RME Audio M-32 AD User manual

RME Audio M-32 AD User manual
Bedienungsanleitung
M-32 AD
M-16 AD
The Professional’s Converter Solution
™
TotalRemote
ADAT
™
I/O
MADI I/O
™
SteadyClock
®
SyncCheck
Professioneller 32/16-Kanal AD-Wandler
Vollsymmetrisches Schaltungsdesign
Analoger Limiter
32/16-Kanal Analog zu MADI / ADAT Interface
24 Bit / 192 kHz Digital Audio
MIDI Remote Control
AES-10
24 Bit Interface
Wichtige Sicherheitshinweise .................................4
Allgemeines
1
2
3
4
Einleitung ...................................................................6
Lieferumfang..............................................................6
Kurzbeschreibung und Eigenschaften ...................6
Inbetriebnahme – Quick Start
4.1 Bedienelemente - Anschlüsse - Anzeigen ..............7
4.2 Quick Start ..............................................................9
5
Zubehör ....................................................................10
6
Garantie....................................................................11
7
Anhang .....................................................................11
Bedienung und Betrieb
8
Bedienelemente der Frontplatte
Analog Input .........................................................14
MADI Out .............................................................14
MADI Input ...........................................................14
MADI Output ........................................................14
Limiter...................................................................15
Clock Section .......................................................15
Meter ....................................................................17
Remote.................................................................17
Lock Keys.............................................................17
9
Fernsteuerung
9.1 MIDI..........................................................................18
9.2 MIDI über MADI .......................................................18
9.3 Remote Control Software.........................................19
8.1
8.2
8.3
8.4
8.5
8.6
8.7
8.8
8.9
Eingänge und Ausgänge
10
11
Analoge Eingänge ...................................................22
Digitale Eingänge / Ausgänge
11.1 ADAT Optical .......................................................23
11.2 MADI Input ...........................................................23
11.3 MADI Output ........................................................24
12
Word Clock
12.1 Wordclock Ein- und Ausgang...............................25
12.2 Einsatz und Technik.............................................26
12.3 Verkabelung und Abschlusswiderstände.............27
14
MIDI...........................................................................27
2
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Technische Referenz
15
Technische Daten
15.1 Analoger Teil........................................................ 30
15.2 Digitale Eingänge................................................. 30
15.3 Digitale Ausgänge................................................ 31
15.4 Digitaler Teil ......................................................... 31
15.5 MIDI ..................................................................... 32
15.6 Allgemeines ......................................................... 32
15.7 Firmware .............................................................. 32
15.8 MADI User Bit Belegung...................................... 32
15.9 Steckerbelegungen.............................................. 33
16
Technischer Hintergrund
16.1 Begriffserklärungen.............................................. 34
16.2 Lock und SyncCheck ........................................... 35
16.3 Latenz und Monitoring ......................................... 36
16.4 DS – Double Speed ............................................. 37
16.5 QS – Quad Speed ............................................... 37
16.6 MADI Basics ........................................................ 38
16.7 SteadyClock......................................................... 39
17
Blockschaltbild M-32 AD ........................................ 40
18
Blockschaltbild M-16 AD ........................................ 41
19
MIDI Implementation M-Serie
19.1 Basic SysEx Format ............................................ 42
19.2 Message Types ................................................... 42
19.3 Tabelle ................................................................. 43
Anwendungsbeispiele
20.1
20.2
20.3
20.4
20.5
20.6
Formate und Kanalzahl........................................ 48
Mehrkanal-Wiedergabe vom Computer............... 49
Mehrkanal-Aufnahme mit dem Computer............ 51
Mehrkanal-Aufnahme und Wiedergabe............... 53
Digitales Multicore ............................................... 56
Mehrfache Ausspielung ....................................... 57
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
3
Wichtige Sicherheitshinweise
ACHTUNG! Gerät nicht öffnen - Gefahr durch Stromschlag
Das Gerät weist innen nicht isolierte, Spannung führende Teile auf. Im Inneren
befinden sich keine vom Benutzer zu wartenden Teile. Reparaturarbeiten dürfen nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden.
Netzanschluss
• Das Gerät muss geerdet sein – niemals ohne Schutzkontakt betreiben
• Defekte Anschlussleitungen dürfen nicht verwendet werden
• Betrieb des Gerätes nur in Übereinstimmung mit der Bedienungsanleitung
• Nur Sicherungen gleichen Typs verwenden
Um eine Gefährdung durch Feuer oder Stromschlag auszuschließen, das
Gerät weder Regen noch Feuchtigkeit aussetzen. Spritzwasser oder tropfende Flüssigkeiten dürfen nicht in das Gerät gelangen. Keine Gefäße mit Flüssigkeiten, z. B. Getränke oder Vasen, auf das Gerät stellen. Gefahr durch
Kondensfeuchtigkeit - erst einschalten wenn sich das Gerät auf Raumtemperatur erwärmt hat.
Montage
Außenflächen des Gerätes können im Betrieb heiß werden - für ausreichende Luftzirkulation sorgen. Direkte Sonneneinstrahlung und die unmittelbare
Nähe zu Wärmequellen vermeiden. Beim Einbau in ein Rack für ausreichende Luftzufuhr und Abstand zu anderen Geräten sorgen.
Bei Fremdeingriffen in das Gerät erlischt die Garantie. Nur vom Hersteller
spezifiziertes Zubehör verwenden.
Lesen Sie die Bedienungsanleitung vollständig. Sie enthält alle zum
Einsatz des Gerätes nötigen Informationen.
4
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Bedienungsanleitung
M-32 AD
M-16 AD
Allgemeines
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
5
1. Einleitung
RMEs M-32 AD und M-16 AD sind High-End AD-Wandler mit konkurrenzloser Ausstattung. Sie
vereinen exzellente analoge Schaltungstechnik mit überragenden AD-Wandlern der neuesten
Generation, und bieten im Zusammenspiel mit der integrierten SteadyClock eine AD-Wandlung
auf allerhöchstem Niveau.
Bei der Entwicklung der Geräte haben wir all unsere Erfahrung und die unserer Kunden eingebracht, um einzigartige, exzellente und qualitativ hochwertige Gerät zu erschaffen. Trotz einer
hohen Zahl an Kanälen, und damit Wandlerstufen, bieten sie trotzdem das für RME typische,
hervorragende Preis-/Leistungsverhältnis.
M-32 AD und M-16 AD sind nahezu identisch. Der M-16 besitzt nur 16-Kanäle (M-32 = 32 Kanäle) und braucht deshalb keinen Lüfter. Daher wird im vorliegenden Handbuch aus Gründen
der Lesbarkeit nur auf den M-32 Bezug genommen.
2. Lieferumfang
Bitte überzeugen Sie sich vom vollständigen Lieferumfang:
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M-32 AD oder M-16 AD
Netzkabel
Handbuch
RME Treiber-CD
1 optisches Kabel (TOSLINK), 2 m
3. Kurzbeschreibung und Eigenschaften
Der M-32 AD ist ein 32-Kanal Hi-End AD-Konverter in Referenz-Qualität, mit voller Fernsteuerbarkeit. In einem Standard 19" Gehäuse mit 2 HE Höhe bietet das Gerät zahlreiche außergewöhnliche Merkmale, wie Intelligent Clock Control (ICC), SyncCheck, SteadyClock, analogen
Limiter, drei Hardware-Referenzpegel bis zu +24 dBu, MADI und ADAT I/O, 192 kHz Samplefrequenz, Fernbedienung über MIDI und MADI, sowie digitalen Durchschleifmodus für leichte
Kaskadierbarkeit.
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6
32-Kanal AD-Wandler, vollsymmetrisches Design
4 x ADAT Out, 16 Kanäle @ 96 kHz
1 x ADAT In als Clock Referenz
MADI I/O mit Durchschleifen unbenutzter Kanäle
Wordclock Ein- und Ausgang
MIDI I/O
Analoger Limiter zuschaltbar
32-Kanal Level Meter mit 5 LEDs pro Kanal
Komplett fernbedienbar via MIDI und MADI
Überdimensioniertes Netzteil
Temperaturgesteuerter und leiser Lüfter
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
4. Inbetriebnahme - Quickstart
4.1 Bedienelemente - Anschlüsse - Anzeigen
Auf der Frontseite des M-32 AD befinden sich 32 LED Level Meter, elf Select-Taster, sowie 29
LEDs zur detaillierten Statusanzeige.
Im Bereich ANALOG INPUT erfolgt über den Select-Taster eine Umschaltung der Eingangsempfindlichkeit.
M-32 AD: Mit dem Taster MADI OUT wird das gewandelte Eingangssignal auf die Kanäle 1 bis
32 oder 33 bis 64 des MADI-Ausgangssignals gelegt.
M-16 AD: Mit dem Taster MADI OUT wird das gewandelte Eingangssignal auf die Kanäle 1 bis
16, 17 bis 32, 33 bis 48 oder 49 bis 64 des MADI-Ausgangssignals gelegt.
Das MADI-Eingangssignal zum Durchschleifen und zur Kaskadierung mehrerer Geräte kann
Optisch und Koaxial vorliegen. Der Taster INPUT bestimmt die Quelle. Über STATE erfolgt eine
Darstellung des aktuellen Status des Eingangssignales (Lock / Sync, 56- / 64-Kanal Modus,
48K Frame / 96K Frame Format).
Die Konfiguration des MADI-Ausgangssignals erfolgt in der Sektion MADI OUTPUT. Der Taster
FRAME wechselt zwischen 48K und 96K Frame, der Taster FORMAT zwischen 56-Kanal und
64-Kanal Modus.
Der 32-kanalige analoge LIMITER verhindert bei Aktivierung wirkungsvoll eine Übersteuerung
des Einganges und damit hörbare Verzerrungen.
Die 32 Level Meter des ANALOG INPUT LEVEL
DISPLAY zeigen den Eingangspegel pro Kanal als digitalen Wert (dBFS). Bei aktiviertem LIMITER wird dessen
Einsatz durch eine blaue LED pro Kanal angezeigt.
In der CLOCK Sektion erfolgt die Auswahl
Referenzclock und des Frequenzmultiplikators.
der
Über METER PH ist ein Peak Hold zuschaltbar, entweder
dauerhaft (ON) oder mit Auto Reset (AR) nach circa 3
Sekunden.
REMOTE legt die Quelle der MIDI Fernbedienung fest: 5-polige MIDI Buchse oder MADI In.
MIDI INPUT zeigt an, ob MIDI-Daten am 5-pol DIN Eingang oder über MADI empfangen werden.
LOCK KEYS erlaubt eine Abschaltung der Tasten am Gerät. Damit ist der M-32 AD gegen
versehentliche Fehlbedienung gesichert.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
7
Auf der Rückseite des M-32 AD befinden sich 32 analoge Eingänge, ein Netzteilanschluss,
MIDI I/O, Wordclock I/O, MADI I/O, sowie ADAT I/O.
ANALOG INPUTS: 32 symmetrische Line Eingänge per 6,3 mm Klinkenbuchsen und über vier
25-polige D-Sub Steckverbinder.
WORD IN (BNC): Über den versenkten Druckschalter kann der Eingang intern mit 75 Ohm
terminiert werden.
WORD OUT (BNC): Standard Wordclock Ausgang.
ADAT SYNC IN (TOSLINK): Standard ADAT optical Port zur Taktsynchronisation.
ADAT OUTPUTS 1 bis 4 (TOSLINK): Standard ADAT optical Ports.
MADI I/O optical: Standard MADI Ports.
MADI I/O koaxial (BNC): Standard MADI Ports.
MIDI I/O (5-pol DIN): MIDI Eingang und Ausgang über 5-polige DIN Buchse. Zur Fernsteuerung
des M-32 AD und zur Übertragung von MIDI-Daten über MADI.
Kaltgerätestecker für Netzanschluss. Das speziell für den M-32 AD entwickelte, interne HiPerformance Schaltnetzteil arbeitet im Bereich 100 V bis 240 V AC. Es ist kurzschlusssicher,
besitzt ein integriertes Netzfilter, regelt Netz-Spannungsschwankungen vollständig aus, und
unterdrückt Netzstörungen.
8
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
4.2 Quick Start
Nach Anschluss aller Kabel und Einschalten des Gerätes beginnt die Konfiguration des M-32
AD in der CLOCK-Sektion. Wählen Sie eine Clockquelle und eine Samplefrequenz.
Verbinden Sie die Klinkeneingänge bzw. die D-Sub-Eingänge mit der analogen Signalquelle,
von der Sie das Signal digitalisieren möchten. Die Eingangsempfindlichkeit kann über den Taster ANALOG INPUT so verändert werden, dass sich eine gute Aussteuerung ergibt. Versuchen
Sie dann den Ausgangspegel des Signal-liefernden Gerätes zu optimieren. Eine optimale Aussteuerung erreichen Sie durch langsames Erhöhen des Pegels bis die roten OVR LEDs am M32 AD zu leuchten beginnen. Nun verringern Sie den Pegel geringfügig, so dass keine OVER
mehr angezeigt werden.
Für die analogen Line-Eingänge des M-32 AD stehen je eine Stereo-Klinkenbuchse und - bei
Verwendung eines optionalen XLR/D-Sub Multicores - ein XLR-Anschluss bereit. Beide sind
intern verbunden, können also nicht gleichzeitig benutzt werden. Die elektronische Eingangsschaltung kann sowohl symmetrische (XLR, Stereo-Klinkenstecker) als auch unsymmetrische
(Mono-Klinkenstecker) Eingangssignale korrekt verarbeiten.
Der M-32 AD speichert dauerhaft alle vor dem Ausschalten des Gerätes aktiven Einstellungen,
und lädt diese beim nächsten Einschalten automatisch.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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5. Zubehör
RME bietet diverses optionales Zubehör für den M-32 AD:
Artikelnummer
Beschreibung
OK0050
OK0100
OK0200
OK0300
OK0500
OK1000
Optokabel, Toslink, 0,5 m
Optokabel, Toslink, 1 m
Optokabel, Toslink, 2 m
Optokabel, Toslink, 3 m
Optokabel, Toslink, 5 m
Optokabel, Toslink, 10 m
BO25MXLR8F3
Analoges Breakoutkabel 25-pol D-Sub auf 8 x XLR female, 3 m
BO25MXLR8F6
Dito, 6 m
BO25MXLR8F10
Dito, 10 m
MADI-Kabel optisch:
ONK0100
ONKD0300
ONKD0600
ONKD1000
ONKD2000
ONKD5000
10
MADI Optical Network Cable, 1 m
MADI Optical Network Cable, 3 m
MADI Optical Network Cable, 6 m
MADI Optical Network Cable, 10 m
MADI Optical Network Cable, 20 m
MADI Optical Network Cable, 50 m
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
6. Garantie
Jeder M-32 AD/M-16 AD wird von IMM einzeln geprüft und einer vollständigen Funktionskontrolle unterzogen. Die Verwendung ausschließlich hochwertigster Bauteile erlaubt eine Gewährung voller zwei Jahre Garantie. Als Garantienachweis dient der Kaufbeleg / Quittung.
Bitte wenden Sie sich im Falle eines Defektes an Ihren Händler. Schäden, die durch unsachgemäßen Einbau oder unsachgemäße Behandlung entstanden sind, unterliegen nicht der Garantie, und sind daher bei Beseitigung kostenpflichtig.
Schadenersatzansprüche jeglicher Art, insbesondere von Folgeschäden, sind ausgeschlossen.
Eine Haftung über den Warenwert des M-32 AD/M-16 AD hinaus ist ausgeschlossen. Es gelten
die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firma Audio AG.
7. Anhang
RME News und viele Infos zu unseren Produkten finden Sie im Internet:
http://www.rme-audio.de
Vertrieb:
Audio AG, Am Pfanderling 60, D-85778 Haimhausen
Hotline:
Tel.: 0700 / 222 48 222 (12 ct / min.)
Zeiten: Montag bis Mittwoch 12-17 Uhr, Donnerstag 13:30-18:30 Uhr, Freitag 12-15 Uhr
Per E-Mail: [email protected]
Hersteller:
IMM Elektronik GmbH, Leipziger Strasse 32, D-09648 Mittweida
Warenzeichen
Alle Warenzeichen und eingetragenen Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. RME,
Hammerfall und DIGICheck sind eingetragene Marken von RME Intelligent Audio Solutions.
SteadyClock, SyncAlign, SyncCheck, ZLM, M-32 AD und M-16 AD sind Warenzeichen von
RME Intelligent Audio Solutions. Alesis und ADAT sind eingetragene Marken der Alesis Corp.
ADAT optical ist ein Warenzeichen der Alesis Corp. Microsoft, Windows, 2000/XP/Vista/7 sind
registrierte oder Warenzeichen der Microsoft Corp.
Copyright © Matthias Carstens, 04/2010. Version 1.2
Alle Angaben in dieser Bedienungsanleitung sind sorgfältig geprüft, dennoch kann eine Garantie auf Korrektheit nicht übernommen werden. Eine Haftung von RME für unvollständige oder
unkorrekte Angaben kann nicht erfolgen. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Bedienungsanleitung und die Verwertung seines Inhalts sowie der zum Produkt gehörenden Software sind
nur mit schriftlicher Erlaubnis von RME gestattet. Änderungen, die dem technischen Fortschritt
dienen, bleiben vorbehalten.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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CE Konformität
CE
Dieses Gerät wurde von einem Prüflabor getestet und erfüllt unter praxisgerechten Bedingungen die Normen zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten über die elektromagnetische Verträglichkeit (RL2004/108/EG), sowie die Rechtsvorschriften zur elektrischen
Sicherheit nach der Niederspannungsrichtlinie (RL2006/95/EG).
RoHS
Dieses Produkt wurde bleifrei gelötet und erfüllt die Bedingungen der RoHS Direktive.
ISO 9001
Dieses Produkt wurde unter dem Qualitätsmanagement ISO 9001 hergestellt. Der Hersteller,
IMM Elektronik GmbH, ist darüber hinaus nach ISO 14001 (Umwelt) und ISO 13485 (MedizinProdukte) zertifiziert.
Entsorgungshinweis
Nach der in den EU-Staaten geltenden Richtlinie RL2002/96/EG (WEEE –
Directive on Waste Electrical and Electronic Equipment – RL über Elektround Elektronikaltgeräte) ist dieses Produkt nach dem Gebrauch einer
Wiederverwertung zuzuführen.
Sollte keine Möglichkeit einer geregelten Entsorgung von Elektronikschrott
zur Verfügung stehen, kann das Recycling durch IMM Elektronik GmbH
als Hersteller des M-32 AD / M-16 AD erfolgen.
Dazu das Gerät frei Haus senden an:
IMM Elektronik GmbH
Leipziger Straße 32
D-09648 Mittweida.
Unfreie Sendungen werden nicht entgegengenommen.
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Bedienungsanleitung
M-32 AD
M-16 AD
Bedienung und Betrieb
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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8. Bedienelemente der Frontplatte
8.1 Analog Input
Ermöglicht über den Select-Taster eine Umschaltung der Eingangsempfindlichkeit des AD-Wandlers, bezogen auf digitale
Vollaussteuerung (0 dBFS). Zur Auswahl stehen +13 dBu, +19
dBu und +24 dBu.
Da die Anpassung auf analoger Ebene erfolgt, erreicht der M-32
AD in allen Einstellungen die bestmöglichen Werte für
Rauschabstand und Klirrfaktor.
8.2 MADI Out
M-32 AD: Mit dem Taster MADI OUT wird das gewandelte
Eingangssignal auf die Kanäle 1 bis 32 oder 33 bis 64 des MADIAusgangssignals gelegt.
M-16 AD: Mit dem Taster MADI OUT wird das gewandelte
Eingangssignal auf die Kanäle 1 bis 16, 17 bis 32, 33 bis 48 oder 49
bis 64 des MADI-Ausgangssignals gelegt.
8.3 MADI Input
Der Taster INPUT schaltet zwischen optischem und koaxialem
Eingang um.
Die Anzeige STATE hilft Fehler zu erkennen, und erleichtert den
Umgang mit den verschiedenen MADI-Formaten.
Nach Anlegen eines gültigen Eingangssignals leuchtet die
SYNC LED. Ein nicht synchrones Eingangssignal wird durch
Blinken der SYNC LED angezeigt.
Je eine LED ist für eine Anzeige des 64-Kanal und des 96k Frame zuständig. Leuchten diese
nicht, liegt ein Eingangssignal im 56-Kanal bzw. 48k Frame Format an.
8.4 MADI Output
Über die Taster FRAME und FORMAT lässt sich das
ausgegebene MADI-Signal folgendermaßen konfigurieren:
FRAME: 48k oder 96k Frame. 48k Frame kann bei Single,
Double und Quad Speed benutzt werden. 96k Frame ist nur
im Bereich 64 kHz bis 96 kHz (Double Speed) möglich.
FORMAT: 56-Kanal oder 64-Kanal Format.
14
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
8.5 Limiter
Für den Referenz-Wandler ADI-8 QS entwickelte RME eine neuartige vollsymmetrische Schaltung mit digital kontrollierter Releasezeit. Diese wurde unverändert in den M-32 AD übernommen. Die Limiterschaltung befindet sich zwar dauerhaft im Signalweg, ist jedoch ohne Regelsignal vollständig transparent, verursacht also keinerlei Rauschen oder Verzerrung. Daher war
es auch möglich, den Threshold im deaktivierten Modus auf +3 dB zu legen. Eine Übersteuerung des AD-Wandlers um mehr als 3 dB ist nicht möglich. So werden nicht nur extreme Übersteuerungseffekte vermieden, sondern auch der AD-Wandler vor Zerstörung geschützt.
Zur Verringerung des unvermeidlichen Klirrfaktors eines Peak-Limiters
(Nichtlinearität der Regelelemente und Erzeugung des Regelsignals) trägt
sowohl der vollsymmetrische Schaltungsaufbau als auch die digital
kontrollierte Releasezeit bei. Der Klirrfaktor von circa 0,3% bleibt daher bei
jedem Pegel und jeder Frequenz gleich.
Ein weiteres außergewöhnliches Merkmal ist die Fähigkeit, mit extrem
hohen Pegeln umgehen zu können. Bei den Pegelreferenzen +24 dBu, +19
dBu und +13 dBu können bis zu +30 dBu angelegt werden, das Signal wird
trotzdem korrekt auf -3 dBFS zurückgeregelt, und der Klirrfaktor beträgt
weiterhin 0,3%. Es sind also 17 dB analoge Übersteuerung möglich!
Hinweis: Wie bei allen derartigen Schaltungen kommt es mit zunehmender Dynamik und Gain
Reduction zu hörbaren Pumpeffekten.
8.6 Clock Section
In der Sektion CLOCK wird die Quelle und die Frequenz des Gerätetaktes festgelegt. Der Taster CLOCK steppt durch die Optionen externe Clock (Wordclock, MADI, ADAT) und interne
Clock (44.1 kHz oder 48 kHz). Mit dem Taster STATE wird für interne, aber auch für externe
Clock die Samplefrequenz verdoppelt oder vervierfacht.
WCK, MADI, ADAT (Slave Mode)
Aktiviert den jeweiligen Eingang als ClockReferenz.
Bei
nicht
vorhandenem
oder
unbrauchbarem Signal blinkt die jeweilige LED.
44.1, 48 (Master Mode)
Aktiviert die interne Clock. Die interne
Samplefrequenz beträgt 44.1 kHz oder 48 kHz
DS, QS
Leuchtet zusätzlich die LED DS ergibt sich eine
Frequenz von 88.2 und 96 kHz, bei Wahl von QS
176.4 und 192 kHz.
Die Anwahl von DS und QS ist aber auch bei externer Clock (Slave Mode) möglich. Soll der M32 AD von 48 kHz Wordclock synchronisiert werden, aber mit 192 kHz arbeiten, so ist dies über
den Taster STATE problemlos möglich. Damit werden AD-Wandlung und digitale Ausgänge auf
die Frequenzbereiche Single Speed, Double Speed oder Quad Speed konfiguriert.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
15
Im Modus interne Clock ist es zwingend erforderlich, dass der Datentakt des speisenden
Gerätes synchron zum M-32 AD ist. Dazu ist das externe Gerät über den Wordclock Out
oder ADAT/MADI Out des M-32 AD zu synchronisieren.
Der M-32 AD muss also Master sein, alle angeschlossenen Geräte dagegen Slave. Damit es in
diesem Betriebsfall durch mangelhafte oder fehlende Synchronisation nicht zu Knacksern und
Aussetzern kommt, prüft ein spezielles Verfahren namens SyncCheck die Synchronität der
eingehenden Clocks mit der internen Clock des M-32 AD. Der Sync-Zustand wird - auch bei
Nutzung externer Clocks - per blitzender (Fehler) oder konstant leuchtender (Ok) LED angezeigt.
Mit dem Taster STATE wird der M-32 AD, und damit alle Ausgänge, auf die Frequenzbereiche
Single Speed, Double Speed oder Quad Speed konfiguriert.
Keine LED (Single Speed)
An allen Ausgängen wird ein Signal im Bereich 32 kHz bis 48 kHz ausgegeben.
DS (Double Speed)
64 kHz bis 96 kHz. ADAT und MADI bleiben bei maximal 48 kHz mit Datenausgabe im Format
S/MUX. Daher stehen bei ADAT nur noch 16 Kanäle (4 pro optischem Ausgang) zur Verfügung.
MADI kann über die Option MADI OUTPUT 96K Frame auch direkt im Modus Double Speed
arbeiten, die maximale Kanalzahl beträgt aber immer 32.
QS (Quad Speed)
176.4 kHz bis 192 kHz. ADAT und MADI bleiben bei maximal 48 kHz mit Datenausgabe im
Format S/MUX4. Daher stehen bei ADAT nur noch 8 Kanäle (2 pro optischem Ausgang) zur
Verfügung. MADI stellt System-bedingt 16 Kanäle zur Verfügung.
Follow Clock
Follow Clock dient zur automatischen Konfiguration des Clock State, also ob das Gerät in Single Speed, Double Speed oder Quad Speed arbeiten soll.
Aktivierung: während der Anzeige der Firmwareversion den CLOCK STATE Taster drücken. Es
leuchten beide LEDs DS/QS auf. Deaktivierung: dito, beide LEDs dunkel.
Word: Im Modus Follow Clock folgt der M-32 AD der Eingangsclock von Word automatisch
über alle drei Bereiche hinweg. Bei 96 kHz leuchtet also automatisch die DS LED auf, bei 192
kHz die QS LED. Eine manuelle Konfiguration über STATE ist nicht erforderlich.
MADI: Im Format 48 kHz Frame kann der aktuelle Sample Rate Range nicht detektiert werden,
daher ist ein aktives Follow Clock ohne Funktion. Eine automatische Umschaltung zu Double
Speed erfolgt wenn MADI als 96 kHz Frame anliegt, eine manuelle Konfiguration über STATE
ist nicht erforderlich. Das Gerät merkt sich zudem die Einstellung MADI OUTPUT FRAME 96K,
und setzt diese erneut wenn 96k Frame am Eingang anliegt.
ADAT: Eine automatische Umschaltung nach Double Speed erfolgt wenn das ADAT-Signal
eine entsprechende Kennung aufweist. Eine manuelle Konfiguration über STATE ist dann nicht
erforderlich. Eine Kennung für Quad Speed existiert nicht, daher erfolgt auch keine automatische Umschaltung. Sollte das zuspielende Gerät die DS-Kennung fälschlich bei Single Speed
ausgeben, ist Follow Clock zu deaktivieren.
16
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Word Clock Out
Der Wordclockausgang kann der aktuellen Frequenz bis 192 kHz folgen (Follow Sample Rate),
oder immer im Bereich Single Speed bleiben (Always Single Speed). Letzteres ist Default. Diese Optionen stehen nur über MIDI Remote zur Verfügung, sie lassen sich am Gerät selbst nicht
umschalten.
Hinweis: Eine zuverlässige Samplesynchronität zwischen mehreren Geräten mit digitalen
Schnittstellen im S/MUX Verfahren (ADAT und MADI) bei Samplefrequenzen im Double Speed
und Quad Speed Bereich ist nur möglich, wenn die Geräte untereinander mit Single Speed
Wordclock synchronisiert werden. Wegen des S/MUX Verfahrens kann das Gerät ansonsten
nicht wissen, welche der hereinkommenden 2 (DS) oder 4 (QS) Wordclockflanken die richtige
ist.
8.7 Meter
Über METER PH ist allen Level Metern ein Peak Hold zuschaltbar,
entweder dauerhaft (ON) oder mit Auto Reset (AR) nach circa 3 Sekunden.
Im Modus ON erfolgt ein Reset, also das Löschen der aktuellen
Spitzenwerte, durch einmaligen Druck auf die PH-Taste. Die Funktion
wird dabei nicht verstellt.
8.8 Remote
Der Taster REMOTE bestimmt, von welchem Eingang der M-32 AD
MIDI-Fernsteuerbefehle empfängt. Zur Auswahl stehen die MIDI DINBuchse und der MADI-Eingang.
Hinweis: Über MIDI lassen sich alle Bedienelemente mit Ausnahme des
Tasters LOCK KEYS sperren. Eine über MIDI erfolgte Sperrung der
Bedienelemente ist daher am Gerät jederzeit aufhebbar.
8.9 Lock Keys
LOCK KEYS erlaubt eine Abschaltung der Tasten am Gerät. Damit ist
der M-32 AD gegen versehentliche Fehlbedienung gesichert.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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9. Fernsteuerung
9.1 MIDI
Der M-32 AD ist vollständig per MIDI fernbedienbar. Er reagiert auf spezielle SysExKommandos, und sendet auf Anfrage den kompletten Gerätestatus, also alle auf der Frontplatte
befindlichen Anzeigen, Tastenzustände und Einstellungen. Jeder M-32 AD kann mit einer eigenen ID versehen werden, so dass eine getrennte Fernsteuerung mehrerer Geräte über nur
einen MIDI-Kanal möglich ist (Beschreibung der MIDI-Befehle in Kapitel 19).
Der Taster REMOTE bestimmt, von welchem Eingang das Gerät MIDI-Befehle empfängt: MIDI,
MADI oder Off. Letzteres ist eine Sicherheitsfunktion, die ein unabsichtliches Verstellen des
Gerätes durch MIDI-Signale verhindert.
Das
Diagramm
zeigt
den
Signalfluss der MIDI Daten mit allen
I/Os. Die am Eingang anliegenden
Daten gelangen sowohl zur internen
Remote Control Auswertung, als
auch direkt zu den Ausgängen.
Diese MIDI Through Funktion
ermöglicht eine simple serielle
MIDI-Verkabelung beim Einsatz
mehrerer M-32 AD. Gleiches gilt für
eine Fernsteuerung per MADI,
wobei MIDI automatisch über die
serielle MADI-Verkabelung von
Gerät zu Gerät weitergereicht wird.
9.2 MIDI über MADI
MADI erlaubt die Übertragung von 64 Audio-Kanälen über lange Strecken mit nur einer einzigen Leitung. Und MIDI? Seien es Remote Control Befehle oder Sequencerdaten, in der Praxis
wird man nicht mit einer reinen Audioleitung auskommen. Daher entwickelte RME die MIDI over
MADI Technologie. Die am MIDI-Eingang anliegenden Daten werden in das MADI-Signal verwoben, und stehen am MIDI-Ausgang eines weiteren ADI-6432, ADI-642, ADI-648, M-32 AD,
Micstasy oder einer HDSP MADI am anderen Ende der MADI-Leitung wieder zur Verfügung.
Technisch gesehen enthält jeder einzelne MADI-Kanal diverse Zusatzbits, in denen sich verschiedene Informationen befinden (Channel Status). RME verwendet das normalerweise unbenutzte User Bit des Kanals 56 (Kanal 28 im Modus 96K Frame), um die MIDI-Daten unsichtbar
mit MADI zu übertragen, und dabei volle Kompatibilität zu gewährleisten.
Der M-32 AD ist, im Gegensatz zu anderen RME MADI Geräten, kein vollwertiger MIDI to
MADI Converter, da für externe Übertragung nur eine Richtung zur Verfügung steht.
18
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Das Diagramm zeigt den Aufbau
eines HDSP MADI-basierten Remote
Control Systems. Die MIDI-Befehle
der Software eines PC oder Mac
gelangen über den MADI Out der
HDSP MADI sowohl zum MADI In als
auch zum MIDI Out und MADI Out
des M-32 AD.
Es lassen sich zusätzlich zu den
Remote Befehlen weitere MIDI-Daten
übertragen, die dann am DIN
Ausgang zur Verfügung stehen. MIDI
Signale am DIN Eingang gelangen
jedoch nicht zurück zum Computer. In
der Schalterstellung MIDI ist die
andere Richtung aktiv. MIDI-Daten
gelangen über den MADI Out zum
Computer, aber vom Computer nicht
per MADI zurück zum M-32 AD.
9.3 Remote Control Software
Von der RME Website kann kostenlos ein Programm heruntergeladen werden, welches über
einen beliebigen MIDI-Port eine Fernsteuerung und Statusabfrage aller Wandler der M-Serie
per Mausklick unter Windows und Mac OS X erlaubt. Besonders interessant ist eine Nutzung
mit der HDSP(e) MADI, die eine direkte Kontrolle des M-32 AD per MADI erlaubt. Dazu benutzt
die Software einen virtuellen MIDI-Port der Karte, der MIDI direkt per MADI sendet und empfängt.
Download der Software: http://www.rme-audio.de/downloads_tools.php
Kurzbeschreibung der Windows/Mac OS X Software MIDI Remote
Das einzigartige Mehrfenster-Konzept der Software MIDI Remote erlaubt eine gleichzeitige
Nutzung und Konfiguration nicht nur beliebig vieler M-32 AD, sondern auch aller anderen
unterstützen Geräte, selbst in gemischten Setups. Die Darstellung des M-32 AD ist gegenüber
dem Gerät deutlich erweitert. So sind am Gerät nicht verfügbare Einstellungen zugänglich, die
Gain Reduction wird auf separaten Metern angezeigt etc. Für alle Kanäle und Geräte lassen
sich Namen vergeben.
Das Programm besitzt eine ausführliche englische Online-Hilfe (F1). Nach dem Start ist zuerst
die Funktion M-32 AD im Menü Functions zu wählen (auch per F4 zugänglich).
Dann ist per Options - MIDI I/O Setup ein MIDI Ein- und Ausgang zu wählen.
Über den Befehl Options – Start/Stop MIDI I/O startet die Kommunikation mit dem M-32 AD. In
der obersten Zeile des Fensters wird der aktuelle Zustand angezeigt, wie gewählte ID, Online /
No Response / Offline etc.
Über Save Workspace as lassen sich komplette Setups inklusive aller geöffneten Fenster speichern und jederzeit wieder laden.
Send Single Set of Data erlaubt eine Offline-Konfiguration des M-32 AD mit einmaliger Übertragung der Einstellungen.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
19
Per MIDI Fernsteuerung ist es auch möglich
alle Bedienelemente des M-32 AD zu sperren
(Lock Keys). Eine Ausnahme ist der Taster
LOCK KEYS selbst. Eine Sperrung der
Bedienelemente über MIDI ist daher am Gerät
jederzeit aufhebbar.
Seit Firmware 2.1 kann auch der Lüfter des M32 AD kontrolliert werden. Außerdem wird die
interne Temperatur des M-16 und M-32
angezeigt.
Die Software MIDI Remote steuert auch RMEs
ADI-648, ADI-6432, ADI-642, Micstasy, ADI-8
QS und die MADI Bridge.
Folgende Funktionen sind nur per MIDI
Remote möglich:
- Konfiguration Word Clock Out als Follow
Clock oder Always Single Speed
- Änderung der Device ID
- Lüfter-Steuerung
Fan Modes
Cool
Im Cool Mode läuft der Lüfter immer auf Stufe
3, ab 48° C schaltet er auf 5 (max.), unterhalb
von 45° C schaltet er zurück auf 3.
Normal
Default ab Werk
Silent
Im Silent Mode läuft der Lüfter erst ab 48° C
und dann mit höchster Stufe. Sinkt die
Temperatur unter 45° C geht er wieder aus.
20
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Bedienungsanleitung
M-32 AD
M-16 AD
Eingänge und Ausgänge
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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10. Analoge Eingänge
Der M-32 AD besitzt auf der Rückseite 32 symmetrische LineEingänge als (Stereo-) Klinkenbuchsen und als 25-polige D-Sub
Buchsen. Beide sind intern kanalweise verbunden, können also
nicht gleichzeitig benutzt werden. Die elektronische Eingangsschaltung arbeitet servosymmetrisch. Sie kann Eingangssignale von
symmetrischen (XLR, Stereo-Klinkenstecker) als auch unsymmetrischen Quellen (Mono-Klinkenstecker) korrekt verarbeiten.
Bei Verwendung von unsymmetrischen Verbindungen mit XLRSteckern oder Stereo-Klinkensteckern sollte der Pin 3 (-) bzw. Ring
mit Pin 1 (Masse) verbunden sein, da es sonst zu Störgeräuschen
durch den offenen negativen Eingang kommen kann.
Die 25-polige D-Sub Buchsen sind nach dem Vorbild der Firma Tascam beschaltet (Pinbelegung siehe Kapitel 15.9). Der Fachhandel
liefert Multicores D-Sub auf XLR gesplisst nach Tascam-Standard in
verschiedenen Längen.
Die Verwendung eines vollständig symmetrischen Signalpfades (inklusive Limiter) garantiert
herausragende Klangqualität, sensationell niedrigen Klirrfaktor, sowie maximalen Rauschabstand in allen Pegeleinstellungen.
Der wichtigste Punkt bei einem AD-Wandler ist die korrekte Anpassung des Eingangspegels,
damit der Wandler stets im optimalen Arbeitsbereich betrieben wird. Deshalb besitzt der M-32
AD intern hochwertige elektronische Schalter, welche weder Rauschen noch Verzerrungen in
den Signalweg einbringen. Über den Taster ANALOG INPUT lassen sich alle 32 Kanäle gleichzeitig auf die gebräuchlichsten Studiopegel einstellen.
Jeder analoge Eingang besitzt ein 5-stelliges Level Meter, so dass jeder Kanal in Bezug auf
Eingangssignal und Übersteuerung kontrollierbar ist. Die rote LED OVR beginnt 0.2 dB vor
Vollaussteuerung zu leuchten (-0.2 dBFS).
Der M-32 AD weist folgende Pegelreferenzen auf:
Referenz
+24
+19
+13
0 dBFS @
+24 dBu
+19 dBu
+13 dBu
Headroom @ +4 dBu
20 dB
15 dB
9 dB
Andere RME Geräte
LoGain
+4 dBu
In der Stellung +24 dBu ist der M-32 AD kompatibel zu SMPTE (+24 dBu @ 0 dBFS, +4 dBu
mit 20 dB Headroom).
22
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
11. Digitale Eingänge / Ausgänge
11.1 ADAT Optical
Der M-32 AD verfügt über einen optischen ADAT-Eingang. Dieser dient ausschließlich zur optionalen Synchronisation, falls kein Wordclock- oder MADI-Signal verfügbar ist. Enthaltene Audiodaten werden nicht verarbeitet.
Weiterhin verfügt das Gerät über 4 optische ADAT-Ausgänge. Im Betrieb mit Samplefrequenzen bis 48 kHz stehen damit 32 Ausgangskanäle bereit (8 pro Port). Höhere Samplefrequenzen
als 48 kHz werden mittels Sample Multiplexing (S/MUX) übertragen. Daher sinkt die maximale
Kanalzahl bei Double Speed auf 16 Kanäle und bei Quad Speed auf 8 Kanäle.
Die ADAT-Ausgänge stehen bis 192 kHz parallel zum MADI-Ausgang zur Verfügung, allerdings
mit obiger Einschränkung der Kanalzahl.
Der Anschluss erfolgt über handelsübliches Optokabel (TOSLINK).
11.2 MADI Input
Auf der Rückseite des M-32 AD befinden sich die beiden MADI-Eingänge.
Der BNC-Eingang ist entsprechend AES10-1991 kapazitiv entkoppelt. Er weist einen Eingangswiderstand von 75 Ohm auf, und arbeitet bereits ab circa 180 mVss fehlerfrei.
Der optische Eingang ist entsprechend AES10-1991 mit einem ISO/IEC 9413-3, FDDIkompatiblen Optomodul ausgestattet. Weitere Informationen siehe Kapitel 16.6, MADI Basics.
Der M-32 AD besitzt eine automatische Eingangsumschaltung. Fällt das aktuelle Eingangssignal aus, wird sofort zum anderen Eingang gewechselt. Dieser Modus, auch Redundanz genannt, bietet eine erhöhte Sicherheit und Schutz gegen Ausfälle der Übertragungsstrecke. Der
Umschaltvorgang dauert circa eine Sekunde. Das Gerät signalisiert den Redundanz-Betrieb
durch Blinken der ursprünglichen Eingangs-LED, während die LED des aktuellen Eingangs
konstant leuchtet.
Der MADI Eingang dient einerseits als optionale Clockquelle (Sektion Clock, MADI), aber auch
als Durchschleifeingang. Da der M-32 AD nur 32 Kanäle belegt, schleift der M-32 AD die anderen 32 Kanäle durch.
Auf dieser Basis arbeitet die serielle Kaskadierung des M-32 AD. Eingehende Daten gelangen
1:1 zum Ausgang, aber 32 Kanäle werden durch die Daten des M-32 AD ersetzt. Auf diese
Weise lassen sich bis zu zwei M-32 AD (vier M-16 AD) per MADI seriell verkabeln. Am Ausgang des zweiten Gerätes stehen dann 64 Kanäle M-32 AD gebündelt in einer Leitung zur Verfügung. Der jeweils genutzte 32er-Block wird auf der Frontplatte mit dem Taster MADI OUT
festgelegt.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
23
11.3 MADI Output
Auf der Rückseite des M-32 AD befinden sich die beiden MADI-Ausgänge.
Der BNC-Ausgang ist entsprechend AES10-1991 aufgebaut. Er weist einen Ausgangswiderstand von 75 Ohm auf, und liefert mit 75 Ohm abgeschlossen eine Ausgangsspannung von
circa 600 mVss.
Der optische Ausgang ist entsprechend AES10-1991 mit einem ISO/IEC 9413-3, FDDIkompatiblen Optomodul ausgestattet. Weitere Informationen siehe Kapitel 16.6, MADI Basics.
Optischer und koaxialer Ausgang arbeiten parallel und geben immer die gleichen Daten aus.
Die maximale Kanalzahl ist bei MADI abhängig vom Sample Rate Range. Bis 48 kHz sind 64
Kanäle übertragbar, bis 96 kHz 32 und bis 192 kHz 16 Kanäle. Das bedeutet:
• Bei 48 kHz sind maximal zwei M-32 AD oder maximal 4 M-16 AD kaskadierbar
• Bei 96 kHz nutzt ein M-32 AD oder 2 M-16 AD alle verfügbaren Kanäle
• Bei 192 kHz nutzt ein M-16 AD alle verfügbaren Kanäle. Beim M-32 AD entfallen die Eingänge 17 bis 32.
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
12. Word Clock
12.1 Wordclock Ein- und Ausgang
Eingang
Der Wordclockeingang des M-32 AD ist aktiv, wenn in der Clock Sektion WCK gewählt wird.
Das an der BNC-Buchse anliegende Signal kann Single, Double oder Quad Speed sein, der M32 AD stellt sich automatisch darauf ein. Sobald ein gültiges Signal erkannt wird leuchtet die
LED WCK konstant, ansonsten blinkt sie.
Dank RMEs Signal Adaptation Circuit arbeitet der Wordclockeingang selbst mit stark verformten, DC-behafteten, zu kleinen oder mit Überschwingern versehenen Signalen korrekt. Dank
automatischer Signalzentrierung reichen prinzipiell schon 300 mV (0.3V) Eingangsspannung.
Eine zusätzliche Hysterese verringert die Empfindlichkeit auf 1 V, so dass Über- und Unterschwinger sowie hochfrequente Störanteile keine Fehltriggerung auslösen können.
Der Wordclockeingang ist ab Werk hochohmig,
also nicht terminiert. Über einen Druckschalter
kann eine interne Terminierung (75 Ohm) aktiviert werden. Der Schalter befindet sich versenkt auf der Rückseite neben der BNCBuchse. Drücken Sie mit einem spitzen Gegenstand auf das blaue Rechteck, so dass es
in tieferer Stellung einrastet und die gelbe LED
aufleuchtet. Ein erneuter Druck hebt die Terminierung wieder auf.
Ausgang
Der Wordclockausgang des M-32 AD ist ständig aktiv, und stellt die gerade aktive Samplefrequenz als Wordclock bereit. Im Master-Modus ist die ausgegebene Wordclock fest 44.1 oder 48
kHz (DS x 2, QS x 4). In allen anderen Fällen ist die ausgegebene Frequenz identisch mit der
am gerade gewählten Clock-Eingang anliegenden. Fällt das Clock-Signal aus wird die zuletzt
erkannte Samplefrequenz als Clock gehalten.
Ist die Option Always Single Speed aktiv wird die Ausgangsfrequenz angepasst, so dass sie
immer im Bereich 32 bis 48 kHz ist. Bei 96 kHz und 192 kHz Samplefrequenz wird also 48 kHz
ausgegeben.
Das dem Gerät zugeführte Wordclocksignal kann auch über den Wordclockausgang weitergeschleift werden. Damit entfällt das sonst notwendige T-Stück, und der M-32 AD arbeitet wie ein
Signal Refresher. Diese Anwendung wird ausdrücklich empfohlen, da
•
•
•
Ein- und Ausgang phasenstarr sind und 0° Phasenlage aufweisen
SteadyClock das Eingangsignal praktisch komplett von Jitter befreit
der außergewöhnliche Eingang des M-32 AD (1 Vss statt üblichen 3 Vss Empfindlichkeit,
DC Sperre, Signal Adaptation Circuit) zusammen mit SteadyClock eine sichere Funktion
auch mit kritischsten Wordclocksignalen garantiert
Dank eines niederohmigen, aber kurzschlussfesten Ausganges liefert der M-32 AD an 75 Ohm
4 Vss. Bei fehlerhaftem Abschluss mit 2 x 75 Ohm (37.5 Ohm) werden immer noch 3.3 Vss ins
Netz gespeist.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
25
12.2 Einsatz und Technik
In der analogen Technik lassen sich beliebige Geräte beliebig miteinander verschalten, eine
Synchronisation ist nicht erforderlich. Digital Audio jedoch ist einem Grundtakt, der Samplefrequenz, unterworfen. Das Signal kann nur korrekt weiterverarbeitet oder transportiert werden,
wenn alle beteiligten Geräte dem gleichen Takt folgen. Ansonsten kommt es zu Fehlabtastungen des digitalen Signales. Verzerrungen, Knackgeräusche und Aussetzer sind die Folge.
AES/EBU, SPDIF, ADAT und MADI sind selbsttaktend, eine zusätzliche Wordclockleitung ist
also prinzipiell nicht erforderlich. In der Praxis kommt es bei der gleichzeitigen Benutzung mehrerer Geräte jedoch zu Problemen. Beispielsweise kann die Selbsttaktung bei einer Schleifenverkabelung zusammenbrechen, wenn es innerhalb der Schleife keinen 'Master' (zentralen
Taktgeber) gibt. Ausserdem muss die Clock aller Geräte synchron sein, was sich bei reinen
Wiedergabegeräten wie einem CD-Player über die Selbsttaktung gar nicht realisieren lässt, da
CD-Player keinen SPDIF-Eingang besitzen.
Der Bedarf an Synchronisation in einem Digital Studio wird daher durch das Anschließen an
eine zentrale Synchronisationsquelle befriedigt. Beispielsweise arbeitet das Mischpult als Master und liefert an alle anderen Geräte ein Referenzsignal, die Wordclock. Das geht aber nur,
wenn die anderen Geräte auch einen Wordclockeingang besitzen, also Slave-fähig sind. (Professionelle CD-Player besitzen daher einen Wordclockeingang). Dann werden alle Geräte synchron mit dem gleichen Takt versorgt und arbeiten problemlos miteinander.
Innerhalb eines digitalen Verbundes darf es nur einen Master geben!
Doch Wordclock ist nicht nur Allheilmittel, sondern bringt auch einige Nachteile mit sich. Eine
Wordclock liefert statt des tatsächlich benötigten Taktes immer nur einen Bruchteil desselben.
Beispiel SPDIF: 44.1 kHz Wordclock (ein einfaches Rechtecksignal mit exakt dieser Frequenz)
muss innerhalb der Geräte mittels einer PLL um den Faktor 256 multipliziert werden (zu 11.2
MHz). Dieses Signal ersetzt dann das Taktsignal des Quarzoszillators. Großer Nachteil: Wegen
der starken Multiplikation ist das Ersatz-Taktsignal stark schwankend, der Jitter erreicht mehrfach höhere Werte als der eines Quarzes.
Das Ende dieser Probleme verheißt die sogenannte Superclock mit der 256-fachen Wordclockfrequenz, was im Allgemeinen der internen Quarzfrequenz entspricht. Damit entfällt die PLL
zur Taktrückgewinnung, das Signal wird direkt verwendet. Doch in der Praxis erweist sich Superclock als weitaus kritischer als Wordclock. Ein Rechtecksignal von mindestens 11 MHz an
mehrere Geräte zu verteilen heißt mit Hochfrequenztechnologie zu kämpfen. Reflektionen, Kabelqualität, kapazitive Einflüsse - bei 44.1 kHz vernachlässigbare Faktoren, bei 11 MHz das
Ende des Taktnetzwerkes. Zusätzlich ist zu bedenken, dass eine PLL nicht nur Jitter verursachen kann, sondern auch Störungen beseitigt, was an ihrer vergleichsweise langsamen Regelschleife liegt, die ab wenigen kHz wie ein Filter wirkt. Eine solche 'Entstörung' von sowohl Jitter
als auch Rauschen fehlt der Superclock naturgemäß. Insgesamt konnte sich Superclock nicht
durchsetzen.
Das tatsächliche Ende dieser Probleme bietet die SteadyClock-Technologie der M-Serie. Sie
verbindet die Vorteile modernster und schnellster digitaler Technologie mit analoger Filtertechnik, und kann daher auch aus einer Wordclock von 44.1 kHz ein sehr jitterarmes Taktsignal von
22 MHz zurückgewinnen. Darüber hinaus wird sogar Jitter auf dem Eingangssignal stark bedämpft, so dass das rückgewonnene Taktsignal in der Praxis immer in höchster Qualität vorliegt.
26
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
12.3 Verkabelung und Abschlusswiderstände
Wordclock wird üblicherweise in Form eines Netzwerkes verteilt, also mit BNC-T-Adaptern weitergeleitet und mit BNC-Abschlusswiderständen terminiert. Als Verbindungskabel empfehlen
sich fertig konfektionierte BNC-Kabel. Insgesamt handelt es sich um die gleiche Verkabelung
wie sie auch bei Netzwerken in der Computertechnik üblich ist. Tatsächlich erhalten Sie entsprechendes Zubehör (T-Stücke, Abschlusswiderstände, Kabel) sowohl im Elektronik- als auch
im Computerfachhandel, in letzterem aber üblicherweise in 50 Ohm Technik. Die für Wordclock
verwendeten 75 Ohm stammen aus der Videotechnik (RG59).
Das Wordclocksignal entspricht idealerweise einem 5 Volt Rechteck mit der Frequenz der Samplerate, dessen Oberwellen bis weit über 500 kHz reichen. Sowohl die verwendeten Kabel als
auch der Abschlusswiderstand am Ende der Verteilungskette sollten 75 Ohm betragen, um
Spannungsabfall und Reflektionen zu vermeiden. Eine zu geringe Spannung führt zu einem
Ausfall der Wordclock, und Reflektionen können Jitter oder ebenfalls einen Ausfall verursachen.
Leider befinden sich im Markt nach wie vor viele Geräte, selbst neuere Digitalmischpulte, die
mit einem unbefriedigenden Wordclockausgang ausgestattet sind. Wenn der Ausgang bei Abschluss mit 75 Ohm auf 3 Volt zusammenbricht, muss man damit rechnen, dass ein Gerät, dessen Eingang erst ab 2,8 Volt arbeitet, nach 3 Metern Kabel bereits nicht mehr funktioniert. Kein
Wunder, dass das Wordclocknetzwerk in manchen Fällen nur ohne Abschlusswiderstand wegen des insgesamt höheren Pegels überhaupt arbeitet.
Im Idealfall sind alle Ausgänge Wordclock-liefernder Geräte niederohmig aufgebaut, alle
Wordclockeingänge dagegen hochohmig, um das Signal auf der Kette nicht abzuschwächen.
Doch auch hier gibt es negative Beispiele, wenn die 75 Ohm fest im Gerät eingebaut sind und
sich nicht abschalten lassen. Damit wird oftmals das Netzwerk mit zwei mal 75 Ohm stark belastet, und der Anwender zum Kauf eines speziellen Wordclockverteilers gezwungen. Ein solches Gerät ist in größeren Studios allerdings grundsätzlich empfehlenswert.
Der Wordclockeingang des M-32 AD enthält einen schaltbaren Abschlusswiderstand, und ist
damit für maximale Flexibilität ausgelegt. Soll ein vorschriftsmäßiger Abschluss erfolgen, weil er
das letzte Glied in einer Kette mehrerer Geräte ist, ist der Schalter in die Stellung 'Terminiert' zu
bringen (siehe Kapitel 12.1).
Befindet sich der M-32 AD dagegen innerhalb einer Kette von mit Wordclock versorgten Geräten, so wird das Wordclocksignal mittels T-Stück zugeführt, und an der anderen Seite des TStückes zum nächsten Gerät mit einem weiteren BNC-Kabel weitergeführt. Beim letzten Gerät
der Kette erfolgt dann die Terminierung in Form eines T-Stücks und eines 75 Ohm Abschlusswiderstandes (kurzer BNC-Stecker). Bei Geräten mit schaltbarem Abschlusswiderstand entfallen T-Stück und Abschlusswiderstand.
Aufgrund der einzigartigen SteadyClock-Technologie des M-32 AD empfiehlt es sich, das
Eingangssignal nicht mittels T-Stück weiterzuschleifen, sondern den Wordclockausgang
des Gerätes zu benutzen. Das Eingangssignal wird in diesem Fall dank SteadyClock sowohl von Jitter befreit, als auch im Fehlerfalle gehalten.
14. MIDI
Der M-32 AD besitzt einen Standard MIDI Ein- und Ausgang
in Form je einer 5-pol DIN Buchse. Der MIDI I/O dient:
•
der Fernsteuerung des M-32 AD, siehe Kapitel 9.1
•
der Übertragung von MIDI Daten und Fernsteuerbefehlen per MADI, siehe Kapitel 9.2.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Bedienungsanleitung
M-32 AD
M-16 AD
Technische Referenz
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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15. Technische Daten
15.1 Analoger Teil
Line In, Klinke/D-Sub
• Eingang: 6,3 mm Stereo-Klinke und D-Sub 25-polig, servosymmetrisch
• Eingangsimpedanz: 10 kOhm
• Eingangsempfindlichkeit schaltbar +24 dBu, +19 dBu, +13 dBu @ 0 dBFS
Analoger Limiter
• Maximaler analoger Eingangspegel unverzerrt: +30 dBu
• Threshold On: -3 dBFS
• Threshold Off: +3 dB
• THD+N: 0,03%, -52 dB
• Attackzeit: 5 ms
• Releasezeit: 2-stufig digital kontrolliert
AD-Wandlung
• Auflösung: 24 Bit
• Rauschabstand (SNR) @ +24 dBu, 44.1 kHz: 112,9 dB RMS unbewertet, 117 dBA
• Rauschabstand (SNR) @ +19 dBu: 112,7 dB RMS unbewertet, 116 dBA
• Rauschabstand (SNR) @ +13 dBu: 112,2 dB RMS unbewertet, 116 dBA
• Frequenzgang @ 44.1 kHz, -0,5 dB: 5 Hz – 21,5 kHz
• Frequenzgang @ 96 kHz, -0,5 dB: 5 Hz – 45,5 kHz
• Frequenzgang @ 192 kHz, -1 dB: 5 Hz – 66,5 kHz
• THD: < -110 dB, < 0,00032 %
• THD+N: < -104 dB, < 0,00063 %
• Übersprechdämpfung: > 110 dB
15.2 Digitale Eingänge
ADAT Optical
• 1 x TOSLINK, Format nach Alesis-Spezifikation
• Bitclock PLL für perfekte Synchronisation auch im Varispeed-Betrieb
• Lock Range: 31,5 kHz – 50 kHz
• Jitter bei Sync auf Eingangsignal: < 1 ns
• Jitterunterdrückung: > 30 dB (2,4 kHz)
Word Clock
• BNC, nicht terminiert (10 kOhm)
• Schalter für interne Terminierung 75 Ohm
• Automatische Double/Quad Speed Detektion und Konvertierung zu Single Speed
• SteadyClock garantiert jitterarme Synchronisation auch im Varispeed-Betrieb
• Unempfindlich gegen DC-Offsets im Netzwerk
• Signal Adaptation Circuit: Signalrefresh durch Zentrierung und Hysterese
• Überspannungsschutz
• Pegelbereich: 1,0 Vss – 5,6 Vss
• Lock Range: 27 kHz – 200 kHz
• Jitter bei Sync auf Eingangsignal: < 1 ns
• Jitterunterdrückung: > 30 dB (2,4 kHz)
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
MADI
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Koaxial über BNC, 75 Ohm, nach AES10-1991
hochempfindliche Eingangsstufe (< 0,2 Vss)
Optisch über FDDI Duplex SC Connector
62,5/125 und 50/125 kompatibel
Akzeptiert 56 Kanal und 64 Kanal Modus, sowie 96K Frame
Single Wire: maximal 64 Kanäle 24 Bit 48 kHz
Double Wire / 96K Frame: maximal 32 Kanäle 24 Bit 96 kHz
Quad Wire: maximal 16 Kanäle 24 Bit 192 kHz
Lock Range: 28 kHz – 54 kHz
Jitter bei Sync auf Eingangsignal: < 1 ns
Jitterunterdrückung: > 30 dB (2,4 kHz)
15.3 Digitale Ausgänge
ADAT
• 4 x TOSLINK
• Standard: 32 Kanäle 24 Bit, maximal 48 kHz
• S/MUX: 16 Kanäle 24 Bit 96 kHz
• S/MUX4: 8 Kanäle 24 Bit 192 kHz
MADI
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Koaxial über BNC, 75 Ohm, nach AES10-1991
Ausgangsspannung 600 mVss
Kabellänge koaxial bis zu 100 m
Optisch über FDDI Duplex SC Connector
62,5/125 und 50/125 kompatibel
Faserlänge optisch bis zu 2000 m
Generiert 56 Kanal und 64 Kanal Modus, sowie 96K Frame
Single Wire: maximal 64 Kanäle 24 Bit 48 kHz
Double Wire / 96k Frame: maximal 32 Kanäle 24 Bit 96 kHz
Quad Wire: maximal 16 Kanäle 24 Bit 192 kHz
Word Clock
• BNC
• Maximaler Pegel: 5 Vss
• Pegel bei Terminierung mit 75 Ohm: 4,0 Vss
• Innenwiderstand: 10 Ohm
• Frequenzbereich: 27 kHz – 200 kHz
15.4 Digitaler Teil
•
•
•
•
•
•
•
Clocks: Intern, ADAT In, MADI In, Wordclock In
Low Jitter Design: < 1 ns im PLL Betrieb, alle Eingänge
Interne Clock: 800 ps Jitter, Random Spread Spectrum
Jitterunterdrückung bei externer Clock: > 30 dB (2,4 kHz)
Praktisch kein effektiver Jittereinfluss der Clock auf AD-Wandlung
PLL arbeitet selbst mit mehr als 100 ns Jitter ohne Aussetzer
Unterstützte Samplefrequenzen: 28 kHz bis zu 200 kHz
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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15.5 MIDI
• 16 Kanäle MIDI I/O
• 5-pol DIN Buchsen
• Galvanische Trennung über Optokoppler
MADI
• Unsichtbare Übertragung per User Bit des Kanals 56 (48K Frame)
15.6 Allgemeines
•
•
•
•
Masse mit Rackohren (BxHxT): 483 x 88 x 242 mm
Masse ohne Rackohren/Bügel (BxHxT): 436 x 88 x 236 mm
Temperaturbereich: +5° bis zu +50° Celsius
Relative Luftfeuchtigkeit: < 75%, nicht kondensierend
M-32 AD
• Stromversorgung: Internes Schaltnetzteil, 100 - 240 V AC, 40 Watt
• Typischer Leistungsbedarf: 23 Watt
• Maximaler Leistungsbedarf: < 30 Watt
• Gewicht: 3 kg
M-16 AD
• Stromversorgung: Internes Schaltnetzteil, 100 - 240 V AC, 40 Watt
• Typischer Leistungsbedarf: 15 Watt
• Maximaler Leistungsbedarf: < 20 Watt
• Gewicht: 2,5 kg
15.7 Firmware
Die M-Serie basiert intern auf programmierbarer Logik. Durch Neuprogrammierung eines kleinen Bausteines, eines sogenannten Flash-PROM, können Funktion und Verhalten des Gerätes
jederzeit verändert werden.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Handbuches werden M-32 AD und M-16 AD mit der
Firmware 2.1 ausgeliefert. Die Firmware-Version wird nach dem Einschalten des Gerätes auf
den Level Metern für circa eine Sekunde angezeigt.
Firmware 1.5: Erstes Release
Firmware 2.1: ADAT Copy Mode für M-16 AD (im Single Speed Betrieb gibt der M-16 AD das
Ausgangssignal doppelt aus, es sind also alle 4 ADAT-Ausgänge in Betrieb). Die Temperatur
im Inneren des Gerätes kann per MIDI ausgelesen werden. Das Lüfterverhalten kann per MIDI
verändert werden.
15.8 MADI User Bit Belegung
• RS-232: Kanäle 1 bis 9 (wird von der M-Serie durchgereicht)
• ADC: Kanal 19
• MIDI: Kanal 56 (48k) / 28 (96k)
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
15.9 Steckerbelegungen
D-Sub analoger Eingang
Die D-Sub Buchsen der analogen Eingänge sind nach Tascam Standard folgendermaßen belegt:
Kanal
D-Sub
1+
24
112
2+
10
223
3+
21
39
4+
7
420
5+
18
56
6+
4
617
7+
15
73
8+
1
814
GND liegt an den Pins 2, 5, 8, 11, 16, 19, 22, 25. Pin 13 ist unbeschaltet.
Die servosymmetrische Eingangsschaltung erlaubt eine Verwendung von unsymmetrischen
Eingangssignalen ohne Pegelverlust. Dazu müssen der jeweilige Pin 3 (-) und 1 (GND) verbunden sein.
Klinkenbuchsen analoger Eingang
Die 6,3 mm Stereo-Klinkenbuchsen der analogen Eingänge sind entsprechend internationalem
Standard belegt:
Spitze = + (hot)
Ring = – (cold)
Schaft = Masse (GND)
Die servosymmetrische Schaltung erlaubt eine Verwendung von Mono-Klinkensteckern (unsymmetrisch) ohne Pegelverlust. Dies entspricht einem Stereo-Klinkenstecker, bei dem der
Anschluss Ring mit Masse (GND) verbunden ist.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
33
16. Technischer Hintergrund
16.1 Begriffserklärungen
Single Speed
Ursprünglicher Frequenzbereich von Digital Audio. Zum Einsatz kamen 32 kHz (Digitaler Rundfunk), 44.1 kHz (CD) und 48 kHz (DAT).
Double Speed
Verdopplung des ursprünglichen Samplefrequenzbereiches, um eine hochwertigere Audio- und
Verarbeitungsqualität sicherzustellen. 64 kHz ist ungebräuchlich, 88.2 kHz wird trotz einiger
Vorteile selten benutzt, 96 kHz ist weit verbreitet. Manchmal auch Double Fast genannt.
Quad Speed
Kontrovers diskutierte Vervierfachung des ursprünglichen Samplefrequenzbereiches, um eine
Hi-End Audio- und Verarbeitungsqualität sicherzustellen. 128 kHz existiert faktisch nicht, 176.4
kHz wird selten benutzt, wenn dann kommt meist 192 kHz zum Einsatz.
Single Wire
Normale Übertragung der Audiodaten, wobei die effektive Samplefrequenz der tatsächlichen
des digitalen Signals entspricht. Wird im Bereich 32 kHz bis 192 kHz eingesetzt. Manchmal
auch Single Wide genannt.
Double Wire
Vor 1998 gab es überhaupt keine Receiver/Transmitter-Schaltkreise, welche mehr als 48 kHz
empfangen oder senden konnten. Zur Übertragung höherer Samplefrequenzen wurde daher
auf einer AES-Leitung statt zwei Kanälen nur noch einer übertragen, dessen ungerade und
gerade Samples auf die ursprünglichen Kanäle Links/Rechts verteilt sind. Damit ergibt sich die
doppelte Datenmenge, also auch doppelte Samplefrequenz. Zur Übertragung eines StereoSignales sind demzufolge zwei AES/EBU Ports erforderlich.
Das Prinzip von Double Wire ist heute Industrie-Standard, wird aber nicht immer so genannt.
Weitere Namen sind Dual AES, Double Wide, Dual Line und Wide Wire. Die AES3 Spezifikation benutzt die ungebräuchliche Bezeichnung Single channel double sampling frequency
mode. Bei Nutzung des ADAT Formates heißt das Verfahren S/MUX.
Double Wire funktioniert natürlich nicht nur mit Single Speed als Basis, sondern auch mit Double Speed. Beispielsweise benutzt das ProTools HD System, dessen AES Receiver/Transmitter
nur bis 96 kHz arbeiten, das Double Wire Verfahren, um 192 kHz I/O zu realisieren. Aus vier
Kanälen mit je 96 kHz entstehen dank Double Wire zwei Kanäle mit 192 kHz.
Quad Wire
Wie Double Wire, nur werden die Samples eines Kanals auf vier Kanäle verteilt. Geräte mit
Single Speed Interface können so bis zu 192 kHz übertragen, benötigen aber zwei AES/EBU
Ports um einen Kanal übertragen zu können. Auch Quad AES genannt.
S/MUX
Da die ADAT-Schnittstelle seitens der Interface-Hardware auf Single Speed begrenzt ist,
kommt bis 96 kHz das Double Wire Verfahren zum Einsatz, wird jedoch allgemein mit S/MUX
(Sample Multiplexing) bezeichnet. Ein ADAT Port überträgt damit vier Kanäle.
S/MUX4
Mit Hilfe des Quad Wire Verfahrens können bis zu zwei Kanäle bei 192 kHz über ADAT übertragen werden. Das Verfahren wird hier S/MUX4 genannt.
Hinweis: Alle Konvertierungen in den beschriebenen Verfahren sind verlustfrei, es werden nur
die vorhandenen Samples zwischen den Kanälen verteilt oder zusammengeführt.
34
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
16.2 Lock und SyncCheck
Digitale Signale bestehen aus einem Carrier (Träger) und den darin enthaltenen Nutzdaten
(z.B. Digital Audio). Wenn ein digitales Signal an einen Eingang angelegt wird, muss sich der
Empfänger (Receiver) auf den Takt des Carriers synchronisieren, um die Nutzdaten später
störfrei auslesen zu können. Dazu besitzt der Empfänger eine PLL (Phase Locked Loop). Sobald sich der Empfänger auf die exakte Frequenz des hereinkommenden Carriers eingestellt
hat ist er 'locked' (verriegelt). Dieser Lock-Zustand bleibt auch bei kleineren Schwankungen der
Frequenz erhalten, da die PLL als Regelschleife die Frequenz am Empfänger nachführt.
Wird an den M-32 AD ein ADAT- oder MADI-Signal angelegt, beginnt die entsprechende LED
zu blinken. Das Gerät signalisiert LOCK, also ein gültiges, einwandfreies Eingangssignal (ist
das Signal auch synchron leuchtet sie konstant, siehe unten).
Leider heißt Lock noch lange nicht, dass das empfangene Signal in korrekter Beziehung zur die
Nutzdaten auslesenden Clock steht. Beispiel: Der M-32 AD steht auf internen 44.1 kHz (Clock
Mode Master), und an den Eingang MADI ist ein Mischpult mit MADI-Ausgang angeschlossen.
Die entsprechende LED wird sofort LOCK anzeigen, aber die Samplefrequenz des Mischpultes
wird normalerweise im Mischpult selbst erzeugt (ebenfalls Master), und ist damit entweder minimal höher oder niedriger als die interne des M-32 AD. Ergebnis: Beim Auslesen der Nutzdaten kommt es regelmäßig zu Lesefehlern, die sich als Knackser und Aussetzer bemerkbar machen.
Auch bei der Nutzung mehrerer Eingänge ist ein einfaches LOCK unzureichend. Zwar lässt sich
das obige Problem elegant beseitigen, indem der M-32 AD von Master auf AutoSync umgestellt
wird (seine interne Clock ist damit die vom Mischpult gelieferte). Wird aber nun ein weiteres
asynchrones Gerät angeschlossen, ergibt sich wiederum eine Abweichung der Samplefrequenz, und damit Knackser und Aussetzer.
Um solche Probleme auch optisch am Gerät anzuzeigen, enthält der M-32 AD SyncCheck®. Es
prüft alle verwendeten Clocks auf Synchronität. Sind diese nicht zueinander synchron (also
absolut identisch), blitzt die LED des asynchronen Eingangs. Sind sie jedoch vollständig synchron erlischt die LED, und nur die LED der aktuellen Clock-Quelle leuchtet. Im obigen Beispiel
wäre nach Anstecken des Mischpultes sofort aufgefallen, dass die LED MADI aufblitzt.
In der Praxis erlaubt SyncCheck einen sehr schnellen Überblick über die korrekte Konfiguration
aller digitalen Geräte. Damit wird eines der schwierigsten und fehlerträchtigsten Themen der
digitalen Studiowelt endlich leicht beherrschbar.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
35
16.3 Latenz und Monitoring
Der Begriff Zero Latency Monitoring wurde 1998 von RME mit der DIGI96 Serie eingeführt
und beschreibt die Fähigkeit, das Eingangssignal des Rechners am Digital-Interface direkt zum
Ausgang durchzuschleifen. Seitdem ist die dahinter stehende Idee zu einem der wichtigsten
Merkmale modernen Harddisk Recordings geworden. Im Jahre 2000 veröffentlichte RME zwei
wegweisende Tech Infos zum Thema Low Latency Hintergrund, die bis heute aktuell sind: Monitoring, ZLM und ASIO, sowie Von Puffern und Latenz Jitter, zu finden auf der RME Website.
Wie Zero ist Zero?
Rein technisch gesehen gibt es kein Zero. Selbst das analoge Durchschleifen ist mit Phasenfehlern behaftet, die einer Verzögerung zwischen Ein- und Ausgang entsprechen. Trotzdem
lassen sich Verzögerungen unterhalb bestimmter Werte subjektiv als Null-Latenz betrachten.
Das analoge Mischen und Routen gehört dazu, RMEs Zero Latency Monitoring unseres Erachtens auch. RMEs digitale Receiver verursachen aufgrund unvermeidlicher Pufferung und nachfolgender Ausgabe über den Transmitter eine typische Verzögerung von 3 Samples über alles.
Das entspricht bei 44.1 kHz etwa 68 µs (0,000068 s), bei 192 kHz noch 15 µs.
Oversampling
Während man die Verzögerung der digitalen Schnittstellen relativ vergessen kann, ist bei Nutzung der analogen Ein- und Ausgänge eine nicht unerhebliche Verzögerung vorhanden. Moderne Chips arbeiten mit 64- oder 128-facher Überabtastung und digitalen Filtern, um die fehlerbehafteten analogen Filter möglichst weit aus dem hörbaren Frequenzbereich zu halten.
Dabei entsteht eine Verzögerung von circa 40 Samples, knapp einer Millisekunde. Ein Abspielen und Aufnehmen einer Spur über DA und AD (Loopback) führt so zu einem Offset der neuen
Spur von circa 2 ms.
Die genauen Verzögerungen durch die AD-Wandlung des M-32 AD sind:
Samplefrequenz kHz
44.1
48
88.2
96
AD (37 x 1/fs) ms
0.84
0.77
0.42
0.38
AD (9,5 x 1/fs) ms
36
176.4
192
0.054
0.05
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
16.4 DS - Double Speed
Nach Aktivierung des Double Speed Modus arbeitet der M-32 AD mit doppelter Samplefrequenz. Die interne Clock 44.1 kHz wird zu 88.2 kHz, 48 kHz zu 96 kHz. Die interne Auflösung
beträgt weiterhin 24 Bit.
Samplefrequenzen oberhalb 48 kHz waren nicht immer selbstverständlich – und konnten sich
wegen des alles dominierenden CD-Formates (44.1 kHz) bis heute nicht auf breiter Ebene
durchsetzen. Vor 1998 gab es überhaupt keine Receiver/Transmitter-Schaltkreise, welche mehr
als 48 kHz empfangen oder senden konnten. Daher wurde zu einem Workaround gegriffen:
statt zwei Kanälen überträgt eine AES-Leitung nur noch einen Kanal, dessen gerade und ungerade Samples auf die ursprünglichen Kanäle Links/Rechts verteilt werden. Damit ergibt sich die
doppelte Datenmenge, also auch doppelte Samplefrequenz. Zur Übertragung eines StereoSignales sind demzufolge zwei AES/EBU-Anschlüsse erforderlich.
Diese Methode der Übertragung wird in der professionellen Studiowelt als Double Wire bezeichnet, und ist unter dem Namen S/MUX (Sample Multiplexing) auch in Zusammenhang mit
der ADAT-Schnittstelle bekannt.
Erst im Februar 1998 lieferte Crystal die ersten 'Single Wire' Receiver/Transmitter, die auch mit
doppelter Samplefrequenz arbeiteten. Damit konnten nun auch über nur einen AES/EBU Anschluss zwei Kanäle mit je 96 kHz übertragen werden.
Doch Double Wire ist deswegen noch lange nicht tot. Zum einen gibt es nach wie vor viele Geräte, die nicht mehr als 48 kHz beherrschen, z.B. digitale Bandmaschinen. Aber auch andere
aktuelle Schnittstellen wie ADAT und TDIF nutzen weiterhin diesen Modus.
Da die ADAT-Schnittstelle seitens der Interface-Hardware keine Samplefrequenzen über 48
kHz ermöglicht, wird im DS-Betrieb vom M-32 AD automatisch das Sample Multiplexing aktiviert. Die Daten eines Kanals werden nach folgender Tabelle auf zwei Kanäle verteilt:
Analog In
DS Signal
ADAT Port
1
1/2
1
2
3/4
1
3
5/6
1
4
7/8
1
5
1/2
2
6
3/4
2
7
5/6
2
8
7/8
2
Da das Übertragen der Daten doppelter Samplefrequenz mit normaler Samplefrequenz (Single
Speed) erfolgt, ändert sich am ADAT-Ausgang nichts, dort stehen also in jedem Fall nur 44.1
kHz oder 48 kHz an.
16.5 QS – Quad Speed
Eine Implementierung im ADAT-Format als doppeltes S/MUX (S/MUX4) ergibt nur noch 2 Kanäle pro optischem Ausgang. Nur wenige Geräte unterstützen diese Betriebsart.
Im DS-Betrieb wird vom M-32 AD automatisch das Sample Multiplexing aktiviert. Die Daten
eines Kanals werden nach folgender Tabelle auf vier Kanäle verteilt:
Analog In
QS Signal
ADAT Port
1
1/2/3/4
1
2
5/6/7/8
1
3
1/2/3/4
2
4
5/6/7/8
2
5
1/2/3/4
3
6
5/6/7/8
3
7
1/2/3/4
4
8
5/6/7/8
4
Da das Übertragen der Daten vierfacher Samplefrequenz mit normaler Samplefrequenz (Single
Speed) erfolgt, ändert sich am ADAT-Ausgang nichts, dort stehen also in jedem Fall nur 44.1
kHz oder 48 kHz an.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
37
16.7 MADI Basics
MADI, das serielle Multichannel Audio Digital Interface, wurde auf Wunsch von mehreren Firmen bereits 1989 als Erweiterung des existierenden AES3-Standards definiert. Das auch als
AES/EBU bekannte Format, ein symmetrisches Bi-Phase Signal, ist auf 2 Kanäle begrenzt.
MADI enthält vereinfacht gesagt 28 solcher AES/EBU Signale seriell, also hintereinander, und
kann dabei noch +/-12,5 % in der Samplefrequenz variieren. Dabei wird von einer Datenrate
von knapp 100 Mbit/s ausgegangen, die nicht überschritten werden darf.
Da in der Praxis aber eher von einer festen Samplefrequenz ausgegangen werden kann, wurde
im Jahre 2001 der 64-Kanal Modus offiziell eingeführt. Dieser erlaubt eine maximale Samplefrequenz von 48 kHz +ca. 1%, entsprechend 32 Kanälen bei 96 kHz, ohne die festgelegten 100
Mbit/s zu überschreiten. Die effektive Datenrate an der Schnittstelle beträgt aufgrund zusätzlicher Kodierung 125 Mbit/s.
Ältere Geräte verstehen und generieren daher nur das 56-Kanal Format. Neuere Geräte arbeiten häufig im 64-Kanal Format, stellen nach außen aber nur 56 Audiokanäle zur Verfügung. Der
Rest wird zur Übertragung von Steuerbefehlen für Mischpultautomationen etc. verbraten. Dass
es auch anders geht zeigt RME mit der unsichtbaren Übertragung von 16 MIDI Kanälen und
des seriellen RS232 Datenstromes, wobei das 64-kanalige MADI-Signal weiterhin vollkommen
kompatibel ist.
Zur Übertragung des MADI-Signales wurden bewährte Methoden und Schnittstellen aus der
Netzwerktechnik übernommen. Unsymmetrische (koaxiale) Kabel mit BNC-Steckern und 75
Ohm Wellenwiderstand sind den meisten bekannt, preisgünstig und leicht beschaffbar. Wegen
der kompletten galvanischen Trennung ist die optische Schnittstelle jedoch viel interessanter –
für viele Anwender jedoch ein Buch mit 7 Siegeln, denn nur wenige haben jemals mit Schaltschränken voller professioneller Netzwerktechnik zu tun gehabt. Daher nachfolgend ein paar
Erläuterungen zum Thema 'MADI optisch'.
•
Die zu verwendenden Kabel sind Standard in der Computer-Netzwerktechnik. Daher sind
sie auch alles andere als teuer, jedoch leider nicht in jedem Computer-Geschäft erhältlich.
•
Die Kabel sind mit einer internen Faser von nur 50 oder 62,5 µm aufgebaut, sowie einer
Umhüllung von 125 µm. Sie heißen daher Netzwerkkabel 62,5/125 oder 50/125, erstere
meist blau, letztere meist orange. Obwohl nicht immer explizit erwähnt handelt es sich
grundsätzlich um Glasfaserkabel. Plastik-Faser-Kabel (POF, Plastic Optical Fiber) sind in
solch kleinen Durchmessern nicht zu fertigen.
•
Die verwendeten Stecker sind ebenfalls Industrie-Standard, und heißen SC. Bitte nicht mit
ST verwechseln, die ähnlich aussehen wie BNC-Stecker und geschraubt werden. Frühere
Stecker (MIC/R) waren unnötig gross und werden daher praktisch nicht mehr verwendet.
•
Die Kabel gibt es als Duplex-Variante (2 x 1 Kabel, meist nur an wenigen Stellen zusammengeschweißt), oder als Simplex (1 Kabel). Das Optomodul der M-Serie unterstützt beide
Varianten.
•
Die Übertragungstechnik arbeitet im sogenannten Multimode-Verfahren, welches Kabellängen bis knapp 2 km erlaubt. Single Mode erlaubt weitaus größere Längen, nutzt mit 8 µm
aber auch eine vollkommen anders dimensionierte Faser. Das optische Signal ist übrigens
wegen der verwendeten Wellenlänge von 1300 nm für das menschliche Auge unsichtbar.
38
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
16.8 SteadyClock
Die SteadyClock Technologie des M-32 AD garantiert exzellentes Verhalten in allen ClockModi. Aufgrund der effizienten Jitterunterdrückung kann der M-32 AD jegliches Clocksignal
säubern, auffrischen, und als Referenzclock am Wordclock-Ausgang bereitstellen.
Üblicherweise besteht eine Clock-Sektion aus einer analogen PLL für externe Synchronisation,
und verschiedenen Quarzen für interne Synchronisation. SteadyClock benötigt nur noch einen
Quarz, dessen Frequenz ungleich der von Digital-Audio ist. Modernste Schaltungstechniken wie
Hi-Speed Digital Synthesizer, Digital-PLL, 100 MHz Abtastfrequenz und analoge Filterung erlauben es RME, eine vollkommen neu entwickelte Clock-Technologie kosten- und platzsparend
direkt im FPGA zu realisieren, deren Verhalten professionelle Wünsche befriedigt. Trotz ihrer
bemerkenswerten Merkmale ist SteadyClock vergleichsweise schnell. Es lockt sich in Sekundenbruchteilen auf das Eingangssignal, folgt auch schnellen Varipitch-Änderungen phasengenau, und lockt sich direkt im Bereich 28 kHz bis 200 kHz.
SteadyClock wurde ursprünglich entwickelt, um aus der sehr stark schwankenden MADI-Clock, also dem Referenzsignal innerhalb des MADIDatenstromes, eine stabile und saubere Clock zurückzugewinnen. Die in
MADI enthaltene Referenz schwankt
wegen der zeitlichen Auflösung von
125 MHz mit rund 80 ns. Eine übliche
Clock hat dagegen weniger als 5 ns
Jitter, eine sehr gute sogar weniger als
2 ns.
Im nebenstehenden Bild ist oben das
mit 80 ns Jitter versehene MADIEingangssignal zu sehen (gelb). Dank
SteadyClock wird daraus eine Clock
mit weniger als 2 ns Jitter (blau).
Mit den anderen Eingangssignalen des
M-32 AD, Wordclock und ADAT, ist ein
solch hoher Wert sehr unwahrscheinlich. Es zeigt aber, dass SteadyClock
grundsätzlich in der Lage ist mit solch
extremen Werten umzugehen.
Im nebenstehenden Bild ist ein mit
circa 50 ns extrem verjittertes Wordclock-Signal zu sehen (obere Linie,
gelb). Auch hier bewirkt SteadyClock
eine extreme Säuberung, die gefilterte
Clock weist weniger als 2 ns Jitter auf
(untere Linie, Blau).
Das gesäuberte und von Jitter befreite Signal kann bedenkenlos in jeglicher Applikation als
Referenz-Clock benutzt werden. Das von SteadyClock prozessierte Signal wird natürlich nicht
nur intern benutzt, sondern ist auch am Wordclockausgang des M-32 AD verfügbar. Es dient
außerdem zur Taktung der digitalen Ausgänge MADI und ADAT.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
39
17. Blockschaltbild M-32 AD
40
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
18. Blockschaltbild M-16 AD
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
41
19. MIDI Implementation M-Serie
19.1 Basic SysEx Format
Value
F0h
00h 20h 0Dh
32h
00h..7Eh, 7Fh
mm
nn
oo
F7h
Name
SysEx header
MIDITEMP manufacturer ID
Model ID (M-Series)
Bank number / device ID (7Fh = broadcast, all IDs)
Message type
Parameter number (see table 1)
Databyte
EOX
Bank Number / Device ID
The lower nibble refers to the device ID (0..7), the higher nibble refers to the bank number
(0..7), e. g. 25h means bank 2, device 5. 7Fh addresses all banks and all devices.
19.2 Message Types
Value
10h
20h
30h
Name
Request value
Set value
Value response
Request Value
Format: F0 00 20 0D 32 (bank no. / dev ID) 10 F7
This string triggers a complete dump of all value response data bytes including the level meter
data.
Set Value
Sets any number of parameters.
nn / oo can be repeated freely.
Value Response
After being triggered by receiving a request value command, device sends a string of all value
response data bytes. Message type is set to 30h.
42
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
19.3 Tabelle
Set
Val.
No.
No.
Name
00h
01h
02h
03h
04h
05h
06h
07h
08h
09h
0Ah
0Bh
0Ch
0Dh
0Eh
0Fh
10h
11h
12h
13h
14h
15h
16h
17h
18h
19h
1Ah
1Bh
1Ch
1Dh
1Eh
1Fh
20h
21h
22h
23h
24h
25h
26h
27h
28h
29h
30h
31h
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
settings byte 1
settings byte 2
settings byte 3
info byte 1
info byte 2
info byte 3
info byte 4
level ch 01
level ch 02
level ch 03
level ch 04
level ch 05
level ch 06
level ch 07
level ch 08
level ch 09
level ch 10
level ch 11
level ch 12
level ch 13
level ch 14
level ch 15
level ch 16
level ch 17
level ch 18
level ch 19
level ch 20
level ch 21
level ch 22
level ch 23
level ch 24
level ch 25
level ch 26
level ch 27
level ch 28
level ch 29
level ch 30
level ch 31
level ch 32
fan control
temperature
(reserved)
(reserved)
set device id
x
x
x
x
Val.
Resp. Data bytes
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
hex coded value of byte (see below)
hex coded value of byte (see below)
hex coded value of byte (see below)
hex coded value of byte (see below)
hex coded value of byte (see below)
hex coded value of byte (see below)
hex coded value of byte (see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(see below)
(response displays in header)
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
43
00h
0
settings byte 1
MSB /
7
6
5
4
3
2
1
MSB / 1
LSB / 0
LSB / 0
01h
1
settings byte 2
MSB /
7
6
5
4
MSB / 2
1
LSB / 0
3
2
1
LSB / 0
02h
03h
2
3
settings byte 3
info byte 1
MSB /
7
6
5
4
3
MSB / 1
LSB / 0
2
1
LSB / 0
LSB / 0
MSB /
7
6
5
4
3
2
1
LSB / 0
44
MSB / 1
LSB / 0
MSB / 1
0
madi input: 0 = BNC, 1 = opt
madi frame: 0 = 48k, 1 = 96k
madi format: 0 = 56ch, 1 = 64ch
madi channels: 0 = 1ff, 1 = 16ff,
2 = 32ff, 3 = 48ff
0
input madi / adat: 0 = madi, 1 =
adat
0
clock select: 0 = int 44.1, 1 = int
48, 2 = WCK
clock select: 3 = MADI, 4 = ADAT
clock select
clock out: 0 = Fs, 1 = always single speed
follow clock: 0 = off, 1 = on
clock state: 0 = single speed, 1 =
ds, 2 = qs
clock state
0
analog level: 0 = +13, 1 = +19, 2 =
+24
analog level
limiter: 0 = off, 1 = on
Peak Hold: 0 = off, 1 = auto reset,
Peak Hold: 2 = manual, 3 = reset
(tx only)
0
lock keys: 0 = unlock, 1 = lock
0
MADI input override
MADI lock
MADI sync
MADI input 96k frame
MADI input 64ch
model subtype: 0 = M-16,
1 = M-32
model subtype: 0 = AD, 1 = DA
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
04h
4
MSB /
7
6
5
4
3
2
info byte 2
0
WCK lock
WCK Input 192k
WCK Input 96k
0
0
ADAT Ref (AD) or 1 (DA) Sync:
0 = no sync, 1 = sync
ADAT Ref (AD) or 1 (DA) Lock:
0 = unlock, 1 = lock
1
LSB / 0
05h
5
MSB /
7
6
info byte 3
0
0
ADAT 2 Sync: 0 = no sync, 1 =
sync
ADAT 2 Lock: 0 = unlock, 1 = lock
ADAT 3 Sync: 0 = no sync, 1 =
sync
ADAT 3 Lock: 0 = unlock, 1 = lock
ADAT 4 Sync: 0 = no sync, 1 =
sync
ADAT 4 Lock: 0 = unlock, 1 = lock
5
4
3
2
1
LSB / 0
06h
6
MSB /
7
6
5
4
3
2
info byte 4
1
LSB / 0
7..38 levelmeter data
MSB /
7
6
5
4
3
2
1
LSB / 0
MSB / 1
LSB / 0
0
0
0
0
0
0
MIDI remote: 0 = off, 1 = DIN, 2 =
MADI
MIDI remote
MSB / 2
1
LSB / 0
MSB / 2
1
LSB / 0
0
Limiter state: 0 = idle, 1 = active
limiter reduction 000..111
limiter reduction
limiter reduction
level 000..101 (AD), 000..110 (DA)
Level
Level
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
45
level steps:
AD
000
001
010
011
100
101
-oo
-42
-18
-9
-3
Over
DA
000
001
010
011
100
101
110
-oo
-54
-36
-18
-9
-3
0
000
001
010
011
100
101
110
111
< -1
> -1
> -3
> -6
> -9
> -12
> -15
> -18
limiter reduction:
27h
39
fan control
(fan speed is
response only)
28h
46
40
temperature
MSB / 7
6
5
4
3
2
1
LSB / 0
MSB / 7
6
5
4
3
2
1
LSB / 0
0
fan mode: 1 = silent, 2 = cool, 3 =
normal
(fan mode) 0 = n. a.
MSB / 1
LSB / 0
0
0
MSB / 2
1
LSB / 0
fan speed: 0..5, 0 = off, 5 = full speed,
(fan speed) 1..4 = slower..faster
(fan speed)
MSB / 6
5
4
3
2
1
LSB / 0
0
temperature in °C, binary value 0..127
(temperature)
(temperature)
(temperature)
(temperature)
(temperature)
(temperature)
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Bedienungsanleitung
M-32 AD
M-16 AD
Anwendungsbeispiele
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
47
20.1 Formate und Kanalzahl
Eine Multikanal-Aufnahme oder Wiedergabe mit PC oder Mac ist mit den Wandlern der M-Serie
auf verschiedene Arten realisierbar. Zunächst stehen als Übertragungsformat sowohl ADAT
optical als auch MADI zur Verfügung. Als Rechner-Interface bietet RME mehrere Lösungen:
•
HDSPe RayDAT: PCI Express Karte mit 4 optischen Ein- und Ausgängen im ADAT Format
(je 32 Kanäle In und Out). Bietet zusätzlich einen SPDIF I/O (Cinch) und einen AES/EBU I/O
(XLR). Interner Mixer für freies Routen und Mischen aller I/Os.
•
HDSPe MADI: PCI Express Karte mit koaxialem und optischem Ein- und Ausgang im MADI
Format (je 64 Kanäle In und Out). Bietet zusätzlich einen analogen Stereo-Ausgang zwecks
Monitoring. Interner Mixer für freies Routen und Mischen aller I/Os. Auch als PCI Version erhältlich (HDSP MADI).
•
HDSPe MADIface: PCI ExpressCard für Notebooks, mit koaxialem und optischem Ein- und
Ausgang im MADI Format (je 64 Kanäle In und Out). Interner Mixer für freies Routen und
Mischen aller I/Os.
Allgemein
ADAT – HDSPe RayDAT
MADI – HDSPe MADI
- Da ADAT weit verbreitet ist können
auch viele andere Geräte an die
HDSPe RayDAT angeschlossen werden
- Spezialisierte Schnittstelle aus dem
professionellen Bereich, daher nicht
überall verfügbar
- Kostengünstig bei geringer Kanalzahl
- Mehr als 64 Kanäle erfordern eine
zweite HDSPe MADI
- Mehr als 32 Kanäle erfordern eine
zweite HDSPe RayDAT
Vergleich
- Kostengünstig bei hoher Kanalzahl
- kurze Kabel (< 10m)
- Sehr lange Kabel (bis zu 2 km)
- 8 Kanäle pro Kabel
- 64 Kanäle pro Kabel
- Kabel nicht arretierbar
- Kabel arretierbar
- Keine serielle Verkabelung möglich
- Serielle Verkabelung möglich
- 32 Kanäle I/O erfordern bei 48 kHz
insgesamt 8 Kabel zum Rechner
- 64 Kanäle I/O erfordern bei 48 kHz
insgesamt 2 Kabel zum Rechner
Die M-Serie kann – egal ob mit ADAT oder MADI – sehr flexibel eingesetzt werden. Alle vier
Wandler lassen sich frei kombinieren, und erlauben daher verschiedenste Setups, ganz so wie
es das aktuelle Budget oder die aktuelle Anwendung erfordern.
Die nachfolgenden Kapitel zeigen einige Anwendungsbeispiele mit Erklärungen zur Verkabelung.
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
20.2 Mehrkanal-Wiedergabe vom Computer
M-16 DA und M-32 DA sind frei kombinierbar. Es lassen sich daher 16, 32, 48, 64 (oder mehrfache davon) unterschiedliche Audiosignale von einem Computer wiedergeben.
Bei Verwendung der HDSPe RayDAT werden die Wandler per ADAT optical mit der Karte verbunden. Es empfiehlt sich die Karte im Clock Mode Master zu betreiben, die Wandler alle auf
das ADAT-Signal zu synchronisieren (Slave). Bei diesem Aufbau sind maximal 32 Kanäle mit
maximal 2 M-16 DA möglich. Die Wiedergabe der Audiosignale ist zwischen den Geräten automatisch samplesynchon, da die RayDAT die Signale auf allen 4 Ports synchron ausspielt.
Eine zusätzliche Wordclock-Verbindung zwischen RayDAT und Wandlern ist nicht erforderlich.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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Bei Verwendung der HDSPe MADI werden die Wandler und die Karte seriell verbunden. RME
empfiehlt die Verwendung optischer MADI-Kabel, da diese nicht nur eine nützliche galvanische
Trennung zwischen den Geräten bewirken, sondern auch immun sind gegen jegliche Art von
elektromagnetischer Störung.
Es empfiehlt sich die Karte im Clock Mode Master zu betreiben, die Wandler alle auf das MADISignal zu synchronisieren (Slave). Bei diesem Aufbau sind maximal 64 Kanäle mit maximal 4
M-16 DA möglich.
Die Wiedergabe der Audiosignale ist zwischen den Geräten trotz serieller Verkabelung samplesynchon, da die Wandler automatisch eine Delay Compensation aktivieren. Eine zusätzliche
Wordclock-Verbindung zwischen HDSPe MADI und Wandlern ist nicht erforderlich.
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
20.3 Mehrkanal-Aufnahme mit dem Computer
M-16 AD und M-32 AD sind frei kombinierbar. Es lassen sich daher 16, 32, 48, 64 (oder mehrfache davon) unterschiedliche Audiosignale von einem Computer aufnehmen.
Bei Verwendung der HDSPe RayDAT werden die Wandler per ADAT optical mit der Karte verbunden. Bei diesem Aufbau sind maximal 32 Kanäle mit maximal 2 M-16 AD möglich.
Das Clocking ist auf verschiedene Weise möglich. Es empfiehlt sich die Karte im Clock Mode
Master zu betreiben, die Wandler als Slave.
Ein M-16 AD. Als Clockquelle kann ein unbenutzter ADAT-Ausgang der RayDAT dienen. Falls
das Word Clock Modul der RayDAT vorhanden ist kann auch dessen Wordclock-Signal dem
Wandler als Clockquelle dienen.
Zwei M-16 AD. Dem ersten AD dient – wie oben – ein unbenutzter ADAT-Ausgang der RayDAT als Clockquelle. Der Word Out des ersten Wandlers wird mit dem Word In des zweiten
Wandlers verbunden, und dieser auf Word als Clockquelle gestellt. Das funktioniert genauso
wenn das WCM der RayDAT vorhanden ist, es muss also nur eine Wordclock-Leitung von der
Karte zu den Wandlern gelegt werden.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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Bei Verwendung der HDSPe MADI werden die Wandler und die Karte seriell verbunden. RME
empfiehlt die Verwendung optischer MADI-Kabel, da diese nicht nur eine nützliche galvanische
Trennung zwischen den Geräten bewirken, sondern auch immun sind gegen jegliche Art von
elektromagnetischer Störung.
Es empfiehlt sich die Karte im Clock Mode Master zu betreiben und die Wandler alle auf das
MADI-Signal zu synchronisieren (Slave). Bei diesem Aufbau sind maximal 64 Kanäle mit maximal 4 M-16 AD möglich.
Die Aufnahme der Audiosignale ist zwischen den Geräten trotz serieller Verkabelung samplesynchon, da die Wandler automatisch eine Delay Compensation aktivieren. Eine zusätzliche
Wordclock-Verbindung zwischen HDSPe MADI und Wandlern ist nicht erforderlich.
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
20.4 Mehrkanal-Aufnahme und Wiedergabe mit dem Computer
Die Wandler der M-Serie sind frei kombinierbar. Es lassen sich daher 16, 32, 48, 64 (oder
mehrfache davon) unterschiedliche Audiosignale von einem Computer aufnehmen und wiedergeben. Aufnahme- und Wiedergabeseite müssen nicht über eine identische Kanalzahl verfügen.
Bei Verwendung der HDSPe RayDAT erfolgt das Clocking der DA-Wandler wie bei reiner Wiedergabe über deren ADAT-Eingang. Das Clocking der AD-Wandler erfolgt über den Word Out
des DA-Wandlers. Es ist also weder das WCM notwendig, noch wird ein ADAT-Port geopfert.
Es stehen bis zu 32 Kanäle Aufnahme und Wiedergabe gleichzeitig zur Verfügung. Eine zusätzliche Wordclock-Verbindung zwischen RayDAT und Wandlern ist nicht erforderlich.
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Bei Verwendung der HDSPe MADI werden die Wandler und die Karte seriell verbunden. RME
empfiehlt die Verwendung optischer MADI-Kabel, da diese nicht nur eine nützliche galvanische
Trennung zwischen den Geräten bewirken, sondern auch immun sind gegen jegliche Art von
elektromagnetischer Störung.
Es empfiehlt sich die Karte im Clock Mode Master zu betreiben und die Wandler alle auf das
MADI-Signal zu synchronisieren (Slave). Bei diesem Aufbau sind maximal 64 Kanäle Aufnahme
mit maximal 4 M-16 AD und 64 Kanäle Wiedergabe mit maximal 4 M-16 DA möglich.
Aufnahme und Wiedergabe der Audiosignale ist zwischen den Geräten trotz serieller Verkabelung jeweils samplesynchon, da die Wandler automatisch eine Delay Compensation aktivieren.
Eine zusätzliche Wordclock-Verbindung zwischen HDSPe MADI und Wandlern ist nicht erforderlich.
Hinweis: Die Delay Compensation arbeitet getrennt für AD- und DA-Wandler. Sie funktioniert
nur wenn AD- und DA-Wandler geordnet seriell verkabelt sind. Ein DA zwischen zwei AD (und
umgekehrt) verhindert eine Erkennung gleicher Geräte und damit die Aktivierung der Delay
Compensation.
Korrekte Verkabelung
Der korrekte Aufbau eines Racks bezogen auf serielle Verkabelung ist nicht AD-Wandler oben
und DA-Wandler unten, sondern umgekehrt. Sollen die AD-Wandler oben im Rack verbleiben,
muss man sich daran gewöhnen, dass die Verkabelung im Rack quasi von unten nach oben
erfolgt. Dies gilt nicht nur für das hier vorgestellte AD/DA-Breakout, sondern auch für das folgende Kapitel. Auf den MADI-Ausgang der Karte muss ein DA-Wandler folgen. Das fällt bei
Nutzung aller 64 Kanäle ganz automatisch auf, da sich die Kanäle bei anderer Reihenfolge
sonst gegenseitig überschreiben.
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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20.5 Digitales Multicore
Die Wandler der M-Serie sind dank optischem MADI hervorragend dazu geeignet, ein analoges
Multicore nachzubilden. Das hat eine ganze Reihe Vorteile:
•
•
•
•
keine große und schwere Kabeltrommel
bis zu 64 Kanäle bi-direktional mit einer Doppelader
Flexibles Setup
Übertragung von MIDI-Signalen integriert
Bühne und FOH müssen nicht über eine identische Kanalzahl verfügen. Beispielsweise können
16 Kanäle zur Bühne gesendet werden, während die Bühne 64 Kanäle zum FOH schickt.
Das Multicore besteht aus einer MADI-Ringverkabelung mit allen benötigten Wandlern. Innerhalb der Kette wird ein Gerät mit interner Clock betrieben, alle anderen synchronisieren sich auf
ihr MADI-Eingangssignal.
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Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
Die Audiosignale sind zwischen den Geräten trotz serieller Verkabelung jeweils samplesynchon, da die Wandler automatisch eine Delay Compensation aktivieren.
Hinweis: Die Delay Compensation arbeitet getrennt für AD- und DA-Wandler. Sie funktioniert
nur wenn AD- und DA-Wandler geordnet seriell verkabelt sind. Ein DA zwischen zwei AD (und
umgekehrt) verhindert eine Erkennung vorheriger gleicher Geräte und damit die Aktivierung der
Delay Compensation.
Korrekte Verkabelung
Der korrekte Aufbau eines Racks bezogen auf serielle Verkabelung ist nicht AD-Wandler oben
und DA-Wandler unten, sondern umgekehrt. Sollen die AD-Wandler oben im Rack verbleiben,
muss man sich daran gewöhnen, dass die Verkabelung im Rack quasi von unten nach oben
erfolgt. Dies gilt nicht nur für das hier vorgestellte Multicore, sondern auch für das vorherige
Kapitel.
Auf den AD-Wandler einer Seite muss ein DA-Wandler der anderen Seite folgen. Das fällt bei
Nutzung aller 64 Kanäle ganz automatisch auf, da sich die Kanäle bei falscher Verkabelung
sonst gegenseitig überschreiben.
20.6 Mehrfache Ausspielung
Der MADI-Eingang der DA-Wandler dient als Quelle der zu wandelnden Audiodaten, aber auch
als Durchschleifeingang. Da ein M-32 DA oder M-16 DA nicht alle 64 Kanäle des MADI-Signals
wandelt, schleift das Gerät alle Kanäle des MADI-Eingangssignales zum MADI-Ausgang durch.
So lassen sich über zusätzliche M-32 DA oder M-16 DA weitere Kanäle wandeln. M-32 DA und
M-16 DA lassen sich bis zum Maximum von 64 Kanälen frei kombinieren: Ein M-32 DA mit einem oder zwei M-16 DA ist genauso möglich wie bis zu vier M-16 DA.
Im Gegensatz zu den ADs erfolgt bei den DAs ein komplettes Durchschleifen, die Daten werden zwar abgegriffen, aber nicht durch andere ersetzt.
Da MADI große Distanzen überbrückt können daher die gleichen Kanäle an einem anderen Ort
erneut gewandelt werden, so dass das gleiche Signal elektrisch getrennt an mehreren Orten
zur Verfügung steht. Die Kanalauswahl dazu erfolgt komfortabel und unmissverständlich direkt
auf der Front.
Der jeweils genutzte 16er- oder 32er-Block wird auf der Frontplatte mit dem Taster MADI IN
festgelegt.
Bedienungsanleitung M-32 AD © RME
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