BEDIENUNGSANLEITUNG Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik VSC 126-C 140 und VSC 196-C 150 COMPACT

BEDIENUNGSANLEITUNG Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik VSC 126-C 140 und VSC 196-C 150 COMPACT
DE
BEDIENUNGSANLEITUNG
AT
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik
ecoCOMPACT
VSC 126-C 140 und VSC 196-C 150
1 ALLGEMEINES
Seite
01 Allgemeines
............................................................................ 3
1.1.
1.2
1.3
1.4
Verwendete Symbole ........................................................
Bestimmungsgemäße Verwendung......................................
Typenschild......................................................................
CE-Kennzeichnung............................................................
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.8
Gasgeruch.......................................................................
Veränderungen im Umfeld des Heizgerätes .........................
Explosive und leicht entflammbare Stoffe .............................
Korrosionsschutz...............................................................
Schrankartige Verkleidung .................................................
Wasserstand kontrollieren..................................................
Notstromaggregat ............................................................
Undichtigkeiten ................................................................
02 Sicherheitshinweise
............................................................................ 5
03 Werksgarantie
............................................................................ 8
4.1
4.1.1
4.2
4.2.1
4.2.2
4.3
4.4
4.5
4.5.1
4.5.2
4.6
4.6.1
4.6.2
4.6.3
4.7
4.8
Übersicht über das Bedienfeld ...........................................
Bedienelemente ................................................................
Prüfungen vor Inbetriebnahme............................................
Absperreinrichtungen öffnen ..............................................
Wasserstand kontrollieren..................................................
Gerät Ein- und Ausschalten ................................................
Digitales Informations- und Analyse-System ..........................
Einstellungen für die Warmwasserbereitung.........................
Warmwasser zapfen.........................................................
Warmwasserbereitung ausschalten .....................................
Einstellungen für den Heizbetrieb .......................................
Vorlauftemperatur einstellen (bei Einsatz eines Regelgerätes) .
Vorlauftemperatur einstellen (Kein Regelgerät angeschlossen)
Heizbetrieb ausschalten (Sommerbetrieb) ............................
Raumtemperaturregler oder ..............................................
witterungsgeführten Regler einstellen...................................
Statusanzeigen.................................................................
5.1
5.2
5.3
Störungen beim Zündvorgang ............................................ 18
Wassermangel ................................................................. 19
Störungen im Luft-/Abgasweg ............................................ 19
6.1
6.2
6.3
6.3.1
6.4
6.5
Pflege..............................................................................
Inspektion/Wartung..........................................................
Anlagendruck kontrollieren ................................................
Gerät/Heizungsanlage füllen.............................................
Frostschutz .......................................................................
Schornsteinfeger-Messung..................................................
5 Störungsbehebung
8
8
9
9
9
10
11
12
13
13
14
14
14
15
16
17
............................................................................ 18
6 Pflege und Wartung
2
5
5
6
6
6
6
6
6
............................................................................ 7
04 Bedienung
7 Energiespartips
3
3
4
4
............................................................................ 20
20
20
21
22
23
24
............................................................................ 25
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
ALLGEMEINES 1
Mit dem ecoCOMPACT haben Sie
ein Qualitätsprodukt aus dem Hause
Vaillant erworben. Das Gerät ist ein
Komplettsystem mit integriertem
Warmwasser-Schichtenspeicher, das
als Wärmeerzeuger für WarmwasserZentralheizungsanlagen und zur zentralen Warmwasserbereitung verwendet wird.
Der ecoCOMPACT ist serienmäßig
mit folgenden Bauteilen ausgestattet:
– Sekundär-Wärmetauscher
– Ladepumpe
– Umwälzpumpe
– Ausdehnungsgefäß
– automatischem Schnellentlüfter
– Kondenswasserablauf
Zur Information, Diagnose und
Störungsbehebung ist das Gerät mit
einem Display ausgestattet.
1 Allgemeines
1.2
1.1
Die Vaillant ecoCOMPACT-Geräte
sind nach dem Stand der Technik und
den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können bei unsachgemäßer oder nicht
bestimmungsgemäßer Verwendung
Gefahren für Leib und Leben des
Benutzers oder Dritter bzw.
Beeinträchtigungen der Geräte und
anderer Sachwerte entstehen.
Verwendete Symbole
Beachten Sie bitte bei der Installation
des Gerätes die Sicherheitshinweise
in dieser Anleitung!
GEFAHR!
Unmittelbare Gefahr für Leib
und Leben.
ACHTUNG!
Mögliche gefährliche Situation
für Produkt und Umwelt.
HINWEIS!
Anwendungsempfehlungen
Nachfolgend sind die im Text verwendeten Symbole erläutert:
• Symbol für eine erforderliche
Aktivität
Für Schäden, die durch Nichtbeachtung dieser Anleitung entstehen,
übernehmen wir keine Haftung.
Bestimmungsgemäße Verwendung
Die Geräte sind als Wärmeerzeuger
für geschlossene WarmwasserZentralheizungsanlagen und für die
zentrale Warmwasserbereitung vorgesehen. Eine andere oder darüber
hinausgehende Benutzung gilt als
nicht bestimmungsgemäß. Für hieraus
resultierende Schäden haftet der
Hersteller/Lieferant nicht. Das Risiko
trägt allein der Anwender.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehören auch das Beachten der
Bedienungs- und Installationsanleitung
und die Einhaltung der Wartungsbedingungen.
HINWEIS !
Bitte bewahren Sie diese
Bedienungsanleitung für künftigen Gebrauch auf.
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
3
1 ALLGEMEINES
1.3
Typenschild
Das Typenschild ist im Gerät oben
auf der Unterdruckkammer angebracht.
Es ist nach dem Abnehmen des Verkleidungsdeckels sichtbar.
Joh. Vaillant GmbH u. Co. • Remscheid/Germany
Serial -Nr. 00000000000000000000
Service-Nr. 00000000000000000000
Typbezeichnung
Wärmeerzeuger,
Länderkennzeichen, Kategorie - cat.
Brennstoffart
Gerätetyp, Geräteart
Nennwärmeleistung - P
Nennwärmebelastung - Q
Vorlauftemperatur - T max.
= ... kW
= ... kW Hi
= ... °C
= ... bar
Betriebsdruck (Heizung) - PMS
Betriebsdruck (Trinkw.) - PMW
= ... bar
Stromart (... V, ... Hz), Leistungsaufnahme (... W)
Schutzart - IP...
Speicherinhalt - Vs
= ... l
0085
EAN-CODE
TypenschildStandard.eps
Prüfzeichen
Abb. A.1: Typenschild (Muster)
1.4
CE-Kennzeichnung
Mit der CE-Kennzeichnung wird
dokumentiert, daß die Geräte die
grundlegenden Anforderungen der
Gasgeräterichtlinie (Richtlinie
90/396/EWG des Rates) und der
Richtlinie über die elektromagnetische
Verträglichkeit (Richtlinie
89/336/EWG des Rates) erfüllen.
Die Geräte erfüllen die grundlegenden Anforderungen der
Wirkungsgradrichtlinie (Richtlinie
92/42/EWG des Rates).
4
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
SICHERHEITSHINWEISE 2
2 Sicherheitshinweise
Beachten Sie bitte zu Ihrer eigenen
Sicherheit, dass die Aufstellung, Einstellung und Wartung Ihres Gerätes
nur durch einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb vorgenommen werden darf. Dieser ist ebenfalls für
Inspektion/Wartung, Reparatur und
Instandsetzung des Gerätes sowie
ggf. für die Änderung der eingestellten Gasmenge zuständig.
2.1
Gasgeruch
Bei Gasgeruch verhalten Sie sich
bitte folgendermaßen:
• Schalten Sie kein Licht ein oder
ausschalten und betätigenSie keine
anderen elektrischen Schalter ;
benutzen Sie kein Telefon im
Gefahrenbereich; benutzen Sie
keine offene Flamme (z. B.
Feuerzeug, Streichholz), rauchen
Sie nicht
• SchließenSie den Gasabsperrhahn
(1) an der Anschlußkonsole und
den Hauptabsperrhahn der Gasleitung
• Öffnen Sie Fenster und Türen
• Warnen Sie Ihre Mitbewohner und
verlassen Sie das Haus
• Benachrichtigen Sie das Gasversorgungsunternehmen oder einen
anerkannten Fachhandwerksbetrieb
2.2
Veränderungen im Umfeld
des Heizgerätes
An folgenden Dingen dürfen keine
Veränderungen vorgenommen werden:
- am Heizgerät
- an den Leitungen für Gas, Zuluft,
Wasser und Strom
- an der Abgasleitung
- am Sicherheitsventil und an der
Ablaufleitung für das Heizungswasser
- an baulichen Gegebenheiten, die
Einfluß auf die Betriebssicherheit
des Gerätes haben können
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
5
2 SICHERHEITSHINWEISE
2.3
Explosive und leicht entflammbare Stoffe
Verwenden oder lagern Sie keine
explosiven oder leicht entflammbaren
Stoffe (z. B. Benzin, Papier, Farben)
im Aufstellungsraum des Gerätes.
2.4
Korrosionsschutz
Verwenden Sie keine Sprays, chlorhaltigen Reinigungsmittel, Lösungsmittel, Farben, Klebstoffe usw. in der
Umgebung des Gerätes. Diese Stoffe
können unter ungünstigen Umständen
zu Korrosion - auch in der Abgasanlage - führen.
2.5
Schrankartige Verkleidung
Eine schrankartige Verkleidung des
Gerätes unterliegt entsprechenden
Ausführungsvorschriften. Fragen Sie
Ihren anerkannten Fachhandwerksbetrieb, falls eine derartige Verkleidung von Ihnen beabsichtigt ist.
2.6
Wasserstand kontrollieren
Kontrollieren Sie in regelmäßigen
Abständen den Wasserstand (Fülldruck) der Anlage.
2.7
Notstromaggregat
Ihr Fachhandwerker hat Ihr Heizgerät
bei der Installation an das Stromnetz
angeschlossen.
Falls Sie das Gerät bei Stromausfall
mit einem Notstromaggregat betriebsbereit halten wollen, muß dieses in
seinen technischen Werten (Frequenz,
Spannung, Erdung) mit denen des
Stromnetzes übereinstimmen und mindestens der Leistungsaufnahme Ihres
Gerätes entsprechen. Ziehen Sie hierzu bitte Ihren Fachhandwerksbetrieb
zu Rate.
2.8
Undichtigkeiten
Schließen Sie bei Undichtigkeiten im
Warmwasserleitungsbereich zwischen
Gerät und Zapfstellen sofort das
Kaltwasser-Absperrventil und lassen
Sie die Undichtigkeit durch Ihren
Fachhandwerker beheben.
HINWEIS!
Das Kaltwasser-Absperrventil
ist nicht im Lieferumfang Ihres
Gerätes enthalten. Fragen Sie
Ihren Fachhandwerker wo er
ein solches Ventil montiert hat.
6
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
WERKSGARANTIE 3
3 Werksgarantie
Vaillant räumt Ihnen als Eigentümer
des Gerätes eine Garantie für die
Dauer von zwei Jahren ab Datum der
Inbetriebnahme ein. In diesem
Zeitraum werden an dem Gerät festgestellte Material- oder Fabrikationsfehler vom Vaillant Kundendienst
kostenlos behoben.
Für Fehler, die nicht auf Materialoder Fabrikationsfehlern beruhen, z.
B. Fehler aufgrund unsachgemäßer
Installation oder vorschriftswidriger
Behandlung, übernehmen wir keine
Verantwortung.
Werksgarantie gewähren wir nur
nach Installation des Gerätes durch
einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb. Werden Arbeiten an dem
Gerät nicht von unserem Werkskundendienst vorgenommen, so
erlischt die Werksgarantie, es sei
denn, die Arbeiten sind von einem
anerkannten Fachhandwerksbetrieb
durchgeführt worden.
Die Werksgarantie erlischt ferner,
wenn in das Gerät Teile eingebaut
werden, die nicht von Vaillant zugelassen sind.
Nicht umfasst von der Werksgarantie
sind Ansprüche, die über die kostenlose Fehlerbeseitigung hinausgehen,
z. B. Ansprüche auf Schadenersatz.
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
7
4 BEDIENUNG
4 Bedienung
4.1
Übersicht über das Bedienfeld
4.1.1
Bedienelemente
Das Bedienfeld ist nach dem Öffnen
der Verkleidungstür zugänglich.
BEDIENUNGS- und
INSTALLATIONSANLEITUNG
HINWEIS!
Die Verkleidungstür kann zur
Anpassung an die räumlichen
Gegebenheiten rechts oder
links angeschlagen werden.
VSC_102
Die Bedienelemente haben folgende
Funktionen:
Abb. 4.1: Verkleidungstür öffnen
8
7
6
5
1
Drehknopf zur Einstellung der
Heizungs-Vorlauftemperatur
(s. S. 14)
2
Tasten „+“ und „-“ zum Weiteroder Zurückblättern der Displayanzeige (für den Fachhandwerker
bei Einstellarbeiten und Fehlersuche)
3
Hauptschalter zum Ein- und
Ausschalten des Gerätes
4
Einbauregler (Zubehör)
5
Taste „i“: Zum Abrufen von
Informationen (s. S. 17)
6
Display zur Anzeige der aktuellen
Betriebsart (S. 11) oder bestimmter Zusatzinformationen (s. S. 17)
7
Taste „Entstörung“: Zum
Rücksetzen bestimmter Störungen
(s. S. 18)
8
Drehknopf zur Einstellung der
Speichertemperatur.
9
Manometer zur Anzeige des Füllbzw. Betriebsdruckes in der
Heizungsanlage (s. S. 9)
4
2
1
1
2
3
3
bar
9
VSC_103
0
Abb. 4.2: Bedienelemente
8
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
BEDIENUNG 4
4.2
Prüfungen vor Inbetriebnahme
4.2.1
Absperreinrichtungen öffnen
HINWEIS!
Die Absperreinrichtungen sind
nicht im Lieferumfang Ihres Gerätes enthalten. Sie sind im
Vaillant Anschlußzubehör zusammengefaßt oder werden
bauseitig durch Ihren Fachhandwerker installiert.
• Öffnen Sie den Gasabsperrhahn
(1) durch Eindrücken und Drehen
gegen den Uhrzeigersinn bis zum
Anschlag.
• Öffnen Sie das Kaltwasser-Absperrventil (2) durch Drehen gegen den
Uhrzeigersinn bis zum Anschlag.
• Kontrollieren Sie, ob die Wartungshähne im Vorlauf (3) und Rücklauf
(4) geöffnet sind. Dies ist der Fall,
wenn die Kerbe im Vierkant der
Wartungshähne mit der Rohrleitungsrichtung übereinstimmt.
Sollten die Wartungshähne geschlossen sein, können sie mit Hilfe
eines Maulschlüssels durch eine
Vierteldrehung nach rechts oder
links geöffnet werden.
1
4.2.2
• Kontrollieren Sie den Wasserstand
(Fülldruck) der Anlage am Manometer (1).
2
1
0
Wasserstand kontrollieren
3
Für einen einwandfreien Betrieb der
Heizungsanlage soll bei kalter Anlage
der Zeiger am Manometer (1) im
Bereich zwischen 1,0 und 2,0 bar
Fülldruck stehen. Steht er unterhalb
von 0,75 bar, füllen Sie bitte Wasser
nach.
bar
Erstreckt sich die Heizungsanlage
über mehrere Stockwerke, so kann
ein höherer Fülldruck der Anlage erforderlich sein. Fragen Sie hierzu
Ihren Fachhandwerker.
2
1
bar
VSC_104
0
3
Abb. 4.4: Wasserstand kontrollieren
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
9
4 BEDIENUNG
4.3
Gerät Ein- und Ausschalten
ACHTUNG!
Der Hauptschalter darf nur
eingeschaltet werden, wenn
die Heizungsanlage ordnungsgemäß mit Wasser
gefüllt ist. Bei Nichtbeachtung
können Pumpe und Wärmetauscher beschädigt werden.
Mit dem Hauptschalter (1) schalten
Sie das Gerät ein und aus.
I:
O:
Wenn sich der Hauptschalter (1) in
Stellung “I” befindet, ist das Gerät
eingeschaltet. Im Display erscheint
die Standardanzeige des Digitalen
Informations- und Analysesystems
(Details siehe 4.4).
2
1
3
bar
VSC_105
0
Abb. 4.5: Gerät ein- und ausschalten
“EIN”
“AUS”
Zur Einstellung des Gerätes entsprechend Ihrer Bedürfnisse lesen Sie
bitte die Kapitel 4.5 und 4.6, in
denen die Einstellmöglichkeiten für
den Heiz- und den Warmwasserbetrieb beschrieben sind.
Um Ihr Heizgerät ganz außer Betrieb
zu nehmen, schalten Sie den
Hauptschalter (1) in Stellung “O”.
ACHTUNG!
Frostschutz und Überwachungseinrichtungen sind
nur aktiv, wenn der Hauptschalter des Gerätes auf
Stellung „I“ steht und keine
Trennung vom Stromnetz vorliegt.
Um diese Sicherheitseinrichtungen
nicht abzuschalten, sollten Sie Ihr
Heizgerät über das Regelgerät einund ausschalten (Informationen dazu
finden Sie in der entsprechenden
Bedienungsanleitung).
HINWEIS!
Bei längerer Ausserbetriebnahme (z. B. Urlaub) sollten
Sie zusätzlich Gasabsperrhahn
und Kaltwasserabsperrventil
schließen. Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die
Hinweise zum Frostschutz (S. 23).
10
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
BEDIENUNG 4
4.4
Ihr Gerät ist mit einem digitalen
Informations- und Analyse-System
(DIA-System) ausgestattet. Dieses
System gibt Ihnen Informationen über
den Betriebszustand Ihres Gerätes
und hilft Ihnen bei der Beseitigung
von Störungen.
1
Im normalen Betrieb des Gerätes
wird im Display des DIA-Systems die
aktuelle Heizungs-Vorlauftemperatur
angezeigt (im Beispiel 45 °C). Bei
einer Störung wird die Anzeige der
Temperatur durch die jeweilige
Störungsanzeige ersetzt (s. S. 18).
Darüber hinaus können Sie den angezeigten Symbolen folgende
Informationen entnehmen:
2
1
0
3
bar
VSC_106
1
Abb. 4.6: Display des DIA-Systems
Digitales Informations- und
Analyse-System (DIA-System)
Anzeige der aktuellen HeizungsVorlauftemperatur
oder
Anzeige eines Status- oder
Fehlercodes (s. S. 17 ff)
Störung im Luft-/Abgasweg
(s. S. 19)
Störung im Luft-/Abgasweg
(s. S. 19)
Heizbetrieb aktiv
Warmwasserbereitung aktiv
leuchtet: Betriebsart Speicherladung ist in Bereitschaft
blinkt: Speicherladung ist in
Betrieb, Brenner an
Interne Heizungspumpe ist in
Betrieb
Internes Gasventil wird angesteuert
Flamme mit Kreuz:
Störung während des Brennerbetriebs, Gerät ist abgeschaltet
Flamme ohne Kreuz:
Ordnungsgemäßer Brennerbetrieb
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
11
4 BEDIENUNG
4.5
Zur komfortablen Warmwasserbereitung ist in die VSC-Geräte ein Warmwasserspeicher integriert.
3
40 °C
Einstellungen für die Warmwasserbereitung
70 °C
Die Speichertemperatur ist am Drehknopf (3) stufenlos einstellbar. Zur Einstellung gehen Sie folgendermaßen
vor:
Frostschutz/15 °C
• Vergewissern Sie sich, daß das
Gerät eingeschaltet ist.
• Stellen Sie den Drehknopf (3) auf
die gewünschte Temperatur ein.
Dabei entspricht:
2
Linker Anschlag Frostschutz 15 °C
2
1
bar
VSC_107
0
3
Abb. 4.7: Einstellung der Speichertemperatur
Minimal einstellbare
Wassertemperatur
40 °C
Rechter Anschlag maximal einstellbare Wasser
temperatur
70 °C
HINWEIS!
Aus wirtschaftlichen und hygienischen Gründen (z. B. Legionellen) empfehlen wir die Einstellung auf 50 bis 60 °C.
Beim Einstellen der gewünschten
Temperatur wird dieser Wert im
Display des DIA-Systems angezeigt.
Nach ca. 5 Sekunden erlischt diese
Anzeige und im Display erscheint
wieder die normale Standard-Anzeige (aktuelle Heizungs-Vorlauftemperatur, z. B. 45 °C).
12
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
BEDIENUNG 4
4.5.1
Warmwasser zapfen
Beim Öffnen eines Warmwasserhahns (1) an einer Zapfstelle (Waschbecken, Dusche, Badewanne etc.)
wird Warmwasser aus dem integrierten Speicher gezapft.
Bei Unterschreiten der eingestellten
Speichertemperatur geht das Gerät
selbsttätig in Betrieb und heizt den
Speicher nach.
Während der Speicherladung blinkt
im Display die Anzeige
.
Bei Erreichen der von Ihnen eingestellten Speichertemperatur schaltet
das Gerät selbsttätig ab. Die Pumpe
läuft kurze Zeit nach.
4.5.2
Warmwasserbereitung ausschalten
Sie können die Warmwasserbereitung ausschalten, den Heizbetrieb
aber weiterhin in Funktion lassen.
• Drehen Sie hierzu den Drehknopf
zur Einstellung der Warmwassertemperatur auf Linksanschlag. Es
bleibt eine Frostschutzfunktion für
den Speicher aktiv.
Im Display wird eine Speichertemperatur von 15 °C angezeigt.
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
13
4 BEDIENUNG
0
Einstellungen für den Heizbetrieb
4.6.1
Vorlauftemperatur einstellen
(bei Einsatz eines Regelgerätes)
Entsprechend der Verordnung über
energiesparende Anforderungen an
heizungstechnische Anlagen und
Warmwasseranlagen (Heizungsanlagen-Verordnung - HeizAnlV) muß
Ihre Heizungsanlage mit einer witterungsgeführten Regelung oder einem
Raumtemperaturregler ausgestattet
sein. In diesem Fall ist folgende Einstellung vorzunehmen:
2
1
4.6
3
bar
1
• Stellen Sie den Drehknopf (2) zur
Einstellung der Heizungs-Vorlauftemperatur auf Rechtsanschag.
VSC_108BA_Dis+HZR
2
Die Vorlauftemperatur wird automatisch durch das Regelgerät eingestellt
(Informationen dazu finden Sie in der
entsprechenden Bedienungsanleitung).
Abb. 4.8: Vorlauftemperatur-Einstellung bei Einsatz eines Regelgerätes
4.6.2
Vorlauftemperatur einstellen
(Kein Regelgerät angeschlossen)
Ist kein externes Regelgerät vorhanden, so stellen Sie die Vorlauftemperatur am Drehknopf (2) entsprechend der jeweiligen Aussentemperatur ein. Dabei empfehlen wir folgende Einstellungen:
- Stellung links in der Übergangszeit
(jedoch nicht bis zum Anschlag):
Aussentemperatur ca. 10 - 20 °C
2
1
0
3
- Stellung Mitte bei mäßiger Kälte:
Aussentemperatur ca. 0 - 10 °C
bar
- Stellung rechts bei starker Kälte:
Aussentemperatur
ca. 0 °C bis -15 °C
1
2
VSC_109
Beim Einstellen der Temperatur wird
der Wert im Display des DIA-Systems
angezeigt. Nach ca. 5 Sekunden erlischt diese Anzeige und im Display
erscheint wieder die Standardanzeige
(aktuelle Heizungs-Vorlauftemperatur).
Abb. 4.9: Vorlauftemperatur-Einstellung ohne Regelgerät
14
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
BEDIENUNG 4
Vorlauftemperatur einstellen (Fortsetzung)
Normalerweise lässt sich der Drehknopf stufenlos bis zu einer Vorlauftemperatur von 75 °C einstellen.
Sollten sich jedoch an Ihrem Gerät
höhere Werte einstellen lassen, so
hat Ihr Fachmann eine entsprechende
Justierung vorgenommen, um den
Betrieb Ihrer Heizungsanlage mit
Vorlauftemperaturen bis 85 °C zu
ermöglichen.
4.6.3
Heizbetrieb ausschalten
(Sommerbetrieb)
Sie können im Sommer den Heizbetrieb ausschalten, die Warmwasserbereitung aber weiterhin in Betrieb
lassen.
• Drehen Sie hierzu den Drehknopf
(1) zur Einstellung der HeizungsVorlauftemperatur auf Linksanschlag.
2
2
1
1
0
o
C
VSC_110
o
C
3
bar
Abb. 4.10: Heizbetrieb ausschalten (Sommerbetrieb)
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
15
4 BEDIENUNG
4.7
Raumtemperaturregler oder
witterungsgeführten Regler
einstellen
• Stellen Sie den Raumtemperaturregler (3, Zubehör), den witterungsgeführten Regler sowie die
Heizkörper-Thermostatventile (4,
Zubehör) gemäß den entsprechenden Anleitungen ein.
3
BA_Ex_Reg01
4
Abb. 4.11: Raumtemperaturregler oder witterungsgeführten Regler einstellen
16
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
BEDIENUNG 4
4.8
Statusanzeigen
Die Statusanzeige liefert Ihnen Informationen über den Betriebszustand
Ihres Gerätes.
• Die Statusanzeigen werden durch
Betätigen der Taste „i“ (1) aktiviert.
2
Im Display (2) erfolgt nun die Anzeige
des jeweiligen Statuscodes, z. B.
„S.04“ für Brennerbetrieb. Die Bedeutung der wichtigsten Statuscodes
können Sie aus der untenstehenden
Tabelle entnehmen.
1
• Durch nochmaliges Drücken der
Taste „i“ kommen Sie wieder in
den Normalmodus zurück.
In Umschaltphasen, z. B. bei Wiederanlauf durch Ausbleiben der Flamme,
wird kurzzeitig die Statusmeldung
„S.“ angezeigt.
2
1
bar
VSC_112
0
3
Eine vollständige Übersicht der
Statuscodes finden Sie in der
Installations- und Wartungsanleitung.
Abb. 4.12: Statusanzeigen
Anzeige
Bedeutung
Anzeigen im Heizbetrieb
S.00
kein Wärmebedarf
S.01
Gebläseanlauf
S.02
Wasserpumpenvorlauf
S.03
Zündvorgang
S.04
Brennerbetrieb
S.05
Gebläse- und Wasserpumpennachlauf
S.06
Gebläsenachlauf
S.07
Wasserpumpennachlauf
S.08
Brennersperre nach Heizbetrieb
Anzeigen bei Speicherladung
S.20
Speichertaktbetrieb aktiv
S.21
Gebläseanlauf
S.23
Zündvorgang
S.24
Brennerbetrieb
S.25
Gebläse- und Wasserpumpennachlauf
S.26
Gebläsenachlauf
S.27
Wasserpumpennachlauf
S.28
Brennersperre nach Speicherladung
Anzeigen von Anlageneinflüssen
S.30
Raumthermostat blockiert Heizbetrieb (Regler an Klemmen 3-4-5)
S.31
Sommerbetrieb aktiv
S.32
Einfrierschutz Wärmetauscher aktiv
S.34
Frostschutzbetrieb aktiv
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
17
5 STÖRUNGSBEHEBUNG
5 Störungsbehebung
Sollten sich beim Betrieb Ihres Heizgerätes Probleme ergeben, können
Sie die folgenden Punkte selbst überprüfen:
Gerät geht nicht in Betrieb:
-
Gasabsperrhahn geöffnet?
Wasserversorgung gewährleistet?
Wasserstand/Fülldruck ausreichend?
Stromversorgung eingeschaltet?
Hauptschalter eingeschaltet?
Störung beim Zündvorgang? (s. S.19)
Warmwasserbetrieb störungsfrei;
Heizung geht nicht in Betrieb
• Wärmeanforderung durch die
externen Regler? (s. S. 16)
ACHTUNG!
Falls Ihr Gerät jetzt nicht einwandfrei arbeitet, muss ein
anerkannter Fachhandwerksbetrieb zwecks Überprüfung
zu Rate gezogen werden.
5.1
max. 3 x
Störungen beim Zündvorgang
Erfolgt nach 5 Zündversuchen keine
Zündung des Brenners, so geht das
Gerät nicht in Betrieb und schaltet
auf „Störung“. Dies wird durch die
Anzeige der Fehlercodes „F.28“ oder
„F.29“ im Display angezeigt.
STOP
Eine erneute automatische Zündung
kann erst nach durchgeführter
„Entstörung“ erfolgen.
1
• Drücken Sie in diesem Fall den
Entstörknopf (1) und halten Sie ihn
ca. eine Sekunde lang gedrückt.
2
1
3
VSC_113
0
bar
GEFAHR!
Falls das Gerät nach dem dritten Entstörversuch immer noch
außer Betrieb geht, muss ein
anerkannter Fachhandwerksbetrieb zwecks Überprüfung
zu Rate gezogen werden.
Abb. 5.1: Entstörung
18
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
STÖRUNGSBEHEBUNG 5
5.2
Wassermangel
Das Gerät schaltet auch auf „Störung“,
wenn sich zuwenig Wasser in der
Heizungsanlage befindet.
Diese Störungen werden durch die
Fehlercodes „F.22“ (Trockenbrand)
bzw. „F.23“ oder „F.24“ (Wassermangel) angezeigt.
Das Gerät darf erst wieder in Betrieb
genommen werden, wenn die
Heizungsanlage ordnungsgemäß mit
Wasser gefüllt ist (s. S. 11).
5.3
Störungen im Luft-/Abgasweg
Die Vaillant ecoCOMPACT-Geräte
sind mit einem Gebläse ausgestattet.
Bei nicht ordnungsgemäßer Funktion
des Gebläses schaltet das Gerät ab.
Im Display erscheinen dann die
Symbole
und
sowie die Fehlermeldungen „F.32“ oder „F.37“.
ACHTUNG !
In diesem Fall muss ein anerkannter Fachhandwerksbetrieb
zwecks Überprüfung zu Rate
gezogen werden.
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
19
6 PFLEGE UND WARTUNG
6 Pflege und Wartung
6.1
Pflege
Reinigen Sie die Verkleidung Ihres
Gerätes mit einem feuchten Tuch und
etwas Seife. Verwenden Sie keine
Scheuer- oder Reinigungsmittel, die
die Verkleidung oder die Armaturen
aus Kunststoff beschädigen könnten.
6.2
Inspektion/Wartung
Jede Maschine benötigt nach einer
bestimmte Betriebszeit Pflege und
Wartung, damit sie stets sicher und
zuverlässig arbeitet. Regelmäßige
Wartungen schaffen die Voraussetzung für dauernde Betriebsbereitschaft, Zuverlässigkeit und hohe
Lebensdauer Ihres Vaillant
ecoCOMPACT.
Ein gut gewartetes Heizgerät arbeitet
mit besserem Wirkungsgrad und
daher wirtschaftlicher.
Erforderlich für dauernde Betriebsbereitschaft und -sicherheit, Zuverlässigkeit und hohe Lebensdauer ist
eine jährliche Inspektion/Wartung
des Gerätes.
GEFAHR !
Versuchen Sie niemals, selbst
Wartungsarbeiten oder
Reparaturen an Ihrem Heizgerät durchzuführen. Beauftragen Sie damit einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb. Wir empfehlen den
Abschluss eines Wartungsvertrages.
Unterlassene Wartung kann
die Betriebssicherheit des
Gerätes beeinträchtigen und
zu Sach- und Personenschäden
führen.
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Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
PFLEGE UND WARTUNG 6
6.3
Für einen einwandfreien Betrieb der
Heizungsanlage soll bei kalter Anlage
der Zeiger am Manometer (1) im
Bereich zwischen 1,0 und 2,0 bar
Fülldruck stehen. Steht er unterhalb
von 0,75 bar, füllen Sie bitte Wasser
nach.
1
2
1
0
Anlagendruck kontrollieren
3
Erstreckt sich die Heizungsanlage
über mehrere Stockwerke, so können
höhere Werte für den Wasserstand
der Anlage am Manometer erforderlich sein. Fragen Sie hierzu Ihren
Fachhandwerksbetrieb.
bar
2
1
3
bar
VSC_114
0
Abb. 6.1: Gerät/Heizungsanlage füllen
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
21
6 PFLEGE UND WARTUNG
6.3.1
Gerät/Heizungsanlage füllen
ACHTUNG!
Verwenden Sie zum Füllen der
Heizungsanlage nur sauberes
Leitungswasser.
Der Zusatz von chemischen
Mittel wie z. B. Frost- und
Korrosionsschutzmitteln
(Inhibitoren) ist nicht zulässig.
Zum Auffüllen und Nachfüllen der
Heizungsanlage können Sie normalerweise Leitungswasser verwenden.
In Ausnahmefällen gibt es jedoch
Wasserqualitäten, welche unter Umständen nicht zum Füllen der
Heizungsanlage geeignet sind (stark
korrosives oder stark kalkhaltiges
Wasser). Wenden Sie sich in einem
solchen Fall bitte an Ihren anerkannten Fachhandwerksbetrieb.
Zum Befüllen der Anlage gehen Sie
bitte wie folgt vor:
• Öffnen Sie alle Thermostatventile
der Anlage.
• Verbinden Sie den Füll- und Entleerungshahn der Anlage mittels
eines Schlauches mit einem Kaltwasser-Zapfventil.
(Ihr Fachhandwerker sollte Ihnen
die Füllarmaturen gezeigt und das
Auffüllen bzw. Entleeren der Anlage erklärt haben.)
• Drehen Sie Füllhahn und Zapfventil
langsam auf und füllen Sie solange
Wasser nach, bis der erforderliche
Anlagendruck am Manometer erreicht ist.
• Schließen Sie das Zapfventil.
• Entlüften Sie alle Heizkörper.
• Prüfen Sie anschließend nochmals
den Fülldruck der Anlage (ggf.
Füllvorgang wiederholen).
• Schließen Sie die Fülleinrichtung
und entfernen Sie den Füllschlauch.
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Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
PFLEGE UND WARTUNG 6
6.4
Frostschutz
Stellen Sie sicher, daß bei Ihrer Abwesenheit während einer Frostperiode die Heizungsanlage in
Betrieb bleibt und die Räume ausreichend temperiert werden.
ACHTUNG!
Frostschutz und Überwachungseinrichtungen sind nur
aktiv, wenn der Hauptschalter
des Gerätes auf Stellung „I“
steht und keine Trennung vom
Stromnetz vorliegt.
Eine Anreicherung des Heizungswassers mit Frostschutzmitteln ist nicht zulässig.
Dabei können Schäden an
Dichtungen und Membranen
sowie Geräusche im Heizbetrieb auftreten. Hierfür sowie
für etwaige Folgeschäden können wir keine Haftung übernehmen.
Ihr Gerät ist mit einer Frostschutzfunktion ausgestattet: Sinkt die HeizungsVorlauftemperatur bei eingeschaltetem
Hauptschalter unter 5 °C, geht das
Gerät in Betrieb und heizt den
Geräte-Heizkreis auf ca. 30 °C auf.
ACHTUNG!
Die Durchströmung der gesamten Heizungsanlage kann
nicht gewährleistet werden.
Eine andere Möglichkeit des Frostschutzes besteht darin, sowohl die
Heizungsanlage als auch das Gerät
vollständig zu entleeren. Gehen Sie
dazu folgendermaßen vor:
• Befestigen Sie einen Schlauch an
der Entleerungsstelle der Anlage.
• Bringen Sie das freie Ende des
Schlauches an eine geeignete Ablaufstelle.
• Öffnen Sie den Entleerungshahn.
• Öffnen Sie die Entlüftungsventile
an den Heizkörpern. Beginnen Sie
am höchstgelegenen Heizkörper
und fahren Sie dann weiter von
oben nach unten fort.
• Wenn das Wasser abgelaufen ist,
schließen Sie die Entlüftungen der
Heizkörper und den Entleerungshahn wieder.
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
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6 PFLEGE UND WARTUNG
6.5
1
2
Schornsteinfeger-Messungen
(nur für Mess- und Kontrollarbeiten durch den Schornsteinfeger)
Die Meßstutzen sind nach dem
Abnehmen des Gerätedeckels (1, 2)
und des oberen Frontteils (3) zugänglich.
4
• Aktivieren Sie den Schornsteinfeger-Betrieb, indem Sie gleichzeitig die Tasten „+“ und „-“ des DIASystems drücken (Abb. B.16)
5
• Nehmen Sie die Messungen frühestens nach 2 Minuten Betriebsdauer des Gerätes vor.
3
VSC_116
• Nehmen Sie Messungen im Abgasweg am Prüfstutzen (4) vor (Abb.
B.17). Messungen im Luftweg können Sie am Prüfstutzen (5) vornehmen.
Eintauchtiefe Abgasweg: 110 mm
Eintauchtiefe Luftweg:
65 mm
Abb. 6.2: Schornsteinfeger-Messungen
• Durch gleichzeitiges Drücken der
Tasten „+“ und „-“ können Sie den
Messbetrieb wieder verlassen. Der
Messbetrieb wird auch beendet,
wenn 15 Minuten lang keine Taste
betätigt wird.
2
1
3
VSC_115
0
bar
Abb. 6.3: Schornsteinfeger-Messungen
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Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
ENERGIESPARTIPS 7
7 Energiespartips
Einbau einer witterungsgeführten
Heizungsregelung
Witterungsgeführte Heizungsregelungen regulieren in Abhängigkeit von der jeweiligen Aussentemperatur die Heizungs-Vorlauftemperatur.
Es wird nicht mehr Wärme erzeugt,
als benötigt wird. Hierzu muss am
witterungsgeführten Regler die der
jeweiligen Aussentemperatur zugeordnete Heizungs-Vorlauftemperatur
eingestellt werden. Diese Einstellung
sollte nicht höher sein, als es die
Auslegung der Heizungsanlage erfordert. Normalerweise wird die richtige
Einstellung durch Ihren
Fachhandwerksbetrieb vorgenommen. Durch integrierte Zeitprogramme werden gewünschte
Heiz- und Absenkphasen (z. B.
nachts) automatisch ein- und ausgeschaltet.
Witterungsgeführte Heizungsregelungen stellen in Verbindung mit
Thermostatventilen die wirtschaftlichste Form der Heizungsregelung dar.
Absenkbetrieb der Heizungsanlage
Senken Sie die Raumtemperatur für
die Zeiten Ihrer Nachtruhe und Abwesenheit ab. Dies läßt sich am einfachsten und zuverlässigsten durch
Regelgeräte mit individuell wählbaren
Zeitprogrammen realisieren.
Stellen Sie während der Absenkzeiten die Raumtemperatur ca. 5 °C
niedriger ein als während der Vollheizzeiten. Ein Absenken um mehr
als 5 °C bringt keine weitere Energieersparnis, da dann für die jeweils
nächste Vollheizperiode erhöhte Aufheizleistungen erforderlich wären.
Nur bei längerer Abwesenheit, z. B.
Urlaub, lohnt es sich, die Temperaturen
weiter abzusenken. Achten Sie aber
im Winter darauf, dass ein ausreichender Frostschutz gewährleistet
bleibt.
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
Raumtemperatur
Stellen Sie die Raumtemperatur nur
so hoch ein, daß diese für Ihr Behaglichkeitsempfinden gerade ausreicht.
Jedes Grad darüber hinaus bedeutet
einen erhöhten Energieverbrauch von
etwa 6 %.
Passen Sie auch die Raumtemperatur
dem jeweiligen Nutzungszweck des
Raumes an. Zum Beispiel ist es normalerweise nicht erforderlich, Schlafzimmer oder selten benutzte Räume
auf 20 °C zu heizen.
Einstellen der Betriebsart
In der wärmeren Jahreszeit, wenn die
Wohnung nicht beheizt werden muss,
empfehlen wir Ihnen, die Heizung auf
Sommerbetrieb zu schalten. Der Heizbetrieb ist dann ausgeschaltet, jedoch
bleiben das Gerät bzw. die Anlage
betriebsbereit für die Warmwasserbereitung.
Gleichmäßig Heizen
Häufig wird in einer Wohnung mit
Zentralheizung lediglich ein einziger
Raum beheizt. Über die Umschließungsflächen dieses Raumes,
also Wände, Türen, Fenster, Decke,
Fußboden, werden die unbeheizten
Nachbarräume unkontrolliert mitbeheizt und es geht ungewollt Wärmeenergie verloren. Die Leistung des
Heizköpers dieses einen beheizten
Raumes ist für eine solche Betriebsweise natürlich nicht mehr ausreichend. Die Folge ist, das sich der
Raum nicht mehr genügend erwärmen lässt, und ein unbehagliches
Kältegefühl entsteht (übrigens entsteht
derselbe Effekt, wenn Türen zwischen
beheizten und nicht- oder eingeschränkt beheizten Räumen geöffnet
bleiben).
Das ist falsches Sparen: Die Heizung
ist in Betrieb und trotzdem ist das
Raumklima nicht behaglich warm. Ein
größerer Heizkomfort und eine sinnvollere Betriebsweise werden erreicht,
wenn alle Räume einer Wohnung
gleichmäßig und entsprechend ihrer
Nutzung beheizt werden.
Übrigens kann auch die Bausubstanz
leiden, wenn Gebäudeteile nicht oder
nur unzureichend beheizt werden.
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7 ENERGIESPARTIPS
Thermostatventile und Raumtemperaturregler
Angemessene WarmwasserTemperatur
Es sollte heute selbstverständlich sein,
an allen Heizkörpern Thermostatventile
anbringen zu lassen. Sie halten die
einmal eingestellte Raumtemperatur
exakt ein. Mit Hilfe von Thermostatventilen in Verbindung mit einem
Raumtemperaturregler (oder witterungsgeführtem Regler) können Sie
die Raumtemperatur Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen und erzielen eine wirtschaftliche Betriebsweise
Ihrer Heizungsanlage.
Lassen Sie in dem Zimmer, in dem
sich Ihr Raumtemperaturregler befindet, stets alle Heizkörperventile voll
geöffnet, da sich die beiden Regeleinrichtungen sonst gegenseitig beeinflussen und die Regelqualität beeinträchtigt werden kann.
Häufig ist folgendes Benutzerverhalten
zu beobachten: Sobald es im Raum
zu warm wird, werden die
Thermostatventile zugedreht (oder der
Raumthermostat auf eine geringere
Temperatur eingestellt). Wird es nach
einer Weile dann wieder zu kalt,
wird das Thermostatventil wieder aufgedreht.
Dies ist nicht erforderlich, da die
Temperaturregulierung durch das
Thermostatventil selbst übernommen
wird: Steigt die Raumtemperatur über
den am Fühlerkopf eingestellten Wert,
schließt das Thermostatventil automatisch, bei Unterschreiten des eingestellten Wertes öffnet es wieder.
Sowohl für Heizgeräte mit integrierter
Warmwasserbereitung als auch für
Heizgeräte mit angeschlossenem
Warmwasserspeicher gilt: Das
warme Wasser sollte nur soweit aufgeheizt werden, wie es für den Gebrauch notwendig ist. Jede weitere
Erwärmung führt zu unnötigem
Energieverbrauch.
Bei Warmwassertemperaturen von
mehr als 60 °C kommt es ausserdem
zu verstärktem Kalkausfall, der die
Funktion Ihres Gerätes beeinträchtigen kann.
Bewusster Umgang mit Wasser
Ein bewusster Umgang mit Wasser
kann ebenfalls die Verbrauchskosten
erheblich senken.
Z. B. Duschen statt Wannenbad:
Während für ein Wannenbad ca.
150 Liter Wasser gebraucht werden,
benötigt eine mit modernen, wassersparenden Armaturen ausgestattete
Dusche lediglich etwa ein Drittel dieser Wassermenge.
Übrigens: Ein tropfender Wasserhahn
verschwendet bis zu 2000 Liter
Wasser, eine undichte Toilettenspülung bis zu 4000 Litern Wasser
im Jahr. Dagegen kostet eine neue
Dichtung jeweils nur wenige Pfennige.
Regelgeräte nicht verdecken
Verdecken Sie Ihr Regelgerät nicht
durch Möbel, Vorhänge oder andere
Gegenstände. Es muß die zirkulierende Raumluft ungehindert erfassen
können. Verdeckte Thermostatventile
können mit Fernfühler ausgestattet
werden und bleiben dadurch weiter
funktionsfähig.
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Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
ENERGIESPARTIPS 7
Zirkulationspumpen nur bei Bedarf
laufen lassen
Häufig sind Warmwasser-Rohrleitungssysteme mit sogenannten Zirkulationspumpen ausgestattet. Diese sorgen
für einen ständigen Umlauf von
Warmwasser im Rohrleitungssystem,
so dass auch bei weit entfernten
Zapfstellen sofort warmes Wasser zur
Verfügung steht. Auch in Verbindung
mit dem Vaillant ecoCOMPACT können solche Zirkulationspumpen eingesetzt werden. Sie bringen zweifellos
eine Komforterhöhung bei der Warmwasserbereitung. Bedenken Sie aber
auch, dass diese Pumpen Strom verbrauchen. Außerdem kühlt sich das
ungenutzt umlaufende Warmwasser
auf seinem Weg durch die Rohrleitungen ab und muss dann wieder
nachgeheizt werden.
Zirkulationspumpen sollten daher nur
zeitweise betrieben werden, nämlich
dann, wenn tatsächlich Warmwasser
im Haushalt benötigt wird.
Mit Hilfe von Schaltuhren, mit denen
die meisten Zirkulationspumpen ausgestattet bzw. nachgerüstet werden
können, können individuelle Zeitprogramme eingestellt werden. Oft bieten auch witterungsgeführte Regler
über Zusatzfunktionen die Möglichkeit, Zirkulationspumpen zeitlich zu
steuern. Fragen Sie Ihren Fachhandwerksbetrieb.
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik ecoCOMPACT
Lüften der Wohnräume
Öffnen Sie während der Heizperiode
die Fenster nur zum Lüften und nicht
zur Temperaturregelung. Eine kurze
Stoßlüftung ist wirkungsvoller und
energiesparender als lange offenstehende Kippfenster. Wir empfehlen
daher, die Fenster kurzzeitig voll zu
öffnen. Schließen Sie während des
Lüftens alle im Raum befindlich
Thermostatventile bzw. stellen Sie
einen vorhandenen Raumthermostaten
auf Minimaltemperatur ein. Durch
diese Maßnahmen ist ein ausreichender Luftwechsel, ohne unnötige Auskühlung und Energieverlust gewährleistet (z. B. durch ungewollte
Heizungseinschaltung während des
Lüftens).
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