auf IM 151-7 CPU - Electrocomponents

auf IM 151-7 CPU - Electrocomponents
Vorwort, Inhaltsverzeichnis
SIMATIC
ET 200S
Interfacemodul IM 151-7 CPU
Produktübersicht
1
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme
(Getting Started)
2
Adressierung
3
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4
ET 200S im MPI-Netz
5
Inbetriebnahme und Diagnose
6
Handbuch
Funktionen des IM 151-7 CPU
Zyklus- und Reaktionszeiten
Technische Daten
Umstieg von
IM 151/CPU
(6ES7 151-7Ax00-0AB0) auf
IM 151-7 CPU
(6ES7 151-7Ax10-0AB0)
Diese Dokumentation ist Bestandteil des
Dokumentationspaketes
6ES7 151-1AA00-8AA0
A5E00058779-02
8
9
10
Operationsliste
A
Ausführungszeiten der SFCs und
SFBs
B
Stellung des IM 151-7 CPU in der
CPU-Landschaft
C
Glossar, Index
Ausgabe 09/2002
7
Sicherheitstechnische Hinweise
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise sind durch ein Warndreieck hervorgehoben und je nach
Gefährdungsgrad folgendermaßen dargestellt:
!
!
!
Gefahr
bedeutet, dass Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten werden, wenn
die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Warnung
bedeutet, dass Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten können, wenn
die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorsicht
bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung oder ein Sachschaden eintreten können, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorsicht
bedeutet, dass ein Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht
getroffen werden.
Hinweis
ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des Produktes oder den jeweiligen Teil
der Dokumentation, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll.
Qualifiziertes Personal
Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes dürfen nur von qualifiziertem Personal vorgenommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise dieses Handbuchs sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kennzeichnen.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Beachten Sie folgendes:
!
Warnung
Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen Einsatzfälle
und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und -komponenten verwendet werden.
Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus.
Warenzeichen
SIMATICR, SIMATIC HMIR und SIMATIC NETR sind Marken der SIEMENS AG.
Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren
Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können.
Copyright Siemens AG 1998 All rights reserved
Haftungsausschluß
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und
Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich
zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle
Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall der Patenterteilung oder
GM-Eintragung
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard-und Software geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht
ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung
keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, und notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden
Auflagen enthalten. Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.
Siemens AG
Bereich Automation and Drives
Geschäftsgebiet Industrial Automation Systems
Postfach 4848, D-90327 Nürnberg
E Siemens AG 2002
Technische Änderungen bleiben vorbehalten.
SiemensIndex-2
Aktiengesellschaft
A5E00058779-02
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Vorwort
Zweck des Handbuchs
Das vorliegende Handbuch stellt eine Ergänzung zum Handbuch Dezentrales
Peripheriesystem ET 200S dar. Es enthält die Beschreibung sämtlicher Funktionen
des Interfacemoduls IM 151-7 CPU. Das Handbuch enthält nicht Funktionen, die
ET 200S generell betreffen. Diese finden Sie im Handbuch Dezentrales Peripheriesystem ET 200S (siehe auch Abschnitt Lieferpaket).
Die Informationen des vorliegenden Handbuchs und des Handbuchs Dezentrales
Peripheriesystem ET 200S ermöglichen es Ihnen, ET 200S mit dem Interfacemodul IM 151-7 CPU als DP-Slave am PROFIBUS-DP oder in einem MPI-Netz zu
betreiben.
Erforderliche Grundkenntnisse
Zum Verständnis des Handbuchs sind allgemeine Kenntnisse auf dem Gebiet der
Automatisierungstechnik erforderlich.
Außerdem werden Kenntnisse über die Verwendung von Computern oder
PC-ähnlichen Arbeitsmitteln (z. B. Programmiergeräten) unter dem Betriebssystem
Windows 95/98/2000 bzw. NT vorausgesetzt. Sie sollten auch Kenntnisse im Umgang mit der Basissoftware STEP 7 haben. Diese werden im Handbuch “Programmieren mit STEP 7 V5.1” vermittelt.
Gültigkeitsbereich des Handbuchs
Das vorliegende Handbuch ist gültig für die Interfacemodule IM 151-7 CPU mit den
Bestellnummern 6ES7 151-7AA10-0AB0 und 6ES7 151-7AB10-0AB0 und die im
Handbuch Dezentrales Peripheriesystem ET 200S angegebenen Komponenten
des Dezentralen Peripheriesystems ET 200S.
Dieses Handbuch enthält eine Beschreibung der Komponenten, die zum Zeitpunkt
der Herausgabe des Handbuchs gültig sind. Wir behalten uns vor, neuen Komponenten und Komponenten mit neuem Ausgabestand eine Produktinformation mit
aktuellen Informationen beizulegen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
iii
Vorwort
Änderungen gegenüber der Vorgängerversion
Gegenüber der Vorgängerversion enthält das vorliegende Handbuch folgende Änderungen/Ergänzungen:
S
Änderung der Modulbezeichnung in IM 151-7 CPU
S
koexistente Schnittstelle MPI/DP
S
neues Speicherkonzept
S
zusätzliche Kommunikationsdienste
S
neue Bausteine
S
MMC bis 8 MByte
S
Datenablage und Projektspeicherung auf MMC
S
Betriebsstundenzähler 32 Bit
Hinweis: Die Vorgängerversion dieses Handbuchs “ET 200S” erkennen Sie in der
Fußzeile an der Nummer A5E00058779-01.
Die jetzige Nummer ist: A5E00058779-02.
Normen und Zulassungen
Das Dezentrale Peripheriesystem ET 200S basiert auf der Norm
IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1.
Das Dezentrale Peripheriesystem ET 200S erfüllt die Anforderungen und Kriterien
der IEC 61131, Teil 2 und die Anforderungen zur CE-Kennzeichnung. Für ET 200S
liegen die Zulassungen für CSA, UL und FM sowie Schiffsbau vor.
Ausführliche Angaben zu den Normen und Zulassungen finden Sie im Handbuch
Dezentrales Peripheriesystem ET 200S.
iv
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Vorwort
Einordnung in die Informationslandschaft
Dieses Handbuch ist Bestandteil des Dokumentationspaketes mit der Bestellnummer 6ES7 151-1AA00-8xA0 und besteht aus 6 Handbüchern mit folgenden Inhalten:
Dezentrales Peripheriesystem ET 200S
S Montieren und Verdrahten von ET 200S
S Inbetriebnahme und
Diagnose von
ET 200S
S Technische Daten
von IM 151, digitale
und analoge Elektronikmodule
S Bestellnummern für
ET 200S
Interfacemodul
IM 151-7 CPU
S Adressierung von
Motorstarter ET 200S
S Montieren und Ver-
IM 151-7 CPU
S ET 200S mit
IM 151-7 CPU im
PROFIBUS-Netz
S Inbetriebnahme
und Diagnose von
IM 151-7 CPU
S Technische Daten
drahten von Motorstartern
S Inbetriebnahme und
Diagnose von Motorstartern
S Technische Daten von
Motorstartern
S Bestellnummern für
des IM 151-7 CPU
Motorstartern
S STEP 7-Operationsliste
Technologische
Funktionen ET 200S
S
S
S
S
1COUNT 24V/100kHz
1COUNT 5V/500kHz
1SSI
2PULSE
Positionieren
ET 200S
S
S
S
S
S
1STEP 5V/204kHz
1POS INC/DIGITAL
Serielle Schnittstellenbaugruppe ET 200S
S 1 SI 3964/ASCII
S 1 SI MODBUS/USS
1POS SSI/DIGITAL
1POS INC/ANALOG
1POS SSI/ANALOG
Hinweis
Das Handbuch ET 200S Fehlersichere Module befindet sich im Dokumentationspaket S7 F Systems.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
v
Vorwort
Wegweiser
Um Ihnen den schnellen Zugriff auf spezielle Informationen zu erleichtern, enthält
das Handbuch folgende Zugriffshilfen:
S
S
S
S
Am Anfang des Handbuches finden Sie ein vollständiges Gesamtinhaltsverzeichnis und jeweils eine Liste der Bilder und Tabellen, die im gesamten Handbuch enthalten sind.
In den Kapiteln finden Sie auf jeder Seite in der linken Spalte Informationen, die
Ihnen einen Überblick über den Inhalt des Abschnitts geben.
Im Anschluss an die Anhänge finden Sie ein Glossar, in welchem wichtige
Fachbegriffe definiert sind, die im Handbuch verwendet wurden.
Am Ende des Handbuchs finden Sie ein ausführliches Stichwortverzeichnis,
welches Ihnen den schnellen Zugriff auf die gewünschte Information ermöglicht.
Besondere Hinweise
Zusätzlich zu den Handbüchern für ET 200S benötigen Sie das Handbuch zu dem
eingesetzten DP-Master und die Dokumentation zur eingesetzten Projektier- und
Programmiersoftware (Aufstellung siehe Handbuch Dezentrales Peripheriesystem
ET 200S, Anhang A).
Hinweis
Eine Aufstellung der Handbuchinhalte der ET 200S-Handbücher finden Sie im Kapitel 1.2 des vorliegenden Handbuchs.
Wir empfehlen Ihnen, sich zuerst in diesem Kapitel zu orientieren, welche Inhalte
in welchem Handbuch für die Lösung Ihrer Aufgabenstellung wichtig sind.
Recycling und Entsorgung
Das IM 151-7 CPU ist aufgrund seiner schadstoffarmen Ausrüstung recyclingfähig.
Für ein umweltverträgliches Recycling und die Entsorgung Ihres Altgerätes wenden Sie sich an einen zertifizierten Entsorgungsbetrieb für Elektronikschrott.
Weitere Unterstützung
Bei Fragen zur Nutzung der im Handbuch beschriebenen Produkte, die Sie hier
nicht beantwortet finden, wenden Sie sich bitte an Ihren Siemens-Ansprechpartner
in den für Sie zuständigen Vertretungen und Geschäftsstellen.
http://www.siemens.com/automation/partner
vi
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Vorwort
Trainingscenter
Um Ihnen den Einstieg in das Dezentrale Peripheriesystem ET 200S und das Automatisierungssystem SIMATIC S7 zu erleichtern, bieten wir entsprechende Kurse
an. Wenden Sie sich bitte an Ihr regionales Trainingscenter oder an das zentrale
Trainingscenter in
D 90327 Nürnberg.
Telefon:
+49 (911) 895-3200
Internet:
http://www.sitrain.com
A&D Technical Support
Weltweit erreichbar zu jeder Tageszeit:
Nürnberg
Johnson City
Singapur
Technical Support
Weltweit (Nürnberg)
Technical Support
Ortszeit: 0:00 bis 24:00 / 365 Tage
Telefon:
+49 (0) 180 5050-222
Fax:
+49 (0) 180 5050-223
E-Mail:
[email protected]
siemens.com
+1:00
GMT:
Europa / Afrika (Nürnberg)
Amerika (Johnson City)
Asien / Australien (Singapur)
Authorization
Technical Support and
Authorization
Technical Support and
Authorization
Ortszeit: Mo.-Fr. 8:00 bis 17:00
Ortszeit: Mo.-Fr. 8:00 bis 17:00
Ortszeit: Mo.-Fr. 8:30 bis 17:30
Telefon:
+49 (911) 895-7200
Telefon:
+1 (0) 770 740 3505
Telefon:
+65 (0) 740-7000
Fax:
+49 (911) 895-7201
Fax:
+1 (0) 779 740 3699
Fax:
+65 (0) 740-7001
E-Mail:
[email protected]
siemens.com
+1:00
E-Mail:
[email protected]
sea.siemens.com
-5:00
E-Mail:
[email protected]
sae.siemens.com.sg
+8:00
GMT:
GMT:
GMT:
Technical Support und Authorization sprechen generell Deutsch und Englisch.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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vii
Vorwort
Service & Support im Internet
Zusätzlich zu unserem Dokumentations-Angebot bieten wir Ihnen im Internet unser
komplettes Wissen online an.
http://www.siemens.com/automation/service&support
Dort finden Sie:
viii
S
den Newsletter, der Sie ständig mit den aktuellsten Informationen zu Ihren Produkten versorgt.
S
die für Sie richtigen Dokumente über unsere Suche in Service & Support.
S
ein Forum, in welchem Anwender und Spezialisten weltweit Erfahrungen
austauschen.
S
Ihren Ansprechpartner für Automation & Drives vor Ort über unsere Ansprechpartner-Datenbank.
S
Informationen über Vor-Ort Service, Reparaturen, Ersatzteile. Vieles mehr steht
für Sie unter dem Bergriff ”Leistungen” bereit.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1
2
Produktübersicht
1.1
Was ist das Interfacemodul IM 151-7 CPU? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1-2
1.2
Wegweiser durch die ET 200S-Handbücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1-5
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.1
1. Schritt: Montieren von IM 151-7 CPU (ET 200S) und S7-300 . . . . . . . .
2-3
2.2
2. Schritt: Verdrahten von IM 151-7 CPU (ET 200S) und S7-300 . . . . . . .
2-4
2.3
3. Schritt: In Betrieb nehmen des IM 151-7 CPU (ET 200S) . . . . . . . . . . .
2-6
2.4
4. Schritt: Konfigurieren des IM 151-7 CPU für
Stand-Alone-Betrieb (MPI) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-7
2.5
5. Schritt: Programmieren des IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-9
2.6
6. Schritt: Probelauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-10
2.7
7. Schritt: Umrüsten des IM 151-7 CPU als DP-Slave und
in Betrieb nehmen der S7-300 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-11
8. Schritt: Konfigurieren des IM 151-7 CPU als DP-Slave und
der S7-300 als DP-Master . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-12
2.9
9. Schritt: Programmieren des IM 151-7 CPU und der S7-300-CPU . . . .
2-17
2.10
10. Schritt: In Betrieb nehmen und Probelauf von IM 151-7 CPU
und S7-300 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-20
2.8
3
4
Adressierung
3.1
Steckplatzorientierte Adressierung der Peripheriemodule . . . . . . . . . . . . .
3-2
3.2
Freie Adressierung der Peripheriemodule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-4
3.3
Datenaustausch mit dem DP-Master . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-5
3.4
Zugriff auf den Übergabespeicher im IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-7
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4.1
ET 200S im PROFIBUS-Netz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-2
4.2
Netzkomponenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-6
4.3
PROFIBUS-Adresse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-8
4.4
Funktionen über PG/OP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-9
4.5
Direkter Datenaustausch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-12
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
ix
Inhaltsverzeichnis
5
6
7
x
ET 200S im MPI-Netz
5.1
ET 200S im MPI-Netz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5-2
5.2
MPI-Adresse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5-3
Inbetriebnahme und Diagnose
6.1
IM 151-7 CPU projektieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-2
6.2
IM 151-7 CPU urlöschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-4
6.3
Inbetriebnahme und Anlauf von ET 200S . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-7
6.4
Diagnose durch LED-Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-9
6.5
Diagnose über Diagnoseadresse mit STEP 7 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-11
6.6
6.6.1
6.6.2
6.6.3
6.6.4
6.6.5
6.6.6
Slave-Diagnose bei Einsatz des IM 151-7 CPU als I-Slave . . . . . . . . . . . .
Stationsstatus 1 bis 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Master-PROFIBUS-Adresse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Herstellerkennung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kennungsbezogene Diagnose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Modulstatus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Alarmstatus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-14
6-15
6-17
6-18
6-19
6-20
6-22
6.7
6.7.1
6.7.2
6.7.3
6.7.4
Diagnosedaten der Elektronikmodule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Diagnosedaten der Elektronikmodule im Anwenderprogramm auswerten
Aufbau und Inhalt der Diagnosedaten Bytes 0 bis 7 . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kanalspezifische Diagnosedaten ab Byte 8 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel: ET 200S-Modul: 2 AI U (6ES7 134-4FB00-0AB0) mit
je einer Diagnose für Kanal 0 und 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-25
6-25
6-27
6-29
6-30
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.1
Daten für PROFIBUS-DP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-2
7.2
Betriebsartenschalter und Anzeigeelemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-4
7.3
SIMATIC Micro Memory Card . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-6
7.4
7.4.1
7.4.2
7.4.3
7.4.4
7.4.5
Speicherkonzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Speicherbereiche des IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Speicherfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Operandenbereiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Handling von Daten in DB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Speichern/Holen ganzer Projekte auf/von Micro Memory Card . . . . . . . . .
7-12
7-12
7-15
7-20
7-23
7-27
7.5
Schnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-29
7.6
Uhr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-31
7.7
Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-32
7.8
Bausteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-36
7.9
Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-39
7.10
Parametrierung der Vergleichsstelle beim Anschluss von
Thermoelementen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-41
7.11
Ziehen und Stecken von Modulen im laufenden Betrieb . . . . . . . . . . . . . . .
7-43
7.12
Aus- und Einschalten von Powermodulen im laufenden Betrieb . . . . . . . .
7-46
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inhaltsverzeichnis
8
9
Zyklus- und Reaktionszeiten
8.1
Zykluszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8-2
8.2
Reaktionszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8-5
8.3
Alarmreaktionszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8-8
Technische Daten
9.1
Technische Daten des IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
10
Umstieg von IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax00-0AB0) auf IM 151-7 CPU
(6ES7 151-7Ax10-0AB0)
A
Operationsliste
9-2
A.1
Operanden und Parameterbereiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-2
A.2
Abkürzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-3
A.3
Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-3
A.4
Adressierungsbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-5
A.5
A.5.1
A.5.2
A.5.3
A.5.4
Ausführungszeiten bei indirekter Adressierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel für speicherindirekte, bereichsinterne Adressierung . . . . . . . . . . .
Beispiel für registerindirekte, bereichsinterne Adressierung . . . . . . . . . . . .
Beispiel für registerindirekte, bereichsübergreifende Adressierung . . . . .
Beispiel für Adressierung über Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-7
A-9
A-10
A-11
A-12
A.6
Verknüpfungsoperationen mit Bitoperanden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-13
A.7
Verknüpfungsoperationen von Klammerausdrücken . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-15
A.8
ODER-Verknüpfung von UND-Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-16
A.9
Verknüpfungsoperationen mit Zeiten und Zählern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-17
A.10
Verknüpfungsoperationen mit dem Inhalt von AKKU1 . . . . . . . . . . . . . . . .
A-18
A.11
Verknüpfungsoperationen mit Anzeigenbits . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-19
A.12
Flankenoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-21
A.13
Setzen/Rücksetzen von Bitoperanden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-22
A.14
VKE direkt beeinflussende Operationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-23
A.15
Zeitoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-24
A.16
Zähloperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-25
A.17
Ladeoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-26
A.18
Ladeoperationen für Timer und Zähler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-28
A.19
Transferoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-29
A.20
Lade- und Transferoperationen für Adressregister . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-31
A.21
Lade- und Transferoperationen für das Statuswort . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-32
A.22
Ladeoperationen für DB-Nummer und DB-Länge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-32
A.23
Festpunktarithmetik (16-Bit) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-33
A.24
Festpunktarithmetik (32 Bit) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-34
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
xi
Inhaltsverzeichnis
B
C
A.25
Gleitpunktarithmetik (32 Bit) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-35
A.26
Addition von Konstanten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-35
A.27
Addition über Adressregister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-36
A.28
Vergleichsoperationen mit Ganzzahlen (16 Bit) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-36
A.29
Vergleichsoperationen mit Ganzzahl (32 Bit) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-37
A.30
Vergleichsoperationen (32-Bit-Realzahlen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-38
A.31
Schiebeoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-39
A.32
Rotieroperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-40
A.33
AKKU-Transferoperationen, Inkrementieren, Dekrementieren . . . . . . . . .
A-41
A.34
Bildoperation, Nulloperation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-41
A.35
Datentyp-Umwandlungsoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-42
A.36
Komplementbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-43
A.37
Baustein-Aufrufoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-44
A.38
Baustein-Endeoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-45
A.39
Tausche Datenbausteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-45
A.40
Sprungoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-46
A.41
Operationen für das Master Control Relay (MCR) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-48
A.42
Systemzustandsliste (SZL) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-49
Ausführungszeiten der SFCs und SFBs
B.1
Systemfunktionen (SFCs) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
B-1
B.2
Systemfunktionsbausteine (SFBs) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
B-4
Stellung des IM 151-7 CPU in der CPU-Landschaft
C.1
Unterschiede zu ausgewählten S7-300 CPUs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
C-2
C.2
Portierung des Anwenderprogrammes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
C-3
Glossar
Index
xii
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inhaltsverzeichnis
Tabellen
1-1
3-1
3-2
3-3
4-1
4-2
6-1
6-2
6-3
6-4
6-5
6-6
6-7
6-8
6-9
6-10
6-11
6-12
7-1
7-2
7-3
7-4
7-5
7-6
7-7
7-8
7-9
7-10
7-11
7-12
7-13
7-14
7-15
7-16
7-17
7-18
7-19
7-20
7-21
8-1
8-2
8-3
8-4
8-5
9-1
A-1
Themen der Handbücher des Handbuch-Pakets ET 200S . . . . . . . . . . . . .
Adressen der Peripheriemodule von ET 200S . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zugriffe auf die Adressbereiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Adressieroberfläche in STEP 7 V5.1 (Ausschnitt) . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Verhalten des IM 151-7 CPU in Abhängigkeit von der Einstellung der
DP-Schnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Netzkomponenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Projektiermöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Möglichkeiten zum Urlöschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
CPU-interne Vorgänge beim Urlöschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
LED-Anzeige für PROFIBUS-DP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Reaktionen auf Betriebszustandsänderungen bzw. Unterbrechungen des
Nutzdatentransfers im DP-Master und im ET 200S mit IM 151-7 CPU . .
Auswertung von RUN-STOP-Übergängen im DP-Master/im ET 200S . . .
Aufbau von Stationsstatus 1 (Byte 0) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau von Stationsstatus 2 (Byte 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau von Stationsstatus 3 (Byte 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau der Master-PROFIBUS-Adresse (Byte 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau der Herstellerkennung (Byte 4, 5) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kennungen der Modulklassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Eigenschaften aus der GSD-Datei . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Stellungen des Betriebsartenschalters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
LED-Anzeige für CPU-Funktionalität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Verfügbare MMCs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Firmware-Update mit MMC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sichern der Betriebssystems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Remanenzverhalten der Speicherobjekte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Operandenbereiche des Systemspeichers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anschließbare Geräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Eigenschaften der Uhr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kommunikationsdienste des IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
GD-Ressourcen des IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Übersicht: Bausteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
OBs für Zyklus und Anlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
OBs fürAlarme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
OBs für Fehlerreaktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Parameterblöcke, einstellbare Parameter und ihre Wertebereiche für
IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Parametrierung der Vergleichsstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ergebnis des Soll-Ist-Vergleiches bei nicht parametrierbaren Modulen . .
Ergebnis des Soll-Ist-Vergleiches bei parametrierbaren Modulen,
Powermodul eingeschaltet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ergebnis des Soll-Ist-Vergleiches bei parametrierbaren Modulen,
Powermodul ausgeschaltet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Betriebssystembearbeitungszeit im Zykluskontrollpunkt . . . . . . . . . . . . . . .
Prozessabbild-Aktualisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Abhängigkeit der Anwenderprogrammbearbeitungszeit . . . . . . . . . . . . . . .
Zyklusverlängerung durch Einschachteln von Alamen . . . . . . . . . . . . . . . .
Alarmreaktionszeiten des IM 151-7 CPU (ohne Kommunikation) . . . . . .
Anschlussbelegung des Interfacemoduls IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . .
SZL-Teillisten des IM151/CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
1-6
3-3
3-7
3-8
4-4
4-6
6-2
6-4
6-5
6-10
6-12
6-13
6-15
6-16
6-16
6-17
6-18
6-27
7-2
7-4
7-5
7-7
7-10
7-11
7-14
7-20
7-30
7-31
7-32
7-35
7-36
7-37
7-37
7-38
7-39
7-41
7-44
7-44
7-45
8-3
8-3
8-4
8-4
8-8
9-3
A-49
xiii
Inhaltsverzeichnis
C-1
C-2
Unterschiede zu ausgewählten S7-300 CPUs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel: Ersetzungen unter Extra → Umverdrahten . . . . . . . . . . . . . . . . . .
C-2
C-4
Ansicht des Dezentralen Peripheriesystems ET 200S mit IM 151-7 CPU
Komponenten und benötigte Handbücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Montieren von IM 151-7 CPU (ET 200S) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ansicht der S7-300 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau des defaultmäßig eingestellten Adressraums . . . . . . . . . . . . . . . . .
Steckplätze bei ET 200S . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel für die Adresszuordnung zu Peripheriemodulen . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau des Adressraums bei freier Adressierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Prinzip des Datenaustauschs zwischen DP-Master und ET 200S mit
IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel für ein PROFIBUS-Netz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Betriebsarteneinstellung der DP-Schnittstelle am IM 151-7 CPU . . . . . . .
PG/OP greift über DP-Schnittstelle im DP-Master auf ET 200S zu . . . . .
PG greift direkt auf ET 200S zu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
DP-Netz anschließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Prinzip des Forcens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Direkter Datenaustausch mit IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel für ein MPI-Netz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bedienfolge des Betriebsartenschalters zum Urlöschen . . . . . . . . . . . . . . .
Diagnoseadressen für DP-Master und ET 200S . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau der Slave-Diagnose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau der kennungsbezogenen Diagnose des IM 151-7 CPU . . . . . . . .
Aufbau des Modulstatus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau des Alarmstatus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Byte y+4 bis y+7 für Diagnosealarm
(Betriebszustandswechsel des I-Slave) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Byte y+4 bis y+7 für Diagnosealarm (SFB 75) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aufbau der Diagnosedaten am Beispiel eines 4 kanaligen Mischmoduls
Bytes 0 und 1 der Diagnosedaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bytes 4 bis 7 der Diagnosedaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Einzelfehler eines Kanales . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Betriebsartenschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Position des Modulschachtes für die MMC-Karte am IM 151-7 CPU . . . .
Speicherbereiche eines IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Lade- und Arbeitsspeicher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bearbeitungsschritte innerhalb eines Zyklus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Handling von Rezepturdaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Handling von Messwertarchiven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel für ein Parametrierfenster der CPU-Baugruppendaten
in STEP 7 V5.1 + SP4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Teile der Zykluszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kürzeste Reaktionszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Längste Reaktionszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Prinzipschaltbild IM 151-7 CPU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Prinzipschaltbild IM 151-7 CPU FO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel: FB mit ungepackten Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel: FB mit gepackten Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beispiel: Umverdrahtung der Signale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1-3
1-5
2-3
2-5
3-2
3-2
3-3
3-4
Bilder
1-1
1-2
2-1
2-2
3-1
3-2
3-3
3-4
3-5
4-1
4-2
4-3
4-4
4-5
4-6
4-7
5-1
6-1
6-2
6-3
6-4
6-5
6-6
6-7
6-8
6-9
6-10
6-11
6-12
7-1
7-2
7-3
7-4
7-5
7-6
7-7
7-8
8-1
8-2
8-3
9-1
9-2
C-1
C-2
C-3
xiv
3-5
4-2
4-3
4-5
4-5
4-7
4-10
4-12
5-2
6-5
6-11
6-14
6-19
6-21
6-22
6-23
6-24
6-26
6-27
6-28
6-29
7-4
7-9
7-12
7-15
7-21
7-23
7-25
7-42
8-2
8-6
8-7
9-4
9-4
C-3
C-4
C-5
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
1
Produktübersicht
In diesem Kapitel
Die Produktübersicht informiert Sie darüber:
S
wie das Interfacemodul IM 151-7 CPU im Dezentralen Peripheriesystem
ET 200S einzuordnen ist und
S
in welchem Handbuch des Handbuchpakets für ET 200S Sie welche Informationen finden.
Kapitelübersicht
Kapitel
Thema
Seite
1.1
Was ist das Interfacemodul IM 151-7 CPU?
1-2
1.2
Wegweiser durch die ET 200S-Handbücher
1-5
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
1-1
Produktübersicht
1.1
Was ist das Interfacemodul IM 151-7 CPU?
Was ist das IM 151-7 CPU?
Das IM 151-7 CPU ist eine Komponente des Dezentralen Peripheriesystems
ET 200S in der Schutzart IP 20. Das Interfacemodul IM 151-7 CPU ist eine “intelligente Vorverarbeitungseinheit” (I-Slave). Damit ist es möglich, Steuerungsaufgaben zu dezentralisieren.
Ein ET 200S mit IM 151-7 CPU kann deshalb vollständig und bei Bedarf auch eigenständig eine technologische Funktionseinheit steuern und als Stand-alone-CPU
eingesetzt werden. Der Einsatz des IM 151-7 CPU führt zu weiterer Modularisierung und Standardisierung von technologischen Funktionseinheiten und einfachen
und übersichtlichen Maschinenkonzepten.
Wie wird das IM 151-7 CPU in ET 200S integriert?
Das Interfacemodul IM 151-7 CPU wird wie jedes andere Modul in ET 200S integriert; d. h., gleiches Aufbaukonzept, gleiche Montage und Erweiterbarkeit.
1-2
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Produktübersicht
Ansicht
Im folgenden Bild finden Sie eine Beispielkonfiguration eines ET 200S mit
IM 151-7 CPU.
Elektronikmodule
Interfacemodul
IM 151-7 CPU
Terminalmodule
TM-P für Powermodule
Abschlussmodul
Powermodul für Motorstarter PM-D
Powermodul PM-E
für Elektronikmodule
Direktstarter
Wendestarter
Terminalmodule
TM-E für Elektronikmodule
Energiebus
Bild 1-1
Ansicht des Dezentralen Peripheriesystems ET 200S mit IM 151-7 CPU
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
1-3
Produktübersicht
Eigenschaften von IM 151-7 CPU im Unterschied zu anderen Modulen
Das Interfacemodul IM 151-7 CPU verfügt über folgende, spezielle Eigenschaften:
S
Das Interfacemodul verfügt über SPS-Funktionalität (integrierter CPU-Teil mit
48 kByte Arbeitsspeicher).
S
Das Interfacemodul kann nur mit gestecktem Ladespeicher (MMC) betrieben
werden.
S
Das Interfacemodul kann mit bis zu 63 Peripheriemodulen des ET 200S-Spektrums erweitert werden.
S
Das Interfacemodul verfügt über einen Betriebsartenschalter mit den möglichen
Stellungen RUN, STOP und MRES.
S
Es gibt 6 LEDs auf der Frontseite des Interfacemoduls zur Anzeige von:
– Fehlern eines ET 200S (SF),
– Busfehlern (BF),
– Versorgungsspannung für Elektronik (ON),
– Forceaufträgen (FRCE),
– Betriebsart des IM 151-7 CPU (RUN und STOP).
S
Varianten für den Anschluss an den PROFIBUS-DP über RS 485 und Lichtwellenleiter LWL (Variante FO)
S
Die Variante FO hat zusätzlich zwei LEDs zur Anzeige von Störungen in der
LWL-Übertragung (FO1F, FO2F).
Wie wird ET 200S mit IM 151-7 CPU projektiert?
Für die Projektierung von ET 200S mit IM 151-7 CPU (Konfigurierung und Parametrierung) benötigen Sie HW Konfig der Projektiersoftware STEP 7, ab Version
V 5.1 + Service Pack 4. Die Vorgehensweise zur Projektierung des ET 200S mit
IM 151-7 CPU finden Sie im Kapitel 6.1 des vorliegenden Handbuchs.
Wie wird IM 151-7 CPU programmiert?
Für die Programmierung des IM 151-7 CPU benötigen Sie die Projektiersoftware
STEP 7, ab Version V 5.1 + Service Pack 4. Im Anhang A finden Sie den
STEP 7-Operationsvorrat für die Programmierung des IM 151-7 CPU.
1-4
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Produktübersicht
1.2
Wegweiser durch die ET 200S-Handbücher
Sie setzen folgende Komponenten ein ...
Die Komponenten von ET 200S sind in verschiedenen Handbüchern des Handbuch-Pakets für ET 200S beschrieben. Im folgenden Bild finden Sie mögliche Aufbau-Varianten von ET 200S und die dazu notwendigen Handbücher des Handbuch-Pakets.
Sie benötigen die Informationen
der folgenden Handbücher:
2AO
Dezentrales Peripheriesystem ET 200S
2AO
Dezentrales Peripheriesystem ET 200S
+
Interfacemodul
IM 151-7 CPU
PM
PM-D
2AO
2AI
2AI
2AI
2DO
2DO
2DO
IM
151-7
CPU
PM-E
IM
151-7
CPU
PM-E
IM 151
PM-E
ET 200S besteht aus folgenden
Komponenten:
DS
DS
Dezentrales Peripheriesystem ET 200S
+
Motorstarter ET 200S
Sicherheitstechnik
ET 200S SIGUARD
+
Interfacemodul
IM 151-7 CPU
Bild 1-2
Komponenten und benötigte Handbücher
Wo finden Sie welche Information?
Die folgende Tabelle soll Ihnen als Orientierungshilfe zum schnellen Auffinden benötigter Informationen dienen. Sie erfahren, in welchem Handbuch Sie nachsehen
müssen und welches Kapitel das Thema behandelt.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
1-5
Produktübersicht
Tabelle 1-1
Themen der Handbücher des Handbuch-Pakets ET 200S
Handbuch
Thema
Komponenten von ET 200S
Dezentrales
InterfaceMotorPeripheriesystem
modul
starter
ET 200S
IM 151-7 CPU ET 200S
x
1.2
Komponenten von ET 200S Motorstartern
Konfigurationsmöglichkeiten von ET 200S
x
x
x
x
Elektrischer Aufbau und Verdrahtung von
ET 200S
x
x
Inbetriebnahme und Diagnose von ET 200S
2
3
x
ET 200S mit IM 151-7 CPU am PROFIBUSNetz
1
4
Montieren von ET 200S Motorstartern
Adressierung von IM 151-7 CPU
1
3
Konfigurationsmöglichkeiten von ET 200S
Motorstartern
Montieren von ET 200S; PROFIBUS-Adresse
einstellen;
Kapitel/
Anhang
5
x
4
x
6
Inbetriebnahme und Diagnose von ET 200S
mit Motorstartern
x
3
Inbetriebnahme und Diagnose von ET 200S
mit IM 151-7 CPU
x
6
Funktionen des IM 151-7 CPU
x
7
Allgemeine technische Daten von ET 200S
(Normen, Zulassungen, EMV, Umgebungsbedingungen etc.)
x
7
Technische Daten von Interfacemodulen, Terminalmodulen, Power- und Elektronikmodulen
x
8, 9, 10,
11, 12
Technische Daten von ET 200S Motorstarter
x
Technische Daten von IM 151-7 CPU
x
Sicherheitstechnik ET 200S SIGUARD
Bestellnummern von ET 200S
4
9
x
x
9
A
Bestellnummern der ET 200S Motorstarter
x
A
Zyklus- und Reaktionszeit IM 151-7 CPU
x
8
Kompatibilität
x
10
STEP 7-Operationsliste
x
A
Ausführungszeiten von SFCs
x
B
Stellung des IM 151-7 CPU in der
CPU-Landschaft
Glossar
C
x
x
x
Glossar
Konfigurier- und Parametriertelegramm für IM 151-7 CPU siehe im Internet unter
http://www.ad.siemens.de/simatic-cs
1-6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting
Started)
2
Einleitung
Diese Anleitung führt Sie an einem konkreten Beispiel durch 10 InbetriebnahmeSchritte bis zu einer funktionierenden Anwendung eines IM 151-7 CPU. Dabei lernen Sie die Grundfunktion Ihres IM 151-7 CPU
S
in Hardware und Software,
S
im Stand-alone-Betrieb (MPI),
S
als intelligenter DP-Slave (PROFIBUS-DP) kennen.
Voraussetzungen
Sie müssen grundlegend mit der Elektronik/Elektrotechnik vertraut sein und Erfahrung im Umgang mit Computer und MicrosoftR Windowst 95/98/NT/2000 besitzen.
!
Gefahr
Das IM 151-7 CPU, die ET 200S und die S7-300 als Bestandteil von Anlagen bzw.
Systemen erfordern je nach Einsatzgebiet die Beachtung spezieller Regeln und
Vorschriften.
Beachten Sie die geltenden Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften, z. B.
IEC 204 (NOT-AUS-Einrichtungen).
Bei Nichtbeachtung dieser Vorschriften kann es zu schweren Körperverletzungen
und zur Beschädigung von Maschinen und Einrichtungen kommen.
Kapitelübersicht
Kapitel
Thema
Seite
2.1
1. Schritt: Montieren von IM 151-7 CPU (ET 200S) und S7-300
2-3
2.2
2. Schritt: Verdrahten von IM 151-7 CPU (ET 200S) und S7-300
2-4
2.3
3. Schritt: In Betrieb nehmen des IM 151-7 CPU (ET 200S)
2-6
2.4
4. Schritt: Konfigurieren des IM 151-7 CPU für Stand-Alone-Betrieb
(MPI)
2-7
2.5
5. Schritt: Programmieren des IM 151-7 CPU
2-9
2.6
6. Schritt: Probelauf
2-10
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
2-1
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Kapitel
Thema
Seite
2.7
7. Schritt: Umrüsten des IM 151-7 CPU als DP-Slave und in Betrieb
nehmen der S7-300
2-11
2.8
8. Schritt: Konfigurieren des IM 151-7 CPU als DP-Slave und der
S7-300 als DP-Master
2-12
2.9
9. Schritt: Programmieren des IM 151-7 CPU und der S7-300-CPU
2-17
2.10
10. Schritt: In Betrieb nehmen und Probelauf von IM 151-7 CPU und
S7-300
2-20
Benötigtes Material und Werkzeug
Menge
Artikel
Bestellnummer (SIEMENS)
1
S7-300-System, bestehend aus Stromversorgung (PS), CPU
mit DP-Schnittstelle (hier: CPU 315 2-DP), digitaler Eingangsbaugruppe (DI) auf Steckplatz 4 und digitaler Ausgangsbaugruppe (DO) auf Steckplatz 5, inkl. Profilschiene, Busverbinder und Verkabelung
diverse
1
Stromversorgung (PS) z. B.: PS 307 mit Netzanschlussleitung
(optional)
z. B.: 6ES7 307-1EA00-0AA0
1
IM 151-7 CPU mit Abschlussmodul
z. B.: 6ES7 151-7AA10-0AB0
1
SIAMTIC Micro Memory Card (MMC)
z. B.: 6ES7 953-8LL00-0AA0
1
Powermodul (PM)
z. B.: 6ES7 138-4CA00-0AA0
1
Digitales Eingabemodul (DI)
z. B.: 6ES7 131-4BD00-0AA0
1
Digitales Ausgabemodul (DO)
z. B.: 6ES7 132-4BD00-0AA0
1
Terminalmodul (TM) für das PM
z. B.: 6ES7 193-4CC30-0AA0
2
Terminalmodule für DI und DO
z. B.: 6ES7 193-4CB30-0AA0
1
Profilschiene für ET 200S
diverse
Programmiergerät (PG) mit PROFIBUS-DP-Schnittstelle, installierter Software STEP 7 Version ≥ 5.1
und PG-Kabel (bis 1,5 MBit/s)
diverse
1
PROFIBUS-DP-Kabel
diverse
1
Schraubendreher mit Klingenbreite 3 mm
handelsüblich
1
Schraubendreher mit Klingenbreite 4,5 mm
handelsüblich
1
Seitenschneider und Werkzeug zum Abisolieren
handelsüblich
1
Werkzeug zum Aufpressen von Aderendhülsen
handelsüblich
ca. 2 m
Litze mit 1 mm2 Querschnitt mit passenden Aderendhülsen,
Form A, Länge 6 mm und 12 mm
handelsüblich
4
1-polige Ein-Taster (24 V)
handelsüblich
1
2-2
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.1
1. Schritt: Montieren von IM 151-7 CPU (ET 200S) und
S7-300
Abfolge Beschreibung
1
Montieren Sie die S7-300 so wie im Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-300,
Aufbauen beschrieben.
2
Wenn Sie das IM 151-7 CPU mit einer eigenen Stromversorgung betreiben wollen, hängen
Sie die PS in die Profilschiene der S7-300 und schwenken sie ein, bis sie einrastet.
3
Hängen Sie das IM 151-7 CPU in die Profilschiene und schwenken es ein, bis es einrastet.
4
Hängen Sie das TM für das PM rechts vom IM 151-7 CPU in die Profilschiene und schwenken
es ein, bis es einrastet.
5
Verschieben Sie das TM so weit nach links, bis es hörbar am IM 151-7 CPU einrastet.
6
Verfahren Sie sinngemäß zu den Punkten 3 und 4 mit zwei TM für Elektronikmodule und abschließend mit dem Abschlussmodul (rastet nicht auf der Profilschiene ein).
7
Schieben Sie das PM in das entsprechende TM, bis es einrastet.
8
Schieben Sie das DI in das linke noch freie TM, bis es einrastet.
9
Schieben Sie das DO in das letze noch freie TM, bis es einrastet.
10
Stecken Sie die Micro Memory Card in das IM 151-7 CPU, sie ist für den Betrieb zwingend
erforderlich. Eine Micro Memory Card mit unbekanntem Inhalt sollte vorher am Programmiergerät gelöscht werden.
SF
BF
ON
FRCE
RUN
STOP
Bild 2-1
Montieren von IM 151-7 CPU (ET 200S)
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
2-3
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.2
2. Schritt: Verdrahten von IM 151-7 CPU (ET 200S) und
S7-300
Abfolge Beschreibung
1
Verdrahten Sie die S7-300 so wie im Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-300,
Aufbauen beschrieben.
2
Verlängern Sie die Anschlüsse der 4 Taster mit je einem Kabel. Isolieren Sie die freien Kabelenden auf einer Länge von 6 mm ab und verpressen Sie sie mit Aderendhülsen.
3
Verbinden Sie an der DI der S7-300 die Eingänge 1.1 (Klemme 13) und 1.2 (Klemme 14) über
je einen Taster mit L+ der PS der S7-300.
4
Schließen Sie die beiden restlichen 1poligen Taster an das DI der ET 200S wie folgt an:
S einen Taster an die Klemmen 1 und 3
S den anderen Taster an die Klemmen 5 und 7
Hinweis zu Federklemmen
Lösen der Feder eines Anschlusses: Schraubendreher mit 3 mm Klingenbreite in das obere
runde Loch einer Klemme bis zum Anschlag stecken und ggf. Schraubenziehergriff leicht nach
oben ziehen. Danach kann ein freies Kabelende in das darunterliegende quadratische Loch
eingeführt werden. Schraubendreher wieder herausziehen und den festen Sitz des Kabels
überprüfen.
5
Verdrahten Sie die Klemme 2 des TMs des PM mit L+ der PS und die Klemme 3 des TMs des
PM mit M der PS. Die anzuschließenden Kabelenden sind hierbei auf einer Länge von 11 mm
abzuisolieren und mit Aderendhülsen zu verpressen.
6
Verdrahten Sie die Klemme 1L+ des IM 151-7 CPU mit L+ der PS und die Klemme 1M des
IM 151-7 CPU mit M der PS.
Hinweis
S Die anzuschließenden Kabelenden sind hierbei auf einer Länge von 11 mm abzuisolieren
und mit Aderendhülsen zu verpressen.
S Sie können zur Stromversorgung des IM 151-7 CPU und des PM auch die PS der S7-300
nutzen.
7
Verbinden Sie PG und IM 151-7 CPU mit dem PG-Kabel und schrauben Sie alle Stecker fest.
8
Schließen Sie die PS der ET 200S, die PS der S7-300 und das PG an das Netz an.
2-4
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Ansicht der S7-300 (nicht dargestellt ist die Verdrahtung der Spannungsversorgung der DI und der DO; PG ist an S7-300 angeschlossen)
Bild 2-2
Ansicht der S7-300
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
2-5
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.3
3. Schritt: In Betrieb nehmen des IM 151-7 CPU (ET 200S)
Hinweis
Bei der Erstinbetriebnahme (Auslieferzustand) der ET 200S ist die CPU über
MPI-Adresse 2, HSA 31 und 187,5 kBaud zu erreichen.
Abfolge Beschreibung
1
Schalten Sie die PS des IM 151-7 CPU ein.
Ergebnis:
S An der PS leuchtet die DC24V-LED.
S Am PM leuchten die PWR- und die SF-LED.
S Am IM 151-7 CPU leuchten alle LED auf, die SF-, BF-, FRCE- und die RUN-LED erlöschen wieder und die STOP-LED beginnt schnell zu blinken. Das IM 151-7 CPU führt damit Urlöschen durch.
2
Betätigen Sie nun die beiden Taster, die am DI-Modul angeschlossen sind. Bei Betätigung des
Tasters an den Klemmen 1 und 3 leuchtet die 1-LED.
Bei Betätigung des Tasters an den Klemmen 5 und 7 leuchtet die 5-LED.
3
Schalten Sie Ihr PG ein und starten Sie auf dem Windows-Desktop den SIMATIC-Manager.
4a
Klicken Sie im SIMATIC-Manager-Hauptmenü auf Extras und wählen Sie den Menüpunkt
PG/PC-Schnittstelle einstellen. Konfigurieren Sie die PG/PC-Schnittstelle wie folgt:
4b
Anmerkung: Der Kommunikationsprozessor kann bei Ihrem PG eine andere Bezeichnung
tragen. Wichtig ist, dass die MPI-Version eingestellt ist.
5
2-6
Bestätigen Sie die Einstellungen mit OK und schließen Sie das Programm PG/PC-Schnittstelle einstellen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.4
4. Schritt: Konfigurieren des IM 151-7 CPU für
Stand-Alone-Betrieb (MPI)
Abfolge Tätigkeit
Ergebnis
1
Wenn ja: Assistenten schließen, da durch
den Projektassistenten das IM 151-7 CPU
nicht unterstützt wird.
Erscheint im SIMATIC-Manager der Assistent
für ein neues Projekt?
Wenn nein: weiter bei Punkt 2
2
Navigieren Sie im Hauptmenü des SIMATICManagers zu Datei und wählen Sie den Menüpunkt Neu.
Ein neues Projekt wird angelegt und geöffnet.
Geben Sie als Projektnamen “Getting Started”
an und klicken Sie auf die Schaltfläche OK.
3
Navigieren Sie zu Einfügen und wählen Sie
den Menüpunkt Station.
Klicken Sie in der Liste auf: SIMATIC 300-Station.
4
Benennen Sie diese Station in “ET 200S” um
5
Navigieren Sie im SIMATIC-Manager zur
ET 200S-Station.
“SIMATIC 300(1)” wird in “ET 200S” umbenannt.
Doppelklicken Sie auf das Symbol Hardware
im rechten Teil des Fensters, um den Editor
zum Editieren der Hardware-Konfiguration zu
öffnen.
6
Wenn im rechten Teil des Fensters kein Katalog
angezeigt wird, aktivieren Sie diesen, indem Sie
im Menü Ansicht den Befehl Katalog wählen.
Navigieren Sie im Katalog über PROFIBUS-DP
zu ET 200S.
Fügen Sie dasjenige IM 151-7 CPU mit Drag &
Drop in das Fenster links oben ein, dessen Bestellnummer mit der Bestellnummer auf Ihrem
IM 151-7 CPU übereinstimmt. Standardmäßig
wird IM 151-7 CPU als stand-alone-CPU (MPI/
nicht vernetzt) eingebunden.
Hinweis:
Die Bestellnummer im Katalog können Sie erkennen, wenn Sie im Katalog ein IM 151-7 CPU
mit Mausklick selektieren. Die Bestellnummer
dieses IM 151-7 CPU erscheint dann im Feld
unter dem Katalog.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
2-7
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Abfolge Tätigkeit
7
Ergebnis
Navigieren Sie über das passende
IM 151-7 CPU zu PM.
Fügen Sie dasjenige PM mit Drag & Drop auf
Steckplatz 4 ein, dessen Bestellnummer mit der
Bestellnummer auf Ihrem PM übereinstimmt.
8
Verfahren Sie sinngemäß zu Punkt 8 mit dem
DI (auf Steckplatz 5) und dem DO (auf Steckplatz 6)
9
Wählen Sie im Menü Station den Befehl Speichern und übersetzen.
Die Hardwarekonfiguration wird übersetzt
und gespeichert
10
Laden Sie über MPI die Konfiguration in das
IM 151-7 CPU und schließen den HardwareEditor.
Die Konfiguration ist geladen und im
SIMATIC-Manager erscheint im rechten Teil
des Fensters ein Symbol für das
IM 151-7 CPU.
2-8
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.5
5. Schritt: Programmieren des IM 151-7 CPU
Abfolge
Tätigkeit
1
Navigieren Sie im SIMATIC-Manager über
IM151-7 CPU und S7-Programm in den Container Bausteine.
2
Doppelklicken Sie auf das OB 1-Symbol im
rechten Teil des Fensters.
Es öffnet sich der KOP/FUP/AWL-Editor
zum Editieren des Bausteines OB 1.
3
Wählen Sie im KOP/FUP/AWL-Editor im Menü
Ansicht den Befehl KOP, um auf die Programmiersprache KOP umzuschalten.
Im Netzwerk 1 wird ein Strompfad angezeigt.
4
Klicken Sie genau auf die waagrechte Linie des
Strompfades.
Die Linie wird hervorgehoben dargestellt.
5
Klicken Sie in der Symbolleiste zweimal auf das
Symbol –||– (Schließer) und danach einmal auf
das Symbol –( ) (Spule).
Die Symbole werden in den Strompfad eingefügt.
6
Klicken Sie auf die rot dargestellten Fragezeichen des linken Schließers im Strompfad.
Der Schließer wird hervorgehoben dargestellt und an der Stelle der Fragezeichen
erscheint ein Text-Eingabefeld mit Cursor.
7
Geben Sie E1.0 ein und drücken Sie Return.
Der linke Schließer erhält die Bezeichnung
E1.0.
8
Geben Sie E1.1 ein und betätigen Sie Return.
Der rechte Schließer erhält die Bezeichnung E1.1.
Geben Sie A2.0 ein und betätigen Sie Return.
9
Schließen Sie den Editor und beantworten Sie
die Frage nach dem Speichern mit Ja.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Ergebnis
Die Spule erhält die Bezeichnung A2.0.
Der Editor wird geschlossen und der OB 1
wird gespeichert.
2-9
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.6
6. Schritt: Probelauf
Abfolge Tätigkeit
Ergebnis
1
Klicken Sie im SIMATIC-Manager auf Bausteine im linken Teil des Fensters.
Bausteine wird hervorgehoben dargestellt.
2
Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den
rechten Teil des Fensters und fügen Sie einen
leeren Organisationsbaustein mit dem Namen
OB 82 in den Baustein-Container ein.
Neben dem Baustein OB 1 erscheinen die
Bausteine OB 82 und OB 86.
Dieser Baustein stellt sicher, dass die
S7-300-CPU auch dann startet, wenn das
IM 151-7 CPU noch einen Diagnose-Fehler signalisiert.
Generieren Sie auf die gleiche Weise den
OB 86.
Hinweis:
Der OB 86 ist erst im DP-Slave-Betrieb von Bedeutung.
3
Selektieren Sie erneut den Baustein-Container
im linken Teil des Fensters.
Programm und Konfiguration werden vom
PG in das IM 151-7 CPU geladen.
Wählen Sie im Menü Zielsystem den Befehl
Laden, um das Programm und die Hardwarekonfiguration in das IM 151-7 CPU zu übertragen.
Quittieren Sie alle erscheinenden Fenster mit
Ja.
4
Stellen Sie den Betriebsschalter des
IM 151-7 CPU auf RUN.
Die STOP-LED erlischt. Die RUN-LED beginnt zu blinken und geht in Dauerlicht über.
5
Betätigen Sie beide Taster abwechselnd.
Die LEDs der Eingänge E1.0 und E1.2
leuchten abwechselnd.
Die LED des Ausganges 2.0 leuchtet nicht.
6
Betätigen Sie beide Taster gleichzeitig.
Die LEDs der Eingänge E1.0 und E1.2
(1- und 5-LED der DI) leuchten gleichzeitig.
Da im Programm die beiden Taster über
eine UND-Funktion (= Reihenschaltung)
verknüpft und dem Ausgang A2.0 zugewiesen wurden, leuchtet die LED des Ausganges 2.0 (1-LED des DO).
Ein angeschlossenes Stellglied oder eine
Anzeige wären damit eingeschaltet.
7
2-10
Schalten Sie den Betriebsartenschalter des
IM 151-7 CPU auf STOP und schalten Sie die
PS des IM 151-7 CPU aus.
Alle LEDs erlöschen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.7
7. Schritt: Umrüsten des IM 151-7 CPU als DP-Slave und
in Betrieb nehmen der S7-300
Abfolge Beschreibung
1
Entfernen Sie den Stecker des PG-Kabels vom IM 151-7 CPU.
2a
Starten Sie, wie unter Schritt 3 Punkt 4 beschrieben, das Programm PG/PC-Schnittstelle einstellen. Ändern Sie die Konfiguration der PG/PC-Schnittstelle wie folgt:
2b
3
Bestätigen Sie die Einstellungen mit OK und schließen Sie das Programm PG/PC-Schnittstelle einstellen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
2-11
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.8
8. Schritt: Konfigurieren des IM 151-7 CPU als DP-Slave
und der S7-300 als DP-Master
Ändern Sie die Konfiguration des IM 151-7 CPU wie folgt:
Abfolge Tätigkeit
Ergebnis
1
Starten Sie wie im Schritt 4 beschrieben das
Hardware-Kofigurationsprogramm für das
IM 151-7 CPU.
Es öffnet sich der Editor zum Editieren der
Hardware-Konfiguration.
2
Wählen Sie im Menü Eigenschaften –
MPI/DP den Schnittstellentyp PROFIBUS aus.
3
Dann öffnet sich das Fenster Eigenschaften –
PROFIBUS Schnittstelle MPI/DP.
S Stellen Sie die Slave-Adresse 4 ein.
S Nach Drücken auf die Schaltfläche Neu
öffnet sich das Fenster Neues Subnetz
PROFIBUS.
4
2-12
Im Fenster Eigenschaften – Neues Subnetz
PROFIBUS überprüfen Sie die Einstellungen
und bestätigen mit OK.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Abfolge Tätigkeit
Ergebnis
5
Wählen Sie im Menü Station den Befehl
Speichern und übersetzen.
Die Hardwarekonfiguration wird übersetzt
und gespeichert.
6
Laden Sie über MPI die Konfiguration in das
IM 151-7 CPU und schließen den HardwareEditor.
Die ET 200S hat jetzt die DP-Adresse 4; der
Editor wird geschlossen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
2-13
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Konfigurieren Sie die S7-300-CPU wie folgt:
Abfolge Tätigkeit
Ergebnis
1
Selektieren Sie im SIMATIC-Manager im linken
Teil des Fensters das Projekt Getting Started.
2
Fügen Sie eine neue S7-300-Station in das Projekt ein, wie im Schritt 4 Punkt 3 beschrieben.
3
Klicken Sie im SIMATIC-Manager auf die
S7-300(1)-Station im linken Teil des Fensters.
Im rechten Teil des Fensters erscheint das
Symbol Hardware.
4
Doppelklicken Sie auf das Symbol Hardware im
rechten Teil des Fensters.
Es öffnet sich der Editor zum Editieren der
Hardware.
5
Wenn im rechten Teil des Fensters kein Katalog
angezeigt wird, aktivieren Sie diesen, indem Sie
im Menü Ansicht den Befehl Katalog wählen.
Navigieren Sie im Katalog über SIMATIC 300 zu
Rack 300.
Fügen Sie eine Profilschiene mit Drag & Drop in
das Fenster links oben ein.
6
Fügen Sie wie in Schritt 4 beschrieben auf Steck- Beispiel für die Konfiguration (kann von
Ihrer Konfiguration abweichen):
platz 1 die PS ein, deren Bestellnummer mit der
Bestellnummer Ihrer PS übereinstimmt. Verfahren Sie in gleicher Weise mit der S7-300-CPU
(Steckplatz 2), der S7-300-DI (Steckplatz 4) und
der S7-300-DO (Steckplatz 5).
Hinweis:
S Beim Einfügen der S7-300-CPU erscheint ein
Fenster. Dort wählen Sie “PROFIBUS-Netz”
aus und stellen die Adresse 2 ein.
Bestätigen Sie mit OK.
2-14
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Abfolge Tätigkeit
7
Ergebnis
S Doppelklicken Sie im linken unteren Teil des
Fensters des Hardware-Konfigurationsprogrammes auf CPU 315-2 DP (Zeile 2).
S Klicken Sie im nun erscheinenden Fenster
auf der Registerkarte Allgemein auf die
Schaltfläche Eigenschaften.
S Überprüfen Sie im nun sich öffnenden Fenster “MPI Netz” ob Adresse 2 eingestellt ist.
Wenn nein, einstellen.
Bestätigen Sie mit OK.
8
Navigieren Sie im Katalog über PROFIBUS-DP zu bereits projektierten Stationen.
Hängen Sie per Drag & Drop die Station ET 200S/CPU an das PROFIBUS-Mastersystem.
9
In dem nun erscheinenden Fenster klicken Sie auf die Schaltfläche Koppeln. Es erscheint
das Fenster Eigenschaften – MPI/DP.
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A5E00058779-02
2-15
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Abfolge Tätigkeit
10
Ergebnis
Im Fenster von Punkt 9 drücken Sie auf die
Schaltfläche Bearbeiten und vervollständigen für
Zeile 1 die Maske wie im Bild angegeben. Bestätigen Sie danach mit OK.
Klicken Sie danach im Fenster Eigenschaften –
MPI/DP auf die zweite Zeile und vervollständigen
für Zeile 2 die Maske wie im Bild angegeben.
Bestätigen Sie danach mit OK.
11
Wählen Sie im Menü Station den Befehl Speichern und übersetzen.
Die Hardwarekonfiguration wird übersetzt
und gespeichert.
12
Verbinden Sie das PG über ein PG-Kabel mit der Die Hardwarekonfiguration wird geladen.
MPI-Schnittstelle der S7-300-CPU. Laden Sie die Der Editor wird geschlossen.
Konfiguration in die CPU.
Schließen Sie den Hardware-Editor.
2-16
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.9
9. Schritt: Programmieren des IM 151-7 CPU und der
S7-300-CPU
Abfolge Tätigkeit
Ergebnis
1
Es öffnet sich der KOP/FUP/AWL-Editor zum
Editieren des Bausteines OB 1.
Navigieren Sie im SIMATIC-Manager zum
Baustein-Container der ET 200S.
Doppelklicken Sie auf das OB1-Symbol im
rechten Teil des Fensters.
2
Ergänzen Sie den OB 1 des IM 151-7 CPU wie folgt:
Über MB12-PEB128 wird das PAB12 der S7-300-CPU abgefragt
3
Navigieren Sie im SIMATIC-Manager zum
Baustein-Container der S7-300.
Es öffnet sich der KOP/FUP/AWL-Editor zum
Editieren des Bausteines OB 1.
Doppelklicken Sie auf das OB1-Symbol im
rechten Teil des Fensters.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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2-17
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Abfolge Tätigkeit
4
Ergebnis
Ergänzen Sie den OB 1 der S7-300 CPU wie folgt:
Funktionsweise: Der Zustand des an E1.1 der S7-300 angeschlossenen Tasters
wird abgefragt und im Merker M13.0 zwischengespeichert. Das gesamte Merkerbyte MB13 wird zum Peripherie-Ausgangsbyte PAB12 transferiert. In der Hardware-Konfiguration haben Sie in Schritt 8 – Konfigurieren der S7-300 Punkt 10 – festgelegt, dass der Bereich von PAW12 bis PAW44 der S7-300 CPU dem Bereich von
PEW128 bis PEW160 des IM 151-7 CPU zugeordnet wird.
Im Programm des IM wird das PEB128 in das Merkerbyte MB12 tranferiert. Der
Merker M12.0 steuert schließlich den Ausgang A2.1 an.
2-18
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Es ergeben sich damit folgende Kommunikationswege:
S7-300
E1.1
A5.0
M13.0
MB13
MB12
M12.1
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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IM 151-7 CPU
PAB12
PAW12
PEW12
PEB12
PEW128
PEB128
PAB128
PAW128
MB12
M12.0
M13.1
MB13
A2.1
E1.0
2-19
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2.10
10. Schritt: In Betrieb nehmen und Probelauf von
IM 151-7 CPU und S7-300
Abfolge Tätigkeit
1
Ergebnis
Navigieren Sie im SIMATIC-Manager zum Baustein-Container der S7-300 und fügen Sie einen
leeren Organisationsbaustein mit dem Namen
OB 86 in den Baustein-Container ein.
Dieser Baustein stellt sicher, dass die S7-300-CPU
bei Stationsausfall/-wiederkehr des IM 151-7 CPU
nicht in STOP geht.
Generieren Sie auf die gleiche Weise den OB 82.
2
Stellen Sie sicher, dass sich die Betriebsartenschalter von S7 und IM in der STOP-Position befinden
IM 151-7 CPU und S7-300-CPU fordern
Urlöschen an.
Schalten Sie die PS der S7-300 und
die PS der ET 200S ein.
3
Urlöschen Sie das IM 151-7 CPU und die
S7-300-CPU wie folgt:
Beide CPUs werden urgelöscht.
S Drücken/Drehen Sie den Betriebsartenschalter
nach MRES. Halten Sie den Betriebsartenschalter in dieser Stellung, bis die STOP-LED
zum 2. Mal aufleuchtet und dauerhaft leuchtet
(entspricht 3 Sekunden). Lassen Sie dann den
Betriebsartenschalter los.
S Innerhalb von 3 Sekunden müssen Sie den Betriebsartenschalter wieder nach MRES drücken/
drehen. Die STOP-LED beginnt schnell zu blinken und die CPU führt ein Urlöschen durch.
Jetzt können Sie den Betriebsartenschalter loslassen. Wenn die STOP-LED wieder in Dauerlicht übergeht, hat die CPU das Urlöschen beendet.
4
2-20
Wählen Sie im SIMATIC-Manager im Menü Zielsystem den Befehl Laden, um das Programm und
die Hardwarekonfiguration in die S7-300-CPU zu
übertragen.
Quittieren Sie alle erscheinenden Fenster mit Ja.
Programm und Konfiguration werden
vom PG in die CPU geladen.
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Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Abfolge Tätigkeit
Ergebnis
5
Starten Sie wie unter Schritt 3 Punkt 4 beschrieben das Programm PG/PC-Schnittstelle einstellen. Ändern Sie die Konfiguration der PG/PC-Schnittstelle wie folgt:
6
Bestätigen Sie die Einstellungen mit OK und schließen Sie das Programm PG/PC-Schnittstelle einstellen.
7
Öffnen Sie die Frontklappe der S7-300-CPU.
Verbinden Sie das IM 151-7 CPU mit der DP-Schnittstelle der S7-300-CPU über ein
PROFIBUS-DP-Kabel. Achten Sie darauf, dass an beiden Steckern der Abschlusswiderstand
eingeschaltet ist.
Entfernen Sie den Stecker des PG-Kabels von der MPI-Schnittstelle der S7-300-CPU und
stecken Sie ihn auf den Busanschluss-Stecker des PROFIBUS-DP-Kabels an der
S7-300-CPU. Schrauben Sie den Stecker fest.
Schließen Sie die Frontklappe der S7-300-CPU soweit möglich.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
2-21
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Abfolge Tätigkeit
Ergebnis
8
Programm und Konfiguration werden
vom PG in das IM 151-7 CPU geladen.
Navigieren Sie im SIMATIC-Manager zum Baustein-Container der ET 200S.
Selektieren Sie den Baustein-Container im linken
Teil des Fensters.
Wählen Sie im SIMATIC-Manager im Menü Zielsystem den Befehl Laden, um das Programm und
die Hardwarekonfiguration in das IM 151-7 CPU zu
übertragen.
Quittieren Sie alle erscheinenden Fenster mit Ja.
9
Stellen Sie den Betriebsartenschalter des
IM 151-7 CPU auf RUN.
Die STOP-LED des IM erlischt. Die
RUN-LED beginnt zu blinken und geht
in Dauerlicht über. Die SF-LED leuchtet.
10
Stellen Sie den Betriebsartenschalter der
S7-300-CPU auf RUN.
Die STOP-LED der S7 erlischt. Die
RUN-LED beginnt zu blinken und geht
in Dauerlicht über.
Die SF-LED der IM erlischt.
11
Betätigen Sie beide Taster der S7-300 abwechselnd.
Die LEDs der S7-300-Eingänge E1.1
und E1.2 leuchten abwechselnd.
Die LED des Ausgangs 5.4 leuchtet
nicht.
12
Betätigen Sie beide Taster der S7-300 gleichzeitig.
Die LEDs der Eingänge E1.1 und E1.2
leuchten gleichzeitig.
Da im Programm die beiden Taster über
eine UND-Funktion (= Reihenschaltung)
verknüpft und dem Ausgang A5.4 zugewiesen wurden, leuchtet die LED des
Ausgangs 5.4.
13
Betätigen Sie den Schalter, der an E1.0 der
ET 200S angeschlossen ist.
Die LEDs des IM-Eingangs E1.0 und
des S7-300-Ausgangs A5.0 leuchten.
14
Betätigen Sie den Schalter, der an E1.1 der
S7-300 angeschlossen ist.
Die LEDs des S7-300-Eingangs E1.1
und des IM-Ausgangs A2.1 leuchten.
2-22
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
Diagnose und Beheben von Störungen
Durch falsche Bedienung, inkorrektes Verdrahten oder falsche Hardwarekonfiguration können Fehler auftreten, welche die CPU nach dem Urlöschen mit der Sammelfehler-LED SF anzeigt.
Wie Sie solche Fehler und Meldungen diagnostizieren können, ist beschrieben in
den Handbüchern
S
Installationshandbuch S7-300; Kapitel 10.4
S
Programmieren mit STEP 7 V5.1; Kapitel 21
S
Interfacemodul IM 151-7 CPU; Kapitel 5
Weiterführende Handbücher
Als ergänzendes Getting Started empfehlen wir: Getting Started Erste Schritte und
Übungen mit STEP 7 V5.1.
Alle Handbücher können Sie kostenlos von der Homepage der Firma Siemens
(Customer Support Automatisierungstechnik) herunterladen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
2-23
Kurzanleitung zur Inbetriebnahme (Getting Started)
2-24
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
3
Adressierung
Prinzip des Datenaustauschs zwischen DP-Master und IM 151-7 CPU
In diesem Kapitel finden Sie Informationen über die Adressierung von Peripheriemodulen und den Datenaustausch zwischen DP-Master und IM 151-7 CPU.
Bei der Adressierung der Peripheriemodule haben Sie folgende Alternativen:
S
Steckplatzorientierte Adressvergabe:
Die steckplatzorientierte Adressvergabe entspricht der Defaultadressierung,
d. h. STEP 7 ordnet jeder Steckplatznummer eine festgelegte Baugruppen-Basisadresse zu.
S
Freie Adressvergabe:
Sie können jeder Baugruppe eine beliebige Adresse innerhalb des erlaubten
Adressbereiches des IM 151-7 CPU zuordnen.
Zur Adressierung des IM 151-7 CPU am PROFIBUS-DP siehe Kapitel 4.3.
Kapitelübersicht
Kapitel
Thema
Seite
3.1
Steckplatzorientierte Adressierung der Peripheriemodule
3-2
3.2
Freie Adressierung der Peripheriemodule
3-4
3.3
Datenaustausch mit dem DP-Master
3-5
3.4
Zugriff auf den Übergabespeicher im IM 151-7 CPU
3-7
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
3-1
Adressierung
3.1
Steckplatzorientierte Adressierung der Peripheriemodule
Steckplatzorientierte Adressvergabe
Bei der steckplatzorientierten Adressierung (Defaultadressierung) ist jeder Steckplatznummer eines Moduls ein Adressbereich im IM 151-7 CPU zugeordnet.
Abhängig vom Typ des Peripheriemoduls gibt es Digital- und Analogadressen
(siehe Tabelle 3-1). Die Adresszuordnung ist nicht fest und kann geändert werden,
allerdings gibt es einen defaultmäßig eingestellten Adressraum.
0
128
256
1280
DP-Bereich
127
255
1279
2047
Direkter Datenaustausch
16 Byte je Analogmodul
1 Byte je Digitalmodul
bzw. Motorstarter
Bild 3-1
Aufbau des defaultmäßig eingestellten Adressraums
Steckplatzzuordnung
6
7
8
9
2DI DC24V
2DI DC24V
2AO U
2AI RTD
1Count 24V/100kHz
Steckplatz
10
Abschluss
5
1SSI
4
Powermodul PM-E
Interfacemodul
Das folgende Bild zeigt einen Aufbau eines ET 200S mit digitalen Elektronikmodulen, analogen Elektronikmodulen, Technologiemodulen und der Steckplatzzuordnung.
SSI
Bild 3-2
3-2
Steckplätze bei ET 200S
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Adressierung
Adresszuordnung
Für jedes der maximal 63 Peripheriemodule sind, in Abhängigkeit vom Steckplatz,
in den Adressbereichen des IM 151-7 CPU 1 Byte für Digitalperipherie und 16 Byte
für Analogperipherie reserviert.
In der folgenden Tabelle finden Sie die Default-Adresszuordnung für Analog- und
Digitalmodule pro Steckplatz. Die Adressbereiche der Peripheriemodule sind nur
für ein IM 151-7 CPU innerhalb des ET 200S “sichtbar” und nicht für den zugehörigen DP-Master. Der DP-Master hat keinen direkten Zugriff auf die Peripheriemodule.
Tabelle 3-1
Adressen der Peripheriemodule von ET 200S
reservierter
Adressbereich
Steckplatznummer
4
5
6
7
8
...
66
-
1
2
3
4
...
62
Analogmodule,
Technologiemodule
-
272 bis
287
288 bis
303
304 bis
319
320 bis
335
...
1248
bis
1263
Powermodule
256
272
288
304
320
Digitalmodule,
Motorstarter
1
2
3
IM 151-7 CPU
1248
Die nicht belegten Adressen im Bereich 64 bis 127 liegen bei Defaultadressierung
im Prozessabbild und können im Anwenderprogramm frei verwendet werden. Sind
in einem Byte bereits 2 Bit durch eine Digitalbaugruppe belegt, so sind die restlichen 6 Bit nicht verwendbar (z. B. im Bild 3-3 die Bits 1.4 bis 1.7).
Die nicht durch Module belegten Bytes der Adressbereiche können Sie in Ihrem
Anwenderprogramm frei verwenden. Bei der Konfiguration im Bild 3-3 sind beispielsweise die Bytes 2 und 3 frei verwendbar.
Beispiel für die steckplatzorientierte Adresszuordnung zu Peripheriemodulen
Im folgenden Bild sehen Sie einen Beispiel-Aufbau für ein ET 200S, an dem die
Adressvergabe für die Peripheriemodule exemplarisch gezeigt wird. Die Adressen
für die Peripheriemodule sind bei Defaultadressierung fest vorgegeben.
Steckplatznummern
ET 200S
belegte Adressen
Bild 3-3
1 bis 3
IM
151-7
CPU
4
5
6
7
8
PM 4 DI 2 AI 2 AO 4 DO
256
1.0
bis
1.3
288 304 4.0
bis bis bis
291 307 4.3
Beispiel für die Adresszuordnung zu Peripheriemodulen
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
3-3
Adressierung
3.2
Freie Adressierung der Peripheriemodule
Freie Adressvergabe
Freie Adressvergabe heißt, sie können
S
Eingangsadressen von Baugruppen und
S
Ausgangsadressen von Baugruppen
im Bereich von 0 bis 2047 bytegranular und von einander unabhängig frei wählen.
Die Adressen 0 bis 127 liegen im Prozessabbild. Die Adresszuordnung nehmen
Sie in STEP 7 vor. Sie legen dabei die Basisadresse der Baugruppe fest, auf der
dann alle weiteren Adressen der Baugruppe basieren.
Freie Adressierung
0
127
2047
Prozessabbild
Bild 3-4
Aufbau des Adressraums bei freier Adressierung
Hinweis
In der freien Adressvergabe ist keine bitgranulare Adressierung möglich, daher
wird eine Komprimierung von Digitalkanälen nicht unterstützt. Ein “Packen” von
Adressen ist nicht möglich.
Vorteil
Vorteile der freien Adressvergabe:
3-4
S
Sie können die verfügbaren Adressräume optimal nutzen, da keine “Adresslükken” zwischen den Baugruppen bleiben.
S
Bei der Erstellung von Standardsoftware können Sie Adressen angeben, die
unabhängig von der jeweiligen Konfiguration der ET 200S-Station sind.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Adressierung
3.3
Datenaustausch mit dem DP-Master
Nutzdatentransfer über einen Übergabespeicher
Die Nutzdaten liegen in einem Übergabespeicher im IM 151-7 CPU. Der Nutzdatentransfer zwischen dem IM 151-7 CPU und dem DP-Master erfolgt immer über
diesen Übergabespeicher. Der Übergabespeicher besteht aus maximal 32 Adressbereichen.
DP-Master
ET 200S als DP-Slave
Peripheriemodule
IM 151-7 CPU
Übergabespeicher
PROFIBUS-DP
Datenaustausch zwischen DP-Master und ET 200S über Übergabespeicher im IM 151-7 CPU
Datenaustausch zwischen IM 151-7 CPU und Peripheriemodulen
Bild 3-5
Prinzip des Datenaustauschs zwischen DP-Master und ET 200S mit IM 151-7 CPU
Adressbereiche für Nutzdatentransfer mit DP-Master
Das ET 200S stellt für PROFIBUS-DP maximal 244 Byte Ein- und 244 Byte Ausgangsdaten zur Verfügung. Die Adressierung dieser Daten im Übergabespeicher
des IM 151-7 CPU ist in bis zu 32 Adressbereichen möglich.
Ein Adressbereich umfasst dabei maximal 32 Byte. Insgesamt stehen jeweils maximal 244 Byte für Ein- und Ausgangsdaten zur Verfügung.
Die Adressbereiche beginnen defaultmäßig bei 128. Die Daten werden lückenlos
ab Adresse 128 eingetragen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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3-5
Adressierung
Datenkonsistenz
Sie definieren die Datenkonsistenz als Byte-, Wort- oder Gesamtkonsistenz pro
Adressbereich. Die Konsistenz darf pro Adressbereich maximal 32 Byte/16 Worte
betragen.
DP-Diagnoseadresse in STEP 7
Bei der Projektierung des ET 200S mit STEP 7 werden zwei Diagnoseadressen
eingestellt. Über diese Diagnoseadressen erhält das ET 200S Auskunft über den
Zustand des DP-Masters bzw. über eine Busunterbrechung (siehe Kapitel 6.5). Im
DP-Slave-Betrieb liegen die Diagnoseadressen defaultmäßig auf 2045 und 2046.
2045: Adresse für Steckplatz 2 (IM 151-7 CPU)
2046: Diagnoseadresse
Detaillierte Informationen finden Sie in der Online-Hilfe zu STEP 7 unter Steckplatzmodell bei I-Slaves.
Zugriff auf freie Bereiche im Prozessabbild
Wenn Sie auf vorhandene, aber nicht projektierte Prozessabbildbereiche zugreifen,
werden keine Prozessabbildfehler erzeugt. Sie können also Ein- und Ausgänge im
Prozessabbild, denen keine Peripheriebaugruppen zugeordnet sind, als Merker
verwenden.
3-6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Adressierung
3.4
Zugriff auf den Übergabespeicher im IM 151-7 CPU
Zugriff im Anwenderprogramm
In der folgenden Tabelle ist dargestellt, wie Sie aus dem Anwenderprogramm heraus auf den Übergabespeicher im IM 151-7 CPU zugreifen können.
Tabelle 3-2
Zugriffe auf die Adressbereiche
Zugriff in Abhängigkeit von der
Datenkonsistenz
Es gilt
1, 2 bzw. 4 Byte Datenkonsistenz
mit Lade-/Transferbefehlen
Es kann auf alle Bereiche, die mit Konsistenz “Einheit” parametriert
wurden, zugegriffen werden. Maximal 64 Byte Eingangsdaten können Sie mit Ladeoperationen und maximal 64 Byte Ausgangsdaten
mit Transferoperationen ansprechen (L PEB/PEW/PED; T PAB/PAW/
PAD; siehe auch Anhang A).
Bei Wortzugriffen ergibt sich eine Datenkonsistenz von 2 Byte und
bei Doppelwortzugriffen von 4 Byte.
Zugriffe sind auch über das Prozessabbild möglich.
1 bis 32 Byte Datenkonsistenz
am PROFIBUS-DP mit SFC 14
und SFC 15
Wenn der Adressbereich konsistenter Daten im Prozessabbild liegt,
dann wird dieser Bereich automatisch aktualisiert.
Wenn Sie auf Daten im Übergabespeicher zugreifen wollen, dann
müssen Sie die Eingangsdaten mit dem SFC 14 “DPRD_DAT” lesen
und die Ausgangsdaten mit dem SFC 15 “DPWR_DAT” schreiben.
Diese SFCs haben eine Datenkonsistenz von 1 bis 32 Byte.
Die mit dem SFC 14 gelesenen Eingangsdaten können Sie nur als
Block von 1 bis 32 Byte zum Beispiel in einen Merkerbereich kopieren und dort mit U M x.y ansprechen. Ebenso können Sie nur einen
Block von 1 bis 32 Byte mit dem SFC 15 als Ausgangsdaten schreiben (siehe auch Referenzhandbuch System- und Standardfunktionen).
Beim Zugriff auf Bereiche mit Konsistenz “Gesamte Länge” muss die
Länge beim SFC mit der Länge des parametrierten Bereichs übereinstimmen.
Außerdem sind auch Direktzugriffe auf die konsistenten Bereiche
möglich (z. B. L PEW oder T PAW).
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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3-7
Adressierung
Regeln für die Adressvergabe
Folgende Regeln müssen Sie bei der Adressvergabe für ET 200S mit
IM 151-7 CPU beachten:
S
Zuordnung der Adressbereiche:
– Eingangsdaten des ET 200S sind immer Ausgangsdaten des DP-Masters
– Ausgangsdaten des ET 200S sind immer Eingangsdaten des DP-Masters
S
Im Anwenderprogramm greifen Sie mit Lade-/Transferoperationen bzw. mit den
SFCs 14 und 15 auf die Daten zu.
S
Die Länge, Einheit und die Konsistenz der zusammengehörenden Adressbereiche für DP-Master und DP-Slave muss gleich sein.
S
Adressen für den Master und den Slave können im logisch gleichen Übergabespeicher unterschiedlich sein (voneinander unabhängige logische Peripherieadressräume in der Master- und der Slave-CPU)
Bei der Projektierung des IM 151-7 CPU durch STEP 7 zum Betrieb in der S5 oder
in Fremdsystemen werden natürlich nur die logischen Adressen innerhalb der Slave-CPU vergeben, die Zuordnung im Mastersystem erfolgt mit dem spezifischen
Projektierungswerkzeug des Mastersystems.
Adressieroberfläche in STEP 7
Die folgende Tabelle zeigt das Prinzip der Adressvergabe. Die Tabelle finden Sie in
der STEP 7-Oberfläche wieder. Bei STEP 7 müssen Sie den Mode “MS” für Master-Slave oder “DX” für den Direkten Datenaustausch (siehe Kapitel 4.5) einstellen.
Tabelle 3-3
Adressieroberfläche in STEP 7 V5.1 (Ausschnitt)
Mode
Master
E/A
PROFIBUS-DP-Partner
Adresse E/A
Adresse
Parameter
Länge Einheit
Konsistenz
1 MS
A
200 E
128
4 Byte
Einheit
2 MS
A
300 E
132
8 Byte
gesamte Länge
3 MS
E
700 A
128
4 Wort
Einheit
4 MS
E
50 A
136
4 Byte
Einheit
MS:
Master
Slave
3-8
Adressbereiche in der
DP-Master-CPU
Adressbereiche im
IM 151-7 CPU
Diese Parameter der Adressbereiche müssen für DP-Master und
IM 151-7 CPU gleich sein
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Adressierung
Defaulteinstellung für Adressbereiche
Wenn Sie bei der Projektierung des ET 200S keine Adressbereiche für den Datenaustausch mit dem DP-Master parametrieren, dann läuft das ET 200S nach der
Inbetriebnahme mit einer Defaulteinstellung am PROFIBUS-DP an.
Die Defaulteinstellung ist:
S
16 Worte Eingangsdaten; Konsistenz Einheit (d. h. Wort)
S
16 Worte Ausgangsdaten; Konsistenz Einheit (d. h. Wort)
Wenn Sie das IM 151-7 CPU stand-alone (MPI/nicht vernetzt) projektieren, erfolgt
keine Defaulteinstellung der Adressbereiche, da im Stand-alone-Betrieb kein Übergabespeicher projektiert ist.
Beispielprogramm
Im Folgenden sehen Sie in einem Beispielprogramm den Datenaustausch zwischen DP-Master und DP-Slave.
Sie finden die Adressen aus Tabelle 3-3 wieder.
Der Aufruf der SFCs 14 und 15 erfolgt unter Angabe der logischen Adresse im
Hex-Format.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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3-9
Adressierung
im IM 151-7 CPU
Datenvorverarbeitung im DP-Slave:
L
T
L
T
2
MB
EB
MB
Lade Istwert 2 und
transferiere nach Merkerbyte 6.
Lade Eingangsbyte 0 und
transferiere nach Merkerbyte 7.
6
0
7
Daten weiterreichen an DP-Master:
L
T
MW
PAW
6
136
Lade Merkerwort 6 und
transferiere nach Peripherieausgangswort 136
in der DP-Master-CPU
empfangene Daten im DP-Master weiterverarbeiten:
L
T
L
L
+
T
PEB
MB
PEB
B#16#3
I
MB
50
60
51
61
Lade Peripherieeingangsbyte 50 und
transferiere nach Merkerbyte 60.
Lade Peripherieeingangsbyte 51 und
lade Byte 3;
addiere die Werte als Datentyp Integer und
transferiere Ergebnis nach Merkerbyte 61.
Datenvorverarbeitung im DP-Master:
L
+
T
10
3
MB
67
Lade Istwert 10 und
addiere 3,
transferiere Ergebnis nach Merkerbyte 67.
Daten (Merkerbyte 60 bis 67) senden an DP-Slave:
CALL
SFC
15
LADDR:= W#16#12C
RECORD:= P#M60.0 Byte8
RET_VAL:= MW 22
Rufe Systemfunktion 15 auf:
Schreibe in einer Länge von 8 Byte ab Merkerbyte
60 die Daten in den Ausgangsadressbereich ab
Adresse 300 (12C hex).
im IM 151-7 CPU
Daten empfangen vom DP-Master (abgelegt in MB 30 bis 37):
CALL
SFC
14
LADDR:=W#16#84
RET_VAL:=MW 20
RECORD:=P#M30.0 Byte8
Rufe Systemfunktion 14:
Schreibe die Daten vom Eingangsadressbereich ab
Adresse 132 (84 hex) in einer Länge von 8 Byte
nach Merkerbyte 30.
empfangene Daten weiterverarbeiten:
L
L
+
T
MB
MB
I
MW
30
37
100
Lade Merkerbyte 30 und
lade Merkerbyte 37;
addiere die Werte als Datentyp Integer und
transferiere Ergebnis nach Merkerbyte 100.
Nutzdatentransfer im Betriebszustand STOP
Je nachdem, ob der DP-Master oder der DP-Slave (IM 151-7 CPU) in STOP gehen, werden die Nutzdaten im Übergabespeicher verschieden behandelt.
3-10
S
Das IM 151-7 CPU geht in STOP: Die Daten im Übergabespeicher (nur Ausgänge aus Slavesicht) des IM 151-7 CPU werden mit “0” überschrieben, d. h.
der DP-Master bzw. ein Empfänger im direkten Datenaustausch liest “0”.
S
Der DP-Master geht in STOP: Die aktuellen Daten im Übergabespeicher des
IM 151-7 CPU (Eingänge im Slave, Ausgänge im Master) bleiben erhalten und
können im Anwenderprogramm des IM 151-7 CPU ausgelesen werden.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4
Einleitung
Sie können ET 200S mit IM 151-7 CPU als Teilnehmer in ein PROFIBUS-Netz
integrieren. In diesem Kapitel finden Sie einen typischen Netz-Aufbau mit
IM 151-7 CPU erläutert. Außerdem erfahren Sie, welche Funktionen über ein PG
oder OP auf ET 200S ausführbar sind und welche Möglichkeiten Ihnen für den direkten Datenaustausch geboten werden. Die verfügbaren Kommunikationsdienste
finden Sie im Kapitel 7.7.
Kapitelübersicht
Kapitel
Thema
Seite
4.1
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4-2
4.2
Netzkomponenten
4-6
4.3
PROFIBUS-Adresse
4-8
4.4
Funktionen über PG/OP
4-9
4.5
Direkter Datenaustausch
4-12
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Aufbau von Netzen finden Sie im Handbuch zum DPMaster.
Anschluss der Lichtwellenleiter (LWL) an das IM 151-7 CPU FO
Informationen zum Anschluss der LWL an das IM 151-7 CPU FO finden Sie im
Handbuch Dezentrales Peripheriegerät ET 200S im Kapitel Verdrahten und Bestücken. Der dort für das IM 151 FO beschriebene Sachverhalt gilt analog für das
IM 151-7 CPU FO.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
4-1
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4.1
ET 200S im PROFIBUS-Netz
Aufbau eines PROFIBUS-Netzes
Das folgende Bild zeigt Ihnen den prinzipiellen Aufbau eines PROFIBUS-Netzes
mit einem DP-Master und mehreren DP-Slaves.
S7-300
(DP-Master)
PG*
2
ET 200S
0
3
ET 200X
OP 25**
4
ET 200S
5
1
ET 200M
ET 200X
7
6
* von diesem PG aus ist ET 200S projektier- und programmierbar
** Bedien- und Beobachtungsfunktionen auf ET 200S ausführbar
0 ... 7 PROFIBUS-Adressen der Teilnehmer
Bild 4-1
Beispiel für ein PROFIBUS-Netz
Hardware-Voraussetzung im PG/OP für Zugriff auf ET 200S
Damit Sie von einem PG/OP aus auf ein IM 151-7 CPU zugreifen können, muss
das PG/OP folgende Voraussetzungen erfüllen:
4-2
S
mit einer integrierten PROFIBUS-DP-Schnittstelle oder DP-Karte ausgestattet
sein oder
S
mit einer integrierten MPI-Schnittstelle oder MPI-Karte ausgestattet sein
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
ET 200S im PROFIBUS-Netz
Zugriff auf ET 200S
Das IM 151-7 CPU ist ein passiver/aktiver Bus-Teilnehmer. Die Programme und
Projektierung des IM 151-7 CPU können dabei aus dem SIMATIC Manager mittels
“Zielsystem laden” vom PG auf das IM 151-7 CPU übertragen werden. Daneben
sind auch alle weiteren Diagnose- und Testfunktionen mit dem PG möglich.
Falls das PG aktuell der einzige aktive Busteilnehmer ist, ist vorher über den Menüpunkt “PG/PC-Schnittstelle einstellen” dieses im SIMATIC Manager entsprechend einzustellen (siehe Kapitel 4.4).
Sie haben weiterhin die Möglichkeit, OPs/OSs (Operator Panels/Operator Stations) für Bedien- und Beobachtungsfunktionen fest im PROFIBUS-Netz zu installieren.
Sie können insgesamt von maximal 12 Geräten aus parallel auf ein ET 200S zugreifen:
S
1 Verbindung ist fest reserviert für das PG.
S
1 Verbindung ist fest reserviert für ein OP oder eine OS.
S
10 Verbindungen sind frei verfügbar für PGs, OPs/OSs, CPUs
Wir empfehlen Ihnen, die PROFIBUS-Adresse für das PG/OP wie für andere NetzTeilnehmer zu vergeben (siehe Bild 4-1).
Aktive/passive DP-Schnittstelle des IM 151-7 CPU
Die Betriebsart der DP-Schnittstelle am IM 151-7 CPU stellen Sie bei der Projektierung im Fenster Eigenschaften – MPI/DP ein:
passiv
Bild 4-2
aktiv
Betriebsarteneinstellung der DP-Schnittstelle am IM 151-7 CPU
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
4-3
ET 200S im PROFIBUS-Netz
Abhängig von der vorgenommenen Einstellung der DP-Schnittstelle hat das
IM 151-7 CPU folgendes Verhalten:
Tabelle 4-1
Verhalten des IM 151-7 CPU in Abhängigkeit von der Einstellung der
DP-Schnittstelle
DP-Schnittstelle des IM 151-7 CPU
Baudratensuche
Test- und Inbetriebnahmefunktionen
Busumlaufzeit
Diagnose über BF-LED
passiv
aktiv
ja
nein
langsamer
schneller
schneller
langsamer
siehe Kapitel 6.4
Nach der Inbetriebnahme empfehlen wir, die DP-Schnittstelle passiv einzustellen.
Maximale Datenübertragungsrate mit einer PG-Steckleitung
Mit der PG-Steckleitung können Sie eine maximale Datenübertragungsrate von
1,5 Mbaud realisieren.
PG-Anschluss bei IM 151-7 CPU FO
Der PG-Anschluß steht nur für einen Teilnehmer (PG oder OP) zur Verfügung und
ist nicht für eine Vernetzung vorgesehen
Die Busabschlusswiderstände sind im PG-Anschluss der IM 151-7 CPU FO fest
integriert.
Stellen Sie deswegen bei Verwendung von Leitungen mit Busanschlusssteckern
(bei Baudraten > 1,5 MBaud erforderlich) am Busanschlussstecker an der CPUSeite den Abschlusswiderstand auf OFF und auf PG-/OP-Seite wie gewohnt auf
ON! Bei Verwendung einer PG-Steckleitung (nur bis 1,5 MBaud zulässig) müssen
Sie nichts beachten.
4-4
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
ET 200S im PROFIBUS-Netz
Beispiele für den Anschluss PG/OP am ET 200S
S
Das PG/OP steckt auf der PROFIBUS-DP-Schnittstelle des DP-Masters, kann
aber genau so an jede weitere Station, die an dem DP-Netz hängt, angesteckt
werden, ebenso an das ET 200S.
S7-300 (DP-Master)
ET 200S
PG
Bild 4-3
S
PG/OP greift über DP-Schnittstelle im DP-Master auf ET 200S zu
Das PG ist direkt mit dem ET 200S verbunden (ET 200S fügen Sie erst später
in das PROFIBUS-Netz ein).
Zu beachten: Abhängig von der DP-Schnittstelle (aktiv/passiv) ist eine besondere Einstellung in STEP 7 Voraussetzung (siehe Kapitel 4.4).
ET 200S
PG
Bild 4-4
S
PG greift direkt auf ET 200S zu
Das PG kann auch ein direkter DP-Teilnehmer sein, wobei bei einer Baudrate
von 12 Mbaud keine Stichleitung (z. B. PG-Steckleitung) zulässig ist.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
4-5
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4.2
Netzkomponenten
Sie benötigen für den Anschluss des ET 200S an das PROFIBUS-DP-Netz folgende Netzkomponenten:
Tabelle 4-2
Netzkomponenten
Zweck
zum Aufbauen des Netzes
Netzkomponenten
Bestellnummern
Kabel, z. B. 2adrig, geschirmt oder 5adrig, ohne
Konfektionierung
6XV1 830-0AH10
(2adrig)
6XV1 830-0BH10
(2adrig mit PE-Mantel)
6XV1 830-3CH10
(2adrig, für Girlandenaufhängung)
6XV1 830-3BH10
(Schleppkabel)
6XV1 830-3AH10
(Erdverlegungskabel)
6ES7 194-1LY00-0AA0-Z
(5adrig mit PVC-Mantel)
6ES7 194-1LY10-0AA0-Z
(5adrig; ölbeständig, schleppfähig, bedingt schweißfest;
mit PUR-Mantel)
4-6
zum Anschluss des PG und
der ET 200S am
PROFIBUS-DP-Netz
Busanschlussstecker ohne
PG-Buchse (bis 12 MBaud)
zum Doppelanschluss, z. B.
von PG und DP-Master am
PROFIBUS-DP-Netz über
eine DP-Schnittstelle (siehe
Bild 4-5)
Busanschlussstecker mit
PG-Buchse (bis 12 MBaud)
zum Anschluss des PG am
Busanschlussstecker mit
PG-Buchse
PG-Steckleitung (bis
1,5 MBaud)
6ES7 972-0BA10-0XA0
(mit geradem Kabelabgang)
6ES7 972-0BA40-0XA0
(mit schrägem Kabelabgang)
6ES7 972-0BB10-0XA0
(mit geradem Kabelabgang)
6ES7 972-0BB40-0XA0
(mit schrägem Kabelabgang)
6ES7 901-4BD00-0XA0
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
ET 200S im PROFIBUS-Netz
Beispiel für die Verwendung von Netzkomponenten
Im folgenden Bild ist das Beispiel aus Bild 4-3 mit Verwendung der Netzkomponenten dargestellt. Der Anschluss des Buskabels an die Busanschlussstecker ist in
der Produktinformation zum jeweiligen Busanschlussstecker beschrieben.
S7-300 (DP-Master)
PG-Steckleitung
Busanschlussstecker
mit PG-Buchse
PG
Buskabel
ET 200S
Anschlussstecker
Buskabel
Bild 4-5
DP-Netz anschließen
Anschluss des IM 151-7 CPU FO
Informationen zum Anschluss und zur Verdrahtung der Lichtwellenleiter erhalten
Sie im Handbuch Dezentales Peripheriegerät ET 200S Verdrahten und Bestücken.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
4-7
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4.3
PROFIBUS-Adresse
Eigenschaften
Mit der PROFIBUS-Adresse legen Sie fest, unter welcher Adresse das
IM 151-7 CPU am PROFIBUS-DP angesprochen wird.
Voraussetzungen
S
Erlaubte PROFIBUS-DP Adressen sind 1 bis 125.
S
Jede Adresse darf nur einmal am PROFIBUS-DP vergeben werden.
Anlauf ohne DP-Projektierung auf der MMC (Erstanlauf)
Nach NETZ-EIN läuft die koexistente Schnittstelle auf dem IM 151-7 CPU als MPISchnittstelle mit Adresse 2, HSA 31 und 187,5 kBaud hoch. Die DP-Slave-Funktionalität des IM 151-7 CPU steht noch nicht zur Verfügung. Über die Schnittstelle
sind alle im Kapitel 4.4 aufgelisteten PG-Funktionen möglich.
Mehrere ET 200S mit IM 151-7 CPU als DP-Slaves an einem PROFIBUS-Netz
müssen schrittweise in Betrieb genommen werden. Nach dem Einschalten jedes
einzelnen IM 151-7 CPU muss mit STEP 7 eine Projektierung mit DP-Adresse auf
das IM 151-7 CPU übertragen werden.
Hinweis
Die Busparameter sind remanent. D. h., einmal projektierte Busparameter
(z. B. Adresse, Baudrate) bleiben auch erhalten
S über NETZ-AUS
S wenn keine Projektierung mehr auf dem IM 151-7 CPU vorhanden ist
(z. B. nach Löschen der SDBs, NETZ-EIN ohne MMC)
Anlauf mit DP-Projektierung auf der MMC
Sobald einmal eine DP-Projektierung in das IM 151-7 CPU geladen wurde, werden
beim Anlauf die auf der MMC gespeicherten Daten verwendet.
Als DP-Slave läuft das IM 151-7 CPU nach NETZ-EIN mit der projektierten
Adresse hoch und wartet auf die Parametrierung durch den DP-Master.
Als aktiver PROFIBUS-Teilnehmer übernimmt das IM 151-7 CPU die projektierte
Baudrate.
Als passiver PROFIBUS-Teilnehmer sucht das IM 151-7 CPU die Baudrate.
4-8
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4.4
Funktionen über PG/OP
Über das PG können Sie:
S
IM 151-7 CPU mit ET 200S-Modulen projektieren und am PROFIBUS-DP in
Betrieb nehmen.
S
das IM 151-7 CPU programmieren.
S
Testfunktionen wie “Variable beobachten und steuern” und “Programmstatus”
ausführen.
Inbetriebnahmefunktionen wie “Starten” und “Urlöschen” ausführen.
S
den “Baugruppenzustand anzeigen” lassen; d. h. für das IM 151-7 CPU z. B.
Auslastung des Lade- und Arbeitsspeichers, Stack-Inhalte und DiagnosepufferInhalt anzeigen lassen.
Über das OP können Sie:
S
Bedienen und Beobachten.
Eine ausführliche Beschreibung der Funktionen finden Sie in der Online-Hilfe zu
STEP 7.
IM 151-7 CPU als passiven DP-Slave am PG betreiben – notwendige Einstellungen in STEP 7
Wenn Sie ein IM 151-7 CPU direkt an einem PG anschließen, dann müssen Sie
für die Kommunikation zwischen den beiden Partnern eine Einstellung der PGSchnittstelle in STEP 7 vornehmen. Gehen Sie wie folgt vor:
1. Rufen Sie in STEP 7 das Werkzeug “PG-/PC-Schnittstelle einstellen” auf (von
der Windows-Startleiste aus Start > STEP 7 > PG-PC-Schnittstelle einstellen
anwählen).
2. Stellen Sie die Schnittstelle Ihres PG auf PROFIBUS ein.
3. Rufen Sie die Eigenschaften des PROFIBUS-Netzes auf.
4. Stellen Sie die Eigenschaften so ein, dass das PG/PC als “einziger Master am
Bus” aktiv ist.
Wenn Sie später einen DP-Master für das Netz projektiert haben und online gehen
wollen, dann sollten Sie diese Einstellungen wieder zurückstellen, da dadurch zusätzliche Sicherheitsfunktionen gegen Busstörungen aktiviert werden.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
4-9
ET 200S im PROFIBUS-Netz
Testfunktion Forcen
Mit der Funktion “Forcen” können Sie beim IM 151-7 CPU Eingänge und Ausgänge im Prozessabbild mit festen Werten vorbelegen.
Diese von Ihnen vorbelegten Werte (Forcewerte) können beim IM 151-7 CPU vom
Anwenderprogramm und durch PG/OP-Funktionen weiterhin beeinflusst werden.
Dieses Prinzip zeigt Bild 4-6.
Sie können beim IM 151-7 CPU bis zu maximal 10 Variablen forcen.
!
Vorsicht
Die Forcewerte im Prozessabbild der Eingänge können durch schreibende Befehle
(zum Beispiel T EB x, = E x.y, Kopieren mit SFC usw.) und durch lesende
Peripheriebefehle (zum Beispiel L PEW x) im Anwenderprogramm oder auch
durch schreibende PG/OP-Funktionen überschrieben werden!
Mit Forcewerten vorbelegte Ausgänge liefern nur dann den Forcewert, wenn im
Anwenderprogramm nicht mit schreibenden Peripheriebefehlen (zum Beispiel
T PAB x) auf die Ausgänge geschrieben wird und keine PG/OP-Funktionen auf
diese Ausgänge schreiben!
Achten Sie unbedingt darauf, dass Forcewerte im Prozessabbild der Ein-/Ausgänge nicht durch das Anwenderprogramm bzw. durch PG/OP-Funktionen überschrieben werden können!
Prinzip des Forcens beim IM 151-7 CPU
Ausführung
Force-Auftrag
für Eingänge
Ausführung
Force-Auftrag
für Eingänge
PAATransfer
Besy
PAETransfer
Force-Wert
Ausführung
Force-Auftrag
für Ausgänge
Anwenderprogramm
Durch T PAW
überschriebener
Force-Wert!
T PAW
PAATransfer
Besy
PAETransfer
Force-Wert
Ausführung
Force-Auftrag
für Ausgänge
Besy .... Betriebsystembearbeitung
Bild 4-6
4-10
Prinzip des Forcens
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
ET 200S im PROFIBUS-Netz
Anwendungsbeispiel
Voraussetzung: In Ihrem Anwenderprogramm erfolgt kein Peripheriedirektzugriff.
Wenn in Ihrer Anlage beispielsweise ein Freigabesensor f defekt ist und Ihrem Anwenderprogramm z. B. über den Eingang 1.2 dauerhaft eine logische 0 signalisiert,
können Sie diesen Sensor quasi überbrücken, indem Sie den Eingang auf 1 forcen, um den Betrieb Ihrer Anlage aufrecht zu erhalten.
!
Warnung
Da der Sensor außer Betrieb ist, müssen Sie die Funktionalität auf andere Weise
überwachen, um Schaden für Bediener oder Maschine zu vermeiden.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
4-11
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4.5
Direkter Datenaustausch
Sie können mit STEP 7 V5.1 das IM 151-7 CPU als I-Slave für direkten Datenaustausch projektieren. Direkter Datenaustausch ist eine spezielle Kommunikationsbeziehung zwischen PROFIBUS-DP-Teilnehmern.
Prinzip
Der direkte Datenaustausch ist dadurch gekennzeichnet, dass PROFIBUS-DPTeilnehmer “mithören”, welche Daten ein DP-Slave seinem DP-Master zurückschickt. Durch diesen Mechanismus kann der “Mithörer” (Empfänger) direkt auf
Änderungen von Eingangsdaten entfernter DP-Slaves zugreifen.
Bei der Projektierung in STEP 7 legen Sie über die jeweiligen Peripherieeingangsadressen fest, auf welchen Adressbereich des Empfängers die gewünschten
Daten des Senders gelesen werden sollen.
Beispiel
Das Bild 4-7 zeigt an einem Beispiel, welche Beziehungen Sie in STEP 7 V5.1 für
direkten Datenaustausch mit einem IM 151-7 CPU projektieren können. Andere
DP-Slaves können hier nur Sender sein.
S7-300
(DP-Mastersystem 1)
S7-300
(DP-Mastersystem 2)
CPU
31x-2
PROFIBUS
DPSlave
3
ET 200S mit
IM 151-7 CPU
(I-Slave 1)
Bild 4-7
4-12
CPU 31x-2
als DP-Slave
4
DPSlave
5
ET 200S mit
IM 151-7 CPU
(I-Slave 2)
Direkter Datenaustausch mit IM 151-7 CPU
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
ET 200S im PROFIBUS-Netz
Funktionalität im direkten Datenaustausch
Das IM 151-7 CPU besitzt folgende Möglichkeiten im direkten Datenaustausch:
S
Sender:
Das IM 151-7 CPU sendet als DP-Slave die für den direkten Datenaustausch
projektierten Prozessausgänge als Broadcast-Telegramm an alle Busteilnehmer. Aus diesem Broadcast-Telegramm filtern sich andere Empfänger die relevanten Daten heraus.
S
Empfänger:
Herausfiltern der Daten aus dem Broadcast-Telegramm von Sendern, die über
STEP 7 für den direkten Datenaustausch als relevant projektiert wurden.
Diagnose bei direktem Datenaustausch
Zur Diagnose der für den direkten Datenaustausch projektierten DP-Slaves können
nur die Ergebnisse der Verbindungsüberwachung herangezogen werden, da Diagnosemeldungen der “abgehörten” DP-Slaves nur dem DP-Master gemeldet werden.
Bei Stationsausfall und -wiederkehr wird der Asynchron-OB 86 aufgerufen. Bei Zugriff auf Daten während eines Stationsausfalles des Senders wird ein Peripheriezugriffsfehler erkannt und OB 122 aufgerufen. Für die Baugruppenzustandsdaten
sind nur die Kennungen “Baugruppe vorhanden” und “Baugruppe verfügbar” relevant.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
4-13
ET 200S im PROFIBUS-Netz
4-14
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
5
ET 200S im MPI-Netz
Einleitung
Sie können ET 200S mit IM 151-7 CPU als Teilnehmer in ein MPI-Netz integrieren.
In diesem Kapitel finden Sie einen typischen Netz-Aufbau mit IM 151-7 CPU erläutert. Welche Funktionen über ein PG oder OP auf IM 151-7 CPU ausführbar sind,
finden Sie im Kapitel 4.4. Die verfügbaren Kommunikationsdienste finden Sie im
Kapitel 7.7.
Kapitelübersicht
Kapitel
Thema
Seite
5.1
ET 200S im MPI-Netz
5-2
5.2
MPI-Adresse
5-3
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
5-1
ET 200S im MPI-Netz
5.1
ET 200S im MPI-Netz
Aufbau eines MPI-Netzes
Das folgende Bild zeigt ein Beispiel für den Aufbau eines MPI-Netzes.
ET 200S
PG*
3
ET 200S
OP 25**
4
11
10
* von diesem PG aus ist ET 200S projektier- und programmierbar
** Bedien- und Beobachtungsfunktionen auf ET 200S ausführbar
3, 4, 10, 11 MPI-Adressen der Teilnehmer
Bild 5-1
Beispiel für ein MPI-Netz
Hardware-Voraussetzung im PG/OP für Zugriff auf ET 200S
Damit Sie von einem PG/OP aus auf ein IM 151-7 CPU zugreifen können, muss
das PG/OP folgende Voraussetzungen erfüllen:
S
mit einer integrierten MPI-Schnittstelle oder MPI-Karte ausgestattet sein oder
S
mit einer integrierten PROFIBUS-DP-Schnittstelle oder DP-Karte ausgestattet
sein
Baudraten
Im MPI-Netz sind mit dem IM 151-7 CPU alle MPI-Baudraten möglich.
Netzkomponenten
Für den Aufbau eines MPI-Netzes verwenden Sie die gleichen Netzkomponenten
wie für ein PROFIBUS-DP-Netz (siehe Kapitel 4.2).
5-2
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
ET 200S im MPI-Netz
5.2
MPI-Adresse
Eigenschaften
Mit der MPI-Adresse legen Sie fest, unter welcher Adresse das IM 151-7 CPU im
MPI-Netz angesprochen wird.
Voraussetzungen
S
Erlaubte MPI-Adressen sind 0 bis 126.
S
Jede Adresse darf nur einmal am MPI-Netz vergeben werden.
Empfehlung für MPI-Adressen
S
Vergeben Sie MPI-Adressen größer “2” an die festen Teilnehmer im MPI-Netz.
S
Reservieren Sie die MPI-Adresse “0” für ein Service-PG bzw. “1” für ein Service-OP, die später bei Bedarf kurzzeitig an das MPI-Netz angeschlossen werden.
S
Reservieren Sie die MPI-Adresse “2” für eine CPU. So vermeiden Sie das Auftreten von doppelten MPI-Adressen nach Einbau einer CPU mit Defaulteinstellung in das MPI-Netz (z. B. beim Austausch einer CPU).
Anlauf ohne Projektierung auf der MMC (Erstanlauf)
Nach NETZ-EIN läuft die koexistente Schnittstelle auf dem IM 151-7 CPU als MPISchnittstelle mit der Adresse 2, HSA 31 und 187,5 kBaud hoch. Über die Schnittstelle sind alle im Kapitel 4.4 aufgelisteten PG-Funktionen möglich.
Hinweis
Die Busparameter sind remanent. D. h., einmal projektierte Busparameter
(z. B. Adresse, Baudrate) bleiben auch erhalten
S über NETZ-AUS
S wenn keine Projektierung mehr auf dem IM 151-7 CPU vorhanden ist
(z. B. nach Löschen der SDBs, NETZ-EIN ohne MMC)
Anlauf mit Projektierung auf der MMC
Sobald einmal eine Projektierung in das IM 151-7 CPU geladen wurde, werden
beim Anlauf die auf der MMC gespeicherten Daten verwendet.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
5-3
ET 200S im MPI-Netz
5-4
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inbetriebnahme und Diagnose
6
IM 151-7 CPU mit STEP 7 projektieren
Sie finden in diesem Kapitel das Projektieren einer ET 200S für IM 151-7 CPU mit
STEP 7 beschrieben.
IM 151-7 CPU urlöschen
Unter bestimmten Bedingungen müssen Sie das IM 151-7 CPU urlöschen. In diesem Kapitel finden Sie diese Bedingungen und die Vorgehensweise zum Urlöschen beschrieben.
Diagnosemöglichkeiten
Das Dezentrale Peripheriesystem ET 200S ist auf eine möglichst einfache Handhabung und Inbetriebnahme ausgelegt. Falls trotzdem ein Fehler auftreten sollte,
können Sie diesen Fehler mit Hilfe der LED-Anzeige, der Slave-Diagnose und der
Diagnosemöglichkeiten in STEP 7 auswerten.
Alarmauswertung
Zur Auswertung der Alarme durch ET 200S zeigen wir Ihnen den Unterschied hinsichtlich der Alarmmeldung zum S7/M7-DP-Master und zu anderen DP-Mastern.
Kapitelübersicht
Kapitel
Thema
Seite
6.1
IM 151-7 CPU projektieren
6-2
6.2
IM 151-7 CPU urlöschen
6-4
6.3
Inbetriebnahme und Anlauf von ET 200S
6-7
6.4
Diagnose durch LED-Anzeige
6-9
6.5
Diagnose über Diagnoseadresse mit STEP 7
6-11
6.6
Slave-Diagnose bei Einsatz des IM 151-7 CPU als I-Slave
6-14
6.7
Diagnosedaten der Elektronikmodule
6-25
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-1
Inbetriebnahme und Diagnose
6.1
IM 151-7 CPU projektieren
Das Interfacemodul IM 151-7 CPU projektieren Sie als einen DP-Slave oder als
Stand-alone-Baugruppe (MPI).
Das IM 151-7 CPU stellt sich dem Anwender in STEP 7 als S7-300-Baugruppe
dar, welche immer zusammen mit einem Rack in einer S7-300-Station erstellt wird.
Ebenso kann die Baugruppe nur mit dem Rack gelöscht werden!
In einer S7-300-Station, welche ein IM 151-7 CPU beinhaltet, sind keine Erweiterungsracks projektierbar. Das IM 151-7 CPU wird dabei auf Steckplatz 2 angelegt
und erhält ein MPI/DP-Submodul. Diese Projektierung gilt sowohl für die Variante
mit RS 485 als auch mit LWL-Anbindung. Die ersten steckbaren Module sind ab
Steckplatz 4 projektierbar.
Folgende Projektiermöglichkeiten ergeben sich:
Tabelle 6-1
Projektiermöglichkeiten
Projektierumgebung
Projektierwerkzeug
Projektierbare Betriebsart
SIMATIC S7
STEP 7 (HW Konfig)
ab V5.1 + Service
Pack 4
S Stand-alone (MPI)
S IM 151-7 CPU als S7-Slave
SIMATIC S5
COM PROFIBUS
vollständig projektiertes und
programmiertes IM 151-7 CPU,
eingebracht als Norm-I-Slave in
COM PROFIBUS
Fremdsysteme
Fremd-Tool
vollständig projektiertes und
programmiertes IM 151-7 CPU,
eingebracht als Norm-I-Slave in
Fremd-Tool
Voraussetzung
Sie haben STEP 7 (ab V5.1 + Service Pack 4) geöffnet und befinden sich im
SIMATIC Manager von STEP 7.
6-2
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inbetriebnahme und Diagnose
Vorgehensweise
Gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Projektieren Sie das IM 151-7 CPU als eine S7-300-Station.
– Legen Sie eine neue Station vom Stationstyp S7-300 an (Menübefehl Einfügen ! Station).
– Wechseln Sie für diese Station in das Fenster zur Hardwarekonfiguration.
– Wählen Sie im Fenster “Hardware Katalog” das Verzeichnis PROFIBUS-DP/
ET 200S/IM 151-7 CPU.
– Ziehen Sie das Objekt “IM 151-7 CPU” per Drag & Drop in das leere Stationsfenster.
– Konfigurieren Sie das ET 200S mit den gewünschten Peripheriemodulen.
– Speichern Sie die Station (d. h. das ET 200S).
2. Projektieren Sie in einer anderen Station im gleichen Projekt einen DP-Master
(z. B. CPU mit integrierter PROFIBUS-DP Schnittstelle oder CP 342-5 mit
PROFIBUS-DP Schnittstelle ab 6GK7 342-5DA01-0XE0, Erzeugnisstand 2).
3. Ziehen Sie das ET 200S (mit IM 151-7 CPU) aus dem Fenster “Hardware Katalog” (Behälter bereits projektierte Stationen) per Drag & Drop auf das Symbol
für das DP-Mastersystem.
4. Doppelklicken Sie auf das Symbol für den intelligenten DP-Slave und wählen
Sie das Register “Kopplung”. In diesem Register treffen Sie die Zuordnung, welche Station hier den intelligenten DP-Slave repräsentieren soll.
5. Markieren Sie den intelligenten DP-Slave und klicken Sie auf die Schaltfläche
“Koppeln”.
6. Wählen Sie das Register (Slave-) Konfiguration und ordnen Sie Master- und
Slaveadressen einander zu.
7. Bestätigen Sie die Einstellungen mit “OK”.
8. Beide Stationen müssen anschließend neu geladen werden, um die Master-Slave-Kommunikation in Betrieb zu nehmen.
Projektierung in einem Fremdsystem
Mit Hilfe der GSD-Datei können Sie das IM 151-7 CPU auch in Fremdsysteme als
DP-Norm-Slave einbinden. In diesem Fall besteht das Diagnosetelegramm aus:
S
Stationsstatus
S
Master-PROFIBUS-Adresse
S
Herstellerkennung
S
Kennungsbezogene Diagnose
S
Modulstatus
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-3
Inbetriebnahme und Diagnose
6.2
IM 151-7 CPU urlöschen
Wann IM 151-7 CPU urlöschen?
Das IM 151-7 CPU muss urgelöscht werden,
S
um remanente Bereiche zu löschen (Merker, Zeiten, Zähler).
S
wenn das IM 151-7 CPU durch Blinken der STOP-LED mit 0,5 Hz das
Urlöschen anfordert.
Mögliche Ursachen für die Urlöschanforderung können sein:
S
erstmaliger Anlauf des ET 200S
S
inkonsistente Speicherbereiche
S
Speichermodul (MMC) wurde getauscht
Wie urlöschen?
Es gibt zwei Möglichkeiten, IM 151-7 CPU urzulöschen:
Tabelle 6-2
Möglichkeiten zum Urlöschen
Urlöschen mit PG
Urlöschen mit Betriebsartenschalter
... wird in diesem Kapitel beschrieben
... ist nur möglich im STOP der CPU (siehe
PG-Handbücher und STEP 7 Online-Hilfe)
IM 151-7 CPU urlöschen mit Betriebsartenschalter
Um IM 151-7 CPU mit Hilfe des Betriebsartenschalters urzulöschen, gehen Sie wie
folgt vor (siehe auch Bild 6-1):
1. Schalten Sie den Betriebsartenschalter in Stellung STOP.
2. Drücken Sie den Betriebsartenschalter in Stellung MRES. Halten Sie den
Schalter in dieser Stellung, bis die STOP-LED zum 2. Mal aufleuchtet (entspricht 3 Sekunden) und lassen Sie ihn dann wieder in die Stellung STOP
schnappen.
3. Innerhalb von 3 Sekunden müssen Sie den Betriebsartenschalter wieder in die
Stellung MRES drücken und solange in dieser Stellung halten, bis die STOPLED schnell blinkt (mit 2 Hz). Wenn IM 151-7 CPU das Urlöschen beendet hat,
hört die STOP-LED auf zu blinken und leuchtet.
IM 151-7 CPU hat das Urlöschen durchgeführt.
6-4
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inbetriebnahme und Diagnose
STOPLED
an
aus
t
3s
max. 3 s
min. 3 s
RUN
RUN
RUN
RUN
RUN
STOP
MRES
STOP
MRES
STOP
MRES
STOP
MRES
STOP
MRES
1.
2.
Bild 6-1
3.
Bedienfolge des Betriebsartenschalters zum Urlöschen
STOP-LED blinkt nicht beim Urlöschen?
Die STOP-LED blinkt nicht beim Urlöschen oder andere Anzeigen leuchten? Dann
müssen Sie die Schritte 2 und 3 wiederholen. Führt IM 151-7 CPU das Urlöschen
wieder nicht durch, dann müssen Sie den Diagnosepuffer des CPU-Teils mit dem
PG auslesen (siehe Benutzerhandbuch STEP 7).
Was passiert im CPU-Teil des IM 151-7 CPU?
Tabelle 6-3
CPU-interne Vorgänge beim Urlöschen
Vorgang
Ablauf im CPU-Teil
des IM 151-7 CPU
Verhalten der CPU im IM 151-7 CPU
1. Die CPU löscht das gesamte Anwenderprogramm im Arbeitsspeicher und den RAM-Ladespeicher.
2. Die CPU löscht die remanenten Daten.
3. Die CPU testet ihre Hardware.
4. Wenn ein Speichermodul (Micro Memory Card = MMC) gesteckt
ist, kopiert die CPU den ablaufrelevanten Inhalt des Moduls in den
Arbeitsspeicher.
Speicherinhalte nach Die CPU hat den Speicherfüllstand “0”. Wenn eine SIMATIC Micro
dem Urlöschen
Memory Card steckt, dann wird das Anwenderprogramm wieder in den
Arbeitsspeicher übertragen.
Was bleibt erhalten?
Inhalt des Diagnosepuffers und des Betriebsstundenzählers
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-5
Inbetriebnahme und Diagnose
Hinweis
Wenn die CPU den Inhalt des Speichermoduls (MMC) nicht kopieren kann und
Urlöschen anfordert:
S
MMC ziehen
S
CPU urlöschen
S
Diagnosepuffer auslesen
Den Diagnosepuffer können Sie mit dem PG auslesen (siehe STEP 7 OnlineHilfe).
6-6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inbetriebnahme und Diagnose
6.3
Inbetriebnahme und Anlauf von ET 200S
ET 200S in Betrieb nehmen
Nehmen Sie das Dezentrale Peripheriesystem ET 200S wie folgt in Betrieb:
1. Montieren Sie das Dezentrale Peripheriesystem ET 200S
(siehe Handbuch Dezentrales Peripheriesystem ET 200S).
2. Verdrahten Sie das Dezentrale Peripheriesystem ET 200S
(siehe Handbuch Dezentrales Peripheriesystem ET 200S).
3. Legen Sie bei Projektierung als DP-Slave in der Projektiersoftware die Adressbereiche im IM 151-7 CPU fest, über die der Datenaustausch mit dem DP-Master erfolgt (oder Defaulteinstellung für ET 200S verwenden; siehe Kapitel 3.4).
4. Schalten Sie die Geberversorgungsspannung für das ET 200S ein.
5. Schalten Sie ggf. die Lastspannung und die Versorgungsspannung für die Motorstarter ein.
6. Schalten Sie ggf. den CPU-Teil des IM 151-7 CPU in den Betriebszustand
STOP.
7. Laden Sie die Projektierung für IM 151-7 CPU in das ET 200S.
8. Schalten Sie das IM 151-7 CPU in den Betriebszustand RUN.
Anlaufverhalten des IM 151-7 CPU
Achten Sie beim Anlauf des IM 151-7 CPU nach NETZ-EIN darauf, dass
S
das Abschlussmodul gesteckt ist.
S
alle mit dem IM 151-7 CPU verbundenen Terminalmodule bestückt sind.
Andernfalls bleibt das IM 151-7 CPU im Betriebszustand ANLAUF.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-7
Inbetriebnahme und Diagnose
Anwenderprogramm laden
Bei der Inbetriebnahme von ET 200S haben Sie folgende Möglichkeiten, das Anwenderprogramm in das IM 151-7 CPU zu laden:
S
Das Programm wird vom PG/PC über “Anwenderprogramm laden” auf das im
IM 151-7 CPU steckende Speichermodul (MMC) geladen.
Hinweis
Bei dieser Funktion werden remanente Bereiche nicht gelöscht.
S
Das Programm wird am PG/PC auf das Speichermodul (MMC) übertragen. Danach wird das Speichermodul in das IM 151-7 CPU gesteckt und die Urlöschanforderung quittiert.
Siehe dazu Kapitel 7.3.
Tipp: OB 82 und 86 bei der Inbetriebnahme programmieren
Programmieren Sie bei der Inbetriebnahme als DP-Slave mit STEP 7 im DP-Master und im DP-Slave immer die OBs 82 und 86. So können Sie die jeweiligen Betriebszustände bzw. Unterbrechungen des Nutzdatentransfers erkennen und auswerten (siehe Tabellen 6-5 und 6-6).
Hinweis
Ohne Projektierung ist ein Default-Anlauf möglich, wenn die Powermodule eingeschaltet sind und alle Module stecken.
6-8
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inbetriebnahme und Diagnose
6.4
Diagnose durch LED-Anzeige
LED-Anzeige
Die LEDs RUN, STOP, ON, BF, SF und FRCE dienen der Signalisierung der für
den Anwender wichtigen Zustandsinformationen des IM 151-7 CPU.
Das IM 151-7 CPU verfügt über die folgenden 6 LEDs:
S
LED “SF” (System Fault) zur Anzeige eines Fehlers im ET 200S
S
LED “BF” (Bus Fault) zur Anzeige von Fehlern am PROFIBUS-DP
S
LED “ON” leuchtet, wenn ET 200S an eine Versorgungsspannung angeschlossen ist
S
LED “FRCE” leuchtet, wenn ein Force-Auftrag aktiv ist
S
LED “RUN” leuchtet, wenn der CPU-Teil des IM 151-7 CPU im Betriebszustand
RUN ist
S
LED “STOP” leuchtet, wenn der CPU-Teil des IM 151-7 CPU im Betriebszustand STOP ist
Die Bedeutung der LEDs für die CPU-Funtionalität finden Sie im Kapitel 7.2 ausführlich beschrieben.
LED “ON” leuchtet nicht
Wenn die LED “ON” nicht leuchtet, dann liegt entweder keine oder eine zu geringe
Versorgungsspannung für Elektronik/Geber am ET 200S an. Mögliche Ursachen
sind eine defekte Sicherung oder fehlende bzw. zu geringe Netzspannung.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-9
Inbetriebnahme und Diagnose
Diagnose der DP-Funktionalität mit Hilfe der LEDs “BF” und “SF”
Wenn die LEDs “BF” und “SF” leuchten oder blinken, dann ist die Projektierung
des ET 200S nicht in Ordnung. In der folgenden Tabelle finden Sie mögliche
Fehleranzeigen mit ihrer Bedeutung und Abhilfe.
In der folgenden Tabelle sind die LED-Zustände für den DP-Slave-Betrieb dargestellt. Im Stand-alone-Betrieb (MPI) ist die DP-Funktionalität irrelevant und es wird
keine BF-LED angesteuert (keine LED-Anzeige für die Baudratensuche).
Tabelle 6-4
LED-Anzeige für PROFIBUS-DP
LED
“BF”
LED
“SF”
Bedeutung
ein
ein
keine Verbindung zu
DP-Master
Ursache
Fehlerbehandlung
S IM 151-7 CPU ist aktiver
S Überprüfen Sie, ob der
Busteilnehmer ⇒ Buskurzschluss
Anschlussstecker für
PROFIBUS-DP richtig
steckt
S IM 151-7 CPU ist passiver
Busteilnehmer ⇒ Baudratensuche: kein aktiver Teilnehmer am Bus, DP-Master nicht
vorhanden oder ausgeschaltet oder Busanschluss unterbrochen
S Überprüfen Sie, ob das
Buskabel zum DP-Master
defekt ist
SF ist an wegen Stationsausfall
blinkt
ein
Parametrierfehler,
es findet kein Datenaustausch statt
S Slave ist nicht oder falsch
S Überprüfen Sie die Hard-
projektiert
ware des ET 200S
S falsche aber zulässige Stationsadresse projektiert
S projektierte Adressbereiche
von Istaufbau stimmen nicht
mit Sollaufbau überein
S Stationsaufall eines
parametrierten Senders im
direkten Datenaustausch
S Überprüfen Sie die Konfigurierung und Parametrierung des ET 200S
S Überprüfen Sie die Einstellung der projektierten
Adressbereiche für den
Master
S DP-Master nicht vorhanden
oder ausgeschaltet
aus
ein
Fehler im Slave:
Diagnosealarm
Master in STOP-Zustand
aus
aus
Es findet ein Datenaustausch statt
Soll- und Ist-Konfiguration der
ET 200S stimmen überein
6-10
Schalten Sie den DP-Master
in den Betriebszustand RUN
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Inbetriebnahme und Diagnose
6.5
Diagnose über Diagnoseadresse mit STEP 7
Aufgetretene Fehler im ET 200S werden mit der LED “SF” angezeigt und die Fehlerursache wird in den Diagnosepuffer des IM 151-7 CPU eingetragen. Der CPUTeil des IM 151-7 CPU geht entweder in STOP oder Sie können im Anwenderprogramm über Fehler- bzw. Alarm-OBs auf Fehler reagieren.
Damit eine Reaktion möglich ist, muss der Verursacher über eine Diagnoseadresse identifiziert werden können.
Diagnoseadressen
Wenn Sie das ET 200S mit einem DP-Master aus dem SIMATIC S7-Spektrum am
PROFIBUS-DP betreiben, dann werden in STEP 7 Diagnoseadressen wie folgt
vergeben:
Beim Projektieren werden 2 Diagnoseadressen festgelegt:
DP-Master (SIMATIC S7)
ET 200S
PROFIBUS
Diagnoseadresse
Diagnoseadresse
Bei der Projektierung des DP-Masters legen
Sie (im zugehörigen Projekt des DP-Masters)
eine Diagnoseadresse für ET 200S fest.
Bei der Projektierung des ET 200S wird
defaultmäßig von STEP 7 die Diagnoseadresse für Steckplatz 2 auf 2045 festgelegt
(im zugehörigen Projekt des ET 200S).
Über diese Diagnoseadresse erhält der
DP-Master Auskunft über den Zustand des
ET 200S bzw. über eine Busunterbrechung.
Über diese Diagnoseadresse erhält das ET 200S
Auskunft über den Zustand des DP-Masters.
Bild 6-2
Diagnoseadressen für DP-Master und ET 200S
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-11
Inbetriebnahme und Diagnose
Ereigniserkennung
Die folgende Tabelle zeigt, wie der DP-Master bzw. das IM 151-7 CPU des
ET 200S Betriebszustandsänderungen bzw. Unterbrechungen des Nutzdatentransfers erkennt.
Tabelle 6-5
Reaktionen auf Betriebszustandsänderungen bzw. Unterbrechungen des Nutzdatentransfers im DP-Master und im ET 200S mit IM 151-7 CPU
was passiert ...
Ereignis
Busunterbrechung
(Kurzschluss,
Stecker gezogen)
im DP-Master
S Aufruf des OB 86 mit der Meldung
im IM 151-7 CPU
S Aufruf des OB 86 mit der Meldung
Stationsausfall
(kommendes Ereignis;
Diagnoseadresse des IM 151-7 CPU)
S bei Peripheriezugriff auf Übergabe-
Stationsausfall
(kommendes Ereignis; Diagnoseadresse des IM 151-7 CPU)
S bei Peripheriezugriff auf Übergabe-
bereich: Aufruf des OB 122
(Peripheriezugriffsfehler)
ET 200S:
RUN → STOP
S Aufruf des OB 82 mit der Meldung
ET 200S:
STOP → RUN
S Aufruf des OB 82 mit der Meldung
bereich: Aufruf des OB 122
(Peripheriezugriffsfehler)
–
Baugruppe gestört
(kommendes Ereignis;
Diagnoseadresse des IM 151-7 CPU;
Variable OB82_MDL_STOP=1)
–
Baugruppe ok.
(gehendes Ereignis;
Diagnoseadresse des IM 151-7 CPU;
Variable OB82_MDL_STOP=0)
DP-Master:
RUN → STOP
–
DP-Master:
STOP → RUN
–
6-12
S Aufruf des OB 82 mit der Meldung
Baugruppe gestört
(kommendes Ereignis;
Diagnoseadresse des IM 151-7 CPU;
Variable OB82_MDL_STOP=1)
S Aufruf des OB 82 mit der Meldung
Baugruppe ok.
(gehendes Ereignis;
Diagnoseadresse des IM 151-7 CPU;
Variable OB82_MDL_STOP=0)
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Inbetriebnahme und Diagnose
Auswertung im Anwenderprogramm
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie Sie zum Beispiel RUN-STOP-Übergänge im
DP-Master (CPU 315-2 DP; 6ES7 315-2AF03-0AB0) bzw. im ET 200S auswerten
können.
Tabelle 6-6
Auswertung von RUN-STOP-Übergängen im DP-Master/im ET 200S
im DP-Master
im ET 200S (IM 151-7 CPU)
Diagnoseadressen: (Beispiel)
Master-Diagnoseadresse=1023
Slave-Diagnoseadresse im Mastersystem=1022
Diagnoseadressen: (Beispiel)
Slave-Diagnoseadresse Steckplatz 2=2045
Master-Diagnoseadresse=nicht relevant
Die CPU ruft den OB 82 auf mit u. a. folgenden Informationen:
CPU in IM 151-7 CPU: RUN → STOP
S OB82_MDL_ADDR:=1022
S OB82_EV_CLASS:=B#16#39
CPU erzeugt ein Diagnosetelegramm (SlaveDiagnose, siehe Handbuch Dezentrales Peripheriesystem ET 200S).
(kommendes Ereignis)
S OB82_MDL_DEFECT:=Baugruppenstörung
Tipp: diese Informationen stehen auch im
Diagnosepuffer der CPU
Im Anwenderprogramm sollten Sie auch den
SFC 13 “DPNRM_DG” zum Auslesen der
Slave-Diagnose programmieren.
CPU: RUN → STOP
Der CPU-Teil in IM 151-7 CPU ruft den OB 82
auf mit u. a. folgenden Informationen:
S OB82_MDL_ADDR:=2045
S OB82_EV_CLASS:=B#16#39
(kommendes Ereignis)
S OB82_MDL_DEFECT:=Baugruppenstörung
Tipp: diese Informationen stehen auch im
Diagnosepuffer des CPU-Teils
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-13
Inbetriebnahme und Diagnose
6.6
Slave-Diagnose bei Einsatz des IM 151-7 CPU als I-Slave
Aufbau des Diagnosetelegramms
Byte 0
Byte 1
Byte 2
Stationsstatus 1 bis 3
Byte 3
Master-PROFIBUS-Adresse
Byte 4
Byte 5
High-Byte
Byte 6
bis
Byte x-1
Byte x
bis
Byte y-1
Byte y
bis
Byte z
1
.
.
.
Herstellerkennung
Kennungsbezogene Diagnose
(die Länge ist abhängig von der
Anzahl der projektierten Adressbereiche des Übergabespeichers1)
Modulstatus (gerätebezogene Diagnose)
.
.
.
.
.
.
(die Länge ist abhängig von der
Anzahl der projektierten Adressbereiche)
Alarmstatus (gerätebezogene Diagnose)
(die Länge ist abhängig von der
Art des Alarmes)
Ausnahme: Bei einer falschen Konfiguration vom DP-Master interpretiert
der DP-Slave 35 projektierte Adressbereiche (46H in Byte 6).
Bild 6-3
6-14
Low-Byte
Aufbau der Slave-Diagnose
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Inbetriebnahme und Diagnose
6.6.1
Stationsstatus 1 bis 3
Definition
Der Stationsstatus 1 bis 3 gibt einen Überblick über den Zustand eines DP-Slaves.
Stationsstatus 1
Tabelle 6-7
Bit
0
Aufbau von Stationsstatus 1 (Byte 0)
Bedeutung
1: DP-Slave kann von DP-Master
nicht angesprochen werden.
Abhilfe
S Richtige DP-Adresse für DP-Slave projektiert?
S
S
S
S
1
2
3
Busanschlussstecker angeschlossen?
Spannung am DP-Slave?
RS 485-Repeater richtig eingestellt?
Reset am DP-Slave durchführen
1: DP-Slave ist für Datenaustausch
noch nicht bereit.
S Abwarten, da DP-Slave gerade im Hochlauf
1: Die vom DP-Master an den
DP-Slave gesendeten
Konfigurationsdaten stimmen nicht
mit dem Aufbau des DP-Slaves
überein.
S Richtiger Stationstyp oder richtiger Aufbau
1: Diagnosealarm, erzeugt durch
RUN-STOP-Übergang der CPU
oder durch den SFB 75
S Sie können die Diagnose auslesen.
ist.
des DP-Slaves in der Software eingegeben?
0: Diagnosealarm, erzeugt durch
STOP-RUN-Übergang der CPU
oder durch den SFB 75
4
1: Funktion wird nicht unterstützt, z. B.
Ändern der DP-Adresse über
Software
S Überprüfen Sie die Projektierung.
5
0: Das Bit ist immer “0”.
–
6
1: DP-Slave-Typ stimmt nicht mit der
Software-Projektierung überein.
S Richtiger Stationstyp in der Software einge-
1: DP-Slave ist von einem anderen
DP-Master parametriert worden als
dem DP-Master, der im Augenblick
Zugriff auf den DP-Slave hat.
S Bit ist immer 1, wenn Sie z. B. gerade mit
7
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
geben? (Parametrierfehler)
dem PG oder einem anderen DP-Master
auf den DP-Slave zugreifen.
Die DP-Adresse des Parametriermasters
befindet sich im Diagnosebyte “MasterPROFIBUS-Adresse”.
6-15
Inbetriebnahme und Diagnose
Stationsstatus 2
Tabelle 6-8
Aufbau von Stationsstatus 2 (Byte 1)
Bit
Bedeutung
0
1: DP-Slave muss neu parametriert und konfiguriert werden.
1
1: Es liegt eine Diagnosemeldung vor. Der DP-Slave kann nicht
weiterlaufen, solange der Fehler nicht behoben ist (statische
Diagnosemeldung).
2
1: Bit ist immer auf “1”, wenn DP-Slave mit dieser DP-Adresse vorhanden
ist.
3
1: Es ist bei diesem DP-Slave die Ansprechüberwachung aktiviert.
4
1: DP-Slave hat Steuerkommando “FREEZE” erhalten.
5
1: DP-Slave hat Steuerkommando “SYNC” erhalten.
6
0: Bit ist immer auf “0”.
7
1: DP-Slave ist deaktiviert, d. h. er ist aus der zyklischen Bearbeitung
herausgenommen.
Stationsstatus 3
Tabelle 6-9
Aufbau von Stationsstatus 3 (Byte 2)
Bit
Bedeutung
0
bis 0: Bits sind immer auf “0”
6
7
1: S Es liegen mehr Diagnosemeldungen vor, als der DP-Slave speichern
kann.
S Der DP-Master kann nicht alle vom DP-Slave gesendeten Diagnosemeldungen in seinem Diagnosepuffer eintragen.
6-16
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Inbetriebnahme und Diagnose
6.6.2
Master-PROFIBUS-Adresse
Definition
Im Diagnosebyte Master-PROFIBUS-Adresse ist die DP-Adresse des DP-Masters
hinterlegt:
S
der den DP-Slave parametriert hat und
S
der lesenden und schreibenden Zugriff auf den DP-Slave hat
Master-PROFIBUS-Adresse
Tabelle 6-10 Aufbau der Master-PROFIBUS-Adresse (Byte 3)
Bit
0 bis 7
Bedeutung
DP-Adresse des DP-Masters, der den DP-Slave parametriert hat und
lesenden und schreibenden Zugriff auf den DP-Slave hat.
FFH: DP-Slave wurde von keinem DP-Master parametriert.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-17
Inbetriebnahme und Diagnose
6.6.3
Herstellerkennung
Definition
In der Herstellerkennung ist ein Code hinterlegt, der den Typ des DP-Slaves beschreibt.
Herstellerkennung
Tabelle 6-11 Aufbau der Herstellerkennung (Byte 4, 5)
6-18
Byte 4
Byte 5
Herstellerkennung für
80H
E2H
IM 151-7 CPU
80H
..H
IM 151-7 CPU FO
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inbetriebnahme und Diagnose
6.6.4
Kennungsbezogene Diagnose
Definition
Die kennungsbezogene Diagnose sagt aus, für welchen der projektierten Adressbereiche des Übergabespeichers ein Eintrag erfolgt ist.
Aufbau
Das folgende Bild zeigt den Aufbau der kennungsbezogenen Diagnose für die
Maximalanzahl der projektierten Adressbereiche.
Byte 6
7 6 5 4 3 2 1
0 1
0
Bit-Nr.
Länge der kennungsbezogenen Diagnose inklusive Byte 6
(abhängig von der Anzahl der projektierten Adressbereiche bis zu 6 Byte)
Code für kennungsbezogene Diagnose
7 6 5 4 3 2 1 0
Bit-Nr.
Byte 7
Soll-0Istausbau
Soll-0Istausbau bzw. Slave-CPU im STOP
Soll-0Istausbau
Eintrag für 1. projektierten Adressbereich
Eintrag für 2. projektierten Adressbereich
Eintrag für 3. projektierten Adressbereich
Eintrag für 4. projektierten Adressbereich
Eintrag für 5. projektierten Adressbereich
7 6 5 4 3
2 1 0
Bit-Nr.
Byte 8
Eintrag für 6. bis 13. projektierten Adressbereich
7 6 5 4 3
2 1 0
Bit-Nr.
Byte 9
Eintrag für 14. bis 21. projektierten Adressbereich
7 6 5 4 3
2 1 0
Bit-Nr.
Byte 10
Byte 11
7 6 5 4 3
0 0 0 0 0
Eintrag für 22. bis 29. projektierten Adressbereich
Bit-Nr.
2 1 0
Eintrag für 30. projektierten Adressbereich
Eintrag für 31. projektierten Adressbereich
Eintrag für 32. projektierten Adressbereich
Bild 6-4
Aufbau der kennungsbezogenen Diagnose des IM 151-7 CPU
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-19
Inbetriebnahme und Diagnose
6.6.5
Modulstatus
Definition
Der Modulstatus gibt den Status der projektierten Adressbereiche wieder und stellt
eine Detaillierung der kennungsbezogenen Diagnose bezüglich der Konfiguration
dar. Der Modulstatus beginnt nach der kennungsbezogenen Diagnose und umfasst
maximal 13 Byte.
6-20
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inbetriebnahme und Diagnose
Aufbau
Der Modulstatus des IM 151-7 CPU ist wie folgt aufgebaut:
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Byte x
0 0
Länge des Modulstatus inklusive Byte x (max. 13 Byte)
Code für gerätebezogene Diagnose
7 6 5 4 3 2 1
Byte x+1
0 Bit-Nr.
1 0 0 0 0 0 1 0
Statustyp: Modulstatus
2H = Modulstatus
Code für Statusmeldung
Byte x+2
Byte x+3
0H
0H
immer “0”
immer “0”
7 6
Byte x+4
Bit-Nr.
0 0
0 0
Steckplatz der CPU
1. projektierter Adressbereich
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Byte x+5
2. projektierter Adressbereich
3. projektierter Adressbereich
4. projektierter Adressbereich
5. projektierter Adressbereich
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Byte x+6
6. projektierter Adressbereich
7. projektierter Adressbereich
8. projektierter Adressbereich
9. projektierter Adressbereich
00B: Baugruppe o.k.;
gültige Daten
01B: Baugruppenfehler;
ungültige Daten
(Baugruppe defekt)
10B: falsche Baugruppe;
ungültige Daten
11B: keine Baugruppe;
ungültige Daten
.
.
.
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Byte y-1
0 0
30. projektierter Adressbereich
31. projektierter Adressbereich
32. projektierter Adressbereich
Bild 6-5
Aufbau des Modulstatus
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-21
Inbetriebnahme und Diagnose
6.6.6
Alarmstatus
Definition
Der Alarmstatus der gerätebezogenen Diagnose gibt detaillierte Auskunft über einen DP-Slave. Die gerätebezogene Diagnose beginnt ab Byte y und kann maximal
20 Byte umfassen.
Aufbau
Im folgenden Bild sind Aufbau und Inhalt der Bytes für einen projektierten Adressbereich des Übergabespeichers beschrieben.
Byte y
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
0 0
Länge des Alarmstatus inkl. Byte y
(max. 20 Byte)
Code für gerätebezogene Diagnose
01H: Code für Diagnosealarm
02H: Code für Prozessalarm
Byte y+1
Byte y+2
Byte y+3
Byte y+4
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Steckplatz-Nr.:
2
= CPU
4 ... 35 = Nr. des projektierten
Adressbereichs des
Übergabespeichers
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
00 = Keine weiteren Information
0 0 0 0 0 0
zum Diagnosezustand
01 = Kommende Diagnose
(mindestens 1 Fehler
liegt an)
10 = Gehende Diagnose
11 = Gehende Diagnose, aber
weitere Störung vorhanden
nur für
Diagnosealarm
bis
Byte y+7
.
.
.
Diagnose bzw. Alarmdaten
Byte z
Beispiel zu Byte y+2:
CPU
= 02H
1. Adressbereich
= 04H
2. Adressbereich
= 05H usw.
Bild 6-6
6-22
Aufbau des Alarmstatus
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inbetriebnahme und Diagnose
Aufbau der Alarmdaten bei Prozessalarm (ab Byte y+4)
Beim Prozessalarm (in Byte y+1 steht Code 02H für Prozessalarm) werden ab
Byte y+4 die 4 Byte Alarminformationen übergeben, die Sie im I-Slave mit dem
SFC 7 “DP_PRAL” bzw. SFB 75 “SALRM” beim Generieren des Prozessalarms für
den Master übergeben.
Aufbau der Alarmdaten bei Erzeugung eines Diagnosealarms durch einen
Betriebszustandswechsel des I-Slave (ab Byte y+4)
Im Byte y+1 steht der Code für Diagnosealarm (01H). Die Diagnosedaten enthalten
die 16 Byte Zustandsinformation der CPU. Im folgenden Bild sehen Sie die Belegung der ersten 4 Byte der Diagnosedaten. Die folgenden 12 Byte sind immer 0.
Die Inhalte dieser Bytes entsprechen dem Inhalt des Datensatzes 0 der Diagnose
in STEP 7 (in diesem Fall sind nicht alle Bits belegt).
Byte y+4
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
0 0 0 0 0 0 0
0: IM 151-7 CPU o.k.
1: IM 151-7 CPU gestört
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Byte y+5
0 0 0 0 1 0 1 1
Kennung für Adressbereich des
Übergabespeichers (konstant)
Byte y+6
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
0 0 0 0 0
0 0
0: Betriebszustand RUN
1: Betriebszustand STOP
Byte y+7
Bild 6-7
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
0 0 0 0 0 0 0 0
Byte y+4 bis y+7 für Diagnosealarm (Betriebszustandswechsel des I-Slave)
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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6-23
Inbetriebnahme und Diagnose
Aufbau der Alarmdaten bei Erzeugung eines Diagnosealarms durch den SFB 75
im I-Slave (ab Byte y+4)
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Byte y+4
0
0: Baugruppe o.k.
1: Baugruppenstörung
Per Definition
festgelegte
Diagnosedaten
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Beachten Sie die Anwendungsbeschreibung zum SFB 75
Byte y+5
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Byte y+6
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Nähere Informationen finden Sie in
der Onlinehilfe von STEP 7 oder im
Referenzhandbuch Systemsoftware für S7-300/400 System- und
Standardfunktionen
Byte y+7
.
.
.
7 6 5 4 3 2 1 0 Bit-Nr.
Byte y+19
Bild 6-8
6-24
Byte y+4 bis y+7 für Diagnosealarm (SFB 75)
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Inbetriebnahme und Diagnose
6.7
6.7.1
Diagnosedaten der Elektronikmodule
Diagnosedaten der Elektronikmodule im Anwenderprogramm
auswerten
In diesem Kapitel ...
ist der Aufbau der Diagnosedaten in den Systemdaten beschrieben. Diesen Aufbau müssen Sie kennen, wenn Sie im STEP 7-Anwenderprogramm die Diagnosedaten der Elektronikmodule auswerten wollen.
Diagnosedaten stehen in Datensätzen
Die Diagnosedaten eines Moduls können bis zu 44 Byte lang sein und stehen in
den Datensätzen 0 und 1:
S
Der Datensatz 0 enthält 4 Byte Diagnosedaten, die den aktuellen Zustand eines
Automatisierungssystems beschreiben.
Der DS0 ist Bestandteil der Kopfinformation des OB 82 (Lokaldatenbytes 8
bis 11).
S
Der Datensatz 1 enthält die 4 Byte Diagnosedaten, die auch im Datensatz 0
stehen und bis zu 40 Byte baugruppenspezifische Diagnosedaten.
Sie können DS0 und DS1 über die SFC 59 “RD_REC” bzw. SFB 52 “RDREC” auslesen.
Weiterführende Literatur
Eine umfassende Beschreibung des Prinzips der Auswertung der Diagnosedaten
von Elektronikmodulen im Anwenderprogramm sowie die Beschreibung der dafür
anwendbaren SFCs finden Sie in den Handbüchern zu STEP 7.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
6-25
Inbetriebnahme und Diagnose
Aufbau der Diagnosedaten
Beispiel: 4 kanaliges Mischmodul
Byte 0
Byte 1
Byte 2
Byte 3
Modulstörung
Modulklasse
B#16#00
B#16#00
Byte 4
Byte 5
Byte 6
Byte 7
B#16#20
Bytes 8-11
Bytes 12-15
Bytes 16-19
Bytes 20-23
Byte 24
Byte 25
Byte 26
Byte 27
Bytes 28-31
Bytes 32-35
Bytes 36-39
Bytes 40-43
1
Bild 6-9
Kanaltyp
Länge der Diagnoseinfo
Anzahl der Kanäle
Gestörte Kanäle
(Kanalvektor)
Einzelfehler Kanal 0
Einzelfehler Kanal 1
Einzelfehler Kanal 2
Einzelfehler Kanal 3
Kanaltyp
Länge der Diagnoseinfo
Anzahl der Kanäle
Gestörte Kanäle
(Kanalvektor)
Einzelfehler Kanal 0
Einzelfehler Kanal 1
Einzelfehler Kanal 2
Einzelfehler Kanal 3
Informationsblock
Kanalspezifische
Diagnose
Informationsblock 1
Kanalspezifische
Diagnose 1
Diese Bytes erscheinen nur, wenn es sich beim diagnostizierten Modul
um ein Mischmodul handelt; im Byte 4 ist dann Bit 7 gesetzt.
Aufbau der Diagnosedaten am Beispiel eines 4 kanaligen Mischmoduls
Die Anzahl der kanalspezifischen Diagnosebytes hängt von der Anzahl der Kanäle
im Modul ab. Kanal 0 ist aber mindestens vorhanden. Deshalb beträgt die Minimallänge des DS1 12 Byte.
Wenn Sie z. B. ein Mischmodul mit 1 Eingangs- und 2 Ausgangskanälen haben,
beginnt der zweite Informationsblock bei Byte 12. Die Gesamtlänge der Diagnosedaten beträgt in diesem Beispiel 24 Byte.
6-26
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Inbetriebnahme und Diagnose
6.7.2
Aufbau und Inhalt der Diagnosedaten Bytes 0 bis 7
Nachfolgend sind Aufbau und Inhalt der einzelnen Bytes der Diagnosedaten beschrieben. Generell gilt: Wenn ein Fehler auftritt, dann wird das entsprechende Bit
auf “1” gesetzt.
Bytes 0 und 1
7 6 5 4 3 2 1 0
Byte 0 0 0 0 0
0
Modulstörung
Fehler extern
Kanalfehler vorhanden
7 6 5 4 3 2 1 0
Byte 1 0 0 0 1
Modulklasse (siehe Tabelle 6-12)
Kanalinformation vorhanden
Bild 6-10
Bytes 0 und 1 der Diagnosedaten
Modulklassen
Die folgende Tabelle enthält die Kennungen der Modulklassen (Bits 0 bis 3 im
Byte 1).
Tabelle 6-12 Kennungen der Modulklassen
Kennung
Modulklasse
0101
Analogmodul
0110
CPU
1000
Funktionsmodul
1001
Digitalmodul (Peripherie mit eingeschränktem Adressraum)
1100
CP
1101
PS
Bytes 2 und 3
Diese Bytes werden nicht genutzt.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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6-27
Inbetriebnahme und Diagnose
Bytes 4 bis 7
7 6 5 4 3 2 1 0
Byte 4
Kanaltyp B#16#7B: Eingabemodul
B#16#7C: Ausgabemodul
B#16#7D: PM, FM, VA (Motorstarter)
Mischmodul?
0: nein
1: ja;es folgen die Diagnosedaten der Eingänge;
die Diagnosedaten der Ausgänge stehen ab
Byte 12, 16, 20 oder 24 (abhängig von der
Kanalzahl der Eingänge)
7
0
Byte 5 0 1 0 0 0 0 0 0
7
Länge der Diagnoseinformation
pro Kanal in Bit (= immer 32)
0
Anzahl der gleichartigen Kanäle
eines Moduls
Byte 6
7 6 5 4 3 2 1 0
Byte 7
Kanalvektor
Kanalfehler Kanal 0
Kanalfehler Kanal 1
...
...
...
...
...
Kanalfehler Kanal 6
Kanalfehler Kanal 7
Bild 6-11
6-28
Bytes 4 bis 7 der Diagnosedaten
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Inbetriebnahme und Diagnose
6.7.3
Kanalspezifische Diagnosedaten ab Byte 8
Ab Byte 8 enthält der Datensatz 1 die kanalspezifischen Diagnosedaten. Die folgenden Bilder zeigen die Belegung des Diagnosebytes für einen Kanal bzw. eine
Kanalgruppe des speziellen Moduls. Generell gilt: Wenn ein Fehler auftritt, dann
wird das entsprechende Bit auf “1” gesetzt.
Einzelfehler eines Kanales
“Byte y” ist das erste von vier Byte der kanalspezifischen Diagnose eines Kanals.
Byte y
7 6 5 4 3 2 1 0
R
R = Bit ist reserviert
Kurzschluss
Versorgungsspannung zu niedrig (Toleranz unterschritten)
Versorgungsspannung zu hoch (Toleranz überschritten)
Ausgangsstufe überlastet
Ausgangsstufe überlastet und überhitzt
Signalleitung unterbrochen oder Stromversorgung des Sensors gestört
Oberer Grenzwert überschritten
Byte y+1
7 6 5 4 3 2 1 0
R R R R R R
Unterer Grenzwert unterschritten
Fehler; z.B.: Hardwarefehler im Modul, Geberstromversorgung gestört,
Schütz verklemmt, Lastspannung liegt am Ausgang an, usw.
7 6 5 4 3 2 1 0
Byte y+2
R
Parametrierfehler
Geber- oder Lastspannung fehlt
Sicherung defekt (vom Anwender zu wechseln)
Massefehler
Fehler am Referenzkanal
Prozessalarm ist verlorengegangen
Aktorwarnung; z. B.: Drehzahl oder Laststrom überschritten
Byte y+3
7 6 5 4 3 2 1 0
R R R R
Aktorabschaltung; z. B.: Sicherheitsabschaltung,
Erdschluss, Thermistor hat ausgelöst, u.s.w.
Ursache für Sicherheitsabschaltung liegt an
Externer Fehler; z. B.: Fehler des Sensors/Aktors, etc.
Unklarer Fehler: Fehler ist nicht näher zu spezifizieren
Bild 6-12
Einzelfehler eines Kanales
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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6-29
Inbetriebnahme und Diagnose
6.7.4
Beispiel: ET 200S-Modul: 2 AI U (6ES7 134-4FB00-0AB0) mit je
einer Diagnose für Kanal 0 und 1
Die folgende Tabelle enthält beispielhaft die Auswertung einer Diagnosemeldung
des genannten Moduls.
Byte
Nummer
6-30
Wert
Bedeutung
0
B#16#0D
Modulstörung, Fehler extern, Kanalfehler vorhanden
1
B#16#15
Kanalinformation vorhanden; Typklasse = Analogmodul
2
B#16#00
nicht genutzt
3
B#16#00
nicht genutzt
4
B#16#7B
Eingabemodul, kein Mischmodul
5
B#16#20
= 32 Bit Diagnoseinformation pro Kanal (konstant)
6
B#16#02
Das Modul besitzt 2 Kanäle
7
B#16#03
Kanalfehler an Kanal 0 und Kanal 1
8
B#16#80
Kanalfehler Kanal 0: Oberer Grenzwert ist überschritten
9
B#16#00
Kanal 0: kein weiterer Fehler
10
B#16#00
Kanal 0: kein weiterer Fehler
11
B#16#00
Kanal 0: kein weiterer Fehler
12
B#16#00
Kanal 1: kein Fehler
13
B#16#01
Kanalfehler Kanal 1: Unterer Grenzwert ist unterschritten
14
B#16#00
Kanal 1: kein weiterer Fehler
15
B#16#00
Kanal 1: kein weiterer Fehler
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
7
In diesem Kapitel
Sie finden in diesem Kapitel:
S
wichtige Eigenschaften des IM 151-7 CPU für PROFIBUS-DP
S
eine Aufstellung von CPU-Funktionen des IM 151-7 CPU, die Sie mit STEP 7
aufrufen können, wie die integrierte Uhr, Bausteine für das Anwenderprogramm
und einstellbare Parameter
Kapitelübersicht
Kapitel
Thema
Seite
7.1
Daten für PROFIBUS-DP
7-2
7.2
Betriebsartenschalter und Anzeigeelemente
7-4
7.3
SIMATIC Micro Memory Card
7-6
7.4
Speicherkonzept
7-12
7.5
Schnittstellen
7-29
7.6
Uhr
7-31
7.7
Kommunikation
7-32
7.8
Bausteine
7-36
7.9
Parameter
7-39
7.10
Parametrierung der Vergleichsstelle beim Anschluss von Thermoelementen
7-41
7.11
Ziehen und Stecken von Modulen im laufenden Betrieb
7-43
7.12
Aus- und Einschalten von Powermodulen im laufenden Betrieb
7-46
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-1
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.1
Daten für PROFIBUS-DP
GSD-Datei
In einer Geräte-Stammdaten-Datei (GSD-Datei) sind alle slavespezifischen
Eigenschaften hinterlegt. Der Aufbau der GSD-Datei ist in der Norm
IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1 festgelegt.
Sie benötigen die GSD-Datei nur dann, wenn Sie:
S
ET 200S mit einem DP-Master aus dem SIMATIC S5-Spektrum einsetzen (Projektierung mit COM PROFIBUS)
S
ET 200S mit einem SIMATIC-fremden DP-Master einsetzen (Projektierung mit
Fremdtool)
Falls Sie die GSD-Datei benötigen, können Sie die GSD-Datei vom Internet herunterladen. Sie finden sämtliche GSD-Dateien unter “Downloads” auf der Internetseite des SIMATIC Customer Supports:
S
http://www.ad.siemens.de/csi/gsd
Alternativ können Sie die GSD-Dateien über Modem unter der Telefonnummer
+49 (0)911-737972 oder unter CompuServe im AUTFORUM (GO AUTFORUM) abrufen.
Wichtige Eigenschaften
Falls Sie die GSD-Datei nicht zur Hand haben, sind im Folgenden tabellarisch die
wichtigsten Eigenschaften des IM 151-7 CPU aufgelistet.
Tabelle 7-1
Eigenschaften aus der GSD-Datei
Eigenschaft
Herstellerkennung
DP-Schlüsselwort nach
IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1
Ident_Number
IM 151-7 CPU
80E2H
80..H (FO)
Unterstützung von FMS
FMS_supp
nein
Unterstützung von 9,6 kBaud
9.6_supp
ja
Unterstützung von 19,2 kBaud
19.2_supp
ja
Unterstützung von 45,45 kBaud
45.45_supp
ja
Unterstützung von 93,75 kBaud
93.75_supp
ja
Unterstützung von 187,5 kBaud
187.5_supp
ja
Unterstützung von 500 kBaud
500_supp
ja
Unterstützung von 1,5 MBaud
1.5M_supp
ja
Unterstützung von 3 MBaud
3M_supp
ja
nein (FO)
7-2
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
Tabelle 7-1
Eigenschaften aus der GSD-Datei
Eigenschaft
Unterstützung von 6 MBaud
DP-Schlüsselwort nach
IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1
6M_supp
IM 151-7 CPU
ja
nein (FO)
Unterstützung von 12 MBaud
12M_supp
ja
Unterstützung des Steuerkommandos FREEZE
Freeze_Mode_supp
ja
Unterstützung des Steuerkommandos SYNC
Sync_Mode_supp
ja
Unterstützung von automatischer Baudratensuche
Auto_Baud_supp
ja
PROFIBUS-Adresse über Software änderbar
Set_Slave_Add_supp
nein
Länge der anwenderspezifischen Parametrierdaten User_Prm_Data_Len
3 Byte
Anwenderspezifische Parametrierdaten
User_Prm_Data
ja
Mindestabstand zwischen zwei Slave-Listenumläufen
Min_Slave_Intervall
1 (100 ms)
Modulares Gerät
Modular_Station
1
Maximale Anzahl der Module
Max_Module
35
Maximale Zahl der Eingänge in Bytes
Max_Input_Len
244
Maximale Zahl der Ausgänge in Bytes
Max_Output_Len
244
Maximale Zahl der Ein- und Ausgänge zusammen
in Bytes
Max_Data_Len
488
Zentrale Anzeige von herstellerspezifischen Status- Unit_Diag_Bit
und Fehlermeldungen
über LED “ON”
Zuordnung von Werten im gerätebezogenen Diagnosefeld zu Texten
Unit_Diag_Area
nicht genutzt
Kennungen aller Adressbereiche für PROFIBUS
Module, End_Module
ja
Zuordnung von herstellerspezifischen Fehlertypen
im kanalbezogenen Diagnosefeld zu Texten
Channel_Diag
nein
Maximale Länge der Diagnosedaten
Max_Diag_Data_Len
39 Byte
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-3
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.2
Betriebsartenschalter und Anzeigeelemente
Betriebsartenschalter
Der Betriebsartenschalter des IM 151-7 CPU ist als 3-stufiger Kippschalter realisiert und hat folgendes Aussehen:
RUN
STOP
MRES
Bild 7-1
Betriebsartenschalter
Stellungen des Betriebsartenschalters
Die Stellungen des Betriebsartenschalters sind in der Reihenfolge erläutert, wie sie
auf dem IM 151-7 CPU angeordnet sind.
Tabelle 7-2
Stellung
Stellungen des Betriebsartenschalters
Bedeutung
Erläuterungen
RUN
Betriebsart RUN
Der CPU-Teil bearbeitet das Anwenderprogramm.
STOP
Betriebsart STOP
Der CPU-Teil bearbeitet kein Anwenderprogramm.
Programme können
S mit PG aus dem CPU-Teil ausgelesen werden (CPU ³ PG)
S in den CPU-Teil übertragen werden (PG ³ CPU)
MRES
Urlöschen
Taststellung des Betriebsartenschalters für das Urlöschen des
CPU-Teils.
Das Urlöschen per Betriebsartenschalter erfordert eine spezielle
Bedienungsreihenfolge (siehe Kapitel 6.2)
7-4
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
Bedeutung der LEDs für CPU-Funktionalität
Für den CPU-Teil des IM 151-7 CPU gibt es 2 spezielle LEDs, die die Betriebszustände des CPU-Teils anzeigen:
S
RUN
S
STOP
Über 3 weitere LEDs können Sie Informationen zur Spannungsversorgung der
CPU, zu Force-Aufträgen und zu allgemeinen Fehlern erhalten.
Tabelle 7-3
Anzeige
LED-Anzeige für CPU-Funktionalität
Bedeutung
Erläuterungen
ON (grün)
Netz-Ein
leuchtet, wenn die CPU-Versorgungsspannung anliegt
RUN (grün)
Betriebszustand
RUN
leuchtet, wenn der CPU-Teil das Anwenderprogramm bearbeitet
blinkt mit 2 Hz während des Anlaufs des CPU-Teils
S für mindestens 3 s; der Anlauf des CPU-Teils kann aber kürzer
sein
S während des Anlaufs des CPU-Teils leuchtet zusätzlich die
STOP-Anzeige; nach dem Erlöschen der STOP-Anzeige sind
die Ausgänge freigegeben
blinkt mit 0,5 Hz, wenn die CPU einen von Ihnen gesetzten Haltepunkt erreicht hat. Gleichzeitig leuchtet die STOP-LED
STOP (gelb)
Betriebszustand
STOP
leuchtet, wenn der CPU-Teil
S kein Anwenderprogramm bearbeitet
S einen von Ihnen gesetzten Haltepunkt erreicht hat. Gleichzeitig
blinkt die RUN-LED mit 0,5 Hz.
blinkt mit 0,5 Hz, wenn der CPU-Teil “Urlöschen” anfordert (siehe
Kapitel 6.2)
FRCE (gelb)
Force-Auftrag aktiv
leuchtet, wenn Force-Auftrag aktiv ist
SF (rot)
Sammelfehler
leuchtet bei
S
S
S
S
S
S
S
Programmierfehlern
Parametrierfehlern
Rechenfehlern
Zeitfehlern
Peripheriefehlern
Hardwarefehlern
Firmwarefehlern
Zur genauen Fehlerermittlung müssen Sie ein PG einsetzen und
den Diagnosepuffer auslesen.
Bedeutung weiterer LEDs
Die LEDs “SF” (aus PROFIBUS-DP-Sicht) und “BF” sind im Kapitel 6.4 beschrieben.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-5
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.3
SIMATIC Micro Memory Card
Micro Memory Card
Als Speichermodul für das IM 151-7 CPU wird eine SIMATIC Micro Memory Card
(MMC) verwendet. Die MMC ist als Ladespeicher und transportabler Datenträger
einsetzbar. Sie ist zum Betrieb des IM 151-7 CPU zwingend erforderlich. Folgende
Daten werden auf der MMC abgelegt:
S
Anwenderprogramm (alle Bausteine)
S
Archive und Rezepturen
S
Projektierungsdaten (STEP 7-Projekte)
S
Daten für ein Betriebssystem-Update, Sicherung des Betriebssystems
Hinweis
Auf einer MMC können Sie entweder Anwender- und Projektierungsdaten oder
das Betriebssystem speichern.
Eigenschaften
Die SIMATIC Micro Memory Card stellt die Wartungsfreiheit und Remanenz für das
IM 151-7 CPU sicher. Ausführlichere Informationen dazu finden Sie im Kapitel 7.4.
!
Vorsicht
Der Modulinhalt einer SIMATIC Micro Memory Card kann ungültig werden, wenn
sie während eines laufenden Schreibvorganges entfernt wird. Die MMC muss
dann ggf. am PG gelöscht bzw. im IM 151-7 CPU formatiert werden.
Entfernen Sie die MMC nie im Betriebszustand RUN, sondern nur im Netz-Aus
oder im Zustand STOP des IM 151-7 CPU, wenn keine schreibenden PG-Zugriffe
stattfinden. Wenn Sie im STOP nicht sicherstellen können, dass keine schreibenden PG-Funktionen (z. B. Baustein laden/löschen) aktiv sind, trennen Sie vorher
die Kommunikationsverbindungen.
Lebensdauer einer MMC
Die Lebensdauer einer MMC hängt wesentlich von folgenden Faktoren ab:
1. Der Anzahl der Lösch- bzw. Programmiervorgänge,
2. äußeren Einflüssen wie beispielsweise der Umgebungstemperatur.
Bei einer Umgebungstemperatur von bis zu 60° C beträgt die Lebensdauer einer
MMC bei maximal 100.000 Lösch-/Schreibvorgängen 10 Jahre.
7-6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
!
Vorsicht
Achten Sie immer darauf, die maximale Anzahl der Lösch-/Schreibvorgänge nicht
zu überschreiten, um Datenverlusten vorzubeugen.
Einsetzbare SIMATIC Micro Memory Cards
Es stehen Ihnen folgende Speichermodule zur Verfügung:
Tabelle 7-4
Verfügbare MMCs
Typ
Bestellnummern
MMC 64k
6ES7 953-8LF00-0AA0
MMC 128k
6ES7 953-8LG00-0AA0
MMC 512k
6ES7 953-8LJ00-0AA0
MMC 2M
6ES7 953-8LL00-0AA0
MMC 4M
6ES7 953-8LM00-0AA0
MMC 8M
6ES7 953-8LP10-0AA0
Für ein Firmware-Update sind die MMCs mit 4 MByte bzw. 8 MByte Speicher notwendig.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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7-7
Funktionen des IM 151-7 CPU
Formatierung der MMC beim Urlöschen
In bestimmten Sonderfällen müssen Sie die MMC formatieren:
S
Der Modultyp ist kein Anwendermodul.
S
Die MMC wurde noch nicht formatiert, ist defekt oder die Daten sind inkonsistent.
Der Inhalt der MMC wurde als ungültig gekennzeichnet.
S
Der Vorgang Anwenderprogramm laden wurde durch Netz-Aus abgebrochen
(siehe Sonderhandling).
S
Der Vorgang Prommen wurde durch Netz-Aus abgebrochen
(siehe Sonderhandling).
S
Fehler bei der Auswertung des Modulinhaltes beim Urlöschen.
S
Fehler bei der Formatierung, bzw. Formatierung konnte nicht ausgeführt werden.
Wenn einer dieser beschriebenen Fehler aufgetreten ist, fordert die CPU auch
nach Ausführen eines Urlöschvorganges wieder erneut Urlöschen an. Ausser bei
Unterbrechung der Vorgänge Anwenderprogramm laden oder Prommen durch
Netz-Aus bleibt der Karteninhalt bis zur Ausführung des Sonderhandlings erhalten.
Beschreibung Sonderhandling:
Wenn das IM 151-7 CPU in Urlöschanforderung steht (langsames Blinken der
STOP-LED), formatieren Sie diese mit folgender Schalterbedienung:
1. Bringen Sie den Schalter in Stellung MRES und halten Sie ihn so lange fest
(ca. 9 Sekunden), bis die STOP-LED dauerhaft leuchtet.
2. Innerhalb der nächsten 3 Sekunden müssen Sie den Schalter loslassen und
erneut in die Stellung MRES bringen. Die STOP-LED blinkt nun während der
Formatierung.
Achten Sie darauf, die Schritte in der vorgeschriebenen Zeit durchzuführen,
da die MMC sonst nicht formatiert wird, sondern in den Zustand Urlöschen
zurückfällt.
Die MMC wird nur formatiert, wenn ein Formatierungsgrund (s. o.) vorliegt; nicht
z. B. bei Urlöschanforderung nach Modultausch. Hier bewirkt ein Schalten auf
MRES nur ein normales Urlöschen, bei dem der Modulinhalt gültig bleibt.
7-8
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
Stecken/Wechseln der Karte
Die MMC ist so ausgelegt, dass sie auch unter Spannung gezogen und gesteckt
werden kann. Dabei muss das IM 151-7 CPU in den STOP-Zustand geschaltet
werden (siehe Warnhinweis auf Seite 7-6). Durch die abgeschrägte Ecke der
MMC wird verhindert, dass die Karte verkehrt herum gesteckt werden kann (Verpolschutz).
Um Ihnen ein Herausnehmen der Karte zu ermöglichen, ist die Fassung des Modulschachtes mit einem Auswerfer versehen. Zum Auswerfen der Karte drücken
Sie mit einem kleinen Schraubendreher oder Kugelschreiber auf den Auswerfer.
IM 151-7 CPU
MMC
SIEMENS
SIMATIC
Micro
Memory
Card
6ES7 953Ć8Lx00Ć0AA0
Modulschacht
MEM
Bild 7-2
Auswerfer
Position des Modulschachtes für die MMC-Karte am IM 151-7 CPU
Wird eine neue MMC in den Modulschacht gesteckt, fordert das IM 151-7 CPU
Urlöschen an.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-9
Funktionen des IM 151-7 CPU
Firmware-Update mit MMC
Ein Update der Firmware führen Sie folgendermaßen durch:
Tabelle 7-5
Schritt
Firmware-Update mit MMC
Das müssen Sie tun:
Das passiert im IM 151-7 CPU:
1.
Update-Dateien mittels STEP 7
und Ihrem Programmiergerät auf
eine leere MMC (w 4 MB) übertragen.
2.
IM 151-7 CPU spannungsfrei
schalten und MMC mit FW-Update
stecken.
3.
Spannung einschalten.
IM 151-7 CPU erkennt die MMC
mit dem FW-Update automatisch
und startet das FW-Update.
Während des FW-Update leuchten
alle LEDs.
Nach Abschluss des FW-Update
blinkt die STOP-LED. Das
IM 151-7 CPU fordert damit
Urlöschen an.
7-10
4.
IM 151-7 CPU spannungsfrei
schalten und MMC mit FW-Update
ziehen.
5.
Schalten Sie die Spannungsversorgung wieder ein.
IM 151-7 CPU führt ein
automatisches Urlöschen durch
und ist danach betriebsbereit.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
Sichern des Betriebssystems auf MMC
Das Sichern des Betriebssystems erfordert folgende Vorgehensweise:
Tabelle 7-6
Schritt
Sichern der Betriebssystems
Das müssen Sie tun:
Das passiert im IM 151-7 CPU:
1.
Neue Micro Memory Card
(w 4 MB) in die CPU stecken .
CPU fordert Urlöschen an.
2.
Betriebsartenschalter in der
Stellung MRES halten.
–
3.
NETZ-AUS/NETZ-EIN und
Betriebsartenschalter in Stellung
MRES halten bis ...
... STOP-, RUN- und FRCE-LEDs
zu blinken beginnen.
4.
Betriebsartenschalter auf STOP.
–
5.
Betriebsartenschalter kurzzeitig
nach MRES bewegen, dann
wieder nach STOP schnappen
lassen.
Das IM 151-7 CPU beginnt, das
Betriebssystem auf MMC zu
sichern.
Während der Sicherung leuchten
alle LEDs.
Nach Abschluss der Sicherung
blinkt die STOP-LED. Das
IM 151-7 CPU fordert damit
Urlöschen an.
6.
Micro Memory Card ziehen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
–
7-11
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.4
Speicherkonzept
7.4.1
Speicherbereiche des IM 151-7 CPU
Aufteilung
Der Speicher des IM 151-7 CPU lässt sich in drei Bereiche aufteilen:
IM 151-7 CPU
Arbeitsspeicher
MMC
Ladespeicher
Systemspeicher
Bild 7-3
Speicherbereiche eines IM 151-7 CPU
Ladespeicher
Der Ladespeicher ist auf einer SIMATIC Micro Memory Card (MMC) untergebracht. Er dient zur Aufnahme von Code- und Datenbausteinen sowie von Systemdaten (Konfiguration, Verbindungen, Baugruppenparameter, usw.).
Bausteine, die als nicht ablaufrelevant gekennzeichnet sind, werden ausschließlich
in den Ladespeicher aufgenommen.
Zusätzlich können die kompletten Projektierungsdaten eines Projekts auf der MMC
abgelegt werden.
Ihr Programm im Ladespeicher (MMC) ist immer remanent. Es wird bereits beim
Laden netzausfallsicher und urlöschfest auf der MMC hinterlegt.
Hinweis
Der Betrieb des IM 151-7 CPU ist nur mit gesteckter MMC möglich.
7-12
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher ist auf der CPU integriert und ist nicht erweiterbar. Er dient zur
Abarbeitung des Codes sowie zur Bearbeitung der Daten des Anwenderprogramms. Die Programmbearbeitung erfolgt ausschließlich im Bereich von Arbeitsspeicher und Systemspeicher.
Mit gesteckter MMC ist der Arbeitsspeicher der CPU remanent.
Ihre Daten im Arbeitsspeicher werden bei Netz-Aus auf der MMC gesichert.
Systemspeicher
Der Systemspeicher ist auf der CPU integriert und ist nicht erweiterbar.
Er enthält
S
die Operandenbereiche Merker, Zeiten und Zähler
S
die Prozessabbilder der Ein- und Ausgänge
S
die Lokaldaten
Für Merker, Zeiten und Zähler bestimmen Sie durch Projektierung (Eigenschaften
der CPU, Register Remanenz), welche Teile remanent sein sollen und welche bei
Neustart (Warmstart) mit “0” initialisiert werden sollen.
Diagnosepuffer, MPI-Adresse (und Baudrate) sowie Betriebsstundenzähler sind
generell im remanenten Speicherbereich auf der CPU abgelegt. Mit der Remanenz
der MPI-Adresse und Baudrate wird sichergestellt, dass Ihre CPU nach einem
Stromausfall, nach Urlöschen oder nach Verlust der Kommunikationsparametrierung (durch Ziehen der MMC oder Löschen der Kommunikationsparameter) noch
kommunikationsfähig ist.
Remanenz
Das IM 151-7 CPU besitzt remanenten Speicher. Die Remanenz wird auf der MMC
und auf der CPU realisiert.
Durch die Remanenz bleibt der Inhalt von remanentem Speicher auch über
NETZ-AUS und Neustart (Warmstart) hinweg erhalten.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-13
Funktionen des IM 151-7 CPU
Remanenzverhalten der Speicherobjekte
Nachfolgende Tabelle zeigt das Remanenzverhalten der Speicherobjekte bei den
einzelnen Betriebszustandsübergängen.
Tabelle 7-7
Remanenzverhalten der Speicherobjekte
Betriebszustandsübergang
Speicherobjekt
STOP →
RUN
NETZ-EIN/
NETZ-AUS
Urlöschen
Anwenderprogramm/-daten (Ladespeicher)
X
X
X
Aktualwerte der DBs
X
X
–
als remanent projektierte Merker, Zeiten und
Zähler
X
X
–
Diagnosepuffer, Betriebsstundenzähler
X
X
X
MPI-Adresse, Baudrate
X
X
X
x = remanent; – = nicht remanent
7-14
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.4.2
Speicherfunktionen
Einleitung
Mit Hilfe der Speicherfunktionen erzeugen, modifizieren oder löschen Sie Anwenderprogramme bzw. einzelne Bausteine. Nutzen Sie weiterhin die Möglichkeit, eigene Projektdaten zu archivieren und sorgen Sie auf diesem Weg für die Remanenz Ihrer Daten.
Allgemein: Anwenderprogramm per PG/PC laden
Das Anwenderprogramm wird komplett per PG/PC über die MMC auf das
IM 151-7 CPU geladen. Dabei werden unter Umständen alle im Ladespeicher vorhandenen Bausteine gelöscht.
Bausteine belegen im Ladespeicher den Platz, wie er unter “Ladespeicherbedarf”
in den “Allgemeinen Bausteineigenschaften” genannt wird.
Programmiergerät
MMC
SIEMENS
SIMATIC
Micro
Memory
Card
6ES7 953Ć8Lx00Ć0AA0
Auf der Festplatte
gespeichert
Ladespeicher
Arbeitsspeicher
Codebausteine
Codebausteine
Datenbausteine
Datenbausteine
Ablaufrelevante
Teile der Codeund Datenbausteine
Kommentare
Symbole
Bild 7-4
Lade- und Arbeitsspeicher
Erst nachdem alle Bausteine geladen sind, kann das Programm gestartet werden.
Hinweis
Die Funktion ist nur im STOP der CPU zulässig.
Wenn der Ladevorgang durch Netzausfall oder unzulässige Bausteine nicht beendet werden konnte, ist anschließend der Ladespeicher leer.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-15
Funktionen des IM 151-7 CPU
Ein Anwenderprogramm per PG/PC auf die MMC laden
Fall A: Laden eines neuen Anwenderprogramms
Sie haben ein neues Anwenderprogramm erstellt. Dieses laden Sie vollständig per
PG/PC auf die MMC.
Fall B: Nachladen von Bausteinen
Sie haben bereits ein Anwenderprogramm erstellt und auf die MMC geladen
(Fall A). Im folgenden erweitern Sie das Anwenderprogramms um weitere Bausteine. Dazu müssen Sie das Anwenderprogramm nicht erneut vollständig auf die
MMC laden, sondern nur die neuen Bausteine auf die MMC nachladen (bei sehr
komplexen Programmen verkürzt sich bei dieser Vorgehensweise die Ladezeit!).
Fall C: Überladen
In diesem Fall nehmen Sie Änderungen an Bausteinen Ihres Anwenderprogramms
vor. Im nächsten Schritt überladen Sie dann das Anwenderprogramm bzw. nur veränderte Bausteine per PG/PC auf die MMC.
!
Warnung
Beim Überladen von Bausteinen/eines Anwenderprogramms gehen alle auf der
MMC unter gleichem Namen gespeicherten Daten verloren.
Nach Laden eines Bausteins wird bei ablaufrelevanten Bausteinen der Inhalt in den
Arbeitsspeicher übertragen und aktiviert.
Löschen von Bausteinen
Beim Löschen wird der Baustein aus dem Ladespeicher gelöscht. Das Löschen
von Datenbausteinen ist aus dem Anwenderprogramm möglich (SFC 23
“DEL_DB”).
Ist durch diesen Baustein Speicher im Arbeitsspeicher belegt worden, wird dieser
freigegeben.
Hochladen
Im Gegensatz zum Vorgang Laden wird unter dem Hochladen das Laden einzelner
Bausteine oder eines vollständigen Anwenderprogramms von der CPU in das
PG/PC verstanden. Die Bausteine haben dabei den Inhalt des letzten Ladens in
die MMC. Ausnahme bilden ablaufrelevante Datenbausteine, bei ihnen werden die
Aktualwerte übertragen.
Das Hochladen von Bausteinen oder des Anwenderprogramms aus der CPU mit
STEP 7 hat keine Auswirkung auf die Speicherbelegung der CPU.
7-16
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
Komprimieren
Beim Komprimieren werden durch Lade- und Löschvorgänge im Lade- und Arbeitsspeicher entstandene Lücken zwischen Speicherobjekten geschlossen. Damit
wird der freie Speicher zusammenhängend zur Verfügung gestellt.
Komprimieren ist sowohl im STOP als auch im RUN der CPU möglich.
Prommen (RAM to ROM)
Beim Prommen werden aus dem Arbeitsspeicher die Aktualwerte der Datenbausteine als neue Anfangswerte der DB in den Ladespeicher übernommen.
Hinweis
Die Funktion ist nur im STOP der CPU zulässig.
Wenn die Funktion durch Netzausfall nicht beendet werden konnte, ist anschließend der Ladespeicher leer.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-17
Funktionen des IM 151-7 CPU
Ziehen/Stecken der MMC
Ist keine MMC auf dem IM 151-7 CPU gesteckt, so ist das IM 151-7 CPU nicht
lauffähig (kein Ladespeicher vorhanden). Erst nach Stecken einer MMC und Urlöschen ist ein sinnvoller Betrieb möglich.
Ziehen und Stecken einer MMC erkennt das IM 151-7 CPU in jedem Betriebszustand.
Ablauf beim Ziehen:
1. Das IM 151-7 CPU muss in STOP geschaltet werden.
2. Es dürfen keine schreibenden PG-Funktionen aktiv sein (z. B. Laden von Bausteinen)
3. Nach Ziehen der MMC fordert das IM 151-7 CPU Urlöschen an
!
Vorsicht
Der Modulinhalt einer SIMATIC Micro Memory Card kann ungültig werden, wenn
sie während eines laufenden Schreibvorganges entfernt wird. Die MMC muss
dann ggf. am PG gelöscht bzw. im IM 151-7 CPU formatiert werden.
Entfernen Sie die MMC nie im Betriebszustand RUN, sondern nur im Netz-Aus
oder im Zustand STOP des IM 151-7 CPU, wenn keine schreibenden PG-Zugriffe
stattfinden. Wenn Sie im STOP nicht sicherstellen können, dass keine schreibenden PG-Funktionen (z. B. Baustein laden/löschen) aktiv sind, trennen Sie vorher
die Kommunikationsverbindungen.
Ablauf beim Stecken:
Das Stecken der MMC mit dem zugehörigen Anwenderprogramm läuft in folgenden Schritten ab:
1. MMC stecken
2. IM 151-7 CPU fordert Urlöschen an
3. Urlöschen quittieren
Sollte das IM 151-7 CPU infolge einer falschen MMC oder einer MMC mit Firmware-Update erneut Urlöschen anfordern, dann finden Sie das weitere Vorgehen im Kapitel 7.3 unter Sonderhandling beschrieben.
4. IM 151-7 CPU starten
!
7-18
Warnung
Achten Sie darauf, dass die zu steckende MMC das zum IM 151-7 CPU (zur Anlage) passende Anwenderprogramm enthält. Ein falsches Anwenderprogramm
kann zu schwerwiegenden Prozesswirkungen führen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
Urlöschen
Urlöschen stellt nach Ziehen/Stecken der Micro Memory Card wieder definierte
Verhältnisse her, um einen Neustart (Warmstart) des IM 151-7 CPU zu ermöglichen.
Beim Urlöschen wird die Speicherverwaltung des IM 151-7 CPU neu aufgebaut.
Alle Bausteine des Ladespeichers bleiben erhalten. Alle ablaufrelevanten Bausteine werden aus dem Ladespeicher erneut in den Arbeitsspeicher übernommen,
insbesondere werden dadurch die Datenbausteine im Arbeitsspeicher initialisiert
(erhalten wieder ihre Ladewerte aus dem Ladespeicher).
Der Vorgang des Urlöschens sowie Besonderheiten dazu sind im Kapitel 6.2 beschrieben.
Neustart (Warmstart)
S
Alle DB behalten ihre Aktualwerte.
S
Alle remanenten M, Z, T behalten ihre Werte.
S
Alle nicht remanenten Anwenderdaten werden initialisiert:
– M, Z, T, E, A mit “0”
S
Alle Ablaufebenen setzen von vorne auf.
S
Die Prozessabbilder werden gelöscht.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-19
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.4.3
Operandenbereiche
Übersicht
Der Systemspeicher des IM 151-7 CPU ist in Operandenbereiche aufgeteilt (siehe
nachfolgende Tabelle). Durch Verwendung der entsprechenden Operationen
adressieren Sie in Ihrem Programm die Daten direkt in den jeweiligen Operandenbereich.
Tabelle 7-8
Operandenbereiche des Systemspeichers
Beschreibung
Operandenbereiche
Prozessabbild der Eingänge
Zu Beginn jedes OB 1-Zyklus liest das IM 151-7 CPU die
Eingänge aus den Eingabebaugruppen und speichert die
Werte in das Prozessabbild der Eingänge.
Prozessabbild der Ausgänge
Das Programm berechnet während des Zyklus die Werte
für die Ausgänge und legt sie im Prozessabbild der Ausgänge ab. Am Ende des OB 1-Zyklus schreibt das
IM 151-7 CPU die errechneten Ausgangswerte in die Ausgabebaugruppen.
Merker
Dieser Bereich stellt Speicherplatz für im Programm errechnete Zwischenergebnisse zur Verfügung.
Zeiten
In diesem Bereich stehen Zeiten zur Verfügung.
Zähler
In diesem Bereich stehen Zähler zur Verfügung.
Lokaldaten
Dieser Speicherbereich nimmt die temporären Daten eines Code-Bausteins (OB, FB, FC) für die Dauer der Bearbeitung dieses Bausteins auf.
Datenbausteine
Siehe Kapitel 7.4.4
Welche Adressbereiche bei Ihrer CPU möglich sind, entnehmen Sie der Operationsliste im Anhang A.
7-20
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
Prozessabbild der Ein- und Ausgänge
Werden im Anwenderprogramm die Operandenbereiche Eingänge (E) und Ausgänge (A) angesprochen, werden nicht die Signalzustände auf den digitalen Elektronikmodulen abgefragt, sondern es wird auf einen Speicherbereich im Systemspeicher der CPU zugegriffen. Diesen Speicherbereich bezeichnet man als
Prozessabbild.
Das Prozessabbild ist in zwei Teile gegliedert: das Prozessabbild der Eingänge und
das Prozessabbild der Ausgänge.
Vorteile des Prozessabbildes
Der Zugriff auf das Prozessabbild hat gegenüber dem direkten Zugriff auf die Elektronikmodule den Vorteil, dass der CPU für die Dauer der zyklischen Programmbearbeitung ein konsistentes Abbild der Prozesssignale zur Verfügung steht. Wenn
sich während der Programmbearbeitung ein Signalzustand auf einem Eingabemodul ändert, bleibt der Signalzustand im Prozessabbild erhalten bis zur Prozessabbildaktualisierung im nächsten Zyklus. Außerdem benötigt der Zugriff auf das Prozessabbild wesentlich weniger Zeit als der direkte Zugriff auf die Elektronikmodule,
weil sich das Prozessabbild im Systemspeicher der CPU befindet.
Aktualisieren des Prozessabbildes
Das Prozessabbild wird vom Betriebssystem zyklisch aktualisiert. Nachfolgendes
Bild zeigt die Bearbeitungsschritte innerhalb eines Zyklus.
Anlaufprogramm
Anlauf
Schreiben des Prozessabbildes der Ausgänge
in die Elektronikmodule
PAE
Zykluszeit
PAA
Lesen der Eingänge aus den Elektronikmodulen und
Aktualisieren der Daten im Prozessabbild der
Eingänge
Bearbeiten des Anwenderprogramms (OB 1 und
alle darin aufgerufenen Bausteine)
Anwenderprogramm
ZKP (BeSy)
Bild 7-5
Bearbeitungsschritte innerhalb eines Zyklus
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-21
Funktionen des IM 151-7 CPU
Lokaldaten
Die Lokaldaten speichern:
S
die temporären Variablen von Code-Bausteinen
S
die Startinformation der Organisationsbausteine
S
Übergabeparameter
S
Zwischenergebnisse
Temporäre Variablen
Beim Erstellen von Bausteinen können Sie temporäre Variablen (TEMP) deklarieren, die nur während der Bearbeitung des Bausteins zur Verfügung stehen und
dann wieder überschrieben werden. Diese Lokaldaten haben pro OB eine feste
Länge. Vor dem ersten lesenden Zugriff müssen die Lokaldaten initialisiert werden.
Außerdem benötigt jeder Organisationsbaustein für seine Startinformation 20 Byte
Lokaldaten. Der Zugriff auf Lokaldaten erfolgt schneller als auf Daten in DBs.
Das IM 151-7 CPU besitzt Speicher für die temporären Variablen (Lokaldaten) gerade bearbeiteter Bausteine. Er wird zu gleichen Teilen unter den Prioritätsklassen
aufgeteilt. Jede Prioritätsklasse verfügt über einen eigenen Lokaldatenbereich.
!
7-22
Vorsicht
Alle temporären Variablen (TEMP) eines OB und seiner unterlagerten Bausteine
werden in den Lokaldaten gespeichert. Wenn Sie viele Schachtelungsebenen in
Ihrer Bausteinbearbeitung verwenden, kann der Lokaldatenbereich überlaufen.
Das IM 151-7 CPU wechselt in den Betriebszustand STOP, wenn Sie die zulässige Größe der Lokaldaten einer Prioritätsklasse überschreiten.
Berücksichtigen Sie dabei den Lokaldatenbedarf von Synchronfehler-OBs, er wird
jeweils der verursachenden Prioritätsklasse zugeordnet.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.4.4
Handling von Daten in DB
Rezepturen
Eine Rezeptur ist eine Sammlung von Anwenderdaten.
Ein einfaches Rezepturkonzept lässt sich über nicht ablaufrelevante Datenbausteine realisieren. Dafür sollten die Rezepturen die gleiche Struktur (Länge) haben.
Für jede Rezeptur sollte es einen DB geben.
Bearbeitungsablauf
Rezeptur soll im Ladespeicher abgelegt werden:
S
Die einzelnen Datensätze der Rezepturen werden mit STEP 7 als nicht ablaufrelevante DB erstellt und auf das IM 151-7 CPU geladen. Die Rezepturen belegen damit Platz nur im Ladespeicher und nicht im Arbeitsspeicher.
Arbeiten mit den Rezepturdaten:
S
Mit der SFC 83 “READ_DBL” wird aus dem Anwenderprogramm heraus der
Datensatz der aktuellen Rezeptur aus dem DB im Ladespeicher in einen ablaufrelevanten DB in den Arbeitsspeicher gelesen. Damit wird erreicht, dass der
Arbeitsspeicher nur die Datenmenge eines Datensatzes aufnehmen muss.
Jetzt kann das Anwenderprogramm auf die Daten der aktuellen Rezeptur zugreifen.
Ladespeicher
(MMC)
Arbeitsspeicher
(IM 151-7 CPU)
Rezeptur 1
Rezeptur 2
SFC 83
READ_DBL
aktuelle
Rezeptur
:
Rezeptur n
Bild 7-6
SFC 84
WRIT_DBL
Handling von Rezepturdaten
Zurückspeichern einer geänderten Rezeptur:
S
Mit der SFC 84 “WRIT_DBL” können aus dem Anwenderprogramm heraus
neue bzw. ein geänderter Datensatz einer Rezeptur, die während der Programmbearbeitung entstanden ist, in den Ladespeicher zurückgeschrieben werden.
Diese in den Ladespeicher geschriebenen Daten sind urlöschfest und transportabel.
Sollen geänderte Datensätze (Rezepturen) auf dem PG/PC gesichert werden,
so können sie als ganzer Baustein hochgeladen und dort gesichert werden.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-23
Funktionen des IM 151-7 CPU
Hinweis
Aktive Systemfunktionen SFC 82 bis 84 (laufende Zugriffe auf die MMC) haben
starken Einfluss auf PG-Funktionen (z. B. Status Baustein, Status Variable, Baustein laden, hochladen, öffnen). Die Performance ist dabei (gegenüber nicht aktiven Systemfunktionen) typisch um den Faktor 10 niedriger.
Achten Sie immer darauf, die maximale Anzahl der Lösch-/Schreibvorgänge
nicht zu überschreiten, um Datenverlusten vorzubeugen. Lesen Sie dazu
auch das Kapitel 7.3.
!
Vorsicht
Der Modulinhalt einer SIMATIC Micro Memory Card kann ungültig werden, wenn
sie während eines laufenden Schreibvorganges entfernt wird. Die MMC muss
dann ggf. am PG gelöscht bzw. in der CPU formatiert werden.
Entfernen Sie die MMC nie im Betriebszustand RUN, sondern nur im Netz-Aus
oder im Zustand STOP der CPU, wenn keine schreibenden PG-Zugriffe stattfinden. Wenn Sie im STOP nicht sicherstellen können, dass keine schreibenden
PG-Funktionen (z. B. Baustein laden/löschen) aktiv sind, trennen Sie vorher die
Kommunikationsverbindungen.
7-24
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
Messwertarchive
Bei der Bearbeitung des Anwenderprogramms durch das IM 151-7 CPU entstehen
Messwerte. Diese Messwerte sollen archiviert und ausgewertet werden.
Bearbeitungsablauf
Sammeln der Messwerte:
S
In einem DB (für Wechselpufferbetrieb in mehreren DB) werden vom
IM 151-7 CPU die Messwerte im Arbeitsspeicher gesammelt.
Archivieren der Messwerte:
S
Mit der SFC 84 “WRIT_DBL” können aus dem Anwenderprogramm heraus die
Messwerte in DB in den Ladespeicher ausgelagert werden, bevor das Datenvolumen die Speicherkapazität des Arbeitsspeichers übersteigen würde.
Ladespeicher
(MMC)
Arbeitsspeicher
(IM 151-7 CPU)
Messwerte 1
Messwerte 2
SFC 82
CREA_DBL
aktuelle
Messwerte
:
Messwerte n
Bild 7-7
S
SFC 84
WRIT_DBL
Handling von Messwertarchiven
Mit der SFC 82 “CREA_DBL” können neue (zusätzliche) DB aus dem Anwenderprogramm heraus im Ladespeicher als nicht ablaufrelevante DB erzeugt
werden, die keinen Platz im Arbeitsspeicher benötigen.
Hinweis
Ist bereits ein DB mit gleicher Nummer im Ladespeicher und/oder Arbeitsspeicher
vorhanden, wird der SFC 82 beendet und eine Fehleranzeige generiert.
Diese in den Ladespeicher geschriebenen Daten sind urlöschfest und transportabel.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-25
Funktionen des IM 151-7 CPU
Auswerten der Messwerte:
S
Die im Ladespeicher abgelegten Messwert-Datenbausteine können per Hochladen von anderen Kommunikationspartnern (z. B. PG, PC, ...) ausgewertet werden.
Hinweis
Aktive Systemfunktionen SFC 82 bis 84 (laufende Zugriffe auf die MMC) haben
starken Einfluss auf PG-Funktionen (z. B. Status Baustein, Status Variable, Baustein laden, hochladen, öffnen). Die Performance ist dabei (gegenüber nicht aktiven Systemfunktionen) typisch um den Faktor 10 niedriger.
Achten Sie immer darauf, die maximale Anzahl der Lösch-/Schreibvorgänge
nicht zu überschreiten, um Datenverlusten vorzubeugen. Lesen Sie dazu
auch das Kapitel 7.3.
!
Vorsicht
Der Modulinhalt einer SIMATIC Micro Memory Card kann ungültig werden, wenn
sie während eines laufenden Schreibvorganges entfernt wird. Die MMC muss
dann ggf. am PG gelöscht bzw. in der CPU formatiert werden.
Entfernen Sie die MMC nie im Betriebszustand RUN, sondern nur im Netz-Aus
oder im Zustand STOP der CPU, wenn keine schreibenden PG-Zugriffe stattfinden. Wenn Sie im STOP nicht sicherstellen können, dass keine schreibenden
PG-Funktionen (z. B. Baustein laden/löschen) aktiv sind, trennen Sie vorher die
Kommunikationsverbindungen.
7-26
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.4.5
Speichern/Holen ganzer Projekte auf/von Micro Memory Card
Arbeitsweise der Funktionen
Mit den Funktionen Projekt auf Memory Card speichern und Projekt aus Memory Card holen können Sie die kompletten Daten eines Projekts (für eine spätere Verwendung) auf einer SIMATIC Micro Memory Card speichern und wieder
aus dieser zurückholen. Die SIMATIC Micro Memory Card kann sich hierfür in einer CPU oder in der MMC-Programmiereinrichtung eines PG bzw. PC befinden.
Hinweis
In der Online-Hilfe zu STEP 7 sind die IM 151-7 CPU noch nicht berücksichtigt.
Die Funktionen Projekt auf Memory Card speichern und Projekt aus Memory
Card holen sind deshalb dort nur für die CPUs 41x relevant.
Mit den IM 151-7 CPU können Sie beide Funktionen im hier beschriebenen Umfang nutzen.
Die Projektdaten werden vor dem Speichern auf der SIMATIC Micro Memory Card
komprimiert und beim Holen wieder dekomprimiert. Die Größe der Micro Memory
Card muss so gewählt werden, dass neben den Projektdaten auch die Anwenderdaten gespeichert werden können. Die Größe der zu speichernden Projektdaten
entspricht der Archivdateigröße dieses Projektes. Ist die Speicherkapazität der Micro Memory Card nicht ausreichend, so wird mit einer Meldung darauf hingewiesen.
Ist das Ziel für Projekt auf Memory Card speichern eine SIMATIC Micro Memory
Card in einer CPU, so kann aus technischen Gründen nur der komplette Inhalt eines STEP 7-Projektes übertragen werden.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-27
Funktionen des IM 151-7 CPU
Umgang mit den Funktionen
Der Umgang mit den Funktionen Projekt auf Memory Card speichern / Projekt
aus Memory Card holen ist davon abhängig, wo sich die SIMATIC Micro Memory
Card befindet:
S
Steckt die Micro Memory Card im MMC-Schacht eines IM 151-7 CPU, so selektieren Sie im Projektfenster des SIMATIC Managers eine Projektebene, die
dem IM 151-7 CPU eindeutig zugeordnet ist (z. B. IM 151-7 CPU oder Programm oder Quellen oder Bausteine). Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem
> Projekt auf Memory Card speichern bzw. Zielsystem > Projekt aus Memory Card holen. Nun werden die kompletten Projektdaten auf die Micro Memory Card geschrieben bzw. aus dieser geholt.
S
Sind die Projektdaten auf dem momentan genutzten Programmiergerät (PG/
PC) nicht vorhanden, so kann die Quell-CPU im Fenster “Erreichbare Teilnehmer” ausgewählt werden. Öffnen Sie das Fenster “Erreichbare Teilnehmer” über
den Menübefehl Zielsystem > Erreichbare Teilnehmer anzeigen und selektieren die gewünschte Verbindung/CPU mit den Projektdaten auf Micro Memory
Card. Wählen Sie nun den Menübefehl Projekt aus Memory Card holen.
S
Befindet sich die Micro Memory Card in der MMC-Programmiereinrichtung eines PG bzw. PC, so öffnen Sie das “S7-Memory Card-Fenster” mit dem Menübefehl Datei > S7-Memory Card > Öffnen. Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem > Projekt auf Memory Card speichern bzw. Zielsystem > Projekt
aus Memory Card holen. Ein Dialogfenster öffnet sich, über das Sie das
Quell-Projekt bzw. das Ziel-Projekt anwählen können.
Projektdaten können ein sehr hohes Datenvolumen erzeugen, was gerade im
Zustand RUN beim Lesen und Schreiben auf das IM 151-7 CPU zu Wartezeiten von mehreren Minuten führen kann.
Beispiel für einen Anwendungsfall
Sind im Service- und Instandhaltungsbereich mehrere Mitarbeiter mit der Wartung
des Automatisierungssystems SIMATIC beauftragt, so ist es schwierig, jedem Mitarbeiter die aktuellen Projektdaten schnell für einen Serviceeinsatz zur Verfügung
zu stellen. Sind die Projektdaten einer CPU jedoch lokal in einer der zu wartenden
CPUs verfügbar, kann jeder Mitarbeiter auf die aktuellen Projektdaten zurückgreifen und gegebenenfalls Änderungen ausführen, die allen anderen Mitarbeitern wieder aktuell zur Verfügung stehen.
7-28
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Funktionen des IM 151-7 CPU
7.5
Schnittstelle
Das IM 151-7 CPU verfügt über eine koexistente Schnittstelle, die im Folgenden
beschrieben ist.
MPI-Schnittstelle
Das MPI (Multi Point Interface) ist die Schnittstelle des IM 151-7 CPU zu einem
PG/OP bzw. für die Kommunikation in einem MPI-Subnetz. Das IM 151-7 CPU
verfügt über eine MPI-Schnittstelle, die mit RS 485 arbeitet.
Die typische (voreingestellte) Baudrate ist 187,5 kBaud. Die IM 151-7 CPU unterstützt alle MPI-Baudraten.
Das IM 151-7 CPU verschickt an der MPI-Schnittstelle automatisch ihre eingestellten Busparameter (z. B. die Baudrate). Damit kann sich beispielsweise ein Programmiergerät mit den richtigen Parametern versorgen und automatisch an ein
MPI-Subnetz anschließen.
Hinweis
Im laufenden Betrieb dürfen Sie an das MPI-Subnetz nur PGs anschließen.
Weitere Teilnehmer (z. B. OP, TP, ...) sollten Sie im laufenden Betrieb nicht mit
dem MPI-Subnetz verbinden, da sonst die übertragenen Daten durch Störimpulse
verfälscht werden oder Globaldaten-Pakete verloren gehen können.
PROFIBUS-DP-Schnittstelle
Die PROFIBUS-DP-Schnittstelle dient hauptsächlich zum Anschluss von dezentraler Peripherie. Mit PROFIBUS-DP können Sie ausgedehnte Subnetze aufbauen.
Am PROFIBUS sind Baudraten bis 12 MBaud möglich.
Das IM 151-7 CPU als aktive Station verschickt an der PROFIBUS-DP-Schnittstelle die eingestellten Busparameter (z. B. die Baudrate). Damit kann sich beispielsweise ein Programmiergerät mit den richtigen Parametern versorgen und
automatisch an ein PROFIBUS-Subnetz anschließen. Das Verschicken der Busparameter ist in der Projektierung abschaltbar.
Das IM 151-7 CPU verfügt über eine PROFIBUS-DP-Schnittstelle . Diese ist aktiv
oder passiv konfigurierbar.
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7-29
Funktionen des IM 151-7 CPU
Welche Geräte können Sie an welche Schnittstelle anschließen?
Tabelle 7-9
Anschließbare Geräte
PROFIBUS-DP
MPI
S
S
S
S
PG/PC
OP/TP
S7-300/400 mit MPI-Schnittstelle
S7-200
(nur mit 19,2 kBaud)
S DP-Master
S Aktoren/Sensoren
S S7-300/400 mit PROFIBUS-DP-Schnittstelle
S PG/PC
S OP/TP
Weiterführende Informationen
Weiterführende Informationen zu den einzelnen Verbindungen finden Sie im Handbuch Kommunikation mit SIMATIC.
7-30
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Funktionen des IM 151-7 CPU
7.6
Uhr
Das IM 151-7 CPU besitzt eine integrierte Hardware-Uhr.
Uhr stellen, lesen und programmieren
Die Uhr stellen und lesen Sie mit dem PG (siehe Benutzerhandbuch STEP 7) oder
Sie programmieren die Uhr im Anwenderprogramm mit SFCs (siehe Referenzhandbuch System- und Standardfunktionen und Anhang B).
Eigenschaften
Die folgende Tabelle enthält die Eigenschaften und Funktionen der Uhr.
Über die Parametrierung des CPU-Teils in STEP 7 können Sie auch Funktionen
wie Synchronisation und Korrekturfaktor einstellen, lesen Sie dazu in der OnlineHilfe von STEP 7 nach.
Tabelle 7-10 Eigenschaften der Uhr
IM 151-7 CPU
Eigenschaften
Typ
Voreinstellung bei Auslieferung
Pufferung
Pufferungsdauer
Hardware-Uhr
DT#1994-01-01-00:00:00
über eingebauten Kondensator
typ. 6 Wochen
(bei 40 °C Umgebungstemperatur)
Betriebsstundenzähler
1
Verhalten der Uhr im NETZ-AUS
Die Uhr des CPU-Teils läuft über NETZ-AUS weiter.
Nach Ablauf der Pufferungsdauer läuft die Uhr mit der Uhrzeit weiter, bei der das
NETZ-AUS erfolgte.
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7-31
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.7
Kommunikation
Kommunikationsdienste des IM 151-7 CPU
Die Wahl des Kommunikationsdienstes hat Einfluss
S
auf die Funktionalität, die dem Anwender zur Verfügung gestellt wird
S
darauf, ob eine S7-Verbindung benötigt wird
S
auf den Zeitpunkt des Verbindungsaufbaus
Die Anwenderschnittstelle kann sehr unterschiedlich sein (SFC, SFB, ...) und ist
auch von der eingesetzten Hardware (SIMATIC-CPU, PC, ...) abhängig.
Das IM 151-7 CPU stellt Ihnen folgende Kommunikationsdienste zur Verfügung:
Tabelle 7-11 Kommunikationsdienste des IM 151-7 CPU
Kommunikationsdienst
Funktionalität
Aufbau der S7-Verbindung ...
über
DP
x
x
PG-Kommunikation
Inbetriebnahme, Test,
Diagnose
OP-Kommunikation
Bedienen und Beobachten Vom OP beim Einschalten
x
x
S7-Basiskommunikation
Datenaustausch
Erfolgt programmiert über Bausteine (Parameter am SFC)
x
–
S7-Kommunikation
Datenaustausch
IM 151-7 CPU nur als Server;
Verbindungsaufbau durch den
Kommunikationspartner
x
x
Benötigt keine S7-Verbindung
x
–
Globale Datenkommunika- zyklischer Austausch von
tion
Daten (z. B. Merker)
Vom PG in dem Moment, wenn
der Dienst benutzt wird
über
MPI
In den Kapiteln 4 und 5 finden Sie Informationen zum Netzaufbau und zur Adressierung.
PG-Kommunikation
Mit der PG-Kommunikation wird der Datenaustausch zwischen Engineering Stationen (z. B. PG, PC) und kommunikationsfähigen SIMATIC-Baugruppen realisiert.
Der Dienst ist über MPI- und PROFIBUS-Subnetze möglich. Der Übergang zwischen Subnetzen wird ebenfalls unterstützt.
PG-Kommunikation stellt Funktionen zur Verfügung, die zum Laden von Programmen und Konfigurationsdaten, Durchführen von Tests und Auswerten von Diagnoseinformationen notwendig sind. Diese Funktionen sind im Betriebssystem der
SIMATIC S7-Baugruppen integriert.
Eine CPU kann gleichzeitig mehrere Online-Verbindungen zu einem oder auch verschiedenen PGs halten.
7-32
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OP-Kommunikation
Mit der OP-Kommunikation wird der Datenaustausch zwischen Operator Stationen
(z. B. OP, TP) und kommunikationsfähigen SIMATIC-Baugruppen realisiert. Der
Dienst ist über MPI- und PROFIBUS-Subnetze möglich.
OP-Kommunikation stellt Funktionen zur Verfügung, die zum Bedienen und Beobachten notwendig sind. Diese Funktionen sind im Betriebssystem der SIMATIC S7-Baugruppen integriert.
Eine CPU kann gleichzeitig mehrere Verbindungen zu einem oder auch verschiedenen OPs halten.
S7-Basiskommunikation
Mit der S7-Basiskommunikation wird der Datenaustausch zwischen S7-CPUs und
kommunikationsfähigen SIMATIC-Baugruppen innerhalb einer S7-Station realisiert
(quittierter Datenaustausch). Der Datenaustausch erfolgt über nichtprojektierte
S7-Verbindungen. Der Dienst ist über das MPI-Subnetz oder in der Station zu
Funktionsbaugruppen (FM) möglich.
S7-Basiskommunikation stellt Funktionen zur Verfügung, die zum Datenaustausch
notwendig sind. Diese Funktionen sind im Betriebssystem des IM 151-7 CPU integriert.
Der Anwender kann den Dienst über die Anwenderschnittstelle “Systemfunktion”
(SFC) nutzen.
S7-Kommunikation
IM 151-7 CPU kann nur Server in der S7-Kommunikation sein. Der Verbindungsaufbau erfolgt dabei immer vom Kommunikationspartner. Der Dienst ist über MPIund PROFIBUS-Subnetze möglich.
Die Dienste werden vom Betriebssystem ohne explizite Anwenderschnittstelle abgewickelt.
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7-33
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Globale Datenkommunikation
Mit der Globalen Datenkommunikation wird der zyklische Austausch von Globaldaten (z. B. E, A, M) zwischen SIMATIC S7-CPUs realisiert (unquittierter Datenaustausch). Die Daten werden von einer CPU gleichzeitig an alle CPUs im MPI-Subnetz gesendet. Die Funktion ist im Betriebssystem des IM 151-7 CPU integriert.
Sende- und Empfangsbedingungen
Für die Kommunikation über GD-Kreise sollten Sie folgende Bedingungen einhalten:
S
Für den Sender eines GD-Pakets muss gelten:
UntersetzungsfaktorSender x ZykluszeitSender w 60 ms
S
Für den Empfänger eines GD-Pakets muss gelten:
UntersetzungsfaktorEmpfänger x ZykluszeitEmpfänger
< UntersetzungsfaktorSender x ZykluszeitSender
Wenn Sie diese Bedingungen nicht einhalten, kann es zum Verlust eines GD-Pakets kommen. Gründe dafür sind:
S
die Leistungsfähigkeit der “kleinsten” CPU im GD-Kreis
S
das Senden und Empfangen von Globaldaten erfolgt asynchron durch Sender
und Empfänger
Wenn Sie in STEP 7 einstellen: “Senden nach jedem CPU-Zyklus” und die CPU
hat einen kurzen CPU-Zyklus (< 60 ms), dann kann das Betriebssystem ein noch
nicht gesendetes GD-Paket der CPU überschreiben. Der Verlust von Globaldaten
wird im Statusfeld eines GD-Kreises angezeigt, wenn Sie dieses mit STEP 7 projektiert haben.
Untersetzungsfaktor
Der Untersetzungsfaktor gibt an, auf wie viele Zyklen die GD-Kommunikation aufgeteilt wird. Den Untersetzungsfaktor können Sie bei der Projektierung der Globalen Datenkommunikation in STEP 7 einstellen. Wenn Sie beispielsweise einen Untersetzungsfaktor von 7 wählen, erfolgt die Globale Datenkommunikation nur alle
7 Zyklen. Dadurch wird die CPU entlastet.
7-34
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GD-Ressourcen
Die nachfolgende Tabelle gibt an, welche GD-Ressourcen das IM 151-7 CPU besitzt.
Tabelle 7-12 GD-Ressourcen des IM 151-7 CPU
Parameter
IM 151-7 CPU
Anzahl GD-Kreise je CPU
Max. 4
Anzahl Sende-GD-Pakete je GD-Kreis
Max. 1
Anzahl Sende-GD-Pakete für alle GD-Kreise
Max. 4
Anzahl Empfangs-GD-Pakete je GD-Kreis
Max. 1
Anzahl Empfangs-GD-Pakete für alle GD-Kreise
Max. 4
Datenlänge je GD-Paket
Max. 22 Byte
Konsistenz
Max. 22 Byte
Untersetzungsfaktor (default)
1 bis 255 (8)
Ausführliche Informationen ...
S
zu SFCs finden Sie in der Operationsliste, eine ausführliche Beschreibung in
der Online-Hilfe zu STEP 7 oder im Referenzhandbuch System- und Standardfunktionen.
S
zur Kommunikation finden Sie im Handbuch Kommunikation mit SIMATIC.
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7-35
Funktionen des IM 151-7 CPU
7.8
Bausteine
Sie finden in diesem Kapitel eine Übersicht, welche Bausteine im IM 151-7 CPU
ablauffähig sind.
Das Betriebssystem ist auf eine ereignisgesteuerte Anwenderprogrammbearbeitung ausgelegt. Die folgenden Tabellen zeigen, welche Organisationsbausteine
(OBs) das Betriebssystem bei welchem Ereignis automatisch aufruft.
Weitere Informationen
Die detaillierte Beschreibung der Bausteine und der nachfolgend aufgelisteten
Startereignisse der OBs finden Sie im Referenzhandbuch System- und Standardfunktionen. Einen Überblick über die gesamte STEP 7-Dokumentation finden Sie
im Handbuch Dezentrales Peripheriesystem ET 200S.
Übersicht aller Bausteine
Tabelle 7-13 Übersicht: Bausteine
Baustein
Anzahl
Bereich
maximale
Größe
OB
14
–
FC
512
0-511
–
FB
512
0-511
–
DB
511
1-511
SFC
61
–
–
Eine Auflistung aller SFCs des CPU-Teils finden Sie im Anhang B.1.
SFB
11
–
–
Eine Auflistung aller SFBs des CPU-Teils finden Sie im Anhang B.2.
16 kByte
Bemerkung
Eine Auflistung der möglichen OBs finden Sie
im Anschluss an diese Tabelle.
0 ist reserviert
In jedem IM 151-7 CPU sind maximal 1024 Bausteine (Anzahl FBs + FCs + DBs)
ladbar.
SFC 55 “WR_PARM”, SFC 56 “WR_DPARM”, SFC 57 “PARM_MOD”, SFC 58
“WR_REC”
Der Einsatz der SFCs 55-58 in Verbindung mit Ihrem IM 151-7 CPU ist wegen der
statischen Baugruppenparameter nicht sinnvoll.
Wenn Sie die SFCs 55-58 trotzdem in Verbindung mit Ihrem IM 151-7 CPU einsetzen, kann es zu einem Fehlverhalten des IM 151-7 CPU kommen.
7-36
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OBs für Zyklus und Anlauf
Tabelle 7-14 OBs für Zyklus und Anlauf
aufgerufener
OB
Zyklus und Anlauf
Zyklus
mögliche Startereignisse
S erster OB 1 nach Neustart (NETZ-EIN oder
OB 1
STOP-RUN-Übergang des IM 151-7 CPU)
S Beendigung des vorherigen Programmzyklus
Anlauf (STOP-RUN-Übergang)
S manuelle Neustart-Anforderung (STOP-RUN über
OB 100
Betriebsartenschalter oder MPI-Kommando)
S automatische Neustart-Anforderung (nach NETZAUS – NETZ-EIN-Übergang)
OBs für Alarme
Tabelle 7-15 OBs fürAlarme
Alarme
Uhrzeitalarm
aufgerufener
OB
mögliche Startereignisse
OB 10
S automatischer Start nach Stellen und Aktivieren des Uhrzeitalarms mit STEP 7
S Aktivieren über SFC 30 nach Stellen über STEP 7 oder
SFC 28
Verzögerungsalarm
OB 20
S Ablauf der in SFC 32 angegebenen Zeit
Weckalarm (Default: 100 msTakt)
OB 35
S je nach Zeittakt (Parametrierung mit STEP 7)
Prozessalarm
OB 40
S Prozessalarm wurde ausgelöst
Diagnosealarm
OB 82
Ziehen/SteckenAlarm
OB 83
S gehendes Ereignis (Ereignisursache steht nicht mehr an)
S kommendes Ereignis (Ereignisursache steht noch an)
S Ziehen und Stecken von Baugruppen im Betriebszustand
RUN
Bei fehlenden OB 10, 20, 35, 40, 82 oder 83 und entsprechendem Startereignis
geht das IM 151-7 CPU in den Betriebszustand STOP.
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Funktionen des IM 151-7 CPU
OBs für Fehlerreaktionen
Tabelle 7-16 OBs für Fehlerreaktionen
Fehler
aufgerufener
OB
mögliche Startereignisse
Zeitfehler
OB 80
S Überschreiten der Zykluszeit
S Quittierungsfehler bei Bearbeiten eines OB
S Vorstellen der Uhr (Zeitsprung) zum Starten eines OB
Programmablauffehler
OB 85
S Startereignis für einen nicht geladenen OB
S Peripheriezugriffsfehler bei der systemseitigen Aktualisierung des Prozessabbildes
Ausfall/Wiederkehr
des DP-Masters
oder eines Teilnehmers des direkten
Datenaustausches
OB 86
S gehendes Ereignis (Ereignisursache steht nicht mehr an)
S kommendes Ereignis (Ereignisursache steht noch an)
Kommunikationsfehler
OB 87
S falsche Telegrammkennung bei GD
S GD-Paketstatus nicht in DB eintragbar
S GD-Gesamtstatus nicht in DB eintragbar
Programmierfehler
OB 121
S durch einen Fehler bei der Programmbearbeitung auftretendes Ereignis, z. B. durch Aufruf eines nicht in die CPU geladenen Bausteins
Fehler bei Peripherie-Direktzugriff
OB 122
S Fehler bei Lesezugriff
S Fehler bei Schreibzugriff
Bei fehlenden OB 80, 85, 86, 87, 121 oder OB 122 und entsprechendem Startereignis geht das IM 151-7 CPU in den Betriebszustand STOP.
Besonderheiten des OB 122
Hinweis
Beachten Sie zum OB 122 folgende Besonderheit:
Der CPU-Teil trägt in die Lokaldaten des OBs in folgende temporäre Variablen der
Variablendeklarationstabelle den Wert “0” ein:
S Byte Nr. 3: OB122_BLK_TYPE
(Art des Bausteins, in dem der Fehler aufgetreten ist)
S Byte Nr. 8 und 9: OB122_BLK_NUM
(Nummer des Bausteins, in dem der Fehler aufgetreten ist)
S Byte Nr. 10 und 11: OB122_PRG_ADDR
(Adresse des Bausteins, in dem der Fehler aufgetreten ist)
7-38
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7.9
Parameter
Parametrierbare Eigenschaften des CPU-Teils
Die Eigenschaften und das Verhalten des CPU-Teils des IM 151-7 CPU lassen
sich parametrieren. Die Parametrierung nehmen Sie in STEP 7 in verschiedenen
Registern vor.
Welche Parameter sind für IM 151-7 CPU einstellbar?
Die folgende Tabelle enthält alle Parameterblöcke für das IM 151-7 CPU. Die Erläuterung der Parameter finden Sie in der Online-Hilfe STEP 7.
Tabelle 7-17 Parameterblöcke, einstellbare Parameter und ihre Wertebereiche für IM 151-7 CPU
Parameterblöcke
einstellbare Parameter
Wertebereich
Taktmerker
Taktmerker
ja/nein
Merkerbyte
von 0 bis 255
Automatischer/Manueller Anlauf nach “NETZ-EIN”
Neustart
Anlaufverhalten
Überwachungszeit für :
S Fertigmeldung durch Baugruppen (100 ms)
S Übertragung der Parameter an Baugruppen
S von 1 bis 65000
S von 1 bis 65000
(100 ms)
Anlauf bei Sollausbau ungleich Istausbau
ja/nein
Systemdiagnose
STOP-Ursache melden
ja/nein
Remanenz
Anzahl Merkerbytes ab MB 0
0 bis 255
Anzahl S7-Timer ab T 0
0 bis 255
Anzahl S7-Zähler ab Z 0
0 bis 255
Hardware-Uhr
Korrekturfaktor
von –10000 bis +10000
Uhrzeitalarme
Aktivierung OB 10
ja/nein
Ausführung OB 10
S
S
S
S
S
S
S
S
S
Weckalarme
keine
einmalig
minütlich
stündlich
täglich
wöchentlich
monatlich
monatsletzter
jährlich
Startdatum OB 10
Jahr-Monat-Tag
Startzeit OB 10
Stunden:Minuten
Periodizität des OB 35 (ms)
von 1 bis 60000
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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7-39
Funktionen des IM 151-7 CPU
Tabelle 7-17 Parameterblöcke, einstellbare Parameter und ihre Wertebereiche für IM 151-7 CPU
Parameterblöcke
einstellbare Parameter
Wertebereich
Zyklusverhalten
Zyklusbelastung durch Kommunikation (%)
von 10 bis 50
Zyklusüberwachungszeit (ms)
von 1 bis 6000
OB 85-Aufruf bei Peripheriezugriffsfehler
S bei jedem Zugriff
S bei kommenden und
gehenden Fehlern
S kein Aufruf
Schutz
Schutzstufe
S 1: Schlüsselschalter
S 2: Schreibschutz
S 3: Schreib-/Leseschutz
Betrieb
S Prozessbetrieb:
zulässige Zykluszeiterhöhung (ms)
von 3 bis 65535
S Testbetrieb
Baugruppenparameter
DP-Teilnehmeradresse
Anzahl Vergleichsstellen
1
S Aktiviert
S Modulnummer
S Kanalnummer
S ja/nein
S von 5 bis 66
S 0/1
Störfrequenzunterdrückung
50 Hz / 60 Hz
CPU-DP-Adresse
von 1 bis 125
Wann “übernimmt” der CPU-Teil die Parameter?
Der CPU-Teil übernimmt die eingestellten Parameter (Konfigurationsdaten):
7-40
S
nach NETZ-EIN oder Urlöschen vom gesteckten Speichermodul
S
nachdem die Konfigurationsdaten im Betriebszustand STOP online zum CPUTeil fehlerfrei übertragen worden sind.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Funktionen des IM 151-7 CPU
7.10
Parametrierung der Vergleichsstelle beim Anschluss von
Thermoelementen
Wenn Sie das IM 151-7 CPU in einem ET 200S-System mit Thermoelementen und
Vergleichsstellen verwenden wollen, stellen Sie in der Hardware-Konfiguration folgende Parameter ein:
Tabelle 7-18 Parametrierung der Vergleichsstelle
Wertebereich
CPU-Baugruppenparameter
Aktivierung der Vergleichsstelle 1
Aktiviert/nicht aktiviert
Beispiel siehe Bild 7-8
Modulnummer der Vergleichsstelle 1
keinen/5 bis 66
Die Modulnummer entspricht
dem Steckplatz.
Beispiel siehe Bild 7-8
Kanalnummer der Vergleichsstelle 1
RTD an Kanal 0
Mit diesem Parameter können Sie die Vergleichsstelle frei schalten. Erst dann können
Sie die Vergleichsstelle weiter parametrieren.
Mit diesem Parameter können Sie den Steckplatz des RTD-Moduls der entsprechenden
Vergleichsstelle zuordnen.
Beispiel siehe Bild 7-8
Mit diesem Parameter legen Sie den Kanal
(0/1) zur Vergleichstemperaturmessung (Ermittlung des Kompensationswertes) für den zugeordneten RTD-Modul-Steckplatz fest.
Wertebereich
Erklärung
RTD an Kanal 1
RTD-Modul-Parameter
Messart/Messbereich
Erklärung
Widerstands-/Temperaturmesssung, z. B.
S RTD-4L Pt 100
Standardbereich
TC-Modul-Parameter
Wertebereich
Wenn Sie einen Kanal des RTD-Moduls für
eine Vergleichsstellenparametrierung verwenden, müssen Sie die Messart/den Messbereich
für diesen Kanal als RTD-4L Pt 100 Klimabereich parametrieren.
Erklärung
Vergleichsstellennummer
1
Mit diesem Parameter weisen Sie die Vergleichsstelle (1) zu, die die Vergleichstemperatur (Kompensationswert) enthält.
Vergleichsstelle Kanal 0 und
Vergleichsstelle Kanal 1
keine, RTD
Über diesen Parameter können Sie die Verwendung der Vergleichsstelle freigeben.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
7-41
Funktionen des IM 151-7 CPU
Bild 7-8
Beispiel für ein Parametrierfenster der CPU-Baugruppendaten
in STEP 7 V5.1 + SP4
Verweis
Detaillierte Informationen zum Verfahren, zur Anschlusstechnik und ein Parametrierbeispiel finden Sie im Handbuch Dezentrales Peripheriegerät ET 200S im Kapitel Analoge Elektronikmodule.
7-42
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Funktionen des IM 151-7 CPU
7.11
Ziehen und Stecken von Modulen im laufenden Betrieb
Ziehen und Stecken von jeweils einem Modul beim IM 151-7 CPU mit lokaler
ET 200S-Peripherie ist im laufenden Betrieb und unter Spannung erlaubt.
Ausnahme
Die CPU selbst darf im laufenden Betrieb und unter Spannung nicht gezogen werden.
Ziehen und Stecken von Modulen unter Spannung und im laufenden Betrieb
Beachten Sie beim Ziehen und Stecken von Modulen unter Spannung und im laufenden Betrieb neben den Angaben im Handbuch auch die Einschränkungen im
Handbuch Dezentrales Peripheriegerät ET 200S, Kapitel: “Verdrahten und Bestücken”.
!
Warnung
Beim Stecken eines Ausgabemoduls sind die durch das Anwenderprogramm gesetzten Ausgänge sofort aktiv. Wir empfehlen Ihnen deshalb, schon vor dem Ziehen des Moduls im Anwenderprogramm die Ausgänge auf “0” zu setzen.
Bei nicht ordnungsgemäßem Ziehen und Stecken von Modulen (siehe Handbuch:
Dezentrales Peripheriegerät ET 200S, Kapitel: “Verdrahten und Bestücken”) kann
es zu unkontrollierten Anlagenzuständen kommen. Benachbarte Module können
gestört werden.
Ablauf beim Ziehen von Modulen im laufenden Betrieb
Wenn Sie bei der ET 200S-Peripherie im laufenden Betrieb ein Modul ziehen, wird
unabhängig davon, ob das Powermodul ein- oder ausgeschaltet ist, der OB 83 aufgerufen und ein entsprechender Diagnosepuffereintrag erzeugt (Ereignis-ID
3861H).
Wenn der OB 83 im Speicher der CPU vorhanden ist, bleibt das IM 151-7 CPU im
RUN.
Das Fehlen des Modules wird in der Systemzustandsliste vermerkt.
Wenn aus dem Anwenderprogramm heraus ein Zugriff auf das gezogene Modul
erfolgt, tritt eine Peripheriezugriffsfehler mit entsprechendem Diagnosepuffereintrag auf. Außerdem wird der OB 122 aufgerufen.
Wenn der OB 122 im Speicher der CPU vorhanden ist, bleibt das IM 151-7 CPU im
RUN.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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7-43
Funktionen des IM 151-7 CPU
Ablauf beim Stecken von Modulen im laufenden Betrieb
Wenn Sie bei der ET 200S-Peripherie im laufenden Betrieb ein gezogenes Modul
wieder stecken, führt die CPU zunächst einen Soll-Ist-Vergleich bezüglich des gesteckten Moduls durch. Hierbei wird das projektierte mit dem tatsächlich gesteckten Modul verglichen. Abhängig vom Ergebnis des Soll-Ist-Vergleiches finden folgende Aktivitäten statt:
Nicht parametrierbare Module
Folgende Aktivitäten finden unabhängig davon statt, ob das Powermodul des gesteckten Modules ein- oder ausgeschaltet ist.
Tabelle 7-19 Ergebnis des Soll-Ist-Vergleiches bei nicht parametrierbaren Modulen
Gestecktes Modul = Projektiertes Modul
Gestecktes ModulProjektiertes Modul
Aufruf des OB 83 mit entsprechendem Diagnosepuffereintrag (Ereignis-ID 3861H).
Aufruf des OB 83 mit entsprechendem Diagnosepuffereintrag (Ereignis-ID 3863H).
Das Modul wird in der Systemzustandsliste
als verfügbar eingetragen.
Das Modul bleibt in der Systemzustandsliste als nicht verfügbar eingetragen.
Direktzugriffe sind damit wieder möglich.
Direktzugriffe sind nicht möglich.
Parametrierbare Module
Folgende Aktivitäten finden nur dann statt, wenn das Powermodul des gesteckten
Modules eingeschaltet ist.
Tabelle 7-20 Ergebnis des Soll-Ist-Vergleiches bei parametrierbaren Modulen, Powermodul
eingeschaltet
7-44
Gestecktes Modul = Projektiertes Modul
Gestecktes Modul Projektiertes Modul
Aufruf des OB 83 mit entsprechendem Diagnosepuffereintrag (Ereignis-ID 3861H).
Aufruf des OB 83 mit entsprechendem Diagnosepuffereintrag (Ereignis-ID 3863H).
Die CPU parametriert das Modul neu.
Die CPU parametriert das Modul nicht.
Wenn die Parametrierung erfolgreich ist,
wird das Modul in der Systemzustandsliste
als verfügbar eingetragen.
Das Modul bleibt in der Systemzustandsliste als nicht verfügbar eingetragen.
Die SF-LED am Modul leuchtet weiterhin.
Direktzugriffe sind damit wieder möglich.
Direktzugriffe sind nicht möglich.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Funktionen des IM 151-7 CPU
Folgende Aktivitäten finden nur dann statt, wenn das Powermodul des gesteckten
Modules ausgeschaltet ist.
Tabelle 7-21 Ergebnis des Soll-Ist-Vergleiches bei parametrierbaren Modulen, Powermodul
ausgeschaltet
Gestecktes Modul = Projektiertes Modul
Gestecktes Modul Projektiertes Modul
Aufruf des OB 83 mit entsprechendem Diagnosepuffereintrag (Ereignis-ID 3861H).
Wenn das Powermodul eingeschaltet wird,
parametriert die CPU das Modul neu.
Wenn das Powermodul eingeschaltet wird,
parametriert die CPU das Modul nicht.
Wenn die Parametrierung erfolgreich ist,
wird das Modul in der Systemzustandsliste
als verfügbar eingetragen.
Das Modul bleibt in der Systemzustandsliste als nicht verfügbar eingetragen.
Die SF-LED am Modul leuchtet weiterhin.
Direktzugriffe sind damit wieder möglich.
Direktzugriffe sind nicht möglich.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Funktionen des IM 151-7 CPU
7.12
Aus- und Einschalten von Powermodulen im laufenden
Betrieb
Ablauf beim Ausschalten von Powermodulen im laufenden Betrieb
Wird im laufenden Betrieb an einem Powermodul die Lastspannungversorgung
abgeschaltet, so finden folgende Aktivitäten statt:
S
Wenn Sie die Diagnose in der Parametrierung für das Powermodul freigegeben
haben, wird der Diagnosealarm-OB 82 (Diagnoseadresse des Powermoduls)
mit entsprechendem Diagnosepuffereintrag aufgerufen (Ereignis 3942H).
S
In der Systemzustandsliste wird das Powermodul als vorhanden aber gestört
eingetragen.
Für die Module, die durch das Powermodul versorgt werden, hat das Ausschalten
der Lastspannungsversorgung folgende Auswirkungen:
S
Die SF-LED der Module leuchtet.
S
Auf die Module kann weiterhin zugegriffen werden, ein Peripheriezugriffsfehler
ereignet sich nicht.
S
Die Ausgänge der Module werden spannungslos und inaktiv zum Prozess.
S
Die Eingänge von Digitalmodulen und FM-Modulen liefern 0, die Eingänge von
Analogmodulen liefern 7FFFH.
Ablauf beim Einschalten von Powermodulen im laufenden Betrieb
Wird im laufenden Betrieb an einem Powermodul die Lastspannungversorgung
eingeschaltet, so finden folgende Aktivitäten statt:
S
Wenn Sie die Diagnose in der Parametrierung für das Powermodul freigegeben
haben, wird der Diagnosealarm-OB 82 (Diagnoseadresse des Powermoduls)
mit entsprechendem Diagnosepuffereintrag aufgerufen (Ereignis 3842H).
S
In der Systemzustandsliste wird das Powermodul als vorhanden und o.k. eingetragen.
Für die Module, die durch das Powermodul versorgt werden, hat das Einschalten
der Lastspannungsversorgung folgende Auswirkungen:
S
Die SF-LED der Module verlischt.
S
Die Module erhalten Ihre volle Funktionalität zurück.
Ziehen und Stecken von Powermodulen im laufenden Betrieb
Wenn Sie im laufenden Betrieb ein Powermodul ziehen oder stecken, finden die im
Kapitel 7.11 dargestellten Aktivitäten statt.
Für die Module, die durch das Powermodul versorgt werden, hat das Ziehen oder
Stecken die gleichen Auswirkungen wie das Aus- oder Einschalten der Lastspannungsversorgung.
7-46
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Zyklus- und Reaktionszeiten
8
Einleitung
In diesem Kapitel erfahren Sie, wie sich die Zyklus- und Reaktionszeiten des
ET 200S mit IM 151-7 CPU zusammensetzen.
Die Zykluszeit Ihres Anwenderprogramms können Sie mit dem PG auslesen
(siehe Benutzerhandbuch STEP 7).
Wichtiger für die Betrachtung eines Prozesses ist die Reaktionszeit. Wie Sie diese
berechnen, zeigen wir Ihnen ausführlich in diesem Kapitel.
Kapitelübersicht
Kapitel
Thema
Seite
8.1
Zykluszeit
8-2
8.2
Reaktionszeit
8-5
8.3
Alarmreaktionszeit
8-8
Ausführungszeiten
S
für die von den CPUs verarbeitbaren STEP 7-Anweisungen finden Sie im
Anhang A.
S
für die in den CPUs integrierten SFCs/SFBs finden Sie im Anhang B.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
8-1
Zyklus- und Reaktionszeiten
8.1
Zykluszeit
Definition Zykluszeit
Die Zykluszeit ist die Zeit, die das Betriebssystem für die Bearbeitung eines Programmdurchlaufes – d.h. eines OB 1-Durchlaufes – sowie aller diesen Durchlauf
unterbrechenden Programmteile und Systemtätigkeiten benötigt.
Diese Zeit wird überwacht.
Teile der Zykluszeit
Faktoren
Bemerkung
Betriebssystembearbeitungszeit
siehe Tabelle 8-1
Prozeßabbildtransferzeit
(PAE und PAA)
siehe Tabelle 8-2
Anwenderprogrammbearbeitungszeit ... errechnen Sie aus den Ausführungszeiten der
einzelnen Operationen und einem CPU-spezifischen Faktor (siehe Tabelle 8-3).
Belastung durch Alarme
siehe Tabelle 8-4
Das folgende Bild zeigt die Teile der Zykluszeit.
Betriebssystem
azyklisches Anwenderprogramm
(z. B. OB 40/82)
Unterbrechbar
durch Alarme
PAE
Betriebssystem
zyklisches Anwenderprogramm
(OB 1)
PAA
Bild 8-1
8-2
Teile der Zykluszeit
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Zyklus- und Reaktionszeiten
Verlängerung der Zykluszeit
Prinzipiell müssen Sie beachten, daß sich die Zykluszeit eines Anwenderprogramms verlängert durch:
S
zeitgesteuerte Alarmbearbeitung
S
Prozeßalarmbearbeitung (siehe auch Kapitel 8.3)
S
Diagnose und Fehlerbearbeitung (siehe auch Kapitel 8.3)
Betriebssystembearbeitungszeit
Die Betriebssystembearbeitungszeit beträgt beim IM 151-7 CPU 800 µs (siehe Tabelle 8-1).
Die angegebene Zeit gilt ohne Ausführung von:
S
Testfunktionen, zum Beispiel Status, Steuern
S
Funktionen Baustein-Laden, -Löschen, -Komprimieren
S
Kommunikation
S
Beschreiben, Lesen der MMC mit SFC 82 bis 84
Tabelle 8-1
Betriebssystembearbeitungszeit im Zykluskontrollpunkt
IM 151-7 CPU
Ablauf
Betriebssystembearbeitungszeit
600 ms
Prozessabbild-Transferzeit
Die folgende Tabelle enthält die CPU-Zeiten für die Prozessabbild-Aktualisierung
(Prozessabbild-Transferzeit). Die angegebenen Zeiten können sich durch auftretende Alarme oder durch Kommunikation des CPU-Teils des IM 151-7 CPU verlängern.
(Prozessabbild = PA)
Die CPU-Zeit für die Prozessabbild-Aktualisierung berechnet sich nach:
K + A + D = Prozessabbild-Transferzeit, wobei
Tabelle 8-2
Prozessabbild-Aktualisierung
Benennung
Zeiten in IM 151-7 CPU
K Grundlast
100 ms
A Bytes im PA für ET 200S-Peripherie
60 ms je Byte
D je Wort im DP-Bereich
1 ms
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
8-3
Zyklus- und Reaktionszeiten
Anwenderprogrammbearbeitungszeit
Die Anwenderprogrammbearbeitungszeit setzt sich zusammen aus der Summe
der Ausführungszeiten der Operationen und der aufgerufenen SFCs. Diese Ausführungszeiten finden Sie in der Operationsliste. Zusätzlich müssen Sie die Anwenderprogrammbearbeitungszeit mit einem Basismodul-spezifischen Faktor multiplizieren.
Dieser Faktor ist beim IM 151-7 CPU abhängig von:
Tabelle 8-3
Abhängigkeit der Anwenderprogrammbearbeitungszeit
Wertebereich
Abhängigkeit
Anzahl der gesteckten Module
0 bis 63
Den Faktor für Ihre Applikation können Sie anhand nachstehender Faustformel für
das IM 151-7 CPU näherungsweise berechnen:
+
1,1
0,005 x Anzahl der Module
=
Multiplikator für Ihr Anwenderprogramm
Verzögerung der Ein-/Ausgänge
Sie müssen je nach Erweiterungsmodul folgende Verzögerungszeiten beachten:
S
für Digitaleingänge:
die Eingangsverzögerungszeit
S
für Digitalausgänge:
vernachlässigbare Verzögerungszeiten
S
für Analogeingänge:
Zykluszeit der Analogeingabe
S
für Analogausgänge:
Antwortzeit der Analogausgabe
Zyklusverlängerung durch Einschachtelung von Alarmen
Tabelle 8-4 zeigt, wie sich die Zykluszeit durch das Einschachteln eines Alarms
typisch verlängert. Zu dieser Verlängerung kommt die Programmlaufzeit in der
Alarmebene hinzu. Werden mehrere Alarme eingeschachtelt, dann addieren sich
die entsprechenden Zeiten.
Tabelle 8-4
Zyklusverlängerung durch Einschachteln von Alamen
IM 151-7 CPU
Alarme
8-4
Prozeßalarm
500 µs
Diagnosealarm
600 µs
Uhrzeitalarm
400 µs
Verzögerungsalarm
300 µs
Weckalarm
150 µs
Programmier-/Zugriffsfehler/Programmablauffehler
400 µs
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Zyklus- und Reaktionszeiten
8.2
Reaktionszeit
Reaktionszeit für ET 200S mit IM 151-7 CPU
Die Reaktionszeit ist die Zeit vom Erkennen eines Eingangssignals an ET 200S mit
IM 151-7 CPU bis zur Änderung eines damit verknüpften Ausgangssignals über die
Ein- und Ausgänge der Erweiterungsmodule.
Faktoren
Die Reaktionszeit hängt von der Zykluszeit und von folgenden Faktoren ab:
Faktoren
Verzögerung der Eingänge und Ausgänge
Bemerkung
Die Verzögerungszeiten finden Sie in den
technischen Daten der Elektronikmodule im
Handbuch Dezentrales Peripheriegerät
ET 200S.
Schwankungsbreite
Die tatsächliche Reaktionszeit liegt zwischen einer kürzesten und einer längsten
Reaktionszeit. Zur Projektierung Ihrer Anlage müssen Sie immer mit der längsten
Reaktionszeit rechnen.
Im Folgenden werden kürzeste und längste Reaktionszeit betrachtet, damit Sie
sich ein Bild von der Schwankungsbreite der Reaktionszeit machen können.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
8-5
Zyklus- und Reaktionszeiten
Kürzeste Reaktionszeit
Das folgende Bild zeigt Ihnen, unter welchen Bedingungen die kürzeste Reaktionszeit erreicht wird.
Verzögerung der Eingänge
Reaktionszeit
PAE
Betriebssystem
Anwenderprogramm
PAA
Unmittelbar vor dem Einlesen des PAE ändert sich der
Zustand des betrachteten Eingangs. Die Änderung
des Eingangssignals wird also noch im PAE berücksichtigt.
Hier wird die Änderung des Eingangssignals
vom Anwenderprogramm verarbeitet.
Hier wird die Reaktion des Anwenderprogramms auf
die Änderung des Eingangssignals an die Ausgänge
ausgegeben.
Verzögerung der Ausgänge
Bild 8-2
Kürzeste Reaktionszeit
Berechnung
Die (kürzeste) Reaktionszeit setzt sich wie folgt zusammen:
S
1
Prozessabbild-Transferzeit der Eingänge +
S
1
Betriebssystembearbeitungszeit +
S
1
Programmbearbeitungszeit +
S
1
Prozessabbild-Transferzeit der Ausgänge +
S
Verzögerung der Eingänge und Ausgänge
Dies entspricht der Summe aus Zykluszeit und Verzögerung der Eingänge und
Ausgänge.
8-6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Zyklus- und Reaktionszeiten
Längste Reaktionszeit
Das folgende Bild zeigt Ihnen, wodurch die längste Reaktionszeit zustande kommt.
2
PAE
Betriebssystem
Verzögerung der Eingänge +
DP-Zykluszeit am PROFIBUS-DP
Während des Einlesens des PAE ändert sich
der Zustand des betrachteten Eingangs. Die
Änderung des Eingangssignals wird im PAE
nicht mehr berücksichtigt.
Anwenderprogramm
Reaktionszeit
PAA
PAE
Hier wird die Änderung des Eingangssignals
im PAE berücksichtigt.
Betriebssystem
Anwenderprogramm
Hier wird die Änderung des Eingangssignals
vom Anwenderprogramm verarbeitet.
PAA
Hier wird die Reaktion des Anwenderprogramms auf die Änderung des Eingangssignals an die Ausgänge abgegeben.
2
Bild 8-3
Verzögerung der Ausgänge +
DP-Zykluszeit am PROFIBUS-DP
Längste Reaktionszeit
Berechnung
Die (längste) Reaktionszeit setzt sich wie folgt zusammen:
S
2
Prozessabbild-Transferzeit der Eingänge +
S
2
Prozessabbild-Transferzeit der Ausgänge +
S
2
Betriebssystembearbeitungszeit +
S
2
Programmbearbeitungszeit +
S
4
Laufzeit des DP-Slavetelegramms (inkl. Bearbeitung im DP-Master) +
S
Verzögerung der Eingänge und Ausgänge
Dies entspricht der Summe aus doppelter Zykluszeit und Verzögerung der Eingänge und Ausgänge zuzüglich der vierfachen DP-Zykluszeit.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
8-7
Zyklus- und Reaktionszeiten
8.3
Alarmreaktionszeit
Definition Alarmreaktionszeit
Die Alarmreaktionszeit ist die Zeit vom ersten Auftreten eines Alarmsignals bis
zum Aufruf der ersten Anweisung im Alarm-OB des IM 151-7 CPU.
Generell gilt: Höherpriore Alarme haben Vorrang. Das heißt, die Alarmreaktionszeit
verlängert sich um die Programmbearbeitungszeit des höherprioren und der noch
nicht bearbeiteten gleichprioren vorher aufgetretenen Alarm-OBs (Warteschlange).
Alarmreaktionszeiten
Tabelle 8-5
Alarmreaktionszeiten des IM 151-7 CPU (ohne Kommunikation)
Alarmreaktionszeiten (ohne Kommunikation) bei ...
Prozessalarm, Diagnosealarm
Dauer
weniger als 20 ms
Prozessalarmbearbeitung
Mit dem Aufruf des Prozessalarm-OB 40 erfolgt die Prozessalarmbearbeitung.
Höherpriore Alarme unterbrechen die Prozessalarmbearbeitung, Direktzugriffe auf
die Peripherie erfolgen zur Ausführungszeit der Anweisung. Nach Beendigung der
Prozessalarmbearbeitung wird entweder die zyklische Programmbearbeitung fortgesetzt oder weitere gleichpriore bzw. niederpriore Alarm-OBs werden aufgerufen
und bearbeitet.
8-8
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
9
Technische Daten
In diesem Kapitel
Sie finden in diesem Kapitel:
S
die technischen Daten des Interfacemoduls IM 151-7 CPU
Kapitelübersicht
Kapitel
9.1
Thema
Technische Daten des IM 151-7 CPU
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Seite
9-2
9-1
Technische Daten
9.1
Technische Daten des IM 151-7 CPU
Bestellnummern
Interfacemodul IM 151-7 CPU:
6ES7 151-7AA10-0AB0
Interfacemodul IM 151-7 CPU FO:
6ES7 151-7AB10-0AB0
SIMATIC Micro Memory Card MMC:
(siehe Kapitel 7.3)
6ES7 953-8Lxx0-0AA0
Eigenschaften
Das Interfacemodul IM 151-7 CPU verfügt über folgende Eigenschaften:
S
intelligenter Slave mit RS485-Schnittstelle oder LWL an PROFIBUS-DP
S
Stand-alone-Betrieb (MPI) möglich
S
48 kByte Arbeitsspeicher, nicht erweiterbar, remanent mit gesteckter MMC
S
steckbarer Ladespeicher auf der MMC, bis zu 8 MByte
S
netzausfallsichere Speicherung von Anwenderprogramm und Projektierung
über MMC
S
programmierbar mit STEP 7, ab V5.1 + Service Pack 4
S
Geschwindigkeit: ca. 0,3 ms pro 1000 Binäranweisungen
S
maximaler Ausbau der lokalen Peripherie: 63 ET 200S-Module
Allgemeine Technische Daten
Das IM 151-7 CPU erfüllt die allgemeinen technischen Daten des Dezentralen Peripheriesystems ET 200S. Diese Normen und Prüfwerte finden Sie im Kapitel “Allgemeine technische Daten” im Handbuch Dezentrales Peripheriesystem ET 200S.
9-2
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Technische Daten
Anschlussbelegung für IM 151-7 CPU
Tabelle 9-1
Anschlussbelegung des Interfacemoduls IM 151-7 CPU
Signalname
Ansicht
IM 151-7 CPU
6
7
8
9
1
2
3
4
5
RS 485-Schnittstelle
Bezeichnung
1 –
–
2 M24
externe 24 V-Versorgung
3 RxD/TxD-P
Datenleitung-B
4 RTS
Request To Send
5 M5V2
Datenbezugspotential (von Station)
6 P5V2
Versorgungs-Plus (von Station)
7 P24
externe 24 V-Versorgung
8 RxD/TxD-N
Datenleitung-A
9 –
–
Empfänger
nur IM 151-7 CPU FO:
LWL-Schnittstelle
Sender
1L+ 2L+ 1M 2M
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
1L+
DC 24 V
2L+
DC 24 V (zum Weiterschleifen)
1M
Masse
2M
Masse (zum Weiterschleifen)
9-3
Technische Daten
Prinzipschaltbild für IM 151-7 CPU
PROFIBUS-DP-Anschluss
(RS485)
Rückwandbus
ET 200SRückwandbusAnschaltung
STOP
Elektronik
RUN
SF
A
B
Potentialtrennung
CPU
(mP, RAM)
RUN
STOP
MRES
BF
Betriebsartenschalter
FRCE
ON
Bild 9-1
L+
Interne Spannungsversorgung
MMC
M
Prinzipschaltbild IM 151-7 CPU
Prinzipschaltbild für IM 151-7 CPU FO
PG-Anschluss (RS 485 mit fest
integriertem Abschlusswiderstand)
Rückwandbus
A
B
ET 200SRückwandbusAnschaltung
STOP
PROFIBUS-DP-Anschluss (LWL)
Elektronik
RUN
SF
BF
CPU
(mP, RAM)
RUN
STOP
MRES
FRCE
ON
MMC
Bild 9-2
9-4
A
B
A
B
LWLSchnittstelle
Interne Spannungsversorgung
Betriebsartenschalter
L+
M
Prinzipschaltbild IM 151-7 CPU FO
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Technische Daten
Technische Daten
CPU und Erzeugnisstand
Datenbereiche und deren Remanenz
MLFB
remanenter Datenbereich gesamt (inkl.
Merker, Zeiten, Zähler)
alle
Merker
256 Byte
S Remanenz
S voreingestellt
einstellbar
Taktmerker
8 (1 Merkerbyte)
Datenbausteine
max. 511 (DB 0 reserviert)
Speicher
S Größe
max. 16 kByte
Arbeitsspeicher:
max. 510 Byte
6ES7 151-7AA10-0AB0
FO:
6ES7 151-7AB10-0AB0
S Hardware-
1
Erzeugnissstand
S Firmware-
V2.0.0
Erzeugnisstand
S zugehöriges
STEP 7 ab V5.1 + SP4
Programmierpaket
von MB 0 bis MB 15
S integriert
S erweiterbar
48 kByte
Lokaldaten je Prioritätsklasse
nein
Bausteine
Ladespeicher:
steckbar
(MMC bis 8 MB)
OBs
siehe Kapitel 7.8
S Größe
max. 16 kByte
durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
Schachtelungstiefe:
Pufferung
Bearbeitungszeiten
Bearbeitungszeiten für
S
S
S
S
Bitoperationen
min. 0,1 µs
Wortoperationen
min. 1 µs
Festpunktarithmetik
Gleitpunktarithmetik
S je Prioritätsklasse
S zusätzliche inner-
8
4
halb eines FehlerOBs
FBs
max. 512
min. 2 µs
S Größe
max. 16 kByte
min. 20 µs
FCs
max. 512
Zeiten, Zähler und deren Remanenz
S Größe
max. 16 kByte
S7-Zähler
256
Adressbereiche (Ein-/Ausgänge)
S Remanenz
S voreingestellt
S Zählbereich
einstellbar
Peripherieadressbereich gesamt
max.
2048 Byte/2048 Byte
Prozessabbild
128 Byte/128 Byte
(nicht einstellbar)
IEC-Counter
ja
digitale Kanäle
max. 248/248
S Art
SFB
analoge Kanäle
max. 124/124
S7-Zeiten
256
S Remanenz
S voreingestellt
S Zeitbereich
einstellbar
IEC-Timer
ja
S Art
SFB
von Z 0 bis Z 7
0 bis 999
keine Zeiten remanent
10 ms bis 9990 s
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
9-5
Technische Daten
Uhrzeit
Kommunikationsfunktionen
Uhr
Hardware-Uhr
PG-/OP-Kommunikation ja
S gepuffert
S Pufferungsdauer
ja
Globale Datenkommuni- ja
kation
typ. 6 Wochen (bei
40 °C Umgebungstemperatur)
S Anzahl der GD-Pa-
S Genauigkeit
Abweichung pro
Tagt10 s
Betriebsstundenzähler
1
S
S
S
S
Nummer
0
kete
Wertebereich
0 bis 32767 Stunden
–
Granularität
1 Stunde
remanent
ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet werden
S7-Meldefunktionen
max. 11
Prozessdiagnosemeldungen
ALARM_S,
ALARM_SC,
ALARM_SQ
S gleichzeitig aktive
max. 40
Alarm_S-Bausteine
Status/Steuern Variable
ja
S Variable
Eingänge, Ausgänge,
Merker, DB, Zeiten,
Zähler
–
–
max. 30
davon Status
Variable
max. 30
max. 4
–
Empfänger
max. 4
S Größe der GD-Pa-
davon Steuern
Variable
max. 14
davon konsistent 22 Byte
Ja
S Nutzdaten pro Auf-
max. 76 Byte
trag
davon konsistent 76 Byte
(XSEND/XRECEIVE)
64 Byte
(XPUT/XGET)
als Server
S7-Kommunikation
Ja (Server)
S Nutzdaten pro Auf-
max. 160 Byte
trag
davon konsistent 64 Byte
S5-kompatible-Kommunikation
S Variable
S Anzahl
Eingänge, Ausgänge
Status Baustein
ja
Einzelschritt
ja
Haltepunkt
2
Diagnosepuffer
ja
S Anzahl der Einträge
max. 100 (nicht einstellbar)
max. 10
nein
Standardkommunikation nein
Anzahl Verbindungen
max. 12
verwendbar für
S PG-Kommunikation
reserviert
(Default)
S OP-Kommunikation
ja
max. 22 Byte
S7-Basis-Kommunikation
–
Forcen
9-6
Sender
–
Test- und Inbetriebnahmefunktionen
S Anzahl Variable
–
–
Anzahl anmeldbarer
Stationen für Meldefunktionen (z. B. OS)
max. 4
kete
–
reserviert
(Default)
max. 11
1
max. 11
1
S S7-Basis-Kommuni- max. 8
kation
–
reserviert
(Default)
0
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Technische Daten
Schnittstelle
Typ der Schnittstelle
Physik
FO
–
integrierte LWLRS 485Schnittstelle
Schnittund
stelle
integrierte
PG-Schnittstelle
RS 485
Stromversorgung an
Schnittstelle
(15 bis 30 V DC)
max. 80 mA
siem80E2.gsg
FO: siem80.. .gsg
S Übertragungs-
bis 12 MBaud
–
Adressbereiche
244 Byte I/244 Byte O
32 mit je max. 32 Byte*
Programmierung
nein
Funktionalität
S MPI
S PROFIBUS-DP
S Punkt-zu-Punkt-
S GSD-Datei
S Übergabespeicher
LWL
RS 485
ja
ja
geschwindigkeiten
bzw.
potentialgetrennt
Direkter Datenaustausch
ja
DP-Slave (aktiv/passiv)
nein
Kopplung
Programmiersprache
STEP 7 (KOP, FUP,
AWL)
Operationsvorrat
siehe Anhang A
Klammerebenen
8
Systemfunktionen (SFC)
siehe Anhang B
Systemfunktionsbausteine (SFB)
siehe Anhang B
Anwenderprogrammschutz
ja
MPI
Maße und Gewicht
S Anzahl Verbindungen 12
S Dienste:
Einbaumaße
B H T (mm)
60 x 119,5 x 75
Gewicht
ca. 200 g
–
PG-/OP-Kommu- ja
nikation
Spannungen, Ströme
–
Routing
nein
Versorgungsspannung
Nennwert
DC 24 V
–
GlobaldatenKommunikation
ja
20,4 bis 28,8 V
–
S7-Basiskommu- ja
nikation
S zulässiger Bereich
S Verpolschutz
S Spannungsausfall-
–
S7-Kommunikation
S Übertragungsge-
ja
5 ms
überbrückung
ja (nur Server)
Isolation geprüft mit
max. 12 MBaud
DC 500 V
Stromaufnahme aus Ver- ca. 250 mA
sorgungsspannung (1L+)
schwindigkeiten
S Stromversorgung für max. 700 mA
DP-Slave
ET 200S Rückwandbus
S Anzahl Verbindungen 12
S Dienste:
–
PG-/OP-Kommu- ja
nikation
–
Routing
Verlustleistung
*
typ. 3,3 W
bis zur maximalen Größe des Übergabespeichers
nein
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
9-7
Technische Daten
9-8
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Umstieg von IM 151-7 CPU
(6ES7 151-7Ax00-0AB0) auf IM 151-7 CPU
(6ES7 151-7Ax10-0AB0)
10
Wenn Sie Ihr vorhandenes Anwenderprogramm für das IM 151-7 CPU
(6ES7 151-7Ax00-0AB0) auf ein IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax10-0AB0) laden,
kann es zu folgenden Problemen kommen:
Asynchron arbeitende SFC
Einige asynchron arbeitende SFC waren auf den IM 151-7 CPU
(6ES7 151-7Ax00-0AB0) immer oder unter bestimmten Bedingungen bereits nach
dem ersten Aufruf abgearbeitet (“quasi-synchron”).
Diese SFC laufen auf den IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax10-0AB0) wirklich asynchron. Die asynchrone Bearbeitung kann sich über mehrere OB 1-Zyklen erstrekken. Dadurch kann eine Warteschleife innerhalb eines OB zu einer Endlosschleife
werden.
Betroffen sind:
S
SFC 56 “WR_DPARM”; SFC 57 “PARM_MOD”
Dieser SFC arbeitet auf stand-alone IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax00-0AB0)
immer “quasi-synchron”.
Auf stand-alone IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax10-0AB0) und auf dezentralen
IM 151-7 CPU arbeitet er asynchron.
Hinweis
Verwenden Sie den SFC 56 “WR_DPARM” oder SFC 57 “PARM_MOD”, sollten
Sie immer das BUSY-Bit der SFCs auswerten.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
10-1
Umstieg von IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax00-0AB0) auf IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax10-0AB0)
Funktionseinschränkungen von SFC
SFC 20 “BLKMOV”
Dieser SFC konnte bisher auch verwendet werden, um Daten aus einem nicht ablaufrelevanten DB zu kopieren.
Diese Funktionalität hat der SFC 20 nicht mehr. Dafür ist jetzt der SFC 83
“READ_DBL” zu verwenden.
Nicht mehr verfügbare SFC
SFC 54 “RD_DPARM”
Dieser SFC ist nicht mehr verfügbar, stattdessen muss der asynchron arbeitende
SFC 102 “RD_DPARA” verwendet werden.
SFC, die ggf. andere Ergebnisse liefern
Wenn Sie ausschließlich logische Adressierung in Ihrem Anwenderprogramm verwenden, brauchen Sie die folgenden Punkte nicht zu berücksichtigen.
Wenn Sie Adressumrechnungen im Anwenderprogramm verwenden (SFC 5
“GADR_LGC”, SFC 49 “LGC_GADR”), dann müssen Sie für DP-Slaves die Zuordnung von Steckplatz und logischer Anfangsadresse prüfen.
S
Die Diagnoseadresse des DP-Slaves ist jetzt immer dem Steckplatz 0 zugeordnet.
S
DP-Slave in STEP 7 integriert:
Die Anschaltungsbaugruppe (Steckplatz 2) hat ggf. eine eigene Adresse
(z. B. IM 151-7 CPU als I-Slave).
10-2
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Umstieg von IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax00-0AB0) auf IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax10-0AB0)
Umstellung von Diagnoseadressen von DP-Slaves
Beachten Sie, dass Sie die Diagnoseadressen für die Slaves unter Umständen neu
vergeben müssen, da zum Teil zwei Diagnoseadressen pro Slave erforderlich sind.
S
Der virtuelle Steckplatz 0 hat eine eigene Adresse.
Die Baugruppenzustandsdaten zu diesem Steckplatz (auslesen mit SFC 51
“RDSYSST”) enthalten die Kennungen, die den kompletten Slave/die komplette
Station betreffen, z. B. Kennung Station gestört.
S
Zusätzlich hat bei in STEP 7 integrierten Baugruppen (z. B. IM 151-7 CPU als
I-Slave) auch der Steckplatz 2 eine eigene Adresse. Über diese Adresse wird
z. B. bei IM 151-7 CPU als I-Slave der Betriebszustandswechsel im Diagnosealarm OB 82 des Masters gemeldet.
Wenn Sie den SFC 51 “RDSYSST” benutzen, um z. B. Baugruppenzustandsinformation oder Baugruppenträger-/Stationszustandsinformation auszulesen, müssen
Sie auch die geänderte Bedeutung der Steckplätze und den zusätzlichen Steckplatz 0 berücksichtigen.
Verwendung konsistenter Datenbereiche im Prozessabbild bei DP-Slaves
Nachfolgend zeigen wir Ihnen, was Sie bei der Kommunikation in einem DP-Mastersystem beachten müssen, wenn Sie E/A-Bereiche mit der Konsistenz “Gesamte Länge” übertragen wollen.
S
Wenn der Adressbereich konsistenter Daten im Prozessabbild liegt, dann wird
dieser Bereich automatisch aktualisiert.
S
Zum Lesen und Schreiben konsistenter Daten können Sie auch die SFCs 14
und 15 benutzen.
S
Wenn der Adressbereich konsistenter Daten außerhalb des Prozessabbilds
liegt, dann müssen Sie zum Lesen und Schreiben konsistenter Daten die
SFCs 14 und 15 benutzen.
S
Außerdem sind auch Direktzugriffe auf die konsistenten Bereiche möglich
(z. B. L PEW oder T PAW).
Sie können maximal 32 Byte konsistente Daten übertragen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
10-3
Umstieg von IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax00-0AB0) auf IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax10-0AB0)
Ersetzen eines IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax00-0AB0) durch ein IM 151-7 CPU
(6ES7 151-7Ax10-0AB0) in der Projektierung
Wenn der Anwender an der Projektierung nichts ändert, werden beim Tausch
eines IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax00-0AB0) gegen ein IM 151-7 CPU
(6ES7 151-7Ax10-0AB0) die funktionalen Einstellungen in der Projektierung auf
Defaultwerte gesetzt.
Das bedeutet im Einzelnen:
S
Das IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax00-0AB0) war auf “kein DP” (d. h. standalone) eingestellt.
→ das IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax10-0AB0) wird auf “MPI” gesetzt.
S
Das IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax00-0AB0) war auf “DP-Slave” eingestellt.
→ das IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax10-0AB0) wird ebenfalls auf “DP-Slave”
gesetzt.
Hinweis für den Tausch in HW Konfig
S
IM 151-7 CPU markieren und anschließend tauschen funktioniert nicht.
S
Der Tausch ist erst möglich, nachdem das Rack selektiert wurde.
Neue Funktionalitäten des IM 151-7 CPU (6ES7 151-7Ax10-0AB0)
S
koexistente Schnittstelle MPI/DP (aktiv/passiv) (siehe Kapitel 7.5)
S
neues Speicherkonzept (siehe Kapitel 7.4)
S
Globale Datenkommunikation (siehe Kapitel 7.7)
Mit diesem Dienst wird der zyklische Austausch von Globaldaten zwischen
SIMATIC S7-CPUs (also auch IM 151-7 CPU) realisiert.
S
S7-Basiskommunikation (siehe Kapitel 7.7)
Mit diesem Dienst wird der Datenaustausch zwischen IM 151-7 CPU und kommunikationsfähigen SIMATIC-Baugruppen innerhalb einer S7-Station realisiert.
Zur Unterstützung stehen die SFCs 65 bis 74 zur Verfügung.
S
MMC bis 8 MByte (siehe Kapitel 7.3)
S
Datenablage (siehe Kapitel 7.4.4)
Die Daten werden mit Hilfe der SFCs 82 bis 84 auf einer MMC gespeichert und
wieder in die CPU zurückgeladen.
S
STEP 7-Projekt auf MMC speichern (siehe Kapitel 7.4.5)
S
Neue SFBs
Die SFBs 52 bis 54 und SFB 75 nach IEC 61784-1 werden unterstützt.
S
Betriebsstundenzähler 32 Bit
Der Zähler wird mit Hilfe des SFC 101 bedient.
10-4
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A
Operationsliste
In diesem Anhang finden Sie den gesamten Operationsumfang, der Ihnen für die
Programmierung des IM 151-7 CPU mit STEP 7 zur Verfügung steht. Außerdem
finden Sie zu jeder Operation ihre typische Ausführungszeit.
Eine ausführliche Beschreibung aller Operationen mit Beispielen finden Sie in den
STEP 7-Programmierhandbüchern.
Hinweis
Bei indirekter Adressierung (Beispiele siehe Kapitel A.4) müssen Sie zu den
Ausführungszeiten noch eine Zeit für das Laden der Adresse des jeweiligen Operanden addieren (siehe Kapitel A.5).
Übersicht
Anhang
Thema
Seite
A.1
Operanden und Parameterbereiche
A-2
A.2
Abkürzungen
A-3
A.3
Register
A-3
A.4
Adressierungsbeispiele
A-5
A.5
Ausführungszeiten bei indirekter Adressierung
A-7
Operationsliste
A-13
ab A.6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-1
Operationsliste
A.1
Operanden und Parameterbereiche
Operand
Parameterbereich
Beschreibung
LW
0 bis
508
Lokaldatenwort
A
0.0 bis
127.7
Ausgang (im PAA)
LD
0 bis
506
Lokaldaten-Doppelwort
AB
0 b. 127
Ausgangsbyte (im PAA)
M
0.0 bis
255.7
Merker
AW
0 b. 126
Ausgangswort (im PAA)
MB
0 b. 255
Merkerbyte
AD
0 b. 124
Ausgangsdoppelwort (im PAA)
MW
0 b. 254
Merkerwort
B
–
bereichsübergreifend, registerindirekt adressiertes Byte
MD
0 b. 252
Merkerdoppelwort
PAB
–
bereichsübergreifend, registerindirekt adressiertes Wort
0 bis
2047
Peripherieausgangsbyte
W
PAW
–
bereichsübergreifend, registerindirekt adressiertes Doppelwort
0 bis
2046
Peripherieausgangswort
D
PAD
0 bis
2044
Peripherieausgangs-Doppelwort
PEB
0 bis
2047
Peripherieeingangsbyte
PEW
0 bis
2046
Peripherieeingangswort
PED
0 bis
2044
Peripherieeingangs-Doppelwort
T
0 bis
256
Timer (Zeiten)
Z
0 bis
256
Zähler
DBX
0.0 bis
16383.7
Datenbit im Datenbaustein
DB
1 bis
511
Datenbaustein
DBB
0 bis
16383
Datenbyte im DB
DBW
0 bis
16382
Datenwort im DB
DBD
0 bis
16380
Datendoppelwort im DB
DIX
0.0 bis
16383.7
Datenbit im Instanz-DB
DI
1 bis
511
Instanz-Datenbaustein
DIB
0 bis
16383
Datenbyte im Instanz-DB
0 bis
16382
Datenwort im Instanz-DB
DID
0 bis
16380
E
Parameter
–
Operand, über Parameter
adressiert
B#
–
Konstante, 2 oder 4 Byte
D#
–
IEC Datumskonstante
L#
–
Ganzzahl-Konstante (32 Bit)
P#
–
Pointerkonstante
S5T#
–
S5-Zeitkonstante (16 Bit)*
Datendoppelwort im Instanz-DB
T#
**
Zeitkonstante (16/32 Bit)
IEC Zeitkonstante (32 Bit)
Eingang (im PAE)
TOD
#
–
0.0 bis
127.7
C#
–
Zählerkonstante (16/32 Bit)
EB
0 b. 127
Eingangsbyte (im PAE)
2#
–
Binärkonstante (16/32 Bit)
EW
0 b. 126
Eingangswort (im PAE)
16#
–
ED
0 b. 124
Eingangsdoppelwort (im PAE)
Hexadezimalkonstante
(16/32 Bit)
L
0.0 bis
509.7
Lokaldaten
LB
0 bis
509
Lokaldatenbyte
DIW
A-2
* dient zum Laden der S5-Timer
** T # 1D_5M_3M_1S_2MS
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.2
Abkürzungen
Folgende Abkürzungen verwenden wir in der Operationsliste:
Abkürzung
A.3
... steht für
Beispiel
k8
Konstante (8 Bit)
32
k16
Konstante (16 Bit)
62 531
k32
Konstante (32 Bit)
127 624
i8
Ganzzahl (8 Bit)
–155
i16
Ganzzahl (16 Bit)
+6523
i32
Ganzzahl (32 Bit)
–2 222 222
m
P#x.y (Pointer)
P#240.3
n
Binärkonstante
1001 1100
p
Hexadezimalkonstante
EA12
MARKE
symbolische Sprungadresse
(max. 4 Buchstaben)
ZIEL
Register
AKKU1 und AKKU2 (32 Bit)
Die AKKUs sind Register für die Verarbeitung von Bytes, Worten oder Doppelworten. Dazu werden die Operanden in die AKKUs geladen und dort verknüpft. Das
Verknüpfungsergebnis steht immer im AKKU1.
Die AKKUs sind 32 Bit breit.
Bezeichnungen:
AKKU
Bit
AKKU1
AKKU2
Bit 0 bis 31
AKKU1-L
AKKU2-L
Bit 0 bis 15
AKKU1-H
AKKU2-H
Bit 16 bis 31
AKKU1-LL
AKKU2-LL
Bit 0 bis 7
AKKU1-LH
AKKU2-LH
Bit 8 bis 15
AKKU1-HL
AKKU2-HL
Bit 16 bis 23
AKKU1-HH
AKKU2-HH
Bit 24 bis 31
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-3
Operationsliste
Adressregister AR1 und AR2 (32 Bit)
Die Adressregister enthalten die bereichsinternen oder bereichsübergreifenden
Adressen für die registerindirekt adressierenden Operationen. Die Adressregister
sind 32 Bit breit.
Die bereichsinternen bzw. bereichsübergreifenden Adressen haben folgenden Aufbau:
S
bereichsinterne Adresse:
00000000 00000bbb bbbbbbbb bbbbbxxx
S
bereichsübergreifende Adresse:
10000yyy 00000bbb bbbbbbbb bbbbbxxx
Legende:
Byteadresse
Bitnummer
Bereichskennung (siehe Kap. A.4)
b
x
y
Statuswort (16 Bit)
Die Anzeigen werden durch die Operationen ausgewertet oder gesetzt.
Das Statuswort ist 16 Bit breit.
*
A-4
Bit
Belegung
Bedeutung
0
/ER
Erstabfrage *
1
VKE
Verknüpfungsergebnis
2
STA
Status *
3
OR
Oder *
4
OS
Überlauf speichernd
5
OV
Überlauf
6
A0
Ergebnisanzeige
7
A1
Ergebnisanzeige
8
BIE
Binärergebnis
9 bis
15
nicht belegt
–
Bit kann im Anwenderprogramm mit Operation L STW nicht ausgewertet werden,
da das Bit zur Programmlaufzeit nicht aktualisiert wird.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.4
Adressierungsbeispiele
Adressierungsbeispiele
Beschreibung
Unmittelbare Adressierung
L +27
Lade 16-Bit-Ganzzahl-Konstante “27” in AKKU1
L L#–1
Lade 32-Bit-Ganzzahl-Konstante “–1” in AKKU1
L 2#1010101010101010
Lade Binärkonstante in AKKU1
L DW#16#A0F0 BCFD
Lade Hexadezimalkonstante in AKKU1
L ’ENDE’
Lade ASCII-Zeichen in AKKU1
L T#500 ms
Lade Zeitwert in AKKU1
L P#10.0
Lade bereichsinternen Pointer in AKKU1
L P#E20.6
Lade bereichsübergreifenden Pointer in AKKU1
L –2.5
Lade Realzahl in AKKU1
L D#1997–01–20
Lade Datum
L TOD#13:20:33.125
Lade Uhrzeit
Direkte Adressierung
U E 0.0
UND-Verknüpfung des Eingangsbits 0.0
L EB 1
Lade Eingangsbyte 1 in AKKU1
L EW 0
Lade Eingangswort 0 in AKKU1
L ED 0
Lade Eingangsdoppelwort 0 in AKKU1
Indirekte Adressierung Timer/Zähler
SI T [LW 8]
Starte Timer; die Timer-Nr. steht im Lokaldatenwort 8
ZV Z [LW 10]
Starte Zähler; die Zähler-Nr. steht im Lokaldatenwort 10
Speicherindirekte, bereichsinterne Adressierung
U E [LD 12]
Beispiel: L P#22.2
T LD 12
U E [LD 12]
UND-Operation; die Adresse des Eingangs steht als Pointer
im Lokaldaten-Doppelwort 12
U E [DBD 1]
UND-Operation; die Adresse des Eingangs steht als Pointer
im Datendoppelwort 1 des DB
U A [DID 12]
UND-Operation; die Adresse des Ausgangs steht als Pointer
im Datendoppelwort 12 des Instanz-DB
U A [MD 12]
UND-Operation; die Adresse des Ausgangs steht als Pointer
im Merkerdoppelwort 12
Registerindirekte, bereichsinterne Adressierung
U E [AR1,P#12.2]
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
UND-Operation; die Adresse des Eingangs errechnet sich
zu “Pointerwert im Adressregister 1 + Pointer P#12.2”
A-5
Operationsliste
Adressierungsbeispiele
Beschreibung
Registerindirekte, bereichsübergreifende Adressierung
Für die bereichsübergreifende, registerindirekte Adressierung muss die Adresse zusätzlich
eine Bereichskennung in den Bits 24-26 enthalten. Die Adresse steht im Adressregister.
Bereichskennung
P
E
A
M
DB
DI
L
VL
Codierung
binär
hex.
1000 0000 80
1000 0001 81
1000 0010 82
1000 0011 83
1000 0100 84
1000 0101 85
1000 0110 86
1000 0111 87
Bereich
Peripheriebereich
Eingangsbereich
Ausgangsbereich
Merkerbereich
Datenbereich
Instanz-Datenbereich
Lokaldatenbereich
Vorgänger-Lokaldatenbereich (Zugriff auf
Lokaldaten des aufrufenden Bausteins
siehe Seite A-5)
L B [AR1,P#8.0]
Lade Byte in AKKU1; die Adresse errechnet sich aus “Pointerwert im Adressregister 1)Pointer P#8.0”
U [AR1,P#32.3]
UND-Operation; die Adresse des Operanden errechnet sich
aus “Pointerwert im Adressregister 1)Pointer P#32.3”
Adressierung über Parameter
U Parameter
Der Operand wird über den Parameter adressiert
Pointer berechnen
Hier 2 Beispiele für das Berechnen von Pointern:
Beispiel bei Summe der Bitadressenx7:
LAR1 P#8.2
U E [AR1,P#10.2]
Ergebnis: Adressiert wird Eingang 18.4 (durch jeweilige Addition der Byte- und Bitadressen)
Beispiel bei Summe der Bitadressenu7:
L MD 0
beliebig berechneter Pointer, z.B. P#10.5
LAR1
U E [AR1,P#10.7]
Ergebnis: Adressiert wird Eingang 21.4 (durch Addition der Byte- und Bitadressen
mit Übertrag)
A-6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.5
Ausführungszeiten bei indirekter Adressierung
Die Ausführungszeiten bei indirekter Adressierung müssen Sie berechnen. Die Berechnung erklären wir Ihnen in diesem Kapitel.
2 Teile einer Anweisung
Eine Anweisung mit indirekt adressierten Operanden besteht aus 2 Teilen:
1. Teil: Laden der Adresse des Operanden
2. Teil: Ausführen der Operation
Das bedeutet, Sie müssen auch die Ausführungszeit einer Anweisung mit indirekt
adressiertem Operanden aus diesen beiden Teilen berechnen.
Ausführungszeit berechnen
Für die Gesamt-Ausführungszeit gilt:
+
=
Ausführungszeit für das Laden der Adresse
Ausführungszeit der Operation
Gesamt-Ausführungszeit der Operation
Die in Kapitel A.6 und in den folgenden Kapiteln angegebenen Ausführungszeiten
sind die Ausführungszeiten für den 2. Teil einer Anweisung, also für das eigentliche
Ausführen einer Operation.
Zu dieser Zeit müssen Sie noch die Ausführungszeit für das Laden der Adresse
des Operanden hinzufügen.
Laden einer Adresse
Die Ausführungszeit für das Laden der Adresse des Operanden aus den verschiedenen Bereichen finden Sie in der folgenden Tabelle.
Adresse liegt im...
Ausführungszeit in ms
Merkerbereich M
Wort
Doppelwort
0,4
0,9
Datenbaustein DB/DI
Wort
Doppelwort
0,8
2,0
Lokaldatenbereich L
Wort
Doppelwort
0,5
1,2
AR1/AR2 (bereichsintern)
0,5
AR1/AR2 (bereichsübergreifend)
1,6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-7
Operationsliste
Adresse liegt im...
A-8
Ausführungszeit in ms
Parameter (Wort) ... für:
Zeiten
Zähler
Bausteinaufrufe
1,0
Parameter (Doppelwort) ...
für:
Bit, Byte, Worte
und Doppelworte
2,0
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.5.1
Beispiel für speicherindirekte, bereichsinterne Adressierung
Beispiel
Beispiel:
U E [DBD 12]
1. Schritt
Laden des Inhalts von DBD 12
Ausführungszeit in ms
Adresse liegt im ...
Merkerbereich M
Wort
Doppelwort
0,4
0,9
Datenbaustein DB/DI
Wort
Doppelwort
0,8
2,0
2. Schritt
UND-Verknüpfung des so adressierten Eingangs (Ausführungszeit steht in Kapitel A.6 und in den folgenden Kapiteln).
typische Ausführungszeit in ms
direkte Adressierung
indirekte Adressierung
0,1
:
1,6+
Zeit für
UE
:
Gesamt-Ausführungszeit
Damit ergibt sich als Gesamt-Ausführungszeit:
+
=
2,0 ms
1,6 ms
3,6 ms
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-9
Operationsliste
A.5.2
Beispiel für registerindirekte, bereichsinterne Adressierung
Beispiel
U E [AR1, P#34.3]
1. Schritt
Laden des Inhalts von AR1 und Erhöhen um den Offset 34.3.
Adresse liegt im ...
Ausführungszeit in ms
:
:
AR1/AR2 (bereichsintern)
0,5
:
:
2. Schritt
UND-Verknüpfung des so adressierten Eingangs (Ausführungszeit steht in Kapitel A.6 und in den folgenden Kapiteln).
typische Ausführungszeit in ms
direkte Adressierung
0,1
:
indirekte Adressierung
Zeit für
UE
1,6+
:
Gesamt-Ausführungszeit
Damit ergibt sich als Gesamt-Ausführungszeit:
Gesamt-Ausführungszeit:
0,5 ms
+
1,6 ms
=
2,1 ms
A-10
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.5.3
Beispiel für registerindirekte, bereichsübergreifende Adressierung
Beispiel
U [AR1, P#23.1] ... mit P#E 1.0 im AR1
1. Schritt
Laden des Inhalts von AR1 und Erhöhen um den Offset 23.1.
Adresse liegt im ...
Ausführungszeit in ms
:
:
AR1/AR2 (bereichsübergreifend)
1,6
:
:
2. Schritt
UND-Verknüpfung des so adressierten Eingangs (Ausführungszeit steht in Kapitel A.6 und in den folgenden Kapiteln).
typische Ausführungszeit in ms
direkte Adressierung
indirekte Adressierung
0,1
:
1,6+
Zeit für
UE
:
Gesamt-Ausführungszeit
Damit ergibt sich als Gesamt-Ausführungszeit:
Gesamt-Ausführungszeit:
1,6 ms
+
1,6 ms
=
3,2 ms
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-11
Operationsliste
A.5.4
Beispiel für Adressierung über Parameter
Beispiel
U Parameter ... mit E 0.5 in der Bausteinparameterliste
1. Schritt
Laden des über den Parameter adressierten E 0.5.
Adresse liegt im ...
Ausführungszeit in ms
:
:
:
:
Parameter (Doppelwort)
2,0
2. Schritt
UND-Verknüpfung des so adressierten Eingangs (Ausführungszeit steht in Kapitel A.6 und in den folgenden Kapiteln).
typische Ausführungszeit in ms
direkte Adressierung
indirekte Adressierung
0,1
:
1,6+
Zeit für
UE
:
Gesamt-Ausführungszeit
Damit ergibt sich als Gesamt-Ausführungszeit:
Gesamt-Ausführungszeit:
2,0 ms
+
1,6 ms
=
3,6 ms
A-12
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.6
Verknüpfungsoperationen mit Bitoperanden
Abfrage des adressierten Operanden auf seinen Signalzustand und Verknüpfung
des Ergebnisses mit dem VKE nach der entsprechenden Funktion.
Operation
Operand
U
Bedeutung
E/A
M
L
DBX/DIX
UND
Eingang/Ausgang
Merker
Lokaldatenbit
Datenbit
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
E/A/M/L/DBX/DIX (über AR1, AR2
bereichsübergreifend oder über
Parameter adressiert)
E/A
M
L
DBX/DIX
UND-NICHT
Eingang/Ausgang
Merker
Lokaldatenbit
Datenbit
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
E/A/M/L/DBX/DIX (über AR1, AR2
bereichsübergreifend oder über
Parameter adressiert)
UN
Statuswort für:
U, UN
Länge in
Worten
direkte Adressierung
indirekte
Adressierung*
1**/2
1**/2
2
2
0,1
0,2
0,4
1,6
1,6+
1,7+
2,0+
2,4+
2
–
–
–
+
+
+
2
0,2
0,3
0,4
1,6
1,7+
1,8+
2,1+
2,5+
2
–
–
–
+
+
+
typische Ausführungszeit in ms
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
ja
–
ja
ja
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
ja
ja
ja
1
O
E/A
M
L
DBX/DIX
ODER
Eingang/Ausgang
Merker
Lokaldatenbit
Datenbit
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
E/A/M/L/DBX/DIX (über AR1, AR2
bereichsübergreifend oder über
Parameter adressiert)
E/A
M
L
DBX/DIX
ODER-NICHT
Eingang/Ausgang
Merker
Lokaldatenbit
Datenbit
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
E/A/M/L/DBX/DIX (über AR1, AR2
bereichsübergreifend oder über
Parameter adressiert)
ON
Statuswort für:
O, ON
1**/2
1**/2
2
2
0,1
0,2
0,4
1,6
1,6+
1,7+
2,0+
2,4+
2
–
–
–
+
+
+
1**/2
1**/2
2
2
0,2
0,3
0,4
1,7
1,7+
1,8+
2,1+
2,5+
2
–
–
–
+
+
+
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
ja
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
ja
ja
1
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-13
Operationsliste
Operation
Operand
X
Bedeutung
E/A
M
L
DBX/DIX
EXKLUSIV-ODER
Ein-/Ausgang
Merker
Lokaldatenbit
Datenbit
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
E/A/M/L/DBX/DIX (über AR1, AR2
bereichsübergreifend oder über Parameter adressiert)
E/A
M
L
DBX/DIX
EXKLUSIV-ODER-NICHT
Eingang/Ausgang
Merker
Lokaldatenbit
Datenbit
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
E/A/M/L/DBX/DIX (über AR1, AR2
bereichsübergreifend oder über Parameter adressiert)
XN
Statuswort für:
*
Länge in
Worten
X, XN
typische Ausführungszeit in ms
direkte Adressierung
indirekte
Adressierung*
2
0,1
0,2
0,4
1,6
1,6+
1,7+
2,0+
2,4+
2
–
–
–
+
+
+
2
0,2
0,3
0,4
1,7
1,7+
1,8+
2,1+
2,5+
2
–
–
–
+
+
+
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
ja
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
ja
ja
1
+ Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
A-14
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.7
Verknüpfungsoperationen von Klammerausdrücken
Retten der Bits BIE, VKE, OR und einer Funktionskennung (U, UN, bis) auf den
Klammerstack. 7 Klammerebenen sind pro Baustein möglich.
Operation
Operand
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
U(
UND-Klammer-Auf
1
0,4
UN(
UND-NICHT-Klammer-Auf
1
0,5
O(
ODER-Klammer-Auf
1
0,3
ON(
ODER-NICHT-Klammer-Auf
1
0,4
X(
EXKLUSIV-ODER-Klammer-Auf
1
0,4
XN(
Statuswort für:
EXKLUSIV-ODER-NICHT-Klammer-Auf
U(, UN(, O(, ON(, X(,
XN(
1
0,4
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
ja
–
–
–
–
ja
–
ja
ja
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
1
–
0
)
Statuswort für:
Klammer zu, Entfernen eines Eintrags
vom Klammerstack, Verknüpfen des VKE
mit dem aktuellen VKE im Prozessor
)
1
1,0
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
ja
–
–
–
–
ja
1
ja
1
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-15
Operationsliste
A.8
ODER-Verknüpfung von UND-Funktionen
Es erfolgt die ODER-Verknüpfung von UND-Funktionen nach der Regel: UND vor
ODER.
Operation
Operand
O
Statuswort für:
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
1
0,1
ODER-Verknüpfung von UND-Funktionen
nach der Regel: UND vor ODER
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
ja
–
ja
ja
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
ja
1
–
ja
A-16
O
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.9
Verknüpfungsoperationen mit Zeiten und Zählern
Abfrage des adressierten Timers/Zählers auf seinen Signalzustand und Verknüpfen des Ergebnisses mit dem VKE nach der entsprechenden Funktion.
Operation
U
UN
Operand
Länge
in
Worten
Bedeutung
T
Z
UND Timer
UND Zähler
Timerpara.
Zählerpara.
UND Timer/Zähler (über Parameter adressiert)
T
Z
UND-NICHT Timer
UND-NICHT Zähler
Timerpara.
Zählerpara.
UND-NICHT Timer/Zähler (über
Parameter adressiert)
Statuswort für:
direkte Adressierung
indirekte
Adressierung *
1**/2
0,3
0,2
1,1+
1,1+
2
–
–
+
+
1**/2
0,4
0,3
1,2+
1,2+
2
–
–
+
+
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
ja
–
ja
ja
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
ja
ja
ja
1
O
ON
X
XN
U, UN
typische Ausführungszeit in ms
T
Z
ODER Timer
ODER Zähler
1**/2
0,3
0,2
1,1+
1,0+
Timerpara.
Zählerpara.
ODER Timer/Zähler (über Parameter adressiert)
2
–
–
+
+
T
Z
ODER-NICHT Timer
ODER-NICHT Zähler
1**/2
0,4
0,3
1,2+
1,1+
Timerpara.
Zählerpara.
ODER-NICHT Timer/Zähler (über
Parameter adressiert)
2
–
–
+
+
T
Z
EXKLUSIV-ODER Timer
EXKLUSIV-ODER Zähler
2
0,3
0,2
1,1+
1,1+
Timerpara.
Zählerpara
EXKLUSIV-ODER Timer/Zähler
(über Parameter adressiert)
2
–
–
+
+
T
Z
EXKLUSIV-ODER-NICHT Timer
EXKLUSIV-ODER-NICHT Zähler
2
0,4
0,3
1,2+
1,2+
Timerpara.
Zählerpara.
EXKLUSIV-ODER-NICHT Timer/
Zähler (über Parameter adressiert)
2
–
–
+
+
Statuswort für:
O, ON, X, XN
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
ja
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
ja
ja
1
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-17
Operationsliste
A.10
Verknüpfungsoperationen mit dem Inhalt von AKKU1
Verknüpfung des Inhalts von AKKU1 bzw. AKKU1-L mit einem Wort bzw. einem
Doppelwort nach der entsprechenden Funktion. Das Wort bzw. Doppelwort steht
entweder als Konstante in der Operation oder im AKKU2. Das Ergebnis steht im
AKKU1 bzw. AKKU1-L.
Operation
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit in ms
UND AKKU2-L
1
0,3
UND 16-Bit-Konstante
2
0,3
ODER AKKU2-L
1
0,3
ODER 16-Bit-Konstante
2
0,3
EXKLUSIV-ODER AKKU2-L
1
0,3
EXKLUSIV-ODER 16-BitKonstante
2
0,3
UND AKKU2
1
0,9
UND 32-Bit-Konstante
3
1,0
ODER AKKU2
1
0,9
ODER 32-Bit-Konstante
3
1,0
EXKLUSIV-ODER AKKU2
1
0,9
EXKLUSIV-ODER 32-BitKonstante
3
1,0
Operand
UW
k16
OW
k16
XOW
k16
UD
k32
OD
k32
XOD
k32
Bedeutung
Statuswort für: UW, OW, XOW, UD,
OD, XOD
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
0
0
–
–
–
–
–
A-18
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.11
Verknüpfungsoperationen mit Anzeigenbits
Abfrage der angegebenen Bedingungen auf ihren Signalzustand und Verknüpfen
des Ergebnisses mit dem VKE nach der entsprechenden Funktion.
Operation
U,
O,
X
Operand
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit in ms
==0
UND Ergebnis=0
(A1=0) and (A0=0)
1
0,2
>0
UND Ergebnis>0
(A1=1) and (A0=0)
1
0,3
<0
UND Ergebnis<0
(A1=0) and (A0=1)
1
0,3
<>0
UND Ergebnis00
((A1=0) and (A0=1) or (A1=1) and (A0=0))
1
0,2
<=0
UND Ergebnis<=0
((A1=0) and (A0=1) or (A1=0) and (A0=0))
1
0,2
>=0
UND Ergebnis>=0
((A1=1) and (A0=0) or (A1=0) and (A0=0))
1
0,2
UO
UND unordered/unzulässig
(A1=1) and (A0=1)
1
0,2
OS
UND OS=1
1
0,1
BIE
UND BIE=1
1
0,1
OV
UND OV=1
1
0,1
Statuswort für:
U , O, X
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
ja
ja
ja
ja
ja
ja
–
ja
ja
Operation beeinflusst:
–
–
–
–-
–
ja
ja
ja
1
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-19
Operationsliste
Operation
UN,
ON,
XN
Operand
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit in ms
==0
UND-NICHT Ergebnis=0
(A1=0) and (A0=0)
1
0,2
>0
UND-NICHT Ergebnis>0
(A1=1) and (A0=0)
1
0,3
<0
UND-NICHT Ergebnis<0
(A1=0) and (A0=1)
1
0,3
<>0
UND-NICHT Ergebnis00
((A1=0) and (A0=1) or (A1=1) and (A0=0))
1
0,3
<=0
UND-NICHT Ergebnis<=0
((A1=0) and (A0=1) or (A1=0) and (A0=0))
1
0,1
>=0
UND-NICHT Ergebnis>=0
((A1=1) and (A0=0) or (A1=0) and (A0=0))
1
0,1
UO
UND-NICHT unordered/unzulässig
(A1=1) and (A0=1)
1
0,3
OS
UND-NICHT OS=1
1
0,2
OV
UND-NICHT OV=1
1
0,2
BIE
UND-NICHT BIE=1
1
0,2
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
ja
ja
ja
ja
ja
ja
–
ja
ja
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
ja
ja
ja
1
A-20
UN, ON, XN
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.12
Flankenoperationen
Erkennen eines Flankenwechsels. Der aktuelle Signalzustand im VKE wird verglichen mit dem Signalzustand im Operanden, dem “Flankenmerker”.
FP erkennt einen Flankenwechsel von “0” nach “1”.
FN erkennt einen Flankenwechsel von “1” nach “0”.
Operation
typische Ausführungszeit
in ms
direkte
indirekte
AdressieAdressierung
rung*
Operand
Bedeutung
FP
E/A
M
L
DBX/DIX
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
Anzeigen der steigenden Flanke im VKE.
Flankenhilfsmerker ist das in der Operation
adressierte Bit.
2
0,3
0,6
0,7
1,9
–
–
–
1,8+
1,9+
2,1+
2,7+
+
+
+
FN
E/A
M
L
DBX/DIX
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
Anzeigen der fallenden Flanke im VKE.
Flankenhilfsmerker ist das in der Operation
adressierte Bit.
2
0,3
0,6
0,7
1,9
–
–
–
1,9+
2,0+
2,2+
2,8+
+
+
+
Statuswort für:
*
Länge in
Worten
FP, FN
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
ja
ja
1
+ Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-21
Operationsliste
A.13
Setzen/Rücksetzen von Bitoperanden
Zuweisen des Wertes “1” oder “0” bzw. des VKE an den adressierten Operanden.
Die Operationen können vom MCR abhängig sein.
Operation
Operand
S
E/A
M
L
DBX/DIX
R
Bedeutung
Setze Eingang/Ausgang auf “1”
(MCR-abhängig)
Setze Merker auf “1”
(MCR-abhängig)
Setze Lokaldatenbit auf “1”
(MCR-abhängig)
Setze Datenbit auf “1”
(MCR-abhängig)
1**/2
Rücksetze Eingang/Ausgang auf “0”
(MCR-abhängig)
Rücksetze Merker auf “0”
(MCR-abhängig)
Rücksetze Lokaldatenbit auf “0”
(MCR-abhängig)
Rücksetze Datenbit auf “0”
(MCR-abhängig)
DBX/DIX
Zuweisen des VKE an Eingang/Ausgang
(MCR-abhängig)
Zuweisen des VKE an Merker
(MCR-abhängig)
Zuweisen des VKE an Lokaldatenbit
(MCR-abhängig)
Zuweisen des VKE an Datenbit
(MCR-abhängig)
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
1**/2
0,1
0,2
0,3
1,0
0,5
1,1
1,8
1,8
1,7+
1,8+
1,8+
1,9+
2,1+
2,1+
2,6+
2,7+
2
–
–
–
+
+
+
1**/2
0,1
0,2
0,4
2,0
0,4
1,0
1,8
1,9
1,7+
1,8+
1,8+
2,0+
2,0+
2,2+
2,6+
2,7+
–
+
2
E/A
DBX/DIX
+
+
+
2
Setze E/A/M/L/DBX/DIX (MCR–abhängig) auf
“0”. (über AR1, AR2 bereichsübergreifend
oder über Parameter adressiert)
L
–
–
–
1**/2
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
M
2
2
E/A
L
1,7+
1,8+
1,8+
2,0+
2,0+
2,1+
2,6+
2,7+
2
Setze E/A/M/L/DBX/DIX (MCR-abhängig)
auf ”1”. (über AR1, AR2 bereichsübergreifend
oder über Parameter adressiert)
1**/2
2
2
Zuweisen des VKE an E/A/M/L/DBX/DIX
(über AR1, AR2 bereichsübergreifend oder
über Parameter adressiert)
Statuswort für: S, R, =
typische Ausführungszeit
in ms
direkte
indirekte
AdressieAdressierung
rung*
0,1
0,2
0,3
1,0
0,5
1,0
1,7
1,8
1**/2
[AR1,m]
[AR2,m]
Parameter
M
=
Länge in
Worten
2
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
ja
–
0
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung
A-22
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.14
VKE direkt beeinflussende Operationen
Die folgenden Operationen bearbeiten direkt das VKE.
Operation
Operand
CLR
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
2
0,1
Setze VKE auf “0”
Statuswort für: CLR
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
0
0
0
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
1
1
0
SET
Setze VKE auf “1”
Statuswort für: SET
NOT
2
Negiere das VKE
Statuswort für: NOT
0,1
2
0,1
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
ja
–
ja
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
1
ja
–
SAVE
Rette das VKE in das BIE-Bit
Statuswort für: SAVE
1
0,1
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
ja
–
–
–
–
–
–
–
–
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-23
Operationsliste
A.15
Zeitoperationen
Starten bzw. Rücksetzen eines Timers (direkt adressiert oder über Parameter
adressiert). Die Zeitdauer muss im AKKU1-L stehen.
Operation
SI
Operand
T
4**/6
2,3
2,9+
2
–
+
Starte Zeit als verlängerten Impuls bei Flankenwechsel von “0” nach “1”
4**/6
1,1
1,2+
2
–
+
Starte Zeit als Einschaltverzögerung bei
Flankenwechsel von “0” nach “1”
4**/6
2,4
3,0+
2
–
+
Starte Zeit als speichernde Einschaltverzögerung bei Flankenwechsel von “0” nach “1”
4**/6
2,4
3,0+
2
–
+
Starte Zeit als Ausschaltverzögerung bei
Flankenwechsel von “1” nach “0”
4**/6
2,6
3,2+
2
–
+
4**/6
1,1
1,5+
Timerpara.
Freigabe eines Timers für das erneute Starten bei Flankenwechsel von “0” nach “1”
(Löschen des Flankenmerkers für das Starten der Zeit)
2
–
+
T
Rücksetzen einer Zeit
4**/6
1,1
1,5+
2
–
+
T
Timerpara.
SE
T
Timerpara.
SS
T
Timerpara.
SA
T
Timerpara.
FR
R
Bedeutung
typische Ausführungszeit
in ms
direkte
indirekte
AdressieAdressierung
rung*
Starte Zeit als Impuls bei Flankenwechsel
von “0” nach “1”
Timerpara.
SV
Länge in
Worten
T
Timerpara.
Statuswort für:
SI, SV, SE, SS, SA, FR, R
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
–
–
0
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung des Operanden
A-24
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.16
Zähloperationen
Der Zählwert steht im AKKU1-L bzw. in der als Parameter übergebenen Adresse.
Operation
S
Z
Z
Zählerpara.
ZV
Z
Zählerpara.
ZR
Z
Zählerpara.
FR
direkte Adressierung
indirekte
Adressierung *
Vorbelegen eines Zählers bei Flankenwechsel von “0” nach “1”
4**/6
1,8
2,4+
2
–
+
Rücksetzen des Zählers auf “0” bei
Flankenwechsel von “0” nach “1”
4**/6
0,7
1,1+
2
–
+
Zähle um 1 vorwärts bei Flankenwechsel von “0” nach “1”
4**/6
1,1
1,6+
2
–
+
Zähle um 1 rückwärts bei Flankenwechsel von “0” nach “1”
4**/6
1,1
1,5+
2
–
+
2
0,9
1,4+
2
–
+
Operand
Zählerpara.
R
Länge in
Worten
Z
Zählerpara.
Bedeutung
Freigabe eines Zählers bei Flankenwechsel von “0” nach “1” (Löschen
des Flankenmerkers für Vorwärtsund Rückwärtszählen eines Zählers)
Statuswort für:
S, R, ZV, ZR, FR
typische Ausführungszeit in ms
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
–
–
0
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung des Operanden
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-25
Operationsliste
A.17
Ladeoperationen
Laden der Operanden in AKKU1. Zuvor wird der alte Inhalt von AKKU1 in AKKU2
gerettet.
Das Statuswort wird nicht beeinflusst.
Operation
Operand
L
EB
AB
PEB
Bedeutung
Lade ...
Eingangsbyte
Ausgangsbyte
Peripherie-Eingangsbyte
MB
LB
DBB
DIB
Merkerbyte
Lokaldatenbyte
Datenbyte
Instanz-Datenbyte
... in AKKU1
Parameter
Lade EB/AB/PEB/MB/LB/DBB/DIB in
AKKU1 (über Parameter adressiert)
EW
AW
PEW
Lade ...
Eingangswort
Ausgangswort
Peripherie-Eingangswort
MW
LW
DBW
DIW
Merkerwort
Lokaldatenwort
Datenwort
Instanz-Datenwort
... in AKKU1-L
Parameter
Lade EW/AW/PEW/MW/LW/DBW/DIW in
AKKU1 (über Parameter adressiert)
ED
AD
PED
Lade ...
Eingangsdoppelwort
Ausgangsdoppelwort
Peripherie-Eingangsdoppelwort
MD
LD
DBD
DID
Merkerdoppelwort
Lokaldatendoppelwort
Datendoppelwort
Instanz-Datendoppelwort
... in AKKU1
Parameter
Lade ED/AD/PED/MD/LD/DBD/DID in
AKKU1 (über Parameter adressiert)
Länge in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
direkte
Adressierung
typische Ausführungszeit
in ms
indirekte
Adressierung*
1**/2
1**/2
1**/2
0,2
0,2
< 125
1,4+
1,4+
< 127
1**/2
2
2
2
0,3
0,5
1,5
1,5
1,4+
1,7+
2,5+
2,5+
2
–
+
1**/2
1**/2
1**/2
0,3
0,3
< 135
1,6+
1,6+
< 137
1**/2
2
1**/2
1**/2
0,6
0,6
1,9
1,9
1,7+
2,0+
3,0+
3,0+
2
–
+
1**/2
1**/2
2
0,4
0,4
< 145
1,6+
1,6+
< 147
1**/2
2
2
2
0,8
0,9
2,5
2,5
2,0+
2,3+
3,7+
3,7+
2
–
+
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung des Operanden
A-26
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
Operation
L
Operand
Bedeutung
Lade bereichsübergreifend adressiert....
B[AR1,m] Byte
B[AR2,m]
W[AR1,m] Wort
W[AR2,m]
D[AR1,m] Doppelwort
D[AR2,m]
... in AKKU1
Län- typische Ausführungszeit in ms
ge in
indirekte
Wor- direkte Adressierung
Adressierung*
ten
2
–
2
–
2
–
40,1+
40,1+
45,6+
45,6+
57,4+
57,4+
1
2
3
0,2
0,2
0,3
–
–
–
k8
k16
L#k32
Lade ...
8-Bit-Konstante in AKKU1-LL
16-Bit-Konstante in AKKU1-L
32-Bit-Konstante in AKKU1
Parameter
Lade Konstante in AKKU1 (über Parameter adressiert)
2
–
+
2#n
Lade 16-Bit-Binärkonstante in AKKU1-L
2
0,2
–
Lade 32-Bit-Binärkonstante in AKKU1
3
0,3
–
Lade 16-Bit-Hexadezimalkonstante in
AKKU1-L
2
0,2
–
Lade 32-Bit-Hexadezimalkonstante in
AKKU1
3
0,3
–
16#p
typische Ausführungszeit in ms
*
’xx’
Lade 2 Zeichen
2
0,2
’xxxx’
Lade 4 Zeichen
3
0,3
D#Datum
Lade IEC-Datum (BCD-codiert)
3
0,3
S5T#
Zeitwert
Lade S5-Zeitkonstante (16 Bit)
2
0,3
TOD#
Zeitwert
Lade 32-Bit-Zeitkonstante (IEC-Tageszeit)
3
0,3
T#
Zeitwert
Lade 16-Bit-Zeitkonstante
2
0,2
Lade 32-Bit-Zählerkonstante
3
0,3
C#
Zählwert
Lade 16-Bit-Zählerkonstante
2
0,2
Lade 32-Bit-Zählerkonstante
3
0,3
P# Bitpointer
Lade Bitpointer
3
0,3
L# Integer
Lade 32-Bit-Ganzzahl-Konstante
3
0,3
q
Lade Realzahl
3
0,3
+Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-27
Operationsliste
A.18
Ladeoperationen für Timer und Zähler
Laden eines Zeitwertes oder Zählwertes in AKKU1. Zuvor wird der Inhalt von
AKKU1 in AKKU2 gerettet.
Die Anzeigen werden nicht beeinflusst.
Operation
L
LC
Operand
Bedeutung
T
Lade Zeitwert
Timerpara.
Lade Zeitwert (über Parameter adressiert)
Z
Lade Zählwert
Zählerpara.
Lade Zählwert (über Parameter adressiert)
T
Lade Zeitwert BCD-codiert
Timerpara.
Lade Zeitwert BCD-codiert (über Parameter
adressiert)
Z
Lade Zählwert BCD-codiert
Zählerpara.
Lade Zählwert (über Parameter adressiert)
Länge in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
direkte
indirekte
AdressieAdressierung
rung*
1**/2
0,8
1,1+
2
–
+
1**/2
0,8
1,2+
2
–
+
1**/2
2,2
2,5+
2
–
+
1**/2
2,3
2,9+
2
–
+
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung des Operanden
A-28
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.19
Transferoperationen
Transferieren des Inhalts von AKKU1 in den adressierten Operanden. Das Statuswort wird nicht beeinflusst. Beachten Sie, dass einige Transferoperationen vom
MCR abhängen.
Operation
Operand
T
EB
AB
PAB
MB
LB
DBB
DIB
Bedeutung
Transferiere Inhalt von AKKU1-LL zum ...
Eingangsbyte
(MCR-abhängig)
Ausgangsbyte
(MCR-abhängig)
Peripherie-Ausgangsbyte
(MCR-abhängig)
Merkerbyte
(MCR-abhängig)
Lokaldatenbyte
(MCR-abhängig)
Datenbyte
(MCR-abhängig)
Instanz-Datenbyte
(MCR-abhängig)
B[AR1,µ]
Transferiere Inhalt von AKKU1–LL zum
B[AR2,m] EB/AB/PAB/MB/LB/DBB/DIB (über AR1,
Parameter AR2 bereichsübergreifend oder über Parameter adressiert)
Länge in
Worten
1**/2
1**/2
1***/2
1**/2
2
2
2
2
typische Ausführungszeit
in ms
direkte
indirekte
AdressieAdressierung
rung*
0,1
1,2
0,1
1,2
< 125
< 126
1,3+
1,5+
1,3+
1,5+
< 127
< 128
0,1
0,6
0,2
0,6
1,3
1,4
1,3
1,4
1,3+
1,5+
1,7+
1,5+
2,2+
2,4+
2,2+
2,4+
–
+
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung des Operanden
*** direkte Adressierung bei PAB 0 bis 255
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-29
Operationsliste
Operation
Operand
T
EW
AW
PAW
MW
LW
DBW
DIW
Bedeutung
Transferiere Inhalt von AKKU1-L zum ...
Eingangswort
(MCR-abhängig)
Ausgangswort
(MCR-abhängig)
Peripherie-Ausgangswort
(MCR-abhängig)
Merkerwort
(MCR-abhängig)
Lokaldatenwort
(MCR-abhängig)
Datenwort
(MCR-abhängig)
Instanz-Datenwort
(MCR-abhängig)
W[AR1,m] Transferiere Inhalt von AKKU1-L zum EW/
W[AR2,m] AW/PAW/MW/LW/DBW/DIW (über AR1,
Parameter AR2 bereichsübergreifend oder über Parameter adressiert)
ED
AD
PAD
MD
LD
DBD
DID
Transferiere Inhalt von AKKU1 zum ...
Eingangsdoppelwort
(MCR-abhängig)
Ausgangsdoppelwort
(MCR-abhängig)
Peripherie-Ausgangsdoppelwort
(MCR-abhängig)
Merkerdoppelwort
(MCR-abhängig)
Lokaldatendoppelwort
(MCR-abhängig)
Datendoppelwort
(MCR-abhängig)
Instanz-Datendoppelwort
(MCR-abhängig)
D[AR1,m] Transferiere Inhalt von AKKU1 zum ED/
D[AR2,m] AD/PAD/MD/LD/DBD/DID (über AR1, AR2
Parameter bereichsübergreifend oder über Parameter
adressiert)
Länge in
Worten
direkte
Adressierung
indirekte
Adressierung*
0,2
0,6
0,2
0,6
< 135
< 136
1,4+
1,5+
1,4+
1,5+
< 137
< 138
0,3
0,7
0,3
0,8
1,5
1,6
1,5
1,6
1,7+
1,9+
2,0+
1,8+
2,6+
2,8+
2,6+
2,8+
2
–
+
1**/2
0,3
0,7
0,3
0,7
< 150
< 151
1,5+
1,7+
1,5+
1,7+
< 152
< 153
0,6
1,0
0,6
1,1
1,9
2,0
1,9
2,0
2,0+
2,3+
2,4+
2,1+
3,0+
3,3+
3,0+
3,3+
–
+
1**/2
1**/2
1***/2
1**/2
2
2
2
1**/2
1**/2
1**/2
2
2
2
2
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung des Operanden
*** direkte Adressierung bei PAW 0 bis 254
A-30
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.20
Lade- und Transferoperationen für Adressregister
Laden eines Doppelwortes aus einem Speicher oder einem Register in AR1 oder
AR2 bzw. Transferieren eines Doppelwortes aus AR1 oder AR2 in einen Speicher
oder ein Register.
Das Statuswort wird nicht beeinflusst.
Operation
Operand
LAR1
typische Ausführungszeit
in ms
–
AR2
DBD
DID
m
LD
MD
Lade Inhalt aus ...
AKKU1
Adressregister 2
Datendoppelwort
Instanz-Datendoppelwort
32-Bit-Konstante als Pointer
Lokaldatendoppelwort
Merkerdoppelwort
... in AR1
1
1
2
2
3
2
2
0,1
0,1
2,4
2,5
0,2
0,9
0,8
–
DBD
DID
m
LD
MD
Lade Inhalt aus ...
AKKU1
Datendoppelwort
Instanz-Datendoppelwort
32-Bit-Konstante als Pointer
Lokaldatendoppelwort
Merkerdoppelwort
... in AR2
1
2
2
3
2
2
0,1
0,1
2,4
2,5
0,2
0,9
0,8
LAR2
TAR1
–
AR2
DBD
DID
LD
MD
Transferiere Inhalt aus AR1 in ...
AKKU1
Adressregister 2
Datendoppelwort
Instanz-Datendoppelwort
Lokaldatendoppelwort
Merkerdoppelwort
1
1
2
2
2
2
0,2
0,1
1,9
1,9
0,6
0,6
–
DBD
DID
LD
MD
Transferiere Inhalt aus AR2 in ...
AKKU1
Datendoppelwort
Instanz-Datendoppelwort
Lokaldatendoppelwort
Merkerdoppelwort
1
2
2
2
2
0,2
0,1
1,9
1,9
0,6
Tausche die Inhalte von AR1 und AR2
1
0,3
TAR2
TAR
Bedeutung
Länge
in
Worten
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-31
Operationsliste
A.21
Lade- und Transferoperationen für das Statuswort
Operation
Operand
L
STW
Länge
in
Worten
Bedeutung
typische Ausführungszeit
in ms
Lade Statuswort* in AKKU1
Statuswort für: L STW
0,6
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
ja
ja
ja
ja
ja
0
0
ja
0
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
T
STW
Transferiere AKKU1 (Bits 0 bis 8) in das
Statuswort*
Statuswort für: T STW
0,6
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
ja
ja
ja
ja
ja
0
0
ja
0
*
Aufbau des Statuswortes
A.22
Ladeoperationen für DB-Nummer und DB-Länge
Laden der Nummer/Länge eines Datenbausteins in AKKU1. Der alte Inhalt von
AKKU1 wird in AKKU2 gerettet.
Die Anzeigen werden nicht beeinflusst.
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
Lade Nummer des Datenbausteins
1
1,3
DINO
Lade Nummer des Instanz-Datenbausteins
1
1,3
L
DBLG
Lade Länge des Datenbausteins in Byte
1
0,3
L
DILG
Lade Länge des Instanz-Datenbausteins in
Byte
1
0,3
Operation
Operand
L
DBNO
L
A-32
Bedeutung
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.23
Festpunktarithmetik (16-Bit)
Arithmetische Operationen zweier 16-Bit-Zahlen. Das Ergebnis steht im AKKU1–L.
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
Addiere 2 Ganzzahlen (16 Bit)
(AKKU1-L)=(AKKU1-L)+
(AKKU2-L)
1
0,5
–
Subtrahiere 2 Ganzzahlen (16 Bit)
(AKKU1-L)=(AKKU2-L)–
(AKKU1-L)
1
0,7
*I
–
Multipliziere 2 Ganzzahlen (16 Bit)
(AKKU1-L)=(AKKU2-L)*
(AKKU1-L)
1
1,0
/I
–
Dividiere 2 Ganzzahlen (16 Bit)
(AKKU1-L)=(AKKU2-L):
(AKKU1-L)
Im AKKU1-H steht der Rest der Division.
1
1,2
Operation
Operand
+I
–
–I
Statuswort für:
Bedeutung
+I, –I,*I, /I
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
ja
ja
ja
–
–
–
–
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-33
Operationsliste
A.24
Festpunktarithmetik (32 Bit)
Arithmetische Operationen zweier 32-Bit-Zahlen. Das Ergebnis steht im AKKU1.
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
Addiere 2 Ganzzzahlen (32 Bit)
(AKKU1)=(AKKU2)+(AKKU1)
1
0,7
–
Subtrahiere 2 Ganzzahlen (32 Bit)
(AKKU1)=(AKKU2)–(AKKU1)
1
1,0
*D
–
Multipliziere 2 Ganzzahlen (32 Bit)
(AKKU1)=(AKKU2)*(AKKU1)
1
3,5
/D
–
Dividiere 2 Ganzzahlen (32 Bit)
(AKKU1)=(AKKU2):(AKKU1)
1
2,7
MOD
–
Dividiere 2 Ganzzahlen (32 Bit) und lade
den Rest der Division in AKKU1:
(AKKU1)=Rest von [(AKKU2):(AKKU1)]
1
1,9
Operation
Operand
+D
–
–D
Statuswort für:
Bedeutung
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
ja
ja
ja
–
–
–
–
A-34
+D, –D,*D, /D, MOD
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.25
Gleitpunktarithmetik (32 Bit)
Das Ergebnis der arithmetischen Operationen steht im AKKU1. Die Ausführungszeit der Operation hängt ab vom Wert, der berechnet werden soll.
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
Addiere 2 Realzahlen (32 Bit)
(AKKU1)=(AKKU2)+(AKKU1)
1
< 15
–
Subtrahiere 2 Realzahlen (32 Bit)
(AKKU1)=(AKKU2)–(AKKU1)
1
< 15
*R
–
Multipliziere 2 Realzahlen (32 Bit)
(AKKU1)=(AKKU2)*(AKKU1)
1
< 12
/R
–
Dividiere 2 Realzahlen (32 Bit)
(AKKU1)=(AKKU2):(AKKU1)
1
< 15
Operation
Operand
+R
–
–R
Statuswort für:
Bedeutung
+R, –R,*R, /R
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
ja
ja
ja
–
–
–
–
NEGR –
Negiere Realzahl im AKKU1
1
0,3
ABS
Bilde Betrag der Realzahl im AKKU1
1
0,3
–
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
A.26
NEGR, ABS
Addition von Konstanten
Addition von Integer-Konstanten zum AKKU1. Die Anzeigen werden nicht beeinflusst.
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
Addiere eine 8-Bit-Ganzzahl-Konstante
1
0,1
i16
Addiere eine 16-Bit-Ganzzahl-Konstante
2
0,1
i32
Addiere eine 32-Bit-Ganzzahl-Konstante
3
0,2
Operation
Operand
+
i8
+
+
Bedeutung
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-35
Operationsliste
A.27
Addition über Adressregister
Addition einer Ganzzahl (16 Bit) zum Inhalt des Adressregisters. Der Wert steht in
der Operation oder im AKKU 1-L. Die Anzeigen werden nicht beeinflusst.
Operation
m
+AR2
+AR2
A.28
typische Ausführungszeit
in ms
Addiere Inhalt von AKKU1-L zum AR1
1
0,1
Addiere Pointer-Konstante zum AR1
2
0,2
Addiere Inhalt von AKKU1-L zum AR2
1
0,1
Addiere Pointer-Konstante zum AR2
2
0,2
Operand
+AR1
+AR1
Länge
in
Worten
m
Bedeutung
Vergleichsoperationen mit Ganzzahlen (16 Bit)
Vergleich der Ganzzahl (16 Bit) in AKKU1-L und AKKU2-L. VKE=1, wenn Bedingung erfüllt.
Operation
Operand
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
==I
AKKU2-L=AKKU1-L
1
0,6
<>I
AKKU2-L0AKKU1-L
1
0,7
<I
AKKU2-L<AKKU1-L
1
0,7
<=I
AKKU2-L<=AKKU1-L
1
0,6
>I
AKKU2-L>AKKU1-L
1
0,5
>=I
AKKU2-L>=AKKU1-L
1
0,6
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
ja
0
–
0
ja
ja
1
A-36
==I, <>I, <I, <=I, >I,
>=I
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.29
Vergleichsoperationen mit Ganzzahl (32 Bit)
Vergleich der Ganzzahl (32 Bit) in AKKU1 und AKKU2. VKE=1, wenn Bedingung
erfüllt.
Operation
Operand
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
==D
AKKU2=AKKU1
1
0,6
<>D
AKKU20AKKU1
1
0,6
<D
AKKU2<AKKU1
1
0,6
<=D
AKKU2<=AKKU1
1
0,6
>D
AKKU2>AKKU1
1
0,6
>=D
AKKU2>=AKKU1
1
0,6
Statuswort für:
==D,< >D, <D, <=D,
>D, >=D
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
ja
0
–
0
ja
ja
1
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-37
Operationsliste
A.30
Vergleichsoperationen (32-Bit-Realzahlen)
Vergleich der 32-Bit-Realzahlen in AKKU1 und AKKU2. VKE=1, wenn Bedingung
erfüllt. Die Ausführungszeit der Operation hängt ab vom Wert, der verglichen werden soll.
Operation
Operand
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
==R
AKKU2=AKKU1
1
8,4
<>R
AKKU20AKKU1
1
8,4
<R
AKKU2<AKKU1
1
8,5
<=R
AKKU2<=AKKU1
1
8,3
>R
AKKU2>AKKU1
1
8,4
>=R
AKKU2>=AKKU1
1
8,4
Statuswort für:
==R,< >R, <R, <=R,
>R, >=R
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
ja
ja
ja
0
ja
ja
1
A-38
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.31
Schiebeoperationen
Schiebe Inhalt von AKKU1 oder AKKU1-L um die angegebene Anzahl von Stellen
nach links/rechts. Ist kein Operand angegeben, schiebe Anzahl in AKKU2-LL. Freiwerdende Stellen werden mit Nullen bzw. mit dem Vorzeichen aufgefüllt. Zuletzt
geschobenes Bit steht im Anzeigenbit A1.
Operation
Operand
SLW
SLW
1
1,1
1,2
Schiebe Inhalt von AKKU1-L nach rechts
1
0,9
0 bis 15
0,3
Schiebe Inhalt von AKKU1 nach rechts
1
1,1
0 bis 32
0 bis 15
SSD
SSD
0,3
0 bis 32
SSI
SSI
0,9
Schiebe Inhalt von AKKU1 nach links
SRD
SRD
1
0 bis 15
SRW
SRW
typische Ausführungszeit
in ms
Schiebe Inhalt von AKKU1-L nach links
SLD
SLD
Bedeutung
Länge
in
Worten
0 bis 32
Statuswort für:
1,2
Schiebe Inhalt von AKKU1-L mit Vorzeichen nach rechts
1
Schiebe Inhalt von AKKU1 mit Vorzeichen
nach rechts
1
SLW, SLD, SRW,
SRD, SSI, SSD
0,8
0,3
1,1
1,2
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
ja
ja
–
–
–
–
–
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-39
Operationsliste
A.32
Rotieroperationen
Rotiere Inhalt von AKKU1 um die angegebene Anzahl von Stellen nach links/
rechts. Ist kein Operand angegeben, rotiere Anzahl in AKKU2-LL.
Operation
Operand
RLD
RLD
typische Ausführungszeit
in ms
1
1,0
Rotiere Inhalt von AKKU1 nach links
0 bis 32
RRD
RRD
Bedeutung
Länge
in
Worten
1,5
Rotiere Inhalt von AKKU1 nach rechts
1
1,0
0 bis 32
Statuswort für:
1,1
RLD, RRD
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
ja
ja
–
–
–
–
–
RLDA
Rotiere Inhalt von AKKU1 um eine Bitposition nach links über Anzeigebit A1
0,7
RRDA
Rotiere Inhalt von AKKU1 um eine Bitposition nach rechts über Anzeigebit A1
0,8
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
0
0
–
–
–
–
–
A-40
RLDA, RRDA
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.33
AKKU-Transferoperationen, Inkrementieren, Dekrementieren
Statuswort
Das Statuswort wird nicht beeinflusst.
Operation
Operand
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
TAW
Umkehr der Reihenfolge der Bytes im
AKKU1-L.
Aus LL, LH wird LH, LL.
1
0,1
TAD
Umkehr der Reihenfolge der Bytes in
AKKU1.
Aus LL, LH, HL, HH wird HH, HL, LH, LL.
1
0,2
TAK
Tausche Inhalte von AKKU1 und AKKU2
1
0,3
PUSH
Der Inhalt von AKKU1 wird in AKKU2 übertragen
1
0,1
POP
Der Inhalt von AKKU2 wird in AKKU1 übertragen
1
0,1
INC
0 bis 255
Inkrementiere AKKU1-LL
1
0,1
DEC
0 bis 255
Dekrementiere AKKU1-LL
1
0,1
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
A.34
Bildoperation, Nulloperation
Statuswort
Das Statuswort wird nicht beeinflusst.
Operation
Operand
Bedeutung
BLD
0 bis
255
Bildaufbau-Operation;
wird von der CPU wie eine Nulloperation behandelt.
Die Anzeigen werden nicht beeinflusst.
1
0,1
NOP
0
1
Nulloperation;
Anzeigen werden nicht beeinflusst.
1
0,1
0,1
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-41
Operationsliste
A.35
Datentyp-Umwandlungsoperationen
Ergebnis
Die Ergebnisse der Wandlung stehen im AKKU1.
Bei der Wandlung von Realzahlen ist die Ausführungszeit abhängig vom Wert.
Operation
Operand
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
BTI
–
Konvertiere AKKU1 von BCD nach Ganzzahl (16 Bit) (BCD To Int)
1
1,9
BTD
–
Konvertiere AKKU1 von BCD nach Ganzzahl (32 Bit) (BCD To Doubleint)
1
4,1
DTR
–
Konvertiere AKKU1 von Ganzzahl (32 Bit)
nach Real (32 Bit) (Doubleint To Real)
1
3,1
ITD
–
Konvertiere AKKU1 von Ganzzahl (16 Bit)
nach Ganzzahl (32 Bit) (Int To Doubleint)
1
0,1
Statuswort für:
BTI, BTD, DTR, ITD
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
ITB
–
Konvertiere AKKU1 von Ganzzahl (16 Bit)
nach BCD (Int To BCD)
1
2,1
DTB
–
Konvertiere AKKU1 von Ganzzahl (32 Bit)
nach BCD (Doubleint To BCD)
1
4,8
Statuswort für:
ITB, DTB
BIE
A1
A0
Operation hängt ab von:
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
–
–
–
–
–
–
ja
ja
–
–
–
–
RND
–
Wandle Realzahl in 32-Bit-Ganzzahl um.
1
3,4
RND–
–
Wandle Realzahl in 32-Bit-Ganzzahl um.
Es wird gerundet zur nächsten ganzen
Zahl.
1
3,5
RND+
–
Wandle Realzahl in 32-Bit-Integerzahl um.
Es wird gerundet zur nächsten ganzen
Zahl.
1
3,5
TRUNC –
Wandle Realzahl in 32-Bit-Integerzahl um.
Es werden die Nachkommazahlen abgeschnitten.
1
3,3
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
ja
ja
–
–
–
–
A-42
RND, RND–, RND+,
TRUNC
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.36
Operation
Komplementbildung
Operand
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
INVI
Bilde 1er-Komplement von AKKU1-L
1
0,1
INVD
Bilde 1er-Komplement von AKKU1
1
0,1
Statuswort für:
INVI, INVD
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
NEGI
Bilde 2er-Komplement von AKKU1-L
(16-Bit-Ganzzahl)
1
0,6
NEGD
Bilde 2er-Komplement von AKKU1
(32-Bit-Ganzzahl)
1
1,7
Statuswort für:
NEGI, NEGD
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
ja
ja
ja
ja
–
–
–
–
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-43
Operationsliste
A.37
Baustein-Aufrufoperationen
Operation
CALL
UC
Operand
Länge in
Worten
Bedeutung
FC
Unbedingter Aufruf einer Function
1
SFC
Unbedingter Aufruf einer Function des Betriebssystems
2
FC
Unbedingter Aufruf von Bausteinen ohne
Parameter
Statuswort für:
8,2
-
Ausführungszeiten siehe Anhang B
1**/2
6,0
6,4+
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
0
0
1
–
0
CC
FC
Statuswort für:
CALL, UC
typische Ausführungszeit
in ms
direkte
indirekte
AdressieAdressierung
rung*
Bedingter Aufruf von Bausteinen ohne Parameter
6,2
6,6+
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
0
0
1
–
0
AUF
CC
1**/2
DB
Aufschlagen eines Datenbausteins
DB-Para.
Aufschlagen eines Datenbausteins (über
Parameter adressiert)
2
DI
Aufschlagen eines Instanz-Datenbausteins
2
Statuswort für:
AUF
1**/2
0,7
1,2+
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
* + Zeit für das Laden der Adresse des Operanden
** bei direkter Adressierung des Operanden
A-44
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.38
Operation
Baustein-Endeoperationen
Operand
Länge
in
Worten
Bedeutung
typische Ausführungszeit
in ms
BE
Beende Baustein
1
2,2
BEA
Beende Baustein absolut
1
2,2
Statuswort für:
BE, BEA
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
0
0
1
–
0
BEB
Beende Baustein bedingt bei VKE=”1”
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
ja
0
1
1
0
A.39
BEB
2,3
Tausche Datenbausteine
Tauschen der beiden aktuellen Datenbausteine. Der aktuelle Datenbaustein wird
zum aktuellen Instanz-Datenbaustein und umgekehrt. Die Anzeigen werden nicht
beeinflusst.
Operation
TDB
Operand
Bedeutung
Tausche Datenbausteine
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
1
0,1
A-45
Operationsliste
A.40
Sprungoperationen
Sprung, abhängig von der Bedingung. Bei 8-Bit-Operand liegt die Sprungweite zwischen (–128 bis +127). Bei 16-Bit-Operanden liegt die Sprungweite zwischen
(–32768 bis –129) oder (+128 bis +32767).
Hinweis zu SPB
Achten Sie bei Programmen für das IM 151-7 CPU darauf, dass das Sprungziel
immer der Beginn einer Verknüpfungskette ist. Das Sprungziel darf sich nicht
innerhalb einer Verknüpfungskette befinden.
Operation
Operand
SPA
MARKE
Statuswort für:
Bedeutung
Springe unbedingt
SPA
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
1*/2
2,0
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
SPB
MARKE
Springe bedingt bei VKE=”1”
1*/2
2,0
SPBN
MARKE
Springe bedingt bei VKE=”0”
2
2,0
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
1
1
0
SPBB
SPB, SPBN
MARKE
Springe bedingt bei VKE=”1”
Retten des VKE in das BIE-Bit
2
2,0
SPBNB MARKE
Springe bedingt bei VKE=”0”
Retten des VKE in das BIE-Bit
2
2,0
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
ja
–
–
–
–
0
1
1
0
SPBI
MARKE
Springe bedingt bei BIE=”1”
2
2,0
SPBIN
MARKE
Springe bedingt bei BIE=”0”
2
2,0
Statuswort für:
*
SPBB, SPBNB
SPBI, SPBIN
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
ja
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
1
–
0
1 Wort lang bei Sprungweiten von –128 bis +127
A-46
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
Operation
Operand
SPO
MARKE
Statuswort für:
typische Ausführungszeit
in ms
1*/2
2,0
Springe bedingt bei Überlauf speichernd
(OV=”1”)
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
ja
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
SPS
MARKE
Statuswort für:
SPO
Springe bedingt bei Überlauf speichernd
(OS=”1”)
SPS
2
2,0
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
ja
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
0
–
–
–
–
SPU
MARKE
Springe bei “Unzulässiger Operation”
(A1=1 und A0=1)
2
2,0
SPZ
MARKE
Springe bedingt bei Ergebnis=0 (A1=0 und
A0=0)
1*/2
2,0
SPP
MARKE
Springe bedingt bei Ergebnis>0 (A1=1 und
A0=0)
1*/2
2,0
SPM
MARKE
Springe bedingt bei Ergebnis<0 (A1=0 und
A0=1)
1*/2
2,0
SPN
MARKE
Springe bedingt bei Ergebnis00 (A1=1
und A0=0) oder (A1=0) und (A0=1)
1*/2
2,0
SPMZ
MARKE
Springe bedingt bei Ergebnisv0 (A1=0
und A0=1) oder (A1=0 und A0=0)
2
2,0
SPPZ
MARKE
Springe bedingt bei Ergebnisw0 (A1=1
und A0=0) oder (A1=0) und (A0=0)
2
2,0
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
ja
ja
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
SPU, SPZ, SPP, SPM,
SPN, SPMZ, SPPZ
SPL
MARKE
Sprungverteiler
Der Operation folgt eine Liste von Sprungoperationen.
Der Operand ist eine Sprungmarke auf die
der Liste folgenden Operation.
AKKU1-L enthält die Nr. der Sprungoperation, der ausgeführt werden soll
2
2,8
LOOP
MARKE
Dekrementiere AKKU1-L und springe bei
AKKU1-L00
(Schleifenprogrammierung)
2
2,2
Statuswort für:
*
Bedeutung
Länge
in
Worten
SPL, LOOP
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
1 Wort lang bei Sprungweiten von –128 bis +127
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
A-47
Operationsliste
A.41
Operationen für das Master Control Relay (MCR)
MCR schreibt den Wert “0” oder lässt Speicherinhalt unverändert.
MCR=0³MCR ist deaktiviert
MCR=1³MCR ist aktiviert; “T”-Operation schreibt Nullen auf die entsprechenden
Operanden; “S”-/“R”-Operationen lassen Speicherinhalt unverändert.
Operation
Operand
MCR(
Statuswort für:
Bedeutung
Länge
in
Worten
typische Ausführungszeit
in ms
1
0,8
Öffnen einer MCR-Zone.
Retten des VKE auf den MCR-Stack.
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
ja
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
1
–
0
)MCR
Statuswort für:
MCR(
Schließen einer MCR-Zone.
Entfernen eines Eintrags vom MCR-Stack.
)MCR
1
0,8
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
0
1
–
0
MCRA
Aktiviere MCR
1
0,1
MCRD
Deaktiviere MCR
1
0,1
Statuswort für:
BIE
A1
A0
OV
OS
OR
STA
VKE
/ER
Operation hängt ab von:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Operation beeinflusst:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
A-48
MCRA, MCRD
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Operationsliste
A.42
Systemzustandsliste (SZL)
Mögliche SZL-Teillisten
In der folgenden Tabelle sind alle möglichen Teillisten mit den zugehörigen Teillistenauszügen und den SZL-IDs dargestellt.
Einzelheiten zum Auslesen der SZL mit beispielsweise der SFC 51 und detaillierte
Angaben zum Inhalt finden Sie:
Tabelle A-1
S
im Referenzhandbuch Systemsoftware für S7-300/400 Kapitel System- und
Standardfunktionen Systemzustandsliste SZL oder
S
in der Online-Hilfe zu STEP 7, Kontexthilfe zu den SFBs/SFCs.
SZL-Teillisten des IM151/CPU
Teilliste
SZL-ID
Teilliste
Teillistenauszug
SZL-ID
Auszug
Baugruppen-Identifikation
W#16#xy11
CPU-Identifikation
W#16#0111
CPU-Merkmale
W#16#xy12
Alle Merkmale
W#16#0012
Merkmale einer Gruppe
W#16#0112
Nur SZL-Teillisten-Kopfinfo
W#16#0F12
Anwenderspeicherbereiche
W#16#xy13
Datensätze aller Anwenderspeicherbereiche
W#16#0013
Systembereiche
W#16#xy14
Datensätze aller Systembereiche
W#16#0014
Bausteintypen
W#16#xy15
Datensätze aller Bausteintypen
W#16#0015
Datensätze aller OBs
W#16#0115
Zustand aller LEDs
W#16#0019
Nur SZL-Teillisten-Kopfinfo
W#16#0F19
Zustand der Baugruppen-LEDs
W#16#xy19
Alarmstatus
W#16#xy22
Datensatz zum angegebenen
Alarm
W#16#0222
Kommunikation: Zustandsdaten
W#16#xy32
Zustandsdaten zu einem Kommunikationsteil
W#16#0132
Zustandsdaten zu einem Kommunikationsteil
W#16#0232
Zustand aller LEDs
W#16#0074
Zustand einer LED
W#16#0174
Nur SZL-Teillisten-Kopfinfo
W#16#0F74
Zustand der Baugruppen-LEDs
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
W#16#xy74
A-49
Operationsliste
Tabelle A-1
SZL-Teillisten des IM151/CPU
Teilliste
Baugruppenzustandsinformation
Baugruppenträger- /Stationszustandsinformation
Diagnosepuffer
SZL-ID
Teilliste
W#16#xy91
W#16#xy92
W#16#xyA0
Teillistenauszug
SZL-ID
Auszug
Baugruppenzustandsinformation
aller gesteckten Module
W#16#0A91
Baugruppenzustandsinformation
einer Baugruppe im zentralen
Aufbau oder an einer integrierten
DP-Anschaltung
W#16#0C91
Baugruppenzustandsinformation
aller Baugruppen im angegebenen Baugruppenträger/ in der angegebenen DP-Station
W#16#0D91
Sollzustand im zentralen Aufbau
des Mastersystems
W#16#0092
Istzustand im zentralen Aufbau
des Mastersystems
W#16#0292
OK-Zustand der Erweiterungsgeräte des Mastersystems
W#16#0692
Nur SZL-Teillisten-Kopfinfo
W#16#0F92
Alle im Betriebszustand lieferbaren Einträge
W#16#00A0
Die neuesten Eintragungen
W#16#01A0
Baugruppendiagnoseinfo (DS 0)
W#16#00B1
–
–
Baugruppendiagnoseinfo (DS 1),
physikalische Adresse
W#16#00B2
–
–
Baugruppendiagnoseinfo (DS 1),
logische Adresse
W#16#00B3
–
–
A-50
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Ausführungszeiten der SFCs und SFBs
B
Das IM 151-7 CPU stellt Ihnen verschiedene Systemfunktionen bzw. Systemfunktionsbausteine z. B. zur Programmbearbeitung und Diagnose zur Verfügung. Diese
Systemfunktionen/Systemfunktionsbausteine rufen Sie in Ihrem Anwenderprogramm über die Nummer des SFCs auf.
Eine ausführliche Beschreibung aller Systemfunktionen/Systemfunktionsbausteine
finden Sie im Referenzhandbuch STEP 7 System- und Standardfunktionen. Dort
ist beschrieben, wie Sie die Systemfunktionen aufrufen und welche Parameter Sie
übergeben müssen.
B.1
SFCNr.
Systemfunktionen (SFCs)
Name
Beschreibung
Ausführungszeit in ms
0
SET_CLK
Setzen der Uhrzeit
195
1
READ_CLK
Lesen der Uhrzeit
60
2
SET_RTM
Setzen des Betriebsstundenzählers
65
3
CTRL_RTM
Starten bzw. Stoppen des Betriebsstundenzählers
60
4
READ_RTM
Lesen des Betriebsstundenzählers
90
5
GADR_LGC
Ermitteln der freien Adresse von Kanal x der Signalbaugruppe auf Baugruppensteckplatz y
135
6
RD_SINFO
Auslesen der Startinformation des aktuellen OB
110
7
DP_PRAL
Auslösen eines Prozessalarms aus dem Anwenderprogramm
der CPU als DP-Slave hin zum DP-Master
90
12
D_ACT_DP
Deaktivieren und Aktivieren von DP-Slaves
410
14
DPRD_DAT
Lesen von konsistenten Nutzdaten
150
15
DPWR_DAT
Schreiben von konsistenten Nutzdaten
150
17
ALARM_SQ
Erzeugung quittierbarer bausteinbezogener Meldungen
250
18
ALARM_S
Erzeugung nicht quittierbarer bausteinbezogener Meldungen
250
19
ALARM_SC
Ermittlung des Quittierzustands der letzten ALARM_SQ-Gekommenen-Meldung
110
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
B-1
Ausführungszeiten der SFCs und SFBs
SFCNr.
Name
Beschreibung
Ausführungszeit in ms
20
BLKMOV
Kopieren von Variablen beliebigen Typs
Hinweis: Die SFC 20 können Sie nur bei ablaufrelevanten
DBs anwenden, d. h. bei den Objekteigenschaften ist das
Optionsfeld “Unlinked” nicht selektiert. Anderenfalls erhalten
Sie als RET_VAL den Fehlercode W#16#8092 (= Baustein
nicht ablaufrelevant).
75
+1,6 pro Byte
21
FILL
Vorbesetzen eines Feldes
75
+2,2 pro Byte
22
CREATE_DB
Erzeugen eines Datenbausteins
110
+3,5 pro DB
23
DEL_DB
Löschen eines Datenbausteins
402
24
TEST_DB
Testen eines Datenbausteins
110
28
SET_TINT
Uhrzeitalarm stellen
160
29
CAN_TINT
Uhrzeitalarm stornieren
70
30
ACT_TINT
Uhrzeitalarm aktivieren
120
31
QRY_TINT
Uhrzeitalarm abfragen
75
32
SRT_DINT
Verzögerungsalarm starten
75
33
CAN_DINT
Verzögerungsalarm stornieren
50
34
QRY_DINT
Verzögerungsalarm abfragen
71
36
MSK_FLT
Maskieren von Synchronfehlerereignissen
110
37
DMSK_FLT
Freigeben von Synchronfehlerereignissen
120
38
READ_ERR
Abfragen und Löschen von aufgetretenen und gesperrten
Programmier- und Zugriffsfehlerereignissen
120
39
DIS_IRT
Sperren der Bearbeitung neuer Unterbrechungsereignisse
155
40
EN_IRT
Freigeben der Bearbeitung neuer Unterbrechungsereignisse
105
41
DIS_AIRT
Verzögern der Bearbeitung von Unterbrechungsereignissen
45
42
EN_AIRT
Freigeben der Bearbeitung von Unterbrechungsereignissen
45
43
RE_TRIGR
Nachtriggern der Zykluszeitüberwachung
40
44
REPL_VAL
Kopiere Ersatzwert in den AKKU 1 der fehlerverursachenden
Ebene
50
46
STP
Überführen der CPU in den STOP-Zustand
47
WAIT
Realisierung von Wartezeiten
250
49
LGC_GADR
Umrechnung einer freien Adresse in den zugehörigen Steckplatz sowie Baugruppenträger einer Baugruppe
210
50
RD_LGADR
Ermittlung aller vereinbarten freien Adressen einer Baugruppe
420
51
RDSYSST
Auslesen der Informationen aus der Systemzustandsliste.
Der SFC 51 ist nicht unterbrechbar durch Alarme.
52
WR_USMSG
Eintragen von wählbaren Diagnoseinformationen in den Diagnosepuffer
B-2
keine Angabe
224
+10 pro Byte
235
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Ausführungszeiten der SFCs und SFBs
SFCNr.
Name
Beschreibung
Ausführungszeit in ms
55
WR_PARM
Schreiben von dynamischen Parametern zu einer Baugruppe
(z. Zt. keine Anwendung, da alle Baugruppenparameter statisch sind)
1700
56
WR_DPARM
Schreiben von vordefinierten dynamischen Parametern zu
einer Baugruppe
(z. Zt. keine Anwendung, da alle Baugruppenparameter statisch sind)
1750
57
PARM_MOD
Parametrieren einer Baugruppe
58
WR_REC
Schreiben eines baugruppenspezifischen Datensatzes
(z. Zt. keine Anwendung, da kein Modul existiert, zu dem
Nutzdatensätze geschrieben werden können)
59
RD_REC
Lesen eines baugruppenspezifischen Datensatzes
(z. Zt. nur Lesen der Diagnosedatensätze 0 und 1)
500
64
TIME_TCK
Auslesen der Systemzeit mit einer Genauigkeit von 10 ms
50
65
X_SEND
sicheres Senden von Daten an Teilnehmer außerhalb der
S7-Station
310
66
X_RCV
sicheres Empfangen von Daten von Teilnehmern außerhalb
der S7-Station
120
67
X_GET
Daten aus einem Teilnehmer außerhalb der S7-Station lesen
190
68
X_PUT
Daten in einen Teilnehmer außerhalb der S7-Station schreiben
190
69
X_ABORT
Abbruch einer bestehenden Verbindung zu einem Teilnehmer
außerhalb der S7-Station
100
72
I_GET
Daten aus einem Teilnehmer innerhalb der S7-Station lesen
190
73
I_PUT
Daten in einen Teilnehmer innerhalb der S7-Station schreiben
190
74
I_ABORT
Abbruch einer bestehenden Verbindung zu einem Teilnehmer
innerhalb der S7-Station
100
81
UBLKMOV
Variable ununterbrechbar kopieren
82
CREA_DBL
Datenbaustein im Ladespeicher erzeugen
t 1050
83
READ_DBL
Lesen aus einem Datenbaustein im Ladespeicher
t 950
84
WRIT_DBL
Schreiben in einen Datenbaustein im Ladespeicher
t 900
101
RTM
Betriebsstundenzähler setzen/starten/stoppen/lesen
102
RD_DPARA
vordefinierte Parameter lesen
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
t 1400
1400
+32 pro Byte
75
+2 pro Byte
t 1500
B-3
Ausführungszeiten der SFCs und SFBs
B.2
Systemfunktionsbausteine (SFBs)
SFBNr.
Name
Beschreibung
Ausführungszeit in ms
IEC-Counter
0
CTU
Vorwärtszählen. Der Zähler wird bei jeder steigenden Flanke um
1 erhöht.
90
1
CTD
Rückwärtszählen. Der Zähler wird bei jeder steigenden Flanke
um 1 erniedrigt.
90
2
CTUD
Vorwärts- und Rückwärtszählen.
100
IEC-Timer
3
TP
Erzeugen eines Impulses der Zeitdauer PT.
115
4
TON
Verzögern einer steigenden Flanke um die Zeitdauer PT.
101
5
TOF
Verzögern einer fallenden Flanke um die Zeitdauer PT.
100
Realisierung eines Schrittschaltwerks
32
DRUM
Realisieren eines Schrittschaltwerks mit maximal 16 Schritten.
80
SFBs nach Norm IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1
52
RDREC
Datensatz lesen (dezentral/zentral)
53
WRREC
Datensatz schreiben (dezentral/zentral)
54
RALRM
Alarm empfangen (dezentral/zentral)
75
SALRM
Alarm zum Master senden
B-4
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Stellung des IM 151-7 CPU in der CPULandschaft
C
In diesem Kapitel zeigen wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede zu zwei ausgewählten CPUs der SIMATIC-Familie S7-300.
Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie Programme, die Sie für S7-300-CPUs geschrieben haben, für das IM 151-7 CPU umschreiben müssen.
Kapitelübersicht
Kapitel
Thema
Seite
C.1
Unterschiede zu ausgewählten S7-300 CPUs
C-2
C.2
Portierung des Anwenderprogrammes
C-3
Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Vorgehensweise bei der Erstellung und Strukturierung
von Programmen finden Sie in den Handbüchern und der Online-Hilfe zu STEP 7.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
C-1
Stellung des IM 151-7 CPU in der CPU-Landschaft
C.1
Unterschiede zu ausgewählten S7-300 CPUs
In der folgenden Tabelle zeigen wir Ihnen die für die Programmierung wichtigsten
Unterschiede zwischen zwei ausgewählten CPUs der SIMATIC-Familie S7-300
und dem IM 151-7 CPU.
Tabelle C-1
Unterschiede zu ausgewählten S7-300 CPUs
Merkmal
CPU 315-2 DP CPU 315-2 DP
(modular)
IM 151-7 CPU
(6ES7 151-7Ax00- (6ES7 151-7Ax100AB0)
0AB0)
Echtzeituhr
Hardware
Hardware
Software
Hardware
Pufferung des Speichers
ja, Batterie
wird durch
MMC
gewährleistet
(wartungsfrei)
nicht möglich
wird durch
MMC
gewährleistet
(wartungsfrei)
Speicherkarte
Memory-Card
MMC
MMC
MMC
Anzahl der Verbindungen
zu PG und OP
4
(ab 10/99: 12)
16
5
max. 12
Einstellung der
PROFIBUS-Adresse
HardwareKonfiguration
HardwareKonfiguration
HardwareKonfiguration
muss mit
Adresseinsteller übereinstimmen
HardwareKonfiguration
Übertragungsgeschwindig- 187,5 kBaud
keit zu PG und OP
(MPI)
187,5 kBaud
(MPI)
12 MBaud
(DP)
12 MBaud
(MPI/DP)
ja
ja
ja
ja
nein
ja (Server)
ja
ja
ja
ja
ja
ja (Server)
ja
ja (Server)
ja
12 MBaud
(DP)
12 MBaud
(DP)
Kommunikation:
PG/OP ja
Globaldatenkomm. ja
S7-Basiskomm. ja
S7-Komm. ja (Server)
Direkter Datenaustausch ja
Einsatzspektrum mit DP
als DP-Master
als DP-Slave
stand alone
als DP-Master
als DP-Slave
stand alone
als DP-Slave
stand alone
als DP-Slave
stand alone
Adressierung
frei
frei
frei
frei
Alarmreaktionszeit
0,4-1,3 ms
0,3-1,2 ms
kleiner 20 ms
kleiner 20 ms
Ziehen/Stecken von
Baugruppen im laufenden
Betrieb
nein
nein
ja
ja
C-2
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Stellung des IM 151-7 CPU in der CPU-Landschaft
C.2
Portierung des Anwenderprogrammes
Einführung
Unter Portierung verstehen wir die dezentrale Nutzbarmachung eines Programmes, welches vorher zentral auf einem Master verwendet wurde. Um ein bestehendes Programm ganz oder teilweise vom Master auf einen intelligenten Slave zu
verlagern, können bestimmte Anpassungen notwendig werden. Der Aufwand für
die Portierung von Teilen eines Anwenderprogrammes auf einen intelligenten Slave
hängt davon ab, wie die Adresszuordnung von Ein- und Ausgängen in den FBs im
Quellprogramm hinterlegt ist.
Die Ein-und Ausgänge können in den FCs im Quellprogramm auf verschiedene
Arten verwendet werden. In der heutigen ET 200S können Adressen gepackt werden, was aber bei dem IM 151-7 CPU nicht möglich ist.
Siehe Adressierung IM 151-7 CPU in Kapitel 3.1.
Portierung bei ungepackten Adressen
Werden FBs mit ungepackten Adressen der E/As verwendet, können die benötigten Teilprogramme problemlos, also ohne Portierungsaufwand in das
IM 151-7 CPU übertragen werden.
DI_1_Modul
E1.0
A1.0
E1.1
A1.1
E2.0
DI_2_Modul
Bild C-1
E2.1
Beispiel: FB mit ungepackten Adressen
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
C-3
Stellung des IM 151-7 CPU in der CPU-Landschaft
Portierung bei gepackten Adressen
Werden FBs mit gepackten Adressen der E/As in das IM 151-7 CPU kopiert, können dort die gepackten Adressen nicht mehr den E/As der Peripheriemodule vor
Ort zugewiesen werden, da die CPU des IM 151-7 CPU nicht mit gepacken Adressen arbeiten kann. In dem Fall ist eine Umverdrahtung des entsprechenden FBs
notwendig. Das Umverdrahten entspricht einem “Entpacken” der Adressen.
DI_1_Modul
E1.0
A1.0
E1.1
A1.1
E1.2
DI_2_Modul
Bild C-2
E1.3
Beispiel: FB mit gepackten Adressen
Umverdrahten
Grundsätzlich können folgende Bausteine und Operanden umverdrahtet werden:
S
Eingänge, Ausgänge
S
Merker, Zeiten, Zähler
S
Funktionen, Funktionsbausteine
Um die Signale umzuverdrahten, gehen Sie wie folgt vor:
1. Markieren Sie im SIMATIC-Manager den Ordner “Bausteine”, in dem sich die
Bausteine mit den gepackten Adressen befinden, die Sie in das IM 151-7 CPU
portieren möchten.
2. Wählen Sie den Menübefehl Extras ! Umverdrahten.
3. Tragen Sie im angezeigten Dialogfeld “Umverdrahten” die gewünschten Ersetzungen (Alter Operand/Neuer Operand) in die Tabelle ein.
Tabelle C-2
Beispiel: Ersetzungen unter Extra Umverdrahten
Alter Operand
C-4
Neuer Operand
1
E 1.2
E 2.0
2
E 1.3
E 2.1
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Stellung des IM 151-7 CPU in der CPU-Landschaft
4. Betätigen Sie die Schaltfläche OK.
Damit starten Sie das Umverdrahten. Nach der Umverdrahtung können Sie über
ein Dialogfeld entscheiden, ob Sie die Infodatei zur Umverdrahtung ansehen wollen. Die Infodatei enthält die Operandenliste, “Alter Operand” und “Neuer Operand”. Dazu werden die einzelnen Bausteine aufgeführt mit der Anzahl Verdrahtungen, welche jeweils im Baustein durchgeführt worden sind.
E1.0
A1.0
E1.0
A1.0
E1.1
A1.1
E1.1
A1.1
E1.2
E2.0
E1.3
E2.1
Bild C-3
Beispiel: Umverdrahtung der Signale
Wenn Sie in STEP 7 den Ein- und Ausgängen Symbole über die Symboltabelle
zuweisen, ist in dem Fall ein Ändern der Symboltabelle erforderlich, um auch hier
das Teilprogramm für die Verwendung im IM 151-7 CPU anzupassen.
Siehe auch Online-Hilfe von STEP 7.
Portierung von FBs mit E/As in einem Peripheriewort
Wenn Sie die Adressen der Ein- und Ausgänge über ein Peripheriewort auf einen
von Ihnen programmierten Funktionsbaustein abbilden, ist eine Portierung mit wesentlich mehr Aufwand verbunden.
Eine Möglichkeit besteht in der Programmierung einer Schale um den FB, die eine
Anpassung für die Nutzung des FBs mit dem IM 151-7 CPU vornimmt. Die andere
Möglichkeit besteht in der Neuprogrammierung des FBs. Wir empfehlen Ihnen die
Neuprogrammierung des FBs, da diese Methode leichter zu realisieren ist, als die
Programmierung einer Schale.
Siehe auch Online-Hilfe von STEP 7.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
C-5
Stellung des IM 151-7 CPU in der CPU-Landschaft
C-6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar
Adresse
Eine Adresse ist die Kennzeichnung für einen bestimmten Operanden oder Operandenbereich
Beispiele: Eingang E 12.1; Merkerwort MW 25; Datenbaustein DB 3.
AKKU
Die Akkumulatoren sind Register in der ³ CPU und dienen als Zwischenspeicher für Lade-, Transfer- sowie Vergleichs-, Rechen- und Umwandlungsoperationen.
Alarm
Das Betriebssystem der CPU kennt 10 verschiedene Prioritätsklassen, die die
Bearbeitung des Anwenderprogramms regeln. Zu diesen Prioritätsklassen
gehören u.a. Alarme, z. B. Diagnosealarme. Bei Auftreten eines Alarms wird vom
Betriebssystem automatisch ein zugeordneter Organisationsbaustein aufgerufen,
in dem der Anwender die gewünschte Reaktion programmieren kann (z. B. in
einem FB).
Alarm, Diagnose- ³ Diagnosealarm
Alarm, Prozess- ³ Prozessalarm
ANLAUF
Der Betriebszustand ANLAUF wird beim Übergang vom Betriebszustand STOP
in den Betriebszustand RUN durchlaufen.
Kann ausgelöst werden durch den Betriebsartenschalter oder nach Netz-Ein
oder durch Bedienung am Programmiergerät. Bei ET 200S wird ein Neustart
durchgeführt.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar-1
Glossar
Anwenderprogramm
Bei SIMATIC wird unterschieden zwischen ³ Betriebssystem der CPU und Anwenderprogrammen. Letztere werden mit der Programmiersoftware ³STEP 7
in den möglichen Programmiersprachen (Kontaktplan und Anweisungsliste) erstellt und sind in Codebausteinen gespeichert. Daten sind in Datenbausteinen
gespeichert.
Anwenderspeicher
Der Anwenderspeicher enthält Code- und Datenbausteine des Anwenderprogramms. Der Anwenderspeicher kann sowohl in der CPU integriert sein oder auf
zusteckbaren Memory Cards (IM 151-7 CPU) bzw. Speichermodulen. Das Anwenderprogramm wird jedoch grundsätzlich aus dem ³ Arbeitsspeicher der
CPU abgearbeitet.
Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher ist ein RAM-Speicher in der ³ CPU, auf den der Prozessor
während der Bearbeitung des Anwenderprogramms zugreift.
Automatisierungssystem
Ein Automatisierungssystem ist eine speicherprogrammierbare Steuerung, die
aus mindestens einer CPU, verschiedenen Ein- und Ausgabebaugruppen sowie
Bedien- und Beobachtungsgeräten besteht.
Backup-Speicher
Der Backup-Speicher gewährleistet eine Pufferung von Speicherbereichen der ³
CPU ohne Pufferbatterie. Gepuffert wird eine parametrierbare Anzahl von Zeiten,
Zählern, Merkern und Datenbytes, die remanenten Zeiten, Zähler, Merker und
Datenbytes.
Baudrate
Die Baudrate ist die Geschwindigkeit bei der Datenübertragung und gibt die Anzahl der übertragenen Bits pro Sekunde an (Baudrate = Bitrate).
Bei ET 200S sind Baudraten von 9,6 kBaud bis 12 MBaud möglich.
Betriebssystem der CPU
Das Betriebssystem der CPU organisiert alle Funktionen und Abläufe der CPU,
die nicht mit einer speziellen Steuerungsaufgabe verbunden sind.
Glossar-2
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar
Betriebszustand
Die Automatisierungssysteme von SIMATIC S7 kennen folgende Betriebszustände: STOP, ³ ANLAUF, RUN.
Bus
gemeinsamer Übertragungsweg, mit dem alle Teilnehmer verbunden sind; besitzt
zwei definierte Enden
Bei ET 200S ist der Bus eine Zweidrahtleitung oder ein Lichtwellenleiter.
CPU
Central Processing Unit = Zentralbaugruppe des S7-Automatisierungssystems
mit Steuer- und Rechenwerk, Speicher, Betriebssystem und Schnittstelle für Programmiergerät.
Datenbaustein
Datenbausteine (DB) sind Datenbereiche im Anwenderprogramm, die Anwenderdaten enthalten. Es gibt globale Datenbausteine, auf die von allen Codebausteinen zugegriffen werden kann und es gibt Instanzdatenbausteine, die einem bestimmten FB-Aufruf zugeordnet sind.
Datenquerverkehr
siehe Direkter Datenaustausch
Dezentrale Peripheriesysteme
sind Ein-/Ausgabeeinheiten, die nicht im Zentralgerät eingesetzt werden, sondern dezentral in größerer Entfernung von der CPU aufgebaut sind, z. B.:
S
ET 200S, ET 200M, ET 200B, ET 200C, ET 200U, ET 200X, ET 200L
S
DP/AS-i Link
S
S5-95U mit PROFIBUS-DP-Slave-Schnittstelle
S
weitere DP-Slaves der Fa. Siemens oder weiterer Hersteller
Die dezentralen Peripheriesysteme sind über PROFIBUS-DP mit dem DP-Master verbunden.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar-3
Glossar
Diagnose
Diagnose ist die Erkennung, Lokalisierung, Klassifizierung, Anzeige, weitere Auswertung von Fehlern, Störungen und Meldungen.
Diagnose bietet Überwachungsfunktionen, die während des Anlagenbetriebs automatisch ablaufen. Dadurch erhöht sich die Verfügbarkeit von Anlagen durch
Verringerung der Inbetriebsetzungszeiten und Stillstandszeiten.
Diagnosealarm
Diagnosefähige Baugruppen melden erkannte Systemfehler über Diagnosealarme an die zentrale CPU.
In SIMATIC S7/M7: Bei Erkennen bzw. bei Verschwinden eines Fehlers (z. B.
Drahtbruch) löst ET 200S bei freigegebenem Alarm einen Diagnosealarm aus.
Die CPU des DP-Masters unterbricht die Bearbeitung des Anwenderprogramms
bzw. niederpriorer Prioritätsklassen und bearbeitet den Diagnosealarmbaustein
(OB 82).
In SIMATIC S5: Der Diagnosealarm wird innerhalb der gerätebezogenen Diagnose nachgebildet. Durch zyklisches Abfragen der Diagnosebits in der gerätebezogenen Diagnose können Sie Fehler wie z. B. Drahtbruch erkennen.
Diagnosepuffer
Der Diagnosepuffer ist ein gepufferter Speicherbereich in der CPU, in dem Diagnoseereignisse in der Reihenfolge des Auftretens abgelegt sind.
Direkter Datenaustausch
Direkter Datenaustausch ist eine spezielle Kommunikationsbeziehung zwischen
PROFIBUS-DP-Teilnehmern. Der direkte Datenaustausch ist dadurch gekennzeichnet, dass PROFIBUS-DP-Teilnehmer “mithören”, welche Daten ein DPSlave seinem DP-Master zurückschickt.
DP-Master
Ein ³ Master, der sich nach der Norm IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1 verhält,
wird als DP-Master bezeichnet.
DP-Norm
DP-Norm ist das Busprotokoll des Dezentralen Peripheriesystems ET 200 nach
der Norm IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1.
Glossar-4
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar
DP-Slave
Ein ³ Slave, der am PROFIBUS mit dem Protokoll PROFIBUS-DP betrieben
wird und sich nach der Norm IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1 verhält, heißt DPSlave.
ET 200
Das Dezentrale Peripheriesystem ET 200 mit dem Protokoll PROFIBUS-DP ist
ein Bus zum Anschluss von dezentraler Peripherie an eine CPU oder einen adäquaten DP-Master. ET 200 zeichnet sich durch schnelle Reaktionszeiten aus, da
nur wenige Daten (Bytes) übertragen werden.
ET 200 basiert auf der Norm IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1.
ET 200 arbeitet nach dem Master-Slave-Prinzip. DP-Master können z. B. die
Masteranschaltung IM 308-C oder die CPU 315-2 DP sein.
DP-Slaves können die dezentrale Peripherie ET 200S, ET 200B, ET 200C,
ET 200M, ET 200X, ET 200U, ET 200L oder DP-Slaves der Fa. Siemens oder
weiterer Hersteller sein.
FC ³ Funktion
Fehleranzeige
Die Fehleranzeige ist eine der möglichen Reaktionen des Betriebssystems auf
einen Laufzeitfehler. Die anderen Reaktionsmöglichkeiten sind: ³Fehlerreaktion
im Anwenderprogramm, STOP-Zustand der CPU.
Fehlerbehandlung über OB
Erkennt das Betriebssystem einen bestimmten Fehler (z.B. Zugriffsfehler bei
STEP 7), so ruft es den für diesen Fall vorgesehenen Organisationsbaustein
(Fehler-OB) auf, in dem das weitere Verhalten der CPU festgelegt werden kann.
Fehlerreaktion
Reaktion auf einen ³ Laufzeitfehler. Das Betriebssystem kann auf folgende Arten reagieren: Überführen des Automatisierungssystems in den STOP-Zustand,
Aufruf eines Organisationsbausteins, in dem der Anwender eine Reaktion programmieren kann oder Anzeigen des Fehlers.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar-5
Glossar
FORCEN
Mit der Funktion “Forcen” lassen sich z.B. während der Inbetriebnahmephase
bestimmte Ausgänge auch bei fehlender Erfüllung logischer Verknüpfungen des
Anwenderprogramms (z.B. durch fehlende Verdrahtung von Eingängen) für beliebig lange Zeiträume auf Zustand “EIN” setzen.
FREEZE
ist ein Steuerkommando des DP-Masters an eine Gruppe von DP-Slaves.
Nach Erhalt des Steuerkommandos FREEZE friert der DP-Slave den aktuellen
Zustand der Eingänge ein und überträgt diese zyklisch an den DP-Master.
Nach jedem neuen Steuerkommando FREEZE friert der DP-Slave erneut den
Zustand der Eingänge ein.
Die Eingangsdaten werden erst dann wieder zyklisch vom DP-Slave an den DPMaster übertragen, wenn der DP-Master das Steuerkommando UNFREEZE sendet.
Funktion
Eine Funktion (FC) ist gemäß IEC 1131-3 ein Codebaustein ohne statische Daten. Eine Funktion bietet die Möglichkeit der Übergabe von Parametern im Anwenderprogramm. Dadurch eignen sich Funktionen zur Programmierung von
häufig wiederkehrenden komplexen Funktionen, z.B. Berechnungen.
GSD-Datei
In einer GSD-Datei (Geräte-Stammdaten-Datei) sind alle DP-slavespezifischen
Eigenschaften hinterlegt. Das Format der GSD-Datei ist in der Norm
IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1 hinterlegt.
Intelligenter DP-Slave
Merkmal eines intelligenten DP-Slaves ist, dass Ein-/Ausgangsdaten nicht unmittelbar von einem realen Ein-/Ausgang des DP-Slaves dem DP-Master zur Verfügung gestellt werden, sondern von einer vorverarbeitenden CPU, hier vom Interfacemodul IM 151-7 CPU.
Komprimieren
Mit der PG-Online-Funktion “Komprimieren” werden alle gültigen Bausteine im
RAM der CPU bündig und lückenlos an den Anfang des Anwenderspeichers geschoben. Dadurch verschwinden alle Lücken, die beim Löschen oder Korrigieren
von Bausteinen entstanden sind.
Glossar-6
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar
Konsistente Daten
Daten, die inhaltlich zusammengehören und nicht getrennt werden dürfen, bezeichnet man als konsistente Daten.
Zum Beispiel müssen die Werte von Analogbaugruppen immer konsistent behandelt werden, d. h., der Wert einer Analogbaugruppe darf durch das Auslesen zu
zwei verschiedenen Zeitpunkten nicht verfälscht werden.
Ladespeicher
Der Ladespeicher ist Bestandteil der CPU. Er beinhaltet vom Programmiergerät
erzeugte Objekte. Er ist entweder als zusteckbare Memory Card/Micro Memory
Card oder als fest integrierter Speicher realisiert.
Laufzeitfehler
Fehler, die während der Bearbeitung des Anwenderprogramms im Automatisierungssystem (also nicht im Prozess) auftreten.
Masse
Als Masse gilt die Gesamtheit aller untereinander verbundenen inaktiven Teile
eines Betriebsmittels, die auch im Fehlerfall keine gefährliche Berührungsspannung annehmen können.
Master
dürfen, wenn sie im Besitz des Tokens sind, Daten an andere Teilnehmer schikken und von anderen Teilnehmern Daten anfordern (= aktiver Teilnehmer). DPMaster ist z.B. die CPU 315-2 DP.
Mastersystem
Alle DP-Slaves, die einem DP-Master lesend und schreibend zugeordnet sind,
bilden zusammen mit dem DP-Master ein Mastersystem.
Merker
Merker sind Bestandteil des ³ Systemspeichers der CPU zum Speichern von
Zwischenergebnissen. Auf sie kann bit-, byte-, wort- oder doppelwortweise zugegriffen werden.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar-7
Glossar
MMC
Micro Memory Card. Speichermodul für SIMATIC-Systeme. Einsetzbar als transportabler Datenträger und Ladespeicher.
MPI
Die Mehrpunktfähige Schnittstelle (MPI) ist die Programmiergeräte-Schnittstelle
von SIMATIC S7.
Neustart
Beim Anlauf einer CPU (z. B. nach Betätigung des Betriebsartenschalters von
STOP auf RUN oder bei Netzspannung EIN) wird vor der zyklischen Programmbearbeitung (OB 1) zunächst der Organisationsbaustein OB 100 (Neustart) bearbeitet. Bei Neustart wird das Prozessabbild der Eingänge eingelesen und das
STEP 7- Anwenderprogramm beginnend beim ersten Befehl im OB 1 bearbeitet.
OB ³ Organisationsbaustein
OB-Priorität
Das Betriebssystem der CPU unterscheidet zwischen verschiedenen Prioritätsklassen, z.B. zyklische Programmbearbeitung, prozessalarmgesteuerte Programmbearbeitung. Jeder Prioritätsklasse sind ³Organisationsbausteine (OB)
zugeordnet, in denen der S7-Anwender eine Reaktion programmieren kann. Die
OBs haben standardmäßig verschiedene Prioritäten, in deren Reihenfolge sie im
Falle eines gleichzeitigen Auftretens bearbeitet werden bzw. sich gegenseitig
unterbrechen.
Organisationsbaustein
Organisationsbausteine (OBs) bilden die Schnittstelle zwischen dem Betriebssystem der CPU und dem Anwenderprogramm. In den Organisationsbausteinen
wird die Reihenfolge der Bearbeitung des Anwenderprogramms festgelegt.
Parameter
1. Variable eines STEP 7-Codebausteins
2. Variable zur Einstellung des Verhaltens einer Baugruppe (eine oder mehrere
pro Baugruppe). Jede Baugruppe besitzt im Lieferzustand eine sinnvolle Grundeinstellung, die durch Konfigurieren in STEP 7 verändert werden kann.
Glossar-8
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar
PG ³ Programmiergerät
Prioritätsklasse
Das Betriebssystem einer S7-CPU bietet maximal 26 Prioritätsklassen (bzw.
“Programmbearbeitungsebenen”), denen verschiedene Organisationsbausteine
zugeordnet sind. Die Prioritätsklassen bestimmen, welche OBs andere OBs unterbrechen. Umfasst eine Prioritätsklasse mehrere OBs, so unterbrechen sie sich
nicht gegenseitig, sondern werden sequentiell bearbeitet.
PROFIBUS
Process Field Bus, Prozess- und Feldbusnorm, die in der Norm
IEC 61784-1:2002 Ed1 CP 3/1 festgelegt ist. Sie gibt funktionelle, elektrische
und mechanische Eigenschaften für ein bitserielles Feldbussystem vor.
PROFIBUS gibt es mit den Protokollen DP (= Dezentrale Peripherie), FMS
(= Fieldbus Message Specification), PA (= Prozess-Automation) oder TF
(= Technologische Funktionen).
PROFIBUS-Adresse
Jeder Busteilnehmer muss zur eindeutigen Identifizierung am PROFIBUS eine
PROFIBUS-Adresse erhalten.
PC/PG haben die PROFIBUS-Adresse “0”.
Für das Dezentrale Peripheriesystem ET 200S sind die PROFIBUS-Adressen 1 bis 125 zulässig.
Programmiergerät
Programmiergeräte sind im Kern Personal Computer, die industrietauglich, kompakt und transportabel sind. Sie sind gekennzeichnet durch eine spezielle Hardware- und Software-Ausstattung für speicherprogrammierbare Steuerungen SIMATIC.
Prozessabbild
Das Prozessabbild ist Bestandteil des ³ Systemspeichers der CPU. Am Anfang
des zyklischen Programmes werden die Signalzustände der Eingänge zum Prozessabbild der Eingänge übertragen. Am Ende des zyklischen Programmes wird
das Prozessabbild der Ausgänge als Signalzustand zu den Ausgängen übertragen.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar-9
Glossar
Prozessalarm
Ein Prozessalarm wird ausgelöst von alarmauslösenden Baugruppen aufgrund
eines bestimmten Ereignisses im Prozess. Der Prozessalarm wird der CPU gemeldet. Entsprechend der Priorität dieses Alarms wird dann der zugeordnete ³
Organisationsbaustein bearbeitet.
Publisher
Ein Sender im direkten Datenaustausch. Siehe Direkter Datenaustausch
Querverkehr
siehe Direkter Datenaustausch
Schachtelungstiefe
Mit Bausteinaufrufen kann ein Baustein aus einem anderen heraus aufgerufen
werden. Unter Schachtelungstiefe versteht man die Anzahl der gleichzeitig aufgerufenen Codebausteine.
SFC ³Systemfunktion
Slave
Ein Slave darf nur nach Aufforderung durch einen ³ Master Daten mit diesem
austauschen. Slaves sind z. B. alle DP-Slaves wie ET 200S, ET 200B, ET 200X,
ET 200M, usw.
Speicherprogrammierbare Steuerung
Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) sind elektronische Steuerungen,
deren Funktion als Programm im Steuerungsgerät gespeichert ist. Aufbau und
Verdrahtung des Gerätes hängen also nicht von der Funktion der Steuerung ab.
Die speicherprogrammierbare Steuerung hat die Struktur eines Rechners; sie
besteht aus ³ CPU (Zentralbaugruppe) mit Speicher, Ein-/Ausgabebaugruppen
und internem Bus-System. Die Peripherie und die Programmiersprache sind auf
die Belange der Steuerungstechnik ausgerichtet.
SPS ³ Speicherprogrammierbare Steuerung
Glossar-10
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar
Stand-alone-Betrieb
Das Gerät läuft autark ohne Datenverkehr zu einem übergeordneten Master und
ohne direkten Datenverkehr zu anderen DP-Slaves. Alle Module laufen mit Defaultparametern und mit der max. Konfiguration (32 Slots, 64 Byte konsistent)
hoch.
Startereignis
Startereignisse sind definierte Ereignisse wie Fehler, Zeitpunkte oder Alarme. Sie
veranlassen das Betriebssystem, einen zugehörigen Organisationsbaustein zu
starten (falls vom Anwender programmiert). Die Startereignisse werden in der
Kopfinformation des zugehörigen OBs angezeigt. Der Anwender kann im Anwenderprogramm auf Startereignisse reagieren.
STEP 7
Programmiersprache zur Erstellung von Anwenderprogrammen für SIMATIC
S7-Steuerungen.
Subscriber
Ein Empfänger im direkten Datenaustausch. Siehe Direkter Datenaustausch
Summenstrom
Summe der Ströme aller Ausgangskanäle einer Digital-Ausgabebaugruppe.
SYNC
ist ein Steuerkommando des DP-Masters an eine Gruppe von DP-Slaves.
Mit dem Steuerkommando SYNC veranlasst der DP-Master den DP-Slave, dass
der DP-Slave die Zustände der Ausgänge auf den momentanen Wert einfriert.
Bei den folgenden Telegrammen speichert der DP-Slave die Ausgangsdaten, die
Zustände der Ausgänge bleiben aber unverändert.
Nach jedem neuen Steuerkommando SYNC setzt der DP-Slave die Ausgänge,
die er als Ausgangsdaten gespeichert hat. Die Ausgänge werden erst dann wieder zyklisch aktualisiert, wenn der DP-Master das Steuerkommando UNSYNC
sendet.
Systemfunktion
Eine Systemfunktion (SFC) ist eine im Betriebssystem der CPU integrierte Funktion, die bei Bedarf im STEP 7-Anwenderprogramm aufgerufen werden kann.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Glossar-11
Glossar
Systemdiagnose
Systemdiagnose ist die Erkennung, Auswertung und die Meldung von Fehlern,
die innerhalb des Automatisierungssystems auftreten. Beispiele für solche Fehler
sind: Programmfehler oder Ausfälle auf Baugruppen. Systemfehler können mit
LED-Anzeigen oder in STEP 7 angezeigt werden.
Systemspeicher
Der Systemspeicher ist auf der Zentralbaugruppe integriert und als RAM-Speicher ausgeführt. Im Systemspeicher sind die Operandenbereiche (z. B. Zeiten,
Zähler, Merker) sowie vom Betriebssystem intern benötigte Datenbereiche (z. B.
Puffer für Kommunikation) abgelegt.
Teilnehmer
Gerät, welches Daten über den Bus senden, empfangen oder verstärken kann,
z. B. DP-Master, DP-Slave, RS 485-Repeater, Aktiver Sternkoppler.
Timer ³
Zeiten
Token
Zugriffsberechtigung am Bus
Zähler
Zähler sind Bestandteile des ³ Systemspeichers der CPU. Der Inhalt der “Zählerzellen” kann durch STEP 7-Anweisungen verändert werden (z. B. vorwärts/
rückwärts zählen).
Zeiten
Zeiten sind Bestandteile des ³ Systemspeichers der CPU. Asynchron zum Anwenderprogramm wird der Inhalt der “Zeitzellen” automatisch vom Betriebssystem aktualisiert. Mit STEP 7-Anweisungen wird die genaue Funktion der Zeitzelle (z. B. Einschaltverzögerung) festgelegt und ihre Bearbeitung (z. B. Starten)
angestoßen.
Glossar-12
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Glossar
Zykluskontrollpunkt
Abschnitt der CPU-Programmbearbeitung, an dem z. B. das Prozessabbild aktualisiert wird.
Zykluszeit
Die Zykluszeit ist die Zeit, die die ³ CPU für die einmalige Bearbeitung des
³ Anwenderprogramms benötigt.
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
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Glossar-13
Glossar
Glossar-14
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Index
Index
Zeichen
), A-15
)MCR, A-48
+, A-35
+AR1, A-36
+AR2, A-36
+D, A-34
+I, A-33
+R, A-35
–D, A-34
–I, A-33
–R, A-35
*D, A-34
*I, A-33
*R, A-35
/D, A-34
/I, A-33
/R, A-35
=, A-22
==D, A-37
==I, A-36
==R, A-38
<=D, A-37
<=I, A-36
<=R, A-38
<>D, A-37
<>I, A-36
<> R, A-38
<D, A-37
<I, A-36
<R, A-38
>=D, A-37
>=R, A-38
>>=I, A-36
>>D, A-37
>>I, A-36
>>R, A-38
A
Adresse, Glossar-1
Adressen
Basisadresse, 3-4
für Diagnose, 3-6
für Nutzdatentransfer, 3-5
Adressierung, 3-1
Adressvergabe, 3-4
frei, 3-4
indirekte, A-7
Oberfläche in STEP 7, 3-8
Regeln, 3-8
steckplatzorientiert, 3-2
Adressierungsbeispiele, STEP 7-Operationen,
A-5
Adreßregister, A-4
Adreßzuordnung, für Analog- und Digitalmodule, 3-3
Akku, A-3, Glossar-1
Alarm, Glossar-1
Prozeß-, Glossar-10
Alarme, Zyklusverlängerung, 8-4
Allgemeine Technische Daten, 9-2
Anlauf, Glossar-1
OB 100, 7-37
Anlaufverhalten, 7-39
Anwenderprogramm, Glossar-2
Hochladen, 7-16
Laden, 7-15
Anwenderprogrammbearbeitungszeit, 8-2
Anwenderspeicher, Glossar-2
Anwendungsgebiet, 1-2
Anzeige, LED, 6-9
Arbeitsspeicher, 7-13, Glossar-2
AUF, A-44
Aufbau
ET 200S stand-alone, 4-5
MPI-Netz, 5-2
PROFIBUS-Netz, 4-2
Aufbau des Diagnosetelegramms, 6-14
Ausgänge, Verzögerungszeit, 8-4
Automatisierungssystem, Glossar-2
Adreßbereich
Datenkonsistenz, 3-6
Defaulteinstellung, 3-9
der Erweiterungsmodule, 3-3
für Nutzdatentransfer, 3-5
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Index-1
Index
B
Backup-Speicher, Glossar-2
Baudrate, Glossar-2
Baugruppenklassen, Kennung, 6-27
Bausteine
der IM 151-7 CPU, 7-36
Hochladen, 7-16
Laden, 7-16
Löschen, 7-16
BE, A-45
BEA, A-45
Bearbeitungszeit
Betriebssystem, 8-3
Anwenderprogramm, 8-2, 8-4
Prozeßabbild-Aktualisierung, 8-3
BEB, A-45
Bestellnummer
IM 151-7 CPU, 9-2
Netzkomponenten, 4-6
Betriebsartenschalter, 7-4
MRES, 7-4
RUN, 7-4
STOP, 7-4
Urlöschen, 6-4
Betriebssystem
Bearbeitungszeit, 8-3
der CPU, Glossar-2
Betriebszustand, Glossar-3
RUN, 7-5
STOP, 7-5
Betriebszustandsänderungen, 6-12
BLD, A-41
BTD, A-42
BTI, A-42
Bus, Glossar-3
Busanschlußstecker, 4-6
C
CALL, A-44
CC, A-44
CLR, A-23
CPU, Glossar-3
Betriebssystem, Glossar-2
D
Daten, konsistente, Glossar-7
Index-2
Datenaustausch
Beispielprogramm, 3-9
direkter, 4-12
mit DP-Master, 3-5
Prinzip, 3-1
Datenaustausch, direkter, Glossar-4
Datenbaustein, Glossar-3
Datenkonsistenz, 3-6, 3-7
Datenquerverkehr, Glossar-3
DBs, 7-36
DEC, A-41
Defaultadressierung, 3-2
Defaulteinstellung, für Adreßbereich, 3-9
Dezentrales Peripheriegerät, Glossar-3
Diagnose, 6-1, Glossar-4
gerätebezogen, 6-22
kanalspezifische, 6-29
kennungsbezogen, 6-19
System-, Glossar-12
über LED, 6-9
Diagnoseadresse, 3-6, 6-11, 6-13
Diagnosealarm, 6-23, Glossar-4
OB 82, 7-37
Diagnosealarmreaktionszeit, 8-8
Diagnosedaten, 6-25
Diagnosepuffer, Glossar-4
auslesen, 6-5
Eintrag, 6-11
Direkter Datenaustausch, 4-12, Glossar-4
DP-Master, Glossar-4
DP-Diagnoseadresse, 3-6
DP-Slave, Glossar-5
intelligenter, 6-2, Glossar-6
DP-Slave-Diagnose, Aufbau, 6-26
DP-Norm, Glossar-4
DTB, A-42
DTR, A-42
E
Eigenschaften, 9-2
von IM 151-7 CPU, 1-4, 7-2
Eingänge, Verzögerungszeit, 8-4
Ereigniserkennung, im DP-Master/DP-Slave,
6-12
ET 200, Glossar-5
ET 200S
Handbücher, 1-5
Komponenten, 1-5
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Index
ET 200S-Handbücher, Wegweiser, 1-5
F
FBs, 7-36
FCs, 7-36
Fehler, Peripherie-Direktzugriff, OB 122, 7-38
Fehleranzeige, Glossar-5
Fehlerbehandlung über OB, Glossar-5
Fehlerreaktion, 7-38, Glossar-5
Fehlersuche, 6-1
FN, A-21
Forcen, 7-5, Glossar-6
Formatieren der MMC, 7-8
FP, A-21
FR, A-24
FR , A-25
FRCE, LED, 7-5
FREEZE, Glossar-6
Freie Adressierung der Peripheriemodule, 3-4
Funktion, FC, Glossar-6
Funktionen, über PG, 4-9
G
Gerätebezogene Diagnose, 6-22
Globale Datenkommunikation, 7-34
GSD-Datei, 7-2, Glossar-6
Gültigkeitsbereich, des Handbuchs, iii
H
Handbuch, Zweck, iii
Handbücher
Wegweiser, 1-5
weitere, vi
Handbuchinhalte, Kurzübersicht, 1-5
Hardware-Uhr, 7-39
Herstellerkennung, CPU 31x-2 als DP-Slave,
6-18
Hochladen, 7-16
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
I
IM 151-7 CPU
Bausteine, 7-36
Betriebsartenschalter, 7-4
Eigenschaften, 1-4
Parameter, 7-39
projektieren, 6-2
urlöschen, 6-4
wichtige Eigenschaften, 7-2
Inbetriebnahme, 2-1, 2-2, 2-6, 2-11, 2-20, 6-1,
6-7
INC, A-41
Inhalte des Handbuchs, v
Integrierte Uhr, 7-31
Intelligenter DP-Slave, 6-2, Glossar-6
Interfacemodul IM 151-7 CPU, 9-4
Prinzipschaltbild, 9-4
Technische Daten, 9-5
Interfacemodul IM 151-7 CPU FO, 9-3, 9-4
Anschlußbelegung, 9-3
Prinzipschaltbild, 9-4
INVD, A-43
INVI, A-43
ITB, A-42
ITD, A-42
K
Kabel, 4-6
kanalspezifische Fehler, 6-29
Kennungsbezogene Diagnose, 6-19
Kommunikation
Dienste der CPUs, 7-32
Globale Datenkommunikation, 7-34
OP-Kommunikation, 7-33
PG-Kommunikation, 7-32
S7-Basiskommunikation, 7-33
S7-Kommunikation, 7-33
Komponenten, ET 200S, 1-5
Komprimieren, 7-17, Glossar-6
Konfigurationsdaten, Übernahme, 7-40
Index-3
Index
Konfigurieren, 2-1, 2-2, 2-7, 2-12
Konsistente Daten, Glossar-7
Konsistenz, 3-6, 3-7
L
L, A-26, A-27, A-28, A-32
Laden
Anwenderprogramm, 7-15
von Bausteinen, 7-16
Ladeoperation, 3-7
Ladespeicher, 7-12, Glossar-7
LAR1, A-31
LAR2, A-31
Laufzeitfehler, Glossar-7
LC, A-28
Lebensdauer einer MMC, 7-6
LED, 6-5
Anzeige, 1-4, 6-9
FRCE, 7-5
ON, 7-5
RUN, 7-5
SF, 7-5
STOP, 7-5
Lieferpaket, v
Lokaldaten, 7-22
LOOP, A-47
Löschen von Bausteinen, 7-16
M
Masse, Glossar-7
Master, Glossar-7
Master-PROFIBUS-Adresse, 6-17
Mastersystem, Glossar-7
MCR(, A-48
MCRA, A-48
MCRD, A-48
Merker, Glossar-7
Micro Memory Card, 7-6, Glossar-8
MMC, Glossar-8
MMC formatieren, 7-8
MMC-Lebensdauer, 7-6
MMC-Modul, 7-6
MOD, A-34
Modulstatus, 6-20
MPI, 4-2, 5-2, Glossar-8
PROFIBUS-DP, Daten, 7-2
MPI-Schnittstelle, 7-29
MPI-Teilnehmeradresse, 7-40
MRES, Betriebsartenschalter, 7-4
Index-4
N
NEGD, A-43
NEGI, A-43
MPI-Netz, Prinzipieller Aufbau, 5-2
Netz, Aufbau, 4-1
PROFIBUS-Netz
Netzkomponenten, 4-6
Prinzipieller Aufbau, 4-2
Netzkomponenten, 4-6
Neustart, 7-19, Glossar-8
NOP, A-41
Normen, iv
NOT, A-23
Nutzdatentransfer, zum DP-Master, 3-5
O
O, A-13, A-16, A-19
O(, A-15
OB 1, 7-37
OB 100, 7-37
OB 122, 6-12, 7-38
OB 40, 7-37
OB 82, 6-8, 6-12, 7-37
OB 86, 6-8, 6-12, 7-38
OB 87, 7-38
OB, Glossar-8
Startereignis, Glossar-11
OB-Priorität, Glossar-8
OB10, 7-37
OB121, 7-38
OB20, 7-37
OB35, 7-37
OB80, 7-38
OB83, 7-37
OB85, 7-38
OBs
der CPU, 7-36
Startereignisse, 7-37
OD, A-18
ON, A-13, A-17, A-20
LED, 7-5
ON(, A-15
Online-Funktionen, für ET 200S, 4-9
OP-Kommunikation, 7-33
Operanden, A-2
Operandenbereiche, 7-20
Organisationsbaustein, Glossar-8
OW, A-18
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Index
P
Parameter, Glossar-8
IM 151-7 CPU, 7-39
Parameterbereiche, STEP 7-Operationen, A-2
Parametriertelegramm, Aufbau, 7-41
PC
Anschluß an ET 200X, 4-5
Voraussetzungen, 4-2, 5-2
Peripherie-Direktzugriffsfehler, OB 122, 7-38
PG, Glossar-9
Anschluß an ET 200X, 4-5
Steckleitung, 4-4
Voraussetzungen, 4-2, 5-2
PG-Funktionen, 4-9
PG-Kommunikation, 7-32
PG-Steckleitung, 4-6
Pointer, berechnen, A-6
POP, A-41
Priorität, OB, Glossar-8
Prioritätsklasse, Glossar-9
Probelauf, 2-1, 2-2, 2-20
Probelauf , 2-10
PROFIBUS, Glossar-9
PROFIBUS-Adresse, 4-3, Glossar-9
PROFIBUS-DP-Schnittstelle, 7-29
Programmieren, 2-1, 2-2, 2-9, 2-17
Programmiersoftware, 1-4
Projektieren, IM 151-7 CPU, 6-2
Projektiersoftware, 1-4
Prommen, 7-17
Prozeßabbild, Glossar-9
Prozessabbild der Ein- und Ausgänge, 7-21
Anwenderprogramm, Bearbeitungszeit, 8-4
Prozeßabbild-Aktualisierung, Bearbeitungszeit,
8-3
Prozeßalarm, 6-23, Glossar-10
OB 40, 7-37
Prozeßalarmreaktionszeit, 8-8
Prozeßalarmverarbeitung, 8-8
Publisher, Glossar-10
PUSH, A-41
Q
Querverkehr, Glossar-10
Querverkehr, siehe Direkter Datenaustausch,
4-12
R
R, A-22, A-24, A-25
RAM to ROM, 7-17
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Reaktionszeit, 8-5
Diagnosealarm-, 8-8
kürzeste, 8-6
längste, 8-7
Prozeßalarm-, 8-8
Regeln, für Adressierung, 3-8
Remanenter Speicher, 7-13
Remanenzverhalten der Speicherobjekte,
7-14
Remanenz, 7-39
RLD, A-40
RLDA, A-40
RND, A-42
RND+, A-42
RND–, A-42
RRD, A-40
RRDA, A-40
RUN
Betriebsartenschalter, 7-4
Betriebszustand, 7-5
LED, 7-5
S
S, A-22, A-25
T, A-29, A-30, A-32
S7-Basiskommunikation, 7-33
S7-Kommunikation, 7-33
SA, A-24
SAVE, A-23
Schachtelungstiefe, Glossar-10
Schnittstellen
MPI-Schnittstelle, 7-29
PROFIBUS-DP-Schnittstelle, 7-29
Welche Geräte an welche Schnittstelle?,
7-30
SE, A-24
SET, A-23
SF, LED, 7-5
SFBs, 7-36
SFC, B-1
SFC DPRD_DAT, 3-7
SFC DPWR_DAT, 3-7
SFCs, 7-36
Ausführungszeiten, B-1
SI, A-24
SIMATIC Micro Memory Card, 7-6
Eigenschaften, 7-6
einsetzbare MMCs, 7-7
Ziehen/Stecken, 7-18
Slave, Glossar-10
Slave-Diagnose bei Einsatz des IM 151-7 CPU
als I-Slave, 6-14
Index-5
Index
SLD, A-39
SLW, A-39
Software-Uhr, 7-31
SPA, A-46
SPB, A-46
SPBB, A-46
SPBI, A-46
SPBIN, A-46
SPBN, A-46
SPBNB, A-46
Speicher
Anwender-, Glossar-2
Arbeits-, Glossar-2
Backup-, Glossar-2
Komprimieren, 7-17
Lade-, Glossar-7
System-, Glossar-12
Speicherbereiche
Arbeitsspeicher, 7-13
Ladespeicher, 7-12
Systemspeicher, 7-13
Speicherfunktionen
Anwenderprogramm laden, 7-15
Hochladen von Bausteinen, 7-16
Komprimieren, 7-17
Laden von Bausteinen, 7-16
Löschen von Bausteinen, 7-16
Neustart, 7-19
Prommen, 7-17
RAM to ROM, 7-17
Urlöschen, 7-19
Warmstart, 7-19
SPL, A-47
SPM, A-47
SPMZ, A-47
SPN, A-47
SPO, A-47
SPP, A-47
SPPZ, A-47
SPS, A-47, Glossar-10
SPU, A-47
SPZ, A-47
SRD, A-39
SRW, A-39
SS, A-24
SSD, A-39
SSI, A-39
Stand-alone-Betrieb, Glossar-11
von ET 200S, 4-5, 4-9
Startereignis, OB, Glossar-11
Startereignisse, für OBs, 7-37
Stationsausfall, OB 86, 7-38
Stationsstatus 1 bis 3, 6-15
Index-6
Statuswort, A-4
Steckplatzorientierte Adressierung der Peripheriemodule, 3-2
Steckplatzzuordnung, ET-200S, 3-2
STEP 7, Glossar-11
Adressieroberfläche, 3-8
Einstellungen, 4-9
IM 151-7 CPU projektieren, 6-2
STOP
Betriebsartenschalter, 7-4
Betriebszustand, 7-5
LED, 7-5
Subscriber, Glossar-11
Summenstrom, Glossar-11
SV, A-24
SYNC, Glossar-11
Systemdatenbereich, Diagnosedaten, 6-25
Systemdiagnose, 7-39, Glossar-12
Systemfunktion, B-1
SFC, Glossar-11
Systemspeicher, 7-13, 7-20, Glossar-12
Lokaldaten, 7-22
Operandenbereiche, 7-20
Prozessabbild der Ein- und Ausgänge, 7-21
T
TAD, A-41
TAK, A-41
Taktmerker, 7-39
TAR, A-31
TAR1, A-31
TAR2, A-31
TAW, A-41
TDB, A-45
Technische Daten
allgemeine, 9-2
des IM 151-7 CPU, 9-2
PROFIBUS-DP, 7-2
Teilnehmer, Glossar-12
Testfunktionen, 4-9
Token, Glossar-12
Transferoperation, 3-7
TRUNC, A-42
U
U, A-13, A-17, A-19
U(, A-15
Übergabespeicher
im IM 151-7 CPU, 3-5
Zugriff im Anwenderprogramm, 3-7
ET 200S Interfacemodul IM 151-7 CPU
A5E00058779-02
Index
UC, A-44
UD, A-18
Uhr, 7-31, 7-39
Uhrzeitalarme, 7-39
Umrüsten, 2-2
Umrüsten , 2-11
Umverdrahten, C-4
UN, A-13, A-17, A-20
UN(, A-15
Urlöschen, 7-19
CPU-interne Vorgänge, 6-5
IM 151-7 CPU, 6-4
mit Betriebsartenschalter, 7-4
UW, A-18
V
Montieren, 2-1, 2-3
Verdrahten, 2-1, 2-4
Verzögerung, der Ein-/Ausgänge, 8-4
W
X
X, A-14, A-17, A-19
X(, A-15
XN, A-14, A-17, A-20
XN(, A-15
XOD, A-18
XOW, A-18
Z
Zähler, Glossar-12
Zeiten, Glossar-12
ZR, A-25
Zugriff, auf ET 200S von PG/PC, 4-3
Zulassungen, iv
ZV, A-25
Zyklus, OB 1, 7-37
Zykluskontrollpunkt, Glossar-13
Zyklusverhalten, 7-40
Zyklusverlängerung, durch Alarme, 8-4
Zykluszeit, 8-2, Glossar-13
Aufbau, 8-2
verlängern, 8-3
Warmstart, 7-19
Weckalarme, 7-39
Wegweiser, durch das Handbuch, vi
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Index-7
Index
Index-8
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