SKF Machine Condition Advisor CMAS100-SL

SKF Machine Condition Advisor CMAS100-SL
SKF Machine Condition Advisor
CMAS100-SL
P/N 32150500-DE
Revision A
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082208ds
SKF Reliability Systems
Beschränkte Gewährleistung
GEWÄHRLEISTUNG
Gemäß der in diesem Vertrag festgelegten
Bedingungen bietet SKF dem Käufer eine
Gewährleistung, dass die hier aufgelisteten und
von SKF verkauften Produkte (im Folgenden
„Produkte“ genannt) innerhalb des aufgeführten
Gewährleistungszeitraums bei
ordnungsgemäßer Installation, Wartung und
Betrieb keine Material- und Verarbeitungsfehler
aufweisen und für den vorgesehenen Einsatz
geeignet sind.
EINGESCHRÄNKTE RECHTSMITTEL DES
KÄUFERS
Diese beschränkte Gewährleistung definiert die
alleinige und ausschließliche Haftung durch SKF
und das alleinige und ausschließliche
Rechtsmittel des Käufers für möglicherweise
aus angeblichen Mängeln an den von SKF
verkauften Produkten entstehende oder damit
im Zusammenhang stehende Ansprüche, auch
wenn sich diese Ansprüche aus unerlaubten
Handlungen (beispielsweise Fahrlässigkeit oder
Gefährdungshaftung), Vertragsbruch oder
Ähnlichem ergeben.
Wenn das Produkt nicht dieser beschränkten
Gewährleistung entspricht, muss der Käufer
SKF oder einen von SKF beauftragten
Kundendienstmitarbeiter innerhalb von dreißig
(30) Tagen nach der Feststellung der
Nichtübereinstimmung informieren. Dabei kann
SKF für Ansprüche, die später als dreißig (30)
Tage nach Ablauf des für das betreffende
Produkt anwendbaren Zeitraums für
beschränkte Gewährleistung gemeldet werden,
nicht haftbar gemacht werden. Nach einem
rechtzeitigen Eingang der Meldung seitens des
Käufers kann SKF nach eigenem Ermessen das
Produkt modifizieren, reparieren oder ersetzen
oder dem Käufer gegebenenfalls an SKF
geleistete Zahlungen zum Erwerb des Produkts
zurückerstatten, wobei diese Erstattungen
zeitanteilig über den Gewährleistungszeitraum
verteilt werden.
GEWÄHRLEISTUNGSZEITRAUM
Für jedes Produkt beginnt der
Gewährleistungszeitraum am Tag der
Auslieferung des Produkts durch SKF an den
Käufer, es sei denn, es wurde nachstehend
ausdrücklich eine Ausnahme vorgesehen.
GEWÄHRLEISTUNGSZEITRAUM VON 90 TAGEN
Für folgende Produkte von SKF besteht ein
Gewährleistungszeitraum von neunzig (90)
Tagen: Kabel, MARLIN QuickConnect (MQC),
magnetische Temperaturfühler und jegliche
instandgesetzte Ausrüstung.
GEWÄHRLEISTUNGSZEITRAUM VON EINEM
JAHR
Für folgende Produkte von SKF besteht ein
Gewährleistungszeitraum von einem (1) Jahr:
alle Microlog®-Produkte und Zubehör, alle
MARLIN®-Datenmanager (MDM), alle MARLIN
Condition Detectors (MCD), alle Wireless
Machine Condition Detectors (WMCD), alle
Multilog Condition Monitoring Units (CMU,
TMU), Multilog Local Monitoring Units (LMU),
alle Wireless Monitoring Systems V/T, alle
Vibration PenPlus, Machine Condition Advisors
(MCA), alle Transmitter, jegliche SKF-Software,
alle Monitor Interface Modules (MIM), alle
Machine Condition Transmitters (MCT),
MicroVibe P und Custom Products mit dem
Präfix CMCP (mit Ausnahme von Gebrauchsund Verschleißteilen).
GEWÄHRLEISTUNGSZEITRAUM VON ZWEI
JAHREN
Für folgende Produkte von SKF besteht ein
Gewährleistungszeitraum von zwei (2) Jahren:
alle standardmäßigen Wirbelstromfühler,
Wirbelstromfühler-Treiber und
Wirbelstromfühler-Verlängerungskabel,
Multilog Online-Monitoring-System (DMx) und
alle M800A und VM600
Maschinenüberwachungssysteme.
Für alle Online-Systeme, die den unten
beschriebenen Kriterien 1 und 2 entsprechen,
beträgt der Gewährleistungszeitraum entweder
dreißig (30) Monate ab dem Versanddatum des
Online-Systems von SKF an den Käufer, zwei
(2) Jahre ab dem Installations- und
Inbetriebnahmedatum des Online-Systems von
SKF oder zwei (2) Jahre ab dem Überprüfungsund Inbetriebnahmedatum der Installation des
Online-Systems von SKF bzw. von dessen
beauftragten Kundendienstmitarbeitern, je
nachdem, welcher Zeitraum zuerst abläuft.
Kriterium 1:
Geräte, die zusammen mit einer Multilog
Condition Monitoring Unit (CMU) oder Multilog
Local Monitoring Unit (LMU) verwendet werden,
einschließlich, aber nicht beschränkt auf
Fühlereinheit, Verbindungskabel, Verteilerdose
(falls vorhanden) und
Kommunikationsschnittstelle, dürfen nur aus
von SKF unterstützten oder autorisierten
Geräten und/oder Komponenten bestehen. Der
vom Käufer zur Verfügung gestellte Computer
muss den von SKF festgelegten Anforderungen
entsprechen.
GEWÄHRLEISTUNGSZEITRAUM VON FÜNF
JAHREN
Für folgende Produkte von SKF besteht ein
Gewährleistungszeitraum von fünf (5) Jahren:
alle standardmäßigen seismischen Sensoren
(Beschleunigungsmesser und GeschwindigkeitsMesswertgeber).
ANDERE SKF-PRODUKTE
Alle in diesem Vertrag erwähnten, aber nicht im
Umfang dieser beschränkten Gewährleistung
enthaltenen SKF-Produkte werden entweder
von der zur damaligen Zeit für derartige
Produkte geltenden beschränkten
Gewährleistung von SKF abgedeckt oder es gilt,
wenn keine derartige Gewährleistung
vorhanden ist, die weiter oben beschriebene
Gewährleistung von 90 Tagen.
PRODUKTGEWÄHRLEISTUNGEN DRITTER
Für alle Produkte von Drittanbietern, die von
SKF an den Käufer verkauft wurden, überträgt
SKF alle vom jeweiligen Drittanbieter
bereitgestellten Gewährleistungsrechte an den
Käufer, soweit zulässig.
Kriterium 2:
BEDINGUNGEN
SKF bzw. dessen beauftragte
Kundendienstmitarbeiter haben das OnlineSystem installiert bzw. die Installation überprüft
und das Online-System in Betrieb gesetzt.
Als Bedingung der
Gewährleistungsverpflichtungen von SKF in
diesem Vertrag und, wenn schriftlich von SKF
gefordert bzw. autorisiert, hat der Käufer dafür
Sorge zu tragen, dass alle vom Käufer als
schadhaft erklärten Produkte an SKF
zurückgesandt werden. Der Käufer bezahlt alle
Transportkosten an das Werk oder einen
beauftragten Kundendienst von SKF im Voraus.
SKF trägt die Versandkosten aller
gegebenenfalls an den Käufer gelieferten
Ersatzteile. Der Käufer erklärt sich damit
einverstanden, SKF den zum gegebenen
Zeitpunkt geltenden Preis jeglicher
Ersatzlieferungen von SKF an den Käufer zu
erstatten, wenn SKF zu einem späteren
Zeitpunkt feststellt, dass das ersetzte Produkt
der vorliegenden beschränkten Gewährleistung
entsprochen hatte.
"Online-Systeme" sind Systeme, die aus
Multilog Condition Monitoring Unit(s) (CMU),
Multilog Local Monitoring Unit(s) (LMU) und
einem Sensor- oder Eingabegerät bestehen
sowie aus den Verbindungskabeln zwischen
Sensor- oder Eingabegerät und dem Multilog
Condition Monitoring Unit(s) (CMU), Multilog
Local Monitoring Unit(s) (LMU) und den Kabeln
zwischen dem Multilog Condition Monitoring
Unit (CMU), Multilog Local Monitoring Unit
(LMU) und der proprietären SKFKommunikationsschnittstelle mit dem HostComputer.
SKF ist im Rahmen der vorliegenden
beschränkten Gewährleistung oder anderer
Bestimmungen nicht verpflichtet, für eine
natürliche Abnutzung oder für Produkte
aufzukommen, die nach Versand und
Installation von SKF (sofern im Vertrag mit dem
Käufer festgelegt) gemäß alleinigem Ermessen
von SKF durch unsachgemäße Behandlung,
unvorhergesehene Ereignisse, Missbrauch oder
Fehlanwendung, unsachgemäße Montage bzw.
Demontage, fehlerhafte Schmierung,
fehlerhafte Reparatur bzw. fehlerhaften Umbau
oder Wartung, Vernachlässigung, übermäßige
Beanspruchung oder durch den Käufer
verursachte oder ihm zuzuschreibende Defekte,
einschließlich, aber nicht beschränkt auf
Nichteinhaltung der von SKF an den Käufer
gelieferten schriftlichen Anweisungen seitens
des Käufers.
SKF ist berechtigt, an den zurückgelieferten
Produkten alle Tests, Untersuchungen und
Analysen durchzuführen, die SKF zur Ausübung
seines Rechts auf alleinige Beurteilung für
angemessen hält. Eine weitere Bedingung für
SKFs Verpflichtungen im Rahmen dieses
Vertrags besteht darin, dass der Käufer SKF bei
der Prüfung des Garantieanspruchs,
einschließlich, aber nicht beschränkt auf
Bereitstellung jeglicher Informationen bezüglich
Kundendienst, Betriebsgeschichte, Montage,
Verkabelung oder Schmierung des Produkts,
das Gegenstand der Garantieansprüche des
Käufers ist, durch angemessene
Zusammenarbeit unterstützt.
Mit Ausnahme der Rechtsmängelhaftung und
der in diesem Dokument ausdrücklich
aufgeführten Gewährleistungen gelten folgende
Vereinbarungen: (A) SKF LEHNT ALLE
ANDEREN GEWÄHRLEISTUNGEN,
ZUSICHERUNGEN ODER ENTSCHÄDIGUNGEN
AB, GLEICHGÜLTIG, OB DIESE
AUSDRÜCKLICHER ODER
STILLSCHWEIGENDER ART SIND,
EINSCHLIESSLICH, ABER NICHT BESCHRÄNKT
AUF, DIE STILLSCHWEIGENDE
GEWÄHRLEISTUNG FÜR DIE
MARKTGÄNGIGKEIT UND DIE EIGNUNG FÜR
EINEN BESTIMMTEN ZWECK; (B) SKF HAFTET
IN KEINEM FALL BZW. GEHT IN KEINEM EINE
VERPFLICHTUNG EIN FÜR SPEZIELLE
SCHÄDEN, VERSCHÄRFTEN
SCHADENSERSATZ, SCHADENSERSATZ MIT
STRAFWIRKUNG, ZUFÄLLIGE, DIREKTE,
INDIREKTE, ALLGEMEINE ODER
FOLGESCHÄDEN (EINSCHLIESSLICH, JEDOCH
NUR ALS BEISPIEL GENANNT, VERLUST VON
GEWINNEN ODER EINSPARUNGEN,
GESCHÄFTEN ODER NUTZUNG) ODER ANDERE
VERLUSTE, KOSTEN ODER AUFWENDUNGEN
IN ZUSAMMENHANG MIT DEN VON SKF
BEREITGESTELLTEN PRODUKTEN UND
VERBUNDENEN DIENSTLEISTUNGEN, FALLS
VORHANDEN. DIESER
GEWÄHRLEISTUNGSAUSSCHLUSS GILT AUCH
FÜR DIE GESAMTE HAFTUNG BEI
NICHTERFÜLLUNG AUFGRUND GROBER ODER
GEWÖHNLICHER NACHLÄSSIGKEIT UND IN
ALLEN FÄLLEN, UNABHÄNGIG DAVON OB DAS
VORHERGEHENDE ABSEHBAR WAR ODER SKF
VON DER MÖGLICHKEIT SOLCHER SCHÄDEN,
VERLUSTE, KOSTEN ODER AUFWENDUNGEN
IN KENNTNIS GESETZT WURDE; SOWIE (C)
KEINE PERSON WURDE VON SKF BEZÜGLICH
WEITERGEHENDEM ODER GEGENTEILIGEM
SCHADENSERSATZ, EBENSOLCHEN
ZUSICHERUNGEN ODER GEWÄHRLEISTUNGEN
IM NAMEN VON SKF BEVOLLMÄCHTIGT. DIE
VORHERGEHENDEN BESCHRÄNKUNGEN UND
GEWÄHRLEISTUNGSAUSSCHLÜSSE GELTEN
FÜR DEN VERKAUF ALLER PRODUKTE VON
SKF, SOWEIT DIES NACH ANWENDBAREM
RECHT ZULÄSSIG IST.
Es darf nicht davon ausgegangen werden, dass
die einzigen Rechtsansprüche in dieser
beschränkten Garantie ihren wesentlichen
Zweck verfehlt haben, solange SKF bereit und in
der Lage ist, diese in dem Umfang und der Art
zu erbringen, wie sie in dieser beschränkten
Gewährleistung beschrieben werden.
® SKF, MARLIN, Microlog und Multilog sind
eingetragene Marken der SKF Group.
CM-F0001
(Revision P, 12-07)
SKF Reliability Systems
5271 Viewridge Court • San Diego, California
92123 USA
Telefon: +1 858-496-3400 • FAX: +1 858496-3531 • Internet: www.skf.com/reliability
Inhaltsverzeichnis
SKF Machine Condition Advisor
Sicherheitshinweise
Übersicht
Bedienungstasten und Funktionen
Einrichtung des Machine Condition Advisor
Sicherheitshinweise zum Akku und zum
Ladegerät
Verwendung des Machine Condition Advisor
Diagramm der ISO 10816-3-Kategorien
Diagramm der Schweregrade für die
Hüllkurvenbeschleunigung
Sensorplatzierungsverfahren
Richtlinien für die Schwingungsanalyse
Richtlinien für die InfrarotTemperaturmessung
Technische Daten
1
1
2
3
4
9
12
13
14
15
16
16
SKF Machine Condition Advisor
Sicherheitshinweise
ACHTUNG Nichtbefolgung dieser Sicherheitshinweise kann zur Verletzung
von Mitarbeitern oder Schäden an Maschinen führen.
Mitarbeitersicherheit
Tragen Sie angemessene Kleidung. Tragen Sie keine lose Kleidung oder Schmuck.
Halten Sie Ihre Haare, Kleidung und Handschuhe von beweglichen Teilen fern.
Übernehmen Sie sich nicht. Sehen Sie zu, dass Sie sicher stehen und jederzeit im
Gleichgewicht sind, um das Gerät in unerwarteten Situationen besser kontrollieren
zu können.
Verwenden Sie Sicherheitsvorkehrungen. Tragen Sie jederzeit eine Schutzbrille.
Rutschfreie Sicherheitsschuhe, Sicherheitshelme und Gehörschutz müssen getragen
werden, um geeignete Bedingungen zu gewährleisten.
Gerätesicherheit
Verwenden Sie nur Zubehör, das vom Hersteller empfohlen ist.
Versuchen Sie nicht, das Gerät zu öffnen.
Die Wartung des Geräts darf nur von qualifizierten SKF-Reparaturmitarbeitern
durchgeführt werden.
Übersicht
Der Machine Condition Advisor von SKF ermöglicht die leichte Durchführung von
zwei wichtigen Schwingungsmessungen zum Zustand einer Maschine sowie eine
Temperaturmessung. Darüber hinaus bietet er automatisch Alarminformationen,
wenn die Schwingungsmessungen Ihrer Maschine anerkannte Richtlinien
überschreiten. Zu den Schwingungsmessungen zählen:
•
Ein Messwert für die Gesamt-„Geschwindigkeits“-Schwingung, die auf den
allgemeinen Zustand der Maschine hinweist. Dieser „Gesamt-“ Messwert zeigt
einen Gesamtwert für alle Schwingungssignale an, die von allen
Maschinenkomponenten innerhalb des Sensorbereichs des Instruments
ausgehen. Das Instrument vergleicht den Gesamtschwingungswert mit
Grenzwerten, die von den ISO 10816-3 Richtlinien vorgegeben werden.
Messwerte, die über den Grenzwerten liegen, werden automatisch angezeigt.
•
Eine „Hüllkurvenbeschleunigungs“- (Lager-)Schwingungsmessung, die alle
Maschinenschwingungssignale herausfiltert, mit Ausnahme derjenigen, die aus
Lagern mit rollenden Elementen und aus Getrieben stammen.
Lagerschwingungsmessungen werden automatisch mit Grenzwerten
verglichen, die von SKF auf Basis jahrelanger statistischer Analyse vorhandener
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
1
Datenbanken eingerichtet wurden. Diese Messung hilft dabei, Lagerfehler
bereits frühzeitig zu erkennen.
Wenn sie gemeinsam verwendet werden, können diese beiden
Schwingungsmessungen zusammen mit ihren Alarmvergleichswerten eine
Erkennung eines Großteils der allgemeinen Maschinenfehler und vor allem eine
Erkennung von Fehlern in Lagern mit rollenden Elementen ermöglichen.
¾ Obwohl für Getriebemessungen keine Alarmvergleichswerte
bereitgestellt werden, können allgemeine Trends der
Hüllkurvenbeschleunigung eine Erkennung von Getriebefehlern
ermöglichen.
Darüber hinaus wird eine Infrarot-Temperaturmessung geboten, um ungewöhnliche
Temperatursteigerungen anzuzeigen. Diese treten normalerweise auf, wenn sich
Maschinen- und Lagerfehler verstärken. Darüber hinaus helfen sie dabei,
Maschinenprobleme zu erkennen, die sich möglicherweise nicht auf
Maschinenschwingungssignale auswirken.
Bedienungstasten und Funktionen
Der SKF Machine Condition Advisor.
LCD-Display
Schwingungssensorspitze
Infrarot-Temperatursensor
Auswahltaste
Schaltfläche „Durchsuchen“
Wechselstromanschluss / Anschluss für externe
Sensoren
2
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
Anzeige – Der Machine Condition Advisor bietet eine digitale LCD-Anzeige, die
Messergebnisse simultan auf drei Zeilen darstellt, wie nachfolgend dargestellt ist:
Allgemeine Schwingungsmessung (IPS oder
mm/s)
Allgemeiner Schwingungsalarm (keiner, Voralarm
oder Alarm)
Allgemeine Schwingungsalarmgruppe (G1&3 oder
G2&4)
und Fundamenttyp (Flexibel oder Starr)
Lagerschwingungsmessung (gE)
Lagerschwingungsalarm (keiner, Voralarm oder
Alarm)
Lagerschwingungsalarmklasse (CL1, CL2, oder
CL3)
Temperaturmessung (C oder F)
Messstatusanzeige – (ausführen oder halten)
Akkuladezustand (75% geladen)
Einrichtung des Machine Condition Advisor
Bevor Sie den SKF Machine Condition Advisor verwenden, sollten Sie den Akku des
Geräts vollständig aufladen und das Instrument so einrichten, dass es für ihre
jeweiligen Maschinen die bestmögliche Messungen bietet. In diesem Abschnitt wird
Folgendes beschrieben:
•
Aufladen des Instrumentakkus
•
Einrichtung der Sprache des Instruments
•
Einrichtung der Systemeinheiten auf entweder englische oder metrische
Einheiten.
•
Aktivierung / Deaktivierung der Infrarot-Temperaturmessung.
•
Für die Gesamtschwingungsmessungen des Instruments Angabe der
allgemeinen Größe, Geschwindigkeit und des Fundamenttyps Ihrer Maschinen
nach ISO-Klassifizierungsgruppe. Diese Einstellungen bestimmen Alarmpegel
für die allgemeinen Maschinenschwingungsmessungen.
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
3
•
Für Lagerschwingungsmessungen Auswahl einer Lageralarmklassifizierung auf
Basis der allgemeinen Lagergröße und Wellendrehzahl Ihrer Maschinenlager.
Diese Einstellung bestimmt Alarmpegel für die Lagerschwingungsmessungen.
Sicherheitshinweise zum Akku und zum Ladegerät
Die Akkus sind werkseitig nicht vollständig aufgeladen. Bevor Sie die Akkus und das
Ladegerät verwenden, lesen und befolgen Sie bitte die nachfolgenden
Sicherheitshinweise.
ACHTUNG Nichtbefolgung dieser Sicherheitshinweise kann zur Gefahr eines
Feuers, eines elektrischen Schocks oder eines Stromschlags führen - sowie zur
Beschädigung des Geräts.
•
Laden Sie den Akku des Geräts nur mit dem empfohlenen SKF-Ladegerät auf.
•
Tauchen Sie das Gerät NICHT in Wasser oder andere Flüssigkeiten ein.
•
Verwenden und lagern Sie das Gerät unter Befolgung der folgenden
Temperaturvorgaben:
•
Betriebstemperaturbereich:
•
Bei Verwendung: -10 bis +60° C (+14 bis +140° F)
•
Während des Ladevorgangs: 0 bis +40° C (+32 bis +104° F)
•
•
Lagertemperatur:
Weniger als ein Monat: -20 bis +45° C (-4 bis +113° F)
Mehr als ein Monat aber weniger als sechs Monate: -20 bis +35° C (-4 bis
+95° F)
4
•
ACHTUNG Gefahr eines Stromschlags. Verhindern Sie das Eindringen von
Flüssigkeiten in das Ladegerät.
•
Schützen Sie das Ladegerät vor Regen oder Schnee.
•
Versuchen Sie nicht, den Akku mit einem anderen als dem in diesem Handbuch
beschriebenen Ladegerät aufzuladen.
•
Versuchen Sie nicht, das Ladegerät zum Laden eines anderen Gerätetyps zu
verwenden.
•
Wenn Sie den Stecker des Ladegeräts aus der Steckdose ziehen, ziehen Sie am
Stecker selbst, nicht am Kabel.
•
Stellen Sie sicher, dass das Kabel so angebracht ist, dass niemand darauf tritt,
darüber stolpert oder es anderen Beschädigungen ausgesetzt ist.
•
Verwenden Sie das Ladegerät nicht, wenn das Kabel oder der Stecker
beschädigt sind.
•
Bauen Sie das Ladegerät nicht auseinander. Bringen Sie es zur Reparatur zu
einem von SKF beauftragten Kundendienst.
•
Ziehen Sie den Stecker des Ladegeräts aus der Steckdose, bevor Sie es
reinigen.
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
•
Verwenden Sie das Ladegerät nicht, wenn es auf irgendeine Weise beschädigt
ist.
Pflege des Akkus
Befolgen Sie die folgenden Empfehlungen, um die Lebensdauer Ihres Akkus zu
verlängern:
•
Wenn das Gerät vorübergehend nicht benutzt wird (und daher nicht
regelmäßig aufgeladen wird), ist es wichtig, es mindestens alle 25 bis 30 Tage
neu zu laden, um einen Beschädigung der Zellen zu verhindern.
Die Kapazität des Akkus (die Länge der Betriebs-/Laufzeit des Geräts) ist bei
extremen Temperaturen reduziert, d.h. sowohl hohe als auch niedrige
Betriebstemperaturen reduzieren die Zeit, während der das Gerät über den Akku
betrieben werden kann.
Laden des Akkus
Der Machine Condition Advisor verwendet einen wiederaufladbaren Lithium-IonenAkku. Das Kit des Machine Condition Advisors enthält außerdem das universelle
Ladegerät CMAC8002 und das Adapterkabel CMAC101 zum Aufladen des Akkus.
Laden des Akkus:
•
Verbinden Sie das universelle Ladegerät CMAC8002 mit einer Steckdose
(verwenden Sie bei Bedarf die mitgelieferten Steckeradapter).
•
Verbinden Sie das Kabel des universellen Ladegeräts CMAC8002 mit dem
Gleichstromanschluss des Adapterkabels CMAC101.
•
Richten Sie den sechspoligen Stecker des Adapterkabels CMAC101 mit dem
sechspoligen Anschluss an der Basis des Geräts aus, verbinden Sie die beiden
Stecker, und befestigen Sie sie.
Während des Ladevorgangs wird ein Fortschrittsbalken in der Anzeige dargestellt.
Wenn der Akku vollständig aufgeladen ist (normalerweise innerhalb von vier
Stunden) wird eine Nachricht „Vollständig aufgeladen“ angezeigt.
ACHTUNG Gemäß IP54 ist ein Zugriff auf das Batteriefach des Machine
Condition Advisor nicht zulässig. Die Batterie muss im Werk ersetzt werden.
Setzen Sie sich zum Ersetzen der Batterie mit Ihrem SKF-Händler vor Ort in
Verbindung, oder gehen Sie auf http://www.skf.com/cm.repair.
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
5
Akkuladezustand
Wenn der Akku des Machine Condition Advisor vollständig aufgeladen ist, ermöglicht
er ca. 10 Stunden Dauerbetrieb. Der Ladezustand des Akkus wird über vier vertikale
Balken in der unteren rechten Ecke der Anzeige angezeigt.
75%
Jeder ausgefüllte Balken stellt ca. 25 % der verbleibenden Lebensdauer dar. Es wird
empfohlen, den Akku vollständig aufzuladen, wenn nur noch ein Balken angezeigt
wird (bei ca. 25 % der verbleibenden Akku-Lebensdauer).
¾ Wenn keine Temperaturanzeigen erforderlich sind, kann der
Infrarot-Temperatursensor deaktiviert werden, um die Haltbarkeit
des Akkus zu verlängern. Details hierzu finden Sie im folgenden
Abschnitt Einstellung von Auswahloptionen im Setup-Modus.
Einstellung von Auswahloptionen im Setup-Modus
Auswahltaste
Schaltfläche „Durchsuchen“
•
Drücken Sie entweder die Auswahltaste oder die Schaltfläche „Durchsuchen“,
um das Gerät einzuschalten.
•
Halten Sie in der Messanzeige die Schaltfläche „Durchsuchen“gedrückt, um in
den Setup-Modus zu gelangen.
Das Menü des Setup-Modus wird angezeigt und zeigt die ersten beiden
Menüoptionen an.
In allen Menüs des Setup-Modus:
•
6
Verwenden Sie die Schaltfläche „Durchsuchen“, um den blinkenden Cursor von
einer Menüoption zur nächsten zu bewegen.
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
•
Verwenden Sie die Auswahltaste, um die vom blinkenden Cursor markierte
Option auszuwählen.
¾ In Untermenüs zeigt ein Pfeil die derzeit ausgewählte Option an.
Verwenden Sie diese Methode, um Optionen in der Menüstruktur des Instruments
wie nachfolgend beschrieben einzurichten.
Setup-Modus
IR-Temperatur
Ein oder Aus
Beenden (beenden und zum Messmodus zurückkehren)
Sprache
Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch,
Portugiesisch oder Schwedisch
Systemeinheiten
Englisch (IPS) oder Metrisch (mm/s)
Alarmgeschwindigkeitsgruppe
1 und 3 (G1&3) oder 2 und 4 (G2&4)
Fundament
(S)tarr oder (F)lexibel
Hüllkurvenbeschleunigungsklasse
CL1 oder CL2 oder CL3
Auswahl der richtigen „Alarmgeschwindigkeitsgruppe“ für Ihre
Maschinen
Die Alarmgeschwindigkeitsgruppe, die Sie angeben (G2&4 oder G1&3), bestimmt
die Alarmgrenzwerte für die „Gesamtschwingung“ des Instruments. Daher sollten Sie
die Gruppe auswählen, die die allgemeine Größe, den Typ und die Geschwindigkeit
der Maschine, die Sie messen möchten, am besten beschreibt. Beachten Sie, dass
diese Maschinengruppenklassifikationen dem ISO-Standard 10816-3 folgen, der die
allgemeinen Geschwindigkeitsschwingungspegel für standardisierte
Maschinenklassifikationen einstuft. Die Optionen sind:
Gruppen 2&4 (Standardeinstellung)
Die ISO-Standardklassifikationen Gruppe 2 und 4 definieren den folgenden
Maschinentyp:
•
Mittelgroße Maschinen und Elektromaschinen mit Wellenhöhen zwischen 160
mm und 315 mm.
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
7
•
Diese Maschinen sind normalerweise mit Lagern mit rollenden Elementen
ausgerüstet, können jedoch auch Gleitlager verwenden, und werden mit
Geschwindigkeiten von mehr als 600 UPM betrieben.
•
Zu diesen Maschinen zählen Pumpen mit Mehrschieber-Flügelrädern und
integrierten Antrieben.
Gruppen 1&3
Die ISO-Standardklassifikationen Gruppe 1 und 3 definieren den folgenden
Maschinentyp:
•
Große Maschinen und Elektromaschinen mit Wellenhöhen über 315 mm.
•
Diese sind in der Regel mit Gleitlagern versehen, können jedoch auch Lager mit
rollenden Elementen verwenden.
•
Zu diesen Maschinen zählen Pumpen mit Mehrschieber-Flügelrädern und
integrierten Antrieben.
Starres oder flexibles Fundament?
Ein weiterer Faktor in ISO-Maschinenklassifizierungen ist die Bestimmung, ob die
Maschine auf einem starren oder einem flexiblen Fundament montiert ist. Daher
gibt es eine weitere Einstellung, die dabei hilft, die allgemeinen
Schwingungsalarmpegel Ihrer Alarmgeschwindigkeitsgruppe zu definieren: die
Angabe, ob die Maschine, die Sie messen möchten, ein starres (Standardeinstellung)
oder ein flexibles Fundament verwendet.
•
Wählen Sie im Setup-Modus die Option Fundament aus. Diese beschreibt den
Montagetyp für die Maschine, die Sie messen (starr oder flexibel).
Auswahl der richtigen „Hüllkurvenbeschleunigungsklassifizierung“
für Ihre Maschinen
Die Hüllkurvenbeschleunigungsklassifizierung (CL1, CL2 oder CL3), die Sie angeben,
bestimmt die Alarmpegel für die „Lagerschwingung“ des Instruments. Daher sollten
Sie die Hüllkurvenbeschleunigungsklasse auswählen, die die allgemeine Größe und
Geschwindigkeit der Lager, die Sie messen möchten, am besten beschreibt.
Die Optionen sind:
CL1
Lager mit einem Lagerbohrungsdurchmesser von 200 mm bis 500 mm und einer
Wellendrehzahl von weniger als 500 UPM.
CL2 (Standardeinstellung)
Lager mit einem Lagerbohrungsdurchmesser von 200 mm bis 300 mm und einer
Wellendrehzahl zwischen 500 UPM und 1800 UPM.
CL3
Lager mit einem Lagerbohrungsdurchmesser von 20 mm bis 150 mm und einer
Wellendrehzahl zwischen 1800 UPM und 3600 UPM.
8
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
Verwendung des Machine Condition Advisor
LCD-Display
Schwingungssensorspitze
Infrarot-Temperatursensor
Auswahltaste
Schaltfläche „Durchsuchen“
Anschluss für Wechselstrom / externe Sensoren
Die Verwendung des SKF Machine Condition Advisor ist sehr einfach.
Die Verwendung umfasst die folgenden allgemeinen Schritte:
•
Schalten Sie das Gerät ein.
•
Platzieren Sie die Sensorspitze (oder einen angeschlossenen externen Sensor mit
magnetischer Spitze) so, dass sie die Maschine, die Sie messen möchten, berührt, und
warten Sie auf eine Stabilisierung der Schwingungsmessungen.
•
Drücken Sie die Auswahltaste, um die Messwerte beizubehalten (einzufrieren).
•
Untersuchen Sie die Anzeige, um zu bestimmen, ob die Schwingungsmesswerte einen
Voralarm- oder Alarmpegel erreicht haben.
Die einzelnen Schritte sind in den folgenden Abschnitten detailliert beschrieben.
Schalten Sie das Gerät ein
•
Drücken Sie entweder die Auswahltaste oder die Schaltfläche „Durchsuchen“,
um das Gerät einzuschalten.
¾ Das Instrument schaltet sich automatisch aus, wenn es 2 Minuten
lang nicht verwendet wird. Sie können das Instrument auch
ausschalten, indem Sie die Auswahltaste und die Schaltfläche
„Durchsuchen“ gleichzeitig gedrückt halten.
Die Titelmaske wird kurz angezeigt, daraufhin wird der Messbildschirm im Modus
AUSFÜHREN angezeigt.
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
9
Im Modus AUSFÜHREN werden Schwingungsmessungen kontinuierlich wiederholt,
und Ergebnisse werden kontinuierlich aktualisiert.
Platzieren Sie die Sensorspitze, so dass sie die Maschine berührt
•
Drücken Sie die Sensorspitze des Stifts gegen Ihren MESSPUNKT auf der
Maschine.
¾ Informationen zur optimalen Platzierung des Sensors finden Sie im
Abschnitt Sensorplatzierungsverfahren weiter unten in diesem
Handbuch.
Halten Sie die Auswahltaste gedrückt, um die Messungen zu
halten
•
Warten Sie, bis sich die Messergebnisse stabilisiert haben, und drücken Sie
anschließend die Auswahltaste, um die Messergebnisse zu „halten“.
¾ Achten Sie darauf, das Instrument beim Drücken der Auswahltaste
zum Halten der Messungen nicht zu bewegen, da jede Bewegung
zu einer Fluktuation der Ergebnisse führt. Beachten Sie, dass die
Verwendung des externen Sensors mit magnetischem Aufsatz zu
stabileren Messergebnissen führt.
¾ Es wird empfohlen, die Infrarot-Temperaturmessungen zu nehmen,
während die Fühlerspitze des Instruments gegen die Maschine
gedrückt ist. Sie sollte niemals mehr als 10 cm (4“) vom Ziel
entfernt sein.
Die Messergebnisse werden angehalten und in der Anzeige erscheint HALTEN. Wenn
die Messergebnisse die Grenzwerte für die angegebenen Maschinenklassifikationen
überschreiten, werden Alarmindikatoren für die Gesamtschwingungsmessung und
die Lagerschwingungsmessung angezeigt.
Überprüfen Sie den Messalarmstatus
Wenn die Messergebnisse einen Alarm auslösen, erfassen Sie die Messpositionen
und –werte, um diese später zu analysieren und Trends zu identifizieren.
¾ Das auf der Produkt-CD bereitgestellte Tabellenkalkulationsblatt
„Advisor Trend.XLS“ bietet Hilfe zur Bestimmung von Trends.
•
10
Wiederholen Sie dieses Verfahren für den nächsten MESSPUNKT. Um
Messungen am nächsten Punkt durchzuführen, drücken Sie die Auswahltaste
erneut, um die Funktion HALTEN aufzuheben. Die Anzeige HALTEN
verschwindet. Der Indikator AUSFÜHREN wird erneut angezeigt, und die
Messungen werden fortgesetzt.
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
Verwendung des optionalen externen Sensors
Verwenden Sie den externen, mit einem magnetischen Aufsatz versehenen Sensor,
um die Konsistenz und die Qualität der Schwingungsmessungen Ihres MCAs zu
erhöhen. Magnetisch montierte Sensoren bieten außerdem eine höhere
Empfindlichkeit für Schwingungssignale, die bei höheren Frequenzen auftreten (d.h.
Lagerfehlerschwingung), als dies bei Fühlerspitzensensoren der Fall ist. Ziehen Sie
daher zur Erkennung von Lagerproblemen den externen, magnetisch montierten
Sensor dem internen Sensor des MCA vor.
¾ Die Verwendung des optionalen externen Sensors wirkt sich auf die
Betriebsdauer des Akkus aus.
Für den Machine Condition Advisor ist ein Kit mit einem externen Sensor (CMAC105)
verfügbar. Das Kit besteht aus:
Einem 100 mV/g Beschleunigungssensor mit einem dazugehörigen Kabel
(CMAC104) und
Einem Magnetaufsatz (CMAC106) für den Beschleunigungsmesser.
Anschluss des externen Sensors:
•
Schrauben Sie den Magnet auf den externen Beschleunigungssensor auf, und
ziehen Sie ihn fest.
•
Suchen Sie am Kabel des externen Sensors die beiden Ausrichtungshilfen auf
der grünen Zugentlastung des Anschlusses. Bestimmen Sie die
Ausrichtungshilfe, die nach der Keilnut des Anschlusses ausgerichtet ist (um
diese Ausrichtungshilfe in Zukunft leichter und schneller identifizieren zu
können, können Sie sie mit einem Filzstift markieren).
•
Suchen Sie auf dem Stecker des MCA die kleine Kerbe, die in die Keilnut des
Kabelsteckers passt. Beachten Sie, dass die Kerbe nach der Naht des Gehäuses
des MCA ausgerichtet ist.
•
Richten Sie die Keilnut des Kabelsteckers mit der Kerbe des MCA-Steckers aus,
und drücken Sie die beiden Stecker leicht zusammen, um sie
zusammenzufügen.
SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
11
•
Ziehen Sie die Konterschraube auf dem Stecker des Kabels an, um die
Verbindung zu sichern. Die beiden Stecker schnappen ineinander, wenn sie
korrekt zusammengepasst wurden (nicht zu stark anziehen).
¾ Drücken Sie bei schlechteren Sichtbedingungen (Dunkelheit) die
beiden Stecker leicht zusammen, und drehen Sie einen der Stecker
langsam, bis die Keilnut in die Kerbe rutscht. Ziehen Sie
anschließend die Konterschraube fest, um die Verbindung zu
sichern.
Durchführung von Schwingungsmessungen über den externen Sensor:
•
Verbinden Sie den externen Sensor mit dem Instrument, wie oben
beschrieben.
¾ Bei Verwendung eines externen Sensors wird die
Temperaturmessung automatisch deaktiviert.
•
Setzen Sie den Magnet des Sensors auf den MESSPUNKT der Maschine.
ACHTUNG Achten Sie darauf, dass sich das Kabel des externen Sensors nicht
in rotierende Maschinenkomponenten verwickelt. Dies kann zu ernsthaften
Schäden oder Verletzungen führen.
•
Drücken Sie entweder die Auswahltaste oder die Schaltfläche „Durchsuchen“,
um das Gerät einzuschalten. Die Titelmaske wird kurz angezeigt, daraufhin
wird der Messbildschirm im Modus AUSFÜHREN angezeigt.
Am unteren Rand des Bildschirms wird Ext Sen angezeigt, was auf die Verwendung
eines externen Sensors hinweist.
•
Führen Sie die verbleibenden Messschritte so aus, wie zuvor beschrieben
wurde.
Diagramm der ISO 10816-3-Kategorien
Der Machine Condition Advisor vergleicht Ihre Messwerte für die
Gesamtgeschwindigkeitsschwingung mit den durch die ISO 10816-3-Richtlinien
vorgegebenen Grenzwerten. Das folgende Diagramm bietet eine Übersicht über die
Schwingungskennwerte.
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SKF Machine Condition Advisor
Benutzerhandbuch
Beachten Sie, dass Schwingungsmessungen in sowohl den grünen als auch den
gelben Bereichen unterhalb des Alarmpegels liegen. Orange weist auf einen
Voralarm für Messungen hin. Rot weist auf Messungen im Alarmbereich hin.
Diagramm der Schweregrade für die Hüllkurvenbeschleunigung
Lagerschwingungsmessungen werden automatisch mit Grenzwerten verglichen, die
von SKF auf Basis jahrelanger statistischer Analyse vorhandener Datenbanken
eingerichtet wurden. Das folgende Diagramm bietet eine Übersicht über die
Schwingungskennwerte.
SKF Machine Condition Advisor
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Klass
e
OK
Vorala
rm
Alarm
CL1
0-1
gE
1-2 gE
über 2 gE
CL2
0-2
gE
2-4 gE
über 4 gE
CL3
0-4
gE
4-10
gE
über 10
gE
Sensorplatzierungsverfahren
Um mit dem Machine Condition Advisor präzise Messungen vorzunehmen, ist ein
korrektes Verfahren für die Verwendung des tragbaren Sensors erforderlich. Im
Allgemeinen ist es von zentraler Bedeutung, dass Sie konsistente Messungen
durchführen.
Messungen sollten immer unter normalen Betriebsbedingungen erfolgen,
beispielsweise nachdem die Maschinen ihre normale Betriebstemperatur erreicht
haben und unter normalen Nennbedingungen (Spannung, Durchsatz, Druck und
Belastung) laufen. An Maschinen, die mit unterschiedlicher Drehzahl oder Belastung
betrieben werden, sollten neben verschiedenen Messungen unter bestimmten
Betriebsbedingungen innerhalb des normalen Bereichs auch Messungen unter
extremen Bedingungen durchgeführt werden.
Vermeiden Sie bei der Platzierung des Sensors auf der Maschine generell fettige,
ölige, nasse oder lackierte Oberflächen, sowie Gehäuse- und Strukturfugen.
Bestimmen Sie den besten Messpunkt (vermeiden Sie insbesondere Bereiche
außerhalb der Lastzone), und achten Sie auf einen gleich bleibenden Winkel und
gleich bleibenden Druck an der Kontaktstelle.
Sensorposition – Wählen Sie wenn möglich eine flache Oberfläche in der Lastzone
des Lagers, und drücken Sie die Sensorspitze dagegen. Für wiederholte Messungen
sollte jeweils exakt der gleiche Messpunkt verwendet werden (Abstände von wenigen
cm können bereits zu drastischen Änderungen an den Messwerten führen). Es ist
deshalb ratsam, den Messpunkt an der Maschine genau zu kennzeichnen. Dies
können Sie mit Farbmarkierungen, konischen Bohrungen oder mit den
selbstklebenden SKF Messscheiben vornehmen.
Messungen der Schwingbeschleunigung mit Hüllkurvenfiltern
(Lagerschwingungsmessungen) sind von der Sensorposition besonders stark
abhängig. Die optimale Messposition für Messungen der Schwingbeschleunigung mit
Hüllkurvenfiltern ist die Lastzone des Lagers, so nah am gemessenen Lager wie
möglich. Wenn der Sensor außerhalb der Lastzone oder zu weit weg vom
gemessenen Lager angesetzt wird, verschlechtert sich die Amplitude des
gemessenen Signals, so dass ein zu niedriger (und ungenauer) Wert resultiert.
Daher empfiehlt es sich, beim Messen eines Lagers an einer horizontalen Welle mit
geteilten Lagergehäusen, die Messungen nach Möglichkeit im unteren Bereich des
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SKF Machine Condition Advisor
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Gehäuses (in der Lastzone) durchzuführen. Auf diese Weise können die
Gesamtgeschwindigkeitsschwingungs- und die
Hüllkurvenbeschleunigungsmessungen gleichzeitig und akkurat vorgenommen
werden.
¾ Verwenden Sie den externen, mit einem magnetischen Aufsatz
versehenen Sensor, um die Konsistenz und die Qualität der
Schwingungsmessungen Ihres MCAs zu erhöhen. Magnetisch
montierte Sensoren bieten außerdem eine höhere Empfindlichkeit
für Schwingungssignale, die bei höheren Frequenzen auftreten (d.h.
Lagerfehlerschwingung), als dies bei Fühlerspitzensensoren der Fall
ist. Ziehen Sie daher zur Erkennung von Lagerproblemen den
externen, magnetisch montierten Sensor dem internen Sensor des
MCA vor.
Messwinkel - Immer senkrecht zur Maschinenoberfläche (90°).
Anpressdruck – Gleichmäßiger, konstanter Druck (fest, jedoch nicht so fest, dass
dadurch Schwingungssignale auf kleineren Maschinen gedämpft werden).
Richtlinien für die Schwingungsanalyse
Da sich Funktionsstörungen in Maschinen mit rotierenden Komponenten meist als
erhöhte Gesamtgeschwindigkeitsschwingungswerte niederschlagen, sind
Schwingungssignale zuverlässige Indikatoren für den Betriebszustand der Maschine.
Außerdem erzeugt jedes mechanische Problem eine ganz bestimmte Schwingung.
Deshalb ist es möglich, den „Typ“ der Gesamtgeschwindigkeitsschwingung zu
ermitteln und daraus Rückschlüsse auf die Ursache zu ziehen – und dann
entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Bei der Gesamtgeschwindigkeitsschwingungsmessung kann sich die Interpretation
der Ursache der übermäßigen Schwingung auf die Position des Sensors bei
Abnahme der Messung (in der horizontalen, vertikalen oder axialen Ebene) beziehen.
Horizontal – Radiale (horizontale und vertikale) Schwingungen werden meist durch
unwuchtige Wellen hervorgerufen.
Vertikal – Hohe vertikale Schwingungen weisen oft auf mechanische Lockerungen
oder Unwucht hin.
SKF Machine Condition Advisor
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15
Axial – Hohe axiale Schwingungen sind dagegen ein Anzeichen für Schiefstellung
oder Fluchtungsfehler.
Bitte beachten Sie, dass es sich hier um allgemeine Richtlinien für horizontale Wellen
handelt und dass eine gründliche Kenntnis Ihrer Maschinen und eine sachgemäße
Benutzung der Handsensoren vonnöten sind, um die Ursachen übermäßiger
Schwingungen präzise zu deuten.
Richtlinien für die Infrarot-Temperaturmessung
Befolgen Sie die folgenden Richtlinien, um präzise kontaktfreie InfrarotTemperaturmessungen durchzuführen:
Sauberkeit des Infrarot-Sensors
Der Infrarot-Sensor des MCA verwendet eine kleine Öffnung. Schmutz, Fett oder Öl
können in die Öffnung dringen und zu ungenauen Temperaturmessungen führen.
Reinigen Sie die Öffnung gegebenenfalls mit Alkohol und Wattestäbchen.
Umgebungsbedingungen
Achten Sie auf die Umgebungsbedingungen im Arbeitsbereich. Dampf, Staub, Rauch,
etc. kann durch Behinderung der Optik des MCA eine präzise Messung verhindern.
Umgebungstemperaturen (die Temperatur der direkten Umgebung)
Wenn der MCA abrupten Temperaturunterschieden von 11° C oder mehr (20° F)
ausgesetzt ist, warten Sie mindestens 20 Minuten, bevor Sie Temperaturmessungen
durchführen, um eine Anpassung an die neue Umgebungstemperatur zu
ermöglichen.
Emissionsvermögen
Emissionsvermögen misst die Fähigkeit eines Objekts, Infrarot-Energie abzustrahlen.
Abgestrahlte Energie weist auf die Temperatur des Objekts hin. Das
Emissionsvermögen kann einen Wert von 0 (glatter Spiegel) bis 1,0 (Schwarzer
Körper) haben. Die meisten organischen, lackierten oder oxidierten Oberflächen
haben Emissionsvermögenswerte von ca. 0,95. Das Emissionsvermögen des MCA ist
auf 0,95 eingestellt, um den meisten Oberflächen zu entsprechen.
Technische Daten
16
Schwingungsaufnehmer
:
Piezoelektrischer
Beschleunigungssensor
Geschwindigkeitsbereich
:
0,7 bis 65.00 mm/s
(RMS), 0,04 bis 3,60 IPS
(Äquivalenzspitze) (ISO
10816)
Hüllkurvenbeschleunigu
ngsbereich:
0,2 gE bis 50 gE
+/- 10 %
Hüllkurvenbeschleunigu
SKF Band 3:
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ngsband:
500 Hz bis 10 kHz
Geschwindigkeitsfreque
nzbereich:
10 Hz bis 1.000 Hz (ISO
2954)
IR-Temperaturbereich:
-20° C bis +200° C
-4° F bis +392° F
IRTemperaturgenauigkeit:
+/- 2° C (+/-3,6° F)
IRTemperaturmessungsen
tfernung:
Maximal 10 cm (4 Zoll)
vom Ziel
Betriebstemperaturbere
ich:
Bei Verwendung:
-10° C bis +60° C
14° F bis 140° F
Beim Aufladen:
0° C bis +40° C
+32° F bis +104° F
Lagerungstemperaturbe
reich:
Weniger als ein Monat
-20° C bis +45° C
-4° F bis +113° F
Mehr als ein Monat aber
weniger als sechs
Monate
-20° C bis +35° C
-4° F bis +95° F
Luftfeuchtigkeit:
95% rF (nicht
kondensierend)
Gehäuse:
IP54
Freigaben:
CE
Falltest:
2 Meter (6,6 Fuß)
Akkuleistung:
550 mAh
Unterstützter externer
Sensor:
Jeder beliebige
Beschleunigungsmesser
mit einer Empfindlichkeit
von 100 mV/g, der ICP
(Integrierter Schaltkreis
(piezoelektrisch)) benötigt
Externe Sensorleistung:
24 V DC bei 3,5 mA
Sensorkabel:
1,5 m (5 Fuß) Kabel mit
M8-Steckeranschluss
Spezifikationen des
Ladegeräts:
Universelle AC/DCSteckdose
Eingang: 90 bis 264 V
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AC,
47 bis 60 Hz
Ausgang: 5 V DC
reguliert
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Abmessungen:
Breite 4,7 cm (1,85”)
Länge 20 cm (7,9”) Dicke
2,54 cm (1”)
Gewicht :
125 g (4,4 oz))
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