SafeGuard Enterprise Installationsanleitung

SafeGuard Enterprise Installationsanleitung
SafeGuard Enterprise
Installationsanleitung
Produktversion: 6
Stand: Februar 2012
Inhalt
1 Über SafeGuard Enterprise................................................................................................................3
2 Erste Schritte.......................................................................................................................................6
3 Einrichten des SafeGuard Enterprise Servers..................................................................................12
4 Einrichten einer SafeGuard Enterprise Datenbank........................................................................21
5 Einrichten des SafeGuard Management Centers............................................................................30
6 Testen der Kommunikation.............................................................................................................43
7 Sichern von Transportverbindungen mit SSL.................................................................................46
8 Registrieren und Konfigurieren des SafeGuard Enterprise Server.................................................48
9 Einrichten von SafeGuard Enterprise auf Endpoints.....................................................................52
10 Einrichten von SafeGuard Configuration Protection ..................................................................73
11 Einrichten von SafeGuard Enterprise Runtime............................................................................79
12 Replikation der SafeGuard Enterprise Datenbank........................................................................82
13 Aktualisierung.................................................................................................................................87
14 Migration .......................................................................................................................................93
15 Deinstallation - Überblick............................................................................................................103
16 Technischer Support.....................................................................................................................106
17 Rechtliche Hinweise......................................................................................................................107
2
Installationsanleitung
1 Über SafeGuard Enterprise
SafeGuard Enterprise ist eine umfassende, modular aufgebaute Datensicherheitslösung, die
Informationen und Informationsaustausch auf Servern, PCs und mobilen Endgeräten durch
ein richtlinienbasiertes Verschlüsselungskonzept zuverlässig schützt.
Die zentrale Verwaltung wird im SafeGuard Management Center durchgeführt.
Sicherheitsrichtlinien, Schlüssel und Zertifikate, Smartcards und Token können über ein
rollenbasiertes Administrationskonzept übersichtlich verwaltet werden. Ausführliche
Protokollierung und Reportfunktionen gewährleisten stets den Überblick über alle Ereignisse.
Auf Benutzerseite sind Datenverschlüsselung und Schutz vor Angreifern die primären
Sicherheitsfunktionen von SafeGuard Enterprise. SafeGuard Enterprise fügt sich dabei nahtlos
in die gewohnte Benutzerumgebung ein und lässt sich leicht und intuitiv bedienen. Die
SafeGuard-spezifische Authentisierung, die Power-on Authentication (POA), sorgt für
umfassenden Zugriffsschutz und bietet komfortable Unterstützung bei der Wiederherstellung
von Anmeldeinformationen.
1.1 SafeGuard Enterprise Komponenten
Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die SafeGuard Enterprise Komponenten und
beschreibt, wie sie zusammenspielen.
Eine oder mehrere Microsoft SQL Datenbanken sammeln Informationen über die Endpoints
im Firmennetzwerk. Der Administrator, bei SafeGuard Enterprise heißt er
Haupt-Sicherheitsbeauftragter oder Master Security Officer (MSO), nutzt das SafeGuard
Management Center, um die Datenbankinhalte zu steuern und neue Sicherheitsrichtlinien
(Policies) zu erstellen.
Die Endpoints der Benutzer lesen die Richtlinien aus der Datenbank und berichten die
erfolgreiche Ausführung an die Datenbank. Die Kommunikation zwischen Datenbank und
Endpoints übernimmt dabei ein Internet Information Services (IIS) basierter Webserver, auf
dem der SafeGuard Enterprise Server eingerichtet ist.
3
SafeGuard Enterprise
Die folgende Tabelle beschreibt die einzelnen Komponenten:
Komponente
Beschreibung
SafeGuard Enterprise
Datenbank(en) basierend auf
Microsoft SQL Server
Datenbank
Die SafeGuard Enterprise Datenbank(en) enthält/enthalten alle
relevanten Daten wie Schlüssel/Zertifikate, Informationen zu
Benutzern & Computern, Ereignisse und die Richtlinieneinstellungen.
Zugriff auf die Datenbank(en) benötigt der SafeGuard Enterprise
Server und ein einziger Sicherheitsbeauftragter des SafeGuard
Management Centers, meist der Haupt-Sicherheitsbeauftragte
(MSO). Die Erzeugung und Konfiguration der SafeGuard Enterprise
Datenbank(en) kann über einen Assistenten oder über Skripte
erfolgen.
SafeGuard Enterprise Server
auf IIS basiertem Webserver
Microsoft Internet Information Services (ISS). .NET Framework 4
und ASP.NET 4 sind erforderlich. Der für SafeGuard Enterprise
eingesetzte Webserver muss auf Internet Information Services (IIS)
basieren. Wir empfehlen den Einsatz eines dedizierten IIS für
SafeGuard Enterprise Server. Es ist möglich, den IIS zu clustern.
Der SafeGuard Enterprise Server ist die Schnittstelle zwischen
Datenbank und SafeGuard Enterprise Endpoints. Der SafeGuard
Enterprise Server sendet auf Anfrage SafeGuard Enterprise
Richtlinieneinstellungen an die Endpoint-Computer. Er benötigt
Zugriff auf die Datenbank. Er läuft als Anwendung auf einem
Microsoft Internet Information Services (IIS) basierten Webserver.
SafeGuard Management
Center auf dem
Administratorcomputer
4
Zentrales Management-Werkzeug für durch SafeGuard Enterprise
geschützte Endpoints zur Verwaltung von Schlüsseln und
Zertifikaten, Benutzern & Computern, sowie zur Erstellung von
SafeGuard Enterprise Richtlinien. Das SafeGuard Management Center
Installationsanleitung
Komponente
Beschreibung
kommuniziert mit der SafeGuard Enterprise Datenbank. .NET
Framework 4 ist erforderlich.
Verzeichnisdienste (optional)
Import eines Active Directory. Es enthält die Organisationsstruktur
des Unternehmens mit Benutzern und Computern.
SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware auf
Endpoint-Computern
Verschlüsselungssoftware zur Authentisierung und
Datenverschlüsselung auf Endpoints. Durch SafeGuard Enterprise
geschützte Endpoints können entweder mit dem SafeGuard
Enterprise Server verbunden sein (zentral verwaltet) oder keine
Verbindung zu einem SafeGuard Enteprise Server haben
(Standalone). Zentral verwaltete Endpoints erhalten ihre Richtlinien
direkt vom SafeGuard Enterprise Server. Standalone-Endpoints
erhalten ihre Richtlinien in Konfigurationspaketen, die mit einen
Dritt-Verteilungsmechanismus verteilt werden können.
5
SafeGuard Enterprise
2 Erste Schritte
Dieser Abschnitt erklärt die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen für eine erfolgreiche
Installation von SafeGuard Enterprise.
■
Erstinstallation: Der SGN Install Advisor vereinfacht die erstmalige Einrichtung der
Management-Komponenten einschließlich Standardrichtlinien. Um den SGN Install
Advisor für neue SafeGuard Enterprise Installationen aufzurufen, starten Sie
SGNInstallAdvisor.bat aus Ihrer Produktlieferung. Ein Assistent führt Sie durch die
Installation.
■
Aktualisierung: Führen Sie die in dieser Anleitung beschriebenen Schritte durch.
Hinweis: Nutzen Sie auch die Möglichkeit, SafeGuard Enterprise über Video-Tutorials kennen
zu lernen. Sie zeigen die Installation von SafeGuard Enterprise und stellen die Arbeit mit dem
SafeGuard Management Center vor. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website:
http://www.sophos.com.
2.1 Installationschritte
Um SafeGuard Enterprise zu installieren, führen Sie die beschriebenen Installationsschritte
durch.
Hinweis:
SafeGuard Enterprise for Windows unterstützt keine Apple Hardware und kann nicht in einer
Boot Camp Umgebung installiert werden.
Alle SafeGuard Enterprise Komponenten (.msi-Pakete) finden Sie in der Produktlieferung.
6
Schritt
Beschreibung
1
Laden Sie die Installer herunter.
2
Installieren Sie .NET
Framework 4 mit ASP.NET 4.
3
Richten Sie Internet
Information Services (IIS) für
die Anwendung mit SafeGuard
Enterprise ein.
4
Installieren Sie SafeGuard
Enterprise Server
5
Konfigurieren Sie die Microsft
SQL Server Authentisierung für
den SafeGuard Enterprise
Haupt-Sicherheitsbeauftragten.
5
SafeGuard Enterprise
Datenbank(en) über Skripte
erzeugen.
Paket/Tool
SGNServer.msi
Datenbank-Skripte im
Verzeichnis Tools der
Produktlieferung
Installationsanleitung
Schritt
Beschreibung
Paket/Tool
7
Installieren Sie die
Management-Konsole
SafeGuard Management Center
für die zentrale Verwaltung von
Benutzern, Computern,
Richtlinien, Schlüsseln und
Berichten.
SGNManagementCenter.msi
8
Konfigurieren Sie das
SafeGuard Management Center:
Datenbank und
Datenbankserver-Verbindungen,
Zertifikate,
Anmeldeinformationen für den
Haupt-Sicherheitsbeauftragten.
SafeGuard Management Center
Konfigurationsassistent
9
Registrieren und konfigurieren
Sie den SafeGuard Enterprise
Server: Erzeugen Sie das
Server-Konfigurationspaket
und installieren SIe es auf dem
IIS Server.
Konfigurationspakete-Funktion
im SafeGuard Management
Center.
10
Erstellen Sie die
Organisationsstruktur aus
Active Directory oder manuell.
SafeGuard Management Center
11
Vorbereiten der Endpoints für
die Verschlüsselung
SGxClientPreinstall.msi
12
Erstellen Sie das erste
Konfigurationspaket für die
Endpoint-Konfiguration.
Konfigurationspakete-Funktion
im SafeGuard Management
Center.
13
Installieren Sie die
Verschlüsselungssoftware und
das Konfigurationspaket auf
den Endpoints.
Für Informationen zu den
verfügbaren Paketen, siehe
Zentral verwaltete Endpoints und
Standalone-Endpoints (Seite
52).
2.2 Handlungsschritte für Runtime-Systeme
Ein Runtime-System ermöglicht das Booten von einem sekundären Boot-Laufwerk, wenn
mehrere Betriebssysteme installiert sind und erlaubt den Zugriff auf diese Laufwerke, wenn
diese durch eine SafeGuard Enterprise Installation verschlüsselt sind.
Diese Lösung steht sowohl für zentral verwaltete Endpoints als auch für Standalone-Endpoints,
die durch SafeGuard Enterprise geschützt sind, zur Verfügung.
Hinweis:
7
SafeGuard Enterprise
SafeGuard Enterprise for Windows unterstützt keine Apple Hardware und kann nicht in einer
Boot Camp Umgebung installiert werden.
Um SafeGuard Enterprise auf mehreren Betriebssystemen zu installieren, führen Sie die
folgenden Installationsschritte durch:
Schritt
Beschreibung
Paket/Tool
1
Laden Sie die Installer herunter.
2
Richten Sie das
Runtime-System auf dem
sekundären Boot-Laufwerk des
Endpoint ein.
SGNClientRuntime.msi,
SGNClientRuntime_x64.msi
3
Statten Sie die Endpoints mit
notwendigen Voraussetzungen
für eine erfolgreiche Installation
der aktuellen
Verschlüsselungssoftware aus.
SGxClientPreinstall.msi
4
Installieren Sie das SafeGuard
Device Encryption Paket auf
dem primären Boot-Laufwerk
des Endpoint.
SGNClient.msi,
SGNClient_x64.msi
5
Erstellen Sie das erste
Konfigurationspaket für die
Endpoint-Konfiguration.
Konfigurationspakete-Funktion
im SafeGuard Management
Center.
2.3 Überprüfen der Systemanforderungen
Bevor Sie SafeGuard Enterprise installieren, prüfen Sie die Systemanforderungen.
Informationen zu Hardware- und Software-Anforderungen, Service Packs sowie
Festplattenspeicherbedarf für Installation und effektiven Betrieb finden Sie im Abschnitt zu
den Systemanforderungen in den aktuellen Versionsinfos:
http://de.sophos.com/support/knowledgebase/article/114138.html.
2.4 Installer Download
1. Laden Sie die Installer von der Sophos Website herunter. Sie erhalten hierzu von Ihrem
Systemadministrator die entsprechende Web-Adresse und die erforderlichen
Download-Anmeldeinformationen.
2. Legen Sie die Dateien an einem Speicherort ab, auf den Sie für die Installation Zugriff
haben.
8
Installationsanleitung
2.5 Sprache der Benutzeroberfläche
Die Spracheinstellungen für die Installations- und Konfigurationsassistenten und die
verschiedenen SafeGuard Enterprise Komponenten sind wie folgt:
Assistenten
Die Sprache der Installations- und Konfigurationsassistenten der verschiedenen
Installationspakete wird automatisch an die Spracheinstellungen des Betriebssystems angepasst.
Wenn die Betriebssystemsprache für diese Assistenten nicht verfügbar ist, wird automatisch
Englisch benutzt.
SafeGuard Management Center
So stellen Sie die Sprache das SafeGuard Management Center ein:
■
Klicken Sie im SafeGuard Management Center auf Extras > Optionen > Allgemein. Klicken
Sie auf Benutzerdefinierte Sprache verwenden und wählen Sie eine verfügbare Sprache
aus. Die Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Japanisch sind verfügbar.
■
Starten Sie das SafeGuard Management Centers neu. Er wird in der ausgewählten Sprache
angezeigt.
Sophos SafeGuard auf Endpoints
Die Sprache von Sophos SafeGuard auf Endpoints steuern Sie über den Richtlinientyp
Allgemein im SafeGuard Policy Editor (Einstellung Anpassung > Sprache am Client):
■
Wenn die Sprache des Betriebssystems gewählt wird, richtet sich die Produktsprache nach
der Spracheinstellung des Betriebssystems. Steht die entsprechende Betriebssystemsprache
in Sophos SafeGuard nicht zur Verfügung, wird standardmäßig die englische Version von
Sophos SafeGuard angezeigt.
■
Wenn eine der zur Verfügung stehenden Sprachen gewählt wird, werden die Sophos
SafeGuard Funktionen auf dem Endpoint in der ausgewählten Sprache angezeigt.
2.6 Kompatibilität mit weiteren SafeGuard-Produkten
Dieser Abschnitt beschreibt die Kompatibilität von SafeGuard Enterprise 6 mit anderen
SafeGuard-Produkten.
2.6.1 Kompatibilität mit SafeGuard LAN Crypt
■
SafeGuard LAN Crypt 3.7x und die SafeGuard Enterprise 6 Komponente File Share können
nicht zusammen auf einem Computer installiert werden. Ist SafeGuard LAN Crypt bereits
auf dem Computer installiert, steht die Komponente File Share bei der Installation der
SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware auf dem Computer nicht zur Auswahl.
■
Abgesehen von dieser Ausnahme können SafeGuard LAN Crypt 3.7x und SafeGuard
Enterprise 6 zusammen auf einem Computer installiert werden und sind voll kompatibel.
Hinweis: Wenn Sie SafeGuard Enterprise 6 über eine SafeGuard LAN Crypt Installation
installieren, meldet das Installationsprogramm, dass die zu aktualisierende Komponente
9
SafeGuard Enterprise
SGLC Profile Loader derzeit benutzt wird. Diese Meldung wird dadurch verursacht, dass
SafeGuard LAN Crypt und SafeGuard Enterprise gemeinsame Komponenten benutzen.
Die Meldung kann daher ignoriert werden. Die betroffenen Komponenten werden beim
Neustart aktualisiert.
■
SafeGuard LAN Crypt vor Version 3.7x und SafeGuard Enterprise 6 können nicht zusammen
auf einem Computer installiert werden.
Wenn Sie versuchen, SafeGuard Enterprise 6 auf einem Computer zu installieren, auf dem
bereits SafeGuard LAN Crypt 3.6x oder eine ältere Version installiert ist, wird die Installation
mit einer Fehlermeldung abgebrochen.
■
SafeGuard LAN Crypt 3.7x und SafeGuard Enterprise vor Version 5.40 können nicht
zusammen auf einem Computer installiert werden.
Wenn Sie versuchen, SafeGuard LAN Crypt 3.7x auf einem Computer zu installieren, auf
dem sich bereits SafeGuard Enterprise mit Versionen niedriger als 5.40 befindet, wird die
Installation abgebrochen und eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben.
2.6.2 Kompatibilität mit SafeGuard PrivateCrypto und SafeGuard PrivateDisk
SafeGuard Enterprise 6 und die Standalone Produkte SafeGuard PrivateCrypto ab Version
2.30 sowie SafeGuard PrivateDisk ab Version 2.30 können gleichzeitig auf einem Computer
installiert sein.
Sowohl SafeGuard PrivateCrypto als auch SafeGuard PrivateDisk können dann das SafeGuard
Enterprise Schlüsselmanagement mit benutzen.
2.6.3 Kompatibilität mit SafeGuard RemovableMedia
Die Komponente SafeGuard Data Exchange und SafeGuard RemovableMedia können nicht
zusammen auf einem Computer installiert werden. Bevor Sie das SafeGuard Data Exchange
auf einem Computer installieren, prüfen Sie, ob SafeGuard RemovableMedia bereits installiert
ist. In diesem Fall müssen Sie SafeGuard RemovableMedia deinstallieren, bevor Sie SafeGuard
Data Exchange installieren.
Lokale Schlüssel, die vor dem Wechsel zu SafeGuard Data Exchange mit einer SafeGuard
RemovableMedia Version vor 1.20 erzeugt wurden, können auf durch SafeGuard Enterprise
geschützte Computer benutzt werden. Sie werden jedoch nicht automatisch an die SafeGuard
Enterprise Datenbank übertragen.
2.6.4 Kompatibilität mit SafeGuard Easy Version 4.x
SafeGuard Easy 4.x und SafeGuard Enterprise 6 können auf demselben Computer installiert
werden, unter der Voraussetzung, dass das SafeGuard Enterprise Device Protection Modul
nicht installiert wird. Da beide Produkte eine eigene GINA (graphische Identifizierung und
Authentisierung) installieren, funktioniert SafeGuard Enterprise nur korrekt, wenn die eigene
GINA benutzt wird. Um eine korrekte Konfiguration zu gewährleisten, muss SafeGuard Easy
4.x ohne GINA-Unterstützung installiert werden (Option GINASYS = 0), bevor das relevante
SafeGuard Enterprise Modul installiert wird. Wurde SafeGuard Easy 4.x mit
10
Installationsanleitung
GINA-Unterstützung installiert, muss die Software vor der Installation von SafeGuard
Enterprise 6 entfernt werden.
Hinweis: Wenn SafeGuard Easy 4.x und das SafeGuard Modul für dateibasierende
Verschlüsselung auf einem Computer installiert sind, funktionieren die SafeGuard Easy
GINA-Mechanismen (vor allem Windows Secure Autologon - SAL) nicht mehr. Um dies zu
umgehen, muss SafeGuard Easy 4.x zuerst installiert werden und beide Produkte sollten nur
zusammen deinstalliert werden (ohne Neustart), um GINA-Konflikte zu vermeiden.
2.7 Allgemeine Einschränkungen
Beachten Sie folgende allgemeine Einschränkungen für SafeGuard Enterprise auf Endpoints:
■
SafeGuard Enterprise for Windows unterstützt keine Apple Hardware und kann nicht in
einer Boot Camp Umgebung installiert werden.
■
Wenn auf dem Endpoint Intel Advanced Host Controller Interface (AHCI) benutzt wird,
muss sich die Boot-Festplatte in Slot 0 oder Slot 1 befinden. Sie können bis zu 32 Festplatten
einlegen. SafeGuard Enterprise läuft nur auf den ersten beiden Slot-Nummern.
■
Volume-basierende Verschlüsselung für Volumes auf dynamischen Festplatten und auf
GUID Partitionstabellen (GPT)-Platten werden nicht unterstützt. Die Installation bricht
in diesen Fällen ab. Wenn diese Platten auf dem Endpoint gefunden werden, werden sie
nicht unterstützt.
■
Systeme mit Festplatten, die über einen SCSI Bus angeschlossen sind, werden vom SafeGuard
Device Protection Modul nicht unterstützt.
■
Der schnelle Benutzerwechsel wird nicht unterstützt.
■
Der Einsatz von SafeGuard Enterprise in einer Terminal Server Umgebung wird nicht
unterstützt.
11
SafeGuard Enterprise
3 Einrichten des SafeGuard Enterprise Servers
Der SafeGuard Enterprise Server stellt die Schnittstelle zu den SafeGuard Enterprise Clients
her. Er greift wie das SafeGuard Management Center auf die Datenbank zu. Er läuft als
Applikation auf einem Web Server basierend auf Microsoft Internet Information Services
(IIS).
Der SafeGuard Enterprise Server bietet außerdem den Taskplaner, mit dem Sie periodische
Tasks, die auf Skripten basieren, erstellen und geplant ausführen lassen können. Die Tasks
laufen automatisch auf dem SafeGuard Enterprise Server. Sie finden die Skripte in der
SafeGuard Enterprise Produktlieferung. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der
SafeGuard Enterprise Administrator-Hilfe.
Wir empfehlen den Einsatz eines dedizierten IIS für SafeGuard Enterprise Server. Dadurch
wird die Performance verbessert. Außerdem verhindert dies, dass andere Anwendungen mit
SafeGuard Enterprise in Konflikt geraten, z. B. wegen der verwendeten Version von ASP.NET.
Dieses Kapitel beschreibt, wie Sie SafeGuard Enterprise Server mit Taskplaner auf IIS
installieren. Zuerst müssen Sie Microsoft Internet Information Services (IIS) installieren und
konfigurieren.
3.1 Voraussetzungen
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■
Sie benötigen Windows Administratorrechte.
■
Microsoft Internet Information Services (IIS) muss verfügbar sein.
IIS ist kostenlos verfügbar. Sie finden das Programm z. B. auf Ihrer Windows-DVD oder
auf der Microsoft Website.
■
Wenn Sie SSL als Transportverschlüsselung zwischen SafeGuard Enterprise Server und
SafeGuard Enterprise Client verwenden, muss der IIS Server dafür eingerichtet werden,
siehe Sichern von Transportverbindungen mit SSL (Seite 46).
Ein Zertifikat muss ausgestellt und der IIS Server so konfiguriert werden, dass er SSL
verwendet und auf das Zertifikat zeigt.
Der Servername, den Sie bei der Konfiguration des SafeGuard Enterprise Servers angeben,
muss identisch sein mit dem Servernamen, den Sie vorab im SSL-Zertifikat angegeben
haben. Sonst können Client und Server nicht miteinander kommunizieren. Für jeden
SafeGuard Enterprise Server wird ein separates SSL-Zertifikat benötigt.
Wenn Sie Network Load Balancer einsetzen, vergewissern Sie sich, dass der Portbereich
den SSL-Port mit einschließt.
■
12
.NET Framework 4 und ASP.NET 4 muss installiert sein. Das Programm steht in der
SafeGuard Enterprise Produktlieferung zur Verfügung.
Installationsanleitung
3.2 Installation und Konfiguration von Microsoft Internet Information
Services (IIS)
Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Microsoft Internet Information Services (IIS) für den
Betrieb mit SafeGuard Enterprise Server vorbereiten.
Die Einstellungen variieren je nach IIS-Version und Betriebssystemversion. Für folgende
Kombinationen werden spezifische Setup-Informationen angegeben:
■
IIS 6 auf Microsoft Windows Server 2003
■
IIS 7 auf Microsoft Windows Server 2008
■
IIS 7.5 auf Microsoft Windows Server 2008 R2
3.2.1 Installieren und Konfigurieren von IIS 6 auf Microsoft Windows Server
2003
IIS ist kostenlos verfügbar. Sie finden das Programm z. B. auf Ihrer Windows-DVD oder auf
der Microsoft Website.
1. Klicken Sie im Start Menü auf Systemsteuerung und wählen Sie Windows-Komponenten
hinzufügen/entfernen.
2. Klicken Sie in der Komponenten Liste auf Application Server.
3. Klicken Sie in Application Server auf Details und wählen Sie Internet Information Services
(IIS).
4. Wählen Sie außerdem ASP.NET.
5. Klicken Sie auf OK.
IIS 6 wird mit einer Standardkonfiguration zum Hosten von ASP.NET installiert.
6. Überprüfen Sie mit http://< server name>, ob die Web-Seite korrekt angezeigt wird. Weitere
Informationen finden Sie unter: http://support.microsoft.com.
3.2.1.1 Prüfen der .NET Framework Installation und Registrierung
.NET Framework 4 ist erforderlich. Sie finden das Programm in der SafeGuard Enterprise
Produktlieferung.
So überprüfen Sie, ob das Programm korrekt auf IIS 6 oder IIS 7 installiert ist:
1. Wählen Sie im Start Menü den Befehl Ausführen....
2. Geben Sie folgendes Kommando ein: Appwiz.cpl. Alle auf dem Computer installierten
Programme werden angezeigt.
3. Überprüfen Sie, ob .NET Framework Version 4 angezeigt wird. Wird die Version nicht
angezeigt, installieren Sie sie. Folgen Sie den Schritten im Installationsassistenten und
bestätigen Sie alle Standardeinstellungen.
4. Um zu prüfen, ob die Installation korrekt registriert ist, wechseln Sie in
C:\Windows\Microsoft.NET\Framework. Jede installierte Version muss als separater Ordner
mit der Version als Ordnername sichtbar sein, "v4.0".
13
SafeGuard Enterprise
3.2.1.2 Prüfen der ASP.NET Registrierung bei IIS 6
ASP.NET Version 4 ist erforderlich.
So überprüfen Sie, ob die korrekte ASP.NET Version installiert und bei IIS 6 registriert ist:
1. Öffnen Sie den Internet Information Services Manager auf dem IIS Server.
2. Klicken Sie im Navigationsbereich auf der rechten Seite unter Internet Information Services
auf SGNSRV (lokaler Computer) und dann auf Websites.
3. Klicken Sie unter Websites mit der rechten Maustaste auf Standard-Websites und dann
auf Eigenschaften. Wählen Sie die ASP.NET Registerkarte. Unter ASP.NET Version sollte
Version 4.0 angezeigt werden.
■
Wenn diese Version angezeigt wird, wählen Sie sie aus. Klicken Sie auf Anwenden und
dann auf OK.
■ Wird sie nicht angezeigt, geben Sie das Kommando aspnet_regiis.exe -i auf der
Kommandozeile ein um sicherzustellen, dass die ASP Services in der Version 4.0
installiert sind.
4. Um zu überprüfen, ob die korrekte Version installiert ist, geben Sie aspnet_regiis.exe -lv
auf der Kommandozeile ein.
Für ASP.NET Version sollte Version 4.0 angezeigt werden.
3.2.1.3 Konfigurieren von ASP.NET für IIS 6 auf Windows Server 2003 64 Bit
Wenn Sie IIS 6 verwenden und SafeGuard Enterprise Server auf Windows Server 2003 64 Bit
installieren wollen, führen Sie die folgenden zusätzlichen Schritte durch:
1. Geben Sie folgenden Befehl ein: cscript
%SYSTEMDRIVE%\inetpub\adminscripts\adsutil.vbs SET
W3SVC/AppPools/Enable32bitAppOnWin64 1
2. Registrieren Sie die benötigte ASP.NET Version mit folgendem Kommando:
%SYSTEMROOT%\Microsoft.NET\Framework\v4.0\aspnet_regiis.exe -i
3. Um die 32-Bit Version von ASP.Net 4.0 zu aktivieren, öffnen Sie den Internet Information
Services Manager auf dem IIS Server.
4. Klicken Sie im IIS Manager auf Server (lokaler Computer) und dann auf
Webdiensterweiterungen.
5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ASP.NET v4.0 (32 Bit), klicken Sie auf
Eigenschaften und setzen Sie den Status auf Zugelassen.
6. Klicken Sie auf Anwenden und dann auf OK.
3.2.1.4 Spezifisches SafeGuard Benutzerkonto für IIS 6
Während der Konfiguration von IIS 6 wird ein Benutzer angelegt, der sich anonym vom Client
am SGNSRV-Bereich auf dem IIS anmeldet.
Wenn der SafeGuard Enterprise Server auf dem IIS Server installiert wird, wird der
individualisierte Benutzer IUSR_SafeGuard angelegt. Mit IUSR_SafeGuard können Sie auch
dann immer noch den anonymen Zugang zum SGNSRV-Bereich nutzen, wenn sich der
IIS-Hostname ändert.
14
Installationsanleitung
Bei IIS 6 ist der Standardbenutzername IUSR_MACHINENAME. Wenn der IIS-Hostname
nach der Installation geändert wird, stimmt er nicht mehr mit dem Standardbenutzernamen
überein und der anonyme Zugang schlägt fehl. Mit IUSR_SafeGuard haben Sie immer einen
gültigen Anmeldenamen, auch wenn der IIS-Hostname geändert wird.
3.2.1.5 Aktivieren der Speicherwiederverwendung bei IIS 6
Wenn Sie IIS 6 anwenden, empfehlen wird, Arbeitsprozesse wiederverwenden zu aktivieren.
1.
2.
3.
4.
Öffnen Sie den Internet Information Services Manager auf dem IIS Server.
Klicken Sie im IIS Manager auf Server (lokaler Computer).
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Anwendungspools und dann auf Eigenschaften.
Setzen Sie unter Speicherwiederverwendung folgende Werte:
a) Maximaler virtueller Speicher = 500 MB
b) Maximaler verwendeter Speicher = 192 MB
5. Klicken Sie auf Anwenden und dann auf OK.
Die Speicherwiederverwendung ist nun bei IIS 6 aktiviert.
Hinweis: Es ist nur ein Arbeitsprozess zulässig. Mehrere Arbeitsprozesse sind nur bei
Anwendung von SSL zulässig.
3.2.2 Installieren und Konfigurieren von IIS 7/7.5 auf Microsoft Windows
Server 2008/2008 R2
Diese Beschreibung gilt für folgende Installationen:
■
IIS 7 auf Microsoft Windows Server 2008
■
IIS 7.5 auf Microsoft Windows Server 2008 R2
IIS ist kostenlos verfügbar. Sie finden das Programm z. B. auf Ihrer Windows-DVD oder auf
der Microsoft Website.
1. Klicken Sie im Start Menü auf Alle Programme, Administration und dann auf
Server-Manager.
2. Klicken Sie im Server Manager auf Rollenübersicht und klicken Sie dann auf Rollen
hinzufügen.
3. Verifizieren Sie auf der Vorbemerkungen Seite des Rollen hinzufügen Assistenten
Folgendes:
■
Das Administratorenkonto hat ein sicheres Kennwort.
Die Netzwerkeinstellungen, z. B. IP-Adressen, sind konfiguriert.
■ Die neuesten Windows-Sicherheits-Updates sind installiert.
■
4. Wählen Sie Rollen auswählen auf der rechten Seite und dann Webserver (IIS). Klicken
Sie auf der folgenden Seite auf Erforderliche Features hinzufügen Seite. Webserver (IIS)
ist im Navigationsbereich des Rollen hinzufügen Assistenten aufgelistet.
5. Klicken Sie auf Webserver (IIS) und dann auf Rollendienste. Behalten Sie die
Standard-Rollendienste bei.
15
SafeGuard Enterprise
6. Wählen Sie auf der rechten Seite zusätzlich Folgendes: ASP.NET, dadurch werden alle
notwendigen untergeordneten Rollendienste ebenfalls ausgewählt.
7. Wählen Sie IIS Management Scripts and Tools. Dies ist für die richtige IIS 7 Konfiguration
erforderlich.
8. Klicken Sie auf Weiter, dann auf Installieren und dann auf Schließen.
IIS wird mit einer Standardkonfiguration zum Hosten von ASP.NET installiert.
9. Überprüfen Sie mit http://< server name>, ob die Web-Seite korrekt angezeigt wird. Weitere
Informationen finden Sie unter: http://support.microsoft.com.
3.2.2.1 Prüfen der .NET Framework Registrierung bei IIS 7
.NET Framework Version 4 ist erforderlich.
1. Um zu überprüfen, ob .NET Framework installiert und mit der korrekten Version registriert
ist, siehe Prüfen der .NET Framework Installation und Registrierung (Seite 13).
3.2.2.2 Prüfen der ASP.NET Registrierung bei IIS 7
ASP.NET Version 4 ist erforderlich.
1. Um zu überprüfen, ob ASP.NET installiert und mit der korrekten Version registriert ist,
geben Sie das Kommando aspnet_regiis.exe -lv auf der Kommandozeile ein.
Für ASP.NET Version sollte Version 4.0 angezeigt werden.
3.3 Härten des IIS Servers
Zur Erhöhung der Sicherheit im Intranet Ihres Unternehmens empfehlen wir, jeden IIS Server
sowie die Anwendungen, die auf diesem Server laufen, durch spezifische
Sicherheitseinstellungen zu schützen und ihn so zu „härten“.
Dieses Kapitel beschreibt, wie Sie den IIS Server für die Benutzung mit SafeGuard Enterprise
so einrichten, dass er den Absicherungsempfehlungen von Microsoft entspricht. Sollten weitere
Einstellungen, die nicht von Microsoft empfohlen oder in diesem Kapitel beschrieben werden,
aktiviert werden, kann dies zu unerwünschten Ergebnissen führen.
Hinweis:
Detaillierte Informationen zur Absicherung von Web Servern finden Sie im Microsoft Solutions
for Security and Compliance: Windows Server 2003 Security Guide, der auf der Microsoft
Website kostenlos zum Download zur Verfügung steht.
Die Beschreibungen in diesem Kapitel basieren auf folgender Musterkonfiguration:
■
Server 1:
Microsoft Windows Server 2003 SP1
SafeGuard Enterprise Server, aktuelle Version
SafeGuard Management Center, aktuelle Version
Microsoft SQL Server 2005 Express
IIS mit minimalen Komponenten
16
Installationsanleitung
■
Server 2:
Microsoft Windows Server 2003 SP1
SafeGuard Enterprise Server, aktuelle Version
Microsoft SQL Server 2005 Express
IIS mit minimalen Komponenten
Auf Server 2 läuft nur der SafeGuard Enterprise Server (IIS Server). Wenn Server 2 zusätzlich
in Gebrauch ist, werden die für Server 1 aktivierten Dienste automatisch deaktiviert.
■
Client:
SafeGuard Enterprise Client
SafeGuard Management Center, aktuelle Version
3.3.1 Nur notwendige IIS-Komponenten installieren
Stellen Sie sicher, dass nur notwendige IIS-Komponenten installiert werden. Dadurch reduziert
sich das Risiko, dass der IIS Server angegriffen wird. Deaktivieren Sie alle unnötigen
Einstellungen.
Der IIS Server läuft mit SafeGuard Enterprise Server mit den folgenden minimalen
Komponenten:
■
Gemeinsame Dateien
■
Internetinformationsdienste-Manager (IIS-Manager)
■
WWW-Publishingdienst
3.3.2 Nur notwendige Webdiensterweiterungen aktivieren
Stellen Sie sicher, dass nur notwendige Webdiensterweiterungen aktiviert werden. Dadurch
reduziert sich das Risiko, dass der IIS Server angegriffen wird. Deaktivieren Sie alle unnötigen
Einstellungen.
Die folgenden Einstellungen sind notwendig, damit der IIS Server mit dem SafeGuard Enterprise
Server läuft:
Webdiensterweiterungen:
■
ASP.NET v.1.1.4322 und 2.0.50727 Prohibited
■
ASP.NET v.2.50727 Allowed
3.3.3 Website-Inhalte auf eigener Partition
IIS speichert die Dateien für seine Default-Website in folgendem Ordner:
%systemroot%\inetpub\wwwroot
%systemroot% ist das Laufwerk, auf dem das Windows Server 2003 Betriebssystem installiert
ist.
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SafeGuard Enterprise
Verschieben Sie alle Dateien und Ordner für Websites und Applikationen auf eigene Partitionen,
die vom Betriebssystem getrennt sind. Dies trägt zur Verhinderung von Angriffen bei, bei
denen der Angreifer eine Anfrage nach einer Datei sendet, die sich außerhalb der
Verzeichnisstruktur des IIS-Servers befindet.
Für die Musterkonfiguration können die Dateien und Ordner wie folgt verschoben werden:
■
IIS Web-Dateien nach E:\inetpub
■
SafeGuard Enterprise Server Web-Dateien nach F:\mycompany.web
Hinweis:
Nach dem Verschieben der Web-Dateien müssen Sie die Pfadinformationen im IIS-Manager
entsprechend aktualisieren.
3.3.4 Einstellen von NTFS-Berechtigungen
Computer, auf denen Windows Server 2003 mit SP1 läuft, bestimmen anhand der
NTFS-Dateisystemberechtigungen die Zugriffsrechte, die ein Benutzer oder ein Prozess an
einer spezifischen Datei oder einem Ordner besitzt. Sie sollten daher NTFS-Berechtigungen
zuweisen, um den Website-Zugriff bestimmten Benutzern auf dem IIS Server zu erlauben
oder zu verweigern.
Für die Musterkonfiguration lauten die minimalen NTFS-Berechtigungen wie folgt:
Benutzer/Verzeichnis
NTFS-Berechtigungen
für E:\inetpub
NTFS-Berechtigungen für
F:\mycompany.web
Administratoren
Vollzugriff
Vollzugriff
System
Vollzugriff
Vollzugriff
Benutzer
Ausführen
Ausführen
Für „Benutzer“ können Sie ein anderes Konto oder eine andere Gruppe einstellen, unter der
Voraussetzung, dass dies auf dem IIS Server zur Verfügung gestellt wird. In diesem Fall müssen
Sie das Konto IUSR_SERVERNAME auf dem IIS Server entsprechend aktualisieren.
Die NTFS-Berechtigungen für Dateitypen lauten wie folgt:
Dateityp
Empfohlene NTF Berechtigungen
CGI Dateien (.exe, .dll, .cmd, .pl)
Administratoren (Vollzugriff)
System (Vollzugriff)
Jeder/Benutzer (Ausführen)
Skript-Dateien (.asp)
Administratoren (Vollzugriff)
System (Vollzugriff)
Jeder/Benutzer (Ausführen)
18
Installationsanleitung
Dateityp
Empfohlene NTF Berechtigungen
Inklusive Dateien (.inc, .shtm, .shtml)
Administratoren (Vollzugriff)
System (Vollzugriff)
Jeder/Benutzer (Ausführen)
Statischer Content (.txt, .gif, .jpg, .htm,
.html)
Administratoren (Vollzugriff)
System (Vollzugriff)
Jeder/Benutzer (Nur lesen)
3.3.5 Deaktivieren der integrierten Windows-Authentifizierung
Wir empfehlen, die integrierte Windows-Authentisierung in IIS zu deaktivieren, um so das
Senden unnötiger Authentisierungsinformationen zu vermeiden.
1. Doppelklicken Sie im IIS-Manager auf den lokalen Computer, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf den Ordner Websites und klicken Sie danach auf Eigenschaften.
2. Klicken Sie auf die Registerkarte Verzeichnissicherheit und danach im Bereich
Authentifizierung und Zugriffssteuerung auf Bearbeiten.
3. Deaktivieren Sie unter Authentifizierter Zugriff das Kontrollkästchen Integrierte
Windows-Authentifizierung.
4. Klicken Sie zweimal auf OK.
3.3.6 Einstellungen für den Anwendungspool "DefaultAppPool"
Die Einstellungen sind davon abhängig, wo sich der IIS Server befindet:
■
Wenn sich der SQL Server auf dem gleichen Computer wie der IIS Server befindet, stellen
Sie das eingebaute Local Service Benutzerkonto für "DefaultAppPool" ein. In der
Musterkonfiguration gilt dies für Server 1.
■
Wenn sich der SQL Server auf einem anderen Computer als der IIS Server befindet, stellen
Sie das eingebaute Network Service Benutzerkonto für "DefaultAppPool" ein. In der
Musterkonfiguration gilt dies für Server 2. Andernfalls schlägt die Synchronisierung mit
dem Client fehl.
3.4 Installieren von SafeGuard Enterprise Server
Nachdem der IIS konfiguriert ist, können Sie SafeGuard Enterprise Server auf dem IIS Server
installieren. Das Installationspaket SGNServer.msi finden Sie in der Produktlieferung.
1. Doppelklicken Sie auf dem Server, auf dem Sie SafeGuard Enterprise Server installieren
möchten, auf SGNServer.msi. Ein Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte.
2. Übernehmen Sie in den folgenden Dialogen die Standardeinstellungen. Der Taskplaner
wird automatisch mit dem Installationstyp Vollständig installiert.
SafeGuard Enterprise Server mit Taskplaner wird installiert.
19
SafeGuard Enterprise
Hinweis:
Aus Performance-Gründen ist die Verkettung von protokollierten Ereignissen für die SafeGuard
Enterprise Datenbank nach der Installation des SafeGuard Enterprise Servers standardmäßig
deaktiviert. Ohne die Verkettung steht für die protokollierten Ereignisse jedoch kein
Integritätsschutz zur Verfügung. Die Verkettung verknüpft alle Einträge in der Ereignistabelle
miteinander, so dass die Entfernung eines Eintrags sichtbar wird und über eine
Integritätsprüfung nachgewiesen werden kann. Um den Integritätsschutz zu nutzen, müssen
Sie die Verkettung von protokollierten Ereignissen manuell aktivieren. Detaillierte
Informationen hierzu finden Sie im Kapitel Berichte der SafeGuard Enterprise
Administrator-Hilfe.
20
Installationsanleitung
4 Einrichten einer SafeGuard Enterprise Datenbank
SafeGuard Enterprise speichert alle relevanten Daten wie Schlüssel/Zertifikate, Informationen
zu Benutzern & Computern, Ereignisse und die Richtlinieneinstellungen in einer Datenbank.
Die SafeGuard Enterprise Datenbank basiert auf Microsoft SQL Server.
Prüfen Sie die Liste der aktuell unterstützten SQL Server Typen im Abschnitt zu den
Systemanforderungen in den aktuellen Versionsinfos unter
http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/112776.html.
Sie können die Datenbank entweder automatisch während der Erstkonfiguration im SafeGuard
Management Center oder manuell mit den in Ihrer Produktlieferung verfügbaren SQL Skripten
einrichten. Wählen Sie die geeignete Methode nach den Gegebenheiten in Ihrer
Firmenumgebung. Für weitere Informationen, siehe Datenbankzugriffsrechte (Seite 22).
Zur Optimierung der Performance lässt sich die SafeGuard Enterprise Datenbank auf mehrere
SQL Server replizieren. Für Informationen zum Einrichten der Datenbankreplikation, siehe
Replikation der SafeGuard Enterprise Datenbank (Seite 82).
Sie können mehrere SafeGuard Enterprise Datenbanken für unterschiedliche Mandanten, z.
B. Firmenstandorte, Organisationseinheiten oder Domänen, einrichten und verwalten. Für
Informationen zur Konfiguration von Multi Tenancy, siehe Multi Tenancy Konfigurationen
(Seite 32).
Hinweis:
Wir empfehlen den Einsatz eines permanenten Online-Backups für die Datenbank. Führen
Sie ein regelmäßiges Backup Ihrer Datenbank durch, um Schlüssel, Unternehmenszertifikate
und Benutzer-Computer-Zuordnungen zu sichern. Beispiele für empfohlene Backup-Zyklen:
nach dem Erstimport der Daten, nach größeren Änderungen oder in turnusmäßigen Abständen,
z. B. wöchentlich oder täglich.
4.1 Datenbank-Authentisierung
Um auf die SafeGuard Enterprise Datenbank zuzugreifen, muss sich der erste
Sicherheitsbeauftragte des SafeGuard Management Centers am SQL Server authentisieren. Es
gibt folgende Möglichkeiten:
■
Windows-Authentisierung: Ernennen Sie einen vorhandenen Windows-Benutzer zum
SQL-Benutzer
■
SQL-Authentisierung: Richten Sie ein SQL-Benutzerkonto ein.
Fragen Sie Ihren SQL-Administrator, welche Form der Authentisierung für Sie als
Sicherheitsbeauftragter vorgesehen ist. Sie benötigen diese Information vor der Erzeugung
der Datenbank und vor der Erstkonfiguration des SafeGuard Management Centers im
SafeGuard Management Center Konfigurationsassistenten.
Verwenden Sie SQL-Authentisierung für Computer, die sich nicht in einer Domäne befinden.
Ansonsten verwenden Sie Windows-Authentisierung. Wenn Sie SQL-Authentisierung einsetzen,
empfehlen wir, die Verbindung zu und vom Datenbankserver durch SSL zu sichern. Für weitere
Informationen, siehe Einrichten von SSL (Seite 46).
21
SafeGuard Enterprise
4.1.1 Datenbankzugriffsrechte
SafeGuard Enterprise ist so eingerichtet, dass es für das Zusammenspiel mit der SQL-Datenbank
nur ein einziges Benutzerkonto mit minimalen Zugriffsberechtigungen auf die Datenbank
benötigt. Dieses Benutzerkonto wird vom SafeGuard Management Center genutzt und lediglich
auf den ersten Sicherheitsbeauftragten des SafeGuard Management Centers ausgestellt. Damit
ist die Verbindung zur SafeGuard Enterprise Datenbank gewährleistet. Während des Betriebs
von SafeGuard Enterprise benötigt ein einziger Sicherheitsbeauftragter des SafeGuard
Management Centers nur die Lese/Schreib-Berechtigung für die SafeGuard Enterprise
Datenbank.
Die SafeGuard Enterprise Datenbank kann entweder manuell oder automatisch während der
Erstkonfiguration im SafeGuard Management Center erzeugt werden. Soll die Datenbank
automatisch erstellt werden, so sind für den ersten SafeGuard Management Center
Sicherheitsbeauftragten erweiterte Zugriffsrechte für die SQL Datenbank (db_creator)
erforderlich. Diese Berechtigungen können dem Sicherheitsbeauftragten danach vom
SQL-Administrator aber wieder bis zur nächsten Installation/Aktualisierung entzogen werden.
Wenn die Erweiterung der Rechte während der Installation des SafeGuard Management
Centers nicht gewünscht ist, kann der SQL-Administrator die SafeGuard Enterprise Datenbank
per Skript erzeugen. Dazu können die beiden Skripte CreateDatabase.sql und CreateTables.sql
aus der Produktlieferung ausgeführt werden.
Die folgende Tabelle zeigt die notwendigen SQL-Berechtigungen für die unterschiedlichen
Versionen von Microsoft SQL Server.
Zugriffsberechtigung
SQL Server 2005, SQL
Server 2005 Express
SQL Server 2008, SQL Server
2008 Express
Server
db_creator
db_creator
Master Datenbank
keine
keine
SafeGuard Enterprise
Datenbank
db_ownerpublic (Standard)
db_ownerpublic (Standard)
Server
keine
keine
Master Datenbank
keine
keine
SafeGuard Enterprise
Datenbank
db_datareaderdd
db_datareader
b_datawriter
db_datawriter
public (Standard)
public (Standard)
Datenbank erstellen
Datenbank benutzen
22
Installationsanleitung
4.1.2 Konfigurieren eines Windows-Benutzerkontos für die Anmeldung am
SQL Server
Die folgende Beschreibung der einzelnen Konfigurationsschritte wendet sich an
SQL-Administratoren und bezieht sich auf Microsoft Windows Server 2008 und Microsoft
SQL Server 2005, Standard oder Express Edition. Für Informationen zur
Windows-Authentisierung mit Windows Server 2003 und SQL Server 2005, siehe:
http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/108339.html.
Als SQL-Administrator benötigen Sie das Recht zum Anlegen von Benutzerkonten.
1. Öffnen Sie SQL Server Management Studio. Melden Sie sich am SQL Server mit Ihren
Anmeldeinformationen an.
2. Öffnen Sie den Objekt-Explorer, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Sicherheit,
wählen Sie Neu und klicken Sie dann auf Anmeldungen.
3. Wählen Sie unter Anmeldung - Neu auf der Allgemein Seite die Option
Windows-Authentifizierung.
4. Klicken Sie auf Suchen. Suchen Sie nach dem relevanten Windows-Benutzernamen und
klicken Sie auf OK. Der Benutzername wird als Anmeldename angezeigt.
5. Wenn noch keine SafeGuard Enterprise Datenbank durch ein Skript angelegt wurde, wählen
Sie unter Standarddatenbank die Option Master.
6. Klicken Sie auf OK.
7. Um die Datenbank automatisch während der Erstkonfiguration des SafeGuard Management
Centers zu erzeugen, müssen Sie die Zugriffsrechte wie folgt ändern: Weisen Sie jetzt unter
Anmeldung - Neu unter Allgemein die Zugangsberechtigungen/Rollen zu, indem Sie links
auf Serverrollen klicken. Wählen Sie dbcreator. Nach der Installation von SafeGuard
Enterprise kann die Datenbankrolle auf dbowner zurückgesetzt werden.
23
SafeGuard Enterprise
4.1.3 Erstellen eines SQL-Kontos für die Anmeldung am SQL Server
Die nachfolgende Beschreibung der einzelnen Konfigurationsschritte richtet sich an
SQL-Administratoren. Sie bezieht sich auf Microsoft Windows Server 2003 mit Microsoft
SQL Server 2005 und auf alle Editionen von Microsoft Windows Server 2008 mit der
Standardedition von Microsoft SQL Server 2008.
Als SQL-Administrator benötigen Sie das Recht, ein SQL-Benutzerkonto zu erstellen.
1. Öffnen Sie SQL Server Management Studio. Melden Sie sich am SQL Server mit Ihren
Anmeldeinformationen an.
2. Öffnen Sie den Objekt-Explorer, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Sicherheit,
wählen Sie Neu und klicken Sie dann auf Anmeldungen.
3. Wählen Sie unter Anmeldung - Neu auf der Allgemein Seite die Option SQL Server
Authentifizierung.
4. Führen Sie auf der Allgemein Seite bei Anmeldename folgende Schritte durch:
a) Geben Sie den Namen des neuen Benutzers ein, z. B. SGN SQLSERVICE.
b) Geben Sie ein Kennwort für das Konto ein und bestätigen Sie es.
c) Deaktivieren Sie Kennwortrichtlinie erzwingen.
d) Wenn noch keine SafeGuard Enterprise Datenbank durch ein Skript angelegt wurde,
wählen Sie unter Standarddatenbank die Option Master. Klicken Sie auf OK.
Notieren Sie sich die Authentisierungsmethode und die Anmeldedaten. Sie müssen diese
dem SafeGuard Management Center Sicherheitsbeauftragten mitteilen.
24
Installationsanleitung
5. Um die Datenbank automatisch während der Konfiguration des SafeGuard Management
Center zu erstellen, müssen Sie die Zugriffsrechte wie folgt ändern: Weisen Sie jetzt unter
Anmeldung - Neu unter Allgemein die Zugangsberechtigungen/Rollen zu, indem Sie links
auf Serverrollen klicken. Wählen Sie dbcreator. Nach der Installation von SafeGuard
Enterprise kann die Datenbankrolle auf dbowner zurückgesetzt werden.
Das SQL-Benutzerkonto und die Zugriffsberechtigungen sind damit für den SafeGuard
Enterprise Sicherheitsbeauftragten eingerichtet.
4.2 Erzeugen der SafeGuard Enterprise Datenbank
Nachdem das Benutzerkonto für die SQL Server Anmeldung eingerichtet ist, können Sie die
SafeGuard Enterprise Datenbank erzeugen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
■
Mit dem SafeGuard Management Center Konfigurationsassistenten
Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die SafeGuard Enterprise Datenbank während der
Erstkonfiguration im SafeGuard Management Centers leicht und bequem erstellen. Der
SafeGuard Management Center Konfigurationsassistent führt Sie durch die
Basiskonfiguration, zu der auch die Erstellung der Datenbank gehört. Fahren Sie hierzu
mit der Installation und Konfiguration des SafeGuard Management Center fort (siehe
Einrichten des SafeGuard Management Centers (Seite 30)) und ändern Sie dann die
relevanten Zugriffsrechte (siehe Ändern der Zugriffsrechte für die SafeGuard Enterprise
Datenbank (Seite 27)).
■
Mit SQL Skripts, die in der Produktlieferung zur Verfügung stehen.
Dieser Weg ist dann angebracht, wenn die Erweiterung der Datenbankberechtigung während
der Konfiguration des SafeGuard Management Centers nicht gewünscht ist.
Es hängt von Ihrer Unternehmensumgebung ab, welche Methode Sie anwenden. Am besten
sollte dies zwischen SQL-Administrator und SafeGuard Enterprise Sicherheitsbeauftragten
vorab geklärt werden.
25
SafeGuard Enterprise
4.2.1 Voraussetzungen
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■
Microsoft SQL Server muss bereits installiert und konfiguriert sein. Für kleinere
Unternehmen eignet sich der Einsatz der Microsoft SQL Express Edition, da keine
Lizenzkosten anfallen.
■
Aus Performance-Gründen sollte Microsoft SQL Server nicht auf dem Rechner installiert
werden, auf dem der SafeGuard Enterprise Server installiert wird.
■
Die Authentisierungsverfahren sowie die Zugriffsrechte für die Datenbank sollten geklärt
werden.
4.2.2 Erzeugen der SafeGuard Enterprise Datenbank per Skript
Wenn Sie die SafeGuard Datenbank automatisch während der Konfiguration des SafeGuard
Management Center erzeugen möchten, können Sie diesen Schritt überspringen. Wenn
erweiterte SQL-Berechtigungen während der SafeGuard Management Center Konfiguration
nicht erwünscht sind, führen Sie diesen Schritt aus. Dazu stehen im Tools-Verzeichnis der
Produktlieferung zwei Datenbank-Skripte zur Verfügung:
■
CreateDatabase.sql
■
CreateTables.sql
Die folgende Beschreibung der Arbeitsschritte wendet sich an SQL-Administratoren und
bezieht sich auf Microsoft SQL Server 2008 Standard Edition.
Als SQL-Administrator benötigen Sie das Recht zum Erstellen einer Datenbank.
1. Kopieren Sie die Skripte CreateDatabase.sql und CreateTables.sql aus der SafeGuard
Enterprise Produktlieferung auf den SQL Server.
2. Doppelklicken Sie auf dem Skript CreateDatabase.sql. Das Programm SQL Server
Management Studio wird aufgerufen.
3. Melden Sie sich am SQL Server mit Ihren Anmeldeinformationen an.
4. Überprüfen Sie, ob die beiden Zielpfade, die zu Beginn des Skripts unter FILENAME (MDF,
LDF) angegeben sind, auf der lokalen Festplatte vorhanden sind. Korrigieren Sie sie, wenn
nötig.
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ausführen, um die Datenbank zu erzeugen. Sie haben die
Datenbank SafeGuard angelegt. Erzeugen Sie anschließend die Tabellen mit Hilfe des
Skripts CreateTables.sql aus der Produktlieferung.
6. Doppelklicken Sie auf CreateTables.sql. Ein weiterer Bereich wird in Microsoft SQL Server
Management Studio geöffnet.
7. Geben Sie am Beginn des Skripts use SafeGuard ein, um die SafeGuard Enterprise
Datenbank auszuwählen, in der die Tabellen erstellt werden sollen.
8. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ausführen, um die Datenbank zu erzeugen.
Die SafeGuard Enterprise Datenbank und die zugehörigen Tabellen sind erzeugt.
26
Installationsanleitung
4.3 Ändern der Zugriffsrechte für die SafeGuard Enterprise
Datenbank
Nach dem Erstellen der SafeGuard Enterprise Datenbank, entweder per Skript oder im
SafeGuard Management Center, können die Zugriffsrechte wieder geändert werden. Da es
möglich ist, einem Benutzer für eine Datenbank unterschiedliche Rollen und Berechtigungen
zuzuweisen, sind nur die Mindestrechte für die Herstellung einer Verbindung zur SafeGuard
Enterprise Datenbank erforderlich.
1. Öffnen Sie SQL Server Management Studio. Melden Sie sich am SQL Server mit Ihren
Anmeldeinformationen an.
2. Öffnen Sie den Objekt-Explorer, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Sicherheit und
dann auf Anmeldungen.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den erforderlichen Benutzer und klicken Sie
dann auf Eigenschaften.
4. Wählen Sie Benutzerzuordnung auf der linken Seite. Wählen Sie unter Users mapped to
this login (Benutzer, die dieser Anmeldung zugeordnet sind) die Datenbank SafeGuard.
5. Stellen Sie unter Database role membership for (Datenbankrollenmitgliedschaft für) die
Zugriffsrechte für die Benutzung der SafeGuard Enterprise Datenbank ein: wählen Sie
db_datareader, db_datawriter und public.
6. Klicken Sie auf OK.
4.4 Überprüfung von Einstellungen für SQL-Dienste, Named Pipes
und TCP/IP
Diese Beschreibung bezieht sich auf Microsoft Windows Server 2008 (R2) und Microsoft SQL
Server 2008 Standard oder Express Edition.
1. Öffnen Sie den SQL Server-Konfigurations-Manager.
2. Wählen Sie in der Navigationsstruktur auf der linken Seite SQL Server-Dienste.
3. Überprüfen Sie, ob der Status von SQL Server und SQL Server Browser Läuft und der
Startmodus auf Automatisch eingestellt ist.
4. Wählen Sie in der Navigationsstruktur auf der linken Seite SQL
Server-Netzwerkkonfiguration.
5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Protokoll Named Pipes und klicken Sie auf
Aktiviert.
6. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Protokoll TCP/IP und klicken Sie auf
Aktiviert.
7. Klicken Sie außerdem mit der rechten Maustaste auf das Protokoll TCP/IP und klicken
Sie auf Eigenschaften. Belassen Sie in der Registerkarte IP-Adressen unter IPAlll das Feld
Dynamische TCP-Ports leer. Geben Sie im Feld TCP Port 1433 ein.
8. Starten Sie die SQL-Dienste neu.
27
SafeGuard Enterprise
4.5 Erstellen einer Windows Firewall Regel auf Windows Server
2008 (R2)
Diese Beschreibung bezieht sich auf Microsoft Windows Server 2008 (R2) mit Microsoft SQL
Server 2008 Standard oder Express Edition. Wenn Sie diese Konfiguration verwenden, führen
Sie die nachfolgend angegebenen Schritte aus um sicherzustellen, dass eine Verbindung
zwischen der SafeGuard Enterprise Datenbank und dem SafeGuard Management Center
hergestellt werden kann.
1. Klicken Sie auf dem Computer, der als Host für die SQL Server Instanz dient, auf Start,
wählen Sie Verwaltung und klicken Sie dann auf Windows-Firewall mit erweiterter
Sicherheit.
2. Wählen Sie in der Navigationsstruktur auf der linken Seite Eingehende Regeln.
3. Klicken Sie in der Menüleiste auf Aktion und dann auf Neue Regel. Der Assistent für neue
eingehende Regeln wird gestartet.
4. Wählen Sie auf der Regeltyp Seite Benutzerdefiniert und klicken Sie auf Weiter.
5. Wählen Sie auf der Programm Seite die Programme und Dienste, auf die diese Regel
angewendet werden soll. Klicken Sie dann auf Weiter.
6. Wählen Sie auf der Protokolle und Ports Seite TCP als Protokolltyp. Wählen Sie für
Lokaler Port die Option Bestimmte Ports und geben Sie 1433 ein. Wählen Sie für
Remoteport die Option Alle Ports. Klicken Sie auf Weiter.
7. Auf der Bereich Seite können Sie festlegen, dass die Regel nur für den Netzverkehr von
oder an die auf dieser Seite angegebenen IP-Adressen gilt. Nehmen Sie die entsprechende
Konfiguration vor und klicken Sie auf Weiter.
8. Wählen Sie auf der Seite Aktion die Option Verbindung zulassen und klicken Sie auf
Weiter.
9. Geben Sie auf der Seite Profil an, wo die Regel angewendet werden soll. Klicken Sie dann
auf Weiter.
10. Geben Sie auf der Seite Name einen Namen und eine Beschreibung für Ihre Regel ein und
klicken Sie auf Beenden.
4.6 Konfigurieren der Windows-Authentisierung für die Anmeldung
am SQL Server
Diese Beschreibung bezieht sich auf Microsoft Windows Server 2008 (R2) mit Microsoft SQL
Server 2008 Standard oder Express Edition. Für Informationen zur Windows-Authentisierung
mit Windows Server 2003 und SQL Server 2005, siehe:
http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/108339.html.
Um die Kommunikation zwischen dem SafeGuard Enterprise Server und der SafeGuard
Enterprise Datenbank bei Anwendung der Windows-Authentisierung zu ermöglichen, muss
der Benutzer zu einem Mitglied von Active Directory Gruppen gemacht werden. Die
28
Installationsanleitung
Berechtigungen für lokale Dateien müssen angepasst werden und das SQL Benutzerkonto
muss in den Anwendungspool des IIS aufgenommen werden.
1. Wählen Sie Start und dann Ausführen. Geben Sie dsa.msc ein. Öffnen Sie das Active
Directory Users and Computers Snap-in.
2. Klappen Sie in der Navigationsstruktur auf der linken Seite die Domänenstruktur aus und
wählen Sie Builtin.
3. Fügen Sie den relevanten Windows-Benutzer zu folgenden Gruppen hinzu: IIS_IUSRS,
Performance Log Users, Performance Monitor Users.
4. Beenden Sie das Snap-in.
5. Klicken Sie im lokalen Dateisystem im Windows Explorer mit der rechten Taste auf den
C:\Windows\Temp Ordner und wählen Sie Sicherheit.
6. Klicken Sie in Sicherheit auf Hinzufügen und geben Sie unter Objektname den
entsprechenden Windows-Benutzernamen ein. Klicken Sie auf OK.
7. Wählen Sie in Sicherheit unter Berechtigungen Spezielle Berechtigungen und setzen Sie
im Objekt Dialog die folgenden Berechtigungen auf Zulassen: Ordner auflisten / Daten
lesen, Dateien erstellen / Daten schreiben, Löschen.
8. Klicken Sie auf OK und beenden Sie den Windows Explorer.
9. Öffnen Sie den Internet Information Services Manager.
10. Wählen Sie im Verbindungen Bereich auf der linken Seite die Anwendungspools für den
relevanten Server-Knoten.
11. Wählen Sie aus der Anwendungspools Liste auf der rechten Seite SGNSRV-Pool.
12. Wählen Sie im Aktionen Bereich auf der linken Seite Erweiterte Einstellungen.
13. Klicken Sie in Erweiterte Einstellungen unter Prozessmodell für die Eigenschaft Identität
auf die ... Schaltfläche.
14. Wählen Sie in Identität des Anwendungspools die Option Benutzerdefiniertes Konto
und klicken Sie auf Festlegen.
15. Geben Sie in Anmeldeinformationen festlegen den relevanten Windows-Benutzernamen
in folgender Form ein: Domäne\<Windows-Benutzername>. Geben Sie das
entsprechende Windows-Kennwort ein, bestätigen Sie es und klicken Sie auf OK.
16. Wählen Sie im Bereich Verbindungen auf der linken Seite den relevanten Server-Knoten
und klicken Sie im Aktionen Bereich auf Neu starten.
17. Wählen Sie im Bereich Verbindungen auf der linken Seite unter dem relevanten
Server-Knoten unter Sites Standard-Websites die Option SGNSRV.
18. Wählen Sie im Aktionen Bereich auf der rechten Seite die Option Authentifizierung.
19. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Anonyme Authentifizierung und wählen Sie
Bearbeiten.
20. Wählen Sie bei Identität des anonymen Benutzers die Option Bestimmter Benutzer und
überprüfen Sie, ob der Benutzername IUSR lautet. Korrigieren Sie ihn, wenn nötig.
21. Klicken Sie auf OK.
Die zusätzliche Konfiguration für die Benutzung eines Windows-Kontos für die Anmeldung
am SQL Server ist nun abgeschlossen.
29
SafeGuard Enterprise
5 Einrichten des SafeGuard Management Centers
Dieser Abschnitt beschreibt die Installation und Konfiguration des SafeGuard Management
Centers.
Das SafeGuard Management Center ist das zentrale Verwaltungswerkzeug für SafeGuard
Enterprise. Installieren Sie es auf den Administrator-Computern, die Sie für die Verwaltung
von SafeGuard Enterprise einsetzen möchten. Das SafeGuard Management Center kann auf
jedem Rechner im Netzwerk installiert sein, von wo aus auf die SafeGuard Enterprise
Datenbanken zugegriffen werden kann.
Mit datenbankspezifischen Konfigurationen (Multi Tenancy) ermöglicht das SafeGuard
Management Center den Einsatz von SafeGuard Enterprise mit mehreren Datenbanken. Sie
können verschiedene SafeGuard Enterprise Datenbanken für unterschiedliche Bereiche (z. B.
Unternehmensstandorte, Organisationseinheiten oder Domänen) einrichten und verwalten.
Um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, können Sie Datenbankkonfigurationen auch in
Dateien exportieren und aus Dateien importieren.
Das SafeGuard Management Center muss nicht notwendigerweise nur auf einem Computer
installiert sein. Es kann auf jedem Rechner im Netzwerk installiert sein, von wo aus auf die
Datenbank zugegriffen werden kann.
5.1 Voraussetzungen
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
■
.NET Framework 4 muss installiert sein. Das Programm steht in der SafeGuard Enterprise
Produktlieferung zur Verfügung.
■
Wenn Sie eine neue SafeGuard Enterprise Datenbank während der SafeGuard Management
Center Konfiguration erzeugen wollen, benötigen Sie entsprechende
SQL-Zugriffsberechtigungen, siehe Datenbankzugriffsrechte (Seite 22).
5.2 Installieren des SafeGuard Management Center
1. Starten Sie SGNManangementCenter.msi aus dem Installationsordner Ihrer
Produktlieferung. Ein Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte.
2. Übernehmen Sie die Standardeinstellungen in den nächsten Dialogen wie folgt. Führen
Sie auf der Installationstyp Seite einen der folgenden Schritte aus:
■
Wenn das SafeGuard Management Center nur eine Datenbank unterstützen soll, wählen
Sie eine Installation vom Typ Typisch aus.
■ Wenn das SafeGuard Management Center mehrere Datenbanken unterstützen soll
(Multi Tenancy), wählen Sie eine Installation vom Typ Vollständig aus. Für weitere
Informationen, siehe Multi Tenancy Konfigurationen (Seite 32).
Das SafeGuard Management Center ist installiert. Starten Sie Ihren ggf. Computer neu. Im
nächsten Schritt führen Sie die Erstkonfiguration im SafeGuard Management Center durch.
30
Installationsanleitung
5.3 Anzeigen des SafeGuard Management Center Hilfesystems
Das SafeGuard Management Center Hilfesystem wird in Ihrem Browser angezeigt. Es bietet
umfassende Features wie kontextsensitive Hilfe und Volltextsuche. Das Hilfesystem ist für die
volle Funktionalität der Inhaltsseiten konfiguriert und aktiviert JavaScript in Ihrem Browser.
Beim Microsoft Internet Explorer zeigt sich folgendes Verhalten:
■
Windows XP/Windows Vista/Windows 7 - Internet Explorer 6/7/8 - Standardsicherheit:
Es wird keine Sicherheitsleiste angezeigt, die angibt, dass der Internet Explorer die
Scripting-Ausführung gesperrt hat.
JavaScript wird ausgeführt.
■
Windows 2003 Server Enterprise Edition - Internet Explorer 6 - Erweiterte
Sicherheitskonfiguration (Standardinstallationskonfiguration):
Eine Informationsbox gibt an, dass die erweiterte Sicherheitskonfiguration aktiviert ist
und die Seite das Scripting ausführt. Sie können diese Meldung deaktivieren.
JavaScript wird ausgeführt.
Hinweis:
Auch wenn JavaScript deaktiviert ist, können Sie das SafeGuard Management Center
Hilfesystem aufrufen und im System navigieren. Bestimmte Funktionen, z. B. Suchen, lassen
sich dann jedoch nicht anzeigen.
5.4 Konfigurieren des SafeGuard Management Centers
Nach der Installation müssen Sie das SafeGuard Management Center konfigurieren. Der
SafeGuard Management Center Konfigurationsassistent unterstützt Sie bei der
Erstkonfiguration durch Hilfestellung bei der Definition der grundlegenden SafeGuard
Management Center Einstellungen sowie bei der Konfiguration der Datenbankverbindung.
Der Assistent wird automatisch aufgerufen, wenn Sie das SafeGuard Management Center zum
ersten Mal nach der Installation starten.
Sie können das SafeGuard Management Center für die Anwendung mit einer oder mehreren
Datenbank (Multi Tenancy) konfigurieren.
Hinweis:
Die folgenden Schritte müssen mit dem Konfigurationsassistenten sowohl für Single Tenancy
als auch für Multi Tenancy Konfigurationen ausgeführt werden.
5.4.1 Voraussetzungen
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
31
SafeGuard Enterprise
■
Halten Sie die folgenden Informationen bereit. Diese erhalten Sie ggf. von Ihrem
SQL-Administrator.
SQL Anmeldeinformationen
Name des SQL Servers, auf dem die SafeGuard Enterprise Datenbank laufen soll.
Name der SafeGuard Enterprise Datenbank, falls diese bereits erzeugt wurde.
5.4.2 Multi Tenancy Konfigurationen
Sie können mehrere verschiedene SafeGuard Enterprise Datenbankkonfigurationen für eine
Instanz des SafeGuard Management Centers konfigurieren und verwalten. Dies erweist sich
vor allem dann als nützlich, wenn Sie verschiedene Konfigurationen für verschiedene Domänen,
Organisationseinheiten oder Unternehmensstandorte einsetzen möchten.
Hinweis:
Sie müssen pro Datenbank (Mandant) jeweils eine separate SafeGuard Enterprise Server
Instanz einrichten.
Zur Vereinfachung der Konfiguration können neu erstellte Datenbankkonfigurationen zur
späteren Wiederverwendung in eine Datei exportiert werden und zuvor erstellte
Konfigurationen aus einer Datei eingelesen werden.
Um das SafeGuard Management Center für Multi Tenancy zu konfigurieren, führen Sie
zunächst die initiale Konfiguration und danach weitere spezifische Schritte für die Multi
Tenancy Konfiguration durch.
5.4.3 Starten der Erstkonfiguration des SafeGuard Management Centers
Nach der Installation des SafeGuard Management Center, müssen Sie die Erstkonfiguration
durchführen. Die Erstkonfiguration muss sowohl für den Single Tenancy als auch für den
Multi Tenancy Modus ausgeführt werden.
So starten Sie den SafeGuard Management Center Konfigurationsassistenten:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über das Start Menü. Der
Konfigurationsassistent wird gestartet und führt Sie durch die notwendigen Schritte.
2. Klicken Sie auf der Willkommen Seite auf Weiter.
5.4.4 Konfigurieren der Datenbankserver-Verbindung
Zum Speichern aller SafeGuard Enterprise spezifischen Verschlüsselungsrichtlinien und
Einstellungen wird eine Datenbank verwendet. Damit das SafeGuard Management Center
mit dem SafeGuard Enterprise Server kommunizieren kann, müssen Sie eine
Authentisierungsmethode für den Zugriff auf die Datenbank festlegen, entweder Windows
NT Authentisierung oder SQL-Authentisierung. Wenn Sie eine Verbindung zum
Datenbankserver mit SQL Authentisierung herstellen möchten, stellen Sie sicher, dass Sie die
32
Installationsanleitung
notwendigen SQL-Anmeldedaten zur Hand haben. Falls notwendig, erhalten Sie diese
Informationen von Ihrem SQL Administrator.
1. Führen Sie auf der Seite Datenbankserver-Verbindung folgende Schritte aus:
■
Wählen Sie unter Verbindungseinstellungen den SQL-Datenbankserver aus der
Datenbankserver Liste aus. Es werden alle Rechner eines Netzwerks aufgelistet, auf
denen ein Microsoft SQL Server installiert ist. Wenn der Server nicht auswählbar ist,
tragen Sie Servername bzw. IP-Adresse mit dem SQL-Instanznamen manuell ein.
■ Aktivieren Sie SSL verwenden, um die Verbindung zwischen SafeGuard Management
Center und SQL-Datenbankserver zu sichern. Wenn Sie SQL Server Authentisierung
ausgewählt haben, empfehlen wir dringend, diese Einstellung zu aktivieren, da dadurch
der Transport der SQL-Anmeldedaten verschlüsselt wird. SSL-Verschlüsselung erfordert
eine funktionsfähige SSL-Umgebung auf dem SQL Datenbankserver, die Sie vorab
einrichten müssen, siehe Sichern von Transportverbindungen mit SSL (Seite 46).
2. Wählen Sie unter Authentisierung die Art der Authentisierung, die für den Zugriff auf die
Datenbankserverinstanz benutzt werden soll. Dies ist erforderlich, damit das SafeGuard
Management Center mit der Datenbank kommunizieren kann:
■
Aktivieren Sie Windows NT Authentisierung verwenden, um Ihre
Windows-Anmeldedaten zu verwenden.
Hinweis:
Verwenden Sie diese Art der Authentisierung, wenn Ihr Computer Teil einer Domäne
ist. In diesem Fall sind jedoch zusätzliche Konfigurationsschritte notwendig, da der
Benutzer dazu berechtigt sein muss, eine Verbindung mit der Datenbank herzustellen,
siehe Konfigurieren eines Windows-Benutzerkontos für die Anmeldung am SQL Server
(Seite 23) und Konfigurieren der Windows-Authentisierung für die Anmeldung am SQL
Server (Seite 28).
■
Aktivieren Sie SQL Server Authentisierung verwenden, um mit den entsprechenden
SQL-Anmeldeinformationen auf die Datenbank zuzugreifen. Geben Sie die
Anmeldeinformationen des SQL-Benutzerkontos ein, das Ihr SQL-Administrator erstellt
hat. Falls notwendig, erhalten Sie diese Informationen von Ihrem SQL Administrator.
Hinweis:
Verwenden Sie diese Art der Authentisierung, wenn Ihr Computer keiner Domäne
angehört. Aktivieren Sie SSL verwenden, um die Verbindung zum und vom
Datenbankserver zu sichern.
3. Klicken Sie auf Weiter.
Die Verbindung zum Datenbankserver ist hergestellt.
33
SafeGuard Enterprise
5.4.5 Erstellen oder Auswählen einer Datenbank
Legen Sie auf der Seite Datenbankeinstellungen fest, ob eine existierende Datenbank oder
eine neue Datenbank zum Speichern der Administrationsdaten benutzt werden soll.
1. Gehen Sie wie folgt vor:
■
Wenn noch keine Datenbank existiert, wählen Sie Eine neue Datenbank mit folgendem
Namen erstellen. Geben Sie einen Namen für die neue Datenbank ein. Sie benötigen
dazu die entsprechenden SQL-Zugriffsberechtigungen, siehe Datenbankzugriffsrechte
(Seite 22). Um Probleme zu vermeiden, sollten in SafeGuard Enterprise
Datenbanknamen nur folgende Zeichen verwendet werden: Buchstaben (A - Z, a - z),
Zahlen (0 - 9), Unterstriche (_).
■ Wenn bereits eine Datenbank angelegt wurde oder wenn Sie das SafeGuard Management
Center bereits auf einem anderen Computer installiert haben, klicken Sie auf Folgende
bestehende Datenbank wählen und wählen Sie die entsprechende Datenbank aus der
Liste aus.
2. Klicken Sie auf Weiter.
5.4.6 Erstellen eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten (Master Security Officer,
MSO)
Als Sicherheitsbeauftragter melden Sie sich am SafeGuard Management Center an, um
SafeGuard Enterprise Richtlinien zu erstellen und die Verschlüsselungssoftware für die
Endbenutzer zu konfigurieren.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte (MSO) ist der Administrator höchster Ebene mit allen
Rechten und einem Zertifikat, das nicht abläuft.
1. Geben Sie auf der Seite Daten des Sicherheitsbeauftragten unter
Haupt-Sicherheitsbeauftragten-ID einen Namen für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten
ein.
2. Geben Sie unter Anmeldung mit Token an, ob Sie einen Token/eine Smartcard für die
Anmeldung benutzen möchten oder nicht.
Wir empfehlen, dass Sie die Anmeldung mit Token nicht als Zwingend erforderlich
definieren. Eine Anmeldung mit Token bzw. Smartcard erfordert eine gesonderte
Konfiguration, die innerhalb des SafeGuard Management Centers zu erledigen ist.
3. Führen Sie auf der Seite Zertifikat für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten einen der
folgenden Schritte aus:
■
34
Klicken Sie auf Erzeugen, um ein neues Zertifikat für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten
zu erzeugen. Sie werden dazu aufgefordert, sowohl für den Zertifikatsspeicher als auch
für die Datei, in die das Zertifikat exportiert werden soll (private Schlüsseldatei P12),
jeweils ein Kennwort einzugeben und zu bestätigen. Das Zertifikat wird erzeugt und
unter Zertifikat für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten angezeigt.
Installationsanleitung
■
Klicken Sie auf Importieren, um ein Zertifikat für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten
zu verwenden, das bereits auf dem Netz zur Verfügung steht. Suchen Sie unter
Importieren des Zertifikats die gesicherte Schlüsseldatei. Geben Sie unter Kennwort
der Datei das für diese Datei festgelegte Kennwort ein und bestätigen Sie es. Wählen
Sie Schlüsseldatei im Zertifikatsspeicher speichern und geben Sie das Kennwort für
den Speicher ein. Klicken Sie auf OK. Das Zertifikat wird importiert und unter Zertifikat
für den Haupt-Sicherheitsbeauftragten angezeigt.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte benötigt das Kennwort des Zertifikatsspeichers für die
Anmeldung am SafeGuard Management Center. Notieren Sie sich das Kennwort und
bewahren Sie es an einem sicheren Ort auf. Steht das Kennwort nicht mehr zur Verfügung,
so kann sich der Haupt-Sicherheitsbeauftragte nicht mehr am SafeGuard Management
Center anmelden.
Für die Wiederherstellung einer beschädigten SafeGuard Management Center Installation
benötigt der Haupt-Sicherheitsbeauftragte die private Schlüsseldatei.
4. Klicken Sie auf Weiter.
Der Haupt-Sicherheitsbeauftragte ist angelegt.
5.4.6.1 Erzeugen des Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Gehen Sie in Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten erzeugen folgendermaßen vor:
1. Bestätigen Sie unter Haupt-Sicherheitsbeauftragten-ID den Namen des
Haupt-Sicherheitsbeauftragten.
2. Geben Sie nun zweimal das Kennwort für den Zertifikatsspeicher ein und klicken Sie auf
OK.
Das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird erzeugt und lokal als Backup
(<mso_name>.cer) gespeichert.
Hinweis:
Notieren Sie sich das Kennwort und bewahren Sie es an einem sicheren Ort auf. Sie müssen
sich am SafeGuard Management Center anmelden.
5.4.6.2 Export des Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird in eine Datei exportiert, die so genannte
private Schlüsseldatei (P12). Diese ist mit einem Kennwort gesichert. Das Zertifikat des
Haupt-Sicherheitsbeauftragten ist dadurch zusätzlich geschützt. Die private Schlüsseldatei
wird für die Wiederherstellung einer beschädigten SafeGuard Management Center Installation
benötigt.
So exportieren Sie das Zertifikat eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten:
1. Geben Sie unter Zertifikat exportieren ein Kennwort für den privaten Schlüssel (P12-Datei)
ein und bestätigen Sie es. Das Kennwort muss aus 8 alphanumerischen Zeichen bestehen.
2. Klicken Sie auf OK.
3. Geben Sie einen Speicherort für die private Schlüsseldatei ein.
Die private Schlüsseldatei wird erzeugt und die Datei wird am angegebenen Speicherort
gespeichert <mso_name.p12).
35
SafeGuard Enterprise
Hinweis:
Erstellen Sie eine Sicherungskopie des privaten Schlüssels (P12-Datei) und legen Sie diese
direkt nach der Erstkonfiguration an einem sicheren Speicherort ab. Andernfalls führt ein
eventueller PC-Absturz zum Verlust des Schlüssels und SafeGuard Enterprise muss neu
installiert werden. Das gilt für alle von SafeGuard Enterprise generierten
Sicherheitsbeauftragten-Zertifikate. Weitere Informationen finden Sie in der
Administrator-Hilfe im Kapitel Unternehmenszertifikat und Master Security Officer Zertifikat
exportieren.
5.4.6.3 Import des Zertifikats des Haupt-Sicherheitsbeauftragten
Wenn bereits ein Zertifikat eines Haupt-Sicherheitsbeauftragten zur Verfügung steht, müssen
Sie es in den Zertifikatsspeicher importieren.
Hinweis: Ein Zertifikat kann nicht aus einer Microsoft PKI importiert werden. Ein importiertes
Zertifikat muss minimal 1024 Bits haben und kann maximal 4096 Bits lang sein.
1. Klicken Sie unter Authentisierungs-Schlüsseldatei importieren auf die [...] Schaltfläche
und wählen Sie die Schlüsseldatei aus. Geben Sie das Kennwort der Schlüsseldatei ein.
Geben Sie das zuvor unter Kennwort des Zertifikatsspeichers oder Token-PIN definierte
Kennwort für den Zertifikatsspeicher ein. Wählen Sie In den Zertifikatsspeicher
importieren oder Auf den Token kopieren, um das Zertifikat auf einem Token zu speichern.
2. Geben Sie zur Initialisierung des Zertifikatsspeichers das Kennwort noch einmal ein.
Zertifikat und privater Schlüssel befinden sich nun im Zertifikatsspeicher. Zur Anmeldung
an das SafeGuard Management Center wird das Kennwort des Zertifikatsspeichers verwendet.
5.4.7 Erzeugen des Unternehmenszertifikats
Mit dem Unternehmenszertifikat lassen sich unterschiedliche SafeGuard Management Center
Installationen auseinander halten. In Verbindung mit dem Zertifikat des
Haupt-Sicherheitsbeauftragten lässt sich mit dem Unternehmenszertifikat eine beschädigte
SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration wiederherstellen.
1. Wählen Sie auf der Seite Unternehmenszertifikat die Option Neues
Unternehmenszertifikat erzeugen.
2. Geben Sie einen Namen Ihrer Wahl ein.
3. Klicken Sie auf Weiter.
Das neu angelegte Unternehmenszertifikat wird in der Datenbank gespeichert.
Erstellen Sie eine Sicherungskopie des Unternehmenszertifikats und legen Sie diese direkt
nach der Erstkonfiguration an einem sicheren Speicherort ab.
Für Informationen zum Wiederherstellen einer beschädigten Datenbankkonfiguration, siehe
Wiederherstellen einer beschädigten Datenbankkonfiguration (Seite 41).
5.4.8 Abschließen der Erstkonfiguration des SafeGuard Management Centers
1. Klicken Sie auf Beenden, um die Erstkonfiguration des SafeGuard Management Centers
abzuschließen.
36
Installationsanleitung
Eine Konfigurationsdatei wird erstellt.
Ergebnis:
■
Eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server.
■
Eine SafeGuard Enterprise Datenbank.
■
Ein Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Konto für die Anmeldung an das SafeGuard
Management Center
■
Alle notwendigen Zertifikate für die Wiederherstellung einer beschädigten
Datenbankkonfiguration oder SafeGuard Management Center Installation
Sobald der Konfigurationsassistent geschlossen ist, wird das SafeGuard Management Center
gestartet.
5.5 Erstellen weiterer Datenbankkonfigurationen (Multi Tenancy)
Voraussetzung: Die Funktion Multi Tenancy muss über eine Installation vom Typ Vollständig
installiert worden sein. Die initiale Konfiguration des SafeGuard Management Center muss
durchgeführt worden sein, siehe Starten der Erstkonfiguration des SafeGuard Management
Centers (Seite 32).
Hinweis:
Sie müssen pro Datenbank jeweils eine separate SafeGuard Enterprise Server Instanz einrichten.
So erstellen Sie eine weitere SafeGuard Enterprise Datenbankkonfiguration nach der
Erstkonfiguration:
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center. Der Dialog Konfiguration auswählen wird
angezeigt.
2. Klicken Sie auf Neu. Der SafeGuard Management Center Konfigurationsassistent wird
automatisch gestartet.
3. Der Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte für das Anlegen einer neuen
Datenbankkonfiguration. Nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen vor. Die neue
Datenbankkonfiguration wird generiert.
4. Zur Authentisierung werden Sie dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für
diese Konfiguration auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort
einzugeben. Klicken Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden. Wenn Sie das SafeGuard Management Center das nächste
Mal starten, können Sie die neue Datenbank-Konfiguration aus der Liste auswählen.
Hinweis:
Weitere Informationen zu Multi Tenancy finden Sie in der Administratorhilfe im Kapitel Mit
mehreren Datenbankkonfigurationen arbeiten.
37
SafeGuard Enterprise
5.6 Konfigurieren zusätzlicher Instanzen des SafeGuard Management
Center
Sie können zusätzliche Instanzen des SafeGuard Management Center konfigurieren, um
Sicherheitsbeauftragten den Zugriff für die Durchführung administrativer Aufgaben auf
verschiedenen Computern zu ermöglichen. Das SafeGuard Management Center kann auf
jedem Rechner im Netzwerk installiert sein, von wo aus auf die Datenbank zugegriffen werden
kann.
SafeGuard Enterprise verwaltet die Zugriffsrechte auf das SafeGuard Management Center in
einem eigenen Zertifikatsverzeichnis. In diesem Verzeichnis müssen die Zertifikate aller
Sicherheitsbeauftragten, die sich am SafeGuard Management Center anmelden dürfen,
vorhanden sein. Für die Anmeldung an das SafeGuard Management Center ist dann nur das
Kennwort für den Zertifikatsspeicher erforderlich.
1. Installieren Sie SGNManagementCenter.msi mit den gewünschten Features auf einem
weiteren Computer.
2. Starten Sie das SafeGuard Management Center auf dem Computer mit dem neu installierten
SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird gestartet und führt Sie
durch die notwendigen Schritte.
3. Klicken Sie auf der Willkommen Seite auf Weiter.
4. Wählen Sie im Dialog Datenbankverbindung unter Datenbankserver die erforderliche
SQL-Datenbankinstanz aus der Liste aus. Alle auf Ihrem Computer oder Netzwerk
verfügbaren Datenbankserver werden angezeigt. Wählen Sie unter Authentisierung die
Art der Authentisierung, die für den Zugriff auf diese Datenbankinstanz benutzt werden
soll. Wenn Sie SQL Server Authentisierung verwenden wählen, geben Sie die
SQL-Benutzerkontenanmeldedaten ein, die Ihr SQL-Administrator erstellt hat. Klicken
Sie auf Weiter.
5. Aktivieren Sie unter Datenbankeinstellungen die Option Folgende bestehende Datenbank
verwenden und wählen Sie die Datenbank aus der Liste aus. Klicken Sie auf Weiter.
6. Wählen Sie unter SafeGuard Management Center Authentisierung eine autorisierte Person
aus der Liste aus. Wenn Multi Tenancy aktiviert ist, zeigt der Dialog an, an welcher
Konfiguration sich der Benutzer anmeldet. Geben Sie das Kennwort für den
Zertifikatsspeicher ein und bestätigen Sie es.
Der Zertifikatsspeicher für das aktuelle Benutzerkonto wird angelegt und ist durch dieses
abgesichert. Für die nachfolgenden Anmeldungen benötigen Sie nur noch dieses Kennwort.
7. Klicken Sie auf OK.
Eine Meldung, dass Zertifikat und privater Schlüssel nicht gefunden bzw. nicht darauf
zugegriffen werden kann, wird angezeigt.
8. Klicken Sie zum Importieren der Daten auf Ja und dann auf OK. Dadurch wird der
Importvorgang gestartet.
38
Installationsanleitung
9. Klicken Sie unter Authentisierungs-Schlüsseldatei importieren auf die [...] Schaltfläche
und wählen Sie die Schlüsseldatei aus. Geben Sie das Kennwort der Schlüsseldatei ein.
Geben Sie das zuvor unter Kennwort des Zertifikatsspeichers oder Token-PIN definierte
Kennwort für den Zertifikatsspeicher ein. Wählen Sie In den Zertifikatsspeicher
importieren oder Auf den Token kopieren, um das Zertifikat auf einem Token zu speichern.
10. Geben Sie zur Initialisierung des Zertifikatsspeichers das Kennwort noch einmal ein.
Zertifikat und privater Schlüssel befinden sich nun im Zertifikatsspeicher. Zur Anmeldung
an das SafeGuard Management Center wird das Kennwort des Zertifikatsspeichers verwendet.
5.7 Anmeldung am SafeGuard Management Center
Die Anmeldung richtet sich danach, ob Sie das SafeGuard Management Center im Single
Tenancy Modus oder im Multi Tenancy Modus einsetzen.
Informationen zu den ersten Arbeitsschritten im SafeGuard Management Center finden Sie
in der SafeGuard Enterprise Administrator-Hilfe.
5.7.1 Anmeldung im Single Tenancy Modus
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über das Start-Menü. Ein
Anmeldebildschirm wird angezeigt.
2. Melden Sie sich als Haupt-Sicherheitsbeauftragter an und geben Sie das
Zertifikatsspeicherkennwort ein, das während der Konfiguration festgelegt wurde. Klicken
Sie auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird gestartet.
Hinweis: Wenn Sie ein falsches Kennwort eingeben, wird eine Fehlermeldung angezeigt und
die nächste Anmeldung wird verzögert. Diese Verzögerung wird mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch größer. Fehlgeschlagene Anmeldeversuche werden protokolliert.
5.7.2 Anmeldung im Multi Tenancy Modus
Wenn Sie mehrere Datenbanken konfiguriert haben (Multi Tenancy), erweitert sich der
Anmeldevorgang am SafeGuard Management Center.
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center über den Produktordner im Start Menü.
Der Dialog Konfiguration auswählen wird angezeigt.
2. Wählen Sie die Datenbankkonfiguration aus, die Sie verwenden möchten, und klicken Sie
auf OK. Die ausgewählte Datenbankkonfiguration wird mit dem SafeGuard Management
Center verbunden und wird aktiv.
3. Sie werden dazu aufgefordert, den Sicherheitsbeauftragtennamen für diese Konfiguration
auszuwählen und das entsprechende Zertifikatsspeicherkennwort einzugeben. Klicken Sie
auf OK.
Das SafeGuard Management Center wird geöffnet und mit der ausgewählten
Datenbankkonfiguration verbunden.
Hinweis:
39
SafeGuard Enterprise
Wenn Sie ein falsches Kennwort eingeben, wird eine Fehlermeldung angezeigt und die nächste
Anmeldung wird verzögert. Diese Verzögerung wird mit jedem fehlgeschlagenen
Anmeldeversuch größer. Fehlgeschlagene Anmeldeversuche werden protokolliert.
5.8 Einrichten der Organisationsstruktur im SafeGuard Management
Center
Es gibt zwei Möglichkeiten, Ihre Organisation in SafeGuard Enterprise abzubilden:
■
Directory Service importieren, z. B.: Active Directory
Während der Synchronisierung mit dem Active Directory werden Objekte (z. B. Computer,
Benutzer und Gruppen) in das SafeGuard Management Center importiert und in der
SafeGuard Enterprise Datenbank gespeichert.
■
Organisationsstruktur manuell aufbauen
Steht kein Directory Service zur Verfügung oder gibt es nur wenige Organisationseinheiten,
so dass kein Directory Service benötigt wird, können Sie neue Domänen/Arbeitsgruppen
anlegen, an denen sich der Benutzer/Computer anmelden kann.
Sie können entweder nur eine von beiden Möglichkeiten anwenden, oder die beiden
Möglichkeiten mischen. Zum Beispiel können Sie ein Active Directory (AD) ganz oder teilweise
importieren und weitere Organisationseinheiten (OU) manuell anlegen. Egal, ob die
Organisationsstruktur importiert oder manuell angelegt wird, die Richtlinienzuordnung kann
in beiden Fällen erfolgen.
Hinweis:
Beachten Sie, dass bei der Kombination beider Verfahren die manuell angelegten
Organisationseinheiten nicht im AD abgebildet werden. Wenn in SafeGuard Enterprise
angelegte Organisationseinheiten im AD abgebildet werden sollen, so müssen Sie diese separat
zum AD hinzufügen.
Hinweis:
Weitere Informationen zum Importieren oder Anlegen einer Organisationsstruktur finden
Sie in der Administrator-Hilfe im Kapitel Aufbau der Organisationsstruktur.
5.9 Importieren der Lizenzdatei
SafeGuard Enterprise hat einen integrierten Lizenzzähler. Die Installation umfasst
standardmäßig für jede SafeGuard Enterprise Komponente eine festgelegte Anzahl von 5
Lizenzen. Dadurch soll eine problemlose Evaluierung von anderen SafeGuard Enterprise
Komponenten ohne Nebeneffekte gewährleistet werden. Beim Kauf von SafeGuard Enterprise
enthält jeder Kunde eine individuelle Lizenzdatei für das jeweilige Unternehmen, die in das
SafeGuard Management Center importiert werden muss.
Weitere Informationen finden Sie in der Administrator-Hilfe im Kapitel Lizenzen.
40
Installationsanleitung
5.10 Wiederherstellen einer beschädigten SafeGuard Enterprise
Installation
Wenn eine SafeGuard Management Center Installation beschädigt, jedoch die Datenbank
noch intakt ist, kann die Installation auf einfache Art und Weise wiederhergestellt werden. In
diesem Fall müssen Sie nur das SafeGuard Management Center neu installieren und die
vorhandene Datenbank sowie das gesicherte Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat verwenden.
■
Das Unternehmenszertifikat und das Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat der
betreffenden Datenbankkonfiguration müssen als .p12 Dateien exportiert worden sein.
Die Dateien müssen vorhanden und gültig sein.
■
Die Kennwörter für die .p12 Dateien sowie für den Zertifikatsspeicher müssen Ihnen
bekannt sein.
So stellen Sie eine beschädigte SafeGuard Management Center Installation wieder her:
1. Installieren Sie das SafeGuard Management Center Installationspaket neu. Öffnen Sie das
SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird automatisch geöffnet.
2. Wählen Sie auf der Seite Datenbankverbindung den relevanten Datenbankserver und
konfigurieren Sie, falls erforderlich, die Verbindung zur Datenbank. Klicken Sie auf Weiter.
3. Aktivieren Sie auf der Seite Datenbankeinstellungen die Option Folgende bestehende
Datenbank verwenden und wählen Sie die Datenbank aus der Liste aus.
4. Führen Sie auf der Seite Daten des Sicherheitsbeauftragten Seite einen der folgenden
Schritte aus:
■
Wenn die gesicherte Zertifikatsdatei auf dem Computer gefunden wird, wird sie
angezeigt. Geben Sie das Kennwort ein, das Sie zur Anmeldung an das SafeGuard
Management Center benutzen.
■ Wird die gesicherte Zertifikatsdatei nicht auf dem Computer gefunden, wählen Sie
Importieren. Suchen Sie nach der gesicherten Zertifikatsdatei und klicken Sie auf
Öffnen. Geben Sie das Kennwort für die Zertifikatsdatei ein. Klicken Sie auf Ja. Geben
Sie ein Kennwort für die Anmeldung am SafeGuard Management Center ein und
bestätigen Sie es.
5. Klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig stellen, um die Konfiguration des SafeGuard
Management Center abzuschließen.
Die SafeGuard Management Center Installation ist wiederhergestellt.
5.11 Wiederherstellen einer beschädigten Datenbankkonfiguration
Sie können eine beschädigte Datenbankkonfiguration wiederherstellen, indem Sie das SafeGuard
Management Center neu installieren und basierend auf den gesicherten Zertifikatsdateien
eine neue Instanz der Datenbank erstellen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle vorhandenen
SafeGuard Enterprise Endpoint-Computer Richtlinien von der neuen Installation annehmen.
■
Das Unternehmenszertifikat und das Haupt-Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat der
betreffenden Datenbankkonfiguration müssen als .p12 Dateien exportiert worden sein.
41
SafeGuard Enterprise
Die Dateien müssen vorhanden und gültig sein. Erstellen Sie Zertifikate-Backups im
SafeGuard Management Center.
■
Die Kennwörter für die beiden .p12 Dateien sowie für den Zertifikatsspeicher müssen Ihnen
bekannt sein.
Hinweis: Diese Art der Wiederherstellung ist nur dann zu empfehlen, wenn keine gültige
Sicherungskopie der Datenbank verfügbar ist. Alle Computer, die eine Verbindung mit einem
auf diese Weise wiederhergestellten Backend herstellen, verlieren ihre
Benutzer-Computer-Zuordnung. Dies hat zur Folge, dass die Power-on Authentication
vorübergehend ausgeschaltet ist. Challenge/Response-Mechanismen stehen erst dann wieder
zur Verfügung, wenn der entsprechende Endpoint seine Schlüsselinformationen wieder
erfolgreich übertragen hat.
So stellen Sie eine beschädigte Datenbank wieder her:
1. Installieren Sie das SafeGuard Management Center Installationspaket neu. Öffnen Sie das
SafeGuard Management Center. Der Konfigurationsassistent wird automatisch geöffnet.
2. Wählen Sie auf der Datenbankverbindung Seite die Option Neue Datenbank erstellen.
Konfigurieren Sie unter Datenbankeinstellungen die Verbindung zur Datenbank. Klicken
Sie auf Weiter.
3. Wählen Sie auf der Seite Daten des Sicherheitsbeauftragten den relevanten
Haupt-Sicherheitsbeauftragten und klicken Sie auf Importieren.
4. Suchen Sie unter Importieren des Zertifikats die gesicherte Schlüsseldatei. Geben Sie unter
Kennwort der Datei das für diese Datei festgelegte Kennwort ein und bestätigen Sie es.
Wählen Sie Schlüsseldatei im Zertifikatsspeicher speichern und geben Sie das Kennwort
für den Speicher ein. Klicken Sie auf OK.
5. Das Zertifikat des Haupt-Sicherheitsbeauftragten wird importiert. Klicken Sie auf Weiter.
6. Aktivieren Sie auf der Seite Unternehmenszertifikat die Option Über vorhandenes
Unternehmenszertifikat wiederherstellen. Klicken Sie auf Importieren, um die gesicherte
Zertifikatsdatei auszuwählen, die das gültige Unternehmenszertifikat enthält. Sie werden
aufgefordert, das für den Zertifikatsspeicher definierte Kennwort einzugeben. Geben Sie
das Kennwort ein und klicken Sie auf OK. Bestätigen Sie die angezeigte Meldung mit Ja.
Das Unternehmenszertifikat wird importiert.
7. Klicken Sie auf Weiter, dann auf Beenden.
Die Datenbankkonfiguration ist wiederhergestellt.
42
Installationsanleitung
6 Testen der Kommunikation
Wenn SafeGuard Enterprise Server, die Datenbank und das SafeGuard Management Center
eingerichtet sind, sollten Sie einen Verbindungstest durchführen. Dieser Abschnitt beschreibt
die erforderlichen Schritte.
6.1 Voraussetzungen
Vor dem Verbindungstest müssen folgende Einstellungen gemacht bzw. geprüft werden:
6.1.1 Ports/Verbindungen
Die Endpoints müssen folgende Verbindungen aufbauen:
SafeGuard Endpoint
Verbindung zu
SafeGuard Enterprise
Server
Port
Port 80/TCP
Port 443 bei Benutzung der SSL Transportverbindung
Das SafeGuard Management Center muss folgende Verbindungen aufbauen:
SafeGuard
Management Center
Verbindung zu
SQL Datenbank
Port
SQL Server 2005/SQL Server 2008 dynamischer Port: Port 1433/TCP und
Port 1434/TCP
Active Directory
Port 389/TCP
SLDAP
Port 636 für den Active Directory Import
Der SafeGuard Enterprise Server muss folgende Verbindungen aufbauen:
SafeGuard Enterprise
Server Verbindung zu
SQL Datenbank
Active Directory
Port
Port 1433/TCP und Port 1434/TCP für SQL 2005 (Express) dynamischer
Port
Port 389/TCP
43
SafeGuard Enterprise
6.1.2 Authentisierungsmethode
1. Öffnen Sie auf dem Computer, auf dem SafeGuard Enterprise Server installiert ist, den
Internet Information Services (IIS) Manager.
2. Klicken Sie in der Baumstruktur auf Internet Information Services Manager. Klicken Sie
auf Servername, Websites, Standard-Website.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf SGNSRV und klicken Sie auf Eigenschaften.
4. Klicken Sie auf die Registerkarte Verzeichnissicherheit.
5. Klicken Sie unter Authentifizierung und Zugriffssteuerung auf Bearbeiten. In
Authentifizierungsverfahren wählen Sie Anonymen Zugriff aktivieren. Deaktivieren Sie
unter Authentifizierter Zugriff das Kontrollkästchen Integrierte
Windows-Authentifizierung.
6.1.3 Proxyserver-Einstellungen für Webserver und Endpoint
Definieren Sie die Proxyserver-Einstellungen wie folgt:
1. Klicken Sie im Internet Explorer im Extras Menü auf Internetoptionen. Klicken Sie auf
Verbindungen und dann auf LAN-Einstellungen.
2. Deaktivieren Sie in LAN-Einstellungen unter Proxyserver das Kontrollkästchen
Proxyserver für LAN verwenden.
Wenn ein Proxyserver notwendig ist, wählen Sie Proxyserver für lokale Adressen umgehen.
6.1.4 Microsoft SQL Server 2005 Einstellungen
Wenn Sie Microsoft SQL Server 2005 verwenden, nehmen Sie die folgenden Einstellungen
vor:
1. Öffnen Sie Microsoft SQL Server Management Studio.
2. Klicken Sie im linken Bereich des Object Explorer auf Sicherheit.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Anmeldungen und klicken Sie auf Neue
Anmeldung. Fügen Sie in Microsoft SQL Server Management Studio folgenden Benutzer
(Rolle "sysadmin") hinzu: NT AUTHORITY\NETWORK SERVICE.
6.2 Testen der Verbindung (IIS 6 auf Windows Server 2003)
1. Öffnen Sie auf dem Computer, auf dem SafeGuard Enterprise Server installiert ist, den
Internet Information Services (IIS) Manager.
2. Klicken Sie in der Baumstruktur auf Internet Information Services Manager. Klicken Sie
auf Servername, Websites, Standard-Website. Überprüfen Sie, ob die Web-Seite SGNSRV
im Ordner Standard-Web-Seite verfügbar ist.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf SGNSRV und klicken Sie auf Durchsuchen. Auf
der rechten Seite des Fensters wird eine Liste mit möglichen Aktionen angezeigt.
44
Installationsanleitung
4. Wählen Sie aus dieser Liste die Aktion Verbindung prüfen. Die mögliche Aktion wird auf
der rechten Seite des Fensters angezeigt.
5. Um die Verbindung zu prüfen, klicken Sie auf Aufrufen.
Der Verbindungstest war erfolgreich, wenn Sie diese Ausgabe erhalten:
6.3 Testen der Verbindung (IIS 7 auf Windows Server 2008)
1. Öffnen Sie auf dem Computer, auf dem SafeGuard Enterprise Server installiert ist, den
Internet Information Services (IIS) Manager.
2. Klicken Sie in der Baumstruktur auf "Servername", Seiten, Standard-Web-Seite.
Überprüfen Sie, ob die Web-Seite SGNSRV im Ordner Standard-Web-Seite verfügbar ist.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf SGNSRV, wählen Sie Applikation und klicken
Sie auf Browse, um die SGNSRV Home Seite Sophos SafeGuard Web Service zu öffnen.
4. Auf der Seite Sophos SafeGuard Web Service wird eine Liste mit möglichen Aktionen
angezeigt. Klicken Sie in dieser Liste auf CheckConnection.
5. Klicken Sie auf der CheckConnection Seite auf Aufrufen.
Der Verbindungstest war erfolgreich, wenn Sie diese Ausgabe erhalten:
45
SafeGuard Enterprise
7 Sichern von Transportverbindungen mit SSL
SafeGuard Enterprise unterstützt zur Erhöhung der Sicherheit die Verschlüsselung der
Transportverbindungen zwischen den einzelnen Komponenten mit SSL.
■
Die Verbindung zwischen dem Datenbankserver und dem Web Server sowie die Verbindung
zwischen dem Datenbankserver und dem Computer, auf dem das SafeGuard Management
Center installiert ist, kann mit SSL verschlüsselt werden.
■
Die Verbindung zwischen dem SafeGuard Enterprise Server und dem von SafeGuard
Enterprise verwalteten Computer kann entweder mit SSL oder mit SafeGuard-spezifischer
Verschlüsselung verschlüsselt werden. Der Vorteil bei SSL ist, dass es ein Standardprotokoll
ist und daher eine schnellere Verbindung aufgebaut werden kann als mit der SafeGuard
Transportverschlüsselung.
Hinweis: Wir empfehlen dringend, SSL-verschlüsselte Kommunikation zu verwenden, es
sei denn, es handelt sich um Demo- oder Test-Installationen. Falls dies nicht möglich ist
und die SafeGuard-spezifische Verschlüsselung verwendet wird, so gilt die Obergrenze von
1000 Clients, die eine Verbindung mit einer Serverinstanz herstellen können.
Bevor SSL für SafeGuard Enterprise aktiviert werden kann, muss eine funktionsfähige
SSL-Umgebung eingerichtet werden.
7.1 Einrichten von SSL
Die folgenden allgemeinen Aufgaben müssen für die SSL-Einrichtung auf dem Web Server
durchgeführt werden:
■
Certificate Authority muss auf dem Server installiert sein, um die bei der
SSL-Verschlüsselung verwendeten Zertifikate auszustellen.
■
Ein Zertifikat muss ausgestellt und der IIS Server so konfiguriert werden, dass er SSL
verwendet und auf das Zertifikat zeigt.
■
Der Servername, den Sie bei der Konfiguration des SafeGuard Enterprise Servers angeben,
muss identisch sein mit dem Servernamen, den Sie vorab im SSL-Zertifikat angegeben
haben. Sonst können Client und Server nicht miteinander kommunizieren. Für jeden
SafeGuard Enterprise Server wird ein separates SSL-Zertifikat benötigt.
■
Wenn Sie Network Load Balancer einsetzen, vergewissern Sie sich, dass der Portbereich
den SSL-Port mit einschließt.
Weitere Informationen erhalten Sie von unserem technischen Support oder hier:
46
■
http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/ms998300.aspx
■
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;316898
■
https://blogs.msdn.com/sql_protocols/archive/2005/11/10/491563.aspx
Installationsanleitung
7.2 Aktivieren der SSL-Verschlüsselung in SafeGuard Enterprise
So aktivieren Sie die SSL-Verschlüsselung in SafeGuard Enterprise:
■
Verbindung zwischen Web Server und Datenbankserver:
Aktivieren Sie SSL-Verschlüsselung während der Registrierung des SafeGuard Enterprise
Servers im SafeGuard Management Center Konfigurationspakete-Werkzeug. Für weitere
Informationen, siehe Konfigurieren der Datenbankserver-Verbindung (Seite 32) oder:
http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/109012.html.
■
Für die Verbindung zwischen Datenbankserver und SafeGuard Management Center
Aktivieren Sie die SSL-Verschlüsselung im SafeGuard Management Center
Konfigurationsassistenten, siehe Konfigurieren der Datenbankserver-Verbindung (Seite 32).
■
Verbindung zwischen SafeGuard Enterprise Server und durch SafeGuard Enterprise
geschützte Computer
Aktivieren Sie SSL-Verschlüsselung beim Erzeugen des Konfigurationspakets für den durch
SafeGuard Enterprise verwalteten Endpoint im SafeGuard Management Center
Konfigurationspakete-Werkzeug, siehe Erzeugen eines Konfigurationspakets für zentral
verwaltete Computer (Seite 57).
Sie können die SSL-Verschlüsselung für SafeGuard Enterprise während der Erstkonfiguration
der SafeGuard Enterprise Komponenten oder zu einem späteren Zeitpunkt einrichten. Erstellen
Sie danach ein neues Konfigurationspaket und installieren Sie es auf dem entsprechenden
Server oder zentral verwalteten Computer.
47
SafeGuard Enterprise
8 Registrieren und Konfigurieren des SafeGuard
Enterprise Server
Zur Implementierung der Informationen für die Kommunikation zwischen IIS Server,
Datenbank und dem SafeGuard-geschützten Endpoint muss der SafeGuard Enterprise Server
registriert und konfiguriert werden. Die Informationen werden in einem
Server-Konfigurationspaket gespeichert.
Diesen Schritt führen Sie im SafeGuard Management Center durch. Der Workflow ist davon
abhängig, ob der SafeGuard Enterprise Server auf demselben Computer wie das SafeGuard
Management Center oder auf einem anderen Computer installiert ist.
Sie können auch weitere Eigenschaften festlegen. So lassen sich z. B. zusätzliche
Sicherheitsbeauftragte für den ausgewählten Server hinzufügen. Sie können auch die
Verbindung zur Datenbank konfigurieren.
8.1 Registrieren und Konfigurieren des SafeGuard Enterprise Server
für den aktuellen Computer
Wenn Sie das SafeGuard Management Center und SafeGuard Enterprise Server auf dem
Computer, mit dem Sie derzeit arbeiten, installiert haben, registrieren und konfigurieren Sie
den SafeGuard Enterprise Server.
Hinweis:
Wenn Multi Tenancy installiert ist, steht diese Option nicht zur Verfügung.
1. Starten Sie das SafeGuard Management Center.
2. Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
3. Wählen Sie die Registerkarte Server und klicken Sie auf Diesen Computer zum SGN Server
machen.
4. Wählen Sie die Registerkarte Server und klicken Sie auf Optionen:
Das SafeGuard Enterprise Server Configuration Setup wird automatisch gestartet.
5. Übernehmen Sie in allen folgenden Dialogen die Standardeinstellungen.
Der SafeGuard Enterprise Server ist installiert. Ein Server-Konfigurationspaket mit der
Bezeichnung <Server>.msi wird erstellt und direkt auf dem aktuellen Computer installiert.
Die Serverinformationen werden in der Registerkarte Server angezeigt. Sie können zusätzliche
Konfigurationsschritte durchführen.
Hinweis:
Wenn Sie ein neues Server-Konfigurationspaket (MSI) auf dem SafeGuard Enterprise Server
installieren möchten, deinstallieren Sie zunächst das veraltete Konfigurationspaket. Löschen
Sie darüber hinaus den Local Cache manuell, so dass er mit den neuen Konfigurationsdaten
(z. B. SSL-Einstellungen) aktualisiert werden kann. Installieren Sie dieses Konfigurationspaket
auf dem Server.
48
Installationsanleitung
8.2 Registrieren und Konfigurieren des SafeGuard Enterprise Servers
für einen anderen Computer
Wenn der SafeGuard Enterprise Server auf einem anderen Computer als das SafeGuard
Management Center installiert wurde, registrieren und konfigurieren Sie den SafeGuard
Enterprise Server:
1.
2.
3.
4.
Starten Sie das SafeGuard Management Center.
Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
Wählen Sie die Registerkarte Server und klicken Sie auf Hinzufügen.
Klicken Sie unter Serverregistrierung auf die Schaltfläche [...], um das Maschinenzertifikat
des Servers auszuwählen. Es wird bei der Installation des SafeGuard Enterprise Servers
erzeugt. Sie finden es standardmäßig im Verzeichnis MachCert des SafeGuard Enterprise
Server Installationsverzeichnisses. Es trägt den Dateinamen <Computername>.cer. Wenn
der SafeGuard Enterprise Server auf einem anderen Computer als das SafeGuard
Management Center installiert ist, muss diese .cer-Datei als Kopie oder Netzwerkfreigabe
zugreifbar sein.
Wählen Sie nicht das MSO-Zertifikat.
Der Fully Qualified Name (FQDN), z. B. server.mycompany.com, sowie
Zertifikatsinformationen werden angezeigt.
Hinweis:
Wenn SSL als Transportverschlüsselung zwischen Endpoint und Server verwendet werden
soll, muss der Servername, den Sie hier eingeben, mit dem Servernamen übereinstimmen,
den Sie im SSL-Zertifikat vergeben haben. Andernfalls ist keine Kommunikation möglich.
5. Klicken Sie auf OK.
Die Serverinformationen werden in der Registerkarte Server angezeigt.
6. Klicken Sie auf die Registerkarte Server-Pakete. Hier werden alle verfügbaren Server
angezeigt. Wählen Sie dort den gewünschten Server aus. Geben Sie einen Ausgabepfad für
das Konfigurationspaket an. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Ein Server-Konfigurationspaket (MSI) mit der Bezeichnung <Server>.msi wird im
angegebenen Ausgabeort erstellt.
7. Bestätigen Sie die Erfolgsmeldung mit OK.
8. Klicken Sie in der Registerkarte Server auf Schließen.
Die Registrierung und Konfiguration des SafeGuard Enterprise Servers ist beendet. Installieren
Sie das Server-Konfigurationspaket (MSI) auf dem Computer, auf dem der SafeGuard
Enterprise Server läuft. Sie können die Serverkonfiguration in der Registerkarte Server jederzeit
ändern.
Hinweis:
Wenn Sie ein neues Server-Konfigurationspaket (MSI) auf dem SafeGuard Enterprise Server
installieren möchten, deinstallieren Sie zunächst das veraltete Konfigurationspaket. Löschen
Sie darüber hinaus den Local Cache manuell, so dass er mit den neuen Konfigurationsdaten
49
SafeGuard Enterprise
(z. B. SSL-Einstellungen) aktualisiert werden kann. Installieren Sie dieses Konfigurationspaket
auf dem Server.
8.3 Ändern der SafeGuard Enterprise Server Eigenschaften
Sie können die Eigenschaften und Einstellungen für jeden registrierten Server und seine
Datenbankverbindung jederzeit ändern.
1. Wählen Sie den gewünschten Server in der Registerkarte Server des SafeGuard Management
Center Konfigurationspakete Werkzeugs.
2. Gehen Sie wie folgt vor:
Element
Beschreibung
Skript ausführen
Klicken Sie hier, um die Verwendung von SafeGuard Enterprise
Management API zu ermöglichen. Dies ermöglicht die Ausführung
von administrativen Aufgaben über Skripte
Server-Rollen
Klicken Sie hier, um eine verfügbare Sicherheitsbeauftragtenrolle
für den ausgewählten Server zu aktivieren/deaktivieren.
Server-Rolle hinzufügen...
Klicken Sie hier, um weitere spezifische
Sicherheitsbeauftragtenrollen für den ausgewählten Server
hinzuzufügen, falls erforderlich. Sie werden dazu aufgefordert,
das Serverzertifikat auszuwählen. Die Sicherheitsbeauftragtenrolle
wird hinzugefügt und kann unter Server-Rollen angezeigt werden.
Datenbankverbindung
Klicken Sie auf [...], um die Verbindung zur Datenbank für jeden
registrierten Server zu konfigurieren. Hier können Sie auch die
Anmeldeinformationen für die Datenbank und die
Transportverschlüsselung zwischen Web Server und
Datenbankserver festlegen. Für weitere Informationen, siehe
Konfigurieren der Datenbankserver-Verbindung (Seite 32). Selbst
wenn die Prüfung der Datenbankverbindung nicht erfolgreich ist,
kann ein neues Server-Konfigurationspaket erstellt werden.
Hinweis:
Sie müssen nicht den SafeGuard Management Center
Konfigurationsassistenten erneut ausführen, um die
Datenbankkonfiguration zu aktualisieren. Erstellen Sie einfach
ein neues Server-Konfigurationspaket und verteilen Sie es an den
entsprechenden Server. Sobald dieses auf dem Server installiert
ist, kann auf die neue Datenbankverbindung zugegriffen werden.
3. Erstellen Sie ein neues Server-Konfigurationspaket in der Registerkarte Server-Pakete.
4. Deinstallieren Sie das veraltete Server-Konfigurationspaket und installieren Sie danach das
neue auf dem entsprechenden Server.
Die neue Server-Konfiguration wird aktiv.
50
Installationsanleitung
8.4 Registrieren des SafeGuard Enterprise Servers mit aktivierter
Sophos Firewall
Ein durch SafeGuard Enterprise geschützter Endpoint kann keine Verbindung mit dem
SafeGuard Enterprise Server herstellen, wenn eine Sophos Firewall mit Standardeinstellungen
auf dem Endpoint-Computer installiert ist. Die Sophos Firewall sperrt standardmäßig
NetBIOS-Verbindungen, die für die Auflösung des Netzwerknamens des SafeGuard Enterprise
Servers benötigt werden.
1. Führen Sie als Workaround einen der folgenden Schritte aus:
■
Geben Sie die NetBIOS-Verbindungen in der Firewall frei.
■ Fügen Sie den Fully Qualified Name des SafeGuard Enterprise Servers im
Konfigurationspaket hinzu. Für weitere Informationen, siehe Registrieren und
Konfigurieren des SafeGuard Enterprise Servers für einen anderen Computer (Seite 49).
51
SafeGuard Enterprise
9 Einrichten von SafeGuard Enterprise auf Endpoints
Die SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware fügt sich nahtlos in die gewohnte
Benutzerumgebung ein und lässt sich leicht und intuitiv bedienen. Je nach Ihrer Strategie für
den Einsatz von SafeGuard Enterprise können Sie die Endpoints mit verschiedenen SafeGuard
Enterprise Modulen ausstatten und sie gemäß Ihren Anforderungen konfigurieren.
Sicherheitsbeauftragte können die Installation und Konfiguration lokal auf den
Endpoint-Computern oder im Rahmen einer zentralisierten Software-Installation ausführen.
Durch das zentrale Einrichten von Endpoints wird eine standardisierte Installation auf mehreren
Computern erreicht.
9.1 Zentral verwaltete Endpoints und Standalone-Endpoints
Endpoints können folgendermaßen konfiguriert werden:
■
Zentral verwaltet - SafeGuard Enterprise Clients (Managed)
Zentrale, server-basierte Verwaltung im SafeGuard Management Center
Für zentral verwaltete Endpoints besteht generell eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise
Server. Sie erhalten ihre Richtlinien über den SafeGuard Enterprise Server. Die Verbindung
kann temporär unterbrochen sein, z. B. während einer Geschäftsreise. Trotzdem ist der
Endpoint auch in dieser Situation als zentral verwaltet definiert.
■
Standalone - Sophos SafeGuard Clients (Standalone)
Lokale Verwaltung durch im SafeGuard Management Center erstellte Konfigurationspakete.
Für Standalone-Endpoints besteht nie eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server.
Damit fehlt die Verbindung zur zentralen Verwaltung von SafeGuard Enterprise. Sie werden
im Standalone-Modus betrieben.
Standalone-Endpoints erhalten SafeGuard Enterprise Richtlinien über Konfigurationspakete.
Diese Computer erhalten Richtlinien nie über eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise
Server.
SafeGuard Enterprise Richtlinien werden im SafeGuard Management Center erstellt und
in Konfigurationspakete exportiert. Die Verteilung der Konfigurationspakete kann über
firmeneigene Software-Verteilungsmechanismen erfolgen, oder das Konfigurationspaket
wird manuell auf den Endpoints installiert.
Für die verschiedenen Endpoint-Typen stehen unterschiedliche Pakete und Module zur
Verfügung.
9.2 Einschränkungen
Beachten Sie die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Einschränkungen für SafeGuard
Enterprise auf Endpoints.
52
Installationsanleitung
9.2.1 Einschränkungen für zentral verwaltete Endpoints
Beachten Sie folgende Einschränkungen für zentral verwaltete Endpoints.
■
Einschränkungen für die Initialverschlüsselung
Im Rahmen der initialen Konfiguration von zentral verwalteten Endpoints können
Verschlüsselungsrichtlinien erstellt werden, die in einem Konfigurationspaket an die durch
SafeGuard Enterprise geschützten Endpoints verteilt werden können.
Wenn der durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoint jedoch nicht direkt nach der
Installation des Konfigurationspakets eine Verbindung mit dem SafeGuard Enterprise
Server herstellt, sondern vorübergehend offline ist, werden nur Verschlüsselungsrichtlinien
mit den folgenden spezifischen Einstellungen sofort wirksam:
Geräteschutz vom Typ volume-basierend unter Anwendung des definierten
Computerschlüssels als Verschlüsselungsschlüssel
Damit alle anderen Richtlinien, die Verschlüsselung mit benutzerdefinierten Schlüsseln
umfassen, auf dem durch SafeGuard Enterprise geschützten Endpoint wirksam werden,
muss das entsprechende Konfigurationspaket auch noch einmal der Organizational Unit
des Endpoint zugewiesen werden. Die benutzerdefinierten Schlüssel werden dann erst
erstellt, wenn der Endpoint wieder eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server
hergestellt hat.
Ursache hierfür ist, dass der definierte Computerschlüssel direkt auf dem durch SafeGuard
Enterprise geschützten Endpoint beim ersten Neustart nach der Installation erstellt wird.
Benutzerdefinierte Schlüssel hingegen können nur auf dem Endpoint erstellt werden, wenn
er beim SafeGuard Enterprise Server registriert wurde.
■
Einschränkungen für die Unterstützung von BitLocker Drive Encryption
Das SafeGuard Data Exchange Paket
(SGNClient_withoutDE.msi/SGNClient_withoutDE_x64.msi) steht für die Anwendung
mit BitLocker Drive Encryption Unterstützung nicht zur Verfügung.
Hinweis: Unter Windows Vista oder Windows 7 kann jeweils nur SafeGuard Enterprise
Device Protection oder BitLocker Drive Encryption verwendet werden. Die gleichzeitige
Verwendung beider Verschlüsselungstypen ist nicht möglich. Wenn Sie den
Verschlüsselungstyp ändern möchten, müssen Sie zuerst alle verschlüsselten Laufwerke
entschlüsseln, die SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware deinstallieren und dann
mit den gewünschten Features neu installieren. Wenn Sie versuchen, beide Features
gleichzeitig zu installieren, wird die Installation abgebrochen.
9.2.2 Einschränkungen für Standalone-Endpoints
Die folgenden Features werden für Standalone-Endpoints (Sophos SafeGuard Clients
Standalone) nicht unterstützt:
■
BitLocker Drive Encryption, BitLocker To Go
■
SafeGuard Configuration Protection
■
File Share
53
SafeGuard Enterprise
9.3 Vorbereiten der Endpoints für die Verschlüsselung
Vor der Installation von SafeGuard Enterprise empfehlen wir folgende vorbereitende
Maßnahmen.
■
Auf dem Endpoint muss ein Benutzerkonto eingerichtet und aktiv sein.
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
■
Erstellen Sie einen kompletten Backup Ihrer Daten auf dem Endpoint.
■
Laufwerke, die verschlüsselt werden sollen, müssen komplett formatiert sein und einen
Laufwerksbuchstaben zugewiesen haben.
■
Sophos stellt eine Datei für die Hardware-Konfiguration zur Verfügung, um Konflikte
zwischen der POA und Ihrer Endpoitn-Hardware zu vermeiden. Die Datei ist im
Installationspaket der Verschlüsselungssoftware enthalten. Wir empfehlen, vor jeder größer
angelegten SafeGuard Enterprise Installation die aktuelle Version dieser Datei zu installieren.
Die Datei wird monatlich aktualisiert und steht hier zum Download zur Verfügung:
http://de.sophos.com/support/knowledgebase/article/65700.html
Sie können uns bei der Optimierung der Hardware-Kompatibilität unterstützen, indem
Sie ein von uns zur Verfügung gestelltes Tool ausführen. Dieses Tool liefert ausschließlich
Hardware-relevante Informationen. Das Tool ist einfach zu bedienen. Die gesammelten
Informationen werden zur Hardware-Konfigurationsdatei hinzugefügt. Für weitere
Informationen, siehe http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/110285.html.
■
Untersuchen Sie die Festplatte(n) mit folgendem Kommando auf Fehler:
chkdsk %drive% /F /V /X
Unter Umständen werden Sie dazu aufgefordert, den Endpoint neu zu starten und chkdsk
noch einmal auszuführen. Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/107799.html.
So prüfen Sie die Ergebnisse (Log-Datei) in der Windows-Ereignisanzeige:
Windows XP: Wählen Sie Anwendung, Winlogon.
Windows 7, Windows Vista: Wählen Sie Windows Logs, Anwendung, Wininit.
54
■
Benutzen Sie das Windows-Tool defrag, um fragmentierte Boot-Dateien, Datendateien
und Ordner auf lokalen Volumes aufzufinden und zu konsolidieren. Weitere Informationen
finden Sie unter: http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/109226.html.
■
Deinstallieren Sie Third-Party Boot-Manager, z. B. PROnetworks Boot Pro und Boot-US.
■
Wir empfehlen, vor jeder größer angelegten SafeGuard Enterprise Installation die aktuelle
Version der POA-Konfigurationsdatei zu installieren. Die Datei wird monatlich aktualisiert
und steht hier zum Download zur Verfügung:
http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/657000.html.
■
Wenn die Bootpartition auf dem Endpoint von FAT nach NTFS konvertiert wurde, der
Endpoint aber noch nicht neu gestartet wurde, sollten Sie den Endpoint einmal neu starten.
Andernfalls kann die Installation unter Umständen nicht erfolgreich abgeschlossen werden.
Installationsanleitung
■
Nur für SafeGuard Enterprise Clients (managed): Kontrollieren Sie, ob eine Verbindung
zum SafeGuard Enterprise Server besteht. Rufen Sie auf den Endpoints im Internet Explorer
folgende Web-Adresse auf: http://<ServerIPAddress>/sgnsrv. Wenn die Trans-Seite mit
dem Eintrag Check Connection erscheint, ist die Verbindung zum SafeGuard Enterprise
Server hergestellt.
9.3.1 Vorbereitung für Cloud Storage
Das SafeGuard Enterprise Modul Cloud Storage bietet dateibasierende Verschlüsselung von
in der Cloud gespeicherten Daten.
Cloud Storage stellt sicher, dass die lokalen Kopien von Cloud-Daten transparent verschlüsselt
werden und auch verschlüsselt bleiben, wenn sie in der Cloud gespeichert werden.
Die Art und Weise, wie Benutzer mit in der Cloud gespeicherten Daten arbeiten, wird dadurch
nicht beeinflusst. Auf die anbieterspezifische Cloud-Software hat die Anwendung des Moduls
keine Auswirkungen. Sie kann wie zuvor zum Übertragen von Daten an die Cloud oder zum
Empfangen von Daten aus der Cloud benutzt werden.
So bereiten Sie Ihre Endpoints für Cloud Storage vor:
■
Die anbieterspezifische Cloud Storage Software muss auf den Endpoint-Computern, auf
denen Sie das Modul Cloud Storage installieren möchten, installiert sein.
■
Die anbieterspezifische Cloud Storage Software muss eine Anwendung oder einen
Systemdienst im lokalen Dateisystem für die Synchronisierung zwischen der Cloud und
dem lokalen System enthalten.
■
Die anbieterspezifische Cloud Storage Software muss die synchronisierten Daten im lokalen
Dateisystem speichern.
Hinweis: Cloud Storage verschlüsselt nur neue in der Cloud gespeicherte Daten. Wurden
Daten bereits vor der Installation von Cloud Storage in der Cloud gespeichert, so werden diese
Daten nicht automatisch verschlüsselt. Um diese Daten zu verschlüsseln, müssen die Benutzer
sie zunächst aus der Cloud entfernen und sie nach der Installation von Cloud Storage wieder
an die Cloud übergeben.
9.3.2 Vorbereitung für die Unterstützung von BitLocker Drive Encryption
Hinweis: Bevor Sie mit der Installation beginnen, entscheiden Sie, ob Sie SafeGuard Enterprise
in Verbindung mit der BitLocker Drive Encryption oder die SafeGuard Enterprise Device
Protection anwenden möchten. Wenn Sie versuchen, beides gleichzeitig zu installieren, wird
die Installation abgebrochen.
Wenn Sie mit SafeGuard Enterprise BitLocker Endpoints verwalten möchten, treffen Sie
folgende spezifische vorbereitende Maßnahmen auf dem Endpoint:
■
Auf dem Endpoint muss Windows Vista Enterprise oder Ultimate oder Windows 7 installiert
sein.
■
Es muss eine zweite Partition für das BitLocker System-Volume mit einer NTFS-formatierten
Klartextpartition mit mindestens 1.5 GB vorhanden sein. Microsoft bietet ein BitLocker
Partitionierungs-Tool.
55
SafeGuard Enterprise
■
BitLocker Drive Encryption muss installiert und aktiviert sein.
■
Wenn TPM für die Authentisierung verwendet werden soll, muss TPM initialisiert, im
Besitz und aktiviert sein.
■
Wenn Sie die volume-basierende Verschlüsselung von SafeGuard Enterprise installieren
möchten, sollten Sie sicherstellen, dass die Volumes nicht bereits mit BitLocker Drive
Encryption verschlüsselt wurden. Andernfalls kann es zu einer Beschädigung des Systems
kommen.
■
Um die BitLocker Drive Encryption Unterstützung zu installieren, deaktivieren Sie entweder
User Access Control (UAC) oder melden Sie sich mit dem integrierten
Administrator-Benutzerkonto an.
Weitere Informationen erhalten Sie vom Microsoft Support oder auf den folgenden Websites:
■
Vorbereitung für BitLocker:
http://technet2.microsoft.com/WindowsVista/en/library/
c61f2a12-8ae6-4957-b031-97b4d762cf311033.mspx?mfr=true
■
BitLocker FAQ:
http://technet2.microsoft.com/WindowsVista/en/library/
58358421-a7f5-4c97-ab41-2bcc61a58a701033.mspx?mfr=true
9.3.3 Vorbereiten einer "Ändern"-Installation
Wenn Sie eine vorhandene SafeGuard Enterprise Installation ändern oder bestimmte Module
zu einem späteren Zeitpunkt installieren, meldet das Installationsprogramm u. U., dass
bestimmte Komponenten (z. B. SafeGuard Removable Media Manager) derzeit benutzt werden.
Diese Meldung wird dadurch verursacht, dass diese Module gemeinsame Komponenten
benutzen, die derzeit verwendet werden und daher nicht sofort aktualisiert werden können.
Diese Meldung kann ignoriert werden, da die betroffenen Komponenten beim Neustart des
Computers ohnehin aktualisiert werden.
Dieses Verhalten gilt für die Installation in überwachtem und nicht überwachtem Modus.
9.4 Erzeugen von Konfigurationspaketen
Erzeugen Sie je nach erforderlicher Konfiguration die passenden Konfigurationspakete für
die Endpoints im SafeGuard Management Center:
■
Für zentral verwaltete Windows-Endpoints - Pakete für Managed Clients
■
Für Standalone-Windows-Endpoints - Pakete für Standalone Clients
■
Für Macs - Pakete für Managed Clients
■
Wenn Sie Service Accounts für Aufgaben nach der Installation verwenden.
Das erste Konfigurationspaket muss auf den Endpoints zusammen mit der
Verschlüsselungssoftware installiert werden.
56
Installationsanleitung
9.4.1 Erzeugen eines Konfigurationspakets für zentral verwaltete Computer
1.
2.
3.
4.
5.
Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
Wählen Sie Pakete für Managed Clients.
Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
Ordnen Sie einen primären SafeGuard Enterprise Server zu (der sekundäre Server ist nicht
notwendig).
6. Falls erforderlich, geben Sie eine Richtliniengruppe an, die auf die Computer angewendet
werden soll. Diese müssen Sie zuvor im SafeGuard Management Center erstellt haben.
Wenn Sie für Aufgaben nach der Installation auf dem Computer Service Accounts
verwenden möchten, stellen Sie sicher, dass die entsprechende Richtlinieneinstellung in
dieser ersten Richtliniengruppe definiert ist, siehe Service Accounts für die Durchführung
von Aufgaben nach der Installation (Seite 59).
7. Wählen Sie den Modus für die Transportverschlüsselung, der bestimmt, wie die
Verbindung zwischen SafeGuard Enterprise Client und SafeGuard Enterprise Server
verschlüsselt wird: Sophos-Verschlüsselung oder SSL-Verschlüsselung.
Der Vorteil bei SSL ist, dass es ein Standardprotokoll ist und eine schnellere Verbindung
aufgebaut werden kann als mit der SafeGuard Transportverschlüsselung. Für weitere
Informationen, siehe Sichern von Transportverbindungen mit SSL (Seite 46).
8. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an.
9. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Das Konfigurationspaket (MSI) wird im angegebenen Verzeichnis angelegt. Im nächsten
Schritt verteilen Sie das Paket an die Endpoint-Computer zur Installation.
9.4.2 Erzeugen eines Konfigurationspakets für Standalone-Computer
1.
2.
3.
4.
5.
Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
Wählen Sie Pakete für Standalone Clients.
Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
Geben Sie eine zuvor im SafeGuard Management Center erstellte Richtliniengruppe an,
die für die Computer gelten soll.
57
SafeGuard Enterprise
6. Geben Sie unter Speicherort für Schlüssel-Sicherungskopie einen freigegebenen
Netzwerkpfad für das Speichern der Schlüssel-Recovery-Datei an oder wählen Sie einen
Netzwerkpfad aus. Geben Sie den freigegebenen Pfad in folgender Form ein: \\network
computer\, zum Beispiel \\mycompany.edu\. Wenn Sie hier keinen Pfad angeben, wird
der Benutzer beim ersten Anmelden am Endpoint-Computer nach der Installation gefragt,
wo die Schlüsseldatei gespeichert werden soll.
Die Schlüssel-Recovery-Datei (XML) wird für die Durchführung von Recovery-Vorgängen
bei durch Sophos SafeGuard geschützten Computern benötigt. Sie wird auf allen durch
Sophos SafeGuard geschützten Computern erzeugt.
Hinweis:
Stellen Sie sicher, dass diese Schlüssel-Recovery-Datei an einem Speicherort abgelegt wird,
auf den die Mitarbeiter des Helpdesk Zugriff haben. Die Dateien können dem Helpdesk
auch durch andere Mechanismen zugänglich gemacht werden. Die Datei ist mit dem
Unternehmenszertifikat verschlüsselt. Sie kann also auch auf externen Medien oder auf
dem Netzwerk gespeichert werden, um sie dem Helpdesk für Recovery-Vorgänge zur
Verfügung zu stellen. Sie kann auch per E-Mail verschickt werden.
7. Unter POA Gruppe können Sie eine POA-Gruppe auswählen, die dem Endpoint-Computer
zugeordnet wird. POA-Benutzer können für administrative Aufgaben auf den Endpoint
zugreifen, nachdem die Power-on Authentication aktiviert wurde. Um POA-Benutzer
zuzuweisen, müssen Sie die POA-Gruppe zunächst im Bereich Benutzer & Computer des
SafeGuard Management Center anlegen.
8. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an.
9. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
Das Konfigurationspaket (MSI) wird im angegebenen Verzeichnis angelegt. Im nächsten
Schritt verteilen Sie das Paket an die Endpoint-Computer zur Installation.
9.4.3 Erzeugen eines Konfigurationspakets für Macs
Ein Konfigurationspaket für einen Mac enthält die relevanten Serverinformationen sowie das
Unternehmenszertifikat. Der Mac benutzt diese Informationen zum Zurückmelden von
Statusinformationen (POA an/aus, Verschlüsselungsstatus usw.). Die Statusinformationen
werden im SafeGuard Management Center angezeigt.
1.
2.
3.
4.
5.
Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
Wählen Sie Pakete für Managed Clients.
Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen.
Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein.
Ordnen Sie einen primären SafeGuard Enterprise Server zu (der sekundäre Server ist nicht
notwendig).
6. Wählen Sie SSL als Transportverschlüsselung für die Verbindung zwischen dem Endpoint
und dem SafeGuard Enterprise Server. Für Macs wird Sophos als Transportverschlüsselung
nicht unterstützt.
7. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (ZIP) an.
8. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
58
Installationsanleitung
Das Konfigurationspaket (ZIP) wird nun im angegebenen Verzeichnis angelegt. Im nächsten
Schritt verteilen Sie das Paket an Ihre Macs zur Installation.
9.4.4 Service Accounts für die Durchführung von Aufgaben nach der
Installation
Wenn Sie SafeGuard Enterprise über einen zentralen Rollout-Vorgang installieren möchten,
empfehlen wir die Konfiguration einer Service Account-Liste. Ein IT-Administrator, der zu
einer Service Account-Liste hinzugefügt wurde, kann sich nach der Installation von SafeGuard
Enterprise an Endpoints anmelden, ohne die Power-on Authentication zu aktivieren. Ein
solches Vorgehen ist empfehlenswert, da normalerweise der erste Benutzer, der sich nach der
Installation an einem Endpoint anmeldet, als primäres Benutzerkonto zur POA hinzugefügt
wird. Die in den Listen enthaltenen Benutzer werden als SafeGuard Enterprise Gastbenutzer
behandelt.
Mit Service Accounts ergibt sich folgender Workflow:
■
SafeGuard Enterprise wird auf einem Endpoint installiert.
■
Der Endpoint wird neu gestartet und ein Rollout-Beauftragter, der in einer Service Account
Liste aufgeführt ist, meldet sich über die Windows-Eingabe-Aufforderung an.
■
Gemäß der auf den Endpoint angewendeten Service Account Liste wird der Benutzer als
Service Account erkannt und als Gastbenutzer behandelt.
■
Der Rollout-Beauftragte wird nicht zur POA hinzugefügt und die POA wird nicht aktiviert.
Der Endbenutzer kann sich anmelden und die POA aktivieren.
Hinweis:
Service Account Listen müssen Sie in einer Richtlinie anlegen und diese der ersten
Richtliniengruppe des ersten Konfigurationspakets zuweisen, das Sie nach der Installation der
Verschlüsselungssoftware auf dem Endpoint installieren. Weitere Informationen finden Sie
in der Administrator-Hilfe.
9.5 Installation der Verschlüsselungssoftware
Für das Einrichten der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware auf Endpoints gibt es
zwei Möglichkeiten:
■
Lokales Installieren der Verschlüsselungssoftware Dies ist zum Beispiel für eine
Testinstallation empfehlenswert.
■
Zentrales Installieren der Verschlüsselungssoftware Dadurch wird eine standardisierte
Installation auf mehreren Endpoints erreicht.
Bevor Sie mit der Installation beginnen, prüfen Sie die verfügbaren Installationspakete und
Features für zentral verwaltete Endpoints und Standalone-Endpoints. Die Installationsschritte
für beide Varianten sind identisch, mit der Ausnahme, dass für jeden der beiden ein
unterschiedliches Konfigurationspaket zugeordnet werden muss.
Das Verhalten des Endpoint bei der ersten Anmeldung nach der Installation von SafeGuard
Enterprise und der Aktivierung der Power-on Authentication ist in der Benutzerhilfe
beschrieben.
59
SafeGuard Enterprise
9.5.1 Installationspakete und Features
Die folgende Tabelle zeigt die Installationspakete und Features der Sophos SafeGuard
Verschlüsselungssoftware auf Endpoints. Sie finden die Installationspakete im Installers Ordner
Ihrer Produktlieferung.
Hinweis:
Wenn das Betriebssystem des Endpoint Windows 7 64-Bit oder Windows Vista 64-Bit ist,
können Sie die 64-Bit-Variante der Installationspakete (<Paketname>_x64.msi) installieren.
Das 64-Bit Paket von SafeGuard Configuration Protection ist für Windows 7 64 Bit verfügbar.
Es ist zwar möglich, bei einer Erstinstallation nicht alle Features zu installieren, wir empfehlen
jedoch, das komplette SafeGuard Device Protection Paket von Beginn an zu installieren.
Paket
Inhalt
SGxClientPreinstall.msi
Prä-Installations-Paket
Diese Paket muss vor der Installation
eines
Verschlüsselungsinstallationspakets
installiert werden. Es stattet
Endpoints mit notwendigen
Voraussetzungen für eine
erfolgreiche Installation der
aktuellen Verschlüsselungssoftware
aus.
SGNClient.msi
Für zentral
verwaltete
Endpoints
verfügbar
Für
StandaloneEndpoints
verfügbar
Obligatorisch
Obligatorisch
SafeGuard Device Protection Paket
SGNClient_x64.msi
BaseEncryption,SectorBasedEncryption
Festplattenverschlüsselung für
interne und externe Festplatten. Mit
Power-on Authentication
Wählen Sie den Installationstyp
Vollständig, Typisch oder Angepasst.
BitLockerSupport
BitLocker Drive Encryption mit
SafeGuard Enterprise Unterstützung.
Erfordert Microsoft BitLocker.
Wählen Sie den Installationstyp
Angepasst.
60
Es kann entweder
SectorBasedEncryption
ODER
BitLockerSupport
installiert werden.
Installationsanleitung
Paket
Inhalt
Für zentral
verwaltete
Endpoints
verfügbar
Für
StandaloneEndpoints
verfügbar
SecureDataExchange
SafeGuard Data Exchange:
Dateibasierende Verschlüsselung von
Daten auf Wechselmedien auf allen
Plattformen ohne
Neuverschlüsselung.
Wählen Sie den Installationstyp
Vollständig oder Angepasst.
FileShare
Dateibasierende Verschlüsselung von
Daten auf lokalen Festplatten und
Netzwerkfreigaben, speziell für
Arbeitsgruppen.
Wählen Sie den Installationstyp
Vollständig oder Angepasst.
CloudStorage
Dateibasierende Verschlüsselung für
in der Cloud gespeicherte Daten.
Lokale Kopien von in der Cloud
gespeicherten Daten werden stets
transparent verschlüsselt. Für das
Übertragen von Daten an die Cloud
oder den Empfang von Daten aus
der Cloud muss anbieterspezifische
Software benutzt werden.
Wählen Sie den Installationstyp
Vollständig oder Angepasst.
ConfigurationProtection
Kontrolle und Schutz von
Endpoint-Computern und Geräten
an allen Schnittstellen, Schutz von
Ports.
Wählen Sie den Installationstyp
Angepasst aus.
Um SafeGuard Configuration
Protection zu installieren, aktivieren
Sie dieses Feature UND installieren
Sie ein zusätzliches Paket, siehe
Einrichten von SafeGuard
Configuration Protection (Seite 73).
61
SafeGuard Enterprise
Paket
Inhalt
SGNClient_withoutDE.msi
SGNClient_withoutDE_x64.msi
Dateibasierende Verschlüsselung
SecureDataExchange
Dateibasierende Verschlüsselung von
Daten auf Wechselmedien auf allen
Plattformen ohne
Neuverschlüsselung
Es steht keine Power-on
Authentication zur Verfügung.
Wählen Sie den Installationstyp
Vollständig, Typisch oder Angepasst.
FileShare
Dateibasierende Verschlüsselung von
Daten auf lokalen Festplatten und
Netzwerkfreigaben, speziell für
Arbeitsgruppen.
Wählen Sie den Installationstyp
Vollständig oder Angepasst.
CloudStorage
Dateibasierende Verschlüsselung für
in der Cloud gespeicherte Daten.
Lokale Kopien von in der Cloud
gespeicherten Daten werden stets
transparent verschlüsselt. Für das
Übertragen von Daten an die Cloud
oder den Empfang von Daten aus
der Cloud muss anbieterspezifische
Software benutzt werden.
Wählen Sie den Installationstyp
Vollständig oder Angepasst.
ConfigurationProtection
Kontrolle und Schutz von
Endpoint-Computern und Geräten
an allen Schnittstellen, Schutz von
Ports.
Wählen Sie den Installationstyp
Angepasst.
Um SafeGuard Configuration
Protection zu installieren, aktivieren
Sie dieses Feature UND installieren
Sie ein zusätzliches Configuration
62
Für zentral
verwaltete
Endpoints
verfügbar
Für
StandaloneEndpoints
verfügbar
Installationsanleitung
Paket
Inhalt
Für zentral
verwaltete
Endpoints
verfügbar
Für
StandaloneEndpoints
verfügbar
Protection Paket, siehe Einrichten
von SafeGuard Configuration
Protection (Seite 73).
SGNCPClient.msi
SGNCPClient_x64.msi
SafeGuard Configuration
Protection Paket
Kontrolle und Schutz von
Endpoint-Computern und Geräten
an allen Schnittstellen, Schutz von
Ports.
Das 64-Bit Paket ist für Windows 7
64 Bit verfügbar.
SGNClientRuntime.msi
SafeGuard Runtime Paket
SGNClientRuntime_x64.msi
Ermöglicht das Starten des Endpoint
von einem sekundären
Boot-Laufwerk ermöglicht, wenn
mehrere Betriebssysteme installiert
sind und der den Zugriff auf diese
Laufwerke erlaubt, wenn diese durch
die primäre SafeGuard Enterprise
Installation verschlüsselt sind.
9.5.2 Lokales Installieren der Verschlüsselungssoftware
Voraussetzungen:
■
Die Computer müssen für die Verschlüsselung vorbereitet sein, siehe Vorbereiten der
Endpoints für die Verschlüsselung (Seite 54).
■
Entscheiden Sie, welches Verschlüsselungspaket und welche Features installiert werden
sollen.
So führen Sie eine lokale Installation der Verschlüsselungssoftware durch:
1. Melden Sie sich an dem Computer als Administrator an.
2. Installieren Sie das Prä-Installationspaket SGxClientPreinstall.msi, das den
Endpoint-Computer mit den nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation
der aktuellen Verschlüsselungssoftware ausstattet.
Hinweis: Alternativ können Sie auch die Datei vcredist_x86.exe installieren, die Sie hier
herunterladen können:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=766a6af7-ec73-40ff-b072-9112bab119c2
oder stellen Sie sicher, dass MSVCR100.dll im Ordner Windows\WinSxS folder auf dem
Computer vorhanden ist.
63
SafeGuard Enterprise
3. Doppelklicken Sie auf dem relevanten Verschlüsselungssoftwarepaket (MSI). Ein Assistent
führt Sie durch die notwendigen Schritte.
4. Übernehmen Sie im Assistenten in allen folgenden Dialogen die Standardeinstellungen.
Hinweis:
Bei einer Erstinstallation empfehlen wir, von Beginn an eine Vollständige Installation
auszuwählen. Um nur einen Teil der Features zu installieren, wählen Sie eine Angepasste
Installation und aktivieren/deaktivieren Sie die entsprechenden Features.
SafeGuard Enterprise wird auf dem Endpoint-Computer installiert.
5. Wechseln Sie an den Speicherort des relevanten Konfigurationspakets (MSI), das Sie zuvor
im SafeGuard Management Center erzeugt haben. Für zentral verwaltete Endpoints und
Standalone-Endpoints müssen unterschiedliche Konfigurationspakete installiert werden,
siehe Erzeugen von Konfigurationspaketen (Seite 56).
6. Installieren Sie das relevante Konfigurationspaket (MSI) auf dem Computer.
7. Stellen Sie nach der Installation sicher, dass die Endpoint-Computer zweimal neu gestartet
werden, um die Power-on Authentication zu aktivieren. Die Computer müssen ein drittes
Mal neu gestartet werden, um eine Sicherung der Kerneldaten bei jedem Windows-Start
durchzuführen.
Stellen Sie sicher, dass die Computer vor dem dritten Neustart nicht in den Ruhezustand
versetzt werden, damit die Sicherung der Kerneldaten erfolgreich abgeschlossen werden
kann.
SafeGuard Enterprise wird auf dem Endpoint-Computer eingerichtet. Informationen zum
Anmeldeverhalten des Computers nach der Installation von SafeGuard Enterprise finden Sie
in der SafeGuard Enterprise Benutzerhilfe.
9.5.3 Zentrale Installation der Verschlüsselungssoftware
Durch die zentrale Installation der Verschlüsselungssoftware wird eine standardisierte
Installation auf mehreren Endpoints erreicht.
Hinweis: Die Installations- und Konfigurationspakete können im Rahmen einer zentralen
Softwareverteilung nur einem Endpoint zugewiesen werden, nicht aber einem Benutzer.
So führen Sie eine zentrale Installation durch:
■
Prüfen Sie die verfügbaren Installationspakete und Features für zentral verwaltete Endpoints
und Standalone-Endpoints, siehe Installationspakete und Features (Seite 60).
■
Prüfen Sie die Kommandozeilenoptionen.
■
Prüfen Sie die Liste mit Feature-Parametern für die ADDLOCAL Befehlszeilenoption.
■
Prüfen Sie die Beispielbefehle.
■
Bereiten Sie das Installationsskript vor.
9.5.3.1 Vorbereiten des Installationsskripts
Voraussetzungen:
■
64
Die Computer müssen für die Verschlüsselung vorbereitet sein.
Installationsanleitung
■
Entscheiden Sie, welche Softwarepakete und Features installiert werden sollen.
So führen Sie eine zentrale Installation der Verschlüsselungssoftware durch:
1. Erstellen Sie ein Verzeichnis mit der Bezeichnung Software als zentralen Speicherort für
alle Anwendungen.
2. Verwenden Sie Ihre eigenen Tools, um das Installationspaket zu erstellen, das auf den
Endpoint-Computern installiert werden soll. Das Paket muss Folgendes in der angegebenen
Reihenfolge enthalten:
Hinweis: Wenn Sie die Installation über Active Directory ausführen, verwenden Sie für
jedes Paket ein separates Gruppenrichtlinienobjekt und sortieren Sie die Pakete in der
nachfolgend angegebenen Reihenfolge. So stellen Sie sicher, dass die Installation erfolgreich
durchgeführt werden kann.
Paket
Prä-Installationspaket
SGxClientPreinstall.msi
Beschreibung
Das obligatorische Paket stattet die Endpoint-Computer
mit den nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware aus,
zum Beispiel mit der benötigten DLL MSVCR110.dll.
Hinweis: Wenn dieses Paket nicht installiert ist, wird die
Installation der Verschlüsselungssoftware abgebrochen.
Verschlüsselungssoftware-Paket
Für eine Liste der verfügbaren Pakete, siehe
Installationspakete und Features (Seite 60).
Konfigurationspaket für
Endpoint-Computer
Verwenden Sie die zuvor im SafeGuard Management
Center erzeugten Konfigurationspakete. Für zentral
verwaltete Endpoints und Standalone-Endpoints müssen
unterschiedliche Konfigurationspakete installiert werden,
siehe Erzeugen von Konfigurationspaketen (Seite 56).
Löschen Sie zunächst alle veralteten, im SafeGuard
Management Center erstellten Pakete.
3. Erstellen Sie ein Skript mit den Kommandos für die vorkonfigurierte Installation. Im Skript
müssen die Features der Verschlüsselungssoftware aufgelistet sein, die Sie installieren
möchten, siehe Feature-Parameter für die ADDLOCAL Option (Seite 67). Öffnen Sie eine
Befehlseingabeaufforderung und geben Sie die Scripting-Befehle ein. Für Informationen
zur Kommandozeilen-Syntax, siehe Kommandozeilenoptionen für die zentrale Installation
(Seite 66).
4. Verteilen Sie das Paket über unternehmensinterne Software-Verteilungsmechanismen an
die Endpoint-Computer.
Das Installation wird auf den Endpoint-Computern ausgeführt. Danach sind die
Endpoint-Computer für den Einsatz von SafeGuard Enterprise bereit.
65
SafeGuard Enterprise
5. Stellen Sie nach der Installation sicher, dass die Endpoint-Computer zweimal neu gestartet
werden, um die Power-on Authentication zu aktivieren. Die Computer müssen ein drittes
Mal neu gestartet werden, um eine Sicherung der Kerneldaten bei jedem Windows-Start
durchzuführen.
Stellen Sie sicher, dass die Computer vor dem dritten Neustart nicht in den Ruhezustand
versetzt werden, damit die Sicherung der Kerneldaten erfolgreich abgeschlossen werden
kann.
Zusätzliche Konfiguration kann erforderlich sein, damit sich die Power-on Authentication
(POA) auf jeder Hardware-Plattform korrekt verhält. Die meisten Hardware-Konflikte lassen
sich mit Hilfe von Hotkeys-Funktionalitäten beheben, die in die POA integriert sind. Hotkeys
können nach der Installation konfiguriert werden, entweder in der POA selbst oder über eine
zusätzliche Konfigurationseinstellung, die dem Windows Installer Befehl msiexec mitgegeben
wird. Weitere Informationen finden Sie unter:
http://de.sophos.com/support/knowledgebase/article/107781.html
http://de.sophos.com/support/knowledgebase/article/107785.html
9.5.3.2 Kommandozeilenoptionen für die zentrale Installation
Wir empfehlen, für die zentrale Installation ein Skript mit der Windows Installer Komponente
msiexec zu erstellen. Msiexec führt eine vorkonfigurierte SafeGuard Enterprise Installation
automatisch aus. Msiexec steht in Windows XP, Vista und Windows 7 zur Verfügung. Weitere
Informationen finden Sie unter: http://msdn.microsoft.com/en-us/library/aa367988(VS.85).aspx.
Kommandozeilen-Syntax
msiexec /i <path+msi package name> /qn ADDLOCAL=ALL | <SGN
Features> <SGN parameter>
Die Kommandozeilensyntax setzt sich folgendermaßen zusammen:
■
Windows Installer Parameter, die z. B. Warnungen und Fehlermeldungen während der
Installation in eine Datei protokollieren.
■
Sophos SafeGuard Features, die installiert werden sollen, z. B. vollständige,
volume-basierende Festplattenverschlüsselung.
■
Sophos SafeGuard Parameter, die z. B. das Installationsverzeichnis angeben.
Kommandozeilen-Optionen
Alle verfügbaren Optionen können Sie über msiexec.exe in der Eingabeaufforderung abrufen.
Im Folgenden sind wichtige Optionen beschrieben.
66
Option
Beschreibung
/i
Gibt an, dass es sich um eine Installation handelt.
/qn
Installiert ohne Benutzerinteraktion und zeigt keine Benutzeroberfläche
an.
Installationsanleitung
Option
Beschreibung
ADDLOCAL=
Listet die Sophos SafeGuard Features auf, die installiert werden. Wird
die Option nicht angegeben, werden alle Features installiert, die für
eine Standardinstallation vorgesehen sind.
Eine Liste der Sophos SafeGuard Features in den einzelnen
Installationspaketen und Informationen zu deren Verfügbarkeit je
nach Endpoint-Konfiguration finden Sie unter Installationspakete und
Features (Seite 60). Für eine Liste der Feature-Parameter für die
ADDLOCAL Option, siehe Feature-Parameter für die ADDLOCAL
Option (Seite 67).
ADDLOCAL=ALL
Installiert alle verfügbaren SafeGuard Enterprise Features.
REBOOT=Force |
ReallySuppress
Erzwingt oder unterdrückt einen Neustart nach der Installation. Ohne
Angabe wird der Neustart erzwungen (Force).
/L* <path + filename>
Protokolliert alle Warnungen und Fehlermeldungen in die angegebene
Protokolldatei. Der Parameter /Le <Pfad + Dateiname> protokolliert
ausschließlich Fehlermeldungen.
Installdir= <Verzeichnis>
Gibt das Verzeichnis an, in das die SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware installiert werden soll. Ohne Angabe wird
als Standardinstallationsverzeichnis
<SYSTEM>:\PROGRAMME\SOPHOS verwendet.
9.5.3.3 Feature-Parameter für die ADDLOCAL Option
Sie müssen Sie bereits im Vorfeld definieren, welche Features auf den Endpoints installiert
werden sollen. Die Feature-Namen werden als Parameter zur Kommandozeilenoption
ADDLOCAL hinzugefügt. Listen Sie die Features nach der Eingabe der Option ADDLOCAL
auf:
■
Trennen Sie die Features durch Kommas, nicht durch Leerzeichen.
■
Achten Sie außerdem auf die Groß-/Kleinschreibung.
■
Wenn Sie ein Feature auswählen, müssen Sie auch alle übergeordneten Features (Feature
Parents) zur Kommandozeile hinzufügen.
■
Die Features Client und Authentication müssen Sie standardmäßig auflisten.
In den folgenden Tabellen sind alle Features aufgelistet, die auf den Endpoints installiert
werden können. Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.sophos.de/support/knowledgebase/article/108426.html.
9.5.3.3.1 Features für SafeGuard Device Protection
In der folgenden Tabelle sind die für das SafeGuard Device Protection Paket (SGNClient.msi,
SGNClient_x64.msi) verfügbaren Features aufgelistet, die zur ADDLOCAL Option hinzugefügt
werden können.
Hinweis:
67
SafeGuard Enterprise
Feature Parents
Client
Feature
Authentication
Obligatorisch Das Feature Authentication und sein Feature
Parent Client müssen standardmäßig angegeben werden.
Client, Authentication
CredentialProvider
Obligatorisch für Endpoints mit Windows Vista, Windows 7.
Das Feature dient zur Anmeldung über den Credential Provider.
Client, BaseEncryption
SectorBasedEncryption Festplattenverschlüsselung
Hinweis: Es kann entweder SectorBasedEncryption ODER
BitLockerSupport angegeben werden.
Client
BitLockerSupport
Client
SecureDataExchange
Client
FileShare
Client
CloudStorage
Client
ConfigurationProtection
Um SafeGuard Configuration Protection zu installieren,
aktivieren Sie dieses Feature UND installieren Sie ein zusätzliches
Paket, siehe Einrichten von SafeGuard Configuration Protection
(Seite 73).
9.5.3.3.2 Features für die dateibasierende Verschlüsselung
In der folgenden Tabelle sind die für das Paket für die dateibasierende Verschlüsselung
(SGNClient_withoutDE.msi, SGNClient_withoutDE_x64.msi) verfügbaren Features aufgelistet,
die zur ADDLOCAL Option hinzugefügt werden können.
Feature Parents
Client
Feature
Authentication
Obligatorisch Das Feature Authentication und sein Feature Parent
Client müssen standardmäßig angegeben werden.
Client
68
SecureDataExchange
Client
FileShare
Client
CloudStorage
Installationsanleitung
Feature Parents
Feature
Client
ConfigurationProtection
Um SafeGuard Configuration Protection zu installieren, aktivieren
Sie dieses Feature UND installieren Sie ein zusätzliches Paket, siehe
Einrichten von SafeGuard Configuration Protection (Seite 73).
9.5.3.4 Beispielbefehl: SafeGuard Device Protection mit File Share
Folgendes wird durch den Befehl installiert:
■
Die Endpoints werden mit den notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware ausgestattet.
■
Anmeldung an die Endpoints mit dem Windows Vista/Windows 7 Credential Provider
■
SafeGuard Enterprise Power-on Authentication (POA)
■
SafeGuard Enterprise Festplattenverschlüsselung (volume-basierend)
■
File Share mit dateibasierender Verschlüsselung von Daten auf der lokalen Festplatte und
auf Netzwerkfreigaben
■
Das Konfigurationspaket, das den Endpoint als zentral verwalteten Endpoint konfiguriert
und eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server ermöglicht.
■
Log-Dateien werden erzeugt.
Beispielbefehl:
msiexec /i F:\Software\SGxClientPreinstall.msi /qn /log
I:\Temp\SGxClientPreinstall.log
msiexec /i F:\Software\SGNClient.msi /qn /log
I:\Temp\SGNClient.log
ADDLOCAL=Client,Authentication,CredentialProvider,
BaseEncryption,SectorBasedEncryption,FileShare
Installdir=C:\Program Files\Sophos\SafeGuard Enterprise
msiexec /i F:\Software\SGNConfig_managed.msi /qn /log
I:\Temp\SGNConfig_managed.log
9.5.3.5 Beispielbefehl: Dateibasierende Verschlüsselung
Folgendes wird durch den Befehl installiert:
■
Die Endpoints werden mit den notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware ausgestattet.
■
SafeGuard Data Exchange mit dateibasierender Verschlüsselung von Daten auf
Wechselmedien
69
SafeGuard Enterprise
■
SafeGuard File Share mit dateibasierender Verschlüsselung von Daten auf der lokalen
Festplatte und auf Netzwerkfreigaben
■
SafeGuard Cloud Storage mit dateibasierender Verschlüsselung von in der Cloud
gespeicherten Daten
■
Das Konfigurationspaket, das den Endpoint als zentral verwalteten Endpoint konfiguriert
und eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server ermöglicht.
■
Log-Dateien werden erzeugt.
Beispielbefehl:
msiexec /i F:\Software\SGxClientPreinstall.msi /qn /log
I:\Temp\SGxClientPreinstall.log
msiexec /i F:\Software\SGNClient_withoutDE.msi /qn /log
I:\Temp\SGNClient_withoutDE.log ADDLOCAL=Client,
Authentication,SecureDataExchange,FileShare,CloudStorage
Installdir=C:\Program Files\Sophos\SafeGuard Enterprise
msiexec /i F:\Software\SGNConfig_managed.msi /qn /log
I:\Temp\SGNConfig_managed.log
9.6 Lokales Installieren der Verschlüsselungssoftware für Mac
1. Gehen Sie mit der Web-Adresse und den Download-Anmeldedaten auf die Sophos Website
und laden Sie den Sophos SafeGuard Disk Encryption Installer for Mac OS X herunter.
2. Suchen Sie im Download-Ordner nach dem Installer Disk Image. Öffnen Sie das Image.
Suchen Sie Sophos SafeGuard.pkg und klicken Sie auf dem Paket doppelt, um den Installer
zu starten.
3. Klicken Sie auf Weiter. Führen Sie die angegebenen Handlungsschritte aus.
4. Geben Sie die Mac OS X Administratoranmeldedaten ein, wenn Sie der Installer dazu
auffordert. Dies ist notwendig, damit der Installer Änderungen vornehmen kann.
5. Wenn der Installer abgeschlossen ist, starten Sie Ihren Mac neu.
6. Nach dem Neustart ist Sophos SafeGuard Disk Encryption installiert.
7. Die Power-on Authentication ist noch nicht aktiviert. Es wird jedoch "Secured by SOPHOS"
angezeigt. Nach etwa einer Sekunde wird das Betriebssystem gestartet. Solange noch kein
SafeGuard Benutzer vorhanden ist, zeigt die Software weiterhin "Secured by SOPHOS" an.
Wenn der erste Benutzer erstellt wird, wird die Power-on Authentication aktiviert.
Sophos SafeGuard Disk Encryption for Mac platziert ein Symbol auf die rechte Seite der
Menüleiste. Durch Klicken auf dieses Symbol erhalten Sie Zugriff auf die Sophos SafeGuard
Disk Encryption Benutzer- und Disk-Verwaltungsfunktionen.
70
Installationsanleitung
Deinstallation von Sophos SafeGuard Disk Encryption for Mac
Um Sophos SafeGuard Disk Encryption zu deinstallieren, verwenden Sie das Uninstaller
Package Sophos SafeGuard Uninstaller.pkg aus /Library/Sophos SafeGuard. Sie müssen
zunächst die Festplatte entschlüsseln.
9.7 Installation gemäß FIPS
Die FIPS-Zertifizierung beschreibt Sicherheitsanforderungen für Verschlüsselungsmodule.
So stellen z. B. Behörden in den USA und in Kanada an Software für besonders
sicherheitskritische Informationen die Anforderung der FIPS 140-2 Zertifizierung.
SafeGuard Enterprise nutzt FIPS-zertifizierte AES-Algorithmen. Standardmäßig wird eine
neue, schnellere Implementierung der AES-Algorithmen installiert, die noch nicht
FIPS-zertifiziert ist.
Um die FIPS-zertifizierte Variante des AES-Algorithmus zu nutzen, setzen Sie beim Installieren
der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware die Eigenschaft FIPS_AES auf 1 (eins).
Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:
■
Fügen Sie die Eigenschaft zum Kommandozeilen-Skript hinzu:
msiexec /i F:\Software\SGNClient.msi FIPS_AES=1
■
Verwenden Sie ein Transform.
9.8 Installation auf selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten
SafeGuard Enterprise unterstützt den anbieter-unabhängigen Opal-Standard für
selbst-verschlüsselnde Festplatten und bietet die Verwaltung von Endpoints mit dieser Art
von Festplatten.
Um sicherzustellen, dass die Unterstützung von selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten
diesem Standard möglichst genau entspricht, werden bei der Installation von SafeGuard
Enterprise auf dem Endpoint zwei Arten von Prüfungen durchgeführt:
■
Funktionale Prüfungen
Hier wird u. a. geprüft, ob sich die Festplatte als "OPAL"-Festplatte identifiziert, ob
Kommunikationseinstellungen korrekt sind und ob alle für SafeGuard Enterprise
erforderlichen Opal Features von der Festplatte unterstützt werden.
■
Sicherheitsprüfungen
Mit Sicherheitsprüfungen wird sichergestellt, dass nur SafeGuard Enterprise Benutzer auf
der Festplatte registriert sind und dass nur SafeGuard Enterprise Benutzer die Schlüssel
für die software-basierende Verschlüsselung von nicht selbst-verschlüsselnden Laufwerken
haben. Wird bei der Installation festgestellt, dass andere Benutzer registriert sind, versucht
SafeGuard Enterprise automatisch, diese zu deaktivieren. Diese Funktionalität wird durch
den Opal-Standard gefordert. Ausgenommen sind hier einige wenige Standard "Authorities",
die für den Betrieb eines Opal-Systems erforderlich sind.
71
SafeGuard Enterprise
Hinweis: Diese Sicherheitsprüfungen werden wiederholt, wenn nach einer erfolgreichen
Installation im Opal-Modus eine Verschlüsselungsrichtlinie für die Festplatte angewendet
wird. Schlagen die Sicherheitsprüfungen in diesem Fall fehl, so haben inzwischen außerhalb
von SafeGuard Enterprise Eingriffe in die Laufwerksverwaltung stattgefunden. In diesem
Fall verweigert SafeGuard Enterprise den Zugriff auf das Laufwerk und es wird eine
entsprechende Meldung angezeigt.
Sollten einige dieser Prüfungen ohne Recovery-Möglichkeit fehlschlagen, so wird für die
Installation nicht die software-basierende Verschlüsselung angewendet. Stattdessen bleiben
alle Volumes auf der Opal-Festplatte unverschlüsselt.
Wenn Sie erzwingen möchten, dass keine Opal-Prüfungen durchgeführt werden, verwenden
Sie folgende Kommandozeilensyntax:
MSIEXEC /i <name_of_selected_client_msi>.msi OPALMODE=2
Bei einigen Opal-Festplatten bestehen u. U. Sicherheitsprobleme. Es besteht keine Möglichkeit,
automatisch festzustellen, welche Privilegien unbekannten Benutzern/Authorities zugeordnet
sind, die bereits zum Zeitpunkt der SafeGuard Enterprise Installation/Verschlüsselung registriert
waren. Wenn die Festplatte den Befehl, diese Benutzer zu deaktivieren, nicht ausführt, wendet
SafeGuard Enterprise die software-basierende Verschlüsselung an, um die größtmögliche
Sicherheit für den SafeGuard Enterprise Benutzer zu gewährleisten. Da wir für die Festplatten
selbst keine Sicherheitsgarantien geben können, haben wir einen speziellen Installationsschalter
implementiert. Diesen Schalter können Sie verwenden, um Festplatten mit potentiellen
Sicherheitsrisiken auf eigene Verantwortung zu benutzen. Eine Liste der Festplatten, für die
dieser Schalter erforderlich ist, sowie weitere Informationen zu unterstützten Festplatten
finden Sie in den SafeGuard Enterprise Release Notes.
Um den Installationsschalter anzuwenden, benutzen Sie folgende Kommandozeilensyntax:
MSIEXEC /i <name_of_selected_client_msi>.msi
IGNORE_OPAL_AUTHORITYCHECK_RESULTS=1
Wenn Sie die Installation mit einem Transform durchführen möchten: Die interne Eigenschaft
der .msi-Datei hat denselben Namen.
Weitere Informationen zu SafeGuard Enterprise in Kombination mit Opal-Festplatten finden
Sie in der SafeGuard Enterprise Administratorhilfe und Benutzerhilfe.
72
Installationsanleitung
10 Einrichten von SafeGuard Configuration Protection
SafeGuard Configuration Protection ermöglicht es, nur bestimmte Schnittstellen und
Peripheriegeräte auf den Endpoints zu erlauben. Dies verhindert, dass Malware auf den
Endpoint gelangt, sowie Datenexporte über unerwünschte Kanäle, z. B. WLAN. SafeGuard
Configuration Protection erkennt und blockiert auch gefährliche Hardware wie Key Logger.
10.1 Voraussetzungen und Einschränkungen
Beachten Sie folgende Voraussetzungen und Einschränkungen:
■
Um SafeGuard Configuration Protection auf Windows 7 64-Bit-Betriebssystemen
einzurichten, können Sie die 64-Bit-Varianten der "Client"-Installationspakete verwenden.
■
SafeGuard Configuration Protection steht nur für zentral verwaltete Endpoints (SafeGuard
Enterprise Clients Managed) zur Verfügung. SafeGuard Configuration Protection wird für
Standalone-Endpoints (Sophos SafeGuard Clients Standalone) nicht unterstützt.
■
.NET Version 2.1 muss installiert sein.
10.2 Zentrales Installieren von SafeGuard Configuration Protection
Wenn Sie SafeGuard Configuration Protection zentral auf den Endpoint-Computern installieren
möchten, verwenden Sie die Windows Installer-Komponente msiexec.
Die Kommandozeile lautet wie folgt:
msiexec /i SGNCPClient.msi /quiet /norestart
Führen Sie die Schritte in der angegebenen Reihenfolge aus:
1. Bereiten Sie die Installation auf den Endpoint-Computern vor, siehe Vorbereiten der
Endpoints für die Verschlüsselung (Seite 54).
2. Erstellen Sie ein Verzeichnis mit der Bezeichnung Software als zentralen Speicherort für
alle Anwendungen.
73
SafeGuard Enterprise
3. Verwenden Sie Ihre eigenen Tools, um das Installationspaket zu erstellen, das auf den
Endpoint-Computern installiert werden soll. Das Paket muss folgende Komponenten in
der angegebenen Reihenfolge enthalten:
Vorbereitendes Installationspaket
SGxClientPreinstall.msi
Das Paket stattet die Endpoint-Computer mit den nötigen
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation der
aktuellen Verschlüsselungssoftware aus, zum Beispiel mit
der benötigten DLL MSVCR110.dll.
Hinweis: Wenn dieses Paket nicht installiert ist, wird die
Installation der Verschlüsselungssoftware abgebrochen.
SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware-Paket.
Installieren Sie entweder das SafeGuard Device Protection
Paket oder das SafeGuard Paket für dateibasierende
Verschlüsselung.
Fügen Sie ConfigurationProtection als Feature zur
ADDLOCAL-Option hinzu. Bei Windows 7
64-Bit-Betriebssystemen können Sie die 64-Bit-Varianten
der Installationspakete verwenden.
SafeGuard Configuration Protection
Paket
Installieren Sie SGNCPClient.msi. Um SafeGuard
Configuration Protection auf Windows 7
64-Bit-Betriebssystemen einzurichten, können Sie die
64-Bit-Varianten der Installationspakete verwenden.
Verwenden Sie den Parameter /norestart, um
sicherzustellen, dass der Computer nicht neu gestartet
wird: msiexec /i SGNCPClient.msi /quiet /norestart
Konfigurationspaket für zentral
verwaltete Endpoints
Verwenden Sie die zuvor im SafeGuard Management
Center erzeugten Konfigurationspakete. Bevor Sie ein
neues Konfigurationspaket installieren, deinstallieren sie
zunächst vorhandene veraltete Konfigurationspakete.
4. Um das Skript zu erzeugen, öffnen Sie eine Befehlseingabeaufforderung und geben Sie die
Scripting-Befehle ein.
5. Verteilen Sie dieses Paket über unternehmenseigene Software-Verteilungsmechanismen
an die Endpoint-Computer.
10.2.1 Beispielbefehl: SafeGuard Configuration Protection mit Device
Protection
Das msiexec Kommando muss in der im Beispiel angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden.
In diesem Beispiel wird folgendes installiert:
74
■
Die Endpoints werden mit den notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware ausgestattet.
■
SafeGuard Enterprise Power-on Authentication (POA)
■
SafeGuard Enterprise Festplattenverschlüsselung (volume-basierender Geräteschutz)
Installationsanleitung
Hinweis: SafeGuard Configuration Protection muss als Feature im Paket für die SafeGuard
Enterprise Festplattenverschlüsselung angegeben werden.
■
Um die Installation des Moduls SafeGuard Configuration Protection anzustoßen, muss
das Configuration Protection Installationspaket durch Angabe eines weiteren msiexec
Kommandos hinzugefügt werden.
■
Das Konfigurationspaket, das den Endpoint als zentral verwalteten Endpoint konfiguriert
und eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server ermöglicht, wird installiert.
■
Log-Dateien werden erzeugt.
Beispiel:
msiexec /i F:\Software\SGxClientPreinstall.msi /qn /log
I:\Temp\SGxClientPreinstall.log
msiexec /i F:\Software\SGNClient.msi /qn /log
I:\Temp\SGNClient.log ADDLOCAL=Client,Authentication,
CredentialProvider,BaseEncryption,SectorBasedEncryption,ConfigurationProtection
Installdir=C:\Program Files\Sophos\SafeGuard Enterprise
msiexec /i F:\Software\SGNCPClient.msi /quiet /norestart
msiexec /i F:\Software\SGNClientConfig_managed.msi /qn /log
I:\Temp\SGNClientConfig_managed.log
10.2.2 Beispielbefehl: SafeGuard Configuration Protection mit dateibasierender
Verschlüsselung
Das msiexec Kommando muss in der im Beispiel angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden.
In diesem Beispiel wird folgendes installiert:
■
Die Endpoints werden mit den notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware ausgestattet.
■
SafeGuard Data Exchange mit dateibasierender Verschlüsselung auf Wechselmedien wird
installiert.
Hinweis: SafeGuard Configuration Protection muss als Feature für das SafeGuard Data
Exchange Installationspaket angegeben werden.
■
Um die Installation des Moduls SafeGuard Configuration Protection anzustoßen, muss
das Configuration Protection Installationspaket durch Angabe eines weiteren msiexec
Kommandos hinzugefügt werden.
75
SafeGuard Enterprise
■
Das Konfigurationspaket, das den Endpoint als zentral verwalteten Endpoint konfiguriert
und eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server ermöglicht, wird installiert.
■
Log-Dateien werden erzeugt.
Beispiel:
msiexec /i F:\Software\SGxClientPreinstall.msi /qn
/logI:\Temp\SGxClientPreinstall.log
msiexec /i F:\Software\SGNClient.msi /qn /log
I:\Temp\SGNClient.log ADDLOCAL=Client,Authentication,
SecureDataExchange,ConfigurationProtection Installdir=C:\Program
Files\Sophos\SafeGuard Enterprise
msiexec /i F:\Software\SGNCPClient.msi /quiet /norestart
msiexec /i F:\Software\SGNClientConfig_managed.msi /qn /log
I:\Temp\SGNClientConfig_managed.log
10.3 Lokales Installieren von SafeGuard Configuration Protection
Voraussetzungen:
Die Computer müssen für die Verschlüsselung vorbereitet sein, siehe Vorbereiten der Endpoints
für die Verschlüsselung (Seite 54).
So führen Sie eine lokale Installation von SafeGuard Configuration Protection durch:
1. Melden Sie sich an dem Computer als Administrator an.
2. Installieren Sie das Prä-Installationspaket SGxClientPreinstall.msi, das den
Endpoint-Computer mit den nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation
der aktuellen Verschlüsselungssoftware ausstattet.
3. Doppelklicken Sie auf das Sophos SafeGuard Verschlüsselungspaket, das Sie installieren
möchten (SGNClient.msi or SGNClient_withoutDE.mis). Ein Assistent führt Sie durch
die notwendigen Schritte.
4. Akzeptieren Sie im Assistenten die Standardeinstellungen mit Ausnahme der folgenden:
Wählen Sie den Installationstyp Angepasst aus. Treffen Sie unter Features Ihre Auswahl
und wählen Sie zusätzlich das Feature Configuration Protection.
Die Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware wird auf dem Endpoint Computer
installiert und für die Anwendung mit SafeGuard Configuration Protection aktiviert.
76
Installationsanleitung
5. Doppelklicken Sie auf dem SafeGuard Configuration Protection Paket (SGNCPClient.msi).
Ein Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte.
Akzeptieren Sie im Assistenten die Standardeinstellungen mit Ausnahme der folgenden:
Ändern Sie den Installationspfad in C:\Program Files\Sophos\Sophos SafeGuard\, um
sicherzustellen, dass das Configuration Protection Modul im korrekten Verzeichnis installiert
wird.
6. Starten Sie den Computer nicht neu.
7. Erzeugen Sie ein Konfigurationspaket des Typs "Managed" und installieren Sie es direkt
nach der Installation beider Softwarepakete auf dem Endpoint-Computer.
8. Starten Sie den Endpoint-Computer neu.
SafeGuard Configuration Protection wird auf dem Endpoint-Computer installiert.
10.4 Deinstallieren von SafeGuard Configuration Protection
Um SafeGuard Configuration Protection zu deinstallieren, führen Sie die folgenden Schritte
in der angegebenen Reihenfolge durch:
1. Deinstallieren Sie das Sophos SafeGuard Konfigurationspaket.
2. Doppelklicken Sie auf dem installierten Sophos SafeGuard Verschlüsselungspaket. Ein
Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte.
3. Wählen Sie im Installationsassistenten den Installationstyp Ändern aus.
4. Deaktivieren Sie unter Features zusätzlich das Feature Configuration Protection.
5. Wenn die Deinstallation beendet ist, starten Sie den Computer auf keinen Fall neu.
6. Deinstallieren Sie das SafeGuard Configuration Protection Paket (SGNCPClient.msi).
7. Starten Sie den Computer neu.
SafeGuard Configuration Protection wird vom Endpoint-Computer entfernt.
10.5 Aktualisieren von SafeGuard Configuration Protection
So aktualisieren Sie SafeGuard Configuration Protection:
1. Installieren Sie das aktuelle vorbereitende Installationspaket SGxClientPreinstall.msi. Dieses
Paket stattet die Endpoint-Computer mit notwendigen Voraussetzungen für die erfolgreiche
Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware aus.
2. Installieren Sie das aktuelle Sophos SafeGuard Verschlüsselungspaket auf dem Computer,
entweder SGNClient.msi oder SGNClient_withoutDE.msi. Um SafeGuard Configuration
Protection auf Windows 7 64-Bit-Betriebssystemen einzurichten, können Sie die
64-Bit-Varianten der Verschlüsselungspakete verwenden.
Starten Sie den Computer nach dem Abschluss der Installation nicht neu.
3. Entfernen Sie unter Software das SafeGuard Configuration Protection Paket.
4. Starten Sie den Endpoint-Computer neu.
5. Installieren Sie das aktuelle SafeGuard Configuration Protection Paket
SGNCPClient.msi/SGNCPClient_x64.msi.
77
SafeGuard Enterprise
6. Starten Sie den Endpoint-Computer neu.
7. Ordnen Sie im SafeGuard Management Center die relevante Configuration Protection
Richtlinie dem Endpoint-Computer erneut zu, um die Funktion zu aktivieren.
SafeGuard Configuration Protection wird auf dem Endpoint-Computer aktualisiert.
78
Installationsanleitung
11 Einrichten von SafeGuard Enterprise Runtime
Die SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware kann auch dann zum Schutz der Daten
installiert werden, wenn mehrere Betriebssysteme auf separaten Volumes der
Endpoint-Festplatte (Runtime-System) installiert sind. SafeGuard Enterprise Runtime stellt
folgende Sachverhalte sicher, wenn die Software auf Volumes mit einer zusätzlichen
Windows-Installation installiert wird:
■
Die Windows-Installation, die sich auf diesen Volumes befindet, kann erfolgreich durch
einen Boot Manager gestartet werden.
■
Auf Partitionen auf diesen Volumes, die durch eine vollständige SafeGuard Enterprise
Client Installation mit dem definierten Computerschlüssel verschlüsselt worden sind, kann
erfolgreich zugegriffen werden.
11.1 Voraussetzungen und Einschränkungen
Beachten Sie:
■
SafeGuard Enterprise Runtime bietet keine SafeGuard Enterprise Verschlüsselungs-Features
oder Funktionalitäten.
■
SafeGuard Enterprise Runtime unterstützt nur die Betriebssysteme, die auch für die
SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware unterstützt werden.
■
USB-Tastaturen können u. U. nur eingeschränkt benutzt werden.
■
Es werden nur Boot Manager unterstützt, die nach der Power-on Authentication aktiv
werden.
■
Die Unterstützung von Boot Managern von Drittanbietern wird nicht garantiert. Wir
empfehlen den Einsatz von Microsoft Boot Managern.
■
SafeGuard Enterprise Runtime kann nicht auf eine SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungsinstallation in Vollversion aktualisiert werden.
■
Das Runtime-Installationspaket muss vor der Installation der Vollversion des Enterprise
Verschlüsselungspakets installiert werden.
■
Es kann nur auf Volumes, die mit dem definierten Computerschlüssel in SafeGuard
Enterprise verschlüsselt wurden, zugegriffen werden.
11.2 Vorbereitung
Um SafeGuard Enterprise Runtime einzurichten, führen Sie die folgenden vorbereitenden
Schritte in der angegebenen Reihenfolge durch:
1. Stellen Sie sicher, dass die Volumes, auf denen SafeGuard Enterprise Runtime laufen soll,
zum Zeitpunkt der Installation sichtbar sind und mit ihrem Windows-Namen (z. B. C:)
angesprochen werden können.
79
SafeGuard Enterprise
2. Legen Sie fest, auf welchem Volume/welchen Volumes der Festplatte SafeGuard Enterprise
Runtime installiert werden soll. In Zusammenhang mit SafeGuard Enterprise sind diese
Volumes als "sekundäre" Windows-Installationen definiert. Es können mehrere sekundäre
Windows-Installationen vorhanden sein. Verwenden Sie folgendes Paket:
SGNClientRuntime.msi oder SGNClientRuntime_x64.msi (unter Windows Vista 64 Bit,
Window 7 64 Bit).
3. Legen Sie fest, auf welchem Volume der Festplatte die Vollversion des SafeGuard Enterprise
Clients installiert werden soll. In Zusammenhang mit SafeGuard Enterprise ist dieses
Volume als “primäre“ Windows-Installation definiert. Es kann jeweils nur eine primäre
Windows-Installation geben. Verwenden Sie folgendes Paket: SGNClient.msi oder
SGNClient_x64.msi (unter Windows Vista 64 Bit, Window 7 64 Bit). Falls erforderlich
können Sie zusätzlich Configuration Protection (SGNCPClient.msi/SGNCPClient_x64.msi
verfügbar für Windows 7 64-Bit-Betriebssysteme) installieren.
4. Bereiten Sie die Computer für die Verschlüsselung vor, siehe Vorbereiten der Endpoints für
die Verschlüsselung (Seite 54).
11.3 Installieren von SafeGuard Runtime
1. Wählen Sie das/die gewünschte(n) sekundäre(n) Volume(s) der Festplatte aus, auf
dem/denen Sie SafeGuard Enterprise Runtime Client installieren möchten.
2. Starten Sie die sekundäre Windows-Installation auf dem ausgewählten Volume.
3. Installieren Sie das Runtime-Installationspaket auf dem ausgewählten Volume.
4. Übernehmen Sie die Standardeinstellungen im nächsten Dialog des Installers. Sie müssen
keine speziellen Features auswählen.
5. Wählen Sie einen Installationsordner für die Runtime-Installation.
6. Klicken Sie auf Beenden, um die Runtime-Installation abzuschließen.
7. Wählen Sie das primäre Volume der Festplatte, auf dem Sie die SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware installieren möchten.
8. Starten Sie die primäre Windows-Installation auf dem ausgewählten Volume.
9. Starten Sie das Prä-Installationspaket SGxClientPreinstall.msi. Dieses Paket stattet die
Endpoint-Computer mit notwendigen Voraussetzungen für die erfolgreiche Installation
der Verschlüsselungssoftware aus.
10. Installieren Sie das SafeGuard Enterprise Verschlüsselungspaket auf dem ausgewählten
Volume.
11. Erstellen Sie ein Konfigurationspaket gemäß Ihren Anforderungen und verteilen Sie es an
den Endpoint-Computer.
12. Verschlüsseln Sie beide Volumes mit dem definierten Computerschlüssel.
11.4 Starten von einem sekundären Volume über einen Boot Manager
1. Starten Sie den Computer.
2. Melden Sie sich an der Power-on Authentication mit Ihren Anmeldeinformationen an.
3. Starten Sie den Boot Manager und wählen Sie das gewünschte sekundäre Volume als
Boot-Laufwerk.
80
Installationsanleitung
4. Starten Sie den Computer von diesem Volume neu.
Auf jedes Volume, das mit dem definierten Computerschlüssel verschlüsselt ist, kann zugegriffen
werden.
81
SafeGuard Enterprise
12 Replikation der SafeGuard Enterprise Datenbank
Zur Optimierung der Performance der SafeGuard Enterprise Datenbank lässt sich diese auf
mehrere SQL Server replizieren.
Dieser Abschnitt beschreibt das Aufsetzen der Replikation für die SafeGuard Enterprise
Datenbank in einer verteilten Umgebung. In der Beschreibung wird davon ausgegangen, dass
Sie bereits Erfahrung mit dem Microsoft SQL Server Replikationsmechanismus haben.
Hinweis:
Die Administration sollte nur bei der Master-Datenbank erfolgen, nicht bei replizierten
Datenbanken.
12.1 Mergereplikation
Die Mergereplikation ist der Vorgang der Verteilung von Daten vom Verleger an die
Abonnenten. Dabei können Verleger und Abonnenten unabhängig voneinander
Aktualisierungen vornehmen und danach einen Merge der Aktualisierungen zwischen den
Standorten durchführen.
Die Mergereplikation erlaubt es verschiedenen Standorten, autonom zu arbeiten und später
die Aktualisierungen zu einem einzigen, einheitlichen Ergebnis zusammenzuführen. Der
initiale Snapshot wird auf die Abonnenten angewendet. Microsoft SQL Server verfolgt dann
die Änderungen an veröffentlichten Daten beim Verleger und bei den Abonnenten nach. Die
Daten werden zwischen den Servern kontinuierlich, zu einem festgelegten Zeitpunkt oder auf
Anforderung synchronisiert. Da Aktualisierungen auf mehr als einem Server ausgeführt werden,
sind dieselben Daten möglicherweise vom Verleger und von mindestens einem Abonnenten
aktualisiert worden. Daher kann es beim Zusammenführen von Aktualisierungen zu Konflikten
kommen.
Die Mergereplikation bietet Standardmöglichkeiten sowie individuelle Möglichkeiten für die
Konfliktlösung, die Sie bei der Konfiguration einer Mergeveröffentlichung definieren können.
Tritt ein Konflikt auf, ruft der Merge-Agent einen Resolver auf. Dieser bestimmt, welche Daten
akzeptiert und an andere Standorte verteilt werden.
12.2 Einrichten der Datenbankreplikation
Der Vorgang des Einrichtens einer Replikation für die SafeGuard Enterprise Datenbank wird
am Beispiel von Microsoft SQL Server 2005 beschrieben.
Im Beispiel wird SafeGuard Enterprise ausschließlich von der Datenbank in Wien aus
administriert. Alle Änderungen werden vom SafeGuard Management Center über den Microsoft
SQL Server 2005 Replikationsmechanismus an die Datenbanken in Graz und Linz
weitergegeben. Die von den Client-Computern über die Web Server gemeldeten Änderungen
werden ebenfalls über den Replikationsmechanismus an den Microsoft SQL Server 2005
weitergegeben.
82
Installationsanleitung
12.2.1 Erzeugen der Master-Datenbank
Legen Sie zunächst die SafeGuard Enterprise Master-Datenbank an. In unserem Beispiel ist
dies die Datenbank Wien.
Der Vorgang zum Erzeugen der Master-Datenbank ist mit dem entsprechenden Vorgang für
eine SafeGuard Enterprise Installation ohne Replikation identisch.
■
Erzeugen der Master-Datenbank im SafeGuard Management Center
Konfigurationsassistenten.
Für diesen Vorgang muss das SafeGuard Management Center bereits installiert sein. Für
weitere Informationen, siehe Starten der Erstkonfiguration des SafeGuard Management
Centers (Seite 32).
■
Erzeugen Sie die Master-Datenbank mit einem SQL-Skript. Sie finden SQL Skripte in Ihrer
Produktlieferung.
Dieser Vorgang wird häufig bevorzugt, wenn erweiterte SQL-Berechtigungen während der
SafeGuard Management Konfiguration nicht erwünscht sind. Für weitere Informationen,
siehe Erzeugen der SafeGuard Enterprise Datenbank per Skript (Seite 26).
12.2.2 Erzeugen der Replikationsdatenbanken Graz und Linz
Nach dem Einrichten der Master-Datenbank erzeugen Sie die Replikationsdatenbanken. Im
Beispiel haben die Replikationsdatenbanken die Bezeichnungen Graz und Linz.
Hinweis:
Datentabellen und EVENT-Tabellen werden in getrennten Datenbanken gehalten.
Ereigniseinträge werden standardmäßig nicht verkettet, so dass die EVENT-Datenbank zur
83
SafeGuard Enterprise
Erhöhung der Performance auf mehrere SQL Server repliziert werden kann. Wenn
EVENT-Tabellen verkettet werden, können während der Replikation ihrer Datensätze Probleme
auftreten.
So erzeugen Sie die Replikationsdatenbanken neu:
1. Erzeugen Sie eine Veröffentlichung für die Master-Datenbank in der Management-Konsole
des SQL Servers.
Eine Veröffentlichung definiert das Daten-Set, das repliziert werden soll.
2. Wählen Sie alle Tabellen, Ansichten und gespeicherten Prozeduren für die Synchronisierung
in dieser Veröffentlichung aus.
3. Erstellen Sie die Replikationsdatenbanken, indem Sie ein Abonnement für Graz und ein
Abonnement für Linz erzeugen. Die neuen Datenbanken Graz und Linz erscheinen
daraufhin in den Abonnements im SQL Konfigurationsassistenten.
4. Schließen Sie den SQL Konfigurationsassistenten. Die Replikationsüberwachung zeigt, ob
der Replikationsmechanismus korrekt läuft.
5. Stellen Sie sicher, dass Sie den korrekten Datenbanknamen in der ersten Zeile des SQL
Skripts eingeben. Verwenden Sie zum Beispiel Graz oder Linz.
6. Erzeugen Sie nochmal die Snapshots mit dem Snapshot Agenten.
Die Replikationsdatenbanken Graz und Linz wurden angelegt.
12.3 Installieren und Registrieren von SafeGuard Enterprise Servern
Um SafeGuard Enterprise Server auf den Web Servern zu installieren, gehen Sie wie folgt vor.
1. Installieren Sie SafeGuard Enterprise Server auf dem Server WS_1.
2. Installieren Sie SafeGuard Enterprise Server auf dem Server WS_2.
3. Registrieren Sie beide Server im SafeGuard Management Center. Klicken Sie im Extras
Menü auf Konfigurationspakete... und dann auf Server registrieren. Klicken Sie in der
Registerkarte Server registrieren auf Hinzufügen.
4. Sie werden dazu aufgefordert, die Serverzertifikate ws_1.cer und ws_2.cer hinzuzufügen.
Sie finden die Zertifikate im Ordner \Program Files\Sophos\Sophos SafeGuard\MachCert\.
Die Zertifikate werden benötigt, um die entsprechenden Konfigurationspakete zu erstellen.
Die SafeGuard Enterprise Server sind installiert und registriert.
12.4 Erzeugen der Konfigurationspakete für die Datenbank GRAZ
Erzeugen Sie die Konfigurationspakete für die Datenbank GRAZ: ein Paket für Server WS_1
für die Kommunikation mit der Datenbank GRAZ sowie ein Paket für die Verbindung des
SafeGuard Enterprise Clients GRAZ mit dem Web Service WS_1.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Optionen und dann
auf Datenbank.
2. Wählen Sie unter Verbindungseinstellungen WS_1 als Datenbankserver und GRAZ als
Datenbank auf Server. Klicken Sie auf OK.
84
Installationsanleitung
3. Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete... und dann auf
Server-Konfigurationspaket erstellen. Wählen Sie den Server WS_1 , den Ausgabepfad
und klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
4. Wechseln Sie auf die Registerkarte Konfigurationspaket (Managed) erstellen. Klicken Sie
auf Konfigurationspaket hinzufügen und geben Sie einen Namen für das Paket ein. Wählen
Sie unter Primärer Server den korrekten Server, mit dem die SafeGuard Enterprise Clients
GRAZ verbunden werden sollen: WS_1. Legen Sie den Ausgabepfad fest und klicken Sie
auf Konfigurationspaket erstellen.
Die SafeGuard Enterprise Server und Client Konfigurationspakete für die Datenbank GRAZ
werden am definierten Ausgabeort erstellt.
12.5 Erzeugen der Konfigurationspakete für die Datenbank LINZ
Sie müssen die Konfigurationspakete für die Datenbank LINZ erzeugen: Ein Paket für Server
WS_2 für die Kommunikation mit der Datenbank GRAZ sowie ein Paket für die Verbindung
des SafeGuard Enterprise Clients LINZ mit dem Web Service WS_2.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Optionen und dann
auf Datenbank.
2. Wählen Sie unter Verbindungseinstellungen WS_2 als Datenbankserver und LINZ als
Datenbank auf Server. Klicken Sie auf OK.
3. Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete... und dann auf
Server-Konfigurationspaket erstellen. Wählen Sie den Server WS_2 , den Ausgabepfad
und klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen.
4. Wechseln Sie auf die Registerkarte Konfigurationspaket (Managed) erstellen. Klicken Sie
auf Konfigurationspaket hinzufügen und geben Sie einen Namen für das Paket ein. Wählen
Sie unter Primärer Server den korrekten Server, mit dem die SafeGuard Enterprise Clients
LINZ verbunden werden sollen: WS_2. Legen Sie den Ausgabepfad fest und klicken Sie
auf Konfigurationspaket erstellen. Klicken Sie auf Schließen.
5. Verbinden Sie das SafeGuard Management Center wieder mit der Datenbank WIEN:
Klicken Sie im Extras Menü auf Optionen und dann auf Datenbankverbindung.
Die SafeGuard Enterprise Server und Client Konfigurationspakete für die Datenbank LINZ
werden am definierten Ausgabeort erstellt.
12.6 Installieren der SafeGuard Enterprise Server
Konfigurationspakete
1. Installieren Sie das Server-Konfigurationspaket (ws_1.msi) auf Web Service WS_1, der
mit der Datenbank GRAZ kommunizieren soll.
2. Installieren Sie das Server-Konfigurationspaket ws_2.msi auf Web Service WS_2, der mit
der Datenbank LINZ kommunizieren soll.
3. Testen Sie die Kommunikation zwischen den SafeGuard Enterprise Servern und diesen
Datenbanken, siehe Testen der Verbindung (IIS 6 auf Windows Server 2003) (Seite 44).
85
SafeGuard Enterprise
12.7 Einrichten des Endpoint-Computers
Für Informationen zum Installieren der Verschlüsselungssoftware auf Endpoint-Computern,
siehe Zentrale Installation der Verschlüsselungssoftware (Seite 64).
Hinweis:
Stellen Sie zum Einrichten der Endpoints sicher, dass Sie nach der Installation das korrekte
Konfigurationspaket installieren:
1. Installieren Sie das Client-Konfigurationspaket GRAZ auf den Endpoints, die mit dem
GRAZ Server WS_1 verbunden werden sollen.
2. Installieren Sie das Client-Konfigurationspaket LINZ auf den Endpoints, die mit dem LINZ
Server WS_2 verbunden werden sollen.
Für Informationen zum Aktualisieren von replizierten SafeGuard Enterprise Datenbanken,
siehe Aktualisieren von replizierten SafeGuard Enterprise Datenbanken (Seite 88).
86
Installationsanleitung
13 Aktualisierung
SafeGuard Enterprise 5.5x oder höher kann direkt auf die aktuelle Version von SafeGuard
Enterprise aktualisiert werden. Bestehende Einstellungen müssen nicht geändert werden.
Wenn Sie eine Aktualisierung von einer älteren Version durchführen möchten, müssen Sie
zunächst eine Aktualisierung auf Version 5.50 durchführen.
Für eine Aktualisierung auf die aktuelle Version von Sophos SafeGuard müssen folgende
Komponenten aktualisiert werden. Führen Sie die Aktualisierung in der angegebenen
Reihenfolge aus:
1.
2.
3.
4.
SafeGuard Enterprise Datenbank
SafeGuard Enterprise Server
SafeGuard Management Center
Durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoint-Computer
Hinweis:
Wenn Sie eine Aktualisierung von SafeGuard Enterprise 5.x auf SafeGuard Enterprise 6
durchführen, müssen Sie manuell eine Standard-Evaluierungslizenz für SafeGuard Cloud
Storage und SafeGuard File Share importieren Die Lizenzdatei steht in Ihrer Produktlieferung
zur Verfügung.
Wenn Sie eine Aktualisierung von einer SafeGuard Enterprise Version vor 5.30 durchführen,
wenden Sie sich bitte vorher an Ihren Vertriebspartner und fordern Sie eine gültige Lizenz an.
Ab SafeGuard Enterprise 5.30 muss eine gültige Lizenzdatei importiert werden.
13.1 Aktualisieren der SafeGuard Enterprise Datenbank und des
Datenbankschemas
Voraussetzungen:
■
SafeGuard Enterprise Datenbank 5.50 oder höher muss installiert sein. Ältere Versionen
müssen zunächst auf Version 5.50 aktualisiert werden.
■
Es werden SQL-Migrationsskripte für die Aktualisierung benötigt. Sie finden diese im Tools
Verzeichnis Ihrer Software-Lieferung. Stellen Sie sicher, dass sie auf dem
Datenbank-Computer vorhanden sind.
■
.NET Framework 4 ist erforderlich. Dies muss vor der Aktualisierung installiert werden.
Das Programm steht in der SafeGuard Enterprise Software-Lieferung zur Verfügung.
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
So aktualisieren Sie die SafeGuard Enterprise Datenbank und das Datenbankschema:
1.
2.
3.
4.
Schließen Sie alle Instanzen des SafeGuard Management Centers.
Erstellen Sie eine Sicherungskopie von der SafeGuard Enterprise Datenbank.
Öffnen Sie Microsoft SQL Server Management Studio.
Klicken Sie im Objekt-Explorer mit der rechten Maustaste auf der SafeGuard Enterprise
Datenbank und klicken Sie auf Eigenschaften.
87
SafeGuard Enterprise
5. Wählen Sie im Fenster Datenbankeigenschaften die Seite Optionen auf der linken Seite.
Wählen Sie unter Status, Zugriff beschränken den Modus Single für das Ausführen der
SQL Migrationskripte.
6. Klicken Sie im Objekt-Explorer mit der rechten Maustaste auf der SafeGuard Enterprise
Datenbank und klicken Sie auf Neue Abfrage.
7. Aktualisieren Sie mit den SQL Migrationsskripten das Datenbankschema. Die Datenbank
muss Version für Version auf die aktuelle Version konvertiert werden. Abhängig von der
installierten Version, starten Sie nacheinander die folgenden SQL-Skripte, zum Beispiel:
a) 5.5x > 5.60: MigrateSGN550_SGN560.sql ausführen
b) 5.6x > 6.0: MigrateSGN560_SGN60.sql ausführen
Wenn Sie während der Installation den Standard-Datenbanknamen geändert haben, ändern
Sie den Befehl USE SafeGuard im Skript entsprechend.
8. Wählen Sie im Fenster Datenbankeigenschaften Fenster die Seite Optionen auf der linken
Seite. Wählen Sie unter Status, Zugriff beschränken den Modus Multiple.
9. Aktualisieren Sie eine Instanz des SafeGuard Management Center, indem Sie die aktuelle
Version des SafeGuard Management Center Installationspakets
(SGNManagementCenter.msi) aus dem Install-Ordner des Produkts installieren.
10. Starten Sie das aktualisierte SafeGuard Management Center.
Die Datenbank-Konsistenz wird nun automatisch geprüft. Wenn Fehler bei den
kryptographischen Prüfsummen von einigen Tabellen gefunden werden, werden
Warnungsmeldungen angezeigt. Um die Tabellen zu reparieren, wählen Sie im
entsprechenden Dialog Reparieren. Die Prüfsummen für die geänderten Tabellen werden
neu berechnet.
Die aktuelle Version der SafeGuard Enterprise Datenbank ist einsatzbereit.
13.1.1 Aktualisieren von replizierten SafeGuard Enterprise Datenbanken
Wenn die SafeGuard Enterprise Datenbank zu einer neueren Version aktualisiert werden soll
und replizierte Datenbanken verwendet werden, empfehlen wir, die replizierten Datenbanken
zu deinstallieren, bevor Sie mit der Aktualisierung der Master-Datenbank beginnen.
Für die Aktualisierung von SafeGuard Enterprise Datenbanken ist die Ausführung von speziellen
SQL-Migrationsskripten erforderlich, die andernfalls einen Konflikt mit den replizierten
Datenbanken auslösen können.
So aktualisieren Sie die replizierte Datenbank:
1. Deinstallieren Sie die replizierten Datenbanken.
2. Führen Sie die Handlungsschritte für die Aktualisierung der Master-Datenbank und des
Datenbankschemas aus, siehe Aktualisieren der SafeGuard Enterprise Datenbank und des
Datenbankschemas (Seite 87).
3. Legen Sie die Replikationsdatenbanken neu an, siehe Replikation der SafeGuard Enterprise
Datenbank (Seite 82).
88
Installationsanleitung
13.2 Aktualisieren von SafeGuard Enterprise Server
Voraussetzungen
■
SafeGuard Enterprise Server 5.50 oder höher muss installiert sein. Ältere Versionen als 5.50
müssen zunächst auf SafeGuard Enterprise Server 5.50 aktualisiert werden.
■
.NET Framework 4 und ASP.NET 4 ist erforderlich. Dies muss vor der Aktualisierung
installiert werden. Das Programm steht in der SafeGuard Enterprise Produktlieferung zur
Verfügung. Die Software steht auch kostenlos zum Download zur Verfügung:
http://www.microsoft.com/downloads
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
So aktualisieren Sie den SafeGuard Enterprise Server:
1. Installieren Sie die neueste Version des SafeGuard Enterprise Server Installationspakets.
SafeGuard Enterprise Server wurde auf die neueste Version aktualisiert. Er wird automatisch
neu gestartet und kann benutzt werden.
13.3 Aktualisieren des SafeGuard Management Centers
Voraussetzungen:
■
SafeGuard Management Center 5.50 oder eine neuere Version muss installiert sein. Ältere
Versionen als 5.50 müssen zunächst auf SafeGuard Management Center 5.50 aktualisiert
werden.
■
Die Aktualisierung der SafeGuard Enterprise Datenbank und des SafeGuard Enterprise
Servers auf die aktuelle Version wurde bereits durchgeführt. Die Versionsnummern der
SafeGuard Enterprise Datenbank, des SafeGuard Enterprise Server und des SafeGuard
Management Center müssen übereinstimmen.
■
Das SafeGuard Management Center 6 kann durch SafeGuard Enterprise geschützte
Endpoints mit Version 5.5x und höher verwalten.
■
.NET Framework 4 ist erforderlich. Dies muss vor der Aktualisierung installiert werden.
Das Programm steht in der SafeGuard Enterprise Produktlieferung zur Verfügung.
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
■
Wenn Sie eine Aktualisierung von SafeGuard Enterprise 5.x auf SafeGuard Enterprise 6
durchführen, müssen Sie manuell eine Standard-Evaluierungslizenz für SafeGuard Cloud
Storage und SafeGuard File Share importieren Die Lizenzdatei steht in Ihrer
Produktlieferung zur Verfügung.
So aktualisieren Sie das SafeGuard Management Center:
1. Installieren Sie die aktuelle Version des SafeGuard Management Center Installationspakets
mit den erforderlichen Features, siehe Migration (Seite 93).
89
SafeGuard Enterprise
2. Starten Sie das SafeGuard Management Center. Das Systemverhalten beim ersten Start des
SafeGuard Management Center nach der Aktualisierung richtet sich nach den installierten
Features:
Option
Beschreibung
Das Feature Multi Tenancy ist nicht
installiert.
Sie werden aufgefordert, die SafeGuard Management
Center
Sicherheitsbeauftragten-Anmeldeinformationen
einzugeben.
Das Feature Multi Tenancy ist neu
installiert.
Der SafeGuard Management Center
Konfigurationsassistent wird gestartet. Sie werden dazu
aufgefordert, die zu verwendende Datenbank
auszuwählen. Der Assistent schlägt standardmäßig
eine bereits vorher verwendete Datenbank vor. Wählen
Sie die gewünschte Datenbank aus und beenden Sie
den Assistenten.
Das Feature Multi Tenancy wurde
deinstalliert.
Die zuletzt benutzte Datenbankkonfiguration wird im
aktualisierten SafeGuard Management Center
verwendet.
3. Importieren Sie im SafeGuard Management Center die Standard-Evaluierungslizenz
DefaultLicense_CSFS.xml für SafeGuard Cloud Storage und SafeGuard File Share aus dem
Sophos-Produktordner Sophos\SafeGuard Enterprise\Management Center.
Das SafeGuard Management Center wurde auf die neueste Version aktualisiert.
Hinweis:
Vorhandene SafeGuard Enterprise Richtlinien wurden u. U. geändert, wenn eine Aktualisierung
von einer älteren Version als 5.40 durchgeführt wurde, da sich mit Version 5.35 die
Richtlinienstruktur geändert hat. Konfigurieren Sie die Richtlinien in diesem Fall nach Ihren
Anforderungen neu.
Übertragen Sie nach der Aktualisierung des SafeGuard Management Center auf die aktuelle
Version keine vorhandenen POA-Benutzer an durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoints
mit Version 5.5x oder 5.6x. Diese würden in diesem Fall als normale Benutzer behandelt und
als Benutzer auf den entsprechenden Endpoints registriert.
13.4 Aktualisierung von Endpoints
Dieser Abschnitt gilt sowohl für zentral verwaltete Endpoints als auch für Standalone-Endpoints.
Voraussetzungen
■
Version 5.5x oder höher der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware muss installiert
sein. Ältere Versionen müssen zunächst auf Version 5.50 aktualisiert werden.
SafeGuard Management Center 6 und SafeGuard Enterprise Server 6 können durch
SafeGuard Enterprise geschützte Endpoint Computer mit Version 5.5x und höher verwalten.
90
Installationsanleitung
■
Die Aktualisierung der SafeGuard Enterprise Datenbank und des SafeGuard Enterprise
Servers auf die aktuelle Version wurde bereits durchgeführt. Die Versionsnummern der
SafeGuard Enterprise Datenbank, des SafeGuard Enterprise Server und des SafeGuard
Management Center müssen übereinstimmen.
Verschiedene Versionen der Endpoint-Verschlüsselungssoftware sollten nur während der
Aktualisierung vorhanden sein. In der allgemeinen Anwendung sollte eine Mischung
vermieden werden.
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
So aktualisieren Sie durch SafeGuard Enterprise geschützte Endpoints:
1. Installieren Sie das aktuelle Prä-Installationspaket SGxClientPreinstall.msi, das den
Endpoint mit den nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation der aktuellen
Verschlüsselungssoftware ausstattet.
Verwenden Sie keine veralteten Prä-Installationspakete.
2. Installieren Sie aus dem Install-Ordner des Produkts die aktuelle Version der entsprechenden
SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware Version für Version, bis die aktuelle Version
erreicht ist, siehe Zentrale Installation der Verschlüsselungssoftware (Seite 64).
Der Windows Installer erkennt, welche Features bereits installiert sind und installiert auch
nur diese Features neu. Wenn die Power-on Authentication installiert ist, steht nach
erfolgreicher Migration (Richtlinien, Schlüssel usw.) auch ein aktualisierter POA-Kernel
zur Verfügung. Sophos SafeGuard wird auf dem Computer automatisch neu gestartet.
Um mit der Aktualisierung neue Features zu installieren, wählen Sie eine Installation vom
Typ Angepasst aus. Wählen Sie dann die neuen Features und die zu aktualisierenden
Features. Bei einer nicht überwachten Installation, verwenden Sie die Eigenschaft
ADDLOCAL = zur Auswahl der gewünschten Features (vorhandene und neue).
3. Erstellen Sie im SafeGuard Management Center, das auf die neueste Version aktualisiert
wurde, ein neues Konfigurationspaket und verteilen Sie es an die Endpoints.
Hinweis: Die Installation eines Konfigurationspakets einer früheren Version auf einem
Endpoint, der auf die neueste Version aktualisiert wurde, wird nicht unterstützt. Wenn
Sie versuchen, ein älteres Konfigurationspaket über ein neues zu installieren, wird die
Installation abgebrochen.
4. Löschen Sie alle veralteten oder nicht mehr verwendeten Konfigurationspakete auf den
Endpoints aus Sicherheitsgründen.
Die aktuelle Version der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware mit den ausgewählten
Features ist auf den Endpoints installiert.
13.4.1 Migration von Endpoints
Sie können durch Sophos SafeGuard geschützte Endpoints mit einer Standalone-Konfiguration
zu einer zentral verwalteten Konfiguration migrieren. Die Endpoints werden dann im SafeGuard
Management Center zu Objekten, die verwaltet werden können und eine Verbindung zum
SafeGuard Enterprise Server haben.
91
SafeGuard Enterprise
Voraussetzungen
■
Führen Sie ein Backup des Endpoint durch, bevor Sie die Migration starten.
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
■
Es ist keine Deinstallation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware auf den
Endpoints nötig. Sophos SafeGuard Version 5.5.x oder höher muss auf den Endpoints
installiert sein. Ältere Versionen müssen aktualisiert werden, bis Version 5.50 erreicht ist.
So migrieren Sie die Endpoints:
1. Installieren Sie das aktuelle Prä-Installationspaket SGxClientPreinstall.msi, das den
Endpoint mit den nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation der aktuellen
Verschlüsselungssoftware ausstattet.
Verwenden Sie keine veralteten Prä-Installationspakete.
2. Installieren Sie aus dem Install-Ordner des Produkts die aktuelle Version der Sophos
SafeGuard Verschlüsselungssoftware, siehe Zentrale Installation der Verschlüsselungssoftware
(Seite 64).
Der Windows Installer erkennt, welche Features bereits installiert sind und installiert auch
nur diese Features neu. Wenn die Power-on Authentication installiert ist, steht nach
erfolgreicher Migration (Richtlinien, Schlüssel usw.) auch ein aktualisierter POA-Kernel
zur Verfügung. Sophos SafeGuard wird auf dem Endpoint automatisch neu gestartet.
Um mit der Aktualisierung neue Features zu installieren, wählen Sie eine Installation vom
Typ Angepasst aus. Wählen Sie dann die neuen Features und die zu aktualisierenden
Features. Bei einer nicht überwachten Installation, verwenden Sie die Eigenschaft
ADDLOCAL = zur Auswahl der gewünschten Features (vorhandene und neue).
3. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
Wählen Sie Konfigurationspaket (managed) erstellen.
4. Weisen Sie dieses Paket dem Endpoint über eine Gruppenrichtlinie zu.
Die Authentisierung ist deaktiviert, da die Benutzer-Computer-Zuordnung nicht migriert
wird. Nach der Migration sind die Endpoints damit ungeschützt!
5. Der Benutzer muss den Endpoint neu starten. Die erste Anmeldung erfolgt noch über
Autologon. Neue Schlüssel und Zertifikate werden dem Benutzer zugewiesen.
6. Der Benutzer muss den Endpoint noch einmal neu starten. Melden Sie sich an der Power-on
Authentication an. Die Endpoints werden erst nach dem zweiten Neustart geschützt.
7. Löschen Sie veraltete und nicht mehr verwendete Konfigurationspakete.
Der durch Sophos SafeGuard geschützte Endpoint hat nun eine Verbindung zum SafeGuard
Enterprise Server.
13.5 Aktualisieren von SafeGuard Configuration Protection
Für Informationen zum Aktualisieren von Configuration Protection, siehe Aktualisieren von
SafeGuard Configuration Protection (Seite 77).
92
Installationsanleitung
14 Migration
Dieser Abschnitt beschreibt die Migrationsszenarien, die eine Änderung in Ihrer Lizenz für
die Sophos Verschlüsselungssoftware umfassen. Sowohl die Migration der serverseitigen
Software als auch der Endpoint-Software wird abgedeckt.
Es werden folgende Migrationsszenarien für SafeGuard Enterprise 6 beschrieben:
■
Migration von Sophos Disk Encryption 5.61 (verwaltet durch Sophos Enterprise Console
5.1)
■
Migration von SGE/SDE 5.5 oder höher
■
Migration von SGE/SDE 4.x
■
Migration von Endpoints auf eine andere Lizenz
Hinweis: Für eine erfolgreiche Migration ist eine gültige Lizenz erforderlich.
14.1 Migration von Sophos SafeGuard Disk Encryption 5.61
So führen Sie eine Migration von Sophos Disk Encryption 5.61 (verwaltet durch Sophos
Enterprise Console 5.1) auf SafeGuard Enterprise 6 durch:
■
Export des SEC Unternehmenszertifikats: Klicken Sie in Enterprise Console im MenüExtras
auf Verschlüsselung verwalten und wählen Sie Unternehmenszertifikat sichern. Wählen
Sie ein Zielverzeichnis und einen Dateinamen und geben Sie ein Kennwort für die .P12
Datei ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
■
Installieren Sie das SafeGuard Management Center und den SafeGuard Enterprise Server
auf separaten Servern.
■
Erstellen Sie im SafeGuard Management Center Konfigurationsassistenten eine neue
Datenbank und importieren Sie das Unternehmenszertifikat aus Enterprise Console.
■
Erstellen Sie im SafeGuard Management Center das Endpoint-Konfigurationspaket.
■
Installieren Sie das Konfigurationspaket auf den Endpoints. Wenn die Endpoints das Paket
erhalten haben, können sie eine Verbindung zum SafeGuard Enterprise Server herstellen.
Ab diesem Zeitpunkt kann der Endpoint mit dem SafeGuard Management Center verwaltet
werden.
■
Legen Sie im SafeGuard Management Center gemäß Ihren Anforderungen Richtlinien an
und weise Sie diese zu.
Die migrierten Endpoints bleiben in Enterprise Console als "verwaltet durch SafeGuard
Enterprise" sichtbar. Alle Aufgaben, die sich nicht auf Verschlüsselung beziehen, können
weiterhin bei diesen Rechnern durchgeführt werden.
14.2 Migration von SGE/SDE 5.5x oder höher
Sie können eine Migration von SafeGuard Easy/Sophos SafeGuard Disk Encryption 5.5x oder
höher auf SafeGuard Enterprise 6 mit zentraler Verwaltung durchführen. Somit können Sie
93
SafeGuard Enterprise
umfassende Verwaltungsfunktionen nutzen, zum Beispiel Benutzer- und Computerverwaltung
oder umfangreiche Protokollierungfunktionen.
So migrieren Sie von SGE/SDE 5.5.x oder höher zu SafeGuard Enterprise 6:
■
Migrieren Sie die Management-Konsole.
■
Migrieren Sie die Endpoints.
14.2.1 Migration der Management-Konsole
Voraussetzungen
■
Sie müssen den SafeGuard Policy Editor nicht deinstallieren.
■
.NET Framework 4 mit ASP.NET 4 ist erforderlich. Dies muss vor der Migration installiert
werden. Das Programm steht in der SafeGuard Enterprise Produktlieferung zur Verfügung.
■
Richten Sie vor der Migration die aktuelle Version von SafeGuard Enterprise Server ein.
Für weitere Informationen, siehe Einrichten des SafeGuard Enterprise Servers (Seite 12).
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
So migrieren Sie die Management-Konsole:
1. Starten Sie auf dem Computer, auf dem der SafeGuard Policy Editor installiert ist,
SGNManagementCenter.msi aus dem Install-Verzeichnis des Produkts. Ein Assistent führt
Sie durch die Installation. Übernehmen Sie die Standardeinstellungen.
2. Starten Sie Ihren Computer neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
3. Starten Sie das SafeGuard Management Center, um die Erstkonfiguration durchzuführen,
siehe Konfigurieren des SafeGuard Management Centers (Seite 31).
4. Konfigurieren Sie die SafeGuard Enterprise Richtlinien nach Ihren Wünschen.
Der SafeGuard Policy Editor wurde zum SafeGuard Management Center migriert.
14.2.2 Migration von Endpoints
Sie können durch Sophos SafeGuard geschützte Endpoints mit einer Standalone-Konfiguration
zu einer zentral verwalteten Konfiguration migrieren. Die Endpoints werden dann im SafeGuard
Management Center zu Objekten, die verwaltet werden können und eine Verbindung zum
SafeGuard Enterprise Server haben.
Voraussetzungen
94
■
Führen Sie ein Backup des Endpoint durch, bevor Sie die Migration starten.
■
Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen.
■
Es ist keine Deinstallation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware auf den
Endpoints nötig. Sophos SafeGuard Version 5.5.x oder höher muss auf den Endpoints
installiert sein. Ältere Versionen müssen aktualisiert werden, bis Version 5.50 erreicht ist.
Installationsanleitung
So migrieren Sie die Endpoints:
1. Installieren Sie das aktuelle Prä-Installationspaket SGxClientPreinstall.msi, das den
Endpoint mit den nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation der aktuellen
Verschlüsselungssoftware ausstattet.
Verwenden Sie keine veralteten Prä-Installationspakete.
2. Installieren Sie aus dem Install-Ordner des Produkts die aktuelle Version der Sophos
SafeGuard Verschlüsselungssoftware, siehe Zentrale Installation der Verschlüsselungssoftware
(Seite 64).
Der Windows Installer erkennt, welche Features bereits installiert sind und installiert auch
nur diese Features neu. Wenn die Power-on Authentication installiert ist, steht nach
erfolgreicher Migration (Richtlinien, Schlüssel usw.) auch ein aktualisierter POA-Kernel
zur Verfügung. Sophos SafeGuard wird auf dem Endpoint automatisch neu gestartet.
Um mit der Aktualisierung neue Features zu installieren, wählen Sie eine Installation vom
Typ Angepasst aus. Wählen Sie dann die neuen Features und die zu aktualisierenden
Features. Bei einer nicht überwachten Installation, verwenden Sie die Eigenschaft
ADDLOCAL = zur Auswahl der gewünschten Features (vorhandene und neue).
3. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete.
Wählen Sie Konfigurationspaket (managed) erstellen.
4. Weisen Sie dieses Paket dem Endpoint über eine Gruppenrichtlinie zu.
Die Authentisierung ist deaktiviert, da die Benutzer-Computer-Zuordnung nicht migriert
wird. Nach der Migration sind die Endpoints damit ungeschützt!
5. Der Benutzer muss den Endpoint neu starten. Die erste Anmeldung erfolgt noch über
Autologon. Neue Schlüssel und Zertifikate werden dem Benutzer zugewiesen.
6. Der Benutzer muss den Endpoint noch einmal neu starten. Melden Sie sich an der Power-on
Authentication an. Die Endpoints werden erst nach dem zweiten Neustart geschützt.
7. Löschen Sie veraltete und nicht mehr verwendete Konfigurationspakete.
Der durch Sophos SafeGuard geschützte Endpoint hat nun eine Verbindung zum SafeGuard
Enterprise Server.
14.3 Migration von SGE 4.5/SDE 4.6
Sie können eine direkte Migration von SafeGuard Easy (SGE) 4.5x und Sophos SafeGuard
Disk Encryption 4.6x auf SafeGuard Enterprise 6 durchführen.
So migrieren Sie von SGE 4.5x/SDE 4.6x:
■
Richten Sie die Management-Konsole SafeGuard Management Center ein.
■
Migrieren Sie die Endpoints.
Dieser Abschnitt beschreibt die notwendigen Schritte und zeigt, welche Features migriert
werden können und welche Einschränkungen bestehen.
95
SafeGuard Enterprise
14.3.1 Einrichten der Management-Konsole
Wenn Sie kein SafeGuard Management Center installiert haben, installieren Sie die aktuelle
Version. Für weitere Informationen, siehe Einrichten des SafeGuard Management Centers (Seite
30).
Wenn Sie eine ältere Version des SafeGuard Management Center installiert haben, führen Sie
einen Aktulisierung auf die neueste Version durch. Für weitere Informationen, siehe
Aktualisieren des SafeGuard Management Centers (Seite 89).
14.3.2 Migration von Endpoints
Die direkte Migration von Endpoints wurde getestet und wird unterstützt für SafeGuard Easy
ab Version 4.5x. Eine direkte Migration sollte auch für Versionen zwischen 4.3x und 4.4x
funktionieren. Für ältere Versionen wird die direkte Migration nicht unterstützt. Versionen
vor 4.3x müssen daher zunächst auf SafeGuard Easy 4.50 aktualisiert werden.
Die direkte Migration von Endpoints wurde getestet und wird unterstützt für Sophos SafeGuard
Disk Encryption ab Version 4.6x.
Die Verschlüsselung von Festplatten bleibt bestehen. Diese müssen nicht entschlüsselt und
neu verschlüsselt werden. SafeGuard Easy/Sophos SafeGuard Disk Encryption 4.x muss nicht
manuell deinstalliert werden.
14.3.2.1 Voraussetzungen
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■
SafeGuard Easy/Sophos SafeGuard Disk Encryption muss auf folgendem Windows
Betriebssystem laufen:
Windows XP Professional Workstation Service Pack 2, 3
■
Windows Installer Version 3.01 oder höher muss installiert sein.
■
Die Hardware muss mit den Systemvoraussetzungen für SafeGuard Enterprise 6
übereinstimmen.
■
Wenn Sie spezifische Software (z. B. Lenovo-Middleware) verwenden, so muss diese mit
den Systemvoraussetzungen für SafeGuard Enterprise 6 übereinstimmen.
■
Eine Migration ist möglich, wenn die Festplatten mit den folgenden Algorithmen
verschlüsselt sind: AES128, AES256, 3DES, IDEA.
■
Benutzer benötigen ein gültiges Windows-Konto und ein Kennwort. Falls Benutzer Ihre
Windows-Kennwörter nicht wissen, weil sie Secure Automatic Logon für die
Windows-Anmeldung verwendet haben, muss das Windows-Benutzerkennwort vor der
Migration zurückgesetzt werden. Das neue Kennwort muss den Benutzern mitgeteilt
werden.
14.3.2.2 Einschränkungen
■
96
Die Migration von Endpoints, auf denen nur das SGNClient_withoutDE.msi Paket installiert
ist, wird nicht unterstützt. Sie müssen dieses Paket zunächst deinstallieren.
Installationsanleitung
■
Es kann nur das SafeGuard Device Protection Paket mit dem Standard-Funktionsumfang
installiert werden (SGNClient.msi). Wenn zusätzlich das Paket SGNClient_withoutDE.msi
installiert werden soll, muss dies in einem separaten Schritt erfolgen, da eine direkte
Migration für dieses Paket nicht unterstützt wird.
■
Die folgenden Installationen können nicht auf SafeGuard Enterprise migriert werden. Es
sollte kein Versuch zur Migration unternommen werden.
Hinweis:
Wenn Sie in den nachfolgend genannten Fällen eine Migration vornehmen, erhalten Sie
eine Fehlermeldung (Fehlernummer 5006).
Twin Boot Installationen
Installationen mit aktivem Compaq Switch
Lenovo Computrace Installationen
Festplatten, die nur teilweise verschlüsselt sind, z. B. nur mit Verschlüsselung des
Boot-Sektors.
Festplatten mit versteckten Partitionen
Festplatten, die mit einem der folgenden Algorithmen verschlüsselt sind: XOR,
STEALTH, DES, RIJNDAEL, Blowfish-8, Blowfish-16
Multi-Boot Szenarien mit einer zweiten Windows- oder Linux-Partition
■
Wechselmedien, die mit einem der folgenden Algorithmen verschlüsselt sind, können nicht
migriert werden: XOR, STEALTH, DES, RIJNDAEL, Blowfish-8, Blowfish-16.
Hinweis:
In diesen Fällen besteht die Gefahr des Datenverlusts. Nach der Migration können die
Daten auf dem Wechselmedium mit SafeGuard Enterprise nicht mehr gelesen werden.
■
Wechselmedien mit Super Floppy Volumes können nach der Migration nicht umgewandelt
werden.
■
Wechselmedien können in das SafeGuard Enterprise Format konvertiert werden. Nach
der Konvertierung kann ein verschlüsselter Datenträger nur noch mit SafeGuard Enterprise
und nur auf dem Endpoint gelesen werden, an dem die Konvertierung durchgeführt wurde.
14.3.2.3 Vorbereiten der Endpoints
■
Bereiten Sie die Endpoints für die Installation der Verschlüsselungssoftware vor, siehe
Vorbereiten der Endpoints für die Verschlüsselung (Seite 54) .
■
Wir empfehlen, einen gültigen Kernel-Backup zu erstellen und diesen an einem Speicherort
abzulegen, auf den immer zugegriffen werden kann (zum Beispiel Netzwerkfreigabe).
Weitere Informationen hierzu finden Sie in den SafeGuard Easy 4.5x/Sophos SafeGuard
Disk Encryption 4.6x Handbüchern/Hilfen im Kapitel Systemkern sichern und Notfallmedien
erstellen.
■
Legen Sie bei der ersten Migration zur Sicherheit eine Testumgebung an, um das
Datenverlustrisiko zu reduzieren.
■
Aktualisieren Sie ältere Versionen von SafeGuard Easy zuerst auf die Version 4.50.
■
Lassen Sie die Computer während des gesamten Migrationsprozesses eingeschaltet.
97
SafeGuard Enterprise
■
Der Administrator sollte die Windows-Anmeldeinformationen der Benutzer bereithalten,
falls diese nach der erfolgreichen Migration ihre Windows-Kennwörter vergessen haben.
Benutzer benötigen ein gültiges Windows-Konto und ein Kennwort. Falls die Benutzer
ihre Windows-Kennwörter nicht wissen, weil sie Secure Automatic Logon für die
Windows-Anmeldung verwendet haben, muss das Windows-Benutzerkennwort vor der
Migration zurückgesetzt werden. Das neue Kennwort muss den Benutzern mitgeteilt
werden.
Hinweis: Wenn das Windows-Kennwort nicht bekannt ist, ist eine Anmeldung an
SafeGuard Enterprise nicht möglich. In diesem Fall wird die durchgehende Anmeldung
an Windows zurückgewiesen. Es besteht die Gefahr des Datenverlusts, da Benutzer nicht
in der Lage sind, auf ihre Computer zuzugreifen.
14.3.2.4 Welche Funktionalität wird migriert
Die folgende Tabelle zeigt, welche Funktionalität migriert wird und wie diese in SafeGuard
Enterprise abgebildet wird.
SafeGuard Easy/Sophos
SafeGuard Disk Encryption
Migration
SafeGuard Enterprise
Verschlüsselte Festplatten
Ja
Die Festplattenschlüssel werden durch die
Power-on Authentication geschützt. Sie sind
somit nicht gefährdet. Wenn der Modus "Boot
Protection" gewählt wurde, muss die bisherige
SafeGuard Easy Version deinstalliert werden. Der
Verschlüsselungsalgorithmus der Festplatte wird
bei der Migration nicht verändert. Daher kann
sich der tatsächliche Algorithmus für eine solche
Migration von der allgemeinen SafeGuard
Enterprise Richtlinie unterscheiden.
Verschlüsselte Wechselmedien
(gilt nur für die Migration von
SafeGuard Easy)
Ja
Verschlüsselte Wechselmedien, z. B. USB Flash
Drive, können in das SafeGuard Enterprise
Format konvertiert werden. Hinweis: Nach der
Konvertierung kann ein verschlüsselter
Datenträger nur noch mit SafeGuard Enterprise
und nur auf dem Endpoint gelesen werden, an
dem die Konvertierung durchgeführt wurde. Die
Konvertierung muss jeweils bestätigt werden.
Verschlüsselungsalgorithmen
Teilweise
Die für die Migration geeigneten Algorithmen
AES128, AES256, 3DES, IDEA werden migriert.
AES-128 und 3-DES stehen jedoch nicht im
Management Center zur Auswahl für neu zu
verschlüsselnde Medien zur Verfügung.
SafeGuard Easy/Sophos
SafeGuard Disk Encryption
Benutzernamen und
Kennwörter
Nein
In SafeGuard Enterprise werden
Windows-Benutzernamen und -Kennwörter
verwendet. Eine Wiederverwendung der
SafeGuard Easy/Sophos SafeGuard Disk
Encryption Benutzernamen ist somit nicht nötig.
Hinweis:
98
Installationsanleitung
SafeGuard Easy/Sophos
SafeGuard Disk Encryption
Migration
SafeGuard Enterprise
Nach der Migration wird der erste Benutzer, der
sich an Windows anmeldet, als primärer Benutzer
innerhalb der POA definiert (es sei denn, der
Benutzer ist auf einer Service Account Liste
aufgeführt).
Richtlinien
Nein
Um die Konsistenz der gesamten Einstellungen
sicherzustellen, ist eine automatische Migration
nicht vorgesehen. Die Einstellungen müssen im
SafeGuard Management Center neu gesetzt
werden.
Pre-Boot Authentisierung
Nein
Die Pre-Boot Authentisierung (PBA) wird durch
die SafeGuard Enterprise Power-on
Authentication (POA) ersetzt.
Installationen ohne GINA
Ja
Installationen ohne GINA werden auf SafeGuard
Enterprise mit installierter SGNGINA migriert.
Token/Smartcards (gilt nur für
die Migration von SafeGuard
Easy)
Teilweise
Die Token/Smartcard-Hardware kann in
SafeGuard Enterprise weiterverwendet werden.
Allerdings werden die Anmeldeinformationen
nicht migriert. Die zuvor benutzten Token
müssen daher in SafeGuard Enterprise neu
ausgestellt und über Richtlinien eingerichtet
werden. Anmeldeinformationen in Dateiform auf
Token/Smartcards, bleiben als solche erhalten,
können aber lediglich zur Anmeldung an
Endpoints mit SafeGuard Easy/Sophos SafeGuard
Disk Encryption Unterstützung verwendet
werden. Falls notwendig, muss die benutzte
Token/Smartcard-Middleware auf eine von
SafeGuard Enterprise unterstützte Version
migriert werden.
Anmeldung mit Lenovo
Fingerabdruck-Leser
Teilweise
Die Anmeldung per Fingerabdruck kann in
SafeGuard Enterprise weiterhin benutzt werden.
Die Hardware sowie die Software für den
Fingerabdruck-Leser muss von SafeGuard
Enterprise unterstützt werden. Außerdem müssen
die Benutzerdaten erneut ausgerollt werden.
Weitere Informationen zur Anmeldung per
Fingerabdruck finden Sie in der Benutzerhilfe.
14.3.2.5 Starten der Migration
Hinweis: Die Installation kann auf einem laufenden SGE/SDE System durchgeführt werden.
Verschlüsselte Festplatten oder Volumes müssen nicht vorab entschlüsselt werden. Die
Installation sollte am besten zentral im unbeaufsichtigten Modus erfolgen. Die lokale
Installation über das Setup-Verzeichnis wird nicht empfohlen.
99
SafeGuard Enterprise
Verwenden Sie das SafeGuard Device Protection Paket (SGNClient.msi) aus dem
Install-Verzeichnis mit dem Standard-Funktionsumfang. Das SafeGuard Paket
SGNClient_withoutDE.msi kann nicht für die Migration verwendet werden.
So migrieren Sie die Endpoints:
1. Doppelklicken Sie im SafeGuard Easy/Sophos SafeGuard Disk Encryption Programmordner
des zu migrierenden Endpoint auf WIZLDR.exe. Der Migrationsassistent wird gestartet.
2. Geben Sie im Migrationsassistenten das SYSTEM-Kennwort ein und klicken Sie auf Weiter.
Klicken Sie im Zielordner auf Weiter und dann auf Beenden. Die
Migrations-Konfigurationsdatei SGEMIG.cfg wird erzeugt.
3. Benennen Sie diese Datei im Windows Explorer von SGEMIG.cfg in SGE2SGN.cfg um.
Hinweis: "Ersteller/Besitzer"-Rechte müssen für diese Datei und den Dateipfad gesetzt sein,
auf dem sie während der Migration gespeichert ist. Andernfalls schlägt die Migration fehl
und eine Meldung wird ausgegeben, dass SGE2SGN.cfg nicht gefunden werden konnte.
4. Geben Sie den Befehl "msiexec" in der Eingabeaufforderung ein, um auf den Endpoints
das aktuelle Prä-Installationspaket und das aktuelle SafeGuard Device Protection Paket zu
installieren. Fügen Sie den Parameter MIGFILE mit dem Pfad der Migrationsdatei
SGE2SGN.cfg hinzu:
Beispiel:
msiexec /i \\Distributionserver\Software\Sophos\SafeGuard\SGxClientPreinstall.msi
msiexec /i \\Distributionserver\Software\Sophos\SafeGuard\SGNClient.msi
/L*VX“\\Distributionserver\Software\Sophos\SafeGuard\%Computername%.log“
MIGFILE=\\Distributionserver\Software\Sophos\SafeGuard\SGE2SGN.cfg
■
Wenn die Migration erfolgreich durchgeführt wurde, kann SafeGuard Enterprise auf dem
Computer benutzt werden.
■
Schlägt die Migration fehl, kann SafeGuard Easy/Sophos SafeGuard Disk Encryption immer
noch auf dem Computer benutzt werden. In diesem Fall wird SafeGuard Enterprise
automatisch entfernt.
14.3.2.6 Anmelden am Endpoint nach der Migration
So melden Sie sich nach der Migration am Endpoint an:
1. Starten Sie den Endpoint neu. Die erste Anmeldung erfolgt noch über Autologon. Neue
Schlüssel und Zertifikate werden dem Benutzer zugewiesen.
2. Starten Sie den Endpoint nochmal neu. Melden Sie sich an der Power-on Authentication
an. Die Endpoints werden erst nach dem zweiten Neustart geschützt.
3. Um in der Lage zu sein, die Festplatte zu entschlüsseln und Schlüssel für die
Festplattenverschlüsselung hinzuzufügen und zu entfernen, starten Sie den Endpoint noch
einmal neu.
Nach erfolgreicher Migration steht Ihnen in SafeGuard Enterprise nach der Anmeldung an
der Power-on Authentication folgendes zur Verfügung:
■
100
die Schlüssel und Algorithmen der verschlüsselten Festplatten
Installationsanleitung
Verschlüsselte Volumes bleiben verschlüsselt und die Verschlüsselungschlüssel werden
automatisch in ein SafeGuard Enterprise kompatibles Format konvertiert.
■
die Schlüssel und Algorithmen für verschlüsselte Wechselmedien (nur bei Migration von
SafeGuard Easy).
Wechselmedien müssen in ein SafeGuard Enterprise kompatibles Format konvertiert
werden.
14.3.2.7 Konfiguration von migrierten Endpoint-Computern
Endpoints werden initial über Konfigurationspakete konfiguriert, die zum Beispiel die Power-on
Authentication aktivieren.
Voraussetzungen:
Die Endpoint-Konfiguration sollte erst nach der Migration sowie nach der Aktivierung der
POA und der erfolgreichen Anmeldung des Benutzers an Windows auf dem migrierten
Endpoint durchgeführt werden.
1. Klicken Sie im SafeGuard Management Center im Extras Menü auf Konfigurationspakete
und erstellen Sie das erste Konfigurationspaket mit den erforderlichen
Richtlinieneinstellungen.
Die mit dem ersten Konfigurationspaket übertragenen Richtlinien sollten mit der vorigen
Konfiguration des SafeGuard Easy/Sophos SafeGuard Disk Encryption Endpoint
übereinstimmen.
Wenn nach der Migration kein Konfigurationspaket installiert wird, bleiben alle Laufwerke,
die mit SafeGuard Easy/Sophos SafeGuard Disk Encryption verschlüsselt wurden,
verschlüsselt.
2. Installieren Sie das Konfigurationspaket auf den Endpoints.
14.3.2.8 Konvertieren von Schlüsseln für verschlüsselte Wechselmedien
Verschlüsselte Wechselmedien bleiben verschlüsselt, müssen aber in ein SafeGuard Enterprise
kompatibles Schlüsselformat umgewandelt werden.
Um die Umwandlung überhaupt erst zu initiieren, muss auf dem Endpoint die entsprechende
Richtlinie für volume-basierende Verschlüsselung vorliegen. Andernfalls werden die Schlüssel
nicht konvertiert.
Hinweis:
Nach der Konvertierung kann ein verschlüsselter Datenträger nur noch mit SafeGuard
Enterprise 6 und nur auf dem Endpoint gelesen werden, auf dem die Konvertierung
durchgeführt wurde.
1. Nehmen Sie das Wechselmedium vom Endpoint ab und verbinden Sie es danach wieder
mit dem Endpoint. Somit stellen Sie sicher, dass Sie Wechselmedien entschlüsseln oder
Schlüssel für die Verschlüsselung von Wechselmedien hinzufügen und entfernen können.
2. Klicken Sie im Windows Explorer auf das Wechselmedium doppelt, auf das Sie zugreifen
möchten.
101
SafeGuard Enterprise
3. Sie werden dazu aufgefordert, die Umwandlung der Verschlüsselungsschlüssel in ein
SafeGuard Enterprise kompatibles Format zu bestätigen.
■
Wenn Sie die Umwandlung bestätigen, so ist der Zugriff auf die migrierten Daten in
vollem Umfang möglich.
■ Wenn Sie die Umwandlung ablehnen, lassen sich die migrierten Daten noch zum Lesen
und Schreiben öffnen.
14.4 Migration von Endpoints auf eine andere Lizenz
Sie können bei Endpoints, auf denen nur die dateibasierende Verschlüsselung
(SGNClient_withoutDE.msi) installiert ist, eine Migration für die Unterstützung von SafeGuard
Device Protection (Festplattenverschlüsselung, SGNClient.msi) durchführen:
1. Deinstallieren Sie auf dem Endpoint das Paket SGNClient_withoutDE.msi.
2. Deinstallieren Sie das relevante Konfigurationspaket.
3. Installieren Sie das SGNClient.msi Paket aus dem Install-Ordner des Produkts. Ein Assistent
führt Sie durch die Installation. Übernehmen Sie die Standardeinstellungen und wählen
eine Vollständige Konfiguration, um alle verfügbaren Verschlüsselungs-Features zu
installieren.
4. Erstellen Sie ein neues Konfigurationspaket und installieren Sie es auf dem Endpoint.
Hinweis:
Die während der Installation des SGNClient_withoutDE.msi Installationspakets erzeugten
Schlüssel stehen immer noch zur Verfügung.
Für Informationen zum Hinzufügen von SafeGuard Configuration Protection auf einem
Endpoint, siehe Einrichten von SafeGuard Configuration Protection (Seite 73).
14.5 Migration des Betriebssystems
Wenn SafeGuard Enterprise installiert ist, ist es nur möglich, die Service Pack Version Ihres
Betriebssystems zu aktualisieren. Sie können z. B. ein neues Windows XP Service Pack
installieren.
Es ist jedoch nicht möglich, von einer Betriebssystem-Serie auf eine andere zu migrieren. Sie
können z. B. nicht von Windows XP auf Windows 7 umstellen, wenn SafeGuard Enterprise
installiert ist.
102
Installationsanleitung
15 Deinstallation - Überblick
Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen:
■
Verhindern der Deinstallation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware.
■
Best Practices für die Deinstallation
■
Deinstallation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware
15.1 Best Practices für die Deinstallation
Wenn die SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware auf demselben Computer wie das
SafeGuard Management Center installiert ist, führen Sie den folgende Deinstallationsvorgang
durch, damit Sie weiterhin eine der beiden Komponenten benutzen können:
1.
2.
3.
4.
Deinstallieren Sie das SafeGuard Management Center.
Deinstallieren Sie das Konfigurationspaket.
Deinstallieren Sie die Verschlüsselungssoftware.
Installieren Sie das Paket, das Sie weiterhin benutzen möchten, neu.
15.2 Deinstallation der SafeGuard Enterprise
Verschlüsselungssoftware
Führen Sie zum Deinstallieren der SafeGuard Enterprise Verschlüsselungssoftware folgende
Schritte durch:
■
Entschlüsseln Sie verschlüsselte Daten.
■
Deinstallieren Sie die Verschlüsselungssoftware.
Damit Entschlüsselung und Deinstallation möglich sind, müssen auf den
Endpoint-Computern die entsprechenden Richtlinien wirksam sein.
15.2.1 Verhindern einer Deinstallation auf den Endpoints
Um den Schutz für Endpoints noch zu verstärken, empfehlen wir, dass Sie die lokale
Deinstallation von SafeGuard Enterprise auf Endpoints verhindern. Setzen Sie das Feld
Deinstallation erlaubt in einer Spezifische Computereinstellungen Richtlinie auf Nein und
übermitteln Sie die Richtlinie an die Endpoints. Versuche, die Software zu deinstallieren,
werden daraufhin abgebrochen und die nicht autorisierten Versuche werden protokolliert.
103
SafeGuard Enterprise
15.2.2 Entschlüsseln von verschlüsselten Daten
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■
Für die Entschlüsselung von verschlüsselten Volumes müssen alle volume-basierend
verschlüsselten Volumes einen Laufwerksbuchstaben haben.
1. Bearbeiten Sie im SafeGuard Management Center die aktuelle Richtlinie vom Typ
Geräteschutz, den den zu entschlüsselnden Computern zugewiesen ist. Wählen Sie die
Ziele und stellen Sie die Option Benutzer darf Volume entschlüsseln auf Ja ein. Weisen
Sie die Richtlinie den relevanten Endpoint-Computern zu.
2. Erstellen Sie eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz, wählen Sie die Ziele, die entschlüsselt
werden sollen und stellen Sie den Verschlüsselungsmodus für Medien auf Keine
Verschlüsselung ein.
3. Legen Sie unter Benutzer & Computer eine Gruppe für die Computer an, die Sie
entschlüsseln möchten: Klicken Sie mit der rechten Maustaste und klicken Sie dann auf
Neu > Neue Gruppe erzeugen.
4. Weisen Sie die Richtlinie für die Entschlüsselung dem Domänenknoten dieser Gruppe zu
und aktivieren Sie sie. Stellen Sie in der Registerkarte Richtlinien des Domänenknotens
sicher, dass die Priorität auf 1 gesetzt und die Einstellung Kein Überschreiben aktiviert
ist. Stellen Sie über die Registerkarte Aktivierung sicher, dass sich die Richtlinie nur auf
Mitglieder dieser Gruppe auswirkt.
5. Fügen Sie die Computer, die entschlüsselt werden sollen, zur Gruppe hinzu.
6. Führen Sie auf dem Endpoint-Computer, der entschlüsselt werden soll, eine
Synchronisierung mit dem SafeGuard Enterprise Server durch. Damit stellen Sie sicher,
dass die Richtlinienaktualisierung auf dem Computer eingegangen und aktiv ist.
7. Öffnen Sie den Windows Explorer. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Volume,
das entschlüsselt werden soll, und klicken Sie dann auf Verschlüsselung > Entschlüsselung.
Stellen Sie sicher, dass die Verschlüsselung erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Hinweis: Endpoints können während der Verschlüsselung/Entschlüsselung
heruntergefahren und neu gestartet werden. Wenn auf die Entschlüsselung die Deinstallation
folgt, empfehlen wir, den Endpoint nicht in einen Energiesparmodus oder den Ruhezustand
zu versetzen.
15.2.3 Starten der Deinstallation
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
■
Verschlüsselte Daten müssen korrekt entschlüsselt werden, damit nach der Deinstallation
Zugriff auf die Daten besteht. Der Entschlüsselungsvorgang muss abgeschlossen sein. Die
korrekte Entschlüsselung ist besonders wichtig, wenn die Deinstallation von Active Directory
ausgelöst wird.
Darüber hinaus müssen vor der Deinstallation des letzten durch SafeGuard Enterprise
geschützten Endpoint alle verschlüsselten Wechselmedien entschlüsselt werden.
Andernfalls besteht die Gefahr, dass Benutzer nicht mehr auf Ihre Daten zugreifen
104
Installationsanleitung
können. Solange die SafeGuard Enterprise Datenbank zur Verfügung steht, können die
Daten auf den Wechselmedien wiederhergestellt werden.
■
Für die Deinstallation von SafeGuard Device Protection müssen alle volume-basierend
verschlüsselten Volumes einen Laufwerksbuchstaben haben.
■
Deinstallieren Sie jeweils immer das komplette Paket mit allen installierten Features.
1. Bearbeiten Sie im SafeGuard Management Center die Richtlinie vom Typ
Computerspezifische Einstellungen. Stellen Sie die Option Deinstallation erlaubt auf Ja
ein.
2. Legen Sie unter Benutzer & Computer eine Gruppe für die Endpoints, bei denen die
Deinstallation durchgeführt werden soll, an: Klicken Sie mit der rechten Maustaste und
klicken Sie auf Neu > Neue Gruppe erzeugen oder benutzen Sie die Gruppe, die Sie für
die Entschlüsselung von Daten angelegt haben.
3. Weisen Sie die Richtlinie für die Deinstallation dem Domänenknoten dieser Gruppe zu
und aktivieren Sie sie. Stellen Sie in der Registerkarte Richtlinien des Domänenknotens
sicher, dass die Priorität auf 1 gesetzt und die Einstellung Kein Überschreiben aktiviert
ist. Stellen Sie über die Registerkarte Aktivierung sicher, dass sich die Richtlinie nur auf
Mitglieder dieser Gruppe auswirkt.
4. Fügen Sie die Endpoints, bei denen die Deinstallation ausgeführt werden soll, zur Gruppe
hinzu.
5. Wenden Sie zum Starten der Deinstallation eine der folgenden Methoden an:
■
Um eine lokale Deinstallation auf dem Endpoint durchzuführen, synchronisieren Sie
diesen mit dem SafeGuard Enterprise Server. Damit stellen Sie sicher, dass die
Richtlinienaktualisierung auf dem Computer eingegangen und aktiv ist. Wählen Sie
dann Start > Programme > Systemsteuerung > Software > Sophos SafeGuard Client
> Entfernen.
■ Verwenden Sie für eine zentrale Deinstallation einen Software-Verteilungsmechanismus
Ihrer Wahl. Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Daten vor dem Starten der
Deinstallation korrekt entschlüsselt wurden.
105
SafeGuard Enterprise
16 Technischer Support
Technischen Support zu Sophos Produkten können Sie wie folgt abrufen:
106
■
Rufen Sie das SophosTalk-Forum unter http://community.sophos.com/ auf und suchen Sie
nach Benutzern mit dem gleichen Problem.
■
Durchsuchen Sie die Sophos Support-Knowledgebase unter http://www.sophos.de/support/.
■
Laden Sie Dokumentation zu den Produkten unter http://www.sophos.de/support/docs/
herunter.
■
Senden Sie eine E-Mail an den technischen Support [email protected] und geben Sie die
Versionsnummer(n), Betriebssystem(e) und Patch Level Ihrer Sophos Software sowie ggf.
den genauen Wortlaut von Fehlermeldungen an.
Installationsanleitung
17 Rechtliche Hinweise
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eingetragenes Warenzeichen von Sophos Group.
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mit dem Lizenzvertrag reproduziert werden darf, oder Sie verfügen über eine schriftliche
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Sophos, Sophos Anti-Virus und SafeGuard sind eingetragene Warenzeichen von Sophos
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Produkt- und Unternehmensnamen sind Marken oder eingetragene Marken der jeweiligen
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Copyright-Informationen von Drittanbietern finden Sie in dem Dokument Disclaimer and
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