CTU – CONFORMITY TEST UNIT - inform.wabco

CTU – CONFORMITY TEST UNIT - inform.wabco
CTU –
CONFORMITY TEST UNIT
SYSTEMBESCHREIBUNG
CTU
CONFORMITY TEST UNIT
SYSTEMBESCHREIBUNG
Ausgabe 3
Die Druckschrift unterliegt keinem Änderungsdienst.
Die aktuelle Version finden Sie unter folgendem Link
http://www.wabco.info/8150201903
© 2015 WABCO Europe BVBA – Alle Rechte vorbehalten.
Änderungen bleiben vorbehalten.
Version 1 / 07.2015(de)
815 020 190 3
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1Abkürzungsverzeichnis.................................................................................................................................... 4
2
Allgemeine Hinweise........................................................................................................................................ 4
3Einführung......................................................................................................................................................... 8
3.1 Leistungsumfang. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
3.2 Allgemeine Betriebshinweise. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
4CTU-Konzept................................................................................................................................................... 11
4.1 Grundpaket 446 310 010 0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
4.2 Erweiterungspaket „Motorwagen“ 446 310 013 0. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
4.3 Erweiterungspaket „Anhänger“ 446 310 011 0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
4.4Komponentenbeschreibung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
5Inbetriebnahme............................................................................................................................................... 22
5.1 Anschluss an den Computer. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
5.2 Anschluss des Grundpakets . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
5.3 Anschluss des Erweiterungspakets „Motorwagen“. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
5.3.1 Durchführung der Abrissprüfung (nicht für Solofahrzeuge erforderlich)................................... 26
5.3.2 Anschluss des Erweiterungspakets „Anhänger“...................................................................... 26
5.4Drucksensorabgleich. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
5.5Spannungsversorgung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
5.5.1 Versorgung durch ein 24 V Netzgerät mit konstanter Spannungsversorgung......................... 29
5.5.2 Versorgung über eine Schnittstelle nach ISO 7638 durch Motorwagen................................... 30
5.5.3 Versorgung über Schnittstelle nach ISO 7638 durch ein regelbares Netzgerät....................... 30
6
2
Das Messprogramm........................................................................................................................................ 32
6.1 Startbildschirm – Programmmodule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
6.1.1 Modul 1: Zeitmessung für Anhänger mit pneumatischer Bremsleitung.................................... 32
6.1.2 Modul 2: Zeitmessung für Anhänger mit pneumatischer und elektrischer Bremsleitung......... 32
6.1.3 Modul 3: Prüfung der Kompatibilität eines Anhängers mit elektrischer Bremsleitung ............. 33
6.1.4 Modul 4: Zeitmessung für Motorwagen ohne Anhängersteuerung.......................................... 33
6.1.5 Modul 5: Zeitmessung für Motorwagen mit pneumatischer Anhängersteuerung..................... 33
6.1.6 Modul 6: Zeitmessung für Motorwagen mit pneumatischer und
elektrischer Anhängersteuerung.............................................................................................. 34
6.1.7 Modul 7: Prüfung des Verhaltens bei Schlauchabriss.............................................................. 34
6.1.8 Modul 8: Kompatibilität eines Motorwagens mit elektrischer Anhängersteuerung................... 34
6.2 Weitere Programmmodule. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
6.2.1 Menüpunkt: ISO 11992............................................................................................................. 35
6.2.1.1 Botschaften anzeigen............................................................................................. 35
6.2.1.2 Dateninhalte anzeigen............................................................................................ 35
6.2.1.3 Zeitverhalten der Botschaften................................................................................. 36
6.2.1.4Busauslastung........................................................................................................ 36
6.2.2 Menüpunkt: Extras................................................................................................................... 36
6.2.2.1 Prüfung der CTU-Hardware.................................................................................... 37
6.2.2.2 Abgleich der Drucksensoren des Simulators.......................................................... 37
6.2.2.3 Pneumatische Prüfung des Simulators................................................................... 37
6.2.2.4Einstellungen.......................................................................................................... 38
6.2.3 Menüpunkt: Anhänger.............................................................................................................. 38
6.2.3.1 Kapazitätsprüfung der Vorratsbehälter................................................................... 38
6.2.3.2 Zusätzliche Kapazitätsprüfung der Vorratsbehälter für Fahrzeuge mit ABS........... 38
6.2.3.3 Prüfung nach ISO 11992......................................................................................... 38
6.2.3.4Motorwagensimulation............................................................................................ 39
Inhaltsverzeichnis
6.2.4
6.2.5
Menüpunkt: Motorwagen.......................................................................................................... 39
6.2.4.1 Kapazitätsprüfung der Vorratsbehälter................................................................... 39
6.2.4.2 Prüfung nach ISO 11992......................................................................................... 39
6.2.4.3Anhängersimulation................................................................................................ 40
Menüpunkt: Hilfe...................................................................................................................... 40
7Anhang............................................................................................................................................................. 41
7.1CAN-Botschaften. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
7.2EG-Konformitätserklärung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
3
Allgemeine Hinweise
1
Abkürzungsverzeichnis
ABKÜRZUNG
BEDEUTUNG
CAN
(engl. Controller Area Network); Netzwerk für Fahrzeugsteuergeräte
CTU
(engl. Conformity Test Unit); Messgerät für Konformitätsprüfungen
ECU
(engl. Electronic Control Unit); elektronisches Steuergerät
RGE
(engl. Running Gear Equipment); Fahrwerkssystem
2
Allgemeine Hinweise
Zweck der Druckschrift
Diese Druckschrift richtet sich an Anwender der CTU.
Haftungsausschluss
Für die bereitgestellten Informationen in dieser Druckschrift übernehmen wir
keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Alle technischen
Angaben, Beschreibungen und Bilder gelten für den Tag der Drucklegung dieser
Druckschrift bzw. ihrer Nachträge. Wir behalten uns Änderungen durch ständige
Weiterentwicklung vor.
Der Inhalt dieser Druckschrift stellt weder Garantien oder zugesicherte
Eigenschaften dar, noch können sie als solche ausgelegt werden. Eine Haftung
für Schäden ist grundsätzlich ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe
Fahrlässigkeit von uns zu vertreten ist oder sonstige zwingend gesetzliche
Bestimmungen dem entgegenstehen.
Texte und Grafiken unterliegen unserem Nutzungs- und Verwendungsrecht,
Vervielfältigung oder Verbreitung in jeglicher Form bedürfen unserer
Zustimmung.
Aufgeführte Markenbezeichnungen, auch wenn diese nicht in jedem Fall
als solche gekennzeichnet sind, unterliegen dennoch den Regeln des
Kennzeichnungsrechts. Sollten sich aus der Verwendung der in dieser
Druckschrift befindlichen Informationen Streitigkeiten rechtlicher Art ergeben,
unterliegen diese ausschließlich den Regeln des nationalen Rechts.
Sofern Teile oder einzelne Formulierungen dieser Druckschrift der geltenden
Rechtslage, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben
die übrigen Teile der Druckschrift in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon
unberührt.
4
Allgemeine Hinweise
Verwendete Symbolik
WARNUNG
VORSICHT
Bezeichnet eine mögliche Gefahrensituation Bei
Nichtbeachten des Sicherheitshinweises können
schwere Personenschäden oder Tod die Folge sein.
–– Befolgen Sie die Anweisungen in diesem
Warnhinweis, um Verletzungen von Personen zu
vermeiden.
Bezeichnet einen möglichen Sachschaden
Bei Nichtbeachten des Sicherheitshinweises können
Sachschäden die Folge sein.
–– Befolgen Sie die Anweisungen in diesem
Warnhinweis, um Sachschäden zu vermeiden.
!!
Wichtige Informationen, Hinweise und/oder Tipps, die Sie unbedingt beachten
müssen.
Verweis auf Informationen im Internet
–– Handlungsschritt
ÖÖ Ergebnis einer Handlung
„„ Aufzählung/-listung
Aufbau der WABCO Produktnummer
WABCO Produktnummern sind aus 10 Ziffern aufgebaut.
Produktionsdatum
Gerätetyp
Abwandlung
Zustandskennziffer
0 = Neugerät (Komplettgerät)
1 = Neugerät (Unterbaugruppe)
2 = Reparatursatz oder Unterbaugruppe
4 = Einzelteil
7 = Austauschgerät
5
Allgemeine Hinweise
Entscheiden Sie sich für WABCO Originalprodukte
WABCO Originalprodukte sind aus qualitativ hochwertigen Materialien gefertigt
und werden vor dem Verlassen unserer Werke gründlich getestet. Zusätzlich
haben Sie die Sicherheit, dass die Qualität aller WABCO Produkte von einem
hervorragenden WABCO Kundenservice-Netzwerk unterstützt wird.
Als einer der führenden Zulieferer arbeitet WABCO mit den weltweit
bedeutendsten Erstausrüstern zusammen und verfügt über die nötige
Erfahrung und die erforderlichen Kapazitäten, um auch den anspruchsvollsten
Produktionsstandards zu genügen. Die Qualität jedes einzelnen WABCO
Produktes wird gewährleistet durch:
„„ Für die Serienproduktion hergestellte Werkzeuge
„„ Regelmäßige Überprüfung (Audits) der Zulieferer
„„ Umfassende „End-of-Line“ Kontrollen
„„ Qualitätsstandards von < 50 PPM
Ein WABCO Originalprodukt ist so einzigartig wie Ihr Fingerabdruck. Geben Sie
sich nicht mit weniger zufrieden.
Der Einbau von Nachbauteilen kann Leben kosten – WABCO
Originalprodukte schützen Ihr Geschäft.
WABCO Zusatzleistungen
Zusatzleistungen, die Sie mit einem WABCO Originalprodukt erhalten:
„„ 24 Monate Produktgarantie
„„ Lieferung über Nacht
„„ Technischer Support von WABCO
„„ Professionelle Schulungsangebote der WABCO University
„„ Zugang zu Diagnosewerkzeugen und Support durch das WABCO
Servicepartnernetzwerk
„„ Unkomplizierte Bearbeitung von Reklamationen
„„ Sowie die Sicherheit der Übereinstimmung und Einhaltung der hohen
Qualitätsstandards der Fahrzeughersteller.
6
Allgemeine Hinweise
WABCO Servicepartner
WABCO Servicepartner – das Netzwerk, auf das Sie sich verlassen können.
Über 2.000 Werkstätten höchster Qualität stehen Ihnen mit mehr als 6.000
spezialisierten Mechanikern zur Verfügung, die gemäß den hohen Standards
von WABCO geschult wurden und unsere modernste System­diagnosetechnik
sowie unsere Services nutzen.
Ihr direkter Kontakt zu WABCO
Zusätzlich zu unseren Online Services stehen geschulte Mitarbeiter in
unseren WABCO Kunden-Centern für Sie bereit, um Ihre technischen oder
kaufmännischen Fragen umgehend zu beantworten.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Unterstützung benötigen:
„„ Finden des richtigen Produktes
„„ Diagnose-Support
„„ Training
„„ System-Support
„„ Auftragsverwaltung
Ihre WABCO-Partner finden Sie im Internet unter
wabco-auto.com. Klicken Sie im Bereich „Schnellzugriff“ auf den Link „Wo finde
ich WABCO?“ (http://www.wabco-auto.com/findwabco)
7
Einführung
3
Einführung
Die CTU (Conformity Test Unit) wird zur Überprüfung von Anforderungen
eingesetzt, die in der UNECE Regulation 13 beschrieben sind. Anforderungen
bis einschließlich der Ergänzung 8 zur 11. Änderungsserie der ECE R 13 sind
erfasst.
Die CTU ersetzt das Zeitmessgerät und kann für folgende Messungen
eingesetzt werden:
„„ Prüfung auf ausreichende Kapazität der Vorratsbehälter, sowohl am
Motorwagen als auch am Anhänger
„„ Messung der Schwellzeiten an konventionellen und elektronisch geregelten
pneumatischen Bremsanlagen, sowohl am Motorwagen als auch am
Anhänger
„„ Kompatibilität von Motorwagen- und Anhängerschnittstellen, sowohl
pneumatisch als auch elektronisch
„„ Prüfung der CAN-Datenleitung und CAN-Datenübertragung
„„ Überprüfung der CAN-Daten
Das letzte Update der CTU betrifft einen verbesserten Test der MotorwagenBehälterkapazität und einen neuen Kapazitätstest für Anhängefahrzeuge.
ECE R 13
Für weitere Informationen rufen Sie im Internet folgende Seite
auf: http://www.unece.org/trans/main/wp29/wp29regs1-20.html
3.1
Leistungsumfang
Mit der CTU können die nachfolgenden Prüfungen durchgeführt werden:
Prüfungen am Motorwagen
„„ Prüfung des Druckanstiegsverhaltens am Radbremszylinder, der bei
Fahrzeugen ohne Anhängersteuerung (ECE R 13 Anhang 6 Punkt 2) am
ungünstigsten gelegen ist
„„ Prüfung des Druckanstiegsverhaltens am Radbremszylinder, der am
ungünstigsten gelegen ist und Prüfung des Druckanstiegsverhaltens
am gelben Kupplungskopf für Fahrzeuge mit pneumatischer
Anhängeransteuerung (ECE R 13 Anhang 6 Punkt 2)
„„ Prüfung des Druckanstiegsverhaltens am Radbremszylinder, der am
ungünstigsten gelegen ist, Prüfung des Druckanstiegsverhaltens am
gelben Kupplungskopf, sowie Prüfung des Signalverhaltens an der
7-poligen Steckdose nach ISO 7638 für Fahrzeuge mit pneumatischer und
elektronischer Anhängeransteuerung (ECE R 13 Anhang 6 Punkt 2)
„„ Prüfung des Druckabfallverhaltens am roten Kupplungskopf bei Ausfall
des pneumatischen Steuersignals (Abrissverhalten) für Fahrzeuge mit
pneumatischer Anhängeransteuerung (ECE R 13 Anhang 6 Punkt 2.7)
„„ Überprüfung des Datentransfers an der elektronischen Anhängerschnittstelle
nach ISO 7638 (ECE R 13 Anhang 16)
„„ Elektrische Simulation des Anhängers – Prüfung der durch CAN-Botschaften
erzeugten Reaktionen an der elektronischen Anhängerschnittstelle nach
ISO 7638 (ECE R 13 Anhang 17 Punkt 3)
„„ Prüfung des Volumens des Vorratsdruckbehälters (ECE R 13 Anhang 7
Punkt A.1.2)
8
Einführung
Prüfungen am Anhänger
„„ Prüfung des Ansprech- und Druckanstiegsverhaltens am Radbremszylinder,
der am ungünstigsten gelegen ist, bei Eingang eines pneumatischen
Steuersignals (ECE R 13 Anhang 6 Punkt 3)
„„ Prüfung des Ansprech- und Druckanstiegsverhaltens am Radbremszylinder,
der am ungünstigsten gelegen ist, bei Eingang eines pneumatischen und
elektronischen Steuersignals (ECE R 13 Anhang 6 Punkt 3)
„„ Überprüfung des Datentransfers an der elektronischen
Motorwagenschnittstelle nach ISO 7638 (ECE R 13 Anhang 16)
„„ Elektrische Simulation des Motorwagens – Prüfung der Reaktionen an der
elektronischen Motorwagenschnittstelle nach ISO 7638 (ECE R 13 Anhang
17 Punkt 4), die durch die CAN-Botschaften erzeugt wurden
„„ Prüfung des Volumens des Vorratsdruckbehälters (ECE R 13 Anhang 7
Punkt A.1.3)
„„ Prüfung des Volumens des Vorratsdruckbehälters nach ECE R 13 Anhang
20 Punkt 7.3
Prüfungen an der Datenschnittstelle „Motorwagen - Anhänger“
In der ISO 11992 wird der Austausch von digitalen Informationen an der
elektrischen Verbindung zwischen ziehendem und gezogenem Fahrzeug
behandelt. Die hier getroffenen Festlegungen sind teilweise in die ECE R 13
übernommen worden und müssen überprüft werden. Im Einzelnen sind
folgende Prüfungen durchführbar:
„„ Suche und Anzeige der an der 7-poligen Steckdose ankommenden
Botschaften
„„ Anzeige der Dateninhalte und der Wiederholzeiten der ankommenden EBSBotschaften
„„ Anzeige der Datenbusauslastung
Prüfung weiterer Sonderfunktionen
Weitere Sonderfunktionen dienen vorrangig zur Selbstüberprüfung der CTU.
Hier sind Kalibrier- und Ansteuerfunktionen zusammengefasst. Im Einzelnen
sind das:
„„ Kalibrierung der CTU-Hardware (ECE R 13 Anhang 6 Punkt 3)
„„ Kalibrierung der internen Drucksensoren des Simulators (ECE R 13 Anhang
6 Punkt 3)
„„ Pneumatische Überprüfung des Simulators (ECE R 13 Anhang 6 Punkt 3)
9
Einführung
Allgemeine Betriebshinweise
3.2
Allgemeine Betriebshinweise
Für den einwandfreien Betrieb der CTU ist die Einhaltung nachstehender
Betriebsrichtlinien erforderlich.
Bedienung der CTU durch qualifiziertes Personal
Obwohl die eigentliche Messdurchführung durch die CTU-Software unterstützt
wird, erfolgt die Bedienung der CTU durch qualifiziertes Personal. Als qualifiziert
gelten beispielsweise Prüfingenieure, Kfz-Sachverständige und -meister aber
auch Personen, die durch eben genannten Personenkreis oder befähigte
WABCO Servicemitarbeiter an dieser Messeinrichtung unterwiesen wurden.
Sicherheitsbestimmungen
Bei der Arbeit mit der CTU ist auf die Einhaltung der jeweilig
gültigen Sicherheitsbestimmungen (z. B. Sicherung des Fahrzeugs,
Arbeitsschutzrichtlinien usw.) zu achten.
Wartung
Die CTU ist wartungsfrei.
Kalibrierung
Bezüglich der Kalibrierung der Messaufnehmer (z. B. Drucksensoren) müssen
einige Grundsätze beachtet werden. Die Messaufnehmer unterliegen der
jeweils national gültigen Kalibrierpflicht.
Die Drucksensoren werden in einem Kalibrierlabor überprüft. Bei
Nichteinhaltung der vorgegebenen Kalibriergrenze, müssen die Drucksensoren
ausgetauscht werden.
Prüfung von Zeitmesseinrichtungen
Ein Hinweis auf die ”Richtlinie über die Anwendung, Beschaffenheit und Prüfung
von Zeitmesseinrichtungen zur Bestimmung von Ansprech- und Schwelldauer
bestimmter Betriebsbremsanlagen von Kfz. und Anhänger“ zu §41 StVZO:
Diese Richtlinie verweist in ihrem Absatz 1 Unterpunkt 1.3 auf die Notwendigkeit
der Stückprüfung und beschreibt diese im Absatz 7 „Stückprüfung“ näher.
Sinngemäß sind hier folgende Aussagen getroffen:
„„ Stückprüfungen sind in Abständen von höchstens 2 Jahren durchzuführen.
„„ Die prüfende Stelle fertigt über die Stückprüfung eine Bescheinigung aus.
„„ Die Stückprüfung ist der Vergleich einer zu prüfenden Einrichtung mit
einem Normalgerät, dessen Fehlergrenzen im Bezug auf Abschnitt 5.6 der
Richtlinie definiert sind.
10
CTU-Konzept
Allgemeine Betriebshinweise
4
CTU-Konzept
Um den verschiedenen möglichen Einsatzfällen der CTU gerecht zu werden,
wird die CTU in drei Modulen angeboten:
„„ Grundpaket 446 310 010 0
„„ Erweiterungspaket „Motorwagen“ 446 310 013 0
„„ Erweiterungspaket „Anhänger“ 446 310 011 0
Diese Aufteilung wurde gewählt, um den verschiedenen Anforderungen
bei technischen Diensten, Motorwagenherstellern, Herstellern von
Anhängerfahrzeugen und Werkstätten zu entsprechen.
Paketübersicht
Einsatz des USB-RS232 Adapters
Die Verbindung zwischen CTU-ECU und Computer wird standardmäßig über
eine serielle Datenverbindung hergestellt. Hierfür wird am Computer der
9-polige COM-Port verwendet.
Neben der Nutzung des COM-Ports ist alternativ auch eine Verbindung über
die USB-Schnittstelle des Computers möglich. Hierfür kommt ein USB-RS232
Adapter zum Einsatz. Dieser Adapter wird zusätzlich zwischen Computer und
CTU-ECU angeschlossen.
11
CTU-Konzept
Grundpaket 446 310 010 0
4.1
Grundpaket 446 310 010 0
!!
Mit dem Grundpaket können Prüfungen an der ISO 7638 Schnittstelle
vorgenommen werden.
Mit dem Grundpaket ist eine elektronische Schnittstellenüberprüfung der
Motorwagen-/ Anhängerschnittstelle nach ISO 7638 (EBS-Steckdose)
sowie eine Motorwagen- und Anhängersimulation möglich. Das Grundpaket
ist in einem Zubehörkoffer untergebracht und umfasst die elektronische
Basisausrüstung zur Versuchsdurchführung und -auswertung. Daneben
enthält das Grundpaket Komponenten, die sowohl im Motorwagen als auch im
Anhänger benötigt werden (Drucksensor für den am ungünstigsten liegenden
Radbremszylinder inklusive Drucksensorkabel sowie Verbindungsstück zum
Radbremszylinder und Schlauch mit rotem Kupplungskopf).
!!
Das Netzgerät und das Versorgungskabel zur Spannungsversorgung für CTU
und PC gehören nicht zum Lieferumfang der CTU.
Die Systemanforderungen für den erforderlichen PC sind:
„„ Handelsüblicher PC mit Windows-Betriebssystem und COM-Schnittstelle,
alternativ USB-Adapter.
Die Ausrüstung des Messwertaufnehmers ist – mit Ausnahme der Komponenten
für die Radbremszylinderdruckmessung und des Anschlussschlauchs für
den Anhängervorratsdruck (roter Kupplungskopf) – in den entsprechenden
Erweiterungspaketen für Motorwagen bzw. Anhänger untergebracht.
Das Grundpaket besteht aus folgenden Komponenten:
Grundpaket
POSITION
1
Schlauch „Prüfanschluss zu Drucksensoradapter“
2
Drucksensoradapter
3
Kabel „CTU zu Drucksensoradapter“
4
CTU
5
Schlauch „roter Kupplungskopf“
6
Kabel „ISO 7638 Adapter zu ECU“
7
Durchgangsadapter
8a / 8b
12
BENENNUNG
Alternativ: 8a USB-RS232 Adapter (+ USB-Stick) / 8b
Datenübertragungskabel CTU zu PC
CTU-Konzept
Erweiterungspaket „Motorwagen“ 446 310 013 0
4.2
Erweiterungspaket „Motorwagen“ 446 310 013 0
!!
Zusammen mit dem Grundpaket ist das Erweiterungspaket besonders
für Motorwagenhersteller geeignet, bei dem die CTU beispielsweise zu
Systemüberprüfungen und -optimierungen eingesetzt wird.
Das Erweiterungspaket „Motorwagen“ umfasst Komponenten für Zeitnahmen
und Messungen von Druckverläufen am Motorwagen.
Die Komponenten des Erweiterungspakets „Motorwagen“ werden bei
Bestellung im Zubehörkoffer untergebracht.
Das Erweiterungspaket „Motorwagen“ besteht aus folgenden Komponenten:
Erweiterungspaket „Motorwagen“
POSITION
BENENNUNG
1
Drucksensoradapter + Drucksensor „roter Kupplungskopf“ (2x)
2
Schlauch „gelber Kupplungskopf“ (sowie gelber Kupplungskopf
Anhängeranschluss)
3
Drucksensoradapter + Drucksensor „gelber Kupplungskopf“
4
Kabel „CTU-Drucksensoradapter“ (2x)
5
Trittplatte (Doppelkontaktgeber)
6
Seilzug für Trittplatte
7
Betätigung für Trittplatte
8
Schlauch „Prüfanschluss zu Drucksensoradapter“ (2x)
9
500 ml Prüfvolumen
13
CTU-Konzept
Erweiterungspaket „Anhänger“ 446 310 011 0
4.3
Erweiterungspaket „Anhänger“ 446 310 011 0
!!
Zusammen mit dem Grundpaket ist das Erweiterungspaket „Anhänger“
besonders für Anhängerhersteller geeignet, bei dem die CTU beispielsweise
auch zu Systemüberprüfungen und -optimierungen eingesetzt werden kann.
Das Erweiterungspaket „Anhänger“ umfasst:
„„ den Simulator zur Nachstellung des Motorwagen-Verhaltens (nach
ECE R 13 Anlage zum Anhang 6),
„„ stellt die pneumatische Versorgung des Anhängerfahrzeugs sicher
„„ generiert plötzlich einsetzende Bremsungen
„„ diverse Kabel
„„ Komponenten zur Anhängerüberprüfung nach ECE R 13
„„ zur Druckluftversorgung des Behälters über die Hausanlage (oder über
einen Motorwagen)
Die zum Anschluss der Radbremszylinder erforderlichen Komponenten des
Messaufnehmers werden mit dem Grundpaket geliefert. Die Komponenten des
Erweiterungspakets „Anhänger“ sind in im Zubehörkoffer untergebracht, in dem
sich der Simulator befindet.
Das Erweiterungspaket „Anhänger“ besteht aus folgenden Komponenten:
Erweiterungspaket „Anhänger“
POSITION
14
BENENNUNG
1
Simulator
2
Drucksensor
3
Behälter 30 Liter
CTU-Konzept
Erweiterungspaket „Anhänger“ 446 310 011 0
POSITION
BENENNUNG
4
Versorgung > 6,5 bar
5
Kabel „Simulator zu CTU“
6
Simulator
7
Magnetventil
8
Drucksensor
9
Anhängersteuerdruck
10
Blende 4 mm
11
Schlauch „Simulator zu gelber Kupplungskopf“
12
Anhängervorratsdruck
13, 14, 15
Magnetventile
Nicht
Drucksensor mit Adapter für Prüfanschluss
abgebildet
15
CTU-Konzept
Komponentenbeschreibung
4.4
Komponentenbeschreibung
Diese Tabelle zeigt eine Übersicht der einzelnen Komponenten mit Teilenummer
und Kurzbeschreibung.
GRUNDPAKET
TEILENUMMER /
ABBILDUNG
446 310 019 0
446 310 000 0
KOMPONENTE / BESCHREIBUNG
MOTORWAGEN
ANHÄNGER
446 310 010 0
446 310 013 0
446 310 011 0
1
1
Koffer
„„ Komponentenaufnahme für
Grundpaket und Erweiterungspaket
„Motorwagen“.
CTU
„„ zentrales Steuergerät für die
Messungen
1
446 310 022 0
USB-Stick
„„ mit Messsoftware
1
446 310 016 2
ISO 7638 Adapterset
„„ bestehend aus: ISO 7638
Durchgangsadapter K1a
446 310 017 2, Kabel K1b
446 310 018 2)
„„ Steckadapter für die ISO 7638
Schnittstelle inklusive
Datenübertragungskabel und
Spannungsversorgungsanschluss
CTU
1
446 310 021 2
Datenübetragunskabel „PC zu CTU“
1
446 310 014 4
16
ERWEITERUNGSPAKETE
USB-RS232 Adapter
„„ Adapter zur Herstellung einer
Datenverbindung über die USSchnittstelle des Computers
1
CTU-Konzept
Komponentenbeschreibung
GRUNDPAKET
TEILENUMMER /
ABBILDUNG
435 201 790 2
435 201 410 2
KOMPONENTE / BESCHREIBUNG
446 310 010 0
Betätigung (435 201 790 2)
„„ bestehend aus: Haken mit
Klemmeinrichtung
ERWEITERUNGSPAKETE
MOTORWAGEN
ANHÄNGER
446 310 013 0
446 310 011 0
1
Seilzug (435 201 410 2)
„„ bestehend aus: Stahlseil mit Zugfeder
1
446 310 015 2
Trittplatte
„„ Auslösen des Messvorgangs beim
Motorwagen
1
446 310 300 2
894 600 001 0
893 600 021 0
893 600 022 0
893 600 024 0
Anschlusskabel „Drucksensor zu CTU“
Drucksensor
„„ Messeinheit für Drücke
1
2
1
1
2
1
Schlauch
„„ mit gelben Kupplungskopf zum
Anschluss an Motorwagen und
Druckmesssteller
Schlauch
„„ mit rotem Kupplungskopf zum
Anschluss an Motorwagen und
Druckmessstelle
Verbindungsstück
„„ zum Anschluss an Radbremszylinder
und Druckmessstelle
1
1
1
2
1
17
CTU-Konzept
Komponentenbeschreibung
GRUNDPAKET
TEILENUMMER /
ABBILDUNG
446 310 023 0
KOMPONENTE / BESCHREIBUNG
446 310 010 0
ERWEITERUNGSPAKETE
MOTORWAGEN
ANHÄNGER
446 310 013 0
446 310 011 0
Simulatorkoffer
„„ Komponentenaufnahme für das
Erweiterungspaket „Anhänger“
1
446 310 025 2
446 310 024 2
Simulator
„„ Auslösen des Messvorgangs beim
Anhänger und pneumatische
Motorwagensimulation
1
Datenübertragungskabel „Simulator zu
CTU“
1
893 600 023 0
446 310 016 4
Schlauch
„„ mit gelben Kupplungskopf zum
Anschluss an Anhänger
500 ml Prüfvolumen
„„ für Test der Motorwagendruckbehälter
1
1
!!
Die korrekte Messung ist nur durch Verwendung der von WABCO mitgelieferten
Schläuche möglich. Die Verwendung nicht zertifizierter Schläuche und Kabel
kann zu Fehlmessungen führen.
Koffer 446 310 019 0
Der Koffer kann die Komponenten des Grundpakets 446 310 010 0 und des
Erweiterungspakets „Motorwagen“ 446 310 013 0 aufnehmen.
Wird nur das Grundpaket 446 310 010 0 bestellt, bleiben die entsprechenden
Plätze für die Komponenten des Erweiterungspakets „Motorwagen“ im Koffer
leer.
CTU 446 310 000 0
Die CTU ist das zentrale Steuergerät für die Messungen.
USB-RS232 Adapter 446 310 014 4
Für PCs ohne COM-Schnittstelle kann der USB-RS232 Adapter verwendet
werden.
18
CTU-Konzept
Komponentenbeschreibung
Durchgangsadapter 446 310 017 2
Der ISO 7638-Durchgangsadapter wird je nach Fahrzeugausführung an den
Stecker/die Steckdose nach ISO 7638 angeschlossen. Über diesen Adapter
erfolgt der Zugriff auf die ISO 7638 Schnittstelle am Fahrzeug. Am seitlich
angebrachten Stecker werden die Anschlüsse der ISO 7638 Steckverbindung
abgezweigt und mit der CTU verbunden.
Zusammen mit dem angeschlossenen Kabel ”Versorgungsleitung ISOAdapter“ bildet der ISO 7638 Durchgangsadapter das ISO 7638 Adapterset
446 310 016 2.
Versorgungsleitung-ISO-Adapter 446 310 018 2
Das Kabel Versorgungsleitung-ISO-Adapter wird an den seitlich angebrachten
Stecker angeschlossen und verbindet den ISO 7638 Adapter mit der CTU zur
Datenübertragung. Am Kabel befindet sich ein Abgang mit einem Koaxialstecker
– damit kann bei Bedarf die CTU spannungsversorgt werden, siehe Kapitel „5.5
Spannungsversorgung“ auf Seite 29.
Dateübertragungskabel „PC zu CTU“ 446 310 021 2
Das Kabel „PC zu CTU“ wird an den Anschluss ”RS232“ der CTU
angeschlossen und verbindet die CTU mit dem PC.
Trittplatte 446 310 015 2
Das Kabel von der Trittplatte (Doppelkontaktgeber) wird an den Anschluss
„Trittplatte“ der CTU angeschlossen und verbindet die CTU mit dem
Doppelkontaktgeber auf der Trittplatte. Mit dem Doppelkontaktgeber werden
das START- und das STOP-Signal für die Zeitmessung und Abrissprüfung am
Motorwagen gegeben.
Betätigung 435 201 790 2
Die Betätigung besteht aus einem Haken mit Klemmeinrichtung. Sie gehört
mit dem Seilzug 435 201 410 2 (Stahlseil mit Zugfeder) zum Teileumfang
des Erweiterungspakets „Motorwagen“. Betätigung und Seilzug können auf
der einen Seite am Doppelkontaktgeber, auf der anderen Seite am Lenkrad
montiert werden, um so den Betätigungsbeginn und das Betätigungsende des
Bremspedals zu bestimmen.
Datenübertragungskabel „Drucksensor zu CTU“ 446 310 300 2
Die Kabel „Drucksensor zu CTU“ werden an die Anschlüsse „Drucksensor 1“
bis „Drucksensor 3“ der CTU angeschlossen und verbinden die CTU mit dem
jeweiligen Drucksensor.
Drucksensor 894 600 001 0
Die Drucksensoren 894 600 001 0 messen den an den Messstellen
anliegenden Druck und werden an das Verbindungsstück 893 600 024 0 bzw.
an die Enden der Schläuche 893 600 021 0 (am gelben Kupplungskopf) und
893 600 022 0 (am roten Kupplungskopf) angeschlossen. Die Verbindung jedes
Drucksensors mit der CTU erfolgt mit Hilfe des Kabels 446 310 300 2.
19
CTU-Konzept
Komponentenbeschreibung
Schlauch 893 600 021 0
Der Schlauch hat je nach Einsatz bei der Motorwagen oder Anhängermessung
eine Doppelfunktion.
Messungen am Motorwagen: Der Schlauch wird am gelben Kupplungskopf des
Motorwagens angeschlossen. Der gelbe Kupplungskopf ist so beschaffen, wie
er am Anhänger verwendet wird. Am anderen Schlauchende befindet sich eine
Kupplung, an die der Drucksensor angeschlossen wird, der für die Messung des
Bremsdrucks zur Anhängersteuerung vorgesehen ist. Das Schlauchvolumen
beträgt 385 ± 5cm³ und entspricht damit dem Totvolumen für den Anhänger, wie
es in der ECE R 13 gefordert ist.
Messungen am Anhänger: Der Schlauch wird am Simulator an den Anschluss
„air supply connection / Druckluftversorgung“ angeschlossen. Über den
Kupplungskopf kann nun der Simulator mit Druckluft versorgt werden.
Schlauch 893 600 022 0
Der Schlauch hat je nach Einsatz bei der Motorwagen oder Anhängermessung
eine Doppelfunktion.
Messungen am Motorwagen: Der Schlauch wird an den roten Kupplungskopf
angeschlossen. Am anderen Schlauchende befindet sich eine Kupplung, an die
der Drucksensor angeschlossen wird, der für die Messung des Vorratsdrucks
zur Anhängersteuerung vorgesehen ist.
Messungen am Anhänger: Der Schlauch stellt die Verbindung her vom
Vorratsdruckanschluss des Simulators zum roten Kupplungskopf des
Anhängers.
Verbindungsstück 893 600 024 0
Das Verbindungsstück wird am Prüfanschluss des am ungünstigsten liegenden
Radbremszylinders angeschlossen. Am anderen Schlauchende befindet sich
eine Kupplungsspitze, an die der Drucksensor angeschlossen wird, der für die
Messung des Bremsdrucks im Radbremszylinder vorgesehen ist.
Mit dem Verbindungsstück kann auch ein Drucksensoradapter mit einem
Vorratsdruckbehälter verbunden werden.
Koffer mit Simulator 446 310 023 0
Wesentlicher Bestandteil des Koffers ist der Simulator 446 310 025 2, mit
dem die pneumatische Versorgung und Ansteuerung bei Messungen an
Anhängefahrzeugen sichergestellt wird.
Weitere Komponenten des Koffers sind die Komponenten des
Erweitungspakets „Anhänger“ 446 310 011 0.
!!
Der Simulatorbehälter (30 Liter) muss vor jedem Einsatz entwässert werden.
Anschlussplatte des Simulators 446 310 025 2
Auf der linken Seite oben befindet sich der Daten- und
Spannungsversorgungsanschluss der CTU 446 310 000 0. Über diese
Schnittstelle findet einerseits der Datenaustausch zur Simulatorsteuerung
statt und andererseits wird die Spannungsversorgung der simulatorinternen
Magnetventile sichergestellt. Hier wird das vom CTU-Anschluss „Simulator“
kommende Kabel 446 310 024 2 angeschlossen.
Am links unten befindlichen Anschluss „coupling head, control line trailer
/ Kupplungskopf, Bremsleitung“ wird der zum gelben Kupplungskopf des
Anhängers gehende Schlauch 893 600 023 0 angeschlossen. An diesem
Anschluss wird der Bremsdruck zum gelben Kupplungskopf des Anhängers
ausgesteuert.
20
CTU-Konzept
Komponentenbeschreibung
Am rechts oben befindlichen Anschluss „coupling head, supply line trailer
/ Kupplungskopf, Vorratsleitung“ wird der zum roten Kupplungskopf des
Anhängers gehende Schlauch 893 600 022 0 angeschlossen. An diesem
Anschluss wird der Vorratsdruck zum roten Kupplungskopf des Anhängers
ausgesteuert.
Am rechts unten befindlichen Anschluss „air supply connection /
Druckluftversorgung“ wird der Simulator mit Druckluft versorgt. Das kann über
eine Hausanlage geschehen oder durch einen Motorwagen. Für den letzten Fall
steht der Schlauch 893 600 021 0 zur Verfügung, der beispielsweise vom roten
Kupplungskopf des Motorwagens kommend hier angeschlossen wird.
Datenübertragungskabel „Simulator zu CTU“ 446 310 024 2
Das Kabel verbindet die CTU (Anschluss Simulator) mit dem Simulator.
Schlauch 893 600 023 0
Der Schlauch wird am Anhänger an den gelben Kupplungskopf angeschlossen.
Der gelbe Kupplungskopf ist so beschaffen, wie er am Motorwagen verwendet
wird. Am anderen Schlauchende befindet sich eine Kupplungsspitze, an die
der Simulatoreingang „coupling head, control line trailer / Kupplungskopf,
Bremsleitung“ angeschlossen wird, der für die Anhängersteuerung vorgesehen
ist.
USB-RS232 Adapter 446 310 014 4
Verfügt der PC nicht über eine COM-Schnittstelle, dann ist auch eine
Verbindung über die USB-Schnittstelle des Computers möglich. Hierfür kommt
ein USB-RS232 Adapter zum Einsatz.
500 ml Prüfvolumen
Mit dem 500 ml Prüfvolumen wird bei der Messung des Volumens
der Motorwagendruckbehälter die pneumatische Steuerleitung eines
angeschlossenen Anhängers simuliert. Der Behälter mit dem Prüfvolumen
wird während der Messung über einen gelben Kupplungskopf am Motorwagen
angekuppelt.
21
Inbetriebnahme
Anschluss an den Computer
5
Inbetriebnahme
Vor der Messdurchführung sind folgende Arbeiten erforderlich:
–– Verbinden Sie die CTU mit dem PC, siehe Kapitel „5.1 Anschluss an den
Computer“ auf Seite 22.
–– Starten Sie den PC.
–– Versorgen Sie die CTU mit Spannung, siehe Kapitel „5.5
Spannungsversorgung“ auf Seite 29.
–– Installieren und starten Sie das Messprogramm, siehe Kapitel „6 Das
Messprogramm“ auf Seite 32.
–– Folgen Sie den Anweisungen des Messprogramms.
Das Messprogramm unterstützt die Erstellung des Messaufbaus. Wenn
während des Messablaufs eine Verkabelung/Verrohrung/Kalibrierung
erforderlich ist, erhält der Nutzer entsprechende Handlungshinweise.
5.1
Anschluss an den Computer
Anschluss über COM-Schnittstelle
–– Prüfen Sie, ob an Ihrem PC eine COM-Schnittstelle vorhanden ist.
–– Schließen Sie das Datenkabel zwischen CTU und COM-Schnittstelle des
PCs an.
–– Wenn Ihr PC keine COM-Schnittstelle besitzt, dann verfahren Sie wie
nachfolgend in Abschnitt „Anschluss über USB-Schnittstelle“ beschrieben.
Anschluss über USB-Schnittstelle
–– Verbinden Sie das Datenkabel mit der COM-Schnittstelle des USB-RS232
Adapters.
–– Verbinden Sie den USB-RS232 Adapter mit einem freien USB-Port Ihres
Computers.
Installation des Treibers
–– Legen Sie den Datenträger des USB-RS232 Adapters in das DVD-Laufwerk
Ihres PCs ein.
–– Folgen Sie den Anweisungen der für den USB-RS232 Adapter beiliegenden
Bedienungsanleitung.
ÖÖ Nach erfolgter Installation erscheint der vom Adapter simulierte Port im
Gerätemanager des Betriebssystems.
22
Inbetriebnahme
Anschluss des Grundpakets
5.2
Anschluss des Grundpakets
Mit der Verkabelung des Grundpaketes wird im Wesentlichen der elektrische
Basisaufbau für alle Prüfungen erstellt.
Die CTU ist – soweit wie möglich – mit der Spannungsversorgung, dem PC,
den Messaufnehmern und den Aktuatoren zu verkabeln.
Die entsprechenden Anschlussbezeichnungen sind auf der CTU beschriftet.
Bedeutung der Anschlussbezeichnungen
„„ 24V: Anschluss der Spannungsversorgung, siehe Kapitel „5.5
Spannungsversorgung“ auf Seite 29 – möglich wäre: Versorgungsleitung
des Kabels „ISO 7638 Adapter - ECU“ 446 310 018 2)
„„ RS232: Anschluss der Datenleitung zur PC-Schnittstelle RS232 (Kabel
446 310 021 2) bzw. zum USB-RS232 Adapter
„„ ISO 7638: Anschluss der Datenleitung vom ISO 7638 Adapter (Kabel
446 310 018 2)
„„ Simulator: Anschluss der Datenleitung zum Simulator (nur bei Messungen
am Anhänger erforderlich – Kabel 446 310 021 2 gehört zum Umfang des
Anhängererweiterungspakets)
„„ Drucksensoren: Anschluss der Kabel für die externen Drucksensoren
(nur bei Messungen am Motorwagen oder Anhänger erforderlich
– Kabel 446 310 300 2 gehören zum Umfang des Grund- und
Motorwagenerweiterungspakets)
„„ Trittplatte: Anschluss des Kabels der Trittplatte (nur bei Messungen am
Motorwagen erforderlich – Kabel 446 310 015 2 gehört zum Umfang des
Motorwagenerweiterungspakets).
!!
Bei Montage des Grundpakets müssen die Anschlüsse „24V“, „RS232“ und
„ISO 7638“ der CTU verkabelt werden.
Aufstecken der Steckverbindung
–– Stecken Sie den ISO 7638 Adapter auf die 5- bzw. 7-polige Steckverbindung
nach ISO 7638 des zu überprüfenden Fahrzeugs (Motorwagen oder
Anhänger).
–– Verriegeln Sie den ISO 7638 Adapter an der 5- bzw. 7-poligen
Steckverbindung nach ISO 7638 des zu überprüfenden Fahrzeugs. Die
andere Seite des ISO 7638 Adapters bleibt frei, sofern diese nicht zur
Spannungsversorgung benötigt wird.
–– Schieben Sie den Bajonettstecker des Kabels „ISO 7638 Adapter – ECU“
446 310 018 2 in den seitlichen Steckeingang des ISO 7638 Adapters.
Die Verkabelung des Grundpakets ist abgeschlossen, wenn nicht noch ein
Erweiterungspaket „Motorwagen“ oder „Anhänger“ angeschlossen werden soll.
Vorbereitung für Messung
–– Aktivieren Sie die Spannungsversorgung der CTU.
–– Starten Sie das Messprogramm auf dem PC.
–– Nun können Sie mit dieser Ausrüstung die möglichen Messungen
durchführen.
23
Inbetriebnahme
Anschluss des Erweiterungspakets „Motorwagen“
5.3
Anschluss des Erweiterungspakets „Motorwagen“
Für die Durchführung von Zeitmessungen am Motorwagen (ausgenommen
Abrissprüfung) müssen die Komponenten des Erweiterungspakets
„Motorwagen“ in den Messaufbau eingefügt werden. Die hier ausgeführte
Beschreibung gilt für ein voll ausgestattetes Fahrzeug. Im konkreten Fall kann
es vorkommen, dass geforderte Aufbauarbeiten nicht durchgeführt werden
können (z. B. Verkabelung von Anhängermessstellen bei Solofahrzeugen) –
diese sind dann als nicht relevant anzusehen und entfallen.
Montage von Betätigung und Seilzug
–– Hängen Sie die Feder am Anschlagbolzen des Doppelkontaktgebers ein.
–– Schieben Sie am anderen Ende der Feder das Stahlseilende auf.
–– Befestigen Sie das andere Stahlseilende am Ende des Hakens.
–– Befestigen Sie den Haken am Lenkrad.
Einstellung des Doppelkontaktgebers
–– Stellen Sie die Federkraft so ein, dass bei Pedalbetätigungsbeginn der erste
Kontaktgeber und bei Betätigungsende der zweite Kontaktgeber ausgelöst
wird.
Montage der Trittplatte
–– Stellen Sie sicher, dass die Komponenten des Grundpakets verkabelt sind.
–– Befestigen Sie die Trittplatte auf dem Bremspedal.
Stehende Pedale
Bei stehenden Pedalen sollte dies mit dem beiligenden Zurrgurt problemlos
möglich sein.
Hängende Pedale
Bei hängenden Bremspedalen kann es aufgrund der Pedalausführung
zu Problemen kommen. Hier können Distanzstücke – gehören nicht zum
Lieferumfang – unter dem Pedal weiterhelfen.
!!
Bei der Verwendung von Distanzstücken, muss sichergestellt sein, dass das
Bremspedal soweit durchgetreten werden kann, dass der volle Bremsdruck
ausgesteuert wird.
–– Fixieren Sie die Trittplatte mittels Seilzug (mit Feder) und die hakenförmige
Betätigung (mit Klemmexzenter für das Seilzugende) am Lenkrad.
ÖÖ Im unbetätigten Zustand müssen beide Schalter offen sein.
–– Überprüfen Sie für die Einstellung der trittplatteninternen Schalter wie folgt:
„„ Nach Betätigungsbeginn muss Schalter 1 schließen.
„„ Bei Vollbetätigung muss Schalter 2 geschlossen sein – das wird durch die
Straffung des mittels Excenter an die Betätigung geklemmten Seilzuges
erreicht.
„„ Beim Lösen muss zuerst Schalter 2 und dann Schalter 1 öffnen.
24
Inbetriebnahme
Anschluss des Erweiterungspakets „Motorwagen“
Anschluss des Drucksensoradapters
–– Verbinden Sie den Schlauch „Prüfanschluss – Drucksensoradapter“
893 600 024 0 aus dem Grundpaket mit dem Prüfungsanschluss des am
ungünstigsten gelegenen Radbremszylinders.
–– Stellen Sie die Radbremsen des zu prüfenden Fahrzeugs möglichst eng ein.
ÖÖ Diese sollen jedoch nicht anliegen, d.h. im unbetätigten Zustand müssen
die Räder noch leicht zu drehen sein.
–– Verbinden Sie den Schlauch „gelber Kupplungskopf“ 893 600 021 0 aus
dem Erweiterungspaket „Motorwagen“ mit dem gelben Kupplungskopf des
Motorwagens.
–– Verbinden Sie den Schlauch „roter Kupplungskopf“ 893 600 022 0 aus dem
Grundpaket mit dem roten Kupplungskopf des Motorwagens.
!!
Beim Ankuppeln an die Kupplungsköpfe steht Druck an.
Fahrzeug mit Bremskraftregelung
–– Stellen Sie die Bremskraftregelung so ein, dass der Betriebszustand „voll
beladen“ simuliert wird.
Eine Bremskraftregelung erfolgt z.B. mechanisch oder pneumatisch durch
einen ALB-Regler oder elektronisch über einen Druckmessaufnehmer
durch die Software oder über das Bremssystem. Bei Verkabelung des
Erweiterungspakets „Motorwagen“ müssen neben den Anschlüssen „RS232“
und „ISO 7638“ die Anschlüsse „Drucksensor1“, „Drucksensor 2“ und
„Drucksensor 3“ der CTU verkabelt werden.
–– Hierfür schließen Sie die Kabel an „CTU-Drucksensoradapter“ aus dem
Grundpaket und dem Erweiterungspaket „Motorwagen“ an.
Um eine Fehlmessung zu vermeiden, halten Sie folgende Belegung ein:
„„ Am Prüfanschluss des am ungünstigsten gelegenen Radbremszylinders:
Drucksensoradapter vom CTU-Anschluss „Drucksensor 1“
„„ Am gelben Kupplungskopf des Motorwagens: Drucksensoradapter vom
CTU-Anschluss „Drucksensor 2“
„„ Am roten Kupplungskopf des Motorwagens: Drucksensoradapter vom CTUAnschluss „Drucksensor 3“
Verkabelung und Messung
–– Schließen Sie an die Drucksensoradapter die Kabel aus dem Grundpaket
und dem Erweiterungspaket „Motorwagen“ an.
–– Verbinden Sie die Drucksensoradapter mit den vorbereiteten
Adapteranschlüssen.
–– Aktivieren Sie den Spannungsversorgung der CTU.
–– Starten Sie das Messprogramm auf dem PC.
ÖÖ Nun können Sie die mit dieser Ausrüstung die möglichen Messungen
durchführen.
25
Inbetriebnahme
Anschluss des Erweiterungspakets „Motorwagen“
5.3.1
Durchführung der Abrissprüfung (nicht für Solofahrzeuge
erforderlich)
Für die Durchführung der Abrissprüfung am Motorwagen ist eine Modifikation
des eben beschriebenen Aufbaus erforderlich. Nachfolgend wird die
Erstellung des Aufbaus für die Abrissprüfung aus dem Messaufbau für die
Motorwagenzeitmessung beschrieben.
Erstellung des Aufbaus für die Abrissprüfung
–– Lösen Sie den Schlauch 893 600 021 0, der am gelben Kupplungskopf liegt.
–– Verändern Sie einen Kupplungskopf derart, dass ein Schlauchabriss
simuliert werden kann.
Die Abbildung zeigt ein Beispiel dafür, wie ein
Schlauchabrissadapter aussehen könnte.
Der Schlauchabrissadapter gehört nicht zum Lieferumfang
der Messeinrichtung.
An einem Kupplungskopf 452 200 022 0 oder 952 200 022 0 wird ein Rohrstück
aufgesetzt, durch den die Luft abströmen kann. Der Rohrdurchmesser an der
Abströmseite soll mindestens 8 mm betragen.
5.3.2
Anschluss des Erweiterungspakets „Anhänger“
!!
Vor der Durchführung von Zeitmessungen am Anhänger müssen die
Komponenten des Erweiterungspakets „Anhänger“ in den Messaufbau
eingefügt werden. Dafür werden die Komponenten des Grundpakets wie
vorstehend beschrieben verkabelt.
POSITION
26
BENENNUNG
1
Simulator (interner Drucksensor)
2
Simulator (interner Drucksensor)
3
ISO 11992 Simulator / Tester
4
Drucksensor
Inbetriebnahme
Anschluss des Erweiterungspakets „Motorwagen“
Sicherstellung der pneumatischen Versorgung des Anhängers, um Anschlussbedingungen zu
schaffen
–– Verbinden Sie den Schlauch (z. B. Schlauch „gelber Kupplungskopf“
893 600 021 0 aus dem Erweitungspaket „Motorwagen“) mit dem
Anschluss „air supply connection / Druckluftversorgung“, der sich an der
Anschlussplatte des Simulators befindet.
ÖÖ Dadurch wird die Druckluftversorgung des Simulators sichergestellt.
!!
Die Versorgung erfolgt durch die Hausdruckanlage, einen Motorwagen – roter
Kupplungskopf, o.ä.
–– Verbinden Sie den Schlauch „Simulator - gelber Kupplungskopf“
893 600 023 0 aus dem Erweiterungspaket „Anhänger“ mit dem gelben
Kupplungskopf des Anhängers.
–– Verbinden Sie ebenfalls den Schlauch „Simulator - gelber Kupplungskopf“
893 600 023 0 mit dem Anschluss „coupling head, control line trailer /
Kupplungskopf, Bremsleistung“ auf der Anschlussplatte des Simulators.
–– Verbinden Sie den Schlauch „roter Kupplungskopf“ 893 600 022 0 aus dem
Grundpaket mit dem roten Kupplungskopf des Anhängers.
–– Verbinden Sie ebenfalls den Schlauch „roter Kupplungskopf“ 893 600 022 0
mit dem Anschluss „coupling head, supply line trailer / Kupplungskopf,
Vorratsleitung“ auf der Anschlussplatte des Simulators.
–– Verbinden Sie den Schlauch „Prüfanschluss – Drucksensoradapter“
893 600 024 0 aus dem Grundpaket mit dem Anschluss des
Drucksensoradapters am Prüfanschluss des am ungünstigsten gelegenen
Radbremszylinders.
!!
Generell gilt für die Messungen, dass die Radbremsen des zu prüfenden
Fahrzeugs möglichst eng eingestellt sein sollen, jedoch nicht anliegen dürfen,
d.h. im unbetätigten Zustand müssen die Räder noch leicht zu drehen sein.
Fahrzeug mit Bremskraftregelung
Eine Bremskraftregelung kann mechanisch oder pneumatisch durch einen ALBRegler erfolgen.
Wenn eine Bremskraftregelung vorhanden ist: Stellen Sie das Fahrzeug so ein,
dass der Betriebszustand „voll beladen“ simuliert wird. Elektronisch erfolgt die
Bremskraftregelung über einen Druckmessaufnehmer durch die Software des
Bremssystems.
–– Verbinden Sie das Kabel 446 310 300 2 an den CTU-Anschluss
„Drucksensor“.
–– Verbinden Sie das Kabel 446 310 024 2 an den CTU-Anschluss „Simulator“.
–– Verbinden Sie das Kabel „CTU-Drucksensoradapter“ an den
Drucksensoradapter 894 600 001 0.
–– Verbinden Sie das Kabel mit dem Drucksensoradapter mit dem vorbereiteten
Adapteranschluss am Radbremszylinder.
–– Aktivieren Sie die Spannungsversorgung der CTU.
–– Fahren Sie den PC hoch, auf dem sich das installierte Messprogramm
befindet.
ÖÖ Nun können Sie die Messungen durchführen, die mit dieser Ausrüstung
möglich sind.
27
Inbetriebnahme
Drucksensorabgleich
5.4
Drucksensorabgleich
An verschiedenen Stellen im Messprogramm erhält der Nutzer die
Möglichkeit, die Drucksensoren abzugleichen – an einigen Stellen ist der
Drucksensorabgleich unerlässlich, um im Programmablauf fortfahren zu
können. Der Abgleich der Drucksensoren läuft jeweils gleich ab. An den
entsprechenden Stellen der Programmbeschreibung wird auf die hier
gemachten Ausführungen verwiesen.
Der Drucksensorabgleich ist ein Abgleich der Drucksensoren auf
Atmosphärendruck. Programmintern wird davon ausgegangen, dass der
Anstieg der Drucksensorkennlinie über den zu messenden Druckbereich
0 ... 12 bar linear verläuft.
Das Messprogramm unterscheidet 5 Drucksensoren:
„„ Drucksensor 1: externer Sensor, der dem Ausgang „Drucksensor 1“ der
CTU zugeordnet wird
„„ Drucksensor 2: externer Sensor, der dem Ausgang „Drucksensor 2“ der
CTU zugeordnet wird
„„ Drucksensor 3: externer Sensor, der dem Ausgang „Drucksensor 3“ der
CTU zugeordnet wird
„„ Drucksensor 4: interner Sensor, der am Steuerdruckausgang des
Simulators nach der Blende (Durchmesser 4,0 bis 4,3 mm) angebracht
ist und den Bremsdruck zum gelben Anhängerkupplungskopf bei
Anhängermessungen misst
„„ Drucksensor 5: interner Sensor, der am Behälter (30 Liter) im Simulator
angebracht ist und den Anhängervorratsdruck im Behälter des Simulators
bei Anhängermessungen misst
!!
Die Drucksensoren 1 bis 3 gleichen sich. Die Nummerierung erfolgt nach
Anschluss an die CTU.
Externe Drucksensoren sind Sensoren, die an die CTU angeschlossen
werden. Da hier nach jedem Messaufbau oder -umbau Verwechslungsgefahr
besteht, ist nach jedem Laden des Messprogramms die Kalibrierung der
externen Drucksensoren erforderlich.
Interne Drucksensoren sind Sensoren, die fest im Simulator gesetzt sind.
Da hier keine Verwechslungsgefahr besteht, ist der Abgleich der internen
Drucksensoren messtäglich erforderlich (d.h. muss einmal pro Tag, vor
Messbeginn durchgeführt werden).
28
Inbetriebnahme
Spannungsversorgung
5.5
Spannungsversorgung
Die CTU muss während der Messung spannungsversorgt werden. Die
erforderliche Spannungsversorgung hängt vom gewünschten Einsatz der CTU
und vom zu prüfenden Fahrzeug ab. Die Spannungsversorgung kann durch den
Motorwagen, durch einen Batteriewagen oder durch ein Netzteil, welches eine
konstante oder regelbare Spannungsabgabe hat, sichergestellt sein.
5.5.1
Versorgung durch ein 24 V Netzgerät mit konstanter
Spannungsversorgung
Ein 24 V Netzgerät mit konstanter Spannungsversorgung ist erforderlich, wenn
Solo-Motorwagen (z. B. Betonmischer-Fahrzeug, Feuerwehr, Fahrzeug mit
Ladebordwand usw.) geprüft werden sollen, da hier eine Spannungsentnahme
über die 7-polige Anhängersteckdose nach ISO 7638 nicht infrage kommt.
Natürlich können mit so einem Netzgerät auch Motorwagen für Lastzugbetrieb
oder Anhänger geprüft werden. Für den konventionellen Fahrzeugbereich
ist diese Variante völlig ausreichend, bei Fahrzeugen mit CAN-Schnittstelle
können dagegen bei Einsatz eines solchen Netzgerätes nicht alle erforderlichen
Prüfungen (Unterspannungstest) absolviert werden.
CTU Spannungsversorgung I
POSITION
BENENNUNG
1
24 V Netzgerät
2
Versorgungskabel
3
CTU
!!
Das Netzgerät und das Versorgungskabel gehören nicht zum Lieferumfang der
CTU. Das Versorgungskabel kann durch den Nutzer selbst erstellt werden.
Die Schnittstelle der CTU ist standardisiert (Pluspol-Ringpin / MinuspolKontakpin).
29
Inbetriebnahme
Spannungsversorgung
5.5.2
Versorgung über eine Schnittstelle nach ISO 7638 durch Motorwagen
Bei Motorwagen, die eine Schnittstelle nach ISO 7638 besitzen, kann –
genau wie bei Anhängern die eine Schnittstelle nach ISO 7638 besitzen
und über Motorwagen oder Batteriewagen spannungsversorgt werden – die
Versorgungsspannung für die CTU-Steuerelektronik abgenommen werden.
Damit lässt sich ein breites Spektrum konventionell gebremster Fahrzeuge
ebenso wie EBS-gebremster Motorwagen komplett prüfen. Einschränkungen
gibt es bei der Überprüfung EBS-gebremster Anhänger, da hier der
Unterspannungstest entsprechend ECE R 13 Anhang 17 Punkt 4.2.2.2.1.2 und
die Überprüfung der Einschaltsequenz der Warnlampen nicht ohne weiteres
möglich sind.
CTU Spannungsversorgung II
POSITION
BENENNUNG
a
Durchgangsadapter
b
Versorgung und Datenleitung
c
CTU
!!
Im speziellen Fall „Spannungsversorgung des Anhängers über die 7-polige
Steckdose nach ISO 7638 durch Motorwagen, die an diese 7-polige Steckdose
CAN-Daten senden“, kann es zu Problemen auf den Datenleitungen kommen
(Pin 6 und 7 der 7-poligen Steckdose). Im Zweifelsfall muss dafür gesorgt
werden, dass motorwagenseitig keine Daten an den Anhänger gesendet
werden können.
5.5.3
Versorgung über Schnittstelle nach ISO 7638 durch ein regelbares
Netzgerät
Für die komplette Überprüfung eines Anhängers mit CAN-Datenschnittstelle
nach ISO 7638 ist die Spannungsversorgung durch ein regelbares Netzgerät
erforderlich (z. B. Netzgerät ES030-10 von Firma Delta Elektronika BV
– siehe dazu auch http://www.delta-elektronika.nl). Somit kann auch der
Unterspannungstest entsprechend ECE R 13 Anhang 17 Punkt 4.2.2.2.1.2.
und die Überprüfung der Warnlampeneinschaltsequenz durchgeführt werden.
30
Inbetriebnahme
Spannungsversorgung
Natürlich lassen sich mit dieser Spannungsversorgung auch alle anderen Fälle
komplett prüfen.
Verwendung eines regelbaren Netzgerätes
Soll ein regelbares Netzgerät eingesetzt werden, so wird der
Spannungsausgang mit dem Anschlussadapter 446 310 017 2 verbunden.
Die weitere Versorgung geschieht dann wie bereits im Abschnitt 3.2.4.2
beschrieben.
!!
Das Versorgungskabel zwischen dem Netzgerät und dem Adaptereingang
gehört nicht zum Lieferumfang der CTU, kann aber bei WABCO separat bestellt
oder mit etwas Geschick aus dem Versorgungskabel für VCS selber hergestellt
werden.
!!
Beachten Sie, dass die Versorgungskabel für Deichsel- und Sattelanhänger
unterschiedlich sind, da es beim Deichselanhänger auf einen ISO 7638 Stecker
und beim Sattelanhänger auf eine ISO 7638 Steckdose aufgesteckt wird.
!!
Das Versorgungskabel zwischen Netzgerät und 7-poliger Anhängersteckdose
gehört nicht zum Lieferumfang der CTU, kann jedoch bei WABCO bestellt
werden.
Nachfolgend dargestellt ist die erforderliche Spannungsversorgung (III) für
einen Deichselanhänger. Die Versorgung des Sattelanhängers erfolgt analog.
Bitte beachten Sie die spiegelbildliche Lage der Pins in der Steckdose.
CTU Spannungsversorgung III
POSITION
BENENNUNG
a
Steckdose nach ISO 7638
b
Versorgungskabel
c
Regelbares Netzteil (10 A)
31
Das Messprogramm
Startbildschirm – Programmmodule
6
Das Messprogramm
Die Durchführung der Prüfung erfolgt mit Hilfe des PCs. Nachdem die im
Kapitel „Inbetriebnahme“ genannten Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann
das Messprogramm gestartet werden.
6.1
Startbildschirm – Programmmodule
Das Messprogramm ist modular aufgebaut. Die gewünschte Prüfung wird durch
Anklicken des Menüs im Startbildschirm gestartet.
!!
Rechts unten im Begrüßungsfenster wird der Status der Warnlampe (Pin 5,
ISO 7638) dargestellt.
Weiterhin ist es auch möglich, Programmmodule aus der Befehlsleiste
auszuwählen. Die Programmmodule in der Befehlsleiste sind gegenüber
der durch die Schalter anklickbaren Möglichkeiten etwas umfangreicher. Die
folgende Beschreibung folgt der Nummerierung der Programmmodule.
!!
Im Anschluss an eine Messung kann ein Messprotokoll ausgedruckt werden.
Außerdem ist es möglicht, die Daten abzuspeichern und das Protokoll zu einem
späteren Zeitpunkt auszudrucken.
6.1.1
Modul 1: Zeitmessung für Anhänger mit pneumatischer
Bremsleitung
Diese Prüfung misst und wertet das Zeitverhalten eines Anhängers mit
pneumatischer Bremsanlage und pneumatischer Ansteuerung aus.
Diese Prüfung wird nicht gesondert beschrieben, da sie auch Bestandteil
der Zeitmessung für Anhängerfahrzeuge mit pneumatischer und elektrischer
Bremsleitung ist und im nächsten Punkt beschrieben wird. Hier entfällt lediglich
die elektrische Ansteuerung.
6.1.2
Modul 2: Zeitmessung für Anhänger mit pneumatischer und
elektrischer Bremsleitung
Diese Prüfung misst und wertet das Zeitverhalten eines Anhängers mit
pneumatischer Bremsanlage und elektrischer sowie pneumatischer
Ansteuerung aus. Sie umfasst auch die Prüfung eines Anhängers mit
pneumatischer Bremsanlage und pneumatischer Ansteuerung.
!!
Achten Sie darauf, dass sich im Anhängervorratsbehälter maximal 6,5 bar
befinden. Höhere Drücke kann das Messsystem nicht erkennen. Diese könnten
jedoch zu besserem Zeitverhalten und somit zu nicht gesetzeskonformen
Ergebnissen führen.
Nachdem die Durchführung der Inbetriebnahme bestätigt wurde, erfolgt eine
Kalibrieraufforderung.
Nach Ende der Prüfung wird in den Diagrammen auf dem Monitor der
Druckverlauf an den Drucksensoren und für die elektronische Betätigung der
Verlauf des Steuersignals dargestellt.
Nach Ende der Messung werden die Messergebnisse sofort angezeigt.
32
Das Messprogramm
Startbildschirm – Programmmodule
6.1.3
Modul 3: Prüfung der Kompatibilität eines Anhängers mit
elektrischer Bremsleitung
Diese Prüfung der CAN-Verbindung ist nur für Anhänger erforderlich, die
CAN-Daten nach ISO 11992 an der Schnittstelle nach ISO 7638 (7-polige
Anhängersteckdose) ausgeben. Sie umfasst die Überprüfung der Botschaften
entsprechend der Erfordernisse der ECE R 13 Anhang 17. Es handelt
sich dabei um eine elektronische Prüfung, die bereits mit dem Grundpaket
ausgeführt werden kann. Zur Aussteuerung der Bremszylinder muss der
Anhänger jedoch mit Druckluft versorgt werden.
!!
Für den Test am Anhänger nach Anhang 17 ist der Motorwagen-Simulator des
Erweiterungspakets „Anhänger“ erforderlich.
!!
Diese Prüfung ist nur erforderlich, wenn vom Lieferanten des Bremssystems
kein entsprechendes Gutachten (EBS-Gutachten) vorliegt. Die Durchführung
dieser Prüfung setzt genaue Kenntnisse der gesetzlichen Bestimmungen
voraus.
Vor Messbeginn müssen die vorbereitenden Arbeiten für einen Anhänger
mit elektrischer Bremsleitung durchgeführt worden sein. Hierzu erfolgen
Programmabfragen zu Beginn der Prüfung, die durch die Betätigung der
WEITER-Taste bestätigt werden müssen.
Nach Eingabe der erforderlichen Daten ist das System messbereit und die
Prüfung kann durchgeführt werden.
–– Folgen Sie den Anweisungen des Messprogramms.
6.1.4
Modul 4: Zeitmessung für Motorwagen ohne Anhängersteuerung
Diese Prüfung ist auch Bestandteil der Zeitmessung für Motorwagen mit
pneumatischer und elektrischer Anhängersteuerung, siehe Kapitel „6.1.6
Modul 6: Zeitmessung für Motorwagen mit pneumatischer und elektrischer
Anhängersteuerung“ auf Seite 34. Hier entfällt die komplette Überprüfung der
Anhängerschnittstelle.
In der Darstellung der Ergebnisse bleiben die Diagramme und Tabellen für die
Überprüfung der pneumatischen und elektrischen Anhängerschnittstelle leer.
6.1.5
Modul 5: Zeitmessung für Motorwagen mit pneumatischer
Anhängersteuerung
Diese Prüfung misst und wertet das Zeitverhalten eines Motorwagens
mit pneumatischer Anhängeransteuerung aus. Sie wird nicht gesondert
beschrieben, da sie Bestandteil der Zeitmessung für Motorwagen mit
pneumatischer und elektrischer Anhängersteuerung ist, siehe Kapitel „6.1.6
Modul 6: Zeitmessung für Motorwagen mit pneumatischer und elektrischer
Anhängersteuerung“ auf Seite 34. Hier entfällt die Überprüfung der
elektrischen Anhängerschnittstelle.
In der Darstellung der Ergebnisse bleiben die Diagramme und Tabellen für die
Überprüfung der pneumatischen Anhängerschnittstelle leer.
33
Das Messprogramm
Startbildschirm – Programmmodule
6.1.6
Modul 6: Zeitmessung für Motorwagen mit pneumatischer und
elektrischer Anhängersteuerung
Diese Prüfung misst und wertet das Zeitverhalten eines Motorwagens mit
pneumatischer und elektrischer Anhängeransteuerung aus. Diese Prüfung ist
die umfassendste Zeitmessung und beinhaltet die beiden zuvor beschriebenen
Prüfungen.
Für die Messdurchführung am Motorwagen kann es von Vorteil sein, eine zweite
Person hinzuzuziehen, da bei der Messdurchführung unterstützende Arbeiten
wie Bremspedalbestätigung und Ergänzen der Betriebsbremskreisdrücke bis
zum Einschaltdruck des Druckreglers erforderlich sind.
–– Folgen Sie den Anweisungen des Messprogramms.
6.1.7
Modul 7: Prüfung des Verhaltens bei Schlauchabriss
Diese Prüfung misst und wertet das Zeitverhalten eines Motorwagens mit
pneumatischer Anhängersteuerung bei Abriss der Steuerleitung (gelber
Kupplungskopf) aus. Für Solofahrzeug ist diese Prüfung nicht erforderlich.
Der Messaufbau ähnelt dem Ablauf des Programms für Motorwagen mit
pneumatischer Anhängersteuerung. Wesentlicher Unterschied ist, dass die
pneumatische Steuerleitung zum Anhänger nicht gekuppelt wird und dafür der
gelbe Kupplungskopf am Motorwagen geöffnet wird.
–– Folgen Sie den Anweisungen des Messprogramms.
6.1.8
Modul 8: Kompatibilität eines Motorwagens mit elektrischer
Anhängersteuerung
Der Test der CAN-Verbindung ist nur für Motorwagen erforderlich, die
CAN-Daten nach ISO 11992 an der Schnittstelle nach ISO 7638 (7-polige
Anhängersteckdose) ausgeben. Es handelt sich dabei um eine rein
elektronische Prüfung, die bereits mit dem Grundpaket ausgeführt werden
kann. Zur Ansteuerung der Bremszylinder muss der Motorwagen mit Druckluft
versorgt werden.
–– Folgen sie den Anweisungen des Messprogramms.
34
Das Messprogramm
Weitere Programmmodule
6.2
Weitere Programmmodule
Die im folgenden Text beschriebenen Programmmodule haben im Gegensatz
zu den bisher beschriebenen Programmmodulen 1 bis 8 keinen Button auf der
Messprogrammoberfläche, sondern können nur über die Befehlsleiste aktiviert
werden.
6.2.1
Menüpunkt: ISO 11992
Im folgenden Abschnitt werden die möglichen Prüfungen entsprechend der
ISO 11992-2:2003 und ISO 11992-2:2003/Amd.1:2007 an der Schnittstelle nach
ISO 7638 beschrieben. Dabei handelt es sich hier um reine Anzeigefunktionen
zur Prüfung der Kommunikation zwischen Motorwagen und Anhängerfahrzeug.
–– Schließen Sie dafür den Durchgangsadapter 446 310 017 2 an die
Schnittstelle nach ISO 7638 an.
ÖÖ Die Spannungsversorgung kann – wenn erforderlich – vorzugsweise an
der Schnittstelle entnommen werden.
6.2.1.1
Botschaften anzeigen
Bei dieser Prüfung können die CAN-Botschaften (näheres zu den CANBotschaften, siehe Kapitel „7.1 CAN-Botschaften“ auf Seite 41) angezeigt
werden, die an der Anhängerschnittstelle nach ISO 7638 ankommen. So ist es
möglich die CAN-Schnittstelle eines Motorwagens oder eines Anhängers zu
betrachten. Wenn der ISO 7638 Adapter zwischen die 7-polige Steckdose und
den 7-poligen Stecker gesetzt wird, kann der Botschaftsaustausch über die
Schnittstelle beobachtet werden.
Zur Anzeige der an der Schnittstelle ausgegebenen CAN-Botschaften kann die
Möglichkeit „Alle CAN-Botschaften empfangen“ ein- bzw. ausgestellt werden.
Wenn diese Option eingestellt ist, werden alle über die Schnittstelle
empfangenen und empfangbaren CAN-Botschaften angezeigt. Bekannte CANIdentifier (d.h. diese Identifier sind in einer Matrix im CTU-Programm abgelegt
und somit „bekannt“) werden mit Botschaftsnamen angezeigt.
Ist die Option ausgestellt, wird überprüft, ob die CAN-Botschaften entsprechend
der vorgegebenen Matrix, die an der Schnittstelle empfangen werden sollen,
auch wirklich empfangen werden.
6.2.1.2
Dateninhalte anzeigen
In der Prüfung „Anzeige der Dateninhalte“ können wahlweise die Dateninhalte
der bekannten CAN-Botschaften des Typs „EBS“ und „RGE“ (Running Gear
Equipment) angezeigt werden, die an der Anhängerschnittstelle nach ISO 7638
ankommen. So ist es möglich, die CAN-Schnittstelle eines Motorwagens
oder eines Anhängers zu betrachten. Wenn der ISO 7638 Adapter zwischen
die 7-polige Steckdose und den 7-poligen Stecker gesetzt wird, können die
Daten, die über die Schnittstelle gehen, beobachtet werden. Die angezeigten
Daten aktualisieren sich automatisch nach dem Ablauf der entsprechenden
Rechnerumlaufzeiten.
35
Das Messprogramm
Weitere Programmmodule
6.2.1.3
Zeitverhalten der Botschaften
Bei dieser Prüfung werden die Wiederholzeiten der bekannten CAN-Botschaften
des Typs „EBS“ und „RGE“ angezeigt, die an der Anhängerschnittstelle nach
ISO 7638 ankommen. Es ist möglich die CAN-Schnittstelle eines Motorwagens
oder eines Anhängers zu betrachten. Wenn der ISO 7638 Adapter zwischen
die 7-polige Steckdose und den 7-poligen Stecker gesetzt wird, können die
Daten, die über die Schnittstelle gehen, beobachtet werden. Die angezeigten
Umlaufzeiten werden nach Betätigung des Aktualisierung-Buttons auf der
Programmoberfläche jedes Mal erneut ermittelt und angezeigt.
Die gemittelten Wiederholzeiten der erkannten CAN-Botschaften vom Typ
„EBS“ und „RGE“ (Running Gear Equipment) werden gemessen und mit der
Vorgabe der ISO 11992 verglichen.
Im Programm eingebettet ist eine Anzeige und Bewertung der Wiederholzeiten
der gesendeten bekannten CAN-Botschaften des Typs „EBS“ und „RGE“
entsprechend der Forderung der ISO 11992.
6.2.1.4
Busauslastung
In der Prüfung „Busauslastung“ wird die Auslastung des CAN-Datenbusses an
der Anhängerschnittstelle nach ISO 7638 angezeigt. Es ist möglich, die CANSchnittstelle eines Motorwagens oder eines Anhängers zu betrachten.
6.2.2
Menüpunkt: Extras
Im Bereich „Extras“ sind Abläufe zusammengefasst, die zur Überprüfung der
Hardware der Messeinrichtung und zur Einstellung des PCs notwendig sind.
Die Hardwareüberprüfung wird teilweise in der ECE R 13 gefordert (vgl. Anhang
6 Punkt 3.3.3) und muss somit jederzeit möglich sein.
Im Einzelnen kann zwischen folgenden Menüpunkten ausgewählt werden:
„„ Prüfung der CTU-Hardwarekalibrierung: Hier ist die Überprüfung und
Durchführung der Kalibrierung aller internen und externen Drucksensoren,
die Überprüfung der Kontakte in der Trittplatte (Doppelkontaktgeber)
sowie der Warnlampe, die Voreinstellung von CAN-Leitungszuständen
(z. B. Kurzschluss, EBS-Botschaft senden usw.), die Ansteuerung der
Simulatormagnetventile und die Voreinstellung des Simulatorbehälterdrucks
möglich.
!!
Die Kalibrierung der externen Drucksensoren ist vor jeder Messung bzw. nach
Aufbau der Messanordnung vor der Messwertaufnahme durchzuführen, für
interne Drucksensoren ist eine messtägliche Kalibrierung notwendig.
„„ Drucksensorabgleich: Dieser Punkt ist ein Teilbereich der CTUHardwarekalibrierung und dient nur zur Kalibrierung der Drucksensoren.
!!
Die Kalibrierung der externen Drucksensoren ist vor jeder Messung bzw. nach
Aufbau der Messanordnung vor der Messwertaufnahme durchzuführen, für
interne Drucksensoren ist eine messtägliche Kalibrierung notwendig.
„„ Pneumatische Prüfung des Simulators: In diesem Abschnitt kann der
Simulator entsprechend der Forderungen aus der ECE R 13 Anhang 6 Punkt
3.3.3 geprüft werden.
36
Das Messprogramm
Weitere Programmmodule
6.2.2.1
Prüfung der CTU-Hardware
In diesem Programmteil ist die Überprüfung und Durchführung des
Nullpunktabgleichs aller internen und externen Drucksensoren, die
Überprüfung der Kontakte in der Trittplatte (Doppelkontaktgeber) sowie die
separate Betätigungszeitmessung am Bremspedal, der Status der gelben
Warnlampe (Pin 5 der Steckverbindung nach ISO 7638), die Voreinstellung
von CAN-Leitungszuständen (z.B. Kurzschlusserzeugung, Senden von EBSAnhängerbotschaften), die Ansteuerung der Simulatormagnetventile und die
Voreinstellung des Simulatorbehälterdrucks möglich.
Diese Prüffunktionen dienen der Überprüfung der Messaufbau-Hardware und
sind ohne Fahrzeug durchführbar. Bei der Überprüfung der Simulatorfunktionen
sollte lediglich zur Druckaussteuerung für Druckluftvorrat gesorgt sein.
6.2.2.2
Abgleich der Drucksensoren des Simulators
Hier ist die Durchführung der Kalibrierung (= Nullpunktabgleich) der internen
Drucksensoren möglich. Diese Kalibrierung ist identisch mit der Kalibrierung der
internen Drucksensoren, siehe Kapitel „6.2.2.1 Prüfung der CTU-Hardware“ auf
Seite 37.
Diese Prüffunktion dient der Überprüfung der Messaufbau-Hardware und
ist ohne Fahrzeug durchführbar. Bei dieser Kalibrierung sollte lediglich zur
Druckaussteuerung für Druckluftvorrat gesorgt sein.
Im hier dargestellten Beispiel erkennt das Programm einen angeschlossenen
Simulator. Ein nicht angeschlossener Simulator wird erkannt und als Information
ausgegeben.
Zur Durchführung des Nullpunktabgleichs der simulatorinternen Drucksensoren
ist der Simulator elektrisch und pneumatisch an die CTU anzuschließen.
Der Nullpunktabgleich wird durch das Betätigen des Schalters „Nullabgleich
des Simulators“ gestartet. Der Simulator wird während des automatisch
ablaufenden Nullabgleichs entlüftet. Es wird dadurch sichergestellt, dass sich
an den Drucksensoren „Drucksensor 4“ und „Drucksensor 5“ Atmosphärendruck
befindet. Anschließend erfolgt der Nullpunktabgleich.
Durch Betätigung des OK-Schalters wird wieder in das Startbild des
Messprogramms gewechselt.
6.2.2.3
Pneumatische Prüfung des Simulators
Die WABCO Simulatoren entsprechen den gesetzlichen Forderungen
bezüglich Strömungsverhalten des Steuerdrucks zur pneumatischen
Anhängerbremsung. Durch die Definition der Strömungsverhalten erreicht
man einen genau bestimmten Druckaufbau und kann bei den pneumatischen
Anhängeruntersuchungen – im Gegensatz zu den pneumatischen
Motorwagenuntersuchungen – auf eine Mehrfachbetätigung mit anschließender
Interpolation und Auswerteberechnung verzichten.
Der Gesetzgeber legt in der ECE R 13 Anhang 6 Punkt 3.3.3 fest, wie der
Simulator ausgeführt sein soll. In diesem Abschnitt kann der Simulator
entsprechend der Forderungen aus der ECE R 13 Anhang 6 Punkt 3.3.3 geprüft
werden.
Zur Simulatorenprüfung sind folgende vorbereitende Arbeiten erforderlich:
„„ Herstellung der elektrischen Verbindung zwischen Simulator und CTU
„„ Anschluss eines Prüfvolumens von 385 cm³ am Steuerdruckausgang
„„ Herstellung der Druckversorgung des Simulators
37
Das Messprogramm
Weitere Programmmodule
6.2.2.4
Einstellungen
Im Bereich „Einstellungen“ sind verschiedene PC-spezifische Einstellungen
durchführbar:
„„ Die serielle Schnittstelle des PC, an der die CTU angeschlossen wird.
„„ Die Verzeichnisse, in denen Messdaten abgespeichert werden sollen.
„„ Benutzerangaben und Angabe der Seriennummer des Messprogramms.
„„ Auswahl der Sprachversion für das Programm.
6.2.3
Menüpunkt: Anhänger
Die Prüfung nach ISO 11992 ist nur für Anhänger möglich, die CAN-Daten nach
ISO 11992 an der Schnittstelle nach ISO 7638 (7-polige Motorwagensteckdose)
ausgeben.
Hier werden Botschaftsinhalte angezeigt, die Wiederholzeiten der gesendeten
EBS- und RGE-Botschaften ermittelt und die Motorwagenschnittstelle auf
nicht spezifizierte Botschaften geprüft. Es handelt sich dabei um eine rein
elektronische Prüfung, die bereits mit dem Grundpaket ausgeführt werden kann.
Vor Messbeginn müssen die vorbereitenden Arbeiten für einen Anhänger mit
elektrischer Bremsleitung durchgeführt worden sein. (Am ISO 7638 Adapter
kann die 7-polige Anhängersteckdose des Motorwagens nach ISO 7638
angeschlossen werden – wenn die CTU-Elektronik aus dem Motorwagen
spannungsversorgt werden soll.)
!!
Bei Anschluss des Messsystems an einen Motorwagen mit EBS kommt es auf
dem CAN-Bus zu doppelten Mitteilungen (CTU und Motorwagen).
Abhilfe bietet z. B. die Verwendung eines 5-poligen Wendelkabels.
Im Messprogramm findet man diese Prüfung nicht direkt auf der
Programmoberfläche, sondern in der Befehlsleiste unter der Rubrik „Anhänger“.
Zur Sicherstellung der erforderlichen vorbereitenden Arbeiten erfolgen zu
Beginn der Prüfung Programmabfragen, die durch die Betätigung der WEITERTaste quittiert werden müssen. Die Messdurchführungen und Werteanzeige
erfolgen anhand einer programmintern festgelegten Prozedur.
6.2.3.1
Kapazitätsprüfung der Vorratsbehälter
Es handelt sich um eine Kapazitätsprüfung der Vorratsbehälter nach ECE R 13,
Anhang 7, Punkt A.1.3.
–– Geben Sie im dargestellten Menü an, ob das Anhängerfahrzeug eine
elektrische Steuerleitung verfügt.
–– Klicken Sie auf „Weiter“ und folgen Sie den Anweisungen des
Messprogramms.
6.2.3.2
Zusätzliche Kapazitätsprüfung der Vorratsbehälter für Fahrzeuge mit ABS
Alternativ zur Kapazitätsprüfung nach ECE R 13 Anhang 13 Punkt 6.1 wird der
Test nach ECE R 13 Anhang 20 Punkt 7.3 durchgeführt.
6.2.3.3
Prüfung nach ISO 11992
Es handelt sich um die Darstellung der CAN-Botschaften nach ECE R 13
Anhang 17 Punkt 4.1.4.
–– Klicken Sie auf „Weiter“ zur Anzeige der Wiederholzeiten und zur Anzeige
der nicht zugelassenen Botschaften.
38
Das Messprogramm
Weitere Programmmodule
ÖÖ Am Ende des Programmteils können Sie sich das Protokoll ausdrucken
oder für einen späteren Ausdruck abspeichern.
–– Klicken Sie auf „OK“ um zum Startmenü zurückzukehren.
6.2.3.4
Motorwagensimulation
Die Motorwagensimulation ist ein Vorgang, bei dem mit dem PC über den
ISO 7638 Durchgangsadapter CAN-Botschaften eines Motorwagens in den
Anhänger eingespeist werden. Somit ist es möglich die Anhängerreaktionen zu
bewerten.
Zusätzlich ist es möglich die pneumatischen Steuer- und Versorgungsleitungen
mit dem Simulator anzusteuern.
Im Messprogramm findet man diese Prüfung nicht direkt auf der
Programmoberfläche sondern in der Befehlsleiste unter der Rubrik „Anhänger“.
6.2.4
Menüpunkt: Motorwagen
In diesem Menüpunkt können zusätzliche Motorwagentests durchgeführt
werden. Das Messprogramm erklärt diese Tests im Hauptdialogfeld.
!!
Vor Messbeginn müssen die vorbereitenden Arbeiten für einen Motorwagen mit
elektrischer Anhängerbremsleitung durchgeführt worden sein.
Im Messprogramm findet man diese Prüfung nicht direkt auf der
Programmoberfläche, sondern in der Befehlsleiste unter der Rubrik
„Motorwagen“. Zur Sicherstellung der erforderlichen vorbereitenden Arbeiten
erfolgen zu Beginn der Prüfung Programmabfragen, die durch die Betätigung
der WEITER-Taste quittiert werden müssen. Die Messdurchführung und
Werteanzeige erfolgen anhand einer programmintern festgelegten Prozedur.
6.2.4.1
Kapazitätsprüfung der Vorratsbehälter
Es handelt sich dabei um eine Überprüfung der Kapazitätsprüfung der
Vorratsbehälter nach ECE R 13 Anhang 7 Punkt A.1.2.
–– Geben Sie im dargestellten Menü folgende Daten an:
„„ Vorratsdruck für Vorder- und Hinterachse laut Herstellervorgaben.
„„ Den vom Hersteller vorgegebenen Mindestdruck, der vorhanden sein muss,
um die vorgeschriebene Mindestleistung der Hilfsbremse zu erreichen.
„„ Ob das Fahrzeug über eine pneumatische Steuerleitung verfügt.
„„ Den Druck bei Vollbetätigung am gelben Kupplungskopf, wenn der
Vorratsbehälter Nenndruck entsprechend Herstellerangabe hat.
–– Klicken Sie auf „Weiter“ und folgen Sie den Anweisungen des Programms.
6.2.4.2
Prüfung nach ISO 11992
Es handelt sich um die Darstellung der CAN-Botschaften nach ECE R 13
Anhang 17 Punkt 3.1.3.
–– Klicken Sie auf „Weiter“ zur Anzeige der Wiederholzeiten und der nicht
zugelassenen Botschaften.
ÖÖ Am Ende des Programmteils können Sie sich das Protokoll ausdrucken
oder für einen späteren Ausdruck abspeichern.
–– Klicken Sie auf „OK“, um zum Startmenü zurückzukehren.
39
Das Messprogramm
Weitere Programmmodule
6.2.4.3
Anhängersimulation
Es handelt sich dabei um eine rein elektronische Prüfung, die – wie die
Motorwagenprüfung nach ISO 11992 – bereits mit dem Grundpaket ausgeführt
werden kann.
Die Anhängersimulation ist ein Vorgang, bei dem mit dem PC über den
ISO 7638 Durchgangsadapter CAN-Botschaften eines Anhängers in den
Motorwagen eingespeist werden. Somit ist es möglich die Motorwagenreaktion
zu bewerten.
Im Messprogramm findet man diese Prüfung nicht direkt auf der
Programmoberfläche, sondern in der Befehlsleiste unter der Rubrik
„Motorwagen“.
6.2.5
Menüpunkt: Hilfe
Unter dem Punkt „Benutzerhandbuch“ können Sie das Benutzerhandbuch
öffnen. Sollte das Handbuch in der genutzten Sprache nicht verfügbar sein,
dann erhalten Sie vom Programm einen Link auf die WABCO Homepage, mit
einem Verweis auf die Broschüren.
40
Anhang
CAN-Botschaften
7
Anhang
7.1
CAN-Botschaften
Für die Prüfung der CAN-Botschaften kann es notwendig sein, die
Identifierdarstellung der zulässigen Botschaften zu kennen.
In der Tabelle sind die spezifizierten Motorwagen- und Anhängerbotschaften, die
für die Anhängerschnittstelle nach ISO 7638 zulässig sind, zusammengefasst.
Außerdem sind die nach ISO 11992 zulässigen Werte für die Wiederholzeiten
der Botschaften angegeben.
BOTSCHAFT
WIEDERHOLZEIT
[MS]
IDENTIFIER
HEX
IDENTIFIER
DEZ
EBS11
10
0C02C820
201508896
EBS12
100
18FEC920
419350816
EBS21
10
0C0320C8
201531592
EBS22
100
18FEC4C8
419349704
EBS23
100
18FEC6C8
419350216
EBS24
1000
18FD9AC8
419273416
EBS25
50
18F020C8
418390216
EBS26
10
0CF01FC8
217063368
RGE11 (GFM12)
100
18E4C820
417646624
RGE21 (GFM22)
100
18E520C8
417669320
RGE22
100
18FE5CC8
419323080
REGE23
1000
18FE5EC8
419323592
TD11
1000
18FEE620
419358240
GFM11
100
18E2C820
417515552
GFM12 (RGE11)
100
18E4C820
417646624
GFM21
100
18E120C8
417407176
GFM22 (RGE21)
100
18E520C8
417669320
GFM23
100
18FEC6C8
419350216
GFM24
100
18FEC8C8
419350728
41
Anhang
EG-Konformitätserklärung
7.2
42
EG-Konformitätserklärung


43
der Welt setzen heute WABCOTechnologien ein. Überdies bietet
WABCO hochentwickelte Lösungen für das Flottenmanagement
und den Service. Im Jahr 2014
erzielte WABCO einen Umsatz
von 2,9 Milliarden Dollar. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Brüssel, Belgien, beschäftigt weltweit
11.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter
www.wabco-auto.com
© 2015 WABCO Europe BVBA – Alle Rechte vorbehalten – 815 020 190 3 / 07.2015
WABCO (NYSE: WBC) ist ein
Innovationsführer und weltweiter
Lieferant von Technologien zur
Verbesserung der Sicherheit und
Effizienz von Nutzfahrzeugen.
Vor rund 150 Jahren gegründet,
ist WABCO federführend in der
Entwicklung von Produkten und
Systemen für Bremse, Stabilitätsregelung, Federung, Getriebeautomatisierung und Aerodynamik. Alle führenden Lkw-,
Bus- und Anhängerhersteller
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement