Tecomotive - tinyCWA – Benutzerhandbuch

Tecomotive - tinyCWA – Benutzerhandbuch
Tecomotive - tinyCWA – Benutzerhandbuch
Überblick und Funktionsweise
Funktionsweise
Lieferumfang
-
tinyCWA Controller
Sicherungshalter
2 Sicherungen (15A/30A)
Stecker 8 Pole für Controller
Stecker 4 Pole für Wasserpumpe
Stecker 2 Pole für Temperatursensor
Temperatursensor M12x1,5 Gewinde
Schraubenset zur Frontplattenmontage
Vorstellung
Pierburg war der erste Hersteller der eine
elektrische Wasserpumpe für die Großserie
(BMW) auf den Markt brachte. Diese
(CWA200) ist nun auch für den Aftermarket
verfügbar und verfügt über viele Vorteile
gegenüber mechanischen Pumpen. Die
wichtigste ist wohl die von der Motordrehzahl unabhängige
Leistungsabgabe. Außerdem sticht sie durch ihre robuste und innovative
Bauweise positiv hervor. (Brushless Nassläuferprinzip)
Dieser Controller ermöglicht es Ihnen die Pumpe entsprechend zu steuern.
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Wenn aktiviert, misst der Controller über den angeschlossenen
Temperatursensor die aktuelle Wassertemperatur und deren
Steigerungsrate. Aufgrund dieser Daten wird das dazu passende
Steuersignal generiert und an die Elektronik der Wasserpumpe geschickt.
Diese erkennt das Signal und stellt die korrekte Pumpendrehzahl ein.
Auf diese Weise wird die Drehzahl immer dem aktuellen Kühlbedarf
angepasst.
Features
-
Einfache Bedienung über nur ein Einstellrad
Auswahl der Zieltemperatur von 75 bis 100 Grad
Anzeige der Pumpenleistung über 7 LED’s
(wahlweise auch Anzeige der gemessenen Temperatur möglich)
Kompaktes und robustes Aluminium Gehäuse
Steuerung des Kühlerlüfters (empfohlen)
Nachlauf der Pumpe und des Lüfters nach abstellen des Motors
Manuelles an und abschalten der Pumpe möglich (z.B. zum
Entlüften des Kühlsystems)
Einbau und Anschluss
Kurze Anschlussbeschreibung
Einbauzeichnung Maßstab 1:1
Der achtpolige Stecker wird an den Controller, der vierpolige an die
Wasserpumpe und der zweipolige an den Temperatursensor
angeschlossen.
Hierbei gilt ganz einfach, gleiche Kabelfarben gehören zusammen!
Einen übersichtlichen Anschlussplan finden Sie im Anhang!
Bitte beachten Sie, dass die Wasserpumpe mit der passenden Sicherung
abzusichern ist. Zu diesem Zweck befinden sich ein Sicherungshalter und
zwei Sicherungen im Lieferumfang.
Stecker: Controller (achtpolig)
Wechseln der Schrauben
Um den Controller auf einer Frontplatte
montieren zu können, ist es möglich die
vier Schrauben, welche das Gehäuse zusammen
halten, gegen längere zu ersetzen.
Dazu befinden sich vier lange M3 Schrauben im Lieferumfang.
Bitte wechseln Sie immer nur eine Schraube nach der anderen!
Im inneren des Gehäuses befinden sich Abstandshalter die sonst
verrutschen könnten. (siehe Bild auf vorheriger Seite)
Alternativ können Sie den Controller natürlich auch beliebig anders
Montieren. (z.B. mit doppelseitigen Klebeband oder Kabelbindern….)
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Info: Wollen Sie keine Nachlauffunktion
nutzen, können Sie das rote Kabel
stattdessen ebenfalls auf ein
geschaltetes Plus legen!
In diesem Fall ist der Controller Stromlos
wenn die Zündung ausgeschaltet ist.
Achtung: Leitung 6 Lüfterrelais max. 0,6A bzw. min. 25Ω Spulenwiderstand
PIN
Farbe
Funktion
1
Schwarz
Fahrzeugmasse (Klemme 31)
2
Rot
Dauerplus (Klemme 30)
3
Gelb
Geschaltetes Plus (Klemme 15)
4
Schwarz
Zusätzliche Masse für Temperatursensor
5
Orange
Signalleitung Temperatursensor
6
Blau
Schaltleitung Lüfterrelais (schaltet auf Masse)
7
Grau / Rot
Signalleitung Steuersignal Wasserpumpe
8 Grau / Schwarz
Masseleitung Steuersignal Wasserpumpe
Stecker: Wasserpumpe (vierpolig)
Hinweise zum Pumpeneinbau
Info: Wollen Sie keine Nachlauffunktion
nutzen, können Sie das rote Kabel
stattdessen über ein Relais vom
geschalteten Plus (Klemme 15)
stromführend bzw. stromlos
schalten lassen.
Ein- und Auslass der Pumpe sind im
nebenstehenden Bild dargestellt.
Um einen vernünftigen
Wasserkreislauf zu schaffen, sollte sie
das Wasser aus dem unteren
Anschluss des Wasserkühlers
ansaugen und in den Motor pumpen.
Es empfiehlt sich außerdem die
Pumpe so tief wie möglich am Motor
bzw. im Motorraum zu verbauen.
Achtung: Bei PIN 1 und
PIN 4 handelt es sich um
die Hauptstromleitungen der Wasserpumpe.
Nutzen Sie hier ausschließlich Kabel mit passendem Querschnitt!
PIN
Farbe
Funktion
1
Rot
Dauerplus (Klemme 30)
2
Grau / Rot
Signalleitung Steuersignal vom Controller
3 Grau / Schwarz Masseleitung Steuersignal vom Controller
4
Schwarz
Fahrzeugmasse (Klemme 31)
Stecker: Sensor (zweipolig)
PIN Farbe
Funktion
1
Orange Signalleitung
2 Schwarz Masseleitung
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Achtung: Des Weiteren sollte die Befestigung immer über
Vibrationsdämpfer erfolgen!
Platzierung des Temperatursensors
Bei dem Temperatursensor handelt es sich um einen
handelsüblichen zweipoligen NTC mit einem M12x1,5
Gewinde und einem Dichtring aus Kupfer.
Achtung: Platzieren Sie den Sensor möglichst an der
heißesten Stelle im Kühlsystem.
Bei Verwendung eines Kühlsystems mit einem Thermostat
muss der Sensor im „kleinen“ Kühlkreislauf sitzen!
Sollten Sie vorhaben die Wasserpumpe bis in den Stillstand zu fahren, ist
außerdem darauf zu achten, dass der Sensor an einer Stelle sitzt die sich
beim erwärmen des Motors automatisch (also ohne Einfluss der Pumpe)
erhitzt!
Thermostat oder kein Thermostat
Tipps und Tricks
Es ist möglich die Pumpe / Controller in einem herkömmlichen
Zweikreis-Kühlsystem mit einem Thermostat als auch in einem System
ohne Thermostat einzusetzen.
Bei der Neu Konzipierung des Kühlsystems kann man durchaus auch das
komplette System noch einmal grundlegend überdenken.
Viele mechanische Teile sind mit dem elektrischen System nicht mehr nötig
und können ersetzt oder gar weggelassen werden.
Mit Thermostat ist darauf zu achten, dass dessen Öffnungstemperatur
möglichst nahe an der eingestellten Zieltemperatur des Controllers liegt!
Die Vorteile eines Thermostatgesteuerten Systems sind die noch kürzere
Aufwärmphase und die genauere Einhaltung der Zieltemperatur.
Entfernt man das Thermostat, verringert man zwar die Strömungsverluste
deutlich, muss aber evtl. größere Temperaturschwankungen in Kauf
nehmen.
Entfernen der mechanischen Wasserpumpe
Die alte mechanische Wasserpumpe wird durch die neue elektrische in der
Regel vollständig ersetzt.
Um die oben angesprochenen Strömungsverluste möglichst gering zu
halten, ist es ratsam die mechanische Pumpe komplett zu entfernen.
Ist das aus bautechnischen Gründen nicht möglich, z.B. wenn das
Riemenrad für den Riementrieb benötigt wird, kann man bei den meisten
Pumpen zumindest das Schaufelrad entfernen und sie als reines
Riemenlager verwenden.
Alternativ ist es natürlich auch möglich die elektrische Pumpe / Controller
als Booster in Verbindung mit dem existierenden mechanischen System
einzusetzen.
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Vom Einfachen ersetzen der mechanischen Pumpe bis hin zur kompletten
Strömungsumkehr durch den Motor ist alles möglich und kann unter den
richtigen Umständen zu massiven Verbesserungen der Kühlleistung führen.
Grundlegende Controllereinstellungen
Grundlegende Einstellung
Der Controller ist so programmiert, dass er für die meisten Fahrzeuge
problemlos und ohne weiterführende Einstellungen funktioniert.
Sie müssen sich nur für eine Zieltemperatur / ein Programm (siehe Liste im
Anschluss) entscheiden und dieses über den Drehschalter anwählen. Fertig.
Benutzung des Drehschalters
Mittig auf der Vorderseite des Controllers finden Sie den Drehschalter, über
dessen Drehung man alle Einstellungen erreicht.
Die Zahl oder der Buchstabe der nach UNTEN zeigt ist der jeweils Aktive!
Zum drehen verwenden Sie am besten einen kleinen Schraubendreher.
Stellungen des Schalters und deren Funktion
Der Schalter verfügt über insgesamt 16 Positionen / Einrastpunkte.
Jede dieser Positionen steht für ein bestimmtes Programm.
Wählen Sie einfach das aus, welches sich für Ihre Anwendung am besten
eignet.
Die Erklärung der verschiedenen Modi finden Sie im Anschluss.
Sollten Sie sich nicht sicher sein welche Zieltemperatur Sie wählen sollen,
wählen Sie einfach die Temperatur die am besten mit der
Öffnungstemperatur ihres Thermostats übereinstimmt.
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Programmliste
Pos.
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
A
B
C
D
E
F
Modus
Zieltemperatur
Testmodus
Testmodus
Testmodus
Testmodus
Normalmodus
75° Celsius
Normalmodus
80° Celsius
Normalmodus
85° Celsius
Normalmodus
90° Celsius
Normalmodus
95° Celsius
Normalmodus
100° Celsius
Pulsmodus
75° Celsius
Pulsmodus
80° Celsius
Pulsmodus
85° Celsius
Pulsmodus
90° Celsius
Pulsmodus
95° Celsius
Pulsmodus
100° Celsius
Bemerkungen
Pumpe Aus / Lüfter aus
Pumpe min. Dreh. / Lüfter aus
Pumpe 50% / Lüfter aus
Pumpe 100% / Lüfter an
Bei 5 Grad über Zieltemperatur
schaltet sich der Lüfter zu.
Der Regelbereich liegt bei plus
minus 5 Grad der eingestellten
Zieltemperatur.
Die Aufwärmphase endet bei 10
Grad unter der eingestellten
Zieltemperatur.
Allgemeine Informationen
Im Gegensatz zu vielen Seriensystemen nutzt der Controller einen evtl.
angeschlossenen Kühlerlüfter aktiv und frühzeitig.
Das ist beabsichtigt und es wird auch dringend empfohlen.
Sollte die gemessene Temperatur beim Abstellen des Motors im
Regelbereich liegen, schaltet der Controller in den Nachlaufmodus.
Dieser ist Zweistufig und läuft für maximal 2 Minuten.
Mehr dazu unter „Erweiterte Einstellungen / Nachlauf“.
Der Testmodus
In diesem Modus findet keine aktive Regelung statt.
Beim anschalten der Zündung fährt der Controller stur das eingestellte
Programm.
Das ist besonders für die ersten Tests sehr nützlich und hilft beim Entlüften
des Kühlsystems da hier der Motor nicht gestartet werden muss.
Auswählbar sind:



„0“ – Pumpe und der/die Lüfter ist/sind ausgeschaltet
„1“ – Pumpe fährt die eingestellte minimale Drehzahl an
(siehe „Erweiterte Einstellungen / Minimaler Pumpenwert“)
Der oder die Lüfter ist/sind ausgeschaltet
„2“ – Pumpe fährt auf 50% ihrer Maximalleistung
Der oder die Lüfter ist/sind ausgeschaltet
„3“ – Pumpe fährt auf ihre Maximalleistung
Der oder die Lüfter ist/sind angeschaltet
Zur Auswahl stehen sechs verschiedene Zieltemperaturen:






„4“ – Zieltemperatur 75 Grad Celsius (Regelbereich 70°-80°)
„5“ – Zieltemperatur 80 Grad Celsius (Regelbereich 75°-85°)
„6“ – Zieltemperatur 85 Grad Celsius (Regelbereich 80°-90°)
„7“ – Zieltemperatur 90 Grad Celsius (Regelbereich 85°-95°)
„8“ – Zieltemperatur 95 Grad Celsius (Regelbereich 90°-100°)
„9“ – Zieltemperatur 100 Grad Celsius (Regelbereich 95°-105°)
Steigt die Temperatur über den Regelbereich hinaus, schalten sich der/die
Lüfter zu.
Der Pulsmodus
In diesem Modus wird ein anderer Warmlauf als im Normalmodus
verwendet.
Der Normalmodus
Ist der Motor kalt, wechselt die Pumpe hier zyklisch von der eingestellten
Minimaldrehzahl (siehe „Erweiterte Einstellungen / Minimaler
Pumpenwert“) zu einer noch niedrigeren Pulsdrehzahl. (siehe „Erweiterte
Einstellungen / Pulsdrehzahl“)
In der Warmlaufphase dreht die Pumpe mit der eingestellten
Minimaldrehzahl. (siehe „Erweiterte Einstellungen / Minimaler
Pumpenwert“)
Dadurch wird die Warmlaufphase in diesem Modus deutlich verkürzt und er
eignet sich somit besonders für Kühlsysteme ohne Thermostat bei denen
der Kühler ständig durchströmt wird.
Erreicht die Temperatur den Regelbereich setzt die normale Regelung der
Temperatur / Pumpenleistung ein.
Steigt die Temperatur in den Regelbereich wird auf das „pulsen“ verzichtet
und der Controller steuert die Pumpe wieder wie im Normalmodus.

Dieser Modus eignet sich besonders für Zweikreiskühlsysteme mit einem
Thermostat.
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Auch in diesem Modus stehen wieder sechs verschiedene Zieltemperaturen
zur Wahl:






„A“ – Zieltemperatur 75 Grad Celsius (Regelbereich 70°-80°)
„B“ – Zieltemperatur 80 Grad Celsius (Regelbereich 75°-85°)
„C“ – Zieltemperatur 85 Grad Celsius (Regelbereich 80°-90°)
„D“ – Zieltemperatur 90 Grad Celsius (Regelbereich 85°-95°)
„E“ – Zieltemperatur 95 Grad Celsius (Regelbereich 90°-100°)
„F“ – Zieltemperatur 100 Grad Celsius (Regelbereich 95°-105°)
Steigt die Temperatur über den Regelbereich hinaus, schalten sich der/die
Lüfter zu.
Info: Selbstverständlich kann man diesen Modus auch in einem
Zweikreissystem einsetzen, allerdings könnte hier die voreingestellte
Pulspause zu lang sein. Es empfiehlt sich daher diese evtl. etwas
anzupassen. (siehe „Erweiterte Einstellungen / Pulsmodus Offtime“)
Erweiterte Einstellungen
Sollten die voreingestellten Werte des Controllers für Ihre Anwendung
unpassend sein, können die wichtigsten Einstellungen auch über eine
erweiterte Setup Prozedur verändert werden.
Diese ist so gestaltet, dass sie selbst beim unachtsamen „rumspielen“ mit
dem Controller kaum durch Zufall angewählt werden kann.
Der Controller speichert diese veränderten Werte dann in seinem internen
Speicher, so dass diese auch nach einem Stromverlust erhalten bleiben.
Die Setup Prozedur
Die Setup Prozedur erfolgt über eine vierstellige Codeeingabe mit dem
Drehschalter.
Der Code besteht aus den Ziffern 0 – 4 – 2 – …
Die vierte Stelle repräsentiert die jeweilige Einstellung die man verstellen
möchte.
Übersicht der Einstellmöglichkeiten:








Blatt 7 von 14
0 – 4 – 2 – 0 >> Verstellung des Minimalen Pumpenwertes
0 – 4 – 2 – 3 >> Umschalten der LED Anzeige
0 – 4 – 2 – 6 >> An und Ausschalten des Nachlaufs
0 – 4 – 2 – 9 >> An und Ausschalten des Boost Feature
0 – 4 – 2 – C >> Verstellung der „Ontime“ des Pulsmodus
0 – 4 – 2 – D >> Verstellung der „Offtime“ des Pulsmodus
0 – 4 – 2 – E >> Verstellung der „Pulsdrehzahl“ des Pulsmodus
0 – 4 – 2 – F >> Zurücksetzen auf Werkseinstellungen
Ablauf der Prozedur:
1. Trennen Sie den Controller komplett vom Bord Netz (z.B. durch
ziehen des Steckers)
2. Stellen Sie den Drehschalter auf die erste Codeziffer „0“
3. Verbinden Sie den Controller nun wieder mit dem Bord Netz
a. Die mittlere LED beginnt zu leuchten.
4. Stellen Sie den Drehschalter nun auf die zweite Codeziffer „4“
a. Dazu haben Sie 10 Sekunden Zeit.
b. Nach den 10 Sekunden beginnt eine 2te LED zu leuchten.
5. Stellen Sie nun den Drehschalter auf die dritte Codeziffer „2“
a. Dazu haben Sie wieder 10 Sekunden Zeit.
b. Nach den 10 Sekunden beginnt eine 3te LED zu leuchten.
6. Stellen Sie nun den Drehschalter auf die vierte Codeziffer „0-F“
a. Dazu haben Sie wieder 10 Sekunden Zeit.
b. Nach diesen 10 Sekunden blinken die drei LEDs einmal kurz.
7. Nehmen Sie nun die jeweilige Einstellung vor.
a. Eine Erklärung dazu finden Sie im jeweiligen Abschnitt
b. Dazu haben Sie jetzt 20 Sekunden Zeit
c. Nach den 20 Sekunden blinken alle LEDs mehrmals um
anzuzeigen das der neue Wert gespeichert wurde.
d. Danach geht der Controller in den normalen Betrieb über.
Info: Die Zündung muss für diese Prozedur nicht aktiviert sein.
Tipp: Wenn Sie vorhaben öfter viele Einstellungen zu verändern, lohnt es
sich einen Schalter zwischen dem Controller PIN 2 und Dauerplus zu
installieren.
Tipp: Notieren Sie sich den vierstelligen Code gefolgt von der neuen
Einstellung, so besteht eine Einstellungsänderung aus nur 5 Zahlen/Lettern.
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Minimaler Pumpenwert – Code „0“
Der Minimale Pumpenwert beschreibt die unterste erlaubte
Pumpendrehzahl, die der Controller zulässt.
Die Standardeinstellung hier beträgt: ca. 1400 U/min bzw. ca. 35 l/min, was
in etwa der Leerlaufleistung mechanischen Wasserpumpe entspricht.
Die Pumpe selber (CWA200) ist in der Lage Drehzahlen von 18 U/min bis
hin zu 4500 U/min anzufahren.
Das entspricht in etwa einem Durchsatz von 0,5 bis 116 Liter pro Minute.
Ein gewisser Mindestdurchsatz sollte immer erhalten bleiben, damit der
Temperatursensor ausreichend umspült wird.
Dieser hängt stark von den Strömungsverlusten in Ihrem Kühlsystem ab.
Haben Sie ein sehr restriktionsreduziertes System, können Sie den Wert
durchaus verkleinern um die Warmlaufphase zu beschleunigen.
Folgende Einstellungen sind möglich: (CWA200)
Wählen Sie im Punkt 7 der
Einstellprozedur einfach eine der
nebenstehenden Positionen.
Bsp.: Wollen Sie die
Mindestdrehzahl auf 600 U/min
ändern ergibt sich folgender Code.
„0“ – „4“ – „2“ – „0“ – „3“
(0420 für dieses Menu und die 3
für die neue Einstellung)
Stellung des
ca. U/min ca. l/min
Drehschalters
0
18
0,5
1
150
4
2
340
9
3
600
15
4
1000
25
5
1500
38
6
2000
52
7
2600
67
8
3300
91
9
4000
104
LED Anzeige – Code „3“
Nachlauf – Code „6“
Die siebenstellige LED Anzeige des Controllers zeigt per Standardeinstellung
die Pumpendrehzahl an.
Nach dem Abschalten der Zündung überprüft der Controller noch einmal
die Wassertemperatur. Sollte diese noch im Regelbereich liegen, schaltet er
in den Nachlaufmodus.
Diese lässt sich aber auf eine grobe Temperaturanzeige umstellen.
In diesem Fall stellt sie die Temperatur von 60 Grad Celsius bis 102 Grad
Celsius in sieben Grad Schritten dar.
Zum Umschalten wählen Sie im
Punkt 7 der Einstellprozedur
einfach eine der
nebenstehenden Positionen.
Stellung des
LED Anzeige
Drehschalters
0
Pumpendrehzahl
1
Temperatur
Bsp.: Wollen Sie auf die Temperaturanzeige umschalten, ergibt sich
folgender Code. „0“ – „4“ – „2“ – „3“ – „1“
(0423 für dieses Menu und die 1 für die neue Einstellung)
Die Standardeinstellung hier beträgt: „0“ – Anzeige der Pumpendrehzahl
Dieser besteht aus zwei Stufen mit einer Länge von je einer Minute.
In Stufe 1 wird die Pumpendrehzahl auf das Maximum erhöht und der
Kühlerlüfter zugeschaltet.
Nach einer Minute beginnt die Stufe 2. Hier wird der Lüfter abgeschaltet
und die Pumpendrehzahl reduziert sich etwa 50%.
Somit werden eventuelle Hotspots im Kühlsystem nach dem Abschalten des
Motors effektiv verhindert.
Sollte die gemessene Temperatur im Nachlauf unter den Regelbereich
sinken, schaltet sich dieser vorzeitig ab.
Dieses Feature ist darüber hinaus komplett abschaltbar.
Nach dem deaktivieren dieser Funktion schaltet der Controller, nach
abstellen des Motors, die Wasserpumpe und sich selbst ohne Umwege
direkt in den Standby Modus.
Zum Umschalten wählen Sie im
Punkt 7 der Einstellprozedur
einfach eine der nebenstehenden
Positionen.
Stellung des
Nachlauf
Drehschalters
0
Aus
1
An
Bsp.: Wollen Sie das Nachlauffeature deaktivieren, ergibt sich folgender
Code. „0“ – „4“ – „2“ – „6“ – „0“
(0426 für dieses Menu und die 0 für die neue Einstellung)
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Boost Feature – Code „9“
Pulsmodus Ontime – Code „C“
Zur Berechnung der optimalen Pumpendrehzahl misst der Controller nicht
nur die aktuelle Temperatur sondern berechnet daraus ebenfalls den
Temperaturanstieg.
Die Erklärung des Pulsmodus finden Sie auf Seite 6 dieser Anleitung.
Steigt die Temperatur zu schnell erhöht er die Pumpendrehzahl
überproportional zum eigentlichen Regelalgorithmus um einen zu schnellen
Anstieg vorzeitig abzufangen.
Die „Ontime“ beschriebt wie lange der Controller im Pulsmodus-Warmlauf
die etwas weiter oben erwähnte minimale Pumpendrehzahl halten soll.
Die Standardeinstellung hier beträgt ca. 3 Sekunden um das Kühlsystem nur
kurz umzuwälzen.
In einigen wenigen Kühlsystemen kann dieses Feature allerdings zu einem
schnellen und ständigen An- und Abstieg der Pumpendrehzahl führen.
In diesem Fall sollte man die Boost Funktion abschalten.
Für einige Kühlsysteme können diese 3 Sekunden etwas zu wenig sein.
Daher können Sie diesen Wert hier verändern.
Zum Umschalten wählen Sie im
Punkt 7 der Einstellprozedur
einfach eine der nebenstehenden
Positionen.
Folgende Einstellungen sind möglich:
Stellung des
Boost Feature
Drehschalters
0
Aus
1
An
Bsp.: Wollen Sie das Boost Feature deaktivieren, ergibt sich folgender Code.
„0“ – „4“ – „2“ – „9“ – „0“
(0429 für dieses Menu und die 0 für die neue Einstellung)
Die Standardeinstellung hier beträgt: „1“ – Boost Feature aktiviert
Blatt 10 von 14
Wählen Sie im Punkt 7 der Einstellprozedur
einfach eine der nebenstehenden Positionen.
Bsp.: Wollen Sie die „Ontime“ auf 10
Sekunden ändern ergibt sich folgender Code.
„0“ – „4“ – „2“ – „C“ – „2“
(042C für dieses Menu und die 2 für die neue
Einstellung)
Stellung des Ontime in
Drehschalters Sekunden
0
3
1
5
2
10
3
15
4
20
5
25
6
30
7
35
8
40
9
45
Pulsmodus Offtime – Code „D“
Pulsdrehzahl – Code „E“
Die Erklärung des Pulsmodus finden Sie auf Seite 6 dieser Anleitung.
Die Erklärung des Pulsmodus finden Sie auf Seite 6 dieser Anleitung.
Die „Offtime“ beschriebt wie lange der Controller im Pulsmodus-Warmlauf
die im nächsten Punkt beschriebene Pulsdrehzahl halten soll.
Mit der Pulsdrehzahl ist die Pumpendrehzahl gemeint, die der Controller in
der „Offtime“ des Pulsmodus-Warmlaufs anfahren soll.
Die Standardeinstellung hier beträgt ca. 30 Sekunden um ein schnelles
erwärmen des Motors zu ermöglichen.
Die Standardeinstellung hier beträgt ca. 280 U/min bzw. 7 l/min um ein
schnelles erwärmen des Motors zu ermöglichen.
Für einige Kühlsysteme können diese 30 Sekunden etwas zu lang sein.
Daher können Sie diesen Wert hier verändern.
Folgende Einstellungen sind möglich: (CWA200)
Folgende Einstellungen sind möglich:
Wählen Sie im Punkt 7 der
Einstellprozedur einfach eine der
nebenstehenden Positionen.
Bsp.: Wollen Sie die „Offtime“ auf 10
Sekunden ändern ergibt sich folgender
Code. „0“ – „4“ – „2“ – „D“ – „2“
(042D für dieses Menu und die 2 für die
neue Einstellung)
Stellung des Offtime in
Drehschalters Sekunden
0
3
1
5
2
10
3
15
4
20
5
25
6
30
7
35
8
40
9
45
Wählen Sie im Punkt 7 der
Einstellprozedur einfach eine
der nebenstehenden Positionen.
Bsp.: Wollen Sie die
Pulsdrehzahl auf 600 U/min
ändern ergibt sich folgender
Code. „0“ – „4“ – „2“ – „E“ – „3“
(042E für dieses Menu und die 3
für die neue Einstellung)
Stellung des
ca. U/min ca. l/min
Drehschalters
0
18
0,5
1
150
4
2
340
9
3
600
15
4
1000
25
5
1500
38
6
2000
52
7
2600
67
8
3300
91
9
4000
104
D
0
Pumpe aus
!!! Achtung !!!
Es ist über die Einstellung „D“ möglich die Pumpe während der „Offtime“
komplett anzuhalten. In diesem Fall wird der Temperatursensor nicht von
Wasser umspült und es können sich Hotspots bilden!
Benutzen Sie diese Einstellung ausschließlich wenn Sie wissen was sie tun!
Es kann keinerlei Haftung für irgendwelche Schäden am Motor
übernommen werden!
Blatt 11 von 14
Zurücksetzen auf Werkseinstellungen – Code „F“
Technische Daten
Falls Ihnen einmal die ein oder andere erweiterte Einstellung fehlgelaufen
ist, können Sie den Controller auf seine Werkseinstellungen zurücksetzen.
Modellbezeichnung:
Tecomotive „tinyCWA“
Abmessungen:
51x51x13mm (ohne Stecker)
51x51x24mm (mit Stecker)
Betriebsspannung:
8 bis 16 Volt
Stromaufnahme:
max. 20mA im Betrieb
ca. 1,5mA im Standby
Temperaturbereich:
-40°C bis +100°C
Gewicht:
ca. 40g
Wählen Sie dazu im Punkt 7 der Einstellprozedur einfach die „1“.
Der Controller überschreibt daraufhin alle Einstellungen mit den Werten
der untenstehenden Tabelle.
Der komplette Code hierfür lautet also:
„0“ – „4“ – „2“ – „F“ – „1“
Werkseinstellungen:
Name
Minimaler Pumpenwert
LED Anzeige
Nachlauf
Boost Feature
Pulsmodus Ontime
Pulsmodus Offtime
Pulsdrehzahl
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Einstellung
1400 U/min bzw. 35 l/min
Anzeige zeigt Pumpendrehzahl
Nachlauf angeschaltet
Boost Feature angeschaltet
3 Sekunden
30 Sekunden
280 U/min bzw. 7 l/min
Technische Daten Wasserpumpe
Modellbezeichnung:
Pierburg „CWA200“
Beispiel Teilenummern:
Abmessungen:
ca. 100x125x175mm
Pierburg-Nr.:
7.00294.17.0
Betriebsspannung:
Stromaufnahme:
8 bis 16 Volt
max. 15A im Betrieb
ca. 0,2mA im Standby
BMW-Nr.:
11 51 7 586 925
Drehzahl:
Nennförderdruck:
Nennvolumenstrom:
Temperaturbereich:
Schutzart:
18 bis 4500 min-1
0,45 bar
116 l/min
-40°C bis +140°C
IP67
BMW-Nr. alt:
11 51 7 563 183
11 51 7 546 994
11 51 7 521 584
11 51 7 545 201
Sicherheitshinweise / Haftung
Verlegen Sie Kabelverbindungen (speziell im Motorraum) nicht in Bereiche,
die durch Spritzwasser gefährdet sind.
Haftung
Bitte bedenken Sie, dass wir keinerlei Haftung für Schäden (vor allem am
angeschlossenen Motor), die durch den unsachgemäßen Einbau bzw.
Umgang mit dem Gerät entstehen, übernehmen.
Befestigen Sie Kabelbaum und Signalgeber so, dass sie sich nicht in der
Nähe von drehenden oder sich bewegenden Motorteilen befinden (Gefahr
von Scheuerstellen).
Betrieb
Allgemein
Achten Sie insbesondere auf die korrekte Verkabelung der Geräte!
Für den Einbau des Steuergerätes benötigen Sie umfangreiches Fachwissen.
Unsachgemäße Vorgehensweise beim Einbau oder bei der Benutzung kann
zur Beschädigung oder Zerstörung des angeschlossenen Motors führen.
Daher darf der Einbau nur von Fachpersonal durchgeführt werden.
Einbau
Klemmen Sie unbedingt für die Dauer des Einbaus und des Anschlusses die
Fahrzeugbatterie ab!
Beachten Sie dabei unbedingt auch die Sicherheitshinweise des KfzHerstellers (z.B. bezüglich Airbag, Alarmanlage, Bordcomputer,
Wegfahrsperre).
Vermeiden Sie unbedingt Rauchen, Feuer und offenes Licht! Treffen Sie
Vorkehrungen gegen Funkenflug und statische Elektrizität!
Achten Sie beim Bohren von Löchern darauf, dass Sie keine Fahrzeugteile
(Batterie, Kabel, Schläuche, etc.) beschädigen!
Blatt 13 von 14
Wollen Sie ein modifiziertes Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr
benutzen, muss die Modifikation vorher von einer autorisierten Prüfstelle
(z.B. TÜV oder DEKRA) genehmigt worden sein.
Die Genehmigung muss in der Zulassungsbescheinigung eingetragen sein.
Beachten Sie, dass Sie jeden Versicherungsschutz verlieren, wenn Sie ein
modifiziertes Fahrzeug ohne Genehmigung im öffentlichen Straßenverkehr
betreiben.
Stromverbrauch über längere Zeit
Die Geräte verbrauchen im Standby Betrieb ebenfalls Strom.
Dieser ist zwar sehr gering, es empfiehlt sich aber bei längerer
Nichtbenutzung des Fahrzeugs die Geräte vom Bord Netz zu trennen.
Verwendungsrahmen
Das hier beschriebene Produkt wurde ausschließlich an der bei der
BMW AG verfügbaren Wasserpumpe „Pierburg CWA200“ getestet.
Eine Funktionsgarantie kann nur für dieses Produkt gegeben werden.
Verkabelungsdiagramm
Blatt 14 von 14
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