Agilent 6890 Gaschromatograph

Agilent 6890 Gaschromatograph
Agilent 6890
Gaschromatograph
Fehlerbehebung
Agilent Technologies
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© Agilent Technologies, Inc. 2007
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internationaler Gesetzgebung zum
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Genehmigung seitens Agilent
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Handbuch Teile-Nr.
G1530-92011
Ausgabe
Februar 2007
Gedruckt in USA
Agilent Technologies, Inc.
2850 Centerville Road
Wilmington, DE 19808-1610 USA
Sicherheitshinweise
VO RSI CHT
VORSICHT weist auf eine Gefahr hin.
Dieser Hinweis macht auf einen
Verarbeitungsprozess, eine
Vorgehensweise oder Ähnliches
aufmerksam, der, wenn nicht genau
befolgt bzw. ausgeführt,
möglicherweise einen Schaden am
Produkt oder den Verlust wichtiger
Daten verursachen kann. Arbeiten Sie
im Falle eines Hinweises VORSICHT
erst dann weiter, wenn Sie die
angegebenen Bedingungen vollständig
verstehen und erfüllen.
WAR NU NG
WARNUNG weist auf eine Gefahr hin.
Dieser Hinweis macht auf einen
Verarbeitungsprozess, eine
Vorgehensweise oder Ähnliches
aufmerksam, der, wenn nicht genau
befolgt bzw. ausgeführt,
möglicherweise Personenschäden
oder Todesfälle verursachen kann.
Arbeiten Sie im Falle eines Hinweises
WARNUNG erst dann weiter, wenn
Sie die angegebenen Bedingungen
vollständig verstehen und erfüllen.
Inhalt
1
Konzepte und allgemeine Aufgaben
Konzepte 8
Beheben von Fehlern mit Hilfe dieses Handbuchs
Die [Status]-Taste 8
8
Konfigurierbare Elemente, die sich immer auf dem aktuellsten Stand
befinden müssen 9
Säulenkonfiguration 9
Konfiguration des automatischen Flüssigprobengebers 9
Gaskonfiguration 9
Ermitteln von Gerätedetails 10
GC-Stromversorgungskonfiguration
10
Anzeigen von "Run Log", "Maintenance Log" und "Event Log"
11
Information zusammenstellen vor der Kontaktaufnahme mit Agilent
2
Hardware-Symptome
Fehler am Kolben
14
Ampulle durch automatischen Flüssigprobengeber beschädigt
Spritzennadel verbiegt sich während der Injektion im Einlass
FID zündet nicht
FFD zündet nicht
15
16
17
FID-Anzünder glüht nicht während der Zündungssequenz
18
19
SPD-Nullpunktabgleich schlägt fehl
3
12
20
Chromatographische Symptome
Retentionszeiten nicht wiederholbar
Peak-Flächen nicht wiederholbar
22
23
Verunreinigung oder Verschleppung 24
Isolieren der Quelle 24
Prüfen der möglichen Ursachen - alle Kombinationen aus Einlass und
Detektor 24
Größere Peaks als erwartet
Fehlerbehebung
26
3
Peaks werden nicht angezeigt - keine Peaks 27
Tabelle 1. Fehlerbehebung am Detektor 27
Anstieg der Basislinie während eines Ofentemperaturprogramms
Schlechte Peak-Auflösung
28
29
Peak-Abfall 30
SPD 30
Probleme mit Peak-Siedepunkt oder molekularer
Gewichtsdiskriminierung 31
Bei einem Einlass, der in der Split-Betriebsart mit einem Detektor
verwendet wird 31
Bei einem Einlass, der in splitloser Betriebsart mit einem Detektor
verwendet wird 31
Probenzersetzung im Einlass / Fehlende Peaks
Peak-Vorlagerung
32
33
Verrauschter Detektor, einschließlich Wander-, Drift- und
Basislinien-Spikes 34
Verrauschte Basislinie 34
Basislinien-Wander und -Drift 35
Basislinien-Spiking 36
Abb. 1. Zyklisches Spiking 36
Abb. 2. Willkürliches Spiking 36
Niedrige Peak-Fläche oder -Höhe
38
FID-Flamme erlischt während einer Analyse und versucht, neu zu
zünden 40
FID-Basislinienausgabe über 20 pA
41
FFD-Flamme erlischt während einer Analyse und versucht, neu zu
zünden 42
FFD-Ausgabe zu hoch oder zu niedrig
Niedrige Peak-Flächen mit dem FFD
43
44
Große Peak-Breite auf halber Höhe am FFD
Hohe FFD-Basislinienausgabe, > 20 pA
46
Dämpfung des Lösungsmittels am SPD
47
Niedriger SPD-Response
45
48
Hohe Basislinienausgabe am SPD > 8 Millionen
SPD-Nullpunktabgleich funktioniert nicht korrekt
Niedrige Selektivität am SPD
Negative Peaks am WLD
4
49
50
51
52
Fehlerbehebung
WLD-Basislinie hat sinusförmige Noise-Trailing-Peaks gedämpft
(Ringing-Basislinie) 53
WLD-Peaks haben eine negative Neigung am Auslauf
4
Symptome bei einer Abschaltung
Säulenabschaltung
56
Wasserstoff-Abschaltung
57
Thermische Abschaltungen
5
54
58
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
GC ist niemals betriebsbereit
Fluss ist niemals betriebsbereit
60
61
Ofentemperatur kühlt niemals herunter oder kühlt extrem langsam
ab 62
Ofen heizt niemals auf
63
Temperatur ist niemals betriebsbereit
64
Ein Fluss oder Druck kann nicht eingestellt werden
65
Ein Gas erreicht nicht den Sollwertdruck oder -fluss
66
Ein Gas überschreitet den Drucksollwert oder Fluss
67
Der Einlassdruck oder -fluss schwankt
68
Ein Druck kann nicht so niedrig wie der Sollwert an einem Split-Einlass
gehalten werden 69
Der gemessene Säulenfluss entspricht nicht dem angezeigten Fluss
FID zündet nicht
71
FID-Anzünder glüht nicht während der Injektionssequenz
SPD-Nullpunktabgleich schlägt fehl
FFD zündet nicht
6
73
Symptome, wenn der GC nicht funktioniert
76
PC kann mit PC nicht kommunizieren
77
Prüfen auf Undichtigkeiten
Tipps zur Überprüfung von Undichtigkeiten
Überprüfen von externen Undichtigkeiten
Überprüfen von Undichtigkeiten am GC
Fehlerbehebung
72
74
GC schaltet nicht ein
7
70
80
81
83
5
Undichtigkeiten in Kapillarflussarmaturen (Microfluidic)
8
84
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Messen eines Säulenflusses 86
Messen des Säulenflusses bei einem FID, WLD, uEAD und FFD
Messen des SPD-Säulenflusses 87
86
Messen des Flusses an einem Split-Gasauslass oder eines
Septumspülflusses 89
Messen eines Detektorflusses 91
Messen des Flusses bei einem FID, WLD, uEAD und FFD
Messen des SPD-Flusses 93
Durchführen des GC-Selbsttests
94
Anpassen des Lit-Offset am FID
95
Sicherstellen, dass die FID-Flamme brennt
91
96
Sicherstellen, dass der FID-Anzünder während der Zündungssequenz
funktioniert 97
Messen des FID-Undichtigkeitsstroms
Messen der FID-Basislinienausgabe
Messen des SPD-Undichtigkeitsstroms
98
99
100
Sicherstellen, dass die SPD-Perleneinheit gezündet ist
Sicherstellen, dass die FFD-Flamme brennt
Anpassen des Lit-Offset am FFD
6
101
102
103
Fehlerbehebung
Agilent 6890 Gaschromatograph
Fehlerbehebung
1
Konzepte und allgemeine Aufgaben
Konzepte 8
Konfigurierbare Elemente, die sich immer auf dem aktuellsten Stand
befinden müssen 9
Ermitteln von Gerätedetails 10
Anzeigen von "Run Log", "Maintenance Log" und "Event Log" 11
Information zusammenstellen vor der Kontaktaufnahme mit Agilent 12
Agilent Technologies
7
1
Konzepte und allgemeine Aufgaben
Konzepte
Dieses Handbuch enthält Listen mit Symptomen und
entsprechenden Maßnahmen, die durchzuführen sind, wenn in
Verbindung mit der GC-Hardware oder chromatographischen
Ausgaben, "GC Not Ready"-Meldungen und anderen allgemeinen
Problemen Fehler auftreten.
Jeder Abschnitt befasst sich mit einem Problem und enthält
eine untergliederte Auflistung möglicher Ursachen, damit Sie
das Problem beheben können. Diese Listen stellen keine
Grundlage für die Entwicklung neuer Methoden dar. Verfahren
Sie bei der Fehlerbehebung so, als würden die Methoden korrekt
funktionieren.
Dieses Handbuch enthält sowohl gängige Maßnahmen zur
Fehlerbehebung als auch Informationen, die
zusammenzustellen sind, bevor Sie sich an Agilent bezüglich
Unterstützung wenden.
Beheben von Fehlern mit Hilfe dieses Handbuchs
Wenden Sie die folgenden Schritte als allgemeine
Vorgehensweise bei der Fehlerbehebung an:
1 Beobachten Sie die Symptome des Problems.
2 Suchen Sie die Symptome in diesem Handbuch mit Hilfe des
Inhaltsverzeichnisses oder der Suchfunktion. Lesen Sie die
Liste der möglichen Ursachen des Symptoms.
3 Prüfen Sie jede mögliche Ursache, oder führen Sie einen Test
durch, mit dem die Liste der möglichen Ursachen
eingegrenzt werden kann, bis das Symptom behoben ist.
Die [Status]-Taste
Verwenden Sie auch die [Status]- und [Info]-Tasten am
GC-Tastenfeld, während Sie diese Fehlerbehebungsinformationen verwenden. Diese Tasten zeigen zusätzliche
hilfreiche Informationen über den Status des GC und seine
Komponenten an.
8
Fehlerbehebung
Konzepte und allgemeine Aufgaben
1
Konfigurierbare Elemente, die sich immer auf dem aktuellsten Stand
befinden müssen
Bestimmte konfigurierbare Elemente im GC müssen immer auf
dem aktuellsten Stand sein. Wenn dies nicht beachtet wird,
führt dies zu einer verringerten Empfindlichkeit, zu
chromatographischen Fehlern und zu möglichen
Sicherheitsrisiken.
Säulenkonfiguration
Konfigurieren Sie den GC immer dann neu, wenn eine Säule
getrimmt oder ersetzt wird. Überprüfen Sie außerdem, ob das
Datensystem den korrekten Angaben zu Säulentyp, Länge,
Kennung und Filmdicke entspricht. Der GC verwendet diese
Informationen, um die Flüsse zu berechnen. Wenn der GC nach
dem Austausch einer Säule nicht aktualisiert wird, führt dies zu
fehlerhaften Flüssen, veränderten oder inkorrekten
Splitverhältnissen, Veränderungen bei der Retentionszeit und
zu Peakverschiebungen.
Konfiguration des automatischen Flüssigprobengebers
Halten Sie die Konfiguration des automatischen
Flüssigprobengebers auf dem aktuellsten Stand, um einen
korrekten Betrieb sicherzustellen. Für den automatischen
Flüssigprobengeber sind Injektorposition, Größe der
installierten Spritze und die Verwendung von Lösungsmitteln
und Abfallflaschen auf dem aktuellsten Stand zu halten.
Gaskonfiguration
WAR NU NG
Konfigurieren Sie den GC entsprechend, wenn Sie mit Wasserstoff
arbeiten. Wasserstoff entweicht schnell und stellt ein
Sicherheitsrisiko dar, wenn zu viel davon in die Luft oder in den
GC-Ofen entweicht.
Konfigurieren Sie den GC immer dann neu, wenn sich der
Gastyp ändert. Wenn der GC für ein anderes Gas konfiguriert
als, als das, was derzeit eingespeist wird, führt dies zu
inkorrekten Flussgeschwindigkeiten.
Fehlerbehebung
9
1
Konzepte und allgemeine Aufgaben
Ermitteln von Gerätedetails
Rufen Sie Informationsdetails vom GC-Tastenfeld wie folgt ab:
1 Drücken Sie [Service Mode].
2 Blättern Sie zu Troubleshooting > Instrument details.
3 Drücken Sie den nach unten zeigenden Pfeil (↓), um durch
die Informationen zu blättern, die am Bildschirm erscheinen.
Drücken Sie die [Status]-Taste, um zuvor angezeigte Meldungen
wie Error, Not Ready und Shutdown anzuzeigen.
Die folgenden Informationen können am GC-Tastenfeld
aufgerufen werden:
• Datum und Version der Firmware am GC und an allen
Komponenten
• GC-Ofenkonfiguration
• GC-Seriennummer
HIN WEIS
Die GC-Seriennummer ist auch auf einem Aufkleber unterhalb des
Tastenfeldes in der unteren rechten Ecke des GC angegeben.
•
•
•
•
•
GC-Betriebsdauer (kumuliert)
Gesamte Anzahl an Analysen
Netzwerkadressinformationen
Einlass, Detektor, AUX und PCM-Typ und Seriennummern
"Error", "Shutdown" und "Not Ready" Meldungen.
GC-Stromversorgungskonfiguration
Auf einem Etikett auf der Rückseite des GC (links neben dem
GC-Netzkabel) wird die GC-Stromversorgungskonfiguration
aufgelistet.
10
Fehlerbehebung
Konzepte und allgemeine Aufgaben
1
Anzeigen von "Run Log", "Maintenance Log" und "Event Log"
Der GC führt drei interne Ereignisprotokolle, wobei jedes bis zu
250 Einträge enthalten kann. Verwenden Sie diese Protokolle
für die Behebung von Problemen - besonders dann, wenn in der
Anzeige keine Meldung mehr erscheint.
Um die Protokolle aufzurufen, drücken Sie [Logs], um zum
gewünschten Protokoll zu wechseln. Die Anzeige gibt die Anzahl
der Einträge an, die das Protokoll enthält. Blättern Sie durch
die Liste.
Run Log Für jede Analyse zeichnet das Run Log Abweichungen
von der geplanten Methode auf. Dieses Protokoll wird zu Beginn
einer jeden Analyse überschrieben. Die Informationen im Run
Log können für GLP-Standards (Good Laboratory Practice)
verwendet und auf ein Agilent Datensystem hochgeladen
werden. Wenn das Run Log Einträge enthält, leuchtet die Run
Log LED.
Maintenance Log In das Maintenance Log wird immer dann ein
Eintrag aufgenommen, wenn ein "Early Maintenance Feedback
Limit" erreicht, zurückgesetzt oder verändert wird. Das Log
zeichnet Details auf, wie Zählerelement, Zählerwert, den neuen
Zählerwert und ob der Zähler zurückgesetzt wurde oder nicht
(weist auf den Austausch eines Teils hin). Wenn das
Maintenance Log voll ist, überschreibt der GC die Einträge und
beginnt dabei mit dem ältesten.
Event Log Das Event Log zeichnet Ereignisse auf, wie
Abschaltungen, Warnungen, Fehler und Veränderungen am
GC-Zustand (Analyse starten, Analyse stoppen usw.), die
während des GC-Betriebs auftreten können. Das das Event Log
voll ist, überschreibt der GC die Einträge und beginnt dabei mit
dem ältesten.
Fehlerbehebung
11
1
Konzepte und allgemeine Aufgaben
Information zusammenstellen vor der Kontaktaufnahme mit Agilent
Stellen Sie die folgenden Informationen zusammen, bevor Sie
sich an Agilent bezüglich Kundendienst wenden:
• Symptome
• Beschreibung des Problems
• Installierte Hardware und Parameter/Konfiguration, als der
Fehler aufgetreten ist (Probe, Gasversorgungstyp,
Gasflussgeschwindigkeiten, installierte Detektoren/Einlässe
usw.)
• Meldungen, die auf der GC-Anzeige erscheinen
• Ergebnisse von durchgeführten Fehlerbehebungstests
• Gerätedetails
1 Drücken Sie [Service Mode].
2 Blättern Sie zu Troubleshooting > Instrument details.
3 Zeichnen Sie die angezeigten Informationen auf:
• GC-Seriennummer
• GC-Firmwareversion
• GC-Stromversorgungskonfiguration (auf der Rückseite
des GC angegeben)
• Ofenkonfiguration (schnell oder langsam heizend)
• Drücken Sie die [Status]-Taste, um zuvor angezeigte
Meldungen wie Error, Not Ready und Shutdown anzuzeigen.
Informationen zu den Telefonnummern für die
Kontaktaufnahme bezüglich Kundendienst/Support finden Sie
auf der Agilent Web-Site unter www.agilent.com/chem.
12
Fehlerbehebung
Agilent 6890 Gaschromatograph
Fehlerbehebung
2
Hardware-Symptome
Fehler am Kolben 14
Ampulle durch automatischen Flüssigprobengeber beschädigt 15
Spritzennadel verbiegt sich während der Injektion im Einlass 16
FID zündet nicht 17
FFD zündet nicht 19
SPD-Nullpunktabgleich schlägt fehl 20
Agilent Technologies
13
2
Hardware-Symptome
Fehler am Kolben
Wenn der automatische Flüssigprobengeber einen Fehler am
vorderen oder hinteren Kolben ausgibt, prüfen Sie die folgenden
möglichen Ursachen:
• Der Spritzenkolben steckt fest oder ist mit dem Kolbenträger
nicht fest verbunden.
14
Fehlerbehebung
Hardware-Symptome
2
Ampulle durch automatischen Flüssigprobengeber beschädigt
Weitere Informationen finden Sie im Handbuch 7683B
Automatic Liquid Sampler Installation, Operation and
Maintenance.
Wenn eine beschädigte Probenampulle ersichtlich ist, gehen Sie
wie folgt vor:
• Prüfen Sie, ob Verfaltungen oder Verknitterungen am
Krausenverschluss vorliegen, besonders am Halsbereich der
Probenampulle.
• Verwenden Sie die von Agilent empfohlenen
Probenampullen.
• Prüfen Sie die Probenetiketten (sofern zutreffend).
• Prüfen Sie, ob diese die korrekte Größe haben.
• Stellen Sie sicher, dass die Etiketten nicht mit dem
Greifarm kollidieren.
• Prüfen Sie, ob die Tellerquadranten sauber sind und im
Probentellerboden eingerastet sind.
Fehlerbehebung
15
2
Hardware-Symptome
Spritzennadel verbiegt sich während der Injektion im Einlass
WAR NU NG
Bei der Behebung von Fehlern am Injektor halten Sie Ihre Hände
fern von der Spritzennadel. Die Nadel ist scharf und kann
gefährliche Chemiekalien enthalten.
Weitere Informationen finden Sie im Handbuch 7683B
Automatic Liquid Sampler Installation, Operation and
Maintenance.
• Prüfen Sie, ob das GC-Septum nicht zu dicht ist.
• Prüfen Sie, ob die Spritze korrekt im Spritzenschlitten
installiert ist.
• Prüfen Sie, ob die Nadelhalterung und -führung sauber sind.
Entfernen Sie Rückstände oder Septumreste.
• Bei Verwendung eines Kaltaufgabesystems prüfen Sie, ob der
korrekte Einsatz für die Spritze installiert ist.
• Prüfen Sie, ob Sie die korrekte Spritze verwenden. Die
gesamte Länge von Spritzenbehälter und Nadel sollte ca.
126,5 mm betragen.
16
Fehlerbehebung
2
Hardware-Symptome
FID zündet nicht
• Prüfen Sie, ob der FID-Anzünder während der
Zündungssequenz glüht. (Siehe "Sicherstellen, dass der
FID-Anzünder während der Zündungssequenz funktioniert".)
• Stellen Sie sicher, dass der "Lit Offset" dem Wert ≤ 2.0 pA
entspricht.
• Achten Sie auf eine eingesteckte oder teilweise eingesteckte
Düse.
• Prüfen Sie die Flussgeschwindigkeiten am FID. Das
Verhältnis zwischen Wasserstoff und Luft hat großen
Einfluss auf die Zündung. Nicht-optimale Flusseinstellungen
können ein Zünden der Flamme verhindern. (Siehe "Messen
eines Detektorflusses".)
• Wenn die Flamme immer noch nicht zündet, könnte im
System ein großes Leck vorliegen. Große Lecks führen dazu,
dass gemessene Flussgeschwindigkeiten von den
tatsächlichen Flussgeschwindigkeiten abweichen, was zu
nicht idealen Bedingungen für die Zündung führt.
Überprüfen Sie das gesamte System gründlich auf Lecks,
besonders an der Säulendichtung am FID.
• Prüfen Sie die Flussgeschwindigkeit in der Säule.
• Prüfen Sie, ob an der Säulendichtung am FID Lecks
vorliegen.
• Stellen Sie sicher, dass die FID-Temperatur für die Zündung
hoch genug ist (>150 °C).
Fehlerbehebung
17
2
Hardware-Symptome
FID-Anzünder glüht nicht während der Zündungssequenz
WAR NU NG
Achten Sie bei Durchführung dieser Aufgabe darauf, dass Sie Ihre
Körperteile in einem sicheren Abstand zum FID-Kamin halten. Bei
Verwendung von Wasserstoff ist die FID-Flamme nicht sichtbar.
1 Nehmen Sie die obere Abdeckung des Detektors ab.
2 Schalten Sie die FID-Flamme ein.
3 Beobachten Sie den Anzünderstecker durch den FID-Kamin.
Die kleine Bohrung sollte während der Zündungssequenz
glühen.
Wenn der Test fehlschlägt, prüfen Sie die folgenden möglichen
Ursachen:
• Der Anzünder ist fehlerhaft; ersetzen Sie den Anzünder.
• Die Detektortemperatur ist auf < 150 °C eingestellt. Agilent
empfiehlt den Betrieb des FIDs bei ≥ 300 °C
• Der Anzünder ist mit dem Boden nicht korrekt verbunden:
• Der Anzünder muss in der FID-Blockeinheit fest
verschraubt sein.
• Die drei T-20-Torx-Schrauben, mit denen die
Kollektoreinrichtung befestigt ist, müssen fest sitzen.
• Die geriffelte Messingmutter, mit der die FID-Blockeinheit
befestigt ist, muss fest sitzen.
Führen Sie die FID-Wartung durch, wenn diese Teile
korrodiert oder oxidiert sind.
T-20-Torx-Schrauben (3)
Anzünder
Geriffelte Mutter
18
Fehlerbehebung
2
Hardware-Symptome
FFD zündet nicht
• Stellen Sie sicher, dass die FFD-Temperatur für die Zündung
hoch genug ist (>150 °C).
• Prüfen Sie die FFD-FLussgeschwindigkeiten und ob diese
dem im FFD installierten Filtertyp entsprechen.
• Messen Sie die tatsächlichen Detektorflüsse. (Siehe "Messen
eines Detektorflusses".)
• Die Säule ist im Detektor eventuell zu hoch installiert.
• Prüfen Sie, ob der FFD-Anzünder funktioniert. (Siehe
"Sicherstellen, dass die FFD-Flamme brennt".)
• Prüfen Sie die Flussgeschwindigkeit in der Säule und für das
Zusatzgas.
• Stellen Sie sicher, dass das Kondensat im Entlüftungsrohr
nicht in den Detektor zurücktropft. Das flexible
Entlüftungsrohr aus Kunststoff muss vom Detektor in einen
Behälter verlaufen ohne dass es herabhängt, um so das
korrekte Abtropfen des Wasserkondensats zu ermöglichen.
Das offene Rohrende darf nicht in das Wasser im Behälter
hineinragen.
• Prüfen Sie den Wert Lit offset. Der typische Wert für Lit offset
beträgt 2.0.
• Überprüfen Sie das gesamte System gründlich auf Lecks.
(Siehe "Prüfen auf Undichtigkeiten".)
Fehlerbehebung
19
2
Hardware-Symptome
SPD-Nullpunktabgleich schlägt fehl
• Überprüfen Sie, ob die Düse verstopft ist.
• Messen Sie die tatsächlichen Detektorflüsse. (Siehe "Messen
eines Detektorflusses".)
• Prüfen Sie den Zustand der Perleneinheit. Ersetzen Sie diese
bei Bedarf.
• Stellen Sie sicher, dass die Flusseinstellungen korrekt sind.
• Überprüfen Sie das gesamte System gründlich auf Lecks,
besonders an der Säulendichtung am Detektor. (Siehe
"Prüfen auf Undichtigkeiten".)
• Stellen Sie die Equilibrierungszeit auf 0.0.
20
Fehlerbehebung
Agilent 6890 Gaschromatograph
Fehlerbehebung
3
Chromatographische Symptome
Retentionszeiten nicht wiederholbar 22
Peak-Flächen nicht wiederholbar 23
Verunreinigung oder Verschleppung 24
Größere Peaks als erwartet 26
Peaks werden nicht angezeigt - keine Peaks 27
Anstieg der Basislinie während eines Ofentemperaturprogramms 28
Schlechte Peak-Auflösung 29
Peak-Abfall 30
Probleme mit Peak-Siedepunkt oder molekularer
Gewichtsdiskriminierung 31
Probenzersetzung im Einlass / Fehlende Peaks 32
Peak-Vorlagerung 33
Verrauschter Detektor, einschließlich Wander-, Drift- und
Basislinien-Spikes 34
Niedrige Peak-Fläche oder -Höhe 38
FID-Flamme erlischt während einer Analyse und versucht, neu zu
zünden 40
FID-Basislinienausgabe über 20 pA 41
FFD-Flamme erlischt während einer Analyse und versucht, neu zu
zünden 42
FFD-Ausgabe zu hoch oder zu niedrig 43
Niedrige Peak-Flächen mit dem FFD 44
Große Peak-Breite auf halber Höhe am FFD 45
Hohe FFD-Basislinienausgabe, > 20 pA 46
Dämpfung des Lösungsmittels am SPD 47
Niedriger SPD-Response 48
Hohe Basislinienausgabe am SPD > 8 Millionen 49
SPD-Nullpunktabgleich funktioniert nicht korrekt 50
Niedrige Selektivität am SPD 51
Negative Peaks am WLD 52
WLD-Basislinie hat sinusförmige Noise-Trailing-Peaks gedämpft
(Ringing-Basislinie) 53
WLD-Peaks haben eine negative Neigung am Auslauf 54
Agilent Technologies
21
3
Chromatographische Symptome
Retentionszeiten nicht wiederholbar
• Ersetzen Sie das Septum.
• Prüfen Sie den Einlass, den Einsatz (sofern vorhanden) und
die Säulenverbindung auf Undichtigkeiten. (Siehe “Prüfen
auf Undichtigkeiten”.)
• Achten Sie auf ausreichenden Trägergasdruck. Der am GC
anliegende Druck muss mindestens 40 kPa (10 psi) über dem
maximalen Einlassdruck liegen, der für die finale
Ofentemperatur erforderlich ist.
• Führen Sie Wiederholungen mit bekannten Standards durch,
um das Problem zu überprüfen.
• Überprüfen Sie den Einlass auf Undichtigkeiten. Weitere
Informationen finden Sie unter dem folgenden Link.
• “Tipps zur Überprüfung von Undichtigkeiten”
• Stellen Sie sicher, dass Sie den korrekten Einsatztyp für die
zu injizierende Probe verwenden.
• Berücksichtigen Sie, ob dies die erste Analyse ist. (Hat sich
der GC stabilisiert?)
• Bei Verwendung eines FID oder SPD und verringerten
Retentionszeiten (Drift) überprüfen Sie die Düse auf
Verunreinigungen.
22
Fehlerbehebung
3
Chromatographische Symptome
Peak-Flächen nicht wiederholbar
• Prüfen Sie den Betrieb der Spritze am automatischen
Flüssigprobengeber. (Siehe der Abschnitt "Troubleshooting"
im Handbuch 7683B Automatic Liquid Sampler Installation,
Operation and Maintenance.)
• Ersetzen Sie die Spritze.
• Prüfen Sie den Einlass, den Einsatz (sofern vorhanden) und
die Säulenverbindung auf Undichtigkeiten. (Siehe “Prüfen
auf Undichtigkeiten”.)
• Prüfen Sie die Probenmenge in den Ampullen.
• Führen Sie Wiederholungen mit bekannten Standards durch,
um das Problem zu überprüfen.
• Berücksichtigen Sie, ob dies die erste Analyse ist. (Hat sich
der GC stabilisiert?)
Fehlerbehebung
23
3
Chromatographische Symptome
Verunreinigung oder Verschleppung
Wenn Ihre Ausgabe Verunreinigungen oder unerwartete Peaks
aufweist, gehen Sie wie folgt vor:
Isolieren der Quelle
1 Führen Sie eine reine Analyse mit einem Lösungsmittel
durch, und verwenden Sie dabei eine neue, reine Quelle des
Lösungsmittels. Wenn die Verunreinigung verschwindet,
wird das Problem durch die Probe oder das Lösungsmittel
verursacht.
2 Führen Sie eine Blindanalyse durch (entfernen Sie die
Spritze aus dem Injektor, und starten Sie eine Analyse).
Wenn die Verunreinigung verschwindet, wird das Problem
durch die Spritze verursacht.
3 Entfernen Sie die Säule aus dem Detektor, und verschließen
Sie die Detektorarmatur. Führen Sie eine Blindanalyse
durch. Wenn die Verunreinigung verschwindet, wird das
Problem durch den Einlass oder die Säule verursacht. Wenn
die Verunreinigung bestehen bleibt, wird das Problem durch
den Detektor verursacht.
Prüfen der möglichen Ursachen - alle Kombinationen aus Einlass und
Detektor
• Prüfen Sie den Septumtyp und die Installation.
• Führen Sie die vollständige Wartung am Einlass durch:
Ersetzen Sie alle Verbrauchsteile, und backen Sie den Einlass
aus.
• Führen Sie die vollständige Wartung an der Säule durch:
Backen Sie Verunreinigungen aus, entfernen Sie den
verunreinigten Teil der Säule beim Einlass, und drehen Sie
die Säule bei Bedarf um, und backen Sie diese aus.
• Prüfen Sie eine mögliche Probenverschleppung aus
vorherigen Analysen. Führen Sie mehrere Blindanalysen
ohne Injektion durch, wenn die Ghost-Peaks verschwinden
oder kleiner werden.
• Prüfen Sie den Septumspülfluss. Wenn dieser zu gering ist,
haben sich im Septum ggf. Verunreinigungen angesammelt
oder ein Kondensat verstopft die Spülleitung.
• Prüfen Sie alle Anzeigen und Datumsangaben der Gasventile.
• Überprüfen Sie die Gasreinheit.
24
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
• Prüfen Sie Leitungen und Armaturen der Gasversorgung auf
Verunreinigungen.
• Wenn Sie vermuten, dass im Einlass, in der Säule oder am
Detektor eine Verunreinigung vorliegt, führen Sie die
Ausback-Prozedur durch.
• Stellen Sie sicher, dass die Ofenprogrammtemperatur und
-zeit für die injizierten Proben ausreichend sind.
• Prüfen Sie den Lösungsmittelstand in den
Reinigungsfläschchen des automatischen
Flüssigprobengebers.
• Ersetzen Sie bei Bedarf die Spritze im automatischen
Flüssigprobengeber.
• Prüfen Sie das Probeninjektionsvolumen.
• Installieren Sie ein Agilent Säulenrückspülsystem.
Fehlerbehebung
25
3
Chromatographische Symptome
Größere Peaks als erwartet
• Vergleichen Sie alle Abmessungen der konfigurierten Säule
mit den tatsächlichen Abmessungen der Säule. (Siehe
“Konfigurierbare Elemente, die sich immer auf dem
aktuellsten Stand befinden müssen”.)
• Prüfen Sie das Injektionsvolumen des automatischen
Probengebers.
• Prüfen Sie die Fläschchenabdeckungen.
• Prüfen Sie die konfigurierte Spritzengröße. Einige
Spritzengrößen werden in halber Kapazität angegeben. Wenn
das maximale Spritzenvolumen auf halber Höhe am Behälter,
nicht an oberster Stelle des Behälters, markiert ist, geben Sie
den zweifachen Wert des angegebenen Wertes ein, wenn Sie
die Spritzengröße konfigurieren.
26
Fehlerbehebung
3
Chromatographische Symptome
Peaks werden nicht angezeigt - keine Peaks
• Wenn Sie einen automatischen Probengeber verwenden:
• Stellen Sie sicher, dass das Fläschchen eine Probe enthält.
• Stellen Sie sicher, dass der Kolbenträger am
automatischen Flüssigprobengeber mit dem
Spritzenkolben verbunden ist.
• Prüfen Sie, ob die Spritze korrekt installiert ist und die
Probe ansaugt.
• Stellen Sie sicher, dass das Karussell bzw. der
Probenteller korrekt bestückt ist, und keine Injektionen
über Fläschchen erfolgen, die sich nicht innerhalb der
gewünschten Sequenz befinden.
• Achten Sie darauf, dass die Probe in die Spritze gezogen
wird.
• Stellen Sie sicher, dass der verwendete Detektor einem
Signal zugewiesen ist.
• Prüfen Sie, ob die Säule korrekt installiert ist.
• Stellen Sie sicher, dass die Säule nicht eingesteckt ist. (Siehe
“Messen eines Säulenflusses”.) Führen Sie die Wartung für
die Säule durch.
• Achten Sie auf Lecks. (Siehe “Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Prüfen Sie die Flusseinstellungen, und messen Sie dann die
tatsächlichen Detektorflüsse. (Siehe “Messen eines
Detektorflusses”.)
Wenn das Problem durch den Detektor verursacht wird,
beachten Sie die Tabelle 1.
Tabelle 1 Fehlerbehebung am Detektor
Detektor
Lösung
FID, FFD
• Stellen Sie sicher, dass das Elektrometer eingeschaltet
ist.
• Stellen Sie sicher, dass die Flamme immer noch brennt.
WLD
• Stellen Sie sicher, dass der Heizfaden eingeschaltet ist.
• Stellen Sie sicher, dass das Referenzgas nicht auf Null
eingestellt ist.
SPD, uEAD
Fehlerbehebung
Stellen Sie sicher, dass das Elektrometer eingeschaltet ist.
27
3
Chromatographische Symptome
Anstieg der Basislinie während eines Ofentemperaturprogramms
• Überprüfen Sie die Säule auf eine Blutung.
• Achten Sie auf Undichtigkeiten/Sauerstoff in der
Trägergasversorgung.
• Prüfen Sie die Anzeigen und Datumsangaben der
Sauerstoffventile.
• Führen Sie Blindanalysen mit Lösungsmittel durch, um die
Basislinie ohne Probe zu bewerten.
• Führen Sie Blindanalysen ohne Injektion durch (entfernen
Sie die Spritze aus dem Injektor, und starten Sie eine
Analyse), um die Basislinie ohne Lösungsmittel zu bewerten.
• Achten Sie auf Verunreinigungen. (Siehe “Verunreinigung
oder Verschleppung”.)
• Berücksichtigen Sie die Auswirkung der Filmdicke der Säule
beim Bluten.
• Prüfen Sie die Säulenarmaturen auf Undichtigkeiten. (Siehe
“Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Bereiten Sie ein Säulenkompensationsprofil vor, und
verwenden Sie dies.
28
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
Schlechte Peak-Auflösung
• Stellen Sie den Säulenfluss auf eine optimale lineare
Geschwindigkeit ein.
• Installieren und verwenden Sie deaktivierte
Verbrauchsmaterialien im Einlass (z.B. einen Einsatz).
• Führen Sie die vollständige Wartung an der Säule durch:
Backen Sie Verunreinigungen aus, entfernen Sie den
verunreinigten Teil der Säule beim Einlass, und drehen Sie
die Säule bei Bedarf um, und backen Sie diese aus.
• Prüfen Sie die Säuleninstallation an beiden Enden.
• Wählen Sie eine Säule mit höherer Auflösung.
Fehlerbehebung
29
3
Chromatographische Symptome
Peak-Abfall
In der nachfolgenden Abbildung ist ein Beispiel für abfallende
Peaks dargestellt. Bei der Korrektur von abfallenden Peaks ist
Folgendes zu beachten:
• Welche Peaks fallen ab?
• Handelt es sich bei den abfallenden Peaks um aktive
Verbindungen, alle Verbindungen oder liegen Trends vor (wie
z.B. frühzeitige Spitzen oder spätere Spitzen)?
• Prüfen Sie die Säule auf starke Verunreinigungen.
• Betrachten Sie die stationäre Phase der Säule (aktive Säule).
• Stellen Sie sicher, dass die Säule korrekt abgeschnitten und
installiert ist.
• Beachten Sie, welche Arten von Adapter, Einsatz und
Einlassdichtung verwendet werden. Eines dieser Teile oder
all diese Teile sind ggf. verunreinigt oder aktiv.
• Prüfen Sie die Adapter (sofern installiert) und den Einsatz
auf feste Partikel.
• Bei der splitlosen Kapillarinjektion berücksichtigen Sie die
Kompatibilität zwischen dem Lösungsmittel und der Säule.
• Stellen Sie sicher, dass die Injektionstechnik adequat ist.
• Prüfen Sie die Einlasstemperatur.
• Prüfen Sie das Totvolumen im System. Prüfen Sie die
korrekte Säuleninstallation an beiden Enden.
• Untersuchen und übertragen Sie Leitungen für kalte Stellen.
SPD
Bei einem SPD führen Sie folgende Schritte durch:
• Stellen Sie sicher, dass Sie die korrekte Perleneinheit für die
zu analysierende Probe verwenden. Wenn Sie Phosphor
analysieren, installieren Sie eine schwarze Perleneinheit.
Weiße Perleneinheiten können bei der Analyse von Phosphor
zu Peak-Abfällen führen.
30
Fehlerbehebung
3
Chromatographische Symptome
• Stellen Sie sicher, dass die korrekte Düse installiert ist.
Verwenden Sie eine erweiterte Düse.
• Ersetzen Sie die keramischen Isolierungen.
Probleme mit Peak-Siedepunkt oder molekularer Gewichtsdiskriminierung
Wenn Sie Probleme mit Peak-Siedepunkt oder molekularer
Gewichtsdiskriminierung (Einlassdiskriminierung) haben,
gehen Sie wie folgt vor:
• Überprüfen Sie den Einlass auf Verunreinigungen. Reinigen
oder ersetzen Sie den Einsatz bei Bedarf. Ersetzen Sie alle
Verbrauchsmaterialien am Einlass. Siehe
Wartungshandbuch.
• Passen Sie die Einlasstemperatur an.
• Führen Sie Standards anhand einer bekannten Methode
durch, um die erwartete Leistung zu ermitteln.
Bei einem Einlass, der in der Split-Betriebsart mit einem Detektor
verwendet wird
• Prüfen Sie den Einsatztyp.
• Erhöhen Sie die Einlasstemperatur, und stellen Sie sicher,
dass die Isolierungskappe installiert ist und eine Isolierung
enthält.
• Prüfen Sie Schnitt und Installation der Säule im Einlass.
Beachten Sie hierzu das Thema für SS, PTV und VI.
Bei einem Einlass, der in splitloser Betriebsart mit einem Detektor
verwendet wird
• Überprüfen Sie den Einlass auf Undichtigkeiten. (Siehe
“Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Prüfen Sie den Einsatztyp.
• Stellen Sie sicher, dass die Ofenanfangstemperatur unter
dem Siedepunkt des Lösungsmittels liegt.
• Prüfen Sie Schnitt und Installation der Säule im Einlass.
Beachten Sie hierzu das Thema für SS, PTV und VI.
• Prüfen Sie, dass das Dampfvolumen des Lösungsmittels die
Kapazität des Einsatzes nicht übersteigt.
• Achten Sie auf eine geeignete Spülverzögerungszeit.
Fehlerbehebung
31
3
Chromatographische Symptome
Probenzersetzung im Einlass / Fehlende Peaks
• Senken Sie die Einlasstemperatur.
• Achten Sie auf Luft oder Wasser im Trägergas; überprüfen
Sie die Gasreinheit und die Funktionalität der Ventile.
• Stellen Sie sicher, dass der Einsatz für die zu analysierende
Probe geeignet ist.
• Führen Sie die vollständige Wartung am Einlass durch:
Ersetzen Sie alle Verbrauchsteile, und backen Sie den Einlass
aus.
• Installieren Sie einen deaktivierten Einsatz (SS-, PP- und
PTV-Einlässe).
• Achten Sie auf Lecks. (Siehe “Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Installieren Sie einen Agilent Direktverbindungseinsatz.
• Verwenden Sie eine Druckmethode mit Druckstoß für eine
schnellere Probenübertragung zur Säule.
• Backen Sie den Einlass aus. Beachten Sie folgende Punkte:
• Ausbacken von Verunreinigungen aus dem
Split/Splitless-Einlass
• Ausbacken von Verunreinigungen aus dem
Purged-Packed-Einlass
• Ausbacken von Verunreinigungen aus dem
Kaltaufgabesystem
• Ausbacken von Verunreinigungen am PTV-Einlass
• Ausbacken von Verunreinigungen am Einlass des
Einlasssystems für flüchtige Analyte
32
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
Peak-Vorlagerung
In der nachfolgenden Abbildung sind Beispiele für drei Arten
von Peaks dargestellt: symmetrisch, vorgelagert und überlastet.
Symmetrisch
Vorne
Überlastet
Wenn eine Peak-Vorlagerung oder Überlastung auftritt, gehen
Sie wie folgt vor:
• Stellen Sie sicher, dass das Injektionsvolumen geeignet ist.
• Stellen Sie sicher, dass die Säule korrekt installiert ist.
• Stellen Sie sicher, dass eine geeignete Injektionstechnik
verwendet wird.
• Wenn Sie eine splitlosen Kapillarinjektion anwenden,
beachten Sie die Löslichkeit der Verbindung im
Injektionslösungsmittel.
• Wechseln Sie das Lösungsmittel.
• Verwenden Sie eine Vorsäule.
• Prüfen Sie die Reinheit des Probenlösungsmittels.
Fehlerbehebung
33
3
Chromatographische Symptome
Verrauschter Detektor, einschließlich Wander-, Drift- und
Basislinien-Spikes
Rauschen sollte unter "normalen" Betriebsbedingungen
gemessen werden, wenn eine Säule angeschlossen und das
Trägergas eingeschaltet ist. Rauschen hat normalerweise einen
hohen Frequenzanteil (ursprünglich elektronisch) und
niedrigere Frequenzanteile, die als Wander und Drift bezeichnet
werden.
Wander weist eine willkürliche Richtung auf, jedoch bei einer
niedrigeren Frequenz als das kurzzeitige elektronische
Rauschen. Langfristiges Rauschen (Drift) ist eine monotonische
Änderung im Signal über einen Zeitraum, der im Vergleich zum
Wander und elektronischen Rauschen lang ist (siehe unten).
Begriffe wie "kurz" und "lang" sind relativ zur Breite der
chromatographischen Peaks zu betrachten.
Gesamtes Rauschen
Gesamtgeräusch
Geräsuch
Langfristiges Rauschen
(Drift)
Navigieren
Wander
Geräsuch
Kurzfristiges Rauschen
Verrauschte Basislinie
Eine verrauschte Basislinie oder eine hohe Detektorausgabe
kann auf Undichtigkeiten, Verunreinigungen oder elektrische
Probleme hindeuten. Ein gewisses Rauschen ist bei jedem
Detektor unvermeidlich, wenngleich auch hohe
Abschwächungen dies verdecken können. Da ein Rauschen die
Empfindlichkeit eines Detektors einschränkt, sollte dies
minimiert werden.
• Prüfen Sie an allen Detektoren die Säulenarmaturen auf
Undichtigkeiten. (Siehe “Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Beim WLD stellen Sie sicher, dass die Datenerfassung bei
≤ 5 Hz erfolgt.
Wenn ein Rauschen plötzlich an einer zuvor sauberen Basislinie
auftritt, gehen Sie wie folgt vor:
• Achten Sie auf aktuelle Veränderungen, die am System
erfolgten.
34
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
• Backen Sie den Einlass aus. Beachten Sie folgende Punkte:
• Ausbacken von Verunreinigungen aus dem
Split/Splitless-Einlass
• Ausbacken von Verunreinigungen aus dem
Purged-Packed-Einlass
• Ausbacken von Verunreinigungen aus dem
Kaltaufgabesystem
• Ausbacken von Verunreinigungen am PTV-Einlass
• Ausbacken von Verunreinigungen am Einlass des
Einlasssystems für flüchtige Analyte
• Überprüfen Sie die Reinheit der Träger- und Detektorgase.
• Überprüfen Sie, ob nach der letzten Wartung alle Teile
wieder korrekt zusammengebaut wurden.
• Überprüfen Sie den Detektor auf Verunreinigungen.
Wenn das Rauschen allmählich auf einen zu hohen Pegel
ansteigt, prüfen Sie die folgenden möglichen Ursachen:
• Überprüfen Sie den Detektor auf Verunreinigungen.
• Überprüfen Sie die Säule und den Einlass auf
Verunreinigungen.
• Überprüfen Sie die Düsen am FID oder SPD auf
Verunreinigungen.
• Stellen Sie sicher, dass das FFD Fotovervielfacherrohr (PMT)
korrekt installiert ist. Falls dies nicht zutrifft, führt dies zu
Lichtundichtigkeiten und schließlich zu einem Rauschen.
Andere Faktoren, die zu einem Rauschen führen können:
• Die Säule ist im Detektor zu hoch installiert.
• Die Ofentemperatur übersteigt die für die Säule maximal
empfohlenen Temperaturen.
Basislinien-Wander und -Drift
Basislinien-Wander oder -Drift kann auftreten, wenn eine Flussoder Temperatureinstellung geändert wurde. Wenn sich das
System vor Beginn einer Analyse nicht in den neuen Zuständen
stabilisiert hat, sind einige Basislinienänderungen zu erwarten.
Wenn ein Basislinien-Wander auftritt, prüfen Sie das System auf
Undichtigkeiten, besonders beim Septum und bei der Säule.
(Siehe “Prüfen auf Undichtigkeiten”.) Basislinien-Drift tritt
meistens während der Temperaturprogrammierung auf.
Versuchen Sie einen Basislinien-Drift wie folgt zu korrigieren:
• Stellen Sie sicher, dass die Säulenkompensation verwendet
wird und das Profil aktuell ist. (Für die Kompensation der
Blutung.)
Fehlerbehebung
35
3
Chromatographische Symptome
• Stellen Sie sicher, dass die Säule konditioniert ist.
• Achten Sie bei der Betriebstemperatur auf die
Säulenblutung.
• Achten Sie auf den Signalmodus, der der Säule im
Datensystem zugewiesen ist.
Basislinien-Spiking
In der Basislinienausgabe gibt es zwei Arten von Spiking:
zyklisch und willkürlich.
Abb. 1
Zyklisches Spiking
Zyklisches Spiking kann durch folgende Punkte verursacht
werden:
• einen elektrischen Motor
• Klimatisierung von Gebäuden
• Andere elektronische Störstrahlungen im Labor
Abb. 2
36
Willkürliches Spiking
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
Spikes sind isolierte Basislinienstörungen, die normalerweise
als plötzliche (und große) Ausschläge nach oben auftreten. In
Verbindung mit Rauschen beheben Sie zuerst das Problem mit
dem Rauschen, da das Spiking damit ggf. auch behoben werden
kann.
• Überprüfen Sie, ob der Detektor kontaminiert ist.
• Bei einer gepackten Säule prüfen Sie, ob der Ausgang der
gepackten Säule korrekt mit Glaswolle abgedichtet ist.
• Prüfen Sie die Installation der gepackten Säule.
• Prüfen Sie, ob die Düse korrekt funktioniert.
• Achten Sie darauf, dass die Detektortemperatur nicht zu
gering ist.
Fehlerbehebung
37
3
Chromatographische Symptome
Niedrige Peak-Fläche oder -Höhe
• Bei Verwendung eines Einlasses in der Split-Betriebsart
prüfen Sie das Split-Verhältnis.
• Achten Sie auf Undichtigkeiten. (Siehe “Prüfen auf
Undichtigkeiten”.)
• Überprüfen Sie den Einlass auf Verunreinigungen. (Siehe
“Verunreinigung oder Verschleppung”.)
• Prüfen Sie jede Säule, und stellen Sie sicher, dass diese am
jeweiligen Ende korrekt abgeschnitten und installiert wurde.
• Stellen Sie sicher, dass der Säulentyp korrekt ist.
• Führen Sie die vollständige Wartung an der Säule durch:
Backen Sie Verunreinigungen aus, entfernen Sie den
verunreinigten Teil der Säule beim Einlass, und drehen Sie
die Säule bei Bedarf um, und backen Sie diese aus.
• Stellen Sie sicher, dass der Einsatztyp für die Probe geeignet
ist.
• Stellen Sie sicher, dass die Flusseinstellungen des Detektors
korrekt sind.
• Überprüfen Sie die Reinheit des Versorgungsgases.
• Prüfen Sie alle Anzeigen und Datumsangaben bei allen
Ventilen.
• Stellen Sie sicher, dass die Methodenparameter korrekt sind.
• Prüfen Sie die Probenstabilität.
• Prüfen Sie die konfigurierte Spritzengröße. Einige
Spritzengrößen werden in halber Kapazität angegeben. Wenn
das maximale Spritzenvolumen auf halber Höhe am Behälter,
nicht an oberster Stelle des Behälters, markiert ist, geben Sie
den zweifachen Wert des angegebenen Wertes ein, wenn Sie
die Spritzengröße konfigurieren.
Bei Verwendung eines FID:
• Stellen Sie sicher, dass die korrekte Düse installiert ist.
• Überprüfen Sie, ob die Düse verschmutzt ist.
Bei Verwendung eines uEAD:
• Tauschen Sie den gesicherten
Siliziumdioxid-Kombinationseinsatz mit Vertiefung aus.
• Ersetzen Sie die Säule, und installieren Sie diese wieder.
• Reinigen Sie den Zusatzgasadapter.
Bei Verwendung eines SPD:
38
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
• Überprüfen Sie den Detektor auf Verunreinigungen.
• Ersetzen Sie die keramischen Isolierungen.
• Ersetzen Sie die Perleneinheit.
Bei Verwendung eines FFD:
• Stellen Sie sicher, dass die Säule korrekt installiert ist.
• Prüfen Sie, dass der korrekte Filter installiert ist und sauber
ist.
• Prüfen Sie die Flussgeschwindigkeiten.
• Prüfen Sie den Zusatzgastyp.
Fehlerbehebung
39
3
Chromatographische Symptome
FID-Flamme erlischt während einer Analyse und versucht, neu zu zünden
Nachfolgend ist ein beispielhaftes Chromatogramm dargestellt,
in dem das Erlöschen der Flamme von einem großen
Lösungsmittel-Peak gezeigt wird.
pA
9
8
7
6
5
4
3
2
1
2
3
4
5 min
Nach dem Erlöschen der Flamme versucht der GC, die Flamme
drei Mal zu zünden.
Wenn die FID-Flamme während einer Analyse erlischt, gehen
Sie wie folgt vor:
• Prüfen Sie, ob die Flamme durch einen aromatischen Peak
oder durch Wasser gelöscht wurde.
• Überprüfen Sie, ob die Düse verstopft ist.
• Stellen Sie sicher, dass die Gasflusseinstellungen korrekt
sind. Stellen Sie sicher, dass der Lit offset entsprechend
eingestellt ist.
Wenn die FID-Flamme versucht, selbst neu zu zünden, jedoch
bereits brennt, gehen Sie wie folgt vor:
• Stellen Sie sicher, dass für den FID der Lit offset für die
Analyse passend eingestellt ist (normalerweise ≤ 2.0 pA).
• Prüfen Sie, ob die Flamme durch einen aromatischen Peak
oder durch Wasser gelöscht wurde.
• Überprüfen Sie, ob die Düse verstopft ist. Messen Sie am
Detektor die tatsächlichen Flüsse für Wasserstoff, Luft und
Zusatzgas. (Siehe “Messen eines Detektorflusses”.)
• Prüfen Sie, ob die Säulendichtung am Detektor undicht ist.
(Siehe “Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
40
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
FID-Basislinienausgabe über 20 pA
• Überprüfen Sie die Reinheit der Träger- und Detektorgase.
• Überprüfen Sie die Säule auf eine Blutung.
• Prüfen Sie alle Anzeigen und Datumsangaben der Gasventile,
und stellen Sie sicher, dass die Ventile nicht verbraucht sind.
• Stellen Sie sicher, dass der Detektor nach der letzten
Wartung korrekt zusammengebaut wurde.
• Überprüfen Sie den Detektor auf Verunreinigungen.
• Stellen Sie sicher, dass der FID-Undichtigkeitsstrom bei
< 2.0 pA liegt. (Siehe “Messen des
FID-Undichtigkeitsstroms”.)
Fehlerbehebung
41
3
Chromatographische Symptome
FFD-Flamme erlischt während einer Analyse und versucht, neu zu zünden
Wenn die Flamme während einer Analyse erlischt, gehen Sie
wie folgt vor:
• Überprüfen Sie das GC-System auf Undichtigkeiten,
besonders an der Säulendichtung am Detektor. (Siehe
“Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Stellen Sie sicher, dass die Detektortemperatur auf ≥ 200 °C
eingestellt ist.
• Stellen Sie sicher, dass die Kondensation im Entlüftungsrohr
nicht in den Detektor zurücktropft. Das flexible
Entlüftungsrohr aus Kunststoff muss vom Detektor in einen
Behälter verlaufen ohne dass es herabhängt, um so das
korrekte Abtropfen des Wasserkondensats zu ermöglichen.
Das offene Rohrende darf nicht in das Wasser im Behälter
hineinragen.
Wenn die FFD-Flamme erlischt und dann neu zündet, gehen Sie
wie folgt vor:
• Stellen Sie sicher, dass der eingestellte Lit offset unter der
normalen Basislinie liegt.
• Achten Sie auf Undichtigkeiten. (Siehe “Prüfen auf
Undichtigkeiten”.)
• Prüfen Sie die Flusseinstellungen, und messen Sie dann die
tatsächlichen Detektorflüsse. (Siehe “Messen eines
Detektorflusses”.)
42
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
FFD-Ausgabe zu hoch oder zu niedrig
• Stellen Sie sicher, dass der korrekte Filter verwendet wird.
Verwenden Sie keinen Phosphorfilter mit
schwefeloptimierten Flüssen oder einen Schwefelfilter mit
phosphoroptimierten Flüssen.
• Prüfen Sie die Position der Säule, wie diese im Detektor
installiert ist.
• Überprüfen Sie die Gasreinheit.
Fehlerbehebung
43
3
Chromatographische Symptome
Niedrige Peak-Flächen mit dem FFD
• Prüfen Sie die Flusseinstellungen, und messen Sie dann die
tatsächlichen Detektorflüsse. (Siehe “Messen eines
Detektorflusses”.)
• Führen Sie die vollständige Wartung am Einlass durch:
Ersetzen Sie alle Verbrauchsteile, und backen Sie den Einlass
aus.
• Führen Sie die vollständige Wartung an der Säule durch:
Backen Sie Verunreinigungen aus, entfernen Sie den
verunreinigten Teil der Säule beim Einlass, und drehen Sie
die Säule bei Bedarf um, und backen Sie diese aus.
• Stellen Sie sicher, dass die Säule korrekt installiert ist.
• Berücksichtigen Sie den Filtertyp (Schwefel oder Phosphor).
• Überprüfen Sie das System auf Undichtigkeiten. (Siehe
“Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Stellen Sie sicher, dass die Methodeneinstellungen korrekt
sind.
• Prüfen Sie die Flussgeschwindigkeiten.
• Prüfen Sie den Zusatzgastyp.
44
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
Große Peak-Breite auf halber Höhe am FFD
Wenn der FFD Peaks erzeugt, die auf halber Höhe des Peaks
übermäßig breit sind, gehen Sie wie folgt vor:
• Prüfen Sie das tatsächliche Injektionsvolumen; verringern
Sie dies bei Bedarf.
• Stellen Sie sicher, dass der Einsatz nicht auf die Probe
reagiert.
Fehlerbehebung
45
3
Chromatographische Symptome
Hohe FFD-Basislinienausgabe, > 20 pA
• Überprüfen Sie die Reinheit des Versorgungsgases.
• Prüfen Sie alle Anzeigen und Datumsangaben bei allen
Ventilen.
• Überprüfen Sie den Detektor auf Verunreinigungen.
• Überprüfen Sie das Fotovervielfacherrohr auf
Lichtundichtigkeiten (PMT); ziehen Sie das Rohr fest, falls es
nicht ganz fest sitzt.
• Führen Sie die vollständige Wartung am Einlass durch:
Ersetzen Sie alle Verbrauchsteile, und backen Sie den Einlass
aus.
• Führen Sie die vollständige Wartung an der Säule durch:
Backen Sie Verunreinigungen bei Bedarf aus.
46
Fehlerbehebung
3
Chromatographische Symptome
Dämpfung des Lösungsmittels am SPD
Wenn die Basislinie nach einem Lösungsmittel-Peak nicht
wiederhergestellt wird, gehen Sie wie folgt vor:
• Schalten Sie im Bereich des Lösungsmittel-Peaks den
Wasserstoff aus/ein.
• Verwenden Sie Stickstoff als Zusatzgas.
• Stellen Sie den gesamten Säulenfluss und das Zusatzgas auf
unter 10 mL/Min ein.
• Erhöhen Sie den Luftfluss um 10 mL/Min.
• Erhöhen Sie die Detektortemperatur auf 325 °C.
• Implementieren Sie die Agilent Dean Lüftungslösung mit
Umschaltung von Lösungsmitteln.
Fehlerbehebung
47
3
Chromatographische Symptome
Niedriger SPD-Response
• Führen Sie die vollständige Wartung am Einlass durch:
Ersetzen Sie alle Verbrauchsteile, und backen Sie den Einlass
aus.
• Führen Sie die vollständige Wartung an der Säule durch:
Backen Sie Verunreinigungen bei Bedarf aus.
• Eine hohe Konzentration an Lösungsmittel hat das
Wasserstoff-/Luft-Plasma ausgelöscht. Erhöhen Sie die
Perlenspannung.
• Messen Sie den tatsächlichen Gasfluss am Detektor. (Siehe
“Messen eines Detektorflusses”.)
• Überprüfen Sie, ob die Düse verstopft ist.
• Stellen Sie sicher, dass die Perleneinheit aktiviert ist.
Schauen Sie durch die Lüftungsöffnung am Detektorlid, um
zu sehen, ob die Perleneinheit orange glüht.
• Ersetzen Sie Isolierungen/Kollektor.
48
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
Hohe Basislinienausgabe am SPD > 8 Millionen
• Der Kollektor ist mit dem Detektorgehäuse kurzgeschlossen.
Zerlegen Sie den Kollektor und die Isolierungen, und
installieren Sie alles wieder neu.
Fehlerbehebung
49
3
Chromatographische Symptome
SPD-Nullpunktabgleich funktioniert nicht korrekt
• Überprüfen Sie, ob die Düse verstopft ist.
• Messen Sie die tatsächlichen Detektorflüsse. (Siehe “Messen
eines Detektorflusses”.)
• Prüfen Sie den Zustand der Perleneinheit. Ersetzen Sie diese
bei Bedarf.
• Stellen Sie sicher, dass die Flusseinstellungen korrekt sind.
• Überprüfen Sie das gesamte System gründlich auf Lecks,
besonders an der Säulendichtung am Detektor. (Siehe
“Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Stellen Sie die Equilibrierungszeit auf 0.0.
50
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
Niedrige Selektivität am SPD
• Stellen Sie sicher, dass der Wasserstofffluss korrekt ist
(≤ 3 mL/Min).
• Überprüfen Sie die Perleneinheit; diese kann defekt oder
verbraucht sein.
• Ersetzen Sie Kollektor und Isolierungen.
Fehlerbehebung
51
3
Chromatographische Symptome
Negative Peaks am WLD
• Stellen Sie sicher, dass der korrekte Gastyp verwendet wird.
• Überprüfen Sie das System auf Undichtigkeiten, besonders
an der Säulendichtung am Detektor. (Siehe “Prüfen auf
Undichtigkeiten”.)
• Berücksichtigen Sie die Empfindlichkeit von Substanzen.
• Prüfen Sie die Flusseinstellungen, und messen Sie dann die
tatsächlichen Detektorflüsse. (Siehe “Messen eines
Detektorflusses”.)
52
Fehlerbehebung
Chromatographische Symptome
3
WLD-Basislinie hat sinusförmige Noise-Trailing-Peaks gedämpft
(Ringing-Basislinie)
Im Datensystem wurde die falsche Datenrate ausgewählt. Für
den WLD muss die Datenrate auf ≤ 5 Hz eingestellt sein.
Fehlerbehebung
53
3
Chromatographische Symptome
WLD-Peaks haben eine negative Neigung am Auslauf
• Prüfen Sie, ob die Säulenadapterdichtung am Detektor
undicht ist. (Siehe “Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Erweitern Sie den Detektor durch einen passivierten
Glühdraht.
54
Fehlerbehebung
Agilent 6890 Gaschromatograph
Fehlerbehebung
4
Symptome bei einer Abschaltung
Säulenabschaltung 56
Wasserstoff-Abschaltung 57
Thermische Abschaltungen 58
Agilent Technologies
55
4
Symptome bei einer Abschaltung
Säulenabschaltung
Wenn ein Trägergas (was ein Zusatzflussmodul oder ein
Pneumatiksteuerungsmodul enthalten kann) abschaltet,
passiert Folgendes:
• Der Ofen schaltet sich aus, um Beschädigungen an der Säule
zu vermeiden.
• Die Ofenklappen auf der Rückseite des Ofens werden halb
geöffnet.
• Der Ofentemperatur-Sollwert blinkt Off.
• Alle Flüsse für die Säule schalten sich ab. Bei Anzeige
blinken deren Parameter mit Off. Die Septumspül- und
Säulenflüsse für einen Split/Splitless-Einlass würden
beispielsweise ausgeschaltet werden.
• Alle anderen Heizungen schalten sich aus. Bei Anzeige
blinken deren Temperaturparameter mit Off.
• Versuche, eine abgeschaltete Zone einzuschalten schlagen
fehl und es erscheint eine Fehlermeldung.
• Das Gerät gibt akustische Signaltöne aus.
Beheben Sie diesen Zustand wie folgt.
1 Beheben Sie die Ursache der Abschaltung.
• Überprüfen Sie, ob eine Säule gebrochen ist.
• Ersetzen Sie das Einlassseptum.
• Ersetzen Sie den Einlass-O-Ring.
• Überprüfen Sie den Versorgungsdruck.
• Achten Sie auf Undichtigkeiten.
2 Drücken Sie die Taste für das Gerät, das die Abschaltung
bewirkt hat. Blättern Sie zu dem pneumatischen Parameter,
für den Off blinkt, und drücken Sie dann [On] oder [Off].
Wenn beispielsweise am vorderen Einlass kein Trägergas
mehr anliegt, drücken Sie [Front Inlet], blättern Sie zum
Druck- oder Flussparameter, und drücken Sie dann [On].
56
Fehlerbehebung
Symptome bei einer Abschaltung
4
Wasserstoff-Abschaltung
Wasserstoff kann als Trägergas oder als Brenngas für einige
Detektoren verwendet werden. In Verbindung mit Luft kann
Wasserstoff eine explosive Mischung bilden.
Der GC überwacht Einlasse und Zusatzgasströme. Wenn ein
Strom abgeschaltet wird, da er nicht seinen Fluss- oder
Drucksollwert erreichen kann und wenn dieser Strom für die
Verwendung von Wasserstoff konfiguriert ist, geht der GC davon
aus, dass ein Leck aufgetreten ist und schaltet die Komponenten
ab, um einen sicheren Zustand herzustellen. Der GC:
• Zeigt die Meldung Hydrogen Safety Shutdown an.
• Schließt das Trägerversorgungsventil zum Einlass und
schließt sowohl Druck- als auch Flusssteuerung und schaltet
diese aus. Bei Anzeige blinken deren Parameter mit Off.
• Öffnet die Splitauslassventile in der
Split-/Splitless-Betriebsart und die PTV-Einlässe.
• Schaltet die Ofenheizung und den Ventilator aus und öffnet
die Ofenklappen.
• Schaltet alle Heizungen aus (einschließlich aller Geräte, die
an den zusätzlichen Heizsteuerungen angeschlossen sind,
wie Ventilboxheizungen und Übertragungsleitungsheizungen). Bei Anzeige blinken deren Parameter mit Off.
• Gibt einen Alarmton aus.
Beheben Sie diesen Zustand wie folgt:
1 Beheben Sie die Ursache der Abschaltung:
• Ersetzen Sie das Einlassseptum.
• Ersetzen Sie den Einlass-O-Ring.
• Überprüfen Sie, ob eine Säule gebrochen ist.
• Überprüfen Sie den Versorgungsdruck.
• Überprüfen Sie das System auf Undichtigkeiten.
2 Drücken Sie die Taste für das Gerät, das die Abschaltung
bewirkt hat. Blättern Sie zu dem pneumatischen Parameter,
für den Off blinkt, und drücken Sie dann [On] oder [Off]. Wenn
beispielsweise am vorderen Einlass kein Trägergas mehr
anliegt, drücken Sie [Front Inlet], blättern Sie zum Druck- oder
Flussparameter, und drücken Sie dann [On].
WAR NU NG
Fehlerbehebung
Der GC kann keine Undichtigkeiten in den Detektorgasströmen
feststellen. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass die
Säulenarmaturen des FID, SPD oder anderer Detektoren, die mit
Wasserstoff arbeiten, stets an eine Säule angeschlossen oder mit
einer Kappe verschlossen sind und dass Wasserstoffströme so
konfiguriert sind, dass der GC diese bemerkt.
57
4
Symptome bei einer Abschaltung
Thermische Abschaltungen
Ein thermischer Fehler bedeutet, dass sich der Ofen oder eine
andere Heizzone nicht innerhalb des dafür zulässigen
Temperaturbereichs befindet (unter der minimalen Temperatur
oder über der maximalen Temperatur).
Beheben Sie diesen Zustand wie folgt:
1 Beheben Sie die Ursache der Abschaltung:
• Prüfen Sie, ob Isolierungen fehlen.
2 Die meisten Abschaltungen können durch Ausschalten der
Heizzone behoben werden.
58
Fehlerbehebung
Agilent 6890 Gaschromatograph
Fehlerbehebung
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht
betriebsbereit ist
GC ist niemals betriebsbereit 60
Fluss ist niemals betriebsbereit 61
Ofentemperatur kühlt niemals herunter oder kühlt extrem langsam ab 62
Ofen heizt niemals auf 63
Temperatur ist niemals betriebsbereit 64
Ein Fluss oder Druck kann nicht eingestellt werden 65
Ein Gas erreicht nicht den Sollwertdruck oder -fluss 66
Ein Gas überschreitet den Drucksollwert oder Fluss 67
Der Einlassdruck oder -fluss schwankt 68
Ein Druck kann nicht so niedrig wie der Sollwert an einem Split-Einlass
gehalten werden 69
Der gemessene Säulenfluss entspricht nicht dem angezeigten Fluss 70
FID zündet nicht 71
FID-Anzünder glüht nicht während der Injektionssequenz 72
SPD-Nullpunktabgleich schlägt fehl 73
FFD zündet nicht 74
Dieser Abschnitt enthält Fehler und Symptome, die auftreten,
wenn der GC eingeschaltet ist, jedoch keine Analysen
durchführen kann. Dies wird durch die Meldung "Not Ready",
durch Fehlermeldungen oder durch andere Symptome
angezeigt.
Agilent Technologies
59
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
GC ist niemals betriebsbereit
Normalerweise wird der GC betriebsbereit, nachdem Flüsse und
Temperaturen ihre Sollwerte erreicht haben. Wenn der GC nach
einer längeren Zeit nicht betriebsbereit ist, gehen Sie wie folgt
vor:
• Drücken Sie [Status] oder eine Komponententaste (z.B. [Front
inlet]), um zu sehen, welche Sollwerte oder Zustände nicht
bereit sind.
• Überprüfen Sie, ob ein Problem mit dem Probengeber
vorliegt.
• Überprüfen Sie, ob ein Problem mit dem Datensystem
vorliegt.
• Bei manuellen Injektionen in der splitlosen Betriebsart oder
mit der Gassparschaltung müssen Sie ggf. [Prep Run] drücken,
um den Einlass für die Injektion vorzubereiten. Führen Sie
dies beispielsweise aus folgenden Gründen durch:
• Um das Einlassspülventil vor einer splitlosen Injektion
umzuschalten
• Um eine gepulste Injektion vorzubereiten
• Um die Gassparschaltung auszuschalten
Weitere Informationen zu [Prep Run] finden Sie im
Erweiterten Agilent 7890A GC Benutzerhandbuch.
60
Fehlerbehebung
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
5
Fluss ist niemals betriebsbereit
Wenn der Gasfluss niemals betriebsbereit ist, prüfen Sie
folgende Punkte:
• Überprüfen Sie am Versorgungsgas, ob ein ausreichender
Versorgungsdruck anliegt.
• Prüfen Sie den konfigurierten Gastyp. Der konfigurierte
Gastyp muss dem tatsächlichen Gas entsprechen, das am GC
eingespeist wird.
• Achten Sie auf Undichtigkeiten in der Gasversorgung und am
GC. (Siehe “Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
Fehlerbehebung
61
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
Ofentemperatur kühlt niemals herunter oder kühlt extrem langsam ab
Wenn der Ofen nicht abkühlt oder extrem langsam abkühlt:
WAR NU NG
Die aus der Rückseite des GC austretende Abluft ist extrem heiß.
Achten Sie darauf, dass Hände und Gesicht weit genug von der
Auslassöffnung entfernt sind.
• Prüfen Sie die Klappfunktion des Ofens.
1 Verringern Sie die Ofentemperatur um mindestens 20
Grad.
2 Stellen Sie sicher, dass die auf der Rückseite des GC
vorhandenen Ofenklappen geöffnet sind. Hören Sie, ob
der Ventilator läuft. In der nachfolgenden Abbildung ist
die Position der beiden Ofenklappen dargestellt.
Wenn die Klappen nicht einwandfrei funktionieren, wenden
Sie sich an Agilent.
Bei Verwendung einer Kryo-Kühlung:
• Achten Sie auf ausreichend Kryo-Kühlmittel.
• Prüfen Sie, ob die Betriebsgrenzwerte überschritten wurden.
62
Fehlerbehebung
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
Ofen heizt niemals auf
• Drücken Sie [Status], um Fehler anzuzeigen, die Agilent
mitzuteilen sind.
WAR NU NG
Die aus der Rückseite des GC austretende Abluft ist extrem heiß.
Achten Sie darauf, dass Hände und Gesicht weit genug von der
Auslassöffnung entfernt sind.
• Schalten Sie den GC aus und wieder ein.
• Prüfen Sie die Klappfunktion des Ofens.
1 Erhöhen Sie die Ofentemperatur um mindestens 20 Grad.
2 Stellen Sie sicher, dass die auf der Rückseite des GC
vorhandenen Ofenklappen geschlossen sind. In der
nachfolgenden Abbildung ist die Position der beiden
Ofenklappen dargestellt.
Wenn die Klappe im geöffneten Zustand arretiert oder wenn
die Klappen geschlossen sind und der Ofen dennoch nicht
aufheizt, wenden Sie sich an Agilent.
Fehlerbehebung
63
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
Temperatur ist niemals betriebsbereit
Um als betriebsbereit betrachtet zu werden, muss eine
Temperatur den Sollwert mit einer Toleranz von ±1 °C für 30 s
halten. Wenn eine Temperatur niemals betriebsbereit wird,
gehen Sie wie folgt vor:
• Achten Sie auf fehlende Isolierungskappen an einem Einlass
oder am Detektor.
• Prüfen Sie, ob zwischen dem Ofen und dem Einlass oder
Detektor ein extrem großer Temperaturunterschied vorliegt.
• Achten Sie auf fehlende Isolierungen beim Einlass oder am
Detektor.
• Wenn Sie ein Kaltaufgabesystem mit CryoBlast oder einen
PTV-Einlass verwenden:
• Prüfen Sie den Pegel des Kryo-Kühlmittels.
• Prüfen Sie, ob die Betriebsgrenzwerte überschritten
wurden.
64
Fehlerbehebung
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
Ein Fluss oder Druck kann nicht eingestellt werden
Wenn Sie einen Fluss oder Druck mit Hilfe der Split/Splitless-,
PTV-, VI- oder Kaltaufgabesystem-Einlässe nicht einstellen
können, gehen Sie wie folgt vor:
• Prüfen Sie die Säulenbetriebsart.
• Prüfen Sie, ob eine Kapillarsäule für den korrekten Einlass
konfiguriert ist.
• Prüfen Sie die konfigurierten Säulenabmessungen.
• Prüfen Sie, ob der Fluss eingeschaltet ist.
Wenn Sie keinen Fluss oder Druck mit Hilfe des
Purged-Packed-Einlasses einstellen können, gehen Sie wie folgt
vor:
• Prüfen Sie die Säulenbetriebsart. Der gepackte Einlass
verwendet bei undefinierten Säulen die Fluss-Steuerung.
• Prüfen Sie, ob der Fluss eingeschaltet ist.
Fehlerbehebung
65
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
Ein Gas erreicht nicht den Sollwertdruck oder -fluss
Wenn ein Einlass nicht seinen Drucksollwert erreicht, wird
dieser in einer für den Einlasstyp entsprechenden Zeit
abgeschaltet. Gehen Sie wie folgt vor:
• Achten Sie auf ausreichenden Versorgungsgasdruck. Der
Druck bei der Versorgung sollte mindestens 10 psi über dem
gewünschten Sollwert liegen.
• Achten Sie auf Undichtigkeiten. (Siehe “Prüfen auf
Undichtigkeiten”.)
• Bei Verwendung der Gassparschaltung stellen Sie sicher,
dass die Flussgeschwindigkeit der Gassparschaltung
ausreichend hoch ist, um den höchsten Säulenvordruck
beizubehalten, der während einer Analyse verwendet wird.
• Prüfen Sie, ob eine Säule fehlerhaft installiert ist.
Wenn Sie einen Split/Splitless-Einlass, einen PTV-Einlass oder
ein Einlasssystem für flüchtige Analyte verwenden:
• Prüfen Sie das Split-Verhältnis. Erhöhen Sie die Menge für
den Split-Fluss.
66
Fehlerbehebung
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
Ein Gas überschreitet den Drucksollwert oder Fluss
Wenn ein Gas seinen Druck- oder Flusssollwert überschreitet,
gehen Sie wie folgt vor:
Wenn Sie einen Split/Splitless-Einlass, einen PTV-Einlass oder
ein Einlasssystem für flüchtige Analyte verwenden:
• Verringern Sie das Split-Verhältnis.
• Ersetzen Sie den Split-Entlüftungsfilter.
• Stellen Sie sicher, dass der korrekte Einsatz ausgewählt ist
(für Split/Splitless- und PTV-Einlässe).
• Prüfen Sie die Golddichtung auf Verunreinigungen (bei
einem Split/Splitless-Einlass).
Bei Verwendung eines FID oder SPD:
• Überprüfen Sie, ob die Düse verschmutzt ist.
Ventile:
• Überprüfen Sie, ob ein Rotor falsch ausgerichtet ist.
Fehlerbehebung
67
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
Der Einlassdruck oder -fluss schwankt
Eine Schwankung am Einlassdruck kann zu Abweichungen in
der Flussgeschwindigkeit und Retentionszeiten während einer
Analyse führen. Gehen Sie wie folgt vor:
• Prüfen Sie, ob der Gasreiniger oder der Gasgenerator bei
oder nahe der Kapazität arbeitet.
• Überprüfen Sie am Versorgungsgas, ob ein ausreichender
Versorgungsdruck anliegt.
• Stellen Sie sicher, dass der Druckregler korrekt funktioniert.
• Achten Sie auf Undichtigkeiten. (Siehe “Prüfen auf
Undichtigkeiten”.)
• Achten Sie auf große Einschränkungen im Einlasseinsatz
oder im Splitventilfilter.
• Stellen Sie sicher, dass der korrekte Einsatz installiert ist.
• Achten Sie auf Einschränkungen im Headspace, Spülung und
Filterung und alle anderen externen Probengeräte.
68
Fehlerbehebung
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
Ein Druck kann nicht so niedrig wie der Sollwert an einem Split-Einlass
gehalten werden
Wenn der GC einen Druck nicht so niedrig wie den Sollwert
halten kann, prüfen Sie Folgendes:
• Ziehen Sie die Verwendung eines Einsatzes in Betracht, der
für die Split-Analyse geeignet ist.
• Überprüfen Sie, ob der Einsatz verschmutzt ist.
• Prüfen Sie die Splitventilleitung auf Verunreinigungen.
Wenden Sie sich ggf. für den Austausch an den Agilent
Kundendienst.
• Ersetzen Sie die Golddichtung
Fehlerbehebung
69
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
Der gemessene Säulenfluss entspricht nicht dem angezeigten Fluss
Wenn der tatsächliche Säulenfluss nicht dem berechneten Fluss
entspricht, der am GC angezeigt wird, gehen Sie wie folgt vor:
• Stellen Sie sicher, dass die gemessenen Flüsse auf 25 °C und
1 Atmosphäre eingestellt ist.
• Stellen Sie sicher, dass die korrekten Säulenabmessungen
exakt konfiguriert sind, einschließlich der tatsächlichen
(getrimmten) Säulenlänge.
• Die Splitventilleitung oder das Ventil sind ggf. teilweise
verstopft, was dazu führt, dass der tatsächliche Einlassdruck
über dem Drucksollwert liegt.
70
Fehlerbehebung
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
FID zündet nicht
• Prüfen Sie, ob der FID-Anzünder während der
Zündungssequenz glüht. (Siehe “Sicherstellen, dass der
FID-Anzünder während der Zündungssequenz funktioniert”.)
• Stellen Sie sicher, dass der "Lit Offset" dem Wert ≤ 2.0 pA
entspricht.
• Achten Sie auf eine eingesteckte oder teilweise eingesteckte
Düse.
• Prüfen Sie die Flussgeschwindigkeiten am FID. Das
Verhältnis zwischen Wasserstoff und Luft hat großen
Einfluss auf die Zündung. Nicht-optimale Flusseinstellungen
können ein Zünden der Flamme verhindern. (Siehe “Messen
eines Detektorflusses”.)
• Wenn die Flamme immer noch nicht zündet, könnte im
System ein großes Leck vorliegen. Große Lecks führen dazu,
dass gemessene Flussgeschwindigkeiten von den
tatsächlichen Flussgeschwindigkeiten abweichen, was zu
nicht idealen Bedingungen für die Zündung führt.
Überprüfen Sie das gesamte System gründlich auf Lecks,
besonders an der Säulendichtung am FID.
• Prüfen Sie die Flussgeschwindigkeit in der Säule.
• Prüfen Sie, ob an der Säulendichtung am FID Lecks
vorliegen.
• Stellen Sie sicher, dass die FID-Temperatur für die Zündung
hoch genug ist (>150 °C).
Fehlerbehebung
71
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
FID-Anzünder glüht nicht während der Injektionssequenz
WAR NU NG
Achten Sie bei Durchführung dieser Aufgabe darauf, dass Sie Ihre
Körperteile in einem sicheren Abstand zum FID-Kamin halten. Bei
Verwendung von Wasserstoff ist die FID-Flamme nicht sichtbar.
1 Nehmen Sie die obere Abdeckung des Detektors ab.
2 Schalten Sie die FID-Flamme ein.
3 Beobachten Sie den Anzünderstecker durch den FID-Kamin.
Die kleine Bohrung sollte während der Zündungssequenz
glühen.
Wenn der Test fehlschlägt, prüfen Sie die folgenden möglichen
Ursachen:
• Der Anzünder ist fehlerhaft; ersetzen Sie den Anzünder.
• Die Detektortemperatur ist auf < 150 °C eingestellt. Agilent
empfiehlt den Betrieb des FIDs bei ≥ 300 °C
• Der Anzünder hat keine gute Erdverbindung:
• Der Anzünder muss in der FID-Blockeinheit fest
verschraubt sein.
• Die drei T-20-Torx-Schrauben, mit denen die
Kollektoreinrichtung befestigt ist, müssen fest sitzen.
• Die geriffelte Messingmutter, mit der die FID-Blockeinheit
befestigt ist, muss fest sitzen.
Führen Sie die FID-Wartung durch, wenn diese Teile
korrodiert oder oxidiert sind.
T-20-Torx-Schrauben (3)
Anzünder
Geriffelte Mutter
72
Fehlerbehebung
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
5
SPD-Nullpunktabgleich schlägt fehl
• Überprüfen Sie, ob die Düse verstopft ist.
• Messen Sie die tatsächlichen Detektorflüsse. (Siehe “Messen
eines Detektorflusses”.)
• Prüfen Sie den Zustand der Perleneinheit. Ersetzen Sie diese
bei Bedarf.
• Stellen Sie sicher, dass die Flusseinstellungen korrekt sind.
• Überprüfen Sie das gesamte System gründlich auf Lecks,
besonders an der Säulendichtung am Detektor. (Siehe
“Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
• Stellen Sie die Equilibrierungszeit auf 0.0.
Fehlerbehebung
73
5
Symptome am GC, wenn dieser nicht betriebsbereit ist
FFD zündet nicht
• Stellen Sie sicher, dass die FFD-Temperatur für die Zündung
hoch genug ist (>150 °C).
• Prüfen Sie die FFD-FLussgeschwindigkeiten und ob diese
dem im FFD installierten Filtertyp entsprechen.
• Messen Sie die tatsächlichen Detektorflüsse. (Siehe “Messen
eines Detektorflusses”.)
• Die Säule ist im Detektor eventuell zu hoch installiert.
• Prüfen Sie, ob der FFD-Anzünder funktioniert. (Siehe
“Sicherstellen, dass die FFD-Flamme brennt”.)
• Prüfen Sie die Flussgeschwindigkeit in der Säule und für das
Zusatzgas.
• Stellen Sie sicher, dass die Kondensation im Entlüftungsrohr
nicht in den Detektor zurücktropft. Das flexible
Entlüftungsrohr aus Kunststoff muss vom Detektor in einen
Behälter verlaufen ohne dass es herabhängt, um so das
korrekte Abtropfen des Wasserkondensats zu ermöglichen.
Das offene Rohrende darf nicht in das Wasser im Behälter
hineinragen.
• Prüfen Sie den Wert Lit offset. Der typische Wert für Lit offset
beträgt 2.0.
• Überprüfen Sie das gesamte System gründlich auf Lecks.
(Siehe “Prüfen auf Undichtigkeiten”.)
74
Fehlerbehebung
Agilent 6890 Gaschromatograph
Fehlerbehebung
6
Symptome, wenn der GC nicht
funktioniert
GC schaltet nicht ein 76
PC kann mit PC nicht kommunizieren 77
Agilent Technologies
75
6
Symptome, wenn der GC nicht funktioniert
GC schaltet nicht ein
Wenn der GC nicht einschaltet:
• Überprüfen Sie das Netzkabel.
• Überprüfen Sie die Stromversorgung in Ihrem Gebäude.
• Wenn das Problem am GC verursacht wird, schalten Sie den
GC aus. Warten Sie 30 Sekunden, und schalten Sie dann den
GC wieder ein.
76
Fehlerbehebung
Symptome, wenn der GC nicht funktioniert
6
PC kann mit PC nicht kommunizieren
• Führen Sie einen ping-Test durch.
Der MS-DOS-Befehl ping überprüft die Kommunikation über
eine TCP/IP-Verbindung. Um diesen Befehl zu verwenden,
öffnen Sie ein Fenster für die Eingabeaufforderung. Geben
Sie ping gefolgt von der IP-Adresse ein. Wenn die IP-Adresse
beispielsweise 10.1.1.101 lautet, geben Sie ping 10.1.1.101 ein.
Wenn die Netzwerkverbindung korrekt funktioniert,
erscheint eine entsprechende Antwortmeldung. Beispiel:
Wenn der ping-Test erfolgreich war, prüfen Sie die
Softwarekonfiguration.
Wenn der ping-Test nicht erfolgreich war, gehen Sie wie folgt
vor:
• Überprüfen Sie die Verkabelung mit dem lokalen Netzwerk.
• Überprüfen Sie IP-Adresse, Subnetzmaske und
Gateway-Adressen.
• Prüfen Sie, ob ein Cross-Over-Kabel für die direkte
Verbindung eines einzelnen GC mit dem Computer installiert
ist.
Fehlerbehebung
77
6
78
Symptome, wenn der GC nicht funktioniert
Fehlerbehebung
Agilent 6890 Gaschromatograph
Fehlerbehebung
7
Prüfen auf Undichtigkeiten
Tipps zur Überprüfung von Undichtigkeiten 80
Überprüfen von externen Undichtigkeiten 81
Überprüfen von Undichtigkeiten am GC 83
Undichtigkeiten in Kapillarflussarmaturen (Microfluidic) 84
Agilent Technologies
79
7
Prüfen auf Undichtigkeiten
Tipps zur Überprüfung von Undichtigkeiten
Beim Überprüfen von Undichtigkeiten betrachten Sie das
System in zwei Teilen: externe Undichtigkeitsstellen und
Undichtigkeitsstellen am GC.
• Externe Undichtigkeitsstellen umfassen den Gaszylinder
(oder Gasreiniger), Regler und seine Armaturen,
Abstellventile der Versorgung und Verbindungen zu den
GC-Versorgungsarmaturen.
• GC-Undichtigkeitspunkte umfassen Einlässe, Detektoren,
Säulenverbindungen, Ventilverbindungen und Verbindungen
zwischen Flussmodulen und Einlässen/Detektoren.
WAR NU NG
Wasserstoff (H2) ist entflammbar und stellt eine Explosionsgefahr
dar, wenn es in einem geschlossenen Raum (z.B. einem
Flussmeter) mit Luft in Verbindung kommt. Es werden
Spülflussmeter mit Edelgas benötigt. Messen Sie Gase immer
getrennt. Schalten Sie die Detektoren immer aus, um ein
automatisches Zünden der Flamme/Perleneinheit zu verhindern.
WAR NU NG
Es können schädliche Probengase vorhanden sein.
1 Stellen Sie folgende Teile zusammen:
• Elektronischer Leckdetektor, der den Gastyp erkennen
kann
• 7/16-Zoll, 9/16-Zoll und 1/4-Zoll Gabelschlüssel für das
Festziehen von Swagelok- und Säulenarmaturen.
2 Überprüfen Sie alle möglichen Undichtigkeitsstellen, die mit
der zuletzt durchgeführten Wartung in Verbindung stehen.
3 Überprüfen Sie die GC-Armaturen und -Verbindungen, die
thermischen Zyklen ausgesetzt sind, da sich bei thermischen
Zyklen bestimmte Armaturtypen lösen können. Verwenden
Sie den elektronischen Leckdetektor, um zu ermitteln, ob
eine Armatur undicht ist.
• Beginnen Sie, indem Sie zuerst die zuletzt hergestellten
Verbindungen überprüfen.
• Denken Sie daran, Verbindungen in den
Gasversorgungsleitungen zu überprüfen, nachdem Filter
oder Versorgungszylinder ausgetauscht wurden.
80
Fehlerbehebung
Prüfen auf Undichtigkeiten
7
Überprüfen von externen Undichtigkeiten
Überprüfen Sie diese Verbindungen auf Undichtigkeiten:
• Gasversorgungsarmaturen
• Gaszylinderarmatur
• Reglerarmaturen
• Filter
• Abschaltventile
• T-Armaturen
Führen Sie einen Druckabfalltest durch.
1 Schalten Sie den GC aus.
2 Stellen Sie den Reglerdruck auf 415 kPa (60 psi) ein.
Fehlerbehebung
81
7
Prüfen auf Undichtigkeiten
3 Drehen Sie den Reglerknopf entgegen den Uhrzeigersinn, um
das Ventil zu schließen.
4 Warten Sie 5 Minuten. Wenn ein messbarer Druckabfall
erkennbar ist, liegt bei den externen Verbindungen eine
Undichtigkeit vor. Kein Druckabfall bedeutet, dass die
externen Verbindungen dicht sind.
82
Fehlerbehebung
Prüfen auf Undichtigkeiten
7
Überprüfen von Undichtigkeiten am GC
Überprüfen Sie diese Verbindungen auf Undichtigkeiten:
• Einlassseptum, Septumkopf, Einsatz, Splitventilfilter,
Splitventilfilterleitung und Spülauslassarmaturen
• Säulenverbindungen zu Einlässen, Detektoren, Ventilen,
Splittern und anderen Verbindungen
• Armaturen aus den Flussmodulen zu den Einlässen,
Detektoren und Ventilen
• Säulenadapter
• Agilent Kapillarflussarmaturen
Fehlerbehebung
83
7
Prüfen auf Undichtigkeiten
Undichtigkeiten in Kapillarflussarmaturen (Microfluidic)
Bei Kapillarflussarmaturen weist eine Undichtigkeit
normalerweise darauf hin, dass die Armatur überdreht wurde.
Sofern die Armatur nicht offensichtlich locker sitzt, ziehen Sie
diese nicht noch mehr fest. Entfernen Sie stattdessen die
Verbindung, trimmen Sie das Säulenende, und installieren Sie
es wieder. (Siehe Anbringen einer Kapillarsäule mit
SilTite-Metallarmaturen.)
Untersuchen Sie außerdem die Platte und Verbindung an einer
abgebrochenen Säulenspitze.
84
Fehlerbehebung
Agilent 6890 Gaschromatograph
Fehlerbehebung
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Messen eines Säulenflusses 86
Messen des Flusses an einem Split-Gasauslass oder eines
Septumspülflusses 89
Messen eines Detektorflusses 91
Durchführen des GC-Selbsttests 94
Anpassen des Lit-Offset am FID 95
Sicherstellen, dass die FID-Flamme brennt 96
Sicherstellen, dass der FID-Anzünder während der Zündungssequenz
funktioniert 97
Messen des FID-Undichtigkeitsstroms 98
Messen der FID-Basislinienausgabe 99
Messen des SPD-Undichtigkeitsstroms 100
Sicherstellen, dass die SPD-Perleneinheit gezündet ist 101
Sicherstellen, dass die FFD-Flamme brennt 102
Anpassen des Lit-Offset am FFD 103
Agilent Technologies
85
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Messen eines Säulenflusses
Messen des Säulenflusses bei einem FID, WLD, uEAD und FFD
Die folgende Prozedur kann verwendet werden, um den
Säulenfluss mit einem FID, WLD, uEAD und FFD zu messen.
WAR NU NG
Wasserstoff (H2) ist entflammbar und stellt eine Explosionsgefahr
dar, wenn es in einem geschlossenen Raum (z.B. einem
Flussmeter) mit Luft in Verbindung kommt. Es werden
Spülflussmeter mit Edelgas benötigt. Messen Sie Gase immer
getrennt. Schalten Sie die Detektoren immer aus, um ein
automatisches Zünden der Flamme/Perleneinheit zu verhindern.
WAR NU NG
Vorsicht! Der Detektor kann so heiß sein, dass Sie sich
verbrennen können. Wenn der Detektor heiß ist, tragen Sie bitte
hitzebeständige Handschuhe, um Ihre Hände zu schützen.
1 Stellen Sie folgende Teile zusammen:
• Geeignetes Flussmeteradapterrohr (befindet sich im
Lieferumfang des GC)
• Elektronisches Flussmeter, für die relevanten Gas- und
Flussgeschwindigkeiten kalibriert
2 Schalten Sie den Detektor aus.
3 Schalten Sie die Detektorflüsse aus.
4 Schließen Sie den geeigneten Adapter am Detektorauslass
an.
Ein 1/8 Zoll großes Gummiadapterrohr wird direkt an der
Auslassöffnung eines uEAD oder WLD angeschlossen.
Ein separater Adapter (19301-60660) wird für den FID
geliefert. Setzen Sie den Adapter soweit wie möglich in der
Auslassöffnung des Detektors ein. Sie spüren einen
Widerstand, wenn der Adapter-O-Ring in die Auslassöffnung
des Detektors hineingedrückt wird. Verdrehen und drücken
Sie den Adapter beim Einsetzen, um eine solide Abdichtung
zu gewährleisten.
86
Fehlerbehebung
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Beim FFD entfernen Sie die Entlüftungsrohreinheit, und
verwenden Sie einen 1/4-Zoll-Rohradapter zwischen dem
Detektorauslass und der Flussmeterverrohrung.
5 Schließen Sie das Flussmeter am Flussmeteradapter an, um
die Flussgeschwindigkeiten zu messen.
Messen des SPD-Säulenflusses
1 Stellen Sie folgende Teile zusammen:
• SPD-Flussmeteradapterwerkzeug (G1534-60640)
Fehlerbehebung
87
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
• Flussmesseinsatz (19301-60660)
• Elektronisches Flussmeter, für die relevanten Gas- und
Flussgeschwindigkeiten kalibriert
2 Stellen Sie die Perlenspannung auf 0.0 V ein.
3 Kühlen Sie den SPD auf 100 °C herunter.
4 Entfernen Sie die Perleneinheit, und bewahren Sie diese
sorgfältig für die erneute Installation auf.
5 Setzen Sie das SPD-Flussmeteradapterwerkzeug im
SPD-Kollektor ein.
6 Bringen Sie den Flussmesseinsatz am
SPD-Flussmeteradapterwerkzeug an.
7 Platzieren Sie die Flussmeterverrohrung über dem
Flussmesseinsatz, um mit dem Messen der Flüsse zu
beginnen.
88
Fehlerbehebung
Aufgaben für die Fehlerbehebung
8
Messen des Flusses an einem Split-Gasauslass oder eines
Septumspülflusses
WAR NU NG
Wasserstoff (H2) ist entflammbar und stellt eine Explosionsgefahr
dar, wenn es in einem geschlossenen Raum (z.B. einem
Flussmeter) mit Luft in Verbindung kommt. Es werden
Spülflussmeter mit Edelgas benötigt. Messen Sie Gase immer
getrennt. Schalten Sie die Detektoren immer aus, um ein
automatisches Zünden der Flamme/Perleneinheit zu verhindern.
Septumspül- und Split-Gasauslassflüsse werden über das
pneumatische Modul auf der oberen Rückseite des GC
ausgegeben. Beachten Sie hierzu die nachfolgenden Abbildung.
Vorderer Einlass Split-Gasauslass
Vorderer Einlass Spülgasauslass
Hinterer Einlass Split-Gasauslass
Hinterer Einlass Spülgasauslass
Um Split-Gasauslass- oder Septumspülflüsse zu messen, bringen
Sie das Flussmeter am entsprechenden Rohr an. Entfernen Sie
die GC-Pneumatikabdeckung, um an die hinteren
Auslassöffnungen des Einlasses zu gelangen.
• Der vents use Split-Gasauslass besitzt eine
1/8-Zoll-Swagelok- Gewindearmatur. Erstellen Sie einen
1/8-Zoll-Rohradapter und verwenden Sie diesen (gemäß
nachfolgender Abbildung), um die 1/8-Zoll-Gewindearmatur
in ein 1/8-Zoll-Rohr umzuwandeln. Hierdurch kann die
Gummiflussmeterverrohrung bei den Gewinden nicht
undicht werden, was sonst zu fehlerhaften Flussmesswerten
führen würde.
Fehlerbehebung
89
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
• Der Septumspülanschluss ist ein 1/8-Zoll-Rohr. Verwenden
Sie den gezeigten Gummiadapter, um Flüsse zu messen.
90
Fehlerbehebung
Aufgaben für die Fehlerbehebung
8
Messen eines Detektorflusses
Messen des Flusses bei einem FID, WLD, uEAD und FFD
WAR NU NG
Wasserstoff (H2) ist entflammbar und stellt eine Explosionsgefahr
dar, wenn es in einem geschlossenen Raum (z.B. einem
Flussmeter) mit Luft in Verbindung kommt. Es werden
Spülflussmeter mit Edelgas benötigt. Messen Sie Gase immer
getrennt. Schalten Sie die Detektoren immer aus, um ein
automatisches Zünden der Flamme/Perleneinheit zu verhindern.
1 Stellen Sie folgende Teile zusammen:
• Geeignetes Flussmeteradapterrohr (befindet sich im
Lieferumfang des GC)
• Elektronisches Flussmeter, für die relevanten Gas- und
Flussgeschwindigkeiten kalibriert
VO RSI CHT
Um eine Beschädigung der Säule zu vermeiden, kühlen Sie den Ofen
herunter, bevor Sie den Säulenfluss ausschalten.
2 Stellen Sie die Ofentemperatur auf die
Umgebungstemperatur (35°C) ein.
3 Schalten Sie den Säulenfluss und -druck aus.
4 Schalten Sie Folgendes aus (sofern vorhanden): die
FID-Flamme, FFD-Flamme und WLD-Heizdraht.
5 Kühlen Sie den Detektor herunter.
6 Schließen Sie den geeigneten Adapter am Detektorauslass
an.
Ein Gummiadapterrohr wird direkt an der Auslassöffnung
eines uEAD oder WLD angeschlossen.
Ein separater Adapter wird für den FID geliefert. Setzen Sie
den Adapter soweit wie möglich in der Auslassöffnung des
Detektors ein. Sie spüren einen Widerstand, wenn der
Adapter-O-Ring in die Auslassöffnung des Detektors
hineingedrückt wird. Verdrehen und drücken Sie den
Adapter beim Einsetzen, um eine solide Abdichtung zu
gewährleisten.
Fehlerbehebung
91
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Beim FFD entfernen Sie die Entlüftungsrohreinheit, und
verwenden Sie einen 1/4-Zoll-Rohradapter zwischen dem
Detektorauslass und der Flussmeterverrohrung.
7 Schließen Sie das Flussmeter am Flussmeteradapter an, um
die Flüsse zu messen.
92
Fehlerbehebung
Aufgaben für die Fehlerbehebung
8
Messen des SPD-Flusses
1 Stellen Sie folgende Teile zusammen:
• SPD-Flussmeteradapterwerkzeug (G1534-60640)
• Flussmesseinsatz (19301-60660)
• Elektronisches Flussmeter, für die relevanten Gas- und
Flussgeschwindigkeiten kalibriert
2 Stellen Sie die Perlenspannung auf 0.0 V ein.
3 Kühlen Sie den SPD auf 100 °C herunter.
4 Entfernen Sie die Perleneinheit, und bewahren Sie diese
sorgfältig für die erneute Installation auf.
5 Setzen Sie das SPD-Flussmeteradapterwerkzeug im
SPD-Kollektor ein.
6 Bringen Sie den Flussmesseinsatz am
SPD-Flussmeteradapterwerkzeug an.
7 Platzieren Sie die Flussmeterverrohrung über dem
Flussmesseinsatz, um mit dem Messen der Flüsse zu
beginnen.
Fehlerbehebung
93
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Durchführen des GC-Selbsttests
1 Schalten Sie den GC aus.
2 Warten Sie 1 Minute, und schalten Sie dann den GC wieder
ein. Wenn am GC die Hauptstatusanzeige erscheint, hat der
GC den Selbsttest bestanden.
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Fehlerbehebung
Aufgaben für die Fehlerbehebung
8
Anpassen des Lit-Offset am FID
Passen Sie den Lit offset am FID wie folgt an:
1 Drücken Sie [Config].
2 Blättern Sie zu Front detector oder Back detector (wo auch
immer der Detektor installiert ist), und drücken Sie [Enter].
3 Blättern Sie zu Lit offset. Wenn die Zeile Lit offset
hervorgehoben ist, geben Sie den neuen Parameter für den
Detektor ein, und drücken Sie [Enter].
4 "Lit offset" sollte auf ≤ 2.0 pA oder niedriger als die normale
FID-Ausgabe, wenn dieser brennt, eingestellt sein.
Fehlerbehebung
95
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Sicherstellen, dass die FID-Flamme brennt
Um sicherzustellen, dass die FID-Flamme brennt, halten Sie
einen Spiegel oder eine andere reflektierende Oberfläche über
den Kollektorauslass. Eine stetige Kondensation weist darauf
hin, dass die Flamme brennt.
Wenn die Flamme brennt, liegt die FID-Ausgabe normalerweise
zwischen 5.0 und 20.0 pA, und wenn die Flamme nicht brennt,
liegt der Wert bei < 2.0 pA.
96
Fehlerbehebung
Aufgaben für die Fehlerbehebung
8
Sicherstellen, dass der FID-Anzünder während der Zündungssequenz
funktioniert
WAR NU NG
Achten Sie bei Durchführung dieser Aufgabe darauf, dass Sie Ihre
Körperteile in einem sicheren Abstand zum FID-Kamin halten. Bei
Verwendung von Wasserstoff ist die FID-Flamme nicht sichtbar.
1 Nehmen Sie die obere Abdeckung des Detektors ab.
2 Schalten Sie die FID-Flamme ein.
3 Beobachten Sie den Anzünderstecker durch den FID-Kamin.
Die kleine Bohrung sollte während der Zündungssequenz
glühen.
Fehlerbehebung
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8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Messen des FID-Undichtigkeitsstroms
1 Laden Sie die Analysemethode.
• Stellen Sie sicher, dass die Flüsse für die Zündung
akzeptabel sind.
• Heizen Sie den Detektor auf Betriebstemperatur oder auf
300 °C hoch.
2 Schalten Sie die FID-Flamme aus.
3 Stellen Sie sicher, dass das FID-Elektrometer eingeschaltet
ist.
4 Drücken Sie [Front Detector] oder [Back Detector], und blättern
Sie dann zu Output.
5 Stellen Sie sicher, dass die Ausgabe stabil ist und < 1.0 pA
beträgt.
Wenn die Ausgabe instabil ist oder > 1.0 pA beträgt, schalten
Sie den GC aus, und überprüfen Sie, ob die oberen FID-Teile
korrekt zusammengebaut sind und ob Verunreinigungen
vorliegen. Wenn die Verunreinigung den Detektor
beeinträchtigt, backen Sie den FID aus.
6 Schalten Sie die Flamme ein.
98
Fehlerbehebung
Aufgaben für die Fehlerbehebung
8
Messen der FID-Basislinienausgabe
1 Mit installierter Säule laden Sie Ihre Prüfmethode.
2 Stellen Sie die Ofentemperatur auf 35 °C ein.
3 Drücken Sie [Front Detector] oder [Back Detector], und blättern
Sie dann zu Output.
4 Wenn die Flamme brennt und der GC betriebsbereit ist,
überprüfen Sie, ob die Ausgabe stabil ist und < 20 pA beträgt
(dies kann einige Zeit dauern).
5 Wenn die Ausgabe nicht stabil ist oder > 20 pA beträgt, ist
das System oder Gas verunreinigt. Wenn diese
Verunreinigung auf den Detektor zurückzuführen ist, backen
Sie den FID aus.
Fehlerbehebung
99
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Messen des SPD-Undichtigkeitsstroms
1 Laden Sie die Analysemethode.
2 Stellen Sie NPD Adjust Offset auf Out und Bead Voltage auf 0,00 V.
• Belassen Sie den SPD auf Betriebstemperatur.
• Belassen Sie die Flüsse ein- oder ausgeschaltet.
3 Drücken Sie [Front Detector] oder [Back Detector], und blättern
Sie dann zu Output.
4 Stellen Sie sicher, dass die Ausgabe (Undichtigkeitsstrom)
stabil ist und bei < 1,0 pA liegt.
5 Die Ausgabe sollte langsam auf 0.0 pA fallen und sich im
Zehntel eines Pikoamps stabilisieren. Ein Strom von > 2.0 pA
weist auf ein Problem hin.
100
Fehlerbehebung
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Sicherstellen, dass die SPD-Perleneinheit gezündet ist
WAR NU NG
Heiße Abgase! Die Detektorabgase sind heiß und können
Verbrennungen verursachen.
Um sicherzustellen, dass die Perleneinheit gezündet ist, schauen
Sie durch die Lüftungsöffnung am Detektorlid, um zu sehen, ob
die Perleneinheit orange glüht.
Die SPD-Ausgabe wird vom Bediener während des
Nullpunktabgleichs ausgewählt und liegt generell zwischen 5.0
und 50.0 pA.
Fehlerbehebung
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8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Sicherstellen, dass die FFD-Flamme brennt
Stellen Sie wie folgt sicher, dass die FFD-Flamme brennt:
1 Entfernen Sie das Gummiabtropfrohr aus dem
Detektorauslass.
2 Halten Sie einen Spiegel oder eine glänzende Oberfläche an
das Aluminiumauslassrohr. Eine stetige Kondensation weist
darauf hin, dass die Flamme brennt.
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Fehlerbehebung
8
Aufgaben für die Fehlerbehebung
Anpassen des Lit-Offset am FFD
Passen Sie den Lit offset am FFD wie folgt an:
1 Drücken Sie [Config].
2 Blättern Sie zu Front detector oder Back detector (wo auch
immer der Detektor installiert ist), und drücken Sie [Enter].
3 Blättern Sie zu Lit offset. Wenn die Zeile Lit offset
hervorgehoben ist, geben Sie den neuen Parameter für den
FFD ein (normaler Wert liegt bei 2.0 pA), und drücken Sie
[Enter].
Fehlerbehebung
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8
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Aufgaben für die Fehlerbehebung
Fehlerbehebung
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