Planungsunterlage Logano plus GB312

Planungsunterlage Logano plus GB312
Gas-Brennwertkessel
Ausgabe 2014/07
Planungsunterlage
Logano plus GB312
Leistungsbereich
28 kW bis 560 kW
Wärme ist unser Element
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1
2
Gas-Brennwertkessel mit AluminiumWärmetauscher . . . . . . . . . . . . . . . . .
1.1
Bauarten und Leistungen . . . . .
1.2
Anwendungsmöglichkeiten . . . .
1.3
Vorteile kompakt . . . . . . . . . . . .
1.4
Merkmale und Besonderheiten .
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Technische Beschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.1
Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 5
2.2
Lieferweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.3
Abmessungen und technische Daten
Logano plus GB312 – Einzelkessel . . . . . . . 6
2.3.1 Abmessungen – Einzelkessel . . . . . . . . . . . 6
2.3.2 Technische Daten – Einzelkessel . . . . . . . 8
2.4
Abmessungen und technische Daten
Logano plus GB312
Werkseitige 2-Kessel-Kaskade . . . . . . . . . 10
2.4.1 Abmessungen – Werkseitige 2-KesselKaskade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.4.2 Technische Daten – Werkseitige 2-KesselKaskade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
2.5
Wasserseitiger Durchflusswiderstand . . . 15
2.6
Kesselwirkungsgrad . . . . . . . . . . . . . . . . 15
2.7
Betriebsbereitschaftsverlust . . . . . . . . . . 16
2.8
Abgastemperatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
2.9
Umrechnungsfaktor für andere
Systemtemperaturen . . . . . . . . . . . . . . . . 17
2.10 Einbringmaße und Aufstellmaße . . . . . . . 18
3
Gasbrenner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
3.1
Brenner und Feuerungs-Sicherheitsautomat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
3.2
Funktion des Brenners . . . . . . . . . . . . . . 19
3.3
Ventilprüfsystem VPS . . . . . . . . . . . . . . . 19
3.4
Körperschallübertragung über die
Gasleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
4
Vorschriften und Betriebsbedingungen
4.1
Auszüge aus den Vorschriften . . .
4.2
Brennstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . .
4.3
Betriebsbedingungen . . . . . . . . .
4.4
Verbrennungsluft . . . . . . . . . . . . .
4.5
Verbrennungsluftzufuhr . . . . . . . .
4.6
Wasserbeschaffenheit . . . . . . . . .
4.7
Aufstellen von Feuerstätten . . . .
4.8
Schallschutz . . . . . . . . . . . . . . . .
4.9
Frostschutzmittel . . . . . . . . . . . .
2
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5
Heizungsregelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5.1
Regelgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5.2
Regelsystem Logamatic EMS plus . . . . . .
5.2.1 Bedieneinheit RC300 . . . . . . . . . . . . . . . .
5.2.2 Störmeldemodul EM10 . . . . . . . . . . . . . .
5.3
Regelgerät Logamatic 4121 . . . . . . . . . . .
5.4
Regelgerät Logamatic 4323 . . . . . . . . . . .
5.5
Logamatic Fernwirksystem . . . . . . . . . . .
6
Warmwasserbereitung . . . . . . . . . . . . . . . .
6.1
Systeme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6.2
Hinweise zur Auswahl der
Warmwasserspeicher . . . . . . . . . . . .
6.3
Warmwasserregelung . . . . . . . . . . . . .
6.4
Hinweise zur Auslegung der
Speicherladepumpe bei Betrieb ohne
hydraulische Weiche . . . . . . . . . . . . .
.4
4
4
4
4
20
20
20
20
21
21
21
23
24
24
7
25
25
25
25
25
26
26
26
. . . 27
. . . 27
. . . 28
. . . 28
. . . 28
Anlagenbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
7.1
Hinweise für alle Anlagenbeispiele . . . . . 29
7.1.1 Hydraulische Einbindung . . . . . . . . . . . . . 29
7.1.2 Hydraulische Weiche . . . . . . . . . . . . . . . . 29
7.2
Pumpen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
7.3
Sicherheitstechnische Ausrüstung nach
DIN EN 12828 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
7.4
Kesselsicherheits-Set . . . . . . . . . . . . . . . . 30
7.5
Absperr-Set in Kombination mit
Rückschlagklappe (Zubehör) . . . . . . . . . 30
7.6
Einzelkessel: Bedieneinheit RC300, ein
Heizkreis mit Mischer,
Warmwasserbereitung parallel . . . . . . . . 31
7.7
Einzelkessel: Bedieneinheit RC300, zwei bis
vier Heizkreise mit Mischer,
Warmwasserbereitung parallel . . . . . . . . 33
7.8
Einzelkessel: Logamatic 4121, zwei
Heizkreise mit Mischer, Warmwasserbereitung parallel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
7.9
Einzelkessel: Hydraulische Weiche,
Maximalvariante mit Logamatic 4121 . . . 37
7.10 Einzelkessel: Logamatic 4121, ein Heizkreis
mit Mischer, Warmwasserbereitung LAP
(Modul FM445) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
7.11 Einzelkessel: 0...10-V-Ansteuerung mit
DDC-Regelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
7.12 Bauseitige 2-Kessel-Kaskade: Logamatic 4121
(alternativ Logamatic 4323), ein Heizkreis
mit Mischer, Warmwasserbereitung
parallel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
7.13 Werkseitige 2-Kessel-Kaskade: Logamatic
4121 (alternativ Logamatic 4323), ein
Heizkreis mit Mischer, Warmwasserbereitung parallel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Inhaltsverzeichnis
7.14
8
9
Werkseitige 2-Kessel-Kaskade: Logamatic
4121 (alternativ Logamatic 4323),
Systemtrennung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Abgasanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
8.1
Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
8.2
Kunststoff-Abgassystem . . . . . . . . . . . . . 53
8.3
Abgaskennwerte Logano plus GB312 –
Einzelkessel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
8.3.1 Systemtemperatur 50/30 °C . . . . . . . . . . 54
8.3.2 Systemtemperatur 80/60 °C . . . . . . . . . . 54
8.4
Abgaskennwerte Logano plus GB312 –
Werkseitige 2-Kessel-Kaskade . . . . . . . . . 55
8.4.1 Systemtemperatur 50/30 °C . . . . . . . . . . 55
8.4.2 Systemtemperatur 80/60 °C . . . . . . . . . . 55
8.5
Auslegung von Kunststoff-Abgassystemen
(raumluftabhängig) . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Abgassysteme für den raumluftabhängigen
Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9.1
Grundsätzliche Hinweise für den
raumluftabhängigen Betrieb . . . . . . . . .
9.1.1 Vorschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9.1.2 Allgemeine Anforderungen an den
Aufstellraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9.1.3 Luft-Abgasleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9.1.4 Lüftungs- und Prüföffnungen . . . . . . . . .
9.2
Abgassystem raumluftabhängig,
Abgasleitung im hinterlüfteten Schacht .
9.3
Abgassystem raumluftabhängig, Fassade
9.4
Abgassystem raumluftabhängig,
Dachzentrale ohne Schacht . . . . . . . . . .
12 Neutralisation . . . . . . . . . . . . . . . .
12.1 Kondensat . . . . . . . . . . . . . .
12.2 Neutralisationseinrichtungen
12.2.1 Ausstattung . . . . . . . . . . . . .
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69
69
69
69
13 Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
13.1 Service-Leistungen . . . . . . . . . . . . . . . . .
13.2 Reinigungswerkzeug . . . . . . . . . . . . . . . .
13.3 Anschlussstück . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
13.4 Zuluft-Anschlussbogen . . . . . . . . . . . . . . .
70
70
70
70
70
Index . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
. 58
. 58
58
. 58
58
59
. 60
60
. 60
10 Abgassysteme für den raumluftunabhängigen
Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
10.1 Grundsätzliche Hinweise für den
raumluftunabhängigen Betrieb . . . . . . . . . 61
10.1.1 Vorschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
10.1.2 Allgemeine Anforderungen an den
Aufstellraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
10.1.3 Luft-Abgasleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
10.1.4 Lüftungs- und Prüföffnungen . . . . . . . . . 62
10.2 Abgassystem raumluftunabhängig,
Schachtlösung im Gegenstrom . . . . . . . . 63
10.3 Abgassystem raumluftunabhängig,
Schachtlösung mit Getrenntrohrausführung
63
11 Einzelbauteile für die Abgassysteme . . . . . . . . 64
11.1 Maße ausgewählter Einzelbauteile . . . . . 64
11.2 Übergangsstücke für Hocheffizienzpumpen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
3
1
Gas-Brennwertkessel mit Aluminium-Wärmetauscher
1
Gas-Brennwertkessel mit Aluminium-Wärmetauscher
1.1
Bauarten und Leistungen
Buderus bietet bodenstehende Gas-Brennwertkessel im
Leistungsbereich von 2,7 kW bis 1200 kW an.
Den Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 gibt es im
Leistungsbereich von 29,7 kW bis 560 kW.
1.2
Anwendungsmöglichkeiten
Der Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 ist für alle
Heizungsanlagen nach DIN EN 12828 geeignet. Bevorzugte Anwendungsbereiche sind die Raumbeheizung
und die Warmwasserbereitung in Mehrfamilienhäusern,
kommunalen und gewerblichen Gebäuden.
Als Kaskadenlösung ist er für Großanlagen bis 2240 kW
geeignet (acht Kessel).
1.3
Vorteile kompakt
• Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
• Einfache Anlagenplanung, da auf eine MindestUmlaufwassermenge bei 1-Kessel-Anlagen verzichtet
werden kann
• Günstiger Betrieb durch hohe Wirkungsgrade und
niedrigen Stromverbrauch
• Kompakte und leichte Bauweise, dadurch geringe
Aufstellfläche
• Einfacher Transport sowie einfache und schnelle
Installation durch werkseitig komplette Vormontage
und warm geprüften Brenner, daher sofort betriebsbereit
• Erweiterter Einsatzbereich durch raumluftunabhängige Betriebsweise, leisen Brennerbetrieb und
Kaskadenbetrieb bis zu acht Kesseln
• Einfache und schnelle Wartung/Service durch großzügig dimensionierte mechanische Reinigungsmöglichkeiten für den Kesselblock und die
Kondensatwanne – leichte Demontage des Brenners
möglich
• Abgestimmte Systemtechnik von Buderus z. B. abgestimmtes Abgas- und Zuluftzubehör für einfache und
schnelle Installation und integrierbare Neutralisationen NE 0.1 und NE 1.1 (nicht bei 90/120 kW)
• Regelsysteme Logamatic EMS plus und
Logamatic 4000 für komfortablen Betrieb des Kessels
und der Anlage sowie einfache Überwachung über
Service-Diagnose-System (SDS)
1.4
• Mit digitalem Heizkessel- und Feuerungsmanagement
EMS plus (Energie-Management-System)
• geeignet für Neu- und Altbauinstallation
Raumluftunabhängig
• Raumluftunabhängige Betriebsweise möglich
(Zubehör)
Hohe Normnutzungsgrade und Wirtschaftlichkeit
• Die optimierten Heizflächen ermöglichen eine gute
Wärmeübertragung mit geringen Abgasverlusten und
hoher Kondensationswärmeleistung. Damit sind hohe
Wirkungsgrade und eine gute Wirtschaftlichkeit
gegeben. Das Ergebnis sind Normnutzungsgrade bis
98,1 % (Hs)/109 % (Hi).
• Energieeffizienzklasse 4 Sterne nach DIN EN 483
Umweltschonend
• Niedrige Stickoxid-Emissionen (Normemissionsfaktor
< 45 mg/kWh). Dies entspricht der besten Emissionsklasse nach DIN EN 483 – Klasse 5.
Moderne Brennertechnologie
• Modulierende Betriebsweise mit digitalem
Feuerungsmanagement
• Umstellung auf andere Gasarten mit wenigen
Handgriffen
• Modulationsbereich
90 kW = 33–100 %
120 kW/160 kW = 25–100 %
200–280 kW = 30–100 %
Abgestimmte Systemtechnik
• Kaskadenlösungen bis acht Kessel über Regelsystem
Logamatic EMS plus und Logamatic 4000
• Abgestimmte Abgas- und Zuluftsysteme
• Neutralisationseinrichtungen NE 0.1 und NE 1.1 in
Kessel integrierbar, dadurch minimale Aufstellfläche
(nicht bei 90/120 kW)
• Bis zu vier EMS-Module im Kessel montierbar
Lieferung komplett anschlussfertig
• Einfacher Anschluss an das Heizungssystem durch
anschlussfertige Lieferung ab Werk und
abgestimmtes Zubehör
Merkmale und Besonderheiten
Modernes Kesselkonzept
• Wärmetauscher aus hochwertigem AluminiumSilizium-Sandguss
• Kompakte Bauart und niedriges Gewicht
• Reduzierter wasserseitiger Widerstand für optimierte
und einfache Anlagentechnik
• Mit modulierendem geräuscharmem Gas-Vormischbrenner
• Niedrige elektrische Leistungsaufnahme durch drehzahlgeregeltes Gebläse
• Servicefreundlich durch EMS plus und durchdachte
Kesselblockkonstruktion
4
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Technische Beschreibung
2
Technische Beschreibung
2.1
Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312
1
7
2
6
3
4
5
6 720 642 877-01.1il
Bild 1
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
[6]
[7]
2.2
2
Lieferweise
Der Logano plus GB312 wird werkseitig auf Erdgas E
oder Erdgas LL voreingestellt ausgeliefert. Daher ist eine
schnelle Aufstellung und ein einfacher und schneller
Anschluss an das Heizsystem möglich.
Eine Umstellung auf eine andere Gasart ist einfach
möglich.
Die werkseitige Kaskadenlösung wird in Modulbauweise
(zwei Kessel, hydraulische Verbindungsleitung und
Abgaskaskade) geliefert.
Die Abgaskaskade ist zur maximalen Betriebssicherheit
und Haltbarkeit als Unterdruck-Abgaskaskade ohne
weitere Bauteile (Absperrklappen) ausgeführt.
Werden hydraulische Rückschlagklappen benötigt (z. B.
bei Kaskadeninstallation mit hydraulischer Weiche), sind
diese als Zubehör zu bestellen
• Für Heizkessel 90/120 kW: Artikelnr. 8718578370
(DN 50-PN 6-Oventrop verp.)
• Für Heizkessel 160–280 kW:
Artikelnr. 8718578371(DN 65-PN 6-Oventrop verp.)
Logano plus GB312
EMS plus
Modulierender Gas-Vormischbrenner
Hochleistungs-Aluminium-Wärmetauscher
Großdimensionierte Prüföffnung
Neutralisation integrierbar (nicht bei 90/120 kW)
Drehzahlgeregeltes Verbrennungsluftgebläse
Feuerungssicherheitsautomat SAFe
Der Logano plus GB312 ist ein bodenstehender GasBrennwertkessel mit einem hochwertigem AluminiumSilizium-Wärmetauscher. Durch seinen modulierenden
Gas-Vormischbrenner werden niedrige Emissionswerte
und eine geräuscharme Betriebsweise erreicht. Mit
einem großen Modulationsbereich ist eine optimale
Anpassung an die benötigte Wärmeleistung gegeben.
Über einen zusätzlichen Luftansaugstutzen kann eine
raumluftunabhängige Betriebsweise realisiert werden.
Durch optimierte Heizflächen und gezielte
Wasserführung werden hohe Normnutzungsgrade und
geringe wasserseitige Widerstände erreicht.
Die Gas-Brennwertkessel der Baureihe Logano plus
GB312 sind nach DIN EN 677 geprüft und tragen das
CE-Kennzeichen.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
5
2
Technische Beschreibung
2.3
Abmessungen und technische Daten Logano plus GB312 – Einzelkessel
2.3.1
Abmessungen – Einzelkessel
A4
T
1517
1400
A2
1)
HVK
HGAS
A1
ØGAS
ØVK
A5
HGAS
ØRLU
215
HRLU
1)
120
ST2)
HRK
ØRK
A3
HAA
ØDAA
BK
221
AKO
F
15–25
33,5
496
6 720 642 877-02.2T
Bild 2
1)
2)
Abmessungen Logano plus GB312 – Einzelkessel (Maße in mm)
Nicht im Lieferumfang enthalten
Anschluss Sicherheitsgruppe nach MWA
Kesselgröße
Tiefe
Breite
Einbringung
Tiefe/Breite/Höhe
Abstand Stellfüße
Austritt Kondensat
Austritt Abgas
Vorlauf Kessel
Rücklauf Kessel
Gasanschluss
Tab. 1
6
Abkürzung
T
BK
Einheit
mm
mm
mm
90
120
717
717
994
994
563/859/1400
160
200
717
717
1202
1202
563/1065/1400
240
280
717
717
1410
1410
563/1273/1400
F
AKO
Ø DAA
mm
mm
mm
800
100
160+0,5
800
100
160+0,5
1008
100
160+0,5
Erforderlicher
Außendurchmesser des
einzusteckenden Rohrs
Ø DAA
mm
80
80
80
90
90
90
Minimal
erforderliche
Einstecktiefe
Ø DAA
mm
5
5
5
7
7
7
Maximale
Fasenhöhe am
Einsteckende
in Achsrichtung
HAA
A2
A5
Ø VK
mm
mm
mm
–
470
332
145
DN 50/Rp 2
470
332
145
DN 50/Rp 2
470
384
145
DN 65
495
436
310
DN 65
495
488
310
DN 65
495
540
310
DN 65
HVK
mm
1308
1308
1300
1300
1300
1300
A4
Ø RK
mm
–
215
DN 50/Rp 2
215
DN 50/Rp 2
215
DN 65
215
DN 65
215
DN 65
215
DN 65
HRK
mm
615
615
615
615
615
615
A3
Ø GAS
mm
Zoll
270
R¾
270
R¾
374
R 1¼
270
R 1¼
374
R 1¼
270
R 1¼
HGAS
mm
1143
1143
1143
1143
1143
1143
A1
mm
270
270
374
270
374
270
1008
1216
1216
100
100
100
200r0,5 200r0,5 200r0,5
Abmessungen Logano plus GB312 – Einzelkessel
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Technische Beschreibung
Kesselgröße
Raumluftunabhängig
Anschluss
Sicherheitsgruppe
Tab. 1
Abkürzung
Ø RLU
Erforderlicher
mittlerer
Außendurchmesser des
einzusteckenden Rohrs
Ø RLU
Minimal
erforderliche
Einstecktiefe
Ø RLU
Maximale
Fasenhöhe
am Einsteckende in
Achsrichtung
HRLU
A1
ST
2
Einheit
mm
90
110+0,4
120
110+0,4
160
110+0,4
200
110+0,4
240
110+0,4
280
110+0,4
mm
58
58
58
58
58
58
mm
5,5
5,5
5,5
5,5
5,5
5,5
mm
mm
Zoll
1018
270
R1
1018
270
R1
1018
374
R 1¼
1018
270
R 1¼
1018
374
R 1¼
1018
270
R 1¼
Abmessungen Logano plus GB312 – Einzelkessel
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
7
2
2.3.2
Technische Beschreibung
Technische Daten – Einzelkessel
Kesselgröße
Nennwärmeleistung 50/30 °C
Volllast
Einheit
kW
90
90
120
120
160
160
200
200
240
240
280
280
Nennwärmeleistung 80/60 °C
Teillast
Volllast
kW
kW
31
84
31
113
42
150
62
187
75,2
225
87,2
263
Teillast
Nennlast
kW
kW
28
86,5
28
115,9
38
155
56,2
193
67,6
232
79,2
271
Teillast
NOx
kW
%
%
mg/kWh
29
109,1
106,0
< 30
29
109,0
105,8
< 35
38,8
109,2
105,8
< 40
57,9
108,8
105,8
< 40
69,6
108,8
105,7
< 35
81,3
108,9
105,4
< 40
CO
Nennwärmebelastung
Normnutzungsgrad 40/30 °C
Normnutzungsgrad 80/60 °C
Normemissionsfaktoren
mg/kWh
< 10
< 10
< 15
< 15
< 20
< 15
Gas-Anschlusswerte bei 15 °C und
1013 mbar1)
Erdgas LL2) mit 8,1 kWh/m3
m3/h
10,6
14,3
19,1
23,8
28,6
33,4
Erdgas E3) mit 9,5 kWh/m3
Nennabgasmassestrom 50/30 °C
Volllast
m3/h
g/s
9,2
40,0
12,3
53,7
16,4
71,7
20,4
89,3
24,6
107,4
28,7
125,4
Nennabgasmassestrom 80/60 °C
Teillast
Volllast
g/s
g/s
13,2
40,0
13,2
53,7
17,6
71,7
26,3
89,3
31,6
107,4
36,9
125,4
Teillast
g/s
Bauart
Wasserseitiger Widerstand 'T
20K
Wasserinhalt
Kesselgewicht (netto)
Nenn-CO2-Gehalt
mbar
13,2
13,2
17,6
26,3
31,6
36,9
B23, C63 B23, C63 B23, C63 B23, C63 B23, C63 B23, C63
37
69
68
75
68
65
Volllast
l
kg
%
16
205
9,1
16
205
9,1
20
240
9,1
24
265
9,1
27
300
9,1
30
330
9,1
Nennabgastemperatur 50/30 °C
Teillast
Volllast
%
°C
9,3
49
9,3
56
9,3
54
9,3
55
9,3
55
9,3
57
Nennabgastemperatur 80/60 °C
Teillast
Volllast
°C
°C
34
70
32
75
31
75
34
75
33
75
34
75
Teillast
°C
°C
°C
bar
Pa
58
85
100
4
100
57
85
100
4
100
56
85
100
4
100
59
85
100
4
100
58
85
100
4
100
59
85
100
4
100
tT120
tT120
tT120
tT120
tT120
tT120
H1,
P1
H1,
P1
H1,
P1
H1,
P1
H1,
P1
H1,
P1
Maximale Vorlauftemperatur
STB-Absicherungstemperatur
Zulässiger Betriebsdruck
Restförderdruck Gebläse (Abgasund Verbrennungsluftsystem)
Zu verwendende Temperaturklasse Abgasanlage nach
EN 1443
Zu verwendende Druckklasse
Abgasleitung nach EN 1443
Zu verwendende Druckklasse
Verbindungsstück nach EN 1443
Zu verwendende
Kondensatbeständigkeitsklasse
Abgasanlage nach EN 1443
Zu verwendende
Korrosionswiderstandsklasse
Abgasanlage nach EN 1443
Zu verwendende
Rußbrandbeständigkeitsklasse
Abgasanlage nach EN 1443
Tab. 2
8
H1
P1 mit zusätzlicher mechanischer Druckstoßstabilität bis
5000 Pa
W
W
W
W
W
W
t2
t2
t2
t2
t2
t2
G, O
G, O
G, O
G, O
G, O
G, O
Technische Daten Logano plus GB312 – Einzelkessel
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Technische Beschreibung
Kesselgröße
Höchster erlaubter Abgasrückführungsstrom unter Windbedingungen
Höchste erlaubte Temperatur der
Verbrennungsluft
Schalldruckpegel Aufstellraum4)
Schalldruckpegel abgasseitig4)
Elektrische Leistungsaufnahme
Einheit
%
90
10
120
10
160
10
200
10
240
10
280
10
°C
35
35
35
35
35
35
Volllast
dB(A)
< 55
< 55
< 55
< 55
< 55
< 55
Teillast
Volllast
Volllast
dB(A)
dB(A)
W
40
93
84
40
96
150
40
97
190
40
97
230
40
97
270
40
98
330
Teillast
W
V/Hz
–
40
230/50
IPX0D
Schutzklasse 1
10
40
230/50
IPX0D
Schutzklasse 1
10
45
230/50
IPX0D
Schutzklasse 1
10
50
230/50
IPX0D
Schutzklasse 1
10
50
230/50
IPX0D
Schutzklasse 1
10
50
230/50
IPX0D
Schutzklasse 1
10
Elektrischer Anschluss
Elektrische Schutzgruppe
Schutz gegen elektrischen
Schlag
Maximal zulässige Geräteabsicherung
CE-Kennzeichen/Produkt ID Nr.
Tab. 2
2
A
–
CE 0085BP5508
Technische Daten Logano plus GB312 – Einzelkessel
1) Die Werte müssen auf die tatsächlichen Werte (vor Ort) umgerechnet werden. Am Gaszähler: Aufstellhöhe/Temperatur/Druck
2) Prüfgas G25 für Erdgas L
3) Prüfgas G20 für Erdgas H
4) Abhängig von den Randbedingungen der Anlage (z. B. Art/Ausführung der Abgasanlage, Größe und Beschaffenheit des Aufstellraums)
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
9
2
Technische Beschreibung
2.4
Abmessungen und technische Daten Logano plus GB312 – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
2.4.1
Abmessungen – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
ØDAA
R
215
P
HAA
ØVK
HVK
A1
ØGAS
HGAS
HRLU
A2
ØRLU
615
1517
U
V
1)
HRK
K
N
O
ØRK
BZ
M
BG
LG
LK
S
T
1)
1)
6 720 807 555-01.2T
Bild 3
1)
10
Abmessungen Logano plus GB312 – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade (Maße in mm)
Einbauplatz für Pumpe
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Technische Beschreibung
Kesselgröße
Tiefe (Kessel)
Länge
Breite
Abstand
Einbringung
Tiefe/Breite/
Höhe
Austritt Abgas
Vorlauf
Kaskade
Rücklauf
Kaskade
Gasanschluss
Raumluftunabhängig
Tab. 3
180
717
994
240
717
994
Abkürzung
T
LK
Einheit
mm
mm
LG
BG
BZ
mm
mm
mm
mm
Ø DAA
Erforderlicher
Außendurchmesser des einzusteckenden
Rohrs
Ø DAA
Minimal
erforderliche
Einstecktiefe
Ø DAA
Maximale
Fasenhöhe am
Einsteckende in
Achsrichtung
HAA
A2
Ø VK
mm
200r0,5
200r0,5
mm
90
90
90
90
90
90
mm
7
7
7
7
7
7
mm
mm
–
1335
332
DN 65
1335
332
DN 65
1342
384
DN 80
2126
436
DN 80
2135
488
DN 100
2130
540
DN 100
HVK
Ø RK
mm
–
1308
DN 65
1308
DN 65
1299
DN 80
1299
DN 80
1299
DN 100
1299
DN 100
HRK
Ø GAS
mm
Zoll
339,5
R¾
339,5
R¾
330
R 1¼
330
R 1¼
330
R 1¼
330
R 1¼
HGAS
mm
1143
1143
1143
1143
1143
1143
A1
Ø RLU
Erforderlicher
mittlerer
Außendurchmesser des
einzusteckenden Rohrs
Ø RLU
Minimal
erforderliche
Einstecktiefe
mm
mm
270
110+0,4
270
110+0,4
374
110+0,4
270
110+0,4
374
110+0,4
270
110+0,4
mm
58
58
58
58
58
58
2041
2041
1842
1842
640
640
563/859/1400
320
717
1202
400
717
1202
2243
2421
1995
2135
795
935
563/1065/1400
480
717
1410
2
560
717
1410
2620
2573
2139
2135
939
935
563/1273/1400
200r0,5 250+0,3/-0,7 250+0,3/-0,7 250+0,3/-0,7
Abmessungen Logano plus GB312 – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
11
2
Technische Beschreibung
Kesselgröße
Installationsmaße
Flanschmaß
für Pumpen
Tab. 3
12
Abkürzung
Einheit
Ø RLU
mm
Maximale
Fasenhöhe am
Einsteckende in
Achsrichtung
HRLU
mm
A1
mm
K
mm
180
5,5
240
5,5
320
5,5
400
5,5
480
5,5
560
5,5
1018
58
327
1018
58
327
1018
58
433
1018
58
327
1018
58
431
1018
58
327
M
mm
455
455
453
663
663
871
N
mm
270
270
375
270
369
270
O
mm
518
518
563
567
619
619
P
mm
500
500
500
500
500
500
R
mm
565
565
775
773
982
981
S
mm
419
419
367
515
454
407
U
V
mm
mm
226
DN 50
226
DN 50
263
DN 50
259
DN 50
259
DN 65
259
DN 65
Abmessungen Logano plus GB312 – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Technische Beschreibung
2.4.2
2
Technische Daten – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
Kesselgröße
Nennwärmeleistung 50/30 °C
Volllast
Einheit
kW
180
180
240
240
320
320
400
400
480
480
560
560
Nennwärmeleistung 80/60 °C
Teillast
Volllast
kW
kW
31
168
31
226
42
300
62
374
75,2
450
87,2
526
Teillast
Nennlast
kW
kW
28
173
28
231,8
38
310
56,2
386
67,6
464
79,2
542
Teillast
kW
29
29
38,8
57,9
69,6
81,3
m3/h
21,2
28,6
38,2
47,6
57,2
66,8
m3/h
Nennwärmebelastung
Gas-Anschlusswerte bei 15 °C und
1013 mbar1)
Erdgas LL2) mit 8,1 kWh/m3
E3)
kWh/m3
Erdgas
mit 9,5
Nennabgasmassestrom 50/30 °C
Volllast
g/s
18,4
80,0
24,6
107,4
32,8
143,4
40,8
178,6
49,2
214,8
57,4
250,8
Nennabgasmassestrom 80/60 °C
Teillast
Volllast
g/s
g/s
13,2
80
13,2
107,4
17,6
143,4
26,3
178,6
31,6
214,8
36,9
250,8
Teillast
13,2
61
32
410
9,1
13,2
91
32
410
9,1
17,6
78
40
480
9,1
26,3
90
48
530
9,1
31,6
89
54
600
9,1
36,9
95
60
660
9,1
Wasserseitiger Widerstand 'T 20K
Wasserinhalt
Kesselgewicht (netto)
Nenn-CO2-Gehalt
Volllast
g/s
mbar
l
kg
%
Nennabgastemperatur 50/30 °C
Teillast
Volllast
%
°C
9,3
49
9,3
56
9,3
54
9,3
55
9,3
55
9,3
57
Nennabgastemperatur 80/60 °C
Teillast
Volllast
°C
°C
34
70
32
75
31
75
34
75
33
75
34
75
Teillast
°C
°C
°C
bar
Pa
58
85
100
4
50
57
85
100
4
50
56
85
100
4
50
59
85
100
4
50
58
85
100
4
50
59
85
100
4
50
tT120
tT120
tT120
tT120
tT120
tT120
H1,
P1
H1,
P1
H1,
P1
H1,
P1
H1,
P1
H1,
1
Maximale Vorlauftemperatur
STB-Absicherungstemperatur
Zulässiger Betriebsdruck
Restförderdruck Gebläse (Abgasund Verbrennungsluftsystem)
Zu verwendende Temperaturklasse Abgasanlagen
nach EN 1443
Zu verwendende Druckklasse
Abgasleitung
nach EN 1443
Zu verwendende Druckklasse
Verbindungsstück
nach EN 1443
Zu verwendende Kondensatbeständigkeitsklasse Abgasanlage
nach EN 1443
Zu verwendende Korrosionswiderstandsklasse
Abgasanlage nach EN 1443
Zu verwendende Rußbrandbeständigkeitsklasse
Abgasanlage nach EN 1443
Höchster erlaubter Abgasrückführungsstrom unter Windbedingungen
Höchste erlaubte Temperatur der
Verbrennungsluft
Schalldruckpegel Aufstellraum4)
Tab. 4
H1
P1 mit zusätzlicher mechanischer Druckstoßstabilität
bis 5000 Pa
W
W
W
W
W
W
t2
t2
t2
t2
t2
t2
G, O
G, O
G, O
G, O
G, O
G, O
%
10
10
10
10
10
10
°C
35
35
35
35
35
35
Volllast
dB(A)
< 55
< 55
< 55
< 55
< 55
< 55
Teillast
dB(A)
40
40
40
40
40
40
Technische Daten Logano plus GB312 – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
13
2
Technische Beschreibung
Kesselgröße
Schalldruckpegel abgasseitig4)
Elektrische Leistungsaufnahme
Volllast
Volllast
Teillast
Elektrischer Anschluss
Elektrische Schutzgruppe
Schutz gegen elektrischen Schlag
Maximal zulässige Geräteabsicherung
Tab. 4
Einheit
dB(A)
W
W
V/Hz
–
A
180
93
168
240
96
300
320
97
380
400
97
460
480
97
540
560
98
660
40
40
45
50
50
50
230/50 230/50 230/50 230/50 230/50 230/50
IPX0D
IPX0D
IPX0D
IPX0D
IPX0D
IPX0D
Schutz- Schutz- Schutz- Schutz- Schutz- Schutzklasse 1 klasse 1 klasse 1 klasse 1 klasse 1 klasse 1
10
10
10
10
10
10
Technische Daten Logano plus GB312 – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
1) Die Werte müssen auf die tatsächlichen Werte (vor Ort) umgerechnet werden. Am Gaszähler: Aufstellhöhe/Temperatur/Druck
2) Prüfgas G25 für Erdgas L
3) Prüfgas G20 für Erdgas H
4) Abhängig von den Randbedingungen der Anlage (z. B. Art/Ausführung der Abgasanlage, Größe und Beschaffenheit des Aufstellraums)
14
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Technische Beschreibung
2.5
Wasserseitiger Durchflusswiderstand
Der wasserseitige Durchflusswiderstand ist die Druckdifferenz zwischen dem Vorlauf- und dem Rücklaufanschluss des Gas-Brennwertkessels. Er ist abhängig von
der Kesselgröße und von dem Volumenstrom.
2.6
2
Kesselwirkungsgrad
Der Kesselwirkungsgrad KK kennzeichnet das Verhältnis
von Wärmeausgangsleistung zu Wärmeeingangsleistung
in Abhängigkeit von der Rücklauftemperatur.
ηK [%]
ΔpH [mbar]
108
1000
106
1+2 3 4 5 6
104
2
100
102
1
100
98
10
10
1
100
V [m3/h]
96
6 720 642 877-04.1il
94
Bild 4
Wasserseitiger Durchflusswiderstand inklusive
Rückschlagklappe bei Kaskadeninstallation
30
40
50
60
70
ϑ [°C]
6 720 642 877-05.1il
Einzelkessel mit Rückschlagklappe:
'pH Durchflusswiderstand
V
Volumenstrom
1
Logano plus GB312-90 (180)
2
Logano plus GB312-120 (240)
3
Logano plus GB312-160 (320)
4
Logano plus GB312-200 (400)
5
Logano plus GB312-240 (480)
6
Logano plus GB312-280 (560)
Bild 6
KK
1
2
Kesselwirkungsgrad in Abhängigkeit der Kesselrücklauftemperatur (Baureihenmittelwert)
Kesselwirkungsgrad
Rücklauftemperatur
Volllast
Teillast
ΔpH [mbar]
1000
1 2 3 4 5
100
10
1
10
100
V [m3/h]
6 720 646 128-01.1il
Bild 5
Wasserseitiger Durchflusswiderstand ohne Rückschlagklappe; Einzelkessel
Einzelkessel ohne Rückschlagklappe:
'pH Durchflusswiderstand
V
Volumenstrom
1
Logano plus GB312-90/120
2
Logano plus GB312-160
3
Logano plus GB312-200
4
Logano plus GB312-240
5
Logano plus GB312-260
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
15
2
Technische Beschreibung
2.7
Betriebsbereitschaftsverlust
2.8
Der Betriebsbereitschaftsverlust qB ist der Teil der
Nennwärmebelastung, der erforderlich ist, um die
vorgegebene Temperatur des Kesselwassers zu
erhalten. Ursache dieses Verlusts ist die Auskühlung des
Heizkessels durch Strahlung und Konvektion während
der Betriebsbereitschaftszeit (Brennerstillstandszeit).
Strahlung und Konvektion bewirken, dass ein Teil der
Wärmeleistung kontinuierlich von der Oberfläche des
Heizkessels an die Umgebungsluft übergeht. Zusätzlich
zu diesem Oberflächenverlust kann der Heizkessel
infolge des Schornsteinzugs geringfügig auskühlen.
Abgastemperatur
Die Abgastemperatur -A ist die im Abgasrohr – am
Abgasaustritt des Kessels – gemessene Temperatur.
Sie ist abhängig von der Rücklauftemperatur.
ϑA [°C]
80
75
70
1
65
qB [%]
60
0,2
55
2
50
0,1
45
40
0
30
40
50
60
35
70
ϑK [°C]
30
30
6 720 642 877-06.1il
Bild 7
qB
-K
16
Betriebsbereitschaftsverlust, bezogen auf die
Nennwärmebelastung des Kessels, in Abhängigkeit von der mittleren Kesseltemperatur
(Baureihenmittelwert)
Betriebsbereitschaftsverlust
Mittlere Kesseltemperatur
40
50
60
70
ϑ [°C]
6 720 642 877-07.1il
Bild 8
-A
1
2
Abgastemperatur in Abhängigkeit der Kesselrücklauftemperatur (Baureihenmittelwert)
Abgastemperatur
Rücklauftemperatur
Volllast
Teillast
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Technische Beschreibung
2.9
2
Umrechnungsfaktor für andere
Systemtemperaturen
In den Tabellen mit den technischen Daten der GasBrennwertkessel Logano plus GB312 sind die Nennleistungen bei Systemtemperaturen 50/30 °C und
80/60 °C aufgeführt.
Für die Berechnung der Nennleistung bei abweichenden
Systemtemperaturen ist ein Umrechnungsfaktor zu
berücksichtigen.
f
1,00
0,99
0,98
0,97
0,96
0,95
0,94
0,93
30
35
40
45
50
55
60
ϑ [°C]
6 720 642 877-08.1il
Bild 9
f
-
Umrechnungsfaktor bei abweichenden Auslegungs-Rücklauftemperaturen (Baureihenmittelwert)
Umrechnungsfaktor
Rücklauftemperatur
Beispiel
Für einen Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 mit
der Nennleistung von 90 kW bei einer Systemtemperatur
von 50/30 °C soll die Nennwärmeleistung bei einer
Systemtemperatur von 80/60 °C ermittelt werden.
Mit einer Rücklauftemperatur von 60 °C ergibt sich ein
Umrechnungsfaktor mit dem Wert 0,935. Die Nennwärmeleistung beträgt bei 80/60 °C demnach 84 kW.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
17
2
Technische Beschreibung
2.10
Einbringmaße und Aufstellmaße
Mindesteinbringdaten
Kesselgröße
Minimale
Tiefe
Minimale
Breite
Minimale
Höhe
Minimales
Gewicht
Tab. 5
Einheit
mm
90
563
120
563
Einzelkessel
160
200
563
563
mm
859
859
1065
mm
1400
1400
kg
205
205
Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
240
320
400
480
563
563
563
563
240
563
280
563
180
563
560
563
1065
1273
1273
859
859
1065
1065
1273
1273
1400
1400
1400
1400
1400
1400
1400
1400
1400
1400
240
265
300
330
410
410
480
530
600
660
Mindesteinbringdaten Logano plus GB312
Aufstellmaße
Zum Aufstellen des Heizkessels sind die angegebenen
Minimalmaße (ohne Klammern) einzuhalten. Um die
Montage-, Wartungs- und Service-Arbeiten zu vereinfachen, sind die empfohlenen Wandabstände (Klammermaße) zu wählen.
A
≥100
1)
B
S
500
(700)
550
(700)
1)
1)
100
(500)
500
(700)
A
C
800
6 720 642 877-09.1il
Bild 10 Aufstellmaße Logano plus GB312 – Einzelkessel
(Maße in mm)
1)
Nicht im Lieferumfang enthalten
6 720 642 877-10.1il
Bild 11 Aufstellmaße Logano plus GB312 – Werkseitige
2-Kessel-Kaskade2) (Maße in mm)
1)
2)
Kesselgröße
A
empfohlen
minimal
B
minimal
C1)
minimal
S
minimal
Tab. 6
180
[mm]
700
500
900
1320
419
240
[mm]
700
500
900
1320
419
Abgassammler kann in beide Richtungen montiert
werden; Abgassammler ist nicht im Lieferumfang
enthalten.
Installationsbeispiel: Die Verrohrung für Abgas und
Heizwasser kann um 180 °C gedreht werden.
320
[mm]
700
500
850
1370
367
400
[mm]
700
500
1000
1370
515
480
[mm]
700
500
940
1420
454
560
[mm]
700
500
890
1420
407
Aufstellmaße Logano plus GB312 – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
1) Wenn die Kaskadenverohrung in die andere Richtung installiert wird, dann gilt C = A
18
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Gasbrenner
3
Gasbrenner
3.1
Brenner und FeuerungsSicherheitsautomat
Beim Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 kommt
ein hochvormischender, schadstoffarmer und
modulierender Gas-Vormischbrenner zum Einsatz. Die
Gasbrenner bestehen aus einem Gebläse, Gasarmatur
und mehreren Brennstäben, je nach Kesselgröße.
Merkmale
• Schadstoffemissionen, NOx d40 mg/kWh und
CO d20 mg/kWh (Normemissionsfaktoren)
entsprechend der besten Emissionsklasse – Klasse 5
nach DIN EN 483
• Geeignet für Erdgas E und LL
• Einfache Umstellung auf andere Erdgasart möglich
• Modulationsbereich:
90 kW = 33–100 %
120 kW/160kW = 25–100 %
200–280 kW = 30–100 %
180 kW = 16,5–100 %
240 kW/320 kW = 12,5–100 %
400–560 kW = 15–100 %
Feuerungssicherheitsautomat
• Feuerungssicherheitsautomat SAFe
• Brennerregelung und -überwachung
• Sicherheitsfunktionen für den Heizkesselbetrieb
• Abgastemperaturüberwachung
• Parametrierung und Fehlercodeausgabe über Regelsystem Logamatic EMS plus oder Logamatic 4000
• Anzeige und Auslesen von Betriebs-, Wartungs- und
Störungsanzeigen über Service-Diagnose-System
(SDS)
• Anschlussmöglichkeit für externe Regelungen
(z. B. DDC) über Funktionsmodul mit 0...10-VEingang (Zubehör)
• Leistungs- oder temperaturgeführte Ansteuerung des
Kessels über Funktionsmodul mit 0...10-V-Eingang
3.2
3
Funktion des Brenners
Das maximale 'T zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur beträgt bei Nennleistung 30 K.
Ab einem 'T = 30 K moduliert der Brenner die Leistung
des Kessels hinunter bis hin zur kleinsten Leistung,
wenn keine Wärmeabnahme erfolgt. Erst wenn das 'T
weiter ansteigt und 40 K überschreitet, schaltet der
Heizkessel ab.
Bei zu großem 'T kann der Kessel aufgrund seiner
Sicherheitsschaltung nicht seine maximale Leistung
abgeben.
Die Begrenzung der maximalen Temperaturspreizung
dient der Sicherheit und der Haltbarkeit des Wärmetauschers.
Das Verhalten des Heizkessels ist bei der Anlagenplanung zu berücksichtigen.
3.3
Ventilprüfsystem VPS
Die Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 ab Kesselgröße 200 kW sind mit einem Ventilprüfsystem für die
Gasarmatur ausgestattet.
Gasanschluss für Kessel mit Ventilprüfsystem (200 kW
bis 280 kW)
Verschmutzungen in der Gasleitung können die Funktion
des Ventilprüfsystems auf Dauer beeinträchtigen.
Deshalb muss für alle Kessel mit integriertem VPS
(Leistungsgrößen 200 kW bis 280 kW) ein Gasfilter nach
DIN 3386 in die Gasleitung eingebaut werden. Der
Druckverlust des Gasfilters sollte maximal 70 Pa
(0,7 mbar) betragen, damit noch genügend Reserve für
die restliche Gasleitung übrig bleibt (maximaler Druckverlust der Gasleitung 300 Pa = 3 mbar nach TRGI 2008).
Der Gasfilter muss eine Porenweite von d50 Micrometern haben.
3.4
Körperschallübertragung über die
Gasleitung
Die Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 sind mit
einem Gebläsebrenner ausgerüstet. In ungünstigen
Fällen können Geräusche des Gebläses auch als Körperschall auf die Gasleitung übertragen werden. In diesen
Fällen ist der Einbau eines Kompensators in die Gasleitung empfehlenswert.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
19
4
Vorschriften und Betriebsbedingungen
4
Vorschriften und Betriebsbedingungen
4.1
Auszüge aus den Vorschriften
4.2
Brennstoffe
Die Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312
entsprechen den Anforderungen nach DIN EN 677,
EG-Wirkungsgradrichtlinie, Gas-Geräterichtlinie und
EMV-/Niederspannungsrichtlinie.
Die Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 eignen
sich für Erdgas E oder Erdgas LL.
Für die Erstellung und den Betrieb der Anlage sind zu
beachten:
• Die bauaufsichtlichen Regeln der Technik
• Die gesetzlichen Bestimmungen
• Die landesrechtlichen Bestimmungen.
Die Gasbeschaffenheit muss den Forderungen des
DVGW-Arbeitsblatts G 260 entsprechen. Schwefel- und
schwefelhaltige Industriegase sind für den Gasbrenner
nicht geeignet.
Die Montage, der Gasanschluss, der Abgasanschluss, die
Inbetriebnahme, der Stromanschluss sowie die Wartung
und Instandhaltung dürfen nur von konzessionierten
Fachbetrieben ausgeführt werden.
Genehmigung
Die Installation muss beim zuständigen Gasversorgungsunternehmen angezeigt und von ihm genehmigt werden.
Wir empfehlen, schon in der Planungsphase die
Abstimmung zwischen Heizkessel und Abgasanlage mit
den zuständigen Entscheidungsstellen zu klären.
Vor Inbetriebnahme ist die zuständige Genehmigungsinstanz zu informieren. Regional ist gegebenenfalls eine
Genehmigung für die Abgasanlage und die Kondensateinleitung in das öffentliche Wassernetz erforderlich.
Inspektion/Wartung
Die Anlage ist instand zu halten und regelmäßig zu
reinigen. Die Gesamtanlage ist einmal jährlich auf Ihre
einwandfreie Funktion zu prüfen.
Eine regelmäßige Inspektion, bei Bedarf Wartung, ist
Voraussetzung für einen sicheren und wirtschaftlichen
Betrieb.
4.3
Die Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 eignen
sich nicht für Flüssiggas.
Der Anschlussdruck muss für die einzelnen Gasarten im
nachfolgend angegebenen Bereich liegen. Als Anschlussdruck gilt der Gas-Anschlussdruck am Gasanschluss des
Heizkessels.
Gasart
Erdgas E
Erdgas LL
Tab. 7
pmin
[mbar]
17
17
Anschlussdruck
pNenn
[mbar]
20
20
pmax
[mbar]
25
25
Anschlussdrücke für unterschiedliche Gasarten
Wenn der Anschlussdruck der verwendeten Gasart über
dem Wert in der Tabelle liegt, ist ein zusätzlicher GasDruckregler vorzuschalten.
Der vorgegebene Anschlussdruck muss über den
gesamten Modulationsbereich des Kessels sichergestellt
sein. Gegebenenfalls ist ein zusätzlicher Druckregler
vorzusehen. Bei Mehrkessel- oder Mehrverbrauchanlagen muss der Anschlussdruckbereich für den
Einzelkessel in jedem Betriebszustand der Mehrkessel
oder Mehrverbrauchanlage sichergestellt sein. Bei
Bedarf jeden Kessel oder Verbraucher über einen
separaten Druckregler versorgen.
Betriebsbedingungen
An folgende Betriebsbedingungen werden keine
Forderungen gestellt:
• Minimaler Volumenstrom
• Betriebsunterbrechung
• Heizkreisregelung mit Heizungsmischer
Betriebsbedingungen
'-max - Volllast
'-max - Teillast
Maximaler Volumenstrom
Maximale Kesseltemperatur
Minimale Rücklauftemperatur
Tab. 8
kW
K
K
l/h
°C
–
90
120
160
200
240
280
30
30
30
30
30
30
40
40
40
40
40
40
6700
12900
17200
21500
25800
30000
851)
851)
851)
851)
851)
851)
Zur Übertragung der maximalen Leistung muss 'T < 30 K sein.
Betriebsbedingungen Logano plus GB312
1) Bei Einsatz einer hydraulischen Weiche kann die maximale Vorlauftemperatur auch < 85 °C sein (Æ Tabelle 11,Seite 29).
20
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Vorschriften und Betriebsbedingungen
4.4
Verbrennungsluft
Bei der Verbrennungsluft ist darauf zu achten, dass sie
keine hohe Staubkonzentration aufweist oder Halogenverbindungen enthält. Sonst besteht die Gefahr, dass
der Feuerraum und die Nachschaltheizflächen
beschädigt werden. Halogenverbindungen wirken stark
korrosiv. Sie können in Sprühdosen, Verdünnern,
Reinigungs-, Entfettungs- und Lösungsmitteln enthalten
sein. Die Verbrennungsluftzufuhr ist so zu konzipieren,
dass z. B. keine Abluft von chemischen Reinigungen oder
Lackierereien angesaugt wird. Für die Verbrennungsluftzufuhr im Aufstellraum gelten besondere
Anforderungen.
Der Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 ist für
raumluftunabhängige Betriebsweise vorbereitet. Über
das Anschluss-Set ist eine raumluftunabhängige Betriebsweise möglich. Dies ist z. B. auch bei möglicher
verunreinigter Verbrennungsluft sinnvoll.
Bei RLU-Betrieb und Zuluftzuführung über einen vorhandenen Schacht ist Folgendes zu beachten:
Wird Verbrennungsluft über einen bestehenden Schornsteinschacht angesaugt, waren Öl-Feuerstätten oder
Feuerstätten für feste Brennstoffe angeschlossen oder
ist eine Staubbelastung durch brüchige Schornsteinfugen zu erwarten, ist der Schornstein grundsätzlich vor
Montage der Abgasanlage zu reinigen. Ist danach weiterhin mit einer Staubbelastung oder Rückständen der Öloder Festbrennstoff-Feuerstätte zu rechnen, ist eine
separate Zuluftleitung im Schacht zu installieren oder
eine alternative Lösung zu suchen.
4.5
Verbrennungsluftzufuhr
Füllen Sie die Anlage ausschließlich mit sauberem Leitungswasser gemäß den nachfolgenden Anforderungen.
Um das Gerät über die gesamte Lebensdauer vor Kalkschäden zu schützen und einen störungsfreien sowie
wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten, muss die
Gesamtmenge an Härtebildnern im Füll- und
Ergänzungswasser des Heizungskreislaufs begrenzt
werden.
Zur Überprüfung der zugelassenen Wassermengen in
Abhängigkeit der Füllwasserqualität dienen die nachfolgenden Berechnungsgrundlagen oder alternativ das
Ablesen aus den Diagrammen.
Die Anforderungen an die Wasserbeschaffenheit aller
Kessel finden Sie im jeweiligen Arbeitsblatt K8 des
gültigen Buderus Katalogs.
Überprüfung der maximalen Füllwassermenge in
Abhängigkeit der Wasserbeschaffenheit
Abhängig von der Gesamtkesselleistung und dem daraus
resultierenden Wasservolumen einer Heizungsanlage
werden Anforderungen an das Füll- und Ergänzungswasser gestellt.
Dem Kessel liegt bei Lieferung ein “Betriebsbuch
Wasserbeschaffenheit” bei. Die Gewährleistungsansprüche für die Heizkessel gelten nur in Verbindung
mit der Einhaltung der Anforderungen an die Wasserqualität und mit geführtem Betriebsbuch. Eine Wasseruhr zur Erfassung des Füll- und Ergänzungswassers ist
vorzusehen.
Die Berechnung der maximal ohne Behandlung einzufüllenden Wassermenge errechnet sich nach folgender
Formel:
Die Ausführung von Aufstellräumen und die Aufstellung
von Gasgeräten erfolgt gemäß den landesspezifischen
Anforderungen.
Für raumluftabhängige Feuerstätten mit einer GesamtNennwärmeleistung über 50 kW gilt die Verbrennungsluftzufuhr als gewährleistet, wenn eine ins Freie
führende Öffnung mit einem lichten Querschnitt von
mindestens 150 cm2 (zuzüglich 2 cm2 für jedes über
50 kW Nennwärmeleistung hinausgehende Kilowatt)
vorhanden ist.
Der erforderliche Querschnitt darf auf maximal zwei
Verbrennungsluftleitungen aufgeteilt werden und muss
strömungstechnisch äquivalent bemessen sein.
4
Q
V max = 0,0235 u ----------------------------------Ca HCO 3 2
F. 1
Berechnung der maximal ohne Behandlung einzufüllenden Wassermenge
Ca(HCO3)2
Q
Vmax
Konzentration Calciumhydrogencarbonat in mol/m3
Kesselleistung in kW
maximal einzufüllendes Füll- und
Ergänzungswasser über die gesamte
Lebensdauer des Heizkessels in m3
Auskunft über die Konzentration an Calciumhydrogencarbonat (Ca(HCO3)2) des Leitungswassers geben die
Wasserversorgungsunternehmen. Sollte diese Angabe in
der Wasseranalyse nicht enthalten sein, kann die
Konzentration an Calciumhydrogencarbonat aus Karbonathärte und Calciumhärte wie folgt errechnet werden.
Grundsätzliche Anforderungen
• Verbrennungsluftöffnungen und -leitungen dürfen
nicht verschlossen oder zugestellt werden, sofern
nicht mittels entsprechender Sicherheitseinrichtungen gewährleistet ist, dass die Feuerstätte
nur bei freiem Strömungsquerschnitt betrieben
werden kann.
• Der erforderliche Querschnitt darf durch einen
Verschluss oder durch Gitter nicht verengt werden.
• Eine ausreichende Verbrennungsluftzufuhr kann auch
auf andere Weise nachgewiesen werden.
Beispiel
Berechnung der maximal zulässigen Füll- und Ergänzungswassermenge Vmax für eine Heizungsanlage mit
einer Gesamtkesselleistung von 560 kW. Angabe der
Analysenwerte für Karbonathärte und Calciumhärte in
der veralteten Maßeinheit °dH.
4.6
Karbonathärte: 15,7 °dH
Calciumhärte: 11,9 °dH
Wasserbeschaffenheit
Da es kein reines Wasser zur Wärmeübertragung gibt, ist
auf die Wasserbeschaffenheit zu achten. Eine ungeeignete Wasserbeschaffenheit führt in Heizungsanlagen
zu Schäden durch Steinbildung und Korrosion.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Aus der Karbonathärte errechnet sich:
Ca(HCO3)2 = 15,7 °dH × 0,179 = 2,8 mol/m3
21
4
Vorschriften und Betriebsbedingungen
Aus der Calciumhärte errechnet sich:
Ca(HCO3)2 = 11,9 °dH × 0,179 = 2,13 mol/m3
3
560 kW
V max = 0,0235 u ------------------------------------ = 6,2 m
3
2,13 mol/m
Der niedrigere der beiden errechneten Werte aus
Calcium- und Karbonathärte ist maßgeblich für die Berechnung der maximal zulässigen Wassermenge Vmax.
Grenzkurven
V [m3]
8
280 kW
7
240 kW
6
200 kW
5
A
160 kW
4
120 kW
3
90 kW
2
1
B
0
0
5
10
15
20
25
30
HW [°dH]
6 720 642 877-11.1il
Bild 12 Grenzkurven zur Wasserbehandlung – Einzelkessel
A
B
HW
V
Oberhalb der Kurven vollentsalztes Füllwasser
verwenden, Leitfähigkeit d10 Microsiemens/cm
Unterhalb der Kurven unbehandeltes Leitungswasser nach Trinkwasserverordnung einfüllen
Wasserhärte in Grad Deutsche Härte
Wasservolumen über die gesamte Lebensdauer des
Heizkessels
V [m3]
16
560 kW
14
480 kW
12
400 kW
10
A
320 kW
8
240 kW
6
180 kW
4
2
B
0
0
5
10
15
20
25
30
HW [°dH]
6 720 642 877-12.1il
Bild 13 Grenzkurven zur Wasserbehandlung – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
A
B
22
Oberhalb der Kurven vollentsalztes Füllwasser
verwenden, Leitfähigkeit d10 Microsiemens/cm
Unterhalb der Kurven unbehandeltes Leitungswasser nach Trinkwasserverordnung einfüllen
HW
V
Wasserhärte in Grad Deutsche Härte
Wasservolumen über die gesamte Lebensdauer des
Heizkessels
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Vorschriften und Betriebsbedingungen
Maßnahmen zur Wasserbehandlung
Für die Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 gibt es
eine Möglichkeit zur Aufbereitung des Füll- und
Ergänzungswassers:
• Verwendung von vollentsalztem Füll- und Ergänzungswasser mit einer Leitfähigkeit d10 PS/cm:
Bei der Vollentsalzung des Füll- und Ergänzungswassers werden zusätzlich zu den Härtebildnern (Ca,
Mg) auch alle weiteren Mineralien entfernt, um die
Leitfähigkeit des Füll- und Ergänzungswassers
deutlich abzusenken. Die Korrosionswahrscheinlichkeit nimmt mit sinkender Leitfähigkeit des Heizwassers ab. Die salzarme Betriebsweise ist damit
gleichzeitig eine Maßnahme zur Verringerung der
Korrosion in der Heizungsanlage. Für die Befüllung
der Anlage mit vollentsalztem Wasser bietet Buderus
Vollentsalzungspatronen als Dienstleistung zur Leihe
an (Leihfrist 4 Wochen) (Æ aktueller Buderus
Katalog).
Überschlägige Ermittlung des Anlageninhalts
Gerade bei Altanlagen sind die Wasserinhalte der
gesamten Anlage oft nicht bekannt. Zur überschlägigen
Bestimmung des Anlageninhalts kann nachfolgendes
Diagramm dienen.
V [m3]
12
11
9
8
7
6
2
5
4
Es wird daher der Einbau eines Schlammabscheiders
empfohlen. Der Schlammabscheider sollte gut zugänglich zwischen Kessel und tiefster Position der Heizungsanlage installiert sein. Besonders bei einem Einsatz von
Hocheffizienzpumpen wird ein Schlammabscheider
empfohlen, damit sich keine eisenhaltige Partikel am
Permanentmagneten der Pumpe festsetzen können.
Vor dem Anschluss des neuen Wärmeerzeugers ist die
gesamte Heizungsanlage zu spülen. Die Spülung ist vor
allem dann wichtig, wenn der Aluminiumkessel in
bestehende Heizungsanlagen eingebaut wird, in denen
Zusatzmittel oder Wasseraufbereitungsmaßnahmen
eingesetzt wurden, die nicht für Aluminiumkessel
geeignet sind (z. B. enthärtetes Wasser oder Trinatriumphosphat zur Alkalisierung). Das Entleeren und Spülen
der bestehenden Heizungsanlage vor der Installation des
neuen Kessels entfernt schädliche Zusatzmittel sowie
falsche Wasseraufbereitungen und beugt Kesselschäden
vor.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
3
3
2
Zusätzlicher Schutz vor Korrosion
Schäden durch Korrosion treten auf, wenn ständig
Sauerstoff in das Heizwasser eintritt (z. B. durch nicht
ausreichend dimensionierte oder defekte Ausdehnungsgefäße (AG) oder offene Systeme).
Einbau in vorhandene Heizungsanlagen/
Schmutzfangeinrichtungen
Beim Einbau des Gas-Brennwertkessels in eine bestehende Heizungsanlage können sich Verunreinigungen
im Heizkessel ablagern und dort zu örtlichen
Überhitzungen, Korrosion und Geräuschen führen.
1
10
Chemische Zusatzmittel dürfen nicht verwendet werden
(z. B. Inhibitoren, Mittel zur ph-Wert-Anhebung oder
Sauerstoff-Bindemittel).
Wärmeerzeuger mit Aluminiumwärmetauscher dürfen
nur in korrosionstechnisch geschlossenen Anlagen
betrieben werden. Alte offene Anlagen sind auf
geschlossene Anlagen umzubauen. Bei nicht sauerstoffdichten Anlagen (z. B. nicht diffusionsdichte Kunststoffrohre) ist bei Wärmeerzeugern mit Aluminiumwärmetauscher eine Systemtrennung einzubauen.
4
1
0
0
100
200
300
400
500
600
Q [kW]
6 720 642 877-13.1il
Bild 14 Überschlägiger Wasserinhalt der Anlage bei bekannter Anlagenleistung
Q
V
1
2
3
4.7
Gesamte Anlagenleistung
Wasserinhalt
Stahl/Gussradiatoren mit RohrdimensionSchwerkraftheizung und Fußbodenheizung (20 l/
kW)
Flachheizkörper (10 l/kW)
Konvektoren (6 l/kW)
Aufstellen von Feuerstätten
Gas-Feuerstätten mit einer Gesamt-Nennwärmeleistung
über 50 kW, je nach Landesfeuerungsverordnung
(FeuVO), dürfen nur in Räumen aufgestellt werden,
• die nicht anderweitig genutzt werden,
• die gegenüber anderen Räumen keine Öffnung haben,
ausgenommen Öffnungen für Türen,
• deren Türen dicht und selbstschließend sind oder
• die gelüftet werden können.
Abweichend von diesen Maßgaben dürfen Feuerstätten
auch in anderen Räumen aufgestellt werden, wenn
• die Nutzung dieser Räume dies erfordert und die
Feuerstätten sicher betrieben werden können oder
• die Räume in freistehenden Gebäuden liegen, die nur
dem Betrieb der Feuerstätten sowie der Brennstofflagerung dienen.
Raumluftabhängige Feuerstätten dürfen nicht aufgestellt werden
• in Treppenräumen, außer in Wohngebäuden mit
maximal zwei Wohnungen,
• in allgemein zugänglichen Fluren, die als Rettungswege dienen und
• in Garagen.
23
4
Vorschriften und Betriebsbedingungen
Räume mit luftabsaugenden Anlagen
Raumluftabhängige Feuerstätten dürfen in Räumen mit
luftabsaugenden Anlagen nur dann aufgestellt werden,
wenn
• Ein gleichzeitiger Betrieb der Feuerstätten und der
luftabsaugenden Anlagen durch Sicherheitseinrichtungen verhindert wird
• Die Abgasführung durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen überwacht wird oder
• Die Abgase über die luftabsaugenden Anlagen abgeführt werden oder sichergestellt ist, dass durch diese
Anlagen kein gefährlicher Unterdruck entstehen kann.
Weitere Hinweise zur Aufstellung und Installation von Gas-Feuerstätten sind in länderspezifischen Verordnungen zu finden und zu
beachten.
4.8
Schallschutz
Durch den leisen Gas-Vormischbrenner im Logano plus
GB312 entstehen im Vergleich zu herkömmlichen GasGebläsebrennern nur geringe Geräuschemissionen.
Daher sind in der Regel keine zusätzlichen Schallschutzmaßnahmen zur Vermeidung des Luftschalls im Aufstellraum erforderlich. Die Übertragung von Körperschall
wird durch die serienmäßig mitgelieferten Stellfüße
weitestgehend vermieden. Jedoch können Pumpen und
andere Anlagenbauteile Körperschall verursachen. Dies
kann im Bedarfsfall durch den Einsatz von Kompensatoren und weiteren Körperschall reduzierende Maßnahmen vermieden werden. Sollten diese Maßnahmen
nicht ausreichen, so können bei höheren Anforderungen
an den Schallschutz weitere Maßnahmen bauseits
ergriffen werden.
4.9
Frostschutzmittel
Für die Baureihe Logano plus GB312 ist das Frostschutzmittel Antifrogen N zugelassen. Bei der Verwendung von
Antifrogen N sind folgende Herstellerangaben zu
beachten und einzuhalten:
• Vom Hersteller geforderte Konzentrationsbereiche
• Regelmäßige Überprüfungen
• Gegebenenfalls erforderliche Korrekturmaßnahmen
Bei der Förderung von Flüssigkeiten mit von Wasser
abweichenden Viskositäten ändern sich auch die
hydraulischen Werte der Pumpen und des Rohrsystems.
Nähere Angaben für die Auslegung der Pumpen entnehmen Sie den Planungshinweisen der Pumpenhersteller.
24
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Heizungsregelung
5
Heizungsregelung
5.1
Regelgeräte
Für den Betrieb der Gas-Brennwertkessel ist ein Regelgerät erforderlich. Die Buderus-Regelsysteme sind
modular aufgebaut. Das ermöglicht eine abgestimmte
und kostengünstige Anpassung an Anwendungen und
Ausbaustufen des geplanten Heizungssystems.
Für den Logano plus GB312 sind nachstehende Regelgeräte aus den Regelsystemen Logamatic EMS plus und
Logamatic 4000 verwendbar.
5
5.2.2
Störmeldemodul EM10
Das Störmeldemodul EM10 kann als Interface zwischen
dem Heizkessel und z. B. einer Gebäudeleittechnik
verwendet werden.
Anhand eines 0...10-V-Signals ist eine Steuerung über
die Vorlauftemperatur oder über die Leistung möglich
(Æ Bild 15).
TV (°C)
100
Detailierte Hinweise enthalten die Planungsunterlagen „Modulares Regelsystem
Logamatic EMS plus“ und „Modulares
Regelsystem Logamatic 4000“.
5.2
80
60
40
Regelsystem Logamatic EMS plus
5.2.1
Bedieneinheit RC300
Das Regelsystem Logamatic EMS plus in Verbindung mit
der Bedieneinheit regelt die hydraulische Weiche und
einen direkt nachgeschalteten Heizkreis ohne Mischer in
Verbindung mit den Mischermodulen MM50/MM100,
drei weitere Heizkreise in Verbindung mit den Mischermodulen MM50/100 sowie die solare Warmwasserbereitung in Verbindung mit den Solarmodulen SM50/
SM100/SM200.
Die Bedieneinheit RC300 ist raumtemperaturgeführt,
außentemperaturgeführt oder außentemperaturgeführt
mit Raumtemperaturaufschaltung regelbar. Für eine
raumtemperaturgeführte Regelung oder für die Raumtemperaturaufschaltung ist die Bedieneinheit RC300 im
Referenzraum zu installieren. Ist der Referenzraum nicht
der Installationsort der Bedieneinheit RC300, lässt sich
an ihren Wandsockel ein externer Raumtemperaturfühler anschließen.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
20
0
0
2
7 747 009 801-24.1il
4
6
8
10
U (V)
Bild 15 Kennlinie Störmeldemodul EM10 (Sollwerte)
TV
U
Vorlauftemperatur
Eingangsspannung
In Kombination mit dem Logano plus GB312 hat das
Störmeldemodul EM10 zwei grundsätzliche Funktionen:
• Ansteuerung des Heizkessels mit einem externen
0...10-V-Gleichspannungssignal. Über das
0...10-V-Gleichspannungssignal wird dem Heizkessel
eine Vorlauftemperatur oder eine Leistung
vorgegeben.
• Ausgabe einer Störungsanzeige mit einem potentialbehafteten 230-V-Signal (Hupe, Störleuchte; d 1 A)
und einem potentialfreien Kontakt für
Signalkleinspannungen. Eine Störungsanzeige wird
generiert bei folgenden Ursachen:
– Der Heizkessel hat eine verriegelnde Störung.
– Der Wasserdruck in der Anlage ist zu niedrig.
– Die Kommunikation zum Heizkessel war länger als
fünf Minuten unterbrochen.
25
5
Heizungsregelung
Steuerung über die Vorlauftemperatur
Das Modul EM10 überträgt das 0...10-V-Signal der
Gebäudeleittechnik auf einen Vorlauftemperatur-Setpoint. Hierbei handelt es sich um ein lineares Verhältnis
(Æ Tabelle 9).
Eingangsspannung
[V]
0
0,5
0,6
5
10
Tab. 9
VorlauftemperaturSetpoint (Heizkessel)
[ °C]
0
0
15
50
90
Zustand des
Heizkessels
AUS
AUS
AN
AN
AN/Maximal
Steuerung über die Vorlauftemperatur
Steuerung über die Leistung
Das Modul EM10 überträgt das 0...10-V-Signal der
Gebäudeleittechnik auf einen Leistungs-Setpoint.
Hierbei handelt es sich um ein lineares Verhältnis
(Æ Tabelle 10).
Eingangsspannung
[V]
0
0,5
0,6
5
10
Leistungs-Setpoint
(Heizkessel)
[%]
0
0
6
50
100
Zustand des
Heizkessels
AUS
AUS
Niedriglast1)
Teillast
Volllast
Tab. 10 Steuerung über die Leistung
1) Die Leistung bei Niedriglast ist vom Gerätetyp abhängig. Wenn
beispielsweise die Niedriglast des Geräts 20 % beträgt und das
Steuersignal 1 V (= 10 %) ist, dann ist die Sollleistung kleiner
als die Niedriglast. In diesem Fall liefert das Gerät 10 % durch
einen AN/AUS-Zyklus bei Niedriglast. Der Heizkessel geht ab
einem Setpoint von 2 V in Dauerbetrieb.
5.3
Regelgerät Logamatic 4121
Das Regelgerät Logamatic 4121 ist ausgelegt für den
Niedertemperatur- und Brennwertbetrieb einer Einzelkessel-Anlage mit maximal zwei Heizkreisen mit Mischer
und Warmwasserbereitung. Für Anlagen mit 2 bis 4
Kesseln ist ein Regelgerät Logamatic 4121 mit
Kaskadenmodul erforderlich. Dabei reduziert sich der
Funktionsumfang auf maximal einen Heizkreis mit
Mischer und Warmwasserbereitung.
5.4
Regelgerät Logamatic 4323
Das Regelgerät Logamatic 4323 ist ein modulares,
digitales Steuergerät zur Wandinstallation.
In der Grundausstattung findet das Steuergerät eine der
folgenden Verwendungen:
• Funktionserweiterung des modularen Regelsystems
4000
• Unterstation mit Zubringerpumpe
• Autarker Heizkreisregler mit Überwachung der
Wärmeversorgung eines gemischten Heizkreises
Soll das Regelgerät Logamatic 4323 mit dem Kessel
Logano plus GB312 zusammen verwendet werden, dann
muss ein Kaskadenmodul FM456 (auch bei Verwendung
von nur einem Kessel) eingesetzt werden. Mit dem
Einsatz von zwei Kaskadenmodulen FM457 oder
alternativ FM458 können bis zu 8 Kessel in Kaskade
geregelt werden. Die freien Steckplätze im Regelgerät
können mit weiteren Funktionsmodulen aufgefüllt
werden. Der Außentemperaturfühler und der Warmwasser-Temperaturfühler werden auf das Kaskadenmodul angeschlossen.
5.5
Logamatic Fernwirksystem
Das Logamatic Fernwirksystem ist die ideale Ergänzung
zu allen Buderus-Regelsystemen. Das Logamatic Fernwirksystem besteht aus mehreren Software- und Hardware-Komponenten und ermöglicht dem Installateur
eine noch bessere Kundenbetreuung und ServiceLeistung mithilfe wirkungsvoller Fernkontrolle. Es kann
in Mietshäusern, Ferienhäusern, mittleren und großen
Heizungsanlagen genutzt werden. Das Logamatic
Fernwirksystem ist geeignet für die Fernüberwachung,
Fernparametrierung und Störungsdiagnose in Heizungsanlagen. Es bietet optimale Voraussetzungen für Wärmelieferkonzepte und Wartungs- und Inspektionsverträge.
Detaillierte Hinweise enthält die Planungsunterlage „Logamatic Fernwirksystem“.
26
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Warmwasserbereitung
6
Warmwasserbereitung
6.1
Systeme
Die Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 können
auch zur Warmwasserbereitung genutzt werden.
Geeignet sind Buderus-Warmwasserspeicher Logalux,
die auf die Leistung der Heizkessel abgestimmt sind. Es
gibt sie in liegender oder stehender Bauweise in verschiedenen Größen mit 300 l bis 6000 l Inhalt. Je nach
Anwendungsfall haben sie einen internen oder externen
Wärmetauscher. Die Speicher können einzeln oder als
Kombination mehrerer Speicher genutzt werden. Unterschiedliche Speichergrößen und verschiedene Wärmetauscher-Sets lassen sich beim Speicherladesystem
miteinander kombinieren.
6
Bei Anlagen mit Speicherladesystem (externer Wärmetauscher) müssen der Wärmetauscher und die Primärkreispumpe (Æ PS1 in
Bild 17) auf ein 'T von 20 K bis d 25 K ausgelegt werden.
Systemlösungen sind daher für jeden Bedarf und viele
Anwendungen möglich. Bei entsprechender
Dimensionierung des externen Warmwasser-Wärmetauschers mit niedrigen Rücklauftemperaturen sind bei
Speicherladesystemen hohe Nutzungsgrade erreichbar.
AW
AW
VH
VS
RS
RH
EK
EK
6 720 642 877-14.1il
Bild 16 Systeme zur Warmwasserbereitung
AW
EK
RH
RS
VH
VS
Warmwasseraustritt
Kaltwassereintritt
Rücklauf Brennstoff (zum Heizkessel)
Speicherrücklauf
Vorlauf Brennstoff (vom Heizkessel)
Speichervorlauf
AW
1
3
VK
FWS
2
PS1
FSM
RK
FSU
PS2
4
EK
6 720 807 555-02.1T
Bild 17 Speicherladesystem zur Warmwasserbereitung
AW
EK
FSM
FSU
FWS
Warmwasseraustritt
Kaltwassereintritt
Warmwasser-Temperaturfühler Speicher Mitte
Warmwasser-Temperaturfühler Speicher unten
Warmwasser-Temperaturfühler Wärmetauscher
Sekundärseite
KR Rückschlagklappe
PS1 Speicherladepumpe (Primärkreispumpe – konstant, Einstellung Stellglied, Auslegung: 20–25 K)
PS2 Speicherladepumpe (Sekundärseite)
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
RK
VK
1
2
3
4
Rücklauf
Vorlauf
Warmwasserspeicher für externen Wärmetauscher
Externer Warmwasser-Wärmetauscher
Logano plus GB312
Die Leistung des Warmwasser-Ladesystems LSP/
LAP bei Installation ohne hydraulische Weiche
sollte mindestens 35 % der Maximalleistung des
Kessels betragen, um einen optimalen Betrieb des
Logano plus GB312 zu gewährleisten.
27
6
6.2
Warmwasserbereitung
Hinweise zur Auswahl der Warmwasserspeicher
Der Warmwasserspeicher ist nach Bedarf des Gebäudes
auszulegen. Als Planungshilfe kann Logasoft DIWA
benutzt werden. Bei der Auslegung sollte beachtet
werden, dass die Wärmetauscherschlange der
Warmwasserspeicher eine Dauerleistung von mindestens 35 % der Nennleistung des Gas-Brennwertkessels
Logano plus GB312 hat. Für die kleinste Kesselgröße
ergibt sich dabei eine Größe für den Warmwasserspeicher von t300 l (SU300). Bei kleineren Speichern
reicht in vielen Fällen die Dauerleistung der Wärmetauscherschlange nicht mehr aus. Dies ist vor allem bei
der Einbindung der Speicherladepumpe ohne
hydraulische Weiche zu beachten, da diese in diesem
Fall auf reduzierten Heizwasserbedarf ausgelegt wird
und dabei die Dauerleistung des Warmwasserspeichers
sinkt. Wird dies nicht berücksichtigt, so kann es bei der
Speicherladung im Sommerbetrieb zum häufigen Takten
des Kessels kommen.
6.3
Warmwasserregelung
Die Warmwassertemperatur wird entweder über ein
Regelgerät des Heizkessels vom Regelsystem Logamatic
EMS plus oder 4000 (z. B. Funktionsmodul FM445 für
Speicherladesysteme) oder über ein Regelgerät zur
Warmwasserbereitung eingestellt und geregelt. Das
Regelgerät zur Warmwasserbereitung ist auf die
Heizungsregelung abgestimmt und bietet viele
Anwendungsmöglichkeiten.
Detaillierte Hinweise enthalten die Planungsunterlagen „Größenbestimmung und
Auswahl von Speicherwassererwärmern“,
„Modulares Regelsystem Logamatic EMS
plus“ und „Modulares Regelsystem
Logamatic 4000“.
6.4
Hinweise zur Auslegung der
Speicherladepumpe bei Betrieb ohne
hydraulische Weiche
Um eine gegenseitige Beeinflussung der Heizkreise und
Speicherladepumpe zu minimieren, sollte bei Einsatz
ohne hydraulische Weiche und parallelem Betrieb von
Heizung und Warmwasser die Speicherladepumpe auf
den reduzierten Heizwasserbedarf für Speicher ausgelegt werden.
Die Werte für den reduzierten Heizwasserbedarf der
jeweiligen Warmwasserspeicher entnehmen Sie den
Angaben aus den Verkaufsunterlagen oder der Planungsunterlage „Größenbestimmung und Auswahl von
Speicherwassererwärmern“.
28
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7
Anlagenbeispiele
7.1
Hinweise für alle Anlagenbeispiele
Die Beispiele in diesem Abschnitt zeigen Empfehlungen
zur hydraulischen Einbindung der Gas-Brennwertkessel
Logano plus GB312. Eine Anlage kann nach
planerischem Ermessen und unter Beachtung der
allgemeinen Regeln der Technik und unter Einhaltung
der Betriebsbedingungen (Æ Tabelle 8, Seite 20)
abweichend von den aufgeführten Schaltungsschemata
aufgebaut werden. Detaillierte Informationen zu Anzahl,
Ausstattung und Regelung der Heizkreise sowie zur
Installation von Warmwasserspeichern und anderen
Verbrauchern sowie zu Anlagenvorschlägen für
Kombinationen mit Etagenstationen enthalten die
entsprechenden Planungsunterlagen. Informationen
über weitere Möglichkeiten für den Anlagenaufbau und
Planungshilfen geben die technischen Berater in den
Buderus-Niederlassungen.
7.1.1
Hydraulische Einbindung
Heizungspumpen
Heizungspumpen in Zentralheizungen müssen nach den
anerkannten technischen Regeln dimensioniert sein.
Schmutzfangeinrichtungen
Ablagerungen in Heizungssystemen können zu örtlicher
Überhitzung, Geräuschen und Korrosion führen. Hierdurch entstehende Kesselschäden fallen nicht unter die
Gewährleistungspflicht.
Um Schmutz zu entfernen, muss vor der Montage und
Inbetriebnahme eines Kessels die neue Heizungsanlage
gründlich gespült werden. Zusätzlich wird der Einbau
von Schmutzfangeinrichtungen oder eines Schlammabscheiders empfohlen.
Schmutzfangeinrichtungen halten Verunreinigungen
zurück und verhindern dadurch Störungen an Regelorganen, Rohrleitungen und Heizkesseln. Sie sind in der
Nähe der am tiefsten gelegenen Stelle der Heizungsanlage zu installieren und müssen dort gut zugänglich sein.
Bei jeder Wartung der Heizungsanlage sind die Schmutzfangeinrichtungen zu reinigen.
7.1.2
Hydraulische Weiche
In Abhängigkeit der Wassermengen auf der Primär- und
der Sekundärseite kann bei dem Einsatz einer hydraulischen Weiche eine niedrigere Vorlauftemperatur entstehen, als der Kessel selbst liefert (Æ Bild 18).
Dies ist der Fall, wenn die Wassermenge auf der Sekundärseite größer ist als auf der Primärseite, was bei einem
Gas-Brennwertkessel häufig genutzt wird, um eine Rücklauftemperaturanhebung zu vermeiden. Dann kommt es
zu einer Absenkung der maximal möglichen Vorlauftemperatur. Dies ist bei der Auslegung des Kessels zu
beachten. Hinweise finden Sie in Tabelle 11.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
7
FK
≤ 85 °C
≤ 75 °C
I
II
ΔT = 25 K
ΔT = 15 K
60 °C
60 °C
6 720 642 877-16.1il
Bild 18 Einsatz einer hydraulischen Weiche
FK
I
II
Weichenfühler
Primärseite
Sekundärseite
Durch Heruntermischen in der Weiche sinkt
die maximale Vorlauftemperatur!
Maximale
Vorlauftemperatur
des Kessels
[ °C]
85
85
85
85
85
85
85
85
85
85
'T auf der
Primärseite der
Weiche
[K]
25
25
25
25
20
20
20
15
15
10
'T auf der
Sekundärseite der
Weiche
[K]
10
15
20
25
10
15
20
10
15
10
Maximale
Vorlauftemperatur
für das Heizsystem
[ °C]
70
75
80
85
75
80
85
80
85
85
Tab. 11 Maximal mögliche Vorlauftemperatur bei Einsatz
einer hydraulischen Weiche
29
7
7.2
Anlagenbeispiele
Pumpen
7.4
Die Auslegung der bauseits einzusetzenden Pumpen ist
von dem Widerstand der Anlage und des Kessels
(Æ Bild 4, Seite 15) sowie der benötigten Förderleistung abhängig.
7.3
Sicherheitstechnische Ausrüstung nach
DIN EN 12828
Der Logano plus GB312 ist serienmäßig mit einer
Wassermangelsicherung (Druckwächter) und Füll- und
Entleerhahn ausgestattet.
Kesselsicherheits-Set
Für den Logano plus GB312 steht ein werkseitiges
Kesselsicherheits-Set zur Verfügung.
Das Set beinhaltet:
• Manometer
• Sicherheitsventil R 1 (für Kesselgrößen 90 kW bis
120 kW)
• Sicherheitsventil R 1¼ (für Kesselgrößen 160 kW bis
280 kW)
• Automatischer Entlüfter
• Isolierung, grau
VK
2
51)
9
8
6/7
15
31)
13
41)
1
≤ 300 kW
12
10
13
11
6 720 619 235-119.1il
14
2
Bild 20 Kesselsicherheits-Set
15
7.5
11
RK
Absperr-Set in Kombination mit Rückschlagklappe (Zubehör)
2
1
3
2
4 2
5
6 720 642 877-32.1il
Bild 19 Sicherheitstechnische Ausrüstung nach DIN-EN
12828 für Heizkessel d300 kW,
Betriebstemperatur d105 °C
RK
VK
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
1)
30
Rücklauf
Vorlauf
Wärmeerzeuger
Absperrventil Vorlauf/Rücklauf
Temperaturregler (TR)
Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
Temperaturmesseinrichtung
Membransicherheitsventil MSV 2,5 bar/3,0 bar
oder
Hubfeder-Sicherheitsventil HFS 2,5 bar
Manometer
Wassermangelsicherung (WMS); nicht in Anlagen
d300 kW, wenn stattdessen je Heizkessel ein
Minimaldruckbegrenzer oder eine vom Hersteller
freigegebene Ersatzmaßnahme vorgesehen ist
Rückflussverhinderer
Kesselfüll- und Entleerungseinrichtung (KFE)
Ausdehnungsleitung
Absperrarmatur – gegen unbeabsichtigtes
Schließen gesichert, z. B. verplombtes Kappenventil
Entleerung vor Ausdehnungsgefäß
Ausdehnungsgefäß (DIN EN 13831)
VK
6 720 642 877-17.1il
Bild 21 Absperrventil
VK
Vorlauf mit Flansch, am Kessel angeschweißt
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
Mutter
Dichtung
Absperrventil
Rückschlagklappe (als Zubehör erhältlich)
Vorlaufstück der Kaskadenverrohrung
Bei Verwendung der Absperrventile ist die Rückschlagklappe in Flussrichtung hinter dem Absperrventil
einzubauen.
Bei Kaskadeninstallationen mit hydraulischer Weiche ist
eine Rückschlagklappe für jeden Kessel im Vorlauf
vorzusehen.
Bei einer Abschalttemperatur (STB) von 100 °C
beträgt die maximale Vorlauftemperatur 85 °C
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7.6
7
Einzelkessel: Bedieneinheit RC300, ein Heizkreis mit Mischer, Warmwasserbereitung parallel
MC10
1
MM50
1
1
T
RC300
2
T
TC1
M
PC1
VC1
PZ
FA
PS
Buderus
FW
Logalux SU
Logano plus GB312
6 720 805 727-01.1T
Bild 22 Hydraulik für einen gemischten Heizkreis
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
2
Am Wärmeerzeuger oder an der Wand
FA
FW
PC
PS
PZ
SA
SH
TC
VC
Außentemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte Pumpe)
Speicherladepumpe
Zirkulationspumpe
Strangabgleichventil (Empfehlung)
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Vorlauftemperaturfühler
3-Wege-Umschaltventil
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Das Schaltbild ist nur eine schematische
Darstellung!
Hinweise für alle Anlagenbeispiele
Æ Seite 29.
Anwendungsbereich
Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 mit Bedieneinheit RC300
31
7
Anlagenbeispiele
Funktionsbeschreibung
Ein gemischter Heizkreis, außentemperaturgeführt; die
Stellglieder und Heizungspumpen werden mit einer
Bedieneinheit RC300 angesteuert.
Benötigte Regelungskomponenten
• Bedieneinheit RC300
• Mischermodul MM50/MM100
• Warmwasser-Temperaturfühler AS-E
Spezielle Planungshinweise
• Einsatzbereich der Hydraulik ist ohne Weiche im
Bereich von 'T = 15–25 K. (Bei 'T = 20 K liegt der
Druckverlust des Kessels bei ca. 40 mbar bis
80 mbar.)
• Das 'T der Heizungsanlage darf nicht größer als 30 K
sein, ab 30 K moduliert der Kessel zurück. Dies muss
bei der Auslegung der Heizungsanlage berücksichtigt
werden.
• Der Druckverlust des Kessels, inklusive der Absperrungen sollte maximal 130 mbar bis 150 mbar
betragen. Ist der Druckverlust größer, wird der
Einsatz einer hydraulischen Weiche empfohlen.
• Die Ventilautorität des Mischers ist zu beachten.
• Die Speicherladepumpe sollte nach den Angaben zum
reduzierten Heizwasserbedarf der Warmwasserspeicher ausgelegt werden (Æ Buderus-Katalog).
Dadurch reduziert sich die NL-Zahl des Speichers nur
unwesentlich, aber die hydraulischen Bedingungen
(Druckverlust) bei Parallelbetrieb von Heizung und
Warmwasserladung werden deutlich verbessert.
• Ein Strangabgleichventil für den Warmwasser- und
den Heizkreis ist empfehlenswert, um definierte
hydraulische Bedingungen zu schaffen. Optimale
hydraulische Bedingungen verringern den Stromverbrauch von elektronisch geregelten Pumpen.
• Die Dauerleistung des Warmwasserspeichers sollte
mindestens 35 % der maximalen Kesselleistung entsprechen, um einen optimalen Betrieb des Kessels zu
gewährleisten.
32
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7.7
7
Einzelkessel: Bedieneinheit RC300, zwei bis vier Heizkreise mit Mischer,
Warmwasserbereitung parallel
MC10
1
MM50
1
MM50
1
2
1
T
T
T
T
TC1
TC1
PC1
M
VC1
RC300
2
PC1
M
VC1
PZ
FA
PS
Buderus
FW
Logalux SU
Logano plus GB312
6 720 805 729-01.1T
Bild 23 Hydraulik für zwei bis vier Heizkreise
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
2
Am Wärmeerzeuger oder an der Wand
FA
FV
FW
PC
PS
PZ
TC
VC
Außentemperaturfühler
Vorlauftemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte Pumpe)
Speicherladepumpe
Zirkulationspumpe
Vorlauftemperaturfühler
3-Wege-Umschaltventil
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Das Schaltbild ist nur eine schematische
Darstellung!
Hinweise für alle Anlagenbeispiele
Æ Seite 29.
Anwendungsbereich
Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 mit Bedieneinheit RC300
33
7
Anlagenbeispiele
Funktionsbeschreibung
Zwei gemischte Heizkreise, außentemperaturgeführt;
die Stellglieder und Heizungspumpen werden mit einer
Bedieneinheit RC300 angesteuert.
Maximal sind ein ungemischter und drei gemischte
Heizkreise möglich.
Benötigte Regelungskomponenten
• Bedieneinheit RC300
• 2x Mischermodul MM50/MM100
• Warmwasser-Temperaturfühler AS-E
Spezielle Planungshinweise
• Einsatzbereich der Hydraulik ist ohne Weiche im
Bereich von 'T = 15–25 K. (Bei 'T = 20 K liegt der
Druckverlust des Kessels bei ca. 40 mbar bis
80 mbar.)
• Das 'T der Heizungsanlage darf nicht größer als 30 K
sein, ab 30 K moduliert der Kessel zurück. Dies muss
bei der Auslegung der Heizungsanlage berücksichtigt
werden.
• Der Druckverlust des Kessels, inklusive der Absperrungen sollte maximal 130 mbar bis 150 mbar
betragen. Ist der Druckverlust größer, wird der Einsatz einer hydraulischen Weiche empfohlen.
• Die Speicherladepumpe sollte nach den Angaben zum
reduzierten Heizwasserbedarf der Warmwasserspeicher ausgelegt werden (Æ Buderus-Katalog).
Dadurch reduziert sich die NL-Zahl des Speichers nur
unwesentlich, aber die hydraulischen Bedingungen
(Druckverlust) bei Parallelbetrieb von Heizung und
Warmwasserladung werden deutlich verbessert.
• Ein Strangabgleichventil für den Warmwasser- und
den Heizkreis ist empfehlenswert, um definierte
hydraulische Bedingungen zu schaffen. Optimale
hydraulische Bedingungen verringern den Stromverbrauch von elektronisch geregelten Pumpen.
• Die Dauerleistung des Warmwasserspeichers sollte
mindestens 35 % der maximalen Kesselleistung entsprechen, um einen optimalen Betrieb des Kessels zu
gewährleisten.
34
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7.8
7
Einzelkessel: Logamatic 4121, zwei Heizkreise mit Mischer, Warmwasserbereitung parallel
MC10
1
4121
T
5
T
T
T
1FV
M
1PH
1SH
2FV
M
2PH
2SH
PZ
FA
PS
Buderus
FW
Logalux SU
Logano plus GB312
6 720 805 728-01.1T
Bild 24 Hydraulik für zwei gemischte Heizkreise
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
FA
FV
FW
PH
PS
PZ
SH
Außentemperaturfühler
Vorlauftemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte Pumpe)
Speicherladepumpe
Zirkulationspumpe
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Das Schaltbild ist nur eine schematische
Darstellung!
Hinweise für alle Anlagenbeispiele
Æ Seite 29.
Anwendungsbereich
Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 mit Heizkreisregelung Logamatic 4000
35
7
Anlagenbeispiele
Funktionsbeschreibung
Zwei gemischte Heizkreise, außentemperaturgeführt;
die Stellglieder und Heizungspumpen werden mit einem
Regelgerät Logamatic 4121 angesteuert.
Benötigte Regelungskomponenten
• Logamatic 4121
• Warmwasser-Temperaturfühler AS-E
Spezielle Planungshinweise
• Erweiterung ist auf zwei gemischte Heizkreise
möglich.
• Der Warmwasser-Temperaturfühler und die Speicherladepumpe werden auf die EMS-Klemmen des Kessels
angeschlossen.
• Einsatzbereich der Hydraulik ist ohne Weiche im
Bereich von 'T = 15–25 K. (Bei 'T = 20 K liegt der
Druckverlust des Kessels bei ca. 40 mbar bis
80 mbar.)
• Das 'T der Heizungsanlage darf nicht größer als 30 K
sein, ab 30 K moduliert der Kessel zurück. Dies muss
bei der Auslegung der Heizungsanlage berücksichtigt
werden.
• Der Druckverlust des Kessels, inklusive der Absperrungen sollte maximal 130 mbar bis 150 mbar
betragen. Ist der Druckverlust größer, wird der Einsatz einer hydraulischen Weiche empfohlen.
• Die Speicherladepumpe sollte nach den Angaben zum
reduzierten Heizwasserbedarf der Warmwasserspeicher ausgelegt werden (Æ Buderus-Katalog).
Dadurch reduziert sich die NL-Zahl des Speichers nur
unwesentlich, aber die hydraulischen Bedingungen
(Druckverlust) bei Parallelbetrieb von Heizung und
Warmwasserladung werden deutlich verbessert.
• Ein Strangabgleichventil für den Warmwasser- und
den Heizkreis ist empfehlenswert, um definierte
hydraulische Bedingungen zu schaffen. Optimale
hydraulische Bedingungen verringern den Stromverbrauch von elektronisch geregelten Pumpen.
• Die Dauerleistung des Warmwasserspeichers sollte
mindestens 35 % der maximalen Kesselleistung entsprechen, um einen optimalen Betrieb des Kessels zu
gewährleisten.
36
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7.9
7
Einzelkessel: Hydraulische Weiche, Maximalvariante mit Logamatic 4121
PM10
1
MC10 4121
1
5
T
T
T
T
2FV
1FV
1PH
M
FK
FK
1SH
2PH
M
2SH
FA
PZ
PS
AS+U
Buderus
FW
Logalux SU
Logano plus GB312
6 720 805 730-01.1T
Bild 25 Hydraulik für zwei gemischte Heizkreise und hydraulische Weiche
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
AS+U
FA
FK
FV
FW
PH
PS
PZ
SH
Zubringerpumpe
Außentemperaturfühler
Weichenfühler oder Temperaturfühler Pumpenmodul PM10
Vorlauftemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte
Pumpe)
Speicherladepumpe
Zirkulationspumpe
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Der Einsatz eines Pumpenmoduls PM10
ermöglicht eine 'T- oder Leistungsregelung
der Zubringerpumpe. Sie muss über ein
0...10-V-Signal ansteuerbar sein und braucht
in diesem Fall eine externe Spannungsversorgung. Sie kann nicht an das Kesselregelgerät BC10 angeschlossen werden.
Das Schaltbild ist nur eine schematische
Darstellung! Hinweise für alle Anlagenbeispiele Æ Seite 29.
37
7
Anlagenbeispiele
Anwendungsbereich
Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 mit Heizkreisregelung Logamatic 4000
Funktionsbeschreibung
Regelung von zwei gemischten Heizkreisen und
Ansteuerung der Speicherladepumpe; die Stellglieder
und Heizungspumpen werden mit einem Regelgerät
Logamatic 4121 angesteuert.
Benötigte Regelungskomponenten
• Logamatic 4121
• Warmwasser-Temperaturfühler AS-E
Spezielle Planungshinweise
• Einsatz der hydraulischen Weiche ist bei Heizungsanlagen mit großen Wasserströmen erforderlich (z. B.
Fußbodenheizung mit 'T = 8–10 K).
• Die Kesselkreispumpe vom Kessel zur hydraulischen
Weiche sollte auf 'T = 20 K ausgelegt werden, um
einen guten Brennwertbetrieb des Kessels zu gewährleisten. Ist das 'T auf der Sekundärseite kleiner als
20 K, kommt es in der Weiche zur Heruntermischung
der Vorlauftemperatur, die maximale Vorlauftemperatur des Kessels wird dann nicht mehr
erreicht. Dies ist bei der Auslegung der Heizungsanlage zu berücksichtigen (Æ Seite 29).
• Die Weiche sollte so nah wie möglich am Kessel
montiert werden, um die Regelungsqualität des
Gesamtsystems nicht zu verschlechtern.
• Die Speicherladepumpe kann bei Einsatz der
hydraulischen Weiche normal ausgelegt werden. Der
Warmwasser-Temperaturfühler und die Speicherladepumpe werden auf die EMS-Klemmleiste des
Kessels angeschlossen.
• Ein Strangabgleichventil für den Warmwasser- und
den Heizkreis ist empfehlenswert, um definierte
hydraulische Bedingungen zu schaffen. Optimale
hydraulische Bedingungen verringern den Stromverbrauch von elektronisch geregelten Pumpen.
38
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7.10
7
Einzelkessel: Logamatic 4121, ein Heizkreis mit Mischer, Warmwasserbereitung LAP (Modul
FM445)
FM445
6
MC10
1
4121
5
FWS
T
T
1FV
PS1
M
1PH
1SH
PS2
PZ
FA
Buderus
FSM
FSU
Logalux SF ...
Logano plus GB312
6 720 805 732-01.1T
Bild 26 Hydraulik für einen gemischten Heizkreis mit Warmwasser-Ladesystem
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
6
In dem Regelgerät 4323
FA
FSM
FSU
FV
FWS
PH
PS
Außentemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler Speicher Mitte
Warmwasser-Temperaturfühler Speicher unten
Vorlauftemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler Wärmetauscher
Sekundärkreis
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte Pumpe)
Speicherladepumpe
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
PZ
SH
Zirkulationspumpe
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Das Schaltbild ist nur eine schematische
Darstellung! Hinweise für alle Anlagenbeispiele Æ Seite 29.
39
7
Anlagenbeispiele
Anwendungsbereich
Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 mit Heizkreisregelung Logamatic 4000
Funktionsbeschreibung
Ein gemischter Heizkreis mit Warmwasser-Ladesystem
(LAP); die Stellglieder und Heizungspumpen werden mit
einem Regelgerät Logamatic 4121 angesteuert.
Benötigte Regelungskomponenten
• Logamatic 4121
• Funktionsmodul FM445
Spezielle Planungshinweise
• Einsatzbereich der Hydraulik ohne Weiche ist im
Bereich von 'T = 15–25 K. (Bei 'T = 20 K liegt der
Druckverlust des Kessels bei ca. 40 mbar bis
80 mbar.)
• Das 'T der Heizungsanlage darf nicht größer als 30 K
sein, ab 30 K moduliert der Kessel zurück. Dies muss
bei der Auslegung der Heizungsanlage berücksichtigt
werden.
• Der Druckverlust des Kessels, inklusive der Absperrungen sollte maximal 130 mbar bis 150 mbar
betragen. Ist der Druckverlust größer, wird der Einsatz einer hydraulischen Weiche empfohlen.
• Warmwasserbereitung erfolgt über Ladesystem für
Anlagen mit hohem Warmwasserbedarf bei Verwendung von kleinen Speicherinhalten.
• Für die Warmwasserbereitung wird ein Plattenwärmetauscher eingesetzt. Dieses Verfahren zur Warmwasserbereitung ist nicht für Regionen mit stark
kalkhaltigem Trinkwasser geeignet.
• Auslegung der Speicherladepumpe PS1 auf
'T = 20–25 K. Der Druckverlust des Kessels und des
Wärmetauschers ist zu berücksichtigen.
• Ein Strangabgleichventil für den Warmwasser- und
den Heizkreis ist empfehlenswert, um definierte
hydraulische Bedingungen zu schaffen. Optimale
hydraulische Bedingungen verringern den Stromverbrauch von elektronisch geregelten Pumpen.
• Speicherladepumpe PS1 ist nicht modulierend (Einstellung Stellglied mit Regelgerät 4121). Dies ist beim
Einsatz von Hocheffizienzpumpen erforderlich.
• Das Warmwasser-Ladesystem LSP/LAP sollte
mindestens eine Dauerleistung haben, die 35 % der
maximalen Kesselleistung entspricht, um einen
optimalen Betrieb des Kessels zu gewährleisten.
40
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7.11
7
Einzelkessel: 0...10-V-Ansteuerung mit DDC-Regelung
DDC
5
EM10
1
MC10
1
T
T
TC1
PC1
M
PZ
VC1
FA
PS
Buderus
FW
Logalux SU
Logano plus GB312
6 720 805 731-01.1T
Bild 27 Hydraulik für einen gemischten Heizkreis mit DDC-Regelung
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
FA
FW
PC1
PS
PZ
TC1
VC1
Außentemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte Pumpe)
Speicherladepumpe
Zirkulationspumpe
Vorlauftemperaturfühler
3-Wege-Umschaltventil
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Das Schaltbild ist nur eine schematische
Darstellung!
Hinweise für alle Anlagenbeispiele
Æ Seite 29.
41
7
Anlagenbeispiele
Anwendungsbereich
Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 mit
DDC-Regelung
Funktionsbeschreibung
Die Stellglieder und Heizungspumpen werden mit einer
DDC-Regelung angesteuert. Die Wärmeanforderung an
den Kessel erfolgt über ein 0...10-V-Signal. Hierbei muss
das Modul EM10 zusätzlich verwendet werden.
Benötigte Regelungskomponenten
• DDC-Regelung (Fremdregelung)
• Störmeldemodul EM10
Spezielle Planungshinweise
• Um die Möglichkeit der externen 0...10-V-Ansteuerung
zu nutzen, wird das Störmeldemodul EM10 benötigt.
• Mit dem Modul kann dem Kessel eine Vorlauftemperatur oder eine Leistung vorgegeben werden.
• Einsatzbereich der Hydraulik ohne Weiche im Bereich
von 'T = 15–25 K (Bei 'T = 20 K liegt der Druckverlust des Kessels bei ca. 65 mbar bis 100 mbar.)
• Das 'T der Heizungsanlage darf nicht größer als 30 K
sein, ab 30 K moduliert der Kessel zurück. Dies muss
bei der Auslegung der Heizungsanlage berücksichtigt
werden.
• Der Druckverlust des Kessels, inklusive der Absperrungen sollte maximal 130 mbar bis 150 mbar
betragen. Ist der Druckverlust größer, wird der Einsatz einer hydraulischen Weiche empfohlen.
• Die Speicherladepumpe sollte nach den Angaben zum
reduzierten Heizwasserbedarf der Warmwasserspeicher ausgelegt werden (Æ Buderus-Katalog).
Dadurch reduziert sich die NL-Zahl des Speichers nur
unwesentlich, aber die hydraulischen Bedingungen
(Druckverlust) bei Parallelbetrieb von Heizung und
Warmwasserladung werden deutlich verbessert.
• Ein Strangabgleichventil für den Warmwasser- und
den Heizkreis ist empfehlenswert, um definierte
hydraulische Bedingungen zu schaffen. Optimale
hydraulische Bedingungen verringern den Stromverbrauch von elektronisch geregelten Pumpen.
• Die Dauerleistung des Warmwasserspeichers sollte
mindestens 35 % der maximalen Kesselleistung entsprechen, um einen optimalen Betrieb des Kessels zu
gewährleisten.
42
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7.12
7
Bauseitige 2-Kessel-Kaskade: Logamatic 4121 (alternativ Logamatic 4323), ein Heizkreis mit
Mischer, Warmwasserbereitung parallel
4121
PM10
5
1
MC10
1
FM456
6
MC10
1
PM10
T
1
T
1FV
FK
M
FK
1PH
1SH
FK
FA
WF
WF
AS
+U
AS+U
Buderus
Buderus
FB
Logalux SU
Logano plus GB312
Logano plus GB312
6 720 805 734-01.1T
Bild 28 Hydraulik mit bauseitiger Doppelkesselanlage für einen gemischten Heizkreis (Logamatic 4121)
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
6
In dem Regelgerät 4121
AS+U
FA
FB
FK
FV
PH
SH
WF
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte
Pumpe)
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Speicherladepumpe oder Zirkulationspumpe
Zubringerpumpe
Außentemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Weichenfühler oder Temperaturfühler Pumpenmodul PM10
Vorlauftemperaturfühler
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
43
7
Anlagenbeispiele
4323
5
FM441
6
PM10
1
MC10
1
FM458
6
MC10
1
PM10
T
1
T
1FV
FK
M
FK
1PH
1SH
FK
FA
2PZ
2PS
AS
+U
AS+U
Buderus
Buderus
2FB
Logalux SU
Logano plus GB312
Logano plus GB312
6 720 805 755-01.1T
Bild 29 Hydraulik mit bauseitiger Doppelkesselanlage für einen gemischten Heizkreis (Logamatic 4323)
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
6
In dem Regelgerät 4323
AS+U
FA
FB
FK
FV
PH
PS
PZ
SH
44
Zubringerpumpe
Außentemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Weichenfühler oder Temperaturfühler Pumpenmodul PM10
Vorlauftemperaturfühler
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte
Pumpe)
Speicherladepumpe
Zirkulationspumpe
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Der Einsatz eines Pumpenmoduls PM10
ermöglicht eine 'T- oder Leistungsregelung
der Zubringerpumpe. Sie muss über ein
0...10-V-Signal ansteuerbar sein und braucht
in diesem Fall eine externe Spannungsversorgung. Sie kann nicht an das Kesselregelgerät BC10 angeschlossen werden.
Das Schaltbild ist nur eine schematische
Darstellung!
Hinweise für alle Anlagenbeispiele
Æ Seite 29.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7
Anwendungsbereich
Kaskade aus zwei Gas-Brennwertkesseln Logano plus
GB312 mit Heizkreisregelung Logamatic 4000
Funktionsbeschreibung
Bauseitige Verrohrung mit hydraulischer Weiche; die
Stellglieder und Heizungspumpen werden mit einem
Regelgerät Logamatic 4121, alternativ Logamatic 4323
angesteuert.
Benötigte Regelungskomponenten
• Logamatic 4121, alternativ Logamatic 4323
• Kaskadenmodul FM456 oder alternativ Module FM458
und FM441in Kombination mit Logamatic 4323
• Warmwasser-Temperaturfühler AS-E
Spezielle Planungshinweise
• Die Verrohrung zwischen den Kesseln erfolgt bauseitig. Die hydraulische Weiche sollte so nah wie
möglich bei den Kesseln montiert werden, um die
Qualität des Regelverhaltens zu gewährleisten.
• Kesselseitige Absperrungen sind als Zubehör
lieferbar.
• Die Heizungspumpen sind auf 'T = 20–25 K auszulegen. Dies hat Einfluss auf die maximal erreichbare
Vorlauftemperatur in der Weiche
(Æ Tabelle 11, Seite 29). Ein Tacosetter zum Abgleich
der Pumpenwassermenge ist empfehlenswert.
• Im Vorlauf jedes Kessels muss eine Rückschlagklappe
montiert werden. Die Rückschlagklappe muss als
Zubehör bestellt werden.
• Jeder Kessel ist mit einem eigenen Sicherheitsventil
abzusichern. Es sind keine weiteren Maßnahmen nach
DIN EN 12828 erforderlich, da die Kessel einen Druckwächter als Wassermangelsicherung besitzen.
• Die erforderlichen Pumpen für die Kessel sind als
Zubehör erhältlich.
• Logamatic 4121:
Die Gesamtnennwärmeleistung ist zu je 50 % auf
beide Kessel aufzuteilen.
• Logamatic 4323:
Regelungsmöglichkeiten für die Kessel:
– Paralleler oder serieller Betrieb der Kessel
– Lastbegrenzung nach Außentemperatur (z. B.
Kessel 2 wird ab 10 °C Außentemperatur gesperrt)
– Kombination von EMS-geregelten Gas-Brennwertgeräten und EMS-geregelten Brennwertkesseln
möglich
– Kaskade auch mit Kesseln unterschiedlicher
Leistung möglich (z. B. Leistungsverteilung 60 % zu
40 %).
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
45
7
Anlagenbeispiele
7.13
Werkseitige 2-Kessel-Kaskade: Logamatic 4121 (alternativ Logamatic 4323), ein Heizkreis mit
Mischer, Warmwasserbereitung parallel
4121
PM10
5
1
MC10
1
FM456
6
MC10
1
PM10
T
1
T
1FV
FK
M
FK
1PH
1SH
FK
FA
WF
WF
AS
+U
AS+U
Buderus
Buderus
FB
Logalux SU
Logano plus GB312
Logano plus GB312
6 720 805 737-01.1T
Bild 30 Hydraulik mit werkseitiger Doppelkesselanlage für einen gemischten Heizkreis (Logamatic 4121)
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
6
In dem Regelgerät 4121
AS+U
FA
FB
46
Zubringerpumpe
Außentemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
FK
FV
PH
SH
WF
Weichenfühler oder Temperaturfühler Pumpenmodul PM10
Vorlauftemperaturfühler
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte
Pumpe)
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Speicherladepumpe oder Zirkulationspumpe
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
4323
5
PM10
FM441
6
1
MC10
1
FM458
6
MC10
1
PM10
T
7
1
T
1FV
FK
M
FK
1PH
1SH
FK
FA
2PZ
2PS
AS
+U
AS+U
Buderus
Buderus
2FB
Logalux SU
Logano plus GB312
Logano plus GB312
6 720 805 756-01.1T
Bild 31 Hydraulik mit werkseitiger Doppelkesselanlage für einen gemischten Heizkreis (Logamatic 4323)
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
6
In dem Regelgerät 4323
AS+U
FA
FB
FK
FV
PH
PS
PZ
SH
Zubringerpumpe
Außentemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Weichenfühler oder Temperaturfühler Pumpenmodul PM10
Vorlauftemperaturfühler
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte
Pumpe)
Speicherladepumpe
Zirkulationspumpe
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Der Einsatz eines Pumpenmoduls PM10
ermöglicht eine 'T- oder Leistungsregelung
der Zubringerpumpe. Sie muss über ein
0...10-V-Signal ansteuerbar sein und braucht
in diesem Fall eine externe Spannungsversorgung. Sie kann nicht an das Kesselregelgerät BC10 angeschlossen werden.
Das Schaltbild ist nur eine schematische
Darstellung!
Hinweise für alle Anlagenbeispiele
Æ Seite 29.
47
7
Anlagenbeispiele
Anwendungsbereich
Kaskade aus zwei Gas-Brennwertkesseln Logano plus
GB312 mit Heizkreisregelung Logamatic 4000
Funktionsbeschreibung
Werkseitige Kaskade mit vorgefertigter Verrohrung
zwischen den Kesseln und gemeinsamer Abgassammelleitung.
Die Stellglieder und Heizungspumpen werden mit einem
Regelgerät Logamatic 4121, alternativ Logamatic 4323
angesteuert.
Benötigte Regelungskomponenten
• Logamatic 4121 oder alternativ Logamatic 4323
• Kaskadenmodul FM456, alternativ Module FM458 und
FM441 in Kombination mit Logamatic 4323
• Warmwasser-Temperaturfühler AS-E
Spezielle Planungshinweise
• Kesselverrohrung wird ohne Isolierung und kesselseitige Absperrungen geliefert. Kesselseitige Absperrungen sind als Zubehör lieferbar.
• Im Vorlauf jedes Kessels muss eine Rückschlagklappe
montiert werden. Die Rückschlagklappe muss als
Zubehör bestellt werden.
• Die erforderlichen Pumpen für die Kessel sind als
Zubehör erhältlich.
• Die hydraulische Weiche gehört nicht zum Lieferumfang. Die Weiche sollte so nah wie möglich am Kessel
montiert werden, um die Regelungsqualität des
Gesamtsystems nicht zu verschlechtern.
• Jeder Kessel ist mit einem eigenen Sicherheitsventil
oder einer Sicherheitsgruppe abzusichern. Es sind
keine weiteren Maßnahmen nach DIN EN 12828 erforderlich, da die Kessel einen Druckwächter als Wassermangelsicherung besitzen.
• Logamatic 4121:
Die Gesamtnennwärmeleistung ist zu je 50 % auf
beide Kessel aufzuteilen.
• Logamatic 4323:
Regelungsmöglichkeiten für die Kessel:
– Paralleler oder serieller Betrieb der Kessel
– Lastbegrenzung nach Außentemperatur (z. B.
Kessel 2 wird ab 10 °C Außentemperatur gesperrt)
– Kombination von EMS-geregelten Gas-Brennwertgeräten und EMS-geregelten Brennwertkesseln
möglich
– Kaskade auch mit Kesseln unterschiedlicher
Leistung möglich (z. B. Leistungsverteilung 60 % zu
40 %).
48
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
7.14
7
Werkseitige 2-Kessel-Kaskade: Logamatic 4121 (alternativ Logamatic 4323), Systemtrennung
4121
PM10
5
1
FM456
6
MC10
1
MC10 PM10
1
1
T
T
1FV
1PH
FK FK
M
FK
WF
1SH
FA
WF
AS
+U
AS+U
Buderus
Buderus
FB
Logalux SU
Logano plus GB312
Logano plus GB312
6 720 805 733-01.1T
Bild 32 Hydraulik mit werkseitiger Doppelkesselanlage und Systemtrennung für einen gemischten Heizkreis (Logamatic
4121)
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
6
In dem Regelgerät 4121
AS+U
FA
FB
FK
FV
PH
SH
WF
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte
Pumpe)
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Speicherladepumpe oder Zirkulationspumpe
Zubringerpumpe
Außentemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Weichenfühler oder Temperaturfühler Pumpenmodul PM10
Vorlauftemperaturfühler
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
49
7
Anlagenbeispiele
4323
5
FM441
6
PM10
1
MC10
1
MC10 PM10
1
1
FM458
6
T
T
1FV
1PH
M
FK FK
FK
1SH
FA
2PZ
2PS
AS
+U
AS+U
Buderus
Buderus
2FB
Logalux SU
Logano plus GB312
Logano plus GB312
6 720 805 757-01.1T
Bild 33 Hydraulik mit werkseitiger Doppelkesselanlage und Systemtrennung für einen gemischten Heizkreis (Logamatic
4323)
Position des Moduls:
1
Am Wärmeerzeuger
5
An der Wand
6
In dem Regelgerät 4323
AS+U
FA
FB
FK
FV
PH
PS
50
Zubringerpumpe
Außentemperaturfühler
Warmwasser-Temperaturfühler
Weichenfühler oder Temperaturfühler Pumpenmodul PM10
Vorlauftemperaturfühler
Heizungspumpe (differenzdruckgeregelte
Pumpe)
Speicherladepumpe
PZ
SH
Zirkulationspumpe
Stellglied Heizkreis (Mischer)
Der Einsatz eines Pumpenmoduls PM10
ermöglicht eine 'T- oder Leistungsregelung
der Zubringerpumpe. Sie muss über ein
0...10-V-Signal ansteuerbar sein und braucht
in diesem Fall eine externe Spannungsversorgung. Sie kann nicht an das Kesselregelgerät BC10 angeschlossen werden.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Anlagenbeispiele
Bei einer Systemtrennung ist nur eine
Leistungsregelung über 0...10-V-Pumpen
möglich.
Das Schaltbild ist nur eine schematische
Darstellung!
Hinweise für alle Anlagenbeispiele
Æ Seite 29.
Anwendungsbereich
Kaskade aus zwei Gas-Brennwertkesseln Logano plus
GB312 mit Heizkreisregelung Logamatic 4000
Einsatz der Hydraulik in Altanlagen mit großen Verschmutzungen oder bei Fußbodenheizungen mit nicht
sauerstoffdichten Rohren.
7
– Kaskade auch mit Kesseln unterschiedlicher
Leistung möglich (z. B. Leistungsverteilung 60 % zu
40 %).
Beispiel
• Pumpenauslegung pro Kessel: 'T = 20 K
• Kesselgröße: 280 kW
• Druckverlust Kessel + Armaturen: 130 mbar
• Druckverlust Wärmetauscher auf der Primärseite:
150 mbar
Wenn beide Pumpen die Nennwassermenge liefern,
muss der Druckverlust des Wärmetauschers ermittelt
werden. Bei einem 280-kW-Kessel und einem Förderdruck von 280 mbar muss die Pumpe eine Wassermenge
von 12000 l/h liefern.
Funktionsbeschreibung
Die Stellglieder und Heizungspumpen werden mit einem
Regelgerät Logamatic 4121 oder alternativ
Logamatic 4323 angesteuert.
Benötigte Regelungskomponenten
• Logamatic 4121, alternativ Logamatic 4323
• Kaskadenmodul FM456, alternativ Module FM458 und
FM441 in Kombination mit Logamatic 4323
• Warmwasser-Temperaturfühler AS-E
Spezielle Planungshinweise
• Kesselverrohrung wird ohne Isolierung und kesselseitige Absperrungen geliefert. Kesselseitige
Absperrungen sind als Zubehör lieferbar.
• Auslegung der Heizungspumpen auf 'T = 20 K. Dabei
ist besonders der Druckverlust des Wärmetauschers
für die Systemtrennung und der des Kessels zu beachten. Die Pumpen sind entsprechend auszulegen.
• Der Wärmetauscher sollte so nah wie möglich bei den
Kesseln montiert werden, um die Qualität des Regelverhaltens zu gewährleisten.
• Im Vorlauf jedes Kessels muss eine Rückschlagklappe
montiert werden. Die Rückschlagklappe muss als
Zubehör bestellt werden.
• Wird jeder Kessel mit einem eigenen Sicherheitsventil
abgesichert, sind keine weiteren Maßnahmen nach
DIN EN 12828 erforderlich, da die Kessel einen Druckwächter als Wassermangelsicherung besitzen.
• Der Wärmetauscher sollte auf der Sekundärseite auf
einen Druckverlust von 100 mbar bis 150 mbar ausgelegt werden, um eine optimale Funktion der Heizkreise zu gewährleisten.
• Logamatic 4121:
Die Gesamtnennwärmeleistung ist zu je 50 % auf
beide Kessel aufzuteilen.
• Logamatic 4323:
Regelungsmöglichkeiten für die Kessel:
– Paralleler oder serieller Betrieb der Kessel
– Lastbegrenzung nach Außentemperatur (z. B.
Kessel 2 wird ab 10 °C Außentemperatur gesperrt)
– Kombination von EMS-geregelten Gas-Brennwertgeräten und EMS-geregelten Brennwertkesseln
möglich
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
51
8
Abgasanlage
8
Abgasanlage
8.1
Anforderungen
Normen, Verordnungen, Richtlinien
Abgasleitungen müssen feuchteunempfindlich und
widerstandsfähig gegen Abgas und aggressives
Kondensat sein. Sie müssen nach den geltenden Regeln
der Technik und landesspezifischen Vorschriften
ausgeführt werden.
Allgemeine Hinweise
• Nur bauaufsichtlich zugelassene Abgasleitungen
verwenden.
• Die Anforderungen im Zulassungsbescheid beachten.
• Die Abgasanlage richtig dimensionieren (unerlässlich
für die Funktion und den sicheren Betrieb des Heizkessels).
• Den belüfteten Querschnitt zwischen Schacht und
Abgasleitung überprüfbar gestalten.
• Abgasleitungen sind austauschbar zu installieren.
• Mit Überdruck betriebene Abgasleitungen hinterlüftet
ausführen.
• Einen Abstand der Abgasanlage zur Wandung des
Schachts bei einer runden Abgasanlage im eckigen
Schacht von mindestens 2 cm, bei einer runden Abgasanlage im runden Schacht von mindestens 3 cm
sicherstellen.
• Die Dimensionierung der Abgasanlage erfolgt nach
DIN EN 13384-1 für Einfachbelegungen und nach
DIN EN 13384-2 für Mehrfachbelegungen.
• Der waagerechte Teil der Abgasleitung ist mit einem
Gefälle von 3 ° zum Kessel zu installieren und gegen
Herausrutschen aus dem Kesselstutzen, besonders
bei großen Dimensionen ab DN 200, zu sichern (z. B.
durch Abstützung).
• Die Windschutzeinrichtung der Versorgung mit Verbrennungsluft und die Abgasabfuhr dürfen nicht an
gegenüberliegenden Wänden des Gebäudes
angebracht werden.
Materialanforderungen
Das Material der Abgasleitung muss gegenüber der auftretenden Abgastemperatur wärmebeständig sein. Es
muss feuchteunempfindlich und beständig gegen saures
Kondensat sein. Geeignet sind Edelstahl- und Kunststoff-Abgasleitungen.
Abgasleitungen sind bezüglich ihrer maximalen Abgastemperatur in Gruppen zu unterscheiden (80 °C, 120 °C,
160 °C und 200 °C). Die Abgastemperatur kann unter
40 °C liegen. Feuchtigkeitsunempfindliche Schornsteine
müssen daher auch für Temperaturen unter 40 °C
geeignet sein.
Die Abgasanlage ist entweder in Druckklasse (EN 1443)
H1 oder in Druckklasse (EN 1443) P1 mit zusätzlicher
mechanischer Druckstoßstabiliät bis 5000 Pa
auszuführen.
Klasse
P1
H1
Leckrate
[l x s-1 x m-2]
0,006
0,006
Nominaldruck
[Pa]
Betriebsweise
200
Über-/Unterdrucka, c
5000
Über-/Unterdruckb
Tab. 12
a
b
c
Überdruck bis maximal 200 Pa
Überdruck bis maximal 5000 Pa
Einsatz nur mit zusätzlicher mechanischer Druckstoßstabilität bis 5000 Pa im Verbindungsstück
Bei Verwendung des einwandigen Logafixsystems ist die
Forderung nach mechanischer Druckstoßstabiliät bis
5000 Pa unter Verwendung der zugehörigen Klemmbänder erfüllt.
Bei Verwendung des doppelwandigen Logafixsystems ist
die Forderung nach mechanischer Druckstoßstabilität
bis 5000 Pa erfüllt, da die notwendigen Klemmbänder
bereits im Lieferumfang enthalten sind.
Im Regelfall wird bei der Kombination eines Wärmeerzeugers in Verbindung mit einer Abgasleitung für
niedrige Abgastemperaturen die Absicherung durch
einen Sicherheitstemperaturbegrenzer gefordert. Von
dieser Forderung kann abgewichen werden, da das
Kessel- und Feuerungsmanagement des Gas-Brennwertkessel Logano plus GB312 die Funktion eines Abgastemperaturbegrenzers beinhaltet. Hierbei wird die
maximal zulässige Abgastemperatur von 120 °C für
Abgasleitungen der Gruppe B nicht überschritten.
Da Gas-Brennwertkessel Überdruckkessel sind, ist mit
Überdruck in der Abgasanlage zu rechnen.
Wenn die Abgasanlage durch benutzte Räume führt,
muss sie auf der gesamten Länge als hinterlüftetes
System in einem Schacht verlegt werden. Der Schacht
muss den jeweiligen Bedingungen der Feuerungsverordnung entsprechen.
Der Kessel darf an kein kombiniertes Abgassystem mit
verbrennungsmotorischen Anlagen angeschlossen
werden (z. B. Blockheizkraftwerk).
52
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Abgasanlage
8.2
8
Kunststoff-Abgassystem
Für die Gas-Brennwertkessel sind abgestimmte Abgassysteme für Überdruckbetrieb DN 110, DN 125, DN 160,
DN 200 und DN 250 erhältlich. Diese Abgassysteme
bestehen aus transluzentem Polypropylen. Sie sind
bauaufsichtlich zugelassen für Abgastemperaturen bis
120 °C. Alle Systeme werden steckfertig geliefert,
Kenntnisse der Schweißtechnik sind nicht erforderlich.
Das im Abgasweg anfallende Kondensat ist vor dem
Kessel abzuführen. Ein Kondensatfluß in das Gerät ist
nicht erlaubt. Entsprechende Stutzen, die mit dem
Siphon des Kessels durch einen mitgelieferten Schlauch
verbunden werden, sind an den von Buderus angebotenen Anschlussstücken vorhanden.
Beispielrechnungen für 1-Kessel-Anlagen mit raumluftabhängigen Betrieb finden Sie auf den nachfolgenden Seiten. Lösungen für Abgaskaskaden und
raumluftunabhängigen Betrieb müssen aufgrund der
Vielzahl von Installationsmöglichkeiten projektbezogen
mit dem Lieferanten des Abgassystems abgestimmt
werden.
Gesetzliche Vorschriften
Die Planung einer Abgasanlage ist mit der zuständigen
Instanz abzustimmen.
Zulassung
Die von Buderus angebotenen Kunststoff-Abgassysteme
sind zugelassen.
Anforderungen an den Schacht
Innerhalb von Gebäuden müssen Abgasanlagen in einem
Schacht angeordnet sein (nicht erforderlich in ausreichend belüfteten Aufstellräumen). Er muss aus nicht
brennbaren, formbeständigen Materialien gefertigt sein.
Geforderte Feuerwiderstandsdauer:
• 90 Minuten (Feuerwiderstandsklasse F90)
• 30 Minuten (Feuerwiderstandsklasse F30, bei
Gebäuden mit niedriger Bauhöhe)
Ein bestehender und benutzter Schornstein muss vor
dem Verlegen der Abgasleitung von einem Fachmann
gründlich gereinigt werden. Dies gilt vor allem für
Schornsteine, die in Verbindung mit Feuerstätten für
Festbrennstoffe betrieben wurden.
Schachtquerschnitte
AbgasrohrNennwerte
DN 110
DN 125
DN 160
DN 200
DN 250
Mindest-Schachtabmessungen
Runder Schacht
Eckiger Schacht
[mm]
[mm]
Ø 170
150 × 150
Ø 185
165 × 165
Ø 220
200 × 200
Ø 260
240 × 240
Ø 310
290 × 290
Tab. 13 Mindest-Schachtabmessungen für die angebotenen Kunststoff-Abgassysteme (gemäß DIN
18160), raumluftabhängig betrieben
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
53
8
Abgasanlage
8.3
Abgaskennwerte Logano plus GB312 – Einzelkessel
8.3.1
Systemtemperatur 50/30 °C
Kesselgröße
Nennwärmeleistung
Nennwärmebelastung
Abgasstutzen
Restförderdruck
Gebläse (Abgasund Verbrennungsluftsystem)
Nennabgastemperatur
Nenn-CO2 Gehalt
Nennabgasmassestrom
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Einheit
90
kW
90
kW
31
kW
86,5
kW
29
mm
DN 160/DN 1251)
Pa
100
°C
°C
g/s
g/s
49
34
9,1
9,3
40
13,2
120
120
31
115,9
29
DN 160
100
160
160
42
155
38,8
DN 160
100
200
200
62
193
57,9
DN 200
100
240
240
75,2
232
69,6
DN 200
100
280
280
87,2
271
81,3
DN 200
100
56
32
9,1
9,3
53,7
13,2
54
31
9,1
9,3
71,7
17,6
55
34
9,1
9,3
89,3
26,3
55
33
9,1
9,3
107,4
31,6
57
34
9,1
9,3
125,4
36,9
120
113
28
115,9
29
DN 160
100
160
150
38
155
38,8
DN 160
100
200
187
56,2
193
57,9
DN 200
100
240
225
67,6
232
69,6
DN 200
100
280
263
79,2
271
81,3
DN 200
100
75
57
9,1
9,3
53,7
13,2
75
56
9,1
9,3
71,7
17,6
75
59
9,1
9,3
89,3
26,3
75
58
9,1
9,3
107,4
31,6
75
59
9,1
9,3
125,4
36,9
Tab. 14 Abgaskennwerte Logano plus GB 312
1) Reduzierung auf DN 125 bei Einsatz der Anschlussstücke
8.3.2
Systemtemperatur 80/60 °C
Kesselgröße
Nennwärmeleistung
Nennwärmebelastung
Abgasstutzen
Restförderdruck
Gebläse (Abgasund Verbrennungsluftsystem)
Nennabgastemperatur
Nenn-CO2 Gehalt
Nennabgasmassestrom
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Einheit
90
kW
84
kW
28
kW
86,5
kW
29
mm
DN 160/DN 1251)
Pa
100
°C
°C
g/s
g/s
70
58
9,1
9,3
40
13,2
Tab. 15 Abgaskennwerte Logano plus GB 312
1) Reduzierung auf DN 125 bei Einsatz der Anschlussstücke
54
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Abgasanlage
8.4
Abgaskennwerte Logano plus GB312 – Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
8.4.1
Systemtemperatur 50/30 °C
Kesselgröße
Nennwärmeleistung
Nennwärmebelastung
Abgasstutzen
Restförderdruck
Gebläse (Abgasund Verbrennungsluftsystem)
Nennabgastemperatur
Nenn-CO2 Gehalt
Nennabgasmassestrom
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
8
Einheit
kW
kW
kW
kW
mm
Pa
180
180
31
173
29
DN 200
50
240
240
31
231,8
29
DN 200
50
320
320
42
310
38,8
DN 200
50
400
400
62
386
57,9
DN 250
50
480
480
75,2
464
69,6
DN 250
50
560
560
87,2
542
81,3
DN 250
50
°C
°C
49
34
9,1
9,3
80
13,2
56
32
9,1
9,3
107,4
13,2
54
31
9,1
9,3
143,4
17,6
55
34
9,1
9,3
178,6
26,3
55
33
9,1
9,3
214,8
31,6
57
34
9,1
9,3
250,8
36,9
Einheit
kW
kW
kW
kW
mm
Pa
180
168
28
173
29
DN 200
50
240
226
28
231,8
29
DN 200
50
320
300
38
310
38,8
DN 200
50
400
374
56,2
386
57,9
DN 250
50
480
450
67,6
464
69,6
DN 250
50
560
526
79,2
542
81,3
DN 250
50
°C
°C
70
58
9,1
9,3
80
13,2
75
57
9,1
9,3
107,4
13,2
75
56
9,1
9,3
143,4
17,6
75
59
9,1
9,3
178,6
26,3
75
58
9,1
9,3
214,8
31,6
75
59
9,1
9,3
250,8
36,9
g/s
g/s
Tab. 16 Abgaskennwerte Logano plus GB 312
8.4.2
Systemtemperatur 80/60 °C
Kesselgröße
Nennwärmeleistung
Nennwärmebelastung
Abgasstutzen
Restförderdruck
Gebläse (Abgasund Verbrennungsluftsystem)
Nennabgastemperatur
Nenn-CO2 Gehalt
Nennabgasmassestrom
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
Volllast
Teillast
g/s
g/s
Tab. 17 Abgaskennwerte Logano plus GB 312
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
55
8
8.5
Abgasanlage
Auslegung von Kunststoff-Abgassystemen (raumluftabhängig)
Bei der Auslegung der Abgasanlage ist im Planungsstadium eine Berechnung der Anlage auf Basis der
geplanten Abgasführung durchzuführen.
Die Beispiele dienen nur der überschlägigen Vorauswahl
der maximal erreichbaren Höhen unter den ange-
gebenen Randbedingungen. Bei abweichenden
Bedingungen sowie zur endgültigen Auslegung ist eine
Berechnung der Abgasanlage nach den geltenden Regeln
der Technik durchzuführen und mit dem zuständigen
Bezirksschornsteinfeger abzustimmen.
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung L in m
Abgasleitung im Schacht
1)
Variante 1
Variante 22)
L
Logano
plus
GB312
GB312
Werkseitige
2-KesselKaskade
Kesselgröße
90
120
160
200
240
280
180
240
320
400
480
560
L
DN 110 DN 125 DN 160 DN 200 DN 250 DN 110 DN 125 DN 160 DN 200 DN 250
25
50
–
–
–
19
50
–
–
–
9
27
50
–
–
–
22
50
–
–
–
10
50
–
–
–
–
50
–
–
–
–
41
50
–
–
–
33
50
–
–
–
23
50
–
–
–
15
50
–
–
–
12,5
50
–
–
–
–
50
–
–
–
30
–
–
–
–
22
–
–
–
–
–
50
–
–
–
–
50
–
–
–
–
32
–
–
–
–
24
–
–
–
–
–
50
–
–
–
–
50
–
–
–
–
50
–
–
–
–
50
–
–
–
–
50
–
–
–
–
24,5
Tab. 18 Nennweite und wirksame Höhe von Abgasleitungen gemäß den Anforderungen nach DIN EN 13381-1
1) Berechnungsgrundlage: Gesamtlänge des Verbindungsstücks d1,5 m
2) Berechnungsgrundlage: Gesamtlänge des Verbindungsstücks d2,5 m; wirksame Höhe der Verbindungsleitung d1,5 m; 2 x 87 °-Bogen
56
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Abgasanlage
8
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung L in m
Abgasleitung ohne Schacht
Variante 31)
Variante 42)
Dachzentrale
Fassadensystem
L
L
Logano plus
GB312
GB312
Werkseitige
2-KesselKaskade
Kesselgröße
90
120
160
200
240
280
180
240
320
400
480
560
DN 110 DN 125 DN 160 DN 200 DN 250 DN 110 DN 125 DN 160 DN 200 DN 250
25
50
–
–
–
19
43
–
–
–
9
27
50
–
–
–
22
50
–
–
–
10
50
–
–
–
–
50
–
–
–
–
41
–
–
–
–
35
50
–
–
–
23
50
–
–
–
15
50
–
–
–
12
50
–
–
–
–
50
–
–
–
35
–
–
–
–
12
–
–
–
–
–
50
–
–
–
–
14
–
–
–
–
32
–
–
–
–
20
–
–
–
–
–
50
–
–
–
–
20
–
–
–
–
50
–
–
–
–
25
–
–
–
–
38
–
–
–
–
27
Tab. 19 Nennweite und wirksame Höhe von Abgasleitungen gemäß den Anforderungen nach DIN EN 13381-1
1) Berechnungsgrundlage: Gesamtlänge des Verbindungsstücks d1,5 m
2) Berechnungsgrundlage: Gesamtlänge des Verbindungsstücks d2,5 m; wirksame Höhe der Verbindungsleitung d1,5 m; 2 x 87 °-Bogen
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
57
9
Abgassysteme für den raumluftabhängigen Betrieb
9
Abgassysteme für den raumluftabhängigen Betrieb
9.1
Grundsätzliche Hinweise für den raumluftabhängigen Betrieb
9.1.1
Vorschriften
Gemäß den Technischen Regeln für Gasinstallationen
DVGW-TRGI 2008 muss sich das Vertrags-Installationsunternehmen vor Beginn der Arbeiten an der Abgasanlage mit dem zuständigen
Bezirksschornsteinfegermeister (BSM) absprechen oder
die Installation dem BSM schriftlich anzeigen. Die
jeweiligen Landesvorschriften sind hierbei zu beachten.
Es ist empfehlenswert, sich die Beteiligung des BSM
schriftlich bestätigen zu lassen.
Gas-Feuerstätten müssen innerhalb
desselben Geschosses, in dem sie aufgestellt sind, an die Abgasanlage
angeschlossen werden.
Wichtige Normen, Verordnungen, Vorschriften und
Richtlinien für die Bemessung und Ausführung der
Abgasanlage sind:
• DIN EN 483
• DIN EN 677
• DIN EN 13384-1 und DIN EN 13384-2
• DIN 18160-1 und DIN 18160-5
• Technische Regeln für Gasinstallationen DVGW-TRGI
2008
• Landesbauordnung (LBO)
• Muster-Feuerungsverordnung (MuFeuVO)
• Feuerungsverordnung (FeuVO) des jeweiligen
Bundeslands
9.1.2
Allgemeine Anforderungen an den Aufstellraum
Die baurechtlichen Vorschriften und die Anforderungen
der Technischen Regeln für Gasinstallationen
DVGW-TRGI 2008 für den Aufstellraum sind zu beachten.
Der Aufstellraum muss frostsicher sein.
Bei der Verbrennungsluft ist darauf zu achten, dass sie
keine hohe Staubkonzentration aufweist oder Halogenverbindungen oder andere aggressive Substanzen enthält. Sonst besteht die Gefahr, dass der Brenner und die
Wärmetauscherflächen beschädigt werden.
Halogenverbindungen wirken stark korrosiv. Sie sind in
Sprühdosen, Verdünnern, Reinigungs-, Entfettungs- und
Lösungsmitteln enthalten. Die Verbrennungsluftzufuhr
ist so zu konzipieren, dass z. B. keine Abluft von Waschmaschinen, Wäschetrocknern, chemischen Reinigungen
oder Lackierereien angesaugt wird.
Sicherheitsabstände zu brennbaren Baustoffen
• Leicht entzündliche sowie explosive Materialien oder
Flüssigkeiten dürfen nicht in der Nähe des Gas-Brennwertkessels gelagert oder verwendet werden.
• Die maximale Oberflächentemperatur der Luft-AbgasSysteme und der Geräte beträgt bei Nennwärmeleistung weniger als 85 °C. Deshalb sind keine besonderen Schutzmaßnahmen oder Sicherheitsabstände
für brennbare Stoffe oder Möbelstücke erforderlich.
58
• Für Wartungen sind Mindestabstände gemäß der
Installationsanleitung des Brennwertkessels Logano
plus GB312 einzuplanen.
Aufstellraum bei Nennwärmeleistung > 100 kW
Gemäß der Muster-Feuerungsverordnung MuFeuVO ist
für Gas-Feuerstätten mit einer Gesamt-Nennwärmeleistung > 100 kW, abweichende Werte nach der
Landesfeuerungsverordnung FeuVO möglich, ein
besonderer Aufstellraum erforderlich.
Dieser Aufstellraum muss bei raumluftabhängigem
Betrieb folgende Anforderungen erfüllen:
• Im Aufstellraum muss eine ins Freie führende
Lüftungsöffnung vorhanden sein, deren Querschnitt
mindestens 150 cm2 zuzüglich 2 cm2 für jedes über
50 kW Gesamt-Nennwärmeleistung hinausgehende
Kilowatt beträgt. Dieser Querschnitt kann auf zwei
Lüftungsöffnungen aufgeteilt werden.
Demnach benötigt der Logano plus GB312-90 eine ins
Freie führende Verbrennungsluftöffnung mit
1 × 230 cm2 oder 2 × 115 cm2 freiem Querschnitt.
• Der Aufstellraum darf nicht für andere Zwecke
genutzt werden, außer:
– für die Einführung von Hausanschlüssen
– für die Aufstellung weiterer Feuerstätten, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke oder ortsfester
Verbrennungsmotoren oder
– für die Lagerung von Brennstoffen
• Im Aufstellraum dürfen keine Öffnungen zu anderen
Räumen, außer Öffnungen für Türen sein.
• Die Türen des Aufstellraums müssen dicht und selbstschließend sein.
• Alle Feuerstätten müssen durch einen Notschalter
außerhalb des Aufstellraums abschaltbar sein.
9.1.3
Luft-Abgasleitung
Buderus-Bausätze
Die Abgasleitung der Buderus-Bausätze besteht aus
Kunststoff und ist in Druckklasse (DIN V 18160) H1
ausgeführt. Sie wird als komplettes Rohrsystem oder als
Verbindungsstück zwischen dem Gas-Brennwertkessel
und einem feuchteunempfindlichen Schornstein
installiert.
Die Abgasanlage ist entweder in Druckklasse (EN 1443)
H1 oder in Druckklasse (EN 1443) P1 mit zusätzlicher
mechanischer Druckstoßstabiliät bis 5000 Pa
auszuführen.
Klasse
P1
H1
Leckrate
[l x s-1 x m-2]
0,006
0,006
Nominaldruck
[Pa]
Betriebsweise
200
Über-/Unterdrucka, c
5000
Über-/Unterdruckb
Tab. 20
a
b
c
Überdruck bis maximal 200 Pa
Überdruck bis maximal 5000 Pa
Einsatz nur mit zusätzlicher mechanischer Druckstoßstabilität bis 5000 Pa im Verbindungsstück
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Abgassysteme für den raumluftabhängigen Betrieb
9
Bei Verwendung des einwandigen Logafixsystems ist die
Forderung nach mechanischer Druckstoßstabiliät bis
5000 Pa unter Verwendung der zugehörigen Klemmbänder erfüllt.
Bei Verwendung des doppelwandigen Logafixsystems ist
die Forderung nach mechanischer Druckstoßstabilität
bis 5000 Pa erfüllt, da die notwendigen Klemmbänder
bereits im Lieferumfang enthalten sind.
Verbrennungsluftzufuhr
Bei der raumluftabhängigen Betriebsweise saugt das
Gebläse des Gas-Brennwertkessels die erforderliche
Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum.
L1)
P
A [cm2]
P
Kondensatableitung aus der Abgasleitung
Die Abgasleitung hat im Anschlussstück einen integrierten Kondensatablauf. Das Kondensat aus der Abgasleitung wird direkt in den Geruchsverschluss (Siphon)
des Gas-Brennwertkessels geleitet.
Bei dem Einsatz von Abgasleitungen, die nicht von
Buderus sind, ist die Abfuhr des Kondensats vor dem
Kessel über einen Siphon sicher zu stellen.
Das Kondensat aus dem Gas-Brennwertkessel und der Abgasleitung oder der FUAbgasanlage ist vorschriftsmäßig abzuleiten
und bei Bedarf zu neutralisieren. Spezielle
Planungshinweise zur Kondensatableitung
Æ Seite 69.
6 720 807 555-03.1T
Bild 34 Beispiel zur Anordnung der Prüföffnung bei einer
waagerechten Abgasleitung ohne Umlenkung im
Aufstellraum (schematische Darstellung)
A
P
1)
Zuluft (Æ F. 2)
Prüföffnung
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung
in m (Æ Tabelle 18, Seite 56 und Tabelle 19,
Seite 57)
9.1.4
Lüftungs- und Prüföffnungen
Gemäß DIN 18160-1 und DIN 18160-5 müssen Abgasanlagen für raumluftabhängigen Betrieb leicht und sicher
zu überprüfen und bei Bedarf zu reinigen sein. Hierzu
sind Prüföffnungen einzuplanen (Æ Bild 34 und Bild 35).
Bei der Anordnung der Prüföffnungen ist außer den
Anforderungen entsprechend DIN 18160-5 auch die
jeweilige Landesbauordnung einzuhalten. Hierzu
empfehlen wir eine Rücksprache mit dem zuständigen
BSM.
P
L1)
Die Prüföffnungen sind beispielhaft dargestellt. Genaue
Hinweise zum Einbau entnehmen Sie der DIN 18160-5.
A [cm2]
Die Berechnungen für die Querschnitte der Luftgitter
ergeben sich nach einer der beiden folgenden Formeln:
2
A = 150 cm + P Kessel – 50 kW u 2 cm
2
2)
2
A = 2 u 75 cm + 2 u P Kessel – 50 kW u 1 cm
F. 2
2)
2
Berechnung der Querschnitte (A) der Luftgitter
A
Querschnitt Luftgitter
PKessel Kesselleistung
6 720 807 555-04.1T
Bild 35 Beispiel zur Anordnung der Prüföffnung bei einer
waagerechten Abgasleitung mit Umlenkung im
Aufstellraum (schematische Darstellung)
A
P
1)
2)
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
P
Zuluft (Æ F. 2)
Prüföffnung
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung
in m (Æ Tabelle 18, Seite 56 und Tabelle 19,
Seite 57)
Hinterlüftung
59
9
9.2
Abgassysteme für den raumluftabhängigen Betrieb
Abgassystem raumluftabhängig, Abgasleitung im hinterlüfteten Schacht
9.4
Abgassystem raumluftabhängig,
Dachzentrale ohne Schacht
L1)
L1)
A [cm2]
A [cm2]
2)
2)
6 720 807 555-07.1T
6 720 807 555-05.1T
Bild 36 Beispiel zur Anordnung des Abgassystems bei
einer waagerechten Abgasleitung mit Umlenkung
im Aufstellraum (Æ F. 2, Seite 59)
(schematische Darstellung)
Bild 38 Beispiel zur Anordnung des Abgassystems bei
einer waagerechten Abgasleitung ohne Umlenkung im Aufstellraum (Æ F. 2, Seite 59)
(schematische Darstellung)
A
A
Zuluft (Æ F. 2, Seite 59)
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung
in m (Æ Tabelle 18, Seite 56 und Tabelle 19,
Seite 57)
Hinterlüftung
1)
2)
9.3
1)
Zuluft (Æ F. 2, Seite 59)
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung
in m (Æ Tabelle 18, Seite 56 und Tabelle 19,
Seite 57)
Abgassystem raumluftabhängig, Fassade
L1)
A [cm2]
6 720 807 555-06.1T
Bild 37 Beispiel zur Anordnung des Abgassystems bei
einer waagerechten Abgasleitung mit Umlenkung
im Aufstellraum (Æ F. 2, Seite 59)
(schematische Darstellung)
A
1)
60
Zuluft (Æ F. 2, Seite 59)
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung
in m (Æ Tabelle 18, Seite 56 und Tabelle 19,
Seite 57)
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Abgassysteme für den raumluftunabhängigen Betrieb
10
Abgassysteme für den raumluftunabhängigen Betrieb
10.1
Grundsätzliche Hinweise für den raumluftunabhängigen Betrieb
10.1.1 Vorschriften
Gemäß den Technischen Regeln für Gasinstallationen
DVGW-TRGI 2008 muss sich das Vertrags-Installationsunternehmen vor Beginn der Arbeiten an der
Abgasanlage mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister (BSM) absprechen oder die Installation dem
BSM schriftlich anzeigen. Die jeweiligen Landesvorschriften sind hierbei zu beachten. Es ist empfehlenswert, sich die Beteiligung des BSM schriftlich bestätigen
zu lassen.
10
stände für brennbare Stoffe oder Möbelstücke
erforderlich.
• Für Wartungen sind Mindestabstände gemäß der
Installationsanleitung des Kessels Logano plus GB312
einzuplanen.
Aufstellraum bei Nennwärmeleistung > 100 kW
Gemäß der Muster-Feuerungsverordnung MuFeuVO ist
für Gas-Feuerstätten mit einer Gesamt-Nennwärmeleistung > 100 kW, abweichende Werte nach der
Landesfeuerungsverordnung FeuVO möglich, ein
besonderer Aufstellraum erforderlich.
Wichtige Normen, Verordnungen, Vorschriften und
Richtlinien für die Bemessung und Ausführung der
Abgasanlage sind:
• DIN EN 483
• DIN EN 677
• DIN EN 13384-1 und DIN EN 13384-2
• DIN 18160-1 und DIN 18160-5
• Technische Regeln für Gasinstallationen
DVGW-TRGI 2008
• Landesbauordnung (LBO)
• Muster-Feuerungsverordnung (MuFeuVO)
• Feuerungsverordnung (FeuVO) des jeweiligen
Bundeslands
Dieser Aufstellraum muss bei raumluftunabhängigem
Betrieb folgende Anforderungen erfüllen:
• Der Aufstellraum muss Lüftungsöffnungen ins Freie
mit 1 x 150 cm2 oder 2 x 75 cm2 freiem Querschnitt
haben. Darüber hinaus sind landesspezifische und
örtliche Vorschriften zu beachten.
• Der Aufstellraum darf nicht für andere Zwecke
genutzt werden, außer:
– für die Einführung von Hausanschlüssen
– für die Aufstellung weiterer Feuerstätten, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke oder ortsfester
Verbrennungsmotoren oder
– für die Lagerung von Brennstoffen.
• Im Aufstellraum dürfen keine Öffnungen zu anderen
Räumen, außer Öffnungen für Türen sein.
• Die Türen des Aufstellraums müssen dicht und selbstschließend sein.
• Alle Feuerstätten müssen durch einen Notschalter
außerhalb des Aufstellraums abschaltbar sein.
10.1.2
10.1.3
Gas-Feuerstätten müssen innerhalb desselben Geschosses, in dem sie aufgestellt sind,
an die Abgasanlage angeschlossen werden.
Allgemeine Anforderungen an den Aufstellraum
Die baurechtlichen Vorschriften und die Anforderungen
der Technischen Regeln für Gasinstallationen
DVGW-TRGI 2008 für den Aufstellraum sind zu beachten.
Der Aufstellraum muss frostsicher sein.
Bei der Verbrennungsluft ist darauf zu achten, dass sie
keine hohe Staubkonzentration aufweist oder Halogenverbindungen oder andere aggressive Substanzen enthält. Sonst besteht die Gefahr, dass der Brenner und die
Wärmetauscherflächen beschädigt werden.
Halogenverbindungen wirken stark korrosiv. Sie sind in
Sprühdosen, Verdünnern, Reinigungs-, Entfettungs- und
Lösungsmitteln enthalten. Die Verbrennungsluftzufuhr
ist so zu konzipieren, dass beispielsweise keine Abluft
von chemischen Reinigungen oder Lackierereien angesaugt wird.
Sicherheitsabstände zu brennbaren Baustoffen
• Keine Mindest-Sicherheitsabstände zu brennbaren
Baustoffen erforderlich.
• Leicht entzündliche sowie explosive Materialien oder
Flüssigkeiten dürfen nicht in der Nähe des Gas-Brennwertkessels gelagert oder verwendet werden.
• Die maximale Oberflächentemperatur der Luft-AbgasSysteme und der Geräte beträgt bei Nennwärmeleistung weniger als 85 °C. Deshalb sind keine
besonderen Schutzmaßnahmen oder Sicherheitsab-
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Luft-Abgasleitung
Buderus-Bausätze
Beim raumluftunabhängigen Betrieb saugt das Gebläse
die erforderliche Verbrennungsluft aus dem Freien zum
Gas-Brennwertkessel. Die Luft- und die Abgasleitung
werden parallel ausgeführt.
Die raumluftunabhängigen Bausätze sind nicht systemzertifiziert.
Die Abgasanlage ist entweder in Druckklasse (EN 1443)
H1 oder in Druckklasse (EN 1443) P1 mit zusätzlicher
mechanischer Druckstoßstabiliät bis 5000 Pa
auszuführen.
Klasse
P1
H1
Leckrate
[l x s-1 x m-2]
0,006
0,006
Nominaldruck
[Pa]
Betriebsweise
200
Über-/Unterdrucka, c
5000
Über-/Unterdruckb
Tab. 21
a
b
c
Überdruck bis maximal 200 Pa
Überdruck bis maximal 5000 Pa
Einsatz nur mit zusätzlicher mechanischer Druckstoßstabilität bis 5000 Pa im Verbindungsstück
Bei Verwendung des einwandigen Logafixsystems ist die
Forderung nach mechanischer Druckstoßstabiliät bis
61
10
Abgassysteme für den raumluftunabhängigen Betrieb
5000 Pa unter Verwendung der zugehörigen Klemmbänder erfüllt.
Bei Verwendung des doppelwandigen Logafixsystems ist
die Forderung nach mechanischer Druckstoßstabilität
bis 5000 Pa erfüllt, da die notwendigen Klemmbänder
bereits im Lieferumfang enthalten sind.
A = 150 cm
2
A = 2 u 75 cm
F. 3
2
Berechnung der Querschnitte (A) der Luftgitter
Es ist eine Berechnung nach DIN EN 13384 erforderlich.
Diese kann durch Buderus erstellt werden.
Dafür sind folgende Daten erforderlich:
• Kesseltyp
• Waagerechte Länge der Abgasleitung und die Anzahl
der Umlenkungen
• Waagerechte Länge der Zuluftleitung und die Anzahl
der Umlenkungen
• Senkrechte Länge der Abgasleitung und die Anzahl
der Umlenkungen
• Schachtgröße und Schachtmaterial
Bestehender Schornsteinschacht
Der Schornstein ist grundsätzlich vor Montage einer
Abgasanlage mit dem Buderus-Bausatz GA-K vom BSM
zu reinigen, wenn
• Die Verbrennungsluft über einen bestehenden
Schornsteinschacht angesaugt wird
• An dem Schornstein Öl-Feuerstätten oder Feuerstätten für feste Brennstoffe angeschlossen waren
oder
• Eine Staubbelastung durch brüchige Schornsteinfugen zu erwarten ist.
Kondensatableitung aus der Abgasleitung
Die Abgasleitung hat im Anschlussstück einen integrierten Kondensatablauf. Das Kondensat aus der Abgasleitung wird direkt in den Geruchsverschluss (Siphon)
des Gas-Brennwertkessels geleitet.
P
L1)
A [cm2]
P
A [cm2]
6 720 807 555-08.1T
Bild 39 Beispiel zur Anordnung der Prüföffnung bei einer
waagerechten Abgasleitung mit Umlenkung im
Aufstellraum (schematische Darstellung)
A
P
1)
Lüftung (Æ F. 3)
Prüföffnung
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung
in m; Berechnung gemäß DIN EN 13384
Bei dem Einsatz von Abgasleitungen, die nicht von
Buderus sind, ist die Abfuhr des Kondensats vor dem
Kessel über einen Siphon sicher zu stellen.
Das Kondensat aus dem Gas-Brennwertkessel oder der FU-Abgasanlage ist
vorschriftsmäßig abzuleiten und bei Bedarf
zu neutralisieren. Spezielle Planungshinweise zur Kondensatableitung
Æ Seite 69.
10.1.4 Lüftungs- und Prüföffnungen
Gemäß DIN 18160-1 und DIN 18160-5 müssen Abgasanlagen für raumluftunabhängigen Betrieb leicht und
sicher zu überprüfen und bei Bedarf zu reinigen sein.
Hierzu sind Prüföffnungen einzuplanen (Æ Bild 39).
Bei der Anordnung der Prüföffnungen ist außer den
Anforderungen entsprechend DIN 18160-5 auch die
jeweilige Landesbauordnung einzuhalten. Hierzu
empfehlen wir eine Rücksprache mit dem zuständigen
BSM.
Die Prüföffnungen sind beispielhaft dargestellt. Genaue
Hinweise zum Einbau entnehmen Sie der DIN 18160-5.
Die Berechnungen für die Querschnitte der Luftgitter
ergeben sich nach einer der beiden folgenden Formeln:
62
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Abgassysteme für den raumluftunabhängigen Betrieb
10.2
Abgassystem raumluftunabhängig,
Schachtlösung im Gegenstrom
10.3
10
Abgassystem raumluftunabhängig,
Schachtlösung mit Getrenntrohrausführung
L1)
L1)
A [cm2]
A [cm2]
3)
2)
2
A [cm ]
A [cm2]
3)
6 720 807 555-09.1T
Bild 40 Beispiel zur Anordnung des Abgassystems bei
einer waagerechten Abgasleitung mit Umlenkung
im Aufstellraum (schematische Darstellung)
A
1)
Lüftung (Æ F. 3, Seite 62)
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung
in m; Berechnung gemäß DIN EN 13384
6 720 807 555-10.1T
Bild 41 Beispiel zur Anordnung des Abgassystems bei
einer waagerechten Abgasleitung mit Umlenkung
im Aufstellraum (Æ F. 3, Seite 62)
(schematische Darstellung)
A
1)
2)
3)
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Lüftung (Æ F. 3, Seite 62)
Maximal zulässige wirksame Höhe der Abgasleitung
in m; Berechnung gemäß DIN EN 13384
Zuluft
Hinterlüftung
63
11
Einzelbauteile für die Abgassysteme
11
Einzelbauteile für die Abgassysteme
11.1
Maße ausgewählter Einzelbauteile
Dargestellte Maßen ohne Toleranzen sind
Nennmaße zur Information und können
fertigungsbedingt abweichen.
244
127,5
1)
Ø160,6+0,9
Ø160+0,5
> 70
219
124
G3/4
6 720 807 555-25.1T
Bild 42 Abgasrohr DN 160 (Maße in mm)
1)
Minimal erforderliche Einstecktiefe
an der Muffe: 70 mm
231
1)
Ø160+0,5
Ø125,5+0,9
> 60
110
125
G3/4
6 720 807 555-27.1T
Bild 43 Anschlussrohr DN 160/125 (Maße in mm)
1)
64
Minimal erforderliche Einstecktiefe
an der Muffe: 60 mm
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Einzelbauteile für die Abgassysteme
11
290
Ø160,8+1,7
141
87,5°
293
Ø160
1)
> 70
+0,5
138,6
130
G3/4"
6 720 807 555-29.1T
Bild 44 Anschlusswinkel 87 ° DN 160 (Maße in mm)
1)
Minimal erforderliche Einstecktiefe
an der Muffe: 70 mm
269
Ø 125,5
+1,5
1)
154,8
245,4
> 60
Ø160+0,5
87,5°
152,1
G3/4
110
6 720 807 555-26.1T
Bild 45 Anschlusswinkel 87 ° DN 160/125 (Maße in mm)
1)
Minimal erforderliche Einstecktiefe
an der Muffe: 60 mm
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
65
11
Einzelbauteile für die Abgassysteme
472
Ø201+1,2
188,3
1)
499
87°
> 90
Ø200+0,5
G3/4
150
182,6
6 720 807 555-28.1T
Bild 46 Anschlusswinkel 87 ° DN 200 (Maße in mm)
1)
Minimal erforderliche Einstecktiefe
an der Muffe: 90 mm
148
360
Ø201+1,2
Ø200+0,5
260
1)
> 90
180
G3/4"
6 720 807 555-30.1T
Bild 47 Anschlussstück DN 200
1)
66
Minimal erforderliche Einstecktiefe
an der Muffe: 90 mm
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Einzelbauteile für die Abgassysteme
11
93
°
149
D
DN
6 720 807 555-31.1T
Nennweite
Muffendurchmesser
[DN]
95
128
145
184
220
270
335
80
110
125
160
200
250
315
DN50/PN6
DN32/PN6
6 720 807 555-22.1T
Bild 49 Anschlussstück DN 50/PN 6 – DN 32/PN 6
(Maße in mm)
152
Tab. 22 Muffenmaße Abgasrohre
11.2
Übergangsstücke für Hocheffizienzpumpen
Dargestellte Maßen ohne Toleranzen sind
Nennmaße zur Information und können
fertigungsbedingt abweichen.
DN50/PN6
189
DN40/PN6
6 720 807 555-23.1T
G 1 1/2
Bild 50 Anschlussstück DN 50/PN 6 – DN 40/PN 6
(Maße in mm)
190
DN50/PN6
6 720 807 555-12.1T
Bild 48 Anschlussstück DN 50/PN 6 – G 1 1/2"
(Maße in mm)
G2
DN50/PN6
6 720 807 555-13.1T
Bild 51 Anschlussstück DN 50/PN 6 – G 2" (Maße in mm)
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
67
11
Einzelbauteile für die Abgassysteme
163
204
G2
DN32/PN6
DN65/PN6
6 720 807 555-24.1T
Bild 52 Anschlussstück DN 65/PN 6 – DN 32/PN 6
(Maße in mm)
DN65/PN6
6 720 807 555-15.1T
Bild 55 Anschlussstück DN 65/PN 6 – G 2" (Maße in mm)
166
DN65/PN6
DN40/PN6
6 720 807 555-21.1T
Bild 53 Anschlussstück DN 65/PN 6 – DN 40/PN 6
(Maße in mm)
203
G 1 1/2"
DN65/PN6
6 720 807 555-14.1T
Bild 54 Anschlussstück DN 65/PN 6 – G 1 1/2"
(Maße in mm)
68
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Neutralisation
12
Neutralisation
12.1
Kondensat
Das Kondensat aus Gas-Brennwertkesseln ist vorschriftsmäßig in das öffentliche Abwassernetz einzuleiten. Entscheidend ist, ob das Kondensat vor der
Einleitung neutralisiert werden muss. Dies hängt von der
Kesselleistung ab. Für die Berechnung der jährlich
anfallenden Kondensatmenge kann als Erfahrungswert
eine spezifische Kondensatmenge von maximal
0,14 kg/kWh angenommen werden.
Es ist zweckmäßig, sich rechtzeitig vor der Installation
über die örtlichen Bestimmungen der Kondensateinleitung zu informieren.
V K = Q F u m K u b VH
F. 4
Genaue Berechnung der anfallenden Kondensatmenge pro Jahr
bVH Vollbenutzungsstunden des Heizkessels (Volllast)
in h/a
mK Spezifische Kondensatmenge in kg/kWh
(Angenommene Dichte = 1 kg/l)
QF Nennwärmebelastung des Wärmeerzeugers in kW
VK Kondensatvolumenstrom in l/h
12.2
Neutralisationseinrichtungen
Ist das Kondensat zu neutralisieren, sind die Neutralisationseinrichtungen NE 0.1, NE 1.1 und NE 2.0 verwendbar. Sie sind zwischen dem Kondensataustritt des GasBrennwertkessels und dem Anschluss an das öffentliche
Abwassernetz einzubauen. Die Neutralisationseinrichtung ist hinter oder neben dem Gas-Brennwertkessel
aufzustellen.
12.2.1
12
Ausstattung
Neutralisationseinrichtung NE 0.1
• Kunststoffgehäuse mit einer Kammer für das
Neutralisationsmittel und einem Staubereich für das
neutralisierte Kondensat
• Der pH-Wert des neutralisierten Kondensats ist
mindestens zweimal im Jahr zu überprüfen.
Neutralisationseinrichtung NE 1.1
• Kunststoffgehäuse mit einer Kammer für das
Neutralisationsmittel und einem Staubereich für das
neutralisierte Kondensat
• Niveaugesteuerte Kondensatpumpe (Förderhöhe
ca. 2 m)
• Der pH-Wert des neutralisierten Kondensats ist
mindestens zweimal im Jahr zu überprüfen.
Neutralisationseinrichtung NE 2.0
• Kunststoffgehäuse mit getrennten Kammern für das
Neutralisationsmittel und das neutralisierte Kondensat
• Niveaugesteuerte Kondensatpumpe (Förderhöhe ca.
2 m), erweiterbar durch Druckerhöhungsmodul
(Förderhöhe ca. 4,5 m)
• Integrierte Regelelektronik mit Überwachungs- und
Servicefunktionen:
– Brenner-Sicherheitsabschaltung in Verbindung mit
Buderus-Logamatic-Regelgeräten
– Überlaufschutz
– Anzeige für den Wechsel des Neutralisationsmittels
Die Neutralisationseinrichtungen NE 0.1 und NE 1.1
können in die Brennwertkessel Logano plus GB312
integriert werden (nicht bei 90/120 kW).
Der Kondensatschlauch ist mit geeigneten Materialien
auszuführen, z. B. Kunststoff PP.
Die Neutralisationseinrichtung ist mit Neutralisationsmittel zu füllen. Durch Kontakt des Kondensats mit dem
eingefüllten Neutralisationsmittel wird dessen pH-Wert
auf 6,5 bis 10 angehoben. Mit diesem pH-Wert kann das
neutralisierte Kondensat in das häusliche Abwassernetz
eingeleitet werden. Wie lange eine Granulatfüllung
reicht, hängt von der Kondensatmenge und der
Neutralisationseinrichtung ab. Das verbrauchte
Neutralisationsmittel muss ersetzt werden, wenn der
pH-Wert des neutralisierten Kondensats unter 6,5 sinkt.
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
69
13
Zubehör
13
Zubehör
13.1
Service-Leistungen
13.4
Zuluft-Anschlussbogen
Buderus bietet für die Inbetriebnahme des Kessels eine
Einstelloptimierung des Gasbrenners, des Kessels und
Parametrierung der Regelung an. Zur Inbetriebnahme ist
ein Erdgasanschluss erforderlich, und eine ausreichende
Wärmeabnahme muss sichergestellt sein.
Für den Logano plus GB312 ist ein Anschlusswinkel für
raumluftunabhängige Betriebsweise aus PP transluzent
erhältlich.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit der Bereitstellung
einer mobilen Wasseraufbereitungsanlage zur Vollentsalzung des Füllwassers der Anlage nach den
Anforderungen von Buderus.
Für größere Dimensionen sind entsprechende Aufweitungen erhältlich.
Der Anschlusswinkel DN 110 hat einen Winkel von 90 °
und eine Messöffnung.
Die Größe der Zuluftleitung muss berechnet werden.
Bei Bedarf wenden Sie sich an unsere Niederlassungen.
13.2
Reinigungswerkzeug
Für den Logano plus GB312 ist ein spezielles Reinigungswerkzeug erhältlich.
Das Reinigungswerkzeug kann bei starken Verkrustungen unterstützend zu anderen Reinigungsarten
verwendet werden.
Das Reinigungswerkzeug ist nur für Kessel bis Ende
2011 geeignet.
Die normale Reinigung erfolgt durch Spülen mit klarem
Wasser und Ausblasen des Wärmetauschers und des
Brenners mit Druckluft. Bei stärkeren Verschmutzungen
können von Buderus zugelassene Reinigungsmittel verwendet werden. Diese können Sie bei Buderus erfragen.
13.3
Anschlussstück
Für den Logano plus GB312 sind spezielle Anschlussstücke aus PP transluzent für den Anschluss des Kessels
an eine Abgasanlage erhältlich.
Die Anschlussstücke gibt es in gerader Ausführung (KAS)
und in einer 87 °-Ausführung (Kesselanschlussbogen
KAB) in den Dimensionen DN 160 mit Reduzierung auf
DN 125 für die Kesselgröße 90 kW, DN 160 für die
Kesselgrößen 120 kW und 160 kW sowie DN 200 für die
Kesselgrößen 200 kW bis 280 kW. In den werkseitigen
Kaskaden-Paketen sind die Anschlussstücke bereits
enthalten.
Die Anschlussstücke haben eine Messöffnung und einen
Kondensatstutzen für das Ableiten des in der Abgasanlage anfallenden Kondensats. Für die Kondensatableitung wird serienmäßig ein Schlauchstück mit
Gewindeanschlüssen mitgeliefert, welches einfach mit
dem Siphon des Kessels verbunden wird (Schraubverbindungen).
Werden die Anschlussstücke nicht verwendet, ist die
Ableitung des Kondensats aus der Abgasanlage bauseits
sicherzustellen. Ein Kondensatfluß in das Gerät ist nicht
erlaubt.
Für abweichende Anschlussdurchmesser sind
entsprechende Aufweitungen oder Reduzierungen
erhältlich.
70
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
Index
Index
A
Abgasanlage
Allgemeine Hinweise.............................................. 52
Anforderungen....................................................... 52
Kunststoff-Abgassystem .................................. 53, 56
Abgaskennwerte .................................................. 54–55
Abgassystem, raumluftabhängiger Betrieb
Aufstellraum .......................................................... 58
Beispiele ................................................................ 60
Einzelbauteile ........................................................ 64
Luft-Abgasleitung................................................... 58
Normen/Vorschriften ............................................. 58
Prüföffnungen........................................................ 59
Abgassystem, raumluftunabhängiger Betrieb
Aufstellraum .......................................................... 61
Beispiele ................................................................ 63
Einzelbauteile ........................................................ 64
Luft-Abgasleitung................................................... 61
Normen/Vorschriften ............................................. 61
Prüföffnungen........................................................ 62
Abgastemperatur ....................................................... 16
Absperr-Set................................................................ 30
Anlagenbeispiele.................................................. 31–49
Allgemeine Hinweise.............................................. 29
Hydraulische Einbindung ....................................... 29
Hydraulische Weiche ............................................. 29
Aufstellung von Feuerstätten ..................................... 23
B
Bauseitige 2-Kessel-Kaskade
Anlagenbeispiel .....................................................
Betriebsbedingungen.................................................
Betriebsbereitschaftsverlust......................................
Brennstoffe ................................................................
K
Kesselanschlussstück .................................................
Kesselsicherheits-Set .................................................
Kesselwirkungsgrad....................................................
Kondensat ...................................................... 59, 62,
70
30
15
69
L
Lieferweise ................................................................... 5
N
Neutralisationseinrichtungen ..................................... 69
R
Regelung............................................................... 25–26
Bedieneinheit RC35................................................ 25
Logamatic 4121...................................................... 26
Logamatic 4323...................................................... 26
Logamatic EMS....................................................... 26
Logamatic EMS plus ............................................... 25
Logamatic Fernwirksystem..................................... 26
Störmeldemodul EM10........................................... 25
Reinigungswerkzeug ................................................... 70
S
Schallschutz ...............................................................
Schmutzfangeinrichtung....................................... 23,
Service-Leistungen .....................................................
Sicherheitstechnische Ausrüstung .............................
Systemtemperaturen Umrechnungsfaktor..................
24
29
70
30
17
43
20
16
20
V
Ventilprüfsystem VPS ................................................. 19
Verbrennungsluft ........................................................ 21
Verbrennungsluftzufuhr .............................................. 21
E
Einbringmaße/Aufstellmaße....................................... 18
Einzelkessel
Abgaskennwerte .................................................... 54
Abmessungen .......................................................... 6
Anlagenbeispiele...................... 31, 33, 35, 37, 39, 41
Anwendungsmöglichkeiten...................................... 4
Einbringmaße/Aufstellmaße .................................. 18
Merkmale und Besonderheiten................................ 4
Technische Daten .................................................... 8
W
Warmwasserbereitung................................................ 27
Wartung ...................................................................... 20
Wasserqualität...................................................... 21–23
Wasserseitiger Durchflusswiderstand ........................ 15
Werkseitige 2-Kessel-Kaskade
Abgaskennwerte..................................................... 55
Abmessungen ................................................... 10–11
Anlagenbeispiele .............................................. 46, 49
Anwendungsmöglichkeiten....................................... 4
Einbringmaße/Aufstellmaße ................................... 18
Merkmale und Besonderheiten ................................ 4
Technische Daten................................................... 13
F
Feuerungs-Sicherheitsautomat .................................. 19
Frostschutzmittel....................................................... 24
G
Gasbrenner ................................................................ 19
Z
Zuluft-Anschlussbogen ............................................... 70
H
Heizungsregelung................................................. 25–26
I
Inbetriebnahme ......................................................... 70
Logano plus GB312 – 6 720 807 555 (2014/07)
71
6 720 807 555 (2014/07)
Technische Änderungen vorbehalten.
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