Agilent 7890A Gaschromatograf Bedienungshandbuch

Agilent 7890A Gaschromatograf Bedienungshandbuch
Agilent 7820A
Gaschromatograf
Bedienungshandbuch
Agilent Technologies
Hinweise
© Agilent Technologies, Inc. 2011
Gewährleistung
Gemäß der Urheberrechtsgesetzgebung in
den USA und internationaler Urheberrechtsgesetzgebung darf dieses Handbuch,
auch auszugsweise, nicht ohne vorherige
Vereinbarung und schriftliche Genehmigung seitens Agilent Technologies, Inc. vervielfältigt werden (darunter fällt auch die
Speicherung auf elektronischen Medien
sowie die Übersetzung in eine Fremdsprache).
Das in diesem Dokument enthaltene Material wird ohne Mängelgewähr bereitgestellt. Änderungen in nachfolgenden
Ausgaben vorbehalten. Darüber hinaus
übernimmt Agilent im gesetzlich maximal
zulässigen Rahmen keine Garantien, weder
ausdrücklich noch stillschweigend, bezüglich dieses Handbuchs und beliebiger hierin
enthaltener Informationen, inklusive aber
nicht beschränkt auf stillschweigende Garantien hinsichtlich Marktgängigkeit und
Eignung für einen bestimmten Zweck.
Agilent übernimmt keine Haftung für Fehler
oder beiläufig entstandene Schäden oder
Folgesachschäden in Verbindung mit Einrichtung, Nutzung oder Leistung dieses Dokuments oder beliebiger hierin enthaltener
Informationen. Falls zwischen Agilent und
dem Benutzer eine schriftliche Vereinbarung mit abweichenden Gewährleistungsbedingungen hinsichtlich der in diesem
Dokument enthaltenen Informationen besteht, so gelten diese schriftlich vereinbarten Bedingungen.
Handbuch Teile-Nr.
G4350-92012
Ausgabe
Dritte Ausgabe, Juni 2011
Zweite Ausgabe, Oktober 2009
Erste Ausgabe, März 2009
Gedruckt in China
Agilent Technologies, Inc.
412 Ying Lun Road
Waigoaqiao Free Trade Zone
Shanghai 200131 P.R.China
Hinweise zu Marken
Microsoft, Vista und Windows sind in den
USA eingetragene Marken der Microsoft
Corporation.
gen keinen größeren Rechtsbeschränkungen als in FAR 52.227-14 (Juni 1987) oder
DFAR 252.227-7015 (b)(2) (November 1995)
angegeben, sofern dies auf irgendwelche
technischen Daten zutrifft.
Sicherheitshinweise
VORSICHT
Der Hinweis VORSICHT weist auf
eine Gefahr hin. Er macht auf einen
Betriebsablauf oder ein Verfahren
aufmerksam, der bzw. das bei unsachgemäßer Durchführung zur Beschädigung des Produkts oder zum Verlust
wichtiger Daten führen kann. Setzen
Sie den Vorgang nach einem Hinweis
mit der Überschrift VORSICHT erst fort,
wenn Sie die darin aufgeführten Hinweise vollständig verstanden haben
und einhalten können.
WARNUNG
Technologielizenzen
Die in dieser Dokumentation beschriebene
Hardware und/oder Software wird unter
Lizenz hergestellt und darf nur gemäß den
jeweils geltenden Lizenzbedingungen verwendet und kopiert werden.
Rechtsbeschränkungen
Wenn die Software gemäß der Leistung
eines Haupt- oder Untervertrags der
US-Regierung verwendet wird, wird die
Software als „kommerzielle Computersoftware“ gemäß DFAR 252.227-7014
(Juni 1995) oder als ein „kommerzielles
Gut“ gemäß FAR 2.101(a) oder als eine
„beschränkte Computersoftware“ gemäß
FAR 52.227-19 (Juni 1987) oder gleichlautenden Vorschriften oder Vertragsklauseln
geliefert und lizenziert. Die Verwendung,
Duplizierung oder Offenbarung der Software unterliegt den standardmäßigen,
kommerziellen Lizenzbedingungen von
Agilent Technologies, und Nicht-DODAbteilungen und -Behörden der USRegierung unterliegen keinen umfangreicheren Rechtsbeschränkungen als in
FAR 52.227-19(c)(1-2) (Juni 1987) angegeben. Benutzer der US-Regierung unterlie-
WARNUNG weist auf eine Gefahr hin.
Sie macht auf einen Betriebsablauf
oder ein Verfahren aufmerksam, der
bzw. das bei unsachgemäßer Durchführung zu Verletzungen oder zum Tod
führen kann. Arbeiten Sie im Falle
eines Hinweises WARNUNG erst
dann weiter, wenn Sie die angegebenen Bedingungen vollständig verstehen und erfüllen.
Inhalt
1
Einführung
Hier finden Sie Informationen 8
Online-Benutzerdokumentation
Agilent Kundenportal 9
Chromatografie mithilfe eines GC
8
10
Die Vorderansicht des Agilent 7820A GC
11
Die Hinteransicht des Agilent 7820A GC
12
Die Einlässe
13
Die GC-Säule und der Ofen
Detektoren
15
16
Das Bedienfeld 17
Die Anzeige 17
Statusanzeigen 18
Warntöne 18
Das Tastenfeld 20
2
Grundlagen für die Bedienung
Überblick
22
Gerätesteuerung
23
Problembehebung
Starten des GC
24
25
Außerbetriebnahme des GC für weniger als eine Woche
Außerbetriebnahme des GC für mehr als eine Woche
3
26
27
Bedienung des Softwaretastenfelds
So installieren Sie das Softwaretastenfeld
30
Das Softwaretastenfeld 31
So stellen Sie die Verbindung zu einem GC her 31
So trennen Sie die Verbindung zu einem GC 32
Andere Programmeinstellungen 32
So minimieren oder erweitern Sie das Softwaretastenfeld
So beheben Sie einen Verbindungsfehler 33
So erhalten Sie Hilfe 34
Die Analysetasten
35
Die Service Mode-Taste
Bedienungshandbuch
33
35
3
Die GC-Komponententasten
Die Status-Taste
Die Info-Taste
36
38
39
Die Tasten für die allgemeine Dateneingabe
Die Unterstützungstasten
40
42
Tasten für Methodenspeicherung und Automatisierung
43
Funktionalität des Tastenfeldes, wenn der GC über ein Agilent Datensystem
gesteuert wird 44
Informationen zum GC-Status im Softwaretastenfeld
Statusanzeigen
45
Fehlerbedingungen 46
Blinkender Sollwert 46
Informationen zu Protokollen
4
45
47
Ausführen einer Methode oder einer Sequenz über das Softwaretastenfeld
Laden, Speichern und Ausführen von Methoden über das
Softwaretastenfeld 50
So laden Sie eine Methode 50
So speichern Sie eine Methode 50
So injizieren Sie eine Probe manuell mit einer Spritze und starten eine
Analyse 50
So führen Sie eine Methode aus, um eine einzelne ALS-Probe zu
verarbeiten 51
So brechen Sie eine Methode ab 51
Laden, Speichern und Ausführen von Sequenzen über das
Softwaretastenfeld 52
So laden Sie eine Sequenz 52
So speichern Sie eine Sequenz 52
So starten Sie eine Sequenz 52
Unterbrechen einer ausgeführten Sequenz 53
Fortsetzen einer unterbrochenen Sequenz 53
So halten Sie eine ausgeführte Sequenz an 53
So setzen Sie eine angehaltene Sequenz fort 53
Abbrechen einer Sequenz 53
Fortsetzen einer abgebrochenen Sequenz 54
5
Methoden, Sequenzen und Datenanalysen
Was ist eine Methode?
56
Was wird in einer Methode gespeichert?
56
Was passiert, wenn eine Methode geladen wird?
4
57
Bedienungshandbuch
Was ist eine Sequenz?
57
Automatisieren der Datenanalyse, der Methodenentwicklung und der
Sequenzentwicklung 58
6
Konfigurationsaufgaben
Informationen zur IP-Adresse des GC
So stellen Sie die IP-Adresse am GC ein
60
61
So stellen Sie mittels DHCP die GC-IP-Adresse bereit
Wiederherstellen der Standard-IP-Adresse des GC
62
63
So konfigurieren Sie das EPC-Modul für einen anderen Detektor
Bedienungshandbuch
64
5
6
Bedienungshandbuch
Agilent 7820AGaschromatograf
Bedienungshandbuch
1
Einführung
Hier finden Sie Informationen 8
Chromatografie mithilfe eines GC 10
Die Vorderansicht des Agilent 7820A GC 11
Die Hinteransicht des Agilent 7820A GC 12
Die Einlässe 13
Die GC-Säule und der Ofen 15
Detektoren 16
Das Bedienfeld 17
Diese Dokumentation bietet einen Überblick über die einzelnen
Bauteile des Agilent 7820A Gaschromatografen (GC).
Agilent Technologies
7
1
Einführung
Hier finden Sie Informationen
Zusätzlich zu dieser Dokumentation bietet Agilent mehrere
Schulungsprodukte an, die die Installation, den Betrieb, die
Wartung und die Fehlerbehebung für den Agilent 7820A GC
erklären.
Lesen Sie vor Einsatz des GC, die auf der Agilent GC and GC/MS
Hardware User Information & Utilities DVD enthaltenen
Sicherheits- und Ausführungsinformationen. Die größten
Gefahren beim Arbeiten am GC sind:
• Verbrennungen, die durch Berührung heißer Bereiche am
oder im GC verursacht werden
• Freisetzen von Druckgasen, die gefährliche chemische
Substanzen enthalten, bedingt durch geöffnete Einlässe
• Schnitt- und Stichwunden, die durch scharfe Enden an der
Kapillarsäule verursacht werden
• Verwendung von Wasserstoff als GC-Trägergas
Online-Benutzerdokumentation
Die Dokumentation für Ihre Agilent Geräte ist nun jederzeit in
einem Dokument verfügbar.
Auf der Agilent GC and GC/MS Hardware User Information &
Utilities DVD, die im Lieferumfang Ihres Geräts enthalten ist,
befindet sich eine umfangreiche Sammlung an Onlinehilfen,
Videos und Büchern für den aktuellen Agilent Gaschromatografen, massenselektive Detektoren und GC-Probengeber.
Hierzu gehören auch lokalisierte Versionen der wichtigsten
Informationen, wie z.B.:
• „Erste Schritte“-Dokumentation
8
Bedienungshandbuch
Einführung
1
• Handbuch zur Sicherheit und Ausführung
• Informationen zur Standortvorbereitung
• Installationsinformationen
• Betriebsanweisungen
• Wartungsinformationen
• Details zur Fehlersuche
Agilent Kundenportal
Agilent bietet in einem Kundenportal auch spezifische Informationen für die Produkte, die Sie besitzen. Dieser Webservice
bietet sowohl viele anpassbare Services als auch Informationen,
die sich direkt auf Ihre Agilent Produkte und Bestellungen
beziehen. Melden Sie sich unter http://www.agilent.com/chem
bei dem Portal an.
Bedienungshandbuch
9
1
Einführung
Chromatografie mithilfe eines GC
Bei der Chromatografie wird ein Gemisch von Substanzen in
einzelne Komponenten getrennt.
Bei Verwendung eines GC werden Komponenten eines
Gemisches in drei Hauptschritten getrennt und identifiziert.
Diese sind:
1 Injizieren einer Probe in den GC. (Dies erfolgt am Einlass.)
2 Trennen der Probe in einzelne Komponenten. (Dies erfolgt in
der Säule im Ofen.)
3 Erkennen, welche Substanzen sich in der Probe befinden.
(Dies erfolgt im Detektor.)
Während dieses Prozesses werden am Agilent 7820A GC
Statusmeldungen angezeigt und der Benutzer kann die
Parametereinstellungen am Softwaretastenfeld ändern.
Detektor
Einlass
Ofen
Bedienfeld
Jeder Schritt dieses Prozesses wird auf den folgenden Seiten
dieser Dokumentation in Kurzform beschrieben. Weitere
Informationen finden Sie im Erweiterten Benutzerhandbuch.
10
Bedienungshandbuch
Einführung
1
Die Vorderansicht des Agilent 7820A GC
Detektorabdeckung
Detektoren
Ventile (nicht sichtbar)
Einlässe
Anzeige
Tastenfeld
Hauptschalter
Ofenverriegelung
Bedienungshandbuch
11
1
Einführung
Die Hinteransicht des Agilent 7820A GC
Einlassöffnung
Gasversorgungsanschlüsse
Elektronikkabelanschlüsse
Ofenkühlungsein- und
Auslassöffnung
Stromanschluss
12
Bedienungshandbuch
1
Einführung
Die Einlässe
Die Einlässe befinden sich an der Stelle, an der Proben in den
GC injiziert werden. Der Agilent 7820A GC kann maximal zwei
Einlässe aufweisen, die als Front Inlet und Back Inlet bezeichnet
werden.
Zwei Einlässe – Split/Splitless und Purged-Packed – sind
verfügbar.
Welcher Einlasstyp gewählt wird, ist von der Art der durchzuführenden Analyse, der zu analysierenden Probe und der
verwendeten Säule abhängig.
Proben können manuell per Spritze in die Einlässe injiziert oder
es kann ein automatisches Probengerät (z. B. ein automatischer
Flüssigprobengeber von Agilent oder ein Headspace-Sampler
von Agilent) verwendet werden.
Bedienungshandbuch
13
1
Einführung
Automatische Injektoren
Der Agilent 7820A GC kann bis zu zwei automatische Injektoren
aufnehmen, die als Front Injector und Back Injector bezeichnet
werden.
Autoinjektor
Karussell
Automatische Gasprobenventile
Die Probenventile sind einfache mechanische Vorrichtungen,
die eine Probe mit einer festen Größe in den Trägergasstrom
einführen. Ventile werden häufig verwendet, um Gase in
konstanten Flussströmen zu erfassen.
Der Agilent 7820A GC kann bis zu zwei Gasprobenventile
aufnehmen, die als Ventil # 1 und Ventil #2 bezeichnet werden.
Die Ventile befinden sich im Gasprobenventilgehäuse.
14
Bedienungshandbuch
1
Einführung
Die GC-Säule und der Ofen
GC-Säulen befinden sich im Inneren eines temperaturgesteuerten Ofens. Generell befindet sich ein Ende der Säule am Einlass,
während das andere Ende am Detektor angebracht ist.
Säulen variieren in Länge, Durchmesser und Innenbeschichtung. Jede Säule ist für die Verwendung unterschiedlicher Substanzen konzipiert.
Zweck der Säule und des Ofens ist, die injizierte Probe in einzelne Substanzen zu trennen, wenn die Probe die Säule durchläuft. Um diesen Prozess zu unterstützen, kann der GC-Ofen so
programmiert werden, dass der Probenfluss durch die Säule
beschleunigt wird.
Bedienungshandbuch
15
1
Einführung
Detektoren
Detektoren erkennen das Vorhandensein von Substanzen, wenn
diese die Säule verlassen.
Da jede Substanz in den Detektor eindringt, wird ein elektrisches Signal im Verhältnis zu der erkannten Substanzmenge
erzeugt. Dieses Signal wird generell an ein Datenanalysesystem
gesendet – wie z.B. die Agilent ChemStation – wobei dort dieses
Signal als ein Peak in einem Chromatogramm erscheint.
Der Agilent 7820A GC kann bis zu zwei Detektoren aufnehmen,
die als Front Det und Back Det. bezeichnet werden.
Es steht eine umfangreiche Auswahl an Detektoren (FFID,
TCD, NPD, FPD, µECD und MSD) zur Verfügung. Welcher Detektortyp gewählt wird, ist von der Art der erforderlichen Analyse
abhängig.
16
Bedienungshandbuch
Einführung
1
Das Bedienfeld
Das Bedienfeld enthält die Anzeige, Statusanzeigen und ein
Tastenfeld. Weitere Informationen finden Sie unter „Bedienung
des Softwaretastenfelds“ und im Erweiterten Benutzerhandbuch sowie im vollständigen Dokumentationsmaterial auf
der im Lieferumfang enthaltenen Agilent GC and GC/MS Hardware User Information & Utilities DVD.
Anzeige
STATUS READY
Last run
Next run time
Oven temperature
35
ACTUAL
Statusanzeigen
Tasten
Run
Stop
Prep
Run
0.15
3.00
35
SETPOINT
Not Ready
Start
Die Anzeige
Auf der Anzeige werden Details der derzeitigen Abläufe im
Agilent 7820A GC angezeigt.
Verwenden Sie die Bildlauftasten, um weitere Zeilen in der
Anzeige anzuzeigen. Die Anzeige gibt aktuelle Temperaturen,
Flüsse, Drücke und Informationen zur GC-Bereitschaft an.
Bedienungshandbuch
17
1
Einführung
Statusanzeigen
Der GC verfügt über zwei Statusanzeigen unterhalb des Bildschirms, Run und Not Ready.
Not Ready
Leuchtet, wenn der GC noch nicht für die Verarbeitung
einer Probe bereit ist, und blinkt bei einem aufgetretenen Fehler. Scrollen Sie, um zu sehen, welche Parameter nicht bereit und welche Fehler aufgetreten sind.
Run
Leuchtet, wenn das Gerät eine chromatografische
Analyse ausführt. Blinkt grün im Voranalysestatus,
z. B. beim Spülen eines Split/Splitlos-Einlasses.
Wenn der GC bereit für eine Analyse ist, wird auf dem Anzeigebildschirm Folgendes angezeigt: STATUS Ready for Injection. Wenn
eine Komponente des GC jedoch nicht bereit für eine Analyse
ist, leuchtet die Not Ready-LED. Scrollen Sie, um eine Meldung
anzuzeigen, die Ihnen mitteilt, warum der GC nicht bereit ist.
Warntöne
Eine Reihe von Warnsignalen ertönt bevor das Gerät ausgeschaltet wird. Die problembelastete Komponente wird nach
kurzer Zeit heruntergefahren, der GC sendet ein Signal und eine
kurze, nummerierte Meldung wird angezeigt. Beispielsweise
ertönt eine Folge von akustischen Warntönen, wenn der Gasfluss am vorderen Einlass nicht den Sollwert erreichen kann.
Die Meldung Front inlet flow shutdown wird kurz angezeigt. Der
Fluss wird nach 2 Minuten unterbrochen. Siehe „Problembehebung“.
Ein fortlaufender Warnton ertönt, wenn ein Wasserstofffluss
abgestellt wird oder eine thermische Abschaltung erfolgt.
WARNUNG
18
Bevor Sie den GC-Betrieb fortsetzen, sollten Sie die Ursache für
die Wasserstoffflussabschaltung ausfindig machen und beheben.
Weitere Informationen zur Wasserstoffflussabschaltung finden
Sie im Benutzerhandbuch zur Problembehebung (Troubleshooting
Manual).
Bedienungshandbuch
Einführung
1
Ein Warnton ertönt, wenn ein Problem vorliegt, das den GC
jedoch nicht daran hindert, die Analyse durchzuführen. Der GC
gibt einen Warnton aus und zeigt eine Meldung an. Der GC kann
die Analyse starten. Sobald eine Analyse beginnt, erlischt die
Warnung.
Sonstige Meldungen weisen auf Hardwareprobleme hin, die vom
Benutzer zu beheben sind. Abhängig von der Art des Fehlers
sendet der GC keinen Warnton oder einen einzelnen Warnton.
Bedienungshandbuch
19
1
Einführung
Das Tastenfeld
Der GC hat drei Bedientasten.
[Stop]
Beendet die Analyse umgehend. Wenn der GC
gerade eine Analyse ausführt, gehen die Daten
dieser Analyse möglicherweise verloren. Das
Erweiterte Benutzerhandbuch bietet Ihnen weitere Informationen zum Neustart nach Drücken
der Taste [Stop].
[Prep Run]
Aktiviert Prozesse, die dafür erforderlich sind,
den GC in die für diese Methode festgelegte Ausgangsbedingung zu versetzen (z. B. Abstellen des
Spülflusses am Einlass zur splitlosen Injektion
oder zur Wiederherstellung des Normalflusses
aus dem Modus für die Gassparschaltung).
[Start]
Startet eine Analyse, nachdem eine Probe
manuell injiziert wurde. (Wenn Sie einen automatischen Flüssigkeitsprobengeber oder ein Gasprobenventil verwenden, wird die Analyse zum
angemessenen Zeitpunkt automatisch aktiviert.)
Ermöglichen das zeilenweise Scrollen nach oben
und unten in einer Anzeige. Verwenden zur
Anzeige von:
• Verbleibender Analysezeit
• Nächster Analysezeit
• Aktueller Statusmeldungen (derzeitige
GC-Aktivität)
• Aktueller Temperaturen, Drücke und Flüsse
• Ventilstatus
• GC-Firmwareversion
• GC-IP-Adresse
• Systemdatum und -uhrzeit
20
Bedienungshandbuch
Agilent 7820A Gaschromatograf
Bedienungshandbuch
2
Grundlagen für die Bedienung
Überblick 22
Gerätesteuerung 23
Problembehebung 24
Starten des GC 25
Außerbetriebnahme des GC für weniger als eine Woche 26
Außerbetriebnahme des GC für mehr als eine Woche 27
Dieser Abschnitt beschreibt die Aufgaben, die ein Benutzer mit
dem Agilent 7820A GC ausführt.
Agilent Technologies
21
2
Grundlagen für die Bedienung
Überblick
Die Bedienung des GC umfasst die folgenden Aufgaben:
• Installieren des Softwaretastenfelds.
• Einrichten der GC-Hardware für eine Analysemethode.
• Starten des GC. Siehe „Starten des GC“.
• Vorbereiten des automatischen Flüssigprobengebers. Installieren Sie die methodendefinierte Spritze; konfigurieren Sie
die Verwendung der Lösungsmittel- und Abfallflaschen und
die Spritzengröße; bereiten Sie das Lösungsmittel vor und
laden Sie es, Abfall- und Probenfläschchen.
• Weitere Informationen finden Sie im 7693A ALS
Handbuch zur Installation, Bedienung und Wartung.
• Laden der Analysemethode oder Sequenz in das
GC-Steuerungssystem.
• Siehe die Dokumentation zum Agilent Datensystem.
• Für den eigenständigen GC-Betrieb siehe „So laden Sie
eine Methode“ und „So laden Sie eine Sequenz“.
• Ausführen der Methode oder Sequenz.
• Siehe die Dokumentation zum Agilent Datensystem.
• Für den eigenständigen GC-Betrieb siehe „So injizieren
Sie eine Probe manuell mit einer Spritze und starten eine
Analyse“, „So führen Sie eine Methode aus, um eine
einzelne ALS-Probe zu verarbeiten“ und „So starten Sie
eine Sequenz“.
• Überwachen von Probenanalysen über das GC-Bedienfeld
oder das Agilent Datensystemprogramm. Siehe „Informationen zum GC-Status im Softwaretastenfeld“ oder die Dokumentation zum Agilent Datensystem.
• Abschalten des GC. Siehe „Außerbetriebnahme des GC für
weniger als eine Woche“ oder „Außerbetriebnahme des GC
für mehr als eine Woche“.
Für den Betrieb ist ein PC erforderlich, auf dem das Softwaretastenfeld installiert ist. Siehe „Bedienung des Softwaretastenfelds“ für weitere Informationen.
22
Bedienungshandbuch
2
Grundlagen für die Bedienung
Gerätesteuerung
Der Agilent 7820A GC wird normalerweise über ein angeschlossenes Datensystem gesteuert, wie z.B. Agilent EZChrom Elite
Compact. Alternativ kann der GC vollständig über ein Softwaretastenfeld gesteuert werden, wobei die Ausgangsdaten für die
Berichterstellung an einen angeschlossenen Integrator gesendet
werden.
Benutzer des Agilent Datensystems – Bitte lesen Sie hierzu die
Online-Hilfe des Agilent Datensystems bezüglich Details zum
Laden, Ausführen und Erstellen von Methoden und Sequenzen
mit Hilfe des Datensystems.
GC-Einzelplatzbenutzer – Wenn Sie Ihren GC ohne ein angeschlossenes Datensystem ausführen, finden Sie Details zum
Laden von Methoden und Sequenzen über das Softwaretastenfeld an diesen Stellen:
• „So installieren Sie das Softwaretastenfeld“
• „So laden Sie eine Methode“
• „So laden Sie eine Sequenz“
Für Details zum Ausführen von Methoden und Sequenzen über
das Softwaretastenfeld siehe:
• „So injizieren Sie eine Probe manuell mit einer Spritze und
starten eine Analyse“
• „So führen Sie eine Methode aus, um eine einzelne
ALS-Probe zu verarbeiten“
• „So starten Sie eine Sequenz“
Das Erweiterte Benutzerhandbuch enthält Informationen zum
Erstellen von Methoden und Sequenzen mithilfe des Softwaretastenfeldes.
Bedienungshandbuch
23
2
Grundlagen für die Bedienung
Problembehebung
Falls der GC den Betrieb aufgrund eines Fehlers einstellt, z. B.
ein Flussmodul bei Trägergasmangel heruntergefahren wird,
gehen Sie folgendermaßen vor:
1 Schalten Sie mittels Bildschirmtastatur oder Datensystem
den Warnton ab. Klicken Sie auf der Bildschirmtastatur auf
[Clear] , oder schalten Sie die betreffende Komponente im
Datensystem aus. (Weitere Informationen zur Bildschirmtastatur finden Sie unter „Bedienung des Softwaretastenfelds“.)
2 Lösen Sie das Problem z. B. durch Austausch des Gaszylin-
ders oder Beheben des Lecks. Details siehe Fehlerbehebungshandbuch.
3 Nach Behebung des Problems können Sie entweder das Gerät
aus- und wieder einschalten oder mittels Bildschirmtastatur
bzw. Datensystem die Problemkomponente aus- und wieder
einschalten. Bei Fehlern, die mit dem Herunterfahren zusammenhängen, ist beides erforderlich.
24
Bedienungshandbuch
2
Grundlagen für die Bedienung
Starten des GC
Der erfolgreiche Betrieb beginnt mit einem korrekt installierten
und gewarteten GC. Standortvorbereitungs-Checkliste und
Standortvorbereitungshandbuch enthalten die Anforderungen
für Gase, Stromversorgung, Entlüftung von gefährlichen Chemikalien und erforderliche Betriebsabstände am GC.
1 Überprüfen Sie die Drücke der Gasquellen. Erforderliche
Drücke siehe Standortvorbereitungshandbuch.
2 Schalten Sie die Träger- und Detektorgase an ihren Quellen
ein und öffnen Sie die lokalen Abstellventile.
3 Schalten Sie den GC ein. Warten Sie, bis die Meldung Power
on successful erscheint.
4 Falls entfernt, installieren Sie die Säule.
5 Stellen Sie sicher, dass an den Säulenarmaturen keine
Undichtigkeiten vorliegen.
6 Laden Sie die Analysemethode.
7 Warten Sie, bis sich die Detektoren stabilisiert haben, bevor
Sie Daten erfassen. Die Zeit, die erforderlich ist, bis der
Detektor einen stabilen Zustand erreicht ist davon abhängig,
ob der Detektor ausgeschaltet wurde oder ob seine Temperatur verringert wurde, während der Detektor eingeschaltet
war.
Bedienungshandbuch
Detektortyp
Stabilisierungszeit bei
Beginn mit verringerter
Temperatur (Stunden)
Stabilisierungszeit
bei Beginn mit ausgeschaltetem Detektor
(Stunden)
FID
2
4
WLD
2
4
uEAD
4
18 bis 24
FFD
2
12
SPD
4
18 bis 24
25
2
Grundlagen für die Bedienung
Außerbetriebnahme des GC für weniger als eine Woche
1 Warten Sie bitte, bis die aktuelle Analyse abgeschlossen ist.
2 Wenn die aktive Methode modifiziert wurde, speichern Sie
die Änderungen.
WARNUNG
Lassen Sie niemals entflammbare Gasflüsse eingeschaltet, wenn
der GC unbeaufsichtigt ist. Wenn ein Leck erkannt wird, kann das
Gas eine Brand- oder Explosionsgefahr darstellen.
3 Schalten Sie alle Gase, bis auf das Trägergas, an ihren
Quellen aus. (Lassen Sie das Trägergas eingeschaltet, um die
Säule vor atmosphärischen Verunreinigungen zu schützen.)
4 Verringern Sie die Temperaturen an Detektor, Einlass und
Säule auf einen Wert zwischen 150 und 200 °C. Falls gewünscht, kann der Detektor ausgeschaltet werden. Beachten
Sie die folgende Tabelle, um zu ermitteln, ob es von Vorteil
ist, den Detektor für einen kurzen Zeitraum außer Betrieb
zu nehmen. Die erforderliche Zeit, um den Detektor in einen
stabilen Zustand zurückzuversetzen, ist ein wichtiger Punkt.
26
Detektortyp
Stabilisierungszeit bei
Beginn mit verringerter
Temperatur (Stunden)
Stabilisierungszeit bei
Beginn mit ausgeschaltetem
Detektor (Stunden)
FID
2
4
WLD
2
4
uEAD
4
18 bis 24
FFD
2
12
SPD
4
18 bis 24
Bedienungshandbuch
2
Grundlagen für die Bedienung
Außerbetriebnahme des GC für mehr als eine Woche
1 Laden Sie eine GC Wartungsmethode und warten Sie, bis der
GC betriebsbereit ist. Weitere Informationen zum Erstellen
von Wartungsmethoden enthält das GC-Wartungshandbuch.
(Ist keine Wartungsmethode verfügbar, stellen Sie alle
beheizten Zonen auf 40 °C ein.)
2 Schalten Sie die Hauptstromversorgung aus.
3 Schließen Sie alle Gasventile an der Gasversorgung.
WARNUNG
Vorsicht! Ofen, Einlass und/oder Detektor können so heiß sein,
dass Sie sich verbrennen können. Wenn sie heiß sind, tragen Sie
bitte hitzebeständige Handschuhe, um Ihre Hände zu schützen.
4 Wenn der GC kühl ist, entfernen Sie die Säule aus dem Ofen,
und verschließen Sie die beiden Enden, um Verunreinigungen zu vermeiden.
5 Verschließen Sie die Einlass- und Detektorsäulenarmaturen
und alle externen GC-Armaturen.
Bedienungshandbuch
27
2
28
Grundlagen für die Bedienung
Bedienungshandbuch
Agilent 7820A Gaschromatograf
Bedienungshandbuch
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
So installieren Sie das Softwaretastenfeld 30
Das Softwaretastenfeld 31
Die Analysetasten 35
Die Service Mode-Taste 35
Die GC-Komponententasten 36
Die Status-Taste 38
Die Info-Taste 39
Die Tasten für die allgemeine Dateneingabe 40
Die Unterstützungstasten 42
Tasten für Methodenspeicherung und Automatisierung 43
Funktionalität des Tastenfeldes, wenn der GC über ein Agilent
Datensystem gesteuert wird 44
Informationen zum GC-Status im Softwaretastenfeld 45
Informationen zu Protokollen 47
In diesem Abschnitt wird die grundlegende Bedienung des
Agilent 7820A GC Remote Controllers (Softwaretastenfeld)
beschrieben. Diese Software bietet eine Schnittstelle für ein
Tastenfeld über die Sie eine Verbindung zu einem 7820A GC
herstellen und ein 7820A GC steuern können. Das Softwaretastenfeld bietet die gleichen Funktionen wie ein richtiges Tastenfeld auf dem GC. Weitere Informationen zur Funktionalität des
Tastenfeldes entnehmen Sie bitte dem Erweiterten Benutzerhandbuch.
Agilent Technologies
29
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
So installieren Sie das Softwaretastenfeld
Agilent stellt die Software für den 7820A GC Remote Controller
auf der Agilent GC and GC/MS Hardware User Information &
Utilities DVD bereit. Zur Installation der Software legen Sie die
DVD in das DVD-Laufwerk Ihres PCs ein und befolgen Sie die
Online-Anweisungen für die Installation der 7820A GC-Dokumentation. Nach der Installation können Sie das Softwaretastenfeld über ein Desktopsymbol oder das Startmenü aufrufen.
Das Softwaretastenfeld erfordert eine LAN-Verbindung zum GC.
30
Bedienungshandbuch
Bedienung des Softwaretastenfelds
3
Das Softwaretastenfeld
Verwenden Sie das Softwaretastenfeld zum:
• Bedienen des GC ohne Agilent Datensystem
• Anzeigen von Gerätefehlerbedingungen
• Vorbereiten des GC auf die Wartung
• Löschen von Fehlerbedingungen
Das Softwaretastenfeld kann nur jeweils einen GC der 7820ASerie steuern. Es kann über das PC-Netzwerk mit einem beliebigen 7820A GC verbunden werden.
VORSICHT
Verbinden Sie nur jeweils ein Softwaretastenfeld mit einem
bestimmten GC.
So stellen Sie die Verbindung zu einem GC her
1 Navigieren Sie zu Connection > Connect.
2 Wählen Sie IP zur Eingabe/Auswahl einer IP-Adresse bzw.
Name zur Auswahl eines GC mithilfe eines zuvor zugewiesenen Namens.
Bedienungshandbuch
31
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
3 In der Liste Target können Sie die IP-Adresse oder den Namen
des GC eingeben bzw. auswählen.
4 Klicken Sie auf Connect.
Der Titel des Softwaretastenfeld-Fensters gibt den Namen
oder die IP-Adresse des angeschlossenen GC an. Diese Information wird auch am unteren Rand des Fensters angezeigt.
Wahlweise können Sie AutoConnect aktivieren, um bei jedem
Aufruf des Softwaretastenfelds mit dem ausgewählten GC
verbunden zu werden.
So trennen Sie die Verbindung zu einem GC
Wählen Sie Connection > Disconnect.
Andere Programmeinstellungen
Settings > Option > Connection
Die Registerkarte Connection enthält Optionen zur Anzeige
benutzerfreundlicher Namen für GCs sowie zur Aktivierung
der automatischen Verbindung zu einem GC beim Laden der
Software.
Aktivieren Sie AutoConnect, um beim Aufruf des Softwaretastenfelds mit dem Standard-GC verbunden zu werden. Sie können
eine automatische Verbindung auch über Connection > Connect
einstellen.
Weisen Sie mit Connection History den in der Liste Connect
angezeigten Standard-GC zu. Im Verbindungsprotokoll wird
jeder GC aufgelistet, zu dem Sie eine Verbindung hergestellt
haben.
Um einen in der Liste Connect anzuzeigenden Namen zuzuweisen, wählen Sie den GC und klicken Sie auf Change Name.
Geben Sie den Namen in das Feld Name ein, und klicken Sie
auf Save Name.
Damit ein GC als erster Eintrag in der Liste Connect angezeigt
wird, wählen Sie ihn im Protokoll aus und klicken Sie auf Set as
Default.
Zum permanenten Löschen aller gespeicherten Namen sowie
des gesamten Verbindungsprotokolls klicken Sie auf Clear
History.
32
Bedienungshandbuch
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Settings > Option > ShortCuts
Auf der Registerkarte ShortCuts können Sie mit der Software
verwendbare Tastenkombinationen aktivieren, deaktivieren
und anpassen.
Wählen Sie zum Aktivieren von Tastenkombinationen Enable
shortcut on main panel.
Sobald Tastenkombinationen aktiviert sind, können Sie die
Standardtastenkombinationen verwenden oder sie nach
Wunsch auswählen und ändern. Klicken Sie zum Ändern einer
Tastenkombination auf Change. Drücken Sie die Tasten für die
neue Tastenkombination, klicken Sie dann zum Speichern auf
Store und zum Schließen des Dialogfelds Option auf OK. Tastenkombinationen müssen eindeutig sein. Klicken Sie auf Default,
um die werkseitigen Tastenkombinationen wiederherzustellen.
Settings > Option > Log
Wählen Sie die Registerkarte Log zum Anzeigen der vom Softwaretastenfeld gesammelten Protokolleinträge. Die Software
protokolliert Verbindungen, Kommunikationsfehler und Ähnliches.
Settings > Language
Wählen Sie über Settings > Language die Sprache für die Benutzeroberfläche des Softwaretastenfelds aus. Nach kurzer Pause
wird die Benutzeroberfläche in der neuen Sprache neu geladen.
Diese Einstellung ändert nur die Sprache des Softwaretastenfelds, nicht die GC-Sprache.
Sie können die Sprachauswahl auch während des Programmstarts durch Deaktivieren von Settings > Select Language Before
Startup ausschalten.
So minimieren oder erweitern Sie das Softwaretastenfeld
Klicken Sie in der unteren rechten Ecke des Fensters auf
oder
, um die Tastaturanzeige ein- bzw. auszuschalten.
So beheben Sie einen Verbindungsfehler
Falls das Softwaretastenfeld keine Verbindung zum GC
herstellen kann, prüfen Sie Folgendes:
• Überprüfen Sie, ob der GC eingeschaltet ist.
Bedienungshandbuch
33
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
• Überprüfen Sie, ob die LAN-Verkabelung richtig angeschlossen ist.
• Überprüfen Sie, ob die richtige IP-Adresse für den GC
eingegeben ist. Drücken Sie auf dem vorderen GC-Bedienfeld
auf
oder
, um zum IP-Eintrag zu scrollen. Dies ist die
aktuelle IP-Adresse des GC.
• Überprüfen Sie die Basiskommunikation mit dem GC
mithilfe des Befehls ping. Siehe Benutzerhandbuch zur
Fehlerbehebung.
• Stellen Sie sicher, dass niemand anders derzeit den GC
steuert.
• Stellen Sie sicher, dass der PC mit dem GC kommunizieren
kann. Die IP-Adresse des PC muss für ein entsprechendes
Netzwerk und Subnetz eingestellt sein. Lautet die IP-Adresse
des GC z. B. 192.168.0.26, muss die IP-Adresse des PC
192.168.0.xx lauten, wobei xx eine beliebige Zahl zwischen
0 und 25 oder 27 und 255 ist. Ist der PC für ein anderes LAN
eingestellt als der GC, müssen Sie die IP-Adresse des PC
ändern. Details finden Sie in der Windows-Hilfe. Für diesen
Vorgang können Administratorrechte auf dem PC erforderlich sein.
So erhalten Sie Hilfe
Zum Öffnen der Hilfe für das Softwaretastenfeld, rufen Sie Help
> Contents auf.
34
Bedienungshandbuch
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Die Analysetasten
Mit diesen Tasten wird der GC gestartet, angehalten und für die
Analyse einer Probe vorbereitet.
[Prep Run]
Aktiviert Prozesse, die dafür erforderlich sind,
den GC in die für diese Methode festgelegte Ausgangsbedingung zu versetzen (z. B. Abstellen des
Spülflusses am Einlass zur splitlosen Injektion
oder zur Wiederherstellung des Normalflusses
aus dem Modus für die Gassparschaltung). Weitere Informationen finden Sie im Erweiterten
Benutzerhandbuch.
[Start]
Startet eine Analyse, nachdem eine Probe
manuell injiziert wurde. (Wenn Sie einen automatischen Flüssigkeitsprobengeber oder ein Gasprobenventil verwenden, wird die Analyse zum
angemessenen Zeitpunkt automatisch aktiviert.)
[Stop]
Beendet die Analyse umgehend. Wenn der GC
gerade eine Analyse ausführt, gehen die Daten
dieser Analyse möglicherweise verloren. Das
Erweiterte Benutzerhandbuch bietet Ihnen weitere Informationen zum Neustart nach Drücken
der Taste [Stop].
Die Service Mode-Taste
[Service Mode] Wird verwendet, um auf Wartungsfunktionen
und Einstellungen, auf Servicezähler und Diagnosefunktionen für den GC zuzugreifen. Weitere Informationen finden Sie im Erweiterten
Benutzerhandbuch.
Bedienungshandbuch
35
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Die GC-Komponententasten
Diese Tasten dienen der Einstellung der Temperatur, des
Drucks, des Flusses, der Geschwindigkeit und anderer Parameter für die verwendete Methode.
Zur Anzeige der aktuellen Einstellungen, drücken Sie auf
eine dieser Tasten. Möglicherweise sind mehr als drei Zeilen
an Informationen verfügbar. Verwenden Sie die Bildlauftasten,
um bei Bedarf weitere Zeilen anzuzeigen.
Zur Änderung von Einstellungen, blättern Sie zur gewünschten Zeile, geben Sie die Änderung ein, und drücken Sie [Enter].
Zur Anzeige der kontextabhängigen Hilfe, drücken Sie [Info].
Wenn Sie z. B. [Info] bei der Eingabe eines Sollwertes drücken,
würde die folgende Hilfe angezeigt werden: Enter a value
between 0 and 350.
36
[Oven]
Stellt isothermische und temperaturprogrammierte Ofentemperaturen ein.
[Front Inlet]
[Back Inlet]
Steuert Einlassparameter für den Betrieb.
[Col #]
Steuert den Säulendruck, den Fluss und die
Geschwindigkeit. Stellt den Druck oder die
Flussgradienten ein.
[PCM #]
Steuert Säulendruck, Fluss oder
Geschwindigkeit für Zubehör-Pneumatiksteuermodule. Stellt den Druck oder die
Flussgradienten ein.
[Front Det]
[Back Det]
Steuert die Detektorparameter für den
Betrieb.
[Lite EPC #]
Bietet pneumatische Unterstützung für
einen Einlass, Detektor oder ein anderes
Gerät. Dient zur Konfiguration der Detektor-EPC für den Betrieb. Kann zur Druckprogrammierung verwendet werden.
[Injector]
Bearbeitet Injektorsteuerparameter wie z. B.
Injektionsvolumina sowie das Einströmen
von Proben und Lösungsmitteln.
Bedienungshandbuch
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Bedienungshandbuch
[Valve #]
Ermöglicht die Konfiguration und Kontrolle
des Gasprobenventils und/oder das Einoder Ausschalten der Ventile.
[Analog Out]
Weist dem analogen Ausgang ein Signal zu.
Der analoge Ausgang befindet sich an der
Rückseite des GC.
37
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Die Status-Taste
[Status]
Schaltet zwischen Sollwerten und aktuellen
Werten, der am häufigsten überprüften Parameter um, und zeigt Informationen zum Status
„ready“ (bereit), „not ready“ (nicht bereit) und
„fault“ (Fehler) an.
Wenn die Statusanzeige Not Ready blinkt, ist ein
Fehler aufgetreten. Drücken Sie auf [Status], um
zu sehen, welche Parameter nicht bereit sind
und welcher Fehler aufgetreten ist.
Die Reihenfolge, in der die Elemente im Bildlaufanzeigefenster für [Status] erscheinen, kann
modifiziert werden. Sie können beispielsweise
die am häufigsten zu prüfenden Punkte in den
ersten drei Zeilen anzeigen, so dass Sie für deren
Anzeige nicht immer blättern müssen. Ändern
Sie die Reihenfolge der Status-Anzeige wie folgt:
1 Drücken Sie [Config] [Status].
2 Blättern Sie zu dem Sollwert, den Sie zuerst
anzeigen möchten, und drücken Sie [Enter].
Dieser Sollwert erscheint jetzt ganz oben in
der Liste.
3 Blättern Sie zu dem Sollwert, den Sie an
zweiter Stelle anzeigen möchten, und drücken Sie [Enter]. Dieser Sollwert erscheint
jetzt als zweiter Eintrag in der Liste.
4 Fahren Sie auf diese Weise fort, bis die Liste
die gewünschte Reihenfolge aufweist.
38
Bedienungshandbuch
Bedienung des Softwaretastenfelds
3
Die Info-Taste
[Info]
Bedienungshandbuch
Stellt eine Hilfe für den derzeit angezeigten
Parameter bereit. Wenn z. B. Oven Temp die
aktive Zeile der Anzeige ist (gefolgt von <), zeigt
[Info] den gültigen Bereich für Ofentemperaturen an. In anderen Fällen zeigt [Info] Definitionen oder Aktionen an, die ausgeführt werden
müssen.
39
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Die Tasten für die allgemeine Dateneingabe
[Mode/Type] Öffnet eine Liste an möglichen Parametern in
Verbindung mit den nicht numerischen Einstellungen einer Komponente. Wenn der GC z. B. mit
einem Split-Einlass/splitlosen Einlass konfiguriert
ist und die Taste [Mode/Type] betätigt wird, sind
die aufgelisteten Optionen entweder gesplittet,
splitlos, gesplittet mit Druckstoß oder splitlos mit
Druckstoß.
[Clear]
Löscht einen falsch eingegebenen Sollwert, bevor
die Taste [Enter] betätigt wird. Mit dieser Funktion
können Sie zur obersten Zeile einer mehrzeiligen
Anzeige gelangen, zu einer vorherigen Anzeige
zurückkehren, eine Funktion während einer
Sequenz oder Methode beenden sowie das Laden
und Speichern von Sequenzen und Methoden
abbrechen.
[Enter]
Übernimmt eingegebene Änderungen oder wählt
einen alternativen Modus.
Ermöglichen das zeilenweise Scrollen nach oben
und unten in einer Anzeige. Das Zeichen < in der
Anzeige kennzeichnet die aktive Zeile.
40
Numerische
Tasten
Werden zur Eingabe der Einstellungen für die
Methodenparameter verwendet. (Drücken Sie
[Enter], wenn Sie alle Änderungen akzeptiert
haben.)
[On/Yes]
[Off/No]
Werden verwendet, wenn Parameter eingerichtet
werden, wie z. B. der Warnton, der Signalton für
die Methodenmodifikationen und der Tastenklick,
oder für das Ein- und Ausschalten eines Gerätes,
wie z. B. eines Detektors.
Bedienungshandbuch
Bedienung des Softwaretastenfelds
3
[Front] [Back] Werden meistens während der Konfigurationsoperationen verwendet. Wenn Sie z. B. eine Säule
konfigurieren, können Sie mit diesen Tasten den
Einlass und den Detektor identifizieren, zwischen
denen sich die Säule befindet.
[Delete]
Bedienungshandbuch
Entfernt Methoden, Sequenzen sowie Einträge in
Analyse- und Takttabellen. [Über die Taste [Delete]
wird auch der Offset-Prozess zur Anpassung von
Stickstoff-Phosphor-Detektoren (SPD) abgebrochen, ohne andere Detektorparameter zu unterbrechen. Weitere Informationen finden Sie im
Erweiterten Benutzerhandbuch.
41
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Die Unterstützungstasten
42
[Time]
Zeigt das aktuelle Datum und die aktuelle Zeit in
der ersten Zeile an.
Die zwei mittleren Zeilen zeigen die Zeit zwischen
den Analysen, die abgelaufene Zeit und die verbleibende Zeit während einer Analyse sowie die Laufund Nachzeit während einer Nachanalyse an.
In der letzten Zeile wird immer eine Stoppuhr
angezeigt. Wenn Sie sich in der Zeile mit der Stoppuhr befinden und auf [Clear] drücken, wird die Uhr
auf null gesetzt. Mit [Enter] starten Sie die Stoppuhr
oder halten diese an.
[Post Run]
Wird verwendet, um den GC so zu programmieren,
dass nach einer Analyse bestimmte Aufgaben
ausgeführt werden, wie z. B. das Ausheizen oder
Rückspülen einer Säule. Weitere Informationen
finden Sie im Erweiterten Benutzerhandbuch.
[Logs]
Schaltet zwischen zwei Protokollen um: dem Analyseprotokoll und dem Systemereignisprotokoll. Die
Informationen in diesen Protokollen können zur
Unterstützung der GLP-Standards (Good Laboratory Practices) eingesetzt werden.
[Options]
Ruft die Setup-Optionen für die Geräteparameter,
wie z. B. Tastenfeld und Anzeige auf. Scrollen Sie
zur gewünschten Zeile und drücken Sie auf [Enter],
um auf die gewünschten Eingaben zuzugreifen.
Weitere Informationen finden Sie im Erweiterten
Benutzerhandbuch.
[Config]
Wird verwendet, um Komponenten einzurichten,
die nicht automatisch vom GC erkannt werden können, jedoch für die Ausführung einer Methode
wichtig sind, wie z. B. Säulenabmessungen, Trägerund Detektorgastypen, Zusatzgaskonfigurationen,
und Säulenleitungen zu Einlässen und Detektoren.
Diese Einstellungen sind Teil der Methode und
werden mit dieser gespeichert.
Drücken Sie zur Ansicht der aktuellen Konfiguration einer Komponente (z. B. Einlass oder Detektor)
auf die Taste [Config] und anschließend auf die
gewünschte Komponententaste. Mit [Config][Front
Det] werden z. B. Konfigurationsparameter des vorderen Detektors aufgerufen.
Bedienungshandbuch
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Tasten für Methodenspeicherung und Automatisierung
Diese Tasten dienen dem lokalen Laden und Speichern von
Methoden und Sequenzen auf Ihrem GC. Über diese Tasten
können Sie nicht auf Methoden und Sequenzen zugreifen, die
von der Agilent ChemStation gespeichert wurden.
[Load]
[Method]
[Store]
[Seq]
Werden verwendet, um Methoden und Sequenzen
auf dem GC zu laden und zu speichern.
[Run Table]
Wird verwendet, um besondere Ereignisse zu
programmieren, die während einer Analyse erforderlich sind. Ein besonderes Ereignis könnte zum
Beispiel der Wechsel eines Ventils sein. Weitere
Informationen finden Sie im Erweiterten
Benutzerhandbuch.
Drücken Sie zum Laden einer Methode auf die
Tasten [Load] [Method] und wählen Sie eine Methode aus der Methodenliste aus, die auf Ihrem GC
gespeichert ist. Weitere Informationen zu diesen
Operationen finden Sie im Erweiterten Benutzerhandbuch.
[Clock Table] Wird verwendet, um Ereignisse zu programmieren,
die zu einer bestimmten Uhrzeit auftreten, im
Gegensatz zu Ereignissen, die während einer
bestimmten Analyse auftreten. Mit dieser Funktion kann z. B. täglich eine Abschaltung um
17:00 Uhr eingeleitet werden. Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie im Erweiterten Benutzerhandbuch.
[Seq Control] Startet und stoppt eine Sequenz, hält sie an bzw.
setzt sie fort oder zeigt den Status einer Sequenz
an. Weitere Informationen finden Sie im
Erweiterten Benutzerhandbuch.
Bedienungshandbuch
43
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Funktionalität des Tastenfeldes, wenn der GC über ein Agilent Datensystem
gesteuert wird
Wenn der GC über ein Agilent Datensystem gesteuert wird,
definiert das Datensystem die Sollwerte und analysiert die
Proben. Die Remote-Anzeige auf dem Softwaretastenfeld
leuchtet auf, wenn ein Datensystem den GC steuert.
VORSICHT
Werden bei Steuerung des GC über ein Datensystem Sollwerte
mithilfe des Softwaretastenfelds geändert, kann dies zu fehlerhaften Daten führen. Bei Nutzung des Softwaretastenfelds überträgt der GC nicht automatisch Sollwertänderungen an das
angeschlossene Datensystem.
Wenn ein Agilent Datensystem den GC steuert, kann das
Tastenfeld folgendermaßen verwendet werden:
• Ansicht des Analysestatus durch Drücken der Taste [Status]
• Ansicht der Methodeneinstellungen durch Auswahl der
Komponententaste des GC
• Anzeige der letzten und nächsten Laufzeiten, der verbleibenden Analysezeit und der verbleibenden Zeit für die Nachanalyse durch die wiederholte Auswahl von [Time]
• Abbruch einer Analyse durch Drücken der Taste [Stop]
• Ermittlung des Computers, der den GC steuert, durch
Drücken von [Options] > Communication und anschließendem
Scrollen. Der Name des Computers, der den GC steuert, ist
unter der Einstellung Enable DHCP, zusammen mit der Anzahl
der mit dem GC verbundenen Hosts, aufgelistet.
44
Bedienungshandbuch
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Informationen zum GC-Status im Softwaretastenfeld
Wenn der GC für eine Analyse bereit ist, wird auf dem Anzeigebildschirm Folgendes angezeigt: STATUS Ready for Injection. Wenn
eine Komponente des GC jedoch nicht für eine Analyse bereit
ist, leuchtet die LED Not Ready im Softwaretastenfeld auf. Wenn
Sie die Taste [Status] betätigen, wird eine Meldung angezeigt, die
Ihnen mitteilt, warum der GC nicht bereit ist.
Statusanzeigen
Eine leuchtende Anzeigeleuchte bedeutet:
• Der aktuelle Fortschritt einer Analyse (Pre Run oder Run).
• Punkte, die ggf. zu beachten sind (Not Ready, Service Due
und Run Log).
• Der GC wird über ein Agilent Datensystem gesteuert
(Remote).
• Der GC befindet sich im Modus für die Gassparschaltung
(Gas Saver).
WARNUNG
Bedienungshandbuch
Bevor Sie den GC-Betrieb fortsetzen, sollten Sie die Ursache für
die Wasserstoffflussabschaltung ausfindig machen und beheben.
Weitere Informationen zur Wasserstoffflussabschaltung finden
Sie im Benutzerhandbuch zur Problembehebung (Troubleshooting
Manual).
45
3
Bedienung des Softwaretastenfelds
Fehlerbedingungen
Tritt ein Problem auf, wird eine Statusmeldung angezeigt.
Falls die Meldung einen Hardwareschaden anzeigt, sind eventuell weitere Informationen verfügbar. Drücken Sie die entsprechende Komponententaste (z. B. Front Det, Oven oder Front Inlet).
Blinkender Sollwert
Falls das System einen Gasfluss unterbricht schließt oder den
Ofen abschaltet, blinkt Off in der entsprechenden Zeile der Komponentenparameterauflistung.
Wenn es zu einer Abschaltung der Detektorpneumatik oder
einem Ausfall in einem anderen Teil des Detektors kommt,
blinkt die Zeile On/Off der Parameterliste des Detektors.
46
Bedienungshandbuch
Bedienung des Softwaretastenfelds
3
Informationen zu Protokollen
Über das Tastenfeld sind zwei Protokolle verfügbar:
das Analyseprotokoll und das Systemereignisprotokoll. Zum
Aufrufen der Protokolle, drücken Sie [Logs], um zum gewünschten Protokoll zu wechseln. In der Anzeige sehen Sie die Anzahl
an Einträgen, die im Protokoll vorhanden sind. Scrollen Sie
durch die Liste.
Analyseprotokoll
Das Analyseprotokoll wird zu Beginn einer neuen Analyse
gelöscht. Während der Analyse werden in der Analyseprotokolltabelle die Abweichungen von der geplanten Methode aufgelistet (einschließlich der Interventionen am Tastenfeld). Enthält
das Analyseprotokoll Einträge, leuchtet die LED Run Log.
Systemereignisprotokoll
Das Systemereignisprotokoll zeichnet entscheidende Ereignisse
während des GC-Betriebs auf. Einige der Ereignisse sind zusätzlich im Analyseprotokoll vorhanden, wenn sie während der
Analyse aktuell waren.
Bedienungshandbuch
47
3
48
Bedienung des Softwaretastenfelds
Bedienungshandbuch
Agilent 7820A Gaschromatograf
Bedienungshandbuch
4
Ausführen einer Methode oder einer
Sequenz über das Softwaretastenfeld
Laden, Speichern und Ausführen von Methoden über das
Softwaretastenfeld 50
Laden, Speichern und Ausführen von Sequenzen über das
Softwaretastenfeld 52
In diesem Abschnitt wird erläutert, wie eine Methode oder
Sequenz mit Hilfe des GC-Tastenfeldes und ohne Verwendung
eines Agilent Datensystems geladen, gespeichert und ausgeführt wird. Über das Tastenfeld kann eine Methode oder eine
automatisierte Sequenz ausgewählt und ausgeführt werden, die
im GC gespeichert ist. In diesem Fall werden die Daten, die aus
der Analyse generiert werden, normalerweise für den Datenanalysebericht an einen Integrator gesendet.
Informationen zum Erstellen einer Methode oder Sequenz
mittels Tastenfeldeingabe enthält das Erweiterte Benutzerhandbuch.
Agilent Technologies
49
4
Ausführen einer Methode oder einer Sequenz über das Softwaretastenfeld
Laden, Speichern und Ausführen von Methoden über das
Softwaretastenfeld
So laden Sie eine Methode
1 Drücken Sie [Load].
2 Drücken Sie [Method].
3 Geben Sie die Zahl der zu ladenden Methode ein (1 bis 9).
4 Drücken Sie [On/Yes], um die Methode zu laden und ersetzen
Sie die aktive Methode. Alternativ drücken Sie [Off/No], um
zur Liste der gespeicherten Methoden zurückzukehren, ohne
die Methode zu laden.
So speichern Sie eine Methode
1 Stellen Sie sicher, dass die korrekten Parameter eingestellt
sind.
2 Drücken Sie [Store].
3 Drücken Sie [Method].
4 Geben Sie die Zahl der zu speichernden Methode ein (1 bis
9).
5 Drücken Sie [On/Yes], um die Methode zu speichern, und
ersetzen Sie die aktive Methode. Alternativ drücken Sie
[Off/No], um zur Liste der gespeicherten Methoden
zurückzukehren, ohne die Methode zu speichern.
So injizieren Sie eine Probe manuell mit einer Spritze und starten eine
Analyse
1 Bereiten Sie die Probenspritze für die Injektion vor.
2 Laden Sie die gewünschte Methode. (Siehe auch „So laden
Sie eine Methode“.)
3 Drücken Sie [Prep Run].
4 Warten Sie, bis die Meldung STATUS Ready for Injection
erscheint.
5 Führen Sie die Spritzennadel in den Einlass ein und
durchstechen Sie das Septum.
6 Drücken Sie gleichzeitig den Spritzenkolben nieder, um die
Probe zu injizieren und drücken Sie [Start].
50
Bedienungshandbuch
4
Ausführen einer Methode oder einer Sequenz über das Softwaretastenfeld
So führen Sie eine Methode aus, um eine einzelne ALS-Probe zu
verarbeiten
1 Bereiten Sie die Probe für die Injektion vor.
2 Laden Sie das Probenfläschchen in der zugewiesenen Posi-
tion im ALS-Karussell.
3 Laden Sie die gewünschte Methode. (Siehe auch „So laden
Sie eine Methode“.)
4 Drücken Sie [Start] am GC-Tastenfeld, um die ALS-Spritzen-
reinigung, das Laden der Probe und die Probeninjektionsmethode zu initiieren. Nach Einführen der Probe in die
Spritze wird die Probe automatisch injiziert, wenn der GC
den Bereitschaftszustand erreicht hat.
So brechen Sie eine Methode ab
1 Drücken Sie [Stop].
2 Wenn Sie bereits sind, die Analysen fortzusetzen, laden Sie
die entsprechende Sequenz oder Methode. (Siehe „So laden
Sie eine Methode“ oder „So laden Sie eine Sequenz“.)
Bedienungshandbuch
51
4
Ausführen einer Methode oder einer Sequenz über das Softwaretastenfeld
Laden, Speichern und Ausführen von Sequenzen über das
Softwaretastenfeld
Eine Sequenz kann bis zu fünf Untersequenzen, die ausgeführt
werden, sowie Nachanalysesequenzen (sofern definiert) spezifizieren. Jede Sequenz wird als Zahl gespeichert (von 1 bis 9).
So laden Sie eine Sequenz
1 Drücken Sie [Load][Seq].
2 Geben Sie die Zahl der zu ladenden Sequenz ein.
3 Drücken Sie [On/Yes], um die Sequenz zu laden, oder drücken
Sie [Off/No], um das Laden abzubrechen.
Eine Fehlermeldung erscheint, wenn die angegebene
Sequenznummer nicht gespeichert wurde.
So speichern Sie eine Sequenz
1 Drücken Sie [Store][Seq].
2 Geben Sie die Zahl der zu speichernden Sequenz ein.
3 Drücken Sie [On/Yes], um die Sequenz zu speichern, oder
drücken Sie [Off/No], um das Speichern abzubrechen.
So starten Sie eine Sequenz
1 Laden Sie die Sequenz. (Siehe auch „So laden Sie eine
Sequenz“.)
2 Drücken Sie [Seq Control].
3 Überprüfen Sie den Status der Sequenz:
• Running – die Sequenz wird ausgeführt
• Ready/wait – das Gerät ist nicht bereit (wegen Ofentemperatur, Gleichgewichtseinstellungszeiten usw.)
• Paused – die Sequenz wurde angehalten
• Stopped – fahren Sie mit Schritt 4 fort
• Aborted – die Sequenz wurde angehalten, ohne die komplette Durchführung der Analyse abzuwarten (siehe
„Abbrechen einer Sequenz“)
• No sequence – die Sequenz ist nicht aktiv oder nicht
definiert
52
Bedienungshandbuch
4
Ausführen einer Methode oder einer Sequenz über das Softwaretastenfeld
4 Blättern Sie zur Zeile Start sequence und drücken Sie [Enter],
um den Status in Running zu ändern.
Die Run-LED leuchtet, bis die Sequenz abgeschlossen ist. Die
Sequenz wird weiterhin fortgesetzt, bis alle Untersequenzen
ausgeführt sind oder bis die Sequenz abgebrochen wird.
Unterbrechen einer ausgeführten Sequenz
1 Drücken Sie [Seq Control].
2 Blättern Sie zu Pause sequence und drücken Sie [Enter].
Die Sequenz hält an, wenn die aktuelle Probenanalyse
abgeschlossen ist.
Fortsetzen einer unterbrochenen Sequenz
1 Drücken Sie [Seq Control].
2 Blättern Sie zu Resume sequence und drücken Sie [Enter].
Die Sequenz wird mit der nächsten Probe fortgesetzt.
So halten Sie eine ausgeführte Sequenz an
1 Drücken Sie [Seq Control].
2 Blättern Sie zu Stop sequence und drücken Sie [Enter].
Die Sequenz hält am Ende der derzeit ausgeführten Untersequenz an, sofern nicht [Seq] > Repeat sequence auf On.
So setzen Sie eine angehaltene Sequenz fort
1 Drücken Sie [Seq Control].
2 Blättern Sie zu Resume sequence und drücken Sie [Enter].
Die Sequenz beginnt neu am Anfang der Sequenz.
Abbrechen einer Sequenz
Wenn eine Sequenz abgebrochen wurde, hält diese sofort an,
ohne abzuwarten, bis die aktuelle Analyse beendet ist.
Eine Sequenz wird aus folgenden Gründen abgebrochen:
• Es wurde die Taste [Stop] gedrückt.
• Es trat ein Problem am Probengeber auf, was zu einer
Fehlermeldung führte.
Bedienungshandbuch
53
4
Ausführen einer Methode oder einer Sequenz über das Softwaretastenfeld
• Der GC erkennt während des Ladens einer Methode einen
Konfigurationsfehler.
• Eine ausgeführte Sequenz versucht, eine nicht vorhandene
Methode zu laden.
• Der Probengeber ist ausgeschaltet.
Fortsetzen einer abgebrochenen Sequenz
1 Beheben Sie das Problem. (Siehe auch „Abbrechen einer
Sequenz“.)
2 Drücken Sie [Seq Control].
3 Blättern Sie zu Resume sequence und drücken Sie [Enter].
Die abgebrochene Probenanalyse wird wiederholt.
54
Bedienungshandbuch
Agilent 7820A Gaschromatograf
Bedienungshandbuch
5
Methoden, Sequenzen und
Datenanalysen
Was ist eine Methode? 56
Was wird in einer Methode gespeichert? 56
Was passiert, wenn eine Methode geladen wird? 57
Was ist eine Sequenz? 57
Automatisieren der Datenanalyse, der Methodenentwicklung und der
Sequenzentwicklung 58
Agilent Technologies
55
5
Methoden, Sequenzen und Datenanalysen
Was ist eine Methode?
Eine Methode ist eine Gruppe von Einstellungen, die benötigt
werden, um eine spezifische Probe exakt zu analysieren.
Da jeder Probentyp im GC unterschiedlich reagiert — einige Proben erfordern eine höhere Ofentemperatur, andere einen niedrigeren Gasdruck oder einen anderen Detektor — muss für jede
Art von Analyse eine eindeutige Methode erstellt werden.
Was wird in einer Methode gespeichert?
Einige der in einer Methode gespeicherten Einstellungen definieren, wie die Probe verarbeitet wird, wenn die Methode verwendet wird. Beispiele für Methodeneinstellungen sind:
• Das erforderliche Ofentemperaturprogramm
• Der erforderliche Trägergastyp
• Der zu verwendende Detektortyp
• Der zu verwendende Einlasstyp
• Der zu verwendende Säulentyp
• Die Zeitdauer, wie lange eine Probe zu verarbeiten ist
Datenanalyse- und Berichtparameter werden ebenfalls in einer
Methode gespeichert, wenn diese auf einem Agilent Datensystem erzeugt wird, wie z. B. EZChrom Elite Compact. Diese
Parameter beschreiben, wie das durch die Probe erzeugte
Chromatogramm zu interpretieren ist und welche Art von
Bericht zu drucken ist.
Das Erweiterte Benutzerhandbuch bietet Ihnen weitere Informationen dazu, was in eine Methode aufgenommen werden
kann.
56
Bedienungshandbuch
Methoden, Sequenzen und Datenanalysen
5
Was passiert, wenn eine Methode geladen wird?
Es gibt zwei Arten von Methoden:
• Die aktive Methode — Diese wird auch als die aktuelle
Methode bezeichnet. Die in dieser Methode definierten
Einstellungen sind die Einstellungen, die derzeit im GC
verwendet werden.
• Benutzergespeicherte Methoden– Bis zu 9 Methoden
können im GC gespeichert werden.
Wenn aus dem GC- oder dem Agilent Datensystem eine Methode geladen wird, werden die Sollwerte der aktiven Methode
sofort durch die Sollwerte der geladenen Methode ersetzt.
• Die geladene Methode wird zur aktiven (aktuellen) Methode.
• Die Anzeige Not Ready leuchtet solange, bis der GC all die
Einstellungen übernommen hat, die in der soeben geladenen
Methode angegeben sind.
Das „Ausführen einer Methode oder einer Sequenz über das
Softwaretastenfeld“ enthält weitere Informationen zur Verwendung des Tastenfeldes, um Methoden zu laden, zu modifizieren
und zu speichern.
Was ist eine Sequenz?
Eine Sequenz ist eine Liste von Proben, die zusammen mit
der Methode analysiert werden, die für jede Analyse verwendet
wird. Nach der Definition kann die Sequenz unbeaufsichtigt
ausgeführt werden, wobei die in der Sequenz definierten Proben automatisch verarbeitet werden.
Die „Ausführen einer Methode oder einer Sequenz über das
Softwaretastenfeld“ und das Erweiterte Benutzerhandbuch enthalten weitere Informationen dazu, wie Sequenzen mit Hilfe des
Tastenfeldes erstellt, geladen, modifiziert und gespeichert werden.
Bedienungshandbuch
57
5
Methoden, Sequenzen und Datenanalysen
Automatisieren der Datenanalyse, der Methodenentwicklung und der
Sequenzentwicklung
Daten, die aus Proben kompiliert werden (die Ausgabe der Detektoren) werden digitalisiert und können an ein automatisiertes Datenanalysesystem gesendet werden (wie z.B. die Agilent
ChemStation), wo diese analysiert werden und die Ergebnisse
in Berichten zusammengefasst werden.
Die Agilent ChemStation kann auch für das Erstellen und Speichern von Methoden und Sequenzen verwendet werden, die
über ein Netzwerk an den GC gesendet werden.
58
Bedienungshandbuch
Agilent 7820A Gaschromatograf
Bedienungshandbuch
6
Konfigurationsaufgaben
Informationen zur IP-Adresse des GC 60
So stellen Sie die IP-Adresse am GC ein 61
So stellen Sie mittels DHCP die GC-IP-Adresse bereit 62
Wiederherstellen der Standard-IP-Adresse des GC 63
So konfigurieren Sie das EPC-Modul für einen anderen Detektor 64
In diesem Abschnitt werden einige Konfigurationsaufgaben
beschrieben, die im Rahmen des normalen Betriebs erforderlich
sein können.
Agilent Technologies
59
6
Konfigurationsaufgaben
Informationen zur IP-Adresse des GC
Werkseitig weist der GC folgende Einstellungen auf:
IP-Adresse
Subnet Mask
Gateway
192.168.0.26
255.255.255.0
192.168.0.1
Die Installation erfordert die Verbindung mit dem GC unter
Verwendung dieser Adresse. Nach der Installation müssen Sie
vielleicht jedoch die GC-IP-Adresse ändern oder die Einstellung
so vornehmen, dass DHCP verwendet wird.
60
Bedienungshandbuch
Konfigurationsaufgaben
6
So stellen Sie die IP-Adresse am GC ein
1 Rufen Sie das Softwaretastenfeld auf. Rufen Sie im Start-
programmmenü von Windows® Agilent > All Programs > Agilent
Technologies > 7820A GC Remote Controller auf.
2 Verbinden Sie sich mit dem GC. Gehen Sie zu Connection >
Connect.... Geben Sie im Feld Target die aktuelle IP-Adresse
des GC ein.
Bei Scheitern der Verbindung siehe “So beheben Sie einen
Verbindungsfehler”.
3 Klicken Sie auf [Options]. Blättern Sie zu Communications und
klicken Sie auf [Enter].
4 Stellen Sie sicher, dass DHCP deaktiviert ist. Blättern Sie zu
Enable DHCP. Falls Enable DHCP auf Off gesetzt ist, fahren Sie
mit dem nächsten Schritt fort.
Falls Enable DHCP auf On gesetzt ist, deaktivieren Sie die
Einstellung durch Klicken auf [Off/No]. Blättern Sie zu Reboot
GC. Klicken Sie auf [On/Yes] und [On/Yes]. Klicken Sie nach
dem Neustart auf [Options]. Blättern Sie zu Communications
und klicken Sie auf [Enter].
5 Blättern Sie zu IP. Geben Sie über das numerische Tastenfeld
die Zahlen der GC-IP-Adresse durch Punkte getrennt ein und
klicken Sie auf [Enter]. Eine Meldung fordert Sie auf, das
Gerät aus- und wieder einzuschalten. Schalten Sie das Gerät
noch nicht aus und wieder ein. Klicken Sie auf [Clear].
6 Blättern Sie zu GW. Geben Sie die Gateway-Nummer ein
und klicken Sie auf [Enter]. Eine Meldung fordert Sie auf,
das Gerät aus- und wieder einzuschalten. Schalten Sie das
Gerät noch nicht aus und wieder ein. Klicken Sie auf [Clear].
7 Blättern Sie zu SM+ und klicken Sie auf [Mode/Type]. Blättern
Sie in der vorliegenden Liste zur entsprechenden Subnetzmaske und klicken Sie auf [Enter]. Eine Meldung fordert Sie
auf, das Gerät aus- und wieder einzuschalten. Schalten Sie
das Gerät noch nicht aus und wieder ein. Klicken Sie auf
[Clear].
8 Blättern Sie zu Reboot GC. Klicken Sie auf [On/Yes] und
[On/Yes], um das Gerät aus- und wieder einzuschalten,
und wenden Sie die LAN-Sollwerte an.
9 Senden Sie mithilfe der oben eingegebenen IP-Adresse einen
Ping-Befehl an den GC. Falls der GC nicht antwortet, siehe
weitere Informationen im Fehlerbehebungshandbuch.
Bedienungshandbuch
61
6
Konfigurationsaufgaben
So stellen Sie mittels DHCP die GC-IP-Adresse bereit
So stellen Sie den GC auf die Verwendung von DHCP ein:
1 Schalten Sie den GC aus.
2 Halten Sie [Prep Run] und [Stop] auf der GC-Tastatur gedrückt
und schalten Sie den GC ein. Damit wird der GC auf die
Verwendung von DHCP für den Erhalt einer IP-Adresse
eingestellt.
3 Senden Sie einen Ping-Befehl mithilfe der statischen
IP-Adresse oder des Hostnamens, der dem GC durch den
Netzwerkadministrator zugewiesen wurde, an den GC. Falls
der GC nicht antwortet, siehe weitere Informationen im
Fehlerbehebungshandbuch.
Sie können den GC auch mithilfe des Softwaretastenfelds auf
die Verwendung von DHCP einstellen.
1 Klicken Sie auf [Options]. Blättern Sie zu Communications und
klicken Sie auf [Enter].
2 Setzen Sie Enable DHCP auf On ([On/Yes] drücken).
3 Starten Sie den GC neu.
62
Bedienungshandbuch
Konfigurationsaufgaben
6
Wiederherstellen der Standard-IP-Adresse des GC
Während der Installation und manchmal während des Betriebs
müssen Sie möglicherweise die IP-Adresse des GC zurücksetzen
oder seinen IP-Adressierungsmodus ändern.
Zur Wiederherstellung der Standard-IP-Adresse halten Sie
[Prep Run] gedrückt, während Sie den GC aus- und wieder
einschalten. Nach dem Neustart wird die GC-IP-Adresse wie
folgt zurückgesetzt:
IP-Adresse
Subnet Mask
Gateway
Bedienungshandbuch
192.168.0.26
255.255.255.0
192.168.0.1
63
6
Konfigurationsaufgaben
So konfigurieren Sie das EPC-Modul für einen anderen Detektor
Agilent bietet ein konfigurierbares Flussmodul, das Gasflüsse
zu den im GC installierten Detektoren leitet. Da es sich jedoch
bei dem 7820A GC um ein Einzelkanalgerät handelt, kann ein
einzelnes Flussmodul nur jeweils einen Detektor mit Gasen versorgen.
Wenn Sie über ein Detektorflussmodul und zwei Detektoren
verfügen und den verwendeten Detektor wechseln möchten,
konfigurieren Sie das Flussmodul wie nachstehend beschrieben
neu.
Wenn Sie über zwei Detektoren und zwei Flussmodule verfügen,
müssen Sie dieses Verfahren nicht durchführen.
So konfigurieren Sie den GC für den Einsatz eines Detektorflussmoduls mit einem anderen Detektor neu:
1 Bestimmen Sie die für den neuen Detektor benötigten Gas-
typen. Der neue Detektor erfordert möglicherweise Änderungen an der Gaszufuhrleitung. Bereiten Sie Leitung und
Gaszufuhr vor, bevor Sie beginnen. Entnehmen Sie weitere
Informationen zur Gasleitung dem Installationshandbuch
und Informationen zu Zufuhrvoraussetzungen dem Standortvorbereitungshandbuch.
2 Verbinden Sie sich über das Softwaretastenfeld mit dem GC.
3 Kühlen Sie den verwendeten Detektor herunter. Der Detek-
tor muss kühl sein, um Schäden während des Wechsels zu
vermeiden.
Kühlen Sie bei Änderung des Trägergases, bzw. wenn die
Trennung oder Abschaltung der Trägergasversorgung zum
Wechsel der Detektorgase erforderlich ist, auch Einlass und
Ofen herunter.
4 Schalten Sie die Detektorflüsse aus. Schalten Sie beim
Wechsel von Detektorgastypen auch Detektorgaszufuhren ab.
5 Schließen Sie ggf. die Datensystemsitzung für diesen GC.
6 Entfernen Sie die Detektorabdeckung.
7 Entfernen Sie die Pneumatikabdeckung, um die
Detektorflussmodule freizulegen. Siehe Abb. 1.
64
Bedienungshandbuch
Konfigurationsaufgaben
6
Flussmodul
Gasleitungs-Führungsschlitz
für Detektor in Verwendung
mit hinterem Flussmodul
(Epc 2)
Detektorleitung
(in Verwendung)
Detektorleitung
(nicht in Verwendung)
Abb. 1
Gasleitungs-Führungsschlitz
für Detektor in Verwendung
mit vorderem Flussmodul
(Epc 1)
Beispiel eines am hinteren Detektor befindlichen EPC-Flussmoduls mit angeschlossener FID-Leitung
8 Klicken Sie auf [Config][Lite EPC#].
9 Blättern Sie zur Neukonfiguration zum EPC-Modul.
10 Klicken Sie auf [Mode/Type].
11 Blättern Sie zum ausgewählten zu verwendenden Detektor
und klicken Sie auf [Enter]. Zur Auswahl stehen:
• Vorderer Detektor
• Hinterer Detektor
• Keine Verknüpfung (Flussmodul nicht für einen Detektor
verwenden)
12 Befolgen Sie die Eingabeaufforderungen in der Softwaretas-
tenfeldanzeige. Klicken Sie auf [Enter], um bei entsprechender Aufforderung fortzufahren. Sie werden mindestens
aufgefordert, eine etwaige Online-Datensitzung zu schließen
und dann den GC neu zu starten.
Bedienungshandbuch
65
6
Konfigurationsaufgaben
Nach Neustart des GC fällt die Kommunikation des Softwaretastenfelds mit dem GC vorübergehend aus. Nach Ausführung des GC-Neustarts klicken Sie auf Reconnect oder
warten Sie einfach einen Moment.
13 Schalten Sie den neuen Detektor und seine Gasflüsse aus.
Das Ausschalten des Detektors und seiner Flüsse schützt den
Detektor und verhindert Abschaltfehler, während Sie neue
Gaszufuhren anschließen.
VORSICHT
Vermeiden Sie starkes Knicken der Detektorflussleitung.
14 Lösen Sie die Rändelschrauben, die die alte Detektorleitung
am Flussmodul sichern, und heben Sie die alte Detektorleitung aus dem Flussmodul. Siehe Abb. 1.
VORSICHT
Achten Sie darauf, dass die Versorgungsarmaturen nicht durch die
geriffelten Muttern beschädigt werden.
15 Machen Sie die Leitung des neuen Detektors ausfindig.
Platzieren Sie die neue Leitung über den Flussleitungsarmaturen und drehen Sie die Rändelschrauben fest an.
Achten Sie darauf, dass das Gastypetikett gut sichtbar ist.
66
Bedienungshandbuch
6
Konfigurationsaufgaben
16 Verlegen Sie die Leitung des neuen Detektors sorgfältig so,
dass sie durch den richtigen Führungsschlitz passt. Siehe
Abb. 1.
17 Führen Sie die Leitung für den unbenutzten Detektor durch
den anderen Führungsschlitz, und drücken Sie die entsprechenden Armaturen behutsam in den dafür vorgesehenen
offenen Freiraum. Siehe Abb. 1.
18 Falls neuer und alter Detektor verschiedene Detektorgas-
typen benötigen, schließen Sie die neuen Gasversorgungen
an das Detektorflussmodul an.
• Entnehmen Sie dem Etikett auf der Detektorleitung den
erwarteten Gastyp für jede Flussmodularmatur.
• Schalten Sie die Versorgungsgase ein und überprüfen Sie,
ob an den Armaturen Versorgungsgaslecks auftreten.
• Stellen Sie die Quellgasdrücke ein. [Helium-, Wasserstoffund Stickstoffzufuhr in der Regel auf 400 kPa (60 psi) und
Detektorluft auf 550 kPa (80 psi) einstellen.]
19 Klicken Sie auf [Lite EPC#]. Der neue Detektor sollte als
Besitzer des Flussmoduls aufgelistet werden.
20 Konfigurieren Sie mit dem Softwaretastenfeld ggf. neue Gas
(Träger oder Detektor). Klicken Sie z. B. auf [Config][Back Det]
und blättern Sie zu Makeup gas type.
21 Schalten Sie die Detektorgasflüsse über das Softwaretasten-
feld ein.
22 Bringen Sie die Abdeckungen wieder an.
Nach Neukonfiguration des Flussmoduls müssen Sie die
Konfigurationseinstellungen in Ihrem Agilent Datensystem
aktualisieren. Sie müssen ebenfalls angeben, mit welcher
Methode Sie den neuen Detektor und die Säulenkonfiguration
verwenden möchten oder eine neue Methode erstellen.
HINWEIS
Bedienungshandbuch
Bei Verwendung von Agilent EZChrom Elite Compact können Sie ein neues
Gerät für den GC erstellen, wenn er für den zweiten Detektor konfiguriert
ist.
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6
68
Konfigurationsaufgaben
Bedienungshandbuch
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