ThevoSiiS – Der Sitz mit Impuls-Effekt

ThevoSiiS – Der Sitz mit Impuls-Effekt
Ratgeber
ThevoSiiS – Der Sitz mit Impuls-Effekt
Der ThevoSiiS Therapiestuhl
Menschen brauchen Impulse –
und wer lernen will,
muss sich gut fühlen.
Was aber ist, wenn eine Person in ihrer Wahrnehmungsverarbeitung oder durch eine Spastik in ihren sensorischen und
motorischen Fähigkeiten gehandicapt ist?
Was, wenn z.B. ein Kind in Schule oder Kindergarten lange
Sitzarbeitsphasen zu bewältigen hat?
Es kommt zu/m ...
• Nachlassen der Haltespannung
• einer Erhöhung der Spastik in den Händen
• frühzeitigen Konzentrationseinbrüchen
• Ermüdungserscheinungen
• zappeligem oder unruhigem Verhalten
Keine gute Voraussetzung für schulisches Lernen oder
Aktivitäten in therapeutischen Situationen und einer
sinnesoffenen Teilnahme an der Umwelt.
Die Grundlagen von Aktivitäten sind
Lernen, Wahrnehmung und Bewegung!
Was braucht ein Mensch, um wach und konzentriert zu sein?
• Eine stabile Sitzposition
• Regulierende Ausgleichbewegungen / Gleichgewicht
• Gutes Körpergefühl
• Aktive Haltefunktion
• Bewegungsfähigkeit in den oberen Extremitäten
• Kopfkontrolle
• Angemessene Körperspannung
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Der ThevoSiiS Therapiestuhl
Sitz mit
integrierter
impuls
Sensorik
Sowohl Menschen mit
Spastiken, als auch Personen
mit Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen gibt der
ThevoSiiS Therapiestuhl
eine neue Chance.
• stabile Basis
• Körperwahrnehmung
• Finden der Körpermitte
• sensorischer Input
• Anbahnung einer physiologischen Sitzhaltung
Einsatzgebiete /
Krankheitsbilder
- Cerebrale Bewegungsstörung en (Diplegien, Tetraspastiken, Halbseitenproblematiken)
- Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen / ADS
- Tonusdysregulation
(sogenannte „schlaffe“
und „hypertone“ Kinder und
Erwachsene)
- verschiedenste Behinderungen
mit Auswirkung auf die
Motorik
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„Wenig Sitz - mit viel Impuls-Effekt“
Denn aktive Menschen schaffen mehr!
Schiebebügel
Impulsgeber
Beckenkamm-Stütze
Eigenschaften des ThevoSiiS Therapiestuhl
Eigenschaften des ThevoSiiS Therapiestuhls
ThevoSiiS Therapiestuhl-Sitz
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-
-
Der feste Sitzblock gibt eine maximale Reizstimulanz
an die Person.
Die langgezogene Sitzfläche dient zur Bahnung der Arme
nach vorne (Stabilisierung, Symmetrisierung, Tonusregulation). Zusätzlich kann durch das Aufstützen der Arme auf
den Sitzblock eine zwischenzeitliche Belastungsveränderung
der Wirbelsäule vorgenommen werden.
Der Sitzblock gibt die physiologische Sitzposition vor.
Über die schräge Sitzfläche im hinteren Sitzblockbereich
wird das Becken leicht angekippt. So kann eine Wirbelsäulenaufrichtung ausgeführt werden.
-
Ergonomische Sitzblockgestaltung
ThevoSiiS Therapiestuhl-Rücken
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-
-
Experten-Meinung
Grundvoraussetzungen für die
Versorgung mit einem
ThevoSiiS Therapiestuhl sind:
Das Kind muss ein Mindestmaß
an Stützfunktion in den
Beinen aufweisen.
Das Kind muss über ein
Minimum an Rumpfkontrolle
verfügen, die unter entsprechender Stimulanz (z.B. Ausgleichbewegungen, Stütz der
Arme nach vorne) aktiv wird
und sich in Richtung normoton
verändern lässt.
Die kleine feste Beckenkamm-Stütze, mit geringer
Anlage am Körper, dient zur Stabilisierung.
Die Beckenkamm-Stütze und die Impulsgeber können
in der Höhe und Tiefe individuell auf die Person
eingestellt werden.
Die punktförmigen Impulsgeber vermitteln eine Orientierung über die Position des Rückens und wirken gleichzeitig stimulierend auf den Auf- und Ausrichtungsprozess.
ThevoSiiS Therapiestuhl-Untergestell
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Der Sitz lässt sich stufenlos in der Höhe verstellen,
hierdurch können die Beine individuell positioniert werden.
Der Stuhl ist verstellbar. Hierdurch kann eine individuelle
Anpassung erfolgen.
Die Hebelbremse und die Höhenverstellung können von
den Personen selbstständig bedient werden. Dadurch
erhalten sie ein gewisses Maß an Eigenständigkeit.
Das Untergestell garantiert eine gute Rollfunktion und viel
Fußraum, der ggf. bei der Anbahnung eines kontralateralen
Schreitmusters (abwechselndes Aufsetzen der Füße) aus der
sitzenden Position ausreichend Bewegungsfreiheit bietet.
Der Therapiestuhl ist kippsicher.
Der Schiebebügel bietet gute Vorraussetzungen, den Stuhl
auch im Innenbereich über längere Wegstrecken durch
Begleitpersonen zu transportieren.
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Fallbeispiel Mustafa
Vorher
Mustafa
Alter: 6 Jahre
Diagnose:
beinbetonte Tetraparese
Vor der Versorgung mit dem ThevoSiiS M:
Nachher
Nachher
Therapeutin von Mustafa
•
6
Er kann auf dem ThevoSiiS
besser mit seinen Händen
agieren. Jetzt beginnt er sogar mit der Schere zu schneiden.
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Wenig Fußkontakt zum Boden
Keine geeignete Position zur Entwicklung der Hüftüberdachung
Weit nach hinten gekipptes Becken mit einem
großbogigen Rundrücken
Schwierigkeiten, den Kopf und Rumpf über längere Zeit
aufrecht zu halten
Hochgezogene Schultern
Eingeschränktes Blickfeld durch schlechte Kopfaufrichtung
Willkürliche Ansteuerung der feinmotorischen Fähigkeiten
wird durch die mangelhafte Aufrichtung erschwert
Nach der Versorgung:
• Fester Bodenkontakt mit den Füßen
• Verbesserung der Hüftstellung durch abduzierte
(breite) Sitzposition
•Aufrichtung des Beckens und der Wirbelsäule
•Entspannung der Schultermuskulatur
•Kopf ist frei beweglich, dadurch eine Verbesserung der
feinmotorischen Möglichkeiten
•Mustafa kann sich mit dem Stuhl selbstständig vom Tisch
entfernen. Er bewegt sich dann alternierend mit den Füßen
über kurze Strecken fort und kann so z.B. seinen
Posterior-Walker selbstständig erreichen.
Möglichkeit der Einbeziehung in die
therapeutische Arbeit mit Mustafa:
•Mit Händen und Armen die Mittellinie kreuzen und
damit eine Rotationsbewegung im Rumpf um die
Körperlängsachse erreichen
•Freies Sitzen auf dem ThevoSiiS-Therapiestuhl um
Sequenzen erweitert, in denen er Teile vom Boden oder
einer niedrigeren Kiste aufheben soll
• Selbstständiges Aufrichten in den Stand vor einem Tisch
Fallbeispiel Farhan
Farhan
Alter: 3 Jahre
Diagnose:
globale Hypotonie,
unklarer Genese
Vor der Versorgung mit dem ThevoSiiS M:
-
Seine Füße bleiben nicht fest auf dem Boden stehen
-
Farhan schafft es nicht, Muskelspannung im
Rumpf aufzubauen
-
Der Kopf ist oft in Überstreckung. Dadurch ist keine
Auge-Hand-Koordination möglich
-
Er ermüdet schnell
-
Er fühlt sich auf dem Hocker unsicher und hat
Angst zu fallen
Experten-Meinung
Kinder mit besonderen Bedürfnissen benutzen häufig Bewegungsmuster, die von den optimalen physiologischen Mustern des Menschen abweichen.
Diese sind im biomechanischen
Sinne ineffizient. Eine gute
Sitzposition kostet die wenigste
Kraft und lässt somit Kapazität
für andere Aktivitäten, z.B.
die Konzentration oder die
Feinmotorik beim Spielen.
Vorher
Nach der Versorgung:
• Seine Füße stehen plan und mit Druck auf, er fühlt sich
Nachher
sicherer, da er so eine gute Basis zum Sitzen hat
• Farhans Becken ist so positioniert, dass ihm der aufrechte
Sitz zumindest zeitweise leichter fällt
• Er hält seinen Kopf besser. Der Nacken zeigt mehr Streckung,
dies ermöglicht ihm eine Auge-Hand-Koordination
Farhan und Mustafa beim Spielen
Seine
Physiotherapeutin
•
Wenn Farhan seinen Körper
besser spürt, kann er ihn besser beherrschen und steuern.
Der ThevoSiiS Therapiestuhl hilft ihm dabei.
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Fallbeispiel René
Experten-Meinung
René
Wer seinem Körper vertrauen
kann, traut sich Bewegungen
auszuführen.
Alter: 10 Jahre
Diagnose:
Cerebralparese in Form
einer spastischen Diplegie
Vorher
Vor der Versorgung mit dem ThevoSiiS Gr. 1:
Nachher
-
Schlaffe Rumpfspannung im Rollstuhl bei Ruhephasen
-
Tendenz zur überstreckten Kopfhaltung nach hinten
-
Adduktion und die Tendenz, die Beine nach innen
einwärts zu drehen
-Mundschlussproblematik
-
Tendenz im Rumpf nach rechts abzuknicken / abzufallen
Nach der Versorgung:
• Aktive Aufrichtung im Rumpf
• Adäquate Reaktionen auf den Sitzblock mit Ausgleich bewegungen – hierdurch Symmetrisierung im Rumpf /
achsengerechte Aufrichtung
• Physiologische Beinstellung
Lehrer von René
• Er nimmt aufmerksamer am Unterricht teil.
• Im Vergleich zu vorher hat er sein Arbeitstempo merklich gesteigert.
• René hat mehr Aufrichtung
in der Wirbelsäule; Schulter gürtel und Arme bleiben
lockerer, dadurch fallen
ihm die feinmotorischen Bewegungen leichter.
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• Deutlich bessere Aufrichtung im Bereich der Brustwirbel säule und Halswirbelsäule - hierdurch kann der Mund besser geschlossen werden und das Schlucken fällt leichter.
• Zunahme und Verbesserung an motorischer Planungs fähigkeit und Bewegungskompetenz durch die
selbstständig eingeleiteten Transfers.
• Etwas fließendere Bewegungen
• Beginnt derzeit mit der Erarbeitung eines kontralateralen
Schreitmusters (abwechselndes Aufsetzen der Füße).
• Deutliche Verbesserung der Stützfunktion in den Armen,
die bei den Transfers aktiv eingesetzt werden.
• Deutliche Verbesserung von Hand-Hand- und Augen Hand-Koordination durch die achsengerechte Sitzposition.
Fallbeispiel Melanie
Melanie
Alter: 15 Jahre
Diagnose:
Spastische Tetraparese
mit erheblichem Beugetonus
der Arme, Athetose, dysarthrische
Artikulationsstörungen
Experten-Meinung
Die Möglichkeit, aktive
Haltearbeit zu leisten, weckt
Stolz und stärkt das Selbstwertgefühl!
Vorher
Vor der Versorgung mit dem ThevoSiiS Gr. 1:
- Nachlassen der Haltespannung im Rumpf bei längeren Sitzarbeitsphasen
-
Erhöhung des Tonus im Schulter-Armbereich
-Mundschlussproblematik.
-
Unkoordinierte Bewegungen der Hände bei jedem
Versuch, feinmotorisch tätig zu sein
Nachher
Nach der Versorgung:
• Aktive Sitzhaltung mit achsengerechter Aufrichtung
• Gerade Positionierung von Becken, Hüfte, Knien
und Füßen als Basis für die aktive Aufrichtung
•Bahnung der Hände zur Körpermitte (Hemmung des
spastischen Bewegungsmusters) und Symmetrisierung
• Eine deutliche Tonusreduktion in den oberen Extremi täten, dadurch ist eine Verbesserung im Bereich der
Greiffunktion möglich.
• Sicherer Umgang mit der Schwerkraft und Gleichgewicht
•
Deutlich bessere Aufrichtung im Bereich der Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule - hierdurch kann der Mund
besser geschlossen werden und das Schlucken
fällt leichter.
•
Entwicklung eines physiologischen kontralateralen
(abwechselndes Aufsetzen der Füße) Schreitmusters im
Sitz; hierbei Bahnung der Hände zur Körpermitte auf der
verlängerten Sitzfläche (Hemmung des spastischen
Bewegungsmusters in den Armen).
Lehrer von Melanie
• In Melanies Armen hat die
Spannung nachgelassen.
So fällt es ihr leichter, die PC-Tastatur zu bedienen.
•
Kleine „Schrecksekunden“
bei drohendem Verlust des Gleichgewichts führen bei ihr zu mehr Aufmerksamkeit (wacher Geist in wachem Körper).
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Fallbeispiel Tjark
Experten-Meinung
Tjark
Wer seine Körpermitte gut
fühlt, wird flexibel.
Alter: 15 Jahre
Diagnose:
Tetraspastik – rechts betont,
Hypotonus des Rumpfes, oraler
Hypotonus mit Dyslalie, Fuß in
Valgusstellung, schwere Wahrnehmungsverarbeitungsstörung
Vorher
Vor der Versorgung mit dem ThevoSiiS Gr. 1:
-
Nachher
Er hat einen Rundrücken im Rollstuhl.
- Hat eine schlaffe Rumpfspannung, kippt zur Seite
- Ist häufig abwesend, kann schwer den Aufmerk samkeitsfokus halten
- Verminderte Bilateralfunktion
-Mundschlussproblematik
Nach der Versorgung:
• Er reagiert auf die Sitzfläche mit regulierenden Ausgleich
bewegungen (vestibuläre u. tiefensensorische Stimulation).
• Durch die physiologische Positionierung von Hüfte, Knien
und Füßen wird ein tiefensensorischer Input ausgelöst,
hierdurch wird dann die aktive Körperaufrichtung
eingeleitet.
Lehrer von Tjark
• Durch das Ausbalancieren auf
dem Sitz ist seine Konzen tration gefordert und es fällt
ihm leichter, am Unterricht
teilzunehmen. Hierdurch
ermüdet Tjark physisch nicht
mehr so schnell wie vorher.
• Tjarks Schriftbild hat sich
durch die aufrechte Körper haltung deutlich verbessert.
• Durch den Gebrauchdes Thevo SiiS Therapiestuhls verbessert sich Tjarks Arbeitstempo erheblich.
10
•
Tjark wird gefordert, sich auf dem Sitz aktiv auszubalancieren, um so sein Gleichgewicht zu halten.
Hierdurch ist er motiviert, Eigenverantwortung für die
Körperposition zu übernehmen.
• Symmetrisierung - der Rumpf kann besser in der Mitte
gehalten werden - Hände werden im freien Sitz zur
Körpermitte gebahnt.
• Er baut bei der selbsttätigen Einleitung des kontra
lateralen Schreitmusters (abwechselndes Aufsetzen
der Füße) zusätzlich Spannung im Rumpf auf.
• Eine Verbesserung vom Mundschluss und Schluckvorgang
• Aufgrund der aufrechten Sitzhaltung ist eine deutliche
Verbesserung in der Wahrnehmung beider Hände ge
geben. Dadurch verbessern sich die Ausgangsbeding
ungen für die Greiffunktion, Hand-Hand- und Auge-
Handkoordination
• Tjark „holt” sich unbewusst über die Impulsgeber immer
wieder eine tiefensensorische Stimulanz, die es ihm
erleichtert, den Körper im Raum wahrzunehmen und
den Körper zur Mitte auszurichten.
Anwendungsbeobachtungen bei Kindern
Experten-Meinung
Anwendungsbeobachtung bei Kindern mit
cerebralen Bewegungsstörungen
• Sie finden ihre Körpermitte – Symmetrisierung
• Hemmung von spastischen Bewegungsmustern
• Die Arme und Hände werden in Richtung
Körpermitte geführt
• Entspannung in der Schulter-Nackenregion:
Die Schultern werden nicht mehr so stark
in Richtung Kopf gezogen
• Einleitung eines physiologischen Sitzmusters
• Positiver Effekt auf die Rumpf- und Kopfkontrolle
• Es stellt sich zum Teil eine Verbesserung beim
Mundschluss und dem Schluckvorgang ein
• Die Feinmotorik der Hände wird deutlich verbessert
• Verbesserung von Hand-Hand- und
Augen-Hand-Koordination
• Positiver Effekt auf visuelle Steuerung
• Entwicklung von Bewegungsabläufen für den
selbstständigen Transfer
Wer seinem Körper vertrauen
kann, traut sich Bewegungen
auszuführen.
Transfer-Beispiel
Anwendungsbeobachtung bei Kindern mit
Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung
•
•
Die Kinder nehmen ihre Umgebung und Umwelt deutlich beteiligter wahr.
Der Bodenkontakt der Füße, die feste Sitzfläche und
die Rückenlehne geben klare sensorische
Informationen und eine fühlbare Orientierung.
- „Wo befinde ich mich im Raum?”
(Körperwahrnehmung, Körperschema)
- Eine bessere Möglichkeit, die Aufmerksamkeit
zielgerichteter einzusetzen – den Kindern fällt es
leichter, sich zur Körpermitte auszurichten.
- Der Input wird über den Fußbodenkontakt gegeben,hierdurch wird eine stabile und achsengerechte Ausrichtung eingeleitet.
- feste Sitzfläche sorgt für positiven Einfluss auf die
Tonusregulation
- Ausgleichbewegungen haben „ordnenden” /
regulierenden Einfluss auf die Wahrnehmungsverarbeitung (propriozeptive und vestibuläre Stimulation) und bewirken darüber hinaus eine Tonusregulation.
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Fallbeispiel Kai
Experten-Meinung
Kai
Arbeiten die Muskeln
aktiver, steigt auch die
geistige Wachheit
Alter: 41 Jahre
Diagnose:
Geistige Behinderung,
deutlicher Hypotonus in
Rumpf und Extremitäten,
Antriebsminderung
Vorher
Vor der Versorgung mit dem ThevoSiiS P:
Nachher
-
Wenig Fußkontakt zum Boden, meistens sitzt er mit
übereinandergeschlagenen Beinen
-
-
-
-
Erhebliche Kippung des Beckens nach hinten,
das Gesäß rutscht auf der Sitzfläche nach vorne
Stark kyphotisierte Brustwirbelsäule
Überstreckte Nackenmuskulatur (Geierkopfhaltung)
Feinmotorische Aktivitäten sind kraftlos und
sehr verlangsamt
Nach der Versorgung:
• Flächiger Fußkontakt zum Boden mit propriozeptivem
Input. Aufgrund der Gewichtsverlagerung durch
den geöffneten Hüftwinkel verstärkt sich der Druck
auf die unteren Extremitäten.
• Das Übereinanderschlagen der Beine wird durch
die abduzierte Sitzhaltung vermieden. Die Durchblutung
in den unteren Extremitäten nimmt zu.
• Das Becken wird durch die Abduktion „freier“ und lässt sich leichter aufrichten. Die Beckenkammanstützung
sorgt für eine Unterstützung beim Halten der
aufgerichteten Position.
• Durch das angekippte Becken kommt die Wirbelsäule in
ihre natürliche Form zurück. Das Ausbalancieren des
Kopfes fällt leichter. Eine Überstreckung wird vermieden.
• Kais Blickfeld erweitert sich und er wird aufmerksamer
• Er kann sich selbstständig vom Arbeitsplatz in den Raum
bewegen und kann so am Geschehen um ihn herum
aktiver teilnehmen.
• Seine Bewegungen werden freier. Er streckt sich
und aktiviert seinen Muskeltonus aus eigenem
Antrieb immer wieder.
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Fallbeispiel Andre
Experten-Meinung
Andre
Der Fußkontakt zum Boden
gibt ständige Informationen
über die Stellung der Gelenke
und die Lage des Körpers im
Raum.
Alter: 21 Jahre
Diagnose:
Down-Syndrom
(Trisomie 21)
Vorher
Vor der Versorgung mit dem ThevoSiiS P:
-
Andre setzt die Füße selten plan auf, setzt sich immer
wieder im Schneidersitz auf den Stuhl und verliert
dann Rumpfstabilität.
-
Feste, unbewegliche Schultermuskulatur,
nach oben gezogenen Schultern.
-
Überstreckung des Nackens mit hypotoner
Gesichtsmuskulatur führt zur unzureichendem
Mundschluss und Vorschub des Unterkiefers
Nachher
Nach der Versorgung:
• Verbesserte Nackenstreckung und dadurch
mehr Mundschluss
• Der bessere Fußkontakt zum Boden und wiederholender
Reiz über die Impulsgeber lassen die Körpergrenzen
bewusster werden.
• Andres Schultermuskulatur entspannt sich.
• Seine Feinmotorik wird flüssiger und differenzierter.
• Das Becken wird aufgerichtet und somit der
Rundrücken vermindert.
Mundschluss-Vorher
Mundschluss-Nachher
Werkstattleiter von Andre
• Im Vergleich zu vorher hat er
sein Arbeitstempo merklich
gesteigert.
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Anwendungsbeobachtungen bei Erwachsenen
Arbeits-Situation
Anwendungsbeobachtung bei Erwachsenen
mit geistiger Behinderung:
• Eine aufrechtere Sitzhaltung wirkt bei vielen
motivationsfördernd.
• Der meist zu niedrige Muskeltonus im Rumpf
reguliert sich durch die Aufrichtung im Becken,
die Muskeln werden aktiviert.
• Der feste Sitzblock gibt eine eindeutigere
sensorische Information über die Sitzfläche.
Anwendungserfahrungen in Förderwerkstätten:
• Die Mitarbeiter sind auch nach längeren Arbeitsphasen
weniger schläfrig.
• Der Aktionsradius erweitert sich. Die Mitarbeiter
werden auf dem Stuhl mobiler.
•Handführung und praktische Anleitungen fallen
durch den offenen Rücken- und Armbereich leichter.
• feste Sitzfläche sorgt für positiven Einfluss auf die
Tonusregulation
Dosierter Einsatz des ThevoSiiS-Stuhls:
• Beim Sitzen auf dem ThevoSiiS-Therapiestuhl wird
die Muskulatur anders beansprucht als beim
„passiven Sitzen“.
• Besonders zu Beginn des Einsatzes kann es durchaus
zu Verspannungen kommen und beim Patienten
kann sogar Muskelkater auftreten.
• Der Stuhl sollte zunächst nur in kurzen Arbeits-/
Therapiesequenzen eingesetzt werden, so dass der
Patient immer wieder Pausen machen kann.
• Nach und nach wird es leichter werden, die
aufrechte Sitzposition zu halten.
• Der ThevoSiiS ist also im wahrsten Sinne des Wortes
ein „Therapiestuhl“, der die Fähigkeiten des Patienten
immer weiter fördert und herausfordert.
14
Positionierungsempfehlung für den ThevoSiiS Therapiestuhl
Experten-Empfehlung
Einstellungsempfehlungen für den
ThevoSiiS-Therapiestuhl
Erster Schritt
Erster Schritt:
Die Füße müssen immer festen Bodenkontakt haben.
Zweiter Schritt
Zweiter Schritt:
Höhenverstellung - um die richtige Positionierung der Knieund der Hüftgelenke vorzunehmen. Die Höhe des Sitzes
muss so eingestellt werden, dass das Kind mit den Füßen
auf dem Boden steht. In der Praxis hat sich ein Kniewinkel
und Hüftwinkel über 90° bewährt und zu guten Aufrichtungsergebnissen geführt.
Dritter Schritt:
Einstellung des Auf- und Ausrichtungsimpulses über die
kleine feste Beckenkammstütze. Sie wird an dem unteren
Beckenkamm positioniert - oftmals in direktem Kontakt mit
dieser Region. Wie in der Broschüre beschrieben, kann
dieses Beckenkamm-Element in der Höhe und in der Tiefe
individuell eingestellt werden.
Vierter Schritt:
Dritter Schritt
Vierter Schritt
Positionierung der punktförmigen Impulsgeber: Jedes Kind
reagiert auf individuelle Stimulationspunkte, die zwischen
dem unteren Rippenbögen und unterhalb der
Schulterblätter liegen.
15
Modellübersicht - Einsatzgebiete
Einsatzbeispiel
ThevoSiiS M
ThevoSiiS M
- Optimale Versorgung im Kindergarten
-
-
Kinder werden ganz früh an selbstständiges
Sitzen gewöhnt
Fehlhaltungen lassen sich in jungen Jahren
besser korrigieren.
-
Die Selbstständigkeit wird durch den freien
Arm- und Fußbereich gefördert.
ThevoSiiS Gr. 1 + Gr. 2
-
Besonders geeignet für Schulkinder
-
Optimale Position zum Arbeiten am
Schreib- und Schultisch
ThevoSiiS P
- Breitere Sitzfläche für kräftigere Patienten
- Wird häufig in Werkstätten oder in
neurologischen Bereichen eingesetzt
ThevoSiiS H
- Optimale Versorgung für große Erwachsene
-
für Steharbeitsplätze geeignet
-
Fehlhaltungen lassen sich besser korrigieren
- besonders das ergonomische Sitzen wird gefördert
- Selbstständigkeit wird durch den freien Arm und Fußbereich gefördert
Experten-Empfehlung
Die Sitzhaltung auf dem
ThevoSiiS kann langfristig
Wirbelsäulendeformitäten und
Hüftdysplasien vorbeugen.
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ThevoSiiS S
- Besonders geeignet für schmale Kinder
- Optimale Position zum Arbeiten an Schultischen
Modellübersicht
Modellübersicht
ThevoSiiS M
Sitzhöhe
32 - 40 cm
Sitzbreite
15 cm
Impulsgeber - Höhenverstellung 27,5 cm
Beckenkammstütze
- Höhenverstellung 8 cm
- Tiefenverstellung 3,5 cm
ThevoSiiS M
Gesamtmaß (B x H x T)
54 x 50 x 68 cm
Radgröße
10 cm
Radabstand vorne
53 cm
Radabstand hinten
54 cm
Belastbarkeit
22 kg
Gewicht
11 kg
Körpergröße
max. 125 cm
ThevoSiiS
Gr. 1 Gr. 2
Sitzhöhe
42 - 55 cm 42 - 55 cm
Sitzbreite
19 cm
19 cm
Impulsgeber-Höhenverstellung
18 cm
18 cm
- Höhenverstellung 8 cm
- Tiefenverstellung 3,5 cm
8 cm
3,5 cm
Beckenkammstütze
ThevoSiiS Gr. 1 / Gr. 2
Gesamtmaß (B x H x T)
Gr. 1: 54 x 88 x 54 cm
Gr. 2: 60 x 88 x 56 cm
Schiebegriffhöhe
88 cm
88 cm
Radgröße
10 cm
10 cm
Radabstand vorne
53 cm
58 cm
Radabstand hinten
54 cm
55 cm
Belastbarkeit
50 kg
120 kg
Gewicht
13 kg
14 kg
Körpergröße
max. 135 cm ab 130 cm
ThevoSiiS P
Sitzhöhe
49 - 68 cm
Sitzbreite
22 cm
Impulsgeber-Höhenverstellung
18 cm
ThevoSiiS P
Beckenkammstütze - Höhenverstellung 8 cm
- Tiefenverstellung 3,5 cm
Gesamtmaß (B x H x T)
60 x 88 x 56 cm
Schiebegriffhöhe
88 cm
Radgröße
10 cm
Radabstand vorne
58 cm
Radabstand hinten
55 cm
Belastbarkeit
120 kg
Gewicht
14 kg
Körpergröße
ab 140 cm
17
Modellübersicht
Modellübersicht
ThevoSiiS H
Sitzhöhe
ThevoSiiS H
53 - 80 cm
Sitzbreite
19 cm
Impulsgeber 27,5 cm
3,5 cm
- Höhenverstellung
- Tiefenverstellung Beckenkammstütze - Höhenverstellung
- Tiefenverstellung
8 cm
3,5 cm
Schiebegriffhöhe
88 cm
Gesamtmaß (B x H x T)
60 x 88 x 56 cm
Radgröße
10 cm
Radabstand vorne
58 cm
Radabstand hinten
55 cm
Belastbarkeit
120 kg
Gewicht
15 kg
Körpergröße
145 cm
ThevoSiiS S
ThevoSiiS S
18
Sitzhöhe
42 - 55 cm
Sitzbreite
16 cm
Impulsgeber-Höhenverstellung
18 cm
Beckenkammstütze
- Höhenverstellung
- Tiefenverstellung
8 cm
3,5 cm
Gesamtmaß (B x H x T)
60 x 88 x 56 cm
Schiebegriffhöhe
88 cm
Radgröße
10 cm
Radabstand vorne
58 cm
Radabstand hinten
55 cm
Belastbarkeit
120 kg
Gewicht
14 kg
Körpergröße
ab 140 cm
ThevoSiiS Gutachten
Dr. med. Walter Kemlein, Arzt für Orthopädie
Hof Pries 18, Kinderorthopädie, 24159, Kiel - Pries
Manuelle Medizin bei Kindern, Physikalische Therapie, Sportmedizin
Getestet: Therapiestuhl „SiiS“ der Firma Thomashilfen
Getestet in Zusammenarbeit mit den Therapeuten der Abteilungen Ergotherapie und Physiotherapie des Körperbehinderten-Internat der Helen - Keller - Schule in Damp, mit den Fachkräften
des Internats, den Sonderpädagogen und den Kindern der Schule.
Testdauer und Durchführung:
Über einen Zeitraum von fünf Jahren wurde der neuartige Therapiestuhl in seinen einzelnen
Komponenten in den Bereichen Ergotherapie, Physiotherapie und im Schulunterricht genutzt,
überprüft und auch verbessert. Deshalb flossen sowohl therapeutische als auch pädagogische
und orthopädisch - medizinische Überlegungen in die Gestaltung und Nutzung des Stuhles ein.
Nach der endgültigen Herstellung des Stuhles durch die Firma Thomashilfen konnten Kinder mit
sehr unterschiedlichen Störungen auf dem Gebiet der sensomotorischen Steuerung mit dem „SiiS“
versorgt werden. Sowohl die Kinder selbst als auch die Therapeuten und Pädagogen erlebten dabei
eine grundlegende Veränderung der Körperhaltung, der Körperwahrnehmung, der Vigilanz und der
Therapierbarkeit der Kinder.
Der Stuhl wurde eingesetzt bei Kindern mit spastischer Hemi- und Tetraparese, hypotoner
und dystoner cerebraler Bewegungsstörung, bei Kindern mit Wahrnehmungsstörungen und
Aufmerksamkeitsstörungen und auch bei schwer bis sehr schwer mehrfach behinderten Kindern.
Die Voraussetzung für eine sinnvolle therapeutische Nutzung des Stuhls ist eine zumindest für kurze
Zeit mögliche Kopfkontrolle und Stabilisierungsmöglichkeit des Rumpfes in der Vertikalen.
Funktionsfähigkeit:
Der Stuhl hebt sich von anderen Systemen dadurch ab, dass er bei richtiger Einstellung keine
weiteren Haltevorrichtungen und Redressionspelotten benötigt. Die individuelle Höheneinstellung
und die mühelose Anpassung der Stütze im lumbosacralen Übergangsbereich sind bei Wachstum
jeweils gut anzupassen. Die neuartigen kugelförmigen Mahnpunkte sind ebenfalls leicht und sehr
individuell einstellbar, so dass der/die Therapeut/in das Hilfsmittel schnell auf Veränderungen in der
Größe, Leistungsfähigkeit und Therapiesituation einstellen kann. Eine vom Patienten selbst nutzbare
Handbremse ermöglicht einerseits eine Änderung der Zuwendungsrichtung durch das Kind in der
Therapiesituation, aber auch z. B. in der Schule, andererseits gewährleistet die abnehmbare Bremse
aber auch eine verlässliche Fixierung des Therapiesitzes. Der griffige, stabile Schiebebügel kann in
der Therapiesituation mit wenig Mühe entfernt werden. Montiert ist er für die Kinder beim Aufsteigen
auf den Sitz eine sichere Stütze. Der feste Sitz gewährleistet eine stabile Unterstützungsfläche und ist
in der untersuchten Größe in der gelieferten Form für die meisten Kinder unverändert nutzbar. Evtl.
erforderliche individuelle Zurichtungen am Sitzkern sind aber ohne viel Aufwand möglich.
Durch die leichte Handhabung und die Möglichkeit einige Einzelteile abzubauen, braucht der
Therapiesitz auch beim Transport zwischen zwei Orten wenig Platz.
19
ThevoSiiS Gutachten
Therapeutischer Nutzen
Der Stuhl wurde in der Therapiesituation entwickelt und ist deshalb auch in erster Linie ein therapeutisches
Hilfsmittel. Durch die Abspreizung der Beine und den plantigraden Fußaufsatz wird eine optimale
propriozeptive Steuerung gewährleistet, die bei allen Kindern in einer Verbesserung der Körperkontrolle
und der aufrechten Sitzhaltung deutlich erkennbar war. Die in der Höhe und auch in der Prominenz
einfach verstellbaren Stimulationspunkte unterstützen die Rumpfaufrichtung und ermöglichen es dem
Therapeuten zum Beispiel mit der oberen Extremität des Kindes zu arbeiten, ohne immer wieder die
Körperaufrichtung mit einer Hand faszilitieren zu müssen.
Durch die aktive Körperaufrichtung vom Becken bis zum Hinterkopf wird eine Spannungsverbesserung
auch der ventralen Rumpfmuskulatur und besonders auch der Zungenbeinmuskulatur und der
perioralen Muskulatur erreicht. Dadurch wird ein vermehrter Speichelfluss günstig beeinflusst und
auch im logopädischen Bereich die Sprachanbahnung begünstigt. Deutlich wurde während der
Erprobung im schulischen Bereich der günstige Einfluss des Sitzes auf die Konzentrationsfähigkeit und
erstaunlicherweise auch auf körperliche Unruhe. Die durch den Sitz erreichte Ausgangstellung ermöglicht
bei der Physiotherapie einen Arbeitsbeginn auf einem höheren motorischen Niveau. Die vorbereitenden
Stimulationen und immer neuen Korrekturen der Position fallen zum großen Teil weg. Die Bauart des
Stuhles unterstützt in seiner Form mit dem Bügel, der drehbaren Sitzeinheit und der glatten Oberfläche
eine vom Leistungsvermögen des Kindes abhängige selbständige Mithilfe beim Transfer. Unter anderem
führt das zu der hohen Akzeptanz des SiiS durch die Kinder. Die einfache Handhabung ohne Pelotten,
Gurte und Klettverschlüsse trägt ebenfalls dazu bei. Durch die unkompliziert verstellbare Höhe mit Hilfe
einer Gasdruckfeder und die bewegliche Stütze der Lenden-Becken-Region ist ein „Mitwachsen“ des SiiS
über einen langen Zeitraum ohne zusätzlichen Kostenaufwand möglich. Änderungen der Beweglichkeit
in den Gelenken der unteren Extremität können durch die unterschiedlichen Einstellungen leicht
berücksichtigt werden. Die Möglichkeit, den Körper zwischen den Oberschenkeln mit den Händen
abzustützen gibt nicht nur Sicherheit, sondern unterstützt die Symmetrisierung der Aktivität im Bereich
der Arme. Zusammen mit der Minderung der pathologischen Muskelspannung durch die Verbesserung
der posturalen Kontrolle wird auch beim Kind mit einer spastischen Lähmung eine bessere Nutzung der
oberen Extremität deutlich.
Nach Lösung der ergonomisch günstig angebrachten Bremse können die Kinder auf dem SiiS eine
reziproke selbst bestimmte Mobilität erreichen.
Sicherheit
Schon bei der Entwicklung ist der Standsicherheit des Sitzes große Aufmerksamkeit geschenkt worden.
Durch die Breite des Untergestells und den relativ niedrigen Schwerpunkt wurde eine optimale
Standsicherheit erreicht. Die abnehmbare Bremse unterstützt die Stabilität, ermöglicht aber nach Lösung
auch einen mühelosen Platzwechsel. Die Oberfläche ist strapazierfähig, abwaschbar, desinfizierbar und
ggf. ohne viel Aufwand abnehmbar.
20
ThevoSiiS Gutachten
Funktionalität/ Handling
Der „Sitz mit integrierter Impuls-Sensorik“ zeichnet sich durch seine vielseitige therapeutische
Nutzbarkeit, seine einfache Handhabung, die kostenfreie Möglichkeit des „Mitwachsens“ und
die vielseitige individuelle Einstellbarkeit aus. Die Tatsache, dass der Sitz im ergotherapeutischen
Therapiealltag entwickelt wurde, ist der Grund für die in jeder Beziehung praktische Form und Technik
des SiiS. Die Anwendung im physiotherapeutischen Alltag, in der Ergotherapie, bei der logopädischen
Behandlung und auch in der Schule und in der häuslichen Umgebung ist von großem Nutzen für
die Patienten mit sensomotorischen Störungen. Der Transport im Raum ist durch Rollen einfach. Der
Transport im Auto macht wegen der einfachen Bauweise keine Mühe. Der Umfang des Sitzes kann
mit wenigen Handgriffen durch die Abnehmbarkeit der Bremse und des Haltebügels mit einfachem
mitgelieferten Inbuswerkzeug von jedem platzsparend reduziert werden.
Fazit
Der SiiS ist ein Therapiemittel von überraschender Einfachheit und hervorragender Funktionalität.
Die Vielseitigkeit ermöglicht die Nutzung in unterschiedlichsten Therapiesituationen. Kindern
mit sehr verschiedenen, auch schweren Behinderungen wird durch die Beeinflussung der
Körperspannung eine Änderung der Körperwahrnehmung und der Haltekontrolle ermöglicht.
Die hohe Akzeptanz des Stuhls trägt zur Verbesserung der Befindlichkeit, der Vigilanz und der
Therapiebereitschaft bei. Der Sitz wird manche Mehrfachversorgung überflüssig machen.
Es ist erstaunlich, dass das Konzept dazu erst jetzt entwickelt wurde. Die medizinische Indikation
erstreckt sich auf alle Formen der sensomotorischen Dysfunktion von der Zerebralparese mit
spastischen Bewegungsstörungen bis zu hypotonen Dysregulationen und Wahrnehmungsstörungen
und auch auf Konzentrationsstörungen.
Dr. med. Walter Kemlein,
Arzt für Orthopädie/Kinderorthopädie
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Ja, wir möchten den ThevoSiiS Therapiestuhl 2 Wochen kostenlos und unverbindlich testen.
M  Gr. 1
 Gr. 2  P
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Institution, in der die Testung stattfinden soll:
(Zu Hause ist leider keine Testung möglich, da der ThevoSiiS Stuhl am Besten nur mit therapeutischer Unterstützung
eingesetzt werden sollte).
Bitte ausgefüllt in einem Umschlag zurücksenden:
Thomashilfen · ThevoSiiS Testservice · Walkmühlenstraße 1 · 27432 Bremervörde · Fax: 0 47 61 / 8 86 19
Herausgeber:
Walkmühlenstr. 1
27432 Bremervörde
www.thomashilfen.de
Stuhl- und Konzeptentwicklung:
Elsbeth Jensen, Ergotherapeutin in Damp
Wissenschaftliche Beratung
durch:
Stader Str. 8
27432 Bremervörde
www.igap.de
Wir danken:
der Helen-Keller-Schule in Damp,
der KITA Hirtenweg in Hamburg,
dem Holländerhof in Flensburg
für die freundliche
Unterstützung und Mithilfe.
Walkmühlenstraße 1 · D - 27432 Bremervörde
Tel.: 0 47 61 / 886 - 0 · Fax: 0 47 61 / 8 86 -19
www.thomashilfen.de
ThevoSiiS Ratgeber, Art.-Nr.: 95353, Stand: 09/2010, technische Änderungen vorbehalten
Mitglied in der Internationalen
Fördergemeinschaft für Kinderund Jugendrehabilitation e.V.
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