaß
3.50” x 17”
HINTERRADFELGE
Material
Aluminiumlegierung
Ausmaß
6.00” x 17”
REIFEN
Vorne
120/65-ZR 17 (56 W) oder 120/70-ZR 17 (56 W-58 W)
Hinten
180/55-ZR 17 (73 W) oder 190/50-ZR 17 (73 W)
- 165 -
8
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
Technische Daten
Bezeichnung
Merke und Typ
8
BRUTALE S
MICHELIN Pilot Power
DUNLOP - Sport Max D 208 Race Replica
Reifendruck (*):
Vorne
Hinten
ELEKTRISCHE ANLAGE
Spannung
Fahrlicht
Fernlicht
Vorderes Standlicht
Standlicht hinten
Bremslicht
Blinker
Batterie
Lichtmaschine
KAROSSERIE
Tank
Kühlerhaube Air-box
2.3 bar (33 psi)
2.3 bar (33 psi)
12V
12V 55W
12V 60W
12V 5W
12V 5W
12V 21W
12V 10W
12V - 9Ah
650W bei 5000 U/min
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
* : Beim Einsatz anderer Marken als der empfohlenen Reifenmarken muss der vom Reifenhersteller auf der Reifenwand aufgeprägte Reifendruck eingehalten werden.
- 166 -
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8
Technische Daten
Bezeichnung
Tankseitenteil
Heckhinterteile
Heckteil
Instrumentenschutz
Startschalterdeckel
Vorderer Kotflügel
Kettenschutz
Ölkühlerschutz
Nummernschildhalter
Rückspiegel
Abdeckung Auspuffrohr
BRUTALE S
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
Thermoplastisches Material
Aluminium
8
- 167 -
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8.3.
8
Zubehör
MV Agusta hat durch MV AGUSTA Corse eine reichhaltige Palette von Zubehör, Bausätzen und Sonderbauteilen
entwickeln lassen, mit denen Sie Ihr Motorrad persönlich gestalten bzw. aufrüsten können. Dabei wird den
Kunden eine Aufrüstung ihres Motorrads geboten, bei der exklusive Lösungen innovativer Techniken genutzt werden können und gleichzeitig die gebotene Qualität durch die CRC-Forschungs- und Entwicklungsabteilung garantiert wird. Alle vom CRC (Centro Ricerche Cagiva – Cagiva-Forschungszentrum) für MV Agusta Corse entworfenen Bauteile, unabhängig davon, ob es sich um Rahmen- oder Karosseriebauteile handelt, werden durch strenge Abnahmen und rigorose Kontrollen getestet. Auf diese Weise kann den Kunden die gleiche Qualität wie für alle
anderen MV Agusta Produkte gewährleistet werden. Für die Bestellung dieser Sonderbauteile, oder wenn Sie den
Hauptkatalog der MV Agusta Corse Zubehörteile einsehen möchten, wenden Sie sich bitte an:
MV Agusta Corse S.r.l. - Verkaufs- und Kundendienstservice
Via Ovella 41 - 47893 Borgo Maggiore - Republik San Marino (R.S.M.)
Tel. (00378) 0549 907.749 - Fax (00378) 0549 907.746
e-mail: [email protected] - http://www.mvagustacorse.com
8
MV Agusta rät vom Einsatz aller nicht Bauteile ab, bei denen es sich nicht um originale und zertifizierte Bauteile handelt, da diese nicht die erforderlichen Garantien im Bezug auf Fahrsicherheit, Fahrzeugleistung und Haltbarkeit bieten.
- 168 -
TECHNISCHE INFORMATIONEN
8.4.
8
Bekleidung
MV AGUSTA Corse hat eine große Palette von Produkten und Zubehör für Motorradbekleidung entwickelt,
deren qualitativer und ästhetischer Standard zweifelsfrei zur Konsolidierung und verstärkten Anerkennung der
Marke MV Agusta beitragen werden. Das Fahren der einzigartigen Fahrzeuge wird damit noch exklusiver.
8
- 169 -
ANMERKUNGEN
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
8
..............................................................................
- 170 -
ANMERKUNGEN
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
- 171 -
8
ANMERKUNGEN
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
..............................................................................
8
..............................................................................
- 172 -
Teil Nr. 8C00A1805 Revision 2
ELEKTRISCHER SCHALTPLAN
29
28
OFF
RUN
G / R Gy/R
26
27
Y
PA R K
FREE
PUSH
ON
UP
OFF
DOWN
S TA R T
R
LOCK
8
9
10
42
43
3
10W
10W
30
2
5W
31
55W
10W
4
60W
5-21W
5K OHM
12
5K OHM
17 18 19 20 21
5K OHM
5K OHM
32
6
5
13
PRESS. AIR
1
33
34
10W
38
F13 F12 F11 F10 F9 F8 F7 F6 F5 F4 F3 F2 F1
F15
PASSING
HORN
HI
TURN
35
37
Beschreibung
F14
40
22 36
24
Zeichenerklärung Bauteile
Zeichenerklärung Bauteile
Rif.
25
39
POS.
15
11
Zeichenerklärung Bauteile
Rif.
Beschreibung
Rif.
Beschreibung
16
Fernrelais
32
Armaturenbrett
33
Drucksensor/Lufttemperatur
34
Linker Blinker
1
Zündbox
2
Nummernschildbeleuchtung
17-18
3
Rechter Blinker
19-20
4
Linker Blinke
21
Potentiometer Drosselventil
35
Hupe
5
Diagnoseanschluß
22
Temperaturfühler Wassertemperatur für Kontrollbox
36
Temperaturfühler Wassertemperatur für
6
Rücklicht - Bremslicht
23
Öldruckschalter
7
Einspritzdüsen
Temperaturanzeige Armaturenbrett
Schalter Leerlauf
24
Gebläse
37
Lichtschalter
8-9
Batterie
25
Sicherungen
38
Masse Rahmen - Kontrollbox
10
Pumpe - Benzinstandgeber
26
Schalter Seitenständer
39
Batterieladung
11
Sensor Motordrehzahl
27
Hinterer Bremslichtschalter
40
Kupplungsschalter
12
Spule
28
Zündschloß
41
Anlassermotor
13
Spule
29
Sicherheitsschalter und vorderer Bremslichtschalter
42
Masse Rahmen
14
Lichtmaschine
30
Rechter Blinker
43
Masse Motor
15
Geschwindigkeitssensor
31
Vorderer Scheinwerfer
23
7
16
41
14
Zeichenerklärung Kabelfarben
Buchstabe(n) Farbe
R
Rot
Y
Gelb
B
Blau
G
Grün
W
Weiß
Bk
Schwarz
P
Rose
V
Violett
Sb
Hellblau
Gr
Grau
O
Orange
Br
Braun
Bei Farbkombinationen wird die Grundfarbe und
die Markierung angegeben. Z. B. Br/Bk.
Zeichenerklärung Sicherungen
Nr.
Amperelei-
Einsatz
stung (A)
F1
5
Armaturenbrettleuchte
F2
5
Standlicht
F3
5
Geschwindigkeitssensor
F4
5
rechter Richtungsblinker
F5
5
linker Richtungsblinker
F6
15
Gebläse
F7
5
Rücklicht - Bremslicht
F8
15
LATCH Relais
F9
7.5
Startschalter
F10
15
Fahrlicht
F11
5
Armaturenuhr
F12
15
Fernlicht
F13
15
Einspritzdüsen - Kraftstoffpumpe - Spule
F14
40B
F15
40
atterieladung
Ersatz für atterieladung
MONTAGEANWEISUNG DER BATTERIEKABEL
Teil Nr. 8C00A4541 Revision 1
Phase 1
Phase 2
Phase 3
Phase 4
Erste Batterieladen
Batteriemontage
Führen Sie die Batterieaufladung,
nach Instruktionen aus, die in seinem Paket eingeschlossen sind.
Den Motorradschlüssel in das hintere Schloss einstecken. Den
Schlüssel in Uhrzeigersinn drehen
und gleichzeitig den Beifahrersitz
aufheben.
Den Beifahrersitz herausnehmen,
dabei die in die Figur gezeigte
Reihenfolge einhalten.
Drehen Sie den Fahrersitzblock,
dabei die in die Figur gezeigte
Reihenfolge einhalten.
Phase 5
Phase 6
Phase 7
Phase 8
Die Batterie in den dazu geeigneten
Raum anbringen.
Montage der Batterieendverschlüsse
ACHTUNG
Die Erste Batterieladen
müssen vor Batterie-montage auf das Motorrad durchgeführt werden.
Die zwei Plusendverschlüsse (+)
auf den jeweiligen Pol der Batterie
unter Berücksichtigung der auf der
Abbildung angegebenen Anordnung
montieren. Bei Kabelanordnung auf
Kabelfarben achten.
Die Schraube der Plusendverschlüsse
drehen und mit Hilfe eines
Momentenschlüßels nach dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen.
Den Fahrersitz
herausnehmen.
aufheben
und
Phase 9
Phase 10
Phase 11
Nach
der
Montage
den
Schutzkasten auf dem Pluspol
anlegen (siehe Abbildung).
Die zwei Minusendverschlüsse (-)
auf den jeweiligen Pol der Batterie
bei Berücksichtigung der auf der
Abbildung angezeigten Anordnung
montieren.
Die Schraube der Minusendverschlüsse drehen und mit Hilfe eines
Momentenschlüßels nach dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen.
Drehmoment: 7 ÷ 8 Nm
VORSICHT: Vor der Schraubenbefestigung überprüfen
dass alle Kable korrekt orientiert sind (siehe Abbildung
auf der Blattrückseite).
Drehmoment: 7 ÷ 8 Nm
Phase 12
ACHTUNG: Am Ende des
Montagevorgangs überprüfen ob das Kabel des
Plusendverschlusses sich
in der Hinterrahmenstruktur
befindet (siehe Abbildung).
Beim Widereinbau des Fahrer- und
Beifahrersitzes die unter Phasen von 2
bis 5 angegebenen Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge durchführen.
VORSICHT: Vor Kabelbefestigung
auf
die
Richtung der einzelnen
Kabel aufpassen (siehe
Abbildung).
MINUSKABEL (-)
MINUSPOL (-)
MINUSKABEL (-)
ACHTUNG: Am Ende des
Montagevorgangs prüfen ob das
Kabel des Plusendverschlusses
sich in der Hinterrahmenstruktur
befindet (siehe Abbildung).
PLUSKABEL (+)
PLUSKABEL (+)
SCHUTZKASTEN
PLUSPOL (+)
TABELLA REGOLAZIONE SOSPENSIONI - SUSPENSION ADJUSTMENT TABLES - TABLEAU DE RÈGLAGE DES SUSPENSIONS - TABELLE DER EINSTELLUNGFEDERUNG - TABLA REGULACIÓN SUSPENSIÓNES
Part. N. 8000A4022 Revisione 1
Brutale 750 S
• Dispositivo idraulico di
frenatura in compressione
(Bassa velocità)
• Compression damping
hydraulic device (Low
speed)
• Dispositif hydraulique de
freinage en compression
(Vitesse basse)
• Hydraulische Kompressionsbremse (Niedlige
Gänge)
• Dispositivo hidráulico de
frenado en compresión
(Baja velocidad)
Bassa velocità Alta velocità
High speed
Low speed
Vitesse basse Vitesse élevée
Niedrige Gänge Hohe Gänge
Baja velocidad Alta velocidad
Frenatura in estensione
Rebound damping
Freinage en détente
Ausdehnungsbremse
Frenado en extensión
Frenatura in estensione
Rebound damping
Freinage en détente
Ausdehnungsbremse
Frenado en extensión
Bassa velocità Alta velocità
Low speed
High speed
Vitesse basse Vitesse élevée
Niedrige Gänge Hohe Gänge
Baja velocidad Alta velocidad
• Dispositivo idraulico di frenatura in
compressione
• Compression damping hydraulic device
• Dispositif hydraulique de freinage en
compression
• Hydraulische Kompressionsbremse
• Dispositivo hidráulico de frenado en
compresión
Con passeggero ★ - With passenger ★ - Avec
passager ★ - Mit Beifahrer ★ - Con pasajero ★
• Dispositivo idraulico di frenatura in
estensione
• Rebound damping hydraulic device
• Dispositif hydraulique de freinage
en détente
• Hydraulische Ausdehnungsbremse
• Dispositivo hidráulico de frenado
en extensión
1
12
12
Sospensione posteriore
Rear suspension
Suspension arrière
Hintere Federung
Suspensión trasera
Frenatura in compressione
Compression damping
Freinage en compression
Kompressionsbremse
Frenado en compresión
Precarico molla
Spring preload
Précharge du ressort
Federvorspannung
Precarga muelle
• Dispositivo idraulico di frenatura in
estensione
• Rebound damping hydraulic device
• Dispositif hydraulique de freinage
en détente
• Hydraulische Ausdehnungsbremse
• Dispositivo hidráulico de frenado
en extensión
Precarico molla
Spring preload
Précharge du ressort
Federvorspannung
Precarga muelle
Freno in estensione
Rebound damping
Frein en détente
Ausdehnungsbremse
Freno en extensión
Freno in compressione
Compression damping
Frein en compression
Kompressionsbremse
Freno en compresión
Frenatura in compressione
Compression damping
Freinage en compression
Kompressionsbremse
Frenado en compresión
•
•
•
•
•
Soffice
Soft
Souple
Weich
Suave
Sospensione anteriore
Front suspension
Suspension avant
Vordere Federung
Suspensión delantera
Solo pilota - Rider only - Uniquement
pilote - Nur Fahrer - Sólo piloto
• Dispositivo idraulico di frenatura in
compressione (Alta velocità)
• Compression damping hydraulic
device (High speed)
• Dispositif hydraulique de freinage
en compression (Vitesse élevée)
• Hydraulische Kompressionsbremse
(Hohe Gänge)
• Dispositivo hidráulico de frenado en
compresión (alta velocidad)
Tipo di assetto - Type of geometry - Type d’assiette - Einstellungsart - Tipo de equilibrado
giri
turns
tours
Drehzahl
revoluciones
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
Standard
2
10
10
Soffice
Soft
Souple
Weich
Suave
12
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
0
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
15
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
8
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
18
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
12
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
Rigido
Stiff
Rigide
Hart
Duro
giri
turns
tours
Drehzahl
revoluciones
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
3
7
7
Rigido
Stiff
Rigide
Hart
Duro
Standard
8
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
6
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
12
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
8
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
18
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
12
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
giri
turns
tours
Drehzahl
revoluciones
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
7
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
12
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
8
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
8
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
18
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
12
scatti
clicks
emboîtements
Rasten
disparos
(★) : Per l’utilizzo del veicolo con passeggero si consiglia di aumentare il precarico molla dell’ammortizzatore posteriore di 2 giri. Questa operazione deve essere tassativamente eseguita da un concessionario MV Agusta. - To use the vehicle with passenger, we suggest to increase the rear suspension spring preload of 2 turns. This operation must be performed only by a MV Agusta authorized dealer. - Pour utiliser
le véhicule avec le passager, nous suggérons d'augmenter la précharge de ressort de la suspension arrière de 2 tours. Cette intervention
doit être impérativement effectuée par un concessionnaire officiel MV Agusta. - Für das Verwenden des Trägers mit dem Beifahrer, schlagen wir vor, um die hintere Federungfedervorspannung von 2 Umdrehungen zu erhöhen. Änderungen an der Trimmlage dürfen ausschließlich von MV Agusta Vertragshändlern vorgenommen werden. - Para usar el vehículo con el pasajero, sugerimos el aumento de la precarga del resorte de la suspensión posterior de 2 vueltas. Dicha intervención debe ser realizada por un concesionario oficial MV Agusta.
Copertina_GER_B4 2005 13-09-2004 9:01 Pagina 1
C
M
Y
CM
MY
CY CMY
K
MV AGUSTA F4 BRUTALE S
Colori compositi
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Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

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