1. Was ist Schießsport? Worauf kommt es an? Was beinhaltet dieser

1. Was ist Schießsport? Worauf kommt es an? Was beinhaltet dieser

10.

Was ist beim laden einer Waffe zu beachten?

Beim Laden, Entladen und bei jedem sonstigen Hantieren ist eine Schusswaffe stets so zu halten, dass sie niemals in Richtung eines Menschen, sondern in eine ungefährliche Richtung, am besten gegen einen sicheren

Kugelfang, weist.

Der Abzugsfinger muss so postiert sein das sich kein Geschoß lösen kann.

11.

Was ist während der Schiessvorgänge verboten?

Der Zugang zu der Schießzone ist während der Schießvorgänge verboten; es ist ebenfalls verboten zu schießen, wenn eine oder mehrere Personen sich dort befinden.

12.

Was ist zu tun bevor man den Schießstand verlässt?

Vor Verlassen des Schießstandes versichert sich der Schütze, dass die auf den Schussbereich gerichtete Waffe entladen ist und sich kein Projektil mehr im Lauf befindet.Es darf sich kein Schütze von einer Waffe entfernen, ohne dass eine Sicherheitsleine durch die gesamte Länge des Laufes durchgeführt wurde, woran eine

Sicherheitsflagge befestigt ist.

13.

Was beinhaltet diese Umgebung?

Schießzone und Schützenraum.

Schützenstand: Fläche, auf der der Schütze steht.

Schusslinie: gerade Linie, die die Schützenstände verbindet.

Zielscheibenlinie: Linie, die die Zielscheiben verbindet.

Schießzone: Teil des Schießstands, der sich vor der Schusslinie befindet, d.h. auf derselben Seite wie die

Zielscheiben, einschließlich der Sicherheitswinkel.

Schützenraum: Teil des Schießstands, der sich hinter der Schusslinie befindet und der die Schützenstände

enthält.

14.

Was sind die wesentlichen Bestandteile eines Luftgewehrs und wozu dienen sie?

Moderne Wettkampfwaffen im

Schießsport

besitzen genauere Zieleinrichtungen. Hinten sitzt auf dem Gewehr ein

Diopter

, und vorne am Lauf sitzt in einem Korntunnel ein so genanntes

Ringkorn

. Ringkörner gibt es in unterschiedlichen Größen, je nachdem wie viel vom Ringspiegel auf der Schießscheibe abgedeckt werden soll.

Sie können in der Mitte zur Lichtfilterung eine farbige Einlage besitzen.

Der Schütze sieht durch das Diopter, das im Wesentlichen aus einem Gehäuse mit einer runden

Durchblicköffnung besteht. Oben auf dem Diopter und an der Seite sind Drehknöpfe, mit deren Hilfe sich das

Diopter in Höhen- und Seitenlage sehr fein verstellen lässt. Der Schütze muss nun den

Ringspiegel der

Schießscheibe

im Mittelkreis des Ringkornes zentrieren und anschließend beide Kreise in der

Durchblicköffnung des Diopters zentrieren. Bei Auslösen des Schusses landet das Geschoss dann in der Zehn auf der

Schießscheibe

(soweit die Theorie).

Diopter / Korntunnel Diopter

Diopter Ringkorn

Korntunnel IRISBLENDE (Mit 5-Farben-Filter)

Der Hinterschaft ist mit dem Kappenausleger mit schwenkbarer Säulenführung und oder einer Alu-Schaftkappe

ausgestattet.

Die Backe ist meist stufenlos in der Höhe über Stahlsäulen ohne oder mit Gewinde verstellbar.

Verschiedene Schaftkappen Schaftbacke

Abzug

Alu-Pressluftkartusche 300 bar

15.

Welches Geschoss benötigen wir in unserem Sportschiessen (Luftgewehr)?

Luftgewehre werden in verschiedenen

Kalibern

gefertigt und verschießen hauptsächlich

„Diabolos“

genannte

Geschosse

.

Das verbreitetste Kaliber im Sportschießen ist 4,5 mm, die

nichtmetrische

Bezeichnung ist .177

(0,177

Inch

)

siehe unten rechts

.

16.

Wie sehen die Probescheiben und Wertungscheiben im Sportschiessen (Luftgewehr) aus?

LG-Probescheibe LG-Wertungscheibe

Scheibenfolie Gewehr 10 m Größe ca. 170x170mm mit gestanztem Scheibenspiegel ca. 30,5mm Kontrollscheibe - Größe ca. 210 x 210 mm

A.

Die Länge des Schafts:

Die Grundeinstellung für die Länge des Gewehrschafts klappt am einfachsten, in dem man die Schaftkappe in

die Armbeuge einsetzt und den Schaft so lang macht, dass der Schütze das Griffstück sauber greifen kann und es möglich ist den Abzug einstellen zu können (Einstellung des Abzugs:

Abziehen

). Bevor der Schütze das Gewehr

jetzt normal einsetzt, verlängert man den Schaft um 1-2cm.

Eingesetzt wird nicht direkt in der Schulter, sondern am Ansatz des Oberarms. Da der Schaft etwas länger

gemacht wurde, wird er jetzt ziemlich auf den Arm drücken. Jetzt in kleinen Schritten den Schaft so lange kürzer machen, bis er fest, aber nicht unangenehm am Arm sitzt.

Der Abzugsarm wird bei einer optimalen Einstellung nicht am Körper anliegen, sondern "von allein" etwas nach

oben gehen.

Ist die Möglichkeit gegeben die Position des Griffstücks anzupassen, dann diesen vorher erst in eine gerade

Stellung bringen. Später kann man dieses Griffstück leicht zum Schützen neigen, damit ein leichteres und gleichmäßigeres Verkanten möglich ist.

Als Grundeinstellung für die Schaftkappe stellt man diese so weit nach unten wie möglich und anschließend

wieder um 1-1,5cm nach oben bevor man sie festschraubt.

B.

Position der Schaftbacke:

Vor dem Einstellen der Schaftbacke muss das Diopter in seine Grundstellung gebracht werden: 5 cm Abstand

zwischen Auge und Diopter bzw. Irisblende.

Das Problem beim Einstellen der Schaftbacke ist, dass der Schütze sich meist sofort am Diopter orientiert und

dann oft sagt "passt schon". Daher muss ihm diese Orientierung genommen werden. Hierzu großflächig das

Diopter abdecken. Anschließend soll der Schütze seinen Kopf mit vollem Gewicht auf die Schaftbacke legen. Es ist wichtig, dass der Kopf nicht gehoben wird, damit der Hals so spannungsfrei wie möglich ist. Wenn der Kopf

"entspannt" aufliegt, kann die Abdeckung weggenommen werden. Vorher gibt man dem Schützen noch den

Hinweis: "Der Kopf bleibt so liegen, wie er jetzt liegt. Nicht nach dem Diopter richten!". Nun kann man den

Schützen fragen, ob er zentriert durch das Diopter zielen kann oder nicht (Siehe

Zielen

). Je nachdem wo der

Schütze hinsieht muss die Backe höher/tiefer oder seitlich verstellt werden. Nach jedem Verstellen wird die

Kontrolle wiederholt, bis der Schütze problemlos und optimal durch den Diopter sehen kann.

Sollte der Schütze seinen Hals einziehen müssen oder der Nacken verspannt sein, dann mit

Visierlinienerhöhungen arbeiten. Diese gibt es in verschiedenen Höhen zu kaufen. Am besten mit Gewehr zum

Händler fahren und vor Ort anpassen.

C.

Feineinstellung der Schaftkappe:

Man schraubt die Schaftkappe etwas locker und der Schütze geht in den Anschlag. Jetzt schiebt man die

Schaftkappe nach oben/unten, bis der Schütze minimal zu hoch auf der Scheibe/auf der "10" steht. Die Kappe wird in dieser Stellung festgeschraubt.

D.

Position des Abzugs:

Auch der Abzug muss auf den Schützen eingestellt werden (Siehe

Abziehen

).

Verschiedene Diopterblenden

E.

Position des Diopters:

Der Abstand zwischen dem Auge und dem Diopter sollte mindestens 3cm, maximal 8cm betragen. Als grobe

Voreinstellung kann man 5cm vorgeben.

Um dem Schützen ein optimales Zielbild zu ermöglichen geht der Schütze in den Anschlag und das Diopter wird

etwas locker geschraubt (immer mit einer Hand festhalten!). Anschließend wird das Diopter nach vorne/hinten geschoben, bis der Schütze ein optimales Zielbild sieht. Dabei die Grenzen 3/8cm nicht überschreiten. Passt das

Zielbild wird das Diopter wieder festgeschraubt.

F.

Gewichte und Balance des Gewehrs:

Gewichte

Handstopper Schließriemen

Maximal darf ein Luftgewehr 5,5kg (5500g) wiegen.

Bei 3-Stellung (Stehend, Liegend, Kniend) bitte daran denken, dass der Handstopp bei der Waffenkontrolle mit

gewogen wird! Ein Minimalgewicht gibt es nicht. Man kann mit Gewichten weit vorne an der Mündung die

Bewegungen des Gewehrs träger machen, d.h. die Mündung verhält sich ruhiger. Es muss aber immer auf die

Balance geachtet werden: Nimmt der Schütze das Gewehr aus der Schulter und lässt die Abzugshand los, so soll das Gewehr in dieser Stellung bleiben oder ganz leicht nach vorne kippen. Werden also irgendwo Gewichte verbaut/entfernt immer auch die Balance testen!

Abzugsbügel

Das Abzugsgewicht bei einem Luftgewehr beträgt zwischen 50 und 100 g.

5 Finger der rechten Hand

Daumen, Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger umfassen fest den Kolbenhals des Gewehres.

Der Zeigefinger geht waagerecht

Zum Abzugsbügel, ertastet den

Druckpunkt und zieht beim genauen Erkennen des Zieles mit einer leichten Bewegung nach hinten.

Mit dem Abziehen ist die Schussabgabe noch nicht beendet.

Es dauert einen Bruchteil von Sekunden ehe die Kugel den

Gewehrlauf verlassen hat.

Deshalb muss man nach dem Abziehen 2 – 3 Sekunden

nachzielen!

17.

Muss ich beim Zielen beide Augen offen lassen?

Es ist grundsätzlich möglich, mit beiden Augen aber auch nur mit einem Auge zu zielen. Der Vorteil beim Zielen mit beiden geöffneten Augen ist die Ausnutzung des größtmöglichen eigenen Sehfeldes. Durch die einfache

Vergrößerung entstehen beim beidäugigen Zielen keine störenden Doppelbilder, bei denen das Gehirn gezwungen wird einen Bildeindruck auszublenden.

18.

Warum erscheint der Punkt nicht rund?

Die Funktionsweise der Punktabbildung basiert auf der Grundlage der Totalreflektion. Wie jede Reflektion ist auch diese durch bestimmte Faktoren beeinflussbar. Entscheidend sind hier bestimmte Lichtquellen, die störende

Nebenreflektionen auslösen können und damit den Punkt nicht mehr kreisrund erscheinen lassen. Zu diesen störenden Lichtquellen gehört auch die tief, schräg von vorn stehende Sonne.

Ein weiterer großer Einflussfaktor ist das menschliche Auge. So neigt unser Auge dazu, punktförmige Lichtquellen nicht als solche abzubilden, besonders wenn eine bestimmte Lichtintensität überschritten wird. Sehr gut kann man dieses Phänomen an einer brennenden Kerze beobachten. Schaut man direkt in die Flamme, so erscheint um diese eine gezackte Corona. Dieser Eindruck entsteht allein durch die Abbildung im Auge.

Fehlsichtigkeiten, besonders eine Hornhautverkrümmung, können ebenfalls punktförmige Lichtquellen als unrund oder gezackt erscheinen lassen. Diese Fehlsichtigkeit muss sich nicht zwangsläufig bei den täglichen Sehaufgaben auswirken und bleibt daher unbemerkt. Beim Blick auf eine punktförmige Lichtquelle erscheint diese dann meist einseitig gezackt.

19.

Wie wirkt sich die Kombination Zielfernrohr und Brille aus?

Brillenträger haben gegenüber Nicht-Brillenträgern immer ein kleines Handicap. Durch den Einsatz von zusätzlichen Linsen (Brillengläser) können Abbildungsfehler entstehen, die der Beobachter als veränderten

Seheindruck und ggf. als störend empfindet.

Jedes Zielfernrohr besitzt einen Dioptrienausgleich, der die Fehlsichtigkeit eines Schützen bis zu einem gewissen

Grad auszugleichen vermag. Jedoch sollten Brillenträger (hauptsächlich für die Ferne korrigierte Personen) auch beim Schießen die Brille tragen. Speziell Schützen mit Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) sollten die Brille beim Schießen auflassen. Eine Hornhautverkrümmung kann durch den Dioptrienausgleich am Zielfernrohr nicht korrigiert werden, da sich diese Fehlsichtigkeit zu individuell ausprägt.

Besonders häufig treten Abbildungsfehler beim Schießen mit Gleitsichtgläsern auf. Aufgrund der Konstruktion dieser

Brillengläser steht dem Schützen nur ein schmaler Sehkanal zur Verfügung. Weicht der Schütze beim Anschlag von diesem Sehkanal ab, kommt es zu Bildverzerrungen, die sich in sternenförmig, ausgefransten Leuchtpunkten oder gewölbten Absehenbalken äußern können. Zusätzlich wird das Bild als solches unscharf.

Die Wahl der Brillenfassung ist ebenfalls ein entscheidendes Kriterium. Wird die Brillenfassung zu klein gewählt, schaut der Schütze während des Anschlags ggf. direkt auf den Fassungsrand. Dadurch können je nach

Fehlsichtigkeit Bilddopplungen oder Gesichtsfeldausfälle entstehen. Daher ist auf eine ausreichende

Dimensionierung der Brillengläser, besonders nach oben, zu achten.

Bitte die folgende Anleitung

durchlesen.

Messen Sie mit dem Lineal die Höhe

des größten Buchstabens "E" aus. Sie sollte 4,5 cm betragen.

Messen Sie nun mit dem Zollstock eine Entfernung von 3 m

Nehmen sie sich Papier und Stift zur Hand, gehen Sie 3 Meter zurück und beginnen Sie, die Buchstaben zeilenweise auf dem Papier zu notieren.

Hinweis: betrachten Sie jede Zeile dreimal: einmal mit beiden Augen, einmal nur mit dem linken und einmal nur mit dem rechten. So gewinnen Sie einen Eindruck, ob Ihre Augen möglicherweise unterschiedlich stark kurzsichtig sind.

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