in Santos Inbetriebnahme Bremssystem system in

in Santos Inbetriebnahme Bremssystem system in
No 72 /März 15
www.tramnews.com
Inbetriebnahme Bremssystem
in Santos
Commissioning the braking
system in Santos
INHALT / CONTENTS
EDITORIAL
3
4
VOR ORT
Projekt Haizhu Line, Guangzhou
5/6
VOR ORT
Inbetriebnahme Bremssystem
für das Projekt Vossloh Tramlink
V4 – Santos
STADTRUNDFAHRT
Santos – Sonne, Strand
und Meer
7
TIPPS
Erweiterung des Produktportfolios Schienenentwässerung
8
TIPPS
Metro Ligero Oeste
9/10
EDITORIAL
3
4
ON THE SPOT
Project Haizhu Line, Guangzhou
5/6
ON THE SPOT
Commissioning the braking
system for Vossloh Tramlink V4
in Santos
7
SIGHTSEEING
Santos – Sun, Strand and Sea
INTERN
Get Connected Ethernet
Gateway Card (HCS-EG)
11
TIPS
A New Addition to the RailDrainage Product Portfolio
INTERN
Was gibt’s Neues im
GB Dienstleistungen?
12
TIPS
Metro Ligero Oeste
13/14
NEUE MÄRKTE
GuideLight in der Rettungswegkennzeichnung
CAR NEWS
SEAT LEON CUPRA 280
15/16
INTERVIEW
China startet durch
17/18
8
9/10
OUR NEWS
Get Connected Ethernet
Gateway Card (HCS-EG)
11
OUR NEWS
What‘s new in the
Brake Division?
12
13/14
NEW MARKETS
GuideLight in Escape Route
Signage
19/20
SYSTEMLÖSUNGEN
Neue Lösungsansätze für eine
integrierte Betriebssteuerung
CAR NEWS
SEAT LEON CUPRA 280
15/16
21/22
EISENBAHNFAN
Ballarat Tramway Museum
INTERVIEW
China is Taking Off
17/18
19/20
SYSTEM SOLUTIONS
New Approaches to Integrated
Operations Management
21/22
TRAINSPOTTER
Ballarat Tramway Museum
EDITORIAL
Innovationen zahlen sich aus
Sehr geehrte Leserinnen,
sehr geehrte Leser,
für uns ist es von größter Bedeutung ständig innovativ zu sein. Davon
hängt der Erfolg unseres Unternehmens ab und der unserer Kunden.
In der TramNews stellen wir Ihnen regelmäßig Neuerungen vor, die
Beispiele für kleine und große Innovationen sind. So auch in dieser
Ausgabe, in der wir über weitere Anwendungen und Neuerungen des
GuideLight-Systems zur Rettungsweg-Kennzeichnung berichten oder
über Lösungen für eine intelligente Betriebsführung.
Unser Innovationsteam kümmert sich erfolgreich um die Analyse und
Umsetzung vieler Ideen von Mitarbeitern und Kunden. Wir arbeiten
ständig daran, die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit unserer Produkte
zu steigern – zu Ihrem Nutzen.
Innovations Pay Off
Dear Readers,
Being innovative is of paramount importance to HANNING & KAHL
because the success of our company and that of our customers
depends on it. In our TramNews, we regularly present large and small
innovations in the form of new developments. In this edition, we report
on new features and additional applications of our GuideLight system
in escape route signage, and on solutions for intelligent operations
management.
Our innovation team successfully analyses and implements the many
ideas which our staff and customers have. We continuously strive to
increase the safety and efficiency of our products – for your benefit.
Aber wir haben auch gelernt, dass besonders innovative Lösungen,
die die Wirtschaftlichkeit erhöhen, schwer durchzusetzen sind. Bewertungskriterien von Angeboten in öffentlichen Ausschreibungen, bei
denen überwiegend der Anschaffungspreis und nicht die LifecycleKosten über die Vergabe entscheiden, machen dies deutlich. Und das
bei Investitionen/Anschaffungen, die 30 Jahre und länger genutzt
werden sollen. Das muss und wird sich sicher, auch in Anbetracht immer knapper werdender Mittel, ändern.
Wir halten daran fest, Innovation zu betreiben, die die Sicherheit und
Wirtschaftlichkeit erhöhen. Wir laden Sie ein, uns Ihre Ideen zu
schicken, die wir dann gemeinsam umsetzen können.
Beste Grüße aus Oerlinghausen,
Yet we have also learned that innovative solutions which enhance
economic efficiency are difficult to roll out – as is illustrated by bid
assessment criteria, where it is the purchase price and not the life-cycle
costs which predominantly determines decisions on investments and
acquisitions which are to render 30 years and more of service. As
budgetary resources dwindle away, this has to change, and no doubt
it will.
We will continue to foster innovation in order to enhance safety and
increase economic efficiency. We invite you to send us your ideas so
that we can implement them together.
Best wishes from Oerlinghausen
Wolfgang Helas
Geschäftsführer /Managing Director
3
VOR ORT / ON THE SPOT
Projekt Haizhu Line, Guangzhou
Haizhu Line Project, Guangzhou
Daniel Jedlicka, HANNING & KAHL Transportation Systems
and Braking Technology (Suzhou) Co. Ltd. Am 21. Januar 2015
wurden alle Zulieferer der Haizhu Line Tram nach Guangzhou,
China, eingeladen, um die neue Errungenschaft der Millionenstadt im Süden Chinas selbst zu erleben.
Daniel Jedlicka, HANNING & KAHL Transportation Systems
and Braking Technology (Suzhou) Co. Ltd. On 21 January 2015,
the suppliers to the Haizhu Line were invited to Guangzhou in
the South of China to experience the megacity’s latest
acquisition.
Bereits am 31. Dezember 2014
wurde im Haizhu Bezirk in der
Stadt Guangzhou, Hauptstadt
der Provinz Guangdong, eine
neue Tram-Linie feierlich eröffnet. Die Strecke beginnt am Canton Tower und geht größtenteils
entlang des Zhujiang Flusses,
vorbei am Messezentrum und
endet schließlich in der Station
Wanshengwei mit Anschluss an
die U-Bahnlinie 8. Seit der Eröffnung erfreut sich die Straßenbahn an vielen interessierten
Fahrgästen, die die Technik einmal hautnah erleben wollen.
On 31 December 2014, a new
tram line was ceremoniously inaugurated in the Haizhu district of
the city of Guangzhou, the capital
of Guangdong province. The line
runs from Canton Tower along the
banks of Pearl River, past the
exhibition centre to Wanshengwei
station with interchange to metro
line 8. Since opening, the tram
has attracted many passengers
keen to experience the technology first hand.
Beim Fahrzeug handelt es sich
um einen Siemens Combino, der
in vielen Städten eingesetzt wird.
Jedoch kommt bei der Haizhu-Line der Combino gänzlich ohne
Oberleitung aus. Lediglich in den
Stationen werden die im Fahrzeug installierten Supercaps aufgeladen und versorgen das
Fahrzeug mit der notwendigen
Energie für die Fahrt bis zur
nächsten Haltestelle. HANNING
& KAHL hat erneut für die gesamte Flotte das Bremssystem
geliefert. Vor Ort wurden die Inbetriebnahme und die Schulung
zusammen mit dem Kunden
durchgeführt.
Mit Beginn der Gewährleistungszeit wird das Projekt jetzt direkt
von unserer 2013 neu eröffneten
Tochterfirma HANNING &
KAHL China, ansässig in Suzhou
(Jiangtsu Provinz), betreut. Das
sorgt für sehr kurze Reaktionszeiten und vereinfacht die Kommunikation in der Landessprache.
HANNING & KAHL hat in Suzhou ein Expertenteam aufgebaut, das in der Lage ist, schnell
und unkompliziert auf Kundenwünsche einzugehen. Und das
nicht nur während der Gewährleistungszeit. Schon während der
Projektentwicklung steht unseren
Kunden jetzt kompetente Beratung zur Seite.
[email protected]
hanning-kahl.com
The vehicle is of the Siemens
Combino type which is already in
service in many cities. What is
different about the Combino on
Haizhu Line is that it does not
need a catenary. Supercapacitors
installed in the tram are simply
charged in the stations to supply
the vehicle with the energy
needed for the run to the next
stop. Once again, HANNING &
KAHL delivered the braking
system for the entire fleet,
commissioned it together with our
customer and trained staff on site.
Gespannt beobachten zahlreiche Fahrgäste die Einfahrt
des nagelneuen Fahrzeugs.
A crowd of passengers eagerly
watch the arrival of the brand
new vehicle.
With the beginning of the
warranty period, the project is
now directly looked after by our
new subsidiary HANNING &
KAHL China which was founded
in Suzhou (Jiangtsu province) in
2013. This ensures swift response
and simplifies communication.
HANNING & KAHL has built a
team of experts in Suzhou who
can react to customer needs
quickly and in an uncomplicated
manner. And not just during the
warranty period! We also offer
our customers competent consulting all through project development.
[email protected]
hanning-kahl.com
Begutachtung der eingebauten
Bremskomponenten an einem
Triebdrehgestelle.
Assessing the brake components
installed on a motor bogie.
4
VOR ORT / ON THE SPOT
Inbetriebnahme Bremssystem Vossloh Tramlink V4 in Santos
Commissioning the braking system for Vossloh T
Lutz Klostermeier, Martin Becker. Vossloh Espana liefert die
neuen Straßenbahnen vom Typ Tramlink V4 für die brasilianische Stadt Santos. Die ersten drei Fahrzeuge werden im Vossloh-Werk bei Valencia hergestellt, während die Herstellung
der restlichen bestellten Fahrzeuge in Brasilien erfolgt. Für eines der ersten Fahrzeuge fand die statische und dynamische
Inbetriebnahme des HANNING & KAHL-Bremssystems im Juli
und September des vergangenen Jahres im Vossloh-Werk bei
Valencia statt.
Die Straßenbahn vom Typ Tramlink V4 baut auf dem Typ Tramlink V3 auf, der zum Beispiel in
Rostock verwendet wird. Jedoch
besitzt der siebenteilige und etwa
44 Meter lange Typ Tramlink V4
ein weiteres Triebfahrwerk, so
dass insgesamt drei Triebfahrwerke und ein Lauffahrwerk vorhanden sind. Die verwendeten
Bremssysteme entsprechen dabei
den in Rostock verwendeten Systemen. Im Gegensatz zu Tramlink
V3, bei dem im Lauffahrwerk das
Bremssteuergerät HEY1P2G verwendet wurde, wird hier die Ansteuerung der hydraulischen
Bremsen in jedem Fahrwerk mit
einem Bremssteuergerät vom Typ
HEY-C realisiert.
Die drei Triebdrehgestelle sind
mit jeweils zwei primär gefederten Federspeicherbremssättel
vom Typ HYS 358 ausgerüstet.
Die hydraulische Ansteuerung erfolgt über ein Hydrogerät HZYK100-DPR je Drehgestell. Zum
hydraulischen Notlösen sind alle
Triebdrehgestelle mit je einem
Notlösehydrogerät HZY-NL und
einer Einspeisevorrichtung ausgerüstet. Zwei Schienenbremsen
vom Typ HS80 je Triebdrehgestell
komplettieren das HANNING &
KAHL-Bremssystem.
Das Laufdrehgestell ist mit vier
primär gefederten aktiven
Bremssättel vom Typ HYA 48/72
ausgerüstet. Die hydraulische
Ansteuerung der vier Bremssättel
erfolgt über ein Hydrogerät
HZY-K140-APR mit einem zwei
Liter fassenden Druckspeicher.
Weiter verfügt das Laufdrehgestell über zwei Schienenbremsen
vom TYP HS80.
Zur Durchführung der statischen
Inbetriebnahme wurden die bereits mit Hydrauliköl befüllten
Bremssysteme entlüftet, um an5
schließend die Funktion der eingebauten Hydrogeräte zu überprüfen. Die Funktionalität der
Hydrogeräte, die elektrischen
Verbindungen zwischen den Hydrogeräten und den Bremssteuergeräten sowie die Signalisierung zwischen Fahrzeugsteuerung und der jeweiligen HEY-C
wurden mit einem teilweise automatisiertem Inbetriebnahme-Verfahren überprüft. Hierzu wurde
das von HANNING & KAHL
entwickelte Diagnosewerkzeug
BMON_CAN verwendet, was eine schnelle und komfortable
Bremssystemprüfung ermöglicht.
Mitarbeitern von Vossloh wurde
die Bedienung und Funktionalität
von BMON_CAN und das Vorgehen zur Inbetriebnahme erläutert.
Während der dynamischen Tests
waren auch andere Unternehmen mit Arbeiten am Fahrzeug
beschäftigt, wie zum Beispiel der
Optimierung der Antriebssteuerung oder der Türsteuerung. Die
Tests selbst fanden auf einer
werkseigenen Teststrecke statt.
Dabei wurden die Bremszustände
und die dazugehörigen Bremsdrücke überprüft und Aufzeichnungen aller von den HEY-Cs bereitgestellten Signale angefertigt.
Hierzu nutzte man das Diagnosewerkzeug BMON_CAN, wodurch eine umfassende Diagnose
der Bremszustände möglich ist.
[email protected]
hanning-kahl.com
ramlink V4 in Santos
Primär gefederte Federspeicherbremssättel HYS 358 im Triebdrehgestell
The motor bogies are equipped
with HYS 358 brake calipers for
primary suspension
Hydrogerät HZY-K100-DPR
übernimmt die Ansteuerung der
Bremssättel
The brake calipers are operated
by HZY-K100-DPR hydraulic
power units
Ansteuerung der hydraulischen
Bremsen in jedem Fahrwerk mit
einem Bremssteuergerät HEY-C
In all bogies, the hydraulic
brakes are activated by
HEY-C brake control units
Lutz Klostermeier, Martin Becker. Vossloh Espana is supplying
the new Tramlink V4 trams for the Brazilian city of Santos. The
first three vehicles were built at the Vossloh plant near Valencia,
and the remaining trams on order will be built in Brazil. The
HANNING & KAHL braking system on one of the first vehicles
was statically and dynamically commissioned last July and
September at the Vossloh plant near Valencia.
The Tramlink V4 tram is a followon from the Tramlink V3 deployed
in Rostock, for example. The
seven-section Tramlink V4 is
about 44 metres long and has an
additional motor bogie which
means three motor bogies and
one trailer bogie. The braking
systems used are the same as
those in Rostock. In contrast to
Tramlink V3 where the HEY1P2G
brake control unit is deployed in
the trailer bogie, in the Tramlink
V4 the hydraulic brakes are
activated in each bogie with a
HEY-C brake control unit.
Each of the three motor bogies is
equipped with two HYS 358
brake calipers for primary
suspension with hydraulic control
via a HZY-K100-DPR hydraulic
power unit per bogie. For
hydraulic auxiliary release, all
motor bogies have an auxiliary
release hydraulic power unit
HZY-NL and a feeding device.
Two HS80 track brakes per motor
bogie round off the HANNING &
KAHL braking system.
The trailer bogie is equipped with
4 active brake calipers of type
HYA 48/72 for primary suspension. The four brake calipers are
hydraulically controlled via a
HZY-K140-APR hydraulic power
unit with a 2-liter pressure accumulator. The trailer bogie also has
two HS80 track brakes.
For static commissioning, the
braking systems which had al ready been filled with hydraulic
oil were bled before checking the
function of the built-in hydraulic
power units. The function of the
hydraulic power units, the electric
connections between the hydraulic power units and the brake
control units, and the signalling
between vehicle controller and
the respective HEY-C were
checked with a partly automated
commissioning procedure. The
BMON_CAN diagnostic tool
developed by HANNING &
KAHL was used, enabling rapid
and convenient testing of the
braking system. Vossloh staff were
briefed on operation and function
of BMON_CAN and commissioning procedure.
While HANNING & KAHL was
performing the dynamic tests on a
Vossloh test track, other comp anies also worked on the vehicle,
for example to optimise drive
control and door control. Braking
status and the corres ponding
braking pressures were checked,
and all signals supplied by the
HEY-Cs were recorded, using
BMON_CAN for comprehensive
diagnosis of braking status.
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6
STADTRUNDFAHRT / SIGHTSEEING
Santos – Sonne, Strand und Meer
Santos – Sun, Strand and Sea
Helen Cleary. Santos liegt 70 Kilometer entfernt von São Paulo
an der Küste des gleichnamigen brasilianischen Bundesstaates. Sie wurde 1546 von Portugiesen gegründet und zählt heute circa 420.000 Einwohner auf einer Fläche von 280 Quadratkilometern. Knapp 40 Quadratkilometer der Stadt, inklusive des Stadtzentrums, liegen auf der Insel São Vicente.
Der Hafen von Santos ist der
größte Warenumschlagsplatz Lateinamerikas. Ein Großteil der
Zucker- und Kaffee-Exporte der
Welt sowie Orangen und Bananen gehen hier an Bord. Der Hafen wird auch gern von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Knapp
eine Million Passagiere besuchten
2010 die Hafenstadt. Santos besitzt den offiziellen Status einer
Estância balneária, eines Badekurortes, dessen fünf Kilometer
langer Strandpark entlang des
Atlantiks sogar im Guinnessbuch
der Rekorde eingetragen ist.
bahn dauert 45 Minuten und
fährt am imposanten Rathaus, an
Kachelhäusern im portugiesischen Stil und anderen Sehenswürdigkeiten vorbei.
Die Altstadt von Santos kann
man gut mit dem Bonde Turístico
besichtigen. Die kurzweilige Fahrt
mit dieser historischen Straßen-
Der Gipfel des Monte Serrat, der
entweder über 415 Stufen oder
mit der Standseilbahn erreicht
werden kann, eröffnet aus 157
Metern Höhe einen herrlichen
Panoramablick über die Stadt.
Auf dem Gipfel steht die Kirche
Nossa Senhora do Monte Serrat
und das ehemalige Kasino aus
dem 19. Jahrhundert.
Das Museu do Café im Gebäude
der ehemaligen Kaffeebörse bietet einen Überblick über die Geschichte der Stadt und des Kaffeeanbaus in der Region. Brasilianische Plantagenbesitzer dominierten den Kaffeemarkt und bestimmten bis zum Börsencrash
1929 den Weltmarktpreis für
Kaffee.
Während der Fußballweltmeisterschaft 2014 eröffnete Santos das
Pelé Museum, das dem „König
des Fußballs“ und ihrem berühmten Sohn Edson Arantes do Nascimento (Pelé) gewidmet ist.
[email protected]
hanning-kahl.com
Helen Cleary. Santos is 70
kilometres from São Paulo on
the coast of the Brazilian state
of the same name. It was
founded in 1546 by the Portuguese and now has around
420,000 inhabitants in an
area of 280 square kilo metres. Almost 40 square kilometres of the city, including the
city centre, is on the island of
São Vicente.
The port of Santos is the biggest
port in Latin America, shipping a
large amount of the world‘s sugar
and coffee exports as well as
oranges and bananas. The port is
also a popular stopping point for
cruise ships with just under a
million passengers disembarking
here in 2010. Santos is an official
Estância balneária, a spa, with
five kilometres of Atlantic beach
gardens and an entry in the
Guinness Book of Records.
A historic tram, Bonde Turístico,
takes tourists on a 45-minute tour
through the old colonial centre,
past the impressive City Hall,
Portuguese tile houses and many
other interesting buildings.
Museu do Café in the former
coffee exchange building pro vides an overview of the history of
the city and coffee farming in the
region. Brazilian plantation owners dominated the coffee market
and set the world coffee price
until the stock market crash in
1929.
For a stunning panorama of the
city, climb up Monte Serrat (415
steps – 157 metres) or take the
funicular. At the top you also find
the church of Nossa Senhora do
Monte Serrat and the former
casino from the 19th century.
During the 2014 World Cup,
Santos inaugurated the Pelé
Museum in honour of the “King of
Football” and their most famous
son Edson Arantes do Nascimento
(Pelé).
[email protected]
hanning-kahl.com
7
TIPPS / TIPS
Erweiterung des Produktportfolios Schienenentwässerung
A New Addition to the Rail-Drainage Product Portfolio
Sarah Poschmann. Aufgrund der großen Nachfrage hat
HANNING & KAHL die Produktpalette im Bereich der Schienenentwässerungskästen erweitert. Neben dem bewährten
Schienenentwässerungskasten für Standard-Rillenprofile und
dem flachen Entwässerungskasten für niedrige Schienenprofile, wurde jetzt noch ein Kasten für mittelhohe Profile ins Produktspektrum aufgenommen.
Um eine sichere Spurführung der
Schienenfahrzeuge dauerhaft zu
gewährleisten, ist es notwendig,
Verunreinigungen, wie Laub,
Sand und Straßenschmutz regelmäßig aus dem Schienenprofil zu
entfernen oder auszuspülen. Die
HANNING & KAHL-Schienenentwässerungskästen leisten hier
verlässlich Abhilfe. Bisher war
der Schienenentwässerungskasten standardmäßig für die Rillenprofile 59Ri bzw. 60Ri und
sehr niedrige Schienenprofile,
wie 53Ri erhältlich. Aufgrund
vermehrter Nachfrage nach einer Lösung für mittelhohe Rillenschienenprofile, wurde jetzt ein
zusätzliches Modell geschaffen.
Der neu entstandene Schienenentwässerungskasten ist u. a. für
die Profile 55G1, 55G2 oder
55N(K) einsetzbar.
Vorteile und Daten im Überblick:
– kompaktes, robustes Stahlgussgehäuse in gängiger Pflastersteingröße
– hochwertige Acryllackierung,
auf Wunsch Streustromisolierung
– Befahrbarkeit bis 12 Tonnen
Achslast durch sichere Befestigung und Abstützung am
Schienensteg bzw. -fuß
– Befestigung mit Spurstangenschrauben (flache Ausführung
in Sonderform), gesamtes Befestigungsmaterial im Lieferumfang enthalten
– Befestigung an üblichen Befestigungspunkten für Spurstangen
– große Reinigungsöffnung mit
Bajonettverschluss
– einfache Spülarbeiten durch
Entwässerungsöffnung ohne
Abnehmen des Deckels möglich
– Anschluss an Kanalisation mit
Außendurchmesser für gängige Drainagerohre
– zur Montage notwendige
Bohrschablonen können von
HANNING & KAHL bezogen
werden
[email protected]
hanning-kahl.com
Der HANNING & KAHL-Schienenentwässerungskasten ist unter anderem für folgende Profile lieferbar:
Ausführungsvariante
Standard Ausführung
flache Ausführung
mittelhohe Ausführung
Schienenprofile
59Ri1, 59Ri2, 60Ri1, 60Ri, 57Ri
53Ri
55G1, 55G2, 55N(K)
Ist Ihr Profil nicht aufgeführt? Gern beraten wir Sie individuell.
Sarah Poschmann. In response to customer demand, HANNING
& KAHL has extended the rail-drainage box product range. In
addition to the proven HANNING & KAHL rail-drainage box for
standard grooved rail profiles and the flat drainage box for low
rail profiles, we now offer customers a drainage box for profiles
of medium-height.
To ensure safe track guidance in
the long-term, contamination such
as leaves, sand and road dirt
must be regularly removed or
flushed from the rail profile. This is
where HANNING & KAHL raildrain age boxes can help. To
date, we have been offering the
HANNING & KAHL drainage
box as a standard for grooved
rail profiles 59Ri and 60Ri and
very low rail profiles such as 53Ri.
Following the great demand for a
solution for medium-high grooved
rail profiles, we have designed an
additional rail-drainage box for
profiles 55G1, 55G2 or 55N(K).
The technical data and ad vantages of HANNING & KAHL raildrainage boxes include:
– compact, robust cast steel housing in common paving stone
dimensions
– high-grade acrylic varnish, with
stray current insulation on request
– can be crossed with axle loads
up to 12 t by safe attachment
and support on the web or foot
of the rail
– attachment with track rod
screws (flat version in special
design)
– the attachment material is
included in the scope of supply
– attachment to normal securing
points for track rods
– large cleaning opening with
bayonet lock
– can be easily flushed through
drainage opening without
removing the lid
– connection to the drainage
system with exterior diameter
for common drainage pipes
– drill templates for assembly can
be procured from HANNING &
KAHL
[email protected]
hanning-kahl.com
HANNING & KAHL provides rail-drainage boxes for the following
profiles, for example:
Version variant
Standard
Flat version
Medium-high version
Rail profiles
59Ri1, 59Ri2, 60Ri1, 60Ri, 57Ri
53Ri
55G1, 55G2, 55N(K)
If your profile is not on the list, just let us know your requirements!
8
TIPPS / TIPS
Carsten Stapke. Rund um unsere Sicherheitsprodukte und Systeme bieten wir viel Service wie Service-Hotline, Störungseinsätze, Fernüberwachung, Anlagenmanagement, Inspektionen, Hauptuntersuchungen sowie Schulungen und Workshops.
Metro Ligero Oeste, Betreiber
eines Straßenbahnsystems in
Madrid
Metro Ligero Oeste operates a
tram system in Madrid
Am 25. und 26. November reiste
unser Kunde Metro Ligero Oeste
mit fünf Technikern an, um mit uns
einen Workshop durchzuführen.
Metro Ligero betreibt hauptsächlich im Südwesten von Madrid ein
Straßenbahnsystem mit 83 Weichen mit elektrischen Weichenantrieben des Typs HWE 61 AVVZVV. Die meisten wurden in den
Jahren 2005 und 2006 geliefert.
Roberto Isabel von unserer spanischen Vertretung A. Paukner SA
war mit den Technikern der
Metro Ligero Oeste in Oerlinghausen, um jeglichen Übersetzungsschwierigkeiten vorzubeugen.
Thema war die Hauptuntersuchung der Weichenantriebe, die
alle fünf bis zehn Jahre fällig ist.
In Spanien gibt es keine Verordnung für Straßenbahnen wie die
BOStrab hier bei uns in Deutschland. Die Argumentation, eine
Hauptuntersuchung
durchzuführen, beruht hier auf der BoStrab und den Empfehlungen in
unserer Betriebsanleitung, auf
der Betriebssicherheit und auf
dem technischen Verständnis, das
sicherheitsrelevante Anlagen gewartet werden müssen.
Es galt, die technischen Inhalte zu
vermitteln, die Wichtigkeit der
Hauptuntersuchung sowie die
Qualität und Sorgfalt, mit der bei
uns gearbeitet wird. Nur so können wir unser Qualitätsversprechen anschaulich machen. Nachdem die ersten Sprachhürden in
Deutsch, Englisch und Spanisch
überwunden waren, fand ein
sehr reger Gedankenaustausch
statt. Die spanischen Techniker
waren sehr gut vorbereitet, weil
sie schon lange mit unseren Weichenantrieben arbeiten. Sie wollten sehen, wie wir technisch an
eine Hauptuntersuchung herangehen und welche Hilfsmittel und
Werkzeuge wir benutzen. Für eine Hauptuntersuchung wird der
Weichenantrieb komplett demontiert und jedes Einzelteil auf
dessen Zustand überprüft, gereinigt und gegebenenfalls erneuert
oder neu beschichtet. Das Endergebnis ist ein nahezu neuwertiger
Weichenantrieb mit einer Neugerätegarantie, der die Techniker sehr beeindruckte.
Unsere Prüfkoffer für rein elektrische Antriebe mit Doppelzugmagnet und für 4-Draht-Technik
stießen ebenfalls auf großes Interesse, auch wenn in Madrid
ausschließlich unsere elektrohydraulischen Weichenantriebe im
Einsatz sind. Der Prüfkoffer wurde angeschlossen und ein Hydraulikaggregat komplett mit
den spanischen Technikern getestet. Nach zwei Tagen intensiver
9
Arbeit hatten alle Teilnehmer viele Informationen gesammelt und
waren sehr zufrieden. Wie auch
schon andere Kunden vorher,
war Metro Ligero beeindruckt
von:
– unserer Offenheit und Freundlichkeit,
– den Arbeitsplätzen (Ausstattung und Gestaltung),
– dem großzügigen Platz zum
Arbeiten,
– der Fertigungstiefe, dem Maschinenpark, der Ordnung,
Sauberkeit und Organisation,
– der Ruhe, Gelassenheit und
dem konzentrierten Arbeiten
der Mitarbeiter sowie
– der Erfahrung und Fachkenntnisse der Mitarbeiter.
Der Kunde möchte die Hauptwartung an seinen Weichenantrieben selbst durchführen. Wir
möchten ihn mit Rat und Tat unterstützen und eine langfristige
Zusammenarbeit anstreben, über
die Ersatzteilversorgung, Prüfgeräte und Schulungen. Hier gibt es
verschiedene Möglichkeiten, eine
reine Ersatzteilversorgung, Lieferung mit Wartungsteilen und eine
Lieferung von vormontierten
Baugruppen. Je nach Wunsch
des Kunden können dazu auch
die benötigten Werkzeuge und
Vorrichtungen geliefert werden.
Denn unser Ziel ist, dass Weichenantriebe mit dem Zeichen
HANNING & KAHL sicher und
zuverlässig arbeiten.
[email protected]
hanning-kahl.com
Techniker der Metro Ligero
Oeste in einem Workshop zum
Thema Hauptuntersuchungen an
Weichenantrieben
Metro Ligero Oeste engineers
overhauling point machines
during a workshop
Metro Ligero Oeste
Metro Ligero Oeste
Carsten Stapke. HANNING & KAHL safety products and
systems are backed up by a number of service products
including a helpline, trouble-shooting, remote monitoring,
equipment management, inspections and overhauls, and a
variety of training courses and workshops.
Five engineers came from Metro
Ligero Oeste to participate in a
workshop at HANNING & KAHL
from 25 to 26 November 2014.
Our customer Metro Ligero
primarily operates a tram system
in the southwest of Madrid with 83
points with electric point machines
of type HWE 61 AVV-ZVV – most
of which were supplied in 2005
and 2006. Roberto Isabel from A.
Paukner SA, our representative in
Spain, accompanied the engineers to Oerlinghausen to make
sure that translation difficulties
could not arise.
On the agenda was the general
overhaul of the point machines
which should take place every 510 years. Spain does not have
tram regulations like the German
BOStrab. The case for general
overhaul is argued by BOStrab
and the recommendations in our
operating manual, functional
relia bility and the technical understanding that safety-relevant
equipment has to be serviced. In
addition to the technical details,
we wished to convey the im portance of general overhaul and
the quality and diligence with
which we at HANNING & KAHL
work. This is important because
we want customers to understand
our commitment to quality.
Once initial language hurdles in
German, English and Spanish
were cleared, ideas were
dynamic ally exchanged. The
Spanish engineers were very well
prepared because they have
been working with our point
machines for a long time. They
wished to see how we approach a
general overhaul from a technical
point of view, and which tools and
aids we use. In a general overhaul, point machines are com plete ly dismantled, and each
individual part is inspected and
cleaned and re-coated or re placed if necessary. The outcome
is a point machine which is as
good as new with a new warranty
certificate, which impressed the
engineers.
There was also great interest in
our testing kits for purely electric
point machines with doubleacting magnet and in four-wire
technology even if only our
electro-hydraulic point machines
are deployed in Madrid. Therefore the HWE testing equipment
for hydraulic point machines was
connected, and the Spanish
engineers tested a hydraulic unit.
After two days of intensive work,
our guests had gleaned a lot of
information and were very satisfied. Like many other customers
before them, the Metro Ligero
engineers told us they were impressed by:
- the openness and friendliness
with which they were received
- the workstations (equipment
and design)
- the amount of workspace
available
- the vertical range of manufacture, machinery, order, cleanliness and organisation
- the calm, relaxed atmosphere
and the focused work of the
employees and
- the experience and expertise of
the employees
Our customers wish to service
their point machines themselves.
However, we would like to
provide advice and assistance,
and aim for a long-term working
relationship by supplying spare
parts, testing equipment and
training workshops. There are
different possibilities, exclusive
supply of spare parts with service
parts and supply of preassembled components. We can
also provide the tools and devices
required if customers wish. Our
objective is to ensure that point
machines which bear the name
HANNING & KAHL function
safely and reliably.
[email protected]
hanning-kahl.com
10
INTERN / OUR NEWS
Get Connected Internet Gateway Card (HCS-EG)
Christian Nagel. Es gibt eine neue Baugruppe für das erfolgreiche HANNING & KAHL-Communication System (HCS), Meldungsübertragungssystem für die Integration in ein Netzwerk.
Die Integration von Bahnsystemen in ein Netzwerk zur Anzeige
und Auswertung in der Leitstelle
ist heute Stand der Technik. Der
Trend, das Meldungsübertragungssystem mit in das Netzwerk
einzubinden, ist nicht mehr aufzuhalten. Die bisherige Lösung
mit dem HCS-Modbus-Gateway
(HCS-MG) hatte den Nachteil,
dass die Baugruppe extern an
das Meldungsübertragungssystem angeschlossen wurde. Dadurch wurde ein serieller Port belegt und die Diagnose war nur
eingeschränkt möglich. Die neue
Ethernet- Gateway- Baugruppe
(HCS-EG) wird einfach in einen
freien Steckplatz des HCS-Geräteträgers gesteckt. Die Spannungsversorgung und die Kommunikation mit der Abfrage-Baugruppe (HCS-V-RT) erfolgt über
die Rückplatine.
Jetzt kann jedes vorhandene
HCS-RII- oder HCS-V-System
ohne Umbau erweitert werden.
Die Einstellung der Baugruppe
erfolgt über die kostenlose Diagnosesoftware (HCSVAssistS). Die
Verbindung zwischen Abfrage
und Ethernet-Gateway erfolgt
via RS485. Dafür wird die
RS485-Schnittstelle der AbfrageBaugruppe belegt, aber auf der
Ethernet-Baugruppe steht wahlweise ein weiterer RS232- oder
RS485-Port zur Verfügung. Auf
der Frontplatte wird der Datenverkehr per Ethernet und seriell
mit LEDs angezeigt. Damit ist eine
HCS-EG,
Stand der
Technik,
Ethernet
Verbindung
für das HCS
System
HCS-EG,
state-of-the-art
technology,
Ethernet
connection
for the HCS
System
Sichtprüfung der Baugruppe jederzeit möglich.
Mit der neuen Ethernet-Baugruppe ist es HANNING &
KAHL wieder einmal gelungen,
eine vorhandene Lösung weiter
zu verbessern und kundenfreundlicher zu gestalten. Bei der
Entwicklung wurde besonders
Wert darauf gelegt, unsere
Erfahrungen sowie neue und
zukünftige Kundenanforderungen umzusetzen. Daher wird das
Gesamtsystem mit der neuen
Baugruppe um folgende Funktionen erweitert:
– Ethernet-Parametrierung mittels HCSVAssistS-Programm,
– Ferndiagnose und Einstellung
des HCS-Systems,
– Einstellen der Uhrzeit über
Broadcast-Befehle aus dem
Netzwerk,
– einfache Integration kundenspezifischer Protokolle.
Die Baugruppe unterstützt heute
bereits drei verschiedene Modbus-TCP-Protokolle und das
HANNING & KAHL-Prozessdaten-Protokoll. Damit ist es ab sofort möglich, ein HCS-System
einfach an eine HANNING &
KAHL-Steuerung (HN-P oder
HVIP) anzuschließen. Wann nutzen Sie das Ethernet? Gern stellen wir Ihnen das Produkt persönlich vor.
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hanning-kahl.com
Christian Nagel. There is a new component for network integration of the successful HANNING & KAHL train-to-wayside
communication system HCS.
Integrating rail systems into a network for display and evaluation
purposes in the central control
room is state of the art. The trend
towards integrating the train-towayside communication system
into the network cannot be stopped. The Ethernet gateway solution offers convincing advantages
over the previous solution with the
HCS Modbus gateway (HCSMG) where the component was
connected externally to the trainto-wayside communication system meaning that a serial port was
occupied, and diagnosis was
limited. The new Ethernet gateway (HCS-EG) is simply inserted
into a free slot on the HCS rack.
Power supply and communication
with the interrogation component
are via the backplane.
HCS-RII and HCS-V systems can
now be extended without modification. The component is set via
the free diagnosis software
(HCSVAssistS). The interrogation
and Ethernet card are connected
via RS485. The RS485 interface
of the interrogation is occupied
for the purpose but a further
RS232 or RS485 port is also
alternatively available on the
Ethernet card component. Ethernet and serial data traffic is
displayed on the front panel with
11
LEDs, allowing visual examination
of the component at all times.
With the new Ethernet component, HANNING & KAHL has
once again succeeded in making
an existing solution better and
more customer-friendly. When
developing the component, we
applied our experience and took
new and future customer requirements into consideration. The new
component adds the following
functions to the overall system:
– Ethernet parameter setting with
HCSVAssistS program
– remote diagnosis and setting of
the HCS system
– setting of the clock time via
broadcast commands from the
network
- easy integration of customerspecific protocols
Today, the component already
supports three different Modbus
TCP protocols and the H&K
process data protocol, making it
possible to simply connect a HCS
system to a HANNING & KAHL
vital controller system (HN-P or
HVIP). When will you change to
Ethernet? We would be delighted
to present the product to you.
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hanning-kahl.com
INTERN / OUR NEWS
Was gibt’s Neues im GB Dienstleistungen?
What‘s New in the Service Division?
Eelco Hoedemaker. Im Geschäftsbereich Dienstleistungen haben sich in letzter Zeit viele Änderungen ergeben – neue Mitarbeiter, aussichtsreiche Projekte, die interne Organisation
wurde selektiv neu geregelt. Und auch in diesem Jahr werden
informative Events für unsere Kunden veranstaltet.
Eelco Hoedemaker. Many changes have taken place in the
Service Division in recent months with regard to new staff,
promising projects and selective changes in internal
organisation. This year, too, there will be many informative
events for HANNING & KAHL customers.
Das Team Service wurde durch
neue Mitarbeiter in den Bereichen GB-Leitung, Vertrieb und
Außendienst verstärkt. Carsten
Stapke unterstützt das Vertriebsteam und konzentriert sich vor
allem auf das Ausland. Willi Hefner und Kay Scharmach sind als
Außendienstmonteure bei unseren Kunden weltweit unterwegs.
Und auch ich bin neu in diesem
Team. Nach der Leitung des Innovationsteams und der Gründung und dem Aufbau der China-Niederlassung, habe ich nun
die Chance bekommen, als Geschäftsbereichsleiter den Dienstleistungsbereich zu verstärken.
Interne Organisation
Um die Lieferzeiten der Ersatzteile mit langer Durchlaufzeit zu verbessern, haben wir die Lagerkapazität durch weitere Paternosterlager erhöht. Diese werden
auch für das Sicherstellen der Teileverfügbarkeit bei Hauptuntersuchungen genutzt. Zudem ist die
Bremsen-Werkstatt innerhalb des
Betriebes umgezogen. Durch das
größere Platzangebot konnte der
Arbeitsbereich für die Durchführung der Hauptuntersuchungen weiter optimiert werden.
The Service team was augmented
by new employees in Divisional
Management, Sales and Field
Service. Carsten Stapke has joined our Sales Team and is focusing
on foreign markets. New field
service engineers Willi Heffner
and Kay Scharmach travel to our
customers worldwide. I am also
new in the team. After leading the
Innovation Team and establishing
and setting up the HANNING &
KAHL subsidiary in China, I was
given the opportunity to head up
the Service Division.
Ein weiteres Projekt war die Verbesserung der Retourenabwicklung. Ein neues im ERP-System integriertes Tool ersetzt die bislang
eingesetzten IT-Lösungen, bei denen noch über mehrere Schnittstellen miteinander kommuniziert
werden musste. Das neue System
ermöglicht jetzt eine zentrale, bereichsübergreifende Abwicklung
der Projekte, bei der alle Beteiligten umgehend die aktuellen Informationen erhalten. Die Einplanung der Außenmontageeinsätze wurde ebenfalls optimiert.
Hier setzen wir jetzt das Instandhaltungsmanagement-Tool TuneQ
von VAB (Verkehrsautomatisierung Berlin) ein.
New projects
Projects are becoming more
work-intensive and we successfully executed a large number of
such tasks in 2014. Following customer requests, we now offer civil
engineering work when installing
and commissioning infrastructure.
New products such as the innovative GuideLight evacuation
system are now also supported by
the Service Division. We are
processing the first projects which
entail the patented laying of the
system on site. Brake projects are
also becoming increasingly more
complex. Many brakes are coming back to HANNING & KAHL
within the context of vehicle refurbishment and general overhauls.
For HTM in The Hague we provide on-site support as well as
overhauls in Oerlinghausen. We
have also reached an important
milestone overhauling VAL vehicles in France in two new projects.
Positive customer feedback tells us
that we are on the “right track“
from a technical and organisational perspective.
Neue Projekte
Wir haben letztes Jahr eine
große Anzahl an Projekten erfolgreich durchführen können, die
stetig umfangreicher werden. So
bieten wir im Bereich der Infrastruktur bei Einbau- und Inbetriebnahme-Projekten auf Kundenwunsch vermehrt Tiefbauleistungen an. Neue Produkte wie
das Intelligente Leitsystem GuideLight werden jetzt auch vom Geschäftsbereich Dienstleistungen
unterstützt. Die ersten Projekte
werden bearbeitet, bei denen
das patentierte Verlegen des Systems vor Ort realisiert wird. Auch
im Bereich der Bremsen werden
die Projekte umfangreicher. Im
Rahmen von Fahrzeug-Modernisierungen und Hauptuntersuchungen gelangen viele Bremsen
zurück zu HANNING & KAHL.
Für HTM in Den Haag bieten wir
nicht nur die Hauptuntersuchung
in Oerlinghausen an, sondern
unterstützen den Kunden auch
vor Ort. Außerdem haben wir
mit zwei neuen Projekten in
Frankreich im Bereich der Hauptuntersuchungen für VAL-Fahrzeuge einen wichtigen Meilenstein erreicht. Positives Kundenfeedback zeigt uns, dass wir technisch und organisatorisch auf
dem richtigen Weg sind.
Informative Events
Erfahrungen mit anderen Verkehrsbetrieben können Sie 2015
wieder austauschen. Der Tag der
Dienstleistungen „Bremsen“ findet
am 22. September in Oerlinghausen statt. Der Tag der Dienstleistungen „Infrastruktur“ wird am
30. September und 1. Oktober
bei der Rostocker Straßenbahn
AG organisiert. Außerdem ist der
Geschäftsbereich Dienstleistungen bei den Messen Drako (Polen), EurasiaRail (Türkei) und UITP
(Italien) vertreten. Wir freuen uns
auf Ihren Besuch!
[email protected]
hanning-kahl.com
Internal organisation
To shorten delivery times for spare
parts with long lead times, we
have increased our storage
capacity with new paternoster
stores. This also ensures avail ability during general overhauls.
The brake workshop has also
moved to a larger area affording
more space for overhauls.
Another project was the improvement of returns handling. We
have replaced the IT solutions
which required communication
via several interfaces with a new
tool which is integrated into the
ERP system. The new system enables central, cross-project processing, with all involved receiving
the latest information without
delay.
By deploying Verkehrsautomatisierung Berlin‘s TuneQ maintenance management tool we have
also optimised the scheduling of
service assignments.
Informative events
We welcome you to exchange
experience and talk shop with
other transport providers this year
again. The Service “Brake Event“
will be taking place on 21 and 22
September in Oerlinghausen. The
Service “Infrastructure Event“ will
be organised at Rostocker
Straßen bahn AG on 30 Sep tember and 1 October 2015. The
Service Division will also be
represented at the Drako
(Poland), EurasiaRail (Turkey) and
the UITP (Italy). We look forward
to seeing you there!
[email protected]
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Optimierung
der Bremsenwerkstatt
Optimising
the brake
workshop
12
NEUE MÄRKTE / NEW MARKETS
GuideLight in der Rettungswegkennzeichnung
GuideLight in Escape Route Signage
Nico Liesenfeld. GuideLight kann zukünftig nicht nur im Bahnbereich eingesetzt werden. Der Markteinstieg in öffentlichen
Gebäuden wie Verwaltungen (Stadtwerken/Verkehrsbetrieben), Kliniken, Hotels, Theatern, Kinos etc. steht kurz bevor.
Um die Vertriebskraft weiter auszubauen und in den angestrebten neuen Märkten mit GuideLight erfolgreich zu sein, haben
wir mit der Firma Ruhstrat Stromversorgungen eine zukünftige
enge Zusammenarbeit vereinbart. Die Firma Ruhstrat beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den
Themen Ersatzstromversorgung
und Rettungswegkennzeichnung
und steht somit den Kunden als
kompetenter Ansprechpartner zur
Seite. Mit gebündeltem Knowhow ist es gelungen, eine Reihe
von attraktiven Komponenten zu
entwickeln, die eine dynamische
Fluchtweglenkung ermöglichen.
Neben dem Kernprodukt, das
bodenintegrierte LED-Band, weisen zukünftig auch dynamische
Bodeneinbauleuchten und dynamische Rettungszeichenleuchten
im Brand- und Gefahrenfall den
optimalen Fluchtweg. Ein Sicherheitslichtgerät empfängt die notwendigen Informationen aus der
Brandmeldeanlage. Diese leiten
durch die Festlegungen der notwendigen Szenarien in einer
Brandfallsteuermatrix die entsprechende dynamische Fluchtweglenkung ein.
Neben den Vorteilen, die sich aus
solch einer Thematik ergeben,
hat GuideLight noch einen entscheidenden Installationsvorteil.
Alle Daten werden über eine
230 V-Leitung aufmoduliert und
bidirektional übertragen. Das erspart zusätzliche Verkabelungen
für Kommunikationssysteme. Auch
ein Austausch bestehender Rettungswegkennzeichnung ist problemlos möglich.
Mehr und mehr werden dynamische Sicherheitsleitsysteme in der
Normenwelt Einzug halten. Derzeit sind Sicherheitsleitsysteme
unter anderem in der Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) A3.4/3 von
05.2009 Stand 06.2011 und der
Berufsgenossenschaftlichen Regel (BGR) 216 (ZH.1/190.1) Stand
07/01 definiert.
In der ASR 3.4/3 steht in Abschnitt 3.2: Optische Sicherheitsleitsysteme sind durchgehende
Leitsysteme, die durch optische
Kennzeichen und Richtungsangaben einen sicheren Fluchtweg
vorgeben. Weiter heißt es in Abschnitt 3.5: Ein dynamisches Sicherheitsleitsystem ist ein optisches Sicherheitsleitsystem, das
seine Richtungsangaben ändern
kann, indem es zum Beispiel im
Bedarfsfall automatisch auf eine
konkrete Brandmeldung mit der
Änderung der Fluchtrichtungsanzeige reagiert.
Wann sind optische Sicherheitsleitsysteme zu installieren?
In der ASR A2.3 sind die Anforderungen hinsichtlich der Ermittlungen und Bewertung von Gefährdungen sowie die Ableitung
von geeigneten Schutzmaßnahmen konkretisiert. Unter Punkt 7
(2) ist definiert: Erforderlichenfalls
ist ein Sicherheitsleitsystem einzurichten, wenn aufgrund der örtlichen oder betrieblichen Bedingungen eine erhöhte Gefährdung vorliegt. Eine erhöhte Gefährdung kann zum Beispiel in
großen zusammenhängenden
oder mehrgeschossigen Gebäudekomplexen bei einem hohen
Anteil ortsunkundiger Personen
mit eingeschränkter Mobilität
vorliegen. Dabei kann ein Sicherheitsleitsystem notwendig sein,
das auf eine Gefährdung reagiert und die günstigste Fluchtrichtung anzeigt.
Zu dynamischen Sicherheitsleitsystemen nimmt die ASR 2.3 unter
Punkt 6.2.3 wie folgt Stellung:
Dynamische Sicherheitsleitsysteme reagieren auf eine Gefahr
(zum Beispiel einen Brand) und
zeigen die günstigste Fluchtrichtung an. Werden dynamische Sicherheitsleitsysteme eingesetzt,
müssen alle sicherheitsrelevanten
Komponenten so gestaltet sein,
dass auch bei Ausfall einzelner
Komponenten die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems erhalten bleibt.
Die technische Entwicklung der
Systeme im Bereich Notbeleuchtung wird ständig vorangetrieben. Die Kombination einer
dynamischen RettungszeichenSteuerung in einer bewährten
und zugelassenen Sicherheitslichtanlage ist, so wie wir sie umsetzen, die technisch und wirtschaftlich beste Lösung. Die Zukunft wird zeigen, dass es mit unserer Entwicklung in die richtige
Richtung geht. Die notwendige
Erfahrung im Umgang mit Notbeleuchtungssystemen und dem
Ansteuern der entsprechenden
Signaltechnik ist bei beiden Unternehmen gegeben. Nun bleibt
zu hoffen, dass die zuständigen
Gremien auch die Normen und
Richtlinien entsprechend anpassen. Der ZVEI hat zum Thema
„effektive Gebäudeevakuierung
mit System“ eine interessante
Broschüre veröffentlicht. Diese
kann dort direkt bezogen werden.
[email protected]
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13
Andreas Ruhstrat, RSV Ruhstrat
Stromversorgungen GmbH zusammen mit Nico Liesenfeld auf
der FeuerTrutz 2015
Andreas Ruhstrat, RSV Ruhstrat
Stromversorgungen GmbH
together with Nico Liesenfeld
at FeuerTrutz 2015
In addition to our core product,
in-ground LED strips, best possible escape routes in fire and
other hazardous situations will
soon also be indicated by dynamic floor-recessed luminaires and
dynamic escape route signage. A
safety lighting device receives the
necessary information from the
fire detection equipment. Dynamic escape routing is indicated
based on scenarios previously
established in a fire control
matrix. Apart from the benefits
which ensue from such cooperation, GuideLight has a decisive
installation advantage. Data is
modulated to a 230 V power
supply line and transmitted bidirectionally. This saves additional
wiring for communication systems.
Existing escape route markings
can also be easily replaced.
More attention will soon be paid
to dynamic safety guidance systems in the world of norms and
standards. At the moment, safety
guidance systems are defined in
the Technical Rules for Workplaces (Technische Regeln für Ar beitsstätten (ASR) A3.4/3 dated
05.2009 as of 06.2011 and the
German trade association regulation (Berufsgenossenschaftlichen
Regel (BGR) 216 (ZH.1/190.1) as
of 07/01.
Nico Liesenfeld. Already successfully deployed in railway
operations, GuideLight is soon
to make its market debut in
public buildings such as
administration offices (public
utility/transport companies),
clinics, hotels, theatres and
cinemas.
For GuideLight to be successful in
the targeted new markets and to
increase the protection provided
by the product, we have agreed
to work closely together with
Ruhstrat
Stromversorgungen.
Ruhstrat has been working on
emergency power supply and
escape route signage for many
years and is a competent partner
for customers. By merging our
expertise, we have developed a
series of attractive components
which enable dynamic escape
routing.
Section 3.2 of ASR 3.4/3 states:
Visual safety guidance systems
are continuous guidance systems
which indicate a safe escape
route by visual signage and
routing directions. Section 3.5
states: A dynamic safety guid ance system is a visual safety
guidance system which can
change routing directions by
automatically reacting e.g. as the
need arises, to a specific fire
alarm by changing the escape
route display.
When must visual safety guidance systems be installed?
guidance system is to be installed
if local or operational conditions
lead to a heightened risk. A
heightened risk can arise e.g. in
large, cohesive complexes or
multi-storey buildings with a high
percentage of persons who are
not familiar with the area and
who have restricted mobility. A
safety guidance system which
reacts to a hazard and indicates
the best escape route may be
necessary. 6.2.3 of ASR 2.3
comments on dynamic safety
guidance systems as follows:
Dynamic safety guidance systems
react to a hazard (e.g. a fire) and
indicate the best possible escape
route. If dynamic safety guidance
systems are used, all safetyrelevant components must be
designed in such a way that the
operability of the overall system is
not impaired if individual components fail.
Emergency lighting systems are
being technically advanced all
the time. The combination of
dynamic rescue signage control in
a proven and an approved safety
lighting system of the type which
we offer is the best available
technical and economically-efficient solution. The future will show
that the products which we are
developing are steps in the right
direction. HANNING & KAHL
and Ruhstrat have the necessary
experience with emergency lighting systems and with control of the
corresponding signalling technology. Now, one can only hope that
the bodies responsible for the
regulations will adapt the norms
and guidelines accordingly. The
German Electrical and Electronic
Manufacturers‘ Association (ZVEI)
has published an interesting
booklet entitled “Effective Systematic Building Evacuation“ which
is available directly from ZVEI.
[email protected]
hanning-kahl.com
Requirements with regard to
identification and assessment of
hazards as well as the derivation
of appropriate protective measures are stipulated in detail in ASR
A2.3. 7 (2) defines the following
requirement: If necessary, a safety
14
CAR NEWS
Jürgen Stammeier. Nürburgring Nordschleife unter 8:00 min:
Na klar, kennen wir schon, Porsche, Ferrari und wie sie alle
heißen. Aber ein SEAT? 7:58,44 min nennt das Werk.
Unabhängige Tests haben diesen
Wert zwar nicht bestätigen können, aber mit den dabei im
Schnitt ermittelten 8:14 min tummelt sich der Cupra dabei mit
ausgewiesenen Sportwagen, wie
zum Beispiel dem Porsche Cayman, auf Augenhöhe. Welches sind
die Zutaten um solche Zeiten zu
erreichen? Man nehme den VierZylinder-Turbo-Motor (Bohrung
x Hub 82,5 x 92,8 mm) mit 280
PS,wie er auch bei den Konzernbrüdern von VW und Audi eingesetzt wird, kombiniere ihn mit
einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe, richtig, kein Doppelkupplungsgetriebe, und verzichte auf
den Allrad-Antrieb. Schon wird in
einer anderen Gewichtsklasse
geboxt, Golf R 1.483 kg, SEAT Leon Cupra 1.366 kg, sprich mit einem Leistungsgewicht von 4,9
kg/PS liegt er klar vor dem Golf
R mit 5,3 kg/PS. Sperrdifferential
und Sportreifen Marke Michelin
Sport Cup 2 im Format 235/35 x
19 an Vorder- und Hinterachse
sorgen für eine angemessene
Verzahnung mit dem Asphalt. Eine von einem unabhängigen
Fachmagazin auf dem kleinen
Kurs in Hockenheim erzielte Zeit
15
von 1:14,7 min macht einem
Fronttriebler alle Ehre und darf
als Benchmark angesehen werden. Dies gilt auch für die Verzögerungswerte, die bei warmer
Bremse 11,8 m/s erreichen, etwas handlicher ausgedrückt aus
100 km/h steht die Fuhre nach
32,7 m. Innenbelüftete Bremsscheiben mit einem Durchmesser
von 370 mm an der Vorderachse
und Vier-Kolben-Bremssätteln sei
Dank. Porsche, ausgewiesener
Spitzenreiter in Sachen negativer
Beschleunigung kann es kaum
besser.
Es bleibt festzustellen: sportwagenähnliche Fahrleistungen gepaart mit völliger Alltagstauglichkeit. Ein Wolf im Schafspelz, der
auf keinem Discounterparkplatz
für Aufsehen sorgt. Und apropos
Discounter, mit einem Grundpreis
von 32.230 Euro und den dafür
gebotenen Fahrleistungen bietet
der Leon Cupra ein ziemlich unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis.
[email protected]
hanning-kahl.com
SEAT LEON ST CUPRA 280
Jürgen Stammeier. The Nürburgring North Loop (Nordschleife)
in less than 8:00 min. "Been there, done that", the likes of
Porsche and Ferrari might say. But a SEAT? 7:58.44 min, the car
maker claims.
Independent tests may not have
confirmed this time, but with its
average of 8:14 min, the Cupra is
rubbing shoulders, man-to-man,
with blue-blooded sports cars like
the Porsche Cayman. So what do
you need to clock up such a time?
SEAT has started with the 4cylinder turbo engine (bore x
stroke: 82.5 x 92.8 mm) with 280
hp as in action in its corporate
cousins at VW and Audi. Combine this with a 6-speed manual
transmission (yes, not a dualclutch transmission) and dispense
with four-wheel drive – and you‘re
already boxing in a different
weight. Compared to the Golf R's
1483 kg, the SEAT Leon Cupra
weighs in at 1366 kg, i.e. with a
power-to-weight ratio of 4.9
kg/hp that puts it well ahead of
the Golf R's 5.3 kg/hp. A limitedslip differential and Michelin Sport
Cup 2 sports tyres measuring
235/35 x 19 at the front and rear
keep the car firmly on the road. A
time of 1:14.7 measured by an independent motoring mag at the
small track in Hockenheim does
real credit to a front-wheel-drive
vehicle and can be said to set new
standards. The same also applies
to the deceleration values of 11.8
m/s with a warm brake – or, to
put it more graphically, from 100
km/h to a standstill in only 37.2 m.
Courtesy of 370 mm diameter
ventilated disc brakes on the front
axle and 4-piston brake callipers.
Porsche, the acknowledged frontrunner in the negative acceleration stakes, could hardly do better.
On the bottom line, you've got
sports car attributes coupled with
complete everyday serviceability.
A wolf in sheep's clothing that'll go
unnoticed in the discount store car
park. And talking of discount:
given the basic price of EUR
32,230 and what you get for your
money, the Leon Cupra comes
with a price/performance ratio to
really write home about.
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16
INTERVIEW
Christian Schmidt, Geschäftsbereichsleiter Leit- und Sicherungstechnik, interviewte Gu Long, der der seit 1. November
2013 Geschäftsführer von HANNING & KAHL Transportation
Systems and Braking Technology (Suzhou) Co. Ltd. ist.
Herr Gu Long, Geschäftsführer
der HANNING & KAHL Transportation Systems and Braking Technology (Suzhou) Co.
Mr Gu Long who has been General Manager of HANNING &
KAHL Transportation Systems and
Braking Technology (Suzhou) Co.
Ltd.
TramNews: Was haben Sie früher beruflich gemacht und welche Erfahrungen haben Sie schon
im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs machen können?
Gu Long: Nach meinem Studienabschluss im Jahr 1987 arbeitete ich für den chinesischen Eisenbahnbereich. Meine erste
Stelle trat ich als Ingenieur bei
CRSC (China Railway Signal and
Communication Co. Ltd) an, die
früher dem Eisenbahnministerium
(MOR) unterstand. Im Jahr 1994
wechselte ich zu DEUTA Shanghai (ein deutsch-chinesisches Joint
Venture) und arbeitete als Technologie-Ingenieur, Abteilungsleiter und stellvertretender Geschäftsführer des Unternehmens.
Ich leitete auch die Abteilung für
Marketing und Vertrieb. In dieser
Zeit arbeitete ich mit vielen Partnerunternehmen für MOR-Projekte wie die Beschleunigung von
Eisenbahnfahrzeugen (1. bis 6.
Speed-up), High-Speed-BahnLinien sowie zahlreiche U-BahnProjekte.
TramNews: Wie sehen Sie den
Markt für Stadt- und Straßenbahnen in China?
Gu Long: Ich denke, dass der
Markt für Straßen- und Stadtbahnen in China sich erst im Aufbaustadium befindet. Jetzt haben
wir eine gute Gelegenheit, viele
Städte bei ihren Bauvorhaben zu
unterstützen, und ich bin sicher,
dass wir erfolgreich sein werden.
TramNews: Ist es bei so vielen
neuen
Straßenbahnsystemen
nicht sinnvoll, eine Richtlinie für
den Bau und den Betrieb von
Stadt- und Straßenbahnen, wie
die in Deutschland bereits vorhandene BOStrab, für China zu
entwickeln?
Gu Long: Ja, ich denke, dass,
wenn einige Projekte fertig gestellt worden sind, die Chinesen
genug Erfahrung gewinnen werden, um eine Reihe von Standards und Normen für Straßenbahnsysteme zusammenzustellen. Wie wir heute wissen, wollen
einige Institute sich darauf vorbereiten.
TramNews: Welche Aufgaben
hat HANNING & KAHL Suzhou
und welchen Nutzen haben unsere Kunden in China?
Gu Long: HANNING & KAHL
Suzhou ist eine Tochtergesellschaft von HANNING & KAHL
Deutschland. Im Prinzip kümmern
wir uns um die gleichen Geschäfte wie die Mutterfirma mit dem
Unterschied, dass wir uns auf den
chinesischen Markt konzentrieren. Die Details haben wir in unserem Strategieplan definiert.
TramNews: Welche Projekte
wurden bereits durch HANNING & KAHL Suzhou betreut?
Gu Long: Wir haben viele
Straßenbahnprojekte nicht nur
für Geschäftsbereich Leit- und Sicherungstechnik, sondern auch
für Geschäftsbereich Bremsen
und Geschäftsbereich Dienstleistungen betreut. Wir haben Aufträge von CSR Guangzhou,
Nanjing Straßenbahnen, CASCO
und Zhuzhou Times erhalten.
Darüber hinaus haben wir einen
Kaufvertrag mit Sifang für das
Zhuhai-Projekt usw. unterzeichnet.
TramNews: Welche zukünftigen
Aufgaben kann HANNING &
KAHL Suzhou zum Nutzen unserer Kunden in China noch übernehmen?
Gu Long: Ich persönlich denke,
es gibt einen großen Bedarf an
Kundenbetreuung in China. Wie
ich bereits erwähnte, zieht der
Straßenbahnmarkt erst an. Wir
werden unsere chinesischen Partner bei der Projektplanung, Beratung, Betriebsführung und der
Erstellung von Normen, mit Hilfe
unserer Muttergesellschaft, die
mehr als 100 Jahre Erfahrung
auf diesem Gebiet in Europa gesammelt hat, unterstützen.
TramNews: Herr Gu Long, wir
danken Ihnen für das Gespräch.
China startet durch
China is Taking Off Messetermine 2015
Expo dates 2015
Christian Schmidt, Head of the Infrastructure and Signalling
Division interviewed Mr Gu Long who has been General
Manager of HANNING & KAHL Transportation Systems and
Braking Technology (Suzhou) Co. Ltd. since 1 November 2013.
TramNews: What did you do
before you took up this position
and what experience do you
have in the sector of public
transport?
Gu Long: I worked for China
railway when I graduated in 1987.
My first position was as an
engineer at CRSC (China Railway
Signaling and Communication
Co. Ltd.), which used to be
subordinate to the Ministry of
Railways (MOR). In 1994, I moved
to DEUTA Shanghai (a SinoGerman JV), and worked as
technology engineer, department
manager and deputy General
Manager. I was also in charge of
marketing and sales. In these
years I worked with many partner
companies for MOR projects on
speeding up train vehicles (1st to
6th speed-up), high-speed train
lines, etc. and many metro projects as well.
TramNews: How do you view
the market for tram and light rail
vehicles in China?
Gu Long: I think the market for
tram and light rail in China is just
starting to grow. We now have a
good opportunity to support
municipal construction in many
cities, and I am sure we will be
successful.
TramNews: With so many new
tram systems, would it not be
expedient to devise an ordinance
for the construction and operation
of tram and light rail vehicles for
China – similar to the BOStrab in
Germany?
Gu Long: Yes, I think that when
some projects have been completed, the Chinese people will
have gained enough experience
to set up a series of standards and
norms for tram systems. As we
know today, some institutes are
going to prepare for it.
TramNews: What does HANNING
& KAHL Suzhou do and how do
our customers in China profit from
this?
Gu Long: HANNING & KAHL
Suzhou is a subsidiary company
of HANNING & KAHL Germany.
In general it will do the same
business as the parent company,
but focus on the Chinese market.
We have defined the details in
our strategy plan.
TramNews: What projects has
HANNING & KAHL Suzhou
already taken care of?
Gu Long: We followed up lots of
tram projects not only for the
Infrastructure & Signalling Division
but also for the Brake Division and
Service Division. We won orders
from CSR Guangzhou, Nanjing
trams, CASCO and Zhuzhou
Times. We have also signed a
purchase agreement with Sifang
for the Zhuhai project, etc.
TramNews: Which other tasks
can HANNING & KAHL Suzhou
perform for the benefit of our
customers in China?
Gu Long: I personally think we
can do a lot for our Chinese
customers. As I mentioned before,
the tram market is just taking off.
We will support our Chinese
partners with project planning,
consulting, operation manage ment and compiling standards
with the help of our mother
company which has more than
100 years of experience in this
sector in Europe.
TramNews: Mr. Gu Long, thank
you for this interview.
06. – 08.03.2015, Eurasia Rail, Istanbul
08. – 10.06.2015, UITP, Mailand
16. – 19.06.2015, SUISSE PUBLIC, Bern
15. – 18.09.2015, HUSUM Wind, Husum
22. – 25.09.2015, TRAKO, Danzig
04. – 07.10.2015, RSSI, Minneapolis
06. – 08.10.2015, Nordic Rail, Jonköping
21.10.2015, Ostwestfälischer Brandschutztag
01. – 02.12.2015, STUVA-Expo, Dortmund
Veranstaltungstermine 2015
Event dates 2015
30. – 01.10.2015, Tag der Dienstleistungen /
Infrastruktur, RSAG Rostock
22.09.2015, Tag der Dienstleistungen/
Bremsen, HANNING & KAHL
Mehr Informationen finden Sie im Internet unter
www.hanning-kahl.de/presse/termine
18
SYSTEMLÖSUNGEN / SYSTEM SOLUTIONS
Neue Lösungsans
Axel Winkler, Vertriebsleiter Verkehrsautomatisierung Berlin
GmbH (VAB). Die Informationstechnik hat in den letzten Jahren einen fulminanten Einzug in den ÖPNV-Unternehmen genommen. Dies betrifft u.a. die Instrumentarien für die Überwachung und Steuerung der Prozesse auf den Betriebshöfen
und in der unmittelbaren Betriebsabwicklung bei der Fahrgastbeförderung im Liniennetz.
Betriebshof-Managementsysteme und ITCS-Lösungen sind heute bereits Standard zahlreicher
Verkehrsunternehmen. Dies ist eigentlich etwas völlig Selbstverständliches, denn letztlich entscheiden die Prozessabläufe in
beiden Prozessfeldern und die
Kommunikation zwischen ihnen
nachhaltig über die Qualität der
„Dienstleistung ÖPNV“.
Die Überwachung und Steuerung
der Betriebsabläufe bei der
Fahrgastbeförderung umfasst die
folgenden wesentlichen Aufgaben:
– die Ermittlung der aktuellen
Fahrzeugstandorte und Überwachung der Fahrplaneinhaltung (Pünktlichkeit),
– die Visualisierung von Standorten, Pünktlichkeit, möglichen
Konflikten etc. zumeist in grafischen oder kartografischen
Darstellungen,
– die operative Steuerung des
Fahrzeugeinsatzes zur Bewältigung von Bedarfsspitzen oder
zum Abbau von Betriebsstörungen,
– die Fahrgastinformation, Anschlussüberwachung bzw. Anschlusssicherung.
Auf den Betriebshöfen werden
dagegen die folgenden Aufgaben wahrgenommen:
– die tagesbezogene oder operative Einsatzplanung von Personalen und Fahrzeugen,
– die Planung der Fahrzeugabstellung,
– die technische Inspektion und
Einsatzvorbereitung bzw. Versorgung mit Betriebsstoffen inklusive der Instandhaltung und
Reparatur von Fahrzeugen,
– die Erfassung sowie Visualisierung der Fahrzeugstandorte.
Dabei werden diese heute noch
häufig separaten Systeme zu19
künftig weiter zusammenwachsen und durch ein einheitliches
und integriertes System abgelöst
oder komplettiert, das durchgängig den Fahrzeugeinsatz über
den Betriebstag sowie die Prozesse auf den Betriebshöfen unternehmensweit plant, überwacht,
operativ disponiert, steuert und
optimiert. Kernstück dieser Lösung
wird eine durchgängige IT- und
vor allem Datenbasis sein.
Diese einheitliche Datenbasis für
alle Prozesse vermeidet Mehrfacherfassungen gleicher Daten,
Dateninkonsistenzen sowie Störungen in den Verarbeitungsprozessen und ist damit die Grundlage für erhebliche Rationalisierungseffekte sowie Verbesserungen bei Stabilität und Verfügbarkeit der IT-Applikation.
Die VAB bietet auf Basis ihrer
Produktfamilien VABdepot und
VABnet eine integrierte Lösung
für eine durchgängige 24-Stunden-Betriebsführung. Dies bedeutet: einheitliches Datenmodell, Informationsflüsse und eine
durchgängige IT-Systemlösung
mit einer prozessfeldübergreifenden Überwachung und Steuerung der Ablaufprozesse auf
dem Betriebshof und im Linienverkehr als der Kern des Systems.
Der erste Schritt zur Zusammenführung der Prozessüberwachung und Steuerung von Linienverkehr und Depot ist zum Beispiel in den Leitstellen der Verkehrsbetriebe in Potsdam und
Chemnitz realisiert. Ein Disponent
verwaltet an seinem Arbeitsplatz
alle erforderlichen Informationen
aus den ITCS- sowie BMS-Prozessen gleichermaßen und übernimmt die Betriebsführung für die
beiden Prozessfelder.
Obgleich bei diesen Beispielen
vor allem eine Zentralisierung
der Arbeitsplätze und noch keine
datenmäßige Systemkopplung
erfolgte, sind bereits wichtige
Verbesserungen in Form von
höherer Prozesstransparenz und
Flexibilität sowie eine Optimierung des Ressourceneinsatzes zu
verzeichnen.
Die nächste Integrationsstufe ist
eine echte Kopplung der Systeme
ITCS und BMS zum Beispiel unter
Nutzung der VDV Schnittstellenempfehlung VDV 461. Diese wurde jüngst in einem gemeinsamen
Projekt der Trapeze AG (Schweiz)
und der VAB für den Autobusbetrieb AVL der Stadt Luxemburg
realisiert und erfolgreich in die
betriebliche Nutzung überführt.
Der nächste Entwicklungsschritt ist
ein durchgängiges System mit einer gemeinsamen Datenbank, einer Bedienoberfläche und einem
Hardwaresystem.
mately determined by the process
sequences in both areas and the
communication between them.
Monitoring and control of passenger transportation operations
comprises the following essential
tasks:
– Ascertainment of vehicle locations and monitoring of timetable adherence (punctuality)
– Visualisation of locations,
punctuality, potential conflicts
etc. mostly in graphic or cartographic representations
– Operative control of vehicle
deployment to cope with peaks
in demand or to reduce mal func tions Passenger infor mation, connection monitoring or
connection guarantee
The following tasks are performed
on depots:
[email protected]
– Daily-based or operative deployment planning of staff and
vehicles
– Planning of vehicle parking
– Technical inspection and de ployment preparation / provision of operating materials including service and repair of
vehicles
– Registration and visualisation of
vehicle locations
Axel Winkler, Sales Manager
Ve r k e h r s a u t o m a t i s i e r u n g
Berlin GmbH (VAB). In recent
years, information technology
has gained a major foothold in
public transport companies
with impact on the instruments
used to monitor and control
the processes on depots and in
the direct handling of passenger transportation on the line
network.
In the future, separate systems still
frequently used for these pur poses will merge closer together
and be supplemented or replaced by a uniform and integrated
system which will consistently
plan, monitor, dispatch, control
and optimise vehicle deployment
on a daily basis, and processes
on all depots operated by a particular company. This solution will
be based on a consistent IT application and, above all, on one
data basis.
Today, depot management systems and intermodal transport
control (ITCS) solutions are standard in public transport comp anies. This is not really surprising
because the sustained quality of
public transport services is ulti -
This common data basis for all
processes prevents multiple
recording of the same data, data
inconsistencies and errors in the
processing sequences, and thus
forms the basis for significant
ätze für eine integrierte Betriebssteuerung
New Approaches to Integrated Operations Management
streamlining and enhanced stability and availability of the IT
application.
VAB offers an integrated solution
for consistent, 24-hour management based on their product
families VABdepot and VABnet.
This means: a standard data
model, information flow and a
consistent, integrated IT solution
with monitoring and control of
sequences on the depot and on
scheduled services at the core of
the system.
The first step towards merging
monitoring and control of scheduled services and depot sequences has been implemented in the
operation control centres of transport authorities in Potsdam and
Chemnitz, for example. From his
workstation, the respective dis patcher manages all necessary
information from the ITCS and
BMS depot management processes and takes over the operational management of the two
process fields.
Although the examples cited concentrated on centralisation of
workstations without data coupling, major improvements have
already been made in the form of
greater process transparency and
flexibility and optimisation of
resource deployment.
The next integration stage will be
real coupling of the ITCS and
BMS systems e. g. using the VDV
interface recommendation VDV
461, as recently realised and successfully transferred into operational use in a project jointly managed
by
Trapeze
AG
(Switzerland) and VAB for Autobus de la Ville de Luxembourg
(AVL) in the City of Luxembourg.
The next step will be an inte grated system with one common
database, one user interface and
one hardware system.
[email protected]
20
DER EISENBAHNFAN / TRAINSPOTTER
Ballarat Tramway Museum
Ballarat Tramway Museum
Jochen Wiegelmann. Ballarat liegt etwa 120 Kilometer nordwestlich von Melbourne im australischen Bundesstaat Victoria. In dem ehemaligen Goldgräberstädtchen leben etwa
86.000 Einwohner, damit ist es die drittgrößte Stadt in Victoria
nach Melbourne und Geelong.
1
In Victoria fuhren Straßenbahnen
in den Städten Melbourne, Geelong, Ballarat und Bendigo. Das
Netz in Melbourne hat derzeit eine Streckenlänge von etwa 250
Kilometer und ist damit das größte der Welt. In Ballarat und Bendigo sind jeweils Museumsbahnen
auf einem kleinen Streckenrest im
Einsatz, in Geelong fährt seit
1956 allerdings nur noch der Bus.
2
Die Strecke des Ballarat Tramway
Museums befindet sich am Lake
Wendouree, wo 1956 bei den
Olympischen Sommerspielen von
Melbourne die Ruderwettbewerbe durchgeführt wurden. Bis auf
die neu errichteten Wagenhallen
des Museums ist der Verlauf der
1,3 Kilometer langen Strecke original erhalten und führt durch
den Botanischen Garten.
Der Verein gründete sich im Frühjahr 1971, noch bevor im Herbst
1971 die letzte Bahn fuhr. Leider
wurde das historische, alte Depot
von der Stadt verkauft und abgerissen, daher musste ein Neubau auf der grünen Wiese erfolgen. Der erste Betrieb als Museumsstraßenbahn fand dann im
Oktober 1974 statt, nachdem eine neue Gleichrichterstation errichtet wurde. Diese ging leider
im Oktober 2004 nach einem
Blitzeinschlag in Flammen auf
und musste erneuert werden.
Ein einziges Fahrzeug im Museum wurde neu an Ballarat geliefert, Tram No.1 wurde 1887 als
Doppeldecker- Pferdebahnwagen geliefert. Nach der Aufnahme des elektrischen Betriebs
1905 fuhren diese Wagen noch
als Beiwagen der elektrischen
Triebwagen bei besonders starken Passagieraufkommen. Der
Wagenkasten wurde Ende der
zwanziger Jahre als Schuppen
verkauft und 1985 wiederentdeckt. Bei der Aufarbeitung bekam er ein Untergestell eines
Melbourner Cable Cars.
Neben der Museumsstraßenbahn (www.btm.org.au) hat
Ballarat eine sehenswerte Innenstadt im viktorianischen Stil sowie
ein preisgekröntes Freilichtmuseum zu bieten.
[email protected]
hanning-kahl.com
3
21
1
TW 40 wurde 1913 als C-Klasse
in Melbourne in Dienst gestellt,
kam erst 1951 nach Ballarat und
beförderte dort am 19. September 1971 die allerletzten Fahrgäste dieser Bahn.
Number 40 entered service as a
C class in Melbourne in 1913. It
came to Ballarat in 1951 and
carried the last passengers on
Ballarat Tramway network
19.09.71
2
Auch diese drei Triebwagen
wurden ursprünglich für Melbourne gebaut. Tw 26 und 33
sind Fahrzeuge der M-Klasse,
Tw 8 ist ein „Schienenputzer“
(engl. scrubber car) zum Reinigen der Rillen mittels Wasserstrahl und der Schienenköpfe
mittels Bürsten.
These three railcars were
originally built for Melbourne.
Numbers 26 and 33 are M class
trams, Number 8 is a scrubber
car which cleans the grooves
with a water jet and the rail
heads with brushes.
3
Tw 18 wurde 1913 als H-Klasse
für Melbourne gebaut, wo er bis
1931 im Einsatz war. Nach weiteren 40 Betriebsjahren in Ballarat, steht er nun als Museumsfahrzeug abfahrbereit am Ende
der Strecke.
Number 18 was built in 1913 as
an H class tram for Melbourne,
where it remained in service until
1931. After another 40 years of
operation in Ballarat, the museum vehicle is seen here ready for
departure at the end of the line.
4
Tw 671 wurde 1934 ebenfalls für
Melbourne als W4-Klasse gebaut. Von dort kam er 1975 zum
Museum nach Ballarat.
Number 671 was also built for
Melbourne as a W4 class tram
in 1934. It came to the museum
in Ballarat in 1975.
4
Jochen Wiegelmann. Ballarat is about 120 km north-west of
Melbourne in the Australian state of Victoria. The former goldmining town has around 86,000 inhabitants, making it the thirdlargest city in Victoria after Melbourne and Geelong.
Trams used to run in Melbourne,
Geelong, Ballarat and Bendigo.
Melbourne’s network currently
has a length of 250 km and is
the largest in the world. Ballarat
and Bendigo operate tramway
museums on a few remaining
tracks, and buses took over completely from trams in Geelong in
1956.
Ballarat Tramway Museum is at
Lake Wendouree, which hosted
the rowing competitions during
the Summer Olympics of 1956.
The museum‘s car sheds are new
but the 1.3km track which runs
through the Botanical Gardens is
original.
The Tramway Museum was
founded in spring 1971, even
before the last train ran in the
autumn of the same year. Sadly,
the historic, old depot was sold by
the city and demolished, and a
new building had to be erected
on a greenfield site. Museum
operation started in October
1974 after a new sub-station was
built. Unfortunately this went up in
flames after a lightning strike in
October 2004 and had to be
replaced.
One of the museum‘s fleet is from
the original delivery to Ballarat
Tramway Company. Tram No. 1
was delivered in 1887 as a
double-decker horse-drawn vehicle. After electrical operation
started in 1905, these cars only
drove as trailers of electric railcars during the rushhour. The
body was sold at the end of the
Vorschau Ausgabe Juni 2015
A look ahead to our next issue June 2015
INNOVATIONEN UND
TRENDS
GuideLight als Evakuierungssystem bei der DB in München
TIPPS
Hochtemperaturanwendungen
bei Bremssystemen
VOR ORT
Betriebshof Freiburg
AKTUELLES
Flexible Lösungen für LEDSignale mit Sicherheitsnachweis
1920s as a shed and rediscovered in 1985. It was reconditioned
and given a base from a Mel bourne cable car.
In addition to the tramway museum (www.btm.org.au), Ballarat
also has a particularly interesting
Victorian town centre and an
award-winning open-air mu se um.
[email protected]
hanning-kahl.com
Herausgeber/Published by
HANNING & KAHL GmbH & Co KG,
Rudolf-Diesel-Straße 6
33813 Oerlinghausen
Telefon: +49 5202 707-600
Telefax: +49 5202 707-629
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Redaktion/Editor: Wolfgang Helas
INNOVATIONS AND
TRENDS
GuideLight as an evacuation system at Deutsche Bahn in Munich
TIPS
Brake systems in high-temperature applications
ON THE SPOT
Freiburg Depot
CURRENT TOPICS
Flexible solutions for LED signals
with safety verification
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Sigrid Riewe-Scholz
Übersetzung/Translation:
Helen Cleary
Satz und Litho/
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Der Bezug ist kostenlos. Der Inhalt der
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