Referenzhandbuch S7-300C - kleissler

Referenzhandbuch S7-300C - kleissler
Inhaltsverzeichnis
SIMATIC
Automatisierungssystem S7-300
CPU-Daten
CPU 31xC und CPU 31x
Referenzhandbuch
Vorwort
1
Wegweiser durch die
Dokumentation der S7-300
2
Aufbau und
Kommunikationsfunktionen
3
Speicherkonzept
4
Zyklus- und Reaktionszeiten
5
Technische Daten
6
Technische Daten der
integrierten Peripherie
(nur CPU 31xC)
7
Informationen zum Umstieg
auf eine CPU 31xC, 312, 314,
315-2 DP
8
Glossar
Index
Dieses Handbuch ist Bestandteil des
Dokumentationspaketes mit der Bestellnummer:
6ES7398-8FA10-8AA0
Ausgabe 09/2002
A5E00105474-02
9
Sicherheitstechnische Hinweise
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise sind durch ein Warndreieck hervorgehoben und je nach
Gefährdungsgrad folgendermaßen dargestellt:
!
!
!
Gefahr
bedeutet, dass Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten werden,
wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Warnung
bedeutet, dass Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten können,
wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorsicht
bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung oder ein Sachschaden eintreten können, wenn die
entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorsicht
bedeutet, dass ein Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen
nicht getroffen werden.
Achtung
ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des Produktes oder den jeweiligen
Teil der Dokumentation, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll.
Qualifiziertes Personal
Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes dürfen nur von qualifiziertem Personal vorgenommen
werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise dieses Handbuchs sind
Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise gemäß den Standards der
Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kennzeichnen.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Beachten Sie Folgendes:
!
Warnung
Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen Einsatzfälle
und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und komponenten verwendet werden.
Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße
Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus.
Marken
SIMATIC®, SIMATIC HMI® und SIMATIC NET® sind Marken der Siemens AG.
Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für
deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können.
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Verwertung und Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet,
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verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte vorbehalten,
insbesondere für den Fall der Patenterteilung oder GMEintragung
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der
beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch können
Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die
vollständige Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. Die Angaben
in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, und notwendige
Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten. Für
Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.
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Bereich Automation and Drives
Geschäftsgebiet Industrial Automation Systems
Postfach 4848, D- 90327 Nürnberg
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A5E00105474-02
Inhalt
1
1 Vorwort
1-1
2
2 Wegweiser durch die Dokumentation der S7-300
2-1
3
3 Aufbau und Kommunikationsfunktionen
3-1
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
3.9
4
4 Speicherkonzept
4.1
4.1.1
4.1.2
4.2
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.5
5
Bedien- und Anzeigeelemente ..........................................................................3-1
SIMATIC Micro Memory Card (MMC) ...............................................................3-5
Schnittstellen .....................................................................................................3-8
Informationen zur neuen DPV1-Funktionalität ................................................3-10
Uhr ...................................................................................................................3-12
S7-Verbindungen.............................................................................................3-13
Kommunikation................................................................................................3-17
Routing ............................................................................................................3-21
Datenkonsistenz ..............................................................................................3-24
Speicherbereiche...............................................................................................4-1
Aufteilung des Speichers...................................................................................4-1
Remanenz .........................................................................................................4-2
Speicherfunktionen............................................................................................4-4
Operandenbereiche...........................................................................................4-8
Handling von Daten in DB ...............................................................................4-10
Rezepturen ......................................................................................................4-10
Messwertarchive..............................................................................................4-12
Speichern/Holen ganzer Projekte auf/von Micro Memory Card......................4-14
5 Zyklus- und Reaktionszeiten
5.1
5.2
5.2.1
5.2.2
5.2.3
5.2.4
5.2.5
5.3
5.3.1
5.3.2
5.3.3
5.3.4
5.4
5.5
5.5.1
5.5.2
4-1
5-1
Einleitung...........................................................................................................5-1
Zykluszeit...........................................................................................................5-2
Übersicht ...........................................................................................................5-2
Berechnen der Zykluszeit..................................................................................5-4
Unterschiedliche Zykluszeiten...........................................................................5-7
Kommunikationslast ..........................................................................................5-8
Zyklusverlängerung durch Test- und Inbetriebnahmefunktionen....................5-10
Reaktionszeit ...................................................................................................5-11
Übersicht .........................................................................................................5-11
Kürzeste Reaktionszeit....................................................................................5-13
Längste Reaktionszeit .....................................................................................5-14
Verkürzen der Reaktionszeit durch Peripheriezugriffe....................................5-15
Rechenweg zur Berechnung von Zyklus- und Reaktionszeit..........................5-15
Alarmreaktionszeit ...........................................................................................5-17
Übersicht .........................................................................................................5-17
Reproduzierbarkeit von Verzögerungs- und Weckalarmen ............................5-19
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
iii
Inhalt
5.6
5.6.1
5.6.2
5.6.3
6
6 Technische Daten
6.1
6.2
6.3
6.4
6.5
6.6
6.7
7
Beispielrechnungen .........................................................................................5-20
Beispielrechnung zur Zykluszeit......................................................................5-20
Beispielrechnung zur Reaktionszeit ................................................................5-21
Beispielrechnung zur Alarmreaktionszeit ........................................................5-23
CPU 312 ............................................................................................................6-1
CPU 312C .........................................................................................................6-6
CPU 313C .......................................................................................................6-11
CPU 313C-2 PtP und CPU 313C-2 DP...........................................................6-17
CPU 314 ..........................................................................................................6-25
CPU 314C-2 PtP und CPU 314C-2 DP...........................................................6-30
CPU 315-2 DP.................................................................................................6-37
7 Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
7.1
7.2
7.3
7.4
7.5
7.6
7.7
7.8
7.9
6-1
7-1
Anordnung und Verwendung der integrierten Ein-/Ausgänge ..........................7-1
Analogperipherie ...............................................................................................7-6
Parametrierung................................................................................................7-11
Alarme .............................................................................................................7-16
Diagnosen .......................................................................................................7-17
Digitaleingänge................................................................................................7-18
Digitalausgänge...............................................................................................7-20
Analogeingänge...............................................................................................7-22
Analogausgänge..............................................................................................7-24
8
8 Informationen zum Umstieg auf eine CPU 31xC, 312, 314, 315-2 DP
8-1
9
9 Glossar
9-1
10
Index
Index-1
Bilder
1-1
1-2
1-3
3-1
3-2
3-3
3-4
3-5
4-1
4-2
4-3
4-4
4-5
5-1
5-2
5-3
5-4
5-5
5-6
iv
Informationslandschaft der S7-300 ...................................................................1-3
Zusätzliche Dokumentation ...............................................................................1-3
SIMATIC Technical Support..............................................................................1-5
Elemente und Aufbau einer CPU (z. B. eine CPU 314C-2 PtP) .......................3-1
Integrierte Ein- und Ausgänge einer CPU 31xC (z. B. eine
CPU 314C-2 PtP) ..............................................................................................3-2
Status- und Fehleranzeigen ..............................................................................3-3
Routing - Netzübergang ..................................................................................3-22
Routing - Applikationsbeipiel TeleService.......................................................3-23
Speicherbereiche der CPU................................................................................4-1
Lade- und Arbeitsspeicher ................................................................................4-4
Bearbeitungsschritte innerhalb eines Zyklus.....................................................4-9
Handling von Rezepturdaten...........................................................................4-11
Handling von Messwertarchiven .....................................................................4-12
Zeitscheibenmodell............................................................................................5-3
Formel zur Berechnung der Transferzeit für das Prozessabbild (PA) ..............5-4
Unterschiedliche Zykluszeiten...........................................................................5-7
Formel zur Berechnung der Kommunikationslast .............................................5-8
Unterteilung einer Zeitscheibe...........................................................................5-8
Abhängigkeit der Zykluszeit von der Kommunikationslast ................................5-9
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Inhalt
5-7
5-8
5-9
5-10
5-11
7-1
7-2
7-3
7-4
7-5
7-6
7-7
7-8
7-9
7-10
7-11
7-12
7-13
7-15
7-16
DP-Zykluszeiten im PROFIBUS-DP-Netz .......................................................5-12
Kürzeste Reaktionszeit....................................................................................5-13
Längste Reaktionszeit .....................................................................................5-14
Formel zur Berechnung der Kommunikationslast ...........................................5-16
Formeln zur Berechnung der Alarmreaktionszeit............................................5-17
CPU 312C: Belegung der integrierten DI/DO (Stecker X1) ..............................7-1
Prinzipschaltbild der integrierten Digitalperipherie der CPU 312C ...................7-2
CPU 313C/313C-2/314C-2: Belegung der integrierten DI/DO
(Stecker X1 und Stecker X2).............................................................................7-3
Prinzipschaltbild der integrierten Digitalperipherie der
CPUs 313C/313C-2/314C-2..............................................................................7-4
CPU 313C/314C-2: Belegung der integrierten AI/AO und DI (Stecker X1) ......7-4
Prinzipschaltbild der integrierten Digital-/Analogperipherie der
CPUs 313C/314C-2...........................................................................................7-5
Beschaltung eines analogen Strom-/Spannungseingangs der
CPU 313C/314C-2 mit 2-Draht-Messumformer ................................................7-6
Beschaltung eines analogen Strom-/Spannungseingangs der
CPU 313C/314C-2 mit 4-Draht-Messumformer ................................................7-7
Durchlassverhalten des integrierten Tiefpassfilters ..........................................7-8
Prinzip der Störfrequenz-Unterdrückung über STEP 7 .....................................7-9
50 Hz-Störfrequenzunterdrückung ..................................................................7-10
60 Hz-Störfrequenzunterdrückung ..................................................................7-10
Aufbau des Datensatzes 1 für Standard-DI und Alarmeingänge
(Länge 10 Byte) ...............................................................................................7-13
Aufbau des Datensatzes 1 für Standard-AI/AO (Länge 13 Byte)....................7-16
Anzeige der Zustände der Alarmeingänge der CPU 31xC .............................7-17
Tabellen
2-1
2-2
2-3
2-4
2-5
2-6
2-7
2-8
2-9
3-1
3-2
3-3
3-4
3-5
3-6
3-7
3-8
3-9
3-10
3-11
3-12
4-1
4-2
Einfluss der Umgebung auf das Automatisierungssystem (AS) .......................2-1
Potenzialtrennung..............................................................................................2-1
Kommunikation von Sensor/Aktor mit dem Automatisierungssystem...............2-2
Anwendung von Zentraler Peripherie und Dezentraler Peripherie ...................2-2
Zusammenstellung zu Zentralgerät (ZG) und Erweiterungsgeräten (EGs) ......2-2
Leistung der CPU ..............................................................................................2-3
Kommunikation..................................................................................................2-3
Software ............................................................................................................2-3
Ergänzende Merkmale ......................................................................................2-3
Unterschiede der CPUs 31xC und 31x .............................................................3-3
Stellungen des Betriebsartenschalters..............................................................3-4
Verfügbare MMCs .............................................................................................3-7
Anschließbare Geräte .......................................................................................3-9
CPUs (als DP-Master) mit neuer DPV1-Funktionalitäten................................3-10
Alarmbausteine mit DPV1-Funktionalität ........................................................3-11
Systemfunktionsbausteine mit DPV1-Funktionalität .......................................3-11
Eigenschaften und Funktionen der Uhr...........................................................3-12
Verteilung der S7-Verbindungen .....................................................................3-15
Verfügbarkeit der S7-Verbindungen................................................................3-16
Kommunikationsdienste der CPUs..................................................................3-17
GD-Ressourcen der CPUs ..............................................................................3-20
Remanenzverhalten der Speicherobjekte .........................................................4-3
Operandenbereiche des Systemspeichers .......................................................4-8
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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v
Inhalt
5-1
5-2
5-3
5-4
5-5
5-6
5-7
5-8
5-9
5-10
6-1
6-2
6-3
6-4
6-5
6-6
6-7
7-1
7-2
7-3
7-4
7-5
vi
Zyklische Programmbearbeitung.......................................................................5-3
Daten zur Berechnung der Transferzeit für das Prozessabbild ........................5-5
Verlängerung der Anwenderprogramm-Bearbeitungszeit.................................5-5
Betriebssystem-Bearbeitungszeit im Zykluskontrollpunkt.................................5-6
Zyklusverlängerung durch Einschachtelung von Alarmen ................................5-6
Zyklusverlängerung durch Fehler......................................................................5-6
Zyklusverlängerung durch Test- und Inbetriebnahmefunktionen....................5-10
Berechnung der Reaktionszeit ........................................................................5-17
Prozessalarm- und Diagnosealarm-Reaktionszeiten ......................................5-18
Reproduzierbarkeit von Verzögerungs- und Weckalarmen der CPUs............5-19
Technische Daten der CPU 312........................................................................6-1
Technische Daten der CPU 312C .....................................................................6-6
Technische Daten der CPU 313C ...................................................................6-11
Technische Daten der CPU 313C-2 PtP/ CPU 313C-2 DP ............................6-17
Technische Daten der CPU 314......................................................................6-25
Technische Daten der CPU 314C-2 PtP und CPU 314C-2 DP ......................6-30
Technische Daten der CPU 315-2 DP ............................................................6-37
Parameter der Standard-DI .............................................................................7-12
Parameter der Alarmeingänge ........................................................................7-12
Parameter der Standard-AI .............................................................................7-14
Parameter der Standard-AO ...........................................................................7-14
Startinformation für OB 40 zu den Alarmeingängen der integrierten
Peripherie ........................................................................................................7-17
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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1
Vorwort
1
Zweck des Handbuchs
In diesem Handbuch erhalten Sie alle notwendigen Informationen zum Aufbau, den
Kommunikationsfunktionen, dem Speicherkonzept, den Zyklus und
Reaktionszeiten sowie den technischen Daten der CPUs. Abschließend erfahren
Sie, was Sie beim Umstieg auf eine der in diesem Handbuch behandelten CPUs
beachten müssen.
Erforderliche Grundkenntnisse
Zum Verständnis des Handbuchs sind allgemeine Kenntnisse auf dem Gebiet der
Automatisierungstechnik erforderlich. Weiterhin sollten Sie über Kenntnisse der
Basissoftware STEP 7 verfügen. Lesen Sie dazu ggf. das Handbuch
Programmieren mit STEP 7 V5.1.
Gültigkeitsbereich des Handbuchs
Dieses Handbuch ist gültig für die folgenden CPUs mit folgenden Hardware- und
Softwareversionen:
CPU
CPU 312C
Konvention:
Die CPUs werden
in diesem
Handbuch wie
folgt bezeichnet:
CPU 31xC
Bestellnummer
6ES7312-5BD01-0AB0
ab Erzeugnisstand
(Version)
Firmware
Hardware
V2.0.0
01
CPU 313C
6ES7313-5BE01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 313C-2 PtP
6ES7313-6BE01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 313C-2 DP
6ES7313-6CE01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 314C-2 PtP
6ES7314-6BF01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 314C-2 DP
6ES7314-6CF01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 312
6ES7312-1AD10-0AB0
V2.0.0
01
CPU 314
CPU 31x
6ES7314-1AF10-0AB0
V2.0.0
01
CPU 315-2 DP
6ES7315-2AG10-0AB0
V2.0.0
01
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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1-1
Vorwort
Hinweis
Dieses Handbuch enthält die Beschreibung aller Baugruppen, die zum Zeitpunkt
der Herausgabe gültig sind.
Wir behalten uns vor, neuen Baugruppen bzw. Baugruppen mit neuerem
Erzeugnisstand eine Produktinformation beizulegen, die aktuelle Informationen zur
Baugruppe enthält.
Approbationen
Die Produktreihe SIMATIC S7-300 erfüllt nachfolgende Approbationen:
• Underwriters Laboratories, Inc.: UL 508 (Industrial Control Equipment)
• Canadian Standards Association: CSA C22.2 No. 142, (Process Control
Equipment)
• Factory Mutual Research: Approval Standard Class Number 3611
CE-Kennzeichnung
Die Produktreihe SIMATIC S7-300 erfüllt die Anforderungen und Schutzziele
folgender EG-Richtlinien:
• EG-Richtlinie 73/23/EWG „Niederspannungsrichtlinie“
•
EG-Richtlinie 89/336/EWG „EMV-Richtlinie“
C-Tick-Mark
Die Produktreihe SIMATIC S7-300 erfüllt die Anforderungen der Norm AS/NZS
2064 (Australien und Neuseeland).
Normen
Die Produktreihe SIMATIC S7-300 erfüllt die Anforderungen und Kriterien der IEC
61131-2.
1-2
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Vorwort
Einordnung in die Dokumentationslandschaft
Dieses Handbuch ist Teil des Dokumentationspakets zur S7-300.
Referenzhandbuch
Sie lesen dieses Handbuch
“CPU-Daten CPU 312 IFM bis 318-2 DP”
Beschreibung der Funktionen, dem Aufbau und den
technischen Daten einer CPU
“CPU-Daten CPU 31xC und CPU 31x”
Handbuch
“CPU 31xC” Technologische Funktionen”
CD-Rom: “Beispiele”
Beschreibung der einzelnen technologischen
Funktionen:
- Positionieren
- Zählen
- Punkt-zu-Punkt-Kopplung
- Regeln
Die CD enthält Beispiele zu den technologischen
Funktionen.
Installationshandbuch
Automatisierungssystem S7-300:
“Aufbauen”
Beschreibung der Projektierung, Montage, Verdrahtung,
Vernetzung und Inbetriebnahme einer S7-300
Referenzhandbuch
Automatisierungssysteme S7-300, M7-300:
“Baugruppendaten”
Funktionsbeschreibungen und technische Daten der
Signalbaugruppen, Stromversorgungsbaugruppen und
Anschaltungsbaugruppen
Operationsliste
“CPU 312 IFM bis 318-2 DP”
“CPUs 31xC und CPU 31x”
Auflistung des Operationsvorrats der CPUs und deren
Ausführungszeiten.
Auflistung der ablauffähigen Bausteine
(OBs/SFCs/SFBs) und deren Ausführungszeiten.
Getting Started
“CPU 31xC: Positionieren mit Analogausgang”
“CPU 31xC: Positionieren mit Digitalausgängen”
Getting Starteds führen Sie an einem konkreten
Beispiel durch die einzelnen Inbetriebnahmeschritte bis
zu einer konkreten Anwendung.
“CPU 31xC: Zählen”
“CPU 31xC: Punkt-zu-Punkt-Kopplung”
“CPU 31xC: Regeln”
“CPU 31xC: In Betrieb nehmen”
“CPU 31x: In Betrieb nehmen”
Bild 1-1
Informationslandschaft der S7-300
Zusätzlich zu diesem Dokumentationspaket benötigen Sie folgendes Handbuch:
Referenzhandbuch “Systemsoftware für
S7-300/400 System- und Standardfunktionen”
Referenzhandbuch
Bestandteil des Dokumentationspakets STEP 7
Bild 1-2
Beschreibung der SFCs, SFBs und OBs der CPUs.
Die Beschreibung finden Sie auch in der Onlinehilfe von
STEP 7.
Zusätzliche Dokumentation
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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1-3
Vorwort
Recycling und Entsorgung
Die in diesem Handbuch beschriebenen Geräte sind aufgrund ihrer
schadstoffarmen Ausrüstung recyclingfähig. Für ein umweltverträgliches Recycling
und die Entsorgung Ihres Altgerätes wenden Sie sich bitte an einen zertifizierten
Entsorgungsbetrieb für Elektronikschrott.
Weitere Unterstützung
Haben Sie noch Fragen zur Nutzung der im Handbuch beschriebenen Produkte?
Dann wenden Sie sich bitte an Ihren Siemens-Ansprechpartner in den für Sie
zuständigen Vertretungen und Geschäftsstellen.
http://www.siemens.com/automation/partner
Trainingscenter
Um Ihnen den Einstieg in das Automatisierungssystem S7-300 zu erleichtern,
bieten wir Ihnen entsprechende Kurse an. Wenden Sie sich bitte an Ihr regionales
Trainingscenter oder an das zentrale Trainingscenter in D-90327 Nürnberg.
Telefon: +49 (911) 895-3200
http://www.sitrain.com
1-4
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Vorwort
A&D Technical Support
Neben Ihren lokalen Ansprechpartnern stehen unsere drei Support-Center für Sie
bereit
Nürnberg
Johnson City
Singapur
SIMATIC Hotline
Bild 1-3
SIMATIC Technical Support
Weltweit (Nürnberg)
Technical Support
Ortszeit: 0:00 bis 24:00 / 365 Tage
Telefon: +49 (0) 180 5050 222
Fax: +49 (0) 180 5050 223
E-Mail: [email protected]
GMT: +1:00
Ortszeit: Mo.-Fr. 8:00 bis 17:00
Amerika (Johnson City)
Technical Support und
Autorisierung
Asien / Australien (Singapur)
Technical Support und
Autorisierung
Telefon: +49 (0) 180 5050-222
Ortszeit: Mo.-Fr. 8:00 bis 17:00
Ortszeit: Mo.-Fr. 8:30 bis 17:30
Fax: +49 (0) 180 5050-223
Telefon: +1 (0) 770 740 3505
Telefon: +65 (0) 740-7000
E-Mail: [email protected]
Fax: +1 (0) 770 740 3699
Fax: +65 (0) 740-7001
GMT: +1:00
E-Mail:
E-Mail:
[email protected]
[email protected]
GMT: –5:00
GMT: +8:00
Europa / Afrika (Nürnberg)
Autorisierung
Technical Support und Authorization sprechen generell Deutsch und Englisch.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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1-5
Vorwort
Service & Support im Internet
Zusätzlich zu unserem Dokumentations-Angebot bieten wir Ihnen im Internet unser
komplettes Wissen online an.
http://www.siemens.com/automation/service&support
Dort finden Sie:
• Aktuelle Produkt-Informationen (Aktuells), FAQs (Frequently Asked Questions),
Downloads, Tipps und Tricks.
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1-6
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Wegweiser durch die Dokumentation der
S7-300
2
2
In diesem Kapitel...
finden Sie einen Wegweiser durch die Dokumentation der S7-300.
Auswählen und Zusammenstellen
Tabelle 2-1
Einfluss der Umgebung auf das Automatisierungssystem (AS)
Informationen zu ...
finden Sie im ...
Welchen Einbauraum muss ich für das AS
vorsehen?
Kapitel Projektieren; Einbaumaße der Baugruppen
sowie Montieren; Profilschiene montieren im
Installationshandbuch
Welchen Einfluss haben Umweltbedingungen auf
das AS?
Anhang des Installationshandbuches
Tabelle 2-2
Potenzialtrennung
Informationen zu ...
finden Sie im ...
Welche Baugruppen kann ich einsetzen, wenn eine Kapitel Projektieren; Elektrischer Aufbau,
Trennung der Potenziale der einzelnen
Schutzmaßnahmen und Erdung im
Sensoren/Aktoren gegeneinander notwendig ist?
Installationshandbuch
Referenzhandbuch Baugruppendaten
Wann ist eine Trennung der Potenziale der
einzelnen Baugruppen gegeneinander notwendig?
Wie verdrahte ich dieses?
Kapitel Projektieren; Elektrischer Aufbau,
Schutzmaßnahmen und Erdung im
Installationshandbuch
Kapitel Verdrahten im Installationshandbuch
Wann ist eine Trennung der Potenziale der
einzelnen Stationen gegeneinander notwendig?
Kapitel Projektieren; Projektieren eines Subnetzes
im Installationshandbuch
Wie verdrahte ich dieses?
Kapitel Verdrahten im Installationshandbuch
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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2-1
Wegweiser durch die Dokumentation der S7-300
Tabelle 2-3
Kommunikation von Sensor/Aktor mit dem Automatisierungssystem
Informationen zu ...
finden Sie im ...
Welche Baugruppe passt zu meinem
Sensor/Aktor?
für CPU: Referenzhandbuch CPU-Daten
Wie viele Sensoren/Aktoren kann ich an die
Baugruppe anschließen?
für CPU: Referenzhandbuch CPU-Daten
Wie verdrahte ich Sensoren/Aktoren mit dem AS
über Frontstecker?
Kapitel Verdrahten; Frontstecker verdrahten im
Installationshandbuch
Wann benötige ich Erweiterungsgeräte (EG) und
wie werden sie angeschlossen?
Kapitel Projektiere, Möglichkeiten der Erweiterung
und Vernetzung im Installationshandbuch
Wie montiere ich Baugruppen auf
Baugruppenträger / Profilschienen?
Kapitel Montieren; Baugruppen auf die
Profilschiene montieren im Installationshandbuch
Tabelle 2-4
für Signalbaugruppen: Referenzhandbuch
Baugruppendaten
für Signalbaugruppen: Referenzhandbuch
Baugruppendaten
Anwendung von Zentraler Peripherie und Dezentraler Peripherie
Informationen zu ...
Welches Baugruppenspektrum möchte ich
einsetzen?
finden Sie im ...
für Zentrale Peripherie/Erweiterungsgeräte (EGs):
Referenzhandbuch Baugruppendaten
für Dezentrale Peripherie/PROFIBUS-DP:
Handbuch des jeweiligen Peripheriegerätes, z. B.
Handbuch ET 200B
Tabelle 2-5
Zusammenstellung zu Zentralgerät (ZG) und Erweiterungsgeräten (EGs)
Informationen zu ...
finden Sie im ...
Welche Baugruppenträger / Profilschienen sind für
meine Applikation am besten geeignet?
Kapitel Projektieren im Installationshandbuch
Welche Interface-Module (IM) benötige ich zur
Verbindung der EGs mit dem ZG?
Kapitel Projektieren, Anordnung der Baugruppen
auf mehreren Baugruppenträgern im
Installationshandbuch
Welche Stromversorgung (PS) ist für meinen
speziellen Anwendungsfall die Richtige?
Kapitel Projektieren im Installationshandbuch
2-2
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Wegweiser durch die Dokumentation der S7-300
Tabelle 2-6
Leistung der CPU
Informationen zu ...
finden Sie im ...
Welches Speicherkonzept ist für meine Anwendung Referenzhandbuch CPU-Daten
am besten geeignet?
Wie werden Micro Memory Cards ein- und
ausgebaut?
Kapitel In Betrieb nehmen; Ziehen/Stecken der
Micro Memory Card im Installationshandbuch
Welche CPU genügt meinen PerformanceBedürfnissen?
Operationsliste; Referenzhandbuch CPU-Daten
Wie lang sind die Reaktionszeiten und
Bearbeitungszeiten der CPU?
Referenzhandbuch CPU-Daten
Welche Technologiefunktionen sind implementiert?
Handbuch Technologiefunktionen
Wie kann ich diese Technologiefunktionen nutzen?
Handbuch Technologiefunktionen
Tabelle 2-7
Kommunikation
Informationen zu ...
Welche Grundsätze muss ich beachten?
finden Sie im ...
Handbuch Kommunikation mit SIMATIC
Über welche Möglichkeiten und Ressourcen verfügt Referenzhandbuch CPU-Daten
die CPU?
Wie kann ich die Kommunikation durch
Kommunikationsprozessoren (CP) optimieren?
jeweiligen Gerätehandbuch
Welches Kommunikationsnetz ist für meine
Anwendung geeignet?
Kapitel Projektieren; Projektieren eines Subnetzes
im Installationshandbuch
Handbuch Kommunikation mit SIMATIC
Wie vernetzte ich die einzelnen Komponenten
miteinander?
Tabelle 2-8
Software
Informationen zu ...
Welche Software benötige ich für mein S7-300System?
Tabelle 2-9
Kapitel Projektieren und Verdrahten im
Installationshandbuch
finden Sie im ...
Kapitel Technische Daten; Referenzhandbuch
CPU-Daten
Ergänzende Merkmale
Informationen zu ...
finden Sie im ...
Wie kann ich Bedienung und Beobachtung
realisieren?
für Text Displays: jeweiligen Gerätehandbuch
(Human Machine Interface)
für WinCC: jeweiligen Gerätehandbuch
Wie kann ich Leittechnik-Komponenten
integrieren?
für PCS 7: jeweiligen Gerätehandbuch
Welche Möglichkeiten bieten mir hochverfügbare
und fehlersichere Systeme?
Handbuch S7-400H - Hochverfügbare Systeme;
Handbuch Fehlersichere Systeme
für Operator Panels: jeweiligen Gerätehandbuch
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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2-3
3
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
3
3.1
Bedien- und Anzeigeelemente
Elemente der CPU
Das folgende Bild zeigt die Bedien- und Anzeige-Elemente einer CPU. Anordnung
und Anzahl der Elemente weichen bei einigen CPUs von diesem Bild ab.
Beispielsweise besitzt die CPU 312, 314 und 315-2 DP keine integrierten Aus- und
Eingänge.
Schacht für MMC
Status- und
Fehleranzeigen
SF
SIEMENS
BF
S IM
AT
IC
6 4 k By te
M
ic ro
Me
m
Ca o ry
rd
Micro Memory Card
(MMC)
6 ES7 9 53 -8L x0 0 -0 AA0
DC5V
FRCE
RUN
STOP
RUN
Auswerfer für MMC
STOP
MRES
Betriebsartenschalter
Anschlüsse der
integrierten Ausund Eingänge
2.Schnittstelle
(Nur CPU 31xC)
(PtP- oder DP-Schnittstelle)
Mehrpunktfähige
MPI-Schnittstelle
Anschluss für
Spannungsversorgung
Bild 3-1
Elemente und Aufbau einer CPU (z. B. eine CPU 314C-2 PtP)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-1
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Das nachfolgende Bild zeigt Ihnen die integrierten digitalen und analogen Ein-/
Ausgänge einer CPU 31xC bei geöffneten Fronttüren. X1 und X2 bezeichnen
dabei die Frontstecker Ihrer CPU.
X1
SF
X2
SIEMENS
BF
DC5V
FRCE
RUN
1
STOP
2
2
3
2
3
RUN
STOP
MRES
1
Bild 3-2
Integrierte Ein- und Ausgänge einer CPU 31xC (z. B. eine CPU 314C-2 PtP)
Im Bild sehen Sie unter der Ziffer
3-2
Folgende integrierte Peripherie
1
Analogeingänge und Analogausgänge
2
Je 8 Digitaleingänge
3
Je 8 Digitalausgänge
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Unterschiede der CPUs
Tabelle 3-1
Unterschiede der CPUs 31xC und 31x
Element
CPU
312
CPU
312C
CPU
313C
CPU
313C-2
DP
CPU
313C-2
PtP
CPU
314
CPU
314C-2
DP
CPU
314C-2
PtP
CPU
315-2
DP
SIMATIC Micro
X
Memory Card (für
den Betrieb
zwingend
erforderlich)
X
X
X
X
X
X
X
X
9pol. MPISchnittstelle
X
X
X
X
X
X
X
X
X
9pol. DPSchnittstelle
–
–
–
X
–
–
X
–
X
15pol. PtPSchnittstelle
–
–
–
–
X
–
–
X
–
Digitaleingänge
–
10
24
16
16
–
24
24
–
Digitalausgänge
–
6
16
16
16
–
16
16
–
Analogeingänge
–
–
4+1
–
–
–
4+1
4+1
–
Analogausgänge
–
–
2
–
–
–
2
2
–
Technologische
Funktionen
–
2 Zähler
3 Zähler
3 Zähler
3 Zähler
–
4 Zähler
4 Zähler
–
1 Kanal
Positionieren
1 Kanal
Positionieren
Status- und Fehleranzeigen
Die CPU ist mit folgenden LED-Anzeigen ausgestattet:
Anzeigen für CPU:
SF
BF
DC5V
FRCE
RUN
(rot)
(rot)
(grün)
(gelb)
(grün)
Hardware- oder Softwarefehler
Busfehler (nur CPU´s mit DP-Schnittstelle)
Die 5 V-Versorgung für CPU und S7-300-Bus ist ok.
Force-Auftrag ist aktiv.
CPU im RUN; LED blinkt im Anlauf mit 2 Hz; im HALT mit 0,5 Hz.
STOP (gelb) CPU im STOP bzw. im HALT oder Anlauf;
LED blinkt bei Urlöschanforderung mit 0,5 Hz, während des Urlöschens mit 2 Hz.
Bild 3-3
Status- und Fehleranzeigen
Diagnose
Wie Sie die LED-Anzeigen zur Diagnose verwenden können, erfahren Sie im
Installationshandbuch im Kapitel Testfunktionen, Diagnose und
Störungsbeseitigung.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-3
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Schacht für die SIMATIC Micro Memory Card (MMC)
Als Speichermodul wird eine SIMATIC Micro Memory Card (MMC) verwendet. Die
MMC ist als Ladespeicher sowie als transportabler Datenträger verwendbar.
Hinweis
Da diese CPUs keinen integrierten Ladespeicher besitzen, ist für den Betrieb eine
gesteckte MMC zwingend erforderlich.
Betriebsartenschalter
Über den Betriebsartenschalter können Sie die aktuelle Betriebsart der CPU
einstellen.
Der Betriebsartenschalter ist als Kippschalter mit 3 Schaltstellungen ausgebildet.
Stellungen des Betriebsartenschalters
Die Stellungen des Betriebsartenschalters sind in der Reihenfolge erläutert, wie sie
auf der CPU vorkommen.
Tabelle 3-2
Stellung
Stellungen des Betriebsartenschalters
Bedeutung
Erläuterungen
RUN
Betriebsart
RUN
Die CPU bearbeitet das Anwenderprogramm.
STOP
Betriebsart
STOP
Die CPU bearbeitet kein Anwenderprogramm.
MRES
Urlöschen
Tast-Stellung des Betriebsartenschalters für das Urlöschen
der CPU. Das Urlöschen per Betriebsartenschalter erfordert
eine spezielle Bedienungsreihenfolge (siehe
Installationshandbuch Kapitel In Betrieb nehmen).
Anschluss für die Spannungsversorgung
Jede CPU 31xC und CPU 31x verfügt über eine 2-polige Buchse als Anschluss für
die Stromversorgung. Auf dieser Buchse ist im Auslieferzustand der Stecker mit
Schraubanschlüssen bereits aufgesteckt.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zu den Betriebsarten der CPU finden Sie in der Online-Hilfe
zu STEP 7.
Bedienung des Betriebsartenschalters zum Urlöschen siehe Installationshandbuch,
Kapitel In Betrieb nehmen.
Weitere Einzelheiten zur Auswertung der LEDs im Fehler-/Diagnosefall finden Sie
im Installationshandbuch Kapitel Testfunktionen, Diagnose und
Störungsbeseitigung.
3-4
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Angaben zum Einsatz der MMCs und zum Speicherkonzept finden Sie im Kapitel
Speicherkonzept.
3.2
SIMATIC Micro Memory Card (MMC)
Speichermodul
Diese CPUs verwenden als Speichermodul eine SIMATIC Micro Memory Card
(MMC). Sie können die MMC als Ladespeicher und als transportabler Datenträger
einsetzen.
Hinweis
Für den Betrieb der CPU ist eine gesteckte MMC zwingend erforderlich.
Folgende Daten werden auf der MMC abgelegt:
• Anwenderprogramm (alle Bausteine)
• Archive und Rezepturen
• Projektierungsdaten (STEP 7-Projekte)
• Daten für ein Betriebssystem-Update, Sicherung des Betriebssystems
Hinweis
Auf einer MMC können Sie entweder Anwender- und Projektierungsdaten
oder das Betriebssystem speichern.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-5
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Verweis
Zur Realisierung eines MMC-Kopierschutzes auf Anwenderebene besitzt ihre MMC
eine interne Seriennummer. Diese Seriennummer können Sie über die SZLTeilliste 011CH Index 8 mit dem SFC 51 RDSYSST auslesen.
Programmieren Sie beispielsweise dann einen STOP-Befehl in einem know-howgeschützten Baustein, wenn die Soll- und Ist-Seriennummer ihrer MMC nicht
übereinstimmt.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der SZL-Teilliste in der Operationsliste
oder dem Handbuch System- und Standardfunktionen.
Eigenschaften
Die SIMATIC Micro Memory Card stellt die Wartungsfreiheit und Remanenz für
diese CPUs sicher. Ausführlichere Informationen dazu finden Sie im Kapitel
Speicherkonzept.
Vorsicht
Der Modulinhalt einer SIMATIC Micro Memory Card kann ungültig werden, wenn
sie während eines laufenden Schreibvorganges entfernt wird. Die MMC muss dann
ggf. am PG gelöscht bzw. in der CPU formatiert werden.
Entfernen Sie die MMC nie im Betriebszustand RUN, sondern nur im Netz-Aus
oder im Zustand STOP der CPU, wenn keine schreibenden PG-Zugriffe
stattfinden. Wenn Sie im STOP nicht sicherstellen können, dass keine
schreibenden PG-Funktionen (z. B. Baustein laden/löschen) aktiv sind, trennen Sie
vorher die Kommunikationsverbindungen.
Lebensdauer einer MMC
Die Lebensdauer einer MMC hängt wesentlich von folgenden Faktoren ab:
1. Der Anzahl der Lösch- bzw. Programmiervorgänge,
2. äußeren Einflüssen wie beispielsweise der Umgebungstemperatur.
Bei einer Umgebungstemperatur von bis zu 60° C beträgt die Lebensdauer einer
MMC bei maximal 100.000 Lösch-/Schreibvorgängen 10 Jahre.
Vorsicht
Achten Sie immer darauf, die maximale Anzahl der Lösch-/Schreibvorgänge nicht
zu überschreiten, um Datenverlusten vorzubeugen.
3-6
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Einsetzbare SIMATIC Micro Memory Cards
Es stehen Ihnen folgende Speichermodule zur Verfügung:
Tabelle 3-3
Typ
Verfügbare MMCs
Bestellnummern
Notwendig für ein Firmware-Update bei ...
MMC 64k
6ES7 953-8LF00-0AA0
–
MMC 128k
6ES7 953-8LG00-0AA0
–
MMC 512k
6ES7 953-8LJ00-0AA0
–
MMC 2M
6ES7 953-8LL00-0AA0
CPUs ohne DP-Schnittstelle
MMC 4M
6ES7 953-8LM00-0AA0
CPUs mit DP-Schnittstelle
MMC 8M
6ES7 953-8LP10-0AA0
–
Formatierung der MMC beim Urlöschen
In folgenden Sonderfällen müssen Sie die MMC formatieren:
• Der Modultyp der MMC ist kein Anwendermodul.
• Die MMC wurde noch nicht formatiert.
• Die MMC ist defekt
• Der Inhalt der MMC ist ungültig.
Der Inhalt der MMC wurde als ungültig gekennzeichnet.
• Der Vorgang Anwenderprogramm laden wurde durch Netz-Aus abgebrochen
• Der Vorgang Prommen wurde durch Netz-Aus abgebrochen.
• Fehler bei der Auswertung des Modulinhaltes beim Urlöschen.
• Fehler bei der Formatierung, bzw. Formatierung konnte nicht ausgeführt
werden.
Wenn einer dieser beschriebenen Fehler aufgetreten ist, fordert die CPU auch
nach Ausführen eines Urlöschvorganges wieder erneut Urlöschen an. Ausser bei
Unterbrechung der Vorgänge Anwenderprogramm laden oder Prommen durch
Netz-Aus bleibt der Karteninhalt bis zur Formatierung der MMC erhalten.
Formatieren Sie in folgenden Schritten Ihre MMC:
Wenn die CPU in Urlöschanforderung steht (langsames Blinken der STOP-LED),
formatieren Sie die MMC mit folgender Schalterbedienung:
1. Bringen Sie den Schalter in Stellung MRES und halten Sie ihn so lange fest, bis
die STOP-LED dauerhaft leuchtet (ca. 9 Sekunden).
2. Lassen Sie innerhalb der nächsten 3 Sekunden den Schalter los und bringen
Sie ihn erneut in die Stellung MRES. Die STOP-LED blinkt nun während der
Formatierung.
Achten Sie darauf, die Schritte in der vorgeschriebenen Zeit durchzuführen,
da die MMC sonst nicht formatiert wird, sondern in den Zustand Urlöschen
zurückfällt.
Die MMC wird nur formatiert, wenn ein Formatierungsgrund (s. o.) vorliegt; nicht
z. B. bei Urlöschenanforderungen nach Modultausch. Hier bewirkt ein Schalten auf
MRES nur ein normales Urlöschen, bei dem der Modulinhalt gültig bleibt.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-7
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Weitere Einzelheiten zur MMC ...
erfahren Sie im Installationshandbuch.
3.3
Schnittstellen
MPI-Schnittstelle
Verfügbarkeit: In allen hier beschriebenen CPUs.
Das MPI (Multi Point Interface) ist die Schnittstelle der CPU zu einem PG/OP bzw.
für die Kommunikation in einem MPI-Subnetz.
Die typische (voreingestellte) Baudrate ist 187,5 kBaud. Zur Kommunikation mit
einer S7-200 können Sie auch 19,2 kBaud einstellen. Andere Baudraten sind nicht
möglich.
Die CPU verschickt an der MPI-Schnittstelle automatisch ihre eingestellten
Busparameter (z. B. die Baudrate). Damit kann sich beispielsweise ein
Programmiergerät mit den richtigen Parametern versorgen und automatisch an ein
MPI-Subnetz anschließen.
Hinweis
Im laufenden Betrieb dürfen Sie an das MPI-Subnetz nur PGs anschließen.
Weitere Teilnehmer (z. B. OP, TP, ...) sollten Sie im laufenden Betrieb nicht mit
dem MPI-Subnetz verbinden, da sonst die übertragenen Daten durch Störimpulse
verfälscht werden oder Globaldaten-Pakete verloren gehen können.
PROFIBUS-DP-Schnittstelle
Verfügbarkeit: CPU-Typen mit der Kennung „DP“ (Betrieb als DP-Master)
Die PROFIBUS-DP-Schnittstelle dient hauptsächlich zum Anschluss von
dezentraler Peripherie. Mit PROFIBUS-DP können Sie beispielsweise
ausgedehnte Subnetze aufbauen.
Die PROFIBUS-DP-Schnittstelle ist als Master oder Slave konfigurierbar und
ermöglicht eine Übertragung von bis zu 12 MBaud.
Die CPU verschickt an der PROFIBUS-DP-Schnittstelle beim Betrieb als Master
ihre eingestellten Busparameter (z. B. die Baudrate). Damit kann sich
beispielsweise ein Programmiergerät mit den richtigen Parametern versorgen und
automatisch an ein PROFIBUS-Subnetz anschließen. Das Verschicken der
Busparameter ist in der Projektierung abschaltbar.
Hinweis
(Nur für die DP-Schnittstelle im Slave-Betrieb)
Haben Sie in STEP 7 in den Eigenschaften der DP-Schnittstelle das
Kontrollkästchen Inbetriebnahme/ Testbetrieb deaktiviert, wird die von ihnen
parametrierte Baudrate ignoriert und automatisch entsprechend der Baudrate des
Masters eingestellt.
3-8
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Verweis
Informationen zu der neuen DPV1-Funktionalität finden Sie im gleichnamigen
Kapitel des Referenzhandbuches CPU-Daten CPU 31xC und CPU 31x.
PtP-Schnittstelle
Verfügbarkeit: CPU-Typen mit der Kennung „PtP“.
Über die PtP-Schnittstelle (Point to Point) Ihrer CPU können Sie Fremdgeräte mit
einer seriellen Schnittstelle anschließen, wie z. B. Barcode-Leser, Drucker usw.
Hierbei sind Baudraten im Vollduplexbetrieb (RS 422) bis 19,2 kBaud und im
Halbduplexbetrieb (RS 485) bis 38,4 kBaud möglich.
Für die Punkt-zu-Punkt-Kopplung sind diese CPUs mit folgenden Treibern
ausgestattet:
• ASCII-Treiber
• Prozedur 3964 (R)
• RK 512 (nur CPU 314C-2 PtP)
Welche Geräte können Sie an welche Schnittstelle anschließen?
Tabelle 3-4
Anschließbare Geräte
MPI
PROFIBUS-DP
•
PG/PC
•
PG/PC
•
OP/TP
•
OP/TP
•
S7-300/400 mit
MPI-Schnittstelle
•
DP-Slaves
•
DP-Master
•
S7-200
(nur mit 19,2 kBaud)
•
Aktoren/Sensoren
•
S7-300/400 mit PROFIBUSDP-Schnittstelle
PtP
•
Geräte mit serieller
Schnittstelle, z. B.: BarcodeLeser, Drucker, etc.
Weiterführende Informationen
Weiterführende Informationen zu den einzelnen Verbindungen finden Sie im
Handbuch Kommunikation mit SIMATIC.
Ausführliche Informationen zur Punkt-zu-Punkt-Kopplung finden Sie auch im
Handbuch Technologische Funktionen.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-9
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
3.4
Informationen zur neuen DPV1-Funktionalität
Was unter der Bezeichnung DPV1 verstanden wird
Neue Aufgabenstellungen in der Automatisierungs- und Prozesstechnik erfordern
funktionale Erweiterungen des existierenden DP-Protokolls. Neben zyklischen
Kommunikationsfunktionen ist auch der azyklische Zugriff auf S7-fremde
Feldgeräte wesentliche Forderung unserer Kunden und wurden in der Norm
EN50170 umgesetzt. Azyklische Zugriffe waren bisher nur auf S7-Slaves möglich.
Festlegung
Unter der Bezeichnung DPV1 wird die funktionale Erweiterung der
azyklischen Dienste (z. B. um neue Alarme) des DP-Protokolls verstanden.
Die Norm zur Dezentralen Peripherie EN50170 wurde weiterentwickelt. Alle
Änderungen hinsichtlich neuer DPV1-Funktionalitäten sind in der IEC 61158/
EN 50170, Volume 2, PROFIBUS integriert.
Erweiterte Funktionen DPV1
• Nutzen beliebiger DP1-Slaves von Fremdherstellern (natürlich neben den
bisherigen DPV0- und S7-Slaves).
• Selektive Behandlung von DPV1-spezifischen Alarmereignissen durch neue
Alarmbausteine.
• Neue normkonforme SFBs zum Datensatz Lesen/Schreiben (die aber auch für
zentral eingesetzte Baugruppen nutzbar sind).
• Komfortabler SFB zum Auslesen der Diagnose.
DP-Master/Slave mit DPV1-Funktionalität
Tabelle 3-5
CPUs (als DP-Master) mit neuer DPV1-Funktionalitäten
CPU
Bestellnummer
Ab Erzeugnisstand (Version)
Firmware
Hardware
CPU 313C-2 DP
6ES7313-6CE01-0AB0
Ab V2.0.0
01
CPU 314C-2 DP
6ES7314-6CF01-0AB0
Ab V2.0.0
01
CPU 315-2 DP
6ES7315-2AG10-0AB0
Ab V2.0.0
01
Hinweis
Wollen Sie die CPU als I-Slave nutzen, besitzt diese keine DPV1-Funktionalität.
3-10
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Voraussetzung für die Nutzung der DPV1-Funktionalität bei DP-Slaves
Für DPV1-Slaves anderer Hersteller benötigen Sie eine GSD-Datei nach EN50170
gleich/ größer Revision 3.
Alarmbausteine, die die DPV1-Funktionalität unterstützen
Tabelle 3-6Alarmbausteine mit DPV1-Funktionalität
OB
Funktionalität
OB 82
Diagnose-Alarm
OB 40
Prozess-Alarm
OB 55
Status-Alarm
OB 56
Update-Alarm
OB 57
Herstellerspezifischer Alarm
Hinweis
Die Organisationsbausteine OB82 und OB40 können Sie nun auch für DPV1Alarme einsetzen.
Systemfunktionsbausteine, die die DPV1-Funktionalität unterstützen
Tabelle 3-7Systemfunktionsbausteine mit DPV1-Funktionalität
SFB
Funktionalität
SFB 52
Datensatz aus DP-Slave oder zentraler Baugruppe
lesen
SFB 53
Datensatz in DP-Slave oder zentraler Baugruppe
schreiben
SFB 54
Alarmzusatzinformationen eines DP-Slaves oder
einer zentralen Baugruppe im jeweiligen OB
auslesen
SFB 75
Beliebige Alarme von I-Slaves stellen
Hinweis
Den SFB 52 bis SFB 54 können Sie grundsätzlich auch für zentral eingesetzte
Peripheriebaugruppen nutzen.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-11
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Weitere Informationen zur DPV1-Funktionalität
Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Informationen zum Umstieg auf
eine CPU 31xC, 312, 314, 315-2 DP. Lesen Sie dazu das gleichnamige Kapitel im
Referenzhandbuch CPU-Daten 31xC und 31x.
Verweis
Weitere Informationen zu oben genannten Bausteinen finden Sie im
Referenzhandbuch Systemsoftware für S7-300/400: System- und
Standardsoftware oder direkt in der STEP7-Onlinehilfe.
3.5
Uhr
Eigenschaften und Funktionen
Die folgende Tabelle enthält die Eigenschaften und Funktionen der Uhr.
Tabelle 3-8
Eigenschaften und Funktionen der Uhr
Eigenschaften
CPU 312C, CPU 312
CPU 313C / CPU 313C-2 /
CPU 314C-2, 314, 315-2
Typ
Software-Uhr
Hardware-Uhr
Voreinstellung bei
Auslieferung
DT#1994-01-01-00:00:00
DT#1994-01-01-00:00:00
Pufferung
nein
Über eingebauten
Kondensator
Pufferungsdauer
–
typ. 6 Wochen (bei 40 °C
Umgebungstemperatur)
Verhalten der Uhr nach
NETZ-EIN
Die Uhr läuft mir der Uhrzeit
weiter, an der das NETZAUS erfolgte.
Die Uhr läuft nach NETZAUS weiter.
Verhalten der Uhr nach
Ablauf der Pufferungsdauer
–
Die Uhr läuft mit der Uhrzeit
weiter, bei der das NETZAUS erfolgte.
Informationen zu ...
• Synchronisation und Korrekturfaktor:
Über die Parametrierung der CPU in STEP 7 können Sie auch Funktionen wie
Synchronisation über MPI-Schnittstelle und Korrekturfaktor einstellen. Lesen
Sie dazu in der Online-Hilfe zu STEP 7 nach.
• Uhr stellen, lesen und programmieren:
Mit dem PG können Sie die Uhr stellen und auslesen (siehe Handbuch
Programmieren mit STEP 7). Sie können auch die Uhr im Anwenderprogramm
mit SFCs programmieren (siehe Referenzhandbuch System- und
Standardfunktionen).
3-12
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
3.6
S7-Verbindungen
Einleitung
Kommunizieren S7-Baugruppen untereinander, so wird zwischen den Baugruppen
eine sogenannte S7-Verbindung aufgebaut. Diese stellt den Kommunikationsweg
dar.
Hinweis
Globale Datenkommunikation und Punkt-zu-Punkt-Kopplung benötigen keine S7Verbindungen.
Jede Kommunikationsverbindung benötigt auf der CPU S7Verbindungsressourcen; und zwar für die Dauer des Bestehens genau dieser
Verbindung.
Deshalb wird auf jeder S7-CPU eine bestimmte Anzahl von S7Verbindungsressourcen zur Verfügung gestellt, die von verschiedenen
Kommunikationsdiensten (PG-/OP-Kommunikation, S7-Kommunikation oder S7Basiskommunikation) belegt werden.
Was sind S7-Verbindungspunkte?
Die S7-Verbindung von kommunikationsfähigen Baugruppen baut sich zwischen
Verbindungspunkten auf. Die S7-Verbindung besitzt dabei immer
zwei Verbindungspunkte: Den aktiven und den passiven Verbindungspunkt:
• Der aktive Verbindungspunkt ist der Baugruppe zugeordnet, welche die S7Verbindung aufbaut.
• Der passive Verbindungspunkt ist der Baugruppe zugeordnet, welche die S7Verbindung annimmt.
Jede kommunikationsfähige Baugruppe kann dabei Verbindungspunkt einer S7Verbindung sein. Am Verbindungspunkt belegt dann die aufgebaute
Kommunikationsverbindung immer eine S7-Verbindung der betreffenden
Baugruppe.
Durchgangspunkt einer S7-Verbindung
Nutzen Sie die Funktionalität Routing, so wird die S7-Verbindung zwischen zwei
kommunikationsfähigen Baugruppen über mehrere Subnetze aufgebaut. Diese
Subnetze sind über einen Netzübergang miteinander verbunden. Die Baugruppe,
die diesen Netzübergang realisiert, wird als Router bezeichnet. Der Router ist
somit der Durchgangspunkt einer S7-Verbindung.
Jede CPU 31xC-2 DP und CPU 315-2 DP kann Router einer S7-Verbindung sein.
Sie kann maximal 4 Routing-Verbindungen aufbauen, die das Mengengerüst der
S7-Verbindungen nicht einschränken.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-13
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Belegen der S7-Verbindungen
Die S7-Verbindungen auf einer kommunikationsfähigen Baugruppe können auf
unterschiedliche Weise belegt werden:
Reservierung während der Projektierung
• Wird in STEP 7 bei der Hardwarekonfiguration eine CPU gesteckt, so werden
automatisch auf dieser CPU je eine S7-Verbindung für PG- und OPKommunikation reserviert.
• Für PG- und OP-Kommunikation sowie S7-Basiskommunikation kann in
STEP 7 eine Reservierung der S7-Verbindungen erfolgen.
Belegen von Verbindungen über Programmierung
Bei der S7-Basiskommunikation erfolgt der Aufbau durch das Anwenderprogramm.
Dabei wird vom Betriebssystem der CPU der Verbindungsaufbau angestoßen und
es werden die entsprechenden S7-Verbindungen belegt.
Belegen von Verbindungen bei Inbetriebnahme, Test und Diagnose
Durch eine Online-Funktion auf der Engineering Station (PG/PC mit STEP 7)
werden S7-Verbindungen für die PG-Kommunikation belegt:
• Ist bei der Hardwarekonfiguration in der CPU eine S7-Verbindung für PGKommunikation reserviert worden, so wird diese der Engineering Station
zugeordnet, also nur noch belegt.
• Sind alle reservierten S7-Verbindungen für PG-Kommunikation bereits belegt
und noch nichtreservierte S7-Verbindungen frei, so teilt das Betriebssystem
eine noch freie Verbindung zu. Ist keine Verbindung mehr frei, so kann die
Engineering Station nicht online mit der CPU kommunizieren.
Belegen von Verbindungen für B&B-Dienste
Durch eine Online-Funktion auf der B&B-Station (OP/TP/... mit ProTool) werden
S7-Verbindungen für die OP-Kommunikation belegt:
• Ist bei der Hardwarekonfiguration in der CPU eine S7-Verbindung für OPKommunikation reserviert worden, so wird diese der B&B-Station zugeordnet,
also nur noch belegt.
• Sind alle reservierten S7-Verbindungen für OP-Kommunikation bereits belegt
und noch nichtreservierte S7-Verbindungen frei, so teilt das Betriebssystem
eine noch freie Verbindung zu. Ist keine Verbindung mehr frei, so kann die
B&B-Station nicht online mit der CPU kommunizieren.
Zeitliche Reihenfolge beim Belegen von S7-Verbindungen
Bei der Projektierung mit STEP 7 werden Parametrier-Bausteine generiert, die im
Hochlauf der Baugruppe gelesen werden. Dadurch werden vom Betriebssystem
der Baugruppe die entsprechenden S7-Verbindungen reserviert beziehungsweise
belegt. Das bedeutet zum Beispiel, dass auf eine reservierte S7-Verbindung für
PG-Kommunikation keine Operator Station zugreifen kann.
Besitzt die Baugruppe (CPU) nun noch S7-Verbindungen, die nicht reserviert
wurden, so können diese frei verwendet werden. Dabei erfolgt die Belegung dieser
S7-Verbindungen in der Reihenfolge der Anforderungen.
3-14
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Beispiel
Bei nur noch einer freien S7-Verbindung auf der CPU können Sie ein PG an den
Bus hängen. Das PG kann dann mit der CPU kommunizieren. Die S7-Verbindung
wird allerdings immer nur dann belegt, wenn das PG mit der CPU kommuniziert.
Hängen Sie genau dann ein OP an den Bus, wenn das PG gerade nicht
kommuniziert, baut das OP eine Verbindung zur CPU auf. Da ein OP im Vergleich
zum PG aber ständig seine Kommunikationsverbindung hält, können Sie
nachfolgend keine Verbindung mehr über das PG aufbauen.
Verteilung der S7-Verbindungen
Die Verteilung der S7-Verbindungen der CPUs können Sie folgender Tabelle
entnehmen:
Tabelle 3-9
Verteilung der S7-Verbindungen
Kommunikationsdienst
PG-Kommunikation
OP-Kommunikation
S7-Basiskommunikation
Verteilung
Um die Belegung der S7-Verbindungen nicht nur von der
zeitlichen Reihenfolge der Anmeldung verschiedener
Kommunikationsdienste abhängen zu lassen, besteht für
diese Dienste die Möglichkeit, S7-Verbindungen zu
reservieren.
Für die PG- und OP-Kommunikation wird jeweils
mindestens eine S7-Verbindung als Vorbelegung
reserviert.
In der nachfolgenden Tabelle und in den technischen
Daten der CPUs finden Sie die einstellbaren S7Verbindungen sowie die Voreinstellungen für jede CPU.
Eine "Neuverteilung“ der S7-Verbindungen stellen Sie in
STEP 7 bei der Parametrierung der CPU ein.
S7-Kommunikation
Sonstige
Kommunikationsverbindungen
(z. B. über CP 343-1 mit
Datenlängen > 240 Byte)
Routing von PG-Funktionen
(nur CPU 31xC-2 DP und CPU
315-2 DP)
Globale Datenkommunikation
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Hierfür werden die noch zur Verfügung stehenden S7Verbindungen belegt, welche nicht speziell für einen
Dienst (PG-/OP-Kommunikation, S7Basiskommunikation) reserviert wurden.
Die CPUs stellen Ihnen 4 Verbindungen für Routing von
PG-Funktionen zur Verfügung. Diese Verbindungen sind
zusätzlich zu den S7-Verbindungen vorhanden.
Diese Kommunikationsdienste belegen keine S7Verbindungen.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-15
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Verfügbarkeit der S7-Verbindungen
Die folgende Tabelle zeigt die auf den einzelnen CPUs verfügbaren
S7-Verbindungen.
Tabelle 3-10 Verfügbarkeit der S7-Verbindungen
Parameter
Gesamtzahl der
S7-Verbindungen
CPU
312C
6
CPU 313C
CPU 313C-2
DP/PtP
CPU 314
C-2
DP/PtP
CPU 312
CPU 314
CPU 315-2
DP
8
12
6
12
16
•
reserviert für
1 bis 5
PG-Kommunikation Default: 1
1 bis 7
Default: 1
1 bis 11
Default: 1
1 bis 5
Default: 1
1 bis 11
Default: 1
1 bis 15
Default: 1
•
reserviert für
1 bis 5
OP-Kommunikation Default: 1
1 bis 7
Default: 1
1 bis 11
Default: 1
1 bis 5
Default: 1
1 bis 11
Default: 1
1 bis 15
Default: 1
•
reserviert für
S7-Basiskommunikation
0 bis 2
Default: 2
0 bis 4
Default: 4
0 bis 8
Default: 8
0 bis 2
Default: 2
0 bis 8
Default: 8
0 bis 12
Default: 12
•
Freie
S7-Verbindungen
Alle nicht reservierten S7-Verbindungen werden als freie Verbindungen
angezeigt.
Beispiel für eine CPU 314C-2 DP
Die CPU 314C-2 DP stellt 12 S7-Verbindungen zur Verfügung:
• Für PG-Kommunikation reservieren Sie 2 S7-Verbindungen.
• Für OP-Kommunikation reservieren Sie 3 S7-Verbindungen.
• Für S7-Basiskommunikation reservieren Sie 1 S7-Verbindung.
Dann sind noch 6 S7-Verbindungen für beliebige Kommunikationsdienste
verfügbar, wie z. B. S7-Kommunikation, OP-Kommunikation usw.
Ausführliche Informationen ...
• zu SFCs finden Sie in der Operationsliste, eine ausführliche Beschreibung in
der Online-Hilfe zu STEP 7 oder im Referenzhandbuch System- und
Standardfunktionen.
• zur Kommunikation finden Sie im Handbuch Kommunikation mit SIMATIC.
• zum Routing finden Sie im Kapitel Routing und in der Online-Hilfe zu STEP 7.
3-16
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
3.7
Kommunikation
Kommunikationsdienste der CPUs
Für welchen Kommunikationsdienstes Sie sich entscheiden, hängt davon ab,
welche Funktionalität Sie in konkreten Fall nutzen wollen.
Die Wahl des von Ihnen gewählten Kommunikationsdienstes hat dabei Einfluss
• auf die Funktionalität, die zur Verfügung steht soll,
• ob eine S7-Verbindung benötigt wird oder
• auf den Zeitpunkt des Verbindungsaufbaus.
Die Anwenderschnittstelle kann sehr unterschiedlich sein (SFC, SFB, ...) und ist
auch von der eingesetzten Hardware (SIMATIC-CPU, PC, ...) abhängig.
Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht über die zur Verfügung
gestellten Kommunikationsdienste der CPUs.
Tabelle 3-11 Kommunikationsdienste der CPUs
Kommunikationsdienst
Funktionalität
Zeitpunkt des Aufbaus der
S7-Verbindung ...
Vom PG in dem Moment, wenn
der Dienst benutzt wird
über über
MPI
DP
über
PtP
X
X
–
X
X
–
PG-Kommunikation
Inbetriebnahme, Test,
Diagnose
OP-Kommunikation
Bedienen und Beobachten Vom OP beim Einschalten
S7Basiskommunikation
Datenaustausch
erfolgt programmiert über
X
Bausteine (Parameter am SFC)
–
–
S7-Kommunikation
Datenaustausch
Nur als Server;
Verbindungsaufbau erfolgt
durch den
Kommunikationspartner
X
X
–
Globale Datenkommunikation
Zyklischer Austausch von
Daten (z. B. Merker)
benötigt keine S7-Verbindung
X
–
–
Routing von PGFunktionen
z. B. Test, Diagnose über
Netzgrenzen hinweg
vom PG in dem Moment, wenn
der Dienst benutzt wird
X
X
–
Datenaustausch über
serielle Schnittstelle
benötigt keine S7-Verbindung
–
–
X
(nur
CPU 31xC-2 DP und
315-2 DP)
Punkt-zu-PunktKopplung
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-17
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
PG-Kommunikation
Mit der PG-Kommunikation wird der Datenaustausch zwischen Engineering
Stationen (z. B. PG, PC) und kommunikationsfähigen SIMATIC-Baugruppen
realisiert. Der Dienst ist über MPI-, PROFIBUS- und Industrial Ethernet-Subnetze
möglich. Der Übergang zwischen Subnetzen wird ebenfalls unterstützt.
PG-Kommunikation stellt Funktionen zur Verfügung, die zum Laden von
Programmen und Konfigurationsdaten, Durchführen von Tests und Auswerten von
Diagnoseinformationen notwendig sind. Diese Funktionen sind im Betriebssystem
der SIMATIC S7-Baugruppen integriert.
Eine CPU kann gleichzeitig mehrere Online-Verbindungen zu einem oder auch
verschiedenen PGs halten.
OP-Kommunikation
Mit der OP-Kommunikation wird der Datenaustausch zwischen Operator Stationen
(z. B. OP, TP) und kommunikationsfähigen SIMATIC-Baugruppen realisiert. Der
Dienst ist über MPI-, PROFIBUS- und Industrial Ethernet-Subnetze möglich.
OP-Kommunikation stellt Funktionen zur Verfügung, die zum Bedienen und
Beobachten notwendig sind. Diese Funktionen sind im Betriebssystem der
SIMATIC S7-Baugruppen integriert.
Eine CPU kann gleichzeitig mehrere Verbindungen zu einem oder auch
verschiedenen OPs halten.
S7-Basiskommunikation
Mit der S7-Basiskommunikation wird der Datenaustausch zwischen S7-CPUs und
kommunikationsfähigen SIMATIC-Baugruppen innerhalb einer S7-Station realisiert
(quittierter Datenaustausch). Der Datenaustausch erfolgt über nichtprojektierte S7Verbindungen. Der Dienst ist über das MPI-Subnetz oder in der Station zu
Funktionsbaugruppen (FM) möglich.
S7-Basiskommunikation stellt Funktionen zur Verfügung, die zum Datenaustausch
notwendig sind. Diese Funktionen sind im Betriebssystem der CPUs integriert.
Der Anwender kann den Dienst über die Anwenderschnittstelle "Systemfunktion"
(SFC) nutzen.
S7-Kommunikation
Die CPUs sind Server in der S7-Kommunikation. Der Verbindungsaufbau erfolgt
dabei immer vom Kommunikationspartner. Der Dienst ist über MPI-, PROFIBUSund Industrial Ethernet-Subnetze möglich.
Die Dienste werden vom Betriebssystem ohne explizite Anwenderschnittstelle
abgewickelt.
3-18
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Hinweis
Eine S7-Kommunikation als Client realisieren Sie über CP und ladbare FB.
Globale Datenkommunikation
Mit der Globalen Datenkommunikation wird der zyklische Austausch von
Globaldaten (z. B. E, A, M) zwischen SIMATIC S7-CPUs realisiert (unquittierter
Datenaustausch). Die Daten werden von einer CPU gleichzeitig an alle CPUs im
MPI-Subnetz gesendet. Die Funktion ist im Betriebssystem der CPUs integriert.
Sende- und Empfangsbedingungen
Für die Kommunikation über GD-Kreise sollten Sie folgende Bedingungen
einhalten:
• Für den Sender eines GD-Pakets muss gelten:
UntersetzungsfaktorSender x ZykluszeitSender • ms
• Für den Empfänger eines GD-Pakets muss gelten:
UntersetzungsfaktorEmpfänger x ZykluszeitEmpfänger
< UntersetzungsfaktorSender x ZykluszeitSender
Wenn Sie diese Bedingungen nicht einhalten, kann es zum Verlust eines GDPakets kommen. Gründe dafür sind:
• die Leistungsfähigkeit der „kleinsten“ CPU im GD-Kreis
• das Senden und Empfangen von Globaldaten erfolgt asynchron durch Sender
und Empfänger
Wenn Sie in STEP 7 einstellen: “Senden nach jedem CPU-Zyklus“ und die CPU
hat einen kurzen CPU-Zyklus (< 60 ms), dann kann das Betriebssystem ein noch
nicht gesendetes GD-Paket der CPU überschreiben. Der Verlust von Globaldaten
wird im Statusfeld eines GD-Kreises angezeigt, wenn Sie dieses mit STEP 7
projektiert haben.
Untersetzungsfaktor
Der Untersetzungsfaktor gibt an, auf wie viele Zyklen die GD-Kommunikation
aufgeteilt wird. Den Untersetzungsfaktor können Sie bei der Projektierung der
Globalen Datenkommunikation in STEP 7 einstellen. Wenn Sie beispielsweise
einen Untersetzungsfaktor von 7 wählen, erfolgt die Globale Datenkommunikation
nur alle 7 Zyklen. Dadurch wird die CPU entlastet.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-19
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
GD-Ressourcen
Die nachfolgende Tabelle gibt an, welche GD-Ressourcen die CPUs besitzen.
Tabelle 3-12
GD-Ressourcen der CPUs
Parameter
CPU 31xC, 312, 314
CPU 315-2 DP
Anzahl GD-Kreise je CPU
max. 4
Max. 8
Anzahl Sende-GD-Pakete je GD-Kreis
max. 1
Max. 1
Anzahl Sende-GD-Pakete für alle GDKreise
max. 4
Max. 8
Anzahl Empfangs-GD-Pakete je GD-Kreis
max. 1
Max. 1
Anzahl Empfangs-GD-Pakete für alle GDKreise
max. 4
Max. 8
Datenlänge je GD-Paket
max. 22 Byte
Max. 22 Byte
Konsistenz
max. 22 Byte
Max. 22 Byte
Min. Untersetzungsfaktor (default)
1 (8)
1 (8)
Routing
Mit der als Master konfigurierten CPU 313C-2 DP, 314C-2 DP oder 315-2 DP und
STEP 7 ab V 5.1 + Service Pack 4 können Sie per PG/PC über verschiedene
Subnetze (MPI-Schnittstelle / PROFIBUS-DP-Schnittstelle) hinweg S7-Stationen
erreichen.
Sie könnnen zum Beispiel Anwenderprogramme oder eine Hardware-Konfiguration
laden oder Test- und Inbetriebnahmefunktionen ausführen.
Hinweis
Verwenden Sie Ihre CPU als I-Slave, ist die Funktion Routing nur bei aktiv
geschalteter DP-Schnittstelle möglich.
Aktivieren Sie in STEP 7 in den Eigenschaften der DP-Schnittstelle das
Kontrollkästchen Inbetriebnahme/ Testbetrieb.
Nähere Informationen finden Sie im Handbuch Programmieren mit STEP 7 oder
direkt in der Onlinehilfe von STEP 7
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Eine Punkt-zu-Punkt-Kopplung ermöglicht den Datenaustausch über eine serielle
Schnittstelle. Die Punkt-zu-Punkt-Kopplung kann zwischen
Automatisierungsgeräten, Rechnern oder anderen kommunikationsfähigen
Fremdsystemen eingesetzt werden. Dabei ist auch eine Anpassung an die
Prozedur des Kommunikationspartners möglich.
3-20
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Ausführliche Informationen ...
• zu SFCs finden Sie in der Operationsliste, eine ausführliche Beschreibung in
der Online-Hilfe zu STEP 7 oder im Referenzhandbuch System- und
Standardfunktionen.
• zur Kommunikation finden Sie im Handbuch Kommunikation mit SIMATIC.
3.8
Routing
Zugriff vom PG/PC auf Stationen in einem anderen Subnetz
Ab STEP 7 V5.1 + SP 4 ist es möglich, dass Sie mit dem PG/PC über SubnetzGrenzen hinweg S7-Stationen erreichen können, um z. B. Anwenderprogramme
oder eine Hardware-Konfiguration zu laden oder um Test- und Diagnosefunktionen
ausführen zu können.
Die Funktion Routing ermöglicht Ihnen, ein PG an jeder Stelle des Netzes
anzuschließen und zu allen Stationen, die über Netzübergänge erreichbar
sind, eine Verbindung herzustellen.
Die CPUs mit DP-Schnittstelle stellen Ihnen 4 Verbindungen für Routing von PGFunktionen zur Verfügung. Diese Verbindungen sind zusätzlich zu den S7Verbindungen vorhanden.
Hinweis
Verwenden Sie Ihre CPU als I-Slave, ist die Funktion Routing nur bei aktiv
geschalteter DP-Schnittstelle möglich.
Aktivieren Sie in STEP 7 in den Eigenschaften der DP-Schnittstelle das
Kontrollkästchen Inbetriebnahme/ Testbetrieb.
Nähere Informationen finden Sie im Handbuch Programmieren mit STEP 7 oder
direkt in der Onlinehilfe von STEP 7
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-21
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Netzübergang
Der Übergang von einem Subnetz zu einem oder mehreren anderen Subnetzen
liegt in einer SIMATIC-Station, die Schnittstellen zu den betreffenden Subnetzen
hat. In der untern Darstellung fungiert also die CPU 31xC-2 DP als Router
zwischen Subnetz 1 und Subnetz 2.
S7-Station
z. B. CPU 31xC-2DP
DP-Master
S7-Station
S7-300
DP-Slave
Programmiergerät
Subnetz 2 (z. B.:
PROFIBUS-DP-Netz)
Subnetz 1 (z. B.:
MPI-Netz)
Bild 3-4
Routing - Netzübergang
Voraussetzungen
• Die Baugruppen der Station sind "routing-fähig" (CPUs oder CPs).
• Die Netzkonfiguration geht nicht über Projektgrenzen.
• Die Baugruppen haben die Projektierungsinformation geladen, die das aktuelle
"Wissen" um die gesamte Netzkonfiguration des Projekts enthält.
Grund: Alle am Netzübergang beteiligten Baugruppen müssen Informationen
darüber erhalten, welche Subnetze über welche Wege erreicht werden können
(= Routing-Information).
• Das PG/PC, mit dem Sie eine Verbindung über einen Netzübergang herstellen
wollen, muss in der Netzprojektierung dem Netzwerk zugeordnet sein, an dem
es auch tatsächlich physikalisch angeschlossen ist.
• Die CPU muss entweder als Master konfiguriert sein oder
• ist die CPU als Slave konfiguriert, so muss in STEP 7 in den Eigenschaften der
DP-Schnittstelle für DP-Slave die Funktionalität Inbetriebnahme/Testbetrieb
aktiviert werden.
3-22
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Aufbau und Kommunikationsfunktionen
Beispielanwendung: TeleService
Das folgende Bild zeigt Ihnen als Applikationsbeispiel die Fernwartung einer S7Station durch ein PG. Die Verbindung kommt hierbei über Subnetz-Grenzen
hinweg und eine Modemverbindung zu Stande.
Der untere Teil des Bildes zeigt Ihnen, wie einfach dieses in STEP 7 projektiert
werden kann.
z. B. 31xC-2DP
DP-Master
Realer Aufbau
z. B. 31xC-2DP
DP-Slave
Programmiergerät
TeleServiceAdapter
Modem
Projektierung in STEP 7
Modem
Subnetz 2 (z. B.:
PROFIBUS-DP-Netz)
Subnetz 1 (z. B.:
MPI-Netz)
z. B. CPU 31xC-2 DP
DP-Master
z. B. CPU 31xC-2 DP
DP-Slave
Programmiergerät
Subnetz 2 (z. B.: PROFIBUS-DP-Netz)
Subnetz 1 (z. B.: MPI-Netz)
Bild 3-5
Routing - Applikationsbeipiel TeleService
Weitere Informationen ...
• zur Konfiguration mit STEP 7 finden Sie im Handbuch Hardware konfigurieren
und Verbindungen projektieren mit STEP 7.
• grundlegender Art finden Sie im Handbuch Kommunikation mit SIMATIC.
• zum TeleService-Adapter finden Sie im Internet unter Im Bereich
Handbuchsuche können Sie sich dort unter dem Suchbegriff A5E00078070 die
Dokumentation downloaden.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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3-23
Aufbau und Kommunikationsfunktionen
3.9
Datenkonsistenz
Ein Datenbereich ist konsistent, wenn er vom Betriebssystem als
zusammengehöriger Block gelesen/geschrieben werden kann. Die Daten, die
zwischen Geräten zusammen übertragen werden, sollen aus einem
Verarbeitungszyklus stammen und somit zusammengehören, d. h. konsistent sein.
Existiert im Anwenderprogramm eine programmierte Kommunikationsfunktion, zum
Beispiel X-SEND/ X-RCV, welche auf gemeinsame Daten zugreift, so kann der
Zugriff auf diesen Datenbereich über den Parameter "BUSY“ selbst koordiniert
werden.
bei PUT/GET-Funktionen
Bei S7-Kommunikationsfunktionen, z. B. PUT/GET bzw. Schreiben/Lesen über
OP-Kommunikation, die keinen Baustein im Anwenderprogramm der CPU (als
Server) erfordern, muss bereits bei der Programmierung die Größe der
Datenkonsistenz berücksichtigt werden.
Die PUT/GET-Funktionen der S7-Kommunikation, bzw. Lesen/Schreiben von
Variablen über die OP-Kommunikation werden im Zykluskontrollpunkt der CPU
abgearbeitet.
Um eine definierte Prozessalarmreaktionszeit abzusichern, werden die
Kommunikationsvariablen in Blöcken bis maximal 64 Byte im Zykluskontrollpunkt
des Betriebssystems konsistent in/aus den/dem Anwenderspeicher kopiert. Für
alle größeren Datenbereiche wird keine Datenkonsistenz garantiert.
Ist eine definierte Datenkonsistenz gefordert, so dürfen die
Kommunikationsvariablen im Anwenderprogramm der CPU nicht größer als
64 Byte sein.
3-24
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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4
Speicherkonzept
4
4.1
Speicherbereiche
4.1.1
Aufteilung des Speichers
Einleitung
Der Speicher der CPU lässt sich in drei Bereiche aufteilen:
CPU
Arbeitsspeicher
Ladespeicher
(auf der MMC
untergebracht.)
Systemspeicher
Bild 4-1
Speicherbereiche der CPU
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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4-1
Speicherkonzept
Ladespeicher
Der Ladespeicher ist auf einer SIMATIC Micro Memory Card (MMC) untergebracht.
Die Größe des Ladespeichers entspricht genau der MMC. Er dient zur Aufnahme
von Code- und Datenbausteinen sowie von Systemdaten (Konfiguration,
Verbindungen, Baugruppenparameter, usw.).
Bausteine, die als nicht ablaufrelevant gekennzeichnet sind, werden ausschließlich
in den Ladespeicher aufgenommen.
Zusätzlich können die kompletten Projektierungsdaten eines Projekts auf der MMC
abgelegt werden.
Hinweis
Das Laden von Anwenderprogrammen und damit der Betrieb der CPU ist nur mit
gesteckter MMC möglich.
Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher ist in der CPU integriert und nicht erweiterbar. Er dient zur
Abarbeitung des Codes sowie zur Bearbeitung der Daten des
Anwenderprogramms. Die Programmbearbeitung erfolgt ausschließlich im Bereich
von Arbeitsspeicher und Systemspeicher.
Der Arbeitsspeicher der CPU ist immer remanent.
Systemspeicher
Der Systemspeicher ist in der CPU integriert und nicht erweiterbar.
Er enthält
• die Operandenbereiche Merker, Zeiten und Zähler
• die Prozessabbilder der Ein- und Ausgänge
• die Lokaldaten
4.1.2
Remanenz
Einleitung
Ihre CPU besitzt remanenten Speicher. Die Remanenz wird auf der MMC und auf
der CPU realisiert.
Durch die Remanenz bleibt der Inhalt von remanentem Speicher auch über NETZAUS und Neustart (Warmstart) hinweg erhalten.
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Speicherkonzept
Ladespeicher
Ihr Programm im Ladespeicher (MMC) ist immer remanent. Es wird bereits beim
Laden netzausfallsicher und urlöschfest auf der MMC hinterlegt.
Arbeitsspeicher
Ihre Daten im Arbeitsspeicher werden bei Netz-Aus auf der MMC gesichert. Inhalte
von Datenbausteinen sind damit grundsätzlich remanent.
Systemspeicher
Für Merker, Zeiten und Zähler bestimmen Sie durch Projektierung (Eigenschaften
der CPU, Register Remanenz), welche Teile remanent sein sollen und welche bei
Neustart (Warmstart) mit "0" initialisiert werden sollen.
Diagnosepuffer, MPI-Adresse (und Baudrate) sowie Betriebsstundenzähler sind
generell im remanenten Speicherbereich auf der CPU abgelegt. Mit der Remanenz
der MPI-Adresse und Baudrate wird sichergestellt, dass Ihre CPU nach einem
Stromausfall, nach Urlöschen oder nach Verlust der
Kommunikationsparametrierung (durch Ziehen der MMC oder Löschen der
Kommunikationsparameter) noch kommunikationsfähig ist.
Remanenzverhalten der Speicherobjekte
Nachfolgende Tabelle zeigt das Remanenzverhalten der Speicherobjekte bei den
einzelnen Betriebszustandsübergängen.
Tabelle 4-1
Remanenzverhalten der Speicherobjekte
Speicherobjekt
Betriebszustandsübergang
STOP →
RUN
NETZ-EIN /
NETZ-AUS
Urlöschen
Anwenderprogramm/-daten (Ladespeicher)
X
X
X
Aktualwerte der DBs
X
X
–
als remanent projektierte Merker, Zeiten und
Zähler
X
X
–
Diagnosepuffer, Betriebsstundenzähler
X
X
X
MPI-Adresse, Baudrate
X
X
X
x = remanent; – = nicht remanent
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4-3
Speicherkonzept
4.2
Speicherfunktionen
Einleitung
Mit Hilfe der Speicherfunktionen erzeugen, modifizieren oder löschen Sie ganze
Anwenderprogramme bzw. nur einzelne Bausteine. Weiterhin können Sie für die
Remanenz Ihrer Daten sorgen, indem Sie eigene Projektdaten archiveren.
Grundsätzliches zum Laden eines Anwenderprogramm per PG/ PC
Das Anwenderprogramm wird komplett per PG/ PC über die MMC auf die CPU
geladen.
Bausteine belegen im Ladespeicher den Platz, wie er unter "Ladespeicherbedarf"
in den "Allgemeinen Bausteineigenschaften" genannt wird.
MMC
Programmiergerät
CPU
(hier eine CPU 31xC)
SI
M
A
TIC
M
ic
M ro
em
Ca o ry
rd
64k Byte
6 ES 7 953-8 Lx00-0A A0
Auf der Festplatte
gespeichert
Ladespeicher
Arbeitsspeicher
Codebausteine
Codebausteine
Datenbausteine
Datenbausteine
Ablaufrelevante
Teile der Codeund Datenbausteine
Kommentare
Symbole
Bild 4-2
Lade- und Arbeitsspeicher
Erst nachdem alle Bausteine geladen sind, können Sie das Programm starten.
Hinweis
Die Funktion ist nur im STOP der CPU zulässig.
Wenn der Ladevorgang durch Netzausfall oder unzulässige Bausteine nicht
beendet werden konnte, ist anschließend der Ladespeicher leer.
4-4
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Speicherkonzept
Ein Anwenderprogramm per PG/ PC auf die MMC laden
Fall A: Laden eines neuen Anwenderprogramms
Sie haben ein neues Anwenderprogramm erstellt. Dieses laden Sie vollständig per
PG/ PC auf die MMC.
Fall B: Nachladen von Bausteinen
Sie haben bereits ein Anwenderprogramm erstellt und auf die MMC geladen (Fall
A). Im folgenden erweitern Sie das Anwenderprogramms um weitere Bausteine.
Dazu müssen Sie das Anwenderprogramm nicht erneut vollständig auf die MMC
laden, sondern nur die neuen Bausteine auf die MMC nachladen (bei sehr
komplexen Programmen verkürzen Sie so die Ladezeit!).
Fall C: Überladen
In diesem Fall nehmen Sie Änderungen an Bausteinen Ihres Anwenderprogramms
vor. Im nächsten Schritt überladen Sie dann das Anwenderprogramm bzw. nur
veränderte Bausteine per PG/ MC auf die MMC.
Warnung
Beim Überladen von Bausteinen/ eines Anwenderprogramms gehen alle auf der
MMC unter gleichem Namen gespeicherten Daten verloren.
Nach Laden eines Bausteins wird bei ablaufrelevanten Bausteinen der Inhalt in
den Arbeitsspeicher übertragen und aktiviert.
Löschen von Bausteinen
Beim Löschen wird der Baustein aus dem Ladespeicher gelöscht. Das Löschen
kann mit STEP 7 (DBs auch mit SFC 23 "DEL_DB") aus dem Anwenderprogramm
erfolgen.
Ist durch diesen Baustein Speicher im Arbeitsspeicher belegt worden, wird dieser
freigegeben.
Hochladen
Im Gegensatz zum Vorgang Laden wird unter dem Hochladen das Laden einzelner
Bausteine oder eines vollständigen Anwenderprogramms von der CPU in das
PG/PC verstanden. Die Bausteine haben dabei den Inhalt des letzten Ladens in
die MMC. Ausnahme bilden ablaufrelevante Datenbausteine, bei ihnen werden die
Aktualwerte übertragen.
Das Hochladen von Bausteinen oder des Anwenderprogramms aus der CPU mit
STEP 7 hat keine Auswirkung auf die Speicherbelegung der CPU.
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4-5
Speicherkonzept
Komprimieren
Beim Komprimieren werden durch Lade- und Löschvorgänge im Lade- und
Arbeitsspeicher entstandene Lücken zwischen Speicherobjekten geschlossen.
Damit wird der freie Speicher zusammenhängend zur Verfügung gestellt.
Komprimieren ist sowohl im STOP als auch im RUN der CPU möglich.
Prommen (RAM to ROM)
Beim Prommen werden aus dem Arbeitsspeicher die Aktualwerte der
Datenbausteine als neue Anfangswerte der DB in den Ladespeicher übernommen.
Hinweis
Die Funktion ist nur im STOP der CPU zulässig.
Wenn die Funktion durch Netzausfall nicht beendet werden konnte, ist
anschließend der Ladespeicher leer.
Ziehen/Stecken der MMC
Ist keine MMC auf der CPU gesteckt, so ist die CPU nicht lauffähig (kein
Ladespeicher vorhanden). Erst nach Stecken einer MMC und Urlöschen ist ein
sinnvoller Betrieb möglich.
Ziehen und Stecken einer MMC erkennt die CPU in jedem Betriebszustand.
Ablauf beim Ziehen:
1. Die CPU muss in STOP geschaltet werden.
2. Es dürfen keine schreibenden PG-Funktionen aktiv sein (z. B. Laden von
Bausteinen)
3. Nach Ziehen der MMC fordert die CPU Urlöschen an
Warnung
Der Modulinhalt einer SIMATIC Micro Memory Card kann ungültig werden, wenn
sie während eines laufenden Schreibvorganges entfernt wird. Die MMC muss dann
ggf. am PG gelöscht bzw. in der CPU formatiert werden.
Entfernen Sie die MMC nie im Betriebszustand RUN, sondern nur im Netz-Aus
oder im Zustand STOP der CPU, wenn keine schreibenden PG-Zugriffe
stattfinden. Wenn Sie im STOP nicht sicherstellen können, dass keine
schreibenden PG-Funktionen (z. B. Baustein laden/löschen) aktiv sind, trennen Sie
vorher die Kommunikationsverbindungen.
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Speicherkonzept
Ablauf beim Stecken:
Das Stecken der MMC mit dem zugehörigen Anwenderprogramm läuft in
folgenden Schritten ab:
1. MMC stecken
2. CPU fordert Urlöschen an
3. Urlöschen quittieren
Sollte die CPU infolge einer falschen MMC oder einer MMC mit FirmwareUpdate erneut Urlöschen anfordern, dann finden Sie das weitere Vorgehen im
Kapitel Aufbau und Kommunikationsverbindungen einer CPU 31xC,
Sonderhandling beschrieben.
4. CPU starten
Warnung
Achten Sie darauf, dass die zu steckende MMC das zur CPU (Anlage)
passende Anwenderprogramm enthält. Ein falsches Anwenderprogramm kann
zu schwerwiegenden Prozesswirkungen führen.
Urlöschen
Urlöschen stellt nach Ziehen/Stecken der Micro Memory Card wieder definierte
Verhältnisse her, um einen Neustart (Warmstart) der CPU zu ermöglichen.
Beim Urlöschen wird die Speicherverwaltung der CPU neu aufgebaut. Alle
Bausteine des Ladespeichers bleiben erhalten. Alle ablaufrelevanten Bausteine
werden aus dem Ladespeicher erneut in den Arbeitsspeicher übernommen,
insbesondere werden dadurch die Datenbausteine im Arbeitsspeicher initialisiert
(erhalten also wieder ihre Anfangswerte).
Der Vorgang des Urlöschens sowie Besonderheiten dazu sind im
Installationshandbuch S7-300 im Kapitel CPU urlöschen beschrieben.
Neustart (Warmstart)
• Alle DB behalten ihre Aktualwerte.
• Alle remanenten M, Z, T behalten ihre Werte.
• Alle nicht remanenten Anwenderdaten werden initialisiert:
–
M, Z, T, E, A mit "0"
• Alle Ablaufebenen setzen von vorne auf.
• Die Prozessabbilder werden gelöscht.
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4-7
Speicherkonzept
4.3
Operandenbereiche
Übersicht
Der Systemspeicher der S7-CPUs ist in Operandenbereiche aufgeteilt (siehe
nachfolgende Tabelle). Durch Verwendung der entsprechenden Operationen
adressieren Sie in Ihrem Programm die Daten direkt in den jeweiligen
Operandenbereich.
Tabelle 4-2
Operandenbereiche des Systemspeichers
Operandenbereiche
Beschreibung
Prozessabbild der Eingänge
Zu Beginn jedes OB 1-Zyklus liest die CPU die Eingänge
aus den Eingabebaugruppen und speichert die Werte in
das Prozessabbild der Eingänge.
Prozessabbild der Ausgänge
Das Programm berechnet während des Zyklus die Werte
für die Ausgänge und legt sie im Prozessabbild der
Ausgänge ab. Am Ende des OB 1-Zyklus schreibt die CPU
die errechneten Ausgangswerte in die
Ausgabebaugruppen.
Merker
Dieser Bereich stellt Speicherplatz für im Programm
errechnete Zwischenergebnisse zur Verfügung.
Zeiten
In diesem Bereich stehen Zeiten zur Verfügung.
Zähler
In diesem Bereich stehen Zähler zur Verfügung.
Lokaldaten
Dieser Speicherbereich nimmt die temporären Daten eines
Code-Bausteins (OB, FB, FC) für die Dauer der
Bearbeitung dieses Bausteins auf.
Datenbausteine
Siehe Kapitel Handling von Daten in DB
Verweis
Welche Adressbereiche bei Ihrer CPU möglich sind, entnehmen Sie bitte der
Operationsliste CPUs 31xC und CPU 31x.
Prozessabbild der Ein- und Ausgänge
Werden im Anwenderprogramm die Operandenbereiche Eingänge (E) und
Ausgänge (A) angesprochen, werden nicht die Signalzustände auf den digitalen
Signalbaugruppen abgefragt, sondern es wird auf einen Speicherbereich im
Systemspeicher der CPU zugegriffen. Diesen Speicherbereich bezeichnet man als
Prozessabbild.
Das Prozessabbild ist in zwei Teile gegliedert: das Prozessabbild der Eingänge
und das Prozessabbild der Ausgänge.
4-8
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Speicherkonzept
Vorteile des Prozessabbildes
Der Zugriff auf das Prozessabbild hat gegenüber dem direkten Zugriff auf die Ein/Ausgabebaugruppen den Vorteil, dass der CPU für die Dauer der zyklischen
Programmbearbeitung ein konsistentes Abbild der Prozesssignale zur Verfügung
steht. Wenn sich während der Programmbearbeitung ein Signalzustand auf einer
Eingabebaugruppe ändert, bleibt der Signalzustand im Prozessabbild erhalten bis
zur Prozessabbildaktualisierung im nächsten Zyklus. Außerdem benötigt der
Zugriff auf das Prozessabbild wesentlich weniger Zeit als der direkte Zugriff auf die
Signalbaugruppen, weil sich das Prozessabbild im Systemspeicher der CPU
befindet.
Aktualisieren des Prozessabbilds
Das Prozessabbild wird vom Betriebssystem zyklisch aktualisiert. Nachfolgendes
Bild zeigt die Bearbeitungsschritte innerhalb eines Zyklus.
Anlaufprogramm
Anlauf
Schreiben des Prozessabbildes der Ausgänge
in die Baugruppen
PAE
Zykluszeit
PAA
Lesen der Eingänge aus den Baugruppen und
Aktualisieren der Daten im Prozessabbild der
Eingänge
Bearbeiten des Anwenderprogramms (OB 1 und
alle darin aufgerufenen Bausteine)
Anwenderprogramm
ZKP (BeSy)
Bild 4-3
Bearbeitungsschritte innerhalb eines Zyklus
Lokaldaten
Die Lokaldaten speichern:
• die temporären Variablen von Code-Bausteinen
• die Startinformation der Organisationsbausteine
• Übergabeparameter
• Zwischenergebnisse
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4-9
Speicherkonzept
Temporäre Variablen
Beim Erstellen von Bausteinen können Sie temporäre Variablen (TEMP)
deklarieren, die nur während der Bearbeitung des Bausteins zur Verfügung stehen
und dann wieder überschrieben werden. Diese Lokaldaten haben pro OB eine
feste Länge. Vor dem ersten lesenden Zugriff müssen die Lokaldaten initialisiert
werden. Außerdem benötigt jeder Organisationsbaustein für seine Startinformation
20 Byte Lokaldaten. Der Zugriff auf Lokaldaten erfolgt schneller als auf Daten in
DBs.
Die CPU besitzt Speicher für die temporären Variablen (Lokaldaten) gerade
bearbeiteter Bausteine. Die Größe dieses Speicherbereichs ist CPU-abhängig. Er
wird zu gleichen Teilen unter den Prioritätsklassen aufgeteilt. Jede Prioritätsklasse
verfügt über einen eigenen Lokaldatenbereich.
Vorsicht
Alle temporären Variablen (TEMP) eines OB und seiner unterlagerten Bausteine
werden in den Lokaldaten gespeichert. Wenn Sie viele Schachtelungsebenen in
Ihrer Bausteinbearbeitung verwenden, kann der Lokaldatenbereich überlaufen.
CPUs wechseln in den Betriebszustand STOP, wenn Sie die zulässige Größe der
Lokaldaten einer Prioritätsklasse überschreiten.
Berücksichtigen Sie dabei den Lokaldatenbedarf von Synchronfehler-OBs, er wird
jeweils der verursachenden Prioritätsklasse zugeordnet.
4.4
Handling von Daten in DB
4.4.1
Rezepturen
Einleitung
Eine Rezeptur ist eine Sammlung von Anwenderdaten.
Ein einfaches Rezepturkonzept lässt sich über nicht ablaufrelevante
Datenbausteine realisieren. Dafür sollten die Rezepturen die gleiche Struktur
(Länge) haben. Für jede Rezeptur sollte es einen DB geben.
Bearbeitungsablauf
Rezeptur soll im Ladespeicher abgelegt werden:
• Die einzelnen Datensätze der Rezepturen werden mit STEP 7 als nicht
ablaufrelevante DB erstellt und auf die CPU geladen. Die Rezepturen belegen
damit Platz nur im Ladespeicher und nicht im Arbeitsspeicher.
4-10
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Speicherkonzept
Arbeiten mit den Rezepturdaten:
• Mit der SFC 83 "READ_DBL" wird aus dem Anwenderprogramm heraus der
Datensatz der aktuellen Rezeptur aus dem DB im Ladespeicher in einen
ablaufrelevanten DB in den Arbeitsspeicher gelesen. Damit wird erreicht, dass
der Arbeitsspeicher nur die Datenmenge eines Datensatzes aufnehmen muss.
Jetzt kann das Anwenderprogramm auf die Daten der aktuellen Rezeptur
zugreifen.
Ladespeicher
(MMC)
Arbeitsspeicher
(CPU)
Rezeptur 1
Rezeptur 2
SFC 83
READ_DBL
aktuelle
Rezeptur
:
Rezeptur n
Bild 4-4
SFC 84
WRIT_DBL
Handling von Rezepturdaten
Zurückspeichern einer geänderten Rezeptur:
• Mit der SFC 84 "WRIT_DBL" können aus dem Anwenderprogramm heraus
neue bzw. ein geänderter Datensatz einer Rezepture, die während der
Programmbearbeitung entstanden ist, in den Ladespeicher zurückgeschrieben
werden.
Diese in den Ladespeicher geschriebenen Daten sind urlöschfest und
transportabel.
Sollen geänderte Datensätze (Rezepturen) auf dem PG/PC gesichert werden,
so können sie als ganzer Baustein hochgeladen und dort gesichert werden.
Hinweis
Aktive Systemfunktionen SFC 82 bis 84 (laufende Zugriffe auf die MMC) haben
starken Einfluss auf PG-Funktionen (z. B. Status Baustein, Status Variable,
Baustein laden, hochladen, öffnen).
Die Performance ist dabei (gegenüber nicht aktiven Systemfunktionen) typisch um
den Faktor 10 niedriger.
Hinweis
Achten Sie immer darauf, die maximale Anzahl der Lösch-/ Schreibvorgänge nicht
zu überschreiten, um Datenverlusten vorzubeugen. Lesen Sie dazu auch im
Kapitel Aufbau und Kommunikationsverbindungen einer CPU den Abschnitt
SIMATIC Micro Memory Card (MMC).
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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4-11
Speicherkonzept
Vorsicht
Der Modulinhalt einer SIMATIC Micro Memory Card kann ungültig werden, wenn
sie während eines laufenden Schreibvorganges entfernt wird. Die MMC muss dann
ggf. am PG gelöscht bzw. in der CPU formatiert werden.
Entfernen Sie die MMC nie im Betriebszustand RUN, sondern nur im Netz-Aus
oder im Zustand STOP der CPU, wenn keine schreibenden PG-Zugriffe
stattfinden. Wenn Sie im STOP nicht sicherstellen können, dass keine
schreibenden PG-Funktionen (z. B. Baustein laden/löschen) aktiv sind, trennen Sie
vorher die Kommunikationsverbindungen.
4.4.2
Messwertarchive
Einleitung
Bei der Bearbeitung des Anwenderprogramms durch die CPU entstehen
Messwerte. Diese Messwerte sollen archiviert und ausgewertet werden.
Bearbeitungsablauf
Sammeln der Messwerte:
• In einem DB (für Wechselpufferbetrieb in mehreren DB) werden von der CPU
die Messwerte im Arbeitsspeicher gesammelt.
Archivieren der Messwerte:
• Mit der SFC 84 "WRIT_DBL" können aus dem Anwenderprogramm heraus die
Messwerte in DB in den Ladespeicher ausgelagert werden, bevor das
Datenvolumen die Speicherkapazität des Arbeitsspeichers übersteigen würde.
Ladespeicher
(MMC)
Messwerte 1
Messwerte 2
:
Messwerte n
Bild 4-5
Arbeitsspeicher
(CPU)
SFC 82
CREA_DBL
aktuelle
Messwerte
SFC 84
WRIT_DBL
Handling von Messwertarchiven
• Mit der SFC 82 "CREA_DBL" können neue (zusätzliche) DB aus dem
Anwenderprogramm heraus im Ladespeicher als nicht ablaufrelevante DB
erzeugt werden, die keinen Platz im Arbeitsspeicher benötigen.
4-12
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Speicherkonzept
Verweis
Nähere Informationen zum Baustein SFC 82 finden Sie im Referenzhandbuch
Systemsoftware für S7-300/400, System- und Standardfunktionen oder direkt in
der Onlinehilfe von STEP7.
Hinweis
Ist bereits ein DB mit gleicher Nummer im Ladespeicher und/oder Arbeitsspeicher
vorhanden, wird der SFC 82 beendet und eine Fehleranzeige generiert.
Diese in den Ladespeicher geschriebenen Daten sind urlöschfest und
transportabel.
Auswerten der Messwerte:
• Die im Ladespeicher abgelegten Messwert-Datenbausteine können per
Hochladen von anderen Kommunikationspartnern (z. B. PG, PC, ...)
ausgewertet werden.
Hinweis
Aktive Systemfunktionen SFC 82 bis 84 (laufende Zugriffe auf die MMC) haben
starken Einfluss auf PG-Funktionen (z. B. Status Baustein, Status Variable,
Baustein laden, hochladen, öffnen).
Die Performance ist dabei (gegenüber nicht aktiven Systemfunktionen) typisch um
den Faktor 10 niedriger.
Achten Sie immer darauf, die maximale Anzahl der Lösch-/Schreibvorgänge
nicht zu überschreiten, um Datenverlusten vorzubeugen. Lesen Sie dazu
auch im Kapitel Aufbau und Kommunikationsfunktionen einer CPU 31xC den
Abschnitt SIMATIC Micro Memory Card (MMC).
Vorsicht
Der Modulinhalt einer SIMATIC Micro Memory Card kann ungültig werden, wenn
sie während eines laufenden Schreibvorganges entfernt wird. Die MMC muss dann
ggf. am PG gelöscht bzw. in der CPU formatiert werden.
Entfernen Sie die MMC nie im Betriebszustand RUN, sondern nur im Netz-Aus
oder im Zustand STOP der CPU, wenn keine schreibenden PG-Zugriffe
stattfinden. Wenn Sie im STOP nicht sicherstellen können, dass keine
schreibenden PG-Funktionen (z. B. Baustein laden/löschen) aktiv sind, trennen Sie
vorher die Kommunikationsverbindungen.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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4-13
Speicherkonzept
4.5
Speichern/Holen ganzer Projekte auf/von Micro Memory Card
Arbeitsweise der Funktionen
Mit den Funktionen Projekt auf Memory Card speichern und Projekt aus
Memory Card holen können Sie die kompletten Daten eines Projekts (für eine
spätere Verwendung) auf einer SIMATIC Micro Memory Card speichern und
wieder aus dieser zurückholen. Die SIMATIC Micro Memory Card kann sich hierfür
in einer CPU oder in der MMC-Programmiereinrichtung eines PG bzw. PC
befinden.
Die Projektdaten werden vor dem Speichern auf der SIMATIC Micro Memory Card
komprimiert und beim Holen wieder dekomprimiert.
Hinweis
Auf die Micro Memory Card müssen neben reinen Projektdaten ggf. auch Ihre
Anwenderdaten gespeichert werden. Achten Sie deshalb schon im Vorfeld darauf,
eine MMC mit genügend ausreichendem Speicher auszuwählen.
Sollte die Speicherkapazität der MMC nicht ausreichen, werden Sie durch eine
Meldung darauf hingewiesen.
Die Größe der zu speichernden Projektdaten entspricht der Archivdateigröße
dieses Projektes.
Hinweis
Aus technischen Gründen können Sie über die Aktion Projekt auf Memory Card
speichern nur den kompletten Inhalt (Anwenderprogramm und Projektdaten)
übertragen.
Umgang mit den Funktionen
Der Umgang mit den Funktionen Projekt auf Memory Card speichern / Projekt
aus Memory Card holen hängt davon ab, wo sich die SIMATIC Micro Memory
Card befindet:
• Steckt die Micro Memory Card im MMC-Schacht, so selektieren Sie im
Projektfenster des SIMATIC Managers eine Projektebene, die der CPU
eindeutig zugeordnet ist (z. B. CPU oder Programm oder Quellen oder
Bausteine). Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem > Projekt auf Memory
Card speichern bzw. Zielsystem > Projekt aus Memory Card holen. Nun
werden die kompletten Projektdaten auf die Micro Memory Card geschrieben
bzw. aus dieser geholt.
• Sind die Projektdaten auf dem momentan genutzten Programmiergerät
(PG/PC) nicht vorhanden, so kann die Quell-CPU im Fenster "Erreichbare
Teilnehmer" ausgewählt werden. Öffnen Sie das Fenster "Erreichbare
Teilnehmer" über den Menübefehl Zielsystem > Erreichbare Teilnehmer
anzeigen und selektieren die gewünschte Verbindung/CPU mit den
Projektdaten auf Micro Memory Card. Wählen Sie nun den Menübefehl Projekt
aus Memory Card holen.
4-14
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Speicherkonzept
• Befindet sich die Micro Memory Card in der MMC-Programmiereinrichtung
eines PG bzw. PC, so öffnen Sie das "S7-Memory Card-Fenster" mit dem
Menübefehl Datei > S7-Memory Card > Öffnen. Wählen Sie den Menübefehl
Zielsystem > Projekt auf Memory Card speichern bzw. Zielsystem >
Projekt aus Memory Card holen. Ein Dialogfenster öffnet sich, über das Sie
das Quell-Projekt bzw. das Ziel-Projekt anwählen können.
Hinweis
Projektdaten können ein sehr hohes Datenvolumen erzeugen, was gerade im
Zustand RUN beim Lesen und Schreiben auf die CPU zu Wartezeiten von
mehreren Minuten führen kann.
Beispiel für einen Anwendungsfall
Sind im Service- und Instandhaltungsbereich mehrere Mitarbeiter mit der Wartung
des Automatisierungssystems SIMATIC beauftragt, so ist es schwierig, jedem
Mitarbeiter die aktuellen Projektdaten schnell für einen Serviceeinsatz zur
Verfügung zu stellen.
Sind die Projektdaten einer CPU jedoch lokal in einer der zu wartenden CPUs
verfügbar, kann jeder Mitarbeiter auf die aktuellen Projektdaten zurückgreifen und
gegebenenfalls Änderungen ausführen, die allen anderen Mitarbeitern wieder
aktuell zur Verfügung stehen.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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4-15
Zyklus- und Reaktionszeiten
5
5.1
5
Einleitung
In diesem Kapitel ...
erfahren Sie, woraus sich die Zyklus- und Reaktionszeiten der S7-300
zusammensetzen.
Die Zykluszeit Ihres Anwenderprogramms auf der entsprechenden CPU können
Sie mit dem PG auslesen (siehe Online-Hilfe zu STEP 7 bzw. Handbuch Hardware
konfigurieren und Verbindungen projektieren mit STEP 7 V5.1).
An Beispielen zeigen wir Ihnen die Berechnung der Zykluszeit.
Wichtig für die Betrachtung eines Prozesses ist die Reaktionszeit. Wie Sie diese
berechnen, zeigen wir Ihnen ausführlich in diesem Kapitel.
Kapitelübersicht
• Zykluszeit
• Kommunikationslast
• Reaktionszeit
• Berechnungsbeispiele für die Zyklus- und Reaktionszeit
• Alarmreaktionszeit
• Berechnungsbeispiel für die Alarmreaktionszeit
• Reproduzierbarkeit von Verzögerungs- und Weckalarmen
Weitere Informationen zu den Bearbeitungszeiten ...
finden Sie in der Operationsliste der S7-300 für die CPUs 31xC und 31x. Sie
enthält tabellarisch die Ausführungszeiten für alle
• von den jeweiligen CPUs verarbeitbaren STEP 7-Anweisungen,
• in den CPUs integrierten SFCs/SFBs,
• in STEP 7 aufrufbaren IEC-Funktionen.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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5-1
Zyklus- und Reaktionszeiten
5.2
Zykluszeit
5.2.1
Übersicht
Einleitung
In diesem Abschnitt erfahren Sie, was unter dem Begriff Zykluszeit verstanden
wird, wie sich diese zusammensetzt und wie Sie diese berechnen können.
Was unter dem Begriff Zykluszeit verstanden wird
Die Zykluszeit ist die Zeit, die das Betriebssystem für die Bearbeitung eines
Programmdurchlaufes - d. h. eines OB 1-Durchlaufes - sowie aller diesen
Durchlauf unterbrechenden Programmteile und Systemtätigkeiten benötigt.
Diese Zeit wird überwacht.
Zeitscheibenmodell
Die zyklische Programmbearbeitung und damit auch die Bearbeitung des
Anwenderprogramms erfolgt in Zeitscheiben. Um Ihnen die Abläufe besser zu
veranschaulichen, gehen wir im Folgenden davon aus, dass jede Zeitscheibe exakt
1 ms lang ist.
Prozessabbild
Damit der CPU für die Dauer der zyklischen Programmbearbeitung ein
konsistentes Abbild der Prozess-Signale zur Verfügung steht, werden die ProzessSignale vor der Programmbearbeitung gelesen bzw. geschrieben. Anschließend
greift die CPU während der Programmbearbeitung beim Ansprechen der
Operandenbereiche Eingänge (E) und Ausgänge (A) nicht direkt auf die
Signalbaugruppen zu, sondern auf den Systemspeicherbereich der CPU, in dem
sich das Prozessabbild der Ein-/Ausgänge befindet.
5-2
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Zyklus- und Reaktionszeiten
Ablauf der zyklischen Programmbearbeitung
Die nachfolgende Tabelle und das Bild zeigen die Phasen der zyklischen
Programmbearbeitung.
Tabelle 5-1
Zyklische Programmbearbeitung
Schritt
Ablauf
1
Das Betriebssystem startet die Zykluszeitüberwachung.
2
Die CPU schreibt die Werte aus dem Prozessabbild der Ausgänge in die
Ausgabebaugruppen.
3
Die CPU liest den Zustand der Eingänge an den Eingabebaugruppen und
aktualisiert das Prozessabbild der Eingänge.
4
Die CPU bearbeitet das Anwenderprogramm in Zeitscheiben und führt die im
Programm angegebenen Operationen aus.
5
Am Ende eines Zyklus führt das Betriebssystem anstehende Aufgaben aus,
z. B. Laden und Löschen von Bausteinen.
6
Anschließend kehrt die CPU zum Zyklusanfang zurück und startet erneut die
Zykluszeitüberwachung.
Zeitscheiben (je 1 ms)
PAE
Anwenderprogramm
ZKP (BeSy)
2
3
4
Zykluszeit
PAA
5
Zeitscheibe (1 ms)
Betriebssystem
Anwenderprogramm
Kommunikation
PAA:
PAE:
ZKP:
BeSy:
Prozessabbild der Ausgänge
Prozessabbild der Eingänge
Zykluskontrollpunkt
Betriebssystem
Bild 5-1
Zeitscheibenmodell
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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5-3
Zyklus- und Reaktionszeiten
Im Gegensatz zu den S7-400-CPUs (und auch der CPU 318-2 DP) erfolgt der
Datenzugriff mit einem OP/TP (Bedien- und Beobachtungs-Funktionen) bei den
S7-300-CPUs ausschließlich am Zykluskontrollpunkt (Datenkonsistenz siehe
Kapitel Techn. Daten). Die Anwenderprogrammbearbeitung wird durch die Bedienund Beobachtungs-Funktionen nicht unterbrochen.
Verlängerung der Zykluszeit
Prinzipiell müssen Sie beachten, dass sich die Zykluszeit eines
Anwenderprogramms verlängert durch:
• zeitgesteuerte Alarmbearbeitung
• Prozessalarmbearbeitung (siehe auch Kapitel Alarmreaktionszeit)
• Diagnose und Fehlerbearbeitung
• Kommunikation mit Programmiergeräten (PGs), Operator Panels (OPs) und
über angeschlossene CPs (z. B. Ethernet, PROFIBUS-DP)
• Test- und Inbetriebnahmefunktionen wie Status/Steuern von Variablen oder
Status von Bausteinen
• Übertragen und Löschen von Bausteinen, Komprimieren des
Anwenderprogrammspeichers
• Beschreiben, Lesen der MMC aus dem Anwenderprogramm mit SFC 82 bis 84
5.2.2
Berechnen der Zykluszeit
Einleitung
Die Zykluszeit ergibt sich aus der Summe aller folgenden Einflussfaktoren.
Prozessabbild-Aktualisierung
Nachfolgende Tabelle enthält die CPU-Zeiten für die Prozessabbild-Aktualisierung
(Prozessabbild-Transferzeit). Die angegebenen Zeiten können sich durch
auftretende Alarme oder durch Kommunikation der CPU verlängern.
Die Transferzeit für die Prozessabbild-Aktualisierung berechnet sich wie folgt:
Grundlast (K) + Anzahl Bytes im PA im Baugruppenträger 0 x (A)
+ Anzahl Bytes im PA im Baugruppenträger 1 bis 3 x (B)
+ Anzahl Bytes im PA über DP x (D)
= Transferzeit für das Prozessabbild
Bild 5-2
5-4
Formel zur Berechnung der Transferzeit für das Prozessabbild (PA)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Zyklus- und Reaktionszeiten
Tabelle 5-2
Konst.
Daten zur Berechnung der Transferzeit für das Prozessabbild
Anteile
CPU
CPU
CPU
CPU
CPU
CPU
CPU
312C
313C
313C-2
313C-2
314C-2
314C-2
312
DP
PtP
DP
PtP
CPU 314
CPU
315-2 DP
K
Grundlast
150 µs
100 µs
100 µs
100 µs
150 µs
100 µs
100 µs
A
je Byte im
37 µs
35 µs
37 µs
37 µs
37 µs
35 µs
37 µs
-
43 µs
47 µs
47 µs
-
43 µs
47 µs
-
-
1 µs
-
-
1 µs
Baugruppenträger 0
B
je Byte im
Baugruppen
träger 1 bis 3 *
D
je Wort im
(nur DP)
DP-Bereich für
1 µs
-
-
die integrierte DPSchnittstelle
* + 60 µs je Baugruppenträger
Verlängerung der Anwenderprogramm-Bearbeitungszeit
Das Betriebssystem Ihrer CPU führt neben der eigentlichen Abarbeitung des
Anwenderprogramms noch weitere zeitgleiche Prozesse durch
(z. B. Timerverwaltung des Kernbetriebssystems). Diese Prozesse verlängern die
Bearbeitungszeit des Anwenderprogramms.
Nachfolgende Tabelle enthält die Faktoren, mit denen Sie die Bearbeitungszeit
Ihres Anwenderprogramms multiplizieren müssen.
Tabelle 5-3
Ablauf
CPU
Faktor
Verlängerung der Anwenderprogramm-Bearbeitungszeit
312C
1,06
313C
1,10
313C-2
DP
1,10
313CPtP
1,06
314C-2
DP
1,10
314C-2
PtP
1,09
312
1,06
314
1,10
315-2
DP
1,10
Betriebssystem-Bearbeitungszeit im Zykluskontrollpunkt
Nachfolgende Tabelle enthält die Betriebssystem-Bearbeitungszeiten im
Zykluskontrollpunkt der CPUs. Die Zeiten gelten ohne:
• Test- und Inbetriebnahmefunktionen wie Status/Steuern von Variablen oder
Status Baustein
• Übertragen und Löschen von Bausteinen, Komprimieren des
Anwenderprogramm-Speichers
• Kommunikation
• Beschreiben, Lesen der MMC mit SFC 82 bis 84
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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5-5
Zyklus- und Reaktionszeiten
Tabelle 5-4
Betriebssystem-Bearbeitungszeit im Zykluskontrollpunkt
Ablauf
Zyklussteuerung im ZKP
CPU
312C
500 µs
CPU
313C
500 µs
CPU
313C-2
500 µs
CPU
314C-2
500 µs
CPU
312
CPU
314
CPU
315-2
500 µs
500 µs
500 µs
Verlängerung der Zykluszeit durch Einschachtelung von Alarmen und durch
Fehler
Aktivierte Alarme verlängern die Zykluszeit zusätzlich. Einzelheiten können Sie
folgender Tabelle entnehmen.
Tabelle 5-5
Zyklusverlängerung durch Einschachtelung von Alarmen
Alarmtyp
CPU
312C
CPU
313C
CPU 313C2
CPU
314C-2
CPU
312
CPU
314
CPU
315-2
DP
Prozessalarm
700 µs
500 µs
500 µs
500 µs
700 µs 500 µs
500 µs
Diagnosealarm
700 µs
600 µs
600 µs
600 µs
700 µs 600 µs
600 µs
Uhrzeitalarm
600 µs
400 µs
400 µs
400 µs
600 µs 400 µs
400 µs
Verzögerungs-alarm
400 µs
300 µs
300 µs
300 µs
400 µs 300 µs
300 µs
Weckalarm
250 µs
150 µs
150 µs
150 µs
250 µs 150 µs
150 µs
Zu dieser Verlängerung müssen Sie die Programmlaufzeit in der Alarmebene
addieren.
Tabelle 5-6
Zyklusverlängerung durch Fehler
Fehlerart
CPU
312C
CPU
313C
CPU 313C2
CPU
314C-2
CPU
312
CPU
314
CPU
315-2
DP
Programmierfehler
600 µs
400 µs
400 µs
400 µs
600 µs 400 µs
400 µs
Peripheriezugriffsfehler
600 µs
400 µs
400 µs
400 µs
600 µs 400 µs
400 µs
Zu dieser Verlängerung müssen Sie die Programmlaufzeit des Alarm OBs
addieren.
Werden mehrere Alarm/Fehler-OBs eingeschachtelt, dann addieren sich die
entsprechenden Zeiten.
Siehe auch
Rechenweg zur Berechnung von Zyklus- und Reaktionszeit
5-6
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Zyklus- und Reaktionszeiten
5.2.3
Unterschiedliche Zykluszeiten
Überblick
Die Zykluszeit (Tzyk) ist nicht für jeden Zyklus gleich lang. Das folgende Bild zeigt
unterschiedliche Zykluszeiten Tzyk1 und Tzyk2 . Tzyk2 ist größer als Tzyk1, weil der
zyklisch bearbeitete OB 1 durch einen Uhrzeitalarm-OB (hier: OB 10) unterbrochen
wird.
Nächster Zyklus
Aktueller Zyklus
T zyk 2
Tzyk 1
Übernächster
Zyklus
OB10
PAA
aktualisieren
Bild 5-3
PAE
aktualisieren
OB1
PAA
ZKP aktualisieren
PAE
aktualisieren
OB1
PAA
OB1 ZKP aktualisieren
PAE
aktualisieren
Unterschiedliche Zykluszeiten
Bearbeitungszeit von Bausteinen kann schwanken
Ein weiterer Grund für unterschiedlich lange Zykluszeiten ist auch die Tatsache,
dass die Bearbeitungszeit von Bausteinen (z. B. OB 1) variieren kann wegen:
• bedingter Befehle,
• bedingter Bausteinaufrufe,
• unterschiedlicher Programmpfade,
• Schleifen etc.
Maximalzykluszeit
Sie können mit STEP 7 die voreingestellte Maximalzykluszeit ändern. Ist diese Zeit
abgelaufen, wird der OB 80 aufgerufen, in dem Sie festlegen können, wie die CPU
auf den Zeitfehler reagieren soll.
Wenn im Speicher der CPU kein OB 80 vorhanden ist, geht die CPU in STOP.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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5-7
Zyklus- und Reaktionszeiten
5.2.4
Kommunikationslast
Projektierte Kommunikationslast (PG-/OP-Kommunikation)
Das Betriebssystem der CPU stellt für die Kommunikation laufend den von Ihnen
projektierten Prozentsatz der gesamten CPU-Verarbeitungsleistung zur Verfügung
(Zeitscheiben-Technik). Wird diese Verarbeitungsleistung für die Kommunikation
nicht benötigt, steht sie der übrigen Verarbeitung zur Verfügung.
In der Hardwarekonfiguration können Sie die Belastung durch die Kommunikation
zwischen 5 % und 50 % einstellen. Defaultmäßig ist der Wert 20 % eingestellt.
Zur Berechnung des Faktors, um den sich die Zykluszeit verlängert, können Sie
folgende Formel verwenden:
100
100 - “projektierte Kommunikationsbelastung in %”
Bild 5-4
Formel zur Berechnung der Kommunikationslast
Zeitscheibe (1 ms)
Betriebssystem
Anwenderprogramm
Unterbrechung des
Anwenderprogrammes
Anteil parametrierbar zwischen
5 % und 50 %
Kommunikation
Bild 5-5
Unterteilung einer Zeitscheibe
Beispiel: 20 % Kommunikationslast
In der Hardwarekonfiguration haben Sie eine Kommunikationsbelastung von 20 %
projektiert.
Die errechnete Zykluszeit beträgt 10 ms.
Unter Anwendung der oben genannten Formel verlängert sich die Zykluszeit um
den Faktor 1,25.
5-8
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Zyklus- und Reaktionszeiten
Beispiel: 50 % Kommunikationslast
In der Hardwarekonfiguration haben Sie eine Kommunikationsbelastung von 50 %
projektiert.
Die errechnete Zykluszeit beträgt 10 ms.
Unter Anwendung der oben genannten Formel verlängert sich die Zykluszeit um
den Faktor 2.
Abhängigkeit der realen Zykluszeit von der Kommunikationslast
Das folgende Bild beschreibt die nicht lineare Abhängigkeit der realen Zykluszeit
von der Kommunikationslast. Als Beispiel haben wir eine Zykluszeit von 10 ms
gewählt.
Zykluszeit
30 ms
In diesem Bereich können Sie die
Kommunikationslast einstellen
25 ms
20 ms
15 ms
10 ms
5 ms
0%
5 % 10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
60 %
Kommunikationsbelastung
Bild 5-6
Abhängigkeit der Zykluszeit von der Kommunikationslast
Auswirkung auf die tatsächliche Zykluszeit
Durch die Verlängerung der Zykluszeit durch den Kommunikationsanteil treten
statistisch gesehen auch mehr asynchrone Ereignisse innerhalb eines OB 1-Zyklus
wie zum Beispiel Alarme auf. Dies verlängert den OB 1-Zyklus zusätzlich. Diese
Verlängerung ist abhängig davon, wie viele Ereignisse pro OB 1-Zyklus auftreten
und wie lange die Ereignisbearbeitung dauert.
Hinweis
Überprüfen Sie die Auswirkungen einer Wertänderung des Parameters
“Zyklusbelastung durch Kommunikation“ im Anlagenbetrieb. Die
Kommunikationslast muss beim Einstellen der maximalen Zykluszeit berücksichtigt
werden, da es sonst zu Zeitfehlern kommen kann.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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5-9
Zyklus- und Reaktionszeiten
Tipps
• Übernehmen Sie nach Möglichkeit den voreingestellten Wert.
• Vergrößern Sie den Wert nur dann, wenn die CPU hauptsächlich zu
Kommunikationszwecken eingesetzt wird und das Anwenderprogramm
zeitunkritisch ist.
• In allen anderen Fällen den Wert nur verringern.
5.2.5
Zyklusverlängerung durch Test- und Inbetriebnahmefunktionen
Laufzeiten
Die Laufzeiten der Test- und Inbetriebnahmefunktionen sind BetriebssystemLaufzeiten. Sie sind deshalb bei jeder CPU gleich. Zunächst gibt es auch keinen
Unterschied zwischen Prozess- und Testbetrieb.
Die Zyklusverlängerung durch aktive Test- und Inbetriebnahmefunktionen können
Sie folgender Tabelle entnehmen.
Tabelle 5-7
Zyklusverlängerung durch Test- und Inbetriebnahmefunktionen
Funktion
CPU 31xC/ CPU 31x
Status Variable
50 µs für jede Variable
Steuern Variable
50 µs für jede Variable
Status Baustein
200 µs für jede beobachtete Zeile
Einstellung bei der Parametrierung
Bei Prozessbetrieb wird die maximal zulässige Zyklusbelastung durch
Kommunikation nicht nur über "Zyklusbelastung durch Kommunikation" eingestellt,
sondern muss noch zusätzlich über "Prozessbetrieb ⇒ zulässige
Zykluszeiterhöhung durch Testfunktionen" eingestellt werden. Damit wird im
Prozessbetrieb die parametrierte Zeit absolut überwacht und bei Überschreitung
mit dem Sammeln von Daten aufgehört. Von STEP 7 wird so z. B. die
Datenanforderung bei Schleifen vor dem Schleifenende begrenzt.
Bei Schleifen im Testbetrieb wird in jedem Durchlauf die komplette Schleife
bearbeitet. Dadurch kann die Zykluszeit deutlich verlängert werden.
5-10
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Zyklus- und Reaktionszeiten
5.3
Reaktionszeit
5.3.1
Übersicht
Definition Reaktionszeit
Die Reaktionszeit ist die Zeit vom Erkennen eines Eingangssignals bis zur
Änderung eines damit verknüpften Ausgangssignals.
Schwankungsbreite
Die tatsächliche Reaktionszeit liegt zwischen einer kürzesten und einer längsten
Reaktionszeit. Zur Projektierung Ihrer Anlage müssen Sie immer mit der längsten
Reaktionszeit rechnen.
Im Folgenden werden kürzeste und längste Reaktionszeit betrachtet, damit Sie
sich ein Bild von der Schwankungsbreite der Reaktionszeit machen können.
Faktoren
Die Reaktionszeit hängt von der Zykluszeit und von folgenden Faktoren ab:
• Verzögerung der Eingänge und Ausgänge der Signalbaugruppen bzw. der
integrierten Eingänge und Ausgänge.
• zusätzliche DP-Zykluszeiten im PROFIBUS-DP-Netz (nur bei den CPUs 31xC2 DP)
• Bearbeitung im Anwenderprogramm
Die Verzögerungszeiten finden Sie ...
• in den technischen Daten der Signalbaugruppen (Referenzhandbuch
Baugruppendaten)
• für die integrierten Ein- und Ausgänge in den Technischen Daten der
integrierten Peripherie
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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5-11
Zyklus- und Reaktionszeiten
DP-Zykluszeiten im PROFIBUS-DP-Netz
Wenn Sie Ihr PROFIBUS-DP-Netz mit STEP 7 konfiguriert haben, berechnet
STEP 7 die zu erwartende typische DP-Zykluszeit. Sie können sich dann die DPZykluszeit Ihrer Konfiguration am PG anzeigen lassen.
Einen Überblick über die DP-Zykluszeit erhalten Sie im nachfolgenden Bild. Wir
nehmen in diesem Beispiel an, dass jeder DP-Slave im Durchschnitt 4 Byte Daten
hat.
Bus– 17ms
lauf–
zeit
7 ms
Baudrate: 1,5 MBit/s
6 ms
5 ms
4 ms
3 ms
2 ms
Baudrate: 12 MBit/s
1 ms
min. Slaveintervall
Bild 5-7
1
2
4
8
16
32
Zahl der DP-Slaves;
64 maximale Anzahl
von CPU abhängig
DP-Zykluszeiten im PROFIBUS-DP-Netz
Wenn Sie ein PROFIBUS-DP-Netz mit mehreren Mastern betreiben, dann müssen
Sie die DP-Zykluszeit für jeden Master berücksichtigen. D. h., die Rechnung für
jeden Master getrennt erstellen und addieren.
Siehe auch
Längste Reaktionszeit
Kürzeste Reaktionszeit
5-12
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Zyklus- und Reaktionszeiten
5.3.2
Kürzeste Reaktionszeit
Bedingungen für die kürzeste Reaktionszeit
Nachfolgendes Bild zeigt Ihnen, unter welchen Bedingungen die kürzeste
Reaktionszeit erreicht wird.
ZKP (BeSy)
Verzögerung der Eingänge
PAA
Reaktionszeit
PAE
Anwenderprogramm
Unmittelbar vor dem Einlesen des PAE ändert sich der
Zustand des betrachteten Eingangs. Die Änderung des
Eingangssignals wird also noch im PAE berücksichtigt.
Hier wird die Änderung des Eingangssignals vom
Anwenderprogramm verarbeitet.
ZKP (BeSy)
PAA
Hier wird die Reaktion des Anwenderprogramms auf die
Änderung des Eingangssignals an die Ausgänge
ausgegeben.
Verzögerung der Ausgänge
Bild 5-8
Kürzeste Reaktionszeit
Berechnung
Die (kürzeste) Reaktionszeit setzt sich wie folgt zusammen:
• 1 × Prozessabbild-Transferzeit der Eingänge +
• 1 × Prozessabbild-Transferzeit der Ausgänge +
• 1 × Programmbearbeitungszeit +
• 1 × Betriebssystembearbeitungszeit im ZKP +
• Verzögerung der Eingänge und Ausgänge
Dieses entspricht der Summe aus Zykluszeit und Verzögerung der Eingänge und
Ausgänge.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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5-13
Zyklus- und Reaktionszeiten
Siehe auch
Rechenweg zur Berechnung von Zyklus- und Reaktionszeit [→ Seite 5-15]
Verkürzen der Reaktionszeit durch Peripheriezugriffe [→ Seite 5-15]
5.3.3
Längste Reaktionszeit
Bedingungen für die längste Reaktionszeit
Nachfolgendes Bild zeigt Ihnen, wodurch die längste Reaktionszeit zustande
kommt.
ZKP (BeSy)
Verzögerung der Eingänge +
2 x DP-Zykluszeit am PROFIBUS-DP
PAA
Während des Einlesens des PAE ändert sich der
Zustand des betrachteten Eingangs. Die Änderung
des Eingangssignals wird im PAE nicht mehr
berücksichtigt.
PAE
Anwenderprogramm
Reaktionszeit
ZKP (BeSy)
PAA
Hier wird die Änderung des Eingangssignals im PAE
berücksichtigt.
PAE
Hier wird die Änderung des Eingangssignals vom
Anwenderprogramm verarbeitet.
Anwenderprogramm
ZKP (BeSy)
PAA
Hier wird die Reaktion des Anwenderprogramms auf
die Änderung des Eingangssignals an die Ausgänge
ausgegeben.
Verzögerung der Ausgänge +
2 x DP-Zykluszeit am PROFIBUS-DP
Bild 5-9
5-14
Längste Reaktionszeit
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Zyklus- und Reaktionszeiten
Berechnung
Die (längste) Reaktionszeit setzt sich wie folgt zusammen:
• 2 x Prozessabbild-Transferzeit der Eingänge +
• 2 x Prozessabbild-Transferzeit der Ausgänge +
• 2 x Betriebssystembearbeitungszeit +
• 2 x Programmbearbeitungszeit +
• 4 x Laufzeit des DP-Slavetelegramms (inkl. Bearbeitung im DP-Master) +
• Verzögerung der Eingänge und Ausgänge
Dies entspricht der Summe aus doppelter Zykluszeit und Verzögerung der
Eingänge und Ausgänge zuzüglich der vierfachen DP-Zykluszeit.
Siehe auch
Rechenweg zur Berechnung von Zyklus- und Reaktionszeit
Verkürzen der Reaktionszeit durch Peripheriezugriffe
5.3.4
Verkürzen der Reaktionszeit durch Peripheriezugriffe
Verkürzung der Reaktionszeit
Sie erreichen schnellere Reaktionszeiten durch Direktzugriffe auf die Peripherie im
Anwenderprogramm. Z. B. mit
• L PEB oder
• T PAW
können Sie Reaktionszeiten wie oben beschrieben teilweise umgehen.
Hinweis
Sie können schnelle Reaktionszeiten auch durch Verwendung von
Prozessalarmen erreichen, siehe folgende Kapitel.
5.4
Rechenweg zur Berechnung von Zyklus- und Reaktionszeit
Einleitung
In diesem Kapitel zeigen wir Ihnen die Berechnung von Zyklus- und Reaktionszeit
als Übersicht auf.
Alle Tabellen finden Sie im Kapitel Berechnung der Zykluszeit.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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5-15
Zyklus- und Reaktionszeiten
Zykluszeit
1. Bestimmen Sie mit Hilfe der Operationsliste die Laufzeit des
Anwenderprogramms.
2. Multiplizieren Sie den errechneten Wert mit dem CPU-spezifischen Faktor aus
Tabelle Verlängerung der Anwenderprogramm-Bearbeitungszeit.
3. Berechnen und addieren Sie die Transferzeit für das Prozessabbild. Richtwerte
dazu finden Sie in Tabelle Daten zur Berechnung der Transferzeit für das
Prozessabbild.
4. Addieren Sie dazu die Bearbeitungszeit im Zykluskontrollpunkt. Richtwerte dazu
finden Sie in Tabelle Betriebssystem-Bearbeitungszeit im Zykluskontrollpunkt.
5. Rechnen Sie die Verlängerung durch Test- und Inbetriebnahmefunktionen mit
ein. Die Werte finden Sie in der Tabelle Zyklusverlängerung durch Test- und
Inbetriebnahmefunktionen. Als Ergebnis erhalten Sie nun die
6. Zykluszeit.
Zykluszeitverlängerung durch Alarme und Kommunikation
100
100 - “projektierte Kommunikationsbelastung in %”
Bild 5-10
Formel zur Berechnung der Kommunikationslast
1. Multiplizieren Sie die Zykluszeit mit dem Faktor entsprechend obenstehender
Formel.
2. Berechnen Sie mit Hilfe der Operationsliste die Laufzeit der
alarmverarbeitenden Programmteile. Dazu addieren Sie den entsprechenden
Wert aus Kapitel Berechnung der Zykluszeit, Tabelle Zyklusverlängerung durch
Einschachtelung von Alarmen.
3. Multiplizieren Sie beide Werte mit dem CPU-spezifischen Faktor der
Verlängerung der Anwenderbearbeitungszeit (siehe Tabelle 5-3).
4. Addieren Sie den Wert der alarmverarbeitenden Programmsequenzen so oft
zur theoretischen Zykluszeit, wie oft der Alarm während der Zykluszeit
ausgelöst wird/voraussichtlich ausgelöst wird.
Als Ergebnis erhalten Sie angenähert die tatsächliche Zykluszeit. Notieren Sie
sich das Ergebnis.
5-16
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Zyklus- und Reaktionszeiten
Reaktionszeit
Tabelle 5-8
Berechnung der Reaktionszeit
Kürzeste Reaktionszeit
Längste Reaktionszeit
-
Multiplizieren Sie die tatsächliche Zykluszeit
mit dem Faktor 2.
Rechnen Sie nun die Verzögerungen der
Aus- und Eingänge mit ein.
Rechnen Sie nun die Verzögerungen der
Aus- und Eingänge und die DP-Zykluszeiten
im PROFIBUS-DP-Netz mit ein.
Als Ergebnis erhalten Sie die kürzeste
Reaktionszeit.
Als Ergebnis erhalten Sie die längste
Reaktionszeit.
5.5
Alarmreaktionszeit
5.5.1
Übersicht
Definition Alarmreaktionszeit
Die Alarmreaktionszeit ist die Zeit vom ersten Auftreten eines Alarmsignals bis zum
Aufruf der ersten Anweisung im Alarm-OB. Generell gilt: Höherpriore Alarme haben
Vorrang. Das heißt, die Alarmreaktionszeit verlängert sich um die
Programmbearbeitungszeit der höherprioren und der noch nicht bearbeiteten
gleichprioren vorher aufgetretenen Alarm-OBs (Warteschlange).
Berechnung
Wie Sie die minimale und die maximale Alarmreaktionszeit berechnen können,
zeigen Ihnen folgende Formeln.
minimale Alarmreaktionszeit der CPU
+ minimale Alarmreaktionszeit
der Signalbaugruppen
+ DP-Zykluszeit am PROFIBUS–DP
maximale Alarmreaktionszeit der CPU
+ maximale Alarmreaktionszeit
der Signalbaugruppen
+ 2 x DP-Zykluszeit am PROFIBUS–DP
= Kürzeste Alarmreaktionszeit
Die maximale Alarmreaktionszeit
verlängert sich, wenn Kommunikationsfunktionen aktiv sind.
Die Verlängerung berechnet sich gemäß
folgender Formel:
tv = 200 µs + 1000 µs x n%
Deutliche Verlängerung möglich mit
n = Zyklusbelastung durch Kommunikation
Bild 5-11
Formeln zur Berechnung der Alarmreaktionszeit
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
5-17
Zyklus- und Reaktionszeiten
Prozessalarm- und Diagnosealarm-Reaktionszeiten der CPUs
Tabelle 5-9
Prozessalarm- und Diagnosealarm-Reaktionszeiten
Prozessalarm-Reaktionszeiten
CPU
extern
min.
extern
max.
Integrierte
Peripherie
max.
DiagnosealarmReaktionszeiten
min.
max.
CPU 312
0,5 ms
0,8 ms
-
0,5 ms
1,0 ms
CPU 312C
0,5 ms
0,8 ms
0,6 ms
0,5 ms
1,0 ms
CPU 313C
0,4 ms
0,6 ms
0,5 ms
0,4 ms
1,0 ms
CPU 313C-2
0,4 ms
0,7 ms
0,5 ms
0,4 ms
1,0 ms
CPU 314
0,4 ms
0,7 ms
-
0,4 ms
1,0 ms
CPU 314C-2
0,4 ms
0,7 ms
0,5 ms
0,4 ms
1,0 ms
CPU 315-2 DP
0,4 ms
0,7 ms
-
0,4 ms
1,0 ms
Signalbaugruppen
Die Prozessalarm-Reaktionszeit der Signalbaugruppen setzt sich wie folgt
zusammen:
• Digitaleingabebaugruppen
Prozessalarm-Reaktionszeit = interne Alarmaufbereitungszeit +
Eingangsverzögerung
Die Zeiten finden Sie im Datenblatt der jeweiligen Digitaleingabebaugruppe.
• Analogeingabebaugruppen
Prozessalarm-Reaktionszeit = interne Alarmaufbereitungszeit + Wandlungszeit
Die interne Alarmaufbereitungszeit der Analogeingabebaugruppen ist
vernachlässigbar. Die Wandlungszeiten entnehmen Sie dem Datenblatt der
jeweiligen Analogeingabebaugruppe.
Die Diagnosealarm-Reaktionszeit der Signalbaugruppen ist die Zeit vom
Erkennen eines Diagnoseereignisses durch die Signalbaugruppe bis zum
Auslösen des Diagnosealarms durch die Signalbaugruppe. Diese Zeit ist
vernachlässigbar gering.
Prozessalarmbearbeitung
Mit dem Aufruf des Prozessalarm-OB 40 erfolgt die Prozessalarmbearbeitung.
Höherpriore Alarme unterbrechen die Prozessalarmbearbeitung, Direktzugriffe auf
die Peripherie erfolgen zur Ausführungszeit der Anweisung. Nach Beendigung der
Prozessalarmbearbeitung wird entweder die zyklische Programmbearbeitung
fortgesetzt oder weitere gleichpriore bzw. niederpriore Alarm-OBs aufgerufen und
bearbeitet.
5-18
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Zyklus- und Reaktionszeiten
5.5.2
Reproduzierbarkeit von Verzögerungs- und Weckalarmen
Definition “Reproduzierbarkeit“
Verzögerungsalarm:
Die zeitliche Abweichung des Aufrufs der ersten Anweisung des Alarm-OBs zum
programmierten Alarmzeitpunkt.
Weckalarm:
Die Schwankungsbreite des zeitlichen Abstands zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Aufrufen, gemessen zwischen den jeweils ersten
Anweisungen des Alarm-OBs.
Reproduzierbarkeit
Die folgende Tabelle enthält die Reproduzierbarkeit von Verzögerungs- und
Weckalarmen der CPUs.
Tabelle 5-10 Reproduzierbarkeit von Verzögerungs- und Weckalarmen der CPUs
CPU
Verzögerungsalarm
Weckalarm
CPU 312
+/- 200 µs
+/- 200 µs
CPU 312C
+/- 200 µs
+/- 200 µs
CPU 313C
+/- 200 µs
+/- 200 µs
CPU 313C-2
+/- 200 µs
+/- 200 µs
CPU 314
+/- 200 µs
+/- 200 µs
CPU 314C-2
+/- 200 µs
+/- 200 µs
CPU 315-2 DP
+/- 200 µs
+/- 200 µs
Diese Zeiten gelten nur, wenn der Alarm zu diesem Zeitpunkt auch ausgeführt
werden kann und nicht z. B. durch höherpriore Alarme oder noch nicht ausgeführte
gleichpriore Alarme verzögert wird.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
5-19
Zyklus- und Reaktionszeiten
5.6
Beispielrechnungen
5.6.1
Beispielrechnung zur Zykluszeit
Aufbau
Sie haben eine S7-300 mit folgenden Baugruppen im Baugruppenträger 0
aufgebaut:
• eine CPU 314C-2
• 2 Digitaleingabebaugruppen SM 321; DI 32 x DC 24 V (je 4 Byte im PA)
• 2 Digitalausgabebaugruppen SM 322; DO 32 x DC 24 V/0,5 A (je 4 Byte im PA)
Anwenderprogramm
Ihr Anwenderprogramm hat laut Operationsliste eine Laufzeit von 5 ms. Es findet
keine Kommunikation statt.
Berechnung der Zykluszeit
Für das Beispiel ergibt sich die Zykluszeit aus folgenden Zeiten:
• Anwenderprogrammbearbeitungszeit:
ca. 5 ms x CPU-spezifischen Faktor 1,10 = ca. 5,5 ms
• Prozessabbild-Transferzeit
Prozessabbild Eingänge: 100 µs + 8 Byte x 37 µs = ca. 0,4 ms
Prozessabbild Ausgänge: 100 µs + 8 Byte x 37 µs = ca. 0,4 ms
• Betriebssystemlaufzeit im Zykluskontrollpunkt:
ca. 0,5 ms
Zykluszeit = 5,5 ms + 0,4 ms + 0,4 ms + 0,5 ms = 6,8 ms.
Berechnung der tatsächlichen Zykluszeit
• Es findet keine Kommunikation statt.
• Es findet keine Alarmbearbeitung statt.
Die tatsächlich Zykluszeit beträgt damit auch 6 ms.
5-20
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Zyklus- und Reaktionszeiten
Berechnung der längsten Reaktionszeit
Längste Reaktionszeit:
6,8 ms x 2 = 13,6 ms.
• Die Verzögerung der Ein- und Ausgänge ist vernachlässigbar.
• Alle Komponenten stecken im Baugruppenträger 0, daher müssen keine DPZykluszeiten berücksichtigt werden.
• Es findet keine Alarmbearbeitung statt.
5.6.2
Beispielrechnung zur Reaktionszeit
Aufbau
Sie haben eine S7-300 mit folgenden Baugruppen auf 2 Baugruppenträgern
aufgebaut:
• eine CPU 314C-2
Parametrierung der Zyklusbelastung durch Kommunikation: 40 %
• 4 Digitaleingabebaugruppen SM 321; DI 32 x DC 24 V (je 4 Byte im PA)
• 3 Digitalausgabebaugruppen SM 322; DO 16 x DC 24 V/0.5 A (je 2 Byte im PA)
• 2 Analogeingabebaugruppen SM 331; AI 8 x 12Bit (nicht im PA)
• 2 Analogausgabebaugruppen SM 332; AO 4 x 12Bit (nicht im PA)
Anwenderprogramm
Das Anwenderprogramm hat laut Operationsliste eine Laufzeit von 10,0 ms.
Berechnung der Zykluszeit
Für das Beispiel ergibt sich die Zykluszeit aus folgenden Zeiten:
• Anwenderprogrammbearbeitungszeit:
ca. 10 ms x CPU-spezifischen Faktor 1,10 = ca. 11 ms
• Prozessabbild-Transferzeit:
Prozessabbild Eingänge: 100 µs + 16 Byte x 37 µs = ca. 0,7 ms
Prozessabbild Ausgänge: 100 µs + 6 Byte x 37 µs = ca. 0,3 ms
• Betriebssystemlaufzeit im Zykluskontrollpunkt:
ca. 0,5 ms
Die Zykluszeit ergibt sich aus der Summe der aufgeführten Zeiten:
Zykluszeit = 11,0 ms + 0,7 ms + 0,3 ms + 0,5 ms = 12,5 ms
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
5-21
Zyklus- und Reaktionszeiten
Berechnung der tatsächlichen Zykluszeit
Berücksichtigung der Kommunikationslast:
12,5 ms * 100 / (100-40) = 20,8 ms.
Die tatsächliche Zykluszeit beträgt damit unter Berücksichtigung der
Zeitscheiben 21 ms.
Berechnung der längsten Reaktionszzeit
• Längste Reaktionszeit = 21 ms * 2 = 42 ms.
• Verzögerungszeiten der Ein- und Ausgänge
–
Die Digitaleingabebaugruppe SM 321; DI 32 x DC 24 V hat eine
Eingangsverzögerung von maximal 4,8 ms je Kanal.
–
Die Digitalausgabebaugruppe SM 322; DO 16 x DC 24 V/0.5 A hat eine
vernachlässigbare Ausgangsverzögerung.
–
Die Analogeingabebaugruppe SM 331; AI 8 x 12Bit wurde parametriert für
eine Störfrequenzunterdrückung von 50 Hz. Damit ergibt sich eine
Wandlungszeit von 22 ms je Kanal. Da 8 Kanäle aktiv sind, ergibt sich eine
Zykluszeit der Analogeingabebaugruppe von 176 ms.
–
Die Analogausgabebaugruppe SM 332; AO 4 x 12Bit wurde parametriert für
den Messbereich 0 ... 10 V. Damit ergibt sich eine Wandlungszeit von
0,8 ms pro Kanal. Da 4 Kanäle aktiv sind, ergibt sich eine Zykluszeit von
3,2 ms. Dazu muss noch addiert werden die Einschwingzeit für eine
ohmsche Last, die 0,1 ms beträgt. Damit ergibt sich für einen
Analogausgang eine Antwortzeit von 3,3 ms.
• Alle Komponenten stecken im Zentralrack, daher müssen keine DPZykluszeiten berücksichtigt werden.
• Reaktionszeiten mit Verzögerungszeiten der Ein- und Ausgänge:
–
Fall 1: Mit dem Einlesen eines Digitaleingabesignals wird ein Ausgabekanal
der Digitalausgabebaugruppe gesetzt. Damit ergibt sich eine Reaktionszeit
von:
Reaktionszeit = 42 ms + 4,8 ms = 46,8 ms.
–
Fall 2: Ein Analogwert wird eingelesen und ein Analogwert ausgegeben.
Damit ergibt sich eine Reaktionszeit von:
Längste Reaktionszeit = 42 ms + 176 ms + 3,3 ms = 221,3 ms.
5-22
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Zyklus- und Reaktionszeiten
5.6.3
Beispielrechnung zur Alarmreaktionszeit
Aufbau
Sie haben eine S7-300, die aus einer CPU 314C-2 und 4 Digitalbaugruppen im
Zentralgerät aufgebaut ist. Eine Digitaleingabebaugruppe ist die SM 321;
DI 16 x DC 24 V; mit Prozess- und Diagnosealarm.
In der Parametrierung der CPU und der SM haben Sie nur den Prozessalarm
freigegeben. Sie verzichten auf zeitgesteuerte Bearbeitung, Diagnose und
Fehlerbearbeitung. Sie haben eine Zyklusbelastung durch Kommunikation von
20 % eingestellt.
Für die Digitaleingabebaugruppe haben Sie eine Eingangsverzögerung von 0,5 ms
parametriert.
Es sind keine Tätigkeiten am Zykluskontrollpunkt erforderlich.
Berechnung
Für das Beispiel ergibt sich die Prozessalarmreaktionszeit aus folgenden Zeiten:
• Prozessalarmreaktionszeit der CPU 314C-2: ca. 0,7 ms
• Verlängerung durch Kommunikation gemäß Formel:
200 µs + 1000 µs x 20 % = 400 µs = 0,4 ms
• Prozessalarmreaktionszeit der SM 321; DI 16 x DC 24 V:
–
interne Alarmaufbereitungszeit: 0,25 ms
–
Eingangsverzögerung: 0,5 ms
• Da die Signalbaugruppen im Zentralgerät stecken, ist die DP-Zykluszeit am
PROFIBUS-DP nicht relevant.
Die Prozessalarmreaktionszeit ergibt sich aus der Summe der aufgeführten Zeiten:
Prozessalarmreaktionszeit = 0,7 ms + 0,4 ms + 0,25 ms + 0,5 ms = ca. 1,85 ms.
Diese errechnete Prozessalarmreaktionszeit vergeht vom Anliegen eines Signals
am Digitaleingang bis zur ersten Anweisung im OB 40.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
5-23
6
Technische Daten
6
6.1
CPU 312
Technische Daten
Tabelle 6-1
Technische Daten der CPU 312
Technische Daten
CPU und Erzeugnisstand
MLFB
6ES7312-1AD10-0AB0
•
Hardware-Erzeugnisstand
01
•
Firmware-Erzeugnisstand
V2.0.0
•
Zugehöriges Programmierpaket
STEP7 ab V 5.1 + SP 4
Speicher
Arbeitsspeicher
•
Integriert
16 kByte
•
Erweiterbar
Nein
Ladespeicher
Steckbar über MMC (max. 4 Mbyte)
Pufferung
Durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
Bearbeitungszeiten
Bearbeitungszeiten für
•
Bitoperation
Min. 0,2 µs
•
Wortoperation
Min. 0,4 µs
•
Festpunktarithmetik
Min. 5 µs
•
Gleitpunktarithmetik
Min. 6 µs
Zeiten/Zähler und deren Remanenz
S7-Zähler
128
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
Von Z 0 bis Z 7
•
Zählbereich
0 bis 999
IEC-Counter
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-1
Technische Daten
Technische Daten
S7-Zeiten
128
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
Keine Remanenz
•
Zeitbereich
10 ms bis 9990 s
IEC-Timer
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
Datenbereiche und deren Remanenz
Remanenter Datenbereich gesamt
(inkl. Merker; Zeiten; Zähler)
Alle
Merker
128 Byte
•
Remanenz
Ja
•
Remanenz voreingestellt
Von MB 0 bis MB 15
Taktmerker
8 (1 Merkerbyte)
Datenbausteine
511
(von DB 1 bis DB 511)
•
Größe
Lokaldaten je Prioritätsklasse
16 kByte
Max. 256 Byte
Bausteine
Gesamt
1024 (DBs, FCs, FBs)
OBs
Siehe Operationsliste
•
Max. 16 kByte
Größe
Schachtelungstiefe
•
je Prioritätsklasse
8
•
zusätzlich innerhalb eines Fehler-OBs
4
FBs
Max. 512
(von FB 0 bis FB 511)
•
Größe
FCs
Max. 16 kByte
Max. 512
(von FC 0 bis FC 511
•
Größe
Max. 16 kByte
Adressbereiche (Ein-/ Ausgänge)
6-2
Peripherieadressbereich gesamt
1024 Byte/ 1024 Byte
(frei adressierbar)
Prozessabbild E/A
128 Byte/ 128 Byte
Digitale Kanäle
Max. 256
Davon zentral
Max. 256
Analoge Kanäle
Max. 64
Davon zentral
Max. 64
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Ausbau
Baugruppenträger
Max. 1
Baugruppen je Baugruppenträger
Max. 8
Anzahl DP-Master
•
Integriert
Keine
•
Über CP
1
Betreibbare Funktionsbaugruppen und
Kommunikationsprozessoren
•
FM
Max. 8
•
CP (Punkt zu Punkt)
Max. 8
•
CP (LAN)
Max. 4
Uhrzeit
Uhr
Ja (SW-Uhr)
•
Gepuffert
Nein
•
Genauigkeit
Abweichung pro Tag < 15 s
Betriebsstundenzähler
1
•
Nummer
0
•
Wertebereich
2
(bei Verwendung des SFC 101)
•
Granularität
1 Stunde
•
Remanent
Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet
werden
31
Uhrzeitsynchronisation
Ja
•
im AS
Master
•
auf MPI
Master/ Slave
S7-Meldefunktionen
Anzahl anmeldbarer Stationen für
Meldefunktionen (z. B. OS)
6
Prozessdiagnosemeldungen
Ja
•
Max. 20
gleichzeitig aktive Alarm-S-Bausteine
(abhängig von den projektierten
Verbindungen für PG-/OP- und S7-BasisKommuni-kation)
Test- und Inbetriebnahmefunktionen
Status/Steuern Variable
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten,
Zähler
•
Anzahl Variable
30
Davon Status Variable
30
Davon Steuern Variable
14
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-3
Technische Daten
Technische Daten
Forcen
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge
•
Anzahl Variable
Max. 10
Status Baustein
Ja
Einzelschritt
Ja
Haltepunkt
2
Diagnosepuffer
Ja
•
Max. 100
Anzahl der Einträge (nicht einstellbar)
Kommunikationsfunktionen
PG-/OP-Kommunikation
Ja
Globale Datenkommunikation
Ja
•
Anzahl der GD-Kreise
4
•
Anzahl der GD-Pakete
Max. 4
•
Sender
Max. 4
Empfänger
Max. 4
Größe der GD-Pakete
Max. 22 Byte
Davon konsistent
22 Byte
S7-Basiskommunikation
•
Ja
Nutzdaten pro Auftrag
Max. 76 Byte
Davon konsistent
76 Byte (bei X_SEND bzw. X_RCV)
64 Byte (bei X_PUT bzw. X_GET als
Server)
S7-Kommunikation
•
als Server
Ja
•
Nutzdaten pro Auftrag
Max. 180 Byte (bei PUT/GET)
Davon konsistent
64 Byte
S5-kompatible Kommunikation
Ja (über CP und ladbare FC)
Anzahl Verbindungen
Max. 6
verwendbar für
•
•
•
PG-Kommunikation
Max. 5
Reserviert (Default)
1
Einstellbar
Von 1 bis 5
OP-Kommunikation
Max. 5
Reserviert (Default)
1
Einstellbar
Von 1 bis 5
S7-Basis-Kommunikation
Reserviert (Default)
2
Einstellbar
0 bis 2
Routing
6-4
Nein
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Schnittstellen
1. Schnittstelle
Typ der Schnittstelle
Physik
Potentialgetrennt
Stromversorgung an Schnittstelle
(15 bis 30 V DC)
Funktionalität
• MPI
• PROFIBUS-DP
• Punkt-zu-Punkt-Kopplung
MPI
Anzahl Verbindungen
Dienste
• PG-/OP-Kommunikation
• Routing
• Globaldaten-Kommunikation
• S7-Basiskommunikation
• S7-Kommunikation
als Server
als Client
• Übertragungsgeschwindigkeiten
Programmierung
Programmiersprache
Operationsvorrat
Klammerebenen
Systemfunktionen (SFC)
Systemfunktionsbausteine (SFB)
Anwenderprogrammschutz
Einbaumaße B x H x T (mm)
Gewicht
Spannungen, Ströme
Versorgungsspannung (Nennwert)
• Zulässiger Bereich
Stromaufnahme (im Leerlauf)
Einschaltstrom
2
It
Externe Absicherung für
Versorgungsleitungen (Empfehlung)
Verlustleistung
Integrierte RS 485-Schnittstelle
RS 485
Nein
Max. 200 mA
Ja
Nein
Nein
6
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Nein
187,5 kBaud
KOP/FUP/AWL
Siehe Operationsliste
8
Siehe Operationsliste
Siehe Operationsliste
Ja
Maße
40 x 125 x 130
270 g
DC 24 V
20,4 V bis 28,8 V
Typ. 60 mA
Typ. 2,5 A
2
0,5 A s
Min. 2 A
Typ. 2,5 W
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-5
Technische Daten
6.2
CPU 312C
Technische Daten
Tabelle 6-2
Technische Daten der CPU 312C
Technische Daten
CPU und Erzeugnisstand
MLFB
6ES7 312-5BD01-0AB0
•
Hardware-Erzeugnisstand
01
•
Firmware-Erzeugnisstand
V2.0
•
Zugehöriges Programmierpaket
STEP 7 ab V 5.2
(bei STEP 7 ab V 5.1 + SP 3 bitte
Vorgänger-CPU verwenden!)
Speicher
Arbeitsspeicher
•
Integriert
16 kByte
•
Erweiterbar
Nein
Ladespeicher
Steckbar über MMC (max. 4 Mbyte)
Pufferung
Durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
Bearbeitungszeiten
Bearbeitungszeiten für
•
Bitoperation
Min. 0,2 µs
•
Wortoperation
Min. 0,4 µs
•
Festpunktarithmetik
Min. 5 µs
•
Gleitpunktarithmetik
Min. 6 µs
Zeiten/Zähler und deren Remanenz
6-6
S7-Zähler
128
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
von Z 0 bis Z 7
•
Zählbereich
0 bis 999
IEC-Counter
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
S7-Zeiten
128
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
keine Remanenz
•
Zeitbereich
10 ms bis 9990 s
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
IEC-Timer
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
Datenbereiche und deren Remanenz
Remanenter Datenbereich gesamt
(inkl. Merker; Zeiten; Zähler)
Alle
Merker
128 Byte
•
Remanenz
Einstellbar
•
Remanenz voreingestellt
von MB 0 bis MB 15
Taktmerker
8 (1 Merkerbyte)
Datenbausteine
max. 511
(von DB 1 bis DB 511)
•
Größe
Lokaldaten je Prioritätsklasse
max. 16 kByte
max. 256 Byte
Bausteine
Gesamt
1024 (DBs, FCs, FBs)
OBs
siehe Operationsliste
•
max. 16 kByte
Größe
Schachtelungstiefe
•
je Prioritätsklasse
8
•
zusätzlich innerhalb eines Fehler-OBs
4
FBs
max. 512
(von FB 0 bis FB 511)
•
Größe
FCs
max. 16 kByte
max. 512
(von FC 0 bis FC 511)
•
Größe
max. 16 kByte
Adressbereiche (Ein-/Ausgänge)
Peripherieadressbereich gesamt
max. 1024 Byte/1024 Byte
(frei adressierbar)
Prozessabbild E/A
128 Byte/128 Byte
Digitale Kanäle
max. 256
•
Davon zentral
max. 256
•
Integrierte Kanäle
10 DI / 6 DO
Analoge Kanäle
max. 64
•
Davon zentral
max. 64
•
Integrierte Kanäle
Keine
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-7
Technische Daten
Technische Daten
Ausbau
Baugruppenträger
max. 1
Baugruppen je Baugruppenträger
max. 8
Anzahl DP-Master
•
Integriert
Keine
•
Über CP
max. 1
Betreibbare Funktionsbaugruppen und
Kommunikationsprozessoren
•
FM
max. 8
•
CP (Punkt zu Punkt)
max. 8
•
CP (LAN)
max. 4
Uhrzeit
Uhr
Ja (SW-Uhr)
•
Gepuffert
Nein
•
Genauigkeit
Abweichung pro Tag < 10 s
Betriebsstundenzähler
1
•
Nummer
0
•
Wertebereich
2
31
Stunden
(bei Verwendung des SFC 101)
•
Granularität
1 Stunde
•
Remanent
Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet
werden
Uhrzeitsynchronisation
Ja
•
im AS
Master
•
auf MPI
Master/ Slave
S7-Meldefunktionen
Anzahl anmeldbarer Stationen für
Meldefunktionen (z. B. OS)
max. 6
(abhängig von den projektierten
Verbindungen für PG-/OP- und S7-BasisKommunikation)
Prozessdiagnosemeldungen
Ja
•
max. 20
gleichzeitig aktive Alarm-S-Bausteine
Test- und Inbetriebnahmefunktionen
6-8
Status/Steuern Variable
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten,
Zähler
•
Anzahl Variable
max. 30
Davon Status Variable
max. 30
Davon Steuern Variable
max. 14
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Forcen
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge
•
Anzahl Variable
max. 10
Status Baustein
Ja
Einzelschritt
Ja
Haltepunkt
2
Diagnosepuffer
Ja
•
max. 100
Anzahl der Einträge (nicht einstellbar)
Kommunikationsfunktionen
PG-/OP-Kommunikation
Ja
Globale Datenkommunikation
Ja
•
Anzahl der GD-Kreise
4
•
Anzahl der GD-Pakete
max. 4
•
Sender
max. 4
Empfänger
max. 4
Größe der GD-Pakete
max. 22 Byte
Davon konsistent
22 Byte
S7-Basiskommunikation
•
Ja
Nutzdaten pro Auftrag
max. 76 Byte
Davon konsistent
76 Byte (bei X_SEND bzw. X_RCV)
64 Byte (bei X_PUT bzw. X_GET als
Server)
S7-Kommunikation
•
als Server
Ja
•
Nutzdaten pro Auftrag
max. 180 Byte (bei PUT/GET)
Davon konsistent
64 Byte
S5-kompatible Kommunikation
Ja (über CP und ladbare FC)
Anzahl Verbindungen
max. 6
verwendbar für
•
•
•
PG-Kommunikation
max. 5
Reserviert (Default)
1
Einstellbar
von 1 bis 5
OP-Kommunikation
max. 5
Reserviert (Default)
1
Einstellbar
von 1 bis 5
S7-Basis-Kommunikation
max. 2
Reserviert (Default)
2
Einstellbar
von 0 bis 2
Routing
Nein
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-9
Technische Daten
Technische Daten
Schnittstellen
1. Schnittstelle
Typ der Schnittstelle
integrierte RS 485-Schnittstelle
Physik
RS 485
Potentialgetrennt
Nein
Stromversorgung an Schnittstelle
(15 bis 30 V DC)
max. 200 mA
Funktionalität
•
MPI
Ja
•
PROFIBUS-DP
Nein
•
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Nein
MPI
Anzahl Verbindungen
6
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
Ja
•
Routing
Nein
•
Globaldaten-Kommunikation
Ja
•
S7-Basiskommunikation
Ja
•
S7-Kommunikation
•
als Server
Ja
als Client
Nein
Übertragungsgeschwindigkeiten
max. 187,5 kBaud
Programmierung
Programmiersprache
KOP/FUP/AWL
Operationsvorrat
siehe Operationsliste
Klammerebenen
8
Systemfunktionen (SFC)
siehe Operationsliste
Systemfunktionsbausteine (SFB)
siehe Operationsliste
Anwenderprogrammschutz
Ja
Integrierte Ein-/Ausgänge
•
Default-Adressen der integrierten
Digitaleingänge
124.0 bis 125.1
Digitalausgänge
124.0 bis 124.5
Integrierte Funktionen
6-10
Zähler
2 Kanäle (siehe Handbuch Technologische
Funktionen)
Frequenzmesser
2 Kanäle bis max. 10 kHz (siehe Handbuch
Technologische Funktionen)
Impulsausgänge
2 Kanäle Pulsweitenmodulation bis max.
2,5 kHz (siehe Handbuch Technologische
Funktionen)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Gesteuertes Positionieren
Nein
Integrierter SFB "Regeln"
Nein
Maße
Einbaumaße B x H x T (mm)
80 x 125 x 130
Gewicht
409 g
Spannungen, Ströme
Versorgungsspannung (Nennwert)
DC 24 V
•
20,4 V bis 28,8 V
Zulässiger Bereich
Stromaufnahme (im Leerlauf)
typ. 60 mA
Einschaltstrom
typ. 11 A
Stromaufnahme (Nennwert)
500 mA
2
2
It
0,7 A s
Externe Absicherung für
Versorgungsleitungen (Empfehlung)
LS-Schalter Typ C min. 2 A,
LS-Schalter Typ B min. 4 A
Verlustleistung
typ. 6 W
Verweis
Im Kapitel Technische Daten der integrierten Peripherie finden Sie
• unter Digitaleingänge der CPUs 31xC und Digitalausgänge der CPUs 31xC die
technischen Daten der integrierten Ein-/Ausgänge.
• unter Anordnung und Verwendung der integrierten Ein-/Ausgänge die
Prinzipschaltbilder der integrierten Ein-/Ausgänge.
6.3
CPU 313C
Technische Daten
Tabelle 6-3
Technische Daten der CPU 313C
Technische Daten
CPU und Erzeugnisstand
MLFB
6ES7 313-5BE01-0AB0
•
Hardware-Erzeugnisstand
01
•
Firmware-Erzeugnisstand
V2.0.0
•
zugehöriges Programmierpaket
STEP 7 ab V 5.2
(bei STEP 7 ab V 5.1 + SP 3 bitte
Vorgänger-CPU verwenden!)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-11
Technische Daten
Technische Daten
Speicher
Arbeitsspeicher
•
integriert
32 kByte
•
erweiterbar
Nein
Ladespeicher
Steckbar über MMC (max. 8 Byte)
Pufferung
Durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
Bearbeitungszeiten
Bearbeitungszeiten für
•
Bitoperation
min. 0,1 µs
•
Wortoperation
min. 0,2 µs
•
Festpunktarithmetik
min. 2 µs
•
Gleitpunktarithmetik
min. 6 µs
Zeiten/Zähler und deren Remanenz
S7-Zähler
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
von Z 0 bis Z 7
•
Zählbereich
0 bis 999
IEC-Counter
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
S7-Zeiten
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
keine Remanenz
•
Zeitbereich
10 ms bis 9990 s
IEC-Timer
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
Datenbereiche und deren Remanenz
Remanenter Datenbereich gesamt
(inkl. Merker; Zeiten; Zähler)
Alle
Merker
256 Byte
•
Remanenz
Einstellbar
•
Remanenz voreingestellt
von MB 0 bis MB 15
Taktmerker
8 (1 Merkerbyte)
Datenbausteine
max. 511
(von DB 1 bis DB 511)
•
6-12
Größe
max. 16 kByte
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Lokaldaten je Prioritätsklasse
max. 510 Byte
Bausteine
Gesamt
1024 (DBs, FCs, FBs)
OBs
siehe Operationsliste
•
max. 16 kByte
Größe
Schachtelungstiefe
•
je Prioritätsklasse
8
•
zusätzlich innerhalb eines Fehler-OBs
4
FBs
max. 512
(von FB 0 bis FB 511)
•
Größe
max. 16 kByte
FCs
max. 512
•
max. 16 kByte
(von FC 0 bis FC 511)
Größe
Adressbereiche (Ein-/Ausgänge)
Peripherieadressbereich gesamt
max. 1024 Byte/1024 Byte
(frei adressierbar)
Prozessabbild E/A
128 Byte/128 Byte
Digitale Kanäle
max. 1016
•
davon zentral
max. 992
•
integrierte Kanäle
24 DI / 16 DO
Analoge Kanäle
max. 253
•
davon zentral
max. 248
•
integrierte Kanäle
4 + 1 AI / 2 AO
Ausbau
Baugruppenträger
max. 4
Baugruppen je Baugruppenträger
max. 8; im Baugruppenträger 3 max. 7
Anzahl DP-Master
•
integriert
Keine
•
über CP
max. 2
Betreibbare Funktionsbaugruppen und
Kommunikationsprozessoren
•
FM
max. 8
•
CP (Punkt zu Punkt)
max. 8
•
CP (LAN)
max. 6
Uhrzeit
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-13
Technische Daten
Technische Daten
Uhr
Ja (HW-Uhr)
•
Gepuffert
Ja
•
Pufferungsdauer
typ. 6 Wochen (bei 40 °C
Umgebungstemperatur)
•
Genauigkeit
Abweichung pro Tag < 10 s
Betriebsstundenzähler
1
•
Nummer
0
•
Wertebereich
2
31
Stunden
(bei Verwendung des SFC 101)
•
Granularität
1 Stunde
•
Remanent
Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet
werden
Uhrzeitsynchronisation
Ja
•
im AS
Master
•
auf MPI
Master/Slave
S7-Meldefunktionen
Anzahl anmeldbarer Stationen für
Meldefunktionen (z. B. OS)
max. 8
Prozessdiagnosemeldungen
Ja
•
max. 20
gleichzeitig aktive Alarm-S-Bausteine
(abhängig von den projektierten
Verbindungen für PG-/OP- und S7Basiskommunikation)
Test- und Inbetriebnahmefunktionen
Status/Steuern Variable
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten,
Zähler
•
Anzahl Variable
max. 30
davon Status Variable
max. 30
davon Steuern Variable
max. 14
Forcen
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge
•
Anzahl Variable
max. 10
Status Baustein
Ja
Einzelschritt
Ja
Haltepunkt
2
Diagnosepuffer
Ja
•
max. 100
Anzahl der Einträge (nicht einstellbar)
Kommunikationsfunktionen
PG-/OP-Kommunikation
6-14
Ja
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Globale Datenkommunikation
Ja
•
Anzahl der GD-Kreise
4
•
Anzahl der GD-Pakete
max. 4
Sender
max. 4
Empfänger
max. 4
Größe der GD-Pakete
max. 22 Byte
davon konsistent
22 Byte
•
S7-Basiskommunikation
Ja
•
Nutzdaten pro Auftrag
max. 76 Byte
davon konsistent
76 Byte (bei X_SEND bzw. X_RCV)
64 Byte (bei X_PUT bzw. X_GET als
Server)
S7-Kommunikation
•
als Server
Ja
•
als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
•
Nutzdaten pro Auftrag
max. 180 Byte (bei PUT/GET)
davon konsistent
64 Byte
S5-kompatible Kommunikation
Ja (über CP und ladbare FC)
Anzahl Verbindungen
max. 8
verwendbar für
•
•
•
PG-Kommunikation
max. 7
reserviert (Default)
1
einstellbar
von 1 bis 7
OP-Kommunikation
max. 7
reserviert (Default)
1
einstellbar
von 1 bis 7
S7-Basiskommunikation
max. 4
reserviert (Default)
4
einstellbar
Routing
von 0 bis 4
Nein
Schnittstellen
1. Schnittstelle
Typ der Schnittstelle
Integrierte RS 485-Schnittstelle
Physik
RS 485
Potentialgetrennt
Nein
Stromversorgung an Schnittstelle
(15 bis 30 V DC)
max. 200 mA
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-15
Technische Daten
Technische Daten
Funktionalität
•
MPI
•
PROFIBUS-DP
Nein
•
Punkt-zu-Punkt-Kommunikation
Nein
Ja
MPI
Anzahl Verbindungen
8
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
Ja
•
Routing
Nein
•
Globaldaten-Kommunikation
Ja
•
S7-Basiskommunikation
Ja
•
S7-Kommunikation
•
als Server
Ja
als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
Übertragungsgeschwindigkeiten
max. 187,5 kBaud
Programmierung
Programmiersprache
KOP/FUP/AWL
Operationsvorrat
siehe Operationsliste
Klammerebenen
8
Systemfunktionen (SFC)
siehe Operationsliste
Systemfunktionsbausteine (SFB)
siehe Operationsliste
Anwenderprogrammschutz
Ja
Integrierte Ein-/Ausgänge
•
Default-Adressen der integrierten
Digitaleingänge
124.0 bis 126.7
Digitalausgänge
124.0 bis 125.7
Analogeingänge
752 bis 761
Analogausgänge
752 bis 755
Integrierte Funktionen
6-16
Zähler
3 Kanäle (siehe Handbuch Technologische
Funktionen)
Frequenzmesser
3 Kanäle bis max. 30 kHz (siehe Handbuch
Technologische Funktionen)
Impulsausgänge
3 Kanäle Pulsweitenmodulation bis max.
2,5 kHz (siehe Handbuch Technologische
Funktionen)
Gesteuertes Positionieren
Nein
Integrierter SFB "Regeln"
PID-Regler (siehe Handbuch
Technologische Funktionen)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Maße
Einbaumaße B x H x T (mm)
120 x 125 x 130
Gewicht
660 g
Spannungen, Ströme
Versorgungsspannung (Nennwert)
DC 24 V
•
20,4 V bis 28,8 V
zulässiger Bereich
Stromaufnahme (im Leerlauf)
typ. 150 mA
Einschaltstrom
typ. 11 A
Stromaufnahme (Nennwert)
700 mA
2
2
It
0,7 A s
Externe Absicherung für
Versorgungsleitungen (Empfehlung)
LS-Schalter Typ C min. 2 A,
LS-Schalter Typ B min. 4 A
Verlustleistung
typ. 14 W
Verweis
Im Kapitel Technische Daten der integrierten Peripherie finden Sie
• unter Digitaleingänge der CPUs 31xC, Digitalausgänge der CPUs 31xC,
Analogeingänge der CPUs 31xC und Analogausgänge der CPUs 31xC die
technischen Daten der integrierten Ein-/Ausgänge.
• unter Anordnung und Verwendung der integrierten Ein-/Ausgänge die
Prinzipschaltbilder der integrierten Ein-/Ausgänge.
6.4
CPU 313C-2 PtP und CPU 313C-2 DP
Technische Daten
Tabelle 6-4
Technische Daten der CPU 313C-2 PtP/ CPU 313C-2 DP
Technische Daten
CPU und Erzeugnisstand
CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
MLFB
6ES7 313-6BE01-0AB0
6ES7 313-6CE01-0AB0
•
Hardware-Erzeugnisstand
01
01
•
Firmware-Erzeugnisstand
V2.0.0
V2.0.0
STEP 7 ab V 5.2
STEP 7 ab V 5.2
(bei STEP 7 ab V 5.1 + SP 3
bitte Vorgänger-CPU
verwenden!)
(bei STEP 7 ab V 5.1 + SP 3 bitte
Vorgänger-CPU verwenden!)
CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
zugehöriges Programmierpaket
Speicher
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-17
Technische Daten
Technische Daten
Arbeitsspeicher
•
integriert
•
erweiterbar
32 kByte
Nein
Ladespeicher
Steckbar über MMC (max. 8 Mbyte)
Pufferung
Durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
Bearbeitungszeiten
CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
Bearbeitungszeiten für
•
Bitoperation
min. 0,1 µs
•
Wortoperation
min. 0,2 µs
•
Festpunktarithmetik
min. 2 µs
•
Gleitpunktarithmetik
min. 6 µs
Zeiten/Zähler und deren
Remanenz
CPU 313C-2 PtP
S7-Zähler
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
voreingestellt
von Z 0 bis Z 7
•
Zählbereich
0 bis 999
IEC-Counter
CPU 313C-2 DP
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch Arbeitsspeicher)
S7-Zeiten
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
voreingestellt
keine Remanenz
•
Zeitbereich
10 ms bis 9990 s
IEC-Timer
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch Arbeitsspeicher)
Datenbereiche und deren
Remanenz
CPU 313C-2 PtP
Remanenter Datenbereich gesamt
(inkl. Merker; Zeiten; Zähler)
Alle
Merker
256 Byte
•
Remanenz
Einstellbar
•
Remanenz voreingestellt
CPU 313C-2 DP
von MB 0 bis MB 15
Taktmerker
8 (1 Merkerbyte)
Datenbausteine
max. 511
(von DB 1 bis DB 511)
•
Größe
Lokaldaten je Prioritätsklasse
6-18
max. 16 kByte
max. 510 Byte
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Bausteine
CPU 313C-2 PtP
Gesamt
1024 (DBs, FCs, FBs)
OBs
siehe Operationsliste
•
max. 16 kByte
Größe
CPU 313C-2 DP
Schachtelungstiefe
•
je Prioritätsklasse
8
•
zusätzlich innerhalb eines
Fehler-OBs
4
FBs
max. 512
(von FB 0 bis FB 511)
•
Größe
FCs
max. 16 kByte
max. 512
(von FC 0 bis FC 511)
•
Größe
max. 16 kByte
Adressbereiche (Ein-/ Ausgänge) CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
Peripherieadressbereich gesamt
max. 1024 Byte/1024 Byte
(frei adressierbar)
•
davon dezentral
max. 1024 Byte/1024 Byte
(frei adressierbar)
Keine
max. 1008 Byte
Prozessabbild E/A
128 Byte/128 Byte
128 Byte/128 Byte
digitale Kanäle
max. 1008
max. 8192
•
davon zentral
max. 992
max. 992
•
integrierte Kanäle
16 DI / 16 DO
16 DI / 16 DO
analoge Kanäle
max. 248
max. 512
•
davon zentral
max. 248
max. 248
•
integrierte Kanäle
Keine
Keine
Ausbau
CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
Baugruppenträger
max. 4
Baugruppen je Baugruppenträger
max. 8; im Baugruppenträger 3 max. 7
Anzahl DP-Master
•
integriert
Nein
1
•
über CP
max. 1
max. 1
Betreibbare Funktionsbaugruppen
und Kommunikationsprozessoren
•
FM
max. 8
•
CP (Punkt zu Punkt)
max. 8
•
CP (LAN)
max. 6
Uhrzeit
CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-19
Technische Daten
Technische Daten
Uhr
Ja (HW-Uhr)
•
gepuffert
Ja
•
Pufferungsdauer
typ. 6 Wochen (bei 40 °C Umgebungstemperatur)
•
Genauigkeit
Abweichung pro Tag < 10 s
Betriebsstundenzähler
1
•
Nummer
0
•
Wertebereich
2
•
Granularität
1 Stunde
•
remanent
Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet werden
31
Stunden
(bei Verwendung des SFC 101)
Uhrzeitsynchronisation
Ja
•
im AS
Master
•
auf MPI
Master/Slave
S7-Meldefunktionen
CPU 313C-2 PtP
Anzahl anmeldbarer Stationen für
Meldefunktionen (z. B. OS)
max. 8
CPU 313C-2 DP
(abhängig von den projektierten Verbindungen für PG-/OP- und
S7-Basis-Kommunikation)
Prozessdiagnosemeldungen
Ja
•
max. 20
gleichzeitig aktive Alarm-SBausteine
Test- und
Inbetriebnahmefunktionen
CPU 313C-2 PtP
Status/Steuern Variable
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten, Zähler
•
Anzahl Variable
max. 30
davon Status Variable
max. 30
davon Steuern Variable
max. 14
Forcen
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge
•
Anzahl Variable
max. 10
Status Baustein
Ja
Einzelschritt
Ja
Haltepunkt
2
Diagnosepuffer
Ja
•
max. 100
Anzahl der Einträge (nicht
einstellbar)
Kommunikationsfunktionen
CPU 313C-2 PtP
PG-/OP-Kommunikation
Ja
6-20
CPU 313C-2 DP
CPU 313C-2 DP
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Globale Datenkommunikation
Ja
•
Anzahl der GD-Kreise
4
•
Anzahl der GD-Pakete
max. 4
Sender
max. 4
Empfänger
max. 4
Größe der GD-Pakete
max. 22 Byte
davon konsistent
22 Byte
•
S7-Basiskommunikation
Ja (Server)
•
Nutzdaten pro Auftrag
max. 76 Byte
davon konsistent
76 Byte (bei X_SEND bzw. X_RCV)
64 Byte (bei X_PUT bzw. X_GET als Server)
S7-Kommunikation
•
als Server
Ja
•
als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
•
Nutzdaten pro Auftrag
max. 180 Byte (bei PUT/GET)
davon konsistent
64 Byte
S5-kompatible Kommunikation
Ja (über CP und ladbare FC)
Anzahl Verbindungen
max. 8
verwendbar für
•
•
•
PG-Kommunikation
max. 7
reserviert (Default)
1
einstellbar
von 1 bis 7
OP-Kommunikation
max. 7
reserviert (Default)
1
einstellbar
von 1 bis 7
S7-Basis-Kommunikation
max. 4
reserviert (Default)
4
einstellbar
von 0 bis 4
Routing
Nein
max. 4
Schnittstellen
CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
1. Schnittstelle
Typ der Schnittstelle
Integrierte RS 485-Schnittstelle
Physik
RS 485
Potentialgetrennt
Nein
Stromversorgung an Schnittstelle
(15 bis 30 V DC)
max. 200 mA
Funktionalität
•
MPI
Ja
•
PROFIBUS-DP
Nein
•
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Nein
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-21
Technische Daten
Technische Daten
MPI
Anzahl Verbindungen
8
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
Ja
•
Routing
Nein
•
Globaldaten-Kommunikation
Ja
•
S7-Basiskommunikation
Ja
•
S7-Kommunikation
•
Als Server
Ja
Als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
Übertragungsgeschwindigkeite
n
max. 187,5 kBaud
Ja
2. Schnittstelle
CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
Typ der Schnittstelle
Integrierte RS 422/485Schnittstelle
integrierte RS 485-Schnittstelle
Physik
RS 422/485
RS 485
Potentialgetrennt
Ja
Ja
Stromversorgung an Schnittstelle
(15 bis 30 V DC)
Nein
max. 200 mA
Anzahl Verbindungen
Keine
8
Funktionalität
•
MPI
Nein
Nein
•
PROFIBUS-DP
Nein
Ja
•
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Ja
Nein
–
8
DP-Master
Anzahl Verbindungen
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
–
Ja
•
Routing
–
Ja
•
Globaldatenkommunikation
–
Nein
•
S7-Basiskommunikation
–
Nein
•
S7-Kommunikation
–
Nein
•
Äquidistanz
–
Ja
•
SYNC/FREEZE
–
Ja
•
Aktivieren/Deaktivieren DPSlaves
–
Ja
•
DPV1
–
ja
•
Übertragungsgeschwindigkeite
n
–
bis 12 Mbaud
•
Anzahl DP-Slaves je Station
–
Max. 32
•
Adressbereich
–
Max. 1 kByte I/1 kByte O
•
Nutzdaten pro DP-Slave
–
Max. 244 Byte I/244 Byte O
6-22
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
DP-Slave
Anzahl Verbindungen
–
8
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
–
Ja
•
Routing
–
Ja (nur bei aktiver Schnittstelle)
•
Globaldatenkommunikation
–
Nein
•
S7-Basiskommunikation
–
Nein
•
S7-Kommunikation
–
Nein
•
Direkter Datenaustausch
–
Ja
•
Übertragungsgeschwindigkeite
n
–
bis 12 Mbaud
•
Automatische Baudratensuche
–
Ja (nur bei passiver Schnittstelle)
•
Übergabespeicher
–
244 Byte I/244 Byte O
•
Adressbereiche
–
max. 32 mit je max. 32 Byte
•
DPV1
–
Nein
–
Die aktuelle GSD-Datei erhalten
Sie unter
GSD-Datei
http://www.ad.siemens.de/suppor
t
im Bereich Produkt Support
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
•
Übertragungsgeschwindigkeite
n
38,4 kBaud Halbduplex
19,2 kBaud Vollduplex
–
•
Leitungslänge
max. 1200 m
–
•
Schnittstelle ist aus dem
Anwenderprogramm
steuerbar
Ja
–
•
Schnittstelle kann Alarm oder
Ja (Meldung bei BreakInterrupt im
Kennung)
Anwenderprogramm auslösen
–
•
Protokolltreiber
3964 (R); ASCII
–
Programmierung
CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
Programmiersprache
KOP/FUP/AWL
Operationsvorrat
siehe Operationsliste
Klammerebenen
8
Systemfunktionen (SFC)
siehe Operationsliste
Systemfunktionsbausteine (SFB)
siehe Operationsliste
Anwenderprogrammschutz
Ja
Integrierte Ein-/Ausgänge
CPU 313C-2 PtP
•
CPU 313C-2 DP
Default-Adressen der
integrierten
Digitaleingänge
124.0 bis 125.7
Digitalausgänge
124.0 bis 125.7
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-23
Technische Daten
Technische Daten
Integrierte Funktionen
Zähler
3 Kanäle (siehe Handbuch Technologische Funktionen)
Frequenzmesser
3 Kanäle bis max. 30 kHz (siehe Handbuch Technologische
Funktionen)
Impulsausgänge
3 Kanäle Pulsweitenmodulation bis max. 2,5 kHz (siehe Handbuch
Technologische Funktionen)
Gesteuertes Positionieren
Nein
Integrierter SFB "Regeln"
PID-Regler (siehe Handbuch Technologische Funktionen)
Maße
CPU 313C-2 PtP
Einbaumaße B x H x T (mm)
120 x 125 x 130
Gewicht
ca. 566 g
Spannungen, Ströme
CPU 313C-2 PtP
Versorgungsspannung (Nennwert)
DC 24 V
•
20,4 V bis 28,8 V
zulässiger Bereich
Stromaufnahme (im Leerlauf)
typ. 100 mA
Einschaltstrom
typ. 11 A
Stromaufnahme (Nennwert)
700 mA
2
CPU 313C-2 DP
CPU 313C-2 DP
900 mA
2
It
0,7 A s
Externe Absicherung für
Versorgungsleitungen
(Empfehlung)
LS-Schalter Typ B: min. 4 A, Typ C: min. 2 A
Verlustleistung
typ. 10 W
Normen und Zulassungen
CPU 313C-2 PtP
CPU 313C-2 DP
PNO-Zertifikate
•
DP-Master
–
•
DP-Slave
–
Verweis
Im Kapitel Technische Daten der integrierten Peripherie finden Sie
• unter Digitaleingänge der CPUs 31xC und Digitalausgänge der CPUs 31xC die
technischen Daten der integrierten Ein-/Ausgänge.
• unter Anordnung und Verwendung der integrierten Ein-/Ausgänge die
Prinzipschaltbilder der integrierten Ein-/Ausgänge.
6-24
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
6.5
CPU 314
Technische Daten der CPU 314
Tabelle 6-5
Technische Daten der CPU 314
Technische Daten
CPU und Erzeugnisstand
MLFB
6ES7314-1AF10-0AB0
•
Hardware-Erzeugnisstand
01
•
Firmware-Erzeugnisstand
V 2.0.0
•
Zugehöriges Programmierpaket
STEP 7 ab V 5.1 + SP 4
Speicher
Arbeitsspeicher
•
Integriert
48 kByte
•
Erweiterbar
Nein
Ladespeicher
Steckbar über MMC (max. 8 Mbyte)
Pufferung
Durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
Bearbeitungszeiten
Bearbeitungszeiten für
•
Bitoperation
Min. 0,1 µs
•
Wortoperation
Min. 0,2 µs
•
Festpunktarithmetik
Min. 2,0 µs
•
Gleitpunktarithmetik
Min. 6 µs
Zeiten/Zähler und deren Remanenz
S7-Zähler
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
Von Z 0 bis Z 7
•
Zählbereich
0 bis 999
IEC-Counter
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
S7-Zeiten
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
Keine Remanenz
•
Zeitbereich
10 ms bis 9990 s
IEC-Timer
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-25
Technische Daten
Technische Daten
Datenbereiche und deren Remanenz
Remanenter Datenbereich gesamt
(inkl. Merker; Zeiten; Zähler)
Alle
Merker
256 Byte
•
Remanenz
Ja
•
Remanenz voreingestellt
MB0 bis MB15
Taktmerker
8 (1 Merkerbyte)
Datenbausteine
•
Anzahl
511
(von DB 1 bis DB 511)
•
Größe
Lokaldaten je Prioritätsklasse
16 kByte
Max. 512
Bausteine
Gesamt
1024 (DBs, FCs, FBs)
OBs
Siehe Operationsliste
•
16 kByte
Größe
Schachtelungstiefe
•
je Prioritätsklasse
8
•
zusätzlich innerhalb eines Fehler-OBs
4
FBs
Siehe Operationsliste
•
512
Anzahl
(von FB 0 bis FB 511)
•
Größe
16 kByte
FCs
Siehe Operationsliste
•
512
Anzahl
(von FC 0 bis FC 511)
•
Größe
16 kByte
Adressbereiche (Ein-/Ausgänge)
Peripherieadressbereich gesamt
Max. 1024 Byte/1024Byte (frei adressierbar)
Prozessabbild E/A
128 Byte/128 Byte
Digitale Kanäle
Max. 1024
Davon zentral
Max. 1024
Analoge Kanäle
Max. 256
Davon zentral
Max. 256
Ausbau
Baugruppenträger
Max. 4
Baugruppen je Baugruppenträger
8
Anzahl DP-Master
6-26
•
Integriert
Keiner
•
über CP
Max. 1
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Technische Daten
Technische Daten
Betreibbare Funktionsbaugruppen und
Kommunikationsprozessoren
•
FM
Max. 8
•
CP (Punkt zu Punkt)
Max. 8
•
CP (LAN)
Max. 10
Uhrzeit
Uhr
Ja (HW-Uhr)
•
Gepuffert
Ja
•
Pufferungsdauer
Typ. 6 Wochen (bei 40°C
Umgebungstemperatur
•
Genauigkeit
Abweichung pro Tag: < 10 s
Betriebsstundenzähler
1
•
Nummer
0
•
Wertebereich
2
31
Stunden
(bei Verwendung des SFC 101)
•
Granularität
1 Stunde
•
Remanent
Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet
werden.
Uhrzeitsynchronisation
Ja
•
im AS
Master/ Slave
•
auf MPI
Slave
S7-Meldefunktionen
Anzahl anmeldbarer Stationen für
Meldefunktionen (z. B. OS)
12
(abhängig von den projektierten
Verbindungen für PG-/OP- und S7-BasisKommunikation)
Prozessdiagnosemeldungen
Ja
•
Max. 40
gleichzeitig aktive Alarm-S-Bausteine
Test- und Inbetriebnahmefunktionen
Status/Steuern Variable
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten,
Zähler
•
Anzahl Variable
30
Davon Status Variable
30
Davon Steuern Variable
14
Forcen
Ja
•
Variable
Eingänge/ Ausgänge
•
Anzahl Variable
Max. 10
Status Baustein
Ja
Einzelschritt
Ja
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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6-27
Technische Daten
Technische Daten
Haltepunkt
Diagnosepuffer
Ja
•
Max. 100
Anzahl der Einträge (nicht einstellbar)
Kommunikationsfunktionen
PG-/OP-Kommunikation
Ja
Globale Datenkommunikation
Ja
•
Anzahl der GD-Kreise
4
•
Anzahl der GD-Pakete
Max. 4
Sender
Max. 4
Empfänger
Max. 4
Größe der GD-Pakete
Max. 22 Byte
Davon konsistent
22 Byte
•
S7-Basiskommunikation
•
Ja
Nutzdaten pro Auftrag
Max. 76 Byte
Davon konsistent
76 Byte (bei X_SEND bzw. X_RCV)
64 Byte (bei X_PUT bzw. X_GET als
Server)
S7-Kommunikation
Ja
•
als Server
Ja
•
als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
•
Nutzdaten pro Auftrag
Max. 180 (bei PUT/GET)
Davon konsistent
64 Byte
S5-kompatible Kommunikation
Ja (über CP und ladbare FC)
Anzahl Verbindungen
12
verwendbar für
•
•
•
PG-Kommunikation
Reserviert (Default)
1
Einstellbar
1 bis 11
OP-Kommunikation
Reserviert (Default)
1
Einstellbar
1 bis 11
S7-Basis-Kommunikation
Reserviert (Default)
Einstellbar
Routing
8
0 bis 8
Nein
Schnittstellen
1. Schnittstelle
6-28
Typ der Schnittstelle
Integrierte RS 485-Schnittstelle
Physik
RS 485
Potentialgetrennt
Nein
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Stromversorgung an Schnittstelle
(15 bis 30 V DC)
Max. 200 mA
Funktionalität
•
MPI
Ja
•
PROFIBUS-DP
Nein
•
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Nein
MPI
Anzahl Verbindungen
12
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
Ja
•
Routing
Nein
•
Globaldaten-Kommunikation
Ja
•
S7-Basiskommunikation
Ja
•
S7-Kommunikation
Ja
als Server
Ja
als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
Übertragungsgeschwindigkeiten
187,5 kBaud
•
Programmierung
Programmiersprache
KOP/FUP/AWL
Operationsvorrat
Siehe Operationsliste
Klammerebenen
8
Systemfunktionen (SFC)
Siehe Operationsliste
Systemfunktionsbausteine (SFB)
Siehe Operationsliste
Anwenderprogrammschutz
Ja
Maße
Einbaumaße B x H x T (mm)
40 x 125 x 130
Gewicht
280 g
Spannungen, Ströme
Versorgungsspannung (Nennwert)
DC 24 V
•
20,4 V bis 28,8 V
Zulässiger Bereich
Stromaufnahme (im Leerlauf)
Typ. 60 mA
Einschaltstrom
Typ. 2,5 A
2
2
It
0,5 A s
Externe Absicherung für
Versorgungsleitungen (Empfehlung)
Min. 2 A
Verlustleistung
Typ 2,5 W
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-29
Technische Daten
6.6
CPU 314C-2 PtP und CPU 314C-2 DP
Technische Daten
Tabelle 6-6
Technische Daten der CPU 314C-2 PtP und CPU 314C-2 DP
Technische Daten
CPU und Erzeugnisstand
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
MLFB
6ES7 314-6BF01-0AB0
6ES7 314-6CF01-0AB0
•
Hardware-Erzeugnisstand
01
01
•
Firmware-Erzeugnisstand
V2.0.0
V2.0.0
STEP 7 ab V 5.2
STEP 7 ab V 5.2
zugehöriges Programmierpaket
(bei STEP 7 ab V 5.1 + SP 3 bitte (bei STEP 7 ab V 5.1 + SP 3 bitte
Vorgänger-CPU verwenden)
Vorgänger-CPU verwenden)
Speicher
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
Arbeitsspeicher
•
Integriert
•
Erweiterbar
48 kByte
Nein
Ladespeicher
Steckbar über MMC (max. 4 Mbyte)
Pufferung
Durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
Bearbeitungszeiten
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
Bearbeitungszeiten für
•
Bitoperation
•
Wortoperation
Min. 0,2 µs
•
Festpunktarithmetik
Min. 2 µs
•
Gleitpunktarithmetik
Min. 6 µs
Zeiten/Zähler und deren
Remanenz
Min. 0,1 µs
CPU 314C-2 PtP
S7-Zähler
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
Von Z 0 bis Z 7
•
Zählbereich
0 bis 999
IEC-Counter
CPU 314C-2 DP
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch Arbeitsspeicher)
S7-Zeiten
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
Keine Remanenz
•
Zeitbereich
10 ms bis 9990 s
IEC-Timer
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch Arbeitsspeicher)
6-30
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Datenbereiche und deren
Remanenz
CPU 314C-2 PtP
Remanenter Datenbereich
gesamt (inkl. Merker; Zeiten;
Zähler)
Alle
Merker
256 Byte
•
Remanenz
Einstellbar
•
Remanenz voreingestellt
CPU 314C-2 DP
Von MB 0 bis MB 15
Taktmerker
8 (1 Merkerbyte)
Datenbausteine
Max. 511
(von DB 1 bis DB 511)
•
Größe
Max. 16 kByte
Lokaldaten je Prioritätsklasse
Max. 512 Byte
Bausteine
CPU 314C-2 PtP
Gesamt
1024 (DBs, FCs, FBs)
OBs
Siehe Operationsliste
•
Max. 16 kByte
Größe
CPU 314C-2 DP
Schachtelungstiefe
•
je Prioritätsklasse
8
•
zusätzlich innerhalb eines
Fehler-OBs
4
FBs
Max. 512
•
Max. 16 kByte
(von FB 0 bis FB 511)
Größe
FCs
Max. 512
(von FC 0 bis FC 511)
•
Größe
Max. 16 kByte
Adressbereiche (Ein-/
Ausgänge)
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
Peripherieadressbereich gesamt
Max. 1024 Byte/1024 Byte
(frei adressierbar)
Max. 1024 Byte/1024 Byte
(frei adressierbar)
•
Keine
Max. 1000 Byte
Prozessabbild E/A
128 Byte/128 Byte
128 Byte/128 Byte
Digitale Kanäle
Max. 1016
Max. 8192
•
davon zentral
Max. 992
Max. 992
•
integrierte Kanäle
24 DI / 16 DO
24 DI / 16 DO
Max. 253
Max. 512
davon dezentral
Analoge Kanäle
•
davon zentral
Max. 248
Max. 248
•
integrierte Kanäle
4 + 1 AI / 2 AO
4 + 1 AI / 2 AO
Ausbau
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
Baugruppenträger
max. 4
Baugruppen je Baugruppenträger max. 8; im Baugruppenträger 3 max. 7
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-31
Technische Daten
Technische Daten
Anzahl DP-Master
•
integriert
Nein
1
•
über CP
max. 1
Max. 1
Betreibbare
Funktionsbaugruppen und
Kommunikationsprozessoren
•
FM
max. 8
•
CP (Punkt zu Punkt)
max. 8
•
CP (LAN)
max. 10
Uhrzeit
CPU 314C-2 PtP
Uhr
Ja (HW-Uhr)
•
Gepuffert
Ja
•
Pufferungsdauer
typ. 6 Wochen (bei 40 °C Umgebungstemperatur)
•
Genauigkeit
Abweichung pro Tag < 10 s
Betriebsstundenzähler
1
•
Nummer
0
•
Wertebereich
2
31
CPU 314C-2 DP
Stunden
(bei Verwendung des SFC 101)
•
Granularität
1 Stunde
•
Remanent
Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet werden
Uhrzeitsynchronisation
Ja
•
im AS
Master
•
auf MPI
Master/Slave
S7-Meldefunktionen
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
Anzahl anmeldbarer Stationen für max. 12
Meldefunktionen (z. B. OS)
(abhängig von den projektierten Verbindungen für PG-/OP- und S7Basis-Kommunikation)
Prozessdiagnosemeldungen
Ja
•
max. 40
gleichzeitig aktive Alarm-SBausteine
Test- und
Inbetriebnahmefunktionen
CPU 314C-2 PtP
Status/Steuern Variable
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten, Zähler
•
Anzahl Variable
max. 30
davon Status Variable
max. 30
davon Steuern Variable
max. 14
Forcen
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge
•
Anzahl Variable
max. 10
Status Baustein
6-32
CPU 314C-2 DP
Ja
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Einzelschritt
Ja
Haltepunkt
2
Diagnosepuffer
Ja
•
max. 100
Anzahl der Einträge (nicht
einstellbar)
Kommunikationsfunktionen
CPU 314C-2 PtP
PG-/OP-Kommunikation
Ja
Globale Datenkommunikation
Ja
•
Anzahl der GD-Kreise
4
•
Anzahl der GD-Pakete
max. 4
Sender
max. 4
Empfänger
max. 4
Größe der GD-Pakete
max. 22 Byte
davon konsistent
22 Byte
•
CPU 314C-2 DP
S7-Basiskommunikation
Ja
•
Nutzdaten pro Auftrag
max. 76 Byte
davon konsistent
76 Byte (bei X_SEND bzw. X_RCV)
64 Byte (bei X_PUT bzw. X_GET als Server)
S7-Kommunikation
•
als Server
Ja
•
als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
•
Nutzdaten pro Auftrag
max. 180 Byte (bei PUT/GET)
davon konsistent
64 Byte
S5-kompatible Kommunikation
Ja (über CP und ladbare FC)
Anzahl Verbindungen
max. 12
verwendbar für
•
•
•
PG-Kommunikation
max. 11
reserviert (Default)
1
einstellbar
von 1 bis 11
OP-Kommunikation
max. 11
reserviert (Default)
1
einstellbar
von 1 bis 11
S7-Basis-Kommunikation
max. 8
reserviert (Default)
8
einstellbar
von 0 bis 8
Routing
Nein
Max. 4
Schnittstellen
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
1. Schnittstelle
Typ der Schnittstelle
integrierte RS 485-Schnittstelle
Physik
RS 485
Potentialgetrennt
Nein
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-33
Technische Daten
Technische Daten
Stromversorgung an Schnittstelle max. 200 mA
(15 bis 30 V DC)
Funktionalität
•
MPI
Ja
•
PROFIBUS-DP
Nein
•
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Nein
MPI
Anzahl Verbindungen
12
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
Ja
•
Routing
Nein
•
Globaldaten-Kommunikation
Ja
•
S7-Basiskommunikation
Ja
•
S7-Kommunikation
•
als Server
Ja
als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
Übertragungsgeschwindigkeit
en
max. 187,5 kBaud
Ja
2. Schnittstelle
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
Typ der Schnittstelle
integrierte RS 422/485Schnittstelle
integrierte RS 485-Schnittstelle
Physik
RS 422/485
RS 485
Potentialgetrennt
Ja
Ja
Stromversorgung an Schnittstelle Nein
(15 bis 30 V DC)
max. 200 mA
Anzahl Verbindungen
Keine
12
Nein
Nein
Funktionalität
•
MPI
•
PROFIBUS-DP
Nein
Ja
•
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Ja
Nein
–
12
DP-Master
Anzahl Verbindungen
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
–
Ja
•
Routing
–
Ja
•
Globaldatenkommunikation
–
Nein
•
S7-Basiskommunikation
–
Nein
•
S7-Kommunikation
–
Nein
•
Äquidistanz
–
Ja
•
SYNC/FREEZE
–
Ja
•
Aktivieren/Deaktivieren DPSlaves
–
Ja
6-34
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
•
DPV1
–
Ja
•
Übertragungsgeschwindigkeit
en
–
bis 12 Mbaud
•
Anzahl DP-Slaves je Station
–
max. 32
•
Adressbereich
–
max. 1 kByte I/1 kByte O
•
Nutzdaten pro DP-Slave
–
max. 244 Byte I/244 Byte O
–
12
DP-Slave
Anzahl Verbindungen
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
–
Ja
•
Routing
–
Ja (nur bei aktiver Schnittstelle)
•
Globaldatenkommunikation
–
Nein
•
S7-Basiskommunikation
–
Nein
•
S7-Kommunikation
–
Nein
•
Direkter Datenaustausch
–
Ja
•
Übertragungsgeschwindigkeit
en
–
bis 12 Mbaud
•
Übergabespeicher
–
244 Byte I/244 Byte O
•
Automatische
Baudratensuche
–
Ja (nur bei passiver Schnittstelle)
•
Adressbereiche
•
DPV1
GSD-Datei
max. 32 mit je max. 32 Byte
–
Nein
–
Die aktuelle GSD-Datei erhalten
Sie unter
http://www.ad.siemens.de/suppor
t
im Bereich Produkt Support
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
•
Übertragungsgeschwindigkeit
en
38,4 kBaud Halbduplex
19,2 kBaud Vollduplex
–
•
Leitungslänge
max. 1200 m
–
•
Schnittstelle ist aus dem
Anwenderprogramm
steuerbar
Ja
–
•
Schnittstelle kann Alarm oder
Interrupt im
Anwenderprogramm
auslösen
Ja (Meldung bei Break-Kennung)
–
•
Protokolltreiber
3964 (R); ASCII und RK512
–
Programmierung
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
Programmiersprache
KOP/FUP/AWL
Operationsvorrat
siehe Operationsliste
Klammerebenen
8
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-35
Technische Daten
Technische Daten
Systemfunktionen (SFC)
siehe Operationsliste
Systemfunktionsbausteine (SFB)
siehe Operationsliste
Anwenderprogrammschutz
Ja
Integrierte Ein-/Ausgänge
CPU 314C-2 PtP
•
CPU 314C-2 DP
Default-Adressen der
integrierten
Digitaleingänge
124.0 bis 126.7
Digitalausgänge
124.0 bis 125.7
Analogeingänge
752 bis 761
Analogausgänge
752 bis 755
Integrierte Funktionen
Zähler
4 Kanäle (siehe Handbuch Technologische Funktionen)
Frequenzmesser
4 Kanäle bis max. 60 kHz (siehe Handbuch Technologische
Funktionen)
Impulsausgänge
4 Kanäle Pulsweitenmodulation bis max. 2,5 kHz (siehe Handbuch
Technologische Funktionen)
Gesteuertes Positionieren
1 Kanal (siehe Handbuch Technologische Funktionen)
Integrierter SFB "Regeln"
PID-Regler (siehe Handbuch Technologische Funktionen)
Maße
CPU 314C-2 PtP
Einbaumaße B x H x T (mm)
120 x 125 x 130
Gewicht
Ca. 676 g
Spannungen, Ströme
CPU 314C-2 PtP
Versorgungsspannung
(Nennwert)
DC 24 V
•
20,4 V bis 28,8 V
zulässiger Bereich
Stromaufnahme (im Leerlauf)
typ. 150 mA
Einschaltstrom
Typ. 11 A
Stromaufnahme (Nennwert)
800 mA
2
CPU 314C-2 DP
CPU 314C-2 DP
1000 mA
2
It
0,7 A s
Externe Absicherung für
Versorgungsleitungen
(Empfehlung)
LS-Schalter Typ C min. 2 A
LS-Schalter Typ B min. 4 A
Verlustleistung
Typ. 14 W
Normen und Zulassungen
CPU 314C-2 PtP
CPU 314C-2 DP
PNO-Zertifikate
•
DP-Master
–
•
DP-Slave
–
6-36
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Verweis
Im Kapitel Technische Daten der integrierten Peripherie finden Sie
• unter Digitaleingänge der CPUs 31xC, Digitalausgänge der
CPUs 31xC,Analogeingänge der CPUs 31xC und Analogausgänge der
CPUs 31xC die technischen Daten der integrierten Ein-/Ausgänge.
• unter Anordnung und Verwendung der integrierten Ein-/Ausgänge die
Prinzipschaltbilder der integrierten Ein-/Ausgänge.
6.7
CPU 315-2 DP
Technische Daten
Tabelle 6-7
Technische Daten der CPU 315-2 DP
Technische Daten
CPU und Erzeugnisstand
MLFB
6ES7315-2AG10-0AB0
•
Hardware-Erzeugnisstand
01
•
Firmware-Erzeugnisstand
V 2.0.0
•
Zugehöriges Programmierpaket
STEP 7 ab V 5.1 + SP 4
Speicher
Arbeitsspeicher
•
Integriert
128 kByte
•
Erweiterbar
Nein
Ladespeicher
Steckbar über MMC (max. 8 Mbyte)
Pufferung
Durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
Bearbeitungszeiten
Bearbeitungszeiten für
•
Bitoperation
Min. 0,1 µs
•
Wortoperation
Min. 0,2 µs
•
Festpunktarithmetik
Min. 2,0 µs
•
Gleitpunktarithmetik
Min. 6 µs
Zeiten/Zähler und deren Remanenz
S7-Zähler
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
Von Z 0 bis Z 7
•
Zählbereich
0 bis 999
IEC-Counter
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-37
Technische Daten
Technische Daten
S7-Zeiten
256
•
Remanenz
Einstellbar
•
Voreingestellt
Keine Remanenz
•
Zeitbereich
10 ms bis 9990 s
IEC-Timer
Ja
•
Art
SFB
•
Anzahl
Unbegrenzt (Begrenzung nur durch
Arbeitsspeicher)
Datenbereiche und deren Remanenz
Remanenter Datenbereich gesamt
(inkl. Merker; Zeiten; Zähler)
Alle
Merker
2048 Byte
•
Remanenz
Ja
•
Remanenz voreingestellt
Taktmerker
MB0 bis MB15
8 (1 Merkerbyte)
Datenbausteine
•
Anzahl
1023
(von DB 1 bis DB 1023)
•
Größe
Lokaldaten je Prioritätsklasse
16 Kbyte
Max. 1024
Bausteine
Gesamt
1024 (DBs, FCs, FBs)
OBs
Siehe Operationsliste
•
16 kByte
Größe
Schachtelungstiefe
•
je Prioritätsklasse
8
•
zusätzlich innerhalb eines Fehler-OBs
4
FBs
•
Anzahl
Siehe Operationsliste
2048
(von FB 0 bis FB 2047)
•
Größe
16 kByte
FCs
Siehe Operationsliste
•
Anzahl
2048
•
Größe
(von FC 0 bis FC 2047)
16 kByte
Adressbereiche (Ein-/Ausgänge)
6-38
Peripherieadressbereich gesamt
Max. 2048 Byte/2048 Byte
(frei adressierbar)
Davon dezentral
Max. 2000
Prozessabbild E/A
128/128
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Digitale Kanäle
Max. 16384
Davon zentral
Max. 1024
Analoge Kanäle
Max. 1024
Davon zentral
Max. 256
Ausbau
Baugruppenträger
Max. 4
Baugruppen je Baugruppenträger
8
Anzahl DP-Master
•
integriert
1
•
über CP
1
Betreibbare Funktionsbaugruppen und
Kommunikationsprozessoren
•
FM
Max. 8
•
CP (Punkt zu Punkt)
Max. 8
•
CP (LAN)
Max. 10
Uhrzeit
Uhr
Ja (HW-Uhr)
•
Gepuffert
Ja
•
Pufferungsdauer
Typ. 6 Wochen (bei 40°C
Umgebungstemperatur)
•
Genauigkeit
Abweichung pro Tag: < 10 S
Betriebsstundenzähler
1
•
Nummer
0
•
Wertebereich
2
31
Stunden
(bei Verwendung des SFC 101)
•
Granularität
1 Stunde
•
Remanent
Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet
werden.
Uhrzeitsynchronisation
Ja
•
im AS
Master
•
auf MPI
Master/ Slave
S7-Meldefunktionen
Anzahl anmeldbarer Stationen für
Meldefunktionen (z. B. OS)
16
Prozessdiagnosemeldungen
Ja
•
40
gleichzeitig aktive Alarm-S-Bausteine
(abhängig von den projektierten
Verbindungen für PG-/OP- und S7-BasisKommuni-kation)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-39
Technische Daten
Technische Daten
Test- und Inbetriebnahmefunktionen
Status/Steuern Variable
Ja
•
Variable
Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten,
Zähler
•
Anzahl Variable
30
Davon Status Variable
30
Davon Steuern Variable
14
Forcen
•
Variable
Eingänge/ Ausgänge
•
Anzahl Variable
Max. 10
Status Baustein
Ja
Einzelschritt
Ja
Haltepunkt
2
Diagnosepuffer
Ja
•
Max. 100
Anzahl der Einträge (nicht einstellbar)
Kommunikationsfunktionen
PG-/OP-Kommunikation
Ja
Globale Datenkommunikation
Ja
•
Anzahl der GD-Kreise
8
•
Anzahl der GD-Pakete
Max. 8
Sender
Max. 8
Empfänger
Max. 8
Größe der GD-Pakete
Max. 22 Byte
Davon konsistent
22 Byte
•
S7-Basiskommunikation
Ja
•
Nutzdaten pro Auftrag
Max. 76 Byte
Davon konsistent
76 Byte (bei X_SEND bzw. X_RCV)
64 Byte (bei X_PUT bzw. X_GET als
Server)
S7-Kommunikation
Ja
•
als Server
Ja
•
als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
•
Nutzdaten pro Auftrag
Max. 180 Byte (bei PUT/GET)
Davon konsistent
64 Byte (als Server)
S5-kompatible Kommunikation
6-40
Ja (über CP und ladbare FC)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
Anzahl Verbindungen
16
verwendbar für
•
•
•
PG-Kommunikation
Reserviert (Default)
1
Einstellbar
1 bis 15
OP-Kommunikation
Reserviert (Default)
1
Einstellbar
1 bis 15
S7-Basis-Kommunikation
Ja
Reserviert (Default)
12
Einstellbar
0 bis 12
Routing
Ja
Schnittstellen
1. Schnittstelle
Typ der Schnittstelle
Integrierte RS 485-Schnittstelle
Physik
RS 485
Potentialgetrennt
Nein
Stromversorgung an Schnittstelle
(15 bis 30 V DC)
Max. 200 mA
Funktionalität
•
MPI
Ja
•
PROFIBUS-DP
Nein
•
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Nein
MPI
Anzahl Verbindungen
16
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
Ja
•
Routing
Ja
•
Globaldaten-Kommunikation
Ja
•
S7-Basiskommunikation
Ja
•
S7-Kommunikation
Ja
als Server
Ja
als Client
Ja (über CP und ladbare FB)
Übertragungsgeschwindigkeiten
187,5 kBaud
•
2. Schnittstelle
Typ der Schnittstelle
Integrierte RS 485-Schnittstelle
Physik
RS 485
Potentialgetrennt
Ja
Typ der Schnittstelle
Integrierte RS 485-Schnittstelle
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-41
Technische Daten
Technische Daten
Stromversorgung an Schnittstelle (15 bis 30
V DC)
Max. 200 mA
Anzahl Verbindungen
16
Funktionalität
MPI
Nein
PROFIBUS-DP
Ja
Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Nein
DP-Master
Anzahl Verbindungen
16
Dienste
•
PG-/OP-Kommunikation
Ja
•
Routing
Ja
•
Globaldatenkommunikation
Nein
•
S7-Basiskommunikation
Nein
•
S7-Kommunikation
Nein
•
Äquidistanz
Ja
•
SYNC/FREEZE
Ja
•
DPV1
Ja
Übertragungsgeschwindigkeit
Bis 12 Mbaud
Anzahl DP-Slaves je Station
125
Adressbereich
Max. 244 Byte
DP-Slave
Anzahl Verbindungen
16
Dienste
6-42
•
PG-/OP-Kommunikation
Ja
•
Routing
Ja (nur bei aktiver Schnittstelle)
•
Globaldatenkommunikation
Nein
•
S7-Basiskommunikation
Nein
•
S7-Kommunikation
Nein
•
Direkter Datenaustausch
Ja
•
Übertragungsgeschwindigkeiten
Bis 12 Mbaud
•
Automatische Baudratensuche
Ja (nur bei passiver Schnittstelle)
•
Übergabespeicher
244 Byte I/244 Byte O
•
Adressbereiche
Max. 32 mit je max. 32 Byte
•
DPV1
Nein
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten
Technische Daten
GSD-Datei
Neue Zeile in den Technischen Daten bei
DP-Slave der DP-CPUs verweist auf unsere
Homepage:
Die aktuelle GSD-Datei erhalten Sie unter
http://www.ad.siemens.de/support
im Bereich Produkt Support
Programmierung
Programmiersprache
KOP/FUP/AWL
Operationsvorrat
Siehe Operationsliste
Klammerebenen
8
Systemfunktionen (SFC)
Siehe Operationsliste
Systemfunktionsbausteine (SFB)
Siehe Operationsliste
Anwenderprogrammschutz
Ja
Maße
Einbaumaße B x H x T (mm)
40 x 125 x 130
Gewicht
290 g
Spannungen, Ströme
Versorgungsspannung (Nennwert)
DC 24 V
•
20,4 V bis 28,8 V
Zulässiger Bereich
Stromaufnahme (im Leerlauf)
Typ. 60 mA
Einschaltstrom
Typ. 2,5 A
2
2
It
0,5 A s
Externe Absicherung für
Versorgungsleitungen (Empfehlung)
Min. 2 A
Verlustleistung
Typ. 2,5 W
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
6-43
Technische Daten der integrierten
Peripherie (nur CPU 31xC)
7
7.1
7
Anordnung und Verwendung der integrierten Ein-/Ausgänge
Einleitung
Die integrierten Ein-/Ausgänge der CPUs 31xC können für Technologische
Funktionen bzw. als Standardperipherie genutzt werden.
In den nachfolgenden Bildern ist die mögliche Verwendung der integrierten Ein/Ausgänge auf den CPUs dargestellt.
Weiterführende Informationen zu der integrierten Peripherie finden Sie im
Handbuch Technische Funktionen
CPU 312C
Standard
Alarmeingang
Zählen
DI
DI
DI
DI
DI
DI
DI
DI
DI
DI
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
Z0 (A)
Z0 (B)
Z0 (HW-Tor)
Z1 (A)
Z1 (B)
Z1 (HW-Tor)
Latch 0
Latch 1
DO
DO
DO
DO
DO
DO
Zn
A, B
Vn
X
HW-Tor
Latch
Bild 7-1
V0
V1
X1
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
DI+0.0
DI+0.1
DI+0.2
DI+0.3
DI+0.4
DI+0.5
DI+0.6
DI+0.7
DI+1.0
DI+1.1
2M
1L+
DO+0.0
DO+0.1
DO+0.2
DO+0.3
DO+0.4
DO+0.5
1M
Zähler n
Gebersignale
Vergleicher n
Pin nutzbar, sofern nicht durch technologische Funktionen belegt
Torsteuerung
Zählerstand abspeichern
CPU 312C: Belegung der integrierten DI/DO (Stecker X1)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-1
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
1
2
3
4
5
6
8
9
10
11
12
2M
13
1L+
14
CPU-Anschaltung
7
15
16
17
18
19
20
1M
Bild 7-2
7-2
Prinzipschaltbild der integrierten Digitalperipherie der CPU 312C
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
CPU 313C, CPU 313C-2 DP/PtP, CPU 314C-2 DP/PtP
X1 der CPU 313C-2 PtP/DP
X2 der CPU 314C-2 PtP/DP
Standard- AlarmDI
eingang
Zählen
1)
Positionieren
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
Z0 (A)
A0
Z0 (B)
B0
Z0 (HW-Tor) N 0
Z1 (A)
Tast 0
Z1 (B)
Bero 0
Z1 (HW-Tor)
Z2 (A)
Z2 (B)
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
Z2 (HW-Tor)
Z3 (A)
Z3 (B)
1)
Z3 (HW-Tor)
Z0 (Latch)
Z1 (Latch)
Z2 (Latch)
Z3 (Latch) 1)
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
1L+
DI+0.0
DI+0.1
DI+0.2
DI+0.3
DI+0.4
DI+0.5
DI+0.6
DI+0.7
DI+1.0
DI+1.1
DI+1.2
DI+1.3
DI+1.4
DI+1.5
DI+1.6
DI+1.7
1M
2L+
DO+0.0
DO+0.1
DO+0.2
DO+0.3
DO+0.4
DO+0.5
DO+0.6
DO+0.7
2M
3L+
DO+1.0
DO+1.1
DO+1.2
DO+1.3
DO+1.4
DO+1.5
DO+1.6
DO+1.7
3M
1)
Zählen StandardPositionieren
DO
21 digital
analog
22
V0
X
23
V1
X
24
V2
X
V3 1)
25
X
26
X
27
X
28
CONV_EN
X
29
CONV_DIR
X
30
31
32
R+
33
R34
Eil
35 Schleich
36
37
38
39
40
X
X
X
X
X
X
X
X
Zn
A, B
HW-Tor
Latch
Vn
Tast 0
Bero 0
R+, REil
Schleich
Zähler n
Gebersignale
Torsteuerung
Zählerstand abspeichern
Vergleicher n
Messtaster 0
Referenzpunktschalter 0
Richtungssignal
Eilgang
Schleichgang
CONV_EN Freigabe Leistungsteil
CONV_DIR Richtungssignal (nur bei Ansteuerungsart “Spannung 0 bis 10 V bzw. Strom von 0 bis 20 mA und Richtungssignal”)
X
Pin nutzbar, sofern nicht durch technologische Funktionen belegt
1)
Bild 7-3
nur CPU 314C-2
CPU 313C/313C-2/314C-2: Belegung der integrierten DI/DO (Stecker X1 und Stecker X2)
Nähere Informationen finden Sie im Handbuch Technische Funktionen im Kapitel
Zählen, Frequenzmessen und Pulsweitenmodulation
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-3
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
1
21
2
22
3
23
4
24
5
25
6
26
7
27
8
28
9
29
CPU-Anschaltung
1L+
10
11
12
13
1M
Bild 7-4
30
31
32
2L+
2M
3L+
33
14
34
15
35
16
36
17
37
18
38
19
20
39
40
3M
Prinzipschaltbild der integrierten Digitalperipherie der CPUs 313C/313C-2/314C-2
X1
1)
Positionieren
Standard
AI (Ch0)
AI (Ch1)
AI (Ch2)
AI (Ch3)
V
I
C
V
I
C
V
I
C
V
I
C
PT 100 (Ch4)
AO (Ch0)
AO (Ch1)
V
A
V
A
Stellwert 0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
PEW x+0
PEW x+2
PEW x+4
PEW x+6
PEW x+8
PAW x+0
PAW x+2
MANA
DI+2.0
DI+2.1
DI+2.2
DI+2.3
DI+2.4
DI+2.5
DI+2.6
DI+2.7
4M
21 Standard-DI
22
X
23
X
24
X
25
X
26
X
27
X
28
X
29
X
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
Alarmeingang
X
X
X
X
X
X
X
X
1) nur CPU 314C-2
Bild 7-5
7-4
CPU 313C/314C-2: Belegung der integrierten AI/AO und DI (Stecker X1)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
AI/A0
1
21
2
22
3
A
4
AI0
V
A
AI1
V
A
5
AI
6
AI
7
CH1
8
23
CH0
9
AI
10
CH2
24
CPU-Anschaltung
V
8DI
AI2
11
V
A
26
27
28
29
30
AI
32
13
CH3
33
15
AO0
AI4 16
V 17
AO1
A 18
V 19
A 20
4M
31
12
AI3 14
R
25
AI
PT100
U A0
I CH0
U A0
I CH1
34
Controller
35
36
37
38
39
40
MANA
Bild 7-6
Prinzipschaltbild der integrierten Digital-/Analogperipherie der CPUs 313C/314C-2
Gleichzeitige Verwendung von Technologischen Funktionen und
Standardperipherie
Technologische Funktionen und Standardperipherie können gleichzeitig genutzt
werden, soweit dies hardwareseitig möglich ist. Zum Beispiel können alle nicht von
Zählfunktionen belegten Digitaleingänge als Standard-DI genutzt werden.
Von den Technologischen Funktionen belegte Eingänge können gelesen werden.
Von den Technologischen Funktionen belegte Ausgänge können nicht beschrieben
werden.
Mögliche Auswirkungen auf die Performance der CPU sind im Kapitel Zyklus- und
Reaktionszeiten beschrieben.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-5
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
7.2
Analogperipherie
Beschaltung der Strom-/Spannungseingänge
Die nachfolgenden Bilder zeigen die Beschaltung der Strom-/Spannungseingänge
mit 2-/4-Draht-Messumformern.
AI0: Pin 2 bis 4
+
AI2u
AI2I
AI2c
MANA
2-DrahtMessumformer
-
8
9
+
10
-
AI1: Pin 5 bis 7
AI2: Pin 8 bis 10
+ 24 V
AI3: Pin 11 bis 13
20
M
AIxC und MANA
empfehlen wir Ihnen
mit einer Brücke
zu verbinden!
Bild 7-7
7-6
Beschaltung eines analogen Strom-/Spannungseingangs der CPU 313C/314C-2 mit 2-DrahtMessumformer
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
L+
AI2u
AI2I
AI2c
AI3u
AI3I
AI3c
MANA
Bild 7-8
M
AI1: Pin 5 bis 7
8
9
+
10
-
+ 4-Draht- Messumformer
11
12
AI2: Pin 8 bis 10
AI3: Pin 11 bis 13
M
13
20
AI0: Pin 2 bis 4
Nicht beschaltete Eingangskanäle kurz
schließen und AIxc mit MANA verbinden!
Bei 4-Draht-Messumformer empfehlen
wir Ihnen AIxc mit MANA zu verbinden.
Beschaltung eines analogen Strom-/Spannungseingangs der CPU 313C/314C-2 mit 4-DrahtMessumformer
Messprinzip
Die CPUs 31xC benutzen das Messprinzip der Momentanwertverschlüsselung.
Dabei arbeiten sie mit einer Abtastrate von 1 kHz, d. h. jede Millisekunde steht ein
neuer Wert im Register Peripherieeingangswort zur Verfügung und kann per
Anwenderprogramm (z. B. L PEW) ausgelesen werden. Bei kürzeren Zugriffszeiten
als 1 ms wird der "alte" Wert erneut gelesen.
Integrierte Hardware-Tiefpassfilter
Die analogen Eingangssignale der Kanäle 0 bis 3 laufen über integrierte
Tiefpassfilter. Sie werden dabei entsprechend der Kurve im nachfolgenden Bild
gedämpft.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-7
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Dämpfung
<1%
Interner
Signalpegel
Dämpfung
< 10 %
starke
Dämpfung
100 %
63%
Unzulässige
Eingangsfrequenz
50 Hz
Bild 7-9
200 Hz
400 Hz
Eingangsfrequenz
Durchlassverhalten des integrierten Tiefpassfilters
Hinweis
Die Frequenz des Eingangssignals darf maximal 400 Hz betragen.
Eingangsfilter (Software-Filter)
Die Strom-/Spannungseingänge haben einen mit STEP parametrierbaren
Software-Filter für die Eingangssignale. Mit diesem Software-Filter werden die
parametrierte Störfrequenz (50/60 Hz) sowie Vielfache davon ausgefiltert.
Die ausgewählte Störfrequenzunterdrückung legt gleichzeitig die Integrationszeit
fest.
Bei einer Störfrequenzunterdrückung von 50 Hz bildet das Software-Filter den
Mittelwert aus den letzten 20 Messungen und legt diesen als Messwert ab.
Abhängig von Ihrer Parametrierung in STEP 7 können Sie die Störfrequenz (50 Hz
oder 60 Hz) unterdrücken. Bei einer Einstellung von 400 Hz wirkt die StörfrequenzUnterdrückung nicht .
7-8
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Die analogen Eingangssignale der Kanäle 0 bis 3 laufen über integrierte
Tiefpassfilter.
Auswahl in STEP 7
(Software-Filter)
50-Hz-Parametrierung
(Mittelwertfilter)
60-Hz-Parametrierung
(Mittelwertfilter)
AD-Wandler
400-Hz-Parametrierung
AIx
Hardware-Tiefpassfilter (RC-Glied)
Bild 7-10
Prinzip der Störfrequenz-Unterdrückung über STEP 7
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-9
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
In den folgenden zwei Grafiken zeigen wir Ihnen die prinzipielle Funktionsweise
der 50 Hz- und der 60 Hz-Störfrequenzunterdrückung
Beispiel einer 50 Hz-Störfrequenz-Unterdrückung
(Integrationszeit entspricht 20 ms)
1,05 ms
1,05 ms
1,05 ms
Wert
1
Wert
2
Wert
3
1. Zyklus
1,05 ms
1,05 ms
Wert
19
Wert
20
1,05 ms
1,05 ms
Wert
19
Wert
20
...
1 gemittelter Messwert
1,05 ms
1,05 ms
1,05 ms
Wert
1
Wert
2
Wert
3
2. Zyklus
...
1 gemittelter Messwert
Bild 7-11
50 Hz-Störfrequenzunterdrückung
Beispiel einer 60 Hz-Störfrequenz-Unterdrückung
(Integrationszeit entspricht 16,7 ms)
1,05 ms
1,05 ms
1,05 ms
Wert
1
Wert
2
Wert
3
1. Zyklus
...
1,05 ms
1,05 ms
Wert
16
Wert
17
1,05 ms
1,05 ms
Wert
16
Wert
17
1 gemittelter Messwert
1,05 ms
1,05 ms
1,05 ms
Wert
1
Wert
2
Wert
3
2. Zyklus
...
1 gemittelter Messwert
Bild 7-12
7-10
60 Hz-Störfrequenzunterdrückung
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Hinweis
Wenn die Störfrequenz nicht bei 50/60 Hz bzw. Vielfachen davon liegt, dann muss
das Eingangssignal extern gefiltert werden.
Die Störfrequenzunterdrückung für den betreffenden Eingang muss dafür mit
400 Hz parametriert werden. Das entspricht einer "Deaktivierung" des SoftwareFilters.
Nicht beschaltete Eingänge
Die 3 Eingänge eines nicht beschalteten Strom-/Spannungs-Analogeingabekanals
müssen Sie kurzschließen und sollten sie mit MANA (Pin 20 des Frontsteckers)
verbinden. So erreichen Sie für diese Analogeingänge eine optimale Störfestigkeit.
Nicht beschaltete Ausgänge
Damit nicht beschaltete Analogausgabekanäle spannungslos sind, müssen Sie
diese bei der Parametrierung mit STEP 7 deaktivieren und offen lassen.
Verweis
Detaillierte Informationen (z. B. zur Analogwertdarstellung und -verarbeitung)
finden Sie im Kapitel 4 des Referenzhandbuchs Baugruppendaten.
7.3
Parametrierung
Einleitung
Sie parametrieren die integrierte Peripherie der CPUs 31xC mit STEP 7. Die
Einstellungen müssen Sie im STOP der CPU vornehmen. Die erstellten Parameter
werden bei der Übertragung vom PG in die S7-300 in der CPU gespeichert.
Alternativ dazu können Sie die Parameter auch im Anwenderprogramm mit dem
SFC 55 (siehe Referenzhandbuch System- und Standardfunktionen) ändern, siehe
dazu den Aufbau des Datensatzes 1 für die jeweiligen Parameter.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-11
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Parameter der Standard-DI
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Parameter für die StandardDigitaleingänge.
Tabelle 7-1
Parameter der Standard-DI
Parameter
Eingangsverzögerung (ms)
Wertebereich
0,1/0,5/3/15
Voreinstellung
3
Wirkungsbereich
Kanalgruppe
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Parameter bei Verwendung der
Digitaleingänge als Alarmeingänge.
Tabelle 7-2
Parameter der Alarmeingänge
Parameter
7-12
Wertebereich
Voreinstellung
Wirkungsbereich
Alarmeingang
Deaktiviert/
steigende Flanke
deaktiviert
digitaler Eingang
Alarmeingang
Deaktiviert/
fallende Flanke
deaktiviert
digitaler Eingang
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
7
0
Bit-Nr.
Byte 0
Alarmeingang DI +0.0
Alarmeingang DI +0.1
Alarmeingang DI +0.7
7
0
Bit-Nr.
Byte 1
Alarmeingang DI +1.0
Alarmeingang DI +1.1
Alarmeingang DI +1.7
7
0
Bit-Nr.
Byte 2
Alarmeingang DI +2.0
Alarmeingang DI +2.1
Alarmeingang DI +2.7
deaktiviert
0:
1:
steigende Flanke
Defaulteinstellung: 0
Byte 3: reserviert
0
7
Bit-Nr.
Byte 4
Alarmeingang DI +0.0
Alarmeingang DI +0.1
Alarmeingang DI +0.7
7
0
Bit-Nr.
Byte 5
Alarmeingang DI +1.0
Alarmeingang DI +1.1
Alarmeingang DI +1.7
7
0
Bit-Nr.
Byte 6
Alarmeingang DI +2.0
Alarmeingang DI +2.1
Alarmeingang DI +2.7
deaktiviert
0:
1:
fallende Flanke
Defaulteinstellung: 0
Byte 7: reserviert
7
0
Bit-Nr.
Byte 8
Eingangsverzögerung DI +0.0 bis DI +0.3
Eingangsverzögerung DI +0.4 bis DI +0.7
Eingangsverzögerung DI +1.0 bis DI +1.3
Eingangsverzögerung DI +1.4 bis DI +1.7
7
0
Bit-Nr.
Byte 9
Eingangsverzögerung DI +2.0 bis DI +2.3
Eingangsverzögerung DI +2.4 bis DI +2.7
reserviert
Bild 7-13
00B:
3 ms
0,1 ms
01B:
0,5 ms
10B:
15 ms
11B:
Defaulteinstellung: 00B
Aufbau des Datensatzes 1 für Standard-DI und Alarmeingänge (Länge 10 Byte)
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-13
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Parameter der Standard-DO
Für die Standard-Digitalausgänge gibt es keine Parameter.
Parameter der Standard-AI
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Parameter für die StandardAnalogeingänge (siehe auch Kapitel 4.3 im Referenzhandbuch Baugruppendaten).
Tabelle 7-3
Parameter der Standard-AI
Parameter
Wertebereich
Voreinstellung
Wirkungsbereich
Integrationszeit (ms)
2,5/16,6/20
20
Kanal
Störfrequenzunterdrückung
(Hz)
400/60/50
50
Kanal
deaktiviert/
+/- 20 mA/
0 ... 20 mA/
4 ... 20 mA/
+/- 10 V/
0 ... 10 V
+/- 10 V
Kanal
deaktiviert/
U Spannung/
I Strom
U Spannung
Kanal
Celsius
Kanal
(Kanal 4)
Celsius/Fahrenheit
/
Kelvin
Messbereich
(Pt 100-Eingang; Kanal 4)
deaktiviert/
Pt 100/600 Ω
600 Ω
Kanal
Messart
(Pt 100-Eingang; Kanal 4)
deaktiviert/
Widerstand/
Thermowiderstand
Widerstand
Kanal
(Kanal 0 bis 3)
Messbereich
(Kanal 0 bis 3)
Messart
(Kanal 0 bis 3)
Maßeinheit
Parameter der Standard-AO
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Parameter für die StandardAnalogausgänge (siehe auch Kapitel 4.3 im Referenzhandbuch
Baugruppendaten).
Tabelle 7-4
Parameter der Standard-AO
Parameter
Ausgabebereich
(Kanal 0 bis 1)
Ausgabeart
(Kanal 0 bis 1)
7-14
Wertebereich
Voreinstellung
Wirkungsbereich
deaktiviert/
+/- 20 mA/
0 ... 20 mA/
4 ... 20 mA/
+/- 10 V/
0 ... 10 V
+/- 10 V
Kanal
deaktiviert/
U Spannung/
I Strom
U Spannung
Kanal
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
7
0 Bit-Nr.
Byte 0
reserviert
reserviert
Maßeinheit
00B:
Celsius
Fahrenheit
01B:
Kelvin
10B:
Defaulteinstellung: 00B
7
0 Bit-Nr.
Byte 1
Integrationszeit Störfrequenzunterdrückung Kanal AI 0
Integrationszeit Störfrequenzunterdrückung Kanal AI 1
Integrationszeit Störfrequenzunterdrückung Kanal AI 2
Integrationszeit Störfrequenzunterdrückung Kanal AI 3
00B:
2,5 ms, 400 Hz
01B:
16,6 ms, 60 Hz
10B:
20 ms, 50 Hz
Defaulteinstellung: 10B
Byte 2: reserviert
7
0 Bit-Nr.
Byte 3
Messbereich Kanal AI 0 (Einstellungen siehe Byte 6)
Messart Kanal AI 0 (Einstellungen siehe Byte 6)
7
0 Bit-Nr.
Byte 4
Messbereich Kanal AI 1 (Einstellungen siehe Byte 6)
Messart Kanal AI 1 (Einstellungen siehe Byte 6)
7
0 Bit-Nr.
Byte 5
Messbereich Kanal AI 2 (Einstellungen siehe Byte 6)
Messart Kanal AI 2 (Einstellungen siehe Byte 6)
7
0 Bit-Nr.
Byte 6
Messbereich Kanal AI 3
0 H:
deaktiviert
0 … 20 mA
2 H:
Messart Kanal AI 3
4 … 20 mA
3 H:
0H: deaktiviert
+/- 20 mA
4 H:
1H: U Spannung
0 … 10 V
8 H:
2H: I Strom
+/- 10V
9 H:
3H: I Strom
Defaulteinstellung:
9H
Defaulteinstellung: 1
H
0 Bit-Nr.
7
Byte 7
Messbereich Kanal AI 4
0 H:
deaktiviert
600 Ohm
2 H:
Messart Kanal AI 4
Pt 100
6 H:
deaktiviert
0 H:
Defaulteinstellung: 2H
Widerstand
6 H:
15H: Thermowiderstand
Defaulteinstellung: 6H
Byte 8 bis 10: reserviert
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-15
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
7
0
Bit-Nr.
Byte 11
Ausgabeart Kanal AO 0
(Einstellungen siehe Byte 12)
7
0
Ausgabebereich Kanal AO 0
(Einstellungen siehe Byte 12)
Bit-Nr.
Byte 12
Ausgabeart Kanal AO 1
deaktiviert
0H:
U Spannung
1 H:
I Strom
3 H:
Defaulteinstellung: 1H
Bild 7-14
Ausgabebereich Kanal AO 1
0 H:
deaktiviert
0 … 20 mA
2 H:
4 … 20 mA
3 H:
+/- 20 mA
4 H:
0 … 10 V
8 H:
+/- 10V
9 H:
Defaulteinstellung: 9H
Aufbau des Datensatzes 1 für Standard-AI/AO (Länge 13 Byte)
Parameter für die Technologischen Funktionen
Die Parameter finden Sie bei der jeweiligen Funktion im Handbuch Technologische
Funktionen.
7.4
Alarme
Alarmeingänge
Alle Digitaleingänge der Onboardperipherie auf den CPUs 31xC sind als
Alarmeingänge nutzbar.
Für jeden einzelnen Eingang kann bei der Parametrierung das Alarmverhalten
festgelegt werden. Möglich sind:
• kein Alarm
• Alarm bei steigender Flanke
• Alarm bei fallender Flanke
• Alarm bei jeder Flanke
7-16
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Hinweis
Wenn Alarme schneller auftreten als sie vom OB 40 verarbeitet werden können,
dann wird von jedem Kanal noch 1 Ereignis behalten. Weitere Ereignisse
(Alarme) gehen ohne Diagnose und ohne explizite Meldung verloren.
Startinformation für den OB 40
Die folgende Tabelle zeigt die relevanten temporären (TEMP) Variablen des OB 40
für die Alarmeingänge der CPUs 31xC. Eine Beschreibung des ProzessalarmOB 40 finden Sie im Referenzhandbuch System- und Standardfunktionen.
Tabelle 7-5
Byte
Startinformation für OB 40 zu den Alarmeingängen der integrierten Peripherie
Variable
Datentyp
Beschreibung
6/7
OB40_MDL_ADDR
WORD
B#16#7C
Adresse der alarmauslösenden
Baugruppe (hier Defaultadressen
der Digitaleingänge))
ab 8
OB40_POINT_ADDR
DWORD
siehe nachfolgendes
Bild
Anzeige der alarmauslösenden
integrierten Eingänge
31 30 29 28 27 26 25 24 23 …
16 15
…
8 7
6 5 4
3 2 1
0
Bit-Nr.
reserviert
PRAL von E124.0
PRAL von E124.7
PRAL von E125.0
PRAL von E125.7
PRAL von E126.0
PRAL von E126.7
PRAL: Prozessalarm
Die Eingänge sind mit den Defaultadressen bezeichnet.
Bild 7-15
7.5
Anzeige der Zustände der Alarmeingänge der CPU 31xC
Diagnosen
Standardperipherie
Bei Verwendung der integrierten Ein-/Ausgänge als Standardperipherie gibt es
keine Diagnose (siehe auch Referenzhandbuch Baugruppendaten).
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-17
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Technologische Funktionen
Die Diagnosemöglichkeiten bei Verwendung der Technologischen Funktionen
finden Sie bei der jeweiligen Funktion im Handbuch Technologische Funktionen.
7.6
Digitaleingänge
Einleitung
Dieses Kapitel enthält die technischen Daten der Digitaleingänge für die
CPUs 31xC.
In der Tabelle sind folgende CPUs zusammengefasst:
• unter CPU 313C-2 die CPU 313C-2 DP und CPU 313C-2 PtP
• unter CPU 314C-2 die CPU 314C-2 DP und CPU 314C-2 PtP
Technische Daten
Technische Daten
Baugruppenspezifische Daten
CPU 312C
CPU 313C
CPU 313C-2
CPU 314C-2
Anzahl der Eingänge
10
24
16
24
•
8
12
12
16
davon für technologische
Funktionen nutzbare Eingänge
Leitungslänge
•
ungeschirmt
Für Standard DI: max. 600 m
Für Technologische Funktionen: nein
•
geschirmt
Für Standard DI: max. 1000 m
Für technologische Funktionen bei max. Zählfrequenz
100 m
100 m
100 m
50 m
Spannung, Ströme, Potenziale
CPU 312C
CPU 313C
CPU 313C-2
CPU 314C-2
Lastnennspannung L+
DC 24 V
•
Ja
Verpolschutz
Anzahl der gleichzeitig ansteuerbaren
Eingänge
•
•
waagerechter Aufbau
bis 40 °C
10
24
16
24
bis 60 °C
5
12
8
12
5
12
8
12
senkrechter Aufbau
bis 40 °C
Potentialtrennung
•
zwischen Kanälen und
Rückwandbus
ja
•
zwischen den Kanälen
nein
7-18
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Technische Daten
Zulässige Potentialdifferenz
•
zwischen verschiedenen
Stromkreisen
Isolation geprüft mit
DC 75 V / AC 60 V
DC 500 V
Stromaufnahme
•
aus Lastspannung L+ (ohne Last)
Status, Alarme, Diagnosen
–
max. 70 mA
max. 70 mA
max. 70 mA
CPU 312C
CPU 313C
CPU 313C-2
CPU 314C-2
Statusanzeige
grüne LED pro Kanal
Alarme
•
ja, wenn der betreffende Kanal als Alarmeingang
parametriert wurde
•
bei Verwendung der technologischen Funktionen siehe
Handbuch Technologische Funktionen
•
keine Diagnose bei Verwendung als Standardperipherie
•
bei Verwendung der technologischen Funktionen siehe
Handbuch Technologische Funktionen
Diagnosefunktionen
Daten zur Auswahl eines Gebers für CPU 312C
Standard-DI
CPU 313C
CPU 313C-2
CPU 314C-2
16 µs
8 µs
Eingangsspannung
•
Nennwert
DC 24 V
•
für Signal „1“
15 V bis 30 V
•
für Signal „0“
-3 V bis 5 V
Eingangsstrom
•
bei Signal „1“
typ. 9 mA
Eingangsverzögerung der
Standardeingänge
•
parametrierbar
•
Nennwert
Eingangsverzögerung der
Zähl-/ Wegerfassungseingänge bei
Nutzung technologischer Funktionen:
ja (0,1 / 0,5 / 3 / 15 ms)
3 ms
48 µs
16 µs
„Minimale Impulsbreite/ minimale
Impulspause bei maximaler
Zählfrequenz“
Eingangskennlinie
nach IEC 1131, Typ 1
Anschluss von 2-Draht-BEROs
möglich
•
max. 1,5 mA
Zulässiger Ruhestrom
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-19
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
7.7
Digitalausgänge
Einleitung
Dieses Kapitel enthält die technischen Daten der Digitalausgänge für die
CPUs 31xC.
In der Tabelle sind folgende CPUs zusammengefasst:
• unter CPU 313C-2 die CPU 313C-2 DP und CPU 313C-2 PtP
• unter CPU 314C-2 die CPU 314C-2 DP und CPU 314C-2 PtP
Schnelle Digitalausgänge
Die Technologischen Funktionen nutzen die schnellen Digitalausgänge.
Technische Daten
Technische Daten
Baugruppenspezifische Daten
CPU 312C
CPU 313C
CPU 313C-2
CPU 314C-2
Anzahl der Ausgänge
6
16
16
16
•
2
4
4
4
CPU 313C
CPU 313C-2
CPU 314C-2
davon schnelle Ausgänge
Leitungslänge
•
ungeschirmt
max. 600 m
•
geschirmt
max. 1000 m
Spannung, Ströme, Potentiale
CPU 312C
Lastnennspannung L+
DC 24 V
•
ja
Verpolschutz
Summenstrom der Ausgänge (je
Gruppe)
•
•
waagerechter Aufbau
bis 40 °C
max. 2,0 A
max. 3,0 A
max. 3,0 A
max. 3,0 A
bis 60 °C
max. 1,5 A
max. 2,0 A
max. 2,0 A
max. 2,0 A
max. 1,5 A
max. 2,0 A
max. 2,0 A
max. 2,0 A
senkrechter Aufbau
bis 40 °C
Potentialtrennung
•
zwischen Kanälen und
Rückwandbus
ja
•
zwischen den Kanälen
nein
ja
ja
ja
in Gruppen zu
–
8
8
8
Zulässige Potentialdifferenz
•
zwischen verschiedenen
Stromkreisen
Isolation geprüft mit
7-20
DC 75 V / AC 60 V
DC 500 V
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Technische Daten
Stromaufnahme
•
aus Lastspannung L+
max. 50 mA
max. 100 mA
max. 100 mA
max. 100 mA
Status, Alarme, Diagnosen
CPU 312C
CPU 313C
CPU 313C-2
CPU 314C-2
Statusanzeige
grüne LED pro Kanal
Alarme
•
keine Alarme bei Verwendung als Standardperipherie
•
bei Verwendung der technologischen Funktionen siehe
Handbuch Technologische Funktionen
•
keine Diagnose bei Verwendung als Standardperipherie
•
bei Verwendung der technologischen Funktionen siehe
Handbuch Technologische Funktionen
Diagnosefunktionen
Daten zur Auswahl eines Aktors für
Standard-DO
CPU 312C
CPU 313C
CPU 313C-2
CPU 314C-2
Ausgangsspannung
•
bei Signal „1“
min. L+ (-0,8 V)
Ausgangsstrom
•
•
bei Signal „1“
Nennwert
0,5 A
zulässiger Bereich
5 mA bis 0,6 A
bei Signal „0“ (Reststrom)
max. 0,5 mA
Lastwiderstandsbereich
48 Ω bis 4 kΩ
Lampenlast
max. 5 W
Parallelschalten von 2 Ausgängen
•
zur redundanten Ansteuerung einer
Last
möglich
•
zur Leistungserhöhung
nicht möglich
Ansteuern eines Digitaleinganges
möglich
Schaltfrequenz
•
bei ohmscher Last
max. 100 Hz
•
bei induktiver Last nach IEC 947-5,
DC13
max. 0,5 Hz
•
bei Lampenlast
max. 100 Hz
•
schnelle Ausgänge mit ohmscher
Last
max. 2,5 kHz
Begrenzung (intern) der induktiven
Abschaltspannung auf
typ. (L+) - 48 V
Kurzschluss-Schutz des Ausganges
ja, elektronisch
•
typ. 1 A
Ansprechschwelle
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-21
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
7.8
Analogeingänge
Einleitung
Dieses Kapitel enthält die technischen Daten der Analogeingänge für die
CPUs 31xC.
In der Tabelle sind folgende CPUs zusammengefasst:
• unter CPU 314C-2 die CPU 314C-2 DP und CPU 314C-2 PtP
Technische Daten
Technische Daten
Baugruppenspezifische Daten
CPU 313C
CPU 314C-2
Anzahl der Eingänge
4 Kanäle Strom-/Spannungseingang
1 Kanal Widerstandseingang
Leitungslänge
•
geschirmt
Spannung, Ströme, Potentiale
max. 100 m
CPU 313C
CPU 314C-2
Widerstandseingang
•
Leerlaufspannung
typ. 2,5 V
•
Messstrom
typ. 1,8 mA bis 3,3 mA
Potentialtrennung
•
zwischen Kanälen und Rückwandbus
ja
•
zwischen den Kanälen
nein
Zulässige Potentialdifferenz
•
zwischen Eingängen und MANA (UCM)
DC 8,0 V
•
zwischen MANA und Mintern (UISO)
DC 75 V / AC 60 V
Isolation geprüft mit
DC 600 V
Analogwertbildung
CPU 313C
Messprinzip
Momentanwertverschlüsselung
(sukzessive Approximation)
CPU 314C-2
Integrations-/Wandlungszeit/Auflösung (pro Kanal)
•
parametrierbar
ja
•
Integrationszeit in ms
2,5 / 16,6 / 20
•
Zulässige Eingangsfrequenz
max. 400 Hz
•
Auflösung (inkl. Übersteuerungsbereich)
11 Bit + VZ
•
Störspannungsunterdrückung für Störfrequenz f1
400 / 60 / 50 Hz
Zeitkonstante des Eingangsfilters
0,38 ms
Grundausführungszeit
1 ms
Störunterdrückung, Fehlergrenzen
CPU 313C
7-22
CPU 314C-2
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Technische Daten
Störspannungsunterdrückung für f = n x (f1 ± 1 %),
(f1 = Störfrequenz), n = 1, 2
•
Gleichtaktstörung (UCM < 1,0 V)
•
Gegentaktstörung (Spitzenwert der Störung < Nennwert des > 30 dB
Eingangsbereiches)
Übersprechen zwischen den Eingängen
> 40 dB
> 60 dB
Gebrauchsfehlergrenze (im gesamten Temperaturbereich,
bezogen auf Eingangsbereich)
•
Spannung/Strom
<1%
•
Widerstand
<5%
Grundfehlergrenze (Gebrauchsfehlergrenze bei 25 °C, bezogen
auf Eingangsbereich)
•
Spannung/Strom
< 0,7 %
•
Widerstand
<3%
Temperaturfehler (bezogen auf Eingangsbereich)
± 0,006 %/K
Linearitätsfehler (bezogen auf Eingangsbereich)
± 0,06 %
Wiederholgenauigkeit (im eingeschwungenen Zustand bei
25 °C, bezogen auf Eingangsbereich)
± 0,06 %
Status, Alarme, Diagnosen
CPU 313C
Alarme
•
keine Alarme bei Verwendung als
Standardperipherie
Diagnosefunktionen
•
keine Diagnose bei Verwendung
als Standardperipherie
•
bei Verwendung der
technologischen Funktionen
siehe Handbuch Technologische
Funktionen
Daten zur Auswahl eines Gebers
CPU 313C
CPU 314C-2
CPU 314C-2
Eingangsbereiche (Nennwerte)/Eingangswiderstand
•
Spannung
± 10 V/100 kΩ
0 V bis 10 V/100 kΩ
•
Strom
± 20 mA/50 Ω
0 mA bis 20 mA/50 Ω
4 mA bis 20 mA/50 Ω
•
Widerstand
0 Ω bis 600 Ω/10 MΩ
•
Widerstandsthermometer
Pt 100/10 MΩ
Zulässige Eingangsspannung (Zerstörgrenze)
•
für Spannungseingang
max. 30 V dauerhaft
•
für Stromeingang
max. 2,5 V dauerhaft
Zulässiger Eingangsstrom (Zerstörgrenze)
•
für Spannungseingang
max. 0,5 mA dauerhaft
•
für Stromeingang
max. 50 mA dauerhaft
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-23
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Technische Daten
Anschluss der Signalgeber
•
für Spannungsmessung
•
für Strommessung
•
möglich
als 2-Draht-Messumformer
möglich, mit externer Versorgung
als 4-Draht-Messumformer
möglich
für Widerstandsmessung
mit 2-Leiteranschluss
möglich, ohne Kompensation der
Leitungswiderstände
mit 3-Leiteranschluss
nicht möglich
mit 4-Leiteranschluss
nicht möglich
Kennlinienlinearisierung
softwaremäßig
•
Pt 100
für Widerstandsthermometer
Temperaturkompensation
nein
Technische Einheit für Temperaturmessung
Grad Celsius / Grad Fahrenheit /
Kelvin
7.9
Analogausgänge
Einleitung
Dieses Kapitel enthält die technischen Daten der Analogausgänge für die
CPUs 31xC.
In der Tabelle sind folgende CPUs zusammengefasst:
• unter CPU 314C-2 die CPU 314C-2 DP und CPU 314C-2 PtP
Technische Daten
Technische Daten
Baugruppenspezifische Daten
CPU 313C
Anzahl der Ausgänge
2
CPU 314C-2
Leitungslänge
•
geschirmt
max. 200 m
Spannung, Ströme, Potentiale
CPU 313C
Lastnennspannung L+
DC 24 V
•
ja
Verpolschutz
CPU 314C-2
Potentialtrennung
•
zwischen Kanälen und Rückwandbus
ja
•
zwischen den Kanälen
nein
7-24
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Technische Daten
Zulässige Potentialdifferenz
•
zwischen Ausgängen und MANA (UCM)
•
zwischen MANA und Mintern (UISO)
DC 8,0 V
DC 75 V, AC 60 V
Isolation geprüft mit
DC 600 V
Analogwertbildung
CPU 313C
Auflösung (inkl. Übersteuerungsbereich)
11 Bit + VZ
Wandlungszeit (pro Kanal)
1 ms
CPU 314C-2
Einschwingzeit
•
für ohmsche Last
0,6 ms
•
für kapazitive Last
1,0 ms
•
für induktive Last
0,5 ms
Störunterdrückung, Fehlergrenzen
CPU 313C
Übersprechen zwischen den Ausgängen
> 60 dB
CPU 314C-2
Gebrauchsfehlergrenze (im gesamten Temperaturbereich,
bezogen auf Ausgangsbereich)
•
Spannung/Strom
±1%
Grundfehlergrenze (Gebrauchsfehlergrenze bei 25 °C, bezogen
auf Ausgangsbereich)
•
Spannung/Strom
± 0,7 %
Temperaturfehler (bezogen auf Ausgangsbereich)
± 0,01 %/K
Linearitätsfehler (bezogen auf Ausgangsbereich)
± 0,15 %
Wiederholgenauigkeit (im eingeschwungenen Zustand bei
25 °C, bezogen auf Ausgangsbereich)
± 0,06 %
Ausgangswelligkeit; Bandbreite 0 bis 50 kHz (bezogen auf
Ausgangsbereich)
± 0,1 %
Status, Alarme, Diagnosen
CPU 313C
Alarme
•
keine Alarme bei Verwendung als
Standardperipherie
•
bei Verwendung der
technologischen Funktionen
siehe Handbuch Technologische
Funktionen
•
keine Diagnose bei Verwendung
als Standardperipherie
•
bei Verwendung der
technologischen Funktionen
siehe Handbuch Technologische
Funktionen
Diagnosefunktionen
CPU 314C-2
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
7-25
Technische Daten der integrierten Peripherie (nur CPU 31xC)
Technische Daten
Daten zur Auswahl eines Aktors
CPU 313C
CPU 314C-2
Ausgangsbereich (Nennwerte)
•
Spannung
± 10 V
0 V bis 10 V
•
Strom
± 20 mA
0 mA bis 20 mA
4 mA bis 20 mA
Bürdenwiderstand (im Nennbereich des Ausganges)
•
•
bei Spannungsausgängen
min. 1 kΩ
kapazitive Last
max. 0,1 µF
bei Stromausgängen
max. 300 Ω
induktive Last
0,1 mH
Spannungsausgang
•
Kurzschlussschutz
ja
•
Kurzschlussstrom
typ. 55 mA
Stromausgang
•
Leerlaufspannung
typ. 17 V
Zerstörgrenze gegen von außen angelegte
Spannungen/Ströme
•
Spannung an den Ausgängen gegen MANA
max. 16 V dauerhaft
•
Strom
max. 50 mA dauerhaft
Anschluss der Aktoren
•
•
für Spannungsausgang
2-Leiteranschluss
möglich, ohne Kompensation der
Leitungswiderstände
4-Leiteranschluss (Messleitung)
nicht möglich
für Stromausgang
2-Leiteranschluss
7-26
möglich
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
8
Informationen zum Umstieg auf eine
CPU 31xC, 312, 314, 315-2 DP
8
An wen richtet sich dieses Kapitel?
Hatten Sie bisher schon eine CPU der S7-300er Baureihe von SIEMENS im
Einsatz und wollen nun auf ein neueres Gerät umsteigen?
Dann beachten Sie bitte, das beim Laden Ihres Anwenderprogramms auf die
„neue“ CPU möglicherweise Probleme auftreten können.
Hatten Sie bisher eine folgender CPUs im Einsatz ...
CPU
Bestellnummer
ab Erzeugnisstand (Version)
Firmware
CPU 312 IFM
6ES7 312-5AC02-0AB0
Hardware
1.0.0
01
6ES7 312-5AC82-0AB0
CPU 313
6ES7 313-1AD03-0AB0
1.0.0
01
CPU 314
6ES7 314-1AE04-0AB0
1.0.0
01
6ES7 314-1AE84-0AB0
CPU 314 IFM
6ES7 314-5AE03-0AB0
1.0.0
01
CPU 314 IFM
6ES7 314-5AE83-0AB0
1.0.0
01
CPU 315
6ES7 315-1AF03-0AB0
1.0.0
01
CPU 315-2 DP
6ES7 315-2AF03-0AB0
1.0.0
01
6ES7 315-2AF83-0AB0
CPU 316-2 DP
6ES7 316-2AG00-0AB0
1.0.0
01
CPU 318-2DP
6ES7 318-2AJ00-0AB0
V3.0.0
03
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
8-1
Informationen zum Umstieg auf eine CPU 31xC, 312, 314, 315-2 DP
... dann beachten Sie bei Umstieg auf eine der folgenden CPUs
CPU
Bestellnummer
ab Erzeugnisstand
(Version)
Firmware
Hardware
CPU 312
6ES7312-1AD10-0AB0
V2.0.0
01
CPU 312C
6ES7312-5BD01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 313C
6ES7313-5BE01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 313C-2 PtP
6ES7313-6BE01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 313C-2 DP
6ES7313-6CE01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 314
6ES7314-1AF10-0AB0
V2.0.0
01
CPU 314C-2 PtP
6ES7314-6BF01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 314C-2 DP
6ES7314-6CF01-0AB0
V2.0.0
01
CPU 315-2 DP
6ES7315-2AG10-0AB0
V2.0.0
01
Im folgenden
bezeichnet
als
CPU
31xC/31x
Asynchron arbeitende SFC 56, SFC 57 und SFC 13
Einige asynchron arbeitende SFC waren auf den CPUs 312IFM – 318-2 DP immer
oder unter bestimmten Bedingungen bereits nach dem ersten Aufruf abgearbeitet
("quasi-synchron").
Diese SFC laufen auf den CPUs 31xC/31x wirklich asynchron. Die asynchrone
Bearbeitung kann sich über mehrere OB 1-Zyklen erstrecken. Dadurch kann eine
Warteschleife innerhalb eines OBs zu einer Endlosschleife werden.
Betroffen sind:
• SFC 56 "WR_DPARM"; SFC 57 "PARM_MOD"
Auf den CPUs 312 IFM bis 318-2 DP arbeiten diese SFCs bei der
Kommunikation mit zentral gesteckten Peripheriebaugruppen immer „quasi
synchron“ und bei der Kommunikation mit dezentral gesteckten
Peripheriebaugruppen immer asynchron.
Hinweis
Verwenden Sie den SFC 56 "WR_DPARM" oder SFC 57 "PARM_MOD",
sollten Sie immer das BUSY-Bit der SFCs auswerten.
• SFC 13 "DPNRM_DG"
Dieser SFC arbeitet auf den CPUs 312 IFM bis 318-2 DP beim Aufruf im OB82
immer „quasi synchron“. Auf den CPUs 31xC/31x arbeitet er generell
asynchron.
8-2
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Informationen zum Umstieg auf eine CPU 31xC, 312, 314, 315-2 DP
Hinweis
Im Anwenderprogramm sollte lediglich der Auftragsanstoß im OB 82 erfolgen.
Die Auswirtung der Daten unter Berücksichtigung der BUSY-Bits und der
Rückmeldung im RET_VAL sollte im zyklichen Programm erfolgen.
Tipp
Verwenden Sie eine CPU 31xC/31x, empfehlen wir anstatt des SFC 13
„DPNRM_DG“ die Verwendung des SFB 54.
SFC 20 „BLKMOV“
Dieser SFC konnte bei den CPUs 312 IFM bis 318-2 DP bisher auch verwendet
werden, um Daten aus einem nicht ablaufrelevanten DB zu kopieren.
Diese Funktionalität hat der SFC 20 bei den CPUs 31xC/31x nicht mehr. Dafür ist
jetzt der SFC 83 "READ_DBL" zu verwenden.
SFC 54 „RD_DPARM“
Dieser SFC ist auf den CPUs 31xC/31x nicht mehr verfügbar. Verwenden Sie statt
dessen den asynchron arbeitenden SFC 102 "RD_DPARA".
SFC, die ggf. andere Ergebnisse liefern
Wenn Sie ausschließlich logische Adressierung in Ihrem Anwenderprogramm
verwenden, brauchen Sie die folgenden Punkte nicht zu berücksichtigen.
Wenn Sie Adressumrechnungen im Anwenderprogramm verwenden
(SFC 5 "GADR_LGC", SFC 49 "LGC_GADR"), dann müssen Sie für DP-Slaves die
Zuordnung von Steckplatz und logischer Anfangsadresse prüfen.
• Die Diagnoseadresse von DP-Slaves war bisher dem virtuellen Steckplatz 2
des Slaves zugeordnet. Bei den CPUs 31xC/31x ist aufgrund der DPV1Normung diese Diagnoseadresse dem virtuellen Steckplatz 0 zugeordnet
(Stationsstellvertreter)
• Wenn der Slave einen separaten Steckplatz für die Anschaltungsbaugruppe
modelliert hat (z. B. CPU31x-2 DP als I-Slave oder IM 153), dann ist nun
dessen Adresse dem Steckplatz 2 zugeordnet.
Aktivieren/ Deaktivieren von DP-Slaves über den SFC 12
Das automatische Aktivieren von Slaves, die über den SFC 12 deaktiviert wurden,
erfolgt bei den CPUs 31xC/31x nicht mehr beim Übergang von RUN nach STOP,
sondern erst beim Neustart (Übergang von STOP nach RUN).
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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8-3
Informationen zum Umstieg auf eine CPU 31xC, 312, 314, 315-2 DP
Alarmereignisse von der dezentralen Peripherie während des Zustandes STOP
der CPU
Aufgrund der neuen DPV1-Funktionalitäten (IEC 61158/ EN 50170, Volume 2,
PROFIBUS) verändert sich auch die Behandlung von eingehenden
Alarmereignissen von der dezentralen Peripherie im Zustand STOP der CPU.
Bisheriges Verhalten der CPU im Zustand STOP:
Bei den CPUs 312IFM – 318-2 DP wurde ein Alarmereignis während des
Zustandes STOP der CPU zunächst gemerkt. Beim nachfolgenden Wechsel der
CPU in den Zustand RUN wurde der Alarm dann über den entsprechenden OB (z.
B. OB 82) nachgeholt.
Neues Verhalten der CPU:
Bei den CPUs 31xC/31x wird ein Alarmereignis (Prozess-, Diagnosealarm, neue
DPV1-Alarme) von der dezentralen Peripherie während des Zustandes STOP der
CPU bereits quittiert und ggf. in den Diagnosepuffer eingetragen (nur
Diagnosealarm). Beim nachfolgenden Wechsel der CPU in den Zustand RUN wird
der Alarm nicht mehr über den entsprechenden OB nachgeholt. Mögliche
Störungen von Slaves können über entsprechende SZL-Auskünfte ausgelesen
werden (z. B. SZL 0x692 per SFC51 auslesen)
Veränderte Laufzeiten während der Programmbearbeitung
Haben Sie ein Anwenderprogramm erstellt, das auf die Ausführung bestimmter
Abarbeitungszeiten optimiert wurde, sollten Sie beim Einsatz der CPU 31xC/31x
folgendes beachten:
• Die Programmbearbeitung in der CPU 31xC/31x erfolgt deutlich schneller.
• Funktionen, die einen MMC Zugriff notwendig machen (z. B.
Systemhochlaufzeit, Programmdownload im RUN, DP-Stationswiederkehr, o.
ä.), laufen auf der CPU 31xC/31x unter Umständen langsamer ab.
Umstellung von Diagnoseadressen von DP-Slaves
Beachten Sie, dass Sie beim Einsatz einer CPU 31xC/31x mit DP Schnittstelle als
Master die Diagnoseadressen für die Slaves u. U. neu vergeben müssen, da nun
wegen der Anpassungen an die DPV1-Norm zum Teil zwei Diagnoseadressen pro
Slave erforderlich sind.
• Der virtuelle Steckplatz 0 hat eine eigene Adresse (Diagnoseadresse des
Stationsstellvertreters). Die Baugruppenzustandsdaten zu diesem Steckplatz
(SZL 0xD91 auslesen mit SFC 51 "RDSYSST") enthalten die Kennungen, die
den kompletten Slave/diekomplette Station betreffen, z. B. Kennung Station
gestört. Über die Diagnoseadresse des virtuellen Steckplatzes 0 wird im OB86
des Masters auch der Stationsausfall bzw. die Stationswiederkehr gemeldet.
• Bei einigen Slaves ist auch die Anschaltungsbaugruppe als eigener virtueller
Steckplatz modelliert (z. B CPU als I-Slave oder IM153) und dabei dem
virtuellen Steckplatz 2 mit einer entsprechenden eigenen Adresse zugeordnet.
Über diese Adresse wird z. B bei der CPU 31xC-2DP als I-Slave der
Betriebszustandswechsel im Diagnosealarm OB 82 des Masters gemeldet.
8-4
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Informationen zum Umstieg auf eine CPU 31xC, 312, 314, 315-2 DP
Hinweis
Diagnose auslesen mit SFC 13 "DPNRM_DG":
Die ursprünglich vergebene Diagnoseadresse funktioniert auch weiterhin. Intern
ordnet STEP 7 dieser Adresse den Steckplatz 0 zu.
Wenn Sie den SFC 51 "RDSYSST" benutzen, um zum Beispiel
Baugruppenzustandsinformation oder Baugruppenträger/Stationszustandsinformation auszulesen, müssen Sie auch die geänderte
Bedeutung der Steckplätze und den zusätzlichen Steckplatz 0 berücksichtigen.
Übernehmen bestehender Hardware-Projektierungen
Wenn Sie die Projektierung einer CPU 312 IFM bis 318-2 DP für eine CPU
31xC/31x übernehmen, ist diese u. U. nicht mehr lauffähig.
In diesem Fall müssen Sie die CPU in HW-Konfig von STEP 7 ersetzen. Bei dem
Tausch der CPU übernimmt STEP7 automatisch alle Einstellung (falls sinnvoll und
möglich).
Tauschen einer CPU 31xC/31x
Im Auslieferungszustand der CPU 31xC/31x steckt auf dem
Stromversorgungsanschluss ein Anschlussstecker.
Tauschen Sie die CPU 31xC/31x, müssen Sie die Leitungen an der CPU nicht
mehr lösen: Setzen Sie einen Schraubendreher mit 3,5 mm Klingenbreite an der
rechten Seite des Anschlusssteckers an, lösen Sie so die Verrieglung und ziehen
dann am Anschlussstecker von der CPU ab. Nach dem Wechsel der CPU müssen
Sie den Anschlussstecker nur noch auf den Stromversorgungsanschluss stecken.
Verwendung konsistenter Datenbereiche im Prozessabbild bei DP-Slaves
Lesen Sie hierzu auch im Installationshandbuch im Kapitel Adressieren den
Abschnitt Konsistente Daten.
Ladespeicherkonzept der CPU 31xC/31x
Bei der CPU 312 IFM bis 318-2 DP ist der Ladespeicher in der CPU integriert und
ggf. über eine Memory Card erweiterbar.
Der Ladespeicher der CPU 31xC/31x ist auf der Micro Memory Card (MMC)
untergebracht. Er ist immer remanent. Bereits beim Laden von Bausteinen in die
CPU werden diese netzausfallsicher und urlöschfest auf der MMC hinterlegt.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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8-5
Informationen zum Umstieg auf eine CPU 31xC, 312, 314, 315-2 DP
Verweis
Lesen Sie auch das Kapitel Speicherkonzept im Handbuch CPU Daten 31xC und
31x.
Hinweis
Das Laden von Anwenderprogrammen und damit der Betrieb der CPU ist nur mit
gesteckter MMC möglich.
PG-/OP-Funktionen
Bei den CPUs 315-2 DP (6ES7315-2AFx3-0AB0), 316-2DP und 318-2 DP waren
PG-/OP-Funktionen an der DP-Schnittstelle nur an einer aktiv geschalteter
Schnittstelle möglich. Bei der CPU 31xC/31x sind diese Funktionen sowohl an
passiv als auch aktiv geschalteter Schnittstelle möglich. Die Performance an der
passiv geschalteten Schnittstelle ist aber deutlich niedriger.
Routing bei der CPU 31xC/31x als I-Slave
Verwenden Sie die CPU 31xC/31x als I-Slave, ist die Funktion Routing nur bei
aktiv geschalteter DP-Schnittstelle möglich.
Aktivieren Sie in STEP 7 in den Eigenschaften der DP-Schnittstelle das
Kontrollkästchen Inbetriebnahme/ Testbetrieb.
8-6
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Glossar
9
9
Abschlusswiderstand
Ein Abschlusswiderstand ist ein Widerstand zum Abschluss einer
Datenübertragungsleitung zur Vermeidung von Reflexionen.
Adresse
Eine Adresse ist die Kennzeichnung für einen bestimmten Operanden oder
Operandenbereich, Beispiele: Eingang E 12.1; Merkerwort MW 25; Datenbaustein
DB 3.
AKKU
Die Akkumulatoren sind Register in der --> CPU und dienen als Zwischenspeicher
für Lade-, Transfer- sowie Vergleichs-, Rechen- und Umwandlungsoperationen.
Alarm
Das --> Betriebssystem der CPU kennt 10 verschiedene Prioritätsklassen, die die
Bearbeitung des Anwenderprogramms regeln. Zu diesen Prioritätsklassen gehören
u. a. Alarme, z. B. Prozessalarme. Bei Auftreten eines Alarms wird vom
Betriebssystem automatisch ein zugeordneter Organisationsbaustein aufgerufen,
in dem der Anwender die gewünschte Reaktion programmieren kann (z. B. in
einem FB).
Alarm, Herstellerspezifischer
Einen herstellerspezifischer Alarm kann von einem DPV1-Slave erzeugt werden
und bewirkt beim DPV1-Master den Aufruf des OB 57
Detaillierte Informationen zum OB 57 erhalten Sie im Referenzhandbuch
„Systemsoftware für S7-300/400: System- und Standardfunktionen.
Alarm, Update
Ein Update-Alarm kann von einem DPV1-Slave erzeugt werden und bewirkt beim
DPV1-Master den Aufruf des OB 56. Detaillierte Informationen zum OB 56 erhalten
Sie im Referenzhandbuch „Systemsoftware für S7-300/400: System- und
Standardfunktionen.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
Index-9-1
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Glossar
Alarm, Status
Ein Status-Alarm kann von einem DPV1-Slave erzeugt werden und bewirkt beim
DPV1-Master den Aufruf des OB 55. Detaillierte Informationen zum OB 55 erhalten
Sie im Referenzhandbuch „Systemsoftware für S7-300/400: System- und
Standardfunktionen.
Alarm, UhrzeitDer Uhrzeitalarm gehört zu einer der Prioritätsklassen bei der
Programmbearbeitung von SIMATIC S7. Er wird abhängig von einem bestimmten
Datum (oder täglich) und Uhrzeit (z. B. 9:50 oder stündlich, minütlich) generiert. Es
wird dann ein entsprechender Organisationsbaustein bearbeitet.
Alarm, Diagnose--> Diagnosealarm
Alarm, Prozess--> Prozessalarm
Alarm, VerzögerungsDer Verzögerungsalarm gehört zu einer der Prioritätsklassen bei der
Programmbearbeitung von SIMATIC S7. Er wird bei Ablauf einer im
Anwenderprogramm gestarteten Zeit generiert. Es wird dann ein entsprechender
Organisationsbaustein bearbeitet.
Alarm, WeckEin Weckalarm wird periodisch in einem parametrierbaren Zeitraster von der CPU
generiert. Es wird dann ein entsprechender --> Organisationsbaustein bearbeitet.
Analogbaugruppe
Analogbaugruppen setzen analoge Prozesswerte (z.B.Temperatur) in digitale
Werte um, die von der Zentralbaugruppe weiterverarbeitet werden können oder
wandeln digitale Werte in analoge Stellgrößen um.
ANLAUF
Der Betriebszustand ANLAUF wird beim Übergang vom Betriebszustand STOP in
den Betriebszustand RUN durchlaufen. Kann ausgelöst werden durch den -->
Betriebsartenschalter oder nach Netz-Ein oder durch Bedienung am
Programmiergerät. Bei S7-300 wird ein --> Neustart durchgeführt.
9-2
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Glossar
Anwenderprogramm
Bei SIMATIC wird unterschieden zwischen --> Betriebssystem der CPU und
Anwenderprogrammen. Letztere werden mit der Programmiersoftware --> -->STEP
7 in den möglichen Programmiersprachen (Kontaktplan und Anweisungsliste)
erstellt und sind in Codebausteinen gespeichert. Daten sind in Datenbausteinen
gespeichert.
Anwenderspeicher
Der Anwenderspeicher enthält --> Code- und --> Datenbausteine des
Anwenderprogramms. Der Anwenderspeicher kann sowohl in der CPU integriert
sein oder auf zusteckbaren Memory Cards bzw. Speichermodulen. Das
Anwenderprogramm wird jedoch grundsätzlich aus dem --> Arbeitsspeicher der
CPU abgearbeitet.
Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher ist ein RAM-Speicher in der --> CPU, auf den der Prozessor
während der Programmbearbeitung auf das Anwenderprogramm zugreift.
Automatisierungssystem
Ein Automatisierungssystem ist eine --> speicherprogrammierbare Steuerung bei
SIMATIC S7.
Backup-Speicher
Der Backup-Speicher gewährleistet eine Pufferung von Speicherbereichen der-->
CPU ohne Pufferbatterie. Gepuffert wird eine parametrierbare Anzahl von Zeiten,
Zählern, Merkern und Datenbytes, die remanenten Zeiten, Zähler, Merker und
Datenbytes.
Baudrate
Geschwindigkeit bei der Datenübertragung (bit/s)
Baugruppenparameter
Baugruppenparameter sind Werte, mit denen das Verhalten der Baugruppe
eingestellt werden kann. Man unterscheidet zwischen statischen und dynamischen
Baugruppenparametern.
Betriebssystem der CPU
Das Betriebssystem der CPU organisiert alle Funktionen und Abläufe der CPU, die
nicht mit einer speziellen Steuerungsaufgabe verbunden sind.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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9-3
Glossar
Betriebszustand
Die Automatisierungssysteme von SIMATIC S7 kennen folgende
Betriebszustände: STOP, --> ANLAUF, RUN.
Bezugserde
--> Erde
Bezugspotential
Potential, von dem aus die Spannungen der beteiligten Stromkreise betrachtet
und/oder gemessen werden.
Bus
Ein Bus ist ein Übertragungsmedium, das mehrere Teilnehmer miteinander
verbindet. Die Datenübertragung kann seriell oder parallel erfolgen, über
elektrische Leiter oder über Lichtwellenleiter.
Bussegment
Ein Bussegment ist ein abgeschlossener Teil eines seriellen Bussystems.
Bussegmente werden über Repeater miteinander gekoppelt.
Codebaustein
Ein Codebaustein ist bei SIMATIC S7 ein Baustein, der einen Teil des STEP 7Anwenderprogramms enthält. (Im Gegensatz zu einem --> Datenbaustein: Dieser
enthält nur Daten.)
CP
--> Kommunikationsprozessor
CPU
Central Processing Unit = Zentralbaugruppe des S7-Automatisierungssystems mit
Steuer- und Rechenwerk, Speicher, Betriebssystem und Schnittstelle für
Programmiergerät.
Datenbaustein
Datenbausteine (DB) sind Datenbereiche im Anwenderprogramm, die
Anwenderdaten enthalten. Es gibt globale Datenbausteine, auf die von allen
Codebausteinen zugegriffen werden kann und es gibt Instanzdatenbausteine, die
einem bestimmten FB-Aufruf zugeordnet sind.
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S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Glossar
Daten, statische
Statische Daten sind Daten, die nur innerhalb eines Funktionsbausteins genutzt
werden. Diese Daten werden in einem zum Funktionsbaustein gehörenden
Instanzdatenbaustein gespeichert. Die im Instanzdatenbaustein gespeicherten
Daten bleiben bis zum nächsten Funktionsbausteinaufruf erhalten.
Daten, temporäre
Temporäre Daten sind Lokaldaten eines Bausteins, die während der Bearbeitung
eines Bausteins im L-Stack abgelegt werden und nach der Bearbeitung nicht mehr
verfügbar sind.
Diagnose
--> Systemdiagnose
Diagnosealarm
Diagnosefähige Baugruppen melden erkannte Systemfehler über Diagnosealarme
an die --> CPU.
Diagnosepuffer
Der Diagnosepuffer ist ein gepufferter Speicherbereich in der CPU, in dem
Diagnoseereignisse in der Reihenfolge des Auftretens abgelegt sind.
DP-Master
Ein --> Master, der sich nach der Norm EN 50170, Teil 3, verhält, wird als DPMaster bezeichnet.
DP-Slave
Ein --> Slave, der am PROFIBUS mit dem Protokoll PROFIBUS-DP betrieben wird
und sich nach der Norm EN 50170, Teil 3, verhält, heißt DP-Slave.
DPV1
Unter der Bezeichnung DPV1 wird die funktionale Erweiterung der azyklischen
Dienste (z. B. um neue Alarme) des DP-Protokolls verstanden. Die Funktionalität
DPV1 ist in der IEC 61158/EN 50170, Volume 2, PROFIBUS integriert.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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9-5
Glossar
Erde
Das leitfähige Erdreich, dessen elektrisches Potential an jedem Punkt gleich Null
gesetzt werden kann.
Im Bereich von Erdern kann das Erdreich ein von Null verschiedenes Potential
haben. Für diesen Sachverhalt wird häufig der Begriff "Bezugserde" verwendet.
erden
Erden heißt, einen elektrisch leitfähigen Teil über eine Erdungsanlage mit dem
Erder (ein oder mehrere leitfähige Teile, die mit dem Erdreich sehr guten Kontakt
haben) zu verbinden.
erdfrei
ohne galvanische Verbindung zur Erde
Ersatzwert
Ersatzwerte sind parametrierbare Werte, die Ausgabebaugruppen im STOP der
CPU an den Prozess ausgeben.
Ersatzwerte können bei Peripheriezugriffsfehlern bei Eingabebaugruppen anstelle
des nicht lesbaren Eingangswertes in den Akku geschrieben werden (SFC 44).
Erzeugnisstand
Am Erzeugnisstand werden Produkte gleicher Bestellnummer unterschieden. Der
Erzeugnisstand wird erhöht bei aufwärtskompatiblen Funktionserweiterungen, bei
fertigungsbedingten Änderungen (Einsatz neuer Bauteile/Komponenten) sowie bei
Fehlerbehebungen.
FB
--> Funktionsbaustein
FC
--> Funktion
Fehleranzeige
Die Fehleranzeige ist eine der möglichen Reaktionen des Betriebssystems auf
einen --> Laufzeitfehler. Die anderen Reaktionsmöglichkeiten sind: -->
Fehlerreaktion im Anwenderprogramm, STOP-Zustand der CPU.
9-6
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Glossar
Fehlerbehandlung über OB
Erkennt das Betriebssystem einen bestimmten Fehler (z.B. Zugriffsfehler bei STEP
7), so ruft es den für diesen Fall vorgesehenen Organisationsbaustein (Fehler-OB)
auf, in dem das weitere Verhalten der CPU festgelegt werden kann.
Fehlerreaktion
Reaktion auf einen --> Laufzeitfehler. Das Betriebssystem kann auf folgende Arten
reagieren: Überführen des Automatisierungssytems in den STOP-Zustand, Aufruf
eines Organisationsbausteins, in dem der Anwender eine Reaktion programmieren
kann oder Anzeigen des Fehlers.
Flash-EPROM
FEPROMs entsprechen in ihrer Eigenschaft, Daten bei Spannungsausfall zu
erhalten, den elektrisch löschbaren EEPROMS, sind jedoch wesentlich schneller
löschbar (FEPROM = Flash Erasable Programmable Read Only Memory). Sie
werden auf den --> Memory Cards eingesetzt.
FORCEN
Mit der Funktion Forcen können Sie einzelnen Variablen eines
Anwenderprogramms bzw. einer CPU (auch: Ein- und Ausgängen) feste Werte
zuweisen.
Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Einschränkungen im Abschnitt
Übersicht Testfunktionen im Kapitel Testfunktionen, Diagnose und
Störungsbeseitigung des Handbuches S7-300 Aufbauen.
Funktion
Eine Funktion (FC) ist gemäß IEC 1131-3 ein --> Codebaustein ohne --> statische
Daten. Eine Funktion bietet die Möglichkeit der Übergabe von Parametern im
Anwenderprogramm. Dadurch eignen sich Funktionen zur Programmierung von
häufig wiederkehrenden komplexen Funktionen, z.B. Berechnungen.
Funktionsbaustein
Ein Funktionsbaustein (FB) ist gemäß IEC 1131-3 ein --> Codebaustein mit-->
statischen Daten. Ein FB bietet die Möglichkeit der Übergabe von Parametern im
Anwenderprogramm. Dadurch eignen sich Funktionsbausteine zur
Programmierung von häufig wiederkehrenden komplexen Funktionen, z.B.
Regelungen, Betriebsartenanwahl.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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9-7
Glossar
Funktionserdung
Erdung, die nur den Zweck hat, die beabsichtigte Funktion des elektrischen
Betriebsmittels sicherzustellen. Durch die Funktionserdung werden
Störspannungen kurzgeschlossen, die sonst zu unzulässigen Beeinflussungen des
Betriebsmittels führen.
GD-Element
Ein GD-Element entsteht durch Zuordnung der auszutauschenden --> Globaldaten
und wird in der Globaldatentabelle durch die GD-Kennung eindeutig bezeichnet.
GD-Kreis
Ein GD-Kreis umfaßt eine Anzahl von CPUs, die über Globaldaten-Kommunikation
Daten austauschen, und wie folgt genutzt werden:
• Eine CPU sendet ein GD-Paket an die anderen CPUs.
• Eine CPU sendet und empfängt ein GD-Paket von einer anderen CPU.
Ein GD-Kreis ist durch eine GD-Kreisnummer identifiziert.
GD-Paket
Ein GD-Paket kann aus einem oder mehreren --> GD-Elementen bestehen, die
zusammen in einem Telegramm übertragen werden.
Globaldaten
Globaldaten sind Daten, die von jedem --> Codebaustein (FC, FB, OB) aus
ansprechbar sind. Im einzelnen sind das Merker M, Eingänge E, Ausgänge A,
Zeiten, Zähler und Datenbausteine DB. Auf Globaldaten kann entweder absolut
oder symbolisch zugegriffen werden.
Globaldaten-Kommunikation
Globaldaten-Kommunikation ist ein Verfahren mit dem --> Globaldaten zwischen
CPUs übertragen werden (ohne CFBs).
GSD-Datei
In einer Geräte-Stammdaten-Datei (GSD-Datei) sind alle slavespezifischen
Eigenschaften hinterlegt. Das Format der GSD-Datei ist in der Norm
EN 50170,Volume 2, PROFIBUS, hinterlegt.
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S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Glossar
Instanzdatenbaustein
Jedem Aufruf eines Funktionsbausteins im STEP 7-Anwenderprogramm ist ein
Datenbaustein zugeordnet, der automatisch generiert wird. Im
Instanzdatenbaustein sind die Werte der Eingangs-, Ausgangs- und
Durchgangsparameter sowie die bausteinlokalen Daten abgelegt.
Kommunikationsprozessor
Kommunikationsprozessoren sind Baugruppen für Punkt-zu-Punkt- und für
Buskopplungen.
komprimieren
Mit der PG-Online-Funktion "Komprimieren" werden alle gültigen Bausteine im
RAM der CPU bündig und lückenlos an den Anfang des Anwenderspeichers
geschoben. Dadurch verschwinden alle Lücken, die beim Löschen oder Korrigieren
von Bausteinen entstanden sind.
Konfiguration
Zuweisung von Baugruppen zu Baugruppenträgern/Steckplätzen und (z.B. bei
Signalmodulen) Adressen.
Konsistente Daten
Daten, die inhaltlich zusammengehören und nicht getrennt werden dürfen,
bezeichnet man als konsistente Daten.
Zum Beispiel müssen die Werte von Analogbaugruppen immer konsistent
behandelt werden, d. h., der Wert einer Analogbaugruppe darf durch das Auslesen
zu zwei verschiedenen Zeitpunkten nicht verfälscht werden.
Ladespeicher
Der Ladespeicher ist Bestandteil der Zentralbaugruppe. Er beinhaltet vom
Programmiergerät erzeugte Objekte. Er ist entweder als zusteckbare Memory Card
oder als fest integrierter Speicher realisiert.
Lastnetzgerät
Stromversorgung zur Speisung der Signal- und Funktionsbaugruppen und der
daran angeschlossenen Prozessperipherie.
Laufzeitfehler
Fehler, die während der Bearbeitung des Anwenderprogramms im
Automatisierungssystem (also nicht im Prozess) auftreten.
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9-9
Glossar
Lokaldaten
--> Daten, temporäre
Masse
Als Masse gilt die Gesamtheit aller untereinander verbundenen inaktiven Teile
eines Betriebsmittels, die auch im Fehlerfall keine gefährliche
Berührungsspannung annehmen können.
Master
Master dürfen, wenn sie im Besitz des --> Tokens sind, Daten an andere
Teilnehmer schicken und von anderen Teilnehmern Daten anfordern (= aktiver
Teilnehmer).
Merker
Merker sind Bestandteil des --> Systemspeichers der CPU zum Speichern von
Zwischenergebnissen. Auf sie kann bit-, byte-, wort- oder doppelwortweise
zugegriffen werden.
Micro Memory Card (MMC)
Micro Memory Cards sind Speichermedien für CPUs und CPs. Im Vergleich zur -->
Memory Card unterscheidet sich eine MMC nur durch geringere Abmessungen.
MPI
Die Mehrpunktfähige Schnittstelle (MPI) ist die Programmiergeräte-Schnittstelle
von SIMATIC S7. Sie ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb von mehreren
Teilnehmern (Programmiergeräten, Text Displays, Operator Panels) an einer oder
auch mehreren Zentralbaugruppen. Jeder Teilnehmer wird durch eine eindeutige
Adresse (MPI-Adresse) identifiziert.
MPI-Adresse
--> MPI
Neustart
Beim Anlauf einer Zentralbaugruppe (z. B. nach Betätigung des
Betriebsartenschalters von STOP auf RUN oder bei Netzspannung EIN) wird vor
der zyklischen Programmbearbeitung (OB 1) zunächst der Organisationsbaustein
OB 100 (Neustart) bearbeitet. Bei Neustart wird das Prozessabbild der Eingänge
eingelesen und das STEP 7- Anwenderprogramm beginnend beim ersten Befehl
im OB 1 bearbeitet.
9-10
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Glossar
OB-Priorität
Das --> Betriebssystem der CPU unterscheidet zwischen verschiedenen
Prioritätsklassen, z.B. zyklische Programmbearbeitung, Prozessalarmgesteuerte
Programmbearbeitung. Jeder Prioritätsklasse sind --> Organisationsbausteine
(OB) zugeordnet, in denen der S7-Anwender eine Reaktion programmieren kann.
Die OBs haben standardmäßig verschiedene Prioritäten, in deren Reihenfolge sie
im Falle eines gleichzeitigen Auftretens bearbeitet werden bzw. sich gegenseitig
unterbrechen.
Organisationsbaustein
Organisationsbausteine (OBs) bilden die Schnittstelle zwischen dem
Betriebssystem der CPU und dem Anwenderprogramm. In den
Organisationsbausteinen wird die Reihenfolge der Bearbeitung des
Anwenderprogrammes festgelegt.
OB
--> Organisationsbaustein
Parameter
1. Variable eines STEP 7-Codebausteins
2. Variable zur Einstellung des Verhaltens einer Baugruppe (eine oder mehrere pro
Baugruppe). Jede Baugruppe besitzt im Lieferzustand eine sinnvolle
Grundeinstellung, die durch konfigurieren inSTEP 7 verändert werden kann.
Es gibt --> statische Parameter und --> dynamische Parameter
Parameter, dynamische
Dynamische Parameter von Baugruppen können, im Gegensatz zu statischen
Parametern, im laufenden Betrieb durch den Aufruf eines SFC im
Anwenderprogramm verändert werden, z. B. Grenzwerte einer analogen
Signaleingabebaugruppe.
Parameter, statische
Statische Parameter von Baugruppen können, im Gegensatz zu den dynamischen
Parametern, nicht durch das Anwenderprogramm, sondern nur über die
Konfiguration in STEP 7 geändert werden, z. B. Eingangsverzögerung einer
digitalen Signaleingabebaugruppe.
PG
--> Programmiergerät
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
9-11
Glossar
Potentialausgleich
Elektrische Verbindung (Potentialausgleichsleiter), die die Körper elektrischer
Betriebsmittel und fremde leitfähige Körper auf gleiches oder annähernd gleiches
Potential bringt, um störende oder gefährliche Spannungen zwischen diesen
Körpern zu verhindern.
potentialgebunden
Bei potentialgebundenen Ein-/Ausgabebaugruppen sind die Bezugspotentiale von
Steuer- und Laststromkreis elektrisch verbunden.
potentialgetrennt
Bei potentialgetrennten Ein-/Ausgabebaugruppen sind die Bezugspotentiale von
Steuer- und Laststromkreis galvanisch getrennt; z.B. durch Optokoppler,
Relaiskontakt oder Übertrager. Ein-/Ausgabestromkreise können gewurzelt
sein.alena
Prioritätsklasse
Das Betriebssystem einer S7-CPU bietet maximal 26 Prioritätsklassen (bzw.
"Programmbearbeitungsebenen"), denen verschiedene Organisationsbausteine
zugeordnet sind. Die Prioritätsklassen bestimmen, welche OBs andere OBs
unterbrechen. Umfaßt eine Prioritätsklasse mehrere OBs, so unterbrechen sie sich
nicht gegenseitig, sondern werden sequentiell bearbeitet.
PROFIBUS-DP
Digitale, analoge und intelligente Baugruppen sowie ein breites Spektrum von
Feldgeräten nach EN 50170, Teil 3 wie zum Beispiel Antriebe oder Ventilinseln
werden vom Automatisierungsystem an den Prozess vor Ort verlagert - und dies
über eine Entfernung von bis zu 23 km.
Die Baugruppen und Feldgeräte werden dabei über den Feldbus PROFIBUS-DP
mit dem Automatisierungssystem verbunden und wie zentrale Peripherie
angesprochen.
Programmiergerät
Programmiergeräte sind im Kern Personal Computer, die industrietauglich,
kompakt und transportabel sind. Sie sind gekennzeichnet durch eine spezielle
Hardware- und Software-Ausstattung für speicherprogrammierbareSteuerungen
SIMATIC.
9-12
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Glossar
Prozessabbild
Das Prozessabbild ist Bestandteil des --> Systemspeichers der CPU. Am Anfang
des zyklischen Programmes werden die Signalzustände der Eingabebaugruppen
zum Prozessabbild der Eingänge übertragen. Am Ende des zyklischen
Programmes wird das Prozessabbild der Ausgänge als Signalzustand zu den
Ausgabebaugruppen übertragen.
Prozessalarm
Ein Prozessalarm wird ausgelöst von alarmauslösenden Baugruppen aufgrund
eines bestimmten Ereignisses im Prozess. Der Prozessalarm wird der CPU
gemeldet. Entsprechend der Priorität dieses Alarms wird dann der zugeordnete -->
Organisationsbaustein bearbeitet.
RAM
Ein RAM (Random Access Memory) ist ein Halbleiterspeicher mit wahlfreiem
Zugriff (Schreib-/Lesespeicher).
Remanenz
Remanent ist ein Speicherbereich, dessen Inhalt auch nach Netzausfall und nach
einem Übergang von STOP nach RUN erhalten bleibt. Der nichtremanente Bereich
der Merker, Zeiten und Zähler ist nach Netzausfall und nach einem STOP-RUNÜbergang rückgesetzt.
Remanent können sein:
• Merker
• S7-Zeiten
• S7-Zähler
• Datenbereiche
Rückwandbus
Der Rückwandbus ist ein serieller Datenbus, über den die Baugruppen miteinander
kommunizieren und über den sie mit der nötigen Spannung versorgt werden. Die
Verbindung zwischen den Baugruppen wird durch Busverbinder hergestellt.
Schachtelungstiefe
Mit Bausteinaufrufen kann ein Baustein aus einem anderen heraus aufgerufen
werden. Unter Schachtelungstiefe versteht man die Anzahl der gleichzeitig
aufgerufenen --> Codebausteine.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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9-13
Glossar
Schnittstelle, mehrpunktfähig
--> MPI
Segment
--> Bussegment
SFB
--> System-Funktionsbaustein
SFC
--> System-Funktion
Signalbaugruppe
Signalbaugruppen (SM) bilden die Schnittstelle zwischen dem Prozess und dem
Automatisierungssystem. Es gibt digitale Eingabe- und Ausgabebaugruppen (Ein/Ausgabebaugruppe, digital) sowie analoge Eingabe-und Ausgabebaugruppen.
(Ein-/Ausgabebaugruppe, analog)
Slave
Ein Slave darf nur nach Aufforderung durch einen --> Master Daten mit diesem
austauschen.
Speicherprogrammierbare Steuerung
Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) sind elektronische Steuerungen,
deren Funktion als Programm im Steuerungsgerät gespeichert ist. Aufbau und
Verdrahtung des Gerätes hängen also nicht von der Funktion der Steuerung ab.
Die speicherprogrammierbare Steuerung hat die Struktur eines Rechners; sie
besteht aus --> CPU (Zentralbaugruppe) mit Speicher, Ein-/Ausgabebaugruppen
und internem Bus-System. Die Peripherie und die Programmiersprache sind auf
die Belange der Steuerungstechnik ausgerichtet.
SPS
--> Speicherprogrammierbare Steuerung
9-14
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
Glossar
STEP 7
Programmiersprache zur Erstellung von Anwenderprogrammen für SIMATIC S7Steuerungen.
Systemdiagnose
Systemdiagnose ist die Erkennung, Auswertung und die Meldung von Fehlern, die
innerhalb des Automatisierungssystems auftreten. Beispiele für solche Fehler sind:
Programmfehler oder Ausfälle auf Baugruppen. Systemfehler können mit LEDAnzeigen oder in STEP 7 angezeigt werden.
System-Funktion
Eine System-Funktion (SFC) ist eine im Betriebssystem der CPU integrierte -->
Funktion, die bei Bedarf im STEP 7-Anwenderprogramm aufgerufen werden kann.
System-Funktionsbaustein
Ein System-Funktionsbaustein (SFB) ist ein im Betriebssystem der CPU
integrierter --> Funktionsbaustein, der bei Bedarf im STEP 7-Anwenderprogramm
aufgerufen werden kann.
Systemspeicher
Der Systemspeicher ist auf der Zentralbaugruppe integriert und als RAM-Speicher
ausgeführt. Im Systemspeicher sind die Operandenbereiche (z. B. Zeiten, Zähler,
Merker) sowie vom --> Betriebssystem intern benötigte Datenbereiche (z. B. Puffer
für Kommunikation) abgelegt.
Systemzustandsliste
Die Systemzustandsliste enthält Daten, die den aktuellen Zustand einer S7-300
beschreiben. Damit können Sie sich jederzeit einen Überblick verschaffen über:
• den Ausbau der S7-300
• die aktuelle Parametrierung der CPU und der parametrierfähigen
Signalbaugruppen
• die aktuellen Zustände und Abläufe in der CPU und den parametrierbaren
Signalbaugruppen.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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9-15
Glossar
Taktmerker
Merker, die zur Taktgewinnung im Anwenderprogramm genutzt werden können
(1 Merkerbyte).
Hinweis
Achten Sie bei den S7-300-CPUs darauf, dass das Taktmerkerbyte im
Anwenderprogramm nicht überschrieben wird!
Timer
--> Zeiten
Token
Zugriffsberechtigung am Bus
Untersetzungsfaktor
Der Untersetzungsfaktor bestimmt, wie häufig --> GD-Pakete gesendet und
empfangen werden auf Basis des CPU-Zyklus.
Uhrzeitalarm
--> Alarm, Uhrzeit-
Varistor
spannungsabhängiger Widerstand
Verzögerungsalarm
--> Alarm, Verzögerungs-
Weckalarm
--> Alarm, Weck-
Zähler
Zähler sind Bestandteile des --> Systemspeichers der CPU. Der Inhalt der
"Zählerzellen" kann durch STEP 7-Anweisungen verändert werden (z. B.
vorwärts/rückwärts zählen).
9-16
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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Glossar
Zeiten
Zeiten sind Bestandteile des --> Systemspeichers der CPU. Asynchron zum
Anwenderprogramm wird der Inhalt der "Zeitzellen" automatisch vom
Betriebssystem aktualisiert. Mit STEP 7-Anweisungen wird die genaue Funktion
der Zeitzelle (z. B. Einschaltverzögerung) festgelegt und ihre Bearbeitung (z. B.
Starten) angestoßen.
Zykluszeit
Die Zykluszeit ist die Zeit, die die --> CPU für die einmalige Bearbeitung des -->
Anwenderprogramms benötigt.
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
9-17
Index
Abschlusswiderstand 9-1
Adresse 9-1
Akku 9-1
Alarm 9-1
Diagnose- 9-5
Herstellerspezifischer Alarm 9-1
Prozeß- 9-13
Statusalarm 9-2
Uhrzeit- 9-2
Updatealarm 9-1
Verzögerungs- 9-2
Weck- 9-2
Alarmeingänge 7-16
Parametrierung 7-12
Alarmreaktionszeit
Beispielrechnung 5-23
Berechnung 5-17
Definition 5-17
der CPUs 5-18
der Signalbaugruppen 5-18
Prozessalarmbearbeitung 5-18
Analogausgänge
nicht beschaltete 7-11
Technische Daten 7-24
Analogbaugruppe 9-2
Analogeingänge
nicht beschaltete 7-11
Parametrierung 7-14
Technische Daten 7-22
Anlauf 9-2
Anwenderprogramm 9-3
Hochladen 4-5
Laden 4-4
Anwenderspeicher 9-3
Arbeitsspeicher 4-2, 9-3
Ausgabestand 9-6
Backup-Speicher 9-3
Baugruppenparameter 9-3
Bausteine
Hochladen 4-5
Laden 4-5
Löschen 4-5
Beispielrechnung
zur Zykluszeit 5-20
Beispielrechnung
zur Alarmreaktionszeit 5-23
zur Reaktionszeit 5-21
Betriebsartenschalter 3-4
Stellungen 3-4
Betriebssystem
der CPU 9-3
Betriebszustand 9-4
Bus 9-4
Rückwand- 9-13
Bussegment 9-4
Codebaustein 9-4
CPU
Betriebssystem 9-3
CPU 312C
Prinzipschaltbild der integrierten Ein/Ausgänge 7-2
Technische Daten 6-6, 6-25, 6-37
Verwendung der integrierten Ein/Ausgänge 7-1
CPU 313C
Prinzipschaltbild der integrierten Ein/Ausgänge 7-4, 7-5
Verwendung der integrierten Ein/Ausgänge 7-3
CPU 313C-2 DP
Prinzipschaltbild der integrierten Ein/Ausgänge 7-4
Technische Daten 6-17
Verwendung der integrierten Ein/Ausgänge 7-3
CPU 313C-2 PtP
Prinzipschaltbild der integrierten Ein/Ausgänge 7-4
Technische Daten 6-17
Verwendung der integrierten Ein/Ausgänge 7-3
CPU 314C-2 DP
Prinzipschaltbild der integrierten Ein/Ausgänge 7-4, 7-5
Technische Daten 6-30
Verwendung der integrierten Ein/Ausgänge 7-3
CPU 314C-2 PtP
Prinzipschaltbild der integrierten Ein/Ausgänge 7-4, 7-5
Technische Daten 6-30
Verwendung der integrierten Ein/Ausgänge 7-3
CPUs 31xC
Unterschiede 3-3
Daten
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
Index-1
A5E00105474-02
Index
konsistente 9-9
statische 9-5
temporäre 9-5
Datenbaustein 9-4
Datenkonsistenz 3-24
Diagnose 3-3
System- 9-15
Diagnosealarm 9-5
Diagnosen
Standardperipherie 7-17
Technologische Funktionen 7-18
Diagnosepuffer 9-5
Digitalausgänge
Parametrierung 7-14
schnelle 7-20
Technische Daten 7-20
Digitaleingänge
Parametrierung 7-12
Technische Daten 7-18
DP-Master 9-5
DP-Slave 9-5
DPV1 9-5
Erde 9-6
erden 9-6
erdfrei 9-6
Erforderliche Grundkenntnisse 1-1
Ersatzwert 9-6
Erzeugnisstand 9-6
Fehleranzeige 9-6
Fehleranzeigen 3-3
Fehlerreaktion 9-7
Forcen 9-7
Formatieren der MMC 3-7
Funktion
FC 9-7
Funktionsbaustein
FB 9-7
Funktionserdung 9-8
GD-Element 9-8
GD-Kreis 9-8
GD-Paket 9-8
Geräte-Stammdaten-Datei 9-8
Globaldaten 9-8
Globale Datenkommunikation 3-19
GSD-Datei 9-8
Gültigkeitsbereich des Handbuchs 1-1, 8-1,
8-2
Herstellerspezifischer Alarm 9-1
Hochladen 4-5
Hotline 1-5
Instanzdatenbaustein 9-9
Integrierte Ein- und Ausgänge
Verwendung 7-1, 7-5
Internet 1-6
Kommunikation
Index-2
Datenkonsistenz 3-24
Dienste der CPUs 3-17
Globale Datenkommunikation 3-19
OP-Kommunikation 3-18
PG-Kommunikation 3-18
Routing 3-20
S7-Basiskommunikation 3-18
S7-Kommunikation 3-18
über PtP-Schnittstelle 3-20
Kommunikationslast
Abhängigkeit der realen Zykluszeit 5-9
Auswirkung auf die tatsächliche
Zykluszeit 5-9
projektierte 5-8
komprimieren 9-9
Komprimieren 4-6
Konfiguration 9-9
Konsistente Daten 9-9
Kürzeste Reaktionszeit
Bedingungen 5-13
Berechnung 5-13
Laden
Anwenderprogramm 4-4
von Bausteinen 4-5
Ladespeicher 4-2, 9-9
Längste Reaktionszeit
Bedingungen 5-14
Berechnung 5-15
Laufzeitfehler 9-9
Lebensdauer einer MMC 3-6
LED-Anzeigen 3-3
Lokaldaten 4-9, 9-10
Löschen von Bausteinen 4-5
Masse 9-10
Maximalzykluszeit 5-7
Merker 9-10
MMC - Lebensdauer 3-6
MMC formatieren 3-7
MPI 9-10
MPI-Schnittstelle 3-8
Netzübergang 3-22
Neustart 4-7, 9-10
OB 9-11
OB-Priorität 9-11
Operandenbereiche 4-8
OP-Kommunikation 3-18
Organisationsbaustein 9-11
Parameter 9-11
Baugruppen- 9-3
Parametrierung
Alarmeingänge 7-12
Standard-AI 7-14
Standard-DI 7-12
Standard-DO 7-14
Technologische Funktionen 7-16
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
A5E00105474-02
PG-Kommunikation 3-18
Potentialausgleich 9-12
potentialgebunden 9-12
potentialgetrennt 9-12
Prinzipschaltbild der integrierten Ein/Ausgänge
CPU 312C 7-2
CPU 313C 7-4, 7-5
CPU 313C-2 DP 7-4
CPU 313C-2 PtP 7-4
CPU 314C-2 DP 7-4, 7-5
CPU 314C-2 PtP 7-4, 7-5
Priorität
OB 9-11
Prioritätsklasse 9-12
PROFIBUS-DP 9-12
PROFIBUS-DP-Schnittstelle 3-8
Prommen 4-6
Prozeßabbild 9-13
Prozessabbild der Ein- und Ausgänge 4-8
Prozeßalarm 9-13
Prozessalarmbearbeitung 5-18
PtP-Schnittstelle 3-9, 3-20
RAM to ROM 4-6
Reaktionszeit
Bedingungen für die kürzeste 5-13
Bedingungen für die längste 5-14
Beispielrechnung 5-21
Berechnung der kürzesten 5-13
Berechnung der längsten 5-15
Definition 5-11
DP-Zykluszeiten 5-12
Faktoren 5-11
Schwankungsbreite 5-11
Verkürzung durch Peripheriezugriffe 515
Remanenter Speicher 4-2
Ladespeicher 4-3
Remanenzverhalten der
Speicherobjekte 4-3
Systemspeicher 4-3
Remanenz 9-13
Routing 3-20
Beispielanwendung 3-23
Netzübergang 3-22
Voraussetzungen 3-22
Zugriff auf Stationen in einem anderen
Subnetz 3-21
Rückwandbus 9-13
S7-Basiskommunikation 3-18
S7-Kommunikation 3-18
S7-Verbindungen
Belegen 3-14
der CPUs 31xC 3-16
Durchgangspunkt 3-13
Endpunkt 3-13
Verteilung 3-15
zeitliche Reihenfolge beim Belegen 314
Schachtelungstiefe 9-13
Schnittstellen
MPI-Schnittstelle 3-8
PROFIBUS-DP-Schnittstelle 3-8
PtP-Schnittstelle 3-9
Welche Geräte an welche Schnittstelle?
3-9
Service 1-6
Signalbaugruppe 9-14
SIMATIC Customer Support Hotline 1-5
SIMATIC Micro Memory Card
Eigenschaften 3-6
einsetzbare MMCs 3-7
Schacht 3-4
Ziehen/Stecken 4-6
SINEC L2-DP 9-12
Spannungsversorgung
Anschluss 3-4
Speicher
Anwender 9-3
Arbeits- 9-3
Backup 9-3
Komprimieren 4-6
Lade- 9-9
System- 9-15
Speicherbereiche
Arbeitsspeicher 4-2
Ladespeicher 4-2
Systemspeicher 4-2
Speicherfunktionen
Anwenderprogramm laden 4-4
Hochladen von Bausteinen 4-5
Komprimieren 4-6
Laden von Bausteinen 4-5
Löschen von Bausteinen 4-5
Neustart 4-7
Prommen 4-6
RAM to ROM 4-6
Urlöschen 4-7
Warmstart 4-7
Statusalarm 9-2
Statusanzeigen 3-3
Support 1-6
Systemdiagnose 9-15
System-Funktion
SFC 9-15
System-Funktionsbaustein
SFB 9-15
Systemspeicher 4-2, 4-8, 9-15
Lokaldaten 4-9
Operandenbereiche 4-8
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
Index-3
A5E00105474-02
Index
Prozessabbild der Ein- und Ausgänge
4-8
Technische Daten
Analogausgänge 7-24
Analogeingänge 7-22
CPU 312C 6-6, 6-25, 6-37
CPU 313C-2 DP 6-17
CPU 313C-2 PtP 6-17
CPU 314C-2 DP 6-30
CPU 314C-2 PtP 6-30
Digitalausgänge 7-20
Digitaleingänge 7-18
Trainingscenter 1-4
Uhrzeitalarm 9-2
Umfang der Dokumentation 1-3
Unterschiede der CPUs 3-3
Untersetzungsfaktor 9-16
Updatealarm 9-1
Index-4
Urlöschen 4-7
Verzögerungsalarm 5-19, 9-2
Warmstart 4-7
Weckalarm 5-19, 9-2
Weitere Unterstützung 1-4
Zähler 9-16
Zeiten 9-17
Zweck dieser Dokumentation 1-1
Zykluszeit 9-17
Ablauf der zyklischen
Programmbearbeitung 5-3
Beispielrechnung 5-20
Berechnung 5-4
Definition 5-2
Maximalzykluszeit 5-7
Prozessabbild 5-2
Verlängerung 5-4
Zeitscheibenmodell 5-2
S7-300: CPU-Daten: CPU 312, 312C, 313C, 313C-2 PtP, 313C-2 DP, 314, 314C-2 PtP, 314C-2 DP, 315-2 DP
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