null  null
Bedienhinweis Inspector
Erfahren Sie mehr unter:
www.herthundbuss.com/Inspector
Herth+Buss Fahrzeugteile Gmbh & Co. KG
Dieselstraße 2-4 ı D-63150 Heusenstamm
Telefon +49 (0) 6104/6 08-0 ıTelefax +49 (0) 6104/6 50 75
H+B Elparts ıTelefon +49 (0) 6104/6 08 250 ıTelefax +49 (0) 6104/6 50 75
Sie sind noch nicht für unseren Newsletter angemeldet?
Dann aber schnell!
So erhalten Sie monatlich per E-Mail die aktuellsten Nachrichten und Angebote
aus dem Hause Herth+Buss.
Anmeldung zum kostenlosen Newsletter ganz einfach unter www.herthundbuss.com
Stand: 01/2010
Inspector Diagnosegerät
Bedienhinweis
95990100
Technischer Hinweis
Da der Energiebedarf in modernen Fahrzeugen
durch die Vielzahl an Steuergeräten enorm
angestiegen ist, empfehlen wir den Einsatz eines
modernen Batterieladecomputers, welcher den
Energiebedarf während längerer Diagnosearbeiten und Software Updates deckt und die
Fahrzeugbatterie stützt!
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
Passgenauigkeit und Spitzenqualität!
<
<
<
<
<
<
<
Mehr als 4.500 Spezialteile
zum fairen Preis
Alle Teile in Top-Qualität
95% aller Autoelektrik-Produkte in
direktem Zugriff
Kompetenz aus über 80 Jahren Erfahrung
Sie wollen sich im Bereich Autoelektrik auf Ihren
Partner 100% verlassen können? Dann sollten Sie
Herth+Buss Elparts kennenlernen. Wir bieten passende Ersatzteile für jedes Modell!
In puncto Passgenauigkeit und Qualität sind wir
mit Sicherheit der passende Partner für Sie.
Und zwar in allen Teilen.
Passt immer!
Ladecomputer für Blei-/AGM-/Gel-/Vlies-Akkus
Umfangreiche Schutz und Selbstschutzfunktionen
Betriebs-LED's zur Anzeige vom Ladeverlauf
Kurzschluss- und Verpolungsschutz
Weltweiter Eingangsspannungsbereich
Kurze Ladezeit durch hohe Ladeleistung
Refreschfunktion um auch tiefentladene
Batterien zu laden
Umschaltbar als Fremdstromversorgung
Zuverlässiger Schutz der Bordelektronik
gegen Hochpulsspannungen
Schutzfunktion bei Batteriedefekten
Parametrierbare Ausgangsspannung
Automatische Umschaltung in den
Erhaltungsmodus
Verpolungserkennung
Batterie-Qualitätsmessung
Zellenschlusserkennung
Selbstständige Sicherheitabschaltung
Kabelkompensation (wichtig für
FSV-Betrieb an längeren Zuleitungen)
Temperaturkompensation
Netzüber-/unterspannungsüberwachung
Sichere Funkenunterdrückung
Tieftemperaturbetrieb bis -40°C
Ideal zum Puffern der Batterie während längerer
Diagnosearbeiten oder bei Softwareupdates
(Flashen von Steuergeräten) geeignet
Ergonomisches und abgedichtetes Aluminiumgehäuse (CS80), auf den Werkstatteinsatz
abgestimmt
Austauschbare Ladekabel mittels
Schweißkupplung
Flash CS45 - 45 Ampere
Flash CS80 - 80 Ampere
95981045
95981080
Herzlich willkommen in der Diagnosewelt
von Herth+Buss!
Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen und wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei Ihrer
täglichen Arbeit mit dem Inspector! Diese Anleitung soll Ihnen den Einstieg in das Gerät
erleichtern und die ersten Schritte anhand von einigen Anwendungsbeispielen aufzeigen.
Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte unser Webseite:
www.herthundbuss.com/inspector
Bitte registrieren Sie das Gerät vor der Erstbenutzung mithilfe der mitgelieferten
Software auf einem internetfähigen PC.
Die Installationsanleitung befindet sich auf der Installations-CD.
Über dieses Handbuch
Der Inhalt dieses Handbuchs ist das Arbeitsergebnis einer Vielzahl von Personen, die
ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen zur Entwicklung dieses Handbuchs eingebracht
haben. Die in diesem Handbuch enthaltenen Angaben können Druckfehler enthalten.
Änderungen vorbehalten, ohne dass Herth+Buss Elparts verpflichtet ist, eine
bestimmte Person oder Gesellschaft über das Produkt-Upgrade oder die Änderung in
Kenntnis zu setzen. Herth+Buss Elparts ist nicht haftbar für hierin enthaltene Fehler
bzw. für Neben- oder Folgeschäden, die durch die Bereitstellung, die Ausführungen
im Handbuch oder die Verwendung desselben entstehen.
Dieses Handbuch, oder Teile aus diesem, dürfen ohne die vorherige schriftliche
Genehmigung von Herth+Buss Elparts in keiner Form kopiert, vervielfältigt oder in
eine andere Sprache übersetzt werden.
Verwendung des Handbuchs
Der Anwender sollte sich mit den Bedienabläufen, Begriffsdefinitionen und allen
weiteren Informationen, die in diesem Handbuch enthalten sind, vertraut machen.
Auf diese Weise kann das Gerät effektiver genutzt werden.
Kenntnisse über das Fahrzeugsystem
Auch wenn dieses Gerät sehr umfassende Funktionen bietet und für viele
verschiedene Fahrzeuge eingesetzt werden kann, ersetzt es kein Fachwissen und Können.
Um das Gerät effektiv nutzen zu können, ist ein umfassendes Verständnis zu
Fahrzeugsystemen unabdingbar. Es wird empfohlen, das Gerät zusammen mit dem
originalen Service-Handbuch des zu testenden Fahrzeugs zu verwenden. Das Gerät
ist für die Verwendung durch geschultes Personal bestimmt und dieses Handbuch
setzt voraus, dass der Service-Techniker, der dieses Gerät verwendet, mit den
elektronischen Kontrollsystemen des Fahrzeugs vertraut ist. Vor der Verwendung
des Gerätes sollten dennoch stets die neuesten Service-Handbücher und
Bekanntmachungen zu Rate gezogen werden.
Alle Rechte vorbehalten. Herth+Buss Elparts, Heusenstamm, Deutschland.
1
Tastenübersicht | Startmenü
Informationstaste
dient zum Aufrufen der
hinterlegten Zusatzinformationen, wie z.B. der
Sollbilder im Oszilloskop.
Zifferntasten
dienen zur direkten Anwahl der aufgeführten
Funktionen bzw. Menüpunkte und zur Eingabe
von Nummern.
Print-Taste
dient zum Speichern oder
zum Ausdrucken der
Screenshots
Bestätigungstaste
Ja
Löschen-Taste
hier werden alle Fehlercodes gelöscht, für die
kein extra Menüpunkt
„Fehlerspeicher löschen“
abgebildet ist.
Power-Taste
zum Ein- und Ausschalten
des Gerätes
Reset
bricht die laufende Aktion
ab und springt zurück zum
Startbildschirm
Navigationstasten
hoch und runter zum
Scrollen zwischen den
einzelnen Menüpunkten.
Bestätigungstaste
Nein
Die Tasten rechts und
links zum Blättern
zwischen den Seiten
Beleuchtungstaste
zum Ein- und Ausschalten der Hintergrundbeleuchtung
Escape-Taste
zum Abbrechen des laufenden Vorgangs oder um
einen Schritt zurückzugehen.
Eingabetaste / Weiter
2 Hinter diesem Menüpunkt befinden sich:
Schnittstelle zum Abgasmessgerät (optional)
3 Hinter diesem Menüpunkt befinden sich:
Das Multimeter und der Spannungsgenerator
4 Hinter diesem Menüpunkt befinden sich:
Das 4 Kanal Oszilloskop
1 Hinter diesem Menüpunkt befindet sich:
< Der Allgemeine OBDII- / EOBD-Modus für die
Prüfung aller abgasrelevanten Bauteile
< Der Diagnose-Modus für die Prüfung der herstellerspezifischen Fahrzeugsysteme
< Und der Modus zur kabellosen Überprüfung
der Anhängersteckdose am Zugfahrzeug und
des Steckers + der Beleuchtung am Anhänger
(optional)
2
5 Hinter diesem Menüpunkt befinden sich:
Das Zündoszilloskop
6 Hinter diesem Menüpunkt befinden sich:
Die Einstellmöglichkeiten, wie z.B. Sprache und
Ton. Des Weiteren gibt das Konfigurationsmenü
Aufschluss über den aktuellen Softwarestand
und ermöglicht die Vorbereitung der Schnittstelle
für die Software Updates.
Inhalt
Kapitel 1.1 - Sicherheit und Gewährleistung
Sicherheitsvorschriften
Sicherheitsrichtlinien
Sicherheitsvorkehrungen
Gewährleistung
4
5
5
7
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector
Das Inspector-Diagnosegerät
PCMCIA-Karte
Hauptanschlusskabel Diagnosegerät
Spannungsversorgung
Tastatur
Menüauswahl
Funktionstasten
Software-Informationen
Sonderfunktionen
9
10
12
13
15
15
16
18
19
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspector
Lesen des Diagnosefehlercodes
Löschen des Diagnosefehlercodes
Hilfe zum Diagnosefehlercode
Impulssignal
Serielle Schnittstellen
Einfrieren der Daten
Datenkurven
Hilfe
Actuatortest
Black Box
Anschlussstelle
Wegfahrsperre
20
22
22
23
23
24
25
26
26
29
42
43
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Spezifikation
Teileliste
Teile - Checkliste
45
46
56
Kapitel 1.5 - Generische OBD2
Wörtliche Definition OBD2
Technische Bedeutung OBD2
Generische und erweiterte OBD2
Inspector und OBD2
57
58
59
60
Kapitel 1.6 - Störungsbehebung
Problembeschreibungen
63
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Kabelanschluss
Inbetriebnahme
Anzeigeformat
Anzeigesteuerung
Wenn Hold nicht ausgewählt
Wenn Hold ausgewählt
Drucken
70
71
73
74
74
79
87
Kapitel 2.2 - Multimeter
Kabelanschluss
Inbetriebnahme
Spannungsmessgerät
Tastverhältnis
Frequenz
Alle Anzeigen - Volt Duty Freq
Batteriespannung- / Strommesser
Hilfemeldung
89
90
91
92
94
95
95
96
Kapitel 2.3 - Zündbild
Einleitung
Initialisierung
Zündung Primärzündbild
Zündung Sekundärzündbild
Zündung DLI- / DIS-Motoren
97
99
102
111
115
3
Kapitel 1.1 - Sicherheit und Gewährleistung
Kapitel 1.1 - Sicherheit und Gewährleistung
Sicherheitsvorschriften
Um die maximale Leistung mit diesem Gerät zu erzielen, lesen Sie dieses Handbuch
zunächst aufmerksam durch und halten Sie dieses stets griffbereit.
Sicherheitszeichen
Folgende Zeichen werden in diesem Handbuch verwendet:
Gefahr
Dieses Zeichen besagt, dass eine falsche Anwendung des Gerätes gefährliche Folgen haben und ggf. zum Tod oder zu schweren Verletzungen des Benutzers führen
kann.
Warnung
Dieses Zeichen besagt, dass eine falsche Anwendung des Gerätes gefährliche Folgen haben und zu schweren Verletzungen des Benutzers und/oder Beschädigungen
des Gerätes und der Anlagen führen kann.
Symbol
Beschreibung
Dieses Zeichen ist an den Stellen des Gerätes angebracht, an denen der Benutzer
die dazugehörigen Themen im Handbuch nachschlagen sollte (die ebenfalls mit diesem Zeichen markiert sind), bevor er die entsprechenden Funktionen des Gerätes
verwendet. Im Handbuch weist dieses Zeichen auf Erklärungen hin, die besonders
wichtig und vom Benutzer zu lesen sind, bevor er das Gerät benutzt.
Dieses Zeichen steht für DC (Gleichstrom).
4
Kapitel 1.1 - Sicherheit und Gewährleistung
Sicherheitsrichtlinien
Um ein reibungsloses Funktionieren und eine zufriedenstellende Leistung zu gewährleisten, beachten Sie bitte die unten aufgeführten Warnhinweise.
Gefahr
Dieses Gerät erfüllt die Sicherheitsnorm IEC 61010-1 und wurde vor dem Versand auf seine Sicherheit
getestet. Messungen an unangemessen hohen Hochspannungen oder unsachgemäße Bedienung
können zu Personenschäden und Beschädigung des Gerätes oder des Fahrzeugs führen. Bitte lesen
Sie dieses Handbuch aufmerksam durch und vergewissern Sie sich, dass sie dessen Inhalt verstehen,
bevor Sie das Gerät benutzen.
Der Hersteller lehnt jede Haftung für Schadensfälle aller Art ab, abgesehen von solchen, die infolge
eines Produktfehlers entstehen.
Warnung
Aus Sicherheitsgründen ist dieses Gerät nicht für Messungen an Stromkreisen über
30 Vmax oder für Spitzenspannungen über 42,4 V einzusetzen. Um durch Strom verursachte Unfälle zu vermeiden, die zu Verletzungen oder Tod führen können, messen
Sie keine Spannungen, die über diese Beschränkungen hinausgehen.
Die maximal messbare Nennspannung liegt bei 30 Vmax.
Sicherheitsvorkehrungen
Gefahr
Sorgen Sie dafür, dass die Werkstatt gut belüftet wird, wenn ein Motor läuft oder
schließen Sie die Abgasabsauganlage des Gebäudes an das Motorabgassystem an.
Motoren erzeugen Kohlenmonoxid, ein geruchloses, giftiges Gas, das eine langsamere
Reaktionszeit verursacht und zu schweren Verletzungen bzw. zum Tod führen kann.
Warnung
Bremsen und Bremsklötze
Ziehen Sie die Handbremse an und blockieren Sie die Räder, bevor Sie das Prüfgerät
verwenden. Es wird nachdrücklich empfohlen, die Räder bei Fahrzeugen mit Frontantrieb zu blockieren, da die Handbremse nicht die Antriebsräder feststellt.
5
Kapitel 1.1 - Sicherheit und Gewährleistung
Fahrtest
Fahren Sie nicht das Fahrzeug und bedienen Sie gleichzeitig das Prüfgerät. Jede Ablenkung kann zu einem Unfall führen. Sorgen Sie dafür, dass eine Person das Prüfgerät bedient, während eine zweite Person das Fahrzeug steuert.
Platzieren Sie das Prüfgerät während der Fahrt niemals vor Ihnen, da das Testgerät
Ihren Körper treffen und schwere Verletzungen hervorrufen kann, wenn sich der Airbag öffnet.
Testen Sie das SRS-System nicht während der Fahrt, da eine unbeabsichtigte Öffnung des Airbags erfolgen kann.
Motorraum
Halten Sie ausreichenden Abstand zwischen beweglichen Teilen oder Riemen ein,
wenn Sie das Prüfgerät im Motorraum verwenden. Bewegliche Teile und Riemen
können weite Kleidung, Prüfkabel oder einen Teil Ihres Körpers erfassen und Defekte
oder Personenschäden verursachen.
Elektrische Komponenten
Schalten Sie die Zündung des Fahrzeugs stets aus, wenn Sie elektrische Komponenten
anschließen oder entfernen, soweit es keine andere Anweisung gibt.
Fahrzeugbatterie
Die Inspector-Geräte sind so ausgelegt, dass sie Schäden durch Kabelverbindungen
an der Batterie mit umgekehrter Polarität verhindern. Es wird dennoch nachdrücklich
empfohlen, stets darauf zu achten, dass beim Anschluss die richtige Polung eingehalten wird. Legen Sie das Prüfgerät niemals auf der Fahrzeugbatterie ab. Sie
könnten die Anschlüsse kurzschließen, sich verletzen bzw. das Prüfgerät oder die
Batterie beschädigen.
Um eine Beschädigung des Prüfgeräts oder die Anzeige falscher Daten zu vermeiden,
sorgen Sie dafür, dass die Fahrzeugbatterie voll geladen ist und die Anschlüsse zur
elektronischen Kontrolleinrichtung sauber sind und festsitzen.
Die oben aufgeführten Warnhinweise und die nachstehend genannten Sicherheitsmeldungen behandeln Situationen, von denen Herth+Buss Elparts Kenntnis besitzt. Herth+Buss Elparts kann nicht alle
möglichen Gefahren kennen, einschätzen oder Sie auf diese hinweisen. Sie müssen sich vergewissern, dass sämtliche Bedingungen oder Wartungsarbeiten nicht Ihre persönliche Sicherheit gefährden.
6
Kapitel 1.1 - Sicherheit und Gewährleistung
Gewährleistung
Gewährleistungszeit
Grundsätzlich wird dem Kunden für alle Inspector-Produkte eine Mängelfreiheit für
Material und Verarbeitung für eine Zeit von 2 Jahren ab dem Kaufdatum zugesichert
(außer LCD-Modul). Weist ein Produkt in diesem Zeitraum einen Mangel auf, kann
dieses an die folgende Serviceadresse eingeschickt werden:
Kritter Autotechnik in 67547 Worms, Allmendgasse 18.
Es wird daraufhin unentgeltlich repariert oder ausgetauscht.
Lieferung
Herth+Buss Elparts prüft vor dem Versand alle in der Packung enthaltenen
Produktteile und -komponenten und fügt jeder Sendung den Originalbericht zur Vorversandkontrolle bei. Sobald Sie das Produkt erhalten, prüfen Sie bitte, dass alle Teile dem
Bericht zur Vorversandkontrolle nach genau kontrolliert und mitgeliefert wurden. Sollte ein
Teil fehlen oder beschädigt sein, müssen Sie Ihren Lieferanten unverzüglich, innerhalb von
3 Werktagen ab dem Lieferdatum, informieren, damit ein unentgeltlicher Ersatz der Teile
vorgenommen werden kann.
Mit dieser Liste können Sie den Inhalt Ihres Koffers kontrollieren!
Teile Haupteinheit:
✓
Teile Diagnose-Stecker:
Bezeichnung
Artikel-Nr
Inspector
Bezeichnung
Artikel-Nr
95990100
OBD2 16pin
95991107
Gummischutz
95991102
Toyota 17pin halbrund
95991108
Transportkoffer
95991101
Toyota 17pin rechteckig
95991109
Bedienungsanleitung
Chrysler 12+16 Dual
95991110
Verbindungskabel Zigarettenanz. 95991104
Mitsubishi / Hyundai 12pin
95991111
Verbindungskabel Batterie
95991105
Honda 3pin & 2pin
95991112
Hauptdatenkabel
95991106
Nissan / Samsung 14pin
95991113
512 MB Datenkarte
Mazda 17pin
95991114
USB-Kabel
Subaru 9pin
95991115
GM / Daewoo 12pin
95991116
Fiat 3pin
95991117
Teile Oszilloskop:
✓
✓
Bezeichnung
Artikel-Nr
Ford Australien 20pin
95991118
Scope 4-Kanal-Adapter
95991151
Ssangyong 14pin
95991119
Ford EEC-IV
95991120
Sicherung
Scope Prüfspitze
95991152
Kia 20pin
95991121
Massekabel
95991153
Kia 6pin
95991122
sekundäre Prüfspitze
95991154
Ssangyong 20pin
95991123
Triggerzange
95991155
PC-Upgrade Kabel (RS232)
95991124
GM-Opel 10pin
95991125
95991126
Sechskant-Schraubendreher
Prüfspitznadel
95991156
OBD2 Mitsubishi
12 Volt Netzteil
95991150
BMW 20pin
95991127
VW / Audi 2x2pin
95991128
Mercedes Benz 4pin
95991129
Mercedes Benz 38pin Multiplex 95991130
7
Kapitel 1.1 - Sicherheit und Gewährleistung
Bei Feststellung von Fehlern
Sollten Sie Funktionsstörungen oder Fehler an Ihrem Gerät feststellen, lesen Sie
bitte das Kapitel Störungsbehebung in diesem Handbuch. Kann der Fehler nicht
behoben werden, wenden Sie sich bitte an Ihren Lieferanten. Um Störungen oder
Fehler schneller identifizieren zu können, benötigt Ihr Lieferant folgende Angaben:
1. Festgestellte Fehlermerkmale
2. Seriennummer des Diagnosegerätes
3. Fahrzeuginformationen: Welches spezielle Fahrzeug wurde getestet, als das
Problem auftrat - Modellname, Baujahr und Systemkennnummer, falls vorhanden
(nur für Mitsubishi, Subaru und Suzuki: Details in Kapitel Japanische Autos)
Erlöschen der Gewährleistung
Tritt in der Gewährleistungszeit ein Problem auf, das einem der folgenden Punkte zu
schulden ist, stellt Herth+Buss Elparts dem Kunden die Frachtkosten für die Hin- und
Rücksendung sowie die Istkosten für die erbrachte Dienstleistung in Rechnung und
verzögert den Versand an den Kunden solange, bis die Zahlung vom Kunden
ordnungsgemäß durchgeführt wurde.
1. Nachweis über den unsachgemäßen Gebrauch oder Anwendung des Produkts
ohne Beachtung der im Benutzerhandbuch festgelegten Vorsichts- und Warnhinweise.
2. Absichtliche Beschädigung oder Änderungen des Produkts bzw. Versuch des
Benutzers, das Gerät ohne ausdrückliche Genehmigung selbst zu reparieren.
3. Alle durch höhere Gewalt entstandenen Schäden, einschließlich Krieg und Naturkatastrophen.
4. Zeitverlust, Unannehmlichkeiten sowie andere Folgeschäden oder Betriebsausfälle.
Garantiesiegel
Zusätzlich zu den oben aufgeführten Gewährleistungsbedingungen werden keine
Gewährleistungen erbracht, wenn das Garantiesiegel beschädigt ist oder entfernt
wurde. Wenn Sie die Schutzabdeckung vom Diagnosegerät entfernen, sehen Sie
einen gelben, runden Aufkleber, der eines der hinteren Schraubenlöcher bedeckt.
Achten Sie darauf, dass das Siegel nicht beschädigt wird und versuchen Sie nie,
das Gerät ohne ausdrückliche Genehmigung des Herstellers zu öffnen.
8
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Das Inspector-Diagnosegerät
1 LCD-Display
2 Tastatur
3 USB-Anschluss
4 12 V-Anschluss
zur Stromversorgung
5 15-Pin-Hauptanschluss
für Diagnosekabel
6 4-Kanal-Adapter-Anschluss
7 RS232 Serielle Schnittstelle
8 LCD-Kontrasteinstellung
9 PCMCIA-Steckplatz
9
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
PCMCIA-Karte
Warnung
Setzen Sie die PCMCIA-Karte ein oder entfernen Sie diese nur dann, wenn die Stromversorgung des
Inspectors abgeschaltet ist. Es kann zu schwerwiegenden Beschädigungen des Inspectors und der
PCMCIA-Karte kommen, wenn die PCMCIA-Karte während des Betriebs des Inspectors eingesetzt
oder entfernt wird.
Einsetzen der Karte
Setzen Sie die PCMCIA-Karte langsam in den dafür vorgesehenen Kartenschlitz ein
und drücken Sie diese fest hinein, bis die Karte einrastet.
Warnung
Vergewissern Sie sich, dass Sie die Karte richtig herum in den Kartenschlitz einsetzen.
Die Karte wird nicht in den Steckplatz hineinpassen, wenn sie falsch herum eingesetzt wird. Drücken
Sie die Karte jedoch mit übermäßiger Kraft zu fest hinein, können der Rahmen und die Verbindungsbolzen im Inneren des Inspectors zerstört oder verbogen werden.
In diesem Fall erhalten Sie keine unentgeltliche Gewährleistung.
10
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Entfernen der Karte
Drücken Sie die Eject-Taste, um die PCMCIA-Karte aus der festen Verbindung mit
dem Innenrahmen und den Bolzen zu entfernen.
Halten Sie die PCMCIA-Karte leicht fest und ziehen Sie sie langsam aus dem
Kartenschlitz heraus.
11
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Hauptanschlusskabel Diagnosegerät
Anschluss an das Diagnosegerät
Die Stecker sind an beiden Enden des Hauptkabels für den Diagnosegerätanschluss
identisch, sodass Sie jeden der beiden Stecker an das Gerät anschließen können.
Stecken Sie den Stecker des Hauptkabels in die 15-Pin-Buchse des Diagnosegerätes
hinein und ziehen Sie die beiden Schrauben gut fest, um eine feste Verbindung
herzustellen.
Anschluss der DLC-Adapter
Stellen Sie fest, welcher Adapter fahrzeugseitig vorliegt und schließen Sie den entsprechenden Diagnoseanschluss-Adapter an den übrigen Stecker des Hauptkabels
für den Diagnoseanschluss an.
Warnhinweis
Es wird empfohlen, das Hauptkabel des Diagnoseanschlusses am Diagnosegerät angeschlossen
und an diesem festgeschraubt zu lassen. Ein häufiges Anbringen und Entfernen des Kabels kann
die Schraubteile lockern und die Verbindungspins verbiegen.
12
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Spannungsversorgung
Spannungsversorgung über DLC-Adapter
Eine Spannungsversorgung von 12 V wird von allen Diagnoseanschluss-Adaptern
über die Batterie zur Verfügung gestellt, außer bei den 10-Pin-Adaptern für
GM/Daewoo und den 12-Pin-Adaptern für Mitsubishi/Hyundai.
Zigarettenanzünder
Verwenden Sie das Kabel des Zigarettenanzünders, wenn durch den Diagnoseanschluss-Adapter keine Spannungsversorgung zur Verfügung gestellt wird.
Fügen Sie den Zigarettenanzünderstecker in die Buchse ein und prüfen Sie, ob die
roten LED-Leuchten an beiden Enden des Kabels AN sind.
Stecken Sie den metallischen Anschlussstecker in den Stromanschluss des
Diagnosegerätes.
13
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Fahrzeugbatterie
Da das Diagnosegerät bei der Verwendung der Analysefunktionen des Multimeters,
des Oszilloskops oder für das Zündbild im Motorraum platziert werden muss, muss
die dafür notwendige Spannung durch die Fahrzeugbatterie bereitgestellt werden.
Schließen Sie die Krokodilklemmen des Batteriekabels an die Batterieanschlüsse mit
richtiger Polung an. Prüfen Sie, ob sich die rote LED-Leuchte an der runden Fassung
anschaltet.
Schließen Sie den Netzkabelstecker des Zigarettenanzünders an die Netzsteckdose
des Batterieanschlusskabels an.
Power AN
Drücken Sie die Powertaste
auf der Tastatur des Inspectors, um das Gerät einzuschalten.
Um das Gerät auszuschalten, halten Sie die Powertaste länger als 1 Sekunde gedrückt.
Kontrast
Das LCD-Display ist sehr temperaturempfindlich.
Es wird zu hell, wenn es kalt ist und zu dunkel, wenn es warm ist.
Ist der Bildschirm zu hell oder zu dunkel zum Lesen, können Sie den Kontrast nach
Wunsch einstellen, indem Sie das Kontrasträdchen auf der rechten Seite des Diagnosegerätes entsprechend drehen.
Sollten Sie Fehler an Ihrem Display feststellen, lesen Sie bitte das Kapitel Störungsbehebung in diesem Handbuch.
14
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Tastatur
Die Tastatur besteht aus PVC-Material, das das Gerät vor
Verschmutzung und Beschädigung in der gefährlichen,
öligen Werkstattumgebung schützt.
Die Folientastatur ist so ausgelegt und dahingehend geprüft,
dass sie bei über 1 Million Tastenberührungen pro Taste weiter
normal funktioniert.
Jede Taste ist für ein besseres Erfühlen der einzelnen Tasten
leicht erhöht. Die Tastatur besteht insgesamt aus 24 Tasten.
Menüauswahl
Nummernblock
Drücken Sie einfach die entsprechende Zahl.
Diese Funktion ist nur für die Auswahl eines Artikels mit 9 oder weniger Zahlen
verfügbar. Bei mehr als 10 Zahlen sollten Sie den hinterlegten Balken auf den
entsprechenden Artikel ausrichten und die Taste
drücken.
Pfeiltasten
Den hinterlegten Balken bewegen Sie im Menü nach oben und unten, indem Sie die
Pfeiltasten nach oben/unten betätigen. Mit der Taste
bestätigen Sie Ihre Auswahl.
Enthält das Menü mehr als 12 Einträge, müssen Sie auf den Seiten ggf. nach oben
oder unten scrollen, um eine Auswahl zu treffen. Sie müssen die Pfeiltasten nach
oben/unten nicht fest drücken, um auf der gesamten Seite zu scrollen. Durch das
einfache Betätigen der linken oder rechten Pfeiltaste wird von Seite zu Seite umgeschaltet. Bewegen Sie den hinterlegten Balken, indem Sie die Pfeiltasten nach
oben/unten betätigen. Wenn der erwünschte Eintrag auf dem Bildschirm erscheint,
drücken Sie die Taste
.
15
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Funktionstasten
Power
Nachdem Sie das entsprechende Netzkabel am Gerät angeschlossen haben, drücken
Sie kurz diese Taste, um den Inspector einzuschalten.
Um das Gerät auszuschalten, halten Sie die Taste länger als 1 Sekunde gedrückt bis
die Meldung zur Stromabschaltung auf dem Bildschirm erscheint.
Hintergrundbeleuchtung
Das LCD-Modul des Inspectors verfügt über eine beleuchtete Rückwand für bessere
Lesbarkeit im Dunkeln oder an schattigen Plätzen.
Drücken Sie diese Taste, um die Hintergrundbeleuchtung an- oder auszuschalten.
ESC
Wird verwendet, um eine Funktion des Inspectors zu beenden oder um einen Schritt / Ebene
zurück im Menü zu gelangen.
16
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Hilfe
< Lesen des Diagnosefehlercodes
Wird ein Fehlercode entdeckt, können Sie diese Taste drücken, um detaillierte
Informationen über den Fehler zu erhalten.
Definition und Aufzeichnungsbedingungen sowie Kontrollpunkte des Diagnosefehlercodes werden bereitgestellt (nur für koreanische und malaysische Fahrzeuge).
< Servicedaten (Datenfluss)
Während die Live-Daten auf dem Bildschirm angezeigt werden, können Sie ein
Live-Daten-Element auswählen, indem Sie den hinterlegten Balken bewegen und
diese Taste drücken, um detaillierte Informationen über den ausgewählten Eintrag
zu erhalten.
Standardwerte und technische Erklärungen werden bereitgestellt.
(Nur für koreanische und malaysische Fahrzeuge)
Drucken
Ist ein Drucker über das Druckerkabel an den Inspector angeschlossen, drücken Sie
diese Taste, um die aktuelle Bildschirmanzeige auszudrucken: Diagnosefehlercode-Liste,
Datenfluss, Kurvenform des Oszilloskops oder Zündbild.
Für detailliertere Informationen zum Druckerkabel lesen Sie den Abschnitt zu
optionalen Teilen.
17
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Konfiguration
Drücken Sie die Taste 6 im anfänglichen Funktionsmenü, um in das Konfigurationsmenü zu gelangen. Sie können die Versionsnummern der Softwarepakete überprüfen,
die auf der PCMCIA-Karte enthalten sind, Lautstärke- und Sprachoptionen einstellen
sowie Software-Updates in das Konfigurationsmenü herunterladen.
Software-Informationen
Wenn Sie den Menüpunkt 1. Software Information im Konfigurationsmenü auswählen,
wird eine Liste mit Softwarepaketen, die auf der PCMCIA-Karte enthalten sind, wie
nachstehend aufgezeigt:
18
Kapitel 1.2 - Bedienung des Inspector-Diagnosegerätes
Sonderfunktionen
Software-Download
Sie können Software-Updates von Ihrem PC über das Menü 6. Konfiguration - 2. Spezialfunktion 1. Download Software herunterladen.
Sie erhalten stets gesonderte Anweisungen, wenn ein Update zur Verfügung steht.
Kontaktieren Sie Ihren Lieferanten bezüglich der Möglichkeit häufiger Updates und
halten Sie sich zu diesen Vorgängen auf dem Laufenden.
Sprache
Sie können verschiedene Sprachen für Ihr Gerät einstellen. Englisch, Spanisch,
Deutsch sowie andere regionale Sprachen stehen zur Auswahl zur Verfügung.
Weitere Sprachen werden als Update zur Verfügung gestellt, sobald diese erhältlich sind.
Lautstärke
Sie können den Tastenton an- und ausschalten.
Konfiguration speichern
Haben Sie in dem Menü [Special Function] Änderungen vorgenommen, müssen
Sie die Konfiguration speichern, damit diese Änderungen übernommen werden.
Drücken Sie die Taste 4, um Konfigurationsänderungen zu speichern.
19
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
In diesem Kapitel des Handbuchs werden alle Funktionen beschrieben, die nach der
richtigen Auswahl aller Details für das zu prüfende Fahrzeug zur Verfügung stehen.
Die tatsächliche Liste der verfügbaren Funktionen kann je nach Fahrzeug, das Sie
prüfen möchten, etwas abweichen.
Diagnosefehlercode
Lesen des Diagnosefehlercodes
Impulssignal
Viele der älteren Fahrzeuge von Toyota, Honda, Mazda, Hyundai und Kia bis zu den
frühen 90er Jahren unterstützen einen langsamen Impulssignalausgang für die
Lesefunktion des Diagnosefehlercodes.
Wie unten dargestellt, zeigt der Inspector das über den Diagnosecode-Adapter
empfangene Impulssignal oben an. Darüber hinaus gibt er die empfangenen
DTC-Zahlen an.
Eingabe von Hand
Auch ältere Fahrzeuge, wie beispielsweise von Honda mit 2-Pin-Adapter, haben
keinen Signalausgangsanschluss für den Diagnosefehlercode im Diagnoseanschluss-Adapter. In diesem Fall zeigt der Inspector die folgende Meldung, da
über den Adapter kein Signaleingang bereitgestellt wird.
20
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
< Sie müssen das Blinken der Motorkontrollleuchte im Armaturenbrett zählen und
die Diagnosefehlernummer von Hand in den Inspector eingeben, um die Details
wie nachstehend einzusehen:
< Lange Blinksignale zählen als Zehn, kurze Signale als Eins. Geben Sie über den
Nummernblock der Reihe nach zwei Zahlen für eine Zehn und eine Eins ein.
Nach einem Blinksignal für einen Code folgt ein weiteres Signal, falls mehrere
Fehlercodes vorliegen. Die Blinksignale für alle Fehlercodes blinken der Reihe
nach und wiederholen sich nach einer Pause.
Weitere
In der Regel liest der Inspector ein Impulssignal des Diagnosefehlercodes vom
Diagnose-Adapter ab und zeigt die Nummer des Fehlercodes, Titel und Details
automatisch an.
Serielle Schnittstellen
Die meisten Fahrzeuge, die in den 1990er Jahren oder später gebaut wurden,
unterstützen die Datenübertragung mit dem Diagnosegerät über eine serielle
Schnittstelle. Der Diagnosefehlercode wird in zwei Richtungen übertragen.
Der Inspector sendet einen Befehl an das Steuergerät, damit dieser mit den Fehlercodenummern antwortet, die im Speicher enthalten sind. Daraufhin antwortet
das Steuergerät.
21
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Löschen des Diagnosefehlercodes (Clear fault code)
Impulssignal
Ein Impulssignal unterstützt keine bidirektionale Datenübertragung über eine serielle
Schnittstelle, sodass das Diagnosegerät keinen Befehl an das Steuergerät senden
kann und die Fehlercodeinformationen somit nicht aus dem Speicher gelöscht werden
können. Bei diesen älteren Fahrzeugen muss der Batterieanschluss entfernt werden,
um die Diagnoseinformationen aus dem Speicher des Steuergerätes zu löschen.
Durch die Entfernung des Batterieanschlusses werden sämtliche Informationen gelöscht, die im Autoradio oder anderen elektronischen Geräten enthalten sind. Bei
einigen Fahrzeugen werden die Fehlercodes ggf. ebenfalls nicht wirksam entfernt.
Lesen Sie für weitere Informationen das originale Reparaturhandbuch.
Überprüfen Sie, ob die Diagnosefehlercodeinformationen richtig entfernt wurden,
indem Sie den Fehlercode nach dem Löschen des Codes noch einmal lesen.
Serielle Schnittstellen
Der Inspector sendet einen Befehl an das Steuergerät, um sämtliche Fehlercodeinformationen zu löschen, die im Speicher enthalten sind. Daraufhin antwortet das
Steuergerät.
Überprüfen Sie, ob die Diagnosefehlercodeinformationen richtig entfernt wurden,
indem Sie den Fehlercode nach dem Löschen des Codes noch einmal lesen.
Hilfe zum Diagnosefehlercode
Durch Drücken der Infotaste
erhalten Sie Hilfestellungen, nachdem Sie den
hinterlegten Balken auf einen der entdeckten Fehlercodes gerichtet haben. Diese Funktion
steht zur Verfügung, wenn der Inspector einen oder mehrere Fehlercodes entdeckt.
(Nur für koreanische und malaysische Fahrzeuge)
Für einige koreanische und malaysische Fahrzeuge werden Hilfestellungen, einschließlich Fehlercodedefinition, Bedingungen und Kontrollpunkte bereitgestellt. Für
einige koreanische Fahrzeuge ab Baujahr 2000 werden darüber hinaus auch Schaltpläne zur Verfügung gestellt.
Drücken Sie die Taste
22
, um zur Liste mit den Diagnosefehlercodes zurückzugelangen.
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Aktuelle Daten (Datenfluss, Live-Daten, Servicedaten)
Impulssignal
Der Datenfluss wird in der Regel von diesen älteren Fahrzeugmodellen nicht unterstützt, da die Kommunikationsgeschwindigkeit über das Impulssignal zu langsam ist,
um die Datenflussvariablen zu lesen.
Einige ältere Fahrzeuge von Toyota mit rechteckigem 17-Pin-Adapter unterstützen die
Datenauslesung, da das System eine relativ hohe Kommunikationsgeschwindigkeit
über das Impulssignal unterstützt.
Serielle Schnittstellen
Die meisten Kontrollsysteme mit serieller Schnittstelle unterstützen die Datenflussfunktion.
Wählen Sie im Menü den Punkt Datenliste aus, um die Daten lesen zu können.
Einige Systeme, wie SRS oder ABS, können bei bestimmten Automarken so ausgelegt
sein, dass sie den Datenfluss absichtlich nicht unterstützen, während andere Systeme
zugelassen sind. Ein Diagnosegerät ist ein passives Gerät, das die Informationen
vom Kontrollsystem liest. Es ist nicht in der Lage, Informationen aktiv zu erzeugen,
die das System nicht bereitstellt.
23
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Einfrieren der Daten
Die Funktion [Data Freeze] platziert die ausgewählten Datenflussvariablen am oberen
Rand des LCD-Bildschirms, sodass der Benutzer die gewünschten Messwerte überprüfen und vergleichen kann, ohne fortwährend nach oben und unten scrollen zu
müssen. Diese Funktion unterscheidet sich von der Funktion 'Freeze Frame Data'
der generischen OBD2.
Schritt Eins
Wählen Sie den gewünschten Parameter aus, indem Sie die Tasten
[][] und [][] betätigen.
Schritt Zwei
Drücken Sie die Taste
, um den gewünschten Wert festzuschreiben.
Werden beispielsweise die Sensoren O2 und MAP ausgewählt und festgeschrieben,
werden deren Werte am oberen Rand des Displays wie folgt angezeigt:
Schritt Drei
Bis zu fünf Parameter können gleichzeitig festgeschrieben werden. Wird beispielsweise die Einspritzzeit, die angezeigt wird, wenn man nach unten scrollt, ausgewählt
und festgeschrieben, so wird der Wert für die Einspritzzeit unter den zuvor ausgewählten O2- und MAP-Werten dargestellt.
24
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Datenkurve
Für eine noch gründlichere Datenanalyse bietet der Inspector die Funktion [Data Graph] an.
Wenn Sie die Taste 1 drücken, nachdem Sie den hinterlegten Balken auf den gewünschten Parameter gerichtet haben, wird die Datenkurve dieses Parameters wie
nachfolgend dargestellt.
Sie können bis zu 3 Datenkurven auf einem Bildschirm darstellen lassen, indem Sie
die Messfühler wie zuvor beschrieben auswählen [Data Freeze]. Drücken Sie die Taste
, nachdem Sie den hinterlegten Balken auf den gewünschten Parameter
gerichtet haben und drücken Sie die Taste 1. Werden mehr als 4 Parameter ausgewählt, werden die Datenkurven der oberen drei Parameter dargestellt.
Für die Datenkurve eines jeden Parameters werden die Bezeichnung des Parameters
und seine aktuellen Werte gleichzeitig zusammen angezeigt.
Um den Messfühler zu ändern, gehen Sie zur vorherigen Servicedaten-Anzeige zurück,
indem Sie die Taste
drücken und wählen Sie dann die anderen Messfühler aus.
Um die Ausgabe des Kurvenbildes anzuhalten, drücken Sie die Taste
nochmaligem Drücken der Taste
wird die Darstellung fortgesetzt.
. Bei
25
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Hilfe
Wenn Sie die Taste
drücken, nachdem Sie den hinterlegten Balken auf eine
bestimmte Datenflussvariable gerichtet haben, wird eine Hilfemeldung zu dieser
angezeigt. In der Funktion [Self Diagnosis] erhalten Sie die Hilfemeldung auf gleichem
Wege für entdeckte Fehlercodes.
Detaillierte Informationen, einschließlich Sollbereich des gewählten Sensors, werden
angezeigt (Nur für Koreanische und Malaysische Fahrzeuge).
Drücken Sie die Taste
, um zur Datenflussanzeige zurückzugelangen.
Actuatortest
< Der Actuatortest ist eine sehr hilfreiche Funktion, die bestimmte Aktoren, wie beispielsweise die
Einspritzdüse, einen Stellmotor oder ein Magnetventil, zwangsweise vorübergehend aktiviert
oder anhält, so dass der Benutzer den Zustand des Systems oder die normale Funktionsweise des
Aktors bewerten kann, indem er dessen Reaktion beobachtet.
< Die Signale von verschiedenen Sensoren werden in ein Steuergerät eingegeben und die
Aktoren werden kontrolliert. Sensoren und Aktoren bilden im Kontrollsystem eine Ursache-Wirkung-Kette.
< Während die Datenflussfunktion nützlich ist, um zu überwachen, ob die Sensoren korrekt arbeiten
und das Steuergerät die richtigen Daten problemlos von diesen aufnimmt, ist der Actuatortest
hilfreich, um zu kontrollieren, ob die Aktoren normal arbeiten und das Steuergerät dem System
richtige Befehle erteilt.
< Einige Fahrzeuge, wie beispielsweise Nissan oder Toyota, verfügen über erweiterte Actutortests,
bei denen der Benutzer die Reaktion des gesamten Kontrollsystems beobachten kann, wenn die
Eingangswerte der Sensoren von Hand angepasst werden.
Menüauswahl
Wählen Sie im Funktionsauswahlmenü den Punkt [Stellgliedtest].
Die Bezeichnung des zu prüfenden Aktors, Prüfverfahren und Prüfbedingungen werden
auf dem Display angezeigt. Verfügbare Aktoren, Prüfverfahren und -bedingungen
können von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich sein.
26
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Prüfbeginn
Auswahl des Prüfgegenstands
Wählen Sie einen zu testenden Aktor aus dem Menü durch Verwendung der
Tasten [] und [] aus.
Kontrollieren Sie die Prüfbedingungen und drücken Sie die Taste
alle Bedingungen erfüllt sind.
, wenn
27
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Prüfung
Während des Actuatortests wird die Meldung [Testing...] angezeigt. Prüfverfahren
bedeutet, in welcher Form der Actuatortest durchgeführt wird. Überprüfen Sie die
tatsächliche Reaktion des Aktors.
Im nachstehenden Beispiel setzt die Einspritzdüse 6 Sekunden lang aus und spritzt in
dieser Zeit keinen Kraftstoff ein, während der Motor im Leerlauf läuft und dieser
folglich abgewürgt wird oder instabil läuft.
Bei der Prüfung eines Lüfters oder einer Einspritzdüse ist es besonders einfach, die
richtige Reaktion zu kontrollieren, da diese entscheidende Änderungen des Fahrzeugzustands, wie beispielsweise Lüfterjaulen oder instabilen Leerlauf mitbringen. Ventile
oder Motoren werden in der Regel allerdings nur geprüft, wenn der Motor ausgeschaltet ist und alles, was man hören kann, höchstens ein kleiner, undeutlicher
elektrischer brummender Ton ist. Prüfen Sie das Fahrzeug in einer ruhigen Umgebung
und beobachten Sie die Testergebnisse sorgfältig.
Wenn der Test abgeschlossen ist, wird die Meldung [Test complete] angezeigt. Sie
können weitere Aktoren auswählen, indem Sie die Tasten [] und [] verwenden.
Drücken Sie die Taste
, um den Prüfmodus zu verlassen.
28
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Black Box (Datenwiedergabe)
Genau wie die "Black Box" oder der "Flugschreiber" in einem Flugzeug kann der
Inspector Datenflüsse während eines Fahrtests "aufzeichnen". Später können die
verzeichneten Daten für eine ausführliche Analyse des Fahrzeugzustands wieder
"abgerufen" werden. Der Inspector verfügt über das Menü "Record Replay", welches
wie eine Black Box funktioniert und auch als solche zu verstehen ist.
Funktionsauswahl
Wählen Sie [#. Black Box Data] aus dem Menü [Function Selection Menu] aus,
nachdem Sie Herkunft, Fahrzeughersteller, Modellname und zu prüfendes System
gewählt haben.
Kapazität
Während einer normalen Prüfung ziehen die [Data Stream] Bildfelder in rascher Folge
vorbei und können nicht abgerufen werden, sofern die Daten nicht gespeichert wurden.
Der Inspector kann bis zu 2040 Einzelbilder des Datenflusses für verschiedene Fahrzeuge
aufzeichnen.
Durch das Laden der aufgezeichneten Daten können Sie Messdaten von Bildfeld zu
Bildfeld diagnostizieren, ohne auch nur einen entscheidenden Moment zu verpassen.
29
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Speicherprüfung
Der Inspector prüft seinen internen Speicher, bevor er Black-Box-Daten aufzeichnet.
Steht nicht genügend freier Speicherplatz zur Verfügung, schlägt der Inspector vor,
einen oder mehrere vorherige Berichte zu löschen.
Drücken Sie die Taste
, um fortzufahren. Es folgt eine Liste mit gespeicherten Daten.
Richten Sie den hinterlegten Balken über dem zu löschenden Datensatz aus und
drücken Sie die Taste
. Nun erscheint eine Rückfrage, die Sie bestätigen müssen.
Drücken Sie die Taste [YES], um die Daten zu löschen, andernfalls drücken Sie die
Taste [NO].
30
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
PID-Auswahl (Live-Datengrößen)
Sie müssen die Parameter auswählen, die aufgezeichnet werden sollen.
Der Inspector zeigt Ihnen alle Live-Datengrößen, die in dem Kontrollsystem verfügbar
sind, das Sie ausgewählt haben. Richten Sie den hinterlegten Balken auf den gewünschten Parameter und drücken Sie die Taste
.
Der ausgewählte Parameter wird mit einem Sternchen markiert (*).
Sie können die Auswahl des Parameters auch rückgängig machen, indem Sie den
Vorgang wiederholen.
Sie können bis zu 40 PIDs auswählen, die erfasst werden sollen. Drücken Sie die
Taste
, wenn Sie die Auswahl abgeschlossen haben, der Inspector beginnt dann
mit der Aufzeichnung der Daten.
31
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Aufzeichnungsmodus
In der Black-Box-Funktion stehen Ihnen drei Aufzeichnungs-Methoden zur Verfügung.
Kontinuierliche Aufzeichnung (Kein Trigger-Modus)
Der Inspector zeichnet in diesem Modus die Ist-Daten der ausgewählten Parameter
live bis zu 2040 Einzelbildern auf oder bis Sie die Taste
drücken.
Der prozentuale Speichervorgang und die Abtastzeit (Frequenz) werden in der Bildschirmmitte angezeigt, während die Daten erfasst werden. Die aktuellen Ist-Daten
werden weiterhin unverändert angezeigt.
Da in diesem Modus kein Diagnosefehlercode-Trigger verwendet wird, bleibt die
Anzahl an Einzelbildern "Vor Diagnosefehlercode" 0 und die Anzeige "Nach Diagnosefehlercode" steigt weiter an, je mehr Einzelbilder aufgezeichnet werden.
32
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Automatischer Trigger-Modus (Erzeugt durch Diagnosefehlercode)
Der Inspector erfasst die Ist-Daten der ausgewählten Parameter weiterhin bis zu 128
Einzelbildern.
Sobald ein Fehlercode entdeckt wird oder der Benutzer die Taste
betätigt, werden
die verbleibenden Einzelbilder bis zu einer Zahl von 2040 erfasst oder bis Sie den
Vorgang abbrechen.
Diese Funktion stellt Ihnen während der Durchführung der Testfahrt vor und nach der
Fehlercode-Erkennung der Motorsteuerung eine Reihe von Datenflüssen bereit.
Vor dem DTC werden Sie sehen, dass sich die ausgewählten Ist-Daten stets erneuern.
Sobald diese jedoch durch den DTC oder durch Betätigen der Taste
abgerufen
werden, werden nur die perzentilen Prozessinformationen und die Abtastfrequenz
angezeigt.
33
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Manueller Trigger-Modus
Der Inspector erfasst die Ist-Daten der ausgewählten Parameter weiterhin bis zu
128 Einzelbildern. Sobald
vom Benutzer gedrückt wird, setzt er mit der Aufzeichnung der verbleibenden Einzelbilder bis zu 2040 fort.
Die Bildschirmanzeige ändert sich gegenüber der Auswahl des Auto-Trigger-Modus nicht.
34
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Speicherung der Aufzeichnungen
Wird die Gesamtzahl der Einzelbilder von 2040 erreicht oder drücken Sie die
Taste
zum Abbrechen, erscheint eine Meldung, die fragt, ob Sie die erfassten
Daten speichern oder verwerfen möchten. Drücken Sie [YES], um die Daten zu
speichern und [NO], um diese zu verwerfen.
Haben Sie [YES] gedrückt, öffnet sich ein Dialogfenster und Sie werden gebeten,
das Prüfdatum einzugeben. Geben Sie das Datum ein und drücken Sie
, um die
aufgezeichneten Daten auf dem Inspector zu speichern.
Durch das Betätigen der Taste
wird der Speichervorgang abgebrochen.
Das Datum ist im Format TT-MM-JJJJ (T-Tag, M-Monat, J-Jahr) einzugeben und nur
Zahlen stehen dafür zur Verfügung.
Modellname und Kontrollsystem des geprüften Fahrzeugs sowie das Datum werden
für künftige Abfragen gespeichert.
35
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Datenabruf Black Box
Sie können gespeicherte Daten abrufen, indem Sie Black Box laden/löschen aus
dem Menü Fahrzeughersteller auswählen, wie nachfolgend dargestellt:
Eine Liste mit erfassten Black-Box-Daten wird Ihnen für die Auswahl angezeigt.
Bis zu 4 Black-Box-Werte können im Speicher pro Fahrzeughersteller gesichert werden,
so dass bis zu 4 gespeicherte Black-Box-Werte im Menü dargestellt werden können.
Die Details zu den erfassten Daten werden zur Bestätigung angezeigt. Ist der
Datensatz korrekt, drücken Sie die Taste
. Drücken Sie die Taste
, um den
Vorgang abzubrechen.
Möchten Sie einen beliebigen Datensatz löschen, richten Sie den hinterlegten Balken
auf diesen und drücken Sie die Taste
.
36
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Abgerufene Black-Box-Daten
Abgerufene Black-Box-Daten haben grundsätzlich das gleiche Format wie die
Service-Daten [Service Data (Live Data Stream)]. Siehe nachfolgende Darstellung.
Datenformat
Im unteren Teil der Anzeige werden die Gesamtzahl der erfassten Einzelbilder, Bildnummer vor und nach dem DTC (Diagnostic Trouble Code) sowie die Anzahl der
entdeckten DTCs dargestellt.
Datenwiedergabe
Drücken Sie die Taste [YES], um die gespeicherten Black-Box-Daten wiederzugeben.
Der Inspector erhält die Zeitintervalle für die Erneuerung der Black-Box-Daten. Daher
werden die Black-Box-Daten mit der gleichen Geschwindigkeit wiedergegeben wie
die Originalaufzeichnungen.
Möchten Sie schneller vorwärts- oder zurückgehen, drücken Sie während der Wiedergabe die Taste [] oder []. Die Wiedergabegeschwindigkeit geht in die Originalgeschwindigkeit über, wenn Sie die Taste loslassen.
37
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Durch Drücken der Taste [YES] wird die Wiedergabe angehalten. Sie können die
Wiedergabe ab dem Bild fortsetzen, ab dem die Wiedergabe angehalten wurde,
indem Sie die Taste [YES] erneut betätigen.
Durch Drücken der Taste [NO] wird die Wiedergabe gestoppt. Sie können die Wiedergabe
wieder aufnehmen, indem Sie die Taste [YES] erneut drücken. In diesem Fall wird die
Wiedergabe allerdings beim ersten Bild begonnen.
38
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Datenkurve
Wie bereits im Abschnitt [3. Service Data] erklärt, können die Daten von bis zu drei
ausgewählten Parametern grafisch dargestellt werden.
Stellen Sie sicher, dass die Datenwiedergabe der Black Box ausgeschaltet ist. Ist diese
momentan in Betrieb oder nur angehalten, drücken Sie die Taste [NO], um die Wiedergabe vollständig auszuschalten.
Wählen Sie den Parameter aus, indem Sie den hinterlegten Balken auf diesen richten
und drücken Sie die Taste
. Der ausgewählte Parameter wird mit einem kleinen
Dreieck markiert, wie nachfolgend dargestellt:
Drücken Sie anschließend die Taste 1, um die grafische Darstellung der Daten zu erhalten.
Die Liniendiagramme sind eben, da diese nicht auf den erfassten Daten des aktiven
Fahrzeugs basieren.
39
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Bis zu 316 Einzelbilder können auf einer einzigen Seite dargestellt werden.
Besteht ein aufgezeichneter Datensatz aus mehr als 316 Einzelbildern, können Sie auf
die nächste oder die vorherige Seite wechseln, indem Sie die Tasten [] und [] drücken.
Die gepunktete Linie kennzeichnet, von welchem Bildfeld aus die Werte der Datengröße
dargestellt werden. Sie können sie mit den Tasten [] und [] nach links und rechts
bewegen.
Die abgelaufene Zeit und die Bildfeldnummer werden am unteren Bildschirmrand
angezeigt.
Kontinuierliche Aufzeichnung (Kein Trigger-Modus): Abgelaufene Zeit und Bildfeldnummer ab dem ersten Einzelbild.
Automatischer/Manueller Trigger-Modus (Erzeugt durch DTC oder Benutzer):
Abgelaufene Zeit und Bildfeldnummern ab dem Trigger-Punkt (DTC-Erkennung oder
Drücken von
durch den Benutzer). Zuvor wird der Trigger-Punkt mit negativen
Werten gekennzeichnet.
Um zur Datenanzeige der Black Box zurückzugelangen, drücken Sie die Taste
40
.
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
DTC
Sie können die DTCs überprüfen, die während der Erfassung der Black-Box-Daten
gefunden wurden.
Stellen Sie sicher, dass die Datenwiedergabe der Black Box ausgeschaltet ist. Ist
diese momentan in Betrieb oder nur angehalten, drücken Sie die Taste [NO], um die
Wiedergabe vollständig auszuschalten.
Drücken Sie die Taste 2, um die Liste der DTCs wie nachstehend einzusehen.
41
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Anschlussstelle
Der fahrzeugseitige OBD2-Adapter ist leicht zu finden, da dieser in der Regel unter
dem Armaturenbrett liegt. Bei älteren Fahrzeugen hingegen ist der fahrzeugseitige
DLC-Adapter der Generation 1 meist wahllos untergebracht und zum Teil schwer zu
finden. Der Inspector bringt für einige Automarken Lagepläne zu den Fahrzeugen mit,
die dem Benutzer helfen sollen, die Adapter zu finden. Diese vorgeschlagenen Einbauorte haben sich aus der Erfahrung von Herth+Buss Elparts ergeben. Sie können
daher fehlerhafte Angaben enthalten. Es wird nachdrücklich empfohlen, sich an das
originale Reparaturhandbuch zu halten, dass von den Fahrzeugherstellern herausgegeben wurde, um korrekte Angaben zu erhalten. Darüber hinaus verfügen einige
Marken auf Grund der gegenwärtigen Software-Verbesserungen nicht über
Adapter-Lagepläne.
Wählen Sie Diagnosesteckerlage aus dem Fahrzeugsauswahlmenü aus, wenn der
Adapter nicht dort zu finden ist, wo er vermutet wird.
Es folgt eine Zeichnung, die darstellt, wo der Adapter im Fahrzeug untergebracht sein
könnte. Auf der rechten unteren Seite des Bildschirms wird die Gesamtzahl der Lagepläne für die gewählte Automarke dargestellt. Das nachfolgende Beispiel zeigt, dass
Hyundai Motors ausgewählt wurde und 6 Lagepläne verfügbar sind.
42
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Kapitel 1
Die Pläne werden in der Reihenfolge aufgeführt, in der die Adpater am häufigsten zu
finden sind. Drücken Sie die Taste nach oben oder unten, um den nächsten oder den
vorherigen Plan zu sehen. Drücken Sie die Taste
, um in das Menü zur Fahrzeugauswahl zurückzugelangen.
Die Lagepläne für koreanische Fahrzeuge basieren auf Linkslenkern, alle anderen,
wie japanische, australische oder malaysische Fahrzeuge, basieren auf Rechtslenkern.
Sie müssen beachten, dass das Bild ggf. seitenverkehrt ist, gemäß Ihren regionalen
Gewohnheiten. Für weitere Informationen lesen Sie bitte den entsprechenden
Abschnitt zu der gewünschten Automarke in diesem Handbuch.
Wegfahrsperre
Der Inspector stellt Diagnosefunktionen für Wegfahrsperren zur Verfügung. Diese
Funktion stellt für einige Automarken, wie beispielsweise Hyundai, Kia, den australischen Holden, den australischen Ford und Mitsubishi, Schlüsselcodierung,
DTC-Lesung/Löschen oder Live-Daten-Funktionen bereit. Diese Funktionen auf
OEM-Level werden erwartungsgemäß auch bei anderen Automarken verfügbar sein,
da ständig Weiterentwicklungen vorgenommen werden.
Wegfahrsperren beachten Groß- und Kleinschreibung, da sie in direktem Zusammenhang mit dem Sicherheitssystem stehen. Falscher Gebrauch oder unsachgemäße
Bedienung der Schlüsselcodierung oder der Programmierfunktion können zu einem
Systemabsturz führen und das Fahrzeug bewegungsunfähig machen, was durch die
Instandsetzung wiederum zu größeren Geld- und Zeitverlusten führt.
Herth+Buss Elparts empfiehlt, dass diese Funktion für rechtmäßige Reparaturen nur
von entsprechend ausgebildeten, autorisierten Technikern mit umfassendem Verständnis zum gesamten Verfahren verwendet wird.
Der Benutzer ist in vollem Umfang haftbar für sämtliche Ausfälle, Schäden, Defekte
oder Verriegelungen der Wegfahrsperre, die durch falschen Gebrauch oder unsachgemäße Bedienung infolge fehlenden Wissens des Bedieners oder fehlenden Einweisungsunterlagen der Fahrzeughersteller entstehen.
43
Kapitel 1.3 - Funktionen des Inspectors
Wählen Sie eine Kopier-, Kodierungs-, Zurücksetzungs- oder Programmierfunktion
für den Schlüssel aus dem Funktionsmenü einer Wegfahrsperre, erscheint ein Ablehnungshinweis auf dem Bildschirm, der Sie bittet, die nachstehenden Warnhinweise
zu lesen:
Lesen Sie den gesamten Hinweis, indem Sie die Pfeiltasten [] bzw. [] benutzen,
tippen Sie die letzten 4 Zahlen der Seriennummer am unteren Rand des Bildschirms
ein und drücken Sie die Taste [YES], um zum nächsten Schritt überzugehen.
Durch Drücken der Taste [NO], wird die Funktion abgebrochen.
Die Seriennummer finden Sie auf der Rückseite der Basiseinheit hinter dem Haltegurt.
Sie können die Zahlen nicht eintippen, bis Sie durch den gesamten Hinweis nach unten
bis zur letzten Zeile gescrollt haben.
44
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Kapitel 1.4 - Spezifikationen und Teile
Spezifikation
Hardware
CPU:
RAM:
Programm-Speicherchip:
Display:
Tastatur:
Anschluss:
Drucker:
Stromversorgung:
16 bit, 33 MHz
1 Mbyte (SRAM)
512 Mbytes Flash-Speicher
320 x 240 Monochromes Grafik-LCD
mit Hintergrundbeleuchtung
24 Folientasten mit Prägung
RS232, USB
Herkömmlicher PC-Drucker
Gleichstrom 12 V, 1200 mA
Gerätespezifikation
Nur für den Gebrauch in Innenräumen
Betriebstemperatur:
Max 50 °C/122 F
Maximale relative Feuchte:
80 % (bis zu 31 °C/88 F) und 50 %
(40 °C/104 F oder höher)
Überspannungskategorien Anlage: CAT II
Maximal messbare Spannung:
Gleichstrom 30 V Max
Verschmutzungsgrad:
2
Maximale Höhe:
Bis zu 2000 m
Spezifikation Oszilloskop
Kanäle:
Spannungsteilung:
Zeitmultiplex:
Abtastrate:
Messbare Spannung:
4
Teilung 0,1 V ~ 20 V
Normal 25 µs ~ 20 s
500 kHz/ 2 Kanäle
Gleichstrom ± 150 V Max
Spezifikation Multimeter
Spannung:
Frequenz:
Tastverhältnis:
Stromstärke:
Spannungsausgang:
Frequenz/Tastverhältnis Ausgang:
Gleichstrom 30 V Max
1 Hz ~ 100 k
0 ~ 99,9 %
± 128 A
Gleichstrom 0,00 ~ 5,00 V
1,0 Hz ~ 1,0 kHz
Technische Größen
Länge:
Breite:
Höhe:
Gewicht:
302,1 mm/ 12,1 "
171,9 mm/ 6,8 "
75,7 mm/ 3,1 "
1,6 kg/ 3,5 lb (nur Diagnosegerät, ohne Zubehör)
* Änderungen für alle Spezifikationen vorbehalten, ohne dass Herth+Buss Elparts
verpflichtet ist, den Kunden über die Änderungen in Kenntnis zu setzen, wenn diese
dem Zwecke der Produkt- oder Qualitätsverbesserung dienen.
45
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Teileliste
Diagnosegerät (Artikel-Nr. 95990100)
Aus robustem ABS-Kunstsstoff gefertigt. Jede Komponente wurde vor
dem Versand einer Schlagprüfung unterzogen.
Da die Innenseite mit einem Material gegen elektromagnetische Störungen
überzogen ist, stört das Gerät weder andere elektronische Geräte
noch wird es selbst durch andere technische Einrichtungen gestört.
Schutzabdeckung
Flexible Kunststoffabdeckung, die das Gerät vor physikalischen, chemischen
und elektrischen Schäden schützt.
Der Inspector wird mit einer blauen Schutzabdeckung geliefert.
Tragekoffer (Artikel-Nr. 95991101)
Für den praktischen Transport und Schutz des Gerätes sowie aller weiteren
Teile vor äußeren Einwirkungen während des Transports oder der Lagerung.
Der Tragekoffer wird beim gleichzeitigen Kauf des Diagnosegerätes und mindestens eines Diagnose-Adaptersatzes mitgeliefert. Schlüssel und Zahlenschloss sind enthalten.
Hauptkabel (Artikel-Nr. 95991106)
Verbindung vom Diagnoseanschluss am Fahrzeug zum Diagnosegerät
Inspector für die Datenübertragung.
Die Anschlussteile sind an beiden Enden identisch. Schließen Sie also
einfach ein Ende an den Inspector und das andere Ende an das Fahrzeug an,
nachdem Sie einen geeigneten Adapter angebracht haben.
Verbindungskabel Zigarettenanzünder (Artikel-Nr. 95991104)
Versorgt das Diagnosegerät über den Zigarettenanzünder mit Strom. Eingesetzt, wenn sich der Diagnoseanschluss in der Nähe des Fahrer- oder
Beifahrersitzes befindet und kein Strom durch den Diagnoseanschluss zur
Verfügung gestellt wird.
Die LED-Leuchten schalten sich an beiden Enden AN, wenn der Strom
ordnungsgemäß zur Verfügung gestellt wird.
Der kleine metallische Kuppenstößel am Ende des Zigarettenanzünderanschlusses kann durch Herausdrehen entfernt und die Sicherung so ausgetauscht werden. Nach mehrmaliger Anwendung kann sich dieses etwas
lockern, daher wird ausdrücklich empfohlen zu prüfen, dass er des Öfteren
fest angezogen wird. Ein Satz Kuppenstößel ist im Basiszubehör enthalten.
Siehe nachstehender Abschnitt zu Ersatzteilen.
Die Nennspannung und der Nennstrom für dieses Netzkabel betragen
12 V und weniger als 2 A.
46
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Verbindungskabel Batterie (Artikel-Nr. 95991105)
Stellt Strom von der Fahrzeugbatterie zur Verfügung, wenn sich der
Diagnoseanschluss im Motorraum befindet bzw. die Oszilloskop- oder
Multimeterfunktionen verwendet werden.
Schließen Sie beide Krokodilklemmen vorsichtig an den Batterieanschluss
mit richtiger Polung an.
Es muss zusammen mit Netzkabel 1 (Artikel-Nr. 95991104) verwendet werden.
Setzen Sie den Zigarettenanzünderadapter von Netzkabel 1 in die Buchse ein und
verbinden Sie das andere Ende mit dem Inspector.
Die rote LED-Leuchte schaltet sich AN, wenn der Strom ordnungsgemäß durch
die Fahrzeugbatterie zur Verfügung gestellt wird.
Scope 4-Kanal-Adapter (Artikel-Nr. 95991151)
Sammelt und liefert elektrische Signale von den Sensoren zum
Diagnosegerät für die Analysefunktionen von Oszilloskop, Multimeter
und Zündbild.
Für weitere Informationen siehe Seite 77 des Bedienhinweises.
Messfühler (Artikel-Nr. 95991152)
Erhält und übermittelt Spannungssignal von elektrischem Kabel oder
Sensoranschluss zum Diagnosegerät für die Analysefunktionen von
Oszilloskop, Multimeter und Primärzündbild.
Da der Inspector bis zu 4 Kanäle unterstützt, werden 4 Standard-Messfühler
mitgeliefert, sodass alle Funktionen vollständig genutzt werden können.
Für eine leichtere Unterscheidung ist jeder Standard Messfühler an
den Enden mit verschiedenfarbigen Gummibändern versehen.
Diese Messfühler erhalten direkt ein Spannungssignal, wenn eine
Messfühlerspitze in eine elektrische Leitung einsticht. Hierbei ist mit
höchster Vorsicht vorzugehen. Befolgen Sie die nachstehenden Warnhinweise.
47
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Gefahr
Beachten Sie, dass der Standard-Messfühler eine Spitze hat, während der Induktiv-Messfühler für
die Sekundärzündung über keine Spitze verfügt. Die Fühler mit Spitze erhalten das elektrische Signal
direkt vom Kabel, daher ist es verboten, diese an Hochspannungsleitungen anzulegen.
Messfühler mit Spitze
Messfühler ohne Spitze
Induktiv-Messfühler Sekundärzündung (Artikel-Nr. 95991154)
Wird an den Hochspannungsleitungen der Zündkerzen angebracht,
um das Spannungssignal der Sekundärzündung durch Induktion zu erhalten.
Der Induktiv-Messfühler besitzt keine Spitze und sein Gehäuse ist rot gefärbt
für eine deutliche Unterscheidung von den Standard-Messfühlern des
Oszilloskops, die Spitzen haben, um die Spannung direkt an den entsprechenden
Kabeln messen zu können. Befolgen Sie die oben genannten Warnhinweise.
Triggerzange (Artikel-Nr. 95991155)
Wird an das Zündkerzenkabel von Zylinder 1 geklemmt, um das
Trigger-Signal zu erhalten, das dazu verwendet wird, die richtige
Zylindernummer eines jeden Zündspannungssignals zu bestimmen.
Siehe Abschnitt Grundverkabelung Zündbildanalyse Seite 100
des Bedienhinweises.
Massekabel (Artikel-Nr. 95991153)
Wird als Schaltungsmasse bei der Nutzung von Oszilloskop,
Multimeter und der Zündbildfunktionen verwendet, um beständigere und
genauere Testergebnisse zu erhalten.
Es wird nachdrücklich empfohlen, dieses Kabel stets an den (-) Anschluss
der Fahrzeugbatterie anzuschließen, wenn diese Funktionen genutzt werden.
48
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Diagnose-Adapter
Diagnose-Adapter sind einzeln erhältlich. Prüfen Sie daher bei der Lieferung, ob alle Adapter enthalten
sind, die zum Lieferumfang gehören.
Wir unterscheiden zwei Arten von Adaptern: gekapselte Adapter und Kabel-Adapter.
Die meisten Adapter für den Inspector sind für eine bessere Beständigkeit und Lagerung gekapselt. Es
ist mitunter jedoch schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, den gekapselten Adapter am Diagnoseanschluss des Fahrzeugs anzuschließen, wenn dieser tief innen unter dem Armaturenbrett liegt. Bei Fahrzeugen wie Hyundai und Kia arbeiten wir mit Kabel-Adaptern, da uns bekannt ist, dass es bei diesen
Fahrzeugen beim Anschluss Schwierigkeiten geben kann.
Gekapselte Adapter
Kabel-Adapter
OBD2-Standard-Adapter (Artikel-Nr. 95991107)
Für alle On-Board-Diagnosen der zweiten Entwicklungsstufe und EOBD-kompatiblen Fahrzeuge. Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug in der
Regel in der Nähe des Fahrersitzes und ist meist unter dem Armaturenbrett
zu finden.
Toyota/ Lexus 17 Pin, rechteckiger Adapter (Artikel-Nr. 9599109)
Für die Diagnose bei Toyota und Lexus mit OBD der 1. Generation.
Der Diagnoseanschluss liegt bei diesen Fahrzeugen in der Regel im
Motorraum.
49
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Toyota/ Lexus 17 Pin, halbrunder Adapter (Artikel-Nr. 95991108)
Ebenfalls für die Diagnose bei Toyota und Lexus mit OBD der 1. Generation.
Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug in der Regel unter dem
Armaturenbrett.
Beachten Sie die folgenden Warnhinweise:
Warnung
Das Äußere dieses Adapters stimmt genau mit dem 17-Pin-Adapter für Mazda überein, die Verdrahtung und Schaltung im Inneren sind jedoch unterschiedlich. Prüfen Sie genau den eingravierten
Namen und die Gehäusefarbe des Adapters, bevor Sie diesen benutzen. Der unsachgemäße Anschluss eines Adapters kann zu schwerwiegenden Funktionsstörungen des Kontrollsystems und des
Inspectors führen.
Honda 3-Pin-Adapter und 2-Pin-Jumper-Kabel (Artikel-Nr. 95991112)
3-Pin-Adapter für die Diagnose bei Honda mit OBD der 1. Generation, die
das Lesen und Löschen des DTC sowie den Datenfluss unterstützen. Ältere
Fahrzeuge von Honda verfügen über einen 2-Pin-Diagnoseanschluss, der
nur das Lesen des DTC unterstützt. Für diese älteren Fahrzeuge wird ein
Jumper-Kabel für die Überbrückung der 2-Pin-Diagnoseanschlüsse verwendet. Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug in der Regel unter
dem Armaturenbrett oder dem Handschuhfach.
50
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Mitsubishi und Hyundai 12-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991111)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Mitsubishi und Hyundai mit
OBD der 1. Generation. Hier wird ein Kabel-Adapter zur Verfügung
gestellt, da es in der Vergangenheit bei vereinzelten Hyundai-Modellen
Schwierigkeiten beim Anschluss der gekapselten Adapter gab.
Mitsubishi 12- + 16-Pin-Doppelkopf-Adapter (Artikel-Nr. 95991126)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Mitsubishi mit fahrzeugeigenen 12-Pin Adaptern der OBD1 und 16-Pin-Adaptern der OBD2.
Für weitere Informationen siehe Abschnitt Mitsubishi in Kapitel 6.
Nissan und Samsung 14-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991113)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Nissan mit OBD der
1. Generation und allen Personenkraftwagen von Samsung. Der
Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug in der Regel unter
dem Armaturenbrett oder im Sicherungskasten.
Mazda 17-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991114)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Mazda mit OBD der
1. Generation. Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug in
der Regel im Motorraum.
Warnung
Das Äußere dieses Adapters stimmt genau mit dem halbrunden 17-Pin-Adapter für Toyota überein,
die Verdrahtung und Schaltung im Inneren sind jedoch unterschiedlich. Prüfen Sie genau den
eingravierten Namen und die Gehäusefarbe des Adapters, bevor Sie diesen benutzen. Der unsachgemäße Anschluss eines Adapters kann zu schwerwiegenden Funktionsstörungen des Kontrollsystems und des Inspectors führen.
51
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Subaru 9-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991115)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Subaru mit OBD der
1. Generation. Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug in der
Regel unter dem Armaturenbrett.
GM Daewoo 12-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991116)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Daewoo mit OBD
der 1. Generation. Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug in
der Regel unter dem Handschuhfach, an der Türseite.
Kia 6-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991122)
Für die Datenübertragung bei alten Fahrzeugen von Kia mit OBD der
1. Generation. Bei Fahrzeugen mit diesem Adapter ist nur die DTC-Lesefunktion verfügbar, da lediglich das langsame Impulssignal durch den
fahrzeugseitigen Diagnoseanschluss übertragen wird.
Das gesplittete Kabel des Adapters muss mit dem Erdungsanschluss
des fahrzeugseitigen Diagnoseanschlusses verbunden werden.
Kia 20-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991121)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Kia mit OBD der 1. Generation.
Bei Fahrzeugen mit diesem Adapter stehen die Funktionen zum Lesen und
Löschen des DTC
sowie zum Datenfluss zur Verfügung.
Warnung
Das Äußere des 20-Pin-Adapters für Kia und des rechteckigen 20-Pin-Adapters für Ssangyong
stimmt genau überein, die Verdrahtung und Schaltung im Inneren sind jedoch unterschiedlich.
Prüfen Sie genau den eingravierten Namen und die Gehäusefarbe des Adapters, bevor Sie diesen
benutzen. Der unsachgemäße Anschluss eines Adapters kann zu schwerwiegenden Funktionsstörungen des Kontrollsystems des Inspectors führen.
52
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Ssangyong 20-Pin, rechteckiger Adapter (Artikel-Nr. 95991123)
Für Fahrzeuge von Ssangyong mit OBD der 1. Generation.
Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug im Motorraum.
Befolgen Sie den oben genannten Warnhinweis.
Ssangyong 14-Pin, runder Adapter (Artikel-Nr. 95991119)
Für ältere Fahrzeuge von Ssangyong mit OBD der 1. Generation.
Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug im Motorraum.
GM Opel 10-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991125)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Opel mit OBD
der 1. Generation. Ebenfalls verwendet für die Softwarepakete
des australische Holden, des südamerikanischen Opel und des
europäischen Vauxhall. Der Diagnoseanschluss befindet sich im
Fahrzeug in der Regel im Sicherungskasten unter dem Armaturenbrett oder in der Nähe der Feststellbremse.
Ford 20-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991118)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Ford mit OBD der
1. Generation, einschließlich Fords aus Australien und Großbritannien.
Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug in der Regel im
Sicherungskasten unter dem Armaturenbrett.
Ford EEC-IV (Artikel-Nr. 95991120)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Ford aus Australien
mit OBD der 1. Generation. Der Diagnoseanchluss liegt bei diesen
Fahrzeugen in der Regel im Motorraum.
BMW 20-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991127)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von BMW.
Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug in der Regel unter dem
Armaturenbrett oder im Motorraum. (Kann als optionales Teil geliefert
werden)
53
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
VAG 2x2-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991128)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen mit OBD1 des Volkswagen- bzw.
Audi-Konzerns, einschließlich Seat und Skoda. Der Diagnoseanschluss
befindet sich im Fahrzeug an verschiedenen Stellen, in der Regel aber im
Bereich um das Armaturenbrett.
Mercedes Benz 38-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991130)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Mercedes Benz mit OBD
der 1. Generation. Der Diagnoseanchluss liegt bei diesen Fahrzeugen im
Motorraum. Verwendet für Modelle, wie z. B. C202, CLK208, E210, E124,
S140, SL129, SLK170, G463, G461.
Mercedes Benz 4-Pin-Adapter (Artikel-Nr. 95991129)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen von Mercedes Benz der frühen
1990er Jahre bzw. mit noch früherem Baujahr, wie z. B. C201, E124, S126,
SL107, G463. (Rot: Batterie +, Grau: K-Leitung, Gelb: Zündungskontrolle,
Schwarz: Masse)
Upgrade-Kabel (Artikel-Nr. 95991124)
Muss an das Hauptkabel für die Datenverbindung angeschlossen sein,
um die Software Ihres Inspectors durch den Download aktualisierter
Codes von Ihrem PC zu aktualisieren. Siehe entsprechendes Kapitel in
diesem Handbuch.
Innen-Ultraplexer (Artikel-Nr. 95991110)
Chrysler 12- + 16-Pin-Kabel 15-Pin D-Sub (an Hauptkabel => Scanner)
an 12- + 16-Pin-Adapter (an Adapter in Sebring/Stratus)
Fiat 3-Pin (Artikel-Nr. 95991117)
Für die Datenübertragung bei Fahrzeugen des Fiat-Konzerns mit OBD der
1. Generation. Der Diagnoseanschluss befindet sich im Fahrzeug an verschiedenen Stellen, in der Regel aber im Bereich um das Armaturenbrett.
54
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Netzkabel Gleichstrom (Artikel-Nr. 95991150)
Softwarekarte
Enthält Fahrzeuginformationen und Betriebssoftware für die InspectorDiagnosegeräte. Das Design sowie die Maße der Inspector-Karten erfüllen
den PCMCIA-Standard, die Schaltungen im Inneren entsprechen jedoch
der eigenen Entwicklung von Herth+Buss Elparts. Aus diesem Grund sind
sie weder mit anderen Geräten zu verwenden noch können ihre Inhalte auf
andere Standard-PCMCIA-Karten kopiert werden.
Warnung
Stellen Sie den Strom ab, bevor Sie eine Karte entfernen oder einsetzen. Es ist äußerst gefährlich,
eine PCMCIA-Karte einzusetzen oder zu entfernen, wenn das Diagnosegerät eingeschaltet ist.
Sowohl die PCMCIA-Karte als auch das Diagnosegerät können schwer beschädigt und vollständig
zerstört werden. Schalten Sie den Strom stets ab, indem Sie die Taste [Power] drücken oder das
Netzkabel vom Diagnosegerät entfernen, bevor Sie eine PCMCIA-Karte einsetzen oder entfernen.
Ersatzteile
Zusätzliche Sicherungen
Für den Austausch der Sicherung im Zigarettenanzünder. Sie können diese
auch durch eine Sicherung mit einem Nennstrom von 2 Ampere oder weniger austauschen.
Ersatz Kuppenstößel für Netzkabel des Zigarettenanzünders
Ein Satz Ersatzteile zum Austausch bei Verlust der Originalteile
Schlüssel für den Ersatz der Messfühlerspitze
Ein Schraubendreher, Typ Sechskantschlüssel, wird für den Austausch der
Messfühlerspitze verwendet.
Zusätzliche Messfühlerspitzen (Artikel-Nr. 95991156)
Ein Paar kurzer und verlängerter Ersatzspitzen.
55
Kapitel 1.4 - Spezifikation und Teile
Mit dieser Liste können Sie den Inhalt Ihres Koffers kontrollieren!
Teile Haupteinheit:
✓
Teile Diagnose-Stecker:
Bezeichnung
Artikel-Nr
Inspector
Gummischutz
Transportkoffer
Bezeichnung
Artikel-Nr
95990100
OBD2 16pin
95991107
95991102
Toyota 17pin halbrund
95991108
95991101
Toyota 17pin rechteckig
95991109
Chrysler 12+16 Dual
95991110
Bedienungsanleitung
Verbindungskabel Zigarettenanz.
95991104
Mitsubishi / Hyundai 12pin
95991111
Verbindungskabel Batterie
95991105
Honda 3pin & 2pin
95991112
Hauptdatenkabel
95991106
Nissan / Samsung 14pin
95991113
512 MB Datenkarte
Mazda 17pin
95991114
USB-Kabel
Subaru 9pin
95991115
GM / Daewoo 12pin
95991116
Fiat 3pin
95991117
Teile Oszilloskop:
✓
Bezeichnung
Artikel-Nr
Ford Australien 20pin
95991118
Scope 4-Kanal-Adapter
95991151
Ssangyong 14pin
95991119
Ford EEC-IV
95991120
Sicherung
Scope Prüfspitze
95991152
Kia 20pin
95991121
Massekabel
95991153
Kia 6pin
95991122
sekundäre Prüfspitze
95991154
Ssangyong 20pin
95991123
Triggerzange
95991155
PC-Upgrade Kabel (RS232)
95991124
GM-Opel 10pin
95991125
Sechskant-Schraubendreher
56
✓
Prüfspitznadel
95991156
OBD2 Mitsubishi
95991126
12 Volt Ladegerät
95991150
BMW 20pin
95991127
VW / Audi 2x2pin
95991128
Mercedes Benz 4pin
95991129
Mercedes Benz 38pin Multiplex
95991130
Kapitel 1.5 - Generische OBD2
Kapitel 1.5 - Generische OBD2
Wörtliche Definition der OBD und OBD2
OBD ist eine Abkürzung für On-Board-Diagnose. OBD1 nimmt Bezug auf Titel 13 des
California Code 1968, der am 15.11.1985 angemeldet wurde und übertragen wie folgt
lautet: "Funktionsstörungs- und Diagnosesystem für Personenkraftwagen, Kleinlaster
und mittlere Nutzfahrzeuge mit Baujahr 1988 und den darauf folgenden Jahren und
mit Drei-Wege-Katalysatorsystemen und Regelungstechnik".
Dadurch mussten in Kalifornien verkaufte Autos mit einem Computer für die Eigendiagnose
ausgestattet sein, der Emissionsbestandteile erkannte, die Kraftstoffaufbereitung und EGR
(Abgasrückführung) kontrollierte. Eine teilweise oder vollständige Funktionsstörung,
die die Werte der Abgasnorm überstieg, würde die MIL (Motorkontrollleuchte) einschalten
und die Fehlerquelle bordseitig identifizieren. Um Informationen zur Fehlerstelle
bereitstellen zu können, werden Codes im fahrzeugeigenen Computerspeicher
aufbewahrt. Um diese Codes zu lesen, nutzen Hersteller verschiedene Methoden,
beispielsweise blinkende Motorkontrolleuchten oder serielle Datenprotokolle.
OBD2 nimmt Bezug auf Titel 13 des California Code 1968.1, der übertragen wie folgt
lautet: "Anforderungen an Funktionsstörungs- und Diagnosesysteme für Personenkraftwagen, Kleinlaster, mittlere Nutzfahrzeuge und Antriebsmaschinen mit Baujahr
1994 und darauf folgenden Baujahren. Angemeldet am 27.08.1990 bei der Luftreinhaltungskommission (ARB).
Dies setzt einen elektrischen Standardanschluss, quelloffene, standardisierte
Diagnosefehlercodes (DTC), Daten und Kommunikationsprotokolle mit spezifischerer
Eigendiagnose und fahrzeugeigener Überwachung von Fehlern beim Abgasausstoß
voraus.
57
Kapitel 1.5 - Generische OBD2
Technische Bedeutung der OBD2
Standardisierung
Für die Techniker und Mechaniker, die das Diagnosegerät verwenden, liegt die
technische Bedeutung der OBD2 darin, eine standardisierte Methode für die Fahrzeugdiagnose auf den chaotischen Aftermarket zu bringen, wo Dutzende von Fahrzeugen verschiedene Diagnose-Adapter und eigene Kommunikationsprotokolle
verwenden.
Der trapezförmige 16-Pin-Diagnose-Adapter und einige sehr einflussreiche Kommunikationsprotokolle, einschließlich ISO 9141-2, KWP2000 und SAE J1850 VPW
und PWM aus den Standard-OBD2-Spezifikationen.
Fehlercodes und Datenflussvariblen wurden außerdem standardisiert und der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht, sodass alle Diagnosegeräte, die die vorgenannten
Standard-Kommunikationsprotokolle über den 16-Pin-OBD2-Adapter unterstützen,
stets die gleichen Auslesungen erhalten.
Ziel der OBD und OBD2
OBD und OBD2 sind die Namen von Verordnungen, die in den USA zum Zwecke der
Emissionskontrolle erlassen wurden.
Die On-Board-Diagnose wurde durchgesetzt, um Funktionsstörungen oder Ausfälle
der emissionsbezogenen Teile und Komponenten zu überwachen und so einen
möglichen zu hohen Abgasausstoß zu minimieren, indem dem Fahrer mitgeteilt
wird, dass es ein Problem mit dem Fahrzeug gibt und der Techniker sofort erkennen
kann, wo dieses liegt, wenn eine Störung vom Emissionskontrollsystem entdeckt
wird. Die OBD2 trat später in Kraft, um die Effizienz von OBD durch eine Standardisierung zu verbessern.
58
Kapitel 1.5 - Generische OBD2
Generische OBD2 und erweiterte OBD2
Generische OBD2
Die OBD2 wurde zur Emissionskontrolle eingeführt. Die Standardisierung ist daher
auf Antriebssysteme beschränkt, die in direktem Zusammenhang mit der Emissionskontrolle stehen. Sie ist nicht zwingend erforderlich für andere Systeme, wie z. B.
ABS und SRS.
Nicht alle Fehlercodes und Datenflussvariablen sind zudem standardisiert. Eine Liste
mit Fehlercodes und Datenflussvariablen, die in engem Zusammenhang mit der
Emissionskontrolle stehen, werden als OBD2-Standards definiert; dennoch erlaubt
sie auch andere Codes und Variablen, die für die jeweiligen Festlegungen und Verwendungen der einzelnen Automarken reserviert sind. Diese standardisierten Teile
der Fehlercodes und Datenflussvariablen werden als generische OBD2 bezeichnet.
Die Anwendung der generischen OBD2 sowie die Diagnoseauslesungen sind auf
emissionsbezogene Systeme begrenzt.
Erweiterte OBD2
Die generische OBD2 besitzt eine begrenzte Nutzbarkeit für die Gesamtdiagnose,
ein modernes Fahrzeug verfügt allerdings über viel mehr als dieses. Die Kontrollsysteme, außer den Antriebssystemen, sind nicht in den vorgeschriebenen
OBD2-Verordnungen enthalten und jede Automarke besitzt verschiedene Fehlercodeund Datenflussdefinitionen für die reservierten, nicht standardisierten Bereiche der
Antriebssysteme.
Den Bereich der On-Board-Diagnose, den die Standardeinrichtungen der OBD2 nicht
abdecken, nennt man erweiterte OBD2.
OBD des Herstellers
Viele Fahrzeuge, die nicht in den USA hergestellt wurden und aus dem Jahr 1996
oder später stammen, sind mit einem 16-Pin-OBD2-Adapter ausgestattet; die
Kommunikation mit den Diagnosegeräten folgt jedoch nicht den standardisierten
OBD2-Protokollen.
Diese Automarken nutzen ihre eigenen Kommunikationseinrichtungen, die sich nicht
wesentlich von der 1. Generation der OBD unterscheiden, bis auf das Design des
Diagnose-Adapters. Dies bezeichnet man als MOBD oder OBD des Herstellers.
Beim Inspector-Diagnosegerät wird die MOBD-Kommunikation für alle Automarken
unterstützt, die in der entsprechenden Fahrzeugliste eingetragen sind.
59
Kapitel 1.5 - Generische OBD2
Generische OBD2 beim Inspector-Diagnosegerät
Generische OBD2
Sie finden die Kategorie generische OBD2, nachdem Sie 1 Scannen im Startmenü
des Inspectors ausgewählt haben, wie unten dargestellt.
Wählen Sie [OBD2/EOBD] und drücken Sie die Taste
.
Der Inspector versucht dann automatisch, die Datenübertragung mit dem Steuergerät
des Antriebssystems über das OBD2-J1850-Protokoll herzustellen. Die nachstehend
aufgeführten Vorgänge werden automatisch befolgt.
60
Kapitel 1.5 - Generische OBD2
Wenn die Datenübertragung zur Kontrolleinrichtung mit einem der 4 Standardprotokolle erfolgreich hergestellt wurde, meldet der Inspector die gelungene
Kommunikationsherstellung und wartet auf Ihren Befehl zum Start der generischen
OBD2, wie nachfolgend dargestellt:
Verfügbare Funktionen für das generische OBD2-System werden nachfolgend aufgeführt:
Für den Fall, dass die Kontrolleinrichtung nicht antwortet, nachdem alle OBD2Standardprotokolle ausprobiert wurden, zeigt der Inspector den Fehlerbericht und
die nachstehenden Kontrollpunkte:
61
Kapitel 1.5 - Generische OBD2
Auswahlkriterium
Sie können diese allgemeine OBD2 auswählen, wenn Sie sich sicher sind, dass das
Testfahrzeug OBD2-konform ist, jedoch nicht in der Fahrzeugliste eingetragen ist.
EOBD
In Europa ist die EOBD seit 1. Januar 2001 rechtsverbindlich und alle seitdem in
Europa gebauten Fahrzeuge müssen OBD2-konform sein.
Sie können die allgemeine OBD2 des Inspectors für die Diagnose europäischer
Fahrzeuge mit dem Baujahr 2000 und später für das Antriebssystem auswählen.
62
Kapitel 1.6 - Störungsbehebung
Kapitel 1.6 - Störungsbehebung
Dieser Teil des Handbuchs beschreibt die Sofortmaßnahmen, die Sie bei den am
häufigsten berichteten Störungen ergreifen können.
Ziel dieses Handbuchs zur Störungsbehebung ist es, Zeitverlust und Kosten zu
minimieren, die infolge von Diskussionen zu Störungen entstehen, die schlicht
durch den Nutzer selbst behoben werden können.
Lesen Sie daher bitte stets dieses Handbuch zur Störungsbehebung und nehmen
Sie die hierin aufgeführten Hinweise an, wenn Sie Probleme bei der Nutzung des
Inspectors haben, bevor Sie Ihren Lieferanten um Hilfe bitten.
Der Hersteller ist stets bemüht, mögliche Störungen gering zu halten. Daher können
Abhilfen zur Vermeidung der verzeichneten Probleme geschaffen werden, ohne dass
die einzelnen Nutzer im Voraus darüber in Kenntnis gesetzt werden müssen.
Notieren Sie die Kontaktdaten Ihres Lieferanten hier:
63
Kapitel 1.6 - Störungsbehebung
Diagnosegerät schaltet sich nicht ein, wenn die PowerTaste gedrückt wird
Überprüfen Sie den Netzkabelanschluss
JA. Das Kabel ist fest angeschlossen
NEIN. Es war nicht richtig angeschlossen
Schließen Sie das Netzkabel erneut fest an
NEIN. Es funktioniert noch immer nicht
Überprüfen Sie, ob die roten LED-Leuchten an bei
den Enden des Netzkabels AN sind
Beide LED-Leuchten sind AN
Nur eine LED-Leuchte ist AN
Beide LED-Leuchten sind AUS
Ersetzen Sie das Netzkabel
Öffnen Sie den Zigarettenanzünder und überprüfen
Sie, ob die Sicherung durchgebrannt ist
Sie ist O.K.
Überprüfen Sie die Batteriespannung
Sie liegt unter 8 ~ 10 V
Ersetzen Sie die Sicherung
Sie liegt über 8 V
Spannung der Fahrzeugbatterie ist
zu NIEDRIG
Diagnosegerät selbst ist nicht defekt
Versuchen Sie es erneut mit einem anderen Fahr
zeug
64
Sie ist durchgebrannt
Kontaktieren Sie Ihren Lieferanten
Das Diagnosegerät reagiert möglicherweise nicht
auf die Tasteneingaben, bedingt durch einen inner
en Anschlussfehler der Tastatur. Der Lieferant mu
ss das Gerät ggf. öffnen, um die Verbindung zu üb
erprüfen. Geben Sie Ihre Beobachtungen an Ihren
Lieferanten weiter und warten Sie dessen Anweis
ungen ab.
Kapitel 1.6 - Störungsbehebung
Gerät schaltet sich nach dem Einschalten automatisch
wieder ab
Überprüfen Sie, ob der Benutzer die Power-Taste gedrückt hält
Dies mag albern klingen, aber es kommt einfach viel zu oft vor. Drückt der Benutzer die
"Power"-Taste zu lange, erkennt das Diagnosegerät das lange Eingabesignal über die T
aste als einen Befehl zur Abschaltung.
Drücken Sie die Power-Taste nur kurz, um das Gerät einzuschalten
JA. Problem ist behoben.
Was Sie wissen müssen
Zum Anschalten: Drücken Sie kurz die Power-Ta
ste
Zum Ausschalten: Halten Sie die Power-Taste 1
Sekunde oder länger gedrückt, bis die Meldung "A
bschalten" erscheint.
NEIN. Problem ist nicht behoben. Es passiert
wieder
Überprüfen Sie die Batteriespannung
Das Diagnosegerät benötigt für ein reibungsloses Funktionie
ren eine Spannung von 8 V oder mehr. Eine unzulängliche S
pannung der Fahrzeugbatterie kann zu einer plötzlichen Syst
emabschaltung führen.
Überprüfen Sie die Spannung der Fahrzeugbatterie
Sie liegt unter 10 V.
Sie ist normal. Sie liegt über 10 V
Verwenden Sie eine andere Stromq
uelle
Ersetzen Sie die Fahrzeugbatterie
durch eine neu
Bericht an Ihren Lieferanten
e.
Oder verwenden Sie eine externe Fahrzeugbatter
ie für die vorübergehende Stromversorgung.
Der Lieferant muss ggf. die Hauptplatine ersetzen
. Geben Sie Ihre Beobachtungen an Ihren Liefera
nten weiter und warten Sie unsere Anweisungen a
b.
65
Kapitel 1.6 - Störungsbehebung
Das Gerät schaltet sich nicht ab, auch wenn die Power-Taste
gedrückt wird.
Überprüfen Sie, ob der Benutzer die Power-Taste nur kurz gedrückt hat
Drücken Sie die "Power"-Taste zu kurz, erkennt das Diagnosegerät das Eingabesignal üb
er die Tastatur nicht als Befehl zur Abschaltung.
Um das Gerät auszuschalten, halten Sie die Power-Ta
ste länger als 1 Sekunde gedrückt.
JA. Problem ist behoben
NEIN. Problem ist nicht behoben. Es passiert wieder
Was Sie wissen müssen
Zum Anschalten: Drücken Sie kurz die Power-Ta
ste
Zum Ausschalten: Halten Sie die Power-Taste 1
Sekunde oder länger gedrückt, bis die Meldung "A
bschalten" erscheint.
Direkt nach dem Anschalten des Gerätes
Nicht sicher. Es passiert zu jeder Zeit.
Siehe Abschnitt Problem mit
internem Speicher
Bericht an Ihren Lieferanten
Siehe "System schaltet sich sofort nach dem
Anzeigen des Logos aus". 1 MB interner FlashSpeicher ist notwendig.
66
Überprüfen Sie, wann der Fehler auftritt
Der Lieferant muss ggf. die Hauptplatine ersetzen. Geben Sie Ihre Beobachtungen an Ihren
Lieferanten weiter und warten Sie weitere Anweisungen ab.
Kapitel 1.6 - Störungsbehebung
Probleme mit dem LCD-Bildschirm
Das Display ist zu matt oder zu dunkel
Stellen Sie den Kontrast über das Kontrasträdchen an der
rechten Seite des Diagnosegerätes ein
LCD steht für Liquid Crystal Display (Flüssigkeitskristallbildschirm) und diese sind sehr
temperaturempfindlich.
Haben Sie Ihr Diagnosegerät an einem kalten oder warmen Ort platziert, könnte das
Display zu matt oder zu dunkel werden, wenn es eingeschaltet wird. Dies ist kein eigentlicher Defekt am Diagnosegerät, sondern eine normale Reaktion aller LCD-Displays auf
Temperaturänderungen.
Dies ist kein Defekt des Diagnosegerätes.
Können Sie den Kontrast jedoch nicht mehr über das Kontrasträdchen
einstellen, wenden Sie sich für weitere Unterstützung an uns.
Ein Teil des LCDs wurde sehr dunkel
Stellen Sie den Kontrast über das Kontrasträdchen
an der rechten Seite des Diagnosegerätes ein
Die LCD-Einheit des Diagnosegerätes besitzt eine Hintergrundbeleuchtung für eine hellere
Anzeige. Diese Hintergrundbeleuchtung erzeugt beim Einschalten des Gerätes Wärme.
Wie oben bereits erwähnt, ist das LCD temperaturempfindlich und daher kann der Teil des
LCDs, der in der Nähe der Hintergrundbeleuchtung gelegen ist, dunkler werden, wenn Sie
das Diagnosegerät über 2 Stunden in Betrieb haben.
Dies ist kein Defekt des Diagnosegerätes.
Wird das LCD jedoch zu früh dunkel oder funktioniert die Kontrasteinstellung nicht, wenden Sie sich für weitere Unterstützung an uns.
Bericht an Ihren Lieferanten
Ist das Problem zu ernst, um das Gerät richtig zu nutzen
bzw. funktioniert die Kontrasteinstellung nicht, geben Sie Ihre
Beobachtungen an Ihren Lieferanten weiter und warten Sie
weitere Anweisungen ab.
Ggf. muss das LCD-Modul ersetzt werden.
67
Kapitel 1.6 - Störungsbehebung
Probleme mit dem LCD-Bildschirm
Hintergrundbeleuchtung schaltet sich nicht an
Drücken Sie die Taste [Backlight]
Wenn Sie die Taste [Backlight] drücken, die mit [
] gekennzeichnet ist, muss die
Hintergrundbeleuchtung mit einem schwach tickenden Ton angehen.
Für den Fall, dass die Taste nicht funktioniert, wenden Sie sich an Ihren Lieferanten
Bericht an Ihren Lieferanten
Ihr Lieferant muss überprüfen, ob das LCD-Modul fest mit
der Hauptplatine verbunden ist, was die Öffnung des Gerätes voraussetzt. Ggf. muss auch das LCD-Modul ersetzt
werden.
Geben Sie Ihre Beobachtungen an Ihren Lieferanten weiter
und warten Sie dessen Anweisungen ab.
68
Kapitel 1.6 - Störungsbehebung
System fällt sofort nach dem Anzeigen des Firmenlogos aus
System fällt mit kontinuierlichem Piepton und schwankender Anzeige aus
Nehmen Sie das Gerät vom Netz und schalten Sie es erneut AN
NEIN, es funtioniert nicht. Es schaltet sich wieder ab.
Nehmen Sie das Gerät vom Netz.
Entnehmen Sie Karte aus dem Steckplatz und schalten sie das Gerät erneut AN.
Es hat sich nichts geändert.
Das Gerät bricht beim Anzeigen des Logos ab
"Unbekannte Speicherkarte
83FF Gerät schaltet sich jetzt ab."
Schalten Sie das Gerät ab,
setzen Sie die neue Karte ein und
starten Sie das Gerät neu
Der gleiche Fehler wird angezeigt.
Das System schaltet sich kurz nach
dem Anzeigen des Logos ab
Bericht an Ihren Lieferanten
Interner 1 MB Speicher des Diagnosegerätes
scheint defekt zu sein und muss ersetzt werden.
Ggf. muss auch die Hauptplatine ersetzt werden.
Geben Sie Ihre Beobachtungen an Ihren Lieferant
en weiter und warten Sie dessen Anweisungen
ab.
Mit der neuen Karte funktioniert das
Gerät.
Karte ist defekt
Die Software-Karte scheint defekt zu sein.
Lassen Sie Ihren Lieferanten die defekte Karte
formatieren und die Software anschließend neu
für Sie aufspielen.
69
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Kabelanschluss für das Oszilloskop
Abb. 3-1. Grundverkabelung für 4-Kanal-Oszilloskop
Überblick
< Der Inspector ist ein Diagnosegerät mit 4-Kanal-Oszilloskop-Funktion. Er kann die
bis zu vier Kurvenformen gleichzeitig darstellen
Das Oszilloskop ist nicht für F&E oder Forschungen in Laboren vorgesehen,
sondern für die Analyse elektrischer und elektronischer Signale in Kfz-Schaltungen.
< Das Oszilloskop misst und zeigt die Gleichspannung und bis zu 100 kHz eines
Wechselstromsignals an.
< Zeitmultiplex: 25 µs ~ 20 s
< Spannungsteilung: 0,1 V ~ 20 V
< Auto Setup: Stellt Zeitmultiplexe und Spannungsteilungen automatisch
entsprechend dem Eingangssignal ein
< Display-Freeze-Funktion
< Zoom: bis zu 5-fach
70
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Inbetriebnahme
Kanal-Auswahl
Wählen Sie die Oszilloskop-Funktion im Hauptmenü, indem Sie die Taste 4 drücken. Der Inspector
zeigt dann das Startmenü der Oszilloskop-Funktion an, wie in Abb. 3-2 dargestellt.
Oszilloskop allgemein
Kein Auto Setup. Benutzer muss Spannungsteilungen und Zeitmultiplexe von Hand eingeben.
Single Auto Setup (CH1)
Auto Setup nur für Kanal 1. Zeigt das Signal von Kanal 1 an.
Dual Auto Setup (CH1/ CH2)
Automatisches Setup für Kanal 1 und Kanal 2. Zeigt die Signale von Kanal 1 und
Kanal 2 zusammen an.
Dual Auto Setup (CH3/ CH4)
Automatisches Setup für Kanal 3 und Kanal 4. Zeigt die Signale von Kanal 3 und
Kanal 4 zusammen an.
Four Auto Setup (CH1/ 2/ 3/ 4)
Automatisches Setup für alle vier Kanäle. Zeigt die Signale von Kanal 1 bis Kanal 4 an.
71
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Sensoren-Auswahl
Wenn Sie 1 bis 18 aus dem nachfolgenden Menü auswählen, folgt das Menü für das
Auto Setup. Da der Spannungspegel und die Ausgabegeschwindigkeit der Messfühler
variieren, müssen Sie den richtigen Messfühler auswählen.
Abb. 3-3 Startmenü Oszilloskop-Funktion
Der Inspector stellt die richtigen Zeitmultiplexe und Spannungsteilungen, Triggerspannung und Triggermodus entsprechend dem ausgewählten Messfühler für die
Messung und Anzeige des ausgewählten Sensorsignals ein.
Zum Beispiel:
Modus Injector besitzt folgende Einstellwerte: Spannungsteilung 20 V, Zeitmultiplex
1 ms, Triggerspannung: 5 V, Triggermodus: Normal
Modus Air Flow Sensor: Spannungsteilung 2 V, Zeitmultiplex 10 ms,
Triggerspannung: 2 V, Triggermodus: Normal
Wählen Sie das Menü Dual Channel Auto Setup, folgt das gleiche Menü für die
Sensorauswahl für Kanal 2. Für die 4-Kanal-Auswahl wird dies für Kanal 2, Kanal 3
und Kanal 4 wiederholt.
72
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Anzeigeformat
Ist die Auswahl Auto Setup beendet, beginnt der Inspector, die Ausgabedaten des
Oszilloskops wie nachfolgend anzuzeigen.
Abb. 3-4 4-Kanal-Oszilloskop-Anzeige
Oberer Bildschirmbereich: Anzeige Kontrollmenü
Details werden im folgenden Abschnitt erklärt.
Bildschirmmitte: Anzeige Kurvenform Oszilloskop
Unterer Bildschirmbereich: Aktuelle Einstellung
Details wie nachfolgend angegeben.
2 ms CH1: DC 10 V
|
|
|
|
|
+------> Spannungsteilung
|
+------------------> Eingangskanal
+--------------------------> Zeitmultiplex
73
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Anzeigesteuerung
Sie können die Anzeige der Kurvenform gemäß Ihren Bedürfnissen oder Zwecken
über die Anzeigesteuerungsfunktion ändern. Die Funktionen können in 2 Stufen
unterteilt werden - Normal und Hold, d. h. wenn [0. Hold] nicht ausgewählt, bzw.
ausgewählt ist.
[0. Hold] aktiviert umfassende Funktionen für eine detaillierte Analyse.
Normal: Wenn [0. Hold] nicht ausgewählt ist
[Hold] Modus
< Stoppt die Anzeige der Oszilloskop-Kurvenform und zeigt ein detailliertes Menü.
Im [Hold]-Modus wird das Signal ggf. detaillierter diagnostiziert und umfangreiche
Anzeigefunktionen können ausgeführt werden, z. B. Cursor, Trigger und Zoom.
Die Details werden in folgendem Abschnitt erklärt: 'B. Hold: Wenn [0. Hold]
ausgewählt ist.
1. Chan - Kanalauswahl Signaleingang
< Der Inspector unterstützt den Oszilloskop-Modus für einen (CH1~CH4), zwei
(CH1/2, CH3/4) und vier (CH1/2/3/4) Kanäle. Das Menü zur Kanalauswahl erscheint,
wenn Sie die Taste 1 drücken.
1~4. CH1~4: Signaleingang von Kanal 1~4. Ein Kanal
5. DUAL 12: Signaleingang von Kanal 1 und 2. Zwei Kanäle
6. DUAL 34: Signaleingang von Kanal 3 und 4. Zwei Kanäle
7. 4 CHAN: Signaleingang von allen Kanälen. Vier Kanäle
Abb. 3-5 Kanalauswahl
Um den Eingangskanal auszuwählen, bewegen Sie den hinterlegten Balken mithilfe der Tasten
[] und [] und drücken Sie die Taste
.
74
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Volt
Einstellung Spannungsteilung
< Im Ein-Kanal-Modus kann die Spannungsteilung über die Tasten [] und []
eingestellt werden, nachdem Sie die Taste 2 gedrückt haben.
< Im Zwei- bzw. Vier-Kanal-Modus wählen Sie den Eingangskanal, für den Sie die
Spannungsteilung ändern wollen, über die Tasten [] und [] oder über
,
nachdem Sie die Taste 2 gedrückt haben. Sie sehen, wie sich der hinterlegte
Balken unten im Fenster nach links und rechts bewegt. Anschließend können Sie
die Spannungsteilung über die Tasten [] und [] ändern.
< Die Spannungsteilung wechselt in folgender Reihenfolge hin und her 0,1, 0,2, 0,5,
1,0, 2,0, 5,0, 10,0, 20,0 V, wenn Sie die Tasten [] und [] drücken. Diese geben
die Spannung pro Raster an.
Time
Einstellung Zeitmultiplex
< Der Zeitmultiplex wechselt in folgender Reihenfolge hin und her 25 µs, 50 µs, 0,1 ms,
0,2 ms, 0,5 ms, 1 ms, 2 ms, 5 ms, 10 ms, 20 ms, 50 ms, 0,1 s, 0,2 s, 0,5 s, 1 s, 2 s, 5 s,
10 s, 20 s pro Raster, wenn Sie die Tasten [] und [] drücken. Alle Vorgänge, die länger
als 0,1 s dauern, werden als Roll-Modus bezeichnet.
< Beim Zwei- und Vier-Kanal-Modus werden die Zeitmultiplexe aller Kanäle
zusammen geändert.
Abb. 3-6 Vor der Einstellung des Zeitmultiplexes (2 ms)
Abb. 3-7 Nach der Einstellung des Zeitmultiplexes (20 ms)
75
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
GND
Änderung Masseniveau
< Das Masseniveau kann über die Tasten [] und [] nach oben und unten bewegt
werden.
< Im Zwei- und Vier-Kanal-Modus wählen Sie den Eingangskanal, für den Sie das
Massenievau ändern wollen, indem Sie die Tasten [] und [] verwenden oder
drücken, nachdem Sie die Taste 3 gedrückt haben.
< Das umgekehrte Dreieck () mit einer kleinen Zahl am rechten Bildschirmrand
gibt die Masse an.
Abb. 3-8. Massemarkierung
Abb. 3-9. Wechselstromdarstellung
76
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
AC/DC
Wandlung Wechsel-/Gleichspannung
< Die Wechsel- und Gleichspannung kann über die Taste 5 umgeschaltet werden.
Der Standardmodus ist Gleichspannung.
< Der Modus Wechselspannung wird für die Messung von Wechselstromsignalen,
wie z. B. Generatorfrequenzen genutzt (Siehe Abb. 3-9)
< Der aktuelle Spannungsmodus wird am unteren Bildschirmrand angezeigt.
Trig
Trigger-Setup
< Wenn Sie [6. Trig] durch Drücken der Taste 6 ausgewählt haben, wird das Menü
[Trigger Setup] angezeigt.
Source: Ändert die Trigger-Quelle in Zwei- oder Vier-Kanal-Modus
Durch wiederholtes Drücken der Taste 1 wechselt CH1CH2 in den Zwei-Kanal-Modus
1-2, CH3CH4 in den Zwei-Kanal-Modus 3-4 und CH1  CH2  CH3  CH4 in den
Vier-Kanal-Modus.
Mode: Ändert den Trigger-Modus
Durch wiederholtes Drücken der Taste 2 können Sie zwischen den Modi Auto 
Normal  Single Shot wählen.
Auto
Auto Trigger - Kontinuierliche Anzeige der Kurvenform ohne Trigger-Signal
Normal Normal Trigger - Keine Anzeige der Kurvenform ohne Trigger-Signal
Single Single shot Trigger - Stoppt die Anzeige der Kurvenform, wenn ein TriggerSignal gefunden wird und fährt mit dem Modus [Hold] fort.
77
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Slope: Steigender/Sinkender Trigger
Triggerspannung und Trigger-Slope müssen zunächst festgelegt werden. [3. Slope]
entscheidet darüber, welches Signal als Trigger-Signal zu erkennen ist: steigende oder
sinkende Spannung, wie Trigger.
 Level: Trigger-Spannungspegel
Passen Sie den Trigger-Spannungspegel an, indem Sie die Tasten [] und []
verwenden. Das kleine Dreiecksymbol ( oder ) am linken Bildschirmrand zeigt
die Triggerspannung und Trigger-Slope an (Siehe Abb. 3-11).
 Posit: Trigger-Position
Legen Sie die Trigger-Position an der Stelle fest, an der die getriggerten Wellenformen
beginnen sollen. Sie können die Position horizontal über die Tasten [] und [] verschieben. Die Pfeilmarkierung (Steigend:  oder Fallend: ) am oberen Bildschirmrand zeigt Trigger-Position und Trigger-Slope an: Trigger-Markierung (Siehe Abb. 3-11).
Abb. 3-11 Trigger-Markierung
Im Roll-Modus (Zeitmultiplex länger als 0,1 s) gibt es keine Markierung für die
Triggerspannung und es wird keine Trigger-Markierung auf der Anzeige dargestellt.
Im Roll-Modus findet diese keine Anwendung.
Anzahl der gespeicherten Seiten
Der Inspector erfasst Kurvenformen mit bis zu 20 Einzelbildern auf seinem internen
RAM (automatisches Löschen beim Verlassen).
Wenn [0. Hold] ausgewählt ist, können die Wellen auf dem Flash-ROM des Inspectors
gespeichert werden, sodass sie anschließend über die PC-Schnittstelle auf Ihren
Rechner übertragen werden können.
78
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Hold: Wenn [0. Hold] ausgewählt ist
[0. Hold] stoppt die Anzeige der Kurvenform und aktiviert umfassende Funktionen
für eine detaillierte Analyse.
Sie können sehen, dass sich die Menüführung am oberen Bildschirmrand geändert hat.
Abb. 3-12. Hold-Modus
Grid
Raster An/ Aus
Schaltet Raster an / aus
Abb. 3-13. Raster aus
79
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Auto
Auto Setup
< Aktiviert die Funktion [Auto Set-up] - stellt die Spannungsteilung automatisch
gemäß dem Spannungseingang ein.
< Durch Drücken der Taste 1 zeigt der Inspector über die Meldung 'Auto Setup in
Process' an, dass das Setup in Bearbeitung ist und setzt mit der Anzeige der
Oszilloskop-Kurvenform fort.
Abb. 3-14. Auto Setup in Bearbeitung
< Bei sehr hohen Eingangsspannungen, wie beispielsweise bei Einspritzdüse oder
Primärzündung, kann die oben genannte Meldung weiterhin auf dem Display
erscheinen. Sollte dies der Fall sein, drücken Sie einfach die Taste
. Die
Anzeige der Oszilloskop-Kurvenform wird fortgesetzt.
Curs
Cursor
< Zeigt das Auswahlmenü für den Cursor, wie in Abb. 3-15 dargestellt.
1. Cursor off: Schaltet den/die Cursor aus
2. Cursor 1: Schaltet den Cursor mit der durchgezogenen Linie an und bewegt ihn
3. Cursor 2: Schaltet den Cursor mit der gepunkteten Linie an und bewegt ihn
4. A + B: Schaltet die Cursor mit durchgezogener und gepunkteter Linie an und bewegt diese
Abb. 3-15 Cursor
80
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
< Wählen Sie 2, 3 oder 4, werden der/die Cursor wie folgt dargestellt:
Abb. 3-16. Cursor A und B
dV: Spannungsunterschied zwischen der horizontalen durchgezogenen und der gepunkteten Linie.
dT: Zeitspanne zwischen der vertikalen durchgezogenen und der gepunkteten Linie.
x1: Zeitmultiplex pro Raster
< Sie können die ausgewählten Cursorlinien über die Pfeiltasten bewegen.
/ : Horizontale Linie nach oben / unten
/ : Vertikale Linie nach links / rechts
Die Linie verschiebt sich um einen Bildpunkt, wenn Sie die Taste einmal drücken.
Durch kontinuierliches Drücken der Taste verschiebt sich die Linie schneller.
< Im Zwei- oder Vier-Kanal-Modus
Sie können den Eingangskanal über die Taste
wählen und die dT- und dV-Werte
werden auf Grundlage der Zeitmultiplexe und Spanungsteilungen des gewählten
Eingangssignals kalkuliert. Der gewählte Kanal wird am unteren Bildschirmrand
dunkel hinterlegt angezeigt.
81
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Zoom
Ansicht der Kurvenform verkleinern / vergrößern
< Zoomt die Oszilloskop-Kurvenform auf der horizontalen Achse heran / heraus. Dies
hat den gleichen Effekt wie das Verringern / Erhöhen des Zeitmultiplexes.
< Die Anzeige wechselt in Schrittgrößen von 1-fach, 2-fach und 5-fach, wenn Sie
die Taste 3 drücken.
Abb. 3-17. ZOOM 1-fach
Abb. 3-18. ZOOM 2-fach
Abb. 3-19. ZOOM 5-fach
Der Inspector verfügt über eine Funktion, mit der die Kurvenformdaten gespeichert /
erneut geladen werden können. Die folgenden Abschnitte [5. Save] und [6. Recall]
erklären diese Vorgänge.
< Wenn Sie aufgezeichnete Daten erneut geladen haben, drücken Sie die Taste 2.
Die verzeichnete Kurvenform kann dann Bild für Bild mithilfe der Tasten [] und
[] angezeigt werden. Der Inspector erfasst bis zu 12 Einzelbilder pro Slot.
82
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
GND
Masseänderung
< Wie Abschnitt 4. a [Normal: Wenn [0.Hold] nicht ausgewählt ist].
Save, 6. Recall
Kurvendaten speichern / gespeicherte Daten abrufen
< Wie bereits zuvor erklärt, zeichnet der Inspector automatisch bis zu 20 Einzelbilder
der Oszilloskop-Kurvendaten auf, bis der Befehl [0. Hold] ausgeführt wird.
< Wählen Sie Punkt [5. Save] aus, erscheint eine Slot-Liste zur Speicherung der Daten.
Wählen Sie den entsprechenden Speicherplatz über die Tasten [] und [] aus
und drücken Sie . Zahlentasten können ebenfalls verwendet werden. Benutzte
Speicherplätze sind wie folgt markiert: '*'.
< Wird ein Speicherplatz ausgewählt, der bereits in Verwendung ist (mit einem '*'
markiert), werden sämtliche alte Daten mit neuen überschrieben.
Abb. 3-20. Speicherung der Oszilloskop-Kurvendaten
< Die zuvor gespeicherten Daten können über die Taste 6 erneut abgerufen werden.
Die Slot-Liste mit den gespeicherten Daten erscheint. Ein Speicherplatz, der mit '*'
markiert ist, zeigt an, dass Daten enthalten sind, die geladen werden können.
< Möchten Sie die gespeicherten Daten löschen, wählen Sie den Speicherplatz aus,
von welchem Daten gelöscht werden sollen, und drücken Sie die Taste .
Abb. 3-21. Gespeicherte Kurvendaten abrufen
83
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Oszilloskop-Hilfe
Drücken Sie während der Anzeige der Kurvenform die Taste
wie nachfolgend dargestellt:
, erscheint das Hilfemenü,
Abb. 3-22. Oszilloskop-Hilfemenü
Oszilloskop-Hilfe
< Wählen Sie [1. Scope Help], um Tastenerklärungen zu den in diesem Kapitel beschriebenen Funktionen zu erhalten. Das Untermenü wird wie in Abb. 3-23 angezeigt.
Die Erklärungen bestehen aus 13 Kategorien, die wie folgt lauten:
Normal-Modus: Chan, Volt, Time, GND, AC/DC, Trig, Help
Hold-Modus: Grid, Auto, Curs, Zoom, Save, RCLL
Abb. 3-23 Menü Tastenerklärung
84
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
< Um eine ausführliche Beschreibung der Tastenfunktionen zu erhalten, drücken Sie die entsprechende Nummer oder drücken Sie
, nachdem Sie mithilfe der Tasten [] und [] den hinterlegten Balken an die gewünschte Position gescrollt haben. Die Erläuterungen zu den gewählten
Funktionen werden wie in Abb. 3-24 dargestellt.
Abb. 3-24. Tastenerklärung - 1. Chan
Abb. 3-25 Tastenerklärung - 2.Volt
< Die Anleitungsinhalte für weitere Funktionen der obigen Anzeige erreichen Sie
über die Tasten [] und []. Durch Drücken der Taste
gelangen Sie zum
Obermenü zurück. Wenn Sie auf dem oben angezeigten Bildschirm die Taste []
drücken, erscheint die nächste Erklärung wie in Abb. 3-25.
Standardvorlage anzeigen
Diese Funktion ist besonders für alle Neulinge im Bereich der Fahrzeugfehlerdiagnose geeignet.
Durch die Anzeige der allgemeinen Vorlagen zu den Sensorausgaben werden dem
Benutzer die richtigen Spannungsteilungen und Zeitmultiplexe sowie die Hauptmerkmale eines jeden Sensors und Aktors bereitgestellt.
Wählen Sie [2. Show Standard] aus dem Oszilloskop-Hilfemenü aus, um eine
Standardvorlage zu erhalten.
Abb. 3-26. Menü Standardvorlage
85
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Wählen Sie einen Sensor/Aktor aus dem Menü aus. Die Standardvorlage des
gewählten Sensors/Aktors erscheint auf der rechten Seite des Hauptfensters, wie in
Abbildung 3-26 dargestellt.
Abb. 3-27 Standardvorlage
Um die Standardvorlage auszublenden, drücken Sie die Taste
wählen Sie [3. Standard erase].
86
. Anschließend
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Druckausgabe
Druckt das Oszilloskop-Bild.
Die aktuelle Anzeige kann ausgedruckt werden. Die gespeicherten Kurvenformen
können ebenfalls gedruckt werden, indem Sie aus dem Speicherplatz geladen werden.
Aktuelle Anzeige drucken
Möchten Sie das Oszilloskop-Bild drucken, während Sie den Sensor/Aktor mit Ihrem
Inspector prüfen, halten Sie die Bildanzeige an (Einfrieren), indem Sie zuvor die Taste 0
drücken. Anschließend betätigen Sie die Taste
.
Abb.3-28. Menü drucken
Da der Inspector die Oszilloskop-Bilder für bis zu 20 Einzelbilder (Seiten) automatisch
aufzeichnet, bis Sie die Taste [0.Hold] drücken, müssen Sie die zu druckende Seite, wie
in Abb. 3-28 dargestellt, auswählen. Im oben aufgeführten Beispiel hat der Benutzer
das Drucken aller Seiten ausgewählt (1 ~ 44). Die Startseite können Sie über die
Tasten [] und [], die letzte Seite über [] und [] auswählen.
Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, drücken Sie die Taste
, um den Druckvorgang auszuführen.
Gespeicherte Vorlagen drucken
Laden Sie die gespeicherten Kurvenformen aus dem Speicherplatz:
[0.Hold][6.RCLL] Daraufhin folgt die Meldung 'Connect Cable' (Kabel anschließen).
Die einzelnen Seiten können hier nicht eingestellt werden. Da man hin und her scrollen
muss, um von Bild zu Bild zu wechseln, sollte jeweils möglichst nur das aktuelle Bild
(Seite) gedruckt werden.
Abb. 3-29. Drucken abgerufener, gespeicherter Daten
87
Kapitel 2.1 - Oszilloskop
Drucken
Der Inspector initialisiert den Drucker, wenn Sie die Taste
drücken.
Abb. 3-30. Druckerinitialisierung
Schlägt die Initialisierung des Druckers fehl, erscheint eine Meldung, die auf den
Initialisierungsfehler hinweist.
Abb. 3-31. Initialisierungsfehler Drucker
Sind alle Voreinstellungen ok, beginnt der Inspector zu drucken.
88
Kapitel 2.2 - Multimeter
Kapitel 2.2 - Multimeter
Kabelanschluss für die Multimeter-Funktion
Module
Das Multimeter-Modul unterstützt Spannungs-, Tastverhältnis-, Frequenz- und
Stromstärkemessungen.
Messbereich
a. Spannungsmessgerät: Gleichstrom ± 100 V
b. Tastverhältnis: 0 100 %
c. Tastverhältnis = Niedrig / (HOCH + NIEDRIG) × 100 (%)
d. Frequenz: 5 Hz ~ 100 kHz
e. Stromstärke: ± 128 A
89
Kapitel 2.2 - Multimeter
Inbetriebnahme
Wählen Sie die Funktion [Multi-Meter] im Hauptmenü aus, indem Sie die Taste 3
drücken. Der Inspector zeigt Ihnen dann das Startmenü des Multimeter-Moduls, wie
in Abb. 4-1 dargestellt.
Abb. 4-1 Hauptmenü
Um die Unterfunktionen zu aktivieren, drücken Sie die entsprechende Nummer oder
drücken Sie , nachdem Sie mithilfe der Tasten [] und [] den hinterlegten
Balken an die gewünschte Position gescrollt haben.
90
Kapitel 2.2 - Multimeter
Spannungsmessgerät
Messbereich
Gleichspannung von 0 ~ ± 150 V, Messfühler an Kanal 1 und Kanal 2 angeschlossen.
Anzeigeformat
Wie in Abb. 4-2 dargestellt, zeigen die großen Zahlen in der Bildschirmmitte die
aktuelle Spannung an.
Die maximalen und minimalen Spannungswerte werden für jeden Kanal in den
unteren Reihen angegeben. Die Maximal- / Minimalwerte können zurückgesetzt
werden, indem Sie die Taste
drücken.
Abb. 4-2. Spannungsmessgerät
Durch Drücken der entsprechenden Nummer können Sie aus dem Menü am unteren
Bildschirmrand weitere Multimeter-Funktionen auswählen. Sie müssen nicht in das
Obermenü zurückkehren, um den Modus zu ändern.
a. [2. Duty]: Wechselt in den Modus 'Tastverhältnis'
b. [3. Freq]: Welchselt in den Modus 'Frequenz'
c. [4. All]: Wechselt in den Modus 'Alle anzeigen' (Spannung + Tastverhältnis + Frequenz)
d.
: Setzt die Minimal- und Maximalwerte zurück
Kalibrierung
Entsprechen die Spannungswerte nicht Null, wenn die Messfühler an keine
Spannungsquelle angelegt sind, ist der Spannungsausgang möglicherweise nicht
korrekt. Sollte dies der Fall sein, ist eine Kalibrierung notwendig.
Um eine ordnungsgemäße Kalibrierung durchzuführen, schließen Sie die Messfühler
aller Kanäle an den Masseanschluss des Vier-Kanal-Adapters an und drücken Sie die
Taste 0.
91
Kapitel 2.2 - Multimeter
Tastverhältnis
Die Tastverhältnis-Funktion kann für Rechtecksignale genutzt werden.
Das Tastverhältnis ist beispielsweise nützlich für die Leistungsüberprüfung von
Motoren mit Leerlaufdrehzahlregelung, insbesondere für Fahrzeuge mit Tastverhältnissteuerung, im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Frequenz- und Spannungsregelung. Die Motorlast nimmt zu, wenn Zusatzausstattungen, wie beispielsweise
Klimaanlage, Servolenkung oder andere Elemente mit hohem Leistungsbedarf,
laufen. Motoren mit Leerlaufdrehzahlregelung erhöhen daher ihre aktive Zeit, um
als Ausgleich die Motordrehzahl zu erhöhen. Das Tastverhältnis-Modul des Inspectors
bietet dem Benutzer die Möglichkeit, die Leistung dieser Motoren zu überprüfen.
Die Kurvenform bei Motoren mit Leerlaufdrehzahlregelung
Die allgemeine Kurvenform eines Motors mit Leerlaufdrehzahlregelung ist rechteckig,
wie in Abb. 4-3 dargestellt.
Abb. 4-3. Typische Form für das Signal eines Motors mit Leerlaufdrehzahlregelung
Die Niederspannung zeigt, dass der Motor läuft. Das Tastverhältnis wird berechnet,
indem man die Dauer der Niederspannung durch die Dauer eines Taktes teilt. Das
daraus resultierende Tastverhältnis wird in Prozent angegeben.
Tastverhältnis = Dauer Niederspannung / Dauer eins Taktes (niedrig/hoch)
92
Kapitel 2.2 - Multimeter
Anzeigeformat
Wie in Abb. 4-4 dargestellt, zeigen die großen Zahlen in der Bildschirmmitte das
Tastverhältnis an.
Die Dauer von Nieder- und Hochspannungen wird am unteren Bildschirmrand in
Millisekunden angegeben.
Die Maximum- und Minimumverhältniswerte werden unmittelbar unter den Werten
Niedrig/Hoch angegeben.
Abb. 4-4 Tastverhältnis
< Durch Drücken der Taste
können Sie die Minimal- und Maximalwerte zurücksetzen.
< Durch Drücken der entsprechenden Zahlentaste können Sie im Menü am unteren
Bildschirmrand den Multimeter-Modus ändern.
< Über die Taste 6 können Sie den Signaleingangskanal ändern.
93
Kapitel 2.2 - Multimeter
Frequenz
Messbereich
Messwerte des Frequenzmessers zwischen 5 Hz und 100 kHz, Messfühler an Kanal 1
und Kanal 2 angeschlossen.
Anzeigeformat
< Wie in Abb. 4-4 dargestellt, zeigen die großen Zahlen in der Bildschirmmitte die
gemessene Frequenz in Hertz bzw. Kilohertz an.
< Der aktive Kanal ist hervorgehoben. Der Signaleingangskanal kann über die
Taste 6 geändert werden.
< Der Frequenzbereich wird unten angezeigt. Drücken Sie die Taste
Maximal- und Minimalwerte zurückzusetzen.
, um die
< Sie können das Multimeter- und Tastverhältnis-Modul auch ausführen, ohne in
das Obermenü zurückzukehren, indem Sie die Taste 1 oder 2 drücken.
94
Kapitel 2.2 - Multimeter
Modus 'Alle anzeigen' - Volt Duty - Freq
Der Inspector zeigt gleichzeitig Spannung (2), Tastverhältnis und Frequenz an, indem
Sie das Modul [4. Volt Duty Freq] aus dem Multimeter-Menü auswählen, wie in
Abb. 4-5 dargestellt. In diesem Modul ist es nicht notwendig, die einzelnen
Komponenten auszuwählen, um die Werte separat anzusehen.
Drücken Sie die Taste
, um ins Obermenü zurückzugelangen.
Abb. 4-5 Modus 'Alle anzeigen'
Batteriespannungs- / Strommesser
Misst die Batteriespannung und die Stromstärke.
Der Messfühler muss für die Messung mit dem Anschluss (+) oder (-) der Fahrzeugbatterie verbunden werden.
Abb. 4-6 Batteriespannung und Stromstärke
95
Kapitel 2.2 - Multimeter
Hilfemeldung
Drücken Sie die Taste
, um die Tastenerklärung für jede Multimeter-Funktion zu
erhalten. Drücken Sie im Spannungsmessungsmodus die Taste
, erscheint die
Tastenerklärung für die Spannungsmessung wie nachfolgend dargestellt:
Abb. 4-7 Tastenerklärung Spannungsmesser
Über die Taste
können Sie sich zu jeder Funktion die entsprechende Tastenerklärung
anzeigen lassen. Abb. 4-8 zeigt die Tastenerklärungen für die Funktion Tastverhältnis.
Abb. 4-8 Tastenerklärung Spannungsmesser
Tastenerklärungen werden für alle fünf Multimeter-Modi bereitgestellt. Die Erklärungen
zu anderen Funktionen erhalten Sie durch Betätigen der Tasten [] oder [].
96
Kapitel 2.3 - Zündbild
Kapitel 2.3 - Zündbild
Was ist ein Zündbild?
Eine Zündkurve ist eine grafische Darstellung von Spannungsänderungen in einem
wiederkehrenden Vorgang - die Hochspannung aus der Sekundärzündspule, die
entsteht, wenn der elektrische Strom in der Primärzündspule, die vollständig durch
den Leistungstransistor geladen wurde, zusammenbricht, wenn der Leistungstransistor
ausgeschaltet wird. Dieser Vorgang erzeugt über den Elektrodenabstand der Zündkerze im
Zylinder einen Funken, der für die Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches genutzt wird.
Der Inspector kann sowohl Primär- als auch Sekundärzündkurven analysieren.
Zweck der Zündbildanalyse
Die Zündbildanalysefunktion des Inspectors soll eine genaue, bildliche Darstellung
der Zündkurven bieten, die dem Benutzer dabei helfen, mögliche Fehlerursachen
innerhalb der Zündanlage zu analysieren.
Durch die Bestimmung der X-Achse (horizontal) als Zeitlinie und der Y-Achse (vertikal)
als Spannungsangabe, kann die Spannungsänderung im Verhältnis zur abgelaufenen
Zeit während der Funkenzündung grafisch als Kurve dargestellt werden. Kurvenformen
besitzen typische Eigenschaften bezüglich der Höhe und Dauer, die durch verschiedene
Faktoren beeinflusst werden können.
Da jeder dieser Faktoren eine merkliche Änderung der Zündkurve mitbringt, kann die
Ursache für eine Störung zurückverfolgt werden, indem die transformierte Kurve
umgekehrt analysiert wird.
97
Kapitel 2.3 - Zündbild
Basiszubehör für die Zündkurvenanalyse
Die folgenden Artikel werden für die Nutzung bei der Zündkurvenanalyse angeboten:
Triggerzange Zylinder 1 (Artikel-Nr. 95991155)
Messfühler für Sekundärzündbild
(Artikel-Nr. 95991154)
– Keine Spitze. Rot.
Messfühler für Primärzündsignal
(Artikel-Nr. 95991152)
- Spitze. 4 Stück. Schwarz
4-Kanal-Adapter (Artikel-Nr. 95991151)
98
Masseanschluss (Artikel-Nr. 95991153)
Kapitel 2.3 - Zündbild
Initialisierung
Anwendung
Die Zündkurvenfunktion des Inspectors steht für herkömmliche Fahrzeuge mit
Zündverteiler für 1 ~ 6 Zylinder und für DLI/DIS-Fahrzeuge (Distributorless or
Non-distributorignition, d. h. Fahrzeuge mit verteilerlosem Zündsystem) zur Verfügung.
Inbetriebnahme
Nachdem Sie Messfühler, Triggerzange sowie alle weiteren Kabel angeschlossen
haben, schalten Sie den Inspector ein und starten Sie die Zündkurvenfunktion,
indem Sie die Taste 5 drücken. Kabelanschlüsse werden im nächsten Abschnitt
ausführlich erklärt.
Die Zündungsart und die Anzahl der Zylinder können im Startmenü ausgewählt werden.
Die Standardeinstellung ist "Distributor 4 Cylinder", da diese Fahrzeuge die Mehrheit
an Personenkraftwagen auf dem Markt ausmachen.
99
Kapitel 2.3 - Zündbild
Kabelanschluss
Nachdem Sie einen Fahrzeugtyp ausgewählt haben, drücken Sie die Taste
sich Anleitungen für den Kabelanschluss anzeigen zu lassen.
Abb. 4-2. Anleitung Kabelanschluss
Sind alle Kabel ordnungsgemäß angeschlossen, drücken Sie die Taste
Die Zündbildanzeige erscheint.
Grundverkabelung Zündbildanalyse
100
.
, um
Kapitel 2.3 - Zündbild
Triggerzange
< Schließen Sie die Zange an das Zündkerzenkabel von Zylinder 1 an. Siehe Hinweis
< Verbinden Sie das andere Ende mit dem Vier-Kanal-Adapter an den Anschluss von Kanal 3.
Hinweis
Auf einer Seite der Triggerzange finden Sie den Aufdruck 'This side to the spark plug'
(Diese Seite in Richtung Zündkerze). Schließen Sie die Zange an das Zündkerzenkabel
von Zylinder 1 so an, dass die Seite mit dem Aufdruck der Zündkerze von Zylinder 1
gegenüberliegt. Die Zündkerze, die dem Getriebe am entferntesten liegt, ist in der
Regel Zündkerze 1. Ist die Zange ordnungsgemäß befestigt und nimmt diese den
Trigger richtig auf, wird dies auf dem Inspector durch das flackernde Massezeichen
() auf dem Bildschirm angezeigt.
Ist die Zange nicht richtig angeschlossen, wird möglicherweise ebenfalls eine Kurve
dargestellt, die jedoch keine bzw. falsche Zylindernummern anzeigt. Für den Fall,
dass das Hochspannungskabel nicht zur Verfügung steht oder der Zylinder 1 nicht
zündet, sollte die Zange mit dem Zündkerzenkabel eines anderen Zylinders verbunden werden. Die Zündfolge wird dann festgelegt.
Der Inspector erkennt den Zylinder, an den die Triggerzange angeschlossen ist, als
Zylinder 1. Die Zündfolge von Vierzylindermotoren lautet in der Regel 1-3-4-2. Ist die
Zange beispielsweise an Zylinder 3 angeschlossen, wird die Zündkurve in einer
Reihe als 3-4-2-1 dargestellt, während der Inspector die Zylinder weiterhin als
1-3-4-2 anzeigt. Dementsprechend lautet die Reihenfolge 2-1-3-4, wenn die Zange an
Zylinder 2 angeschlossen ist. Ist sie an Zylinder 4 angeschlossen, lautet die Reihenfolge 4-2-1-3.
Primärzündsignal
< Schließen Sie den Messfühler mit der Spitze an die negative (-) Leitung der
Primärzündspule an.
< Verbinden Sie das andere Ende mit dem Anschluss von Kanal 1 des Inspectors.
Abb. 4-3. Kabelanschluss Primärzündbild
101
Kapitel 2.3 - Zündbild
Zündung – Primärzündbild
Kurvenanalyse Primärzündbild - Bildanzeige
Sind die Messfühler ordnungsgemäß angeschlossen und erhält der Inspector das
richtige Signal vom Fahrzeug, wird das Bild der Primärzündung wie in Abb. 4-4
dargestellt.
Abb. 4-4 Primärzündbild
Abb. 4-5 Fehler
Fehler
Für den Fall, dass Kabel nicht ordnungsgemäß verbunden sind oder es zu Fehlern
bei der Datenübertragung kommt, erscheint eine Fehlermeldung, wie in Abb. 4-5
dargestellt.
< Fehlerhafte Kabelverbindung: Überprüfen Sie die Kabelanschlüsse
< Fehler bei der Datenübertragung: Prüfen Sie mithilfe der Oszilloskopfunktion des
Inspectors, ob ein Signal über Kanal 1 eingeht. Beenden Sie, wie bereits zuvor
erklärt, die Zündbildfunktion und wählen Sie die Oszilloskopfunktion im Hauptmenü aus. Wählen Sie den Punkt [11. Primary IG] aus dem Menü Auto Setup für Kanal 1.
< Wenn der Motor läuft, muss die Zündspule die Primärspannung erzeugen. Kann
kein Signal gefunden werden, ist der Messfühler an eine falsche Leitung
angeschlossen.
Achtung!
Verbinden Sie die Messfühlerspitze nicht mit Hochspannungskabeln, die an Zündkerzen oder an das
Mittelkabel, das den Verteiler und die Zündspule verbindet, angeschlossen sind. Die Spannung dieser
Leitungen kann bis zu 50.000 V betragen. Es ist äußerst gefährlich, die Messfühlerspitze an solche
Hochspannungsleitungen anzuschließen.
102
Kapitel 2.3 - Zündbild
Anzeigesteuerung
Der Benutzer kann für die Zündkurvenanzeige folgende Funktionen gemäß seinen
Vorlieben oder Zwecken einstellen: vergrößern / verkleinern, verschieben / verändern,
speichern / laden usw.
Bei allen Kurvenformanzeigen
< werden im oberen Bereich Steuerungsfunktionen aufgelistet
< werden die Kurven und Meldungen in der Bildschirmmitte angezeigt
< wird der Momentanzustand (Zeitmultiplex und Spannungsteilung, Motordrehzahl,
Batteriespannung und Stromstärke) am unteren Bildschirmrand dargestellt.
Verfügbare Steuerungsfunktionen sind Hold, Prim/Scnd, Time/Volt, Move, Cyln, Disp,
Positive/Negative, Grid, Save, RCLL.
[0. Hold]
Hält die Kurvenformanzeige an und stellt umfangreiche Steuerungsfunktionen dar
< Bevor [0.Hold] ausgewählt wird, werden die Funktionen
0.Hold, 1.Prim / Scnd, 2.Time Volt, 3.Move, 4.Cyln, 5.Disp 6. Positive / Negative
angezeigt
< Wenn [0.Hold] ausgewählt ist, werden die Funktionen
0.Grid, 1.Prim / Scnd, 2.Time Volt 3.Move, 4.Cyln, 5.Disp, 6. Save, 7. RCLL 8.
Page angezeigt. Diese Funktionen sind verfügbar, wenn die Anzeige angehalten
wird. Beachten Sie, dass sich nur die Funktionen 0, 6, 7 und 8 ändern.
103
Kapitel 2.3 - Zündbild
[1.Prim]
Primärzündbild Sekundärzündbild
Drücken Sie während der Anzeige einer Kurvenform die Taste 1, erscheint das
Auswahlmenü für die Zündbildanzeige, wie in Abb. 4-6 dargestellt:
Abb. 4-6 Auswahl Eingabevorlage
Wählen Sie den Punkt [2. Secondary] aus, wird der Anzeigemodus auf das
Sekundärzündbild geändert. Das Sekundärbild wird in den folgenden Abschnitten
detailliert erklärt.
Abb. 4-7 Sekundärzündbild
104
Kapitel 2.3 - Zündbild
[2. Time Volt]
Ändert den Zeitmultiplex und die Spannungsteilung
< Zeitmultiplex: Durch Drücken der Tasten [][] ändern sich die ZeitmultiplexErhöhungen zwischen
0,5 ms  1 ms  2 ms pro Raster.
Standardeinstellung = 2 ms
Damit dient die Änderung des Zeitmultiplexes auch als genaue Steuerungsfunktion
auf horizontaler Ebene.
< Spannungsteilung: Durch Drücken der Tasten [][] ändern sich die Erhöhungen
der Spannungsteilung zwischen 1 V  2 V  5 V  10 V  20 V  50 V  100 V
pro Raster.
Standardeinstellung = 50 V
Damit dient die Änderung der Spannungsteilung auch als genaue Steuerungsfunktion auf vertikaler Ebene.
< Wird der Vorgang durch Betätigen der Taste [0] (HOLD) angehalten, ist die Spannungssteuerungsfunktion im Primärzündkurvenmodus nicht verfügbar. Die
Spannungsregelung steht im Sekundärzündkurvenmodus weiterhin zur Verfügung.
Abb. 4-8 Einstellung Zeitmultiplex und Spannungsteilung
105
Kapitel 2.3 - Zündbild
[3. MOVE]
Verschiebt die Kurve
Die aktuell dargestellte Kurve kann durch Drücken der Tasten [][][][] nach
links / rechts bzw. oben / unten verschoben werden, nachdem Sie die Taste 3
gedrückt haben.
Abb. 4-9 Verschiebung des Zündbildes
[4. CYL]
Wählt einen Zylinder aus und zeigt diesen als Einzelkurve (individuell) an.
< Bei Verteilermotoren mit 4 Zylindern wird die Kurve für Zylinder 1 zuerst dargestellt.
Die Kurven der anderen Zylinder werden abwechselnd durch Drücken der Tasten
[] bzw. [] angezeigt, nachdem Sie die Taste 4 gedrückt haben. Wie bereits
zuvor erklärt, lautet die Zündfolge der meisten Vier-Zylinder-Motoren 1-3-4-2. Bei
Fünf- bzw. Sechs-Zylinder-Motoren muss der Benutzer die Zündfolge gesondert
eingeben.
< In der Kurvendarstellung wird die Zylindernummer wie folgt hervorgehoben
1-3-4-2. Durch Drücken der Taste [] können die Kurvenanzeigen aller anderen
Zylinder abwechselnd ausgewählt werden 1-3-4-2, 1-3-4-2 und 1-3-4-2. Bei
Drei-Zylinder-Motoren lautet die Reihenfolge 1-3-2.
Abb. 4-10 einzelne Kurvenform
106
Kapitel 2.3 - Zündbild
[5. Disp]
Ändert den Anzeigemodus in Einzelanzeige, Paralleldarstellung oder Balkendiagramm
< Single: Einzelanzeige, die eine einzelne Kurvenform pro Zylinder darstellt (Abb. 4-10)
< Parall: Paralleldarstellung, die die Kurvenformen mehrerer Zylinder anzeigt
< Bar Graph: Zeigt die Maximalspannung der Zylinder durch ein Balkendigramm (Abb. 4-11)
und Zahlenwerte an. Die Schließwinkel eines jeden Zylinders werden zusammen
dargestellt.
Abb. 4-11 Anzeige Balkendiagramm
[6. Positive / Negative]
Wählt die Entladungspolung.
Nur für DLI-Zündungen zu verwenden.
[0. Grid]: Wenn auf 'Hold' gestellt
Schaltet das Raster An / Aus
Abb. 4-12 Raster An
107
Kapitel 2.3 - Zündbild
[6. Save]: Wenn auf 'Hold' gestellt
Speichert die erfassten Kurvendaten
Gleiche Funktion, wie bereits im Abschnitt 'Oszilloskop' erklärt. Der Inspector zeichnet
Kurvendaten mit bis zu 20 Einzelbildern auf. Sie können die erfassten Daten durch
Auswahl der Taste [8. Page] prüfen.
Die Kurvendaten werden gelöscht, sobald die Kurvenanzeige fortgesetzt wird, sofern
diese nicht auf dem Inspector gespeichert wurden. Sie müssen die Funktion [Sichern]
verwenden, um die aufgezeichneten Daten zu speichern. Die gespeicherten Daten
können Sie auch auf Ihren PC herunterladen.
Wählen Sie den entsprechenden Speicherplatz aus, um die Daten zu speichern und
drücken Sie anschließend die Taste . Benutzte Speicherplätze werden wie folgt
markiert: '*'.
Abb. 4-13 Speicherung der erfassten Kurvendaten
108
Kapitel 2.3 - Zündbild
[7. RCLL]: Wenn auf 'Hold' gestellt
Ruft die zuvor gespeicherten Kurvendaten ab
< Der Inspector kann bis zu 8 Kurvenformen speichern. Siehe Abschnitt 9 zur
Speicherung erfasster Daten.
< Es werden 8 Speicherplätze wie folgt aufgelistet [#.WVFORM#] (können nicht
umbenannt werden), wenn [7. RCLL] durch Drücken der Taste 7 ausgewählt wird.
Der Speicherplatz, der bereits Kurvendaten enthält, ist mit dem Symbol '*' markiert.
Abb. 4-14 Gespeicherte Kurvendaten abrufen
< Wählen Sie den Speicherplatz durch Drücken der Taste
aus, nachdem Sie
ihn mithilfe der Tasten [] und [] ausgesucht haben.
< Um die gespeicherten Daten aus dem Speicher zu löschen, drücken Sie die Taste
, nachdem Sie den hinterlegten Balken auf diesem positioniert haben.
[8. Page]: Wenn auf 'Hold' gestellt
Gibt einen Überblick über die temporär erfassten Kurvendaten
< Der Inspector zeichnet Kurvendaten mit bis zu 20 Einzelbildern automatisch auf
und wiederholt diesen Vorgang, wenn [0.Hold] ausgewählt ist.
< Mtihilfe der Taste [] bzw. [] können Sie die gespeicherten Kurvendaten prüfen.
< Die Daten werden vorübergehend erfasst und wieder entfernt, sobald Sie die Taste
drücken.
Um die Daten für eine spätere Verwendung zu speichern, wählen Sie [6.Save] und
speichern Sie diese auf dem internen Speicher des Inspectors.
C. Primärzündbild von Verteilermotoren mit 5 bzw. 6 Zylindern
Während die Zündfolge bei Vier-Zylinder-Motoren 1-3-4-2 lautet, kann sich diese bei
Fünf- bzw. Sechs-Zylinder-Motoren unterscheiden. Daher muss die Zündfolge für Fünfoder Sechs-Zylinder-Motoren von Hand eingegeben werden. Alle weiteren Arbeitsschritte bleiben gleich.
109
Kapitel 2.3 - Zündbild
1. Wie gibt man die Zündfolge ein
< Wenn Sie im Motortyp-Auswahlmenü den Punkt [Distributor 6 (or 5) cylinders] gewählt haben (siehe Abb. 4-15), erscheint eine Meldung, die Sie auffordert, die
Zündfolge einzugeben. Die Standardeinstellung für Sechs-Zylinder-Motoren lautet
1-2-3-4-5-6. Unterscheidet sich die Zündfolge des zu prüfenden Fahrzeuges von
dieser Reihenfolge, müssen Sie die richtige Zündfolge von Hand eingeben.
Eingabe der Zündfolge bei Fünf-Zylinder-Motoren und Primärzündbild eines Fünf-Zylinder-Motors
Abb. 4-15
< Geben Sie die Zylindernummern über den Nummernblock in der richtigen Reihenfolge ein und drücken Sie die Taste .
Lautet die Zündfolge beispielsweise 1-5-3-6-2-4, drücken Sie 1, 5, 3, 6, 2, 4 in dieser
Reihenfolge und bestätigen Sie Ihre Eingabe mit der Taste .
< Nachdem Sie
gedrückt haben, wird eine Meldung zum Anschluss der Messfühler und Zangen angezeigt. Drücken Sie noch einmal die Taste , wenn Zange,
Messfühler und Kabel ordnungsgemäß angeschlossen sind. Die Kurvenanzeige
erscheint.
< Die neu eingegebene Zündfolge wird im oberen Bereich des Bildschirms genauso
angezeigt, wie bei einem Vier-Zylinder-Motor.
< Parallele Kurven von Sechs-Zylinder-Motoren können auf einem einzelnen Bildschirm wie in Abb. 4-17 auf Seite 112 dargestellt werden. Darüber hinaus können Spitzenspannungen in einem Balkendiagramm auf einem Bildschirm dargestellt werden.
110
Kapitel 2.3 - Zündbild
Zündung – Sekundärzündbild
Kabelanschluss
Triggerzange
< Schließen Sie die Zange an das Hochspannungskabel von Zylinder 1 an.
< Verbinden Sie das andere Ende mit dem Anschluss von Kanal 3 des Inspectors.
Messfühler Mittelkabel
< Schließen Sie den Messfühler (rot, ohne Spitze) an das Mittelkabel an,
das den Verteiler mit der Zündspule verbindet.
Hinweis
Ist die Zange nicht ordnungsgemäß angeschlossen, wird ebenfalls eine Kurve
dargestellt, die jedoch keine Zylindernummern anzeigt. Für den Fall, dass das Zündkerzenkabel nicht zur Verfügung steht oder der Zylinder 1 nicht zündet, sollte die
Zange mit dem Zündkerzenkabel eines anderen Zylinders verbunden werden. Die
Zündfolge wird dann festgelegt.
Die Zündfolge von Vier-Zylinder-Motoren lautet in der Regel 1-3-4-2. Ist die Zange
beispielsweise an Zylinder 3 angeschlossen, wird die Zündkurve in der Reihenfolge
3-4-2-1 dargestellt. Ebenso wird die Darstellung vorgenommen, wenn der Anschluss
an Zylinder 2 erfolgt - die Reihenfolge lautet dann 2-1-3-4. Beim Anschluss an Zylinder
4 lautet die Reihenfolge entsprechend 4-2-1-3.
< Verbinden Sie das andere Ende mit dem Anschluss von Kanal 2 des Inspectors.
111
Kapitel 2.3 - Zündbild
Menüauswahl
Wählen Sie während der Anzeige des Primärzündbildes den Punkt [1.Prim] aus,
erscheint das Menü zur Auswahl der Eingabevorlage.
Abb. 4-17. Auswahl Eingabevorlage
Wählen Sie [2. Secondary] aus. Das Menü zur Trigger-Auswahl öffnet sich, wie in
Abb. 4-18 dargestellt.
Abb. 4-18. Trigger-Auswahl
112
Kapitel 2.3 - Zündbild
Trigger-Auswahl
Hier können Sie den Messfühler auswählen, der das Trigger-Signal empfängt.
Das Trigger-Auswahl-Verfahren wurde so gestaltet, dass genauere Sekundärzündbilder
für Fahrzeuge mit verteilerloser Zündung (DLI) gewonnen werden können. Bei einigen
DLI-Fahrzeugen sind die Primärleitungen ggf. schwer zugänglich.
Da es sehr einfach ist, die Primärleitungen bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verteilerzündung zu finden, empfehlen wir dringend, das 'Primärsignal' als Trigger-Signal
auszuwählen. Das Sekundärsignal ist nicht stabil genug, da es in Verbindung mit der
Motordrehzahl und der Motorlast schwankt. In diesem Fall zeigt der Inspector ggf.
nicht die korrekten Spannungsleitungen an.
Um das Primärsignal als Trigger zu verwenden, schließen Sie den Tastkopf mit der
Spitze an die Primärseite der negativen Leitung der Zündspule an und verbinden Sie
das andere Ende mit dem Anschluss von Kanal 1 des Inspectors (diese Kabelverbindungen werden stets für alle Fahrzeuge mit Verteilerzündung empfohlen).
Wählen Sie [1. Primary (CH1)] und drücken Sie die Taste
.
Es erscheint eine Meldung zur Kabelverbindung. Drücken Sie erneut
Die Sekundärzündbilder werden angezeigt.
.
Abb. 4-19. Sekundärzündbild - Primär-Trigger
Abb. 4-19 zeigt die Vorlagen, die ein Primär-Trigger-Signal verwenden. Für den Fall,
dass der Sekundär-Trigger ausgewählt wurde, können die Spannungsleitungen ggf.
instabil sein. Darüber hinaus wird die Zündzeit nicht angezeigt.
113
Kapitel 2.3 - Zündbild
Im Balkendiagramm-Modus werden die Zündzeit und die Maximalspannung
zusammen dargestellt, wenn der Primär-Trigger ausgewählt ist. Ist der SekundärTrigger ausgewählt, werden nur die Maximalspannungen angezeigt. (Abb. 4-20~21).
Abb. 4-20 Balkendiagramm Sekundärzündbild - Primär-Trigger
Abb. 4-21 Balkendiagraamm Sekundärzündbild - Sekundär-Trigger
114
Kapitel 2.3 - Zündbild
Zündung - DLI-/DIS-Motoren
'DLI' steht für Distributor-Less Ignition - ein Zündsystem ohne Verteiler.
Da ein DLI-Fahrzeug eine Zündspule für jede bzw. jede zweite Zündkerze besitzt,
sind hier andere Arbeitsschritte notwendig, um eine richtige Verbindung herzustellen
und eine korrekte Datenanzeige zu erhalten.
Individuelle Zündung
Menüauswahl
Wählen Sie im Motortyp-Auswahlmenü 1. D.L.I. Individual Ignition' aus.
Der Inspector zeigt daraufhin eine Meldung zur Kabelverbindung an.
Abb. 4-22 Startmenü Zündbildfunktion
Abb. 4-23 Meldung Kabelverbindung
115
Kapitel 2.3 - Zündbild
Wird die Taste
gedrückt, erscheint kurz die Meldung ‘searching for signal’
(Signalsuche). Daraufhin wird das Primärzündbild angezeigt (ist der Sekundär-Trigger
ausgewählt, wird das Sekundärzündbild angezeigt).
Abb. 4-24 DLI-Primärzündung
Sekundärzündbild
Um zum Sekundärzündbild zu wechseln, wählen Sie während der Anzeige des
Primärzündbildes [1.Prim], indem Sie die Taste 1 drücken.
Trigger-Auswahl
Um das Sekundärzündbild anzuzeigen, muss das Trigger-Signal ausgewählt sein.
< Sekundärsignal: Nimmt das Trigger-Signal vom Sekundärzündbild selbst auf.
Schließen Sie einfach den Messfühler ohne Spitze (rot) an eines der Hochspannungskabel, die zu jeder Zündkerze führen, und das andere Ende an Kanal 2
an. Kein Anschluss an Kanal 1.
< Primärsignal: Nimmt das Trigger-Signal vom Primärzündbild selbst auf. Schließen
Sie den Messfühler mit der Spitze an die Primärseite der negativen Leitung der
Zündspule und das andere Ende an den Anschluss von Kanal 1 an. Der Messfühler
ohne Spitze (rot) wird an ein Hochspannungskabel und an Kanal 2 angeschlossen.
116
Kapitel 2.3 - Zündbild
Hinweis
Es ist sehr einfach, das Sekundärsignal als Trigger zu benutzen - schließen Sie dazu
einfach den Messfühler ohne Spitze an ein Hochspannungskabel an. Fertig. Da das
Sekundärsignal jedoch leicht durch die Motordrehzahl und die Motorlast beeinflusst
wird, kann die resultierende Kurvenform ungenau und instabil sein. Daher ist es zu
empfehlen, stets das Primärsignal als Trigger zu verwenden.
Auch wenn viele Gründe dafür sprechen, das Primäzündsignal zu verwenden, muss
in einigen Fällen das Sekundär-Trigger-Signal genutzt werden, wenn die Primärleitungen nicht zu finden sind. Mitunter sind die Leitungen in DLI-Fahrzeugen unter
Metallschildern und -platten versteckt oder schlicht zu kurz, um einen Messfühler
ordnungsgemäß mit diesen verbinden zu können.
Drücken Sie die Taste , wenn alle Kabel ordnungsgemäß angeschlossen sind.
Die Sekundärzündbilder werden angezeigt.
Ausgabe Sekundärzündkurve
Sind alle Messfühler und Kabel ordnungsgemäß angeschlossen, wird die Zündkurve
wie in Abb. 4-25 angezeigt.
Abb. 4-25. DLI-Sekundärzündbild
Bei DLI-Motoren mit individueller Zündung müssen die Zündbilder für jeden Zylinder
einzeln betrachtet werden. Schließen Sie den Messfühler ohne Spitze an das andere
Hochspannungskabel an und wiederholen Sie den vorangegangenen Vorgang.
Die Zylindernummer ist stets mit '1' markiert.
117
Kapitel 2.3 - Zündbild
Funktionen Anzeigesteuerung
Die Funktionen CYLN und DISP sind für DLI-Motoren mit individueller Zündung nicht
verfügbar. Es kann jeweils nur ein Bild pro Zylinder angesehen werden.
Alle anderen Funktion werden weiterhin wie zuvor beschrieben ausgeführt. Lesen Sie
den Abschnitt zu Fahrzeugen mit Verteilerzündung.
118
Kapitel 2.3 - Zündbild
Synchronisierte Zündung - Doppelspule
Trigger-Auswahl und Anschluss der Messfühler
Doppelspule für DLI-Motoren: Zwei Zündkerzen pro Zündspule
Diese Fahrzeuge lassen sich in drei Typen unterscheiden:
< Typ A: Eines der beiden Hochspanungskabel liegt frei, während das andere hinter
einer Metallverkleidung versteckt ist (Abb. 4-26).
< Typ B: Beide Hochspannungskabel liegen frei (Abb. 4-27), die Leitungen auf der
Primärseite sind jedoch nicht verfügbar.
< Typ C: Keine Primärleitungen sind verfügbar. Eines der Hochspannungskabel ist verdeckt.
Bei Typ A kann der Primär-Trigger genutzt werden, um eine stabile Bildanzeige zu erhalten.
Schließen Sie den Messfühler mit der Spitze an die negative Leitung der Primärzündspule, den
Messfühler ohne Spitze an das freiliegende Hochspannungskabel an (Abb. 4-26).
Abb. 4-26. DLI-Doppelspule - Primär-Trigger
Abb. 4-27. DLI-Doppelspule - Sekundär-Trigger
Bei Typ B können Sie den Sekundär-Trigger selbst auswählen, wie in Abb. 4-27
dargestellt. Schließen Sie die Zange an eines der negativen Hochspannungskabel
(Kanal 3) an. Verbinden Sie den Messfühler ohne Spitze mit dem anderen positiven
Kabel (Kanal 2).
Bei Typ C ist es nicht möglich, eine stabile Bildanzeige zu erhalten. Schließen Sie
einfach den Messfühler ohne Spitze an das Hochspannungskabel (Kanal 2) an. Ein
Messfühler ohne Spitze wird sowohl für die Spannungsinduktion als auch für das
Aufnehmen des Sekundär-Triggers genutzt. Das Bild ist ggf. instabil.
119
Kapitel 2.3 - Zündbild
Kurvenanzeige
Sind alle Messfühler und Kabel ordnungsgemäß angeschlossen, wird eine Zündkurve
angezeigt, wie in Abb. 4-28 dargestellt.
Abb. 4-28 Primärzündbild: DLI-Doppelspule
Sekundärzündbild
Ist der Sekundär-Trigger ausgewählt, zeigt der Inspector das Sekundärzündbild an,
ohne dass das Primärzündbild dargestellt wird. Wird der Primär-Trigger verwendet,
zeigt der Inspector zunächst den Primär-Trigger an. Sie müssen [1.Prim] wählen, um
den Modus zum Sekundärzündbild zu wechseln.
Trigger-Auswahl
Wählen Sie das Sekundärzündbild im obigen Menü aus, folgt das Menü für die
Trigger-Auswahl. Wählen Sie den Trigger gemäß Ihrer Kabelverbindung aus.
Abb. 4-29 Trigger-Auswahl
120
Kapitel 2.3 - Zündbild
Abb. 4-30 Sekundärzündbild - DLI-Doppelspule
Wie in der Abbildung dargestellt, zeigt der Inspector zwei Kurvenformen an. Der
Grund dafür ist, dass eine derartige Zündspule sowohl positive als auch negative
Elektrizität gleichzeitig zu zwei Zündkerzen entlädt.
Bei Vier-Zylinder-Motoren gibt es zwei Zündspulen und jede Zündspule ist mit zwei
Zündkerzen verbunden. Entlädt eine der Spulen beispielsweise positive Elektrizität
zu Zylinder 1, entlädt sie außerdem gleichzeitig negative Elektrizität zu Zylinder 4.
Entlädt die andere Spule positive Elektrizität zu Zylinder 3, entlädt sie außerdem
gleichzeitig negative Elektrizität zu Zylinder 2.
Es finden demnach also positive Entladungen in den Zylindern 1 und 4 und gleichzeitig negative Entladungen in den Zylindern 3 und 2 statt. Veranlasst dies Zylinder 1
und 4 zusammen zu zünden? Nein. Befindet sich ein Zylinder im Arbeitstakt, befindet
sich der andere entweder im Ausstoß-, Ansaug- oder Verdichtungstakt. Da das
Gemisch in den anderen Zylindern nicht dicht genug ist, um richtig zu verbrennen,
brennt dieses zwar, verbrennt allerdings nicht vollständig.
Bei den beiden Zylindern, die zusammen zünden, wird die Kurvenform der entscheidenden Elektrizitätsentladung, die die Verbrenung erzeugt, 'True Waveform'
(Richtige Kurvenform) genannt und die andere, die zündet, jedoch nicht vollständig
verbrennt, als 'Waste Waveform' (Abfall-Kurvenform).
Die Dichte des Gemisches in den Zylindern, die sich nicht im Arbeitstakt befinden,
liegt unter der brennbaren Höhe. Je höher die Widerstandsgrenze, desto größer
muss die Spannung sein, um den Elektrodenabstand zu überbrücken. Dies bedeutet,
dass die Maximalspannung der True Waveform höher ist als die der Waste Waveform.
Auf diese Weise kann zwischen den beiden Kurvenformen unterschieden werden.
In der Abb. 4-30 stellt die erste Kurvenform die True Waveform dar.
121
Kapitel 2.3 - Zündbild
Funktionen Anzeigesteuerung
Negative / Positive
Wählt die Entladungspolung der Funkenzündung
< Weicht die gewählte Polarität von der tatsächlichen Entladungspolung des Fahrzeugs ab, wird die Kurvenform ggf. auf dem Kopf stehend bzw. überhaupt
nicht angezeigt.
< Die Polarität wechselt zwischen positiv und negativ, wenn Sie die Taste 5 drücken.
Alle anderen Funktionen werden weiterhin wie zuvor beschrieben ausgeführt.
Siehe Abschnitt Verteilerfahrzeug.
5. Druckausgabe
Siehe Kapitel 3 Oszilloskop, Punkt 4. Druckausgabe.
122
Technischer Hinweis
Da der Energiebedarf in modernen Fahrzeugen
durch die Vielzahl an Steuergeräten enorm
angestiegen ist, empfehlen wir den Einsatz eines
modernen Batterieladecomputers, welcher den
Energiebedarf während längerer Diagnosearbeiten und Software Updates deckt und die
Fahrzeugbatterie stützt!
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
<
Passgenauigkeit und Spitzenqualität!
<
<
<
<
<
<
<
Mehr als 4.500 Spezialteile
zum fairen Preis
Alle Teile in Top-Qualität
95% aller Autoelektrik-Produkte in
direktem Zugriff
Kompetenz aus über 80 Jahren Erfahrung
Sie wollen sich im Bereich Autoelektrik auf Ihren
Partner 100% verlassen können? Dann sollten Sie
Herth+Buss Elparts kennenlernen. Wir bieten passende Ersatzteile für jedes Modell!
In puncto Passgenauigkeit und Qualität sind wir
mit Sicherheit der passende Partner für Sie.
Und zwar in allen Teilen.
Passt immer!
Ladecomputer für Blei-/AGM-/Gel-/Vlies-Akkus
Umfangreiche Schutz und Selbstschutzfunktionen
Betriebs-LED's zur Anzeige vom Ladeverlauf
Kurzschluss- und Verpolungsschutz
Weltweiter Eingangsspannungsbereich
Kurze Ladezeit durch hohe Ladeleistung
Refreschfunktion um auch tiefentladene
Batterien zu laden
Umschaltbar als Fremdstromversorgung
Zuverlässiger Schutz der Bordelektronik
gegen Hochpulsspannungen
Schutzfunktion bei Batteriedefekten
Parametrierbare Ausgangsspannung
Automatische Umschaltung in den
Erhaltungsmodus
Verpolungserkennung
Batterie-Qualitätsmessung
Zellenschlusserkennung
Selbstständige Sicherheitabschaltung
Kabelkompensation (wichtig für
FSV-Betrieb an längeren Zuleitungen)
Temperaturkompensation
Netzüber-/unterspannungsüberwachung
Sichere Funkenunterdrückung
Tieftemperaturbetrieb bis -40°C
Ideal zum Puffern der Batterie während längerer
Diagnosearbeiten oder bei Softwareupdates
(Flashen von Steuergeräten) geeignet
Ergonomisches und abgedichtetes Aluminiumgehäuse (CS80), auf den Werkstatteinsatz
abgestimmt
Austauschbare Ladekabel mittels
Schweißkupplung
Flash CS45 - 45 Ampere
Flash CS80 - 80 Ampere
95981045
95981080
Bedienhinweis Inspector
Erfahren Sie mehr unter:
www.herthundbuss.com/Inspector
Herth+Buss Fahrzeugteile Gmbh & Co. KG
Dieselstraße 2-4 ı D-63150 Heusenstamm
Telefon +49 (0) 6104/6 08-0 ıTelefax +49 (0) 6104/6 50 75
H+B Elparts ıTelefon +49 (0) 6104/6 08 250 ıTelefax +49 (0) 6104/6 50 75
Sie sind noch nicht für unseren Newsletter angemeldet?
Dann aber schnell!
So erhalten Sie monatlich per E-Mail die aktuellsten Nachrichten und Angebote
aus dem Hause Herth+Buss.
Anmeldung zum kostenlosen Newsletter ganz einfach unter www.herthundbuss.com
Stand: 01/2010
Inspector Diagnosegerät
Bedienhinweis
95990100
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement