Handbuch Version 2.16 - RMS Deutschland Software

Handbuch Version 2.16 - RMS Deutschland Software
Erste Schritte
Geschäftsprozessmodellierung und
Softwareengineering

SiSy
Professional
Ab SiSy Version:
2.16
Lizenzbemerkungen
3/46
Die in diesem Handbuch enthaltenen Angaben können im Zuge einer Weiterentwicklung ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Laser & Co. Solutions GmbH geht damit keinerlei Verpflichtungen ein.
Die im Handbuch beschriebene Software wird auf der Basis der im Programm-Setup angezeigten Lizenzvereinbarung geliefert und darf nur in Übereinstimmung mit den dort genannten Bedingungen verwendet, kopiert oder weitergegeben werden.
Der Käufer darf nur zu Sicherungszwecken eine Kopie des Programms anfertigen.
Ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Laser & Co. Solutions GmbH darf weder das
Handbuch, noch Teile davon, mit elektronischen oder mechanischen Mitteln, durch Fotokopieren oder andere Aufzeichnungsverfahren oder auf irgendeine andere Weise vervielfältigt
oder übertragen werden.
 2004 Laser & Co. Solutions GmbH
erstellt/bearbeitet
geprüft
freigegeben
Erste Schritte
Name
Frau Krüger
Frau Mark
Herr Huwaldt
Datum
26.02.04
13.03.04
26.04.04
Stand: 26.01.04
Inhalt
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Inhaltsverzeichnis
1
SiSy Installation ................................................................................................................................7
1.1 Hinweise zur Installation..............................................................................................................7
1.2 Datei-Registrierungen .................................................................................................................7
1.3 Abschluss der Installation............................................................................................................7
1.4 Einbinden einer Programmiersprache.........................................................................................8
2
Der Bildschirmaufbau .......................................................................................................................9
2.1 Der Assistent ...............................................................................................................................9
2.2 Der Navigator ............................................................................................................................10
3
Das erste Projekt ............................................................................................................................11
3.1 Das Beispiel aus der Vorlage laden ..........................................................................................11
3.2 Das Vorgehensmodell (VGM) ...................................................................................................12
3.3 Bewegen in den Ebenen ...........................................................................................................12
3.4 Übersicht über die Geschäftsprozesse .....................................................................................13
3.5 Die Referenzen verfolgen..........................................................................................................15
3.6 Die Prozesse weiter verfeinern .................................................................................................15
3.7 Die Auswertung des Beispiels...................................................................................................16
3.8 Die Ressourcensicht .................................................................................................................17
3.9 Das Entity-Relationship-Diagramm ...........................................................................................17
3.10 Dokumente generieren..............................................................................................................18
3.10.1 QuickDok-Generierung ......................................................................................................18
3.10.2 Generierung der Beispieldokumentation.................................................................................18
4
Die Modellierung.............................................................................................................................21
4.1 Das Anlegen eines neuen Projektes .........................................................................................21
4.1.1 Aufgabenstellung ...............................................................................................................21
4.1.2 Ein neues Projekt anlegen .................................................................................................21
4.2 Die Modellierung in den Sichten ...............................................................................................22
4.2.1 Die Organisationssicht .......................................................................................................22
4.2.2 Die Dokumentensicht (Dokumente erfassen) ....................................................................24
4.2.3 Die Datensicht....................................................................................................................24
4.2.4 Die IT-Systemsicht.............................................................................................................24
4.2.5 Geschäftsprozesse und Teilprozesse................................................................................25
4.3 Das Pflichtenheft erarbeiten ......................................................................................................27
5
Vom DV-Konzept zum Anwendungssystem...................................................................................28
5.1 Zielstellung ................................................................................................................................28
5.2 Einstieg......................................................................................................................................28
5.3 Datenmodell erarbeiten .............................................................................................................28
5.3.1 Voraussetzungen ...............................................................................................................28
5.3.2 Die Entities aus dem Prozessmodell ermitteln ..................................................................29
5.3.3 Die Relationen modellieren................................................................................................30
5.3.4 Die Attribute und Schlüssel festlegen ................................................................................30
5.3.5 Die Datenbank mit ODBC erstellen ...................................................................................31
5.4 IT - Projekt SA / SD ...................................................................................................................32
5.4.1 Kontextdiagramm...............................................................................................................32
5.4.2 SA Datenflussdiagramm ....................................................................................................32
5.5 Strukturiertes Design.................................................................................................................33
5.6 Struktogramm ............................................................................................................................34
6
Programmieren mit SiSy.................................................................................................................38
6.1 Einführung .................................................................................................................................38
6.2 Kleine Programme.....................................................................................................................38
6.3 Programme mit mehreren Modulen ..........................................................................................40
7
Anhang 43
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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7.1 Installationshinweise................................................................................................................. 43
7.1.1 Systemvoraussetzungen und Betriebssystemumgebung ................................................. 43
7.1.2 Ersten Start mit Fehlermeldungen..................................................................................... 43
7.1.3 Namenskonventionen........................................................................................................ 43
7.2 Arbeit mit Struktogrammen ....................................................................................................... 43
7.2.1 Implementieren von Bibliotheken ...................................................................................... 43
7.2.2 Bibliotheken werden nicht gefunden ................................................................................. 44
7.2.3 Fehler beim Programm „Hallo Welt“.................................................................................. 44
7.3 Tipps für die Arbeit mit Struktogrammen .................................................................................. 45
7.4 Programmiersprache einbinden................................................................................................ 45
Stand: 26.01.04
Inhalt
Erste Schritte
SiSy Installation
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1 SiSy Installation
1.1 Hinweise zur Installation
Legen Sie die SiSy Installations-CD in Ihr CD-ROM-Laufwerk. Falls die CD nicht automatisch
startet, wählen Sie im Explorer das CD-ROM-Laufwerk und starten „CD.exe“ aus der Wurzel
des Laufwerks. Es erscheint der „Willkommen“Dialog. Betätigen Sie die Schaltfläche „SiSy installieren“ und anschließend „Setup starten“. Lesen Sie sich bitte genau den Lizenzvertrag durch.
Wenn Sie einverstanden sind, drücken Sie die
Taste „Ja“.
Nun folgt die Lizenzeingabe. Füllen Sie die Felder entsprechend den Angaben auf dem
mitgeliefertem Lizenzblatt aus. Die Informationen
über die enthaltenen Add-On’s bestätigen Sie mit
„Weiter“. Es erscheint eine Dialogbox mit einem
Vorschlag für den Installationspfad (Abbildung 1).
Wenn ein anderer Pfad gewünscht wird, ist die Abbildung 1
Schaltfläche „Durchsuchen“ zu betätigen. In den
Feldern „Laufwerke“ und „Verzeichnisse“ können diese festgelegt werden.
In der folgenden Dialogbox (vgl. Abbildung 2) wählen Sie den Programmordner, in dem die
Verknüpfungen von SiSy eingefügt werden. Sie können
den Zielordner ändern. Setzen Sie die Installation mit der
Schaltfläche „Weiter“ fort.
Bei nicht ausreichendem Speicherplatz erscheint eine
Warnung. Bitte sorgen Sie dafür, dass genügend Speicherplatz für die Installation bereitgestellt ist.
Hinweis.
Wenn Sie eine SiSy-Ausgabe mit mehreren Lizenzen
erworben haben, und eine vereinfachte Installation auf
den entsprechenden Arbeitsstationen nutzen möchten,
wenden Sie sich an Laser & Co. Solutions GmbH.
Abbildung 2
1.2 Datei-Registrierungen
Im nächsten Dialog können Sie die Dateitypen „*.spr“ (SiSyProjektdatei) und „*.sax“ (SiSy-Archivdatei) direkt mit SiSy verknüpfen (siehe Abbildung 3), diese Dateien können bei direktem Aufruf mit SiSy geöffnet werden. Betätigen Sie die Schaltfläche „Weiter“, um die Installation fortzusetzen.
1.3 Abschluss der Installation
Abbildung 3
Die Installation ist erst nach dem ersten Start von SiSy abgeschlossen. Dieser muss im Anschluss an das Setup ausgeführt werden. Der Vorgang kann
einige Minuten dauern.
Bei Windows NT4.0, 2000 bzw. XP muss die Installation sowie der erste Start mit Administratorrechten durchgeführt werden. Weitere Hinweise erhalten Sie im Installationshandbuch.
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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SiSy Installation
1.4 Einbinden einer Programmiersprache
In der Ihnen vorliegenden SiSy-Ausgabe ist für die Arbeit mit „Struktogrammen“, „Programmierung“ und „UML“ das Einbinden einer Programmiersprache nicht erforderlich, da bereits
Compiler integriert sind. Diese stehen nach dem ersten Start von SiSy zur Verfügung.
Nur wenn Sie für die Arbeit mit Struktogrammen einen anderen Compiler verwenden möchten, arbeiten Sie nach Abschnitt 7.4 im Anhang.
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Der Bildschirmaufbau
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2 Der Bildschirmaufbau
Abbildung 4
Während der Arbeit mit SiSy steht Ihnen stets ein einheitlicher Bildschirmaufbau zur Verfügung, wie in Abbildung 4 dargestellt.
Im oberen Bildschirmbereich finden Sie die Menüleiste und darunter die Werkzeugleiste bzw.
Ikonleiste. Mittels dieser können häufig genutzte Aktionen durch Klick auf das entsprechende
Ikon ausgeführt werden.
Auf der linken Fensterseite finden Sie im oberen Teil den Navigator und darunter den Assistenten.
Den Hauptteil des Bildschirms nimmt das Diagrammfenster ein. In diesem werden die Modellierungen in SiSy durchgeführt. Links neben dem Diagrammfenster ist die Objektbibliothek
angeordnet. Sie beinhaltet alle Objekttypen, die für die jeweils aufgerufene Sicht zur Verfügung stehen.
2.1 Der Assistent
Der Assistent unterstützt Sie bei der selbständigen Arbeit mit SiSy und gibt Ihnen nützliche
Tipps. Egal in welchem Diagramm er geöffnet wird, er stellt sich automatisch auf das aktuelle
Diagramm ein.
Den Assistenten können Sie aus jeder Sicht und aus jedem Diagramm aufrufen (siehe
Abbildung 5). In der Ikonleiste klicken Sie einfach auf das entsprechende Symbol.
Abbildung 5
In der Abbildung 6 sehen Sie den Assistenten aus dem Diagramm
„Dokumentengenerierung“. Wenn Sie mit Ihrer Maus über den
Assistenten fahren, ändert sich Ihr Mauszeiger an den blauen
Textstellen. Diese sind aktiv und Sie können weitergehende Informationen abrufen.
Abbildung 6
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Der Bildschirmaufbau
2.2 Der Navigator
Der Navigator gibt eine schnelle Orientierung innerhalb des Projektes über die in der Projektdatenbank abgelegten Diagramme und Objekte. Er unterstützt das Öffnen von Diagrammen
und ermöglicht das Hineinziehen bereits angelegter Objekte als Referenz.
Beim Anlegen bzw. Öffnen eines Projektes ist der Navigator standardmäßig geöffnet. Mit
Klick auf das Symbol in der Werkzeugleiste kann er deaktiviert/aktiviert werden.
Öffnen eines Diagramms über den Navigator
• Ein Doppelklick auf ein Objekt der Baumstruktur öffnet, wenn vorhanden, das verfeinernde Diagramm dieses Objektes. Ist ein verfeinerndes Diagramm nicht vorhanden, wird ein
leeres Diagramm geöffnet.
• Bei Wahl des Objekttyps „Diagramm“ über das Kontextmenü kann ein aufgeführtes Diagramm durch Doppelklick geöffnet werden.
Ein Objekt in ein geöffnetes Diagramm ziehen
Der selektierte Name des gewünschten Objektes wird in das geöffnete Diagramm gezogen.
Die Übernahme eines Objektes erfolgt in Form einer Referenz. Dieser Begriff beinhaltet,
dass an dieser Position eine Verknüpfung zum Objekt eingefügt wird. Änderungen werden
also in allen Diagrammen berücksichtigt.
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Das erste Projekt
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3 Das erste Projekt
Auf der SiSy-CD werden Ihnen zwei begleitende Projekte zum Kennenlernen mitgeliefert:
•
•
„Vertriebsprozesse des Modellbetriebes“
„Entitymodell anhand einer Videothek“
Das Beispiel in diesem Handbuch basiert auf dem Projekt „Vertriebsprozesse des Modellbetriebes“.
3.1 Das Beispiel aus der Vorlage laden
Damit Sie ein Vorlagenprojekt in SiSy laden können, müssen Sie ein neues Projekt anlegen.
Starten Sie SiSy und wählen Sie im Willkommensdialog den Menüpunkt „Neues Projekt erstellen“ (siehe Abbildung 7).
Abbildung 7
Haben Sie bereits ein Projekt in SiSy geöffnet, so schließen Sie dieses und wählen aus der
Menüzeile die Menüfolge Projekt/Neu. In beiden Fällen gelangen Sie nun zur Abbildung 8
Tragen Sie zuerst den Projektnamen ein: „Beispielprojekt“.
Aktivieren Sie das Feld „mit Vorlagen". Es öffnet sich ein Vorschaufenster mit vorhandenen
Vorlagenprojekten. Wählen Sie das Projekt "Vertriebsprozesse des Modellbetriebes" aus und
bestätigen Sie mit „OK“.
Abbildung 8
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Das erste Projekt
3.2 Das Vorgehensmodell (VGM)
In Abbildung 9 sehen Sie das Vorgehensmodell für Geschäftsprozessmodellierung (GPM).
Abbildung 9
Um die Komplexität des Geschehens im Modellierungsbereich zu reduzieren, wird es aufgeteilt in die Sichten
• Organisation
• Prozesse/Funktionen
• und Ressourcen
Zur Auswertung eines Projektes steht zusätzlich der Objekttyp „Dokumentation“ zur Verfügung.
Der Einstieg in eine bestimmte Sicht ist beim Modellieren nicht zwingend vorzuschreiben. Sie
können mit jeder Sicht beginnen. Erfahrungsgemäß ist der Beginn mit der Organisationssicht
zu empfehlen. Deshalb wird der erste Einstieg anhand der Organisationssicht gezeigt.
3.3 Bewegen in den Ebenen
Das nachfolgend beschriebene Prinzip gilt für alle Sichten in SiSy.
Selektieren Sie im Vorgehensmodell dasObjekt „Organisationssicht“ mit der rechten Maustaste. Es öffnet ein Kontextmenü, in dem Sie „Nach unten“ auswählen.
Wie in Abbildung 10 dargestellt, erhalten Sie einen hierarchisierten Überblick über die gesamte Organisationsstruktur des Modellbetriebes. Sie sehen die Organisationshierarchie, in
die auch ein nicht zur Leitungshierarchie gehörendes Gremium - der Betriebsrat - gehört.
Abbildung 10
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Das erste Projekt
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Sie befinden sich im Moment in der obersten Ebene der Organisationssicht. Verfahren Sie
jetzt wie folgt weiter:
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Objekt „Softwaredesign“ und wählen Sie aus
dem Kontextmenü wieder den Menüpunkt Nach unten. Sie sind wieder eine Ebene weiter
„abgetaucht“ und sehen die Verfeinerung der Stelle (siehe Abbildung 11).
Abbildung 11
Wollen Sie wieder eine Ebene Nach oben wechseln, klicken Sie mit rechter Maustaste auf
eine leere Stelle im Diagrammfenster und wählen im Kontextmenü Nach oben.
Alternativ können Sie aus der Ikonleiste die Symbole für „gehe nach oben“ bzw. „gehe nach
unten“ benutzen, um schnell und komfortable die Ebenen zu wechseln.
3.4 Übersicht über die Geschäftsprozesse
Gehen Sie im Vorgehensmodell mit der rechten Maustaste auf das Objekt „Prozesse“. Im
Kontextmenü wählen Sie Nach unten. Es öffnet sich das Diagramm „Geschäftsprozessübersicht“ (siehe Abbildung 12). Hier werden die Zusammenhänge zwischen Unternehmenszielen, Erfolgsfaktoren und Geschäftsprozessen verdeutlicht. Im Beispiel sind die Geschäftsprozesse Softwareentwicklung
und Einzel-PC-Vertrieb (kenntlich gemacht durch den
Marker ) ausmodelliert.
Die den Geschäftsprozess beschreibenden Hauptund Serviceprozesse (vgl. Abbildung 13) werden über
rechte Maustaste Nach unten erreicht.
Abbildung 12
Abbildung 13
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Das erste Projekt
Um in die ablaufgerechte Darstellung des Prozesses „Angebots- und Vertragsprüfung“ zu
gelangen, selektieren Sie mit der rechten Maustaste das Objekt und gehen im Kontextmenü
Nach unten. Sie gelangen dann in das Geschäftsprozessmodell (siehe Abbildung 14).
Elemente zur Modellierung von Geschäftsprozessen sind
• Beginn und Ende
• Tätigkeiten
• Teilprozesse
• Ereignisse
• Operatoren
Diese werden entsprechend des zu modellierenden Ablaufs angeordnet und durch Kanten
verbunden. Dazu kommen Objekte aus den
anderen Sichten (Teilmodelle) wie z.B. Organisationseinheiten, Formulare und Anwendungssysteme. In anderen Fällen können es
auch Datencluster, Dateneinheiten, Anwendungen oder Dokumentenklassen sein.
Abbildung 14
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Das erste Projekt
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3.5 Die Referenzen verfolgen
Aus der Abbildung 14 geht der Ablauf der Arbeitsaufgaben hervor. Auf der rechten und linken
Seite des Prozessketten-Diagramms sind die
organisatorischen Aufgabenträger für die einzelnen Teilprozesse des Geschäftsprozesses zu
sehen. Sie sind gewissermaßen aus den entsprechenden Sichten "geborgt"; d.h. sie sind referenziert.
Was es damit auf sich hat, merken Sie am besten, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine
der abgebildeten Organisationseinheiten gehen
und das Quelldiagramm öffnen (siehe Abbildung
15).
Sie werden in das Diagramm geführt, in dem die Abbildung 15
selektierte Organisationseinheit angelegt und
von dort in das Diagramm der Ablaufsicht gezogen wurde. Analog ist es möglich, über die auf der rechten Diagrammseite aufgeführten Elemente des Geschäftsprozesses, zum Beispiel „Dokumente“, in das übergeordnete Diagramm
zu gelangen.
Objekte, die man im Zieldiagramm nicht anlegen sondern nur als Referenz beiziehen kann,
werden in der Objektbibliothek ROT gekennzeichnet. Die Referenzierung hat eine zentrale
Bedeutung für die Modellierung.
3.6 Die Prozesse weiter verfeinern
Wollen Sie die gezeigten Geschäftsprozesse weiter ausbauen, können Sie diese verfeinern.
Beispielgebend ist hier ebenfalls die Abbildung des vorherigen Geschäftsprozesses.
Der Geschäftsprozess wird ereignisbezogen beschrieben. Als bisher nicht bekanntes Element einer Prozesskette treten Teilprozesse (Verfeinerungen) auf. Der Unterschied zwischen
Teilprozess und einer Tätigkeit besteht darin, dass die Tätigkeit keine weitere Verfeinerungsmöglichkeit hat. Sie ist also im Ablauf elementar. In seiner Grundeigenschaft, einen
Aufgabenschritt in einem Ablauf zu beschreiben, unterscheidet sie sich jedoch nicht.
Die Verfeinerung von Prozessketten erreicht man, indem man von einem Teilprozess das
Kontextmenü aufruft und Nach unten auswählt. Dieser Vorgang lässt sich solange fortsetzen,
wie sich in der neuen Verfeinerungsebene noch Teilprozesse befinden. Aus Gründen der
Übersichtlichkeit sollte man sich hier jedoch Beschränkungen auferlegen (Verfeinerung nur
soweit wie nötig, nicht soweit wie möglich).
Probieren Sie es aus, selektieren Sie das Objekt „Angebot/Auftrag erstellen“. Mit rechter
Maustaste öffnet sich das Kontextmenü und Sie wählen Nach unten. Sie sehen den verfeinerten Prozessablauf des Teilprozesses.
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Das erste Projekt
3.7 Die Auswertung des Beispiels
Die Auswertung kann in SiSy leicht und komfortabel in Form von Reports oder über das
Auswerten von Beschreibungen realisiert werden.
Selektiert man das gewünschte Objekt mit der rechten
Maustaste, gelangt man über den Definieren Dialog
zum „Report“ (siehe Abbildung 16).
Mit einem Report können die Verbindungen und die
Verwendungen eines Objektes ausgewiesen werden.
Probieren Sie es selbst an einem Beispiel.
Welche Aufgaben nimmt die Organisationseinheit
„Softwareentwicklung“ wahr?
Abbildung 16
1. Möglichkeit:
Ausgangssituation Einstiegsdiagramm Vorgehensmodell:
• Auf dem Objekt „Prozesse“ mit rechtem Mausklick Nach unten.
• Im folgenden Diagramm „Business-Management“ auf dem Geschäftsprozess „Softwareentwicklung“ Nach unten. Sie gelangen in das Diagramm Haupt- und Serviceprozesse.
• Selektieren Sie mit der rechten Maustaste das Objekt „Angebots- und Vertragsprüfung“
und gehen Sie Nach unten.
• Im jetzigen Diagramm [„Angebots- und Vertragsprüfung“] markieren Sie die Organisationseinheit „Software-Ent-wicklungs-Abteilung“ und wählen aus dem Kontextmenü Definieren aus.
• In der Dialogbox „Definieren“ aktivieren Sie die Registerkarte „Report“ . Wählen Sie den
gewünschten Report und betätigen Sie „Ok“.
In der Abbildung 17 sehen Sie einen Report. Dieser zeigt Ihnen an, mit welchen Tätigkeiten
und Teilprozessen die Abteilung verbunden ist.
Abbildung 17
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Das erste Projekt
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2. Möglichkeit:
Ausgangssituation Einstiegsdiagramm Vorgehensmodell:
• Selektieren Sie das Objekt „Organisation“ mit rechtem Mausklick und gehen Sie Nach
unten.
In diesem Diagramm sehen Sie alle der Geschäftsleitung unterstellten Bereiche.
• Markieren Sie das Objekt „Software-Entwicklungs-Abteilung“ und wählen Sie aus dem
Kontextmenü Definieren.
Arbeiten Sie weiter, wie in der 1. Möglichkeit beschrieben.
Die beiden Möglichkeiten zeigen erwartungsgemäß die gleichen Ergebnisse.
3.8 Die Ressourcensicht
Dazu gehören IT-Systeme, Daten-im-Datenclustermodell und Dokumente. IT-Systeme und
Dokumente sind wegen ihrer hierarchischen Klassifizierung in der Bedienung analog zur Organisation. Über rechte Maustaste Nach unten bzw. Nach oben sind sie ebenenweise zu lesen. Über rechten Mausklick, Kontextmenü Dokumenthierarchie öffnen bzw. ITSystemhierachie auf ein Modellierungselement kann eine hierarchische Gesamtdarstellung
(Hierarchiebaum) des selektierten Elementes und seiner untergeordneten Elemente aktiviert
werden. Als Beispiel ist in Abbildung 18 der Hierarchiebaum der im Projekt anlegten Dokumente gezeigt.
Abbildung 18
3.9 Das Entity-Relationship-Diagramm
Als erster Schritt der Strukturierten
Analyse erfolgt die Erstellung des
Datenmodells im Entityrelationship-Diagramm (ERD). Dazu gehen
Sie auf dem Objekt „Daten im
ERM“ nach unten.
Das Entity-Relationship-Diagramm
in SiSy besitzt als besonderes
Modellierungselement die Table.
Das ist ein Rahmen, in dem die zu
einer Datei zuzuordnenden Entitäten eingebracht werden. Die Enti- Abbildung 19
täten werden in das Zieldiagramm
gezogen und migrieren dort zur Dateneinheit (Daten im Datenclustermodell siehe Abbildung
19). Standardmäßig ist eine Dateneinheit nur auf diese Weise anlegbar (siehe auch Abschnitt
5.3).
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Das erste Projekt
3.10 Dokumente generieren
Die Dokumentation eines Projektes zum Beispiel als Pflichtenheft oder Projektdokumentation
erfolgt in Word-Dokumenten. Diese Dokumente können von SiSy generiert werden.
Prinzipiell besteht die Erstellung von Dokumenten aus zwei Schritten:
• Modellierung in SiSy,
• Dokumentengenerierung in MS Word.
Zum Generieren von Dokumenten ist MS WORD (ab Version 97) erforderlich.
Vor der Dokumentengenerierung mit Word 2000/XP muss der Makrovirenschutz auf „Mittel“
gestellt werden.
Menüfolge in Word: Extras/Makros/Sicherheit.
Bei Office XP müssen Sie zusätzlich auf der Registerkarte „Vertrauenswürdige Quellen“ den
„Zugriff auf Visual Basic-Projekte vertrauen“ aktivieren.
3.10.1 QuickDok-Generierung
Die Funktionalität „QuickDok“ beinhaltet die Generierung eines kurzen Word-Dokumentes.
Dieses Dokument wird aus einer QuickDok-Vorlage erzeugt und beinhaltet die Beschreibung
und Darstellung des aktiven Diagramms.
Die Nutzung der Schnellgenerierung ist in allen Diagrammen möglich.
Zum Start der Generierung betätigen Sie den Schalter
in der Ikonleiste. Falls zu einem
Dokument mehrere Vorlagen existieren, öffnet eine Auswahlliste.
Im folgendem Sichtfenster ist unter der Registerkarte „Definition“ ein änderbarer Vorschlag
für die Dokument-Eigenschaften in Bezug auf Beschreibung, Titel, Kurztitel und Dateiname.
Auf der Registerkarte „weitere Einstellungen“ kann eine eigene Vorlage für das Layout hinterlegt werden. In Abhängigkeit der gewählten Vorlage können weitere Einstellungen möglich
sein.
Nach der Bestätigung mit OK wird Word gestartet. In der nachfolgenden Warnung betätigen
Sie den Schalter „Makros aktivieren“; das Dokument wird generiert.
3.10.2 Generierung der Beispieldokumentation
In unserem Beispiel ist bereits ein sogenanntes Pflichtenheft vorbereitet. Um zu diesem zu
gelangen, realisieren Sie folgende Schritte:
• Einstiegspunkt ist wiederum das Vorgehensmodell
• Selektieren Sie das Objekt „Dokumentationen“ und wählen
Sie aus dem Kontextmenü Nach unten (siehe Abbildung 20).
• Gehen Sie auf dem Objekt „Pflichtenheft für KIS“ Nach unten; Sie gelangen in das Diagramm „Dokumenteneigenschaften“. Auch dieses Diagramm ist bereits vordefiniert.
• Gehen Sie auf dem Objekt „Dokumenteninhalt“ Nach Unten.
Sie gelangen in das Diagramm, wie in Abbildung 21 teilweise
dargestellt. In diesem Diagramm legen Sie fest, wie Ihr späAbbildung 20
teres Dokument aussehen soll.
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Das erste Projekt
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In unserem Beispiel wurde als erstes ein Inhaltsverzeichnis angelegt. Der weitere Aufbau gliedert sich in einzelne
Abschnitte und Texte. Die in die Rahmen eingefügten Objekte bestimmen, wie ein Objekt ausgewertet werden soll.
Sie können hier festlegen, ob z.B. ein Ablauf als Bild dargestellt werden soll oder ob Sie eine Auswertung der mit
dem Objekt verbundenen Objekte in einer Tabelle wünschen.
Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Elemente
erhalten Sie, wenn Sie den in SiSy integrierten Assistenten
starten (siehe Abschnitt 2.1).
Sie können die Dokumentengenerierung jederzeit aus den
unteren Hierarchieebenen heraus starten, indem Sie in der
Objektbibliothek auf das „grüne Ampelmännchen“ klicken
und dann auf „Generiere das Dokument“.
Abbildung 21
Alternativ gehen Sie zum Generieren des Worddokumentes 2x Nach oben. Markieren Sie mit der rechten Maustaste das Objekt „Pflichtenheft für KIS“ und wählen aus dem Kontextmenü „Definieren“. Betätigen Sie die Schaltfläche „Dokument neu generieren“ und bestätigen Sie die Überschreibwarnung.
Abbildung 22
Word wird gestartet und eine Dialogbox mit einer Warnung vor Makroviren erscheint (siehe
Abbildung 22). Betätigen Sie die Schaltfläche „Makros aktivieren“.
MS Word wird aktiviert und Ihr Dokument wird aus den modellierten Abläufen generiert. Sobald Ihr Dokument fertig generiert ist, wird dieses auf dem Bildschirm angezeigt und zusätzlich wird eine neue Symbolleiste, der SiSy-Handbuch-Manager, eingeblendet, wie im oberen
Teil in Abbildung 23 dargestellt.
So kann z.B. über die Schaltfläche „Dokument neu“ bei Änderungen in SiSy sofort in MS
Word gewechselt und die gesamte Dokumentation neu erstellt werden.
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Das erste Projekt
Weitere Hinweise zur Dokumentengenerierung und zur Benutzung des SiSy-HandbuchManagers finden Sie im Handbuch zur Dokumentengenerierung.
Abbildung 23
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Die Modellierung
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4 Die Modellierung
4.1 Das Anlegen eines neuen Projektes
In diesem Teil des Handbuches wird Ihnen die Herangehensweise beim Anlegen eines neuen Projektes erklärt. Sie können die nachfolgenden Schritte in Ihrer SiSy Ausgabe
nachvollziehen.
4.1.1 Aufgabenstellung
Erstellen Sie ein Fachkonzept für die Modellierung einer Kundendatenbank für ein Dienstleistungsunternehmen. Beschreiben Sie das Unternehmen mit den Methoden der Geschäftsprozessmodellierung. Generieren Sie die Aufgabenstellung für die Datenbanklösung in Form
eines Pflichtenheftes.
4.1.2 Ein neues Projekt anlegen
Starten Sie SiSy und wählen Sie im
Startdialog „Assistent öffnen“, und dort
den Punkt „Neues Projekt anlegen“
(siehe Abbildung 28). Tragen Sie den
Projektnamen GPM ein und lassen Sie
alle anderen Einstellungen unverändert.
Nach dem Bestätigen mit „OK“ wird das
neue Projekt angelegt (siehe Abbildung
29).
Abbildung 24
Wie in Abbildung 25 dargestellt, haben Sie die Möglichkeit zwischen verschiedenen Vorgehensmodellen (im weiteren VGM) auszuwählen. Je nachdem, welche SiSy-Ausgabe Sie benutzen, stehen folgende VGM zur Verfügung:
Abbildung 25
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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•
•
•
•
•
•
•
Die Modellierung
Geschäftsprozesse: detaillierte funktionsorientierte Betrachtung der Wertschöpfung
Netzwerkentwurf: für die Erfassung, Darstellung und Dokumentation von Netzwerken
Qualitätsmanagement: Modelle für die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9000ff
SA/SD Strukturierte Techniken: von der strukturierten Analyse zum Quellcode
UML Objektorientierte Techniken
Programmierung: Erstellen von Programmen
Vorgehensmodellordner: Anlegen verschiedener VGM
Abbildung 26
Selektieren Sie bitte „Vorgehensmodellordner“ und betätigen Sie „OK“. Fügen Sie in dieses
Diagramm ein Objekt vom Typ „Geschäftsprozessmodell“ ein (siehe Abbildung 26) und gehen Sie auf diesem Nach unten. Beantworten Sie die abschließende Frage mit „Ja“, ob die
Diagrammvorlage eingefügt werden soll. Wählen Sie im folgenden Dialogfeld die Strategiepyramide aus.
4.2 Die Modellierung in den Sichten
4.2.1 Die Organisationssicht
Es ist, wie schon im ersten Teil dieses Handbuches erklärt, nicht zwingend mit der Organisationssicht zu beginnen. Es hat sich jedoch als einfacher Einstieg bewährt.
Selektieren Sie das Objekt „Organisation“ im VGM und gehen Sie auf diesem nach unten
(rechte Maustaste auf Objekt, Menüpunkt Nach unten). Hier werden die Organisationshierarchien modelliert. Da bei diesem Beispielprojekt nur ein Ausschnitt einer größeren Hierarchie
abgebildet werden soll, kann die Modellierung “flach” erfolgen. Dies bedeutet, im Diagramm
werden die einzelnen Hierarchieebenen durch Kanten (Verbindungslinien zwischen den Objekten eines Diagramms) und durch die Anordnung im Diagramm abgegrenzt.
Abt. SWE
Softwareentwicklung
Leiter Softwareentwicklung
Sekretärin
Waagerechte Verbindungsart
Softwaredesign
Drag
&
Drop
Implementierung
Software-Test/
Service
Softwaredesigner
Programmierer
1
SoftwareTester
Analytiker
Programmierer
2
Servicemitarbeiter
flache Modellierung
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Die Modellierung
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Als erstes wird ein Objekt vom Typ „Orgeinheit“ aus der Objektbibliothek per Drag and Drop
in das Diagramm gezogen und über rechte Maustaste, „Definieren“ der Definieren-Dialog
des Objektes aufgerufen. Dieser Orgeinheit wird der Name „Softwareentwicklung“ sowie der
Kurztitel „Abt. SWE“ zugeordnet. Schließen Sie die Dialogbox mit „OK“.
Als nächstes wird ein Objekt vom Typ Stelle angelegt und mit „Leiter Softwareentwicklung“
beschriftet.
Beide Objekte werden mit einer Kante verbunden. Dazu selektieren Sie zuerst die Orgeinheit
“Softwareentwicklung”.
Es wird auf den jetzt sichtbaren Verteiler (rotes Rechteck siehe Abbildung 29 und Abbildung
29) der Orgeinheit geklickt und bei gedrückter linker Maustaste die Verbindung auf die Stelle
gezogen.
Abbildung 27
Es wird der Dialog „Kante“ angezeigt. Hier definieren Sie die Art der gewünschten Verbindung. Diese Information wird für einige Auswertungen der Dokumentengenerierung benötigt.
Die entstandene Verbindung kann über rechte Maustaste, Verbindung gestalten (siehe
Abbildung 28) den Erfordernissen angepasst werden. Alle anderen Objekte werden entsprechend der Abbildung erstellt.
Nach Abschluss der Modellierung verlassen Sie dieses Diagramm Nach oben (rechte Maustaste auf Diagrammhintergrund, Menüpunkt Nach oben; oder „gehe nach oben“ in der Ikonleiste).
Abbildung 29
Abbildung 28
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Die Modellierung
4.2.2 Die Dokumentensicht (Dokumente erfassen)
Um Dokumente und Dokumentenklassen zu erfassen, die in Prozessen benutzt werden, gehen Sie auf dem Objekt „Dokumente“ im VGM Nach unten (siehe Abbildung 30). Legen Sie
drei Objekte vom Typ Dokumentenklasse
an und beschriften Sie diese mit „Produktdokumente“, „Studien“ bzw. „Kundendokumente“.
Verfeinern Sie diese Dokumentenklassen
Abbildung 30
(rechte Maustaste auf Objekt, Menüpunkt
Nach unten) und ordnen Sie die zugehörigen Dokumente nach folgenden Abbildungen zu.
Abbildung 31
Nachdem Sie alle Dokumente wie beschrieben angelegt haben, kehren Sie wieder in das VGM zurück.
4.2.3 Die Datensicht
Als nächstes werden die für die Modellierung der Geschäftsprozesse erforderlichen Datencluster abgebildet. Dafür gehen Sie im VGM auf dem Objekt “Daten im Daten-Clustermodell”
nach unten. Um eine grobe Einteilung von vorhandenen Daten in
Datencluster vorzunehmen, ziehen
Sie sich Objekte vom Typ “Datencluster” aus der Objektbibliothek in
das Diagramm und definieren diese (siehe Abbildung 33). Die Datencluster dienen zur Gruppierung
einzelner Dateneinheiten nach
Abbildung 32
gemeinsamen Merkmalen.
Bei einer späteren Datenmodellierung werden Datenbeziehungen im Entity-RelationshipDiagramm (ERD) abgebildet. Diese Entitäten können dann als Dateneinheiten, zur Verfeinerung, den Datenclustern zugeordnet werden.
Dieses Vorgehen wird im Abschnitt 5.3 ausführlich erklärt.
Abbildung 33
4.2.4 Die IT-Systemsicht
Nach Rückkehr in das VGM werden die Datencluster den Anwendungen zugeordnet, die mit
diesen arbeiten bzw. diese verwalten und
bereitstellen.
Dazu gehen Sie auf dem Objekt „ITSystemsicht” Nach unten und erstellen die
Anwendungssysteme
„Kundeninformationssysteme“, „Office 2000“ und „Produktinformationssysteme“ (siehe Abbildung 34).
Abbildung 34
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Die Modellierung
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Um die Daten möglichst genau zuordnen zu können, werden diese komplexen Anwendungssysteme in die einzelnen Anwendungen aufgegliedert.
Dazu gehen Sie jeweils auf dem Objekt vom Typ
„Anwendungssystem“ Nach unten. Dort legen Sie
entsprechend Abbildung 35 Objekte vom Typ „Anwendung“ an. Dann werden diesen die Datencluster zugeordnet (jeweils auf Objekttyp „Anwendung“ Nach unten).
Sie haben jetzt den Anwendungssystemen eindeutige Anwendungen zugeordnet. Sie können den
Anwendungen die dazugehörigen Datencluster zuordnen. Die Verfahrensweise ist wie immer, rechte
Maustaste auf das entsprechende Symbol und Menüpunkt Nach unten wählen (in unserem Beispiel
ordnen Sie dem Objekt „Kundenaufträge“ das Datencluster „Kundendaten“ zu). Ordnen Sie alle anderen Datencluster den entsprechenden Anwendungen zu. Wechseln Sie dann wieder in das VGM.
Abbildung 35
4.2.5 Geschäftsprozesse und Teilprozesse
Um die Geschäftsprozesse des Beispielunternehmens zu erfassen, gehen Sie im VGM zunächst auf dem Objekt “Prozesse” Nach unten. Dort erfassen Sie die wichtigsten wertschöpfenden Geschäftsprozesse entsprechend der Abbildung 36.
Abbildung 36
Der wertschöpfende Geschäftsprozess „Softwareentwicklung“ soll näher beschrieben werden. Dazu gehen Sie auf diesem Nach unten und bestätigen das Einfügen der Diagrammvorlage. Hier werden die Teilaktivitäten dieses Prozesses in Haupt- und Serviceprozesse untergliedert.
Ziehen Sie Objekte vom Typ Teilprozess in das Diagramm und fügen diese in den entsprechenden Rahmen ein. Als Hauptprozesse werden dabei die eigentlichen wertschöpfenden
Prozesse bezeichnet. Prozesse, die unterstützende Funktionen für diese ausführen, werden
als Serviceprozesse betrachtet.
Das Einfügen der Teilprozesse in die Rahmen geschieht über Drag & Drop der Objekte aus
der Objektbibliothek, dem Navigator (bei Referenzierung bereits vorhandener Teilprozesse)
oder durch Ziehen einer Verbindung vom Verteiler des Teilprozesses in den Rahmen. Zusätzlich können die prozessführenden Orgeinheiten, die in der Organisationssicht angelegt
wurden, für diese Teilprozesse festgelegt werden.
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Stand: 26.01.04
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Die Modellierung
Wechseln Sie vom wertschöpfenden Geschäftsprozess
„Softwareentwicklung“ Nach unten und bestätigen Sie die
Abfrage nach dem Einfügen der Diagrammvorlage. Ziehen Sie aus der Objektbibliothek das Objekt „Teilprozess“
auf den Rahmen „Hauptprozesse“. In der folgenden Dialogbox werden Sie gefragt, ob Sie das Objekt in den
Rahmen einfügen möchten; bestätigen Sie diese.
Benennen Sie den Prozess mit dem Namen „Akquise“.
Ziehen Sie jetzt den nächsten Prozess herein und legen
diesen neben den Rahmen ab. Stellen Sie eine Verbindung vom roten Verteiler zum Rahmen her (mit gedrückter linker Maustaste in den freien Rahmenhintergrund).
Ergänzen Sie die Prozesse gemäß Abbildung 37.
Abbildung 37
Die Teilprozesse werden in Form von ereignisgesteuerten
Prozessketten (EPK) oder erweiterten ereignisgesteuerten Prozessketten (eEPK) dargestellt.
Als Beispiel hierfür gehen Sie nun auf dem Prozess „Akquise“ Nach unten. In dieser Sicht
beschreiben Sie den Ablauf des Prozesses durch weitere Prozesse und Tätigkeiten. Ereignisse dienen zur Steu-erung des Ablaufes.
Um diese EPK in eine eEPK zu überführen, werden die genutzten Daten, Anwendungen,
Anwendungsssysteme, Dokumente und Dokumentenklassen den Prozessen und Tätigkeiten
zugeordnet (dabei ist auf die Zuordnungsrichtung dieser Ressourcen zu achten). Ebenso
werden verantwortliche Stellen und Orgeinheiten zugeordnet. Es entsteht eine Übersicht, wer
mit welchen Ressourcen an den jeweiligen Tätigkeiten oder Prozessen mitwirkt. Verfahren
Sie nach Abbildung 38.
Abbildung 38
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Die Modellierung
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4.3 Das Pflichtenheft erarbeiten
Als letzter Schritt ist das zu erzeugende Dokument, in diesem Beispiel ein Pflichtenheft, für
die Erstellung einer Datenbanklösung, zu bearbeiten und zu generieren.
Zu diesem Zweck legen Sie im VGM ein Objekt vom Typ „Dokumentationen“ an. Gehen Sie
auf diesem Nach Unten und fügen Sie mit
Hilfe des Assistenten die Vorlage „typische
GPM-Dokumentationen“ ein. Anschließend
gehen Sie auf dem Dokument „Pflichtenheft“ Nach Unten. Hier fügen Sie wieder
über den Assistenten die Vorlage „einfache
Dokumenteneigenschaften“ ein. Um den
Aufbau des Pflichtenheftes zu beschreiben,
gehen Sie auf dem Objekt „Dokumenteninhalt“ Nach unten.
Im Assistenten finden Sie Grundstrukturen Abbildung 39
für eine Vielzahl häufig benötigter Dokumente. Fügen Sie aus der Gruppe der GPM-Vorlagen die Vorlage „Pflichtenheft zur Anwendungsentwicklung“ ein. Das eingefügte Grundgerüst besitzt folgende Gliederung:
•
•
•
•
•
•
Einführung
Darstellung des Unternehmens
Beschreibung des Umfeldes der IT-Lösung
Aufgabenstellung Funktionsbeschreibung des Anwendungssystems
Datenbeschreibung Anwendungssystem
Weitere Aufgabenstellungen und Termine
Unterhalb des Abschnittes „Einführung“ befindet sich ein Objekt vom Typ „Text“, das noch
keinen Inhalt besitzt (siehe Abbildung 40). Tragen Sie in
dieses Objekt folgenden Text ein: „Pflichtenheft für die Einführung einer Datenbanklösung zur Unterstützung der
Kundenakquise“ (Menüpunkt Definieren aus dem Kontextmenü). Folgen Sie jetzt den blauen Anweisungen der Vorlage, verwenden Sie den Prozess „Akquise“ und die Anwendungssysteme „Kundeninformationssysteme“, „Office
2000“ und „Produktinformationssysteme“ als beizuziehende Objekte. Um diese Objekte schnell aufzufinden, nutzen
Sie den Navigator. Schalten Sie dazu den Navigator auf
die Kategorie, unter der sich die zu verwendenden Objekte
einordnen (z.B. „Organisationssicht“ unter Vorgehensmo- Abbildung 40
dell und „Office 2000“ unter Anwendungssysteme). Das
Umschalten erfolgt über das Kontextmenü des Navigators
(rechte Maustaste auf Navigator; weitere Tipps finden Sie im Assistenten).
Gehen Sie zurück in das Diagramm „Dokumentationen“ und rufen Sie für das Dokument
„Pflichtenheft“ den Definieren-Dialog auf. Danach betätigen Sie die Schaltfläche „Dokument
neu generieren“ in diesem Dialog. Es wird Word gestartet. Erfolgt eine Makrovirenwarnung
wählen Sie Makros aktivieren. (Beachten Sie die Hinweise unter 3.10).
Das Pflichtenheft wird nun aus den in SiSy modellierten Daten erzeugt. Es enthält Übersichten über die durch die Datenbanklösung zu unterstützenden Prozesse und Abläufe in Text
und Grafik. Die Dokumentation ist sofort ausdruckbar.
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Vom DV-Konzept zum Anwendungssystem
5 Vom DV-Konzept zum Anwendungssystem
5.1 Zielstellung
Das Projekt Kundenverwaltung soll im Folgenden mit Hilfe der Stukturierten Analyse und
dem Strukturierten Design abgebildet und daraus eine einsatzfähige Software ent-wickelt
werden. Aus Übersichtlichkeitsgründen wird im Beispiel nur ein Programm zum Anlegen eines neuen Kunden demonstriert. Mit der Strukturierten Analyse ist es möglich, das zu realisierende Softwareproblem zu analysieren. Das Strukturierte Design bildet es in Modulen ab
und dient zum Entwerfen einer Programmstruktur. Mit Hilfe der Struktogrammtechnik kann
das entworfene Softwaresystem in die Zielprogrammiersprache, in diesem Beispiel C, implementiert werden.
5.2 Einstieg
Ziehen Sie im Vorgehensmodellordner ein Objekt vom Typ
„SA/SD Strukturierte Techniken“
herein (siehe
Abbildung 41), gehen Sie auf diesem nach unten, und bejahen
Sie die Frage zum Einfügen der
Diagrammvorlage.
Abbildung 41
5.3 Datenmodell erarbeiten
Als erster Schritt der Strukturierten Analyse erfolgt die Erstellung des Datenmodells im EntityRelationship-Diagramm (ERD). Dazu gehen Sie auf dem Objekt „Datenentwurf“ nach unten.
Hinweis: Ausführliche Beschreibungen von der Datenmodellierung bis zum Erstellen einer
Datenbank sind im Handbuch „Erstellen von Datenbanken“.
5.3.1 Voraussetzungen
• Für die folgenden Arbeitsschritte, muss ein ODBC-Treiber für die gewünschte Zieldatenbank und das entsprechende Datenbankbetriebssystem auf Ihrem System installiert
sein.
• In den meisten Betriebssystemen sind diese enthalten und werden bei der Installation des
Betriebssystems installiert. Kontrollieren können Sie das über den Menüpunkt
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/ODBC-Datenquellen.
• Sie sollten Grundkenntnisse in der Modellierung von Datenstrukturen haben. Die weiteren
Ausführungen beziehen sich auf MS-ACCESS als Datenbanksystem.
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5.3.2 Die Entities aus dem Prozessmodell ermitteln
Der Entwurf der logischen Datenstrukturen mit Hilfe des ERD ist der erste Schritt zum Aufbau
einer Datenbank (siehe Abbildung 42). Bei der Auffindung von Entities in der Prozesssicht
gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Nutzen Sie hier die Substantiv-Findung und ordnen
Sie die Elemente links u. rechts der Prozesskette an.
Abbildung 42
Gehen Sie im Vorgehensmodell auf dem Objekt „ERD“ mit dem Namen „Datenerfassung“
Nach unten. Ziehen Sie aus der Objektbibliothek Objekte vom Typ „Entity“ in das Diagramm
und definieren diese entsprechend der Abbildung 43.
Abbildung 43
Erste Schritte
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Vom DV-Konzept zum Anwendungssystem
5.3.3 Die Relationen modellieren
Legen Sie Beziehungen zwischen den erstellten Entities fest (siehe Abbildung 44). Die Beziehungen definieren die logischen Verknüpfungen innerhalb der Datenbank.
Legen Sie eine Relationship an zwischen dem Entity „Kunde“ und dem Entity „Angebot“ und
definieren Sie diese mit „erhält“. Markieren Sie das Entity „Kunde“. Ziehen Sie vom Verteiler
des Entities eine Verbindung auf die Relationship „erhält“. Legen Sie die Kardinalität (Komplexität) der Beziehung fest (1). Verfahren Sie mit der zweiten Verbindung analog und vergeben Sie die Kardinalität „n“ (siehe Abbildung 44).
Abbildung 44
5.3.4 Die Attribute und Schlüssel festlegen
Vergeben Sie den Entities Eigenschaften, um sie zur Datenaufnahme vorzubereiten.
Gehen Sie auf dem Entity „Kunde“ nach unten, ziehen aus der Objektbibliothek Attribute in
das Diagramm und definieren Sie diese. Vergeben Sie die Bezeichnung „Kundennr“; wählen
Sie in der Auswahlbox den Typ „Zahl“ (siehe Abbildung 45).
Abbildung 45
Legen Sie weitere Attribute an (siehe Übersicht). Der Primärschlüssel kann an dieser Stelle
bereits festgelegt werden.
Entity
Zugehörige
Attribute
Typ
Kunde
Kundennr
Name
Adresse
Angebotsnr
Beschreibung
Datum
Betrag
Zahl
Text
Text
Zahl
Text
Datum
Zahl
Angebot
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Primär
schlüssel
X
X
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Um auf ODBC zugreifen zu können, müssen die Entities in sogenannte Tables im ERD eingefügt werden.
Ziehen Sie aus der Objektbibliothek Objekte vom Typ „Table“ in das Diagramm. Vergeben Sie den Namen „Kunden“ und fügen
Sie das Entity „Kunde“ in die Table ein
(Verteiler vom Entity „Kunde“ in Table
„Kunde“ ziehen). Verfahren Sie ebenso mit Abbildung 46
dem anderen Entity, wie in Abbildung 46
dargestellt.
Zur eindeutigen Identifizierung eines Datensatzes werden Schlüsselattribute vergeben, die
Primär- und Fremdschlüssel.
Haben Sie den Primärschlüssel noch nicht festgelegt, gehen Sie bitte wie folgt vor:
Markieren Sie das Entity „Kunde“ und gehen Sie Nach unten. Definieren Sie das Attribut „Kundennr“ und setzen Sie
den Haken bei Primärschlüssel. Im Diagramm „Attribute[:Kunde]“ ist die Beschriftung des Attributes „Kundennr“
nun unterstrichen (siehe Abbildung 47). Analog dazu verfahren Sie mit dem anderen Entity. Die Fremdschlüssel
brauchen Sie nicht selbst festlegen. Diese erkennt das
Programm ab der SiSy-Version 2.15 aufgrund der von IhAbbildung 47
nen vergebenen Beziehungen zwischen den Entities.
5.3.5 Die Datenbank mit ODBC erstellen
Definieren Sie im VGM das Objekt vom Typ „ERD“ (Objekt markieren, rechte Maustaste auf
dem Objekt, Kontext-menüpunkt Definieren...). Oder Sie gehen auf dem „ERD“ Nach unten
und klicken in der Objektbibliothek auf das Symbol „Aktionsmenü“ (Ampelmännchen) und
wählen „Generiere die Datenbank“.
Falls die Meldung “Fehler beim Start des ODBC-Add-On“ erscheint, muss der ODBC-Treiber
der Zieldatenbank nachinstalliert bzw. das Add-On ODBC in SiSy zugefügt werden.
Sie erhalten einen Hinweis, dass keine Datenbank ausgewählt ist. Wählen Sie den ODBCTreiber aus und legen Sie die Zieldatenbank an.
Betätigen Sie im nächsten Dialog die Schaltfläche Neu.... Wählen Sie das Datenbankformat
„Microsoft Access Treiber (*.mdb)“, tragen den Namen „ODBC-Test“ ein und betätigen Sie
die Schaltfläche „Fertig stellen“. Im nächsten Dialog betätigen Sie die Schaltfläche „Erstellen“, wählen das Verzeichnis für die Datenbank aus und vergeben den Namen „Test.mdb“.
Drücken Sie „OK“ bis zur Rückkehr in das Dialogfeld „Datenquelle auswählen“. Markieren Sie
die Datenquelle „ODBC-Test.dsn“ und bestätigen Sie bis zum Dialogfeld „SiSy ODBC“. Betätigen Sie „Bezeichner vorschlagen“ und „Typen vorschlagen“.
Hinweis:
Feldnamen, Typ und Größe können nachbearbeitet werden. Dabei sind die Konventionen der
Datenbank und des ODBC-Treibers zu beachten.
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Im folgenden Dialog sehen Sie links alle Tables und rechts alle Attribute:
Abbildung 48
Wenn alle Table-Namen und Feldnamen eingetragen sind, werden mit der Schaltfläche „SQL
generieren“ die Daten übernommen und die notwendigen SQL-Statements generiert. Diese
Statements können Sie vor der Abarbeitung (Schaltfläche „SQL-Ausführen“) nachbearbeiten.
Die Datenbank kann nun mit „MS ACCESS“ bearbeitet werden.
5.4 IT - Projekt SA / SD
5.4.1 Kontextdiagramm
Vom Vorgehensmodellordner aus gehen Sie auf dem Objekt „SA/SD Strukturierte Techniken“
Nach Unten.
Um in das „Kontextdiagramm“ zu gelangen gehen Sie auf dem Objekt „Strukturierte Analyse“
Nach Unten. Dieses stellt die Einflüsse der Umwelt in Form von Terminatoren auf das zu beschreibende System dar. Die einzelnen Ausgangs- bzw. Endpunkte, welche mit dem System
interagieren, werden als Terminatoren bezeichnet. Die Datenflüsse und die Flussrichtung
zwischen Terminatoren und dem System werden durch Kanten gekennzeichnet.
Ziehen Sie aus der Objektbibliothek ein Objekt „System“ in das Diagramm und benennen Sie
es mit „Kundenverwaltung“. Als Terminator wird
ein Objekt angelegt und mit „Kunde“ beschriftet.
Eine Kante wird vom Terminator zum Prozess gezogen und mit „Kunden- und Auftragsdaten“ beschriftet. Eine weitere Kante, als „Rechnung“ gekennzeichnet, wird vom Prozess zum Terminator
gelegt. Dadurch sind die generellen Datenströme
zwischen Terminator und Hauptprozess beschrieben.
Abbildung 49
5.4.2 SA Datenflussdiagramm
Gehen Sie auf dem Objekt „Kundenverwaltung“ nach unten. Sie befinden sich im SA Datenflussdiagramm. Hier finden Sie die Verbindungspunkte zur Umwelt in Form von Konnektoren
wieder. In diesem Diagramm wird das System in seine Prozesse zerlegt und der Fluss der
Daten zwischen diesen und den Speicherorten der Daten beschrieben.
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Legen Sie hier zwei Prozesse an und beschriften diese mit „Daten erfassen“ bzw. „Rechnung
erstellen“. Als Ablageort für diese Daten werden zwei Objekte vom Typ „Speicher“ als Referenz aus der Objektbibliothek beigezogen.
Abbildung 50
Die Objekte werden wie in Abbildung 50 verbunden, um den Datenfluss zwischen den Prozessen zu beschreiben.
Eine Verfeinerung der Prozesse ist durchaus möglich. Durch Vergabe einer Beschreibung zu
einem Prozess können Hinweise und Richtlinien später auch von anderen Projektbearbeitern
verstanden werden. Die Beschreibung eines Prozesses, der nicht mehr verfeinert wird (Blattprozess), wird als Minispezifikation bezeichnet und dient später dem Programmierer als
Grundlage für die Programmierung. Gehen Sie anschließend wieder Nach oben bis zum
Diagramm „SA/SD Strukturierte Techniken“.
5.5 Strukturiertes Design
Als nächster Schritt erfolgt die Modellierung eines Prozesses und dessen Ablaufstruktur für
das zu erzeugenden Programm mit Hilfe des Strukturierten Designs.
Gehen Sie auf dem Objekt „Strukturiertes Design“ nach unten und bestätigen Sie die Frage
nach dem Überführen des Objekttypes mit „Ja“. Benennen Sie das angelegte Objekt um;
vergeben Sie den Langnamen „Hauptprogramm Kundenverwaltung“ und den Kurznamen
„main“.
Schalten Sie den Navigator auf Prozesshierarchie (rechte Maustaste auf Navigator) und ziehen Sie die im Datenflussdiagramm erzeugten Prozesse „Daten erfassen“ und „Rechnung
erstellen“ in das Diagramm ; verbinden Sie die Module wie in
Abbildung 51 gezeigt.
Abbildung 51
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Ausgehend vom Prozess „Daten erfassen“ legen Sie weitere Module an. Zum Anlegen eines
neuen Moduls markieren Sie das Objekt und ziehen vom unteren Verteiler eine Verbindung
zum Diagrammhintergrund. Benennen Sie das neue Modul und weisen Sie einen Typ zu
(Leer, Folge, Alternative oder Wiederholung). Entsprechend des Typs erfolgt in der Darstellung eine Kennzeichnung mit dem Großbuchstaben rechts neben dem Objekt. Vervollständigen Sie die Darstellung entsprechend Abbildung 52.
Abbildung 52
Kehren Sie zum Vorgehensmodell SA/SD zurück, indem Sie das Diagramm schließen.
Weitere Informationen erhalten Sie im Programmierhandbuch.
5.6 Struktogramm
Als nächster Schritt wird aus dem erfassten Design des Modules „Daten erfassen“ die Programmstruktur in Form eines Struktogramms erstellt Dazu schalten Sie den Navigator auf
Modulhierarchie um, gehen auf dem Objekt „Struktogramm“ im Vorgehensmodell nach unten.
Für die Weiterarbeit ist es notwendig, die bereits vorhandene Hauptfunktion („main“) zu löschen.
Ziehen Sie anschließend das Modul „Daten erfassen“ aus dem Navigator in das Struktogramm. SiSy generiert das Struktogramm automatisch aus den vorhandenen Daten (siehe
Abbildung 53). Mit Hilfe der Layoutbox kann die Ansicht der einzelnen Funktionen individuell
angepasst werden (siehe Abbildung 54)
Abbildung 53
Stand: 26.01.04
Abbildung 54
Erste Schritte
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Jetzt kann die Implementation der einzelnen Funktionen in der gewünschten Zielsprache erfolgen. Dazu sollten Sie zunächst, falls nicht bereits erfolgt, eine Programmiersprache zur
Verwendung mit SiSy festlegen. Nun können Sie den Quelltext in das Struktogramm einbringen. Im Folgenden wird hier nur das Modul „Daten erfassen“ als eigenständiges Programm
erarbeitet. Dabei wird in der Sprache C implementiert.
Wechseln Sie nun in die Struktogrammansicht des Moduls „Daten erfassen“.Klicken Sie mit
der rechten Maustaste auf den Funktionskopf „Daten erfassen“ und wählen Sie im Kontextmenü Bearbeiten/ T/K/Q in Dialogbox... aus. In der erscheinenden Dialogbox selektieren Sie
die Auswahl „Hauptprogramm“ und ändern den Kurznamen in main um. Tragen Sie dann im
Feld „lokale Deklarationen“ die benötigten Variablen ein.
In diesem Beispiel wären die folgenden Variablen:
FILE *Datei;
char sName[50], sVName[70], sOrt[100], sPLZ[5], sStrasse[100];
In Abbildung 55 ist dies noch einmal veranschaulicht.
Abbildung 55
Schließen Sie daraufhin den Dialog mit Klick auf „OK“.
Wählen Sie nun in der Anweisung „Kundendatei öffnen“ mit der rechten Maustaste das Menü
Bearbeiten / T/K/Q in Dialogbox .... Tragen Sie hier im Eingabefeld „Quelltext“ die Anweisung
zum Öffnen der Datei ein.
Diese lautet:
Datei = fopen( "Daten.dat", "a+" );
Schließen Sie auch dieses Fenster. Tragen Sie nun im Quelltexteingabefeld der Anweisung
„Eingabemaske aufbauen“ folgenden Quelltext ein:
printf("Bitte geben Sie folgende Daten ein \n");
Erste Schritte
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Vom DV-Konzept zum Anwendungssystem
Für die Anweisung „Eingabe abfragen“ geben Sie bitte nachfolgenden Quelltext ein:
printf("Name: ");
scanf("%s",sName);
printf("\nVorname: ");
scanf("%s",sVName);
printf("\nPLZ: ");
scanf("%s",sPLZ);
printf("\nOrt: ");
scanf("%s",sOrt);
printf("\nStraße: ");
scanf("%s",sStrasse);
Der zur Anweisung „Eingabe speichern“ gehörende Quelltext lautet:
fprintf(Datei,"%s%s%s%s%s",sName,sVName,sPLZ,sOrt,sStrasse)
;
Abschließend vervollständigen Sie die Anweisung „Kundendatei“ schließen mit der Quelltexteingabe:
fclose(Datei); .
Nach Abschluss dieser Arbeiten können Sie anhand der im Menü Ausführen enthaltenen
Menüpunkte das Struktogramm konvertieren, das Struktogramm compilieren und den Objektcode linken. Das Programm kann anschließend normal oder im Debugmodus gestartet
werden.
Abbildung 56
Alternative: Der Menüpunkt Bilde alles führt alle notwendigen Schritte aus. Anschließend
muss das Programm nur noch gestartet werden.
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Vom DV-Konzept zum Anwendungssystem
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Der durch SiSy erzeugte Quelltext besitzt folgende Struktur:
/*SiSy (R), START Codegenerierung
*/
#include <stdio.h>
#include <conio.h>
int main(int argc, char *argv[])
{
FILE *Datei;
char sName[50], sVName[70], sOrt[100], sPLZ[5], sStrasse[100];
Datei = fopen( "Daten.dat", "a+" );
printf("Bitte geben Sie folgende Daten ein \n");
printf("Name: ");
scanf("%s",sName);
printf("\nVorname: ");
scanf("%s",sVName);
printf("\nPLZ: ");
scanf("%s",sPLZ);
printf("\nOrt: ");
scanf("%s",sOrt);
printf("\nStraáe: ");
scanf("%s",sStrasse);
fprintf(Datei,"%s%s%s%s%s",sName,sVName,sPLZ,sOrt,sStrasse);
fclose(Datei);
return 0;
}
/*SiSy (R), ENDE Codegenerierung
*/
Das geplante Ziel, eine Software zum Anlegen eines Kunden zu entwickeln, wurde damit realisiert.
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Programmieren mit SiSy
6 Programmieren mit SiSy
6.1 Einführung
SiSy bietet neben der Programmierung in Struktogrammen auch die Möglichkeit Programme
in einem konventionellen Zeileneditor zu erstellen und zu
übersetzen.
Gehen Sie zurück bis zum Vorgehensmodellordner. Ziehen Sie aus der Objektbibliothek ein Objekt „Programmierung“ in das Diagramm.
Abbildung 57
Für einen schnellen Start bietet SiSy ihnen zahlreiche getestete Musterlösungen in verschiedenen Programmiersprachen. Im Dialogfenster Diagrammvorlagen können
Sie sich Grundgerüste der entsprechenden Programmiersprache oder Beispiel-Programme auswählen (siehe
Abbildung 57).
Über den Assistenten erhalten Sie ebenfalls Hinweise und
können sich verschiedene Programmbeispiele laden
(Abbildung 58).
In den folgenden Abschnitten wird auf die Vorgehensweise
für selbsterstellte Programme ausführliche eingegangen.
Die Beschreibung beschränkt sich auf die Programmiersprache C; für die anderen Programmiersprachen ist das
Vorgehen analog.
Abbildung 58
6.2 Kleine Programme
Die erste Aufgabe ist das berühmte „Hallo Welt“, mit dem jeder Programmierer angefangen
hat. Verwenden Sie dazu keine Diagrammvorlage.
Ziehen Sie per Drag & Drop ein Objekt „kleines Programm“ in das Diagrammfenster (siehe
Abbildung 59). Es öffnet ein Dialogfenster; oder klicken
Sie mit der rechten Maustaste auf das Objekt und wählen Sie im Kontextmenü „Definieren“. Geben Sie als
Namen test ein. Als Sprache ist bereits C/C++ Konsole (32 Bit) eingestellt (Abbildung 60).
Abbildung 59
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Erste Schritte
Programmieren mit SiSy
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Wählen Sie die Dialogseite „Programmgerüst“ und laden die
Grundstruktur eines C-Programms (Struktur laden). Vergleichen Sie mit Abbildung 61.
Ersetzen Sie im Quelltextfenster die Kommentarzeile mit den
folgenden Programmcode für „Hallo Welt“:
printf („Hallo Welt“);
Abbildung 60
Abbildung 61
Klicken Sie nacheinander
auf „Compilieren“, „Linken“,
„Starten“ oder nur auf „Bilden und Starten“. (siehe
Abbildung 62).
Abbildung 62
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Programmieren mit SiSy
Nun sollte sich ein MS-DOS Fenster öffnen mit der Ausgabe „Hallo Welt“ (siehe Abbildung
63). Ist dies nicht der Fall und Sie erhalten eine Fehlermeldung, haben Sie wahrscheinlich
einen Syntaxfehler; prüfen Sie die Schreibweise der Programmzeile.
Abbildung 63
.
6.3 Programme mit mehreren Modulen
Im folgendem Beispiel soll das Vorgehen bei Programmen mit mehreren Modulen verdeutlicht werden. Dazu wird vom Hauptprogramm ein Unterprogramm
aufgerufen und danach im Hauptprogramm weiter gearbeitet.
Ziehen Sie per Drag & Drop das Symbol für „Programm“ aus der Objektbibliotest2
thek in das Diagrammfenster. Es öffnet sich ein Dialogfenster; geben Sie den
Namen des Programms ein und schließen Sie mit „OK“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol und wählen im Kontextmenü Nach unten. Hier ziehen Sie zwei Units in
das Diagramm und nennen diese „Main“ und „UP1“. In dem Dialogfenster zur Definition von
„UP1“ setzen Sie in den beiden Zeilen
- „Headerdef-Datei erzeugen, Datei mit Deklaration wird generiert“
- „Funktionsdef-Datei erzeugen (.cpp)“
einen Haken.
Übernehmen Sie nun folgende Quelltexte in die jeweiligen Units.
----------------------------------------------------------------------In der Unit „Main“ fügen Sie folgenden Quelltext ein:
---------------------------------------
#include <stdio.h>
#include <conio.h>
#include "UP1.h"
int main()
{
//Hier Quelltext eingeben!
printf("Hallo Main");
up1();
printf("und wieder zurueck!");
getch();
return 0;
}
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Erste Schritte
Programmieren mit SiSy
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-------------------------------------In “UP1” fügen Sie den folgenden Quelltext ein:
--------------------------------------
#include <stdio.h>
#include <conio.h>
#include “UP1.h”
int up1()
{
//Hier Quelltext eingeben!
printf("\n -> Hallo UP1\n");
return 0;
}
-------------------------------------Die Bibliotheken stdio und conio müssen hinterlegt werden. Wählen Sie in „UP1“ die
Schaltfläche „*.h“ und tragen Sie die Definition von „UP1“ ein:
#include <stdio.h>
Abbildung 64
#include <conio.h>
int up1();
Ihr Bildschirm für „main“ würde dann aussehen wie Abbildung 64; für „up1“ wie in Abbildung
65.
Zum Ausführen des Programms klicken Sie auf das Ampelmännchen in der Objektbibliothek.
Es öffnet sich ein Aktionsmenü mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten.
Nach „Bilden & Starten“ erscheint ein Ausgabebildschirm wie in Abbildung 66:
Erste Schritte
Stand: 26.01.04
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Programmieren mit SiSy
Abbildung 65
Abbildung 66
Stand: 26.01.04
Erste Schritte
Anhang
43/46
7 Anhang
Dieser Abschnitt beinhaltet eine kleine Auswahl von Infos zu SiSy. Weitere Informationen
und Hilfen zu den verschiedensten Themen bezüglich SiSy finden Sie unter der Rubrik „FAQ“
auf unserer Internetseite
www.sisy.de
7.1 Installationshinweise
7.1.1 Systemvoraussetzungen und Betriebssystemumgebung
Als Systemvoraussetzungen sollten folgende Kriterien erfüllt sein:
• Prozessor Pentium 3, ab 1 GHz oder vergleichbar empfohlen
• 300 MB freier Speicherplatz auf der Festplatte
• 64 MB RAM empfohlen
• Windows 98/ME oder Windows NT 4.0/2000/XP
• Microsoft Internet-Explorer ab Version 4.0
• Maus
Falls im Hauptspeicher nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht, versucht das Betriebssystem Daten auf die Festplatte auszulagern. Wenn der dafür auf der Festplatte reservierte
Platz (virtueller Speicher) zu gering bemessen ist, werden weitere Aktionen mit Fehlermeldungen abgebrochen.
Während der Arbeit mit SiSy werden stets Dateien zurückgeschrieben. Für die SiSyInstallations- und Projektverzeichnisse sollten immer Schreibrechte bestehen.
7.1.2 Ersten Start mit Fehlermeldungen
Nach der Installation kann beim ersten Start von SiSy eine Fehlermeldung angezeigt werden.
Die Fehlermeldung kann nachfolgenden ähnlichen Inhalt haben:
Fehler beim Kopieren der Datei
Von
...\Temp\handbuch.doc
nach
...\Vorlagen\handbuch.doc
Fehler: Zugriff wurde verweigert
Nach der Bestätigung dieser Fehlermeldung können weitere Meldungen folgen.
Die Vorlage zum Generieren von Handbüchern (handbuch.doc) beinhaltet Makros. Diese
Makros werden von einigen Virenscannern als möglicher Virus identifiziert; es ist aber kein
Virus. Für die Installation von SiSy muss dieser Virenscanner deaktiviert werden.
7.1.3 Namenskonventionen
Es gelten sowohl für den SiSy-Installationspfad als auch für die SiSy-Projektpfade folgende
Regeln:
• Die Pfadnamen dürfen keine Leerzeichen enthalten;
• Die Pfadnamen dürfen keine Umlaute und Sonderzeichen enthalten, außer dem Sonderzeichen „Unterstrich“ (_);
• Die Pfadnamen sollten nicht zu lang gewählt werden
Bei Nichtbeachtung dieser Regeln können Sie Fehlermeldungen erhalten, die nicht sofort auf
eine dieser Ursachen hindeuten. So erhalten Sie z.B. die Meldung, daß der Projektpfad nicht
angelegt werden kann; Ursache dafür ist ein Pfadname mit Sonderzeichen.
7.2 Arbeit mit Struktogrammen
7.2.1 Implementieren von Bibliotheken
Bei Verwendung des C-Compilers DJGPP ist es nicht erforderlich, dass die StandardHeaderdateien (stdio.h, conio.h) im Struktogramm bzw. Quelltext explizit ausgewiesen werden; sie sind bereits standardmäßig hinterlegt.
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Stand: 26.01.04
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Beim Einsatz eines anderen Compilers bzw. weiterer (selbsterstellter) Headerdateien sind
diese im Stuktogramm mit anzugeben. Zu diesem Zweck wird nach „Modul“ eine „Deklaration“ eingefügt. In dem Fenster „Deklarationen:“ wird der Quelltext als include-Anweisung erfasst,
z.B. #include <graph.h>.
7.2.2 Bibliotheken werden nicht gefunden
Wenn die standardmäßig hinterlegten Bibliotheken nicht gefunden werden, kontrollieren Sie
bitte die Namen der Installations- und Projektpfade des Compilers und Linkers. Beachten Sie
bitte die Hinweise unter „Implementieren von Bibliotheken“.
Sollten bei der Namenvergabe keine Unregelmäßigkeiten aufgetreten sein und die Bibliotheken trotzdem nicht gefunden werden, können Sie die Zuweisung manuell nachvollziehen. Die
Handhabung ist beschrieben im nachfolgenden Abschnitt 7.2.3.
7.2.3 Fehler beim Programm „Hallo Welt“
Bei diesem Programm handelt es sich um ein fertiges Beispielprogramm; es kann also keine
Syntaxfehler enthalten. Die auftretenden Fehler können darauf zurückzuführen sein, dass
während der Installation von SiSy die implementierte Installation des C-Compilers unvollständig ausgeführt wurde.
Eine erneute Installation von SiSy ist i.d.R. nicht erforderlich; die fehlenden Komponenten
können zugewiesen werden.
Vorgehen:
Öffnen Sie Ihr Beispielprojekt, falls Sie es bereits geschlossen haben.
• Wählen Sie die Menüfolge Einstellungen/Konverter
• Wählen Sie aus dem Dialogfeld „Einstellungen Konverter“ die Menüfolge Datei/Öffnen
• Wählen Sie das Laufwerk des SiSy-Installations-verzeichnisses aus
• Wählen Sie im SiSy-Installationsverzeichnis den Unterordner „Skripte“ aus
• Markieren Sie die Datei „c_djgpp.tml“, wenn Sie den DJGPP-Compiler verwenden
möchten (empfohlen)
• Bestätigen Sie mit OK (siehe Abbildung 5.2)
• Wiederholen Sie dieses Vorgehen für Einstellungen/Compiler und Einstellungen/Linker.
Beachten Sie:
• Für den Compiler benötigen Sie „*.tcm“
• Für den Linker benötigen Sie „*.tln“
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7.3 Tipps für die Arbeit mit Struktogrammen
Beim Erstellen von Struktogrammen erweist sich das Arbeiten mit der Tastatur vorteilhafter
als das Arbeiten über Kontextmenü oder Objektbox.
Taste
D
R
W
F
C
A
L
Entf-Taste
F6
Strg+F6
F5
Cursortasten
V
NUM+
Aktion
Do einfügen
Repeat einfügen
While einfügen
For einfügen
Case einfügen
Alternative einfügen
Loop einfügen
Element löschen
Bilde
Bilde alles
Programmstart
Bewegen im Struktogramm
leere Felder löschen (Struktogramm verdichten)
Alternativen oder Schleifenkörper nach rechts aufschließen
7.4 Programmiersprache einbinden
Falls Sie nicht einen in SiSy implementierten C-Compiler nutzen möchten, können Sie eine
andere Programmiersprache einbinden, für die in SiSy die Skripte hinterlegt sind. Dafür benötigen Sie JavaVM ab der Version 5.0. auf Ihren PC.
Bei den Betriebssystemen Win95/98/ME und WinNT/2000 ist diese Komponente integriert.
Bei dem Betriebssystem Windows XP ist diese Komponente nicht mehr verfügbar; deshalb
können Sie eine System-Fehlermeldung erhalten, dass jview.exe nicht gefunden wird.
Die Nachinstallation dieser Komponente ist notwendig. Dafür steht eine Download-Datei im
Internet zur Verfügung:
http://www.3danywhere.com/vm/msjavx86.exe oder
http://www.sisy.de/daten/msjavx86.exe
Nach Download und Start dieser Datei können Sie die Einbindung der Programmiersprache
in SiSy erneut starten.
Die Programmiersprache, die Sie in SiSy einbinden möchten, muss auf Ihrem PC installiert
sein. Falls Sie eine Professional- oder Developer-Ausgabe installiert haben, können Sie nach
der Installation eine oder mehrere Programmiersprachen in SiSy einbinden. Dies ist auch
über SiSy Ausführen/ Programmiersprache einbinden möglich.
Vorgehen:
1. Starten Sie in SiSy ein neues Projekt. Die Frage, ob Sie eine Programmiersprache einstellen möchten, beantworten Sie mit "Ja". Es öffnet sich ein Dialogfenster zum Einbinden
der Programmiersprache (siehe Abbildung 67).
2. Wählen Sie im linken Fenster die vollständige Entwicklungsplattform und das Entwicklungsziel aus und im rechten Fenster das Verzeichnis der Entwicklungsumgebung/Programmiersprache (siehe Abbildung 67)
3. Betätigen Sie danach die Schaltfläche „Verzeichnis zuordnen“. Sie erhalten einen Hinweis
über die erfolgreiche Verzeichniszuordnung. Bei fehlerhafter Auswahl werden Sie aufgefordert, den Vorgang zu wiederholen.
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4. Betätigen Sie die Schaltfläche „OK“. Wenn Sie die erforderlichen Entwicklungsumgebungen eingestellt haben, wird die Schaltfläche „Einstellungen in SiSy übernehmen“ aktiv; bitte bestätigen Sie diesen.
5. Bestätigen Sie danach die Frage zur Aktualisierung der Spracheinstellung mit „Ja“.
Abbildung 67
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