Quo-Test A1C - micro

Quo-Test A1C - micro
®
Quo-Test A1C
INFORMATIONSMAPPE
Quo-Test® A1C
HBA1C Analysator - VOLLAUTOMAT
.
.
.
© MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH D-61462 Königstein / Ts. Telefon: +49 (0) 61 74/29 96-0 Fax: +49 (0) 61 74/2 32 03
.
[email protected] www.micromedical.de · www.food-detective.de
Stand: 01.07.09
HBA1C
INFORMATIONSBROSCHÜRE
Inhaltsverzeichnis

Prospekt QUO-Test A1C

Ergebnishandzettel

Plakat

Was ist HBA1C?

HBA1C Wert und durchschnittlicher Blutzuckerwert

Häufige Beschwerden beim Auftreten von Diabetes

Fortbildung: Was Sie schon lange über das HBA1C wissen wollten

Presse: Diabetesrisiko

Info: Deutsche Diabetes Gesellschaft

Referenz: Landes Apothekerkammer Rheinland-Pfalz

Kurzanleitung

Packungsbeilage

Preisliste

Mietvereinbarung

Bestellschein
© MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH · Falkensteiner Straße 4 · 61462 Königstein
Tel. 0 61 74/29 96-0 · Fax: 0 61 74/2 32 03 · E-Mail: [email protected]
www.micromedical.de
Quo-Test A1C
®
IT’S NEVER BEEN SO EASY
Quo-Test®A1C
Quotient Diagnostics ist stolz darauf den Quo-Test A1C präsentieren zu können. Der erste Parameter auf dieser
Plattform ist ein Sofort-Test für das Glucose-Hämoglobin (A1C). Weitere wichtige Point-of-Care Parameter werden in
naher Zukunft folgen und damit die Testmöglichkeiten der Quo-Testplattform erweitern.
C
Quo-Test A1C nutzt die bekannte Affinität von Boronsäure zur Bindung mit cis-Diol-Gruppen, die auf Kohlenhydraten
beruhen. Quo-Test A1C ist ein homogenes Testsystem, das keine Trennschritte erfordert. In der Praxis bedeutet
dieser Ansatz für den Anwender Vorteile in Bezug auf Bedienerfreundlichkeit, Geschwindigkeit und
Systemzuverlässigkeit. Dadurch werden auch Fehlmessungen, die aufgrund der Bedienung durch verschiedene
Anwender entstehen können, nahezu ausgeschlossen.
Präzision & Genauigkeit
Bland-Altman-Diagramm
Quo-Test vs Primus
2
1.5
1
% A1C Quo-Test
Quo-Test A1C bietet höchste Genauigkeit und Präzision
und eignet sich ideal für Kleinlabore und Arztpraxen.
Quo-Test liefert schnelle Messergebnisse, die den
Anforderungen der Ärzte und Patienten in der heutigen
schnelllebigen Zeit entsprechen. Der Quo-Test A1C
entspricht der IFCC-Referenzmethode und liefert Resultate
entsprechend den jeweiligen Leitlinien der DCCT-, IFCC-,
Mono-S- oder JDS. Quo-Test A1C ist zertifiziert
entsprechend NGSP. Die Kalibrierungsdaten für jede
Reagenzcharge werden über einen Barcode in den
Quo-Analysator eingelesen. Dies ist für jede Charge nur
einmal notwendig.
0.5
0
-0.5
0
2
4
6
8
10
12
14
12
14
-1
Sample
Normal
Abnormal
Mean
5.3%A1C
9.9%A1C
Within Run repeatability
%CV (n=20)
2.6%
1.9%
Between day imprecision
%CV 20 days n=4
1.4%
0.9%
-2
% A1C Primus
Korrelation
Quo-Test vs Primus
14
2.8%
2.5%
y = 0.980x + 0.142
R_= 0.978
r = 0.989
12
% A1C Quo-Test
Total imprecision %CV
20 days (n=4)
-1.5
10
8
6
4
2
0
0
2
4
6
8
% A1C Primus
10
4
4
Unvergleichbar einfach und zuverlässig
Mit Hilfe einer patentierten homogenen Technologie nutzt Quo-Test A1C das
Phänomen des Fluoreszenzquenching, bei der sich die Fluoreszenz eines
Borsäurekonjugats verringert, wenn es an glykosyliertes Hämoglobin gebunden wird.
Der Quo-Test-Analysator automatisiert das Testverfahren, indem es bei einer Probe
simultan die Absorption und Fluoreszenz misst. Die Einfachheit dieses homogenen
Testverfahrens schafft ein einfaches und
zuverlässiges System. In Verbindung mit
einer Software, einer einfachen Benutzeroberfläche sowie einer automatischen
Fehlererkennung, ist das System überaus
benutzerfreundlich.
Der Quo-Test A1C ist ein kleines und
handliches Tischgerät sowie leicht
transportierbar.
Minimale
Handhabung...
Minimaler
Zeitaufwand
Es gibt nichts Einfacheres als das
Quo-Test-A1C-System
• Kapillarblutentnahme vom Finger mit dem
• Probenröhrchen, nur 4 µl
• Probenröhrchen in die Kartusche einsetzen
• Kartusche in den Analysator einsetzen und Tür schließen
Der Analysator erkennt die Kartusche, startet den Test und liefert automatisch das Resultat nach 4 Minuten.
Effiziente Verwaltung von Patientendaten
und Qualitätskontrolle (QC)
Ein vielseitiges System zur Verwaltung von Patientendaten und Bereitstellung der notwendigen Konnektivität zu
Datenverwaltungssystemen trägt zur Benutzerfreundlichkeit bei. Alle Messwerte werden im Gerätespeicher gesichert und
können über die Tastatur abgerufen werden. Ein kleiner, optionaler Etikettendrucker kann angeschlossen werden, wenn die
Messwerte für die Unterlagen ausgedruckt werden müssen. Die Namen des Patienten und des Anwenders können zusammen mit den Messwerten mit Hilfe eines standardmäßig bereit gestellten tragbaren Barcodelesegerätes gespeichert werden.
Das Barcodelesegerät wird ebenfalls eingesetzt für die QC-Kontrolle indem einfach der Barcode der Quo-Test
Kontrolllösung eingescannt wird. QC-Resultate werden zusammen mit der Lot-Nummer und dem positiven/negativen
QC-Resultat versehen.
Eine USB-Schnittstelle ermöglicht den Upload aller Messwerte auf einen PC oder LIS.
Quo-Test Analysator
Analysator
Größe
205 mm (H) x 205 mm (L) x 135 mm (B)
Gewicht
1,3 kg
Display
monochromes Display mit blauer LCD-Hintergrundbeleuchtung 128x64 Pixel, sichtbarer Bereich 70x39 mm
Anschlüsse
USB 2.0 (slave), Drucker (seriell), Barcodescanner (PS/2)
Datenspeicherkapazität
7000 Dateneinträge
Stromversorgung
Netzteil
separates AC/DC-Netzteil
Eingang
100-240 VAC, 50-60 Hz, 30 W
Ausgang
24 V DC, 1,25 A
Quo-Test A1C Test
Verfahren
Boronataffinitäts-Fluoreszen-Quenching
Bereich
4 – 17%
Probenmenge
ca. 4µl Kapillarblut
Testdauer
4 Min.
Ungenauigkeit
<3%
Hämoglobinvarianten
unbeeinflusst von Hb AS, Hb AC, Hb AD, Hb AE,
Hb AJ, Hb SS, Hb CC, Hb SC, Hb EE, b-Thalassämie
und erhöhtem fetalem Hämoglobin (bis zu 30%)
ISO 13485: 2003 Accredited
MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH
Falkensteiner Straße 4
D-61462 Königstein/Taunus
Tel.: 0 61 74/29 96-0
Fax: 0 61 74/2 32 03
www.micromedical.de
E-Mail: [email protected]
Aktion
„HBA1C Soforttest“
Kennen Sie Ihr
Quartals-Blutzuckergedächtnis?
Sind Sie Diabetes gefährdet?
1 Tropfen Blut und nur 5 Minuten …
… für Ihre Vorsorge!
Testen Sie jetzt Ihren Langzeitblutzuckerwert!
Sprechen Sie uns an!
BIN ICH BETROFFEN?
Rund 6 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen.
Ist in Ihrer Familie ein Diabetesfall bekannt?
Haben Sie Bluthochdruck?
Sind Ihre Cholesterinwerte erhöht?
Haben Sie Übergewicht?
Falls Sie eine dieser Fragen mit „JA“ beantworten – sprechen Sie uns an!
HBA1C - DAS BLUTZUCKERGEDÄCHTNIS!
Der HBA1C Wert gibt Auskunft über die Blutzuckerwerte der vergangenen acht
bis zwölf Wochen. Gemessen wird dabei wie viel Prozent des roten Blutfarbstoffs
(Hämoglobin) sich mit Traubenzucker (Glukose) verbunden haben. Der HBA1C ist
abhängig von der durchschnittlichen Höhe des Blutzuckers.
Die Ergebnisse unterschiedlicher Labors können beim HBA1C Wert schwanken.
Grund hierfür können verschiedene Untersuchungsmethoden sein.
WARUM IST EIN NORMALER BLUTZUCKERWERT WICHTIG?
Wenn es gelingt die Blutzuckerwerte im normalen Bereich zu halten, dann lässt
sich das Auftreten von Folgeerkrankungen verzögern, ja sogar vermeiden. Einerseits gibt es Typ-2-Diabetiker, bei denen gerade Diabetes festgestellt wurde, die
jedoch bereits Folgeschäden eines überhöhten Blutzuckers entwickelt haben.
Andererseits gibt es auch Diabetiker, die schon seit Jahrzehnten diese Krankheit
haben, ohne dass es zu Veränderungen an Nieren, Augen oder Füßen gekommen
ist. Letzteres sollte auch Ihr Ziel sein.
WAS BEDEUTET HBA1C?
„HB“ steht für Hämoglobin. Das ist der wichtigste Eiweißstoff der roten Blutkörperchen. Er transportiert Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen und beseitigt
das dort entstandene Kohlendioxid. Ein Teil des Hämoglobins verbindet sich
unlösbar mit dem im Blut befindlichen Zucker. Der HBA1C Wert gibt an, wie viel
Hämoglobinmoleküle untrennbar mit Zucker verbunden sind. Bei einem Stoffwechselgesunden der einen mittleren Blutzuckerspiegel von 90 mg/dl hat, sind etwa
5% aller Hämoglobinmoleküle untrennbar mit Zucker verbunden.
VORBEUGEN DURCH
REGELMÄSSIGE MESSUNG
Der HBA1C Wert ist unbestechlich!
Unser Soforttest hilft die Krankheit frühzeitig zu erkennen
und gezielt gegen zu steuern.
Versuchen Sie Ihre Blutzuckerwerte im normalen
Bereich zu halten!
Wir helfen Ihnen dabei und …
… MESSEN IHREN
LANGZEITBLUTZUCKERWERT
SCHNELL UND UNKOMPLIZIERT
TESTBERICHT „Langzeitblutzuckerwert“
Daten der Testperson
Vorname:
Name:
Datum der Messung:
HBA1C
Richtwerte
Normalbereich für Nichtdiabetiker
< 6%
Gute Diabeteseinstellung
6-7%
Diabeteseinstellung sollte optimiert werden
> 7%
Unbefriedigende Diabeteseinstellung
> 8%
Ihr HBA1C
Ergebnis
Ein alleiniger HBA1C Test eignet sich nicht für
die endgültige Diagnose „Diabetes“, sondern
bedarf einer zusätzlichen Beurteilung mit
Nüchtern-Blutzuckerwerten.
Abweichend von oben genannten Richtwerten kann Ihr Arzt je nach Ihren gesundheitlichen Verhältnissen individuelle Richtwerte für Sie bestimmen.
Apothekenstempel:
Die Hinweise dieser Broschüre sollen nicht Ihren Arztbesuch ersetzen, denn nur Ihr Arzt kann eine Diagnose
erstellen! Wir wollen gemeinsam mit Ihrem Arzt Ihre Gesundheit erhalten.
Copyright: MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH, Königstein 04/2008
Aktion
„HBA1C Soforttest“
Kennen Sie Ihr
Quartals-Blutzuckergedächtnis?
Sind Sie Diabetes gefährdet?
Ist in Ihrer Familie ein Diabetesfall bekannt?
Haben Sie Bluthochdruck?
Sind Ihre Cholesterinwerte erhöht?
Haben Sie Übergewicht?
Falls Sie eine dieser Fragen mit „JA“
beantworten – sprechen Sie uns an!
1 Tropfen Blut und nur 5 Minuten …
… für Ihre Vorsorge!
Vorbeugen durch regelmäßige Messung.
Testen Sie jetzt Ihren Langzeitblutzuckerwert!
Copyright: MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH, 61462 Königstein, 06/2007
Was ist HBA1C?
HB steht für Hämoglobin.
Das ist der wichtigste Eiweißstoff der roten Blutkörperchen. Er
transportiert Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen und beseitigt
das dort entstandene Kohlendioxid. Ein Teil des Hämoglobins verbindet
sich unlösbar mit dem im Blut befindlichen Zucker (Glukose).
Bei einem Stoffwechselgesunden, der einen mittleren Blutzuckerspiegel
von 90mg/dl hat, sind etwa 5% (entspricht → 31mmol/l) aller
Hämoglobinmoleküle untrennbar mit Zucker verbunden. Diese
Prozentzahl bezeichnet man als HBA1C-Wert. Wenn der mittlere
Blutzuckerspiegel höher ist, verbinden sich mehr Hämoglobinmoleküle
mit Zucker und der HBA1C-Wert erhöht sich.
Die verzuckerten Hämoglobine werden vom Körper nach ca. 90-120
Tagen wieder abgebaut. Somit spiegelt der HBA1C-Wert den
durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der vorhergehenden 3 Monate
wider, gleichgültig, ob die Werte in der Zwischenzeit stark angestiegen
oder gesunken sind.
© MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH · Falkensteiner Straße 4 · 61462 Königstein
Tel. 0 61 74/29 96-0 · Fax: 0 61 74/2 32 03 · E-Mail: [email protected]
www.micromedical.de
Durchschnittlicher
Blutzuckerwert
347 mg/dl
314 mg/dl
280 mg/dl
247 mg/dl
214 mg/dl
180 mg/dl
147 mg/dl
114 mg/dl
80 mg/dl
HBA1C-Wert









13% / 119 mmo/l
12% / 108 mmo/l
11% / 97 mmo/l
10% / 86 mmo/l
9% / 75 mmo/l
8% / 64 mmo/l
7% / 53 mmo/l
6% / 42 mmol/l
5% / 31 mmol/l
© MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH · Falkensteiner Straße 4 · 61462 Königstein
Tel. 0 61 74/29 96-0 · Fax: 0 61 74/2 32 03 · E-Mail: [email protected]
www.micromedical.de
Häufige Beschwerden beim Auftreten von Diabetes






Vermehrter Durst und vermehrtes Wasserlassen
ungewollte Gewichtsabnahme
Wadenkrämpfe
Sehstörungen
schlecht heilende Wunden
Juckreiz im Genitalbereich
Folgeschäden bei Diabetes
 Herzinfarkte (40% der Herzkatheterpatienten sind Diabetiker)
 diabetische Füße (28.000 Amputationen pro Jahr werden bei
Diabetikern durchgeführt)
 Sehstörungen bis Erblindung (80% der Späterblindungen sind
Diabetiker)
Was tun, um Folgeschäden zu vermeiden?
 regelmäßige Blutzuckerkontrolle
 vierteljährliche Kontrolle des HbA1c-Wertes
© MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH · Falkensteiner Straße 4 · 61462 Königstein
Tel. 0 61 74/29 96-0 · Fax: 0 61 74/2 32 03 · E-Mail: [email protected]
www.micromedical.de
Quelle:
Ch. Stettler, B. Mueller, P. Diem
Abteilung für Endokrinologie undDiabetologie,
Universität Bern, Inselspital, CH-3010 Bern
Fortbildung
Was Sie schon lange
über das HbA1c wissen wollten
Zusammenfassung
Die irreversible, nicht-enzymatische „Glykosylierung“ – oder besser Glykierung – der -Kette von
Hämoglobin A führt zu Hämoglobin A1c (HbA1c), welches in der Elektrophorese oder Ionenaustauschchromatographie schneller „wandert“ als Hämoglobin A. Das Ausmass der Glykierung ist
abhängig vom Blutglukosegehalt, das HbA1c korreliert positiv mit der mittleren Blutglukosekonzentration
der
vorausgegangenen 6 bis 8 Wochen. Die Bestimmung von HbA1c ist zum Goldstandard in der
DiabetesTherapiekontrolle
geworden.
Es
stehen
dabei
heute
vier
Messtechniken
(Ionenaustauschchromatographie inklusive HPLC, Elektrophorese, Affinitätschromatographie und
Immunoassay) mit über 20 verschiedenen Bestimmungsmethoden zur Verfügung. Die „Normwerte“ der
verschiedenen Assays variieren und mit Ihnen auch die Referenzbereiche, welche eine gute bzw.
unzureichende Stoffwechselkontrolle anzeigen.
HbA1c-Werte, die in verschiedenen Labors bestimmt wurden, sind nicht oder nur beschränkt vergleichbar,
selbst wenn die gleiche Assay-Methode verwendet wurde. Unabdingbare Voraussetzung für eine
Möglichkeit zum Vergleich wäre eine internationale Standardisierung der verfügbaren HbA1c-Assays.
Bestrebungen dazu sind im Gange. Jeder in die Diabetesbehandlung involvierte Arzt sollte sich deshalb
vergegenwärtigen, mit welchem Assay und mit welcher Präzision die HbA1c-Werte bestimmt werden,
welches der Referenzbereich für den verwendeten Assay ist und welches mögliche Assay-Störfaktoren
sind (pathologische Hämoglobine bei Hämoglobinopathien, modifizierte Hämoglobine, beispielweise
infolge von Carbamylierung bei Niereninsuffizienz oder bei chronischem Alkoholkonsum). Darüber
hinaus sollte zur
Kenntnis genommen werden, dass zahlreiche Faktoren den HbA1c-Wert direkt
beeinflussen (beispielsweise Eisenmangel-Anämie, verkürzte Überlebensdauer der Erythrozyten.
Keywords: Diabetes mellitus; Hämoglobin A1c; glykosyliertes Hämoglobin
Einleitung
Die Bestimmung des (prozentualen) Anteils von Hämoglobin A1c (HbA1c) am gesamten Hämoglobin ist
heute unbestritten der wichtigste Parameter zur Beurteilung der Diabeteseinstellung und sollte bei jedem
Diabetiker wenigstens zweimal pro Jahr erfolgen. Jeder in die Diabetesbehandlung involvierte Arzt sollte
sich aber die folgenden Fragen stellen: Mit welchem Assay werden die HbA1c-Werte bestimmt? Welches
sind die Normwerte für den verwendeten Assay? Welche Faktoren können den Assay „stören“
(pathologische Hämoglobine bei Hämoglobinopathien, modifizierte Hämoglobine, beispielsweise infolge
von Carbamylierung bei Niereninsuffizienz)? Welche Faktoren stören zwar nicht den Assay, beeinflussen
aber dennoch direkt den HbA1c-Wert (verkürzte Überlebensdauer der Erythozyten, Anämie)? Müssen bei
einem Diabetiker das Hämoglobin, die Retikulozuyten sowie die Hämoglobin-Elektrophorese bestimmt
werden, um HbA1c-Werte konklusiv beurteilen zu können? Wie ist die Assay-Performance (Präzision)?
Dürfen HbA1c-Werte vom gleichen Patienten, die in verschiedenen Labors mit der gleichen Assay-Methode
bestimmt wurden, verglichen werden? In der folgenden Übersicht findet sich eine Antwort auf diese Fragen
Fortbildung
-Fortsetzung-
Zur Geschichte des Glykohämoglobins (HbA1/HbA1c)
Normale Hämoglobine sind beim gesunden Erwachsenen (chromatographisch) heterogen. Hauptfraktion
des normalen Hämoglobins ist das Hämoglobin A. Daneben sind weitere (elektrophoretisch und
säulenchromatographisch abtrennbare) Subfraktionen bekannt. Ende der 60er Jahre wurden im Blut von
Diabetikern erhöhte Mengen einer solchen Hämoglobin-Subfraktion nachgewiesen, welche in der
Elektrophorese oder der Ionenaustauschchromatographie schneller „wanderte“ als das Hämoglobin A.
Sie wurde schließlich identifiziert und als HbA1c bezeichnet. In der Folge wurde die positive Beziehung
zwischen mittlerer Blutzuckerkonzentration über die vorhergehenden 6-8 Wochen und den HbA1c-Werten
entdeckt, die HbA1c-Bestimmung in die klinische Praxis eingeführt und die Bestimmungsmethoden
weiterentwickelt, was die Diabetiker-Betreuung entscheidend prägen sollte. Heute stellt die HbA1cBestimmung den „gold standard“ für die Stoffwechselkontrolle bei Diabetes mellitus dar. Die Bedeutung
der HbA1c-Bestimmung hat in den 90er Jahren noch zugenommen, da nachgewiesen werden konnte, dass
sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes die Verbesserung der Diabeteseinstellung - ablesbar am
HbA1c-Verlauf – zu einer Senkung der mikrovaskulären Komplikationsrate führt. Der Nachweis gelang durch
zweiherausragende Studien: DCCT (Diabetes Control and Complications Trial) und UKPDS (UK
Prospetive Diabetes Study).
Chemische Struktur des Glykohämoglobins (HbA1/HbA1c)
Wie bereits erwähnt, sind normale Hömoglobine beim gesunden Erwachsenen (chromatographisch)
heterogen, und zwar bedingt durch einen Polymorphismus der „nicht“--Ketten und als Folge von
posttranslationellen Modifikationen. Ersteres führt dazu, dass beim gesunden Erwachsenen neben
Hämoglobin A (22) auch fetales Hämoglobin (22) und Hämoglobin A2 (22) vorkommen. Bei den
übrigen Subfraktionen des Hämoglobins handelt es sich vorwiegend um „Glykosylierungs“-Produkte von
Normalhämoglobin mit Hexosen bzw. Hexosephosphaten (posttranslationelle Modifikation). Diese
Glykosylierung – oder besser Glykierung – hat man sich so vorzustellen1: Die Reaktion der Glykierung
erfolgt nicht-enzymatisch und wird in ihrem Ausmass durch die relativen Konzentrationen des reagierenden
Monosaccharids und des Hämoglobins bestimmt. Es handelt sich um eine Kondensationsreaktion. Und
zwar wird Glukose (konzentrationsabhängig) über die Carbonylgruppe mit freien Aminogruppen (Nterminal oder -Aminolysin) des Hämoglobins nicht-enzymatisch und reversibel zu einer Aldiminverbindung
(Schiff-Base) verknüpft. Erst in einem zweiten, wesentlich langsameren Prozess entsteht durch eine
sogenannte Amadori-Umlagerung die stabile Form des sogenannten Glykohämoglobins, ein Ketoamin2.
Die zuerst entstehende Aldiminverbindung ist sehr labil. Sie kann innert weniger Stunden wieder in ihre
Komponenten zerfallen. Die Amadori-Umlagerung in die stabile Ketoaminverbindung hingegen erfolgt etwa
50mal langsamer. Kurzfristige Erhöhungen der Blutglukose (beispielsweise im Rahmen eines oralen
Glukose-Toleranztests) beeinflussen deshalb die Konzentration dieser Ketoaminverbindungen nicht. Bei
der Beurteilung der mittleren Glykämielage („Blutzuckergedächtnis“) in der Diabeteskontrolle interessiert
einzig die stabilere Form des Glykohämoglobins. Das bedeutet, dass die labilen Aldiminverbindungen vor
der Analyse entfernt (durch Ansäuern, Dialyse, Semicarbazid-Zugabe) oder dass spezifische Methoden
zur isolierten Erfassung der Ketoaminverbindungen (Affinitätschromatographie, Immunoassay; s. Tab.1)
gewählt werden müssen.
Die Auftrennung der HbA1-Komponenten wie auch gewisser nicht--aminoterminaler Glykohämoglobine
erfordert eine besondere Analytik, beispielsweise die Kationenaustauschchromatographie. Die schnell
wandernde Fraktion wird dabei als HbA1 bezeichnet und von der Hauptfraktion HbA10 unterschieden. Die
Subfraktion HbA1 kann dabei in grossen Säulen bei langsamer Chromatographie und veränderten
Pufferlösungen in weitere Fraktionen unterteilt werden: HbA1a1, HbA1a2, HbA1b und Hba1c (s.Tab. 2). In den
meisten analytischen Systemen werden die HbA1a-Komponenten aber nicht und die HbA1bKomponenten nur andeutungsweise aufgetrennt. Komplizierend kommt hinzu, dass auch die Hauptfraktion
HbA0 teilweise glykosylilert wird, was mit den üblichen Chromatographiemethoden jedoch nicht erfassbar
ist.
1
2
Da keine eigentlichen Glykoside entstehen, sollte der Bergriff der Glykosylierung ersetzt werden durch den begriff Glykierung (engl. Glycation)
Der Begriff ≪Glycohämoglobin≫ ist eigentlich nicht korrekt (kein Glykoprotein!)
Fortbildung
-Fortsetzung-
Tabelle 1
Verschiedene Methoden der HbA1c-Bestimmung, mögliche Störfaktoren
Methode
Gemessene Fraktion
Störfaktor
labile HämoglobinForm/Aldimin
Störfaktor
erhöhtes fetales
Hämoglobin*
Störfaktor
VariantenHämoglobin (HbS,
HbC, HbE)
Störfaktor
modifiziertes
Hämoglobin
AffinitätsChromatographie
totales glykiertes
Hämoglobin Hba1cAquivalente
korrekte Messung
des glykierten
Hämoglobins
korrekte Messung
des glykierten
Hämoglobins
korrekte Messung
des glykierten
Hämoglobins
korrekte Messung
des glykierten
Hämoglobins
Elektrophorese
HbA1/HbA1c
+
muss eliminiert
werden
+/muss erkannt und
Resultat
entsprechend
korrigiert werden
+/muss erkannt und
Resultat
entsprechend
korrigiert werden
+
interferierende
Substanzen als
glykiertes
Hämoglobin
gemessen
IonenaustauschChromatographie
HbA1/HbA1c
+
muss eliminiert
werden
+
falsch hohes
Resultat
+
Falsch tiefes
Resultat
+
interferierende
Substanzen als
glykiertes
Hämoglobin
gemessen
Immunoassay
Spezifisches HbA1c
korrekte Messung
des HbA1c
korrekte Messung
des HbA1c
korrekte Messung
des HbA1c
korrekte Messung
des HbA1c
+ störender Einfluss; - kein Einfluss
* Fetales Hämoglobin erhöht: z.B. bei hereditärem persistierendem fetalem Hämoglobin, in der Schwangerschaft, bei Diabetes mellitus
Tabelle 2
glykierte Hämoglobine
involvierte Zucker
Glykierte („glykolysierte“)
Hämoglobine (Übersicht).
Ausgangssubstanz ist das
HbA0 (bestehend aus
2 - und 2 -Ketten).
Glykiertes HbA0*
2(--Lys-Glucose)2
HbA1
HbA1a
HbA1a1
2(-N-Frucose-1,6-Biphosphat)2
HbA1a2
2(-N-Glucose-6-Phosphat)2
HbA1b*
2(-N-Hexose)2
HbA1c*
2(-N-Glucose)2
*bei Diabetes mellitus erhöht
Tabelle 2 zeigt die Glykohämoglobine in der Übersicht und gibt an, welche Subfraktionen bei Diabetes
mellitus erhöht sind. Eine zur Glykierung analoge, nicht-enzymatische, konzentrationsabhängige Kondensationsreaktion von Hämoglobin findet im übrigen auch mit zahlreichen anderen Produkten statt:
beispielsweise mit Isocyanat, einem Dissoziationsprodukt von Harnstoff, welches besonders bei der
Urämie anfällt. Dies führt zwar nicht zu glykiertem, aber zu analog verändertem, modifiziertem Hämoglobin,
welches die HbA1/HbA1c-Bestimmung stören kann.
Fortbildung
-Fortsetzung-
Klinische Bedeutung des Glykohämoglobins (HbA1/HbA1c)
Die HbA1/HbA1c-Bestimmung ermöglicht die Beurteilung der mittleren Blutglukosekonzentration der
vorausgegangenen 6 bis 8 Wochen, da der mittlere Blutzucker positiv mit dem Glykohämoglobin korreliert.
Dabei wird in der Regel von einer linearen Beziehung ausgegangen, was im klinisch relevanten
Blutglukosebereich erlaubt ist. Die Mittellage des Blutzuckers (in mmol/l) lässt sich anhand der
beiden folgenden Formeln abschätzen:
[1,46 x HbA1] – 5,12
beziehungsweise
[2,02 x HbA1c] – 5,19 (zur Vereinfachung empfehlen wir, [HbA1c x 2] – 5 zu rechnen)
(errechnet für die Biorad-Minisäulen nach Berger und Flückiger [26]).
Für die klinische Beurteilung ist es dabei unwesentlich, ob HbA1 oder HbA1c gemessen wird. In frischen
Blutproben korreliert nämlich das HbA1c eng mit dem HbA1 (HbA1 = 1,18 HbA1c + 1,67,
Korrelationskoeffizient 0,97. Bei gelagerten Blutproben jedoch ist das HbA1c zuverlässiger als HbA1.
Ursprünglich ging man davon aus, dass die Normwerte für HbA1c altersunabhängig sind. Später haben
dann zahlreiche Autoren eine altersabhängige HbA1c-Zunahme aufzeigen können. Auch betreffend
Geschlechtsabhängigkeit liegen unterschiedliche Angaben vor. Einerseits wurden bei Frauen im Vergleich
zu Männern leicht erhöhte HbA1c-Werte gefunden. Diese Befunde könnten eventuell auf eine höheren
fetalen Hämoglobin-Gehalt zurückzuführen sein. Flückinger et al. haben nämlich bei spezifischer
HbA1c-Bestimmung mittels Diamat-Analyzer, welcher fetales Hämoglobin von HbA1c abtrennt , keine
geschlechtsspezifischen Unterschiede feststellen können. Aber auch mittels HPLC-Methode haben
Carrera et al. kürzlich keine Abhängigkeit vom Geschlecht objektivieren können. Definitiv wird die Frage
nach Alters- und Geschlechtsabhängigkeit der HbA1c-Normwerte wohl erst nach Einführung einer
internationalen Standardisierung in der HbA1c-Bestimmung geklärt werden können, da erst unter dieser
Voraussetzung der Vergleich internationaler epidemiologischer HbA1c-Daten zulässig wird.
Da diverse Studien gezeigt haben, dass bei Typ-2-Diabetes eine gute Korrelation zwischen NüchternBlutglukose und Glykohämoglobin besteht, wurde von einzelnen Autoren vorgeschlagen, bei Diabetes Typ
2 die Nüchtern-Glukose anstelle des HbA1/HbA1c zu bestimmen. Diese Korrelation wird neuerdings aber
wieder in Frage gestellt.
Unbestritten aber ist die gute Korrelation zwischen mittlerer Blutglukosekonzentration und
Glykohämoglobin. Wichtige diesbezügliche Daten basieren auf der bereits erwähnten DCCT-Studie. Im
Rahmen dieser Untersuchung wurden bei insgesamt 278 Typ-1-Diabetikern ein Jahr lang vierteljährlich
das HbA1c sowie ein 7 Messungen umfassendes 24-Stunden-Blutglukoseprofil bestimmt [44] und die
Resultate miteinander korreliert. Das Ergebnis war hochsignifikant (Korrelationskoeffizient 0,80, p
<0,0001). Basierend auf diesen Daten wissen wir, dass eine Zunahme des HbA1c um 1% einer Zunahme
des mittleren Blutglukosewerts von 1,99 mmol/l entspricht.
Betreffend Stoffwechselkontrolle bei Diabetes mellitus wird heute empfohlen, dass das HbA1c <7%
betragen sollte (≪gute≫ Diabeteseinstellung), sofern der verwendete Assay auf den Normbereich 4 bis 6%
kalibriert ist (das bedeutet, dass eine Normwerterhebung mit dem betreffenden Assay bei
nichtdiabetischen Individuen mehrheitlich Werte zwischen 4 und 6% ergab). Liegen die HbA1c-Werte bei
einem Patienten mehrfach über 8%, so wird ein Überdenken der Diabetes-Therapie und eine neue
Therapieeinstellung angeraten. Diese Empfehlungen gehen allerdings davon aus, dass eine zertifizierte
HbA1c-Bestimmungsmethode zur Anwendung gelangt. Das bedeutet, es liegt ein Methodenvergleich mit
dem in der DCCT verwendeten Assay als Referenz vor. Bei Typ-1-Diabetikern sollte dabei die Bestimmung
des HbA1c im Abstand von 3 und bei nicht-insulinabhängigen, relativ stabilen Diabetikern von mindestens 6
Monaten erfolgen. Das HbA1c ist kein Diabetes-mellitus-Diagnosekriterium. Zwar erhoffte man sich für die
Diagnostik eine Ablösung des aufwendigen oralen Glukose-Toleranztests (oCTT) durch die HbA1cBestimmung, jedoch ergaben entsprechende Studien ganz entscheidende Diskrepanzen. Die HbA1cBestimmung hat ihren hervorragenden Platz somit ausschließlich in der Diabeteskontrolle.
Fortbildung
-Fortsetzung-
HbA1/HbA1c-Bestimmung: Allgemeines
Meist wird für die Bestimmung von Glykohämoglobin venöses Blut verwendet, die Bestimmung im
Kapillarblut ist aber ebenfalls möglich. Die Bestimmung erfolgt meist aus au EDTA- oder Heparinblut.
Heparin-Iodoacetet ist nicht geeignet. Bei Verwendung von Oxalat ist die Lagerbarkeit der Proben
herabgesetzt. Bei Raumtemperatur verändert sich HbA1c kaum, während HbA1a+b innerhalb weniger Tage
ansteigen kann. Der Postversand von Blutproben zur HbA1c-Bestimmung ist möglich.
HbA1/HbA1c-Bestimmung: Methoden
Der quantitative Nachweis der nicht-enzymatischen Glykierung von Proteinen ist sehr anspruchsvoll und
insgesamt störanfällig. Zahlreiche Faktoren können HbA1/HbA1c-Assays beeinflussen, und zwar je nach
Assay in ganz unterschiedlichem Ausmass. Es stellt sich deshalb die Frage nach dem besten, am
wenigsten störungsanfälligen Assay, insbesondere da es heute bereits über 20 verschiedene HbA1cMessmethoden gibt, die zum Teil unterschiedliche Glykierungsprodukte erfassen. Bis heute gibt es aber
keinen allgemeinen Goldstandard. Je nach klinischer Situation weist die eine oder andere Methode
Vorteile auf. So ist beispielsweise der Immunoassay der HPLC-Methode bei Vorliegen von carbamyliertem
Hämoglobin überlegen. Die HPLC-Methode dagegen gilt als ≪gold standard≫ zum Erfassen von
Varianten-Hämoglobinen (äußern sich als zusätzlicher ≪peak≫ im HPLC-Chromatogramm, welche
elektrophoretisch dann weiter analysiert werden können.
Die wichtigsten HbA1c-Assaymethoden sind:
1. Ionenaustauschchromatographie (IAC, in Makro- oder Minisäulen; Auftrennung der HämoglobinSubfraktionen nach Ladung),
2. HPLC (automatisierte Version der IAC auf einem HPLC-Gerät),
3. Elektrophorese (in Agargel; HbA1c wandert bei pH 6,3 in Richtung Kathode),
4. Affinitätschromatographie (beispielsweise Boronataffinitätschromatographie, BAC),
5. Immunoassay-Verfahren.
Ionenaustauschchromatographie, Affinitätschromatographie
folgenden kurz besprochen werden.
und
Immunoassay-Methode
sollen
im
Ionenaustauschchromatographie
(IAC, inkl. HPLC)
Für die Bestimmung von HbA1c im klinisch-chemischen Labor ist die Kationenaustauschchromatographie
weit verbreitet, sei es als automatisierte Version auf einem HPLC-Gerät oder manuell betrieben mit
Minisäulen. Die Methode wurde 1971 von Trivelli et al. eingeführt. In der Folge konnte die Analysezeit durch
Entwicklung selbstgepackter oder kommerzieller Mikrosäulen verkürzt werden. Grundlage der Methode ist
die Veränderung der Ladung des Hämoglobin-Moleküls durch N-terminale Modifikation mit Glukose (HbA1c
und andere N-terminal veränderte Hämoglobine). Diese Hämoglobin-Modifikationen binden weniger gut
an negativ geladenes Harz als HbA0. 1979 wurden in vivo schnell fluktuierende HbA1c-Werte beschrieben.
Es zeigte sich, dass bei der Chromatographie labile Zwischenprodukte (Schiff-Basen) offensichtlich
mitgemessen wurden. In der Folge wurden Methoden entwickelt, mittels welcher dieses Prä-HbA1c
abgetrennt werden kann, beispielsweise durch Dialyse der Hämolysate (aufwendig) oder durch
Inkubation der Erythrozyten mit physiologischer Kochsalzlösung. Durch letzteres kann etwa die Hälfte des
labilen HbA1c entfernt werden. Als weitere „Eliminatoren“ wurden Semicarbazid und Borat eingeführt.
Dennoch kann die HPLC-Methode durch eine Vielzahl von Faktoren gestört werden, wobei VariantenHämoglobine und modifizierte Hämoglobine (beispielsweise Hämoglobin-Carbamylierung bei Urämie) im
Vordergrund stehen.
Fortbildung
-Fortsetzung-
Affinitätschromatographie (BAC)
Boronatgruppen bilden im Alkalischen mit der cis-Diostruktur, wie sie in nicht-enzymatisch glykosylierten
Proteinen vorliegt, Komplexe aus. Die Boronataffinitätschromatographie (BAC) erlaubt daher die
spezifische Messung des gesamten glykierten Hämoglobins. Die Resultate können aber für HbA1c
standardisiert werden (HbA1c-Äquivalente). Weil bei der Affinitätschromatographie sowohl Hämoglobine
zurückgehalten werden, die am N-terminalen Ende glykiert wurden, als auch solche, die an den Aminogruppen von Lysin glykiert wurden, sind die Werte für glykierte Hämoglobine, die mit
Boronataffinitätschromatographie bestimmt wurden, jeweils typischerweise höher als diejenigen, die mit
Ionenaustauschchromatographie gemessen wurden. Neuere Methoden sind automatisiert und drücken das
Resultat neben dem total glykierten Hämoglobin als standardisiertes HbA1c-Äquivalent aus.
Immunoassays
Der erste Immunoassay für HbA1c basierte auf einem polyklonalen Schaf-Antikörper. Antiseren und
monoklonale Antikörper gegen Hämoglobin, das N-terminal oder an -Aminogruppen von Lysin durch
Glukose modifiziert wurde, haben die Weiterentwicklung von Immunoassays ermöglicht. Es wurden
monoklonale Antikörper gegen das glykierte Valin und das N-terminale Ende der -Kette des Hämoglobins
erzeugt, die aufgrund ihrer hohen Spezifität die übrigen glykierten Hämoglobine (HbA1 und HbA1b, labiles
HbA1c, glykiertes HbA0) und glykierte Hämoglobin-Varianten nicht miterfassen (spezifische Methode). Auch
carmamylierte Hämoglobine werden nicht mitgemessen. Das Verfahren basiert beispielsweise auf
Inhibition von Latex-Immunagglutination und kann als Einzelprobenverfahren durchgeführt werden.
Daneben existieren auch ≪enzyme-linked immunosorbent assays≫ (ELISA) und immunoturbidometrische
Verfahren (für längere Serien, Multisampletesting) mit halb- oder vollautomatisierten Analysegeräten. Für
Einzelmessungen in einem Praxislabor gibt es präkalibrierte Geräte mit Fertigreagenzien, welche die
Hemmung einer Latex-Immunaggltination messen. Die vollautomatisierte Messung dauert dabei noch etwa
6 Minuten.
HbA1/HbA1c-Bestimmung: allgemeine Einschränkungen
Transfusionen, Anämien und verkürzte Erythrozyten-Überlebensdauer (beispielsweise bei Spharozytose)
stören die HbA1c-Bestimmung unabhängig vom verwendeten Assay.
Ein einmaliger akuter Blutverlust von 450 ml bei einer Blutspende verursacht beispielsweise eine HbA1und HbA1c-Erniedrigung von 0,5% mit einem Nadir durchschnittlich 6 bis 8 Wochen nach erfolgter
Blutentnahme (Latenz bedingt durch protrahierte Retikulozytose). Wiederholte Aderlässe (beispielsweise
im Rahmen einer Hämochromatose-Therapie) haben eine stärkere Abnahme zur Folge (gezeigt für
HbA1). Auch bei hämolytischen Anämien beeinflusst die Verkürzung der Erythrozyten-Lebensdauer das
Glykohämoglobin bzw. das HbA1c. Aufgrund dieser gut dokumentierten Beziehung zwischen der
Lebensspanne der Erythrozyten und dem Glykohämoglobin wurde interessanterweise angeregt, den
Schweregrad hämolytischer Anämien anhand des Glykohämoglobin-Verlaufs zu monitorisieren. Bei nichthämolytischen Anämien (beispielsweise Eisenmangelanämie) ist das HbA1 in Abhängigkeit vom Gehalt an
fetalem Hämoglobin bzw. von der Bestimmungsmethode unverändert oder leicht erhöht. Komplizierend
kommt hinzu, dass sich oft bei Diabetikern eine verkürzte Erythrozyten-Lebensdauer findet, speziell bei
Vorliegen einer Niereninsuffizienz oder einer Mikroangiopathie. Im Einzelfall ist es unumgänglich, nebst
dem HbA1c auch ein rotes Blutbild sowie die Retikulozytenzahl zu bestimmen, um die genannten, nicht
Assay-spezifischen Störfaktoren aufzudecken. Neuerdings wurde sogar angeregt, bei entsprechendem
klinischen Verdacht die Erythtozyten-Lebensdauer durch Bestimmung des erythrozytären Kreatins
abzuschätzen und im Einzelfall das gemessene HbA1c mittels Korrekturformel anzupassen.
Neben diesen Faktoren führen vor allem pathologische Hämoglobine bei Hämoglobinopathien (VariantenHämoglobine),
modifizierte
Hämoglobine
(beispielsweise
infolge
von
Carbamylierung bei
Niereninsuffizienz) bzw. ein zu hoher Gehalt an fetalem Hämoglobin zu Assaystörungen und somit zu
HbA1c-Messwertverfälschungen.
Fortbildung
-Fortsetzung-
Einige Routinebestimmungsmethoden trennen zwischen HbA1c und fetalem Hämoglobin nicht auf, wie der
Tabelle 1 zu entnehmen ist. Dies führt bei erhöhtem fetalem Hämoglobin zur Fehlbeurteilung, da fetales
Hämoglobin mitgemessen wird. Nun ist das fetale Hämoglobin bei Diabetikern durchschnittlich erhöht, und
zwar beim Typ 1 stärker als beim Typ 2. Fetales Hämoglobin kann auch genetisch bedingt persistieren
oder durch Schwangerschaft bedingt ansteigen. In einem solchen Fall ist es unumgänglich, eine Methode
zu wählen, welche zwischen Glykohämoglobin und fetalem Hämoglobin differenziert, beispielsweise
Affinitätschromatographie oder Immunoassay-Verfahren. Auch mittels HPLC kann fetales Hämoglobin
identifiziert werden. Deutlich seltener ist das Vorhandensein von Hämoglobin-Varianten wie Hämoglobin H,
Hämoglobin Hijiyama, Hämoglobin Hafnia, Hämoglobin K oder Hämoglobin J (Hämoglobinopathien). In
Österreich beispielsweise wurde für Hämoglobin-Varianten eine Prävalenz von 0,059% ermittelt. Teils sind
pathologische Hämoglobine negativer als Hämoglobin-A-geladene, weswegen teils falsch hohe HbA1- Werte
resultieren können. Hämoglobinopathien sollten vermutet und durch Hämoglobin-Elektrophorese
gesucht werden, wenn eine deutliche Diskrepanz zwischen der aufgrund der Blutzuckerbestimmung
erwarteten Diabeteseinstellung und dem gemessenen HbA1c-Wert besteht.
Weiter können Hämoglobin-Modifikationen zu einer Störung der HbA1c-Bestimmung führen. Die klinische
wohl relevanteste solche Störung entsteht durch Carbamylierungsreaktion (von Hämoglobin) bei
Niereninsuffizienz/Urämie. Dadurch kann es zur ganz beträchtlichen Verfälschung der HbA1c-Werte
kommen, mit HbA1-Anstieg bis zu 3%. Die Carbamylierungsreaktion führt unter anderem dazu, dass auch
bei nicht diabetischenPatienten falsch hohe Werte für glykiertes Hämoglobin gefunden werden können.
Das carbamylierte Hämoglobin entsteht durch Interaktion von terminalen Hämoglobin-Aminogruppen mit
Isocyanidsäure. Das Isocynat selbst entsteht durch spontane Dissoziation von Harnstoff. Carbamyliertes
Hämoglobin coeluiert mit HbA1a+b und mit HbA1c. Gestört werden einzig die ladungsabhängigen Trennverfahren (HPLC und Elektrophorese), nicht jedoch die Affinitätschromatographie bzw. die Immunoassays.
HbA1 und HbA1c sind bei Urämie deshalb nur dann zuverlässige Parameter zur Beurteilung der
durchschnittlichen Blutzuckereinstellung, falls geeignete Messverfahren eingesetzt werden. Es gilt auch zu
berücksichtigen, dass es bei Urämie zu einer Verkürzung der Erythrozyten-Lebensdauer und zur hyporegeneratorischen Anämie (Erythropoietin-Mangel) kommen kann. Kompliziert wird die Situation bei
therapeutischem Einsatz von Erythropoietin (Zunahme der Retikulozyten). Nakao et a. haben für solche
Patienten eine HbA1c-Korrekturformel vorgeschlagen (unter Einbezug von Hämatokrit und Reikulozyten).
Auch Salizylate beeinflussen Glykohämoglobin. Bei Aspirin-Langzeittherapie (mehr als 500 mg/Tag über
mehrere Wochen) wird Hämoglobin bis zu 5% actyliert. Die Acetylierung hat eine verstärkte negative
Ladung zur Folge, was zu Veränderungen in der Elektrophorese und Ionenaustauschchromatographie /
HPLC führt. Acetyliertes Hämoglobin wandert dabei analog zum HbA1c schneller und kann somit zu einem
falsch hohen HbA1c-Resultat führen. Die Langzeittherapie mit kleineren Mengen von Acetylsalicylaten
(200-300 mg/Tag) oder eine nur kurz dauernde Verabreichung von deutlich höheren Dosierungen (2000
mg/Tag während einer Woche) scheinen keinen klinisch relevanten ≪falschen≫ Anstieg des
Glykohämoglobins zur
Folge zu haben. Bei starkem Alkoholkonsum sind die HbA1c-Werte in
Abwesenheit einer Glukoseintoleranz erhöht, bedingt durch ein Hämoglobin mit HbA1c-Mobilität. Ein
solches Hämoglobin tritt bei einem Alkoholkonsum von 150 bis 200g/Tag auf und normalisiert sich nach
Absetzen des Alkoholkonsums mit einer Halbwertzeit von 11 Tagen. Die Struktur dieser ≪alkoholischen≫
HbA1c-Komponente ist nicht identifiziert. Allerdings sind die Einflüsse von Aspirin und Alkohol klinisch oft
vernachlässigbar.
Die Inkubation von Hämoglobin mit -Lactam-Penicillin ergibt penicilloyiertes Hämoglobin mit Hb1cMobilität, die Glykierung an und für sich bleibt unverändert. Das HbA1c erscheint deshalb bei Patienten
unter solcher Therapie falsch erhöht
Seltenere Ursachen für Verfälschung der HbA1c-Werte (falsch hohe Werte) sind: eine Therapie mit
Phenobarbital oder Hydroxyurea, eine chronische Bleivergiftung bei Kindern und eine Galaktosämie. Da
Galaktose reaktiver ist als Glukose, kommt es hierbei zu einer gesteigerten, durch Galaktose-bedingten
Glykierung von Hämoglobin. Tabelle 3 gibt eine Übersicht über klinische Situationen, welche HbA1/HbA1cWerte verändern können.
Fortbildung
Tabelle 3
Klinische Situationen mit
Veränderung des
HbA1/HbA1c
falsch tief
-Fortsetzung-
falsch hoch
Hämoglobin S, Hämoglobin C
fetales Hämoglobin > normal oder 0,5%
Hämoglobin D*
Urämie (mit oder ohne Hämodialyse)
Hämolytische Anämie
chronische Eisenmagelanämie
Kongenitale Spharozytose
Hypertriglyzeridämie
akuter Blutverlust
Alkohol
Zustand nach Erythrozyten-
Aspirin
Transfusion
-Lactam-Antibiotika
Bleivergiftung
Hydroxyurea
*falls mit HPLC-Methode gemessen: sowohl falsch hohe als auch falsch tiefe Resultate
HbA1/HbA1c-Bestimmung: methodenspezifische Einschränkungen
Tabelle 1 zeigt in der Übersicht, welche Methode durch welche Faktoren spezifisch gestört werden kann.
Affinitätschromatographie
Die Affinitätschromatographie ist relativ unempfindlich gegenüber Schwankungen von pH und Temperatur.
Sie misst allerdings das gesamte glykierte Hämoglobin. Vielleicht widerspiegelt diese Subfraktion den
durchschnittlichen Blutzuckerstatus auch realitätsgetreuer als das HbA1c allein. Hämoglobin-Varianten oder
labile Aldiminformen interferieren nicht mit der HbA1c-Messung.
Ionenaustauschchromatographie und HPLC
Temperatur und pH, Schiff-Base-Intermediate (labiles Hba1c, sog. Pra-HbA1c muss vor Messung entfernt
werden), zu hoher fetaler Hämoglobin-Gehalt, Hämoglobin-Varianten, hohe Triglyzerid- oder Bilirubin- Werte
können mit der HbA1c-Bestimmung interferieren.
Wie einige andere Routinebestimmungsmethoden trennen auch diese Verfahren nicht automatisch
zwischen HbA1c und fetalem Hämoglobin (s.Tab.1), was bei den oben erwähnten Umständen mit erhöhtem
fetalem Hämoglobin zur Fehlbeurteilung führen kann. Allerdings kann fetales Hämoglobin – sowie auch
Hämoglobin-Varianten – mittels HPLC separat identifiziert werden. In Anwesenheit von fetalem
Hämoglobin empfiehlt es sich allenfalls, die Glykierung von Hämoglobin mit spezifischer Methodik zu
bestimmen. Je nach Ladung des Varianten-Hämoglobins können bei HbA1c-Bestimmungen mit der
Kationenaustauschchromatographie falsch hohe (fetales Hämoglobin, Hämoglobin H) oder falsch tiefe
Werte (Hämoglobin S, C und D) resultieren. Im ersten Fall haben die Hämoglobin-Varianten zusätzliche
negative Ladungen und können zusammen mit der HbA1-Fraktion eluieren und dadurch eine
Überschätzung des Glykohämoglobins verursachen. Ein abnormes Hämoglobin sollte deshalb aktiv
gesucht werden, falls die mittels Ionenaustauschchromatographie ermittelten HbA1c-Werte unerwartet hoch
(Varianten-Hämoglobin eluiert mit HbA1-Fraktion) oder unerwartet tief (Varianten-Hämoglobin eluiert mit
HbA0-Fraktion) ausfallen. Bei den bekannteren – aber insgesamt seltenen – Hämoglobin-Varianten S, C
und D ist aufgrund der gegenüber Hämoglobin A positiveren Ladung die Elution verzögert, und die
glykierten Formen des Varianten- Hämoglobins werden bei der Sammlung von HbA1 nicht erfasst. Da aber
das Ausmass der Glykierung von Hämoglobin S,C und D mit demjenigen von Hämoglobin A vergleichbar
ist und die Lebensdauer der Erythrozyten von heterozygoten Trägern dieser Varianten-Hämoglobine
unverändert ist, lässt sich die Blut zuckermittellage dennoch mittels Messen der Hämoglobin-Glykierung
erfassen, wobei aufgrund des konstanten Varianten-Hämoglobin-Gehalts eine Korrektur des falsch tiefen
HbA1c-Wertes vorgenommen werden kann.
Eine massive Hypertriglyzeridämie ergibt bei der HbA1(c)-Bestimmung wegen der Lakteszenz falsch hohe
Werte, sofern das Blut nicht gewaschen wird.
Fortbildung
-Fortsetzung-
Dasselbe gilt für die Hyperbilirubinämie. Die Interferenz tritt allerdings erst ab hohen Triglyzeridwerten auf.
Sie kann durch geeignete Aufbereitung der Zellen (Waschen) eliminiert werden. Da die
Hypertriglyzeridämie bei Diabetes mellitus bekanntermaßen ein relativ häufiges Problem darstellt, sollte
diese technische Einschränkung der Ionenaustauschchromatographie unbedingt berücksichtigt werden.
Auch eine Bilirubin- Interferenz kann durch Waschen eliminiert werden.
Immunoassays
Immunoassays mit monoklonalen Antikörpern haben den Vorteil, dass sie spezifisch HbA1c messen, labiles
HbA1c (Schiff-Base-Intermediate) nicht mit erfasst wird und die Methode durch fetales Hämoglobin und
auch durch carbamyliertes Hämoglobin (bei der Urämie) kaum gestört wird.
Testperformance
Es sollten für jeden verwendeten Assay die folgenden Testcharakteristika bekannt sein: Spezifität (HbA1,
HbA1c, fetales Hämoglobin?), Normbereich und Präzision (Variationskoeffizient, CV). Die Präzision
betreffend, sind die folgenden Variationskoeffizientwerte von Interesse: Intra-Labor- bzw. Intra-AssayVariationskoeffizient und Inter-Methoden-Variationskoeffizient (wobei mindestens ein Methodenvergleich
mit
einer
Referenzmethode
vorliegen
sollte,
beispielsweise
mit
nicht
kommerzieller
säulenchromatographischer Methode). Weiter sollten sämtliche Labors, welche HbA1c-Bestimmungen
anbieten, an Ringversuchen beteiligt sein (Inter-Labor-Variationskoeffizient). Zudem sollten
Messvergleiche mit stabilen Standards vorliegen.Trotz großen Bemühungen sind HbA1c-Assays
international aber immer noch nicht standardisiert, im Gegensatz etwa zu den QuickBestimmungsmethoden (INR), weil logistische, methodologische und technische Probleme noch ungelöst
sind. HbA1c-Werte vom gleichen Patienten, die in verschiedenen Labors mit der gleichen Assay-Methode
oder in nur einem Labor mit verschiedenen Assays bestimmt wurden, sind somit nur beschränkt
vergleichbar.
„Gute“ Blutzuckerwerte – „schlechtes“ HbA1c oder umgekehrt
Wie erwähnt korreliert das HbA1c gut mit der mittleren Blutglukosekonzentration. Findet sich aber eine
Diskrepanz zwischen gemessenem und erwartetem HbA1c-Wert („gute“ Blutzuckerwerte – „schlechtes“
HbA1c oder umgekehrt), so sollten zuerst Compliance-Probleme ausgeschlossen werden (Patient gibt
beispielsweise falsch tiefe Blutzuckerwerte an). In einem nächsten Schritt sollte nach für den verwendeten
Assay spezifischen und unspezifischen Störfaktoren (beim Patienten) gefahndet werden. In solchen Fällen
kann es sinnvoll sein, Hämoglobin und Retikulozytenzahl zu bestimmen, eine Hämoglobin-Elektrophorese
oder aber eine HbA1c-Doppelbestimmung zu veranlassen. Ergibt die Doppelbestimmung mit einem
anderen Assay (in der Regel in einem Zweitlabor) einen deutlich anderen Wert, so müssen Assayspezifische Störfaktoren in Betracht gezogen werden.
Diskrepante Befunde zwischen HbA1c-Wert und mittlerer Blutglukosekonzentration können aber nicht
immer erklärt werden - und finden sich im übrigen auch bei Nicht-Diabetikern. Es wurde versucht, dieses
Phänomen durch eine „Stoffwechselveranlagung“ zu erklären (high and low „glycators“ ). Demnach würde
das Ausmaß der nicht-enzymatischen Glykierung von Hämoglobin bei einzelnen Individuen nicht einzig
durch die relativen Konzentrationen von Glukose und Hämoglobin bestimmt, sondern noch durch
andere, nicht identifizierte Faktoren. Diese Überlegungen sind jedoch spekulativer Natur. Nichtsdestotrotz
ist das HbA1c in Einzelfällen nicht aussagekräftig, das heißt, es korreliert schlecht mit den tatsächlich
vorhandenen Blutglukosewerten. In solchen Fällen wird zusätzlich die Bestimmung von Fruktosamin
empfohlen.
Fruktosaminbestimmung
Das Fruktosamin ist eine Sammelbezeichnung für glykierte unspezifische Serumproteine, hauptsächlich
glykiertes Albumin, welches eine Halbwertzeit von 14 bis 20 Tagen hat. Der Vorgang der Glykierung
geschieht analog zum Prozess bei der HbA1c-Entstehung. Die Fruktosaminbestimmung ist als Routinelabormethode verfügbar, im Gegensatz zur spezifischen Bestimmung von glykiertem Albumin.
Fortbildung
-Fortsetzung-
Der Fruktosaminwert korreliert mit der mittleren Blutglukosekonzentration der vorangegangenen 2 Wochen
und eignet sich deshalb zur „kurzfristigen“ Beurteilung der Stoffwechsellage, beispielsweise im Rahmen
einer Schwangerschaft. Der Normalbereich der kalorimetrischen Bestimmung mit Nitrotetrazoliumblau wird
mit <285 mol/l angegeben. Da Fruktosaminergebnisse einen kürzeren Zeitraum repräsentieren, dürfen sie
bei Diabetikern nicht unkritisch mit den HbA1c-Werten verglichen werden. Wichtig ist die Bestimmung von
Fruktosamin bei Diabetikern, bei denen HbA1c-Werte nicht aussagekräftig sind (hochgradige Anämie,
Urämie, Vorhandensein von Hämoglobin-Varianten).
Tabelle 4
Mit welchem Assay wird das HbA1c bestimmt?
Liegt ein Methodenvergleich mit der DCCT-Referenzmethode vor?
HbA1c-Bestimmung:
Relevante Fragen zur
Methodik
Welches ist der Referenzbereich für diesen Assay (HbA1c-Werte für Nicht-Diabetiker)?
Welcher HbA1c-Zielbereich lässt sich daraus für die Diabetestherapie ableiten?
Wie ist die Testgenauigkeit?
Ist das involvierte Labor an Ringversuchen beteiligt?
Welches sind Assay-spezifische Störfaktoren? Liegen solche beim Patienten vor?
Liegen beim Patienten Assay-unspezifische, die HbA1c-Bestimmung generell störende
Faktoren vor?
Schlussfolgerungen
Die regelmäßige HbA1c-Bestimmung ist heute fester Bestandteil der modernen Diabeteskontrolle und therapie. Sie sollte bei Diabetes mellitus Typ 1 alle 3 und bei stabil eingestelltem Typ-2-Diabetes
mindestens alle 6 Monate durchgeführt werden. Dabei wird häufig übersehen, dass die HbA1c-Bestimmung
relativ störanfällig ist. Die American Diabetes Association (ADA) empfiehlt aus diesem Grund, bei allen
Diabetikern initial –quasi im Sinne einer Störfaktor-Profilbestimmung – ein Hämoglobin, die Retikulozyten
sowie die Hämoglobin-Elektrophorese zu bestimmen, letzteres vor allem zum Erfassen von fetalem
Hämoglobin und pathologischen Hämoglobinen. Wir selbst empfehlen die Durchführung der genannten
Analysen nur bei Vorliegen einer erheblichen Diskrepanz zwischen gemessenem und erwartetem HbA1cWert („gute“ Blutzuckerwerte – „schlechtes“ HbA1c). Allerdings sollten in einem solchen Fall auch
Compliance-Probleme ausgeschlossen werden. Zudem empfehlen wir bei Auftreten solcher Diskrepanzen,
sich betreffend des verwendeten Assay sachkundig zu machen (s. Tab. 4) und eventuell eine Doppelbestimmung mit einem anderen Assay (in der Regel in einem Zweitlabor) in Auftrag zu geben, wobei mit
Vorteil ein Assay gewählt wird, der sich vom ersten methodisch unterscheidet (s. Tab. 1). Sinnvoll ist
beispielsweise die Kombination von HPLC und Immunoassay, gelingt es doch hierdurch, VariantenHämoglobine zu entdecken.
Quo-Test A1C Kurzanleitung
Schritt 1
Sie können einen Test ausführen, wenn
Quo-Test und das Datum auf dem
Bildschirm angezeigt werden.
Schritt 2
Bevor Sie ein neues Testkartuschen-Los
verwenden, scannen Sie den Barcode mit
den Kalibrierungsdaten CAL , der sich
auf der Innenklappe der Kartuschenschachtel befindet, mit Hilfe des BarcodeLesegeräts ein. Halten Sie den Scanner
nah an den Karton und drücken Sie die
Taste, bis Sie einen Signalton hören.
Schritt 3
Wenn die Testkartusche bei Raumtemperatur gelagert wurde, können Sie
diese direkt verwenden. Wenn sie im
Kühlschrank gelagert wurde, lassen Sie
diese 30 Minuten auf Raumtemperatur
erwärmen, bevor Sie sie aus der
Kartuschenpackung nehmen. Der
Blutkollektor befindet sich ebenfalls in
der Kartuschenpackung.
Schritt 4
Verwenden Sie eine Lanzette, um in den
Finger zu stechen, um einen guten
Tropfen Blut in ungefähr derselben Breite
wie vom Blutkollektor zu erhalten.
Schritt 5
Setzen Sie das spitze Ende des
Blutkollektors in den Tropfen Blut. Das
Blut sollte die Kollektoraufnahme
vollständig ausfüllen.
Schritt 6
Setzen Sie den Blutkollektor in die
Öffnung oben an der Kartusche. Stellen
Sie sicher, dass Sie den Blutkollektor
vollständig in die Kartusche eingeführt
haben und er nicht herausschaut.
Schritt 7
Öffnen Sie sofort die Tür des Analyser
und platzieren Sie die Testkartusche in
die Öffnung auf der Rückseite des
Fachs. Stellen Sie sicher, dass die
Kartusche fest sitzt.
Schritt 8
Ziehen Sie den roten Schieber auf sich
zu. Die Testkartusche befindet sich nun in
der richtigen Position. Schließen Sie die
Gerätetür. Der Test wird sofort gestartet.
Schritt 9
Wenn der Test abgeschlossen ist, wird
das Resultat auf dem Bildschirm
angezeigt. Öffnen Sie die Tür und
schieben Sie den roten Schieber nach
hinten. Nehmen Sie die Kartusche
heraus und entsorgen Sie sie.
Schließen Sie die Tür.
Quo-Test A1C Test Gebrauchsanleitung
Abweichung für alle Patientenresultate vs Techniker
ACHTUNG: Bitte lesen Sie den Inhalt dieser Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie den Test verwenden.
Testkartusche vorbereiten
% A1C Abweichung
Quo-Test A1C-Testkartuschen sollten in einem Kühlschrank bei einer Temperatur von 2 bis 8 °C aufbewahrt werden. Bitte nehmen Sie die Kartuschen mindestens 30 Minuten vor
dem Gebrauch aus dem Kühlschrank. Die Testkartusche muss vor dem Gebrauch auf Raumtemperatur erwärmt werden. Das Ablaufdatum ist auf der Außenseite der
Testkartuschenverpackung aufgedruckt. Testkartuschen dürfen nach diesem Datum nicht mehr verwendet werden.
Zweckbestimmung
Der Quo-Test A1C-Analyser und das Reagenz-Testsystem sind für den quantitativen In vitro-Nachweis von glykosyliertem Hämoglobin vorgesehen, das aus einer Vollblut-Probe
aus dem Finger oder von einer Venenpunktion stammt.
Das Testsystem dient zum Management und zur Behandlung von Diabetes sowie zur Überwachung der langfristigen glykämischen Kontrolle von Diabetikern. Erhöhte
Konzentrationen von glykosyliertem Hämoglobin weisen bei einem Patienten auf einen unkontrollierten Diabetes hin.
Quo-Test Hämoglobin A1C-Kontrollen dienen dazu, die Genauigkeit und Präzision des quantitatives Nachweises von Hämoglobin A1C auf dem Quo-Test A1C Analyser
zuverlässig zu überwachen.
% A1C (Techniker)
Beschreibung des Quo-Test A1C Tests
Mittlere Abweichung = 0,008 % A1C
95 % CI = 0,941 bis -0,924 % A1C
Literaturhinweise
7.0 LITERATURHINWEISE
1. The Diabetes Control and Complications Trial Research Group. N Engl J Med 1993;
329:977–986.
2. Standards of Medical Care in Diabetes (2008). Recommendations of the American Diabetes Association. Diabetes Care. 31:S12-S34. 2008.
3. Defining the Relationship Between Plasma Glucose and HbA1c: Analysis of glucose profiles and HbA1c in the Diabetes Control and Complications Trial. Curt L.
Rohlfing, Hsiao-Mei Wiedmeyer, Randie R. Little, Jack D. England, Alethea Tennill, and David E. Goldstein.
Diabetes Care 25: 275-278.
4. United Kingdom Prospective Diabetes Study Group. Lancet 1998; 352: 837–853.
Der Quo-Test A1C Test verwendet eine Technologie, die mit der in vielen Krankenhauslabors verwendeten Technologie vergleichbar ist. Diese wird als Boronat-AffinitätsTechnologie bezeichnet.
Wenn die Blutprobe zur Quo-Test A1C-Kartusche hinzugefügt und die Kartusche in den Analyser gesetzt wurde, werden die roten Blutkörperchen aufgebrochen, um das
Hämoglobin freizusetzen. Der reaktive Bestandteil im Puffer wird anschließend an das Hämoglobin A1C gebunden, und diese Bindung wird durch Überwachung der Fluoreszenz
des aktiven Bestandteils gemessen. Das Resultat wird nach vier Minuten auf dem Bildschirm angezeigt. Das A1C-Resultat wird am selben DCCT/NGSP-Standard ausgerichtet,
der in Krankenhäusern verwendet wird. Ein Quo-Test A1C-Resultat ist daher mit dem eines Krankenhauslabors vergleichbar.
Inhalt der Kartuschenverpackung
15 Quo-Test A1C-Testkartuschen & Blutkollektoren in Plastikbeuteln.
1 Karte mit Kalibrierungsdaten (auf dem Verpackungsdeckel durch das Symbol CAL gekennzeichnet)
1 Kurzanleitung
1 Gebrauchsanleitung
Außerdem benötigen Sie eine Lanzette, um Blut aus Ihrem Finger zu entnehmen.
Aktive Bestandteile
Zum Lieferumfang der Kartusche gehören die folgenden Reagenzien:
Boronat-Fluorophor-Konjugat,
Plastikküvette mit Ammonium-Acetat-Puffer, Lysis-Agens und Natriumazid (< 0,1 %).
Mit EDTA und Tensid behandeltes Blutproben-Entnahmegerät.
Den Quo-Test A1C-Test kalibrieren
Der Quo-Test-Analyser und die Kartuschen wurden so konzipiert, dass sie ein A1C-Resultat liefern, das entsprechend den Empfehlungen der Diabetes Control and Complications
Trial (DCCT) kalibriert sind. Die DCCT war eine bahnbrechende Multicenter-Studie, die erhöhte A1C-Konzentrationen eindeutig mit Komplikationen in Verbindung bringt, die mit
Diabetes assoziiert sind(1). Das Resultat des Quo-Test-Assays kann daher vom Arzt als Mittel zur Überwachung der Krankheit des Patienten verwendet werden. Die mit dem QuoTest A1C-Testsystem erhaltenen Resultate sind unter Verwendung von Referenzproben, die vom European Reference Laboratory und des NGSP zur Verfügung gestellt werden,
auf die DCCT zurückzuführen.
Gebrauchseinschränkungen
Verwendung nur unter ärztlicher Aufsicht.
Nur zur Verwendung in der In-vitro-Diagnostik.
Testkomponenten nicht über das Verfallsdatum hinaus verwenden.
Den Test gemäß den Anleitungen auf der Verpackung lagern.
Der Quo-Test A1C-Test darf nicht bei Patienten mit schwerer Anämie oder anderen Zuständen verwendet werden, die zu einer reduzierten Lebensdauer der roten Blutkörperchen
führen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Nur zur Verwendung in der In-vitro-Diagnostik.
Darf weder bei Menschen noch Tieren intern verwendet werden.
Nach Abschluss des Tests müssen alle Inhalte sorgfältig entsorgt werden.
Das Vorhandensein von Löchern in der Kartuschenpackung, Silikongel oder sichtbare Deformationen an der Kartusche sind ein Hinweis darauf, dass die Kartusche für Tests nicht
verwendet werden sollte.
Das gesamte Equipment unter geeigneten Bedingungen gemäß den Benutzerhandbuch verwenden.
Wenn eine Fehlermeldung angezeigt wird, ziehen Sie bitte die Kurzanleitung zu Rate oder wenden Sie sich unter an den Kundensupport unter +44 1932 220124. Der
Kundensupport ist Montags bis Freitags von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr verfügbar.
Analyser
Der Quo-Test A1C-Test ist für die Verwendung auf dem Quo-Test-Analyser vorgesehen.
Probennahme und -vorbereitung
Verwenden Sie eine Lanzette, um in den Finger zu stechen, um einen guten Tropfen Blut zu erhalten. Verwenden Sie anschließend den Blutkollektor, der in der Packung der
Testkartusche enthalten ist, um, wie in der Kurzanleitung beschrieben, eine kleine Probe zu nehmen.
Quo-Test A1C-Testkartuschen mit venösen Blutproben verwenden
Verwenden Sie dieses Verfahren für venöse Blutproben (die in EDTA-Tuben erfasst werden). Venöse Proben können vor Gebrauch maximal zehn Tage im Kühlschrank
aufbewahrt werden:
•
Wenn die Blutprobe im Kühlschrank gelagert wurde, lassen Sie sie auf Raumtemperatur erwärmen und stellen Sie sicher, dass sie ordnungsgemäß gemischt wird.
•
Verwenden Sie eine kalibrierte Pipette, um einen 10-ul-Tropfen Blut auf eine nicht absorbierende Oberfläche zu geben.
•
Nehmen Sie mit dem Blutkollektor eine kleine Blutprobe auf.
•
Führen Sie den Test wie gewöhnlich aus.
Quo-Test A1C Test Gebrauchsanleitung für EU DR0103.3
Quotient Diagnostics Ltd, Russell House, Molesey Road, Walton on Thames, Surrey, KT12 3PE, GB
Testverfahren - So führen Sie einen Quo-Test A1C-Test aus
Resultate
Wenn der Test abgeschlossen ist, wird das Resultat auf dem Bildschirm angezeigt. Das Resultat wird auf dem Bildschirm angezeigt, bis Sie die Analyser-Tür öffnen und die
Testkartusche herausnehmen. Weitere Informationen zum Abrufen vorheriger Testresultate aus dem Speicher des Analysers finden Sie im Analyser-Handbuch.
Kalibrierung
Schritt 1
Sie können einen Test ausführen,
wenn Quo-Test und das Datum
auf dem Bildschirm angezeigt
werden.
Schritt 2
Bevor Sie ein neues TestkartuschenLos verwenden, scannen Sie den
Barcode mit den Kalibrierungsdaten
CAL , der sich auf der Innenklappe
der Kartuschenschachtel befindet, mit
Hilfe des Barcode-Lesegeräts ein.
Halten Sie den Scanner nah an den
Karton und drücken Sie die Taste, bis
Sie einen Signalton hören.
Schritt 3
Wenn die Testkartusche bei Raumtemperatur gelagert wurde, können
Sie diese direkt verwenden. Wenn sie
im Kühlschrank gelagert wurde,
lassen Sie diese 30 Minuten auf
Raumtemperatur erwärmen, bevor
Sie sie aus der Kartuschenpackung
nehmen. Der Blutkollektor befindet
sich ebenfalls in der Kartuschenpackung.
Jedes Los Testkartuschen wurde werkseitig so kalibriert, das ein DCCT/NGSP-basiertes Resultat ausgegeben wird. Die Kalibrierungsdaten für jedes Los Kartuschen, CAL ,
befinden sich auf der Innenklappe jeder Kartuschenschachtel. Gehen Sie wie folgt vor, um ein neues Los Kartuschen zu verwenden:
•
Stellen Sie sicher, dass der Barcode-Scanner am Analyser angeschlossen ist. Anweisungen hierzu finden Sie im Analyser-Handbuch.
•
Um eine Kartusche aus dem neuen Los zu verwenden, führen Sie den Test einfach wie gewöhnlich aus. Nach dem Start des Tests wird auf dem Bildschirm die
Meldung "Scanne Los-Nr. XXXX Barcode" angezeigt.
•
Richten Sie den Barcode-Scanner auf den Barcode, der sich auf der Innenklappe der Kartuschenschachtel befindet, und drücken Sie die Barcode-Scanner-Taste. Der
Analyser gibt einen Signalton aus, wenn er die Kalibrierungsdaten erfasst hat, und wechselt dann zum normalen Testbildschirm zurück.
•
Das Testresultat wird wie üblich angezeigt.
•
Dieses Verfahren müssen Sie erst dann wieder ausführen, wenn Sie ein neues Los Kartuschen verwenden.
Wenn Sie die Daten auf dem Etikett nicht einscannen, dann wird die Meldung "Scanne Los-Nr. XXXX Barcode" angezeigt, bis Sie die Analyser-Tür öffnen und die benutzte
Kartusche herausnehmen. Es können erst dann wieder Resultate ermittelt werden, wenn die Kalibrierungsdaten für das neue Los Kartuschen in den Analyser eingegeben wurde.
Qualitätskontrolle
Mit den Quo-Test A1C-Testkartuschen sollte das Quo-Test A1C-Kontroll-Kit verwendet werden, um sicherzustellen, dass das System ordnungsgemäß funktioniert. Das Kit enthält
zwei Kontrollen, eine Kontrolle Level 1 (Normal) und eine Kontrolle Level 2 (Abnormal). Beide Kontrollen sollten bei der Qualitätskontrolle verwendet werden.
In folgenden Fällen sollten Qualitätskontrollen ausgeführt werden:
•
Mit jedem neuen Testkartuschen-Los.
•
Mit jeder neuen Testkartuschen-Lieferung.
•
Jedes Mal, wenn Sie vermuten, dass das Testresultat falsch sein könnte, die Testkartuschen nicht ordnungsgemäß gelagert wurden, der Benutzer mit dem
Testverfahren nicht vertraut ist, oder wenn Sie glauben, dass ein Benutzer den Test nicht ordnungsgemäß ausgeführt hat.
•
Verwenden Sie die Kontrollen gemäß den Qualitätsstandards, die von Ihrer Organisation oder Ihrem Labor festgelegt wurden. Wenn die Kontrollen die Resultate nicht
innerhalb der in der Gebrauchsanleitung für das Kontrollkit angegebenen Bereiche liefern, wenden Sie sich an Ihren lokalen Distributor oder an den Kundensupport.
•
Bitte folgen Sie der Gebrauchsanleitung, die zum Lieferumfang jeder Box Qualitätskontrollen gehört, um sicherzustellen, dass das richtige Verfahren ausgeführt wird.
•
Mit dem Quo A1C-Test dürfen nur Quo-Test-Kontrollen verwendet werden.
Erwartete Werte
Der normale Bereich für A1C bei nicht-diabetischen Personen liegt zwischen 4 %und 6 %.(3) Die American Diabetes Association empfiehlt einen Zielwert von < 7 % für ein
effektives Diabetes-Management, um die langfristigen diabetischen Komplikationen zu minimieren(2). Bei einer Konzentration über 7 % sollte ein intensiveres DiabetesManagement in Erwägung gezogen werden.(4) Weitere Informationen dazu, wie Sie Ihren Blutzuckerspiegel reduzieren, erhalten Sie bei Ihrem Arzt.
Leistungsmerkmale des Quo-Test A1C-Tests
Schritt 4
Verwenden Sie eine Lanzette, um
in den Finger zu stechen, um
einen guten Tropfen Blut in
ungefähr derselben Breite wie vom
Blutkollektor zu erhalten.
Schritt 5
Setzen Sie das spitze Ende des
Blutkollektors in den Tropfen Blut.
Das Blut sollte die Kollektoraufnahme
vollständig ausfüllen.
Schritt 6
Setzen Sie den Blutkollektor in die
Öffnung oben an der Kartusche.
Stellen Sie sicher, dass Sie den
Blutkollektor vollständig in die
Kartusche eingeführt haben und er
nicht herausschaut.
Methodenvergleich
Quo-Test A1C-Resultate wurden zu zwei verschiedenen Gelegenheiten mit zwei kommerziell erhältlichen Assays verglichen. Der Vergleich mit dem DCA 2000 ergab eine lineare
Pearson-Regression von r = 0,971 (j = 0,911 + 0,688, n = 50) und r = 0,98 (j = 0,925 + 0,505, n = 48). Der Vergleich mit dem Tosoh Auto-Analyser ergab eine lineare PearsonRegression von r = 0,984 (j = 0,912 + 0,434, n = 50) und r = 0,989 (j = 0,977 + 0,08, n = 48).
Genauigkeit
Blutproben mit hohen (9,9 %) und niedrigen (5,3 %) A1C-Werten wurden 20 Tage lang auf einem Quo-Test-Analyser jeden Morgen und Nachmittag zweifach getestet. Die
Gesamtpräzision für die 80 Replikate der hoch- und niedrigwertigen Proben betrug 2,49 % bzw. 2,82 %.
Linearität und Testbereich
Es wurden hoch- und niedrigwertige Blutprobenpools (Bio-Rad Lyphochek) verwendet, um 11 Linearitätsstandards zu erstellen, indem die hoch- und niedrigwertigen Blutpools
miteinander verdünnt wurden. Diese Standards wurden anschließend mit dem Quo-Test A1C-Assay getestet, um den Linearbereich des Assays zu ermitteln. Der Quo-Test A1CTest hat einen linearen Arbeitsbereich von 4 % bis 17 % A1C. Wenn ein Resultat außerhalb dieses Bereichs liegt, wird auf dem Analyser "Resultat zu niedrig" bzw. "Resultat zu
hoch" angezeigt.
Störende Substanzen
Ein Einfluss von Bilirubin (20 mg/dl), Cholesterol (500 mg/dl), Creatinin (30 mg/dl), Triglycerid (1.500 mg/dl), Harnsäure (20 mg/dl), Acetaminophen (20 mg/dl), Ascorbinsäure (3
mg/dl), Dopamin (13 mg/dl), Ibuprofen (40 mg/dl), Salicylat (50 mg/dl), Tetracyclin (4 mg/dl), Tolazamid (100 mg/dl) und Tolbutamid (100 mg/dl) konnte nicht festgestellt werden.
Hämatokrit und Hämoglobin
Der Quo-Test A1C-Test ist unbeeinflusst von Hämoglobinkonzentrationen in Patientenproben von 58 bis 204 g/l und in Proben mit % A1C-Werten von 5,2 % bis 12,35 %.
Schritt 7
Öffnen Sie sofort die Tür des
Analyser und platzieren Sie die
Testkartusche in die Öffnung auf
der Rückseite des Fachs. Stellen
Sie sicher, dass die Kartusche
fest sitzt.
Schritt 8
Ziehen Sie den roten Schieber auf
sich zu. Die Testkartusche befindet
sich nun in der richtigen Position.
Schließen Sie die Gerätetür. Der
Test wird sofort gestartet.
Schritt 9
Wenn der Test abgeschlossen ist,
wird das Resultat auf dem Bildschirm
angezeigt. Öffnen Sie die Tür und
schieben Sie den roten Schieber
nach hinten. Nehmen Sie die
Kartusche heraus und entsorgen Sie
sie. Schließen Sie die Tür.
Wenn eine Fehlermeldung angezeigt wird, ziehen Sie bitte die Kurzanleitung oder das Analyser-Handbuch zu Rate.
Hämoglobinvarianten
Der Quo-Test A1C-Test ist unbeeinflusst durch die folgenden Hämoglobinvarianten. Hb AS, Hb AC, Hb AD, Hb AE, Hb AJ, Hb SS, Hb CC, Hb SC, Hb EE, B-Thalassemie und
erhöhtes fötales Hämoglobin (bis zu 30 %).
Verbraucherstudien
Es wurde eine Verbraucherstudie durchgeführt, um die Leistung des Quo-Test A1C-Tests an drei verschiedenen Standorten in den USA in den Händen von ungeschulten
Teilnehmern zu untersuchen. Insgesamt 149 Teilnehmer, die das System niemals zuvor verwendet hatten, testeten sich selbst doppelt und ihre Resultate wurden mit denen eines
Technikers verglichen. Die lineare Regression für die ungeschulten Benutzer im Vergleich zum Techniker betrug r = 0,97 (y = 0,953x + 0,3, n = 298), was bestätigte, dass die
Resultate der erstmaligen Benutzer denen des geschulten Bedieners entsprachen. Die Abweichung für die Resultate der ungeschulten Benutzer ist im folgenden Diagramm
dargestellt.
Sie können auch die Bildschirmanweisungen befolgen.
Quo-Test A1C Test Gebrauchsanleitung für EU DR0103.3
Quotient Diagnostics Ltd, Russell House, Molesey Road, Walton on Thames, Surrey, KT12 3PE, GB
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement