Bedienungsanleitung für das zweidimensionale CAD/CAM

Bedienungsanleitung für das zweidimensionale CAD/CAM
Bedienungsanleitung für das
zweidimensionale CAD/CAM-System
Precision Engineering / ME10
der Firma Hewlett Packard
von Herrn Josef Paul
Universität des Saarlandes
Lehrstuhl für Konstruktionstechnik/CAD
Prof. Dr.-Ing. C. Weber
Vorwort
Diese wissenschaftliche Arbeit für die Erste Staatsprüfung entstand am Lehrstuhl für Konstruktionstechnik/CAD von Prof. Dr.-Ing. Christian Weber an der Universität des Saarlandes.
Das Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung von Unterlagen für Studenten im Grundstudium
„Grundlagen der Konstruktion II“ (Grundlagen und Anwendungen von CAD-Systemen) für
das zweidimensionale CAD/CAM-System HP Precision Engineering/ME10 der Firma
Hewlett Packard. Besonderen Wert wird hierbei auf ein Referenzbeispiel mit ausreichender
Komplexität unter Berücksichtigung pädagogischer Aspekte gelegt, wobei sich die Unterlagen
zum Selbststudium eignen.
Herrn Prof. Dr.-Ing. Christian Weber, dem Inhaber des Lehrstuhls für Konstruktionstechnik/CAD, danke ich recht herzlich für den Einblick in dieses interessante Themengebiet.
Ganz besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch bei Herrn Dr.-Ing. Michael
Muth und Frau Dr.-Ing. Susanna Labisch, die durch ihr besonderes Engagement und ihre herausragenden Fachkentnisse wesentlich zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen haben.
Ebenso gilt mein Dank meinen Eltern, die mir das Studium ermöglicht haben und meiner Frau
Birgit, die durch ihr Verständnis einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Erstellung dieser Arbeit geleistet hat.
Dem interessierten Leser wünsche ich abschließend, daß die vorliegende Arbeit eine kleine
Hilfe im Konstruieren mit dem 2D-CAD-System HP PE/ME10 darstellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung .................................................................................................................................... 1
2 Einstieg in ME10........................................................................................................................ 3
2.1 Verwendete Nomenklatur......................................................................................................3
2.2 Zeigegeräte und Tastatur........................................................................................................3
2.3 Starten, Speichern und Beenden ...........................................................................................3
3 Beginn einer Konstruktion mit ME10.................................................................................... 7
3.1 Referenzbeispiel .....................................................................................................................7
3.2 Grundsätzliches ......................................................................................................................8
3.3 Fenstertechnik ........................................................................................................................8
3.4 Hilfsfunktionen.....................................................................................................................10
3.4.1 Hilfsgeometrie ...............................................................................................................10
3.4.2 Linienarten.....................................................................................................................12
3.4.3 Farbauswahl ..................................................................................................................12
3.4.4 Fangbereich ...................................................................................................................12
3.4.5 Lineale und Gitter..........................................................................................................13
3.4.6 Attribute, Schichten und Numerierung........................................................................13
3.4.7 Toolbox..........................................................................................................................14
3.4.8 Zeigen.............................................................................................................................14
3.4.9 Messen ...........................................................................................................................15
3.4.10 Auswahl.......................................................................................................................15
4 Anfertigen einer Zeichnung des vordereren Gehäusedeckels .......................................... 17
4.1 Einführung............................................................................................................................17
4.2 Erstellen der Seitenansicht von links...................................................................................18
4.2.1 Vorbereitung..................................................................................................................18
4.2.2 Zeichnen der Hilfsgeometrie.........................................................................................18
4.2.3 Erstellen der Geometrie ................................................................................................20
4.3 Erstellen der Seitenansicht von rechts.................................................................................22
4.4 Erstellen der Vorderansicht .................................................................................................25
4.5 Draufsicht .............................................................................................................................30
4.6 Darstellung eines Details: X 2:1...........................................................................................34
4.7 Erstellen eines Schnittes A-A ..............................................................................................35
4.8 Erstellen der Bemaßung für den vorderen Gehäusedeckel................................................37
5 Kompletterstellung der restlichen Bauteile des Pneumatik-Spanners............................ 40
5.1 Erstellen des Zylindergehäuses............................................................................................40
5.1.1 Vorderansicht ................................................................................................................40
5.1.2 Erstellen des Zylinderflansches ....................................................................................41
5.2 Erstellen des hinteren Gehäusedeckels ...............................................................................42
5.2.1 Erstellen der Seitenansicht von links des hinteren Gehäusedeckels ..........................43
5.2.2 Erstellen der Seitenansicht von rechts des hinteren Gehäusedeckels ........................44
5.2.3 Erstellen der Vorderansicht und Draufsicht des hinteren Gehäusedeckels ...............45
5.3 Zeichnen des Kolbens..........................................................................................................46
5.4 Zeichnen der Kolbenstange .................................................................................................48
5.5 Erstellen eines Flansches .....................................................................................................49
5.6 Erstellen der Anschlußbefestigung......................................................................................49
6 Weitere Erstellungs- und Änderungsbefehle....................................................................... 50
6.1 Erstellungsbefehle unter dem 2. Menü ...............................................................................50
6.2 Spline ....................................................................................................................................51
6.3 Weitere Änderungsbefehle ..................................................................................................52
6.4 Befehle unter dem Änderungsmenü 2 ................................................................................53
7 Bemaßen .................................................................................................................................... 54
7.1 Bemaßung erstellen ..............................................................................................................54
7.1.1 Positionierung des Bemaßungstextes: .........................................................................54
7.1.2 Die einfache Bemaßung................................................................................................55
7.1.3 Kettenbemaßung...........................................................................................................56
7.1.4 Bezugsbemaßung mit kurzer oder langer Maßlinie erstellen......................................57
7.1.5 Bezugspunktbemaßung ................................................................................................59
7.1.6 Radienbemaßung ..........................................................................................................59
7.1.7 Durchmesserbemaßung................................................................................................60
7.1.8 Bogenbemaßung ...........................................................................................................60
7.1.9 Winkelbemaßung..........................................................................................................61
7.1.10 Weitere Bemaßungsbefehle unter [MENÜ 1] ...........................................................63
7.2 Bemaßungsänderung im Menüpunkt 2...............................................................................64
7.2.1 Bemaßungstextänderung..............................................................................................64
7.2.2 Linienänderung .............................................................................................................65
7.3 Befehle zum Festlegen und Ändern von Maßlinien...........................................................66
7.3.1 Gemeinsame Befehle ....................................................................................................67
7.3.2 Weitere Befehle zum Festlegen von Maßlinien...........................................................70
7.4 Bemaßungstext.....................................................................................................................73
7.4.1 Unterschiede im Bereich Bemaßungstext Setzen........................................................73
7.4.2 Unterschiede im Bereich Bemaßungstext ändern .......................................................75
7.4.3 Erklärung der gemeinsamen Optionen von Setzen und Ändern................................76
8 Weitere Bearbeitungsoperationen unter ME10................................................................... 79
8.1 Datei......................................................................................................................................79
8.1.1 Löschen von Dateien ....................................................................................................79
8.1.2 Kopieren einer Datei .....................................................................................................79
8.1.3 Befehle zum Arbeiten mit Makros ...............................................................................80
8.1.4 Verzeichnisauswahl ......................................................................................................80
8.1.5 Die weiteren Menüs unter [DATEI].............................................................................80
8.2 Text .......................................................................................................................................80
8.2.1 Texteingabe ...................................................................................................................80
8.2.2 Textänderungen.............................................................................................................82
8.2.3 Textparameter festlegen................................................................................................83
8.2.4 Drehen, Bewegen und Vervielfätigen von Texten ......................................................85
8.2.5 Hinweislinie ...................................................................................................................86
8.2.6 Restliche Befehle unter [TEXT 1] ................................................................................86
8.2.7 Textänderungsbefehle unter [TEXT 2] ........................................................................87
8.2.8 Schrifteditor...................................................................................................................87
8.3 Plotten ...................................................................................................................................88
8.4 Symbole ................................................................................................................................89
8.5 Schraffuren ...........................................................................................................................90
8.6 Info-Menü.............................................................................................................................93
8.7 Standards ..............................................................................................................................93
9 Teileliste und Baugruppen...................................................................................................... 95
9.1 Einführung............................................................................................................................95
9.2 Vorgehensweisen .................................................................................................................96
9.3 Weitere Befehle unter dem Menü [Teile]............................................................................99
10 Verdeckte Linien.................................................................................................................. 108
10.1 Einleitung..........................................................................................................................108
10.2 Einstiegsbeispiel ...............................................................................................................109
10.3 Erklärung der einzelnen Befehle......................................................................................111
10.3.1 Positionierung eines Teiles in der Gesamtzeichnung..............................................111
10.3.2 Flächen erstellen........................................................................................................111
10.3.3 Setzen Von Z-Werten ...............................................................................................112
10.3.4 Aktuellen Z-Wert festlegen.......................................................................................112
10.3.5 Abfrage von Z-Werten ..............................................................................................112
10.3.6 Ladeabstand für Z-Werte..........................................................................................113
10.3.7 Flächenfarbe..............................................................................................................113
10.3.8 Sicherheitskopie ........................................................................................................113
10.3.9 Möglichkeiten unter dem Befehl VERDCK EIN ....................................................114
10.3.10 Konfigurieren von Verdeckten Linien ...................................................................114
11 Makroprogrammierung...................................................................................................... 117
12 Schlußwort ............................................................................................................................ 121
13 Literaturliste......................................................................................................................... 123
1
1 Einleitung
Der Begriff CAD - Computer Aided Design - wurde gegen Ende der 50er Jahre im Massachusetts Institut of Technology (MIT), USA, geprägt und in den 70er Jahren als Bezeichnung
für die Rechnerunterstützung in der Konstruktion international übernommen. CAD kann man
als Schlüssel zur computergesteuerten Fertigung (CAM - Computer Aided Manufactoring)
und zur automatisierten Produktion (CIM - Computer Integrated Manufactoring) ansehen, da
in der Konstruktion die Produktdaten erzeugt und mit Hilfe von CAD den parallel- oder nachgeschalteten Bereichen bzw. rechnerunterstützten Systemen zur Verfügung gestellt werden.
Computer Integrated Manufacturing
PPS
CAD
CAQ
Konstruktion
Prüfmerkmale
Geometrie
Auftrag
? Produktionsprogrammplanung
? Auftragsveranlassung
? Auftragsabwicklung
? Auftragsüberwachung
? Material- und Teilewirtschaft
? Termin- und Kapazitätsplanung
? Kosten und Kalkulation
Zeichnungen
Stücklisten
CAP
Erstellen der Fertigungsunterlagen
? NC-Programme
Fertigungsunterlagen
Arbeitspläne
NC-Programme
Einrichteblätter
BDE
Betriebsdaten
Prüfvorschriften
Prüfprogramme
CAM
Steuerung und Überwachung der Funktionen
? Fertigen
? Handhaben
? Transportieren
? Lagern
Fertigung
Abbildung 1.1: CIM in der Fertigung
Quelle: [17]
CAD bringt viele Verbesserungen bezüglich des Zugriffs auf gespeicherte Daten, Verändern
von Zeichnungen, verkürzte Entwicklungszeiten, automatische Erstellung von Stücklisten und
NC-Programmen, Geometrieerzeugung für Finite-Elemente-Berechnungen und Simulationen.
Da CAD jedoch in der Industrie nicht immer in dem Maße genutzt wird, wie es technisch
2
möglich wäre, ist die generelle Wirtschaftlichkeit schlecht abzuschätzen. Die Ziele von CAD
sind:
? Eine Steigerung der Produktivität der Produktionsfaktoren Mensch und Maschine.
? Eine größere Flexibilität bei plötzlich auftretenden Änderungen der Konstruktion
durch den Auftraggeber.
? Eine größere Anpassungsfähigkeit in der Fertigung.
? Der Anfang einer rechnerunterstützten Produktionskette.
? Eine Steigerung der Produktqualität.
Anwendung von
CAD
in der Konstruktion
Maschinenbau
Bauwesen
Elektrotechnik
z.B.:
Stahlbau
Werkzeugbau
Vorrichtungsbau
z.B.:
Architektur
Tiefbau
Skelettbau
z.B.:
Schaltungen
Stromlaufplan
Haustechnik
Layout-Entwurf
Abbildung 1.2: CAD-Anwendungsbereiche
sonstige
z.B.:
Textil
Design
Graphik
Möbelindustrie
Quelle: [15]
Trotz steigender Marktanteile von dreidimensionalen CAD Produkten liegt die Nachfrage nach
zweidimensionalen CAD-Podukten mit etwa 70% immer noch weit über der von 3D. Gründe
sind:
? Erst heute verfügt man über die richtige Hardware zum 3D-Konstruieren.
? Die Ausbildung der Konstrukteure erfolgt überwiegend auf 2D-Systemen.
? Die Software für 3D-Systeme ist heute erst allgemein gebrauchstüchtig.
? Oft reicht eine 2D-Zeichnung aus.
Daher hier die Beschreibung eines der am weitesten verbreiteten 2D-Systeme: Hewlett Packard Precision Engineering/ME10 oder kurz ME10 (hier in der Version 7.0). Am Lehrstuhl
für Konstruktionstechnik/CAD, an dem diese Arbeit angefertigt wurde, kommt auch die
Hardware von der Firma HEWLETT-PACKARD GmbH, welche schon seit den 80er Jahren
eine führende Position im Verkauf von CAD-Systemen weltweit einnimmt. Die Betriebssoftware der vernetzbaren Workstations ist HP-UX (ein UNIX-Derivat). Für die PC-Version wird
das Microsoft Windows Betriebssystem benötigt.
3
2 Einstieg in ME10
2.1 Verwendete Nomenklatur
? Die Menüpunkte unter ME10 werden fettgedruckt in Klammern dargestellt, wie
zum Beispiel [DATEI].
? Einzelne Befehle erscheinen im Text fettgedruckt, wie zum Beispiel LINIE.
? Einzugebende Namen, Texte und Tastenkombinationen sind kursiv geschrieben,
wobei die Befehlstasten zusätzlich durch Metazeichen (< >) gekennzeichnet sind.
? Befehlsaufrufe werden mit einem Bindestrich aufgelistet, wie zum Beispiel
[TEILE]? EDITIEREN? Top.
? Befehlsfolgen werden durch einen Pfeil ( ? ) ersichtlich gemacht, wie zum Beispiel
[FARBE]? Gelb ? [LART]? Vollinie.
2.2 Zeigegeräte und Tastatur
? Die Maus:
Punkte in
gen und
Mit der Maus können Befehle auf dem Bildschirm angeklickt,
der Zeichnung festgelegt, vorhandene Geometrieelemente gefangezeichnet werden.
? Der Bildschirm: Er dient zur Darstellung der Zeichenfenster und enthält die Befehlsmenüs, siehe Abbildung 2.1.
? Die Tastatur:
Die Tastatur dient zur Eingabe von Namen, Strings, Werten und anderen Optionen sowie zum Abbrechen von Befehlen.
2.3 Starten, Speichern und Beenden
Nach Anmeldung am System kann ME10 über Terminalfenster durch Eingabe des entsprechenden Befehls oder graphisch über ein entsprechendes Menü oder Icon gestartet werden. Es
erscheint das Bildschirmbild von ME10, siehe Abbildung 2.1.
Am rechten Rand sieht man Menübereiche, die links davon mit ihren einzelnen Befehlsfeldern
abgebildet werden können. Am unteren Bildschirmrand befindet sich die Eingabezeile, deren
Eingaben über die Tastatur erfolgen. Darüber liegt die Statuszeile, aus der die Informationen
der Punkte 2-14 entnommen werden können. Die Nummern erklären die Bedeutung der einzelnen Zeichen und Angaben des Bildschirmbildes.
1. Eingabezeile
2. X-Koordinate des Cursors zum Nullpunkt.
3. Y-Koordinate des Cursors zum Nullpunkt.
4. Ein- und Ausblendung von Bemaßung, Schraffur, Text und Hilfsgeometrie.
5. Punktsymbol der eingestellten Linienart.
6. Linienart und Farbe.
7. „Trennen ein“ oder „aus“ mit der Nummer der aktuellen Schicht.
8. Fangmodus.
9. Maßstab.
4
15
16
17
18
19
20
Top
1
21
22
23
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Abbildung 1.3: Bildschirmaufbau von ME10
10. Winkeleinheit.
11. Längeneinheit bezogen auf 1 cm.
12. Z-Wert.
13. Ebene in der Teilestruktur.
14. Name des Teiles.
15. Name des Tops.
16. Darstellungsposition der Menüs, die rechts davon stehen.
17. Normteilebibliotheken der Hochschulversion.
11
12
13
14
5
18. Fensternummer.
19. Fixieren eines Menüs.
20. Bewegen des Menüfensters.
21. Anzeigeposition der Menüs, die rechts davon stehen.
22. Schließen des Menüfensters.
23. Hauptmenüs, die durchgehend angezeigt werden.
Zum Laden einer Datei muß zuerst der Befehl [DATEI], dann Dateiliste angeklickt werden.
Es erscheinen die vorhandenen Dateien. Nun klickt man den Befehl LADEN? Zchn/Teil einfach und anschließend die zu ladende Datei doppelt an. Es erscheint die Zeichnung, die unter
dem Dateinamen abgelegt wurde. Falls es sich um ein Einzelteil handelt, gibt es auch die
Möglichkeit LADEN? Einzelteil anzuwählen und das geladene Einzelteil beispielsweise in
einer Gesamtzeichnung zu positionieren.
Grundsätzlich sollte man in gewissen Zeitabständen eine Sicherungsspeicherung durchführen.
Das Betriebssystem HP-UX besitzt ein Datei-Modul, mit Hilfe dessen ein bequemer Dateizugriff und eine einfache Dateiverwaltung ermöglicht wird. Dateinamen können sich aus beliebige Zeichenfolgen zusammensetzen, dürfen aber generell keine Metazeichen ( * , . , ? , [ , ] , $ ,
< , > , @ , | ) enthalten; auch Leerzeichen (Blanks) dürfen nicht verwendet werden. Zweckmäßig sind Dateinamen, die sich aus Buchstaben, Ziffern und Unterstreichungen zusammensetzen, deren Name auf den Inhalt schließen läßt1. Zum Speichern einer Zeichnung wählt man
unter dem Menüpunkt [DATEI] den Befehl SPEICH? Alles oder SPEICH MI? Alles 2. Dann
erscheint in der Eingabezeile am unteren Bildrand die Aufforderung, den ´Name´ einzugeben.
Es ist wichtig, sowohl beim Laden, beim Speichern als auch bei der Eingabe von Texten immer Anführungsstriche3 voranzustellen; nur dann erkennt das System die Eingabe als Text.
Abschließend ist die < Eingabetaste > zu drücken.
Nachdem die Zeichnung gespeichert wurde, kann man ME10 verlassen. Dies geschieht über
das Aufrufen des Befehls [ME10 BEENDEN] und anschließende Bestätigung.
1
Das Betriebssystem HP-UX unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung. Bei der Länge der Zeichenfolge ist die Konvention des Betriebssystems zu berücksichtigen.
2
Der Befehl SPEICH MI speichert die Zeichnung im MI-Format (Model Interface Standard). Dieses Format
dient zur Übertragung an externe Systeme, andere Programme (Solid Designer) und eignet sich besonders für
Langzeitspeicherungen. MI entspricht dem editierbaren ASCII-Format, wohingegen die einfache Speicherung
ein internes Binärformat besitzt.
3
Bei der PC-Version werden vom Rechner nur die doppelten Anführungsstriche akzeptiert.
6
7
3 Beginn einer Konstruktion mit ME10
3.1 Referenzbeispiel
Das Ziel dieser Anleitung besteht darin, Grundkenntnisse im Umgang mit dem 2D-CADSystem ME10 zu vermitteln. Dies erfolgt anhand eines Referenzbeispiels, das schrittweise
aufgebaut wird.
Als Referenzbeispiel dieser Arbeit diene ein Pneumatikzylinder, der aus verschiedenen Bauteilen zusammengesetzt ist. Um ein besseres Verständnis für die einzelnen Bauteile beim Konstruieren zu erhalten, sei an dieser Stelle eine Explosionszeichnung (Abbildung 3.1) angeführt:
Hinterer Gehäusedeckel
Kolben
Wandanschluß
Kolbenstange
Flansch
Gehäuse
Vorderer Gehäusedeckel
Abbildung 3.1: Referenzbeispiel
Quelle: [10]
8
3.2 Grundsätzliches
Jeder Befehl unter ME10 sollte mit [ENDE] abgeschlossen werden. Bei Löschvorgängen
sollte mit diesen Befehlen vorsichtig gearbeitet werden, weil durch die Bestätigung [ENDE] zu
löschende Inhalte unweigerlich verloren sind. Der Befehl wird in den sich anschließenden Befehlsaufrufen nicht mehr zusätzlich aufgeführt.
Bei weiteren Fragen zu einzelnen Befehlen unter ME10 sei auf die On-Line Hilfe verwiesen.
Sie funktioniert wie folgt: Zuerst wählt man im Hauptmenü rechts den Befehl [HILFE] an,
dann klickt man den gewünschten Befehl an und erhält auf dem Bildschirm Erläuterungen
zum Inhalt und der Anwendung des Befehles. Durch Drücken der < Esc >-Taste wird die Hilfe verlassen.
Bei fehlerhaften Eingaben kann man den Befehl [ABBRUCH] wählen oder die < Esc >-Taste
drücken, um die Eingabe zu löschen. Mit dem Befehl [ZURÜCK] besteht die Möglichkeit,
ausgeführte Befehle, die noch nicht mit [ENDE] abgeschlossen wurden, wieder rückgängig zu
machen.
An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen, daß unter ME10 auch parametrisches Konstruieren möglich ist. Konstruktionsvorgänge werden über die Benutzung von Parametern schneller und einfacher. Der Aufruf erfolgt unter dem Menüpunkt [PARAM], bildet jedoch eine
gesonderte Anwendung, welche in dieser Bedienungsanleitung aufgrund des Umfanges nicht
berücksichtigt werden kann.
3.3 Fenstertechnik
Es besteht unter ME10 die Möglichkeit, mit mehreren
FENSTER
Neuzch
Neu
Einpass
Zuletzt
Bildschirmfenstern zu arbeiten (Abb. 3.2). Dies be-
Versch
Zoom
Zentr
Spei 1
Spei 2
Spei 3
Rück 1
Rück 2
Rück 3
Def 1
Def 2
Def 3
AktDF1
AktDF2
4 DF
deutet eine bessere Übersichtlichkeit. Es können unterschiedliche Ansichten gewählt oder verschiedene
Bauteile gleichzeitig dargestellt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Einzelteile und Ausschnitte einer Zeichnung detailliert zu überprüfen,
wobei die Gesamtzeichnung in einem Fenster stets
Abbildung 3.2: Fenstermenü
erhalten bleibt. In der rechten oberen Ecke des Bildschirms befindet sich die Fensternummer, die beim
aktiven
Fenster
weiß
umrahmt
wird
(Abbildung.
2.1,
Nr.
17).
Der
Befehl
[FENSTER]? AktDF2 öffnet ein weiteres Fenster. Über den Befehl 4 DF können bis zu vier
Darstellungsfenster gleichzeitig genutzt werden. Im Anschluß an den vorhergehenden Befehl
wählt man den Befehl Einpass an, um wieder die Zeichnung im Fenster 1 erscheinen zu lassen. Es bestehen folgende Möglichkeiten, ein anderes Fenster zu aktivieren:
9
Beim Arbeiten mit drei oder vier Fenstern durch An-
FENSTER
FENSTER
Neuzeich
Fenst Akt
Fenst Wähl
Einpassen
Neu
Versch
Zoom
Mitte
Dyna
Dyna
Dyna
Dyna
Norm
Norm
Norm
Norm
tippen der Fensternummer mit dem Cursor, beim Benutzen von zwei Fenstern zusätzlich noch durch Anwählen von [FENSTER]? AktDF1 oder AktDF2.
Mit Zoom, Neu oder Versch kann der Ausschnitt des
Knob
Box
aktiven Fensters ständig verändert werden.
Um die Anzahl der Arbeitsfenster wieder zu reduzie-
Speichern
Aufruf Neu
Letzter
AnzeigList
Ja
Nein
ren, löscht man Darstellungsfenster. Dies geschieht
über [DARSTFENST]? LÖSCHEN und Anklicken
des zu entfernenden Fensters oder Eingeben der
Nummer des zu löschenden Fensters über Tastatur.
TABLETT STD-WERTE
FENST WÄHL
DYNAMISCH
Fenst Akt
Fenst Wähl
Nein
Cursor
Drehknöpfe
Die ursprüngliche Größe des alten Darstellungsfensters kann man durch Anwählen von [DARSTFENST]? ÄNDERN und Anwählen der alten Fenstereckpunkte erreichen. Der schnellste Weg, um zu
einem einzigen Darstellungsfenster zu gelangen, be-
Abbildung 3.3: Fenstermenü
steht im Löschen aller Fenster und Anwählen von
AktDF 1 und Einpass. Zur bestmöglichen Ansicht
und Vergrößerung gibt es unter dem Befehl [FENSTER] (Abb. 3.3) viele Möglichkeiten.
? Neu: Vergrößert einen gewünschten Ausschnitt über einen Rahmen auf Fenstergröße.
Die Ausführung erfolgt durch Anklicken eines Eckstart- und eines Eckendpunktes.
? Zuletzt: Gibt die letzte Ansicht wieder.
? Zoom: Vergrößert oder verkleinert im Vergleich zu Neu nur einen zentralen Ausschnitt.
Hierzu kann man auch Änderungswerte über Tastatur eingeben. Zum Erreichen einer
verkleinerten Ansicht muß der Wert zwischen 0 und 1 liegen. Liegt er darüber, erhält
man eine Vergrößerung.
? Einpass: Läßt die Gesamtzeichnung auf dem Bildschirm erscheinen.
? Versch: Verschiebt den Fensterrahmen auch über den Einpaß-Rahmen hinaus.
? Neuzch: Bewirkt einen neuen Bildschirmaufbau mit der aktuellen Geometrie.
10
DARST-FENSTER
Aktuell
Auswählen
Estellen
Setzen
Ändern
Bewegen
Neuzeich
Groß
Löschen
1
2
AktDF1
AktDF2
Durch Anklicken des Menüpunktes [FENSTER] im
Auswahlfenster erscheint ein weiteres Menü zur Fensterbearbeitung (Abb.3.4).
4 DF
Abbildung 3.4: Darstellungsfenstermenü
3.4 Hilfsfunktionen
Um effektiver mit dem CAD-System ME10 konstruieren zu können, werden zahlreiche
Hilfsfunktionen zur Verfügung gestellt.
3.4.1 Hilfsgeometrie
Zuerst wird die Hilfsgeometrie angesprochen, damit man später andere Funktionen verständlicher erklären kann. Die Hilfsgeometrie kann analog zum Vorgehen bei Handzeichnungen als
unterstützende Zeichentechnik für das Zeichnen unter ME10 verstanden werden. Man kann
mit ihr annähernd alle Ausgangskonstruktionen zum späteren Erstellen einer Zeichnung herstellen. Diese können anschließend mit [ERSTELL] oder mit [ÄNDERN] entsprechend zur
ausdrucksreifen Zeichnung nachgezeichnet oder abgeändert werden. Im ersten Schritt geht
man am rechten Bildrand auf [HILFSGEO]. Es erscheint das Fenster [HILFSLINIE]
(Abb.3.5). Zur Bedeutung der einzelnen dargestellten Symbole:
2 Pkt
1.
Lotr
4.
Winkhl
7.
Tn2Bgn
10.
HILFSLINIE
H KREIS
Waagr
Senk
2.
3.
Parll
Mitsnk
5.
6.
Pkt Win TnBgPt
8.
9.
Die erste Zeile von Befehlen erzeugt Hilfslinien, ohne
daß vorher bereits erzeugte Linien vorausgesetzt werden.
1. Darstellung einer Hilfslinie durch zwei Punkte
oder einem bestimmten Winkel. Der Winkel kann
auch direkt über die Tastatur eingegeben werden.
VERSATZ
2. Erstellen einer waagerechten Hilfslinie.
Abbildung 3.5: Hilfslinienmenü
3. Zeichnen einer senkrechten Hilfslinie.
Die folgenden Zeilen setzen das Vorhandensein einer Linie bereits voraus:
4. Fällen eines Lotes.
11
5. Darstellen einer Parallelen. Der Abstand wird über die Tastatur eingegeben 4.
6. Hier wählt man eine Mittelsenkrechte zwischen zwei Punkten.
7. Erstellen von Winkelhalbierenden.
8. Erstellen eines Winkels zu einer Linie durch einen wählbaren Punkt.
9. Legen einer Tangente an einen Kreis.
10. Herstellen einer gemeinsamen Tangente für zwei Kreise.
Mit dem Befehl Versatz kann man zwei bestehende Linien parallel verschieben.
Durch das Anwählen von H_KREIS (Abbildung 3.6) kommt man in einen neuen Bereich der
Hilfsliniendarstellung. Das Erstellen von Hilfskreisen:
HILFSKREIS
H LINIE
3 Pkt
MiPtRd
Konzen
1.
2.
3.
Durchm TnPtPt
TanMit
4.
5.
6.
TnPtRd Tn3El
7.
8.
1. Erstellen eines Hilfskreises über Umfangspunkte.
2. Erzeugen eines Hilfskreises mit Hilfe der Mitte
und eines Durchmesserpunktes. Der Radius kann
über die Tastatur eingegeben werden.
3. Erstellung eines Hilfskreises direkt um oder in einem bereits vorhandenen Hilfskreis.
VERSATZ
Abbildung 3.6: Hilfskreisemenü
4. Konstruieren eines Hilfskreises über zwei Durchmesserpunkte.
5. Zeichnen eines Hilfskreises über einen Tangentenpunkt und zwei Durchmesserpunkte.
6. Erstellen eines Hilfskreises, der eine andere Linie berührt und dessen Mittelpunkt von Bedeutung ist.
7. Erzeugen eines Hilfskreises über zwei Tangentenpunkte und den Radius, wobei die Radiuseingabe über die Tastatur möglich ist.
8. Erstellen eines Hilfskreises über drei Tangentenpunkte.
4
Beim Anwählen von [HILFSGEO] sollte man beachten, daß man bei der Eingabe für den Parallel-Befehl
mehrere Zahlenwerte für entsprechende Linien in einem Vorgang eingeben kann. Gibt man also einen falschen Wert ein, muß man zuert auf [ABBRUCH] oder [ENDE] gehen und neu anwählen.
12
3.4.2 Linienarten
Mit dem Befehl [LART] (Abbildung 3.7) können so-
LINIENART
Voll
StrichL
StrZwpk
t
Punkt
StrpktS
Strpktl
Strichk
StrpktB
LA Änd
LinBrt
StftDf
3
6
StftLd
0
LB Änd
2
5
8
StftSi
wohl die Linienarten als auch die Linienbreiten in der
Zeichnung auf dem Bildschirm für die Geometrieerstellung definiert werden. Diese Linienbreitendarstellung besitzt keinen Zusammenhang zur Linienbreite
1
4
7
auf dem Ausdruck.
Abbildung 3.7: Linienartenmenü
3.4.3 Farbauswahl
Mit dem Befehl [FARBE] (Abbildung 3.8) erfolgt die
FARBE
SCHWRZ
GELB
MAGENT
WEISS
GRÜN
BLAU
ROT
CYAN
weiteren wird über die Farbwahl die Linienbreite beim
Ausdrucken definiert. Bereits farblich gekennzeichnete
Linien können mit FrbÄnd und Eingabe der Farbe
FrbÄnd
RGB
Farbfestlegung der Linien beim Konstruieren. Des
über Tastatur oder Anwählen der Farbe unter dem
TSL
Menü abgewandelt werden. Abschließend muß die zu
ändernde Linie angeklickt oder der ganze ÄnderungsAbbildung 3.8: Farbmenü
bereich erfaßt werden. GELB, GRÜN, CYAN, ROT,
WEISS, SCHWRZ, MAGENT und BLAU sind die
Grundfarben unter ME10. RGT und TSL stellen Farbmenüs mit verschiedenen Farbskalierungen dar.
3.4.4 Fangbereich
FANGEN
Alles
Schnittpkt
Element
Aus
Lin/Gitter
Scheitelpt
Mitte
Bereich
8
Unter dem Menüpunkt [FANGEN] (Abbildung 3.9)
kann man den Fangmodus ändern. Dies ist wichtig für
exakte Geometrieerstellung.
Es stehen verschiedene Fangoperationen zur Verfügung. Unter dem Befehl Bereich kann der Fangbereich des Cursors eingestellt werden. Dieser steht für
die Genauigkeit beim Fangen. Hier ist er exemplarisch
mit 8 eingestellt.
Abbildung 3.9: Fangmenü
13
3.4.5 Lineale und Gitter
Das Menü [GITTER] (Abbildung 3.10) beinhaltet
LINEAL/GITTER
Punktgitt
Lineal
Folgen Ein
Abstand
Ursprung
Drehen Abs
Isom Oben
Isom Seite
Rücksetzen
Liniengitt
Aus
Folgen Aus
Curs Gr/Kl
Bewegen
Drehen Rel
Isom Vorne
verschiedene Hilfen zum Erstellen von Zeichnungen.
So kann zur Unterstützung unter anderem ein Gitter
oder ein Lineal in die Zeichnung gelegt werden.
Setzen
Abbildung 3.10: Gittermenü
3.4.6 Attribute, Schichten und Numerierung
ATTRIBUTE
Merken
SCHICHT
Aktuell
Hinzufügen
Ändern
? Attribute:
Setzen
Unter diesem Menüpunkt (Abbildung 3.11) können
Attribute wie zum Beispiel die Farbe durch aktuelle
ersetzt werden.
<=
7
4
1
Vorig
8
5
2
Leer
9
6
3
.
,
0
Abbildung 3.11: Attributen- und
Schichtmenü
? Schichten:
Unter diesem Menüpunkt (Abbildung 3.11) besteht
die Möglichkeit, über das Anlegen von Geometrien
in Schichten (Layer) gewünschte Einzelheiten gesondert auf dem Bildschirm darzustellen, ein- oder
auszublenden. Dies geschieht im einzelnen über den Menüpunkt [ZEIGEN], siehe Abschnitt 3.3.8.
Der Befehl SCHICHT? Aktuell unter [ATT/SCH/NR] aktiviert eine Schicht durch Eingabe
der Schichtnummer5. Alle im Anschluß erstellten Geometrien werden dieser Schicht zugeordnet.
Der Befehl Hinzu unter SCHICHT vervielfältigt Elemente aus einer Schicht in eine andere, so
daß sie beiden Schichten angehören. Hierzu muß man nach dem Anwählen des Befehls die
Zielschichtnummer eingeben und anschließend die betreffenden Elemente auswählen.
5
Diese wird in der Statuszeile angezeigt (Abbildung 2.1 Nr.6).
14
Der Befehl Ändern unter SCHICHT überträgt ein Element von einer Schicht in eine andere.
Nach Anklicken des Befehles gibt man die Zielschichtnummer ein und wählt die gewünschten
Elemente aus.
Das Darstellen von Schichten funktioniert über das Menü [ZEIGEN]. Dies könnte folgendermaßen aussehen:
1. Anwählen von Alles Aus.
2. Anklicken von Schicht und Eingabe der Schichtnummer.
3. Antippen von EIN.
3.4.7 Toolbox
Über die TOOLBOX (Abbildung 3.12) können Ma-
TOOLBOX
kros in Toolboxfenster integriert und anschließend
aufgerufen werden (siehe Kapitel 10 Makroprogrammierung).
HINZU
SICHRN
UMBENEN LÖSCH
EDIT
LADEN
Abbildung 3.12: Toolboxmenü
3.4.8 Zeigen
ZEIGEN
Unter dem Menü [ZEIGEN] (Abbildung 3.13) können die Bestandteile einer Zeichnung ausgewählt wer-
Alles Ein
Alles Aus
Geometrie
Bemaßung
Scheitelpt
Info
SchichtFrb
EIN
HGeometrie
Text
Schraffur
Schicht
verdeckt werden sollen. Dieses Ausblenden hat keine
AUS
Mit den Befehlen kann man sich einen Überblick über
den, die am Bildschirm gezeigt, hervorgehoben oder
Änderung in der Geometrie zur Folge, sondern betrifft
ausschließlich die Darstellung auf dem Bildschirm.
die aktuell zu bearbeitenden Zeichnungsausschnitte
Abbildung 3.13: Zeigenmenü
verschaffen und erhält für bestimmte Bearbeitungsoperationen wichtige Vereinfachungen.
Mit ihnen kann man wahlweise unterschiedliche Zeichnungselemente ein- und ausblenden,
um eine bessere Übersicht zu erreichen oder genauer zu arbeiten. Dies geschieht über An-
15
wählen einer der Optionen: Geometrie, HGeometrie, Bemaßung, Text, Scheitelpt, Schraffur, Info, Schicht und SchichtFrb und Antippen von EIN oder AUS zur Darstellung.
3.4.9 Messen
MESSEN
Abstand
Waagerecht
Punkt
Radius
Länge
Senkrecht
Winkel
Unter dem Menüpunkt [MESSEN] (Abbildung 3.14)
besteht die Möglichkeit, Geometrien durch Ausmessen auf Ihre Richtigkeit zu überprüfen. Um nach dem
Messen wieder konstruieren zu können, muß man
zuerst den allgemeinen Abbrechbefehl, die < Esc >-
FlächAttr
Taste, drücken, da [MESSEN] ein Wiederholungsbefehl ist. Die Optionen steuern die Art der Messung.
Rechner
Abbildung 3.14: Messmenü
3.4.10 Auswahl
Der Menüpunkt AUSWAHL (Abbildung 3.15) bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, um für
Bearbeitungsbefehle eine bestimmte Geometriekomponente festzulegen. Unter dem Menüoberpunkt Wählen gibt es verschiedene Optionen:
Wählen
Und
Nicht
AUSWAHL
AUSWAHL 2
Hinzu
Ohne
Oder
Exor
BESTÄT
Alles
Box
Bem
Teil
Poly
Info
Shicht
S-Punkt Text
H-Geo
Geo
Global
BemEdit
AUSWAHL
AUSWAHL 1
Punkt
Linie
Bogen
Rundng Kreis
Spline
H-Lin
H-Kreis Vrweis
PolyEl
Schraff
Farbe
LinArt
LBreit
Abbildung 3.15: Auswahlmenüs
? Hinzu: Kennzeichnet die Elemente, auf welche der vorangehende Befehl angewendet werden soll.
? Ohne: Nachdem zuerst Alles angetippt wurde, können nun beispielsweise verschiedene
Elemente vom Befehl ausgeschlossen werden. Auch Elemente, die über Hinzu angewählt
wurden, können über Ohne wieder der Auswahl entnommen werden.
? Und: Bildet eine Schnittmenge aus den bereits gewählten Elementen und den Elementen,
die nach dem Anklicken von Und noch angetippt werden.
16
? Oder: Bildet im Vergleich zu Und die Summe der zuvor ausgewählten und der noch auszuwählenden Elemente.
? Exor: Kann zuvor gekennzeichnete Elemente wieder aus der Auswahlmenge entnehmen
und andere hinzufügen.
? Nicht: Wandelt gekennzeichnete Elemente in nicht mehr gekennzeichnete um und umgekehrt. Des weiteren schließt der Befehl die zuvor gekennzeichneten Elemente vom Befehl
aus.
Der Befehl BESTÄT unter [AUSWAHL] hat die gleiche Bedeutung wie der Befehl
[BESTÄTIGEN].
Diese oben genannten Optionen unterliegen weiteren Auswahlmöglichkeiten, wie beispielsweise Alles oder Box. Die Option Info spricht beispielsweise alle Elemente an, denen bestimmte Informationen zugeordnet wurden.
Die anwählbaren Begriffe erklären sich über ihren Wortlaut selbst. Das abschließende Beispiel
zeigt, wie man über die Auswahl allen gelbfarbenen Geometrieelementen eine rote Farbe zuordnet:
1. Auswählen der gelben Farbe unter dem Menüpunkt [FARBE].
2. Erstellen eines Rechteckes über [ERSTELL]? LINIE? Rechteck.
3. Antippen von FrbÄnd unter [FARBE].
4. Anklicken der roten Farbe.
5. Anwählen von Wählen? Hinzu unter [AUSWAHL].
6. Anklicken der gelben Farbe unter [FARBE].
7. Antippen von [BESTÄTIGEN].
17
4 Anfertigen einer Zeichnung des vordereren Gehäusedeckels
4.1 Einführung
An dieser Stelle folgt nun eine detaillierte Konstruktionsbeschreibung des vorderen Gehäusedeckels, (Abbildung 4.1) des in Abbildung 3.1 dargestellten Pneumatikzylinders.
Abbildung 4.1: Vorderer Gehäusedeckel
Für das Zeichnen am Computer müssen sehr oft Zahlenwerte eingegeben werden. Diese Eingabe erfolgt generell ohne Einheiten. In den folgenden Beispielen sind die Längenmaße immer
in Millimeter und die Winkelmaße immer in Grad angegeben.
18
4.2 Erstellen der Seitenansicht von links
4.2.1 Vorbereitung
1. Löschen
des
Bildschirminhaltes,
[TEILE]? EDITIEREN? Top
?
falls
dieser
noch
[LÖSCHEN]
?
nicht
leer
ist,
[ALLES]
mit:
?
[BESTÄTIGEN].
2. Umbennen des Teiles von ´Top´ auf ´Vorderer_Gehäusedeckel´. Dies geschieht
über Anwählen von [TEILE]? [MENÜ 2]? UMBENENNEN, Eingabe des neuen
Namens in Anführungsstrichen und die Bestätigung über die < Eingabetaste >.
Dieser Vorgang legt die Grundlage für die spätere Bearbeitung unter Kapitel 9: Teileliste und Baugruppen.
4.2.2 Zeichnen der Hilfsgeometrie
Abbildung 4.2: Hilfsgeometrie für die linke Seitenansicht
Das Erstellen der Hilfsgeometrie wie in Abbildung 4.2 erfolgt über:
1. Antippen von [HILFSGEO]? Waagr.
2. Positionieren einer horizontalen Hilfslinie in etwa der Mitte des Bildschirmfensters.
3. Anwählen von [HILFSGEO]? Senk.
4. Positionieren einer vertikalen Hilfslinie in etwa der Mitte des Bildschirmfensters.
19
5. Anklicken von [HILFSGEO]? Parll.
6. Eingabe des Abstandwertes 100.
7. Antippen der vertikalen Hilfslinie als Bezugslinie und anschließend Anklicken eines
Punktes rechts von der vertikalen Hilfslinie. Dann klickt man die horizontale Hilfslinie an und anschließend einen Punkt oberhalb von ihr.
8. Anwählen von [FENSTER]? Einpass, um das gesamte Bild zu sehen.
9. Nun legt man parallele Hilfslinien fest. Dies geschieht über Antippen von [HILFSGEO]? Parll, Eingabe der einzelnen Werte in eine parallele Richtung und Bestätigen
jedes einzelnen Wertes mit der < Eingabetaste >. Das Abschließen des Vorganges
erfolgt über das Anklicken der jeweiligen Bezugslinie und einem Punkt in paralleler
Richtung zu ihr.
? Von der linken Hilfslinie aus nach rechts. Dies geschieht in folgenden Abständen: 9; 50; 82; 91.
? Von der unteren Hilfslinie aus nach oben. Dies geschieht in den Abständen:
9; 37.5; 50; 91.
? Dieser Vorgang wird wie alle folgenden mit dem Befehl [ENDE] abgeschlossen.
20
4.2.3 Erstellen der Geometrie
ERSTELLEN 1
PUNKT
LINIE
Polygon
Senkrecht
Lotrecht
Tan 2 Bgn
Rechteck
KREIS
3 Pkte
Konzentr
BOGEN
Mitt R Win
Konzentr
Durchmesser
VERSATZ
MITTELLIN
SYM LINIE
BEZUGLINIE
TRENNFKT
TRENNEN
NACHZEICHN
2 Pkte
Waagerecht
Parallel
TanBgn&Pkt
Win & Läng
Mitt&Umf/R
Tan2&Pkt/R
Durchmesser
3 Pkte
Mitt & End
Pkt R Win
Kurvenzug
Zum Konstruieren der Geometrie verwendet
man die angeführten Erstellungsbefehle aus
Abbildung 4.3.
1. Einstellen
Abbildung 4.3: Erstellungsmenü 1
mit
[LART]? Vollinie.
2. Erstellen der Linien unter der Befehlsleiste
[ERSTELL].
? Konstruieren der Außenkontur über:
[ERSTELL]? LINIE? Rechteck und
Antippen des Start- und Endeckpunktes.
? Beendet wird die Rechteckerstellung
Ein
Elem/R-eck
LängTeilen
SPLINE
Linienfarbe
[FARBE]? Gelb und der Linienart mit
MITLIN ÄND
SYMLIN ÄND
VERSCHMELZ
MENÜ 2
der
mit dem Befehl [ENDE].
3. Anwählen von KREIS? Mitt&Umf/R zum
Erstellen von Kreisen.
? Anklicken der Kreismitte der vier äußeren Bohrungen (siehe Abbildung 4.4)
und Eingabe von Radius 3 über die Tastatur.
? Abschließen des Vorgangs mit [ENDE].
? Wiederholen des gleichen Vorgangs mit den Radien 46 und 47.5 für die Innenrundung des Zylindergehäuses mit Fase, den Radien 15 und 16 für das Durchgangsloch mit Fase und den Radien 2.5 und 3 für das Austrittsloch, wie in Abbildung 4.4 dargestellt.
4. Das Erstellen der Rundungen erfolgt über: [ERSTELLEN]? [MENÜ 2]? RUNDUNG.
? Eingabe von 8 als Rundungsradius.
? Antippen der Scheitelpunkte der Außenkontur.
21
Abbildung 4.4: Seitenansicht von links mit Hilfsgeometrie
5. Das Zeichnen der Symmetrielinien erfolgt über6:
? Erstellen paralleler Hilfslinien wie in Abbildung 4.4 mit [HILFSGEO]? Parll
(als Anhaltspunkt für Anfang und Ende der Symmetrielinien). Der Abstand zu
den Körperaußenkanten nach außen und zu den entsprechendenBohrungsmitten beträgt 5. Der Vorgang erfolgt wie unter Abschnitt 4.2.2.6 bis 87.
? Anwählen von [LART] und Anklicken der Strichpunktlinie.
? Antippen der Farbe Grün unter [FARBE].
? Anklicken von Waagerecht beziehungsweise Senkrecht unter [ERSTELL]
und konstruieren der Linen über Anwählen der Start- und Zielpunkte.
? Nachdem die Linien gezeichnet wurden, wählt man unter [LART] wieder die
Vollinie und unter [FARBE] die Linienfarbe Gelb.
6. Speichern der Zeichnung über:
? Anwählen von [DATEI]? SPEICH MI? Alles.
? Eingeben des Dateinamen ´Vorderer_Gehäusedeckel´.
6
Zuerst wird die Mittellinie für kreisförmige Elemente noch Schritt für Schritt erstellt. Für weitere Erstellungen führt der Befehl MITTELLIN diesen Vorgang aus. Entsprechend führt der Befehl SYM LINIE die Erstellung von Symmetrielinien durch.
7
Es ist hier wichtig, an den Befehl [ENDE] zu denken, da sich ansonsten die Linienart und -farbe der
Hilfsgeometrie und nicht der Geometrie ändert.
22
4.3 Erstellen der Seitenansicht von rechts
1. Um die Seitenansicht von rechts des vorderen Gehäusedeckels zu erstellen, vergrößert man das Blickfeld. Man legt eine parallele Hilfsgerade über [HILFSGEO]? Parll im Abstand 250 links neben die Zeichnung und wählt [ENDE] und [FENSTER]? Einpass an.
2. Nun kopiert man die bereits erstellte Zeichnung, um einige Arbeitsschritte zu sparen.
Dies geschieht über:
? Anwählen
von
[ÄNDERN]? ÄNDERN? Ohne
Lösch
?
BEWEGEN? Waagerecht.
? Anklicken der gewünschten Bezugspunkte, die sich später überdecken sollen.
Zuerst den Startpunkt (linke Außenkant), dann den Zielpunkt (parallele Hilfslinie im Abstand 250).
? Auswählen des zu bewegenden Elements, indem man das Suchkreuz in eine
imaginäre Ecke außerhalb des Elementes führt, die Maustaste drückt, das Element auswählt und ein zweites Mal drückt.
3. Anwählen von [FENSTER]? Neu (vgl. Abschnitt 3.2), um besser am vergrößerten
Element arbeiten zu können.
4. Löschen der nicht mehr benötigten Linien, (siehe Abbildung 3.1 und 4.5) aus dem
neuen Element über den Befehl [LÖSCHEN].
5. Ausblenden der nicht benötigten Hilfslinien über: [ZEIGEN]? HGeometrie? AUS.
6. Anwählen von [FENSTER]? Neuzch.
7. Erstellen paralleler Hilfslinien zu der Außenkontur wie in Abbildung 4.5 im Abstand
2.5; 18 und 20.5 zu den Außenkanten. Diese dienen zum Zeichnen der Wandstärke
von 2.5 in den Rundungen.
23
Abbildung 4.5: Hilfsgeometrie zur Vervollständigung der Seitenansicht von rechts
8. Erstellen weiterer Kreise über [ERSTELL]? KREIS? Mitt&Umf/R mit Radius 19
und 20 zur Darstellung des Durchgangsloches mit Führungshülse und Fase.
9. Konstruieren der Wandstärken:
? Erstellen der äußeren Wandstärke von 2,5 für die gesamte Seitenansicht von
rechts über die Befehle: [ERSTELL]? Waagerecht und Senkrecht (siehe Abbildung 4.6.a.
? Konstruieren der Rundungen wie in der Gesamtzeichnung des vorderen Gehäusedeckel unter Abbildung 4.1 und unter Abbildung 4.6.b über [MENÜ 2]? RUNDUNG mit dem Radius 5 für Außen und den Radien 3 und 6 für Innen.
Abbildung 4.6.a: Wandstärke
Abbildung 4.6.b: Rundungserstellung
? Erstellen der inneren Wandstärke von 2.5 über [HILFSGEO]? Pkt Win mit
Anwählen des Geometriemittelpunktes und Eingabe bzw. Drehauswahl des
Winkels 45°. Wiederholen des Vorganges für 135°. Anschließend erzeugt man
24
parallel dazu eine Hilfsgeometrie im Abstand 1.25. Nun zeichnet man mit
[ERSTELLEN]? LINIE? 2 Pkte die Geometrie. Um genauer arbeiten zu können, kann man die Befehlskombination von [FENSTER]? Neu und Zuletzt
verwenden.
10. Das
Entfernen
von
überflüssigen
Linienteilen
erfolgt
über:
[ZEIGEN]? Scheitelpt? EIN. Man kann Linien zwischen zwei Scheitelpunkten
über den Befehl [LÖSCHEN] entfernen. Wiederum zeigt sich hier die Befehlskombination von [FENSTER]? Neu und Zuletzt als vorteilhaft, um wirklich nur die
entscheidenden Linien zu entfernen. Um Linien nach einer beliebigen Länge zu löschen, muß man die Trennfunktion TRENNEN? Elem/R-eck unter [ERSTELL]
aufrufen und das Element und den Trennpunkt anklicken. Der Befehl
VERSCHMELZ bewirkt das Gegenteil. Die TRENNFKT kann Ein- oder Ausgeschaltet werden. Sie bewirkt, daß beim Erstellen eines neuen Elementes das bereits vorhandene von dem neuen automatisch getrennt wird. Das Ergebnis ist Abbildung 4.7.
Abbildung 4.7: Seitenansicht von rechts
11. Speichern der Zeichnung über:
? Anwählen von [DATEI]? SPEICH MI? Alles
?
OPTIONEN? Lösch Alt.
Dieser Befehl überschreibt eine bereits vorhandene Datei.
? Eingeben des Dateinamen ´Vorderer_Gehäusedeckel´.
25
4.4 Erstellen der Vorderansicht
Zum Erstellen weiterer Ansichten kann man das Arbeiten mit mehreren Fenstern benutzen.
Die Beschreibung befindet sich in Abschnitt 3.2 Fenstertechnik.
1. Anwählen von [HILFSGEO]? Parll.
2. Eingabe des Abstandes von 50.
3. Anklicken der rechten Körperkante der Seitenansicht rechts und Positionieren der
Hilfslinie rechtsseitig von ihr. Dies stellt sich als zweckmäßig heraus, da bereits vorhandene Hilfslinien genutzt werden können.
4. Antippen von [FENSTER]? Einpass.
5. Um die ausgeblendeten Hilfslinien wiederum sichtbar zu machen, wählt man den
Befehl [ZEIGEN]? HGeometrie? EIN.
6. Zu
der
zuvor
gezeichneten
vertikalen
Hilfslinie
erstellt
man
über
[HILFSGEO]? Parll entsprechende Hilfslinien im Abstand: 0.75; 7.25; 8; 11.5;
21.5; 29.5; 46.5 und 47.5.
7. Nicht benötigte Hilfslinien entfernt man mit [LÖSCHEN].
8. Zu der unteren Körperkante der Seitenansicht rechts zeichnet man nach oben eine
parallele Hilfsgeometrie im Abstand: 3.25; 30; 70 und 96.75. Das Ergebnis ist die
Hilfsgeometrie von Abbildung 4.8.
Abbildung 4.8: Hilfsgeometrie der Vorderansicht
26
9. Antippen von [ERSTELL]? LINIE? Rechteck
?
LINIE? Senkrecht
?
LINIE? Waagerecht, um nach und nach die Grundstruktur zu erstellen (siehe Abbildung 4.9).
Abbildung 4.9: Geometrie der Vorderansicht mit weiterer Hilfsgeometrie
10. Löschen der nicht mehr benötigten Hilfslinien, (siehe Abbildung 4.10).
11. Erstellen einer parallelen Hilfsgeometrie wie in Abbildung 4.10:
? Zu der untersten Körperkante der Vorderansicht zeichnet man nach oben eine
parallele Hilfsgeometrie im Abstand: 6; 12; 29.5; 35; 45.5; 65; 88 und 94.
? Ebenso erstellt man von der linken Körperkante der Vorderansicht eine parallele Hilfsgeometrie im Abstand: 9; 12.5; 20.5; 24; 28.5 und 52.5 nach rechts und
im Abstand 5 nach links.
27
Abbildung 4.10: Hilsgeometrie für Bohrung, Symmetrielinien und verdeckte Kanten
12. Erstellen des Gewindeloches mit den Radien 2.5; 3 und 6 über den Befehl [ERSTELL]? KREIS? Mitt&Umf/R8.
13. Um das Gewinde wie in Abbildung 4.11 zu konstruieren, geht man wie folgt vor:
? Anklicken von [ZEIGEN]? Scheitelpt? EIN.
? Anwählen von [FENSTER]? Neu für die passende Bearbeitungsansicht.
? Über [ERSTELL]? TRENNEN? Elem/R-eck trennt man den Kreis mit dem
Radius 3 auf und entfernt ein entsprechendes Kreiselement zur Gewindedarstellung.
? Aufrufen
des
Befehles
[ZEIGEN]? Scheitelpt? AUS
und
[FENSTER]? Neuzch.
? Mit [FARBE]? FrbÄnd? Grün und Anklicken des Kreiselementes kennzeichnet man das Gewinde farblich.
Abbildung 4.11: Gewindebohrung
8
Wenn man den Abstand der Hilfslinien nicht kennen sollte kann man diesen über [MESSEN], (Abschnitt3.4.9) in Erfahrung bringen.
28
14. Anwählen der Bearbeitungsansicht über [FENSTER].
15. Anwählen von [ERSTELL]? [MENÜ 2]? FASE, um die Fasen zu konstruieren.
Hierzu müssen die Linien zuvor durchgehend gezeichnet worden sein. Das Erstellen erfolgt über Abst Winkel und Eingabe von Abstand und Winkel der Fase, (Abbildung 4.1) mit abschließendem Anklicken der entsprechenden Linien. Der Vorgang funktioniert auch über Abst Abst , wobei die jeweiligen Abstände eingegeben
und die Linien ebenso angewählt werden müssen.
16. Zeichnen der Symmetrielinie der Vorderansicht mit Hilfe des Befehles SYM
LINIE unter [MENÜ 1]. Ändern der Symmetrielinienlänge über den Befehl
SYMLIN ÄND. Erstellen der restlichen Symmetrielinien, wie unter Abschnitt
4.2.3.5 über [FARBE] und [LART], wobei die entsprechenden Hilfslinien schon
eingezeichnet sind.
17. Erstellen der verdeckten Kanten:
? Anwählen der grünen Farbe unter [FARBE] und Auswählen der Strichlinie
unter [LART].
? Zeichnen der verdeckten Linien über [ERSTELL]? Waagerecht , wobei die
verdeckte Fase gesondert gezeichnet wird.
Abbildung 4.12: Verdeckte Fase
18. Konstruieren der verdeckten Fase wie in Abbildung 4.12:
? Man wählt den Befehl [ERSTELL]? LINIE? Win & Läng. Nun klickt man
den linken unteren Schnittpunkt der verdeckten Linie mit der Geometrielinie als
Startpunkt für die Fasenerstellung an.
29
? Eingabe des Erstellungswinkels von 45.
? Fangen der äußeren Körperkante (durch Farbänderung der Linie erkennbar)
und Abschließen des Erstellungsvorganges durch Anklicken derselben.
? Antippen des linken oberen Schnittpunktes zwischen verdeckter Linie und
Geometrielinie als Startpunkt zur Fasenerstellung.
? Wiederholen des zuvor durchgeführten Vorganges für den oberen Schnittpunkt
mit dem Winkel -45.
? Umstellen der Farbe und Linienart über [FARBE] und [LART] auf Gelb und
Vollinie.
Abbildung 4.13: Vorderansicht
19. Das Entfernen aller Hilfslinien erfolgt über die Befehlsfolge: [LÖSCHEN]
[AUSWAHL]? H-Geo? Alles ? [ENDE].
?
20. Um das ganze Bild wieder vollständig (siehe Abbildung 4.13) zu sehen, wählt man
wie bekannt [FENSTER]? Einpass.
21. Speichern der Zeichnung wie unter Abschnitt 4.3.11 als ´Vorderer_Gehäusedeckel´.
30
4.5 Draufsicht
Aus der Vorderansicht wird nun schrittweise die Draufsicht (Abbildung 4.14) auf den vorderen Gehäusedeckel erzeugt.
Abbildung 4.14: Draufsicht des vorderen Gehäusedeckels
1. Kopieren der Vorderansicht des vorderen Gehäusedeckels:
? Erstellen einer parallelen Hilfslinie zur unteren Körperkante der Vorderansicht
im Abstand 65.
? Übertragen
der
Geometrie
der
Vorderansicht
[ÄNDERN]? ÄNDERN? Ohne Lösch ? BEWEGEN Senkrecht.
über
? Anklicken der oberen Körperkante der Vorderansicht als Startpunkt und die parallele Hilfslinie im Abstand 165 senkrecht dazu als Zielpunkt.
? Auswählen des zu bewegenden Elements, indem man das Suchkreuz in eine
Ecke außerhalb des Elementes führt, die Maustaste drückt, das Element auswählt und ein zweites Mal drückt.
2. Anwählen von [FENSTER]? Einpass und Neu zur besseren Bearbeitung.
3. Löschen der überzähligen Linien aus dem neuen Element, entsprechend den Abbildungen 4.14 und 4.15, über den Befehl [LÖSCHEN]9.
9
Falls die Symmetrielinie verloren geht muß sie, wie unter Abschnitt 4.2.3.5, wieder neu erstellt werden.
31
Abbildung 4.15: Ausgangsbild zum Erstellen der Draufsicht
4. Erstellen einer parallelen Hilfslinie im Abstand 28 zu der untersten Körperkante
nach oben.
5. Zeichnen des Polygons:
? Antippen von [ERSTELL]? LINIE? Polygon
?
[FARBE]? Grün. Der Be-
fehl ermöglicht das Zeichnen von beliebigen Linienfolgen. Zeichnen eines Ausbruches wie unter Abbildung 4.16 dargestellt. Als Erstellungsorientierung dient
die zuletzt gezeichnete Hilfslinie. Der Fangwinkel kann unter dem Menüpunkt
[STANDARDS] auf 0 gesetzt werden, sollte im Anschluß jedoch wieder auf 15
eingestellt werden.
? Liegt bei der Erstellung der Endpunkt einer Linie auf einer bereits vorhandenen,
entsteht ein Scheitelpunkt (vorausgesetzt, unter [ERSTELL]? [MENÜ1] ist die
Trennfunktion Ein- geschaltet). Beim Herauslöschen von überflüssigen Linien
werden nur diese gelöscht; wenn sich jedoch Linien überkreuzen, muß vor dem
Herauslöschen wieder zuerst ein Abtrennen der Linien durchgeführt werden
mit: [ZEIGEN]? Scheitelpt? EIN
?
[ERSTELLEN]? TRENNEN? Elem/R-
eck. Man wählt die Linie und den Trennpunkt durch Anklicken aus.
? Entfernen der ausgewählten Linien mit dem Befehl [LÖSCHEN] und anschließendes Anklicken der Linien. Man schließt diesen Befehl mit [ENDE].
? Ausschalten der Scheitelpunkte über [ZEIGEN]? Scheitelpt? AUS und
[FENSTER]? Neuzch und Umstellen der Linienfarbe auf gelb.
Abbildung 4.16: Ausbruch
32
6. Erstellen
der
Hilfsgeometrie
(Abbildung
4.17)
durch
Antippen
von
[HILFSGEO]? Parll. Erstellen von Hilfslinien im Abstand: 1; 12; 15.5; 18; 20.5 und
20.75 von der unteren Körperkante nach oben und im Abstand: 14.5; 17.5; 18; 20.5;
23; 23.5 und 26.5 von der linken Körperkante nach rechts.
Abbildung 4.17: Hilfsgeometrie zur Erstellung der Draufsicht.
7. Nachzeichnen mit Geometrielinien über [ERSTELLEN]? LINIE? Waagerecht,
Senkrecht und 2 Pkte, (Abbildung 4.18).
8. Ändern der Farbe ausschließlich für die Gewindedarstellung mit dem Befehlsmenü
[FARBE].
9. Erstellen des Gewindeauslaufes über :
? Anwählen von [FENSTER]? Neu.
? Antippen [HILFSGEO]? Pkt Win. Anklicken des Punktes, durch den der
Winkel gelegt werden soll. Drehen der Linie auf 30 Grad bzw. 150 Grad. Positionieren der Hilfslinien durch abschließendes Anklicken. Die Eingabe der
Winkel kann auch über Tastatur erfolgen.
? Zeichnen des Gewindeauslaufes mit [ERSTELLEN]? LINIE? 2Pkte oder
über Win & Läng.
10. Die Fasenerstellung erfolgt über:
? Anwählen von [ERSTELLEN]? [MENÜ 2]? FASE? AbstWinkel.
? Eingabe vom Abstand: 0.5 und dem Grad des Winkels: 45.
? Anklicken der entsprechenden Linien.
? Vervollständigen der Körperkanten über [ERSTELLEN]? LINIE? Senkrecht.
11. Entfernen aller Hilfslinien (Abbildung 4.18) über die Befehlsfolge: [LÖSCHEN] ?
[AUSWAHL]? H-Geo? Alles ? [ENDE] und [FENSTER]? Neuzch.
33
Abbildung 4.18: Bohrungen im Ausbruch
12. Erstellung der Schraffur (Abbildung 4.19):
? Auswählen von SETZEN? Abstand unter [SCHRAFFUR] zur Festlegung des
Abstandes der Schraffurlinien und Eingeben des Wertes 2.5.
? Antippen von START? Auto.
? Anklicken der beiden zu schraffierenden Flächen. (Falls diese Befehlsfolge
nicht funktioniert, liegt es möglicherweise daran, daß die zu schraffierende Fläche nicht geschlossen ist, siehe Abschnitt 8.5).
13. Mittellinienerstellung (Abbildung 4.19):
? Anwählen von [HILFSGEO]? Parll und Zeichnen einer Hilfsgeometrie parallel
zur linken Körperkante im Abstand -2; 20.5 und 22.5 nach rechts. Des weiteren
konstruiert man eine parallele Hilfsgeometrie zur Unterkante im Abstand -2; 18
und 24 nach oben.
? Erstellen der Symmetrielinie über [LART] und[FARBE] oder mit SYM LINIE unter [ERSTELL], wobei die Längen der Symmetrielinien noch über
SYMLIN ÄND zu verändern sind.
? Löschen der Hilfsgeometrie über [LÖSCHEN]
?
[AUSWAHL]? H-
Geo? Alles und [Fenster]? Einpass.
Abbildung 4.19: Endbild des Ausbruches
14. Speichern der Zeichnung wie unter Abschnitt 4.3.11 als ´Vorderer_Gehäusedeckel´.
34
4.6 Darstellung eines Details: X 2:1
Wie in Abbildung 4.1 dargestellt, muß noch ein Detail (Abbildung 4.20) in verändertem Maßstab aus der Zeichnung herausgezogen werden. Dazu kann man wie folgt vorgehen:
Abbildung 4.20: Detail der Draufsicht
1. Erstellen einer senkrechten Hilfslinie durch den Mittelpunkt der Seitenansicht links
und einer waagerechten Hilfslinie durch die Mitte der zuletzt erstellten Draufsicht.
2. Erstellen des Details über:
? Anwählen von [TEILE]? ERSTELLEN? Detail.
? Eingeben des Vergrößerungsfaktors 2.
? Sinnvollerweise geht man hier zum Ausschneiden und späteren Positionieren
auf [FENSTER]? Neu, um besser daran arbeiten zu können.
? Antippen eines Eckstart- und eines Eckendpunktes zur Erfassung, siehe Abbildung 4.20.
? Anklicken der Mitte als Startpunkt für die Verschiebung.
? Positionieren des Details an dem Schnittpunkt der Hilfslinien.
3. Integrieren des Details in die Zeichnung des vorderer Gehäusedeckels über:
? Anwählen von ET INTEGR unter [TEILE].
? Erfassen des magentafarbenen Details mit einem Rahmen.
4. Löschen nicht benötigter Linien über [LÖSCHEN] falls vorhanden.
5. Zeichnen der Ausbruchlinie über [ERSTELL]? LINIE? Polygon, wie unter 4.5.5.
6. Speichern der Zeichnung wie unter 4.3.11 als ´Vorderer_Gehäusedeckel´.
35
4.7 Erstellen eines Schnittes A-A
Der in Abbildung 4.21 gezeigte Schnitt wird mit den nachfolgenden Befehlen erzeugt:
Abbildung 4.21: Schnitt A-A der Seitenansicht von rechts
1. Erstellen einer senkrechten Hilslinie duch die linke Körperkante der Seitenansicht
rechts.
2. Anwählen von [TEILE]? ERSTELLEN? Detail.
3. Eingabe des Vergrößerungsfaktors 1.
4. Auswählen eines entsprechenden Auschnittes aus der Draufsicht über einen Rahmen.
5. Positionieren des Details.
6. Übernehmen in das aktuelle Teil mit ET INTEGR.
7. Festlegen einer neuen Position, ausgerichtet an der senkrechten Hilfslinie über das
Menü [ÄNDERN] :
? Anwählen von ÄNDERN? Mit Lösch ? BEWEGEN? Waagerecht.
? Anklicken der gewünschten Bezugspunkte, die sich später überdecken sollen.
Zuerst den Startpunkt, dann den Zielpunkt.
? Auswählen des zu bewegenden Elementes über einen Rahmen.
8. Löschen der überzähligen Geometrie- und Hilfslinien aus dem neuen Element (Abbildung 4.22) über den Befehl [LÖSCHEN]. Hierzu kann der Befehl
[ERSTELL]? TRENNEN? Elem/R-eck benutzt werden, um anschließend keine
gelöschten Linien neu zeichnen zu müssen.
36
Abbildung 4.22: Ausgangsgeometriebild zur Erstellung von Schnitt A-A
9. Erstellen der Hilfsgeometrie (Abbildung 4.23) über [HILFSGEO]? Parll:
? im Abstand: 13.5; 53.5; 55.5 und 57.5 von der linken Körperkante nach rechts
und im Abstand: 6; 8 und 10 nach links.
? im Abstand: 2.5; 18; 30; 35; 46; 50 und 54 von der untersten Körperkante nach
oben.
Abbildung 4.23: Hilfsgeometrie zum Schnitt A-A
10. Fehlende Linien können nun mit [ERSTELLEN]? LINIE? Waagerecht und
Senkrecht verlängert oder neu erstellt werden.
11. Über [LÖSCHEN] können weitere überzählig gwordene Linien entfernt werden,
wie beispielsweise die Fasenkante, eventuell Trennfunktion nochmals benutzen.
12. Wenn möglich, sollte man die vorhandenen Symmetrielinie über SYMLIN ÄND
unter [ERSTELL] verlängern. Ansonsten muß man nach dem Löschen der Symmetrielinie eine neue, längere erstellen. Dies erfolgt über: [LART]? Strichpunktlinie ? [FARBE]? Grün und [ERSTELLEN]? Waagerecht erstellen.
37
13. Um die Querlinien zur Andeutung der Symmetrie zu konstruieren, wählt man
[LART]? Voll.
Anschließend
stellt
man
wieder
die
gelbe
Farbe
über
[FARBE]? Gelb ein.
14. Das Konstruieren der Fase an der linken Körperkante funktioniert wie unter Abschnitt 4.4.15 ausgeführt, lediglich mit dem Abstand 1.
15. Die Erstellung der Schraffur erfolgt wie unter Abschnitt 4.5.12.
16. Löschen der Hilfsgeometrie wie unter Abschnitt 4.5.1110.
17. Speichern der Zeichnung wie unter Abschnitt 4.3.11.
4.8 Erstellen der Bemaßung für den vorderen Gehäusedeckel
Die Bemaßung erfolgt über das Menü [BEMASSEN]. Um Schnittpunkte besser fangen zu
können, kann man unter [ZEIGEN]? Scheitelpt? EIN anwählen. Falls noch kein Scheitelpunkt vorhanden ist, kann man diesen über TRENNEN? Elem/R-eck unter [ERSTELL]
erzeugen.
1. Zuerst wird die einfache waagerechte Bemaßung an allen Teilen erstellt:
? Antippen von [BEM ERSTEL].
? Anwählen von EINFACH und Waagerecht.
? Anklicken des Anfangs- und Endpunktes der Bemaßung.
? Positionieren der Maßzahl.
2. Entsprechend führt man die einfache, senkrechte Bemaßung durch. Es wird nur
EINFACH und Senkrecht für den vorstehenden Punkt 1 eingegeben.
3. Für parallele Bemaßungen wählt man für den Punkt 1: EINFACH und Parallel.
4. Die Radienbemaßung erfolgt über:
? Antippen von RADIUS.
? Anwählen des Kreises, Bogens oder der Rundung.
? Positionieren des Bemaßungstextes.
5. Die Winkelbemaßung erfolgt über:
? Antippen von WINKEL? Direkt.
? Anwählen der Linien im Gegenuhrzeigersinn, siehe Abschnitt 7.1.8.
10
Wenn man die Hilfslinien nicht löschen möchte, besteht auch die Möglichkeit, diese über [ZEIGEN]
HGeometrie AUS auszublenden; siehe Abschnitt 3.4.8.
38
? Positionierung der Maßzahl.
6. Die Fasenbemaßung kann über den Befehl FASE geschehen, erfolgt jedoch meistens über:
? Antippen von EINFACH? Waagerecht oder Senkrecht.
? Anwählen von POSTFIX NEU.
? Eingabe von ´x45°´.
? Erstes und zweites Element anwählen.
? Bemaßungstext positionieren.
7. Erstellung einer Bezugsbemaßung am Beispiel des Details X:
? Antippen von MASSL LANG? Waagerecht.
? Anwählen von POSTFIX ALT11.
? Anklicken der ersten und zweiten Linie, wobei man mit der linken Linie beginnt.
? Antippen der Folgelinien.
? Beenden des Vorgangs durch [ENDE].
8. Bemaßung des Ausschnittes:
? Anwählen von MASSL KURZ? Senkrecht ? PRÄFIX NEU.
? Eingeben von ´< Alt > O´. Diese Tastenkombination erstellt das Durchmesserzeichen.
? Anklicken der Mittellinie und der Ziellinie.
? Positionieren der Maßzahl.
? Anwählen von TEXT EDIT unter TEXTE ÄND.
? Anklicken einer gewünschten Maßzahl.
? Abändern der Maßzahl entsprechend der Zeichnung wie Abbildung 4.1.
9. Speichern der Zeichnung wie unter Abschnitt 4.3.11 als ´Vorderer_Gehäusedeckel´.
11
Mit POSTFIX ALT kann auf den zuvor verwendeten Text zurückgegriffen werden.
39
40
5 Kompletterstellung der restlichen Bauteile des PneumatikSpanners
In diesem Kapitel soll der Pneumatik-Spanner unter Arbeitsanleitung vollständig gezeichnet
werden. Hierzu werden jedoch nur bisher nicht behandelte Befehle ausführlicher angesprochen. Das Zeichnen erfolgt über Arbeitsanleitung, d.h. es werden Zeichnungen vorgegeben,
die das Konstruieren unterstützen. Des weiteren werden die Erstellungsanweisungen erheblich
gekürzt, da diese als bekannt vorausgesetzt werden. An dieser Stelle sei daran erinnert, daß alle
Teile für das Erstellen einer Teileliste in Kapitel 9 umbenannt werden sollen. Das Umbenennen
des Teiles von ´Top´ auf den ´Teilenamen´ geschieht über Anwählen von [TEILE]? [MENÜ
2]? UMBENENNEN und Eingabe des neuen Namens in Anführungsstrichen. Dieser Vorgang sollte beim Beginnen eines jeden Neuen Teiles als Erstes durchgeführt werden.
5.1 Erstellen des Zylindergehäuses
Als erstes wird das Zylindergehäuse wie in Abbildung 5.1 konstruiert.
Abbildung 5.1: Vorderansicht und Seitenansicht von links des Zylindergehäuses
5.1.1 Vorderansicht
Der Aufruf für das Erstellen erfolgt über:
1. Zeichnen der Hilfsgeometrie für genau die Hälfte des Gehäuses über [HILFSGEO].
2. Nachzeichnen der Geometrie des Gehäuses und der Bohrungen über [ERSTELL]
?
[LART] ? [FARBE] (Abbildung 5.2).
41
Abbildung 5.2: Draufsicht vor dem waagerechten Spiegeln
3. Spiegeln
der
Geometrie
mit
[ÄNDERN]? Ohne
Lösch
?
SPIEGELN? Waagerecht.
4. Antippen eines Punktes auf der Spiegelachse.
5. Auswählen des zu spiegelnden Elementes.
5.1.2 Erstellen des Zylinderflansches
An dieser Stelle soll das Erstellen einer der folgenden geometrischen Komponenten besprochen werden.
Der Befehl BOGEN besitzt mehrere Optionen:
? 3Pkte: Anklicken der Punkte, zwischen denen die Bogenöffnung liegen soll; anschließend den Bogenumfangspunkt anwählen.
? Mitt & End: Anwählen des Mittelpunktes und Anklicken des Bogenöffnungspunktes,
welcher der Startpunkt für das Bogenerstellen im Gegenuhrzeigersinn ist.
? Mitt R Win: Antippen des Bogenmittelpunktes. Anwählen eines Umfangpunktes. Anklicken des Startpunktes und des Endpunktes im Gegenuhrzeigersinn.
Der Aufruf für das Erstellen erfolgt über:
1. Zeichnen der Hilfsgeometrie für ein Viertel des Flansches, (siehe Abbildung 5.3)
über [HILFSGEO].
2. Nachzeichnen der Geometrie des Flansches. Erstellen der Rundung. Zeichnen des
Bogens über [ERSTELL]? LINIE ? BOGEN? 3Pkte (Abbildung 5.3).
42
Abbildung 5.3: Seitenansicht von links vor dem Mehrfachspiegeln
3. Spiegeln
der
Geometrie
mit
[ÄNDERN]? Ohne
SPIEGELN? Waagerecht ? SPIEGELN? Senkrecht12.
Lösch
?
4. Antippen eines Punktes auf der Spiegelachse.
5. Auswählen des zu spiegelnden Elementes.
6. Erstellen der Mittellinie über [FARBE] ? [LART] und [ERSTELL].
7. Speichern der Zeichnungsdaten als ´Zylindergehäuse´.
5.2 Erstellen des hinteren Gehäusedeckels
Unter diesem Erstellungspunkt geht es darum, zu sehen, wie man mit bereits erstellten Teilen
auf einfache Art und Weise ein Einzelteil konstruieren, dieses in eine andere Zeichnung einladen und dort gegebenenfalls verändern kann. Da die Rückansicht des hinteren Gehäusedekkels (Abbildung 5.4) genauso wie der vordere Gehäusedeckel (Abbildung 4.1) konstruiert
wird, bietet es sich hier an, dieses Teil als Einzelteil aus einer bereits bestehenden Datei in die
neue Zeichnung zu laden.
12
Das selbe Ergebnis erreicht man auch über [ÄNDERN] Ohne Lösch ? DREHEN Mitte. Anklicken des
Mittelpunktes. Eingabe des Winkels 90°. Auswählen des Elementes. Eingabe des Winkels von 90°. Der
Vorteil hierbei: man kann die Mittellinie direkt miterstellen.
43
Abbildung 5.4: Hinterer Gehäusedeckel
5.2.1 Erstellen der Seitenansicht von links des hinteren Gehäusedeckels
1. Laden der Zeichnung des vorderen Gehäusedeckels.
2. Anwählen von [TEILE] für die Arbeitsschritte 3 und 4.
3. Aktivieren des zu kopierenden Teiles über EDITIEREN? Teil und Antippen eines
Geometrieelementes des vorderen Gehäusedeckels.
4. Zur Einzelteilerzeugung:
? Anwählen von ERSTELLEN? Einzelteil.
? Eingabe des ´Teilenamens´, ´Einzelteil_1´.
? Auswählen des entsprechenden Einzelteiles.
? Bestätigen mit [ENDE].
44
5. Abspeichern des Einzelteiles mit [DATEI]? SPEICHERN? Teil, Eingabe des
´Teilenamens´ (´Einzeltei_1´) der zu speichernden Datei und Eingabe des
´Sicherungsdateinamens´ z.B. ´Hinterer_Gehäusedeckel_Bild_1´.
6. Löschen
des
[LÖSCHEN] ?
Bildschirminhaltes
mit:
[TEILE]? EDITIEREN? Top
?
[ALLES] und [BESTÄTIGEN], um eine neue Zeichnung zu be-
ginnen.
7. Antippen von [TEILE]? TL EDITOR und umbenennen der Teileliste über
[MENÜE 2]? UMBENENNEN. Eingabe des Teilenamens z.B. ´Hinterer_Gehäusedeckel´, zum Erstellen eines neuen Teiles.
8. Anwählen von [DATEI]? LADEN? Zchn/Einzelteil.
9. Eingabe des Sicherungsdateinamens (´Hinterer_Gehäusedeckel_Bild_1´), zum
Einladen der bereits erstellten Einzelteilzeichnung.
10. Positionierung des Teiles und Anklicken des Befehls: [FENSTER]? Einpass, um
das Teil auf dem Bildschirm richtig zu erfassen.
11. Aktivieren des Teiles über [TEILE]? EDITIEREN? Teil und Anwählen des Einzelteiles.
12. Verändern des Teiles entsprechend der Abbildung 5.4.
5.2.2 Erstellen der Seitenansicht von rechts des hinteren Gehäusedeckels
1. Antippen von [HILFSGEO]? Parll und Erstellen von zwei Hilfslinien im Abstand
50 und 250 von der linken Außenkante der bereits erstellten linken Seitenansicht
nach links.
2. Anwählen von [FENSTER]? Einpass.
3. Anklicken von [ÄNDERN]? Ohne Lösch und BEWEGEN? Waagerecht.
4. Antippen der Verschiebung in Bewegungsrichtung und Auswählen des Elementes.
5. Löschen von überflüssigen Linien mit [LÖSCHEN].
6. Anlegen der Neuen Hilfsgeometrie über [HILFSGEO].
7. Zeichnen der Geometrie mit [ERSTELLEN].
45
8. Sichern der bereits erstellten Geometrie mit [SPEICHERN]? Alles und Eingabe des
´Dateinamens´ ( z.B. ´Hinterer_Gehäusedeckel´).
5.2.3 Erstellen der Vorderansicht und Draufsicht des hinteren Gehäusedeckels
1. Löschen des Bildschirminhaltes mit [TEILE]? EDITIEREN? Top
SCHEN] ? [ALLES] und [BESTÄTIGEN].
?
[LÖ-
2. Einladen der Zeichnung ´Vorderer_Gehäusedeckel´.
3. Erstellen eines Einzelteiles, wie unter Abschnitt 5.2.1. Erfassen von zwei Teilen bei
der
Rahmenauswahl
(Einzelteilname:
´Einzelteil_2´,
Sicherungsdateinamen:
´Hinterer_Gehäusedeckel_Bild_2´).
4. Nach dem Abspeichern der Datei des Einzelteiles, wie unter 5.2.1, erneutes Laden
der Datei des hinteren Gehäusedeckels (´Hinterer_Gehäusedeckel´).
5. Aktivieren der Geometrie über [TEILE].
6. Durchführung der Schritte 8. bis 10. wie unter Abschnitt 5.2.113.
7. Anwählen von [TEILE]? ET INTEGR.
8. Erfassen des Einzelteiles mit einem Rahmen.
9. Positionieren des Einzelteiles in der Gesamtzeichnung.
10. Abändern der Zeichnung gemäß Abbildung 5.4.
11. Speichern der Zeichnung als ´Hinterer_Gehäusedeckel´.
13
Um auf dem Bildschirm mehr Platz zur Positionierung zu erhalten, kann man unter [FENSTER] Zoom
einen positiven Faktor kleiner als 1 eingeben.
46
5.3 Zeichnen des Kolbens
Die Kolbengeometrie (Abbildung 5.5) soll im folgenden durch Tastatureingabe erstellt werden.
Abbildung 5.5: Kolben
Dazu geht man folgendermaßen vor:
1. Man legt eine senkrechte und eine waagerechte Hilfsgeometrielinie.
2. Unter dem Menü [GITTER] wählt man die Befehle Ursprung und Bewegen und
klickt den Schnittpunkt der Hilfsgeometrielinie an.
3. Nun kann man den Befehl Lineal aufrufen und mit dem Konstruieren beginnen.
Bei der Eingabe der Werte über Tastatur ist vorab folgendes zu sagen: Die erste Zahl der
Eingabe stellt, ausgehend von dem ersten Punkt, die Entfernung zum Endpunkt der zu erstellenden Linie in waagerechter Richtung dar (x-Wert). Die zweite einzugebende Zahl legt
entsprechend die Entfernung vom Ausgangspunkt zum Endpunkt in senkrechter Richtung
fest (y-Wert).
47
Der Konstruktionsaufruf erfolgt über:
1. Antippen von [ERSTELL]? LINIE? Polygon.
2. Anklicken des Linealmittelpunktes.
3. Eingabe der Werte aus Abbildung 5.6, wobei jeder Wert einzeln eingegeben werden
muß.
Nr.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
X-Wert
0
6
0
-6
0
3
0
3
0
4
0
3
Y-Wert
20
0
20
0
7.5
0
-2
0
2
0
-2
0
Nr.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.
X-Wert
0
6
0
2
0
3
0
-5
0
5
0
Y-Wert
2
0
-2
0
2
0
-7.5
0
-23.5
0
-16.5
Abbildung 5.6: Zahlenwerte für die Tastatureingabe
Abbildung 5.7: Ergebnis der Koordinatenerstellung
4. Erstellen der Rundungen und der Schraffur wie in Abbildung 5.8.
48
Abbildung 5.8: Geometrie vor dem waagerechten Spiegeln
5. Spiegeln des Bauteiles zur Vervollständigung.
6. Ergänzen der fehlenden Linien und Bemaßung.
7. Speichern der Zeichnung unter dem Namen ´Kolben´.
5.4 Zeichnen der Kolbenstange
Es soll eine Kolbenstange konstruiert werden (siehe Abbildung 5.9), wobei sich auch hier die
Spiegelbefehle anbieten. Das Symbol für die Kegelverjüngung muß (nach [9]) unter ME10
erstellt werden.
Abbildung 5.9: Kolbenstange
49
Speichern der Kolbenstange als ´Kolbenstange´.
5.5 Erstellen eines Flansches
Konstruieren eines Flansches gemäß der Abbildung 5.10.
Abbildung 5.10: Flansch
Speichern des Flansches unter ´Flansch´.
5.6 Erstellen der Anschlußbefestigung
Konstruieren einer Anschlußbefestigung gemäß Abbildung 5.11.
Abbildung 5.11: Anschlußbefestigung
50
Speichern der Zeichnung als ´Anschlußbefestigung´.
6 Weitere Erstellungs- und Änderungsbefehle
Unter den beiden weiteren Erstellungs-Menüs (Abbildung 6.1) befinden sich weitere Befehle
zur Konstruktion von Geometrieelementen. Es folgt eine Auflistung der Befehlspunkte mit
ihrer Bedeutung. Es wird jedoch nur auf häufig gebrauchte Befehle näher eingegangen, es sei
denn, daß sie sich bereits über den Wortlaut erklären.
ERSTELLEN 2
ÄQUIDIST
RUNDUNG
RUNDG ÄND
FASE
Abst Abst
Eckpunkt
ECKE
KONVERT
Linien
SPL TEILEN
POLYELEM
ELLIPSE
Mitt Win R
2 Bren&Pkt
2 Pkte
AbstWinkel
Mit Lösch
Ohne Lösch
Bgn&Linien
Erstellen
Zerlegen
2Spkte&Pkt
Mitt &Pkte
BrWinExAch
HYPERBEL
MitTanBren
MitBrenEnd
PARABEL
BrRichtEnd
MENÜ 1
MitBrenpkt
SPLINE
SPLINE
INTPOL SPL
OPTIONEN
Offen
Anfügen
STÜTZ SPL
OPTIONEN
Offen
PKT ÄND
IPKT ÄND
OPTIONEN
Grad
Geschloss
Tangente
Grad
Geschloss
Position
Tangente
SPEKT ÄND
IPKT LÖSCH
SPKT LÖSCH
TANG LÖSCH
IPKT HINZU
SPKT HINZU
TANG HINZU
STÜTZPOLYG
Zeigen Ein
Zeigen Aus
Ein
Aus
MENÜ 2
STUTZEN
MENÜ 1
Abbildung 6.1: Erstellungsmenüs 2 und 3
6.1 Erstellungsbefehle unter dem 2. Menü
? ÄQUIDIST: Erstellt eine äquivalente Geometrie in wählbarem Abstand parallel innerhalb
oder außerhalb einer vorzugebenden Kontur (siehe Abbildung 6.2).
Abbildung 6.2: Äquidistante Geometrieerstellung
51
? KONVERT: Wandelt Splines in Bögen oder Linien um, wobei sich Anfangs- und Endpunkte verschieben können.
? SPL TEILEN: Teilt Splines in Elemente gleicher Länge auf.
? POLYELEM: Definiert eine bereits vorhandene Geometriestruktur in ein Vielelement um,
das hierauf nur noch als ein einziges Element gilt.
? ELLIPSE: Generiert eine Ellipse.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Anklicken von ELLIPSE.
2. Anwählen von Mitt &Pkte als Standardellipse in der Konstruktion.
3. Antippen des Mittelpunktes und anschließend Auswählen von zwei Punkten für die
Außenkontur.
? HYPERBEL und PARABEL: Konstruieren entsprechende Geometrien.
6.2 Spline
? INTPOL SPL: Konstruiert eine Spline Kurve, wobei diese durch Stützpunkte verläuft, die
der Zeichner festlegt.
? Grad: Definiert den Rang eines Splines, wobei die Kurve durch steigende Werte geglättet wird (Standard: 4).
? Offen: Erstellt einen offenen Spline.
? Geschloss: Erzeugt entsprechend einen geschlossenen Spline.
? Anfügen: Legt Spline an bereits erstellte Geometrien.
? Tangente: Konstruiert einen Spline entlang bereits vorhandener Tangenten.
? STÜTZ SPL: Richtet die Splines nach Stützpunkten aus, geht aber nicht durch diese durch.
Die einzelnen Befehle entsprechen denen unter INTPOL SPL.
? PKT ÄND: Ändert die Spline-Kurven.
? IPKT ÄND: Ändert den Interpolationspunkt einer Spline-Kurve.
? SPKT ÄND: Ändert den Stützpunkt einer Spline-Kurve.
52
? STÜTZPOLYG: Zeigt die direkte Verbindung zwischen den Stützpunkten des Splines.
? STUTZEN: Zeigt das Trennen von Splines, wichtig für Dehnfunktionen.
6.3 Weitere Änderungsbefehle
Weitere Befehle zur Geometrieänderung befinden sich unter Abbildung 6.3.
ÄNDERN 1
ÄNDERN
Mit Lösch
Ohne Lösch
BEWEGEN
Waagerecht
Mehrfach
DREHEN
2 Pkte
Senkrecht
SPIEGELN
Waagerecht
Mitte
MASSTAB
Mitte
2 Pkte
2 Pkte
Senkrecht
ÄNDERN 2
BEREINIGEN
Stutz eins
OPTIONEN
KONTUR
Stutz zwei
Mitte raus
Folge
ENTFERN
Doppelt
Punkte
Überlagert
Mitte
2 Pkte
ÄHNLICH
FORMÄNDERN
DEHNEN
Waagerecht
Mit Lösch
Ohne Lösch
Senkrecht
ISOMETRIE
MENÜ 2
MENÜ 1
Abbildung 6.3: Änderungsmenüs 1 und 2
? MASSTAB: Verändert den Maßstab eines Bauteiles zu einem festen Punkt.
? ÄHNLICH: Produziert ein entsprechendes Bauteil zu einem Original. Beide differieren nur
in Lage und Größe.
? FORMÄNDERN: Verändert über drei Punkte die Form von Elementen.
? DEHNEN: Verlängert oder schrumpft Bauelemente.
? ISOMETRIE: Unter diesem Befehl besteht die Möglichkeit, in beschränktem Maße eine
2D-Zeichnung mit Seitenansichten zu einem Körper zusammenzufügen, wobei dieser Vorgang unter ME10 noch wenig ausgereift ist. Für die Vorgehensweise sei auf die On-LineHilfe verwiesen.
53
6.4 Befehle unter dem Änderungsmenü 2
? BEREINIGEN: Dieser Befehl entfernt Geometrien, welche zwischen zwei Elementen liegen. Sich schneidende Elemente können bis zum Schnittpunkt verlängert oder gekürzt werden.
? KONTUR: Stutzt über Rahmenauswahl Elemente so, daß nur geschlossene Konturen übrig bleiben.
? ENTFERN: Entfernt zum Beispiel überlagert gezeichnete Linien.
54
7 Bemaßen
BEMASSEN
BEM ERSTEL
BEM ÄNDERN
LINIEN ÄND
TEXTE ÄND
LINIEN SET
TEXTE SET
EINFACH
MASSL LANG
KETTENMASS MASSL KURZ
MASSL KOOR
MASSLRICHT
Parallel
Waagerecht
Senkrecht
Lotrecht
Parall Zu
BEM AUTO
BEM MANUEL
RADIUS
M MitLin
O MittLin
DURCHMESSR M DmessLin
O DmessLin
BOGEN
WINKEL
Direkt
Entgegengs
AnliegendAnliegend+
FASE
PRÄFIX NEU
PRÄFIX ALT
POSTFIX NEU POSTFIX ALT
TOL NEU
Plus/Minus
Ober/Unter
Grenzwert
TOL ALT
Um von ME10 beim Bemaßen Unterstützung
zu erhalten, wählt man die On-Line Hilfe und
gibt ´Dimension´ ein.
7.1 Bemaßung erstellen
Die Bemaßungserstellung erfolgt über die
Befehle aus Abbildung 7.1.
Abbildung 7.1: Menü für das Erstellen
einer Bemaßung
7.1.1 Positionierung des Bemaßungstextes:
Die Positionierung des Bemaßungstextes kann manuell oder automatisch erfolgen. Die Auswahlmöglichkeit zwischen BEM AUTO und BEM MANUEL besteht nur unter folgenden
Optionen: KETTENMASS, MASSL LANG, MASSL KURZ und MASSL KOOR. Die
Computereinstellung ist auf automatisch geschaltet, d.h., nach der ersten frei möglichen Positionierung erfolgt eine automatische Festlegung der Folgebemaßungen.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen einer der vier oben genannten Optionen.
2. Anwählen von BEM MANUEL.
3. Bemaßung erstellen.
55
7.1.2 Die einfache Bemaßung
An folgendem Beispiel (Abbildung 7.2) sollen die wichtigsten Bemaßungsbefehle illustriert
werden.
Abbildung 7.2: Einfache Bemaßungsarten
Der Befehl EINFACH erweist sich als die wichtigste Bemaßungsoperation. Sie besitzt fünf
Optionen unter MASSLRICHT: Parallel, Waagerecht, Senkrecht, Lotrecht, Parallel Zu.
? Parallel: Erstellt eine Bemaßung parallel zu zwei gewählten Punkten. Hierbei kann auch
der Winkel der Maßhilfslinien durch Eingabe (-60 bis 60) frei gewählt werden (Standardwert: 0).
? Waagerecht: Erstellt eine Bemaßung in horizontaler Richtung.
? Senkrecht: Erstellt eine Bemaßung in vertikaler Richtung.
? Lotrecht: Erstellt eine Bemaßung senkrecht zu einer vorher anzuwählenden Bezugslinie.
? Parall Zu: Erstellt eine Bemaßung parallel zu einer vorher anzuwählenden Bezugslinie.
Der Aufruf des Bemaßungsbefehls mit den Optionen Parallel, Waagerecht und Senkrecht erfolgt über:
1. Antippen von MASSLRICHT? Parallel.
2. Anklicken der Punkte, zu denen die Bemaßung ausgerichtet sein soll.
3. Positionierungspunkt für den Bemaßungstext anwählen.
Der Aufruf des Bemaßungsbefehls mit den Optionen Lotrecht und Parall Zu erfolgt über:
1. Antippen von MASSLRICHT? Lotrecht oder Parall Zu.
56
2. Auswählen der gewünschten Bezugslinie.
3. Anklicken der Punkte, zu denen die Bemaßung ausgerichtet werden soll.
4. Positionierungspunkt für Bemaßungstext anwählen.
7.1.3 Kettenbemaßung
Für den Befehl KETTENMASS gelten die gleichen fünf Optionen, wie zuvor: Parallel, Waagerecht, Senkrecht, Lotrecht und Parall Zu (Abbildung7.3). Mit Ihnen wird die erste Bemaßungsposition durch den Anwender festgelegt. Die anschließend folgenden Bemaßungen befinden sich auf der gleichen Bemaßungslinie aneinandergereiht14.
Abbildung 7.3: Kettenbemaßungsarten
Aufgerufen wird die Bemaßungserstellung über:
1. Antippen von KETTENMASS? MASSLRICHT und eine der fünf Optionen.
2. Antippen der vorgesehenen Bezugslinien.
3. Positionierung des Bemaßungstextes.
4. Fortführung der Kettenbemaßung durch Anwählen der Bezugslinie.
14
Mit ZURÜCK kann man falsche Mehrfachbemaßungen rückgängig machen.
57
7.1.4 Bezugsbemaßung mit kurzer oder langer Maßlinie erstellen
Der Vorteil der Bemaßung mit MASS LANG oder MASSL KURZ oder auch MASSL
KOOR besteht darin, daß Elemente und Bohrungen über einen gemeinsamen Bezugspunkt
bemaßt werden und somit innerhalb eines Teiles fest definiert sind. Dies erweist sich bei Fertigungsteilen, welche über CNC-Technologie erstellt werden, als praktische Bemaßungmethode.
Für die Bezugsbemaßung gelten wiederum die fünf Optionen unter MASSLRICHT: Parallel,
Waagerecht, Senkrecht, Lotrecht und Parall Zu.
? MASSL LANG: Erstellt Bemaßungen mit langer Maßlinie (Abbildung 7.4).
Abbildung 7.4: Lange Maßlinien
? MASSL KURZ: Erstellt Bemaßungen mit kurzer Maßlinie (Abbildung 7.5).
58
Abbildung 7.5: Kurze Maßlinien
? MASSL KOOR: Erstellt Maßlinien zu einem Ursprungspunkt (Wert 0; Abbildung 7.6).
Abbildung 7.6: Ausgangsbild für die Koordinatenbemaßung.
Der Aufruf erfolgt über:
59
1. Antippen von MASSL LANG oder MASSL KURZ oder MASSL KOOR.
2. Auswählen einer der fünf genannten Optionen aus dem Bereich MASSLRICHT.
3. Anwählen der vorgesehenen Bezugslinien.
4. Positionierung des Bemaßungstextes.
7.1.5 Bezugspunktbemaßung
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von MASSL LANG oder MASSL KURZ oder MASSL KOOR.
2. Auswählen einer der fünf genannten Optionen aus dem Bereich MASSLRICHT.
3. Anklicken von [ZEIGEN]? Scheitelpt? EIN.
4. Anwählen der vorgesehenen Bezugslinien und der Kreismitte.
5. Positionierung des Bemaßungstextes.
7.1.6 Radienbemaßung
Mit RADIUS kann man Kreisradien, Bögen oder Rundungen bemaßen. Die Option
M MittLin zeichnet die Maßlinie bis oder durch den Mittelpunkt. Mit der Option O MittLin
wird die Maßlinie nur in Richtung des Mittelpunktes gezeichnet (Abbildung 7.7).
Abbildung 7.7: Radienbemaßung
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von [RADIUS].
2. Anwählen des Kreises, Bogens oder der Rundung.
60
3. Positionierung des Bemaßungstextes.
7.1.7 Durchmesserbemaßung
Mit DURCHMESSER kann man Kreise, Bögen oder Rundungen bemaßen (Abbildung 7.8).
Die Option M DmessLin zeichnet die Maßlinie über den gesamten Durchmesser. Die Option
O DmessLin führt dies nur teilweise aus und ist in Deutschland nicht normgerecht.
Abbildung 7.8: Durchmesserbemaßung
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von [DURCHMESSER]? M DmessLin.
2. Anwählen des Kreises, Bogens oder der Rundung.
3. Positionierung des Bemaßungstextes.
7.1.8 Bogenbemaßung
Mit dem Befehl [BOGEN] besteht die Möglichkeit, Bögen und Rundungen zu bemaßen (Abbildung 7.9). Es ist darauf zu achten, daß dies im Gegenuhrzeigersinn geschieht.
Abbildung 7.9: Bogenbemaßung
61
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen des Befehles [BOGEN].
2. Anwählen von zwei Punkten auf dem Bogen.
3. Positionierung des Bemaßungstextes.
7.1.9 Winkelbemaßung
Da mehrere Möglichkeiten der Bemaßung unter dem Befehl WINKEL bestehen, diese aber
aus der [HILFE] und den Anwahlmöglichkeiten nicht ganz einfach zu erkennen sind, wird an
dieser Stelle ausführlich mit Bildern darauf eingegangen. Die möglichen Optionen für die
Winkelbemaßung sind: Direkt, Entgegens, Anliegend- und Anliegend+. Man sollte besonders darauf achten, in welcher Reihenfolge man die einzelnen Schenkel antippt. In den folgenden Bemaßungsbeispielen ist die erste Linie mit 1.KLICK und die zweite Linie mit 2.KLICK
gekennzeichnet. Die Anwahl der ersten und zweiten Linie sollte im Gegenuhrzeigersinn erfolgen, da dies die positive Drehrichtung unter ME10 ist15.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von einer der vier Optionen des Befehls [WINKEL].
2. Anwählen der gewünschten Schenkel in der gewünschten Reihenfolge, siehe Abbildung 7.10-13 der Winkelbemaßung.
3. Positionieren des Bemaßungstextes.
? [Winkel]? Direkt:
Es gibt folgende Möglichkeiten zur direkten Winkelbemaßung (Abbildung 7.10):
15
Hiermit erklärt sich auch das „+“ und „-“ bei der Option Anliegend.
62
Abbildung 7.10: Direkte Winkelbemaßung
? [WINKEL]? Entgegens:
Es gibt folgende Möglichkeiten der entgegengesetzten Winkelbemaßung (Abbildung 7.11):
Abbildung 7.11: Entgegengesetzte Winkelbemaßung
63
? [WINKEL]? Anliegend -:
Es gibt folgende Möglichkeiten der anliegenden Winkelbemaßung zur negativen Seite (Abbildung 7.12):
Abbildung 7.12: Anliegende Winkelbemaßung in negativer Richtung
? [WINKEL]? Anliegend +:
Es gibt folgende Möglichkeiten der anliegenden Winkelbemaßung zur positiven Seite (Abbilding 7.13):
Abbildung 7.13: Anliegende Winkelbemaßung in positiver Richtung
7.1.10 Weitere Bemaßungsbefehle unter [MENÜ 1]
? Fasenbemaßung:
Über den Befehl FASE können Fasen, welche korrekt als solche erstellt wurden, bemaßt
werden.
? Präfix und Postfix:
Über den Befehl PRÄFIX NEU und POSTFIX NEU können neue Prä- und Postfixe in
die sofort im Anschluß zu erstellende Bemaßung eingebunden werden. Man kann jedoch
auch zuerst den Befehl zur Bemaßungserstellung aufrufen und anschließend einen der beiden Befehle anwählen.
64
Die Befehle PRÄFIX ALT und POSTFIX ALT erlauben den Zugriff auf das letzte eingegebene Prä- und Postfix bei weiteren Bemaßungen. Hierzu wählt man am besten zuerst die
Art der Bemaßungserstellung und im Anschluß daran einen der beiden Befehle. Die Bemaßung kann nun durchgeführt werden.
? Toleranzen:
Wie bei PRÄFIX NEU und PRÄFIX ALT gilt das entsprechende für TOL NEU und
TOL ALT. Die Option Plus / Minus erstellt eine entsprechende Bemaßung: z.B.:
6 ? 0,05.
Die Befehle Ober / Unter und Grenzwert entsprechen nicht der deutschen DIN-Norm.
Um weitere Toleranzen und Toleranztypen einzugeben, verwendet man den Befehl
POSTFIX NEU bzw. POSTFIX ALT. Eine weitere Möglichkeit besteht über den Menüpunkt [BEMASS]? TEXTE? ÄND. Hier tätigt man die Eingabe oder Änderung über den
Befehl TEXT EDIT.
7.2 Bemaßungsänderung im Menüpunkt 2
BEMASSEN
BEM ERSTEL BEM ÄNDERN
LINIEN ÄND
TEXTE ÄND
LINIEN SET
TEXTE SET
7.2.1 Bemaßungstextänderung
BEMTXT ÄND
Maß Drehen
Maß&LinBew
Maß Beweg
ten:
LINIEN ÄND
Rücksetzen
Unterbrech
Versetzen
Unter dem Befehl BEMTXT ÄND (Abbildung 7.14) bestehen folgende Möglichkei-
Mit der Option Maß&LinBew kann die
Maßlinie mitsamt dem Text neu positioniert
werden. Mit der Option Maß Drehen ist es
möglich, den Bemaßungstext unter Eingabe
eines Winkels entsprechend zu drehen, wobei
0° dem Ausgangswinkel und die positive
Winkeldrehung dem entgegengesetzten Uhrzeigersinn entspricht. Mit der Option Maß
Beweg kann die Maßzahl unabhängig von den
Bemaßungslinien neu positioniert werden.
Aufgerufen werden diese Optionen über
Abbildung 7.14: Menü zur Änderung
der Bemaßung
1. Antippen von Maß&LinBew, MaßDrehen oder MaßBeweg.
2. Falls erforderlich: Eingabe des Win-
65
kels.
3. Anklicken der Maßzahl und Verändern der Maßzahl wie gewünscht.
7.2.2 Linienänderung
Mit dem Befehl LINIE ÄND können die Maßlinien und die Maßhilfslinien wie folgt verändert
werden:
? Unterbrech: Trennt Teile der Bemaßungslinien heraus (Abbildung 7.15), um beispielsweise
bei größerer Anzahl von Bemaßungen Überlagerungen zu vermeiden.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von Unterbrech.
2. Anwählen der Maßzahl, deren Maßhilfslinie unterbrochen werden soll.
3. Anklicken des Anfangs- und des Endpunktes der zu unterbrechenden Bemaßungslinie.
Abbildung 7.15: Maßlinienunterbrechung
? Versetzen: Versetzt die Maßhilfslinie beliebig (Abbildung 7.16).
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von Versetzen.
2. Anwählen der Maßzahl, deren Maßhilflinie versetzt werden soll.
3. Zwei Punkte anklicken und so den gewünschten Teil der Maßhilfslinie auswählen.
4. Einen beliebigen Punkt antippen, von dem man erwartet, daß die Maßhilfslinie
durch ihn führt.
66
Abbildung 7.16: Maßlinienversetzung
? Rücksetzen: Bringt die zuvor mit Unterbrech oder Versetzen veränderten Bemaßungslinien in die Ausgangsform zurück.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von Rücksetzen.
2. Anwählen der Maßzahl der zu ändernden Hilfslinien.
7.3 Befehle zum Festlegen und Ändern von Maßlinien
Die Befehle zum Festlegen und Ändern der Maßlinien kann man Abbildung 7.17 entnehmen.
BEMASSEN
BEM ERSTEL BEM ÄNDERN
LINIEN ÄND
TEXTE ÄND
LINIEN SET
TEXTE SET
FORMAT ÄND
EINHT ÄND
OPTIONEN
Inch
In/Bru
Ft - in/Bru
Ft - in/BruZ
Ft - in/BruT
Keine
FARBE ÄND
PFEIL ÄND
Erster
OPTIONEN
Größe Rel
Größe Abs
Mit Pfeil
Mit Strich
Bem Obere
Bem Untere
Bem Obere
Bem Untere
mm
cm
m
km
Grad
Radiant
Gd min sec
BREITE ÄND
Beide
Zweiter
Füllen Ein
Füllen Aus
Ohne Pfeil
Mit Punkt
JIS Spitze
BEMASSEN
BEM ERSTEL BEM ÄNDERN
LINIEN ÄND
TEXTE ÄND
LINIEN SET
TEXTE SET
PKT ABST
LIN ABST
MASSLSCHRT
MIN ABST
FARBE SET
BREITE SET
FORMAT SET
EINHT SET
Bem Obere
Bem Untere
OPTIONEN
mm
Inch
cm
In/Bru
m
Ft - in/Bru
km
Ft - in/BruZ
Grad
Ft - in/BruT
Radiant
Keine
Gd min sec
PFEIL SET
Beide
Erster
Zweiter
OPTIONEN
Füllen Ein
Größe Rel
Füllen Aus
Größe Abs
Ohne Pfeil
Mit Pfeil
Mit Punkt
Mit Strich
JIS Spitze
UNTRBR EIN UNTRBR AUS
67
Abbildung 7.17: Menüs zum Festlegen und Ändern der Maßlinien.
Im den nun folgenden Abschnitten werden zuerst die gemeinsamen und anschließend die unterschiedlichen Optionen dieser beiden Menüs erklärt.
7.3.1 Gemeinsame Befehle
Unter dem Menü LINIEN SET befinden sich Optionen, die alle im Anschluß folgenden Bemaßungen berücksichtigen. Mit dem Menü LINIE ÄND werden nur bereits erstellte Bemaßungen abgeändert. Im folgenden werden die gemeinsamen Befehle durchgegangen, wobei
nur die Funktion besprochen und nicht mehr getrennt auf LINIEN SET oder LINIEN ÄND
eingegangen wird.
? Farbauswahl der Maßlinien
Die Optionen FARBE SET und FARBE ÄND ermöglichen die Auswahl der Farbe der
Maßhilfslinie über Tastatureingabe oder Anklicken.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von FARBE SET oder FARBE ÄND.
2. Eingabe der Farbe über die Tastatur oder Auswählen der Farbe unter [FARBE].
3. Bemaßung erstellen oder Bemaßungstext der zu ändernden Bemaßung antippen.
? Maßlinienbreiten
Mit der Option BREITE SET wird die Linienbreite der Maßlinie auf dem Bildschirm festgelegt. Dies geschieht aufgrund der Übersichtlichkeit. Unter ME10 beträgt die Standardbreite normalerweise 0 und wird über Farben für das Plotten festgelegt (Abschnitt 7.7.).
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von BREITE SET oder BREITE ÄND.
2. Eingabe der neuen Linienbreite.
3. Bemaßung erstellen oder die Maßzahl der zu ändernden Maßlinie anklicken.
68
? Maßzahlformat
Mit Format kann das Aussehen der Maßzahl verändert werden. Dies sei an Eingabebeispielen aufgezeigt 16:
´1.´
bedeutet keine Nachkommastelle.
´0,1´
bedeutet eine Nachkommastelle außer der Zahl Null.
´1.1´
bedeutet zum einen, daß die Null vor dem Komma eines Wertes < 1 entfällt,
und eine Nachkommastelle außer der Zahl Null.
´1,00´
bedeutet die Null vor dem Komma eines Wertes < 1 entfällt; zwei beliebige
Nachkommastellen werden zugelassen.
´0.01´
bedeutet beliebige Vorkommazahlen und zwei Nachkommastellen außer dem
Zahlenwert 00.
´0.001´
bedeutet die Null vor dem Komma eines Wertes < 1 entfällt; es gibt drei Nachkommastellen außer dem Zahlenwert 000.
? Maßeinheiten
Mit der Option EINHT SET definiert man die Maßeinheit für die im Anschluß zu erstellende Bemaßung neu. Mit EINHT ÄND wird die Maßeinheit für die bereits vorhandene
Bemaßung in eine andere Maßeinheit umgewandelt. Die beiden Optionen gelten für den
oberen Bemaßungstext über den Befehl BemObere. Der Befehl BemUntere entspricht
nicht der deutschen Norm. Nachfolgend wird eine Bedeutungsaufschlüsselung bestimmter
Optionen aufgeführt; die Restlichen erklären sich selbst.
? In/Bru: Darstellung in Zollbrüchen.
? Ft-in/Bru: Darstellung in Fuß- und Zollbrüchen.
? Ft-in/BruT: Darstellung in Fuß- und Zollbrüchen mit Maßtext.
? Gd min sec: Darstellung auf Grad, Minute und Sekunde.
? Keine: Ändert die Doppelbemaßung in eine Einfache. Dies geschieht über EINHT SET,
BemUntere, Keine und anschließendes Antippen einer der beiden Maßzahlen.
16
Bei der Eingabe der Zeichenfolge unter Format wird zwischen Punkt- und Kommaschreibweise unterschieden. Der Maßzahlenwert enthält anschließend auch einen Punkt oder ein Komma.
69
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von EINHT SET oder EINHT ÄND.
2. Anwählen der gewünschten Bemaßungseinheit.
3. Erstellen der Bemaßung oder Anklicken der zu ändernden Maßzahl.
? Maßlinienbegrenzer
Mit dem Befehl PFEIL SET kann man die Maßlinienbegrenzer für die folgende Bemaßung definieren und mit dem Befehl PFEIL ÄND bereits erstellte abändern.
? Erster: Legt den Maßlinienbegrenzer auf der Seite fest, welche beim Erstellen der Bemaßung zuerst angeklickt wird oder wurde.
? Zweiter: Legt die Maßlinienbegrenzer auf der Seite fest, die beim Erstellen der Bemaßung als zweites angeklickt wird oder wurde.
? Beide: Beinhaltet beide Maßlinienbegrenzer.
? Ohne Pfeil, Mit Pfeil, Mit Punkt, Mit Strich und JIS-Spitze sind die Maßlinienbegrenzer.
? Füllen EIN/AUS: Füllt den Pfeil und den Punkt aus oder entfernt das Füllelement.
? Absolute Größe: Definiert die absolute Größe der Maßlinienbegrenzer.
? Relative Größe: Legt die Größe der Maßlinienbegrenzer in Abhängigkeit zur momentanen Größe des Bemaßungstextes fest.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von PFEIL SET oder PFEIL ÄND ? Erster, Zweiter oder Beide.
2. Anwählen einer Anweisung unter OPTIONEN.
3. Eingabe eines Wertes, falls erforderlich.
4. Erstellen der Bemaßung oder Anklicken der Maßzahl zum Ändern der Maßlinienbegrenzer.
70
7.3.2 Weitere Befehle zum Festlegen von Maßlinien
Folgende Optionen im Menü [LINIEN SET] sind zusätzlich:
? Pkt ABST ist eine Anweisung, die für alle folgenden Bemaßungen den Abstand zwischen
der Maßhilfslinie und der Geometrie festlegt (Standard: 0 mm).
Abbildung 7.18: Abstand zwischen Maßhilfslinie und Geometrie
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von PktAbstand.
2. Eingabe von Abstand a, sieheAbbildung 7.18.
3. Erstellen der Bemaßung über [BEM ERSTEL].
? Abstand der Maßhilfslinien
LIN ABST ist eine Anweisung, welche für alle folgenden Bemaßungen den Abstand zwischen dem Ende der Maßhilfslinie und der Maßlinie festlegt (Standard: 2 mm).
Abbildung 7.19: Abstand zwischen dem Ende der Maßhilfslinie und der Maßlinie
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von LIN ABST.
2. Eingabe von Abstand b, siehe Abbildung 7.19.
3. Erstellen der Bemaßung über [BEM ERSTEL].
71
? Abstand des Folgebemaßungstextes
MASSLSCHRT ist eine Anweisung, mit welcher für alle folgenden Bemaßungen ein übersichtlicher, paralleler Abstand zwischen den einzelnen Maßlinien festgelegt werden kann.
Die Option ist wichtig für die Befehle MASSL LANG und MASSL KURZ (Standard: 8
mm).
Abbildung 7.20: Paralleler Maßlinienabstand
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von MASSLSCHRT.
2. Eingabe des parallelen Maßlinienabstandes c, siehe Abbildung 7.20.
3. Erstellen der Bemaßung über [BEM ERSTEL].
? Maßlinienmindestabstand
MIN Abstand ist eine Anweisung, mit welcher alle folgenden Bemaßungen einen Mindestabstand zu den geometrischen Elementen erhalten und somit übersichtlicher werden.
Nähert sich die Maßlinie dem geometrischen Element näher als der eingegebene Abstand,
so springt dieser auf die Gegenseite des Geometrieelementes (Standard: 0 mm).
Abbildung 7.21: Mindestabstand der Maßlinie zur Geometrie
72
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von MIN ABST.
2. Eingabe des Mindestabstandes d, siehe Abbildung 7.21.
3. Erstellen der Bemaßung über BEM ERSTEL.
? Unterbrechungsfunktion
Im unteren Bereich der Befehlsleiste des Menüs LINIEN SET stehen die Optionen
UNTRBR EIN und UNTRBR AUS. Sie können nur benutzt werden, wenn sich die Maßzahl außerhalb der Maßhilfslinien befindet und bewirken folgendes:
? Mit UNTRBR EIN wird keine Maßlinie zwischen den Maßhilfslinien gezeichnet, was in
Deutschland nicht normgerecht ist.
? Mit UNTRBR AUS wird eine Maßlinie zwischen den Maßhilfslinien gezeichnet (Abbildung 7.22), was in Deutschland die normgerechte Bemaßung ist.
Abbildung 7.22: Durchgezogene Maßlinie
73
7.4 Bemaßungstext
Die Befehle zum Festlegen und Ändern des Bemaßungstextes kann man Abbildung 7.23 entnehmen.
BEMASSEN
BEM ERSTEL BEM ÄNDERN
LINIEN ÄND
TEXTE ÄND
LINIEN SET
TEXTE SET
BEMASSEN
BEM ERSTEL BEM ÄNDERN
LINIEN ÄND
TEXTE ÄND
LINIEN SET
TEXTE SET
BEMTXT ÄND
Unterer
Wert Unter
Tol Untere
Präfix
OPTIONEN
Schriftart
Neigung
TEXT EDIT
POSTFX ÄND
Hinzufügen
PRÄFIX ÄND
Hinzufügen
TOL ÄND
Hinzufügen
Konvert
Alles
Oberer
Wert Ober
Tol Obere
Postfix
Größe Abs
Größe Rel
Verh Br/Hö
EDIT ABBR
Editieren
Löschen
Editieren
Löschen
Editieren
Löschen
BEMTXT SET
Unterer
Wert Unter
Tol Untere
Präfix
OPTIONEN
Schriftart
Neigung
Alles
Oberer
Wert Ober
Tol Obere
Postfix
Größe Abs
Größe Rel
Verh Br/Hö
BEMPOS SET
Über Linie
Auf Linie
Untr Linie
Parallel
Senkrecht
OPTIONEN
Plus/Minus
RAHMEN ÄND
Ballon
Grenzwert
Ober/Unter
Aus
Kasten
RICHTIG SET
Waagerecht
Lotrecht
TXTABST
SET
MLABST SET
RAHMEN SET
Ballon
FANGEN SET
Aus
Kasten
Abbildung 7.23: Menüs zur Festlegung und Änderung des Bemaßungstextes
Wie zuvor bei der Bemaßungslinienerstellung werden zuerst die unterschiedlichen Optionen
von [TEXTE SET] und [TEXTE ÄND] beschrieben. Anschließend werden die vergleichbaren Optionen der beiden Menüs zusammenhängend erklärt.
7.4.1 Unterschiede im Bereich Bemaßungstext Setzen
? Textpositionierung
Unter [BEMTXT SET] gibt es die Option BEMPOS SET. Mit ihr besteht die Möglichkeit,
den Bemaßungstext in Bezug zur Maßlinie zu positionieren. In der Deutschland entspricht
nur der Befehl Über Linie der Norm.
? Bemaßungstextausrichtung
Mit der Option RICHTG SET kann die Position des Bemaßungstextes zu der Maßlinie definiert werden (Abbildung 7.24). Hierzu gelten die Befehle Parallel, Waagerecht, Senkrecht und Lotrecht. Lotrecht bedeutet entlang der Maßhilfslinie.
74
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von RICHTIG SET? Parallel (als Beispiel, da in der Deutschen Norm
üblich).
2. Erstellen der Bemaßung.
Abbildung 7.24: Ausrichten des Bemaßungstextes
? Bemaßungstextabstand
Mit der Option TXTABST SET wird der Abstand zwischen der Maßlinie und dem Bemaßungstext definiert. Der Befehl entspricht nicht der Deutschen Norm, da in der deutschen
Norm der Bemaßungtext über die Linie geschrieben wird.
? Maßlinienabstand
Mit der Option MLABST SET legt man den Abstand zwischen dem Bemaßungstext und
der Maßlinie fest. Da sich der Bemaßungstext gemäß der deutschen Norm über der Maßlinie befindet, benötigen wir diesen Befehl nicht.
? Bemaßungsfangbereich
Mit der Option FANGEN SET wird ein Bereich entlang der Maßlinie festgelegt, in welchem der Bemaßungstext zentriert wird (Abbildung 7.25). Verläßt das Suchkreuz diesen
Bereich, so verläßt der Bemaßungstext das Zentrum (Standardwert: 0).
75
Abbildung 7.25: Bemaßungsfangbereich
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von FANGEN SET.
2. Eingabe des Fangbereiches.
3. Bemaßung erstellen.
7.4.2 Unterschiede im Bereich Bemaßungstext ändern
? Bemaßungstextänderung
Mit der Option TEXT EDIT ist es möglich, den Bemaßungstext beliebig abzuändern.
Der Aufruf erfolgt mit:
1. Antippen von TEXT EDIT.
2. Anklicken des zu ändernden Bemaßungstextes.
3. In der Befehlszeile erscheint der alte Text, welcher beliebig abgeändert werden kann.
Mit der Option EDIT ABBR kann man die Änderung durch Anwählen des Bemaßungstextes in die ursprüngliche Form zurückversetzen.
? Präfix und Postfix abändern
Unter den Optionen PRÄFIX ÄND und POSTFIX ÄND gibt es sowohl die Möglichkeiten
bereits vorhandene Prä- und Postfixe zu Editieren oder zu Löschen , als auch mit Hinzufügen zu ergänzen.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von POSTFIX ÄND oder PRÄFIX ÄND? Editieren, Hinzufügen oder
Löschen.
? Hinzufügen:
? Beim Hinzufügen muß zuerst das Prä- oder Postfix eingegeben werden.
? Anklicken des zu ergänzenden Bemaßungstextes.
76
? Editieren:
? Beim Editieren und Löschen muß zuerst der Bemaßungstext angeklickt werden. Dieser muß bereits ein Prä- oder Postfix enthalten. Entsprechendes wird
dann gelöscht.
? Im Falle des Editierens erscheint der Text des Prä- oder Postfixes in der Befehlszeile und kann beliebig geändert werden.
? Toleranzänderung
Mit der Option TOL ÄND besteht die Möglichkeit, Toleranzen hinzuzufügen, zu ändern,
zu löschen oder in andere Toleranztypen zu konvertieren. Hierzu stehen die Befehle Editieren, Hinzufügen, Löschen und Konvert zur Verfügung. Unter den Optionen entspricht
nur noch der Befehl Grenzwert der unserer Norm. Daher benötigt man keine Konvertierung in einen anderen Toleranztyp. Toleranzänderungen tätigt man wie unter Abschnitt
7.1.10 vorgeschlagen am besten über TEXT EDIT unter dem Untermenü TEXTE ÄND.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen eines Befehls unter TOL ÄND: Hinzufügen, Editieren, Konvertieren
oder Löschen.
2. Auswählen der Toleranz unter OPTION: Plus/Minus.
3. Eingabe der Toleranz.
7.4.3 Erklärung der gemeinsamen Optionen von Setzen und Ändern
7.4.3.1 Bemaßungstext festlegen und ändern
Unter dieser Menüleiste ist es möglich, die folgenden Anteile vor dem Bemaßen mit
BEMTEXT SET fest zu definieren oder bereits erstellte mit BEMTXT ÄND abzuändern.
? Alles: Beinhaltet den gesamten Bemaßungstext einer Bemaßung.
? Unterer und Oberer: Beinhaltet den oberen und unteren Bemaßungstext einer Bemaßung,
wobei nur der obere Bemaßungstext in Deutschland normgerecht ist.
? Tol Untere und Tol Obere: Beinhaltet die obere und untere Toleranz eines Bemaßungstextes, wobei in Deutschland nur noch die obere Toleranz der deutschen Industrienorm
entspricht.
? Präfix und Postfix: Beinhaltet die Prä- und Postfixe eines Bemaßungstextes.
77
Unter BEMTEXT? OPTIONEN kann man oben genannte Auswahlmöglichkeiten festlegen
oder verändern. Hierzu bestehen folgende Möglichkeiten:
? Größe Abs: Legt die absolute Größe des Bemaßungstextes fest.
? Größe Rel: Legt die Größe des Bemaßungstextelementes relativ zum Hauptbemaßungstext fest.
? Schriftart: Legt die Schrift des Bemaßungstextelementes über Eingabe fest.
? Verh Br/Hö: Legt das Verhältnis zwischen der Breite und der Höhe des Bemaßungstextelementes über Eingabe (beispielsweise: 0.8) fest.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Auswählen eines Befehles von: Alles, Unterer, Oberer, Wert Unter, Wert Ober,
Tol Untere, Tol Obere, Präfix oder Postfix unter BEMTXT SET oder BEMTXT
ÄND.
2. Anwählen einer oder mehrerer Optionen aus Größe Abs, Größe Rel, Schriftart,
Neigung oder Verh Br/Hö unter dem Befehlpunkt OPTIONEN.
3. Eingabe eines entsprechenden Wertes.
4. Anklicken des gewünschten Bemaßungstextelementes.
7.4.3.2 Bemaßungsrahmen
Mit der Option RAHMEN SET kann man den Rahmen um den Bemaßungstext definieren
und erstellen oder wieder löschen. Mit der Option RAHMEN ÄND besteht die Möglichkeit,
den Rahmen des Bemaßungstextes zu ändern. Die Option Ballon erzeugt einen abgerundeten
und die Option Kasten einen rechteckigen Rahmen. Mit der Option Aus entfernt man den
Rahmen.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von RAHMEN SET oder RAHMEN ÄND? Ballon, Kasten oder Aus.
2. Erstellen der Bemaßung oder Antippen der Bezugsbemaßung.
78
79
8 Weitere Bearbeitungsoperationen unter ME10
8.1 Datei
Unter diesem Menü (Abbildung 8.1) können
DATEI 1
LADEN
´ArbDatei ´
ABSOLUT
SPEICHERN
´ArbDatei ´
SPEICH MI
´ArbDatei ´
Zchn/Teil
Einzelteil
DATEILISTE
Mit Lösch
Ohne Lösch
Geometriedaten gesichert, geladen und bearbeitet
werden. Im Kapitel 2 wurden bereits grundlegende Bearbeitungsschritte zur Anwendung in die-
Alles
Teil
Alles
Teil
sem Menü angesprochen. Nun sollen weitere
wichtige Befehle angesprochen werden. Grundsätzlich kann das Laden und das Speichern auch
schehen.
VERZ AKT
KOPIEREN
LÖSCHEN
DATEI EDIT
EINGABE
SICHERN
OPTIONEN
Drucker
Rekursiv
über Antippen des Namens in der Dateiliste ge-
8.1.1 Löschen von Dateien
Über den Befehl LÖSCHEN unter [DATEI 1]
Lösch Alt
Anfügen
können Dateien gelöscht werden. Der Aufruf
erfolgt über:
1. Anwählen
DATEI 2
ASSDOK
ÄNDSTD
Abbildung 8.1: Dateimenü 1
von
DATEILISTE? Mit
Lösch.
2. Antippen des Befehles LÖSCHEN unter
[DATEI 1].
3. Doppelklick17.
4. Abschließen des Löschvorganges durch Antippen des Befehles [BESTÄTIGEN].
8.1.2 Kopieren einer Datei
Der Aufruf erfolgt über:
1. Anwählen von DATEILISTE.
2. Antippen von KOPIEREN.
3. Eingabe des ´Quellnamens´ über Tastatur oder durch Anklicken in der DATEILISTE.
17
Der Löschvorgang kann mit dem Befehl [ABBRECHEN] unterbrochen werden.
80
4. Eingabe des ´Zielnamens´ über Tastatur.
8.1.3 Befehle zum Arbeiten mit Makros
Die folgenden Befehle unterstützen die Makroprogrammierung unter ME10, siehe Kapitel 11.
Mit dem Befehl DATEI EDIT können Makroprogramme geändert werden. Über den Befehl
SICHERN besteht die Möglichkeit Makroprogramme zu speichern, die man zuvor über die
< Esc >-Taste verlassen muß. Der Befehl EINGABE ruft die Makroprogramme auf.
8.1.4 Verzeichnisauswahl
Der Befehl VERZ AKT macht ein Verzeichnis zum aktuellen Verzeichnis. Hierbei kann das
zu aktualisierende Verzeichnis durch Anklicken oder über Tastatureingabe bestimmt werden.
8.1.5 Die weiteren Menüs unter [DATEI]
? Mit dem Menü [DATEI 2] können Verzeichnisse katalogisiert und sowohl auf dem Bildschirm als auch auf dem Drucker ausgegeben werden.
? Das Menü [ASSOZ DOKUMENT] ermöglicht die Bearbeitung von 3D-Konstruktionen in
2D.
? Über [ÄNDSTDKONTROLLE] können sowohl Dateien und Zeichnungen miteinander
verglichen als auch bearbeitet werden.
8.2 Text
In diesem Abschnitt wird auf die Eingabe, das Aussehen und die Änderung von Texten eingegangen. Die entsprechenden Befehle kann man Abbildung 8.2 entnehmen.
8.2.1 Texteingabe
? Zeileneingabe
Der Befehl EINGEBEN? Zeile ist der häufig angewandte Befehl zur Eingabe von Texten in
eine Zeichnung.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von EINGEBEN? Zeile.
81
2. Eingeben des Textes in Anführungszeichen 18.
3. Positionieren des Textes.
18
Es können auch mehrere Zeilen eingegeben werden, wie beispielsweise über: ´Hallo < Eingabetaste >;
dies ist < Eingabetaste >; ein Test´ < Eingabetaste >.
82
? Bildschirmeingabe
Mit EINGEBEN? Bildschirm wird zur Eingabe von umfangreicheren Texten das gesamte
Bearbeitungsfenster zur Verfügung gestellt.
TEXT 1
EINGEBEN
EDITIEREN
SETZEN
Zeilenabst
Verh Br/Hö
Ausrichten
ÄNDERN
DREHEN
Zeile
Bildschirm
KONV EDIT
Winkel
Größe
Neigung
Füllen Ein
Füllen Aus
Mit Lösch
Ohne Lösch
BEWEGEN
HINWEISLIN
Unterbrech
Start
Abschluß
BEGRENZUNG
Größe
Dreieck
Pfeil
Punkt
Strich(/)
JIS
Keine
SCHRIFTART ISO 3098
Block
DIN 17
RAHMEN SET Aus
Ballon
Kasten
MENÜ 2
TEXT 2
ÄNDERN
Zeilenabst
Verh Br/Hö
Füllen Ein
Ausrichten
RAHMEN ÄND
Ballon
SCHRFT LST
OPTIONEN
Lösch Alt
Anfügen
SCHRFT ÄND
Block
Winkel
Größe
Neigung
Füllen Aus
Aus
Kasten
Bildschirm
Drucker
ISO 3098
DIN 17
SHRFT EDIT
MENÜ 1
Abbildung 8.2: Textmenü 1 und 2
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von EINGEBEN? Bildschirm.
2. Eingeben des Textes.
3. Übertragen des Textes auf die Zeichnung mit der Tastenkombination < Strg D >.
4. Positionieren des Textes.
8.2.2 Textänderungen
Mit EDITIEREN kann der Wortlaut bereits eingegebener Texte abgeändert oder ergänzt werden.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von EDITIEREN.
83
2. Anwählen des zu ändernden Textes.
3. Änderung durchführen.
4. Mit RETURN für Zeileneingabe oder mit der Tastenkombination < Strg D > für
Bildschirmeingabe das Übertragen in die Zeichnung bestätigen.
Der Befehl KONV EDIT konvertiert Steuer- und Sonderzeichen.
8.2.3 Textparameter festlegen
Mit SETZEN können verschiedene Layoutparameter für den im Anschluß einzugebenden
Text festgelegt werden. Beim Aufruf der einzelnen Optionen erscheint stets der alte Wert in
der Statuszeile. Der Befehl beinhaltet folgende Optionen:
? Winkel: Legt den Positionierungswinkel des Textes fest.
? Zeilenabst: Legt den Abstand der Zeilen zueinander fest (Standardfaktor: 2.2). Der
Faktor entsteht über folgende Formel: Zeilenabstand = Abstandsfaktor x Schrifthöhe.
Beispiel: 7.7 = 2.2 x 3.5.
? Größe: Legt die Textgröße fest (Standardwert: 3.5).
? Verh Br/Hö: Legt das Verhältnis von Höhe und Breite zueinander fest.
? Neigung: Legt die Textneigung fest (Abbildung 8.3).
Abbildung 8.3: Textneigung
? Ausrichten: Orientiert den Text am Cursorzeichen, siehe Abbildung 8.4 für die einzelnen Eingabewerte.
Abbildung 8.4: Cursorpositionen für die verschiedenen Eingabewerte
84
Wie man aus dem Bild erkennt, gibt es neun mögliche Cursor-Positionen. Man erhält sie
durch Eingabe der Zahlenwerte von 1 - 9 beim Aufruf.
85
Der Aufruf für die voranstehenden Befehle erfolgt über:
1. Antippen einer der sechs Optionen unter SETZEN.
2. Eingabe des neuen Wertes.
3. Zum Festlegen weiterer Optionen: Wiederholen von Punkt eins und zwei.
4. Eingabe des Textes über EINGEBEN.
? Füllen Ein und Füllen Aus: Ermöglicht das Füllen oder Entfernen der Füllung bei ausfüllbaren Schriftarten.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen einer der beiden Optionen unter SETZEN.
2. Eingabe des Textes über EINGEBEN.
8.2.4 Drehen, Bewegen und Vervielfätigen von Texten
Mit ÄNDERN? Mit Lösch und mit ÄNDERN? Ohne Lösch können unter den beiden Optionen DREHEN und BEWEGEN vorhandene Texte im Raum gedreht oder bewegt werden.
Dies kann zum einen über Ohne Lösch ohne das Löschen des alten Textes geschehen. Es
besteht somit die Möglichkeit, den vorhandenen Text beliebig oft zu kopieren. Dies kann zum
anderen auch über Mit Lösch mit dem Löschen des alten Textes geschehen 19.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von ÄNDERN? Mit Lösch oder ÄNDERN? Ohne Lösch.
2. Auswählen des Textes.
3. Anklicken der Option DREHEN oder BEWEGEN.
4. Anwählen eines Bezugspunktes oder des Drehmittelpunktes.
5. Positionieren des gewählten Textes oder Eingeben des Drehwinkels.
19
Der Befehl ÄNDERN? Mit Lösch oder ÄNDERN? Ohne Lösch besitzt eine Grundeinstellung, bei der man
zum Textbewegen diesen nur noch anklickt, einen Bezugspunkt anwählt und ihn abschließend neu positioniert.
86
8.2.5 Hinweislinie
Mit HINWEISLIN kann eine Verbindungslinie zwischen Text und Geometrie erstellt werden.
Der Befehl besitzt drei Optionen:
? Start: Zum Beginnen der Hinweislinien.
? Unterbrech: Kann nach dem Anwählen von Start die Hinweislinie unterbrechen.
? Abschluß: Beendet das Erstellen der Hinweislinie mit dem Zeichnen des Hinweis-linienbegrenzers.
Der Aufruf der Optionen erfolgt über:
1. Antippen von HINWEISLINIE? Start.
2. Anwählen des Startpunktes.
3. Anklicken gewünschter Knickpunkte.
4. Wenn keine Unterbrechung vorhanden: weiter mit Punkt 5. Zur Unterbrechung einer
Hinweislinie:
? Anwählen des Anfangspunktes der Unterbrechung.
? Antippen von HINWEISLIN? Unterbrech.
? Anklicken des Endpunktes der Unterbrechung (gleichzeitiger Startpunkt nach
der Unterbrechung).
? Weitererstellung wie unter Punkt 2.
5. Zur Festlegung des Zielpunktes:
? Zuerst eine oder mehrere der Optionen des Befehls BEGRENZUNG anwählen
(Abschnitt 7.3.2).
? Anschließend den Zielpunkt antippen.
? Mit HINWEISLIN? Abschluß den Vorgang beenden.
8.2.6 Restliche Befehle unter [TEXT 1]
Der Befehl BEGRENZUNG (siehe Abschnitt 7.3.2) steht in direktem Bezug zu dem Befehl
HINWEISLIN. Der Befehl SCHRIFTART ruft verschiedene Schriftarten auf, wobei nur die
Schriftarten ISO 3098, DIN 17 und Block zur Auswahl stehen.
87
Der Befehl RAHMEN SET ermöglicht das Umrahmen von Texten.
8.2.7 Textänderungsbefehle unter [TEXT 2]
Unter dem Menüpunkt [MENÜ 2] am unteren Rand der Menüleiste [TEXT 1] befinden sich
Anwendungen zur Textänderung. Alle Aussehensparameter, die zuvor unter [TEXT 1],
SETZEN festgelegt wurden, können an dieser Stelle über ÄNDERN neu definiert werden.
Die Optionen sind die gleichen:
Der Aufruf für das Abändern der ersten sechs Optionen in Abschnitt 7.2.3 erfolgt über:
1. Antippen einer der sechs Optionen unter ÄNDERN.
2. Eingabe des neuen Wertes.
3. Zum Ändern weiterer Optionen: Wiederholen von Punkt eins und zwei.
4. Anwählen des zu ändernden Textes.
Der Aufruf für das Abändern über die Fülloption in Abschnitt7.2.3 erfolgt über:
1. Antippen der Option Füllen Ein oder Füllen Aus.
2. Anwählen des gewünschten Textes, wobei noch einmal erwähnt sei, daß nur für bestimmte Textarten die Füllmöglichkeit besteht.
Das Löschen von Texten aus einer Geometrie heraus, ohne diese zu beschädigen, erfolgt
über:
1. Antippen von [LÖSCHEN].
2. Anklicken von [AUSWAHL]? Text.
3. Anwählen des zu löschenden Textes über ein Fenster oder durch Anklicken.
4. Beenden des Löschens mit [ENDE].
Die Befehle SCHRFT ÄND und RAHMEN ändern zuvor erstellte Rahmen und Schriftarten.
Der Befehl SCHRFT LST listet die gewählte Schriftart entsprechend den Optionen auf.
8.2.8 Schrifteditor
Über den Befehl SHRFT EDIT wird ein Schrifteditor aufgerufen unter dem Schriftarten erzeugt und geändert werden können.
88
8.3 Plotten
PLOTTEN
Mitte
Links
MASSTAB
1
Einpassen
AUSGABE
Alles
Kasten
DarstFenst
INHALT
Zeichnung
Zeigen Akt
DREHWINKEL 0
LINARTLÄNG
PAPIER FMT
Ben Format
A
A4
B
A3
C
A2
D
A1
E
A0
START PLOT
´HP-LaserBILDS DUMP
Bildschirm
Kasten
Fenster
DUMP OPTN
Farbe
Sch & Weiß
MitHinterg
OhneHinterg
KONFIG
POSITION
Abbildung 8.5: Plottmenü
Die meisten Befehle aus Abbildung 8.5 erklären
sich über ihren Wortlaut. Für die restlichen sei
hier auf die On-Line Hilfe verwiesen. In der PCVersion fehlt der Befehlspunkt [KONFIG], da
die unter Windows installierten Drucker und
Plotter verwendet werden. In der UNIXVersion können hier mehrere unterschiedliche
Plotter und Drucker definiert werden.
Die Linienstärke muß für das Ausdrucken noch
festgelegt werden. Dies bewerkstelligt ME10
über die verschiedenen Farben, denen jeweilige
Linienstärken unter [STANDARDS]? KONFIG EDI, siehe Abschnitt 8.5, zugeordnet werden. Diese muß man unter PLOT_TRANSFORMATION entsprechend über den Befehl
PENWIDTH festlegen.
89
8.4 Symbole
ART
FORM
Eben
Zylinder
PROFIL
SYMBOLE 1
Einfach
Zusamgeszt
Gerade
Rund
Der Menüpunkt [SYMBOLE] (Abbildung 8.6)
Zeile
Fläch Form
Position
Konzentr
Geneigt
Parallel
Rund/Plan
Summenlauf
abgebildet. Der Befehl ART unterscheidet zwi-
ORT
Symmstrie
RICHTUNG
Lotrecht
LAUFTOL
beinhaltet die Darstellung verschiedener Symbole, insbesondere für Form- und Lagetoleranzen.
Nachfolgend sind die zu generierenden Symbole
schen normalen und zusammengesetzten Toleranzen.
? FORM
Geradheit:
ZS SYMBOLE
TEXT ANFÜG
Rückschrit
Rahmen End
Zeile Neu
´|´
BEZUGSELE
M
Symbol
Ebenheit:
Rundheit:
ÄNDRGSTAND
Punkt
Dreieck
KONV EDIT
MENÜ 2
Abbildung 8.6: Symbolemenü
? PROFIL
Profil einer Linie/Zeile:
Profil einer Fläche:
? ORT
Position:
Symmetrie:
Konzentrizität:
? RICHTUNG
Neigung:
Rechtwinkligkeit:
Parallelität:
Zylinderform:
Die nachfolgenden Befehle können über den
Befehl ART vorab für die Darstellung festgelegt werden:
90
? LAUFTOL
Rund- / Planlauf:
Summenlauf:
Nachfolgende Befehle bleiben von dem Befehl ART unberücksichtigt.
? ZS SYMBOLE
Durchmesser:
Maximum-Material-Bedingung:
Projizierte (vorgelagerte) Toleranzzone:
? BEZUGSELEM
Symbol:
Punkt:
? RAHMEN
Bietet die Möglichkeit, unterschiedlich große Rahmen auszuwählen.
Die Symbolgröße kann über das Menü [TEXT] verändert werden.
8.5 Schraffuren
Mit dem Menü [SCHRAFFUR] (Abbildung 8.7) besteht die Möglichkeit des Schraffierens.
Dies kann über zwei verschiedene Arten erfolgen: manuell oder automatisch.
Auto schraffiert nur Flächen, welche von einem geschlossenen Linienzug umgeben sind. Die
Schraffur zu erstellen, erfolgt über [SCHRAFFUR]? START? Auto und Anwählen eines
Punktes in der Fläche. Bei Lücken oder falsch getrennten Linien wird keine Schraffur ausgeführt und die fehlerhafte Ecke umrahmt.
91
SCHRAFFUR
Mit START? Manuell kann man Schraffuren
erstellen, ohne hierbei das Aussehen der bereits
LÖSCHEN
erstellten Linien berücksichtigen zu müssen. Man
START
Auto
Manuell
SETZEN
Abstand
Winkel
Bezugspkt
wählt den Anfangspunkt des zu schraffierenden
Polygons an und klickt dann die aufeinanderfolgenden Seitenelemente bis zum Startpunkt an.
Dann wählt man den Startpunkt der inneren
MUSTER SET Neu
Abbrechen
Kontur20, womit die Bereiche gekennzeichnet
werden können, welche nicht schraffiert werden
ÄNDERN
Abstand
Muster
Linienart
BEM FREISP
Winkel
Bezugspkt
Farbe
STANDARDS
Stahl
Eisen
Kupfer
sollen (Abbildung 8.8).
Die innere Linie muß ebenfalls mit dem Startpunkt beendet werden. Durch das Anwählen des
Befehls [ENDE] wird das Erstellen der inneren
Linie abgeschlossen und die Schraffur dargestellt.
Abbildung 8.7: Schraffurenmenü
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von START? Auto oder Manuell.
2. Anwählen der Fläche.
3. Anklicken von ÄNDERN? Farbe.
4. Eingabe der Farbe über Tastatur (siehe Abschnitt 3.3.3) oder über Anwählen im
Menüpunkt [FARBE].
5. Eingabe des Abstandes (beispielsweise: 2.5).
20
Wenn die Innenkontur im Gegenuhrzeigersinn gezeichnet wird, bewirkt der Befehl [ENDE] die Schraffur
der Fläche außerhalb der Innenkontur.
92
Abbildung 8.8: Schraffuraussparung
Das Löschen einer Schraffur erfolgt am einfachsten über den Befehl LÖSCHEN unter dem
Befehlsmenü [SCHRAFFUR]. Die Ausführung erfolgt einzeln oder für mehrere Schraffuren
durch Rahmenauswahl.
Mit SETZEN legt man die Schraffurparameter fest. Es besteht die Möglichkeit, den Winkel
der Schraffurlinie zu wählen und den Abstand zwischen ihnen festzulegen. Die Eingabe erfolgt über die Tastatur. Des weiteren kann man auch noch einen Bezugspunkt für die Lage
der Schraffurlinie festlegen (Abbildung 8.9).
Abbildung 8.9: Möglichkeiten zum Festslegen einer Schraffur
Der Bezugspunkt kann innerhalb oder außerhalb der zu schraffierenden Fläche liegen und
definiert den Verlauf der Schraffurlinie. Seine Eingabe erfolgt entweder durch Anklicken oder
als Koordinate, zum Beispiel: (0,0) über die Tastatur. Mit der Option ÄNDERN werden folgende bereits bestehende Schraffuren editiert: Winkel ändert den Winkel über Eingabe und
Anklicken. Abstand und Bezugspkt ändert man entsprechend. Farbe ändert die Farbe, wobei
die Farben in englischer Sprache eingegeben werden müssen und nur die Auswahlmöglichkeiten wie unter Kapitel [FARBE] bestehen. Linienart ändert entsprechend, wobei es auch
nur die Linienarten wie im Kapitel [LART] gibt. Mit Muster kann ein Muster geändert werden, das mit MUSTER SET erstellt wurde.
Mit dem Befehl MUSTER SET können selbstdefinierte Schraffurmuster, auch mehrlagig erstellt werden. Mit Neu beginnt man diesen Vorgang. Man definiert den Versatz (0 bis 1), den
Abstand (beliebige Zahl), den Winkel (0 bis ? 360), die Farbe (siehe Abschnitt 3.4.3) und die
Linienart (siehe Abschnitt 3.4.2). Mit Abbrechen wird das Muster aus dem Speicher gelöscht.
Der Befehlspunkt STANDARDS beinhaltet Standardschraffuren für Eisen, Stahl und Kupfer.
93
8.6 Info-Menü
Unter dem Menüpunkt [INFO] ordnet man Zeichnungselementen Daten zu oder ändert bereits vorhandene. Die genauere Arbeitsweise unter dem Menüpunkt kann über den Befehl
[HILFE] und Anwählen der entspechenden Befehle erfolgen. Im weiteren sei hier nicht darauf eingegangen.
8.7 Standards
STANDARDS
KONFIG EDI
KONFIG SP
Unter dem Menü [STANDARD] (Abbildung
EINHEITEN
Mikro-In
Yards
mil
cm
Mikrometer
Grad
Radiant
RAHMEN LAD
A
B
C
D
E
ZCHN MASST
BEMADVISO
R
PARAMETRIK
Inch
Fuß
Meilen
mm
m
km
Neugrad
Benutzer-
aufgerufen werden. Mit KONFIG EDI besteht
Aus
len verwendet werden; der Standard ist 1.
COPILOT
Fangabstnd
Fangwinkel
Ein
1
15
Der COPILOT kann Ein- oder Aus- geschaltet
A4
A3
A2
A1
A0
8.10) können Voreinstellungen festgelegt und
die Möglichkeit, Befehle zu editieren, durch welche die aktuelle Grundeinstellung festgelegt ist.
Das Verlassen der Konfiguration erfolgt über
Drücken der < Esc >-Taste oder der Tastenkombination < Strg D >.
Über den Befehl RAHMEN LAD können Rahmen in die Zeichenebene eingeladen werden.
Den Zeichenmaßstab für Geometrie ändert man
Aus
über ZCHN MASST. Es können nur ganze Zah-
werden. Er hat die Aufgabe, die Längen- und
Winkelschritte beim Erstellungsvorgang für den
Abbildung 8.10: Standardmenü
Zeichner anzuzeigen und besitzt eine automatische Fangfunktion (intelligenter Cursor). Die
Größe der Copilotschritte stellt man über Fangabstnd und Fangwinkel ein. Der Befehl
EINHEITEN wird hierbei zusätzlich berücksichtigt. Bei bestimmten Anwendungen wird der
Cursor „am Gummiband“ mitgeführt. Eine Unterstützung der Bemaßung findet sich unter
dem Befehlspunkt BEMADVISOR. Er schaltet beim Bemaßen ein Zusatzfenster ein, auf welchem die angewählte Bemaßungsart dargestellt wird. Das Aussehen der Bemaßung und des
Textes kann dabei über den Menüpunkt FIRMA geändert werden.
94
95
9 Teileliste und Baugruppen
Die Befehle der Teilemenüs sind der Abbildung 9.1 entnehmbar.
TEILE 1
EDITIEREN
Top
BEGINNEN
ENDE
ERSTELLEN
ELEM BIND
TEIL BIND
ZEIGEN
Alles
ET INTEGR
OPTIONEN
TEILE 2
Teil
Oberbaugrp
Teil
Einzelteil
ANZEIGEN
Top
HERVORHEBG
SYMBOL
Einzelteil
Detail
Lösch Alt
Kopieren
Lösch Alt
Kopieren
Teil
Teil [ ]
MEHRF ABB
DatenBehal
AnzeigBeha
EIGENST TL
TL EDITOR
OPTIONEN
Lösch Alt
Drucker
Anfügen
MENÜ 2
Teil
Oberbaugrp
Ein
Aus
Ein
Aus
BZPKT SET
UMBENENNEN
SKAL TEIL
Teil+ETeil
Nur Teil
SKAL BZPKT
Ursprung
Mitte
Bezugpunkt
TEILELISTE
Aufzählen
Baum
Bildschirm
Drucker
OPTIONEN
Lösch Alt
Anfügen
MENÜ 1
Abbildung 9.1: Teilemenüs 1 und 2
9.1 Einführung
Für Einsteiger in dieses CAD-System zeigt es sich als sinnvoll, zu Beginn auf das Teilekonzept
zu verzichten. Daher erscheint erst an dieser Stelle der Benutzeranleitung ein tieferer Einblick
in diesen Bereich.
Der Vorteil des Teilekonzeptes zeigt sich vor allem bei Zeichnungen mit vielen unterschiedlichen Einzelteilen. Durch eine logische Anordnung dieser Teile in einem Teilebaum kann der
Konstrukteur die Konstruktion untergliedert darstellen und entsprechend in Dateien ablegen.
Man kann auf jedes Einzelteil gesondert zugegreifen und es einzeln bearbeiten, als Ganzes
entfernen oder hinzuzufügen. Dies stellt einen großen Vorteil für spätere Änderungen dar.
Teile könnnen einzeln abgespeichert und in andere Zeichnungen beliebig oft integriert werden
oder als Standardteile archiviert werden. Der Unterschied zum Schichtkonzept besteht darin,
daß im Schichtkonzept Bauteile in beliebiger Reihenfolge schichtweise übereinander angeordnet werden, auch wenn diese völlig unabhängig voneinander sind. Bei der Teilestruktur besteht
hingegen immer ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Elementen. Eine Teilestruktur
kann man sich wie einen Verzweigungsbaum vorstellen, bei dem beliebig viele Teile den
96
Oberbaugruppen untergeordnet sind, die direkt oder indirekt mit dem Teil in Beziehung stehen. Wenn man Änderungen vornimmt, können diese auch auf die untergeordneten Teile
übertragen werden, wohingegen Schichten meist nur als solche behandelt werden können. Die
Teileliste stellt gleichzeitig auch die Stückliste dar. Die Anwendung von Schichten erfolgt zum
Trennen von Geometrien, zum Bemaßen, Erstellen von Rahmen etc.
Das Top stellt das übergeordnete Teil für alle zu erstellenden Teile dar und kann durch den
Zeichnungsnamen ersetzt werden. Ein Teil besteht aus einzelnen Zeichnungselementen, die
für die Erstellung einer Geometrie benötigt werden. Bei Teilenamen ist zu beachten, daß sie
dem Teil entsprechend sinnvoll sein sollten und analog zu den Dateinamen keine Metazeichen
enthalten dürfen. Falls kein Teilename eingegeben wird, vergibt das System Nummern als Bezeichnung für die Teile.
Beim Erstellen einer Teilestruktur sollte grundsätzlich folgendes beachtet werden: Ein Teil im
Sinne von BEGINNEN? Teil wird dem Top direkt untergeordnet. Teile im Sinne von
BEGINNEN? Einzelteil können dem Top, den Teilen und den Einzelteilen untergeordnet
werden. Wenn Teile wie vorgenannt erzeugt werden und ein Wechsel in ein anderes Teil erfolgt, ohne daß ein Zeichnungselement erstellt wurde, wird dieses Teil wieder aus der Teileliste
entfernt. Man kann endlos viele Teile und Einzelteile in eine Ebene legen. Das Löschen einer
Oberbaugruppe als Geometrie oder im Teileeditor löscht automatisch alle untergeordneten
Teile.
9.2 Vorgehensweisen
Es folgen beispielbezogene Vorgehensweisen, um mit der Anwendung vertrauter zu werden:
1. Zuerst sollte man den Bilschirminhalt löschen, um eine neue Zeichnung zu beginnen. Dies geschieht über [TEILE]? EDITIEREN? Top
[ALLE] ? [BESTÄTIGEN].
?
[LÖSCHEN]
?
2. Als nächstes gibt man der zu erstellenden Zeichnung einen anderen Namen als
´Top´. Dies erfolgt über:
? Anklicken von [MENÜ 2]? UMBENENNEN.
? Eingabe des ´Zeichnungsnamens´, zum Beispiel: ´Pneumatikzylinder´,
sichtbar in der Statuszeile und in der linken oberen Bildschirmecke.
3. Nun geht man auf [MENÜ 1]? TL Editor und kann sich die Teilestruktur von Beginn an für jeden weiteren Schritt durch diesen Aufruf ansehen. Hierbei wird das
aktive Teil farblich gekennzeichnet dargestellt, hier also der Pneumatikzylinder.
97
4. Anwählen von [DATEI]? LADEN? Einzelteil und Eingeben des Teilenamens der
´Anschlußbefestigung´.
5. Positionieren des Einzelteiles, eventuell über [FENSTER]? Zoom und Eingabe eines
Wertes kleiner als 0.
6. Antippen des Befehles EDITIEREN? Top unter [TEILE], falls das Top nicht
schon aktiv ist.
7. Wiederholen der Schritte 4. bis 6. für: ´Flansch´, ´Hinterer_Gehäusedeckel´,
´Zylindergehäuse´, ´Kolben´, ´Kolbenstange´
und
´Vorderer_Gehäuse-
deckel´.
8. Aktivieren des vorderen Gehäusedeckels über EDITIEREN? Teil und Anwählen
des Teiles im Teilestruktureditor oder direkt.
9. Nachdem man über eine entsprechende Ansicht des Teiles verfügt, tippt man den
Befehl ERSTELLEN? Einzelteil an.
10. Nun gibt man den Teilenamen für das neue Teil ein, hier: ´Seitenansicht_von_links´.
11. Auswählen der ´Seitenansicht_von_links´ als Element für das neue Teil.
12. Bestätigen mit [ENDE].
13. Nun wiederholt man die Punkte 10. bis 12. für: ´Seitenansicht_von_rechts´,
´Vorderansicht´ und ´Draufsicht´. Beim Auswählen der Draufsicht fängt man
auch den Schnitt A-A und das Detail X.
14. Wiederholen der Schritte 8. bis 12. für: ´Anschlußbefestigung´, ´Flansch´,
´Hinterer_Gehäusedeckel´, ´Zylindergehäuse´, ´Kolbenstange´ für die jeweiligen Ansichten.
15. Aktivieren der Draufsicht des vorderen Gehäusedeckels über EDITIEREN? Teil
und Anwählen des Teiles im Teilestruktureditor bzw. Anklicken des Teiles.
16. Wiederholen der Schritte 8. bis 12. für die Erstellung von : ´Detail_X ´ und
´Schnitt_A-A´.
17. Speichern der erstellten Geometrie mit Teilebaum unter [DATEI] mit dem Namen
´Pneumatikzylinder_Komplett´.
98
Die Teileliste sieht im Anschluß in etwa wie in Abbildung 9.2 aus. Die untergeordneten Teile
sind dabei nach rechts eingerückt, was die Teileebene im Teilebaum von Abbildung 9.3 graphisch wiedergibt.
TEILESTRUKTUR-EDITOR
Detail
Symbol Isometrie Aus
AUSGABE
Teilenamen
Eind
GemTl Maßst
Pneumatikzylinder
Vorderer_Gehäusedeckel
Draufsicht
Detail_X
Schnitt_A-A
Vorderansicht
Seitenansicht_von_rechts
Seitenansicht_von_links
Kolbenstange
Vorderansicht
Draufsicht
Kolben
Zylindergehäuse
Vorderansicht
Seitenansicht_von_links
Hinterer_Gehäusedeckel
Vorderansicht
Draufsicht
Seitenansicht_von_rechts
Seitenansicht_von_links
Flansch
Vorderansicht
Seitenansicht_von_rechts
Anschlußbefestigung
Vorderansicht
Seitenansicht_von_rechts
HERVORHEBG
Muster
Abbildung 9.2: Teilestrukturliste
99
Abbildung 9.3: Teilebaum des Pneumatikzylinders
9.3 Weitere Befehle unter dem Menü [Teile]
An dieser Geometrie und dem zugehörigen Teilebaum werden nun einige Befehle aus dem
Menü [TEILE] erklärt.
Über EDITIEREN? Teil kann man sich jedes Teil anzeigen lassen und gleichzeitig aktivieren.
Über EDITIEREN? Oberbaugrp oder Top geschieht das Entsprechende für die Oberbaugruppe oder das Top, wobei aber das Top, das alles beinhaltet, aber farblich nicht aktiv gekennzeichnet bleibt. Um eine farbliche Unterscheidung zu erreichen, muß im [MENÜ 2] der
Befehl HERVORHEBG? Ein gewählt sein. Aus bedeutet gleiche Farbe für alle Teile. Über
den Befehl ANZEIGEN im [MENÜ 2] können sowohl Teile und Oberbaugruppen alleine als
auch das Top auf der gesamten Fensterfläche dargestellt werden. Hierzu gelten die gleichnamigen Befehle.
Exemplarische Vorgehensweise:
1. Anwählen von ANZEIGEN? Teil.
2. Auswählen eines Einzelteiles wie zum Beispiel Detail X unter der Draufsicht des
vorderen Gehäusedeckels im TL EDITOR oder an der Geometrie selbst. Das Bild
erscheint in Fenstergröße.
100
3. Antippen von ANZEIGEN? Oberbaugrp zeigt dann das Teil der zugehörigen
Oberbaugruppe.
4. Das Anklicken von ANZEIGEN? Top zeigt wieder die gesamte Zeichnung. Wenn
dieser Befehl nicht angewählt wird, kann es passieren, daß die Befehle unter
[FENSTER] scheinbar nicht mehr aufrufbar sind.
Über [MENÜ 1]? ERSTELLEN können neue Einzelteile, aber auch Details aus bereits vorhandenen aktiven Teilen erstellt werden 21. Details werden stets unter das Top direkt untergeordnet.
Der Befehl ENDE unter [TEILE] aktiviert die Oberbaugruppe des zuvor aktiven Teils, genau
wie der Befehl EDITIEREN? Oberbaugrp.
21
Details können nur unter dem Top direkt erstellt werden; des weiteren kann kein Detail aus einem Detail
erstellt werden.
101
Der Aufruf zur Detailerstellung erfolgt über:
1. Anwählen von ERSTELLEN? Detail.
2. Eingabe des Vergrößerugsfaktors, z.B.: 5.
3. Auswählen des Details über Rahmen.
4. Antippen des Anfangs- und Endpunktes für die Bewegung. Anschließend wird unter dem Top automatisch ein Name vergeben, der für Einzelteile und Details aus einer Nummer besteht, die im Anschluß über [MENÜ 2]? UMBENENNEN abgeändert werden kann.
? Einbinden eines Elementes
Über den Befehl ELEM BIND kann ein Element, das nicht aktiv ist, in das aktive Element
übernommen werden. Über Kopieren überträgt man beliebige Elemente aus dem nicht aktiven Bereich in das aktive Teil, ohne dieses zu löschen. Hierzu aktiviert man über
EDITIEREN? Teil das Teil: ´Draufsicht´ des vorderen Gehäusedeckels.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von ELEM BIND? Kopieren.
2. Auswählen eines Elementes aus dem nicht aktiven Bereich, wie beispielsweise
´Schnitt_A-A´.
3. Anwählen des Anfangs- und Endpunktes für die Verschiebung.
Über Lösch Alt werden Elemente aus nicht aktiven Teilen in das aktive Teil übernommen,
wobei die Elemente im nicht aktiven Bereich nicht mehr vorhanden sind22. Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von ELEM BIND? Lösch Alt.
2. Auswählen der Elemente.
? Einbinden eines Teiles
Der Befehl TEIL BIND übernimmt ganze Teile mit untergeordneten Einzelteilen aus der
nicht aktiven Ebene und ordnet sie dem aktiven Teil unter.
22
Stellt das Gegenstück zu BEGINNEN? Einzelteil und ERSTELLEN? Einzelteil dar.
102
Es gibt zwei Möglichkeiten: Zum einen kann man Teile übernehmen, ohne sie zu löschen.
Dies geschieht mit dem Befehl Kopieren. Zum anderen kann man Teile übernehmen, wobei das alte Teil gelöscht wird. Bei Lösch Alt ist darauf zu achten, daß die richtigen Teile
ausgewählt werden. Der Aufruf für das Übertragen mit gleichzeitigem Löschen des alten
Teiles erfolgt über:
1. Anwählen von EDITIEREN? Teil und Auswählen des Kolbens.
2. Antippen des Befehls TEIL BIND? Kopieren.
3. Auswählen des zu kopierenden Teils, wie beispielsweise die Voderansicht der Kolbenstange über Anklicken der Geometrie oder Antippen des Teiles im TL EDITOR.
4. Festlegen von Anfangs- und Endpunkt für die Bewegung.
? Zeigen eines Teiles
Über den Befehl ZEIGEN unter [TEILE] können gezielt Teile dargestellt und andere als
Rahmen abgebildet werden. Sich überlappende Teile können so übersichtlicher auf dem
Bildschirm erscheinen. Mit dem Befehl Teil können die Teileebenen zum einen über Tastatureingabe angezeigt werden (zum Beispiel: 2 für die 2. Teileebene), zum anderen können bereits als Box dargestellte Teile wieder durch Anwählen normal dargestellt werden.
Das ganze dient somit der Einzeldarstellung. Mit dem Befehl Teil [ ] können Teile als Box
dargestellt werden, welche alle Elemente und Einzelteile enthält. Die Auswahl erfolgt sowohl über Anklicken der Elemente direkt oder im TEILESTRUKTUR-EDITOR als auch
über Eingabe des als Box darzustellenden Teilenamens über Tastatur. Der Befehl Alles
wandelt alle Boxen in die normale Ausgangsgeometrie um.
? Einzelteil integrieren
Mit dem Befehl ET INTEGR werden nicht aktive Einzelteile in ihre Oberbaugruppe als
Ganzes übernommen, wobei diese aktiv sein muß. Das alte Element wird dabei gelöscht.
Die beiden Optionen haben folgende Bedeutung:
? DatenBehal: Der Skalierungsfaktor bleibt unverändert.
? AnzeigBehal: Die Skalierung geht verloren, was zur Folge haben kann, daß auch die
Bemaßungen verlorengehen.
103
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von ET INTEGR.
2. Anwählen einer der beiden Optionen.
3. Auswählen des nicht aktiven Elementes, das in die Oberbaugruppe übernommen
werden soll.
? Mehrfachabbildungen
Der Befehl MEHRF ABB ermöglicht es, daß bereits vorhandene Teile, an mehreren Stellen
gezeichnet, aber nur einmal abgespeichert werden; das benötigt weniger Speicherplatz und
Arbeitsoperationen werden dadurch schneller. Desweiteren ermöglicht dieser Befehl, daß
nachträgliche Änderungen im Orginalteil automatisch auf die Abbildungen übertragen werden. Der Aufruf erfolgt über:
1. Anwählen von MEHRF ABB.
2. Gemeinsam zu nutzendes Teil23, zum Beispiel die ´Vorderansicht´ des hinteren
Gehäusedeckels, direkt oder im TL EDITOR anklicken.
3. Antippen von TEIL BIND? Kopieren.
4. Auswählen des Teiles durch Anklicken der Geometrie oder Auswählen in TeileEditor.
5. Anfangs- und Endpunkt für die Verschiebung festlegen.
6. Antippen von ET INTEGR.
7. Anklicken des zu integrierenden Teiles.
Dieser
Befehl
funktioniert
statt
mit
TEIL
BIND
auch
über
den
[ÄNDERN]? ÄNDERN? Ohne Lösch ? BEWEGEN und dessen Optionen.
Befehl
Der Befehl EIGENST TL bewirkt, daß Mehrfachabbildungen nicht mehr als solche erkannt werden und deren Eigenschaften bezüglich Speicherplatz und Veränderungen verlorengehen. Das Teil darf beim Anwählen nicht aktiv sein.
23
Das mehrfach abzubildende Teil darf sich nicht im aktiven Teil befinden.
104
? Symbol
Über den Befehl Symbol kann ein ausgewähltes Teil in ein Symbol umgewandelt werden.
Der Unterschied zwischen normalen Teilen und Symbolen besteht darin, daß Symbole
durch den Befehl ZCHN MASST nicht in ihrer Größe relativ zum Zeichenpapier geändert
werden können. Ein Beispiel für ein Symbol wäre ein Zeichnungsrahmen. Desweiteren gibt
es viele Standardsymbole, welche über den Menüpunkt SYMBOLE ausgewählt werden
können. Beim Zeichnungsmaßstab 1:1 lassen sich Symbole am einfachsten erstellen. Man
kann Symbole als Datei speichern und vom Zeichnungsmaßstab unabhängig über den Befehl [Datei]? LADEN in die gleiche oder eine andere Zeichnung einladen. Wird SYMBOL
Aus angetippt und ein Symbol angeklickt, wird dieses wieder zu einem normalen Teil. Als
Bezugspunkt eines Teiles wird der Punkt auf einem Symbol bezeichnet, welcher seine Lage
relativ zu anderen Elementen beibehält.
? Bezugspunkt
Über den Befehl BZPKT SET kann man den Bezugspunkt in einem aktiven Teil setzen
oder ändern. Außer für Symbole besteht auch die Möglichkeit, Teile zu positionieren die
aus Dateien geladen werden. Der Aufruf erfolgt über:
1. Anwählen von BZPKT SET im [MENÜ 2].
Der Cursor und der Bezugspunkt werden nun durch eine Linie verbunden. Der Standardbezugspunkt ist eine gedachte linke untere Ecke der jeweiligen Elemente des Teiles.
2. Anklicken des neuen Bezugspunktes.
? Skalierung von Teilen
Über den Befehl SKAL TEIL können Geometrien vergrößert oder verkleinert werden.
Symbole, Texte und Bemaßungen bleiben von der Größe her unberücksichtigt.
? Teil+ETeil: Skaliert gesamte Baugruppen des gewähltenTeiles.
? Nur Teil: Skaliert nur einzelne Teile.
105
Der Aufruf erfolgt über:
1. Antippen von Teile+ETeil oder Nur Teil unter SKAL TEIL.
2. Antippen des Teiles24, das nicht aktiv sein muß.
3. Eingabe des Maßstabsfaktors, z.B.: 2 (Standard: 1).
? Skalierungsbezugspunkt
Über den Befehl SKAL BZPKT wird der Bezugspunkt für die Skalierung festgelegt. Dieser
wird beim Skalieren durch ein Dreieck gekennzeichnet.
Als mögliche Bezugspunkte können die Mitte, der Ursprung oder ein Bezugspunkt benutzt werden. Letzter kann über BZPKT SET frei gewählt werden.
? Teileliste
Der Befehl TEILELISTE erstellt über die beiden Möglichkeiten Aufzählen und Baum
Teilelisten.
? Aufzählen: Stellt eine Teileliste auf, welche außer den aktiven Teilen auch noch die zugehörigen Teile enthält, die sich genau eine Ebene darunter befinden.
? Baum: Stellt eine komplette Teileliste auf, wobei die Teile nach Ebenenwertigkeit seitlich
eingerückt sind.
Ein vorgestelltes Sternchen markiert das aktive Teil. Es gibt vier verschiedene Optionen,
diese ausgewählte Teileliste darzustellen oder zuzuordnen:
? Bildschirm: Stellt die Teileliste auf dem Bildschirm dar.
? Drucker: Druckt die Teileliste aus.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Auswählen von Aufzählen oder Baum unter TEILELISTE.
2. Anwählen von Bildschirm oder Drucker.
3. Zurückkehren zu Ausgangsbild über Drücken der < Esc >-Taste.
24
Beim Skalieren sollte darauf geachtet werden, daß beim Ändern einzelner Teile und anschließender Änderung der Oberbaugruppe der letzte Maßstab der einzelnen Teile trotz Änderung als 1 angenommen wird.
106
? Lösch Alt: Überträgt die Teileliste in eine vorhandene Datei, wobei die alten Daten gelöscht werden.
? Anfügen: Überträgt die Teileliste in eine vorhandene Datei und schließt sie an deren Ende an.
Der Aufruf für diese beiden Befehle erfolgt über:
1. Auswählen von Aufzählen oder Baum unter TEILELISTE.
2. Anwählen von Lösch Alt oder Anfügen.
3. Eingabe des ´Dateinamens´.
? Beschreibung einiger Angaben unter den Teileeditor
? Eind: Verarbeitung intern.
? GemTl: Zeigt gemeinsam genutzte Mehrfachabbildungen oder Details an.
107
108
10 Verdeckte Linien
10.1 Einleitung
Unter einem Z-Wert versteht man eine Zahl, die einer Zeichnungsebene entspricht, deren Position in Z-Richtung liegt, also aus der Bildschirmebene heraus auf den Betrachter zu oder
hinein, vom Betrachter weg. In diesen Zeichnungsebenen liegen Flächen mit senkrechter
Draufsicht. Flächen überdecken weitere Flächen und Kanten. Diese verdeckten Kanten können als Strichlinie unter diesen Menüs (Abbildung 10.1) sichtbar gemacht werden.
VERDCK LINIEN 1
VERDCK LINIEN 2
POSinTEIL
Elem&Fläch
Mit Löcher
FLÄCHFARBE
Setzen
FLÄCH ERST
All in Teil
Mit Löcher
EinfchAuto
EinfchManl
FLÄCHLÖSCH
Z-WERT SET
Elemente
Mehrf Teil
Z-WERT AKT
Z-WET ABF
Minimum
MTeil Abst
Z-Wert Akt
Z-WERT LAD
ABST AKT
0
Absolut
Maximum
MTeil Elem
z-Wert Lad
Keine
1
OPTIONEN
Gleich
Keine
VERDCK EIN
Darüber
Darunter
Zwischen
VERDCK AUS
MENÜ 2
EBENE ZEIG
FlächInZch
FlächInTl
Ändern
Rücksetzen
ElemInZchn
ElemInTeil
RÜCKS ZEIG
OPTIONEN
Alles
VERD ERST
Mit S-Kop
Ohne S-Kop
S-KOP LAD
VERD LINIE
Farbe Set
Farbe Änd
Farbe Rset
MENÜ 1
Zeigen Ein
Zeigen Aus
Art Setzen
Art Ändern
Abbildung 10.1: Menü 1 und 2 der verdeckten Linien
Durch Darstellung der Geometrie in verschiedenen Ebenen ist es möglich, zusammengesetzte
Bauteile in logisch sinnvoller Reihenfolge schichtweise zu erstellen und darzustellen. Verdeckte Linien können anders dargestellt oder ausgeblendet werden, wodurch eine bessere
Übersicht und ein besseres Verständnis der Teile im Zusammenbau erreicht wird. Desweiteren
können nicht benötigte Schichten ausgeblendet werden. Dadurch erhält man eine verbesserte
Darstellung, die die Weiterbearbeitung erleichtert.
109
10.2 Einstiegsbeispiel
Einleitend wird ein einfaches Beispiel (Abbildung 10.2) zum Erstellen einer Geometrie unter
Vergabe von Z-Werten vorgestellt, woran die generelle Vorgehensweise zum Erstellen verdeckter Linien verdeutlicht werden soll.
Abbildung 10.2: Einstiegsbeispiel für verdeckte Linien
Für das Beispiel gilt folgender Aufruf:
Löschen des Bildschirminhaltes, wie bereits bekannt.
Erstellen eines Lochbleches über:
1. Anwählen von [VERD LIN]? Z-WERT AKT.
2. Eingabe von Wert 1.
3. Antippen von BEGINNEN? Teil unter [Teile].
4. Eingabe des ´Teilenamens´, wie zum Beispiel: ´Lochblech_A´.
5. Zeichnen des Lochbleches, wie in Abbildung 10.2 über [ERSTELL].
6. Anwählen von [VERD LIN].
7. Antippen von FLÄCHE ERST? Mit Löcher.
8. Eingabe des Z-Wertes 1 für die Lochblechfläche eingeben.
110
Erstellen eines zweiten Bleches über:
1. Anwählen von Z-WERT AKT unter [VERD LIN].
2. Eingabe von Wert 2.
3. Antippen von BEGINNEN? Teil unter [TEILE].
4. Eingabe des ´Teilenamens´, wie zum Beispiel: ´Blech_A´.
5. Zeichnen der Geometrie wie unterAbbildung 10.2 über [ERSTELL].
6. Anwählen von [VERD LIN].
7. Antippen von FLÄCH ERST? EinfchAuto.
8. Anklicken der Rechteckflächen und Bestätigen des Vorgangs mit [ENDE].
Wenn der Befehl zum Erstellen der verdeckten Linien einmal durchgeführt wurde, besteht
keine Möglichkeit, ihn rückgängig zu machen. Die neugezeichneten Elemente können anschließend nicht mehr einzeln verschoben werden. Um verdeckte Linien zu erzeugen, werden
die beiden Teile zerlegt und zum Teil konvertiert. Dies erfordert, daß beide Teile nicht aktiv
sein dürfen, sondern alles über die darüberliegende Ebene ausgeführt wird.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Anwählen von [TEILE]? EDITIEREN? Top, damit die Teile nicht aktiv sind.
2. Auswählen von [MENÜ 2] unter [VERD LIN].
3. Antippen von VERD ERST? Mit S-Kop 25.
4. Ausführung erfolgt mit Anklicken von [BESTÄTIGEN].
5. Unter VERD LINIE? Zeigen Ein und Zeigen Aus können die verdeckten Linien
sichtbar gemacht oder ausgeblendet werden.
25
Dieser Befehl erstellt eine Sicherheitskopie vor dem Erstellen von verdeckten Linien und ist somit die einzige Möglichkeit, bei Fehlern zur Ausgangsgeometrie zurückzukehren.
111
10.3 Erklärung der einzelnen Befehle
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß man bei der Z-Werte-Verschiebung von Teilen
darauf achten soll, daß eventuell der relative Z-Wert einzugeben ist. Dieser bezieht sich jedoch
immer auf einen bestimmten Wert.
10.3.1 Positionierung eines Teiles in der Gesamtzeichnung
Der Befehl POS in TEIL dient im Gesamtbauteil dazu, Elementen, die bereits einen Z-Wert
erhalten haben, einen anderen zuzuordnen. Dies kann zum einen für Flächen und Elemente,
zum anderen für Flächen mit Löchern geschehen. Bei der Zuordnung der neuen Z-Werte können diese direkt eingegeben werden oder über folgende drei Optionen, an anderen Elementen
orientiert, neu vergeben werden: Darüber, Darunter und Gleich. Bei der Ausführung muß
darauf geachtet werden, daß nur inaktive Teile damit bearbeitet werden können. Der Befehlsaufruf erfolgt also am besten unter dem Top.
Der Aufruf erfolgt über:
1. Anwählen von Elem & Fläche oder Mit Löcher unter POS in TEIL.
2. Anklicken des entsprechenden Teiles.
3. Zuordnen eines Z-Wertes über die drei oben genannten Optionen und Anwählen des
Bezugselementes oder durch direkte Eingabe des gewünschten Z-Wertes über die
Tastatur.
4. Bestätigung durch Antippen von [ENDE].
In dem vorangegangenen Beispiel wurden wichtige Befehle zum Erstellen von verdeckten Linien bereits angesprochen. Es folgen nun die noch nicht behandelten Befehle:
10.3.2 Flächen erstellen
Flächen mit höherem Z-Wert überdecken in der Regel die Flächen mit niedrigerem Z-Wert
(Abbildung 10.3).
Es gibt über den Befehl FLÄCH ERST vier Möglichkeiten Flächen zu erstellen, zwei wurden
bereits im Einstiegsbeispiel angesprochen. Die beiden weiteren Optionen sind:
? Einfch Manl: Erstellt Flächen innerhalb manuell nachgezogener Außenkonturen.
? All in Teil: Automatisches Flächengenerieren in einem Teil.
Die Flächen können mit dem Befehl FLÄCHLÖSCH unter [MENÜ 2] und dem Befolgen der
Anweisungen gelöscht werden.
112
Abbildung 10.3: Überlappende Flächen
10.3.3 Setzen Von Z-Werten
Mit dem Befehl Z-Wert SET können Elementen und Elementgruppen neue Z-Werte zugeordnet werden (Abbildung 10.4). Mit dem Befehl Element geschieht dies für aktive Teile. Der
Befehl Mehrf Teil führt die Z-Wertvergabe für Mehrfachteile aus, wobei hierbei auch nicht
aktive Teile unter dem Top berücksichtigt werden. Die Festlegung der Zeichnungselemente
geschieht am besten über [AUSWAHL]? Wählen? Hinzu? Box.
Abbildung 10.4: Setzen von Z-Werten
10.3.4 Aktuellen Z-Wert festlegen
Mit dem Befehl Z-WERT AKT kann der Z-Wert festgelegt werden, der für alle folgenden
Geometrien gilt. Die Eingabe des Z-Wertes kann direkt über Tastatureingabe oder durch Anwählen einer der drei Optionen: Darüber, Darunter oder Gleich erfolgen.
10.3.5 Abfrage von Z-Werten
Der Befehl Z-WERT ABF eröffnet sieben Möglichkeiten zur Feststellung des Z-Wertes:
? Absolut: Zeigt den absoluten Z-Wert an.
? Minimum: Ermittelt den kleinsten Z-Wert einer Baugruppe.
? Maximum: Ermittelt den größten Z-Wert einer Baugruppe.
? Mteil Abst: Bestimmt den Z-Wert eines gemeinsam genutzten Teiles.
? MTeilElem: Bestimmt den Z-Wert eines Elementes in einem gemeinsamen Teil.
? z-Wert Akt: Stellt den aktuellen Z-Wert fest.
113
? z-Wert Lad: Bestimmt den aktuellen Ladeabstand für Z-Werte.
10.3.6 Ladeabstand für Z-Werte
Mit dem Befehl Z-WERT LAD kann der Ladeabstand von Z-Werten festgelegt werden. Dies
geschieht über die Optionen: Darüber, Darunter, Gleich, Keine oder direkt über Tastatureingabe.
? Aktuellen Abstand definieren
Über den aktuellen Abstand werden die Z-Werte zwischen, ober- und unterhalb von Elementen festgelegt.
? Darstellungsmodus
Über die Befehle VERDCK EIN und VERDCK AUS können Zeichenelemente wahlweise
in verdecktem Modus dargestellt werden; zuvor muß jedoch für dieses Teil eine Fläche erstellt werden.
10.3.7 Flächenfarbe
Unter dem Befehl FLÄCHFARBE kann man die Farbe der Flächen definieren:
? Ändern: Ersetzt eine aktuelle Farbe durch eine neue.
? Setzen: Definiert eine neue Farbe für alle weiteren Flächenerstellungen.
? Rücksetzen: Über Antippen von Setzen und anschließendes Anwählen von Rücksetzen wird die voreingestellte Flächenfarbe aufgerufen und gilt für alle weiteren Erstellungen.
10.3.8 Sicherheitskopie
Standardmäßig gibt es keine Sicherheitskopie, was einen Verlust der Teilestruktur bedeutet.
Der Befehlspunkt VERD ERST beinhaltet die Befehle:
? Mit S-Kop: Erstellt eine Sicherheitskopie von der gesamten Zeichnung und speichert
diese.
? Ohne S-Kop: Erstellt entsprechend keine Sicherheitskopie.
Mit dem Befehl S-Kop LAD kann die zuvor erstellte Sicherheitskopie wieder eingeladen werden.
114
10.3.9 Möglichkeiten unter dem Befehl VERDCK EIN
Für die nun folgenden Befehle muß zuvor VERDCK EIN voreingestellt sein, um die Flächenfarben und die Ebenen mit bestimmtem Z-Wert besser unterscheiden zu können.
Mit dem Befehl EBENE ZEIG können Elemente oder Flächen mit bestimmten Z-Werten
einzeln oder in verschiedenen Ebenen gezeigt werden. Die Farbe der Fläche ist hierbei erneut
wählbar. Der Befehl ZEIG RÜSET kehrt zum alten Darstellungsbild mit den alten Farben
zurück. Der Z-Wert-Bereich der dargestellten Elemente wird durch Anklicken von Elementen
oder über Tastatureingabe des unteren und oberen Z-Wertes festgelegt. Es bestehen folgende
Auswahlmöglichkeiten:
? Elem In Zch: Ermöglicht die Ansicht eines bestimmten Z-Wert-Bereiches oder aller
Elemente mit Z-Wert.
? Elem In Teil: Ermöglicht die Ansicht eines bestimmten Z-Wert-Bereiches oder aller
Elemente mit Z-Wert im aktiven Teil.
? Fläch In Zchn: Ermöglicht die Flächenansicht eines bestimmten Z-Wert-Bereiches oder
aller Teile mit Z-Wert.
Fläch In Tl: Ermöglicht eine Flächenansicht eines bestimmten Z-Wert-Bereiches oder aller
Flächen im aktiven Teil.
Der Aufruf erfogt über:
1. Antippen eines der vier zuvor beschrieben Befehle unter EBENE ZEIG.
2. Eingabe eines unteren Z-Wertes oder, je nach Befehl, Antippen des Elementes oder
der Fläche mit dem unteren Z-Wert.
3. Eingabe eines oberen Z-Wertes oder, je nach Befehl, Antippen des Elementes oder
der Fläche mit dem oberen Z-Wert.
4. Eingabe oder Auswählen der Flächenfarbe.
10.3.10 Konfigurieren von Verdeckten Linien
Unter dem Befehl VERD LINIE sind folgende Befehle möglich:
? Zeigen Ein: Zeigt die verdeckten Linien.
? Zeigen Aus: Blendet die verdeckten Linien aus.
? Farbe Set: Legt die Farbe für die zu erstellenden verdeckten Linien fest.
? Farbe Änd: Ersetzt die Farbe von verdeckten Linien durch eine andere.
115
? Art Setzen: Legt die Linienart für die zu erstellenden verdeckten Linien fest.
? Art Ändern: Ersetzt die Linienart von verdeckten Linien durch eine andere.
? Farbe Rset: Ruft die voreingestellte Farbe für das Erstellen von weiteren verdeckten Linien wieder auf.
116
117
11 Makroprogrammierung
Makros führen Befehlsfolgen selbständig aus. Über Makros werden häufig verwendete Befehlsreihen durch einen Aufruf durchgeführt. Der Vorteil dieser systemeigenen Programmiersprache liegt damit in der rationalisierten Erstellung von Zeichnungen. Unter dem Menüpunkt
[MAKROS] findet man solche Befehlsreihen. [Die Version der LKT-Rechner der Saarbrücker
Universität enthält viele Makros, bei denen durch wenige Eingaben viele geometrische Komponenten schnell und einfach erstellt werden, zum Beispiel Paßfedern.] Für jeden Befehl unter
ME10 gibt es ein englisches Gegenstück, dessen Wortlaut und Bedeutung man meist über
Anwählen von [HILFE] und Anklicken des gewünschten Befehls finden kann. Die Makroprogrammiersprache setzt sich aus diesen englischen Befehlen und verschiedenen Funktionen
zusammen, die aus der Basic-Programmiersprache bekannt sind.
Als Beispiel zur Makroprogrammierung folgt die Erstellung einer Welle mit Paßfedernut (Abbildung 11.1).
Abbildung 11.1: Ergebnis des folgenden Makroprogrammes
118
Das zugehörige Makroprogramm kann wie folgt aussehen 26:
DEFINE wellenausschnitt
{Makrobeginn}
{Definition der lokalen Variablen}
LOCAL D
{Durchmesser der Welle}
LOCAL P0
{Positionierungspunkt}
LOCAL P1
{ Es folgen Konstruktionspunkte}
LOCAL P2
LOCAL P3
LOCAL P4
LOCAL P5
LOCAL P6
LOCAL P7
LOCAL P8
LOCAL W
{Winkel zur positiven x-Achse}
LOCAL T
{Nuttiefe}
LOCAL B
{Nutbreite}
{Koordinatensystem zurücksetzen}
CS_REF_PT 0,0
CS_AXIS ABSOLUTE 0 1 90 1
{Eingabebefehle}
READ PNT 'Positionierungspunkt!(Mausklick)' P0
READ NUMBER 'Durchmesser eingeben:' D
READ NUMBER 'Ausrichtung der Nut zur positiven x-Achse (Winkel):' W
READ NUMBER 'Nuttiefe eingeben:' T
READ NUMBER 'Nutbreite eingeben:' B
CS_REF_PT P0
{Koordinatensystem in P0 setzen}
CS_ROTATE W
{Koordinatensystem um Winkel W drehen}
{Punktzuweisungen}
LET P1 (PNT_XY ((-D/2)-(D/8)) 0)
LET P8 (PNT_XY 0 ((D/2)+(D/8)))
26
In den geschweiften Klammern stehen Erläuterungen zu den Befehlen.
119
LET P7 (PNT_XY 0 ((-D/2)-(D/8)))
LET P6 (PNT_XY ((D/2)+(D/8)) 0)
LET P3 (PNT_XY (-B/2) ((D/2)-T))
LET P4 (PNT_XY (B/2) ((D/2)-T))
LET P2 (PNT_XY (-B/2) (SQRT(SQR(D/2)-SQR(B/2))))
LET P5 (PNT_XY (B/2) (SQRT(SQR(D/2)-SQR(B/2))))
LET P0 (0,0)
LINETYPE SOLID
{Linienart auf Vollinie}
COLOR YELLOW
{Linienfarbe auf Gelb}
LINE POLYGON P2 P3 P4 P5 END {Polygon über die Punkte erzeugen}
ARC CEN_BEG_END P0 P2 P5
{Kreisbogen über die angegebenen Punkte}
ARC CEN_BEG_END P0 P5 P2
LINETYPE DASH_CENTER
{Linienart auf Strichpunktiert}
COLOR GREEN
{Linienfarbe auf Grün}
{Linie zwischen den angegebenen Punkten}
LINE P1 P6
LINE P7 P8 END
HATCH_ANGLE 45
{Schraffurwinkel auf 45° gesetzt}
HATCH_DIST 5
{Schraffurabstand auf 5mm gesetzt}
{Schraffurmuster festlegen}
CURRENT_HATCH_PATTERN 0 1 0 RED SOLID CONFIRM
{Automische Schraffurerstellung über Punkt innerhalb der Kontur}
HATCH AUTO (PNT_XY (D/4) (D/4)) END
{Koordinatensystem zurücksetzen}
CS_REF_PT 0,0
CS_ROTATE ABSOLUTE 0
CS_AXIS ABSOLUTE 0 1 90 1
END_DEFINE
{Makroende}
120
Die Vorgehensweise zur Makroprogrammierung:
1. Eingabe des Makroprogrammes in einem ASCII-Texteditor unter dem jeweiligen Betriebssystem.
2. Abspeichern des Makroprogrammes unter dem Texteditor.
3. Anklicken von [DATEI] EINGABE und Eingeben des Namens durch Anwählen in der
Dateiliste oder über die Tastatur.
Der Aufruf des Makroprogrammes erfolgt über die Eingabe des Makonamens (steht hinter
dem Befehl DEFINE) in die Eingabezeile.
Weitere
Bearbeitungsmöglichkeiten
EDIT_MACRO und SAVE_MACRO.
bestehen
über
die
Befehle:
LOAD_MACRO,
121
12 Schlußwort
An dieser Stelle dürfte der Benutzer ausreichende Kenntnisse vom CAD-2D-System ME10
besitzen, um selbständig weitere Zeichnungen zu konstruieren. Der Einsatz von 3D-Systemen
wird zwar immer stärker zunehmen, da die technischen Vorraussetzungen (Hard- und Software) ständig besser werden; man wird jedoch nie auf 2D-Zeichnungen verzichten können, da
diese für einfache Darstellungen schneller und somit kostengünstiger sind. Zu ME10 möchte
ich noch folgendes hinzufügen: Es gibt viele Möglichkeiten Geometrien auf unterschiedlichste
Art und Weise zu konstruieren, jedoch durch das Schreiben von Makroprogrammen, das
Konstruieren von Varianten und das parametrische Konstruieren besitzt dieses CAD-System
eine große Anzahl von Vereinfachungs- und Erstellungsmöglichkeiten. Zuvor müssen jedoch
erst Grundkenntnisse vorhanden sein, die, wie ich hoffe, bei den meisten Lesern dieses Benutzerhandbuches erlangt wurden. Zugleich liegt hierin auch ein Nachschlagewerk vor, das in der
ersten Wochen für den CAD-Neuling von großem Nutzen sein dürfte.
122
123
13 Literaturliste
[1]
Brankamp, Klaus; Herold, Jörn: Optimale CAD - Lösung für den Werkzeugbau.
Verlag TÜV Rheinland GmbH, Köln 1990.
[2]
Eigner, Martin; Maier, Helmut: Einführung und Anwendung von CAD - Systemen. 2., ergänzte Auflage. Carl Hanser Verlag, München-Wien 1986.
[3]
Grausemeier, Jürgen: CAD `94. Heinz Nixdorf Institut, Universität - GH Paderborn,17./18.03.1994. Carl Hanser Verlag, München-Wien 1994.
[4]
Helmerich, Rolf; Schwindt, Peter: CAD - Grundlagen. 2. Auflage. Vogel Buchverlag, Würzburg 1986.
[5]
Hering, Ekbert; Fallscheer Ute: CAD mit Auto CAD. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Friedrich Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig
1990.
[6]
Hewlett-Packard GmbH; Shape Data Ldt: HP ME Serie 10. Benutzerhandbuch. 2.
Ausgabe. Deutsches Software Zentrum, Böblingen August 1987.
[7]
Hewlett-Packard GmbH: 2D Konstruieren mit ME30. Ausgabe 1. Deutsches Software Zentrum, Böblingen 1990.
[8]
Hewlett-Packard GmbH: Konstruieren mit ME10. Ausgabe 1. Deutsches Software
Zentrum, Böblingen November 1990.
[9]
Hoischen, Hans: Technisches Zeichnen. 25., überarbeitete Auflage. Cornelsen,
Berlin 1994.
[10]
IFAO-Industrie_Consulting GmbH: CAD-3D. CAD-AUSBILDUNG für die Konstruktionspraxis. Carl Hanser Verlag, München? Wien 1988.
[11]
Kotsch, Günter; Staniczek, Martin: CAD-Grundkenntnisse. Verlag Handwerk und
Technik G.m.b.H., Hamburg 1987.
[12]
Martin, Peter; Siodla, Thorsten; Widmer, Hans-Jürgen: Gestaltung zukünftiger
computergestützter Konstruktionsarbeit. Institut für Arbeitswissenschaft, Bad Emstal bei Kassel 1994.
[13]
Otto, Paul; Labisch, Susanna; Weber, Christian: Technisches Zeichnen. Grundkurs. Friedrich Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig (vorraussichtlich) 1996.
124
[14]
Paul, Gunnar: CAD-Ausbildung Teil 1. CAD2D. Institut Für Angewandte Organisationsforschung IFAO. Carl Hanser Verlag, München? Wien 1986.
[15]
Scheuermann-Staehler, Günter: CAD lernen mit AutoCAD. Einführung in das
computerunterstützte Zeichnen und Konstruieren. 3., bearbeitete Auflage. Carl
Hanser Verlag, München? Wien 1992.
[16]
Vajna, Sándor; Weber, Christian; Schlingensiepen, Jürgen; Schlottmann, Dietrich:
CAD/CAM für Ingenieure. Hardware-Software-Strategien. Vieweg, Braunschweig? Wiesbaden 1994.
[17]
Verband Deutscher Maschienen- und Anlagebau e.V. (VDMA): Software. Für die
rechnerunterstützte Fabrik. Maschinenbau-Verlag GmbH, Frankfurt/M. 1989.
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement