NC Cooling Tower - SPX Cooling Technologies

NC Cooling Tower - SPX Cooling Technologies
BEDIENUNGSHANDBUCH
GFK-Kühlturm NC®
INSTALLATION – BETRIEB – WARTUNG
de_Z0702489_rev_A
VERSION 08/2015
DIESES HANDBUCH MUSS VOR DEM BETRIEB ODER DER WARTUNG GELESEN UND VERSTANDEN WORDEN SEIN.
Inhaltsverzeichnis
Hinweis
Dieses Bedienungshandbuch enthält wichtige Hinweise zur fachgerechten Montage und zum ordnungsgemäßen Betrieb Ihres Kühlturms.
Lesen Sie das Handbuch aufmerksam durch, bevor Sie den Kühlturm
installieren oder betreiben, desweiteren beachten Sie alle Hinweise.
Bewahren Sie dieses Handbuch sorgfältig auf.
Seite
Versand des Kühlturms................................................................................... 3
Annahme des Kühlturms................................................................................ 3
Standortauswahl.............................................................................................. 4
Montage............................................................................................................. 4
Motorverdrahtung............................................................................................ 5
Maschinenteile.................................................................................................. 6
Inbetriebnahme................................................................................................. 8
Wartung............................................................................................................. 14
Wasseraufbereitung und Abblasen............................................................. 15
Wartungsplan.................................................................................................... 16
Hinweise zur saisonalen Abschaltung......................................................... 20
Längerer Stillstand........................................................................................... 20
Weitere Serviceleistungen............................................................................. 21
Fehlersuche und -beseitigung....................................................................... 22
Die folgenden Signalwörter werden in diesem Handbuch verwendet, um
Sie auf diverse Gefahren oder wichtige Informationen zur Lebensdauer des
Produktes hinzuweisen.
Warnung
Vorsicht
Hinweis
Hinweise auf mögliche Gefahren. Eine Missachtung dieser Hinweise
kann zu schweren oder sogar tödlichen Verletzungen oder erheblichen Sachschäden kommen führen.
Hinweise auf mögliche Gefahren. Eine Missachtung kann zu Verletzungen oder Sachschäden führen.
Hinweise auf spezielle Installations-, Bedienungs- oder Wartungsvorschriften, die wichtig sind, aber keine Gefährdung darstellen.
Diese Betriebsanleitung wie auch die separat übergebenen Anleitungen für
Motoren, Ventilatoren, Getriebe, Kupplungen, Schwimmerventile, Pumpen
usw. dienen dazu, dass der Kühlturm die maximal mögliche Zeit zuverlässig
arbeitet. Da die Produktgewährleistung auch von den Handlungen des Bedieners abhängen, wird der Bediener gebeten diese Anleitung vor dem Betrieb
sorgfältig zu lesen.
2
Buchübersicht
Diese Bedienungsanleitung informiert allgemein über die Montage und den
Betrieb. Jegliche Änderung oder Abwandlung der Betriebsanleitung, der ursprünglichen Auslegungsdaten oder des ursprünglichen Verwendungszwecks
der Ausrüstung kann zu einer unsachgemäßen Montage und/oder zu einem
unsachgemäßen Betrieb des Kühlturms führen.
Solche Abweichungen, Änderungen oder Abwandlungen liegen in der Verantwortung der Partei oder der Parteien, die diese Abweichung, Änderung oder
Abwandlung vornehmen. SPX Cooling Technologies lehnt ausdrücklich jede
diesbezügliche Haftung ab. Die Gewährleistung gilt gemäß dem gültigen SPX
Cooling Technologies Gewährleistung -Zertifikat.
Kontaktieren Sie bitte Ihren Marley Vertreter, falls Fragen bzgl. des Betriebs
und/oder der Wartung dieses Kühlturms bestehen, die nicht in dieser Anleitung
beantwortet werden. Bitte nennen Sie die Seriennummer, wenn Sie Ersatzteile
bestellen oder uns mit der Bitte um Informationen anschreiben.
Sicherheit hat Vorrang
Durch die Anordnung und die Ausrichtung des Kühlturms kann die Sicherheit
derjenigen beeinträchtigt werden, die mit der Installation, dem Betrieb oder
der Wartung des Kühlturms befasst sind. Da SPX Cooling Technologies weder
Anordnung noch Ausrichtung des Kühlturms vorschreibt, können wir für die
Handhabung diesbezüglicher Sicherheitsvorschriften keine Verantwortung
übernehmen.
Versand des Kühlturms
GFK-Kühltürme der Klasse NC werden unmontiert per LKW‘s angeliefert. Der
Spediteur ist für den Zustand des Kühlturms bei Anlieferung verantwortlich –
ebenso für die Lieferung von mehreren Sendungen, sofern erforderlich. Anweisungen hierzu finden Sie im Montagehandbuch für Kühltürme der Klasse NC.
Annahme des Kühlturms
Kontrollieren Sie den Kühlturm noch vor dem Abladen vom Transportmittel
auf etwaige Transportschäden. Erkennbare Schäden vermerken Sie auf dem
Frachtschein. Diese dienen als Nachweis für etwaige Ansprüche.
Nehmen Sie die Montageanweisung und die Stückliste zur Hand. Bewahren Sie
diese Informationen zum Nachschlagen und für Wartungszwecke sorgfältig auf.
3
Installation
Standortauswahl
Rund um den Kühlturm sollte reichlich Freiraum vorgesehen werden, damit
einerseits Wartungsarbeiten möglich sind und andererseits die Luftströmungen
in und durch den Kühlturm nicht behindert werden. Bei Fragen zur angemessenen Verfügbarkeit von freiem Raum und der geplanten Konfiguration des
Kühlturms wenden Sie sich an Ihren Marley-Verkaufsvertreter.
Bereiten Sie unter Berücksichtigung der vorgegebenen Konstruktionszeichnungen von Marley mit angegebenen Gewichts-, Windlast- und Maßdaten ein
stabiles, ebenes Fundament für den Kühlturm vor. Die einwandfreie Funktion
des Kühlturms setzt voraus, dass der Untergrund vollkommen eben ist.
Warnung
Der Kühlturm muss in ausreichendem Abstand zu Frischluft-Einlassleitungen von nebenstehenden Gebäuden aufgestellt werden,
um ein mögliches Ansaugen verunreinigter Kühlturmabluft auszuschließen. Der Käufer muss durch einen zugelassenen Ingenieur oder
Architekten bestätigen lassen, dass der Aufstellort des Kühlturms
die Anforderungen der örtlichen Vorschriften hinsichtlich Luftverschmutzung, Feuerschutz und Luftreinheit erfüllt.
Montage
Ihr Marley Vertriebsingenieur ist Ihnen gerne dabei behilflich, für die Montage des
Kühlturms eigenes Montagepersonal von Marley oder einen qualifizierten Montagevertragspartner zu vermitteln. Unsere Montagevertragspartner gewährleisten
eine sichere und effiziente Montage, die die Gewährleistungsanforderungen
bezüglich Ihres Kühlturms durch SPX Cooling Technologies erfüllt. Anweisungen
hierzu finden Sie im Montagehandbuch für Kühltürme der Klasse NC.
Hinweis
Vorsicht
Warnung
4
Versichern Sie sich vor der Montage, dass die Ausrichtung des
Kühlturms der geplanten Verrohrung entspricht.
Mit Ausnahme der von oberhalb waagerechten montierten Rohrleitung und gemäß den Zeichnungsvorgaben von Marley, dürfen Ihre
Rohrleitungen nicht am Kühlturm oder an den Auslassanschlüssen
abgestützt werdenund müssen daher separat unterstützt werden.
Aus Sicherheits- und Wartungsgründen empfiehlt SPX, alle Maschinenkomponenten mit einem verriegelbaren Trennschalter
auszurüsten. Zusätzlich zu einem Trennschalter, sollte der Motor
mit einer Kurzschlusssicherung und einem Überlastungsschutz an
der Hauptstromversorgung ausgestattet sein.
Installation
Motorverdrahtung
Beachten Sie zum anschließen der Motorkabel, die Angaben auf dem Typenschild
des Motors und die Versorgungsspannung. Die auf dem Typenschild angegebene
Anschlussart muss eingehalten werden.
Auf dem Typenschild des Motors ist eines der folgenden Symbole zu sehen: Δ, Δ
Δ, Y oder YY. Diese Symbole geben den Wicklungsaufbau des Motors wieder und
nicht das elektrische Dreieck- oder Sternversorgungssystem, an das der Motor
angeschlossen ist.
Bei Verwendung eines Anlassers:
• S
tellen Sie den Überlastschutz auf 110 % der auf dem Typenschild angegebenen Stromstärke ein. Diese Einstellung gestattet dem Ventilatormotor,
bei kälterem Wetter zu laufen. Bei kälterem Wetter zieht der Motor in der
Regel 6 bis 10 % mehr Strom als auf dem Typenschild angegeben. Hohe
Stromwerte sind bei der Inbetriebnahme des Kühlturms üblich, nur solange
der Kühlturm trocken und die Umgebungstemperatur niedrig ist.
Hinweis
Starten Sie den Motor nicht öfter als 4–5 Mal pro Stunde. Kurze Arbeitszyklen beanspruchen die inneren Motorkomponenten und reduzieren
die Lebensdauer des Motors.
Bei Verwendung eines zweistufigen Anlassers:
• Die Motordrehung muss bei langsamer und schneller Drehzahl gleich sein.
• Motoren mit einer Wicklung erfordern einen Anlasser mit Kurzschlussschalter.
• M
otoren mit zwei Wicklungen erfordern einen Anlasser ohne Kurzschlussschalter.
• B
ei allen zweistufigen Anlassern muss für das Umschalten von hoher auf
langsame Drehzahl ein Verzögerungsrelais (20 Sekunden) vorgesehen sein.
Hinweis
Starten Sie den Motor nicht öfter als vier bis fünf Mal pro Stunde (jeder
Start bei hoher und jeder Start bei niedriger Drehzahl zählt als ein Start).
Bei Verwendung eines VFD-Antriebs:
Hinweis
Versichern Sie sich vor Inbetriebnahme, dass der Motor für „Inverterlast“
nach IEC 60 034 und 60 079 ausgelegt ist.
• Stellen Sie den Solid-State-Überlastschutz des VFD-Antriebs auf 119 %
der auf dem Typenschild angegebenen Stromstärke ein und stellen Sie den
„Maximalstrom-Parameter“ des VFD-Antriebs auf die auf dem Typenschild
angegebene Stromstärke ein. Der „Maximalstrom-Parameter“ vermindert
➠
5
Installation
bei kaltem Wetter die Ventilatordrehzahl und begrenzt die Stromaufnahme auf den auf dem Typenschild angegebenen Wert. Der zugehörige Überlastschutz wird auf einen Wert von 110 % über der auf dem
Typenschild angegebenen Stromstärke eingestellt.
• Die Motordrehung im VFD-Modus und im Bypass-Modus muss gleich
sein.
• Bei Kabellängen über 31 Meter zwischen dem VFD-Antrieb und dem
Motor wird ein DV/DT-Ausgangsfilter empfohlen, um eine Beschädigung
des Motors zu vermeiden. 31 Meter basieren auf unseren Praxiserfahrungen; der VFD-Hersteller macht unter Umständen andere Angaben.
• Programmieren Sie den VFD-Antrieb für variablen Drehmomentausgang.
Die Modi Fluxvektor und Konstantdrehmoment können das Getriebe
beschädigen.
• Starten und stoppen Sie den Motor nicht mit dem Sicherheitsschalter.
Falls der Antrieb das Signal erhält, zu laufen und die Lastseite mit dem
Sicherheitsschalter ein- und ausgeschaltet wird, kann der VFD-Antrieb
beschädigt werden.
Der Einsatz eines VFD-Antriebs für Kühlanwendungen hat gegenüber herkömmlichen ein- oder zweistufigen Motoren diverse Vorteile. VFD-Antriebe können den
Energieverbrauch senken und sie ermöglichen eine bessere Temperatursteuerung. Ferner werden die mechanischen und elektrischen Belastungen des Motors
und der Maschinenteile vermindert. Bei niedrigen Umgebungstemperaturen,
kann die Kühlleistung auch mit geringeren Drehzahlen erreicht werden kann,
hierbei sind beträchtliche Energieeinsparungen möglich. Um diese Vorteile
auszunutzen, muss der Antrieb richtig installiert sein.
Marley liefert VFD-Antrieb und -Steuerungen, die speziell für unsere Kühlsysteme
konzipiert sind. Falls Sie einen Marley VFD-Antrieb und/oder ein Steuerungspaket erworben haben, befolgen Sie die Anweisungen in der Bedienungsanleitung für dieses System. Der Großteil der Probleme mit VFD-Antrieben
kann vermieden werden, indem ein Antriebssystem von Marley eingesetzt wird.
Falls Sie ein anderes VFD-Antriebssystem verwenden, beachten Sie bitte die
Hinweise zu diesem Antrieb.
Warnung
6
Der unsachgemäße Gebrauch eines VFD-Antriebs kann zu Schäden
an der Ausrüstung und zu Verletzungen führen. Eine Missachtung der
korrekten Installationsweise des VFD-Antriebs lässt alle Garantien
für den Motor und jegliche anderen Vorrichtungen, die elektrisch oder
mechanisch (direkt) mit dem VFD-Antrieb gekoppelt sind, automatisch unwirksam werden. Die Dauer der Gewährleistungsaussetzung
ist abhängig von der korrekten Installation des VFD-Systems und der
Reparatur jeglicher Schäden, die während des Betriebs entstanden
Installation
sind. SPX Cooling Technologies bietet keine technische Unterstützung und haftet nicht für etwaige Schäden im Zusammenhang mit
VFD- Antriebssystemen, die nicht von Marley stammen.
Warnung
Die Veränderung der werksseitig eingestellten Ventilatordrehzahl
kann dazu führen, dass der Ventilator in einem instabilen Bereich
betrieben wird, der Schäden an der Ausrüstung und Verletzungen
hervorrufen kann.
Maschinenteile
Warnung
Trennen Sie den Ventilatormotor vor jeglichen Wartungsarbeiten
am Kühlturm von der Stromversorgung. Sämtliche elektrischen
Schalter sind zu verriegeln und zu kennzeichnen, damit andere sie
nicht wieder einschalten.
1. Prüfen Sie an Ihrem Geareducer (sofern vorhanden) den Ölstand gemäß
den Angaben im Handbuch für den Geareducer. Falls Öl für Ihren Geareducer nachgefüllt werden muss, füllen Sie Öl der vorgeschriebenen Sorte
bis zur Markierung ein.
2. Drehen Sie den Ventilator von Hand und versichern Sie sich, dass keines der
Flügel gegen den Ventilatorzylinder stößt. Beobachten Sie die Bewegungen
der Scheiben und Riemen, um sicherzustellen, dass Motor und Antriebsscheibe des Ventilators korrekt aneinander ausgerichtet ist. Siehe Spannen
des Riemens und Ausrichtung der Scheibe auf den Seite 16 und 17.
Beobachten Sie bei Modellen mit Geareducer-Antrieb die Bewegungen der
Kupplung (oder Antriebswellenkupplungen), um sicherzugehen, dass Motor
und Getriebe korrekt miteinander ausgerichtet sind. Gegebenenfalls muss
die Ausrichtung korrigiert werden(siehe Handbuch für den Geareducer ).
3. Schalten Sie den Motor kurz an und beobachten Sie, wie sich der Ventilator
dreht. Der Ventilator muss von oben gesehen nach links (gegen den Uhrzeigersinn) laufen. Läuft er in die andere Richtung, schalten Sie den Ventilator
ab und vertauschen zwei der insgesamt drei Stromanschlusskabel, die am
Motor angeschlossen sind.
Vorsicht
Falls der Kühlturm mit einem zweistufigen Motor ausgestattet ist,
prüfen Sie die korrekte Drehrichtung des Motors bei beiden Drehzahlen. Kontrollieren Sie auch, ob der Anlasser mit einem Zeitrelais
(20-sekündige Verzögerung) ausgestattet ist, so dass ein direktes
Umschalten von hoher auf niedrige Drehzahl verhindert wird. Falls
die Drehrichtung des Ventilators zum Enteisen umschaltbar ist,
versichern Sie sich, dass für die Richtungsumschaltung ein Zeitrelais für eine 2-minütige Verzögerungszeit vorgesehen ist. Diese
Verzögerung verhindert, dass die Maschinenteile und die Teile im
elektrischen Kreis abnormalen Belastungen ausgesetzt sind.
7
Betrieb
5. Lassen Sie den Motor laufen und beobachten Sie die Funktion der Maschinenteile. Der Betrieb sollte stabil sein.
6. Bei einem Riemenantrieb kontrollieren Sie nach ca. 10 bis 60 Betriebsstunden das Drehmoment an der Ventilator- und der Motorscheibe.
Hinweis
Wenn die Wasserzufuhr nicht aktiviert ist, bzw. wenn keine Wärmelast am System ansteht, zeigt der Motorstrom eine Überlast
von 10 bis 20 % an. Dies liegt an der relativ hohen Dichte der nicht
erwärmten Luft, die durch den Ventilator strömt. Mit der Ermittlung
der korrekten Motorlast sollte deshalb gewartet werden, bis das
System mit Nennlast arbeitet.
Inbetriebnahme
Warnung
Verschiedene Fälle der Legionärskrankheit sind unter anderem
mit Kühltürmen assoziiert worden. VOR Inbetriebnahme von Kühlturmsystemen sind Wartungs- und Wasseraufbereitungsverfahren
aufzustellen und umzusetzen, die das Wachstum und die Verbreitung von Legionellen und anderen Bakterien in der Luft verhindern.
Entsprechende Verfahren müssen regelmäßig im Betrieb fortgesetzt
werden, um Infektionen mit dem mitunter tödlichen Krankheitsverlauf zu verhindern.
Wassersystem
1. Neuinstallationen müssen vor der Inbetriebnahme von einem Fachmann
für Wasseraufbereitung gesäubert und mit Bioziden behandelt werden.
2. Entfernen Sie sämtlichen Schmutz, der sich im Kühlturm angesammelt
hat. Achten Sie dabei insbesondere auf die Innenbereiche des Kaltund Warmwasserbecken, das gesamte Warmwasserbecken und den
Warmwassereinlass. Stellen Sie sicher, dass die Schmutzfanggitter in
der Kaltwasseransaugung sauber und korrekt eingebaut sind.
3. Füllen Sie bei den Modellen NC8401 bis NC8405 Wasser in das
System, bis es im tief liegenden Bereich des Kaltwasserbeckens eine
Höhe von 178 mm erreicht. Füllen Sie bei den Modellen NC8407 bis
NC8414 Wasser in das System, bis es im tief liegenden Bereich des
Kaltwasserbeckens eine Höhe von 203 mm erreicht. Dies ist der für
den Betrieb empfohlene Wasserstand. Stellen Sie das Schwimmerventil so ein, dass es bei diesem Stand geschlossen ist. Fahren Sie
mit dem Befüllen des Systems fort, bis das Wasser ca. 4 mm unter
der Überlaufkante steht.
4. Starten Sie die Pumpe(n). Beobachten Sie die Funktion des Systems.
Da das außerhalb des Kühlturms liegende Wassersystem nur ent8
Betrieb
sprechend der Höhe im Kaltwasserbecken befüllt wurde, muss der
Pegel im Kaltwasserbecken etwas abfallen, ehe der Wasserkreislauf
geschlossen ist und das Wasser von den Kühleinbauten zu rieseln
beginnt. Die anfänglich abgepumpte Menge reicht eventuell nicht aus,
um das Schwimmerventil zu öffnen. Sie können die Funktion des Ventils aber kontrollieren, indem Sie den Betätigungshebel, der mit dem
Schaft des Schwimmerventil s verbunden ist, nach unten drücken.
5. Setzen Sie den Pumpenbetrieb ca. 15 Minuten lang fort. Anschließend
sollte das Wassersystem abgelassen, gespült und neu befüllt werden.
6. Führen Sie, während die Kondenswasserpumpe(n) noch läuft (laufen)
und bevor der Ventilator eingeschaltet wird, eine der beiden folgenden
alternativen Methoden zur Biozidbehandlung durch:
• Setzen Sie die Behandlung mit dem Biozid fort, das vor dem Abschalten
verwendet wurde. Nutzen Sie die Services Ihres Lieferanten für Wasseraufbereitungstechnik. Die maximale empfohlene Restbiozidmenge
(vom angegebenen Biozid) muss ausreichend lange (Restkonzentration und Zeitdauer sind je nach verwendetem Biozid unterschiedlich)
aufrechterhalten werden, um eine angemessene biologische Kontrolle
des Systems zu gewährleisten
oder
• Behandeln Sie das System mit Natriumhypochlorit in einer
Konzentration von 4 bis 5 mg/L freiem Restchlor bei einem
pH- Wert von 7,0 bis 7,6. Der Restchloranteil muss sechs
Stunden lang bei 4 bis 5 mg/L gehalten werden (Nachweis
mit handelsüblichen Wassertestkits).
Falls der Kühlturm in Betrieb war und anschließend abgeschaltet, aber
nicht abgelassen wurde, muss eine der beiden zuvor beschriebenen
Biozidbehandlungen direkt im Kaltwasservorratsbehälter (Kühlturmsumpf,
Ablasstank usw.) durchgeführt werden, ohne das, das stehende Wasser
über die Kühleinbauten oderdurch den Ventilator zurückgeführt wird.
Nach erfolgreicher Durchführung einer Biozidvorbehandlung kann das
Kühlwasser bei ausgeschaltetem Ventilator über die Kühleinbauten zirkulierten.
Nach mindestens sechs Stunden Biozidbehandlung mit ausreichendem
Restbiozid kann der Ventilator eingeschaltet und das System wieder in
Betrieb genommen werden. Fahren Sie mit der normalen Wasseraufbereitung inklusive Biozidbehandlung fort.
9
Betrieb
Betrieb des Kühlturms
Allgemein
Die Kaltwassertemperatur, die durch den Betrieb eines Kühlturms erreicht
wird, hängt von folgenden Faktoren ab:
1.Wärmelast: Falls die Wärmelast bei Volllastbetrieb des Ventilators
ansteigt, steigt auch die Kaltwassertemperatur an. Sinkt die Wärmelast,
fällt auch die Kaltwassertemperatur.
Beachten Sie, dass der Gradwert (der Bereich), um den das Wasser
im Kühlturm heruntergekühlt wird, von der Wärmelast des Systems und
der zirkulierten Wassermenge abhängt.
SieLoad
können
nach der folgenden
Heat
(Btu/hr)
Rangewerden:
– °F =
Formel berechnet
GPM x 500
Der Kühlturm legt lediglich fest, welche Kaltwassertemperatur in einer
beliebigen Betriebssituation
werden kann.
or —erreicht
in SI units
Range
– °C– °C= =
Bereich
Wärmelast
(kW)
Heat
Load (kilowatts)
Liters/sec x 4.12
Liter/Sekunde
x 4,12
2. Feuchtkugeltemperatur der Luft: Die Temperatur des kalten Wassers
ändert sich auch mit der Feuchtkugeltemperatur der Luft, die an den
Leitwänden des Kühlturms eintritt. Niedrigere Feuchtkugeltemperaturen
führen zu kälteren Wassertemperaturen. Die Kaltwassertemperatur ändert sich allerdings nicht im gleichen Maße wie die Feuchtkugeltemperatur. Beispielsweise führt eine Verminderung der Feuchtkugeltemperatur
um 11 °C zum Absinken der Kaltwassertemperatur um nur 8 °C.
3. Wasserdurchflussrate: Eine Erhöhung der Wasserdurchflussrate
(m3/h) führt zu einer geringfügigen Erhöhung der Kaltwassertemperatur,
während eine Verminderung der Wasserdurchflussrate die Kaltwassertemperatur etwas absinken lässt. Bei einer gegebenen Wärmelast (siehe
die Formel oben), kann eine Verminderung der Wasserdurchflussrate,
m3/h, auch eine Temperaturerhöhung am Warmwassereintritt zur Folge
haben. Achten Sie darauf, dass die Warmwassertemperatur maximal
46 °C beträgt, um eine Beschädigung der Kühlturmkomponenten zu
vermeiden.
4. Luftdurchflussmenge: Eine Verminderung der Luftströmung durch den
Kühlturm lässt die Kaltwassertemperatur ansteigen. Dies ist die zulässige
Methode, um die Temperatur des austretenden Wassers zu regulieren.
Falls Ihr Kühlturm mit einem einstufigen Motor ausgestattet ist, kann
der Motor abgeschaltet werden, wenn die Wassertemperatur zu stark
absinkt. Dadurch steigt die Wassertemperatur an. Sobald die Wassertemperatur für Ihren Prozess zu warm wird, kann der Motor wieder
zugeschaltet werden.
10
Betrieb
Zykluseinschränkungen für Ventilatorbetrieb:
Hinweis
Ausgehend von normalen Ventilator- und Motorgrößen, wie sie
üblicherweise an Kühltürmen der NC-Klasse eingesetzt werden,
können Sie davon ausgehen, dass ca. 4 bis 5 Startvorgänge pro
Stunde zulässig sind.
Hinweis
Falls Ihr Kühlturm mit einem zweistufigen Motor ausgestattet ist, stehen
Ihnen für die Temperaturregelung weitere Möglichkeiten zur Verfügung.
Wenn die Wassertemperatur zu stark absinkt, schalten Sie den Ventilator
auf halbe Drehzahl, um die Kaltwassertemperatur anzuheben und die
Temperatur auf einem um wenige Grad höheren Wert zu stabilisieren. Um
die Kaltwassertemperatur weiter abzusenken, kann der Ventilator zwischen
Betrieb mit halber Drehzahl oder komplett Ausgeschaltet werden.
Starten Sie den Motor nicht öfter als vier bis fünf Mal pro Stunde
(jeder Start bei hoher und niedriger Drehzahl zählt als ein Start).
Bei Kühltürmen mit zwei oder mehr Zellen, können die Motoren der
einzelnen Zellen abwechselnd umgeschaltet werden, wodurch sich Ihre
Betriebsmöglichkeiten entsprechend erhöhen. Ausführliche Hinweise
über die Steuerung der Kaltwassertemperatur finden Sie im Technischen
Bericht H-001-A von Marley, „Kühlturmenergie und Energiemanagement“, der über einen Marley-Verkaufsvertreter oderauf der Website
von Marley unter spxcooling.com bezogen werden kann.
Betrieb im Winter
Bei Temperaturen unter Null Grad kann sich in den kälteren Bereichen des
Kühlturms Eis bilden. Es liegt in Ihrer Verantwortung, der Bildung von schädlichem Eis an den Kühleinbauten im Kühlturm vorzubeugen. Hinweise für den
Betrieb bei kalten Temperaturen finden Sie im Technischen Bericht H-003 von
Marley, „Betrieb von Kühltürmen im Winter“. Die folgenden Richtlinien dienen
Ihnen dabei als Orientierung. Die Dokumente können unter spxcooling.com
heruntergeladen werden.
Hinweis
Vorübergehende Schlammeisbildungen in den kälteren Bereichen
der Kühleinbauten in einem Kühltürm mit niedriger Betriebstemperatur sind normal. Das Schlammeis ist durch die Leitwände
hindurch sichtbar. Es hat normalerweise keinen negativen Einfluss
auf den Kühlturmbetrieb. Allerdings sollte Schlammeis als Zeichen dafür gewertet werden, dass Temperatursteuermaßnahmen
erforderlich sind.
➠
11
Betrieb
Es liegt in der Verantwortung der Bedienperson, die Bildung von
gefährlichem (hartem) Eis an den Kühleinbauten im Kühlturm zu
verhindern. Dafür sind einige Richtlinien zu befolgen:
1. Die Temperatur des Wassers, das aus dem Kühlturm austritt,
darf einen bestimmten Mindestwert (2,5 bis 5 °C) nicht unterschreiten:
An den kältesten Tagen des ersten Winterbetriebs beobachten Sie,
ob sich an den Leitwandflächen Eis bildet, insbesondere im unteren
Teil. Falls sich an den Leitwänden hartes Eis bildet, muss die zulässige
Kaltwassertemperatur erhöht werden. Bei Prozessen, die eine möglichst niedrige Wassertemperatur erfordern, kann Eis mit schlammiger
Konsistenz unter Umständen toleriert werden. Eine regelmäßige Überwachung ist allerdings ratsam.
Eine zulässige Mindesttemperatur für Kaltwasser, die bei (ungefähr)
minimaler Wärmelast ermittelt wurde, kann für alle anderen Betriebsbedingungen als sicher angenommen werden. Bei einer Ermittlung
geringerer Wärmelasten, können erhöhte Lasten die Möglichkeit
einer Eisbildung erneut herbeiführen.
Die so ermittelte zulässige Mindesttemperatur für das Kaltwasser
wird durch entsprechende Einstellung des Ventilators aufrecht erhalten, siehe Punkt 4 unter Betrieb des Kühlturms auf Seite 10.
Bei Kühltürmen mit mehr als einer Zelle beachten Sie bitte, dass die
zulässige Mindesttemperatur für die Wassertemperatur in der Zelle
gilt, die mit der höchsten Ventilatordrehzahl arbeitet, jedoch nicht für
die Nettokaltwassertemperatur, die vom Kühlturm insgesamt erreicht
wird.
2. Die kühle Luft, die seitlich in den Kühlturm eintritt, bewirkt, dass das
Wasser, das über die Einbauten rieselt, zur Mitte des Kühlturms gezogen
wird. Bei laufendem Ventilator bleiben die Leitwände und der äußere
Bereich des Unterteils teilweise trocken und erhalten nur vereinzelte
Tropfen aus der Kühlturmmitte sowie die normale Luftfeuchtigkeit der
Eintrittsluft. In diesen Bereichen mit wenig Wasserfluss bildet sich
besonders leicht Eis.
12
Obwohl Eis in der Regel keine Schäden an der Struktur der Einbauten
verursacht, kann es zu verstärkten Ablagerungen kommen, die die
Strömung der Luft durch die Leitwände behindern. Dadurch könnte die
die thermische Leistungsfähigkeit des Kühlturms beeinträchtigt werden.
Sie sollten den Ventilator bei übermäßiger Eisbildung deshalb einige
Minuten lang anhalten. Sobald der Ventilator abgeschaltet ist, erhöht
sich die Wassermenge in der unmittelbaren Umgebung der Leitwände
und das Eis schmilzt.
Betrieb
Aussetzbetrieb im Winter
Falls der Kühlturm bei Minustemperaturen immer wieder abgeschaltet wird
(nachts, am Wochenende), muss vorgebeugt werden, dass das Wasser im
Kaltwasserbecken und in den exponierten Rohrleitungen einfriert. Hierfür
gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihren Marley-Verkaufsvertreter.
Vorsicht
Sofern Ihr System nicht mit einem Gefrierschutz ausgerüstet ist,
müssen das Kühlturmbecken und alle exponierten Rohrleitungen
zu Beginn jeder Abschaltung im Winter abgelassen werden.
Wir empfehlen Ihnen, mögliche Gefrierschutzalternativen mit Ihrem zuständigen Marley-Verkaufsvertreter zu besprechen.
13
Wartung
Wasseraufbereitung und Abblasen
Aufrechterhaltung der Wasserqualität:
Die in GFK-Kühltürmen der Klasse NC verwendeten Materialien sind für lange
Haltbarkeit und Korrosionsfreiheit unter „normalen“ Kühlturmbedingungen
ausgewähltund nachstehend definiert:
• Rücknahmewasser mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 8; Chloranteil
(in Form von NaCl) unter 500 mg/L; Sulfatanteil (SO4) unter 250 mg/L;
Gesamt-Alkalinität (in Form von CaCO3) unter 500 mg/L; Kalziumhärte
(in Form von CaCO3) über 50 mg/L.
• Chlor (falls verwendet) muss in regelmäßigen Abständen zugesetzt
werden, wobei das freie Restchlor maximal 1 mg/L betragen darf
– kurzzeitige Aufrechterhaltung des Restchlorgehalts. Hohe Chlorkonzentrationen führen dazu, dass Dichtungen und andere Konstruktionsmaterialien beschädigt werden.
• Die Umgebungsatmosphäre des Kühlturms darf maximal als „mäßig
industriell“ eingestuft werden; Regen und Nebel dürfen bestenfalls
leicht sauer sein und keine signifikanten Chlor- oder Schwefelwasserstoffkonzentrationen (H2S) aufweisen.
Hinweis
Sofern Sie nicht einen NC-Kühlturm in Edelstahlausführung erworben
haben, besteht Ihr Kühlturm hauptsächlich aus verzinktem Stahl,
d. h. Ihr Wasseraufbereitungsprogramm muss für Zink verträglich
sein. Es ist wichtig, dass Sie, gemeinsam mit Ihrem Chemikalienlieferanten, auf die möglichen Auswirkungen von Zinkzusätzen und unter
berücksichtigung Ihres Wasseraufbereitungsprogramms achten.
Reinigung des Kühlturms
Warnung
Verdampfungskühltürme müssen regelmäßig einer gründlichen
Reinigung unterzogen werden, um das wachsen von Bakterien,
insbesondere der Legionella Pneumophila, zu minimieren und das
Risiko, an gefährlichen oder tödlichen Krankheiten einzudämmen.
Bei allen Reinigungsarbeiten muss vom Reinigungspersonal angemessene persönliche Schutzkleidung getragen werden. Es dürfen
KEINE Wartungsarbeiten durchgeführt werden, solange der Ventilatormotor nicht ausgeschaltet und gesichert ist.
Verdampfungskühlgeräte wie z. B. Kühltürme müssen von den Bedienern
nach einem genauen Wartungsplan gewartet werden, damit gewährleistet ist,
dass das Risiko einer bakteriellen Verschmutzung vermieden wird. Die für den
Gesundheitsschutz zuständigen Behörden (für die USA: US Public Health
Service) empfehlen, sogenannte „Good Housekeeping“-Maßnahmen zu berücksichtigen, darunter: regelmäßige Kontrollen auf Schmutz-, Kalkstein- und
Algenansatz; regelmäßige Spülungen und Reinigungen; Durchführung einer
kompletten Wasseraufbereitung inklusive Biozidgabe hinzu. Siehe Hinweise
14
Wartung
zur Inbetriebnahme des Kühlturms auf Seite 8.
Während des Betriebs sollte mindestens einmal wöchentlich eine visuelle
Inspektion durchgeführt werden. Die Routinespülung und -reinigung sollte
zumindest vor und nach jeder Saison, mindestens aber zwei Mal pro Jahr
durchgeführt werden. Leitwände, Tropfenabscheider und leicht zugängliche
Einbautenflächen können mit moderatem Wasserdruck abgespritzt werden;
dabei beachten, dass keine mechanischen Schäden verursacht werden. Ein
verlässliches Wasseraufbereitungsprogramm sollte geplant und befolgt werden.
Zur Reduzierung der gelösten Feststoffe ist der Einsatz von Filtern möglich;
dies erhöht auch die Effektivität der Wasseraufbereitung.
Abblasen
Der Kühlvorgang im Kühlturm basiert darauf, dass ständig ein Teil des Wassers verdunstet. Das durch Verdunstung verlorene Wasser wird zwar durch
Zusatzwasser ersetzt, doch die restlichen Feststoffe des verdampften Wassers
bleiben im Kühlwasserkreislauf zurück und reichern sich dort an. Ohne Kontrolle
kann die zunehmende Verschmutzung enorme Konzentrationen erreichen.
Um eine Wasserqualität zu erreichen, die für den Kühlturm (und den Rest des
Rücknahmekreislaufs) akzeptabel ist, muss das gewählte Wasseraufbereitungsunternehmen relativ konstante Konzentrationsmengen voraussetzen. Der Verschmutzungsanteil wird in der Regel durch sog. Abblasen reduziert, d. h. durch
gleichmäßiges Ablassen eines Teils des Wasserkreislaufs in die Kanalisation. Als
Grundlage für ein Aufbereitungsprogramm kann eine 2- bis 4-fache Konzentration
angenommen werden. Die nachfolgende Tabelle enthält die Mindestabblasmenge
(in Prozent vom Durchfluss), die erforderlich ist, um unterschiedliche Konzentrationen in verschiedenen Kühlbereichen aufrechtzuerhalten.*
Kühlbereich
Anzahl an Konzentrationen
1,5X
2,0X
2,5X
3 °C
0,7
0,38
6 °C
1,5
0,78
8 °C
2,3
11 °C
3,1
3,9
1,98
14 °C
3,0X
4,0X
5,0X
6,0X
0,25
0,18
0,11
0,08
0,06
0,51
0,38
0,25
0,18
0,14
1,18
0,78
0,58
0,38
0,28
0,22
1,58
1,05
0,78
0,51
0,38
0,30
1,32
0,98
0,64
0,48
0,38
Die Faktoren basieren auf einem Rücklaufwasserverlust von 0,02 %.
*
Bereich = Differenz zwischen Warmwassertemperatur (am Wassereintritt) und Kaltwassertemperatur (am Wasseraustritt).
Beispiel: 159,1 m3/h Umlaufrate, 10 °C Kühlbereich. Zur Aufrechterhaltung
einer 4-fachen Konzentration müssen 0,458 % oder 0,00458 mal 159,1 m3/h,
also 0,7 m3/h, abgeleitet werden.
Wird der Kühlturm mit 4-facher Konzentration betrieben, enthält das Rücknahmewasser vier Mal mehr gelöste Feststoffe als das Zusatzwasser – unter
der Annahme, dass die Feststoffe nicht als Kalkstein oder ähnliches aus dem
System entfernt werden.
15
Wartung
Hinweis
Wasseraufbereitungschemikalien dürfen nicht in das Kaltwasserbecken zugesetzt werden. Die Wasserströmungsgeschwindigkeit im
Kaltwasserbecken ist so minimal, dass keine adäquate Vermischung
der Chemikalien gewährleistet ist.
Wartungsplan
In diesem Anweisungspaket enthalten sind separate Wartungshandbücher für
die wichtigsten Komponenten des Kühlturms, die Sie gründlich studieren sollten.
Bei abweichenden Angaben hat das jeweilige Wartungshandbuch Vorrang.
Als Mindestwartungsprogramm wird Folgendes empfohlen:
Warnung
Vor jeder Inspektionen, die einen direkten Kontakt mit mechanischen oder elektrischen Maschinenteilen beinhaltet, muss der
Kühlturm unbedingt von der Stromversorgung getrennt werden.
Sichern und kennzeichnen Sie jeden elektrischen Schalter, damit
die Stromversorgung nicht versehentlich wieder eingeschaltet wird.
Bei allen Wartungsarbeiten muss angemessene Schutzkleidung und
-ausrüstung getragen werden.
Einstellen der Riemenspannung
Die Einstellung der Riemen erfolgt mittels Vorspannen von Gewindestangen,
mit denen die Motorhalterung eingestellt wird. Prüfen Sie die Spannung in den
ersten 24–48 Stunden nach Inbetriebnahme regelmäßig. Zur ordnungsgemäßen Einstellung der Riemenspannung positionieren Sie den Ventilatormotor
so, dass der an der Mitte der Riemenlänge (zwischen den Scheiben) wirkende
moderate Druck eine Durchbiegung von 13 mm ergibt. Eine überhöhte Spannung schädigt den Riemen und verkürzt die Lebensdauer der Lager. Halten
Sie den Riemen frei von Verunreinigungen, die zum Verrutschen führen. Tragen
Sie auf keinen Fall Riemenfett auf den Riemen auf; ansonsten wird der Riemen
beschädigt, und er kann vorzeitig versagen. Eine alternative für die Einstellung
von Keilriemen ist ein Dodge® Keilriemen-Spannungsprüfer. Wenden Sie sich
an Ihren Riemenlieferanten vor Ort.
16
Wartung
Ausrichtung der Scheiben
• Die Scheibe des Motors muss möglichst nahe am Motoransatz positioniert
werden, damit das Drehmoment an den Motorbuchsen minimiert wird.
• Motor- und Ventilatorscheiben können nicht verwendete Nuten aufweisen,
die nicht benutzt werden müssen. Die Unterseite des Motors und die der
Ventilatorscheibe müssen auf 3 mm aneinander ausgerichtet und auf ½°
(3 mm bei 300 mm) nivelliert sein; andernfalls können Riemen und Scheibe
Schaden nehmen.
• Die Ausrichtung erfolgt, indem Sie eine Richtlatte gerade über die Scheiben
legen und an vier Stellen zur Unterseite der Scheiben messen.
• Der Riemen muss in der untersten Nut, so nahe wie möglich am Lager
verlaufen.
VENTILATORFAN
SHAFT
WELLE
THREADED
ROD
GEWINDESTANGE
SCHEIBE
SHEAVE
SHEAVE
SCHEIBE
RICHTLATTE
STRAIGHT EDGE
Wöchentlich: Bakterienwachstum und den allgemeinen Betriebszustand
kontrollieren. Etwaiger Bakterienwachstum muss umgehend Ihrem Wasseraufbereitungsexperten mitgeteilt werden.
Kühlturm beobachten, unwuchtungen fühlen und auf seltsame Geräusche achten. Prägen Sie sich das normale Erscheinungsbild des Kühlturmes in normalen
Betrieb ein, insbesondere an Geräusche und Schwingungen. Ungewöhnliches
Verhalten von bewegenden Maschinenteilen ist ein Grund, den Kühlturm abzuschalten, bis die Fehlerursache gefunden und behoben ist. Beobachten Sie
die Funktionen des Motors, der Kupplung (oder Antriebswelle), des Getriebes
und des Ventilators. Machen Sie sich mit der normalen Betriebstemperatur
des äußeren Erscheinungsbildes und dessen Geräusche des Motors vertraut.
➠
17
Wartung
Monatlich: Leitwände, Tropfenabscheider und Beckenfangsiebe auf Schmutz
und Ablagerungen kontrollieren und ggf. säubern. Verschlissene oder beschädigte Teile ersetzen. Tropfenabscheider und Leitwandmaterial nicht mit
Hochdruck abspritzen, um Beschädigungen zu vermeiden.
Funktion des Schwimmerventils beobachten. Durch Betätigung des Betriebshebels das Ventil auf freie Beweglichkeit überprüfen. Durchlässigkeit des
Ansaugfilters prüfen. Etwaige Schmutzansammlungen entfernen.
Boden des Kaltwasserbeckens auf Schlammablagerungen prüfen. Notieren
Sie sich die Menge, damit Sie bei künftigen Inspektionen ungefähr abschätzen
können, wie schnell sich Schlammmengen absetzen.
Alle drei Monate: Lager der Ventilatorwelle schmieren. Maschinenteil von
Hand drehen und gleichzeitig die Lager schmieren, bis sich ein Wulst bildet. Die maximale empfohlene Schmiermenge beträgt 16 ml. Empfohlenes
Schmiermittel Chevron SRI-2.
Halbjährlich: Spannung und Zustand des Riemens (falls vorhanden) prüfen.
Ölstand im Getriebe (Geareducer, sofern vorhanden) prüfen. Schalten Sie
die Einheit ab und warten Sie fünf Minuten, bis das Öl zurückgelaufen ist.
Gegebenenfalls Öl zugeben.
Kühlturm mit Bioziden säubern und desinfizieren. Systeme mit Biofouling,
hoher allgemeiner Bakterienverschmutzung oder nachgewiesener Legionelleninfektion erfordern unter Umständen eine erweiterte Reinigung. Siehe den
Abschnitt „Reinigung des Kühlturms“ (Seite 14). Lassen Sie sich von Ihrem
Wasseraufbereitungsexperten über eine sinnvolle Kontrolle der bakteriellen
Verschmutzung beraten.
Hinweis
Für die Geareducer-Modelle, die an den Kühltürmen der NC-Klasse
eingesetzt werden, gelten 5-jährige Ölwechselintervalle. Verwenden
Sie für diese 5-jährigen Ölwechselintervalle ein speziell für diese Art
von Geareducer-Getrieben konzipiertes Öl. Falls beim ersten Ölwechsel (nach 5 Jahren) Mineralöl verwendet wird, verkürzen sich die
Ölwechselintervalle auf 6 Monate. Empfohlene Ölsorten und weitere
Informationen finden Sie im Handbuch für das Getriebe (Geareducer).
Jährlich: Motor gemäß den Herstelleranweisungen nachschmieren.
Sämtliche Verschraubungen am Ventilator und im Bereich der Maschinenteile
prüfen, inklusive Diffusor und Schutzabdeckung. Die Anzugsmomente sind in
den betreffenden Wartungshandbüchern angegeben.
Kühlturm gründlich inspizieren, dabei die Anweisungen in den einzelnen Wartungshandbüchern in vollem Umfang beachten. Verschraubungen am Rahmen
und Aufbau überprüfen und ggf. festziehen. Vorbeugende Wartungsmaßnahmen/Reparaturen nach Bedarf durchführen.
Alle 5 Jahre: Geareducer-Getriebeöl wechseln (sofern vorhanden). Anweisungen dazu finden Sie im Handbuch für den Geareducer.
18
Wartungsplan
Wartungsarbeiten
Monatlich
Halbjährlich
Saisonale Inbetriebnahme
oder jährlich
X
X
Mechanik-Motor, Ventilator und Antriebsmechanismus
X
X
Zusatzwasserventil (sofern vorhanden)
X
X
Auf ungewöhnliche Geräusche und Schwingungen kontrollieren
X
X
Lufteinlass
X
X
PVC-Tropfenabscheider
X
X
Verteilungsbecken, Düsen und Sammelbecken
X
X
Ventilatormotor, außen
X
X
Stand im Sammelwasserbecken
X
X
Abblasen ggf. Anpassen
X
x
Allgemeinen Zustand und Funktion überprüfen
Funktion beobachten von:
Inspizieren und reinigen:
Prüfen:
Geareducer Antrieb (sofern vorhanden):
X
Auf lose Befestigungen kontrollieren, inkl. Ölablassschraube
Auf Ölundichtigkeiten prüfen/ sie beheben
X
Ölstand prüfen
X
X
X
Öl wechseln
R
Sicherstellen, dass die Entlüftung geöffnet ist
X
X
Ausrichtung der Antriebswelle oder Kupplung überprüfen
X
Befestigungen an Antriebswelle oder Kupplung auf festen Sitz prüfen
X
Laufbuchsen der Antriebswelle oder Kupplung oder Flex-Element auf ungewöhnlichen Verschleiß kontrollieren
X
X
R
X
Alle drei Monate
Alle drei Monate
Schmiermittelleitungen (sofern vorhanden):
Schläuche und Fittings auf Ölaustritt prüfen
X
Riemenantrieb (sofern vorhanden):
Ventilatorwellenlager schmieren (alle 3 Monate)
X
Befestigungsteile kontrollieren und ggf. Nachziehen
X
Ausrichtung von Welle, Scheibe und Riemen prüfen
x
Riemenspannung und -zustand kontrollieren
x
x
Anzugsmoment der Scheibenbefestigung kontrollieren
Ventilator:
Blatt- und Nabenbefestigungen prüfen und festziehen
x
Blattanstellung und Freiraum am Blattumfang prüfen
x
Lüfternabe auf festen Sitz kontrollieren
x
Motor:
R
Schmieren (wie erforderlich fetten)
x
Befestigungsschrauben auf festen Sitz prüfen
Mindestens 3 Stunden
pro Monat laufen lasse
pro Monat laufen lasse
pro Monat laufen lasse
x
Alle Metallflächen inspizieren und nacharbeiten
Struktur, Lagergehäuse, Scheiben und Kupplungsflansche:
Befestigungsmittel auf festen Sitz prüfen
x
Alle Metallflächen inspizieren und nacharbeiten
x
x
R – Siehe Benutzerhandbuch zu diesem Bauteil
Hinweis: Es wird empfohlen, den allgemeinen Betrieb und den Zustand zumindest wöchentlich zu kontrollieren. Auf veränderte Geräusche
oder Schwingungen achten, die ein Hinweis darauf sein könnten, dass eine gründlichere Wartung nötig ist.
19
Wartung
Hinweise zur saisonalen Abschaltung
Vor einer längeren Stilllegung sollte das gesamte System (Kühlturm, Systemleitungen, Wärmeaustauscher usw.) abgelassen werden. Beckenabläufe
offen lassen.
Der Kühlturm sollte bei der Abschaltung gereinigt und ggf. repariert werden.
Dabei besonders auf Halterungen von Maschinenteilen und Antriebswellen
achten.
Kühlturmgerüst: Verschraubungen an Rahmen und Aufbau prüfen und ggf.
festziehen.
Ventilator: Verschraubungen am Ventilator prüfen und ggf. festziehen. Die
vorgeschriebenen Anzugsmomente sind auf dem Typenschild des Ventilators
angegeben. Siehe die Bedienungsanleitung des Ventilators.
Elektromotor: Motor nach Beendigung der Betriebssaison säubern und
schmieren. (Siehe Herstellerempfehlungen.) Verschraubungen an der Motorenverankerung prüfen und ggf. festziehen.
Der Motor darf erst gestartet werden, wenn Sie sicher sind, dass
der der Ventilator Frei verlaufen kann und nicht beeinträchtigt wird.
Der Motor sollte einmal monatlich mindestens drei Stunden lang laufen. Dies
dient dazu, die Wicklungen zu trocknen und die Lagerflächen zu schmieren.
Siehe die „Gebrauchsanweisung für den Elektromotor von Marley“ Handbuch
92-1475, abrufbar unter spxcooling.com.
Zu Beginn der neuen Betriebssaison versichern Sie sich vor Inbetriebnahme
des Motors, ob die Lager ausreichend geschmiert sind.
Längerer Stillstand
Falls der Kühlturm länger als nur saisonal abgeschaltet wird, erkundigen Sie
sich bei Ihrem Marley-Verkaufsvertreter nach zusätzlichen Informationen.
20
Wartung
Weitere Serviceleistungen
Wir kümmern uns auch nach dem Verkauf um Ihren GFK-Kühlturm der Klasse
NC. Wir möchten gewährleisten, dass Sie von Ihrem Kühlturm optimal profitieren.
Aus diesem Grund bieten wir folgende Serviceleistungen an, mit dem Ziel, unter
Ihren Betriebsbedingungen eine möglichst lange Lebensdauer zu garantieren,
die Betriebseigenschaften bestmöglich auf Ihren Bedarf abzustimmen und eine
gleichmäßig optimale thermische Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Diese
Serviceleistungen erhalten Sie bei Ihrem Marley-Verkaufsvertreter.
Ersatzteile
Mit Ausnahme des Motors werden alle Komponenten Ihres Kühlturms von
SPX Cooling Technologies entwickelt und gefertigt. Der Grund dafür ist,
dass sich handelsübliche Komponenten nicht als widerstandsfähig genug
gegenüber der rauen Umgebung eines Kühlturms erwiesen haben. Zudem
verfügen sie auch nicht über die angestrebte thermische Leistungsfähigkeit
und die Betriebseigenschaften.
Die verschiedenen Werke von Marley haben alle Ersatzteile und Komponenten auf Lager. Im Notfall können die Ersatzteile in der Regel innerhalb von 24
Stunden versandt werden, wenn es sein muss, auch per Luftfracht. Jedoch
ist es – nicht nur aus Kostengründen – ratsam, Ihren vorhersehbaren Bedarf
frühzeitig aufzuzeigen und die Kosten einer Sonderabwicklung zu vermeiden.
Bitte geben Sie bei jeder Bestellung die Seriennummer Ihres Kühlturms an,
diese finden Sie auf dem Typenschild des Kühlturms.
Regelmäßige Wartung
Sie haben die Möglichkeit, regelmäßige Wartungs- und Kontrollbesuche durch
SPX vertraglich zu vereinbaren, um über den Zustand Ihres Kühlturms informiert
zu werden und Empfehlungen zu erhalten, wie Sie Notsituationen vermieden
und ungeplante Wartungsarbeiten durchzuführen sind.
Dieser Service ist jedoch kein Ersatz für die regelmäßige Kontrolle Ihres
Kühlturms durch Ihr eigenes Wartungspersonal. Ihre Kontrollen stellen den
Routinebetrieb des Kühlturms sicher und sind deshalb unverzichtbar. Die unbekannte Funktion und das Prinzip eines Kühlturms sowie die einzigartigen
Faktoren, denen der Kühlturmbetrieb unterliegt, können ein Argument für das
gelegentliche Hinzuziehen eines Fachmannes sein.
21
Fehlersuche und -beseitigung
Problem
Ursache
Maßnahme
Spannung am Anlasser prüfen. Schlechte Verbindungen zwischen
Steuerung und Motor instandsetzen.
An den Motorklemmen liegt keine Spannung an
Anlasserkontakte und Steuerkreis prüfen. Überlastschalter zurücksetzen,
Kontakte schließen, ausgelöste Schalter zurücksetzen oder defekte
Steuerschalter austauschen.
Falls ein oder mehrere Anlasserkabel ohne Spannung sind,
Überlastschalter und Kurzschlusssicherungen auf einwandfreie Funktion
kontrollieren.
Motor springt nicht an
Ungewöhnliche
Motorgeräusche
Motor läuft heiß
Motor dreht nicht hoch
Drehrichtung (Motor) falsch
22
Falsche Anschlüsse
Motoranschlüsse und Anschlüsse an der Steuerung anhand der
Verdrahtungspläne überprüfen.
Niedrige Spannung
Spannungsangabe auf dem Typenschild und Netzspannung vergleichen.
Spannung an den Motorklemmen prüfen.
Motorwicklung unterbrochen
Statorwicklung auf Unterbrechung kontrollieren.
Motor oder Ventilatorantrieb blockiert
Motor von der Last trennen und Motor bzw. Getriebe auf die Ursache für
das Problem kontrollieren.
Rotor defekt
Auf gebrochene Stege oder Ringe achten.
Motor läuft mit einer Phase
Motor prüfen und neu starten. Motor springt bei einer Phase nicht an.
Verdrahtung, Steuerung und Motor kontrollieren.
Motorkabel falsch angeschlossen
Motoranschlüsse anhand des Verdrahtungsschemas am Motor
kontrollieren.
Schlechter Zustand der Lager
Schmierung überprüfen. Defekte Lager austauschen.
Elektrische Unwucht
Spannung und Strom in allen drei Leitungen prüfen. Gegebenenfalls
korrigieren.
Ungleichmäßiger Luftspalt
Halterbefestigung oder Lager kontrollieren und korrigieren.
Rotorunwucht
Auswuchten.
Kühlventilator schlägt an der Rotorkappe an
Ventilator neu einbauen oder austauschen.
Falsche Spannung oder Spannungsschwankungen
Spannung und Strom in allen drei Leitungen prüfen und mit den Angaben
auf dem Typenschild abgleichen.
Falsche Motordrehzahl
Spannungsangabe auf dem Typenschild und Netzspannung vergleichen.
Motorumdrehungen und Übersetzungsverhältnis kontrollieren.
Lager übermäßig geschmiert
Überschüssiges Schmierfett entfernen. Motor auf Drehzahl bringen, um
überschüssiges Fett herauszutreiben.
Falsches Schmiermittel in den Lagern
Wechseln und korrektes Schmiermittel benutzen. Siehe Hinweise des
Motorherstellers.
Eine Phase unterbrochen
Motor anhalten und neu starten. Motor springt bei einer Phase nicht an.
Verdrahtung, Steuerung und Motor kontrollieren.
Schlechte Belüftung
Motor säubern und Lüftungsöffnungen prüfen. Für ausreichende
Luftzirkulation rund um den Motor sorgen.
Wicklungsfehler
Mit einem Ohmmeter prüfen.
Motorwelle verbogen
Welle richten oder austauschen.
Unzureichende Schmierung
Stopfen öffnen und Lager nachfetten.
Zu häufiges Anlassen oder zu häufige
Drehzahländerungen
Die kumulierte Beschleunigungszeit darf 30 Sekunden/Std. nicht
überschreiten. Abstand der Drehzahländerungspunkte vergrößern.
Eventuell sollte ein VFD-Antrieb von Marley für eine feinere
Temperatursteuerung eingebaut werden.
Degeneriertes oder verschmutztes Schmierfett
Lager spülen und neu fetten.
Lager beschädigt
Lager austauschen.
Spannungsabfall und deshalb zu geringe Spannung
an den Motorklemmen
Transformator und Abgriffe überprüfen. Höhere Spannung an den
Transformatorklemmen verwenden oder Last vermindern. Drahtquerschnitt
erhöhen oder Trägheit reduzieren.
Rotorstege gebrochen
Auf Risse an den Ringen achten. Unter Umständen muss der Rotor
ausgetauscht werden. Motor von einem Fachmann inspizieren lassen.
Falscher Anschluss der Phasen
Zwei Motorkabel miteinander vertauschen.
Fehlersuche und -beseitigung
Problem
Laufgeräusch am Geareducer (sofern
vorhanden)
Ungewöhnliche Vibrationen am
Ventilatorantrieb
Ventilatorgeräusch
Ursache
Maßnahme
Geareducer-Lager
Bei neuen Lagern verschwindet das Laufgeräusch unter Umständen
innerhalb einer Woche. Getriebe ablassen, spülen und neu befüllen. Siehe
Benutzerhandbuch für das Geareducer-Getriebe. Ersetzen, falls das
Laufgeräusch nicht verschwindet.
Zahnräder
Zahneingriff korrigieren. Verschlissene Zahnräder austauschen. Zahnräder mit
gebrochenen oder beschädigten Zähnen austauschen.
Bolzen oder Kopfschrauben locker
Bolzen und Kopfschrauben an sämtlichen Maschinenteilen und Halterungen
nachziehen.
Ausgeschlagene Ventilatorlagerungen
Endspiel von Lüfterwelle prüfen. Lager ggf. austauschen.
Motorunwucht
Motor ohne Last laufen lassen. Bei Vibrationen ohne Last muss der Motor
ausgewuchtet werden.
Geareducer-Lager ausgeschlagen
Endspiel von Lüfter- und Ritzelwelle prüfen. Lager ggf. austauschen.
Geareducer-Welle verbogen
Lüfter- und Ritzelwelle mit einer Messuhr kontrollieren. Gegebenenfalls
austauschen.
Blätter schlagen im Diffusor an
Diffusor so einstellen, dass am Blattumfang ausreichend Spiel ist.
Lager der Ventilwelle
Lager schmieren.
Lockere Bolzen in den Blattklemmen
Riemen verursacht quietschendes
oder zirpendes Geräusch
Kalkansatz oder Fremdpartikel im
Rücklaufwasser
Kaltwassertemperatur zu hoch.
Siehe „Betrieb des Kühlturms“.
Riemen rutscht
Riemen nachstellen
Unzureichendes Abblasen
Siehe Abschnitt „Wasseraufbereitung“ in diesem Handbuch.
Unzureichende Wasseraufbereitung
Wasseraufbereitungsexperten hinzuziehen. Siehe Abschnitt
„Wasseraufbereitung“ in diesem Handbuch.
Feuchtkugeltemperatur am Eintritt zu
hoch
Kontrollieren, ob lokale Wärmequellen die Eintrittstemperatur erhöhen.
Kontrollieren, ob die austretende Luft evtl. durch umliegende Bauten in
den Kühlturm zurückgeführt wird. Maßnahmen mit Ihrem Marley-Vertreter
abstimmen.
Feuchtkugeltemperatur zu niedrig
ausgelegt
Eventuell Kühlturm vergrößern. Maßnahmen mit Ihrem Marley-Vertreter
abstimmen.
Tatsächliche Prozesslast größer als
geplant
Eventuell Kühlturm vergrößern. Maßnahmen mit Ihrem Marley-Vertreter
abstimmen.
Pumpleistung zu hoch
Wasserrücklaufrate auf Nennwerte reduzieren.
Zu geringer Luftstrom
Motorstrom und Spannung prüfen (Nennleistung korrekt?). Einbauten und
Leitwände säubern. Kontrollieren, ob der Luftstrom durch umliegende Bauten
oder Wände behindert wird. Maßnahmen mit Ihrem Marley-Vertreter abstimmen.
Verteilungsbecken laufen über
Wasserrücklaufrate auf Nennwerte reduzieren. Kontrollieren, ob die Düsen am
Warmwasserbecken vorhanden und offen sind.
Tropfenabscheidung defekt
Kontrollieren, ob Einbauten sauber und korrekt montiert sind. Beschädigte oder
verschlissene Tropfenabscheider ersetzen.
Übermäßiger Wasserverlust
23
GFK-Kühlturm NC
Benutzerhandbuch
SPX COOLING TECHNOLOGIES UK LTD
3 KNIGHTBRIDGE PARK
WAINWRIGHT ROAD
WORCESTR WR4 9FA, UK
T: 44 1905 750 270
F: 913 664 7439
[email protected]
Im Zuge der technischen Weiterentwicklung sind bei allen Produkten Änderungen im Design oder Material ohne vorherige Ankündigung möglich.
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