STEP 7 - Von S5 nach S7 - Service

STEP 7 - Von S5 nach S7 - Service
Wichtige Hinweise,
Inhaltsverzeichnis
Teil 1: Planung des Umstiegs
SIMATIC
STEP 7
Von S5 nach S7
Einleitung
1
Hardware
2
Software
3
Teil 2: Programmkonvertierung
Vorgehensweise
4
Vorbereitung der Konvertierung
5
Konvertierung
6
Nachbearbeitung des konvertierten Programms
7
Übersetzen
8
Anwendungsbeispiel
9
Umsteigerhandbuch
Anhänge
Operanden- und Operationslisten
A
Literaturverzeichnis
B
Glossar, Stichwortverzeichnis
Ausgabe 03/2006
A5E00706928-01
Sicherheitstechnische Hinweise
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise sind durch ein Warndreieck hervorgehoben und je nach Gefährdungsgrad folgendermaßen dargestellt:
!
Gefahr
!
Warnung
!
Vorsicht
bedeutet, daß Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten werden, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
bedeutet, daß Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten können, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
bedeutet, daß eine leichte Körperverletzung oder ein Sachschaden eintreten können, wenn
die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Hinweis
ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des Produktes oder den
jeweiligen Teil der Dokumentation, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll.
Qualifiziertes
Personal
Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes dürfen nur von qualifiziertem Personal vorgenommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise dieses Handbuchs sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise
gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kennzeichnen.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Beachten Sie folgendes:
!
Warnung
Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen
Einsatzfälle und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen
Fremdgeräten und -komponenten verwendet werden.
Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung
voraus.
Marken
SIMATICR , SIMATIC NETR und SIMATIC HMIR sind eingetragene Marken der
SIEMENS AG.
Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch
Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Copyright © Siemens AG 2006 All rights reserved
Haftungsausschluß
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung
und Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht
ausdrücklich zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu
Schadenersatz. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall
der Patenterteilung oder GM-Eintragung.
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der
beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so daß wir für die vollständige Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, und notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.
Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.
Siemens AG
Bereich Automation and Drives
Geschäftsgebiet Industrial Automation Systems
Postfach 4848, D- 90327 Nürnberg
Siemens Aktiengesellschaft
© Siemens AG 2006
Technische Änderungen bleiben vorbehalten.
A5E00706928-01
Wichtige Hinweise
Zweck des Handbuchs
Dieses Handbuch unterstützt Sie beim Umstieg von S5 nach S7.
Die Informationen dieses Handbuchs ermöglichen es Ihnen:
• vorhandene S5-Programme mit einem Konverter in S7-Programme
umzusetzen und bei Bedarf manuell nachzubearbeiten.
• bereits konvertierte S7-Funktionen (ehemalige S5-Standard-Funktionsbausteine) in Ihre S7-Programme einzubinden.
Leserkreis
Dieses Handbuch richtet sich an Programmierer, die vorhandene
S5-Programme bei S7 einsetzen möchten.
Gültigkeitsbereich
des Handbuchs
Dieses Handbuch ist gültig für die Programmiersoftware STEP 7 ab
Version 4.0.
Weitere Unterstützung
Bei Fragen zur Nutzung der im Handbuch beschriebenen Produkte, die Sie
hier nicht beantwortet finden, wenden Sie sich bitte an Ihren SiemensAnsprechpartner in den für Sie zuständigen Vertretungen und Geschäftsstellen.
Ihren Ansprechpartner finden Sie unter:
http://www.siemens.com/automation/partner
Den Wegweiser zum Angebot an technischen Dokumentationen für die einzelnen SIMATIC Produkte und Systeme finden Sie unter:
http://www.siemens.de/simatic-tech-doku-portal
Den Online-Katalog und das Online-Bestellsystem finden Sie unter:
http://mall.automation.siemens.com
Trainingscenter
Um Ihnen den Einstieg in das xxx und das Automatisierungssystem SIMATIC S7 zu erleichtern, bieten wir entsprechende Kurse an. Wenden Sie sich
bitte an Ihr regionales Trainingscenter oder an das zentrale Trainingscenter in
D 90327 Nürnberg.
Telefon:
+49 (911) 895-3200
Internet:
http://www.sitrain.com
Von S5 nach S7
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iii
Wichtige Hinweise
Technical Support
Sie erreichen den Technical Support für alle A&D-Produkte
• Über das Web-Formular für den Support Request
http://www.siemens.de/automation/support-request
• Telefon: + 49 180 5050 222.
• Fax:+ 49 180 5050 223
Weitere Informationen zu unserem Technical Support finden Sie im Internet
unter http://www.siemens.com/automation/service.
Service & Support
im Internet
Zusätzlich zu unserem Dokumentations-Angebot bieten wir Ihnen im Internet
unser komplettes Wissen online an.
http://www.siemens.com/automation/service&support
Dort finden Sie:
• den Newsletter, der Sie ständig mit den aktuellsten Informationen zu Ihren Produkten versorgt.
• die für Sie richtigen Dokumente über unsere Suche in Service & Support.
• ein Forum, in welchem Anwender und Spezialisten weltweit Erfahrungen
austauschen.
• Ihren Ansprechpartner für Automation & Drives vor Ort.
• Informationen über Vor-Ort Service, Reparaturen, Ersatzteile. Vieles mehr
steht für Sie unter dem Begriff ”Leistungen” bereit.
iv
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Inhaltsverzeichnis
Teil 1
1
Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1-1
2
Hardware . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-1
2.1
Automatisierungssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-2
2.2
2.2.1
2.2.2
2.2.3
2.2.4
2.2.5
2.2.6
2.2.7
S7-Baugruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zentralbaugruppen (CPU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Stromversorgungsbaugruppen (PS) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anschaltungsbaugruppen (IM) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kommunikationsbaugruppen (CP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Funktionsbaugruppen (FM) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Signalbaugruppen (SM) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Simulatorbaugruppen (S7-300) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-4
2-6
2-8
2-9
2-10
2-13
2-15
2-16
2.3
Dezentrale Peripherie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-17
2.4
2.4.1
Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Schnittstelle zum Anwenderprogramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-18
2-20
2.5
Bedienen & Beobachten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2-21
Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-1
3.1
3.1.1
3.1.2
3.1.3
Allgemeine Bedienphilosophie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Installationsvoraussetzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Installieren der STEP 7-Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Starten der STEP 7-Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-1
3-1
3-2
3-3
3.2
Aufbau eines S7-Projektes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-4
3.3
3.3.1
3.3.2
Projekt bearbeiten mit SIMATIC-Manager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Projekt anlegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sichern von Projekten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-7
3-7
3-8
3.4
Hardware konfigurieren mit STEP 7 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-9
3.5
Verbindungen projektieren in der Verbindungstabelle . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-11
3.6
3.6.1
3.6.2
Programm einfügen und bearbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Prinzipielle Vorgehensweise bei der Software-Erstellung . . . . . . . . . . . . . .
Einfügen von Komponenten für die Software-Erstellung
in S7/M7-Programme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-13
3-13
3.7
3.7.1
3.7.2
3.7.3
3.7.4
Bausteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Gegenüberstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Funktionen und Funktionsbausteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Datenbausteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Systembausteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-17
3-17
3-18
3-18
3-19
3
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-15
v
Inhaltsverzeichnis
3.7.5
3.7.6
Organisationsbausteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bausteinabbildung bei der Konvertierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-20
3-24
3.8
Systemeinstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-26
3.9
3.9.1
3.9.2
3.9.3
3.9.4
3.9.5
3.9.6
Standardfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Gleitpunktarithmetik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Signalfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Integrierte Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Grundfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Analogfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mathematische Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-28
3-28
3-28
3-28
3-29
3-29
3-29
3.10
Datentypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-30
3.11
3.11.1
3.11.2
Operandenbereiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Neue Operanden in S7: Lokaldaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-32
3-32
3-33
3.12
Operationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-35
3.13
3.13.1
3.13.2
3.13.3
3.13.4
Adressierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Absolute Adressierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Symbolische Adressierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Neu: Komplett-Adressierung von Datenoperanden . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Indirekte Adressierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3-38
3-38
3-38
3-40
3-42
Vorgehensweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-1
4.1
S5-System analysieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-2
4.2
S7-Projekt erstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-4
4.3
Hardware konfigurieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-4
Vorbereitung der Konvertierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5-1
5.1
Bereitstellen der benötigten Dateien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5-2
5.2
Operanden prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5-3
5.3
S5-Programm vorbereiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5-4
5.4
5.4.1
5.4.2
5.4.3
Makros erstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Befehlsmakros . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
OB-Makros . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Editieren von Makros . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5-5
5-6
5-7
5-8
Konvertierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-1
6.1
Starten der Konvertierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-1
6.2
Erzeugte Dateien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-5
6.3
Auswerten von Fehlermeldungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6-8
Nachbearbeitung des konvertierten Programms . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-1
7.1
7.1.1
Adressenänderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Möglichkeiten der Adressenänderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-2
7-2
7.2
Nichtkonvertierbare Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-3
Teil 2
4
5
6
7
vi
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Inhaltsverzeichnis
7.3
Indirekte Adressierung - Konvertierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-4
7.4
Arbeiten mit direkten Speicherzugriffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-5
7.5
Parameterversorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-5
7.6
Standardfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7-6
8
Übersetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8-1
9
Anwendungsbeispiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9-1
9.1
Analogwertverarbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9-2
9.2
Temporäre Lokaldaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9-5
9.3
Auswertung der Start-Information des Diagnosealarm-OB (OB 82) . . . . .
9-9
9.4
Blocktransfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9-12
9.5
Aufruf der Beispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9-15
Operanden- / Operationslisten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-1
A.1
Operanden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-1
A.2
Operationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A-3
Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
B-1
A
B
Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Glossar-1
Stichwortverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Index-1
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
vii
Inhaltsverzeichnis
viii
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Teil 1: Planung des Umstiegs
Einleitung
1
Hardware
2
Software
3
-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
1
Einleitung
Sie kennen bisher den Namen SIMATIC als Synonym für unsere Steuerung die S5. Heute jedoch steht der Namen SIMATIC für Vollintegrierte Automation.
Der Begriff Vollintegrierte Automation beschreibt eine revolutionäre neue
Art und Weise, die Welt der Fertigungs- und Prozeßtechnik zu vereinen.
Sämtliche Hard- und Softwarekomponenten sind dabei in einem einzigen
System integriert: SIMATIC.
Möglich wird diese vollständige Integration durch die dreifache Durchgängigkeit, die wir mit dem System 7 bieten:
• In der Datenhaltung
Daten werden nur noch einmal eingegeben und stehen fabrikweit zur Verfügung. Übertragungsfehler und Inkonsistenzen gehören damit der Vergangenheit an.
• In der Projektierung und Programmierung
Sämtliche zu einer Lösung gehörenden Komponenten und Systeme werden mit einem einzigen vollintegrierten und dabei modular aufgebauten
Software-Baukasten projektiert, konfiguriert, programmiert, in Betrieb
genommen, getestet und überwacht - unter einer Bedienoberfläche und
mit dem genau passenden Werkzeug.
• In der Kommunikation
Das ”Wer mit wem” wird einfach über eine Verbindungstabelle festgelegt
und kann jederzeit an jeder Stelle geändert werden. Die unterschiedlichen
Netze lassen sich einfach und einheitlich projektieren.
Um diesem neuen Verständnis der SIMATIC als vollintegriertes System gerecht zu werden, sind in der SIMATIC S7 neueste Konzepte zum tragen gekommen. Dadurch wurden Funktionen teilweise anders realisiert, als Sie es
von der S5 her kennen.
Auch bei der Programmiersoftware STEP 7 haben wir auf neueste Technologien und Konzepte gesetzt. So ist z.B. die Bedienoberfläche vollständig unter
Windows 95/NT nach modernen ergonomischen Erkenntnissen gestaltet. Bei
den Programmiersprachen haben wir viel Wert darauf gelegt, möglichst weitgehend die IEC 1131 Norm zu unterstützen ohne auf die Kompatibilität zu
STEP 5 zu verzichten.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
1-1
Einleitung
Wir sind zuversichtlich, daß wir den daraus resultierenden Anforderungen an
STEP 7
• Software-Basis für die vollintegrierte Automatisierung
• IEC 1131 konforme Programmierung
• Kompatibilität zu STEP 5
weitestgehend gerecht geworden sind.
Wir wissen aber auch, daß der Umstieg von einem bestehenden System auf
ein neues System Fragen aufwirft und speziell im Bereich der Software die
Notwendigkeit besteht, gewisse Anpassungen vorzunehmen.
Die vorliegende Broschüre soll Ihnen eine Antwort auf diesen Fragen geben
und gleichzeitig einen einfachen Weg aufzeigen, wie Sie ihre bestehenden
STEP 5 Programme in der SIMATIC S7 weiter verwenden können.
1-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
2
In diesem Kapitel wird die in S7 einsetzbare Hardware beschrieben und bei
Bedarf mit der Hardware bei S5 verglichen, um Ihnen den Übergang von S5
nach S7 zu erleichtern.
Hardware-Umsetzung S5 > S7 mit
Siemens-Katalog
auf CD--ROM
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Für die hardwaremäßige Umsetzung von S5 nach S7 steht Ihnen auf der CD-ROM ”Komponenten für die Automation” / Katalog CA01 (ab 04/97) eine
Applikation zur Verfügung, die Sie im Produktkatalog unter dem Menüpunkt
Auswahlhilfen > Simatic finden. Hier können Sie eine beliebige S5-Anlage
eingeben. Die Applikation erzeugt aus den vorgegebenen Daten einen Rackaufbau und eine Signalliste. Die erzeugte Konfiguration können Sie dann in
einen S7-Aufbau umsetzen lassen.
2-1
Hardware
2.1
Automatisierungssysteme
SIMATIC S7 besteht aus drei im Leistungsspektrum abgestuften Automatisierungssystemen.
SIMATIC S7-200
SIMATIC S7-200 ist eine kompakte Micro-SPS für den untersten Leistungsbereich. Für diese Steuerung gibt es ein S7-200-systemspezifisches SoftwarePaket, das in die nachfolgende Umstiegshilfe S5 - S7 nicht miteinbezogen
wurde, da eine solche aufgrund der Systemeigenschaften von S7-200 nicht
softwaregestützt durchgeführt werden kann.
SIMATIC S7-300
SIMATIC S7-300 ist eine modulare Kleinsteuerung für den unteren Leistungsbereich.
SIMATIC S7-400
SIMATIC S7-400 deckt den mittleren, oberen und obersten Leistungsbereich
ab.
Zur besseren Orientierung beginnen die Bezeichnungen von S7-300-Baugruppen immer mit 3 und die von S7-400-Baugruppen mit 4.
Oberer
Leistungsbereich
SIMATIC
S7-400
modular
CPU 944/945
Mittlerer
Leistungsbereich
CPU 941-943
SIMATIC
S7-300
modular
Unterer
Leistungsbereich
SIMATIC
S7-200
kompakt
Bild 2-1
2-2
Automatisierungssysteme SIMATIC
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
Anschluß von
PG und OP an
SIMATIC S7
Programmiergeräteschnittstelle MPI (Multi Point Interface) für PG und
OP
Die Programmiergeräteschnittstelle AS511 der SIMATIC S5 wurde durch die
Mehrpunktfähige Schnittstelle MPI (für S7-300 und S7-400) ersetzt. Die
MPI-Schnittstelle dient dem direkten elektrischen Anschluß der HMI-Geräte
(HMI: Human Machine Interface, früher COROS) und der Programmiergeräte an die Programmiergeräte-Schnittstelle der SIMATIC S7. Die Schnittstellen sind fest integriert.
In der folgenden Tabelle werden die Schnittstellen in einer Gegenüberstellung erläutert.
AS511
MPI
25polige TTY-Schnittstelle (20 mA)
9polige Sub-D-Schnittstelle mit
RS485-Technik
Baudrate: 9,6 kBaud
Baudrate: 187,5 kBaud
Protokoll: 3964R
Protokoll: S7-Funktionen
Netzausdehnung: 50 m
mit Busverstärkern oder speziellen Kabeln bis über 1000m
Alle programmierbaren Baugruppen innerhalb eines Aufbaus über
MPI ansprechbar
Ein Gerät anschließbar
Bis zu 31 Geräte anschließbar
Busschnittstelle für OP
Über das Bussystem PROFIBUS (frühere Bezeichnung: SINEC L2) können
Automatisierungsgeräte/-systeme der Automatisierungsfamilien SIMATIC S5
und SIMATIC S7 angeschlossen werden. Der Anschluß erfolgt busspezifisch
wie bisher.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
2-3
Hardware
2.2
S7-Baugruppen
Keine grundsätzlichen
Änderungen
gegenüber S5
Das Baugruppenspektrum der S7 entspricht dem von SIMATIC S5 bekannten
und bewährten Baugruppenkonzept und wird dieses weiter ausbauen und ergänzen.
Es gibt bei S7 folgende Baugruppentypen:
• Zentralbaugruppen (CPU),
• Stromversorgungsbaugruppen (PS),
• Anschaltungsbaugruppen (IM),
• Kommunikationsbaugruppen CP; (z. B. für Anschluß an PROFIBUS),
• Funktionsbaugruppen FM; (z. B. zum Zählen, Positionieren, Regeln),
• Digital- und Analogbaugruppen heißen jetzt Signalbaugruppen (SM).
In diesem Kapitel erfahren Sie, wo die Gemeinsamkeiten und Unterschiede
im Baugruppenspektrum von SIMATIC S5 und SIMATIC S7 liegen.
Neue Leistungsmerkmale
STEP 7-Baugruppen zeichnen sich durch diese neuen Leistungsmerkmale
aus:
• Es sind keine Brücken und Schalter mehr auf den Baugruppen vorhanden.
• Alle Baugruppen sind lüfterlos betreibbar. Sie haben wie bei S5 die
Schutzart IP 20.
• Sie haben parametrierbare und diagnosefähige Baugruppen zur Auswahl!
• Die Steckplatzbelegung bei S7 kann flexibler erfolgen als bei S5.
• Erweiterungsgeräte und Dezentrale Peripheriegeräte ET 200 können
Alarme auslösen.
2-4
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
Vergleich der Baugruppenparametrierung S5/S7
Die folgende Tabelle zeigt eine Vergleich der Baugruppenparametrierung in
SIMATIC S5 und SIMATIC S7:
SIMATIC S5
SIMATIC S7
Anordnung der Baugruppen (Konfiguration der Hardware) mit dem STEP 7-Applikation zum Konfigurieren
der Hardware
Einstellen der Adressen mit DIL-Schaltern
Adresseneinstellung mit der STEP 7-Applikation zum
Konfigurieren der Hardware bzw. steckplatzorientiert
Einstellen des Betriebsverhaltens mit
DIL-Schaltern
Parametrieren der Baugruppen mit der STEP 7-Applikation zum Konfigurieren der Hardware
Parametrierung des Betriebsverhaltens der
Zentralbaugruppen über Systemdatenbereiche bzw. DB 1 / DX 0
Parametrieren der CPU mit der STEP 7-Applikation
zum Konfigurieren der Hardware
Übertragen der übersetzten Konfigurationsdaten zur
CPU;
automatisches Übertragen der Baugruppenparameter im
Anlauf
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
2-5
Hardware
2.2.1
Zentralbaugruppen (CPU)
CPUs der S7-300
Tabelle 2-1
Die Tabelle 2-1 enthält die wichtigsten Leistungsmerkmale der verschiedenen CPUs der S7-300. Möchten Sie eine S5-CPU ersetzen, können Sie zur
Wahl der geeigneten CPU die Leistungsmerkmale vergleichen.
Leistungsmerkmale der S7-300 CPUs
Leistungsmerkmal
312 IFM
313
314
314 IFM
Arbeitsspeicher
6 kByte
12 kByte
24 kByte
24 kByte
315
315-2 DP
48 kByte
(integriert)
Ladespeicher
•
integriert
•
erweiterbar mit
Memory Card
20 kByte RAM;
20 kByte
EEPROM
--
Größe des Prozeßabbildes, jeweils,
Ein- und Ausgänge
32 Byte
Peripherieadreßraum
Eingänge: 128
+ 10 onboard
Ausgänge: 128
+ 6 onboard
•
Digitalein-/ausgänge
•
Analogein-/
ausgänge
20 kByte
RAM
40 kByte
RAM
bis 512
kByte
bis 512
kByte
128 Byte
40 kByte RAM;
40 kByte
EEPROM
--
128 Byte
+ 4 onboard
124 Byte
128
128 Byte
512
Eingänge: 496
+ 20 onboard
Ausgänge: 496
+ 16 onboard
1024
64
Eingänge: 64
+ 4 onboard
Ausgänge: 64
+ 1 onboard
128
Merker
1024
2048
Zähler
32
64
Zeiten
64
128
Lokaldaten
bis 512 kByte
(in CPU programmierbar
bis 256 kByte)
+ 4 onboard
32
maximale Summe
aller remanenten
Daten
80 kByte RAM
72 Bytes
4736 Bytes
512 Bytes insgesamt;
256 Bytes je
Prioritätsklasse
144 Bytes
4736 Bytes
1536 Bytes insgesamt;
256 Bytes je Prioritätsklasse
Bausteine:
OBs
FBs
FCs
DBs
SFCs
SFBs
2-6
3
32
32
63
25
2
13
128
128
127
44
7
13
128
128
127
48
7
13
128
128
127
48
14
13
128
128
127
48
7
14
128
128
127
53
7
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
CPUs der S7-400
Tabelle 2-2
Die CPUs der S7-400 unterscheiden sich in ihrem Leistungsumfang. Tabelle 2-2 zeigt eine Gegenüberstellung der Leistungsmerkmale dieser CPUs.
Leistungsmerkmale der CPUs der S7-400
Leistungsmerkmal
Arbeitsspeicher
integriert
CPU
412-1
CPU
413-1
48 kByte
Ladespeicher
CPU
413-2 DP
72 kByte
CPU
414-1
CPU
414-2 DP
CPU
416-1
CPU
416-2 DP
128 kByte
128/384
kByte
512 kByte
0,8/1,6
MByte
8 kByte
8 kByte
16 kByte
erweiterbar mit
Memory Card
bis 15 MByte
bis 15 MByte
bis 15 MByte
Größe des Prozeßabbildes, jeweils Eingänge
und Ausgänge
128 Byte
256 Byte
512 Byte
2 kByte
16384
8 kByte
65536
16 kByte
131072
1024
4096
8192
Merker
4096
M 0.0 bis M 511.7
8192
M 0.0 bis M 1023.7
16384
M 0.0 bis M 2047.7
Zähler
256
Z 0 bis Z 255
256
Z 0 bis Z 255
512
Z 0 bis Z 511
Zeiten
256
T 0 bis T 255
256
T 0 bis T 255
512
T 0 bis T 511
Lokaldaten
4 KByte insgesamt
8 KByte insgesamt
16 KByte insgesamt
Bausteine:
OBs
FBs
FCs
DBs
SFBs
23
256
256
511
24
31
512
1024
1023
24
44
2048
2048
4095
24
SDBs
512
512
512
•
integriert
•
Peripherieadreßraum
• Digitalein/ausgänge
max.
• Analogein/ausgänge
max.
SFCs
55
55
58
55
58
55
58
Remanenz bei
S7-400
Die Zentralbaugruppen der SIMATIC S7-400 benötigen zur Pufferung von
Zeiten, Zählern und Merkern eine Pufferbatterie.
Remanenz ohne
Batterie bei S7-300
Zur Pufferung von Zeiten, Zählern und Merkern auf der Zentralbaugruppe
benötigen Sie bei S7-300 keine Batterien. Ebenso können Sie bei S7-300 den
Inhalt von Datenbausteinen netzausfallsicher halten. Die Zentralbaugruppen
der SIMATIC S7-300 haben einen wartungsfreien Backup-Puffer, der bei
Netzausfall die als remanent parametrierten Operanden und Daten speichert.
Die Anzahl und die Größe der Remanenzbereiche sind CPU-abhängig.
Parametrieren der
Remanenz
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Das Festlegen des remanent zu haltenden Bereiches erfolgt mittels Parametrierdialoge im Rahmen der Hardwareprojektierung mit STEP 7.
2-7
Hardware
2.2.2
Stromversorgungsbaugruppen (PS)
Für jedes Automatisierungssystem stehen Ihnen verschiedene Stromversorgungsbaugruppen zur Verfügung.
Stromversorgungsbaugruppe
in S7-300
Stromversorgungsbaugruppen
in S7-400
Für die Stromversorgung der CPU in S7-300 kann jedes 24V-Netz (Industrie)
verwendet werden.
Im Baugruppenspektrum der S7 sind folgende Stromversorgungsbaugruppen
enthalten, die speziell auf S7-300 abgestimmt sind:
Bezeichnung
Ausgangsstrom
Ausgangsspannung
Eingangsspannung
PS 307
2A
DC 24V
AC 120V /
230V
PS 307
5A
DC 24V
AC 120V /
230V
PS 307
10A
DC 24V
AC 120V /
230V
Bezeichnung
Ausgangsstrom
Ausgangsspannung
Eingangsspannung
PS 407 4A
4A
0,5A
DC 5V
DC 24V
AC 120V /
230V
PS 407 10A
10A
1A
DC 5V
DC 24V
AC 120V /
230V
PS 407 20A
20A
1A
DC 5V
DC 24V
AC 120V /
230V
PS 405 4A
4A
0,5A
DC 5V
DC 24V
DC 24V
PS 405 10A
10A
1A
DC 5V
DC 24V
DC 24V
PS 405 20A
20A
1A
DC 5V
DC 24V
DC 24V
Weitere Informationen sind in den Referenzhandbüchern /71/ und /101/ enthalten.
2-8
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
2.2.3
Anschaltungsbaugruppen (IM)
Für einige Anschaltungsbaugruppen, die in der S5 zur Verfügung stehen, gibt
es Ersatz in S7. Dies bezieht sich hauptsächlich auf Kopplung im Nahbereich. Für die Kopplung im Fernbereich wird bei S7 empfohlen, die Signale
über PROFIBUS zu übermitteln.
Vergleich der
IM-Baugruppen
Baugruppe S5
Baugruppe S7-300
Baugruppe S7-400
Beschreibung
IM 305
IM 306
IM 300 / IM 312
IM 365
IM 360 / IM 361
IM 460-0 / IM 461-0
IM 460-1 / IM 461-1
zentraler Aufbau
-
-
IM 460-3 / IM 461-3
Fernbereich (bis 100 m)
IM 301 / IM 310
Kopplung über
PROFIBUS
Kopplung über
PROFIBUS
Kopplung von Peripherie- und signalvorverarbeitenden Baugruppen (bis 200 m)
IM 304 / IM 314
Kopplung über
PROFIBUS
Kopplung über
PROFIBUS
Verwendung von Dezentraler Peripherie im
Fernbereich (bis 600 m)
-
IM 463-2
dezentrale Kopplung
von S5-Erweiterungsgeräten im Fernbereich
(bis 600 m)
IM 307 / IM 317
Kopplung über
PROFIBUS
Kopplung über
PROFIBUS
Kopplung über Lichtwellenleiter (bis 1500
m)
IM 308 / IM 318
Kopplung über
PROFIBUS
Kopplung über
PROFIBUS
Entfernung bis 3000 m
Für die Anschaltungsbaugruppe IM 308C kann in S7 ersatzweise die IM 467
eingesetzt werden.
S5-Digital- und Analogbaugruppen können Sie mit der Anschaltungsbaugruppe IM 463-2 über einen S5-Erweiterungsbaugruppenträger mit IM 314
an den S7-Baugruppenträger koppeln.
Anschließbare
S5-Erweiterungsbaugruppenträger
Folgende S5-Erweiterungsbaugruppenträger sind anschließbar:
• EG 183
• EG 185
• ER 701-2
• ER 701-3
Von S5 nach S7
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2-9
Hardware
2.2.4
Kommunikationsbaugruppen (CP)
Nachfolgend werden die S5- und S7-Kommunikationsbaugruppen aufgelistet,
die für die verschiedenen Subnetze verwendet werden können. Zusätzlich
sind die Dienste angegeben, die durch die Baugruppen unterstützt werden.
Subnetze in der
SIMATIC
Den differenzierten Anforderungen der Automatisierungsebenen (Leit-, Zellen-, Feld- und Aktor-Sensor-Ebene) entsprechend, bietet SIMATIC die folgenden Subnetze an:
• AS-Interface
Das AS-Interface oder Aktor-/Sensor-Interface ist ein Verbindungssystem
für die unterste Prozeßebene in Automatisierungsanlagen. Es dient speziell zur Vernetzung binärer Sensoren und Aktoren. Die Datenmenge beträgt maximal 4 Bit pro Slave.
• MPI
Das MPI-Subnetz ist für die Feldebene und Zellenebene mit kleinen Ausdehnungen. Die MPI ist eine mehrpunktfähige Schnittstelle in der
SIMATIC S7/M7 und C7. Sie ist als PG-Schnittstelle konzipiert und für
die Vernetzung weniger CPUs, beim Austausch kleiner Datenmengen (bis
70 Byte), gedacht.
• PROFIBUS
PROFIBUS ist im offenen, herstellerunabhängigen Kommunikationssystem der SIMATIC das Netz für den Zellen- und Feldbereich. Der PROFIBUS ist für die schnelle Übertragung bei mittleren Datenmengen (ca. 200
Byte) geeignet.
• Industrial Ethernet
Industrial Ethernet ist im offenen, herstellerunabhängigen Kommunikationssystem der SIMATIC das Netz für die Leitebene und die Zellenebene. Das Industrial Ethernet ist für schnelle Übertragung bei großen Datenmengen geeignet.
• Punkt-zu-Punkt-Kopplung
Eine Punkt-zu-Punkt-Kopplung ist kein Subnetz im herkömmlichen
Sinne. In der SIMATIC wird diese Kopplung mittels Punkt-zu-Punkt
Kommunikationsprozessoren (CP) realisiert, wobei zwei Kommunikationspartner (SPS, Scanner, PC, usw.) miteinander verbunden sind.
2-10
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
AS-Interface
(SINEC S1)
In der nachfolgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick, welche Baugruppen Ihnen für die Kommunikation über das AS-Interface zur Verfügung stehen.
Baugruppe S5
Baugruppe S7-300
Baugruppe S7-400
CP 2433 (AS-i-Funktionen)
CP 2430 (AS-i-Funktionen)
CP 342-2 (AS-i-Funktionen)
-
MPI (SINEC L1)
Die Kommunikation über SINEC L1 bei S5 wurde in S7 durch die Globaldatenkommunikation mit MPI umgesetzt.
Alle CPUs in S7-300 und S7-400, die PGs und OPs besitzen eine MPISchnittstelle.
PROFIBUS
(SINEC L2)
In der nachfolgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick, welche Baugruppen Ihnen für die Kommunikation mit PROFIBUS zur Verfügung stehen und
welche Dienste durch diese Baugruppen unterstützt werden.
Baugruppe S5
Baugruppe S7-300
Baugruppe S7-400
CP5431 (FMS, FDL, DP)
CPU 95U (FDL, DP *))
CP 342-5
(S7-Funktionen, FDL, DP)
CP 343-5
(S7-Funktionen, FDL, FMS)
CP 443-5 Ext.
(S7-Funktionen, FDL, DP)
CP 443-5 Basic
(S7-Funktionen, FDL, FMS)
IM 308-B/C (DP)
CPU 315-2 DP (DP)
CPU 413-2 DP (DP)
CPU 414-2 DP (DP)
CPU 416-2 DP (DP)
IM 467 (DP)
*) abhängig von der bestellten Ausführung
Industrial Ethernet
(SINEC H1)
In der nachfolgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick, welche Baugruppen Ihnen für die Kommunikation mit Industrial Ethernet zur Verfügung stehen und welche Dienste durch diese Baugruppen unterstützt werden.
Baugruppe S5
Baugruppe S7-300
Baugruppe S7-400
CP1430 TF (ISO-Transport)
CP 343-1
(S7-Funktionen, ISO-Transport)
CP 443-1
(S7-Funktionen, ISO-Transport)
CP 1430 TCP (ISO on TCP)
CP 343-1 TCP
(S7-Funktionen, ISO on TCP)
CP 443-1 TCP
(S7-Funktionen, ISO on TCP)
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
2-11
Hardware
Punkt-zu-PunktKopplung
In der nachfolgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick, welche Baugruppen Ihnen für die Punkt-zu-Punkt-Kopplung zur Verfügung stehen und welche Dienste durch diese Baugruppen unterstützt werden.
Baugruppe S5
Baugruppe S7-300
Baugruppe S7-400
CP 521 (3964 (R), ASCII)
CP 523 (3964 (R), ASCII)
CP 340-RS 232C (3964 (R),
ASCII)
CP 340-20 mA (3964 (R),
ASCII)
CP 340-RS 422/485 (3964 (R),
ASCII)
-
CP 441-1 (3964 (R), RK512,
ASCII)
-
CP 441-2 (3964 (R), RK512,
ASCII, nachladbare Sondertreiber)
CP 544 (3964 (R), RK 512,
ASCII)
CP 524/525 (3964 (R), RK 512,
ASCII, nachladbare Sondertreiber)
CP 544 B (3964 (R), RK 512,
ASCII, nachladbare Sondertreiber)
2-12
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
2.2.5
Funktionsbaugruppen (FM)
Für einige IP- und WF-Baugruppen der SIMATIC S5 gibt es die Möglichkeit,
sie mit Hilfe der Adaptionskapsel in S7-400 einzusetzen. Ansonsten stehen
Ihnen neue Funktionsbaugruppen für S7 zur Auswahl, um die gewünschte
Funktionalität zu erfüllen.
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über signalvorverarbeitende
Baugruppen in S5 und S7.
Tabelle 2-3
Vergleich signalvorverarbeitender Baugruppen in S5 und S7
S5-Baugruppe
Adaptionskapsel
S7-Baugruppe
Beschreibung
IP 240
ja
FM 451
(bedingt)
Zähler-, Wegerfassungs-, Positionierbaugruppe
IP 241
nein
FM 451 /
FM 452
(bedingt)
Digitale Wegerfassungsbaugruppe
IP 242A
nein
nein
Zählerbaugruppe
IP 242B
ja
nein
Zählerbaugruppe
IP 244
ja
FM 455
Reglerbaugruppe
IP 246I/A
ja
FM 354 /
FM 357 /
FM 453
Positionierbaugruppe für drehzahlregelbare Antriebe
IP 247
ja
FM 353 /
FM 357 /
FM 453
Positionierbaugruppe für Schrittmotoren
IP 252
nein
FM 455
(bedingt)
Regelungsbaugruppe
IP 260
nein
FM 355
(bedingt)
Regelungsbaugruppe
IP 261
nein
nein
Dosierbaugruppe
IP 281
nein
FM 350-1 / FM
450-1
Zählerbaugruppe
IP 288
nein
FM 451 /
FM 452
Positionierbaugruppe für Eil-/Schleichganggetriebe und Nockensteuerung
WF 705
ja
FM 451
(bedingt)
Wegerfassungsbaugruppe
WF 706
nein
FM 451
(bedingt)
Positionier- und Zählbaugruppe
WF 707
nein
FM 452
(bedingt)
Nockensteuerwerk
WF 721
ja
FM 354
(bedingt wegen
Aufbautechnik)
Positionierbaugruppe
WF 723A
ja
FM 453
Positionierbaugruppe
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
2-13
Hardware
Tabelle 2-3
Vergleich signalvorverarbeitender Baugruppen in S5 und S7, Fortsetzung
S5-Baugruppe
Adaptionskapsel
S7-Baugruppe
Beschreibung
WF 723 B
ja
FM 357
(bedingt wegen
Aufbautechnik)
Positionierbaugruppe
WF 723 C
ja
nein
Positionierbaugruppe
-
-
FM 456-4
Applikationsbaugruppe (M7-FM)
-
-
SINUMERIK
FM-NC
NC-Steuerung
-
-
FM
STEPDRIVE
Ansteuerung von Schrittmotoren
-
-
SIMOSTEP
Schrittmotor
2-14
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
2.2.6
Signalbaugruppen (SM)
Die Signalbaugruppen in SIMATIC S7 sind vergleichbar mit den Ein- / Ausgabebaugruppen, die es in S5 gibt. Es stehen Ihnen jedoch neben den einfachen Signalbaugruppen auch parametrierbare und diagnosefähige Baugruppen zur Auswahl.
Parametrierbare
SMs
Bei parametrierbaren Digitaleingabebaugruppen haben Sie z. B. die Möglichkeit, mit der STEP 7-Applikation zum Konfigurieren der Hardware einzustellen, welche Kanäle bei Flankenwechsel einen Prozeßalarm auslösen sollen.
Die Eingangsbereiche von Analogeingabebaugruppen lassen sich sehr einfach mit STEP 7 parametrieren.
Diagnosefähige
SMs
Diagnosefähige Baugruppen erkennen sowohl externe Fehler wie z. B. Drahtbruch oder externen Kurzschluß, als auch interne Fehler wie z. B. RAM-Fehler oder internen Baugruppenkurzschluß.
Ein Diagnoseereignis wird auf zwei Arten von der Steuerung ”verarbeitet”:
• Auslösen eines Diagnosealarms (dann wird ein entsprechender OB im
Anwenderprogramm aufgerufen, der das zyklische Programm unterbricht)
• Eintrag in den Diagnosepuffer der CPU (mit PG/B+B-Gerät auslesbar)
Die folgenden Tabellen listen die in S7 vorhandenen Signalbaugruppen auf:
Tabelle 2-4
Signalbaugruppen in SIMATIC S7-300
DI
(SM 321)
DO
(SM 322)
AI
(SM 331)
AO
(SM 332)
32 x DC 24V
16 x DC 24V
32 x DC 24V/0,5A
16 x DC 24V/0,5A
8 x 12 Bit
2 x 12 Bit
2 x 12 Bit
16 x DC 24V mit Prozeß- und Diagnosealarm
8 x DC 24V/0,5A
mit Diagnosealarm
Ex: 4 x 15 Bit
Ex: 4 x 15 Bit
16 x DC 24V
M-lesend
8 x DC 24V/2A
Ex: 12 x 15 Bit
8 x AC 120V/230V
8 x AC 120V/230V/
2A
Ex: 4 x DC 24V
Ex: 4 x DC 15V/
20mA
AI 4/AO 2 X 8/8 Bit (SM 334)
Ex: 4 x DC 24V/
20mA
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
2-15
Hardware
Tabelle 2-5
Signalbaugruppen in SIMATIC S7-400
DI
(SM 421)
DO
(SM 422)
AI
(SM 431)
32 x DC 24V
32 x DC 24V/0,5A
8 x 13 Bit
16 x UC 24V/60V
mit Prozeß- und
Diagnosealarm
16 x DC 24V/2A
8 x 14 Bit
(für Temperaturmessung)
16 x UC
120V/230V
16 x AC
120V/230V
/5A
8 x 14 Bit
32 x UC 120V
16 x AC
120V/230V
/2A
16 x 16 Bit
AO
(SM 432 )
8 x 13 Bit
16 x UC
30V/230V/
Rel 5A
2.2.7
Simulatorbaugruppen (S7-300)
Zum Test Ihres Programmes steht Ihnen in S7-300 die Simulatorbaugruppe
SM 374 zur Verfügung.
Die Simulatorbaugruppe zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
• Simulation von
- 16 Eingängen oder
- 16 Ausgängen oder
- 8 Eingängen und 8 Ausgängen
(mit jeweils den gleichen Anfangsadressen!)
• Funktion mit Schraubendreher einstellbar
• Statusanzeigen für Simulation von Ein- oder Ausgängen
2-16
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
2.3
Dezentrale Peripherie
Die Baugruppen für Dezentrale Peripherie des Systems ET 200, die Sie in
SIMATIC S5 eingesetzt haben, können Sie auch wieder für SIMATIC S7 verwenden.
Zusätzliche neue ET 200-Baugruppen ergänzen das Baugruppenspektrum.
DP-Master
DP-Master im Dezentralen Peripheriesystem können folgende Baugruppen
sein:
• S7-300 mit CPU 315-2 DP oder CP 342-5 als DP-Master
• S7-400 mit CPU 413-2 DP / 414-2 DP / 416-2DP oder CP 443-5 Extended
als DP-Master
DP-Slaves
DP-Slaves im Dezentralen Peripheriesystem können z. B. sein:
• Dezentrale Peripheriegeräte ET 200B, ET 200C, ET 200M, ET 200X (bis
12 MBaud) und ET 200U, ET 200L (bis 1,5 MBaud)
• Automatisierungsgeräte/-systeme wie
- S5-115U, S5-135U oder S5-155U mit IM 308-C als DP-Slave
- S5-95U mit DP-Slave-Schnittstelle (bis 1,5 MBaud)
- S7-300 mit CPU 315-2 DP oder CP 342-5 als DP-Slave
- S7-400 mit CP 443-5 als DP-Slave
• Schnittstelle zum Aktuator-Sensor-Interface mit dem DP/AS-i Link
• Textdisplays und Operator Panels für maschinennahes Bedienen und Beobachten
• Identifikationssysteme MOBY
• Niederspannungs-Schaltgeräte
• Feldgeräte von Siemens oder von anderen Herstellen wie z. B. Antriebe,
Ventilinseln etc.
FMS-Master
FMS-Master können sein:
• S7-300 mit CP 343-5 als FMS-Master
• S7-400 mit CP 443-5 Basic als FMS-Master
FMS-Slaves
FMS-Slaves können z. B. die ET 200U oder das Motorschutz- und Steuergerät SIMOCODE sein.
Weitere Informationen entnehmen Sie den Handbüchern oder dem SiemensKatalog CA01.
Von S5 nach S7
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2-17
Hardware
2.4
Kommunikation
Dienste und Subnetze
Die Kommunikation in der SIMATIC S7 basiert auf unterschiedlichen Subnetzen, auf denen verschiedene Dienste zur Verfügung gestellt werden.
Dienste
Subnetze
S7-Kommunikationsfunktionen
(S7-Funktionen)
ISO-Transport
FDL (SDA)
ISO-on-TCP
FMS
GD
DP
Industrial
PROFIBUS
MPI
Ethernet
Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der in der SIMATIC verwendeten Kommunikationsdienste
S7-Funktionen
Die S7-Funktionen bieten Dienste zur Kommunikation zwischen
S7/M7-CPUs, S7-OP/Oss und PCs. Die S7-Funktionen sind in jedem
SIMATIC S7/M7-Gerät bereits integriert. Da die S7-Funktionen einem Dienst
des ISO-Aplikation Layer entsprechen, sind sie unabhängig vom Subnetz und
können auf allen Subnetzen (MPI, PROFIBUS, Industrial Ethernet) verwendet werden.
ISO-Transport
Diese Funktionen dienen der gesicherten Übertragung von Daten von der
SIMATIC S7 an die SIMATIC S5.
Sie dienen der Übertragung mittlerer Datenmengen (bis 240 Byte) über offene Kommunikation auf Schicht 4 ISO-Transport nach ISO-Referenzmodell
bei Industrial Ethernet.
ISO-on-TCP
Diese Funktionen dienen der gesicherten Übertragung von Daten von der
SIMATIC S7 an die SIMATIC S5.
Sie dienen der Übertragung mittlerer Datenmengen (bis 240 Byte) über offene Kommunikation gemäß TCP/IP-Protokoll auf Schicht 4 nach ISO-Referenzmodell bei Industrial Ethernet.
Der ISO-on-TCP-Dienst benötigt den erweiterten RFC1006-Standard.
FDL (SDA)
Diese Funktionen dienen der gesicherten Übertragung von Daten von der
SIMATIC S7 an die SIMATIC S5.
Sie dienen der Übertragung mittlerer Datenmengen (bis 240 Byte) über offene Kommunikation auf Schicht 2 Fieldbus Data Link (FDL) nach ISO-Referenzmodell bei Industrial Ethernet.
2-18
Von S5 nach S7
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Hardware
FMS
PROFIBUS FMS (Fieldbus Message Specification) bietet Dienste für die
Übertragung von strukturierten Daten (FMS-Variablen) über statische FMSVerbindungen an.
Der FMS-Dienst läßt sich in die Schicht 7 des ISO-Referenzmodells einordnen. Er entspricht der europäischen Norm EN 50170 Vol. 2 PROFIBUS und
bietet Dienste für die Übertragung strukturierter Daten (Variablen).
DP
PROFIBUS-DP-Dienste bieten die Möglichkeit, mit dezentraler Peripherie
transparent zu kommunizieren. Vom Steuerungsprogramm her wird dezentrale Peripherie genauso angesprochen wie zentrale Peripherie.
GD
Die Globale Datenkommunikation ist eine einfache, im Betriebssystem der
S7-300/400-CPUs integrierte Kommunikationsmöglichkeit.
Die GD-Kommunikation ermöglicht den zyklischen und bei S7-400 auch
ereignisgesteuerten Datenaustausch zwischen CPUs über die MPI-Schnittstelle.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
2-19
Hardware
2.4.1
Schnittstelle zum Anwenderprogramm
Die Kommunikationsschnittstelle zum Anwenderprogramm bilden folgende
Bausteine:
• SFCs (ohne Verbindungsprojektierung)
• SFBs (mit Verbindungsprojektierung) (nur S7-400)
• ladbare FCs / FBs
Diese Bausteine ersetzen die S5-Hantierungsbausteine. Die Funktionalität ist
ähnlich, jedoch mit den STEP 7-Sprachmitteln realisiert. Ein entsprechendes
S5-Programm mit Hantierungsfunktionen müssen Sie an die neuen Bausteine
für die Kommunikation anpassen.
Netz
Dienst
Schnittstelle im
S5 Anwenderprogramm
Schnittstelle im
S7 Anwenderprogramm
Punkt-zu-PunktKopplung
-
Hantierungsbausteine *
S7-300: ladbare FBs
S7-400: ladbare SFBs
PROFIBUS
FDL (AG - AG)
Freier Layer 2
FMS
Hantierungsbausteine *
Hantierungsbausteine *
Hantierungsbausteine *
ladbare FCs
ladbare FBs
Industrial Ethernet
ISO 4
ISO 4 + AP
STF
Hantierungsbausteine *
Hantierungsbausteine *
Hantierungsbausteine *
+ ladbare FBs
Hantierungsbausteine *
+ ladbare FBs
ladbare FCs
-
MAP
ladbare FBs
* Je nach CPU integriert oder ladbar.
2-20
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Hardware
2.5
Bedienen & Beobachten
Einführung
Die folgenden Abschnitte geben einen Überblick, in welchem Umfang Operator Panel SIMATIC HMI (HMI: Human Machine Interface, früher: COROS) auch bei SIMATIC S7 eingesetzt werden können.
Operator Panels
(OP)
Die Operator Panels SIMATIC HMI bieten B&B-Funktionalität in Verbindung mit SIMATIC S5, SIMATIC S7 und SIMATIC TI (sowie anderen
Steuerungen).
STEP 5
Für die Anbindung von SIMATIC OP an SIMATIC S5 gilt allgemein, daß
im AG ein Standard-Funktionsbaustein erforderlich ist, der je angeschlossenem OP aufgerufen werden muß.
Folgende OPs sind in Verbindung mit S5 einsetzbar:
• TD17, OP5/A1, OP7/PP, OP7/DP-12, OP15/x1, OP17/PP, OP17/DP-12
• OP25, OP35, OP37, TP37
STEP 7
Hinsichtlich der Kopplung von SIMATIC OP an SIMATIC S7/M7 ist zwischen PPI, MPI und PROFIBUS (als MPI-Teilnehmer) zu unterscheiden.
PPI bzw. MPI-Kopplung laufen über die PG-Schnittstelle der CPU. Dabei
nutzen SIMATIC OPs die Kommunikationsdienste der SIMATIC S7/M7
(S7-Funktionen); ein Standardfunktionsbaustein ist daher nicht erforderlich!
Auch bei der PROFIBUS-Kopplung von SIMATIC OP an SIMATIC S7/M7
handelt es sich um eine Kommunikation auf Basis der S7-Funktionen; ein
Standard-FB ist nicht erforderlich! (SIMATIC OPs sind “aktive Teilnehmer”
und nicht etwa PROFIBUS-DP /Slaves wie bei der PROFIBUS-Kopplung an
SIMATIC S5). Bezüglich Teilnehmeranzahl gilt das gleiche Mengengerüst
wie bei einer MPI-Kopplung.
Folgende OPs sind in Verbindung mit S7 einsetzbar:
• TD17, OP3, OP5/A2, OP7/DP, OP7/DP-12, OP15/x2, OP17/DP,
OP17/DP-12
• OP25, OP35, OP37, TP37
Aus Sicht der SIMATIC OP gelten folgende Einschränkungen:
• OP3: max 2 Verbindungen
• OP5/15/25: max. 4 Verbindungen
• TD17, OP7/17: max 4 Verbindungen
• OP35: max 6 Verbindungen
• OP37, TP37: max 8 Verbindungen
Von S5 nach S7
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2-21
Hardware
Projektierung
SIMATIC ProTool und SIMATIC ProTool/Lite sind moderne Projektierungswerkzeuge zur Projektierung der Operator Panels. Während mit SIMATIC
ProTool alle Geräte projektiert werden können, ist mit SIMATIC ProTool/
Lite die Projektierung auf die zeilenorientierten Operator Panels beschränkt.
Funktional ist ProTool/Lite ein Subset von ProTool.
Integration in
SIMATIC STEP 7
ProTool ist in die Projektierungssoftware STEP7 der SIMATIC integrierbar
und ermöglicht dadurch den direkten Zugriff auf Projektierungsdaten, wie
z.B. Symbolliste, Kommunikationsparameter der Steuerungsprojektierung.
Dies spart Zeit und Geld; mögliche Fehler durch mehrmaliges Eingeben werden vermieden.
Tabelle 2-6
Projektierungstools für Bedien- und Beobachtungsgeräte
Gerät
Projektierungstool
zeilenorientierte OP (TD17,
OP7,OP 15, OP17)
OP 3, OP 5,
grafikorientierte OP (OP 25, OP 35, OP37, TP37)
WinCC
ProTool/Lite bzw. ProTool
ProTool
WinCC kann als Einzelplatz- oder Mehrplatzsystem (Client-Server-Struktur)
eingesetzt werden.
WinCC ist ein branchen- und technologieneutrales System zur Lösung von
Visualisierungs- und leittechnischen Aufgaben in der Produktions- und Prozeßautomatisierung. Es bietet industriegerechte Funktionsmodule zur Grafikdarstellung, zum Melden, Archivieren und Protokollieren. Mit seiner leistungsfähigen Prozeßkopplung, der schnellen Bildaktualisierung und der
sicheren Datenarchivierung gewährleistet es eine hohe Verfügbarkeit.
Neben diesen Systemfunktionen bietet WinCC offene Schnittstellen für Anwenderlösungen. Sie ermöglichen die Integration von WinCC in komplexe,
unternehmensweite Automatisierungslösungen. Integriert ist der Archivdatenzugriff über ODBC und SQL, d. h. Standardschnittstellen sowie die Einbindung von Objekten und Dokumenten über OLE2.0 und OLE-Custom-Controls (OCX). Diese Mechanismen machen WinCC zu einem kompetenten,
kommunikativen Partner in der Windows-Welt.
Basis für WinCC sind die 32-bit-Betriebssysteme MS-Windows 95 oder MSWindows NT. Beide verfügen über ein preemtives Multitasting, das schnelle
Reaktionen auf Prozeßereignisse und Sicherheit vor Datenverlust in hohem
Maße gewährleistet. Windows NT bietet zusätzlich sicherheitsgerichtete
Funktionen und dient als Basis für den Serverbetrieb in einem WinCC-Mehrplatzsystem. Die WinCC-Software selbst ist eine 32-bit-Applikation, die mit
modernster, objektorientierter Softwaretechnik entwickelt wurde.
2-22
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3
Software
3.1
Allgemeine Bedienphilosophie
Übersicht
3.1.1
Die Software zur Konfigurierung und Programmierung von SIMATIC
S7/M7/C7 ist nach modernen ergonomischen Erkenntnissen gestaltet und
deshalb weitgehend selbsterklärend.
Installationsvoraussetzungen
Betriebssystem
Microsoft Windows 95.
Basishardware
Programmiergerät oder PC mit
• Prozessor 80486 (oder höher) und
• RAM-Speicherausbau: mindestens 16 MB, empfohlen sind 32 MB,
• einem VGA-Monitor oder einem anderen Monitor, der von Microsoft
Windows 95 unterstützt wird,
• Tastatur und optional, aber empfehlenswert eine Maus, die von Microsoft
Windows 95 unterstützt wird.
Speicherkapazität
Erforderlicher Speicherplatz auf der Festplatte
• 105 MB belegt das Basispaket bei Installation von einer Sprache. Der
Speicherplatzbedarf ist abhängig vom gewählten Installationsumfang der
Basissoftware.
• Etwa 64 MB abzüglich Hauptspeicherausbau sollte STEP 7 zum Anlegen
von Swap-Dateien zur Verfügung haben (d. h. ca. 32 MB bei einem
Hauptspeicherausbau von 32 MB).
• Ca. 50 MB sollten Sie für Ihre Anwenderdaten vorsehen.
• Mindestens 1 MB freien Speicherplatz auf dem Laufwerk C: für das Setup
(Setup-Dateien werden nach Abschluß der Installation gelöscht).
Von S5 nach S7
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3-1
Software
3.1.2
Installieren der STEP 7-Software
Übersicht
STEP 7 enthält ein Setup-Programm, das die Installation automatisch durchführt. Eingabeaufforderungen auf dem Bildschirm führen Sie Schritt für
Schritt durch den gesamten Installationsvorgang.
Autorisierung
Für die Nutzung der STEP 7-Programmiersoftware wird eine produktspezifische Autorisierung (Nutzungsberechtigung) benötigt. Die so geschützte Software ist nur benutzbar, wenn auf der Festplatte des betreffenden PG / PC die
für das Programm oder Softwarepaket erforderliche Autorisierung erkannt
wird.
Für die Autorisierung benötigen Sie die zum Lieferumfang gehörende kopiergeschützte Autorisierungsdiskette. Sie enthält die Autorisierung und das zum
Anzeigen, Installieren und Deinstallieren der Autorisisierung erforderliche
Programm AUTHORS.
Die Vorgehensweise beim Übertragen und Entfernen der Autorisierung ist im
Benutzerhandbuch /231/ beschrieben.
Hinweis
Siemens Programmiergeräte (wie zum Beispiel das PG 740) werden mit installierbarer STEP 7-Software auf der Festplatte ausgeliefert.
Weitere Informationen zur Installation entnehmen Sie bitte dem Benutzerhandbuch /231/.
3-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
3.1.3
Starten der STEP 7-Software
Starten
Nach dem Start von Windows 95/NT finden Sie auf der Windows-Oberfläche
ein Symbol für den SIMATIC Manager, dem Einstieg in die STEP 7-Software.
STEP 7 wird am schnellsten mit einem Doppelklick auf das Symbol ”SIMATIC Manager” gestartet. Daraufhin wird das Fenster des SIMATIC Managers
geöffnet. Von hier aus lassen sich alle von Ihnen installierten Funktionen sowohl des Basissystems als auch von Optionssoftware ansprechen.
Alternativ können Sie den SIMATIC Manager auch über die Schaltfläche
”Start” auf der Task-Leiste in Windows 95/NT starten: Den Eintrag finden
Sie unter ”Simatic/STEP 7”.
SIMATIC Manager
Der SIMATIC Manager ist die Einstiegsoberfläche für die Konfigurierung
und Programmierung. Sie können:
• Projekte einrichten,
• Hardware konfigurieren und parametrieren,
• Kommunikations-Verbindungen projektieren,
• Programme erstellen,
• Ihre Programme testen und in Betrieb nehmen.
Der Zugang zur Funktionalität ist objektorientiert gestaltet und intuitiv und
leicht erlernbar.
Sie können mit dem SIMATIC Manager
• offline d.h. ohne angeschlossene Steuerung oder
• online d.h. mit angeschlossener Steuerung
arbeiten. (Beachten Sie dabei die entsprechenden Sicherheitshinweise.)
Von S5 nach S7
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3-3
Software
SIMATIC Manager - zebra
Datei Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Extras
Fenster Hilfe
zebra - <Standardhierarchie, Offline> (Projekt) --- C:\SIEMENS\STEP7\S7proj\zebra
zebra
SIMATIC 400-Station
SIMATIC 400-Station (1)
MPI(1)
Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten.
Bild 3-1
3-4
Geöffnetes Projekt im SIMATIC Manager
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
3.2
Aufbau eines S7-Projektes
Definition
Projekte repräsentieren die Gesamtheit aller Daten und Programme einer Automatisierungslösung. Sie dienen dazu, die bei der Erstellung der Automatisierungslösung anfallenden Daten und Programme geordnet abzulegen.
Projekt bei STEP 5
Den Begriff ”Projekt” kennen Sie bereits von STEP 5. Bei STEP 5 faßt ein
Projekt alle zu einem Anwenderprogramm erstellten STEP 5-Dateien in
einer Projektdatei zusammen.
In der Projektdatei sind Informationen gespeichert, die eine bequeme Bearbeitung und Pflege eines Anwenderprogramms ermöglichen, z. B. Parametereinstellungen und Katalog-/Dateibezeichnungen.
Projekt bei STEP 7
Ein Projekt umfaßt bei STEP 7 die gesamte Programm- und Datenhaltung für
eine Automatisierungslösung, unabhängig von der Anzahl der Zentralbaugruppen und deren Vernetzung. Ein Projekt beschränkt sich also nicht auf ein
Anwenderprogramm für eine programmierbare Baugruppe, sondern mehrere
Anwenderprogramme für mehrere programmierbare Baugruppen, die unter
einem gemeinsamen Projektnamen zusammengefaßt sind.
Anmerkung
Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, wie von STEP 5 gewohnt, ein
einfaches Anwenderprogramm für nur eine Zentralbaugruppe zu erstellen.
Ein Projekt ist dann auf eine Zentralbaugruppe beschränkt.
Im folgenden geht es um die Verzeichnisstruktur, die STEP 7 den von Ihnen
erstellten Anwenderprogrammen und Daten zur Verfügung stellt.
Von S5 nach S7
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3-5
Software
Bestandteile eines
Projekts
Ein Projekt bei STEP 7 umfaßt im wesentlichen die in Bild 3-2 aufgeführten
Objekte. Die Objekte sind im Anschluß an das Bild erläutert.
Projekt
Station
Netz
Programmierbare Baugruppe
Verbindungstabelle
Behälter für alle Daten
eines Programms
Symboltabelle
Quellprogramm
in Textform
Bild 3-2
Bausteine
Wesentliche Objekte eines Projekts bei STEP 7 und ihre hierarchische Struktur
Netz
Das Objekt ”Netz” repräsentiert die für ein Subnetz (z. B. MPI oder PROFIBUS) maßgeblichen Eigenschaften. Durch die Zuweisung einer Station bzw.
einer darin enthaltenen kommunikationsfähigen Baugruppe zu einem Netz
kann STEP 7 kommunikationsrelevante Parameter auf Konsistenz prüfen.
Station
Eine Station repräsentiert den Aufbau eines Automatisierungssystems mit
allen dazugehörigen Baugruppenträgern. Wenn eine Baugruppe mit DPSchnittstelle in einer Station steckt, dann ist auch das gesamte Mastersystem
(d. h. die dazugehörigen DP-Slaves) ein Teil dieser Station!
Eine Station umfaßt eine oder mehrere programmierbare Baugruppen (z. B.
CPU).
Hardware
3-6
Hardware ist ein Objekt mit den Konfigurationsdaten und Parametern einer
Station. Die Konfigurationsdaten und Parameter einer Station werden in Systemdatenbausteinen (SDBs) abgelegt.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Programmierbare
Baugruppe
Programmierbare Baugruppen sind im Gegensatz zu anderen Baugruppen
Träger von Anwenderprogrammen. Sie finden in den Ordnern - sie heißen bei
STEP 7 ”Behälter” - unter den programmierbaren Baugruppen alle Daten, die
zum Programm der Baugruppe gehören:
• Quellprogramme in Textform (die mit einem Texteditor erstellt werden)
Beim Übersetzen der Quellprogramme werden im Behälter “Bausteine” ablauffähige Bausteine erzeugt.
• Bausteine (die in die programmierbare Baugruppe geladen werden)
• Symboltabelle
Verbindungstabelle
Die Verbindungstabelle repräsentiert sämtliche Verbindungen einer programmierbaren Baugruppe (z. B. CPU) in einer Station. Eine Verbindung definiert
die Kommunikationseigenschaften zwischen zwei Teilnehmern und wird
durch eine Verbindungs-ID gekennzeichnet. Nur diese Verbindungs-ID benötigen Sie, um mit standardisierten Kommunikationsbausteinen - vergleichbar
mit den Hantierungsbausteine von STEP 5 - ereignisgesteuerte Kommunikation zu programmieren.
Quellen
Quellen dienen bei der S7-Programmierung als Basis zur Erzeugung von
Bausteinen. Quellen können nicht in eine S7-CPU geladen werden.
Bausteine
Bausteine sind durch ihre Funktion, ihre Struktur oder ihren Verwendungszweck abgegrenzte Teile des Anwenderprogramms. Bausteine können in
S7-CPUs geladen werden.
Im Behälter “Bausteine” sind neben den ablauffähigen Bausteinen die Variablentabellen enthalten.
Symboltabelle
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Die Symboltabelle enhält die Zuweisung von Namen (=Symbolen) z. B. für
Eingänge, Ausgänge, Merker und Bausteine.
3-7
Software
3.3
Projekt bearbeiten mit SIMATIC-Manager
3.3.1
Projekt anlegen
Neues Projekt
Um ein Projekt anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie den Menübefehl Datei " Neu im SIMATIC Manager.
2. Wählen Sie im Dialogfeld ”Neu” die Option ”Neues Projekt”.
3. Tragen Sie einen Namen für das Projekt ein und bestätigen Sie mit ”OK”.
Alternative für die
Weiterarbeit
Bei der Wahl der weiteren Bearbeitungsreihenfolge eines Projekts haben Sie
größtmögliche Flexibilität. Nach dem Anlegen eines Projekts können Sie
• Hardware konfigurieren und anschließend die Software dafür erstellen
oder
• unabhängig von einer konfigurierten Hardware mit der Software-Erstellung beginnen. Der Hardware-Aufbau einer Station braucht zur Eingabe
von Programmen noch nicht festgelegt zu sein.
Tabelle 3-1
Alternativen für die Weiterarbeit
Alternative 1
Alternative 2
Zunächst Hardware konfigurieren
(siehe auch Kap. 3.4)
Zunächst Software erstellen
Konfigurieren Sie Ihre Hardware
(siehe Abschnitt 3.4).
Nach dem Konfigurieren sind die für die Software-Erstellung erforderlichen Behälter ”S7-Programm” bereits eingefügt.
Fügen Sie die erforderlichen Software-Behälter
(S7-Programme) in Ihr Projekt ein
Erstellen Sie anschließend die Software für die
programmierbaren Baugruppen
Erstellen Sie anschließend die Software für die
programmierbaren Baugruppen
(siehe Abschnitt 3.6).
(siehe Abschnitt 3.6).
(siehe Abschnitt 3.6).
Konfigurieren Sie Ihre Hardware
(siehe Abschnitt 3.4).
Ordnen Sie das S7-Programm einer CPU zu,
nachdem Sie die Hardware konfiguriert haben.
Wie Sie Programme auch ohne Hardware-Konfigurierung laden und testen
können, ist im Benutzerhandbuch /231/ beschrieben.
3-8
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
3.3.2
Sichern von Projekten
Übersicht
Um ein Projekt zu sichern, können Sie eine Kopie des Projektes unter einem
anderen Namen abspeichern oder das Projekt archivieren.
Speichern unter ...
Gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie das Projekt.
2. Wählen Sie den Menübefehl Datei " Speichern unter. Das Dialogfeld
”Speichern unter” wird angezeigt.
3. Wählen Sie Speichern mit oder Speichern ohne Konsistenzüberprüfung
und schließen Sie das Dialogfeld mit ”OK”. Das Dialogfeld ”Projekt
speichern unter” wird angezeigt.
4. Wählen Sie bei ”Speichern in” das Verzeichnis aus, in dem das Projekt
gespeichert werden soll.
5. Geben Sie im Feld ”Dateiname” anstelle des Sterns (*) einen Dateinamen
ein. Ändern Sie die Dateierweiterung nicht.
6. Schließen Sie das Dialogfeld mit ”OK”.
Es muß sichergestellt sein, daß auf dem ausgewählten Laufwerk genügend
Speicherplatz vorhanden ist. Da in der Regel der Speicherplatz auf einer Diskette zum Speichern eines Projektes unzureichend ist, macht es keinen Sinn,
hier ein Diskettenlaufwerk auszuwählen, Um Projekte auf Disketten zu sichern, müssen Sie diese archivieren. Archive können auf mehrere Disketten
aufgeteilt werden.
Archivieren
Einzelne Projekte oder Bibliotheken können Sie in komprimierter Form in
einer Archivdatei ablegen. Dieses komprimierte Ablegen ist auf Festplatte
oder auf transportablen Datenträgern (Diskette) möglich.
Um auf Komponenten eines archivierten Projekts oder einer archivierten Bibliothek zuzugreifen, muß das Projekt zuvor wieder dearchiviert werden. Das
Thema Archivieren ist ausführlich im Benutzerhandbuch /231/ beschrieben.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-9
Software
3.4
Hardware konfigurieren mit STEP 7
Bei SIMATIC S5 gab es keine Möglichkeit, die Hardware per Software zu
konfigurieren. In S7 wird das Adressieren und Parametrieren der Baugruppen
und die Projektierung der Kommunikation durch eine STEP 7-Applikation
übernommen. Dies hat den Vorteil, daß der Anwender an den Baugruppen
nichts mehr einstellen muß, da er die Konfigurierung und Parametrierung
zentral vom PG aus erledigen kann.
Voraussetzung
Es wurde bereits ein Projekt angelegt.
Einfügen einer
Station
Um eine neue Station in einem Projekt anzulegen, öffnen Sie das Projekt, so
daß das Projektfenster angezeigt wird (falls noch nicht geschehen).
• Markieren Sie das Projekt.
• Erzeugen Sie das Objekt für die gewünschte Hardware über Menübefehl
Einfügen > Station.
Sie können im Folgemenü auswählen:
• SIMATIC 300-Station
• SIMATIC 400-Station
• PC/PG
• SIMATIC S5
• Andere Stationen, d. h. nicht SIMATIC S7/M7, SIMATIC S5
Die Stationen PC/PG, SIMATIC S5 und andere Stationen werden nur für die
Projektierung von Kommunikationsverbindungen angegeben. Es ist keine
Konfiguration und Programmierung von S5 möglich.
Klicken Sie im Projektfenster auf das ”+” vor dem Projektsymbol, falls darunter die Station noch nicht angezeigt wird.
3-10
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Konfigurierung
durchführen
Gehen Sie folgendermaßen vor:
• Klicken Sie auf die neu eingefügte Station. Sie enthält das Objekt ”Hardware”.
• Öffnen Sie das Objekt ”Hardware”. Das Fenster ”HWKonfig” wird aufgeblendet.
• Legen Sie im Fenster ”Hardware konfigurieren” den Aufbau der Station
fest. Dazu steht Ihnen ein Baugruppenkatalog zur Verfügung, den Sie mit
dem Menübefehl Ansicht > Katalog aufblenden können, falls er nicht
angezeigt wird.
• Fügen Sie zunächst einen Baugruppenträger (Rack) aus dem Baugruppenkatalog in das leere Fenster ein. Anschließend wählen Sie Baugruppen
aus, die Sie auf die Rack-Steckplätze verteilen. Je Station muß mindestens eine CPU konfiguriert sein. Alle Eingaben werden automatisch
überprüft und abgewiesen, wenn sie unzulässig sind.
Weitere Informationen zum Konfigurieren finden Sie im Benutzerhandbuch /231/.
Ergebnis der
Konfigurierung
Nach dem Speichern und Beenden der Hardware-Konfigurierung wird zu
jeder CPU, die Sie bei der Konfigurierung angelegt haben, automatisch eine
Verbindungstabelle (Objekt ”Verbindungen”) sowie ein S7-Programm angelegt. Das S7-Programm enthält die Objekte “Quellen” und “Bausteine” als
Software-Behälter und die Symboltabelle
Im Behälter “Bausteine” befinden sich das Objekt für den OB 1 und “Systemdaten” mit den übersetzten Konfigurationsdaten.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-11
Software
3.5
Verbindungen projektieren in der Verbindungstabelle
In S5 werden Verbindungen mit dem COM NCM projektiert. Es gibt für jeden CP ein COM-Paket. In S7 werden alle Verbindungen in der Verbindungstabelle projektiert.
Übersicht
Das Projektieren von Verbindungen ist die Voraussetzung für den Einsatz von
SFB-Kommunikationsfunktionen im Anwenderprogramm.
Eine Verbindung legt folgendes fest:
• die beteiligten Kommunikationspartner im S7-Projekt
• den Typ der Verbindung (z.B. S7-homogene-Verbindung, FDL-Verbindung)
• spezielle Eigenschaften wie aktiver/passiver Verbindungsaufbau oder ob
Betriebszustandsmeldungen gesendet werden sollen.
Bei der Verbindungsprojektierung wird pro Verbindung eine eindeutige lokale
Kennung, die sogenannte lokale ID, vergeben. Nur diese lokale ID wird bei
der Parametrierung der Kommunikationsfunktion benötigt.
Für jede CPU, die Endpunkt einer Verbindung sein kann, existiert eine eigene
Verbindungstabelle.
Besonderheit
Sind beide Kommunikationspartner S7-400-Stationen, so wird automatisch
für beide Endpunkte der Verbindung je eine lokale ID vergeben. Bei Verbindungen zu einer S7-300-Station wird nur eine lokale ID auf der S7-400-Station generiert.
Laden der Konfigurationsdaten
Die lokalen Konfigurationsdaten der Verbindungsendpunkte auf einer S7-Station müssen explizit in jede Zielstation geladen werden.
Eine (leere) Verbindungstabelle (Objekt ”Verbindungen”) wird automatisch
zu jeder CPU angelegt. Die Verbindungstabelle wird zur Definition von
Kommunikationsverbindungen zwischen CPUs in einem Netz verwendet.
Nach dem Öffnen wird ein Fenster aufgeblendet und darin eine Tabelle zur
Definition von Verbindungen zwischen programmierbaren Baugruppen angezeigt (Definieren von Verbindungen siehe Benutzerhandbuch /231/).
3-12
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Beispiel: Verbindung zu einer S5
Das Beispiel zeigt Ihnen, wie Sie eine Verbindung zu einer SIMATIC S5-Station projektieren. Sie haben bereits eine SIMATIC 400-Station in Ihrem Projekt eingefügt.
• Fügen Sie eine SIMATIC S5-Station in Ihr Projekt ein und stellen Sie die
Eigenschaften der Station ein.
• Öffnen Sie die Verbindungstabelle der S7-Station und fügen Sie eine Verbindung mit dem Menübefehl Einfügen > Verbindungen ein. Es erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie nun den Kommunikationspartner
-die SIMATIC S5-Station- und die Verbindungsart eintragen können.
• Haben Sie die Informationen eingetragen, erscheint die Verbindung in der
Verbindungstabelle. Die Eigenschaften für die Verbindung müssen in S5
in den entsprechenden COM NCM für die S5-Station eingetragen werden.
Verbpro - zebra\SIMATIC 400-Station(1)\CPU413-1(1) - Verbindungen projektieren
Verbindungstabelle Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Hilfe
Station:
Baugruppe:
SIMATIC 400-Station (1)
CPU 413-1 (1)
Lokale ID
(HEX)
1000
Partner ID
(HEX)
Partner
SIMATIC S5 (1)
Bereit
Bild 3-3
Typ
S7 PtP-Verbindung
Aktiver
Verbindungsaufsbau
ja
Reihe 1 - Lok. ID:
Betriebszustandsmeldung
senden
nein
Sel. 0 von 0:
Verbindungstabelle
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-13
Software
3.6
Programm einfügen und bearbeiten
Die Vorgehensweise, die in diesem Abschnitt beschrieben ist, bezieht sich auf
die Neuerstellung eines Programms.
3.6.1
Übersicht
Prinzipielle Vorgehensweise bei der Software-Erstellung
Die Software für CPUs wird in Programm-Behältern abgelegt. Für SIMATIC
S7-Baugruppen heißt ein solches Objekt ”S7-Programm”.
Das Bild zeigt z. B. ein S7-Programm in einer CPU einer SIMATIC 300-Station.
SIMATIC Manager - zebra
Datei Bearbeiten Einfügen Zielsystem Ansicht Extras
Fenster Hilfe
zebra - <Standardhierarchie, Offline> (Projekt) --- C:\SIEMENS\STEP7\S7p...
zebra
SIMATIC 400-Station
SIMATIC 400-Station
Quellen
Symbole
Bausteine
CPU 314 (1)
S7-Programm (2)
Quellen
Bausteine
S7
S7-Programm (1)
Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten.
Bild 3-4
3-14
Geöffnetes S7-Programm im SIMATIC Manager
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Vorgehensweise
Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Software für Ihr Projekt zu erstellen:
• Öffnen Sie das S7-Programm.
• Öffnen Sie das Objekt ”Symbole” im S7-Programm und legen Sie die
Symbole fest. (Dieser Schritt ist auch zu einem späteren Zeitpunkt durchführbar.) Weitere Information dazu finden Sie im Abschnitt 3.13.2.
• Öffnen Sie den Behälter ”Bausteine”, wenn Sie Bausteine erstellen wollen, oder den Behälter ”Quellen”, wenn Sie ein Quellprogramm erstellen
wollen.
• Fügen Sie einen Baustein oder eine Quelle ein (Einzelheiten im Abschnitt
3.6.2 ). Die Menübefehle dazu lauten:
- Einfügen > S7-Software > Baustein..., bzw.
- Einfügen > S7-Software > Quelle
• Öffnen Sie den Baustein bzw. die Quelle und geben Sie ein Programm
ein. Informationen dazu finden Sie in den Programmierhandbüchern
/232/-/236/.
Je nach Anwendung sind nicht alle Punkte bei der Bearbeitung erforderlich.
S7-Programm
Behälter für alle Daten
eines Programms
Behälter für Quellen
Quellprogramm
in Textform
Behälter für Bausteine
Übersetzen
Bausteine
Quelle generieren
Bild 3-5
Wesentliche Objekte eines Projekts bei STEP 7 und ihre hierarchische Struktur
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-15
Software
3.6.2
Einfügen von Komponenten für die Software-Erstellung in
S7/M7-Programme
Bereits angelegte
Komponenten
Zu jeder programmierbaren Baugruppe wird automatisch ein S7/M7-Programm als Behälter für die Software angelegt.
Das S7-Programm enthält bereits:
• Symboltabelle (Objekt ”Symbole”),
• einen Behälter ”Bausteine” für Bausteine mit erstem Baustein OB1,
• einen Behälter ”Quellen” für Quellprogramme.
S7-Bausteine erstellen
Sie wollen AWL-, KOP- oder FUP-Programme erstellen. Dazu markieren Sie
das bereits angelegte Objekt ”Bausteine” und klicken dann auf den Menübefehl Einfügen > S7-Software >Baustein. In einem Folgemenü können Sie
den Bausteintyp auswählen (Datenbaustein, Datentyp (UDT), Funktion,
Funktionsbaustein, Organisationsbaustein, Variablentabelle (VAT)).
Nach dem Öffnen des (leeren) Bausteins können Sie das AWL-, KOP- oder
FUP-Programm eingeben. Weitere Information dazu finden Sie in den Handbüchern zu AWL /232/, KOP /233/ und FUP /236/.
Das Objekt Systemdaten (SDB), das Sie eventuell in Anwenderprogrammen
vorfinden, wird vom System erzeugt. Sie können das Objekt zwar öffnen, den
Inhalt aus Konsistenzgründen aber nicht ändern. Es dient dazu, nach dem
Laden eines Programms Konfigurationsänderungen vorzunehmen und diese
auf das Zielsystem nachladen zu können.
Bausteine aus
Standardbibliotheken benutzen
Für die Erstellung von Anwenderprogrammen können Sie auch Bausteine aus
den Standardbibliotheken benutzen, die im Lieferumfang enthalten sind. Auf
Bibliotheken greifen Sie über den Menübefehl Datei > Öffnen zu. Weitere
Hinweise zum Benutzen von Standardbibliotheken sowie zum Anlegen eigener Bibliotheken finden Sie in der Online-Hilfe.
Quellen erstellen
Sie wollen eine Quelle in AWL erstellen. Dazu markieren Sie im S7-Programm das Objekt ”Quellen” bzw. ”Pläne” und klicken anschließend auf den
Menübefehl Einfügen > S7-Software > Quelle. Wählen Sie im Folgemenü
die zur Programmiersprache passende Quelle aus. Nach dem Öffnen der leeren Quelle können Sie das Programm eingeben.
Symboltabelle
erstellen
Eine (leere) Symboltabelle (Objekt ”Symbole”) wird beim Erzeugen des
S7-Programms automatisch angelegt. Nach dem Öffnen wird das Fenster
”Symbol Editor” aufgeblendet und darin die Symboltabelle angezeigt (siehe
Abschnitt 3.13.2, Symbolische Adressierung).
3-16
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Externe Quelle einfügen
Sie können Quelldateien mit beliebigen ASCII-Editoren erstellen und bearbeiten. Diese Dateien können Sie anschließend in ein Projekt importieren und
in ablauffähige Bausteine übersetzen. Gehen Sie folgendermaßen vor:
• Selektieren Sie dazu den Behälter ”Quellen”, in den die Quelldatei importiert werden soll.
• Wählen Sie den Menübefehl Einfügen > Externe Quelle.
• Geben Sie im aufgeblendeten Dialogfeld die Quelldatei an.
Die bei der Übersetzung einer importierten Quelle entstehenden Bausteine
werden im Behälter ”Bausteine” abgelegt.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-17
Software
3.7
Bausteine
3.7.1
Gegenüberstellung
Die folgende Tabelle stellt die Bausteine von STEP 5 und STEP 7 gegenüber.
Die Tabelle gibt Antwort auf die Frage ”Welchen STEP 7-Baustein nehme
ich für welchen STEP 5-Baustein?”
Keine starre
Zuordnung
Tabelle 3-2
Die Tabelle ist nicht als starre 1-zu-1-Zuordnung zu verstehen, da die neue
Bausteinwelt zusätzliche Möglichkeiten für die Programmierung offen hält.
Es handelt sich um eine Empfehlung für den Einstieg in die Programmierung
mit STEP 7.
Gegenüberstellung von STEP 5- und STEP 7-Bausteinen
STEP 5-Baustein
STEP 7-Baustein
Erläuterung
Organisationsbaustein
(OB)
Organisationsbausteine
(OB)
Schnittstelle zum Betriebssystem
Integrierte Sonder-OBs
Systemfunktionen (SFC)
Systemfunktionsbausteine (SFB)
Systemfunktionen bei STEP 7 sind Ersatz für
Sonder-Organisationsbausteine (STEP 5), die
im Anwenderprogramm aufgerufen werden
können.
Funktionsbaustein
(FB, FX)
Funktion
(FC)
Funktionen (FC) bei STEP 7 haben die gleichen Eigenschaften wie Funktionsbausteine
bei STEP 5.
Programmbaustein
(PB)
Funktionsbaustein
(FB)
Programmbausteine entsprechen in STEP 7
den Funktionsbausteinen. Funktionsbausteine
in STEP 7 haben völlig neue Eigenschaften
verglichen mit den namensgleichen Bausteinen bei STEP 5. Sie eröffnen damit auch neue
Möglichkeiten der Programmierung.
Beachte: Programmbausteine werden bei der
Konvertierung in Funktionen (FCs) umgesetzt.
Schrittbaustein (SB)
-
Schrittbausteine entfallen in STEP 7.
Datenbaustein
(DB, DX)
Datenbaustein
(DB)
In STEP 7 sind die Datenbausteine länger als
bei STEP 5 (bei S7-300 bis 8 kByte, bei
S7-400 bis 64 kByte)
Datenbaustein DX0,
DB1 in ihrer besonderen
Funktion
Systemdatenbausteine
(SDB)
(CPU-Parametrierung)
Die neuen Systemdatenbausteine enthalten
alle Daten der Hardware-Konfiguration, also
auch die CPU-Parametrierungen, die die Programmbearbeitung festlegen.
Kommentarbausteine
DK, DKX, FK, FKX, PK
-
In STEP 7 gibt es keine Kommentarbausteine
mehr. Der Kommentar ist in den entsprechenden Bausteinen der Offline-Datenhaltung
enthalten.
3-18
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
3.7.2
Funktionen und Funktionsbausteine
Funktionen (FC)
Eine Funktion (FC) ist ein Codebaustein ”ohne Gedächtnis”. Die Ausgangsparameter enthalten nach der Bearbeitung der FC die berechneten Funktionswerte. Die weitere Verwendung und Speicherung der Aktualparameter nach
dem Aufruf einer FC liegt in der Hand des Anwenders.
Verwechseln Sie Funktionen bitte nicht mit Funktionsbausteinen! Beides sind
bei STEP 7 verschiedene Arten von Bausteinen.
Funktionsbausteine (FB)
Ein Funktionsbaustein (FB) ist ein Codebaustein ”mit Gedächtnis”. Als Gedächtnis dient dabei ein dem FB zugeordneter Instanz-Datenbaustein, in dem
die Aktualparameter und statischen Daten des Funktionsbausteins gespeichert
werden.
Anwendungsbereiche von Funktionsbausteinen sind z. B. Programmierung
von Reglerstrukturen.
3.7.3
Datenbausteine
Datenbausteine speichern die Daten des Anwenderprogramms. Bei den Datenbausteinen wird zwischen Global-Datenbausteinen und Instanz-Datenbausteinen unterschieden:
• Global-Datenbausteine sind keinem Baustein fest zugeordnet (wie bei
STEP 5).
• Instanz-Datenbausteine sind einem Funktionsbaustein zugeordnet und
enthalten neben den Daten des FBs auch die Daten eventuell definierter
Multiinstanzen.
Jeder Datenbaustein kann entweder ein Global-Datenbaustein oder ein Instanz-Datenbaustein sein.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-19
Software
3.7.4
Systembausteine
Systemfunktionen
(SFC) und Systemfunktionsbausteine (SFB)
Nicht jede Funktion müssen Sie selbst programmieren. Sie können auf vorgefertigte Bausteine zurückgreifen, die im Betriebssystem der Zentralbaugruppen vorhanden sind, z. B. für die Programmierung von Kommunikationsfunktionen. Im einzelnen sind das folgende Bausteine:
• Systemfunktionen (SFC), mit Eigenschaften wie Funktionen (FC),
• Systemfunktionsbausteine (SFB), mit Eigenschaften wie Funktionsbausteine (FB).
Systemdatenbausteine (SDB)
3-20
Bisher war die Rede von Bausteinen, die Programm oder Daten des Anwenderprogramms enthalten. Neben diesen Bausteinen gibt es Bausteine, die Einstellungen wie z. B. Parameter von Baugruppen oder Adressen enthalten. Sie
heißen Systemdatenbausteine (SDB). Systemdatenbausteine werden von
speziellen STEP 7-Tools erzeugt, z.B. bei der Eingabe der Hardware-Konfiguration oder bei der Erstellung von Verbindungstabellen.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
3.7.5
Organisationsbausteine
Organisationsbausteine (OBs) stellen die Schnittstelle zwischen Betriebssystem und Anwenderprogramm dar. Verschiedene Organisationsbausteine
übernehmen dabei ganz bestimmte Aufgaben.
Einteilung der
Organisationsbausteine
Tabelle 3-3
Das AWL-Anwenderprogramm für Ihre S7-CPU stellen Sie aus den Organisationsbausteinen (OBs) zusammen, die Sie für Ihre Automatisierungslösung
benötigen.
Gegenüberstellung der OBs in S5 und S7
Funktion
S5
S7
Hauptprogramm
Freier Zyklus
OB 1
OB 1
Alarme
Verzögerungsalarm
OB 6
OB 20 bis OB 23
Uhrzeitalarm
OB 9
OB 10 bis OB 17
Hardware-Interrupts
OB 2 bis OB 5
OB 40 bis OB 47
Prozeßalarme
OB 2 bis OB 9 (EB 0)
Werden ersetzt durch
Interrupts
Weckalarme
OB 10 bis OB 18
OB 30 bis OB 38
Mehrprozessor-Alarm
-
OB 60
Manueller Neustart
OB 21 (AG 115U) OB
20 (ab AG 135U)
OB 100
Manueller Wiederanlauf
OB 21 (ab AG 135U)
OB 101
Automatischer Wiederanlauf
OB 22
OB 101
Fehler
Fehler
OB 19 bis OB 35
OB 121, OB 122, OB
80 bis OB 87
Sonstiges
Bearbeitung im STOPZustand
OB 39
entfällt
Hintergrundbearbeitung
-
OB 90
Anlauf
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-21
Software
Fehlerbehandlung
Fehler-OBs
Tabelle 3-4
Fehler-OBs werden aufgerufen, wenn im Programmablauf ein Fehler auftritt.
Mit ihrer Hilfe können Sie Fehlerreaktionen programmieren. Existiert zu einem Fehlertyp kein Fehler-OB, geht die CPU in den Stop-Zustand.
Gegenüberstellung der Fehler-OBs in S5 und S7
Funktion
Aufruf eines nicht geladenen Bausteins
Quittungsverzug bei Direktzugriff auf
Peripheriebaugruppen
Quittungsverzug beim Aktualisieren des
Prozeßabbildes und der Koppelmerker
Adressierfehler
Zykluszeitüberschreitung
Substitutionsfehler
Stop durch Bedienung
Quittungsverzug beim Eingangsbyte EB 0
Nicht zulässiger Operationscode
Quittungsverzug beim Direktzugriff auf
Peripherie im erweiterten Adressierbereich
Nicht zulässiger Parameter
Parityfehler oder Quittungsverzug beim
Zugriff auf den Anwenderspeicher
Sonderfunktions-Sammelfehler
Transferfehler bei Datenbaustein
Weckfehler bei zeitgesteuerter Bearbeitung
Reglerfehler
Fehler beim Erzeugen eines Datenbausteins
Schnittstellenfehler
3-22
S5
S7
OB 19
OB 23
OB 121
OB 122
OB 24
OB 122
OB 25
OB 26
OB 27
OB 28
(AG 135U)
OB 28
(AG 155U)
OB 29
(AG 135U)
OB 29
(AG 155U)
OB 30
(AG 135U)
OB 30
(AG 155U)
OB 31
OB 32
OB 33
OB 34
(AG 135U)
OB 34
(AG 155U)
OB 35
OB 122
OB 80
entfällt
entfällt
OB 85
STOPP
OB 122
entfällt
OB 122
entfällt
OB 121
OB 80
entfällt
Rückmeldung des SFC
OB 84
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Fehlerbehebung in
S5 und S7
Bereichsüberschreitung
Wie in S5 können Sie auch in S7 die Meldung einer Bereichsüberschreitung
über Statusbits OV und OS auswerten. Das Verhalten weist geringfügige Unterschiede auf.
Im AWL-Handbuch /232/ können Sie das Verhalten der Statusbits in Zusammenhang mit den Anweisungen nachlesen.
Integrierte
Sonderfunktionen
Bei S5-CPUs besteht die Schnittstelle zwischen Anwenderprogramm und
dem Systemprogramm aus Zugriffen auf den BS-Bereich und über SonderOBs.
Bei S7-CPUs gibt es dafür zusätzlich zu den Organisationsbausteinen die
neuen Bausteinarten ”Systemfunktionen” und ”Systemfunktionsbausteine”.
Systemfunktionen/
Systemfunktionsbausteine
Tabelle 3-5
Systemfunktionen (SFCs) und Systemfunktionsbausteine (SFBs) sind im Betriebssystem der CPU integrierte Bausteine, die bei Bedarf im STEP 7-Anwenderprogramm aufgerufen werden können. Tritt bei der Bearbeitung einer
Systemfunktion SFC ein Fehler auf, kann dieser mit Hilfe des Rückgabewertes RET_VAL im Anwenderprogramm ausgewertet werden.
Sonderfunktionen in S5 und S7
Funktion
S5-Baustein
Ersatz in S7
Zykluszeittriggerung
OB 31
SFC 43 RE_TRIGR
Batterieausfall
OB34
OB 81 (Fehlerreaktion vom Anwender programmierbar)
Zugriff auf Anzeigenbyte
OB 110
STEP 7-Befehl: L STW/T STW
AKKU 1 - 4 löschen
OB 111
STEP 7-Befehlsfolge: L 0;
PUSH; PUSH; PUSH
AKKU Roll Up
OB 112
Mit abweichender Funktion:
STEP 7-Befehl: PUSH
AKKU Roll Down
OB 113
Mit abweichender Funktion:
STEP 7-Befehl: POP
Alarme gemeinsam sperren
ein-/ausschalten
OB 120
SFC 41 DIS_AIRT
SFC 42 EN_AIRT
Weckalarme einzeln sperren
ein-/ausschalten
OB 121
SFC 39 DIS_IRT
SFC 40 EN_IRT
Alarme gemeinsam verzögern
ein-/ausschalten
OB 122
SFC 41 DIS_AIRT
SFC 42 EN_AIRT
Weckalarme einzeln verzögern
ein-/ausschalten
OB 123
SFC 39 DIS_IRT
SFC 40 EN_IRT
CPU-Uhrzeit stellen/lesen
OB 150
SFC 0 SET_CLK
SFC 1 READ_CLK
(Fortsetzung auf nächster Seite)
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-23
Software
Tabelle 3-5
Sonderfunktionen in S5 und S7, Fortsetzung
Funktion
S5-Baustein
Ersatz in S7
Uhrzeitgesteuerte Weckzeit
stellen/lesen
OB 151
SFC 28 SET_TINT
SFC 30 ACT_TINT
SFC 31 QRY_TINT
Zyklusstatistik
OB 152
Lokaldaten im OB 1
Zählschleife
OB 160 - 163
(AG 135U)
STEP 7-Befehl: LOOP
Variable Zeitschleife
OB 160
(AG 115U)
SFC 47 WAIT
Bausteinstack lesen
OB 170
entfällt
Variabler Datenbaustein-Zugriff
OB 180
entfällt
Datenbaustein testen
OB 181
SFC 24 TEST_DB
Datenbereich kopieren
OB 182
SFC 20 BLKMOV
Merker in Datenbausteine übertragen
OB 190, 192
SFC 20 BLKMOV
Datenblöcke in Merkerbereiche
übertragen
OB 191, 193
SFC 20 BLKMOV
Funktionen zur Mehrprozessorkommunikation
OB 200 - 205
entfällt
Kachelzugriffe
OB 216 - 218
Keine Kacheladressierung bei
S7
Vorzeichenerweiterung
OB 220
S7-Befehl: ITD
Zyklusüberwachungszeit einstellen
OB 221
Parametrierung mit S7
Zyklusüberwachungszeit neu
starten
OB 222
SFC 43 RE_TRIGR
Anlaufarten vergleichen
OB 223
Mehrprozessoranlauf nur bei
gleicher Anlaufart
Koppelmerker blockweise übertragen
OB 224
entfällt
Wort aus dem Systemprogramm
lesen
OB 226
entfällt
Quersumme des Systemprogramms lesen
OB 227
entfällt
Statusinformation einer Programmbearbeitungsebene lesen
OB 228
SFC 51 RDSYSST
SFC 6 RD_SINFO
Funktionen für Hantierungsbausteine
OB 230 - 237
Kommunikation mit SFBs
Schieberegister initialisieren
OB 240
entfällt
Schieberegister bearbeiten
OB 241
entfällt
Schieberegister löschen
OB 242
entfällt
(Fortsetzung auf nächster Seite)
3-24
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Tabelle 3-5
Sonderfunktionen in S5 und S7, Fortsetzung
Funktion
S5-Baustein
Ersatz in S7
Regelung: PID-Algorithmus
initialisieren
Regelung: PID-Algorithmus
bearbeiten
OB 250
OB 251
Regelungs-FBs: FB 41 - FB 43
oder SFB 41 - SFB 43
Datenbausteine (DB/DX) ins
DB-RAM übertragen
OB 254, 255
entfällt
3.7.6
Bausteinabbildung bei der Konvertierung
Bausteinzuordnung
Die Bausteinstruktur wurde bei S7 geändert. Das Bild zeigt vereinfacht die
Zuordnung von Bausteinen bei STEP 5 und bei STEP 7, wie sie bei der Konvertierung erfolgt.
STEP 5
OB
OB
FB
PB
FC
SB
DB
DB
SDB
FB
STEP 7
Bild 3-6
Bausteine vergleichbarer Funktion bei STEP 5 und bei STEP 7
Tabelle 3-6 auf Seite 3-26 zeigt Ihnen, wie Bausteinaufrufe bei der Konvertierung umgesetzt werden.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-25
Software
Tabelle 3-6
Bausteintypen in S5 und S7
S5
S7
OB
feste Nummern
Anwenderprogramm
Entsprechender S7-OB
OB
feste Nummern
Sonderfunktionen
Nicht konvertierbar; muß bei S7 neu programmiert
werden.
PB
0 bis 255
Anwenderprogramm
FC-Bausteine ohne Parameter
Nummer wird
vorgeschlagen.
FB/FX
0 bis 255
Anwenderprogramm
FC-Bausteine mit Parameter,
deren Name erhalten bleibt
Nummer wird
vorgeschlagen.
FB
feste Nummern
Integrierte
Funktionsbausteine
Ladbare FC, die in der Bibliothek FBLib1 enthalten sind
und vor dem Übersetzen in die
konvertierte Datei geladen
werden müssen
feste Nummern
FB/FX
feste Namen
Standard-Funktionsbausteine
Ladbare FC, die in der Bibliothek FBLib1 enthalten sind
und vor dem Übersetzen in die
konvertierte Datei geladen
werden müssen
feste Nummern
SB
0 bis 255
Anwenderprogramm
FC-Bausteine ohne Parameter
Ablaufketten sind nicht konvertierbar und müssen in
GRAPH für S7 erstellt werden.)
Nummer wird
vorgeschlagen.
DB
2 bis 255
Anwenderdaten
Globale Datenbausteine DB
Nummer wird von
S5 übernommen.
DX
1 bis 255
Anwenderdaten
Globale Datenbausteine DB
Nummer ab 256
wird vorgeschlagen.
Datenbausteine mit
Systemeinstellungen
Enthalten die Bausteine CPU-spezifische Einträge,
müssen die entsprechenden Einstellungen beim
Parametrieren mit STEP 7 vorgenommen werden.
Der konvertierte Bausteininhalt von DB 1 und DX
0 ist irrelevant und kann gelöscht werden.
DB 1/
DX 0
3-26
feste Nummern
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
3.8
Systemeinstellungen
DB 1 und DX 0
umsetzen
Tabelle 3-7
Die Tabellen zeigen, wie die Funktionen der Parameter in DB 1 und DX 0
(Systemeinstellungen) in S7 realisiert sind:
Umsetzung der Systemeinstellungen aus DB 1
S5-Parameterblock
Anlaufverzögerung
Koppelmerker
Lage des Errorcodes
Nummer integrierter FBs ersetzen
Onboard Analogeingänge
Onboard Interrupt
Onboard Zähler
Prioritäten von OBs ändern
Prozeßabbild ausgeben/sperren
Prozeßabbild einlesen/sperren
Remanente Merker
Remanente Timer
Remanente Zähler
SINEC L1
SINEC L2
Softwareschutz
Uhrzeit-Parameter
Weckalarm-OBs parametrieren
Zykluszeit-Überwachung
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
In S7 wie folgt realisiert
Aufruf des SFC 47 WAIT
Wird eingestellt über Globaldaten-Kommunikation, Aufruf
von:
SFC 60 GD_SND
SFC 61 GD_RCV
System legt Fehlermeldungen im Diagnosepuffer ab.
Angabe ”Lage des Errorcodes” entfällt.
Entfällt
Werden eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Werden eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Werden eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Werden eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Aufruf des SFC 27 UPDAT_PO
Aufruf des SFC 26 UPDAT_PI
Werden eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Werden eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Werden eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Wird ersetzt durch MPI-Bus (Globaldaten-Kommunikation)
Einstellung mit HWKonfig
in Vorbereitung
Werden eingestellt in HWKonfig
über CPU-Eigenschaften oder
über Aufruf des SFC 28 SET_TINT
Werden eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Wird eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
3-27
Software
Tabelle 3-8
Umsetzung der Systemeinstellungen aus DX 0
S5-Parameterblock
In S7 wie folgt realisiert
Adressierfehlerüberwachung
Aufruf von OB 121
Aktualisierung der Koppelmerker
Globaldaten-Kommunikation
Anlaufart nach Netzein
Wird eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Anlauf-Synchronisation im Mehrprozessorbetrieb
Wird eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Anzahl der Zeitzellen
CPU-spezifischer fester Wert (bei S7-300) oder
einstellbar in HWKonfig über CPU-Eigenschaften (bei S7-400)
Fehlerbehandlung
Aufruf von:
SFC 36 MSK_FLT
SFC 37 DMSK_FLT
Gleitpunktarithmetik
vorhanden
Prozeßalarm-Triggerung
Wird eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
Weckalarm-Bearbeitungsmodus
Aufruf der SFC 28 SET_TINT
Zykluszeitüberwachung
Wird eingestellt in HWKonfig über CPU-Eigenschaften
3-28
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
3.9
Standardfunktionen
Bei der Konvertierung werden in S5 vorhandene Standardfunktionen automatisch durch konvertierte Funktionen mit der gleichen Funktionalität ersetzt.
Diese Funktionen können in S7 meist durch einfache Befehlssequenzen ersetzt werden, wodurch Speicherplatz und Zykluszeit gespart werden können.
Die Standardfunktionen sind in der S7-Bibliothek “StdLib30” in dem Programmbehälter FBLib1 enthalten.
Hinweise zum Arbeiten mit Bibliotheken finden Sie in der Online-Hilfe.
3.9.1
Gleitpunktarithmetik
STEP 5
FB-Name
STEP 7
Nummer
STEP 5
Name
FB-Name
STEP 7
Nummer
Name
GP:FPGP
FC 61
GP_FPGP
GP:MUL
FC 65
GP_MUL
GP:GPFP
FC 62
GP_GPFP
GP:DIV
FC 66
GP_DIV
GP:ADD
FC 63
GP_ADD
GP:VGL
FC 67
GP_VGL
GP:SUB
FC 64
GP_SUB
RAD:GP
FC 68
RAD_GP
3.9.2
Signalfunktionen
STEP 5
FB-Name
STEP 7
Nummer
STEP 5
Name
FB-Name
STEP 7
Nummer
Name
MLD:TG
FC 69
MLD_TG
MLD:EZ
FC 75
MLD_EZ
MELD:TGZ
FC 70
MELD_TGZ
MLD:ED
FC 76
MLD_ED
MLD:EZW
FC 71
MLD_EZW
MLD:EZWK
FC 77
MLD_EZWK
MLD:EDW
FC 72
MLD_EDW
MLD:EDWK
FC 78
MLD_EDWK
MLD:SAMW
FC 73
MLD_SAMW
MLD:EZK
FC 79
MLD_EZK
MLD:SAM
FC 74
MLD_SAM
MLD:EDK
FC 80
MLD_EDK
3.9.3
Integrierte Funktionen
STEP 5
FB-Name
STEP 7
Nummer
Name
COD:B4
FC 81
COD_B4
COD:16
FC 82
COD_16
MUL:16
FC 83
MUL_16
DIV:16
FC 84
DIV_16
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-29
Software
3.9.4
Grundfunktionen
STEP 5
FB-Name
STEP 7
Nummer
STEP 5
Name
FB-Name
STEP 7
Nummer
Name
ADD:32
FC 85
ADD_32
REG:LIFO
FC 93
REG_LIFO
SUB:32
FC 86
SUB_32
DB:COPY
FC 94
DB_COPY
MUL:32
FC 87
MUL_32
DB:COPY
FC 95
DB_COPY
DIV:32
FC 88
DIV_32
RETTEN
FC 96
RETTEN
RAD:16
FC 89
RAD_16
LADEN
FC 97
LADEN
REG:SCHB
FC 90
REG_SCHB
COD:B8
FC 98
COD_B8
REG:SCHW
FC 91
REG_SCHW
COD:32
FC 99
COD_32
REG:FIFO
FC 92
REG_FIFO
3.9.5
Analogfunktionen
STEP 5
FB-Name
STEP 7
Nummer
STEP 5
Name
FB-Name
STEP 7
Nummer
Name
AE:460
FC 100
AE_460_1
AE:466
FC 106
AE_466_1
AE:460
FC 101
AE_460_2
AE:466
FC 107
AE_466_2
AE:463
FC 102
AE_463_1
RLG:AA
FC 108
RLG_AA1
AE:463
FC 103
AE_463_2
RLG:AA
FC 109
RLG_AA2
AE:464
FC 104
AE_464_1
PER:ET
FC 110
PER_ET1
AE:464
FC 105
AE_464_2
PER:ET
FC 111
PER_ET2
3.9.6
Mathematische Funktionen
STEP 5
FB-Name
STEP 7
Nummer
STEP 5
Name
FB-Name
STEP 7
Nummer
Name
SINUS
FC 112
SINUS
ARCCOT
FC 119
ARCCOT
COSINUS
FC 113
COSINUS
LN X
FC 120
LN_X
TANGENS
FC 114
TANGENS
LG X
FC 121
LG_X
COTANG
FC 115
COTANG
B LOG X
FC 122
B_LOG_X
ARCSIN
FC 116
ARCSIN
E^X
FC 123
E_H_N
ARCCOS
FC 117
ARCCOS
ZEHN^X
FC 124
ZEHN_H_N
ARCTAN
FC 118
ARCTAN
A2^A1
FC 125
A2_H_A1
3-30
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
3.10 Datentypen
STEP 7 verwendet neue Datenformate. Die Tabelle zeigt die unterschiedlichen Datentypen in S5 und S7.
Tabelle 3-9
Datentypen in S5 und S7
Datentypen in S5
Datentypen in S7
BOOL,
BYTE,
WORD,
DWORD,
16-bit-Festpunkt,
32-bit-Festpunkt,
Gleitpunkt,
Zeitwert,
(ASCII-Zeichen)
BOOL,
BYTE,
WORD,
DWORD,
INT,
DINT,
REAL,
S5TIME,
TIME, DATE; TIME_OF_DAY,
CHAR
Elementare Datentypen
-
DATE_AND_TIME,
STRING,
ARRAY,
STRUCT
Zusammengesetzte Datentypen
Zeiten,
Zähler,
Bausteine
TIMER,
COUNTER,
BLOCK_FC, BLOCK_FB,
BLOCK_DB, BLOCK_SDB,
POINTER,
ANY
Parametertypen
-
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Art
3-31
Software
Tabelle 3-10
Unterschiedliche Konstantenformate in S5 und in S7
Formate in S5
Beispiel
Formate in S7
Beispiel
KB
L KB 10
3#16#
L B#16# A
KF
L KF 10
-
L 10
KH
L KH FFFF
W#16#
L W#16# FFFF
KM
L KM 1111111111111111 2#
L 2# 11111111_11111111
KY
L KY 10,12
B#
L B# (10,12)
KT
L KT 10.0
S5TIME# (S5T#)
L S5TIME# 100ms
KZ
L KZ 30
C#
L C#30
DH
L DH FFFF FFFF
DW#16#
L DW#16# FFFF_FFFF
KC
L KC WW
’ xx ’
L ’ WW ’
KG
L KG +234 +09
REAL
L +2.34 E+08
Darstellung: S5-Format
← Exponent →
31 30
24
6
VE 2 .. ... ...
20
Darstellung: Single Format nach ANSI/IEEE
←
Mantisse
→
23 22
0
VM 2-1...... .....2-23
V ← Exponent →←
Mantisse
→
31 30
23 22
0
V 27.. ... ... 20 2-1.. .... ... 2-23
Exponent = Betrag des Exponenten
Exponent = tatsächl. Exponent + Bias* (+127)
VE = Vorzeichen des Exponenten
V = Vorzeichen der Mantisse
VM = Vorzeichen der Mantisse
Wertebereich:
1,5 x 10 - 39 bis 1,7 x 1038
Wertebereich:
ca. 1,18 x 10 - 38 bis 3,40 x 10+38
* Bias: Dies ist ein Offset, welcher den Exponenten in den positiven und negativen Bereich trennt.
Der Wert 127 im Exponentenbereich entspricht absolut dem Wert 0.
Mehr Information zum Thema Datentypen finden Sie im AWL-Handbuch /232/.
3-32
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
3.11 Operandenbereiche
3.11.1
Tabelle 3-11
Übersicht
Operanden in S5 und S7
Operandenbereiche
Operanden in S5
entsprechende
Operanden in S7
Eingänge
E
E
Ausgänge
A
A
Peripherie
P, Q, G
PE → bei Ladebefehlen
Globalperipherie wird
PA → bei Transferierbefehlen
nicht konvertiert
Merkerbereich
Anmerkung
M
M
S
M
ab M 256.0 (Konverter)
“Schmiermerker”
L
werden wie Merker
konvertiert
Zeiten
T
T
Zähler
Z
Z
Datenbereich
D...
DB...
werden als Globaldatenoperanden konvertiert
Systemdaten
BS, BT, BA, BB
-
werden nicht
Kachelbereich
C
-
konvertiert
Anmerkung zu
Datenoperanden
In S7 gibt es zwei Datenbausteinregister: das DB-Register, das überwiegend
für globale Datenbausteine verwendet wird, und das DI-Register, das bevorzugt für Instanz-DBs eingesetzt wird. Deshalb gibt es zwei Typen von Datenoperanden. Die Operanden DBX, DBB, DBW, DBD sind Operanden von
globalen Datenbausteinen, die Operanden DIX, DIB, DIW, DID sind Operanden von Instanz-DBs. Bei der Konvertierung werden für die DatenbausteinOperanden D, DB, DW, DD Operanden von globalen Datenbausteinen eingesetzt.
Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Konvertierung von Datenbausteinen (siehe Abschnitt 3.7.6)
Hinweis
Beachten Sie, daß bei S7 die Größe und die Nummernbereiche der Operandenbereiche und die Anzahl und Länge der Bausteine von der verwendeten
CPU abhängen. Die Leistungsmerkmale der CPUs können Sie dem
Abschnitt 2.2.1 entnehmen.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-33
Software
3.11.2
Neue Operanden in S7: Lokaldaten
Lokaldaten in
STEP 7
Lokaldaten in STEP 7 sind die einem Codebaustein zugeordneten Daten, die
in seinem Deklarationsteil bzw. seiner Variablendeklaration deklariert werden. Sie umfassen (bausteinabhängig): Bausteinparameter, statische Daten,
temporäre Daten. Die Lokaldaten werden in der Regel symbolisch adressiert.
Bausteinparameter
Bausteinparameter von Funktionen (FC) werden wie die Bausteinparameter
bei S5 behandelt: Die Bausteinparameter stellen Zeiger dar, die auf den entsprechenden Aktualparameter zeigen.
Bausteinparameter von Funktionsbausteinen (FB) werden wie die statischen
Lokaldaten im Instanz-Datenbaustein abgelegt.
Statische
Lokaldaten
Statische Lokaldaten können in jedem Funktionsbaustein verwendet werden.
Sie werden im Deklarationsteil definiert und im Instanz-DB abgelegt.
Statische Lokaldaten behalten wie Datenoperanden in Global-Datenbausteinen ihren Wert so lange, bis sie durch das Programm überschrieben werden.
Gewöhnlich werden die statischen Lokaldaten nur im Funktionsbaustein bearbeitet. Da sie jedoch in einem Datenbaustein gespeichert sind, kann zu jedem Zeitpunkt im Anwenderprogramm auf die statischen Lokaldaten wie auf
Variablen in einem Global-Datenbaustein zugegriffen werden.
Temporäre
Lokaldaten
Schmiermerker in STEP 5
Für die Zwischenspeicherung von Daten innerhalb von Bausteinen wurden
bei STEP 5 Merkerbereiche verwendet. Die Merker 200 ... 255 sind vereinbarungsgemäß als Zwischenspeicher reserviert. Die Verwaltung der Schmiermerker unterliegt vollständig dem Anwender.
Temporäre Lokaldaten in STEP 7
Temporäre Lokaldaten sind Speicherplätze für Daten, die nur während der
Bearbeitung eines Bausteins gültig sind. Sobald der Baustein abgearbeitet ist,
geben sie den benutzten Speicherplatz wieder frei. Jede Ablaufebene hat einen eigenen Lokaldatenstack. Versehentliches Überschreiben von Zwischenergebnissen durch Alarmprogramme ist damit ausgeschlossen.
3-34
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Anwendung temporärer Lokaldaten
in STEP 7
Temporäre Variablen werden bei STEP 7 für drei verschiedene Anwendungsbereiche genutzt:
• Als Zwischenspeicher für Daten des Anwenderprogramms.
Diese Anwendung ist oben erläutert und gilt für die Bausteine ”Funktionen” (FC), ”Funktionsbausteine” (FB) und Organisationsbausteine (OB).
• Als Speicher zur Übergabe von Informationen des Betriebssystems an das
Anwenderprogramm.
Die vom Betriebssystem an das Anwenderprogramm gelieferten Informationen haben einen speziellen Namen: sie heißen ”Startinformation”.
Startinformationen werden ausschließlich den Organisationsbausteinen
(OB) als Schnittstelle zwischen Betriebssystem und Anwenderprogramm
”mitgegeben”.
• zur Parameterübergabe bei FCs.
Wo werden temporäre Lokaldaten
vereinbart?
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Temporäre Lokaldaten vereinbaren Sie innerhalb eines Bausteins. Wenn Sie
einen Baustein neu erstellen, dann vereinbaren Sie zu Beginn Symbole für
die temporären Variablen und verwenden Sie dann innerhalb des Bausteins.
Pro Ablaufebene stehen in der S7-300 256 Bytes zur Verfügung. In der
S7-400 stehen insgesamt bis zu 16 kByte zur Verfügung, die der Anwender
bei der CPU-Parametrierung auf die Ablaufebenen aufteilen kann.
3-35
Software
3.12 Operationen
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Operationen. Dabei ist angegeben, welche Operationen konvertiert werden können. Sind die Operationen nicht konvertierbar, werden Umsetzungsmöglichkeiten angegeben.
Tabelle 3-12
Operationen in S5 und in S7
Operationstyp
Akkumulatoroperationen
Operationen in S5
Operationen in S7
Konvertierung
Empfohlene
Umsetzung
TAK, ENT, I, D,
ADDBF, ADDKF,
ADDDH
TAK, ENT, INC,
DEC, +,
ja
-
Neu in S7:
TAW, TAD, PUSH,
POP, LEAVE
Adreßregisteranweisungen / Registeranweisungen
MA1, MBR, ABR,
MAS, MAB, MSB,
MSA, MBA, MBS;
TSG, LRB, LRW,
LRD, TRB, TRW,
TRD
Neu in S7:
LAR1, LAR2,
TAR1, TAR2,
+AR1, +AR2,
TAR
nein
Adreßregister (AR1,
AR2) verwenden
Bitverknüpfungsoperationen
U, UN, O, ON, U(,
O(, ), O, S, R, RB,
RD, =
P, PN, SU, RU
U, UN, O, ON, U(,
O(, ), O, S, R, =
ja
-
SET; U, SET; UN,
SET; S, SET; R
Neu in S7:
X, XN, X(, XN(,FP,
FN, NOT, SET,
CLR, SAVE
Zeitoperationen
SI, SV, SE, SS/
SSV, SA/SAR, FR,
SVZ
SI, SV, SE, SS, SA,
FR, S T
ja
-
Zähloperationen
ZV/SSV, ZR/SAR,
FR, SVZ
ZV, ZR, FR, S Z
ja
-
3-36
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Tabelle 3-12
Operationen in S5 und in S7, Fortsetzung
Operationstyp
Operationen in S5
Operationen in S7
Konvertierung
Lade- und Transferoperationen
L, LC, LW, LD, T
L PB, L QB, L
PW, L QW, T PB,
T QB, T PW, T
QW
L, LC, T
L PEB, L PEW,
T PAB, T PAW
ja
-
nein
durch Zugriff auf
Peripheriebereich
ersetzen
ja
-
(Fortsetzung auf
nächster Seite)
Festpunktarithmetik
LB GB / GW / GD
/ CB / CW / CD,
LW GW / GD /
CW / CD,
TB GB / GW / GD
/ CB / CW / CD,
TW GW / GD /
CW / CD
+F, -F, XF, :F, +D,
-D
+I, -I, *I, /I, +D, -D,
*D, /D
Empfohlene
Umsetzung
Neu in S7:
MOD
Gleitpunktarithmetik
+G, -G, XG, :G
+R, -R, *R, /R
ja
-
Vergleichsoperationen
!=F, ><F, >F, <F,
>=F, <=F, !=D,
><D, D, <D, >=D,
<=D, !=G, ><G,
>G, <G, >=G, <=G
==I, <>I, >I, <I;
>=I, <=I, ==D,
<>D, >D, <D, >=D,
<=D, ==R, <>R,
>R, <R, >=R, <=R
ja
-
Umwandlungsoperationen
KEW, KZW, KZD
DEF, DED, DUF,
DUD, GFD, FDG
INVI, NEGI,
NEGD, BTI, BTD,
DTB, ITB, RND,
DTR
ja
-
ja
-
ja
-
Neu in S7:
ITD, RND+, RND-,
TRUNC, INVD,
NEGR
Wortverknüpfungsoperationen
UW, OW, XOW
Schiebe- und
Rotieroperationen
SLW, SLD, SRW,
SRD, SVW, SVD,
RLD, RRD
UW, OW, XOW
Neu in S7:
UD, OD, XOD
SLW, SLD, SRW,
SRD, SSI, SSD,
RLD, RRD
Neu in S7:
RLDA, RRDA
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-37
Software
Tabelle 3-12
Operationen in S5 und in S7, Fortsetzung
Operationstyp
Datenbausteinoperationen
Operationen in S5
Operationen in S7
Konvertierung
A, AX
AUF
ja
E, EX
SFC 22
nein
durch Aufruf SFC 22
CREATE_DB ersetzen
ja
-
Neu in S7:
TDB
L DBLG, L DBNO,
L DILG, L DINO
(Fortsetzung auf
nächster Seite)
Sprungoperationen
Empfohlene
Umsetzung
SPA, SPB, SPN,
SPZ, SPP, SPM,
SPO, SPS, SPR
SPA, SPB, SPN,
SPZ, SPP, SPM,
SPO, SPS
Neu in S7:
SPBN, SPBB,
SPBNB, SPBI,
SPBIN, SPMZ,
SPPZ, SPU, LOOP,
SPL
Bausteinoperationen
SPA, SPB, BA,
BAB, BE, BEA,
BEB
CALL, BE, BEA,
BEB
ja
-
Befehlsausgabeoperationen /
Master Control
Relay-Operationen
BAS, BAF
Neu in S7:
MCRA, MCRD,
MCR(, )MCR
nein
durch Aufruf SFC 26,
SFC 27 ersetzen oder
Master Control-RelayOperationen
Stopbefehle
STP, STS, STW
SFC 46
nein
durch Aufruf SFC 46
STP ersetzen
Bearbeitungsfunktionen
B <Formalparameter>
-
nein
Aufruf von DB / Codebaustein muß neu programmiert werden
B MW, B DW
speicherindirekte
Adressierung
ja
Empfehlung: Ersetzen
durch registerindirekte
Adressierung
B BS
bereichsübergreifende registerindirekte Adressierung
nein
muß ersetzt werden
durch indirekte Adressierung (siehe 3.13.4)
Absolute Speicheradressierung
LIR, TIR, LDI,
TDI
-
nein
muß ersetzt werden
durch indirekte Adressierung (siehe 3.13.4)
Blocktransfer
TNB, TNW, TXB,
TXW
SFC 20
nein
durch Aufruf SFC 20
BLKMOV ersetzen
3-38
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Tabelle 3-12
Operationen in S5 und in S7, Fortsetzung
Operationstyp
Operationen in S5
Operationen in S7
Konvertierung
Interruptbefehle
LIM, SIM, AFS,
AFF, AS, AF
SFC 39 -42
nein
durch Aufruf SFC 39 42 ersetzen
Kachelbefehle
ACR, TSC, TSG
-
nein
Kachelzugriffe gibt es
in S7 nicht mehr!
Mathematische
Funktionen
-
ABS, COS, SIN,
TAN , ACOS,
ASIN, ATAN, EXP,
LN
-
-
Nulloperationen
BLD xxx
NOP 0, NOP 1
BLD xxx
NOP 0, NOP 1
ja
-
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Empfohlene
Umsetzung
3-39
Software
3.13 Adressierung
3.13.1
Absolute Adressierung
Die absolute Adressierung ist in S5 und S7 identisch mit einer Ausnahme:
Daten in Datenbausteinen werden in S7 byteweise adressiert, d. h. WortAdressen bei S5 werden (durch Multiplikation mit 2) in Byte-Adressen gewandelt.
Die Tabelle zeigt die Zuordnung bei der Konvertierung (Datenbereichadressierung):
S5
3.13.2
S7
DL 0, 1, 2, 3, ...255
DBB 0, 2, 4, 6, ...510
DR 0, 1, 2, 3, ...255
DBB 1, 3, 5, 7, ...511
DW 0, 1, 2, 3, ...255
DBW 0, 2, 4, 6, ...510
DD 0, 1, 2, 3, ...254
DBD 0, 2, 4, 6, ...508
D x.y
DBX 2 x.y für 8 ≤ y ≤ 15
DBX (2 x+1).y für 0 ≤ y ≤ 7
Symbolische Adressierung
Die symbolische Adressierung in S5 wurde in S7 übernommen. Bei der Erstellung und dem Einsatz der Symbole gibt es neue Möglichkeiten. Bei der
Programmierung ergeben sich keine Unterschiede.
Symbole bei
STEP 5
Symbole haben Sie für STEP 5-Programme mit Hilfe des Symbolik-Editors
vereinbart. Der Symbolik-Editor erzeugt eine Zuordnungsliste, die Ihnen erlaubt, anstelle von absoluten Adressen die in der Zuordnungsliste definierten
Symbole zu verwenden.
Symbole bei
STEP 7
Die Symbole können in STEP 7 bis zu 24 Zeichen lang sein.
Globale Symbole
Bei STEP 7 haben Sie ebenfalls einen Symbolik-Editor zur Verfügung. Die
Zuordnungsliste heißt jetzt Symboltabelle. In ihr deklarieren Sie alle globalen Symbole (z. B. Eingänge, Ausgänge, Merker, Bausteine).
Wenn Sie Symbole mit dem Symbol-Editor zuweisen, dann gelten diese
Symbole für ein CPU-Programm.
3-40
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Lokale Symbole
Außer der Vereinbarung der Symbole mit dem Symbolik-Editor haben Sie bei
STEP 7 die Möglichkeit, lokale Symbole für Datenoperanden und für den
Lokaldatenbereich bei der Bausteinprogrammierung festzulegen.
Wenn Sie Symbole nicht mit dem Symbol-Editor zuweisen, sondern innerhalb eines Bausteins vereinbaren, dann ”gilt” dieses Symbol auch nur für den
betreffenden Baustein. Wir sagen, das Symbol ist bausteinlokal.
Wann werden
Symbole vereinbart ?
STEP 7 schreibt Ihnen nicht vor, zu welchem Zeitpunkt Symbole feststehen
müssen. Sie haben folgende Möglichkeiten:
• vor Beginn der Programmierung
(erforderlich bei inkrementeller Eingabe des Anwenderprogramms, d.h.
mit Syntaxprüfung nach jeder Programmzeile),
• nach Erstellung des Anwenderprogramms, aber vor der Übersetzung
(erforderlich bei quellorientierter Eingabe des Anwenderprogramms , d.h.
das Programm wird als ASCII-Datei (=Quelle) erstellt).
Importieren einer
Symboltabelle
In S7 haben Sie die Möglichkeit, die Symboltabelle mit einem Editor Ihrer
Wahl zu erstellen und zu bearbeiten.
Sie können Tabellen, die Sie mit einem anderen Werkzeug erzeugt haben, in
ihre Symboltabelle importieren und hier weiterbearbeiten. Die Import-Funktion läßt sich beispielsweise benutzen, um unter STEP5/ST erzeugte Zuordnungslisten nach Konvertierung in die Symboltabelle aufzunehmen.
Zur Auswahl stehen die Dateiformate *.SDF, *.ASC, *.DIF und *.SEQ.
Um eine Symboltabelle zu importieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie im Projektfenster das S7-Programm, in dem sich die Symboltabelle befindet.
2. Öffnen Sie die Symboltabelle durch Doppelklick auf den Behälter “Symbole”.
3. Wählen Sie im Fenster der Symboltabelle den Menübefehl
Tabelle > Importieren. Ein Dialogfeld wird angezeigt.
4. Markieren Sie im Dialogfeld die Symboltabelle, die Sie importieren wollen und klicken Sie auf die Schaltfläche “Öffnen”.
5. Überpüfen Sie die Datensätze der Symboltabelle und nehmen Sie bei
Bedarf Korrekturen vor.
6. Speichern und schließen Sie die Symboltabelle.
Hinweis
Eine Symboltabelle vom Dateiformat *.SEQ, die von S5 nach S7 konvertiert
wurde, kann nicht mehr nach S5 importiert werden. Zum Austausch von
Symboltabellen zwischen S5 und S7 wird das Dateiformat *.DIF empfohlen.
Weitere Information zum Thema Symboltabelle finden Sie im Benutzerhandbuch /231/.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-41
Software
3.13.3
Neu: Komplett-Adressierung von Datenoperanden
Komplett-Adressierung von Datenoperanden bedeutet, daß der Datenbaustein
zusammen mit dem Datenoperanden angegeben wird. Das war in S5 nicht
möglich.
Die Komplett-Adressierung kann entweder nur absolut oder nur symbolisch
erfolgen. Eine Mischung absolut und symbolisch innerhalb einer Anweisung
ist nicht möglich.
Beispiel
L DB100.DBW6
L DB_MOTOR.DREHZAHL
DB_MOTOR ist das Symbol für den Datenbaustein DB 100 und ist in der
Symboltabelle definiert. DREHZAHL ist ein Datenoperand, der im Datenbaustein deklariert worden ist. Dadurch ist die symbolische Angabe des Datenoperanden (DB_MOTOR.DREHZAHL) ebenso eindeutig wie die absolute
Angabe (DB100.DBW6).
Der komplettadressierte Datenzugriff ist nur in Verbindung mit dem GlobalDatenbausteinregister (DB-Register) möglich. Der AWL-Editor setzt bei den
komplettadressierten Datenoperaden zwei Anweisungen ab:
1. Aufschlagen des Datenbausteins über das DB-Register (z. B. AUF DB
100)
2. Zugriff auf den Datenoperanden (z. B. L DBW 6)
Mögliche Operationen mit komplettadressierten
Datenzugriff
3-42
Sie haben die Möglichkeit, für alle Operationen, die für den Datentyp des
angesprochenen Datenoperanden zugelassen sind, den komplettadressierten
Zugriff zu verwenden.
Komplettadressierte Datenoperanden können auch an Bausteinparametern
angegeben werden. Dies wird dringend empfohlen, da beim Aufruf eines
Bausteines eventuell der Datenbaustein gewechselt wird und Sie durch die
Komplettadressierung sicherstellen, daß der richtige Datenoperand (aus dem
richtigen Datenbaustein) übergeben wird.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Gefahren der
“Teiladressierung”
Prinzipiell ist es möglich, auf Datenoperanden wie bei STEP 5 zuzugreifen
(”Teiladressierung”).
Beispiel:
L DBW 6
L DREHZAHL
Bei STEP 7 ist die Teiladressierung jedoch nicht unproblematisch, da STEP 7
die Register der S7-300/S7-400-CPU bei verschiedenen Operationen von sich
aus ändert. In einigen Fällen wird die DB-Nummer im DB-Register überschrieben.
In den folgenden Situationen kann das DB-Register überschrieben werden.
Hier ist besondere Vorsicht geboten:
• Das DB-Register wird bei einem komplettadressierten Datenzugriff überschrieben.
• Wenn ein FB aufgerufen wird, wird das DB-Register des aufrufenden
Bausteins überschrieben.
• Nach einem Aufrufbefehl an eine FC, die einen Parameter mit zusammengesetztem Datentyp übergibt (z. B. STRING, DATE_AND_TIME,
ARRAY, STRUCT oder UDT), wird der Inhalt des DB-Registers des aufrufenden Bausteins überschrieben.
• Nachdem Sie einer FC einen Aktualparameter zugeordnet haben, der in
einem DB gespeichert ist (z. B. DB100.DBX0.1), öffnet STEP 7 den DB
(DB 100), indem der Inhalt des DB-Registers überschrieben wird.
• Nachdem ein FB einen Durchgangsparameter mit zusammengesetztem
Datentyp adressiert hat (z. B. STRING, DATE_AND_TIME, ARRAY,
STRUCT oder UDT), verwendet STEP 7 das DB-Register zum Zugreifen
auf Daten. Dadurch wird der Inhalt des DB-Registers überschrieben.
• Nachdem eine FC einen Parameter (Eingang, Ausgang oder Durchgang)
mit zusammengesetztem Datentyp adressiert hat (z. B. STRING,
DATE_AND_TIME, ARRAY, STRUCT oder UDT), verwendet STEP 7
das DB-Register zum Zugreifen auf Daten. Dadurch wird der Inhalt des
DB-Registers überschrieben.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-43
Software
3.13.4
Indirekte Adressierung
Die indirekte Adressierung mit Hilfe der Bearbeitefunktion von S5 wird in S7
durch die neuen speicher- und registerindirekt adressierenden Befehle ersetzt.
Pointerformat bei
STEP 5
In S5 belegt der Zeiger für die indizierte Bearbeitungsoperation ein Wort.
Der Aufbau des Zeigers wird in Bild 3-7 dargestellt:
15..
..10
9
8
Bitadresse
15..
Bild 3-7
Pointerformate bei
STEP 7
..8
7..
..0
Byteadresse
7..
Wortadresse/
Bausteinnummer
..0
Aufbau Zeiger S5
Es gibt zwei mögliche Pointerformate in S7: Wort und Doppelwort.
15..
nnnn
..8
nnnn
7..
nnnn
..0
nnnn
Bits 0 bis 15 (nnnn nnnn nnnn nnnn): Nummer (Bereich 0 bis 65 535) einer
Zeit (T), eines Zählers (Z), Datenbausteins (DB), einer Funktion (FC) oder
eines Funktionsbausteins (FB)
Bild 3-8
Pointer im Wortformat für die speicherindirekte Adressierung
31..
..24 23..
..16 15..
a000 0rrr
0000 0 bbb bbbb
..8
bbbb
7..
..0
bbbb b xxx
Bit 31 = 0 (a) gibt bereichsinterne Adressierung an
Bit 31 = 1 (a) gibt bereichsübergreifende Adressierung an
Bit 24,25, 26 (rrr): Bereichskennung bei bereichsübergreifender
Adressierung
Bits 3 bis 18 (bbbb bbbb bbbb bbbb): Nummer (Bereich 0 bis 65 535) des
adressierten Byte
Bits 0 bis 2 (xxx): Nummer (Bereich 0 bis 7) des adressierten Bit
Bild 3-9
3-44
Pointer im Doppelwortformat für die speicherindirekte und die registerindirekte Adressierung
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Software
Speicherindirekte
Adressierung
Die speicherindirekte Adressierung entspricht der indirekten Adressierung
bei S5. Bei der speicherindirekten Adressierung gibt der Operand die Adresse
des Werts an, den die Operation verarbeiten wird. Der Operand besteht aus
den beiden folgenden Teilen:
• einem Operandenkennzeichen (z. B. ”EB” für ”Eingangsbyte”) und
• einem Wort, das die Nummer einer Zeit (T), eines Zählers (Z), Datenbausteins (DB), einer Funktion (FC) oder eines Funktionsbausteins (FB) enthält oder
• einem Doppelwort, das die genaue Adresse eines Werts innerhalb des
Speicherbereichs enthält, den das Operandenkennzeichen angibt.
Der Operand gibt die Adresse des Werts oder der Nummer indirekt über den
Pointer an. Dieses Wort oder Doppelwort kann sich in einem der folgenden
Bereiche befinden:
• Merker
(M)
• Datenbaustein
(DB)
• Instanz-Datenbaustein
(DI)
• Lokaldaten
(L)
Vorteil der speicherindirekten Adressierung ist, daß Sie den Operanden der
Anweisung während der Programmbearbeitung dynamisch modifizieren können.
Beispiele
Die folgenden beiden Beispiele zeigen, wie Sie mit einem Pointer im Wortformat arbeiten:
AWL S5
AWL S7
Erläuterung
L
T
B
L
L
T
+5
MW 2
Lade den Wert 5 als Ganzzahl in AKKU 1.
Transferiere den Inhalt von AKKU 1 ins Merkerwort MW2.
L
T [MW 2]]
Lade den Zeitwert der Zeit T 5.
KB 5
MW 2
MW 2
T 0
Die folgenden beiden Beispiele zeigen, wie Sie mit einem Pointer im Doppelwortformat arbeiten:
AWL S5
AWL S7
Erläuterung
L
T
L
T
B
U
B
=
L
T
P#8.7
MD 2
Lade 2#0000 0000 0000 0000 0000 0000 0100 0111
(Binärwert) in AKKU 1 (S7).
Speichere die Adresse 8.7 im Merkerwort MW 2 (S5) /
Merkerdoppelwort MD 2 (S7).
U
E [MD 2]
Die Steuerung fragt den Eingang E 8.7 ab und weist seinen
Signalzustand dem Ausgang A 8.7 zu.
=
A [MD 2]
KB 8
MB 3
KB 7
MB 2
MW 2
E 0.0
MW 2
A 0.0
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
3-45
Software
AWL S5
AWL S7
Erläuterung
L
T
B
L
B
T
L
T
P#8.0
MD2
L
EB [MD2]
T
MW [MD2]
Lade 2#0000 0000 0000 0000 0000 0000 0100 0000
(Binärwert) in AKKU 1 (S7).
Speichere die Adresse 8 im Merkerwort MW 2 (S5) / Merkerdoppelwort MD 2 (S7).
Die Steuerung lädt das Eingangsbyte EB 8 und transferiert
den Inhalt ins Merkerwort MW 8.
KB
MW
MW
EB
MW
MW
8
2
2
0
2
0
Verwenden der
korrekten Syntax
Wenn Sie mit einem speicherindirekten Operanden arbeiten, der im Speicherbereich des Datenbausteins gespeichert ist, müssen Sie zuerst den Datenbaustein öffnen, indem Sie die Operation Aufschlage Datenbaustein verwenden.
Dann können Sie das Datenwort oder das Datendoppelwort als indirekten
Operanden verwenden, wie im nachfolgenden Beispiel gezeigt:
AUF
L
DB 10
EB [DBD 20]
Wenn Sie auf ein Byte, Wort oder Doppelwort zugreifen, vergewissern Sie
sich zunächst, daß die Bitnummer des Pointers ”0” ist.
Registerindirekte
Adressierung
Für die registerindirekte Adressierung werden in STEP 7 die Adreßregister
AR 1 und AR 2 verwendet.
Bei der registerindirekten Adressierung gibt der Operand die Adresse des
Werts an, den die Operation verarbeiten wird. Der Operand besteht aus den
beiden folgenden Teilen:
• einem Operandenkennzeichen,
• einem Adreßregister und einem Pointer zur Angabe eines Versatzes, der
zum Inhalt des Adreßregisters addiert wird, um die genaue Adresse, die
die Operation verarbeiten soll, zu ermitteln. Der Pointer wird durch
P#Byte.Bit angegeben.
Der Operand zeigt indirekt auf die Adresse des Werts, und zwar über das
Adreßregister plus Versatz.
Eine Operation, die die bereichsinterne, registerindirekte Adressierung verwendet, verändert den Wert im Adreßregister nicht.
Weitere Informationen dazu finden Sie im AWL-Handbuch /232/.
3-46
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Teil 2: Programmkonvertierung
Vorgehensweise
4
Vorbereitung der Konvertierung
5
Konvertierung
6
Nachbearbeitung des
konvertierten Programms
7
Übersetzen
8
Anwendungsbeispiel
9
3-48
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Vorgehensweise
4
Die Programmierung von S7 in AWL ist weitgehend kompatibel zu S5-AWL,
ebenso KOP in S7 zu S5-KOP und FUP in S7 zu S5-FUP. Wenn Sie also
S5-Anwender sind und vorhandene Programme in S7 einsetzen möchten,
wird Ihnen dieser Schritt erheblich erleichtert. Sie können auf Ihren erprobten
S5-Programmen aufbauen und sie in S7-Programme umsetzen.
Wie gehen Sie
vor ?
Die folgende Auflistung zeigt Ihnen, wie Sie bei der Umsetzung Ihres
S5-Programms vorgehen können und in welchen Handbuchkapiteln Sie die
erforderliche Informationen finden.
Die Liste ist exemplarisch und soll als Leitfaden dienen (einzelne Schritte
können auch übersprungen werden).
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
4-1
Vorgehensweise
4.1
S5-System analysieren
Bevor Sie Ihr S5-Programm konvertieren, sollten Sie klären, ob die Voraussetzungen für eine Umsetzung Ihres Programms gegeben sind.
Funktionalität der
Baugruppen
(siehe Kapitel 2)
Wie kann die Funktionalität Ihrer verwendeten S5-Baugruppen realisiert werden? Können Ihre S5-Baugruppen mit Hilfe von Adaptionskapseln oder Anschaltbaugruppen in S7 eingesetzt werden? Können Ihre S5-Baugruppen
durch S7-Baugruppen ersetzt werden?
Systemeinstellungen (siehe
Abschnitt 3.8)
Wie sind die benötigten Systemeinstellungen in S7 realisierbar?
Befehlsumfang
(siehe
Abschnitt 3.12)
Wie ist der von der S5-CPU verwendete Befehlsumfang mit Ihrer S7-CPU
realisierbar?
Standardsoftware
(siehe
Abschnitt 3.9)
Sind die im zu konvertierenden Programm aufgerufenen S5-Standardfunktionsbausteine auch als Funktionen in S7 vorhanden?
Sonderfunktionen
(siehe Tabellen ab
Seite 3-23)
Lassen sich die evtl. im S5-Programm verwendeten integrierten Sonderfunktionen ersetzen?
4-2
Sind einzelne Befehle nicht konvertierbar, erhalten Sie eine Meldung mit den
entsprechen Programmstellen und Sie müssen die Befehle selbst umprogrammieren.
Zum Lieferumfang der S7-Basissoftware gehören die bereits umgesetzten
Standard-Softwarepakete für Gleitpunktarithmetik, Signalfunktionen, Integrierte Funktionen, Grundfunktionen und Mathematische Funktionen.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Vorgehensweise
Welche Teile Ihres
Programmes sollten in S7 neu programmiert werden?
In der Regel können nicht alle Teile eines Programmes konvertiert werden.
Folgende Punkte helfen Ihnen bei der Entscheidung, ob Sie Ihr S5-Programm
mit dem Konverter umsetzen lassen oder ob Sie Ihr S5-Programm in S7 neu
erstellen.
• Programme, die nur digitale und binäre Verknüpfungen enthalten, benötigen keine Überarbeitung.
• Adressierung von Operanden mit Absolutadressen ist in S7 nicht möglich.
Entsprechende Anweisungen (z. B. LIR, TIR, ...) werden nicht konvertiert. Wird in einem Programm häufig mit Absolutadressen gearbeitet, ist
es sinnvoll, diese Programmteile, gegebenenfalls das gesamte Programm,
neu zu schreiben.
• Die Bearbeitungsfunktionen (z. B. B MW, B DW) werden zwar zum Teil
konvertiert, Sie können jedoch Speicherplatz sparen, wenn Sie die Funktionen in S7 neu programmieren. Die Funktionalität kann mit der indirekten Adressierung realisiert werden.
• Bei Bausteinaufrufen muß grundsätzlich die Belegung der Parameter
überprüft und angepaßt werden, da die Aktualparameter bei der Konvertierung ohne Änderung übernommen werden.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
4-3
Vorgehensweise
4.2
S7-Projekt erstellen
STEP 7 stellt Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung, ein Projekt zu erstellen:
Erstellen eines
Projektes mit dem
STEP 7 Assistent
Mit Hilfe des STEP 7 Assistenten legen Sie in kürzester Zeit ein STEP 7 Projekt mit der CPU, die Sie einsetzen wollen, an. Anschließend können Sie mit
der Programmierung beginnen.
Manuelles Anlegen
eines Projektes
Weiterhin besteht die Möglichkeit, das Projekt manuell anzulegen. Die Vorgehensweise entnehmen Sie bitte Abschnitt 3.3.1.
4.3
Hardware konfigurieren
Zu diesem Zeitpunkt ist es sinnvoll, die Hardware zu konfigurieren, da in
HWKonfig Daten ermittelt werden, die für die Vorbereitung der Konvertierung bereits verwendet werden können.
Wenn Sie sich noch nicht auf einen Hardware-Aufbau festlegen wollen, können Sie die Konfigurierung auch später durchführen.
Hardware
festlegen
Mit Hilfe der Informationen im Kapitel 2 (Hardware) können Sie die benötigten S7- bzw. S5-Baugruppen für Ihren Aufbau auswählen und die HardwareKonfigurationstabelle ausfüllen (siehe Abschnitt 3.4).
Adreßvergabe
Die Adreßvergabe für die Baugruppen erfolgt automatisch durch HWKonfig.
Sie können die Adressen bei der Konvertierung bereits berücksichtigen.
Systemeinstellungen vornehmen
Bei der Parametrierung der CPU in HWKonfig können Sie Systemeinstellungen vornehmen, die in S5 im DB 1/DX 0 oder durch Systemdienste realisiert
worden sind (siehe Abschnitt 3.4).
Remanenzverhalten bestimmen
Das Remanenzverhalten kann ebenfalls in den Parametrierdaten der CPU
eingestellt werden. Das Remanenzverhalten ist jedoch abhängig von der Batteriepufferung (siehe Abschnitt 3.4).
4-4
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Vorbereitung der Konvertierung
5
Überblick
Bereitstellen der benötigten Dateien
(siehe Abschnitt 5.1)
• Programmdatei <Name>ST.S5D
• Querverweisliste <Name>XR.INI
• optional Zuordnungsliste <Name>Z0.SEQ
Operanden prüfen
(siehe Abschnitt 5.2)
• Anzahl der Operanden
• Anzahl der Bausteine
S5-Programm vorbereiten
(siehe Abschnitt 5.3)
• Auswerten und Löschen der Datenbausteine
DB 1 / DX 0
• Entfernen von Aufrufen von integrierten Bausteinen
• Entfernen von Zugriffen auf Systemdatenbereich
• Anpassen der Operandenbereiche
• Zuweisen von Makros zu nichtkonvertierbaren
Programmteilen
• Löschen von Datenbausteine ohne Struktur bis
auf 1 Datenwort
Makros erstellen
(siehe Abschnitt 5.4)
• Befehlsmakros
• OB-Makros
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
5-1
Vorbereitung der Konvertierung
5.1
Bereitstellen der benötigten Dateien
Als Ausgangsbasis für die Umsetzung Ihres S5-Programms werden folgende
Daten benötigt:
• die Programmdatei <Name> ST.S5D und
• die Querverweisliste <Name> XR.INI.
Die Querverweisliste wird zum Konvertieren benötigt, um die Programmstruktur und Aufrufhierarchie des S5-Programms zu erhalten.
Optionale Angabe
Wollen Sie in Ihrem Programm statt der absoluten Operanden symbolische
Namen verwenden, benötigen Sie zur Erzeugung der konvertierten Zuordnungsliste zusätzlich
• die S5-Zuordnungsliste <Name> Z0.SEQ.
Vorgehensweise
Bereiten Sie die Konvertierung folgendermaßen vor:
1. Legen Sie für Ihr S5-Programm mit Hilfe der S5-Software eine aktuelle
Querverweisliste an.
2. Kopieren Sie Ihre STEP 5-Programmdatei, die zugehörige Querverweisliste und bei Bedarf die Zuordnungsliste in ein DOS-Verzeichnis.
5-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Vorbereitung der Konvertierung
5.2
Operanden prüfen
Funktionsumfang
der CPU
Sie müssen eventuell das zu konvertierende Programm an die S7-CPU, die
Sie einsetzen wollen, anpassen.
Um sich einen Überblick über den Funktionsumfang der S7-CPU zu verschaffen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Stellen Sie fest, welche S7-CPU Sie verwenden wollen.
2. Suchen Sie die S7-CPU in den Tabellen zu den Leistungsmerkmalen im
Abschnitt 2.2.1 und vergleichen Sie
- Anzahl der Operanden
- Anzahl der Bausteine
mit den verwendeten Operanden und Bausteinen.
oder
1. Öffnen Sie den SIMATIC-Manager.
2. Wählen Sie S7-CPU in der Online-Ansicht der Projektstruktur aus.
3. Mit dem Menübefehl Zielsystem > Baugruppenzustand öffnen Sie einen
Registerdialog, der Ihnen u.a. folgende Information bietet:
- Im Register Allgemein können Sie den CPU-Typ identifizieren, den
Speicherausbau entnehmen und die Größe der zur Verfügung stehenden Operandenbereiche ablesen.
- Im Register Bausteine sind Informationen über die zur Verfügung stehenden Bausteine enthalten. Insbesondere sind die maximale Anzahl
und Länge der Bausteinarten angegeben und alle auf der CPU vorhandenen OBs, SFBs und SFCs aufgelistet.
Anpassen des zu
konvertierenden
Programms
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Um das zu konvertierende AWL-Programm später auf der eingesetzten
S7-CPU ablauffähig zu machen, überprüfen Sie dieses auf die zulässige Anzahl an Bausteinen und Operanden und ändern es gegebenenfalls ab.
5-3
Vorbereitung der Konvertierung
5.3
S5-Programm vorbereiten
Bereits vor dem Konvertieren können Sie Ihr STEP 5-Programm an den zukünftigen Einsatz als STEP 7-Programm vorbereiten (müssen es aber nicht;
alle Korrekturen können Sie auch nach dem Konvertieren in der
STEP 7-Quelldatei durchführen). Mit dieser Anpassung reduzieren Sie die
Anzahl der Fehlermeldungen und Warnungen.
Beispielsweise können Sie folgende Anpassungen vor dem Konvertieren vornehmen:
• Systemeinstellungen aus Datenbausteine mit Programmeigenschaften DB
1 bzw. DX 0 auswerten und anschließendes Löschen der DB 1 bzw. DX 0.
• Entfernen aller Aufrufe von integrierten Bausteinen oder Zugriffen auf
den Systemdatenbereich BS, deren Funktionalität über die Parametrierung
der S7-CPU erreicht werden kann.
• Anpassen der Operandenbereiche Eingänge, Ausgänge und Peripherie an
die (neuen) Baugruppenadressen mit der STEP 5-Funktion Umverdrahten
(Sie sollten hierbei beachten, daß der STEP 5-Adreßbereich nicht überschritten wird, sonst wird bereits ein Fehler im ersten Konvertierlauf gemeldet; eine Konvertierung für diese Anweisungen findet dann nicht
statt.).
• Sie können nichtkonvertierbare Programmteile, die wiederholt vorkommen, bis auf eine “eindeutige” STEP 5-Anweisung pro Programmteil löschen. Dieser “eindeutigen” Anweisung weisen Sie ein Makro zu (siehe
Abschnitt 5.4), das den Programmteil ersetzen soll.
• Wenn Ihr Programm sehr viele (und lange) Datenbausteine enthält, die
keine Datenstruktur aufweisen (z. B. als Datenpuffer verwendet werden),
können Sie die Datenwörter in diesen Datenbausteinen bis auf ein Datenwort löschen. Nach dem Konvertieren (und noch vor dem Übersetzen)
programmieren Sie den Inhalt dieser Datenbausteine in der Quelldatei mit
einer Feld-Deklaration, z. B. Puffer: ARRAY [1..256] of WORD.
Mit dem Konverter können Sie nicht nur komplette Programme konvertieren,
sondern auch einzelne Bausteine.
5-4
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Vorbereitung der Konvertierung
5.4
Makros erstellen
Nutzen
Für die Konvertierung können Sie im S5/S7 Konverter Makros definieren, für
• S5-Befehle, die nicht automatisch konvertiert werden und
• S5-Befehle, die Sie unterschiedlich zur Standardumsetzung konvertieren
wollen.
Makros erweisen sich als nützlich, wenn Ihr Programm mehrere S5-Befehle
enthält, auf die die oben genannten Eigenschaften zutreffen.
Makro-Funktion
Makros können ersetzen:
• S5-Befehle (Operatoren) und
• S5-Organisationsbausteine (OB).
Die Makros werden in der Datei S7S5CAPA.MAC für den Befehlssatz
SIMATIC und in der Datei S7S5CAPB.MAC für den Befehlssatz International abgelegt. Arbeiten Sie mit beiden Befehlssätzen, müssen Sie die Makros
in jeder Datei extra angeben. Man unterscheidet zwischen Befehlsmakros und
OB-Makros. Sie können je 256 Befehlsmakros und OB-Makros erstellen.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
5-5
Vorbereitung der Konvertierung
5.4.1
Befehlsmakros
Befehlsmakros müssen folgendermaßen aufgebaut sein:
$MAKRO: <S5-Befehl>
S7-Befehlsfolge
$ENDMAKRO
Bei der Makrodefinition geben Sie für <S5-Befehl> den vollständigen Befehl
(Operator und absoluter Operand) an.
Tabelle zeigt ein Makro für den Befehl E DB 0, mit dem in S5 Datenbausteine eingerichtet werden. Die Länge (in Worten) des einzurichtenden Datenbausteines steht in AKKU 1. In S7 wird die Funktion mit der Systemfunktion SFC 22 CREAT_DB realisiert. Die Länge des Datenbausteines muß in
Anzahl Bytes umgerechnet werden.
Tabelle 5-1
Beispiel für ein Befehlsmakro
Makro
$MAKRO: E DB 0
SLW
1
//Ersetzt Befehl zum
//Einrichten von DB
L Konstante
//Anzahl Worte in Anzahl
E DB 0
//Bytes umrechnen
T
MW 102
CALL
SFC 22(
S5
// Aufruf SFC CREAT_DB
S7
L Konstante;
B MW 100
SLW
1;
T
MW 102;
CALL
SFC 22(
LOW_LIMIT
:= MW 100,
LOW_LIMIT := MW 100,
UP_LIMIT
:= MW 100,
UP_LIMIT
:= MW 100,
COUNT
:= MW 102,
COUNT
:= MW 102,
RET_VAL
:= MW 106,
RET_VAL
:= MW 106,
DB_NUMBER
:= MW 104);
DB_NUMBER := MW 104);
$ENDMAKRO
5-6
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Vorbereitung der Konvertierung
5.4.2
OB-Makros
Wegen der Unterschiede bei den Organisationsbausteinen zwischen S5 und
S7 kann es für Sie empfehlenswert sein, die Umsetzung Ihrer S5-OBs selbst
zu steuern. OB-Makros müssen folgendermaßen aufgebaut sein:
$OBCALL: <Nummer des OB>
CALL <S7-Systemfunktion>;
$ENDMAKRO
Wird in der S5-Quelldatei ein Befehl mit dem Operand OB x gefunden, wird
dieser Befehl durch die definierten Makrobefehle ersetzt. Ausgenommen sind
FB-Aufrufe, die OBs als Formalparameter verwenden.
Tabelle 5-2
Beispiel für OB-Makro
Makro
$OBCALL: 31
//Ersetzt Befehle mit OB 31
S5
SPA OB 31
S7
CALL SFC 43;
CALL SFC 43;
$ENDMAKRO
Erstellungshinweise
Die Funktionen der Organisationsbausteine bei S5 unterscheiden sich von den
Funktionen der OBs in S7. OBs, die nicht automatisch konvertiert werden,
müssen Sie über die Nachbearbeitung ersetzen durch:
• OBs mit verändertem Funktionsumfang,
• neue S7-Befehle oder
• Systemeinstellungen, die Sie bei der Hardware-Parametrierung festlegen.
Ausführliche Hinweise darauf, wie S5-OBs zu ersetzen sind, finden Sie im
Abschnitt 3.7.5.
Hinweis
Es wird nicht geprüft, ob ein Makro doppelt definiert wird. Ist dies der Fall,
wird der zuerst definierte Makro verwendet. Die angegebene S7-Befehlsfolge wird nicht auf Richtigkeit überprüft. Achten Sie auf die korrekte
Schreibweise der Schlüsselwörter und Sonderzeichen (Doppelpunkt).
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
5-7
Vorbereitung der Konvertierung
5.4.3
Editieren von Makros
Makros erstellen Sie auf folgende Weise:
• Starten Sie den S5/S7 Konverter über die Schaltfläche ”Start” auf der
Task-Leiste in Windows 95 über ”Simatic/STEP 7/S5-Datei konvertieren”.
• Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten > Ersetzungsmakro (Es ist
keine Programmdatei geöffnet!).
Ergebnis: Die Datei S7S5CAPA.MAC wird geöffnet.
• Geben Sie die Makros wie oben beschrieben ein und sichern Sie die Datei
mit dem Menübefehl Datei > Speichern.
• Schließen Sie die Datei mit dem Menübefehl Datei > Schließen.
Ergebnis: Die Datei S7S5CAPA.MAC wird geschlossen. Ab dem nächsten
Konvertierlauf werden die definierten Makros gültig.
S5-Datei konvertieren - [s7u5capA.mac]
Datei Bearbeiten
Ansicht
Hilfe
$MAKRO: E DB0
SLW 1;
T
MW 102;
CALL SFC 22(
LOW_LIMIT
UP_LIMIT
COUNT
RET_VAL
DB_NUMBER
$ENDMAKRO
:=
:=
:=
:=
:=
MW 100,
MW 100,
MW 102,
MW 106,
MW 104);
Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten.
Bild 5-1
5-8
1:1
Makro im Fenster von ”S5-Datei konvertieren”
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
6
Konvertierung
6.1
Starten der Konvertierung
Voraussetzung
Vergewissern Sie sich vor dem Start der Konvertierung, daß sich die zu konvertierende S5-Datei, die Querverweisliste und evtl. die Zuordnungsliste in
demselben Verzeichnis befinden (siehe Abschnitt 5.1, Bereitstellen der benötigten Dateien).
Starten des S5/S7
Konverter
Nachdem Sie die STEP 7-Software auf Ihrem PG installiert haben, starten Sie
den S5/S7 Konverter über die Schaltfläche ”Start” auf der Task-Leiste in
Windows 95
• Der Eintrag lautet ”Simatic/STEP 7/S5-Datei konvertieren”.
Der S5/S7 Konverter meldet sich nach dem Start mit folgender Einstiegsmaske:
S5-Datei konvertieren
Datei Bearbeiten
Ansicht
Hilfe
Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten.
Bild 6-1
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Einstiegsmaske des S5/S7 Konverter
6-1
Konvertierung
Auswählen einer
Programmdatei
Um eine Programmdatei auszuwählen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie den Menübefehl Datei>Öffnen.
2. Wählen Sie das Laufwerk und das Verzeichnis aus, unter dem die zu konvertierenden Dateien abgelegt sind.
3. Markieren Sie die zu konvertierende Datei und klicken Sie auf ”OK”, um
Ihre Auswahl zu bestätigen.
Ergebnis: Der S5/S7 Konverter zeigt Quell- und Zieldateien und eine Zuordnung von alten und neuen Bausteinnummern.
Das Bild zeigt das Dialogfeld ”S5-Datei konvertieren [<Name>ST.S5D]”.
S5-Datei konvertieren - [[email protected]@st.s5d]
Datei Bearbeiten
Ansicht
S5-Datei
Hilfe
D:\S5CONV\S5_PROGR\[email protected]@ST.S5D
QVL-Datei:
D:\S5CONV\S5_PROGR\[email protected]@R.INI
AWL-Datei:
D:\S5CONV\S7_PROGR\[email protected]@AC.AWL
Fehlerdatei:
D:\S5CONV\S7_PROGR\[email protected]@AF.SEQ
S5-Zuordnungsliste:
D:\S5CONV\S5_PROGR\[email protected]@Z0.SEQ
Konvertierte Zuordnungsliste:
D:\S5CONV\S7_PROGR\[email protected]@S7.SEQ
&Nr.
FB242
FB243
FX3
FX100
OB1
OB21
PB1
SB1
Name
Std.
MUL:16
*
DIV:16
*
Pruefen
STANDARD
Neue Nr.
-FC83
-FC84
-FC5
-FC6
-OB1
-OB101
-FC7
-FC8
Start
Abbrechen
Hilfe
Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten.
Bild 6-2
Ändern der
Zieldateinamen
Dialogfeld ”S5-Datei konvertieren-[<Name>ST.S5D]”
Sie können bei Bedarf die von der Software vorgeschlagenen Namen der
Zieldateien ”AWL-Datei”, ”Fehlerdatei” und ”Konvertierte Zuordnungsliste”
ändern. Dies kann etwa erforderlich sein, wenn der Editor, mit dem Sie die
konvertierte Datei weiterbearbeiten wollen, bestimmte Namenskonventionen
verlangt (z.B. NAME.TXT).
Gehen Sie folgendermaßen vor:
• Klicken Sie in das Textfeld mit dem Pfadnamen der Zieldatei, die Sie
ändern wollen.
• Ändern Sie den Text wie gewünscht.
6-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Konvertierung
Zuordnung Nr. ->
neue Nr.
Die Software schlägt neue Nummern für die zu konvertierenden Bausteine
vor und gibt sie im Dialogfeld ”S5-Datei konvertieren [<Name>ST.S5D]” an.
Wenn Sie andere Nummern vergeben wollen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie zweimal auf die Bausteinnummer, die Sie ändern wollen.
2. Geben Sie die neue Nummer in das Dialogfeld ”Neue Bausteinnummer”
ein und klicken Sie auf die Schaltfläche ”OK”, um Ihre Eingabe zu bestätigen.
S5-Standardfunktionsbausteine
Enthält Ihr S5-Programm Standardfunktionsbausteine, werden diese durch
ein Sternchen in der Spalte ”Std.” gekennzeichnet.
Durchführen der
Konvertierung
Durch Klicken auf die Schaltfläche ”Start” stoßen Sie den Konvertiervorgang
an. Der Konvertiervorgang besteht aus zwei Konvertierläufen und dem Umsetzen der Zuordnungsliste.
Im 1. Konvertierlauf wird das S5-Programm in eine S5-Quelle mit allen Bausteinen und Kommentaren umgesetzt.
Datei konvertieren
Status:
1. Lauf
Dateien:
STEP 5-Datei
Baustein:
D:\..\[email protected]@ST.S5D
SB 39
Statistik:
Gesamt
Zeilen:
Warnungen:
Fehler:
Baustein
750
389
12
6
0
0
Abbrechen
Bild 6-3
Erster Konvertierlauf
Im 2. Lauf wird die S5 Quelle in die AWL-Quell-Datei mit den neuen Bausteintypen, Bausteinnummern und S7-Syntax umgesetzt.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
6-3
Konvertierung
Zuordnungsliste
umsetzen
Die Symbole der S5-Zuordnungsliste werden beim Umsetzen der Zuordnungsliste in eine vom Symbol-Editor importierbare Form konvertiert.
Datei konvertieren
Status:
Zuordnungsliste
Dateien:
AWL
Baustein:
D:\..\[email protected]@S7.SEQ
Statistik:
Gesamt
Zeilen:
Baustein
640
640
Warnungen:
8
0
Fehler:
0
0
Abbrechen
Bild 6-4
6-4
Umsetzen der Zuordnungsliste
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Konvertierung
6.2
Erzeugte Dateien
Der S5/S7 Konverter erzeugt bei der Konvertierung folgende Dateien:
• Die Datei <Name>A0.SEQ:
Die Datei wird aus dem ersten Konvertierlauf erzeugt. Sie enthält die Datei <Name>ST.S5D in ASCII-Form.
• Die Datei <Name>AC.AWL:
Die Datei wird aus dem zweiten Konvertierlauf erzeugt. Sie enthält das
AWL-Programm. Aus diesem Lauf stammen auch eventuelle Meldungen
aufgrund fehlerhafter Makrodefinitionen.
• Die Datei <Name>S7.SEQ:
Die Datei wird aus der Umsetzung der Zuordnungsliste erzeugt. Sie enthält die konvertierte Zuordnungsliste in einer für den Symbol Editor importierbaren Form.
• Die Fehlerdatei ”<Name>AF.SEQ”:
Sie wird im oberen Listenfeld des Fensters ”S5-Datei konvertieren” angezeigt und enthält Fehler und Warnungen, die das konvertierte Programm
enthält. Diese Meldungen werden beim ersten und zweiten Konvertierlauf
und bei der Umsetzung der Zuordnungsliste erzeugt.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
6-5
Konvertierung
In einem Dialogfeld wird nach Beendigung des Konvertierlaufes die Anzahl der Fehler und Warnungen ausgegeben.
S5-Datei konvertieren - [012625st.s5d]
Datei Bearbeiten
Ansicht
Hilfe
C:\S5CONV\S5_PROGR\[email protected]@AF.SEQ
Warnung in Zeile 169 STEP 5-ASCII-Datei:
S7U5CAPX
*** FB 16, rel.Adr. 0H : Vorkopf nicht vorhanden ***
Warnung in Zeile 169 STEP 5-ASCII-Datei:
*** FB 185, rel.Adr. 0H : Ausgabe unzulässig (Produkt-Nr.) ***
Konvertierung beendet
*** Fehler in Zeile
7060 (PB 211): Baustein nicht vorhanden ***
CALL FB 180;
*** Fehler in Zeile
12270 (SB
38): Baustein nicht vorhanden *** Fehler: 3
CALL FB 16;
Warnungen: 2
*** Fehler in Zeile
13459 (SB 40): Baustein nicht vorhanden ***
CALL FB 16;
OK
D:\S5CONV\S5_PROGR\[email protected]@a0.seq
DB
#FB99
#N FILL
(B).
Drücken Sie F1, um Hilfe zu erhalten.
Bild 6-5
6-6
Meldungen beim Konvertieren
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Konvertierung
Lokalisieren von
Fehlern
Im unteren Listenfeld des Fensters können Sie sich die Stelle in der jeweiligen Datei anzeigen lassen, an der der Fehler aufgetreten ist.
In der AWL-Quelldatei werden an den entsprechenden Stellen im Programm,
an denen Fehler festgestellt wurden, Meldungen ausgegeben. Außerdem enthält die Datei Warnungen bzw. Hinweise auf eventuell entstehende Probleme
(z.B. durch Änderungen in der Befehlssemantik).
Drucken von
Meldungen
Mit dem Menübefehl Datei > Drucken können Sie die angelegten Dateien
Ihrer Wahl ausdrucken.
Drucken
Drucker: Systemdrucker (HP LaserJet 4Si MX)
Einrichten
Drucker
Bausteinzuordnung:
Bausteinzuordnung:
Fehlerliste:
Fehlerliste:
S5-ASCII-Datei:
S5-ASCII-Datei:
AWL-Quelle:
AWL -Quelle:
S5-Zuordnungsliste:
S5-Zuordnungsliste:
Zuordnungsliste:
Konvertierte
Konvertierte Zuordnungsliste:
Makro:
Druckqualität:
600 dpi
OK
Bild 6-6
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Abbrechen
Hilfe
Dialogfeld ”Drucken”
6-7
Konvertierung
6.3
Auswerten von Fehlermeldungen
Analysieren der
Meldungen
Die Meldungen beim Konvertieren umfassen Fehlermeldungen und Warnungen. Gehen Sie bei der Analyse der Meldungen folgendermaßen vor:
• Lassen Sie sich im unteren Listenfeld des Fensters ”Meldungen” die Datei
anzeigen, in der der Fehler aufgetreten ist.
• Entnehmen Sie die Bedeutung der Meldung der Online-Hilfe.
• Korrigieren Sie den Fehler nach den vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen.
Fehlermeldungen
Fehlermeldungen werden ausgegeben, wenn Teile des S5-Programms nicht
konvertierbar sind und nur als Kommentar in das S7-Programm aufgenommen werden. In der folgenden Tabelle sind alle Fehlermeldungen, deren Bedeutung und mögliche Abhilfemaßnahmen aufgelistet.
Hinweise auf
Regeln
Kapitel 3 ( Software) enthält die Regeln für die Konvertierung von S5-Programmen nach S7. Hier finden Sie weitere Hinweise auf mögliche Fehlerquellen und Hilfen für die Nachbearbeitung des AWL-Programms.
Tabelle 6-1
Fehlermeldungen, Bedeutung und Abhilfe
Fehlermeldung
Ursprung
Bedeutung
Abhilfe
Absoluter Parameter paßt nicht 1. Lauf
zu OPKZ
Falsches Operandenkennzeichen
Überprüfen Sie den Befehl.
Baustein nicht vorhanden
1. Lauf
Aufgerufener Baustein (FB, FX)
fehlt oder Baustein ist in der Bausteinliste aufgeführt, aber in der
Programmdatei nicht vorhanden.
Überprüfen Sie die Programmstruktur.
2. Lauf
Baustein wird aufgerufen, der in
der Programmdatei nicht
vorhanden ist.
Überprüfen Sie, ob bei der Konvertierung die Querverweisliste angegeben wurde oder überprüfen Sie
die Programmstruktur.
Befehl im Baustein nicht
erlaubt
1. Lauf
z.B. Sprung innerhalb eines
Programmbausteins
Überprüfen Sie den Befehl.
Befehl nicht definiert
1. Lauf
Ungültiger MC5/AWL-Befehl
Korrigieren Sie die S5-Programmdatei.
2. Lauf
Befehl in S7 nicht vorhanden
Editieren Sie einen Makro oder
ersetzen Sie den Befehl durch die
entsprechende S7-Befehlsfolge.
Bitzugriff auf T/Z nicht mehr
möglich (Bitte überprüfen)
2. Lauf
S5-Programm enthält Bitzugriffe
auf Timer und Zähler.
Überprüfen Sie das AWLProgramm.
CALL OB ist nicht erlaubt
2. Lauf
Der Aufruf von OBs ist in S7 nicht
erlaubt.
Setzen Sie gegebenenfalls den
Befehl CALL SFC ein.
CALL SFC xy generiert, bitte
Parameterliste ergänzen
2. Lauf
Parameter für SFC fehlen.
Vervollständigen Sie die SFCParameterliste.
6-8
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Konvertierung
Tabelle 6-1
Fehlermeldungen, Bedeutung und Abhilfe, Fortsetzung
Fehlermeldung
Datei nicht vorhanden
Ursprung
Bedeutung
Abhilfe
allgemein
Angewählte Datei ist nicht
vorhanden.
Überprüfen Sie die Programmdatei.
(Fortsetzung nächste Seite)
Falsche Klammerungstiefe
1. Lauf
Klammerungsabschluß nicht
ausgeglichen.
Beachten Sie die Klammerebenen,
beseitigen Sie den Programmierfehler.
Falscher Operand
p
1. Lauf
Operand paßt nicht zum Befehl.
Überprüfen Sie die S5-Quelle.
2. Lauf
Operand paßt nicht zum Befehl.
Ändern Sie die AWL-Datei.
Fehler beim Umwandeln
2. Lauf
BI ohne Konstante
Ergänzen Sie den Ladebefehl mit
Konstante.
Fehler in Makrodatei, Makro
xy ignoriert
2. Lauf
Makrofehler
Überprüfen Sie die Makroanweisung
Formalparameter nicht definiert
1. Lauf
Mehr Parameter als im aufrufenden
Baustein
Überprüfen Sie die S5-Programmdatei.
Inhaltsverzeichnis nicht vorhanden
1. Lauf
Programmdatei enthält keine
Bausteine.
Überprüfen Sie die Programmdatei.
Kommentarlänge falsch
1. Lauf
Fehler in S5-Datei
Überprüfen Sie die Programmdatei.
Kommentar zu lang
1. Lauf
Fehler in S5-Datei
Überprüfen Sie die Programmdatei.
Kein Bausteinname angegeben
1. Lauf
Bausteinname besteht nur aus
Blanks.
Geben Sie einen Bausteinnamen
ein.
Keine Zugriffsrechte
allgemein
Datei ist schreibgeschützt.
Heben Sie den Schreibschutz auf.
Marke nicht definiert
1. Lauf
Sprungmarke ist im Vorkopf nicht
definiert.
Überprüfen Sie die S5-Datei.
Marke ungültig
1. Lauf
Sprungmarke enthält ungültige
Zeichen.
Überprüfen Sie die S5-Datei.
Operator ungültig
1. Lauf
Operator in S5-Datei nicht bekannt
oder nicht konvertierbar
Ersetzen Sie den Operator durch
den entsprechenden S7-Befehl.
Operator ungültig, kann
2. Lauf
eventuell durch die Anweisung
\”L P# Formalparameter\”
ersetzt werden
Der Operator kann in dieser Form
nicht in S7 geladen werden.
Beutzen Sie eventuell die
angegebene Anweisung.
Parameteranzahl falsch
1. Lauf
Fehler im S5-Programm
Überprüfen Sie die Programmdatei.
Parameter fehlerhaft
1. Lauf
Fehler im S5-Programm
Überprüfen Sie die Programmdatei.
Parametertyp falsch
1. Lauf
Fehler im S5-Programm
Überprüfen Sie die Programmdatei.
Schreibfehler Diskette
allgemein
Datei ist schreibgeschützt oder es
ist kein Platz auf der Diskette.
Heben Sie den Schreibschutz auf,
oder löschen Sie nicht benötigte
Daten.
Speicherüberlauf im PG
(Platzproblem)
1. Lauf
Zuwenig Hauptspeicherplatz
Löschen Sie nicht mehr benötige
Dateien aus dem Hauptspeicher.
Sprungmarke konnte nicht
generiert werden
2. Lauf
SPR-Befehl über Bausteingrenze
Beseitigen Sie den Fehler im
S5-Programm.
Ungültiger MC5-Code wurde
konvertiert
1. Lauf
Konvertierung eines älteren
S5-Befehls.
keine
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
6-9
Konvertierung
Warnungen
Tabelle 6-2
Warnungen werden ausgegeben, wenn Teile des S5-Programms konvertiert werden, aber nochmals auf Richtigkeit überprüft werden sollten.
Warnungen, Bedeutung und Abhilfe
Warnung
Ursprung
Bedeutung
Abhilfe
Ausgabe unzulässig
(Produkt-Nr.)
1. Lauf
S5-Standardfunktionsbaustein muß
durch S7-FC ersetzt werden.
keine
Ausgabe unzulässig
(GRAPH5-Baustein)
1. Lauf
GRAPH5-Bausteine sind nicht
konvertierbar.
Setzen Sie eventuell einen mit
GRAPH für S7 erstellten Baustein
ein.
Bitte Einstellungen des Zeitrasters überprüfen
2. Lauf
Das Zeitraster kann bei S7 feiner
eingestellt werden als bei S5.
Stellen Sie das Zeitraster mit der
Funktion ”Hardware
konfigurieren” ein.
I/D beeinflußt nur Akku1-L,
jetzt gesamter Akku1
2. Lauf
S7-Akkus sind auf 32 Bit erweitert. Überprüfen Sie die Konsequenzen
eines indirekten INKREMENT/
DEKREMENT-Befehls im AWLProgramm.
Neue Numerierung der
Bausteine beachten
2. Lauf
Indirekter Bausteinaufruf berücksichtigt neue Bausteinnummern
nicht (Nummer wird aus
entsprechendem Merker- oder
Datenwort geholt)
Ändern Sie die Logik in S5 oder
verwenden Sie fixe Bausteinaufrufe.
OB 23 und OB 24 werden auf
OB 122 konvertiert
2. Lauf
OB 23 und OB 24 werden beide in
S7 durch OB 122 ersetzt.
Fassen Sie den Inhalt der OBs 23
und 24 in einem OB 122
zusammen und löschen Sie den
anderen OB 122.
OB wurde als OB 34 aus
AG 115U interpretiert
2. Lauf
Abhängig von der eingesetzten
CPU, kann der OB 34 unterschiedliche Bedeutung haben.
Überprüfen Sie, ob dieser OB in Ihr
Programm paßt.
S5-Masken-DB wird nicht zur
Parametrierung von S7 verwendet.
1. Lauf
In DW0 und DW1 steht MASK.
Parametrieren Sie das AS mit
STEP 7.
Sprungbefehl nach
2. Lauf
BEARBEITE nicht übersetzbar
BEARBEITE-Befehl mit SPA kann Ersetzen Sie den Befehl in der
nicht automatisch konvertiert
AWL-Datei mit SPL und
werden.
überprüfen Sie den Sprung.
Systemeinstellungen werden
nicht vom S5/S7 Konverter
gesetzt.
2. Lauf
DB und DX werden zwar konvertiert, haben aber nicht die gleiche
Bedeutung wie in S5.
Nehmen Sie die Systemeinstellung
in der Konfigurationstabelle vor.
Unterschiedliche STOPBefehle berücksichtigen
2. Lauf
Es wird nicht zwischen STP, STS
und STW unterschieden.
Überprüfen Sie die Programmdatei.
VKE wird gesetzt
2. Lauf
Bei den S5-Befehlen SU und RU
wird in S7 das VKE gesetzt.
Fügen Sie bei Bedarf den Befehl
CLEAR ein.
Vorkopf nicht vorhanden
1. Lauf
Für FB und FX fehlen die Bezeich- Überprüfen Sie, ob die Vorköpfe in
nungen der Sprungmarken, für DB einer anderen Datei vorhanden
und DX fehlen die Datenformate.
sind.
Wenn AG 115U, dann auf
OB 100 ändern
2. Lauf
Der Anlauf-OB 21 von S5 wird
automatisch in den OB 101
konvertiert.
6-10
Lief das S5-Programm auf einem
AG 115U, müssen Sie den OB 101
in OB 100 ändern.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Nachbearbeitung des konvertierten
Programms
Nachbearbeitung
vorbereiten
7
Für die Nachbearbeitung der erzeugten AWL-Quelldatei sind folgende Vorbereitungsschritte notwendig:
• Erzeugen Sie einen Ausdruck der Meldungen.
• Legen Sie im SIMATIC Manager in einem Projekt ein S7-Programm an,
falls Sie noch kein S7-Programm in einem Projekt eingerichtet haben.
• Importieren Sie mit dem Menübefehl Einfügen > Externe Quelle das
erzeugte AWL-Quell-Programm in den Behälter ”Quellen” des angelegten S7-Programms.
• Öffnen Sie die konvertierte Datei.
Nachbearbeitung
durchführen
Für die Nachbearbeitung der erzeugten AWL-Quelldatei empfehlen wir Ihnen
folgende Vorgehensweise:
• Gehen Sie im interaktiven Mode durch das Programm und ändern / ergänzen Sie anhand der Warnungen die nichtkonvertierbaren S5-Befehle und
Organisationsbausteine (siehe Teil 1).
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
7-1
Nachbearbeitung des konvertierten Programms
7.1
Adressenänderungen
Im Wesentlichen sind Ein- und Ausgabebaugruppen von Adressenänderungen
betroffen. Die Adressen der Baugruppen können Sie HWKonfig entnehmen.
7.1.1
Möglichkeiten der Adressenänderung
Umverdrahten
bei S5
Sie können die Adressen einzelner Operanden bereits vor der Konvertierung
in S5 mit der Funktion Umverdrahten an die neuen S7-Adressen anpassen.
Umverdrahten
bei S7
Im SIMATIC-Manager gibt es eine Funktion zum automatischen Umverdrahten für Ihre aus der Quelldatei erzeugten Bausteine.
Vorgehensweise
1. Markieren Sie im SIMATIC-Manager die Bausteine Ihres Programms, bei
denen Sie Umverdrahtungen durchführen wollen.
2. Öffnen Sie die Tabelle zum Umverdrahten mit dem Menübefehl
Extras > Umverdrahten.
3. Tragen Sie die alten und neuen Adressen der einzelnen Operanden in die
Tabelle ein und speichern sie.
Die Bausteine enthalten nun die geänderten Adressen.
Adressenänderungen in der
S7-Quelldatei
Passen Sie in Ihrem Programm Zugriffe auf Ein- und Ausgänge sowie direkte
Peripheriezugriffe an die neuen Baugruppenadressen in S7 an.
In der S7-Quelldatei können Sie die Änderungen der Absolutadressen einfach
mit dem Menübefehl Bearbeiten > Ersetzen durchführen.
Achtung: Es können ungewollte Änderungen entstehen, wenn sich der alte
und neue Adreßbereich überlappen!
Erzeugen einer
neuen (symbolisch
adressierten)
S7-Quelldatei
Falls Sie symbolische Adressierung verwenden wollen, können Sie die Umverdrahtung auch über die Symboltabelle durchführen.
Voraussetzung
Sie haben bereits ein fehlerfrei übersetztes Programm und eine Symboltabelle, die alle Symbole für zu ändernde Absolutadressen enthält.
7-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Nachbearbeitung des konvertierten Programms
Vorgehensweise
Um nun die Adressen zu ändern, gehen Sie wie folgt vor:
• Öffnen Sie einen Baustein, in dem zu ändernde Adressen vorhanden sind,
und stellen in dem Menü Extras > Einstellungen im Register Editor die
Option Symbolische Darstellung ein.
Dies wiederholen Sie für alle Bausteine, die Adressen enthalten, die Sie
ändern wollen.
• Generieren Sie aus den Bausteinen eine Quelle mit dem Menübefehl
Datei > Quelle generieren. Die Bausteine können Sie in einem Dialogfenster auswählen, nachdem Sie den Namen der Quelle eingegeben haben.
Beachten Sie bei der Erstellung der Bausteinreihenfolge die Aufruf-Hierarchie! Es gilt prinzipiell, daß aufgerufene Bausteine bereits existieren müssen,
d. h. sie müssen in der Quelle vor die Bausteine eingefügt werden, von denen
sie aufgerufen werden.
Ergebnis: In der erzeugten Quelle stehen die Anweisungen mit symbolischer
Adressierung.
• Jetzt können Sie in der Symboltabelle die Umverdrahtung durchführen:
Ersetzen Sie die S5-Adressen, die sich geändert haben, durch die neuen
S7-Adressen.
• Nach dem Übersetzen der Quelldatei sind in den Bausteinen die neuen
Adressen enthalten.
7.2
Nichtkonvertierbare Funktionen
Operanden und Operationen, die nicht konvertiert werden können, werden in
das erzeugte S7-Programm nur als Kommentar aufgenommen und müssen
von Ihnen überarbeitet werden.
Sie haben als Anwender zwei Möglichkeiten der Umsetzung:
• Sie definieren für diese Operanden und Operationen (soweit sie im Anwenderprogramm auftreten) eigene S7-AWL Anweisungsfolgen (Makros), die dann bei der Umsetzung benutzt werden.
• Sie editieren die entsprechenden Anweisungsfolgen im resultierenden
S7-Programm.
Die Entscheidung hängt u.a. davon ab, wie oft ein solcher Befehl in Ihrem
Anwenderprogramm auftritt.
In den Abschnitten 3.11 und 3.12 können Sie die nichtkonvertierbaren Operanden und Operationen nachlesen. Es sind ebenso Vorschläge enthalten, wie
Sie nichtkonvertierbare Funktionen in S7 realisieren können.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
7-3
Nachbearbeitung des konvertierten Programms
7.3
Indirekte Adressierung - Konvertierung
Der S5/S7 Konverter setzt die indirekte Adressierung mit B MW und B DW
mit STEP 7-Anweisungen um. Die erzeugte Anweisungsfolge ist meist sehr
umfangreich, da der STEP 5-Zeiger in STEP 7-Format umgerechnet werden
muß und dabei ein Zwischenspeichern der Akkumulatorinhalte und des Statusworts notwendig ist.
Falls die indirekte Adressierung sehr häufig in Ihrem Programm enthalten ist,
lohnt sich eine Anpassung an die indirekte Adressierung in STEP 7. Durch
geeignete Programmierung kann viel Speicherplatz gespart werden.
Die Auflistung zeigt, wie der S5/S7 Konverter die indirekte Adressierung in
den verschiedenen Fällen umsetzt:
Zeiten und Zähler
Die indirekte Adressierung von Zeiten und Zählern wird in speicherindirekte
Adressierung unter Verwendung eines temporären Lokaldatenworts umgesetzt.
Bausteine
Die indirekte Adressierung von Bausteinen wird in speicherindirekte Adressierung unter Verwendung eines temporären Lokaldatenworts umgesetzt.
Die neuen Bausteinnummern können bei der Konvertierung nicht berücksichtigt werden und müssen deshalb korrigiert werden.
Operanden
Die indirekte Adressierung von Operanden wird bit- und wortweise in registerindirekte Adressierung unter Verwendung des Adreßregisters AR1 und
temporären Lokaldaten als Zwischenspeicher für das Statuswort STW,
AKKU 1 und AKKU 2 umgesetzt.
Indirekte Adressierung über das
BR-Register
Die Anweisungen werden nicht konvertiert. Die indirekte Adressierung muß
in S7 neu programmiert werden.
Sonstige indirekte
Adressierung
Die Anweisungen müssen in S7 neu programmiert werden.
7-4
Weitere Information zur indirekten Adressierung sind in Abschnitt 3.13.4
enthalten.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Nachbearbeitung des konvertierten Programms
7.4
Arbeiten mit direkten Speicherzugriffen
In STEP 5 wurden für einige Funktionen Zugriffe auf absolute Speicheradressen verwendet; diese Zugriffsmöglichkeiten gibt es in STEP 7 nicht mehr.
STEP 5
STEP 7
Adressierung von Datenoperanden in “überlangen” Datenbausteinen
Adressierung von Datenoperanden mit Adresse
größer 255 ist jetzt mit den normalen Anweisungen (L, T, ...) möglich.
Indirekten Adressierung mit dem BR-Register
Die indirekte Adressierung kann mit der registerindirekten Adressierung realisiert werden (siehe
Registerindirekte Adressierung in Abschnitt
3.13.4 und AWL-Handbuch /232/).
Verwendung des Blocktransfers
Für den Blocktransfer gibt es eine Systemfunktion SFC 20 BLKMOV. Die zu kopierenden
Speicherbereiche werden an den Bausteinparametern angegeben. Sollen die Speicherbereiche
variabel sein, können an den Parametern ANYPointer angegeben werden, die im Anwenderprogramm belegt werden können.
7.5
Parameterversorgung
S5-Befehl B<Bausteinparameter>
Der Befehl B <Formalparameter der Art “B”> läuft in S5 je nach übergebenem Bausteintyp ab als
• “SPA Codebaustein” oder als
• “A DB Datenbaustein”.
Wegen der fehlenden Typinformation im Formalparameter ist in diesem Fall
eine automatische Konvertierung nicht möglich. Untersuchen Sie also Ihr
Programm auf X-Befehle mit Parametern der Art “B” und setzen Sie Befehle
manuell um.
Aktualparameter
Der S5/S7 Konverter übernimmt bei parametrierten Funktionsbausteinen die
Aktualparameter an Bausteinaufrufen ohne Änderung. Wenn Sie mit einem
Aktualparameter Adressen vorgegeben haben, müssen Sie diese Adreßvorgabe prüfen und gegebenfalls ändern.
Beispiele:
• Angabe einer Datenwortnummer:
muß auf byteweise Adressierung umgerechnet werden.
• Angabe einer Peripherieadresse:
es muß die neue Baugruppenadresse eingesetzt werden.
• Übergabe eines Bausteins:
muß mit der neuen Bausteinnummer versehen werden.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
7-5
Nachbearbeitung des konvertierten Programms
7.6
Standardfunktionen
S5-Standardfunktionsbausteine
Sind in Ihrem S5-Programm Standardfunktionsbausteine vorhanden, werden
sie
• vor der Konvertierung durch ein Sternchen in der Spalte “Std.” des Dialogfeldes “S5-Datei konvertieren-[<Name>ST.S5D]” und
• nach der Konvertierung durch Ausgabe der Meldung “Ausgabe unzulässig
(Produktnr)” angezeigt.
Zum Lieferumfang der S7-Basissoftware gehören bereits konvertierte
S7-Funktionen (ehemalige S5-Standardfunktionsbausteine) für Gleitpunktarithmetik, Signalfunktionen, Integrierte Funktionen, Grundfunktionen und
Mathematische Funktionen mit der Bezeichnung FC 61 bis FC 125 (siehe
Abschnitt 3.9).
Einfügen der FCs
Gehen Sie folgendermaßen vor, um die S7-Funktionen in Ihr S7-Programm
zu integrieren:
1. Öffnen Sie das Projekt, in das Sie die Funktionen einfügen möchten.
2. Öffnen Sie die Standard-Bibliothek des SIMATIC Managers mit den konvertierten S5-Funktionen (StdLib30).
3. Kopieren Sie die benötigten S7-Funktionen aus der Standardbibliothek in
das S7-Programm.
7-6
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
8
Übersetzen
Um das konvertierte und gegebenenfalls nachbearbeitete Programm ablauffähig zu machen, müssen Sie es mit dem AWL-Compiler übersetzen. Gehen
Sie dabei genauso vor, wie beim Übersetzen einer neu erstellten Text-Datei.
Konsistenz prüfen
Mit dem Menübefehl Datei > Konsistenz prüfen können Sie zu jedem beliebigen Zeitpunkt die Syntax und Konsistenz der Quelldatei überprüfen, ohne
dabei die Erzeugung von Bausteinen anzustoßen. Dabei wird u. a.
• die Syntax,
• die Symbolik und
• die Existenz im Programm aufgerufener Bausteine
geprüft. Sie erhalten ein Übersetzungsprotokoll, in dem der Dateiname der
übersetzten Datei, die Anzahl der übersetzten Zeilen, Fehlerzahl und Warnungen angegeben werden.
Quelldatei
übersetzen
Mit dem Menübefehl Datei > Übersetzen übersetzen Sie Ihre Quelldatei in
Bausteine.
Nach der Übersetzung erscheint das Übersetzungsprotokoll. Fehler werden
wie bei der Konsistenzprüfung angezeigt. Sind mehrere Bausteine in einer
Quelldatei programmiert, werden nur die fehlerfreien übersetzt und gespeichert.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
8-1
Übersetzen
KOP/AWL/FUP - [Beispiel_V4\S7-Programm(1)\...\Lokaldaten1]
Datei
Bearbeiten
Einfügen
Zielsystem
Test
Ansicht
Extras
Fenster
Hilfe
FUNCTION MESSWERTE: INT
TITLE = Meßwertberechnung
NAME: MESSWERT
VERSION : 01.00
Übersetzungsprotokoll
VAR_INPUT
EINGANGSWERT : REAL;
OBERGRENZE
: REAL ;
UNTERGRENZE : REAL ;
VAR_TEMP
LOKAL
END_VAR
: REAL;
Dateiname:
Lokaldaten1
Zeilenanzahl:
43
Anzahl Warnungen: 0
Anzahl Fehler: 10
OK
Hilfe
Fehler in Zeile 2, Spalte 150 Grad 2: Symbol MESSWERTE nicht in Symboltabelle
Fehler in Zeile 2, Spalte 10, Grad 2: Typkonflikt für MESSWERTE.
Fehler in Zeile 8, Spalte 1, Grad 2: Fehler beim Schreiben zum Kommentarbaustein.
Fehler in Zeile 22, Spalte 16, Grad 2: Variable EINGANGSWERT paßt weder zu einer
Fehler in Zeile 26, Spalte 2, Grad 2: Syntaxfehler bei L.
Fehler in Zeile 26, Spalte 14, Grad 2: Variable OBERGRENZE paßt weder zu einer De
Fehler in Zeile 27, Spalte 15, Grad 2: Variable UNTERGRENZE paßt weder zu einer
Fehler in Zeile 29, Spalte 9, Grad 2: Variable LOKAL paßt weder zu einer Deklarat
Fehler in Zeile 30, Spalte 5, Grad 2: Syntaxfehler bei ;.
Fehler in Zeile 33, Spalte 1, Grad 2: Variable RET_VAL paßt weder zu einer Dekla
Compilerergebnis: 10 Fehler, 0 Warnungen
Bild 8-1
Fehlerbehebung
Konsistenzprüfung und Übersetzen von Quelldateien
Sind Fehler und / oder Warnungen in Ihrem konvertierten Programm vorhanden, werden diese nach dem Prüfen der Konsistenz oder nach dem Übersetzen unterhalb der Quelldatei in einem zweiten Teilfenster mit Angabe der
Fehlerursache aufgelistet. Wenn sie eine Fehlermeldung markieren, wird Ihnen in der Quelldatei die entsprechende Fehlerstelle angezeigt. Diese Kopplung von Fehlermeldung und Fehlerstelle ermöglicht Ihnen eine schnelle Fehlerbehebung.
Fehlerkorrekturen und Änderungen können Sie im Überschreibmodus vornehmen. Zwischen Einfüge- und Überschreibmodus wechseln Sie mit der
INSERT-Taste.
8-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
9
Anwendungsbeispiel
In diesem Kapitel werden anhand eines Beispiels vier Themenbereiche erläutert, die in S7 neu sind bzw. auf andere Art realisiert werden als in S5:
• Analogwertverarbeitung
• Lokaldaten
• Auswertung der Start-Information der Organisationsbausteine
• Blocktransfer
In dem Beispiel wird ein Motor mit Rechts- und Linkslauf über Digitalein-/ausgabebaugruppe angesteuert. Die Drehzahl wird über eine Analogeingabebaugruppe gelesen und kann über eine Analogausgabebaugruppe ausgegeben werden. Die Digital- und Analogbaugruppen müssen für das Beispiel
diagnosealarmfähig sein.
Aufbau
PS
CPU
DE DA
AE
AA
Motor
Drehzahlsteuerung
Drehzahlmessung
Bild 9-1
Aufbau für das Beispiel
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
9-1
Anwendungsbeispiel
9.1
Analogwertverarbeitung
Umwandlung von
Analogwerten
Die Analogwerte werden nur in digitaler Form von der CPU verarbeitet.
Analogeingabebaugruppen wandeln das analoge Prozeßsignal in eine digitale
Form um.
Analogausgabebaugruppen wandeln den digitalen Ausgabewert in ein Analogsignal um.
Analogwertdarstellung in S5
Tabelle 9-1
Beispiel für die Analogeingabebaugruppe 6ES5 460-7LA13
Auflösung
Analogwert
Bitnummer
Wertigkeit der Bits
15
14
13
12
11
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1
0
VZ
211
210
29
28
27
26
25
24
23
22
21
20
T
F
Ü
Bei Analogausgabebaugruppen werden die Werte im 12Bit-Zweierkomplement dargestellt.
Analogeingabebaugruppen können wahlweise den Wert als 12Bit-Zahl mit
Vorzeichen oder 13Bit-Zweierkomplement auswerten.
Mit dem Bit “Ü” wird der Überlauf angezeigt.
Das Bit “F” ist das Fehlerbit und wird bei einem auftretenden Fehler gesetzt
(z. B. Drahtbruch, wenn parametriert).
Das Bit “T” entspricht dem Tätigkeitsbit. Wenn das Bit “0” ist, ist der angezeigte Wert gültig.
Analogwertdarstellung in S7
Der digitalisierte Analogwert ist für Eingabe- und Ausgabewerte bei gleichem Nennbereich derselbe.
Die Darstellung der Analogwerte erfolgt als Zweierkomplement.
Tabelle 9-2
Beispiel für Analogeingabebaugruppen in S7
Auflösung
Analogwert
Bitnummer
15
14
13
12
11
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1
0
Wertigkeit der Bits
VZ
214
213
212
211
210
29
28
27
26
25
24
23
22
21
20
Das Vorzeichen (VZ) des Analogwertes steht immer im Bit Nummer 15:
“0” für positive und “1” für negative Werte.
Bei S7 gibt es keine Fehlerbits.
Tritt ein Fehler auf, wird der Wert W#16#7FFF ausgegeben.
Bei diagnosefähigen Baugruppen kann im Fehlerfall ein Diagnosealarm ausgelöst werden. Die Einstellung des Diagnosealarms erfolgt in der HWKonfig.
9-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Anwendungsbeispiel
Beträgt die Auflösung einer Analogbaugruppe weniger als 15 Bit, steht der
Analogwert linksbündig in den Nutzdaten. Die nicht besetzten niederwertigen Stellen haben den Signalzustand “0”.
Beispiel
Im Beispiel wird die Drehzahl des Motors von einer Analogeingabebaugruppe gelesen. Es wird eine Analogeingabebaugruppe mit einer Auflösung
von 14 Bit verwendet. Der Meßwert ist ein bipolarer Wert (z. B. Meßbereich
+/-10V).
Ober- und Untergrenze werden als Parameter übergeben.
Der Analogwert wird auf Ober- und Untergrenze geprüft. Falls der gelesene
Wert außerhalb des zulässigen Bereichs ist, wird ein Fehler über das Binärergebnis (BIE = “0”) gemeldet und als Wert 0 ausgegeben. Ist der Wert in Ordnung, wird der gelesene Wert ausgegeben.
Der Analogwert wird über den Rückgabewert RET_VAL der Funktion ausgegeben. Der RET_VAL stellt einen Funktionswert dar. Diese Funktionalität ist
neu gegenüber S5.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
9-3
Anwendungsbeispiel
FUNCTION FC1: REAL
TITLE = Analogwertverarbeitung
NAME:
ANALOG
VERSION:
01.00
VAR_INPUT
EINGANGSWERT
OBERGRENZE
UNTERGRENZE
END_VAR
: INT;
: REAL;
: REAL;
// Eingangswert
// Obergrenze für den Analogwert
// Untergrenze für den Analogwert
BEGIN
NETWORK
TITLE = Überprüfung auf Ober- und Untergrenze
O(;
L
L
>I;
);
O(;
L
L
<I;
);
NOT;
L
SPBNB
EINGANGSWERT; // Eingangswert > Obergrenze
+27648;
// oder
EINGANGSWERT; // Eingangswert < Untergrenze
-27648;
0;
ENDE;
// bei Über-/Unterschreitung keine weitere
// Bearbeitung, Rückgabewert = 0 und BIE = ”0”
// keine Über-/Unterschreitung => BIE = ”1”
NETWORK
TITLE = Digitalwert in Drehzahl umrechnen
L
L
OBERGRENZE;
UNTERGRENZE;
-R;
L
ITD;
DTR;
*R;
L
/R;
ENDE:
// Formel für Umrechnung EINGANGSWERT in Drehzahl:
// Analogwert = (OBERGRENZE - UNTERGRENZE)
//
* EINGANGSWERT
//
/ (55296 (Anzahl Einheiten))
EINGANGSWERT;
// Wert in Gleitpunktzahl umwandeln
55296.0;
T
RET_VAL;
BE;
END_FUNCTION
Bild 9-2
9-4
Analogwertverarbeitung
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Anwendungsbeispiel
9.2
Temporäre Lokaldaten
Temporäre Lokaldaten dienen als Zwischenspeicher und sind damit ein Ersatz für die S5-Schmiermerker. Temporäre Lokaldaten können Sie in allen
Codebausteinen verwenden. Nach der Bearbeitung des Codebausteins gehen
diese Daten verloren. Die Daten stehen im Lokaldaten-Stack (L-Stack).
Beispiel 1
Das Beispiel 1 verwendet die temporären Lokaldaten als Zwischenspeicher,
die symbolisch adressiert werden. Es wird eine vorgegebene Drehzahl in den
digitalisierten Meßwert für die Analogausgabebaugruppe umgerechnet. Es
wird eine Analogausgabebaugruppe mit einer Auflösung von 14 Bit verwendet. Der Meßwert ist ein bipolarer Wert (z. B. Meßbereich +/-10V).
Ober- und Untergrenze werden als Parameter übergeben.
Der Meßwert wird über den Rückgabewert der Funktion (RET_VAL) ausgegeben. Jede Funktion kann optional einen Rückgabewert liefern. Der Datentyp des Rückgabewertes wird bei der Bezeichnung der Funktion angegeben.
Soll kein Rückgabewert geliefert werden, wird an Stelle des Datentyps VOID
geschrieben.
FUNCTION FC2: INT
TITLE = Meßwertberechnung
NAME:
MESSWERT
VERSION:
01.00
VAR_INPUT
EINGANGSWERT
OBERGRENZE
UNTERGRENZE
END_VAR
: REAL;
: REAL;
: REAL;
// Eingangswert (Stromwert)
// Obergrenze
// Untergrenze
VAR_TEMP
LOKAL
END_VAR
: REAL;
// Lokaldaten als Zwischenergebnis
BEGIN
NETWORK
TITLE = Meßwertberechnung
L
L
*R;
EINGANGSWERT;
55296.0;
T
L
L
-R;
L
TAK;
/R;
RND;
T
LOKAL;
OBERGRENZE;
UNTERGRENZE;
//
//
//
//
//
//
Formel zur Berechnung der Einheiten:
Meßwert = EINGANGSWERT
* 55296 (Anzahl Einheiten)
/ (OBERGRENZE - UNTERGRENZE)
Zwischenergebnis in Lokaldaten
zwischenspeichern
LOKAL;
// Gleitpunktzahl in Ganzzahl umwandeln
RET_VAL;
END_FUNCTION
Bild 9-3
Meßwertberechnung
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
9-5
Anwendungsbeispiel
Beispiel 2
Das Beispiel 2 verwendet die Lokaldaten wie S5-Schmiermerker, die absolut
adressiert werden. Es wird eine Motoransteuerung mit Rechtslauf und Linkslauf realisiert. Im Beispiel werden das Eingangsbyte und das Ausgangsbyte in
den Lokaldatenbereich kopiert. Für die Verwendung der temporären Lokaldaten muß der Anwender im L-Stack einen Bereich reservieren, da der L-Stack
auch vom Programmeditor verwendet wird. Die absoluten Adressen der Lokaldaten können Sie im Baustein im Deklarationsteil nachlesen. Die Lokaldatenbits werden im Programm miteinander verknüpft. Daraus ergeben sich die
Ausgangssignale, die am Ende des Bausteins von den Lokaldaten auf das
Ausgangsbyte zurückgeschrieben werden. Die Adressen des Eingangs- und
des Ausgangsbytes sind parametrierbar.
Hinweis
Fügen Sie vor den bereits bestehenden Lokaldaten neue Variable ein, verschieben sich die Adressen der nachfolgenden Lokaldaten!
Tabelle 9-3
Belegung der Ein- und Ausgänge / Lokaldaten
Adresse
Lokaldaten
Bezeichnung
Beschreibung
E n.0
L 0.0
EIN
Ein-Schalter
E n.1
L 0.1
STOP
Motor anhalten
E n.2
L 0.2
NOT_AUS
Not-Aus-Schalter
E n.3
L 0.3
MOTOR_RECHTS
Motor Rechtslauf einschalten
E n.4
L 0.4
MOTOR_LINKS
Motor Linkslauf einschalten
E n.5
L 0.5
ENDSCHALTER_RECHTS
Endschalter rechts
E n.6
L 0.6
ENDSCHALTER_LINKS
Endschalter links
E n.7
L 0.7
-
frei
A m.0
L 1.0
BEREIT
Motor ist bereit
A m.1
L 1.1
RECHTSLAUF
Rechtslauf aktiv
A m.2
L 1.2
LINKSLAUF
Linkslauf aktiv
A m.3
L 1.3
POSITION_ERREICHT
Position erreicht
Funktionsweise
9-6
Die Spannung wird mit dem Ein-Schalter zugeschaltet. Der Motor ist jetzt
bereit, dies wird mit dem Ausgang BEREIT signalisiert. Mit den Tastern
MOTOR_RECHTS und MOTOR_LINKS kann der Motor in die gewünschte
Richtung gefahren werden. Der Motor kann jeweils nur in eine Richtung angesteuert werden. Bei einem Richtungswechsel muß der Motor zuerst mit
STOP angehalten werden. Wird ein Endschalter betätigt, wird der Motor angehalten. Bei NOT_AUS wird der Motor ebenfalls gestoppt und kann erst
wieder angesteuert werden, wenn der NOT_AUS-Schalter wieder zurückgesetzt ist.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Anwendungsbeispiel
FUNCTION FC3: VOID
TITLE = Motorsteuerung
NAME:
MOTOR
VERSION:
01.00
VAR_INPUT
EINGANGSBYTE
END_VAR
: BYTE; // Eingangsbyte
VAR_IN_OUT
AUSGANGSBYTE
END_VAR
: BYTE; // Ausgangsbyte
VAR_TEMP
ABBILD_EINGANGSBYTE
ABBILD_AUSGANGSBYTE
END_VAR
: BYTE; // Abbild des Eingangsbytes
: BYTE; // Abbild des Ausgangsbytes
BEGIN
NETWORK
TITLE =
Motorsteuerung
L
T
L
T
EINGANGSBYTE; // Eingangsbyte in Lokaldatenbereich kopieren
ABBILD_EINGANGSBYTE;
AUSGANGSBYTE; // Ausgangsbyte in Lokaldatenbereich kopieren
ABBILD_AUSGANGSBYTE;
ON
ON
R
R
R
R
SPB
L0.0;
L0.2;
L1.0;
L1.1;
L1.2;
L1.3;
ENDE;
// => Position erreicht rücksetzen
// => keine weitere Signalauswertung
U
S
L0.0;
L1.0;
// Motor eingeschaltet
// => Motor ist bereit setzen
U
UN
UN
FP
S
R
L0.3;
L0.4;
L1.2;
M0.0;
L1.1;
L1.3;
//
//
//
//
//
//
Ansteuerung des Motors nach Rechts
Verriegelung: Keine Ansteuerung nach Links
und Linkslauf nicht aktiv
positive Flanke bilden
Dann: Rechtslauf einschalten
Position erreicht rücksetzen
U
UN
UN
FP
S
R
L0.4;
L0.3;
L1.1;
M0.1;
L1.2;
L1.3;
//
//
//
//
//
//
Ansteuerung des Motors nach Links
Verriegelung: Keine Ansteuerung nach Rechts
und Rechtslauf nicht aktiv
positive Flanke bilden
Dann: Linkslauf einschalten
Position erreicht rücksetzen
//
//
//
//
Motor nicht eingeschaltet (keine Spannung)
oder NOT_AUS-Schalter betätigt
=> Motor ist bereit rücksetzen
=> Ansteuerung des Motor rücksetzen
Fortsetzung auf nächster Seite
Bild 9-4
Funktion zur Motorsteuerung
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
9-7
Anwendungsbeispiel
O(;
U
U
);
O(;
U
U
);
S
O
O
R
R
ENDE:
T
L0.5;
L1.1;
// Endschalter Rechts erreicht und
// Rechtslauf aktiv
L0.6;
L1.2;
// oder
// Endschalter Links erreicht und
// Linkslauf aktiv
L1.3;
L0.1;
L1.3;
L1.1;
L1.2;
L
//
//
//
//
=> Position erreicht setzen
Motor anhalten betätigt oder
Position erreicht
=> Ansteuerung des Motors rücksetzen
ABBILD_AUSGANGSBYTE;
// Lokaldaten nach Ausgangsbyte
// kopieren
AUSGANGSBYTE;
END_FUNCTION
Bild 9-5
9-8
Funktion zur Motorsteuerung, Fortsetzung
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Anwendungsbeispiel
9.3
Auswertung der Start-Information des Diagnosealarm-OB (OB 82)
Startinformation
Beim Aufruf der Organisationsbausteine durch das Betriebssystem wird dem
Anwender eine systemeinheitliche Start-Information im Lokaldaten-Stack zur
Verfügung gestellt. Die Start-Information hat eine Länge von 20 Byte und
steht nach dem Start der OB-Bearbeitung zur Verfügung.
Startinformation
des OB 82
Die Start-Information des Diagnosealarm-OBs enthält die logische Basisadresse sowie eine vier Byte lange Diagnoseinformation. Das Referenzhandbuch /235/ beschreibt den genauen Aufbau der Startinformation. Vorlagen für
die entsprechende Variablendeklarationstabelle stehen in der Standard-Bibliothek “StdLib30” unter “StdOBs”.
Die Digitalbaugruppen stellen eine Diagnosealarmanforderung an die CPU
(sowohl bei kommendem als auch bei gehendem Ereignis), sofern Sie den
Diagnosealarm beim Konfigurieren der Hardware freigegeben haben. Daraufhin ruft das Betriebssystem den OB 82 auf.
Sie können den Aufruf des Diagnosealarm-OBs mit Hilfe der SFCs 39 bis 42
sperren bzw. verzögern und wieder freigeben. Nähere Informationen hierzu
entnehmen Sie dem Referenzhandbuch /235/.
Beispiel
Im Beispielprogramm wird die externe Hilfsspannung ausgewertet. Wird die
externe Hilfsspannung unterbrochen, wird im Datenbaustein DB 82
“DB_DIAG” das Bit EXT_SPANNUNG_FEHLT gesetzt. Zusätzlich werden
die Baugruppenadresse und der Zeitpunkt gespeichert. Die Information kann
im weiteren Programm verarbeitet werden.
Vor dem Übersetzen der AWL-Quelle muß das Symbol für den Datenbaustein
DB 82 “DB_DIAG” in die Symboltabelle eingetragen werden.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
9-9
Anwendungsbeispiel
DATA_BLOCK DB_DIAG
TITLE = Diagnose-Daten
NAME:
DB_DIAG
VERSION:
01.00
STRUCT
MDL_ADDR
: INT;
EXT_SPANNUNG_FEHLT
: BOOL;
DATE_TIME
: DATE_AND_TIME;
SFC_RET_VAL
END_STRUCT;
: INT;
//
//
//
//
//
Baugruppenadresse
Fehlerbit Ext. Hilfsspannung fehlt
Datum und Uhrzeit, zu denen der
Diagnosealarm ausgelöst wurde
Returncode des SFC BLKMOV
BEGIN
END_DATA_BLOCK
ORGANIZATION_BLOCK OB82
TITLE = Diagnosealarm
NAME:
Diagnose
VERSION:
01.00
VAR_TEMP
OB82_EV_CLASS
OB82_FLT_ID
OB82_PRIORITY
OB82_OB_NUMBR
OB82_RESERVED_1
OB82_IO_FLAG
OB82_MDL_ADDR
OB82_MDL_DEFECT
OB82_INT_FAULT
OB82_EXT_FAULT
OB82_PNT_INFO
OB82_EXT_VOLTAGE
OB82_FLD_CONNCTR
OB82_NO_CONFIG
OB82_CONFIG_ERR
OB82_MDL_TYPE
OB82_SUB_MDL_ERR
OB82_COMM_FAULT
OB82_MDL_STOP
OB82_WTCH_DOG_FLT
OB82_INT_PS_FLT
OB82_PRIM_BATT_FLT
OB82_BCKUP_BATT_FLT
OB82_RESERVED_2
OB82_RACK_FLT
OB82_PROC_FLT
OB82_EPROM_FLT
OB82_RAM_FLT
: BYTE; //
//
//
: BYTE; //
: BYTE; //
: BYTE; //
: BYTE; //
: BYTE; //
//
: INT; //
//
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BYTE; //
//
//
//
//
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
//
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
: BOOL; //
Ereignisklasse und Kennungen:
B#16#38: gehendes Ereignis
B#16#39: kommendes Ereignis
Fehlercode (B#16#42)
Prioritätsklasse 26 oder 28
OB-Nummer
Reserviert
Eingabebaugruppe: B#16#54
Ausgabebaugruppe: B#16#55
Logische Basisadresse der Baugruppe,
in der der Fehler aufgetreten ist
Baugruppenstörung
Interner Fehler
Externer Fehler
Kanalfehler vorhanden
Externe Hilfsspannung fehlt
Frontstecker fehlt
Baugruppe nicht parametriert
Falsche Parameter in Baugruppe
Bit0-3: Baugruppenklasse
Bit4: Kanalinformation vorhanden
Bit5: Anwenderinformation vorhanden
Bit6: Diagnosealarm von Stellvertreter
Bit7: Reserve
Anwendermodul falsch / fehlt
Kommunikationsstörung
Betriebszustand (0: RUN, 1: STOP)
Zeitüberwachung hat angesprochen
Baugruppeninterne Versorgungsspannung
ausgefallen
Batterie leer
Gesamte Pufferung ausgefallen
Reserviert
Baugruppenträgerausfall
Prozessorausfall
EPROM-Fehler
RAM-Fehler
Fortsetzung auf nächster Seite
Bild 9-6
9-10
Auswertung von Diagnosedaten
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Anwendungsbeispiel
OB82_ADU_FLT
OB82_FUSE_FLT
OB82_HW_INTR_FLT
OB82_RESERVED_3
OB82_DATE_TIME
:
:
:
:
:
BOOL;
//
BOOL;
//
BOOL;
//
BOOL;
//
DATE_AND_TIME;
//
ADU/DAU-Fehler
Sicherungsausfall
Prozeßalarm verloren
Reserviert
// Datum und Uhrzeit, zu denen der
OB angefordert wurde
END_VAR
BEGIN
NETWORK
TITLE = Diagnosealarm
L
T
OB82_MDL_ADDR;
DB_DIAG.MDL_ADDR;
// Baugruppenadresse speichern
L
L
==I;
SPB
OB82_EV_CLASS;
B#16#38;
// Ereignisklasse = B#16#38:
// Gehendes Ereignis
U
GEHE;
//
//
//
DB_DIAG.EXT_SPANNUNG_FEHLT; //
ZEIT;
//
U
OB82_EXT_VOLTAGE;
//
//
DB_DIAG.EXT_SPANNUNG_FEHLT; //
OB82_EXT_VOLTAGE;
S
SPA
GEHE:
R
Kommendes Ereignis:
Überprüfen, ob externe
Hilfsspannung fehlt
Bit setzen
Gehendes Ereignis:
Externe Hilfsspannung wieder
vorhanden
Bit rücksetzen
NETWORK
TITLE = Zeit speichern
ZEIT:
CALL
SFC 20(
// SFC BLKMOV
SRCBLK :=OB82_DATE_TIME,
// Datum und Uhrzeit, zu der der
RET_VAL:=DB_DIAG.SFC_RET_VAL, // Diagnosealarm angefordert
DSTBLK :=DB_DIAG.DATE_TIME);
// wurde, speichern
END_ORGANIZATION_BLOCK
Bild 9-7
Auswertung von Diagnosedaten, Fortsetzung
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
9-11
Anwendungsbeispiel
9.4
Blocktransfer
Mit der Systemfunktion SFC 20 “BLKMOV” (block move) kopieren Sie den
Inhalt eines Speicherbereiches (=Quellfeld) in einen anderen Speicherbereich
(=Zielfeld).
Mit der SFC 20 “BLKMOV” können Sie alle Eingänge, Ausgänge, Merker
und Daten kopieren.
Parameter
Parameter
Deklaration
Datentyp
Speicherbereich
Beschreibung
SRCBLK
INPUT
ANY
E, A, M, D, L
Angabe des Speicherbereichs, der kopiert werden soll (Quellfeld).
RET_VAL
OUTPUT
INT
E, A, M, D, L
Tritt während der Bearbeitung der
Funktion ein Fehler auf, enthält der
Rückgabewert einen Fehlercode.
DSTBLK
OUTPUT
ANY
E, A, M, D, L
Angabe des Speicherbereichs, in den
kopiert werden soll (Zielfeld).
Hinweis
Quell- und Zielfeld dürfen sich nicht überlappen. Ist das angegebene Zielfeld
größer als das Quellfeld, dann werden auch nur so viele Daten in das Zielfeld kopiert, wie im Quellfeld stehen.
Ist das angegebene Zielfeld kleiner als das Quellfeld, dann werden nur so
viele Daten kopiert, wie das Zielfeld aufnehmen kann.
Wenn Sie die Parameter für Quell- und Zielbereich der SFC 20 “BLKMOV”
nicht mit konstanten Zeigern belegen wollen, sondern die Bereiche variabel
vorgeben wollen, können Sie dies mit Hilfe von temporären Variablen des
Datentyps ANY.
9-12
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Anwendungsbeispiel
ANY-Pointer für
Datentypen
Tabelle 9-4
Byte n
B#16#10
Die folgenden Tabellen zeigen den Aufbau des ANY-Pointers.
ANY-Pointer
Byte
n+1
Byte
n+2
Typ
Byte
n+3
Länge
(siehe
Tabelle
9-5 )
Tabelle 9-5
Byte
n+4
Byte
n+5
Byte
n+6
Byte
n+7
Datenbaustein-Nr
bei Datenbaustein
Byte
n+8
Byte
n+9
Bereichszeiger
(siehe Bild 9-8)
Typ (Byte n+1)
Wert:
01
02
03
04
Typ:
BOOL
BYTE
CHAR
WORD
Wert:
08
09
0A
0B
Typ:
REAL
DATE
Byte n+6
Byte n+7
TOD
TIME
Byte n+8
31..
..24 23..
..16 15..
a 000 0rrr
0000 0 bbb bbbb
..8
bbbb
05
INT
06
DWORD
0C
S5TIME
0E
DT
07
DINT
13
String
Byte n+9
7..
..0
bbbb b xxx
Bits 2 - 0 (xxx): Bitadresse;
Nummer des adressierten
Bit (Bereich 0 bis 7)
Bits 18 - 3 (bbbb bbbb bbbb bbbb): Byteadresse;
Nummer des adressierten Byte (Bereich 0 bis 65 535)
Bits 26 - 24:
Bereichskennung bei
bereichsübergreifender Adressierung
r r r:
000=P
001=E
010=A
011=M
1 0 0 = DBX
1 0 1 = DIX
111=L
Bit 31 = 0 (a) gibt bereichsinterne Adressierung an
Bit 31 = 1 (a) gibt bereichsübergreifende Adressierung an
Bild 9-8
Bereichszeiger (Byte n+6 bis Byte n+9)
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
9-13
Anwendungsbeispiel
Beispiel
Das Beispiel enthält eine Funktion, mit der anhand der Systemfunktion SFC
20 “BLKMOV” Datenbereiche (in Datenbausteinen) kopiert werden können.
Quell- und Zielbereich können variabel an den Parametern angegeben werden.
Prinzip
Die Funktion enthält zwei ANY-Pointer im Lokaldatenbereich, einen ANYPointer für den Quellbereich und einen ANY-Pointer für den Zielbereich.
Generell gilt, daß der Datentyp ANY nur für Variable im Lokaldatenbereich
zugelassen ist!
Die ANY-Pointer werden in der Funktion nach dem vorher beschriebenen
Aufbau belegt und beim Aufruf des SFC 20 “BLKMOV” an den Parametern
angegeben.
FUNCTION FC4: INT
TITLE = Kopieren von Datenbereichen
NAME:
COPY
VERSION:
01.00
VAR_INPUT
QUELLE_DBNR
QUELLE_ANFANG
QUELLE_LAENGE
ZIEL_DBNR
ZIEL_ANFANG
ZIEL_LAENGE
END_VAR
:
:
:
:
:
:
VAR_TEMP
ZEIGER_QUELLE
ZEIGER_ZIEL
END_VAR
: ANY;
: ANY;
INT;
INT;
INT;
INT;
INT;
INT;
//
//
//
//
//
//
DB-Nr. des Quellbereichs
Datenwort-Nr. des Anfangs des Quellbereichs
Länge des Quellbereichs in Byte
DB-Nr. des Zielbereichs
Datenwort-Nr. des Anfangs des Zielbereichs
Länge des Zielbereichs in Byte
// Any-Pointer für den Quellbereich
// Any-Pointer für den Zielbereich
BEGIN
NETWORK
TITLE = Quellzeiger aufbereiten
L
LAR1;
L
T
L
T
L
SLD
OD
T
L
T
P##ZEIGER_QUELLE;
//
//
//
//
//
Adresse des Zeigers auf Quellbereich
in Adreßregister 1 laden
Bereichskennung für Datenbereich in
Any-Pointer für Quelle schreiben
DB-Nr. in Any-Pointer für Quelle schreiben
W#16#1002;
LW[AR1, P#0.0];
QUELLE_DBNR;
LW[AR1, P#4.0];
QUELLE_ANFANG;// Anfang des Datenbereich in Pointerformat
3;
// umwandeln,
DW#16#84000000;
// Bereichskennung hineinverknüpfen
LD[AR1, P#6.0];
// und in Any-Pointer für Quelle schreiben
QUELLE_LAENGE;// Länge des Datenbereichs in Any-Pointer
LW[AR1, P#2.0];
// für Quelle schreiben
Fortsetzung auf nächster Seite
Bild 9-9
9-14
Kopieren von Datenbereichen
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Anwendungsbeispiel
NETWORK
TITLE = Zielzeiger aufbereiten
L
P##ZEIGER_ZIEL;
LAR1;
L
W#16#1002;
T
LW[AR1, P#0.0];
L
ZIEL_DBNR;
T
LW[AR1, P#4.0];
L
ZIEL_ANFANG;
SLD
3;
OD
DW#16#84000000;
T
LD[AR1, P#6.0];
L
ZIEL_LAENGE;
T
LW[AR1, P#2.0];
NETWORK
TITLE = Daten kopieren
CALL
SFC 20(
sfer)
SRCBLK := ZEIGER_QUELLE,
RET_VAL:= RET_VAL,
DSTBLK := ZEIGER_ZIEL);
END_FUNCTION
//
//
//
//
//
Adresse des Zeigers auf Zielbereich
in Adreßregister 1 laden
Bereichskennung für Datenbereich in
Any-Pointer für Ziel schreiben
DB-Nr. in Any-Pointer für Ziel schreiben
//
//
//
//
//
//
Anfang des Datenbereich in Pointerformat
umwandeln,
Bereichskennung hineinverknüpfen
und in Any-Pointer für Ziel schreiben
Länge des Datenbereichs in Any-Pointer
für Ziel schreiben
// Daten kopieren mit SFC BLKMOV (Blocktran// Zeiger auf Quellfeld
// Returncode des SFC BLKMOV
// Zeiger auf Zielfeld
Bild 9-10 Kopieren von Datenbereichen, Fortsetzung
9.5
Aufruf der Beispiele
Dieser Abschnitt beinhaltet die Symboltabelle, die Datenbausteine, die für
die Belegung der Bausteinparameter benötigt werden und den Organisationsbaustein OB 1 mit den Aufrufen der vorher beschriebenen Funktionen.
Tabelle 9-6
Symboltabelle
Symbol
Adresse
Datentyp
Kommentar
DB_DIAG
DB 82
DB 82
Diagnose-Datenbaustein
DB_MESSWERTE
DB 100
DB 100
Datenbaustein für Meßwerte
DB_MOTOR_1
DB 110
DB 110
Datenbausteine für Motor 1
FEHLER
MW 100
WORD
Rückgabewert der Funktion FC 4 für Blocktransfer
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
9-15
Anwendungsbeispiel
DATA_BLOCK DB_MESSWERTE
TITLE = Meßwerte
NAME:
DB_MESS
VERSION:
01.00
STRUCT
ANALOGWERT_1
: REAL;
ANALOGWERT_2
: REAL;
DIGITALWERT_2 : INT;
END_STRUCT;
BEGIN
END_DATA_BLOCK
DATA_BLOCK DB_MOTOR_1
TITLE = Motordaten
NAME:
DB_MOT_1
VERSION:
01.00
STRUCT
STEUERWORT
:
DREHZAHL
:
TEMPERATUR
:
STROM
:
END_STRUCT;
BEGIN
END_DATA_BLOCK
WORD;
REAL;
REAL;
REAL;
// Analogwert 1 von FC 1
// Analogwert 2 von FC 2
// Digitalisierter Meßwert von FC 2
//
//
//
//
Ansteuerung von Motor 1
Drehzahl von Motor 1
Temperatur von Motor 1
Stromverbrauch von Motor 1
ORGANIZATION_BLOCK OB1
TITLE = Aufruf im Zyklus
NAME:
ZYKLUS
VERSION:
01.00
VAR_TEMP
STARTINFO: ARRAY [1..20] OF BYTE;
END_VAR
BEGIN
NETWORK
TITLE = Aufruf der Funktionen
CALL FC 1(
// Aufruf Funktion für
EINGANGSWERT
:= EW 0,
// Analogwertverarbeitung
OBERGRENZE
:= +10.0,
// Meßbereich: +/-10V
UNTERGRENZE
:= -10.0,
RET_VAL
:= DB_MESSWERTE.ANALOGWERT_1);
// RET_VAL = Analogwert
// Aufruf Funktion für Berechnung des
CALL FC 2(
// digitalisierten Meßwertes
EINGANGSWERT
:= DB_MESSWERTE.ANALOGWERT_2,//
OBERGRENZE
:= +10.0,
// Meßbereich: +/-10V
UNTERGRENZE
:= -10.0,
RET_VAL
:= DB_MESSWERTE.DIGITALWERT_2);
// RET_VAL = digitalisierter Meßwert
CALL FC 3(
// Aufruf Funktion für Motorsteuerung
EINGANGSBYTE
:= EB 4,
AUSGANGSBYTE
:= AB 8);
CALL FC 4(
// Aufruf Funktion für Blocktransfer
QUELLE_DBNR
:= 100,
// Quelle: DB 100
QUELLE_ANFANG := 0,
// ab Datenbyte DBB 0
QUELLE_LAENGE := 8,
// Länge: 4 Byte
ZIEL_DBNR
:= 110,
// Ziel: DB 110
ZIEL_ANFANG
:= 2,
// ab Datenbyte DBB 6
ZIEL_LAENGE
:= 8,
// Länge: 4 Byte
RET_VAL
:= FEHLER);
// RET_VAL = Fehlercode des SFC 20 BLKMOV
END_ORGANIZATION_BLOCK
Bild 9-11 OB 1
9-16
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Anhänge
Operanden- und Operationslisten
A
Literaturverzeichnis
B
I-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
A
Operanden- / Operationslisten
A.1
Operanden
Konvertierbare
Operanden
Folgende Operanden werden konvertiert:
Tabelle A-1
Konvertierbare Operanden
S5-AWL
(Deutsch)
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
S5-AWL
(International)
S7-AWL
(Deutsch)
S7-AWL
(International)
”A”
”Q”
”A”
”Q”
”AB”
”QB”
”AB”
”QB”
”AD”
”QD”
”AD”
”QD”
”AW”
”QW”
”AW”
”QW”
”BF”
”BN”
””
””
”D”
”D”
”DBX”
”DBX”
”DW”
”DW”
”DBW”
”DBW”
”DD”
”DD”
”DBD”
”DBD”
”DR”
”DR”
”DBB”
”DBB”
”DL”
”DL”
”DBB”
”DBB”
”E”
”I”
”E”
”I”
”EB
”IB”
”EB”
”IB”
”ED”
”ID”
”ED”
”ID”
”EW”
”IW”
”EW”
”IW”
”M”
”F”
”M”
”M”
”MB”
”FY”
”MB”
”MB”
”MD”
”FD”
”MD”
”MD”
”MW”
”FW”
”MW”
”MW”
”PW”
”PW”
”PEW/PAW”
”PIW/PQW”
”PY”
”PY”
”PEB/PAB”
”PIB/PQB”
”QB”
”OY”
”PEB/PAB”
”PIB/PQB”
”QW”
”OW”
”PEW/PAW”
”PIW/PQW”
”S”
”S”
”M”
”M”
”SD”
”SD”
”MD”
”MD”
”SW”
”SW”
”MW”
”MW”
”SY”
”SY”
”MB”
”MB”
”T”
”T”
”T”
”T”
A-1
Operanden- / Operationslisten
Tabelle A-1
Konvertierbare Operanden, Fortsetzung
S5-AWL
(Deutsch)
Nicht konvertierbare Operanden
S5-AWL
(International)
S7-AWL
(Deutsch)
”Z”
”C”
”Z”
”C”
”= <Formalparameter>”
”= <Formalparameter>”
”# <Formalparameter>”
”# <Formalparameter>”
Tabelle A-2 zeigt, welche Operanden nicht konvertiert werden können.
Tabelle A-2
Nicht konvertierbare Operanden
S5-AWL (Deutsch)
A-2
S7-AWL
(International)
S5-AWL (International)
”A1”
”A1”
”A2”
”A2”
”BA”
”RI”
”BB”
”BR”
”RJ”
”BR”
”BS”
”RS”
”BT”
”RT”
”CB”
”CY”
”CD”
”CD”
”CW”
”GB”
”CW”
”GY”
”GD”
”GD”
”GW”
”GW”
”SA”
”SA”
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Operanden- / Operationslisten
A.2
Operationen
Konvertierbare
Operationen ohne
Operanden
Tabelle A-3 zeigt alle S5-Operationen (ohne Operanden) in AWL, die
automatisch in S7-AWL konvertiert werden:
Tabelle A-3
Konvertierbare Operationen (ohne Operanden)
S5-AWL
(Deutsch)
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
S5-AWL
(International)
S7-AWL
(Deutsch)
S7-AWL
(International)
”AF”
”RA”
”CALL SFC 42”
”CALL SFC 42”
”AS”
”IA”
”CALL SFC 41”
”CALL SFC 41”
”BEA”
”BEU”
”BEA”
”BEU”
”BEB”
”BEC”
”BEB”
”BEC”
”+D”
”+D”
”+D”
”+D”
”--D”
”--D”
”--D”
”--D”
”!=D”
”!=D”
”==D”
”==D”
”><D”
”><D”
”<>D”
”<>D”
”>D”
”>D”
”>D”
”>D”
”>=D”
”>=D”
”>=D”
”>=D”
”<D”
”<D”
”<D”
”<D”
”<=D”
”<=D”
”<=D”
”<=D”
”DED”
”DED”
”BTD”
”BTD”
”DEF”
”DEF”
”BTI”
”BTI”
”DUD”
”DUD”
”DTB”
”DTB”
”DUF”
”DUF”
”ITB”
”ITB”
”ENT”
”ENT”
”ENT”
”ENT”
”+F”
”+F”
”+I”
”+I”
”--F”
”--F”
”--I”
”--I”
”:F”
”:F”
”/I”
”/I”
”xF”
”xF”
”*I”
”*I”
”!=F”
”!=F”
”==I”
”==I”
”><F”
”><F”
”<>I”
”<>I”
”>F”
”>F”
”>I”
”>I”
”>=F”
”>=F”
”>=I”
”>=I”
”<F”
”<F”
”<I”
”<I”
”<=F”
”<=F”
”<=I”
”<=I”
”FDG”
”FDG”
”DTR”
”DTR”
”+G”
”+G”
”+R”
”+R”
”--G”
”--G”
”--R”
”--R”
”:G”
”:G”
”/R”
”/R”
”xG”
”xG”
”*R”
”*R”
”!=G”
”!=G”
”==R”
”==R”
”><G”
”><G”
”<>R”
”<>R”
”>G”
”>G”
”>R”
”>R”
A-3
Operanden- / Operationslisten
Tabelle A-3
Konvertierbare Operationen (ohne Operanden), Fortsetzung
S5-AWL
(Deutsch)
Konvertierbare
Operationen mit
Operanden
S7-AWL
(Deutsch)
S7-AWL
(International)
”>=G”
”>=G”
”>=R”
”>=R”
”<G”
”<G”
”<R”
”<R”
”<=G”
”<=G”
”<=R”
”<=R”
”GFD”
”GFD”
”RND”
”RND”
”KEW”
”CFW”
”INVI”
”INVI”
”KZD”
”CSD”
”NEGD”
”NEGD”
”KZW”
”CSW”
”NEGI”
”NEGI”
”O”
”O”
”O”
”O”
”O(”
”O(”
”O(”
”O(”
”OW”
”OW”
”OW”
”OW”
”STP”
”STP”
”CALL SFC 46”
”CALL SFC 46”
”STS”
”STS”
”CALL SFC 46”
”CALL SFC 46”
”STW”
”STW”
”CALL SFC 46”
”CALL SFC 46”
”TAK”
”TAK”
”TAK”
”TAK”
”U(”
”A(”
”U(”
”A(”
”UW”
”AW”
”UW”
”AW”
”XOW”
”XOW”
”XOW”
”XOW”
”)”
”)”
”)”
”)”
”***”
”***”
”NETWORK”
”NETWORK”
Tabelle A-4 zeigt alle S5-Operationen (mit Operanden) in AWL, die
automatisch in S7-AWL konvertiert werden:
Tabelle A-4
Konvertierbare Operationen (mit Operanden)
S5-AWL
(Deutsch)
A-4
S5-AWL
(International)
S5-AWL
(International)
S7-AWL
(Deutsch)
S7-AWL
(International)
”A”
”C”
”AUF”
”OPN”
”ADD BF”
”ADD DH”
”ADD KF”
”ADD BF”
”ADD DH”
”ADD KF”
”+”
”+”
”+”
”+”
”+”
”+”
”AX”
”CX”
”AUF”
”OPN”
”B”
”DO”
”Anweisungsfolge
für indirekte
Adressierung”
”Anweisungsfolge
für indirekte
Adressierung”
”BA”
”BA”
””
””
”BAB”
”DOC”
”SPB”
”JC”
”D”
”D”
”DEC”
”DEC”
”E”
”G”
”CALL SFC 22”
”CALL SFC 22”
”EX”
”GX”
”CALL SFC 22”
”CALL SFC 22”
”FR”
”FR”
”FR”
”FR”
”I”
”I”
”INC”
”INC”
”L”
”L”
”L”
”L”
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Operanden- / Operationslisten
Tabelle A-4
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Konvertierbare Operationen (mit Operanden), Fortsetzung
S5-AWL
(Deutsch)
”LC”
S5-AWL
(International)
”LD”
S7-AWL
(Deutsch)
”LC”
S7-AWL
(International)
”LC”
”NOP”
”NOP”
”NOP”
”NOP”
”O”
”O”
”O”
”O”
”ON”
”ON”
”ON”
”ON”
”P”
”TB”
”PN”
”TBN”
”R”
”R”
”SET;
U”
”SET;
UN”
”R”
”SET;
A”
”SET;
AN”
”R”
”RB”
”RB”
”R”
”R”
”RD”
”RD”
”R”
”R”
”RLD”
”RLD”
”RLD”
”RLD”
”RLW”
”RLW”
”RLW”
”RLW”
”RRD”
”RRD”
”RRD”
”RRD”
”RRW”
”RRW”
”RRW”
”RRW”
”RU”
”RU”
”S”
”S”
”SET;
R”
”S”
”SET;
R”
”S”
”SA”
”SF”
”SA”
”SF”
”SAR”
”SFD”
”SE”
”SD”
”SA”
”ZR”
”SE”
”SI”
”SP”
”SI”
”SP”
”SLD”
”SLD”
”SLD”
”SLD”
”SLW”
”SLW”
”SLW”
”SLW”
”SPA”
”JU”
”SPA”
”JU”
”SPB”
”JC
”SPB”
”JC”
”SPM”
”JM”
”SPM”
”JM”
”SPN”
”JN”
”SPN”
”JCN”
”SPO”
”JO”
”SPO”
”JO”
”SPP”
”JP”
”SPP”
”JP”
”SPR”
”JUR”
”SPA”
”JU”
”SPS”
”JOS”
”SPS”
”JOS”
”SPZ”
”JZ”
”SPZ”
”JZ”
”SRD”
”SRD”
”SRD”
”SRD”
”SRW”
”SRW”
”SRW”
”SRW”
”SS”
”SS”
”SS”
”SS”
”SSV”
”SSU”
”SU”
”SU”
”SV”
”SE”
”SS”
”ZV”
”SET;
S”
”SV”
”SVD”
”SSD”
”SSD”
”SVW”
”SSW”
”SSI”
”SVZ”
”SEC”
”SV”
”S”
Timer
Zähler
Timer
Zähler
”SF”
”CD”
”SD”
”SS”
”CU”
”SET;
S”
”SE”
Timer
Counter
Timer
Counter
”SSD”
”SSI”
Timer
Zähler
”SE”
”S”
Timer
Counter
A-5
Operanden- / Operationslisten
Tabelle A-4
Konvertierbare Operationen (mit Operanden), Fortsetzung
S5-AWL
(Deutsch)
Nicht konvertierbare Operationen
”T”
S5-AWL
(International)
”T”
S7-AWL
(Deutsch)
”T”
S7-AWL
(International)
”T”
”TNB”
”TNB”
”CALL SFC 20”
”CALL SFC 20”
”TNW”
”TNW”
”CALL SFC 20”
”CALL SFC 20”
”U”
”A”
”U”
”A”
”UN”
”AN”
”UN”
”AN”
”ZR”
”CD”
”ZR”
”CD”
”ZV”
”CU”
”ZV”
”CU”
”=”
”=”
”=”
”=”
Die folgende Tabelle zeigt die S5-AWL-Operationen, die nicht automatisch
konvertiert werden.
Tabelle A-5
Nicht konvertierbare Operationen
S5-AWL (International)
S5-AWL (Deutsch)
A-6
”AAS”
”IAI”
”AAF”
”RAI”
”ABR”
”ABR”
”ACR”
”ACR”
”AFF”
”RAE”
”AFS”
”IAE”
”ASM”
”ASM”
”BAF”
”BAF”
”BAS”
”BAS”
”BI” (nur konvertierbar für Parameterart D/Konstante)
”DI” (nur konvertierbar für Parameterart D/Konstante)
”BLD”
”BLD”
”LB”
”LB”
”LD”
”LD”
”LD=<Formalparameter>” (nur konvertierbar für Parameterart D/Konstante)
”LD=<Formalparameter>” (nur konvertierbar für Parameterart D/Konstante)
”LDI”
”LDI”
”LIM”
”LIM”
”LIR”
”LIR”
”LRB”
”LRB”
”LRD”
”LRD”
”LRW”
”LRW”
”LW”
”LW”
”LW=<Formalparameter>” (nur konvertierbar für Parameterart D/Konstante)
”LW=<Formalparameter>” (nur konvertierbar für Parameterart D/Konstante)
”MA1”
”MA1”
”MAB”
”MAB”
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Operanden- / Operationslisten
Tabelle A-5
Nicht konvertierbare Operationen, Fortsetzung
S5-AWL (Deutsch)
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
S5-AWL (International)
”MAS”
”MAS”
”MBA”
”MBA”
”MBR”
”MBR”
”MBS”
”MBS”
”MSA”
”MSA”
”MSB”
”MSB”
”SEF”
”SEE”
”SES”
”SED”
”SIM”
”SIM”
”TB”
”TB”
”TDI”
”TDI”
”TIR”
”TIR”
”TSC”
”TSC”
”TSG”
”TSG”
”TRB”
”TRB”
”TRD”
”TRD”
”TRW”
”TRW”
”TW”
”TW”
”TXB”
”TXB”
”TXW”
”TXW”
”UBE”
”UBE”
A-7
Operanden- / Operationslisten
A-8
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Literaturverzeichnis
/21/
Broschüre: Automatisierungssystem S7/M7,
Dezentralisieren mit PROFIBUS-DB und AS-I
/30/
Fibel: Automatisierungssystem S7-300,
Einfach aufbauen und programmieren
/70/
Handbuch: Automatisierungssystem S7-300,
Aufbauen, CPU-Daten
/71/
Referenzhandbuch: Automatisierungssysteme S7-300, M7-300
Baugruppendaten
/72/
Operationsliste: Automatisierungssystem S7-300
B
/100/ Installationshandbuch: Automatisierungssysteme S7-400, M7-400,
Aufbauen
/101/ Referenzhandbuch: Automatisierungssysteme S7-400, M7-400
Baugruppendaten
/102/ Operationsliste: Automatisierungssystem S7-400
/231/ Benutzerhandbuch: Basissoftware für S7 und M7,
STEP 7
/232/ Handbuch: AWL für S7-300/400,
Bausteine programmieren
/233/ Handbuch: KOP für S7-300/400,
Bausteine programmieren
/234/ Programmierhandbuch: Systemsoftware für S7-300/400
Programmentwurf
/235/ Referenzhandbuch: Systemsoftware für S7-300/400
System- und Standardfunktionen
/236/ Handbuch: FUP für S7-300/400,
Bausteine programmieren
/249/ Handbuch: CFC für S7 / M7, Band 2
/250/ Handbuch: SCL für S7-300/400,
Bausteine programmieren
/251/ Handbuch: GRAPH für S7-300/400,
Ablaufsteuerungen programmieren
/252/ Handbuch: HiGraph für S7-300/400,
Zustandsgraphen programmieren
/253/ Handbuch: C für S7-300/400,
C-Programme erstellen
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
B-1
Literaturverzeichnis
/254/ Handbuch: CFC für S7 und M7, Band 1
/270/ Handbuch: S7-PDIAG für S7-300/400
Prozeßdiagnose für KOP, FUP und AWL projektieren
/271/ Handbuch: NETPRO
Netze grafisch projektieren
/280/ Programmierhandbuch: Systemsoftware für M7-300/400,
Programmentwurf
/281/ Referenzhandbuch: Systemsoftware für M7-300/400,
System- und Standardfunktionen
/282/ Benutzerhandbuch: Systemsoftware für M7-300/400,
Installieren und Bedienen
/290/ Benutzerhandbuch: ProC/C++ für M7-300/400,
C-Programme erstellen
/291/ Benutzerhandbuch: ProC/C++ für M7-300/400,
Debugger für C-Programme
/500/ Handbuch: SIMATIC NET,
NCM S7 für Industrial Ethernet
/501/ Handbuch: SIMATIC NET
NCM S7 für PROFIBUS
/800/ DOCPRO
Schaltbücher normgerecht erstellen (nur auf CD)
/801/ TeleService für S7, C7 und M7
Fernwartung eines Automatisierungssystems (nur auf CD)
/802/ S7-PLCSIM
Programmtest mit simulierter S7-CPU (nur auf CD)
/803/ Referenzhandbuch: Systemsoftware für S7-300/400
STEP 7 Standardfunktionen Teil 2 (nur auf CD)
B-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Glossar
Adresse
Eine Adresse ist die Kennzeichnung für einen bestimmten Operanden oder
Operandenbereich. Beispiele: Eingang E12.1; Merkerwort MW 25;
Datenbaustein DB 3.
Aktualparameter
Aktualparameter ersetzen beim Aufruf eines Funktionsbausteins (FB) oder
einer Funktion (FC) die Formalparameter, z.B. wird der Formalparameter
”START” ersetzt durch den Aktualparameter ”E 3.6”.
Anweisung
Eine Anweisung ist die kleinste selbständige Einheit eines in einer textuellen
Sprache erstellten Anwenderprogramms. Sie stellt eine Arbeitsvorschrift für
den Prozessor dar.
Anweisungsliste
(AWL)
Die Anweisungsliste ist eine maschinennahe textuelle Programmiersprache.
B
Baustein
Bausteine sind durch ihre Funktion, ihre Struktur oder ihren Verwendungszweck abgegrenzte Teile des Anwenderprogrammes. Es gibt bei STEP 7:
• Codebausteine (FB, FC, OB, SFB, SFC),
• Datenbausteine (DB, SDB) und
• anwenderdefinierte Datentypen (UDT).
Bausteinaufruf
Als Bausteinaufruf bezeichnet man die Verzweigung der Programmbearbeitung in den aufgerufenen Baustein.
Bausteinparameter
Bausteinparameter sind Platzhalter innerhalb mehrfach nutzbarer Bausteine,
die beim Aufruf des betreffenden Bausteins mit aktuellen Werten versorgt
werden.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Glossar-1
Glossar
C
Codebaustein
Ein Codebaustein ist bei SIMATIC S7 ein Baustein, der einen Teil des
STEP 7-Anwenderprogramms enthält.
Im Gegensatz dazu enthält ein Datenbaustein nur Daten. Es gibt folgende
Codebausteine: Organisationsbausteine (OB), Funktionsbausteine (FB),
Funktionen (FC), Systemfunktionsbausteine (SFB), Systemfunktionen (SFC).
Compiler
Als Compiler bezeichnet man ein Übersetzungsprogramm zur Übersetzung
eines in einer höheren Programmiersprache geschriebenen Programmes in
den Maschinencode, mit dem die CPU arbeitet.
D
Daten, statisch
Statische Daten sind Lokaldaten eines Funktionsbausteins, die im Instanzdatenbaustein gespeichert werden und deshalb bis zur nächsten Bearbeitung
des Funktionsbausteins erhalten bleiben.
Daten, temporär
Temporäre Daten sind Lokaldaten eines Bausteins, die während der
Bearbeitung des Bausteins im L-Stack abgelegt werden und nach der
Bearbeitung des Bausteins nicht mehr verfügbar sind.
Datenbaustein
(DB)
Datenbausteine sind Datenbereiche im Anwenderprogramm, die Anwenderdaten enthalten. Es gibt globale Datenbausteine, auf die von allen Codebausteinen zugegriffen werden kann und es gibt Instanz-Datenbausteine, die einem bestimmten FB-Aufruf zugeordnet sind. Datenbausteine enthalten im
Gegensatz zu allen anderen Bausteinen keine Anweisungen.
Datentyp
Mit Hilfe eines Datentyps können Sie festlegen, wie der Wert einer Variablen
oder Konstanten im Anwenderprogramm verwendet werden soll. Dem
Anwender stehen bei SIMATC S7 zwei Arten von Datentypen nach
IEC 1131-3 zur Verfügung: elementare Datentypen und zusammengesetzte
Datentypen.
Datentyp,
elementar
Elementare Datentypen sind vordefinierte Datentypen gemäß IEC 1131-3,
z.B. Datentyp BOOL definiert eine binäre Variable (”Bit”), Datentyp INT
definiert eine 16-Bit-Festpunktzahl-Variable.
Datentyp,
zusammengesetzt
Zusammengesetzte Datentypen werden vom Anwender mit der Datentypdeklaration geschaffen. Sie haben keinen eigenen Namen und sind deshalb
nicht mehrfach verwendbar. Man unterscheidet zwischen Feldern und
Strukturen, auch die Datentypen String und Date and Time zählen dazu.
Glossar-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Glossar
Deklarationsteil
Im Deklarationsteil werden die Lokaldaten eines Codebausteins deklariert,
wenn die Programmerstellung mit einem Texteditor erfolgt.
F
Formalparameter
Ein Formalparameter ist ein Platzhalter für den ”tatsächlichen” Parameter
(Aktualparameter) bei parametrierbaren Codebausteinen. Bei Funktionsbausteinen und Funktionen werden die Formalparameter vom Anwender
deklariert, bei System-Funktionsbausteinen und System-Funktionen sind sie
bereits vorhanden.
Beim Aufruf des Bausteins wird dem Formalparameter ein Aktualparameter
zugeordnet, so daß der aufgerufene Baustein mit dessen aktuellem Wert
arbeitet. Die Formalparameter zählen zu den Lokaldaten des Bausteins und
unterteilen sich in Eingangs-, Ausgangs- und Durchgangsparameter.
Funktion (FC)
Eine Funktion (FC) ist gemäß IEC 1131-3 ein Codebaustein ohne Gedächtnis.
Eine Funktion bietet die Möglichkeit der Übergabe von Parametern im
Anwenderprogramm. Dadurch eignen sich Funktionen zur Programmierung
von häufig wiederkehrenden komplexen Funktionen, z. B. Berechnungen. Da
kein Gedächtnis vorhanden ist, müssen die berechneten Werte direkt nach
dem FC-Aufruf weiterverarbeitet werden.
Funktionsbaustein
(FB)
Ein Funktionsbaustein ist gemäß IEC 1131-3 ein Codebaustein mit statischen
Daten. Ein Funktionsbaustein bietet die Möglichkeit der Übergabe von
Parametern im Anwenderprogramm. Dadurch eignen sich Funktionsbausteine
zur Programmierung von häufig wiederkehrenden komplexen Funktionen,
z. B. Regelungen, Betriebsartenanwahl. Da ein FB über ein Gedächtnis
(Instanz-Datenbaustein) verfügt, kann auf dessen Parameter (z. B. Ausgänge)
zu jeder Zeit an jeder beliebigen Stelle im Anwenderprogramm zugegriffen
werden.
G
Globaldaten
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Globaldaten sind Daten, die von jedem Codebaustein (FC, FB, OB) aus
ansprechbar sind. Im einzelnen sind das Merker M, Eingänge E, Ausgänge A,
Zeiten, Zähler und Elemente von Datenbausteinen DB. Auf Globaldaten kann
entweder absolut oder symbolisch zugegriffen werden.
Glossar-3
Glossar
I
Instanz
Mit ”Instanz” wird der Aufruf eines Funktionsbaustein bezeichnet; dabei ist
ihm ein Instanz-Datenbaustein zugeordnet.
InstanzDatenbaustein
Ein Instanz-Datenbaustein speichert die Formalparameter und statischen Daten von Funktionsbausteinen. Ein Instanz-Datenbaustein kann einem FB-Aufruf oder einer Aufrufhierarchie von Funktionsbausteinen zugeordnet sein.
K
Konfigurieren
Auswählen und Zusammenstellen einzelner Komponenten eines Automatisierungssystems bzw. Installieren von benötigter Software und Anpassen an den
speziellen Einsatz (z.B. durch Parametrieren der Baugruppen).
L
Lokaldaten
Lokaldaten sind die einem Codebaustein zugeordneten Daten, die in seinem
Deklarationsteil bzw. seiner Variablendeklaration deklariert werden. Sie
umfassen (bausteinabhängig): Formalparameter, statische Daten, temporäre
Daten.
M
Makro
Ein Makro ist eine Folge von Befehlen, die ablaufoptimiert zu einem
mnemotechnischen Aufruf zusammengefaßt sind.
O
Online-Hilfe
STEP 7 bietet Ihnen die Möglichkeit, sich während des Arbeitens mit der
Programmiersoftware kontextabhängige Hilfetexte am Bildschirm anzeigen
zu lassen.
Operand
Ein Operand ist Teil einer STEP 7-Anweisung und sagt aus, womit der
Prozessor etwas tun soll. Er kann sowohl absolut als auch symbolisch
adressiert werden.
Glossar-4
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Glossar
Operation
Eine Operation ist Teil einer STEP 7-Anweisung und sagt aus, was der
Prozessor tun soll.
Organisationsbaustein (OB)
Organisationsbausteine bilden die Schnittstelle zwischen dem Betriebssystem
der CPU und dem Anwenderprogramm. In den Organisationsbausteinen wird
die Reihenfolge der Bearbeitung des Anwenderprogrammes festgelegt.
P
Parametrieren
Unter Parametrieren versteht man das Einstellen des Verhaltens einer Baugruppe.
Peripherie, dezentral
Dezentrale Peripherie sind vom zentralen Baugruppenträger räumlich abgesetzte Analog- und Digitalbaugruppen. Charakteristisch für die dezentrale
Peripherie ist die Aufbautechnik. Zielsetzung dieser Aufbautechnik ist das
Einsparen von Verdrahtungsaufwand (und damit Kosten) durch prozeßnahes
Einsetzen der Peripheriebaugruppen.
Programmiersprache
Eine Programmiersprache dient zur Erstellung von Anwenderprogrammen
und stellt dazu einen bestimmten Sprachvorrat in Form von grafischen oder
textuellen Anweisungen zur Verfügung. Diese Anweisungen werden vom
Anwender mit einem Editor eingegeben und in ein lauffähiges Anwenderprogramm übersetzt.
Projekt
Ein Projekt ist ein Behälter für alle Objekte einer Automatisierungslösung,
unabhängig von der Anzahl der Stationen, Baugruppen und deren
Vernetzung.
R
Remanenz
Daten werden remanent genannt, wenn sie nach dem Ausfall der Versorgungsspannung den gleichen Wert haben wie vor dem Spannungsausfall. Die
Remanenz wird erreicht durch zwei Pufferungen: Spannungspufferung und
Backup-Pufferung.
S
S7-Programm
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Ein Behälter für Bausteine, Quellen und Pläne für programmierbare S7-Baugruppen, der auch die Symboltabelle enthält.
Glossar-5
Glossar
Symbol
Ein Symbol ist ein vom Anwender unter Berücksichtigung bestimmter
Syntaxvorschriften definierter Name. Dieser Name kann nach der Festlegung,
wofür er stehen soll (z.B. Variable, Datentyp, Sprungmarke, Baustein) bei der
Programmierung und beim Bedienen und Beobachten verwendet werden.
Beispiel: Operand E 5.0, Datentyp BOOL, Symbol Taster NOTAUS.
Symbolik
Es wird unterschieden zwischen globaler Symbolik und bausteinlokaler
Symbolik. Global vereinbarte Symbole sind in allen Programmteilen
bekannt, das vergebene Symbol muß für das gesamte Anwenderprogramm
eindeutig sein. Bausteinlokale Symbole sind nur innerhalb des Bausteins
bekannt, in dem sie vereinbart werden.
Symboltabelle
Tabelle zur Zuordnung von Symbolen zu Adressen für Globaldaten und
Bausteinen. Beispiele: NOTAUS (Symbol), E1.7 (Adresse) oder Regler
(Symbol), SFB 24 (Baustein)
V
Variable
Eine Variable definiert ein Datum mit variablem Inhalt, das im
STEP 7-Anwenderprogramm verwendet werden kann. Eine Variable besteht
aus einem Operanden und einem Datentyp und kann mit einem Symbol gekennzeichnet werden.
Z
Zeiger
Glossar-6
Ein Zeiger ist eine Variable, die keinen bestimmten Wert sondern die Adresse
einer anderen Variablen enthält. Bei Zeigeroperationen ist es erforderlich,
daß der Typ auf der rechten Seite des Operators mit dem Typ auf der linken
Seite übereinstimmt.
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Stichwortverzeichnis
A
B
Absolutadresse, 4-3
Adaptionskapsel, 2-13, 4-2
Adressenänderung, 7-2
Adressierung
absolut, 3-38
indirekt, 3-42
Konvertierung, 7-4
registerindirekt, 3-44
speicherindirekt, 3-43
symbolisch, 3-38
Adreßregister, 3-44
Adreßvergabe, 4-4
Adrsssierung, Datenoperanden, 3-40
Akkumulatoroperationen, 3-35
Aktor-/Sensor-Interface, 2-10
Alarm, 3-20, 3-22
Analogfunktionen, 3-29
Analogwertverarbeitung, Beispiel, 9-2
Anlauf, 3-20
Anschaltungsbaugruppen, 2-9
ANY-Pointer, 9-13
Arbeitsspeicher, der CPU, 2-6
AS-Interface, 2-10
AS511, 2-3
ASCII-Quelle, 3-16
Ausgänge
analoge, 2-6
digitale, 2-6
Automatisierungssysteme, Übersicht, 2-2
Autorisierung, 3-2
Batterieausfall, 3-22
Baugruppen, Übersicht, 2-4
Baugruppenkatalog, 3-10
Baugruppenparametrierung, Vergleich S5/S7,
2-5
Baugruppenzustand, 5-3
Baustein, Vergleich STEP 5 / STEP 7, 3-17
Baustein-Behälter, STEP 7-Objekt, 3-6
Bausteine, der CPU, 2-6
Bausteinoperationen, 3-37
Bausteintypen, bei S5 und S7, 3-25
Bearbeitungsfunktionen, (B MW, B DW), 4-3
Bedienen und Beobachten, 2-21
Befehlsausgabeoperation, 3-37
Befehlsmakro, 5-6
Beispiel
Analogwertverarbeitung, 9-2
Blocktransfer, 9-12
Startinformation, 9-9
Temporäre Lokaldaten, 9-5
Bereichsüberschreitung, 3-22
Bitverknüpfungsoperationen, 3-35
Blocktransfer, 3-37, 7-5
Beispiel, 9-12
BR-Register, 7-5
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
C
CD-- ROM, 2-1
Index-1
Stichwortverzeichnis
Compiler, 8-1
COROS, 2-3
CP-Baugruppen, 2-10
CPU, 5-3
analoge Ausgänge, 2-6
analoge Eingänge, 2-6
Arbeitsspeicher, 2-6
Bausteine, 2-6
DBs, 2-6
digitale Ausgänge, 2-6
digitale Eingänge, 2-6
FBs, 2-6
FCs, 2-6
Ladespeicher, 2-6, 2-7
Lokaldaten, 2-6
Merker, 2-6
OBs, 2-6
Prozeßabbild, 2-6
remanente Daten, 2-6
S7-300, 2-6
S7-400, 2-7
SFBs, 2-6
SFCs, 2-6
Zähler, 2-6
Zeiten, 2-6
D
Dateiformate, 3-39
Daten, remanente, der CPU, 2-6
Datenbaustein, 3-17
Datenbausteinoperationen, 3-36
DB 1, 3-26
DB 1 / DX 0, 5-4
DB 1 /DX 0, 4-4
DB-Register, 3-40, 3-41
Dezentrale Peripherie, 2-17
Diagnosealarm, 2-15, 9-2
Diagnosepuffer, 2-15
DIL-Schalter, 2-5
Dosierbaugruppe, 2-13
DP Master, Baugruppen, 2-17
DP Slave, Baugruppen, 2-17
Durchgängigkeit, 1-1
DX 0, 3-26
E
Eingänge
analoge, 2-6
digitale, 2-6
Index-2
Erweiterungsbaugruppenträger, 2-9
ET 200, 2-17
Ethernet, 2-10
F
FDL (SDA), 2-18
Fehlerbehandlung, 3-21
Fehlermeldung, 6-8
Festpunktarithmetik, 3-36
Flankenwechsel, 2-15
FM-Baugruppen, 2-13
FMS-Dienst, 2-19
FMS-Master, 2-17
FMS-Slaves, 2-17
Funktion, 3-18
Funktionsbaugruppen, 2-13
Funktionsbaustein, 3-17, 3-18
G
GD-Kommunikation, 2-19
Gleitpunktarithmetik, 3-28, 3-36
Globaldaten-Kommunikation, 2-19
Grundfunktionen, 3-29
H
Hantierungsbaustein, 2-20
Hardware, STEP 7-Objekt, 3-5
Hardware-Interrupt, 3-20
Hintergrundbearbeitung, 3-20
HMI (Human Machine Interface), 2-3, 2-21
I
IM-Baugruppen, 2-9
Importieren
ASCII-Quelle, 3-16
Symboltabelle, 3-39
Indirekte Adressierung, Konvertierung, 7-4
Industrial Ethernet, 2-10, 2-18
Baugruppen, 2-11
Schnittstelle im Anwenderprogramm, 2-20
Installation, STEP 7-Software, 3-2
Interruptbefehle, 3-37
IP-Baugruppen, 2-13
ISO-on-TCP, 2-18
ISO-Transport, 2-18
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Stichwortverzeichnis
K
O
Kachelbefehle, 3-37
Kommentarbaustein, 3-17
Kommunikation, ereignisgesteuert, 2-19
Kommunikationsbaugruppen, 2-10
Kommunikationsfunktion, 2-18
Konfigurieren, Hardware, 3-9
Konsistenzprüfung, 8-1
Konstantenformat, 3-31
Konvertierbar
Operand, A-1
Operation
Operand, mit, A-4
Operand, ohne, A-3
Konvertierbar, nicht
Operand, A-2
Operation, A-6
Konvertierung, Voraussetzungen, 4-2
Koppelmerker, 3-23
OB 1, Beispiel, 9-15
OB-Makro, 5-7
Operand
konvertierbar, A-1
konvertierbar, nicht, A-2
Operand, mit, Operation, konvertierbar, A-4
Operand, ohne, Operation, konvertierbar, A-3
Operandenbereiche, Übersicht, 3-32
Operation
konvertierbar
Operand, mit, A-4
Operand, ohne, A-3
nicht konvertierbar, A-6
Operationen, Übersicht, 3-35
Operator Panel (OP), 2-21
Organisationsbaustein, 3-17, 3-20, 5-7
L
Ladeoperationen, 3-35
Ladespeicher
CPU S7-300, 2-6
CPU S7-400, 2-7
Leistungsbereich, 2-2
LIR, 4-3
Lokaldaten, 3-33
der CPU, 2-6
M
Makro, 5-5
Makro-Erstellung, 5-8
Mathematische Funktionen, 3-29, 3-37
Mehrprozessor-Alarm, 3-20
Merker, der CPU, 2-6
Micro-SPS, 2-2
MPI, 2-3, 2-10, 2-18
Multi Point Interface, 2-3
N
Netz, STEP 7-Objekt, 3-5
Neustart, 3-20
Nockensteuerwerk, 2-13
Nulloperationen, 3-37
Nutzungsberechtigung, 3-2
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
P
PG-Schnittstelle, 2-10
Pointerformat, 3-42
Positionierbaugruppe, 2-13
Pro Tool, 2-22
PROFIBUS, 2-3, 2-10, 2-18
Baugruppen, 2-11
Schnittstelle im Anwenderprogramm, 2-20
Programmbaustein, 3-17
Programmierbare Baugruppe, 3-6
Programmiergeräteschnittstelle
AS511, 2-3
MPI, 2-3
Projekt, 3-4
Projektdatei, 3-4
Projekte, anlegen, 3-7
Projektieren, Kommunikationsverbindungen,
3-11
Projektierungswerkzeug, 2-22
Prozeßabbild, der CPU, 2-6
Prozeßalarm, 2-15, 3-20
Pufferung, 2-7
Punkt-zu-Punkt-Kopplung, 2-10
Baugruppen, 2-12
Schnittstelle im Anwenderprogramm, 2-20
Q
Quelle, STEP 7-Objekt, 3-6
Quersumme, 3-23
Index-3
Stichwortverzeichnis
Querverweisliste, 6-1
R
Registeranweisungen, 3-35
Reglerbaugruppe, 2-13
Remanenz, 2-7
Remanenzverhalten, 4-4
RET_VAL, 9-3
Rotieroperationen, 3-36
Rückgabewert
einer Funktion, 9-3
einer Systemfunktion, 3-22
S
S5-Erweiterungsbaugruppenträger, 2-9
S5-Hantierungsbaustein, 2-20
S5-Standardfunktionsbausteine, 7-6
S7-Bausteine, erstellen, 3-15
S7-Projekt, erstellen, 4-4
Schiebeoperationen, 3-36
Schieberegister, 3-23
Schmiermerker, 3-33, 9-6
Schrittbaustein, 3-17
Signalbaugruppen, 2-15
Signalfunktion, 3-28
Signalvorverarbeitende Baugruppen, 2-13
SIMATIC Manager, 3-3
Fenster, 3-13
SIMATIC S7, Übersicht, 2-2
Simulatorbaugruppe, 2-16
SINEC H1, 2-11
SINEC L1, 2-11, 3-26
SINEC L2, 2-11, 3-26
SINEC S1, 2-11
SM-Baugruppen, 2-15
Software-Erstellung, 3-13
Anlegen von Komponenten, 3-15
Komponenten Übersicht, 3-14
Sonder-OB, 3-17
Sonderfunktionen, 3-22
Speicherplatz, 4-3
Sprungoperationen, 3-37
Standardbibliothek, 3-15
Standardfunktion, 3-28
Startinformation, 3-34, 9-9
Station, STEP 7-Objekt, 3-5
STEP 5-Baustein, 3-17
STEP 5-Projekt, 3-4
Index-4
STEP 7
installieren, 3-2
starten, 3-3
STEP 7-Projekt, 3-4
anlegen, 3-7
archivieren, 3-8
Komponenten, 3-5
sichern, 3-8
Stopbefehle, 3-37
Stromversorgungsbaugruppe, 2-8
Subnetz, 2-10
Symbol, lokal, 3-39
Symboltabelle, 3-39
Beispiel, 9-15
erstellen, 3-15
STEP 7-Objekt, 3-6
Systemdatenbaustein, 3-17, 3-19
Systemeinstellung S5, 3-26
Systemfunktion, 3-17, 3-19
Systemfunktionsbaustein, 3-17, 3-19
T
TIR, 4-3
Transferoperationen, 3-35
U
Übersetzen, 8-1
Uhrzeit stellen / lesen, 3-22
Uhrzeitalarm, 3-20
Umverdrahten, 5-4, 7-2
Umwandlungsoperationen, 3-36
V
Verbindung, projektieren zu S5-Station, 3-12
Verbindungstabelle, 3-11
STEP 7-Objekt, 3-6
Vergleichsoperationen, 3-36
Verzögerungsalarm, 3-20
Visualisierung, 2-22
Vollintegrierte Automation, 1-1
W
Warnung, Konverter-Meldungen, 6-10
Weckalarm, 3-20
Werkzeug, zur Hardware-- Umsetzung, 2-1
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Stichwortverzeichnis
WF-Baugruppen, 2-13
Wiederanlauf, 3-20
WinCC, 2-22
Wortverknüpfungsoperation, 3-36
Z
Zähler, der CPU, 2-6
Zählerbaugruppe, 2-13
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
Zähloperationen, 3-35
Zeiten, der CPU, 2-6
Zeitoperationen, 3-35
Zentralbaugruppe
S7-300, 2-6
S7-400, 2-7
Zuordnungsliste, 3-38, 6-1, 6-4
Zyklusüberwachungszeit, 3-23
Index-5
Stichwortverzeichnis
Index-6
Von S5 nach S7
A5E00706928-01
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