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Bedienungsanleitung
U1500
PC-Konfigurations- und Visualisierungs-Software
3-349-309-01
2/8.09
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 1
Inhaltsverzeichnis
1
ALLGEMEINES ..............................................................................................................................................2
2
INSTALLATION DER U1500-SOFTWARE ................................................................................................3
3
U1500-REGISTRIERUNG ..............................................................................................................................4
4
GRUNDSÄTZLICHE BEDIENUNG .............................................................................................................5
5
MODUL "DATENVERKEHR" .....................................................................................................................6
6
MODUL "KONFIGURATION SIGNALE"..................................................................................................8
6.1
6.2
6.3
6.4
7
KONFIGURATION MESSINTERVALLE..............................................................................................................10
UMSCHALTSIGNALE ......................................................................................................................................10
BUSLINIEN, STATIONEN, KANÄLE .................................................................................................................10
VIRTUELLE KANÄLE ......................................................................................................................................15
MODUL "KONFIGURATION LASTOPTIMIERUNG"..........................................................................16
7.1 KONFIGURATION VERRECHNUNGSSTELLEN ..................................................................................................16
7.1.1 Sollwertmanagement ...........................................................................................................................18
7.2 KONFIGURATION OPTIMIERUNGSKREISE .......................................................................................................19
7.3 KONFIGURATION HARDWARE .......................................................................................................................20
7.4 KONFIGURATION OPTIMIERUNGSKANÄLE .....................................................................................................22
7.4.1 Optimierungspriorität .........................................................................................................................22
7.4.2 Handbedienung ...................................................................................................................................23
7.4.3 Minimale / maximale Ein- / Ausschaltzeiten .......................................................................................23
7.4.4 Vorzugssteuerung................................................................................................................................24
7.4.5 Zeitschaltprogramme ..........................................................................................................................25
7.5 KONFIGURATIONSÜBERSICHT ANZEIGEN UND AUSDRUCKEN .........................................................................26
7.6 SENDEN DER LASTOPTIMIERUNGSKONFIGURATIONSDATEN AN DEN OPTIMIERUNGSRECHNER ......................27
8
MODUL "ONLINEANZEIGE" ...................................................................................................................28
8.1
8.2
8.3
8.4
8.5
9
"GRAFIKMODUL" ......................................................................................................................................36
9.1
9.2
9.3
9.4
9.5
10
BALKENDIAGRAMME ....................................................................................................................................37
TORTENDIAGRAMME ....................................................................................................................................40
LINIENDIAGRAMME, FLÄCHENDIAGRAMME ..................................................................................................41
TABELLARISCHE DARSTELLUNG HISTORISCHER DATEN................................................................................42
ERSTELLUNG VON GRAFIKKONFIGURATIONEN ..............................................................................................42
MODUL "KANALMONITOR"...................................................................................................................45
10.1
10.2
10.3
11
ONLINE-DARSTELLUNG VON ANALOGWERTEN .............................................................................................29
ABRUF HISTORISCHER DATEN ÜBER DAS ONLINEMODUL..............................................................................31
KONFIGURATION DER ANALOGFENSTER .......................................................................................................33
ONLINE-DARSTELLUNG VON BINÄRWERTEN ................................................................................................34
KONFIGURATION DER BINÄRFENSTER ...........................................................................................................35
DARSTELLUNG ARCHIVIERTER DATEN......................................................................................................45
LINIENSCHREIBER.....................................................................................................................................48
KURVENAUSDRUCK..................................................................................................................................49
PASSWORTSCHUTZ DES U1500-SYSTEMS ...........................................................................................51
U1500
1
PC-Softwarepaket
Seite 2
Allgemeines
Dieses Benutzerhandbuch ist als Anleitung zur Bedienung des U1500-PC-Softwarepaketes gedacht. Bezüglich der Installation der Hardwarekomponenten verweisen wir auf das Handbuch "Installation"; die
Bedienung der Optimierungsrechner über das LC-Display und die integrierten Funktionstasten wird im
Handbuch "Systembedienung und Konfiguration" beschrieben.
Es stehen drei U1500 PC-Software-Produkte mit sogenannten "Funktionalitätsmodulen" zur Verfügung,
die jeweils einzeln oder kombiniert betrieben werden können:
- "Konfiguration Lastoptimierung" zur komfortablen Konfiguration der Optimierungsrechner U1500
A0 und A1 am PC.
- "Onlinemodul" zur Onlinedarstellung der Laststeuerung bezogen auf die aktuelle Messperiode und
zur Darstellung der aktuellen Schaltzustände der angeschlossenen Betriebsmittel.
- "Grafische Datenauswertung" zur Darstellung der archivierten Daten
Jedes dieser Produkte benötigt für den Betrieb zusätzlich zu dem jeweiligen Funktionalitätsmodul sogenannte "Basismodule", die deshalb im Lieferumfang eines jeden Produktes enthalten sind:
- "Datenverkehr" (wickelt die Kommunikation zwischen PC und Optimierungsrechner ab)
- "Konfiguration Signale" (konfiguriert im wesentlichen die einzelnen Eingänge und Ausgänge der
U1500-Komponenten)
- "Passwortschutz" (aktiviert oder deaktiviert Benutzer-Zugriffsrechte)
- "U1500 Registrierung" (erst nach Registrierung ist ein uneingeschränkter Betrieb der Software möglich)
- "U1500 Deinstallation" (wird zur definierten Deinstallation der Software benötigt)
Da Lastoptimierungssysteme sehr individuell auf die Eigenschaften der angeschlossenen Betriebsmittel
abgestimmt sein müssen, existiert eine Vielzahl von Hardware-Komponenten und Zusatzbausteinen:
- Optimierungsrechner: U1500 A0 und U1500 A1
- dezentrale Systemerweiterung: U1500 A2
- Analogeingangsmodule mit je 12 bzw. 32 Analogeingängen 0...1A, 0(4)....20mA. Diese dienen zur
Messung von Wirkleistungen bei Betriebsmitteln, bei denen die Erfassung binärer Betriebszustände
für die Optimierung nicht ausreichend ist. Auch für den Einsatz der U1500 als Instrument zur Verbrauchsdatenerfassung und Momentanleistungsbegrenzung können Analogeingänge notwendig werden. Die Module sind "intelligent" und tasten Spannung und Strom mit 2 kHz ab um die Wirkleistung ermitteln zu können. Deshalb werden zusätzlich nur Stromwandler (..../1A) benötigt; auf Messumformer etc. kann verzichtet werden.
- Analogausgangsmodule mit je 2 Analogausgängen z.B. zur Regelung von Eigenstromerzeugern
- 7-Segment-LED-Großanzeigen mit 2x6 Ziffern (Standardhöhe 100mm) zur Anzeige von Soll-,Ist-,
Korrektur- und Trendwerten im Falle manuellem Lastmanagements
- intelligente Ethernet-Kopplermodule für die Optimierungsrechner zur Kommunikation mit z.B. Produktionssteuerungen
U1500
2
PC-Softwarepaket
Seite 3
Installation der U1500-Software
Das Softwarepaket ist in der Regel unter den Betriebssystemen MS-Windows 2000, XP und Vista lauffähig. Der eingesetzte Rechner sollte mindestens 128 MB RAM und für die Anwendungen ca. 30 MB
Festplattenspeicher besitzen. Im Betrieb mit den U1500-Hardwarekomponenten wachsen die U1500Datenbanken kontinuierlich. Deshalb wurde werkseitig eine Ringspeicherstruktur implementiert; dadurch stehen zur Auswertung nur immer die letzten 730 Tage zur Verfügung. Sollte eine längere Datenhaltung gewünscht werden, so kann sie auf größere Zeiträume erweitert werden. Auf die Vorgehensweise wollen wir in diesem Zusammenhang nicht detailliert eingehen; bitte kontaktieren Sie uns in diesem Falle. Grundsätzlich hängt die Größe des benötigten Festplattenspeichers von der Länge der Datenhaltung und von der Anzahl der konfigurierten Signalkanäle ab.
Die Software bedient sich zur Datenhaltung der relationalen Datenbank MS-Access97; diese wird in
einer Runtime-Version automatisch durch das U1500-Setupprogramm mitinstalliert.
Zur Installation des Softwarepaketes gehen Sie bitte folgendermaßen vor:
1. U1500-CD einlegen
2. Setup startet in der Regel automatisch. Sollte dies nicht der Fall sein, so führen Sie Anweisungen
unter 3. und 4. aus.
3. Im Startmenü von Windows "Ausführen" anklicken
4. "X:\Install.exe" eingeben und mit "OK" bestätigen (X: steht für das CD-Laufwerk)
5. Den Anweisungen des Setupprogrammes folgen
Wir empfehlen unbedingt die durch das Installationsprogramm vorgeschlagenen Dateipfade zu verwenden!
Das Softwarepaket wird folgendermaßen deinstalliert:
1. Verknüpfung "Start->Programme->U1500->U1500 deinstallieren" ausführen
2. Den Anweisungen des Setupprogrammes folgen
3. Sollte beim Deinstallieren die Dialogbox "Access-Laufzeit-Version-Setup" erscheinen, betätigen Sie
bitte die Schaltfläche "alle entfernen"
Wichtige Hinweise:
1. Die Bildschirmauflösung muss zur optimalen Darstellung der Grafiken auf mindestens 1024 x 768
Pixel eingestellt werden.
2. Damit das System korrekt arbeitet, muss auf Ihrem Rechner unbedingt ein Drucker installiert sein,
auch wenn Sie beabsichtigen keine Ausdrucke zu erstellen.
3. Falls Sie auf Ihrem Rechner bereits eine Vollversion von Microsoft Access 97 installiert haben, müssen Sie nach einem Update oder Deinstallation Ihrer Access-Vollversion das Installationsprogramm
für U1500 erneut ausführen.
4. Falls Sie in Ihrem MS-Office-Paket die automatische Indexerstellung aktiviert haben, so entfernen
Sie diese bitte aus dem Autostart-Ordner Ihres PCs bzw. deaktivieren sie in der Systemsteuerung. Da
die automatische Indexerstellung auch die U1500-Access-Datenbanken beeinflußt, könnte sonst die
Stabilität der U1500-Software beeinträchtigt sein.
5. Falls Sie auf Ihrem Rechner eine Nachfolgeversion von Microsoft Access 97 installiert haben, wurde
die Microsoft-Access-Laufzeit-Version parallel dazu installiert. Nach jedem Start eines U1500-Moduls werden alle Datenbankdateien (*.mdb etc.) im System durch Microsoft automatisch mit dieser
Laufzeit-Version verknüpft. Dies hat nur Auswirkungen, falls Sie Datenbankdateien z.B. im Windows-Explorer mittels Maus-Doppelklick direkt öffnen. Um diese Funktionalität wieder nutzen zu
können, müssen Sie vorher Ihre bisher verwendete Microsoft-Access-Anwendung einmal starten.
6. Die U1500-Software benötigt eine Vielzahl von MS-Windows-System-DLLs und MS-Windows-System-Active-X-Dateien. Sie kopiert sie bei der Installation in das Systemverzeichnis Ihres Rechners,
falls sie dort noch nicht vorhanden sind. Bestehende Systemdateien werden nur überschrieben, wenn
U1500
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sie älter als die benötigten Versionen sind. Sollte die Software auf Ihrem Rechner nicht stabil laufen
oder sollten Fehlermeldungen auftreten, so liegt der Grund mit ziemlicher Sicherheit darin, dass Hersteller anderer Anwendungen bei ihrer Installation neuere MS-Windows-Systemdateien mit alten
ohne Prüfung überschreiben oder für ihre eigenen Zwecke sogar verändern. Kontaktieren Sie in
diesem Falle uns; wir sagen Ihnen, welche MS-Windows-Orginal-Systemdateien die U1500-PCSoftware benötigt.
Nach der Installation finden Sie im Startmenü (Start → Programme) Ihres Rechners einen Eintrag
"U1500", der Verknüpfungen zu den einzelnen U1500-Softwaremodulen enthält. Wir empfehlen den
Ordner U1500 auf den Dektop zu verschieben bzw. zu kopieren.
3
U1500-Registrierung
Die U1500-Software ist kopiergeschützt und ohne Freischaltung durch uns nur als Offline-Version zeitlich limitiert betriebsbereit. Sie arbeitet ohne Registrierung in Verbindung mit den U1500-HardwareKomponenten nicht. Beim Start der einzelnen Module erscheint folgende Meldung:
Nach Ablauf des Zeitlimits erscheint folgende Meldung; die Module können dann nicht mehr geöffnet
werden.
U1500
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Zur Registrierung starten Sie das Modul "U1500 registrieren" und übermitteln Sie den Registrierungscode z.B. per email an uns.
Wir senden Ihnen umgehend die Seriennummer zu. Zur Freischaltung starten Sie das Modul "U1500
registrieren" erneut und tragen die Seriennummer in das entsprechende Eingabefeld ein.
4
Grundsätzliche Bedienung
Die U1500-Software nutzt zur Datenhaltung die relationale Datenbank MS-Access; es sind jedoch keine
MS-Access-Kenntnisse notwendig um das System zu bedienen. Wir wollen trotzdem auf einige
Besonderheiten hinweisen, die durch die Implementierung von MS-Access bedingt sind.
- Beim Öffnen mancher Eingabefenster sind einige Eingabefelder zunächst leer (kein Datensatz
angewählt); sie können durch Auswahl entsprechender Einträge aus aufklappbaren Listen beim
Eingabefenster gefüllt werden.
- Verwenden Sie zum Schließen von Fenstern bitte immer die Schaltflächen
bzw.
um ein definiertes Beenden sicherzustellen.
- U1500-Objekte wie Verrechnungsstellen, Optimierungskanäle etc. können über die Schaltfläche
neu erzeugt bzw. über die Schaltfläche
gelöscht werden. Das Löschen einzelner
Datensätze (wie z.B. Zeitschaltprogramme) erfolgt durch Betätigen der Entf.-Taste.
- Sollten Sie Access-System-Fehlermeldungen erhalten, so können Sie mit der Esc-Taste Vorgänge
beenden.
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Modul "Datenverkehr"
Das Modul "Datenverkehr" dient zur Kommunikation der PC-Software mit den U1500Hardwarekomponenten. Es liest Daten aus den Komponenten aus, sendet Konfigurationsdaten zu den
Komponenten und stellt Meldungen der Komponenten (z.B. Störungsmeldungen) dar. Das Modul kann
den Datenverkehr sowohl über eine RS232-Schnittstelle des PCs (falls nur eine U1500-Buslinie
konfiguriert ist), als auch über LAN (TCP/IP-Netzwerk) mit mehreren Buslinien gleichzeitig abwickeln.
Die LAN-IP-Adressen werden bei der Konfiguration der Buslinien im Modul "Konfiguration Signale"
eingegeben.
Das gesamte U1500-PC-Softwarepaket ist netzwerkfähig, so dass theoretisch an allen Rechnern im
Netzwerk Daten ausgewertet und Systemkonfigurationen vorgenommen werden können. Hierzu muss
genau ein U1500-Server-PC vorhanden sein, auf dem das Modul "Datenverkehr" läuft. Die
Datenhaltung kann auf einem beliebigen Rechner im Netzwerk erfolgen (vorzugsweise natürlich auf
dem U1500-Server); auf diesen Rechner greifen alle U1500-Client-PCs (auf denen ausgewählte U1500Softwaremodule zur Visualisierung und Konfiguration installiert sein müssen) über das Netzwerk zu.
Im linken Fenster des Moduls "Datenverkehr" ist der Hardware-Aufbau des U1500-Systems wie
Buslinien und Stationen (z.B. U1500 A1, U1500 A2) zu sehen. Aus der farblichen Kennzeichnung jeder
Komponente kann ihr aktueller Status (grün = o.k.; rot = Störung; blau = Sende-/Empfangsaktivität)
entnommen werden.
Im rechten Fenster werden Status- und Fehlermeldungen des Systems mit Datum und Uhrzeit angezeigt.
Die Meldungen werden zudem auf der Festplatte in der Datei "bosskomm.log" (liegt im
Arbeitsverzeichnis des U1500-Systems, in der Regel ist dies c:\boss) gespeichert, wobei diese nur die
Meldungen des aktuellen Monats enthält, um ausreichende Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Für
U1500
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Einträge vergangener Monate werden automatisch zusätzlich Dateien mit der Bezeichnung "bosskommmm-yyyy.log" (mm = Monat z.B. 04 für April; yyyy = Jahr z.B. 2007) im Arbeitsverzeichnis des
U1500-Systems angelegt. Alle Dateien mit der Endung *.log sind Textdateien und können mit jedem
handelüblichen Texteditor geöffnet werden.
Das Modul "Datenverkehr" liest zyklisch die Mess- und Zustandsdaten aus den U1500-Komponenten
aus und legt diese in Access-Datenbanken ab. Die U1500-Komponenten können die Daten je nach
Messauflösung über mehrere Tage speichern. Deshalb muss das Modul "Datenverkehr" theoretisch
nicht permanent aktiviert sein. Sollen Konfigurationsdaten an die Hardware übertragen werden oder
Online-Daten angezeigt werden, so muss das Modul "Datenverkehr" grundsätzlich gestartet sein. In der
Praxis ist es sinnvoll, das Modul immer im Hintergrund laufen zu lassen, damit es automatisch zyklisch
den Datenverkehr abwickelt. Die Zykluszeit zum Abholen der historischen Daten kann zwischen einer
Minute und 24 Stunden eingestellt werden. Die werkseitige Voreinstellung beträgt 2 Stunden (immer zu
ungeraden Stunden d.h. um 1:00 Uhr, 3:00 Uhr, 5:00 Uhr etc.). Die Aktualisierungzeit der Online-Daten
(siehe Abschnitt "Onlinemodul") kann zwischen einer und 60 Sekunden gewählt werden. Diese und
weitere statische Parameter (z.B. die Parametrierierung der seriellen Schnittstelle) sind in der Datei
"BossKomm.ini" abgelegt und können mit jeden Texteditor geändert werden.
In der Regel arbeitet das Modul "Datenverkehr" automatisch im Hintergrund; das Senden von
Konfigurationsdaten und das Auslesen der Daten kann jedoch auch über den Menüpunkt "Kommandos"
manuell angestoßen werden. Hierbei können folgende Aktionen ausgelöst werden:
- "Systemstatus" anfordern d.h. Abrufen von Stör- und Fehlermeldungen der Komponenten (geschieht
automatisch alle 10 bis 15 Sekunden)
- "Zustandübergabe": Senden der Signalkonfiguration (siehe Abschnitt "Konfiguration Signale") an
die Komponenten (geschieht automatisch bei jedem Start des Moduls "Datenverkehrs")
- "Daten anfordern": Auslesen der historischen Daten aus den Komponenten (geschieht automatisch
alle 2 Stunden)
- "Zeitsynchronisation Stationen": Übertragung der PC-Systemzeit an die Komponenten (geschieht
automatisch alle 6 Stunden)
- "Konfiguration Maxopt": Übertragung der Konfiguration der Lastoptimierungsfunktionalität an
den/die Optimierungsrechner (geschieht automatisch beim Schließen des Moduls "Konfiguration
Lastoptimierung")
Das Modul besitzt optional noch weitere Funktionalitäten (wie z.B. Anwahl der Komponenten über
DFÜ-Modem).
Bei Einbau eines U1500-Watchdogs in den PC wird dieser bei laufenden Modul "Datenverkehr"
aktiviert und getriggert; ist die Anwendung nicht mehr in der Lage, Daten automatisch aus den
Komponenten auszulesen (weil z.B. das Windows-Betriebssystem Probleme hat) wird der PC
automatisch neu hochgefahren und das Modul "Datenverkehr" gestartet.
Das Modul ist werkseitig auf die serielle Schnittstelle COM2 eingestellt; ist diese an Ihrem PC nicht
verfügbar, so erscheint folgende Meldung: "Cannot create router!". In diesem Falle ist in der Datei
"BossKomm.ini" (liegt im Arbeitsverzeichnis des U1500-Systems, in der Regel ist dies c:\boss) unter
[Serial Treiber] Port= .... eine verfügbare Schnittstelle (z.B. COM1) einzutragen.
Wird das Modul "Datenverkehr" vom Anwender geschlossen, so erscheint folgende Meldung:
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PC-Softwarepaket
Seite 8
Modul "Konfiguration Signale"
Das U1500-System besitzt zwei Konfigurationsebenen:
- Signalkonfiguration: Konfiguration der binären und analogen Ein-/Ausgänge der U1500-Hardwarekomponenten (Modul "Konfiguration Signale")
- Funktionalitätskonfiguration: Konfiguration z.B. der Lastoptimierungsfunktionalität des Optimierungsrechners
Die Signalkonfiguration wird in der Regel bei der Inbetriebnahme vorgenommen, so dass Sie im täglichen Betrieb hier keine Eingaben tätigen müssen. Lediglich beim Anschluss von weiteren Betriebsmitteln oder Messstellen müssen diese dem System über das Modul "Konfiguration Signale" bekannt gemacht werden. Sollten z.B. Impulswertigkeiten und Wandlerfaktoren für einzelne Messstellen geändert
werden müssen, so geschieht dies ebenfalls über das Modul "Konfiguration Signale".
Die U1500-Komponenten A0, A1 und A2 besitzen 16 binäre Eingänge, die frei als Impulseingänge,
Periodensignaleingänge und Zustandseingänge (Tarifsignal, Rückmeldung, Bedarfsanforderung) konfiguriert werden können. Zudem stehen 8 Relaisausgänge pro Komponente zur Betriebsmittelsteuerung
zur Verfügung. Die Komponenten besitzen Datenloggerfunktionalität d.h. es werden alle über die Eingänge zugeführten Messwerte und Signaländerungen, sowie alle durch die Ausgänge vorgenommenen
Steuerungsereignisse als Datenreihen mit Wert und Zeitstempel in sogenannten "Erfassungskanälen"
gespeichert. Die Speichertiefe eines solchen Erfassungskanals beträgt 750 Einträge; bei einer Messauflösung von z.B. 15 Minuten können die Daten somit über einen Zeitraum von mehr als 7 Tagen
zwischengespeichert werden. Obwohl die Komponenten selbst nur 24 Ein-/Ausgänge besitzen, sind sie
in der Lage maximal 32 Erfassungskanäle zu verwalten. Im Rahmen der Lastoptimierungsfunktionalität
werden die restlichen 8 Kanäle genutzt intern erzeugte Datenreihen (wie Sollwertverläufe, Schaltpotenziale und Einsparungen) bzw. Mess- und Regelwerte von Zusatzmodulen (analoge Ein- und Ausgänge) abzuspeichern. Die Zusatzmodule werden über RS232-Schnittstelle bei der U1500 A2 bzw.
RS485-Schnittstelle bei den Optimierungsrechnern A0 und A1 angebunden.
Die Belegung der Erfassungskanäle ist sehr flexibel modular und frei konfigurierbar aufgebaut; lediglich die Kanäle 25 bis 32 sind für die Abspeicherung der Schalthandlungen in jeder Komponente fest
vorgegeben (Verhalten der binären Ausgänge A1 bis A8). Der folgenden Tabelle kann entnommen
werden, welche Hardwareeingänge bei den wichtigsten Komponenten auf welche Erfassungskanäle
rangiert werden. Sie enthält nicht die Belegung der Erfassungs- und Steuerkanäle der intelligenten
Ethernet-Koppler; dies würde den Umfang sprengen. Wir verweisen insbesondere auf die Handbücher
der einzelnen Komponenten.
U1500
PC-Softwarepaket
Erfassungskanalnummer
U1500 A0
U1500 A1
U1500 A2
Analogeingangsmodul 12x
Analogeingangsmodul 32x
1
E1
E1
E1
I11
2
E2
E2
E2
I12
3
E3
E3
E3
I13
4
E4
E4
E4
I21
5
E5
E5
E5
I22
6
E6
E6
E6
I23
7
E7
E7
E7
I31
8
E8
E8
E8
I32
9
E9
E9
E9
I33
10
E10
E10
E10
I41
11
E11
E11
E11
I42
12
E12
E12
E12
13
E13
E13
E13
I11
I51
14
E14
E14
E14
I12
I52
15
E15
E15
E15
I13
I53
16
E16
E16
E16
I21
I61
17
I22
I62
18
I23
I63
19
I31
I71
20
I32
I72
21
I33
I73
I41
I74
Seite 9
Analogausgangsmodul 2x
flexibel:
abhängig von der
Adresse am
U1500-Gerätebus
I43
22
Schaltpot.
Schaltpot.
23
Einsparung
Einsparung
I42
I75
24
Sollwert
Sollwert
I43
I76
25
A8
A8
A8
I77
26
A7
A7
A7
I81
27
A6
A6
A6
I82
28
A5
A5
A5
I83
29
A4
A4
A4
I84
30
A3
A3
A3
I85
31
A2
A2
A2
I86
32
A1
A1
A1
I87
E...= binärer Eingang
A... = binärer Ausgang
I... = analoger Eingang
O... = analoger Ausgang
Beispiel:
Sollen mit einer U1500 A0 8 Betriebsmittel lastoptimiert gesteuert werden, so können die Laufrückmeldungssignale der Betriebsmittel an die Eingänge E1 bis E8 (Erfassungskanäle 1 bis 8) angeschlossen
werden. Für ein Betriebsmittel sei ein Bedarfsanforderungssignal notwendig, dieses wird an Eingang E9
(Erfassungskanal 9) aufgelegt. Der EVU-Wirkimpuls zur Gesamtleistungsmessung wird an Eingang
E10 (Erfassungskanal 10), das Periodensignal an E11 (Erfassungskanal 11), ein Tarifsiganl zur
Sollwertumschaltung an E12 (Erfassungskanal 12) angeschlossen. Es sollen zusätzlich zwei dreiphasige
analoge Leistungsmessungen für Betriebsmittel durchgeführt werden. Hierfür wird ein Analogeingangsmodul 12x an die A0 angekoppelt; die Stromwandler werden an Eingang I11, I21, I31, I12, I22
und I32 angeschlossen. Somit sind die Erfassungskanäle 13, 14, 16, 17, 19, 20 als Analogkanäle belegt.
Schaltpotenzial, Einsparung und Sollwertverlauf werden in den Erfassungskanälen 22, 23 und 24
abgespeichert, die Schalthandlungen der Ausgänge in den Erfassungskanälen 25 bis 32.
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 10
Um die kundenspezifischen Anschlusskonstellationen dem System bekannt zu machen, müssen die Erfassungskanäle im Modul "Konfiguration Signale" entsprechend konfiguriert werden; dies geschieht,
wie schon oben erwähnt, in der Regel im Rahmen der Inbetriebnahme.
6.1
Konfiguration Messintervalle
Hier können beliebig viele Messintervalle definiert werden, die den Erfassungskanälen zugeordnet werden. Das U1500-System kann Messperioden von 1, 2, 3, 5, 10, 12, 15, 30 und 60 Minuten verarbeiten.
Bei einem Messintervall, das als "extern generiert" definiert ist, wird die Messperiode durch ein Periodensignal des Energieversorgers abgeschlossen; "intern generierte" Messintervalle werden über die
Systemuhr gesteuert.
6.2
Umschaltsignale
Hier sind nur Eingaben notwendig, falls Kostenabrechnung mit dem System durchgeführt wird. Die für
die Lastoptimierung notwendigen Signale zur Sollwertumschaltung müssen als "Zustandskanäle" dem
System bekannt gemacht werden.
6.3
Buslinien, Stationen, Kanäle
Hier wird der Hardware-Systemaufbau konfiguriert und die Eigenschaften der Erfassungskanäle / Signale festgelegt.
Das U1500-System baut sich aus PC, Buslinien, Stationen und Kanälen auf. Eine Buslinie besteht aus
genau einem Optimierungsrechner (U1500 A0 oder A1, hat immer die Stationsnummer 1) und maximal
30 dezentralen Stationen (Systemerweiterungen U1500 A2, Stationsnummer 2 bis 30), von denen jede
maximal 32 "Erfassungskanäle" (Signale) verwalten kann. Eine Buslinie kann maximal 64 Lastoptimierungskanäle bedienen, wobei sich ein Lastoptimierungskanal wiederum aus maximal vier "Erfassungskanälen" d.h. vier Signalen (zwei binären Eingangssignalen, einem Impulseingangssignal und einem
Ausgangssignal) zusammensetzt. Die Lastoptimierungskanäle werden in einem separaten Konfigurationsmodul ("Konfiguration Lastoptimierung") definiert.
Der Hardware-Systemaufbau wird über eine grafische Baumstruktur, ähnlich wie der MS-Windows-Explorer, konfiguriert.
Eine neue Komponente jeder Ebene kann wie folgt erzeugt werden:
- Anwahl der hierarchisch darüberliegenden Komponente im Konfigurationsbaum per Mausklick
- Betätigung der Schaltfläche „Neu“
U1500
PC-Softwarepaket
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Die Konfiguration einer bereits bestehenden Komponente kann wie folgt geändert werden:
- Anwahl der entsprechenden Komponente im Konfigurationsbaum per Mausklick
- Betätigung der Schaltfläche „Eigenschaften“
Eine bestehende Komponente kann wie folgt gelöscht werden:
- Anwahl der entsprechenden Komponente im Konfigurationsbaum per Mausklick
- Betätigung der Schaltfläche „Löschen“
Bitte beachten Sie, dass mit übergeordneten Komponenten (z.B. Buslinie) auch alle untergeordneten
Komponenten (Stationen, Kanäle) gelöscht werden.
Bitte beachten Sie außerdem, dass bei Löschung eines Erfassungskanales in anderen Modulen z.B.
"Konfiguration Lastoptimierung" und "Grafikmodul" überprüft werden muss, ob dadurch keine
undefinierten Optimierungskanäle bzw. Grafikkonfigurationen entstehen.
In der obigen Abbildung wurde eine Buslinie mit einem Optimierungsrechner (Station1) angelegt, bei
dem über Kanal 1 bis 8 Laufrückmeldungssignale, über Kanal 9 ein Bedarfsanforderungssignal, über
Kanal 14 ein EVU-Wirkimpulssignal, über Kanal 15 ein EVU-Periodensignal und über Kanal 16 ein
Signal zur Sollwertumschaltung dem System zugeführt wird. In den Kanälen 22 bis 24 werden vom
Optimierungsrechner intern Datenreihen abgelegt, die ebenfalls dem System zur weiteren Auswertung
in der Signalkonfiguration bekannt gemacht werden müssen. Die Kanäle 25 bis 32 enthalten die
Schalthandlungen der Relaisausgänge.
Bei der Konfiguration der Buslinie wird im wesentlichen festgelegt, wie die Anbindung des Optimierungsrechners an den PC erfolgt. Erfolgt die Kommunikation über TCP/IP-Datennetze muss unter IP-
U1500
PC-Softwarepaket
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Adresse die Adresse des U1500-Netzkopplers, der mit dem Optimierungsrechner verbunden ist, eingetragen werden.
Erfolgt die Anbindung über RS232- oder RS485-Schnittstelle ist als Adresse die Zeichenkette SERIAL
einzugeben. Die Daten der Schnittstelle sind in der Datei "BossKomm.ini", wie vorne beschrieben, abgelegt.
Bei der Konfiguration der Station ist im wesentlichen die Adresse der Station am U1500-Systembus
(Stationsnummer) einzutragen.
Im folgenden wird die Konfiguration der einzelnen Signale / Erfassungskanäle beschrieben.
Neben der Eingabe der Erfassungskanalnummer, der Vergabe eines Namens, über den der Kanal im gesamten Konfigurations- und Visualisierungsystem eindeutig identifiziert werden kann, und der Einheit
der Messgröße, muss festgelegt werden welche Eigenschaften der Kanal hat.
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 13
Im Rahmen der Lastoptimierung sind EVU-Wirkimpulssignale als Impulskanäle zu definieren, wobei
unter der Registerkarte "Kanalabbildung" der Wandlerfaktor F (ist in der Regel der Wert, der an der
EVU-Messeinrichtung unter "Zählerangaben mal xxx" zu finden ist) und die Impulswertigkeit I (in Impulsanzahl pro kWh; übliche Werte liegen hier zwischen 500 und 20000 Impulsen pro kWh; ist in der
Regel am EVU-Trennrelais unter "Re = yyy" zu finden) einzugeben sind. Diese Werte werden intern im
System automatisch in kWh pro Impuls (= Wandlerfaktor/Impulswertigkeit) umgerechnet; somit ist das
Verhältnis der beiden Eingaben relevant.
Achtung:
1. Bei hohen Impulswertigkeiten liegen oftmals auch hohe Wandlerfaktoren vor; dies kann dazu führen, dass, trotz einer 32-Bit-Arithmetik in den U1500-Steuerungen, Speicherüberläufe nicht ausgeschlossen sind. Da das Verhältnis von Wandlerfaktor/Impulswertigkeit die relevante Größe ist, wird
empfohlen die Zahlen zu kürzen.
Beispiel: Wandlerfaktor F=100000 und Impulswertigkeit I=5000
Eingabe ins U1500-System: F=100 und I=5 oder F=20 und I=1
2. Bei jeder Rechenoperation entstehen zwangsläufig Rundungsfehler, die sich bei komplexen Berechnungen addieren können. Der Rundungsfehler ist bei Berechnungen, für die Wandlerfaktor und Impulswertigkeit relevant sind, gleich Null, wenn das Verhältnis 3600/Impulswertigkeit eine ganze
Zahl ergibt. Insofern ist die Eingabe F=100 und I=5 (oder F=20 und I=1) im obigen Beispiel der
Eingabe F=100000 und I=5000 auch aus diesem Grunde vorzuziehen.
Da die Einheit der Impulswertigkeit Impulse pro kWh ist, die Messwerte jedoch in kW angezeigt werden sollen, ist je nach Messperiodendauer ein Korrekturfaktor K anzugeben. Beträgt die Messperiode
15 Minuten ist K=4. Bei den anderen Eingabefeldern können die werkseitigen Vorgaben beibehalten
werden.
Unter der Registerkarte "Signalzuordnung" ist "Messintervall" zu selektieren und das zugehörige
Messintervall, das wie oben beschrieben definiert wurde, aus der nebenstehenden Liste auszuwählen.
Laufrückmeldungs-, Bedarfsanforderungssignale, Steuerausgänge und Signale zur Sollwertumschaltung
sind als Zustandskanäle zu konfigurieren.
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 14
Hier können prinzipiell alle werkseitigen Voreinstellungen übernommen werden; lediglich sollte bei
Zustandskanälen unter der Registerkarte "Signalzuordnung" die Option "Zeitstempel" gewählt werden.
Dies bedeutet, dass bei jeder Signaländerung diese mit Uhrzeit und Datum in den Hardware-Komponenten abgespeichert wird.
Unter der Registerkarte "Signallogik" wird bei Zustandkanälen festgelegt, ob ein Highzustand des Signales als 1 (ein) oder 0 (aus) durch das System interpretiert wird. Die Einstellung richtet sich danach,
ob das Signal über einen Schließer- oder Öffner-Kontakt dem System zugeführt wird.
EVU-Periodensignale müssen als Periodenkanäle definiert werden. Die Zuweisung eines Messintervalls
zum Periodensignal signalisiert dem System, dass die Mittelwertbildung aller Messkanäle, denen dieses
Messintervall zugeordnet wurde, über genau dieses Periodensignal gesteuert wird. Zudem kann eingegeben werden, welche Signalflanke (positiv oder negativ) die Messperiode abschließt.
U1500
PC-Softwarepaket
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Analogeingänge, Analogausgänge und intern abgespeicherte Datenreihen (Sollwert, Schaltpotenzial,
Einsparung) sind als Analogkanäle zu definieren. Ihnen muss ebenfalls ein Messintervall (in der Regel
das des Periodensignales) und zusätzlich bei Ananlogein- und ausgängen die Signalwertebereiche eingegeben werden. Den digitalen Wertebereich können Sie den technischen Daten der Analogmodule
entnehmen. Physikalischer und Eingangswertebereich beschreiben, zwischen welchen Werten Messgröße und Eingangssignal liegen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Handbücher der
Analogmodule.
6.4
virtuelle Kanäle
Virtuelle Kanäle sind nur von Bedeutung, wenn das U1500-System zusätzlich, neben der Lastoptimierung, zur Verbrauchsdatenerfassung eingesetzt wird; deshalb wollen wir in diesem Zusammenhang
nicht differenziert darauf eingehen. Über einen leistungsfähigen Formeleditor können im System alle
Erfassungskanäle nahezu beliebig miteinander verknüpft und skaliert werden (z.B. zur Berechnung
disponibler Anteile). Die Berechnung der virtuellen Kanäle erfolgt quasi online automatisch beim Auslesen der Daten aus den Hardware-Komponenten.
U1500
7
PC-Softwarepaket
Seite 16
Modul "Konfiguration Lastoptimierung"
Mit diesem PC-Softwaremodul konfigurieren Sie die Lastoptimierungsfunktionalität des U1500-Systems.
7.1
Konfiguration Verrechnungsstellen
Während die meisten Lastoptimierungssysteme lediglich eine Verrechnungsstelle des Energieversorgers
optimieren können, besteht beim U1500-System die Möglichkeit mit einem Optimierungsrechner den
Energiebezug von maximal 4 Verrechnungsstellen gleichzeitig zu vergleichmäßigen (z.B. gleichzeitige
Optimierung der Energieträger Strom und Gas oder mehrerer Abnahmestellen in einem Supermarkt wie
Lebensmitteldiscount, Bäckerei, Metzgerei)
Wir verstehen unter "Verrechnungsstelle" eine Übergabestelle zwischen EVU und Energieabnehmer,
für die der Energieversorger eine separate Rechnung erstellt und für die eine separate Verbrauchs- und
Leistungsmessung des Energieversorger installiert ist.
betätigen; dabei
Sie können eine neue Verrechnungsstelle erzeugen, indem Sie die Schaltfläche
wird die Verrechnungsstellennummer automatisch hochgezählt. Jeder Verrechnungsstelle muss mindestens ein Messkanal zugeordnet werden; dieser kann aus einer Liste aller Erfassungskanäle, die als Impuls- oder Analogkanäle in der Signalkonfiguration definiert wurden, ausgewählt werden. Für jede Verrechnungsstelle ist das System in der Lage zeitgleich bis zu 12 Messkanäle zu addieren; dies ist immer
dann notwendig, wenn der Energieversorger zur Abrechnung Lastverläufe mehrerer Messungen heranzieht. Für die meisten Anwendungsfälle existiert jedoch nur eine Messung (Messung Nr.1); in diesem
Falle sind die restlichen 11 Eingabefelder leer zu lassen. Es ist wichtig, dass alle Messungen fortlaufend
entsprechend der angegebenen Nummern eingetragen werden; Lücken interpretiert das System als Abbruchkriterium. Das U1500-System kann zudem die zu jeder Wirkenergiemessung vorhandene
Blindenergiemessung erfassen und alle Blindenergiemessungen ebenfalls für jede Verrechnungsstelle
separat aufaddieren. Des weiteren ist es möglich, dass das System den Gesamt-Leistungsfaktor (cos )
jeder Verrechnungsstelle aus allen Wirk- und Blindenergiemessungen automatisch berechnet und sämtliche Mittelwerte in der Auflösung der Messperiodendauer der Verrechnungsstelle (z.B. 15-MinutenMittelwerte) abspeichert. Zur Blindenergieerfassung ist es notwendig, die Blindenergieimpulse (analog
wie bei den Wirkenergieimpulsen) freien Eingängen des U1500-Systems zuzuführen und die entsprechenden Messkanäle im Modul "Konfiguration Signale" anzulegen. Bitte teilen Sie uns vor Auslieferung der Steuerungskomponenten mit, ob eine Blindenergieerfassung und cos Berechnung gewünscht
wird, damit werkseitig die Steuerungskomponenten mit den passenden Firmwareversionen versehen
werden können. Ist eine entsprechende Firmwareversion in den Komponenten geladen, so werden die
ungeraden Messkanalnummern 1, 3, 5, 7, 9, und 11 als Wirkenergiemessungen und die geraden
Nummern 2, 4, 6, 8, 10 und 12 als Blindenergiemessungen interprätiert; entsprechend sind die einzelnen
Messkanäle der Verrechnungsstelle dann zuzuordnen.
U1500
PC-Softwarepaket
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Unter "Eingriffsbeginn" ist der Zeitpunkt in Minuten einzutragen, ab dem in der Messperiode frühestens
Abschaltungen durchgeführt werden sollen.
Die Auswahlbox "Optimierung nur ereignisbedingt" ist nur relevant, wenn das Optimierungssystem mit
Systemen in anderen Liegenschaften über einen übergeordneten U1500-Rechner zur Summenoptimierung vernetzt ist. Ist diese Auswahlbox aktiviert, so erfolgen Steuerungseingriffe dieses "Inselsystems"
nur dann, wenn der übergeordnete Rechner z.B. ausgefallen ist. Für Standardanwendungen (= kontinuierliche Inseloptimierung) ist diese Option nicht zu aktivieren.
Durch die Auswertung unterschiedlichster Signale von den angeschlossenen Betriebsmitteln, passt das
U1500-System seine Steuerstrategien in einem gewissen Rahmen automatisch an die Produktionsgegebenheiten an (z.B. automatische Frei- und Mittellasterkennung). Der Anwender kann zusätzlich dazu
zwischen zwei grundlegende Basisstrategien wählen, die über die Liste "Steuerstrategie" aktiviert werden. Bei abschaltoptimaler Steuerung beginnt das Optimierungssystem die Betriebsmittel zum spätest
möglichen Zeitpunkt in der Messperiode zu takten bzw. abzuschalten. Bei keiner gravierenden Änderung des Grundlasttrends bleiben die Verbraucher dann in der Regel bis zum Ende der Messperiode in
diesem Modus. Dies minimiert die Schalthandlungen in einer Messperiode (meist in der Schwerindustrie z.B. in Stahlwerken angewendet). Im Gegensatz dazu werden die Betriebsmittel bei "zuschaltoptimaler" Strategie schon dann getaktet oder abgeschaltet, sobald das System einen minimalen Optimierungsbedarf errechnet; sie werden hier oftmals vor dem Ende der Messperiode wieder freigegeben,
wenn das System erkennt, dass ein "gefahrloser" Betrieb bis zum Periodenende möglich ist. Dies hat
den Vorteil, dass bei einer Verschlechterung des Trends nicht so schnell Betriebsmittel unterer Prioritätsstufen zur Optimierung herangezogen werden, erhöht aber die Schalthäufigkeit in den oberen Prioritätsstufen. Diese Strategie wird in der Regel zur Steuerung von thermolelektrischen Verbrauchern wie
Heizungen und Kühlanlagen eingesetzt. Für Standardanwendungen ist deshalb die zuschaltoptimale
Strategie zu wählen.
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 18
7.1.1 Sollwertmanagement
Das System kann über zwei extern zugeführte Signale 4 Sollwerte umschalten. Diese "Sollwertumschaltsignale" können aus Listen aller Zustandskanäle ausgewählt werden.
Die Eingabe der Sollwerte und ihrer Eigenschaften erfolgt ähnlich wie die Erstellung von Tabelleneinträgen; neue Eingabezeilen werden automatisch beim Editieren erzeugt.
Für jede Leistungsobergrenze muss eine eindeutige Nummer vergeben werden. Zudem müssen jeder
Obergrenze zwei Umschaltsignale zugeordnet werden; ist für die Verrechnungsstelle nur eines definiert,
so ist dieses auch bei Umschaltkanal 2 einzutragen. Da das System wissen muss, welcher Sollwert bei
bestimmten Signalkombinationen gültig ist, sind diese Signalkombinationen aus der Liste "Signal" auszuwählen. Im oben dargestellten Fenster gilt Sollwert 1, wenn das Signal "Tarif" High ist und Sollwert
2, wenn das Signal "Tarif" Low ist. In diesem Falle sind gleiche Werte (90 kW) für beide Obergrenzen
vorgegeben, da der Energieversorger in beiden Fällen die Leistung augenblicklich wohl gleich verrechnet. Würde zur Niedertarifzeit (d.h. Signal "Tarif" ist low) keine Leistungsverrechnung stattfinden, so
ist als Wert für die Obergrenze 2 ein entsprechend hoher Wert (z.B. 9999) einzugeben.
Das System läßt als Wert für die Leistungsobergrenzen maximal 11900 kW (Auflösung = 1 kW) zu;
dies ist für die meisten Anwendungsfälle absolut ausreichend. Sind höhere Sollwerte notwendig, so
muss der Optimierungsrechner werkseitig auf eine andere Sollwertauflösung eingestellt werden. Es
stehen zwei zusätzliche Auflösungsoptionen von 10 kW (maximaler Sollwert 119,00 MW) und 100 kW
(maximaler Sollwert 1190,0 MW) zur Verfügung. In allen Fällen hat die Eingabe in kW zu erfolgen.
Beim Signalstatus der Umschaltsignale kann bei den einzelnen Leistungsobergrenzen neben "HIGH"
und "LOW" auch der Status "KEIN" angegeben werden; der Grund hierfür liegt in der Fähigkeit des
U1500-Systems auch zeitliche Sollwertprofile abzufahren; hierbei ist das Kriterium zur Umschaltung
des Sollwertes nicht der Zustandswechsel eines oder mehrerer Signale, sondern die Zeit.
Insgesamt kann der Optimierungsrechner optional pro Verrechnungsstelle maximal 365x96 Sollwerte
verwalten, wobei hierzu dem Optimierungsrechner ein U1500-Ethernetkoppler mit Sollprofilspeicher
vorzuschalten ist. Die Sollwertprofile (Energiefahrpläne) können dem System über MSExcel-Dateien
zugeführt werden. Die Auswahl "Sollwerte aus Profildatei" ist zu aktivieren, falls die Sollwerte für
diese Verrechnungsstelle aus einer MSExcel-Profildatei abgefahren werden sollen. Liegen in diesem
Falle keine oder fehlerhafte Fahrplandaten vor, greift das System automatisch auf die Festsollwerte
(eingebbar unter "Leistungsobergrenzen") zurück. Der im Feld "Profiloffset in Promille" eingegebene
Wert wird automatisch von den Fahrplandaten abgezogen (mögliche Werte 0 bis 250 Promille, d.h. es
kann ein Offset zwischen 0 und 25 Prozent eingestellt werden).
Bei Anwahl des Auswahlfeldes "Jahresprofil" wird die Sollwertnummer als Monat (1 = Januar etc.) interpretiert; somit kann für jeden Monat eine separate Leistungsobergrenze vorgegeben werden. Dies ist
sinnvoll, wenn sich der Leistungsbedarf des zu optimierenden Betriebes in den einzelnen Monaten sehr
stark unterscheidet.
Das System passt sich dem unterschiedlichen Leistungsbedarf in den einzelnen Monaten absolut flexibel an, wenn das Auswahlfeld "Automatische Sollwertanpassung aktiv" aktiviert ist. In diesem Falle
werden die eingegebenen Leistungsobergrenzen nicht starr eingehalten, sondern als Monatsanfangswerte (Startwerte) interpretiert. Ausgehend von einem niedrigen Startwert zu Monatsbeginn sucht sich
das System für jeden Monat selbsttätig die optimale Leistungsobergrenze, indem es bei Überschreitung
des Sollwertes die Leistungsobergrenze auf den erreichten Istwert nachschiebt. Viele Energieversorger
lesen die Verbrauchs- und Leistungsdaten der Sonderkunden für die Abrechnung automatisch aus; bei
jeder automatischen Zählerablesung wird durch den Energieversorger ein Signal invertiert, das dem
Optimierungssystem bereitgestellt werden kann. Das U1500-System setzt in diesem Falle bei Änderung
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 19
des Signales die Leistungsobergrenze auf den eingegeben Monatsstartwert zurück, falls als Übernahmekriterium "externes Signal" angewählt ist. Beim Übernahmekriterium "interne Uhr" erfolgt die
Sollwertrücksetzung am ersten eines jeden Monats um 0:00 Uhr.
Achtung:
Da das System bei aktivierter automatischer Sollwertanpassung den vorgebenenen Sollwert nur zu Monatsanfang übernimmt, ist bei Änderung des Sollwertes mit gewünschter sofortiger Wirkung die automatische Sollwertanpassung zu deaktivieren, bevor die neue Konfiguration an die Steuerung gesendet
wird. Danach kann die automatische Sollwertanpassung wieder aktiviert werden (Daten bitte nach Aktivierung nochmal senden).
7.2
Konfiguration Optimierungskreise
Beim U1500-System können mehrere Optimierungsrechner vernetzt werden, die ein
"Optimierungsmasterrechner" verwaltet; deshalb werden sogenannte "Optimierungskreise" benötigt
(über sie können die einzelnen Rechner vom Optimierungsmaster identifiziert werden). Zudem muss
jeder Verrechnungsstelle ein unterschiedlicher Optimierungskreis zugeordnet werden.
Hier sind deshalb nur Eingaben zu machen, falls mehr als 64 Optimierungskanäle verwaltet werden
oder falls mehrere Verrechnungsstellen vorhanden sind. Für den letzteren Fall ist formell für jede
Verrechnungsstelle ein neuer Optimierungskreis anzulegen, wobei dem Kreis kein Messkanal
zugeordnet werden muss und für alle Kreise die selbe Busliniennummer angegeben werden kann.
Auf den Fall, dass mehr als 64 Optimierungskanäle gesteuert werden müssen, wollen wir in diesem
Zusammenhang nicht weiter eingehen, da vernetzte Großsysteme sehr kundenindividuell aufgebaut
sind.
U1500
7.3
PC-Softwarepaket
Seite 20
Konfiguration Hardware
Hier werden im wesentlichen die Optimierungskanäle definiert.
Um einen neuen Optimierungskanal zu erzeugen betätigen Sie die Schaltfläche
Schaltfläche
, zum Löschen die
.
Geben Sie eine eindeutige Optimierungskanalnummer ein. Über diese Nummer können Sie den Kanal
am LC-Display des Optimierungsrechners identifizieren.
Das System muss für die Hochrechnung für jeden Optimierungskanal wissen, welche Abschaltleistung
er besitzt.
Beispiel: Eine Verbundkühlanlage mit 8 Verdichtern (Gesamtleistung 120 kW) wird im Normalbetrieb
durch den Regler vierstufig gesteuert (100%, 75%, 50% und 0%). Somit sind für die Anlage drei Optimierungskanäle (100%
75%, 75%
50%, 50%
0%) vorzusehen. Die Laufrückmeldungssignale
sind parallel zu den Betriebsanzeigen der Reglerstufen abzugreifen. Für den ersten Kanal sind als Abschaltleistung 30 kW, für den zweiten ebenfalls 30 kW und für den dritten 60 kW einzugeben. Je genauer die Abschaltleistung eingegeben wird, desto präziser ist die Hochrechnung; der Hochrechnungsalgorithmus des U1500-Systems kann jedoch Fehler bei der Eingabe der Abschaltleistung von ±20%
gut kompensieren.
Ordnen Sie dem Kanal mindestens ein Laufrückmeldungssignal und einen Steuerkanal (Ausgang) zu.
Die Vergabe eines Bedarfsanforderungssignals ist optional. In den Listen bei den Eingabefeldern werden Ihnen alle im Modul "Konfiguration Signale" definierten Zustandssignale angezeigt. Der Steuerka-
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 21
nal muss eindeutig sein, deshalb wird er nach Zuweisung aus der Liste entfernt. Rückmeldungs- und Bedarfsanforderungssignale können mehrfach vergeben werden. Ein Optimierungskanal kann sich aus Signalen unterschiedlicher Stationen zusammensetzen.
Bei Betriebsmitteln mit stark schwankendem Leistungsbedarf kann es notwendig werden, dass die augenblicklich zu Verfügung stehende abschaltbare Last kontinuierlich gemessen werden muss, um eine
präzise Optimierung zu realisieren. Sofern die Messung eine Impulsmessung ist, kann das U1500-System diese betriebsmittelbezogene Leistungsmessung direkt berücksichtigen. Der entsprechend vorher
definierte Impulsmesskanal kann über die Liste "Leistungsmessung" dem Optimierungskanal zugeordnet werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Messung eine ausreichend hohe Impulsfrequenz
besitzt (mindestens 1 Impuls pro Sekunde bei Volllast), da das Optimierungssystem über diese Messung
"Momentanleistungen" ermitteln muss.
Ist das Auswahlfeld "Leistungsmessung überwachen" aktiviert, so wird eine Fehlermeldung generiert,
falls 45 Sekunden lang kein Messimpuls für diesen Kanal empfangen wurde, obwohl die Laufrückmeldung "high" ist; in diesem Falle wird automatisch zur Hochrechnung die unter "Leistung" eingegebene
Festleistung herangezogen.
Die Option "Verhalten bei Periodenbeginn: immer freigeben" besagt, dass zu Beginn einer jeden
Messperiode das Betriebsmittel in jedem Falle vom System freigegeben wird. Diese Variante bietet sich
an, um z.B. Meldesignale für ein manuelles Lastmanagement zu generieren (wie es einfache Maximumwächter tun). Soll ein Meldeausgang erst 10 Minuten nach Beginn einer Messperiode aktiv
werden, so wählen Sie für den betreffenden Kanal "immer freigeben" an und weisen ihm eine minimale
Einschaltzeit von 10 Minuten zu. Verdrahten Sie in diesem Falle immer ein "simuliertes" Laufrückmeldungssignal. Bei der Option "automatisch" berücksichtigt das Optimierungssystem die Tatsache,
dass aufeinanderfolgende Hochlastmessperioden bezüglich dem Verhalten der nicht zu beeinflussenden
Last häufig korreliert sind und läßt deshalb das Betriebsmittel bis zum Ablauf des Eingriffsbeginns der
neuen Messperiode in dem Optimierungszustand (unter Berücksichtigung sämtlicher vorgegebenen
Randbedingungen), wie er am Ende der Messperiode vorgelegen hat. Für Standardanwendungen
(thermoelektrische Betriebsmittel) ist die "automatische" Variante zu bevorzugen, da sie die zur Verfügung stehende steuerbare Last wesentlich besser ausnutzt.
Sie können zudem angeben, ob das an den Optierungskanal angeschlossene Betriebsmittel bei Systemstörung automatisch freigegeben oder gesperrt werden soll. Bitte beachten Sie, dass das Betriebsmittel
entsprechend der hier getroffenen Konfiguration an den Optimierungsrechner angeschlossen werden
muss. Einzelheiten sind dem Handbuch "Installation" zu entnehmen.
Sollten an den Optimierungskanal Eigenerzeuger (z.B. BHKWs) angeschlossen sein, die lastbedingt zugeschaltet und geregelt werden, so ist unter "Verbraucherart" Eigenerzeuger einzustellen. Die Zu- und
Abschaltung der Eigenerzeuger kann entweder unter Berücksichtigung von Hochrechnungskriterien für
die Messperiode (automatisch) erfolgen, oder sie orientiert sich strikt am Verlauf des Ist-Mittelwertes
während der Messperiode (Schwellwerte). Die Zuschaltung erfolgt in diesem Fall, wenn der Ist-Mittelwert die eingegebene Zuschaltschwelle (angegeben als x Prozent vom Sollwert) überschreitet; die Abschaltung erfolgt, wenn er die Abschaltschwelle unterschreitet. Hierbei werden auch bei Eigenerzeugern
die für diesen Optimierungskanal konfigurierten minimalen / maximalen Ein- und Ausschaltzeiten berücksichtigt, so dass zu kurze Lauf- bzw. Stillstandszeiten der Eigenerzeuger vermieden werden.
U1500
7.4
PC-Softwarepaket
Seite 22
Konfiguration Optimierungskanäle
Hier werden die Randbedingungen und Steuerstrategien für die Optimierungskanäle festgelegt.
7.4.1 Optimierungspriorität
Für jeden Optimierungskanal kann vorgegeben werden, mit welcher Priorität er "optimiert" wird.
Hierzu können die Betriebsmittel in "Abschaltgruppen" eingeordnet werden. Betriebsmittel der Gruppe
1 werden zuerst lastbedingt beeinflußt (getaktet) und zuletzt wieder in den "Normalbetrieb" versetzt.
Betriebsmittel der Gruppe 10 werden nicht lastbedingt beeinflußt. Innerhalb der Gruppen können zusätzlich Prioritäten vergeben werden, wobei Betriebsmittel der Priorität 1 am häufigsten "optimiert"
werden. Der Sinn der Gruppenaufteilung liegt darin, dass so für Betriebsmittel einer Gruppe zusätzliche
Randbedingungen berücksichtigt werden können, die kundenindividuell im Optimierungsrechner programmiert werden. Es kann z.B. realisiert werden, dass nur eine bestimmte Anzahl von gleichartigen
Betriebsmitteln einer Gruppe gleichzeitig durch das System gesperrt sind.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Betriebsmittel der Gruppe 1 Priorität 1 am häufigsten, Betriebsmittel der Gruppe 9 Priorität 10 am seltensten und Betriebsmittel der Gruppe 10 gar nicht lastbedingt abgeschaltet werden.
Um Optimierungskanäle von einer Gruppe in die andere zu verschieben, wählen Sie bitte den Kanal mit
der Maus an und ziehen ihn unter dauernder Betätigung der linken Maustaste in die Zielgruppe. Innerhalb einer Gruppe können Sie die Priorität verändern, indem Sie den Kanal entsprechend von unten
nach oben bewegen.
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 23
Um weitere Kanaleigenschaften festzulegen, klicken Sie den Kanalnamen mit der rechten Maustaste an;
es erscheint dann folgendes Popup-Menü:
7.4.2 Handbedienung
Durch Anklicken des Popup-Menüpunktes "Handbedienung" kann das Betriebsmittel dauerhaft aus der
Laststeuerung entfernt werden. Sind Zeitschaltprogramme für Optimierungskanäle aktiviert, so sind
diese auch bei Handbedienung weiterhin aktiv. Durch Anklicken des Menüpunktes "Automatisch" wird
das Betriebsmittel wieder lastoptimiert gesteuert.
7.4.3 Minimale / maximale Ein- / Ausschaltzeiten
Durch Anklicken des Popup-Menüpunktes "Ein-/Ausschaltzeiten" erscheint folgendes Fenster:
Damit kein Betriebsmittel zu lange abgeschaltet bleibt bzw. eine definierte Zeit nach der Freigabe nicht
erneut abgeschaltet wird, können entsprechende Zeiten eingegeben werden.
Die minimalen und maximalen Ein- und Ausschaltzeiten können für jeden Optimierungskanal individuell festgelegt werden; sie sind wie folgt definiert:
- Minimale Einschaltzeit:
Zeit, die ein Verbraucher mindestens eingeschaltet sein muss, bevor er vom System wieder ausgeschaltet werden darf.
U1500
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- Maximale Einschaltzeit:
Zeit, die ein Verbraucher nach jeder Zuschaltung längstens eingeschaltet bleiben darf (in der Regel
24 Stunden).
- Minimale Ausschaltzeit
Zeit, die ein Verbraucher nach einer Abschaltung mindestens ausgeschaltet bleiben muß. Es wird
empfohlen hier unabhängig vom zu steuernden Betriebsmittel grundsätzlich mindestens 30 Sekunden
einzugeben, um zu schnelle Zuschaltungen zu vermeiden.
- Maximale Ausschaltzeit:
Zeit, die ein Verbraucher bei einem Abwurf durch das System maximal ausgeschaltet bleiben darf.
- Nachlaufzeit
Zeit, die ein Verbraucher nach dem Abschalten weiterläuft (z.B. läuft eine Kühlung nach Schließen
des Kühlmittelventils noch einige Minuten nach).
- Vorlaufzeit
Zeit, die ein Verbraucher nach Zuschaltung durch das System benötigt, bis er Leistung aufnimmt.
Die Zeiten sind grundsätzlich wie folgt zu wählen:
- die maximale Einschaltzeit muß größer als die minimale Einschaltzeit und
- die maximale Ausschaltzeit größer als die minimale Ausschaltzeit sein.
Da das U1500-System die Zeiten über das Laufrückmeldungssignal mißt, ist sichergestellt, dass dem
Betriebsmittel während der minimalen Einschaltzeit tatsächlich Energie zugeführt wird und bei den maximalen Ausschaltzeiten thermostatisch bedingte Abschaltungen berücksichtigt werden.
7.4.4 Vorzugssteuerung
Durch Anklicken des Popup-Menüpunktes "Vorzugssteuerung" erscheint folgendes Fenster:
Es besteht die Möglichkeit für jeden Optimierungskanal eine "Vorzugssteuerung" zu aktivieren. Damit
wird erreicht, dass kritische Verbraucherzustände (z.B. Aufheizphasen) vom System automatisch erkannt werden und somit die Auswirkungen der Lastoptimierung auf den Produktionsprozeß minimiert
werden. Die Vorzugssteuerung kann über die Bedarfsanforderungseingänge oder durch interne Be-
U1500
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darfserkennung ausgelöst werden. Zudem kann eingegeben werden, ob bei erkannten "Vorzugssituationen" die Abschaltpriorität durch das System automatisch modifiziert wird oder der Verbraucher unbedingt freigegeben wird.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit laufende Verbraucherprogramme nicht zu unterbrechen. Dies bedeutet, dass der betreffende Verbraucher erst durch die Laststeuerung für eine maximale Ausschaltzeit
gesperrt wird, wenn er selbsttätig abgeschaltet hat, d.h. der Betrieb eines Verbrauchers wird unmittelbar
nach selbsttätiger Abschaltung für eine bestimmte Zeit durch das System verhindert. Ist diese vorgegebene Zeit (maximale Ausschaltzeit) abgelaufen, kann er wieder so lange betrieben werden, bis er erneut
selbsttätig abschaltet.
7.4.5 Zeitschaltprogramme
Durch Anklicken des Popup-Menüpunktes "Zeitschaltprogramme" erscheint folgendes Fenster:
Das System kann, neben der Steuerung der Betriebsmittel unter dem Gesichtspunkt der Reduzierung der
Verrechnungsleistung, für jeden Optimierungskanal individuell konfigurierbare Zeitschaltprogramme
ausführen. Die Zeitschaltprogramme sind werkseitig deaktiviert; wollen Sie keine Zeitschaltungen
durchführen, so brauchen Sie keine weiteren Maßnahmen ergreifen.
Dem Anwender stehen pro Optimierungskanal sieben gleichzeitig aktivierbare Ein- und Ausschaltzeiten
(hier "Zeitschaltereignisse" genannt) zur Verfügung. Das Zeitschaltprogramm kann sich also für jeden
Optimierungskanal aus maximal 7 unterschiedlichen Zeitschaltereignissen zusammensetzen. Die Zeitschaltereignisse sind zyklisch gestaltet, so dass sich die Ab- bzw. Zuschaltung des Verbrauchers täglich
bzw. wöchentlich wiederholt.
Verbraucher mit aktivierten Zeitschaltereignissen sind weiterhin in die Laststeuerung integriert, wobei
die Laststeuerung nur bei Betriebsmitteln erfolgt, die durch das Zeitschaltprogramm freigegeben sind.
Zeitabgeschaltete Verbraucher bleiben abgeschaltet, auch wenn sie aufgrund der Lastsituation betrieben
werden könnten. Das Zeitschaltprogramm bleibt auch bei handbetriebenen Verbrauchern aktiv; soll der
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Verbraucher trotz einer Zeitabschaltung betrieben werden, so ist das entsprechende Zeitschaltereignis
zu deaktivieren.
Zur Aktivierung bzw. Deaktivierung des Zeitschaltprogrammes ist das Auswahlfeld "Status" anzuklikken. Zeitschaltprogramme können auch komplett gelöscht werden. Hierzu ist die erhabene Fläche vor
dem Statusfeld anzuklicken und die "Entf"-Taste zu betätigen. Bei Löschung erscheint folgende Meldung:
Ist für mindestens ein aktiviertes Zeitschaltereignis eines Wochentages die Freigabezeit ein früherer
Zeitpunkt als die Abschaltzeit, so wird der Verbraucher um 00:00 Uhr des betreffenden Tages bis zur
Freigabezeit abgeschaltet. Wird für die Abschaltzeit der selbe Zeitpunkt wie für die Freigabezeit
angegeben, so erfolgt keine Abschaltung, wohl aber die Freigabe eines bis dahin durch ein anderes
Zeitschaltereignis abgeschalteten Verbrauchers. Bei Wahl der Abschalt- bzw. Freigabezeit 24:00 Uhr
erfolgt keine Änderung des aktuellen Zustandes.
Über die Zeitschaltprogramme können auch automatisch zeitliche Veränderungen der Abwurfprioritäten
realisiert werden. Hierfür ist mindestens ein Optimierungskanal als reiner Zeitschaltkanal zu konfigurieren und das dadurch erzeugte Signal als Bedarfsanforderungssignal einem oder mehreren Optimierungskanälen schaltungstechnisch zuzuführen. Für diese Kanäle ist zusätzlich eine entsprechende Vorzugssteuerung zu konfigurieren.
7.5
Konfigurationsübersicht anzeigen und ausdrucken
Durch Betätigen der Schaltfläche
"Übersicht anzeigen" oben links im Startfenster werden alle
Konfigurationsdaten in Berichtsformularen zusammengestellt. Diese Funktionalität dient zum einen
dazu, dass die Konfiguration des Gesamtsystems überprüft bzw. zu Archivierungszwecken ausgedruckt
werden kann. Es stehen zwei Berichte zur Verfügung: "Übersicht Verrechnungsstellen" und "Übersicht
Optimierungskanäle"
Zuerst wird der Bericht "Übersicht Verrechnungstellen" angezeigt.
Wird dieser Bericht über die Schaltfläche
oder
verlassen, so wird der zweite Bericht
"Übersicht Optimierungskanäle" automatisch zur Anzeige gebracht.
U1500
Über die Schaltflächen
Durch Betätigen der Schaltfläche
Berichte ausgedruckt werden.
7.6
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Seite 27
kann seitenweise geblättert werden.
"Übersicht drucken" oben links im Startfenster können die
Senden der Lastoptimierungskonfigurationsdaten an den Optimierungsrechner
Beim Verlassen des Moduls "Konfiguration Lastoptimierung" über die Schaltfläche
folgende Meldung:
erscheint
Ein Senden erfolgt nur, wenn das Modul "Datenverkehr" aktiviert ist oder aktiviert wird. Vergewissern
Sie sich bitte im Modul "Datenverkehr", dass die Konfigurationsdaten erfolgreich gesendet wurden; es
generiert eine entsprechende Meldung im Protokollfenster.
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8
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Modul "Onlineanzeige"
Dieses Modul dient zur Onlineanzeige der Daten der aktuellen Messperiode und zur Onlinedarstellung
aller binären Zustände im System. Die Optimierungsrechner U1500 A0 und U1500 A1 liefern für jede
Verrechnungsstelle 12 Analogwerte mit Informationen über die aktuelle Messperiode. Zusätzlich wird
jede Änderung der binären Ein- und Ausgänge und der Abwurfstati der Optimierungskanäle an das Onlinemodul übermittelt.
Die Datenübermittlung erfolgt über das Kommunikationsmodul "Datenverkehr"; es muss deshalb zur
Onlinedarstellung aktiviert werden bzw. im Hintergrund laufen. Das Kommunikationsmodul erzeugt
Telegramme im Internet-UDP-Datenformat; diese Telegramme stehen im gesamten LAN (Netzwerk)
zur Verfügung, so dass beliebig viele Onlinemodule im Netzwerk gleichzeitig laufen und die Daten an
jedem Rechner im Netzwerk zur Anzeige gebracht werden können.
Die Aktualisierungszeit der Daten ist fest eingestellt; sie kann werkseitig kundenspezifisch zwischen
einer und 60 Sekunden variiert werden. Die Standardeinstellung beträgt 15 Sekunden; diese Zeit ist für
die Mehrzahl der Anwendungen optimal.
Die Optik des Moduls ist durch den Kunden frei konfigurierbar; insbesondere kann eingestellt werden,
welche Daten numerisch und welche Daten grafisch dargestellt werden. Zudem können Stellenanzahl
und Nachkommastellen, Farbgebung der Grafiken und die Skalierung der Achsen durch den Kunden
jederzeit beeinflußt werden. Bei der Anzeige der binären Zustände kann festgelegt werden, welches
Signal an welcher Stelle des Anzeigefensters plaziert werden soll.
Es können beliebig viele Anzeigefenster erstellt werden, wobei alle Daten mehrfach in den unterschiedlichen Fenstern verwendet werden können.
Für die Lastoptimierungsfunktionalität sind zwei Fenster werkseitig vorkonfiguriert, die alle wichtigen
Daten für ein System mit 8 Optimierungskanälen anzeigen bzw. als Beispielkonfigurationen dienen:
- Darstellung der analogen Daten als Arbeitsdiagramm für Verrechnungsstelle 1
(Datei Arbeitsanzeige_Lastoptimierung.analog)
- Darstellung der binären Signale für 8 Optimierungskanäle
(Datei Signale_Lastoptimierung.binaer)
Im U1500-Ordner auf dem Desktop des PCs ist eine Verknüpfung "Onlinemodul" angelegt; durch Doppelklick auf diese Verknüpfung wird die U1500-Applikation gestartet.
Nach Aufruf erscheint automatisch ein Startbildschirm mit allen für die Optimierungsaufgabe
notwendigen Fenstern. Dieser Startbildschirm wird im Rahmen der Inbetriebnahme kundenspezifisch
eingerichtet.
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Zudem können weitere Fenster über den Menüpunkt "Datei
Öffnen" zur Anzeige gebracht werden.
War eine Datei schon einmal geöffnet, so ist sie in der Dateienliste unter dem Menüpunkt "Datei" zu
finden und kann einfach angeklickt werden. Das Dateienhandling (neu erzeugen, speichern, öffnen)
entspricht dem von MS-Windows-Office-Anwendungen (z.B. MS-Word oder MS-Excel).
Bewegt man den Mauszeiger an eine beliebige Stelle innerhalb eines Fensters und führt dann einen
Doppelklick mit der linken Maustaste aus, so wird das jeweilige Fenster vergrößert dargestellt ("Normalposition"); bei erneutem Doppelklick mit der linken Maustaste wird das Fenster wieder so dargestellt, wie es bei Einrichtung des Startbildschirmes abgespeichert wurde ("Smallposition"). In Normalposition kann das Fenster individuell in Breite und Höhe weiter verändert werden; durch Doppelklick
mit der linken Maustaste nimmt es immer wieder die abgespeicherten Ursprungspositionen ("Normal"
oder "Small") ein. Durch Doppelklick mit der linken Maustaste auf die (in der Regel blau hinterlegte)
Fensterüberschrift, wird es als Vollbild über den ganzen Monitor dargestellt.
8.1
Online-Darstellung von Analogwerten
Jeder U1500-Optimierungsrechner überträgt 6 Datensätze mit je 12 32-Bit-Werten über das Modul "Datenverkehr" an das Onlinemodul. Datensatz 1 enthält die Lastoptimierungsdaten der Verrechnungsstelle
1. Über die Datensätze 2 bis 6 können pro Buslinie zusätzlich 60 kundenspezifische durch das U1500System gewonnene Werte (z.B. Lastoptimierungsdaten der Verrechnungsstellen 2 bis 4, Messwerte wie
Blindleistung, cos , Temperaturen, ph-Werte etc.) angezeigt werden.
Folgende Lastoptimierungswerte werden für die einzelnen Verrechnungsstellen vom Optimierungsrechner an das Onlinemodul gesendet:
Wert 1 = PSoll
aktuell gültige Leistungsobergrenze in kW (in der Regel über die gesamte
Messperiode konstant)
Wert 2 = PIst
bis zum aktuellen Zeitpunkt in der Messperiode berechneter Leistungsmittelwert in kW
Wert 3 = PTrend
zum Ende der Messperiode hochgerechneter Leistungsmittelwert in kW
Wert 4 = PAkt
Momentanleistung als Mittelwert über 15 Sekunden in kW
Wert 5 = Pwartend
augenblicklich durch das System abgeworfene Last in kW
Wert 6 = PKorrektur
bis zum Ende der Messperiode zuschaltbare (PKorrektur > 0) bzw.
abzuschaltende (PKorrektur < 0) Last unter Berücksichtigung des
hochgerechneten Trends in kW. Liegt der Trend unterhalb des Sollwerts, so
ist PKorrektur immer positiv. Droht eine Sollwertüberschreitung, weil z.B. nicht
genügend steuerbare Last zur Verfügung steht, so wird PKorrektur negativ.
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 30
PKorrektur zeigt also dem Anwender permanent an, wieviel Last bis zum Ende
der Messperiode manuell noch zugeschaltet werden kann bzw. abgeschaltet
werden muss.
Wert 7 = WSoll
Arbeit, die in der Messperiode maximal verbraucht werden darf in kWh * 100
(in der Regel über die gesamte Messperiode konstant)
Wert 8 = WIst
bis zum aktuellen Zeitpunkt in der Messperiode verbrauchte Arbeit in kWh *
100
Wert 9 = WTrend
zum Ende der Messperiode hochgerechneter Arbeitsverbrauch in kWh * 100
Wert 10 = Jahresmaximum Höchster aufgetretener Leistungsmittelwert des Jahres
Wert 11 = Reserve
frei werkseitig belegbar z.B. mit Blindarbeit, cos etc.
Wert 12 = Restzeit
verbleibende Zeit in der Messperiode in Sekunden
Die folgende Abbildung zeigt eine 15-Minuten-Messperiode als Arbeitsdiagramm dargestellt. In diesem
Falle wird die Sollarbeit als rot schraffierte Fläche, die in der Messperiode bisher verbrauchte Arbeit
(Istarbeit) als grünes Balkendiagramm und der Trendwert der Arbeit als blauer Balken angezeigt.
Zudem werden Istarbeit und Trend in Prozent relativ zur Sollarbeit dargestellt. Der Sollwert wird nicht
überschritten, wenn die zum Ende der Messperiode verbrauchte Arbeit unterhalb der 100%Sollwertlinie liegt. Sobald die Trendrechnung ergibt, dass die 100%-Schwelle zum Ende der
Messperiode überschritten wird, nimmt der senkrechte Trendbalken eine rote Farbe an; dies signalisiert
dem Bediener, dass das Optimierungssystem Betriebsmittel abschalten muss, um den Sollwert nicht zu
überschreiten, falls dieser Trend anhält.
Wird eine Kurve durch eine andere überdeckt, so kann sie durch Doppelklicken mit der rechten Maustaste auf die farbigen Quadrate in der Legende in den Vordergrund geholt werden.
U1500
8.2
PC-Softwarepaket
Seite 31
Abruf historischer Daten über das Onlinemodul
Durch Bewegen des Mauszeigers in die Anzeige der numerischen Daten (dunkel unterlegte Fläche im
folgenden Bild) und einfachen Klick mit der rechten Maustaste kann eine Textdatei geöffnet werden, in
der für das entsprechende Onlinefenster die wichtigsten Eckdaten der vergangenene Messperioden stehen.
Numerische Daten
Alternativ dazu kann die Textdatei geöffnet werden, indem das gewünschte Fenster als aktives Fenster
angeklickt und in der Symbolleiste oben die Schaltfläche
betätigt wird.
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 32
Welche Werte in die Textdatei geschrieben werden, kann frei konfiguriert werden.
Achtung: Für Zeiträume, während denen das Onlinemodul nicht läuft, werden auch keine Werte in die
Textdatei geschrieben; in diesem Falle stehen die Daten nur über die Auswertemodule, die direkt auf
die Datenbanken zugreiffen (U1500 Grafikmodul, Tabelleneditor) zur Verfügung.
U1500
8.3
PC-Softwarepaket
Seite 33
Konfiguration der Analogfenster
Bewegt man den Mauszeiger an eine beliebige Stelle innerhalb eines Fensters und führt dann einen
Doppelklick mit der rechten Maustaste aus, so gelangt man in die Konfigurationsmaske dieses Fensters.
Für jedes Fenster muss angegeben werden von welchem Optimierungsrechner im System die Daten angezeigt werden sollen (Adresse = Busliniennummer) und welcher Datensatz (1 bis 6) für das Fenster
relevant ist.
In der Spalte "aktiv" kann ausgewählt werden, welcher Wert numerisch dargestellt werden soll; jedem
Wert kann ein frei editierbarer Name zugeordnet werden. Zudem kann eingegeben werden in welcher
Einheit der Wert angezeigt wird.
Unter der Rubrik "Stellen" kann angegeben werden, wie viele Dezimalstellen angezeigt werden sollen:
- Eingabe -9 bis -1 bedeutet:
die Vorkommastellen werden flexibel mit jeweils
9 bis 1 Nachkommastellen angezeigt
- Eingabe 3 bis 8 bedeutet:
es werden 1 bis 6 Stellen mit jeweils zwei Nachkommastellen angezeigt
- Eingabe 11 bis 99 bedeutet: 11 = 1 Stelle und 1 Nachkommastelle
...
14 = 1 Stelle und 4 Nachkommastellen
...
60 = 6 Stellen und 0 Nachkommastellen
...
99 = 9 Stellen und 9 Nachkommastellen
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 34
Bei der Darstellung wird jeder vom Optimierungsrechner übermittelte Wert mit einem Faktor multipliziert (z.B. Arbeitsdaten mit 0,01, da sie mit Faktor 100 vom Optimierungsrechner geliefert werden), der
in der Spalte "Faktor" eingegeben werden kann.
Von den 12 Werten können maximal drei gleichzeitig grafisch angezeigt werden. In diesem Falle können Kurvenform, Füllung und Farbe der Kurve vorgegeben werden. Ist die Auswahlfläche "t off" aktiviert, so wird die Kurve zu jedem Zeitpunkt in der Messperiode über die gesamte Zeitachse gezeichnet;
dies ist z.B. für die Sollwerte sinnvoll.
Unter der Rubrik "Historie" kann man wählen, ob der jeweilige Wert in die Textdatei zum Abruf der
historischen Daten (siehe oben) eingetragen werden soll oder nicht.
Der Startbildschirm kann umkonfiguriert werden, indem der Aufruf der Applikation "Onlinemodul" in
den Eigenschaften der Verknüpfung im U1500-Desktopordner unter der Rubrik "Ziel" um den Parameter "-smallpos" ergänzt wird. In diesem Falle wird bei Aufruf des Onlinemoduls jedes Fenster mit
"small" (Smallposition) oder "normal" (Normalposition) gekennzeichnet. Sobald das Fenster gestaltet
wurde, kann die Größe und Lage durch Betätigen der Schaltfläche "Fensterposition sichern" abgespeichert werden. Dieser Vorgang ist sowohl für den "Small-Modus", als auch für den "Normalmodus"
(umschaltbar durch Doppelklick mit der linken Maustaste) getrennt durchzuführen. Beim nächsten Aufruf des Onlinemoduls werden nur die Fenster geöffnet, die beim letzten Schließen des Moduls mit der
Option "-smallpos" offen waren.
8.4
Online-Darstellung von Binärwerten
Vom Optimierungsrechner wird jede Änderung von Binärsignalen und Zustandsstati an das Onlinemodul übertragen. Binäre Eingänge werden als blaue Quadrate, binäre Ausgänge als Kreise dargestellt. Ist
das Signal "High" so wird es farblich intensiv, ist es "Low" so wird es blass bzw. heller dargestellt.
Über die Darstellung der binären Ausgänge wird durch unterschiedliche Farbgebung der Optimierungszustand des angeschlossenen Betriebsmittels angezeigt:
- blau = durch das Optimierungssystem nicht beeinflußt
- rot = durch das System lastbedingt abgeschaltet
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 35
- schwarz = durch das System über ein Zeitschaltprogramm abgeschaltet
- grün = Handbetrieb, d.h. keine Laststeuerung
8.5
Konfiguration der Binärfenster
Durch Doppelklicken mit der rechten Maustaste innerhalb des Fensters wird das Konfigurationsmenü
geöffnet:
Jedes Fenster ist als Matrix mit 4 Spalten und 8 Zeilen aufgebaut. Für jeden Platz in der Matrix kann
aus einer Liste ausgewählt werden, welches Signal dargestellt werden soll. Die Anwahl "ausblenden"
bedeutet, dass diesem Matrixplatz kein Signal zugeordnet und dafür ein frei editierbarer Text angezeigt
wird (z.B. als Spalten- oder Zeilenüberschrift). Wird kein Text in dieses Feld eingetragen, so wird
dieser Platz absolut leer angezeigt.
Durch die freie Konfigurierbarkeit können schnell und unkompliziert Fenster erzeugt werden, die optimierungskanalorientiert, eingangsorientiert oder ausgangsorientiert (z.B. nur 32 Binärausgänge zur Anzeige der lastbedingten Zustandsstati) aufgebaut sind.
U1500
9
PC-Softwarepaket
Seite 36
"Grafikmodul"
Das Grafikmodul dient der grafischen Darstellung von Archivdaten wie Lastgängen und Schalthandlungen.
Es können durch den Anwender beliebig viele Grafikkonfigurationen angelegt werden; diese bleiben im
System gespeichert, so dass zur Datenauswertung lediglich die vorhandene Grafikkonfiguration angewählt und die Schaltfläche
“Anschauen” betätigt werden muss.
U1500
9.1
PC-Softwarepaket
Seite 37
Balkendiagramme
Beim Öffnen eines Balkendiagrammes erscheint folgendes Fenster:
Die Grafik wird erst dann eingeblendet, wenn die Schaltfläche
Auswertezeitraum durch Anwahl im Kalenderelement
erscheint folgendes Formular:
betätigt wurde. Vorher ist der
anzugeben. Bei Betätigung der Schaltfläche
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 38
Bitte beachten Sie hierbei, dass Sie den Tag zuletzt anwählen, da bei jeder Veränderung des Monats
und des Jahres der Tag automatisch gelöscht wird!
Bei Balkendiagrammen muss neben der Fenstergröße (d.h. darzustellender Zeitbereich) auch die Auflösung (d.h. Zeitbereich über den ein anzuzeigender Wert gebildet wird) eingegeben werden.
Werden mehrere Datenreihen in einem Diagramm dargestellt, so können sie einzeln durch Anklicken
der Auswahlfelder in der Legende oben rechts ein- und ausgeblendet werden.
Mit Hilfe des Auswahlfeldes “Balken seitlich” werden die Balken nebeneinander dargestellt; mit Hilfe
des Auswahlfeldes “3D” kann der dreidimensionale Effekt der Grafik aufgehoben bzw. aktiviert werden.
Durch Anklicken der Achsen über die rechte Maustaste oder der Schaltfläche
öffnet sich ein Dialogfenster, in dem die Achsen bearbeitet z.B. individuell skaliert werden können. Hierzu ist im Dialogfenster die gewünschte Achse zu selektieren und der Wertebereich einzugeben. Mehrfachselektion ist
durch Betätigen der "Shift"- Taste gleichzeitig mit der linken Maustaste, wie unter MS-Windows üblich, möglich. Soll zu einer Kurve bzw. Datenreihe die individuelle Achse im Diagramm sichtbar sein,
so ist das Auswahlfeld "Visisble" im Karteiblatt "Axes" zu aktivieren. Über das Eingabefeld "Format"
kann das angezeigte Datenformat der Achsen festgelegt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Zeichen "," und "." (technisch bedingt) nach der amerikanischen Notation zu interpretieren sind, d.h. die
rechts hinter dem "." stehenden Zeichen sind Nachkommastellen. Mit dem Platzhalter "#" geben Sie
vor, wieviel Stellen maximal, mit dem Platzhalter "0" geben Sie vor, wieviele Stellen mindestens angezeigt werden sollen.
Beispiele:
Format
#,##0.##
##,###.000
##,##0.0##
Wert
0,50000
1,00000
2,60000
4,65000
154,79800
4698,40000
12713,125
0,50000
1,00000
2,60000
4,65000
154,79800
4698,40000
12713,125
0,50000
1,00000
2,60000
Anzeige in Grafik
0,5
1
2,6
4,65
154,79
4.698,4
2.713,12
,500
1,000
2,600
4,650
154,798
4.698,400
12.713,125
0,5
1,0
2,6
U1500
4,65000
154,79800
4698,40000
12713,125
PC-Softwarepaket
Seite 39
4,65
154,798
4.698,4
12.713,125
Durch Anklicken des Blattes “Marks” in diesem Dialogfenster kann die numerische Datenanzeige für
die selektierte Kurve über ein Auswahlfeld aktiviert bzw. deaktiviert werden. Es erscheint dann bei
jeden in der Grafik dargestellten Wert gelb hinterlegt numerisch der exakte berechnete oder gemessene
Wert, z.B
.
Die angegebenen Einstellungen können durch Betätigen der Schaltfläche
gespeichert werden.
Beim Verlassen der Grafikdarstellung werden Sie gefragt, ob Sie die Einstellungen speichern wollen.
Bitte beachten Sie hierbei, dass einige Einstellungen (Achsenskalierungen etc.) sich z.B. beim Zoomen
verändern; es wird deshalb empfohlen die Grafikeinstellungen nur im ungezoomten Zustand zu speichern!
Über die Schaltflächen
durch Anklicken aktiviert werden:
können folgende Funktionalitäten
-
Normaler Modus:
Bei andauernder Betätigung der rechten Maustaste und gleichzeitigen Bewegen des Mauszeigers
kann man sich auf der Zeitachse nach vorne bzw. hinten bewegen. Bei andauernder Betätigung der
linken Maustaste und gleichzeitigen Bewegen des Mauszeigers nach schräg unten innerhalb des Grafikfensters kann die Zeitauflösung vergrößert werden (Zoomen); bei andauernder Betätigung der linken Maustaste und gleichzeitigen Bewegen des Mauszeigers nach schräg oben innerhalb des Grafikfensters kann der Zoomvorgang rückgängig gemacht werden.
-
Rotation:
Bei andauernder Betätigung der linken Maustaste und gleichzeitigen Bewegen des Mauszeigers rotiert die Grafik um die eigene Achse
-
Verschieben:
Bei andauernder Betätigung der linken Maustaste und gleichzeitigen Bewegen des Mauszeigers kann
die Grafik nach links, rechts, oben und unten bewegt werden.
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 40
-
Verkleinern/Vergrößern:
Bei andauernder Betätigung der linken Maustaste und gleichzeitigen Bewegen des Mauszeigers nach
unten kann die gesamte Grafik verkleinert, bei Bewegung nach oben vergrößert werden.
-
Grafiktiefe:
Bei andauernder Betätigung der linken Maustaste und gleichzeitigen Bewegen des Mauszeigers kann
die Grafiktiefe (3-D-Effekt) verändert werden.
-
Optionen:
Durch Anklicken dieser Schaltfläche öffnet sich ein Dialogfenster, das weitere Grafikoptionen anbietet. Ein detaillierte Beschreibung würde in diesem Rahmen zu weit führen.
-
Drucken:
Durch Anklicken dieser Schaltfläche wird die Grafik ausgedruckt. Sie erhalten vor dem Ausdruck
automatisch eine Druckvorschau, in der Sie die zu druckende Seite ggf. nach Ihren Vorstellungen
formatieren (z.B. Größe der Randbereiche festlegen) können.
-
Kopieren:
Durch Anklicken dieser Schaltfläche wird die Grafik in die Zwischenablage kopiert und steht für andere Windows-Anwendungen (z.B. Textverarbeitung) zur Verfügung.
9.2
Tortendiagramme
Wurde in der Grafikkonfiguration ein Tortendiagramm angelegt, so erscheint folgendes Fenster:
Die Bedienung erfolgt prinzipiell wie beim Balkendiagramm, nur dass hier keine Fenstergröße und
keine Auflösung angegeben werden müssen.
U1500
9.3
PC-Softwarepaket
Liniendiagramme, Flächendiagramme
Beispiel eines Liniendiagramms:
Beispiel eines gezoomten Flächendiagramms mit eingeblendeten Marks
Seite 41
U1500
9.4
PC-Softwarepaket
Seite 42
Tabellarische Darstellung historischer Daten
Bei Grafiken, die als Balkendiagramm konfiguriert wurden, können die angezeigten Daten auch in
Tabellenform ausgegeben werden. Dazu ist die Schaltfläche
zu betätigen.
Die Tabelle kann über die entsprechende Schaltflache oder über die Tastenkombination <Strg> + <P>
ausgedruckt werden. Umfasst die Tabelle mehrere Seiten, so kann über die Schaltflächen unten links
geblättert werden. Durch Betätigung der Schaltfläche "Schließen" oder der Taste <Esc> gelangt man
wieder in die Grafikanzeige zurück.
9.5
Erstellung von Grafikkonfigurationen
Zur Neuerstellung von Grafikkonfigurationen ist die Schaltfläche
unter der Rubrik “Berichtskonfiguration” im Startffenster der Softwarekomponente “Grafikmodul” zu betätigen. Alle Grafikkonfigurationen können jederzeit durch Anklicken der Schaltfläche
nachträglich bearbeitet werden. Hierzu
muß natürlich die zu bearbeitende Grafikkonfiguration in der linken Auswahlliste im Formular selektiert sein.
In beiden Fällen erscheint folgendes Fenster.
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 43
In der Grafikkonfiguration wird die Kurvenart (Grafikform) festgelegt und dem System vorgegeben,
welche Daten in welchem Diagramm und welcher Kurve anzuzeigen sind. Prinzipiell können beliebig
viele Grafikkonfigurationen erstellt werden. Jede Grafikkonfiguration beschreibt genau ein Diagramm
mit n Kurven. Wegen der Übersichtlichkeit sollten nicht mehr als 8 Kurven in einem Diagramm dargestellt werden.
In die Grafikkonfiguration werden Formular-Nr. und diverse Texte wie Überschrift der Grafik und Zusatzinformationen (Textfeld 1) eingegeben und können jederzeit geändert werden.
Folgende Kurvenformen können angewählt werden:
- Linienkurve
- Treppenkurve
- Flächenkurve
- Balkendiagramm:
Hierbei muß angegeben werden, mit welcher Strategie ein Balkenwert aus den Daten berechnet werden soll. Sollen in der Grafik Kennzahlen dargestellt werden, so ist immer Mittelwert anzugeben. Bei
Mengen ist die Strategie Summen anzuwählen, bei Leistungen Maximum.
- Tortendiagramm:
Hierbei muß in der Zeile, auf die die volle Torte bezogen wird, 100 % angewählt werden. Wird für
keine Zeile 100 % selektiert, so setzt sich die volle Torte aus der Summe aller Tortenbeiträge zusammen.
Beispiel:
Strom gesamt = 1000 kWh, Strom Teil A = 300 kWh, Strom Teil B = 400 kWh
Wird bei keinem Eintrag 100 % angewählt, so bezieht sich die gesamte Torte auf
1000 kWh + 300 kWh + 400 kWh = 1700 kWh.
Wird bei Strom gesamt 100 % angewählt, so bezieht sich die gesamte Torte auf
1000 kWh
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 44
In der Spalte "Kanal" kann der darzustellende Messkanal ausgewählt werden; es stehen über eine Liste
alle im Modul "Konfiguration Signale" konfigurierten Erfassungskanäle zur Verfügung.
Sollen nur Mengen oder Leistungen grafisch angezeigt werden, so kann die Zuweisung eines Kanales zu
der Spalte „Bezug“ frei bleiben. Bei Kennzahlen ist in „Bezug“ die Bezugsgröße für die Kennzahl auszuwählen. Als Bezugsmessreihe stehen ebenfalls alle konfigurierten Erfassungskanäle zur Verfügung.
Sollen die Kennzahlen nicht pro eine Einheit der Bezugsgröße, sondern pro z.B. 1000 Einheiten der Bezugsgröße angezeigt werden, so ist in die Spalte „Faktor“ der entsprechende Wert (z.B. 1000) einzutragen.
In der ersten Spalte kann für jede Kurve eine Bezeichnung eingegeben werden. Dieser Text erscheint
dann in der Legende der Grafik bei der Auswertung. Darunter kann eine Nummer eingegeben werden,
die die Reihgenfolge der Grafikdarstellung steuert. Das Diagramm mit der niedrigsten Nummer liegt im
Hintergrund, das mit der höchsten im Vordergrund.
Grafikkonfigurationen können über die entsprechende Schaltfläche
steht zudem die Möglichkeit sie nur anzuschauen oder zu duplizieren.
auch gelöscht werden. Es be-
U1500
10
PC-Softwarepaket
Seite 45
Modul "Kanalmonitor"
Das Modul "Kanalmonitor" ist beim Produkt "grafische Datenauswertung" neben dem "Grafikmodul"
enthalten und dient sowohl als "Quickviewer" für archivierte Daten und als Linienschreiber für aktuelle
Daten.
10.1
Darstellung archivierter Daten
Mit dem Modul "Kanalmonitor" ist es möglich gleichzeitig maximal 4 Kurven (U1500-Messkanäle)
grafisch über unterschiedliche Darstellungszeiträume anzuzeigen und auszudrucken.
Es können maximal je zwei Signale aus allen konfigurierten U1500-Messkanälen über die Listen "Kanal linke Achse" und "Kanal rechte Achse" ausgewählt werden. Sollen weniger Signale angezeigt
werden, so kann der nicht mehr darzustellende Kanal eliminiert werden, indem der Kanalname vollständig aus dem entsprechenden Eingabefeld herausgelöscht wird (z.B. durch Selektion des Kanalnamens und Betätigen der "Entf-Taste" bzw. der "Del-Taste").
Die Skalierung der linken und rechten Achse erfolgt für jede Achse separat über die Eingabefelder "Minimum" und "Maximum". Ist die Auswahlfläche "Auto" aktiviert, so skaliert das System die entsprechende Achse automatisch, d.h. die Skalierung orientiert sich am größten darzustellenden Wert.
Die Größe des darzustellenden Zeitabschnittes kann über die Liste "Zeitraum" eingestellt werden. Allgemein stehen folgende Fenstergrößen zur Verfügung:
- 15 Minuten
- 30 Minuten
- 1 Stunde
- 6 Stunden
- 12 Stunden
- 1 Tag
- 1 Woche
- 1 Monat
Kundenspezifische Fenstergrößen (z.B. 2 Stunden, 2 Tage etc.) sind möglich; bitte kontaktieren Sie in
diesen Fall den technischen Service der U1500. Beim Wechsel der Fenstergröße entspricht der Beginnzeitpunkt (Tag oder Stunde) des neuen Zeitabschnittes dem Beginnzeitpunkt des ursprünglichen Zeitraumes. Um möglichst effektiv zu "Zoomen" empfiehlen wir sich stufenweise an den gewünschten Zeitraum heranzutasten.
Zum schnellen Blättern steht ein Pfeiltastenblock
zur Verfügung. Mit den äußeren
schwarzen Pfeilen kann man die Daten genau eines vorhergehenden beziehungsweise eines
nachfolgenden Zeitraumes laden. Mit den blauen inneren Pfeilen kann man um "n" zeitliche
Teilabschnitte (die Größe für den Teilabschnitt wird für jede Auflösung unter dem Pfeiltastenblock
angezeigt) vor- beziehungsweise zurückblättern. Die Zahl "n" kann im Eingabefeld zwischen den blauen
Pfeilen vorgegeben werden (Beispiel: Zeitraum = 1 Monat; d.h. jeder Teilabschnitt = 1 Tag. Bei
Eingabe von "5" kann mit jedem Klick auf die blauen Tasten um 5 Tage vor- beziehungsweise
zurückgesprungen werden).
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 46
Das Anfangsdatum des darzustellenden Zeitraumes kann zudem entweder direkt in das Feld "Datum"
eingegeben oder über das Kalenderelement
angewählt werden.
, wie beim "Grafikmodul" (Abschnitt 9) beschrieben,
Die archivierten Daten werden erst geladen, wenn die Schaltfläche
Pfeilflächen geblättert wird.
betätigt oder über die
Über die Liste "Diagrammform" kann vorgegeben werden, ob die Daten als Treppen- oder Linienkurve
(Datenpunkte werden direkt miteinander verbunden) ausgegeben werden. Bei der Anzeige von Mittelwerten empfehlen wir die Treppendarstellung. Je kleiner die Messauflösung (d.h. der Zeitraum, über
den die Mittelwertbildung erfolgt) ist, desto schlechter sind die Daten als Treppenkurven darstellbar.
Bei einer Messauflösung von einer Minute werden die Daten auch bei vorgegebener Treppendarstellung
als Linienkurve gezeichnet.
Beispiele:
Darstellung von 15-Minuten-Mittelwerten über einen Monat
U1500
PC-Softwarepaket
Darstellung von 15-Minuten-Mittelwerten über einen Tag
Gleichzeitige Darstellung von 60-Minuten-Mittelwerten und 1-Minuten-Mittelwerten über 6 Stunden
Seite 47
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 48
Darstellung eines 60-Minuten-Mittelwertes mit den zugehörigen 1-Minuten-Mittelwerten
10.2
Linienschreiber
Hiermit ist es möglich gleichzeitig maximal 4 Kurven grafisch bis zum aktuellen Zeitpunkt darzustellen.
Die Aktualisierung geschieht im Rahmen der Lastoptimierung alle 15 Minuten automatisch; es sind
grundsätzlich Aktualisierungszeiten zwischen 60 Sekunden und 60 Minuten möglich.
Damit die Daten ständig automatisch aus den U1500-Erfassungs- und Steuerungskomponenten ausgelesen werden, ist es für die Schreiberfunktion zwingend notwendig, dass das Modul "Datenverkehr" aktiviert wird bzw. im Hintergrund läuft.
Zum Einschalten des Online-Schreibers ist die Schaltfläche "Aktuell" zu aktivieren. Bitte stellen Sie die
Achsenskalierung und Fenstergröße vor Einschalten der Schreiberfunktion ein, da diese Funktionen
wegen der dann automatischen Datenaktualisierung deaktiviert sind. Die Schreiberfunktion ist nur für
folgende Darstellungszeiträume möglich:
- 15 Minuten
- 30 Minuten
- 1 Stunde
- 6 Stunden
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 49
- 12 Stunden
- 1 Tag
Zum Blättern und zur Anzeige historischer Daten ist grundsätzlich die Schaltfläche "Aktuell" zu deaktivieren. Mit dem Linienschreiber kann beispielsweise der Lastgang der letzten 24 Stunden online verfolgt werden.
10.3
Kurvenausdruck
kann die ausgewählte Grafik ausgedruckt werden. Hierzu
Durch Betätigen der Schaltfläche
erscheint automatisch eine Druckvorschau. Durch Betätigen der dort vorhandenen Druckschaltfläche
oder durch Betätigung der Tastenkombination <Strg> + <P> an der Tastatur wird dann der Ausdruck
angestoßen.
Durch Betätigung der Schaltfläche "Schließen" oder der Taste <Esc> gelangt man wieder zum Kanalmonitor.
Bitte verlassen Sie den Kanalmonitor immer über die Schaltfläche
!
Da es sich um eine Datenbankanwendung handelt, wächst die Datenbank z.B. beim Blättern
kontinuierlich und es wird Speicherplatz auf der Festplatte verbraucht. Durch definiertes Verlassen des
Kanalmonitors wird dieser Speicherplatz dann automatisch wieder freigegeben, indem die Datenbank
U1500
PC-Softwarepaket
Seite 50
komprimiert wird. Dieser Vorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen und wird durch das folgende
Fenster angezeigt.
U1500
11
PC-Softwarepaket
Seite 51
Passwortschutz des U1500-Systems
Das U1500-System kann mehrstufig passwortgeschützt werden, um eine Konfiguration des Systems
oder eine Dateneinsicht durch nicht autorisierte Personen zu verhindern.
Der Passwortschutz kann durch Aufruf des Moduls "Passwortschutz" durch einen Administrator aktiviert bzw. deaktiviert werden. Sie müssen hierfür einen Benutzernamen und ein Passwort eingeben.
Diese Daten sind werkseitig fest vorgegeben.
Die Zugriffsrechte für einzelne Benutzer können im Modul "Konfiguration Signale" durch Betätigung
der Schaltfläche "Zugriffsrechte" vergeben werden, die nur für einen Keymaster aktiviert ist.
Benutzer können gleichzeitig mehreren Gruppen angehören, so dass Kombinationen von Zugriffsrechten realisiert werden können.
Bezuglich des Passwortschutz existiert eine gesonderte detaillierte Anleitung. Sollten Sie einen Passwortschutz für das System wünschen, setzen Sie sich bitte mit der technischen Abteilung der U1500 in
Verbindung; dort erhalten Sie die werkseitigen Zugriffsdaten und ausführliche Unterlagen.
Die Module "Datenverkehr", "Onlinemodul" können nicht passwortgeschützt werden, da sie in der Regel oft im Hintergrund laufen bzw. automatisch gestartet werden müssen.
Produktsupport
Bitte wenden Sie sich im Bedarfsfall an:
GMC-I Gossen-Metrawatt GmbH
Hotline Produktsupport
Telefon +49 911 8602-500
Telefax +49 911 8602-340
E-Mail support@gossenmetrawatt.com
Erstellt in Deutschland • Änderungen vorbehalten • Eine PDF-Version finden Sie im Internet
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Thomas-Mann-Str. 16-20
90471 Nürnberg • Germany
Telefon+49 911 8602-111
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