null  User manual
Benutzerhandbuch
Abgasuntersuchung WOW! Emission Kombi
Benzin und Diesel
1022_D / Version 17/05/2010
Vorwort
Vielen Dank für den Erwerb unseres Abgas-Systems. Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Programm ein
innovatives Produkt aus unserem Hause zur Verfügung stellen zu können. Die innovative Software-Lösung, die
Sie erworben haben, ermöglicht Ihnen ein professionelles Arbeiten rund um den Bereich der Abgasdiagnose.
Der Aufbau des Programms in Modulen ist darauf ausgelegt, dass Sie auch bei Veränderungen des Marktes
oder Ihrer Werksarbeit ständig Anpassungen vornehmen können. Dabei wurde darauf geachtet, dass die
Anwenderfreundlichkeit des Systems im Mittelpunkt steht. In diesem Handbuch sind die Funktionen des
Programms ausführlich beschrieben.
Die Informationen zu diesem Produkt werden ohne Rücksicht auf einen eventuellen Patentschutz veröffentlicht.
Warennamen werden ohne Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt. Bei der Zusammenstellung von
Texten und Abbildungen wurde mit größter Sorgfalt vorgegangen. Trotzdem können Fehler nicht vollständig
ausgeschlossen werden. Verlag, Herausgeber und Autoren können für fehlerhafte Angaben und deren Folgen
weder eine juristische Verantwortung noch irgendeine Haftung übernehmen.
Für Verbesserungsvorschläge und Hinweise auf Fehler sind Verlag und Herausgeber dankbar.
Alle Rechte vorbehalten, auch die der fotomechanischen Wiedergabe und der Speicherung in elektronischen
Medien.
Fast alle Hardware- und Softwarebezeichnungen, die in diesem Buch erwähnt werden, sind gleichzeitig auch
eingetragene Warenzeichen oder sollten als solche betrachtet werden.
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Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Hinweise für den Betreiber .............................................................................................. 5 1 Handbuch .................................................................................................................................5 1.1 Verwendung ..............................................................................................................................6 1.2 Benutzergruppen ........................................................................................................................6 1.3 Eichpflicht ..................................................................................................................................6 1.4 Sicherheitshinweise .......................................................................................................................... 6 2 Einschalten der Anlage ...............................................................................................................8 2.1 Erstinbetriebnahme und allgemeine Informationen ......................................................................9 2.2 Drift Korrektur ..........................................................................................................................10 2.3 Systemcheck ............................................................................................................................10 2.4 Sauerstoffmessung ...................................................................................................................10 2.5 Luftzahlmessung ......................................................................................................................10 2.6 Wartung ..................................................................................................................................10 2.7 Dichtigkeitsprüfung / Lecktest....................................................................................................10 2.8 Ausschalten der Anlage ............................................................................................................10 2.9 Programmbedienung ..................................................................................................................... 12 3 Bedienung mit der Tastatur .......................................................................................................12 3.1 Behandlung von Fehlern und Warnungen..................................................................................13 3.2 Desktop ...................................................................................................................................13 3.3 Datensicherung ........................................................................................................................14 3.4 Datensicherung durchführen .....................................................................................................14 3.5 Manuelle Wiederherstellung der Datensicherung ...............................................................14 3.5.1 Programm-Einstellungen ................................................................................................................ 15 4 Grundsystem ...........................................................................................................................15 4.1 Firmendaten ....................................................................................................................15 4.1.1 Verwaltung der Mechaniker ..............................................................................................15 4.1.2 Proxy-Einstellungen ..........................................................................................................16 4.1.3 Druckereinstellungen........................................................................................................16 4.1.4 Schnittstellen ............................................................................................................................16 4.2 Schnittstelle AU-Plus .........................................................................................................16 4.2.1 Schnittstelle Werbas .........................................................................................................17 4.2.2 Schnittstelle ASA ...............................................................................................................17 4.2.3 Speichermodul (Verwaltung gespeicherter Fahrzeuginformationen) .............................................17 4.3 Diagnose .................................................................................................................................17 4.4 Abgas......................................................................................................................................18 4.5 Einstellungen ...................................................................................................................18 4.5.1 Kilometerstand übernehmen aus Schnittstelle.....................................................................18 4.5.2 Anschlüsse .......................................................................................................................18 4.5.3 Diesel Opazimeter: ......................................................................................................................19 4.6 Software-Schnittstellen ..............................................................................................................21 Online Update .........................................................................................................................21 4.7 Drehzahl- und Temperaturmessung ................................................................................................ 22 5 Drehzahlanpassung .................................................................................................................22 5.1 Induktive Triggerzange (E-BOX) ........................................................................................22 5.1.1 Primäranschluss an der Zündspule (E-BOX optional) ..........................................................22 5.1.2 Messung der Batterie-Restwelligkeit (E-BOX ) .....................................................................23 5.1.3 TD- oder TN-Impuls (E-BOX optional) ...............................................................................24 5.1.4 Klemme „W“ (E-BOX optional) ..........................................................................................24 5.1.5 OBD-Tool ........................................................................................................................24 5.1.6 Klemmgeber für Dieselfahrzeuge (E-BOX) .........................................................................24 5.1.7 Temperaturmessung .................................................................................................................25 5.2 Vorgehensweise Öl-Temperaturmessung ...........................................................................25 5.2.1 Manuelle Temperatureingabe ...........................................................................................25 5.2.2 Alternative Temperaturmessung ........................................................................................25 5.2.3 Vorbereitung zur AU ...................................................................................................................... 26 6 Start und Anmelden (Login) ......................................................................................................26 6.1 AU mit Fahrzeugauswahl ..........................................................................................................26 6.2 Auswahl nach Baujahr / Hersteller / Modellreihe ...............................................................26 6.2.1 Auswahl nach Motorcode .................................................................................................27 6.2.2 -3-
6.2.3 Auswahl nach letzten zehn Fahrzeugen .............................................................................27 Auswahl nach HSN/TSN (KBA) ..........................................................................................27 6.2.4 Auswahl nach gespeicherten Fahrzeuginformationen .........................................................27 6.2.5 Programm-Hauptfenster ...................................................................................................28 6.2.6 AU Ohne Fahrzeugauswahl ......................................................................................................28 6.3 Das Abgas-Modul ....................................................................................................................29 6.4 Starten einer Abgasuntersuchung ..................................................................................................29 7 Ablauf der Abgasuntersuchung Otto/Diesel ..................................................................................... 30 Abgasuntersuchungs-Arten ...........................................................................................................30 8 Zusatzfunktionen ........................................................................................................................... 40 Abgasdiagnose ........................................................................................................................40 8.1 EOBD-Diagnose ......................................................................................................................40 8.2 EOBD-Systemstatus (Mode 1 und Mode 9) ........................................................................41 8.2.1 EOBD-Datenlisten (Mode 1) .............................................................................................41 8.2.2 EOBD-Datenlisten graphisch (Mode 1) ..............................................................................42 8.2.3 EOBD-Umgebungsdaten / Freeze Frames (Mode 2)...........................................................42 8.2.4 EOBD-Fehlercodes (Mode 3 und Mode 7) .........................................................................42 8.2.5 Lösche Fehlerspeicher (Mode 4) ........................................................................................43 8.2.6 Sauerstoffsonden (Mode 5) ...............................................................................................43 8.2.7 Stellgliedtest (Mode 8 / herstellerspezifisch) .......................................................................43 8.2.8 Wartung ....................................................................................................................................... 44 9 Werkstattdaten .........................................................................................................................44 9.1 Lecktest / Dichtheitsprüfung (E-BOX) .........................................................................................44 9.2 Nullgasabgleich und HC-Rückstandstest (E-BOX) .......................................................................44 9.3 Große Wartung / kleine Wartung..............................................................................................45 9.4 Wartungsinfo ...........................................................................................................................45 9.5 Sauerstoffsensor (E-BOX) ..........................................................................................................46 9.6 Versions-Informationen ............................................................................................................46 9.7 Frischluftabgleich (Diesel) .........................................................................................................46 9.8 10 Anhang ........................................................................................................................................ 47 10.1 Technische Daten D-BOX und DIBENCH ...................................................................................47 10.2 Ersatzteilliste ............................................................................................................................48 11 Abbildungen ................................................................................................................................. 49 11.1 Anschlüsse Rechner ..................................................................................................................49 11.2 Opazimeter (DIBENCH) ............................................................................................................49 11.3 Abgas-Messzelle EBOX PC ........................................................................................................50 11.4 Werkstattwagen Premium .........................................................................................................50 12 Kontakt......................................................................................................................................... 51 -4-
1
Allgemeine Hinweise für den Betreiber
Verehrter Kunde,
lesen Sie bitte vor Beginn der Arbeit mit dem Abgas-System dieses Handbuch!
Es enthält wichtige Hinweise und Daten, deren Beachtung die Gerätefunktion sicherstellt und Ihnen
Wartungskosten erspart. Der Umgang mit dem Abgas-System wird Ihnen dadurch wesentlich erleichtert und
führt zu sicheren Messergebnissen.
1.1 Handbuch
Das in diesem Handbuch beschriebene Produkt hat das Werk in einem sicherheits-technisch einwandfreien
und geprüften Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten, und einen einwandfreien und sicheren
Betrieb dieses Produkts gewährleisten zu können, darf es nur in der hier beschriebenen Weise eingesetzt
werden. Darüber hinaus setzt der einwandfreie und sichere Betrieb dieses Produkts einen sachgemäßen
Transport, fachgerechte Lagerung und Aufstellung sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus.
Dieses Handbuch enthält die erforderlichen Informationen für den bestimmungsgemäßen Gebrauch des darin
beschriebenen Produkts. Es wendet sich an technisch qualifiziertes Personal, welches speziell ausgebildet ist
oder entsprechendes Wissen auf dem Gebiet der Kfz-Prüftechnik besitzt.
Die Kenntnis und das technisch einwandfreie Umsetzen der in diesem Handbuch enthaltenen
Sicherheitshinweise und Warnungen sind Voraussetzung für die gefahrlose Installation und Inbetriebnahme
sowie für Sicherheit bei Betrieb und Instandhaltung des beschriebenen Produkts. Nur qualifiziertes und
geschultes Personal verfügt über das erforderliche Fachwissen, um die in dieser Unterlage in
allgemeingültiger Weise gegebenen
Sicherheitshinweise und Warnungen im konkreten Einzelfall richtig zu interpretieren und in die Tat umzusetzen.
Dieses Handbuch enthält aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht sämtliche Details zu allen Ausführungen des
beschriebenen Produkts und kann auch nicht jeden erdenklichen Fall der Aufstellung, des Betriebes, der
Instandhaltung und des Einsatzes in Systemen berücksichtigen. Sollten Sie weitere Informationen benötigen,
oder sollten Probleme auftreten, die in dieser Unterlage nicht ausführlich genug behandelt werden, dann
fordern Sie bitte die benötigte Auskunft bei der technischen Hotline an.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch im Sinne dieses Handbuchs bedeutet, dass dieses Produkt nur für die in der
technischen Beschreibung vorgesehenen Einsatzfälle und nur in Verbindung mit den von uns empfohlenen
bzw. zugelassenen Ersatzteilen, Fremdgeräten und Komponenten verwendet werden darf.
Das in diesem Handbuch beschriebene Produkt wurde unter Beachtung der einschlägigen Sicherheitsnormen
entwickelt, gefertigt, geprüft und dokumentiert. Bei Beachtung der für Projektierung, Montage,
bestimmungsgemäßen Betrieb und Instandhaltung beschriebenen
Hantierungsvorschriften und sicherheitstechnischen Hinweise gehen deshalb im Normalfall keine Gefahren in
Bezug auf Sachschäden oder für die Gesundheit von Personen aus. Dieses Gerät wurde so konzipiert, dass
eine sichere Trennung zwischen Primär- und Sekundärstromkreisen gewährleistet ist. Kleinspannungen, die
angeschlossen werden, müssen ebenfalls durch sichere Trennung erzeugt sein.
-5-
1.2 Verwendung
Das Abgas-System dient dem Messen der Fahrzeugabgase und der Abgastrübung, sowie der Überwachung
der abgasrelevanten Komponenten im Motor.
Bei der Verbrennung von Kraftstoff mit Luft im Ottomotor entstehen als Hauptprodukte Kohlendioxid (CO2)
und Wasser. Als unerwünschte Nebenprodukte entstehen Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOx) und
Kohlenwasserstoffe (HC). Das Abgas enthält zusätzlich noch einen Rest an unverbranntem Sauerstoff.
Kohlenmonoxid (CO) wird anstelle des Sauerstoffs in das Blut aufgenommen und wirkt als Gift. Stickoxid (NO)
ist ebenfalls giftig und wesentlich für die Bildung von Smog verantwortlich. Es entsteht durch die Reaktion des
Luftstickstoffs mit Sauerstoff bei hohen Temperaturen. An der Luft reagiert NO sehr schnell zu NO2 und
anderen Stickoxiden. Man spricht von NOx. Kohlenwasserstoffe sind unvollständig verbrannter Kraftstoff.
Kohlendioxid (CO2) ist ein Produkt der vollständigen Verbrennung von Kraftstoff. In hohen Konzentrationen
wirkt es erstickend. Ziel der Abgasmessung ist es, die Gifte und Umweltgifte auf ein Minimum zu reduzieren
und die Verbrennung im Motor zu optimieren.
Das geht einher mit einer Optimierung der Verbrennung und Reduzierung des Kraftstoffverbrauches.
Weiterhin erlaubt das Abgasuntersuchungssystem Emission die Messung von Drehzahl und Öltemperatur des
Fahrzeugs, wodurch der Betriebszustand des Motors erfasst werden kann.
1.3 Benutzergruppen
Das Abgasuntersuchungssystem Emission wurde für ausgebildetes Fachpersonal in der Kraftfahrzeugbranche
entwickelt. Zu Ihrer eigenen Sicherheit und um Schaden am Gerät durch unsachgemäße Behandlung zu
vermeiden, muss die Bedienungsanweisung vor der ersten Nutzung sorgfältig gelesen werden.
1.4 Eichpflicht
Das Abgas-System WOW!-Emission unterliegt der Eichpflicht für Abgas-Messgeräte und muss laut Gesetz
einmal jährlich vom zuständigen Eichamt geeicht werden.
2
Sicherheitshinweise
Hier finden Sie Hinweise zum Schutz von Geräten und Fahrzeugkomponenten.
Netzspannungen und Hochspannungen
Im Stromnetz so wie in elektrischen Anlagen von Kraftfahrzeugen treten gefährliche Spannungen auf. Bei der
Berührung von Teilen, an denen eine Spannung anliegt (z.B. Zündspule) und durch Spannungsüberschläge
aufgrund beschädigter Isolationen (z.B. Marderbiss an Zündleitungen) besteht die Gefahr eines
Stromschlages. Dies gilt für die Sekundär- und Primärseite der Zündanlage, den Kabelbaum mit
Steckverbindungen, Lichtanlagen sowie die Anschlüsse von Testgeräten.
SICHERHEITSMAßNAHMEN:
●
Das Abgas-System Emission nur an vorschriftsmäßig geerdeter Schutzkontaktsteckdose anschließen
(siehe auch Informationen auf der Rückseite der Abgas-Messzelle!).
●
Nur die beiliegende Netzanschlussleitung verwenden.
●
Nur Verlängerungsleitungen mit Schutzkontakt verwenden, keine Kabeltrommel verwenden
(Eigeninduktion–Spulen–Prinzip).
●
Leitungen mit beschädigter Isolation austauschen.
●
Das Abgas-System Emission vor Anschluss an ein Fahrzeug ans Stromnetz anschließen und
einschalten.
●
Eingriffe an den elektrischen Anlagen von Fahrzeugen nur bei ausgeschalteter Zündung vornehmen.
Zu solchen Eingriffen zählen z.B. der Anschluss von Geräten, Austausch von Teilen der Zündanlage,
Ausbau von Aggregaten (z.B. Generatoren), Anschluss von Aggregaten auf einem Prüfstand etc.
●
Prüf- und Einstellarbeiten wenn möglich nur bei ausgeschalteter Zündung und stehendem Motor
durchführen.
●
Bei Prüf- und Einstellarbeiten mit eingeschalteter Zündung oder laufendem Motor keine
Spannungsführenden Teile berühren. Dies gilt für sämtliche Anschlussleitungen vom Abgas-System
Emission und die Anschlüsse von Aggregaten auf Prüfständen.
-6-
●
Prüfanschlüsse nur mit passenden Verbindungselementen vornehmen (z.B. fahrzeugspezifische
Adapterleitungen).
●
Prüfsteckverbindungen richtig einrasten und auf einen festen Sitz der Verbindungen achten.
Verätzungsgefahr der Atmungsorgane
Bei der Abgasmessung werden Abgasentnahmeschläuche eingesetzt, die bei Erwärmung über 250 °C oder im
Brandfall ein stark ätzendes Gas (Fluor-Wasserstoff) freisetzen, das die Atmungsorgane verätzen kann.
SICHERHEITSMAßNAHMEN:
●
Nach dem Einatmen sofort den Arzt aufsuchen!
●
Bei der Beseitigung von Verbrennungsrückständen Handschuhe aus Neopren oder PVC tragen.
●
Brandrückstände mit Calciumhydroxid-Lösung neutralisieren. Es entsteht ungiftiges Calciumfluorid,
das weggespült werden kann.
Verätzungsgefahr
Säuren und Laugen führen auf ungeschützter Haut zu starken Verätzungen, Fluor-Wasserstoff bildet
zusammen mit Feuchtigkeit (Wasser) Flusssäure. Kondensat, das sich im Entnahmeschlauch sammelt, ist
ebenfalls säurehaltig. Beim Austausch des Sauerstoffsensors ist zu beachten, dass der Messwertgeber Lauge
enthält.
SICHERHEITSMAßNAHMEN:
●
Angeätzte Hautstellen sofort mit Wasser spülen, anschließend den Arzt aufsuchen!
Erstickungsgefahr
Fahrzeugabgase enthalten Kohlenmonoxid (CO), ein farb- und geruchloses Gas. Kohlenmonoxid führt beim
Einatmen zu Sauerstoffmangel im Körper. Besondere Vorsicht ist beim Arbeiten in Gruben erforderlich, da
einige Abgasbestandteile schwerer sind als Luft und sich am Grubenboden absetzen. Vorsicht auch bei
Fahrzeugen mit Autogasanlagen.
SICHERHEITSMAßNAHMEN:
●
Immer für eine geeignete Belüftung und Absaugung sorgen (besonders in Gruben).
●
In geschlossenen Räumen die Absauganlage einschalten.
Verletzungs- und Quetschgefahr
Bei nicht gegen Wegrollen gesicherten Fahrzeugen besteht z.B. die Gefahr gegen eine Werkbank gedrückt zu
werden. An laufenden, aber auch an stehenden Motoren gibt es drehende und bewegte Teile (z.B.
Riementriebe), die zu Verletzungen an Fingern und Armen führen können. Besonders bei elektrisch
betriebenen Lüftern besteht die Gefahr, dass sich bei stehendem Motor und ausgeschalteter Zündung der
Lüfter unerwartet einschalten kann.
SICHERHEITSMAßNAHMEN:
●
Sicherung des Fahrzeugs gegen Wegrollen, Automatikgetriebe in Parkstellung, bei Schaltgetriebe
Gang herausnehmen, Handbremse anziehen, Räder durch Hemmschuhe (Keile) blockieren.
●
Bei laufendem Motor nicht in den Bereich drehender/ bewegter Teile greifen.
●
Bei Arbeiten an und in der Nähe von elektrisch betriebenen Lüftern zuerst Motor abkühlen lassen und
den Stecker des Lüftermotors abziehen.
●
Anschlussleitungen vom Abgas-System Emission nicht im Bereich drehender Teile verlegen.
-7-
Verbrennungsgefahr
Bei Arbeiten am heißen Motor besteht die Gefahr von Verbrennungen z.B. durch Abgaskrümmer, Turbolader,
Lambdasonde usw. Diese Komponenten können Temperaturen von einigen 100 °C erreichen. Je nach Dauer
der Abgasmessung kann auch die Entnahmesonde der Abgas-Messzelle sehr heiß werden.
SICHERHEITSMAßNAHMEN:
●
Schutzausrüstung verwenden, z.B. Handschuhe.
●
Motor abkühlen lassen, gilt auch für Standheizungen.
●
Anschlussleitungen der Prüfgeräte nicht auf bzw. in der Nähe heißer Teile verlegen.
●
Motor nicht länger laufen lassen als für die Prüfung/Einstellung notwendig.
Lärm
●
Die Lärmemissionswerte der Abgas-Messzelle beträgt weniger als 70 dB(A) im Bereich der
Arbeitsplätze des Bedienerpersonals.
●
Bei Messungen am Fahrzeug können besonders bei hohen Motordrehzahlen Lärmpegel auftreten,
die oberhalb von 70 dB (A) liegen. Bei längerer Einwirkung können diese zu Gehörschäden führen.
SICHERHEITSMAßNAHMEN:
●
Vom Betreiber sind gegebenenfalls die Arbeitsplätze in der Nähe des Prüfplatzes gegen Lärm zu
schützen.
●
Vom Bediener sind gegebenenfalls persönliche Schallschutzmittel zu verwenden.Technische Hinweise
2.1 Einschalten der Anlage
●
Schalten Sie das Abgas-System WOW! Emission am Hauptschalter ein.
o Am „Standard“ Gerätewagen befindet sich der Schalter am Netzstecker. Abb.1
o Am „Premium“ Gerätewagen befindet sich der Schalter links neben dem Rechner auf der
Netzsteckerverteilung Abb.2.
Abb.1
●
Abb.2
Alle Komponenten werden automatisch gestartet. Lediglich der Rechner muss extra eingeschaltet
werden. Abb.3
Abb.3
●
Warten Sie bis folgendes Fenster erscheint.
-8-
Abb.4
●
Abb.5
Fahren Sie dann fort mit Kapitel 6.1 [Start und Anmelden]
2.2 Erstinbetriebnahme und allgemeine Informationen
WOW! WDA 3 Mobil
Für die Erstinbetriebnahme des Diesel Opacimeter WDA 3 Mobil nehmen Sie bitte das Handbuch
2102_Bedienungsanleitung WDA 3 Mobil zur Hand. Hilfe [F12].
ACHTUNG! Die Erstinbetriebnahme muss durch den Technischen- Außendienst der WOW! GmbH
vorgenommen werden. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch unsachgemäßen Aufbau
entstanden sind.
Bitte vereinbaren Sie einen Einweisungstermin.
HINWEIS: Die Abgas-Messzelle mindestens 250 mm über dem Fußboden aufstellen. Dies wird
gewährleistet, indem die Abgas-Messzelle nur im dafür vorgesehenen Werkstattwagen genutzt wird.
HINWEIS: Die Gasausgangsschläuche müssen mindestens 300 mm lang sein. Sie müssen vom Gerät
nach unten abfallend verlegt sein. Siehe Abb. 6. Nur so ist der Kondensatabfluss gewährleistet, wird die
Messgenauigkeit eingehalten und ist das Abgas-Messsystem ausreichend vor Verschmutzung geschützt.
Abb. 6
Abb. 7
Abgassonde und Entnahmeschlauch
Bitte gehen Sie folgendermaßen vor Abb. 7:
●
Abgasentnahmesonde (31) über 300 mm Schlauch (33) mit Vorfilter (32) verbinden.
●
Entnahmeschlauch (36) 8m an Vorfilter (32) anschließen.
●
Entnahmeschlauch (36) an Gaseingang der Abgas-Messzelle anschließen.
●
Die PVC-Schläuche, 70 cm lang (34 u. 35) an die Gasausgänge anschließen. Schläuche in ein
offenes Gefäß für Kondensatwasser leiten
HINWEIS: Abgas-System an einer vorschriftsmäßig geerdeten Schutzkontaktsteckdose mit der
beiliegenden Netzanschlussleitung anschließen.
-9-
2.3 Drift Korrektur
In bestimmten Zeitabständen, nachdem eine Messung gestartet wurde, führt das Abgas-System selbständig
einen Systemcheck mit Umgebungsluft durch. Dabei wird überprüft, welche Einflüsse der Umwelt die Messung
beeinflussen können (z.B. Luftströmung durch offenes Tor, glimmende Zigarette in der Nähe der Abgassonde).
2.4 Systemcheck
Zum Systemcheck schaltet das Abgas-System ein Magnetventil auf Umgebungsluft um. Für 30 Sekunden wird
mit Umgebungsluft gespült. Die angesaugte Umgebungsluft wird durch einen Aktivkohlefilter von
Kohlenwasserstoffen gereinigt. Die Drift der Sauerstoffmessung und die Driften der Nullpunkte der HC-, CO-,
CO2- und NO-Messung werden überwacht und automatisch nachjustiert.
2.5 Sauerstoffmessung
Die Abgas-Messzelle ist mit einem Sauerstoffsensor (O2–Messwertgeber) ausgerüstet. Dieser wird in den
Einschub der Abgas-Messzelle eingeschraubt. Die Sauerstoffmessung wird automatisch bei jedem Systemcheck
mit dem Luftsauerstoff von 20,9 %vol abgeglichen.
Der Sauerstoffsensor ist ein Verschleißteil. Der Zeitpunkt des Wechsels wird ca. zwei Wochen vor Fälligkeit
angezeigt.
2.6 Luftzahlmessung
Aus den gemessenen Konzentrationen von HC, CO, CO2 und Sauerstoff berechnet das Abgas-System die
Luftzahl Lambda. Für die Lambdaberechnung ist eine genaue Sauerstoffmessung wichtig.
2.7 Wartung
Wartungsarbeiten können durch fachkundiges Personal (Vom technischen Außendienst der WOW! GmbH
oder von eingewiesenem Werkstattpersonal des Gerätebetreibers) durchgeführt werden. Bitte halten Sie sich
an die Anweisungen im Wartungshandbuch. Siehe auch Kapitel 9.
Die Kalibrierung des Abgas-Systems Emission bei der großen Wartung ersetzt nicht die jährlich
vorgeschriebene Eichung. Diese muss durch das zuständige Eichamt durchgeführt werden.
ACHTUNG! Routinemäßige Wartung erhält die Betriebsbereitschaft und ist vom Gesetzgeber zwingend
vorgeschrieben.
2.8 Dichtigkeitsprüfung / Lecktest
Für genaue Abgasmessungen ist ein abgeschlossenes Entnahmesystem unbedingt erforderlich. Dies wird
täglich einmal mit einer Dichtigkeitsprüfung, dem sogenannten Lecktest, geprüft. Er ist gesetzlich
vorgeschrieben.
Der Lecktest wird vom Gerät als bedienergeführte Funktion automatisch täglich durchgeführt. Befolgen Sie die
Hinweise in Programm.
Der Lecktest kann bei Bedarf manuell durchgeführt werden. Siehe Kapitel 9.2 Lecktest.
2.9 Ausschalten der Anlage
Bevor Sie die Messgeräte ausgeschalten, sollte es mit Umgebungsluft durchgespült werden. Das verringert den
Grad der Verschmutzung und verhindert vorzeitige Alterung.
Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:
●
Stellen Sie sicher, dass sich die Entnahmesonde nicht mehr im Abgasstrom befindet (aus dem Auspuff
herausnehmen).
●
Starten Sie eine Messung im jeweiligen AU-Modul für Diesel oder Otto mit [Abgas-Diagnose] und lassen
Sie diese eine Minute laufen, danach beenden Sie die Messung und warten bis die Pumpe von selbst
stoppt.
●
Beenden Sie alle offenen Programme auf dem Rechner.
●
Fahren Sie den Computer herunter mit „Start/Computer ausschalten“ oder drücken Sie den Ein/Aus
Schalter am Rechner (Kapitel 2.1 Abb.3).
- 10 -
●
Schalten Sie die Geräte am Hauptschalter aus Abb.1 o. Abb.2.
Abb.1
Abb.2
- 11 -
3
Programmbedienung
Im Folgenden finden Sie allgemeine Hinweise zur Bedienung des WOW! Programms.
3.1 Bedienung mit der Tastatur
Das Programm kann sehr effektiv mit der Tastatur bedient werden.
Tab-Taste: (Tabulator)
●
Weiter zur nächsten Schaltfläche (Knopf, Button).
Hoch-Taste und Tab-Taste (gleichzeitig):
●
Zurück zur letzten Schaltfläche.
Eingabe-Taste (Enter, Return):
●
Bestätigen von Eingaben
●
„Drücken“ von Schaltflächen
Esc-Taste (zurück, Escape):
●
Einen Schritt / ein Fenster zurück
●
Programm beenden
Pfeil-Tasten:
●
Eine Zeile, Spalte hoch / runter / rechts / links
●
Zum nächsten / letzten Element
Funktionstasten:
●
F1 Technische Daten
●
F2 EOBD Diagnose / Diagnose
●
F3 Inspektionsdaten
●
F4 Arbeitswerte
●
F5 Abgas
●
F8 Programmeinstellungen
●
F9 Online Update
●
F10 Software-Schnittstellen
●
F12 Hilfe
- 12 -
3.2 Behandlung von Fehlern und Warnungen
Wenn Fehler in der Abgas-Messzelle auftreten, erscheinen rechts oben die Schaltflächen [Fehler] bzw.
[Warnung]. Durch Klick darauf werden genaue Hinweise zu den aufgetretenen Fehlern bzw. Warnungen
angezeigt. Sollten sich während des Programmablaufs Fehler oder Warnungen ereignen, können diese
(bedienergeführt) sogleich behoben werden. Alle erforderlichen Hinweise werden Ihnen im Programm
gegeben. Bitte befolgen Sie diese Anweisungen.
In manchen Fällen, z.B. wenn Sie den Fehler nicht selbst beheben können, bekommen Sie den Hinweis, dass
Sie sich mit der technischen Hotline in Verbindung setzen sollen.
●
Fehler verhindern die weitere Messung der Abgase. Die aktuelle Messung muss abgebrochen werden. Erst
nach der Beseitigung des Fehlers kann wieder eine Messung gestartet werden. Manche Fehler betreffen
nur die Otto- oder die Dieselmessung. Ein Fehler ist z.B. eine abgelaufene Wartung.
●
Warnungen sind zur Information da, verhindern eine Messung aber noch nicht. Eine Warnung ist z.B. eine
bald fällige Wartung.
3.3 Desktop
Schließen oder minimieren Sie das WoW-Programm, um den Desktop zu sehen. Auf dem Desktop sind alle
Programme und Hilfen, die Sie zum Arbeiten mit dem WOW! Emission System benötigen.
Start der WOW? Software
Bedienprogramm der Abgas-Messzelle, wird nur vom Eichbeamten benötigt.
Kleine Hilfen rund um die Diagnose und Abgasuntersuchung.
Programme zur Dokumentation und Verwaltung der Abgasuntersuchungen,
Ausdrucke und Plaketten. Hilfe hierzu finden Sie im Windows-Startmenü
unter „Start/Programme/AU-Plus“
Liste der EOBD-Problemfahrzeuge. Fahrzeuge, die bei der EOBDAbgasuntersuchung Probleme bereiten, und mit einem anderen
Prüfverfahren geprüft werden müssen.
Hier können Sie manuell eine Datensicherung durchführen. Die Daten
werden auf der Festplatte des Computers und - wenn angeschlossen - auf
einem externen USB-Datenspeicher gesichert. Im Falle eines
Systemabsturzes können diese Daten wieder zurückgespielt werden. Bei
einem Total-Defekt des PC könnten die Daten im PC zerstört sein, so dass
auf die Daten auf dem externen Speicher zurückgegriffen werden muss. Im
Lieferumfang ist ein USB- Stick enhalten. Siehe auch Kapitel 3.4
WOW! WDA 3 Mobil Bedienprogramm
Wird nur für die Jährliche Eichung von Eichbeamten benötigt.
Siehe Handbuch 2102_Bedienungsanleitung WDA 3 Mobil
- 13 -
3.4 Datensicherung
Um einen Datenverlust auf Ihrem System zu vermeiden und eine verlustfreien Systemwiederherstellung zu
gewährleisten wird empfohlen, täglich eine Datensicherung durchzuführen. Die Datensicherung kann und soll
täglich gestartet werden.
Die Datensicherung kann komfortabel über das im System enthaltene „Databackup“ Programm durchgeführt
werden.
Die Datensicherung beinhaltet:
●
●
●
●
WOW! Software Registrierungen
Programmeinstellungen der WOW! Software
Gespeicherte Daten des Speichermoduls.
AU Plus Daten
HINWEIS: Die von WOW! eingerichtete Datensicherung beinhaltet keine Sicherung von BetriebssystemDaten z.B. nachträglich installierte Programme und vom Benutzer angelegten Daten!
3.5 Datensicherung durchführen
1.
Kicken Sie auf „DataBackup“ auf dem Desktop.
o Die Datensicherung ist bereits eingerichtet. Sie müssen nur Einstellungen
vornehmen wenn Sie die Datensicherung zusätzlich in ein anderes Verzeichnis
(z.B. USB-Stick) speichern möchten.
Programmbeschreibung
Auswahl des zusätzlichen
Verzeichnisses
Programmsprache
auswählen
Einstellung des zusätzlichen
Verzeichnisses ändern.
Programm beenden
Start der Datensicherung
Die Datensicherung wird im Verzeichnis „D:/Diag-Backup“ abgelegt.
ACHTUNG! Datensicherungen die älter sind als 90 Tage werden gelöscht.
3.5.1
Manuelle Wiederherstellung der Datensicherung
Eine Datensicherung kann mit dem „DataBackup“ Programm wieder eingespielt werden.
1.
Klicken Sie im [Startmenü ] auf „Programme / Databackup / DataRecovery “.
Auswahl der
gewünschten
Datensicherung
Ausgewählte
Datensicherung
Auswahl des zusätzlichen
Verzeichnisses
Übernehmen der
gewünschten
Datensicherung
Einstellung des zusätzlichen
Verzeichnisses ändern.
Start der
Wiederherstellung
Programm beenden
- 14 -
4
Programm-Einstellungen
In den Programm-Einstellungen können Sie Voreinstellungen für die Soft- und Hardware vornehmen. Des
Weiteren werden hier Updateinformationen und Versionisierungen angezeigt.
●
Nach Start der WOW! Software öffnen Sie die
Programmeinstellungen mit der Taste [F8] oder mit
Klick auf
in der Symbolleiste.
●
Im linken Teil des Fensters ist die Inhaltsübersicht.
●
Klicken Sie links auf einen Eintrag, um diesen
auszuwählen und anzuzeigen. Im rechten Teil des
Fensters werden die zugehörigen Einstellungen
angezeigt und können ggf. angepasst werden.
HINWEIS: Nachdem Sie Änderungen vorgenommen haben, müssen Sie diese immer mit Klick auf
[Speichern] bestätigen. (Wenn Schaltfläche vorhanden) Ansonsten werden die neuen Einstellungen
verworfen, und die alten Einstellungen bleiben erhalten.
4.1 Grundsystem
4.1.1
Firmendaten
Hier können Sie Ihre Firmenadresse eingeben oder
bearbeiten. Diese Adresse wird z.B. auf allen Nachweisen und
Prüfbescheinigungen der Abgasuntersuchung gedruckt.
Kundennummer und Ansprechpartner sind für die
Registrierung relevant und können nicht geändert werden.
HINWEIS: Wenn Sie Änderungen vorgenommen haben,
müssen diese mit [Speichern] bestätigt werden!
4.1.2
Verwaltung der Mechaniker
Hier können Sie die Namen der Prüfer eingeben, die
berechtigt sind eine gesetzliche AU durchzuführen. Die hier
eingetragenen Prüfer stehen während der Abgasuntersuchung
als durchführende und verantwortliche Person zur Wahl und
können dann einfach und schnell ausgewählt werden.
●
Klicken Sie auf [Neu], um einen neuen Prüfer
einzutragen. Geben Sie den Namen in das
eingeblendete Feld ein und bestätigen Sie mit
[Speichern].
●
Um einen bereits vorhandenen Namen zu ändern,
markieren Sie diesen, klicken dann auf [Bearbeiten],
machen die Änderungen, und klicken dann auf
[Speichern].
- 15 -
4.1.3
Proxy-Einstellungen
Ist Ihr Rechner in einem lokalen Netzwerk integriert, müssen
Sie möglicherweise Angaben zu einem Proxy-Server machen,
um eine Online-Verbindung aufbauen zu können. Wenden Sie
sich an Ihren Netzwerkadministrator, um die Einstellungen zu
konfigurieren.
●
Tragen Sie die Daten in die entsprechenden Felder
ein.
●
Klicken Sie auf [Speichern].
4.1.4
Druckereinstellungen
Falls Probleme beim Drucken auftreten, wenden Sie sich bitte an die technische Hotline. Möglicherweise wird
ein anderer Druckertreiber benötigt.
4.2 Schnittstellen
4.2.1
Schnittstelle AU-Plus
Zur Dokumentation und für die Plakettenverwaltung der Abgasuntersuchung ist eine Schnittstelle zum externen
Programm AU-Plus von TAK / ZDK integriert.
●
Setzen Sie das Häkchen bei [AU-Plus-Import
aktivieren], wenn Sie AU-Plus verwenden wollen.
●
Sollten Sie in ein ASA-Netzwerk eingebunden sein,
setzen Sie das Häkchen bei [asanetwork verwenden].
●
Soll AU-Plus nur lokal auf diesem Abgas-System
Emission verwendet werden und nicht in einem
Netzwerk, dann setzen Sie das Häkchen bei
[Dateiübergabe verwenden].
●
Fehlt das Häkchen bei „AU-Plus-Import nach jeder
Abgasuntersuchung starten“, dann werden nach jeder
Abgasuntersuchung die Daten gespeichert, bis Sie das
AU-Plus-Importmodul manuell starten. Sie können dann alle aufgelaufenen Dateien auf einmal
bearbeiten. Ist das Häkchen gesetzt, startet AU-Plus nach jeder Abgasuntersuchung, automatisch und
sie können die Daten sofort kontrollieren und in AU-Plus übernehmen und speichern.
●
Zur Einstellung des Ortes, an dem AU-Plus installiert ist, wählen Sie das entsprechende Laufwerk, z.B.
C: und klicken auf [Suche]. Das Programm sucht dann selbstständig nach dem korrekten Verzeichnis.
●
Übernehmen Sie die Änderungen mit [Speichern].
- 16 -
4.2.2
Schnittstelle Werbas
Wenn Sie Fahrzeugdaten aus dem Verwaltungsprogramm Werbas übernehmen wollen, können Sie hier die
entsprechenden Einstellungen vornehmen.
Die Schnittstelle Werbas ist optional erhältlich und muss zusätzlich freigeschaltet werden.
●
Wenn Sie die Werbas Schnittstelle in der WOW! Software freigeschaltet haben, erscheint in den
Einstellungen links unter Schnittstellen der Punkt Werbas.
●
Geben Sie unter „Werbas Connect IP“ die IP-Adresse des Servers ein, auf dem die Software Werbas
Connect installiert ist. Wenden Sie sich an Ihren Netzwerkadministrator.
●
Den Empfangs- und Sende-Port entnehmen Sie bitte aus den Einstellungen des Programms Werbas.
Bitte achten Sie darauf, dass die Ports in der WOW! Software umgekehrt zu denen in Werbas
Connect eingetragen werden müssen.
Beispiel: Sendport Werbas
●
4.2.3
=
Empfangsport WOW! Software
Klicken Sie auf [Speichern], um die Einstellungen zu übernehmen.
Schnittstelle ASA
Zur Einbindung des WOW! Emission Systems in ein ASA-Netzwerk (asanetwork) müssen folgende
Einstellungen vorgenommen werden.
Die Schnittstelle ASA ist optional erhältlich und muss zusätzlich freigeschaltet werden.
●
Wenn Sie die ASA-Schnittstelle freigeschaltet haben, erscheint in den Einstellungen links unter
Schnittstellen der Punkt „ASA-NETWORK“.
●
Setzen Sie das Häkchen bei „ASA-Schnittstelle verwenden“
●
Tragen Sie unter „Arbeitsplatz DLOC“ den Netzwerk-Namen ein, der Ihrem Abgas-System
zugewiesenen wurde.
●
Klicken Sie auf [Speichern].
4.3 Speichermodul (Verwaltung gespeicherter Fahrzeuginformationen)
Hier können Sie einstellen, wie die Daten der durchgeführten Abgasuntersuchungen gespeichert werden
sollen.
●
„Speichermodul aus“: Es werden keine Daten gespeichert.
Diese Einstellung empfehlen wir Ihnen nicht.
●
„Fahrzeug ohne Kundendaten speichern“: Nach jeder
Abgasuntersuchung werden die Daten sowie der Ausdruck
ohne Ihr zutun automatisch gespeichert. Dadurch haben Sie
später immer die Möglichkeit, die Fahrzeuge und die bereits
durchgeführten Abgasuntersuchungen wiederzufinden, um
die Daten nochmals anzusehen, auszudrucken, oder für
eine neue Abgasuntersuchung wieder zu verwenden.
●
„Fahrzeug mit Kundendaten speichern“: Nach jeder
Abgasuntersuchung werden Sie aufgefordert, den Kunden
anzugeben, für dessen Fahrzeug Sie gerade die
Abgasuntersuchung durchgeführt haben. Dadurch haben Sie später die Möglichkeit, nicht nur anhand der
Fahrzeugdaten, sondern zusätzlich anhand der Kundendaten ein Fahrzeug oder eine Abgasuntersuchung
wiederzufinden.
4.4 Diagnose
Hier nehmen Sie die Einstellungen für die Diagnose-Geräte vor. Dies hängt davon ab, welche ProgrammModule Sie erworben haben. Weitere Informationen zur Einstellung entnehmen Sie bitte dem
Benutzerhandbuch WoW! Software.
- 17 -
4.5 Abgas
Hier nehmen Sie die Einstellungen für die verwendeten Abgasprüfgeräte vor.
Mögliche Hardware:
E-BOX-PC (Benzin)
DIBENCH (Diesel)
WDA 3 Mobil (Diesel)
Die von Ihnen verwendeten Abgasmessgeräte müssen in den Programmeinstellungen > Anschlüsse wie unten
beschrieben eingerichtet werden.
4.5.1
Einstellungen
AU mit OBD / AU ohne OBD
Hier kann die Anzahl der Prüfbescheinigungen bzw. Nachweise angepasst werden. Im Normalfall werden 2
Exemplare benötigt, eins für Ihre Dokumentation und eines für den Kunden.
HINWEIS: Die Einstellung für AU ohne OBD muss voraussichtlich ab 01.01.2010 auf Nachweis
umgestellt werden.
4.5.2
Kilometerstand übernehmen aus Schnittstelle
Wenn hier ein Häkchen gesetzt ist, wird der Kilometerstand
aus einem externen Auftrags-Bearbeitungs-System (z.B. ASA,
Werbas) über die Schnittstellen (Kapitel 4.2) in die
Abgasuntersuchung übernommen. Er ist dann bei der Eingabe
der Fahrzeugdaten in der Abgasuntersuchung automatisch
eingetragen.
Simulation
Hier kann der AU-Ablauf mit Messwerten aus einem
Messwerte-Simulator nachgestellt werden.
ACHTUNG! Die Simulation ist nur für Testzwecke und
Vorführungen einzusetzen.
4.5.3
Anschlüsse
Otto-Abgasmesszelle
Wählen Sie hier den EBOX-PC als Messzelle aus. Für Diesel
stand alone Systeme (WDA 3 Mobil) wählen Sie hier bitte
„Nicht unterstützt“
E-Box COM Anschluss
Der COM Anschluss für die Abgas-Messzelle sollte immer auf
„COM 1“ eingestellt sein. Achten Sie darauf, dass die AbgasMesszelle auch wirklich am COM1 Anschluss Abgas-Messzelle
des Rechners angeschlossen ist.
- 18 -
Diesel Opazimeter:
Stellen Sie hier das von Ihnen verwendete Diesel-Opazimeter ein. Prüfen Sie, welches Gerät Sie verwenden.
Würth Online World GmbH
Schliffenstraße/Falkhof 74653 Künzelsau
www.wow-portal.com Tel.:+49(0)7940-151770 Fax:+49(0)7940-153299
Typ:
WDA3 MOBIL
Trübungskoeffizient k: 0 – 9,99m-1
18.09
Trübungsgrad N:
0 – 99,9%
Spannung/HZ:
24V AC / 50Hz
xx.xx
Nennleistung:
5A
Messkammerlänge:
260mm
FD:
Serien Nr.:
Wartung
0901
AAWDC93039B
halbjährlich
BOX-CODE: 008098E687FF
WDA 3 Mobil
Made in Europe
EBOX-PC -DIBENCH
WDA 3 Mobil
Bei Verwendung der WDA 3 MOBIL muss der BOX-CODE zur
Bluetooth-Identifizierung hier (1) eingetragen werden.
Den BOX-CODE finden Sie auf den Typenschild der WDA 3
Mobil.
EOBD
Wählen Sie hier das von Ihnen verwendete OBD-Diagnose
Tool aus und klicken Sie [Suche].
●
EOBD-Tool CAP4202
●
Snooper BT
●
Snooper = wenn dieser über ein USB Kabel verbunden wird.
EOBD Tool CAP 4202
WOW! Snooper BT
Folgen Sie den Anweisungen und Hilfetexten im Programm. Die Konfiguration ist bedienergeführt.
HINWEIS: Beachten Sie immer die Hinweise und Informationen im Programm
Drehzahlquelle:
Wählen Sie EBOX-PC wenn Sie die Drehzahlerfassung über die
EBOX steuern möchten. Z.B.:
●
Induktive Triggerzange
●
Messung der Batterie-Restwelligkeit
●
Klemmgeber für Dieselfahrzeuge.
E-Box: Automatische Suche der Drehzahlquelle
Ist der Haken hier gesetzt, kann in der Drehzahlanpassung die automatische Drehzahlerkennung gewählt
werden. Diese Einstellung kann aber zu minderer Signalqualität führen und wird daher nicht empfohlen.
- 19 -
(1)
DTB
Für die Verwendung der Drehzahlerfassung DTB muss der
DTB BOX-CODE zur Identifizierung hier (2) eingetragen
werden.
(2)
Den DTB BOX-CODE finden Sie auf den Typenschild der DTB.
(2)
ACHTUNG!
Bitte immer alle Stellen des BOX-Code eintragen, auch die
führende 0
- 20 -
4.6 Software-Schnittstellen
Über die Software-Schnittstellen können Sie Daten von anderen Programmen importieren und exportieren.
Beispielsweise können sie aus einem Auftrag eines Buchhaltungsprogramms bequem Fahrzeugdaten
übernehmen und müssen diese nicht noch einmal von Hand eingeben.
Nach einer durchgeführten Abgasuntersuchung wird die Prüfbescheinigung an das Buchhaltungsprogramm
exportiert und kann als Anlage zu dem Kunden abgespeichert werden.
●
Öffnen Sie die Schnittstellen mit der Taste [F10] oder mit Klick auf
in der Symbolleiste.
Klicken Sie auf [offene Aufträge] und wählen Sie den gewünschten Auftrag aus. Bestätigen Sie diesen mit
[Auswählen].
●
Die Fahrzeugdaten werden direkt in die AU-Fahrzeugdaten übernommen. Kontrollieren Sie die
Fahrzeugdaten auf Übereinstimmung.
●
Nach Beendigung der Abgasuntersuchung wird die Prüfbescheinigung automatisch an das
Buchhaltungsprogramm übergeben.
●
Durch Klicken auf [Aktualisieren] werden die Aufträge mit dem Buchhaltungsprogramm abgeglichen.
●
Durch Klicken auf [Details] werden Ihnen die kompletten Kunden- und Fahrzeugdaten angezeigt.
4.7 Online Update
Damit Ihr Programm auf dem neusten Stand bleibt, können Sie jederzeit ein Online Update durchführen.
●
Drücken Sie die Taste [F9] oder klicken Sie
[Starten des Online-Updates] in der Symbolleiste.
●
Im folgenden Fenster starten Sie das Update mit [Start].
●
Nach durchgeführtem Download muss die WOW! Software neu gestartet werden. Sie werden
gefragt, ob sie jetzt einen Neustart durchführen möchten.
HINWEIS: Die bei der AU verwendeten Solldaten dürfen nicht älter sein als ein Jahr. Die Solldaten sind im
ersten Jahr nach Kauf Ihres Abgas-Systems kostenlos freigeschaltet. Um nach Ablauf dieser Zeit weiterhin
aktuelle Solldaten zur Verfügung zu haben, schließen Sie bitte einen Lizenzvertrag ab.
- 21 -
5
Drehzahl- und Temperaturmessung
HINWEIS
Bei der Drehzahlmessung beim Einsatz der WOW! WDA3 in Verbindung mit der WOW! DTB beachten Sie
bitte das Handbuch DTB
ACHTUNG!
Alle Eingriffe und Arbeiten an der Zündanlage dürfen nur bei stehendem Motor und ausgeschalteter
Zündung durchgeführt werden.
Beim Anschluss der Triggerzange kann es bei fehlerhaften Zündanlagen durch Spannungsüberschläge zu
Verletzungen und Sachschäden kommen.
5.1 Drehzahlanpassung
Durch Klick auf
[Drehzahleinstellung] in der Symbolleiste können Sie die Drehzahlquelle und die Anzahl
der Zünd-Impulse pro 720° KW einstellen und testen.
●
●
●
Das Feld (1) zeigt Ihnen die derzeit erkannte
Drehzahlquelle und die Impulse pro 720° KW an, die
im Moment vom Abgas-System zur Ermittlung der
Drehzahl verwendet werden.
Im Listenfeld (2) wählen Sie die gewünschte
Drehzahlquelle die Sie zur Ermittlung der Drehzahl
verwenden. z.B.: Batterie (Batterie-Restwelligkeit) oder
Triggerzange (Induktivsignal)
1
2
3
Nach erfolgreicher Suche der Drehzahlquelle kann
im Feld (3) der Kalkulationsfaktor (Impulse)
angepasst werden.
HINWEIS: Nach erfolgreicher Anpassung der Drehzahl bitte durch mehrere Gasstöße prüfen, ob die
Drehzahlerfassung stabil ist.
5.1.1
Induktive Triggerzange (E-BOX)
Als Quelle zur Erfassung der Drehzahl steht die Triggerzange zur Verfügung. Induktive Triggerzange bitte an
der Abgas-Messzelle an Anschlussbuchse (7 Anschluss für Triggerzange) anschließen.
Die induktive Triggerzange wird zur Ermittlung der Motordrehzahl an Fahrzeugen mit Ottomotor verwendet.
Sie wird an eine der Zündleitungen zu einer Zündkerze angeschlossen. Jeder Zündfunke erzeugt in der Zange
einen elektrischen Impuls, mit dem die Drehzahl ermittelt wird (Einstellung der Zylinder bei manueller Auswahl
der Drehzahlerfassungsquelle beachten).
Die induktive Triggerzange kann auch an den Primäranschluss Klemme 1 (über das Kabel) angeklemmt
werden.
5.1.2
Primäranschluss an der Zündspule (E-BOX optional)
Dieses Adaptionskabel ist optional lieferbar. Bitte wenden Sie
sich an Ihren Vertriebspartner.
Bei Anschluss an die Zündspule wird der rote Anschluss 1
(Signal) an die Klemme 15 angeschlossen und der schwarze 2
(Masse) Anschluss an Klemme 1.
- 22 -
5.1.3
Messung der Batterie-Restwelligkeit (E-BOX )
Dieses Adaptionskabel ist optional lieferbar. Bitte wenden Sie
sich an Ihren Vertriebspartner.
Batteriekabel an die Abgas-Messzelle (6 Anschluss für
Drehzahlmessung) anschließen.
Das Batteriekabel wird an den Plus- (+) und Minuspol (-) der
Batterie angeklemmt. Die Belastung der Batterie durch die
Zündung und die Aufladung durch den Ladestrom der
Lichtmaschine erzeugt eine Restwelligkeit der
Batteriespannung. Diese wird von der Abgas-Messzelle erfasst
und zu einer Motordrehzahl verrechnet. Diese Art der Messung ist bei den meisten Otto- und Dieselfahrzeugen
möglich.
Bitte rechnen Sie damit, dass die Berechnung der Drehzahl einige Sekunden dauern kann (bis zu einer
Minute). Sollte kein befriedigendes Ergebnis bei der Drehzahlerfassung über die Oberwelligkeit erzielt werden,
so kann der Vorgang durch kurzes Abklemmen der Batteriekabel-Adapterklemmen oder durch Anwahl und
Anschluss einer anderen Drehzahlquelle wiederholt werden.
TIPP: Es wird empfohlen, einen weiteren Verbraucher (Licht, Scheibenheizung etc.) einzuschalten, bevor
die Batterie an die Abgas-Messzelle angeschlossen wird.
HINWEIS: Batterieklemmen erst anklemmen wenn das Fahrzeug schon läuft und die elektrischen
Verbraucher angeschaltet sind, da sonst die Berechnungsgrundlage für die Drehzahl nicht stimmt. Bei
springender Drehzahl nehmen Sie die Batterieklemmen noch einmal ab, warten 10 Sekunden und
klemmen diese dann wieder an.
Sollten die Batterieklemmen bereits am Fahrzeug angesteckt sein, wenn der Motor gestartet wird, dann
wird der Startvorgang mit all seinen Spannungsspitzen mit einbezogen. Wodurch das Ergebnis stark
verfälscht werden kann.
Mögliche Fehlerquellen:
●
Generator hat einen Defekt, z.B. an den Plus/Minus-Dioden.
●
Fahrzeug mit Batteriemanagementsystem, welches die Oberwelligkeit glättet. (z.B. BMW, Audi).
●
Schweißarbeiten in direkter Umgebung.
●
Keilriemen, Keilrippenriemen ist zu lose, beim Gasgeben / Gaswegnehmen rutscht dieser durch.
●
Aggregate im direkten Umfeld Motorraum, z.B. sporadisch eingeschaltete Verbraucher wie Lüfter
erzeugen Störeinflüsse.
●
Störende Verbraucher, z.B. Klimaanlage oder elektrische Lenkung (A-Klasse) sind eingeschaltet.
●
Mehr als eine Batterie ist verbaut, z.B. Geländewagen, hier ist auf den richtigen Abgriffspunkt zu
achten.
●
Masseleitung hat keine sichere Fahrzeugmasse.
- 23 -
5.1.4
TD- oder TN-Impuls (E-BOX optional)
Dieses Adaptionskabel ist optional lieferbar. Bitte wenden Sie
sich an Ihren Vertriebspartner.
Der TD, TN-Impuls ist ein Rechteck-Signal, das die
Motorelektronik am Diagnosestecker vieler Fahrzeuge zur
Verfügung stellt. Zu seiner Messung wird das gleiche Kabel
verwendet, mit dem auch die Batterie-Restwelligkeit erfasst
wird. Die Krokodilklemme kann zur besseren Adaptierung
abgenommen werden, so dass mit Prüfspitzen gemessen
werden kann.
Am Fahrzeug wird der TD, TN-Impuls vom entsprechenden
Ausgang der Diagnosebuchse abgenommen
(Herstellerangaben beachten, siehe hierzu
Zusatzinformationen in der Symbolleiste).
1 rot
=Signal
2 schwarz
=Masse
5.1.5
Klemme „W“ (E-BOX optional)
Es wird ebenfalls das Kabel rot/schwarz für die Batterie-Restwelligkeit verwendet. Fahrzeugseitig wird das
Kabel zwischen Masse und der Klemme „W“ an der Lichtmaschine angeschlossen. Oftmals ist das Klemme
„W“ Signal in der Nähe des Armaturenbrettes als Anschlusskontakt für die Drehzahlmessung vorhanden.
1 rot
=Signal
2 schwarz
=Masse
5.1.6
OBD-Tool
Mit dem OBD-Tool wird die Drehzahl über die 16 Pin Diagnosebuchse im Fahrzeug direkt aus dem
Motorsteuergerät ausgelesen. Achten Sie auf die richtigen Einstellungen für das OBD-Tool. Diese finden Sie in
den Programmeinstellungen Abgas>Anschlüsse>EOBD. 4.5.3 Anschlüsse
5.1.7
Klemmgeber für Dieselfahrzeuge (E-BOX)
HINWEIS: Diese Art der Drehzahlerfassung wird nicht mehr empfohlen. Moderne Einspritzsysteme
(Direkteinspritzung) arbeiten mit hohem Einspritzdruck und erfordern somit eine doppelwandige
Einspritzleitung. Aus diesem Grund entsteht keine ausreichende Ausdehnung der Einspritzleitung und
somit kein Impuls.
Der piezoelektrische Klemmgeber wird an der E-BOX an die Anschlussbuchse 8 Anschluss für Klemmgeber
(Option) angeschlossen.
Der Klemmgeber dient zur Messung der Drehzahl an älteren Dieselmotoren. Er wird um eine Einspritzleitung
gelegt und mit der Rändelschraube festgezogen. Die Krokodilklemme wird an die Leitung geklemmt. Die
winzige Ausdehnung der Einspritzleitung bei jedem Einspritzvorgang erzeugt einen elektrischen Impuls, der zur
Drehzahlermittlung herangezogen wird.
Um den Klemmgeber anzuschließen, gehen Sie folgendermaßen vor:
●
Den Klemmgeber an ein gerades Stück der Einspritzleitung von Zylinder 1 nahe der Einspritzpumpe oder
der Einspritzdüse anklemmen.
●
Die Druckflächen des Klemmgebers mit einem sauberen Tuch reinigen.
●
Die Einspritzleitung an der Klemmstelle reinigen.
●
Weist die Klemmstelle Kratzer, Riefen, Druckstellen, Klarlack, Rost oder Korrosion auf, so ist die
betreffende Stelle mit einem feinen Schmirgelleinen abzuschleifen. Schmirgelstelle reinigen.
●
Der Klemmgeber muss exakt auf die Einspritzleitung passen.
●
Klemmgeberkabel am Klemmgeber aufstecken. Masseclip neben dem Geber an die Einspritzleitung
klemmen.
- 24 -
●
Die Schraube des Klemmgebers darf nicht zu lose, aber auch nicht zu fest angezogen sein.
ACHTUNG! Bei dem Klemmgeber handelt es sich um ein hochempfindliches Bauteil. Für mechanisch
beschädigte Klemmgeber wird keine Garantie übernommen.
5.2 Temperaturmessung
HINWEIS
Bei der Temperaturmessung beim Einsatz der WOW! WDA3 in Verbindung mit der WOW! DTB beachten
Sie bitte das Handbuch DTB
Die Öltemperatur-Sonde an der E-BOX an die
Anschlussbuchse 9 Anschluss für Ölmessstab
anschließen.
ACHTUNG! Die Temperaturmessung darf ausschließlich bei stehendem Motor durchgeführt werden.
Bei Nichtbeachtung kann es zu Schäden an Fahrzeug und Abgas-Messzelle kommen, des Weiteren
können Abgas-Messfehler nicht ausgeschlossen werden (Ansaugen von „falscher Luft“ über das
Führungsrohr des Ölmessstabes).
5.2.1
Vorgehensweise Öl-Temperaturmessung
●
Den warm gefahrenen Motor abstellen.
●
Zur Temperaturmessung mit der Öltemperatursonde wird der Ölmessstab aus dem Führungsrohr
herausgezogen. Der Gummistopfen der Sonde wird so eingestellt, dass die Länge der Sonde dem
Ölmessstab entspricht.
●
Stecken Sie die Sonde anstelle des Ölmessstabes in das Führungsrohr.
●
Temperaturmessung durchführen.
●
Ölmessstab wieder in den Motorblock einführen.
5.2.2
Manuelle Temperatureingabe
Bei einigen Herstellern kann die Temperatur auch von Hand eingegeben werden. Dazu klicken Sie auf
[manuelle Eingabe] bei den Sollwerten der Abgasuntersuchung.
Die Eingabe muss größer als die vorgegebene Mindestöltemperatur sein.
HINWEIS: Die Schaltfläche [Manuelle Eingabe] ist nur aktiv, wenn zuvor in der Sollwerte-Eingabe die
Manuelle Eingabe selektiert wurde.
5.2.3
Alternative Temperaturmessung
Bei Fahrzeugen, z.B. LKW, kann es lange dauern bis die MotorölTemperatur erreicht wird. Daher kann bei solchen Fahrzeugen
eine alternative Temperatur, z.B. die Kühlmitteltemperatur,
erfasst und eingegeben werden.
●
Dazu klicken Sie auf [Alternative Eingabe] bei der
Temperaturmessung in der Abgasuntersuchung.
HINWEIS: Die Schaltfläche [Alternative Eingabe] ist nur aktiv,
wenn zuvor in der Sollwerte-Eingabe die Alternative Eingabe
selektiert wurde.
Geben Sie nun die Art der Temperatur-Ermittlung, die Sie
alternativ verwendet haben, ein. (z.B. Kühlmittel-Temperaturanzeige).
- 25 -
6
Vorbereitung zur AU
6.1 Start und Anmelden (Login)
Nach dem Einschalten der Abgasstation (bzw. dem Start des WOW!-Programmes, siehe Einschalten der
Anlage) sehen Sie folgendes Fenster:
●
Bitte tragen Sie hier den Ihnen bei
der Freischaltung zugewiesenen Benutzernamen und das
Kennwort ein und bestätigen Sie mit der Taste [Enter] oder
mit Klick auf [Login]. Sollten Sie das Kennwort oder den
Benutzernamen vergessen haben, schauen Sie auf dem
Registrierungsformular oder setzen Sie sich bitte mit der
technischen Hotline in Verbindung.
●
Sie gelangen nun zur Fahrzeugauswahl und haben zwei
Möglichkeiten, in das Abgasmodul zu gelangen.
○
Fahrzeugauswahl siehe 6.2 oder
○
ohne Fahrzeugauswahl siehe 6.3.
6.2 AU mit Fahrzeugauswahl
In der Fahrzeugauswahl gibt es mehrere Möglichkeiten, das von Ihnen benötigte Fahrzeug zu finden. Sie
können nach Baujahr/Hersteller/Modellreihe auswählen(1,2,3,4), nach dem Motorcode suchen (5), nach KBANummern (HSN / TSN) (8), oder einfach die 10 zuletzt ausgewählten Fahrzeuge ansehen (6). Wenn Sie schon
einmal mit einem Fahrzeug eine Diagnose gespeichert haben, können sie auch mit dem Speichermodul
(Speichermodul(3):) das Fahrzeug wiederfinden.
ACHTUNG! Wir übernehmen keine Haftung für fehlerhafte Eintragungen in den Fahrzeugdaten bzw.
Abgasuntersuchungs-Solldaten
6.2.1
Auswahl nach Baujahr / Hersteller / Modellreihe
Wählen Sie in den Feldern (1) bis (4) nacheinander
jeweils das gewünschte Kriterium. So wird das
Fahrzeug Schritt für Schritt genauer definiert.
Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit (7) [OK]. Sie
gelangen nun ins Programm-Hauptfenster.
TIPP: Sie können die Suche beschleunigen,
indem Sie im aktiven Feld den gewünschten
Anfangsbuchstaben eingeben.
- 26 -
6.2.2
Auswahl nach Motorcode
Klicken Sie auf (5 )[Auswahl nach Motorcode]. Sie können jetzt den
Motorcode eingeben. Starten Sie die Suche in der Datenbank mit [Suche]. In
der darauf folgenden Liste werden alle entsprechenden Fahrzeuge
angezeigt. Markieren Sie das gewünschte Fahrzeug und bestätigen Sie Ihre
Auswahl mit [OK]. Sie gelangen nun ins Programm-Hauptfenster. 6.2.6
6.2.3
Auswahl nach letzten zehn Fahrzeugen
Die zehn zuletzt ausgewählten Fahrzeuge werden automatisch gespeichert. Sie werden mit einem Klick auf (6)
[Letzten zehn Fahrzeuge] angezeigt.
Markieren Sie das gewünschte Fahrzeug. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit [OK]. Sie gelangen nun ins
Programm-Hauptfenster 6.2.6
6.2.4
Auswahl nach HSN/TSN (KBA)
Klicken Sie auf die 8 [HSN/TSN]. Sie können jetzt die Schlüsselnummern
aus den Fahrzeugpapieren eingeben.
●
HSN (Hersteller-Schlüssel-Nummer, KBA zu 2): Geben Sie bitte alle
vier Stellen ein.
●
TSN (Typ-Schlüssel-Nummer, KBA zu 3): Geben Sie bitte die ersten
drei Stellen ein.
Starten Sie die Suche in der Datenbank mit [Suche]. In der darauf folgenden
Liste werden alle entsprechenden Fahrzeuge angezeigt. Markieren Sie das
gewünschte Fahrzeug bestätigen Sie Ihre Auswahl mit [OK]. Sie gelangen
nun ins Programm-Hauptfenster 6.2.6.
6.2.5
Auswahl nach gespeicherten Fahrzeuginformationen
Wenn das Speichermodul in den Programmeinstellungen aktiviert wurde 4.3 werden die Daten nach einer
durchgeführten AU im Speichermodul abgelegt. Sie können dann im Speichermodul erneut aufgerufen
werden. Die Fahrzeugdaten und die AU-Solldaten werden dann in die neue AU übernommen.
Klicken Sie in der Symbolleiste auf
gespeicherter Fahrzeuginformationen]
[Verwaltung
Geben Sie im Feld links oben das Kennzeichen oder die
Fahrgestellnummer ein (möglich ist auch die Suche nach
Hersteller, Modell oder Motorcode). Klicken Sie auf [Suche] um
die Suche in der Datenbank zu starten. In der Liste unten
werden die passenden Fahrzeuge angezeigt. Klicken Sie auf
das von Ihnen gesuchte Fahrzeug. Bestätigen Sie Ihre Auswahl
mit [Auswählen]. Sie gelangen nun ins ProgrammHauptfenster.6.2.6.
- 27 -
6.2.6
Programm-Hauptfenster
Haben Sie ein Fahrzeug ausgewählt und mit [OK] bestätigt,
gelangen Sie ins Programm-Hauptfenster. Sie starten das
Abgas-Modul mit der Taste [F5] oder mit Klick auf (1)
[5.Abgas] oder (2)
Symbolleiste.
[Abgasuntersuchung] in der
6.3 AU Ohne Fahrzeugauswahl
Sie können eine Abgasuntersuchung starten, ohne vorher ein
Fahrzeug ausgewählt zu haben. In diesem Fall müssen Sie
allerdings später sämtliche Fahrzeugdaten von Hand
eingeben. Auch die gesetzlich vorgeschriebenen AbgasSollwerte der Hersteller können so nicht automatisch aus der
Datenbank in die Abgasuntersuchung übernommen werden,
sondern müssen von Ihnen händisch eingetragen werden.
TIPP: Sie bekommen nur dann Abgas-Sollwerte, wenn sie
vor jeder Abgasuntersuchung das aktuelle Fahrzeug
auswählen. Das spart dann Zeit bei der Eingabe der
Fahrzeugdaten.
Durch Klick auf
Abgasmodul.
[Abgasuntersuchung] in der Symbolleiste bzw. mit der Taste [F5] gelangen Sie direkt in das
Wählen Sie in der Auswahl [Otto] oder [Diesel].
- 28 -
6.4 Das Abgas-Modul
Hier Starten Sie alle Messungen, Wartungs und
Einstellungsarbeiten für die Abgasuntersuchung
Aufwärmphase der Abgas-Messgerät
Sollten die Abgas-Messgeräte noch nicht betriebsbereit sein, so
erscheint ein Fenster, das Sie zum Warten auffordert. Der
Verbindungsaufbau und das Aufwärmen beim Einschalten der
Messgeräte aus dem kalten Zustand nimmt etwas Zeit in
Anspruch. Beachten Sie hierzu die Hinweise im Programm.
WDA 3 Mobil
Stellen Sie die WDA 3 MOBIL zum Aufwärmen im die DockingStation und schalten Sie diese und die WDA 3 MOBIL ein. Der
Betriebszustand wird im Programm und an der WDA 3 Mobil
(LED Anzeige) angezeigt. Die Aufwärmzeit dauert ca. 7-15
min. je nach Umgebungstemperatur.
Nehmen Sie die WDA 3 Mobil nur aus der Docking Station, wenn Sie eine Messung vornehmen oder von
der AU Software dazu aufgefordert werden.
Starten einer Abgasuntersuchung
Durch Klick auf [AU mit OBD] bzw. [AU ohne OBD] wird die
Abgasuntersuchung gestartet.
- 29 -
7
Ablauf der Abgasuntersuchung Otto/Diesel
Abgasuntersuchungs-Arten
Bei Otto gibt es die AU-Arten ohne Kat, mit ungeregeltem Kat, mit geregeltem Kat, mit geregeltem Kat und
OBD. Bei Diesel gibt es nur die AU-Arten ohne OBD und mit OBD, (jeweils über und unter 3,5 Tonnen). Auch
bei Abgasuntersuchungen ohne OBD kann die Drehzahl über OBD aufgenommen werden, wenn dies vom
Fahrzeug unterstützt wird.
Timeout-Kontrolle
Wenn Sie während einer Abgasuntersuchung zehn Minuten lang keine logische Eingabe vornehmen, bricht
das Programm selbständig ab und springt zur Auswertung. Sie haben dann die Möglichkeit, eine Erläuterung
von bis zu 120 Zeichen einzugeben. Danach wird der gesetzliche Nachweis bzw. die Prüfbescheinigung
ausgedruckt.
ACHTUNG! Beachten und befolgen Sie bitte immer die Hinweise und Warnungen im Programm.
1.
AU-Fahrzeug-Varianten-Auswahl
Haben Sie auf [AU mit OBD] bzw. [AU ohne OBD] geklickt, startet die Abgasuntersuchung.
Zuerst öffnet sich das Fenster „AU-Fahrzeug-Varianten-Auswahl“. Hier wählen Sie ein Fahrzeug aus. Damit
können dann sowohl die Fahrzeug-Daten als auch die Abgasuntersuchungs-Sollwerte automatisch
eingetragen werden.
In der Tabelle haben Sie gegebenenfalls mehrere Möglichkeiten:
Standardwerte (1):
Für eine Abgasuntersuchung nach den
gesetzlich vorgeschriebenen
Sollwerten. Diese müssen ggf.
vervollständigt werden. Diese Auswahl
steht immer zur Verfügung.
Letztes Fahrzeug (2):
1
2
3
4
Wenn Sie schon eine
Abgasuntersuchung durchgeführt
hatten, die eventuell nicht bestanden
wurde, können Sie die Fahrzeugdaten
der letzen AU übernehmen. Sie
müssen die Fahrzeugdaten nicht
erneut von Hand eingeben. Bei Bedarf
können diese noch angepasst werden.
Klicken Sie die gewünschte Zeile an
und starten Sie die Abgasuntersuchung
mit Klick auf [neue AU].
Speichermodul(3):
Wenn Sie ein Fahrzeug aus dem Speichermodul ausgewählt haben, wird dieses hier angezeigt. Alle
Fahrzeugdaten werden dann automatisch übernommen und Sie brauchen nur noch den Kilometerstand zu
aktualisieren. Klicken Sie das Fahrzeug an und starten Sie die Abgasuntersuchung mit Klick auf [neue AU].
Solldatenbank: (4)
Wenn Sie ein Fahrzeug über die Fahrzeugauswahl ausgewählt haben, werden die Varianten des Fahrzeugs
hier angezeigt, z.B. Motorausstattungs- oder Getriebevarianten. Klicken Sie das gewünschte Fahrzeug an um
die Daten unten anzuzeigen. Starten Sie die Abgasuntersuchung mit Klick auf [neue AU].
- 30 -
2.
Frischluftabgleich (Diesel)
Der Rauchgasmesser muss vor der freien Beschleunigung mit
Frischluft gespült werden, um sich neu zu kalibrieren.
Beachten Sie bitte die angezeigten Hinweise und
Beschreibungen im Programm.
ACHTUNG! Es ist wichtig, dass sich die Abgassonde nicht im Auspuff befindet. Der Abgleich wird nicht
korrekt durchgeführt, und dies kann während der anschließenden Messungen zu Falschmessungen und
Fehlermeldungen führen.
ACHTUNG! Abgase immer mit der Absauganlage absaugen und Räume gut belüften.
- 31 -
3.
Nullgasabgleich und HC-Rückstandstest (Otto)
Vor jeder Abgasmessung werden ein Nullgasabgleich und ein HCRückstandstest durchgeführt. Die E-BOX stellt sich dabei auf die
Umgebungsgase ein und prüft, ob sich zu viele Kohlenwasserstoffe
im System befinden. Dieser gesetzlich vorgeschriebene Test kann
auch während einer Messung nötig werden, z.B. wenn sich der HCGehalt im Prüfraum verändert. Der HC-Wert darf nicht über 20ppm
liegen.
ACHTUNG! Abgase immer mit der Absauganlage absaugen und Räume gut belüften. Während des HCRückstandstests entfernen Sie bitte unbedingt die Sonde aus dem Auspuff.
4.
Sichtprüfung MI-Lampe (AU mit EOBD)
Die Vorgehensweise der Prüfung ist im Programm beschrieben.
Folgen Sie den Anweisungen.
TIPP: Klicken Sie auf
in der Symbolleiste. Hier bekommen Sie
Zusatzinformationen zur AU und die Einbaulage des
Diagnosesteckers.
Es folgt die Sichtprüfung der MI-Lampe am Armaturenbrett. Folgen
Sie den Anweisungen im Programm und kontrollieren Sie den Status
der MI-Lampe in den Fahrzeug-Instrumenten.
5.
Kommunikationsaufbau (AU mit EOBD)
Bei einer AU nach EOBD wird nun die Verbindung zum Fahrzeug hergestellt. Sollten hierbei Probleme
auftreten, werden Sie vom Programm bedienergeführt zu einer Lösung geleitet. Die Einstellungen für die OBDTools nehmen Sie bitte in den Programmeinstellungen vor
Kann keine Verbindung zum Steuergerät aufgebaut werden, springt das Programm automatisch zur
Fahrzeugdaten-Eingabe. Nach Eingabe der Daten wird ein Ausdruck erstellt, und die AU wird als ‚nicht
bestanden’ beendet.
Tipp: Prüfen Sie bevor Sie eine AU durchführen, mit der Funktion EOBD-Diagnose ob Sie eine Verbindung
zum Steuergerät aufbauen können.
6.
Prüfbereitschaft und MIL-Status (AU mit EOBD)
Die ausgelesenen EOBD-Daten werden angezeigt. Wichtig sind die
Readiness-Codes, der MIL-Status und die Anzahl der
abgasrelevanten Fehler. Falls vom Fahrzeug unterstützt, sehen Sie
hier auch die Fahrzeug-Identnummer (Fahrgestellnummer).
Folgen Sie den Anweisungen im Programm und Kontrollieren Sie
den Status der MI-Lampe in den Fahrzeug-Instrumenten.
- 32 -
7.
Fahrzeugdaten
Hier werden alle spezifischen Daten des zu prüfenden Fahrzeugs
eingetragen. Sie finden Sie im Fahrzeugschein oder Fahrzeugbrief.
Entsprechend der Quelle des von Ihnen gewählten Fahrzeugs (z.B.
Datenbank, Standardwerte, letztes Fahrzeug, 7 AU-FahrzeugVarianten-Auswahl) werden die Felder schon mit den bekannten
Informationen fertig ausgefüllt. Geben Sie ggf. fehlende Daten ein.
●
Feld „zu 1“ und „zu 2“: Geben Sie alle Stellen ein.
●
Feld „zu 3“: Geben Sie die ersten drei Stellen ein.
●
Erstzulassung muss eingegeben werden.
●
Der Motorcode braucht nicht eingegeben zu werden.
●
Die Prüfer können komfortabel aus dem Listenfeld ausgewählt werden. Neue Prüfer tragen sie in den
Programmeinstellungen oder im Wartungs-Bereich 4.1.2 ein.
●
Die Fahrzeug-Identnummer (Fahrgestellnummer) muss mit allen 17 Stellen eingegeben werden, wird aber
automatisch eingetragen, wenn vom Fahrzeug unterstützt.
Bei Diesel wählen Sie nun zwischen über und unter 3,5t zulässigem Gesamtgewicht.
Bei Otto wählen Sie ggf. die Art des Katalysators (ohne, ungeregelt, geregelt).
EOBD überspringen der Abgasmessung
Sind alle Readiness-Codes gesetzt und keine abgasrelevanten Fehler vorhanden und das Fahrzeug ist nach
Baujahr 01.2006, dann erfolgt mit Leitfaden 4 keine Abgasmessung mehr. Das Programm geht in diesem Fall
gleich zur Auswertung. Die AU ist damit beendet. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben wird wie bisher
eine Abgasmessung durchgeführt. Das Programm springt weiter zur Sollwerteingabe.
8.
Sollwerte Abgasmessung
Die Sollwerte für die Abgasmessungen werden angezeigt. Sie werden aus der Datenbank automatisch
übernommen, vorausgesetzt Sie haben ein Fahrzeug ausgewählt, für das Fahrzeugdaten existieren. Haben Sie
Standardwerte ausgewählt, werden hier die gesetzlich vorgegebenen Standard-Abgaswerte angegeben, die
von Ihnen mit Hilfe von Hersteller-Angaben ergänzt und angepasst werden müssen.
Freiwillige Messungen
Die Messungen Konditionierung, Zündzeitpunkt, Schließwinkel, und bei U-Kat auch der erhöhte Leerlauf sind
freiwillig. Werden die zugehörigen hellblau hinterlegten Felder leer gelassen, wird diese Messung
übersprungen. Nur wenn die Felder ausgefüllt werden, wird die Messung durchgeführt und muss in diesem
Fall, für eine erfolgreiche AU, auch bestanden werden. Sollten hier vom Fahrzeughersteller Sollwerte
angegeben sein, wird empfohlen, diese Prüfungen durchzuführen.
TIPP: Bei LKW kann es lange dauern bis die Motoröltemperatur erreicht wird. Daher kann hier die
Aufnahme einer alternativen Temperatur eingestellt werden. In der AU wird dann z.B. die
Kühlmitteltemperatur erfasst und eingegeben.
9.
Sichtprüfung
Die Sichtprüfung muss bis 1.1.2010 bei jeder AU ohne OBD
durchgeführt werden. Die Herstellerangaben sind bei dieser Prüfung
zu beachten.
●
Mit [Abbrechen] können Sie die Abgasuntersuchung ohne
Ausdruck beenden.
●
Klicken Sie [OK] bzw. [nicht OK], um die Sichtprüfung zu
beurteilen.
●
Klicken Sie auf [i] in der Symbolleiste, um Zusatzinformationen
und Herstellerangaben zu erhalten.
- 33 -
10. Konditionierung
Die Konditionierung wird nur durchgeführt, wenn in der
Sollwerteingabe Werte eingetragen wurden. Die Konditionierung soll
den Motor bzw. die Abgasreinigungsanlagen auf Betriebstemperatur
bringen und von Restgase befreien.
Diesel
Es sind so viele Gasstöße durchzuführen, wie in den Sollwerten
vorgegeben wurden. Beim Gasstoß muss die Drehzahl eine Sekunde
über der Mindest-Drehzahl gehalten werden.
Otto
Bringen Sie die Motordrehzahl für die angegebene Zeit in den
grünen Bereich.
●
Adaptieren Sie bitte die gewünschte Drehzahlerfassung, siehe 5.
●
Mit [OK] können Sie die Konditionierung jederzeit beenden und
im Ablauf fortfahren, ohne das Bestehen der AU zu gefährden.
11. Messung der Motortemperatur
Bei einer AU mit OBD wird die Temperatur elektronisch aus dem
Fahrzeug ausgelesen. Ansonsten wird für die Erfassung der Motortemperatur der Ölmessstab durch die ÖlTemperatursonde ersetzt. Siehe Temperaturmessung Kapiel 5.2
ACHTUNG! Die Temperatur darf mit Temperatursonde nur bei stehendem Motor ermittelt werden! Es
besteht die Gefahr, dass Sonde und Motor Schaden nehmen.
●
Warten Sie, bis die erforderliche Temperatur erreicht ist.
●
Je nach AU-Art besteht ggf. die Möglichkeit zur manuellen
Temperatureingabe. Klicken Sie [manuelle Eingabe]
●
Wenn in den Solldaten so ausgewählt, haben Sie auch die
Möglichkeit zur alternativen Temperatureingabe. Klicken Sie
[alternative Eingabe]
12. Zündzeitpunkt und Schließwinkel
Bei einer AU mit Otto ohne OBD ermitteln Sie nun mit einem
externen Messgerät den Zündzeitpunkt und ggf. den Schließwinkel
und geben Sie die Werte in die dafür vorgesehenen Felder ein.
- 34 -
13. Erhöhter Leerlauf
Führen Sie die Abgassonde in den Auspuff ein. Bringen Sie die
Drehzahl in den grünen Bereich. Die Uhr läuft ab, sobald die
Solldrehzahl erreicht ist.
●
Nach erfolgreicher Messung geht das Programm
selbstständig zur nächsten Messung über.
●
War die Messung nicht erfolgreich, starten Sie mit Klick auf
[Wiederholen] einen neuen Messvorgang.
●
Durch Klick auf [Weiter] kann die Messung übersprungen
werden, dies führt allerdings zum Nichtbestehen der AU.
14. Leerlauf
Führen Sie die Abgassonde in den
Auspuff ein. Bringen Sie die Drehzahl
in den grünen Bereich. Die Uhr läuft
ab, sobald die Solldrehzahl erreicht ist.
●
Nach erfolgreicher Messung geht
das Programm selbstständig zur
nächsten Messung über.
●
War die Messung nicht erfolgreich,
starten Sie mit Klick auf [Wiederholen] eine erneute Messung.
●
Durch Klick auf [Weiter] kann die Messung übersprungen werden. Dies führt zum Nichtbestehen der AU.
15. Regelkreisprüfung
An Fahrzeugen mit geregeltem Katalysator ohne OBD muss die Lambdaregelung geprüft werden. Dies
geschieht mit dem Grundverfahren, dem Ersatzverfahren oder dem Alternativverfahren, wie in den Sollwerten
vorgeschrieben.
Grundverfahren
Das Grundverfahren kann mit einer oder zwei Halbwellen durchgeführt werden (Herstellervorgaben
beachten). Die Lambdaregelung versucht, einen definierten Lambdawert zu halten. Das Grundverfahren testet
den Lambdaregelkreis mit Hilfe einer Störgrößenaufschaltung, d.h. es wird bewusst eine kleine Menge
„falsche Luft“ in den Ansaugtrakt eingeleitet (oder durch bewusste Aufschaltung anderer vom
Fahrzeughersteller vorgegebener Fehler), die das Gemisch des Motors verändern. Die Lambdaregelung muss
diesen Fehler erkennen und bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Die Lambdaregelung versucht, wieder
in ihren Ausgangsbereich zurückzukehren.
TIPP: Ausführliche Informationen zur Durchführung des Grundverfahrens finden Sie durch Klick auf
[Zusatzinformationen] in der Symbolleiste.
Grundverfahren mit zwei Halbwellen
HINWEIS: Bitte beachten Sie den roten Text in der Befehlszeile.
●
Die Drehzahl des Motors im Leerlauf in den
Toleranzbereich (grüner Bereich) bringen. Wenn die
Drehzahl und der Lambdawert stabil sind, die Taste [Start]
betätigen.
●
Die Uhr zählt von 60 Sekunden herunter.
●
Schalten Sie die Störgröße auf. Die Lambdawerte
verändern sich daraufhin in Richtung mager (Lambda über
1) oder fett (Lambda unter 1), abhängig von Störgröße
und Motorcharakteristik.
- 35 -
●
Die Aufschaltung wird vom Programm erkannt. Die Uhr zählt daraufhin zum zweiten Mal von 60
Sekunden herunter.
●
Die Lambdaregelung des Fahrzeuges muss die Einregelung (Lambda-Ausgangs-Wert +/- 0.01) erkennen.
Die Uhr zählt dann zum dritten Mal von 60 Sekunden herunter.
●
Nehmen Sie die Störgröße zurück. Der Lambdawert ändert sich daraufhin wieder (meist in die andere
Richtung).
●
Die Rücknahme wird vom Abgas-System erkannt (Wert größer 0.03 / 0.02 als Lambda-Ausgangs-Wert).
Die Uhr zählt daraufhin zum vierten Mal von 60 Sekunden herunter.
●
Die Lambdaregelung des Fahrzeuges muss die Einregelung (Lambda-Ausgangs-Wert +/- 0.01) erkennen.
Wenn die Messung erfolgreich war, springt das Programm automatisch weiter.
Grundverfahren mit einer Halbwelle
Bei manchen Fahrzeugen kann es vorkommen, dass nur die Ausregelung in eine Richtung (mager oder fett)
messbar ist. Die Prüfung erfolgt dann mit nur einer Halbwelle. Sie wird genauso durchgeführt wie mit zwei
Halbwellen. Es erfolgt aber bloß die Aufschaltung und Einregelung, Rücknahme und erneute Einregelung
werden ausgelassen.
ACHTUNG: Bitte nicht vergessen, die Störgröße wieder wegzunehmen!
Alternativverfahren
Informationen, ob vom Fahrzeughersteller ein Alternativverfahren angeboten
wird, finden Sie durch Klick auf
[Zusatzinformationen] in der Symbolleiste.
Führen Sie das Alternativverfahren durch. Beurteilen Sie die Prüfung durch
Klick auf [OK] bzw. [nicht OK].
Ersatzverfahren
Informationen, ob vom Fahrzeughersteller ein Ersatzverfahren angeboten wird,
finden Sie durch Klick auf
[Zusatzinformationen] in der Symbolleiste.
Führen Sie das Ersatzverfahren durch. Beurteilen Sie die Prüfung mit Klick auf
[OK] bzw. [nicht OK].
16. Abregeldrehzahl (Diesel)
Bei der Aufforderung ‚Gas geben!’ treten Sie zügig das Gaspedal
durch. Sobald sich die Drehzahl im angegebenen Band befindet,
läuft die Uhr ab. Halten Sie das Gas, bis die Uhr abgelaufen ist.
●
Sollte die Drehzahl aus dem vorgegebenen Drehzahlband
herausgehen, so wird die Uhr zurückgesetzt.
●
Durch Klick auf [Weiter] wird die Messung übersprungen, dies
führt jedoch zum Nichtbestehen der AU.
17. Frischluftabgleich (Diesel)
Das Prüfgerät muss vor der freien Beschleunigung mit
Frischluft gespült werden, um sich neu zu kalibrieren. Der
Rauchgasmesser stellt sich dabei auf die Umgebungsluft ein.
ACHTUNG! Es ist wichtig, dass sich die Abgassonde nicht
im Auspuff befindet. Sonst misslingt der Abgleich, und es
kann während der anschließenden Messungen zu
Falschmessungen und Fehlermeldungen kommen.
ACHTUNG! Abgase immer mit der Absauganlage
absaugen und Räume gut belüften.
Achten Sie auf die Hinweise im Programm. Nehmen Sie die
- 36 -
WDA 3 Mobil erst aus der Docking Station und führen Sie die Abgassonde in den Auspuff ein, wenn es im
Programm angezeigt wird.
18. Freie Beschleunigung (Diesel)
Nur bei Diesel. Die „freie Beschleunigung“ besteht aus mindestens drei aufeinander folgenden
Beschleunigungen (den Gasstößen), die jeweils einzeln für sich bestanden werden müssen. Danach werden
noch Bandbreiten und Mittelwerte aus den letzten drei Beschleunigungen berechnet, die ebenfalls bestanden
werden müssen. Wenn nicht, werden solange weitere Beschleunigungen durchgeführt, bis alle Anforderungen
erfüllt sind. Das Programm führt Sie automatisch durch die Messung der freien Beschleunigung.
ACHTUNG! Vor der ersten Beschleunigung führen Sie bitte die
Abgassonde in den Auspuff ein.
●
Es können beliebig viele Beschleunigungen durchgeführt werden,
bis die letzten drei Beschleunigungen und die berechneten
Bandbreiten und Mittelwerte in Ordnung sind.
●
Mit Klick auf [OK] kann die Messung übersprungen werden. Dies
führt jedoch zum Nichtbestehen der AU.
Phase 1 – Leerlauf
Jede Beschleunigung beginnt mit einer Leerlaufmessung. Die
Drehzahl muss sich im vorgegebenen Band befinden (grüner
Bereich). Verlässt die Drehzahl das Band, wird die Uhr zurückgestellt.
Phase 2 – Freie Beschleunigung
Jetzt folgt die Aufforderung „Gas zu geben“. Treten sie das Gaspedal
zügig durch. Die Drehzahl muss die vorgeschriebene
Abregeldrehzahl erreichen (grüner Bereich). Halten Sie die Drehzahl,
bis Sie wieder zum Leerlauf aufgefordert werden. Achten Sie auf die
dicke rote Schrift. Sie bekommen Hinweise, wenn die Beschleunigung
erkannt, und wenn Sie komplett erfasst wurde.
Folgende Fehler können auftreten:
●
Beschleunigung nicht ausreichend
o Die Beschleunigung erfolgte nicht ausreichend schnell
oder die Drehzahl war nicht hoch genug.
●
Haltezeit zu kurz
o Der Leerlauf wurde schon vor der Anweisung ‚Gas geben!’ überschritten.
●
Beschleunigungszeit zu lang
o Die Beschleunigungszeit bis zum erreichen der Abregeldrehzahl war zu lange.
●
Beschleunigung nicht monoton
o Während der Beschleunigung ist die Drehzahl kurzzeitig wieder abgefallen.
●
Maximaler Drift zu hoch
o Die Trübungswerte sind nicht wieder auf den Ausgangswert gesunken. Eventuell hatte die Sonde
Probleme beim Frischluftabgleich (sie muss dafür unbedingt aus dem Auspuff entfernt werden)
oder eine Reinigung der Sonde könnte nötig sein.
- 37 -
Phase 3 – Bewertung
Die soeben durchgeführte Beschleunigung wird ausgewertet, und das
Ergebnis wird angezeigt. Sollte etwas nicht in Ordnung sein,
bekommen Sie angezeigt, welche Ursache zum Nicht-Bestehen dieser
Beschleunigung geführt hat. Es folgt wieder Phase 1 und so weiter.
Bewertung der freien Beschleunigung
Sind alle folgenden Kriterien erfüllt, ist die „Freie Beschleunigung“ bestanden. Die Abgasuntersuchung wird
automatisch beendet. Das Programm zeigt die Auswertung an.
●
Es müssen drei aufeinander folgende Beschleunigungen bestanden werden (d.h. kein Fehler in Phase 2).
Dabei zählt die erste Beschleunigung nicht mit (Sie wird deshalb zur Erkennung in gelb dargestellt.) Zur
Erkennung eines nicht bestandenen Gasstoßes wird die entsprechende Zeile komplett rot dargestellt.
●
Leerlauf und Abregeldrehzahl müssen im vorgegebenen Drehzahlband liegen. Wenn die Abregeldrehzahl
nicht im grünen Bereich lag, wird der angezeigte Wert zur Erkennung auf rotem Hintergrund angezeigt.
●
Die Bandbreite der Trübung und der Beschleunigungszeit dürfen das vorgegebene Maximum nicht
überschreiten. Die Bandbreite ist die Differenz zwischen dem kleinsten und dem größten Wert der letzten
drei Beschleunigungen (sofern diese in Ordnung waren). Wenn nicht in Ordnung, wird das entsprechende
Feld rot dargestellt.
●
Das Mittel der Trübung darf das vorgegebene Maximum nicht überschreiten. Das Mittel wird berechnet als
arithmetischer Mittelwert der letzten drei Beschleunigungen (sofern diese in Ordnung waren). Wenn nicht
in Ordnung, wird das entsprechende Feld rot dargestellt.
19. Auswertung
Die Abgasuntersuchung wurde beendet. Die Auswertung
zeigt die Ergebnisse der Prüfungen. Unten links sehen
Sie das Ergebnis der Abgasuntersuchung: „bestanden“
bzw. „nicht bestanden“.
●
Bei ‚Mängel nach Nr.4.4 der AU Richtlinie’ geben
sie ‚behoben’ ein, wenn die AU nach der
Beseitigung von Mängeln wiederholt werden musste.
Das dient statistischen Zwecken.
●
Bei ‚Erkannten aber nicht behobene Mängel nach
Nr.5.5’ können Beanstandungen angegeben
werden, trotz derer die AU bestanden wurde. Sie
können dann, z.B. bei der Hauptuntersuchung,
beachtet werden.
●
Bei ‚Erläuterungen’ können Sie einen beliebigen Text von bis zu 120 Zeichen eingeben.
●
Wenn die AU bestanden wurde, erscheint bei ‚gültig bis’ die maximale Gültigkeit der Prüfplakette. Das
Datum kann (z.B. für Rückdatierungen) angepasst werden.
●
Nach Klick auf [zuteilen] bzw. [nicht zuteilen] werden automatisch die Ausdrucke angefertigt. Die Anzahl
der Ausdrucke können sie in den Programmeinstellungen ändern. Kapitel 4.5.1
20. Speichern
Nach jeder AU werden die Daten und die Prüfbescheinigung (bzw. der Nachweis) gespeichert. Sofern im
Speichermodul eingestellt.
TIPP: Bei der nächsten fälligen AU dieses Fahrzeuges können sie die Daten wieder aufrufen, und sparen
damit das erneute Eingeben der Daten von Hand. Kapitel 6.2.5
- 38 -
21. Kundendaten
Wenn Sie möchten, dass zu jedem Fahrzeug, für das Sie eine AU
durchgeführt haben (neben der AU und dem Ausdruck) auch die
Kundendaten gespeichert werden, können Sie dies in den
Programmeinstellungen einstellen. Kapitel 4.3 Sie werden dann
nach jeder AU aufgefordert, die Kundendaten einzugeben.
●
Füllen Sie die erforderlichen Felder aus und klicken Sie
[OK]. Die mit Stern * gekennzeichneten Felder sind
Pflichtfelder, und müssen immer angegeben werden.
oder
●
Klicken Sie [Kundenauswahl], um einen bereits
gespeicherten Kunden auszuwählen (Sie können den
Kunden z.B. anhand des Nachnamens aussuchen, und
brauchen dann die restlichen Daten nicht von Hand
einzugeben).
oder
●
Setzen Sie ein Häkchen vor‚ Fahrzeug ohne Kundendaten speichern’ und klicken Sie [OK]. Es wird
nur noch die AU (plus Ausdruck) und das Fahrzeug gespeichert, jedoch kein zum Fahrzeug
zugehöriger Kunde.
22. Ende der AU
HINWEIS: Bei Fahrzeugen mit zwei getrennten Abgassystemen muss die Messung an beiden
Abgassystemen getrennt nacheinander durchgeführt werden. Klicken Sie [Abgasuntersuchung
wiederholen], dann brauchen Sie die Fahrzeugdaten nicht erneut einzugeben.
●
[Abgasuntersuchung wiederholen]
Wenn die AU nicht bestanden wurde, können Sie hier die
AU einfach mit denselben Werten wiederholen. Weder
Fahrzeugdaten noch Sollwerte brauchen erneut
eingegeben zu werden.
●
[Abgasuntersuchung beenden]
Wenn die AU bestanden wurde, kommen sie hier zurück
zum Anfang.
●
[zusätzlichen Nachweis drucken]
Druckt einen weiteren Nachweis (bzw. Prüfbescheinigung).
●
[Kontrollausdruck]
Der Eichbeamte kann hier einen Kontrollausdruck
erstellen, der zur Nachkalkulation des vom Abgas-System berechneten Lambdawertes dient. Der Ausdruck
enthält die Werte der letzten Abgasuntersuchung.
- 39 -
8
Zusatzfunktionen
8.1 Abgasdiagnose
Otto:
Sie haben das Abgas-Modul gestartet Kapitel 7.4. Nach Klick auf
[Abgas-Diagnose] wird zuerst ein Nullgasabgleich durchgeführt.
Danach beginnt eine Messung, bei der die aktuell gemessen Werte
fortlaufend angezeigt werden.
●
[Zurück] beendet die Messung. Sie gelangen wieder zurück
ins Fenster Abgas.
●
[Einfrieren] fixiert die angezeigten Werte. So können Sie
z.B. alle Werte in Ruhe prüfen, bevor Sie sie ausdrucken.
Die Anzeige der Werte startet erneut durch Klick auf
[Messen].
●
[Drucken] druckt die angezeigten Messwerte.
●
Um die Drehzahl anzupassen, klicken Sie auf
[Drehzahlanpassung] in der Symbolleiste. Kapitel 6.
●
[Mehr Werte] zeigt weitere Werte wie Druck, Strömung,
CO-Korr und Temperatur. Dies dient z.B. der technischen
Hotline zur Ferndiagnose der Abgas-Messzelle.
ACHTUNG! Das Abgas enthält große Anteile an Wasser. Dieses kondensiert im 8m langen Schlauch
aus. Mit verkürzten Schläuchen kann es zu Kondensatbildung im Gerät kommen.
ACHTUNG! Das Abgas und die Auspuffanlage sind heiß: Verbrennungsgefahr!
TIPP: Es wird empfohlen, vor jeder Abgasuntersuchung eine Abgasdiagnose durchzuführen, da Ihnen
diese einen schnellen Überblick über den Zustand des zu prüfenden Fahrzeuges verschafft.
Diesel:
●
Wie bei Fahrzeugen mit Otto-Motor beginnt eine Messung, die die aktuell gemessen Werte fortlaufend
anzeigt. Je nach dem ob in % oder in Meter gemessen werden soll, klicken Sie auf [Abgas-Diagnose %]
bzw. [Abgas-Diagnose 1/m] (Nur DIBENCH). Es wird ein Frischluftabgleich durchgeführt. Die Bedienung
entspricht der Otto-Abgasdiagnose.
8.2 EOBD-Diagnose
Die EOBD-Diagnose ermöglicht Ihnen die Prüfung von abgasrelevanten Teilen, die die EOBD-Standards
unterstützen (Benzin meist ab Baujahr 1.1.2001 und Diesel ab 1.1.2004). Bei Otto-Fahrzeugen mit einer
Zulassung nach Euro 3 und 4, jedoch auch bei einigen älteren Fahrzeugen mit Baujahren vor 2001 besteht
die Möglichkeit der EOBD-Diagnose, sofern sie diese Diagnoseform unterstützen. Der Diagnoseumfang ist im
Moment für den Bereich „Powertrain“ (Antriebsstrang) ausgelegt und bezieht sich auf die Daten von Motor und
Getriebe.
Starten Sie die Diagnose mit Klick auf [EOBD-Diagnose].
- 40 -
Wählen Sie, welches Diagnose-Gerät Sie verwenden.
ACHTUNG! Befolgen Sie bitte die Hinweise und
Meldungen im Programm.
8.2.1
EOBD-Systemstatus (Mode 1 und Mode 9)
Hier haben Sie zunächst die Möglichkeit, eine neue Verbindung zur Kommunikation zwischen den
Komponenten herzustellen. Sie müssen hier darauf achten, dass alle Kabel angeschlossen sind. Die
Kommunikation zum Steuergerät wurde aufgebaut, wenn die weißen Felder im aktuellen Fenster Zahlenwerte
und Informationen enthalten. Diese werden aus dem Steuergerät ausgelesen.
Es werden folgende Informationen angezeigt:
●
Anzahl der gespeicherten Fehler.
●
Status der überwachten Komponenten mit Anzeige
der einzelnen Komponenten.
●
Anzeige des Diagnose-Protokolls.
●
Fahrzeugidentifikation (FIN wird nicht von allen
Steuergeräten unterstützt).
●
MIL-Status: graue Anzeige = MIL-Status aus. Rote
Anzeige = MIL-Status an.
●
Anzeige der Adresse und des angesprochenen
Steuergerätes.
8.2.2
EOBD-Datenlisten (Mode 1)
Hier haben Sie die Möglichkeit, die für das angeschlossene Fahrzeug
verfügbaren Datenlisten aufzurufen.
Klicken Sie auf [Datenlisten auswählen], markieren Sie die
gewünschten Messwerte. Diese werden dann blau hinterlegt. Zum
Übernehmen klicken Sie auf [OK].
Nun werden die Messwerte im Bereich angezeigt. Es können so viele
Datenlisten angezeigt werden wie Sie für die Diagnose benötigen.
Zusätzlich werden Minimal- und Maximal-Werte der aktuellen
Messung angezeigt.
Um neue Datenlisten auszuwählen, klicken Sie wieder auf
[Datenlisten auswählen].
- 41 -
8.2.3
EOBD-Datenlisten graphisch (Mode 1)
Hier können Sie fahrzeugspezifische Datenlisten auswählen
und grafisch darstellen. Der Vorteil dieser Ansicht liegt in der
dynamischen Anzeige der Werte. Klicken Sie auf das kleine
Dreieck ganz rechts im Auswahlfeld und klicken Sie einen der
aufklappenden Werte an. Dieser wird Ihnen nun als Wert und
grafisch angezeigt. Es können bis zu vier Werte gleichzeitig
angezeigt werden. Mit [Starten-Stoppen] kann der Verlauf der
Anzeige gestartet oder gestoppt werden.
Die Vermessungspunkte können mit der Maus verschoben
werden, indem sie zum Lösen und zum Arretieren je einmal
angeklickt werden. Wo der Vermessungspunkt fixiert wird, wird
Ihnen nun der aktuelle Wert an der entsprechenden Stelle
angezeigt (x-Achse = Zeit; y-Achse = Signalhöhe).
Die Skalierung passt sich bei der Messung flexibel an die Maximal-Werte an.
8.2.4
EOBD-Umgebungsdaten / Freeze
Frames (Mode 2)
Das Steuergerät setzt eigenständig die Priorität auf einen der
ausgelesenen Fehler. Dieser wird oben angezeigt. Im unteren
Feld werden gleichzeitig die Umgebungsdaten des Fehlercodes
(= die Bedingungen, unter denen der Fehlercode gespeichert
wurde) angezeigt.
8.2.5
EOBD-Fehlercodes (Mode 3 und Mode 7)
Hier werden temporäre und entprellte Fehler mit ihren P0Fehlercodes angezeigt
Temporäre Fehler
Taucht ein Fehler auf, so wird er zunächst im temporären
Fehlerspeicher als kurz aufgetretener und nicht bestätigter
Fehler gespeichert. Die MI-Lampe wird bei dieser Fehlerart in
der Regel nicht aktiviert.
Entprellte Fehler
Ist ein Fehler vom Steuergerät als wichtig eingestuft oder tritt
der im temporären Fehlerspeicher gespeicherte Fehler in einem
bestimmten Startzyklus wiederholt auf, so wird er vom
Steuergerät als entprellter Fehler angezeigt. Bei dieser Fehlerart ist die MI-Lampe in der Regel aktiviert. Der
Fehler kann vom Steuergerät auch wieder in den temporären Status zurückgestuft werden, wenn er nach
mehreren Startversuchen (in der Regel nach 40 Starts) nicht mehr auftritt.
- 42 -
Genormte-Fehlercodes
Fehlercodes, sind genormte Fehlercodes wenn sie mit P0,P2,P34,P39,B0,B3,C0,C3,U0 oder U3 beginnen. Zu
diesen Fehlercodes finden Sie eine entsprechende Erklärung mit Hilfetext in der Anzeige des Programms.
Herstellerspezifische -Fehlercodes
Fehlercodes, sind herstellerspezifische Fehlercodes wenn sie mit P1,P30,P33,B1,B2,C1,C2,U1,U2 beginnen.
Die Beschreibungen zu diesen Codes können durch Klicken auf [Zusatzinformationen] angezeigt werden,
sofern das Fahrzeug in der Fahrzeugauswahl selektiert wurde, und die spezifischen Listen dieses Fahrzeuges in
der Datenbank hinterlegt sind.
8.2.6
Lösche Fehlerspeicher (Mode 4)
Die Fehler des Mode 3 und 7 (temporäre und entprellte Fehler)
können mit dieser Funktion gelöscht werden.
ACHTUNG! Die Löschfunktion löscht gleichzeitig auch die
Fehler im Mode 2 mit den dazugehörenden Umgebungsdaten,
die Sondenwerte aus Mode 5 und setzt den Status der
Komponenten / Readiness-Codes auf „nicht gesetzt“ zurück
(Prüfbereitschaftstests nicht durchgeführt).
8.2.7
Sauerstoffsonden (Mode 5)
Nach durchgeführtem Prüfzyklus werden hier Werte der
Sprung-Lambda-Sonden angezeigt. Es handelt sich hier um
statische (konstante) Werte. Ist der Prüfablauf nicht
abgeschlossen (Readiness-Codes nicht gesetzt), dann werden
hier keine Werte angezeigt. Dieser Modus wird nicht von allen
Steuergeräten unterstützt. Bei Breitbandsonden wird hier kein
Wert ausgegeben.
Die Steuergeräte geben unterschiedlich viele Werte aus
(maximal neun genormte Werte pro Lambdasonde). Des
weiteren werden auch herstellerspezifische Werte ausgegeben.
$01: Schwellenspannung - fett zu mager
$02: Schwellenspannung - mager zu fett
$03: Untere Spannung - Konstante zur Schaltzeitberechnung
$04: Obere Spannung - Konstante zur Schaltzeitberechnung
$05: Schaltzeit von fett zu mager
$06: Schaltzeit von mager zu fett
$07: Niedrigster Sensor - Spannung des Fahrzyklus
$08: Höchster Sensor - Spannung des Fahrzyklus
$09: Zeit zwischen den Übergängen
8.2.8
Stellgliedtest (Mode 8 / herstellerspezifisch)
Wird noch von sehr wenigen Steuergeräten unterstützt und dient der Aktivierung von Komponenten im
Fahrzeug.
- 43 -
9
Wartung
Durch Klick auf [Wartung] gelangen Sie in den Bereich Wartung. Sie haben nun mehrere Möglichkeiten,
abhängig davon, ob Sie im Otto- oder Dieselmodus sind.
9.1 Werkstattdaten
Hier können Sie die Werkstattdaten und die von der Innung
zugeteilte Kontrollnummer der Prüfstelle eingeben, die später
auf den Ausdrucken der Abgasuntersuchungen erscheinen.
[Bearbeiten] ermöglicht es, die angezeigten Daten zu ändern.
[Speichern] sichert die vorgenommenen Änderungen. Ohne
Klick auf [Speichern] werden alle Änderungen verworfen.
[Abbrechen] verwirft alle Änderungen. Sämtliche neu
eingegebenen Daten gehen verloren.
Verwaltung der Mechaniker
Siehe Kapitel 4.1.2
TIPP: Wenn Sie hier jeden Mechaniker einmal namentlich eingegeben, können diese im Programm dann
immer wieder schnell und bequem ausgewählt werden.
9.2 Lecktest / Dichtheitsprüfung (E-BOX)
Hier können Sie einen Lecktest an Ihrem Abgas-System
durchführen. Er wird alle 24 Stunden vom Abgas-System
gefordert. Diese manuelle Prüfung kann als
Diagnoseinstrument dienen. Sollte der Lecktest negativ
ausfallen, können Sie den Fehler beseitigen und hier den
Lecktest nach Bedarf wiederholen. Der Lecktest wird gestartet
und das Programm führt Sie durch den Ablauf. Folgen Sie den
Anweisungen im Programm.
HINWEIS: Die Schlauchlänge muss ca. 8m betragen, da das Volumen des Schlauches im Test mitgeprüft
wird. Bei Beschädigungen des Schlauches muss dieser komplett bis zum Filter getauscht werden.
Eventuelle Gegenstände auf dem Schlauch entfernen. Darauf achten, dass der Schlauch nicht geknickt ist.
Filter und Anschlüsse des Schlauches prüfen.
9.3 Nullgasabgleich und HC-Rückstandstest (E-BOX)
Hier können Sie manuell einen HC-Rücktandstest starten. Bitte
folgen Sie den Anweisungen im Programm.
TIPP: Sollte der HC-Rückstandstest nicht bestanden
werden, so führen Sie bitte folgende Arbeiten durch:
Räume gut belüften.
Abgase absaugen.
Abgas-Schlauch von der Abgas-Messzelle entfernen und
entgegen der Saugrichtung mit Pressluft gründlich
durchblasen.
Kunststoff-Filter im Abgasschlauch erneuern.
Abgasschlauch frische Luft ansaugen lassen.
- 44 -
9.4 Große Wartung / kleine Wartung
An den Abgasmessgeräten muss wie gesetzlich vorgeschrieben alle 180 Tage eine Wartung durchgeführt
werden. Die halbjährliche kleine Wartung ist in der jährlichen großen Wartung enthalten, das heißt, es wird
abwechselnd eine große und ein kleine Wartung durchgeführt.
14 Tage vor Fälligkeit der Wartung wird eine Warnung angezeigt, die Sie daran erinnert, die erforderlichen
Vorbereitungen zu treffen, z.B. Filter und Prüfgas bereitzustellen. Nach Ablauf der Frist kommt eine
Fehlermeldung, und es kann die entsprechende Messung nicht mehr durchgeführt werden. Grundsätzlich
können Sie die Wartung selbst durchführen. Nehmen Sie hierfür das entsprechende Wartungshandbuch zur
Hand. Wir empfehlen Ihnen aber, um den reibungslosen Einsatz Ihrer WOW! Emission System zu
gewährleisten, eine Wartungsvertrag mit unserer Serviceabteilung.
Große Wartung
Einmal jährlich muss die Abgas-Messzelle bei der großen Wartung mit einem Prüfgas kalibriert werden. Diese
Prüfung ist unabhängig von der jährlichen Eichung durch das zuständige Eichamt. Die genaue Durchführung
ist im Wartungshandbuch beschrieben. Sie bekommen bei Auslieferung ein komplettes Wartungs-Set
mitgeliefert. Bitte verwenden Sie ausschließlich die original Ersatzteile, das originale Prüfgas und den
mitgelieferten Original-Durchflussminderer (er befindet sich im Schlauch an der Prüfgasflasche) um Schäden
oder Störungen an der Abgas-Messzelle zu vermeiden.
HINWEIS: Beim Zurückstellen der großen Wartung wird auch immer die kleine Wartung Otto
zurückgestellt.
ACHTUNG! Besteht keine gültige Kalibrierung, wird die Abgas-Messzelle für die Otto-Abgasmessung
gesperrt!
Kleine Wartung (E-BOX)
Anders als bei der großen Wartung muss bei der kleinen Wartung keine Kalibrierung mit Prüfgas
vorgenommen werden. Bitte nehmen Sie zur Durchführung der kleinen Wartung das Wartungshandbuch zur
Hand!
HINWEIS: Nach Durchführung der Wartungsarbeiten bitte immer die Wartung im Programmpunkt [kleine
Wartung] zurücksetzen.
Kleine Wartung Diesel (DIBENCH / WDA 3 MOBIL)
Der Rauchgasmesser ist wartungsarm. Lediglich die Optik und die Entnahmesonde müssen gelegentlich
gereinigt werden. Die optischen Komponenten des Rauchgasmessers werden kontinuierlich mit Frischluft
gespült. Trotzdem kommt es nach einer gewissen Zeit zu Verschmutzungen. Die Optik muss dann gereinigt
werden.
Bitte nehmen Sie zur Durchführung der Wartung das Wartungshandbuch für Ihr Rauchgasmessgerät zur
Hand!
HINWEIS: Nach Durchführung der Wartungsarbeiten bitte immer die Wartung im Programmpunkt [kleine
Wartung] zurücksetzen.
TIPP: Führen Sie regelmäßig eine Wartung am Rauchgasmesser durch, damit eine störungsfreie Funktion
gewährleistet werden kann.
9.5 Wartungsinfo
Hier erhalten Sie Informationen über den aktuellen Stand der
durchgeführten Wartungen und den Zeitpunkt der nächsten
fälligen Wartungen. Sie können ggf. die Ausdrucke der letzten
durchgeführten Wartungen erneut ausdrucken.
- 45 -
9.6 Sauerstoffsensor (E-BOX)
Der Sauerstoffsensor (O2-Messwertgeber) verbraucht sich im
Lauf der Zeit. Der Nullpunkt der Sauerstoffmessung wird
ständig überwacht, und bei Abweichung erscheint die
Fehlermeldung „-27 Sauerstoffsonde defekt“.
Zum Erneuern des Sauerstoffsensors nehmen Sie bitte das
Wartungshandbuch zur Hand. Danach können Sie den
Einbautermin im Gerät dokumentieren. Geben Sie das Datum
in die entsprechenden Felder ein und klicken Sie auf
[Speichern].
HINWEIS: Nur den original Sauerstoffsensor einsetzen (siehe Ersatzteil-Liste O2-Sensor Kapitel 11.2).
Der Sauerstoffsensor ist Sondermüll. Er muss entsprechend den gültigen Vorschriften entsorgt werden.
ACHTUNG! Der Sauerstoffsensor enthält Lauge. Vorsicht ätzend!
9.7 Versions-Informationen
Durch Klick auf [Version] bekommen Sie Informationen zum
Abgas-Programm, zur Abgas-Messzelle und zum zuletzt
verwendeten OBD-Gerät. Hier können Sie keine
Veränderungen oder Eintragungen vornehmen.
9.8 Frischluftabgleich (Diesel)
Klick auf [Frischluftabgleich] startet manuell einen
Frischluftabgleich. Hierbei ist es wichtig, dass sich die
Abgassonde nicht im Auspuff sondern in Frischluft befindet.
Nach Beendigung und erfolgreich durchgeführtem
Frischluftabgleich wird das Fenster automatisch wieder
geschlossen.
- 46 -
10 Anhang
10.1 Technische Daten D-BOX und DIBENCH
Netzversorgung: ....................................................................... 100 V bis 240 V, 50/60 Hz
Leistungsaufnahme:.................................................................. 60 V A
Elektromagnetische Verträglichkeit: ........................................... Klasse A nach EN 55 022
Zulässige Umgebungstemperatur: ............................................. +2 °C bis +45 °C
Zulässige relative Feuchte: ........................................................ 5 % bis 90 % ohne Betauung
Luftdruck: ................................................................................. 700 hPa bis 1100 hPa (–300 m bis 2500 m
............................................................................................... ü. NN)
Gebrauchslage: ....................................................................... waagerecht +/- 5° Neigung
Aufstellhöhe: ............................................................................ min. 250 mm
Anwärmzeit Abgasmessung: ..................................................... 1,5 min
Anwärmzeit Dieselmessung: ...................................................... ca. 10 min
Systemabgleich: ....................................................................... 30 s, automatisch, wenn
erforderlich
Messgasbeströmung: ................................................................ 3 l/min (min. 2l/min, max. 6 l/min)
Ansprechzeit der Anzeige: ......................................................... < 15 s für 95 % der
Messgenauigkeit
Gewicht: .................................................................................. 10 kg
Temperaturgrenzen:
Lagertemperatur: ..................................................................... –20 °C bis +65 °C
Dauerbelastung für Vitonschlauch
und Entnahmesonde:................................................................ 200 °C max.
Spitzenbelastung für Entnahmesonde: ....................................... 250 °C max. für < 3 min.
Serielle Schnittstelle:
Schnittstellenparameter
Pegel: ...................................................................................... V24 (RS232)
Baudrate: ................................................................................. 9600
ACHTUNG: Das Verbindungskabel von der Abgas-Messzelle zum PC muss abgeschirmt sein.
Messung
Messbereich
Auflösung
CO-Messbereich
0,000–10.00 % vol CO
0,001 % vol
HC-Messbereich
0–9999 ppm vol HC
1 ppm vol
CO 2 -Messbereich
0,00–18,00 % vol CO 2
0,01 % vol
NO-Messbereich
0 –5000 ppm vol NO
1 ppm vol
O 2 -Messbereich
0,00–22,00 % vol O 2
0,01 % vol
Lambda-Anzeige
0,500–10,000
0,001
Drehzahl-Messbereich (abhängig
D h hl
)
Öltemperatur
0–9999 U/min
1 U/min
0–150 °C
1 °C
Abgastrübung N
0-99 %
0,1 %
Abgastrübung k
0,00-9,99 m-1
0,01 %
- 47 -
10.2 Ersatzteilliste
Menge
Ersatzteilnummer
Teilebeschreibung
Bildnummer
Abbildungsnummer
1
0900300520
ENTNAHMESONDE 300 mm lang
Bild 5
Teil 29/33/30
1
0900300634
ABGASSONDE PKW Diesel 10mm
ohne Abbildung
ohne Abbildung
1
0900300522
GASENTNAHMESCHL. 8m Viton 5 1,5 Bild 5
Teil 34
1
0900300615
DREHZAHLKLEMMGEBER 4,55mm
ohne Abbildung
ohne Abbildung
10
0900300524
GERÄTEFILTER GF1, GF2, GF3, GF4
Bild 3/5
Teil 30/18/19/23
1
0900300629
AKTIVKOHLEFILTER
Bild 4
Teil 25
1
0900300526
O 2 -SONDE
Bild 3
Teil 21
1
0900300527
ÖLTEMP. FÜHLER
ohne Abbildung
ohne Abbildung
1
0900300328
INDUKTIVE TRIGGERZANGE
ohne Abbildung
ohne Abbildung
1
0900300529
ANSCHLUSSLEITUNG DREHZAHL
ohne Abbildung
ohne Abbildung
1
0900300533
PRÜFGAS A1
ohne Abbildung
ohne Abbildung
1
0900300531
Wartungsset zusätzlich für große
Wartung jährlich
ohne Abbildung
ohne Abbildung
ACHTUNG! Die Gerätefilter GF1-GF4 dürfen keine Metallteile enthalten.
ACHTUNG! Bitte ausschließlich Originalersatzteile verwenden. Filter von Fremdherstellern können
Metallplatten enthalten, die möglicherweise rosten. Lose Rostpartikel führen zur Zerstörung der Pumpe.
ACHTUNG! Für Schäden, die durch den Einsatz nicht originaler Teile entstanden sind, übernehmen wir
keine Garantie.
- 48 -
11 Abbildungen
11.1 Anschlüsse Rechner
1
COM1 Anschluss Abgas-Messzelle
2
COM2 Anschluss OBD-Gerät
3
COM3
4
COM4
5
Netzstecker
6
Maus
7
Tastatur
8
LAN Netzwerkanschluss
9
USB-Anschluss für Drucker
10
Monitor
11
Fritzcard ISDN
12
Bluetooth Adapter
13
USB- Snooper
ACHTUNG! Bitte achten Sie besonders auf den korrekten Anschluss der USB- Komponenten, da es
ansonsten zu Fehlfunktionen führen kann.
11.2 Opazimeter (DIBENCH)
1
Wärmeschutz-Abdeckung
2
Überwurfmutter der Abgassonde
3
Abgassonde
4
Messküvette komplett mit Mittelteil
- 49 -
11.3 Abgas-Messzelle EBOX PC
Ansicht Rückseite
1
Netzschalter
2
Sicherung
3
Anschluss Stromversorgung
4
Serielle Schnittstelle PC
5
Anschluss Diesel-Messkopf (Option)
6
Anschluss für Drehzahlmessung mit
TD-Impuls (Motorelektronik, Option),
Batterie-Restwelligkeit, Klemme
„W“(Lichtmaschine, Option)
7
Anschluss für Triggerzange
8
Anschluss für Klemmgeber (Option)
9
Anschluss für Ölmessstab
10
Gerätesiegel
11
Gas- und Kondensatausgang
12
Gas- und Kondensausgang
13
Messgas-Eingang (bei großer Wartung Kalibriergas-Eingang)
14
Gasaufbereitung Abgas-Messzelle
11.4 Werkstattwagen Premium
Bild kann vom Original abweichen
1
Hauptschalter
2
Diesel-Messkopf
3
Abgas-Messzelle EBox PC
4
Anschluss USB für Datensicherung
5
Rechner (PC)
6
Drucker
7
Schublade für die Tastatur
8
Monitor
- 50 -
12 Kontakt
Lieferantenadresse
WoW! Würth Online World GmbH
Schliffenstraße Falkhof
D-74653 Künzelsau
Fax: 07940/15-3299
[email protected]
http://www.wow-portal.com
Service Nummern:
Kfz-Technik-Hotline: 0180 / 5005078
●
Fragen zu Kfz-Technik
●
Bedienung Software und Hardware
●
Fragen zur Installation, Registrierung, Freischaltung
Service-Helpline: 07940 / 15-1770
●
Fragen zu Garantie und Tausch
●
Fragen zu Lizenzen, Preise, Updates
Fax-Nr. Software Registrierung: 07940 / 15-4257
- 51 -
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Thank you for your participation!

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