Masterthese weiter lesen

Masterthese weiter lesen
Aus der Abteilung für Umwelt- und Medizinische Wissenschaften
Zentrum für interdisziplinäre Zahnmedizin
Der Donau- Universität Krems,
Österreich
Universitätslehrgang
„Master of Science Dental- Technik“
- Thema „Eine vergleichende klinische Untersuchung zur Registrierung der Horizontalen
Kondylenbahnneigung und
der Bennettwinkel mit dem
Cadiax Compakt®-
Registriersystem und der Ermittlung dieser Werte durch die Registrierung der
Protrusion sowie der Links- und Rechtslaterotrusion mit Positionsregistraten aus
Wachs zur individuellen Programmierung des Artex ® CR Artikulators.“
- Masterthese Vorgelegt
2008
von
ZTM Dirk Seiring
Wulkower Dorfstrasse 24
15326 Lebus OT Wulkow
Prüfer: Prof. Dr. W. Lückerath
1. Einleitung
Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen
Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.
(Verfassung der WHO vom 22. Juli 1946), [ 43 ]
Neben vielen anderen medizinischen Disziplinen setzt sich die Zahnmedizin in enger
Zusammenarbeit mit der Zahntechnik das Ziel der Wiederherstellung und
Bewahrung der Gesundheit des stomatognathen Systems. Das stomatognathe System
setzt sich aus den Zähnen mit dazugehörendem Zahnhalteapparat, Ober- und
Unterkiefer,
Kiefergelenken,
Zungenmuskulatur,
Kaumuskulatur,
Mundhöhle
mit
Lippen-,
Mundschleimhaut
Wangenund
und
umgebenden
Weichgeweben, Speicheldrüsen sowie versorgenden Blut- und Lymphgefäßen und
Nerven zusammen.  8, 42  Orthofunktion und Pathofunktion müssen am Patienten
definiert und bestimmt werden. Die Diagnose und Therapie richtet sich nach diesen
Einteilungen.
Eine
besondere
Rolle
kommt
dabei
den
vielfältigen
Unterkieferbewegungen zu, welche in der zahnärztlichen Funktionsdiagnostik erfasst
und bewertet werden. Die Funktionsdiagnostik lässt sich in klinische  8, 12  und
instrumentelle Funktionsanalyse unterteilen. Die instrumentelle Funktionsanalyse
erfasst mittels verschiedener elektronischer Registriergeräte und Verfahren die
Unterkieferbewegungen bzw. die Unterkieferfunktionen um sie einer Auswertung zu
zuführen. So lassen sich Funktionsstörungen diagnostizieren und wertvolle
forensische Daten für eine bevorstehende zahnärztliche Therapie ermitteln. Bei der
Rekonstruktion beschädigter oder verloren gegangener Kauflächen nimmt die
Ermittlung, Bewertung und Umsetzung der registrierten Daten einen wesentlichen
Einfluss auf die Sicherung der Okklusion und damit auf das funktionelle
Behandlungsergebnis
ein.
Je
individueller
eine
Simulation
der
Unterkieferbewegungen ist, desto eher können okklusale Interferenzen vermieden
werden.
Neben
der
horizontalen
Kondylenbahnneigung (HKN)
wird
der
Bennettwinkel (transversale Kondylenbahnneigung- TKN) als wichtiger Parameter
der individuellen Bewegung angesehen und zur individuellen Programmierung von
Artikulatoren genutzt. [ 6, 21 ]
1
Nachteil der individuellen Registrierung und Programmierung sind zweifelsfrei ein
höherer Zeit- und Kostenaufwand sowohl in der zahnärztlichen Praxis als auch im
zahntechnischen Labor sowie für den Patienten.
Die individuellen Einstellparameter können elektronisch registriert oder klinisch mit
Hilfe
von
Positionsregistraten,
der
Protrusion
und
der
Links-
bzw.
Rechtslaterotrusion, in Wachs ermittelt werden. Wobei ersteres hinsichtlich des Zeitund Kostenaufwandes das intensivere Verfahren darstellt. [ 30 ]
2
1.1. Historischer Überblick zur Axiographie
Schon seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde versucht, Bewegungen des Unterkiefers
aufzuzeichnen und zur Verbesserung der Funktion von Totalprothesen genutzt.
Später wurde versucht die komplizierte Wirkungsweise des Kiefergelenkes besser zu
verstehen und Informationen über das Kiefergelenk in alle prothetischen Arbeiten ein
zu bringen. Ein Ansatz zur Therapie von Funktionsstörungen war die Folge.
BENNETT beschrieb die Verlagerung des Unterkiefers bei laterotrusiven
Bewegungen (Bennett- Bewegung). Er wies eine kurze Seitwärtsbewegung, die
Immediate Side Shift, des Mediotrusionskondylus bei laterotrusiven Bewegungen
und
die
Mediotrusionsbahn
eines
Kondylus
bei
Lateralbewegungen,
den
Bennettwinkel, nach. GYSI baute, nach intensiver Forschung über die Okklusion,
die
ersten
gelenkbezüglichen,
justierbaren
Artikulatoren
mit
variabler
Kondylenbahnneigung. [ 40 ] Zur Aufnahme der Unterkieferbewegung nutzte er als
erster ein
extraorales Registriersystem, kombiniert mit einem intraoralen
Stützstiftregistrat. STUART und LAURITZEN ermöglichten ab 1970 mit dem
Pantographen eine rein mechanische, leicht anzuwendende Diagnostik der
Unterkieferbewegung. Erste elektronische Entwicklungen wurden daher wieder
vernachlässigt. Auf dem Prinzip des Pantographen beruhen viele, heute noch
benutzte elektronische Registriersysteme. [ 9, 16, 17, ]
Abb. 1- 4: Gysi- Artikulator um 1912, [ 40 ]
3
2. Definitionen: [ 22 ]
2.1. Das Kiefergelenk
Das Kiefergelenk ist eine funktionelle Einheit, welche aus dem rechten und linken
Kiefergelenk besteht. Durch die Verbindung des Unterkiefers hat die Bewegung in
einem Kiefergelenk immer eine Auswirkung auf das andere Kiefergelenk. [ 21 ] Das
einzelne Kiefergelenk besteht aus einem unteren, disko- mandibulären und einem
oberen disko- temporären Gelenkteil, die durch eine faserknorpelige Gelenkpfanne,
dem Dicus articularis, in zwei Kammern getrennt werden. Der Discus articularis hat
einen posterioren und anterioren Anteil, die durch eine Verjüngung in der Mitte des
Discus articularis zustande kommen. Dadurch sitzt der Discus articularis dem
Kondylarköpfchen wie eine Kappe auf. In maximaler Interkuspidation wird das
Gelenk nicht druckbelastet, da die Kaukräfte vom Unterkiefer über die Zahnbögen
auf die Strebepfeiler des Schädels zum Schädeldach abgeleitet werden. Das
Kiefergelenk ist ein Dreh- Gleitgelenk, wobei die Drehbewegung (Rotation) einer
Scharnierbewegung gleichkommt und die Gleitbewegung (Translation) einer
Schiebebewegung. Die Rotation findet im disko- mandibulären Teil und die
Translation im disko- temporären Teil des Gelenks statt. Aus der maximalen
Interkuspidation heraus kommt es bei einer Mundöffnung zunächst zu einer
überwiegenden Rotation, obgleich auch eine Translation festzustellen ist. Im
weiteren Verlauf der Öffnung nimmt die Translation zu, wobei auch immer eine
Rotationskomponente festzustellen ist. [ 9 ]
Abb. 5: Rotation während der initialen Öffnungsphase nach Reusch [ 31 ]
4
Der Diskus- Kondylus- Komplex bleibt dabei stabil und gewährleistet die
Artikulation in den beiden Gelenkkammern. Das Kiefergelenk kann in allen drei
Ebenen Bewegungen ausführen, begrenzt wird es dabei von den Grenzbewegungen,
die wiederum von den Strukturen des stomathognaten Systems vorgegeben sind.
Diese dreidimensionale Grenzbewegung des Unterkiefers wird im so genannten
Posselt- Diagramm beschrieben.
Abb. 6: Das Posselt- Diagramm: Grenzbewegungen in der Sagittalen modifiziert nach
Lotzmann [ 29 ]
5
2.2. Zentrische Kodylenposition
Die zentrische Kondylenposition ist die kranio- ventrale, nicht Seiten verschobene
Position beider Kondylen bei physiologischer Kondylus- Diskus- Relation und
physiologischer Belastung der beteiligten Gewebe. Bei der Auffindung der
zentrischen Kondylenposition ist man von früheren Dorsalmanipulationen, wobei die
Kondylen mit Druck in eine retro- kraniale Grenzposition gezwungen wurden,
abgegangen. [ 9 ]
Abb. 7: Die zentrische Kondylenposition in der Sagittalen nach Reusch [ 31 ]
6
Abb. 8: Die zentrische Kondylenposition in der Frontalen nach Reusch [ 31 ]
2.3. Scharnierachsenrelation
Um eine möglichst hohe Genauigkeit bei der Verwendung von Artikulatoren zu
erzielen, sollte die Rotationsachse der Modelle weitestgehend mit der tatsächlichen
Scharnierachse der Kiefergelenke übereinstimmen. Bereits STUART und MC
COLLUM [ 22 ] entwickelten 1921 die Methode der kinematischen Bestimmung
der tatsächlichen Scharnierachse mit Hilfe eines entsprechenden Gesichtsbogens. Für
die meisten Restaurationen ist jedoch die Verwendung eines arbiträren
(mittelwertigen)
Gesichtsbogens
ausreichend.
Die
Verwendung
eines
Gesichtsbogens ist die Voraussetzung für die Simulation patientenähnlicher
Unterkieferbewegungen im Artikulator und erlaubt die Änderung der vertikalen
Dimensionen im Artikulator, wie sie bei der Verwendung Biss sperrender Registrate
notwendig ist. [ 4 ] Abb. 8
7
Abb. 8: Lokalisation der Scharnierachse nach Reusch: Nur wenn sich der Achszeiger im
Rotationszentrum der Scharnierachse befindet, kommt es zu einer reinen Rotation des
Achszeigers [ 31 ]
2.4. Achsorbitalebene
Die Schädelbezugsebene, die durch die zentrischen Scharnierachspunkte und dem
knöchernen Unterrand der Orbita beschrieben wird. Je nachdem welche
Schädelbezugsebene ausgewählt wird, unterscheiden sich die Werte für die
Kondylenbahnneigungswinkel
in
der
sagittalen-
(Frankfurter Horizontale, Camper´sche Ebene) [ 36 ]
Abb. 9: Die Achsorbitalebene nach Reusch [ 31 ]
8
und
horizontalen
Ebene.
2.5. Horizontale Kondylenbahnneigung (HKN)
Ist die Neigung der Gelenkbahn gegen die gewählte Bezugsebene (Frankfurter
Horizontale, Camper´sche Ebene). Die Kondylenbahnneigung bestimmt wesentlich
das Ausmaß der Seitenzahndisklusion bei Unterkieferbewegungen. Bei flacher
Kondylenbahn
entfernen
Unterkieferbewegungen
sich
die
geringer
von
Seitenzähne
einander.
bei
Zur
Okklusionsstörungen sind geringere Höckerhöhe und-
zahngeführten
Vermeidung
von
winkel sowie größerer
okklusaler Bewegungsfreiraum erforderlich. Die individuelle Einstellung der HKN
erlaubt also patientenähnlichere Artikulatoren- Bewegungen.
Registrierung: Protrusionsregistrat in Kopfbissstellung oder Axiographie
2.6. Bennettwinkel
Bei der Seitwärtsbewegung des Unterkiefers beschreibt der Gelenkkopf der
Balanceseite (Seite von der sich der UK weg bewegt) eine Bewegung nach vorn,
unten und innen. Der Bennetwinkel ist das Maß der Bewegung nach innen gemessen
gegen die Sagittalebene. Der Bennettwinkel hat Einfluss auf die Lage der okklusalen
Furchen als Freiraum für die Antagonistenhöcker bei der Seitwärtsbewegung. Die
individuelle
Einstellung
des
Bennettwinkels
erlaubt
patientenähnlichere
Artikulatoren- Bewegungen (Laterotrusion). Der Weg des Balance- Kondylus kann
individuell sehr unterschiedlich sein. Der Bennettwinkel charakterisiert eher den
Endpunkt der Bewegung, weniger den Bewegungsablauf im okklusalen Nahbereich,
der für die Restauration entscheidend ist.
Registrierung: Laterotrusionsregistrat links und rechts oder Axiographie
Abb. 10: Der Bennettwinkel nach Reusch [ 31 ]
9
3. Problemdarstellung
Das Ziel dieser Untersuchung war es, zwei unterschiedliche Verfahren zur
Ermittlung der horizontalen Kondylenbahnneigung (HKN) und des Bennettwinkel
(TKN) als individuelle Artikulatorenparameter miteinander zu vergleichen und die
Fragen zu klären:
2.1. Können die Verfahren reproduzierbare Messungen unter konstanten
Bedingungen durchführen?
a) Bestimmung der horizontalen Kondylenbahnneigung aus einer
Protrusionsbewegung vom zentrischen Scharnierachspunkt
b) Bestimmung des Bennettwinkel aus einer Mediotrusionsbewegung vom
zentrischen Scharnierachspunkt
2.2. Treten Abweichungen zwischen den Messungen der HKN und der Bennettwinkel (TKN) vom
Scharnierachspunkt aus bei beiden Verfahren
untereinander auf?
2.3. Betrachtung zum Korrelationsverhalten der beiden Meßsysteme untereinander
a) Treten Abweichungen auf?
2.4. Gibt es praxisrelevante Rückschlüsse aus den gefundenen Abweichungen
2.5. Wie groß ist der Unterschied des Kostenaufwandes beider Verfahren in
zahnärztlicher Praxis und zahntechnischem Labor
10
4. Material und Methode
Die vorliegende Untersuchung wurde an fünfundzwanzig Probanden durchgeführt.
Die Patienten wurden nach keinen besonderen Kriterien ausgesucht und waren
sowohl weiblichen als auch männlichen Geschlechts. Keiner der Patienten trug
partiellen oder totalen Zahnersatz. Eine horizontale Abstützung über die Stützzonen
war bei allen Patienten gewährleistet. Die Registrierung der HKN sowie des
Bennettwinkel (transversale Kondylenbahnneigung- TKN) erfolgte sowohl intraoral,
anhand von Protrusions- und Laterotrusionsregistraten mit drei Millimeter starken
konfektionierten, vor geformten Kohlenwasserstoff- Wachsplatten Regiwax und
anschließender Artikulatorenmontage im Artex CR Artikulator (beides Fa.
AMANNGIRRBACH, Pforzheim, Germany) als auch elektronisch- extraoral mit
dem Cadiax Compakt System ( Fa. Gamma, Klosterneuburg, Österreich). Die
klinische Untersuchung wurde nach standardisiertem Protokoll und gemäß der
Gebrauchsanweisung vorgenommen. [ 3, 25, 31, 42 ] Die Ergebnisse der Cadiax
Registrierung wurden in dieser Untersuchung als Referenzwerte für den Vergleich
mit den ermittelten Werten aus den Positionsregistraten aus Wachs herangezogen.
Eine
Verlässlichkeit
der
relativen
Reproduzierbarkeit
der
elektronischen
Aufzeichnung ist hinlänglich untersucht und bestätigt worden (MOTYKA,
WOESTMANN, WEGENER und COUSIN) [ 25, 45 ].
Die Protrusions- und Laterotrusionsregistrierungen erfolgten bei einem Vorschubsowie Mediotrusionsweg von 5 mm, welcher mit Hilfe einer modifizierten
Miniplastschiene mit individuellen Kunststoffjigs reproduzierbar festgelegt wurde.
Zur Herstellung der modifizierten Miniplastschiene wurden die Modelle nach
erfolgter arbiträrer Gesichtsbogenregistrierung mit dem Artex Gesichtsbogen (Fa.
AMANNGIRBACH, Pforzheim, Deutschland) in habitueller Zentrik in den Artex
CR Artikulator eingestellt. [ 1, 2 ]
Über das Unterkiefermodell wurde eine 2,0 mm starke Tiefziehfolie im
Tiefziehverfahren adaptiert, die okklusal geöffnet wurde, sodass keine Störungen der
statischen sowie dynamischen Okklusion bzw. auftraten. Nun wurde ausgehend von
der habituellen Zentrik und einer mittelwertigen Einstellung der HKN und des
Bennettwinkels (30 º HKN und 15 º TKN), das Zentrikschloss des Artikulators
geöffnet (Abb. 8)
11
Abb. 8, Artex® CR, Zentrikschloss geöffnet
und durch Rechtsdrehung der blauen Rändelschraube die Protrusion mit dem
Artikulatorenoberteil über die Verstellklaue protrusiv auf 5 mm geführt. (Abb. 9)
Abb. 9, Einstellen der Protrusion von 5 mm an der Verstellklaue
12
In dieser Position wurde nun mit Autopolymerisat (Pattern Resin® LS, GC) ein Jig
bzw. Protrusionsstop an der lingualen Fläche der Schiene und den palatinalen
Funktionsflächen der oberen mittleren Schneidezähne angebracht. In gleicher Weise
wurden beide Jigs zur Begrenzung der Laterotrusionsbewegung auf 5 mm festgelegt.
Dabei wurde die Blaue Rändelschraube des ruhenden Kondylus auf ± 0 mm
eingestellt, während der arbeitende Kondylus durch die Einstellung einer
Exkursionsbewegung von 5 mm in der kontralateralen Gelenkbox seinen Anschlag
fand. (Abb. 10)
Abb. 10, Einstellen der Bennettwinkel
Der rechte wie auch der linke Jig fixierten sich gleichermaßen an der lingualen
Fläche der Miniplastschiene sowie an den palatinalen Funktionsflächen der oberen
Eckzähne. (Abb. 11) Es war darauf zu achten, dass die Jigs die statische-, sowie die
dynamische Okklusion bis zu einer Strecke von 5 mm nicht behindern.
13
Abb. 11, Paraokklusale Schiene mit Ansatz für den Schreibbogen und palatinalen Jigs
Die Regiwax® Platten, für die Protrusion mit frontaler Aussparung und für die
Laterotrusion mit seitlicher Aussparung, wurden unter dauernder Kontrolle bei einer
Temperatur von ca. 48 º C im Wasserbad (Fa. Erkodent) zur Anwendung bereit
gehalten. Die Konstanz der Temperatur wurde mit Hilfe eines digitalen AquariumThermometers (Typ KL 9806) ständig kontrolliert und am Wasserbad durch drehen
des Reglers justiert. Das Thermometer weist werkseitig eine Genauigkeit von  1°C
auf. Die Temperatur wurde an einem LCD Display abgelesen.
Der Messfühler befand sich immer in der Mitte des Wasserbades. Es war darauf zu
achten, dass eine Verweildauer der Regiwax® Platten im Wasserbad von 10 Minuten
nicht überschritten wird. (Abb. 12) Eine Veränderung der Gebrauchseigenschaften
der Regiwax® Platte könnte die Folge sein. [ 3 ] Vor der Registrierung wurden mit
den
Probanden
die
zahngeführten
Grenzbewegungen
eingeübt.
Der
Führungsanschlag über die Jigs wurde kontrolliert. Für das Protrusionsregistrat
wurde nun eine erwärmte Regiwax® Platte mit frontaler Aussparung aus dem
Wasserbad entnommen und an den Oberkiefer angesetzt und sanft angedrückt. Die
Frontzähne lagen frei, waren also ohne Wachsplatten- Kontakt.
14
Abb. 12, Erkodent Wasserbad mit digitalem Thermometer
Der Proband führte nun die geübte Protrusionsbewegung aus und fand am Jig seinen
Endpunkt und schloss den Mund in dieser Stellung und behielt diese für ca. 30
Sekunden bei. Die frontale Aussparung diente zur Positions- Kontrolle.
Zur Entnahme des Registrates wurde der Proband gebeten den Mund ruckartig zu
öffnen um das Registrat verzerrungsfrei von den Zahnreihen zu lösen. Die gleiche
Vorgehensweise
galt
sowohl
für
das
Rechts-
als
auch
das
Links-
Laterotrusionsregistrat, bis auf die Positionierung, welche ohne Protrusion sich nur
auf das Verschieben des Unterkiefers nach links bzw. rechts beschränkte.
(Abb. 13,14 und 15)
15
Abb. 13
Abb. 14
Abb. 15
Abb. 13,14 und 15; Links- und Rechtslaterotrusion sowie Protrusion mit Regiwax®- Platten
und paraokklusaler Schiene
Die Bewegungsbahn fand an den jeweiligen Jigs nach 5 mm ihr Ende. Die Kontrolle
erfolgte über die seitlichen Aussparungen der Regiwax® Platten. Um die
Wachsregistrierung in Zahlen um zu setzen, wurde zuerst das Protrusionsregistrat im
Artikulator Artex® CR am Oberkiefermodell adaptiert, das Zentrikschloss geöffnet,
beide Verstelllauen entfernt, die HKN- Schrauben mit dem Inbusschlüssel gelöst das
eingesetzte Unterkiefermodell in die Impressionen der Regiwax® Platte geführt und
beide Kondylargehäuse durch Drehbewegung in Kontakt mit der Kondylenkugel
gebracht.
Die HKN Schrauben wurden festgeschraubt und der HKN- Winkel an der
Vorderkante des Rückenteils abgelesen und notiert. (Abb. 16)
16
Abb. 16, Ablesen der HKN- Werte
Um die Bennett- Winkel (TKN) abzulesen, musste ebenfalls die Zentrik geöffnet
werden, die Feststellschraube des Bennett- Winkels auf der Mediotrusionsseite mit
dem Inbusschlüssel gelöst und das entsprechende Laterotrusionsregistrat an das
Oberkiefermodell gesetzt und das Unterkiefermodell in die Impressionen der
Regiwax® Platte gesetzt werden. Der Mediotrusionskondylus wurde durch drehen
der Gelenkboxen auf Kontakt mit der Kondylenkugel gebracht und fest verschraubt.
Gleiches geschah mit der kontralateralen Seite. Der so eingestellte Bennett- Winkel
konnte an der Skalierung abgelesen und ebenfalls notiert werden. Die so ermittelten
Werte wurden zur Auswertung in einer Tabelle aufgezeichnet. Nach der Ermittlung
der Werte durch die Positionsregistrate, erfolgte die elektronische Vermessung mit
dem Cadiax Compakt®. (Abb. 17), [ 2, 18, 39 ]
Bei der Verwendung des Cadiax Compakt® mit dem REFERENZ® Gesichtsbogen
wurde die Scharnierachse arbiträr bestimmt, das Aufsuchen des schwer zu
reproduzierenden und bei Patienten mit schweren Dysfunktionen oft nicht
auffindbaren Scharnierachspunkt entfiel [ 7 ]. Bei diesem System wird die
Scharnierachse in Bezug zum Gehörgang definiert. Zur weiteren Definition der
üblichen so genannten Scharnierachs- Orbitalebene wurde in Abhängigkeit von der
Glabellaabstützung ein ebenso arbiträrer vorderer Referenzpunkt (Orbitalpunkt) vom
System definiert. (Abb.18)
17
Da die Messflaggen nach dem Prinzip eines Ohmschen Widerstandslineals arbeiten,
konnte über die anliegende Spannung auf die Position des Stylus in vertikaler
(z- Achse) und sagittaler Richtung (x- Achse) geschlossen werden.
Durch den Innenwiderstand im Stylusgehäuse wurde die Bewegung des Stylus bei
einer Lateralbewegung des Unterkiefers gemessen (y- Achse). Die Spannungen
wurden im Gerät durch einen 12 Bit Analog / Digital- Wandler (A/D- Wandler) in
digitale Daten umgesetzt. Jede der Messungen erfolgte während 5 Sekunden in denen
der A/D- Wandler des Gerätes 500 einzelne Werte für jede Achse aufnahm. Durch
diese Technik wurde für jeden Punkt p auf der Messplatte ein entsprechender x-, y-,
z- Achsenwert für jeden Kondylus errechnet. Projektionsfehler wurden durch
Berechnung der Gesichtsbogenbreite ausgeglichen. Nach erfolgter Messung wurden
die Daten im Flash- Speicher des Cadiax Compakt® gespeichert und durch das
GDSW- Programm per serieller Schnittstelle an einen Computer mit dem
Betriebssystem Windows 98 oder höher übertragen und über einen ESC/P2- fähigen
Drucker in Papierform zur Archivierung ausgedruckt. Die Datenverarbeitung mittels
Computer ermöglichte auch eine Untersuchung der Beschleunigung- und
Abbremsvorgänge im Kiefergelenk als Funktion der Ableitung der Geschwindigkeit.
Auch konnten mehrere Bahnkurven übereinander am Bildschirm gelegt werden.
Jeder beliebige Punkt der Bewegung des Unterkiefers konnte virtuell dargestellt
werden. [ 13 ]
Abb. 17, Cadiax Compakt® Rechnereinheit mit Display
18
Das Gerät besitzt eine Genauigkeit von ± 0,1 mm bei der numerischen
Messdatendarstellung mit einer Linearitätsabweichung von ± 5 % bei der
Spannungsmessung. Eine zeitliche Auflösung von bis zu 0,01 Sekunden ist möglich.
CELAR und TAMAKI (2002) [ 9 ] untersuchten die Genauigkeit des Cadiax
Compakt® Diagnostiksystems im Versuch mit Messtisch und Artikulator.
Eine statistisch signifikante (p < 0,5) maximale Abweichung bis 4°, bei einem
durchschnittlichen Fehler von 1- 2°, im Vergleich zum eingestellten Artikulator
konnte nachgewiesen werden. Die Autoren sind jedoch der Meinung, dass die
Genauigkeit des Cadiax Compakt® für eine klinische Anwendung bei der
Neueinstellung von z.B. einer Front- Eckzahnführung genügt.
BERNHARDT et al [ 6 ] zeigte in mehreren Untersuchungen einen hohen Grad an
übereinstimmenden Bahnkurven zwischen dem Cadiax Compakt® System, welches
mit einer arbiträr festgelegten Scharnierachse arbeitet und axiographischen
Verfahren mit genau lokalisierten Scharnierachsen. [ 5, 6 ] WÖSTMANN,
WEGENER und COUSIN [ 45 ] verglichen mittels eines dreidimensionalen
Messtisches das Cadiax Compakt® mit dem STRING- CONDYLOKOMP®.
Ein Vergleich der realen Verschiebung mit den elektronisch gemessenen Werten
ergab für das Cadiax Compakt® eine systematische Vergrößerung um ca. 4% der
gemessenen Strecke bei einer insgesamt guten Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.
HUGGER, KUNSTMANN, BERNTIEN und STÜTTGEN, [ 19 ] kamen zu
einem ähnlichen Ergebnis als sie auf gleiche Weise beide Systeme miteinander
verglichen. Die größten Abweichungen wurden hier in der Horizontalebene
nachgewiesen (maximaler Fehler zwischen – 0,28 mm bis + 0,41 mm).
Bei der Untersuchung mit dem Cadiax Compakt® wurde der Proband mittels der
Informationsunterlagen
der
Firma
Gamma
über
die
Vorgehensweise
der
elektronischen Axiographie aufgeklärt [ 13 ]. Störende Gegenstände wie Brillen,
Ohrringe usw. wurden vor Beginn der Messung entfernt. Auch wurden die
Probanden vorher instruiert an diesem Tag möglichst kein Haarspray zu verwenden,
um elektrostatische Aufladungen zu verhindern und somit Messfehler zu vermeiden.
19
Abb. 18, Gesichtbogen, Schreibbogen und Messapparatur
Der Gesichtsbogen wurde auf die Breite des Kopfes eingestellt, mittels zweier
Ohroliven in die äußeren Gehöhrgänge gesetzt, die Glabellastütze durch leichtes
straffen der Glabella angesetzt und fixiert und der Bogen mit einem über den
Hinterkopf laufenden Klettband befestigt. An der Vorderseite des Gesichtsbogens
wurde die interkondyläre Breite abgelesen. [ 13 ]
Um den Schreibbogen zu befestigen wurde eigens von der Abteilung für
Kieferorthopädie der Universität Würzburg ein spezielles System entwickelt. Ein
biegsames, halbstarres Aluminiumband, ca. 80 mm lang und 10 mm breit wurde an
ein Röhrchen lasergeschweißt. Durch adaptives anbiegen des Bandes an die labialen
Flächen der Unterkieferzähne erhält man ein paraokklusales Löffelsystem, welches
die Okklusion und die Funktionsbewegungen nicht stört und den Schreibbogen
aufnehmen kann. [ 34, 38 ] In dieser Untersuchung wurde dieser paraokklusale
Löffel mittels Pro Base® Cold Clear (Fa. IVOCLAR- VIVADENT) an der
Miniplastschiene im Bereich der Unterkieferfrontzähne befestigt. So konnte auf die
aufwendige Befestigungsprozedur mit Pro Temp® und provisorischem Zement
Temp Bond® o.ä. verzichtet und mögliche Hautirretationen durch Eugenol im
provisorischen Zement vermieden werden.
Eine nochmalige Prüfung des statischen sowie der dynamischen Okklusion war
angezeigt.
20
Der Schreibbogen wurde nun auf das Röhrchen aufgeschoben und durch
Distanzhülsen parallel zum Gesichtsbogen ausgerichtet. (Abb. 19)
Nach Befestigung der Bogenarme war der Schreibbogen nun fest mit dem
Gesichtsbogen verbunden. Danach wurde bei geschlossenen Kiefern die Klemme
zum Röhrchen bzw. Löffelstiel angezogen. Damit sind alle Komponenten fest
miteinander verbunden. Anschließend wurden die Distanzhülsen vorsichtig entfernt,
sodass der Schreibbogen nun frei beweglich zum Gesichtsbogen war. Die
elektronischen Messflaggen wurden im Bereich der Kiefergelenke an den
Gesichtsbogen angebracht. (Abb. 20)
Entspechend dazu wurden die Styli (Schreiber) an dem Schreibbogen befestigt.
Die Styli befanden sich im Bereich der Kondylusmitte. Nun wurde eine Spannung
angelegt und über die Styli auf die Messflaggen fortgeleitet
Vor der tatsächlichen Bewegungsmessung wurde der Proband aufgefordert, den
Mund zu schließen. Es wurde ein Referenzwert gemessen, der Nullpunkt, zu dem die
anderen Werte in Beziehung gesetzt wurden.
Über ein Fußpedal, welches mit dem Cadiax Compakt® verbunden ist wurde die
Messung gestartet. Nach jeder Einzelmessung wurden die Kurven am Bildschirm
betrachtet. Bei unklarem Verlauf wurden einzelne Messungen wiederholt. (Abb. 21)
Nach erfolgter Messung wurde der Gesichtsbogen abgenommen und der
paraokklusale Löffel mit der Miniplastschiene aus dem Mund entfernt.
21
Abb. 19, Auf arbiträre Kondylarachse mittels Distanzhülsen eingestellter Schreibbogen
Abb. 20, Aufbau der Messapparatur
22
Abb. 21, Die Aufzeichnung (z.B. Laterotrusion nach links)
(Abbildung 18- 21, aus der Bedienungsanleitung Cadiax Compakt® mit
freundlicher Genehmigung der Firma AMMANNGIRRBACH, Pforzheim)
23
Folgende Daten wurden elektronisch aufgezeichnet und ausgewertet:
Protrusionsbewegung:

Die sagittale Kondylenbahnneigung, jeweils für den linken und rechten
Kondylus

Die transversale Kondylenbahnneigung, jeweils für den linken und rechten
Kondylus
Mediotrusionsbewegung links:

Die sagittale Kondylenbahnneigung, jeweils für den linken und rechten
Kondylus

Die tranversale Kondylenbahnneigung, jeweils für den linken und rechten
Kondylus
Mediotrusionsbewegung rechts:

Die sagittale Kondylenbahnneigung, jeweils für den
linken und rechten
Kondylus

Die transversale Kondylenbahnneigung, jeweils für den linken und rechten
Kondylus
Andere Daten wie z. B. Sprünge oder Kreuzungen in den Exkursionsbewegungen
sowie
Öffnungsbewegungen
und
auch
die
Kondylenpositionsmessung
im
Schlussbiss wurden zum Teil aufgezeichnet, waren aber für die vorliegende Arbeit
von keinerlei Relevanz und wurden deshalb nicht zur Auswertung herangezogen.
[ 33 ]
Das Cadiax Compakt® System zeichnet die Bewegungsbahnen der einzelnen
Messungen auf und errechnet für gängige Artikulatoren die Einstellwerte der
Kondylarboxen bzw. entsprechende farbcodierte Kuststoffeinsätze für das Referenz
SL- System. [ 13 ] Die Werte der einzelnen Messungen werden für den in dieser
Untersuchung zur Anwendung gekommenen Artikulator, Artex® CR (Firma
AMANNGIRRBACH, Pforzheim) in 5 mm Schritten von 0- 15 mm angezeigt. Um
eine Konformität zu den ermittelten Werten der Positionsregistrate zu erreichen
wurden die Werte abglesen und in die Tabellen eingetragen, welche nach einer
Exkursion von 5 mm ermittelt wurden.
24
4.1. Graphische Darstellung einer Cadiax Vermessung (Bsp.)
Laterotrusion links, transv. Kond.bahn
Laterotrusion links, sagittale Kondylenbahn
Laterotrus. rechts, transv. Kond.bahn
Laterotrusion rechts, sagittale Kondylenbahn
Protrusion transversal
Protrusion sagittal
Öffnen und schließen transversal
Öffnen und schließen sagittal
25
4.2. Kostenvergleich Positions- Registr. und instr. Registr.
4.2.1.
Zahnärztliche Abrechnung der Leistungen nach GOZ für:
4.2.1.1. Positionsregistrierung:
Lstg.
006
801
802
805
808
Beschreibung
Abformung/ Modell 2 Kiefer
Registrierung der Zentrallage
des Unterkiefers
Arbiträre
Scharnierachsenbestimmung
Einstellung halb individueller
Artikulator
Diagnostische Maßnahmen
an Modellen
Zl
GOZ/ EUR
Faktor Gesamtbetrag
1
14,62
2,3
33,63 €
1
10,12
2,3
23,28 €
1
22,50
2,3
51,74 €
3
19,68
2,3
1
11,25
2,3
135,82 €
25,87 €
Zahnärztliches Honorar
270,34 €
Geschätzte Material und Laborkosten
40,00 €
Gesamtbetrag ca.
310,00 €
4.2.1.2. instrumentelle Registrierung (Cadiax Compakt®)
Lstg.
006
801
802
806
808
Beschreibung
Zl
Abformung/ Modell 2 Kiefer
Registrierung der Zentrallage
des Unterkiefers
Arbiträre
Scharnierachsenbestimmung
Einstellung
volljustierbaren
Artikulator
Diagnostische Maßnahmen an
Modellen
GOZ/ EUR
Faktor Gesamtbetrag
1
14,62
2,3
33,63 €
1
10,12
2,3
23,28 €
1
22,50
2,3
51,74 €
4
28,12
2,3
258,71 €
1
11,25
2,3
25,87 €
Zahnärztliches Honorar
393,23 €
Geschätzte Material und Laborkosten
30,00 €
Gesamtbetrag ca.
423,23 €
26
4.2.2. Zahntechnische Abrechnung der Leistung nach BEB für:
4.2.2.1. Positionsregistrierung und instrumentelle Registrierung (Cadiax C.)
BEB
Menge
Bezeichnung
E- Preis
Modell aus Superhartgips
9,26 €
0002
2
0404
1
0408
1
Montage Gegenkiefermodell
6,44 €
6,44 €
0409
1
Gesichtsbogen zur Artikulation
23,61 €
23,61 €
0521
3
Auswerten eines Registrates
19,56 €
58, 68 €
Modellmontage
in
individuellen 15,86 €
Artikulator 1
Gesamt
18,52 €
15,86 €
Gesamtsumme
123,11 €
+ 7% MwSt.
8,62 €
131,73 €
Endbetrag
Nach dieser beispielhaften Abrechnung der zahnärztlichen wie auch der
zahntechnischen Leistungen, ergeben sich sowohl für die Registrierung mit Hilfe von
Positionsregistraten, als auch für die instrumentelle Registrierung mit dem Cadiax
Compakt®, folgende Endsummen für:
Positionsregistrierung in Wachs
Zahnärztliches Honorar ca.
310,00 €
Zahntechnische Leistung
131,73 €
Gesamtsumme ca.
341,73 €
Instrumentelle Registrierung mit Cadiax Compakt®
Zahnärztliches Honorar ca.
423,23 €
Zahntechnische Leistung
131,73 €
Gesamtsumme ca.
554,96 €
Die angegebenen Positionen sowohl für die zahnärztliche Abrechnung als auch die
zahntechnischen Leistungspositionen und deren Preise sind regional variabel, frei
verhandelt und haben keinen Anspruch auf absolute Richtigkeit.
27
4.3. Materialliste
Gipsmodelle
- Superhartgips, Klasse 4, Alpenrock
(Fa. Klasse 4)
Einartikulieren
- Artikulator Artex® CR
Gesichtsbogen Artex®
- Übertragungsschlitten Artex®
Artifix®, Artikulationsgips
- Gabelbock Artex®
- Bissgabel Artex®
(Fa. AMMANNGIRRBACH)
Positionsregistrate - Regiwax® Registrierwachsplatten
(Fa. AMMANNGIRRBACH)
- Wasserbad
(Fa. Erkodent)
- Aquariumthermometer KL- 9806
(Fa. RoHS)
Bissgabel
- Bite Tabs®
(Fa. AMMANNGIRRBACH)
Paraokkl. Löffel
- Duran® 2 mm, Tiefziehfolie
- Isofolan 0,5 mm, Platzhalterfolie
(Fa. Scheu)
- Pro Base® Cold Clear, Autopolymerisat
(Fa. Ivoclar Vivadent)
- Paraokklusalschiene
(Fa. AMMANNGIRRBACH)
- Kunststoffjigs, Pattern Resin® LS
(Fa. GC)
28
5. Ergebnisse
Die gemessenen und abgelesenen Werte, sowohl für die Cadiax® Compakt- als auch
für die Registrierung mit Positionsregistraten aus Wachs, wurden zur Auswertung in
unten stehende Tabelle zur Auswertung eingetragen. (Tabelle 1 und 2)
HKN links
HKN rechts
HKN links
HKN rechts
Cadiax®
Cadiax®
Regiwax®
Regiwax®
1
38°
37°
14°
12°
2
50°
53°
34°
47°
3
53°
54°
36°
35°
4
59°
45°
51°
44°
5
49°
51°
52°
62°
6
52°
54°
41°
49°
7
60°
60°
65°
52°
8
55°
56°
24°
40°
9
58
60°
57°
49°
10
29°
39°
20°
20°
11
52°
47°
42°
42°
12
47°
46°
36°
47°
13
60°
60°
49°
53°
14
45°
52°
41°
61°
15
39°
44°
37°
44°
16
57°
57°
51°
58°
17
51°
49°
60°
61°
18
51°
41°
41°
36°
19
39°
38°
38°
32°
20
43°
30°
41°
21°
21
60°
48°
58°
52°
22
39°
46°
-7°
-24°
23
50°
46°
40°
46°
24
42°
42°
44°
45°
25
46°
35°
41°
39°
Proband
Tabelle 1, HKN Werte der Cadiax Registrierung und der Positionsregistrate
29
Alle Werte, sowohl für die Protrusion als auch für die Laterotrusion wurden nach
einer Strecke von exakt 5 mm ermittelt bzw. abgelesen.
TKN links
TKN rechts
TKN links
TKN rechts
Cadiax®
Cadiax®
Regiwax®
Regiwachs®
1
5°
5°
9°
11°
2
0°
0°
-1°
5°
3
6°
5°
5°
4°
4
18°
5°
17°
30°
5
5°
7°
4°
11°
6
5°
5°
17°
5°
7
5°
5°
0°
10°
8
6°
5°
5°
3°
9
7°
5°
14°
20°
10
5°
5°
0°
14°
11
6°
8°
20°
10°
12
5°
5°
4°
25°
13
5°
5°
7°
10°
14
5°
5°
15°
11°
15
5°
5°
30°
15°
16
5°
5°
20°
0°
17
5°
8°
30°
30°
18
7°
10°
20°
5°
19
5°
5°
10°
8°
20
7°
11°
14°
5°
21
5°
5°
10°
2°
22
5°
5°
10°
7°
23
9°
5°
15°
6°
24
5°
5°
10°
30°
25
5°
1°
10°
27°
Proband
Tabelle 2,
TKN Werte der Cadiax- Registrierung und der Positionsregistrate
30
5.1. Auswertung der HKN- Werte
5.1.1. HKN- Werte Wachs links in Bezug zu HKN- Werte Cadiax links
(Pb x = Proband x, dito folgende Diagramme)
Pb 1
Pb 2
Pb 3
Pb 4
Pb 5
Pb 6
Pb 7
Pb 8
Pb9
Pb 10
Pb 11
Pb 12
Pb 13
Pb 14
Pb 15
Pb 16
Pb 17
Pb 18
Pb 19
Pb 20
Pb 21
Pb 22
Pb 23
Pb 24
Pb 25
20
10
0
-10
-20
-30
-40
-50
Diagramm 1, Abweichung HKN- Werte Wachs links in Bezug zu den Cadiax- Werten links
31
5.1.2. HKN- Werte Wachs rechts in Bezug zu HKN- Werte Cadiax rechts
15
Pb 1
Pb 2
Pb 3
Pb 4
Pb 5
Pb 6
Pb 7
Pb 8
Pb 9
Pb 10
Pb 11
Pb 12
Pb 13
Pb 14
Pb 15
Pb 16
Pb 17
Pb 18
Pb 19
Pb 20
Pb 21
Pb 22
Pb 23
Pb 24
Pb 25
10
5
0
-5
-10
-15
-20
-25
-30
Diagramm 2, Abweichung HKN- Werte Wachs rechts in Bezug zu Cadiax- Werten rechts
32
5.2. Auswertung der Bennettwinkel (TKN- Werte)
5.2.1. TKN- Werte Wachs links in Bezug zu TKN- Werte Cadiax links
30
Pb 1
Pb 2
Pb 3
Pb 4
Pb 5
Pb 6
Pb 7
Pb 8
Pb 9
Pb 10
Pb 11
Pb 12
Pb 13
Pb 14
Pb 15
Pb 16
Pb 17
Pb 18
Pb 19
Pb 20
Pb 21
Pb 22
Pb 23
Pb 24
Pb 25
25
20
15
10
5
0
-5
-10
Diagramm 3, Abweichung TKN- Werte Wachs links in Bezug zu Cadiax- Werten links
33
5.2.2. TKN- Werte Wachs rechts in Bezug zu TKN- Werte Cadiax rechts
Pb 1
Pb 2
Pb 3
Pb 4
Pb 5
Pb 6
Pb 7
Pb 8
Pb 9
Pb 10
Pb 11
Pb 12
Pb 13
Pb 14
Pb 15
Pb 16
Pb 17
Pb 18
Pb 19
Pb 20
Pb21
Pb 22
Pb 23
Pb 24
Pb 25
30
25
20
15
10
5
0
-5
-10
Diagramm 4, Abweichung TKN- Werte Wachs rechts in Bezug zu den Cadiax Werten rechts
34
6. Diskussion
Ziel dieser Untersuchung war der Vergleich zweier unterschiedlicher Verfahren zur
Bestimmung der horizontalen Kondylenbahnneigung (HKN) und der Bennettwinkel
(TKN). Dafür wurden die HKN sowie die TKN intraoral anhand von
Positionsregistraten der Protrusion sowie der links- und rechts Laterotrusion mit
anschließender Modellmontage im Artex® CR Artikulator ermittelt, sowie
elektronisch mit dem Cadiax Compakt® Registriersystem aufgezeichnet. Die
Resultate dieser Untersuchung mit bereits erschienenen Publikationen zu vergleichen
fällt schwer, da die meisten dieser Arbeiten sich ausschließlich auf die Ermittlung
der HKN beschränken. So lassen sich zumindest die Arbeiten von SETZ, KÖCK,
ECKER und Ratzmann [ 11, 20, 30, 35, ] zum Vergleich der HKN- Werte
heranziehen. Eine wichtige Rolle verschiedener Registrierverfahren spielt die
Referenzebene. Die Scharnierachs- Orbitalebene gilt als geeignetes Bezugssystem
für axiographische Untersuchungen. [ 30, 37, ] Diese Bezugsebene beeinflusst die
Winkelablesung erheblich. Die Achs- Orbitalebene ist unabhängig von der genauen
Bestimmung der zentrischen Scharnierachse und dem Infraorbitalpunkt. In der
vorliegenden Arbeit sind geringe Unterschiede zwischen den Referenzebenen der
beiden Registrierverfahren möglich. Während für die elektronische Messung die
kinematische Achse bzw. die Achs- Orbitalebene
gewählt wurde, erfolgte die
Modellmontage im Rahmen der intraoralen Registrierung mittels eines arbiträren
Gesichtsbogens. Die kinematische Scharnierachslokalisation und ein adjustierbarer
Gesichtsbogen ermöglichen zweifelsfrei die genaueste Modellmontage. [ 26, 32 ]
Trotzdem wird die arbiträre Methode wegen der schnelleren und einfacheren
Handhabung unter Praxisbedingungen häufiger angewandt. [ 41 ] Daraus können
eine inkorrekte Montage der Modelle im Artikulator, die zu Achsinkongruenzen der
beiden „Systeme“, Patient und Artikulator, führen und damit verbundene
Messungenauigkeiten resultieren. [8, 28 ] WEßLING fand in seiner vergleichenden
Untersuchung
eine
höhere
Korrelation
der
Messungen
bei
exakter
Scharnierachsbestimmung. [ 44 ] BERNHARDT et al führten eine Untersuchung
zum Vergleich arbiträrer und scharnierachsgerechter Messungen durch. Eine hohe
Korrelation ergab sich bei exakter Scharnierachsbestimmung. [ 6, 14 ] Die von
Piehslinger und Morneburg beschriebenen okklusalen Fehler, welche durch eine
Bisssperrung verursacht werden, können aufgrund der registratlosen Modellmontage
in der vorliegenden Arbeit vernachlässigt werden. [ 24, 28 ]
35
7. Schlussfolgerung
In der vorliegenden Arbeit wurden anders als in bereits publizierten Untersuchungen,
Positionsregistrate aus Wachs, nicht nur der Protrusion, sondern auch der Links- und
Rechtslaterotrusion ausgewertet und zum Vergleich mit elektronisch ermittelten
Werten herangezogen. Als Goldstandart wurden die ermittelten Werte von Cadiax
Compakt® Registrierungen genutzt. In vielen Publikationen wurde das Cadiax
Compakt® Registriersystem als ein sehr zuverlässiges und probates Mittel zur
Ermittlung
von
Werten
zur
individuellen
Artikulatoren
Programmierung
ausgewiesen. [ 6, 9, 42 ] Unter Berücksichtigung der Limitation der Untersuchung
an nur fünfundzwanzig Probanden und des Literaturstudiums konnte gezeigt werden,
dass
die intraorale Ermittlung der HKN und der Bennettwinkel, mittels
Positionsregistraten der verschiedenen Exkursionsbewegungen des Unterkiefers, von
verschiedenen Faktoren abhängig und damit nicht unproblematisch ist. Insbesondere
beeinflussen die Erfahrung und die Übung des Untersuchers maßgeblich die
Ergebnisse der Studie. Die als besonderes Hilfsmittel speziell für jeden Probanden
angefertigte
parokklusale
Positionierungsschiene
erwies
sich
ebenfalls
als
problematisch. Um die Exkursionen des Unterkiefers auf die geforderten fünf
Millimeter zu begrenzen, erwiesen sich die Schienen als sehr zu verlässiges
Hilfsmittel, allerdings gab es immer wieder Passungsprobleme und somit wurde viel
Zeit für das nacharbeiten verwendet. Als gute Lösung hat sich das Befestigen der
paraokklusalen Schreibbogen- Aufnahme an der Schiene bewährt, dadurch konnte
der zeitliche Aufwand in der zahnärztlichen Praxis entscheidend verringert werden.
Um die Unterschiede der Kosten (Punkt 2.5.) beider Registrierungen zu
verdeutlichen und zu beantworten wurden unter Punkt 4.2. die einzelnen
Abrechnungspositionen sowohl für die zahnärztliche- als auch zahntechnische Seite
zusammengetragen und berechnet. Die Differenz zwischen der Registrierung mit
Positionsregistraten aus Wachs und der mit dem elektronischen Registriersystem
Cadiax Compakt® betragen rund zweihundertunddreizehn Euro zu Gunsten der
Wachsregistrierung. Auch konnte die Frage (Punkt 2.1.) , ob beide Verfahren
reproduzierbare Messungen unter konstanten Bedingungen zulassen, mit einem
kritischen „Ja“ beantwortet werden.
36
Um die Frage (Punkt 2.2.) nach den Abweichungen der Ergebnisse beider
Meßsysteme zu klären muss man sich die ermittelten Werte genauer ansehen und
klären, welchen Einfluss haben Abweichungen auf eine mögliche prothetische
Versorgung nach individueller Artikulatoren Programmierung (Punkt 2.3.).
Ausgehend von denen durch Cadiax- Registrierung ermittelten Werten und der
Abweichung der ermittelten Ergebnisse der Positionsregistrate muss von einem
schlechten Korrelationsverhältnis der beiden Systeme gesprochen werden. Die Werte
der HKN die durch die Wachsregistrierung der Protrusion ermittelt wurden, lagen im
Durchschnitt um acht Grad unter denen der Cadiax Werte. Für eine prothetische
Versorgung eher von Vorteil, da eine geringer geneigte HKN, eine flachere
Höckergestaltung in den Kauflächen nach sich ziehen würde. Trotzdem müssen die
Werte der HKN sehr kritisch betrachtet werden da es vereinzelt extreme
Abweichungen vom Durchschnittswert gab. So wurde ein Wert von minus
sechundvierzig Grad HKN aber auch ein Wert von plus zwölf Grad HKN
abweichend vom Cadiax Wert abgelesen. Ob es sich hierbei um einen
Registrierfehler handelt ist nicht nach zu vollziehen, aber auch nicht von Relevanz.
Die Auswertung der TKN Werte ergab einen deutlichen Trend, wonach der
Durchschnittswert der Positionsregistrate circa sechs Grad über dem der Cadiax
Werte lag. Aber auch hier gibt es bei genauerer Betrachtung erhebliche Zweifel an
der Aussagekraft der gemessenen Werte, beziehungsweise am Gebrauchswert für
eine individuelle Artikulatoren Programmierung. Auch hier gab es „Ausreisser“ von
plus sechsundzwanzig Grad TKN. Die negativen Werte lagen im Rahmen des
Durchschnittswertes.
HOLSTE schreibt, das die Größe der Bennettwinkel im
wesentlichen von einer möglichen initialen Bennettbewegung abhängig ist. Bei
fehlender initialer Bennettbwegung ergeben sich Werte kaum die größer als zwei
Grad sind, während eine mittlere Bennettbewegung von 0,5 mm, Winkelgrößen bis
ca. fünfzehn Grad erwarten lässt. Durch Lateralpositionsregistrate ermittelte Werte,
die deutlich über fünfzehn Grad liegen, geben Hinweis auf eine ausgeprägte initiale
Bennettbewegung. [ 18 ] Die in dieser Studie ermittelten Werte für die HKN decken
sich mit den Ergebnissen von PELLETIER der eine deutliche Überlegenheit des
elektronischen Registrierverfahrens gegenüber der intraoralen Methodik hinsichtlich
der Genauigkeit der Messungen. [ 27 ] Auch GROSS fand deutliche Abweichungen
zwischen intraoraler Registrierung und elektronischer Messung. [ 15 ]
37
CURTIS ermittelte im Vergleich zur mechanischen axiographischen Registrierung
kleinere HKN Werte bei der Auswertung der Wachsregistrate. [ 10 ] Die Studie von
RATZMAN et al unterstreicht auch die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit
hinsichtlich niedrigerer HKN Werte bei der intraoralen Registriermethode. [ 30 ]
Im Gegensatz dazu konnte BERNARD et al
in einem simultanen Vergleich
zwischen beiden Methoden keine signifikanten Unterschiede
feststellen. Im
Unterschied zur vorliegenden Untersuchung erfolgte die intraorale Registrierung
stützstiftgeführt. Dieses Vorgehen hat bereits in anderen Studien seine Überlegenheit
gezeigt. [ 4 ] Von den durch Positionsregistrierung erhobenen Werte aller
fünfundzwanzig Probanden, der HKN und TKN, konnten in nur vier Fällen Werte
ermittelt werden, die nach Abzug einer Toleranz (HKN - 10°, TKN ± 5°), als
akzeptable individuelle Einstellparameter für die Artikulatoren Programmierung
dienen. Dies entspricht einer Quote von lediglich sechzehn Prozent. Als Fazit meiner
Arbeit möchte ich bemerken, dass es sich für umfangreiche prothetische Arbeiten
empfiehlt, individuelle Artikulatorenparameter, der HKN sowie der TKN und wenn
möglich der ISS (Immediate side shift), mit Hilfe elektronischer Verfahren, z.B.
Cadiax Compakt®, zu erheben um Interferenzen und Balance Kontakte, die zur
dauernden Schädigung des Kiefergelenkes und beteiligter Strukturen führen können,
zu vermeiden.
38
8. Literaturverzeichnis
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2
3
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Slavicek, R. : Das Kauorgan, 1. Auflage 2000, Verlag: GAMMA
36
medizinisch- wissenschaftliche Fortbildungs GmbH, Klosterneuburg,
Österreich
37
Slavicek, R. : Clinical and instrumental functional analysis for
41
diagnosis and treatment planning, Part 5, Axiography, J. Clin. Orthod.
1988; 22: S. 656- 667
38
Slavicek, R. : Die Axiographie mit dem Paraokklusalen Löffel, Inf.
Orthod. Kieferorthop. 1987; 13: S. 303- 307
Slavicek, R. : Über die Auswirkungen von Achsinkongruenzen
39
zwischen schädelgerecht montierten Oberkiefermodellen und
schädelbezüglich montierten Unterkiefermodellen, Heft 9, UniversitätsZahnklinik Wien, S. 318- 326
40
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Starcke, E.N. : The Gysi „Adaptable“ Articulator, Aticulator Archive,
Dentale Branche at Houston, Univ. of Texas, J. of Prothod., 2008
Teteruck, W.R./ Lundeen, H.C. : Accuracyof an ear- face- bow, J.
Prosthet. Dent. 1966; 16: S. 1039- 1046
Verch, St. : Vergleichende Untersuchung der Messergebnisse der
42
sagittalen Kondylenbahnneigung und des Bennettwinkels dreier
Registrieverfahren, Dissertation, Freie Universität Berlin, 2002
43
Verfassung der Weltgesundheitsorganisation, AS 1948 1015; BBI
1946 lll 703, Stand 7. März 2006
Weßling, F. : Vergleichende klinische Untersuchung der elektronischen
44
Registriersysteme GAMMA- Cadiax® und JMA®, Ernst- MoritzArndt- Universität Greifswald, 2003
45
Wöstmann, B./ Wegener, H./ Cousin, J. : Zur Messgenauigkeit
elektronischer Registriersysteme, DZZ 50, 1995, S. 544- 546
42
9. Anhang
9.1. Eidesstattliche Erklärung
Hiermit erkläre ich, dass die vorliegende Arbeit von mir selbst geschrieben und
erarbeitet wurde.
Kein Dritter hat durch Zuarbeiten oder sonstiger Beteiligung einen finanziellen
Vorteil davon getragen.
Alle verwendeten Materialien, Schriften, Bilder und Grafiken entstammen den
Quellenangaben im Literaturverzeichnis oder wurden von mir selbst erstellt.
Weder die gesamte Arbeit, noch Teile aus dieser, wurden in dieser oder in anderer
Form anderweitig veröffentlicht oder verwendet.
Dirk Seiring
43
9.2. Danksagung
Der größte Dank, gebührt meiner lieben Familie, die meine Abwesenheit während
des Studiums, sowohl physisch als auch psychisch ertragen musste.
Meinen Eltern, die mich zu einem neugierigen, an allem interessierten Optimisten
erzogen haben, einen herzlichen Dank.
All den unzähligen Lehrern, Ausbildern, Professoren etc., die mich so gelassen
haben wie ich bin, gilt ein besonderer Dank.
Zu großem Dank bin ich meinen Mitarbeitern und Zahnarzt- Kunden verpflichtet, die
mir während meiner Abwesenheit den Rücken freigehalten und das Geschäft
weitergeführt und den einen oder anderen Patienten zu einem späteren Termin noch
einmal einbestellt haben.
Ja, und was wäre diese Masterthese ohne die vielen freiwilligen Probanden, die mit
viel Geduld die Vermessungen und Registrate über sich ergehen ließen. Vielen Dank
dafür.
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9.3. Lebenslauf
Dirk Seiring
Geburtsdatum:
25. März 1971
Geburtsort:
Frankfurt Oder, Brandenburg, Deutschland
Eltern:
Lothar Seiring, Schlosser
Rosemarie Seiring, Sekretärin
Geschwister:
Sven Seiring, Koch
Thoralf Seiring, KFZ- Schlosser
Torsten Seiring, Werbe- Grafiker
Schulbesuch:
1977- 1987, zehnklassige Polytechnische Oberschule,
Frankfurt Oder, Brandenburg, Deutschland
Ausbildung:
1987- 1990, Fachschulstudium zum Zahntechniker,
Medizinische Fachschule, Eisenhüttenstadt, Brandenburg
1994- 1997, Ausbildung zum Zahntechnikermeister,
Meisterschule Berlin- Brandenburg
2002- 2004, Ausbildung zum NLP- Practitioner,
Teiwaz- Institut für Persönlichkeitsbildung, Frankfurt Oder
Tätigkeit als Geschäftsführer und Konzessionsträger im eigenen zahntechnischen
Labor seit 1999.
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