AutoCAD 2011

AutoCAD 2011
Grundlagen
Benutzeroberfläche; Eingabemöglichkeiten; Dateiformate; Neues in
AutoCAD 2011
Zeichenbefehle
Dynamische Eingabe; Relativkoordinaten; Polarkoordinaten; Prüfen
Zeichenhilfen
Fangmodus; Rasteranzeige; Objektfangspur; Ortho-Modus; Dynamische
Eingabe; Linien; Bögen; Rechtecke; Multi- und Polylinien; Freihandkurven
und viel mehr
Wiederholteile
Interne, externe und dynamische Blöcke; Werkzeugpaletten; Attribute;
externe Referenzen
Zeichnungen
organisieren
Layersteuerung; Linientypen; Layerzuteilung; Filter; Vorlagen
Text & Co.
Textstile; Sonderzeichen; Symbole; Tabellen und Formeln; Schraffur
Einheiten &
Maßstäbe
Maßstabsliste; Beschriftungsobjekte; Zeichnungsrahmen; Bemaßungsstile;
Bemaßungsbefehle
3D-Körper
Volumenkörperbefehle; Ansichten; Bewegungskörper; 3D-Operationen;
Rendern
Plotten
Plotter einrichten; Befehle; Layouts; Ansichtsfenster; Seiteneinrichtung;
DWF-Ausgabe
LERNEN • ÜBEN • ANWENDEN – der sichere Weg zum Erfolg!
LERNEN
Der erste Teil vermittelt die notwendigen theoretischen Grundlagen. Schritt für Schritt werden
Sie mit den wesentlichen Programmfunktionen und Features
vertraut gemacht.
ANWENDEN
ÜBEN
Im zweiten Teil vertiefen und
festigen Sie Ihren Wissensstand. Dazu finden Sie diverse
kapitelbezogene Fragen und
Übungsaufgaben mit ausführlichen, kommentierten Lösungen.
DAS EINSTEIGERSEMINAR
Dieses Buch richtet sich an Einsteiger in die CAD-Konstruktion mit AutoCAD und ermöglicht
eine schnelle und erfolgreiche Einarbeitung. Schritt für Schritt werden Sie mit der Bedienung des
umfangreichen Programms vertraut gemacht – von der Oberfläche über die einzelnen Zeichenbefehle und Zeichenhilfen bis hin zur Bemaßung und zu 3D-Zeichnungen.
AutoCAD 2011
AutoCAD 2011
DAS EINSTEIGERSEMINAR
AutoCAD 2011
Detlef Ridder
Dieser Teil schlägt eine Brücke
zwischen Theorie und Praxis. In
einem komplexen, durchgängigen Praxisbeispiel wenden
Sie nun die in Teil I erlernte und
in Teil II geübte Theorie an.
Regalsystematik:
CAD
LERNEN • ÜBEN • ANWENDEN
ISBN
978-3-8266-7516-4
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Teil I: Lernen
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L1 Benutzeroberfläche
In diesem Kapitel geht es um die Benutzeroberfläche von
AutoCAD, also um die Möglichkeiten, mit dem Programm zu
arbeiten, Befehle einzugeben, Befehlsoptionen auszuwählen
und auch Hilfe zur Bedienung zu erhalten. Bei der Bedienung
werden Sie im Laufe des Seminars auch feststellen, dass man
je nach Kenntnisstand vieles entweder schulmäßig oder raffiniert und elegant bedienen kann.
Es geht los
An dieser Stelle wird vorausgesetzt, dass AutoCAD installiert
ist und der PC den Minimalvoraussetzungen für diese Software entspricht (siehe Kapitel L15 »Installieren und Anpassen«). Sie starten AutoCAD durch einen Doppelklick auf das
AutoCAD-Icon.
Abb. L1.1:
Programm-Icon für AutoCAD 2011
Nach dem eigentlichen Programmstart meldet sich der Begrüßungsbildschirm. Sie können sich hier die Videos für erste Schritte ansehen mit Kurzeinführungen in die wichtigsten
Neuerungen. Unterhalb dieser Videos gibt es detailliertere Informationen im Workshop für neue Features.
Begrüßungsbildschirm und
Workshop für
neue Features
Beim ersten Start zeigt sich AutoCAD mit der Benutzeroberfläche 2D-Zeichnung & Beschriftung:
Benutzeroberfläche
Lernen 1: Benutzeroberfläche
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Abb. L1.2:
Die Benutzeroberfläche von AutoCAD
Programmleiste ➊: Die oberste Leiste des Programms
zeigt den Programmnamen AutoCAD 2011 und in eckigen
Klammern den vorläufigen Namen Zeichnung1.dwg einer
ersten, automatisch erstellten und leeren Zeichnungsdatei
an.
Multifunktionsleiste ➋: In zahlreichen Registerkarten und
Gruppen wird eine große Anzahl der AutoCAD-Befehle
angeboten.
InfoCenter,
Kommunikations-Center, Favoriten und
Hilfe ➌: Ganz rechts in der Programmleiste finden sich
vier wichtige Schaltflächen. Das InfoCenter bietet ein
Hilfesystem unter Verwendung der AutoCAD-Hilfedateien
im Verzeichnis Help oder über das Internet. Über das
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Kommunikations-Center können Sie Meldungen übers
Internet von Autodesk erhalten. In den Favoriten können Sie im InfoCenter markierte Begriffe wiederfinden.
Ganz rechts finden Sie dann die normale AutoCAD-Hilfe,
in der Sie das Benutzerhandbuch lesen können, die
Befehlsreferenz aufrufen und darin suchen können. Hier
lässt sich der Workshop für neue Features wiederfinden.
Anwendungsmenü ➍: Über das Anwendungsmenü erreichen Sie die wichtigsten Dateiverwaltungsbefehle.
Über das Eingabefeld ganz oben können Sie nach
Befehlen suchen und diese dann gleich aufrufen. Darunter
gibt es den Zugriff auf die letzten und die aktuell geöffneten Zeichnungen mit Vorschau. Außerdem finden
Sie unten die Schaltfläche Optionen für die wichtigsten Programmeinstellungen. Daneben liegt auch eine
Schaltfläche zum Beenden.
Zeichenbereich ➎: Hier entstehen Ihre Konstruktionen.
Geben Sie Positionen mit dem Fadenkreuz per Mausklick
ein und wählen Sie Objekte zum Bearbeiten aus. Ein
Achsenkreuz ➏ zeigt die Richtungen für die Koordinaten
x und y an.
Befehlsbereich/Textfenster ➐: Hier geben Sie Befehle
ein, erfahren die Voreinstellungen einiger Befehle, wählen
Befehlsoptionen aus und erhalten ggf. nützliche Hinweise
oder Fehlermeldungen. Sie können das Textfenster
auch an der Griffleiste links packen und mit gedrückter
Maustaste nach oben schieben und andocken lassen. Mit
" kann es vergrößert und verkleinert werden.
Statusleiste ➑: Sie sehen hier links die Fadenkreuz-
Statusleiste
koordinaten sowie daneben die fundamentalen Einstellungen der Zeichenhilfen ➒. In der aktuellen Version werden sie durch Symbole angezeigt. Wenn Sie aber stattdessen die traditionellen Kurznamen sehen wollen, klicken
Sie auf eines der Symbole mit der rechten Maustaste und
deaktivieren Symbole verwenden. Weiter rechts folgen
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Werkzeuge für die Verwaltung des Modellbereichs und
der Layouts, dann Werkzeuge zur Ansichtssteuerung. Hier
erscheinen auch die Maßstäbe für Beschriftungsobjekte
(im Modellbereich) und Ansichtsfenster (im Layout).
Besonders wichtig ist das Zahnrad-Symbol ❿ zur
Auswahl der Arbeitsbereiche, also der verschiedenen
Benutzeroberflächen. Damit können Sie insbesondere auch auf den traditionellen Arbeitsbereich AutoCAD
Klassisch umschalten. Das kleine Dreieck ⓫ enthält das
Anwendungsstatusleisten-Menü zur Gestaltung der Statusleiste. Sie können damit fehlende Schaltflächen aktivieren. Ganz rechts liegt die Schaltfläche zum Aktivieren/
Deaktivieren der Vollansicht ⓬.
AutoCAD 2011 startet automatisch mit einer neuen, leeren
Zeichnung mit dem Dateinamen Zeichnung1.dwg, die schon
gewisse Layer, Einheiten und Stileinstellungen der gewählten Vorlage enthält. Zeichnung1.dwg ist ein vorläufiger Dateiname; der endgültige Name kann beim ersten Speichern
dann über das Werkzeug Speichern im Schnellzugriff-Werkzeugkasten eingegeben werden. Die Endung .dwg kennzeichnet alle AutoCAD-Zeichnungen (vom englischen drawing =
Zeichnung).
Zeichnung
Das AutoCAD-Fenster
Der Zeichenbereich
Koordinatenanzeige
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Das AutoCAD-Fenster zeigt in der Hauptsache die Zeichenfläche, auf der mit dem Fadenkreuz als Cursor gearbeitet wird.
Beim Start wird ein relativ großer Zeichenbereich angezeigt
(ca. 4000 Einheiten breit). Nach einem Doppelklick auf das
Mausrad (entspricht dem Befehl Zoom mit Option Grenzen)
wird er dann auf die Größe eines A3-Blattes reduziert. Die
linke untere Ecke entspricht ungefähr dem Koordinatennullpunkt und die rechte obere Ecke ungefähr einem A3-Blatt in
mm (x = 420 und y = 297). Die Koordinaten werden meist
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etwas abweichen, weil die Seitenverhältnisse des Fensters
nicht den DIN-Proportionen entsprechen. Sie sollten mit dem
Fadenkreuz einmal in die Bildschirmecken fahren und in der
Statusleiste die Koordinatenanzeige ➊ beobachten.
Abb. L1.3:
Die Koordinatenanzeige in der Statusleiste
Hier lesen Sie beispielsweise für die linke untere Ecke:
-154.3155,0.8570,0.000. Sie erkennen hier auch, dass die
Zahlendarstellung in amerikanischer Schreibweise mit Dezimalpunkt erfolgt. Für die Ecke rechts oben finden Sie etwa
574.2060,297.8517,0.000 vor.
Zahlendarstellung
amerikanisch
Alle Zahlendarstellungen und -eingaben für Dezimalzahlen
erfolgen nach amerikanischem Muster mit Dezimalpunkt.
Das Komma dient bei Koordinatenanzeigen und -eingaben
zur Trennung der x-, y- und z-Koordinaten. Gewöhnen Sie
sich also bei AutoCAD sofort das Dezimalkomma ab. Wenn
Sie 10,5 für 10½ eingeben würden, so hätten Sie damit keine Zahl, sondern einen x-Wert von 10 und einen y-Wert von
5, insgesamt also eine Punktposition eingegeben. Die richtige Eingabe lautet 10.5 mit Dezimalpunkt.
Die Koordinatenanzeige in der Statusleiste informiert Sie
somit ständig über die aktuelle Fadenkreuzposition. Auf der
Zeichenfläche wird ein Achsenkreuzsymbol angezeigt, das
für die positive x-Richtung nach rechts und für die positive
Achsenkreuz
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y-Richtung nach oben weist. Es ist aber zu beachten, dass
das Symbol selbst oft nicht direkt am Koordinatenursprung
steht, sondern in der linken Ecke des Zeichenbereichs, etwas
vom Ursprung verschoben, damit es gut sichtbar ist. Wer
das Achsensymbol auf der Zeichenfläche als störend empfindet, kann es mit Ansicht / Koordinaten / Einstellungen /
BKS-Symboleinstellungen / Ein auch abschalten oder mit ...
/An BKS-Ursprungspunkt anzeigen auf den Nullpunkt legen,
sofern dieser im Zeichenfenster liegt. Die Nullpunktlage wird
mit einem Kreuz in der Box des Achsensymbols signalisiert.
In der Statusleiste sehen Sie die Schaltflächen für Modell
und Layout1 . Die Konstruktionszeichnungen in 2D oder 3D
werden immer im Bereich Modell erstellt. In die Layouts werden Sie erst umschalten, wenn Sie einen komplexeren Plot
mit mehreren Ansichtsfenstern und verschiedenen Maßstäben gestalten wollen. Zunächst soll aber stets nur im Modellbereich gearbeitet werden. Mit einem Rechtsklick auf diese
Symbole können Sie auch die Anzeige als Registerfähnchen
wählen.
Textfenster oder Befehlsbereich
Befehlseingabe
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Der zweite wichtige Bereich im AutoCAD-Fenster ist das Textfenster, von dem Sie normalerweise nur einige Zeilen unterhalb des Zeichenfensters sehen. Hier können Sie Befehle
eintippen und den Dialog mit dem Rechner führen. Für den
Einsteiger sei empfohlen, die Befehlsabläufe hier genau zu
verfolgen, weil nicht nur der Aufruf wichtig ist, sondern der
komplette Dialog mitsamt allen Voreinstellungen, weiteren
Eingabedaten oder Optionsangaben. Sie erfahren an dieser
Stelle auch, ob Positionen einzugeben oder Objekte anzuklicken sind. Zwar können Sie bei eingeschalteter dynamischer
Eingabe (Schaltfläche Dynamische Eingabe oder DYN in der
Statusleiste) fast den gesamten Befehlsablauf auch an der
Cursorposition verfolgen, aber nur im Befehlsbereich haben
Sie den kompletten Überblick über mehrere Zeilen und sehen nur dort die Informationen über die Voreinstellungen et-
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licher Befehle. Sofern Sie die Befehlsabläufe noch nicht auswendig kennen, sollten Sie also immer hier die Meldungen
und natürlich die Fehlermeldungen der Befehle verfolgen und
die Anfragen beantworten. Befehlseingaben werden hier im
Buchtext immer in Großbuchstaben und kursiv gedruckt. Deaktivieren Sie vielleicht für den Anfang Dynamische Eingabe
oder DYN, damit Sie zwischen Eingabe und Befehlszeile keine
Diskrepanzen haben und nicht dauernd umdenken müssen.
Es ist so auch leichter, die Beispiele aus dem Buch zu verfolgen.
Das Textfenster kann mit der Funktionstaste " vergrößert
und wieder verkleinert werden, um ggf. längere Befehlsabläufe zu verfolgen. Auch kann man mit dem Cursor auf den
Fensterrand gehen und die Größe verändern, sobald dort
der Doppelpfeil erscheint. An der Griffmarke links lässt sich
das Textfenster außerdem wie ein Werkzeugkasten nach
oben verschieben und wieder andocken.
Die dynamische Eingabe
AutoCAD ist seit der Version 2006 mit der dynamischen Eingabeoption
DYN versehen, die auch standardmäßig aktiviert ist. Damit werden alle Tastatureingaben in der Nähe der
Fadenkreuzposition akzeptiert. Auch Befehlsoptionen können
dort dann gewählt werden. Daneben sollte aber die Befehlszeile trotzdem beachtet werden, um Vorgaben der Befehle sehen und den gesamten Befehlsablauf verfolgen zu können. Sie
können mit S + 9 die komplette Befehlszeile deaktivieren
oder wieder aktivieren. Gleichzeitig ist bei eingeschaltetem
Werkzeug Dynamische Eingabe oder DYN nach Standardvorgabe die Bedeutung der Koordinateneingabe auf relativ umgeschaltet. Alle Koordinaten ab dem zweiten Punkt in einem
Linienzug beziehen sich dann immer auf den letzten Punkt.
Da Sie die Bedeutung der absoluten und relativen Koordinaten aber erst in den Anfangsübungen kennenlernen werden,
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sollten Sie diese raffinierte Eingabemethode vielleicht vorerst
ausgeschaltet lassen.
Die Multifunktionsleisten-Registerkarten
Die Befehlseingabe über die Tastatur ist nicht die einfachste Steuerung von AutoCAD. Angenehmer ist die Auswahl
von Befehlen aus den Multifunktionsleisten-Registerkarten
und deren Gruppen. Wenn man innerhalb einer Gruppe den
Mauszeiger auf eine Funktion bewegt, erscheint nach kurzer
Zeit ein Hilfetext. Nach etwas längerer Zeit erscheint sogar
eine ausführlichere Erklärung, sodass Sie sich auch damit
gut einarbeiten können. Diese Befehlswahlen werden hier im
Buchtext kursiv mit Groß- und Kleinbuchstaben gedruckt.
Die Menüleiste
Die Menüleiste enthält in zwölf Standardmenüs eine Vielzahl
von Befehlen, teilweise auch in Untermenüs. Das ist eine der
effektivsten traditionellen Benutzerinterfaces von AutoCAD.
Wenn bei der Installation das Expresstools-Menü als Zusatz
gewählt wurde, liegt es als Express rechts neben dem HilfeMenü. Die Menüleiste ist vorgabemäßig nicht aktiviert, bietet aber oft schnellen Zugriff auf einige Funktionen, die in
den Multifunktionsleisten-Registerkarten vielleicht nicht so
schnell zu finden sind. Ich empfehle, die Menüleiste über das
Dropdown-Menü rechts im Schnellzugriff-Werkzeugkasten zu
aktivieren.
Der Arbeitsbereich »AutoCAD Klassisch«
Im Arbeitsbereich AutoCAD Klassisch finden Sie anstelle der
Multifunktionsleiste die Menüleiste mit zahlreichen PulldownMenüs und mehrere Werkzeugkästen mit Befehlssymbolen.
Diese Oberfläche ist vorgabemäßig nicht aktiv. Hier im Buch
wird stets die modernere Oberfläche 2D-Zeichnung & Beschriftung zitiert. Sie finden aber in den Befehlsübersichten
auch die Angaben zu den Werkzeugkästen und Menüs.
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Die Werkzeugpaletten
Die Werkzeugpaletten aktivieren Sie über S + 3 oder Ansicht / Paletten / Werkzeugpaletten. Sie dienen als Hilfsmittel
zum Einbau von Normteilen, zur Erstellung von Schraffuren
und zur Auswahl von Lichtquellen für 3D-Modelle. Wegen der
Vielzahl der Paletten können die nicht lesbaren Titel nach einem Rechtsklick auf die überlappenden Register am unteren
Ende sichtbar gemacht werden. Nach einem Rechtsklick auf
den Palettenbalken finden Sie im unteren Bereich des Kontextmenüs die Palettengruppierung. Mit einem Klick dort können entweder alle Paletten oder eine einzelne Palettengruppe
zur Anzeige gebracht werden.
Die Normteile in der Gruppe Beschriftung und Design werden
meist als dynamische Blöcke mit einem Blitzsymbol angeboten und können nach Anklicken über hellblaue Griffsymbole
in Gestalt und Abmessungen variiert werden. Diese NormteilPaletten bieten keine vollständigen Bibliotheken an, sondern
nur typische Beispiele für die Bereiche Beschriftung (Zeichnungssymbole), Architektur, Mechanik, Elektrik, Tiefbau,
Bau. Eine Besonderheit sind die Schraffuren. Damit können
Sie Schraffuren und Farbfüllungen in geschlossene Bereiche
ziehen. Die meisten Paletten bieten auch Teile in Zoll-Einheiten an. Diese können über einen Rechtsklick und Auswahl
der Option Löschen entfernt werden. Die Werkzeugpaletten
können um weitere Normteile oder Schraffuren und auch
um weitere Paletten ergänzt werden, am elegantesten durch
Übertragung der Objekte aus dem weiter unten vorgestellten
DesignCenter.
NormteilPaletten
Nutzung der Eingabemöglichkeiten und Hilfen
Sie haben nun fünf Möglichkeiten für die Befehlseingabe kennengelernt und werden fragen: Was empfiehlt der Fachmann?
Abgesehen von Befehlen, die nicht in Multifunktionsleisten,
Werkzeugkästen oder Menüs enthalten sind und deshalb ein-
Lernen 1: Benutzeroberfläche
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getippt werden müssen, ist für den Einsteiger auf jeden Fall
das Anklicken der Werkzeuge zu empfehlen – entweder in
den Multifunktionsleisten oder in den Werkzeugkästen. Die
Bildsymbole prägen sich zudem schnell ein. Weitere Werkzeugkästen mit zusätzlichen Befehlen können jederzeit nach
Rechtsklick auf ein beliebiges Werkzeug aus einer Liste aktiviert werden.
In den Menüs finden Sie die Befehle nach einer guten logischen Sortierung vor. Dadurch haben Sie auch die Möglichkeit, eventuell neue Befehle zu entdecken. Es ist vor allem
für Kenner der alten Benutzeroberfläche empfehlenswert, im
Arbeitsbereich 2D-Zeichnung & Beschriftung die Menüleiste über das Dropdown-Menü rechts im Schnellzugriff-Werkzeugkasten noch dazuzuschalten.
Befehlsabkürzungen
Die Tastatureingabe kann für alle Befehle genutzt werden,
insbesondere natürlich für die selteneren, die weder in Werkzeugkästen noch in Menüs enthalten sind. Als Profi gibt man
gerne Befehlsabkürzungen ein. Viele Befehle können durch
Eingabe einer ein- oder zweibuchstabigen Befehlsabkürzung
aufgerufen werden.
Tastatureingaben müssen mit der Ü-Taste abgeschlossen werden. Wird ein Befehl oder eine Option über die Menüs oder die Werkzeuge angeklickt, so ist in diesem Fall
das Drücken der Ü-Taste quasi mit enthalten, er darf also
nicht noch zusätzlich über die Tastatur erfolgen.
Hilfe!!!
Hilfsquellen
Dem Benutzer werden zahlreiche Hilfsmittel an die Hand gegeben, sich weiter über Befehle zu informieren: QuickInfo,
Hilfefunktion F1, Online-Hilfe, der Workshop für neue Features und Zusätzliche Ressourcen.
QuickInfo: Sobald Sie den Mauszeiger auf ein Werkzeug
bewegen – wohlgemerkt nur darauf zeigen, nicht kli-
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cken –, erscheint nach einer kurzen Wartezeit ein kleiner
Hilfetext, der den Befehlsnamen, eine kurze Erläuterung
und oft noch eine Tastenkombination des Befehls enthält.
Erweiterte QuickInfo: Wenn Sie den Mauszeiger länger
auf einem Werkzeug stehen lassen, zeigt sich eine ausführlichere Erklärung meist mit einem grafischen Beispiel.
Diese Funktionen lassen sich über Anwendungsmenü /
Optionen / Anzeige / QuickInfo anzeigen bzw. Erweiterte
QuickInfo anzeigen ein- und ausschalten und in der
Verzögerungszeit justieren.
Hilfefunktion F1 oder Online-Hilfe: Mit der Funktionstaste
! können Sie die Online-Hilfe aktivieren, in der Sie weitere Erklärungen thematisch oder über Stichwörter suchen
können. Sie erreichen sie auch in der Programmleiste
oben rechts mit dem Fragezeichen-Symbol.
Workshop für neue Features: In der Programmleiste oben
rechts neben der Hilfefunktion liegt im Dropdown-Menü
der Workshop für neue Features. Sie können hierüber die
beim Start angebotene Erläuterung neuer Funktionen jederzeit wieder anzeigen lassen.
InfoCenter: Das InfoCenter befindet sich auf der rechten Seite der Programmleiste oben mit verschiedenen
Hilfsmitteln bis hin zur Suche übers Internet bei AutodeskOnline.
Die Statusleiste
In der Statusleiste finden sich links als Symbole die Zeichenhilfen Abhängigkeiten ableiten, Fangmodus, Rasteranzeige,
Ortho-Modus, Spurverfolgung, Objektfang, 3D-Objektfang,
Objektfangspur etc. Sie können über Rechtsklick im Kontextmenü der Symbole die Option Symbole verwenden abschalten und die traditionellen Schaltflächen ABLEITEN, FANG,
RASTER, ORTHO, POLAR, OFANG, 3DOFANG, OTRACK etc.
anzeigen lassen. Diese Zeichenhilfen bieten verschiedene Erleichterungen bei Positionseingaben. Um sich ihre Bedeutung
Statusleiste
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schrittweise zu erarbeiten, sollten Sie zu Beginn alle ausschalten. Dazu klicken Sie die Schaltflächen an. Hellbaue Farbe bedeutet aktiviert, hellgraue Farbe dagegen deaktiviert.
Abb. L1.4:
Zeichenhilfen
Die nächsten vier Schaltflächen haben besondere Bedeutungen:
Dynamisches Bks zulassen/nicht zulassen oder DBKS:
Aktiviert das dynamische Benutzerkoordinatensystem,
das beim 3D-Modellieren automatisch seine xy-Ebene in
die Fläche legt, die Sie gerade mit dem Fadenkreuz überfahren.
Dynamische Eingabe oder DYN: Steuert die neuen dynamischen Eingabemodi, über die eine Dateneingabe direkt
an der Fadenkreuzposition möglich wird und die Art der
Koordinaten vorbestimmt werden kann.
Linienstärke anzeigen/ausblenden oder LST: Aktiviert die
Anzeige von Linienstärken der Zeichnungsobjekte am
Bildschirm.
Transparenz aktivieren/deaktivieren oder TPY: Schaltet
die transparente Darstellung transparenter Objekte ein
oder aus.
Schnelleigenschaften oder S-EIG: Aktiviert und deaktiviert die Anzeige der wichtigsten Eigenschaften, wenn Sie
Objekte anklicken.
Wechselnde Auswahl oder SC: Aktiviert eine Auswahlliste
bei Wahl übereinander liegender Objekte.
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Abb. L1.5:
Verwaltung von Modell-/Papierbereich und Maßstab
Auf der rechten Seite folgen weitere Schaltflächen:
Modell- oder Papierbereich: Wechselt im Layout (Ansicht
zur Plotgestaltung) zwischen dem Papierbereich, der
Plotansicht, und dem Ansichtsfensterinhalt, dem Modellbereich.
Schnellansicht Layouts: Dient zur Vorschau aller Layouts
als Minibilder und zum schnellen Wechsel in ein beliebiges Layout oder auch zum Plotaufruf.
Schnellansicht Zeichnungen: Zeigt Vorschaubilder der
geöffneten Zeichnungen und weiter auch der jeweils vorhandenen Modell- und Layoutbereiche an.
Beschriftungsmaßstab, Ansichtsfenstermaßstab: Der
hier gewählte Maßstab wird Beschriftungsobjekte wie
Texte, Bemaßungen oder bestimmte Blöcke mit der
Beschriftungseigenschaft derart skalieren, dass sie auch
unter maßstäblicher Darstellung später im Papierbereich
des Plots mit der eingegebene Papierbereichshöhe zu sehen sind.
Beschriftungssichtbarkeit: Hiermit können Sie Beschriftungsobjekte auch dann anzeigen lassen, wenn sie nicht
für den aktuell eingestellten Maßstab erstellt worden sind.
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Automatisch Maßstäbe hinzufügen: Wenn dieses Werkzeug aktiviert ist, erhalten alle aktuell sichtbaren Beschriftungsobjekte bei einem Maßstabswechsel automatisch
den neuen Maßstab hinzu.
Arbeitsbereichswechsel: Der Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen sowie das Erzeugen neuer ist
hiermit möglich.
Werkzeugkasten-/Fensterpositionen freigeben: Die Verschiebbarkeit von Werkzeugkästen und diversen Paletten
kann gesperrt werden.
Hardwarebeschleunigung: Die Hardwarebeschleunigung
der Grafikkarte für 3D-Darstellungen kann aktiviert und
justiert werden.
Objekte isolieren: Einzelne gewählte Objekte können hiermit isoliert, d.h. alleinig sichtbar, oder verborgen, d.h. einzeln unsichtbar gemacht werden. Sie können hier auch
wieder zurückgeschaltet werden.
Anwendungsstatusleisten-Menü: Die einzelnen Schaltflächen der Statusleiste können ein- und ausgeschaltet
werden. Normalerweise sollte hier alles aktiviert sein.
Außerdem können die Spezialfeldeinstellungen verändert
werden. Über Letztere können Sie festlegen, wie gesprächig das KommunikationsCenter sein darf.
Vollbild: Die Anzeige von Werkzeugkästen, Paletten und
Multifunktionsleisten kann abgeschaltet werden, um einen größeren Zeichenbereich zu erhalten (entspricht S
+ 0). Wenn Sie zusätzlich auch den Befehlsbereich abschalten wollen, drücken Sie S + 9.
Eingabegeräte
Maus
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Die Eingaben in AutoCAD erfolgen normalerweise über Maus
und Tastatur. Für die Mauseingabe ist eine optische Maus auf
jeden Fall zu empfehlen. Außerdem sollte sie ein Mausrad
besitzen, mit dem sich ZOOM- und PAN-Aktionen recht intui-
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tiv durchführen lassen. Damit können Sie den Inhalt des Zeichenbereichs vergrößert bzw. verkleinert anzeigen oder den
Zeichenbereich verschieben.
Nutzung der Kontextmenüs
Wie bei anderen Windows-Programmen spielen die Kontextmenüs auch bei AutoCAD eine große Rolle im Hinblick auf
die Erleichterung der Eingabe. Kontextmenüs werden durch
einen Klick mit der rechten Maustaste aufgerufen. Wie der
Begriff »Kontext« schon andeutet, hängt der Inhalt des Kontextmenüs von der momentanen Situation ab, also davon, an
welcher Stelle auf dem Bildschirm es aufgerufen wird und ob
gerade ein Befehl aktiv ist oder nicht. Normalerweise wird ein
Kontextmenü in der Zeichenfläche aufgerufen.
Ist ein Befehl aktiv, werden die Optionen für diesen Befehl
angeboten.
Ist kein Befehl aktiv, erscheint ein allgemeines Kontextmenü, das als erste Funktion die Wiederholung des letzten
Befehls anbietet. Auch enthält dieses Menü als unterste
Funktion die Optionen – sonst unter dem Anwendungsmenü
oder im Menü Extras / Optionen zu erreichen – für die
Festlegung zahlreicher Systemvoreinstellungen.
Bei markierten Objekten erhalten Sie oft weitere typische
Bearbeitungsfunktionen über den Rechtsklick.
Ein Rechtsklick auf einen Gruppentitel in einer Multifunktionsleiste eröffnet die Möglichkeit zum Aktivieren
und Deaktivieren von einzelnen Registerkarten oder
Gruppen.
Ein Rechtsklick auf ein beliebiges Werkzeug in einem
Werkzeugkasten eröffnet die Möglichkeit zum Aktivieren
und Deaktivieren von Werkzeugkästen.
Ein Rechtsklick auf Funktionen der Statusleiste bietet insbesondere immer den Menüpunkt Einstellungen für die
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© des Titels »AutoCAD 2011« (ISBN 978-3-8266-7516-4) 2010
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Konfiguration der betreffenden Funktion und auch die
Möglichkeit, Einzeloptionen direkt zu wählen.
Im Befehlsfenster kann man über einen Rechtsklick einen
der sechs zuletzt verwendeten Befehle wiederholen.
Abb. L1.6:
Verschiedene Kontextmenüs
Dateiformate
Zeichnungen
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Unter Windows haben Dateien, die zu bestimmten Programmen gehören, immer eine charakteristische Dateiendung. Die
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AutoCAD-Zeichnungen tragen die Endung .dwg, die sich vom
englischen Wort für Zeichnung, nämlich drawing, ableitet. Als
Standardverzeichnis wird Eigene Dateien verwendet.
Sobald Sie eine Zeichnung neu beginnen oder öffnen, erstellt
AutoCAD eine Lock-Datei (vom englischen lock = blockieren)
mit dem Zeichnungsnamen und der Endung .dwl, die signalisiert, dass diese Zeichnung in Bearbeitung ist. Sie wird beim
Beenden der Zeichnung automatisch gelöscht, bleibt aber
stehen, falls AutoCAD abstürzt. Anhand der Existenz dieser
Datei erkennt AutoCAD später einen vorangegangenen Absturz und wird den Wiederherstellungs-Manager starten, um
Ihnen zur Weiterbearbeitung die Zeichnung selbst (.dwg), ggf.
eine Backup-Datei (.bak) aus dem Arbeitsverzeichnis und ggf.
eine automatisch gesicherte Version (.sv$) aus dem TEMPVerzeichnis anzubieten.
Lock-Dateien
Es gibt auch die Möglichkeit, Vorlagen für Zeichnungen zu
benutzen. Zeichnungsvorlagen enthalten schon bestimmte
Voreinstellungen, die für anwendungsspezifische Praxisfälle
nützlich sind, insbesondere wird in der Vorlage meist schon
der Zeichnungsrahmen angelegt. Das spart dann Zeit beim Erstellen vieler Zeichnungen. Vorlagen tragen die Endung .dwt.
Das »t« leitet sich vom englischen Wort für Vorlage, nämlich
template, ab. Die Vorlagen werden in einem speziellen benutzerspezifischen Verzeichnis template gespeichert.
Vorlagen
Zum Austausch mit anderen CAD-Systemen werden Austauschdateien mit der Endung .dxf (Data eXchange File) erstellt. Das Format dieser Dateien ist offengelegt und kann von
Fremdprogrammen mit entsprechenden Schnittstellen auch
gelesen werden.
Austauschformat
Es gibt noch eine Dateiendung .dws für Standards-Dateien.
Das sind Zeichnungsdateien, die die Definitionen aller möglichen Layer, Schriften, Bemaßungsstile etc. enthalten und für
eine Prüfung auf die Einhaltung bestimmter firmeninterner
Standards benutzt werden können.
Standards
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DWF-Format
Ein weiteres Format ist für das Publizieren im Internet gedacht:
.dwf. Dieses Dateiformat kann mit dem kostenlosen und mitgelieferten Programm Autodesk Design Review betrachtet
und geplottet werden. Der Vorteil dieses Formats besteht darin, dass eine solche Datei nicht editierbar und damit unveränderbar ist. In Autodesk Design Review können Anmerkungen
erstellt werden, die mit dem Befehl MARKIERUNG aus der
DWF-Datei in die AutoCAD-Zeichnung übernommen werden
können.
Ältere DWGs
Insbesondere bei DWG- und DXF-Dateien ist auch zu beachten, dass sich die Formate im Laufe der Versionen weiterentwickelt haben. Neue Zeichnungen können von alten
Versionen eventuell nicht mehr eingelesen werden. Von der
Version 2000 bis 2002 ist das Zeichnungsdateiformat gleich
geblieben (2000er-Format). Die Versionen 2004 bis 2006 erzeugen ein komprimiertes DWG-Format (2004er-Format), das
von älteren Versionen nicht verarbeitet wird. Die Versionen
2007 und 2008 speichern im Format der Version 2007. Mit AutoCAD 2010 wird wieder in einem neuen Format gespeichert.
AutoCAD 2011 kann auf Wunsch aber auch die älteren Formate schreiben: 2007er-, 2004er-, 2000er- und das Release-14DWG-Format; für noch ältere Versionen kann eine DXF-Datei
entsprechend AutoCAD 12 erstellt werden.
Was ist neu in AutoCAD 2011?
Im Bereich 3D-Modellierung gibt es wesentliche Fortschritte zur Modellierung von Flächen und Volumenkörpern. AutoCAD verwendet nun auch NURBS-Flächen, die über Kontrollscheitelpunkte gezielt modelliert werden können. Auch
prozedurale Flächen sind möglich, die Flächen verbinden und
abschließen können. Bei Änderungen kann die Assoziativität
von Flächen erhalten bleiben. Ein Volumenkörper kann aus
einer wasserdichten Umhüllung von Flächen erzeugt werden.
Es gibt Umwandlungsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Flächentypen, wie Netzflächen, NURBS-Flächen und
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prozeduralen Flächen, wie auch zwischen Volumenkörpern
und Netzkörpern.
Natürlich gibt es wieder viele kleine Detailverbesserungen
für die Zeichenarbeit. Insbesondere kann für alle Objekte nun
Transparenz verwendet werden, entweder layerspezifisch
oder objektspezifisch, auch beim Plotten. Im Kontextmenü
erlaubt eine Option die unkomplizierte Wahl ähnlicher Objekte und das Erzeugen ähnlicher Objekte. Das bedeutet, dass
sich die Wahl und das Zeichnen von Objekten oft auf das Anklicken eines ähnlichen Objekts reduziert. Polylinien können
über neue Griffe an den Segmenten einfach modifiziert werden.
Bei der Parametrik gibt es einige Erweiterungen zur automatischen Erfassung der Abhängigkeiten während der Konstruktion. Die Parameterverwaltung erlaubt die Bildung von Parametergruppen für komplexe Teile.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Elemente des AutoCAD-Fensters sind
die Zeichenfläche mit dem Fadenkreuz und dem dynamischen Eingabefeld sowie das Textfenster für die Eingabe
und das Verfolgen von Befehlsabläufen.
Befehle können im Textfenster angegeben werden
(dort mit Ü abschließen) oder durch Anklicken von
Werkzeugen. Letzteres ist eine der schnellsten Bedienmethoden. Werkzeuge sind entweder beim Arbeitsbereich
2D-Zeichnung & Beschriftung in den Multifunktionsleisten
oder im Arbeitsbereich AutoCAD Klassisch in Werkzeugkästen zu finden.
Zahlreiche Hilfsmittel unterstützen Sie beim Kennenlernen
der Befehle: Hilfe (!), QuickInfos und erweiterte
QuickInfos.
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Kontextmenüs (rechter Mausklick) sollten so oft wie möglich benutzt werden, um die Funktionen und Optionen zu
wählen, die in der momentanen Situation sinnvoll sind.
AutoCAD 2011 bietet folgende wichtige Neuerungen:
Flächenmodellierung mit NURBS: NURBS-Flächen
können über Kontrollscheitelpunkte gezielt bearbeitet
werden. Sie können zur Gestaltung von Volumenkörpern
verwendet werden. Das Zusammenspiel der drei
Modellierungsarten Volumenkörper, Netzkörper und
-flächen und NURBS-Flächen wurde optimiert.
Parametrik: Es gibt Verbesserungen im Bereich der
automatischen Erstellung von Abhängigkeiten und
der Parameterverwaltung.
Transparenz: Einzelne Objekte und auch Layer können
die Transparenzeigenschaft erhalten.
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