ecoCRAFT exclusiv

ecoCRAFT exclusiv
Für den Fachhandwerker
Installations- und Wartungsanleitung
ecoCRAFT exclusiv
Gas-Brennwertkessel
DE, AT, CHDE
VKK 806/3-E-HL
VKK 1206/3-E-HL
VKK 1606/3-E-HL
VKK 2006/3-E-HL
VKK 2406/3-E-HL
VKK 2806/3-E-HL
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1
1.1
1.2
1.3
Hinweise zur Dokumentation ..............................3
Aufbewahrung der Unterlagen .................................. 3
Verwendete Symbole ................................................... 3
Gültigkeit der Anleitung .............................................. 3
2
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
Gerätebeschreibung ............................................. 4
Typenbeschreibung ......................................................4
Typenschild .....................................................................4
CE-Kennzeichnung ........................................................4
Bestimmungsgemäße Verwendung ..........................5
Aufbau und Funktion....................................................5
3
3.1
3.2
Sicherheitshinweise und Vorschriften ...............7
Sicherheitshinweise ...................................................... 7
Vorschriften....................................................................9
4
4.1
4.2
4.3
4.3.1
4.3.2
4.3.3
4.4
Montage................................................................ 10
Lieferumfang ................................................................ 10
Zubehöre ....................................................................... 10
Aufstellort ..................................................................... 10
Vorschriften zum Aufstellort .....................................11
Empfohlene Mindestabstände zur Aufstellung .....11
Ausrichten des Gas-Brennwertkessels ....................11
Abmessungen.................................................................11
5
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
5.6
5.7
5.8
Installation........................................................... 12
Allgemeine Hinweise zur Heizungsanlage .............12
Entfernen der Verkleidung ........................................12
Gasanschluss .................................................................13
Heizungsseitiger Anschluss .......................................13
Warmwasserspeicher anschließen ..........................15
Abgasanschluss, raumluftunabhängig ....................16
Abgasanschluss, raumluftabhängig ........................16
Anschluss des Gas-Brennwertkessels an die
Abgasleitung .................................................................16
5.9
Kondenswasserablauf .................................................16
5.10 Elektrischer Anschluss................................................17
5.10.1 Netzzuleitung anschließen.........................................18
5.10.2 Anschluss elektrischer Zubehöre und
interne Verdrahtung ...................................................19
5.10.3 Anschluss eines Regelgerätes ..................................21
6
6.1
6.2
6.3
6.4
6.4.1
6.4.2
6.5
6.5.1
6.5.2
6.5.3
6.5.4
2
Inbetriebnahme .................................................. 23
Servicecode eingeben ................................................23
Inbetriebnahme-Checkliste .......................................23
Funktionsmenü (für Wartungs- und
Servicearbeiten) ..........................................................25
Befüllen der Anlage ....................................................27
Heizungsseitiges Befüllen ........................................ 30
Siphon befüllen ........................................................... 30
Prüfen der Gaseinstellung ....................................... 30
Überprüfung des Anschlussdruckes
(Gasfließdruck)............................................................ 30
CO2-Gehalt prüfen ........................................................31
CO2-Gehalt einstellen .................................................32
Gasumstellung .............................................................33
6.6
6.7
Prüfen der Gerätefunktion .......................................33
Unterrichten des Betreibers.....................................34
7
7.1
7.2
7.3
7.3.1
7.3.2
7.4
Anpassen an die Heizungsanlage .................... 35
Maximale Kesselvorlauftemperatur einstellen ....36
Pumpennachlaufzeit einstellen ...............................36
Pumpenbetriebsarten ................................................36
Betriebsart „Weiterlaufend“ („Comfort-Mode“) .36
Betriebsart „Intermittierend“ („Eco-Mode“) ........36
Sperrzeit und Heizungsteillast ................................36
8
8.1
8.2
8.3
8.4
8.5
8.6
8.7
8.8
8.9
Wartung ............................................................... 37
Allgemeine Hinweise ..................................................37
Sicherheitshinweise ....................................................37
Betriebsstundenanzeige ............................................37
Schornsteinfegerbetrieb ...........................................37
Wartungs-Checkliste ................................................. 38
Reinigung des Kondenswassersammlers ..............39
Reinigung des Siphons...............................................39
Überprüfen des Abgasdruckwächters ...................39
Überprüfen des Verbrennungsluftdruckwächters ....................................................................... 40
Reinigung des Brenners ........................................... 40
Wechseln der Zünd- und Ionisations-/
Überwachungselektrode ...........................................41
Sicherheitstemperaturbegrenzer prüfen ............. 42
Staubfilter prüfen ...................................................... 42
Funktionsprüfung ....................................................... 42
8.10
8.11
8.12
8.13
8.14
9
9.1
9.2
9.3
9.4
9.5
9.6
Störungsbehebung ............................................. 43
Statusmeldungen ........................................................43
Diagnosemodus .......................................................... 44
Fehlermeldungen ....................................................... 46
Entriegelung nach Abschaltung durch
den Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)........47
Allgemeine Hinweise .................................................47
Messwerte der Bauteilkomponenten .....................47
10
10.1
10.2
10.3
Kundendienst und Garantie .............................. 47
Werkskundendienst ....................................................47
Herstellergarantie (Deutschland, Österreich) .... 48
Werksgarantie (Schweiz) ......................................... 48
11
11.1
11.2
Recycling und Entsorgung ................................48
Gerät.............................................................................. 48
Verpackung.................................................................. 48
12
Technische Daten ..............................................49
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Hinweise zur Dokumentation 1
1
Hinweise zur Dokumentation
Die folgenden Hinweise sind ein Wegweiser durch die
Gesamtdokumentation.
In Verbindung mit dieser Installations- und Wartungsanleitung sind weitere Unterlagen gültig.
Für Schäden, die durch Nichtbeachtung dieser Anleitungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
1.2
Verwendete Symbole
Beachten Sie bei der Installation des Gerätes die
Sicherheitshinweise in dieser Installations- und
Wartungsanleitung!
d Gefahr!
Unmittelbare Gefahr für Leib und Leben!
Mitgeltende Unterlagen und Service-Hilfsmittel
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
Für den Anlagenbetreiber:
Garantiekarte
H Gefahr!
Verbrennungs- und Verbrühungsgefahr!
Bedienungsanleitung
Kurzanleitung
Nr. 804593 (DE)
Nr. 804507 (AT)
Nr. 0020055743
Nr. 0020060909
a Achtung!
Mögliche gefährliche Situation für Produkt und
Umwelt!
Für den Fachhandwerker:
Montageanleitung LAZ
Nr. 0020058720
Service-Hilfsmittel:
Folgende Prüf- und Messmittel werden für die Inspektion
und Wartung benötigt:
– CO2-Messgerät
– Manometer
– Gasspürgerät
– Drehmomentschlüssel
Anlagenbuch:
• Führen Sie ein Anlagenbuch über die Anlage.
• Bewahren Sie das Anlagenbuch sowie alle technischen
Daten der Anlage am ecoCRAFT auf.
1.1
Aufbewahrung der Unterlagen
Geben Sie bitte diese Installations- und Wartungsanleitung sowie die Hilfsmittel an den Anlagenbetreiber
weiter. Dieser übernimmt die Aufbewahrung, damit die
Anleitungen und Hilfsmittel bei Bedarf zur Verfügung
stehen.
h Hinweis
Nützliche Informationen und Hinweise.
• Symbol für eine erforderliche Aktivität
1.3
Gültigkeit der Anleitung
Diese Installations- und Wartungsanleitung gilt ausschließlich für Geräte mit folgenden Artikelnummern:
Gerätetyp
Artikelnummer
VKK 806/3-E-HL
0010005400
VKK 1206/3-E-HL
0010005401
VKK 1606/3-E-HL
0010005402
VKK 2006/3-E-HL
0010005403
VKK 2406/3-E-HL
0010005404
VKK 2806/3-E-HL
0010005405
Tab. 1.1 Übersicht der Artikelnummern
Die 10-stellige Artikelnummer des Gerätes entnehmen
Sie dem Typenschild (siehe Abb. 2.1, ab der 7. Stelle in
der Serialnummer heraus zu lesen).
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
3
2 Gerätebeschreibung
2
Gerätebeschreibung
2.1
Typenbeschreibung
Bestimmungsland
(Bezeichnungen
Zulassungskategorie
nach ISO 3166)
Gerätetyp
Gasart
Nennwärmeleistungsbereich P (kW)
VKK 806/3-E-HL
14,7 — 84,1 (40/30 °C)
13,6 — 78,2 (80/60 °C)
VKK 1206/3-E-HL
23,1 — 121,8 (40/30 °C)
21,3 — 113,4 (80/60 °C)
VKK 1606/3-E-HL
DE (Deutschland)
AT (Österreich)
CH (Schweiz)
VKK 2006/3-E-HL
I2ELL (DE)
I2H (AT, CH)
G20 (Erdgas E) (DE, AT, CH)
G25 (Erdgas LL) (DE)
28,4 — 168,2 (40/30 °C)
26,2 — 156,5 (80/60 °C)
46,2 — 210,2 (40/30 °C)
43,1 — 196,8 (80/60 °C)
VKK 2406/3-E-HL
50,4 — 252,2 (40/30 °C)
47,0 — 236,2 (80/60 °C)
VKK 2806/3-E-HL
54,7 — 294,3 (40/30 °C)
51,0 — 275,5 (80/60 °C)
Tab. 2.1 Übersicht über die Gerätetypen
2.2
Typenschild
Das Typenschild ist vorn am Gerät unter der Frontverkleidung angebracht. Es ist nach dem Abnehmen des
vorderen Verkleidungsteiles sichtbar.
1
Vaillant GmbH Remscheid / Germany
Serial-Nr. 21400400100054010006000000N0
2
3
4
5
VKK 1206/3-E-HL
ecoCRAFT
Typ B23, B23P, C33, C43, C53, C83, C93
DE, cat. I2ELL
AT, CH, IT, ES, PT, HR, SI, RS, ME, TR, RU, UA, cat. I2H
DK, SE, NO, EE, LV, LT, CZ, SK, cat. I2H
HU, cat. I2HS
PL, cat. I2ELw
FR, cat. I2Er
2E 2H, G20 - 13/18/20/ mbar
P(40/30°C) =
P(60/40°C) =
P(80/60°C) =
Q=
NOx class 5
Tmax =
PMS =
V
=
23,1
22,1
21,3
22,0
-
121,8
116,5
113,4
115,9
kW
kW
kW
kW (Hi)
85°C
6 bar
8,07
BED 92/42 ****
230 V~ 50 Hz 260 W IP 20
Warning notes
0063 08
CE-0063BS3740
EAN-CODE
Abb. 2.1 Typenschild
Legende
1 Serial-Nr.
2 Typenbezeichnung
3 Zugelassene Abgasabführung
4 Bestimmungsländer, zugelassene Gaskategorie
5 Technische Daten des Gerätes
4
EN 15417
EN 15420
Erläuterung der Typenbezeichnung
Die folgende Tabelle erläutert die Typenbezeichnung am
Beispiel des VKK 1206/3-E-HL.
VKK 1206/3-E-HL
Ausstattung
VKK
Vaillant Gas-Brennwertkessel
120
Gerätegröße (Leistung in KW)
6
Gas-Brennwertkessel
3
Kessel-Baureihe
E
Exclusiv
HL
nur erdgastauglich
Tab. 2.2 Erläuterung der Typenbezeichnung
2.3
CE-Kennzeichnung
Mit der CE-Kennzeichnung wird dokumentiert, dass die
Geräte gemäß der Typenübersicht die grundlegenden
Anforderungen der folgenden Richtlinien erfüllen:
– Gasgeräterichtlinie (Richtlinie 90/396/EWG des Rates)
– Richtlinie über die elektromagnetische Verträglichkeit
mit der Grenzwertklasse B (Richtlinie 2004/108/EWG
des Rates)
– Niederspannungsrichtlinie (Richtlinie 2006/95/EWG
des Rates)
Die Geräte erfüllen die grundlegenden Anforderungen
der Wirkungsgradrichtlinie (Richtlinie 92/42/EWG des
Rates) als Brennwertkessel.
Entsprechend den Anforderungen gemäß §7 der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen vom 07.08.1996
(1. BlmSchV) emittieren die oben genannten Geräte bei
Einsatz von Erdgas weniger als 80 mg/kWh Stickstoffdioxid (NOx).
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Gerätebeschreibung 2
2.4
Bestimmungsgemäße Verwendung
Die Vaillant Gas-Brennwertkessel VKK 806/3 —
2806/3-E-HL sind nach dem Stand der Technik und den
anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut.
Dennoch können bei unsachgemäßer oder nicht bestimmungsgemäßer Verwendung Gefahren für Leib und
Leben des Benutzers oder Dritter bzw. Beeinträchtigungen des Gerätes und anderer Sachwerte entstehen.
Die in dieser Anleitung genannten Vaillant Gas-Brennwertkessel VKK 806/3 — 2806/3-E-HL dürfen nur in
Verbindung mit den in der zugehörigen Montageanleitung LAZ (siehe Kapitel „Mitgeltende Unterlagen) aufgeführten Zubehören installiert und betrieben werden.
Dieses Gerät ist nicht dafür bestimmt, durch Personen
(einschließlich Kinder) mit eingeschränkten physischen,
sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mangels
Erfahrung und/oder mangels Wissen benutzt zu werden,
es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit
zuständige Person beaufsichtigt oder erhielten von ihr
Anweisungen, wie das Gerät zu benutzen ist.
Kinder müssen beaufsichtigt werden, um sicherzustellen, dass sie nicht mit dem Gerät spielen.
Das Gerät ist ein Wärmeerzeuger für geschlossene
Zentralheizungsanlagen.
Eine andere oder darüber hinausgehende Benutzung gilt
als nicht bestimmungsgemäß. Für hieraus resultierende
Schäden haftet der Hersteller/Lieferant nicht. Das Risiko trägt allein der Anwender.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehören auch
das Beachten der Bedienungs- und der Installationsanleitung sowie aller weiteren mitgeltenden Unterlagen
und die Einhaltung der Inspektions- und Wartungsbedingungen.
a
Achtung!
Jede missbräuchliche Verwendung ist untersagt.
2.5
Aufbau und Funktion
Der ecoCRAFT exclusiv ist ein Gas-Brennwertkessel, der
als Wärmeerzeuger für Zentralheizungsanlagen bis
85 °C verwendet wird.
Er ist zum Betrieb in Neuanlagen und zur Modernisierung bestehender Heizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern sowie in gewerblichen Betrieben geeignet. Der
Heizkesseltyp ecoCRAFT exclusiv wird in Verbindung
mit einer Heizungsregelung mit gleitend abgesenkter
Kesselwassertemperatur betrieben. Als Gerät „Art B” ist
er in raumluftabhängiger Betriebsweise für den Abgasanschluss an feuchtunempfindliche Abgasleitungen geeignet. Als Gerät „Art C” ist er nur mit dazugehörigen
Luft-/Abgasanlagen zertifiziert und darf nur mit diesen
betrieben werden. Die zugelassenen Systeme und Auslegungsinformationen finden Sie in der Montageanleitung für das Luft-/Abgassystem.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Ausstattung
- Modulationsbereich siehe Tab. 2.3
- Geringe Umweltbelastung durch extrem niedrige
Schadstoffemissionen,
NOx < 60 mg/kWh und CO < 20 mg/kWh
- Normnutzungsgrad 110 % (bei 4O/30 °C)
- Kompakter Hochleistungswärmetauscher
mit NTC-Fühler
- Modulierender Flächenbrenner
- Gasarmatur Klasse A
- Gas-Luft-Verbundregelung
- Elektronisch gesteuertes Gebläse
- Vorlauf-Sammelrohr mit NTC-Fühler
- Rücklauf-Sammelrohr mit NTC-Fühler
- Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
- Bedienfeld mit Multifunktionsanzeige
- Abgastemperatur max. 80 °C
- Kondenswassersammler
- Siphon
- interne Frostschutzfunktion
- Schnittstelle zur Ansteuerung einer drehzahlgeregelten Pumpe
- interne Speichertemperaturregelung
- Schnittstelle zur temperaturbasierten Ansteuerung
- verstellbare Kesselfüße
Modulationsbereich
Min. Belastung
Max. Belastung
kW
%
kW
%
VKK 806/3-E-HL
14,0
17,5
80,0
100
VKK 1206/3-E-HL
22,0
19,0
115,9
100
VKK 1606/3-E-HL
27,0
17,0
160,0
100
VKK 2006/3-E-HL
44,0
22,0
200,0
100
VKK 2406/3-E-HL
48,0
20,0
240,0
100
VKK 2806/3-E-HL
52,0
19,0
280,0
100
Gerätetyp
Tab. 2.3 Modulationsbereiche
5
2 Gerätebeschreibung
Übersicht über die Bedienelemente
9
1
9
2
8
3
Drehknopf zur Einstellung der Speichertemperatur (bei Geräten mit angeschlossenem Warmwasserspeicher VIH). Bei Verwendung des VRC
430 zur Speichertemperatursteuerung auf
Rechtsanschlag stellen, damit Arbeitsbereich des
Warmwasser-Reglers im VRC 430 nicht eingeschränkt wird.
- linker Anschlag Frostschutz 15 °C
- rechter Anschlag max. 65 °C
Abhängig von der Einstellung unter d.20, von
50 °C bis 70 °C einstellbar
(Werkseinstellung: 65 °C)
7
Übersicht über die Funktionselemente
6
1
5
4
10
2
Abb. 2.2 Bedienelemente ecoCRAFT exclusiv
Öffnen Sie die Frontklappe durch Anheben der silbernen
Griffleiste und klappen Sie diese auseinander. Die nun
zu erkennenden Bedienelemente (Abb. 2.2) haben folgende Funktionen:
3
9
8
1
Display zur Anzeige der aktuellen Heizungsvorlauftemperatur, des Fülldrucks der Heizungsanlage, der Betriebsart oder bestimmter
Zusatzinformationen
2
Taste „i“ zum Abrufen von Informationen
3
Einbauregler (Zubehör)
4
Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten des Gerätes
5
Taste „+“ zum Weiterblättern der Displayanzeige
(für den Fachhandwerker bei Einstellarbeiten und
Fehlersuche) oder Anzeige der Speichertemperatur (VC mit Speicherfühler)
6
Taste „–“ zum Zurückblättern der Displayanzeige
(für den Fachhandwerker bei Einstellarbeiten und
Fehlersuche) und zur Anzeige des Fülldrucks der
Heizungsanlage im Display
7
Taste „Entstörung“ zum Rücksetzen bestimmter
Störungen
8
Drehknopf zur Einstellung der Heizungsvorlauftemperatur. Bei Betrieb mit VRC 430, VRC 630,
VRS 620 auf Rechtsanschlag stellen, damit die
maximale Vorlauftemperatur für den Regler nicht
begrenzt wird.
4
7
6
5
Abb. 2.3 Ansicht von rechts
6
Legende
1 Vorlauf
2 Gasrohr
3 Zuluftbox mit Staubfilter
4 Kondensatwanne
5 Zuluftschlauch
6 KFE-Hahn
7 Rücklauf
8 NTC Rücklauf
9 Wasserdrucksensor
10 Venturi
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Gerätebeschreibung 2
Sicherheitshinweise und Vorschriften 3
15
14
16
1
13
2
1
12
11
3
10
2
9
8
4
7
6
6
5
5
Abb. 2.4 Ansicht von links
Legende
1 Gebläse
2 Gasarmatur
3 Zuluftschalldämpfer
4 Inspektionsöffnung Wärmetauscher
5 Zuluftschlauch
6 Siphon
7 Kondensatablauf
8 Verbindung Kondenswasserfalle Siphon
9 Abgas STB (optional)
10 Abgasschalldämpfer
11 Kondenswasserfalle
12 Zuluftbox mit Staubfilter
13 Gasrohr
14 Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) und
Blocktemperaturfühler
15 Entriegelungsknopf Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
16 0 — 10 V Pumpenmodul VR35
3
4
Abb. 2.6 Vorderansicht
Legende
1 Schaltfeld
2 Zuluftschalldämpfer
3 Zuluftrohr
4 Neutralisationsbox (optional)
5 Kondensatablauf
6 Inspektionsöffnung Kondensatwanne
3
7
6
5
1
2
4
3
Abb. 2.5 Draufsicht
Legende
1 NTC Vorlauf
2 Vorlauf
3 Gebläse
4 Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) und
Blocktemperaturfühler
5 Zünd- und Überwachungselektroden
6 Luftdruckwächter
7 Abgasdruckwächter
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Sicherheitshinweise und
Vorschriften
Vor der Installation des Gerätes sind das örtliche Gasversorgungsunternehmen und der Bezirks-Schornsteinfegermeister zu informieren.
Die Installation des Gerätes darf nur von einem anerkannten Fachmann durchgeführt werden. Dieser übernimmt auch die Verantwortung für die ordnungsgemäße
Installation und Inbetriebnahme.
3.1
Sicherheitshinweise
Die Verbrennungsluft, die zum Gerät geführt wird, muss
frei von chemischen Stoffen sein, die z. B. Fluor, Chlor
oder Schwefel enthalten. Sprays, Lösungs- oder Reinigungsmittel, Farben und Klebstoffe können derartige
Stoffe enthalten, die beim Betrieb des Gerätes im ungünstigsten Fall zu Korrosion, auch in der Abgasanlage,
führen können.
7
3 Sicherheitshinweise und Vorschriften
a Achtung!
Funktionsstörung!
Die Verbrennungsluft muss frei von Partikeln
sein, da es sonst zur Verschmutzung des
Brenners kommen kann.
Achten Sie besonders darauf, dass kein Baustaub, Fasern von Isoliermaterial oder Blütenpollen in der Verbrennungsluft sind.
Bei einer Gesamtnennwärmeleistung des Gerätes über
50 kW muss ein separater Aufstellraum (Heizraum) gewählt werden.
Ein Abstand des Gerätes von Bauteilen aus brennbaren
Baustoffen ist nicht erforderlich, da bei Nennwärmeleistung des Gerätes die zulässige Höchsttemperatur
von 85 °C an den Außenflächen nicht überschritten
wird. (Beachten Sie jedoch die empfohlenen Mindestabstände in Abschnitt 4.3.2).
Bei geschlossenen Heizungsanlagen muss ein bauartzugelassenes, der Wärmeleistung entsprechendes Sicherheitsventil eingebaut werden.
Hinweis zur Schornsteinausführung:
h Durch
die Modulation des Gas-Brennwert-
kessels mit Verbrennungsluftanpassung ergibt
sich ein hoher feuerungstechnischer Wirkungsgrad. Das erfordert den technischen Nachweis
über die Eignung des Schornsteins nach den
gültigen Normen.
Installation
a Achtung!
Funktionsstörung!
Spülen Sie die Heizungsanlage vor dem Anschluss des Gerätes sorgfältig durch!
Damit entfernen Sie Rückstände wie Schweißperlen, Zunder, Hanf, Kitt, Rost, groben
Schmutz u. Ä. aus den Rohrleitungen. Andernfalls können sich diese Stoffe im Gerät ablagern
und zu Störungen führen.
Achtung!
Undichtigkeiten!
Achten Sie auf eine spannungsfreie Montage
der Anschluss- und Gasleitungen, damit es
nicht zu Undichtigkeiten in der Heizungsanlage
oder am Gasanschluss kommt.
Achtung!
Schäden an den Schraubverbindungen!
Verwenden Sie beim Anziehen oder Lösen von
Schraubverbindungen grundsätzlich passende
Gabelschlüssel (Maulschlüssel, keine Rohrzangen, Verlängerungen usw.). Unsachgemäßer
Einsatz und/oder ungeeignetes Werkzeug kann
zu Schäden führen (z. B. Gas- oder Wasseraustritt).
8
Ziehen Sie die Verschraubung der Vorlaufverteiler und
des Rücklaufsammlers mit dem Wärmetauscherblock
immer mit einem Drehmomentschlüssel, eingestellt auf
12 Nm, fest.
a Achtung!
Schäden an der Gasarmatur!
Der Gasregelblock darf nur mit einem maximalen Druck von 110 mbar auf Dichtheit geprüft
werden! Der Betriebsdruck darf
60 mbar nicht überschreiten! Bei einem Überschreiten des Drucks kann es zu Schäden an
der Gasarmatur kommen.
Die Elektro-Installation darf nur durch einen ausgebildeten Fachhandwerker durchgeführt werden.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
An den Einspeiseklemmen im Schaltkasten des
Gerätes liegt auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter elektrische Spannung an. Schalten Sie
vor Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr ab und
sichern Sie diese gegen Wiedereinschalten!
Inbetriebnahme
a Achtung!
Gefahr von Sachschäden durch Anreicherung
des Heizwassers mit ungeeigneten Frost- oder
Korrosionsschutzmitteln!
Frost- und Korrosionsschutzmittel können zu
Veränderungen an Dichtungen, Geräuschen im
Heizbetrieb und evtl. zu weiteren Folgeschäden
führen.
Verwenden Sie keine ungeeigneten Frost- und
Korrosionsschutzmittel.
Nur bei Erdgas:
Liegt der Anschlussdruck außerhalb des Bereichs von
17 bis 30 mbar, darf das Gerät nicht in Betrieb genommen werden!
Inspektion und Wartung
Inspektion, Wartung und Reparaturen dürfen nur durch
einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb durchgeführt
werden. Nicht durchgeführte Inspektionen/Wartungen
können zu Sach- und Personenschäden führen.
Die Elektroinstallation darf nur durch einen ausgebildeten Fachhandwerker durchgeführt werden.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
An den Einspeiseklemmen im Schaltkasten des
Gerätes liegt auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter elektrische Spannung an. Schalten Sie
vor Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr ab und
sichern Sie diese gegen Wiedereinschalten!
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Sicherheitshinweise und Vorschriften 3
d Gefahr!
Explosionsgefahr durch Gasundichtigkeit!
Bei Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur
immer alle gasführenden Teile, inklusive der
Dichtungen für den Brenner auf Gasdichtheit
überprüfen. Ein elektronisches Gasspürgerät
wird empfohlen.
H Gefahr!
Verbrennungs- und Verbrühungsgefahr!
Am Gas-Brennwertkessel und an allen wasserführenden Bauteilen besteht die Gefahr von
Verletzungen und Verbrühungen. Arbeiten Sie
erst dann an den Bauteilen, wenn diese abgekühlt sind.
Störungsbeseitigung
• Trennen Sie das Gerät vor Beginn der Arbeiten vom
Stromnetz. Schließen Sie den Gashahn und die Wartungshähne.
• Entleeren Sie das Gerät, wenn Sie wasserführende
Bauteile des Gerätes ersetzen wollen.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
An den Einspeiseklemmen im Schaltkasten des
Gerätes liegt auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter elektrische Spannung an. Schalten Sie
vor Arbeiten am Gerät die Stromzufuhr ab und
sichern Sie diese gegen Wiedereinschalten!
• Achten Sie darauf, dass kein Wasser auf stromführende Bauteile (z. B. Schaltkasten u. Ä.) tropft.
• Verwenden Sie nur neue Dichtungen und O-Ringe.
• Führen Sie nach Beendigung der Arbeiten eine Funktionsprüfung durch.
3.2
Vorschriften
Nach TRD 509 in der letztgültigen Ausgabe sind wir gehalten, die Ersteller von Heizungsanlagen auf die Beachtung der folgenden Vorschriften, Richtlinien, Normen
und Regeln für die Errichtung, Ausrüstung und Einregulierung von Heißwasseranlagen hinzuweisen. Insbesondere verweisen wir auf die folgenden Vorschriften,
Richtlinien, Normen und Regeln:
- EN12828 Heizungssysteme in Gebäuden – Planung von
Warmwasser-Heizungsanlagen
- DVGW-TRGI 2008 „Technische Regeln für Gasinstallation” Ausgabe 1996 (Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser m.b.H., Bonn)
- BlmSchV Bundes-Immissionsschutz-Verordnung
- MFeuVo Muster-Feuerungsverordnung bzw. Länder
FeuVo
- Arbeitsblatt ATV-A 251 „Kondensate aus Brennwertkesseln” Ausgabe August 2003 (GFA Verlag für Abwasser, Abfall und Gewässerschutz, Hennef)
- DIN 4701 Heizungen; Regeln für die Berechnung des
Wärmebedarfs von Gebäuden
- DIN EN 13384-1 Abgasanlagen - Wärme- und strömungstechnische Berechnungsverfahren-Teil 1: Abgasanlagen mit einer Feuerstätte
- DIN 4109 Schallschutz im Hochbau einschl. Beiblätter 1
und 2 (Ausbau November 1989)
- DIN 1988-TRWI Technische Regeln für Trinkwasser-Installation
- DIN VDE 0100 Errichten von Starkstromanlagen mit
Teil 540 Nennspannungen bis 1000 V; Auswahl und
Errichtung elektrischer Betriebsmittel; Erdung, Schutzleiter, Potenzialausgleichsleiter
- DIN VDE 0100 Errichten von Niederspannungsanlagen
Teil 701 Anforderungen für Betriebsstätten, Ort/
Räume und Anlagen besonderer Art: Räume mit Badewanne oder Dusche
- EnEG Gesetz zur Einsparung von Energie (EnEG) mit
den dazu erlassenen Verordnungen EnEV Energieeinsparverordnung
- Landesbauordnungen der Bundesländer
- DVGW-Arbeitsblatt G 631 „Installation von gewerblichen Gasverbrauchseinrichtungen“ Wirtschafts- und
Verlagsgesellschaft Gas und Wasser m.b.H., Bonn
- DVGW-Arbeitsblatt G 634 „Installation von Gasgeräten
in gewerblichen Küchen in Gebäuden“ Wirtschaftsund Verlagsgesellschaft Gas und Wasser m.b.H., Bonn
- DVGW-Arbeitsblatt G 670 „Aufstellung von Gasfeuerstätten in Räumen mit mechanischen Entlüftungseinrichtungen“ Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas
und Wasser m.b.H., Bonn
- VDI 2035 „Vermeidung von Schäden in Warmwasserheizanlagen - Steinbildung in Wassererwärmungs- und
Warmwasserheizanlagen”.
Die Anforderungen an das Kesselwasser sind dem Abschnitt „Wasseraufbereitung in Heizungsanlagen” zu
entnehmen.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
9
3 Sicherheitshinweise und Vorschriften
4 Montage
Vorschriften (Schweiz)
Bei der Installation sind die einschlägigen gesetzlichen
Bestimmungen und technischen Regeln in der jeweils
geltenden Fassung einzuhalten, insbesondere:
- Flüssiggasrichtlinien Teil II (EKAS)
- Gasleitsätze und Wasserleitsätze des SVGW
- Feuerpolizeiliche Bestimmungen des VKF
- Bestimmungen des zuständigen Gas- und Wasserversorgungsunternehmens
- Bauverordnungen der Kantone
- Heizraumrichtlinien des SVGW
- Vorschriften der der Kantone
Außerdem ist es erforderlich, das Gerät nach den anerkannten Regeln der Technik zu installieren, zu betreiben
und zu warten.
Vorschriften (Österreich)
Bei der Installation sind die einschlägigen gesetzlichen
Bestimmungen und
technischen Regeln in der jeweils geltenden Fassung
einzuhalten,
insbesondere:
- Bestimmung der ÖVE für die technische Ausrüstung
der Anlage
- TAB (technische Anschlussbedingungen des Elektrizitätsversorgungsunternehmens)
- Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G1 (ÖVGW-TR
Gas)
- Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G2 (ÖVGW-TRF)
- Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G3 (allgemeine Sicherheitstechnische Anforderungen für Gasanlagen
für Gewerbe und Industrie)
- Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G4 (Aufstellung
von Gasgeräten über 50 kW)
- Bestimmungen der ÖVGW-Richtlinie G41 bei Kondenswasserabführung
- Ö-Norm H 5195 Teil 1+2 zur Verhütung von Schäden
durch Korrosion und Steinbildung in geschlossenen
Warmwasserheizungsanlagen mit Betriebstemperaturen bis 100 °C
- Das Spülen der Anlage vor Inbetriebnahme
- Bestimmungen der regionalen Bauordnungen (baurechtliche, gewerbliche, immissionsschutzrechtliche
und wasserrechtliche Vorschriften)
Der Hersteller empfiehlt eine jährliche Wartung.
In Österreich ist ein Abgasanschluss nur an Fänge der
Art I nach Ö-Norm 8200 zulässig, wenn alle Betriebsmöglichkeiten des Kessels ausgenutzt werden.
Falls kein Fang der Art I zur Verfügung steht, kann zur
Abgastemperaturanhebung entsprechend der Montageund Planungsanleitung auf einstufigen Betrieb umgestellt werden. Dabei muss die Vorlauftemperaturbegrenzung auf mindestens 45 °C eingestellt werden.
Außerdem ist es erforderlich, das Gerät nach den anerkannten Regeln der Technik zu installieren, zu betreiben
und zu warten.
10
4
Montage
Der Gas-Brennwertkessel wird anschlussfertig in einer
Verpackungseinheit mit montierter Verkleidung geliefert.
4.1
Lieferumfang
• Prüfen Sie anhand der folgenden Übersicht die Lieferung auf Vollständigkeit und Unversehrtheit.
2
1
Abb. 4.1 Lieferumfang
Pos.
Anzahl
Benennung
1
1
Gerät (Verkleidung montiert)
5
Bedienungsanleitung,
Kurzbedienungsanleitung,
Installationsanleitung,
Montageanleitung LAZ,
Garantiekarte
2
Tab. 4.1 Lieferumfang
4.2
Zubehöre
Neben den erforderlichen Sicherheits- und Absperreinrichtungen sind folgende Zubehöre für die Installation
des Gerätes erhältlich:
– Heizungsregler (z. B. calorMATIC 430 oder 630),
– Hydraulische Weiche (optional),
– Kesselkreispumpe (mit fester oder variabler Drehzahl),
– Neutralisationsbox, falls erforderlich.
4.3
Aufstellort
• Stellen Sie das Gerät in einem frostsicheren Raum auf.
Das Gerät kann bei Umgebungstemperaturen von
ca. 4 °C bis ca. 50 °C betrieben werden.
Bei der Wahl des Aufstellortes müssen Sie das Kesselgewicht einschließlich des Wasserinhaltes gemäß der
Tabelle „Technische Daten“ (Kapitel 12) berücksichtigen.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Montage 4
Zur Schalldämpfung können Sie ein Heizkesselpodest
(schalldämmend) o. Ä. verwenden; wir empfehlen, das
Gerät auf einem 5 cm bis 10 cm hohen Kesselfundament
aufzustellen.
4.3.1
4.3.2 Empfohlene Mindestabstände zur Aufstellung
500
Vorschriften zum Aufstellort
h Hinweis
Gasfeuerstätten mit einer Gesamtnennwär-
meleistung über 50 kW müssen in separaten
Räumen aufgestellt werden, die keinem anderem Zweck dienen, d. h. auch keine Aufenthaltsräume sein dürfen.
Abb. 4.2 Empfohlene Abstände bei der Aufstellung (in mm)
• Halten Sie die empfohlenen Mindestabstände ein, um
Montage- und Wartungsarbeiten möglichst ungehindert durchführen zu können.
4.3.3 Ausrichten des Gas-Brennwertkessels
• Richten Sie den Gas-Brennwertkessel mit Hilfe der
höhenverstellbaren Füße waagerecht aus, um den
Ablauf des Kondenswassers aus der Kondensatwanne
sicherzustellen.
4.4
Abmessungen
R2‘‘
678
1 1/2“
981,5
1285
R2‘‘
495
• Tauschen oder reinigen Sie insbesondere nach Abschluss der Bauphase den Staubfilter, da der Staubfilter mit Baustaub verstopft sein kann.
• Prüfen Sie einmal jährlich den Staubfilter auf Verschmutzung.
• Reinigen Sie den Staubfilter bzw. tauschen den Staubfilter gegen einen neuen aus.
Insbesondere bei Heizgeräten > = 200 kW kann ein gesättigter Staubfilter eine Leistungsreduktion bewirken.
800
819
a
Achtung!
Funktionsstörung!
Die Verbrennungsluft muss frei von Partikeln
sein, da es sonst zur Verschmutzung des
Brenners und zu Funktionsstörungen kommen
kann.
Der Gas-Brennwertkessel ecoCRAFT ist werkseitig mit einem Staubfilter ausgerüstet. Der
Gas-Brennwertkessel ecoCRAFT darf nur mit
dem Staubfilter installiert und betrieben
werden.
Achten Sie darauf, dass kein Baustaub, Fasern
von Isoliermaterial oder Blütenpollen in der
Verbrennungsluft sind.
100
500
1305
Holen Sie zur Wahl des Aufstellortes sowie zu Maßnahmen der Be- und Entlüftung des Aufstellraumes die
Zustimmung der zuständigen Bauaufsichtsbehörde ein.
Die Verbrennungsluft, die dem Gerät zugeführt wird,
muss technisch frei von chemischen Stoffen sein, die
z. B. Fluor, Chlor und Schwefel enthalten. Sprays,
Farben, Lösungs- und Reinigungsmittel und Klebstoffe
beinhalten derartige Substanzen, die beim Betrieb des
Gerätes im ungünstigsten Fall zu Korrosionen auch in
der Abgasanlage führen können.
152,5
214,5
90
695
Abb. 4.3 Rohranschlussmaße (in mm)
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
11
4 Montage
5 Installation
• Installieren Sie in der Heizungsanlage eine Füll- und
Entleerungseinrichtung, da die Anlage nicht über den
kesselinternen KFE-Hahn gefüllt werden darf.
A
B
C
G
E
D
F
Abb. 4.4 Gerätemaße
VKK 806-1606/3-E-HL
VKK 2006-2806/3-E-HL
A
165
165
B
326
326
C
369
369
D
50
50
E
1168
1478
F
1240
1550
G
22
22
Der im Gas-Brennwertkessel eingebaute Sicherheitstemperaturbegrenzer dient zusätzlich zum Wasserdruckschalter als Wassermangelsicherung.
Die störfallbedingte Abschalttemperatur des Gas-Brennwertkessels liegt bei ca. 110 °C (Nenn-Abschalttemperatur 110 °C, Toleranz -6 K).
• Werden in der Heizungsanlage Kunststoffrohre verwendet, müssen Sie bauseits einen geeigneten Thermostat am Heizungsvorlauf montieren. Dies ist erforderlich, um die Heizungsanlage vor temperaturbedingten Schäden zu schützen. Der Thermostat kann
am Stecker für den Anlegethermostat (blauer
ProE-Stecker) elektrisch verdrahtet werden.
• Bei Verwendung nicht diffusionsdichter Kunststoffrohre in der Heizungsanlage müssen Sie einen Plattenwärmetauscher zur Systemtrennung nachschalten,
um Korrosion im Heizkessel zu vermeiden.
h Hinweis
Der Zusatz von chemischen Stoffen zum Heizwasser, insbesondere von Frostschutzmitteln,
ist im Primärheizkreis nicht erlaubt!
Tab. 4.2 Gerätemaße (in mm)
5.2
VKK
806/
3-EHL
VKK
1206/
3-EHL
VKK
1606/
3-EHL
VKK
2006/
3-EHL
VKK
2406/
3-EHL
VKK
2806/
3-EHL
Abgasrohr
150
150
150
200
200
200
Zuluftrohr
130
130
130
130
130
130
Heizkesseltyp
Entfernen der Verkleidung
1
Tab. 4.3 Abmessungen Zuluft- und Abgasrohr (Ø in mm)
5
5.1
Installation
Allgemeine Hinweise zur Heizungsanlage
a Achtung!
Funktionsstörungen!
Spülen Sie die Heizungsanlage vor dem Anschluss des Gerätes sorgfältig durch! Damit
entfernen Sie Rückstände wie Zunder, Hanf,
Kitt, Rost, Schweißrückstände, groben Schmutz
u. Ä. aus den Rohrleitungen. Andernfalls können
sich diese Stoffe im Gerät ablagern und zu Störungen führen.
Abb. 5.1 Frontklappe öffnen
Um die Verkleidung zu entfernen, gehen Sie folgendermaßen vor:
• Öffnen Sie die Frontklappe durch Anheben der silbernen Griffleiste (1, Abb. 5.1).
• Führen Sie von der Abblaseleitung des Sicherheitsventils bauseits ein Ablaufrohr mit Einlauftrichter und
Siphon zu einem geeigneten Ablauf im Aufstellraum.
Der Ablauf muss beobachtbar sein!
• Installieren Sie am höchsten Punkt der Heizungsanlage eine Entlüftungseinrichtung.
12
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Installation 5
2
1
Abb. 5.2 Frontverkleidung entfernen
Abb. 5.3 Gasanschluss (Rückseite des Gas-Brennwertkessels)
• Drehen Sie die Schraube (2, Abb. 5.2) oberhalb vom
Multifunktionsschaltfeld heraus.
• Ziehen Sie die Frontverkleidung im oberen Bereich zu
sich heran.
• Heben Sie die Frontverkleidung an, um sie zu entfernen.
• Sie können jetzt bei Bedarf die restlichen Verkleidungsteile entfernen.
• Schließen Sie die Gasleitung am Gasanschluss
(1, Abb. 5.3) des Gas-Brennwertkessels an.
• Überprüfen Sie den Gasanschluss auf Dichtheit.
5.3
Gasanschluss
Die Gasinstallation darf nur von einem autorisierten
Fachhandwerker durchgeführt werden. Dabei sind die
gesetzlichen Richtlinien sowie eventuell örtliche Vorschriften der Gasversorgungsunternehmen zu beachten.
Die Gaszuleitung ist nach den Angaben der DVGW-TRGI
auszulegen.
5.4
Heizungsseitiger Anschluss
1
2
a Achtung!
Undichtigkeiten!
Achten Sie auf eine spannungsfreie Montage
der Anschluss- und Gasleitungen, damit es
nicht zu Undichtigkeiten in der Heizungsanlage
oder am Gasanschluss kommt!
• Legen Sie die Rohrleitungsquerschnitte der Gasleitung
entsprechend der Heizkessel-Nennwärmebelastung
aus.
• Installieren Sie einen Gaskugelhahn in der Gaszuleitung vor dem Gerät. Dieser muss mindestens die gleiche Nennweite wie der Gasanschluss haben (R 1,5“)
und an gut zugänglicher Stelle montiert werden.
a Achtung!
Schäden an der Gasarmatur!
Abb. 5.4 Heizungsseitiger Anschluss (Rückseite des GasBrennwertkessels)
• Schließen Sie den Heizungsvorlauf am Heizungsvorlaufanschluss (1, Abb. 5.4) an.
• Schließen Sie den Heizungsrücklauf am Heizungsrücklaufanschluss (2, Abb. 5.4) an.
• Bauen Sie zwischen der Heizungsanlage und dem GasBrennwertkessel die erforderlichen Absperreinrichtungen ein und installieren Sie die entsprechenden Sicherheitseinrichtungen und ein Manometer.
Der Gasregelblock darf nur mit einem maximalen Druck von 110 mbar auf Dichtheit geprüft
werden! Der Betriebsdruck darf 60 mbar nicht
überschreiten! Bei einem Überschreiten des
Drucks kann es zu Schäden an der Gasarmatur
kommen.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
13
5 Installation
a Achtung!
Bei Unterschreitung der nominalen Umlauf-
wassermenge wird die Temperaturspreizung zu
groß und der Brenner beginnt zu takten.
Daher sind die in Tab. 5.1 angegebenen Umlaufwassermengen sicherzustellen.
Die Kesselkreispumpe ist nicht in den Gas-Brennwertkessel integriert und daher bauseits zu installieren.
Folgende Pumpen und hydraulische Weichen werden für
den Einsatz mit dem jeweiligen Gas-Brennwertkessel
empfohlen:
GasBrennwertkessel
Nominale
Umlaufwassermenge bei 20 K
Spreizung
Drehzahlgeregelte
Hocheffizienz-Pumpe
3-stufige konventionelle
Pumpe
Hydraulische Weiche
VKK 806/3-E-HL
3,44
Art.-Nr. 0020022253
Art.-Nr. 309442
WH 95 (Art.-Nr. 306721)
VKK 1206/3-E-HL
4,99
Art.-Nr. 0020022253
Art.-Nr. 309442
WH 160 (Art.-Nr. 306726)
VKK 1606/3-E-HL
6,88
Art.-Nr. 0020022253
Art.-Nr. 309442
WH 160 (Art.-Nr. 306726)
VKK 2006/3-E-HL
8,60
Art.-Nr. 0020022254
Art.-Nr. 309443
WH 280 (Art.-Nr. 306725)
VKK 2406/3-E-HL
10,33
Art.-Nr. 0020022254
Art.-Nr. 309443
WH 280 (Art.-Nr. 306725)
VKK 2806/3-E-HL
12,05
Art.-Nr. 0020022255
Art.-Nr. 0020016930
WH 280 (Art.-Nr. 306725)
Tab. 5.1 Einsatz von Pumpen und hydraulischen Weichen
14
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Installation 5
5.5
Warmwasserspeicher anschließen
Der VKK 806/3 — 2406/3 kann mit den Warmwasserspeichern VIH 300 bis 500 aus dem Vaillant-Programm
kombiniert werden.
16a
13
3
230 V~
21a
3
21b
2
2 BUS
10
ϑ
230 V~
2
2 3
42a
3
3
3
3
2
30
2b
3
3
5
24
19
30
15
3
30 46
17b
2c
4
2
52
ϑ
31
30
43
27
47
17a
33
1
2a
45
32
42b
Abb. 5.5 Hydraulikschema mit hydraulischer Weiche
Legende
1
Gas-Brennwertkessel ecoCRAFT exclusiv
2a Kesselkreispumpe (elektronisch geregelt)
2b Heizungspumpe (Mischerkreis 1)
2c Heizungspumpe (Mischerkreis 2)
5
Warmwasserspeicher VIH 300-500
10
Heizkörper-Thermostatventil
13
Witterungsgeführter Regler calorMATIC 630
15
3-Wege-Mischer
16
Außenfühler
17a Vorlauftemperaturfühler
17b Vorlauftemperaturfühler (Heizkreis 2, Mischerkreis)
19
Maximalthermostat
21a Fernbediengerät VR 80 oder VR 90 (Radiatorenkreis)
ł2
ł3
ł4
21b
24
27
30
31
32
33
42a
42b
43
45
46
47
52
Fernbediengerät VR 80 oder VR 90 (Fußbodenkreis)
Speicherfühler
Speicherladepumpe
Schwerkraftbremse
Strangregulierventil
Kappenventil
Schlammabscheider
Sicherheitsventil
Ausdehnungsgefäß
Sicherheitsgruppe
Hydraulische Weiche
Zirkulationspumpe
Luftabscheider
raumtemperaturgesteuertes Ventil
zweiadrig
dreiadrig
vieradrig
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
15
5 Installation
5.6
Abgasanschluss, raumluftunabhängig
Die Verbrennungsluft wird dem Gas-Brennwertkessel
über die Luft-/Abgasführung aus dem Freien zugeführt.
Der Aufstellraum muss gemäß den geltenden Bestimmungen belüftet werden.
d Gefahr!
Gefahr von Sach- und Personenschäden!
Die Gas-Brennwertkessel sind für den raumluftunabhängigen Betrieb systemzertifiziert. Es
dürfen daher nur mit dem Gas-Brennwertkessel
geprüfte und zugelassene Luft-/Abgasleitungen
verwendet werden.
Die zulässigen Luft-/Abgasführungen finden Sie
in der entsprechenden Montageanleitung.
Verwenden Sie nur diese Luft-/Abgasführungen.
Bei Verwendung anderer Zubehöre können
Funktionsstörungen auftreten.
5.7
Abgasanschluss, raumluftabhängig
Bei Verwendung von Luft-/Abgasleitungen, die nicht mit
dem Gerät geprüft und zugelassen sind, müssen folgende Bedingungen beachtet werden:
Das Abgassystem muss für die Abgasabführung des
Gas-Brennwertkessels geeignet sein (z. B. Temperatur-,
Druck, und Dichtheitsklasse). Die Abgasleitung muss mit
dem CE-Zeichen versehen sein oder ggf. nach nationalen Anforderungen geprüft sein. Die Angaben der Abgasleitungshersteller müssen beachtet werden.
Die Dimensionierung der Abgasanlage muss nach
EN 13384-1 erfolgen.
Die erforderlichen Geräteparameter sind in Tab. 12.1 aufgeführt.
a Achtung!
Der Durchmesser der Abgasleitung muss min-
destens so groß sein, wie der Durchmesser des
Abgasstutzens am Gas-Brennwertkessel. Eine
Reduzierung ist nicht zulässig.
Darüber hinaus müssen die geltenden Ausführungsnormen für Abgasanlagen beachtet werden.
Die jeweilige Ausführungsnorm legt Grenzen und sicherheitstechnische Anforderungen in Zusammenhang mit
der Planung, der Errichtung, der Inbetriebnahme und
der Wartung von Abgasanlagen fest.
h Hinweis
Beachten Sie, dass der waagerechte Teil der
Abgasleitung mit Gefälle in Richtung zum GasBrennwertkessel verlegt wird!
Die Verbrennungsluft wird aus dem Aufstellraum entnommen. Die Lüftungsöffnungen des Aufstellraums
müssen den geltenden Bestimmungen entsprechen
(Brennwertkessel Typ B).
16
Falls Sie nicht die systemzertifizierte Abgasleitung verwenden, müssen Sie den Querschnitt der Abgasleitung
nach DIN EN 13384-1 auslegen.
5.8
Anschluss des Gas-Brennwertkessels an die
Abgasleitung
h Hinweis
Beachten Sie, dass der waagerechte Teil der
Abgasleitung mit Gefälle in Richtung zum GasBrennwertkessel verlegt wird!
Alle Brennwertkessel sind mit Spezialanschlussstutzen
für den Anschluss kondenswassersicherer und überdruckdichter Abgasleitungen ausgerüstet.
In der Abgasstrecke muss eine verschließbare Öffnung
für die Messung nach Bundesimmissionsschutzgesetz
vorgesehen sein.
• Für Einstellzwecke müssen Sie die Abgasleitung mit
einer Reinigungsöffnung mit einem Durchmesser von
mindestens 100 mm ausführen. Zur Reinigung der Abgasleitung sind in Abhängigkeit des Leitungsdurchmessers ggf. größere Durchmesser erforderlich.
h Hinweis
Außerhalb der Kesselverkleidung müssen Sie
bauseits in der Abgasleitung eine Messöffnung
installieren.
Hinweis
Am Abgasanschluss des Gas-Brennwertkessels
ist eine Kondenswasserfalle installiert, die verhindert, dass verunreinigtes Kondenswasser in
den Gas-Brennwertkessel gelangt. Der Kondensatauslauf dieser Kondenswasserfalle ist am
Siphon des Gas-Brennwertkessels angeschlossen.
• Rüsten Sie bei Bedarf die Abgasstrecke mit dem im
Zubehör erhältlichen Abgas-Sicherheitstemperaturbegrenzer aus. Die Abgasleitungen müssen für eine Temperatur von mindestens 120 °C zugelassen sein.
5.9
Kondenswasserablauf
Der pH-Wert des Abgaskondenswassers liegt zwischen
3,5 und 4,5.
Das Kondenswasser enthält keine unzulässigen Schwermetallionen.
Es entspricht in seiner Zusammensetzung den Richtwerten für Indirekteinleiter nach ATV Arbeitsblatt A 251.
Der Gas-Brennwertkessel ist mit einem Kondenswassersammler und einem Kondenswasserablauf mit Siphon
ausgestattet. Das bei der Verbrennung entstehende
Kondenswasser wird entweder direkt über den Siphon in
den Abflusskanal geleitet oder zuerst neutralisiert und
danach in den Abfluss geleitet.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Installation 5
h Hinweis
h Hinweis
Wann eine Neutralisation notwendig ist, ist im
Für Gas-Brennwertkessel bis 200 kW:
ATV Arbeitsblatt A 251 nachzulesen oder bei
der örtlichen Wasserbehörde zu erfragen. Siehe
auch Planungsunterlage ecoCRAFT Kapitel 5
Kondenswasserentsorgung.
Falls erforderlich, kann eine Neutralisationseinrichtung mit Kondenswasser-Förderpumpe
aus dem Vaillant Zubehör angeschlossen werden.
Für Gas-Brennwertkessel über 200 kW:
Falls erforderlich, kann eine Durchlaufneutralisationseinrichtung aus dem Vaillant Zubehör angeschlossen werden.
• Füllen Sie vor der lnbetriebnahme des Gas-Brennwertkessels den Kondenswassersiphon mit Wasser auf.
5.10
3
Elektrischer Anschluss
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an span-
nungsführenden Anschlüssen!
Die elektrische Installation muss von einem
autorisierten Fachhandwerker durchgeführt
werden, die für die Einhaltung der bestehenden
Normen und Richtlinien verantwortlich ist. Besonders weisen wir auf die VDE Vorschrift 0100
und die Vorschriften des jeweiligen EVU hin.
1
2
Abb. 5.6 Siphon
Legende
1 Siphon
2 Abflussschlauch zur Neutralisationsbox (optional) oder zum
Abfluss
3 Schlauch von Kondenswasserfalle zum Siphon
d Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch ausströmende Abgase!
Wird das Gerät mit leerem Kondenswassersiphon betrieben, besteht die Gefahr von Vergiftungen durch ausströmende Abgase. Füllen Sie
daher unbedingt vor der Inbetriebnahme den Siphon.
Muss bei der Installation die Kondenswasser-Ablaufleitung verlängert werden, sind nur nach DIN 1986-4 zulässige Ablaufrohre zu verwenden.
Anschluss des Kondenswasserablaufs
Die Schornsteinentwässerung wird mit Gefälle in geeignetem Kunststoff- oder Edelstahlrohr, Mindestquerschnitt DN 20, verlegt. Die Kondenswasserableitung zum
Kanal erfolgt ebenfalls mit Gefälle über eine DN 25
Rohrleitung (Kunststoff oder Edelstahl) zum nächstgelegenen Kanalisationsanschluss. Die Ableitung aus
dem Gas-Brennwertkessel erfolgt über ein Kunststoffrohr Ø 21 mm. Die Einleitstelle muss einsehbar bleiben.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an spannungsführenden Anschlüssen!
• Schalten Sie immer zuerst die Stromzufuhr
zum Gerät ab. Erst im Anschluss daran
dürfen Sie die Installation vornehmen. An den
Klemmen L und N des türkisfarbenen
Steckers liegt auch bei ausgeschaltetem
Hauptschalter Dauerspannung an.
Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag an spannungsführenden Anschlüssen!
Netz- und Kleinspannungskabel (z. B. Fühlerzuleitung) müssen räumlich getrennt verlegt werden. Nutzen Sie dazu den zweigeteilten Kabelkanal am linken Seitenteil.
a Achtung!
Der Zugang zum Hauptschalter (4, Abb. 2.2)
muss jederzeit gewährleistet sein und darf
nicht verdeckt oder zugestellt werden, damit im
Störfall das Gerät ausgeschaltet werden kann.
Das Gerät ist mit Anschlusssteckern System-ProE ausgestattet und anschlussfertig verdrahtet.
Die Netzzuleitung und alle weiteren Anschlusskabel
(z. B. vom Raumtemperaturregler) können an den jeweils dafür vorgesehenen System-ProE-Steckern angeklemmt werden.
17
5 Installation
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
Der Ventilator ist mit einer Spannung von
230 V/50 Hz angeschlossen.
Gehen Sie bei der Anschlussverdrahtung wie folgt vor:
• Öffnen Sie die Frontklappe durch Anheben der silbernen Griffleiste.
• Schrauben Sie die Schraube oberhalb vom Multifunktionsschaltfeld heraus.
• Ziehen Sie die Frontverkleidung im oberen Bereich zu
sich heran und heben Sie sie an, um sie zu entfernen.
• Klappen Sie den Schaltkasten nach vorn.
• Hängen Sie den hinteren Teil des Schaltkastendeckels
aus und klappen Sie ihn nach oben.
• Führen Sie die Leitungen durch die Kabeleinführung in
der Geräterückwand durch das Gerät in den Schaltkasten
• Nutzen Sie zur Führung der Kabel durch das Gerät
den Kabelkanal am linken Seitenteil.
a Achtung!
Gefahr von Gerätestörung!
Verwenden Sie für die Kleinspannungskabel
nicht die gleiche Zugentlastung wie für die
Netzkabel!
• Achten Sie auf die räumliche Trennung von Netz- und
Kleinspannungskabeln.
• Sichern Sie die Leitungen mit den Zugentlastungen.
• Isolieren Sie die Aderenden ab und nehmen Sie die
Anschlüsse gemäß den Abschnitten 5.10.1 bis 5.10.2
vor.
• Schließen Sie danach den hinteren Deckel des Schaltkastens und drücken Sie ihn an, bis er hörbar einrastet.
• Klappen Sie den Schaltkasten hoch.
• Befestigen Sie die Frontverkleidung.
• Schrauben Sie die Schraube oberhalb des Multifunktionsfeldes wieder ein.
• Schließen Sie die Frontabdeckung.
• Hängen Sie den hinteren Teil des Schaltkastendeckels
aus und klappen Sie ihn nach oben.
• Führen Sie die Leitungen durch die Kabeleinführung in
der Geräterückwand durch das Gerät in den Schaltkasten.
• Nutzen Sie zur Führung der Kabel durch das Gerät
den Kabelkanal am linken Seitenteil.
• Klemmen Sie die Netzzuleitung an die dafür vorgesehenen Klemmen N, L und PE des türkisfarbigen Steckers an.
• Achten Sie auf die räumliche Trennung von Netz- und
Kleinspannungskabeln.
• Sichern Sie die Leitungen mit den Zugentlastungen.
• Isolieren Sie die Aderenden ab und nehmen Sie die
Anschlüsse gemäß den Abschnitten 5.10.1 bis 5.10.2
vor.
• Schließen Sie danach den hinteren Deckel des Schaltkastens und drücken Sie ihn an, bis er hörbar einrastet.
• Klappen Sie den Schaltkasten hoch.
• Befestigen Sie die Frontverkleidung.
• Befestigen Sie die Schraube oberhalb des Multifunktionsschaltfeldes.
• Schließen Sie die Frontabdeckung.
• Schalten Sie die Netzspannung ein und prüfen Sie die
Funktionalität des Gerätes.
h Hinweis
Bei Gasfeuerstätten mit einer Gesamtnenn-
wärmeleistung über 50 kW muss außerhalb des
Aufstellraums ein Notschalter installiert werden, der die Stromzufuhr zum Brenner im Notfall 2-polig unterbricht.
Neben dem Notschalter muss ein Schild mit der
Aufschrift „Notschalter-Feuerung“ angebracht
sein.
5.10.1 Netzzuleitung anschließen
Die Nennspannung des Netzes muss 230 V betragen; bei
Netzspannungen über 253 V und unter 190 V sind Funktionsbeeinträchtigungen möglich. Die Netzzuleitung
muss über einen festen Anschluss und eine Trennvorrichtung mit mindestens 3-mm-Kontaktöffnung (z. B.
Sicherungen, Leistungsschalter) angeschlossen werden.
Gehen Sie bei der Anschlussverdrahtung wie folgt vor:
• Öffnen Sie die Frontklappe durch Anheben der silbernen Griffleiste.
• Lösen Sie die Schraube oberhalb des Multifunktionsschaltfeldes.
• Ziehen Sie die Frontverkleidung im oberen Bereich zu
sich heran und heben Sie sie an, um sie zu entfernen.
• Klappen Sie den Schaltkasten nach vorn.
18
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Installation 5
X13
L N
X1
Heizkreis-/Kesselkreispumpe
5
4
3
Netzeingang
N
L
blau
rot
9
4
7
Option ext. Regler/Raumth. 7-8-9 (analog)
+
-
Busanschluss (Regler/Raumth. digital)
2
1
X20
X30
Kleinspannungsstecker
VR 32, vrDIALOG,
vrnetDIALOG
X29
Zünder
X14
Randstecker
X22
X40
AF
RF
DCF
0
1 0
PWM Signal Pumpe
1
rot
schwarz
4
15
10
grau
blau
7
8
12
13
14
PWM-Eing.
Fernbedienung Zirkulationspumpe
Außenfühler
Vorlauffühler (Option)
DCF-Anschluss Stecker Reglerzubehör
Masse
VRC 4xx bzw. ZP-Einmalstart
Masse
6
17
3
6
18
9
2
16
5
Signale, Zubehörmodul VR40
1 +24 V
2 Hallsignal
Gebläse
4 PWM-Signal
5 Masse
rot
grün
grün
P
230 V~
24 V
Luftdruckschalter
blau
Gasventil
rot
rot
schwarz
rot
schwarz
schwarz
blau
Vorlauffühler (R25=10k)
schwarz
Rücklauffühler (R25=10k)
transparent
schwarz
schwarz
schwarz
schwarz
Kesselblockfühler (R25=2k7)
rot
DE AT
weiß
STB
22
5
8
18
17
19
20
9
6
Pumpenmodul
Anlegethermostat
6 FB
X41
0 .. 10 V
Signal
Option ext. Regler/Raumthermostat
3-4 (Kontakt)
0-10V
Ausg.
X6
230 V~
24 V
N
L
weiß
blau
X11
Zubehör
rosa
Kleinspannung
Netzspannung
blau rot weiß türkis violett
X18
Ladepumpe
24 V
Versorg.
N
L
N
L
schwarz
blau
grau
Randstecker
Netzspannung
Zubehör VR40
F4
4A träge
grün
X12
5.10.2 Anschluss elektrischer Zubehöre und interne
Verdrahtung
P
braun
schwarz
AbgasDruckdose
weiß
orange
weiß
schwarz
schwarz
rot
grün
Abgas-Temperaturbegrenzer
Nur AT, in DE gebrückt
Speicherkontakt
"C1-C2"
Speicherfühler
(R25=2k7) (Zubehör)
P Wasserdrucksensor
Kodierwiderstand 4320 Ω
schwarz
schwarz
Ionisationselektrode
Zündelektrode
weiß
Gerätemasse
Abb. 5.7 Anschluss elektrischer Zubehöre und interne
Verdrahtung
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
19
5 Installation
Kesselkreispumpe, feste Drehzahl
• Schließen Sie die Kesselkreispumpe an den grünen
ProE-Steckverbinder an der Anschlussleiste an.
Heizungs-/Kesselkreispumpe
Abb. 5.8 Elektrischer Anschlussplan VKK 806/3-E-HL bis
VKK 2806/3-E-HL
Kesselkreispumpe, drehzahlgeregelt
• Schließen Sie die Kesselkreispumpe an den grünen
ProE-Steckverbinder an der Anschlussleiste an, zusätzlich die Steuerleitung an die 0 — 10V Adapterbox,
die sich links oben neben den zwei Druckdosen im
Gerät befindet. Hierbei ist auf die Polung zu achten,
da bei Falschanschluss die Pumpe nur mit Minimaldrehzahl arbeitet.
Externer Vorlaufthermostat
Ein Vorlaufthermostat, z. B. zum Schutz von Fußbodenheizungen, kann an den Klemmen „Anlegethermostat“
elektrisch in die Sicherheitskette eingebunden werden.
Gasdruckwächter
• Ein Gasdruckwächter kann an den Klemmen „Anlegethermostat“ elektrisch in die Sicherheitskette eingebunden werden.
Kondenswasser-Förderpumpe
• Schließen Sie den Alarmausgang einer Kondenswasser-Förderpumpe an den Stecker „Anlegethermostat“ elektrisch an.
h Hinweis
Sollten mehrere Kontakte an den Anschluss
„Anlegethermostat“ angeschlossen werden, so
sind sie in Reihe anzuschließen, nicht parallel!
Abgas STB
• Schließen Sie den Abgas STB in die Zuleitung der Abgasdruckdose an, siehe dazu die mitgelieferte Zubehöranleitung.
20
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Installation 5
5.10.3 Anschluss eines Regelgerätes
Anschluss Regelgerät VRC 430 (Regler außerhalb
der Elektronikbox)
Zur Regelung der Heizungsanlage kann eine witterungsgeführte Außentemperaturregelung mit modulierender
Brennersteuerung eingesetzt werden.
Der Vaillant-Regler calorMATIC 430, 630 oder der
auroMATIC 620 ist gemäß Abb. 5.8 bzw. Abb. 5.9 über
den Anschluss „Bus“ (roter Stecker) anzuschließen. Die
Brücke zwischen den Klemmen 3 und 4 bleibt bestehen
(lila Stecker).
Die Fühler und die Anlagenbaugruppen, die nicht in Abschnitt 5.10.2 aufgeführt sind, werden an das Regelgerät
angeschlossen.
Der elektrische Anschluss an das Vaillant Heizungsregelgerät ist in Abb. 5.7 dargestellt.
Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der Anleitung des
Regelgerätes.
Schalten Sie vor dem Öffnen des Schaltkastens die
Spannungsversorgung zum Gerät ab und schützen Sie
es vor ungewolltem Wiedereinschalten.
VRC 430
X13
X18
Heizgerät
X1
X41
DCF / AF
0 - DCF- AF
Bus
rot
+
-
pumpe
Lade-
pumpe
Heizungs-
ϑ
Speicherfühler
AF
RF
DCF
0
0
6 FB
1
Bus
Netz
Pumpe Pumpe
Randstecker
2
blau rot weiß türkis violett 1
rot
grün grau
Netz
Abb. 5.9 Anschluss Regelgerät VRC 430
Regelgeräte VRC 430, VRC 630, VRS 620
• Verbinden Sie die Anschlüsse „Bus“ (roter Stecker)
2-adrig mit den gleichnamigen Anschlüssen im Regler
bei VRC 630, VRS 620 bzw. bei VRC 430, wenn er
extern angebracht wird.
• Stecken Sie alternativ den Regler VRC 430 in die
Bedienblende des Gas-Brennwertkessels (interne
Anbringung).
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
21
5 Installation
Anschluss Regelgerät VRS 620, VRC 630 (Regler
außerhalb der Elektronikbox)
7
8
9
—
+
3
4
5
X18
L
N
X13
L
N
230 V~ „2 aus 7“
L
N
Heizgerät
1
2
rel 1
rel 1
grün braun gelb
rel 2
weiß
2
1
N
DCF / AF
0 - DCF - AF
Netz
z. B. ext.
Gasventil
X14
Netz
Pumpe Pumpe
Randstecker
Bus
Netz
1
2
rot
blau rot weiß türkis violett grün grau
X12
X40
X1
L
N
Netz
7
8
9
7
8
9
C1 C2
7-8-9 I
7-8-9 II
2
1
Stufe 1
230V Netz
230V Netz
LP/UV
ZP
HK 1-P
HK 2 Mischer
HK 2-P
HK 3 Mischer
Stufe 2
HK 3-P
KP / AV
VRC 630
VF 1
VF 2
VF 3
KF
Sp
Telefonfernsch.
1x ZP
Bus
Außenfühler
+
-
C2
C1
AF
0
DCF
2
1
2
1
2
1
ϑ
2
1
2
1
Vorlauffühler 3
ϑ
N
L
N
L
N
L
N
L
N
L
N
Auf
Zu
N
L
N
Auf
Zu
N
L
2
1
2
1
N
Auf
Zu
Vorlauffühler 2
ϑ
weiß
2
1
Speicherfühler
weiß
ϑ
M
weiß
Vorlauffühler 1
Heizungspumpe 3
Heizungspumpe
Heizungspumpe
Zirkulationspumpe
Ladepumpe
Netz
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
22
5 V / 24 V
230 V~
L
N
z. B. Störmeldung
6
X40
gelb
natur weiß
natur
beige
grau
natur
rot
gelb
gelbgrün
blau
natur
gelb
gelb
beige
beige
orange natur
türkis
rot
türkis
1
2
z. B.
ecoLEVEL
1
0
0
DCF
RF
AF
FB
X3
Abb. 5.10 Anschluss Regelgerät VRS 620, VRC 630
Inbetriebnahme 6
6
Inbetriebnahme
Die erste Inbetriebnahme und Bedienung des Gerätes
sowie die Einweisung des Betreibers müssen von einem
qualifizierten Fachhandwerker durchgeführt werden. Die
weitere Inbetriebnahme/Bedienung nehmen Sie bitte
wie in der Bedienungsanleitung beschrieben vor.
a Achtung!
Vor der Inbetriebnahme sowie nach Inspekti-
onen, Wartungen und Reparaturen ist das Gasgerät auf Gasdichtheit zu prüfen!
Die Bedienung des Gas-Brennwertkessels und die Einstellung verschiedener Parameter oder Betriebszustände erfolgt über das Bedienelement an der Kesselschaltleiste.
Die Fachhandwerkerebene mit den Parametern und anlagenrelevante Einstellungen erreichen Sie nach Eingabe des Servicecodes.
6.1
Servicecode eingeben
h Hinweis
Nach 15 min wird die Fachhandwerkerebene au-
tomatisch verlassen.
Jede erneute Eingabe des Servicecodes bewirkt
die Verlängerung um 15 min.
Zur Eingabe des Servicecodes gehen Sie folgendermaßen vor:
• Aktivieren Sie den Diagnosemodus durch gleichzeitiges Drücken der Tasten „i“ und „+“.
• Wählen Sie Dia Punkt 97 an, drücken Sie „i“.
• Stellen Sie den Wert 17 ein.
• Speichern Sie diesen Wert, indem Sie die Taste „i“ 5 s
lang gedrückt halten (bis das Blinken aufhört).
6.2
Inbetriebnahme-Checkliste
Gehen Sie bei der Inbetriebnahme gemäß der folgenden
Checkliste vor. Eine Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte finden Sie in den folgenden Abschnitten.
Vor der Inbetriebnahme müssen Sie die Verkleidung des
Gas-Brennwertkessels abnehmen.
• Schrauben Sie dazu die Schraube oberhalb vom Multifunktionsschaltfeld heraus.
• Ziehen Sie den Verkleidungsdeckel nach vorne.
• Nehmen Sie zuletzt die Seitenteile ab.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
23
6 Inbetriebnahme
Nr.
Vorgang
Bemerkung
Erforderliches Werkzeug
1
Gasanschlussdruck prüfen
Druck gegen Umgebung muss 17 bis 30 mbar
betragen
U-Rohr- oder digitales Manometer
2
Prüfen, ob Siphon gefüllt ist
bei Bedarf über Abgasmessstutzen befüllen
3
Elektroanschlussleiste prüfen
Netzanschluss: Klemmen L, N, PE
Regler Klemmen: „Bus“, /7-8-9 oder 3-4
4
Gerät einschalten, Displayanzeige aktiv
sonst Sicherungen prüfen
6
Schornsteinfegerfunktion aktivieren
Tasten „+“ und „-“ gleichzeitig drücken
7
Gesamten Gasweg auf Dichtheit prüfen
Lecksuchspray oder Gasspürgerät
(Insbesondere für Prüfung der
Brennerdichtungen auf Gasdichtheit wird ein
Gasspürgerät empfohlen. Ggf. Brennerdichtung
mit 12 Nm nachziehen.)
Gasspürgerät
8
Kaminzugmessung durchführen
Der maximale Zug darf 20 mbar nicht
überschreiten.
Falls der Zug zu groß ist, muss der Kaminzug
durch geeignete Maßnahmen begrenzt werden.
Messgerät für Kaminzug
9
CO2-Messung
Sollwert:
bei Nennwärmebelastung: 9,3 Vol.-%
(±0,2 Vol.-%)
bei Minimallast: 9,0 Vol.-% (±0,2 Vol.-%)
CO2-Messgerät
10
Wenn CO2 nicht innerhalb Toleranz:
CO2 einstellen, siehe Abschnitt 6.5.3
11
Nach Gaseinstellung Schornsteinfegerschaltung und erneute CO2-Messung
Sollwert:
bei Nennwärmebelastung: 9,3 Vol.-%
(±0,2 Vol.-%)
bei Minimallast: 9,0 Vol.-% (±0,2 Vol.-%)
12
CO-Messung (Sollwert < 80 ppm)
13
Kondensatwanne, Siphon und
Kondensatablauf auf Dichtheit prüfen
Visuelle Prüfung oder zusätzlich mit COMessgeräten die Dichtstellen abfahren.
14
Gas-Brennwertkessel ausschalten und
erneut einschalten
Sicheres Verlassen des Test-Modus und Reset
15
Heizungsregler mit Kunde
programmieren und Funktion
Warmwasser/Heizung prüfen
Bedienungsanleitung des Reglers an Kunden
übergeben
16
Aufkleber 835593 „Bedienungsanleitung
lesen“ in der Sprache des Benutzers auf
die Gerätefront kleben
CO2-Messgerät
CO-Messgerät
Tab. 6.1 Checkliste zur Inbetriebnahme
24
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Inbetriebnahme 6
6.3
Funktionsmenü (für Wartungs- und
Servicearbeiten)
Das Funktionsmenü erlaubt dem Fachmann die Funktionskontrolle einzelner Komponenten durchzuführen. Es
kann immer nach „RESET“ oder „Netz EIN“ gestartet
werden. Nach ca. 5 s Wartezeit oder durch Drücken der
„-“-Taste schaltet die Geräteelektronik in den Normalbetrieb.
Start
Nach Reset
Nach Netz “EIN”
Funktionsmenü
aktivieren
3
Nein
Ende,
Normalbetrieb
startet
JA
Zurück
Intern
angeschlossene
Pumpe prüfen?
Ja
Ein
Aus
Zurück / Weiter
Zurück
Gebläse prüfen?
Ja
Ein
Aus
Gebläse wird mit max.
Drehzahl angesteuert.
Ein
Aus
Alle Anschlüsse, die als
Speicherladepumpe definiert sind,
erhalten 230 V.
- 2 aus 7 Modul, wenn d.27
bzw. d.28 = 3.
Ein
Aus
Alle Anschlüsse, die als
Zirkulationspumpe definiert sind,
erhalten 230 V.
- Leiterplatte, wenn d.26 = 1.
- 2 aus 7 Modul, wenn d.27
bzw. d.28 = 3.
Zurück / Weiter
Zurück
Ladepumpe
prüfen?
Ja
Zurück / Weiter
Zurück
Zirku-Pumpe
prüfen?
Ja
Zurück / Weiter
2
Abb. 6.1 Funktionsmenü (Fortsetzung nächste Seite)
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
25
6 Inbetriebnahme
2
Zurück
Externe Pumpe
prüfen?
Ja
Ein
Aus
Alle Anschlüsse, die als
externe Pumpe definiert sind,
erhalten 230 V.
- 2 aus 7 Modul, wenn d.27
bzw. d.28 = 2.
Zurück / Weiter
Zurück
Hydraulik
entlüften?
Ja
WW-Kreis
Heizkreis
Wasserdruck wird angezeigt.
Zurück / Weiter
Brenner
testen?
Ja
Ein
Aus
Zeitgleich mit dem Brenner
wird die interne Heizungspumpe angesteuert,
Funktionsmenü beendet.
VT Soll = VL max °C
Zurück / Weiter
Zirku-Pumpe
prüfen?
Ja
Normalbetrieb
Zurück / Weiter
3
Abb. 6.1 Funktionsmenü (Fortsetzung)
26
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Inbetriebnahme 6
6.4
Befüllen der Anlage
a Achtung!
Funktionsstörung!
Spülen Sie die Heizungsanlage vor dem Anschluss des Gerätes sorgfältig durch!
Damit entfernen Sie Rückstände wie Schweißperlen, Zunder, Hanf, Kitt, Rost, groben
Schmutz u. Ä. aus den Rohrleitungen. Andernfalls können sich diese Stoffe im Gerät ablagern
und zu Störungen führen.
• Informieren Sie den Betreiber über die notwendigen
Maßnahmen, falls Sie diese Zusatzstoffe eingesetzt
haben.
• Informieren Sie den Betreiber über die notwendigen
Verhaltensweisen zum Frostschutz.
• Verwenden Sie für das Füllen der Heizungsanlage nur
Wasser, das die Anforderungen der Richtlinie
VDI 2035 erfüllt.
Korrosionsschutz durch Wasserbehandlung
Bei Heizwasser, das durch Zugabe von stark alkalisierenden Stoffen konditioniert ist, können (nach DIN 2035,
Blatt 2) Aluminium und dessen Legierungen durch Korrosion gefährdet sein.
Der pH-Wert des Heizwassers darf den Wert 8,5 nicht
über- und 6,5 nicht dauerhaft unterschreiten.
Die Anreicherung des Heizwassers mit Zusatzstoffen
kann Sachschäden hervorrufen. Bei ordnungsgemäßer
Verwendung folgender Produkte wurden an Vaillant Geräten bislang jedoch keine Unverträglichkeiten festgestellt.
• Befolgen Sie bei der Verwendung unbedingt die Anleitungen des Herstellers des Zusatzstoffes.
Für die Verträglichkeit jedweder Zusatzstoffe im übrigen Heizsystem und für deren Wirksamkeit übernimmt
Vaillant keine Haftung.
Zusatzstoffe für Reinigungsmaßnahmen
(anschließendes Ausspülen erforderlich)
- Fernox F3
- Jenaqua 200
- Jenaqua 300
- Jenaqua 400
- Sentinel X 300
- Sentinel X 400
Zusatzstoffe zum dauerhaften Verbleib in der Anlage
- Fernox F1
- Fernox F2
- Jenaqua 100
- Jenaqua 110
- Sentinel X 100
- Sentinel X 200
Zusatzstoffe zum Frostschutz zum dauerhaften Verbleib in der Anlage
- Fernox Antifreeze Alphi 11
- Sentinel X 500
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
27
6 Inbetriebnahme
Für Deutschland
• Befolgen Sie die Hinweise zur Aufbereitung des Füllund Ergänzungswassers gemäß der VDI-Richtlinie
2035 Blatt 1 und 2.
• Sie müssen das Heizwasser aufbereiten,
- wenn die gesamte Füll- und Ergänzungswassermenge während der Nutzungsdauer der Anlage das Dreifache des Nennvolumens der Heizungsanlage überschreitet
oder
- wenn die in den nachfolgenden Tabellen genannten
Richtwerte nicht eingehalten werden.
Die ecoCOMPACT/3-Geräte stellen an das Heizwasser
keine höheren Anforderungen als in VDI 2035 genannt.
VDI 2035 sieht folgende Grenzwerte vor:
Gesamtheizleistung
Gesamthärte bei 20 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
kW
°dH
< 50
mol/m3
keine Anforderungen oder
< 16,81)
< 31)
Gesamthärte bei
> 20 l/kW < 50 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
Gesamthärte bei
> 50 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
°dH
mol/m3
°dH
mol/m3
11,2
2
0,11
0,02
< 50 bis ≤ 200
11,2
2
8,4
1,5
0,11
0,02
> 200 bis ≤ 600
8,4
1,5
0,11
0,02
0,11
0,02
> 600
0,11
0,02
0,11
0,02
0,11
0,02
1) Bei Anlagen mit Umlaufwasserheizern und für Systeme mit elektrischen Heizelementen
2) Vom spezifischen Anlagenvolumen (Liter Nenninhalt/Heizleistung; bei Mehrkesselanlagen ist die kleinste Einzel-Heizleistung
einzusetzen)
Diese Angaben gelten nur bis zum 3fachen Anlagenvolumen für Füll- und Ergänzungswasser. Wenn das 3fache Anlagenvolumen
überschritten wird, muss das Wasser, genau wie bei Überschreitung der in Tabelle 6.1 genannten Grenzwerte, gemäß Vorgaben der
VDI behandelt werden (Enthärten, Entsalzen, Härtestabilisierung oder Abschlammung).
Tab. 6.2 Richtwerte für das Heizwasser nach VDI 2035/1:
Wasserhärte
Merkmale des
Heizwassers
Einheit
salzarm
salzhaltig
Elektrische Leitfähigkeit
bei 25 °C
μS/cm
< 100
100 - 1500
Aussehen
frei von sedimentierenden
Stoffen
pH-Wert bei 25 °C
8,2 - 10,01)
8,2 - 10,01)
< 0,1
< 0,02
Sauerstoff
mg/L
1) Bei Aluminium und Aluminium-Legierungen ist der pH-WertBereich von 6,5 bis 8,5 eingeschränkt.
Tab. 6.3 Richtwerte für das Heizwasser nach VDI 2035/2:
Salzgehalt
28
a Achtung!
Aluminiumkorrosion und daraus folgende Un-
dichtigkeiten durch ungeeignetes Heizwasser!
Anders als z. B. Stahl, Grauguss oder Kupfer
reagiert Aluminium auf alkalisiertes Heizwasser
(pH-Wert > 8,5) mit erheblicher Korrosion.
Stellen Sie bei Aluminium sicher, dass der pHWert des Heizwassers zwischen 6,5 und maximal 8,5 liegt.
a Achtung!
Gefahr von Sachschäden durch Anreicherung
des Heizwassers mit ungeeigneten Frost- oder
Korrosionsschutzmitteln!
Frost- und Korrosionsschutzmittel können zu
Veränderungen an Dichtungen, Geräuschen im
Heizbetrieb und evtl. zu weiteren Folgeschäden
führen.
Verwenden Sie keine ungeeigneten Frost- und
Korrosionsschutzmittel.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Inbetriebnahme 6
Für Österreich und Schweiz
• Beachten Sie zur Aufbereitung des Füll- und Ergänzungswassers die geltenden nationalen Vorschriften
und technischen Regeln.
Sofern nationale Vorschriften und technische Regeln
keine höheren Anforderungen stellen, gilt Folgendes:
• Sie müssen das Heizwasser aufbereiten, wenn
- die gesamte Füll- und Ergänzungswassermenge
während der Nutzungsdauer der Anlage das Dreifache des Nennvolumens der Heizungsanlage überschreitet,
oder
- wenn die in der nachfolgenden Tabelle genannten
Richtwerte nicht eingehalten werden.
Gesamtheizleistung
Gesamthärte bei 20 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
kW
mol/m3
Gesamthärte bei
> 20 l/kW < 50 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
Gesamthärte bei
> 50 l/kW
kleinster Kesselheizfläche2)
mol/m3
mol/m3
< 50
keine Anforderungen oder < 3
2
0,02
< 50 bis ≤ 200
2
1,5
0,02
1)
> 200 bis ≤ 600
1,5
0,02
0,02
> 600
0,02
0,02
0,02
1) Bei Anlagen mit Umlaufwasserheizern und für Systeme mit elektrischen Heizelementen
2) Vom spezifischen Anlagenvolumen (Liter Nenninhalt/Heizleistung; bei Mehrkesselanlagen ist die kleinste Einzel-Heizleistung
einzusetzen)
Diese Angaben gelten nur bis zum 3fachen Anlagenvolumen für Füll- und Ergänzungswasser. Wenn das 3fache Anlagenvolumen
überschritten wird, muss das Wasser, genau wie bei Überschreitung der in Tabelle 6.1 genannten Grenzwerte, behandelt werden
(Enthärten, Entsalzen, Härtestabilisierung oder Abschlammung).
Tab. 6.4 Richtwerte für das Heizwasser: Wasserhärte
Merkmale des
Heizwassers
Einheit
salzarm
salzhaltig
Elektrische Leitfähigkeit
bei 25 °C
μS/cm
< 100
100 - 1500
Aussehen
frei von sedimentierenden
Stoffen
pH-Wert bei 25 °C
8,2 - 10,01)
8,2 - 10,01)
< 0,1
< 0,02
Sauerstoff
mg/L
1) Bei Aluminium und Aluminium-Legierungen ist der pH-WertBereich von 6,5 bis 8,5 eingeschränkt.
Tab. 6.5 Richtwerte für das Heizwasser: Salzgehalt
a Achtung!
Aluminiumkorrosion und daraus folgende Un-
dichtigkeiten durch ungeeignetes Heizwasser!
Anders als z. B. Stahl, Grauguss oder Kupfer
reagiert Aluminium auf alkalisiertes Heizwasser
(pH-Wert > 8,5) mit erheblicher Korrosion.
Stellen Sie bei Aluminium sicher, dass der pHWert des Heizwassers zwischen 6,5 und maximal 8,5 liegt.
a Achtung!
Gefahr von Sachschäden durch Anreicherung
des Heizwassers mit ungeeigneten Frost- oder
Korrosionsschutzmitteln!
Frost- und Korrosionsschutzmittel können zu
Veränderungen an Dichtungen, Geräuschen im
Heizbetrieb und evtl. zu weiteren Folgeschäden
führen.
Verwenden Sie keine ungeeigneten Frost- und
Korrosionsschutzmittel.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
29
6 Inbetriebnahme
6.4.1 Heizungsseitiges Befüllen
• Lösen Sie die Kappe des werkseitig montierten
Schnellentlüfters um ein bis zwei Umdrehungen. Achten Sie darauf, dass die Öffnung der Kappe nicht in die
Richtung von elektronischen Bauteilen zeigt.
• Füllen Sie die Anlage bis zu einem Anlagendruck von
2,3 bar bis 2,5 bar auf. Durch Drücken der „-“ Taste
wird für ca. 3 s der aktuelle Wasserdruck angezeigt.
• Füllen Sie die Anlage über die anlagenseitige Kesselfüll- und -entleerungseinrichtung.
• Schließen Sie die Entlüftungsnippel.
• Entlüften Sie die Heizkörper.
• Lesen Sie nochmals den Druck am Manometer ab. Ist
der Anlagendruck gefallen, füllen Sie die Anlage nochmals auf und entlüften Sie erneut.
• Prüfen Sie alle Anschlüsse und die gesamte Anlage
auf Undichtigkeiten.
Zur Entlüftung von Heizkreis, Gas-Brennwertkessel und
ggf. Speicher können Sie das Prüfprogramm P0 anwenden.
• Halten Sie hierfür die „+“ Taste bei Netzeinschaltung
ca. 5 s gedrückt.
• Wählen Sie mit den „+“ bzw. „-“ Tasten P0.
• Starten Sie das Programm mit der „i“ Taste.
• Schalten Sie durch erneutes Drücken auf den Speicherladekreis weiter.
6.4.2 Siphon befüllen
• Füllen Sie den Siphon durch die Abgasöffnung im Abgassammler mit Wasser.
d Gefahr!
Vergiftungsgefahr durch ausströmende Abgase!
Wird das Gerät mit leerem Kondenswassersiphon betrieben, besteht die Gefahr von Vergiftungen durch ausströmende Abgase. Füllen Sie
daher unbedingt vor der Inbetriebnahme den Siphon.
6.5
Prüfen der Gaseinstellung
Das Gerät ist ab Werk auf die in Kapitel 12 „Technische
Daten“ angegebenen Werte eingestellt. In einigen Versorgungsgebieten kann eine Anpassung vor Ort nötig
sein.
Zur Sicherstellung der einwandfreien Funktion der Gas-/
Luftverbundregelung muss der O2-/CO2-Gehalt im Abgas
(siehe Abschnitt 6.5.2), sowie der Gasdruck vor Gasarmatur (siehe Abschnitt 6.5.1) gemessen werden.
Die Kontrolle und Einstellung findet bei Nennwärmeund Minimalbelastung statt.
a Achtung!
Vergleichen Sie vor der Inbetriebnahme des
Gerätes die Angaben zur eingestellten Gasart
auf dem Typenschild mit der örtlichen Gasart.
Eine Überprüfung der Gasmenge ist nicht
erforderlich. Die Einstellung erfolgt anhand des
CO2-Anteils im Abgas.
Die Geräte werden als E-Gas Variante ausgeliefert.
6.5.1
Überprüfung des Anschlussdruckes
(Gasfließdruck)
1
Abb. 6.2 Gasfließdruck prüfen
Legende
1 Druckmessnippel
Gehen Sie zur Überprüfung des Anschlussdruckes wie
folgt vor:
• Entfernen Sie die Frontverkleidung des Gerätes.
• Heben Sie den vorderen Deckel an.
• Lösen Sie die Schraube am Druckmessnippel (1,
Abb. 6.2) vor der Gasarmatur.
• Schließen Sie ein Manometer an.
• Nehmen Sie das Gerät in Betrieb.
• Schalten Sie das Gerät im Test-Modus auf maximale
Leistung; Betriebszustand „Schornsteinfeger“ durch
gleichzeitiges Drücken von „+“ und „-“
• Messen Sie den Anschlussdruck gegen den Atmosphärendruck. Der gemessene Druck muss zwischen
17 mbar und 25 mbar liegen.
a Achtung!
Liegt der Anschlussdruck (Gasfließdruck) au-
ßerhalb des Bereiches von 17 mbar bis 25 mbar,
dürfen Sie keine Einstellung durchführen und
das Gerät nicht in Betrieb nehmen!
Gehen Sie in diesem Fall wie folgt vor:
• Nehmen Sie das Gerät außer Betrieb.
• Nehmen Sie das Manometer ab und ziehen Sie die
Schraube am Druckmessnippel (1, Abb. 6.2) wieder
fest.
Falls Sie den Fehler nicht beheben können, nehmen Sie
das Gerät nicht in Betrieb und verständigen Sie das Gasversorgungsunternehmen.
30
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Inbetriebnahme 6
a Achtung!
Funktionsstörung!
Nach der Stabilisierungszeit von 1 min wird der GasBrennwertkessel auf Nennwärmeleistung gesteuert.
Die Verbrennungsluft muss frei von Partikeln
sein, da es sonst zur Verschmutzung des
Brenners kommen kann.
Achten Sie besonders darauf, dass kein Baustaub, Fasern von Isoliermaterial oder Blütenpollen in der Verbrennungsluft sind.
6.5.2 CO2-Gehalt prüfen
Die Messöffnung für die CO2-Messung ist bauseits im Abgasrohr zu erstellen.
a
Achtung!
Gefahr von Fehlmessungen durch Eintritt von
Nebenluft!
Dichten Sie die Prüföffnung der Messsonde
während der Messung gut ab, um den Eintritt
von Nebenluft zu verhindern!
h Hinweis
Der maximale Zug darf 20 Pa nicht überschrei-
ten, da sonst die Ergebnisse der CO2-Messung
verfälscht werden können. Bei Bedarf können
Sie während der Messung den Deckel der Inspektionsöffnung im bauseitigen Abgasweg entfernen und nach der Messung wieder anbringen.
h Hinweis
Aktuelle Messgeräte arbeiten nach der O -Me2
thode und rechnen auf den CO2-Gehalt um. Eine
direkte CO2-Messung, wie bei älteren Messgeräten möglich, kann zu Messfehlern führen, da die
Erdgase je nach Vorkommen CO2 enthalten.
• Messen Sie den CO2-Gehalt im Abgas.
VKK xx6/3
% CO2 bei Nennwärmebelastung
% CO2 bei Minimallast
G20/G25
9,3 ± 0,2
9,0 ± 0,2
Tab. 6.6 CO2-Sollwerte für Nennwärmebelastung und
Minimallast
Falls der Messwert dem entsprechenden Tabellenwert
entspricht, ist keine weitere Einstellung erforderlich.
Liegt der gemessene CO2-Gehalt außerhalb dieses Bereiches, ist die Einstellung des Gas-Luft-Verbundes erforderlich.
Prüfung bei Minimallast
• Starten Sie das Prüfprogramm „P2“ für Minimallast
(wie oben beschrieben).
• Messen Sie den CO2-Gehalt im Abgas.
Falls der Messwert dem entsprechenden Tabellenwert
(siehe Tab. 6.6) entspricht, ist keine weitere Einstellung
erforderlich. Liegt der gemessene CO2-Gehalt außerhalb
dieses Bereiches, ist die Einstellung des Gas-Luft-Verbundes erforderlich.
Um die Prüfung zu beenden, gehen Sie wie folgt vor:
• Nehmen Sie den Gas-Brennwertkessel außer Betrieb.
• Verschließen Sie die Messöffnungen und Druckmessnippel.
• Kontrollieren Sie diese auf Dichtheit.
Hinweis
Hinweis zu den Prüfprogrammen:
Nach 15 min wird der Test-Modus automatisch
verlassen. Falls Sie die Messung in diesem Zeitraum noch nicht abgeschlossen haben, muss
der Test-Modus erneut aktiviert werden.
Prüfung bei Nennwärmebelastung
• Starten Sie das Prüfprogramm „P1“ für Nennwärmeleistung.
• Drücken und halten Sie die „+“-Taste.
• Drücken Sie die Entstörtaste.
• Halten Sie die „+“-Taste bis „P0“ erscheint.
• Schalten Sie mit der „+“-Taste auf „P1“.
• Starten Sie mit Druck auf die „i“-Taste das Prüfprogramm.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
31
6 Inbetriebnahme
6.5.3
CO2-Gehalt einstellen
Einstellung Gas-Luft-Verbund
Die Gaseinstellung muss in der aufgelisteten Reihenfolge durchgeführt werden. Der Gas-Luft-Verbund ist werkseitig auf die Gasart Erdgas E (G20) eingestellt.
h Hinweis
Nach 15 min wird der Test-Modus automatisch
verlassen. Falls Sie die Messung in diesem Zeitraum noch nicht abgeschlossen haben, muss
der Test-Modus erneut aktiviert werden.
Hinweis
Der maximale Zug darf 20 Pa nicht überschreiten, da sonst die Ergebnisse der CO2-Messung
verfälscht werden können. Bei Bedarf können
Sie während der Messung den Deckel der Inspektionsöffnung im bauseitigen Abgasweg entfernen und nach der Messung wieder anbringen.
CO2-Einstellung bei Nennwärmebelastung
Die Gaseinstellung für die Nennwärmebelastung erfolgt
über die Gasdurchflussschraube (1, Abb. 6.3) mittels
eines Innensechskantschlüssels 3 mm der Gasarmatur.
• Korrigieren Sie bei Bedarf den CO2-Gehalt an der Gasdurchflussschraube (1, Abb. 6.3) mittels eines Innensechskantschlüssels 3 mm gemäß Tab. 6.6.
• Um den CO2-Gehalt zu reduzieren, drehen Sie den Innensechskantschlüssel im Uhrzeigersinn (rechts).
• Um den CO2-Gehalt zu erhöhen, drehen Sie den Innensechskantschlüssel gegen den Uhrzeigersinn (links).
h Hinweis
Verstellen Sie nur in Schritten von 1/8 Umdrehungen, und warten Sie nach jeder Verstellung
ca. 1 min bis sich der Wert stabilisiert hat.
Überprüfen Sie nach der Einstellung die Qualität der
Verbrennung über die Schauöffnung:
— kein Abheben der Flamme vorhanden
— kein Glühen der Brenneroberfläche
• Beenden Sie das Prüfprogramm „P1“.
• Montieren Sie die Abdeckkappe der Gasarmatur.
Einstellung bei Minimallast
h Hinweis
Führen Sie vor der Einstellung erst eine
CO2-Messung durch, da die Einstellung bei
Nennwärmebelastung auch die Minimallast entsprechend verändert. Eine Einstellung der Minimallast ist nur in Ausnahmefällen erforderlich
1
1
Abb. 6.3 Gasdurchflussschraube
• Führen Sie die Messsonde des Abgas-Messgerätes in
die Messöffnung.
• Entfernen Sie die Abdeckkappe der Gasarmatur.
Um das Prüfprogramm „P1“ für Nennwärmeleistung zu
starten, gehen Sie folgendermaßen vor:
• Drücken und halten Sie die „+“-Taste.
• Drücken Sie die Entstörtaste.
• Halten Sie die „+“-Taste bis „P0“ erscheint.
• Schalten Sie mit der „+“-Taste auf „P1“.
• Starten Sie mit Druck auf die „i“-Taste das Prüfprogramm.
Abb. 6.4 Nullpunktschraube
Die Gaseinstellung für die Minimallast erfolgt über die
Nullpunktschraube (1, Abb. 6.4) (Torx Tx40 unter Abdeckung) der Gasarmatur.
• Ermitteln Sie bei Volllast den CO2-Gehalt und vergleichen diesen Wert mit den Werten aus der Tab. 6.6.
• Entfernen Sie die Abdeckkappe der Nullpunktschraube
(1, Abb. 6.4) der Gasarmatur.
• Starten Sie das Prüfprogramm „P2“ für Minimallast
(wie oben beschrieben).
• Ermitteln Sie bei Minimallast den CO2-Gehalt und vergleichen Sie diesen mit den Werten in Tab. 6.6.
• Korrigieren Sie bei Bedarf den CO2-Gehalt an der Nullpunktschraube mittels Torx Tx40 am Gaskombiventil
gemäß Tab. 6.6.
32
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Nach der Stabilisierungszeit von 1 min wird der GasBrennwertkessel auf Nennwärmeleistung gesteuert.
Inbetriebnahme 6
h
Hinweis
Die Einstellung reagiert sehr sensibel. Eine
halbe Drehung (180°) ergibt eine Änderung der
CO2-Konzentration von ca. 1,0 Vol.-%.
Hinweis
Verstellen Sie nur in Schritten von 1/8-Umdrehung und warten Sie nach jeder Verstellung ca.
1 min bis sich der Wert stabilisiert hat.
• Um den CO2-Gehalt zu erhöhen, drehen Sie die Nullpunktschraube im Uhrzeigersinn (rechts).
• Um den CO2-Gehalt zu reduzieren, drehen Sie die Nullpunktschraube gegen den Uhrzeigersinn (links).
Um die Gasumstellung zu beenden, gehen Sie wie folgt
vor:
• Nehmen Sie den Gas-Brennwertkessel außer Betrieb.
• Verschließen Sie die Messöffnungen und Druckmessnippel und kontrollieren Sie diese auf Dichtheit.
• Nach erfolgter Umstellung auf eine andere Gasart kleben Sie den entsprechenden Aufkleber „Eingestellt
auf LL - G25 - 20 mbar“.
6.6
Prüfen der Gerätefunktion
Führen Sie nach Abschluss der Installation und der
Gaseinstellung eine Funktionsprüfung des Gerätes
durch, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen und an
den Benutzer übergeben.
Überprüfen Sie nach der Einstellung die Qualität der
Verbrennung über die Schauöffnung:
— kein Abheben der Flamme
— kein Glühen der Brenneroberfläche
• Beenden Sie das Prüfprogramm „P2“.
• Montieren Sie die Abdeckkappe der Gasarmatur.
a Achtung!
Während der CO -Einstellung ist die
2
CO-Emission zu beachten. Ist der CO-Wert bei
richtigem CO2-Wert > 200 ppm, ist das Gasventil nicht richtig eingestellt. Eine Grundeinstellung ist notwendig. Diese führen Sie, wie im Abschnitt 6.5.4 Gasumstellung beschrieben,
durch.
Um die Einstellung zu beenden, gehen Sie wie folgt vor:
• Nehmen Sie den Gas-Brennwertkessel außer Betrieb.
• Verschließen Sie die Messöffnungen und Druckmessnippel und kontrollieren Sie diese auf Dichtheit.
6.5.4 Gasumstellung
Die Umstellung auf Erdgas E/LL erfolgt nur durch Einstellung der Gasarmatur.
Gehen Sie wie folgt vor:
• Führen Sie die Messsonde des CO2-Messrätes in die
Messöffnung am Abgasrohr.
• Starten Sie das Prüfprogramm „P1“ für die Nennwärmebelastung (siehe Abschnitt 6.5.3).
• Messen Sie den CO2-Gehalt und stellen ihn gemäß
Tab. 6.6 ein.
• Starten Sie das Prüfprogramm „P2“ für Teillast.
• Messen Sie den CO2-Gehalt und stellen ihn bei Bedarf
gemäß Tab. 6.6 ein.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Abb. 6.5 Sicht- und Dichteprüfung des Gerätes und der Anlage
• Nehmen Sie das Gerät entsprechend der zugehörigen
Bedienungsanleitung in Betrieb.
• Prüfen Sie insbesondere die Brennerdichtung mit Hilfe
eines CO2-Messgerätes auf Gasdichtheit. Ggf. müssen
Sie die Brennerdichtung mit 12 Nm nachziehen.
• Prüfen Sie Gas-Zuleitung, Abgasanlage, Gas-Brennwertkessel, Heizungsanlage und Warmwasserleitungen
auf Dichtheit.
• Überprüfen Sie die einwandfreie Installation des Abgaszubehörs.
• Prüfen Sie das Flammenbild des Brenners auf Regelmäßigkeit.
• Prüfen Sie die Funktion der Heizung und der Warmwasserbereitung.
• Übergeben Sie das Gerät dem Betreiber.
33
6 Inbetriebnahme
6.7
Unterrichten des Betreibers
a Achtung!
Das Gerät darf
- zur Inbetriebnahme
- zu Prüfzwecken
- zum Dauerbetrieb
nur mit vollständig montiertem und geschlossenem Luft-/Abgassystem betrieben werden.
Der Betreiber des Gerätes muss über die Handhabung
und Funktion seines Vaillant Gas-Brennwertkessels
VKK 806/3 — 2806/3-E-HL unterrichtet werden.
• Übergeben Sie dem Betreiber alle für ihn bestimmten
Anleitungen und Gerätepapiere zur Aufbewahrung.
• Gehen Sie die Bedienungsanleitung mit dem Betreiber
durch und beantworten Sie gegebenenfalls seine Fragen.
• Weisen Sie den Betreiber insbesondere auf die Sicherheitshinweise hin, die er beachten muss.
• Weisen Sie den Betreiber auf die Notwendigkeit einer
regelmäßigen Inspektion/Wartung der Anlage hin (Inspektions-/Wartungsvertrag).
• Machen Sie den Betreiber darauf aufmerksam, dass
die Anleitungen in der Nähe des Vaillant Gas-Brennwertkessels VKK 806/3 — 2806/3-E-HL bleiben sollen.
• Unterrichten Sie den Betreiber über getroffene Maßnahmen zur Verbrennungsluftversorgung und Abgasführung. Weisen Sie besonders darauf hin, dass diese
nicht verändert werden dürfen.
• Erklären Sie dem Betreiber die Kontrolle des erforderlichen Wasserstandes/Fülldrucks der Anlage sowie
Maßnahmen zum Nachfüllen und Entlüften der Heizungsanlage bei Bedarf.
• Weisen Sie den Betreiber auf die richtige (wirtschaftliche) Einstellung von Temperaturen, Regelgeräten
und Thermostatventilen hin.
h Hinweis
Nach Beendigung der Installation kleben Sie
den diesem Gerät beigefügten Aufkleber
835593 bitte in der Sprache des Betreibers auf
die Gerätefront.
34
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Anpassen an die Heizungsanlage 7
7
Anpassen an die Heizungsanlage
Die Anpassung des Gas-Brennwertkessels an die Heizungsanlage erfolgt im Diagnose-Modus. Das Bedienkonzept zum Auswählen der unterschiedlichen Parameter und deren Einstellung ist im Abschnitt 6.2 dargestellt. Einige Einstellungen sind nur für den Fachhandwerker bestimmt und erst nach Eingabe des ServiceCodes „17“ in Dia 97 aufzurufen.
Eine Übersicht über die einstellbaren Diagnosepunkte
finden Sie in Tab. 7.1.
Diagnosepunkt
Beschreibung
Einstellbereich
Werkseinstellung
d.0
Heizungsteillast
einstellbare Werte in kW
maximale Leistung im
Heizbetrieb
d.1
Wasserpumpennachlaufzeit für Heizbetrieb
2 — 60 min
5 min
d.2
Maximale Brennersperrzeit bei 20 °C
2 — 60 min
20 min
d.17
Umschaltung der Regelungsart
0 = Vorlauftemperaturregelung
1 = Rücklauftemperaturregelung
(z. B. für Fußbodenheizung)
0
d.18
Pumpenbetriebsart
1 = comfort
3 = eco
1 = comfort
d.20
Maximaler Einstellwert des Speichersollwert-Potis
50 °C — 70 °C
65 °C
d.26
internes Zubehörrelais an X 6 (rosa Stecker)
1 = Zirkulationspumpe
(werkseitig)
2 = ext. Pumpe
3 = Speicherladepumpe
4 = Abgasklappe/
Dunstabzugshaube; Achtung
invers zu d27/28
5 = externes Gasventil
6 = externe Störmeldung
d.27
Umschalten Zubehörrelais 1 auf dem Zubehör VR40
1 = Zirkulationspumpe
2 = ext. Pumpe
3 = Speicherladepumpe
4 = Abgasklappe/
Dunstabzugshaube
5 = externes Gasventil
6 = externe Störmeldung
1 = Zirkulationspumpe
d.28
Umschalten Zubehörrelais 2 auf dem Zubehör VR40
1 = Zirkulationspumpe
2 = ext.Pumpe
3 = Speicherladepumpe
4 = Abgasklappe/
Dunstabzugshaube
5 = externes Gasventil
6 = externe Störmeldung
2 = ext. Pumpe
d.54
Einschalthysterese bezogen auf den aktuellen Sollwert
0 ... -10 K
-2 K
d.55
Ausschalthysterese
0 ... 10 K
6K
d.71
Maximaler Sollwert Heizungsvorlauftemperatur einstellbar
40 °C — 85 °C
75 °C
d.72
Pumpennachlaufzeit nach der Ladung eines von der
Elektronik geregelten Warmwasserspeichers (Ladung über
C1/C2)
0 — 600 s
300 s
d.75
maximale Speicherladezeit eines Speichers ohne eigene
Steuerung
20 — 90 min
45 min
Tab. 7.1 Einstellbare Diagnosepunkte (Fortsetzung nächste
Seite)
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
35
7 Anpassen an die Heizungsanlage
Diagnosepunkt
Beschreibung
Einstellbereich
Werkseinstellung
d.77
Speicherteillast (Speicherladeleistungsbegrenzung) in kW
einstellbare Werte in KW
VKK 806 = 14 - 80 kW
VKK 1206 = 22 - 120 kW
VKK 1606 = 27 - 160 kW
VKK 2006 = 44 - 200 kW
VKK 2406 = 48 - 240 kW
VKK 2806 = 52 - 280 kW
VKK 806 = 30 kW
VKK 1206 = 30 kW
VKK 1606 = 50 kW
VKK 2006 = 50 kW
VKK 2406 = 70 kW
VKK 2806 = 70 kW
d.78
Speicherladetemperaturbegrenzung (Vorlaufsolltemperatur
im Speicherbetrieb) in °C
75 °C — 85 °C
80 °C
d.84
Stundenzahl bis zur nächsten Wartung (Eingabe der
Betriebsstunden, bis Wartungsmeldung im Display erscheint)
0 ... 3000 Betriebsstunden
„-“ für aus
„-“ für aus
d.95
Softwarestand auslesen
1 Wert = BMU
2 Wert = AI
Werte werden abwechselnd
angezeigt
d.96
Werkseinstellung (Rücksetzung einstellbarer Parameter auf
Werkeinstellung)
Einstellbereich:
0 = aus, 1 = ein
d.98
Eingabemöglichkeit für Telefonnummer, die bei
Wartungsmeldung angezeigt wird
d.99
Auswahl der Anzeigesprache
0
(siehe auch PLI)
deutsch
Tab. 7.1 Einstellbare Diagnosepunkte (Fortsetzung)
7.1
Maximale Kesselvorlauftemperatur einstellen
Die maximale Kesselvorlauftemperatur für den Heizbetrieb kann unter Diagnosepunkt d.71 eingestellt werden,
für den Speicherbetrieb unter d.78 (siehe Tab. 9.2).
7.2
Pumpennachlaufzeit einstellen
Die Nachlaufzeit der Kesselkreispumpe kann unter Diagnosepunkt d.1 eingestellt werden. Die Nachlaufzeit
einer am Gas-Brennwertkessel direkt angeschlossenen
Speicherladepumpe kann ggf. unter Parameter d.72 eingestellt werden. Wenn aber die Speicherladepumpe am
calorMATIC 630, auroMATIC 620 angeschlossen wird,
ist die Einstellung dort vorzunehmen (siehe Tab. 7.1).
7.3
7.3.1
Pumpenbetriebsarten
Betriebsart „Weiterlaufend“
(„Comfort-Mode“)
Die Aktivierung erfolgt über Diagnose-Parameter d.18,
indem die Einstellung „1“gewählt wird.
Die Pumpe läuft, wenn
– der Raumtemperaturregler über Klemme 3-4-5 Wärme
anfordert und
– der Raumtemperaturregler oder Einbauregler über die
Klemme 7-8-9 einen Sollwert der Vorlauftemperatur
größer 30 °C oder über eBUS größer 20 °C vorgibt
und
– das Heizgerät sich im Winterbetrieb befindet (Hz-SollPoti nicht in Linksanschlag) und
– der Anlegethermostat geschlossen ist.
Die Pumpe wird ausgeschaltet, wenn
– eine der oben genannten Bedingungen nicht mehr erfüllt ist und
– die Pumpennachlaufzeit abgelaufen ist.
36
Die Brennersperrzeit hat keinen Einfluss auf die Pumpe.
Fällt eine der Bedingungen während der Nachlaufzeit
weg, wird diese trotzdem beendet.
7.3.2 Betriebsart „Intermittierend“ („Eco-Mode“)
Alternativ zur Betriebsart „weiterlaufende Pumpe“ besteht die Möglichkeit, die Betriebsweise einer „intermittierenden Pumpe“ einzustellen (d.18 = „3“). Dies ermöglicht eine Einsparung von elektrischer Energie für die
Pumpe.
Die Pumpe wird nach Beendigung des Brennerbetriebs
und 5 min Nachlauf abgeschaltet und innerhalb von jeweils 30 min einmal für mindestens 5 min eingeschaltet,
um die Energie des Heizwassers vollständig zu nutzen.
Wenn die Rücklauftemperatur des Heizwassers schnell
absinkt, dann läuft die Pumpe (innerhalb der 30 min)
länger als die minimale Laufzeit von fünf Minuten.
Die Betriebsart „Intermittierend“ kann jederzeit von
dem Brennerstart unterbrochen werden und die Pumpe
läuft im normalen Heizbetrieb.
7.4
Sperrzeit und Heizungsteillast
Die maximale Brennersperrzeit für Heizbetrieb kann
unter d.2 eingestellt werden, die Heizungsteillast unter
d.0 und die Speicherladeteillast unter d.77 (siehe Tab.
9.2).
7.5 Anfahrverhalten
Bei einer Wärmeanforderung geht der Gas-Brennwertkessel für ca. 15 s in den Status „S.2“ (Pumpenvorlauf),
danach wird der Lüfter gestartet („S.3“).
Nach Schalten der Druckdose und Erreichen der Startdrehzahl wird das Gasventil geöffnet und der Brenner
gestartet (Status „S.4“).
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Anpassen an die Heizungsanlage 7
Wartung 8
Der Gas-Brennwertkessel wird nun 30 ... 60 s je nach
Kesseltemperatur mit Minimalleistung betrieben und danach abhängig von der Sollwertabweichung der errechnete Drehzahlsollwert eingestellt.
8
Wartung
8.1
Allgemeine Hinweise
Voraussetzung für dauernde Betriebsbereitschaft und
-sicherheit, Zuverlässigkeit und hohe Lebensdauer ist
eine jährliche Inspektion/Wartung des Gerätes durch
den Fachhandwerker. Wir empfehlen daher den Abschluss eines Wartungsvertrages.
8.4
Schornsteinfegerbetrieb
Für die Emissions-Messungen des Schornsteinfegers und
für weitere Messungen kann es notwendig sein, den GasBrennwertkessel für längere Zeit auf maximaler Last
laufen zu lassen. Dazu ist der Schornsteinfegerbetrieb
vorgesehen.
• Drücken Sie dazu die Tasten „-“ und „+“ gleichzeitig.
Der Gas-Brennwertkessel läuft jetzt für 15 min auf maximaler Last.
Durch erneutes gleichzeitiges Drücken von „+“ und „-“
kann die Funktion vor Ablauf dieser Zeit abgebrochen
werden. Nach Erreichen von einer Vorlauftemperatur
von 85 °C wird die Funktion automatisch abgebrochen
(Schutz vor Übertemperatur).
d Gefahr!
Inspektion, Wartung und Reparatur dürfen nur
durch einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb
durchgeführt werden.
Nicht durchgeführte Inspektionen/Wartungen
können zu Sach- und Personenschäden führen.
Um alle Funktionen Ihres Vaillant Gerätes auf Dauer sicherzustellen und um den zugelassenen Serienzustand
nicht zu verändern, dürfen bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten nur Original Vaillant Ersatzteile verwendet werden!
Eine Aufstellung eventuell benötigter Ersatzteile enthalten die jeweils gültigen Ersatzteil-Kataloge. Auskünfte
erhalten Sie bei allen Vaillant Werkskundendienststellen.
8.2
Sicherheitshinweise
Führen Sie vor Inspektionsarbeiten immer folgende Arbeitsschritte durch:
h Hinweis
Sind Inspektions- und Wartungsarbeiten bei
eingeschaltetem Netzschalter nötig, wird bei
der Beschreibung der Wartungsarbeit darauf
hingewiesen.
• Schalten Sie den Netzschalter aus.
• Schließen Sie das Gasabsperrventil.
• Schließen Sie Heizungsvor- und -rücklauf.
e Gefahr!
Lebensgefahr durch Stromschlag!
An der Anschlussleiste des Gerätes liegt auch
bei ausgeschaltetem Hauptschalter elektrische
Spannung an. Schalten Sie vor Arbeiten am
Gerät die Stromzufuhr ab und sichern Sie diese
gegen Wiedereinschalten!
8.3
Betriebsstundenanzeige
Hier werden die Betriebsstunden des Brenners angezeigt:
- Diagnosepunkt d.81 für Speicherbetrieb
- Diagnosepunkt d.82 für Heizungsbetrieb
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
37
8 Wartung
8.5
Wartungs-Checkliste
Überprüfen Sie im Rahmen der Inspektion die hier aufgeführten Punkte und führen Sie, falls erforderlich, die
entsprechenden Wartungsarbeiten gemäß der folgenden
Kapitel durch.
Vor der Wartung müssen Sie die Verkleidung des GasBrennwertkessels abnehmen.
• Schrauben Sie dazu die Schraube oberhalb vom Multifunktionsschaltfeld heraus.
• Ziehen Sie die Frontverkleidung ab.
• Nehmen Sie bei Bedarf den Deckel und Seitenteile ab.
Nr.
Vorgang
Bemerkung
Werkzeug
1
Fülldruck Heizungsanlage prüfen (Taste „-“)
Bei Bedarf auffüllen (ca. 2,5 bar)
2
Optische Kontrolle auf Dichtheit Heizkreis
Schnellentlüfter auf Funktion prüfen
3
Optische Prüfung Sicherheitsventil
Richtiges Sicherheitsventil vorhanden
(Druckbereich, Installation), keine Stopfen,
Auslauf sichtbar, Ablauftrichter und Leitung
vorhanden, keine Absperrmöglichkeit zwischen
Gas-Brennwertkessel und Sicherheitsventil
4
Kondenswassersammler, Siphon, Zuluft- und Abgasweg
auf Verschmutzung prüfen und Dichtheit prüfen.
Dichtungen der Kondensatwanne, der
Inspektionsöffnung und zwischen Abgasstutzen und
Siehe Abschnitt 8.5 bis 8.11
Wärmetauscher auf Beschädigung prüfen und ggf.
erneuern. Elektroden auf Ablagerungen prüfen und ggf.
austauschen.
5
Gerät einschalten - Testprogramm aufrufen
P1 = Nennwärmebelastung, P2 = Minimallast
6
CO2-Messung (Sollwert:
bei Nennwärmebelastung: 9,3 Vol.-% (±0,2 Vol.-%)
bei Minimallast: 9,0 Vol.-%
(±0,2 Vol.-%)
CO-Messung (Sollwert < 80 ppm)
Falls die Werte nicht in diesem Bereich liegen,
muss vor der weiteren Inspektion eine
CO2-Einstellung durchgeführt werden
(siehe: 6.5.3)
CO2-Messgerät
7
Belastungsmessung
Berechnung aus abgelesener Gasmenge
Wenn die Belastung um mehr als 15 % unter dem
Nennwert liegt, dann Brenner reinigen, ggf.
austauschen. Bei jedem Ausbau des Brenners,
Brennerdichtungen erneuern und Brennerflansch mit
12 Nm über Kreuz festziehen.
Nach der Reinigung oder dem Tausch des Brenners ist
eine weitere Messung des CO2-Wertes und der Belastung erforderlich. Ggf. muss der CO2-Wert nochmals
eingestellt werden.
Prüfen Sie die Gasdichtheit hinter dem Gebläse und
entlang der Brennerdichtung mit einem Gasspürgerät.
Gasspürgerät
8
Überprüfung Abgasdruckwächter, optische Prüfung
aller Schläuche und Messnippel,
Funktionsprüfung durch Abgasvollstau mit Abgasfächer
oder vergleichbaren Mitteln
Bei Nennwärmebelastung und Vollstau muss der
Brenner nach spätestens 2 min ausgehen, danach
ständige automatische Wiedereinschaltung. Es darf kein
Abgas über den Siphon in den Aufstellraum gelangen.
9
Siphon und Kondensatablauf auf Dichtheit prüfen
10
Abgasrohre auf Dichtheit prüfen
11
Verkleidungsteile wieder anbringen,
Gas-Brennwertkessel komplettieren
12
Gerät aus - Gerät einschalten - Funktion des Reglers
prüfen (Warmwasserbereitung/Heizung) prüfen
Verbindungs- und Befestigungsschellen optisch prüfen.
Kein Kondensat tropft aus Verbindungsstellen, Rohre
haben Gefälle > 3° in Richtung Gas-Brennwertkessel.
Tab. 8.1 Inspektions-Checkliste
38
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Wartung 8
8.6
Reinigung des Kondenswassersammlers
3
1
Abb. 8.1 Kondenswassersammler reinigen
Abb. 8.3 Bügel abziehen
• Demontieren Sie das Vorderteil der Kesselverkleidung.
• Schrauben Sie den Deckel der Inspektionsöffnung (1,
Abb. 8.1) ab.
• Prüfen Sie den Kondenswassersammler auf Verschmutzung und reinigen Sie ihn, falls erforderlich,
mit einem Schaber.
• Prüfen Sie die Dichtung der Inspektionsöffnung vor
dem Zusammenbau auf Beschädigungen. Falls erforderlich, ist eine neue Dichtung einzusetzen.
•
•
•
•
Ziehen Sie den Bügel (3, Abb. 8.3) ab.
Entnehmen Sie den Siphon und reinigen Sie ihn.
Montieren Sie den Siphon in umgekehrter Reihenfolge.
Schrauben Sie den Stopfen an der Abgasmessöffnung
ab und füllen Sie den Siphon über diese Öffnung mit
Wasser.
• Verschließen Sie die Öffnung am Abgasanschluss mit
dem Stopfen.
8.8
Überprüfen des Abgasdruckwächters
8.7
Reinigung des Siphons
• Demontieren Sie die Kesselverkleidung.
1
2
h Hinweis
Beim Abziehen der Ablaufschläuche kann Kondenswasser austreten.
1
2
Abb. 8.4 Abgasdruckwächter überprüfen
• Überprüfen Sie den Schlauch zum Abgasdruckwächter (2, Abb. 8.4) auf Verschmutzung und richtigen
Sitz.
a Achtung!
Der Schlauch muss am mit "P1" gekennzeichAbb. 8.2 Schläuche entfernen
neten Anschluss des Abgasdruckwächters angeschlossen sein.
• Lösen Sie die Schläuche (1) und (2, Abb. 8.2).
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
39
8 Wartung
8.9
Überprüfen des
Verbrennungsluftdruckwächters
• Überprüfen Sie die Schläuche zum Verbrennungsluftdruckwächter (1, Abb. 8.4) auf Verschmutzung und
richtigen Sitz.
6
7
8
9
1
a Achtung!
Der mit "P1" gekennzeichnete Anschluss des
Verbrennungsluftdruckwächters muss am Venturi angeschlossen sein.
Der mit "P2" gekennzeichnete Anschluss des
Verbrennungsluftdruckwächters muss zwischen
Gasarmatur und Venturi angeschlossen sein.
2
1
5
P2
P1
P2
3
P3
P3
3
Abb. 8.6 Brenner ausbauen
P1
2
4
Abb. 8.5 Anschluss des Verbrennungsluftdruckwächters
Legende
1 Verbrennungsluftdruckwächter
2 Venturi
3 Gasventil
4 Zuluftbox
8.10
4
Reinigung des Brenners
d Gefahr!
Gefahr von Sach- und Personenschäden!
Sperren Sie vor Brennerausbau die Gasleitung
ab, da sonst unkontrolliert Gas austreten kann.
h Hinweis
Die Reinigung des Brenners ist einmal jährlich
durchzuführen. Hierzu ist es erforderlich, die
komplette Brenner-Gebläse-Einheit zu demontieren.
• Entfernen Sie die Frontverkleidung.
• Klappen Sie den Schaltkasten herunter.
• Lösen Sie die Anschlüsse an der Gasarmatur (4, Abb.
8.6) und am Gebläse (1, Abb. 8.6).
• Lösen Sie die Erdungsleitung (8, Abb. 8.6).
• Lösen Sie den Stecker an der Zündelektrode (7,
Abb. 8.6) und an der Ionisations-/Überwachungselektrode (6, Abb. 8.6).
• Lösen Sie die Steuerschläuche (3, Abb. 8.6) am Gasventil und an der Venturi.
• Lösen Sie die vier Schrauben zwischen Venturi und
Zuluftschalldämpfer bzw. HT-Rohr (2, Abb. 8.6).
• Legen Sie den Zuluftschalldämpfer mit HT-Bogen 87°
vorsichtig ab.
• Lösen Sie die vier Schrauben M5 (5, Abb. 8.6) am Gasrohr (Gasfilter)/ Gasarmatur.
• Lösen Sie die vier Muttern M8 (9, Abb. 8.6) am Wärmetauscher.
• Nehmen Sie die Gesamteinheit, bestehend aus Krümmerflansch, Lüfter, Venturi und Gasarmatur, nach
vorne heraus und legen Sie sie vorsichtig ab.
• Entfernen Sie die Dichtung zwischen Wärmetauscher
und Krümmerflansch.
• Ziehen Sie den Brenner vorsichtig nach vorn heraus.
a Achtung!
Gefahr von Beschädigung der Brennerfläche!
Achten Sie darauf, dass Sie bei der Reinigung
die Brennerfläche nicht beschädigen!
• Blasen Sie den Brenner außerhalb des Aufstellraums
von außen nach innen mit Druckluft aus. Sollte keine
Druckluft vorhanden sein, kann der Brenner alternativ
auch mit Wasser ausgespült werden. Bei starker Verschmutzung muss der Brenner ausgetauscht werden.
• Montieren Sie anschließend alle Bauteile in umgekehrter Reihenfolge.
40
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Wartung 8
1
8.11
Wechseln der Zünd- und
Ionisations-/Überwachungselektrode
a Achtung!
Gefahr von Funktionsstörungen durch Ablage-
rungen!
Durch Ablagerungen auf den Elektroden kann es
zu Beeinträchtigungen der Gerätefunktion kommen.
Tauschen Sie die Zünd- und Ionisations-/Überwachungselektrode daher einmal jährlich aus.
Eine Reinigung ist nicht ausreichend und damit
nicht zulässig.
7
6
Abb. 8.7 Führungsnuten des Brenners
1
2
2
5
Abb. 8.8 Frontblech
h
Hinweis
Beachten Sie beim Einführen des Brenners,
dass dieser auf den hinteren Führungsnuten (1,
Abb. 8.7) im Wärmetauscher aufliegt und das
Frontblech (2, Abb. 8.8) bündig mit dem Wärmetauscher abschließt.
Hinweis
Ziehen Sie die Schrauben am Krümmer gleichmäßig mit 12 Nm an.
• Öffnen Sie den Gashahn und prüfen Sie die Gasdichtheit bis zur Gasarmatur.
• Schalten Sie den Gas-Brennwertkessel ein.
• Prüfen Sie die Gasdichtheit des Gas-Luft-Verbundes
hinter der Gasarmatur und entlang aller Brennerdichtungen mit einem Gasspürgerät.
• Ziehen Sie bei Bedarf die Schrauben mit 12 Nm nach.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
4
3
Abb. 8.9 Ausbau der Zünd- und
Ionisations-/Überwachungselektrode
• Ziehen Sie die Anschlussleitung (1, Abb. 8.9) an der
Zündelektrode (7, Abb. 8.9) vorsichtig ab.
• Lösen Sie die beiden Befestigungsmuttern (2,
Abb. 8.9) der Zündelektrode und entnehmen die gesamte Zündelektrode.
• Ersetzen Sie die Dichtung (3, Abb. 8.9) und montieren
Sie die neue Zündelektrode.
• Ziehen Sie die Anschlussleitung an der Ionisations-/
Überwachungselektrode (3, Abb. 8.9) vorsichtig ab.
• Lösen Sie die beiden Befestigungsmuttern (4, Abb.
8.9) der Ionisations-/Überwachungselektrode und entnehmen die gesamte Ionisations-/Überwachungselektrode.
• Ersetzen Sie die Dichtung (5, Abb. 8.9) und montieren
Sie die neue Ionisations-/Überwachungselektrode.
• Ziehen Sie die Befestigungsmuttern (2 und 4, Abb.
8.9) mit 2 Nm fest und stecken die Anschlussleitungen
auf.
41
8 Wartung
8.12
Sicherheitstemperaturbegrenzer prüfen
1
8.14
Funktionsprüfung
Führen Sie nach Abschluss aller Inspektions- und Wartungsarbeiten eine Funktionsprüfung durch, wie in Abschnitt 6.6 beschrieben.
Abb. 8.11 Entriegelungstaste
Legende
1 STB-Entriegelungstaste mit Abdeckkappe
• Schalten Sie den Hauptschalter ein.
• Sperren Sie den Heizkreis ab.
• Stellen Sie das Gerät auf maximale Vorlauftemperatur
und heizen Sie das Gerät bis zur Regelabschaltung.
• Nach 2 min Wartezeit (Temperaturausgleich) starten
Sie das Prüfprogramm „P.5“.
Durch Starten des Prüfprogramms „P.5“ bleibt der GasBrennwertkessel solange in Betrieb, bis der Sicherheitstemperaturbegrenzer auslöst.
Um das Prüfprogramm „P.5“ aufzurufen, gehen Sie wie
folgt vor:
• Schalten Sie „Netz ein“ und halten Sie gleichzeitig die
Taste „+“ für 5 s gedrückt.
• Wählen Sie mit „+“ oder „-“ das Prüfprogramm „P.5“
aus.
• Bestätigen Sie Ihre Auswahl durch drücken der „Info“Taste.
Das Prüfprogramm und somit der Gas-Brennwertkessel
für die STB-Prüfung wird gestartet.
h Hinweis
Die intern angeschlossene Heizungspumpe wird
während der STB-Prüfung abgeschaltet.
Der Gas-Brennwertkessel muss bei 110 °C abschalten.
• Entriegeln Sie nach dem Abkühlen des Gas-Brennwertkessels (siehe Abschnitt 9.4) den Sicherheitstemperaturbegrenzer.
h Hinweis
Nach 15 min wird das Prüfprogramm automa-
tisch verlassen. Sie müssen die Prüfung innerhalb dieses Zeitraumes durchführen.
8.13
Staubfilter prüfen
• Prüfen Sie einmal jährlich den Staubfilter auf Verschmutzung.
• Reinigen Sie den Staubfilter bzw. tauschen den Staubfilter gegen einen neuen aus.
42
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Störungsbehebung 9
9
Störungsbehebung
9.1
Statusmeldungen
• Drücken Sie die Taste „i“, um den aktuellen Betriebsstatus abzulesen.
• Drücken Sie die Taste „i“ erneut, um den Anzeigezustand wieder zu verlassen.
In der folgenden Tabelle sind alle Parameter zusammengefasst.
Display Statusmeldungen
Heizbetrieb
S.00
kein Wärmebedarf
S.02
Wasserpumpenvorlauf
S.03
Zündvorgang
S.04
Brennerbetrieb
S.06
Lüfternachlauf
S.07
Wasserpumpennachlauf
S.08
Brennersperre nach Heizbetrieb
Speicherladung/Warmstart
S.20
Wasserpumpenvorlauf
S.23
Zündvorgang
S.24
Brennerbetrieb
S.26
Lüfternachlauf nach Speicherladung
S.27
Wasserpumpennachlauf
S.28
Brennersperre nach Speicherladung (Taktunterdrückung)
Sonderfälle der Statusmeldung
S.30
Raumthermostat 230V/24V blockiert Heizbetrieb
S.31
Sommerbetrieb aktiv oder eBus Regler oder Einbautimer blockiert Heizbetrieb
S.32
Wartezeit Lüfterdrehzahl (Drehzahlabweichung noch zu hoch)
S.33
Wartezeit Druckdose (Druckdosenkontakt hat noch nicht geschlossen)
S.34
Frostschutzbetrieb aktiv
S.35
Wartezeit Drehzahlrampe (Drehzahlabweichung bei Rampenhochlauf)
S.36
Sollwertvorgabe des Stetigreglers < 20 °C , d.h. das externe Regelgerät blockiert den Heizbetrieb
S.39
S.40
S.41
Anlegethermostat hat angesprochen
Anzeige Notbetrieb aktiv; Gerät läuft im eingeschränkten Vaillant Komfortsicherung Modus.
Entsprechender Fehlercode wird im Wechsel zur Statusmeldung angezeigt
Anlagendruck wasserseitig zu hoch
S.42
- Abgasklappenrückmeldung blockiert Brennerbetrieb (nur in Verbindung mit Zubehör)
- Kondensatpumpe defekt -> Anforderung wird blockiert
S.49
Siphondruckdose hat ausgelöst, Wartezeit
S.53
Gerät befindet sich innerhalb der Wartezeit der Betriebsblockadefunktion auf Grund von Wassermangel (Spreizung VL-RL zu
groß)
S.57
Gerät befindet sich innerhalb der Wartezeit der Betriebsblockadefunktion auf Grund von Wassermangel (Temperaturgradient)
S.59
Mindestumlaufwassermenge nicht erreicht (Blocktemperatur zu hoch)
S.96
Rücklauffühler Test läuft, Heizanforderungen sind blockiert
S.97
Wasserdrucksensor Test läuft, Heizanforderungen sind blockiert
S.98
Vorlauf-/Rücklauffühler Test läuft, Heizanforderungen sind blockiert
Tab. 9.1 Statusmeldungen
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
43
9 Störungsbehebung
9.2
Diagnosemodus
Zum Ablesen des Betriebszustandes und zur Diagnose
von Störungen können im Diagnosemodus verschiedene
Parameter abgelesen werden.
• Drücken Sie die Tasten „i“ und „+“ gleichzeitig, um
den Diagnosemodus aufzurufen.
• Wählen Sie mit den Tasten „+“ und „–“ den gewünschten Dia-Punkt.
• Drücken Sie die Taste „i“, um den jeweiligen Wert anzuzeigen.
Display
d.0
d.1
d.2
d.4
d.5
d.7
d.8
Bedeutung
Heizungsteillast, einstellbare Werte in kW
Wasserpumpennachlaufzeit für Heizbetrieb
Maximale Brennersperrzeit bei 20 °C
Messwert der Speichertemperatur [°C]
Sollwert der Vorlauftemperatur/Rücklauf [°C]
Speichersolltemperatur
Raumthermostat an Klemme 3-4
Einstellbereich und Werkseinstellung bei einstellbaren Parametern
Werkseinstellung: maximale Leistung
Einstellbereich: 2,3 … 60 min; Werkseinstellung: 5 min
Einstellbereich: 2 ... 60 min; Werkseinstellung: 20 min
d.9
Vorlaufsolltemperatur [°C] vom externen
Stetigregler an Klemme 7-8-9/eBus
Minimum aus ext. eBus Sollwert und Sollwert Kl. 7
d.10
d.11
d.12
d.13
d.14
interne Wasserpumpe
externe Wasserpumpe
Speicherladepumpe
Zirkulationspumpe:
Einstellung für drehzahlgesteuerte intern
angeschlossene Pumpe
1 = ein, 0 = aus
1 — 100 = ein, 0 = aus
1 — 100 = ein, 0 = aus
1 — 100 = ein, 0 = aus
Einstellbereich: 0 = auto, 20 ... 100 % Festwert-Einstellung;
Werkseinstellung: 0
d.15
d.17
Aktuelle Pumpenleistung der drehzahlgesteuerten
Pumpe in %
Regelungsart
d.18
Pumpenbetriebsart (Nachlauf)
d.20
Maximaler Einstellwert des Speichersollwert-Potis
d.22
externe Speicherladung, Klemme C1-C2
d.23
Sommer-/Winterfunktion: 1=Winter, 0=Sommer
d.24
Luftwächter
0 = Kontakt offen, 1 = Kontakt geschlossen
d.25
Speicherladung/Warmstart durch Warmstartuhr
Regler/timer freigegeben: 1 = ja, 0 = nein
default: freigegeben
d.26
internes Zubehörrelais an X6 (rosa Stecker)
d.27
Umschalten Zubehörrelais 1 für Zubehör VR40
d.28
Umschalten Zubehörrelais 2 für Zubehör VR40
d.30
Steuersignal für Gasventile
1 = Zirkulationspumpe (werkseitig)
2 = ext. Pumpe
3 = Speicherladepumpe
4 = Abgasklappe/Dunstabzugshaube; Achtung invers zu d27/28
5 = externes Gasventil
6 = externe Störmeldung
1 = Zirkulationspumpe (default)
2 = ext.Pumpe
3 = Speicherladepumpe
4 = Abgasklappe/Dunstabzugshaube
5 = externes Gasventil
6 = externe Störmeldung
1 = Zirkulationspumpe
2 = ext. Pumpe (default)
3 = Speicherladepumpe
4 = Abgasklappe/Dunstabzugshaube
5 = externes Gasventil
6 = externe Störmeldung
0 = aus; 1 = ein
d.33
Drehzahlsollwert des Gebläses [10-1/min]
aktueller Sollwert, ermittelt aus Poti, Regler, Regelungsart ….
(15 °C links, danach 40 °C bis d.20 (max. 70 °C))
Anzeigewerte: 0 = geöffnet, kein Heizbetrieb ; 1 = geschlossen,
Heizbetrieb
0 = Vorlaufregelung, 1 = Rücklaufregelung;
Werkseinstellung: 0
0 = Nachlauf (comfort); 1 = weiterlaufend (eco);
Werkseinstellung: 0
Einstellbereich: 50 °C — 70 °C;
Werkseinstellung: 65°C
1 = ein, 0 = aus
Tab. 9.2 Diagnosewerte (Fortsetzung nächste Seite)
44
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Störungsbehebung 9
Display
Bedeutung
d.34
d.40
d.41
d.43
d.44
d.47
d.50
d.51
d.54
d.55
d.60
d.61
d.63
Drehzahlistwert des Gebläses [10-1/min]
Vorlauftemperatur [°C]
Rücklauftemperatur [°C]
Heizkesseltemperatur
Istwert Ionisationsstrom
Außentemperatur [°C]
Offset für Minimaldrehzahl in upm/10
Offset für Maximaldrehzahl in upm/10
Einschalthysterese
Ausschalthysterese
Anzahl der Temperaturbegrenzerabschaltungen
Anzahl der Feuerungsautomatstörungen = Anzahl der
erfolglosen Zündungen im letzten Versuch
Anzahl der Abschaltungen der Luftüberwachung
d.64
mittlere Zündzeit in Sekunden
d.65
maximale Zündzeit in Sekunden
d.67
verbleibende Brennersperrzeit [min]
d.68
Anzahl der erfolglosen Zündungen im 1. Versuch
Einstellbereich und Werkseinstellung bei einstellbaren
Parametern
Einstellbereich: -40 ... +40
Einstellbereich: -40 ... +40
0 K — -10 K; Werkseinstellung: -2
0 K — 10 K; Werkseinstellung: 6
d.69
Anzahl der erfolglosen Zündungen im 2. Versuch
d.71
Maximaler Sollwert Heizungsvorlauftemperatur einstellbar Einstellbereich: 40 °C ... 85 °C; Werkseinstellung: 75 °C
d.72
Pumpennachlaufzeit nach der Ladung eines von der
Elektronik geregelten Warmwasserspeichers (auch
Warmstart und Ladung über C1/C2)
Speicherladeoffset, Temperaturüberhöhung zwischen
Speichersolltemperatur und Vorlaufsolltemperatur bei
Speicherladung
Legionellenschutz
Einstellbereich: 0, 10, 20 ... 600 s
maximale Speicherladezeit eines Speichers ohne eigene
Steuerung
Speicherteillast (Speicherladeleistungsbegrenzung) in kW
Einstellbereich: 20, 21, … 90 min; Werkseinstellung: 45 min
d.73
d.74
d.75
d.77
d.78
Werkseinstellung: 300 s
0 ... 25 K; Werkseinstellung: 25 K
0 = aus, 1 = für Ansteuerung durch Regler freigegeben
Werkseinstellung:
VKK 806 = 30 kW
VKK 1206 = 30 kW
VKK 1606 = 50 kW
VKK 2006 = 50 kW
VKK 2406 = 70 kW
VKK 2806 = 70 kW
Einstellbereich: 55 °C bis 85 °C; Werkseinstellung: 80 °C
d.80
Speicherladetemperaturbegrenzung
(Vorlaufsolltemperatur im Speicherbetrieb) in °C
Anzahl der Heizbetriebsstunden
d.81
Anzahl der Warmwasserbetriebsstunden
d.82
Anzahl der Schaltspiele im Heizungsbetrieb
d.83
d.84
Anzahl der Schaltspiele im Warmwasserbetrieb
Wartungsanzeige: Anzahl der Stunden bis zur nächsten
Wartung
d.90
d.93
Digitaler Regler erkannt = 1, nicht erkannt = 0 (eBUS
Adresse < = 10)
Status DCF bei angeschlossenem Außenfühler mit DCF77Empfänger
0: kein Empfang; 1: Empfang;
2: synchronisiert; 3: gültig
Einstellung Gerätevariante DSN
Einstellbereich 0 ... 99 (0 = 80 kW, 1 = 120 kW ... 5 = 280 kW)
d.95
Anzeige Softwareversion
1 = Version Elektronik, 2 = Version Anzeige- und Bedienteil
d.96
Einstellbereich: 0 = aus, 1 = ein
d.97
Werkseinstellung (Rücksetzung einstellbarer Parameter
auf Werkseinstellung)
Aktivierung der 2. Diagnoseebene
d.98
Telefonnummer beim Klartextdisplay
Eingabemöglichkeit für die Telefonnummer, die bei Störung
angezeigt werden soll
d.99
Sprache beim Klartextdisplay
d.91
Hinweis:
Nach einmaligem Drücken der Taste "i" werden die ersten 3
Ziffern, nach dem zweiten Drücken der Taste "i" die zweiten 3
Ziffern der 6-stelligen Zahl (Brennerstarts x 100) angezeigt.
Einstellbereich: 0 — 3000 h und "-"
Werkseinstellung: "-" (300 entspricht 3000 h)
Default: 0
Passwort: 17
Tab. 9.2 Diagnosewerte (Fortsetzung)
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
45
9 Störungsbehebung
9.3
Fehlermeldungen
Eine Störung wird auf dem Display durch ein „F“ mit folgender Ziffer angezeigt. Zusätzlich wird das Symbol
„durchgestrichene Flamme“ dargestellt.
Fehler
Nr. "F.."
Beschreibung
mögliche Ursache
0
Unterbrechung Vorlauffühler
1
Unterbrechung Rücklauffühler
10
Kurzschluss Vorlauffühler
11
Kurzschluss Rücklauffühler
13
Kurzschluss Speicherfühler
20
Sicherheitstemperaturbegrenzer hat ausgelöst
22
Wasserdruck zu gering, Wassermangel
Wasserdruck unter 0,3 bar
23
Temperaturspreizung im Kesselblock zu hoch weil
Wasserumlaufmenge zu gering
Pumpe verstopft oder defekt
Pumpe zu wenig Leistung
Anlage ohne Weiche abgedrosselt
24
Zu schneller Anstieg der Temperatur am Block-oder
Vorlauffühler
Pumpe verstopft oder defekt
Pumpe zu wenig Leistung
Anlage ohne Weiche abgedrosselt
27
"Fremdlicht"
Flamme wird erkannt bei geschlossenem Gasventil,
Elektronikfehler
28
Keine Flamme beim Start
Gasversorgung fehlt, Zündung oder Flammerkennung
defekt
29
Keine Flamme im Betrieb
Fehler in Gasversorgung,
30
Unterbrechung Kesselfühler
31
Kurzschluss Kesselfühler
32
Drehzahlabweichung zu groß, Lüfterdrehzahl außer Toleranz
33
Druckdose schaltet nicht ein
34
Druckdose schaltet nicht ab (wenn Lüfter steht)
37
im Notlauf, Anhebung der minimalen Drehzahl
zeitweilige Probleme im Luftweg
42
Kodierwiderstand Kurzschluss
Kodierwiderstand Kurzschluss oder Fehler im Kabelbaum
43
Kodierwiderstand unterbrochen
Kodierwiderstand unterbrochen oder Kabelbaum defekt
49
eBus Spannung kurzgeschlossen
z. B. VRC 630/620 verpolt angeschlossen oder Netdialog
falsch angeschlossen
50
Abgasdruckdose schaltet nicht
Zu hoher Wasserstand im Abgassammler oder Abgasanlage
verstopft
60
Fehler Gasventilansteuerung +
Elektronikdefekt
61
Fehler Gasventilansteuerung -
Elektronikdefekt
62
Fehler Gasventilabschaltung
Elektronikdefekt bzw. Flamme 4 s nach Gasabsperrung
noch erkannt
63
EEPROM Fehler
Elektronikdefekt
64
ADC Fehler
Elektronikdefekt oder Kurzschluss in sicherheitsrelevantem
Fühler
65
Elektroniktemperatur (ASIC) zu hoch
Elektronikdefekt
Kabelbaumfehler, Lüfterfehler
66
Elektronikfehler
Elektronikdefekt
70
DSN Fehler
Kennung Elektronik und Display stimmen nicht überein
73
Wasserdrucksensorfehler
Drucksensor nicht angeschlossen oder kurzgeschlossen
74
Wasserdrucksensorfehler
Drucksensor defekt oder Kabelunterbrechung
Tab. 9.3 Fehlermeldungen
46
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Störungsbehebung 9
Kundendienst und Garantie 10
9.4
Entriegelung nach Abschaltung durch den
Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
h Hinweis
Wenn zwischen Klemme 3 und 4 eine Brücke
gesetzt wird und der ecoCRAFT exclusiv in Betrieb geht, dann muss der externe Regler kontrolliert werden.
1
Gas-Brennwertkessel reagiert nicht auf Warmwasseranforderung
• Kontrollieren Sie die Einstellungen des Regelgerätes.
• Kontrollieren Sie die Ladepumpe.
• Kontrollieren Sie die Einstellung des Speichersollwerteinstellers an der Kesselsteuerung.
9.6
Abb. 9.1 Entriegelung nach STB Abschaltung
Wenn der Fehlercode „F.20“ angezeigt wird, hat der
Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) den Gas-Brennwertkessel wegen zu hoher Temperatur automatisch abgeschaltet.
Zur Entriegelung gehen Sie folgendermaßen vor:
• Nehmen Sie die Frontverkleidung ab.
• Entriegeln Sie den STB durch Drücken des Stiftes
(1, Abb. 9.1).
Führen Sie nach dem Auslösen des STB immer eine
Fehlersuche durch und beseitigen Sie die Störung.
9.5
Allgemeine Hinweise
Keine Anzeige im Display
Geht der Gas-Brennwertkessel nicht in Betrieb und erscheint auf dem Display am Schaltfeld keine Anzeige,
kontrollieren Sie zunächst folgende Punkte:
– Elektroanschluss 230 V/50 Hz am Anschlussstecker.
– Hauptschalter eingeschaltet?
– Sicherung 4 AT in der Kesselsteuerung prüfen.
e Gefahr!
Die Sicherung 4 AT liegt an 230 V. Für die
Überprüfung und Auswechselung muss der GasBrennwertkessel spannungsfrei geschaltet werden.
Gas-Brennwertkessel reagiert nicht auf Regelgerät
calorMATIC 430, 630 und auroMATIC 620
• Prüfen Sie die Verbindung zwischen den Anschlüssen
„Bus“ in Regler und Gas-Brennwertkessel.
• Schalten Sie den VRC 630 oder VRS 620 aus und wieder ein, damit er die Busteilnehmer neu einliest.
Gas-Brennwertkessel reagiert nicht auf 2-PunktRegelung
• Kontrollieren Sie am System ProE, ob der Schaltkontakt zwischen Klemme 3 und 4 vom externen Regler
geschlossen wurde.
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Messwerte der Bauteilkomponenten
Ionisationsstrom
Der Ionisationsstrom beträgt mindestens 1,5 μA.
10 Kundendienst und Garantie
10.1
Werkskundendienst
Deutschland
Vaillant Profi-Hotline 0 18 05 / 999 - 120
(0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für
Mobilfunkteilnehmer.
Ab 01.03.2010 Mobilfunkpreis max. 0,42 €/Min.)
Österreich
Vaillant Werkskundendienst GmbH
365 Tage im Jahr, täglich von 0 bis 24.00 Uhr
erreichbar, österreichweit zum Ortstarif:
Telefon 05 7050 – 2000
Schweiz
Dietikon
Telefon: (044) 744 29 -39
Telefax: (044) 744 29 -38
Fribourg:
Téléfon: (026) 409 72 -17
Téléfax: (026) 409 72 -19
Vaillant GmbH
Postfach 86
Riedstrasse 12
CH-8953 Dietikon 1/ZH
Telefon: (044) 744 29 -29
Telefax: (044) 744 29 -28
Rte du Bugnon 43
CH-1752 Villars-sur-Glâne
Téléfon: (026) 409 72 -10
Téléfax: (026) 409 72 -14
47
10 Kundendienst und Garantie
11 Recycling und Entsorgung
10.2
Herstellergarantie (Deutschland, Österreich)
Herstellergarantie gewähren wir nur bei Installation
durch einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb.
Dem Eigentümer des Gerätes räumen wir diese Herstellergarantie entsprechend den Vaillant Garantiebedingungen ein (für Österreich: Die aktuellen Garantiebedingungen sind in der jeweils gültigen Preisliste
enthalten - siehe dazu auch www.vaillant.at). Garantiearbeiten werden grundsätzlich nur von unserem
Werkskundendienst (Deutschland, Österreich) ausgeführt. Wir können Ihnen daher etwaige Kosten, die Ihnen
bei der Durchführung von Arbeiten an dem Gerät während der Garantiezeit entstehen, nur dann erstatten,
falls wir Ihnen einen entsprechenden Auftrag erteilt
haben und es sich um einen Garantiefall handelt.
Die hochwertigen Kartonagen sind schon seit langem
ein begehrter Sekundärrohstoff der Pappe- und Papierindustrie.
Das verwendete EPS und EPP (Styropor)® ist zum
Transportschutz der Produkte erforderlich. EPS ist recyclefähig und FCKW-frei.
Auch die Folien und Umreifungsbänder sind aus recyclefähigem Kunststoff.
10.3
Werksgarantie (Schweiz)
Werksgarantie gewähren wir nur bei Installation durch
einen anerkannten Fachhandwerksbetrieb. Dem Eigentümer des Gerätes räumen wir eine Werksgarantie entsprechend den landesspezifischen Vaillant Geschäftsbedingungen und den entsprechend abgeschlossenen
Wartungsverträgen ein.
Garantiearbeiten werden grundsätzlich nur von unserem
Werkskundendienst ausgeführt.
11
Recycling und Entsorgung
Bei Vaillant Produkten ist späteres Recycling bzw. die
Entsorgung bereits Bestandteil der Produktentwicklung.
Vaillant Werksnormen legen strenge Anforderungen
fest.
Bei der Auswahl der Werkstoffe werden die stoffliche
Wiederverwertbarkeit, die Demontierbarkeit und Trennbarkeit von Werkstoffen und Baugruppen ebenso berücksichtigt wie Umwelt- und Gesundheitsgefahren beim
Recycling und bei der Entsorgung der unvermeidbaren
Anteile nicht verwertbarer Reststoffe.
11.1
Gerät
Der Vaillant Gas-Brennwertkessel besteht zu 92 % aus
metallischen Werkstoffen, die in Stahl- und Hüttenwerken wieder eingeschmolzen werden können und dadurch
nahezu unbegrenzt wieder verwertbar sind.
Das zur Isolierung des Speichers und anderer Bauteile
verwendete EPS (Styropor)® EPP ist recyclefähig und
FCKW-frei.
Die verwendeten Kunststoffe sind gekennzeichnet, so
dass Sortierung und die sortenreine Trennung der Materialien beim Recycling vorbereitet sind.
11.2
Verpackung
Vaillant hat die Transportverpackungen der Geräte auf
das Notwendige reduziert. Bei der Auswahl der Verpackungsmaterialien wird konsequent auf die mögliche
Wiederverwertung geachtet.
48
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
Technische Daten 12
12 Technische Daten
Bedingung Einheit
Nennwärmeleistungsbereich
Heizung
VKK
VKK
VKK
VKK
VKK
VKK
806/
1206/
1606/
2006/
2406/
2806/
3-E-HL
3-E-HL
3-E-HL
3-E-HL
3-E-HL
3-E-HL
13,6—78,2 21,3—113,4 26,2—156,5 43,1—196,8 47,0—236,2 51,0—275,5
80/60
kW
60/40
kW
14,1—80,4
48,2—241,2
52,3—281,4
50/30
kW
14,4—82,4 22,7—119,4 27,8—164,8 45,3—206,0 49,1—247,2
53,6—288,4
22,1—116,5
27,1—160,8
44,2—201,0
40/30
kW
14,7—84,1
23,1—121,8
50,4—252,2
54,7—294,3
max. Nennwärmebelastung
Hi
kW
80,0
115,9
28,4—168,2 46,2—210,2
160,0
200,0
240,0
280,0
min. Nennwärmebelastung
Hi
kW
14,0
22,0
27,0
44,0
48,0
52,0
I2ELL (DE)
I2H (AT, CH)
Kategorie
G20 (DE,
AT, CH)
G25(DE)
mbar
Anschlussdruck
Anschlusswert
(15 °C, 1013 mbar)
G20
m3/h
8,5
12,3
16,9
21,2
25,4
29,6
Qmin
g/s
6,3
10,0
12,2
19,9
21,7
23,5
Qmax
g/s
35,4
51,2
70,7
88,4
106,1
123,8
min.
°C
60 — 65
max.
°C
65 — 70
150,0
150,0
Abgasmassenstrom (G20)
Abgastemperatur
(bei tV/tR = 80/60 °C)
Nenn-CO2 (G20/G25)
Qmin
Qmax
Restförderdruck
20
mbar
25
9,1
Vol%
Pa
9,3
100,0
100,0
150,0
NOx-Klasse
150,0
5
NOx-Emission (DIN EN 483)
mg/kWh
< 60
CO-Emission
mg/kWh
< 20
Heizung
Nennwirkungsgrad (stationär)
80/60
%
60/40
%
100,5
50/30
%
103,0
40/30
%
105,1
%
106,0
%
110
Normnutzungsgrad (bezogen auf
75/60
Einstellung auf Nennwärmeleistung)
40/30
(DIN 4702, T8)
30 %-Wirkungsgrad
(DIN EN 483)
Sternebewertung WR
max. Vorlauftemperatur
einstellbare Vorlauftemperatur
(Werkseinstellung 80 °C)
max. Betriebsdruck
Heizkesselinhalt
(without manifolds)
Nennumlaufwassermenge
97,8
%
98,4
108,4
108,2
****
°C
85
°C
35 — 85
bar
6
l
5,74
8,07
10,4
12,73
15,05
17,37
Δ t = 20K
m3/h
3,44
4,99
6,88
8,60
10,33
12,05
Druckverlust
Δ t = 20K
mbar
80
85
90
95
100
105
Kondenswassermenge
Bereitschaftswärmeaufwand
Heizung
40/30
l/h
13
20
27
34
40
47
70 °C
%
< 0,4
Tab. 12.1 Technische Daten (Fortsetzung nächste Seite)
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
49
12 Technische Daten
Bedingung Einheit
VKK
806/
3-E-HL
VKK
1206/
3-E-HL
VKK
1606/
3-E-HL
VKK
2006/
3-E-HL
VKK
2406/
3-E-HL
VKK
2806/
3-E-HL
Elektrische Ausrüstung
Nennspannung
V / Hz
max. elektr. Leistungsaufnahme
W
elektr. Leistungsaufnahme Stand-by
W
230/50
260
260
320
320
320
320
8
Schutzart
IP20
eingeb. Sicherungen
4 AT
Abmessungen und Gewichte
Höhe
mm
Breite
mm
1285
Tiefe
mm
Montagegewicht
kg
200
220
235
275
295
310
Gewicht betriebsbereit
kg
210
235
255
300
320
340
695
1240
Heizungsanschluss
Kondensatanschluss
R2“
Ø mm
21
Gasanschluss
Abgas-/Zuluftstutzen
1550
R 1 1/2 „
mm
150/130
200/130
Sonstiges
zulässige Installationsarten
CE-Registrier-Nr. (PIN)
B23,B23P,C33,C43,C53,C83,C93
CE-0063BS3740
ÖVGW-Reg.-Nr. G 2.918
SVGW-Reg.-Nr. 08-024-4
Tab. 12.1 Technische Daten (Fortsetzung)
50
Installations- und Wartungsanleitung ecoCRAFT exclusiv 0020055742_06
0020055742_06 DEATCHDE 102009 - Änderungen vorbehalten
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