Inhaltsverzeichnis

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Seite
1.
Normen und Vorschriften
1.1
Normen und Vorschriften........................................................................................................................................................ 5
2.
Allgemeines
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
Die Flamme macht den Unterschied ....................................................................................................................................... 6
Fortschritt aus einem Guss ..................................................................................................................................................... 6
Ein abgestimmtes System ...................................................................................................................................................... 6
Beschreibung EcoStar 400..................................................................................................................................................... 6
Vorgeschriebene hydraulische Anbindung............................................................................................................................... 7
3.
Montage
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
3.9
3.10
3.11
3.12
3.13
3.14
Heizraum................................................................................................................................................................................ 8
Heizungsanlage ...................................................................................................................................................................... 8
Heizungsseitiger Anschluss .................................................................................................................................................... 8
Abstände................................................................................................................................................................................ 8
Aufstellung ............................................................................................................................................................................. 8
Montage und Aufbau des Kessels .......................................................................................................................................... 9
Montage Tiefspeicherladeset ................................................................................................................................................ 21
Montage Abgasanschluss-Stück .......................................................................................................................................... 22
Siphon und Neutralisationsbox ............................................................................................................................................. 22
Einbauschema starre Abgasleitung ....................................................................................................................................... 23
Einbauschema flexible Abgasleitung ..................................................................................................................................... 24
Montage Abgasleitung starr.................................................................................................................................................. 25
Montage Abgasleitung flexibel .............................................................................................................................................. 27
Überprüfung der Abgasleitung .............................................................................................................................................. 29
4.
Inbetriebnahme
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
4.6
Dichtheitskontrolle ................................................................................................................................................................ 30
Füllen der Anlage.................................................................................................................................................................. 30
Inbetriebnahme .................................................................................................................................................................... 30
Hand- / Notbetrieb ............................................................................................................................................................... 30
Inbetriebnahme / Konfiguration des Kesselreglers RVS 53 ................................................................................................... 30
Einstellung der Kesselminimaltemperatur .............................................................................................................................. 31
5.
Wartung
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
Wartung ............................................................................................................................................................................... 32
Wartung des Kessels............................................................................................................................................................ 32
Wartung des Abgaswärmetauschers (AWT) .......................................................................................................................... 32
Wartung der Kondensatableitung.......................................................................................................................................... 32
Wartung Speicherwassererwärmer untenliegend und nebenstehend..................................................................................... 33
6.
Fehlersuche
6.1
Fehlersuche.......................................................................................................................................................................... 34
7.
Technische Dokumentation
7.1
7.2
7.3
7.4
7.5
7.6
7.7
7.8
7.9
7.10
7.11
Kessel-, Brauchwasser-, Vorlauffühler .................................................................................................................................. 36
Außentemperaturfühler......................................................................................................................................................... 36
Druckverlustkennlinie............................................................................................................................................................ 37
Abmessungen und Anschlussmaße...................................................................................................................................... 38
Technische Daten Tiefspeicher und Standspeicher............................................................................................................... 39
Technische Daten EcoStar 400 ............................................................................................................................................ 40
Netzlaufplan ......................................................................................................................................................................... 41
Schaltplan Brenner............................................................................................................................................................... 42
Klemmenbelegung am Kesselregler RVS 53.283/180 ........................................................................................................... 43
Bestückung der Wirbulatoren ............................................................................................................................................... 44
Berechungstabelle gemäß DIN 4705 Teil 1 (35 Pa Förderdruck) für AWT 30 ......................................................................... 45
8.
Gewährleistung
8.1
Gewährleistung .................................................................................................................................................................... 46
8.2
Öltank und Ölleitungen ......................................................................................................................................................... 46
8.3
Ersatzteile ............................................................................................................................................................................ 46
Hersteller - Bescheinigung............................................................................................................................................................... 47
EG-Baumuster-Konformitätserklärung ............................................................................................................................................. 47
Sicherheitshinweise - Bitte beachten!
Bitte lesen Sie diese Installationsanleitung vor Installationsbeginn aufmerksam durch. Für Schäden, die durch
Nichtbeachtung dieser Installationsanleitung entstehen, entfallen alle Haftungs- und Gewährleistungsansprüche!
Unsachgemäß ausgeführte Arbeiten können zu Verletzungen oder Sachschäden führen!
Arbeiten an der Heizungsanlage
y Installations-, Inbetriebnahme-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten dürfen nur durch einen autorisierten Heizungsfachbetrieb durchgeführt werden.
Bei Arbeiten an Brenner, Kessel und Abgasanlage y Heizungs-Notschalter ausschalten und gegen Wiedereinschalten sichern
y Ölzuleitung absperren und gegen unbeabsichtigtes Öffnen
sichern.
Mit diesem Zeichen sind Hinweise gekennzeichnet, die Sie zu Ihrer und der Sicherheit anderer Personen sowie Vermeidung von Schäden unbedingt beachten müssen.
Mit diesem Zeichen sind Hinweise versehen, die zur Betriebssicherheit und richtigen Funktion des EcoStar 400 beachtet werden müssen. Es weißt ebenfalls auf die Beachtung rechtlicher Bestimmungen hin.
Bei diesem Zeichen finden Sie Tipps, die Ihnen die Arbeit erleichtern.
1. Normen und Vorschriften
EcoStar 400
1.1
Normen und Vorschriften
DIN EN 267
Ölzerstäubungsbrenner - Begriffe, Anforderungen, Bau und
Prüfung
Nachfolgende Normen und Richtlinien sind bei der Installation und
beim Betrieb der Heizungsanlage einzuhalten.
DIN 51603, Teil 1
Heizöle extra leicht
HeizAnlV
Heizanlagenverordnung
DIN 57116
Elektr. Ausrüstung von Feuerungsanlagen
FeuVo
Feuerungsverordnung der Bundesländer
DIN 18160
Hausschornsteine
1. BImSchV
Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes
ÖNORM C 1109-1990
Heizöle
VDI 2035
Richtlinien zur Verhütung von Schäden durch Korrosion und
Steinbildung in Warmwasserheizungsanlagen
VDE
Vorschriften und Sonderanforderungen der Energieversorgungsunternehmen
ÖNORM B 8131
Geschlossene Wasserheizungen
ÖNORM M7550
Zentralheizungskessel bis 100°C mit Gas-Gebläsebrenner
Bitte berücksichtigen Sie die regional gültige Landesbauordnung.
EN 267
Ölzerstäubungsbrenner - Typ Monoblock, Prüfungen
EN 303, Teil 1 und Teil 2
Heizkessel mit Gebläsebrenner
EN 437
Prüfgase - Prüfdrücke - Gerätekategorien
EN 676
Brenner mit Gebläse für gasförmige Brennstoffe
EN 60335, Teil 1
Sicherheit elektrischer Geräte für den Haushalt und ähnliche
Zwecke
DIN 1988
Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen (TRWI)
DIN 4702
Heizkessel - Begriffe, Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung
DIN 4705
Berechnung von Schornsteinabmessungen
DIN 4751
Warmwasserheizungsanlagen - Sicherheitstechnische Anforderungen
DIN 4753
Wassererwärmer und Wassererwärmungsanlagen für Trinkund Betriebswasser
DIN 4755
Ölfeuerungsanlagen - Bau, Ausführung, sicherheitstechnische
Anforderungen
Abb. 1:
DIN 4756
Gasfeuerungsanlagen - Sicherheitstechnische Anforderungen
5
2. Allgemeines
2.1
Die Flamme macht den Unterschied
Eine Ölheizung ist immer nur so gut wie ihre dynamische Komponente - der Brenner.
Abgeleitet von Erkenntnissen aus der Luft- und Raumfahrttechnik, hat MAN gemeinsam mit der Deutschen Forschungsanstalt
für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) eine neue Ölbrennertechnologie entwickelt: Der Raketenbrenner® von MAN garantiert
durch das Prinzip der thermodynamischen Gemischaufbereitung eine perfekte, rußfreie Verbrennung mit blauer Flamme.
Das Geheimnis: Aus Öl wird Gas.
Das Ergebnis: Der Hausbesitzer spart Geld durch den extrem
geringen Heizölverbrauch, der besonders schadstoffarme Praxisbetrieb schont außerdem die Umwelt.
2.2
Fortschritt aus einem Guss
Die Kombination aus MAN Ölbrenner, modernem Guss-Heizkessel und nachgeschaltetem Abgaswärmetauscher AWT 30
ist optimal aufeinander abgestimmt. Sie garantiert Hausbesitzern ein Optimum an Wirtschaftlichkeit. Der Gusskessel ist besonders langlebig und schnell zu installieren. Die integrierte Isolierung und die nachgeschaltete Restwärmenutzung des AWT
reduzieren die Wärmeverluste auf ein Minimum. Der dadurch
besonders energiesparende Praxisbetrieb und der geringe Wartungsaufwand sorgen dafür, dass die Rechnung aufgeht. Und
auch die Umwelt profitiert von der zukunftsweisenden Technologie.
2.3
Ein abgestimmtes System
Die Kombination aus MAN Ölbrenner Abgaswärmetauscher
AWT und Gusskessel wird weiterhin ergänzt durch ein abgestimmtes System, bestehend aus witterungsgeführter Regelung
und Speicher-Wassererwärmer.
Die witterungsgeführte Regelung, ein Qualitätsprodukt aus dem
Hause Siemens, ist in der Grundausstattung bereits für alle
gängigen Anwendungen gerüstet und kann durch modulare
Erweiterungen an verschiedenste Sonderanwendungen angepasst werden. Sie ist somit auf die unterschiedlichsten Komfortansprüche abstimmbar.
Alle angebotenen Warmwasserspeicher sind doppelt emailliert die Garantie für eine lange Lebensdauer. Darüber hinaus zeichnet sich das Speicherprogramm durch eine besonders hohe
Montagefreundlichkeit und Wartungsarmut aus.
6
EcoStar 400
2.4
Beschreibung EcoStar 400
MAN Öl-Unit mit nachgeschaltetem Abgaswärmetauscher AWT 30
EcoStar 415, 418, 422, 427
- Einheit aus Heizkessel, Ölbrenner und Abgaswärmetauscher
AWT 30 mit Kesselleistung von 15 - 27 kW für Niedertemperaturbetrieb mit Restwärmenutzung von geschlossenen Heizungsanlagen mit zul. Vorlauftemperatur nach DIN 4751.
- Wirkungsgrad bis zu 98,5 Proz. nach DIN 4702-8
- Energieeffizienz nach Europäischer Wirkungsgradrichtlinie:
zzzz
Im Lieferumfang enthalten:
- MAN Gussgliederkessel nach DIN 4702 bauartgeprüft, CE
Kennzeichnung.
- Wärmedämmung und Verkleidung
- Heizungsregler inkl. Kesselschaltfeld, (Heizungsregler geeignet für bis zu 3 Heizkreise, inkl. Solarfunktion) und Außentemperaturfühler
- nachgeschalteter Abgaswärmetauscher AWT 30 incl. Anschlussrohre
- Raketenbrenner RE HU für Heizöl EL nach DIN 51603/1, mit
thermodynamischem Verbrennungssystem, Brenner für intermittierenden Betrieb ist warmerprobt und eingestellt.
- Anschlussrohre, Sicherheitsgruppe, Füll- und Entleerungshahn
EcoStar 400
2.5
2. Allgemeines
Vorgeschriebene hydraulische Anbindung
Der Abgaswärmetauscher AWT 30 wurde zur Abgas-Restwärmenutzung oberhalb des Taupunktes des Abgases konzipiert.
Die Einbindung in den Heizungsvorlauf und eine Kesselsockeltemperatur von 49°C gewährleisten ein Temperaturniveau
oberhalb des Taupunktes.
Die Mischer-Pumpengruppen ermöglichen den gleitenden
Heizbetrieb und sind wie in den nachstehenden Abb. dargestellt, einzusetzen.
Die Einbindung in den Vorlauf, eine Kesselsockeltemperatur von
49°C und der Betrieb mit Mischer-Pumpengruppen sind unsere
Gewährleistungsvoraussetzung.
Die Ölkessel-Wärmetauscher-Kombination MAN EcoStar 400 und
AWT ist patentrechtlich geschützt. Der AWT ist ausschließlich für
den Betrieb an der MAN Öl-Unit EcoStar 400 geprüft und zugelassen.
Abb. 2: Kessel mit einem Verbraucher (4-Wege-Mischer)
Abb. 3: Kessel mit zwei Verbrauchern (3-Wege-Mischer)
Abb. 4: Kessel mit zwei oder mehr Verbrauchern (3-Wege-Mischer)
7
3. Montage
3.1
Heizraum
Die Zu- und Abluftöffnungen dürfen nicht verkleinert oder verschlossen werden.
Entzündliche Materialien oder Flüssigkeiten dürfen nicht in der
Nähe des Heizkessels gelagert oder verwendet werden.
Die Units EcoStar 400 dürfen in Räumen, in denen mit Luftverunreinigungen durch Halogenkohlenwasserstoffe zu
rechnen ist, wie z. B. Friseurbetrieben, Druckereien, chemischen
Reinigungen, Labors etc. nur betrieben werden, wenn ausreichende
Maßnahmen ergriffen werden, die für die Heranführung unbelasteter
Verbrennungsluft sorgen.
EcoStar 400
3.4
Abstände
Bei der Aufstellung des Kessels empfehlen wir die zur optimalen Montage und Wartung nötigen Wandabstände von seitlich
200 mm und hinten 500 mm einzuhalten. Eine Verringerung der
Wandabstände im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften ist zulässig. Die Abstände zu Wänden oder brennbaren Materialen
dürfen 200 mm nicht unterschreiten und müssen den örtlichen
feuerpolizeilichen Bestimmungen entsprechen.
Im Zweifelsfall sollte eine Rücksprache mit MAN Heiztechnik erfolgen.
Die Units EcoStar 400 dürfen nicht in Räumen mit starkem
Staubanfall oder hoher Luftfeuchtigkeit (z. B. Waschküchen)
betrieben werden. Der Heizraum muss frostsicher und gut belüftet
sein.
Werden diese Hinweise nicht beachtet, entfällt für auftretende Schäden, die auf einer dieser Ursachen beruhen, die Gewährleistung.
3.2
Heizungsanlage
Die Montage, der Brennstoff- und Abgasanschluss, die Erstinbetriebnahme, der Stromanschluss sowie die Wartung und Instandhaltung dürfen nur durch eine Fachfirma ausgeführt werden.
Der Betreiber ist nach der Heizungsanlagen-Verordnung § 9
verpflichtet, eine Reinigung und Wartung durchzuführen oder
durchführen zu lassen.
Die Reinigung und Wartung ist einmal jährlich durchzuführen.
Dabei ist die Gesamtanlage auf ihre einwandfreie Funktion zu
prüfen.
3.5
Aufstellung
Stellen Sie den Kesselkörper auf einem festen Untergrund, z.B.
MAN Kesselpodest, MAN Speicher-Wassererwärmer oder einem geeigneten Fundament auf.
Aufgefundene Mängel sind umgehend zu beheben.
Wir empfehlen, mit der Fachfirma einen Wartungsvertrag abzuschließen.
Der Installateur hat den Anlagenbetreiber mit der Funktion und
der Bedienung der Heizungsanlage vertraut zu machen und
ihm die technischen Unterlagen zu übergeben.
3.3
Heizungsseitiger Anschluss
Bei der Unit EcoStar 400 empfehlen wir dringend die Installation eines Heizungswasser-Filters bzw. eines Schlammabscheiders in den Rücklauf der Heizungsanlage!
Legen Sie das Druckausgleichsgefäß nicht zu klein aus. Wählen Sie
einen korrekten Vordruck. Ein Druckausgleichsgefäß mit zu niedrigem oder auch zu hohem Vordruck ist wirkungslos. Prüfen Sie den
Vordruck vor der Installation!
8
Abb. 5: Aufstellung eines EcoStar Kessels auf einem MAN Speicherwassererwärmer.
EcoStar 400
3.6
3. Montage
Montage und Aufbau des Kessels
Nachfolgend werden alle flachdichtenden Schraubverbindungen
grundsätzlich mit den beigelegten Dichtringen zusammengefügt, es
wird deshalb in der Montageanleitung nicht in jedem Fall darauf
eingegangen!
Abb. 6: Entfernen Sie zunächst die vier M10 Befestigungsschrauben
der Kesseltür und ziehen danach die Scharnierstange nach
oben heraus, anschließend demontieren Sie die Kesseltür.
Abb. 8: Setzen Sie die Wirbulatoren in die Kesselzüge ein:
4 x Wirbulator für 18 kW, 6 x Wirbulator für 22 oder 26 kW
und keine Wirbulatoren bei 15 kW!
Drücken Sie beim Entfernen der Scharnierstange die Kesseltür gegen den Kesselkörper, damit diese nicht herunterfallen
kann!
Abb. 9: Schieben Sie die Kesselkörperisolierung von der Seite unter
dem Kessel hindurch, sodass die Kesselfüße in den dafür vorgesehenen Aussparungen der Isolierung stehen.
Abb. 7: Setzen Sie die Feuerraumrückwand-Isolierung in den Kessel
ein. Isolierstück mit den Schlitzen auf die Wärmeleitstege aufschieben, bis dieses auf der Brennkammerrückwand aufliegt.
Abb. 10: Wickeln Sie die Isolierung um den Kesselkörper herum und fixieren diese mit den beiden Federhaken.
9
3. Montage
EcoStar 400
Abb. 13: Montieren Sie auf der Rückseite des Kessels den Rohrstutzen
des KFE- und ziehen diesen fest.
Abb. 11: Setzen Sie das Verkleidungsblech vorn an und befestigen es
mit vier M8 Sechskantschrauben an den Türscharnierblechen.
Abb. 14: Schrauben Sie die vier Distanzstücke mit dem kurzen Gewinde
auf der Rückseite des Kessels ein.
Abb. 12: Setzen Sie die Kesseltür am Kessel an und schieben die
Scharnierstange durch die Scharnierblechlaschen von oben
nach unten hindurch.
Die Scharnierstange muss durch die untere Scharnierlasche
hindurchstehen!
Der Anschlag der Tür kann wahlweise links oder rechts erfolgen. Befestigen Sie anschließend die Kesseltür mit den
vier M10 Sechskantschrauben.
Abb. 15: Stecken Sie die Isolierung der Kesselrückseite mit den kleinen
Lochausschnitten auf die Distanzstücke.
10
EcoStar 400
Abb. 16: Stecken Sie das hintere Verkleidungsblech ebenfalls mit den
dafür vorgesehnen Bohrungen auf die Distanzstücke auf sodass die Gewinde durch das Blech hindurch stehen und setzen auf die unteren Beiden jeweils eine M8 Mutter, die Sie etwa vier Umdrehungen weit aufschrauben. Lassen Sie das Verkleidungsblech wie oben abgebildet, vorsichtig nach hinten
klappen.
3. Montage
Abb. 19: Führen Sie das 700 mm lange Vorlauf-Wellrohr durch das hintere Verkleidungsblech und die Isolierung hindurch und
schrauben dieses am Kesselvorlauf-Anschluss fest.
Abb. 17: Montieren Sie die Zugentlastung vor der Kabeldurchführung
mit zwei Blechschrauben an der Kesselverkleidung hinten.
Abb. 20: Führen Sie das Rohr der Sicherheitsgruppe durch das hintere
Verkleidungsblech und die Isolierung hindurch und schrauben
dieses am Sicherheitsvorlauf-Anschluss leicht an. Richten Sie
die Sicherheitsgruppe aus und ziehen Sie diese danach fest
an.
Abb. 18: Führen Sie das Rohr der Sicherheitsgruppe durch das hintere
Verkleidungsblech und die Isolierung hindurch und schrauben
dieses am Sicherheitsvorlauf-Anschluss leicht an. Richten Sie
die Sicherheitsgruppe aus und ziehen Sie diese danach fest
an.
11
3. Montage
Abb. 21: Klappen Sie das hintere Verkleidungsblech wieder über die
Distanzstücke an den Kessel heran. Nehmen Sie das Halteblech für den Abgaswärmetauscher und montieren es auf den
oberen Distanzstücken mit zwei M8 Muttern. Ziehen Sie anschließend alle vier Muttern fest.
Abb. 22: Schrauben Sie den KFE-Hahn bis zum Dichtring fest in das
Verlängerungsrohr ein und kontern ihn mit der Mutter des
Hahnes. Es muss hier kein weiteres Dichtmittel verwendet
werden
Abb. 23: Legen Sie auf den Abgasstutzen des Kessels, einen umlaufenden, durchgängigen und ca. 6 mm dicken Strang MAN HT
Silikon auf.
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EcoStar 400
Abb. 24: Stecken Sie den Wärmetauscher auf den Kesselabgasstutzen
auf.
Abb. 25: Zur Montage des Haltewinkels muss zunächst jeweils eine M8
Mutter auf die Gewindebolzen des Haltebleches aufgeschraubt werden.
Abb. 26: Richten Sie den Wärmetauscher waagerecht aus und befestigen ihn mit den beiden Haltewinkeln und vier M8 Muttern am
Halteblech.
EcoStar 400
3. Montage
Abb. 27: Legen Sie das Vorlauf-Wellrohr über den Wärmetauscher zur
Wassereintrittsseite herüber.
Abb. 30: Montieren Sie die Mischer- oder Pumpengruppe am Rücklaufrohr des Kessels.
Abb. 28: Montieren Sie das lange, gebogene Rücklaufrohr mit dem
Biegeradius nach unten am Vorlaufrohr. Richten Sie es lotrecht aus und ziehen anschließend die Verschraubungen fest.
Abb. 31: Montieren Sie die 3-Wege Verschraubung am Vorlauf der Mischer- oder Pumpengruppe. Richten Sie diese axial zum Kessel aus und ziehen die Verschraubung danach fest.
Abb. 29: Montieren Sie die Winkelkugelhähne an den Ein- und Austrittsanschlüssen des Wärmetauschers.
13
3. Montage
Abb. 32: Verbinden Sie das Vorlauf-Wellrohr mit dem Winkelkugelhahn
auf der Wassereintrittsseite des Wärmetauschers. Richten Sie
den Kugelhahn so aus, dass ein spannungsarmer Verlauf des
Wellrohres gewährleistet ist. Ziehen Sie danach die Verschraubungen fest.
EcoStar 400
Abb. 34: Führen Sie die Kabel und Kapillare der Kesselschaltfeld-Konsole durch die Durchführungsöffnung der Kesselverkleidung
vorn.
Abb. 35: Hängen Sie die Kesselschaltfeld-Konsole mit den drei Haken
in das Verkleidungsblech vorn ein.
Abb. 33: Verbinden Sie mit dem 560 mm langen Vorlauf-Wellrohr den
Winkelkugelhahn auf der Wasseraustrittsseite des Wärmetauschers und den Vorlaufanschluss der Mischer- oder Pumpengruppe. Richten Sie den Kugelhahn so aus, dass ein spannungsarmer Verlauf des Wellrohres gewährleistet ist. Ziehen
Sie danach die Verschraubungen fest.
Abb. 36: Befestigen Sie die Kesselschaltfeld-Konsole von der Rückseite
des vorderen Verkleidungsbleches mit drei Blechschrauben
14
EcoStar 400
3. Montage
Abb. 37: Führen Sie die Kapillare und den Kesseltemperaturfühler durch
die Durchführungsöffnung oberhalb der Tauchhülse
Abb. 40: Montieren Sie die Seitenverkleidungsbleche: Führen Sie die
Fassonstifte der Seitenverkleidungsbleche in die Halteklammern der vorderen und hinteren Verkleidungsbleche ein und
lassen diese mit festem Druck auf die Seitenbleche einrasten.
Abb. 38: Legen Sie Kapillare und Kesseltemperaturfühler Auf das Führungsblech.
Für optimalen Kontakt der Kapillare und Fühler mit der
Tauchhülse muss das beigelegte Führungsblechverwendet
werden!
Abb. 41: Befestigen Sie den Kesselregler mit vier Blechschrauben auf
dem Regler-Halteblech.
Abb. 39: Schieben Sie die Kapillare und Fühler zusammen mit dem
Führungsblech gleichmäßig in die Tauchhülse bis zum Anschlag ein.
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3. Montage
EcoStar 400
Abb. 42: Montieren Sie das Halteblech des Kesselreglers mit zwei
Blechschrauben an das linke Seitenverkleidungsblech.
Abb. 45: Schließen Sie das Brennerkabel am Kesselregler (Steckkontakt
L1, PE, N, 2, 3, 4, 5) an.
Abb. 43: Fixieren Sie das Kesselregler-Halteblech zusätzlich mit einer
Blechschraube am Verkleidungsblech vorn.
Abb. 46: Schließen Sie das Kabel vom Kesselschaltfeld für die Spannungsversorgung des Kesselreglers an der Regelung (Steckkontakt L, PE,N, L1, S3) an.
Abb. 44: Verbinden Sie das Brenneranschlusskabel mit dem Reset
Schalter im Kesselschaltfeld. (Stecker mit schwarzer und
brauner Litze)
16
Abb. 47: Schließen Sie den Stecker für den Kommunikationsanschluss
des Kesselschaltfeldes (Steckkontakt G+, CL-, CL+), nachfolgend HMI genannt, an der Kesselregelung an.
EcoStar 400
3. Montage
Abb. 48: Stecken Sie den Kesseltemperaturfühler in den Regler (Steckkontakt B2, M) ein.
Abb. 50: Schließen Sie das Funkmodul am Kesselregler an.
Abb. 49: Montieren Sie das Funkmodul an der Verkleidungsrückwand,
führen das Flachbandkabel durch die Zugentlastung hindurch
in den Kessel hinein.
Bei Kommunikationsunterbrechungen durch äußere Störeinflüsse oder zu große Distanzen ist optional ein Repeater zur
Reichweitenerweiterung erhältlich (Kommunikation zwischen
QAA 78 und RVS 53 sicherstellen).!
Abb. 51: Entfernen Sie die Kabelbrücke am Stecker SK1/SK2 und
schließen dort die blaue und braune Litze vom ATB des Abgasanschlussstückes an. Die gelb/grüne Litze (Schutzleiter) mit
Kabelschuh wird auf eine der zwei Blechlaschen am ReglerHalteblech gesteckt.
17
3. Montage
EcoStar 400
Abb. 52: Schließen Sie die Spannungsversorgung an der Netzklemme
des Kessels an (Klemmen durch herunterdrücken mit einem
kleinen Schlitzschraubendreher lösen, hierzu Schraubendreher
in die Öffnungen an der Oberseite der Klemme einführen).
Schließen Sie alle zusätzlichen Komponenten gemäß der separat beigefügten Reglerbeschreibung an den entsprechenden Steckverbindungen des Kesselreglers an.
Abb. 53: Leiten Sie alle von außen zugeführten Kabel (Umwälzpumpe,
Mischermotor, Außenfühler, Speicherfühler, etc.) durch die
Zugentlastung des Kessels und klemmen diese nach Beendigung der Elektroinstallation durch anziehen der beiden Kreuzschlitzschrauben im Oberteil der Zugentlastung fest.
Abb. 54: Montieren Sie das Verkleidungsoberteil indem Sie das Blech
an der Hinterkante des Kessels ca. 2 cm überstehen lassen,
es dann auf dem Kessel ablegen und dann mit leichtem Druck
von oben auf das Blech nach vorn schieben. Die Haken des
Oberteils müssen dann in die Aussparungen der Seitenteile
einhaken!
Abb. 55: Sichern Sie das obere Verkleidungsblech mit einer Blechschraube auf der Rückseite des Kessels, um ein ungewolltes
entfernen des Verkleidungsteiles zu verhindern
Abb. 56: Setzen Sie die Brennerbefestigungsschrauben mit ca. fünf
Umdrehungen in die Kesseltür ein.
18
EcoStar 400
3. Montage
Abb. 57: Führen Sie den Brenner in die Kesseltür ein, so dass die
Brennerbefestigungsschrauben durch den Klemmflansch hindurch stehen und drehen Sie anschließend den Brenner links
herum. Ziehen Sie die Schrauben danach fest.
Abb. 60: Haken Sie die Unit-Haube in die dafür vorgesehenen Schlitze
der Seitenverkleidungsbleche ein
Abb. 58: Stecken Sieden Brenneranschlussstecker in die Buchse des
Brenners.
Abb. 61: Führen Sie die Ölschläuche des Brenners durch die Aussparung der Unit-Haube nach außen hindurch.
Abb. 59: Hängen Sie die Kesseltürisolierung am Verkleidungsblech vorn
in die dafür vorgesehenen Ausschnitte ein.
19
3. Montage
EcoStar 400
Abb. 62: Montieren Sie die Isolierungsteile der Mischer-/ Pumpengruppe und Sicherheitsgruppe.
Abb. 64: Stecken Sie die Kugelhahn-Knäufe mit festem Druck auf, bis
sie einrasten (Anflächung auf dem Kugelhahn beachten).
Abb. 65: Stecken Sie danach die Thermometer in die Tauchhülsen der
Kugelhähne.
Abb. 63: Stecken Sie den Mischermotor mit der Kupplung auf die Welle
des Mischerkükens (Montageanleitung des verwendeten Mischers beachten) und ziehen ihn mit der Befestigungsschraube auf der Welle fest.
20
EcoStar 400
3.7
3. Montage
Montage Tiefspeicherladeset
Abb. 67: Darstellung Installation Tiefspeicherladeset
Achtung:
Durchflussrichtung der Pumpe beachten!
Abb. 66: Entfernen Sie die Schutz- und Verschlusskappen der Vor- und
Rücklaufanschlüsse für den MAN Speicher-Wassererwämer.
21
3. Montage
EcoStar 400
Bei Ölanlagen ist die erste Kammer, die Kammer in die das
Kondensatwasser aus dem Siphon reinläuft, mit Granulat zu füllen. Anschließend füllen Sie die Kammern der Neutralisationsbox mit Wasser (s. auch beiliegende Anleitung zur Kondensatbox).
Auf den Siphon ist ein kurzes Schlauchstück aufgesetzt, damit
kein Kondensat aus der Entlastungsöffnung austreten kann.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel 5.1.
Abb. 68: Anbauposition Tiefspeicherladeset
3.8
Montage Abgasanschluss-Stück
Abb. 70:
Abb. 69: Stecken Sie das Abgasanschluss-Stück auf den Abgasstutzen
des Wärmetauschers auf.
Installieren Sie, den örtlichen Bestimmungen und Vorschriften entsprechend, im Anschluss das Abgassystem.
3.9
Siphon und Neutralisationsbox
Bevor die Anlage in Betrieb genommen wird, ist zu beachten, dass der Siphon mit Wasser gefüllt ist, damit kein Abgas entweicht.
22
Abb. 71: Funktionsprinzip Neutralisationsbox
Beim Betrieb der Anlage mit schwefelarmem Heizöl ist kein
Neutralisationsgranulat erforderlich. Das Kondensat darf ohne
Neutralisation in die Kanalisation abgeleitet werden.
3. Montage
EcoStar 400
3.10 Einbauschema starre Abgasleitung
Zulassung Z-7.2-3265 (raumluftabhängig) sowie
Z-7.2-3037 und -3266 (raumluftunabhängig)
Legende zu Abb. 70:
Pos.
AWT 30
1
Kaminkopfabdeckung; DN 80
2
Kamin / Schornstein
3
Rohr; starr; 1950 mm; DN 80
3
Rohr; starr; 1000 mm; DN 80
4
Abgaswärmetauscher AWT 30
5
MAN EcoStar 400
6
Siphon mit Schlauch
7
Neutralisationsbox
8
Abgastemperaturbegrenzer (ATB)
10
Anschluss-Stück; starr; DN 80
10
Abgas-Messöffnung
11
Belüftungsblende
12
T-Stück (Revision); starr; DN 80
14
Öffnung f. Heizungsraumbelüftung
15
Stützbogen mit Auflageschiene; DN 80
Die Abbildung des AWT stimmt mit der tatsächlichen Ausführung
nicht überein
Abb. 72: Schemata starre Abgasführung
(Die Abbildung des AWT stimmt mit der tatsächlichen Ausführung nicht überein)
23
3. Montage
EcoStar 400
3.11 Einbauschema flexible Abgasleitung
Zulassung Z-7.2-3265 (raumluftabhängig) sowie
Z-7.2-3037 und -3266 (raumluftunabhängig)
Legende zu Abb. 71:
Pos.
AWT 30
1
Kaminkopfabdeckung; DN 80
2
Kamin / Schornstein
3
Rohr; flexibel; lfd. m; DN 80
4
Abgaswärmetauscher AWT 30
5
MAN EcoStar 400
6
Siphon mit Schlauch
7
Neutralisationsbox
8
Abgastemperaturbegrenzer (ATB)
10
Anschluss-Stück; DN 80
10
Abgas-Messöffnung
11
Mauerblende
12
T-Stück (Revision); flexibel; DN 80
14
Öffnung f. Heizungsraumbelüftung
15
Stützbogen mit Auflageschiene; DN 80
In der waagerechten Abgasleitung dürfen nur starre Abgassysteme eingesetzt werden.
Abbildung stimmt mit der tatsächlichen Ausführung nicht überein
Abb. 73: Schemata flexible Abgasführung
(Die Abbildung des AWT stimmt mit der tatsächlichen Ausführung nicht überein)
24
3. Montage
EcoStar 400
Sitz der Dichtungen muss in allen Muffen kontrolliert werden.
3.12 Montage Abgasleitung starr
Fragen zur Abgasführung sollten grundsätzlich mit dem/der zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister/in abgestimmt werden.
Es dürfen ausschließlich die mitgelieferten Spezialdichtungen
verwendet werden.
Die Einsteck-Enden der Bauteile sind vor der Montage einzufetten. (Grundsätzlich mitgeliefertes Gleitmittel verwenden)
Abgaswege sind grundsätzlich so kurz wie möglich aufzubauen.
Die Muffen der Abgasleitung müssen in Strömungsrichtung zeigen.
Waagrechte Leitungsabschnitte müssen zum Kessel immer ein
Gefälle von mind. 3° erhalten, damit der Kondensatabfluss gewährleistet ist. 3° ≅ mind. 5 cm/ 1 m
Es dürfen nur die gelieferten Originalteile verwendet werden.
Zulassungsbescheid dem/der Bezirksschornsteinfegermeister/in zur Verfügung stellen.
• Erforderliche Hilfsmittel:
-
Säge, Feile oder Rohrschneider zum Ablängen und Anfasen
der Rohrstücke
-
Bohrmaschine zum Befestigen der Kaminschachtabdeckung
• Auflageschiene einbauen:
-
Um die Auflageschiene zu befestigen, ist genau gegenüber
der Anschlussöffnung eine Bohrung (Ø 10 - 12 mm) anzubringen.
-
Auflageschiene evtl. kürzen, in die Bohrung einsetzen und
vorne fixieren (mit Schraube oder Mörtel).
Abb. 75: 87° und Auflageschiene
-
Stützbogen durch die Schachtöffnung auf die Auflageschiene aufsetzen.
Abb. 74:
25
3. Montage
• Kaminsystem einbauen:
-
Bei Erfordernis einer Revisionsöffnung ist:
- eine evtl. vorhandene Kamintür zu verwenden oder in gut
zugänglicher Höhe anzubringen
- das Maß L (s. Abb. 74:) zwischen Stützbogen und Revisionsstück zu ermitteln
- die Revisionsöffnung der Abgasleitung im unteren Bereich
der Reinigungstür anzuordnen, da die Abgasleitung im Betrieb eine Längendehnung erfährt
- die senkrechten Rohre in 2 m Baulänge sind mit der
„Stoppring-Technik“ ausgerüstet (s. Abb. 76:). Die Rohrenden werden durch diese Verbindungstechnik für die
Montage gegen herausrutschen gesichert.
EcoStar 400
-
Rohrsystem in Stützbogen einstecken (vorher Dichtung säubern und Rohrende einfetten).
-
Seil entfernen
• Schachtabdeckung montieren
-
Oberstes Rohr im Schacht (1) endet 5 - 10 cm unterhalb der
Schachtoberkante.
-
Das Unterteil (2) der Schachtabdeckung montieren und gegebenenfalls zu dem Kaminkopf abdichten.
-
Letztes Rohr ohne Muffe (3) auf passende Baulänge kürzen
(evtl. Reststück verwenden).
-
Zur Ringspaltbesichtigung kann der Wetterkragen (4) vom
Unterteil der Schachtabdeckung abgezogen werden.
Abb. 77:
Abb. 76:
-
Am ersten senkrechten Rohr, ca. 10 cm von unten, Montageschelle mit Ösenschrauben befestigen und Seil anbringen
Die Abstandhalter mit den Abstandringen werden unterhalb
der Muffe mit dem Spannband am Rohr befestigt. Die Abstandringe sollten gleichmäßig verteilt und je nach Schachtgröße entsprechend vorgeformt werden.
-
Nach und nach die weiteren Rohre zusammenstecken und
mit Seil in den Schacht ablassen
-
Abstandhalter an jedem Formstück und vor und hinter einer
Reinigungsöffnung montieren.
-
26
Letztes Rohr im Schacht so kürzen, dass die Steckmuffe
nach dem Ablassen aller Rohre 5-10 cm unterhalb der
Schachtoberkante endet.
• Verbindungsleitung montieren
-
Anschluss-Modul mit Revisionsöffnung und Kondensatablauf
am Kesselstutzen entsprechend der Markierung über den
Kesselstutzen schieben.
-
Evtl. zusätzlich erforderliche Revisionsöffnungen mit dem/der
Bezirksschornsteinfegermeister/in festlegen.
-
Die Verbindungsleitung wird mittels der Doppelmuffe am Anschluss-Stutzen des AWT entsprechend der Markierung
verbunden.
-
Nach der Montage der Verbindungsleitung wird die Wandblende für die Hinterlüftung am Schacht befestigt (14).
-
Gegebenenfalls Abgasleitung mit geeigneten Halterungen
abstützen.
3. Montage
EcoStar 400
-
Die flexible Abgasleitung darf nicht an der Schachtwand anliegen.
Beiliegendes Zulassungsschild nahe der Anschlussöffnung
am Kamin anbringen.
Waagrechte Leitungsabschnitte müssen zum Kessel immer
ein Gefälle von min. 3° erhalten, damit der Kondensatabfluss
gewährleistet ist. 3° ≅ mind. 5 cm/ 1 m
-
Abstandhalter müssen mindestens alle 2 m sowie vor und
nach jeder Richtungsänderung eingebaut werden.
-
Die flexible Abgasleitung soll zentrisch im Schacht montiert
werden.
-
Gerades Einsteckende (6) der flexiblen Leitung mit einem
Montageseil herablassen und die Leitung sorgfältig von oben
in den Schacht nach unten einziehen.
-
Während des Herablassens der Leitung alle 2 Meter einen
Abstandhalter setzen.
-
Flexrohrhülse (5) in den Stützbogen montieren.
-
Einstecken des unteren Endes der flexiblen Abgasleitung in
den auf die Auflageschiene (4) gesetzten Stützbogen (3).
-
In die flexible Abgasleitung können Zubehörteile (wie z.B.
Revisions-T-Stück) eingebaut werden. Diese Zubehörteile
werden mittels der Stoppring-Technik mit der flexiblen Abgasleitung verbunden.
• Zubehörteile:
Abb. 78: Hinterlüftung
3.13 Montage Abgasleitung flexibel
Grundsätzlich wichtige Anforderungen:
-
Die flexible Abgasleitung wird hängend installiert. Die Aufhängung wird in der vorgesehenen Schachtabdeckung integriert.
-
Die Installation erfolgt in der Regel von oben.
-
Mindestinnenmaß des Schachtes für DN 100, wenn Verbindungsstücke und/oder Revisionsstücke eingebaut werden:
runder Schacht:
160 mm
quadratischer Schacht:
140 x 140 mm.
-
Mindestinnenmaß des Schachtes für DN 80, wenn keine
Verbindungs- und/oder Revisionsstücke eingebaut werden:
runder Schacht:
145 mm
quadratischer Schacht:
125 x 125 mm.
(10) Revisionsstück
Das Revisionsstück ist je nach Anforderung unter Abstimmung
mit dem/der zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister/in
einzubauen. Es dient der Überprüfbarkeit und Reinigung der
flexiblen Abgasleitung. Die auf dem Bauteil gekennzeichnete
Einbaurichtung ist unbedingt zu beachten, da sonst die Möglichkeit von Undichtigkeiten besteht.
(11) Kupplungsstück
Das Kupplungsstück dient der verlustfreien Verarbeitung von
Restlängen der flexiblen Abgasleitung. Auch hier ist aufgrund
des herabfließenden Kondensates die Einbaurichtung unbedingt zu beachten.
(12) Einziehhilfe mit Zugseil 20 m
Als Zubehör ist eine Einziehhilfe lieferbar. Die Einzugshilfe dient
der leichten und rationellen Montage von flexiblen Abgasleitungen. Die Einzugshilfe kann sowohl für den Einzug der Leitung
von der Mündung zur Schachtsohle, als auch umgekehrt verwendet werden. Sie ist in ihrer Baulänge so ausreichend dimensioniert, dass sie über das starre Einsteckende der Abgasleitung gestülpt und mit ihrer Verschraubung am Flexbereich
befestigt werden kann.
• Montage der Abstandhalter:
Abstandhalter müssen mindestens alle 2 Meter sowie vor und
nach jeder Richtungsänderung eingebaut werden. Die flexible
Abgasleitung soll zentrisch im Schacht montiert werden.
27
3. Montage
• Montage im Bereich des Stützbogens:
Nach dem Einziehen der senkrechten flexiblen Abgasleitung
wird die Einziehhilfe demontiert und das wieder sichtbare glatte
Ende (6) der Leitung in den auf der Auflageschiene sitzenden
Stützbogen (3) gesteckt. Das Einsteckende (6) muss sauber
und entgratet sein, bevor es, mit säurefreiem Gleitmittel eingerieben, in den Stützbogen (3) gedrückt wird.
EcoStar 400
• Befestigung der flexiblen Abgasleitung in der Schachtabdeckung:
Jetzt kann auf dem Dach die flexible Abgasleitung zunächst bis
auf ca. 35 cm oberhalb der Schacht-/Schornsteinmündung abgeschnitten werden. Die Schachtabdeckung besteht aus drei
Teilen. Dem Unterteil (13), der Flexrohrklemme (14) und der Abdeckhaube (15).
Als erstes wird das Unterteil (13) über das Leitungsende geschoben und mit seiner Flanschfläche mittels beiliegendem Befestigungssatz auf der Schachtmündung festgeschraubt. Je
nach Oberfläche der Schornsteinmündung ist ein geeignetes
Abdichtmittel zu verwenden. Die Flexrohrklemme (14) wird aufgespreizt und über das Leitungsende bis zum Unterteil (13) geschoben. Die Flexrohrklemme (14) fasst in eine Ringnut an der
Oberkante des Oberteiles und verhindert so das Abrutschen
der Abgasleitung in den Schacht. Zuletzt wird die Abdeckhaube
übergestülpt und auf das Unterteil aufgedrückt. Nun die Abgasleitung mind. 4 cm oberhalb der Abdeckhaube abschneiden.
Abb. 80: Zubehörteile
Abb. 79:
28
EcoStar 400
3. Montage
3.14 Überprüfung der Abgasleitung
Der Bezirksschornsteinfeger prüft die Dichtheit der Abgasleitung mittels Druckprüfung.
Abb. 81: Detail-Zeichnung
29
4. Inbetriebnahme
4.1
Dichtheitskontrolle
Vor der Inbetriebnahme einer Heizungsanlage ist diese nach
DIN 4702 oder den entsprechend gültigen nationalen Vorschriften auf Dichtheit zu prüfen.
Dazu berücksichtigen Sie bitte folgende Punkte:
- Schieber, Ventil und Rückschlagsklappen öffnen.
- Bei geschlossenen Anlagen Sicherheitsventil und Druckausdehnungs-Gefäß vom System trennen.
- Nach dem Wiederbefüllen der Anlage ist die Dichtheit vor
dem Flansch, der Anode und sämtlicher Anschlüsse zu
überprüfen!
Die Ausblaseleitung des Sicherheitsventils darf nicht absperrbar
sein. Mit einem entsprechenden Hinweisschild ist auf diese Vorschrift aufmerksam zu machen.
Ein Mindestdruck von 0,4 bar sollte am Heizungsrücklauf vorhanden sein, um eine einwandfreie Funktion der Heizkreispumpe
und der Speicherladepumpe zu gewährleisten.
4.2
Füllen der Anlage
Die Befüllung der Anlage geschieht über den am Kessel (s.
Bild 19) und Tiefspeicher (s. Bild 64) vorgesehenen Befüll- und
Entleerungshahn.
-
-
Rückschlagventile Heizkreis- und Tiefspeicherladeset dauerhaft öffnen (Position Stellschraube auf A stellen). Das Rückschlagventil Heizkreis befindet sich oberhalb der Heizkreispumpe. Rückschlagventil Tiefspeicherladeset s. Abb. 67
Füllschlauch aufschrauben
Knebel des Füllhahns in Längsrichtung stellen (Öffnen)
Anlage am Füllhahn langsam füllen
Sobald die Anlage gefüllt ist, Knebel des Füllhahns in Querrichtung stellen (Schließen), Füllschlauch abschrauben
Die Rückschlagventile schließen (Position Stellschraube auf
Z stellen)
EcoStar 400
Die Unit-Brenner sind warmerprobt und die Einstellungen für
den Kessel optimiert! Die Verbrennungsgüte ist vom Fachmann
vor Ort mittels Rauchgasanalyse zu kontrollieren.
Bei erstmaliger Feuerung kommt es zur Verbrennung von produktionsbedingten Rückständen der Dichtungsmasse zwischen
den Kesselgliedern. Dieser Prozess des „Freibrennens“ ist einmalig. Während dieser Zeit ist der CO-Wert im Abgas erhöht.
4.4
Hand- / Notbetrieb
Ein Betrieb des Kessels ist ohne einen funktionsfähigen Kesselregler (Notbetrieb) nicht möglich! Bitte wenden Sie sich im Falle
eines Defektes an Ihren Installateur oder an eines der zahlreichen MAN Heiztechnik Vertriebs-Center. Für alle weiteren
Funktionen der Kesselregelung verweisen wir an dieser Stelle
auf die beigelegte Reglerbeschreibung.
4.5
Inbetriebnahme / Konfiguration des Kesselreglers
RVS 53
Verbinden Sie das Bedienteil QAA 75 mittels mitgelieferten Spiralkabel mit der Kesselregelung.
Hierzu stecken Sie den Flachstecker des Kabels in das Bedienteil und den Klinkenstecker in die HMI-Anschlussbuchse des
Kesselschaltfeldes (Klappe öffnen). Schalten Sie anschließend
den Netzschalter des Kessels auf „ON“.
Für die weitere Konfiguration des Kesselreglers steht Ihnen die beigelegte Reglerbeschreibung zur Verfügung!
Bei einer normalen Entleerung der Anlage kann sich Restwasser in den Wendeln der Heizschlange des Tiefspeichers
befinden, deshalb vor Frost schützen oder mit Druckluft ausblasen.
4.3
Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme darf nur von einer konzessionierten
Fachfirma durchgeführt werden.
Nachdem die Anlage mit Wasser gefüllt und sämtliche elektrischen Anschlüsse hergestellt sind, wird der Heizungs-Notschalter eingeschaltet und der Betriebsschalter auf „EIN“ gestellt (s. Bild 75).
30
Abb. 82: HMI-Anschluss des Kesselschaltfeldes
4. Inbetriebnahme
EcoStar 400
Abb. 83: Verbindung des QAA mit dem Kesselschaltfeld.
Abb. 84: ON / OFF und Reset-Schalter am Kesselschaltfeld
4.6
Einstellung der Kesselminimaltemperatur
Die Kesselminimaltemperatur muss zum einwandfreien
Heizbetrieb auf 49°C begrenzt werden.
Sollwert
Minimum
40
ZN 2210
Sollwert
OEM
Handbetrieb
Einheit
Max.
Min.
F
Standardwert
Benutzerebene
2210
Funktion
Bedienzeile
E = Endbenutzer
F = Fachmann
I = Inbetriebsetzung
°C
31
4. Inbetriebnahme
5.1
Wartung
EcoStar 400
-
Die EnEV schreibt eine jährliche Wartung der Anlage vor.
Öl- bzw. Gasfeuerungsanlagen sollen jährlich einmal überprüft
werden. Hierzu sagen die DIN 4755 und die DIN 4756:
Der Betreiber sollte die Anlage aus Gründen der Betriebsbereitschaft, Funktion und Wirtschaftlichkeit einmal im Jahr durch einen Beauftragten der Herstellerfirma oder einen anderen Sachkundigen überprüfen lassen. Hierbei ist die Gesamtanlage auf
ihre einwandfreie Funktion hin zu untersuchen und aufgefundene Mängel umgehend instand zu setzen.
Wir empfehlen den Abschluss eines Wartungsvertrages mit Ihrer Heizungsfirma.
Verschraubungen bei der jährlichen Wartung auf Leckagen
prüfen. Defekte bzw. verschlissene Dichtungen erneuern.
Zur Durchführung der Wartungsarbeiten an der Anlage Stromzufuhr unterbrechen, z.B. Heizungs-Notschalter vor dem Heizraum ausschalten und gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern. Den Betriebsschalter am Heizkessel auf „OFF“ stellen
und die Brennstoffzufuhr absperren.
5.2
Wartung des Kessels
Um die Kesseltür zu öffnen, Unit-Haube (s. Abb. 60) und die
Kesseltürisolierung (s. Abb. 59) entfernen. Die Kesseltür kann
mit montiertem Brenner aufgeschwenkt werden, eine Demontage ist nicht erforderlich .
MAN Heiztechnik weist darauf hin, dass die Reinigung der
Rauchgaszüge mit chemischen Kesselreinigern vorgenommen werden sollte, damit ein energiesparender Betrieb mit niedrigen
Abgastemperaturen dauerhaft gewährleistet ist. Entfernen Sie hierzu
bei den Kesseln EcoStar 418, 422 und 427vorhandene Wirbulatoren
aus den Rauchgaszügen.
Beim Verschließen des Kessels Abdichtung der Kesseltür überprüfen. Die Dichtung der Kesseltür ist bei Beschädigung oder
Verschleiß zu erneuern.
5.3
Wartung des Abgaswärmetauschers (AWT)
Rückstände in den Verbrennungsabgasen verschmutzen die
Flächen des AWT. Bei der jährlichen Wartung sind zur Reinigung folgende Arbeitsschritte zu erledigen:
• Absperren der Verbindungsleitungen des AWT.
-
32
Entlasten des AWT durch Öffnen des manuellen Entlüfterventils. Das austretende Wasser mit einem Lappen auffangen. Vorsicht Verbrühungsgefahr.
-
Die Verschraubungen der Verbindungsleitungen am AWT lösen und entfernen.
Die vier Schnellspannverschlüsse öffnen und das Unterteil
des AWT durch Kippen in Richtung Kesselrückwand aushängen.
Rippenrohrpaket ausbauen und Leitbleche entfernen.
Das Rippenrohrpaket gründlich reinigen, dazu bitte beachten:
Verwenden Sie keinesfalls PVC- oder Stahlbürsten, da hierdurch die korrosionsschützende Oxydschicht der Wärmetauscheroberfläche dauerhaft beschädigt und die Standzeit des Wärmetauschers stark beeinträchtigt werden kann!
Bei verkrusteten Verschmutzungen reicht meist schon das Anlösen mit Wasser. Zusätzlich können lösungsmittelfreie Reiniger
verwendet werden. Spülen Sie in jedem Fall den Wärmetauscher -Z.B. mit einem Gartenschlauch- gründlich, mit viel klarem Wasser nach, um alle gelösten Verunreinigungen herauszutragen.
Rußablagerungen können durch alkalische Mittel mit Tensidzusatz (z.B. Fauch 600) entfernt werden. Für Beläge und gelbbraune Oberflächenverfärbungen können leicht saure , chloridfreie Reinigungsmittel auf Phosphorsäurenbasis (z. B.
Antox 75 E) verwendet werden.
Hersteller v. Antox 75 und Fauch 600:
Oakite (Europe) GmbH
Trakehner Straße 3
60487 Frankfurt
Die Reinigungsmittel dürfen keine Lösungsmittel auf Kohlenwasserstoffbasis und kein Kalium enthalten. Nach dem
Reinigen muss die Oberfläche gründlich mit Wasser gespült werden.
Beim Zusammenbau Dichtungen des AWT prüfen und ggf.
defekte oder verschlissene Dichtungen erneuern.
5.4
Wartung der Kondensatableitung
Überprüfen Sie Dichtheit und Sauberkeit der Kondensatleitung
einschließlich des Siphons.
Reinigen Sie den Siphon sorgfältig.
Mit ph-Teststreifen (Sach-Nr. 94.68503-4101) kann die Funktionsfähigkeit des Neutralisationsmittels überprüft werden. Hierzu stehen unsere speziell entwickelten Prüfstreifen zur Verfügung. Einfaches Lackmuspapier ist nicht verwendbar! Durch Farbreaktion wird die noch vorhandene Aktivität des Granulats angezeigt. Ergibt sich nach der Farbtabelle ein kleinerer pH-Wert
als 6, sollte das noch vorhandene Neutralisationsmittel kräftig
umgerührt werden, um es so wieder zu aktivieren. Dieser Vorgang kann mehrfach wiederholt werden, bis das Granulat seine
Funktionsfähigkeit vollständig verloren hat und ausgetauscht
werden muss. Die Überprüfung des Granulates soll vierteljährlich vom Anlagenbetreiber oder Wartungsdienst durchgeführt
werden.
5. Wartung
EcoStar 400
• Entsorgung des Neutralisationsmittels:
Das Neutralisationsgranulat wird, nachdem es aufgebraucht ist,
über den Hausmüll entsorgt, d.h. es kann auf Deponien der
Klassen I und II entsorgt werden. (Schlüssel nach Europäischem Abfallkatalog (EAKV) vom 17.01.2001).
Grundsätzlich sind die einschlägigen und gesetzlichen Vorschriften zu beachten, die für die ab- oder adsorptiv an das
Granulat gebundenen Stoffe gelten
5.5
Wartung Speicherwassererwärmer untenliegend und
nebenstehend
Vorsorglich sollte die Dichtung gewechselt werden. Diese
Wartungsarbeit sollte durch einen Heizungsfachmann erfolgen
Beim Anschrauben des Flanschdeckels müssen die nachfolgenden Anzugsmomente eingehalten werden:
für den Flansch:
für die Schutzanode:
17 Nm ± 1 Nm
10 Nm
Nach dem Wiederbefüllen der Anlage ist die Dichtheit vor
dem Flansch, der Anode und sämtlicher Anschlüsse zu überprüfen!
Verschraubungen bei der jährlichen Wartung auf Leckagen
prüfen. Defekte bzw. verschlissene Dichtungen erneuern.
• Wartung der Magnesium-Schutzanode:
Der Verbrauch der Magnesium-Schutzanode wird durch die
örtliche Wasserbeschaffenheit bestimmt. Die Lebensdauer kann
im Mittel mit 5 - 7 Jahren angesetzt werden. Da die Beschaffenheit des Wassers und dessen Einfluss auf die Anode in den
wenigsten Fällen bekannt ist und damit der Verbrauch der
Anode unterschiedlich sein kann, empfehlen wir eine jährliche
Überprüfung sowie ggf. eine Erneuerung. Die Anode ist im
Flanschdeckel eingebaut (s. nachstehende Abb.) und kann
nach Schließen der Absperrschieber in der Kaltwasserleitung
bei entleertem Speicher überprüft werden. Die Überprüfung
sollte von einem Heizungsfachmann vorgenommen werden.
Abb. 85: Flanschdeckel Speicherwassererwärmer, untenliegend
• Reinigung des Speichers:
Lose Rückstände und Ablagerungen, die sich im Laufe der Zeit
im Speicher ansammeln, können über den Speicherreinigungsflansch an der Speichervorderseite entfernt werden. Das Absperrventil in der Kaltwasserleitung vor dem Speicher ist zu
schließen und der Speicher zu entleeren. Das Speicherinnere
wird mit einem Wasserschlauch abgespritzt. Auf sorgfältiges
Schließen der Öffnung nach dem Reinigen ist besonders zu
achten.
33
6. Fehlersuche
6.1
EcoStar 400
Fehlersuche
Störung
Ursache
Die EcoStar Unit lässt
sich nicht in Betrieb
setzen,
keine Betriebsanzeige
(grüne LED) am Kesselregler RVS 53.
Spannungsversorgung nicht korrekt angeschlossen. Überprüfen Sie, ob Spannungsversorgung korrekt
hergestellt wurde (Kapitel 7.7 und 7.8).
Heizungs-Notschalter auf „AUS“.
Schalten Sie den Heizungs-Notschalter auf „EIN“.
Brenner geht trotz am
Raumgerät angezeigter
Brenneranforderung
nicht in Betrieb.
Brenner befindet sich noch im AuslieferungszuEntriegeln Sie die Störung durch drücken des Tasstand und steht auf Störung (Taster am Feuerungs- ters für mindestens 0,5 Sek.
automat leuchtet rot).
Sicherung im Kesselschaltfeld oder örtliche Hauptsicherung wurde ausgelöst.
Behebung
Ersetzen oder entriegeln Sie ggf. die Sicherung.
Stellen Sie sicher, dass kein Kurzschluss an der
Spannungsversorgung vorliegt. Lokalisieren Sie
durch anschließen einzelner Verbraucher am Kesselregler die Fehlerquelle und beseitigen diese.
Spannungsversorgung zum Brenner ist unterbroStellen Sie sicher, dass der Brennerstecker korrekt
chen (Taster am Feuerungsautomaten leuchtet oder eingesteckt wurde.
blinkt nicht).
Sicherheitskette zum Brenner ist unterbrochen
(Taster am Feuerungsautomaten leuchtet oder
blinkt nicht).
Kontrollieren Sie an ATB und STB ob diese ausgelöst wurden, entriegeln Sie diese gegebenenfalls.
Überprüfen Sie, ob der ATB korrekt an den Klemmen SK1 und SK2 angeschlossen wurde.
Wurden ATB oder STB durch Übertemperatur im laufenden Betrieb ausgelöst, ist in jedem Fall aus Gründen der
Betriebssicherheit die Ursache zu ergründen und zu beseitigen.
EcoStar Unit macht keinen Heizbetrieb,
Heizkörper bleiben trotz
niedriger Außentemperatur kalt.
Kesselregler wurde über das Raumgerät QAA in
den Schutzbetrieb
(Standby) versetzt.
Ändern Sie den Betriebsmodus am Raumgerät wie
gewünscht auf Automatik-, Dauer-Komfort- oder
Dauer-Absenkbetrieb
.
Außenfühler meldet falsche oder keine Temperatur.
Überprüfen Sie die am Raumgerät angezeigte Temperatur des Außenfühlers auf Plausibilität und ersetzen diesen ggf.
Vorlauf- oder Kesselfühler meldet falsche Tempera- Überprüfen Sie die am Raumgerät angezeigte
Temperatur des Vorlauf- und/oder Kesselfühlers
tur
auf Plausibilität und ersetzen diesen ggf.
EcoStar Unit macht keinen Trinkwassererwärmung,
Speicher wird nicht geladen.
Speicherfühler meldet falsche oder keine Temperatur
Überprüfen Sie die am Raumgerät angezeigte
Temperatur des Speicherfühlers auf Plausibilität und
ersetzen diesen ggf..
Am Kesselregler wurde über das Raumgerät QAA
die Trinkwassererwärmung
deaktiviert
Aktivieren Sie am Raumgerät QAA die Trinkwassererwärmung
Keine Flammenbildung
bei Inbetriebsetzung des
Brenners.
Brennstoffversorgung nicht einwandfrei oder unterbrochen.
Überprüfen Sie alle Absperrvorrichtungen in der
Versorgungsleitung. Entlüften Sie ggf. die Versorgungsleitung bis zum Brenner.
34
6. Fehlersuche
EcoStar 400
Störung
Ursache
Behebung
Der Feuerraumdruck des
Kessels ist sehr hoch,
evtl. pulsiert der Brenner
beim Startvorgang.
Der Kessel oder Abgaswärmetauscher ist durch
den laufenden Betrieb mit Verbrennungsrückständen verschmutzt.
Kessel bzw. Abgaswärmetauscher reinigen / komplette Wartung durchführen.
Kondensat staut sich im
Wärmetauscher
Ablauf des Kondensates durch ungünstigen Verlauf Kondensatleitung so verlegen, dass sich kein „Wasder Kondensatleitung zur Neutralisationsbox blosersack“ (Siphon-Effekt) bilden und das Kondensat
ckiert
ungehindert abfließen kann
Abgasanlage nach Fremdkörpern absuchen und
Der Abgasweg hinter dem Wärmetauscher ist durch Gefälle zum Wärmetauscher hin überprüfen.
einen Fremdkörper oder Wasser versperrt
Siphon in der Neutralisationsbox verstopft
Siphon in der Neutralisationsbox kontrollieren und
ggf. reinigen
Für weitergehende Fehlersuche und Einstellungen verweisen wir an dieser Stelle auf die beigelegten Dokumentationen der einzelnen
Komponenten.
35
6. Fehlersuche
7.1
EcoStar 400
Kessel-, Brauchwasser-, Vorlauffühler
Widerstandkennlinie NTC 10k (25°)
1000000
Widerstand in Ohm
100000
10000
R(Ohm)
1000
100
-50 -40 -30 -20 -10
0
10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 120 130 140 150
Temperatur in °C
Abb. 86:
7.2
Außentemperaturfühler
Widerstandskennlinie NTC 1k (25°C)
Widerstand in Ohm
100000
10000
R(Ohm)
1000
100
-50
-40
-30
-20
-10
0
10
Außentemperatur in °C
Abb. 87:
36
20
30
40
50
7. Technische Dokumentation
EcoStar 400
7.3
Druckverlustkennlinie
Druckverlustkennlinie EcoStar 400
Druckverlust in mbar
100
10
100
1000
10000
Durchflussmenge in m³/h
Abb. 88:
37
7. Technische Dokumentation
7.4
EcoStar 400
Abmessungen und Anschlussmaße
Abb. 89: Abmessungen EcoStar 400 mit Raketenbrenner® RE HU und Abgaswärmetauscher AWT 31 sowie Stand- und Tiefspeicher
38
7. Technische Dokumentation
EcoStar 400
7.5
Technische Daten Tiefspeicher und Standspeicher
Abmessungen Tiefspeicher
Wasserinhalt
Gesamtlänge
Gewicht
Anschlüsse
l
mm
kg
150
970
96
s. Zeichnung
--NL
m²
l/10 min
kWh/24 h
°C
bar
bar
610 l/h / 25 kW
2,0
0,78
220
1,5
95
10
16
Technische Daten Tiefspeicher
Dauerleistung 80/45/10°C
Leistungskennzahl 80/60/45/10°C
Heizfläche
Anfangsleistung 60/10/45°C
Verlustleistung
zul. Speichertemperatur
zul. Gesamtüberdruck Speicher
zul. Gesamtüberdruck Heizschlange
Abmessungen Standspeicher
Wasserinhalt
Durchmesser
ØD
Höhe
H
Gewicht
Anschlüsse Heizungsvor- u. Rücklauf
l
150
200
300
400
mm
610
610
660
710
760
mm
920
1200
1450
1700
1710
kg
66
107
151
Anschlüsse Warm- u. Kaltwasser
Anschluss Zirkulation
Anschlusshöhe Heizungsvorlauf
Anschlusshöhe Heizungsrücklauf
Anschlusshöhe Kaltwasser
mm
mm
mm
Anschlusshöhe Warmwasser
Anschlusshöhe WarmwasserZirkulationsleitung
Anschlusshöhe Fühlerhülse
Rp = Innengewinde
87
Rp 3/4
500
181
R1
170
510
100
R 3/4
R 3/4
170
597
100
R1
R 3/4
185
685
110
195
810
120
200
730
120
mm
800
1080
1310
150
1560
mm
730
1010
1160
1400
1405
mm
340
383
435
503
465
R = Außengewinde
Technische Daten Standspeicher
Dauerleistung 80/45/10°C
Leistungskennzahl 80/60/45/10°C
Heizfläche
Anfangsleistung 60/10/45°C
Verlustleistung
zul. Speichertemperatur
zul. Gesamtüberdruck Speicher
zul. Gesamtüberdruck Heizschlange
--610 l/h; 25 kW 680 l/h; 32 kW 830 l/h; 34 kW 1050 l/h; 43 kW 1050 l/h; 43 kW
NL
2,3
5,5
8,0
16,9
19,0
m²
0,78
1,2
1,2
1,75
1,75
l/10 min
245
310
490
630
760
kWh/24 h
1,5
2,0
2,5
3,1
3,4
°C
95
bar
10
bar
16
39
7. Technische Dokumentation
7.6
EcoStar 400
Technische Daten EcoStar 400
• Abmessungen
Kessel-Typ
---
-415
-418
Kesseltiefe m. Unithaube
mm
Kesseltiefe
mm
420
Höhe inkl. Pumpengruppe
mm
1889
Abgasrohrdurchmesser
mm
80
Vor- und Rücklaufanschluss
-422
-427
859
R
• Technische Daten
Unit
-415
-418
-422
-427
22,5
28,4
23,5
28,7
Nennwärmeleistung
kW
15,4
18,2
Feuerungsleistung
kW
16,3
19,5
max. zul. Betriebstemperatur
°C
110
max. zul. Vorlauftemperatur
°C
90
Wasserseitiger Widerstand ∆t 20 K*
mbar
33
42
50
60
Heizgasseitiger Widerstand
Pa
11
10
20
40
Förderdruck hinter AWT 30*
Pa
Abgasmassenstrom
35
kg/s
0,007
0,0083
0,0101
0,0121
Abgastemperatur
°C
72,6
76,3
79,9
85,3
zul. Betriebsüberdruck
bar
119
119
Wasserinhalt
l
Kesseltransportgewicht
kg
Normnutzungsgrad*
%
* Vorläufige Daten
40
2,5
23
110
115
bis 98,5
EcoStar 400
7.7
7. Technische Dokumentation
Netzlaufplan
41
7. Technische Dokumentation
7.8
42
Schaltplan Brenner
EcoStar 400
EcoStar 400
7.9
7. Technische Dokumentation
Klemmenbelegung am Kesselregler RVS 53.283/180
43
7. Technische Dokumentation
EcoStar 400
7.10 Bestückung der Wirbulatoren
94.11516-5002
94.11516-5001
Bestückung 22 / 26 kW
Bestückung 18 kW
44
7. Technische Dokumentation
EcoStar 400
7.11 Berechungstabelle gemäß DIN 4705 Teil 1 (35 Pa Förderdruck) für AWT 30
Verbindungsleitung und Steigleitung aus PP Typ B - 120° C, Innenwandrauhigkeit 1 / 3 mm
Max. Bauhöhen der Abgasleitung für die Öl - Abgaswärmetauscher AWT 30 in Kombination mit der Unit EcoStar 400
der MAN Heiztechnik GmbH, Rossweg 6, 20457 Hamburg.
Grundwert der Berechnung ist die Auslegung nach Angaben des Herstellers. Die Verbindungsleitung ist wie folgt pauschal aufgebaut:
Wirksame Höhe der Verbindungsleitung 0,1m
Gesamtlänge der Verbindungsleitung 1,0m
Widerstände: 1x Umlenkung 87° mit Reinigungsöffnung, 1 x 87°- Kaminanschlussbogen
Jeder weitere 87°-Bogen verringert die Bauhöhe um je 1m
Die Angaben sind Richtwerte und bedürfen in Grenzfällen der Berechnung nach EN 13384.
Kesseltyp
EcoStar -415
-418
-422
-427
Nennwärmeleistung
in kW
15
18
22
27
Maximale Bauhöhe in Metern bei
Nennweite DN 80:
starr
flexibel
30
30
24
15
30
24
15
10
Maximale Bauhöhen in Metern bei
Erweiterung im senkrechten Teil auf
Nennweite DN 100:
starr
flexibel
30
30
30
30
30
EcoStar 400 mit Kondensamat: Förderdruck hinter Kondensamat = 35 Pa
(berechnet nach DIN EN 13384 mit Programm Aladin, Schachtverlauf im Freien und Kaltbereich < 5 Meter)
45
8. Gewährleistung
8.1
Gewährleistung
Die EcoStar Unit von MAN erbringt ihre einwandfreie Funktion
bei fachgerechter Installation und Inbetriebnahme sowie ausschließlicher Verwendung der vorgesehenen MAN-Brenner.
Die Gewährleistung gilt für zwei Jahre ab Inbetriebnahme,
längstens jedoch 27 Monate ab Versanddatum.
Die Gewährleistung auf Speicher- und Gussheizkesselkörper
beträgt 5 Jahre. Voraussetzung hierfür ist eine fachgerechte
jährliche Wartung der Heizungsanlage unter Einhaltung der angegebenen Pflege- und Wartungshinweise.
8.2
Öltank und Ölleitungen
Beim Befüllen des Tanks Brenner abschalten und anschließend
ca. 3 Stunden abgeschaltet lassen, damit sich die Schwebstoffe wieder absetzen können.
Bei undichten Ölleitungen und leergefahrenem Tank kann es
durch Luftblasenbildung zu Verpuffungen kommen.
Keine Öl-Leckagen dulden!
Brandgefahr!
Eine rußfreie und totale Verbrennung kann ohne den Zusatz von
Verbrennungsverbesserern erreicht werden. Gegen den Einsatz
von aschefreien Heizölzusätzen (Additive) wie z. B. Fließverbesserer bestehen keine Einwände.
8.3
Ersatzteile
Bei Austausch nur Original-Ersatzteile von MAN verwenden, da diese
speziell für EcoStar 400 ausgelegt und gefertigt sind.
Bei Ersatzteil-Bestellungen bitte immer die Sachnummer angeben.
Alle Maße in mm.
Technische Änderungen und Wechsel von Komponenten vorbehalten.
46
EcoStar 400
8. Gewährleistung
EcoStar 400
Hersteller - Bescheinigung
Hamburg, 11.08.2005
nach § 7 (2) 1. BImSchV
Die Firma MAN Heiztechnik GmbH bescheinigt hiermit für die nachstehend aufgeführten Ölbrenner:
Produkt
Handelsbezeichnung
Typ
Baumuster-Nr.
Ölbrenner
Raketenbrenner®
RE HU
5G867/03
Prüfnormen
Prüfstelle
Qualitätsmanagementsystem
Zertifizierung
DIN EN 267
TÜV Hannover / Sachsen-Anhalt e.V.
DIN EN ISO 9001
Germanischer Lloyd (GLC)
Diese Produkte erfüllen die Anforderungen der aufgeführten Richtlinien und Normen und stimmen mit dem bei der obigen
Prüfstelle geprüften Baumuster überein. Mit dieser Erklärung ist jedoch keine Zusicherung von Eigenschaften verbunden.
Außerdem wird mit diesen Brennern der in §7 (2) 1. BImSchV gem. dem Verordnungstext zugelassene
Stickoxidanteil von max. 120 mg/kWh unterschritten.
Der oben bezeichnete Ölbrenner ist bestimmt zum Einbau in den Gusskessel der Baureihe EcoStar 400 in Verbindung mit
dem Abgaswärmetauscher AWT 30. Dieser Kessel erfüllt die Anforderungen der gültigen Richtlinien und Normen gem. EGBaumuster-Vorschrift.
CE-Zeichen
CE-0032 BQ KD 1910
EG-Baumuster-Konformitätserklärung
Hamburg, 02.05.2005
Die Firma MAN Heiztechnik GmbH bescheinigt hiermit, dass die hergestellten Heizkessel der Baureihe GK 2 und GK 3 in
Verbindung mit dem Abgaswärmetauscher AWT den nachfolgenden EU-Richtlinien und Normen entsprechen:
EU-Richtlinie
Norm
EG-Überwacher
Wirkungsgrad-Richtlinie
92/42/EWG
EN 303-1
EN 303-2
0032
Niederspannungs-Richtlinie
73/23/EWG
EN 60335
---
89/336/EWG
EN 60730-1
EN 50081-1
---
EMV-Richtlinie
MAN Heiztechnik GmbH
Niedermayer
i. V. Gieseler
47
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