dGefahr! - Klint Wärme-Wasser

dGefahr! - Klint Wärme-Wasser
Für den Fachhandwerker
Installations- und Wartungsanleitung
ecoCOMPACT
Gas-Kompaktgerät mit Brennwerttechnik
DE, AT
VSC
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1
1.1
1.2
1.3
Hinweise zur Dokumentation .......................... 3
Aufbewahrung der Unterlagen .................................. 3
Verwendete Symbole ...................................................3
Gültigkeit der Anleitung ..............................................4
2 Gerätebeschreibung
.......................................... 4
2.1
Typenschild .....................................................................4
2.2
CE-Kennzeichnung ........................................................4
2.3
Bestimmungsgemäße Verwendung ..........................4
2.4
Aufbau des VSC ecoCOMPACT ..................................5
2.5
Ausstattung ....................................................................5
2.6
Typenübersicht ..............................................................5
3
3.1
3.2
3.3
Sicherheitshinweise und Vorschriften ........... 7
Sicherheitshinweise ......................................................7
Regeln und Richtlinien (Deutschland)...................... 8
Regeln und Richtlinien (Österreich) .........................9
4 Montage
.............................................................. 10
4.1
Lieferumfang und Zubehöre .................................... 10
4.2
Transport des Gerätes ohne Verpackung ............. 10
4.3
Aufstellungsort .............................................................12
4.4 Abmessungen ................................................................13
4.5
Erforderliche Mindestabstände zur Aufstellung ..15
4.6
Tür entfernen und Türanschlag wechseln .............15
5 Installation
......................................................... 16
5.1
Allgemeine Hinweise zur Heizungsanlage .............16
5.2
Installation vorbereiten ..............................................16
5.3
Anschluss des Gerätes mit einer
Anschlusskonsole .........................................................16
5.4
Gasanschluss .................................................................17
5.5
Heizungsseitiger Anschluss .......................................17
5.6
Wasserseitiger Anschluss ..........................................17
5.6.1 Nur DE: Warmwasser-Ausdehnungsgefäß einoder ausbauen (als Zubehör) ....................................18
5.7 Luft-/Abgasführung .....................................................18
5.8
Kondenswasser-Ablauf ...............................................19
5.9
Elektrischer Anschluss ................................................19
5.9.1 Netzzuleitung anschließen.........................................21
5.9.2 Anschluss von Regelgeräten und Zubehör ...........21
5.10 Hinweise zum Anschluss externer Zubehöre
und Regelgeräte ..........................................................22
5.11
Hinweis auf weitere Anlagenkomponenten und
die zum Anschluss erforderlichen Zubehöre .......22
5.12 Anschlussverdrahtung mit System ProE ..............23
6
6.1
6.1.1
6.1.2
6.1.3
6.1.4
6.2
6.2.1
2
Inbetriebnahme ................................................. 24
Befüllen der Anlage ................................................... 24
Aufbereitung des Heizwassers ............................... 24
Heizungsseitiges Befüllen und Entlüften ..............27
Warmwasserseitiges Befüllen und Entlüften .......27
Siphon befüllen ...........................................................28
Prüfen der Gaseinstellung ....................................... 28
Werkseitige Einstellung ............................................28
6.2.2 Überprüfung des Anschlussdrucks
(Gasfließdruck)............................................................ 30
6.2.3 CO 2-Gehalt überprüfen und ggf. einstellen ......... 30
6.3
Prüfen der Gerätefunktion ........................................31
6.3.1 Heizung ..........................................................................32
6.3.2 Speicherladung ............................................................32
6.4
Unterrichten des Betreibers .....................................32
6.5
Herstellergarantie .......................................................32
7
7.1
7.2
7.2.1
7.2.2
7.2.3
7.2.4
7.2.5
7.2.6
7.3
7.4
7.5
Anpassung an die Heizungsanlage ................. 33
Auswahl und Einstellung von Parametern ...........33
Übersicht über die einstellbaren Anlagenparameter .....................................................................34
Heizungsteillast einstellen ........................................34
Pumpennachlaufzeit einstellen ...............................34
Maximale Vorlauftemperatur einstellen ...............34
Rücklauftemperatur-Regelung einstellen .............34
Brennersperrzeit einstellen ......................................34
Maximale Speichertemperatur einstellen .............35
Pumpenleistung einstellen........................................35
Überströmventil einstellen .......................................35
Gasumstellung .............................................................36
8
Inspektion und Wartung ................................... 38
8.1
Hinweise zur Wartung ............................................... 38
8.2
Sicherheitshinweise ...................................................38
8.3
Übersicht O-Ringe und C-Dichtungen ....................39
8.4 Übersicht über die Wartungsarbeiten ...................39
8.5
Brennermodul warten ...............................................40
8.5.1 Brennermodul demontieren ....................................40
8.5.2 Integral-Kondensations-Wärmetauscher
reinigen ...........................................................................41
8.5.3 Integral-Kondensations-Wärmetauscher
entkalken ........................................................................41
8.5.4 Brenner prüfen .............................................................41
8.5.5 Brennermodul einbauen ...........................................42
8.6 Siphon reinigen und Kondenswasser-Ablaufschläuche prüfen .........................................................43
8.7
Entleeren des Gerätes ...............................................43
8.7.1 Gerät heizungsseitig entleeren ...............................43
8.7.2 Gerät warmwasserseitig entleeren ....................... 44
8.7.3 Entleeren der gesamten Anlage............................. 44
8.8 Heizungspumpe ausbauen .......................................44
8.9 Sekundär-Wärmetauscher entkalken ....................45
8.10 Magnesium-Schutzanoden warten ........................ 45
8.11 Warmwasserspeicher reinigen ............................... 45
8.12 Gerät wieder befüllen ............................................... 45
8.13 Probebetrieb ............................................................... 45
9
9.1
9.2
9.3
9.4
9.5
9.5.1
Störungsbehebung ............................................ 47
Fehlercodes ..................................................................47
Statuscodes .................................................................49
Diagnosecodes ............................................................50
Prüfprogramme ...........................................................53
Austausch von Bauteilen ......................................... 54
Sicherheitshinweise ...................................................54
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inhaltsverzeichnis
Hinweise zur Dokumentation 1
9.5.2
9.5.3
9.5.4
9.5.5
9.5.6
9.5.7
9.5.8
9.5.9
9.5.10
9.5.11
9.5.12
9.6
Brenner austauschen ................................................54
Elektroden austauschen ...........................................54
Gebläse austauschen ................................................ 55
Gasarmatur austauschen .........................................55
Vorrang-Umschaltventil austauschen .................. 56
Durchflusssensor austauschen ...............................56
Ausdehnungsgefäß austauschen ...........................57
NTC-Fühler austauschen ...........................................57
Platine austauschen ...................................................57
Manometer austauschen ...........................................57
Sicherung austauschen ............................................58
Prüfen der Gerätefunktion ...................................... 58
10
10.1
10.2
Vaillant Werkskundendienst ............................ 59
Werkskundendienst Deutschland ...........................59
Vaillant Werkskundendienst GmbH Österreich .. 59
11
Recycling und Entsorgung ............................... 59
12
Technische Daten ............................................. 60
1
Hinweise zur Dokumentation
Die folgenden Hinweise sind ein Wegweiser durch die
Gesamtdokumentation.
In Verbindung mit dieser Installations- und Wartungsanleitung sind weitere Unterlagen gültig.
Für Schäden, die durch Nichtbeachtung dieser Anleitungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Mitgeltende Unterlagen und Service-Hilfsmittel
Für den Anlagenbetreiber:
Bedienungsanleitung
Nr. 0020031570
Kurzbedienungsanleitung
Nr. 0020031569
Für den Fachhandwerker:
Montageanleitung Luft-/Abgasführung
Nr. 0020031575
Gegebenenfalls gelten auch die weiteren Anleitungen
aller verwendeten Zubehöre und Regler sowie die Umstellanleitungen 0020045180 bzw. 0020045181 mit.
Folgende Prüf- und Messmittel werden für die Inspektion
und Wartung benötigt:
CO2-Messgerät, Manometer, Endoskop zur Inspektion des
Speichers (falls erforderlich).
1.1
Aufbewahrung der Unterlagen
Die Kurz-Bedienungsanleitung wird innen in die Verkleidungstür gehängt.
Geben Sie bitte diese Installations- und Wartungsanleitung sowie alle mitgeltenden Unterlagen an den Anlagenbetreiber weiter. Dieser übernimmt die Aufbewahrung, damit die Anleitungen bei Bedarf zur Verfügung
stehen.
1.2
Verwendete Symbole
Beachten Sie bitte bei der Installation des Gerätes die
Sicherheitshinweise in dieser Installationsanleitung!
d Gefahr!
Unmittelbare Gefahr für Leib und Leben!
H Gefahr!
Verbrennungs- oder Verbrühungsgefahr!
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
a Achtung!
Mögliche gefährliche Situation für Produkt und
Umwelt!
Hinweis!
h Nützliche
Informationen und Hinweise.
• Symbol für eine erforderliche Aktivität
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
3
1 Hinweise zur Dokumentation
2 Gerätebeschreibung
1.3
Gültigkeit der Anleitung
Diese Installationsanleitung gilt ausschließlich für Geräte
mit folgenden Artikelnummern:
- 0010009340
- 0010009341
- 0010009342
- 0010009343
- 0010009344
- 0010009345
- 0010009346
- 0010009347
- 0010009348
- 0010009349
- 0010009350
Die Artikelnummer des Gerätes entnehmen Sie bitte
dem Typenschild.
Mit der CE-Kennzeichung bestätigen wir als Gerätehersteller, dass die Sicherheitsanforderungen gemäß
§ 2, 7. GSGV erfüllt sind und dass das serienmäßig hergestellte Gerät mit dem geprüften Baumuster übereinstimmt.
2 Gerätebeschreibung
2.3
Bestimmungsgemäße Verwendung
Die Vaillant Gas-Kompaktgeräte VSC . . 6/3-5 . . . sind
nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können
bei unsachgemäßer Verwendung Gefahren für Leib und
Leben des Benutzers oder Dritter bzw. Beeinträchtigungen des Gerätes und anderer Sachwerte entstehen.
Die in dieser Anleitung genannten Vaillant Gas-Kompaktgeräte VSC . . 6/3-5 . . . dürfen nur in Verbindung mit
den in der zugehörigen Montageanleitung LAZ (siehe
Kapitel „Mitgeltende Unterlagen“) aufgeführten Zubehören installiert und betrieben werden.
Dieses Gerät ist nicht dafür bestimmt, durch Personen
(einschließlich Kinder) mit eingeschränkten physischen,
sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mangels
Erfahrung und/oder mangels Wissen benutzt zu werden,
es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit zuständige Person beaufsichtigt oder erhielten von ihr Anweisungen, wie das Gerät zu benutzen ist.
Kinder müssen beaufsichtigt werden, um sicherzustellen,
dass sie nicht mit dem Gerät spielen.
Das Gerät ist als Wärmeerzeuger für geschlossene Warmwasser-Zentralheizungsanlagen und für die zentrale
Warmwasserbereitung vorgesehen. Eine andere oder
darüber hinausgehende Benutzung gilt als nicht bestimmungsgemäß. Für hieraus resultierende Schäden haftet
der Hersteller/Lieferant nicht. Das Risiko trägt allein der
Anwender.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehören auch
das Beachten der Bedienungs- und Installationsanleitung
und die Einhaltung der Inspektions- und Wartungsbedingungen.
2.1 Typenschild
Bei den ecoCOMPACT-Geräten ist das Typenschild oben
auf der Unterdruckkammer angebracht. Es ist nach dem
Abnehmen des Verkleidungsdeckels sichtbar.
2.2 CE-Kennzeichnung
Mit der CE-Kennzeichung wird dokumentiert, dass die
Geräte gemäß der Typenübersicht die grundlegenden
Anforderungen der folgenden Richtlinien des Rates
erfüllen:
– Richtlinie 90/396/EWG des Rates mit Änderungen
„Richtlinie zur Angleichung der Rechtsvorschriften der
Mitgliedsstaaten für Gasverbrauchseinrichtungen“
(Gasgeräterichtlinie)
– Richtlinie 92/42 EWG des Rates mit Änderungen
„Richtlinie über die Wirkungsgrade von mit flüssigen
oder gasförmigen Brennstoffen beschickten neuen
Warmwasserheizkessel“ (Wirkungsgradrichtlinie)
– Richtlinie 73/23/EWG des Rates mit Änderungen
„Richtlinie über elektrische Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen“
(Niederspannungsrichtlinie)
– Richtlinie 89/336/EWG des Rates mit Änderungen
„Richtlinie über die elektromagnetische Verträglichkeit“
Die Geräte entsprechen dem in der EG-Baumuster prüfbescheinigung beschriebenen Baumuster
PIN: CE-0085BR0331
Die Geräte entsprechen folgenden Normen:
– EN 483
– EN 625
– EN 677
– EN 50165
– EN 55014
– EN 60335-1
– EN 60529
– EN 61000-3-2
– EN 61000-3-3
4
Nur für Deutschland:
Entsprechend den Anforderungen gemäß § 7 der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen vom 07.08.1996
(1. BImSchV) emittieren die oben genannten Geräte bei
Einsatz von Erdgas weniger als 60 mg/kWh Stickoxide
(NOX).
Nur für Österreich:
Die strengen Anforderungen an Qualität, Ersatzteilverfügbarkeit und Servicesicherheit des ÖVGW-Labels werden erfüllt.
a Achtung!
Jede missbräuchliche Verwendung ist
untersagt.
Die Geräte müssen von einem qualifizierten Fachhandwerker installiert werden, der für die Beachtung der bestehenden Vorschriften, Regeln und Richtlinien verantwortlich ist.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Gerätebeschreibung 2
2.4
Aufbau des VSC ecoCOMPACT
Die Vaillant Gas-Kompaktgeräte werden als Wärmeerzeuger für Warmwasser-Zentralheizungsanlagen und zur
zentralen Warmwasserbereitung verwendet.
Sie sind geeignet zum Betrieb in Neuanlagen und zur
Modernisierung bestehender Heizungsanlagen in Einund Mehrfamilienhäusern sowie in gewerblichen
Betrieben.
Der Kesseltyp VSC ist ein Brennwert-Kombikessel und
wird in Verbindung mit einer Heizungs regelung VRC-Set
(als Zubehör erhältlich) mit gleitender abgesenkter
Kesselwassertemperatur betrieben.
Zur zentralen Warmwasser-Bereitung ist ein Schichtenspeicher im Gerät integriert.
2.5 Ausstattung
– Komplettsystem mit integriertem Warmwasser-Schichtenspeicher, Wärmetauscher, Ladepumpe, Umwälzpumpe, Ausdehnungsgefäß, automatischem
Schnellentlüfter und Kondenswasser-Siphon
– Integrierte Speicherregelung mit Vorrangumschaltventil
– Integral-Kondensations-Wärmetauscher aus Edelstahl
– Vollvormischender schadstoffarmer Gasbrenner mit
Gebläseunterstützung
– Elektronische Teillasteinstellung
– Geräteschaltleiste mit System ProE, d. h. codierte,
farblich gekennzeichnete Anschlussstecker zur einfachen Verbindung mit den elektrischen Anlagenbauteilen
– Eingebaute Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen:
Thermometer, interner Kesseltemperaturregler, EIN-/
AUS-Schalter, Sicherheitstemperaturbegrenzer, Display
zur Diagnose und Störungsbehebung
– Einbaufeld für modulierenden Vaillant Heizungsregler
VRC-Set
– Vorbereitet zum Anschluss des Vaillant Luft-/Abgassystems (Zubehör)
2.6 Typenübersicht
Die Vaillant Gas-Brennwertkessel werden in folgenden
Leistungsgrößen geliefert:
Gerätetyp Bestimmungsland
(Bezeichnungen
nach ISO 3166)
Zulassungskategorie
Gasart
Nennwärmeleistung P (kW)
VSC 126/3-5 140 HL
DE (Deutschland)
VSC AT 126/3-5 140 H AT (Österreich)
DE: I2ELL
AT: I2H
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
G20 (Erdgas H)
4,7 - 15,2 (40/30 °C)
4,3 - 14,0 (80/60 °C)
VSC 196/3-5 150
VSC AT 196/3-5 150
DE (Deutschland)
DE: II2ELL3P
6,1 - 20,6 (40/30 °C)
5,7 - 19,0 (80/60 °C)
AT (Österreich)
AT: II2H3P
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
G31 (Propan)
G20 (Erdgas H)
G31 (Propan)
DE (Deutschland)
DE: II2ELL3P
9,4 - 27,0 (40/30°C)
8,7 - 25,0 (80/60°C)
AT (Österreich)
AT: II2H3P
G20/25 (Erdgas E, Erdgas LL)
G31 (Propan)
G20 (Erdgas H)
G31 (Propan)
VSC 246/3-5 210
VSC AT 246/3-5 210
Tab. 2.1 Typenübersicht
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
5
2 Gerätebeschreibung
16
1
34
33
32
31
30
29
15
14
2
13
3
4
12
5
26
11
10
6
9
27
8
25
17
24
28
18
23
7
bar
19
22
21
20
Abb. 2.1 Übersicht der Funktionselemente
Legende:
1 Luft-/Abgasanschluss
2 Unterdruckkammer mit Thermokompakt-Modul
3 Vorrang-Umschaltventil
4 Drucksensor
5 Sekundär-Wärmetauscher
6 Kondenswasser-Siphon
7 Speicher-Entleerungshahn
8 Schichtenspeicher mit Isolierschalen
9 Magnesium-Schutzanode
10 Speicherladepumpe
11 Hydraulikblock
12 Kesselfüll- und Entleerungsanschluss
13 Heizungspumpe
14 Durchflusssensor
15 Ausdehnungsgefäß Heizung
16 Automatischer Schnellentlüfter
Bedienungselemente der Schaltleiste:
17 Regler-Einbaufeld
18 Info-Taste
6
19 Manometer
20 Hauptschalter EIN/AUS
21 Einstell-Tasten
22 Entstörtaste
23 Vorlauftemperatur-Regler
24 Speichertemperatur-Regler
25 Display
Anschlüsse auf der Kesselrückseite:
26 Rohrdurchführung
27 Kabeleinführung
28 Durchführung Kondenswasser-Ablaufschlauch
29 Zirkulationsanschluss (WW)
30 Gasanschluss
31 Kaltwasseranschluss - Speicher (KW)
32 Warmwasseranschluss - Speicher (WW)
33 Heizungsvorlauf-Anschluss (HVL)
34 Heizungsrücklauf-Anschluss (HRL)
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Sicherheitshinweise und Vorschriften 3
3
Sicherheitshinweise und
Vorschriften
3.1 Sicherheitshinweise
Montage
Die Verbrennungsluft, die zum Gerät geführt wird, muss
frei von chemischen Stoffen sein, die z. B. Fluor, Chlor
oder Schwefel enthalten. Sprays, Lösungs- oder Reinigungsmittel, Farben und Klebstoffe können derartige
Stoffe enthalten, die beim Betrieb des Gerätes im ungünstigsten Fall zu Korrosion, auch in der Abgasanlage,
führen können.
Im gewerblichen Bereich, wie Friseursalon, Lackier- oder
Schreinerwerkstätten, Reinigungsbetrieben etc. sollte
auch bei raumluftunabhängiger Betriebsweise immer ein
separater Aufstellungsraum genutzt werden, durch den
eine Verbrennungsluftversorgung technisch frei von
chemischen Stoffen gewährleistet wird.
Ein Abstand des Gerätes von Bauteilen aus brennbaren
Baustoffen ist nicht erforderlich (Mindestabstand von
der Wand 5 mm), da bei Nennwärmeleistung des Gerätes
hier keine höhere Temperatur auftritt als die zu lässige
Temperatur von 85 °C.
Installation
Vor der Installation des Heizgerätes muss die Stellungnahme des Gasversorgungsunternehmens und des Bezirks-Schornsteinfegermeisters eingeholt werden.
Die Installation des Heizgerätes darf nur von einem anerkannten Fachhandwerksbetrieb durchgeführt werden.
Dieser übernimmt auch die Verantwortung für die ordnungsgemäße Installation und die erste Inbetriebnahme.
Spülen Sie die Heizungsanlage vor dem Anschluss des
Gerätes sorgfältig durch! Damit entfernen Sie Rückstände wie Schweißperlen, Zunder, Hanf, Kitt, Rost, groben
Schmutz u. ä. aus den Rohrleitungen. Andernfalls können sich diese Stoffe im Gerät ablagern und zu Störungen führen.
Achten Sie auf eine spannungsfreie Montage der Anschluss- und Gasleitungen, damit es nicht zu Undichtigkeiten in der Heizungsanlage oder dem Gasanschluss
kommt!
Beim Anziehen oder Lösen von Schraubverbindungen
grundsätzlich passende Gabelschlüssel (Maulschlüssel)
verwenden (keine Rohrzangen, Verlängerungen usw.).
Unsachgemäßer Einsatz und/oder ungeeignetes Werkzeug kann zu Schäden führen (z. B. Gas- oder Wasseraustritt)!
Bei geschlossenen Heizungsanlagen muss ein bauartzugelassenes, der Wärmeleistung entsprechendes Sicherheitsventil eingebaut werden.
Der Anschluss für die Zirkulationsleitung muss am Speicher im Gerät verschlossen werden, falls keine Zirkulationsleitung angeschlossen wird (siehe Kapitel 5.6, „Wasserseitiger Anschluss“).
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Der Gasregelblock darf nur mit einem maximalen Druck
von 110 mbar auf Dichtigkeit geprüft werden!
Der Betriebsdruck darf 60 mbar nicht überschreiten! Bei
einem Überschreiten der Drücke kann es zu Schäden an
der Gasarmatur kommen.
Die Elektro-Installation darf nur durch einen ausgebildeten Fachhandwerker durchgeführt werden.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
Es besteht Lebensgefahr durch Stromschlag an
spannungsführenden Teilen!
An den Einspeiseklemmen im Schaltkasten des
Gerätes liegt auch bei ausgeschaltetem
Hauptschalter elektrische Spannung an. Vor
Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr abschalten
und gegen Wiedereinschalten sichern!
Für die Installation der Luft-/Abgasführung dürfen nur
die entsprechenden Vaillant Zubehöre verwendet werden.
Wichtige Hinweise für Propan-Geräte
Entlüftung des Flüssiggastanks bei Neuinstallation der
Anlage:
Überzeugen Sie sich vor der Installation des Gerätes
davon, dass der Gastank entlüftet ist. Für die ordnungsgemäße Entlüftung des Tanks ist grundsätzlich der Flüssiggaslieferant verantwortlich. Bei schlecht entlüftetem
Tank kann es zu Zündproblemen kommen. Wenden Sie
sich in diesem Fall zuerst an den Befüller des Tanks.
Tankaufkleber anbringen:
Kleben Sie einen Tankaufkleber (Propanqualität) gut
sichtbar auf den Tank bzw. den Flaschenschrank, möglichst in die Nähe des Füllstutzens.
Installation unter Erdgleiche:
Bei der Installation in Räumen unter Erdgleiche sind die
Forderungen der TRF 1996 zu beachten. Wir empfehlen
den Einsatz eines externen Magnetventils.
Inbetriebnahme
Vor der Inbetriebnahme sowie nach Inspektionen, Wartungen und Reparaturen ist das Gasgerät auf Gasdichtheit zu prüfen!
Die Anreicherung des Heizwassers mit Zusatzstoffen
kann Sachschäden hervorrufen. Beachten Sie hierzu Abschnitt 6.1.1 Aufbereitung des Heizwassers.
Für die Verträglichkeit jedweder Zusatzstoffe im übrigen Heizsystem und für deren Wirksamkeit übernimmt
Vaillant keine Haftung.
Heizwasser bei Wasserhärten ab 16,8°dH enthärten!
Nur DE: Sie können hierfür den Vaillant Ionentauscher
verwenden.
Beachten Sie die beiliegende Bedienungsanleitung.
7
3 Sicherheitshinweise und Vorschriften
Vaillant übernimmt für Schäden und etwaige Folgeschäden aufgrund von Frost- und Korrosionsschutzmitteln
keine Haftung. Informieren Sie den Benutzer über die
Verhaltensweisen zum Frostschutz.
d Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch ausströmende Abgase!
Wird das Gerät mit leerem KondenswasserSiphon betrieben, besteht die Gefahr von Vergiftungen durch ausströmende Abgase. Füllen Sie
daher unbedingt vor der Inbetriebnahme den
Siphon.
Nur bei Erdgas:
Liegt der Anschlussdruck außerhalb des Bereiches von
17 bis 25 mbar, dürfen Sie keine Einstellung durchführen
und das Gerät nicht in Betrieb nehmen!
Nur bei Flüssiggas:
Liegt der Anschlussdruck außerhalb des Bereiches von
47,5 bis 57,5 mbar, dürfen Sie keine Einstellung durchführen und das Gerät nicht in Betrieb nehmen!
Inspektion und Wartung
a Achtung!
Beschädigungsgefahr für die Gasführung!
Hängen Sie das Brennermodul unter keinen
Umständen an das flexible Gaswellrohr.
Inspektion, Wartung und Reparaturen dürfen nur durch
einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb durchgeführt
werden. Nicht durchgeführte Inspektionen/Wartungen
können zu Sach- und Personenschäden führen.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
An den Einspeiseklemmen im Schaltkasten des
Gerätes liegt auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter elektrische Spannung an.
Vor Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern!
Schaltkasten vor Spritzwasser schützen.
d Gefahr!
Explosionsgefahr durch Gasundichtheit!
Das Gemischrohr zwischen Gasregeleinheit und
Brenner darf nicht geöffnet werden. Die Gasdichtigkeit dieses Bauteiles kann nur nach einer
Überprüfung im Werk garantiert werden.
H Gefahr!
Verbrennungs- oder Verbrühungsgefahr!
Am Brennermodul und an allen wasserführenden Bauteilen besteht die Gefahr von Verletzungen und Verbrühungen. Arbeiten Sie erst dann
an den Bauteilen, wenn diese abgekühlt sind.
Störungsbeseitigung
• Trennen Sie das Gerät vor Beginn der Arbeiten vom
Stromnetz.
• Schließen Sie den Gashahn und die Wartungshähne.
• Entleeren Sie das Gerät, wenn Sie wasserführende
Bauteile des Gerätes ersetzen wollen.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
An den Einspeiseklemmen im Schaltkasten des
Gerätes liegt auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter elektrische Spannung an.
Vor Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern!
• Achten Sie darauf, dass kein Wasser auf stromführende Bauteile (z. B. Schaltkasten u. ä.) tropft.
• Verwenden Sie nur neue Dichtungen und O-Ringe.
• Führen Sie nach Beendigung der Arbeiten eine Funktionsprüfung durch.
3.2
Regeln und Richtlinien (Deutschland)
Wir sind gehalten, die Ersteller von Heizungsanlagen auf
die Beachtung der folgenden Vorschriften, Richtlinien,
Normen und Regeln für die Errichtung, Ausrüstung und
Einregulierung von Heißwasseranlagen hinzuweisen.
Insbesondere verweisen wir auf die folgenden Vorschriften, Richtlinien, Normen und Regeln:
– DIN 4751
Heizungsanlagen, Teil 1 bis 3
– DIN EN 12828 Sicherheitstechnische Ausrüstung
von Wärmeerzeugungsanlagen
– DVGW-TRGI 86 Technische Regeln für Gasinstallation
Ausgabe 1996 (Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft
Gas und Wasser m.b.H., Bonn)
– BlmSchV
Bundes-Immissionsschutz-Verordnung
– MFeuVo
Muster-Feuerungsverordnung bzw.
Länder FeuVo
– DIN 4701
Heizungen; Regeln für die Berechnung des Wärmebedarfs von Gebäuden
8
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Sicherheitshinweise und Vorschriften 3
– DIN 4109
Schallschutz im Hochbau einschl. Beiblätter 1 und 2 (Ausbau November
1989)
– DIN 1986-4
Entwässerungsanlagen für Gebäude
und Grundstücke — Teil 4:
Verwendungsbereiche von Abwasserrohren und -formstücken verschiedener Werkstoffe
– DIN 1988-TRWI Technische Regeln für TrinkwasserInstallation
– DIN VDE 0100 Errichten von Starkstromanlagen mit
Teil 540
Nennspannungen bis 1000 V; Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel; Erdung, Schutzleiter,
Potenzialausgleichsleiter
– DIN VDE 0100 Errichten von NiederspannungsanTeil 701
lagen; Anforderungen für Betriebsstätten, Ort/Räume und Anlagen besonderer Art: Räume mit Badewanne
oder Dusche
– EnEG (EnEG)
Gesetz zur Einsparung von Energie
mit den dazu erlassenen Verordnungen
– EnEV
Energieeinsparverordnung
– Landesbauordnungen der Bundesländer
– DVGW-Arbeitsblatt G 631 „Installation von gewerblichen Gasverbrauchseinrichtungen” Wirtschafts- und
Verlagsgesellschaft Gas und Wasser m.b.H., Bonn
– DVGW-Arbeitsblatt G 634 „Installation von Gasgeräten in gewerblichen Küchen in Gebäuden” Wirtschaftsund Verlagsgesellschaft Gas und Wasser m.b.H., Bonn
– DVGW-Arbeitsblatt G 670 „Aufstellung von Gasfeuerstätten in Räumen mit mechanischen Entlüftungseinrichtungen” Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas
und Wasser m.b.H., Bonn
– VDI 2035 „Vermeidung von Schäden in Warmwasserheizanlagen — Steinbildung in Wassererwärmungs- und
Warmwasserheizanlagen”.
Die Anforderungen an das Kesselwasser entnehmen Sie
dem Abschnitt „Wasseraufbereitung in Heizungsanlagen”.
3.3
Regeln und Richtlinien (Österreich)
Bei der Aufstellung und Installation des Kessels sind die
baurechtlichen, gewerblichen, immissionsschutzrechtlichen und wasserrechtlichen Vorschriften zu beachten.
Die elektrische Ausrüstung der Anlage ist nach den ÖVEBestimmungen und den technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Elektrizitätsversorgungsunternehmens
auszuführen.
Für die Gesamtanlage ist eine Betriebsanleitung durch
den Heizungsbauer zu erstellen.
Für die Installation sind die nachfolgenden Vorschriften,
Regeln und Richtlinien zu beachten:
– Örtliche Bestimmungen der Bau- und Gewerbeaufsichtsämter (meistens vertreten durch den Rauchfangkehrer)
– Örtliche Bestimmungen des GVU (Gasversorgungsunternehmen)
– Bestimmungen des ÖVGW sowie die entsprechenden
Ö-Normen
– Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G1 (ÖVGW-TR Gas)
– Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G2 (ÖVGW-TRF)
– Bestimmungen und Vorschriften des ÖVE
– Bestimmungen und Vorschriften der örtlichen EnergieVersorgungsunternehmen
– Bestimmungen der regionalen Bauordnungen
– Kleinfeuerungsanlagenverordnung
– LGB-Wien „15a Vereinbarung”
Die Ö-Norm H 5195 Teil 1 und 2 zur Verhütung von Schäden durch Korrosion und Steinbildung in geschlossenen
Warmwasserheizungsanlagen mit Betriebstemperaturen
bis 100 °C muss eingehalten werden!
Beachten Sie bei der Geräteausführung für Propan zusätzlich die „Technischen Regeln Flüssiggas TRF 1996”.
Hinweis!
h Alle
Vordrucke im Zusammenhang mit Heizungsanlagen sind erhältlich beim Carl Heymanns
Verlag, Luxemburger Straße 449, 50939 Köln.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
9
4 Montage
4 Montage
4.1
Lieferumfang und Zubehöre
Zur einfachen Montage werden die ecoCOMPACT-Geräte in einer Verpackungseinheit mit montierter Verkleidung geliefert. Prüfen Sie den Lieferumfang anhand der
folgenden Tabelle auf Vollständigkeit.
Anzahl Bezeichnung
1
4
1
1
Gerät mit montierter Verkleidung auf einer
Palette
Bedienungsanleitung, Kurz-Bedienungsanleitung,
Installations- und Wartungsanleitung, Montageanleitung Luft-/Abgasführung sowie Aufkleber
Messöffnung
Beipack (Scharniere, Rastbolzen, Kappe zum
Verschließen des Zirkulationsanschlusses, Blende
mit Dichtungsfunktion für Heizungsvorlauf,
Dichtungen für die Heizungs-, Gas- und Wasseranschlüsse, große und kleine C-Typ Dichtungen,
O-Ringe für hydraulische Anschlüsse sowie
Schrauben)
Beipack am Heizungsvorlauf (Blende mit
Dichtungsfunktion, Bilderdarstellung)
Abb. 4.1 Entfernen der Verkleidung
• Greifen Sie unter das Gerät und drehen Sie die Tragegriffe nach vorn (siehe Abb. 4.2). Achten Sie darauf,
dass die Stellfüße bis zum Anschlag festgeschraubt
sind.
Tab. 4.1 Lieferumfang
Folgende Zubehöre sind für die Installation des Gerätes
erforderlich:
– Luft-/Abgaszubehör; weitere Informationen zur
Planung und Installation siehe Montageanleitung
– Regelgerät
– Kondenswasser-Ablauftrichter*
– Wartungshähne* (Heizungsvor- und -rücklauf)
– Gaskugelhahn mit Brandschutzeinrichtung*
– Sicherheitsventil, heizungsseitig*
– Sicherheitsgruppe, Warmwasser*
* Diese Bauteile sind im Anschlusszubehör zusammengefasst, das
zur Vormontage eingesetzt werden kann.
4.2
Transport des Gerätes ohne Verpackung
Zum ergonomischen und sicheren Transport des Gerätes
sind zwei Tragegriffe an den vorderen Stellfüßen montiert. Benutzen Sie die Tragegriffe wie folgt:
• Entfernen Sie den untersten Verkleidungsdeckel, um
diesen beim Transport nicht zu beschädigen (siehe
Abb. 4.1).
Abb. 4.2 Tragegriffe
a Achtung!
Transportieren Sie das Gerät immer wie in
Abb. 4.3 dargestellt. Andernfalls könnte das
Gerät beschädigt werden.
10
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Montage 4
Abb. 4.3 Richtiger Transport
a
Achtung!
Transportieren Sie das Gerät auf keinen Fall
wie in den Abb. 4.4 und 4.5 dargestellt. Das
Gerät würde beschädigt werden.
Abb. 4.5 Falscher Transport, Gerät wird beschädigt
• Nachdem Sie das Gerät aufgestellt haben, schneiden
Sie die Tragegriffe ab und werfen Sie sie weg.
d Gefahr!
Verletzungsgefahr!
Verwenden Sie die Tragegriffe auf keinen Fall
wieder! Aufgrund der Materialalterung sind die
Griffe zu einem späteren Transport nicht mehr
geeignet. Bei Weiterverwendung der Griffe
besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko für
den Benutzer.
Abb. 4.4 Falscher Transport, Gerät wird beschädigt
Abb. 4.6 Entfernen der Tragegriffe
• Befestigen Sie den Verkleidungsdeckel anschließend
wieder an dem Gerät.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
11
4 Montage
4.3 Aufstellungsort
Stellen Sie das Gerät in einem frostgeschützten Raum
auf.
Das Gerät kann bei Umgebungstemperaturen von ca.
4 °C bis ca. 50 °C betrieben werden.
Bei der Wahl des Aufstellungsorts ist das Kesselgewicht
einschließlich des Wasserinhalts gemäß Tabelle 12.1
„Technische Daten” (siehe Kapitel 12) zu berücksichtigen.
Zur Schalldämmung können Sie ggf. eine Korkplatte, ein
Heizkesselpodest (schalldämmend) oder ähnliches verwenden; ein Kesselfundament ist nicht erforderlich.
Vorschriften zum Aufstellungsort
Zur Wahl des Aufstellungsortes sowie zu den Maßnahmen der Be- und Entlüftungseinrichtungen des Aufstellraumes ist die Zustimmung der zuständigen Bauaufsichtsbehörde einzuholen.
Die Verbrennungsluft, die dem Gerät zugeführt wird,
muss technisch frei von chemischen Stoffen sein, die
z. B. Fluor, Chlor oder Schwefel enthalten. Sprays, Farben, Lösungs- und Reinigungsmittel und Klebstoffe beinhalten derartige Substanzen, die beim Betrieb des Gerätes im ungünstigsten Fall zu Korrosionen auch in der Abgasanlage führen können.
12
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Montage 4
4.4 Abmessungen
730 1)
600
min. 300
570
196
126
8
1350
8
4
140
140
5
6
7
3
2
70
70
1255
1305
210
520
10-30 2)
30
1
Abb. 4.7 Abmessungen in mm
VSC 126/3-5 140, VSC 196/3-5 150
Legende:
1 Auslass Kondenswasser-Ablaufschlauch
2 Zirkulationsanschluss G3/4
3 Gasanschluss G3/4
4 Kaltwasseranschluss (KW) G3/4
5 Warmwasseranschluss (WW) G3/4
6 Heizungsvorlauf-Anschluss (HVL) G3/4
7 Heizungsrücklauf-Anschluss (HRL) G3/4
8 Luft-/Abgasanschluss
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
1) Notwendiger Mindestabstand in Verbindung mit dem Zubehör
Wandanschlusskonsole
2) Füße um 20 mm höhenverstellbar
13
4 Montage
570
196
126
8
1672
8
600
min. 300
730 1)
140 140
4
3
5
6
7
2
70
70
1627
1577
210
842
10-30 2)
30
1
Abb. 4.8 Abmessungen in mm VSC 246/3-5 210
Legende:
1 Auslass Kondenswasser-Ablaufschlauch
2 Zirkulationsanschluss G3/4
3 Gasanschluss G3/4
4 Kaltwasseranschluss (KW) G3/4
5 Warmwasseranschluss (WW) G3/4
6 Heizungsvorlauf-Anschluss (HVL) G3/4
7 Heizungsrücklauf-Anschluss (HRL) G3/4
8 Luft-/Abgasanschluss
14
1) Notwendiger Mindestabstand in Verbindung mit dem Zubehör
Wandanschlusskonsole
2) Füße um 20 mm höhenverstellbar
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Montage 4
4.5
4.6
Tür entfernen und Türanschlag wechseln
Falls erforderlich können Sie die Tür herausnehmen.
Erforderliche Mindestabstände zur
Aufstellung
1
160
1)
bar
1.
2.
600
Abb. 4.10
Abb. 4.9 Abstände bei der Aufstellung (Maße in mm)
1) Notwendiger Mindestabstand in Verbindung mit dem Zubehör
Wandanschlusskonsole.
Ein Abstand des Gerätes von Bauteilen aus brennbaren
Baustoffen bzw. mit brennbaren Bestandteilen ist nicht
erforderlich, da bei Nennwärmeleistung des Gerätes hier
eine niedrigere Temperatur auftritt als die zulässige
Temperatur von 85 °C (Mindestabstand von der Wand
5 mm).
Die erforderlichen Mindestabstände bei der Aufstellung
können Sie der Abbildung 4.9 entnehmen.
Beachten Sie jedoch, dass neben dem Gerät ein ausreichender Freiraum verbleibt, um die Ablaufschläuche sicher über dem Ablauftrichter ( 1) positionieren zu können. Der Ablauf muss einsehbar sein.
Über dem Gerät ist ein Freiraum von mindestens
300 mm erforderlich.
Je nach Türanschlag sollte ein Wandabstand von
mindestens 5 mm eingehalten werden, um das einwandfreie Öffnen der Verkleidungstür sicher zu stellen.
Tür entfernen
• Ziehen Sie zuerst das obere Verkleidungsteil nach
vorn ab.
• Schieben Sie die geöffnete Tür zusammen mit dem
oberen Scharnier nach oben.
• Nehmen Sie die Tür nach unten aus dem Scharnier
heraus.
Falls erforderlich können Sie den Türanschlag wechseln.
bar
3.
90˚
2.
1.
Abb. 4.11 Türanschlag wechseln
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
15
4 Montage
5 Installation
• Hebeln Sie das Scharnier jeweils wie dargestellt vorsichtig heraus und drehen Sie es um 90°.
• Nehmen Sie das Scharnier heraus und setzen Sie es
an der anderen Seitenwand entsprechend wieder ein.
• Verfahren Sie genauso mit der Führung auf der anderen Seitenwand.
• Bauen Sie die Magnete in der Tür um.
5 Installation
d Gefahr!
Lebensgefahr durch Vergiftung und Explosion
aufgrund unsachgemäßer Installation!
Die Installation des Vaillant ecoCOMPACT darf
nur von einem anerkannten Fachhandwerksbetrieb durchgeführt werden. Dieser übernimmt
auch die Verantwortung für die ordnungsgemäße Installation und die erste Inbetriebnahme.
a Achtung!
Beschädigungsgefahr z. B. durch Wasser- oder
Gasaustritt aufgrund von ungeeignetem
Werkzeug und/oder unsachgemäßem Einsatz!
Beim Anziehen oder Lösen von Schraubverbindungen grundsätzlich passende
Gabelschlüssel (Maulschlüssel) verwenden
(keine Rohrzangen, Verlängerungen usw.)!
5.1
- Bei Verwendung nicht diffusionsdichter Kunststoffrohre in der Heizungsanlage muss ein Sekundär-Wärmetauscher nachgeschaltet werden, um Korrosion im
Heizkessel zu vermeiden.
- Das Gerät ist mit einem Heizungs-Ausdehnungsgefäß
ausgestattet. Prüfen Sie vor der Montage des Gerätes,
ob dieses Volumen ausreicht. Ist das nicht der Fall,
muss ein zusätzliches Ausdehnungsgefäß anlagenseitig installiert werden.
5.2
Installation vorbereiten
Zur Vormontage aller anlagenseitigen Anschlüsse können die Vaillant Anschlusskonsolen eingesetzt werden,
auf denen die folgenden Bauteile zusammengefasst sind:
- Wartungshähne (Heizungsvor- und -rücklauf)
- Gaskugelhahn mit Brandschutzeinrichtung
- Sicherheitsventil, heizungsseitig
- Sicherheitsgruppe, Warmwasser
- KFE-Hahn
(Installation mit Anschlusskonsole siehe Abschnitt 5.3)
5.3
Anschluss des Gerätes mit einer
Anschlusskonsole
Zur anlagenseitigen Vorbereitung der Geräteinstallation
können Anschlusskonsolen aus dem Vaillant Zubehör
eingesetzt werden.
Zur Installation gehen Sie entsprechend der Montageanleitung des Zubehörs vor.
Allgemeine Hinweise zur Heizungsanlage
a Achtung!
Beschädigungsgefahr durch Rückstände in
Rohrleitungen!
Spülen Sie die Heizungsanlage vor dem
Anschluss des Gerätes sorgfältig durch! Damit
entfernen Sie Rückstände wie Schweißperlen,
Zunder, Hanf, Kitt, Rost, groben Schmutz u. ä.
aus den Rohrleitungen. Andernfalls können sich
diese Stoffe im Gerät ablagern und zu
Störungen führen.
- Von der Abblasleitung des Sicherheitsventils muss
bauseits ein Ablaufrohr mit Einlauftrichter und Siphon
zu einem geeigneten Ablauf im Aufstellraum geführt
werden. Der Ablauf muss beobachtbar sein!
- Der im Kessel eingebaute Drucksensor dient als Wassermangelsicherung.
- Die störfallbedingte Abschalttemperatur des Kessels
liegt bei ca. 90 °C. Werden in der Heizungsanlage
Kunststoffrohre verwendet, muss bauseits ein geeigneter Thermostat am Heizungsvorlauf montiert werden.
Dies ist erforderlich, um die Heizungsanlage vor temperaturbedingten Schäden zu schützen. Der Thermostat kann am Steckplatz des Anlegethermostaten
(blauer, 2-poliger Stecker) des Systems ProE elektrisch
verdrahtet werden.
16
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Installation 5
5.4 Gasanschluss
d Gefahr!
Lebensgefahr durch Vergiftung und Explosion
aufgrund unsachgemäßer Installation! Die Gasinstallation darf nur von einem autorisierten
Fachhandwerker durchgeführt werden. Die
gesetzlichen Richtlinien sowie örtliche Vorschriften der Gasversorgungsunternehmen
beachten!
d Gefahr!
Erstickungsgefahr durch Gasaustritt aufgrund
von Undichtigkeiten!
Vor der Inbetriebnahme sowie nach Inspek tionen, Wartungen und Reparaturen das Gas gerät
auf Gasdichtheit prüfen!
• Überprüfen Sie den Gasweg mit Lecksuchspray auf
Dichtheit.
5.5
Legen Sie die Gaszuleitung nach den örtlichen Vorschriften aus, siehe Abschnitt 3.2 bzw. 3.3.
d Gefahr!
Lebensgefahr durch Erstickung bei Gasaustritt
aufgrund von Undichtigkeiten!
Auf spannungsfreie Montage der Anschlussund Gasleitungen achten.
3
2
1
4
5
6
a Achtung!
Beschädigungsgefahr durch unkontrollierten
Wasseraustritt aufgrund von Undichtigkeiten in
der Heizungsanlage! Auf spannungsfreie
Montage der Anschlussleitungen achten!
• Schließen Sie den Heizungsvorlauf am Heizungsvorlauf-Anschluss (5) an, siehe Abbildung 5.1.
• Schließen Sie den Heizungsrücklauf am Heizungsrücklauf-Anschluss (6) an, siehe Abbildung 5.1.
• Bauen Sie zwischen der Heizungsanlage und dem Kessel die erforderlichen Absperreinrichtungen ein und installieren Sie die entsprechenden Sicherheitseinrichtungen.
5.6
Abb. 5.1 Lage der Anschlüsse
Legende:
1 Zirkulationsanschluss G3/4
2 Gasanschluss G3/4
3 Kaltwasseranschluss (KW) G3/4
4 Warmwasseranschluss (WW) G3/4
5 Heizungsvorlauf-Anschluss (HVL) G3/4
6 Heizungsrücklauf-Anschluss (HRL) G3/4
• Installieren Sie einen Gaskugelhahn mit Brandschutzeinrichtung in der Gaszuleitung vor dem Gerät. Dieser
muss an gut zugänglicher Stelle montiert werden.
• Verschrauben Sie die Gasleitung flachdichtend mit
dem Gasanschlussstutzen (2). Um das Gasrohr nicht
zu beschädigen, muss es beim Anziehen der Verschraubung an den Schlüsselflächen des Gasrohres
mit einem Schraubenschlüssel gegengehalten werden.
Setzen Sie zum Anschluss der Gasleitung einen flachdichtenden Nippel ein.
Heizungsseitiger Anschluss
Wasserseitiger Anschluss
a Achtung!
Beschädigungsgefahr durch unkontrollierten
Wasseraustritt aufgrund von Undichtigkeiten in
der Heizungsanlage! Auf spannungsfreie
Montage der Anschlussleitungen achten!
• Schließen Sie den Warmwasseranschluss (WW) ( 4) an,
siehe Abbildung 5.1.
• Schließen Sie den Kaltwasseranschluss (KW) ( 3) mit
den entsprechenden Sicherheitseinrichtungen an,
siehe Abbildung 5.1.
Anschluss einer Zirkulationsleitung
Gegebenenfalls kann am Anschluss ( 1, Abb. 5.1) eine
Zirkulationsleitung angeschlossen werden.
d Gefahr!
Gesundheitsgefährdung durch Legionellen-
bildung!
Den Anschluss für die Zirkulationsleitung am
Speicher im Gerät verschließen, falls keine
Zirkulationsleitung angeschlossen wird.
a Achtung!
Schäden an der Gasarmatur durch
Überschreiten des Betriebs- und Prüfdrucks!
Der Gasregelblock darf nur mit einem
maximalen Druck von 110 mbar auf Dichtigkeit
geprüft werden! Der Betriebsdruck darf
60 mbar nicht überschreiten!
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
17
5 Installation
5.7 Luft-/Abgasführung
1
d Gefahr!
Vergiftungsgefahr sowie mögliche Funktions2
3
störungen durch Verwendung nichtzertifizier ter
Luft-/Abgasführungen! Sach- und Personenschäden können nicht ausgeschlossen werden.
Vaillant-Geräte sind gemeinsam mit den Original Vaillant-Luft/Abgasführungen systemzertifiziert. Nur Original Vaillant-Luft/Abgasführungen verwenden. Original Luft-/Abgasführungen finden Sie in den Vaillant-Montageanleitungen für Luft-/Abgasführungen.
Abb. 5.2 Zirkulationsanschluss am Speicher
Legende:
1 Verschraubung Zirkulationsrohr
2 Kappe
3 Dichtung
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
• Öffnen Sie das Gerät (vgl. Abb.5.5 und Hinweise auf
Seite 20).
• Schrauben Sie die Verschraubung ( 1) des Zirkulationsrohres vom Anschlussstück ab und verschließen Sie
den Anschluss mit der beiliegenden Dichtung ( 3) und
der Kappe (2).
5.6.1
Nur DE: Warmwasser-Ausdehnungsgefäß einoder ausbauen (als Zubehör)
• Beachten Sie die Montage- und Installationsanleitung,
die dem Warmwasser-Ausdehnungsgefäß beiliegt.
18
Abb. 5.3 Luft-/Abgasführung mit Vaillant Zubehör (Beispiele)
Die folgenden Luft-/Abgasführungen stehen als Zubehör
zur Verfügung und können mit dem Gerät kombiniert
werden:
– Konzentrisches System, Kunststoff, Ø 60/100 mm
– Konzentrisches System, Kunststoff, Ø 80/125 mm
Standardmäßig sind alle ecoCOMPACT Geräte mit einem
Luft-/Abgasanschluss Ø 60/100 mm ausgestattet. Dieser Anschluss kann bei Bedarf gegen einen Luft-/Abgasanschluss mit Ø 80/125 mm ausgetauscht werden.
Die Auswahl des am besten geeigneten Systems richtet
sich nach dem individuellen Einbau- bzw. Anwendungsfall (siehe auch Montageanleitung 0020031575 der
Luft-/Abgasführung).
• Montieren Sie die Luft-/Abgasführung anhand der im
Lieferumfang dieses Gerätes enthaltenen Montageanleitung.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Installation 5
5.8 Kondenswasser-Ablauf
5.9
d Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch Abgasaustritt!
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an spannungs-
Der Siphon könnte leergesaugt werden.
Kondenswasser-Ablaufschlauch nicht dicht mit
der Abwasserleitung verbinden!
Das bei der Verbrennung entstehende Kondenswasser
wird vom Kondenswasser-Ablaufschlauch über einen Ablauftrichter zum Abwasseranschluss geleitet.
Hinweis!
h Der
Kondenswasser-Ablaufschlauch muss mit
Elektrischer Anschluss
führenden Anschlüssen!
Zwischen Netzanschlussklemmen L und N liegt
auch bei ausge schaltetem Hauptschalter
Dauerspannung an!
Immer zuerst die Stromzufuhr abschalten! Erst
danach die Installation vornehmen!
Die Elektroinstallation darf nur von einem anerkannten Fachhandwerksbetrieb durchge führt
werden, der für die Einhaltung der bestehenden
Normen und Richtlinien verantwortlich ist.
Gefälle zur Abwasserleitung verlegt werden.
1
Besonders weisen wir auf die VDE Vorschrift 0100 und
die Vorschriften des jeweiligen EVU hin.
Das Gerät ist mit Anschlusssteckern System ProE zur
leichteren Verdrahtung ausgestattet und anschlussfertig
verdrahtet.
Die Netzzuleitung und alle weiteren Anschlusskabel (z. B.
vom Raumtemperaturregler) können an den jeweils
dafür vorgesehenen System ProE Steckern angeklemmt
werden.
2
Abb. 5.4 Kondenswasser-Ablaufschlauch installieren
Legende:
1 Kondenswasser-Ablaufschlauch
2 Ablauftrichter
• Installieren Sie den Ablauftrichter hinter oder neben
dem Gerät. Beachten Sie, dass der Ablauftrichter einsehbar sein muss.
• Hängen Sie den Kondenswasser-Ablaufschlauch ( 1) in
den Ablauftrichter (2). Gegebenenfalls kann der Kondenswasser-Ablaufschlauch entsprechend den baulichen Gegebenheiten gekürzt werden.
Muss bei der Installation der Kondenswasser-Ablaufschlauch verlängert werden, verwenden Sie nur nach
DIN 1986-4 zulässige Ablaufschläuche.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
19
5 Installation
1
6
2
5
bar
4
3
Abb. 5.5 Geräteverkleidung abnehmen
Netz- und Kleinspannungskabel (z. B. Fühlerzuleitung)
müssen räumlich getrennt verlegt werden.
Gehen Sie bei der Anschlussverdrahtung wie folgt vor,
siehe Abb. 5.5:
• Nehmen Sie die vorderen Verkleidungsteile (3) und (6)
und die Tür (4) ab.
• Schrauben Sie die Blende ( 1) ab.
• Klappen Sie den Schaltkasten ( 5) nach vorne.
• Clipsen Sie den hinteren Teil des Schaltkastendeckels (2) aus und klappen Sie ihn nach vorne.
• Führen Sie die Leitungen, z. B. Netzzuleitung, Anschlussleitungen an Regelgeräte oder externe Pumpen, durch die Kabeleinführung in der Geräterückwand (26 Abb. 2.1) und dann durch das Gerät in den
Schaltkasten.
• Sichern Sie die Leitungen mit den Zugentlastungen
(1, Abb. 5.6).
• Isolieren Sie die Ader-Enden ab und nehmen Sie die
Anschlüsse gemäß der Abschnitte 5.9.1 bis 5.9.2 vor.
• Schließen Sie danach den hinteren Deckel des Schaltkastens und drücken Sie ihn an, bis er hörbar einrastet.
• Klappen Sie den Schaltkasten hoch.
• Bringen Sie die Frontverkleidung an.
20
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Installation 5
5.9.1
Netzzuleitung anschließen
5.9.2
a Achtung!
Beschädigungsgefahr für die Elektronik!
Durch Netz-Einspeisung an falschen
Steckerklemmen des Systems ProE kann die
Elektronik zerstört werden.
Klemmen Sie die Netzzuleitung ausschließlich
an den dafür gekennzeichneten Klemmen an!
Die Nennspannung des Netzes muss 230 V betragen; bei
Netzspannungen über 253 V und unter 190 V sind Funktionsbeeinträchtigungen möglich.
Die Netzzuleitung muss über einen festen Anschluss und
eine Trennvorrichtung mit mindestens 3 mm Kontaktöffnung (z. B. Sicherungen, Leistungsschalter) angeschlossen werden.
Anschluss von Regelgeräten und Zubehör
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an spannungsführenden Teilen.
An den Netzanschlussklemmen L und N (Farbe
türkis) liegt auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter Dauerspannung an!
Vor Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
Die erforderlichen Anschlüsse an die Elektronik des
Heizgerätes (z. B. bei externen Regelgeräten, Außenfühlern u. ä.) nehmen Sie wie folgt vor:
1
- +
Bus
7 8 9
RT 24V
L N
230V
3 4 5
RT 230V
2
Abb. 5.6 Anschluss der Netzzuleitung
• Verlegen Sie die Netzzuleitung zur Anschlussebene im
Schaltkasten wie in Abbildung 5.6 gezeigt.
• Sichern Sie die Leitungen mit der Zugentlastung ( 1).
• Klemmen Sie die Netzzuleitung an den dafür vorgesehenen Klemmen , N und L des System ProE an ( 2).
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
7 8 9
RT 24V
L N
230V
3 4 5
RT 230V
3
Abb. 5.7 Anschluss einer witterungsgeführten Regelung
• Verlegen Sie die erforderlichen Leitungen zur Anschlussebene im Schaltkasten wie in Abbildung 5.7
gezeigt.
• Sichern Sie die Leitungen mit der Zugentlastung (1,
Abb. 5.6)
• Schließen Sie die Anschlusskabel entsprechend Abbildung 5.7 an die entsprechenden ProE Stecker bzw.
Steckplätze der Elektronik (3) an.
• Bei Anschluss einer witterungsgeführten TemperaturRegelung oder einer Raumtemperatur-Regelung
(Stetigregelung-Anschlussklemmen 7, 8, 9 bzw.
3, 4, 5 oder an Bus-Anschluss) muss eine Brücke zwischen Klemme 3 und 4 eingesetzt werden.
21
5 Installation
Hinweis!
h Ist
kein Raum-/Uhrenthermostat eingesetzt,
Brücke zwischen Klemme 3 und 4 einsetzen,
falls nicht vorhanden.
5.10
Hinweise zum Anschluss externer Zubehöre
und Regelgeräte
Wird ein Zubehör angeschlossen, muss eine vorhandene
Brücke am jeweiligen Stecker entfernt werden.
Beachten Sie besonders, dass bei Anschluss eines Anlegethermostats für eine Fußbodenheizung die Brücke
entfernt wird.
Wassermangelsicherung, externe Regelgeräte und ähnliches müssen über potentialfreie Kontakte angeschlossen
werden.
Es gibt auch die Möglichkeit, auf „Durchlaufende
Pumpe“ unter d.18 umzustellen.
Stellen Sie dazu die Nachlaufzeit unter d.1 auf „-“ ein.
Ebenfalls besteht die Möglichkeit der Einstellung auf
„Weiterlaufende Pumpe“ für witterungsgeführte Regler
(z. B. calorMATIC 430). Dazu die Pumpennachlaufzeit
unter d.1 auf 15 bis 20 Minuten stellen.
Vaillant bietet zur Regelung des ecoCOMPACT verschiedene Reglerausführungen zum Anschluss an die Schaltleiste (Anschlussklemmen 7, 8, 9 oder an Bus-Anschluss) oder zum Einstecken in die Be dienblende an.
Die neuen Regelgeräte (eBUS-Funktion) können in das
Regler-Einbaufeld im Schaltkasten eingesetzt oder extern montiert werden. Anschluss erfolgt über die Klemmen des BUS-Anschlusses.
Die Montage ist entsprechend der jeweiligen Bedienungsanleitung vorzunehmen.
5.11
Hinweis auf weitere Anlagenkomponenten und
die zum Anschluss erforderlichen Zubehöre
Vaillant bietet weitere Anlagenkomponenten und die
zum Anschluss erforderlichen Zubehöre. Diese entnehmen Sie bitte aus der Zuordnung in der aktuellen Preisliste.
22
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Installation 5
5.12
Anschlussverdrahtung mit System ProE
X41
X22
X2
Kleinspannungs-Stecker
N
L
Netzeingang
+
-
Option Anlegethermostat
6 FB
Fernbedienung Zirkulationspumpe
Außenfühler
Stecker für Reglerzubehör
Vorlauffühler (Option)
VRC 4xx bzw. ZP-Einmalstart
DCF-Anschluss
Masse
Masse
AF
RF
DCF
0
1 0
4
10
5
1
9
11
12
16
7
10
8
orange
PWM-Signal Ladepumpe
weiß
ϑ
Speicherfühler
schwarz
ϑ
SWT-Auslauffühler
Fühlermasse
violett
schwarz
schwarz
rot
grün
1
2 P
4
schwarz
A
rosa
braun
B
C
blau
D
Wasserdruck-Sensor
VUV
M
schwarz
grün
Vortex-Sensor
rot
rot
1
schwarz
+ 24 V
Hallsignal
2
4
16
9
blau
18
5
rot
8
7
blau
13
14
PWM-Signal Heizkreispumpe
schwarz
grau
14
Option ext. Regler/Raumthermostat 7-8-9
(stetig oder digital)
Option Busanschluss
2
1
15
17
3
X14
Option ext. Regler/Raumthermostat 3-4
(Kontakt)
braun
2
13
3
X20
5
4
3
9
8
7
230 V~
Kleinspannung Netzspannung
blau rot weiß türkis violett
X1
Heizkreispumpe
N
L
24 V
X18
X11
Randstecker
blau
X13
N
L
grün grau
Ladepumpe
N
L
blau
3
PWM-Signal
4
Masse
Gebläse
5
Gasventil
+
rot
natur
ϑ
schwarz
ϑ
schwarz
Vorlauffühler
Fühlermasse
Rücklauffühler
Fühlermasse
schwarz
schwarz
schwarz
schwarz
weiß
DE
ϑ
AT
ϑ
Abgas-Temperaturbegrenzer
(nur AT; in DE gebrückt)
Schmelzsicherung
Zünder
Gerätemasse
Zündelektrode
Abb. 5.8 Anschlussverdrahtung mit System ProE
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
23
6 Inbetriebnahme
6 Inbetriebnahme
6.1
Die erste Inbetriebnahme und Bedienung des Gerätes
sowie die Einweisung des Betreibers müssen von einem
qualifizierten Fachhandwerker durchgeführt werden.
Die weitere Inbetriebnahme/Bedienung nehmen Sie bitte
wie in der Bedienungsanleitung im Abschnitt 4.3, Inbetriebnahme, beschrieben vor.
6.1.1
Aufbereitung des Heizwassers
Die Anreicherung des Heizwassers mit Zusatzstoffen
kann Sachschäden hervorrufen. Bei ordnungsgemäßer
Verwendung folgender Produkte wurden an Vaillant Geräten bislang jedoch keine Unverträglichkeiten festgestellt.
• Befolgen Sie bei der Verwendung unbedingt die Anleitungen des Herstellers des Zusatzstoffes.
Für die Verträglichkeit jedweder Zusatzstoffe im übrigen Heizsystem und für deren Wirksamkeit übernimmt
Vaillant keine Haftung.
a Achtung!
Erstickungsgefahr durch Gasaustritt aufgrund
von Undichtigkeiten!
Vor der Inbetriebnahme sowie nach Inspektionen, Wartungen und Reparaturen das Gas gerät
auf Gasdichtheit prüfen!
Befüllen der Anlage
Zusatzstoffe für Reinigungsmaßnahmen
(anschließendes Ausspülen erforderlich)
- Fernox F3
- Jenaqua 200
- Jenaqua 300
- Jenaqua 400
- Sentinel X 300
- Sentinel X 400
Zusatzstoffe zum dauerhaften Verbleib in der Anlage
- Fernox F1
- Fernox F2
- Jenaqua 100
- Jenaqua 110
- Sentinel X 100
- Sentinel X 200
Zusatzstoffe zum Frostschutz zum dauerhaften Verbleib in der Anlage
- Fernox Antifreeze Alphi 11
- Sentinel X 500
• Informieren Sie den Betreiber über die notwendigen
Maßnahmen, falls Sie diese Zusatzstoffe eingesetzt
haben.
• Informieren Sie den Betreiber über die notwendigen
Verhaltensweisen zum Frostschutz.
24
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inbetriebnahme 6
Für Deutschland
• Befolgen Sie die Hinweise zur Aufbereitung des Füllund Ergänzungswassers gemäß der VDI-Richtlinie
2035 Blatt 1 und 2.
• Sie müssen das Heizwasser aufbereiten,
- wenn die gesamte Füll- und Ergänzungswassermenge während der Nutzungsdauer der Anlage das Dreifache des Nennvolumens der Heizungsanlage überschreitet
oder
- wenn die in den nachfolgenden Tabellen genannten
Richtwerte nicht eingehalten werden.
Die ecoCOMPACT-Geräte stellen an das Heizwasser
keine höheren Anforderungen als in VDI 2035 genannt.
VDI 2035 sieht folgende Grenzwerte vor:
Gesamtheizleistung
Gesamthärte bei 20 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
kW
°dH
< 50
mol/m3
keine Anforderungen oder
Gesamthärte bei
> 20 l/kW < 50 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
Gesamthärte bei
> 50 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
°dH
mol/m3
°dH
mol/m3
11,2
2
0,11
0,02
< 16,81)
< 31)
< 50 bis ≤ 200
11,2
2
8,4
1,5
0,11
0,02
> 200 bis ≤ 600
8,4
1,5
0,11
0,02
0,11
0,02
> 600
0,11
0,02
0,11
0,02
0,11
0,02
1) Bei Anlagen mit Umlaufwasserheizern und für Systeme mit elektrischen Heizelementen
2) Vom spezifischen Anlagenvolumen (Liter Nenninhalt/Heizleistung; bei Mehrkesselanlagen ist die kleinste Einzel-Heizleistung
einzusetzen)
Diese Angaben gelten nur bis zum 3fachen Anlagenvolumen für Füll- und Ergänzungswasser. Wenn das 3fache Anlagenvolumen
überschritten wird, muss das Wasser, genau wie bei Überschreitung der in Tabelle 6.1 genannten Grenzwerte, gemäß Vorgaben der
VDI behandelt werden (Enthärten, Entsalzen, Härtestabilisierung oder Abschlammung).
Tab. 6.1 Richtwerte für das Heizwasser nach VDI 2035/1:
Wasserhärte
Merkmale des
Heizwassers
Elektrische Leitfähigkeit
bei 25 °C
Einheit
salzarm
salzhaltig
μS/cm
< 100
100 - 1500
Aussehen
frei von sedimentierenden
Stoffen
pH-Wert bei 25 °C
8,2 - 10,0 1)
8,2 - 10,0 1)
< 0,1
< 0,02
Sauerstoff
mg/L
1) Bei Aluminium und Aluminium-Legierungen ist der pH-WertBereich von 6,5 bis 8,5 eingeschränkt.
Tab. 6.2 Richtwerte für das Heizwasser nach VDI 2035/2:
Salzgehalt
a Achtung!
Aluminiumkorrosion und daraus folgende Un-
dichtigkeiten durch ungeeignetes Heizwasser!
Anders als z. B. Stahl, Grauguss oder Kupfer
reagiert Aluminium auf alkalisiertes Heizwasser
(pH-Wert > 8,5) mit erheblicher Korrosion.
Stellen Sie bei Aluminium sicher, dass der pHWert des Heizwassers zwischen 6,5 und maximal 8,5 liegt.
Verwenden Sie keine ungeeigneten Frost- und
Korrosionsschutzmittel.
a Achtung!
Gefahr von Sachschäden durch Anreicherung
des Heizwassers mit ungeeigneten Frost- oder
Korrosionsschutzmitteln!
Frost- und Korrosionsschutzmittel können zu
Veränderungen an Dichtungen, Geräuschen im
Heizbetrieb und evtl. zu weiteren Folgeschäden
führen.
Verwenden Sie keine ungeeigneten Frost- und
Korrosionsschutzmittel.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
25
6 Inbetriebnahme
Für Österreich
• Beachten Sie zur Aufbereitung des Füll- und Ergänzungswassers die geltenden nationalen Vorschriften
und technischen Regeln.
Sofern nationale Vorschriften und technische Regeln
keine höheren Anforderungen stellen, gilt Folgendes:
• Sie müssen das Heizwasser aufbereiten, wenn
- die gesamte Füll- und Ergänzungswassermenge
während der Nutzungsdauer der Anlage das Dreifache des Nennvolumens der Heizungsanlage überschreitet,
oder
- das spezifische Heizwasservolumen mehr als 20 l/kW
Nennwärmeleistung beträgt. Bei Mehrkesselanlagen
ist für diese Anforderungen die jeweils kleinste Einzel-Nennwärmeleistung einzusetzen.
oder
- wenn die in der nachfolgenden Tabelle genannten
Richtwerte nicht eingehalten werden.
Gesamtheizleistung
Gesamthärte bei 20 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
kW
mol/m3
Gesamthärte bei
> 20 l/kW < 50 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
mol/m3
Gesamthärte bei
> 50 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
mol/m3
2
0,02
keine Anforderungen oder < 3 1)
< 50
2
1,5
0,02
< 50 bis ≤ 200
1,5
0,02
0,02
> 200 bis ≤ 600
0,02
0,02
0,02
> 600
1) Bei Anlagen mit Umlaufwasserheizern und für Systeme mit elektrischen Heizelementen
2) Vom spezifischen Anlagenvolumen (Liter Nenninhalt/Heizleistung; bei Mehrkesselanlagen ist die kleinste Einzel-Heizleistung
einzusetzen)
Diese Angaben gelten nur bis zum 3fachen Anlagenvolumen für Füll- und Ergänzungswasser. Wenn das 3fache Anlagenvolumen
überschritten wird, muss das Wasser, genau wie bei Überschreitung der in Tabelle 6.3 genannten Grenzwerte, behandelt werden
(Enthärten, Entsalzen, Härtestabilisierung oder Abschlammung).
Tab. 6.3 Richtwerte für das Heizwasser: Wasserhärte
Merkmale des
Heizwassers
Elektrische Leitfähigkeit
bei 25 °C
Einheit
salzarm
salzhaltig
μS/cm
< 100
100 - 1500
Aussehen
frei von sedimentierenden
Stoffen
pH-Wert bei 25 °C
8,2 - 10,0 1)
8,2 - 10,0 1)
< 0,1
< 0,02
Sauerstoff
mg/L
1) Bei Aluminium und Aluminium-Legierungen ist der pH-WertBereich von 6,5 bis 8,5 eingeschränkt.
a Achtung!
Aluminiumkorrosion und daraus folgende Un-
dichtigkeiten durch ungeeignetes Heizwasser!
Anders als z. B. Stahl, Grauguss oder Kupfer
reagiert Aluminium auf alkalisiertes Heizwasser
(pH-Wert > 8,5) mit erheblicher Korrosion.
Stellen Sie bei Aluminium sicher, dass der pHWert des Heizwassers zwischen 6,5 und maximal 8,5 liegt.
Verwenden Sie keine ungeeigneten Frost- und
Korrosionsschutzmittel.
Tab. 6.4 Richtwerte für das Heizwasser: Salzgehalt
a Achtung!
Gefahr von Sachschäden durch Anreicherung
des Heizwassers mit ungeeigneten Frost- oder
Korrosionsschutzmitteln!
Frost- und Korrosionsschutzmittel können zu
Veränderungen an Dichtungen, Geräuschen im
Heizbetrieb und evtl. zu weiteren Folgeschäden
führen.
Verwenden Sie keine ungeeigneten Frost- und
Korrosionsschutzmittel.
26
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inbetriebnahme 6
6.1.2 Heizungsseitiges Befüllen und Entlüften
Für einen einwandfreien Betrieb der Heizungsanlage ist
ein Wasserdruck/Fülldruck zwischen 1,0 und 2,0 bar erforderlich. Erstreckt sich die Heizungsanlage über mehrere Stockwerke, so können höhere Werte für den Wasserstand der Anlage am Manometer erforderlich sein.
h
Hinweis!
Zur Entlüftung kann zusätzlich das Prüfprogramm P.0 Entlüftung genutzt werden. Gehen
Sie dabei wie in Abschnitt 9.4 beschrieben vor.
1
2
• Öffnen Sie den Entlüftungsnippel ( 1).
• Öffnen Sie je nach Konsole die Entlüftungsnippel bzw.
KFE-Hähne an Heizungsvor- und –rücklauf.
Hinweis!
h Die
Entlüftungsnippel/KFE-Hähne sind in das
Anschlusszubehör integriert. Falls dieses
Zubehör nicht eingesetzt wird, ist eine Ent lüftungsmöglichkeit bauseits zu schaffen.
• Drehen Sie Füllhahn und Zapfventil langsam auf und
füllen Sie so lange Wasser nach, bis aus den Ent lüftungsnippeln/KFE-Hähnen Wasser austritt.
• Füllen Sie die Anlage bis zu einem Anlagendruck von
1,0 – 2,0 bar auf.
• Schließen Sie alle Entlüftungsnippel/KFE-Hähne.
• Schließen Sie das Zapfventil.
• Entlüften Sie alle Heizkörper.
• Lesen Sie nochmals den Druck am Display ab. Ist der
Anlagendruck gefallen, füllen Sie die Anlage noch mals
auf und entlüften Sie erneut.
Hinweis!
h Beim
Druck auf die Taste „-“ wird fünf Sekun-
3
den lang der Druck im Display angezeigt.
• Schließen Sie die Fülleinrichtung und entfernen Sie
den Füllschlauch.
• Überprüfen Sie alle Anschlüsse und die gesamte Anlage auf Dichtheit.
4
6.1.3
Abb. 6.1 Kesselfüll- und Entleerungseinrichtung
Legende:
1 Entlüftungsnippel heizungsseitig
2 Kappe des Schnellentlüfters
3 Entlüftungsnippel brauchwasserseitig
4 Füll- und Entleerungshahn
• Spülen Sie die Heizungsanlage vor dem eigentlichen
Befüllen gut durch.
• Lösen Sie die Kappe des Schnellentlüfters ( 2) an der
Pumpe um ein bis zwei Umdrehungen (das Gerät entlüftet sich während des Dauerbetriebes selbsttätig
über den Schnellentlüfter).
• Öffnen Sie alle Thermostatventile der Anlage.
• Verbinden Sie den externen Füll- und Entleerungshahn
der Anlage (entweder bauseits zu stellen oder in
Vaillant-Anschlusskonsole enthalten) mittels eines
Schlauches mit einem Kaltwasser-Zapfventil.
Hinweis!
h Falls
kein externer Füll- und Entleerungshahn
vorhanden sein sollte, können Sie auch den
Füll- und Entleerungshahn (4) im Gerät
verwenden.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Warmwasserseitiges Befüllen und Entlüften
Hinweis!
h Zur
Entlüftung kann zusätzlich das Prüfpro-
gramm P.0 Entlüftung genutzt werden. Gehen
Sie dabei wie in Kapitel 9.4 beschrieben vor.
Um eine optimale Entlüftung zu erreichen sollte
während des Entlüftungsprogramms in Intervallen Brauchwasser in kleinen Mengen an einer
naheliegenden Zapfstelle entnommen werden.
Hinweis!
Trinkwasser bei Wasserhärten ab 16,8°dH enthärten, um zusätzliche Wartungsarbeiten zu
vermeiden!
• Öffnen Sie das bauseitige Kaltwasser-Absperrventil.
• Füllen Sie den integrierten Speicher und den Warmwasserkreis, indem Sie alle Warmwasserzapfstellen
öffnen, bis Wasser austritt.
Sobald an allen Warmwasserzapfstellen Wasser austritt,
ist der Warmwasserkreis vollständig gefüllt und auch
entlüftet.
• Entlüften Sie das Gerät warmwasserseitig über den
Entlüftungsnippel (3) am Rohr zwischen Pumpe und
Sekundär-Wärmetauscher, siehe Abbildung 6.1.
27
6 Inbetriebnahme
6.1.4
Siphon befüllen
6.2
d Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch ausströmende Abgase
bei Betrieb mit leerem Kondenswassersiphon!
Vor Inbetriebnahme Siphon unbedingt entsprechend der folgenden Beschreibung füllen!
Prüfen der Gaseinstellung
6.2.1 Werkseitige Einstellung
Das Gerät ist ab Werk auf die in der unten stehenden
Tabelle angegebenen Werte eingestellt. In einigen Versorgungsgebieten kann eine Anpassung vor Ort nötig
sein.
Erdgas LL Propan
Toleranz
Toleranz
Einheit
CO2 nach 5 Min.
9,0 ± 1,0
Volllast-Betrieb
9,0 ± 1,0
10,0 ± 0,5
Vol.-%
eingestellt für
15
Wobbe-Index W0
12,4
22,5
kWh/m3
Einstellwerte
1
Erdgas E
Erdgas H
Toleranz
Tab. 6.5 Werkseitige Gaseinstellung
2
a Achtung!
Gerätestörungen oder Lebensdauereinbußen.
Abb. 6.2 Siphon befüllen
• Schrauben Sie das Unterteil ( 2) des Kondens wasserSiphons (1) ab.
• Füllen Sie das Unterteil zu etwa 3/4 mit Wasser.
• Schrauben Sie das Unterteil wieder an den Kondenswasser-Siphon.
28
Vor Inbetriebnahme des Gerätes die Angaben
zur eingestellten Gasart auf dem Typenschild
mit der örtlichen Gasart vergleichen!
Eine Überprüfung der Gasmenge ist nicht
erforderlich. Die Einstellung erfolgt anhand des
CO2-Anteils im Abgas.
Geräteausführung entspricht der örtlich vorhandenen
Gasfamilie:
• Prüfen Sie die Heizungsteillast und stellen Sie diese
gegebenenfalls ein, siehe Abschnitt 7.2.1.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inbetriebnahme 6
Geräteausführung entspricht nicht der örtlich vorhandenen Gasfamilie:
• Führen Sie die Gasumstellung durch wie im Abschnitt
7.5 beschrieben. Führen Sie anschließend eine Gaseinstellung durch wie im Folgenden beschrieben.
Gerätetyp
Geräteausführung für
Gasart:
VSC 126/3-5 140 HL
VSC AT 126/3-5 140 H
E-Gas
LL-Gas
(H-Gas)
(L-Gas)
Kennzeichnung auf dem
Geräte-Typenschild
I2ELL
DE: 2E,
G2020 hPa
AT: I2H,
G2020 hPa
I2ELL
DE: 2LL,
G25 20mbar
Werkseitige Einstellung
auf Wobbe-Index W s (in
kWh/m3), bezogen auf
0 °C u. 1013 hPa
15,0
12,4
Werkseitige Einstellung 16,0
der Warmwasserleistung
des Gerätes in kW
Werkseitige Einstellung 14,0
der max. Heizleistung
des Gerätes in kW
(80/60 °C)
VSC 196/3-5 150
VSC AT 196/3-5 150
E-Gas
LL-Gas
Propan
(H-Gas)
(L-Gas)
VSC 246/3-5 210
VSC AT 246/3-5 210
E-Gas
LL-Gas
Propan
(H-Gas)
(L-Gas)
II2ELL3P
(AT: II2H3P)
DE: 2E,
G2020 hPa
AT: 2H,
G2020 hPa
15,0
II2ELL3P
(AT: II2H3P)
DE: 2E,
G2020 hPa
AT: 2H,
G2020 hPa
15,0
II2ELL3P
2LL, G2520 hPa
II2ELL3P
(AT: II2H3P)
3P, G3150 hPa
12,4
22,5
23,0
28,0
19,0
25,0
II2ELL3P
2LL, G2520 hPa
II2ELL3P
(AT: II2H3P)
3P, G3150 hPa
12,4
22,5
Tab. 6.6 Übersicht werkseitige Einstellungen
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
29
6 Inbetriebnahme
6.2.2
Überprüfung des Anschlussdrucks (Gasfließdruck)
1
2
Falls Sie den Fehler nicht beheben können, verständigen
Sie das Gasversorgungs-Unternehmen und fahren Sie
wie folgt fort:
• Nehmen Sie das Gerät außer Betrieb und schließen Sie
den Gashahn.
• Nehmen Sie das U-Rohr-Manometer ab und schrauben
Sie die Dichtungsschraube (1) wieder ein.
• Kontrollieren Sie die Dichtungsschraube auf dichten
Sitz.
• Bringen Sie den Deckel der Unterdruckkammer und
die Geräteverkleidung wieder an.
6.2.3 CO
2-Gehalt
überprüfen und ggf. einstellen
3
1
3
Abb. 6.3 Überprüfung des Anschlussdrucks
Gehen Sie zur Überprüfung des Anschlussdrucks wie
folgt vor:
• Nehmen Sie die Geräteverkleidung ab.
• Lösen Sie die Klammer ( 1).
• Nehmen Sie den Deckel der Unterdruckkammer ab.
• Lösen Sie die mit „in” gekennzeichnete Dichtungsschraube (2) an der Gasarmatur.
• Schließen Sie z. B. ein U-Rohr-Manometer (3) an.
• Nehmen Sie das Gerät in Betrieb (siehe Bedienungsanleitung).
• Messen Sie den Anschlussdruck gegen den Atmosphärendruck.
a
Achtung!
Nur bei Erdgas:
Zünd- und Verbrennungsprobleme im Betrieb
durch falschen Anschlussdruck!
Gerät nicht in Betrieb und keine Einstellung
vornehmen, wenn der Anschlussdruck außerhalb
des Bereichs von 17 bis 25 mbar liegt!
Informieren Sie das Gasversorgungsunternehmen.
2
Abb. 6.4 Ansaugrohrverlängerung abklappen
•
•
•
•
Nehmen Sie die Geräteverkleidung ab.
Lösen Sie die Klammer ( 3).
Nehmen Sie den Deckel der Unterdruckkammer ab.
Lösen Sie die Schraube ( 2) und klappen Sie die Ansaugrohrverlängerung (1) um 90° nach vorne (Ansaugrohrverlängerung bitte nicht abnehmen!).
Nur bei Flüssiggas:
Zünd- und Verbrennungsprobleme im Betrieb
durch falschen Anschlussdruck!
Gerät nicht in Betrieb und keine Einstellung
vornehmen, wenn der Anschlussdruck außerhalb
des Bereichs von 47,5 bis 57,5 mbar liegt!
Informieren Sie das Gasversorgungsunternehmen.
30
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inbetriebnahme 6
5
4
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „ +” und „-”.
Der Modus „Schornsteinfeger-Messungen” wird ausgeschaltet.
• Befestigen Sie die Ansaugrohrverlängerung (1, Abb. 6.4).
• Bringen Sie den Deckel der Unterdruckkammer und
die Geräteverkleidung wieder an.
6.3
Prüfen der Gerätefunktion
Führen Sie nach Abschluss der Installation und der Gaseinstellung eine Funktionsprüfung des Gerätes durch,
bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen und dem Betreiber übergeben.
Abb. 6.5 CO2-Prüfung
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „ +” und „-”.
Der Modus „Schornsteinfeger-Messungen” wird aktiviert, siehe Abschnitt 4.11.2 in der Bedienungs anleitung.
• Warten Sie mindestens 5 Minuten, bis das Gerät seine
Betriebstemperatur erreicht hat.
• Messen Sie den CO 2-Gehalt am Abgasmessstutzen (5).
• Stellen Sie, falls erforderlich, den entsprechenden Abgaswert (siehe Tabelle 6.1) durch Drehen der Schraube (4) ein.
-> Drehung nach links: höherer CO 2-Gehalt,
-> Drehung nach rechts: geringerer CO 2-Gehalt.
Abb. 6.6 Funktionsprüfung
h
Hinweis!
Nur bei Erdgas:
Verstellen Sie nur in Schritten von 1/8
Umdrehung, und warten Sie nach jeder
Verstellung ca. 1 min, bis sich der Wert
stabilisiert hat.
Nur bei Flüssiggas:
Verstellen Sie nur in sehr kleinen Schritten
(ca. 1/16 Umdrehung), und warten Sie nach jeder
Verstellung ca. 1 min, bis sich der Wert
stabilisiert hat.
• Nur für Deutschland:
Zur Erfüllung des Hamburger Fördermodells sowie des
Förderprogramms „proKlima“ ist für den Betrieb mit
Erdgas E/LL der CO 2-Wert auf 8,8 +/-0,3 Vol.-% einzustellen.
• Klappen Sie die Ansaugrohrverlängerung ( 1, Abb. 6.4)
wieder nach oben.
• Überprüfen Sie nochmals den CO 2-Gehalt.
• Wiederholen Sie, falls erforderlich, den Einstellvorgang.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
• Nehmen Sie das Gerät entsprechend der zugehörigen
Bedienungsanleitung in Betrieb.
• Prüfen Sie den Gasweg, Abgasanlage, Kessel und Heizungsanlage und die Warmwasser-Leitungen auf Dichtheit.
• Überprüfen Sie die einwandfreie Installation der Luft-/
Abgasführung gemäß der Montageanleitung des Luft-/
Abgaszubehörs.
• Prüfen Sie Überzündung und regelmäßiges Flammenbild des Brenners.
• Prüfen Sie die Funktion der Heizung
(siehe Abschnitt 6.3.1) und der Warm wasserbereitung
(siehe Abschnitt 6.3.2).
• Übergeben Sie das Gerät dem Betreiber
(siehe Abschnitt 6.4).
31
6 Inbetriebnahme
6.3.1 Heizung
• Drücken Sie die Taste „ i”, um die Statusanzeige zu aktivieren.
Wenn der Speicher geladen wird, erscheint im Display
nach Durchlaufen der Zustände S.21 bis S.23
folgende Anzeige: „S.24”.
6.4
Unterrichten des Betreibers
Hinweis!
h Nach
Beendigung der Installation kleben Sie
den diesem Gerät beigefügten Aufkleber
835 593 bitte in der Sprache des Benutzers auf
die Gerätefront.
d Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch Abgasaustritt in den
Abb. 6.7 Displayanzeige bei Heizbetrieb
• Schalten Sie das Gerät ein.
• Stellen Sie sicher, dass eine Wärmeanforderung vorliegt (z. B. Drehknopf zur Einstellung der Heizungs-Vorlauftemperatur auf rechten Anschlag stellen).
• Drücken Sie die Taste „ i”, um die Statusanzeige zu aktivieren.
Sobald eine Wärmeanforderung vorliegt, durchläuft das
Gerät die Statusanzeigen „S. 1” bis „S. 3”, bis das Gerät
im Normalbetrieb korrekt läuft und im Display die Anzeige „S. 4” erscheint.
6.3.2 Speicherladung
Abb. 6.8 Displayanzeige bei Warmwasser-Bereitung
• Stellen Sie sicher, dass der Speicherthermostat
Wärme anfordert (z. B. Drehknopf zur Einstellung der
Speichertemperatur auf rechten Anschlag stellen).
32
Aufstellungsraum!
Das Gerät
- zur Inbetriebnahme
- zu Prüfzwecken
- zum Dauerbetrieb
nur mit geschlossenem Kammerdeckel und
vollständig montiertem und geschlossenem
Luft-/Abgassystem betreiben.
Der Benutzer der Heizungsanlage muss über die Handhabung und Funktion seiner Heizungsanlage unterrichtet
werden. Dabei sind insbesondere folgende Maßnahmen
durchzuführen:
• Übergeben Sie dem Benutzer alle Anleitungen und Gerätepapiere zur Aufbewahrung. Machen Sie ihn darauf
aufmerksam, dass die Anleitungen in der Nähe des Gerätes verbleiben sollen.
• Unterrichten Sie den Benutzer über getroffene Maßnahmen zur Verbrennungsluftversorgung und Abgasführung mit besonderer Betonung, dass diese nicht
verändert werden dürfen.
• Unterrichten Sie den Benutzer über die Kontrolle des
erforderlichen Fülldrucks der Anlage sowie über die
Maßnahmen zum Nachfüllen und Entlüften bei Bedarf.
• Weisen Sie den Benutzer auf die richtige (wirtschaftliche) Einstellung von Temperaturen, Regelgeräten und
Thermostatventilen hin.
• Weisen Sie den Benutzer auf die Notwendigkeit einer
regelmäßigen Inspektion und Wartung der Anlage hin.
• Empfehlen Sie den Abschluss eines Inspektions-/
Wartungsvertrages.
6.5 Herstellergarantie
Herstellergarantie gewähren wir nur bei Installation
durch einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb. Dem
Eigentümer des Gerätes räumen wir diese Herstellergarantie entsprechend den Vaillant Garantiebedingungen
ein (für Österreich: Die aktuellen Garantiebedingungen
sind in der jeweils gültigen Preisliste enthalten - siehe
dazu auch www.vaillant.at ). Garantiearbeiten werden
grundsätzlich nur von unserem Werkskundendienst
(Deutschland, Österreich) ausgeführt. Wir können Ihnen
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inbetriebnahme 6
Anpassung an die Heizungsanlage 7
daher etwaige Kosten, die Ihnen bei der Durchführung
von Arbeiten an dem Gerät während der Garantiezeit
entstehen, nur dann erstatten, falls wir Ihnen einen entsprechenden Auftrag erteilt haben und es sich um einen
Garantiefall handelt.
7
+
Anpassung an die Heizungsanlage
Die ecoCOMPACT-Geräte sind mit einem digitalen Informations- und Analysesystem (DIA-System) ausgestattet.
7.1
Auswahl und Einstellung von Parametern
Im Diagnosemodus können Sie verschiedene Parameter
verändern, um das Heizgerät an die Heizungsanlage anzupassen.
In der Tabelle 7.1 sind nur die Diagnosepunkte aufgelistet,
an denen Sie Verände rungen vornehmen können. Alle
weiteren Diagnosepunkte sind für die Diagnose und Störungsbehebung erforderlich (siehe Kapitel 9).
Anhand der folgenden Beschreibung können Sie die entsprechenden Parameter des DIA-Systems auswählen:
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „ i“ und „+“.
Im Display erscheint „d. 0“.
• Blättern Sie mit den Tasten „ +“ oder „–“ zur gewünschten Diagnosenummer.
• Drücken Sie die Taste „ i“.
Im Display erscheint die zugehörige Diagnose-Infor mation.
• Falls erforderlich, ändern Sie den Wert mit den Tasten
„+“ oder „–“ (Anzeige blinkt).
• Speichern Sie den neu eingestellten Wert, indem Sie
Taste „i“ ca. 5 Sek. gedrückt halten, bis die Anzeige
nicht mehr blinkt.
~5s
Den Diagnosemodus können Sie wie folgt beenden:
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „ i“ und „+“ oder
betätigen Sie etwa 4 Min. keine Taste.
Im Display erscheint wieder die aktuelle Heizungs-Vorlauftemperatur.
+
Abb. 7.1 Einstellung von Parametern am DIA-System
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
33
7 Anpassung an die Heizungsanlage
7.2
Übersicht über die einstellbaren Anlagenparameter
Folgende Parameter können zur Anpassung des Gerätes
an die Heizungsanlage und die Bedürfnisse des Kunden
eingestellt werden:
Anzeige Bedeutung
Einstellbare
Werte
Werksein- Anlagenspezifische
stellung
Einstellung
VSC 126/3: 4 - 14 kW
VSC 196/3: 6 - 19 kW
VSC 246/3: 9 - 25 kW
1 - 60 min
„–“ für durchlaufend
14 kW
19 kW
25 kW
d. 0
Heizungsteillast
d. 1
Heizungspumpennachlaufzeit
Startet nach Beendigung der Wärmeanforderung
d. 2
Brennersperrzeit
Startet nach Beendigung des Heizbetriebs
2 - 60 min
20 min
d.14
Pumpenleistung
0 = auto
1 = 53%
2 = 60%
3 = 70%
4 = 85%
5 = 100%
0
d.17
Umschaltung: Vor-, Rücklauftemperatur-Regelung
1 = Rücklauftemperatur-Regelung
0 = Vorlauftemperatur-Regelung
0
d.20
Maximaler Wert des Einstellers für die SpeicherSolltemperatur
50 °C ... 70 °C
60 °C
d.46
Außentemperatur- Korrekturwert
Zur Korrektur bei Fremdwärmeeinflüssen am Fühler
- 10 ... 10 K
0K
d.70
VUV-Betrieb
0 = normal (Sollstellung)
1 = Mittelstellung (nur in
Großbritannien)
2 = nur Heizung
0
d.71
Maximale Vorlauftemperatur für Heizbetrieb
40 °C ... 85 °C
75 °C
d.78
Vorlaufsolltemperatur bei Speicherbetrieb
(Begrenzung der Speicherladetemperatur)
60 °C ... 85 °C
80 °C
5 min
Tab. 7.1 Einstellbare Parameter des DIA-Systems
h InHinweis!
der letzten Spalte können Sie Ihre Ein stellungen eintragen, nachdem Sie die anlagenspezifischen Parameter eingestellt haben.
7.2.1 Heizungsteillast einstellen
Die Geräte sind werksseitig auf die größte Wärmebelastung eingestellt. Unter dem Diagnosepunkt „ d. 0“
können Sie einen Wert einstellen, der der Geräteleistung
in kW entspricht.
7.2.2 Pumpennachlaufzeit einstellen
Die Pumpennachlaufzeit für den Heizbetrieb ist werkseitig auf einen Wert von 5 Minuten eingestellt. Sie kann
unter dem Diagnosepunkt „d. 1“ im Bereich von 1 Minute
bis 60 Minuten und durchlaufend mit dem Symbol „ -“
variiert werden.
7.2.3 Maximale Vorlauftemperatur einstellen
Die maximale Vorlauftemperatur für den Heizbetrieb ist
werkseitig auf 75 °C eingestellt. Sie kann unter dem Diagnosepunkt „d.71“ zwischen 40 und 85 °C eingestellt
werden.
34
7.2.4 Rücklauftemperatur-Regelung einstellen
Bei Anschluss des Gerätes an eine Fußbodenheizung
kann die Temperaturregelung unter dem Diagnosepunkt
„d.17“ von Vorlauftemperatur-Regelung (Werkseinstellung) auf Rücklauftemperatur-Regelung umgestellt
werden.
7.2.5 Brennersperrzeit einstellen
Um ein häufiges Ein- und Ausschalten des Brenners zu
vermeiden (Energieverlust), wird der Brenner nach
jedem Abschalten für eine bestimmte Zeit elektronisch
verriegelt („Wiedereinschaltsperre“). Die jeweilige Brennersperrzeit kann unter Diagnosepunkt „ d. 2“ den Verhältnissen der Heizungsanlage angepasst werden. Werkseitig ist die Brennersperrzeit auf ca. 15 Minuten eingestellt. Sie kann von 2 Minuten bis 60 Minuten variiert
werden. Bei höheren Vorlauf temperaturen wird die Zeit
automatisch verringert, so dass bei 82 °C nur noch eine
Sperrzeit von 1 Minute vorhanden ist.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Anpassung an die Heizungsanlage 7
7.3
Pumpenleistung einstellen
Hinweis!
h Unter
dem Diagnosepunkt d.29 in der 1. Diagnoseebene ist der Volumenstrom heizungsseitig
bei laufender Heizungspumpe ablesbar. Beim
Einstellen der Pumpenleistung müssen alle Flächenheizungen (z.B. Fußbodenheizung) und alle
freien Heizflächen (z.B. Radiatoren, Konvektoren) geöffnet sein.
Die ecoCOMPACT-Geräte sind mit drehzahlgeregelten
Pumpen ausgestattet, die sich selbsttätig an die hydraulischen Verhältnisse der Heizungsanlage anpassen.
Im Bedarfsfall kann die Pumpenleistung unter dem Diagnosepunkt „d.14“ manuell in fünf wählbaren Stufen von
53, 60, 70, 85 oder 100 % der maximal möglichen Leistung fest eingestellt werden. Die Drehzahlregelung
„auto“ ist damit ausgeschaltet.
Hinweis!
h Ist
in der Heizungsanlage eine hydraulische
Weiche installiert, so wird empfohlen, die Drehzahlregelung auszuschalten und die Pumpenleistung auf 100 % einzustellen.
VSC 246/3-5
Restförderhöhe in hPa
7.2.6 Maximale Speichertemperatur einstellen
Die maximale Speichertemperatur ist werkseitig auf
60 °C eingestellt. Sie kann unter dem Diagnosepunkt
„d.20“ zwischen 50 und 70 °C eingestellt werden.
400
350
300
250
100 %
200
53 %
150
60 %
100
70 %
50
85 %
0
0
100 200
300 400 500 600 700 800 900 1000 1100 1200 1300 1400 1500
Fördermenge in l/h
Abb. 7.3 Pumpenkennlinie VSC 246/3-5
7.4
Überströmventil einstellen
Das Überströmventil befindet sich am Vorrang-Umschaltventil.
Der Druck ist im Bereich zwischen 170 und 350 mbar einstellbar. Voreingestellt sind ca. 250 mbar (Mittelstellung).
Pro Umdrehung der Einstellschraube ändert sich der
Druck um ca. 10 mbar. Durch Rechtsdrehen erhöht sich
der Druck und durch Linksdrehen senkt er sich.
1
2
Restförderhöhe in hPa
VSC 126/3-5 / VSC 196/3-5
400
350
300
250
100 %
200
53 %
150
60 %
100
Abb. 7.4 Überströmventil einstellen
70 %
50
85 %
0
0
100 2 00 3 00
400 500
600
700
800 900
1000 1100 1 200 1300 1400
Fördermenge in l/h
• Ziehen Sie die Schutzkappe ( 1) ab.
• Regulieren Sie den Druck an der Einstellschraube ( 2).
• Stecken Sie die Schutzkappe wieder auf.
Abb. 7.2 Pumpenkennlinie VSC 126/3-5 und 196/3-5
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
35
7 Anpassung an die Heizungsanlage
7.5 Gasumstellung
Hinweis!
h Für
die Umrüstung des Gerätes von Erdgas- auf
Propanbetrieb benötigen Sie den Vaillant
Umstellsatz Art.-Nr. 0020045180.
Für die Umrüstung des Gerätes von Propan- auf
Erdgasbetrieb benötigen Sie den Vaillant Umstellsatz Art.-Nr. 0020045181.
Stellen Sie das Gerät wie im Umstellsatz beschrieben um. Informationen zur Prüfung des
Anschlussdruckes und zur CO 2-Prüfung siehe
auch Abbildungen 6.3 und 6.5.
7.5.1 Umstellen der Gasart von Erdgas auf Flüssiggas
Hinweis!
h Verwenden
Sie nur neue Dichtungen und
O-Ringe als Ersatzteile.
Vorbereitung des Gerätes zur Gasfließdruckmessung
• Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz, indem Sie den
Netzstecker ziehen oder das Gerät über eine Trennvorrichtung von mindestens 3 mm Kontaktöffnung (z. B.
Sicherung oder Leistungsschalter) spannungsfrei machen.
• Schließen Sie den Gasabsperrhahn des Gerätes.
• Nehmen Sie die Frontverkleidung des Gerätes ab.
1
2
d Gefahr!
Unmittelbare Gefahr für Leib und Leben!
Die Gasumstellung von Erdgas auf Flüssiggas
darf nicht bei der Leistungsgröße VSC 126/3
durchgeführt werden, da es sonst zu Fehlzündungen kommt.
(gilt nur bei DE,AT,DK,SE,NO)
Gefahr!
Lebensgefahr durch Vergiftung und Explosion
aufgrund unsachgemäßer Umstellung!
Die Umstellung darf nur durch den Vaillant
Werkskundendienst erfolgen, der für die Beachtung der bestehenden Vorschriften, Regeln und
Richtlinien verantwortlich ist.
Gefahr!
Lebensgefahr durch Vergiftung und Explosion
aufgrund von Undichtigkeit!
Führen Sie nach Abschluss der Installation eine
Funktions- und Dichtigkeitsprüfung durch.
3
Abb. 7.5 Anschlussdruck (Gasfließdruck) messen
H
Gefahr!
Verbrühungs- und Verbrennungsgefahr durch
erhitzte Bauteile (Thermo-Kompaktmodul und
alle wasserführenden Bauteile)!
Berühren Sie solche Bauteile nur, wenn diese
abgekühlt sind.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
Überprüfen Sie nach jeder Umstellung Erdung,
Polarität und Erdungswiderstand mit einem
Multimeter.
Hinweis!
h Für
die Umstellung ist es nicht erforderlich, den
Brenner oder die Gasarmatur auszubauen und
eine Düse auszutauschen!
36
a Achtung!
Beschädigungsgefahr durch falsche Einstellung.
Nehmen Sie das Luftansaugrohr zur Messung
des Anschlussdrucks nicht ab, da Sie sonst
falsche Werte messen!
• Lösen Sie die Befestigungsschraube ( 1) des Luftansaugrohrs und klappen Sie das Luftansaugrohr um
90 ° nach vorne.
• Lösen Sie die mit „in“ gekennzeichnete Dichtungsschraube des Gasanschlussdruck-Messnippels (2) an
der Gasarmatur.
• Schließen Sie ein Digital-Manometer oder ein U-RohrManometer (3) zur Kontrolle des Anschlussdrucks am
Messnippel an.
• Verbinden Sie das Gerät mit dem Stromnetz.
• Öffnen Sie den Gasabsperrhahn des Gerätes.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Anpassung an die Heizungsanlage 7
Gasfließdruck kontrollieren
4
Abb. 7.6 Luftzahl einstellen
a Achtung!
Beschädigungsgefahr durch falsche Einstellung.
Achten Sie genau auf die angegebenen Drehrichtungen an der Luftzahleinstellschraube (4).
• Sobald Gas am Gerät anliegt, drehen Sie die Luftzahleinstellschraube (4), ausgehend von der momentanen
Stellung, um etwa 2 1/2 Umdrehungen herein – drehen
Sie dazu die Schraube rechts herum (im Uhrzeigersinn).
a Achtung!
Propangas!
Beschädigungsgefahr durch falschen Anschlussdruck!
Liegt der Anschlussdruck außerhalb des
Bereichs von 47,5 bis 57,5 mbar, dürfen Sie
keine Einstellung durchführen und das Gerät
nicht in Betrieb nehmen!
Liegt der Anschlussdruck nicht im zulässigen Bereich
und Sie können den Fehler nicht beheben, fahren Sie wie
folgt fort:
• Schalten Sie das Gerät aus.
• Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz.
• Schliessen Sie den Gasabsperrhahn des Gerätes.
• Nehmen Sie das Manometer ab.
• Verschließen Sie den Messnippel ( 2, Abb. 7.5) mit der
Dichtungsschraube.
• Klappen Sie das Luftansaugrohr hoch und befestigen
Sie es wieder mit der Befestigungsschraube
(1, Abb. 7.5).
• Öffnen Sie den Gasabsperrhahn.
• Kontrollieren Sie die Dichtungsschraube des Messnippels auf dichten Sitz.
• Schließen Sie den Gasabsperrhahn wieder.
• Bringen Sie die Frontverkleidung an.
• Verständigen Sie das Gasversorgungsunternehmen.
Einstellen des Gerätes auf die neue Gasart
Liegt der Anschlussdruck im zulässigen Bereich, fahren
Sie wie folgt fort:
• Warten Sie, bis das Gerät Betriebstemperatur erreicht
hat (mindestens 5 Minuten im Volllastbetrieb).
Aktivieren Sie das Prüfprogramm P. 1 folgendermaßen:
• Schalten Sie „Netz EIN“ oder drücken Sie die „EntstörTaste“.
• Drücken Sie die „+“-Taste für ca. 5 Sekunden, bis „P.0“
im Display erscheint.
• Drücken Sie dann nochmal die „+“-Taste. Im Display erscheint „P. 1“.
• Drücken Sie die „i“-Taste, um das Prüfprogramm P. 1 zu
starten.
Nach dem Start des Prüfprogramms P. 1 läuft das Gerät
15 Minuten im Volllastbetrieb und schaltet dann ab.
Hinweis!
h Korrekte
Neueinstellung des CO -Werts. Erfolgt
2
nach 5 Zündversuchen keine Zündung, drehen
Sie die Luftzahleinstellschraube (4) nochmals
etwa 1/2 Umdrehung herein (rechts herum, im
Uhrzeigersinn).
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
5
Abb. 7.7 CO2-Gehalt messen
• Messen Sie den CO 2-Gehalt am Abgasmessstutzen (5).
• Vergleichen Sie den Messwert mit dem entsprechenden Wert in Tab. 6.1.
Entspricht der gemessene CO 2-Gehalt nicht dem Wert in
Tab. 6.1, stellen Sie ihn wie folgt ein (Luftzahleinstellung):
• Drehen Sie die Luftzahleinstellschraube ( 4, Abb. 7.6)
behutsam rechts herum (im Uhrzeigersinn), um den
CO2-Gehalt zu verringern.
37
7 Anpassung an die Heizungsanlage
8 Inspektion und Wartung
• Drehen Sie die Luftzahleinstellschraube behutsam
links herum (gegen den Uhrzeigersinn), um den CO 2Gehalt zu erhöhen.
• Nach der CO 2-Einstellung verlassen Sie das Prüfprogramm P.1, indem Sie die Tasten „+“ und „i“ gleichzeitig drücken. Das Prüfprogramm wird auch beendet,
wenn Sie 15 Minuten lang keine Taste betätigen.
• Schalten Sie das Gerät aus.
• Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz.
• Schließen Sie den Gasabsperrhahn des Gerätes.
• Nehmen Sie das Manometer ab.
• Verschließen Sie den Messnippel ( 2, Abb. 7.5) mit der
Dichtungsschraube.
• Klappen Sie das Luftansaugrohr hoch und befestigen
Sie es wieder mit der Befestigungsschraube
(1, Abb. 7.5).
• Bringen Sie den im Umstellsatz beiliegenden Aufkleber
für die Umstellung auf Propangas neben dem Typenschild des Gerätes an.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
Überprüfen Sie nach der Umstellung Erdung,
Polarität und Erdungswiderstand mit einem
Multimeter.
• Öffnen Sie den Gasabsperrhahn.
• Kontrollieren Sie die Dichtungsschraube des Messnippels auf dichten Sitz.
d Gefahr!
Lebensgefahr durch Vergiftung und Explosion
aufgrund von Undichtigkeit!
Führen Sie nach Abschluss der Umstellung eine
Funktions- und Dichtigkeitsprüfung durch.
• Bringen Sie die Frontverkleidung des Gerätes an.
• Nehmen Sie das Gerät in Betrieb.
8
Inspektion und Wartung
8.1
Hinweise zur Wartung
Voraussetzung für dauernde Betriebsbereitschaft und
-sicherheit, Zuverlässigkeit und hohe Lebensdauer ist
eine jährliche Inspektion/Wartung des Gerätes durch den
Fachmann.
d Gefahr!
Verletzungs- und Beschädigungsgefahr durch
nicht durchgeführte oder unsachgemäße
Inspektionen und Wartungen!
Inspektionen, Wartungen und Reparaturen
dürfen nur durch einen anerkannten
Fachhandwerksbetrieb durchgeführt werden.
a Achtung!
Beschädigungsgefahr z. B. durch Wasser- oder
Gasaustritt aufgrund von ungeeignetem
Werkzeug und/oder unsachgemäßem Einsatz!
Beim Anziehen oder Lösen von Schraubverbindungen grundsätzlich passende
Gabelschlüssel (Maulschlüssel) verwenden
(keine Rohrzangen, Verlängerungen usw.)!
Um alle Funktionen des Vaillant Gerätes auf Dauer sicherzustellen und um den zugelassenen Serienzustand nicht
zu verändern, dürfen bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten nur Original Vaillant Ersatzteile verwendet werden!
Eine Aufstellung eventuell benötigter Ersatzteile enthalten die jeweils gültigen Ersatzteil-Kataloge.
Auskünfte erhalten Sie bei allen Vaillant Werks kundendienststellen.
8.2 Sicherheitshinweise
Führen Sie vor Inspektionsarbeiten immer folgende Arbeitsschritte durch:
• Schalten Sie den Hauptschalter aus.
• Schließen Sie den Gashahn.
• Schließen Sie Heizungsvor- und -rücklauf sowie das
Kaltwassereinlaufventil.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an
spannungsführenden Teilen!
An den Einspeiseklemmen im Schaltkasten des
Gerätes liegt auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter elektrische Spannung an.
Schaltkasten vor Spritz wasser schützen.
Vor Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr
abschalten und gegen Wiedereinschalten
sichern!
Führen Sie nach dem Beenden aller Inspektionsarbeiten
immer folgende Arbeitsschritte durch:
• Öffnen Sie Heizungsvor- und -rücklauf sowie das Kaltwassereinlaufventil.
38
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inspektion und Wartung 8
• Füllen Sie, falls erforderlich, das Gerät heizwasserseitig wieder auf ca. 150 kPa auf und entlüften Sie die
Heizungsanlage.
• Öffnen Sie den Gashahn.
• Schalten Sie die Stromzufuhr und den Hauptschalter
ein.
d Gefahr!
Erstickungsgefahr durch Gasaustritt aufgrund
von Undichtigkeiten!
Vor der Inbetriebnahme sowie nach Inspek tionen, Wartungen und Reparaturen das Gasge rät
auf Gasdichtheit prüfen!
Hinweis!
h Bei
allen Wartungs- und Servicearbeiten an der
Hydraulik müssen die entsprechenden
Dichtungen auf jeden Fall erneuert werden!
8.4
Übersicht über die Wartungsarbeiten
Folgende Arbeitsschritte müssen bei der Wartung des
Gerätes durchgeführt werden:
durchzuführen:
Nr.
1
• Füllen und entlüften Sie, falls erforderlich, nochmals
die Heizungsanlage.
Hinweis!
h Wenn
Inspektions- und Wartungsarbeiten bei
eingeschaltetem Hauptschalter nötig sind, wird
bei der Beschreibung der Wartungsarbeit darauf
hingewiesen.
8.3
2
3
X
6
10
12
f
13
14
2xb
1xa
1xb
4xa
15
16
17
Abb. 8.1 Dichtungen Hydraulik
18
19
Pos.
Beschreibung
Menge
di
da bzw. D
20
a
b
c
d
e
f
Kleine C-Dichtung
Große C-Dichtung
O-Ring
O-Ring
O-Ring
O-Ring
5
3
1
1
1
4
18
22
17
23
9,6
19,8
22,2
26,2
2
3
2
3
21
Tab. 8.1 Dichtungen
X
X
11
d
X
Brennraum reinigen
9
e
X
Brenner auf Verschmutzung prüfen
Kondenswasser-Ablaufschlauch auf
Dichtheit und Verschmutzung prüfen
Brennermodul einbauen; Dichtungen
wechseln
Ausdehnungsgefäß-Vordruck prüfen, ggf.
korrigieren
Gerät entleeren und Sekundär-Wärmetauscher ausbauen, auf Verschmutzung
kontrollieren, ggf. reinigen
Magnesium-Schutzanode prüfen, ggf.
ersetzen
Wartungshähne öffnen, Gerät auffüllen
Fülldruck der Anlage prüfen, ggf. korrigieren
Gerät auf allgemeinen Zustand prüfen,
allgemeine Verschmutzungen am Gerät
entfernen
Kondenswasser-Siphon im Gerät prüfen,
evtl. füllen
Gerät mit Stromnetz verbinden,
Gaszufuhr öffnen und Gerät einschalten
Probebetrieb von Gerät und Heizungsanlage inkl. Warmwasserbereitung durchführen, ggf. entlüften
Zünd- und Brennerverhalten prüfen
Gerät auf gas- und wasserseitige
Dichtheit prüfen
Abgasführung und Luftzufuhr prüfen
f
f
Bei
Bedarf
5
8
c
f
Gerät vom Stromnetz trennen und
Gashahn schließen
Wartungshähne schließen; Gerät heizungs- und warmwasserseitig drucklos
machen, ggf. entleeren
Brennermodul ausbauen
1x
jährlich
4
7
Übersicht O-Ringe und C-Dichtungen
Arbeitsschritt
22
23
24
Sicherheitseinrichtungen prüfen
Gaseinstellung des Gerätes prüfen, ggf.
neu einstellen und protokollieren
CO- und CO 2-Messung am Gerät durchführen
Regeleinrichtungen (externe Regler) prüfen, ggf. neu einstellen
durchgeführte Wartung und AbgasMesswerte protokollieren
X
X
X
X
X1)
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
Tab. 8.2 Arbeitsschritte bei Wartungsarbeiten
di = Innendurchmesser
da = Außendurchmesser
1) Erstmals nach 2 Jahren, danach jährlich
D = Dicke
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
39
8 Inspektion und Wartung
8.5
Brennermodul warten
8.5.1 Brennermodul demontieren
Das Brennermodul besteht aus dem drehzahlgeregelten
Gebläse, der Gas-/Luft-Verbund-Armatur, der Gaszufuhr
(Gemischrohr) zum Gebläse-Vormischbrenner sowie dem
Vormischbrenner selbst.
d Gefahr!
Erstickungsgefahr durch Gasaustritt aufgrund
von Undichtigkeiten!
Gemischrohr zwischen Gasregeleinheit und
Brenner nicht öffnen. Die Gas dichtigkeit dieses
Bauteiles kann nur nach einer Überprüfung im
Werk garantiert werden.
H Gefahr!
Verbrennungs- oder Verbrühungsgefahr durch
erhitzte Bauteile (Brennermodul und alle
wasserführenden Bauteile)! An diesen Bau teilen
erst arbeiten, wenn diese abgekühlt sind!
Legende (Abb. 8.2):
1 Muttern der Brennertür
2 Erdleitung
3 Zündleitung
4 Brennermodul
5 Kabel des Gebläsemotors
6 Kabel der Gasarmatur
7 Gaszuleitung
8 Inte gral-Kondensations-Wärmetauscher
9 Befestigungsschraube des Luftansaugrohrs
10 Ansaugrohrverlängerung
Zur Demontage gehen Sie folgendermaßen vor:
• Schließen Sie die Gaszufuhr zum Gerät.
• Klappen Sie den Schaltkasten ab.
• Öffnen Sie die Unterdruckkammer.
• Entfernen Sie die Schraube ( 9), schwenken Sie die
Ansaugrohrverlängerung (10) zu sich und nehmen Sie
sie vom Ansaugstutzen ab.
• Ziehen Sie die Zündleitung ( 3) und die Erdleitung ( 2)
ab.
• Ziehen Sie das Kabel ( 5) am Gebläsemotor und das
Kabel (6) an der Gasarmatur ab.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an
spannungsführenden Teilen (Zündleitungen)!
Vor Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
1
7
10
2
9
8
3
4
5
6
7
Abb. 8.3 Gaszuleitung trennen
• Trennen Sie die Gaszuleitung ( 7).
• Entfernen Sie die vier Muttern ( 1, Abb. 8.2).
a Achtung!
Beschädigungsgefahr für die Gasführung!
Hängen Sie das Brennermodul unter keinen
Umständen an die flexible Gaszuleitung.
Abb. 8.2 Brennermodul ausbauen
• Ziehen Sie das Brennermodul ( 4) vom Inte gral-Kondensations-Wärmetauscher (8) ab, siehe Abb. 8.2.
• Prüfen Sie nach der Demontage den Brenner und den
Integral-Kondensations-Wärmetauscher auf Beschädigungen und Verschmutzungen und führen Sie, falls
erforderlich, die Reinigung der Bauteile gemäß der
fgenden Abschnitte durch.
40
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inspektion und Wartung 8
a Achtung!
Die Brennertürdichtung (1, Abb. 8.2) und die
8.5.3 Integral-Kondensations-Wärmetauscher
entkalken
selbstsichernden Muttern am Brennermodul
(Art.-Nr.: 0020025929) müssen nach jedem
Ausbauen des Moduls (z. B. während der Wartung) ersetzt werden.
Wenn die Brennerflanschisolierung am Brennermodul (Art.-Nr.: 210 734) irgendwelche Anzeichen einer Beschädigung oder kleine Risse aufweist, so muss diese ebenfalls ersetzt werden.
H Gefahr!
Verbrühungs- und Verbrennungsgefahr durch
erhitzte Bauteile (Brennermodul und alle
wasserführenden Bauteile)! An diesen Bau teilen
erst arbeiten, wenn diese abgekühlt sind!
a Achtung!
Beschädigungsgefahr für die Elektronik mit Störabschaltungen in der Folge! Schützen Sie den
heruntergeklappten Schaltkasten gegen Spritzwasser!
8.5.2 Integral-Kondensations-Wärmetauscher
reinigen
1
•
•
•
•
•
•
2
•
3
•
•
•
Abb. 8.4 Integral-Kondensations-Wärmetauscher reinigen
Legende:
1 Heizspirale
2 Integral-Konden sations-Wärmetauscher
3 Öffnung des Integral-Konden sations-Wärmetauschers
Schließen Sie die Wartungshähne.
Entleeren Sie das Gerät.
Füllen Sie den Kalklöser in das Gerät ein.
Befüllen Sie das Gerät mit klarem Wasser bis zum
Nenndruck.
Stellen Sie die Pumpe auf „durchlaufend“.
Heizen Sie das Gerät über die Schornsteinfegertaste
auf.
Lassen Sie den Entkalker im Schornsteinfegerbetrieb
ca. 30 min. einwirken.
Spülen Sie dann das Gerät gründlich mit klarem Wasser aus.
Stellen Sie die Pumpe wieder auf den Ausgangszustand zurück.
Öffnen Sie die Wartungshähne und füllen Sie gegebenenfalls die Heizungsanlage auf.
8.5.4 Brenner prüfen
Der Brenner (1) ist wartungsfrei und braucht nicht gereinigt zu werden.
1
• Bauen Sie das Brennermodul aus wie im vorherigen
Kapitel beschrieben.
• Schützen Sie den heruntergeklappten Schaltkasten
gegen Spritzwasser.
• Reinigen Sie die Heizspirale ( 1) des Integral-Konden saAbb. 8.5 Brenner prüfen
tions-Wärmetauschers (2) mit einer handelsüblichen
Essig-Essenz. Spülen Sie mit Wasser nach.
• Prüfen Sie die Oberfläche des Brenners auf Beschä di• Über die Öffnung (3) kann auch der Kondenswassergungen, tauschen Sie gegebenenfalls den Brenner aus.
Sammelraum gereinigt werden.
• Bauen Sie nach Prüfung/Austausch des Brenners das
• Spülen Sie nach einer Einwirkzeit von ca. 20 Min. die
Brennermodul ein wie in Abschnitt 8.5.5 beschrieben.
gelösten Verschmutzungen mit einem scharfen Wasserstrahl ab.
• Prüfen Sie als nächstes den Brenner wie in Abschnitt 8.5.4 beschrieben.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
41
8 Inspektion und Wartung
8.5.5 Brennermodul einbauen
Legende (Abb. 8.7):
1 Muttern der Brennertürdichtung
2 Erdleitung
3 Zündleitung
4 Brennermodul
5 Kabel des Gebläsemotors
6 Kabel der Gasarmatur
7 Gaszuleitung
8 Inte gral-Kondensations-Wärmetauscher
9 Befestigungsschraube des Luftansaugrohrs
10 Ansaugrohrverlängerung
1
Abb. 8.6 Brennertürdichtung ersetzen
• Setzen Sie eine neue Brennertürdichtung ( 1) in die
Brennertür ein.
a Achtung!
Die Brennertürdichtung (1) und die
selbstsichernden Muttern am Brennermodul
(Art.-Nr.: 0020025929) müssen nach jedem
Ausbauen des Moduls (z. B. während der
Wartung) ersetzt werden. Wenn die
Brennerflanschisolierung am Brennermodul
(Art.-Nr.: 210 734) irgendwelche Anzeichen
einer Beschädigung oder kleine Risse aufweist,
so muss diese ebenfalls ersetzt werden.
1
• Stecken Sie das Brennermodul ( 4) auf den IntegralKondensations-Wärmetauscher (8).
• Schrauben Sie die vier Muttern ( 1) über Kreuz fest.
• Setzen Sie die Ansaugrohrverlängerung ( 10) am
Ansaugstutzen auf und befestigen Sie die Ansaugrohrverlängerung mit der Schraube ( 9).
• Schließen Sie die Gaszuleitung ( 7) mit einer neuen
Dichtung an der Gasarmatur an. Verwenden Sie dabei
die Schlüsselfläche an der flexiblen Gaszuleitung zum
Gegenhalten.
d Gefahr!
Erstickungs- und Brandgefahr durch Gasaustritt
aufgrund von Undichtigkeiten!
Überprüfen Sie die Gasdichtheit am
Gasanschluss (7) mit Lecksuchspray.
• Stecken Sie die Zündleitung ( 3) und die Erdleitung ( 2)
auf.
• Stecken Sie die Kabel ( 5) am Gebläsemotor und das
Kabel (6) an der Gasarmatur auf.
• Schließen Sie die Unterdruckkammer.
10
2
9
8
3
4
5
6
7
Abb. 8.7 Brennermodul einbauen
42
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inspektion und Wartung 8
8.6
Siphon reinigen und Kondenswasser-Ablaufschläuche prüfen
1
8.7
Entleeren des Gerätes
8.7.1
Gerät heizungsseitig entleeren
1
2
2
3
Abb. 8.8 Siphon reinigen
• Schrauben Sie das Unterteil ( 2) des KondenswasserSiphons (1) ab und reinigen Sie es.
• Prüfen Sie alle Kondenswasser-Ablaufschläuche auf
Dichtheit und einwandfreien Zustand.
Spülen Sie gegebenenfalls die Schläuche zum Siphon
mit Wasser durch.
d Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch ausströmende Abgase
bei Betrieb mit leerem Kondenswassersiphon!
Nach jeder Reinigung Siphon unbedingt
entsprechend der folgenden Beschreibung
auffüllen!
• Füllen Sie das Unterteil zu etwa 3/4 mit Wasser.
• Schrauben Sie das Unterteil wieder an den Kondenswasser-Siphon.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
4
Abb. 8.9 Gerät heizungsseitig entleeren
Legende:
1 Entlüftungsnippel heizungsseitig
2 Kappe des Schnellentlüfters
3 Entlüftungsnippel brauchwasserseitig
4 Füll- und Entleerungsventil
• Schließen Sie die bauseitigen Heizungs-Wartungshähne.
• Schließen Sie einen Schlauch an das Füll- und Entleerungsventil (4) am Heizgerät an und führen Sie das
freie Ende des Schlauchs an eine geeignete Abflussstelle.
• Öffnen Sie das Füll- und Entleerungsventil, damit das
Gerät vollständig entleert wird.
43
8 Inspektion und Wartung
8.7.2
Gerät warmwasserseitig entleeren
8.8
Heizungspumpe ausbauen
1
2
5
Abb. 8.10
Gerät warmwasserseitig entleeren
• Schließen Sie die bauseitigen Trinkwasser-Absperrventile.
• Nehmen Sie den unteren Teil der Geräteverkleidung
ab.
• Schließen Sie einen Schlauch am Speicher-Entleerungshahn (5) an, führen Sie das freie Ende des Schlauchs
an eine geeignete Abflussstelle und öffnen Sie den
Hahn.
• Öffnen Sie den Entlüftungsnippel ( 3, Abb. 8.9) am
Abb. 8.11 Pumpe ausbauen
Rohr zwischen Pumpe und Sekundär-Wärmetauscher,
damit das Gerät vollständig entleert wird.
8.7.3 Entleeren der gesamten Anlage
• Befestigen Sie einen Schlauch an der Entleerungsstelle der Anlage.
• Führen Sie das freie Ende des Schlauchs an eine geeignete Abflussstelle.
• Stellen Sie sicher, dass die Wartungshähne geöffnet
sind.
• Öffnen Sie den Entleerungshahn.
• Öffnen Sie die Entlüftungsventile an den Heizkörpern.
Beginnen Sie am höchstgelegenen Heizkörper und fahren Sie dann weiter von oben nach unten fort.
• Wenn das Wasser abgelaufen ist, schließen Sie die Entlüftungsventile der Heizkörper und den Entlee rungshahn wieder.
44
Hinweis!
h Bei
VSC 126/3-5,VSC 196/3-5 und
VSC 246/3-5 darf nur noch die spezifizierte
Vaillant-Hocheffizienzpumpe verwendet werden.
Bei VSC 126-C bis VSC 246-C und
VSC 126/2-C bis VSC/2-C ist die Verwendung
der Vaillant-Hocheffizienzpumpe nicht zulässig.
• Ziehen Sie die Pumpenstecker im Schaltkasten ab.
• Lösen Sie die drei Schrauben der Flanschverbindung
(1 und 2).
• Entnehmen Sie die Heizungspumpe.
• Bauen Sie die Heizungspumpe in umgekehrter Reihenfolge wieder ein.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Inspektion und Wartung 8
8.9
Sekundär-Wärmetauscher entkalken
8.10
Magnesium-Schutzanoden warten
Der Warmwasser-Speicher ist mit einer MagnesiumSchutzanode ausgerüstet, deren Zustand erstmals nach
2 Jahren und dann jedes Jahr geprüft werden muss.
Sichtprüfung
1
1
2
3
1
Abb. 8.12 Sekundär-Wärmetauscher entkalken
Abb. 8.13 Magnesium-Schutzanode warten
h InHinweis!
Gebieten mit hoher Wasserhärte sollte der
Sekundär-Wärmetauscher regelmäßig entkalkt
werden.
H Gefahr!
Verbrennungs- oder Verbrühungsgefahr durch
erhitzte Bauteile (Brennermodul und alle wasserführenden Bauteile)! An diesen Bau teilen
erst arbeiten, wenn diese abgekühlt sind!
• Machen Sie den Speicher drucklos
• Schrauben Sie die Magnesium-Schutzanode ( 1) aus
dem Speicher heraus und überprüfen Sie sie auf Abtragung.
• Falls erforderlich, tauschen Sie die Schutzanode gegen
eine entsprechende Original-Ersatzteil MagnesiumSchutzanode aus.
Hinweis!
h Wechseln
Sie die Dichtung, wenn sie alt oder
beschädigt ist.
h
Hinweis!
Schützen Sie beim Ausbau des SekundärWärmetauschers die Öffnungen im Gerät vor
Verschmutzungen!
• Entleeren Sie das Gerät heizungs- und warmwasserseitig.
• Lösen Sie die Schrauben ( 1) am Sekundär-Wärmetauscher (2) von der Hydroplatte ( 3).
• Reinigen Sie den Sekundär-Wärmetauscher mit einem
Kalklöser.
• Spülen Sie den Sekundär-Wärmetauscher gründlich
mit klarem Wasser aus.
• Verwenden Sie beim Wiedereinbau neue Dichtungen
(C-Typ 4 x klein), siehe Abb. 8.1.
• Reinigen Sie ggf. den Warmwasserspeicher, bevor Sie
die Magnesium-Schutzanode wieder einschrauben
(siehe Abschnitt 8.11).
• Schrauben Sie nach der Überprüfung die MagnesiumSchutzanode wieder fest ein.
• Prüfen Sie die Verschraubung nach dem Füllen des
Speichers auf Dichtheit.
8.11
Warmwasserspeicher reinigen
Die Inspektion des Speichers kann gegebenenfalls nach
der Demontage der Magnesium-Schutzanode mit Hilfe
eines Endoskops durch die Einbau-Öffnung der Magnesium-Schutzanode erfolgen.
Der Speicher kann durch Spülen gereinigt werden.
8.12
Gerät wieder befüllen
• Gehen Sie wie in Kapitel 6.1 beschrieben vor.
8.13 Probebetrieb
Nach Abschluss der Wartungsarbeiten müssen Sie folgende Überprüfungen durchführen:
• Überprüfen Sie alle Steuer-, Regel- und Überwachungseinrichtungen auf einwandfreie Funktion.
• Prüfen Sie Gerät und Abgasführung auf Dichtheit.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
45
8 Inspektion und Wartung
• Prüfen Sie Überzündung und regelmäßiges Flammenbild des Brenners.
Funktion der Heizung
• Kontrollieren Sie die Funktion der Heizung, indem Sie
den Regler auf eine höhere gewünschte Temperatur
einstellen. Die Pumpe für den Heizkreis muss anlaufen.
Funktion der Warmwasserbereitung
• Kontrollieren Sie die Funktion der Warmwasser bereitung, indem Sie eine Warmwasserzapfstelle im Haus
öffnen, und prüfen Sie Wassermenge und Temperatur.
Protokoll
• Protokollieren Sie jede durchgeführte Wartung.
46
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Störungsbehebung 9
9 Störungsbehebung
Hinweis!
h Wenn
Sie sich an Ihren Vaillant-Kundendienst
bzw. Vaillant-Servicepartner wenden wollen
(sofern in Ihrem Land vorhanden), nennen Sie
bitte nach Möglichkeit den angezeigten
Fehlercode (F.xx) und den Gerätestatus (S.xx).
9.1 Fehlercodes
Die Fehlercodes verdrängen bei auftretenden Fehlern
alle anderen Anzeigen.
Bei gleichzeitigem Vorkommen mehrerer Fehler werden
die zugehörigen Fehlercodes abwechselnd für jeweils ca.
2 Sek. angezeigt.
Code
Bedeutung
Ursache
F. 0
Unterbrechung - Heizungsvorlauf-NTC
F. 1
Unterbrechung - Heizungsrücklauf-NTC
F. 2
Unterbrechung - NTC-Speicherladetemperatur
F. 3
Unterbrechung - NTC-Speicherfühler
NTC-Stecker nicht gesteckt oder lose, NTC defekt,
oder Masseanschluss locker/nicht aufgesteckt, Kabel defekt
NTC-Stecker nicht gesteckt oder lose, NTC defekt
oder Masseanschluss locker/nicht aufgesteckt, Kabel defekt
NTC-Stecker nicht gesteckt oder lose, NTC defekt
oder Masseanschluss locker/nicht aufgesteckt, Kabel defekt
NTC defekt, Stecker locker/nicht aufgesteckt, Kabel defekt
F.10
Kurzschluss - Heizungsvorlauf-NTC (> 130 °C)
F.11
Kurzschluss - Heizungsrücklauf-NTC (> 130 °C)
F.12
Kurzschluss - Speicher-Lade-NTC (> 130 °C)
F.13
Kurzschluss - Speicher-NTC (> 130 °C)
F.20
Sicherheitstemperaturbegrenzer hat angesprochen
F.22
Trockenbrand
F.23
Wassermangel (Temperaturspreizung VL - RL zu groß)
F.24
Wassermangel (Temperaturgradient am VL zu groß)
F.25
Abgas-Temperaturbegrenzer hat angesprochen
F.27
Gasmagnetventile defekt, Flammenwächter defekt
F.42
Fremdlicht: Ionisationssignal meldet Flamme trotz
abgeschalteten Gasventils
Gerät geht nicht in Betrieb: Zündversuche während des
Anlaufs erfolglos
Flamme erlischt während des Betriebes und
nachfolgende Zündversuche sind erfolglos
Zuluft-Frostschutz hat dreimal hintereinander reagiert
und ist aktiv
Gebläsedrehzahl während des Betriebes zu groß oder zu
klein
Kein gültiger Wert für Gerätevariante
F.43
Kein gültiger Wert für Gerätevariante
Unterbrechung im Kabelbaum
F.49
eBUS Unterspannungserkennung
Kurzschluss am eBUS, Überlast am eBUS oder zwei Spannungsversorgungen mit unterschiedlicher Polung am eBUS
F.28
F.29
F.32
F.37
NTC-Stecker defekt, unzulässige elektrische Verbindung zwischen
NTC-Kontakten oder auf der Elektronik, NTC defekt, Kabel defekt
NTC-Stecker defekt, unzulässige elektrische Verbindung zwischen
NTC-Kontakten oder auf der Elektronik, NTC defekt, Kabel defekt
NTC-Stecker defekt, unzulässige elektrische Verbindung zwischen
NTC-Kontakten oder auf der Elektronik, NTC defekt, Kabel defekt
NTC-Stecker defekt, unzulässige elektrische Verbindung zwischen
NTC-Kontakten oder auf der Elektronik, NTC defekt, Kabel defekt
Maximaltemperatur am Vorlauf-/Rücklauffühler überschritten
zu wenig Wasser im Gerät, Pumpe defekt, Kabel zu Pumpe defekt,
Stecker nicht aufgesteckt
zu wenig Wasser im Gerät, Pumpe defekt, Kabel zu Pumpe defekt,
Stecker nicht aufgesteckt, Vorlauf- und Rücklauf-NTC verwechselt
zu wenig Wasser im Gerät, Pumpe defekt, Kabel zu Pumpe defekt,
Stecker nicht aufgesteckt, Vorlauf- und Rücklauf-NTC verwechselt
Abgastemperatur zu hoch
kein oder zu wenig Gas, Zündtransformator defekt,
Ionisationselektrode defekt
kein oder zu wenig Gas
Kurzschluss im Kabelbaum
Tab. 9.1 Fehlercodes (Fortsetzung siehe nächste Seite)
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
47
9 Störungsbehebung
Code
Bedeutung
F.61
F.62
Fehler im Sicherheits-Watchdog / Gasventilansteuerung Kurzschluss/Masseschluss im Kabelbaum zum Gasventil, Gasventil
ist defekt, Elektronik ist defekt
Fehler in Gasventil-Abschaltverzögerung
Gasarmatur ist undicht, Elektronik ist defekt
F.63
EEPROM-Fehler
Elektronik ist defekt
F.64
ADC-Fehler
F.65
ASIC- Temperaturabschaltung
Sicherheitsrelevanter Fühler (VL / RL) kurzgeschlossen oder
Elektronik ist defekt
Elektronik durch äußere Einwirkung zu heiß, Elektronik ist defekt
F.67
F.70
Flammenwächter Eingangssignal liegt außerhalb der
Grenzen (0 bis 5 V)
Keine gültige DSN in AI und/oder BMU
F.71
Heizungsvorlauf-NTC hängt auf einem gültigen Wert
F.72
Fehler Heizungsvorlauf- und/oder Heizungsrücklauf-NTC Vorlauf- und/oder Rücklaufsensor ist defekt (Toleranzen zu groß)
F.73
F.78
Signal Wasserdrucksensor im falschen Bereich (zu
Leitung zum Wasserdrucksensor ist unterbrochen oder hat einen
niedrig)
Kurzschluss zu 0 V
Signal Wasserdrucksensor im falschen Bereich (zu hoch) Leitung zum Wasserdrucksensor hat einen Kurzschluss zu 5V/24V
oder interner Fehler im Wasserdrucksensor
beim Einschalten der Pumpe wurde kein Drucksprung
Wasserdrucksensor und/oder Pumpe ist defekt oder blockiert, Luft
erkannt
im Heizungssystem;
zu wenig Wasser im Gerät, einstellbaren Bypass prüfen,
Ausdehnungsgefäß nicht am Rücklauf angeschlossen, Luft in der
Pumpe;
Druckverlust der Heizungsanlage zu gering (bei hydraulischer
Weiche oder Heizungsrohren mit Durchmesser ab 1 1/2“) (Abhilfe:
beigelegte Blende mit Dichtungsfunktion anstelle von 3/4“ Dichtung
in Heizungsvorlauf legen)
Überhitzungsschutz des Primärwärmetauschers hat
Kabel oder Kabelverbindung der Sicherung im
angesprochen
Primärwärmetauscher ist defekt, oder Primärwärmetauscher defekt
Kondensatpumpe oder Feedback vom Zubehör blockiert Kondensatpumpe defekt oder Feedback der Abflussklappe aktiv
Heizbetrieb
Falsche Konfiguration mit Zubehör
elektrischer Anschluss mit Zubehör nicht korrekt
F.82
Fehler Fremdstromanodentester
con
keine Kommunikation mit der Platine
F.74
F.75
F.76
F.77
Ursache
Elektronik ist defekt
Ersatzteilfall: Display und Elektronik gleichzeitig getauscht und
Gerätevariante nicht neu eingestellt
Vorlaufsensor ist defekt
bei nicht angeschlossener Fremdstromanode ist der Randstecker an
der Leiterplatte im Schaltkasten nicht/fehlerhaft gesteckt;
bei angeschlossener Fremdstromanode ist Anode defekt,
unzulässige elektrische Verbindung zwischen Anoden-Kontakten
oder auf der Elektronik, Kabel defekt
Kommunikationsfehler zwischen dem Display und der Platine im
Schaltkasten
Tab. 9.1 Fehlercodes (Fortsetzung)
Fehlerspeicher
Im Fehlerspeicher des Gerätes werden die letzten zehn
aufgetretenen Fehler gespeichert.
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „ i“ und „-“.
• Blättern Sie mit der Taste „ +“ im Fehler speicher zurück.
Die Anzeige des Fehlerspeichers können Sie wie folgt beenden:
• Drücken Sie die Taste „ i“
oder
• Betätigen Sie etwa 4 Min. keine Taste.
Im Display erscheint wieder die aktuelle HeizungsVorlauftemperatur.
48
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Störungsbehebung 9
9.2 Statuscodes
Die Statuscodes, die Sie über das Display des DIA-Systems erhalten, geben Ihnen Informationen über den aktuellen Betriebszustand des Gerätes.
Bei gleichzeitigem Vorkommen mehrerer Betriebszustände wird immer der wichtigste Statuscode angezeigt.
Die Anzeige der Statuscodes können Sie wie folgt aufrufen:
• Drücken Sie die Taste „ i”.
Im Display erscheint der Statuscode, z. B. „ S. 4“ für
„Brennerbetrieb Heizung”.
Die Anzeige der Statuscodes können Sie wie folgt beenden:
• Drücken Sie die Taste „ i”
oder
• Betätigen Sie etwa 4 Min. keine Taste.
Im Display erscheint wieder die aktuelle Heizungs-Vorlauftemperatur.
Anzeige Bedeutung
S. 0
S. 1
S. 2
S. 3
S. 4
S. 5
S. 6
S. 7
S. 8
S.20
S.21
S.23
S.24
S.25
S.26
S.27
S.28
Anzeigen bei Heizbetrieb
kein Wärmebedarf
Gebläseanlauf
Heizungspumpenvorlauf
Zündvorgang
Brennerbetrieb
Gebläse- und Heizungspumpennachlauf
Gebläsenachlauf
Heizungspumpennachlauf
Brennersperre nach Heizbetrieb
Anzeigen bei Speicherladung
Speichertaktbetrieb aktiv
Gebläseanlauf
Zündvorgang
Brennerbetrieb
Gebläse- und Wasserpumpennachlauf
Gebläsenachlauf
Wasserpumpennachlauf
Brennersperre nach Speicherladung
Anzeigen von Anlageneinflüssen
S.30
S.31
S.32
Raumthermostat blockiert Heizbetrieb (Regler an
Klemmen 3-4-5)
Sommerbetrieb aktiv oder eBUS-Regler oder
Einbautimer blockiert Heizbetrieb
Einfrierschutz Wärmetauscher aktiv
S.34
Frostschutzbetrieb aktiv
S.36
S.37
Sollwertvorgabe des Stetigreglers < 20 °C,
externes Regelgerät blockiert Heizbetrieb
Gebläsedrehzahl-Abweichung im Betrieb zu groß
S.39
Anlegethermostat hat geschaltet
S.41
Anlagendruck zu hoch
S.42
Abgasklappenrückmeldung blockiert Brennerbetrieb
(nur in Verbindung mit Zubehör)
Gerät befindet sich in 20-minütiger Wartezeit
auf Grund von Wassermangel (Spreizung zwischen
Vor- und Rücklauftemperatur zu hoch)
Gerät befindet sich in 20-minütiger Wartezeit auf
Grund von Wassermangel (Temperaturgradient:
Temperaturanstieg zu schnell)
Heizungsrücklauf-NTC-Test läuft, Heizungsanforderung
blockiert
S.53
S.54
S.96
S.97
Wasserdrucksensor-Test läuft, Heizungsanforderung
blockiert
S.98
Heizungsvorlauf-/Heizungsrücklauf-NTC-Test,
Heizungsanforderung blockiert
Tab. 9.2 Statuscodes
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
49
9 Störungsbehebung
9.3 Diagnosecodes
Im Diagnosemodus können Sie bestimmte Parameter
verändern oder sich weitere Informationen anzeigen lassen, siehe Tabelle 9.3.
Die Diagnoseinformationen sind unterteilt in zwei Diagnoseebenen. Die zweite Diagnoseebene kann nur nach
der Eingabe eines Passwortes erreicht werden.
a Achtung!
Der Zugang zur zweiten Diagnoseebene darf
ausschließlich von einem qualifizierten Fachhandwerker genutzt werden.
Erste Diagnoseebene
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „ i“ und „+“.
Im Display erscheint „d.0“.
• Blättern Sie mit den Tasten „+“ oder „–“ zur gewünschten Diagnosenummer.
• Drücken Sie die Taste „ i“.
Im Display erscheint die zugehörige Diagnoseinformation.
• Falls erforderlich, ändern Sie den Wert mit den Tasten
„+“ oder „–“ (Anzeige blinkt).
• Speichern Sie den neu eingestellten Wert, indem Sie
Taste „i“ ca. 5 Sekunden lang gedrückt halten, bis die
Anzeige nicht mehr blinkt.
Den Diagnosemodus können Sie wie folgt beenden:
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten „ i“ und „+“
oder
• Betätigen Sie etwa 4 Minuten lang keine Taste.
Im Display erscheint wieder die aktuelle Heizungs-Vorlauftemperatur.
50
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Störungsbehebung 9
Anzeige Bedeutung
d.0
Heizungsteillast
d.1
Heizungspumpennachlaufzeit (Heizbetrieb)
d.2
maximale Brennersperrzeit bei 20 °C
Anzeigewerte/einstellbare Werte
VSC 126/3: 4 - 14 kW
VSC 196/3: 6 - 19 kW
VSC 246/3: 9 - 25 kW
1 - 60 min (Werkseinstellung: 5 min)
d.3
Messwert der Speicherladetemperatur
Einstellbereich: 2–60 min
Werkseinstellung: 20 min
in °C
d.4
Messwert der Speichertemperatur
in °C
d.5
Sollwert der Vorlauf-/Rücklauftemperatur
d.7
Anzeige der Speicher-Solltemperatur
in °C
aktueller Sollwert; ermittelt aus Poti, Regler, Regelungsart
Werkseinstellung: Vorlauftemperatur
in °C (15 °C bedeutet Frostschutz)
d.8
Raumthermostat an Klemme 3-4
d.9
d.10
Vorlauf-Solltemperatur
vom externen Regler an Klemme 7-8-9
Interne Heizungspumpe
d.11
Externe Heizungspumpe
1 – 100 = ein, 0 = aus
d.12
Leistung der Speicherladepumpe in %
1 - 100 = ein (entspr. der Ansteuerung der Pumpe), 0 = aus
d.13
1 – 100 = ein, 0 = aus
d.15
Zirkulationspumpe (von externem oder eingesteckten
Regler an Klemme 7-8-9 gesteuert)
Aktuelle Heizpumpenleistung
d.23
Sommerbetrieb (Heizung ein/aus)
1 = Heizung ein, 0 = Heizung aus (Sommerbetrieb)
d.25
Speicherladung durch Regler freigegeben
1 = ja, 0 = nein
Werkseinstellung: ja
d.29
Messwert des Durchflusssensors (Sommer 2007)
in m3/h
d.30
Steuersignal für beide Gasventile
1 = ein, 0 = aus
d.33
Gebläsedrehzahl Sollwert
in U/min / 10
d.34
Gebläsedrehzahl Istwert
in U/min / 10
d.35
Stellung des Vorrang-Umschaltventils
100 = Warmwasser, 0 = Heizung, ca. 40 = Mitte
d.40
Vorlauftemperatur
Istwert in °C
d.41
Rücklauftemperatur
Istwert in °C
d.44
digitalisierte Ionisationsspannung
Istwert
d.47
Außentemperatur (bei angeschlossenem Außenfühler)
Istwert in °C
d.67
verbleibende Brennersperrzeit (Heizbetrieb)
in Minuten
d.76
Gerätevariante
19 = VSC 126/3
20 = VSC 196/3
22 = VSC 246/3
d.90
Digitaler Regler erkannt
1 = erkannt, 0 = nicht erkannt
d.91
Status DCF bei angeschlossenem Außenfühler
mit DCF77-Empfänger
0 = kein Empfang, 1 = Empfang
2 = synchronisiert, 3 = gültig
d.97
Aktivierung der 2. Diagnoseebene
Passwort eingeben
1 = geschlossen (Wärmeanforderung)
0 = geöffnet (keine Wärmeanforderung)
in °C
1 = ein, 0 = aus
in %
Tab. 9.3 Diagnosecodes der ersten Diagnoseebene
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
51
9 Störungsbehebung
Zweite Diagnoseebene
• Blättern Sie wie oben beschrieben in der ersten Diagnoseebene zur Diagnosenummer d.97.
• Ändern Sie den angezeigten Wert auf 17 (Passwort)
und speichern Sie diesen Wert.
Hinweis!
h Wenn
Sie innerhalb von vier Minuten nach dem
Verlassen der zweiten Diagnoseebene
gleichzeitig die Tasten „i“ und „+“ drücken,
kehren Sie ohne erneute Passworteingabe in die
zweite Diagnoseebene zurück.
Sie befinden sich jetzt in der zweiten Diagnoseebene, in
der alle Informationen der ersten Diagnoseebene (siehe
Tab. 9.3) und der zweiten Diagnoseebene (siehe Tab. 9.4)
angezeigt werden. Das Blättern und das Ändern von
Werten sowie das Beenden des Diagnosemodus erfolgt
wie in der ersten Diagnoseebene.
Anzeige Bedeutung
Anzeigewerte/einstellbare Werte
d.14
Pumpenleistung
d.17
Umschaltung Vorlauf-/Rücklaufregelung Heizung
d.18
Pumpenbetriebsart (Nachlauf)
0 = auto (Werkseinstellung)
1 = 53%
2 = 60%
3 = 70%
4 = 85%
5 = 100%
0 = Vorlauf, 1 = Rücklauf
Werkseinstellung: 0
0 = Nachlauf, 1 = durchlaufend, 2 = Winter
d.20
Maximaler Einstellwert des Speichersollwert-Potis
d.27
Umschalten Zubehörrelais 1
d.28
Umschalten Zubehörrelais 2
d.29
Messwert des Durchflusssensors (Sommer 2007)
Einstellbereich: 40 – 70 °C
Werkseinstellung: 60 °C
1 = Zirkulationspumpe (Werkseinstellung)
2 = externe Pumpe
3 = Speicherladepumpe
4 = Abgasklappe/Dunstabzugshaube
5 = externes Gasventil
6 = externe Störmeldung
7 = Rückmeldung Abgasklappe
1 = Zirkulationspumpe
2 = externe Pumpe (Werkseinstellung)
3 = Speicherladepumpe
4 = Abgasklappe/Dunstabzugshaube
5 = externes Gasventil
6 = externe Störmeldung
7 = Rückmeldung Abgasklappe
in m3/h
d.50
Offset für Minimum-Gebläsedrehzahl
in U/min / 10, Einstellbereich: 0 bis 300
d.51
Offset für Maximum-Gebläsedrehzahl
in U/min / 10, Einstellbereich: -99 bis 0
d.60
d.61
Anzahl der Temperaturbegrenzer-Abschaltungen
Anzahl der Feuerungsautomat-Störungen
Anzahl
Anzahl der erfolglosen Zündungen im letzten Versuch
d.64
mittlere Zündzeit
in Sekunden
d.65
maximale Zündzeit
in Sekunden
d.68
Anzahl der erfolglosen Zündungen im 1. Versuch
Anzahl
d.69
Anzahl der erfolglosen Zündungen im 2. Versuch
Anzahl
d.70
VUV-Betrieb
d.71
Maximaler Einstellwert der Solltemperatur des
Heizungsvorlaufs
Speicherladetemperaturbegrenzung
(Vorlaufsolltemperatur im Speicherbetrieb)
Legionellenschutz
0 = normal (Sollstellung)
1 = Mittelstellung (nur in Großbritannien)
2 = nur Heizung
Einstellbereich: 40 – 85°C
Werkseinstellung: 75 °C
Einstellbereich: 55 – 90°C
Werkseinstellung: 80 °C
1 = aktiv, 0 = aus
d.78
d.79
Tab. 9.4 Diagnosecodes der zweiten Diagnoseebene
(Fortsetzung nächste Seite)
52
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Störungsbehebung 9
Anzeige Bedeutung
Anzeigewerte/einstellbare Werte
d.80
d.81
d.82
d.83
d.84
in Stunden 1)
in Stunden 1)
Anzahl/100 (3 entspricht 300) 1)
Anzahl/100 (3 entspricht 300) 1)
Einstellbereich: 0 – 3000 h, „-“ für deaktiviert
Werkseinstellung: „-“ (300 entspricht 3000 h)
Einstellbereich: 0 – 99;Werkseinstellungen:
19 = VSC 126/3
20 = VSC 196/3
22 = VSC 246/3
0 = aus, 1 = ein
Werkseinstellung: 0
d.93
d.96
Anzahl der Heizbetriebsstunden
Anzahl der Brauchwasserbetriebsstunden
Anzahl der Schaltspiele im Heizungsbetrieb
Anzahl der Schaltspiele im Brauchwasserbetrieb
Wartungsanzeige: Anzahl der Stunden bis zur nächsten
Wartung
Einstellung Gerätevariante DSN
Werkseinstellung (Rücksetzung einstellbarer Parameter
auf Werkseinstellung)
Tab. 9.4 Diagnosecodes der zweiten Diagnoseebene
(Fortsetzung)
1)
Die ersten beiden angezeigten Ziffern sind mit dem Faktor
1.000 (bzw. 100.000) zu multiplizieren. Durch nochmaliges
Drücken der Taste „i” werden die Stunden (bzw. die Anzahl x
100) dreistellig angezeigt.
9.4 Prüfprogramme
Durch Aktivieren verschiedener Prüfprogramme können
Sonderfunktionen an den Geräten ausgelöst werden.
• Die Prüfprogramme P.0 bis P.2 werden gestartet,
indem „Netz EIN“ geschaltet und gleichzeitig die Taste
„+“ für 5 s gedrückt wird. Im Display erscheint die Anzeige „P.0“.
• Durch Betätigen der Taste „ +“ wird die Prüfnummer
nach oben gezählt.
• Mit Betätigen der Taste „ i“ wird das Gerät nun in Betrieb genommen und das Prüfprogramm gestartet.
• Die Prüfprogramme können durch gleichzeitiges Betätigen der Tasten „i“ und „+“ beendet werden. Die Prüfprogramme werden auch beendet, wenn 15 min lang
keine Taste betätigt wird.
P.0 Prüfprogramm Entlüftung:
• Dieses Prüfprogramm dauert ca. 12 min.
• Entlüften des Heizkreises: Vorrang-Umschaltventil in
Heizungsstellung, Ansteuerung der Heizungs pumpe
für 15 Zyklen: 15 Sek. ein; 10 Sek. aus. Displayanzeige
HP.
• Entlüften des Trinkwasserkreises: nach Ablauf der obigen Zyklen oder nach Bestätigung der „ i“-Taste:
Vorrang-Umschaltventil in Trinkwasserstellung, Ansteuerung der Heizungspumpe wie oben. Displayanzeige SP.
Anzeige Bedeutung
P.0
P.1
P.2
P.5
P.6
Prüfprogramm, Entlüftung
Prüfprogramm, bei dem das Gerät nach erfolgreicher
Zündung mit Volllast betrieben wird
Prüfprogramm, bei dem das Gerät nach erfolgreicher
Zündung mit minimaler Gasmenge betrieben wird
Prüfprogramm für STB-Prüfung; Gerät heizt unter
Umgehung einer Regelabschaltung bis zum Erreichen
der STB-Abschalttemperatur von 97 °C
Prüfprogramm, bei dem das Vorrangumschaltventil
in Mittenstellung gefahren wird. Brenner und Pumpe
werden ausgeschaltet (zum Füllen und Entleeren des
Gerätes)
Tab. 9.5 Prüfprogramme
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
53
9 Störungsbehebung
9.5
Austausch von Bauteilen
9.5.3
Elektroden austauschen
a Achtung!
d Gefahr!
Beschädigungsgefahr z. B. durch Wasser- oder
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Gasaustritt aufgrund von ungeeignetem
Werkzeug und/oder unsachgemäßem Einsatz!
Beim Anziehen oder Lösen von Schraubverbindungen grundsätzlich passende
Gabelschlüssel (Maulschlüssel) verwenden
(keine Rohrzangen, Verlängerungen usw.)
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
Die nachfolgend in diesem Abschnitt aufgeführten Arbeiten dürfen nur von einem qualifizierten Fach handwerker
durchgeführt werden.
• Verwenden Sie für Reparaturen nur Original-Ersatzteile.
• Überzeugen Sie sich vom richtigen Einbau der Teile
sowie von der Einhaltung ihrer ursprünglichen Lage
und Richtung.
1
9.5.1 Sicherheitshinweise
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie bei jedem Austausch
von Bauteilen zu ihrer eigenen Sicherheit und
zur Vermeidung von Sachschäden am Gerät die
nachfolgenden Sicherheitshinweise!
•
•
•
•
Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz!
Schließen Sie den Gashahn!
Schließen Sie die Wartungshähne!
Entleeren Sie das Gerät, wenn Sie wasserführende
Bauteile des Gerätes ersetzen wollen!
• Achten Sie darauf, dass kein Wasser auf stromführende Bauteile (z. B. Schaltkasten u. ä.) tropft!
• Verwenden Sie nur neue Dichtungen und O-Ringe!
• Führen Sie nach Beendigung der Arbeiten eine
Funktionsprüfung durch (siehe Abschnitt 6.3)!
9.5.2
3
2
4
Abb. 9.1 Austauschen der Elektroden
• Ziehen Sie das Zündkabel ( 2) und das Massekabel ( 1)
von der Elektrode ab.
• Lösen Sie die beiden Schrauben ( 4) an der Trägerplatte (3) der Elektrode.
• Nehmen Sie die Trägerplatte mit der Elektrode heraus.
• Montieren Sie die neue Elektrode in umgekehrter
Reihenfolge.
Brenner austauschen
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
• Demontieren Sie das Brennermodul wie in Abschnitt
8.5.1 beschrieben und tauschen Sie den Brenner aus.
54
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Störungsbehebung 9
9.5.4
Gebläse austauschen
9.5.5
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
Gasarmatur austauschen
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
3
4
1
2
Abb. 9.2 Austauschen des Gebläses
Abb. 9.3 Austauschen der Gasarmatur
• Demontieren Sie das Brennermodul ( 3) wie in Abschnitt 8.5.1 beschrieben und nehmen Sie es heraus.
• Lösen Sie die vier Befestigungsschrauben ( 4) an dem
Gasmischrohr und nehmen Sie das Gebläse ab.
• Verschrauben Sie das neue Gebläse mit der Gasarmatur (siehe Abschnitt 9.5.5).
• Bauen Sie die komplette Einheit „Gasarmatur/Gebläse“
in umgekehrter Reihenfolge wieder ein.
• Demontieren Sie das Brennermodul wie in Abschnitt
8.5.1 beschrieben und nehmen Sie es heraus.
• Lösen Sie die beiden Befestigungsschrauben ( 1) an der
Gasarmatur und nehmen Sie die Gasarmatur vom Gebläse (2) ab.
• Verschrauben Sie die neue Gasarmatur mit dem Gebläse.
• Bauen Sie die das Brennermodul in umgekehrter Reihenfolge wieder ein.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
55
9 Störungsbehebung
9.5.6
Vorrang-Umschaltventil austauschen
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
9.5.7
Durchflusssensor austauschen
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
1
4
2
5
3
2
1
3
Abb. 9.5 Austauschen des Durchflusssensors
Abb. 9.4 Austauschen des Vorrang-Umschaltventils
• Schließen Sie die Wartungshähne und entleeren Sie
das Gerät (siehe Abschnitt 8.7).
• Ziehen Sie den Stecker (4) vom Vorrang-Umschaltventil (3) ab.
• Entfernen Sie die Klammern ( 2 und 5) und nehmen
Sie die angeschlossenen Bauteile ab.
• Lösen Sie die drei Verschraubungen ( 1) und entnehmen Sie das Vorrang-Umschaltventil.
• Montieren Sie das neue Vorrang-Umschaltventil in
umgekehrter Reihenfolge. Verwenden Sie neue Dichtungen.
• Befüllen und entlüften Sie das Gerät und gegebenenfalls die Anlage (siehe Abschnitt 6.1).
56
• Bauen Sie die Heizungspumpe, wie in Abschnitt 8.8
Heizungspumpe ausbauen beschrieben, aus.
• Entfernen Sie die Klammern ( 3) und nehmen Sie das
obere Rohr (1) heraus.
• Entnehmen Sie den Durchflusssensor ( 2).
• Montieren Sie den neuen Durchflusssensor in umgekehrter Reihenfolge. Verwenden Sie neue O-Ringe.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Störungsbehebung 9
9.5.8
Ausdehnungsgefäß austauschen
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
• Befüllen und entlüften Sie das Gerät und gegebenenfalls die Anlage (siehe Abschnitt 6.1).
9.5.9
NTC-Fühler austauschen
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
2
1
1
Das Gerät ist mit drei Klip-NTC-Fühlern ausgestattet:
– 1 NTC im Heizungsvorlauf
– 1 NTC im Heizungsrücklauf
– 1 NTC im Warmwasserausgang des Sekundär-Wärmetauschers
• Ziehen Sie die Fühlerkabel vom auszutauschenden
NTC ab.
• Lösen Sie die NTC-Feder vom Rohr.
• Montieren Sie den neuen NTC in umgekehrter Reihenfolge.
3
4
9.5.10 Platine austauschen
Abb. 9.6 Austauschen des Ausdehnungsgefäßes
Legende:
1 Schrauben
2 Mutter
3 Halter
4 T-Stück mit Ent lüftungsschraube
• Schließen Sie die Wartungshähne und entleeren Sie
das Gerät heizungsseitig (siehe Abschnitt 8.7).
• Lösen Sie den flexiblen Schlauch vom T-Stück mit Entlüftungsschraube (4) am Ausdehnungsgefäß.
• Lösen Sie an der Seitenverkleidung die Schraube der
Halterung.
• Nur bei VSC 126/3 und VSC 196/3:
• Lösen Sie die beiden Schrauben ( 1).
• Lösen Sie die Mutter ( 2) an der Ankerstange.
• Nehmen Sie den Halter ( 3) vom Ausdehnungsgefäß
ab.
• Nehmen Sie den seitlichen Halter vom Ausdehnungsgefäß ab.
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
• Beachten Sie die Montage- und Installationsanleitung,
die der Ersatzteil-Platine beiliegt.
9.5.11 Manometer austauschen
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
Hinweis!
h Schrauben
Sie zur leichteren Entnahme das
T-Stück wieder auf das Ausdehnungsgefäß und
verschließen Sie das T-Stück mit einem
Blindstopfen. Benutzen Sie das T-Stück als
Handgriff beim Herausheben des
Ausdehnungsgefäßes.
• Heben Sie das Ausdehnungsgefäß schräg nach vorne
aus dem Gerät heraus.
• Montieren Sie das neue Ausdehnungsgefäß in um gekehrter Reihenfolge.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
57
9 Störungsbehebung
1
9.5.12 Sicherung austauschen
d Gefahr!
Lebensgefahr durch unsachgemäße
3
2
Handhabung! Beachten Sie vor dem Austausch
des Bauteils die Sicherheitshinweise im
Abschnitt 9.5.1.
• Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz.
• Lösen Sie den Schaltkasten aus der Halteklammer und
klappen Sie ihn nach vorne (hierzu und zum Folgenden
vgl. Abschnitt 5.9).
• Clipsen Sie den hinteren Teil des Schaltkastendeckels
aus und klappen Sie ihn nach vorne.
• Prüfen Sie die beiden Glasrohr-Sicherungen in den
Sicherungshaltern auf der Platine und tauschen Sie
die defekte Sicherung aus.
Zwei Ersatzsicherungen (4 A, träge, T4) befinden sich in
den Halterungen auf der Innenseite des Schaltkastendeckels.
Abb. 9.7 Manometer austauschen
• Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz und schließen
Sie den Gashahn.
• Schließen Sie die Wartungshähne und entleeren Sie
das Gerät (siehe Abschnitt 8.7).
• Klappen Sie den Schaltkasten ( 2) ab.
• Drücken Sie die Halteklammern ( 3) leicht zusammen.
• Drücken Sie das Manometer ( 1) von außen nach innen
aus dem Schaltkasten heraus.
• Schließen Sie den hinteren Deckel des Schaltkastens
und drücken Sie ihn an, bis er hörbar einrastet.
• Klappen Sie den Schaltkasten hoch und sichern Sie ihn
mit der Halteklammer.
9.6
Prüfen der Gerätefunktion
Führen Sie nach Abschluss der Installation und der Gaseinstellung eine Funktionsprüfung des Gerätes durch
und nehmen Sie es gemäß Kapitel 6 in Betrieb.
1
2
Abb. 9.8 Anschluss-Stutzen für Kapillarrohr
• Entfernen Sie die Klammer ( 1) am Anschluss-Stutzen
des Manometers.
• Ziehen Sie das Kapillarrohr ( 2) aus dem AnschlussStutzen.
• Montieren Sie das neue Manometer in umgekehrter
Reihenfolge.
• Befüllen und entlüften Sie das Gerät und gegebenenfalls die Anlage (siehe Abschnitt 6.1).
58
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Vaillant Werkskundendienst 10
Recycling und Entsorgung 11
10 Vaillant Werkskundendienst
10.1
Werkskundendienst Deutschland
Reparaturberatung für Fachhandwerker
Vaillant Profi-Hotline 0 18 05/999-120
Bei Geräteproblemen geben Sie bitte folgende Daten an:
- den Fehlercode F.xx (im Display),
- den Gerätestatus S.xx („i “ auf Display drücken),
- den Gerätetyp und Artikelnummer (siehe Typenschild)
10.2
Vaillant Werkskundendienst GmbH Österreich
365 Tage im Jahr, täglich von 0 bis 24.00 Uhr erreichbar, österreichweit zum Ortstarif:
Telefon 05 7050 – 2000
Bei Geräteproblemen geben Sie bitte folgende Daten an:
- den Fehlercode F.xx (im Display),
- den Gerätestatus S.xx („i “ auf Display drücken),
- den Gerätetyp und Artikelnummer (siehe Typenschild)
11
Recycling und Entsorgung
Sowohl das Gas-Kompaktgerät als auch die Transportverpackung bestehen zum weitaus überwiegenden Teil
aus recyclefähigen Rohstoffen.
Gerät
Der Gas-Brennwertkessel wie auch das Zubehör gehören
nicht in den Hausmüll. Sorgen Sie dafür, dass das Altgerät und ggf. vorhandenes Zubehör einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden.
Verpackung
Die Entsorgung der Transportverpackung übernimmt der
Fachhandwerksbetrieb, der das Gerät installiert hat.
Hinweis!
h Beachten
Sie bitte die geltenden nationalen
gesetzlichen Vorschriften.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
59
12 Technische Daten
12 Technische Daten
Technische Daten
Einheit
Nennwärmeleistungsbereich bei 40/30 °C
Nennwärmeleistungsbereich bei 60/40 °C
Nennwärmeleistungsbereich bei 80/60 °C
Speicherladeleistung
Nennwärmebelastungsbereich 1)
kW
kW
kW
kW
kW
VSC 196/3-5 150
VSC 126/3-5 140 HL
VSC AT 196/3-5
VSC AT 126/3-5 140 H
150
4,7 - 15,2
6,1 - 20,6
4,4 - 14,4
5,9 - 19,6
4,3 - 14,0
5,7 - 19,0
16,0
23,0
4,4 - 14,3 (16,3)
5,8 - 19,4 (23,5)
Normnutzungsgrad bei 40/30 °C 2)
Normnutzungsgrad bei 75/60 °C 2)
Abgaswerte 3):
Abgastemperatur min.
Abgastemperatur max.
Abgasmassenstrom max.
CO2 - Gehalt
NOX- Klasse 5)
NOX- Emission 5)
Kondenswassermenge bei 40/30 °C, ca.
pH-Wert Kondenswasser, ca.
Restförderhöhe der Pumpe
Vorlauftemperatur max.
Einstellbare Vorlauftemperatur
Inhalt Ausdehnungsgefäß
Vordruck Ausdehnungsgefäß
Zul. Betriebsüberdruck heizungsseitig
Min. erforderlicher Gesamtüberdruck heizungsseitig
Elektrische Leistungsaufnahme im Heizbetrieb, max.
Warmwasser-Temperaturbereich (einstellbar)
Speicher-Nenninhalt
Dauerleistung (bei ΔT 35 Kelvin)
Warmwasser-Ausgangsleistung (bei ΔT 35 Kelvin)
Leistungskennzahl nach DIN 4708
Zul. Betriebsüberdruck, Warmwasser
Bereitschaftsenergieverbrauch Gesamtgerät
Anschlusswerte 4):
Erdgas E, H i = 9,5 kWh/m 3
Erdgas LL, H i = 8,1 kWh/m 3
Flüssiggas P, H i = 12,8 kWh/kg
Gasanschlussdruck Erdgas
Gasanschlussdruck Flüssiggas
Elektroanschluss
Elektrische Leistungsaufnahme, max.
Vor- und Rücklaufanschluss
Kalt- und Warmwasseranschluss
Zirkulationsanschluss
Gasanschluss
%
%
109
107
m3/h
m3/h
kg/h
mbar
mbar
V/Hz
W
Ø mm
Ø mm
Ø mm
Ø mm
Luft-/Abgasanschluss
Ø mm
109
107
VSC 246/3-5 210
VSC AT 246/3-5 210
9,4 - 27,0
9,0 - 25,8
8,7 - 25,0
28,0
8,9 - 25,5 (28,6)
109
107
°C
°C
g/s
%
40
40
40
70
75
80
7,6
11,0
13,3
9,0
9,0
9,0
5
5
5
mg/kWh < 60
< 60
< 60
l/h
1,4
1,9
2,6
3,5 - 4,0
3,5 - 4,0
3,5 - 4,0
mbar
250
250
250
°C
90
90
90
°C
35 - 85
35 - 85
35 - 85
l
12
12
15
kPa
75
75
75
kPa
300
300
300
kPa
80
80
80
W
80
85
90
°C
40 - 60 (Maximalwert zwischen 50 °C und 70 °C einstellbar)
l
100
100
150
l/h (kW) 390 (16)
570 (23)
690 (28)
l/10 min 185
210
300
NL
1,6
2,3
4,8
kPa
1000
1000
1000
kWh/24 h 2,3
2,3
2,7
1,7
2,05
–––
20
--230/50
90
G 3/4
G 3/4
G 3/4
G 3/4
2,5
2,9
1,83
20
50
230/50
100
G 3/4
G 3/4
G 3/4
G 3/4
3,0
3,5
2,22
20
50
230/50
110
G 3/4
G 3/4
G 3/4
G 3/4
60/100 oder 80/125 (mit Adapter) 6)
Tab. 12.1 Technische Daten (Fortsetzung siehe nächste Seite)
1) Bezogen auf den Heizwert H i
2) Ermittelt nach DIN 4702 Teil 8
3) Rechenwert zur Auslegung des Schornsteins nach DIN 4705
4) Bezogen auf 15 °C und 1013 mbar
5) Hamburger Fördermodell wird erfüllt
6) mit Geräteanschluss-Stück
60
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
Technische Daten 12
Technische Daten
Einheit
VSC 126/3-5 140 HL
VSC AT 126/3-5 140 H
VSC 196/3-5 150
VSC AT 196/3-5 150
VSC 246/3-5 210
VSC AT 246/3-5 210
Geräteabmessungen:
Höhe
Breite
Tiefe
mm
mm
mm
1350
600
570
1350
600
570
1672
600
570
Gewicht (leer)
kg
105
105
140
Gewicht (betriebsbereit)
kg
205
290
Kategorie
-
205
DE: I2ELL;
AT: I2H
Schutzart
-
DE: II2ELL3P; AT: II 2H3P
IPX4D
Tab. 12.1 Technische Daten (Fortsetzung)
1) Bezogen auf den Heizwert H i
2) Ermittelt nach DIN 4702 Teil 8
3) Rechenwert zur Auslegung des Schornsteins nach DIN 4705
4) Bezogen auf 15 °C und 1013 mbar
5) Hamburger Fördermodell wird erfüllt
6) mit Geräteanschluss-Stück
Installations- und Wartungsanleitung ecoCOMPACT 0020031571_07
61
0020031571_07 DEAT 092009 Änderungen vorbehalten
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