MULTICAL® 602 & ULTRAFLOW®

MULTICAL® 602 & ULTRAFLOW®
Montage- und
Bedienungsanleitung für
MULTICAL® 602 &
ULTRAFLOW®
www.kamstrup.de
MID Bezeichnungen
Zulässige Betriebsbedingungen / Messbereiche:
Rechenwerk Temperaturfühlerpaar
Durchflusssensor
q: 2 °C…180 °C
q: 10 °C…150 °C
q: 15 °C…130 °C
DΘ: 3K…170K
DΘ: 3K…140K
Mechanische Umgebung:
M1 (feste Installation mit minimaler Vibration)
Elektromagnetische Umgebung:
E1 und E2 (Wohnungen/leichte Industrie bzw. Industrie). Die Signalkabel des Zählers
sollen im Abstand von mindestens 25 cm zu anderen Installationen verlegt werden.
Klimatische Umwelt:
Installation in Umwelt mit nichtkondensierender Feuchte sowie in geschlossenen
Räumen (Innenmontage). Die Umgebungstemperatur muss im Bereich von 5…55 °C
sein.
Wartung und Reparatur:
Der Wärmelieferant darf Kommunikationsmodule, Batterie, Temperaturfühlerpaar und
Durchflusssensor austauschen. Der Durchflusssensor wird separat geeicht und darf
deshalb vom Rechenwerk getrennt werden.
Übrige Reparaturen erfordern nachfolgende Eichung in einem akkreditierten Labor.
MULTICAL® 602, Typ 602-B/C/D sind für Temperaturfühler Typ Pt500 geeignet
MULTICAL® 602, Typ 602-A ist für Temperaturfühler Typ Pt100 geeignet
Austauschbatterie: Kamstrup Typ 66-00-200-100
MULTICAL® 602, Typ 602-A/B/C können einem Durchflusssensoren Typ ULTRAFLOW®,
einem elektronischen Abtaster oder einem Durchflusssensor mit Reedkontaktausgang
angeschlossen werden.
MULTICAL® 602, Typ 602-D ist einem Durchflusssensor mit 24 V aktivem Impulsausgang
anzuschließen.
Unangesehen des Durchflusssensortyps muss ”Imp./Liter” von Durchflusssensor und
Rechenwerk gleich sein.
MULTICAL® 602 & ULTRAFLOW®
I n s tallatio n
Deutsch
Kamstrup A/S
Industrivej 28, Stilling, DK-8660 Skanderborg
Tel: +45 89 93 10 00 · Fax: +45 89 93 10 01
[email protected] · www.kamstrup.de
Inhalt
Allgemeines3
Montage der Temperaturfühler
3
Fühlersätze für Tauchhülsen
3
Kurze Direktfühlersätze
4
Montage des Durchflusssensors
4
Typ 602-0C: 2 Impulsausgänge für
CE und CV
Bodenmodule 13
13
14
Daten- + Impulseingänge,
Typ 67-00-10
14
Montage von ULTRAFLOW® 54 ≥ DN1506
M-Bus, Typ 67-00-20/27/28/29
14
Installationsbeispiele6
Funk + Impulseingänge,
67-00-21/25/2614
Montage von ULTRAFLOW® ≤ DN125
5
Feuchte und Kondensation
6
Montage des Rechenwerks
7
Kompaktmontage7
Prog. Datenlogger + RTC + 4…20 mA
Eingänge + Impulseingänge,
Typ 67-00-22
15
Separate/Wandmontage7
Analoge Ausgänge, Typ 67-00-23
15
Panelmontage LonWorks, Typ 67-00-24
15
Wireless M-Bus, Typ 67-00-30
15
7
Elektrischer Anschluss von MULTICAL®
und ULTRAFLOW®
7
Anschlussbeispiel8
Wireless M-Bus, Typ 67-00-30/
67-00-3515
Wärmezähler mit zwei Durchflusssensoren8
ZigBee® + Impulseingänge,
Typ 67-00-60
16
Metasys N2 + Impulseingänge,
Typ 67-00-62
16
SIOX-Modul (Autodetect Baud Rate),
Typ 602-00-64
16
BACnet®, Typ 67-00-66
16
GSM/GPRS Modul (GSM6H),
Typ 602-00-80
16
3G-Modul (GSM8H 3G),
Typ 602-00-81
17
Ethernet/IP-Modul (IP201),
Typ 602-00-82
17
High-Power FunkRouter + 2
Impulseingänge (VA, VB),
Typ 602-00-84
17
Spannungsversorgung von
Rechenwerk/Pulse Transmitter
9
Batterieversorgung9
Netzmodule10
High-power Versorgungsmodule
10
Isolierte lineare Versorgungsmodule 10
Funktionskontrolle10
Informationscodes ”INFO”
11
Steckmodule12
Kopfmodule12
Typ 67-02: ∆Energieberechnung und
Stunden-datenlogger12
Typ 67-03: PQ-Begrenzer +
Stundendatenlogger12
Typ 67-05: Datenausgang +
Stundendatenlogger12
Typ 67-07: M-Bus
12
Typ 67-09: ∆Volumenberechnung und
Stunden-datenlogger13
Typ 67-0A: 2 Impulsausgänge für CE
und CV + Stundendatenlogger +
Scheduler13
2
Typ 67-0B: 2 Impulsausgänge für
CE und CV + Prog. Datenlogger Module overview
Elektrischer Anschluss von
MULTICAL®, ULTRAFLOW® und
Pulse Transmitter
Setup über Fronttasten
18
19
20
1. Allgemeines
Lesen Sie bitte vor der Montage des Energiezählers diese Anleitung durch.
Bei Montagefehler fällt die Garantieverpflichtung von Kamstrup A/S weg.
Beachten Sie die Einhaltung folgender Installationsverhältnisse:
- Druckstufe ULTRAFLOW®:PN16/PN25/PN40, siehe Kennzeichnung. Die
Kennzeichnung des Durchflusssensors gilt nicht
mitgeliefertem Zubehör
- Druckstufe, Kamstrup
Fühlersatz Typ DS:
PN16
- Druckstufe, Kamstrup
rostfreie Tauchhülsen:
PN25/PN40 - abhängig von Typ
ei Medientemperatur über 90 °C empfehlen wir die Anwendung der Flanschzähler
B
sowie die Wandmontage von MULTICAL® 602.
2. Montage der Temperaturfühler
Temperaturfühler zur Erfassung der Vor- bzw. Rücklauftemperatur werden ausschliesslich paarweise geliefert und dürfen nie voneinander getrennt werden.
MULTICAL® 602 wird im Normalfall mit bereits montierten Temperaturfühlern gelie-fert.
Die Kabellänge darf nach EN 1434 bzw. OIML R75 nicht verändert werden. Ein evtl.
Austauschen der Fühler darf ebenfalls nur paarweise vorgenommen werden.
Der Vorlauffühler ist mit einem roten, der Rücklauffühler mit einem blauen Schild
gekennzeichnet (Siehe Abschnitt 5, Seite 7).
2.1 Fühlersätze für Tauchhülsen
Die Fühlertauchhülsen werden am besten in T-Stücke mit 45° Winkel eingebaut. Die
Spitze der Tauchhülse zeigt dabei gegen die Strömungsrichtung und ist in der Mitte der
Strömung plaziert.
Die Temperaturfühler werden so tief wie möglich in die Tauchhülsen eingeführt. Zur
Verkürzung der Ansprechzeit eignet sich eine ”nichthärtbare” wärmeleitende Paste.
Das kleine Plastikstück am Fühlerkabel in die Fühlertauchhülse schieben und die
Leitung mit der beiliegenden Schraube (M4) sichern. Die Schraube nur mit den
Fingern eindrehen. Die Tauchhülsen hiernach mit Plombe und Draht plombieren.
3
2.2 Kurze Direktfühlersätze
Der kurze Direktfühler kann mit Rohrgewinden bis zu R1 und eingebautem M10 Stutzen
für den kurzen Direktfühler, in spezielle Kugelventile oder T-Stücke mit speziellen
Winkeln montiert werden.
Für die Montage in existierende Heizungsanlagen mit Standard-T-Stücken kann Kamstrup
weiterhin R½ und R¾ Messingnippel liefern, die zu den kurzen Direktfühlern passen.
Weiterhin kann der kurze Direktfühler auch in alle Kamstrup ULTRAFLOW® Varianten mit G¾ und G1Gewinden am Zählergehäuse direkt montiert werden. Die
Messingüberwurfmutter der Fühler werden mit einem 12 mm Gabelschlüssel leicht (ca. 4
Nm) festgedreht. Danach werden die Fühler mit Plombe und Draht versiegelt.
3. Montage des Durchflusssensors
Vor dem Einbau des Durchflusssensors sollte die Anlage durchgespült und Schutzpfropfen/ Kunststoffmembranen sollten entfernt werden.
Die korrekte Platzierung des Durchflusssensors (Vor- oder Rücklauf) geht aus dem Etikett
auf der Vorderseite von MULTICAL® 602 hervor. Die Durchflussrichtung ist durch den Pfeil
auf der Seite des Durchflusssensors angegeben.
Dichtung
Dichtung
Anzug ca. 4 Nm
Verschraubungen und Dichtungen gemäss obenstehender Zeichnung montieren.
Gerade Einlaufstrecke: ULTRAFLOW® erfordert weder eine gerade Einlauf- noch Auslaufstrecke um die Messinstrumentrichtlinie (MID) 2004/22/EEC, OIML R75:2002
und EN 1434:2007 einzuhalten. Nur bei kräftigen Durchflussstörungen vor dem Zähler
ist eine gerade Einlaufstrecke notwendig. Wir empfehlen die Einhaltung der Richtlinien
von CEN CR 13582.
4
A Empfohlene Platzierung
B Empfohlene Platzierung
C Unannehmbare Platzierung wegen Gefahr
der Luftansammlungen
D Annehmbar in geschlossenen Syste-men.
Unannehmbare Platzierung in offenen
Systemen wegen möglichen Luftaufbaus im
System
E Ein Durchflusssensor soll nicht unmittelbar nach einem Ventil platziert
werden, abgesehen von Absperr-hähnen
(Kugelventiltyp), die völlig offen sein
müssen, wenn sie nicht zum Absperren
verwendet werden.
F Ein Durchflusssensor darf nie auf der
Saugseite von einer Pumpe platziert
werden.
G Ein Durchflusssensor soll nicht nach einem
U-Bogen in zwei Ebenen platziert werden.
Um die Kavitation vorzubeugen, muss der Betriebsdruck beim ULTRAFLOW® min.
1,5 bar bei qp und min. 2,5 bar bei qs sein. Dies gilt bei Tempe-raturen bis zu ca. 80 °C.
ULTRAFLOW® darf keinem niedrigeren Druck als dem Umgebungsdruck (Vakuum)
ausgesetzt werden.
3.1 Montage von ULTRAFLOW® ≤ DN125
Die Elektronik/Kunstoffbox
muss an der Seite angebracht
sein (bei waagerechter
Montage)
90°
90°
ULTRAFLOW ® darf senkrecht, waagerecht oder
schräg montiert werden
Max. 45°
Max. 45°
ULTRAFLOW ® darf bis zu
±45° zur Rohrachse gedreht werden.
ULTRAFLOW® darf nicht mit der
Elektronikbox nach oben oder unten
gekehrt montiert werden.
5
3.2 Montage von ULTRAFLOW® 54 ≥ DN150
Siehe Installationsanleitung Nr. 5512-887.
3.3 Installationsbeispiele
Verschraubungszähler mit MULTICAL®/Pulse Transmitter auf ULTRAFLOW® montiert.
Durchfluss von links
Durchfluss von rechts
Flanschzähler mit MULTICAL®/Pulse Transmitter auf ULTRAFLOW® montiert.
Durchfluss von links
10190
45°
63
Der Winkelbeschlag ermöglicht die Montage von
MULTICAL® 602 in zwei Positionen.
Winkelbeschlag Typ 30-26-252 wird separat bestellt.
81
91
3.3.1
Durchfluss von rechts
27
Feuchte und Kondensation
Bei der Installation in feuchter Umwelt, muss ULTRAFLOW®, wie unten gezeigt, 45° zur
Rohrachse gedreht werden.
45°
6
Wo Kondensierung vorkommen kann, z.B. in
Kühlanlagen, muss die kondenssichere Ausgabe
von ULTRAFLOW® verwendet werden.
4. Montage des Rechenwerks
Es gibt drei verschiedene Einbauweisen des MULTICAL® 602 Rechenwerks:
4.1 Kompaktmontage
Das Rechenwerk wird direkt auf den Durchflusssensor montiert, evtl. mit einem
Winkelbeschlag. Nach der Montage wird das Rechenwerk mit Plombe und Draht
versiegelt. Wo kräftige Kondensierung vorkommen kann (z.B. Kälteapplikationen),
empfehlen wir die Wandmontage des Rechenwerks. Siehe ebenfalls Pkt. 3.1" Montage
von ULTRAFLOW® ≤ DN125", Seite 5.
4.2 Separate/Wandmontage
Bei der Montage in kondensierender Umwelt sowie um die
Batterielebensdauer zu verlängern, empfehlen wir die Verwendung
eines Wandbeschlags.
52 mm
Der Wandbeschlag ermöglicht die Montage von MULTICAL® 602 an
eine ebene Wand. Verwenden Sie den Beschlag zur Markierung der
beiden 6 mm Bohrlöcher.
4.3 Panelmontage
Mit dem Paneleinbausatz, Nr. 66-99-104 (192 x 144 mm) von Kamstrup, kann
MULTICAL® 602 direkt in Panelen oder Steuertafeln eingebaut werden.
5. Elektrischer Anschluss von MULTICAL® und ULTRAFLOW®
Die Polarität der Temperaturfühler T1, T2 und T3 ist gleichgültig.
Bei Durchflusssensoren V1 und V2 die Farben unten für den An-schluss
von ULTRAFLOW ® und elektronischen Abtastern verwenden.
Durchflusszähler mit Reed-Schalter-Ausgang an die Klemmen
11-10 bzw. 11-69 anschließen.
+
SIG
V1
V2
11
11
9
9
Rot
10
69
Gelb
Blau
Klemmreihe Nr.
Standardwärmeund -kältemessung
Wärmemessung und
Lecküberwachung
Energiemessung in
offenen Systemen
T1
5-6
Fühler in Vorlauf (rot)
Fühler in Vorlauf (rot)
Fühler in Vorlauf (rot)
T2
7-8
Fühler in Rücklauf (blau)
Fühler in Rücklauf (blau)
Fühler in Rücklauf (blau)
V1 11-9-10
Durchflusssensor in
Vor- oder Rücklauf
Durchflusssensor in
Vorlauf
Durchflusssensor in
Vorlauf
V2 11-9-69
-
Durchflusssensor in
Rücklauf
Durchflusssensor in
Rücklauf
T3
-
Evtl. Behälter/Wärmeaustauschertemp.
Referenzfühler (grau)
51 -52
7
5.1 Anschlussbeispiel
Anschlussbeispiele von ULTRAFLOW® und MULTICAL® (batterieversorgt).
ø4,5...6 mm
5.2 Wärmezähler mit zwei Durchflusssensoren
MULTICAL® 602 ist in verschiedenen Applikationen mit zwei Durchflusssensoren,
hierunter z.B. Lecküberwachung und offenen Systemen, anwendbar. Wenn zwei
ULTRAFLOW® mit einem MULTICAL® 602 direkt verbunden werden, soll grundsätzlich zwischen den beiden Rohren eine dichte elektrische Kopplung ausgeführt werden.
Wo die beiden Rohre in einem Wärmeaustauscher, nahe an den Durchfluss-sensoren,
installiert sind, wird der Wärmeaustauscher aber für die notwendige elektrische
Kopplung sorgen.
ULTRAFLOW® 54
MULTICAL® 602
Elektrischer Anschluss
• Vor- und Rücklaufrohre sind elektrisch dicht gekoppelt
• Es gibt keine Schweißstellen
In Installationen, wo die elektrische Kopplung nicht ausgeführt werden kann, oder wo
das Schweißen im Rohrsystem vorkommen kann, soll das Kabel von einem ULTRAFLOW®
durch einen Pulse Transmitter mit galvanischer Trennung geführt werden, bevor das
Kabel in den MULTICAL® 602 geführt wird.
8
ULTRAFLOW® 54
MULTICAL® 602
Pulse Transmitter
• Vor- und Rücklaufrohre sind nicht unbedingt dicht gekoppelt
• Elektroschweißungen*) können vorkommen
*) Elektroschweißungen sollen immer mit dem Massenpol der Schweißstelle zunächst
ausgeführt werden. Zählerschäden infolge des Schweißens fallen nicht unter der
Werksgarantie.
6. Spannungsversorgung von
Rechenwerk/Pulse Transmitter
MULTICAL® 602 kann durch eine eingebaute Lithiumbatterie, ein internes 24 VAC oder
230 VAC Netzmodul spannungsversorgt werden.
Die beiden Leitungen von Batterie oder Netzmodul sind in die Klemmreihe des
Rechenwerks, Nr. 60 und 61, zu montieren.
Beachten Sie die korrekte Polarität; Rot an Klemme 60 (+) und schwarz an Klemme 61 (-).
6.1 Batterieversorgung
MULTICAL® 602 wird durch eine Lithiumbatterie, D-Zelle, versorgt. Die Batterie ist mit
dem Installationsjahr, z.B. 2011, sowie dem Herstellungsdatum vermerkt.
Die optimale Batterielebensdauer wird dadurch erzielt, daß man die Temperatur der
Batterie unter 30 °C hält, z.B. durch Wandmontage.
Die Spannung einer Lithiumbatterie ist nahezu während der gesamten Lebensdauer
konstant (ca. 3,65 V). Daher ist die Restkapazität durch Spannungsmessung nicht
feststellbar.
Die Batterie darf nicht aufgeladen oder kurzgeschlossen werden. Gebrauchte Batterien
müssen ordnungsgemäß entsorgt werden, z.B. bei Kamstrup A/S.
9
6.2 Netzmodule
Die Module gehören zur Schutzklasse II und werden mittels eines Zweileiterkabels (ohne
Erde) durch die Kabeltülle des Rechenwerks, die rechts unten im Anschluss-bodenstück
platziert ist, angeschlossen. Verwenden Sie Kabel mit 5-10 mm Außendurchmesser und beachten Sie die ordnungsgemäße Abisolierung sowie die korrekte
Montage der Kabelentlastung.
Max. erlaubte Sicherung: 6 A
Nationale Regeln für die Installation sollten eingehalten werden.
Für die Installation in Dänemark: Siehe “Installation der netzversorgten Aus-rüstung für
die Verbrauchsregistrierung” von der zuständigen dänischen Sicherheitsbehörde.
6.2.1
High-power Versorgungsmodule
Diese Module sind von der Netzspannung galvanisch getrennt. Die Module enthalten
einen Schaltnetzteil (SMPS), der die Ansprüche an Doppelisolation erfüllt, wenn das
Rechenwerksoberteil montiert ist. Die Module sind in 2 Varianten mit entweder 24 VAC
oder 230 VAC Anschluss lieferbar.
6.2.2
Isolierte lineare Versorgungsmodule
Versorgung
Versorgung
Schwarz
Schwarz
Rot
Rot
24 VAC
230 VAC
Z.B. kann ein Transformator 230/24 V, Typ
66-99-403 verwendet werden.
Dieses Modul wird bei direktem Netzanschluss verwendet.
Achtung! MULTICAL® 602 kann nicht mit
24 VDC versorgt werden.
Achtung! Eine externe Versorgung darf
nur dem Versorgungsmodul
angeschlossen werden.
7. Funktionskontrolle
Nach der Installation des gesamten Energiezählers sollte eine Funktionskontrolle
durchgeführt werden. Öffnen Sie Thermostaten und Zapfhähne der Anlage, um
Wasserdurchströmung herzustellen. Die obere Drucktaste von MULTICAL® 602
drücken und die Anzeigen für Temperatur und Durchfluss kontrollieren.
Wichtige Mitteilung in bezug auf die Installation:
Wenn die Installation beendet worden ist und es in der Anlage Durchfluss gibt, muss
man die obere Fronttaste betätigen bis der InfoCode angezeigt wird und dann 10-20
Sekunden warten bis der Fehlerstatus des/der angeschlossenen Durchflusssensor(en)
aktualisiert worden ist.
Falls dies ausgelassen wird, kann man den Status des/der angeschlossenen
Durchflusssensor(en) erst den nächsten Tag (nach Zählerzeit 00:00:10) nach der
Installation des Zählers (fern)auslesen.
10
8. Informationscodes ”INFO”
MULTICAL® 602 überwacht ständig eine Reihe wichtiger Funktionen. Bei gravieren-den
Fehlern in Messsystem oder Installation wird ”INFO” angezeigt. Durch Betätigen der
oberen Frontplattentaste bis ”INFO” erscheint, kann ein Info-Code abgelesen werden.
Der Info-Code wird nur so lange, wie der Fehler vorkommt, angezeigt.
Info-Code
0
1
8
4
32
64
256
512
Beschreibung
Keine Unregelmäßigkeiten festgestellt
Versorgungsspannung ist unterbrochen gewesen
Temperaturfühler T1 außerhalb Messbereich
Temperaturfühler T2 außerhalb Messbereich
Temperaturfühler T3 außerhalb Messbereich
Leck im Kaltwassersystem
Leck im Heizungssystem
Bersten im Heizungssystem
Ansprechzeit
1…10 Min.
1…10 Min.
1…10 Min.
1 Tag
1 Tag
120 Sek.
ULTRAFLOW® 54 info (muss aktiviert sein CCC=4XX)
16
1024
2048
128
4096
8192
16384
32768
Durchflusssensor V1, Kommunikationsfehler, Signal zu
schwach od. falsche Durchflussrichtung
Durchflusssensor V2, Kommunikationsfehler, Signal zu
schwach od. falsche Durchflussrichtung
Durchflusssensor V1, falsche Impulszahl
Durchflusssensor V2, falsche Impulszahl
Durchflusssensor V1, Signal zu schwach (Luft)
Durchflusssensor V2, Signal zu schwach (Luft)
Durchflusssensor V1, falsche Durchflussrichtung
Durchflusssensor V2, falsche Durchflussrichtung
Nach einem Tag (um 00:00)
Nach einem Tag (um 00:00)
Nach einem Tag (um 00:00)
Nach einem Tag (um 00:00)
Nach einem Tag (um 00:00)
Nach einem Tag (um 00:00)
Nach einem Tag (um 00:00)
Nach einem Tag (um 00:00)
Treten mehrere Info-Codes gleichzeitig auf, wird die Summe der Info-Codes ange-zeigt.
Z.B. Info-Code 12, wenn beide Temperaturfühler außerhalb Bereich sind.
11
9. Steckmodule
9.1 Kopfmodule
Typ 67-02: ∆Energieberechnung und Stunden-datenlogger
Dieses Kopfmodul kalkuliert den Unterschied zwischen der
Vorlauf- und Rücklaufenergie, also den Verbrauch der in
offenen Systemen gezapften Energie.
Die Differenzenergie dE = E4-E5.
Das Modul verfügt über einen Stundendatenlogger.
Bei diesem Modul werden keine Anschlussklemmen
verwendet.
Typ 67-03: PQ-Begrenzer + Stundendatenlogger
Das Modul hat zwei Impulsausgänge, die zur
UP/DOWN-Regelung des niedertourigen Drei-PunktMotorventils durch ein externes Halbleiterrelais, Typ S7590-006 und einen 230/24 V Transformator, Typ 66-99-403
verwendet werden kann.
Die gewünschten Leistungs- und Durchflussgrenzen
werden mit dem METERTOOL-Programm in MULTICAL® 602
eingegeben.
Siehe im Übrigen Anleitung: 5512-497.
Das Modul verfügt über einen Stundendatenlogger.
Typ 67-05: Datenausgang + Stundendatenlogger
Das Modul verfügt über einen galvanisch getrennten Dateneingang mit KMP-Protokoll. Der Datenausgang bietet eine Anschlussmöglichkeit für externe
Kommunikationseinheiten oder für Leitungen für die
Übertragung von Daten, die nicht über die optische
Schnittstelle auf der Vorderseite des Zählers ausgelesen
werden können.
62: DATA (braun) – 63: REQ (weiß) – 64: GND (grün).
Verwenden Sie Datenkabel Typ 66-99-106 mit einem
9-poligen Sub-D-Stecker oder Typ 66-99-098 mit
einem USB-Stecker. Das Modul verfügt über einen
Stundendatenlogger. Nur kumulierte und Istdaten sind
auslesbar. Die Datenlogger für Stunden/Tage/Monate/
Jahre sind nicht über das Dateninterface am Kopfmodul
67-05 auslesbar.
Typ 67-07: M-Bus
M-Bus kann in Stern-, Ring- oder Bustopologie installiert werden. Abhängig von M-Bus-Master und
Kabellänge/Durchmesser, können bis zu 250 Zähler mit Primäradressen und sogar mehr mit Sekundäradressen angeschlossen werden.
Kabelwiderstand im Netzwerk: < 29 Ohm
Kabelkapazität im Netzwerk:
< 180 nF
Die Polarität von Klemmen 24-25 ist gleichgültig.
Die Primäradresse ist in der Regel die letzten Ziffern der Kundennummer (000-250), kann aber mit dem
PC-Pogramm METERTOOL geändert werden.
12
Typ 67-09: ∆Volumenberechnung und Stundendatenlogger
Dieses Kopfmodul berechnet den Unterschied zwischen
dem Vorlauf- und Rücklaufvolumen, also den Verbrauch
des in offenen Systemen gezapften Volumens.
Differenzvolumen dV=V1-V2.
Das Modul verfügt über einen Stundendatenlogger.
Bei diesem Modul werden keine Anschluss-klemmen
verwendet.
Typ 67-0A: 2 Impulsausgänge für CE und CV +
Stundendatenlogger + Scheduler
Das Kopfmodul hat die gleichen Funktionen wie
das Kopfmodul 602-0C. Darüber hinaus kann das
Modul eine Kaltwassertemperatur in Überein-stimmung
mit einem programmierten Scheduler simulieren,
wobei T2, T3 oder T4 mit bis zu 12 individuellen Daten/
Temperaturen pro Jahr programmiert werden können.
Typ 67-0B: 2 Impulsausgänge für CE und CV + Prog.
Datenlogger
Die RTC- und Impulsausgangsfunktionen dieses
Kopfmoduls sind mit den Funktionen des zuvor beschriebenen Kopfmoduls 602-0C identisch.
Das Kopfmodul ist für drahtlose Netzwerke von Kamstrup
vor-bereitet und kann zusammen mit einem High Power
FunkRouter-Modul 6020084 Teil eines solchen Netzwerks
sein, wobei die ausgelesenen Daten mittels der
Netzwerkeinheit RF Concen-trator zu einer Systemsoftware
übertragen werden.
Typ 602-0C: 2 Impulsausgänge für CE und CV
Dieses Kopfmodul hat zwei konfigurierbare Impulsausgänge, die für Volumen- und Energie-impulse von
Wärmezählern, Kältezählern und kombinierten Wärme-/
Kältezählern geeignet sind.
Die Impulsauflösung entspricht der Auflösung der Anzeige
(im CCC-Code festgelegt), Z. B. CCC=119 (qp 1,5): 1 Imp/
kWh und 1 Imp/0,01m3.
Die Impulsausgänge sind optoisoliert und können mit 30
VDC und 10 mA belastet werden.
Normalerweise ist Energie (CE) an den Klemmen 16-17
und Volumen (CV) an den Klemmen 18-19 angeschlossen,
während andere Kombinationen mit dem PC-Programm
METERTOOL gewählt werden können, mit dem auch die
Impulsdauer auf 32 oder 100 mSek. gewählt werden
kann.
MULTICAL® 602 kann durch Steckmodule um eine Reihe zusätzliche Funktionen
erweitert werden. Die einzelnen Module werden unten kurz beschrieben.
13
9.2 Bodenmodule
9.2.1
Daten- + Impulseingänge, Typ 67-00-10
Die Datenklemmen werden z.B. für den Anschluss eines
PCs verwendet. Das Signal ist passiv und mittels Opto-koppler
galvanisch getrennt. Die Konvertierung auf RS232 Niveau erfordert,
dass Datenkabel 66-99-106 (D-Sub 9F) oder 66-99-098 (USB) wie
folgt angeschlossen wird:
62
Braun
(DAT)
63
Weiß
(REQ)
64
Grün
(GND)
Die Impulseingänge können beim Anschluss der Elektrizitäts- und Wasserzähler
verwendet werden.
Beachten Sie die maximale Impulsfrequenz sowie die korrekte Impulskodierung
(l/Imp. und Wh/Imp.), die mittels der FF und GG Konfiguration gewählt werden.
65 - 66
Eingang A
67 - 68
Eingang B
9.2.2
M-Bus, Typ 67-00-20/27/28/29
M-Bus kann in Stern-, Ring- oder Bustopologie montiert werden. Abhängig von der
Stromversorgung des M-Bus Masters und dem gesamten Kabelwiderstand können bis zu
250 Zähler verbunden werden.
Kabelwiderstand < 29 Ohm
Kabelkapazität
< 180 nF
Das M-Bus Netz wird über Klemme 24 und 25 angeschlossen.
Die Polarität ist gleichgültig.
M-Bus wird mit Impulseingängen geliefert.
9.2.3
Funk + Impulseingänge, 67-00-21/25/26
Das Funkmodul wird zur drahtlosen Kommunikation über
gebührenfreie Funkfrequenzen verwendet und ist mit integrierter Antenne oder mit Anschlussmöglichkeit für Zusatzantenne lieferbar.
Für weitere Auskünfte über Funkauslesung verweisen wir auf
Technische Beschreibung für Funk (5512-012).
Die Impulseingänge dieses Moduls sind mit den früher beschriebenen identisch.
Achtung! Typ 67-00-21 schliesst Funk- und Router-funktionen ein.
Das FunkRouter Modul (67-00-21) muss mit Netzversorgung
verwendet werden.
14
9.2.4
Prog. Datenlogger + RTC + 4…20 mA Eingänge + Impulseingänge,
Typ 67-00-22
Das Modul wird immer mit Anschlussmöglichkeit für 2 Druckgeber an den Klemmen 57,
58 und 59 ausgeliefert und kann auf die Stromauslesung oder auf einen Druckbereich
von 6, 10 oder 16 Bar eingestellt werden.
Das Modul ist für die Fernauslesung vorbereitet, wobei die Daten von Zähler/Modul
mittels eines an den Klemmen 62, 63 und 64 angeschlossenen externen GSM/GPRSModems an die Systemsoftware übertragen werden.
Weiterhin verfügt das Modul über zwei extra Impulseingänge, VA und VB.
Das Modul muss immer mit einer Spannung von 24 V AC versorgt werden.
9.2.5
Analoge Ausgänge, Typ 67-00-23
Siehe Installationsanleitung 5512-369 (DK-GB-DE).
9.2.6
LonWorks, Typ 67-00-24
Siehe Installationsanleitung 5512-396 (DK) oder 5512-403 (GB).
9.2.7
Wireless M-Bus, Typ 602-00-30/602-00-35
Das Funkmodul ist für die Anwendung in den handbedienten Wireless M-Bus Reader
Systemen von Kamstrup A/S über gebührenfreie Funkfrequenz (868 MHz) vorgesehen.
Das Modul erfüllt die C-Mode Spezifikationen von prEN13757-4 und kann somit in
andere Systeme, die die drahtlose M-Bus C-Mode Kommunikation anwenden, eingesetzt
werden.
Das Modul wird mit interner Antenne sowie Anschluss für Zusatzantenne und zwei
Impulseingänge geliefert. Diese sind mit den früher beschriebenen Impulseingängen
identisch.
Der Wireless M-Bus Funksender ist beim Versand ab Werk ausgeschaltet. Er schaltet
automatisch ein, wenn ein Liter Wasser durch den Zähler durchgelaufen ist. Der
Funksender kann auch mittels eines Zwangsanrufs an den Zähler eingeschaltet werden
(halten Sie beide Fronttasten ca. 5 Sek. gedrückt, bis CALL angezeigt wird).
9.2.8
ZigBee® + Impulseingänge, Typ 67-00-60
Das ZigBee® Modul wird zur drahtlosen Kommunikation verwendet und kann in ein
Fernauslesesystem, wo mehrere Einheiten mit einander kommunizieren können,
eingesetzt werden.
Die Impulseingänge dieses Moduls sind mit den früher beschriebenen identisch.
Das ZigBee®-Modul muss mit Netzversorgung verwendet werden.
9.2.9
Metasys N2 + Impulseingänge, Typ 67-00-62
Das N2 Modul wird in einem Johnson Controls System zur Datenkommunikation
zwischen einem Zähler und einem N2 Master verwendet.
Der RS485 Port ist vom Zähler galvanisch getrennt.
Die Impulseingänge dieses Moduls sind mit den früher beschriebenen identisch.
Das N2-Modul muss mit Netzversorgung verwendet werden.
15
9.2.10 SIOX-Modul (Autodetect Baud Rate), Typ 602-00-64
SIOX wird zur Datenauslesung von kleinen und mittelgroßen Gruppen von Wärmezählern durch Kabel verwendet. Die ausgelesenen Daten werden im übergeordneten
System, z.B. Mcom, Fix oder Telefrang dargestellt. Weitere Auskünfte über die übergeordneten Systeme sind bei den Lieferanten davon erhältlich. Ebenfalls ist ein
Konfigurationswerkzeug von Telefrang lieferbar.
Der serielle 2-Leiter SIOX-Bus Anschluss ist vom Zähler optoisoliert und wird ohne
Berücksichtigung der Polarität verbunden (d.h. die Polarität ist gleichgültig). Das Modul
wird über den SIOX-Bus versorgt. Die Kommunikationsgeschwindigkeit liegt zwischen
300 und 19.200 Baud. Das Modul verwendet automatisch die höchste erreichbare
Kommunikationsgeschwindigkeit. Das Modul konvertiert die Daten von KMP-Protokoll
auf SIOX-Protokoll.
9.2.11 BACnet®, Typ 67-00-66
Das BACnet®-Modul kommuniziert mit BACnet® auf MS/TP über RS-485 als eine
Master-/Slave- oder Slave-Einheit.
Das BACnet®-Modul überträgt eine Reihe von sowohl aktuellen Daten als auch
akkumulierten Daten.
Darüber hinaus können Infocodes für allgemeine Alarme, Durchflussfehler,
Temperaturfehler, Wasserlecks, Rohrbrüche, Luft im System und falsche
Durchflussrichtung auf den BACnet® Controller übertragen werden.
Die beiden Impulseingänge ermöglichen den Anschluss und die Auslesung von zwei
zusätzlichen Zählern für z.B. Wasser und Strom mit Impulsausgang.
9.2.12 GSM/GPRS Modul (GSM6H), Typ 602-00-80
Das GSM/GPRS Modul funktioniert als transparente Kommunikation zwischen der
Auslesesoftware und MULTICAL® 602 und wird zur Datenauslesung verwendet. Das
Modul enthält eine Dual-Band GSM Zusatzantenne, die immer verwendet werden
muss. Das Modul selbst schließt eine Reihe von Lichtdioden ein, die den Signalpegel
indizieren, was während der Installation nützlich ist. Das GSM/GPRS Modul muss
zusammen mit einer High-Power Netzversorgung verwendet werden (230 VAC: 602-0000-2 und 24 VAC: 602-00-00-3).
16
9.2.13 3G-Modul (GSM8H 3G), Typ 602-00-81
Das Modul funktioniert wie GSM6H als einen transparenten Kommunikationsweg
zwischen der Auslesesoftware und MULTICAL® 602 und wird zur Datenauslesung
verwendet.
Jedoch unterstützt dieses Modul sowohl 2G (GSM/GPRS) als auch 3G (UMTS), weshalb
es auch in Bereichen anwendbar ist, wo es nur 3G-Deckung gibt.
Das Modul ist immer zusammen mit einer Zusatzantenne zu verwenden, die 900 MHz,
1800 MHz und 2100 MHz deckt. Das Modul selbst ist mit einer Reihe von Leuchtdioden
ausgestattet, die den Signalpegel indizieren, was bei der Installation sehr nützlich
ist. Darüber hinaus wird es indiziert, ob das Modul mit einem 2G- oder 3G-Netzwerk
verbunden ist.
Weitere Informationen über das 3G-Modul erhalten Sie in den Datenblättern (DK:
58101057, GB: 58101058, SE: 58101059, FI: 58101061 und SE: 58101060).
In Bezug auf die Installation verweisen wir auf die Installationsanleitungen (DK:
55121121, GB: 55121122, DE: 55121123, FI: 55121124 und SE: 55121125).
Das 3G-Modul ist zusammen mit einer High-Power-Netzversorgung (230 VAC:
602-00-00-3 und 24 VAC: 602-00-00-4) zu verwenden.
9.2.14 Ethernet/IP-Modul (IP201), Typ 602-00-82
Das IP-Modul funktioniert als transparente Kommunikation zwischen der Auslesesoftware und MULTICAL® 602 und wird zur Datenauslesung verwendet. Das Modul
unterstützt sowohl dynamische als statische Adressierung. Dies wird entweder
bei der Bestellung oder durch nachfolgende Konfiguration gewählt. Das Modul hat
keine eingebaute Sicherheit und muss deshalb immer mit einem Firewall oder NAT
verwendet werden. Das Ethernet/IP-Modul muss zusammen mit einem High-Power
Netzversorgungsmodul verwendet werden (230 VAC: 602-00-00-2 und
24 VAC: 602-00-00-3).
9.2.15 High-Power FunkRouter + 2 Impulseingänge (VA, VB), Typ 602-00-84
Das High-Power FunkRouter-Modul hat eigebaute Routerfunktion und ist somit auf den
Einsatz in einem Kamstrup Funknetzwerk, wo die ausgelesenen Daten automatisch über
die Netzwerkeinheit RF Concentrator an die Systemsoftware übertragen wird, optimiert.
Das Modul kann weiterhin mit den handbedienten Auslesesystemen von Kamstrup, z.B.
USB Meter Reader und MT Pro, ausgelesen werden.
Das FunkRouter-Modul wird zum Betrieb bei sowohl gebührenfreien als nichtgebührenfreien Frequenzen, wo bis zu 500 mW Sendestärke zulässig ist, geliefert. Das
Modul ist standardmäßig mit interner Antenne, Anschluss für Zusatzantenne und zwei
extra Impulseingänge ausgestattet. Das High Power FunkRouter-Modul (602-00-84)
muss zusammen mit High Power Netzversorgung verwendet werden
(230 VAC: 602-00-00-2 und 24 VAC: 602-00-00-3).
17
9.3 Modulübersicht
MULTICAL® 602 Kommunikationsmodule #2
Type No.
Description
Module No.
67-02
67-03
67-05
67-07
67-09
67-0A
RTC + DEnergieberechnung + Stundendatenlogger
RTC + PQ oder DT-Begrenzer + Stundendatenlogger
RTC + Datenausgang + Stundendatenlogger
RTC + M-Bus
RTC + DVolumen + Stundendatenlogger
RTC + 2 Impulseausgänge für CE und CV + Stundendatenlogger
+ Scheduler
RTC + 2 Impulseausgänge für CE und CV + prog. Datenlogger
2 Impulsausgänge für CE und CV
5550-860
5550-860
5550-904
5550-838
5550-860
5550-860
67-0B
602-0C
5550-942
5550-1163
MULTICAL® 602 Kommunikationsmodule #1
Type No.
Description
Module No.
67-00-10
67-00-20
67-00-21
67-00-22
Daten + Impulseingänge (VA, VB)
M-Bus + Impulseingänge (VA, VB)
RadioRouter + Impulseingänge (VA, VB)
Prog. Datenlogger + RTC + 4...20 mA-Eingänge + Impulseingang
(VA, VB)
0/4…20 mA-Ausgänge
LonWorks, FTT-10A + Impulseingänge (VA, VB)
Funk + Impulseingänge (VA, VB) (interne Antenne)
Funk + Impulseingänge (VA, VB) (für Zusatzantenne)
M-Bus-Modul mit alternativen Registern + Impulseingängen
M-Bus-Modul mit mittlerem Datenpaket + Impulseingängen
M-Bus-Modul mit MC III-Datenpaket + Impulseingängen
Wireless M-Bus, C1, Standardregister, verschlüsselt, 868 MHz,
interne und Zusatzantenne, Impulseingänge
Wireless M-Bus, C1, alternative Register, verschlüsselt, 868
MHz, interne und Zusatzantenne, Impulseingänge
ZigBee® 2,4 GHz interne Antenne + Impulseingänge
Metasys N2 (RS-485) + 2 Impulseingänge (VA, VB)
SIOX-Modul (Auto-Detect Baudrate)
BACnet MS/TP (B-ASC) RS-485 + 2 Impulseingänge
GSM/GPRS-Modul (GSM6H)
3G GSM/GPRS-Modul (GSM8H)
Ethernet/IP-Modul (IP201)
High Power Radio Router + Impulseingänge
5550-369
5550-831
5550-805
5550-925
67-00-23
67-00-24
67-00-25
67-00-26
67-00-27
67-00-28
67-00-29
602-00-30
602-00-35
67-00-60
67-00-62
602-00-64
67-00-66
602-00-80
602-00-81
602-00-82
602-00-84
18
5550-1005
5550-1128
5550-608
5550-640
5550-997
5550-1104
5550-1125
5550-1205
5550-1206
5550-992
5550-1110
5920-193
5550-1240
5550-1137
5550-1209
5550-844
5550-1116
10.Elektrischer Anschluss von MULTICAL®, ULTRAFLOW®
und Pulse Transmitter
Anschluss MULTICAL® und ULTRAFLOW®
ULTRAFLOW®
Blau (GND)/11A
Rot (Versorgung)/9A
Gelb (Signal)/10A
MULTICAL®
11
9
10




Anschluss über Pulse Transmitter
ULTRAFLOW®

Blau (GND)/11A
Rot (Versorgung)/9A
Gelb (Signal)/10A



Pulse Transmitter
EIN
AUS
11
11A
9
9A
10
10A

MULTICAL®



11
9
10
Bei der Verwendung von langen Signalkabeln muss bei der Installation mit Umsicht
gehandelt werden. Signalkabel müssen aus Rücksicht auf EMV mit mindestens 25 cm
Respektabstand zu übrigen Kabeln installiert werden.
Elektrischer Anschluss
Anschluss an Pulse Transmitter
Blockdiagramm
Pulse Transmitter Ausgang
11AMasse
9A
Vers. (3…10 VDC)
10ASignal
Imax
0,2 mA
Wenn ULTRAFLOW® 54 als Impulsgeber für sonstige Ausrüstung verwendet wird, muss
der Anschluss über einen Pulse Transmitter durchgeführt werden.
19
11.Setup über Fronttasten
Das Datum, die Zeit und die primäre M-Bus-Adresse können mittels der Tasten auf der
Vorderseite des Rechenwerks eingestellt werden.
1 Wählen Sie die Anzeige, die Sie ändern möchten
2 Heben Sie den Rechenwerksoberteil ab
3 Warten Sie bis der Zähler erlischt (bis zu 2,5 Minuten). Die Tasten dürfen nicht
gedrückt werden.
4 Halten Sie jetzt die Haupttaste
gedrückt, während der Rechenwerksoberteil
wieder montiert wird, bis das Display keine Strichen anzeigt.
5 Das Setup-Menü ist jetzt aktiviert
Nach der Aktivierung des Setup-Menüs wird die zu ändernde Information im Display
angezeigt, während die Ziffer äußerst rechts im Display blinkt:
Für
jeden Druck der Taste wird die Ziffer um 1 erhöht, und nach 9 wird wieder mit 0
angefangen:
Beim Drücken der Haupttaste
gewechselt:
wird auf die nächste Ziffer von rechts nach links
Die aktive Ziffer blinkt, und diese Ziffer wird durch Drücken der Sekundärtaste
geändert. Über die Haupttaste gelangt man wieder zur ersten Ziffer rechts
20
.
Wenn der Wert in der Anzeige geändert worden ist, halten Sie die Haupttaste
10 Sekunden lang gedrückt, um zu beenden.
Es wird geprüft, ob der Wert für die aktuelle Anzeige gültig ist. Ist der Wert gültig, wird
er gespeichert, und ein ”OK”-Symbol wird angezeigt. Ist der Wert nicht gültig, wird der
alte Wert ohne das ”OK”-Symbol angezeigt, und das Display kehrt zur legalen Anzeige
zurück.
5512953_C1_DE_04.2013
Der Wert für die blinkende Ziffer wird durch Drücken der Sekundärtaste geändert
Verbrauchte Energie in
kWh, MWh oder GJ
Verbrauchtes Fernwärmewasser
Anzahl Betriebsstunden
Aktuelle Vorlauftemp.
(*) Drücken Sie
um
Jahres- und Monatsdurchschnittswerte
zu sehen
Aktuelle Rücklauftemp.
(*) Drücken Sie
um
Jahres- und Monatsdurchschnittswerte
zu sehen
Letztes Stichtagsdatum
Energiezählerstand am
letzten Stichtagsdatum,
gefolgt vom Energiezählerstand am vorletzten
Stichtagsdatum
Gefolgt von monatlichen
Zählerständen
Letztes Stichtagsdatum
Volumenzählerstand am
letzten Stichtagsdatum,
gefolgt vom Volumenzählerstand am vorletzten Stichtagsdatum
Gefolgt von monatlichen
Zählerständen
Anzahl Fehlerstunden
Aktuelle
Temperaturdifferenz
(Abkühlung)
Aktueller Durchfluss
(*) Auf
drücken, um
den Höchstwert dieses
Jahres sowie jährliche
und monatliche
Loggerwerte zu sehen
Aktuelle Wärmeleistung
(*) Auf
drücken, um
den Höchstwert dieses
Jahres sowie jährliche
und monatliche
Loggerwerte zu sehen
Gefolgt von summiertem Wasserverbrauch
am Eingang A und B
und den Tarifregistern
TA2 und TA3
Aktueller
Informationscode
(Nehmen Sie mit dem
Versorgungsunternehmen
Kontakt, wenn der Wert
verschieden von ”0” ist)
Anzeige von Anzahl
INFO-Code-Ereignisse
Datenlogger z eigt zuerst
das Datum …
… und hiernach
den INFO-Code der letzten 36 Ereignisse
Siehe übrigens interaktive Bedienungsanleitungen auf www.kamstrup.dk
DDD = 213/413
DDD = 212/412
Die acht bedeutendsten Ziffern der
Kundennummer
(*)
5512953_C1_DE_04.2013
Gefolgt vom Kopf- und
Bodenmodultyp
Displaytest
Gefolgt von der Konfigurationsnummer und Softwareausgabe
des Rechenwerks.
Die Seriennummer des Rechenwerks. In diesem Beispiel:
Durchflusssensor im Rücklauf,
MWh und 100 Imp/l
Die Seriennummer
des Rechenwerks
Das Stichtagsdatum
wird als Monat und Tag
angezeigt. In diesem
Beispiel den 1. Juni
Aktuelle Uhrzeit
Aktuelles Datum
Die acht wertniedrigsten Ziffern der Kundennummer. In diesem Beispiel ist die Kundennummer 12345678912
BEDIENUNG
www.kamstrup.de
Betätigt man die obere Frontplattentaste
, wechselt die
Anzeige auf den nächsten Wert.
Die untere Taste
wird verwendet, um gespeicherte Werte
(historische Anzeigen) und Durchschnittswerte aufzurufen.
4 Minuten nach der letzten Betätigung der Frontplattentasten
kehrt der Zähler automatisch zur Anzeige der verbrauchten
Energie zurück.
Anzeigen
MULTICAL® 602 funktioniert wie folgt:
Der Durchflusssensor registriert die m3 (Kubikmeter)
Fernwärmewasser, die durch die Heizungsanlage zirkulieren.
Die Temperaturfühler, die im Vor- bzw. Rücklauf montiert
sind, registrieren die Abkühlung in der Anlage, d.h. den Unterschied zwischen der Eingangs- und Ausgangstemperatur.
MULTICAL® 602 berechnet die verbrauchte Energie aus der
Fernwärmewassermenge und Abkühlung.
Energiemessung
MULTICAL® 602
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