Kind am Rad
Kindertransport-Ratgeber
DRAHTESEL 3a/2014
Kind am Rad
RADLOBBY
ÖSTERREICH
radlobby.at
Mehr Platz fürs Rad!
RADLOBBY
ÖSTERREICH
ÜBER UNS
Die RADLOBBY Österreich ist der Bundesverband aller österreichischen RadverkehrsvertreterInnen und wurde im Jänner 2013
gegründet, um die Interessen der RadfahrerInnen bundesweit zu wahren.
Die Landesorganisationen, die gemeinsam
die RADLOBBY Österreich bilden, vertreten
in allen neun Bundesländern über 6.000
Mitglieder und die Interessen jener 2 Millionen* ÖsterreicherInnen, die regelmäßig zum
Verkehrsmittel Fahrrad greifen. (*VCÖ 2012)
Die Tätigkeit der Vereine von RADLOBBY
Österreich zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen für den Alltagsradverkehr zu
verbessern. Denn Klimaschutz, Gesundheit,
Lebensqualität, Verkehrssicherheit und
Volkswirtschaft profitieren von mehr
Radverkehr!
„Radlobby Österreich fordert vollwertige
verkehrspolitische Akzeptanz und Förderung
für das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel
sowie den dafür nötigen Platz im Verkehrsgeschehen. Radverkehr und Fußverkehr als
aktive Mobilitätsformen dürfen nicht an den
Rand gedrängt werden, sondern benötigen
mehr Platz!“
RADLOBBY-VEREINE
Die ARGUS (Arbeitsgemeinschaft umweltfreundlicher Stadtverkehr) ist der mitgliedsstärkste Verein mit mehr als 5.000 Mitgliedern. Der Verein wurde 1979 gegründet und
ist damit seit 35 Jahren für Verbesserungen
der Radverkehrssituation tätig. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in Wien, daneben
werden mit Vorarlberg, Tirol, Kärnten und
Burgenland auch andere Bundesländer
betreut.
Der zweite RADLOBBY-Verein in Wien ist die
IGF (IG Fahrrad), die mit der ARGUS in Wien
als RADLOBBY Wien kooperiert. In der Steiermark engagiert sich die RADLOBBY ARGUS
Steiermark intensiv, die RADLOBBY Niederösterreich ist seit mehreren Jahren hoch
aktiv und die RADLOBBY Oberösterreich
setzt die Arbeit der Initiative Fahrrad seit
2014 unter neuem Namen fort. In Salzburg
ist die RADLOBBY Veloclub Salzburg seit
Jahrzehnten tätig.
RADLOBBY
NIEDERÖSTERREICH
RADLOBBY
OBERÖSTERREICH
MITGLIED WERDEN?
Ihre Mitgliedschaft unterstützt die verkehrspolitische Arbeit der RADLOBBY-Vereine und
beinhaltet zahlreiche Mitgliedsleistungen. Details dazu auf Seite 15!
Kindertransport mit dem Fahrrad
Kind am Rad
Als Familie per Rad mobil sein
Junge Familien müssen auf gemeinsames Radfahren nicht verzichten – im Gegenteil! Eltern, die Fahrrad und Familie vereinen wollen,
haben eine große Auswahl an unterschiedlichen Transportlösungen: Kinderfahrradanhänger, Kindersitz und Lastenräder sind
vielseitige Alternativen oder Ergänzungen zu Kinderwagen, Auto
und Öffis. Vorgelebte Radmobilität macht Freude und bringt viele
Vorteile im Alltag: Kostenersparnis, Umweltschutz und Fitness.
Einblick in die groSSe Auswahl
Das Angebot an passenden Produkten wird immer breiter und
qualitativ hochwertiger. Je nach Einsatzzweck, Budget, Alter und
Anzahl der zu befördernden Kinder bieten die Systeme unterschiedliche Vor- und Nachteile bezüglich Komfort und Sicherheit.
Unser Ratgeber zeigt daher einen Überblick über die unterschiedlichen Transportmöglichkeiten, wichtige Tipps für eine sichere
Familienmobilität per Fahrrad.
Foto: Peter Provaznik
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„Kind am Rad“
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an Radlobby Österreich, IBAN: AT8
Danke!
3
§
A ll g e m e in e
rechtliche
Kindertransport allgemein
§65 StVO, §§ 3,5,6,7 Fahrradverordnung
Bei allen angeführten Transportvarianten
muss jedes Kind:
• einen eigenen Sitzplatz haben,
• mit einem Gurtsystem angegurtet sein
und
• durch die Konstruktion davor geschützt
sein, mit Händen oder Beinen in die Räder
des Fahrrads oder des Anhängers zu gelangen oder den Boden zu berühren.
Foto: Peter Provaznik
Die Person, die das Fahrrad lenkt, muss mindestens 16 Jahre alt sein, um ein Kind auf dem
Fahrrad mitführen dürfen.
Helmpflicht
§68 Abs. 6 StVO
Kinder unter 12 Jahren müssen sowohl beim
Radfahren als auch beim Transport auf
Fahrrädern und in Fahrradanhängern
einen Radhelm tragen. Die Aufsichtsperson
hat dafür zu sorgen, dass das Kind den Helm
richtig trägt.
Ausnahme laut StVO:
„Dies gilt nicht, wenn der Gebrauch des Helms
wegen der körperlichen Beschaffenheit des
Kindes nicht möglich ist.“
Foto: www.pd-f.de / abus
4
Kindertransport mit dem Fahrrad
Bestimmungen
Anhänger
§3, §5, §7 Fahrradverordnung
Foto: pd-f.de / zweipluszwei
Anhänger ziehen
Ausrüstung von Anhängern
Laut Fahrradverordnung sind alle Räder
zum Ziehen von Anhängern zugelassen, die
über einen Ständer verfügen und deren
Antrieb leicht genug übersetzt ist*. Das ist
seit 2014 dank RADLOBBY-Einsatz auch
dementsprechend für Rennräder erlaubt.
• Radblockierung/Feststellbremse
• Die Kupplung muss gewährleisten, dass
der Anhänger aufrecht bleibt, wenn das
Fahrrad umkippt.
• Max. erlaubtes Ladegewicht eines
ungebremsten Anhängers: 60 kg.
Ausnahmen zur Radwegbenützungspflicht
Licht & Reflektoren
Bis zu einer Breite von 80 cm dürfen mit
einem mehrspurigen Fahrrad oder Anhänger Radfahranlagen benutzt werden,
müssen aber nicht. Über einer Breite von
80 cm muss die Fahrbahn benutzt werden,
außer es ist ein Anhänger ausschließlich für
Personentransport.
Anhänger bis 60 cm Breite:
• 1 weißer Reflektor vorne
• 1 roter Reflektor hinten
• 1 rotes Rücklicht
Breitere Anhänger brauchen davon je
2 Stück, sodass die Breite klar erkenntlich
ist. Alle Anhänger brauchen je Seite einen
gelben Reflektor.
*
Entfaltung am leichtesten Gang unter 4 m pro
Kurbeldrehung.
5
Kindersitz
ab ~9 Monate
Kindersitze sind für Kinder geeignet, die
alleine sitzen können, d.h., sie können ab
ca. neun Monaten bis zu einem Gewicht
von etwa 22 kg verwendet werden. Sie
eignen sich vor allem für kurze Wege
ohne viel Gepäck und sind eine kostengünstige Alternative zu Anhängern und
Lastenrädern. Sie sind in Österreich nur
für ein Kind pro Rad zugelassen. Der Kindersitz lässt sich leicht abnehmen und an
mehreren Rädern montieren und braucht
nicht viel Stauraum.
Rechtslage
§
Kindersitz
Beim Transport im Kindersitz:
• darf nur ein Kindersitz am Fahrrad
montiert sein, und
• darf der Kindersitz nur hinter dem
Sattel angebracht sein
Achtung Die in anderen Ländern gängi-
ge Praxis der Montage eines Kindersitzes
vor statt hinter der FahrerIn ist in Österreich zwar einerseits nicht erlaubt, laut
EU-Gleichstellungsklausel aber andererseits dennoch bei uns zulässig.
Der Kindersitz muss mit
• einem Gurtsystem, das vom Kind nicht
leicht geöffnet werden kann,
• einer Kopflehne und
• einem verstellbaren Beinschutz
ausgerüstet sein.
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Foto: www.britax-roemer.de
§6 Fahrradverordnung
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Kindertransport mit dem Fahrrad
bis ~6 Jahre
Technik & Ausstattung
Fahren
• Achtung, je schwerer Kind und Sitz sind,
umso mehr verändert sich die gewohnte
Fahrweise durch nach hinten verlagerten
Schwerpunkt.
• Für den Gepäcktransport Alternativen
zum Rucksack bedenken, denn der stört
das hinten sitzende Kind – z. B. Korb am
Lenker oder vordere Packtaschen (hinten
kann der Kindersitz im Weg sein).
• Auf die vom Hersteller angegebene
Gewichtsgrenze achten (meistens bis 22
Kilogramm, das entspricht einem Alter
von etwa sechs Jahren). Viele Sitze sind
eher für kleinere Kinder ausgelegt.
• Sie sollten das Fahrrad immer mit einer
Hand festhalten können. Einfach zu bedienende Gurte erleichtern das An- und
Abschnallen.
• Sitz muss unbedingt Sicherheitsmerkmale wie Fußriemen, Speichenschutz und
Sicherheitsgurt (Hosenträgerform mit
weitem Einstellbereich) aufweisen.
Kind
• Verstellbare Fußstützen zur Anpassung
an verschiedene Körpergrößen.
• Hohe, nach hinten neigbare Rückenlehne
erhöht den Schlafkomfort, der aber am
Kindersitz im Vergleich zu Anhänger oder
Transportrad immer geringer ist.
• Das Fahrrad soll einen steifen Rahmen
und gute Bremsen haben. Eventuell vorhandene Sattelfedern mit einem zuverlässigen Fingerschutz abdecken.
• Achten Sie immer auf den richtigen Wetterschutz. Unbewegt kühlt Ihr Kind durch
den Fahrtwind schnell aus.
• Ein hinten abgeflachter Kinderhelm verhindert, dass der Kopf durch die Rückenlehne nach vorne gedrückt wird.
• Lassen Sie das Kind niemals alleine
im Kindersitz! Schon durch eine kleine
Bewegung des Kindes kann das Fahrrad
umstürzen.
• Dem Sitz einige Zentimeter Platz über
dem Gepäcksträger lassen, damit der
Metallbügel des Kindersitzes schwingen
kann.
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• Fahrrad am besten zum Kindersitzkauf
beim Fachhändler gleich mitnehmen, um
eventuelle Montagehindernisse (z. B. Anlötteile für Bremszüge) zu entdecken und
Suche nach Alternativen zu ermöglichen.
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• Der Fahrradständer sollte stabilen Stand
bieten. Hinterbau- oder breite Mittelbauständer verbessern die Stabilität. Ein
Lenkungsdämpfer verhindert zusätzlich
das Einschlagen des Lenkers.
7
Kinderanhäng
Kinderfahrradanhänger haben viele Vorzüge:
In ihnen sitzen bis zu zwei Kinder bequem, sie
können spielen und schlafen und sind vor dem
Wetter geschützt. Zudem lassen sich mit ihnen
längere Touren, leichte Geländestrecken und
der Einkauf bewältigen. Die meisten Modelle
sind als Ein- und Zweisitzer erhältlich. Die Modelle unterscheiden sich in der Handhabung,
im Sitzkomfort und in der Ausstattung sowie
den Extras. Einsitzer wiegen weniger und
passen einfach durch schmale Türen und enge
Treppenhäuser. Außerdem lassen sich die
meisten Kinderfahrradanhänger platzsparend
falten. Solange Kinder noch nicht alleine sitzen
können, kann eine Liege oder Babyschale
eingesetzt werden. Bei gefederten Modellen
werden Unebenheiten ausgeglichen.
Rechtslage
§
Kinderanhänger
§3, §5, §7 Fahrradverordnung
An einem Kinderanhänger muss
ein W
­ impel in Leuchtfarbe an einer
­mindestens 1,5 m hohen, biegsamen Fahnenstange befestigt sein.
Allgemeine Vorschriften für Anhänger beachten (Siehe S.5)
Von Radwegbenützungspflicht
entbunden, mit Kinderanhänger
besteht immer Wahlfreiheit für
Fahrbahn oder Radfahranlage.
8
www.pd-f.de / zweipluszwei
Foto: pd-f.de / zweipluszwei.com
Kind
• Fahren mit geschlossenem Moskitonetz bewahrt die Kinder vor
Schmutz, Fliegen und aufgewirbelten
Steinchen.
• Zum Schutz der Passagiere vor
Nässe und Splitt sollte der hintere
Kotschützer des Zugfahrrads einen
Gummispritzschutz haben.
• Damit kleinere Kinder im Anhänger
Haltung bewahren können, gibt es
Sitzverkleinerer, Kopfstützen und
Babyschalen.
Kindertransport mit dem Fahrrad
er
0-6 Jahre
Fahren
Technik & Ausstattung
• Üben Sie das Fahren mit dem Anhänger
erst einmal ohne Kind, um Abstände,
Bremsweg und den vergrößerten Wendekreis einzuschätzen. In der Regel passt ein
Anhänger durch eine Engstelle, wenn Sie
mit breit ausgefahrenen Ellenbogen nicht
anecken.
• Gute Anhänger haben Sicherheitsgurte, Überrollbügel, Federung und einen
Speichenschutz. Ein verstellbares Verdeck
erlaubt Anpassung an die Witterungsverhältnisse.
• Wenn Sie wenden müssen, fahren Sie
besser eine Linkskurve. Die an der linken
Seite angebrachte Deichsel kommt dem
Hinterrad so nicht in die Quere.
• Auf schmalen Verkehrsinseln darauf achten, dass weder Anhänger noch Fahrrad
auf die Straße ragen.
• Planen Sie Ihre Wege dem Anhänger entsprechend und meiden Sie schmale Wege
und Drängelgitter (Umlaufsperren).
• Nutzen Sie beim Ein- und Aussteigen die
Feststellbremse, so kann der Anhänger
sich nicht selbstständig machen.
• Radanhänger kippen fast nie. Falls das
Rad selbst umfällt, bleibt der Anhänger
jedenfalls stehen. Einzig auf Bordsteinkanten sollte man vermehrt Acht geben.
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Foto:
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• Ein Gespann mit einem gut konstruierten
Kinderanhänger ist wesentlich leichter
zu beherrschen als eine entsprechende
Ladung im Kindersitz.
• Sehr zuverlässige Bremsen und eine
Schaltung (mit Berggängen und Antrieb
mit leichten Gängen sind!) sind beim Zugfahrrad zu empfehlen.
• Je fester die Verbindung von Fahrrad und
Anhänger, desto weniger schaukelt sich
das Gespann auf. Die Kupplung sollte
möglichst kein Spiel haben und leicht zu
bedienen sein.
• Fahrrad zum Fachhändler beim Kauf
mitnehmen, da nicht jede Kupplung an
jede Hinterradnabe passt bzw. auch ein
Hinterbauständer im Weg sein kann.
• Vor dem Kauf ausprobieren, wie sich
beispielsweise Gurte und Sonnenverdeck
bedienen lassen.
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Lastenfahrräder sind praktisch und multifunktional
und damit die umweltfreundliche Alternative zum
Auto. Sie werden in einspurigen Varianten und als
Dreirad produziert, mit der Ladefläche vorne oder
hinten, mit und ohne E-Motor-Unterstützung. Sie
können bei entsprechender Sitzzahl auch mehr als
zwei Kinder transportieren – und dürfen dies auch
seit der letzten StVO-Novelle!
Für Kleinkinder, die noch nicht selbstständig sitzen
können, gibt es Halterungen für geeignete Babyschalen. Wie Kinderanhänger haben gute Kindertransporträder Regenverdecke und sind dadurch
wetterfest.
§
Transportrad/Lastenrad
Rechtslage
Peter Provaznik /die radvokaten
Lastenradmodelle, die mit Kindersitzplätzen in der Transportbox ausgerüstet
sind, dürfen je nach Bauweise/Herstellerangaben mehrere Kinder transportieren. Die Transportbox kann vor oder
hinter der FahrerIn sein.
§6 Abs. 2a Fahrradverordnung
Radwegbenützungspflicht: Ab 80 cm
Breite ist für Lastenräder eine Benutzung von Radfahranlagen lt. StVO nicht
zugelassen. Die RADLOBBY setzt sich für
eine Änderung ein.
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Kindertransport mit dem Fahrrad
Lastenrad
0-99 Jahre
Fahren
• Die Fahrweise unterscheidet sich je nach
Modell. Familien sollten daher vor dem
Kauf verschiedene Typen mit Zuladung
und Kind ausprobieren, um die passende
Lösung zu finden.
• Üben Sie das Fahren zunächst ohne
Kinder und Zuladung. Beachten Sie die
Länge und den größeren Wendekreis des
Transportrads.
• Bremsen Sie anfangs bei Probefahrten
mit Lasten vorsichtig, aber bewusst. So
bekommen Sie ein Gefühl für den Bremsweg mit Zuladung.
• Planen Sie Ihre Wege gemäß den Fahreigenschaften Ihres Lastenrads ohne
schmale Passagen oder enge Kurven.
• Vor allem bei Einspurern auf die Gewichtsverteilung von Fracht und Passagieren achten. Fährt ein Kind mit, sitzt
es besser in der Mitte. Dafür sollte das
Gurtsystem ausgelegt sein.
Technik & Ausstattung
• Bei häufigen Bergaufstrecken ist Unterstützung durch E-Motor („Pedelec“) zu
empfehlen.
• Das zulässige Gesamtgewicht beim
Kauf berücksichtigen. Es ergibt sich aus
Fahrergewicht, Zuladung von Gepäck und
Mitfahrenden und dem Fahrradgewicht.
• Achten Sie auf die Möglichkeit für einen
sicheren und geschützten Abstellplatz
ohne Treppen oder schmale Türen.
Foto: www.pd-f.de / r-m
11
Tr a i l e r b i k e &
Ku p
Wenn das Kind schon Rad fahren kann, werden Trailerbikes
oder Nachziehräder als Zwischenlösung interessant. Sie sind
besonders geeignet für Kinder, die im Straßenverkehr noch
nicht geübt sind oder die noch keine langen Strecken fahren
können oder möchten.
Ein Trailerbike ist ein Nachziehrad ohne
Vorderrad, das ans Zugfahrrad gekoppelt
wird, wahlweise mit oder ohne Gangschaltung. Die kleinen Passagiere können hier
mittreten – müssen aber nicht. Manche
Trailer können modular zum Fahrrad umgebaut werden.
Foto: ARGUS Steiermark
Eine neues System kombiniert Trailerbike
und Fahrradanhänger in einem. Die kleinen Passagiere können während der Fahrt
wie bei einem Tandem mittreten und sich
dank des bequemen Sitzes auch ausruhen
oder einschlafen, ohne dabei Gefahr zu
laufen, aus dem Sitz zu kippen.
Foto: Joe Friedrich
Kupplungssysteme oder Abschleppstangen fungieren als Verbindungskupplung
zwischen Kinderfahrrad und Abschleppfahrrad. Ist der Sprössling müde, wird er einfach
samt Kinderfahrrad ans große Fahrrad von
Mama oder Papa gekuppelt.
Foto: www.followme-tandem.com
12
Kindertransport mit dem Fahrrad
plungssystem
ab ~4 Jahre
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+ V o r t engere
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• Nehmen Sie Ihr Fahrrad zum Kauf mit, um
ein passendes Trailerbike- oder Kupplungsmodell zu finden.
• Das Trailerbike muss sich fest am Zugfahrrad montieren lassen. Je weniger
Seitenneigung das Nachziehrad hat,
desto stabiler ist die Fahrweise für das
Gespann.
• Lenker und Sitz des Trailerbikes sollten
sich verstellen lassen, damit es für Ihr
Kind auch passt, wenn es weiter wächst.
• Das hintere Schutzblech des Zugfahrrads
muss weit nach unten gezogen sein, sonst
fährt Ihr Kind bei Regen und nasser Fahrbahn im Sprühregen.
• Bei minderer Qualität können Trailerbikes
und v. a. „Abschleppstangen“ sehr instabil
und unerfreulich sein; fragen Sie Ihren
Fachhändler nach zuverlässigen Modellen.
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fahren
Trailerbikes haben keine
besonderen Rechtsvorschriften. Natürlich gilt auch hier die
Helmpflicht bis 12 Jahre.
Ein Rücklicht und ein roter
Rückstrahler sind nötig, da
Kind und Nachziehrad das
Rücklicht am Fahrrad verdecken könnten.
13
Überblick
Kindersitz
Kinderanhänger
Transportrad/
Lastenrad
Trailerbikes &
Kupplungssysteme
0-6 Jahre
0-99 Jahre
ab ~4 Jahre

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ab 80 €
ab 400 €
ab 1.800 €
ab 90 €
ab ~9 Monate
geeignetes Alter
bis ~6 Jahre
Anzahl Kinder
Kommunikation
mit Kind
Witterungsschutz
Tauglichkeit
ÖV-Mitnahme
Zusätzliche
Beladung
Kosten für
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Hochwertige Marken bieten ausreichend Zubehör und langjährig Ersatzteile.
Aktuelle Infos und Details zum Thema
radlobby.at/kindertransport
Quellen
Fahrradverordnung. BGBI. II Nr. 146/2001. www.ris.bka.gv.at
Straßenverkehrsordnung. BGBI. Nr. 159/1960 idF BGBI. I Nr. 39/2013. www.ris.bka.gv.at
ADFC: http://www.adfc.de/verkehr--recht/familie--kinder/familienmobilitaet/familienmobilitaet
Herausgeber: Radlobby Österreich
1020 Wien, Lichtenauergasse 4/1/1. ZVR 462404695
Titelbild: www.pd-f.de / r-m · Layout & Illustration : Daniela Schulhofer auf Basis von Karl Zauner Media Design.
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Infos und Händlernachweis:
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