BSS Audio | FDS366T | omnidrive fds-366

FDS-366 OMNIDRIVE™
Bedienungsanleitung
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ZM10019-02 CB/PW/DN/DP/JWK
Software version 1.10
FDS-366
Wichtige Informationen zur Betriebssicherheit
Dieses Gerät wurde getestet und erfüllt die folgenden Europäische und
Internationalen Normen zur Elektromagnetischen Kompatibilität und
Elektronischen Sicherheit:
Emmissionen (EU):
RF Immunity (EU):
Electrical Safety (EU):
Electrical Safety (USA):
Electrical Safety (CAN):
EN55013-1
EN55013-2
EN60065+A11
UL6500/ETL
CAN/CSA-E65/ETLc
(1996)
(1996)
(1998)
(2000)
(1994)
Das Ausrufezeichen in dem gleichseitigen Dreieck weist den Anwender auf
wichtige Informationen bezüglich Betrieb und Wartung (Instandhaltung)
in der beiliegenden Dokumentation hin.
* Der Blitz mit dem Pfeilsymbol in dem gleichseitigen Dreieck weist den Anwender
auf eine nichtisolierte, `gefährliche Spannungsquelle' im Geräteinneren hin, die
aufgrund ihrer Stärke einen Stromschlag beim Anwender verursachen kann.
WARNUNG UM DIE GEFAHR EINES ELEKTRISCHEN STROMSCHLAGS ZU
VERMEIDEN, SOLLTEN SIE IN KEINEM FALL DIE GERÄTEABDECKUNG
ENTFERNEN.
DIESES GERÄT ENTHÄLT KEINE BAUTEILE, DIE VOM ANWENDER
AUSGETAUSCHT WERDEN K÷NNEN. WENDEN SIE SICH IM SERVICEFALL AN
EINEN QUALIFIZIERTEN SERVICETECHNIKER.
THIS EQUIPMENT MUST BE EARTHED.
Alle FDS366 Produkte werden mit einem abnehmbaren IEC-Netzkabel ausgeliefert,
das zum Anschluss an die rückseitige AC-Buchse vorgesehen ist. Dieses Kabel
entspricht den den verschiedenen Vorschriften zur Betriebssicherheit und elektrischen
Belegung in einzelnen Ländern und ist als dreipoliger Stecker ausgelegt.
Entfernen oder beschädigen Sie in keinem Fall den Masse-/Erdungsstift. Wenn Sie
Ihren Omnidrive im Tour-Betrieb verwenden, sollten Sie in jedem Fall die lokale
Stromversorgung überprüfen und alle spezifischen Spannungsvorgaben beachten.
Wenn Sie sich selbst nicht sicher sind, sollten Sie die lokalen Gegebenheiten von
einem qualifizierten Elektriker überprüfen lassen. Die Eingangsspannung und
Netzfrequenz ist auf einem Aufkleber neben der IEC-Kaltgerätebuchse angegeben.
BSS übernimmt keine Verantwortung für Schäden am Gerät, die aufgrund einer nichtgeeigneten Spannungsversorgung entstehen.
Alle Informationen, die Sie zur ordnungsgemäßen Einrichtung und zum Betrieb Ihres
BSS FDS366 Omnidrive benötigen, finden Sie in diesem Handbuch.
-2-
FDS-366
Inhalt
FDS-366 Omnidrive compact plus
2.0 Installation ................................................................................................. 8
1.0 Kontrolle zur Inbetriebnahme .................................................................. 8
3.0 Garantie-Informationen ............................................................................ 9
Über den FDS-366 Omnidrive Compact Plus.................................. 10
4.0 Einleitung ................................................................................................. 11
5.0 Funktionen .............................................................................................. 12
6.0 Typische Anwendungen .......................................................................... 16
3-Wege-Stereo mit Mono-Subbass. ...................................................................................... 16
6-Wege-Zonenverteilung .................................................................................................... 17
LCR-Kinosysteme (3x2-Wege) ............................................................................................. 17
Dreifach-Bi-Amping (Bühnenmonitore) ............................................................................... 17
6-Wege-Mono .................................................................................................................... 18
6-Wege-Stereo (Beispiel) ..................................................................................................... 18
7.0 Crossover-Kennlinien und -Frequenzen ................................................. 19
Crossover-Vergleichstabelle ................................................................................................. 21
Phasen-Kompensation ........................................................................................................ 22
Was bedeutet DEQ? ............................................................................................................ 23
8.0 Dynamische Klangregelung .................................................................... 23
Anmerkungen und Gebrauch ............................................................................................. 24
Rückseite und Anschlüsse ............................................................... 26
9.0 Rückseite ................................................................................................. 27
Spannungseinstellung ......................................................................................................... 28
10.0 Anschlüsse - Netzanschluss .................................................................. 28
Netzanschluss .................................................................................................................... 28
Netzsicherung .................................................................................................................... 29
Anschlüsse - Audio ........................................................................................ 30
Symmetrische Verkabelung ................................................................................................. 30
Audio ................................................................................................................................. 30
Unsymmetrische Verkabelung ............................................................................................. 31
RS485 Serial ....................................................................................................................... 32
MIDI ................................................................................................................................... 32
RS232 Serial ....................................................................................................................... 32
Program Select-Port ............................................................................................................ 33
-3-
FDS-366
Der FDS-366 Omnidrive Compact Plus im Einsatz ......................... 34
11.0 Vorderseite ............................................................................................ 35
12.0 Navigation ............................................................................................. 37
13.0 Default-Screen ...................................................................................... 38
Verkabelung ....................................................................................................................... 39
14.0 Kurzanleitung ........................................................................................ 39
Arbeiten mit einem vorkonfigurierten Programm .................................................................. 40
Einstellen des Systems ......................................................................................................... 41
Benennen eines Bands ....................................................................................................... 44
Erhalten der relativen Delays bei einer Group-Verzögerung.................................................. 44
15.0 Kurzreferenz - Wie kann ich ................................................................ 44
Delays zum Lautsprecher-Abgleich nutzen .......................................................................... 44
Ein Band auf Fullrange umschalten...................................................................................... 45
Klangregelung für Constant-Directivity-Hörner ..................................................................... 45
Laden eigener Logos ........................................................................................................... 45
Programmierung von Funktionen im Detail .................................... 46
Einladen eines Programms .................................................................................................. 47
16.0 Programmfunktionen ............................................................................ 47
Speichern eines Programms ................................................................................................ 48
Program Lock ..................................................................................................................... 49
Store-Typ ............................................................................................................................ 49
Delete Program ................................................................................................................... 50
Card-Typen......................................................................................................................... 51
Kompatible Cards ............................................................................................................... 51
Lebensdauer ....................................................................................................................... 51
PC-Card-Formatierung ........................................................................................................ 51
17.0 Einsatz einer PC Card ........................................................................... 51
FDS-355-Kompatibilität....................................................................................................... 52
Computer-Kompatibilität ..................................................................................................... 53
18.0 Utilities .................................................................................................. 53
Einleitung ........................................................................................................................... 53
-4-
FDS-366
1 Konfiguration ................................................................................................................... 54
2 Stereo Link ...................................................................................................................... 54
3 Sum Type......................................................................................................................... 54
5 Phase Comp .................................................................................................................... 55
4 Xover Adjust .................................................................................................................... 55
Methode............................................................................................................................. 56
Mikrofon-Aufstellung und Anschluss ................................................................................... 56
6 Alignment Assistant .......................................................................................................... 56
Vorgang ............................................................................................................................. 57
Auswahl der Bänder für die Messung .................................................................................. 57
Einstellen des Stimulus-Pegels ............................................................................................. 58
Anmerkungen .................................................................................................................... 59
8 Temperatur ...................................................................................................................... 61
9 Limit Units ....................................................................................................................... 61
10 Delay Units .................................................................................................................... 61
11 Brightness ...................................................................................................................... 61
12 Contrast ......................................................................................................................... 61
14 Owner Lock .................................................................................................................. 62
13 Lock out ........................................................................................................................ 63
Einstellen von ‘Owner Locks’ .............................................................................................. 63
Speichern von Owner-Programmen .................................................................................... 64
Eingabe zusätzlicher Locks ................................................................................................. 64
15 OEM Lock ..................................................................................................................... 65
Speichern von OEM-Programmen ....................................................................................... 66
Eingabe zusätzlicher Locks ................................................................................................. 64
OEM & Owner Locks .......................................................................................................... 67
Anmerkung zum Parameter Configuration ........................................................................... 67
Lock-fähige Utilities ............................................................................................................ 67
16 Input A/AES ................................................................................................................... 68
17 Serial Port ...................................................................................................................... 68
18 MIDI Mode .................................................................................................................... 68
19 MIDI Channel ................................................................................................................ 69
20 MIDI Dump ................................................................................................................... 69
21 Backup & Swap ............................................................................................................. 70
22 Store Gain Trims ............................................................................................................. 70
23 Delete Program .............................................................................................................. 70
24 Format Card .................................................................................................................. 70
19.0 Input-Kanäle .......................................................................................... 71
2 Delay .............................................................................................................................. 72
3 EQ Bypass ....................................................................................................................... 72
1 Gain ................................................................................................................................ 72
3 EQ Bypass ....................................................................................................................... 73
DEQ ................................................................................................................................... 73
-5-
FDS-366
Thr (Threshold) ................................................................................................................... 73
Ratio .................................................................................................................................. 73
Envelope Shaping ............................................................................................................... 74
Atk (Attack) ......................................................................................................................... 74
Rel (Release) ....................................................................................................................... 74
Hinzufügen weiterer EQs .................................................................................................... 75
EQ-Parameterscreens .......................................................................................................... 75
Inputs - EQ ..................................................................................................... 75
EQ Shape ........................................................................................................................... 76
Frequenz ............................................................................................................................ 77
20.0 Output-Kanäle....................................................................................... 78
1 Name .............................................................................................................................. 79
2 Source ............................................................................................................................. 79
3 Low Shape ...................................................................................................................... 80
Low Freq/Xover .................................................................................................................. 80
4 High Shape ...................................................................................................................... 80
High Freq/Xover ................................................................................................................. 80
6 Band Gain ....................................................................................................................... 81
7 Limiter ............................................................................................................................. 82
Over (Overshoot) ................................................................................................................ 82
Thr (Threshold) ................................................................................................................... 82
Rel (Release) ....................................................................................................................... 82
Atk (Attack) ......................................................................................................................... 82
Delay ................................................................................................................................. 83
Delay Link .......................................................................................................................... 83
EQ Bypass .......................................................................................................................... 84
DEQ Dynamics-Screen ....................................................................................................... 84
Thr (Threshold) ................................................................................................................... 85
Ratio .................................................................................................................................. 85
DEQ ................................................................................................................................... 85
Envelope Shaping ............................................................................................................... 85
Dynamics-Anzeige ............................................................................................................. 85
Hinzufügen weiterer EQs .................................................................................................... 86
EQ-Parameterscreens .......................................................................................................... 86
Outputs - EQ .................................................................................................. 86
EQ Shape ........................................................................................................................... 87
Frequenz ............................................................................................................................ 88
Width ................................................................................................................................. 88
Cut/Boost ........................................................................................................................... 88
Referenzkapitel ............................................................................................. 89
-6-
FDS-366
21.0 Serielle Kommunikation........................................................................ 90
MIDI ................................................................................................................................... 90
MIDI mit PC-Steuerung ....................................................................................................... 91
Synchrone Steuerung .......................................................................................................... 91
RS232 ................................................................................................................................ 92
RS485 & Multidrop ............................................................................................................. 93
22.0 Fehlerbehebung .................................................................................... 97
23.0 FDS-366 Omnidrive MIDI-Implementation ......................................... 98
24.0 Werkseinstellungen Konfiguration ....................................................... 99
25.0 Filter-Zuordnungen ............................................................................. 101
26.0 Spezifikationen und Blockschaltbild .................................................. 102
27.0 Blockschaltbild .................................................................................... 104
28.0 Nutzeranmerkungen ........................................................................... 105
Stichwortregister ......................................................................................... 108
-7-
FDS-366
1.0
Kontrolle zur Inbetriebnahme
✓
Im Rahmen der Qualitätskontrolle bei BSS Audio wurde dieses Produkt vor der
Verpackung sorgfältig überprüft, um einen fehlerfreien Betrieb zu
gewährleisten.
Nach dem Auspacken sollten Sie das Gerät sofort auf eventuelle
physikalische Schäden hin inspizieren; bewahren Sie den Frachtkarton sowie
ALLE zugehörigen Verpackungsmaterialien für den Fall einer Rücksendung
auf.
Sofern Sie einen Schaden feststellen, setzen Sie Ihren Händler bitte *sofort*
davon in Kenntnis, so dass eine schriftliche Schadensersatzforderung in die
Wege geleitet werden kann.
Bitte tragen Sie in jedem Fall Ihre Garantie-Informationen in der Vorlage auf
der gegenüberliegenden Seite ein.
2.0
Installation
Fig 3.1 Unit
dimensions.
Fig 3.2 Rack
dimensions.
Beachten Sie, dass alle Abmessungen in mm angegeben sind
-8-
FDS-366
3.0
Garantie-Informationen
✍
Durch den Verkauf an den Endkunden durch BSS Audio oder einen von BSS
Audio autorisierten Händler gewährt der Verkäufer dem Käufer für dieses
Gerät eine Garantie von einem Jahr auf die Verarbeitung sowie die bei der
Herstellung genutzten Materialien ab dem Kaufdatum.
Fehler, die aufgrund unsachgemäßer Nutzung, durch nicht-genehmigte
Modifikationen oder Unfälle auftreten, sind nicht durch diese Garantie
gedeckt. Andere oder zusätzliche Garantieleistungen werden weder
ausgesprochen noch sind diese enthalten.
Wenn ein Fehler am Gerät auftritt, soll es originalverpackt zurück an den
Endverkäufer geschickt werden, wobei die Frachtkosten im voraus zu
bezahlen sind. Das Gerät wird an Sie zurückgeschickt,wenn die Reparatur
abgeschlossen ist. Wenn das Gerät innerhalb der Europäischen Union gekauft
wurde, können Sie es alternativ an jeden beliebigen BSS-Vertrieb in der EU
schicken.
Legen Sie der Sendung eine Auflistung bei, in der Sie alle von Ihnen
festgestellten Fehler beschreiben. Der Seriennummer des Geräts muss bei
Korrespondenz bezüglich der Schadensregulierung in jedem Fall angegeben
werden.
WICHTIG
Wir empfehlen Ihnen, Ihre Geräte- und Kaufdaten an dieser Stelle
einzutragen, um diese zu sichern.
Geräte-Seriennummer:
Name des Händlers:
Adresse des Händlers:
Postleitzahl:
Telefonnummer des Händlers:
Kontaktperson/Fachabteilung:
Nummer Lieferschein/Rechnung:
Kaufdatum:
Anmerkungen oder Fragen bezüglich des _FDS-366_ oder anderer BSSProdukte? Kontaktieren Sie uns unter dieser Adresse:
+
✆
BSS Audio
Cranborne House
Cranborne Road
Potter Bar
Hertfordshire
EN6 3JN
England
Phone (+44) (0)1707 660667. Fax (+44) (0)1707 660755.
Web site, www.bss.co.uk
-9-
FDS-366
Über den
FDS-366
Omnidrive
Compact
Plus
- 10 -
FDS-366
4.0
Einleitung
Willommen zum BSS Audio _FDS-366 Omnidrive Compact Plus_, dem unglaublich
leistungsfähigen Lautsprecher-Managementsystem auf nur einer Rackhöheneinheit! Basierend
auf der langjährigen Erfahrung von BSS Audio im Bereich analoger Audioprozessoren für LiveAnwendungen und Festinstallationen stellt der FDS-366 Omnidrive die ‘All-in-One’-Lösung zur
Anpassung von Crossover-Frequenzen, EQ- und Delay-Parametern und zur Dynamiksteuerung
dar.
Leistungsmerkmale
Mit Hilfe speziell entwickelter DSP-Technologie (Digitaler Signalprozessoren) integriert BSS
Audio weit mehr Bearbeitungsfunktionen in einem einzigem Gerät, als es bis vor ein paar
Jahren mit einem ganzen Rack analoger Prozessoren möglich war. Da die Bearbeitung des
Audiomaterials zudem ausschließlich auf der digitalen Ebene stattfindet, spielen Faktoren wie
Rauschen und Phasenanomalien, die man bei analogen Geräten normalerweise in Kauf
nehmen muss, in der Praxis keine Rolle. Die Signale werden mit 24-Bit und einer Auflösung
von 96 kHz verarbeitet, um eine Dynamik von mehr als 112 dB und damit die bestmögliche
Audioqualität in Ihrem System sicherzustellen.
Routing
Insgesamt 3 Eingänge, 6 Ausgänge sowie eine zusätzliche, interne Summe der Eingänge A&B,
A+B+C, können jeweils vor oder hinter dem Input-EQ in verschiedensten Kombinationen
verknüpft werden und bilden dann ein abgeschlossenes Lautsprecher-Managementsystem mit
integrierten Frequenzweichen, Delays, Dynamic-EQ und Ausgangslimitern.
Anwendungen
Die Flexibilität des FDS-366 prädestiniert das Gerät für viele Anwendungsgebiete wie z.B. in
aufwendigen 3-Wege-Stereo-Setups oder einer 2-Wege-LCR-Kombination. Gleichzeitig können
mehrere FDS-366 Omnidrives kaskadiert werden, um größere Systeme mit 5, 6 oder mehr
Wegen zu steuern. Im Bereich von Bühnenmonitoranlagen kann der FDS-366 als Dreifach-BiAmp-Crossover mit Delay-, Limiter- und EQ-Funktionen genutzt werden. Sogenannte
‘Hotspots’ auf der Bühne, die durch die Monitorbeschallung mit identischen Signalen
entstehen, können verhindert werden, indem sehr kurze Delays zwischen den einzelnen
Wedges angelegt werden. Darüber hinaus kann der FDS-366 als Verteiler für MultizonenSystemegenutzt werden, die mit passiven oder integrierten Frequenzweichen arbeiten. In
diesemFall kann die Audioqualität im System durch die Delay- und EQ-Funktionen
grundlegend verbessert werden, währendsowohl die Kosten als auch der Platzbedarf für
zusätzliche Bearbeitungsgeräte gesenkt werden.
Speicherung von Setups
Zur Speicherung von System-Setups stehen dem Anwender insgesamt 60 interne ProgrammSpeicherplätze zur Verfügung, wobei es sich dabei um allgemeine System-Programme oder
auch an den Veranstaltungsort angepasste Settings handeln kann. DieseMemory-Inhalt kann
dann zu Backup- oder Archivierungszwecken auf einer PC-Card gespeichert werden.
Sicherheit
Überdies kann der Zugriff auf die Gerätefunktionen mit Hilfe der umfassenden
Sicherungsfunktionen, die im FDS-366 integriert sind, in verschiedenen Stufen gesperrt
werden, dieüber Kennwörter verwaltet werden. Tatsächlich kann der gesamte Zugriff auf das
Gerät gesperrt werden, um beispielsweise unbefugte Parameteränderungen bei
Festinstallationen zu verhindern.
Upgrade-fähiges Betriebssystem
Die Betriebssystemsoftware ist in einem Flash-EPROM gespeichert, was bedeutet, dass sich
eine neue Software extrem einfach ins Gerät übertragen lässt - wahlweise über eine PC-Card
oder von einem PC über die MIDI- oder RS-232-Ports.
- 11 -
FDS-366
5.0
Funktionen
✓
Einzelne Taster zur Auswahl der Ein- und Ausgangskanäle für die
Editierung.
✓
Crossover-Flanken mit 6,12, 18, 24 oder 48dB pro Oktave.
Filtertypen: Butterworth, Bessel und Linkwitz-Riley.
✓
✓
✓
Umfangreiche Output-Limiter in jedem Band (Mitten-Filter).
✓
Input-LED-Anzeigen zur Darstellung von Signalpegeln ab -12dB bis
Clip-Pegel sowie für SIG.
✓
Output LED-Anzeigen zur Darstellung von Signalpegeln ab -20dB bis
+6dB über dem Limit-Threshold sowie für SIG.
✓
✓
✓
Ausgangspegelsteller und Mutes auf der Frontplatte.
✓
✓
PC-Card-Port zum Abspeichern und Einladen von Program Settings
✓
✓
✓
MIDI-, RS-232-, RS-485- und Program-Change-Ports auf der Rückseite.
✓
✓
Alignment Assistant zum Abgleich von Lautsprecher-Treibern.
✓
Temperatur-basierte Delay-Korrektur.
Equalizer und ‘dynamische’ Equalizer in jedem Ein- und Ausgang.
Hochauflösende Ein- und Ausgangs-Delays mit einer maximalen
Verzögerung von 2,6 Sekunden, einstellbar in Schritten von etwa 11
Mikrosekunden.
Phasenumkehrung in jedem Ausgang.
Phasen-Anpassung für jeden Crossover-Punkt und deaktivierbare PhasenKompensation.
Elektronisch symmetrierte Ein- und Ausgänge mit Übertrager-Option für
die Ausgänge.
96kHz Samplerate und 24-Bit-(De-)Kodierung für beste Audioqualität.
Digitaler AES/EBU-Eingang zur Direkteinspeisung von digitalen
Quellen in den Omnidrive.
Umfangreiche Sicherheitsoptionen mit Zugriffssperre,
programmierbaren ‘Owner’-und ‘OEM’-Sperren und ‘Safe’-Modus für
alle Systemparameter.
Wenn Sie bereits den FDS-355 Omnidrive kennen, dann beachten Sie die
Zusatzoptionen des FDS-366 wie einen weiteren Ausgangskanal, dynamische
Equalizer und 96 kHz-Auflösung ab Werk!
- 12 -
FDS-366
Funktionen
Im folgenden wollen wir Ihnen einige Merkmale genauer erläutern.
•
96 kHz-Samplerate
Die A/D-, D/A-Wandler und Digitalen Signalprozessoren (DSPs) im
FDS-366 arbeiten mit einer Samplingrate von 96kHz. Der Einsatz einer
höheren Nyquist-Frequenz steigert die nutzbare Audiobandbreite in
diesem Fall auf bis zu 40 kHz. Durch diesen erweiterten Frequenzgang
konnten wir wesentlich genauere Filtersätze integrieren, die für einen
natürlicheren, offeneren Sound sorgen.
Da die Nyquist-Frequenz (die maximale Frequenz, mit der der DSP das
Audiosignal fehlerfrei bearbeiten kann) von 24 auf 48 kHz gesteigert
wurde, konnten gleichzeitig auch die Filterkennlinien verbessert
werden. Low-Pass- und Bell-Filter erzielen dadurch einen sehr viel
genaueren Hub sowie eine bessere Phasentreue.
•
AES/EBU-Digitaleingang
Der FDS-366 ist ab Werk mit einem stereophonen AES/EBU
Digitaleingang bestückt, der die Samplingfrequenzen 44.1, 48, 88.2
und 96 kHz verarbeitet. In den Modi 44.1 und 48 kHz wird eine
Konvertierung der Samplingrate durchgeführt, so dass die Wellenform
im FDS-366 auf 88.2 bzw.96 kHz interpoliert wird: Dadurch ist es
möglich, die Filterprozesse mit der höheren Auflösung durchzuführen,
um die alle Vorteile dieser hohen Samplingfrequenz vollständig
ausschöpfen zu können.
Bei Einsatz des AES-Eingangs wird die mögliche Dynamik im Gerät auf
über 117 dB angehoben.
•
Phasen-Kompensation
Diese Funktion erhält den Phasenbezug zwischen den verschiedenen
Bändern und überträgt ihn auf den angewählten Crossover-Typ (Bessel,
Butterworth, L-R etc.): Interferenzen, die durch Crossover-Filterung
entstehen können, spielen keine Rolle mehr.
In 2-Wege-Weichen tritt dieses Problem nicht auf, da jedes Band nur
über jeweils einen High- bzw. Low-Pass-Filter verfügt. Bei drei oder
mehr Bändern arbeitet jedoch zumindest ein Band sowohl mit einem
Low- als auch einem High-Pass-Filter, die sich gegenseitig beeinflussen
und damit die Phasentreue am Crossover-Punkt stören. Das kann dazu
führen, dass die Kombination aus nebeneinanderliegenden CrossoverBändern einen irregulären Frequenzgang sowie eine nichteinheitliche
Richtcharakteristik erzeugt.
Die Phase-Matching* *-Technologie im FDS-366 löst dieses Problem,
indem sie diese Phasenanomalien ausgleicht. Natürlich kann die
Phasen-Kompensation auch deaktiviert werden, wenn sie nicht benötigt
wird.
- 13 -
FDS-366
Funktionen
•
Alignment Assistant
Bei dem Alignment Assistant handelt es sich um eine fortschrittliche Funktion
zur Lautsprecher-Messung, die im FDS-366 integriert wurde: Sie ermöglicht
die direkte Messung von Delay- und Phasenbeziehungen zwischen Treibern
(bei Verwendung eines Mess-Mikrofons) sowie die automatische Korrektur
durch Anpassung der entsprechenden Parameter.
@
Der Alignment Assistant kann sozusagen eine Messung ‘hinter’ den CrossoverFiltern durchführen und dadurch eine eigene Kompensation für die Treiber und
-Gehäuse erstellen, so dass die Frequenzweichen ihren eigentlichen Zweck
erfüllen können -nämlich einen optimal angepassten, akustischen
Schwingungsverlauf wiederzugeben.
Dabei misst und kompensiert der Alignment Assistant:
•
-
Die physikalische Anordnung von Treibern innerhalb eines Gehäuses.
-
Phasenanomalien des Treibers oder Gehäuses am Crossover-Punkt.
-
Die relative Entfernungskorrektur zwischen Array-Lautsprecherboxen.
Fortschrittliche Limiter
Limiter zum Schutz von Treibern stellen immer einen Balanceakt zwischen
der Schutzschaltung, der akustischer Transparenz und der Erhaltung der
maximalen Leistung dar. Der brandneue Limiter-Algorithmus im FDS-366
gewährt Ihnen nicht nur völlige Freiheit, diese Balance völlig neu zu
bestimmen, sondern führt zusätzlich einige neue Funktionen ein, um den
Anforderungen schneller gerecht zu werden.
-
Feed-Forward-Design für bessere Stabilität.
-
Adaptive Attack: die Attack-Zeit wird verkürzt, um so mehr das Signal
den Threshold überschreitet. Auf diese Weise bleibt die Transparenz bei
leichten Pegelüberschreitungen erhalten, während extreme
Pegelsprünge wesentlich aggressiver abgefangen werden.
-
Adaptive Release: Kurzfristige Pegelspitzen haben keine Auswirkung
auf den durchschnittlichen Ausgabepegel; die Verzerrungen werden
minimiert, wenn Audiosignale dauerhaft über dem Threshold liegen.
-
Regelbare Attack Speed (fast/med/slow/dual) - die jedoch immer in
Bezug zur High-Pass-Crossover-Frequenz steht.
-
Regelbare Release Speed (fast/med/slow) - die jedoch immer in Bezug
zur High-Pass-Crossover-Frequenz steht.
-
Brickwall Overshoot Limiter. Hierbei handelt es sich um einen SoftClipper, der Signale über dem Threshold bereits in der Attack-Phase
herunterregelt. Dabei können Sie den ‘Overshoot’ zwischen 1 und 12dB
(und *off*) einstellen.
-
Dual Time-Constant Mode, der gleichzeitigen Schutz vor kurzfristigen
mechanischen und langfristigen thermalen Schaden bietet.
- 14 -
FDS-366
Funktionen
•
Safe-Modus
Der FDS-366 verfügt über eine versteckte Funktion mit dem Namen
‘Safe’. Der ‘Safe’-Modus dient dazu, das Gerät bei Festinstallationen,
Mietanlagen o.ä. gegen jede Form von Zugriff zu schützen.
Wenn der SAFE -Modus aktiv ist, werden *alle *Bedienelemente
deaktiviert, der Bildschirm wird abgeschaltet und die
Hintergrundbeleuchtung gedimmt. Die Ein- und Ausgangsmeters zeigen
weiterhin den Pegel der Signale an, die im Gerät verarbeitet werden,
allerdings können die Parameter im Gerät definitiv nicht verändert
werden.
! Alle Änderungen, die an den Gain-Reglern vorgenommen werden,
während das Gerät in den ‘Safe’-Modus geschaltet ist, werden nicht
verarbeitet, bis die Funktion ‘Safe’ deaktiviert wird
! Da der ‘Safe’-Modus sozusagen als ultimativer Schutz vor
unbefugtem Zugriff dient, möchten wir an dieser Stelle keine weiteren
Einzelheiten vorstellen. Wenden Sie sich daher an Ihren jeweiligen
Händler, um weitere Informationen zum Safe-Modus zu erhalten.
- 15 -
FDS-366
6.0
Typische Anwendungen
j
Der FDS-366 verfügt über drei Eingänge: A, B, C. Zudem ist intern die Bildung
einer Mono-_Summe _der Eingänge möglich, die auf jeden beliebigen
Ausgang geroutet werden kann. Jede Routing-Kombination der Ein- auf die
Ausgänge ist möglich. Zudem kann der FDS-366 wahlweise als Stereo- oder
Mono-Gerät konfiguriert werden. Die Basis-Konfigurationen werden in den
Utilities ausgewählt: Die folgenden Beispiele basieren auf diesen
Konfigurationen und können als mögliche Setups genutzt werden.
Stereo 3-Way with
mono sub-bass.
3-Wege-Stereo mit Mono-Subbass. Systeme können in einem der zwei 3Wege-Stereo-Modi betrieben werden.
LLMMHH unterstützt die Kompatibilität zum 355, verfügt nun über zwei LowOutputs.
LMHLMH Setup ist eine Alternative, die es Ihnen ermöglicht, Ihr gewohntes
Setup auszuwählen.
Der Stereo-Link-Modus “On” ermöglicht es, dass der linke und rechte Kanal
gemeinsam eingestellt wird, wobei alle Änderungen, die vorgenommen
wurden, während dieser Modus inaktiv war, als Versatz zwischen dem linken
und rechten Kanal erhalten bleiben.
Anmerkung: Die Stereo-Paare ändern sich entsprechend den Modi für
LLMMHH und LMHLMH.
- 16 -
FDS-366
j
Typical Applications
Dreifach-BiAmping
(Bühnenmonitore)
Der FDS-366 stellt drei Kanäle als Bi-Amping-Crossover für Monitor-Racks mit
EQ, Delays und Limitern zur Verfügung. Bei der verfügbaren EQ-Leistung des
FDS-366 können problemlos 12-EQ-Bänder dem Input sowie weitere EQs den
Ausgangsbändern zugewiesen werden, so dass keine weiteren, externen EQs
benötigt werden.
Im Modus LHLHLH wird in der Werkseinstellung Eingang A den Ausgängen 1
und 2, Eingang B den Ausgängen 3 und 4 sowie Eingang C den Ausgängen 5
und 6 zugeordnet.
In diesem Modus ist es möglich, sogenannte ‘Hot Spots’ auf der Bühne zu
eliminieren. Wenn die selbeMischung auf mehrere Bühnenmonitore
übertragen wird, kann das Zusammenspiel der einzelnen Wedges zu
Schallfeldern mit extrem hoher Intensität kommen, die die Künstler auf der
Bühne verwirren. Mit Hilfe eines feinaufgelösten Delays, das bei der
Ansteuerung in den Monitorwegen aufgeschaltet wird, werden diese ‘HotSpots’ eliminiert, so dass eine gleichmäßige Bühnenlautstärke erzielt wird.
LCR-Kinosysteme
(3x2-Wege)
Der FDS-366 kann zudem als Zonen-Verteilungssystem genutzt werden, wobei
die Crossover-Funktionalität nicht benötigt wird. In diesem Modus kann jedes
der drei Eingangssignale auf bis zu sechs Einzelausgänge geroutet werden,
wobei eine Bearbeitung mit Delays, EQ und Limitern möglich ist.
Die Konfiguration
ähnelt dem
soeben
beschriebenen
Dreifach-2-WegeSetup
Das typische Einsatzgebiet für diesen Modus ergibt sich in der Ansteuerung
mehrerer Stützlautsprecher mit integrierten, passiven Frequenzweichen, deren
Laufzeitunterschiede mit den Delays bzw. deren Frequenzgang über die EQs
im FDS-366 angepasst wird.
Für diese Anwendung schalten Sie die Konfiguration auf Mono um und
betreiben jeden Ausgang im Fullrange-Modus (außer Sie möchten einzelne
Ausgangsbänder ausdrücklich unterdrücken). Über die Displays ‘Xover Freq’
im Output-Kanal können Sie jede Bandgrenze auf ‘OUT’ einstellen.
- 17 -
FDS-366
j
Typische Einsatzgebiete
Mono 6-Wege
Im Mono-Modus kann der FDS-366 als vollwertiges 6-Wege-System betrieben
werden. Zusätzlich kann er,angesteuert über Eingang A, als 5-Wege-System
mit einem separaten Sub-Bass-Ausgang arbeiten,wobei der Sub-Bass von dem
Summensignal der Eingänge A & B oder über Eingang C angesteuert wird.
Stereo 6-Wege
(Beispiel)
Mit einem zweiten FDS-366 können Sie in diesem Modus ein Stereo-6-WegeSystem einrichten. Zu Beispielzweckenbetreiben wir den ersten FDS-366 auf
der Abbildung unten als 5-Wege-System mit Mono-Sub-Bass, der aus der
Summe der Eingänge A und B angesteuert wird. Die zweite FDS-366 bezieht
das Signal von einem entsprechenden Ausgang am Mischpult, der auf Eingang
C verkabelt ist.
Anmerkung: In dieser Situation können die beiden FDS-366 über RS485 oder
MIDI gelinkt werden und arbeiten dann als stereo-verkoppeltes 2 x 6-WegeSystem.
- 18 -
FDS-366
7.0
Crossover-Kennlinien und -Frequenzen
In der Praxis ist es nicht möglich, den gesamten hörbaren Frequenzbereich
über einen einzigen Lautsprecher abzudecken. Und selbst wenn sich dieser
Frequenzgang erzielen ließe, so würde die Größe des Treibers, die zur
Anregung der Luft bei tiefen Frequenzen benötigt wird, ein absolut
unbrauchbares Abstrahlverhalten bei hohen Frequenzen liefern: Aufgrund der
unterschiedlichen Entfernungen, welche die kurzen Wellenlängen von den
Lautsprechermembranen bis zum Zuhörer zurücklegen, würden Off-AxisAuslöschungen entstehen. Aus diesem Grund werden mehrere Lautsprecher
benötigt und das Frequenzspektrum über elektrische Filter oder Crossover
(Frequenzweichen) unterteilt. Dieser Filterprozess kann wahlweise über
passive, aktive oder digitale Schaltkreise erzeugt werden, die extern
eingeschliffen werden oder im Lautsprechergehäuse integriert sind.
Idealerweise sollte die Filter so arbeiten, dass die Lautsprecher in der
akustischen Kombinationeinen konstanten Ausgangspegel über das gesamte
Frequenzspektrum erzeugen. Zusätzlich sollte das Phasenverhalten der
Signale in Bezug auf die Frequenz möglichst weicheÜbergänge zwischen den
Lautsprechern zulassen, um eine konstante Laufzeit der Signale zu erzielen.
Eine weitere wichtige Überlegung zielt darauf, dass die Frequenzweiche
zusätzlich das Abstrahlverhalten (auch Polar Response oder
Richtcharakteristik) steuern sollte,so dass Zuhörer, die sich nicht in der
Abstrahlachse befinden, keine Unregelmäßigkeiten im Frequenzspektrum
hören. Viele Frequenzweichen erreichendiese Ziele aufgrund ihrer
Filterschaltungen nicht.
Schließlich sollte das Signal außerhalb des idealen Frequenzbereichs für den
jeweiligen Lautsprecher sehr schnell gedämpft werden, um Fehlfunktionen des
Lautsprechers wie Resonanzen und übermäßige Verzerrungen bei tiefen
Frequenzen zu vermeiden. In Bezug auf diese Vorgaben erscheinen manche
Crossover-Kennlinien als nicht geeignet.
Der FDS-366 ermöglicht die vollständige Steuerung aller High- und Low-PassFilter in einemCrossover-Segment in Bezug auf die Parameter *Shape, Slope*
und *Frequency*. Graphisch werden dieseParameters wie in der Abbildung
unten bezeichnet.
Identifikation der Filter-Grenzen
- 19 -
FDS-366
Crossover-Kennlinien und Frequenzen
Die Darstellungen auf dieser Seite stellen die Flankensteilheit der Filter mit den zugeordneten CrossoverPunkten dar: Dies erleichtert dem Tontechniker die Auswahl der geeigneten Filter-Kennlinien, um die
gewünschten Resultate auch über Lautsprecher mit unterschiedlichen Spezifikationen und Charakteristika zu
erzielen.
Kennlinien Linkwitz-Riley 12, 24 & 48dB Oktave. Viele
Jahre lang galten Weichen nach dem Linkwitz-RileyPrinzip als ‘Industriestandard’, da sie den besten
Kompromiss zwischen den oben genannten Parametern
darstellten. Sie sorgen für ein gutes Abstrahlverhalten,
summieren sich zu einem geradlinigen
Amplitudenverlauf und erhalten die korrekte Polarität
bei Flankensteilheiten von 24 und 48 dB/Oktave.
DieVariante mit 12 dB/Oktave ist dagegen generell auf
eine Umkehrung der Polarität angewiesen, um die
gewünschten Resultate zu erzielen. Dennoch galten sie
bei den meisten Anwendungen als erste Wahl.
Kennlinien Butterworth 6, 12, 18, 24 & 48 dB/
Oktave. Die Butterworth-Frequenzweichen gerader
Ordnung (12, 24, 48 dB/Oktave) weisen ein
symmetrisches Abstrahlverhalten auf, da die
Phasenantworten für die Hi-und Lo-Bänder identisch
Bändern keine Gedanken machen muss. In der
Praxis ergibt sich ein 3-dB-Peak im
Amplitudenverlauf bei der Crossover-Frequenz,
allerdings lässt sich diese Anhebung mit einem
Equalizer ausgleichen. Im Gegensatz
dazusummieren sich die Butterworth-Weichen
ungerader Ordnung (6 & 18 dB/Oktave) zu einem
absolut geradlinigen Amplitudenverlauf,
produzieren jedoch eine Asymmetrie im
Abstrahlverhalten, wenn das Signalden CrossoverPunkt passiert. Dieses ‘Loch’ kann für eine Färbung
sorgen und istvon der Abhörposition abhängig.
Entsprechend wird eine Umkehrung der Polarität
benötigt, um einekorrekte Response zu erzielen.
5.0000
0.0
55
-5.000
00
-10.00
--
-15.00
--
-20.00
--
-25.00
--
-30.00
--
-35.00
--
-40.00
--
-45.00
--
-50.00
-20
100
1k
10k
20k
--
Kennlinien Bessel 12 & 24 dB/Oktave. Die StandardBessel-Filter liefern für den Crossover-Betrieb im ersten
Moment keine überzeugenden Resultate, da sie
Defizite im Amplituden-Verlauf aufweisen. Daher
gelten lediglich die Filteroptionen vierter und zweiter
Ordnung (Bes 24 & 12) als praxistauglich. Die Variante
mit 12 dB/Oktave benötigt in der Summierung in jedem
Fall eine Umkehrung der Polarität eines Bandes.
- 20 -
FDS-366
Crossover-Kennlinien und Frequenzen
CrossoverVergleichstabelle
Legende:
•= Am schlechtesten
••••••= Am besten
BUT = Butterworth
BES = Bessel
L-R = Linkwitz-Riley
Unten finden Sie eine Tabelle, auf der die unterschiedlichen CrossoverFiltertypen, die im FDS-366 Omnidrive enthalten sind, miteinander verglichen
werden. Mit Hilfe dieser Tabelle sollte es möglich sein, den geeigneten Filter
für die jeweilige Anwendung festzulegen. Kennlinien, die mit einem
Sternchen * gekennzeichnet sind, benötigen eine Umkehrung der Polarität.
Amplitude Response Flatness: auch als ‘Frequenzgang’ bezeichnet, eine
Messung des Amplitudenverhaltens in Bezug auf das Frequenzspektrum. In der
Regel empfiehlt sich die Auswahleiner Crossover-Anordnung, die sich zu
einem geradlinigen Amplitudenverlauf addiert, da das System zusätzlich
kaum noch mit dem EQ bearbeitet werden muss.
Group Delay Flatness: ein Messung, in welchem Maß verschiedene
Frequenzen im Verlauf der Crossover-Region verzögert werden. Da es
unwahrscheinlich ist, dass alle Frequenzen gleichmäßig verzögert werden
können, empfiehlt sich der Einsatz eines leichten Group-Delays, das Peaks
ausgleichen kann.
Polar Response: eine Umschreibung für das Abstrahlverhalten in Bezug auf die
Entfernung zwischen zwei Lautsprechern, die über die Frequenzweiche
angesteuert werden. Die Hauptabstrahlrichtung muss On-Axis liegen, so dass
Zuhörer in diesem Bereich keine Einbrüche im Amplituden-Verlauf der
Crossover-Region hören.
Roll-off-Rate: Eine Messung, wie schnell die Kennlinie des Filters auf eine
sehr viel niedrigere Amplitude abfällt. In der Regel wird eine größere
Flankensteilheit benötigt, um den theoretisch möglichen Frequenzgang eines
Lautsprecher-Treibers zu maximieren und den Frequenzbereich, der von der
Crossover-Funktion betroffen ist, möglichst einzugrenzen.
- 21 -
FDS-366
Crossover-Kennlinien und Frequenzen
PhasenKompensation
Die Phasen-Kompensation für aktive Frequenzweichen wurde im klassischen
FDS-355 Omnidrive Compact Loudspeaker Management System eingeführt.
Im FDS-366 Omnidrive ist diese Funktion ebenfalls enthalten und sorgt dafür,
dass sich der Anwender um die Phasen-Anpassung zwischen den Bändern
keine Gedanken machen muss.
Weitere Informationen über die Phasen-Kompensation:
Eine gut konstruierte 2-Weg-Weiche stellt immer das Phasenverhalten
zwischen den Bändern dar, das für die gewählte Crossover-Kennlinie typisch
ist. Bei lassen sich mit der Linkwitz-Riley-Filterkennlinie (mit einem LowPass-Filter für das untere Band bzw. dem High-Pass-Filter für das obere Band)
Phasenunterschiede zwischen den einzelnen Bändern im gesamten
Frequenzbereich auf Null absenken: Das bedeutet, dass der akustische Output
der Lautsprecher in der Summe einen geradlinigen Frequenzgang ohne
Störungen im Abstrahlverhalten erzeugt.
In 3- (oder mehr)Wege-Systemen können allerdings Problem auftreten. Das
Mittenband in einem 3-Wege-System beispielsweise verfügt bereits über zwei
Filter (High- und Low-Pass).Der Low-Pass-Filter, der für die Crossover-Frequenz
zwischen Mitten und Höhen eingestellt ist, erzeugt Phasen-Störungen bei der
Crossover-Frequenz zwischen den Tiefen und den Mitten und führt dazu, dass
das Filterpaar für Low-Mid falsch angepasst ist. Das selbe gilt für den HighPass-Filter, der sich auf das Mid-High-Filterpaar der Weiche auswirkt. Diese
Fehlanpassung bedingt eine fehlerhafte, akustische Summierung, die
wiederum für einen unebenen Frequenzverlauf und eine frequenzabhängige
Veränderung des Abstrahlverhaltens sorgt, so dass an bestimmten
Abhörpositionen weitere akustische Probleme auftreten. Obwohl sich diese
Effekte bei gut gewählten Crossover-Frequenzen noch in Grenzen halten,
können speziell bei 4- oder 5-Wege-Systemen signifikante Fehler auftreten.
Das Phasen-Kompensations-Schema, das im Omnidrive zum Einsatz kommt,
analysiert diese Phasen-Anomalien, sobald Einstellungen vorgenommen
werden, und erzeugt in bestimmten Bändern automatisch Phasen
Korrekturen,so dass die Phasendifferenz zwischen benachbarten Bändern
immer nahe Null liegt. Gezielte Phasendifferenzen können über die
Parameter Delay und Phase erzeugt werden.
Omnidrive wendet die Phasen-Kompensation nicht an, wenn die High- und
Low-Frequenzen oder -Kennlinien benachbarter Bänder nicht übereinstimmen.
In diesem Fall nimmt das Gerät an, dass der Anwender kein StandardCrossover-Alignment zu erzeugen möchte.
Ab Werk wird die Phasen-Kompensation des FDS-366 nur auf Crossover-Setups
übertragen, die mit mindestens drei Bändern pro Kanal undmit identischen
Crossover-Filterkennlinien arbeiten. Grundsätzlich eignet sich diese Funktion
dazu,das richtige Phasenverhalten zwischen Bändern zu erhalten; unter
bestimmten Umständen allerdings muss die Phasen-Kompensation jedoch
deaktiviert werden, um Phasen-Unstimmigkeiten zwischen unterschiedlichen
Beschallungs-Setups (wie z.B. Sidefills oder bestimmte Monitoranwendungen)
zu vermeiden. Die entsprechende Option findet sich unter der Bezeichnung
‘Phase Comp’ im Menü Utilities.
- 22 -
FDS-366
8.0
Dynamische Klangregelung
Was bedeutet
DEQ?
Der BSS DPR-901 Analogue Dynamic Equaliser bot revolutionäre
Möglichkeiten zur Klangregelung und basierte auf der so genannten
Subtractive Progressive Knee-Technologie, die für den Industriestandard DPR402 Analogue Compressor entwickelt wurde. Dieselbe Technik kommt im
FDS-366 zum Einsatz und erlaubt es Ihnen, die Klangregelung dynamisch zu
steuern oder eine herkömmliche Fullrange-Kompression in jedem Ein-und
jedem Ausgang zu nutzen. Der Kompressor des Dynamic Equalisers im FDS366 arbeitet mit der hörbar transparenten ‘Subtractive VCA’-(Voltage
Controlled Amplifier) Technologie, die in allen BSS-Kompressoren zum
Einsatz kommt, und führt zu grundlegend besseren Ergebnissen als jede andere
Methode. Natürlich ist im FDS-366 kein echter VCA verbaut, da es sich ja um
ein digitales Gerät handelt, allerdings modelliert der DSP (Digitaler
Signalprozessor) den selben Effekt mit Hilfe von Algorithmen, die von unseren
besten Audio-Systemexperten entwickelt wurden.
Der subtraktive ‘VCA’ ermöglicht eine völlig neuartige Form der Kompression,
die von BSS als parametrische Kompression bezeichnet wurde. Hierbei besteht
die Möglichkeitder selektiven Kompression, die sich nur auf bestimmte
Frequenzen im Signal auswirkt, wie es in dem über ein konventionell
gestaltetes ‘Parametric Filter’-Fenster dargestellt wird. Wenn die
ausgewählten Frequenzen erkannt werden, komprimiert der Dynamic
Equalizer nur diese Signale in dem Rahmen, den Sie über die Parameter Ratio
und Threshold definiert haben.
Der Dynamic Equalizer arbeitet auf zwei sehr unterschiedliche Arten, je
nachdem, ob der parametrische Equalizer im Boost- oder Cut-Modus betrieben
wird:
Im Boost Modus darf der parametrische Equalizer seine Einstellungen
auf das Signal übertragen, solange es *unter *dem Threshold liegt; der
Equalizer-Effekt wird jedoch ‘aufgehoben’, sobald das Signal den
Threshold überschreitet.
Dynamic EQ-Cut bei -15dB Threshold
Im Cut Modus arbeitet der Equalizer dagegen nur *über *dem Threshold
und wird unwirksam, wenn das Signal *unter *den Threshold fällt.
Dynamic EQ-Boost bei -15dB Threshold
- 23 -
FDS-366
Dynamische Klangregelung
Anmerkungen und
Einsatzgebiete
Frequenz-selektive Kompression
Konventionelle Kompressoren bearbeiten das gesamte hörbare
Frequenzspektrum gleichmäßig. Einige Kompressoren können so konfiguriert
werden, dass die Kompression nur dann einsetzt, wenn bestimmte Frequenzen
erkannt werden- trotzdem wird sich die Kompression auch dann das gesamte
Audiospektrum bearbeiten. In diesem Punkt unterscheidet sich das
Kompressionsverfahren deutlich vom DEQ im FDS-366.
Der DEQ kann so eingestellt werden, dass er *nur ein bestimmtes
Frequenzband* komprimiert, sobald dieses *Frequenzband* im Signal erkannt
wird: Diese Technik unterscheidet sich fundamental von dem Prinzip einer
gewöhnlichen Klangregelung und präsentiert sich sowohl in der technischen
Entzerrung als auch in der kreativen Klangbearbeitung als wesentlich
leistungsfähiger.
Um den Dynamic EQ als herkömmlichen Wide-Band-Kompressor zu nutzen,
schalten Sie einen Hochpass mit einer entsprechend tiefen Frequenz (z.B.
über Low-Shelving) oder umgekehrt zu.
Einsatz mit Stereo-Quellen
Um eine Verzerrung des Stereobildes bei der Kompression von Stereo-Quellen
zu vermeiden, werden die Sidechains der Input-DEQs verkoppelt, wenn der
Parameter _Stereo Link_ aktiv ist.
Steuerung der Horn-Verzerrungen
Oberhalb eines bestimmten, kritischen Pegels erzeugen horn-geladene
Lautsprecher oftmals Verzerrungen. Ursache dafür sind regelwidrige
Bewegungen der Luftsäule innerhalb des Horns, die meistens in einem
bestimmten Frequenzbereich entstehen. Dieser Frequenzbereich hängt von
den Abmessungen des Horns ab. Der DEQ kann nun dazu genutzt werden, die
Energie der Frequenzen in diesem speziellen Band, das die
Übertragungseigenschaften des Horns verschlechtert, zu vermindern: Das führt
einerseits zu einem wesentlich besseren Klang und räumt andererseits die
Möglichkeit ein, höhere Pegel zu fahren.
Führen Sie dazu folgende Schritte aus:
1
Geben Sie Progamm-Material wieder, stellen Sie die EQ Shape des
DEQ auf Bell ein und heben Sie den Pegel etwas an (Boost).
2
Variieren Sie den Gesamtpegel im System sowie die DEQ-Parameter
Frequency und Width, um das Frequenzband zu identifizieren, in dem
die Probleme auftreten.
3
Stellen Sie dieses Band über den Parameter Width so schmal wie
möglich und stellen Sie sicher, dass der DEQ anfangs deaktiviert ist
(“OFF”).
4
Schalten Sie den EQ auf *Cut *um und heben Sie die SystemLautstärke so weit an, bis die Verzerrungen inakzeptabel sind.
5
Stellen Sie nun den Parameter Threshold (“Thr”)_ _so ein, dass die
Verzerrungen abnehmen.
6
Probieren Sie abschließend verschiedene Ratio- und Filter-Einstellungen
aus, um das beste Ergebnis zu erzielen.
- 24 -
FDS-366
Dynamische Klangregelung
Dynamische Bass- und Höhenanhebung
Die subjektive Lautstärke der Bass- und Höhenanteile im Programm können
ohne Anhebung des Gesamtpegels verstärkt werden, wenn die
Mittenfrequenzen im Programm bei Erreichen des maximalen Pegels
abgesenkt werden. Mit Hilfe dieser Funktion holen Sie die letzten dBReserven des wahrnehmbaren Headrooms aus einer PA.
Der parametrische Equalizer, der dem Dynamic Equalizer zugeordnet ist,
entspricht weitgehend den anderen EQs im FDS-366 (und kann daher
prinzipiell auch als herkömmlicher Equalizer genutzt werden, wenn der DEQ
deaktiviert ist).
Da der Sidechain des Kompressors von dem Equalizer gespeist wird, bietet der
DEQ die einzigartige Möglichkeit, einen Teil des Audiospektrums
auszuwählen und nur dieses Band zu komprimieren.
Führen Sie dazu folgende Schritte aus:
1
Stellen Sie die EQ-Parameter so ein, dass die jeweiligen Frequenzen
geboostet werden: Verwenden Sie dazu wahlweise einen BELL-Filter
oder besser einen LO-SHELF für die LF-Bereich bzw. einen HI-SHELFfür
den HF-Bereich.
2
Stellen Sie den Parameter Threshold (“Thr”) so ein, dass die Cut/BoostAnzeige ab dem gewünschten Pegel nach oben hin ausschlägt.
3
Stellen Sie die geeignete Kompressionsrate über den Regler Ratio ein.
Weitere Informationen zur Einstellung des Dynamic Equalizers finden Sie in
der DEQ-Beschreibung der Input- und Output-Kapitel in diesem Handbuch.
- 25 -
FDS-366
Rückseite und
Anschlüsse
- 26 -
FDS-366
9.0
Rückseite
A
Netzanschlussbuchse
Die Netzanschlussbuchse des FDS-366. Beachten Sie: Es befindet sich
kein weiterer Power-Schalter (On/Off) am Gerät. Geeigneter
Spannungsbereich: 90-240V AC 50/60Hz, Auto-Erkennung.
B
Sicherung
Im Falle eines Fehlers aufgrund einer Überlast können Sie die
Sicherung durch eine T1A-Sicherung ersetzen (siehe Aufdruck am
Gerät).
C,D RS-485-Anschlüsse
Serielle Schnittstelle zu einem PC in einem Multidrop-Netzwerk.
E
RS-232-Anschluss
Serielle Schnittstelle für einen PC oder zum Anschluss eines zweiten
FDS-366. Dieser Anschluss bietet die Möglichkeit, eine neue Software
problemlos ins Gerät zu laden.
F
Program Select-Buchse
Diese Buchse dient zum Anschluss externer Schalter und Taster zur
Auswahl der Programme 1-8. Alternativ können Sie hier einen LogikAusgang des Soundweb Control Ports anschließen.
G
MIDI OUT-Buchse
H
MIDI IN-Buchse
Diese Buchsen dienen zum Anschluss an weitere FDS-366-Geräte, um
simultan Program Changes, Backups oder Steuerungsfunktionen
auszulösen. Zudem können hier weitere BSS-Geräte zur PC-Steuerung
angeschlossen werden.
J
Band-Ausgänge (6)
Die Audioausgänge des FDS-366 sind elektronisch symmetriert. Pin 1
Schirm/Masse Pin 2 Signal Hot (+) Pin 3 Signal Cold (-)
K
Kanal-Eingänge (3)
Die Audio-Eingänge des FDS-366 sind elektronisch symmetriert.
Zusätzlich ist eine Übertrager-Symmetrierung als Nachrüstsatz
erhältlich.
Pin 1 Offene Schaltung
Pin 2 Signal Hot (+)
Pin 3 Signal Cold (-)
- 27 -
FDS-366
10.0 Anschlüsse - Netzanschluss
Netzanschluss
,
WICHTIG: Die Leitungen im Netzkabel sind nach folgendem Farbcode
belegt.
Grün und Gelb = Erde
Blau = Neutral
Braun = Live
Falls die Farben der Leitungen im Netzanschlusskabel nicht mit den
entsprechend gekennzeichneten Anschlüssen am Stecker übereinstimmen,
beachten Sie die folgende Anleitung:
1
Die grün & gelbe oder grüne Ader muss mit dem Anschlussverbunden
werden, der mit dem Großbuchstaben ‘E’, dem Erdungssymbol oder
ebenfalls mit der Farbkodierung grün & gelb oder grün gekennzeichnet
ist.
2
Die blaue Ader muss mit dem Anschluss verbunden werden, der mit
dem Großbuchstaben ‘N’ oder der Farbkodierung schwarz oder blau
gekennzeichnet ist.
3
Die braune Ader muss mit dem Anschluss verbunden werden, der mit
dem Großbuchstaben ‘L’ oder der Farbkodierung rot oder braun
gekennzeichnet ist.
WARNUNG! DIESES GERÄT MUSS GEERDET SEIN.
Die grün-gelbe Ader des Netzkabels muss immer mit dem Erdungspunkt oder
der Masse verbunden sein. Die Erdung dient zum einerseits zu Ihrem
persönlichen Schutz und sorgt andererseits für den ordnungsgemäßen Betrieb
im System: Intern ist die Erdung mit allen von außen zugänglichen
Metallteilen am Gerät verbunden. Jedes Rackgestell, das zur Montage des
Geräts dient, sollte mit demselben Massepunkt/Erdung verbunden sein.
,
Spannungsvorwahl
Geräte für den nordamerikanischen Markt sind mit einem speziellen 3Pol-Anschluss ausgestattet, der den lokalen Sicherheitsnormen
entspricht.
Der FDS-366 ist mit einem Schaltnetzteil ausgestattet, das sich durch hohe
Effizienz und geringe Wärmeproduktion auszeichnet. Dieses Netzteil
verarbeitet AC-Eingangsspannungen im Bereich von 100V AC bis 240V AC
(nominal) und muss in diesem Bereich nicht separat auf die aktuelle Spannung
eingestellt werden. Als minimale AC-Eingangsspannung gilt der Wert 90 Volt,
die maximal zulässige Spannung beträgt 264 Volt. Außerhalb dieses Bereich
treten Fehlfunktionen am Gerät auf (oder es fällt komplett aus).
Spannungen, die über dem Maximalwert liegen, können das Gerät ernsthaft
beschädigen. Bei Spannungen, die unter dem Minimalwert liegen, schaltet
sich das gesamte System aus. Der Flash-Memory im Gerät sorgt dafür, dass
alle Daten im Gerät im Fall einer Fehlfunktion erhalten bleiben.
- 28 -
FDS-366
Anschlüsse - Netzanschluss
AC PowerSicherung
,
Die anliegende Netzversorgung wird im FDS-366 über eine Sicherung in einer
Halterung auf der Rückseite abgesichert.
Im Fall eines Fehlers in der Netzversorgung, bei dem die Sicherung zerstört
wird, sollten Sie diese mit einer baugleichen 20mm x 5mm ‘T’-Sicherung (1A)
ersetzen, um das Gerät vor Beschädigungen und Brandgefahr zu schützen.
Ersatzsicherungen mit den entsprechenden Merkmalen sind im Lieferumfang
enthalten.
Für den weiteren, gesicherten Betrieb ist es von größter Wichtigkeit, dass die
genannten Spezifikationen strikt eingehalten werden.
Position der Hauptsicherung auf der Rückseite.
- 29 -
FDS-366
Anschlüsse - Audio
Audio
Der FDS-366 verfügt über drei symmetrische Eingänge und sechs
symmetrische Ausgänge, die sowohl zum Anschluss von symmetrischen wie
unsymmetrischen Geräten geeignet sind.
Anmerkung: Da die Ausgänge des FDS-366 für jedes beliebige Frequenzband
programmiert werden können, müssen Sie beim Anschluss an die Verstärker
äußerst sorgfältig vorgehen. Beim Anschluss von Basssignalen an HochtonTreiber können ernsthafte Schäden auftreten - solche Schäden sind nicht durch
die Garantie gedeckt.
Bitte überprüfen Sie Ihre Verkabelung, bevor Sie den Omnidrive in Betrieb
nehmen. Während der Erstinbetriebnahme sollten Sie die Ausgangspegel
langsam anheben und auf eventuelle Störgeräusche wie Brummen oder
Knistern achten, da dies ein Hinweis auf eine fehlerhafte Verkabelung sein
kann, die zu Schäden an Ihren Lautsprechern und/oder Verstärkern führt.
Symmetrische
Verkabelung
Idealerweise verwenden Sie immer hochwertige, geschirmte Audiokabel mit
zwei Adern zur Verkabelung der Ein- und Ausgänge. Die beiden Inputs sind
als symmetrische, weibliche XLR-Buchsen ausgeführt. Der Schirmung des
Input-Kabels muss von der Signalquelle zur Verfügung gestellt werden, da Pin
1 an den Inputs über einen Kondensator mit niederer Kapazität isoliert wird,
um bestmöglichen Schutz vor Masseschleifen bei gleichzeitig guter EMCPerformance zu bieten.
Signalquelle
Omnidrive-Eingang
Die Ausgänge sind als symmetrische, männliche XLR-Buchsen ausgeführt,
wobei Pin 1 mit der Masse verbunden ist. Sowohl Pin 2 als auch Pin 3 können
als positive Signalleitung (‘hot’) genutzt werden, vorausgesetzt, die Ein- und
Ausgänge sind nach dem selben Standard belegt.
Omnidrive-Ausgang Endgerät
Signal Destination
- 30 -
FDS-366
Anschlüsse - Audio
Unsymmetrische
Verkabelung
Ein vollsymmetrisches System liefert sicherlich die besten Ergebnisse, ohne
dass die bei der Verkabelung von Audiogeräten typischen Probleme auftreten.
Wenn allerdings das Gerät, das den FDS-366 ansteuert, unsymmetrisch
arbeitet, empfiehlt es sich, den *Input *-Stecker zum FDS-366 so zu
modifizieren, dass der Schirm an Pin 1 wahlweise mit Pin 2 oder Pin 3 (je
nach Verkabelungsschema des unsymmetrischen Geräts am Ausgang)
kurzgeschlossen wird.
Signalquelle
Omnidrive-Eingang
Wenn das Gerät, das an den *Ausgängen *des FDS-366 angeschlossen wird,
über unsymmetrische Eingänge verfügt, empfiehlt es dennoch der Einsatz
symmetrischer (bzw. zweiadriger, geschirmter) Kabel. Bei diesen Kabeln
sollte der Schirm an den Ausgängen des FDS-366 jeweils mit Pin 1, der Pin
‘Cold’ mit der Masse des unsymmetrischen Eingangs (0V) und der Pin ‘Hot’
mit dem unsymmetrischen Signal-Input verbunden werden. Zudem sollte
keine Verbindung zwischen dem Kabelschirm und der 0V/Gehäusemasse des
unsymmetrischen Geräts bestehen. Wenn Sie dieses Verkabelungsschema
strikt verfolgen, werden potentielle Brummschleifen durchSignalströme auf
dem Kabelschirm vermieden.
Omnidrive-Ausgang Endgerät
Signal Destination
Anmerkung: Bei allen Schaubildern ist Pin 2 der Signalphase ‘Hot’ bzw. Pin 3
der Signalphase ‘Cold’ zugeordnet: Je nach Anwendung muss diese
Normierung eventuell umgekehrt werden.
- 31 -
FDS-366
Anschlüsse - Serial Controller-Anschlüsse
MIDI
RS232 Serial
Auf der Rückseite befinden sich genormte 5-Pin DIN-Buchsen für MIDI In und
Out. Mit Hilfe dieser Anschlüsse lassen sich Programme laden, Geräte
parallel steuern oder MIDI-System-Exklusiv-Daten als Dump übertragen.
Verwenden Sie ausschließlich Standard-5-Pin-DIN-MIDI-Kabel.
Über den RS-232-Anschluss lassen sich Flash-Memory-Updates (sobald
Updates der System-Firmware auf unserer Webseite “www.bss.co.uk” zur
Verfügung stehen) von einem PC übertragen und andere
Softwareanwendungen wie Smaart oder Soundbench zur Steuerung des FDS366 nutzen.
Bei dem Kabel, mit dem das erste Gerät an den PC angebunden wird, sollte es
sich um ein *Null-Modem*-Kabel handeln. Wenn Sie ein geeignetes Kabel
selbst herstellen möchten, verbinden Sie zwei weibliche 9-Pol-D-TypSteckerfolgendermaßen miteinander:
Pin 2 - auf - Pin 3
Pin 3 - auf - Pin 2
Pin 5 - auf - Pin 5
RS485 Serial
RS-485 Serial Durch die RS-485-Anschlüsse können Omnidrives über längere
Strecken hin miteinander kommunizieren (für Program Changes oder zu
Steuerungszwecken). Wenn Sie den Omnidrive in einer Entfernung von mehr
als 15 Metern vom PC betreiben müssen, verwenden Sie die RS-485Anschlüsse, die im FDS-366 integriert sind.
Die beiden RS-485-Anschlüsse im FDS-366 sind parallel verkabelt, um die
Anbindung der Geräte untereinander zu erleichtern. Für ein entsprechendes
Kabel benötigen Sie zwei männliche 9-Pol-D-Typ-Stecker, die
folgendermaßen verbunden werden:
Pin 4 - auf - Pin 4
Pin 5 - auf - Pin 5
Pin 3 - Kabelschirm
Pin 3 - to - Pin 3 (Optional - nur wenn Fehler in der Schirmung
auftreten)
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in Kapitel 21.0 Serielle
Kommunikation
- 32 -
FDS-366
Anschlüsse - Program Select-Port
Program Select
Port
Über den Program Select-Port ermöglicht die externe Anwahl der ersten acht
Programme, die im Gerät gespeichert sind. Dazu wird das entsprechende Pin
am Program Select-Port mit Pin 9 kurzgeschlossen, um das zugehörige
Programm zu laden. Der Port schaltet bei ‘fallender Flanke’ um, was
bedeutet, dass das Programm aktiviert wird, wenn die Spannung absinkt. Das
stellt die beste Möglichkeit dar, Program Changes anzusteuern.
Um beispielsweise Program 6 zu laden, wird Pin6 auf Pin 9 kurzgeschlossen.
Port-Belegungsschema
Auf diese Weise lassen sich bis zu 8 Schaltoptionen erzielen, von denen wir
Ihnen exemplarisch zwei Konfigurationsbeispiele vorstellen.
Schaltung über acht Direktabgriffe (siehe oben) oder über einen Drehschalter
mit einem Direktabgriff (siehe unten).
Der BSS Soundweb-’Control Port’ kann zur Ansteuerung dieser Program
Changes genutzt werden, indem den ‘Logic Outs’ des Control Port LEDs
zugewiesen und ‘Parameter Presets’ zur Programmumschaltung genutzt
werden. Beachten Sie, dass die LED-Darstellung umgekehrt werden müsste,
um korrekte Resultate zu erzielen.
- 33 -
FDS-366
Der FDS-366
Omnidrive Compact Plus
in der Praxis
- 34 -
FDS-366
11.0
Vorderseite
A
STORE /ENTER -Taste
Die Programmdaten werden wahlweise im internen Memory oder auf
einer PC Card gespeichert, wenn Sie diesen Taster auslösen.
Gleichzeitig dient dieser Taster als ENTER-Taste zur Bestätigung
verschiedener Programmierungsschritte.
B
RECALL-Taste
Programmdaten werden wahlweise aus dem internen Memory oder von
einer PC Card ins Gerät geladen, wenn Sie diesen Taster auslösen.
C
Navipad
4-Wege-Steuerungstaster zur Auswahl von Parametern, die in der LCDAnzeige dargestellt werden. Mit ^und v wechseln Sie zwischen den
Parametern, die Sie für den aktiven Kanal einstellen; mit < und >
stellen Sie den Wert des angewählten Parameters ein oder navigieren,
in einigen Fällen, nach links oder rechts (beispielsweise in den EQScreens).
D
Haupt-Display
Der Haupt-LCD-Schirm blendet die momentan zur Editierung
angewählten Parameter in numerischer und grafischer Form ein. Wenn
Sie keine Editierungen durchführen, kann der Screen auch einen
allgemeinen Systemüberblick oder ein Marken-Logo anzeigen.
E
Endlosdrehregler
Der Endlosdrehregler arbeitet direkt mit den Navipad-Tastern
zusammen und dient zur Eingabe oder Auswahl von Informationen bzw.
dazu, zwischen den Screens hin- und herzuspringen. Wenn Sie den
Regler gedrückt halten, wird nach wenigen Sekunden wieder der
Ausgangs-Screen eingeblendet.
F
UTILS-Taster
Dieser Taster bietet direkten Zugriff auf die Parameter im Menü
Utilities.
G
Input Channel-Auswahltaster
Diese Taster bieten direkten Zugriff auf die Parameter der
Eingangskanäle.
- 35 -
FDS-366
Vorderseite
H
SUM-Taster
Dieser Taster bietet direkten Zugriff auf die Parameter der Input SumFunktion.
J
PC Card-Slot
Der Card-Slot dient zum Speichern/Laden von Programmdaten auf/von
einer Standard-Typ2-PC Card. Beachten Sie, dass die Karte nur zu etwa
einem Drittel in den Slot eingeführt wird.
K
Mute-Taster
Wenn Sie diesen Taster auslösen, wird der zugeordnete Band-Ausgang
an-bzw. ausgeschaltet. Die Mute-Taster leuchtet rot, wenn der Ausgang
auf MUTE geschaltet ist. Der Mute-Status wird innerhalb der
Programme mitgespeichert.
L
Gain-Regler
Jedes Ausgangsband kann im Pegelbereich zwischen -6 dB bis +6 dB
angepasst werden. Bei Bedarf können die Einstellungen zur GainAnpassung im Rahmen der Programme mitgespeichert werden.
M
Output Channel-Auswahltaster
Mit diesen Tastern öffnen Sie den Edit-Screen für den entsprechenden
Kanal. Der Taster leuchtet, wenn der Ausgang editiert wurde.
N
Output-Meter
Die Anzeige ist auf die Einstellung des Limiter-Thresholds kalibriert.
Output
section
Output-Sektion
- 36 -
FDS-366
`
12.0 Navigation
Das Navipad
Das Navipad
Links neben dem Display liegt ein 4-Wege-Wippschalter. Mit diesem Schalter
können Sie durch die verschiedenen Screens navigieren und einzelne
Parameter auswählen (^/v), um den Wert dieses Parameters dann genau
einzustellen (< und >). Wenn der Parameter nicht numerisch angelegt ist,
können Sie mit den Tastern zwischen den verschiedenen Optionen in einer
Liste auswählen.
Der Endlosdrehregler
Rechts neben dem Display liegt ein Endlosdrehregler, mit dem Sie die Werte
auf dem Screen verändern. Wenn Sie diesen Regler mehrmals drücken,
schalten Sie zwischen den Ein- und Ausgängen bzw. den Utility-Modi (nur
wenn Utility bereits angewählt war) um. Wenn der Regler gedrückt gehalten
Der Endlosdrehregler
und verändert wird, können Sie schnell zwischen den einzelnen Modi
wechseln. Wenn Sie den Regler nur gedrückt halten, wird wieder der
Ausgangs-Screen geöffnet.
Die Taster auf der Frontplatte bieten direkten Zugriff auf die Hauptfunktionen
des FDS-366.
Utilities- und Input-Sektion
In der Mitte der Frontplatte, direkt neben dem Endlosdrehregler, befinden sich
die Taster, mit deren Hilfe Sie die Utilities (_UTILS_) und die vier Input-Modi
( A,B, C und SUM ) zur Editierung anwählen.
Auf der rechten Seite der Frontplatte befinden sich die Bedienelemente für die
Ausgangskanäle. Insgesamt stehen sechs Ausgänge zur Verfügung, die jeweils
über einen Edit-Selection-Taster, einen Gain-Regler sowie über einen MuteSchalter verfügen.
Output-Sektion
Zur Programmierung der einzelnen Funktionen des FDS-366 Omnidrive lösen
Sie den entsprechenden Mode-Taster aus (UTILS für die Utility-Funktionen,
Input oder Output -Auswahltaster wie oben dargestellt). Mit Hilfe der beiden
Haupt-Regler wählen Sie dann den gewünschten Screen aus, um die
zugehörigen Parameter zu editieren. Durch dieses Prinzip ist eine hohe
Flexibilität in der Bedienung gewährleistet.
- 37 -
FDS-366
13.0 Default Screen
Zeichen für
nicht-gesicherte
Änderungen
ProgrammNummer und
Name
Owner Lock
Kennlinien
der
Ausgangsbänder
Nach dem Einschalten führt der FDS-366 einige interne Funktionsprüfungen
durch und konfiguriert den Audio-Signalweg, bevor die Output-Mute-Relais
umgeschaltet werden. Dieser Vorgang dauert einige Sekunden. Während
dieser Zeit wird die Version des installierten Betriebssystems kurz
eingeblendet. Wenn der FDS-366 eingerichtet ist, wird der sogenannte
Default-Screen eingeblendet: Hier wird der Ausgangsstatus im Gerät
dargestellt.
Wenn der Modus Lock Out in den Utilities aktiv ist “On”, wird der DefaultScreen durch eine Darstellung des BSS-Logos oder eines anderen,
anwenderspezifischen Logos ersetzt lesen Sie dazu den Abschnitt über das
Einladen eigener Logos zur Personalisierung Ihres Omnidrive.
Der untere Bereich des Displays stellt die Kennlinien der Output-Bänder dar.
Jede Kennlinierepräsentiert den Frequenzgang der Hoch- und TiefpassCrossover-Rolloffs sowie die zugeordneten EQ-Filter (sofern diese nicht
verborgen sind).
- 38 -
FDS-366
14.0 Kurzanleitung
i
In diesem Kapitel ist die Inbetriebnahme des FDS-366 Omnidrive
beschrieben. Wenn Siesich über die Funktionsmöglichkeiten dieses Geräts
nicht sicher sind, sollten Sie dieses Handbuch in jedem Fall sorgfältig
durchlesen, bevor Sie den Omnidrive für den Ernstfall einsetzen. Bei dem
FDS-366 handelt es sich um ein sehrleistungsfähiges, aber auch sehr
spezifisches Gerät. Daher sind gewisse Kenntnisse über das grundlegende
Prinzip von Audio-Verstärkersystemen sowie über die Art und Weise, wie
sich der Omnidrive in diese Systeme integriert, in jedem Fall erforderlich,
um die bestmöglichen Resultate zu erzielen. Wenn Sie mit dem
grundlegenden Aufbau solcher Systeme vertraut sind, sollte Ihnen die nun
folgende Kurzanleitung bereits genügen, um die Möglichkeiten des
Omnidrive schnell und einfach nutzen zu können.
Ausführliche Informationen zu den nun beschriebenen Funktionen finden Sie
in den jeweiligen Kapiteln in diesem Handbuch.Zudem finden Sie Hinweise
auf weitere, anspruchsvollereFunktionen, die an anderer Stelle beschrieben
werden.
Verkabelung
Audio-Verkabelung
Die Audio-Verkabelung sollte *vor *dem Einschalten des Geräts angelegt
werden. Alle Ein-und Ausgänge sind elektronisch symmetriert, wobei Pin 2 die
+-Phase (‘hot’) überträgt: Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Systemverkabelung
mit diesem Standard konform ist.
Die Ausgänge der Quellgeräte (z.B. Mischpult) sollten für analoge
Stereosignale mit den Eingängen A&B bzw. bei Digitalsignalen mit dem AESInput A am FDS-366 verbunden werden.
Die Ausgangskanäle des FDS-366 dienen zur Ansteuerung der VerstärkerSysteme, die mit den für diese Frequenzbänder geeigneten Lautsprechern
verbunden sind - die einzelnen Bänder werden im Omnidrive eingerichtet.
Führen Sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Audiosignale durch das Gerät.
,
Netzanschluss_
Der FDS-366 verfügt über ein universelles Schaltnetzteil. Schließen Sie den
FDS-366 mit dem mitgelieferten Netzkabel an einer geeigneten Steckdose an.
Daraufhin schaltet sich das Gerät automatisch ein (es gibt keinen separaten
On/Off-Schalter). Im Display wird dann der Default-Screen, das aktuelle
Programm (sofern ein Programm ausgewählt wurde) sowie eine
Gesamtübersicht über die Frequenz-Kennlinien eingeblendet.
- 39 -
FDS-366
Kurzanleitung
Arbeiten mit einem
vorkonfigurierten
Programm
•
Program recall
Wenn der FDS-366 bereits mit einem geeigneten Programm vorkonfiguriert
wurde, müssen Sie lediglich den Recall-Modus anwählen, um die ProgrammEinstellungen auf die internen Parameter zu übertragen.
!
Beachten Sie, dass unterschiedliche Programme für Ihr System
ungeeignete Routings und EQ/Limiter-Einstellungen enthalten könnendaher sollten Sie bei der Programmauswahl besonders vorsichtig
vorgehen.
Drücken Sie RECALL. Wählen Sie das geeignete Programm mit Hilfe des
Endlosdrehreglers über seine Nummer und seinen Namen aus und drücken Sie
erneut RECALL.
Programme, die mit dem Rautensymbol gekennzeichnet sind, sind ‘OEM’Programme, die in der Regel für spezielle Anwendungen bzw. Systeme
vorkonfiguriert wurden. Bei Programmen, die mit einem Schloss-Symbol
gekennzeichnet sind,handelt es sich um sogenannte ‘Owner’-Programme.
Diese beiden gesicherten Programm-Typen erlaubennur beschränkten Zugriff
auf die Funktionen im Gerät.
Einige Geräte sind jedoch nur für ein bestimmtes Programm gesperrt, bei dem
die meisten Regler deaktiviert sind, das Gerät selbst jedoch bereits
einsatzbereit ist.
•
Laden eines Programms von einer PC Card
So laden Sie ein Programm von einer PC Card:
1
Schieben Sie die Card in den Slot auf der Frontplatte des FDS-366.
2
Drücken Sie den Taster RECALL.
3
Drücken Sie den Taster ’v’ auf dem Navipad-Wippschalter, um den
Eintrag “Int” anzuwählen (unterlegt dargestellt): Wählen Sie nun mit
dem Endlosregler die Option “6Prg” (oder “6All”, um alle Programme
von der Card zu laden) aus.
4
Drücken Sie den Taster ’^’, um zur Datenauswahl zu gelangen, und
wählen Sie mit dem Endlosregler das gewünschte Programm aus.
5
Lösen Sie nun erneut den Taster RECALL aus, um die
Programmeinstellungen ins Gerät zu laden. Die Optionen 5Prg und 5All
dienen zum Einladen von FDS-355-Programmen, die der FDS-366
einlesen kann (weitere Informationen dazu im Kapitel ‘Einsatz einer
PC Card’).
Akustische Inbetriebnahme:
Nach Auswahl des geeigneten Omnidrive-Programms für die aktuelle
Anwendung ist es an der Zeit, Audiosignale an den Eingängen des Geräts
einzuspeisen. In der Werkseinstellung sollten alle Mute-Taster in den
Ausgangs-Sektionen rot leuchten (die Kanäle sind stummgeschaltet). Um das
Signal abzuhören, sollten Sie entsprechend den Mute in einem Kanal nach
dem anderen deaktivieren und überprüfen, ob das ausgegebene Signalauch für
das angesteuerte Lautsprechersystem geeignet ist. Stellen Sie nun die TrimPegel nach
Bedarf ein, um das gewünschte Lautstärkeverhältnis herzustellen. Auf den
nächsten Seiten finden Sie eine kurze Erklärung, wie Sie die Parameter des
Omnidrive einstellen.
- 40 -
FDS-366
Kurzanleitung
Einstellen des
Systems
Der erste Schritt besteht darin, die Grundkonfiguration des FDS-366einzustellen.
Legen Sie fest, ob das Gerät wahlweise als Stereo-Weiche mit drei Wegen,
mono mit bis zu 6 Wegen oder als 3-Kanal/2-Weg-System betrieben werden
soll.
•
Konfiguration
Der FDS-366 bietet als Ausgangspunkt 4 Modi, über die das Gerät konfiguriert
werden kann:
”Mono” - Mono 6-Wege
“LLMMHH” - Stereo 3-Wege (ähnlich dem FDS-355-Routing)
“LMHLMH” *- *Stereo 3-Wege
“LHLHLH” - 3-Kanal/2-Wege
Öffnen Sie im Default-Screen das Menü Utilities, indem Sie den Navipad-Taster
^ oder den Taster Utils auslösen. Scrollen Sie, falls nötig, durch das UtilitiesMenü, um den “Configuration”-Screen auszuwählen.
Wählen Sie mit dem Endlosregler die gewünschte Option aus.
ANMERKUNG: Wenn Sie die Konfiguration verändern, fordert das Gerät eine
Bestätigung für diesen Vorgang an. Wenn Sie nun den Taster ‘*ENTER*’
auslösen, ändert das Gerät den Modus und stellt die *Default Values*
(Ausgangswerte) für diese Konfiguration her. Es empfiehlt sich, das aktuelle
Programm vor der Auswahl einer neuen Konfiguration mit ‘Store’
abzuspeichern, sofern Sie an diesem Programm Änderungen vorgenommen
haben.
Beachten Sie zudem, dass die Mutes in allen Audio-Ausgängen prinzipiell
immer aktiv sind: Da es sich allerdings bei den Mutes um die letzte Funktion
handelt, die während der Programmänderung ausgeführt wird, ist es möglich,
dass Sie das Audiosignal zeitweise hören. Aus diesem Grund ist es
empfehlenswert, alle Pegelsteller am Gerät herunterzuregeln, während die
neue Konfiguration geladen wird, um eventuelle Schäden am LautsprecherSystem zu vermeiden._
Wenn die Konfiguration geladen ist, können Sie die Crossover-Punkte, die
individuellen Band-Delays, den EQ, den DEQ und die Limiter-Parameter
einstellen.
•
Einstellen der Crossover-Punkte
1
Wählen Sie das zu bearbeitende Band über den Output Select-Taster im
zugehörigen Kanal aus.
2
Drücken Sie die Navipad-Taster ^/v , bis der erste Crossover-Screen
(‘Low’-Flanke) eingeblendet wird.
3
Wählen Sie mit Hilfe des Endlosreglers die Filterkennlinie aus den
verfügbaren Typen aus. Wählen Sie zwischen Butterworth (Butt), Bessel
(Bess) und Linkwitz-Riley (L-R) sowie die geeignete Flankensteilheit aus.
4
Lösen Sie den Navipad-Taster ^ aus, um die Frequenz des Xover Punktes
anzuwählen und geben Sie diese Frequenz über denEndlosregler ein.
5
Mit dem Taster ^ wechseln Sie dann auf den Screen für die High Flanke
und -Frequenz.
•
Zuordnen der Band-Delays
- 41 -
FDS-366
Kurzanleitung
Wählen Sie über die Navipad-Taster ^/v den Delay-Screen aus. Das Delay
wird über den Endlosregler eingestellt.
Die Einheit für die Darstellung und Editierung des Delays wird in der
Werkseinstellung in ‘Meter’ angegeben, allerdings können Sie die Maßeinheit
über den Parameter “Delay Units” in den Utilities auch auf Millisekunden
(ms), Fuß/Zoll (ft) oder Frames pro Sekunde (fps) umstellen.
Die Bänder können zudem über die Funktion “Delay Link” verkoppelt
werden, so dass sich mehrere Ausgänge über einen einzigen Delay-Parameter
einstellen lassen.
•
Einsatz der EQs
Wählen Sie über die Navipad-Taster ^/v den EQ-Screen aus. Zuerst kann die
EQ Shape (Filtertyp) editiert werden. Der Filtertyp für den EQ wird mit dem
Endlosregler aus folgenden Optionen ausgewählt:
High Shelf mit 12-dB-Flanke (Hi12)
High Shelf mit 6-dB-Flanke (Hi6)
Bell
Low Shelf mit 6-dB-Flanke (Lo6)
Low Shelf mit 12-dB-Flanke (Lo12)
Navigieren Sie mit dem Navipad zu den anderen EQ-Parametern, um diese
einzustellen:
-
Filterfrequenz (kHz)
Cut/Boost (dB)
Filtergüte (Oct) (nur bei Bell-EQs)
Wenn der EQ eingestellt ist, lösen Sie erneut den Taster ^ aus, um einen
weiteren EQ zuzuordnen (falls nötig).
•
Einsatz der Limiter
Mit den Limitern des FDS-366 sind folgende Parameter verknüpft, über die
Sie:
-
Den Limiter (de-)aktivieren (On/Off)
Den Limiter-Threshold (Thr) einstellen
Die Attack&Release-Zeiten (Atk & Rel) einstellen
Den Brickwall-Limiter-Overshoot (Over) einstellen
Die Output-Meters sind auf den Threshold kalibriert, so dass der ThresholdWert auch dann die Nominal-Referenz ‘0’ auf den Meters bestimmt, wenn die
Limiter inaktiv sind. Der Threshold wird in dBu angezeigt, kann jedoch über
den Screen ‘Limiter Units’ in den Utilities auf mV umgeschaltet werden..
•
Abspeichern der Einstellungen
- 42 -
FDS-366
Quick Start Guide
Wenn Sie den Omnidrive konfiguriert haben, sollten Sie diese Einstellungen
in jedem Fall speichern, so dass sie nicht verloren gehen bzw. sich wieder
einladen lassen, wenn die Stromversorgung zum Gerät unterbrochen wird.
Drücken Sie den Taster STORE, um den Store-Modus zu aktivieren.
Wählen Sie einen nichtbelegten Programmplatz aus der Liste aus, woraufhin
der Omnidrive den Cursor in den Namensbereich auf dem Screen setzt.
Geben Sie einen geeigneten Namen für Ihr Programm über den Endlosregler
(Auswahl für das Zeichen) und die Navipad-Taster </> (Auswahl der
Zeichenposition) ein.
Nach der Eingabe lösen Sie erneut den Taster STORE aus. Daraufhin fragt der
Omnidrive, ob Sie das Programm mit einer Sperre speichern möchten, um ein
versehentliches Überschreiben des Speicherplatzes zu verhindern. Wählen Sie
zwischen den Optionen “Locked” bzw. “Unlocked” und lösen Sie den Taster
STORE ein letztes Mal aus, um die Einstellungen in den Speicher zu
übertragen.
Gesperrte Programme werden durch ein Schlüssel-Symbol gekennzeichnet,
das direkt neben dem Namen des Programms eingeblendet wird.
Diese Kurzanleitung dient in erster Linie dazu, Ihnen den Einstieg sowie die
Bedienung der Grundfunktionen des FDS-366 Omnidrive zu erleichtern.
Allerdings bietet das Gerät weit mehr Funktionen wie den dynamischen EQ,
die Phasenanpassung, die Umkehrung der Polarität und das Gain, die in dem
Kapitel ‘Output-Kanäle’ in diesem Handbuch beschrieben werden. Beachten
Sie zudem, dass die Funktionen EQ, Gain und Delay auch in den InputKanälen zur Verfügung stehen und entsprechend im Kapitel ‘Input-Kanäle’
beschrieben werden.
- 43 -
FDS-366
15.0 Kurzreferenz - Wie kann ich ...
Delays zum
LautsprecherAbgleich nutzen
Das Beste ist es in diesem Fall, sich über die physikalischen Positionen der
Lautsprechertreiber innerhalb der Gehäuse zu informieren. Wenn Sie die
exakten Positionen nicht kennen, können Sie auch mit Schätzungen arbeiten,
was allerdings etwas länger dauern dürfte. Stellen Sie sich zum Beispiel eine
3-Wege-Box mit einem 12"-Membranlautsprecher, einem 2"-Horn
mitKompressionstreiber sowie einem 1"-Hochtontreiber vor.
Der Lautsprechertreiber mit der größten Entfernung zur Vorderseite der Box ist
sicherlich das 2"-Horn, so dass die beiden anderen Treiber über ein Delay um
den Betrag verzögert werden müssen, bis die Audioenergie den äußeren
Bereich des Horns erreicht. Der Versatz kann
300 mm betragen. Ziehen Sie von diesem Betrag dieser Entfernung zwischen
Frontplatte und Tieftontreiber ab (sagen wir 120 mm): Entsprechend muss das
Delay auf 180 mm eingestellt werden. Wiederholen Sie diesen Vorgang für
den 1"-Hochtontreiber, dessen Treiber in der Regel die geringste Entfernung
zur Frontplatte hat und der entsprechend auf einen längeren Delay-Wert
eingestellt werden muss.
Alternativ können Sie diesen Vorgang mit Hilfe der Messungen des Alignment
Assistant vereinfachen (im Abschnitt ‘Alignment Assistant’ im Kapitel
“Utilities” finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema).
Die relativen
Delays erhalten,
wenn ich eine
Group verzögere
Ein Band
benennen
Diese Option bietet sich im Modus ‘Delay Link’. Alle Bänder können beliebig
gelinkt werden, so dass das zugeordnete Delay die verkoppelten Bänder
gleichmäßig verzögert. Das bedeutet, dass die relativen
Versätze zwischen den Gehäusen ohne Veränderung der Driver-Alignments
bearbeitet werden können. Wählen Sie das zu verknüpfende Output-Band aus
und steppen Sie mit dem Navipad-Taster ^ durch die Screens, bis Delay Link
eingeblendet wird. Wenn Sie den Endlosreglermwählen Sie zwischen allen
möglichen Optionen aus (alle Bänder, die von demselben Eingang gespeist
werden). Die Anzeige blendet die gelinkten Bänder anschließend ein.
Der FDS-366 verfügt über eine Preset-Liste mit vorgefertigten Bezeichnungen,
aus der Sie den geeigneten Namen für Ihr System-Layout auswählen.
Beispielsweise kann Output 1 in Subs umbenannt werden. Führen Sie dazu
folgende Schritte aus:
•
Wählen Sie Output 1 über den zugehörigen Output-Select-Taster
oder durch Drücken des Endlosdrehreglers (bis die Option Output 1
erscheint) aus.
•
Mit Hilfe der Navipad-Taste v wählen Sie den Screen Name aus (sofern
dieser nicht bereits eingeblendet wird).
•
Wählen Sie mit den Endlosregler einen geeigneten Namen für diesen
Ausgang aus. Dieser Name wird automatisch im oberen Bereich des
Displays übernommen, wenn ein neuer Screen ausgewählt wurde.
- 44 -
FDS-366
Kurzreferenz - Wie kann ich ...
Ein Band auf
Fullrange
umschalten
Der Parameter ‘Xover Adjust’ muss in den Utilities von “Both” auf “Edge”
umgeschaltet werden. Wenn Sie den Taster UTILS auslösen, während ein
Crossover-Edit-Screen geöffnet ist, wird ‘Xover Adjust’ angewählt.
1
2
3
4
5
Klangregelung für
ConstantDirectivity-Hörner
Wählen Sie das zu bearbeitende Band über den zugehörigen Output
Select-Taster aus.
Wählen Sie mit den Navipad-Tastern _^/v_ die Xover-Frequenz für die
untere Band-Grenze aus (“Low Freq”).
Drehen Sie den Endlosregler gegen den Uhrzeigersinn, bis im Display
der Eintrag “OUT” eingeblendet wird: In der grafischen Darstellung
wird die untere Grenze nun als horizontale Linie dargestellt (kein Rolloff).
Drücken Sie den Navipad-Taster_ ^_ zweimal, um den Screen für die
Xover-Frequenz der oberen Grenze zu öffnen (“High Freq”).
Drehen Sie den Endlosregler im Uhrzeigersinn, bis im Display der
Eintrag “OUT” eingeblendet wird: Das Band wird nun “flat” eingestellt
und als horizontale Linie über die Anzeige dargestellt.
Hörner mit einer Constant Directivity müssen häufig mit dem EQ bearbeitet
werden, um ihren Frequenzgang zu erweitern. In den meisten Fällen handelt
es sich dabei um einen relativ einfachen EQ, wie z.B. einen High-PassShelving-Filter mit einem relativ flachen Flanke (6 dB pro Oktave).
So schalten Sie den CD-EQ zu:
1
2
3
4
5
6
7
Laden eigener
Logos
Wählen Sie das zu bearbeitende Band über den zugehörigen Output
Select-Taster oder durch Drücken des Endlosdrehreglers (bis der Kanal
eingeblendet wird) aus.
Drücken Sie die Navipad-Taster ^/v, bis Sie einen freien EQ
erreichen.
Wählen Sie das ‘Flanken’-Symbol im oberen Bereich des Screens an
und wählen Sie über den Endlosregler einen 6-dB-Hi-Pass-Filter aus
(siehe Abbildung links).
Drücken Sie den Navipad-Taster <, um auf die EQ-Frequenz
zuzugreifen.
Stellen Sie die Frequenz mit dem Endlosregler auf etwa 2 kHz ein
(informieren Sie sich bei Ihrem Hersteller über die Frequenz- und BoostAnforderungen für Ihr System).
Drücken Sie den Navipad-Taster >, um den EQ-Parameter Cut/Boost
aufzurufen und stellen Sie mit dem Endlosregler eine Anhebung von
ungefähr 6 dB ein.
Unter Umständen müssen die Parameter noch genau angepasst werden,
um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Über das Programm 366Load.exe können Sie eigene Logos in den FDS-366
laden (Programm-Download unter www.bss.co.uk).
•
Diese Logos müssen nach dem Standard .GIF 87a (non-interlaced)
formatiert sein.
•
Der Screen im FDS-366 ist auf eine Größe von 128x56 Pixel und zwei
Farben beschränkt.
•
Die Logos sollten daher mit weißer Farbe auf schwarzem Hintergrund
angelegt werden.
- 45 -
FDS-366
Programmfunktionen
von Funktionen
im Detail
- 46 -
FDS-366
16.0 Programmfunktionen
Der FDS-366 verfügt über 60 interne Programmspeicherplätze, was für die
meisten Anwendungen genügen sollte. Dennoch empfiehlt es sich, Ihre
Programme zu sichern. Dazu bieten sich verschiedene Möglichkeiten:
Programme können wahlweise auf einer PC Card (weitere Informationen zu
diesem Thema finden Sie im nächsten Kapitel) gespeichert oder via MIDIDump auf einen anderen FDS-366 oder einen Computer/MIDI-Datenspeicher
übertragen bzw. von dort geladen werden.
Das Speichern und Laden von Programmen steht jederzeit über die Taster
STORE und RECALL links neben dem Display zur Verfügung, unabhängig
davon, ob Backup und Swap aktiviert wurde (weitere Informationen zu dieser
Funktion im Kapitel ‘Utilities’).
ANMERKUNG: Wenn das Gerät eine Bestätigung für eine bestimmte Aktion
fordert, können Sie diese mit dem Taster STORE/ENTER eingeben, ohne dass
dabei die STORE-Funktion geöffnet oder ausgelöst wird.
Einladen eines
Programms
Mit dem Taster RECALL öffnen Sie den Recall-Screen.
Mit dem Endlosregler wählen Sie die zu ladende Programmnummer (unterlegt
dargestellt) oder den internen Speicher oder die PC Card (unterlegt dargestellt)
aus.
Mit den Tastern ^/v schalten Sie zwischen der Programmnummer und dem
Recall-Typ um.
Der FDS-366 kann neben den eigenen Programmen auch Daten des FDS-355
einladen, wenngleich Programme für den FDS-355 in das neue Layout und die
Parameterfolge des FDS-366 umgewandelt definieren.
Int
Recall bezieht sich auf Programme im internen Speicher des Geräts.
5Prg
Recall bezieht sich auf das momentan angewählte Programm auf einer PC
Card, die in den Slot auf der Front des Geräts eingeführt ist (und für den FDS355 formatiert ist).
5All
Recall bezieht sich auf alle Programmdaten auf der PC Card im Slot auf der
Frontplatte des Geräts (die für den FDS-355 formatiert ist).
6Prg
Recall bezieht sich auf das momentan angewählte Programm auf einer PC
Card, die in den Slot auf der Front des Geräts eingeführt ist (und für den FDS366 formatiert ist).
6All
Recall bezieht sich auf alle Programmdaten auf der PC Card im Slot auf der
Frontplatte des Geräts (die für den FDS-366 formatiert ist).
Wenn das gewünschte Programm ausgewählt ist, drücken Sie erneut den
Taster RECALL, um es einzuladen. Das Gerät gibt eine Meldung aus, dass die
Daten eingeladen werden und blendet den Default Screen ein, wenn der
Ladevorgang abgeschlossen ist.
Um den Recall-Screen ohne Einladen eines Programms zu verlassen, drücken
Sie irgendeinen Taster auf der Front mit Ausnahme des Navipads.
- 47 -
FDS-366
Programmfunktionen
Speichern eines Programms
STORE type
Program Lock status
Programm mit Owner Lock
Programm mit OEM &
Owner Lock
Programm mit OEM Lock
Programmnummer
Programmname
Machen Sie sich mit der Speichermethode für Programme vertraut, da Sie nur
über diese Funktion Änderungen, die Sie in Ihrem System-Setup vorgenommen
haben, abspeichern können.
Program lock
•
Mit dem Taster STORE öffnen Sie den Store-Screen.
•
Lösen Sie die Taster ^/v aus (oder drücken Sie den Endlosregler), um
innerhalb des Programmnamens als auch zwischen dem
Programmnamen und dem Speichertyp (links neben dem Namen) zu
navigieren.
•
Wenn die Programmnummer unterlegt dargestellt wird, können Sie mit
dem Endlosregler zwischen den Programmen 1-60 umschalten.
•
Wenn einzelne Zeichen innerhalb des Programmnamens unterlegt
dargestellt werden, schalten Sie mit dem Endlosregler zwischen den
verfügbaren Ziffern um. Beachten Sie, dass sich PC Cards nur etwa bis
zu Zeichenabstand im Namen bei editierten Programmen (oben im
Screen) größer ist als bei den anderen Programmnamen auf dem
Screen.
Diese Funktion steht für jedes gespeicherte Programm zur Verfügung. Die
letzte Stelle im Programmnamen ist für den Program Lock reserviert. Wenn
ein Programmname zusammen mit einem Schlüssel-Symbol (auf der rechten
Seite) dargestellt wird, kann auf diesem Speicherplatz weder ein neues
Programm noch eine editierte Version des aktuellen Programms gespeichert
werden.
Wenn Sie versuchen, ein gesperrtes Programm zu überschreiben, blendet das
Gerät die Meldung “Program Locked!” ein: Zudem wird das Schlüssel-Symbol
unterlegt dargestellt und eröffnet Ihnen die Möglichkeit, die Sperre
aufzuheben, um das vorhandene Programm dennoch zu überschreiben. Um
die Sperre aufzuheben, drehen Sie den Endlosregler gegen den Uhrzeigersinn
oder lösen auf dem Navipad den Taster ’v’ aus.
Das Sperren eines Programms dient in erster Linie zum Schutz vor
versehentlichem Löschen oder Überschreiben einer gespeicherten Datei. Der
Lock-Status kann problemlos vom Anwender geändert werden, sofern das
Programm nicht über einen ‘OEM’- oder ‘Owner’-Lock geschützt ist. Diese
Typen können nicht überschrieben werden, so lange die Sperre nicht zuerst
über eine spezielle Methode aufgehoben wurde. Weitere Informationen über
‘OEM’- und ‘Owner’-Locks finden Sie im Kapitel Utilities.
- 48 -
FDS-366
Programmfunktionen
Store-Typ
Das Gerät bietet drei Optionen, wie Daten gespeichert werden können: Diese
Optionen werden über die Store-Typ-Meldung im oberen Bereich des Displays
angezeigt. Um die Store-Typ-Meldung auszuwählen (unterlegt dargestellt),
lösen Sie den Navipad-Taster ‘v’ aus, während die zugehörige
Programmnummer unterlegt dargestellt wird. Nun können Sie über den
Endlosregler den Store-Typ auswählen, der zur Speicherunggenutzt wird.
INT
So speichern Sie das Programm im internen Memory des Geräts.
6Prg
So speichern Sie das momentan angewählte Programm auf einer PC Card, die
im Slot auf der Front des Geräts eingeführt ist (und für den FDS-366 formatiert
ist).
6All
So speichern Sie alle Programmdaten auf einer PC Card, die im Slot auf
derFront des Geräts eingeführt ist (und für den FDS-366 formatiert ist).
Um den Program Lock auf ein gespeichertes Programm anzuwenden, bieten
sich folgende drei Methoden.
ANMERKUNG: Das Edit-Symbol (‘*’) wird eingeblendet, wenn ein Programm
(aus dem internen Speicher) im Vergleich zu seinem Ausgangsstatus (Recalloder Store-Status) nicht gespeicherte Änderungen aufweist. Wenn Sie das
Programm im internen Memory speichern, wird das Edit-Symbol gelöscht.
Wenn ein Programm auf einer PC Card gespeichert wird, erlischt das EditSymbol NICHT, da nach wie vor Unterschiede zwischen dem zuletzt
geladenen/gespeicherten Programm (intern) und dem aktiven Programm
bestehen.
Store Lock
Wenn der Programmname eingegeben, der Store-Typ ausgewählt und
derProgram-Lock-Status definiert wurde, lösen Sie den Taster STORE erneut
aus: Daraufhin fragt das Gerät mit der Meldung “Store Locked?” an, ob das
Programm mit einem Program Lock gespeichert werden soll. Mit dem
Endlosregler können Sie nun den Lock-Status bestimmen (“Locked?” oder
“Unlocked?”). Wenn der Lock-Status eingestellt ist, drücken Sie abschließend
den Taster STORE, um das Programm in den Memory (oder auf PC Card) zu
übertragen. Die Anzeige schaltet nun automatisch auf den Screen zurück, der
vor dem Speichervorgang aktiv war.
Um den Store-Screen zu verlassen, ohne ein Programm zu speichern, lösen
Sie den Taster ‘RECALL’ aus.
- 49 -
FDS-366
Programmfunktionen
Delete Program
Um ein Programm zu löschen, lösen Sie den Taster UTILS aus und scrollen
durch die verfügbaren Optionen, bis der auf der linken Seite abgebildete
Screen eingeblendet wird.
Um den Modus ‘Delete Program’ zu aktivieren, drücken Sie entweder den
Taster > oder drehen den Endlosregler im Uhrzeigersinn:
Nun können Sie mit den Tastern < und > oder dem Endlosregler das zu
löschende Programm auswählen. Mit ENTER wird das Programm gelöscht.
Mit den Tastern ^/v können Sie den Modus ‘Delete Program’ jederzeit
verlassen.
Anmerkung:
Auch Programme mit einem Program Lock (Schlüssel-Symbol) oder Owner
Lock (Schloss-Symbol) können über ‘Delete Program’ gelöscht werden.
Programme mit einem OEM-Lock (Rauten-Symbol) können ebenfalls über
‘Delete Program’ gelöscht werden, außer die Option ‘Delete Program’ wurde
während dem OEM-Lock-Vorgang in den Utilities gesperrt. In diesem Fall
können Sie das OEM-Programm nicht löschen, sofern es sich um das
momentan aktive Programm handelt (wenn ein anderes Programm aktiv ist,
kann es gelöscht werden).
Um das Gerät vollständig über OEM-Programme zu schützen, müssen sowohl
die ‘Delete Program’- als auch die Konfigurationsparameter für *jedes
*Programm gespeichert werden. Andernfalls kann jeder Anwender ein neues,
ungesperrtes Programm durch Ändern der Konfiguration erzeugen, wodurch er
wiederum auf die Option ‘Delete Program’ zugreifen kann.
- 50 -
FDS-366
17.0 Einsatz einer PC Card
Card-Typen
Die Programme des FDS-366 Omnidrive können zur Erweiterung des
Speicherangebots, zur Datensicherung oder zum Datenübertrag zwischen
Systemen auf PC Cards gespeichert werden. Beachten Sie, dass sich PC Cards
nur etwa bis zu einem Drittel ihrer gesamten Länge im dem Slot auf der
Frontplatte einführen lassen. Versuchen Sie in keinem Fall, die Card mit
Gewalt tiefer einzuführen, da dies zu Schäden am Gerät führen kann. Zudem
empfiehlt es sich, unbenutzte Cards aus dem Slot zu entfernen, da sie
beschädigt werden können, wenn ein anderer Gegenstand gegen die
Frontplatte stößt.
Kompatible Cards
Der PC-Card-Steckplatz auf der Front ist für Speicherkarten vom Typ PCMCIA
Type 2 mit einer Speicherkapazität zwischen 256 KByte und 2 MByte
ausgelegt. Das Smart-Card-Interface ist auf 68-Pin-kompatible SRAM-MemoryCards angewiesen. Attribut-Speicher wird nicht benötigt und nicht genutzt.
Zum Einsatz eignen sich Cards mit 256K, 512K, 1MB und 2MB, wenngleich
die für den FDS-366 am besten geeignete Card-Größe 256K beträgt, die etwa
14 komplette Setup-Files (CAL oder PAL) enthalten kann.
Lebensdauer
Die Lebensdauer der Batterie hängt vom Hersteller und der Speicherkapazität
ab und sollte bei Ihrem Händler überprüft werden. Zudem sind
wiederaufladbare Cards erhältlich. Diese Cards sollte in regelmäßigen
Abständen für mehrere Stunden im Card-Slot des FDS-366 eingesetzt werden,
um sich aufzuladen. Die Lebensdauer von aufladbaren Cards liegt bei
ungefähr einem Jahr, ohne dass die Card ins Gerät eingeführt wurde. Trotzdem
sollten Sie die Karte immer wieder bei Ihrem Händler überprüfen lassen.
Das PC-Card-Datensystem des FDS-366 basiert auf einem ‘Pseudo-Floppy’Format. Darüber hinaus entspricht das Dateisystem dem PC-CARD-Standard,
obwohl keine CIS-Informationen (Card Information Structure) verarbeitet
werden.
PC-CardFormatierung
Durch die Formatierung im FDS-366 wird die Card mit einem Standard-PCDOS-Format überschrieben, wobei Byte 0 das erste Byte auf einer Diskette ist.
Zudem wird ein DOS-Boot-Sektor mit grundlegenden Format-Daten angelegt,
der jedoch keine Boot-Software enthält.
Darauf folgt eine FAT (File Allocation Table), die bei Byte 200H beginnt. Die
Root-Directory wird in einem Eintrag geschrieben, wobei eine Sub-Directory
mit dem Namen BSSDATA angelegt wird. Alle Datenfiles, die das Gerät
nutzt, werden in dieser Sub-Directory BSSDATA gespeichert, da die Anzahl
der Files, die in der Root-Directory gespeichert werden können, begrenzt ist.
Die Dateitypen, die vom FDS-366 erkannt werden, verfügen über die
folgenden Endungen:
"6Prg"
FDS-366 Program data
*.PPG
"6All"
FDS-366 All data
*.PAL
"5Prg"
"5All"
FDS-355 Program data
FDS-355 All data
*.CPG
*.CAL
Die Dateigröße ist variabel und ändert sich mit der Anzahl der genutzten EQs
und Programme.
- 51 BSS hat das Card-Dateisystem mit Hilfe eines IBM-kompatiblen
FDS-366
Einsatz einer PC Card
ComputerKompatibilität
:
FDS-355Kompatibilität
PC-Card-Readers sowie einer Reihe von Palm-Computern getestet und
entwickelt, kann jedoch nicht garantieren, dass die Karten von jeder
beliebigen Computer-Peripherie gelesen werden können.
Zur Übertragung von bzw. zu einem Computer beachten Sie folgendes:
•
Formatieren Sie die Card auf dem Computer.
•
Erzeugen Sie direkt nach der Formatierung einen Unterordner BSSDATA
in der Root-Directory der Card. Alle Dateien für den FDS-366, FDS-388
und die FPC-900-Remote werden in dem Unterordner BSSDATA
gespeichert.
Mit Ausnahme der folgenden Unterschiede kann der FDS-366 Omnidrive
Programme des älteren FDS-355 Five-Channel-Omnidrive einlesen.
Im Modus RECALL werden die FDS-355-Programme als “5Prg” oder “5All”
aufgeführt. “5Prg” dient dazu, einzelne Programme des FDS-355 zu laden,
während “5All” den gesamten Programmsatz des FDS-355 einliest und in der
Folge alle Daten im FDS-366 überschreibt.
Wenn Sie FDS-355-Programme in den FDS-366 laden, werden die fünf Kanäle
des FDS-355 den obersten fünf Kanälen des 366 zugeordnet (entspricht den
Ausgängen 2-6). Auf diese Weise lassen sich die meisten Stereo-Programme
mit Mono-Subbass aus dem FDS-355 in ein Stereo-Subbass-Paar umwandeln.
Nach der Umwandlung wird Kanal 2 (der dem Kanal 1 im FDS-355 entspricht)
auf den neuen Kanals 1 im FDS-366 kopiert, so dass die Kanäle 1 und 2
identisch ausgelegt sind.
Die dB-Werte für Gain, Limiter Threshold und EQ-Cut/Boost werden in
dieneue, höhere Auflösung des FDS-366 gewandelt. Beispielsweise werden
die Werte für EQ-Cut/Boost von dem 0,5 dB-Raster auf die Schrittweite von
0,2 dB übertragen, so dass nun Änderungen von 0,1 dB möglich sind (Beispiel:
2,5 dB wird auf 2,4 dB gesetzt, während der Wert 2,0 dB unverändert
übernommen wird).
Wenn der Limiter in einem FDS-355-Programm inaktiv war (“Off”), bleibt er
auch nach der Wandlung deaktiviert. Wenn er hingegen aktiv war (“On”),
werden die Parameter Attack und Release im FDS-366 auf “Med” (Medium)
eingestellt. Wenn der Limiter-Attack im FDS-355 auf “Fast” eingestellt war,
wird der Wert Over (Overshoot) auf 6 dB, andernfalls auf 12 dB gesetzt. Die
Dynamic EQs werden auf die Vorgaben zurückgesetzt (kein Cut/Boost-Hub).
- 52 -
FDS-366
18.0 Utilities
Einleitung
In den Utilities werden alle Einstellungen gespeichert, die den grundlegenden
Betrieb des FDS-366 beschreiben und sich nicht auf spezifische Einstellungen
in den einzelnen Ein-und Ausgangskanälen beziehen.
Wenn Sie den Taster UTILS oder den Navipad-Taster ’^’ auslösen, während
der ‘Default’-Screen eingeblendet wird, öffnen Sie das Utilities-Menü. Mit den
Tastern ‘^’ und ’v’ navigieren Sie nun im Utilities-Pfad, der mit dem untersten
Eintrag in der links dargestellten Liste beginnt. Mit dem Endlosregler können
Sie den jeweils angewählten Parameter verändern. Wenn das Gerät für einen
Vorgang eine Bestätigung anfordert, lösen Sie den Taster STORE/ENTER aus.
Utilities, die rechts neben dem Namen mit dem Symbol “>” gekennzeichnet
sind, bieten weitere Screens zur Auswahl. Drücken Sie den Navipad-Taster
’>’, um auf die zusätzlichen Parameter zuzugreifen.
Anmerkung: Die Leuchtdiode ’96kHz’ unterhalb des Tasters Utils dient
ausschließlich zur Darstellung der Samplingrate bei der A/D- bzw. D/AWandlung des Audiomaterials.
Die Utilities können in verschiedene Funktionsgruppen unterteilt werden:
•
Grundkonfiguration des Ein-/Ausgangs-Routings
1.
Configuration
2.
Stereo Link
3.
Sum Type
•
Funktionale Anpassungen & Einstellungen
4.
Xover (Crossover) Adjust
5.
Phase Comp(ensation)
6.
Alignment Assistant
7.
Delay Corrn (Correction)
8.
Temperature
•
Display Units
9.
Limit Units
10. Delay Units
•
Screen-Einstellungen
11. Brightness
12. Contrast
•
Sicherheitssperren
13. Lock Out
14. Owner Lock
15. OEM Lock
•
Anschluss-Modi
16. Input A/AES
17. Serial Port
•
MIDI-Funktionen
18. MIDI Mode
19. MIDI Channel
20. MIDI Dump (auch als Programmfunktion)
•
Programmfunktionen
21. Store Gain Trims
22. Backup & Swap
23. Delete Program
24. Format Card
- 53 -
FDS-366
Utilities - Konfiguration & Routing
1.
Configuration
“Mono”, “LMHLMH”, “LLMMHH” oder “LHLHLH”
Die Konfiguration bestimmt den allgemeinen Betriebsmodus des FDS-366:
wahlweise Mono, Dual/Stereo 2-Weg oder Stereo 3-Wege. Mit dem
Endlosdrehregler wählen Sie die gewünschte Konfiguration aus.
2.
Stereo Link
•
Im ”Mono” Modus werden alle Ausgänge dem Eingang A zugeordnet.
•
Im Stereo-Modus ”LMHLMH” wird Eingang A auf die Ausgänge 1, 2
& 3 und Eingang B auf die Ausgänge 4, 5 & 6 geroutet.
•
Im Stereo-Modus ”LLMMHH” wird Eingang A auf die Ausgänge 1, 3
& 5 und Eingang B auf die Ausgänge 2, 4 & 6 geroutet. (Ähnlich zum
FDS-355)
•
Im 3-Wege-Modus ”LHLHLH” werden die Eingänge A, B & C auf
1&2, 3&4 bzw. 5&6 geroutet, um drei 2-Wege-Lautsprecher anzusteuern
(Z:B. Links, Center, Rechts oder drei Bi-Amp-Monitore).
“On” oder “Off”
Dieser Modus definiert, ob die Parameter zusammen oder unabhängig für
jedes Stereo-Kanalpaar eingestellt werden.
Wenn Sie den Endlosregler im Uhrzeigersinn drehen, wird Stereo Link
aktiviert, gegen den Uhrzeigersinn dagegen deaktiviert.
Wenn eine MONO-Konfiguration angewählt ist, wird dieser Parameter auf
“Off” gesetzt und kann nicht verändert werden.
3.
Sum Type
"“A+B Post EQ”, “A+B+C Post”, “A+B Pre EQ” oder “A+B+C Pre”
Hier legen Sie fest, welche Signale für den Summenkanal zusammengemischt
werden. Die Mono-Summe wird oftmals zur Ansteuerung von Sub-Bässen
genutzt und kann wahlweise von den Eingängen A&B oder A, B & C
(besonders für LCR-Systeme geeignet) bezogen werden.
Folgende Summen-Optionen stehen zur Verfügung:
•
A+B Post EQ
Eingang A plus Eingang B (mit 6-dB-Dämpfung), mit InputKlangregelung.
•
A+B+C Post EQ
Eingang A plus Eingang B plus Eingang C (mit 9,5-dB-Dämpfung), mit
Input-Klangregelung.
•
A+B Pre EQ
Eingang A plus Eingang B (mit 6-dB-Dämpfung), ohne InputKlangregelung.
•
A+B+C Pre EQ
Eingang A plus Eingang B plus Eingang C (mit 9,5-dB-Dämpfung), ohne
Input-Klangregelung.
Bei der Auswahl der Signalquelle in den Ausgangskanälen, steht diese Summe
dann auchbei den Source-Optionen zur Verfügung.
- 54 -
FDS-366
Utilities - Crossover-Einstellung/Phase Comp
4.
Xover Adjust
“Both” oder “Edge”
Der Parameter Xover Adjust bestimmt, wie die Crossover-Punkte in Bezug zu
der zugehörigen Grenze im benachbarten Band eingestellt wird. Die
folgenden Optionen stehen zur Auswahl:
BOTH
Mit der Option BOTH werden die obere Grenze des unteren Bandes und die
untere Grenze des oberen Bandes zusammen als Paar eingestellt. Das
bedeutet, dass nur eine Filtereinstellungen für den Crossover-Punkt benötigt
wird und die beiden Grenzen in der grafischen Darstellung gemeinsam
bewegt werden.
ANMERKUNG: In diesem Fall können Sie beliebig jedes der beiden Bänder
einstellen (das untere oder obere Band) und die Einstellung wird automatisch
auf das jeweils andere Band übertragen, so dass die Bandgrenzen gemeinsam
verschoben werden.
oder
EDGE
Im Modus EDGE wird jede Bandgrenze unabhängig eingestellt. Auf diese
Weise lassen sich an den Crossover-Punkten Band-Überlappungen herstellen.
oder
5.
Phase Comp
“On” oder “Defeat”
Ab Werk ist der FDS-366 so eingestellt, Netzwerke zu analysieren und die
Phasen-Kompensation anzuwenden, wobei identische Crossover-Kennlinien
auf drei oder mehr Bänder angewandt werden. Mit Hilfe dieser
wünschenswert, allerdings ist es unter bestimmten Umständen notwendig,
diese Funktion zu deaktivieren (z.B. bei Split-Systemen,
verschiedenenMonitoranwendungen und Side- oder Under-Fills).
Weitere Informationen bezüglich der Implementation der PhasenKompensation finden Sie im Kapitel ‘Crossover-Kennlinien und Frequenzen’.
- 55 -
FDS-366
Utilities - Alignment Assistant
6.
Alignment
Assistant
Bei dem Alignment Assistant handelt es sich um eine fortschrittliche Funktion
zur Lautsprecher-Messung, die im FDS-366 integriert wurde: Sie ermöglicht
die direkte Messung von Delay- und Phasenbeziehungen zwischen Treibern
(bei Verwendung eines Mess-Mikrofons) sowie die automatische Korrektur
durch Anpassung der entsprechenden Parameter. Das Alignment Der
Alignment Assistant kann sozusagen eine Messung ‘hinter’ den CrossoverFiltern durchführen und dadurch eine eigene Kompensation für die Treiber und
Gehäuse erstellen: Die Frequenzweiche kann zu ihrem eigentlichen Zweck
genutzt werden, nämlich eine präzise angepasste akustische Wiedergabe zu
ermöglichen. Dabei misst und kompensiert der Alignment Assistant folgende
Parameter:
•
Die physikalische Anordnung von Treibern innerhalb eines Gehäuses.
•
Phasenanomalien des Treibers oder Gehäuses am Crossover-Punkt.
•
Die relative Entfernungskorrektur zwischen Array-Lautsprecherboxen.
Beachten Sie, dass der Alignment Assistant nicht das Phasenverhalten des
angewählten Crossover-Alignments verändert. Das Phasenverhalten wird durch
die Funktion Phase Compensation in Abhängigkeit der Einstellung Phase
Compensation Defeat in den Utilities erhalten.
Methode
Der Alignment Assistant verwendet ein spezielles Stimulussignal, das während
der Messung auf die Ausgänge des FDS-366 gespeist wird. Jeder BandAusgang wird nacheinander abgearbeitet (über die normalen Crossover-Filter
und -EQs). Ein Messmikrofon, das mit Eingang C des FDS-366 verbunden ist,
nimmt das Stimulussignal auf, das über den entsprechenden Lautsprecher
ausgegeben wird, und analysiert das Ergebnis. Aufgrund der Beschaffenheit
des Stimulus wird nicht nur das Delay (Entfernung) zwischen Lautsprecher und
Mikrofon festgestellt, sondern auch die Impulsantwort des Lautsprechers/
Lautsprecherbox untersucht, aus der sich Phasendetails errechnen lassen.
Wenn alle Bänder vermessen wurden, werden die Delay-und Phasenwerte
gespeichert und dazu genutzt, die Band-Delays so einzustellen, dass die
Wellenform im System zwischen allen Lautsprechern und-gehäusen
deckungsgleich ist. Über verschiedene Optionen kann die Messung gewichtet
werden, um die Lautsprecher-Anpassung zu einem Cabinet, eine CabinetAnpassung, eine Korrektur der Polarität oder eine Kombination dieser
Optionen zu erzielen.
MikrofonAufstellung und
Anschluss
Das Mikrofon muss weit genug weg vom Lautsprecher platziert werden, so
dass die vertikale Anordnung der Lautsprecher nicht zu unterschiedlichen
Delays führt, denen der Zuhörer normalerweise nicht ausgesetzt ist.
Andererseits muss es nahe genug sein, um die akustische Energie des Stimulus
mit einem relevanten Pegel aufzunehmen, so dass eine guter Rauschabstand
gewährleistet ist. Eine gute Platzierung ist sicherlich ein Position im vorderen
Bereich des Zuschauerraums.
Wenn ein Array von zwei oder mehr Lautsprecherboxen angeglichen werden
soll, sollten Sie das Mikrofon zentral zwischen beiden Boxen aufstellen.
Wenn die Lautsprecher in dem Gehäuse abgeglichen werden sollen, sollten
Sie das Mikrofon zugunsten eines besseren Rauschabstands näher zur Box
platzieren. Entsprechend sollte das Mikrofon idealerweise auf der zentralen
Achse der Box in einer Entfernung von etwa 3 Metern o.ä. zur Box
ausgerichtet werden. Achten Sie darauf, dass das Mikrofon nicht in der Nähe
von akustisch reflektierenden Flächen wie Wänden oder Pfeilern aufgestellt
wird.
- 56 -
FDS-366
Utilities - Alignment Assistant
Vorgang
Das Mikrofon muss auf Input C verkabelt werden. Wenn die automatische
Messung durchgeführt wird, darf das Mikrofon in keinem Fall bewegt werden.
Ein Mikrofonstativs wird dringend empfohlen. Obwohl das System gegen
Störgeräusche relativ unempfindlich ist, macht es Sinn, das Umfeld so leise zu
halten wie möglich.
Der Alignment Assistant führt Sie, beginnend mit dem Screen “SELECT
OPTIONS”, Schritt für Schritt durch den Messvorgang.
Legen Sie fest, welche Parameter gemessen und eingestellt werden sollen.
•
Output Delays werden zur Korrektur von Diskrepanzen in der
Entfernung oder Phase von benachbarten Lautsprechern in einem LSGehäuse oder LS-Aufbau genutzt.
•
Input Delays werden zur Angleichung von unterschiedlichen
Lautsprecherboxen benötigt.
•
Polarities korrigiert die Polarität der Lautsprecher.
Navigieren Sie mit den Navipad-Tastern ^ und v zu dem gewünschten
Menüeintrag und wählen Sie dann über < und > zwischen den Optionen
“Yes” und “No” aus.
Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, drücken Sie den Taster ENTER, um
mit dem Assistant fortzufahren.
Auswahl der Bänder
für die Messung
Es besteht keine Notwendigkeit, alle Bänder gleichzeitig zu messen: Sie
können bei Bedarf verschiedene Bänder aus der Messung ausschließen.
Dazu wählen Sie über die Mute-Taster auf der Frontplatte aus, welche Bänder
in der Messung enthalten sein sollen. Gemutete Bänder werden nicht
gemessen, die zugehörigen Parameter werden nicht verändert. Anfangs ist
kein Band selektiert. Entsprechend müssen Sie den Mute in mindestens
einemBand aufheben, um den Alignment Assistant auszuführen.
Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, drücken Sie den Taster ENTER, um
mit der Messung fortzufahren.
! Wenn alle Outputs gemutet sind, gibt der Omnidrive eine Warnung aus, dass
nicht genügend Ausgänge für die Messung zur Verfügung stehen.
Das Messsystem verarbeitet die Pegel der Stimulussignale, die über das
Mikrofon aufgenommen werden, in einem weiten Bereich und ist zudem
gegen externe Störsignale relativ unempfindlich. Dennoch liefert die Messung
erst dann extrem präzise Ergebnisse, wenn der Stimulus mit vergleichsweise
hohem Pegel anliegt. Im Gerät kann dieser Pegel subjektiv eingestellt
werden.
Der Stimulus, der ähnlich klingt wie rosa Rauschen, wird anfangs relativ leise
wiedergegeben. Mit dem Endlosregler können Sie den Pegel des Stimulus nun
auf einen geeigneten Schalldruck anheben, der trotzdem für Ihre Ohren
verträglich ist (andernfalls sollten Sie Ohrstöpsel verwenden!).
Wenn der Signalpegel steigt, können Sie auf der Pegelanzeige von Input C
erkennen, dass das Mikrofon das Signal empfängt. Das Gerät wartet nun
darauf, dass ein gewisser Minimalpegel anliegt, bevor Sie fortfahren können.
- 57 -
FDS-366
Utilities - Alignment Assistant
Einstellen des
Stimulus-Pegels
Sie sollten es vermeiden, den Pegel so hoch einzustellen, dass irgendeiner der
Ausgänge limitiert oder übersteuert wird.
Wenn Sie den Stimulus-Pegel anheben, passt sich der interne
Mikrofonvorverstärker des FDS-366 automatisch auf das optimale Gain an.
Aus diesem Grund wird die Pegelanzeige für Input C keine Änderungen
darstellen, wenn die Vollaussteuerung erst erreicht ist.
Wenn der Eingangspegel adäquat ist, ohne dass die Ausgänge limitiert oder
übersteuert werden, können Sie die automatische Messung mit dem Taster
ENTER einleiten.
p
Warnung: Während des automatischen Messvorgangs werden
zeitweise Stimulussignale mit ähnlich hohem SPL (Sound
Pressure Level) ausgegeben. Geben Sie Acht, dass niemand
diesen potentiell gehörschädigenden SPLs ausgesetzt ist.
Nach der Messung der Bänder wird die Impulsantwort jedes Bandes grafisch
auf dem Screen dargestellt. Auf diese Weise können Sie überprüfen, ob der
Alignment Assistant eine sinnvolle Messung durchgeführt oder eher
Störsignale o.ä. aufgenommen hat.
Drücken Sie ENTER, um mit dem nächsten Band fortzufahren.
Diese Warnung wird eingeblendet, wenn der Delay-Parameter in dem
Ausgangskanal, den der Alignment Assistant zu messen versucht, entweder
durch einen ‘OEM’- oder einen ‘Owner’ Lock geschützt wird. Um das zu
verhindern, verlassen Sie den Alignment Assistant über die
Taste RECALL : Wechseln Sie anschließend zu der jeweiligen Lock-Funktion
in den Utilities und deaktivieren Sie die Sperren, die für die Delay-Parameter
in den Ausgangs-Kanälen eingestellt wurden. Nun starten Sie den Alignment
Assistant neu und wiederholen den Vorgang: Die Messung wird durchgeführt,
ohne dass diese Warnung erneut eingeblendet wird.
Unter Umständen wird auch eine Meldung eingeblendet, dass der Pegel zu
niedrig ist: In diesem Fall können Sie jedes Band über den zugehörigen Regler
individuell anpassen.
- 58 -
FDS-366
Utilities - Alignment Assistant
Anmerkungen
1.
Welche Parameter werden überschrieben?
Durch den Alignment Assistant werden verschiedene Parameter
überschrieben. Wenn Sie bereits einige brauchbare ode wichtige Werte
eingegeben haben, empfiehlt es sich, das aktuelle Setup auf einem
neuen Programmplatz abzuspeichern, bevor Sie den Alignment
Assistant aktivieren.
Je nachdem, welche Optionen zu Beginn des Alignment Assistant
angewählt wurden, überschreibt das Gerät folgende Parameter:
•
Output Delays
•
Input Delays
•
Polarities
Alle Einstellungen in Bändern, die aus dem Alignment ausgeschlossen
wurden, bleiben unverändert erhalten.
2.
Link-Funktionen
Die Funktionen Stereo Link und Delay Link haben keinen Einfluss auf
den Alignment Assistant. Die Parameter werden für jedes Band, das für
das Alignment ausgewählt wurde, individuell vermessen und angepasst.
3.
Polarität in Systemen mit zweiter und dritter Ordnung
Bei
Systemen, die auf eine Umkehrung der Polarität angewiesen sind (wie
z.B. Alignments zweiter und dritter Ordnung), versucht der Alignment
Assistant nicht, die korrekte Polarität für das Crossover-Alignment zu
errechnen. Wenn die Polarity-Option aktiviert ist, wird die Polarität des
gemessenen Bandes nur individuell korrigiert. Wenn Sie Korrekturen an
dem entsprechenden Crossover-Alignment vornehmen möchten, sollten
Sie diese manuell eingeben.
4.
Effekte des Band-EQs & Dynamic EQs
Der
Alignment Assistant kann die Crossover-Einstellungen genau
berücksichtigen, jedoch nicht eventuelle Klangbearbeitungen, die Sie
mit dem EQ in den Ausgangsbändern zuordnen.
5.
Es wird daher angenommen, dass die Klangbearbeitung an den
Ausgängen ebenso wie die Phasen-Effekte, die dadurch entstehen, vom
Anwender gezielt erzeugt wurden. Wenn das nicht der Fall ist, lassen
sich wesentlich bessere Ergebnisse erzielen, wenn die
Klangbearbeitung den Inputs anstatt den Ausgängen zugeordnet wird.
Dasselbe gilt in stärkerem Maße auch für den Dynamic EQ, da der
Phasenbezug dynamisch in Abhängigkeit des Signalpegels geändert
wird: Daher erzeugt der Alignment Assistant Ergebnisse, die nur im
Bereich des Stimuluspegels korrekt sind.
Genauigkeit
Es ist schwierig, die Systemgenauigkeit vorauszusagen, allerdings sollte
der Alignment Assistant unter normalen Bedingungen hervorragende
Ergebnisse bei der Angleichung der Lautsprecher bis hin auf wenige
Grad Abweichung ermöglichen.
- 59 -
FDS-366
Utilities - Alignment Assistant
Sehr tiefe Frequenzbänder werden oftmals aufgrund der begrenzten
Bandbreite des Stimulussignals weniger genau bearbeitet, allerdings wird
gleichzeitig der Phasenwinkel stark verbessert. Beachten Sie zudem, dass
sehr tiefe Frequenzbänder relativ einfach über ein DC-Block-Filter, sei es
über den FDS-366 oder externes Equipment, in der Phase bearbeitet
werden können, wodurch weitere Versätze in der Laufzeit ordnungsgemäß
ausgeglichen werden.
6.
Input C - achten Sie auf Feedback
Wenn Sie den Eingang C in Ihrem System verwenden, müssen Sie Acht
geben, wenn der Alignment Assistant die Bearbeitung beendet, da das
Eingangssignal durch das Routing von Eingang C wieder auf die Ausgänge
geführt wird. Obwohl das Gain in diesem Fall deutlich niedriger ausfällt
(da der Mikrofonvorverstärkernun deaktiviert ist), können unter
bestimmten Umständen Rückkopplungen mit dem Mikrofon entstehen.
7.
Beenden des Alignment Assistant
Wenn Sie den Alignment Assistant zu irgendeinem Zeitpunkt des
Vorgangs verlassen und in den Normalbetrieb zurückkehren möchten,
lösen Sie den Taster RECALL aus.
8.
Maximale Entfernung/Delay
Die obere Grenze für die maximale Verzögerungszeit im Alignment
Assistant liegt in etwa bei 75 ms (23 Meter oder 75 Fuß). Wenn die
Entfernung zwischen dem Lautsprecher und dem Mikrofon ein längeres
Delay bedingt, kommt es zu fehlerhaften Messergebnissen.
9.
Mikrofontyp
Die Auswahl des Messmikrofons ist nicht von höchster Priorität,
wenngleich sich der Einsatz eines hochwertigen
Kondensatormikrofons mit einem geradlinigen Frequenzgang/
Phasenverhalten zugunsten genauerer Ergebnisse empfiehlt.
Wenn das Mikrofon auf Phantomspeisung angewiesen ist, muss es
Phantomspannungen von mindestens 15V verarbeiten können.
Wir empfehlen für diesen Zweck den Einsatz des BSS FPC900-MIC.
- 60 -
FDS-366
Utilities - Einstellungen, Units und Screen
7.
Delay Corrn
(Correction)
“Off”, “Manual” oder “MIDI”
Dieser Parameter korrigiert den definierten Delay-Wert im Gerät in
Abhängigkeit der Umgebungs-Temperatur Diese Funktion arbeitet direkt mit
der Utility Temperature zusammen.
Wenn Delay Corrn (Correction) deaktiviert ist, wird die Temperatur auf 20°C
voreingestellt.
Mit der Option “Manual” können Sie einen anwenderspezifischen
Wertzwischen -20°C bis 50°C in Schritten von 1°C eingeben.
Wenn Delay Corrn auf “MIDI” eingestellt ist, kann der Temperatur-Wert von
einer Temperatur-Sonde übernommen werden, die an der FDS-388
angeschlossen ist. Wenn der 366 mit einer einzelnen 388 betrieben wird,
verbinden Sie den MIDI-Input des FDS-366 mit dem MIDI-Output der 388. Die
388 sollte dann auf “MIDI:XMIT MET” eingestellt werden.
8.
Temperature
-20oC bis +50oC
Hier bestimmen Sie die Umgebungstemperatur, wenn Delay Corrn auf
‘Manual’ eingestellt ist.
9.
Limit units
“dBu” oder “mV”
Im Screen ‘Limit Units’ können Sie den Limiter-Threshold in Abhängigkeit der
Spezifikation Ihres Verstärkers zwischen dBu und mV umschalten.
10.
Delay units
“ms”, “ft”, “m”, 24fps”, “25fps” oder “30fps”
Hier stellen Sie die Einheiten zur Darstellung und Editierung der Delays ein.
•
ms steht für Millisekunden
•
ft steht für Fuß (und Zoll - für kurze Delays)
•
m steht für Meter.
•
24, 25 und 30fps stehen für Delays auf Basis der Bildgeschwindigkeiten
24, 25 und 30 Frames pro
Sekunde (Synchronisation zu Video oder Filmmaterial). Beachten Sie, dass die
Auflösung des Endlosreglers bei längeren Delays reduziert wird, um sich der
Anzahl der dargestellten Dezimalstellen anzupassen. Kurze Delays werden
Schritten von etwa 11 us eingestellt, während das Raster bei längeren Delays
100us beträgt.
11.
Brightness
“High” oder “ Low”
Ändert die Helligkeit der LCD-Beleuchtung. Wählen Sie zwischen High und
Low, um das LCD an die aktuellen Lichtverhältnisse anzupassen.
12.
Contrast
Ändert den Kontrast der LCD-Anzeige. Das Zeichen “_/_” dreht sich in der
Anzeige und zeigt damit an, dass der Wert verändert wurde. Stellen Sie den
Parameter so ein, dass die Anzeige leicht lesbar ist.
- 61 -
FDS-366
Utilities - Security Lock Outs
Alle Änderungen, die in einem Audiosystem vorgenommen werden, können
potentiell einzelne Komponente beschädigen, besonders wenn diese Änderungen
versehentlich eingegeben wurden. Aus diesem Grund wurden im FDS-366
verschiedene Sicherungssysteme integriert, die zum Schutz des Systems dienen.
Die Sicherheitsebenen im FDS-366 beziehen sich auf unterschiedliche
funktionale Aspekte des Omnidrive, um diese vor unbeabsichtigten oder auch
böswilligen Einstellung. Einige Sperren lassen sich relativ einfach deaktivieren,
während andere in der Tiefe Schutz für vorkonfigurierte Setups auf der ParameterEbene bieten und der Zugriff über Kennwörter geregelt wird.
13.
Lock out
“On” oder “Off”
Der Modus Lock Out regelt den Zugriff auf die Edit-Funktionen in den Ein- und
Ausgangskanälen. Da diese Utility nicht über ein Kennwort geschützt wird, kann
der Lock Out jederzeit angewählt und deaktiviert werden. Dieser Modus dient nur
als Vorsichtsmaßnahme gegen versehentliche Einstellungen, nicht jedoch als
zugriffsichere Sperre.
Wenn Lock Out aktiv ist (“On”), können mit Ausnahme der Display-Optionen
Brightness und Contrast und natürlich des Lock Out selbst keine Parameter
verändert werden. Die Screen blendet wahlweise das BSS- oder ein
anwenderspezifisches Logo ein, das eingeladen wurde (im Kapitel ‘Kurzreferenz’
finden Sie weitere Informationen, wie Sie eigene Logos ins Gerät laden). Zwar
besteht die Möglichkeit, alle Screens zu öffnen, um die Parameterwerte zu
kontrollieren, jedoch können nur die Mutes und Gain Trims auf der Frontplatte
editiert werden.
! Wenn Sie das Gerät nach dieser Methode sperren, sind die Systemparameter
des Omnidrive lediglich vor unbeabsichtigtem Zugriff durch andere Anwender
oder nicht autorisierte Personen geschützt, die das System vorsätzlich verändern
möchten. Dieser Status kann von jedem geändert werden, der mit der
Funktionalität des FDS-366 vertraut ist.
14.
Owner lock
“Off” oder “Active”
Der Modus _Owner Lock_ bietet dem Programmierer die Möglichkeit,
ausgewählte Parameter vor dem Anwender zu verbergen, so dass dieser nicht auf
diese Parameter zugreifen kann.
Dazu gibt der Programmierer ein Kennwort zum Schutz dieser gesperrten
Parameter ein. Entsprechend muss dieses Kennwort auch nachträglich eingegeben
werden, auf die ‘Owner’-geschützten Parameter und auch auf die Sperrfunktion
zugreifen zu können.
Der Anwender kann diese geschützten ‘Owner’-Programme als Basis für die
praktische Bearbeitung des Systems verwenden, wobei Änderungen am System
nur in dem Umfang zulässig sind, den der Programm-Designer vorab definiert hat.
Owner-geschützte Programme werden, wie links dargestellt, durch das SchlossSymbol gekennzeichnet, das entweder einem Programmnamen oder beliebigen
Parametern zugeordnet ist, die durch den Owner gesperrt sind.
Es empfiehlt sich, ein Programm bis zu dem gewünschten Level
vorzuprogrammieren, bevor man den Sperrvorgang einleitet, da währenddessen
keine weiteren Änderungen an den Parameterwerten vorgenommen werden
können.
Beachten Sie, dass sich ‘OEM’-gesperrte Parameter im Modus ‘Owner Lock’
weder betrachten lassen noch die Sperre aufgehoben werden kann.
- 62 -
FDS-366
Utilities - Security Lock Outs - Owner lock
Eingabe von
‘Owner Locks’
1.
Um den Owner Lock zu aktivieren, wechseln Sie in die _Utilities_,
wählen dort die Option “Owner Lock” und drehen den Endlosregler im
Uhrzeigersinn.
2.
Geben Sie das ab Werk vordefinierte Kennwort “OMNI” für den Owner
Lock ein: Dazu drehen Sie den Endlosregler, um das angewählte
Zeichen zu verändern, und drücken wahlweise den Navipad-Taster >
oder den Endlosregler, um auf die nächste Stelle im Kennwort zu
springen. Durch das vordefinierte Kennwort wird verhindert, dass der
Zugriff auf diese Funktion versehentlich oder auch vorsätzlich gesperrt
wird.
3.
Drücken Sie ENTER, um das Kennwort einzugeben.
4.
Daraufhin wird der Screen “Lock Setup” kurz eingeblendet und weist
Sie darauf hin, dass Sie die Anlage der Sperrfunktionen mit dem Taster
ENTER abschließen.
5.
Anschließend wird der Screen “Lock all?” angezeigt. Die Funktion
bietet die Möglichkeit, alle Parameter (die als Teil des Programms
gespeichert werden) sofort zu sperren und eignet sich daher ideal aus
Ausgangspunkt, wenn Sie lediglich einzelne Parameter aus der Sperre
herausnehmen definieren. Wenn Sie allerdings nur einzelne Parameter
sperren möchten, schalten Sie “Lock all?” aus. Drücken Sie einen
beliebigen Taster (außer ENTER), um in den Programmierungs-Screen
zu wechseln.
6.
Nun können Sie nach bekanntem Muster zwischen allen verfügbaren
Screens umschalten: Beachten Sie jedoch, dass durch Drehen des
Endlosreglers nur der ‘Owner Lock’-Status (On/Off, dargestellt über das
Schloss-Symbol) des aktiven Parameters, jedoch nicht der zugehörige
Wert verändert wird. Vergewissern Sie sich, dass alle ProgrammParameter auf die gewünschten Werte eingestellt sind, bevor Sie das
Lock-Setup öffnen. Das Wort “Own” in der rechten oberen Ecke des
Screens weist darauf hin, dass Sie sich im Modus ‘Owner Lock’
befinden und diesen nach Konfiguration der Sperren mit ENTER
verlassen können.
7.
Schließlich wird gegen Ende der Eingabe die Option “Lock Unused
EQs” angeboten. Mit dieser Option hindern Sie den Anwender daran,
weitere EQs ohne Angabe des Kennwortes in diesem Kanal
einzusetzen.
8.
Wenn die gewünschten Parameter gesperrt wurden, lösen Sie erneut
den Taster _*ENTER* _aus, um das *User*-Kennwort einzugeben. An
diesem Punkt können Sie das bereits bestehende, vordefinierte
Kennwort löschen, um nach Bedarf ein eigenes Passwort einzugeben was sich im besonderen dann empfiehlt, wenn das Gerät im Verleih an
Externe herausgegeben wird (das *Default-*Kennwort ist bei allen FDS366 identisch). Beachten sie, dass das Passwort nur aus Buchstaben
bestehen darf.
9.
Drücken Sie _*ENTER* _ein letztes Mal, um das _Owner Lock_-Setup
zu verlassen und die aktuellen Sperren zu aktivieren.
- 63 -
FDS-366
Utilities - Security Lock Outs - Owner lock
Speichern von
OwnerProgrammen
Um ein Programm als ‘Owner’-Programm abzuspeichern, muss sich das Gerät
zu diesem Zeitpunkt im Modus Owner Lock Setup befinden- andernfalls wird
das gespeicherte Programm in der Program List nicht als ‘Owner-’Programm
identifiziert._ _Entsprechend sollten Sie sofort nach der Anlage der Sperren
bzw. der Aktivierung über STORE/ENTER den Taster STORE erneut auslösen,
um das Programm zu speichern.
Eingabe
zusätzlicher Locks
Um später weitere Parameter zu sperren, müssen Sie den Owner Lock zuerst
in den Utilities von “Active” auf “Off” umschalten. Dazu führen Sie die
bereits beschriebenen Schritte zur Eingabe des Kennworts aus und geben Ihr
*User-*Passwort ein: Wenn Sie nun ENTER auslösen, springt das Gerät
automatisch in die Utilities und der Owner Lock ist deaktiviert. Schalten den
Owner Lock wieder in den Setup-Modus, indem Sie den gesamten
Eingabevorgang neu aktivieren - in diesem Fall müssen Sie jedoch das
vordefinierte Default Passwort eingeben. Alle bereits gesperrten Parameter
sind nun mit dem Lock-Symbol gekennzeichnet. Bei Bedarf können Sie die
aktuellen Sperren aufheben oder weitere Parameter mit Sperren definieren.
In den Screens RECALL und STORE wird das Schloss-Symbol bei allen
Programmen, die mit ‘Owner Locks’ geschützt sind, direkt neben dem
Programmnamen eingeblendet. Wenn das Programm gleichzeitig über ‘Lock
Out’ geschützt wird, blendet das Gerät das Schlüssel-Symbol erst dann ein,
wenn Sie versuchen, dieses Programm zu überschreiben. In diesem Fall wird
die Meldung “Program Locked!” eingeblendet und der Cursor auf das SchlossSymbol gesetzt. Wenn Sie diesen Lock mit dem Navipad-Taster ’v’
deaktivieren, wird das Schlüssel-Symbol eingeblendet. Wenn Sie diesen Lock
ebenfalls deaktivieren, können Sie Änderungen in dem zugehörigen
Programm speichern.
! Owner Locks können nur durch Anwender geändert werden, die das ‘Owner
Lock’-Passwort kennen. BEACHTEN SIE, DASS EINE PROGRAMMSPERRE
NICHT MEHR AUFGEHOBEN WERDEN KANN, WENN SIE DAS PASSWORT
VERGESSEN HABEN.
- 64 -
FDS-366
Utilities - Security Lock Outs - OEM lock
15.
OEM Lock
”Off oder “Active”
Der Modus OEM Lock bietet dem Programmierer die Möglichkeit,
ausgewählte Parameter vor dem Anwender zu verbergen, so dass dieser nicht
auf diese Parameter zugreifen kann. Der OEM Lock stellt die oberste Ebene
der programmierbaren Sicherheitsfunktionen im FDS-366 dar.
Der Ingenieur gibt ein Kennwort zum Schutz dieser gesperrten Parameter ein.
Entsprechend muss dieses Kennwort auch nachträglich eingegeben werden,
auf die ‘OEM’-geschützten Parameter und auf die Sperrfunktion zugreifen zu
können.
Der Anwender kann diese geschützten ‘OEM’-Programme als Basis für die
praktische Bearbeitung des Systems verwenden, wobei Änderungen am
System nur in dem Umfang zulässig sind, den der Entwickler vorab definiert
hat.
Eingabe von ‘OEM’ Locks:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Um den OEM Lock zu aktivieren, wechseln Sie in die Utilities,
wählen dort die Option “OEM Lock” und drehen den Endlosregler im
Uhrzeigersinn.
Geben Sie das ab Werk vordefinierte Kennwort “BSS” für den OEM
Lock ein: Dazu drehen Sie den Endlosregler, um das angewählte
Zeichen zu verändern, und drücken wahlweise den Navipad-Taster >
oder den Endlosregler, um auf die nächste Stelle im Kennwort zu
springen. Die das vordefinierte Kennwort wird verhindert, dass der
Zugriff auf diese Funktion versehentlich oder auch vorsätzlich gesperrt
wird.
Drücken Sie STORE/ENTER, um das vordefinierte Kennwort zu
aktivieren.
Daraufhin wird der Screen “Lock Setup” kurz eingeblendet und weist
Sie darauf hin, dass Sie die Anlage der Sperrfunktionen mit dem Taster
STORE/ENTER abschließen.
Anschließend wird der Screen “Lock all?” angezeigt. Die Funktion
bietet die Möglichkeit, alle Parameter (die als Teil des Programms
gespeichert werden) sofort zu sperren und eignet sich daher ideal aus
Ausgangspunkt, wenn Sie lediglich
einzelne Parameter aus der Sperre herausnehmen definieren. Wenn Sie
allerdings nur einzelne Parameter sperren möchten, schalten Sie “Lock
all?” aus.
Nun können Sie nach bekanntem Muster zwischen allen verfügbaren
Screens umschalten: Beachten Sie jedoch, dass
durch Drehen des Endlosreglers nur der ‘OEM Lock’-Status (On/Off,
dargestellt über das Rauten-Symbol) des aktiven
Parameters verändert wird. Das Wort “OEM” in rechten oberen Ecke
weist darauf hin, dass Sie sich im Modus OEM Lock befinden, während
die untere Zeile darstellt, dass Sie diesen Modus nach Eingabe der
Sperren mit dem Taster STORE/ENTER verlassen.
Schließlich wird gegen Ende der Eingabe die Option “Lock Unused
EQs” angeboten. Mit dieser Option hindern Sie den Anwender daran,
weitere EQs ohne Angabe des Kennwortes in diesem Kanal
einzusetzen.
- 65 -
FDS-366
Utilities - Security Lock Outs - OEM Lock
8.
9.
Speichern von
OEM-Programmen
Wenn die gewünschten Parameter mit der Sperrfunktion belegt sind,
drücken Sie den Taster STORE/ENTER erneut, um das User-Kennwort
einzugeben. An diesem Punkt können Sie das bereits bestehende,
vordefinierte Kennwort löschen, um nach Bedarf ein eigenes Passwort
einzugeben - was sich im besonderen dann empfiehlt, wenn das Gerät
im Verleih an Externe herausgegeben wird (das *Default-*Kennwort ist
bei allen FDS-366 identisch). Beachten sie, dass das Passwort nur aus
Buchstaben bestehen darf.
Drücken Sie den Taster STORE/ENTER ein letztes Mal, um das OEM
Lock -Setup zu verlassen und die aktuellen Sperren zu aktivieren.
Um ein Programm als ‘OEM’-Programm abzuspeichern, muss sich das Gerät
zu diesem Zeitpunkt im Modus OEM Lock Setup befinden- andernfalls wird
das gespeicherte Programm in der Program List nicht als ‘OEM-’Programm
identifiziert. Entsprechend sollten Sie sofort nach der Anlage der Sperren bzw.
der Aktivierung über STORE/ENTER den Taster STORE erneut auslösen, um
das Programm zu speichern.
Wenn OEM-Programme gespeichert werden, sind sie automatisch gesperrt und
werden in der Program List über ein Rauten-Symbol gekennzeichnet. Der
Lock-Status von OEM-Programmen kann nicht über die ‘Program Lock’-Utility
aufgehoben werden. Allerdings können OEM-Programme mit anderen OEMProgrammen überschrieben werden, sofern Sie dasselbe Passwort eingeben.
Beispielsweise kann das geladene OEM-Programm 1 nicht sofort Programm 1
überschreiben, selbst wenn dasselbe OEM-Passwort benutzt wurde - die
Meldung “Program Locked!” wird eingeblendet. Zuerst muss der OEM Lock
deaktiviert und anschließend wieder aktiviert werden (mit demselben
Passwort). Nun können Sie das Programm mit STORE überschreib.
! Der ‘Owner Lock’-Modus kann nur durch Anwender geändert werden, die
das ‘Owner Lock’-Passwort kennen. BEACHTEN SIE, DASS EINE
PROGRAMMSPERRE NICHT MEHR AUFGEHOBEN WERDEN KANN, WENN
SIE DAS PASSWORT VERGESSEN HABEN.
Eingabe
zusätzlicher Locks
Um später weitere Parameter zu sperren, müssen Sie den OEM Lock zuerst in
den Utilities von “Active” auf “Off” umschalten. Dazu führen Sie die bereits
beschriebenen Schritte zur Eingabe des Kennworts aus und geben Ihr UserPasswort ein: Wenn Sie nun ENTER auslösen, springt das Gerät automatisch
in die Utilities und der OEM Lock ist deaktiviert. Schalten den OEM Lock
wieder in den Setup- Modus, indem Sie den gesamten Eingabevorgang neu
aktivieren - in diesem Fall müssen Sie jedoch das vordefinierte DefaultPasswort eingeben. Alle gesperrten Parameter sind nun mit dem Lock-Symbol
gekennzeichnet. Bei Bedarf können Sie die aktuellen Sperren aufheben oder
weitere Parameter mit Sperren belegen.
- 66 -
FDS-366
Utilities - Security Lock Outs - Notes
OEM & Owner
Locks
Anmerkung zum
Parameter
Configuration
Lock-fähige Utilities
Wenn einem Programm sowohl ein OEM- als auch ein Owner Lock
zugeordnet ist, wird ihm im Display ein Symbol zugeordnet, das die Raute
und das Schloss kombiniert. Entsprechend werden diese Programme im
STORE-, RECALL- und Default Screen mit diesem Symbol dargestellt.
Wenn der Parameter ‘Configuration’ wahlweise über einen OEM- oder Owner
Lock gesperrt ist, wird das entsprechende Symbol während des Lock Setups
eingeblendet. Wenn allerdings die Locks aktiviert wurden, wird der Parameter
‘Configuration’ im Menü Utilities nicht mehr dargestellt, sofern eine
Programm mit diesem OEM- oder Owner-gesperrten Parameter selektiert wird.
Nicht alle Utilities können über OEM- oder Owner Locks gesperrt werden:
Einige Parameter sind zum Betrieb des Geräts notwendig und werden daher
nicht als Teil des Programms gespeichert. Zu den Utilities, die gesperrt
werden können, zählen die Parameter:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Configuration
Stereo Link
Sum Type
Delay Correction
Temperature
Input A/AES
MIDI Dump
Backup & Swap
Delete Program
- 67 -
FDS-366
Utilities - Input-Modi und MIDI
16.
Input A/AES
“Analogue” oder “AES”
Hier wählen Sie aus, ob die Eingangsbuchse A zum Anschluss von
konventionellen Analog-Signalen oder für digitale AES-Quellen (AES/EBU)
dient. Im zweiten Fall dient dieser Anschluss als Eingang für das A&B-Routing
im Gerät.
17.
Serial Port
“RS232” oder “RS485”
Hier wählen Sie aus, ob die serielle Kommunikation wahlweise RS485 oder
RS232 zur Übermittlung von Programm- und/oder Steuerdaten nutzt. Lesen Sie
das Kapitel ‘Serielle Kommunikation’, um nähere Einzelheiten zu erfahren.
18.
MIDI Mode
“Off”, “Program”, Master”, “Thru”, “PC Port” oder “Multidrop”
Mit Auswahl dieses Modus legen Sie fest, welche Daten der FDS-366 über die
Buchse MIDI OUT überträgt . Entsprechend orientiert sich die Auswahl auch
daran, mit welchen anderen Geräten im System der FDS-366 betrieben wird.
Zur Auswahl stehen:
TX Off MIDI-Nachrichten werden nicht übertragen. Allerdings werden MIDI-Daten
von anderen Omnidrives (z.B. Program Changes, MIDI-Dumps und
Steuerinformationen) weiterhin empfangen und verarbeitet.
Program Mit dieser Option überträgt das Gerät ausschließlich MIDI-Program Changes.
Wählen Sie diese Option, wenn mehrere Omnidrives miteinander verbunden
sind, die Steuerungsinformationen jedoch nicht auf die anderen Geräte
übertragen werden sollen.
Master In diesem Fall werden alle Control Changes auf MIDI-Geräte mit demselben
MIDI-Kanal übertragen, wodurch ein Parallel-Betrieb von zwei oder mehr
FDS-366 möglich wird. In der Praxis empfiehlt sich dieser Modus für
Anwendungen, bei denen mehrere Omnidrives gleichzeitig gesteuert werden
müssen (z.B. für systemweite Gain-Änderungen in allen Omnidrives während
der Setup-Phase).
Thru In diesem Fall werden alle MIDI-Daten, die an der Buchse MIDI _IN
_anliegen, direkt auf die MIDI _OUT- _Buchse des FDS-366 durchgeschliffen.
Die vom Gerät empfangenen MIDI-Daten werden weiterhin verarbeitet,
gleichzeitig jedoch an andere Gerät weitergeleitet, die mit dem MIDI OUT
verbunden sind. Mit Hilfe dieser Option lassen sich beispielsweise Program
Changes gleichzeitig auf mehrere Omnidrives übertragen. Wählen Sie diesen
Modus zudem, wenn Sie das BSS-MIDI-Netzwerk mit der FPC-900r und
Soundbench-Systemen verwenden.
PC Port Mit dieser Option kann das Gerät über den RS-232-Port direkt mit einem PC
verbunden werden. In diesem Modus können Programme wie Soundbench
oder Smaart Live mit dem Omnidrive kommunizieren und zur Editierung der
Programm-Parameter genutzt werden.
Multidrop Wählen Sie diese Einstellung, wenn der Omnidrive als Teil eines MultidropNetzwerks betrieben wird. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
‘Serielle Kommunikation’.
- 68 -
FDS-366
Utilities - MIDI
19.
MIDI Channel
1-16
Wählen Sie den MIDI-Kanal aus, der dem Gerät zugeordnet ist (die StandardMIDI-Kanäle 1 bis 16 stehen zur Verfügung). Um mit anderen Omnidrives im
selben MIDI-Netzwerk kommunizieren zu können, müssen alle Geräte, die
auf eine Synchronisation der Program Changes bzw. eine gemeinsame
Steuerung ausgelegt sind, auf denselben MIDI-Kanal eingestellt werden.
Um zu verhindern, dass ein über MIDI angesteuerter Omnidrive Program
Changes oder Steuerdaten empfängt, die nicht für ihn bestimmt sind, stellen
Sie diesen Omnidrive auf einen anderen MIDI-Kanal ein als das Gerät, das
die Steuerdaten ausgibt.
20.
MIDI Dump
In diesem Modus können Sie die aktuellen Programm-Settings zu
Sicherungszwecken an einen anderen FDS-366 oder einen MIDIDatenspeicher (z.B. einen Computer oder MIDI-Filer) senden (dumpen). Wenn
Sie die Funktion MIDI Dump dazu nutzen, Daten auf einen anderen FDS-366
zu übertragen, müssen Sie sicherstellen, dass beide Geräte auf denselben
MIDI-Kanal eingestellt sind und der MIDI Out des Quellgeräts mit dem MIDI
In des Zielgeräts verbunden ist. Die Funktion MIDI Dump ist von der Auswahl
des MIDI MODES unabhängig.
So führen Sie die Funktion aus:
•
Öffnen Sie die Option MIDI DUMP in den Utilities und drehen Sie den
Endlosregler im Uhrzeigersinn (oder drücken Sie den Navipad-Taster
> ), um den Modus MIDI DUMP zu öffnen.
•
Leiten Sie den Vorgang mit ENTER ein. Daraufhin wird eine
Prozentanzeige eingeblendet, die den Status der Datenübertragung
darstellt. Wenn der Dump abgeschlossen ist, zeigt der Screen das
Utilities-Menü an.
ANMERKUNG: Bei diesem Vorgang werden alle Parameteränderungen in
allen gespeicherten Programmen der angeschlossenen FDS-366
überschrieben, sofern diese auf denselben MIDI-Kanal eingestellt sind.
Verwenden Sie den MIDI Dump mit Vorsicht! Dies gilt auch für andere
Modell wie z.B. den Minidrive: In diesem Fall arbeiten angeschlossene
Geräte, die auf diesen anal eingestellt sind, fehlerhaft.
ANMERKUNG: Stellen Sie sicher, dass die Geräte seriell verschaltet sind und
die MIDI-Schleife nicht geschlossen ist.
- 69 -
FDS-366
Utilities - Programmfunktionen
21.
Backup &
Swap
“On” oder “Off”
Werkseinstellung: ’Off’.
Diese Option wird in anderen Systemen oft mit ‘Edit/Compare’ bezeichnet.
Entsprechend können Sie mit dieser Funktion Änderungen am Setup
vornehmen und diese mit den ursprünglichen Einstellungen vergleichen.
Wenn diese Funktion aktiv ist (’On’), sind die Taster STORE und RECALL den
Befehlen ‘Backup’ bzw. ‘Swap’ zugeordnet.
Wenn Sie STORE (Backup) auslösen, wird das aktuelle Setup in den internen
Zwischenspeicher kopiert. Nun können Sie Änderungen am Setup vornehmen
und mit RECALL (Swap) zwischen den Originaldaten und den Änderungen
umschalten, um diese beiden Setups akustisch miteinander zu vergleichen.
Anmerkung: ‘Backup & Swap’ hat nur dann eine Funktion, wenn die
Parameter eines Programms bearbeitet wurden.
Unter folgenden Umständen hat die Funktion keinen Effekt:
22.
Store Gain
Trims
•
Direkt nach dem Boot-Vorgang, da der Zwischenspeicher in diesem
Fall leer ist.
•
Direkt nachdem das Setup abgespeichert wurde: In diesem Fall würden
Sie mit RECALL (Swap) zwischen zwei identischen Setups umschalten.
!
Wenn diese Option aktiv ist (’On’), können Sie die Funktionen Store
oder Recall NUR im Default-Screen oder Utilities-Menü ausführen.
“On” oder “Off”
Mit dieser Option speichern Sie die Gain Trims auf der Frontplatte mit dem
Programm ab. Dabei wird der Wert auf das Band-Gain für jeden Ausgang
aufaddiert.
Wenn Sie ein Programm laden, gibt das Gerät eine Meldung aus, dass ALLE
Gain Trims auf der Frontplatte auf 0 gesetzt werden müssen.
23.
Delete
Program
Mit dieser Option können Sie jedes gespeicherte Programm aus dem Gerät
löschen. Wählen Sie das gewünschte Programm mit dem Endlosregler aus und
bestätigen Sie den Löschvorgang mit ENTER. Weitere Informationen finden
Sie in Kapitel 16.0 ‘Programmfunktionen’.
24.
Format Card
Dieser Modus kann nur dann aktiviert werden, wenn eine PC Card im Slot auf
der Gerätefront eingesetzt ist. Um die Formatierung auszulösen, drehen Sie
den Endlosregler im Uhrzeigersinn: Daraufhin fordert Sie das Gerät auf, den
Vorgang mit ENTER zu bestätigen. Wenn die Card formatiert ist, schaltet die
Anzeige wieder auf die Utilities zurück.
!
ALLE DATEN, DIE SICH BEREITS AUF DER PC CARD BEFINDEN,
GEHEN DURCH DIE FORMATIERUNG UNWIEDEBRINGLICH
VERLOREN. STELLEN SIE SICHER, DASS SIE DAS RICHTIGE MEDIUM
FORMATIEREN!
Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 17.0 ‘Einsatz einer PC Card’.
- 70 -
FDS-366
19.0 Input-Kanäle
Insgesamt stehen im Gerät drei physikalische Eingänge für das Routing auf die
Outputs sowie eine interne Mono-Summe der Eingänge zur Verfügung. Dabei
handelt es sich um die Inputs:
A, B, C und Sum.
Jeder Eingang kann prinzipiell auf jeden Ausgang geroutet werden (was sich
für die Konfiguration ‘Mono’ empfiehlt). Bei Stereo-Konfigurationen werden
die Eingänge A&B in der Regel dem Stereopaar zugeordnet, während Eingang
C als separater Weg für Mono-Quellen wie einen Sub-Bass oder den CenterKanal in LCR-Anwendungen genutzt werden kann.
Wenn Eingang A zur Aufnahme einer digitalen AES-Quelle konfiguriert wird
(Utilities>Input A/AES), wird das interne Routing so eingestellt, dass das
stereophone AES-Signal auf die Eingänge A und B geführt wird (wie bei
analogen Signalen).
Anmerkungen zum Eingang Sum:
Die Zusammensetzung der Quellen für den Sum-Input kann in den Utilities
festgelegt werden:
•
“A+B Pre Eq”
•
“A+B Post Eq”
•
“A+B+C Pre” (EQ)
•
“A+B+C Post” (EQ)
Die Funktionen, die in diesem Kapitel beschrieben werden, sind in allen
Eingängen außer dem Sum-Eingang identisch, für den nur der Parameter Delay
eingestellt werden kann.
Die Edit-Screens der Eingänge sind in der folgenden Reihenfolge angelegt:
Für die Eingänge A, B, C
1.
Gain
2.
Delay
3.
EQ Bypass
4.
DEQ (Dynamikparameter)
5.
DEQ (EQ-Settings)
6.
EQ 1
Bei Bedarf bzw. sofern vorhanden können weitere EQs zugeordnet
werden.
Für den Eingang SUM
1.
Delay
- 71 -
FDS-366
Input-Kanäle - Erklärung der Screens
1.
Gain
-15.0 dB bis +15.0 dB in Schritten von 0.1dB
Über den Endlosregler stellen Sie das relative Gain der Input-Kanäle auf den
gewünschten Wert ein.
2.
Delay
Maßeinheit zwischen ms, m, ft und fps wählbar
Das Delay kann für jeden Eingangskanal individuell eingestellt werden, die
Schrittweite beträgt ungefähr 11 Mikrosekunden. Über den Endlosregler
stellen Sie das Delay für den angewählten Input ein.
Dieses Delay wird normalerweise dazu genutzt, die Verzögerung für DelayLines einzustellen oder die Delays für den linken und rechten Kanal zu
staffeln, um die Schallfelder in einer Installation zu ‘verschieben’.
Die Delays können im Metern (‘m’) (Werkseinstellung), Fuß/Zoll (‘ft’), Frames
pro Sekunde (‘fps’) oder Millisekunden (‘ms’) dargestellt und editiert werden:
Die Auswahl der Maßeinheit nehmen Sie im Eintrag ‘Delay Units’ im Menü
Utilities vor.
Anmerkung: Das maximale Delay für ein Input-/Output-Routing beträgt 2656
msec. Entsprechend wird der maximale Delaywert für den Input durch den
Delay-Betrag limitiert, den Sie bereits dem Ausgang zugewiesen haben.
3.
EQ Bypass
“Bypass” oder “On”
In diesem Screen können Sie alle momentan aktiven EQs aus dem Signalfluss
entfernen (“Bypass”). Auf diese Weise lassen sich die EQ-Einstellungen mit
dem unbearbeiteten Originalsignal vergleichen.
- 72 -
FDS-366
Input-Kanäle - DEQ Dynamics-Screen
Jeweils der erste EQ in jedem Ausgang kann so programmiert werden, dass er
dynamisch arbeitet. Der erste DEQ-Screen dient zur Konfiguration des EQKompressors; der nachfolgende EQ-Screen bietet Zugriff auf die EQParameter.
DEQ
“On” oder “Off”
Hier legen Sie fest, ob der Dynamic Equalizer für die Dynamikbearbeitung
aktiviert wird. In der Position OFF arbeitet der EQ als konventionelle
Klangregelung. In der Position ON wird der Cut/Boost-Wert des Equalizers in
Abhängigkeit zur Signalamplitude dynamisch verändert. Wenn der Parameter
DEQ auf “Off” eingestellt ist, können die restlichen Parameter auf diesem
Screen nicht angewählt werden - schalten Sie DEQ auf “On”, um die
Parameter zu editieren.
Thr (Threshold)
(-30 dBu bis +20 dBu in Schritten von 0.1 dB)
Hier bestimmen Sie den Signalpegel zur Ansteuerung des Kompressors.
Wenn ein Signal im ‘Boost-’Modus unter bzw. im ‘Cut-’Modus über dem
Threshold liegt, wird es durch den Dynamic Equalizer nicht komprimiert.
Senken Sie den Threshold-Wert ab, um das Eingangssignal an den
Schwellwert anzupassen.
Wenn das Eingangssignal im ‘Boost-’Modus über bzw. im ‘Cut-’Modus unter
dem Threshold liegt, setzt die Pegelreduktion oder Kompression ein. Die
Betrag des resultierenden Cut-/Boost-Hubs wird auf wird auf der Pegelanzeige
links neben den DEQ-Parameterscreen oder auf der Kennlinie im DEQEualizer-Fenster dargestellt. Die resultierende Kompression wird hauptsächlich
über den Parameter Ratio eingestellt.
In der Praxis sollten Sie die Parameter Threshold und Ratio grundsätzlich
gemeinsam eingeben und die Einstellungen akustisch überprüfen. Allerdings
haben die Parameter Attack und Release ebenfalls einen Einfluss auf die
Klangcharakteristik.
Ratio
(02:01, 05:01, 10:01, 20:01, INF)
Mit diesem Parameter bestimmen Sie die Aggressivität des Dynamic
Equalizer. Bei höheren Werten arbeitet der DEQ sehr rigoros, ähnlich wie ein
Limiter. Mit niedrigeren Werten erzielen Sie wesentlich natürlichere
Ergebnisse.
Bei Anwendungen, für die eine weiche Kompression benötigt wird, ist es von
Vorteil, den Übergang zwischen der linearen und der komprimierten
Wiedergabe möglichst fließend zu gestalten, anstatt die Kompression abrupt
einsetzen zu lassen. Der Dynamic Equalizer des FDS-366 Dynamic Equaliser
ist so konfiguriert, dass die Kompressionskennlinie bei einem niedrigen RatioWert und geringer Kompression weich verläuft. Bei hoher Ratio und starker
Kompression verläuft der Übergang dagegen viel härter.
- 73 -
FDS-366
Input-Kanäle - DEQ Dynamics-Screen
Dieses so genannte ‘Progressive Knee’-Prinzip sorgt für eine unhörbare
Kompression bei niedriger Ratio und Pegelreduktion, während bei Bedarf auch
eine härtere Kompression für das Limiting und eine extreme
Dynamiksteuerung zur Verfügung steht. Dabei handelt es sich um ein
charakteristisches Merkmal des FDS-366 Dynamic Equalizers (und aller
anderen BSS-Audiokompressoren), das Parameter wie ‘Soft Knee’ o.ä.
überflüssig macht. Die ‘Progressive Knee’-Technik ist auch ein Hauptgrund für
das transparente und musikalische Verhalten des DEQ bei niedrigen RatioWerten.
Envelope shaping
Der Dynamic Equaliser arbeitet mit automatisierten Zeitkonstanten, die
einerseits dem Programmverlauf folgen und andererseits die Einstellungen der
Crossover-Filter und des DEQ-Equalizers berücksichtigen. Trotzdem können
Sie diesen automatisierten Prozess über die Parameter Attack und Release
beeinflussen, indem Sie die Arbeitsbereiche der Automatikparameter
definieren. Automatische Zeitkonstanten arbeiten mit einer kombinierten,
Programm-bezogenen Einstellung für die Attack Time und einer zweistufigen,
Programm-bezogenen Einstellung für Release.
Diese zweistufige Release sorgt dafür, dass das unkomprimierte Gain schnell
wiederhergestellt wird, wenn das Klangereignis vorbei ist, während die
zweite, darauf folgende Stufe auffällige Pegelsprünge verhindert.
Atk (Attack)
“Fast”, “Med”, “Slow”
Hier stellen Sie den Arbeitsbereich für den Attack-Parameter des DEQ ein, der
sich in diesem Bereich dann automatisch an das ansteigende Eingangssignal
anpasst.
Rel (Release)
“Fast”, “Med”, “Slow”
Hier legen Sie den Arbeitsbereich für den Release-Parameter des DEQ fest,
der sich in diesem Bereich dann automatisch an das abfallende Signal
anpasst.
Die Dynamics-Anzeige stellt die Wirkungsweise des Kompressors dar, der das
Signal in Abhängigkeit der Cut-/Boost-Settings des DEQ wahlweise
komprimiert oder expandiert. Die Anzeige stellt erst dann etwas dar, wenn
Cut oder Boost arbeiten.
- 74 -
FDS-366
Inputs - EQ
EQParameterscreens
In dem Screen, der auf den DEQ folgt, parametrisieren Sie den EQ, der mit
dem DEQ verknüpft ist: Das wird durch das DEQ-Logo im oberen Bereich
dargestellt. Dieser EQ sollte nach Bedarf an die Charakteristik des DEQ
angepasst werden und ist dem Signalfluss im Kanal fest zugeordnet: Allerdings
kann er über die Funktion ‘EQ Bypass’ deaktiviert werden. Wenn alle EQFilter bereits in Gebrauch sind, können Sie diesen EQ jedoch auch ohne die
Dynamikfunktionen nutzen, indem Sie den DEQ im zugehörigen DynamicsScreen auf ‘Off’ schalten.
Mit dem Navipad-Taster ^ wechseln Sie zu dem ersten ‘Standard’-EQ (ohne
Dynamikfunktionalität). In punkto Bedienung sind diese Screens mit den
DEQ-Modellen identisch. Allerdings wird im rechten oberen Bereich des
Fensters die Anzahl der verfügbaren EQ-Filter dargestellt. Das ist wichtig, da
der FDS-366 mit einer festen Anzahl von DSP-Filtern arbeitet, die für die
Klangbearbeitung genutzt werden können (weitere Informationen finden Sie
in Kapitel 25.0 ‘Filter-Zuordnungen’).
Channel(s) being edited
Shape
Cut/boost
Anzahl der verfügbaren EQs
EQ-Nummer & Stereo/Mono-Anzeige
Frequenz
Width/Güte (nur bei Bell-Filtern)
Cursor/EQ-Frequenzanzeige
Wenn der FDS-366 in der Konfiguration MONO betrieben wird, arbeiten alle
EQs ebenfalls mono, was durch den Buchstaben ‘M’ hinter der EQ-Nummer
verdeutlicht wird (z.B. “EQ2M”). Im Stereo-Modus (z.B. LHLHLH, LMHLMH
oder LLMMHH) arbeiten die EQs stereo (wenn die Funktion ‘Stereo Link’
aktiv ist) und werden entsprechend mit einem ‘S’ hinter der EQ-Nummer
gekennzeichnet (z.B. “EQ2S”).
Über eine Kennlinie wird der Effekt der Crossover-Filter in diesem Band
dargestellt: Dabei handelt es sich um den kombinierten Frequenzgang, der
sowohl die EQ-Kurve des DEQ sowie alle weiteren EQs in diesem Kanal
berücksichtigt.
ANMERKUNG: Das A+B-Summensignal wird *hinter *den EQ-Sektionen von
A und B gemischt, so dass das A+B-Signal von den EQ-Einstellungen in A und
B beeinflusst wird.
Hinzufügen
weiterer EQs
Um weitere EQs zu aktivieren, müssen Sie zuerst den Cut/Boost-Parameter im
aktiven EQ einstellen: Daraufhin wird automatisch ein weiterer EQ aktiviert
(vorausgesetzt, es sind weitere EQ-Modelle verfügbar). Mit dem NavipadTaster ^ wechseln Sie zum nächsten EQ. Wenn Sie den Taster ^ auslösen und
keine Änderung in der Anzeige bemerken, haben Sie den letzten EQ erreicht,
der momentan genutzt wird.
- 75 -
FDS-366
Inputs - EQ
EQ shape
Der Filtertyp für den EQ wird mit dem Endlosregler aus folgenden Optionen
ausgewählt:
Hi Shelving mit einer 12-dB-Flankensteilheit (Hi12)
Hi Shelving mit einer 6-dB-Flankensteilheit (Hi6)
BELL
Low Shelving mit einer 6-dB-Flankensteilheit (Lo6)
Low Shelving mit einer 12-dB-Flankensteilheit (Lo12).
Das EQ-Flankensymbol im oberen Bereich des Screens zeigt an, welcher EQTyp ausgewählt wurde.
20.000
15.000
10.000
5.0000
2
0.0
1
-5.000
1
-10.00
5
-15.00
0
-20.00
20
100
1k
10k
12dB/Octave Shelving EQ graph
20k
-
-
-
-
Kennlinie 12 dB/Oktave Shelving EQ
- 76 -
FDS-366
Inputs - EQ
Frequenz
“15Hz” bis “16kHz”
Mit dem Endlosregler stellen Sie die ‘Scheitelfrequenz’ (bei Bell-Filtern) bzw.
den -3 dB-Punkt (bei Shelving-Filtern) des Filters ein. Die Filterposition wird
grafisch durch den Cursor dargestellt.
Cut/Boost
“-15 dB” bis “+15 dB” in Schritten von 0.2 dB
Drehen Sie den Endlosregler im Uhrzeigersinn, um das Signal an der oben
definierten Scheitelfrequenz anzuheben (+ Gain) bzw. gegen den
Uhrzeigersinn, um das Gain abzusenken (- Gain).
Width
“0.05” bis “3.00” Oktaven in Schritten von 0.05
Dieser Parameter steht nur bei Bell-Filtern zur Verfügung. Wenn Sie den
Endlosregler im Uhrzeigersinn drehen, wird die EQ-Güte (niedrigerer Q-Wert)
auf maximal drei Oktaven erweitert. Wenn Sie den Endlosregler gegen den
Uhrzeigersinn drehen, wird der EQ (höherer Q-Wert) auf eine minimale
Gütevon 0.05 Oktaven reduziert.
20.000
5.000
0.000
5.0000
0.0
5.000
10.00
15.00
20.00
20
100
1k
10k
20k
- 77 -
FDS-366
20.0
Output-Kanäle
Insgesamt stehen sechs Ausgänge zur Verfügung, über die sich das
Audiosignal auf externe Systeme speisen lässt. Die Ausgangskanäle sind auf
der Frontplatte mit den Ziffern 1-6 numeriert. Um eines der sechs
Ausgangsbänder zu selektieren, drücken Sie wahlweise den Endlosregler, bis
der gewünschte Ausgang im Screen eingeblendet wird, oder Sie lösen den
Assign-Taster für den jeweiligen Ausgang auf der Frontplatte aus. Der AssignTaster leuchtet und zeigt damit an, dass der Ausgang angewählt ist.
Die Ausgänge können ihr Signal von jedem Eingang beziehen, wobei je nach
Auswahl der ‘Configuration’ und ‘Source’ (im Menü Utilities) verschiedene
Kombinationen für die Ausgänge zur Verfügung stehen.
Die Edit-Screens der Ausgänge sind in der folgenden Reihenfolge angelegt:
1.
Name
2.
Source
3.
Low crossover - Shape und Frequency
4.
High crossover - Shape und Frequency
5.
Phase & Polarity
6.
Gain
7.
Limiter
8.
Delay Link
9.
Delay
10
EQ Bypass
11.
DEQ (Dynamikparameter)
12.
DEQ (EQ-Settings)
13.
EQ 1
Bei Bedarf bzw. sofern vorhanden können weitere EQs zugeordnet
werden.
Die Funktionen, die in diesem Kapitel beschrieben werden, sind in allen
Ausgängen identisch.
- 78 -
FDS-366
Output-Kanäle - Name & Source
1.
Name
‘Name’ ist der erste Screen im Output-Menü. Hier können Sie jedem Ausgang
einen Namen zuordnen, der seine Funktion verdeutlicht. Zur Auswahl stehen
die Bezeichnungen aus einer Liste von Preset-Namen im FDS-366.
Bands 1-6
L Low
L Mid
L High
R Low
R Mid
R High
C Low
C Mid
C High
Subs
Low
Lo Mid
Mid
Hi Mid
High
Mid+Hi
2" Horn
1" Horn
Bullet
Flat
Unused
Bar
BStage
Delay
Centre
Mono
Aux
10"
12"
15"
18"
21"
24"
1.5" Horn
Delay1-6
Wählen Sie den geeigneten Namen mit dem Endlosregler aus. Wenn der
gewählte Name mit “L “ oder “R “beginnt, werden diese Initialen *nicht
*eingeblendet, wenn die Funktion ‘Stereo Link’ aktiv ist.
2.
Source
Auf diesem Screen ist die Zuordnung des Eingangs auf die Ausgangs-Matrix
dargestellt. Im angewählten Kanal wird das Lautsprecher-Symbol unterlegt
dargestellt und ein virtuelles Kabel zeigt an, mit welchem Eingang der
Ausgang momentan verbunden ist. Zudem wird der Name der Input-Quelle
über dem Diagramm eingeblendet.
Das Diagramm stellt die Direktverbindung zwischen Ein- und Ausgängen
dar:Alle Bearbeitungsfunktionen der Ausgangsstufe (EQ, Xover etc.) werden
zugunsten einer besseren Übersichtlichkeit weggelassen. Die kleinen
Kästchen auf der linken Seite des Diagramms stellen den Input-EQ dar, und
die Linien, die mit der Sum-Funktion (das Kästchen mit dem +) verbunden
sind, werden je nach EQ-Abgriff (‘pre’ oder ‘post’) verschoben.
Anmerkung: Die Lautsprecher-Symbole werden nicht in einer festen
Reihenfolge eingeblendet. Das Diagramm wählt die übersichtlichste Form der
Darstellung, um Überschneidungen der Linien auf dem Screen zu vermeiden.
Aus diesem Grund müssen Sie bei der Betrachtung der Ein-/
Ausgangszuordnungen Acht geben, da die Nummern neben den LautsprecherSymbolen (entspricht dem jeweiligen Ausgang) ihre Position ändern können.
- 79 -
FDS-366
Outputs - Crossover Settings
3.
Low Shape
Dieser Screen dient zur Auswahl der Filterkennlinie/Flankentyp an der unteren
Bandgrenze (Hochpass) im aktiven Ausgangsband. Die Bandgrenze wird in
der Grafik auf dem Screen unterlegt dargestellt. Je höher die Ordnung (dB/
Oktave) ist, desto steiler fällt die Flanke des Filters am Roll-Off-Punkt ab betrachten Sie dazu auch die Grafiken auf der vorherigen Seite, um eine
genauere Darstellung dieses Konzepts zu erhalten. Grundsätzlich sind Filter
mit niedrigerer Ordnung für Anwendungen geeignet, wo im Bereich der
Crossover-Frequenz Löcher im Frequenzgang auftreten oder zwei
Lautsprechersich gegenseitig gut ergänzen.
Bei den verfügbaren Filtertypen handelt es sich der Reihe nach um:
•
“But 6”
Butterworth 6 dB/Oktave
•
“But 12”
Butterworth 12 dB/Oktave
•
“Bes 12”
Bessel 12 dB/Oktave
•
“L-R 12”
Linkwitz-Riley 12 dB/Oktave
•
“But 18”
Butterworth 18 dB/Oktave
•
“But 24”
Butterworth 24 dB/Oktave
•
“Bes 24”
Bessel 24 dB/Oktave
•
“L-R 24”
Linkwitz-Riley 24 dB/Oktave
•
“But 48”
Butterworth 48 dB/Oktave
•
“L-R 48”
Linkwitz-Riley 48 dB/Oktave
Mit dem Endlosregler können Sie durch die Liste scrollen.
Low Freq/Xover
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in Kapitel 7.0 ‘CrossoverKennlinien & -Frequenzen’.
Die untere Grenze (Hochpass) des Crossover-Bandes kann wahlweise
deaktiviert (’OUT’, kein Roll-Off) oder in einem weiten Frequenzbereich
zwischen 15 Hz und 16 kHz eingestellt werden.
Wenn Sie den Endlosregler gegen den Uhrzeigersinn drehen, wird die
Frequenz abgesenkt, wobei die Option ‘_OUT_’ das Ende des Regelbereichs
darstellt.
4.
High shape
Wenn Sie den Regler im Uhrzeigersinn drehen, wird die Frequenz angehoben.
Nach oben hin wird der Regelbereich durch die Option ’OFF’ begrenzt, mit
der Sie den Ausgang stummschalten.
Hier wählen Sie den Filtertyp und die Flanke für die obere Bandgrenze
(Tiefpass) aus. Die verfügbaren Filtertypen finden Sie in der Beschreibung für
Low Shape, siehe oben.
High Freq/Xover
Diese Funktion arbeitet auf ähnliche Weise wie der Parameter ‘Low Freq’,
allerdings ist hier die Option OUT die letzte Stufe, wenn Sie den Regler im
Uhrzeigersinn drehen.
ANMERKUNG: Wenn Sie den Endlosregler im Uhrzeigersinn drehen, wird die
Frequenz abgesenkt. Der Regelbereich wird durch die Option ‘OUT’ begrenzt,
die den Ausgang jedoch NICHT stummschaltet.
- 80 -
FDS-366
Outputs - Polarity, Phase & Gain
5.
Phase
0-180o (Grad) in 5o-Schritten
Die Phasenbeziehung zwischen zwei Bandgrenzen am Crossover-Punkt kann
mit dieser Funktion in Schritten von 5 Grad eingestellt werden.
Die Bezugsfrequenz für den Phasenwinkel wird über die Frequenz an der
oberen Bandgrenze eingestellt. Entsprechend steuert dieses Band den
Phasenbezug mit dem nächst höheren Band. Daher sollten Sie bei der
Anpassung mit dem höchsten Band anfangen, um sich dann nach unten
durchzuarbeiten. Beachten Sie, dass das oberste Band (Bänder) keinen
regelbaren Phasen-Parameter bietet.
Um eine Bearbeitung der Phase vorzunehmen, müssen Sie einen EQ-Filter
verwenden. Die Phase wird mit dem Endlosregler eingestellt.
Polarity
‘Normal’ oder ‘Invert’
Die Funktion ‘Polarity invert’. Werkseinstellung ist nicht-invertiert. Wenn Sie
den Endlosregler im Uhrzeigersinn drehen, wird die Polarität des Ausgangs
gedreht. Wenn Sie den Endlosregler gegen den Uhrzeigersinn drehen, wird die
Polarität zurückgesetzt (nicht-invertiert).
6.
Band gain
-15 dB bis +15 dB
Über den Endlosregler stellen Sie das relative Gain der Input-Kanäle auf den
gewünschten Pegel ein. Dieses Gain arbeitet unabhängig von den OutputTrim-Reglern auf der Vorderseite und wird als Versatz auf das TRIM-Gain
aufgerechnet. Das ‘Band Gain’ wird immer als Teil des Programms im
Memory gespeichert, während die Trim-Einstellungen auf der Frontplatte nur
dann gespeichert werden, wenn die Option ‘Store Gain Trims’ in den Utilities
aktiv ist.
- 81 -
FDS-366
Outputs - Limiter
7.
Limiter
“On” oder “Off”
Wenn die Limiter deaktiviert sind (‘_Off_’), arbeitet die rote LED ‘OVER’ in
den Pegelanzeigen auf der Front als Warnanzeige.
ANMERKUNG: BSS Audio kann keine Haftung für Schäden übernehmen, die
durch Ausschalten der Schutz-Limiter im FDS-366 entstehen. Die
Konfiguration dieser Funktion liegt vollständig im Ermessen des Anwenders._
Um den Limiter zu aktivieren, schalten Sie den Limiter-Parameter auf “On”.
Over (Overshoot)
“0 dB” bis “12 dB” in Schritten von 1 dB und “Off”
Hier stellen Sie die ‘Brickwall’-Grenze bzw. den absoluten Maximalpegel
ein, um den das Signal den Limiter-Threshold überschreiten darf. Niedrige
Werte sorgen für maximalen Schutz, wobei allerdings kurzfristige
Verzerrungen der Transienten auftreten können. Höhere Einstellungen mindern
zwar die Härte der Verzerrungen, gehen jedoch zu Lasten der Schutzfunktion.
Der Brickwall-Limiter kann bei Bedarf deaktiviert werden (“Off”), wenngleich
das in der Regel nicht empfohlen wird, da er mögliche Schäden an den
Lautsprechern, z.B. durch energiereiche Transienten aufgrund von
Spannungsspitzen in der Stromversorgung, verhindert.
Thr (Threshold)
“-10 dBu” bis “+20 dBu” in Schritten von 0.1 dBu
Der Threshold des Band-Limiters wird mit dem Endlosregler auf den
gewünschten Wert eingestellt, der mit der Empfindlichkeit des angesteuerten
Verstärkers übereinstimmen sollte. Die Maßeinheit ist ab Werk auf dBu
eingestellt, kann jedoch über die “Limiter Units” in den Utilities auch auf mV
umgeschaltet werden.
!
Atk (Attack)
BSS Audio empfiehlt, den Limiter-Threshold auf ungefähr 2 dB unter der
Clip-Empfindlichkeit des Verstärkers einzustellen. Dadurch wird
verhindert, dass übermäßige Transienten den Verstärker ins Clipping
bringen können und auf diese Weise die angeschlossenen Lautsprecher
beschädigen. Selbst wenn die Limiter deaktiviert sind, bestimmt die
Threshold-Einstellung die Empfindlichkeit der Output-Meters.
“Slow”, “Med”, “Fast” und “Dual”
Hier stellen Sie die Zeit ein, die der Limiter benötigt, um das Gain zu
reduzieren, nachdem der Ausgangssignalpegel den Threshold-Pegel übersteigt.
Im “Dual”-Modus stehen gleichzeitig zwei Zeitkonstanten zur Verfügung. Die
schnelle Zeitkonstante schützt vor Übersteuerungen, während die längere
Zeitkonstante zur Regulierung der thermalen Auswirkungen dient.
Rel (Release)
“Slow”, “Med” und “Fast”
Hier bestimmen Sie die Zeit, die der Limiter benötigt, um das Signal auf
Normalpegel *zurückzuregeln*, nachdem das Ausgangssignal unter den
Threshold-Pegel gefallen ist.
- 82 -
FDS-366
Outputs - Delay
Delay link
Die Option ‘Delay Link’ ermöglicht die Steuerung mehrerer Band-Delays über
eine einzige Einstellung. Wenn Sie beispielsweise alle Lautsprecher in einem
einzelnen Chassis angeglichen haben, können Sie nun die gesamte
Lautsprecherbox an das Eingangssignal oder eine andere Box anpassen, indem
Sie die einzelnen Band-Delays auf einen einzigen Parameter
zusammenfassen. Alle Versätze, die Sie vor dem Linking definiert haben,
bleiben dann auch weiterhin erhalten.
Drehen Sie den Endlosregler, bis im Screen ‘Delay Link’ die gewünschteLinkKonfiguration eingeblendet wird. Die Link-Optionen hängen von der GesamtKonfiguration des Geräts ab und werden zwischen Ausgangspaaren und
Einzelausgängen umgeschaltet, wenn ‘Stereo Link’ verwendet wird. Die LinkFunktion wird über zwei Symbole dargestellt: Die vertikale Linie zeigt an,
welche Ausgänge gelinkt werden können, während das Klammer-Symbol
einen aktiven Link kennzeichnet.
Delay
Die Band-Delay werden oft dazu genutzt, die Schwingspulen der Lautsprecher
auf elektronischem Weg aneinander anzugleichen, so dass die Klangquellen
in der physikalischen Ebene deckungsgleich arbeiten.
Das Delay wird wahlweise in Millisekunden (ms), Metern (m), Fuß (ft) oder
Frames pro Sekunde dargestellt (fps). Die Maßeinheit wird in den Utilities
umgeschaltet: Wenn Sie den Taster Utils auslösen, während der Screen
‘Delay’aktiv ist, wird automatisch der Screen ‘Delay Units’ geöffnet.
Bei der Darstellung in Millisekunden beträgt die Schrittweite ungefähr 11
Mikrosekunden (der Ablesewert beträgt 10 oder 11us), was physikalisch einer
Entfernung von 3.4 mm entspricht und eine entsprechend genaue Anpassung
ermöglicht. Wenn die Delay Units auf fps eingestellt sind, kann der Wert in
halben Frames eingestellt werden. Wenn die Delay Units in den Utilities
beispielsweise von Metern auf fps umgestellt werden, wandelt der FDS-366
den Delay-Wert automatisch um. Auf diese Weise wird eine Feinabstimmung
möglich, wenn der Wert z.B. in Frames eingestellt wurde. Mit dem
Endlosregler bewegen Sie die Symbole von der vertikalen Linie auf der linken
Seite (der Nullposition, kein Delay) nach rechts (maximales Delay). Der
tatsächliche Delay-Wert wird über dem Diagramm angezeigt und die
Symbole auf dem Display stellen die
Versätze zwischen den Ausgängen dar. Mit den Tastern in den OutputKanälen schalten Sie zwischen den verschiedenen Link-OutputKombinationen um: Der momentan angewählte Output wird im Display
dadurch dargestellt, dass das Symbol teilweise ausgefüllt ist - für alle anderen
Ausgänge wird nur der Umriss des Symbols eingeblendet.
Beachten Sie, dass die maximale Verzögerung durch jedes Delay limitiert
wird, das eventuell den Eingangskanälen zugewiesen ist.
- 83 -
FDS-366
Outputs - EQ/DEQ
EQ Bypass
“On” oder “Bypass”
Hier steht nun eine Bypass-Funktion für den EQ zur Verfügung. Um sowohl
den Effekt des EQs als auch des Dynamic EQs zu deaktivieren, wählen Sie in
diesem Screen die Option “Bypass”.
DEQ Dynamics
Screen
DEQ
Jeweils der erste EQ in jedem Ausgang kann so programmiert werden, dass er
dynamisch arbeitet. Der erste DEQ-Screen dient zur Konfiguration des EQKompressors; der nachfolgende EQ-Screen bietet Zugriff auf die EQParameter.
“On” oder “Off”
Hier legen Sie fest, ob der Dynamic Equalizer für die Dynamikbearbeitung
aktiviert wird. In der Position OFF arbeitet der folgende DEQ-Equalizer als
herkömmliche Klangregelung. In der Position ON wird der Cut/Boost-Wert des
Equalizers in Abhängigkeit zur Signalamplitude dynamisch verändert. Wenn
der Parameter ‘DEQ’ auf “Off” eingestellt ist, können die restlichen Parameter
auf diesem Screen nicht angewählt werden - schalten Sie DEQ auf “On”, um
die Parameter zu editieren. Auf diese Weise können Sie nur den Effekt der
Dynamics überprüfen.
Thr (Threshold)
(-30 dBu bis +20 dBu in Schritten von 0.1 dB)
Hier bestimmen Sie den Signalpegel zur Ansteuerung des Kompressors.
Wenn ein Signal im ‘Boost-’Modus *unter *bzw. im ‘Cut-’Modus *über *dem
Threshold liegt, wird es durch den Dynamic Equalizer nicht komprimiert.
Senken Sie den Threshold-Wert ab, um das Eingangssignal an den
Schwellwert anzupassen.
Wenn das Eingangssignal im ‘Boost-’Modus über bzw. im ‘Cut-’Modus unter
dem Threshold liegt, setzt die Pegelreduktion oder Kompression ein. Die
Betrag des resultierenden Cut-/Boost-Hubs wird auf wird auf der Pegelanzeige
links neben den DEQ-Parameterscreen oder auf der Kennlinie im DEQEualizer-Fenster dargestellt. Die resultierende Kompression wird hauptsächlich
über den Parameter Ratio eingestellt.
In der Praxis sollten Sie die Parameter Threshold und Ratio grundsätzlich
gemeinsam eingeben und die Einstellungen akustisch überprüfen. Allerdings
haben die Parameter Attack und Release ebenfalls einen Einfluss auf die
Klangcharakteristik.
Ratio
(02:01, 05:01, 10:01, 20:01, INF)
Mit diesem Parameter bestimmen Sie die Aggressivität des Dynamic
Equalizer. Bei höheren Werten arbeitet der DEQ sehr rigoros, ähnlich wie ein
Limiter. Mit niedrigeren Werten erzielen Sie wesentlich natürlichere
Ergebnisse. Bei Anwendungen, für die eine weiche Kompression benötigt wird,
ist es von Vorteil, den Übergang zwischen der linearen und der komprimierten
Wiedergabe möglichst fließend zu gestalten, anstatt die Kompression abrupt
einsetzen zu lassen. Die Dynamic Equalizer des FDS-366 wurde so
- 84 -
FDS-366
Outputs - DEQ Dynamics Screen
konfiguriert, dass der Übergang bei niedrigen Werten für die Ratio und
geringer Kompression weich verläuft. Bei hohen Ratio-Werten und starker
Kompression ist der Verlauf hingegen härter.
Dieses so genannte ‘Progressive Knee’-Prinzip sorgt für eine unhörbare
Kompression bei niedriger Ratio und Pegelreduktion, während bei Bedarf auch
eine härtere Kompression für das Limiting und eine extreme
Dynamiksteuerung zur Verfügung steht. Dabei handelt es sich um ein
charakteristisches Merkmal des FDS-366 Dynamic Equalizers (und aller
anderen BSS-Audiokompressoren), das Parameter wie ‘Soft Knee’ o.ä.
überflüssig macht. Die ‘Progressive Knee’-Technologie ist auch ein
Hauptgrund für das transparente und musikalische Verhalten des DEQ bei
niedrigen Kompressionsraten.
Envelope shaping
Der Dynamic Equalizer arbeitet mit automatisierten Zeitkonstanten, die
einerseits dem Programmverlauf folgen und andererseits die Einstellungen der
Crossover-Filter und des DEQ-Equalizers berücksichtigen. Trotzdem können
Sie diesen automatisierten Prozess über die Parameter Attack und Release
beeinflussen, indem Sie die Arbeitsbereiche der Automatikparameter
definieren.
Automatische Zeitkonstanten arbeiten mit einer kombinierten, Programmbezogenen Einstellung für die Attack Time und einer zweistufigen, Programmbezogenen Einstellung für Release. Diese zweistufige Release sorgt dafür,
dass das unkomprimierte Gain schnell wiederhergestellt wird, wenn das
Klangereignis vorbei ist, während die zweite, darauf folgende Stufe auffällige
Pegelsprünge verhindert.
Atk (Attack)
“Fast”, “Med”, “Slow”
Hier stellen Sie den Arbeitsbereich für den Attack-Parameter des DEQ ein, der
sich in diesem Bereich dann automatisch an das ansteigende Eingangssignal
anpasst.
Rel (Release)
“Fast”, “Med”, “Slow”
Hier legen Sie den Arbeitsbereich für den Release-Parameter des DEQ fest,
der sich in diesem Bereich dann automatisch an das abfallende Signal
anpasst.
Dynamics-Anzeige
Die Dynamics-Anzeige stellt die Wirkungsweise des Kompressors dar, der das
Signal in Abhängigkeit der Cut-/Boost-Settings des DEQ wahlweise
komprimiert oder expandiert. Die Anzeige stellt erst dann etwas dar, wenn
Cut oder Boost arbeiten.
- 85 -
FDS-366
Outputs - EQ
EQParameterscreens
IIn dem Screen, der auf den DEQ folgt, parametrisieren Sie den EQ, der mit
dem DEQ verknüpft ist: Das wird durch das DEQ-Logo im oberen Bereich
dargestellt. Dieser EQ sollte nach Bedarf an die Charakteristik des DEQ
angepasst werden und ist dem Signalfluss im Kanal fest zugeordnet: Allerdings
kann er über die Funktion ‘EQ Bypass’ deaktiviert werden. Wenn alle EQFilter bereits in Gebrauch sind, können Sie diesen EQ jedoch auch ohne die
Dynamikfunktionen nutzen, indem Sie den DEQ im zugehörigen DynamicsScreen auf ‘Off’ schalten.
Mit dem Navipad-Taster ^ wechseln Sie zu dem ersten ‘Standard’-EQ (ohne
Dynamikfunktionalität). In punkto Bedienung sind diese Screens mit den
DEQ-Modellen identisch. Allerdings wird im rechten oberen Bereich des
Fensters die Anzahl der verfügbaren EQ-Filter dargestellt. Das ist wichtig, da
der FDS-366 mit einer festen Anzahl von DSP-Filtern arbeitet, die für die
Klangbearbeitung genutzt werden können (weitere Informationen finden Sie in
Kapitel 25.0 ‘Filter-Zuordnungen’).
Kanal(Kanäle) wurde editiert
Anzahl der verfügbaren EQs
Shape
Cut/boost EQ-Nummer & Stereo/Mono-Anzeige
Frequency
Width/Güte (nur bei
Bell-Filtern)
Cursor/EQ-Frequenzanzeige
Wenn der FDS-366 in der Konfiguration MONO betrieben wird, arbeiten alle
EQs ebenfalls mono, was durch den Buchstaben ‘M’ hinter der EQ-Nummer
verdeutlicht wird (z.B. “EQ2M”).
Im Stereo-Modus (z.B. LHLHLH, LMHLMH oder LLMMHH) arbeiten die EQs
stereo (wenn die Funktion ‘Stereo Link’ aktiv ist) und werden entsprechend
mit einem ‘S’ hinter der EQ-Nummer gekennzeichnet (z.B. “EQ2S”).
Über eine Kennlinie wird der Effekt der Crossover-Filter in diesem Band
dargestellt: Dabei handelt es sich um den kombinierten Frequenzgang, der
sowohl die EQ-Kurve des DEQ sowie alle weiteren EQs in diesem Kanal
berücksichtigt.
Hinzufügen
weiterer EQs
Um weitere EQs zu aktivieren, müssen Sie zuerst den Cut/Boost-Parameter im
aktiven EQ einstellen: Daraufhin wird automatisch ein weiterer EQ aktiviert
(vorausgesetzt, es sind weitere EQ-Modelle verfügbar). Mit dem NavipadTaster _^_ wechseln Sie zum nächsten EQ. Wenn Sie den Taster _^ _auslösen
und keine Änderung in der Anzeige bemerken, haben Sie den letzten EQ
erreicht, der momentan genutzt wird.
- 86 -
FDS-366
Outputs - EQ
EQ shape
Der Filtertyp für den EQ wird mit dem Endlosregler aus folgenden Optionen
ausgewählt:
Hi Shelving mit einer 12-dB-Flankensteilheit (Hi12)
Hi Shelving mit einer 6-dB-Flankensteilheit (Hi6)
BELL
Low Shelving mit einer 6-dB-Flankensteilheit (Lo6)
Low Shelving mit einer 12-dB-Flankensteilheit (Lo12).
Das EQ-Flankensymbol im oberen Bereich des Screens zeigt an, welcher EQTyp ausgewählt wurde.
20.000
15.000
10.000
5.0000
0.0
-5.000
Kennlinie 12 dB/Oktave Shelving EQ
-10.00
-15.00
-20.00
20
100
1k
10k
20k
Kennlinie 6 dB/Oktave Shelving EQ
- 87 -
FDS-366
Outputs - EQ
Frequency
“15Hz” bis “16kHz”
Mit dem Endlosregler stellen Sie die ‘Scheitelfrequenz’ (bei Bell-Filtern) bzw.
den -3 dB-Punkt (bei Shelving-Filtern) des Filters ein. Die Filterposition wird
grafisch durch den Cursor dargestellt.
Cut/Boost
“-15 dB” bis “+15 dB” in Schritten von 0.2 dB
Drehen Sie den Endlosregler im Uhrzeigersinn, um das Signal an der oben
definierten Scheitelfrequenz anzuheben (+ Gain) bzw. gegen den
Uhrzeigersinn, um das Gain abzusenken (- Gain).
Width
“0.05” bis “3.00” Oktaven in Schritten von 0.05
Dieser Parameter steht nur bei Bell-Filtern zur Verfügung. Wenn Sie den
Endlosregler im Uhrzeigersinn drehen, wird die EQ-Güte (niedrigerer Q-Wert)
auf maximal drei Oktaven erweitert. Wenn Sie den Endlosregler gegen den
Uhrzeigersinn drehen, wird der EQ (höherer Q-Wert) auf eine minimale Güte
von 0.05 Oktaven reduziert.
2
1
1
5
0
-
Kennlinien der EQ Width
- 88 -
FDS-366
Referenzkapitel
- 89 -
FDS-366
21.0 Serielle Kommunikation
Der FDS-366 verfügt über Ports für MIDI, RS-232 und RS-485, die sich zur
Kommunikation mit weiteren FDS-366, anderen BSS-Produkten und Computer-basierten
Edit- und Steuerungsanwendungen wie Smaart von SIA oder Soundbench von BSS Audio
eignen.
In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Sie diese Ports zur Aktivierung von Program
Changes und zur Übertragung von Programmdaten bzw. Steuerinformationen zwischen
Geräten unter Verwendung einzelner oder kombinierter Protokolle verwenden.
Die gemeinsame Programmumschaltung ist bei BSS-Omnidrive-Produkten grundsätzlich
möglich, der FDS-366 Omnidrives kann zusätzlich Programmdaten über die Funktion
MIDI Dump übermitteln. Ein FDS-366-’Master’ kann mehrere FDS-366-Slaves steuern,
so dass Änderungen im Master-Gerät parallel in den Slaves ausgeführt werden, wodurch
sich ein hohes Maß an Flexibilität im Betrieb ergibt.
MIDI
Das MIDI-Protokoll kann zur Bildung eines Netzwerks, bestehend aus dem FDS-366 und
anderen MIDI-fähigen BSS-Geräten, und/oder zur Steuerung dieser Geräte über einen
PC genutzt werden. Die Einstellungen für den MIDI Mode in den Utilities bestimmen,
wie der FDS-366 mit den verschiedenen Kommunikationsoptionen zusammenarbeitet.
Um ein Basis-Netzwerk aus MIDI-kompatiblen BSS-Geräten zu erzeugen, muss immer
ein Gerät als ‘Master’ betrieben werden, das gleichzeitig das erste Gerät in der Kette
ist. Weitere Omnidrives, Minidrives und Varicurves werden dann wie in dem Schaubild
unten angeschlossen. Die ‘Slave’-Geräte sollten dabei alle auf den MIDI Mode “Thru”
eingestellt werden (alternativ verwenden Sie, sofern vorhanden, die Hardware-Buchse
MIDI Thru - beachten Sie, dass im FDS-366 keine Thru-Buchse integriert ist).
Alle Geräte, die die Daten empfangen sollen, müssen in den Utilities auf denselben
MIDI-Kanal eingestellt werden, um z.B. Program Changes empfangen zu können.
Beispiel für ein MIDI-Netzwerk bei BSS-Geräten
MIDI Mode: Master
MIDI Out
auf MIDI In
MIDI Mode: Thru
MIDI Out
auf MIDI In
(MIDI Mode: Thru)
MIDI Out (oder
Thru) auf MIDI In
(MIDI Mode: Thru)
MIDI Out (oder
Thru) auf MIDI In
(MIDI Mode: Thru)
Der MIDI Out des letzten Geräts muss nicht wieder auf den MIDI In des ersten Geräts,
in diesem Fall des Masters, verkabelt werden - bei Verwendung der MIDI DumpFunktion führt das sogar eher zu Problemen. Zudem sollten Sie beachten, dass ein MIDI
Dump zwischen unterschiedlichen Geräten zu unvorhergesehenen Fehlern führen kann.
Geräte, die aus einer anderen Modellreihe stammen als der Master, der den MIDI
Dump ausgibt, sollten entsprechend auf einen anderen MIDI-Kanal geschaltet werden,
so dass die Daten nicht empfangen werden.
- 90 -
FDS-366
Serielle Kommunikation
Synchrone
Steuerung
MIDI mit PCSteuerung
MIDI
Wenn Sie einen MIDI Dump zwischen zwei oder mehr FDS-366 ausführen,
werden diese synchronisiert: Das bedeutet, dass die Speicherinhalte in allen
Geräten identisch sind, so dass eine Parallelsteuerung der Parameter in
mehreren Geräten möglich wird. In dieser Situation werden Änderungen, die
Sie an den Parametern des Master-Omnidrive vornehmen, in allen weiteren
FDS-366 gespiegelt, sofern diese im Netzwerk auf denselben MIDI-Kanal
eingestellt sind und den MIDI Dump empfangen haben. Wenn Sie einen der
Utility-Parameter verändern, der sich auf die Kommunikation bezieht (z.B.
den MIDI Mode oder den ‘Channel’), wird diese Funktion deaktiviert.
Allerdings können andere Parameter in den Slave-Geräten verändert werden,
um Versätze zwischen den Geräten zu erzeugen.
Wenn ein PC zur Steuerung des Netzwerks genutzt wird (z.B. mit der Software
BSS Audio Soundbench), fungiert der Computer als ‘Master’ und ist zur
Kommunikation ebenfalls auf einen MIDI-Loop angewiesen. Die Anbindung
an den PC über MIDI ist nur dann möglich, wenn der Computer über eine
MIDI-kompatible Soundkarte oder ein entsprechendes Interface verfügt.
Der MIDI Loop
Verbinden Sie den MIDI Out des letzten Geräts in der Kette wieder mit dem
MIDI In am PC, so dass der PC die Parametersteuerung in den Omnidrives
übernehmen kann. Jedem Gerät muss ein eigener MIDI-Kanal zugeordnet
sein, so dass Soundbench diese ansprechen kann. In diesem Fall sollten Sie
die Hardware-Buchsen für MIDI Thru nicht verwenden (sofern überhaupt
vorhanden), da die Geräte-spezifischen Daten nur über den MIDI Out zurück
an den Computer übertragen werden können. Der MIDI Mode ist auf ‘Thru’
eingestellt, wodurch die Daten für MIDI In und -Out gemischt werden. MIDI
mode is set to 'Thru' which is actually a merged combination of the MIDI In
and Out data.
Beispiel für ein MIDI-Netzwerk bei BSS-Geräten mit PC-Steuerung
MIDI Out
auf MIDI
In
MIDI In
MIDI Out
auf MIDI In
MIDI Out
auf MIDI
MIDI Out
auf MIDI In
MIDI Mode: Thru
MIDI Channel: 1
MIDI Mode: Thru
MIDI Channel: 2
(MIDI Mode: Thru)
MIDI Channel: 3
(MIDI Mode: Thru)
MIDI Channel: 4
MIDI Out
auf MIDI In
(MIDI Mode: Thru)
MIDI Channel: 5
MIDI Out (oder
Thru)
- 91 -
FDS-366
Serielle Kommunikation
RS232
RS232
In Situationen, wo kein MIDI-Interface zur Verfügung steht oder der MIDI-Port
nicht eingerichtet werden kann (z.B. bei einem Laptop), können Sie den FDS-366
über den internen RS-232-Port direkt mit jedem PC mit einer seriellen Standard-9Pin D-Typ-Schnittstelle verbinden.
Bei dem Kabel, mit dem das erste Gerät an den PC angebunden wird, sollte es sich
um ein *Null-Modem*-Kabel handeln. Wenn Sie ein geeignetes Kabel selbst
herstellen möchten, verbinden Sie zwei weibliche 9-Pol-D-TypSteckerfolgendermaßen miteinander:
Pin 2 - auf - Pin 3
Pin 3 - auf - Pin 2
Pin 5 - auf - Pin 5
Wenn Sie RS-232 verwenden, stellen Sie den MIDI Mode des ersten Omnidrive auf
“PC Port”, alle weiteren Geräte im Loop hingegen auf “Thru” ein. Zudem müssen
Sie den Parameter ‘Serial Port’ auf “RS232” einstellen, um RS-232 zu aktivieren.
Beispiel für ein MIDI-Netzwerk bei BSS-Geräten mit PC-Steuerung über
RS232
MIDI Out
to MIDI In
MIDI In
MIDI Mode: PC Port
MIDI Channel: 1
MIDI Mode: Thru
MIDI Channel: 2
MIDI Out
to MIDI In
(MIDI Mode: Thru)
MIDI Channel: 3
MIDI Out
to MIDI In
(MIDI Mode: Thru)
MIDI Channel: 4
MIDI Out
to MIDI In
(MIDI Mode: Thru)
MIDI Channel: 5
MIDI Out
Es besteht die Möglichkeit, zwei FDS-366 Omnidrive über RS-232 miteinander zu
verbinden. In diesem Fall fungiert der eine FDS als Master, während das andere
Gerät in den Modus “PC Port” versetzt wird. Auch für diese Anwendung verwenden
Sie ein Null-Modem-Kabel, zudem müssen Sie, wie bereits erwähnt, beide Geräte
auf denselben MIDI-Kanal einstellen.
Allerdings arbeitet die RS-232-Kommunikation nur über Entfernungen bis ca. 15
Meter zuverlässig: Wenn die Entfernung größer ist, sollten Sie die RS-485Schnittstelle des FDS-366 verwenden, wie es im nächsten Abschnitt beschrieben
wird.
MIDI Mode: Master
MIDI Channel: 1
MIDI Mode: PC Port
MIDI Channel: 1
- 92 -
FDS-366
Serielle Kommunikation
RS485
Im Gegensatz zu RS-232, wo lediglich zwei Geräte über eine maximale Kabellänge von
RS485 & Multidrop
bis zu 15 Metern miteinander kommunizieren können, und MIDI, wo dieselben
Einschränkungen in punkto Kabellänge bestehen, kann RS485 zum Aufbau eines
‘Multidrop’-Netzwerks, bestehend aus mehreren Geräten, genutzt werden: Zudem ist eine
Datenübermittlung über lange Distanzen - bis zu 1200 Meter - möglich. Wenn Sie die
Omnidrive-Geräte in einem Abstand von mehr als 15 Metern voneinander (oder vom
Steuerungs-PC) positionieren müssen, sollten Sie anstelle von MIDI oder RS-232 das RS485-Protokoll verwenden.
Anschlüsse Bei RS-485 können bis zu 32 Geräte in einem ‘Halb-Duplex’-Verfahren über ein einzelnes
Leitungspaar (plus Schirmung) im so genannten ‘2 Wire’-Modus miteinander
kommunizieren.
Anmerkung: Der RS-485-Standard überstützt auch ‘4-Wire-Vollduplex’-Verbindungen.
Diese Methode dient nur dazu, die RS-232-Anbindung um zwei RS-485-Wandler zu
erweitern, um beispielsweise ältere FDS-355 oder Minidrives anzusteuern - im FDS-366
besteht weder die Möglichkeit noch die Notwendigkeit einer 4-Wire-Anbindung.
Der FDS-366 verfügt über zwei integrierte RS-485-Anschlüsse, die zugunsten einer
einfachen Geräteverkabelung parallel ausgeführt sind. Entsprechende Kabel bestehen aus
zwei männlichen 9-Pol-D-Typ-Steckern, die folgendermaßen verbunden werden:
Pin 4 - auf - Pin 4
Pin 5 - auf - Pin 5
Pin 3 - Kabelschirm
Pin 3 - to - Pin 3 (Optional - nur wenn Schirmungsfehler auftreten)
Obwohl RS-485 als symmetrisches System ausgelegt ist, kann es nur Potentialunterschiede
von wenigen Volt in Bezug auf die Gerätemasse verarbeiten. Pin 3 ist prinzipiell zum
Anschluss des Kabelschirms vorgesehen, ist jedoch über einen 100-Ohm Widerstand auch
mit der Gerätemasse verbunden und kann daher zur gemeinsamen Erdung von zwei
benachbarten Geräten genutzt werden. Beachten Sie jedoch, dass dies in der
Audioübertragung zu Brummschleifen führen und zudem Fehler in der Systemerdung
überdecken kann.
Stellen Sie den Parameter ‘Serial Port’ auf “RS485” ein, um die RS-485-Kommunikation zu
aktivieren. Beachten Sie, dass RS-232 und RS-485 nicht gleichzeitig genutzt werden
können.
Terminierung und Durch Zusammenschließen von zwei oder mehr Geräten über RS-485 erzeugen Sie ein 2Bias/Vorspannung Wire-‘Multidrop’-Netzwerk. In der einfachsten Form handelt es sich dabei beispielsweise
um zwei FDS-366, die in verschiedenen Räumen positioniert sind, oder um einen FDS-366,
der über einen RS-232/RS-485-Wandler mit einem PC verbunden ist, wobei dieses
Netzwerk natürlich mit weiteren Geräten ausgebaut werden. Allerdings ist das Netzwerk
auf eine Terminierung an den Endpunkten angewiesen, die normalerweise über einen 100120 W-Widerstand zwischen den Datenleitungen (Pin 4 und 5) hergestellt wird. Diese
Widerstände sollten am besten in den RS-485 9-Pol-D-Typ-Steckern im ersten und letzten
Gerät in der Kette angebracht werden. Wenn Sie einen PC mit RS-232/485-Wandler
verwenden, kann die Terminierung in der Regel über einen Jumper oder einen Dip-Schalter
aktiviert werden (im Abschnitt über Wandler finden Sie weitere Informationen).
Für den ordnungsgemäßen Betrieb des Netzwerks wird eine Vorspannung von mindestens
200mV zwischen den beiden Datenleitungen (Pin 4 und 5) vorausgesetzt. Dazu verbinden
Sie Pin 3 und 5 sowie Pin 4 und 6 möglichst am Anfang des Netzwerks mit einem ‘Bias’Widerstand (620W Widerstand). In dem Diagramm auf der linken Seite ist die empfohlene
Konfiguration abgebildet.
- 93 -
FDS-366
Serielle Kommunikation
RS485
Anmerkung zu älteren FDS-366 Omnidrives
Bei älteren FDS-366 (Seriennummer mit dem Präfix 100) weicht die
Verkabelung geringfügig ab, da Pin 1 mit der Gerätemasse verbunden ist. Da
die +5V-Vorspannung in diesen Geräten nicht angeschlossen ist, kann deren
Vorspannung nicht über den FDS-366 erzeugt werden: In diesem Fall wird ein
externes Netzteil benötigt. Die Vorspannung kann nur in neueren Geräten im
Netzwerk angelegt werden.
In einem Multidrop-Netzwerk mit mehreren FDS-366 über RS-485 lassen sich
Program Changes, Memory-Dumps sowie eine Synchron-Steuerung realisieren.
Wie bei MIDI-Netzwerken muss auch hier ein Gerät als ‘Master’ festgelegt
werden, während die anderen Geräte in den Modus ‘Multidrop’ versetzt
werden: Allerdings kann in diesem Netzwerk *jedes *Gerät als Master genutzt
werden, da die Reihenfolge der Verbindung keine Rolle spielt, was die
Flexibilität bei der Programmierung erhöht. Auch hier können bestimmte
Geräte über die Vergabe der MIDI-Kanäle (bis zu 16 mögliche Zuordnungen)
angesprochen werden, um die Kommunikation zwischen dem Master und den
Slaves zu (de-)aktivieren. Mit dieser Methode können Sie beispielsweise
einen MIDI-Dump zwischen verschiedenen Geräten ausführen, ohne dass die
anderen davon betroffen sind.
Configuration
Beispiel für ein Multidrop-Netzwerk mit mehreren FDS-366
MIDI Mode: Master
Terminierung & Bias-Widerstand installiert
RS485
MIDI Mode: Multidrop
RS485
Terminierungswiderstand installiert
MIDI Mode: Multidrop
Einige der älteren, ausschließlich MIDI-fähigen BSS-Produkte können zwar
angeschlossen werden (im Rahmen der Entfernungsbeschränkung bei MIDI),
jedoch ist die Anbindung auf ein Gerät pro RS-485-Gerät im MultidropNetzwerk limitiert (siehe unten). Diese Geräte können Program Changes
verarbeiten, müssen jedoch auf einen anderen MIDI-Kanal eingestellt werden,
wenn der Master-FDS-366 einen MIDI Dump ausgibt.
Beispiel für ein Multidrop-Netzwerk mit
mehreren FDS-366
MIDI In
MIDI In
MIDI Mode: Multidrop
Terminierungswiderstand
installiert
RS485
MIDI Out
MIDI Mode: Master
- 94 -
MIDI Out
RS485
MIDI Mode: Multidrop
Terminierung & BiasWiderstand installiert
FDS-366
Serielle Kommunikation
RS-232-auf-RS485-Wandler
RS485
Zum Zeitpunkt der Drucklegung ist der FDS-366 Omnidrive das einzige BSSGerät, das ab Werk über eine integrierte RS-485-Unterstützung verfügt.
Allerdings können Multidrop-Systeme auch mit RS-232-bestückten Geräten wie
dem FDS-355, den Minidrive-Modellen oder einem RS-232-fähigen PC
zusammenarbeiten, wenn Sie RS-232-auf-RS485-Wandler verwenden.
Die meisten RS-232/RS-485-Wandler können wahlweise im 2- oder 4-WireModus betrieben werden. Zum Einsatz in einem RS-485-Multidrop-System mit
mehreren FDS-366 müssen sie lediglich in den 2-Wire-Modus umgeschaltet
werden. Der 4-Wire-Modus wird nur zur Erweiterung eines RS-232-Kabels über
15 Meter hinaus benötigt.
Um ein Multidrop-Netzwerk aus mehreren FDS-366 mit einem PC zu verbinden,
z.B. um eine Software wie Soundbench von BSS Audio zu verwenden, muss der
Computer mit einem RS-485-Interface ausgestattet werden, sei es in Form einer
internen Karte oder als externer Wandler, der am seriellen RS-232-Port des PC
angeschlossen wird.
Beispiel für ein Multidrop-Netzwerk aus mehreren FDS-366 und einem PC
Wandler
RS232
MIDI Mode: Multidrop
MIDI Channel: 1
RS485
RS485
MIDI Mode: Multidrop
MIDI Channel: 2
RS485
MIDI Mode: Multidrop
MIDI Channel: 3
Terminierungswiderstand installiert
Die MIDI-Kanäle sollten einmalig vergeben werden. Die Terminierung und
Vorspannung müssen angelegt werden (entweder - falls möglich - durch Ändern
der Einstellungen am Wandler oder wie vorher beschrieben; bitte lesen Sie
zudem die Dokumentation Ihres RS-485-Wandlers.
Mit Hilfe von Wandlern lässt sich ein FDS-366-Multidrop-Netzwerk auch mit
Geräten anlegen, die nur mit RS-232-Ports ausgestattet sind (siehe unten). Pro
Gerät wird ein Wandler benötigt, der im 2-Wire-Modus (XMT- auf XMT- und
XMT+ auf XMT+) arbeitet. Die Vorspannung (Bias) sollte wie vorher beschrieben
erzeugt werden,die Terminierung sollte jeweils an den Endpunkten der
Netzwerks angelegt werden. Wenn Sie verschiedene Modelle zusammen
betreiben, müssen Sie bei MIDI-Dumps Acht geben: Stellen Sie sicher, dass die
Daten nur von kompatiblen Geräten empfangen werden. Stellen Sie alle Geräte
des gleichen Typs auf jeweils denselben MIDI-Kanal ein.
Terminierung & Bias-Widerstand installiert
RS485
5 4
RS232
Beispiel für ein Multidrop-Netzwerk, bestehend aus
dem FDS-366 und anderen RS-232-Geräten von BSS
Wandler
RS232
Terminierungswiderstand installiert
RS232
- 95 -
FDS-366
Serielle Kommunikation
Empfohlener Wandler - Patton Electronics Modell 2089
Der 2089f wird von Patton Electronics (USA, +1 (301) 975-1000) hergestellt
und arbeitet mit eigener Stromversorgung (es ist kein externer Transformator
nötig). Das Gerät kann sowohl im 2-Wire- als auch 4-Wire-Modus betrieben
werden. Zudem verfügt es über einen integrierten, schaltbaren 120WTerminator und muss nicht weiter für die Anbindung präpariert werden. Dieser
Wandler wurde mit allen in diesem Handbuch beschriebenen Kombinationen
erfolgreich getestet, wenngleich Wandler von anderen Herstellern sicherlich
gleichwertige Ergebnisse liefern.
Verwenden Sie den 2-Wire-Multi-Point- (oder auch ‘Multidrop’-) Modus, um
ein RS-485-System aus FDS-366 realisieren. Verwenden Sie die unten
dargestellten Schalterstellungen, um einen PC an ein FDS-366-Netzwerk oder
andere RS-232-kompatible BSS-Produkte wie den FDS-355 oder den Minidrive
anzuschließen. Schalter S1-1 bezieht sich auf die Terminierung und sollte
entsprechend auf “ON” gestellt werden, wenn der Wandler mit einem PC oder
dem letzten Gerät im Netzwerk verbunden wird. In allen anderen Geräten im
Netzwerk, die ebenfalls über Wandler angesprochen werden, muss die
Terminierung deaktiviert werden (“OFF”).
Der Wandler muss für den Anschluss an den RS-485-Port des FDS-366 mit
einem 9-Pin-D-Typ-Stecker ausgestattet werden, wobei XMT+ mit Pin 4 und
XMT- mit Pin 5 verbunden wird.
SWITCH
SETTING
FUNCTION
S1-1
ON
Rcv Impedance = 120W
S1-2
ON
2-wire mode
S1-3
ON
2-wire mode
S1-4
OFF
Echo Off
S2-1
ON
RTS On
S2-2
ON
RTS/CTS Delay = 8ms
S2-3
OFF
XMT "off" Impedance=Intermediate
S2-4
OFF
XMT "off" Impedance=Intermediate
- 96 -
FDS-366
22.0
Fehlerbehebung
Problem: Das Gerät funktioniert nicht.
Lösung: Stellen Sie sicher, dass das Netzkabel ordnungsgemäß mit der Netzbuchse auf
der Rückseite verbunden ist.
Überprüfen Sie die Sicherung im Netzkabel (sofern vorhanden) oder ersetzen
Sie das Kabel gegebenenfalls durch ein anderes.
Stellen Sie sicher, dass die lokale Stromversorgung ordnungsgemäß und im
angegebenen Spannungsbereich arbeitet.
Überprüfen Sie die Sicherung auf der Rückseite des Geräts.
Problem:
Lösung:
Problem:
Lösung:
Problem:
Lösung:
Kein Ausgangssignal.
Stellen Sie sicher, dass alle Mutes inaktiv sind.
Stellen Sie sicher, dass die Gain-Regler in den Ein- oder Ausgangskanälen
nicht heruntergeregelt sind.
Überprüfen Sie die Crossover-Einstellungen für das Frequenzband, das dem
Ausgang zugeordnet ist.
Alle 3 Input-LEDs in einem Kanal leuchten gleichzeitig.
Das Gerät wird intern übersteuert. Regeln Sie das Gain oder den EQ zurück.
Problem: Ein bestehendes Programm lässt sich nicht mit einem neuen
Programm überschreiben.
Lösung: Prüfen Sie, ob das bestehende Programm gesperrt ist. Wenn ja,
deaktivieren Sie die Sperre, indem Sie das Schlüssel-Symbol mit Hilfe des
Endlosreglers entfernen. Wenn das Programm über einen OEM Lock gesperrt
ist, muss das neue Programm ebenfalls ein OEM-Programm sein und zudem
über dasselbe Passwort geschützt werden.
Problem:
Lösung:
Problem: Die LCD-Darstellung ist schlecht leserlich.
Lösung: Verwenden Sie die Parameter ‘Brightness’ und ‘Contrast’ in den
Utilities, um die Optik im LCD zu verändern.
- 97 -
FDS-366
23.0
FDS-366 Omnidrive MIDI Implementation
A.1 FDS-366 MIDI-Implementationstabelle
V1.0
1 Juni 1999
O=Ja X=Nein
FUNKTION
ÜBERTRAGEN
EMPFANGEN
ANMERKUNG
1-16
1-16
1-16
1-16
Gespeichert
MODE
X
X
NOTE NUMBER
X
X
VELOCITY
X
X
AFTER TOUCH
X
X
PITCH BENDER
X
X
CONTROL CHANGE
X
X
PROGRAM CHANGE
Tatsächliche Nummer
0-59
1-60
0-59
1-60
SYSTEM EXCLUSIVE
Dump Request
Dump Follows
Program follows
Program Request
RTA Request
Message
X
O
O
O
O
O
O
X
O
O
O
O
SYSTEM COMMON
X
X
BASISKANAL
Default
Geändert
SYSTEM REAL TIME
AUX MESSAGES
X
X
X
ANMERKUNGEN:
1: Jeder Parameter außerhalb des definierten Bereichs wird ignoriert.
- 98 -
X
FDS-366
24.0
Werkseinstellungen Konfiguration
MONO
OUT 1
OUT 2
OUT 3
OUT 4
OUT 5
OUT 6
NAME
SOURCE
LO XOVER
Band 1
Band 2
Band 3
Band 4
Band 5
Band 6
A
A
A
A
A
A
SHAPE
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
FREQ
OUT
50.8Hz
159Hz
500Hz
1.62kHz
5.09kHz
SHAPE
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
FREQ
50.8Hz
159Hz
500Hz
1.62kHz
5.09kHz
OUT
LINKING
None
None
None
None
None
None
LHLHLH
OUT 1
OUT 2
OUT 3
OUT 4
OUT 5
OUT 6
NAME
SOURCE
LO XOVER
LLow
LHigh
LLow
Lhigh
CLow
CHigh
A&B
A&B
A&B
A&B
C
C
SHAPE
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
FREQ
OUT
1.62kHz
OUT
1.62kHz
OUT
1.62kHz
SHAPE
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
FREQ
1.62kHz
OUT
1.62kHz
OUT
1.62kHz
OUT
LINKING
1&3
2&4
3&1
4&2
None
None
LLMMHH
OUT 1
OUT 2
OUT 3
OUT 4
OUT 5
OUT 6
NAME
SOURCE
LO XOVER
LLow
LLow
LMid
LMid
Lhigh
LHigh
A&B
A&B
A&B
A&B
A&B
A&B
SHAPE
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
FREQ
OUT
OUT
196Hz
196Hz
1.62kHz
1.62kHz
SHAPE
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
FREQ
196Hz
196Hz
1.62kHz
1.62kHz
OUT
OUT
LINKING
1&2
1&2
3 &4
3&4
5&6
5&6
LMHLMH
OUT 1
OUT 2
OUT 3
OUT 4
OUT 5
OUT 6
NAME
SOURCE
LO XOVER
LLow
LMid
LHigh
LLow
LMid
LHigh
A&B
A&B
A&B
A&B
A&B
A&B
SHAPE
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
FREQ
OUT
OUT
196Hz
196Hz
1.62kHz
1.62kHz
SHAPE
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
L-R 24
FREQ
OUT
196Hz
1.62kHz
OUT
196Hz
1.62kHz
1&4
2&5
3&6
4&1
5&2
6&3
HI XOVER
HI XOVER
HI XOVER
HI XOVER
LINKING
- 99 -
FDS-366
Werkseinstellungen Konfiguration (allgemein)
PHASE
(Degrees)
0
0
0
0
0
0
POLARITY
Normal
Normal
Normal
Normal
Normal
Normal
GAIN
0dB
0dB
0dB
0dB
0dB
0dB
ON/OFF
On
On
On
On
On
On
OVER
6dB
6dB
6dB
6dB
6dB
6dB
THR
4dBu
4dBu
4dBu
4dBu
4dBu
4dBu
ATK
Med
Med
Med
Med
Med
Med
REL
Med
Med
Med
Med
Med
Med
LINK
OFF
OFF
OFF
OFF
OFF
OFF
LENGTH
0m
0m
0m
0m
0m
0m
On
On
On
On
On
On
ON/OFF
Off
Off
Off
Off
Off
Off
THR
0.0dBu
0.0dBu
0.0dBu
0.0dBu
0.0dBu
0.0dBu
RATIO
2:1
2:1
2:1
2:1
2:1
2:1
ATK
Med
Med
Med
Med
Med
Med
REL
Med
Med
Med
Med
Med
Med
FREQ
1.00kHz
1.00kHz
1.00kHz
1.00kHz
1.00kHz
1.00kHz
GAIN
0.0dB
0.0dB
0.0dB
0.0dB
0.0dB
0.0dB
WIDTH
0.30oct
0.30oct
0.30oct
0.30oct
0.30oct
0.30oct
SHAPE
Bell
Bell
Bell
Bell
Bell
Bell
FREQ
1.00kHz
1.00kHz
1.00kHz
1.00kHz
1.00kHz
1.00kHz
GAIN
0.0dB
0.0dB
0.0dB
0.0dB
0.0dB
0.0dB
WIDTH
0.30oct
0.30oct
0.30oct
0.30oct
0.30oct
0.30oct
SHAPE
Bell
Bell
Bell
Bell
Bell
Bell
LIMITER
DELAY
EQ (Bypass) ON/BYPASS
DEQ
EQ
- 100 -
FDS-366
25.0 Filter-Zuordnungen
Die Crossover-Filter und EQs teilen ihre DSP-Ressourcen auf zwei Motorola 56300 DSP-Chips auf. Allerdings
gibt es bestimmte Einschränkungen in Bezug auf die Zuordnungen, die in der folgenden Tabelle
zusammengefasst sind.
DSP-Zuordnungstabelle:
DSP Number
Total Filters
Output 1&2
Crossovers
Output 3-6
C rossovers
Input EQ
Output 1&2
EQ
Outputs 3-6
EQ*
DSP 1
25
All
None
All
All
Second
DSP 2
37
None
All
None
None
First
* Der EQ für die Ausgänge 3-6 wird wahlweise auf DSP 1 oder DSP 2 berechnet, wobei die Filter vorrangig
über DSP 2 erzeugt werden, bis dessen Ressourcen erschöpft sind.
In Worten zusammengefasst:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
DSP1 erzeugt 25 Filter, DSP2 37.
Alle Crossover-Filters für die Ausgänge 1&2 werden auf DSP 1 berechnet..
Alle Crossover-Filters für die Ausgänge 3-6 werden auf DSP 2 berechnet.
Alle Input-EQs werden auf DSP 1 berechnet.
Alle Output-EQs für die Ausgänge 1&2 werden auf DSP 1 berechnet.
Der Output-EQ für die Ausgänge 3-6 wird wahlweise auf DSP 1 oder DSP 2 berechnet.
Crossover mit 12dB/Oktave und 24dB/Oktave verwenden pro Bandgrenze (Edge) zwei Filter.
Crossover mit 48dB/Oktave verwenden pro Bandgrenze 4 Filter.
Stereo-EQs verwenden jeweils 2 Filter.
5 Filter von DSP 1 und 4 Filter von DSP2 sind immer dem DEQ zugeordnet.
Zu Beispiel sieht die DSP-Zuteilung bei einer 3-Wege-Stereo-Weiche mit 12dB/Oktave folgendermaßen aus:
•
•
•
•
4 Filter in DSP 1 sind den High-Edge-Crossovers in Output 1 & 2 zugeordnet. (2 pro 12dB/OktaveFlanke).
12 Filter in DSP 2 werden für die Crossovers in den Outputs 3-6 genutzt (1 pro 12dB/Oktave-Flanke).
Insgesamt stehen weitere (25-4)= 21 Filter in DSP 1 für den Input-EQ oder den EQ in den Outputs 1 & 2
zur Verfügung.
Insgesamt stehen weitere (37-12)= 25 Filter in DSP2 für jeden beliebigen Output-EQ zur Verfügung.
- 101 -
FDS-366
26.0
Spezifikationen und Blockschaltbild
Leistungsmerkmale (Filter inaktiv)
Frequenzgang
10 Hz - 20 kHz, +/-0.25 dB
10 Hz - 40 kHz, +/-2 dB
Dynamik
Kanaltrennung
Klirrfaktor (THD)
>112 dB, ungewichtet 22 Hz bis 22 kHz
>80 dB, 30 Hz bis 20 kHz
<0.005 %, 20 Hz - 20 kHz @+10 dBu Output
Metering
Pegelanzeige Input Headroom
-20 dB, -12 dB, -6 dB, -3 dB, Clip
Relativ zum Clip-Punkt (+ 20 dBu)
Pegelanzeige Output
SIG (-40dB), -20dB, -12dB, -6dB, -3dB, 0dB, Over (+6dB)
Relativ zur Einstellung des Limiter Thresholds
Input Section
Eingangsimpedanz
Maximaler Eingangspegel
10 kOhm, elektronisch symmetriert
+ 20dBu
CMRR
Besser als 50 dB (30 Hz- 20 kHz)
Input Gain
+/-15 dB, Parameterraster 0.1 dB
Eingangsbuchse
XLR-3F oder gleichwertig
AES/EBU-Interface
44.1 kHz, 48 kHz, 88.2 kHz, 96 kHz
Anmerkung: Alle Ausgangsbänder sind identisch
Input-Samplingrate
- 102 -
FDS-366
Spezifikationen
Output Section
Ausgangsimpedanz
Maximaler Ausgangspegel
Output Gain
Output Connector
< 50 Ohm, elektronisch symmetriert
+20 dBu an 600 Ohm oder größer
+/-21 dB, Parameterraster 0.1 dB
XLR-3M oder gleichwertig
Übertrager-Symmetrierung optional
Crossover Filters
Flankensteilheit 6, 12, 18, 24 oder 48 dB pro Oktave
(abhängig vom Filtertyp)
Typen Bessel, Butterworth oder Linkwitz-Riley
Delays
Verfügbar in den Eingängen A, B und C sowie den Ausgängen 1, 2, 3, 4, 5, 6
Delay-Raster 10.4 Mikrosekunden
Maximale Delay-Zeit 2.6 Sekunden
EQ
Maximale Anzahl an EQ-Filtern
EQ-Typ
EQ Gain +/-15 dB,
Q (Bandbreite)
EQ Freq
Dynamikkennlinie
> 50 (abhängig von den Crossover-Flanken)
Parametrisch, Bell oder Shelf bei allen Filtern
Parameterraster 0.2 dB
0.05 bis 3 Oktaven, Parameterraster 0.05
15 Hz bis 20 kHz
02:01 bis 20:01 (nur dynamischer EQ)
Allgemein
Abmessungen 19" x 1.75" x 11.5"
(483mm x 45mm x 292mm)
Gewicht 8.4lbs (3.8 Kg), ohne Verpackung
AC Power 90V-264V AC, 50/60 Hz, 30 VA
Optionen
Ausgangsübertrager
Soundbench V3 PC-basierte Steuerungssoftware (im Lieferumfang enthalten)
- 103 -
FDS-366
27.0 Blockschaltbild
- 104 -
FDS-366
28.0 Nutzeranmerkungen
- 105 -
FDS-366
Nutzeranmerkungen
- 106 -
FDS-366
Nutzeranmerkungen
- 107 -
FDS-366
Stichwortverzeichnis
A
AES 12,13,67,68,71,102
Alignment Assistant
12,14,44,56,57,60
Anwendungen
11,18
B
Backup
11,47,51,67,70
Symmetrische Verkabelung
30
Band 12,13,17,19,20,22,24,36,38,41,44,45,55,56,70,80,81, 82,83,86,97
Bessel
12,13,20,21,41,80,103
Boost 23,42,45,52,73,74,75,76,77,84,86,88
Brightness 61,62
Butterworth 12,13,20,21,41,80,103
Bypass
71,72,73,75,78,84,86
C
Konfiguration
17,41,53,54,67,71,75,78,86,94,99,100
Anschlüsse
Netzanschluss 28
Rückseite 27
Contrast 61,62
Crossover
Vergleichstabelle
21
High Freq/Xover 80
High Shape
80
Low Freq/Xover 80
Low Shape
80
Phase Compensation 13,22,55
Kennlinien und Frequenzen 19
Xover Adjust
55
Cut 23,42,52,73,74,75,76,77,84,86,88
D
Default Screen
35,38,39,41,70
Werkseinstellungen42
Delay 11,12,14,17,19,21,42,53,56,60,61,67,71,72,78,79,83, 103
Delay Link 42,44,78,83
Delete Program
50,67,70
DEQ 23,24,73,78,84,85,101
Distortion 14,19,24,82,102
DSP 11,13,23,75,86,101
Dynamische Klangregelung
23,24,60
E
Edge/Bandgrenze
17,19,45,55,80,81,101
F
Filter 12,13,19,20,21,22,23,24,41,42,45,55,77,80,81,88,101, 103
- 108 -
FDS-366
Stichwortverzeichnis
Frequenz
Sicherung
13,19,20,22,24,30,38,41,42,45,60,75,77,78,80,81,87, 88,97,102
27,29,97
G
Gain Trims
36,53,62,70
H
High Freq/Xover
High Shape 80
80
I
Input A/AES 67,68,71
L
LCR 11,17,54,71
LHLHLH
17,41,54,75,86
Limiter
14,36,40,41,42,52,61,73,78,82,84,102
Linkwitz-Riley
12,20,21,22,41,80,103
LLMMHH 16,41,54,75,86
LMHLMH 16,41,54,75,86
Lock out
63
Locks
Lock out 63
OEM Lock65
Owner Lock
62
Safe-Modus
15
Low Freq/Xover 80
Low Shape 80
M
Netzanschluss
28
Master.Siehe MIDI: MIDI Mode
Speicherplätze
47,51
Meters
15,42,82
MIDI
Implementationstabelle 98
MIDI Channel 69
MIDI Comms
90
Synchronsteuerung 91
mit PC-Steuerung
91
MIDI Dump 69
MIDI IN-Buchse
27
MIDI Mode 68. Siehe auch MIDI: MIDI Comms
MIDI OUT-Buchse 27
Mono 16,17,18,41,52,54,71,75,79,86,87
Multidrop 27,68,93,94,95.*Siehe auch *MIDI: MIDI Mode
Mute 36,38,57,80
O
OEM Lock 65
Owner Lock 62, 64
- 109 -
FDS-366
Stichwortverzeichnis
P
PC-Card
12,35,40,47,49,51,52,70
PC-Port. Siehe MIDI: MIDI Mode
Phase 11,12,13,19,20,56,59,78,80,81
Phase Compensation
13,22,55,56
Polarity
12,20,21,56,59,78,80,81
Power 11,14,27,28,29,39,43,82,94,97,103
Program
11,12,27,32,33,35,38,39,40,45,47,48,49,50,51,52,
59,62,63,65,66,67,68,70,81,90,94,97,99. Siehe auch MIDI:
MIDI Mode
R
Rückseite 27
Recall12,33,35,40,47,52,70
RS-232
68,90,92,95
RS-485
32,68,90,92,93,94,95,96
S
Safe-Modus 15
Samplerate 12,13,53,102
Sicherheitssperren
Lock out 63
Lock-fähige Utilities 67
OEM Lock65
Owner Lock
62
Safe-Modus
15
Seriell32,53,68,90,91,92,94,96
Serial Port 68,92,93,95
Shape 19,20,22,24,41,75,76,77,78,80,87
Schirm
27,31
Source
30,31,39,40,54,68,78,79
Stereo 11,13,16,18,24,39,41,52,54,71,75,86,87
Stereo Link 16,24,53,54,67,75,83,86
Store 43,47,49,64,66
Sum Type 53,54,67
T
Temperatur 12,53,60,61,67
Threshold
12,14,23,36,42,52,61,73,82,84,85,102
Thru. Siehe MIDI: MIDI Mode
TX Off. Siehe MIDI: MIDI Mode
U
Unsymmetrische Verkabelung
Units 42,53,61,82,83
W
Width 24,75,76,87,88
X
Xover Adjust 55
- 110 -
31
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