Lektion 2 2.3 Touchscreen

Lektion 2 2.3 Touchscreen
Lektion 2
Maus, Tastatur und Touchscreen
Tastenkombinationen
Eine Zusammenstellung wichtiger Tastenkombinationen finden
Sie am Ende dieses
Buches.
Viele Befehle lassen sich nicht nur per Mausklick, sondern auch über sogenannte Tastenkombinationen ausführen. Diese werden auch als Shortcuts bezeichnet. Um beispielsweise einen Text zu speichern, verwenden Sie die Tastenkombination Strg+S. Dazu müssen Sie zuerst die Strg-Taste gedrückt halten und
dann die Taste S drücken. Anschließend lassen Sie beide Tasten wieder los.
Tastenkombinationen bestehen in der Regel aus einem Buchstaben in Verbindung mit der Strg-, Umschalt-, Alt- oder Windows-Taste.
Funktionstasten
F1 = Hilfetaste
Die Funktionstasten (F-Tasten) werden verwendet, um schnell bestimmte Befehle auszuführen; die Belegung ist programmabhängig. Ausnahme: Die Taste F1
ist fast immer die Hilfetaste. Drücken Sie diese Taste, so erscheint die integrierte
Hilfe für das jeweilige Programm.
2.3
Touchscreen = berührungsempfindlicher
Bildschirm
Touchscreen
Bei einem Touchscreen, einem berührungsempfindlichen Bildschirm (das Wort
kommt vom englischen „touch“ für „Berührung“), ersetzt der Finger die Maus
und statt einer physischen Tastatur kann eine Bildschirmtastatur eingesetzt werden. Im Alltag begegnen Sie Touchscreens beispielsweise, wenn Sie am Geldautomaten Geld abheben oder sich am Fahrscheinautomaten eine Zugfahrkarte
besorgen. Wenn Sie einen Tablet-PC verwenden, erfolgt die Steuerung der Bildschirmeingaben ebenfalls über einen Touchscreen.
Gestensteuerung
Wenn die Bedienung auf einem Touchscreen erfolgt, wird auf dem Bildschirm
kein Mauszeiger angezeigt. Sie tippen eine Option direkt mit dem Zeigefinger
an, um sie auszuwählen.
Wichtige Bedienfunktionen für die Gestensteuerung
28
„
Doppeltipp: Tippen Sie zweimal schnell hintereinander auf ein Element,
um denselben Effekt zu bewirken wie bei einem Doppelklick.
„
„Rechtsklick“: Um auf dem Touchscreen einen Rechtsklick zu imitieren,
drücken Sie mit dem Finger etwas länger auf ein Element.
„
Streichen: Um Bildschirminhalte rechts, links, oben oder unten sichtbar
zu machen, streichen Sie mit dem Finger in die gewünschte Richtung. Das
Streichen dient außerdem dazu, Leisten am Bildschirmrand einzublenden.
Maus, Tastatur und Touchscreen
„
Zoomen: Bewegen Sie auf dem Touchscreen Daumen und Zeigefinger
auseinander, um die Ansicht zu vergrößern. Um die Ansicht zu verkleinern,
bewegen Sie Daumen und Zeigefinger aufeinander zu.
„
Drehen: Manche Elemente können gedreht werden: Führen Sie mit Daumen und Zeigefinger eine Drehbewegung aus.
Bildschirmtastatur
Die Texteingabe an einem PC mit Touchscreen, z. B. einem Tablet-PC, kann auch
ohne Tastatur (Hardware) erfolgen. Sie verwenden dann die Bildschirmtastatur.
Diese wird automatisch eingeblendet, wenn Sie mit dem Finger auf ein Texteingabefeld tippen, beispielsweise zur Eingabe des Kennworts.
Lektion 2
Das Kneifen mit Daumen und Zeigefinger
bezeichnet man auch
als Pinchen (vom
englischen to pinch =
kneifen, zwicken )
Zudem finden Sie in der rechten unteren Ecke des Bildschirms ein Tastatursymbol, welches Sie zur Anzeige der Bildschirmtastatur antippen. Die auf dem
Touchscreen eingeblendete Tastatur ist in drei Ebenen untergliedert:
„
Hauptebene: Auf der Hauptebene werden Ihnen die wichtigsten Schreibmaschinentasten sowie einige weitere wichtige Tasten (Umschalt-Taste,
Backspace usw.) angezeigt.
Zeichen links vom
Cursor löschen
Eingabe-Taste
Großbuchstaben
Zahlen einblenden
Smileys einblenden
„
Zeichenebene: Wenn Sie links unten auf der Bildschirmtastatur auf die
Taste &123 tippen, so wird Ihnen die Zeichenebene angezeigt. Auf dieser
Ebene der Bildschirmtastatur finden Sie Sonderzeichen und Ziffern. Um
von der Zeichenebene wieder zur Hauptebene zu wechseln, tippen Sie die
Taste &123 einfach erneut an.
Je nach Eingabefeld
kann die Tastatur geringfügige Unterschiede aufweisen.
29
Lektion 2
Maus, Tastatur und Touchscreen
„
Smileys in sozialen
Netzwerken einsetzen
Symbolebene: Diese Ebene rufen Sie durch Antippen des Smileysymbols
auf. Hier erhalten Sie verschiedene Smileys und andere Symbole, die Sie
in Ihre Texte einbauen können. Smileys sind besonders bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken sehr beliebt. Um von der Symbolebene wieder zur Hauptebene zu wechseln, tippen Sie das Smileysymbol erneut an.
zurück zur Hauptebene
Die Bildschirmtastatur teilen
Falls Sie Ihre Texte auf einem Tablet-PC gerne mit beiden Daumen eintippen
möchten: Tippen Sie auf das Tastatursymbol rechts unten in der Bildschirmtastatur. Sie erhalten verschiedene Tastaturoptionen, darunter eine Option zum Teilen
der Tastatur. Mit der geteilten Tastatur wird Ihnen die Texteingabe mit den Daumen viel leichter fallen.
In diesem Buch finden Sie auf den folgenden Seiten immer die Angaben, die
bei der Nutzung einer physischen Maus und Tastatur relevant sind. Falls Sie ein
Gerät mit Touchscreen verwenden, übertragen Sie die Angaben in die entsprechenden Gesten.
2.4
Programm öffnen,
siehe Kap. 3
Grundlagen der Texteingabe und -korrektur
Unabhängig davon, ob Sie einen Brief oder eine E-Mail schreiben oder in einem Eingabefeld beim Speichern einen Namen für die Datei eingeben müssen
- die Techniken für die Texteingabe sind immer gleich. Machen Sie sich deshalb
mit den Grundlagen der Texteingabe und der nachträglichen Korrektur vertraut.
Zum Üben können Sie ein beliebiges Textverarbeitungsprogramm, beispielsweise das Windows-Zubehörprogramm WordPad oder den Editor verwenden.
Falls auf Ihrem PC Microsoft Word installiert ist, können Sie auch mit diesem
Programm arbeiten.
Sie können die Übungen zunächst überspringen, falls Sie Windows zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht installiert und eingerichtet haben. Da Sie auch während des
Einrichtungsprozesses von Windows 8.1 (Lektion 3) Text eingeben müssen, ist
es von Vorteil, die folgenden Seiten durchzulesen.
30
Maus, Tastatur und Touchscreen
Lektion 2
Cursor
Wenn Sie ein Textprogramm gestartet haben oder in einem Eingabefeld eine
Tastatureingabe erforderlich ist, dann sehen Sie am Beginn der Zeile einen senkrechten, blinkenden Strich. Dieser wird als Einfügemarke oder Cursor bezeichne
und markiert die aktuelle Schreibposition. Wenn Sie mit der Tastatureingabe beginnen, so erscheinen die Zeichen an der Cursorposition.
Cursor = aktuelle
Eingabeposition
Wichtig! Bei der Texteingabe verändert auch der Mauszeiger sein Aussehen.
Verwechseln Sie den Mauszeiger nicht mit dem Cursor!
Bild 2.3 Cursor und
Mauszeiger
Der Cursor
Der Mauszeiger während der Texteingabe
Bild 2.2 Mauszeiger und Cursor nicht verwechseln!
Am Computer kann Text auch nachträglich korrigiert werden. Alle Korrekturen,
wie Eingeben und Löschen, erfolgen immer an der Stelle, an der sich der Cursor
gerade befindet. Daher müssen Sie immer zuerst den Cursor an die gewünschte
Stelle bewegen. Verwenden Sie dazu entweder die Pfeiltasten auf der Tastatur
oder Sie klicken mit der Maus an die jeweilige Stelle.
Für nachträgliche
Korrekturen den Cursor
an die entsprechende
Stelle bewegen.
Zeichen nachträglich einfügen oder löschen
Wenn Sie nachträglich Zeichen im Text einfügen möchten, dann positionieren
Sie zuerst den Cursor an der entsprechenden Stelle. Anschließend tippen Sie
einfach die Zeichen oder Wörter über die Tastatur ein.
Bild 2.4 Zeichen einfügen
Bild 2.6 Cursor positionieren
Bild 2.5 Korrektur einfügen
Standardmäßig wird Text eingefügt, ohne dass vorhandene Zeichen dabei gelöscht werden. Sollte dies doch einmal passieren, dann haben Sie versehentlich auf der Tastatur die Taste Einfg (englisch: Ins) betätigt und dadurch den
31
Lektion 2
Maus, Tastatur und Touchscreen
Überschreibmodus aktiviert. Drücken Sie die Taste nochmals, um wieder in den
Einfügemodus zu wechseln.
Zeichen löschen
Zum Löschen von Zeichen stehen Ihnen auf der Tastatur zwei bereits kennengelernte Tasten zur Verfügung:
„
Die Korrektur- oder Rückschritt-Taste (englisch: Backspace) löscht Zeichen, die sich links vom Cursor befinden.
„
Die Taste Entf (Entfernen, englisch: Del) löscht Zeichen, die sich rechts
vom Cursor befinden.
Text markieren
Längere zusammenhängende Textpassagen lassen sich schneller löschen,
wenn sie zuvor markiert wurden. Dazu positionieren Sie den Mauszeiger am Beginn des Textes, den Sie markieren wollen. Anschließend drücken Sie die linke
Maustaste und halten die Taste gedrückt, während Sie den Zeiger über den Text
bewegen. Markierter Text wird in fast allen Anwendungen farblich hinterlegt.
Markierter Text kann
gelöscht oder überschrieben werden.
Markierten Text können Sie entweder mit der Entf-Taste oder mit der Rückschritt-Taste löschen. Oder Sie überschreiben den Text ohne vorheriges Löschen
durch die Eingabe eines neuen Textes.
Sobald Sie mit der Maus an eine andere beliebige Stelle im Text klicken, wird die
Markierung wieder aufgehoben.
Weitere Funktionen zum Markieren per Mausklick
Zum Markieren von Text mit der Maus gibt es noch einige weitere nützliche Funktionen. Die Funktionen stehen in Microsoft Word, WordPad und vielen weiteren
Programmen zur Verfügung. Je nach dem von Ihnen verwendeten Programm,
können die Markierungsfunktionen aber auch abweichen. Hier ein Überblick:
„
Doppelklicken Sie auf ein Wort, um dieses zu markieren.
„
Zeigen Sie mit der Maus links neben eine Zeile, die Sie markieren möchten. Der Mauszeiger wird als weißer Pfeil dargestellt. Klicken Sie dann einmal mit der linken Maustaste, um die Zeile zu markieren.
„
Klicken Sie einen Satz bei gedrückter Strg-Taste an, um ihn zu markieren.
„
Klicken Sie dreimal schnell hintereinander in einen Absatz, um diesen zu
markieren.
Bild 2.7 Ganze Zeile markieren
32
Bild 2.8 Dreifachklick markiert gesamten Absatz
Maus, Tastatur und Touchscreen
Markieren per Tastatur
Manchmal ist das Markieren von Text mit der Maus zu unpräzise. Dann werden
Sie das Markieren per Tastatur bevorzugen. Die folgenden Tastenkombinationen
gelten in Microsoft Word, WordPad und in vielen weiteren Programmen.
Tastenkombination
Aktion
Umschalt + Pfeiltaste* links
Markiert ein Zeichen links vom Cursor.
Umschalt + Pfeiltaste rechts
Markiert ein Zeichen rechts vom Cursor.
Strg + Umschalt + Pfeiltaste links
Markiert ein Wort links vom Cursor.
Strg + Umschalt + Pfeiltaste rechts
Markiert ein Wort rechts vom Cursor.
Umschalt + Pfeiltaste nach unten
Markiert die aktuelle Zeile und die darunter befindlichen Zeilen.
Strg + Umschalt + Pfeiltaste nach unten
Markiert den aktuellen Absatz und die
darunter befindlichen Absätze.
Umschalt + Bild nach unten
Markiert eine Seite nach unten.
Umschalt + Bild nach oben
Markiert eine Seite nach oben.
Strg + Umschalt + Pos1
Markiert vom Cursor bis zum Anfang des
Dokuments.
Strg + Umschalt + Ende
Markiert vom Cursor bis zum Ende des
Dokuments.
Strg + A
Markiert das gesamte Dokument.
Lektion 2
Mit der Tastatur präziser markieren.
* Drücken Sie mehrfach die Pfeiltaste und
verbleiben Sie auf der
Umschalt-Taste, um
mehrere Zeichen zu
markieren.
33
Lektion 4
Mit Apps und Programmen arbeiten
App-Ansicht oder in einer App erscheint sie dagegen erst, wenn Sie mit der
Maus auf den unteren Rand des Bildschirms zeigen. Klicken Sie dann einfach
auf das Symbol der gewünschten Anwendung. Wenn Sie nur eine Vorschau auf
die Anwendung erhalten möchten, dann zeigen Sie nur auf das Symbol. Sind
von einer Anwendung mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet, dann erkennen Sie
dies am gestapelten Symbol. Zudem erhalten Sie beim Zeigen eine Vorschau
auf alle Fenster dieser Anwendung (Bild 4.2).
Bild 4.2 Miniaturvorschau
Tasten verwenden
Auch mit der Tastenkombination Alt+Tab erhalten Sie eine Übersicht über die
geöffneten Apps und können durch erneutes Betätigen der Tab-Taste durch die
Vorschaufenster blättern. Im Gegensatz zur Taskleiste erscheint die Übersicht in
der Bildschirmmitte (Bild 4.3).
Alt+Tab
Bild 4.3 Mit Alt + Tab
wechseln
Tipp: Sie können über die Tasklleiste auch eine Anwendung schließen bzw. beenden, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol der Anwendung
und dann auf Fenster schließen klicken.
Bild 4.4 Fenster schließen
59
Lektion 4
Die Liste der kürzlich
verwendeten Apps
kann natürlich nur angezeigt werden, wenn
mindestens eine App
geöffnet ist.
Mit Apps und Programmen arbeiten
Apps anzeigen
Die folgenden Methoden berücksichtigen ausschließlich Apps und eignen sich
somit nur bedingt für den Einsatz etwa am Arbeitsplatz.
„
App-Leiste: Um zur zuletzt geöffneten (und nicht geschlossenen) App zurückzukehren, zeigen Sie mit der Maus in die linke obere Ecke des Bildschirms. Klicken Sie die App-Vorschau an, um diese wieder auf den Bildschirm zu holen.
Zur Anzeige weiterer geöffneter Apps zeigen Sie mit der Maus in die linke
obere Ecke und streifen dann am linken Bildschirmrand nach unten. Eine
Liste der zuletzt geöffneten Apps wird eingeblendet. Durch Anklicken wählen Sie die gewünschte App aus.
„
4.2
Windows+Tab: Halten Sie die Windows-Taste gedrückt. Drücken Sie dann
die Tab-Taste. Auch in diesem Fall wird die App-Leiste eingeblendet. Drücken Sie die Tab-Taste weiter, bis die von Ihnen gewünschte App markiert
ist. Lassen Sie dann die Tab-Taste los, um die App aufzurufen.
Fenster steuern
Fenster schließen, Größe ändern
Jede Anwendung besitzt am oberen Rand eine Titelleiste mit ihrem Namen
und gegebenenfalls dem Namen der geöffneten Datei. Die Titelleiste eines Programmfensters ist ständig sichtbar, zum Einblenden der Titelleiste einer App zeigen Sie mit der Maus an den oberen Bildschirmrand. Zum Vergleich sehen Sie
in Bild 4.7 die Titelleiste des Programms WordPad und der App Fotos.
Bild 4.5 Appoberfläche (Fotos)
Bild 4.6 Programmfenster (WordPad)
Links in der Titelleiste sehen Sie das Symbol der App bzw. des Programms, am
rechten Rand der Titelleiste befinden sich weitere Symbole. Hierbei handelt es
sich um Schaltflächen, mit denen Sie die Größe eines Fensters steuern.
Bild 4.7 Vergleich
Titelleiste
60
Lektion 4
Mit Apps und Programmen arbeiten
Fenster schließen, Anwendung beenden
Ganz rechts befindet sich in jedem Fall das Schließen-Symbol
in Form
eines x. Es leuchtet rot auf, wenn Sie mit der Maus darauf zeigen. Mit einem
Mausklick schließen Sie das Fenster, das bedeutet, dass Sie damit auch die Anwendung beenden, sofern nicht weitere Fenster des Programms geöffnet sind.
„
„
Für Programme gilt: Haben Sie Ihre Daten nicht gespeichert, so erscheint
anschließend eine Meldung, die Sie zum Speichern auffordert, da beim
Beenden eines Programms nicht nur das Programm, sondern auch alle
dazugehörigen Daten aus dem Hauptspeicher entfernt werden.
Programmfenster
App
Für Apps gilt: Änderungen müssen vor dem Schließen gespeichert werden, z. B. wenn Sie in der App Foto ein Bild zuschneiden, ansonsten gehen diese beim Schließen verloren.
Maximieren / Verkleinern
Mit einem Mausklick auf das mittlere der drei Symbole wechselt das Fenster
seine Größe zwischen individueller und maximaler Größe. Maximieren bedeutet,
das Fenster füllt automatisch den gesamten Bildschirm aus, seine Größe richtet
sich nach der Bildschirmgröße. Achtung: Dieses Symbol ist ausschließlich für
Programmfenster, nicht aber für Apps, verfügbar!
Ist das Fenster bereits maximiert, dann können Sie mit dem mittleren Symbol
die vorherige Größe wiederherstellen (verkleinern). Je nach Größe wird dann im
Hintergrund auch der Desktop sichtbar.
Minimieren
Minimieren Sie ein Fenster, so reduzieren Sie es auf die Größe einer Schaltfläche in der Taskleiste. Mit einem Mausklick auf die Schaltfläche stellen Sie das
Fenster in seiner ursprünglichen Größe wieder her, die Anwendung wird dabei
nicht geschlossen. Ist ein Fenster nicht mehr auf dem Bildschirm sichtbar, so
kontrollieren Sie daher immer zuerst die Taskleiste!
Individuelle Fenstergröße und -position einstellen
Größe und Position der meisten Programmfenster können beliebig verändert
werden. Allerdings ist dies nur möglich, wenn das Fenster nicht den gesamten
Bildschirm ausfüllt, also nicht maximiert ist. Achtung: Die folgenden Erläuterungen gelten nur für Programmfenster, bei Apps sind die Möglichkeiten wesentlich
geringer.
Nur mit Programmfenstern möglich!
Fenster verschieben
Zum Verschieben eines Fensters positionieren Sie den Mauszeiger in der Titelleiste, drücken die linke Maustaste und halten die Taste gedrückt, während Sie
die Maus bewegen und so das Fenster an die gewünschte Stelle ziehen.
Ein maximiertes Fenster
nimmt bereits den
Desktop ein und kann
deshalb nicht verschoben werden.
61
Lektion 4
Mit Apps und Programmen arbeiten
Größe ändern
Sie können auch die Größe eines Fensters beliebig anpassen. Zeigen Sie dazu
mit der Maus auf die untere rechte Ecke des Fensters und beachten Sie den
Mauszeiger: Sobald dieser als Doppelpfeil sichtbar wird, können Sie mit gedrückter linker Maustaste das Fenster in die gewünschte Größe ziehen. Zur Größenänderung können Sie auch an jede beliebige Stelle des Rahmens zeigen;
sobald der Mauszeiger sich in einen Doppelpfeil verwandelt, kann die Größe
verändert werden.
Bild 4.8 Fenstergröße
und -position anpassen
Mauszeiger
Tipp: Auch mit einem Doppelklick in die Titelleiste können Sie ein Fenster maximieren bzw. die vorherige Größe wiederherstellen.
Bildlaufleiste verwenden
Nicht immer reicht die Größe des Bildschirms aus, um den Inhalt, beispielsweise einen Brief, vollständig anzuzeigen. In diesem Fall sehen Sie im Fenster nur
einen Teil des Inhalts. Gleichzeitig erscheinen automatisch (nur, wenn Bedarf
besteht) am unteren bzw. rechten Fensterrand vertikale und/oder horizontale
Bildlaufleisten, mit denen Sie den sichtbaren Ausschnitt verschieben können.
Bild 4.9 Bildlaufleisten
Bildlaufleiste bei gedrückter
Maustaste verschieben
Oder auf den Pfeil klicken,
um schrittweise zu verschieben
62
Mit Apps und Programmen arbeiten
Lektion 4
Ziehen Sie den Balken innerhalb der Bildlaufleiste bei gedrückter linker Maustaste nach oben oder unten bzw. nach links oder rechts. Wenn Sie mit der linken
Maustaste auf die Pfeile am Ende der Bildlaufleiste in einem Programmfenster
klicken, dann wird der Fensterinhalt zeilenweise verschoben.
Eine weitere Möglichkeit bietet die Maus: Drehen Sie das Scroll-Rad der Maus
in die gewünschte Richtung, um in einem Fenster nach oben oder unten zu
scrollen. Sollte das Fenster nicht reagieren, so ist es im Moment möglicherweise
gerade inaktiv. Um es zu aktivieren genügt es, mit der Maus auf eine beliebige
Stelle des Fensters zu klicken.
Alternativ Scroll-Rad
verwenden
Mehrere Fenster auf dem Desktop anordnen
Wenn die Fenster auf dem Desktop nicht den gesamten Bildschirm einnehmen,
dann können sie auch überlappend auf dem Desktop angeordnet werden. Das
jeweils aktive Fenster befindet sich im Vordergrund, erkennbar auch am farbigen Rahmen und der farbigen Titelleiste. Im Beispiel in Bild 4.10 ist dies das
Programm Rechner. Ein anderes, sichtbares Anwendungsfenster aktivieren bzw.
holen Sie in den Vordergrund, indem Sie mit der Maus einfach in das Fenster
klicken. Beachten Sie, dass jedes der Fenster über eigene Schaltflächen zum
Maximieren, Minimieren und Schließen verfügt!
Dies funktioniert
ausschließlich mit Programmfenstern!
Bild 4.10 Überlappende
Fenster
Fenster mithilfe der Taskleiste anordnen
Über die Taskleiste können Sie alle geöffneten Fenster auf dem Desktop automatisch anordnen lassen: Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste in einen
freien Bereich der Taskleiste. Im Kontextmenü finden Sie verschiedene Möglichleiten, wie die geöffneten Fenster automatisch angeordnet werden können. Mit
dem Befehl Desktop anzeigen minimieren Sie alle geöffneten Fenster.
63
Lektion 4
Mit Apps und Programmen arbeiten
Bild 4.11 Fenster über
Taskleiste anordnen
Tipp: Zwei Fenster können auch exakt nebeneinander platziert werden. Ziehen
Sie dazu das eine Fenster per Titelleiste ganz nach links auf den Bildschirm, das
andere ganz nach rechts.
4.3
Apps gleichzeitig darstellen
Auch Apps lassen sich am Bildschirm gleichzeitig anzeigen, allerdings können,
abhängig von Größe und Auflösung des Bildschirms nur zwei bis maximal vier
Apps nebeneinander platziert werden.
Zwei Apps nebeneinander platzieren
1 Starten Sie die erste App, diese füllt zunächst den Bildschirm aus.
2
Zeigen Sie dann mit der Maus an den oberen Bildschirmrand, um die Titelleiste einzublenden. Klicken Sie hier links auf das Symbol der App, in
Bild 4.12 Karten, es öffnet sich ein Menü. Wählen Sie zwischen Links teilen
(App erscheint am linken Rand) und Rechts teilen.
3
Das Fenster teilt sich und die App wird am Rand angeheftet. Wechseln
Sie anschließend über die Taskleiste zur zweiten App oder starten Sie eine
App über die Startseite. Diese erscheint nun automatisch in der zweiten
Hälfte des Bildschirms.
4
Nun können Sie sich in beiden Apps unabhängig voneinander bewegen
bzw. eine App wieder beenden (Bild 4.13).
Bild 4.12 Menü in Titelleiste
64
Bild 4.13 Zwei Apps nebeneinander
Mit Apps und Programmen arbeiten
Lektion 4
Als zweite Alternative zeigen Sie in der geöffneten App an den oberen Bildschirmrand und ziehen nun die App mit gedrückter linker Maustaste an den linken oder rechten Bildschirmrand. Lassen Sie die Maustaste erst los, wenn sich
der Bildschirm teilt und in der Mitte ein schwarzer Balken erscheint (Bild 4.14).
Anschließend starten Sie die zweite App.
Teilung aufheben
Zwischen den Apps sehen Sie einen Balken mit drei Punkten. Positionieren Sie
hier den Mauszeiger und verschieben Sie die Leiste einfach an den linken oder
rechten Bildschirmrand. Auf diese Weise lassen sich die Bildschirmbereiche
auch vergrößern oder verkleinern (Bild 4.15).
Bild 4.14 App an den Rand ziehen
Bild 4.15 Teilung verschieben/aufheben
Tipp: Auch der Desktop lässt sich auf diese Weise zusammen mit Apps anordnen.
Weitere Apps hinzufügen
Wenn Sie eine dritte App aufrufen, erscheint diese zunächst in der Mitte des Bildschirms, ziehen Sie die App einfach in die linke oder rechte Bildschirmhälfte. Bei
ausreichender Bildschirmgröße wird die App zusätzlich eingefügt, sonst ersetzt
die App einfach die bisherige.
Übrigens merkt sich Windows, welche Apps Sie nebeneinander platziert haben
und zeigt Ihnen diese weiterhin nebeneinander an, wenn Sie sie in der App-Leiste erneut aufrufen. Beenden Sie die Platzierung nebeneinander also gegebenenfalls zunächst, bevor Sie zu einer anderen App wechseln.
4.4
App-Bedienelemente
Navigation in Apps
Die Navigation in einer App gestaltet sich einfach: Mit Ausnahme der App Internet Explorer scrollen Sie in Apps meist horizontal, weitere Informationen und
Details erhalten Sie, wenn Sie einfach auf eine Aufgabe klicken. Viele Apps verfügen auch in der rechten oberen Ecke über ein Lupen-Symbol zur Suche. Klicken
Sie auf das Symbol und tippen Sie in das Feld einen Suchbegriff ein.
65
Hilfe und Problembehandlung
Lektion 5
Hilfe in den App-Einstellungen
Beispielsweise in der App Mail rufen Sie die Hilfe-Funktion nicht in der Bedienleiste auf, sondern in der Charms-Leiste, die Sie rechts auf dem Bildschirm einblenden. Klicken Sie hier auf Einstellungen und dann auf Hilfe (manchmal auch
Info/Hilfe), um die zur App gehörenden Hilfetexte zu laden.
5.3
Assistenten für die Problembehandlung
Windows 8.1 funktioniert in der Regel reibungslos, jedoch kann es manchmal
Probleme unterschiedlicher Art geben. Bei Problemen, welche die Sicherheit Ihres Windows-Computers betreffen, meldet sich auf dem Desktop automatisch
das Wartungscenter zu Wort und bietet Ihnen Problemlösungen an. Aber auch
zu Hardwareproblemen oder Problemen mit der Internetverbindung bietet Ihnen
Windows Assistenten an, die Ihnen bei der Problemlösung behilflich sind.
Um eine Übersicht über die verfügbaren Assistenten für die Problembehandlung
zu erhalten, suchen Sie auf dem Startbildschirm nach Problembehandlung. Klicken Sie den Eintrag Problembehandlung an, auch das Wartungscenter erhalten
Sie auf diese Weise (Bild 5.8).
Bild 5.8 Nach Problembehandlung suchen
Sie erhalten daraufhin eine nach Kategorien geordnete Übersicht. Liegt beispielsweise ein Problem mit dem Internet vor, so klicken Sie auf die Kategorie
Netzwerk und Internet. Wählen Sie dann das vorliegende Problem aus, in diesem
Fall also Netzwerk und Internet. Es öffnet sich ein Assistent, der bestehende
Probleme in vielen Fällen automatisch erkennen und lösen kann. In jedem Fall
erhalten Sie vom Assistenten zumindest hilfreiche Tipps für die Problemlösung.
81
Lektion 5
Hilfe und Problembehandlung
Bild 5.9 Assistenten für die Problembehandlung
Windows-Probleme
als Übungseinheit
betrachten!
Wenn einmal ein Windows-Problem vorliegen sollte, verzweifeln Sie nicht! Denn
es ist gerade die Lösung eines Problems, bei der Sie am meisten über Ihren
Computer lernen.
5.4
82
Bild 5.10 Beispiel Netzwerk und Internet
Zusammenfassung
„
Windows verfügt über zwei allgemeine Hilfen, nämlich „Hilfe und Tipps“
sowie „Hilfe und Support“. Lernen Sie darin allgemeine Grundlagen rund
um Startseite, Kacheln und Desktop kennen. Sie haben die Möglichkeit,
die Hilfetexte entweder über Kategorien oder mithilfe des eingebauten
Suchfeldes zu durchforsten.
„
Die meisten Programme und Apps bieten eine spezifische Hilfefunktion,
die in den Umgang mit dem jeweiligen Programm oder der App einführt
und Hilfe bei eventuell auftauchenden Problemen bietet. In Programmen
wird die Hilfe über ein Fragezeichensymbol, den Hilfe-Eintrag im Menü
oder per F1-Taste aufgerufen. In Apps finden Sie die Hilfe entweder in der
Leiste mit anderen Bedienelementen (z. B. in der App Wetter) oder in den
App-Einstellungen in der Charms-Leiste (z. B. in der App Mail).
„
Falls bei der Windows-Nutzung Probleme auftauchen sollten, können Sie
von verschiedenen Assistenten für die Problembehandlung Gebrauch machen, die viele Probleme rund um Windows, Hardware, Internet usw. in vielen Fällen automatisch erkennen und lösen. Suchen Sie auf der Startseite
nach Problembehandlung, um Zugriff auf die entsprechenden Assistenten
zu erhalten.
6
Grundlagen der
Datenspeicherung
In dieser Lektion lernen Sie...
„
„
„
„
wie Informationen auf Ihrem Windows-Computer gespeichert werden
welche Speicherorte zur Verfügung stehen
wie Sie den (Windows-)Explorer zur Verwaltung Ihrer Dateien einsetzen
wie Sie sich im Explorer zurecht finden
Diese Kenntnisse sollten Sie bereits mitbringen...
„
Sie wissen bereits, wie man verschiedene Apps und Programme anwendet und wie
man mit Fenstern arbeitet.
Lektion 6
Grundlagen der Datenspeicherung
6.1
Begriffe und Speicherorte
Die Speicherung und Verwaltung von Daten zählt zu den grundlegenden Aufgaben eines Betriebssystems. Gespeicherte Daten werden in der EDV als Dateien
bezeichnet und können nicht nur Text oder Zahlen, sondern z. B. auch Bilder,
Videos oder Musikstücke, enthalten. Um das Auffinden von Daten zu erleichtern,
werden alle Dateien, je nach Inhalt und Zweck, in Ordnern organisiert.
Dateien
Dateien speichern
unterschiedliche Informationen.
Die Daten, die Sie auf einem Computer erstellen und bearbeiten, werden in so
genannten Dateien zusammengefasst und gespeichert. Jede Datei bildet eine
Einheit, kann jedoch ganz unterschiedliche Informationen enthalten. So kann
eine Datei z. B. ein Dokument enthalten, aber auch ein Foto, ein Video oder ein
Musikstück. Man kann eine Datei mit einer Klarsichthülle vergleichen, in die verschiedene Inhalte gesteckt werden. Mit Ausnahme von Fotos erhält eine Datei
beim Speichern meist das Symbol derjenigen Anwendung, mit der sie erstellt
wurde. Daher lässt sich mit etwas Übung am Symbol auch erkennen, um welchen Dateityp es sich handelt, in Bild 6.1 sehen Sie einige Beispiele.
Bild 6.1 Beispiele verschiedener Dateiarten
Damit die Inhalte von Dateien auf dem Bildschirm dargestellt werden können, ist
immer auch eine dazugehörige Anwendung, ein Programm oder eine App erforderlich. Den Inhalt auf dem Bildschirm anzuzeigen, bezeichnet man als Öffnen
der Datei. Schließen Sie eine Datei wieder, so wird sie nur vom Bildschirm bzw.
aus dem Arbeitsspeicher entfernt, bleibt aber auf der Festplatte des Computers
gespeichert. Zum Thema Öffnen und Speichern von Dateien erfahren Sie mehr
in Kapitel 8.
Auch Programme sind
als Dateien auf dem
Computer gespeichert.
Auch Computerprogramme sind in Form von Dateien gespeichert. Beim Öffnen
einer so genannten ausführbaren Datei wird nicht deren Inhalt angezeigt, sondern das jeweilige Programm wird gestartet (ausgeführt).
Ordner
Um die Vielzahl der gespeicherten Dateien (der „Klarsichthüllen“) übersichtlich
zu verwalten, verwendet Windows Ordner. Wie in einem Büro werden zusammengehörende Dateien in Ordnern zusammengefasst und können auf diese
Weise schneller wieder aufgefunden werden. Ordner unterscheiden sich durch
ihr Symbol von Dateien und sind so leicht zu erkennen, Beispiele sehen Sie links
und in Bild 6.2.
84
Grundlagen der Datenspeicherung
Lektion 6
Einige Standardordner sind unter Windows bereits vorhanden, so z. B. je ein
Ordner für Dokumente, Bilder, Videos, Musikstücke, sowie für Dateien, die Sie
aus dem Internet laden (Download) usw. Weitere Ordner können jederzeit angelegt werden, und zwar auch hierarchisch: In jeden Ordner lassen sich nicht nur
Dateien, sondern auch Unterordner einfügen, um eine Ihrer Arbeitsweise angepasste Ordnerstruktur zu entwickeln.
Bild 6.2 Beispiele für
Unterordner
Beispiel für die sinnvolle Nutzung von Unterordnern: Speichern Sie die gesamte
Kundenkorrespondenz einer Firma in einem einzigen Ordner, so behalten Sie
nur schwer einen Überblick über alle vorhandenen Dokumente. Besser ist es,
wenn Sie innerhalb eines Ordners für jeden Kunden oder bestimmte Kategorien
einen eigenen Ordner anlegen und die Dateien dort speichern.
Bibliotheken
Falls Sie bereits mit Windows 7 gearbeitet haben, werden Ihnen wahrscheinlich
auch die Bibliotheken bekannt sein. Diese existieren auch in Windows 8.1, sind
aber standardmäßig nicht sichtbar. Daher wird an dieser Stelle auch nicht näher
auf Bibliotheken eingegangen. Wie Sie diese bei Bedarf einblenden und mit ihnen arbeiten, erfahren Sie in Kapitel 8.11, Spezialthema Bibliotheken.
Bibliotheken fassen
zusammengehörige
Ordner zusammen, auf
diese Weise lassen sich
mehrere Ordner gleichzeitig durchsuchen.
Laufwerke
Als Laufwerke bezeichnet man alle an den Computer angeschlossenen bzw.
in diesem eingebauten Datenträger. Dazu gehören die Festplatte und andere
eingebaute Speichermedien, CD- und DVD-Laufwerke (= optische Laufwerke),
externe Festplatten, USB-Speichersticks sowie eventuell vorhandene Kartenlesegeräte. In einer Netzwerkumgebung (Verbindung mehrerer Computer) zählen
auch noch verbundene Netzwerklaufwerke dazu.
Hinweis: Eine Festplatte lässt sich in mehrere
Partitionen unterteilen,
dann entspricht jede
Partition einem eigenen
Laufwerk.
Für jedes Laufwerk bzw. jeden Datenträger kann optional ein Name vergeben
werden. So kann beispielsweise die Festplatte den Namen „Windows“ erhalten
oder Sie können einer DVD den Namen „Urlaubsfotos“ zuweisen.
Intern benutzt Windows zur Laufwerkskennzeichnung Buchstaben zusammen
mit einem Doppelpunkt. So wird das Speichermedium, auf dem Windows installiert wurde, normalerweise die Festplatte, meist über den Laufwerksbuchstaben C: angesprochen und alle anderen Laufwerke erhalten nacheinander die
weiteren Buchstaben des Alphabets. Dem DVD-Laufwerk kann beispielsweise
85
Lektion 6
Grundlagen der Datenspeicherung
der Buchstabe D: zugewiesen werden und ein USB-Speicherstick erhält dann
beim Anschließen automatisch den nächsten Buchstaben E:. Dasselbe gilt auch
für alle weiteren, extern angeschlossenen Speichermedien, z. B. Speicherkarte
bzw. digitale Kamera. Die Buchstaben A: und B: waren ursprünglich reserviert
für erstes und zweites Diskettenlaufwerk und werden daher heute nicht mehr
verwendet.
Internet (Cloud)
Das Internet als Speicherort für Dateien
Sie können Ihre Dateien nicht nur lokal auf dem Computer speichern, sondern
auch im Internet. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Speichern
in der Cloud (der „Wolke“). Ihre Dateien beanspruchen dann auf dem Computer keinen Speicherplatz. Sie können außerdem von mehreren Computern
aus (wenn Sie die Dateien freigeben, auch von mehreren Personen) verwendet
werden.
Zum Speichern von Dateien im Internet steht Ihnen mit Windows 8.1 unter dem
Namen OneDrive (vormals SkyDrive) kostenloser Speicherplatz zur Verfügung.
Dieser Speicherplatz kann wie jedes andere Laufwerk, z. B. ein USB-Speicherstift, genutzt werden. In den Office 2013-Anwendungen, beispielsweise Word
2013, ist OneDrive sogar fest als Speicherort integriert.
Bild 6.3 Mit Microsoft
Word 2013 in OneDrive
speichern
Es gibt auch noch weitere Cloud-Speicherdienste, die Sie nutzen können.
Sehr beliebt sind z. B. die Dienste Dropbox und Google Drive. Bevor Sie einen
Cloud-Speicherdienst zum Speichern Ihrer Dateien verwenden, sollten Sie mit
der Computernutzung allerdings schon etwas besser vertraut sein.
6.2
Verwechseln Sie den
Explorer nicht mit dem
Internet-Explorer, mit
dem Sie im Internet
surfen!
86
Speicherorte im Explorer betrachten
Der Explorer, in früheren Windows-Versionen auch als Windows-Explorer bezeichnet, ist eine Anwendung, in der Sie nicht nur eine Übersicht über alle Speicherorte wie Laufwerke, Ordner und Dateien erhalten, Sie erledigen hier auch
die gesamte Verwaltung dieser Speicherorte. Laufwerke unterscheiden sich im
Explorer nur durch ihr Symbol von Ordnern, nicht aber im Umgang. Sie können
also hier mit Ordnern und Laufwerken, z. B. OneDrive, gleichermaßen arbeiten.
Grundlagen der Datenspeicherung
Lektion 6
Explorer starten
„
Das Symbol zum Öffnen des Explorers finden Sie standardmäßig in der
Taskleiste des Desktops und der Startseite. Auf der Startseite erscheint die
Taskleiste, wenn Sie die Maus ganz an den unteren Rand des Bildschirms
bewegen.
„
Alternativ finden Sie den Explorer auch auf der Startseite oder in der Übersicht über alle installierten Programme und Apps. Oder benutzen Sie hier
die Suche und geben die ersten Zeichen, z. B. Expl, als Suchbegriff ein.
„
Eine weitere Möglichkeit: Öffnen Sie den Explorer mit der Tastenkombination Windows+E.
Explorer mit Windows
+E starten
Elemente des Explorers
Betrachten wir zunächst die Bedienoberfläche des Explorers und seine Bereiche
genauer:
1
Aktueller Ort
2
Menüband
3
Adressleiste
4
Suchfeld
5
Anzeigebereich
6
Navigationsbereich
7
Statusleiste
1
Die Titelleiste des Fensters zeigt den aktuellen Speicherort an, unmittelbar
nach dem Start des Explorers ist dies der Ort Dieser PC.
2
Unterhalb finden Sie das Menüband mit allen Befehlen, die Sie im Explorer
benötigen.
3
Die Adressleiste darunter zeigt den Pfad des aktuellen Speicherorts an
und enthält links einige Symbole zur Navigation.
4
Rechts in der Adressleiste befindet sich ein Suchfeld zum Durchsuchen
des aktuell geöffneten Speicherorts.
Bild 6.4 Bedienoberfläche des Explorers
87
Lektion 6
Grundlagen der Datenspeicherung
5
Der größte Teil des Explorer-Fensters, der große Bereich rechts, wird als
Inhalts- oder Anzeigebereich bezeichnet. Hier sehen Sie den Inhalt des
aktuellen Speicherortes in Form von Symbolen und deren Bezeichnungen.
6
Die linke Spalte des Explorers dient zur Navigation zwischen den verschiedenen Speicherorten und wird als Navigationsbereich bezeichnet. Klicken
Sie im Navigationsbereich auf einen Speicherort, so erscheint dessen Inhalt sofort im Anzeigebereich. Im Anzeigebereich selbst ist zur Anzeige
eines Ordnerinhaltes ein Doppelklick auf den Ordner erforderlich.
7
Am unteren Rand des Windows-Explorers sehen Sie schließlich noch eine
Statusleiste mit Informationen zum ausgewählten Element sowie in der
rechten Ecke zwei Symbole zum schnellen Ändern der Ansicht.
Das Menüband
Das Menüband enthält alle Befehle, die Sie im Explorer benötigen. Zusammengehörige Befehle sind in Registern, z. B. Ansicht zusammengefasst. Zum Anzeigen der dazugehörigen Schaltflächen, klicken Sie auf den Namen des Registers.
Das Menüband kann
ausgeblendet sein!
Möglicherweise sind vom Menüband nur die Registernamen sichtbar, dann erscheinen die Schaltflächen erst, wenn Sie auf einen Namen klicken und verschwinden sofort wieder, nachdem Sie auf eine Schaltfläche oder eine beliebige
andere Stelle geklickt haben. Um das Menüband dauerhaft einzublenden, klicken Sie auf das Symbol Menüband erweitern (Bild 6.5), ein weiterer Mausklick
auf dieses Symbol reduziert das Menüband wieder. Auch ein Doppelklick auf
einen Registernamen blendet das Menüband ein und wieder aus.
Beachten Sie außerdem, dass die verfügbaren Register davon abhängig sind,
welcher Speicherort gerade ausgewählt ist. So erscheint beispielsweise das Register Bildtools - Verwalten nur dann, wenn der Inhalt eines Bilderordners angezeigt wird. Diese Register bezeichnet man auch als kontextbezogene Register.
Bild 6.5 Menüband
erweitern/reduzieren
88
Lektion 8
Dateien und Ordner verwalten
In Kapitel 6 haben Sie den Explorer bereits näher kennengelernt. Den Explorer
benötigen Sie auch, wenn Sie am PC mit weiteren eigenen Ordnern Ordnung
schaffen möchten oder bereits gespeicherte Elemente an einen anderen Ort verschieben, kopieren oder löschen möchten. Es macht dabei keinen Unterschied,
ob sich die Dateien und Ordner auf der Festplatte, einem beliebigen Wechseldatenträger oder dem Cloud-Speicher OneDrive befinden. Als Alternative können
Sie Dateien und Ordner auf OneDrive auch mit einer speziellen App verwalten,
mehr dazu am Ende dieses Kapitels.
8.1
Elemente markieren
Einfaches Markieren
Wie Sie bereits in vorangegangenen Kapiteln in Zusammenhang mit dem Explorer gesehen haben, müssen Sie vor jeder Bearbeitung das betreffende Element
markieren. Aus diesem Grund wollen wir uns zunächst mit verschiedenen Markierungstechniken im Explorer genauer befassen, dabei geht es immer um das
Markieren im Anzeigebereich des Explorers.
Ein einzelnes Element markieren Sie, indem Sie im Anzeigebereich einmal auf
das Dateisymbol klicken. Markierte Elemente werden farbig hinterlegt und sind
so schnell zu erkennen. Achtung: Wenn Sie mit Finger oder Maus auf ein Element zeigen, wird dieses nur vorübergehend farbig hervorgehoben. Ein markiertes Element dagegen bleibt solange hervorgehoben, bis Sie an eine andere
beliebige Stelle des Anzeigebereichs klicken.
Bild 8.1 Zeigen und
Markieren
Markierte Datei
Auf Datei zeigen
Mehrere Elemente markieren
In vielen Fällen lässt sich die Bearbeitung vereinfachen, wenn Sie gleich mehrere
Elemente markiert haben. Dazu verwenden Sie eine der folgenden Techniken.
Den gesamten Ordnerinhalt markieren
„ Klicken Sie im Menüband auf das Register Start und auf Alles auswählen.
Hier finden Sie auch noch Nichts auswählen und Auswahl umkehren.
„
122
Oder verwenden Sie die Tastenkombination Strg+A. Dazu drücken Sie zuerst die Strg-Taste, halten diese gedrückt und betätigen kurz die Taste A.
Dateien und Ordner verwalten
Lektion 8
Mehrere zusammenhängende Elemente markieren
Markieren Sie mit einem Klick das erste, zu markierende Element. Drücken Sie dann die Umschalt-(Shift)Taste und halten Sie die Taste gedrückt,
während Sie gleichzeitig auf das letzte, zu markierende Element klicken.
Danach lassen Sie die Tasten wieder los.
„
„
Oder ziehen Sie mit der Maus einen Rahmen um die Elemente: Dazu beginnen Sie an einer freien Stelle neben dem ersten Element, drücken die
linke Maustaste und halten die Taste gedrückt, während Sie diagonal ein
Rechteck um die Elemente ziehen. Es werden auch Elemente in die Markierung einbezogen, die sich nicht vollständig innerhalb des Rahmens befinden.
Nicht zusammenhängende Elemente auswählen
Mehrere Elemente lassen sich am einfachsten markieren, wenn Sie zuvor im Register Ansicht das Kontrollkästchen Elementkontrollkästchen aktivieren. Dadurch
erscheint beim Zeigen auf ein Symbol in dessen linker oberer Ecke ein kleines
Kästchen. Mit einem Klick in das Kästchen setzen Sie ein Häkchen, das Element
ist markiert und Sie können nun weitere markieren.
Alternativ markieren Sie
die Elemente durch Anklicken mit gleichzeitig
gedrückter Strg-Taste.
Bild 8.2 Mehrfachmarkierung
Kontrollkästchen aktivieren
Markieren
Die Elemente bleiben nur bis zur nächsten Aktion, z. B. Kopieren oder Verschieben, markiert, auch bei einem Wechsel zu einem anderen Speicherort verschwindet die Markierung wieder.
123
Lektion 8
Dateien und Ordner verwalten
8.2
Dateien und Ordner organisieren
Einen neuen Ordner erstellen
Ordner können im Explorer an jedem verfügbaren Speicherort erstellt werden,
also beispielsweise als Unterordner eines Standardordners oder eines anderen
beliebigen Ordners, auf dem Desktop, einem externen Laufwerk, z. B. einem
USB-Speicherstick oder auf OneDrive. Einige Tipps:
„
Sollen Ordner auf der Festplatte angelegt werden, so erhalten Sie später
am schnellsten Zugriff auf Ihre Ordner, wenn Sie sie als Unterordner in
einem der Standardordner, z. B. Dokumente, erstellen.
„
Legen Sie dagegen keine Ordner direkt auf dem lokalen Datenträger
C: (Festplatte) an. Dieser Ort sollte ausschließlich dem Betriebssystem
Windows und den installierten Programmen vorbehalten bleiben, da ein
versehentliches Löschen wichtiger Ordner dazu führen kann, dass einige
Programme nicht mehr funktionieren.
Die Vorgehensweise beim Anlegen eines Ordners ist immer gleich, als Beispiel
erstellen wir einen neuen Ordner im Ordner Dokumente.
Bild 8.3 Neuen Ordner
erstellen
Klicken Sie auf Neuer
Ordner
Der aktuelle Speicherort Dokumente
Der neue Ordner:
Geben Sie über die
Tastatur einen Namen
ein
124
1
Navigieren Sie im Explorer zum Speicherort, an dem Sie den neuen Ordner erstellen möchten. Der Inhalt dieses Ortes muss im Anzeigebereich
sichtbar sein, ggfs. kontrollieren Sie die Adressleiste.
2
Klicken Sie im Menüband auf das Register Start und auf Neuer Ordner. Der
neue Ordner erscheint sofort im Anzeigebereich, sein vorläufiger Name
(Neuer Ordner) wird in einem kleinen Feld angezeigt und ist markiert, er
Dateien und Ordner verwalten
braucht nur noch durch Ihre Tastatureingabe mit einem aussagefähigen
Namen überschrieben werden (Bild 8.3).
3
Zum Abschluss betätigen Sie die Eingabe-Taste oder klicken mit der Maus
an eine beliebige Stelle des Anzeigebereichs.
Lektion 8
Genauso gehen Sie
auch vor, wenn Sie auf
OneDrive einen Ordner
anlegen möchten.
Hinweis: Ein neuer Ordner erscheint bei der standardmäßigen Sortierung nach
Namen im Anzeigebereich zunächst einmal unter dem Buchstaben N (Neuer
Ordner). Nachdem er einen Namen erhalten hat, ändert sich seine Position automatisch wieder.
Für die Namen von Ordnern gelten dieselben Regeln wie für die Dateinamen:
„ Ein vollständiger Suchpfad darf maximal 255 Zeichen umfassen.
„ Ordnernamen dürfen alle Zeichen enthalten, mit Ausnahme der folgenden
Sonderzeichen: / \ : ? * < > |
„ Ein Ordnername muss eindeutig sein, darf also am selben Speicherort
nicht bereits vorhanden sein.
Ordner- und Dateinamen ändern
Namen von Ordnern können nachträglich geändert werden, falls z. B. beim Erstellen der Name Neuer Ordner versehentlich nicht geändert wurde. Eventuell
bestehende Verknüpfungen mit diesem Ordner werden dabei von Windows automatisch angepasst. Auch die Namen von Dateien können jederzeit geändert
werden. Beachten Sie beim Umbenennen folgendes:
„
Falls die Datennamenerweiterung im Explorer sichtbar ist, darf diese beim
Umbenennen nicht geändert werden, da sonst die Datei nicht mehr geöffnet werden kann. Eine ausgeblendete Dateinamenerweiterung wird dagegen beim Umbenennen nie geändert.
„
Eine Datei darf beim Umbenennen nicht gleichzeitig geöffnet sein. Auch
Ordner können nicht umbenannt werden, wenn gleichzeitig eine Datei aus
diesem Ordner geöffnet ist.
„
Die Namen der Standardordner, Dokumente, Bilder, usw. können und sollten auch nicht ohne weiteres geändert werden.
Verknüpfungen, siehe
Kap. 8.5
Die Vorgehensweise beim Umbenennen unterscheidet nicht zwischen Ordnern
und Dateien, am einfachsten verwenden Sie dazu folgende Methode:
1
Klicken Sie einmal auf das Datei- bzw. Ordnersymbol, das Element ist nun
markiert.
2
Klicken Sie auf den Namen des markierten Elements, kein Doppelklick!
Nach kurzer Verzögerung wechselt die Beschriftung in den Textmodus. Im
Textmodus erscheint der Name in einem kleinen umrandeten Eingabefeld
und ist markiert, kann also überschrieben werden. Im Textmodus können
125
Lektion 8
Dateien und Ordner verwalten
Sie außerdem sämtliche Techniken der Texteingabe und -korrektur anwenden (Bild 8.4).
Siehe Kap. 2
3
Beenden Sie anschließend den Textmodus durch Drücken der Eingabe-Taste oder klicken Sie mit der Maus.
Bild 8.4 Beispiel: Ordner
umbenennen
Im Kontextmenü der
rechten Maustaste finden Sie ebenfalls den
Befehl Umbenennen.
Als Alternative markieren Sie den Ordner oder die Datei und klicken im Menüband auf das Register Start. Hier finden Sie in der Gruppe Organisieren den Befehl Umbenennen (Bild 8.5). Mit der Funktionstaste F2 erscheint der Name des
markierten Elements ebenfalls im Textmodus.
Bild 8.5 Umbenennen
über das Menüband
Hinweis: Häufig erscheint der Textmodus auch, wenn beim Öffnen mit Doppelklick versehentlich auf den Namen geklickt wurde. Mit der Esc-Taste beenden
Sie den Textmodus, ohne dass der Name geändert wird.
Mehrere Dateien gleichzeitig umbenennen
Dateien markieren,
siehe Kap. 8.1
Bild 8.6 Mehrere Dateien umbenennen
126
Sie können auch mehrere Elemente in einem einzigen Arbeitsschritt umbenennen. Besonders interessant ist das bei umfangreichen Fotosammlungen, da die
Fotos in der Regel mit einem wenig aussagefähigen Namen versehen sind. Markieren Sie hierzu zunächst alle Dateien, die Sie umbenennen möchten. Klicken
Sie dann im Menüband, Register Start, auf Umbenennen und geben Sie einen
Dateinamen ein. Nach dem Drücken der Eingabe-Taste erhalten alle markierten
Dateien den neuen Namen und werden zusätzlich durchnummeriert (Bild 8.6).
Dateien und Ordner verwalten
8.3
Lektion 8
Dateien und Ordner verschieben und kopieren
Wenn Sie einen Ordner oder eine Datei von ihrem ursprünglichen Speicherort an
einen anderen Ort verschieben, dann existiert das Element nach wie vor nur ein
einziges Mal. Beim Kopieren dagegen verbleibt das Element am ursprünglichen
Ort und am Zielort wird eine Kopie erstellt. Zielorte können andere Ordner und
Laufwerke, z. B. CD/DVD-Laufwerk, USB-Speicherstick oder OneDrive, sein.
Dateien und Ordner verschieben
Die einfachste und schnellste Methode zum Verschieben ist das Ziehen eines
Elements mit gedrückter linker Maustaste, auch als Drag & Drop (dt. „Ziehen
und Ablegen“) bezeichnet.
Beispiel: Mit der Maus eine Datei in einen Ordner verschieben
Befinden sich Datei und Ordner am selben Speicherort, z. B. im Ordner Dokumente, so brauchen Sie eigentlich nur im Anzeigebereich das Dateisymbol mit
gedrückter linker Maustaste auf den Zielordner ziehen. Das Dateisymbol wandert mit dem Mauszeiger über den Bildschirm, lassen Sie die Maustaste erst
wieder los, wenn ein entsprechender Hinweis auf den Zielort erscheint (Bild 8.7).
Bild 8.7 Datei in Ordner
verschieben
Befinden sich Datei und Zielordner nicht am selben Ort, dann ziehen Sie die
Datei aus dem Anzeigebereich heraus und im Navigationsbereich an den Zielort.
Es genügt, wenn die Datei im Anzeigebereich des Explorers sichtbar ist, im Navigationsbereich öffnen sich während des Ziehens die Ordner automatisch und
zeigen alle Unterordner an. So gehen Sie vor:
1
Ziehen Sie das zu verschiebende Element aus dem Anzeigebereich in den
Navigationsbereich und auf den übergeordneten Ordner, z. B. Dokumente.
Lassen Sie die Maustaste nicht los, während Sie hier kurz über dem Ordner Dokumente verweilen (Bild 8.8).
Bild 8.8 Im Navigationsbereich auf das
übergeordnete Element
ziehen
Zu verschiebende Datei
127
Lektion 8
Dateien und Ordner verwalten
2
Die Unterordner werden nach kurzer Verzögerung automatisch unterhalb
des Ordners Dokumente sichtbar.
3
Ziehen Sie nun die Datei weiter auf den Zielordner und lassen Sie die
Maustaste erst los, wenn ein entsprechender Hinweis am Mauszeiger erscheint (Bild 8.9).
4
Die Datei ist aus dem ursprünglichen Ordner verschwunden und befindet
sich nun am Zielort, sie wurde verschoben.
Bild 8.9 Ziehen Sie die
Datei auf den Zielordner
Dieselbe Vorgehensweise wenden Sie auch an, wenn Sie anstelle einer Datei
einen Ordner oder mehrere markierte Elemente verschieben möchten.
Über Schaltfläche im Menüband verschieben
Eine zweite Möglichkeit zum Verschieben finden Sie im Menüband:
Bild 8.10 Verschieben Speicherort auswählen
128
1
2
3
Markieren Sie das Element bzw. die Elemente.
4
Ist dies nicht der Fall, so klicken Sie am Ende der Liste auf Speicherort
auswählen....
Klicken Sie auf das Register Start und hier auf Verschieben nach.
Es erscheint eine Liste, die sowohl die Standardordner als auch zuletzt verwendete Ordner umfasst. Befindet sich der gewünschte Ordner darunter,
so klicken Sie ihn einfach an.
Lektion 8
Dateien und Ordner verwalten
Heimnetzgruppe
In kleineren Netzwerken stellt die Heimnetzgruppe eine einfache Möglichkeit
dar, Ordner und Geräte, z. B. Drucker, im Netzwerk gemeinsam zu nutzen. Geschützt wird die Heimnetzgruppe durch ein Kennwort. Die Heimnetzgruppe existiert standardmäßig bereits im Navigationsbereich des Explorers; um Dateien
und den Drucker Ihres PCs über die Heimnetzgruppe freizugeben, gehen Sie
wie folgt vor:
1
Markieren Sie im Navigationsbereich des Explorers die Heimnetzgruppe
und klicken Sie im Anzeigebereich auf Heimnetzgruppe erstellen.
2
Klicken Sie im nächsten Fenster auf Weiter. Anschließend können Sie die
Standardordner und den Drucker freigeben, in der Standardeinstellung
sind alle Bibliotheken mit Ausnahme von Dokumente freigegeben. Klicken
Sie dann auf Weiter.
3
Im letzten Schritt erhalten Sie ein Kennwort. Dieses Kennwort wird von
anderen Personen/PCs benötigt, wenn sie der Heimnetzgruppe beitreten
möchten. Notieren Sie das Kennwort und klicken Sie auf Fertig stellen.
Bild 8.56 Heimnetzgruppe erstellen
Bibliotheken, siehe
Kap. 8.11
Bild 8.57 Heimnetzgruppe: Freigaben und
Kennwort
158
Dateien und Ordner verwalten
Lektion 8
Ihr Benutzername erscheint nun im Navigationsbereich unterhalb der Heimnetzgruppe und wenn Sie hier auf Ihren Namen klicken, so sehen Sie im Anzeigebereich die freigegebenen Bibliotheken.
Ordner freigeben
Standardmäßig sind im Heimnetzwerk nur die Bibliotheken und der Drucker freigegeben. Möchten Sie den Zugriff auf einzelne Ordner, z. B. Bilder oder Videos,
erlauben, so müssen Sie diese extra freigeben. Klicken Sie dazu mit der rechten
Maustaste auf den betreffenden Ordner, zeigen Sie auf Freigeben für und wählen
Sie eine Person bzw. einen Computer aus.
Bild 8.58 Ordner freigeben
Standardmäßig erhalten andere Benutzer nur eine Leseberechtigung für freigegebene Ordner. Falls Sie die Berechtigung ändern möchten oder den Ordner für
alle im Netzwerk freigeben möchten, dann klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf den betreffenden Ordner, zeigen auf Freigeben für (Bild 8.58) und wählen
Bestimmte Personen.... Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie nun für jeden Benutzer der Heimnetzgruppe die entsprechende Berechtigung angeben können
(Bild 8.59).
Bild 8.59 Personen und
Berechtigung auswählen
159
Lektion 8
Dateien und Ordner verwalten
Sie können auch hier jederzeit weitere Benutzer hinzufügen: Geben Sie entweder einen Namen ein oder klicken Sie auf den Dropdown-Pfeil, um nach Personen zu suchen und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Zuletzt bestätigen Sie Ihre
Einstellungen mit der Schaltfläche Freigabe.
Tipp: Wenn Sie den Ordner für alle Personen im Netzwerk freigeben möchten, so
tippen Sie Jeder ein und klicken auf Hinzufügen.
Bild 8.60 Personen
hinzufügen
Freigabe beenden
Sie können die Freigabe jederzeit wieder aufheben: Markieren Sie dazu im Explorer den betreffenden Ordner und klicken Sie im Menüband auf das Register
Freigeben und hier auf Freigabe beenden. Denselben Befehl finden Sie auch im
Kontextmenü, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner klicken.
Kennwort anzeigen
Falls Sie das Kennwort erneut anzeigen möchten, klicken Sie im Navigationsbereich des Explorers mit der rechten Maustaste auf die Heimnetzgruppe und auf
Heimnetzgruppen-Kennwort anzeigen. Diesen Befehl finden Sie auch, wenn Sie
im Menüband auf Heimnetzgruppe klicken.
Bild 8.61 Kennwort
anzeigen
Der Heimnetzgruppe beitreten
Wurde eine Heimnetzgruppe erstellt, so können ab jetzt andere PCs dieser
Gruppe beitreten und ihrerseits Ordner freigeben. So gehen Sie vor:
160
1
Öffnen Sie auf dem zweiten Computer den Explorer und markieren Sie im
Navigationsbereich die Heimnetzgruppe.
2
Klicken Sie dann im Anzeigebereich oder im Menüband, Register Freigeben, auf Heimnetzgruppe beitreten bzw. Jetzt beitreten (Bild 8.62).
3
Im nächsten Schritt wählen Sie aus, welche Bibliotheken/Ordner Sie freigeben möchten und klicken auf Weiter.
Dateien und Ordner verwalten
4
Lektion 8
Zuletzt werden Sie zur Eingabe des Kennwortes aufgefordert. Klicken Sie
dann auf Fertig stellen.
Bild 8.62 Der Heimnetzgruppe beitreten
Im Navigationsbereich des Explorers wurde nun Ihr Name der Heimnetzgruppe
hinzugefügt und Sie können hier sämtliche freigegebenen Ordner einblenden
bzw. sehen Sie rechts im Anzeigebereich deren Inhalte.
Heimnetzgruppe verlassen
Klicken Sie im Naviagtionsbereich mit der rechten Maustaste auf die Heimnetzgruppe und auf Heimnetzgruppen-Einstellungen ändern. Das Fenster Heimnetzgruppe wird geöffnet: Klicken Sie auf Heimnetzgruppe verlassen.
Heimnetzgruppe in den PC-Einstellungen bearbeiten
Alternativ finden Sie dieselben Möglichkeiten zum Erstellen bzw. Beitreten einer Heimnetzgruppe in den PC-Einstellungen. Dazu blenden Sie am rechten
Bildschirmrand die Charms-Leiste ein und klicken auf PC-Einstellungen ändern.
Klicken Sie dann in der Navigationsleiste auf Netzwerk und auf Heimnetzgruppe.
Bild 8.63 PC-Einstellungen: Heimnetzgruppe
erstellen
161
Lektion 8
Dateien und Ordner verwalten
8.13
162
Zusammenfassung
„
Der Explorer ist diejenige Anwendung, in der Sie alle Aufgaben zur Verwaltung von Dateien und Ordnern erledigen. Neue Ordner zum Speichern von
Dateien können an jedem verfügbaren Speicherort erstellt werden, also
z. B. als Unterordner eines bestehenden Ordners oder auf OneDrive bzw.
einem externen Laufwerk. Am schnellsten erhalten Sie Zugriff auf Ordner
und enthaltene Dateien, wenn Sie auf der Festplatte neue Ordner als Unterordner eines Standardordners, z.B. Dokumente, erstellen. An diesen
Speicherorten werden bei der Suche auch Dateiinhalte berücksichtigt.
„
Für Ordner und Dateien gelten dieselben Namensregeln. Die Dateinamenerweiterung von Dateien kennzeichnet den jeweiligen Dateityp und wird
beim Speichern automatisch vergeben. Sollte diese im Explorer sichtbar
sein, dann achten Sie beim Umbenennen unbedingt darauf, dass die Dateinamenerweiterung beibehalten wird.
„
Verschieben oder Kopieren von Dateien und Ordnern kann auf verschiedene Weise erfolgen: Durch Ziehen mit gedrückter Maustaste, dann wird
innerhalb eines Laufwerks automatisch verschoben, beim Ziehen auf ein
anderes Laufwerk dagegen kopiert. Als zweite Methode verwenden Sie die
Schaltflächen im Menüband und als dritte Möglichkeit die Zwischenablage. Hierzu benutzen Sie die Befehle Ausschneiden/Kopieren und Einfügen.
Die Zwischenablage speichert ein ausgeschnittenes oder kopiertes Element solange, bis Sie das nächste ausschneiden bzw. kopieren und dient
auch zum Datenaustausch zwischen Anwendungen.
„
Über Verknüpfungen können Sie auf Ordner zugreifen, ohne den genauen Speicherort zu kennen. Verknüpfungen können Sie beispielsweise auf
dem Desktop oder in den Favoriten des Explorers erstellen.
„
Beim Löschen werden Dateien und Ordner zunächst in den Papierkorb
verschoben. Solange der Papierkorb nicht geleert wurde, können gelöschte Elemente am ursprünglichen Speicherort wiederhergestellt werden.
„
Beim Brennen von Dateien und Ordnern auf CD/DVD, muss beim Einlegen
einer leeren CD/DVD der spätere Verwendungszweck festgelegt werden.
Mit der Auswahl Wie ein USB-Speicherstick erfolgt der Brennvorgang sofort und die Daten können später auch geändert werden, eine Wiedergabe
mit einem CD/DVD-Player ist dagegen nicht möglich. Wählen Sie dagegen
die Wiedergabe mit einem CD-Player, so werden die Dateien zum Brennen
erst gesammelt und erst dann gebrannt. Späteres Hinzufügen weiterer Dateien ist möglich, nicht aber deren Änderung.
„
Der Cloud-Speicher OneDrive ist zusammen mit einem Microsoft-Konto verfügbar und kann im Explorer wie jedes andere Laufwerk behandelt
werden. Speziell für Fingerbedienung ist zusätzlich die dazugehörige App
Dateien und Ordner verwalten
Lektion 8
OneDrive verfügbar, diese finden Sie standardmäßig als Kachel auf der
Startseite. OneDrive bietet die Möglichkeit, Dateien und Ordner auch offline verfügbar zu machen oder diese für andere Personen freizugeben,
indem Sie einen Link erstellen. Von einem anderen Computer aus können
Sie im Browser, z. B. Internet Explorer, auf Ihre OneDrive-Daten zugreifen.
„
Bibliotheken fassen die Inhalte mehrerer Ordner zusammen, auf diese
Weise lassen sich schnell mehrere Ordner gleichzeitig durchsuchen, auch
wenn sich diese an unterschiedlichen Orten befinden. Windows 8.1 verfügt zwar über Bibliotheken, zeigt diese jedoch standardmäßig nicht an.
Jede Bibliothek enthält zunächst den jeweiligen persönlichen Ordner und
dazu einen öffentlichen Ordner, auf dessen Inhalt jeder Benutzer des PCs
zugreifen kann. Weitere Ordner können hinzugefügt werden, beachten Sie
aber, dass sich, ähnlich wie bei Verknüpfungen, der eigentliche Speicherort eines Ordners dadurch nicht ändert.
„
Ist Ihr Computer Teil eines Netzwerks, so haben Sie eventuell im Explorer
Zugriff auf ein oder mehrere gemeinsame Netzlaufwerke. Deren Handhabung unterscheidet sich nicht von anderen Laufwerken. In einem kleinen
Netzwerk können Sie über die Heimnetzgruppe Ordner und Drucker freigeben und so gemeinsam nutzen.
8.14
Übung: Eine Ordnerstruktur anlegen
1
Erstellen Sie im Explorer, im Ordner Dokumente einen neuen Ordner mit
dem Namen Ordner-Übung.
2
Erstellen Sie dann in diesem Ordner eine Ordnerstruktur entsprechend der
Abbildung unten.
163
Lektion 8
Dateien und Ordner verwalten
3
Benennen Sie dann den Ordner „Werbung“ um, dieser erhält den neuen
Namen „Mailings“.
4
Löschen Sie den Ordner Rechnungen. Was passiert mit den darin enthaltenen Unterordnern?
5
Öffnen Sie den Papierkorb und stellen Sie den zuvor gelöschten Ordner
Rechnungen wieder her. Wo befindet sich dieser jetzt?
6
Verschieben Sie die beiden Ordner 2013 und 2014 aus dem Ordner Rechnungen in den Ordner Lager.
7
Kopieren Sie sämtliche Unterordner der Ordners Kunden in den Ordner
Reklamationen.
8
Löschen Sie den Ordner Ordner-Übung wieder.
Notizen:
164
9
Spezialthema:
Fotos mit Windows 8.1
In dieser Lektion lernen Sie...
„
„
„
wie Sie Fotos von der Kamera auf Ihren PC übertragen
wie Sie Ihre Fotos betrachten und verwalten
wie Sie im Explorer mit Fotos umgehen
Diese Kenntnisse sollten Sie bereits mitbringen...
„
Sie wissen bereits, wie man mit Apps und Programmen arbeitet und kennen die Grundlagen der Verwaltung von Dateien und Ordnern im Explorer.
Lektion 11
Einstellungen für Hard- und Software
OneDrive-Einstellungen
Als Standardeinstellung schlägt Windows beim Speichern von Dokumenten
meist einen OneDrive Ordner vor. Um diese Einstellung zu ändern, klicken Sie in
den PC-Einstellungen auf OneDrive. Setzen Sie dann den Schalter Dokumente
standardmäßig auf OneDrive speichern auf Aus.
Bild 11.24 Standardspeicher ändern
11.7
Drucker
Drucker anschließen und verwalten
Die Druckerinstallation
erfolgt in der Regel
automatisch
Moderne Drucker erfordern in der Regel keinerlei Installationsaufwand; es genügt, wenn Sie den Drucker mit dem PC verbinden, dabei gehen Sie so vor:
1
2
Schließen Sie den Drucker an die Stromversorgung an.
3
Schließen Sie den Drucker per USB-Kabel am Computer an. Das erforderliche Kabel sollte im Lieferumfang des Druckers enthalten sein.
4
Danach wird der Drucker in den meisten Fällen automatisch erkannt und
der erforderliche Gerätetreiber installiert.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Computer eingeschaltet ist und dass Sie angemeldet sind.
Falls der Drucker nicht erkannt wird, verwenden Sie für die Treiberinstallation die
mit dem Drucker mitgelieferte CD/DVD. Informieren Sie sich auch in der ebenfalls beiliegenden Installationsanleitung über die genaue Vorgehensweise.
Wenn kein Drucker installiert ist, steht Ihnen unter Windows 8.1 trotzdem ein
„Drucker“ zur Verfügung, nämlich der Microsoft XPS Document Writer. Allerdings erfolgt hier der Ausdruck nur in eine Datei, die dann gespeichert und für
weitere Zwecke verwendet werden kann.
210
Einstellungen für Hard- und Software
Lektion 11
Standarddrucker festlegen
Viele Programme verfügen über einen Befehl, ein Dokument ohne weitere Einstellungen auf dem Standarddrucker auszugeben. Wenn Sie kontrollieren möchten, welcher Drucker als Standarddrucker festgelegt ist oder einen bestimmten
Drucker als Standarddrucker festlegen möchten, dann müssen Sie dies über
die Systemsteuerung vornehmen. Suchen Sie nach dem Begriff „Drucker“ und
klicken Sie auf Geräte und Drucker (Bild 11.25).
Das Fenster Geräte und Drucker öffnet sich und listet alle verfügbaren Drucker
und sonstigen angeschlossenen Geräte auf (Bild 11.26). Der Standarddrucker
ist mit einem grünen Häkchen versehen. Um einen anderen Drucker als Standarddrucker festzulegen, klicken Sie diesen mit der rechten Maustaste an und
klicken im Kontextmenü auf Als Standarddrucker festlegen.
Bild 11.25 Drucker suchen
Bild 11.26 Installierte Geräte und Drucker
Druckereinstellungen
Per Rechtsklick auf einen Drucker erhalten Sie im Kontextmenü auch die Einträge Druckeinstellungen und Druckereigenschaften. Diese werden für weitere
Einstellungen des Druckers benötigt:
„
Im Dialogfenster Druckeinstellungen können Sie verschiedene Eigenschaften anzeigen und ggfs. änderen. Die verfügbaren Einstellungen sind
abhängig vom jeweiligen Druckermodell.
„
Über Druckereigenschaften können Sie Einstellungen zur Druckerfreigabe
im Netzwerk, zu Farb- und Energieverwaltung usw. vornehmen. Auch diese Eigenschaften sind vom verwendeten Drucker abhängig.
211
Lektion 11
Einstellungen für Hard- und Software
Tipp: Sie finden im Fenster Geräte und Drucker übrigens auch die Schaltfläche
Drucker hinzufügen. Damit lassen sich auch im Netzwerk verfügbare Drucker
hinzufügen.
Druckaufträge verwalten
Wenn Sie in einem Programm auf Drucken klicken, wird ein Druckauftrag erstellt
und an den Drucker gesandt. Sie können nacheinander mehrere, auch umfangreiche, Dokumente drucken, die jeweiligen Druckaufträge werden dann nacheinander vom Drucker abgearbeitet.
Nicht erledigte Druckaufträge können Sie in einem eigenen Fenster kontrollieren,
anhalten oder ganz abbrechen. Ob solche Druckaufträge vorhanden sind, sehen Sie im Infobereich der Taskleiste. Ein kleines Druckersymbol signalisiert,
dass Druckaufträge vorhanden sind.
Um die Druckaufträge anzuzeigen, genügt ein Doppelklick auf das Druckersymbol in der Taskleiste. Im Fenster Geräte und Drucker hingegen klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf den Drucker und auf Druckaufträge anzeigen.
Zum Löschen eines Druckauftrags klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das
Dokument und wählen Abbrechen. Soll der Druckauftrag dagegen nur vorübergehend angehalten werden, dann klicken Sie auf Anhalten.
Bild 11.27 Druckauftrag
anhalten, Abbrechen
11.8
Sicherheit
Zur Abwehr von unerlaubten Zugriffen und schädlicher Software (Stichwort
Computerviren) bringt Windows 8 bereits einige wichtige Sicherheitsfunktionen
mit. Hierzu zählt eine Firewall (Windows-Firewall), welche den Datenverkehr
mit anderen Computern bzw. dem Internet überwacht, sowie ein Programm zur
Bekämpfung von Schadsoftware (Windows Defender). Sowohl die Windows-Firewall als auch der Windows Defender sind im Hintergrund ständig aktiv.
212
Einstellungen für Hard- und Software
Lektion 11
Sicherheit im Wartungscenter prüfen
Sämtliche Sicherheitseinstellungen können Sie in der Systemsteuerung im Wartungscenter überprüfen. Suchen Sie dazu nach dem Begriff „Wartung“ und klicken Sie auf Wartungscenter.
Im Fenster Wartungscenter erhalten Sie einen Überblick über den aktuellen Status der Sicherheits- und Wartungsfunktionen.
Bild 11.28 Das Wartungscenter
Sicherheitsstatus
Wartung kontrollieren
Klicken Sie auf die kleinen Pfeile, um Details zu Sicherheit und Wartung einzublenden (Bild 11.28) und beachten Sie, dass hier zur Änderung der Einstellungen Administratorrechte erforderlich sind.
Bild 11.29 Einstellungen
zur Sicherheit
213
Lektion 11
Einstellungen für Hard- und Software
Benutzerkontensteuerung und Windows SmartScreen
Die Benutzerkontensteuerung erfordert Zustimmung bei wichtigen
Änderungen
Die Benutzerkontensteuerung soll verhindern, dass schädliche Computerprogramme (bzw. Computerviren) unbemerkt auf Ihrem PC installiert werden. Daher
müssen Sie, z. B. bei der Installation neuer Software, jedes Mal zustimmen, dass
die Änderungen am Computer durchgeführt werden dürfen. Verfügen Sie über
die Rechte eines Administrators, genügt es, wenn Sie zur Bestätigung auf Ja klicken, sind Sie dagegen als Standardbenutzer am PC angemeldet, müssen Sie
zusätzlich noch ein Administratorkennwort eingeben. Dies betrifft nicht nur die
Installation von Programmen, sondern auch andere tiefgreifende Änderungen
am PC.
Im Wartungscenter können Sie die Einstellungen der Benutzerkontensteuerung
einsehen bzw. anpassen, indem Sie links im Wartungscenter auf Einstellungen
der Benutzerkontensteuerung ändern klicken. Das Ändern der Einstellungen erfolgt per Schieberegler (Bild 11.30), alledings sollten Sie aus Sicherheitsgründen die Standardeinstellung beibehalten.
Auch für Änderungen im Wartungscenter ist eine entsprechende Bestätigung
erforderlich, diese Einstellungen erkennen Sie am Symbol .
Bild 11.30 Einstellungen
der Benutzerkontensteuerung
Windows SmartScreen
schützt vor schädlichen
Programmen aus dem
Internet.
214
Der Windows SmartScreen erfüllt eine ähnliche Aufgabe wie die Benutzerkontensteuerung, bezieht sich aber speziell auf das Ausführen unbekannter Programme, die aus dem Internet geladen wurden. Zum Ändern der Einstellungen
klicken Sie im Wartungscenter auf Windows SmartScreen-Einstellungen ändern.
Einstellungen für Hard- und Software
Lektion 11
Windows Update
Microsoft stellt laufend Updates bereit, um Schwachstellen und Fehler von
Windows zu beheben. Damit Ihr Computer einwandfrei funktioniert und gegen
aktuelle Bedrohungen geschützt ist, sollten wichtige Updates regelmäßig, am
besten sofort, installiert werden. Wenn Sie bei der Inbetriebnahme Ihres PC die
Standardeinstellungen gewählt haben, werden wichtige Updates im Hintergrund
automatisch über das Internet heruntergeladen, die eigentliche Installation erfolgt aber erst beim Herunterfahren bzw. beim nächsten Start. Sie erhalten beim
Herunterfahren eine entsprechende Meldung, schalten Sie dann den Computer
nicht einfach aus. Dies erfolgt automatisch, sobald alle Updates installiert sind.
Hinweis: Wurde Ihr PC über längere Zeit nicht heruntergefahren, sondern nur in
Energiesparmodus versetzt, erhalten Sie unter Umständen in der rechten unteren Ecke eine Meldung mit dem Hinweis, dass Ihr Computer zur Installation von
Updates heuntergefahren und wieder neu gestartet werden muss. Speichern Sie
in diesem Fall zuvor Ihre Daten!
Um die Einstellungen von Windows Update zu prüfen, öffnen Sie die PC-Einstellungen und klicken Sie hier auf Update/Wiederherstellung. Die aktuelle Update-Einstellung wird angezeigt. Da in der Regel nur wichtige Updates automatisch heruntergeladen und installiert werden, können Sie über die Schaltflächen
Jetzt prüfen nach weiteren verfügbaren Updates suchen. Eine Übersicht über
weitere verfügbare optionale und wichtige Updates erhalten Sie, wenn Sie auf
Details anzeigen klicken. Um hier ein Update manuell zu installieren, aktivieren
Sie das Kontrollkästchen des Updates und klicken auf Installieren.
Falls Sie die Update-Einstellungen ändern möchten, klicken Sie auf Installationsmethode für Updates auswählen. Eine Übersicht über installierte Updates
erhalten Sie über Updateverlauf anzeigen.
Bild 11.31 Windows
Update
Aktuelle Update-Einstellung
Updates anzeigen und
manuell installieren
Auf verfügbare Updates
prüfen
Updateverlauf
Einstellungen ändern
Beachten Sie: Nicht alle Updates werden automatisch installiert, so dass Sie hier
unter Umständen auch die letzten Neuerungen bzw. Service Packs von Windows
8.1 als Update finden und manuell installieren müssen.
215
Lektion 11
Einstellungen für Hard- und Software
Als Alternative können Sie die Update-Einstellungen auch in der Systemsteuerung bzw. im Wartungscenter öffnen: Klicken Sie links unten im Wartungscenter
auf den Eintrag Windows Update. Die Anzeige unterscheidet sich nur geringfügig von den PC-Einstellungen.
Datensicherung
Umfassende Sicherungen Ihrer Dateien können Sie mit dem Dateiversionsverlauf durchführen. Diesen finden Sie ebenfalls in den PC-Einstellungen: Klicken
Sie auf Update/Wiederherstellung und wählen Sie links Dateiversionsverlauf.
Beachten Sie, dass
eine Datensicherung
nur auf einen anderen
Datenträger sinnvoll
ist, daher ist hier die
Festplatte als Laufwerk
nicht verfügbar!
Ist der Dateiversionsverlauf eingeschaltet (Standardeinstellung: Aus), so werden
automatisch Kopien der Ordner Dokumente, Bilder, Musik und Videos, Desktop und offline verfügbare OneDrive-Dateien auf dem ausgewählten Datenträger
gesichert. Das aktuell zur Sicherung verwendete Laufwerk wird unterhalb angezeigt. Um das Laufwerk ändern, klicken Sie auf Anderes Laufwerk auswählen.
Wenn Sie anstelle der automatischen Sicherung eine manuelle Datensicherung
durchführen möchten, dann wählen Sie ein Laufwerk und klicken auf Jetzt sichern. Die gesamte Datensicherung finden Sie anschließend auf dem Laufwerk
in einem Ordner mit dem Namen FileHistory.
Bild 11.32 Dateiversionsverlauf/Daten
sichern
Dateiversionsverlauf (Systemsteuerung)
Detailliertere Einstellungen zur Datensicherung bzw. zum Dateiversionsverlauf
nehmen Sie in der Systemsteuerung vor: Suchen Sie nach dem Begriff „Sicherung“ und klicken Sie auf Sicherungskopien mit dem Dateiversionsverlauf speichern.
„
216
Das Fenster Dateiversionsverlauf wird geöffnet (Bild 11.33) und zeigt den
aktuellen Status an, mit der Schaltfläche Einschalten/Ausschalten aktivieren und deaktivieren Sie die automatische Sicherung. Unterhalb sehen
Sie, welche Ordner in die Sicherung einbezogen werden und auf welches
Einstellungen für Hard- und Software
Lektion 11
Laufwerk die Sicherung erfolgt. Zum Ändern der Laufwerks klicken Sie auf
Laufwerk auswählen.
„
Wenn Sie bestimmte Ordner von der automatischen Sicherung auszuschließen möchten, klicken Sie links auf Ordner ausschließen.
„
Unter Erweiterte Einstellungen nehmen Sie weitere Einstellungen vor, z. B.
das Speicherintervall.
Bild 11.33 Dateiversionsverlauf
Dateien wiederherstellen
Daten wiederherstellen
Sollten Daten verlorengegangen sein, so können Sie auf die Datensicherung
zurückgreifen. Öffnen Sie dazu das Fenster Dateiversionsverlauf und klicken Sie
auf Persönliche Dateien wiederherstellen (Bild 11.33). Markieren Sie die wiederherzustellenden Elemente und klicken Sie zum Wiederherstellen auf den grünen
Knopf. Übrigens: Falls Sie nur eine bestimmte Datei aus einem Ordner wiederherstellen möchten, so öffnen Sie den Ordner wie im Explorer mit Doppelklick.
Sie können auch, falls vorhanden, eine frühere Version des ausgewählten Elements wiederherstellen: Benutzen Sie dazu die Pfeile nach rechts (Nächste Version), bzw. nach links (Vorherige Version).
Bild 11.34 Dateiversionsverlauf: Daten
wiederherstellen
Markiertes Element
wiederherstellen
Version wählen
217
Lektion 11
Einstellungen für Hard- und Software
Windows Defender
Mit Windows Defender verfügt Windows 8.1 bereits über einen Basisschutz vor
Computerviren und anderen Angriffen. Um die Einstellungen zu prüfen, geben
Sie auf der Startseite den Suchbegriff „Defender“ ein und klicken auf Windows
Defender. Hier können Sie alle Einstellungen kontrollieren und ggfs. die Überprüfungsoptionen ändern.
Bild 11.35 Windows
Defender
Wie Sie bei der
Installation vorgehen,
lesen Sie im nächsten
Kapitel.
Sie können selbstverständlich alternativ Sicherheitssoftware anderer Hersteller
installieren. Hierzu sind nicht nur kostenpflichtige, sondern für den privaten Gebrauch auch kostenlose Sicherheitspakete verfügbar. Am besten informieren Sie
sich in aktuellen Tests in den einschlägigen Medien.
11.9
So finden Sie sich in der Systemsteuerung zurecht
Dieser Punkt soll Ihnen eine kleine Einführung im Umgang mit der Systemsteuerung vermitteln. Wie Sie bereits in diesem Kapitel gesehen haben, unterscheiden
sich bei der Suche nach einer bestimmten Einstellung die PC-Einstellungen von
denjenigen der Systemsteuerung durch ihr Symbol (Bild 11.36).
„
PC-Einstellungen sind einheitlich mit demselben Symbol versehen.
„
Einstellungen der Systemsteuerung sind mit einem individuellen Symbol
gekennzeichnet.
Systemsteuerung aufrufen
Wie Sie bestimmte Einstellungen in der Systemsteuerung über die Suche finden,
haben Sie bereits kennen gelernt. Daneben gibt es auch noch weitere Möglichkeiten, in diesem Fällen erscheint zunächst die Startseite der Systemsteuerung.
218
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