Huber DeWaTec

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BatchPLUS®
Komplettanlagen & Nachrüstsätze
Betriebsanleitung
Wichtiger Hinweis zur
CE-Kennzeichnung von Nachrüstsätzen
auf Seite 5
BatchPLUS®
Huber DeWaTec
Stand 02/2012
Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassungen
Komplettanlagen
Z-55.3-92
Z-55.3-122
Z-55.3-123
Z-55-31-387
Nachrüstsätze
Z-55.3-70
Z-55.3-120
Z-55.3-121
Hersteller
Huber DeWaTec GmbH
Brassertstr. 251
D-45768 Marl
Alle Rechte vorbehalten.
Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz.
Vervielfältigung sowie Weitergabe an Dritte nur mit Genehmigung des Herstellers.
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BatchPLUS - Komplettanlagen & Nachrüstsätze
Betriebsanleitung Stand: Feb-12
Seite 2
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Inhalt
1 2 3 4 CE-KENNZEICHNUNG NACH EN 12566-3 ................................................................................... 5 1.1 CE-KENNZEICHNUNG BATCHPLUS® KOMPLETTANLAGEN ..............................................................................6 1.2 CE-BEGLEITDOKUMENT BATCHPLUS® KOMPLETTANLAGE ............................................................................7 1.3 CE-KENNZEICHNUNG BATCHPLUS® NACHRÜSTSÄTZE ..................................................................................8 1.4 CE-BEGLEITDOKUMENT BATCHPLUS® NACHRÜSTSATZ ................................................................................9 WICHTIGE INFORMATIONEN ..................................................................................................... 10 2.1 SCHÄDLICHE STOFFE UND DEREN FACHGERECHTE ENTSORGUNG ................................................................11 2.2 DAS TYPENSCHILD ....................................................................................................................................13 2.3 DAS BETRIEBSTAGEBUCH ..........................................................................................................................13 2.4 DER WARTUNGSDIENST .............................................................................................................................13 PRODUKTBESCHREIBUNG........................................................................................................ 14 3.1 ALLGEMEINES............................................................................................................................................14 3.2 BESTIMMUNGSGEMÄßER GEBRAUCH ..........................................................................................................14 LIEFERUMFANG .......................................................................................................................... 15 4.1 DEWATEC BATCHPLUS® KOMPLETTANLAGE IM RECHTECKBEHÄLTER .........................................................15 4.2 DEWATEC BATCHPLUS® KOMPLETTANLAGE IM RUNDBEHÄLTER ................................................................16 4.3 DEWATEC BATCHPLUS® NACHRÜSTSATZ .................................................................................................17 4.4 SCHALTSCHRANKVARIANTEN PURE – RELAX – COMFORT ............................................................................18 5 FUNKTIONSBESCHREIBUNG .................................................................................................... 21 6 TRANSPORT UND LAGERUNG .................................................................................................. 23 7 8 6.1 ALLGEMEINER TRANSPORT ........................................................................................................................23 6.2 ABMESSUNGEN .........................................................................................................................................23 6.3 LAGERUNG ................................................................................................................................................23 6.4 BE- UND ENTLADEN AM EINBAUORT ............................................................................................................23 SICHERHEITSHINWEISE............................................................................................................. 24 7.1 ALLGEMEINE SICHERHEITSHINWEISE ..........................................................................................................24 7.2 BEGRIFFSDEFINITION .................................................................................................................................24 7.3 GEFÄHRDUNGSANALYSE ............................................................................................................................24 7.4 VERWENDETE WARNSYMBOLE ...................................................................................................................25 7.5 SORGFALTSPFLICHT DES BETREIBERS ........................................................................................................25 7.6 SICHERHEITSHINWEISE FÜR FACHPERSONAL ..............................................................................................26 7.7 RETTUNGSMAßNAHMEN .............................................................................................................................26 EINBAU ......................................................................................................................................... 27 ®
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8.1 EINBAUANLEITUNG DEWATEC BATCHPLUS® KOMPLETTANLAGE - RECHTECKBEHÄLTER.............................. 27 8.2 EINBAUANLEITUNG DEWATEC BATCHPLUS® KOMPLETTANLAGE - RUNDBEHÄLTER ..................................... 36 8.3 EINBAUANLEITUNG DEWATEC BATCHPLUS® NACHRÜSTSATZ .................................................................... 41 8.4 EINBAUANLEITUNG SCHALTSCHRÄNKE UND -KONSOLEN PURE – RELAX - COMFORT ..................................... 52 9 BETRIEB ...................................................................................................................................... 66 9.1 DAS DEWATEC KONTROLLMODUL RELAX .................................................................................................. 66 9.2 DAS DEWATEC-KONTROLLMODUL COMFORT .......................................................................................... 68 9.3 KANÄLE UND FUNKTIONSGRUPPEN ............................................................................................................ 70 9.4 MENÜSTRUKTUR DER STEUEREINHEIT ....................................................................................................... 71 9.5 DAS INFO-MENÜ ....................................................................................................................................... 71 9.6 DAS SERVICE-MENÜ ................................................................................................................................. 72 9.7 DER HANDBETRIEB ................................................................................................................................... 72 9.8 STEUERUNG NEUSTART ............................................................................................................................ 72 10 WARTUNG ................................................................................................................................ 73 10.1 WARTUNGSARBEITEN GEMÄß ALLGEMEINER BAUAUFSICHTLICHER ZULASSUNG......................................... 73 10.2 WARTUNG DER LUFTVERDICHTER .......................................................................................................... 74 10.3 WARTUNGSARBEITEN PURE - RELAX ...................................................................................................... 74 10.4 WARTUNGSARBEITEN COMFORT ............................................................................................................ 75 11 AUßERBETRIEBNAHME UND ENTSORGUNG ...................................................................... 79 11.1 VORÜBERGEHENDE AUßERBETRIEBNAHME ............................................................................................. 79 11.2 DEMONTAGE DER GESAMTANLAGE ........................................................................................................ 79 11.3 ENTSORGUNG ....................................................................................................................................... 79 12 FEHLERMELDUNG UND FEHLERBEHEBUNG...................................................................... 80 13 CHECKLISTE MONTAGE UND INBETRIEBNAHME .............................................................. 81 14 CHECKLISTE WARTUNG ........................................................................................................ 82 15 GARANTIE UND GEWÄHRLEISTUNGSBEDINGUNGEN ........ FEHLER! TEXTMARKE NICHT
DEFINIERT. 16 ADRESSEN ............................................................................................................................... 84 ®
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1
CE-Kennzeichnung nach EN 12566-3
durch das Inkrafttreten der EN 12566-3 ab Juli 2010 haben sich einige Änderungen bei der Kennzeichnung von
Kleinkläranlagen ergeben:
Die EN 12566-3 bezieht sich auf im Werk vorgefertigte bzw. vor Ort montierte Kleinkläranlagen. Bei der
DeWaTec BatchPLUS® Komplettanlage handelt es sich um eine im Werk vorgefertigte Kleinkläranlage, die
bereits die Prüfung nach EN 12566-3 absolviert hat.
Bei der Montage eines Nachrüstsatzes handelt es sich um eine vor Ort montierte Kleinkläranlage. Die CEKennzeichnung muss von demjenigen erbracht werden, der durch Zusammenfügen von Nachrüstsatz und
Behälter vor Ort eine Kleinkläranlage erstellt.
Wie erkläre ich die CE-Konformität nach EN 12566-3 für Nachrüstsätze?



Stellen Sie sicher, dass der Behälter eine CE-Kennzeichnung nach EN 12566-3 hat.
Stellen Sie sicher, dass der Nachrüstsatz eine Einbauerklärung nach MaschRL 2006-42-EG hat.
Montieren Sie den Nachrüstsatz gem. Einbauanleitung (Kap. 8.3)
Erklären Sie die CE-Konformität gem. EN 12566-3, in dem Sie das
Begleitdokument (Kap. 1.4) sowie den Aufkleber um Ihren Firmennamen ergänzen.
Die im Begleitdokument aufgeführten Werte zur Reinigungsleistung wurden durch eine Prüfung bei einer
benannten Stelle ermittelt und beziehen sich stets auf die geprüfte Anlage. Den Namen der Prüfstelle sowie die
Nummer des Prüfberichtes finden Sie in der Einbauerklärung.
Wir setzen voraus, dass der Einbau des Nachrüstsatzes in einen Behälter erfolgt, der die Prüfung nach EN
12566-3 absolviert hat und den Vorgaben der beigefügten abwassertechnischen Berechnung entspricht.
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1.1
CE-Kennzeichnung BatchPLUS® Komplettanlagen
EG-Konformitätserklärung nach Maschinenrichtlinie Anhang II1A
Hersteller:
Bevollmächtigte für
Dokumentation:
HUBER DeWaTec GmbH
Brassertstr. 251
D-45768 Marl
Tel: +49 (0)2365-508830
Telefax: +49 (0)2365-5088311
Simone Wolf, Produkt-Management
®
erklärt hiermit, dass das Produkt BatchPLUS Komplettanlage
den Bestimmungen folgender Richtlinien entspricht:
1) „Richtlinie 2006/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17.Mai 2006 über
Maschinen und zur Änderung der Richtlinie 95/16/EG (Neufassung)“
Die speziellen technischen Unterlagen gemäß Anhang VII Teil B wurden erstellt. Die Erfüllung der
grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen nach Anhang I der Richtlinie
wurde sicher gestellt durch Anwendung der harmonisierten Norm:
DIN EN ISO 14121-1:2007
Sicherheit von Maschinen - Risikobeurteilung
Teil 1: Leitsätze
2) „Richtlinie 89/106/EWG des Rates vom 21.Dezember 1988 zur Angleichung der Rechts- und
Verwaltungsvorschriften der Mitgliedsstaaten über Bauprodukte“
Der Nachweis der Brauchbarkeit erfolgte durch Prüfung gemäß den Vorgaben aus den
entsprechenden Abschnitten der Norm:
DIN EN 12566-3:2005 Kleinkläranlagen für bis zu 50 EW Teil 3: Vorgefertigte und/oder vor Ort
montierte Anlagen zur Behandlung von häuslichem Schmutzwasser
durch nachfolgende „Benannte Stelle“:
MFPA Weimar
Coudraystr. 9
D-99423 Weimar
Prüfbericht-Nr.:
B 31.07.498.01
3) „Richtlinie 2004/108/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004
zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten über die elektromagnetische
Verträglichkeit und zur Aufhebung der Richtlinie 89/336/EWG“
4) „Richtlinie 2006/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006
zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten betreffend elektrische
Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen“
Die Firma HUBER DeWaTec GmbH verpflichtet sich, einzelstaatlichen Stellen auf begründetes Verlangen die speziellen Unterlagen zu
diesem Produkt in Schriftform zur Verfügung zu stellen.
Marl, 29.12.2009
Simone Wolf (Produktmanager)
®
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1.2
CE-Begleitdokument BatchPLUS® Komplettanlage
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11
EN 12566‐3
Vorgefertigte Kläranlage
zur Behandlung von häuslichem Abwasser
— Referenznummer des Produktes:
UBP
— Material:
PE
Wirksamkeit der Behandlung:
Wirkungsgrad der Reinigungsleistung
CSB:
92,4%
(bei einer geprüften organischen
BSB5:
98,1%
Tagesschmutzfracht BSB5 = 0,18 kg/d)
SS:
99,8%
Reinigungskapazität (Bemessung):
— Nominale organische Tagesschmutzfracht (BSB5)
— Nominaler Tageszufluss (Q N)
0,24
kg/d
0,6
m³/d
Wasserdichtheit: (Prüfung mit Wasser)
Bestanden
Standfestigkeit: (Prüfung in der Prüfgrube)
Bestanden
Dauerhaftigkeit
Bestanden
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1.3
CE-Kennzeichnung BatchPLUS® Nachrüstsätze
Einbauerklärung nach Maschinenrichtlinie Anhang II1B
Hersteller:
Bevollmächtigte für
Dokumentation:
HUBER DeWaTec GmbH - Brassertstr. 251 - D-45768 Marl
Tel: +49 (0)2365-508830 - Telefax: +49 (0)2365-5088311
Simone Wolf, Produkt-Management
®
erklärt hiermit, dass das Produkt BatchPLUS Nachrüstsatz für Kleinkläranlagen bis 50 EW
den Bestimmungen folgender Richtlinien entspricht:
1) „Richtlinie 2006/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17.Mai 2006 über
Maschinen und zur Änderung der Richtlinie 95/16/EG (Neufassung)“
Die speziellen technischen Unterlagen gemäß Anhang VII Teil B wurden erstellt. Die Erfüllung der
grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen nach Anhang I der Richtlinie
wurde sichergestellt durch Anwendung der harmonisierten Norm:
DIN EN ISO 14121-1:2007 Sicherheit von Maschinen - Risikobeurteilung Teil 1: Leitsätze
2) „Richtlinie 89/106/EWG des Rates vom 21.Dezember 1988 zur Angleichung der Rechts- und
Verwaltungsvorschriften der Mitgliedsstaaten über Bauprodukte“
Der Nachweis der Brauchbarkeit erfolgte durch Prüfung gemäß den Vorgaben aus den
entsprechenden Abschnitten der Norm:
DIN EN 12566-3:2005 Kleinkläranlagen für bis zu 50 EW Teil 3: Vorgefertigte und/oder vor Ort
montierte Anlagen zur Behandlung von häuslichem Schmutzwasser
durch nachfolgende „Benannte Stelle“:
NB 1739
Prüfinstitut für Abwassertechnik GmbH
Hergenrather Weg 30
D-52074 Aachen
Prüfbericht .:
PlA2009-1 13837
3) „Richtlinie 2004/108/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004
zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten über die elektromagnetische
Verträglichkeit und zur Aufhebung der Richtlinie 89/336/EWG“
4) „Richtlinie 2006/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006
zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten betreffend elektrische
Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen“
Dieser Nachrüstsatz darf nur verwendet werden in Kombination mit Behältern, die den Vorgaben der beigefügten klärtechnischen
Berechnung entsprechen. Vor dem Inverkehrbringen hat die natürliche oder juristische Person, die den Nachrüstsatz mit einem adäquaten
Behälter zu einer Kleinkläranlage komplettiert, sicher zu stellen, dass das Gesamtsystem den Anforderungen aller einschlägigen
anzuwendenden Richtlinien entspricht. Die Firma HUBER DeWaTec GmbH verpflichtet sich, einzelstaatlichen Stellen auf begründetes
Verlangen die speziellen Unterlagen zu diesem Produkt in Schriftform zur Verfügung zu stellen.
Marl, 29.12.2009
Simone Wolf (Produktmanager)
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1.4
CE-Begleitdokument BatchPLUS® Nachrüstsatz
Name des Inverkehrbringers
11
EN 12566-3
Vorgefertigte Kläranlage
zur Behandlung von häuslichem Abwasser
— Referenznummer des Produktes:
BP
— Material:
Beton
Wirksamkeit der Behandlung:
Wirkungsgrad der Reinigungsleistung
CSB:
93,7%
(bei einer geprüften organischen
BSB5:
97,2%
Tagesschmutzfracht BSB5 = 0,19 kg/d)
SS:
96,4%
Reinigungskapazität (Bemessung):
— Nominale organische Tagesschmutzfracht (BSB5)
— Nominaler Tageszufluss (Q N)
0,24
kg/d
0,6
m³/d
Wasserdichtheit: (Prüfung mit Wasser)
Bestanden
Standfestigkeit: (Prüfung in der Prüfgrube)
Bestanden
Dauerhaftigkeit
Bestanden
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2
Wichtige Informationen
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, dass Sie sich für den Erwerb einer DEWATEC BatchPLUS® Kleinkläranlage entschieden haben.
Mit der DeWaTec BatchPLUS® Kleinkläranlage als Komplettanlage oder Nachrüstsatz für die bestehende Grube
erhalten sie ein Qualitätsprodukt, das Ihr Abwasser zuverlässig reinigt. Die Anlage ist ausgelegt für die
Einleitung häuslichen Schmutzwassers.
Die DEWATEC BatchPLUS® arbeitet nach dem SBR-Verfahren und erfüllt die vom DIBt geforderten
Reinigungsklassen. Dieses wurde in einer dauerhaften Prüfung durch ein unabhängiges Prüfinstitut
nachgewiesen.
Lassen Sie sich nach erfolgter Inbetriebnahme in die Anlagentechnik und Funktion der BatchPLUS® Anlage
einweisen. Diese Einweisung ist zu bescheinigen.
Lesen Sie bitte vorab diese Informationen, um einen ordnungsgemäßen Betrieb sowie die Einhaltung der
geforderten Ablaufwerte dauerhaft zu gewährleisten.
Die vollständige Betriebsanleitung ist direkt an der Anlage aufzubewahren, so
dass sowohl Betreiber als auch qualifiziertes Fachpersonal jederzeit Einsicht
nehmen können.
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2.1
Schädliche Stoffe und deren fachgerechte Entsorgung
In den letzten Jahren haben sich im Bereich der Waschmittel zur Reinigung von Kleidungsstücken in
Waschmaschinen zunehmend Flüssigwaschmittel etabliert und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Auch für
Geschirrspülmaschinen findet man verstärkt flüssige Geschirrspülmittel. Im Gegensatz zu den pulverförmigen
Waschmitteln enthalten die flüssigen u. a auch Konservierungsmittel, die vor einem mikrobiellen Befall schützen
sollen. Diese Konservierungsmittel haben eine stark desinfizierende Wirkung, die sich auch nach dem Einsatz
des Waschmittels z. B. in Ihrer Kleinkläranlage bemerkbar machen, indem sie die für die biologische Reinigung
des Abwassers erforderlichen Mikroorganismen abtöten. Die Funktionsfähigkeit Ihrer Kleinkläranlage ist dann
nicht mehr gegeben und führt zu einer Überschreitung der gesetzlich geforderten Ablaufwerte.
Wir bitte Sie deshalb in Ihrem eigenen Interesse, zusätzlich zu den in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten
Störstoffen, auch die bei Ihnen eingesetzten Flüssigwaschmittel, Weichspüler und ggf. sonstige Flüssigreiniger
auf das Vorhandensein solcher Konservierungsmittel zu kontrollieren. Achten Sie dabei auf die Angabe:
„ BENZISOTHIAZOLINONE“
Wasch- und Reinigungsmittel sowie Weichspüler mit diesem Inhaltsstoff sollten in Verbindung mit einer
Kleinklärlage nur ausnahmsweise bzw. gar nicht verwendet werden. Bitte setzen Sie stattdessen Pulver- oder
Tab-Waschmittel und Reiniger ein und verzichten Sie auf Weichspüler, da diese bereits in den meisten
Vollwaschmitteln enthalten sind.
Sollten Sie Probleme mit Ihrer Anlage haben, sprechen Sie mit Ihrer Wartungsfirma darüber. Diese wird Ihnen
gerne bei der Lösung dieses Problems behilflich sein.
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Stoffe, die nicht in den
Ausguss bzw. in die
Wo sie gut aufgehoben
Was sie anrichten:
sind:
Toilette gehören:
Chemikalien
Vergiften Abwasser, führen zur Zersetzung des
Sammelstellen
Betons
Farben
Vergiften das Abwasser
Sammelstellen
Fotochemikalien
Vergiften das Abwasser
Sammelstellen
Desinfektionsmittel
Tötet Bakterien
Nicht verwenden!
Medikamente
Vergiften das Abwasser
Sammelstellen, Apotheken
Ohrstäbchen, Slipeinlagen,
Führen zu Verstopfungen, nicht zersetzbare
Mülltonne
Windeln, Heftpflaster,
Plastikfolien verschandeln Gewässer
feuchtes Toilettenpapier
Pflanzenschutzmittel
Vergiften das Abwasser
Sammelstellen
Pinselreiniger, Verdünner
Vergiften das Abwasser
Sammelstellen
Putzmittel, außer solche die
Vergiften das Abwasser, zerfressen
Sammelstellen
chlorfrei (umweltverträglich)
Rohrleitungen und Dichtungen
sind
Rohrreiniger
Zerfressen Rohrleitungen und Dichtungen,
Sammelstellen
vergiften das Abwasser
Schädlingsbekämpfungs-
Vergiften das Abwasser
Sammelstellen
Speiseöl, Frittierfett
Führt zu Ablagerungen und Rohrverstopfungen
Sammelstellen
Speisereste
Führen zu Verstopfungen, locken Ratten an
Mülltonne bzw. Bioabfall
Tapetenkleister
Führt zu Verstopfungen
Sammelstellen
Textilien (z.B.
Verstopfen Rohrleitungen, können ein Pumpwerk Altkleidersammlung
Nylonstrümpfe, Putzlappen,
lahm legen
mittel, Pflanzenschutzmittel
Taschentücher etc.)
Vogelsand, Katzenstreu
Führt zu Ablagerungen und zu
Mülltonne
Rohrverstopfungen
WC-Steine
Vergiften das Abwasser
Nicht verwenden!
Zementwasser
Lagert sich ab, verbetoniert
Über Fachfirma entsorgen
Zigarettenstummel (Kippen)
Lagern sich in der Kläranlage ab
Mülltonne
Grundsätzlich sind der Anlage nur Stoffe zuzuführen, welche in ihrer Charakteristik häuslichem Schmutzwasser
entsprechen.
Biozide, toxisch wirkende oder biologisch nicht verträgliche oder abbaubare Stoffe dürfen nicht in die Anlage
gelangen, da sie zu biologischen Prozessproblemen führen.
Bei Fragen zu dieser Problematik bzw. zu Ihrer Anlage wenden Sie sich bitte an den Hersteller.
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2.2
Das Typenschild
Alle wichtigen Kenndaten Ihrer Kleinkläranlage finden Sie auf dem Typenschild, welches auf der Abdeckhaube
der Schaltkonsole oder auf dem Schaltschrank angebracht ist. Das Typenschild enthält die nachfolgenden
Informationen:
DEWATEC BatchPLUS®
Auftrags-Nr.:
BP 800000/2
Typenbezeichnung:
V 25
Gebläse Typ / max. EW:
LA 80/4
Elektrischer Anschlusswert:
0,086 KW
VNutz Schlammspeicher:
4,18 m³
VNutz Vorlagebehälter:
0,42 m³
VNutz Reaktorbecken:
1,48 m³
Hmax Primärschlammspiegel
1,04 m
Zulassungsnummer:
Z-55.3-XYZ
Ablaufklasse
C
Beispiel Typenschild
2.3
Das Betriebstagebuch
Jeder DEWATEC BatchPLUS® Anlage liegt ein Betriebstagebuch bei. Tragen Sie hier die Ergebnisse Ihrer
Kontrollen, die Betriebsstunden sowie besondere Ereignisse ein. Die Betriebsstunden lesen Sie durch Drücken
der Taste oper. hrs aus.
2.4
Der Wartungsdienst
Um einen reibungslosen Betrieb auf Dauer gewährleisten zu können, sind Kontrollen durch den Betreiber sowie
eine regelmäßige Wartung der Anlage durch die Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung vorgeschrieben.
Die Wartung der Anlage ist zweimal jährlich durch einen qualifizierten Fachbetrieb vornehmen zu lassen.
Adressen der Wartungsunternehmen erhalten Sie bei Ihrem Hersteller.
Die genauen Bestimmungen zu Betrieb und Wartung können Sie in der Betriebsanleitung sowie in der
Allgemeinen Bauaufsichtlichen Zulassung nachlesen.
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3
Produktbeschreibung
3.1
Allgemeines
Die DEWATEC BatchPLUS® Anlagen arbeiten nach dem SBR-Verfahren und erfüllen die vom DIBT geforderten
Reinigungsklassen C, N und D. Dieses wurde in einer dauerhaften Prüfung durch ein unabhängiges Prüfinstitut
nachgewiesen.
Die Anlagen sind vom DIBT unter folgenden Nummern zugelassen:
Komplettanlagen aus PE:
Z-55.3-122 (Reinigungsklasse C)
Z-55.3-123 (Reinigungsklasse N)
Z-55.3- 92 (Reinigungsklasse D)
Z-55.31-387 (Reinigungsklasse C)
Nachrüstsätze für Beton:
Z-55.3-70 (Reinigungsklasse D)
Z-55.3-120 (Reinigungsklasse C)
Z-55.3-121 (Reinigungsklasse N)
Die Ablaufklasse Ihrer Anlage entnehmen Sie bitte dem Typenschild.
3.2
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
3.2.1
Abwassereinleitung
Die Anlage wurde zur Reinigung häuslichen Abwassers entwickelt. Die Einleitung anderer Abwässer, z.B.
Molkereiabwasser ist nicht gestattet.
3.2.2
Behälter
Der Einbau erfolgt ab Werk oder vor Ort in ausreichend dimensionierte Behälter. Grundlage sind die von uns
durchgeführten abwassertechnischen Berechnungen sowie die gültige bauaufsichtliche Zulassung.
3.2.3
Schädliche Stoffe
Die Einleitung schädlicher Stoffe, die der Biologie schaden, sollte vermieden werden. Eine Auflistung der Stoffe
sowie deren fachgerechter Entsorgung finden Sie unter Punkt 2.1.
Die Anlage ist ausschließlich für den o. a. Gebrauch bestimmt. Eine anderweitige Verwendung, ein Umbau o. ä.
ist im Vorfeld mit dem Hersteller schriftlich abzustimmen.
Sollte ein anderweitiger Einsatz ohne Genehmigung des Herstellers erfolgen, so übernimmt dieser bei
auftretenden Schäden keine Haftung.
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4
Lieferumfang
4.1
DeWaTec BatchPLUS® Komplettanlage im Rechteckbehälter
Die DEWATEC BatchPLUS® Komplettanlage im Rechteckbehälter setzt sich aus folgenden Bestandteilen
zusammen:

Behälter ausgerüstet mit Reinigungsverfahren BatchPLUS®

Domschacht mit begehbarer Abdeckung (optional PKW-befahrbare Ausführung)

Schachtverlängerungen (optional)

Zu- und Ablaufrohr, Verbindungsrohr (nur bei Mehrbehälteranlagen)

PVC-Druckluftgewebeschlauch

Schaltschrank / Schaltkonsole

Zubehörkarton

Starter-Pack
Abdeckung
Domschacht mit Rahmen
Behälter
Die
Behälteranzahl
sowie
die
Behältergröße sind abhängig von der
Bemessungsgröße (EW-Zahl):
4 EW - 1 Behälter à 3,5 m³
6 EW - 1 Behälter à 5,0 m³
8 EW - 2 Behälter à 3,5 m³
12 EW - 2 Behälter à 5.0 m³
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4.2
DeWaTec BatchPLUS® Komplettanlage im Rundbehälter
Die DEWATEC BatchPLUS® Komplettanlage im Rundbehälter setzt sich aus folgenden Bestandteilen
zusammen:

Behälter ausgerüstet mit Reinigungsverfahren BatchPLUS®

Teleskopschacht mit begehbarer Abdeckung

Zu- und Ablaufrohr, Verbindungsrohr (nur bei Mehrbehälteranlagen)

PVC-Druckluftgewebeschlauch

Schaltschrank / Schaltkonsole

Zubehörkarton

Starter-Pack
Abdeckung
Teleskopschacht mit Rahmen
Behälter
Die
Behälteranzahl
sowie
die
Behältergröße sind abhängig von
der
Bemessungsgröße
(EW-
Zahl):
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4.3
DeWaTec BatchPLUS® Nachrüstsatz
Der DEWATEC BatchPLUS® Nachrüstsatz setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

Belüftungs- und Fördereinrichtung

Schaltschrank / Schaltkonsole

Zubehörkarton

Starter-Pack
4.3.1.1
Belüftungs- und Fördereinrichtung Nachrüstsatz
Betonfuß
Plattenbelüfter
Luftzuführung
Zugseil
Rohr zur Höhenregulierung
Hebeanlage
Hebeanlage Klarwasserabzug-
Beschickung
Schlammrückführung
Anschlussrohr Beschickung
Probenehmer
Anschlussrohr
Anschlussrohr
Klarphase
Schlammrückführung
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4.4
Schaltschrankvarianten Pure – Relax – Comfort
4.4.1
DeWaTec Pure
Außenschrank
Verdichter
Bedieneinheit des
Kontrollmoduls
(Bei Außenschaltschrank innen
liegend)
Netzanschlusskabel
230 V AC
Stromanschluss Verdichter
Magnetventilverteiler/
Schlauchanschlüsse
Sockel
Pure indoor
Pure outdoor
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4.4.2
DeWaTec Relax
Bedieneinheit des
Kontrollmoduls
(Bei Außenschaltschrank innen
liegend)
Abdeckung
Kontrollmodul
Stromanschluss Verdichter
Netzanschluss 230 V
Magnetventilverteiler
Relax indoor
Relax outdoor
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4.4.3
DeWaTec Comfort
Bedieneinheit des
Kontrollmoduls
(Bei Außenschaltschrank
innen liegend)
Be- und Entlüftungsgitter
(Rechts- und linksseitig
des Schaltschranks, je
nach Ausstattung mit
innenliegenden
Filtervliesen)
Comfort indoor
Comfort outdoor
Erweiterungs-
Hutschienen-
modul
steckdose
Kontrollmodul
Magnetventilverteiler
Verdichter
1
Ventilator
Schallschutzauskleidung2
Ansicht innen
Schlauchdurchführung
/
Zugentlastung
Anschluss
Belüftung
Schwimmerschalter
Schlammabzug
Klarwasserabzug
Stromanschluss 230V
Beschickung
(Verschraubung M25 mit
Klemmbereich 11,5 – 15,5 mm)
Ansicht von unten
1
Nur bei Anlagen mit Drehschieberverdichter Typ Becker DT
2
Nur bei Anlagen mit Drehschieberverdichter Typ Becker DT
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5
Funktionsbeschreibung
DEWATEC BatchPLUS ist eine nach dem Prinzip des SBR-Verfahrens (Sequencing Batch Reaktor)
arbeitende Kleinkläranlage der neuesten Generation. Die prinzipiell zweistufig aufgebaute Anlage unterteilt sich
in eine mechanische Reinigungsstufe mit Pufferwirkung und den nachgeschalteten Bioreaktor. Die
mechanische Reinigungsstufe übernimmt dabei die folgenden Aufgaben:

Frisches Abwasser fließt der Anlage im freien Gefälle zu. In der Grobentschlammung werden Grobstoffe
abgeschieden. Hier werden auch die sedimentierten Stoffe zusammen mit dem Überschussschlamm aus
dem biologischen Prozess gelagert.

Entsprechend den Vorschriften ist der Pufferraum auf die Speicherung einer Tageszuflussmenge, bis zu
einer Anlagengröße von 8 EW inkl. eines Badewannenstoßes, und unter Beachtung von Q10 entsprechend
der Anlagengröße abzüglich der abgezogenen Chargen ausgelegt. Die Trennwand zwischen
Grobentschlammung/Pufferraum und Bioreaktor ist mit einem Notüberlauf versehen. Die Größe des Puffers
ergibt sich aus einer einfachen Speicherbemessung unter Berücksichtigung der Tagesganglinie des
Abwasserzuflusses inkl. einem Badewannenstoß und der Beschickungsintervalle.
Als Besonderheit der SBR-Technik BatchPLUS® finden die an die mechanische Behandlung des Abwassers
anschließende gezielte biologische Reinigung und die Nachklärung in einer Stufe statt, wobei die Prozesse
zeitlich aufeinanderfolgend in regelmäßig wiederkehrenden Zyklen ablaufen:
Die Dauer eines normalen Zyklus beträgt nach werksseitiger Voreinstellung der Steuerung 6 Stunden. Damit
ergeben sich bei voller Auslastung der Anlage 4 Zyklen pro Tag. Die biologische Reinigungsstufe wird über eine
druckluftbetriebene Fördereinrichtung zu Beginn des Zyklus aus dem Puffer einmal mit einer definierten
Abwassermenge (1/4 der Tagesmenge) beschickt. Durch die kontrollierte Zuflussmenge pro Zyklus reduziert
sich eine mögliche Anlagenüberlastung durch hydraulische Spitzen deutlich. Die Beschickung des Reaktors
nimmt bei gleichzeitiger Umwälzung des Reaktorinhalts einen Zeitraum von bis zu 30 min in Anspruch. Das
Erreichen des maximalen Wasserstands HR,max im Reaktor, der über einen Schwimmerschalter ermittelt und an
die
Steuerung
gemeldet
wird,
führt
zur
Beendigung
des
Beschickungsvorgangs.
Es
folgen
die
Belüftungsphasen. Die feinblasige Druckbelüftung wälzt den Behälterinhalt aus Belebtschlamm und Abwasser
periodisch um und versorgt die Mikroorganismen mit dem für den Schadstoffabbau notwendigen Sauerstoff.
Über den Kohlenstoffabbau hinaus können beim SBR-Verfahren auch weitergehende Reinigungsziele erreicht
werden (Nitrifikation und Denitrifikation). Die Sauerstoffkonzentrationen liegen in den anoxischen Phasen bei 0
mg/l und zwischen 2 und 8 mg/l in den aeroben Phasen.
Auf
die
Belüftungsphasen
folgt
eine
einstündige
Absetzphase
(berechnet
nach
ATV
M210
+
Sicherheitszuschlag), während der sich der durchmischte Behälterinhalt in eine Schlamm- und eine
Klarwasserphase trennt.
Das geklärte Wasser wird im Anschluss an die Absetzphase aus dem Bioreaktor über max. 30 Minuten
abgezogen und einem Vorfluter bzw. einer Versickerung zugeführt. Der sogenannte Überschussschlamm, der
aus der Teilungsaktivität der Mikroorganismen anfällt, wird anschließend zur Lagerung in den Schlammspeicher
gepumpt. Danach beginnt der Zyklus von neuem mit der Beschickung der biologischen Reinigungsstufe.
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Fließt der Anlage weniger Abwasser als erwartet zu, sodass die festgelegten Zuflussmengen nicht erreicht
werden, schaltet die Anlage automatisch in einen stromsparenden Schwachlastbetrieb. Während des
Schwachlastbetriebs aktiviert die Anlage in stündlichen Intervallen die Beschickung des Reaktors und stellt in
der Zwischenzeit die erforderliche Sauerstoffversorgung der Mikroorganismen sicher. Sobald der maximale
Wasserstand im Reaktor erreicht wird, schaltet die Anlage ebenso automatisch in den Normalbetrieb zurück.
Sollte der Anlage über einen längeren Zeitraum kein Rohabwasser zulaufen, wie dies üblicherweise im Fall
einer Urlaubsperiode
geschieht,
wechselt
die Anlage
vom
Schwachlastbetrieb in
den
besonders
energiesparenden Ferienbetrieb. Die Funktion des Ferienbetriebs ist lediglich die Mindestversorgung des
biologischen Systems mit Sauerstoff bei geringst möglichem Energieeinsatz. Wie der Schwachlastbetrieb wird
auch der Ferienbetrieb bei Erreichen des maximalen Wasserstands im Reaktor automatisch beendet.
Alle voreingestellten Betriebszeiten der einzelnen Phasen können individuell an die Gegebenheiten vor Ort
angepasst werden. Die Umstellung der Betriebsparameter bedarf der Zustimmung des Herstellers und kann auf
Grund eines Passwortschutzes der Steuerung nur durch diesen bzw. einen autorisierten Wartungsbetrieb
durchgeführt werden.
Die Steuerung aller Prozesse erfolgt über eine Mikroprozessor-Steuerung mit mindestens vier schaltbaren
Ausgängen sowie mindestens einem auswertbaren Eingang. Über die Ausgänge der Steuerung werden der
Luftverdichter, die Magnetventile für die eingesetzten Druckluftheber (oder die Pumpen) geschaltet. Der
Eingang dient zur Erfassung des Wasserstands innerhalb des Bioreaktors über den vorgenannten
Schwimmerschalter. Jegliche Fehlfunktion der Aggregate wird in Form eines optischen und akustischen Alarms
über die Steuerung ausgegeben. Eine Klartextmeldung im Display der Steuerung bezeichnet das defekte
Aggregat. Die akustische Alarmmeldung ist resetbar.
Für die Durchführung der Wartung bzw. für eine Funktionsprüfung können alle Aggregate einzeln für einen
maximalen Zeitraum von 5 Minuten in Betrieb genommen werden. Die Betriebsstunden aller Aggregate lassen
sich abfragen.
Der notwendige Abwasser- und Schlammtransport erfolgt über druckluftbetriebene Hebeanlagen. Die Druckluft
wird von dem Verdichter bereitgestellt, der auch die Luft für den biologischen Abbauprozess liefert.
Der Verdichter befindet sich zusammen mit der oben beschriebenen Steuerung in einem geeigneten Gehäuse,
welches alle einschlägigen deutschen und europäischen Normen erfüllt und vorprogrammiert und steckerfertig
ausgeliefert wird.
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6
Transport und Lagerung
6.1
Allgemeiner Transport
Der Transport sollte so erfolgen, dass Verletzungsrisiken von Personen sowie eine Beschädigung der Anlage
ausgeschlossen sind.
Prüfen Sie die Lieferung auf Vollständigkeit und eventuelle Transportschäden. Bei Mängeln kontaktieren Sie
bitte umgehend nach der Lieferung den Hersteller.
6.2
Abmessungen
Die Abmaße der Komplettanlagen und Nachrüstsätze sind abhängig von der EW-Zahl und hier nicht einzeln
aufgeführt. Die Abmaße können im Bedarfsfall jederzeit bei Huber DeWaTec erfragt werden.
Die Auslieferung der Anlagen erfolgt je nach System in Kartons oder auf Palette.
6.3
Lagerung
Stellen Sie sicher, dass die Anlagenteile fachgerecht gelagert werden und eine Beschädigung ausgeschlossen
ist.
Vermeiden Sie:

Lagerung im Freien bei Regen, Eis und Schnee (gilt nicht für Behälter)

Mechanische Einwirkungen wie Stöße und Schläge

Funkenflug
6.4
Be- und Entladen am Einbauort
Stellen Sie sicher, dass Sie die Sicherheitsvorschriften am jeweiligen Einbauort einhalten.

Packen Sie die Anlage endgültig erst am Einbauort aus (gilt nicht für Behälter).

Achten Sie darauf, dass die Verpackung vollständig entfernt und fachgerecht entsorgt wird.
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7
7.1
Sicherheitshinweise
Allgemeine Sicherheitshinweise
Diese Betriebsanleitung enthält grundlegende Hinweise, die bei der Installation, Inbetriebnahme und Wartung
zu beachten sind.
Die Anleitung ist direkt an der Anlage aufzubewahren, so dass sowohl Betreiber
als auch qualifiziertes Fachpersonal jederzeit Einsicht nehmen können.
Die in dieser Einbauanleitung aufgeführten Sicherheitshinweise, die bestehenden nationalen Vorschriften zur
Unfallverhütung sowie eventuelle interne Arbeits-, Betriebs- und Sicherheitsvorschriften sind zu beachten.
Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann sowohl eine Gefährdung für Personen als auch für die
Umwelt darstellen und zum Verlust jeglicher Schadenersatzansprüche führen.
7.2
Begriffsdefinition
Betreiber
Als Betreiber der Anlage gilt derjenige, der sicherstellt, dass die Anlage funktionsfähig betrieben wird.
Qualifiziertes Fachpersonal
ist aufgrund der fachlichen Ausbildung und der vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten in der Lage,
übertragene Arbeiten zu beurteilen und auszuführen sowie Gefahren zu erkennen und zu beurteilen.
7.3
Gefährdungsanalyse
Die DEWATEC BatchPLUS® Anlagen wurden nach dem Stand der Technik entwickelt und einer
Gefährdungsanalyse unterzogen, um maximale Sicherheit zu gewährleisten. Um eventuelle Restrisiken
auszuschalten bzw. zu minimieren beachten Sie bitte die nachstehenden Anweisungen.
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7.4
Verwendete Warnsymbole
Nachstehend erhalten Sie eine Übersicht der in dieser Anleitung verwendeten Symbole und deren Bedeutung:
Warnung vor einer Gefahrenstelle
Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung
Warnung vor explosionsfähiger Atmosphäre
7.5
Sorgfaltspflicht des Betreibers
Stellen Sie sicher, dass

die Anlage nur gemäß ihres vorgeschriebenen Verwendungszwecks eingesetzt wird (siehe Kapitel 3.2 Bestimmungsgemäßer Gebrauch)

die Anlage nur in einem einwandfreien Zustand betrieben wird

die Eigenkontrollen durch den Betreiber durchgeführt werden

die Wartungsintervalle eingehalten werden

Wartungen und Reparaturen nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden

die Betriebsanleitung jederzeit eingesehen werden kann
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7.6
Sicherheitshinweise für Fachpersonal
Wartungsarbeiten sowie Reparaturen dürfen ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt
werden. Vor Durchführung der Arbeiten muss gewährleistet sein, dass

die Kenntnisse und Fähigkeiten des Personals dem Einsatzzweck entsprechen

eine Einweisung des Personals stattgefunden hat

die Betriebsanleitung gelesen und verstanden wurde
Vor Beginn und während der Arbeiten im Behälter muss durch
Lüftung sichergestellt werden, dass keine Gase in
gesundheitsgefährlicher Konzentration sowie explosionsfähige
Atmosphäre oder Sauerstoffmangel auftreten.
Vor Beginn und während der Arbeiten muss sichergestellt
werden, dass die Anlage spannungsfrei geschaltet und gegen
Wiedereinschalten gesichert ist.
Arbeiten in Behältern erfordern schon bei geringen Höhen
Schutzmaßnahmen. Daher sind geeignete Maßnahmen gegen
Absturz zu treffen.
Sind technische Maßnahmen nicht möglich, sollten persönliche
Schutzmaßnahmen gegen Absturz benutzt werden.
Tragen Sie stets geeignete Schutzkleidung, sowie Hand-, Fuß
und Gesichtsschutz.
Vermeiden Sie den Kontakt mit Abwasser.
Wir weisen darauf hin, dass trotz aller getroffenen Sicherheitsmaßnahmen Restrisiken am Einbauort nicht
auszuschließen sind:

Rutsch- und Stolpergefahr

Gefahr durch elektrische Spannung

Infektionsgefahr durch Keime und Bakterien

Explosionsgefahr
7.7
Rettungsmaßnahmen
Stellen Sie sicher, dass bei Arbeiten im Behälter immer eine zweite Person zur Absicherung bereit steht.
Steigen Sie einer bewusstlosen Person niemals nach, sondern holen Sie Hilfe.
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8
8.1
Einbau
Einbauanleitung DeWaTec BatchPLUS® Komplettanlage - Rechteckbehälter
Die Aufstellung der Anlage darf ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Stellen Sie
sicher, dass dieses vor Aufnahme der Arbeiten Einblick in die Betriebsanleitung nehmen kann.
Achten Sie darauf, dass sich am Einbauort nur befugte Personen aufhalten.
Es sind bei Planung und Einbau der Kleinkläranlage die einschlägigen Normen und andere Regelwerke sowie
die Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.
Die Einbaustelle ist so zu wählen, dass ein Entsorgungsfahrzeug nahe genug an den Behälter heranfahren
kann OHNE den Behälter dadurch zu belasten!! Unbedingt genügend Abstand halten!!
8.1.1
Flächenbedarf
Es muss ausreichend Platz für die Baugrube vorhanden sein. Konkrete Angaben zur
Baugrubengröße befinden sich unter dem Punkt 8.1.9.
8.1.2
Lage zu Gebäuden
Der Tank darf nicht überbaut werden.
Der notwendige Abstand zu Gebäuden hängt von der Bauart und der Tiefe des Gebäudes sowie der Tiefe und
dem Böschungswinkel der Baugrube ab. Genaue Angaben sind in der DIN 4123 enthalten.
8.1.3
Verkehrsverhältnisse
Die Tanks sind geeignet für den Einbau in Verkehrsflächen der Klasse begehbar mit Abdeckung der Klasse A
(betreten durch z.B. Fußgänger, Radfahrer) und bei entsprechender Ausstattung auch in Verkehrsflächen der
Klasse PKW befahrbar mit Abdeckung der Klasse B (bis max. Achslast 2,2 t) (z.B. PKW-Parkflächen). Von
höher belasteten Verkehrsflächen (z.B. befahrene
Straßen) ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 2
Metern einzuhalten.
8.1.4
Bodenverhältnisse
Das den Tank umgebende Erdreich muss sickerfähig sein.
Die Behälter dürfen bis max. 500 mm in Grund-, Schichten- oder Stauwasser stehen, wie es z.B. häufig als
„Badewanneneffekt“ in Lehmböden auftritt. Bei suspendiertem („verflüssigtem“) Lehmboden darf die
Eintauchtiefe nicht mehr als 250 mm betragen. Wenn o.a. Bedingungen nicht erfüllt werden können, ist eine
Drainage erforderlich.
8.1.5
Hanglage
Das Gelände ist auf Rutschgefahr des Erdreichs zu prüfen (DIN 1054 Ausgabe 1/2003, E DIN 4084 Ausgabe
11/2002) und gegebenenfalls mit einer Stützkonstruktion (z.B. einer Mauer) zu stabilisieren. Informationen dazu
gibt es bei örtlichen Behörden und Baufirmen.
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8.1.6
Frostsicherheit
Bezüglich der Frostsicherheit gilt nach DIN 1986-100 für den mitteleuropäischen Raum eine Einbautiefe bis
Oberkante Abwasserrohr von mindestens 800 mm; Angaben zu eventuellen Abweichungen sind bei den
örtlichen Behörden erhältlich.
8.1.7
Weitere Kriterien
Vorhandene
Leitungen,
Rohre
sowie
andere
Besonderheiten
sind
so
zu
berücksichtigen,
dass
Beeinträchtigungen und Gefährdungen vermieden werden (DIN 18300).
8.1.8
Tiefe der Baugrube
Die Tiefe der Baugrube ergibt sich aus der Tankhöhe, der Frostsicherheit, vorhandenen Leitungen und der
maximal zulässigen Erdüberdeckung von 1,5 Metern über der Tankschulter.
8.1.9
Fläche der Baugrube
Der Flächenbedarf der Baugrube errechnet sich aus der Gesamtlänge und -breite des Tanks plus einer Breite
von 500 mm (DIN 4124) des Arbeitsraums um den Tank herum. Dazu gerechnet wird noch die sich aus dem
erdartabhängigen Böschungswinkel (DIN 4124) ergebende Aufweitung zur Erdoberfläche.
8.1.10
Art des Verfüllmaterials
Das Verfüllmaterial muss gut verdichtbar, durchlässig, scherfest sowie frostsicher sein und es darf nur zu einem
sehr geringen Anteil aus Tonen und Schluffen bestehen. Diese Anforderungen erfüllen z.B. Kiessand, Kies
oder Split mit weitgestuften Körnungen bis 32 mm (z.B. 0/32 oder 2/16). Das Kornspektrum muss deutlich mehr
als eine Korngröße umfassen, um eine feste Packung bilden zu können. Wenn das Verfüllmaterial scharfkantige
oder spitze Bestandteile enthält, ist die Tankwand durch eine Sandumhüllung zu schützen.
Aushub kann verwendet werden, wenn er den oben aufgeführten Kriterien entspricht.
Der Schotter für die Tragschicht bei der befahrbaren Ausführung muss Kalkstein 2/45 oder gleichwertigem
Material entsprechen
Bodenaushub oder „Füllsand“ genügen den oben aufgeführten Bedingungen in vielen Fällen nicht.
Mutterboden, Lehme und andere bindige Böden sind für die Verfüllung ungeeignet.
8.1.11
Menge des Verfüllmaterials
Die Menge des Verfüllmaterials ergibt sich aus der Bettungshöhe von 200 mm auf der Grubensohle sowie:
bei der begehbaren Ausführung

der Dicke der Verfüllung um den Tank von mindestens 300 mm; empfohlen wird die gesamte
Arbeitsraumbreite von 500 mm.

der Verfüllung oberhalb der Tankschulter (mindestens 200 mm, soweit es nach der
Tankgeometrie und der Einbautiefe möglich ist).
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
der Verfüllung um den Schacht (ca. 200 mm dick um den Schacht, bis 200 mm unter
Geländeoberkante).
bei der befahrbaren Ausführung

der Dicke der Verfüllung um den Tank über die gesamte Arbeitsraumbreite von 500 mm.

der Verfüllung oberhalb der Tankschulter bis zur Unterkante der Schotter-Tragschicht

dem Volumen der Schotter-Tragschicht
8.1.12
Behältereinbau begehbare Ausführung
1. Die 200 mm hohe Bettung auf der Grubensohle wird aus Verfüllmaterial hergestellt, indem einzelne
Lagen von 100 mm Höhe eingebracht und stark verdichtet werden (Plattenrüttler oder 3 Arbeitsgänge
mit Handstampfer 15 kg je Lage). Die Fläche muss exakt waagerecht plan sein.
2. Der Tank und seine Einbauten sind auf Unversehrtheit und korrekte Positionierung zu prüfen.
3. Das Einsetzen des Tanks in die Grube und das Aufsetzen auf die Sohle muss stoßfrei erfolgen
(z.B. an Gurten hängend).
4. Zur Fixierung des Tanks wird dieser zur Hälfte mit Wasser gefüllt.
5. Schachtaufsätze werden aufgesetzt und ausgerichtet (Neigung bis ca. 20% entsprechend 12° möglich,
dabei gegebenenfalls fixieren).
6. Verfüllung/Verdichtung untere Grubenhälfte: Das Verfüllmaterial wird in Lagen zu 100 mm (Angabe
nach ENV 1046) in der vorgesehenen Dicke um den Tank in die Grube eingebracht und mit einem
Handstampfer 15 kg (kein Maschineneinsatz) durch einen Arbeitsgang pro Lage verdichtet. Dabei ist
über die gesamte Fläche bis zum Baugrubenrand zu verdichten. Hohlräume zwischen Tank und
Erdreich müssen vermieden werden.
7. Danach wird die Zulaufleitung und Ablaufleitung mit mindestens 1% Gefälle [1cm auf 1m] zum bzw.
vom Tank verlegt.
8. Das Versorgungsrohr muss mit mindestens 1% Gefälle zum Tank verlegt und evtl. am Gebäude mit
einer Mauerdurchführung abgedichtet werden.
9. Montage der Domschächte s. 8.1.12.2
10. Die Verfüllung/Verdichtung bis etwa 200 mm über Tankschulter (soweit nach Tankgeometrie möglich)
ist wie bei der unteren Grubenhälfte
auszuführen;
dabei ist zu beachten, dass die Anschlüsse
spannungsfrei und fest sitzen.
11. Die Restverfüllung kann durch Mutterboden oder Aushub erfolgen.
8.1.12.1 Baugrubenmaße
1
Die Arbeitsraumbreite beträgt bei Baugrubentiefen >1,25 m bzw. >1,75 m (abhängig von
Bodenart) nach DIN 4124 mindestens 500 mm.
2
Maße bezogen auf eine Arbeitsraumbreite von 500mm nach DIN 4124
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8.1.12.2 Domschachtmontage VS 60
A: Aushub
B: Verfüllmaterial, -gut verdichtbar, scherfest, sickerfähig
-feste Packung bildend: breites Kornspektrum bis 32 (z .B. 0/32, 2/16 u.ä
-sehr wenig Ton/Schluff, nichts
A und B: Verarbeitung: in einzelnen Lagen zu 100 mm ohne Maschineneinsatz mit Handstampfer (ca. 15 kg)
verdichten
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8.1.13
Behältereinbau - PKW - befahrbare Ausführung Achslast bis 2,2t
1. Die 200 mm hohe Bettung auf der Grubensohle wird aus Verfüllmaterial hergestellt, indem einzelne
Lagen von 100 mm Höhe eingebracht und stark verdichtet werden (Plattenrüttler oder 3 Arbeitsgänge
mit Handstampfer 15 kg je Lage). Die Fläche muss exakt waagerecht plan sein.
2. Der Tank und seine Einbauten sind auf Unversehrtheit und korrekte Positionierung zu prüfen.
3. Das Einsetzen des Tanks in die Grube und das Aufsetzen auf die Sohle muss stoßfrei erfolgen
(z.B. an Gurten hängend). Zur Fixierung des Tanks wird dieser zur Hälfte mit Wasser gefüllt.
4. Zur Fixierung des Tanks wird dieser zur Hälfte mit Wasser gefüllt.
5. Verfüllung/Verdichtung untere Grubenhälfte: Das Verfüllmaterial wird in Lagen zu 100 mm (Angabe
nach ENV 1046) in der vorgesehenen Dicke um den Tank in die Grube eingebracht und mit einem
Handstampfer 15 kg (kein Maschineneinsatz) durch drei Arbeitsgänge pro Lage verdichtet. Dabei ist
über die gesamte Fläche bis zum Baugrubenrand zu verdichten. Hohlräume zwischen Tank und
Erdreich müssen vermieden werden.
6. Danach wird die Zulaufleitung und Ablaufleitung mit mindestens 1% Gefälle zum bzw. vom Tank
verlegt.
7. Das Versorgungsrohr muss mit mindestens 1% Gefälle zum Tank verlegt werden und evtl. am
Gebäude mit einer Mauerdurchführung abgedichtet werden.
8. Montage der Domschächte s. 8.1.13.1
9. Ummantelung des Schachsystems
Das Verfüllmaterial muss gut verdichtbar, durchlässig, scherfest sowie frostsicher sein und es darf nur
zu einem sehr geringen Anteil aus Tonen und Schluffen bestehen. Diese Anforderungen erfüllen z.B.
Kiessand, Kies oder Split mit weitgestuften Körnungen bis 32mm (z.B. 0/32 oder 2/16). Das
Kornspektrum muss deutlich mehr als eine Korngröße umfassen, um eine feste Packung bilden zu
können. Wenn das Verfüllmaterial scharfkantige oder spitze Bestandteile enthält, ist die Tankwand
durch eine Sandumhüllung zu schützen. Bodenaushub oder „Füllsand“ genügen den oben aufgeführten
Bedingungen in vielen Fällen nicht. Mutterboden, Lehme und andere bindige Böden sind für die
Verfüllung ungeeignet.
10. Verfüllung außerhalb der Ummantelung
Es kann Aushub verwendet werden, wenn dieser stabil und sickerfähig ist.
11. Tragschicht
Kalkstein der Körnung 2/45 oder gleichwertig; gesamte Schichtdicke hängt von der Art der
Verkehrsfläche ab, häufige Tragschichtdicke: 200 mm.
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Verlängerung BS 60
Zwischenring
Domschacht BS 60
8.1.13.1 Domschachtmontage BS 60
8.1.14
Auftriebssicherung
Ob der Einbau einer Auftriebssicherung für die DEWATEC BatchPLUS® Komplettanlage erforderlich und
möglich ist, kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Das von HUBER DeWaTec angebotene Auftriebssicherungsgewebe kann nur bis zu einem Grund- oder
Schichtenwasserstand (H gw) von 55 cm unter GOK angewendet werden. Ist der Wasserstand bei
Originalgeländeoberkante
höher,
kann
die
entsprechend
notwendige
Mindesterdüberdeckung
auch
angeschüttet und damit die GOK erhöht werden. Der Einbau mit Grundwasser- und Überdeckungsbedingungen
außerhalb der Werte der Tabellen ist ausgeschlossen.
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Das Gittergewebe hat eine Maschenweite von 15 mm und besteht aus hochfesten Polyesterfäden mit einer
polymeren Ummantelung. Es wird als zusätzliche Sicherung gegen Auftrieb im Rahmen des Tankeinbaus
angebracht und ermöglicht dadurch den Einsatz von DEWATEC Komplettanlagen in Gebieten mit hohem
Grundwasserstand.
Das Gittergewebe wird mit Übermaß (ca. 450 x 500 cm) geliefert und ist somit universell für beide Typen des
Behälters einsetzbar. Es ist zentrisch und so auszurichten, dass die stärkeren Fasern (lange Seite des
Gewebes) quer zur Längsrichtung des Tanks verlaufen. Für die Einstiegsöffnung(en) ist ein knapp bemessener
Ausschnitt vorzunehmen.
Die beschriebene lagenweise Verfüllung und Verdichtung ist bei Einsatz der Auftriebssicherung so zu variieren,
dass eine (gegebenenfalls schräge) Auflage für das Gittergewebe hergestellt wird (siehe Zeichnung). Das
Gittergewebe wird aufgelegt und der lagenweise Verfüllungs- und Verdichtungsvorgang gemäß Einbauanleitung
fortgesetzt.
H eü
Höhe Erdüberdeckung
H gw
Höhe Grund- bzw.
Schichtenwasserstand,
minimal zulässiger
Abstand zur
Erdoberfläche
H grube
Erforderliche Tiefe der
Baugrube
H eü
250
350
450
550
650
800
1000
1300
1600
max. H gw ohne Gewebe
1300
1200
1100
1000
850
700
500
250
0
max. Eintauchtiefe ohne Gewebe
550
750
950
1150
1400
1700
2100
2650
3200
max. H gw mit Gewebe
790
660
550
550
550
550
550
max. Eintauchtiefe mit Gewebe
1060
1290
1500
1600
1600
1600
1600
H grube
2050
2150
2250
2350
2450
2600
2800
3100
3400
8.1.15
Anschluss der Zu- und Ablaufleitung, Probenahme
Verwenden Sie für die Zu- und Ablaufleitungen ein PVC KG Rohr DN 150.
Binden Sie die Zulaufleitung in die vorbereitete Bohrung mit Gummidichtung (rotes Farblabel) ein. Die
Ablaufleitung schließen Sie an das bereits eingebaute Rohrstück KG DN 150 (blaues Farblabel) an. Stecken Sie
vorher den beiliegenden Probenehmer DEWATEC-Sampler von der Behälterinnenseite auf das Ablaufrohr und
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verbinden Sie den Klarwasserheber mit dem Anschluss am Probenehmer. Achten Sie darauf, dass sowohl Zuals auch Ablaufleitung mit einem entsprechenden Gefälle (~ 2 %) verlegt werden.
8.1.16
Leerrohr zwischen Schaltschrank und Behälter
Verlegen Sie als Verbindung zwischen Schaltkonsole / Schaltschrank und Behälter ein Leerrohr PVC KG DN
100- DN 200. Das Leerrohr muss nicht frostfrei verlegt werden. Es sollte mit leichtem Gefälle zum Behälter
verlegt werden, damit sich evtl. bildendes Schwitzwasser ablaufen kann.
Zur Einbindung des Leerrohres in den Behälter sind am Domschacht 2 mögliche Leerohranschlüsse
vorgesehen (s.8.1.13.1). Der Domschacht wird später auf die Öffnung der in Fließrichtung 2. Kammer
(Behandlungsvolumen, bei Zweibehälteranlagen entspricht dies dem 2. Behälter) aufgesetzt.
Die Einbindung des Leerrohres auf Seiten des Schaltschrankstandortes kann entweder über 5 Bohrungen DN
30 oder eine Bohrung DN 100 bis DN 150 erfolgen. Es empfiehlt sich, nach Durchführung der Luftschläuche
und des Kabels die verbliebenen Öffnungen im Mauerwerk mit PU-Schaum auszuschäumen.
Rüsten Sie das Leerrohr in jedem Fall mit einem Ziehdraht oder –seil aus, um eine spätere Verlegung der
Luftschläuche und des Schwimmerkabels zu ermöglichen.
Verlegen Sie die Leerrohre bitte möglichst geradlinig zum Behälter. Jede Biegung und jeder Knick im Schlauch
erhöht den Druckwiderstand in den Luftzuleitungen und mindert damit die Leistungsfähigkeit der Anlage.
Verwenden Sie daher z.B. anstelle von 45°-Bögen immer zwei 30°-Bögen. Bitte verwenden Sie generell keine
90°-Bögen.
8.1.17
Schläuche und Schwimmerschalterkabel
Innerhalb des Behälters sind die Schlauchverbindungen werksseitig hergestellt. Stellen Sie nun die
Verbindungen zwischen Behälter und Schaltschrank wie nachstehend beschrieben her:
8.1.18
Anpassen der Luftschläuche
Der Schlauch wird standardmäßig als Rolle geliefert. Die Rolle ist ähnlich einem Feuerwehrschlauch abzurollen.
Teilen Sie die Rolle Schlauch in vier gleich lange Stücke.
Markieren Sie die Enden der Schläuche mit den
mitgelieferten Stopfen.
Rot
Beschickung
Blau
Klarphasenabzug
Grün
Schlammrückführung
Transparent
Belüftung
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8.1.19
Anschluss der Schläuche
Entfernen Sie anschließend die Stopfen und befestigen Sie die vorher zurechtgeschnittenen Schläuche mittels
beiliegender Schlauchschellen an den farbig passenden Schlauchanschlüssen (siehe 8.2.13).
Bündeln Sie die Luftschläuche und das Schwimmerschalterkabel. Ziehen Sie diese nach Montage der
Domschächte gemeinsam mittels Zugdraht durch das bauseits verlegte Leerrohr in Richtung Schaltschrank.
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8.2
Einbauanleitung DeWaTec BatchPLUS® Komplettanlage - Rundbehälter
8.2.1
Planung und Einbauort
Die Aufstellung der Anlage darf ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Stellen Sie
sicher, dass dieses vor Aufnahme der Arbeiten Einblick in die Betriebsanleitung nehmen kann.
Achten Sie darauf, dass sich am Einbauort nur befugte Personen aufhalten.
Es sind bei Planung und Einbau der Kleinkläranlage die einschlägigen Normen und andere Regelwerke sowie
die Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.
Die Einbaustelle ist so zu wählen, dass ein Entsorgungsfahrzeug nahe genug an den Behälter heranfahren
kann OHNE den Behälter dadurch zu belasten!! Unbedingt genügend Abstand halten!!
8.2.2
Bodenverhältnisse / Lage:
Die Grubensohle und das den Behälter umgebende Erdreich muss auf seine Eignung geprüft werden (ggf.
Bodengutachten). Es muss ausreichend tragfähig und sickerfähig sein (bei bindigen Böden ggf. Ringdrainage)
und darf kein Grund-, Schichten-, oder Stauwasser führen. Bei einer Hanglage ist das Gelände auf
Rutschgefahr des Erdreichs zu prüfen (siehe DIN 1054, DIN 4084) – ggf. muss eine stabilisierende
Stützkonstruktion erstellt werden. Überbauung und/oder Einflüsse durch Fundamentlasten von Gebäuden o.ä.
sind auszuschließen. Die entsprechenden Abstände von Gebäuden oder sonstigen Bauwerken (DIN 4123) sind
einzuhalten.
8.2.3
Verkehrsverhältnisse:
Die Behälter sind ausschließlich für den Einbau im begehbaren Bereich geeignet. Sie sind nicht für den Einbau
in Verkehrsflächen aller Art vorgesehen. Von belasteten Verkehrsflächen (Parkplätze, Zufahrtswege, Straßen)
ist ein Sicherheitsabstand von 45° zur Horizontalen ab
Unterkante Behälter = Baugrubensohle einzuhalten.
8.2.4
Baugrube:
Maßgeblich für den Flächenbedarf der Baugrube sind die Hauptabmessungen des Behälters. Die Grundfläche
der Baugrube muss den Behälterdurchmesser umlaufend um mindestens 500mm überragen (auf jeder Seite
min. 500mm Arbeits- und Verfüllraum). Abhängig von der Bodenklasse des anstehenden Erdreichs muss eine
Aufweitung/Abböschung der Baugrube berücksichtigt werden – dabei bitte unbedingt die DIN 4124 beachten.
Die Aushubtiefe ist abhängig von der Behälterhöhe inkl. eingeschobenem Schachtaufsatz – dessen HöhenAusgleichsreserve ist lediglich eine Sicherheitsreserve für die Angleichung an die Geländeoberkante und sollte
deshalb nicht Bestandteil der Höhenberechnung sein. Die dadurch mögliche max. Erdüberdeckung darf auf
keinen Fall überschritten werden.
8.2.5
Verfüllmaterial:
Generell gilt: Mutterboden, Tone und andere bindige Böden sind für die Verfüllung ungeeignet. Der
Bodenaushub mit seinen Eigenschaften genügt den unten aufgeführten Bedingungen in vielen Fällen nicht.
Folgende Anforderungen sind zu erfüllen:

Grobkörnige Böden der Gruppen SW, SI, SE, GW, GI und GE gemäß DIN 18196. Das Kornspektrum
muss deutlich mehr als eine Korngröße umfassen.
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
Gemischtkörniger Rundkornkies 4/8mm, mit einem Anteil an Korn unter 4 mm von max. 5 Gew-%
Das Verfüllmaterial sollte je nach Bodenverhältnissen gem. diesen Angaben sorgfältig ausgewählt werden. Es
muss darüber hinaus gut verdichtbar, durchlässig, scherfest, frostsicher, sowie frei von spitzen Gegenständen
sein.
Zu beachten sind nachstehende Regelwerke:
DIN 1054
Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau
DIN 4123
Ausschachtungen, Gründungen und Unterfangungen im Bereich bestehender Gebäude
DIN 4124
Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten
DIN 4084
Baugrund-, Gelände- und Böschungsbruchberechnungen
DIN 18920
Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Schutz von Bäumen,
Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen
DIN 1986 – 100
8.2.6
















Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke
Einbau und Montage des Behälters:
Vor Beginn der Arbeiten ist der Behälter auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Unversehrtheit zu prüfen.
Dann wird mit vorbeschriebenem Verfüllmaterial eine waagerechte Bettung auf der Grubensohle hergestellt.
Es wird eine Bettungshöhe von 200 mm empfohlen. Die Lagen werden mit einer jeweiligen Höhe von 100
mm eingebracht und ordentlich (maschinell!)verdichtet.
ACHTUNG: Oberhalb und seitlich des Behälters dürfen jedoch keine schweren Verdichtungsgeräte (max.
Handstampfer) eingesetzt werden. Die Auflagefläche muss exakt waagerecht und plan ausgeführt werden.
WICHTIG: Eine unsachgemäße Auflage des Tanks auf der Bettung kann - z.B. durch ein Absacken
des Behälters – Beschädigungen zur Folge haben und die Mängelhaftung erlöschen lassen.
Speicher und Einbauten sind vor dem Einsetzen auf evtl. Beschädigungen zu prüfen.
Behälter ggf. aufrichten falls er liegend transportiert wird – dazu den Behälter mit einem Transportband über
den Behälterumfang schlaufen - dabei den Behälter NICHT auf dem Bodenüberstand drehen - ruckfrei
anheben und stoßfrei absetzen.
Den Schachtaufsatz aus dem Gleitring ziehen und zur Seite legen.
Zugelassene Tragegeschirre an den 4 Öffnungen im Domschacht anbringen – ruckfrei anheben und
stoßfrei auf der Grubensohle aufsetzen.
Vor der Verfüllung/Verdichtung der Arbeitsräume den Tank zur Hälfte mit Wasser füllen.
Zur Verfüllung/Verdichtung der unteren Baugrubenhälfte wird das Verfüllmaterial per Hand in Lagen a 100
mm Stärke um den Tank eingebracht und mit einem Arbeitsgang pro Lage bis zum Wasserstand verdichtet.
Danach wird die Zulaufleitung mit min. 1% Gefälle zum Tank hin und die Ablaufleitung mit min. 1% Gefälle
vom Tank weg verlegt.
Ggf. das Versorgungsrohr mit min. 1% Gefälle zum Tank hin verlegen.
Danach wird der Tank bis zum Überlauf mit Wasser gefüllt und bis zur Konusoberkante wie beim unteren
Grubenteil verfüllt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Anschlüsse spannungsfrei und fest sitzen und beim
Verdichten nicht beschädigt werden.
Anschließend wird der Schachtaufsatz wieder in den Gleitring gesteckt – dazu ordentlich Gleitmittel
verwenden – den Schachtaufsatz lediglich 2-3 cm in den Gleitring schieben – sollte eine leichte
Schrägstellung (Geländeneigung) gewünscht sein – muss dies jetzt eingerichtet werden – nach dem
Anfüllen ist dies nicht mehr möglich!
Die Restverfüllung kann durch Mutterboden oder Aushub erfolgen.
Es wird empfohlen erst nach einigen Wochen nach dem Versetzen des Behälters die endgültigen
Angleichungsarbeiten an die Geländeoberkante durchzuführen um evtl. leichte Setzungen abzuwarten. Erst
dann wird der Schachtaufsatz durch Hineinschieben in den Domschacht in die endgültige Höhenposition
gebracht.
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
Nachträgliches wieder herausziehen des Schachtes ist unter erschwerten Umständen möglich. Dabei ist
darauf zu achten dass der Schachtaufsatz auf keinen Fall aus der Dichtung am Behälter gezogen wird. Eine
nachträgliche Verlängerung ist NICHT MÖGLICH!!

!
8.2.7

Bei der Inbetriebnahme/Wartung bzw. beim Abpumpen ist darauf zu achten dass
gleichzeitig zur Entnahme wieder Wasser nachgefüllt wird.
Der Behälter oder einzelne Kammer darf im eingebauten Zustand unter keinen
Umständen länger als 4-6 Stunden leer sein.
Einbau und Montage Schachtaufsatz und Deckel:
Bei nicht teleskopierbaren Systemen muss zunächst die Nivellierung des Schotterunterbaus exakt berechnet
werden um nachträgliche Höhenkorrekturen zu vermeiden. Dann um den Schachtaufsatz herum mit
Rundkornkies der Korngruppe 4-8 mm, in Lagen von max. 5 cm auffüllen und sorgfältig verdichten. Dazu dürfen
ausschließlich .Handwerkzeuge (z.B. Handstampfer) verwendet werden. Um eine ausreichende Verdichtung
des Untergrundes zu erreichen, sollten folgende Eigenschaften erfüllt werden: Mind. 4kg Fallgewicht, Fallhöhe
10-20 cm, Verdichtungsfläche 15x15 cm. Es ist darauf zu achten, dass unter dem Rahmen besonders gut und
sorgfältig verdichtet wird. Die Verdichtung allg. muss nach den Vorgaben der DIN
EN 13285 erfolgen. ACHTUNG: NICHT maschinell verdichten!
Eine Beschädigung des Schachtes/Behälters bzw. des Schachtaufsatzes beim Einbau/Verdichten ist
zuverlässig zu vermeiden.
Ist der Schachtaufsatz vom Behälter/Schacht entkoppelt und teleskopierbar (z.B. Schiebedichtung oder
Teleskop) kann am Ende
- um einen möglichst ebenen Übergang vom Gelände zum Schachtrahmen zu
ermöglichen - der Deckelrahmen z.B. mittels eines leichten Gummihammers in den Kies hinein verdichtet
werden. Den Rahmen ggf. gegen seitliches Verrutschen / Verschieben sichern. Anschließend müssen am
Rahmen die Sandfangrinne, die Befestigungseinrichtung (Schrauben, Buchsen, Stifte, Federn usw.) sowie ggf.
Entwässerungslöcher gereinigt werden. Bei tagwasserdichten Ausführungen ist auch die Deckeldichtung zu
inspizieren ggf. zu reinigen und zu fetten. Abschließend wird die Kunststoffabdeckung aufgesetzt und mit dem
Verschlusssystem gesichert, so dass die Abdeckung von einem Kind nicht geöffnet werden kann.
Der Schachtaufsatz sollte regelmäßig gewartet und auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Neben der
Sicht-
und
Funktionsprüfung
von
Schacht/Rahmen
und
Abdeckung
müssen
Sandfangrinne,
die
Befestigungseinrichtung (Schrauben, Buchsen, Stifte, Federn usw.) sowie ggf. Entwässerungslöcher gereinigt
werden. Bei tagwasserdichten Ausführungen ist auch die Deckeldichtung zu inspizieren ggf. zu reinigen und zu
fetten.
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8.2.8
Abdeckung öffnen und schließen
Öffnen:
Schraubendreher
Hebeltasche
oder
Deckelhaken
in
die
des Deckels stecken und kräftig nach
unten drücken
Schließen:
Deckel in die richtige Position bringen und kräftig nach
unten drücken
8.2.9
Anschluss der Zu- und Ablaufleitung
Bei Komplettanlagen im Rundbehälter sind Leitungsstutzen und Probenehmer bereits installiert.
8.2.10
Leerrohr zwischen Schaltschrank und Behälter
Verlegen Sie als Verbindung zwischen Schaltkonsole / Schaltschrank und Behälter ein Leerrohr PVC KG DN
100 bis DN 200. Das Leerrohr muss nicht frostfrei verlegt werden. Es sollte mit leichtem Gefälle zum Behälter
verlegt werden, damit sich evtl. bildendes Schwitzwasser ablaufen kann.
Zur Einbindung des Leerrohres in den Behälter wurde am Behälter bereits ein Stutzen DN 100 angebracht.
Die Einbindung des Leerrohres auf Seiten des Schaltschrankstandortes kann entweder über 5 Bohrungen DN
30 oder eine Bohrung DN 100 bis DN 150 erfolgen. Es empfiehlt sich, nach Durchführung der Luftschläuche
und des Kabels die verbliebenen Öffnungen im Mauerwerk mit PU-Schaum auszuschäumen.
Rüsten Sie das Leerrohr ist in jedem Fall mit einem Ziehdraht oder –seil aus, um eine spätere Verlegung der
Luftschläuche und des Schwimmerkabels zu ermöglichen.
Verlegen Sie die Leerrohre bitte möglichst geradlinig zum Behälter. Jede Biegung und jeder Knick im Schlauch
erhöht den Druckwiderstand in den Luftzuleitungen und mindert damit die Leistungsfähigkeit der Anlage.
Verwenden Sie daher z.B. anstelle von 45°-Bögen immer zwei 30°-Bögen. Bitte verwenden Sie generell keine
90°-Bögen.
8.2.11
Schläuche und Schwimmerschalterkabel
Innerhalb des Behälters sind die Schlauchverbindungen werksseitig hergestellt. Stellen Sie nun die
Verbindungen zwischen Behälter und Schaltschrank wie nachstehend beschrieben her:
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8.2.12
Anpassen der Luftschläuche
Der Schlauch wird standardmäßig als Rolle geliefert. Die Rolle ist ähnlich einem Feuerwehrschlauch abzurollen.
Teilen Sie die Rolle Schlauch in vier gleich lange Stücke.
Markieren Sie die Enden der Schläuche mit den
mitgelieferten Stopfen.
Rot
Beschickung
Blau
Klarphasenabzug
Grün
Schlammrückführung
Transparent
Belüftung
8.2.13
Anschluss der Schläuche
Entfernen Sie anschließend die Stopfen und befestigen Sie die vorher zurechtgeschnittenen Schläuche mittels
beiliegender Schlauchschellen an den farbig passenden Schlauchanschlüssen (siehe 8.2.13).
Bündeln Sie die Luftschläuche und das Schwimmerschalterkabel. Ziehen Sie diese nach Montage der
Domschächte gemeinsam mittels Zugdraht durch das bauseits verlegte Leerrohr in Richtung Schaltschrank.
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8.3
Einbauanleitung DeWaTec BatchPLUS® Nachrüstsatz
Die Aufstellung der Anlage darf ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Stellen Sie
sicher, dass dieses vor Aufnahme der Arbeiten Einblick in die Betriebsanleitung nehmen kann.
Achten Sie darauf, dass sich am Einbauort nur befugte Personen aufhalten.
Beachten Sie die Sicherheitshinweise sowie die Vorschriften am Einbauort.
8.3.1
Umgebung
Die Anforderungen an den Baukörper werden innerhalb Deutschlands gem. DIN 4261 geregelt.
Für Anlagen, die außerhalb Deutschlands installiert werden, gelten die Vorschriften des jeweiligen Landes und
eine individuelle Auslegung.
Die Volumina sowie Mindesteinbauhöhen werden vom Hersteller anhand einer abwassertechnischen
Berechnung ermittelt. Jeder BatchPLUS® Lieferung liegt ein Datenblatt bei. Vergleichen Sie vor Beginn der
Arbeiten die Übereinstimmung der Maße mit denen am Einbauort.
Beschickung
Überschuss-Schlammabzug
Klarwasserabzug
HGS bezeichnet den Abstand zwischen dem Behälterboden und dem Abzugspunkt des
Beschickungshebers.
HS bezeichnet den Abstand zwischen dem Behälterboden des Bioreaktors und dem Abzugspunkt des
Überschussschlammhebers.
Hmax bezeichnet den Abstand zwischen dem Behälterboden in der Reaktorkammer und dem
Befestigungspunkt des Schwimmerschalters.
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8.3.2
Vorbereitende Arbeiten

Stellen Sie sicher, dass die Dichtigkeit des Baukörpers gewährleistet ist

Stellen Sie sicher, dass die Dichtheit zwischen Grobstoffabscheidung/Puffer und Biologie/Reaktor
gewährleistet ist

Entleeren und reinigen Sie die Klärgrube vor Beginn der Arbeiten

Achten Sie auf eine ausreichende Belüftung in der Klärgrube

Stellen Sie sicher, dass ein Stromanschluss vorhanden ist (230V, 16 A )

Verlegen Sie als Verbindung zwischen Schaltkonsole / Schaltschrank und Behälter ein Leerrohr PVC KG
DN 100 bis DN 200. Das Leerrohr muss nicht frostfrei verlegt werden. Es sollte mit leichtem Gefälle zum
Behälter verlegt werden, damit sich evtl. bildendes Schwitzwasser ablaufen kann.
Die Einbindung des Leerrohres auf Seiten des Schaltschrankstandortes kann entweder über 5 Bohrungen
DN 30 oder eine Bohrung DN 100 bis DN 150 erfolgen. Es empfiehlt sich, nach Durchführung der
Luftschläuche und des Kabels die verbliebenen Öffnungen im Mauerwerk mit PU-Schaum auszuschäumen.
Rüsten Sie das Leerrohr ist in jedem Fall mit einem Ziehdraht oder –seil aus, um eine spätere Verlegung
der Luftschläuche und des Schwimmerkabels zu ermöglichen.
Verlegen Sie die Leerrohre bitte möglichst geradlinig zum Behälter. Jede Biegung und jeder Knick im
Schlauch erhöht den Druckwiderstand in den Luftzuleitungen und mindert damit die Leistungsfähigkeit der
Anlage. Verwenden Sie daher z.B. anstelle von 45°-Bögen immer zwei 30°-Bögen. Bitte verwenden Sie
generell keine 90°-Bögen. Sollte Ihre Anlage in mehrere Einzelgruben aufgeteilt sein, muss ein zusätzliches
Leerrohr DN 100 auf kürzestem Wege mit etwas Gefälle zwischen dem letzten Behälter und dem ersten
Behälter verlegt werden, sofern die bestehende Verbindung nicht dafür genutzt werden kann.
8.3.3
Schutz des Notüberlaufes
Die Trennwand zwischen Vorklärung und Biologie wird als
Notüberlauf eingekerbt. Die untere Spitze der Kerbe sollte
etwas unterhalb der Rohrsohle des Zulaufes liegen.
Zur Verhinderung von Schwimmschlammabtrieb liegt ein
PE-Folienstück bei, das, wie in der Skizze gezeigt,
gebogen und vorklärseitig an die Wand gedübelt wird.
Dabei sollte die Unterkante der Folie 30 cm unterhalb der
Unterkante des Notüberlaufes sein.
In einigen Fällen kann es besser sein, den Notüberlauf
per Bohrung herzustellen.
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8.3.4
Schild Schlammabfuhr
Bei der bedarfsgerechten Schlammabfuhr wird nur
die Grobstoffabscheidung geleert.
Um Verwechslungen bei Einbehälteranlagen mit
mehreren Kammern auszuschließen, liegt der
Lieferung ein Kennzeichnungsschild bei.
Bringen Sie dieses so auf der Trennwand an, dass
die Pfeile in Richtung Grobstoffabscheidung zeigen.
8.3.5
Werkzeug und Hilfsmittel
Zur Montage des DEWATEC BatchPLUS Nachrüstsatz benötigen sie folgende Werkzeuge und Hilfsmittel:
Schlagbohrmaschine, Bohrer 10mm, Säge, Steckschlüssel, Steckschlüsseleinsatz 7 u. 13 mm, Hammer,
Schraubendreher (Schlitz [3,5 und 6,5 mm] und Kreuzschlitz), Seitenschneider, Ringmaulschlüssel 19 mm (2
Stück bei Außenschrank mit Sockel), Schachthaken, Messer, Zollstock und/oder Maßband, Wasserwaage,
Klebeband
8.3.6
Durchführung der Montage
Beachten Sie vor Beginn der Montage die in der Betriebsanleitung aufgeführten Sicherheitshinweise und
sichern Sie den Einbauort.
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8.3.7
Geometrien
Die verschiedenen Behältergeometrien erfordern einige Besonderheiten um den Probenehmer gut zugänglich
anzuordnen. Die nachstehenden Abbildungen stellen vereinfacht den Zusammenbau der Belüftungs- und
Fördereinrichtung bezogen auf die Behältergeometrien dar.
1. Typ H, HN, H2N
2. Typ V
3. Typ K, DK
Bild 1 zeigt die Standardausrüstung der Belüftungs- und Fördereinrichtung. Das Rohr zur Höhenregulierung
wird direkt in die Muffe des Betonfußes gesetzt.
Bild 2: In die Muffe des Betonfußes wird zuerst der mitgelieferte Abzweig gesetzt, anschließend werden das
Rohr zur Höhenregulierung sowie die Belüftungs- und Fördereinrichtung wie unter Punkt 1 montiert.
Bild 3:Das Rohr zur Höhenregulierung wird wie unter Punkt 1 beschrieben in die Muffe des Betonfußes
gesetzt. Anschließend werden die Belüftungs- und Fördereinrichtung sowie der mitgelieferte Abzweig
montiert.
®
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8.3.8
Vorbereiten der Belüftungseinrichtung
1. Umwickeln Sie das Gewinde des Plattenbelüfters mit dem
beiliegenden Teflonband und schrauben Sie den
Plattenbelüfter in den vorgesehenen Gewindeanschluss des
Betonfußes.
Achten Sie darauf, dass der Plattenbelüfter nach dem
Aufschrauben nicht unter Spannung steht.
2. Umwickeln Sie das Gewinde der gelben Belüftungstülle mit
dem beiliegenden Teflonband und schrauben Sie die Tülle in
den vorgesehenen Gewindeanschluss.
3. Befestigen Sie das Zugseil. Ziehen Sie dazu das Seil durch die
Aushebeöse und verbinden Sie es mit der beiliegenden
Seilklemme.
4. Setzen Sie das Rohr zur Höhenregulierung in die Muffe des
Betonfußes (bei V-Anlagen in den zuvor montierten Abzweig).
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8.3.9
Probenahme und Luftanschlüsse
mit Trennwand
5. Setzen Sie den kombinierten Klarwasserabzug / Schlammrückführungsheber in das zuvor
eingesetzte Rohr. Kontrollieren Sie
dabei die Höhen entsprechend
mitgelieferter Einbauzeichnung.
Rot
Beschickung
Blau
Klarwasserabzug
Grün
Schlammrückführung
Transparent
Belüftung
7. Teilen Sie die Rolle Schlauch in vier
gleich lange Stücke. Markieren Sie die
Enden der Schläuche mit den
mitgelieferten Stopfen.
ohne Trennwand
6. Befestigen Sie den Probenehmer. Verbinden
Sie den Flex-Schlauch mit dem Rohr des
Klarwasserabzuges.
8. Entfernen Sie die Stopfen einseitig und
befestigen Sie die Schläuche mittels
beiliegender Schlauchschellen an den
Schlauchanschlüssen.
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8.3.10
Klarwasser- und Schlammabzug im Behälter
9. Platzieren Sie den vormontierten Rüstsatz
in der Grube und richten Sie ihn aus.
Achten Sie dabei auf
 eine annähernd zentral positionierte
Belüftung
 eine gute Erreichbarkeit der
Probenahme
 eine direkte Verbindung zwischen
Klarwasser und Behälterablauf
10. Erstellen Sie eine Bohrung D=10mm und
setzen sie den Dübel ein. Befestigen Sie
die Clip-Schelle mittels Stockschraube an
der Behälterwand.
Fixieren Sie im Anschluss das
Befestigungsrohr der Hebeanlagen mit
der Schelle.
11. Befestigen Sie das Anschlussrohr des
12. Kürzen Sie das Anschlussrohr der
Klarwasserabzuges am Ablaufstutzen
Schlammrückführung auf die gewünschte
des Probenehmers und führen Sie es in
Länge, stecken Sie es in die dafür
den Ablauf des Behälters.
vorgesehene Muffe und führen es in die
Grobstoffabscheidekammer.
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8.3.11
Montage der Hebeanlage Beschickung
13.
Richten Sie die Hebeanlage Beschickung in der Grobstoffabscheidung so aus, dass das Maß
HGS eingehalten wird.
Erstellen Sie die Bohrungen
D=10mm und setzen Sie die Dübel
ein.
14. Befestigen Sie den Beschickungs-
15. Kürzen Sie das Anschlussrohr des
heber mittels beiliegender VA-
Beschickungshebers auf die
Holzschrauben an der Behälterwand.
gewünschte Länge, stecken Sie es in
die dafür vorgesehene Muffe und
führen Sie es in die Reaktorkammer.
Zur Fixierung von längeren Anschlussrohren liegt dem Rüstsatz noch eine kleine Clip-Schelle bei. Verwenden
Sie diese wie unter Punkt 10 beschrieben.
8.3.12
Luftschläuche und Schwimmerschalterkabel
Bündeln Sie die Luftschläuche und das Schwimmerschalterkabel. Ziehen Sie diese gemeinsam mittels Zugdraht
durch das bauseits verlegte Leerrohr in Richtung Schaltschrank.
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8.3.13
Behälter ohne Trennwand
8.3.14
8.3.13
8.3.15
Mehrbehälteranlage ohne Trennwand mit 2 Belüftungseinrichtungen
Zusätzliches Zubehör:
Probenehmer mit Abzweig, Führungsrohr zur Befestigung im Einstieg
Behälter ohne Trennwand
erfordern eine gesonderte
Befestigungslösung. Befestigen
Sie den Probenehmer wie unter
Punkt 8.3.9 beschrieben.
Stecken Sie anschließend das
zuvor auf Maß gebrachte
Führungsrohr in die obere Muffe
des Abzweiges und befestigen
Sie es mit der im Einstieg des
Behälters angebrachten ClipSchelle (siehe 8.3.10).
®
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8.3.14
Anlagen mit 2 Belüftungseinrichtungen
Zusätzliches Zubehör:
komplette Belüftungseinrichtung, Luftverteiler mit 3 Schlauchanschlüssen, Luftschläuche
zum Magnetventil
Größere Anlagen oder Anlagen des Typs H2N
werden mit einer zusätzlichen
Belüftungseinrichtung geliefert. Bereiten Sie
diese wie unter Punkt 8.3.8 beschrieben vor.
Schließen Sie das beiliegende Schlauchstück
am Luftanschluss an. Platzieren Sie die
Belüftungseinrichtung am Boden des Behälters.
Führen Sie die Schritte 8.3.9 und 8.3.10 durch.
Verbinden Sie die Schlauchstücke der
Belüftungseinrichtungen mittels Luftverteiler.
zum Betonfuß
8.3.15
zum Betonfuß
Beschickung und Schlammrückführung in Mehrbehälteranlagen
Zusätzliches Zubehör:
Beschickung:
Anschlussrohr mit Muffe
Schlammrückführung: Anschlussrohr mit Schlauchanschlusstüllen, Schlauch, Schlauchschellen
Bei Mehrbehälteranlagen kommt es vor, dass die Behälter in größeren Abständen gesetzt werden und die
Distanz
nicht
durch
den
Standardlieferumfang
überbrückt werden kann.
Das
Anschlussrohr
der
Schlammrückführung ist daher mit Schlauchanschlusstüllen versehen.
Kürzen Sie das Anschlussrohr auf die gewünschte Länge und stecken Sie es in die dafür vorgesehene Muffe.
Schieben Sie den beiliegenden Schlauch auf die Schlauchanschlusstülle und befestigen Sie ihn mit der
Schlauchschelle. Führen Sie abschließend den Schlauch in den vorgesehenen Behälter und fixieren Sie ihn
dort.
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8.3.16
Klarwasserabzug mit Tauchmotorpumpenausführung (nur bei Comfort-Steuerungen)
Die Pumpenausführung des Klarwasserabzugs für DEWATEC BatchPLUS® Anlagen wurde als Alternative zur
Drucklufthebeanlage konzipiert. Durch den Einsatz der Pumpenausführung besteht die Möglichkeit, das
gereinigte Abwasser auch über größere Distanzen zwischen HR,max und dem Ablauf bzw. der nachfolgenden
Stufe zu fördern.
Komponenten
Der Klarwasserabzug besteht aus einer Tauch1
motorpumpe mit 15 m Anschlusskabel, einem
Schwimmerschalter zur Grenzwerterfassung und je 5
m Schlauch (13 und 25 mm) als Druckleitung. Die
Komponenten Schwimmerschalter und Pumpe
werden ab Werk vormontiert geliefert.
2
Der vormontierte Rüstsatz gliedert sich wie folgt:
Anschluss
Die Befestigung des Probenehmers erfolgt wie unter
8.3.9 Nr. 6. beschrieben. Schließen Sie nun den 25 mm
Schlauch am Druckstutzen der Pumpe an. Befestigen
Sie den Druckschlauch mit der beigelegten Wandschelle
an der Behälterdecke und führen Sie ihn von dort in den
Ablauf. Schließen Sie am 13 mm Druckstutzen der
Pumpe den zweiten Schlauch an, führen Sie diesen zum
Probenehmer und setzen Sie ihn dort mit einer
Schlauchschelle fest.
elektrischer Anschluss
Das abisolierte Pumpenkabel wird über eine PG-Verschraubung in den Schaltschrank geführt und dort über
eine Combicon-Steckverbindung an einem Ausgangskanal des Erweiterungsmoduls (Standard: Kanal 6)
angeschlossen.
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8.4
Einbauanleitung Schaltschränke und -konsolen Pure – Relax - Comfort
8.4.1
Sicherheitshinweise
Lassen Sie die elektrische Installation ausschließlich von
qualifiziertem Fachpersonal durchführen. Bei Schäden, die
durch eine eigene Durchführung der Installation verursacht
werden, übernimmt der Hersteller keine Haftung.
Die Nichteinhaltung der nachfolgenden Sicherheitshinweise
kann zur Einschränkung oder zum vollständigen Verlust der
Haftung durch den Hersteller führen.
Eingriffe in das Gerät und Reparaturen jeglicher Art dürfen nur
vom Hersteller vorgenommen werden.
Das Kontroll- und Erweiterungsmodul sowie die Magnetventile sind im Schrank angeordnet und elektrisch
miteinander verbunden. Außerhalb des Schrankes existieren keinerlei elektrische Anschlussstellen zu den
Steuermodulen.
Beachten Sie vor Arbeiten am Schaltschrank folgende wichtige Hinweise:

Trennen Sie vor dem Öffnen des Schrankes die Anlage vom Netz.

Schließen Sie keine weiteren Aggregate an die Steuerung an; auch nicht bei freien Steckplätzen.

Wechseln Sie einzelne Sicherungen nur im spannungslosen Zustand.

Verwenden Sie niemals Sicherungen mit höheren als zugelassenen Stromstärken.

Führen Sie nur die im Menü Handbetrieb vorgesehenen Tests der Funktionsgruppen aus.

Kontrollieren Sie regelmäßig den Ladezustand der Batterie der Alarmbox und wechseln Sie diese bei
Bedarf.

Vermeiden Sie einen längeren Stillstand des Klärprozesses.

Benachrichtigen Sie im Störfall umgehend Ihre Wartungsfirma.

Nehmen Sie keinerlei schaltungstechnische Manipulationen an der Anlage vor.

Unterlassen Sie jeglichen Versuch zur Manipulation der Steuerung.
Beachten Sie bitte, dass die Schaltkonsolen und Schaltschränke der Baureihe indoor nur für den Einsatz im
Innenbereich konzipiert wurden.
Für die Aufstellung im Freien verwenden Sie bitte einen Schaltschrank der Baureihe outdoor.
Achten Sie weiterhin auf eine angenehme Bedienhöhe des Schaltschrankes.
®
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8.4.2
Schaltkonsole Pure indoor
8.4.2.1
Wandbefestigung
Richten Sie die Schaltkonsole so aus, dass eine bequeme
Bedienhöhe des Kontrollmoduls erreicht wird und die
Befestigungsschrauben der Abdeckung gut zugänglich sind.
Erstellen Sie die Bohrungen D=8 mm und setzen Sie die
Dübel ein. Befestigen Sie die Konsole mittels beiliegender
Holzschrauben.
Verwenden Sie alle vier Schrauben, um Schwingungsübertragungen auf das Bauwerk zu vermeiden.
8.4.2.2
Installation Membranverdichter
1
3
2
Nehmen Sie den Verdichter aus der Verpackung, schrauben Sie die beiliegenden Schwingungsdämpfer an
und stellen Sie ihn auf die vorgesehene Aufstellfläche der Schaltkonsole. Verbinden Sie den
Luftanschlussstutzen des Verdichters (1) mit dem vom Magnetventil kommenden Schlauch (2) und befestigen
Sie diesen mit der beiliegenden Schlauchschelle.
Stecken Sie den Netzstecker des Verdichters in die Hutschienensteckdose (3).
®
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8.4.2.3
Schlauchanschlüsse
Entfernen Sie die Stopfen und befestigen Sie die Schläuche mittels beiliegender Schlauchschellen an den
entsprechenden Schlauchanschlüssen. Diese sind wie folgt markiert.
Gelb
Belüftung (1)
Grün
Schlammabzug (2)
Blau
Klarwasserabzug (3)
Rot
Beschickung (4)
4
8.4.2.4
3
2
1
Schwimmerschalter anschließen
b
a
Das zweiadrige Schwimmerschalterkabel wird
serienmäßig mit abisolierten Adern geliefert.
Zum Anschluss des Schwimmerschalterkabels lösen
Sie die Schraubklemmen (a), legen die Adern auf
und schließen die Schraubklemmen wieder.
8.4.2.5
Alarmbox aktivieren
Entfernen Sie die vordere Abdeckung der Schaltkonsole und des Kontrollmoduls, schließen Sie den
Schwimmerschalter an und legen Sie die Batterie der Alarmbox ein (b), bevor Sie die Abdeckung wieder
anbringen und die Anlage in Betrieb nehmen.
8.4.2.6
Spannungsversorgung bei Schaltkonsolen Pure indoor
Die Spannungsversorgung bei Schaltkonsolen Pure indoor wird durch Einstecken des Netzsteckers in
eine geeignete Netzsteckdose realisiert.
®
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8.4.3
Schaltschrank Pure outdoor
Zur Spannungsversorgung ist bauseits ein Erdkabel 230 V AC mit Steckdose bereit zu stellen. Alternativ kann
das an der Steuerung angeschlossene Stromkabel entfernt werden und das Erdkabel direkt angeschlossen
werden.
8.4.3.1
Zusammenbau Sockel
Der Sockel wird aus Transportgründen in Einzelteilen geliefert. Bauen Sie den Sockel wie unten abgebildet
zusammen.
®
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8.4.3.2
Erdeinbau Sockel
Graben Sie den Sockel bis zur Markierung wie abgebildet ein. Zur Minimierung der Kondenswasserbildung
verwenden Sie den mitgelieferten Sockelfüller. Berücksichtigen Sie beim Erdeinbau des Sockels den Verlauf
663
der Luftschläuche, des Stromkabels und des Schwimmerschalterkabels.
8.4.3.3
Montage Außenschrank
Setzen Sie anschließend den Außenschrank mit der ab Werk vormontierten Schaltkonsole auf den
Sockel.
Wiederholen Sie die Schritte 8.4.2.2 bis 8.4.2.5.
®
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8.4.5
Schaltkonsole Relax indoor
Beachten Sie bitte, dass die Schaltkonsole DeWaTec Relax nur für den Einsatz im Innenbereich konzipiert
wurde.
Für die Aufstellung im Freien verwenden Sie bitte den Relax-Außenschrank.
Platzieren Sie die Schaltkonsole an einem trockenen, gut belüfteten Standort (z. B. Keller, Garage,
Funktionsraum). Eine frostfreie Unterbringung ist empfehlenswert aber nicht unbedingt erforderlich.
Die Schaltkonsole ist so zu montieren, dass auf beiden Seitenwänden ausreichend Freiraum zum Anlösen der
Abdeckungs-Befestigungsschrauben vorhanden und die Abdeckung nach vorn abnehmbar ist.
Achten Sie weiterhin auf eine angenehme Bedienhöhe der Konsole.
8.4.5.1
Wandbefestigung
Richten Sie die Schaltkonsole so aus, dass eine bequeme
Bedienhöhe des Kontrollmoduls erreicht wird und die
Befestigungsschrauben der Abdeckung gut zugänglich sind.
Erstellen Sie die Bohrungen D=10mm und setzen sie die
Dübel ein. Befestigen Sie die Konsole mittels beiliegender
Holzschrauben.
Verwenden sie alle vier Schrauben, um Schwingungsübertragungen auf das Bauwerk zu vermeiden. Bei stark
schwingungsübertragenden Wänden sollten die mitgelieferten
Schwingungsdämpfer benutzt werden.
®
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8.4.5.2
Installation Membranverdichter
1
2
Nehmen Sie den Verdichter aus der Verpackung, schrauben Sie die beiliegenden Schwingungsdämpfer an
und stellen Sie ihn auf die vorgesehene Aufstellfläche der Schaltkonsole. Verbinden Sie den
Luftanschlussstutzen des Verdichters (1) mit dem vom Magnetventil kommenden Schlauch (2) und befestigen
Sie diesen mit der beiliegenden Schlauchschelle.
Stecken Sie den Netzstecker des Verdichters in die Hutschienensteckdose.
8.4.5.3
Schlauchanschlüsse
Entfernen Sie die Stopfen und befestigen Sie die Schläuche mittels beiliegender Schlauchschellen an den
entsprechenden Schlauchanschlüssen. Diese sind durch farbige Klebepunkte wir folgt markiert.
Gelb
Belüftung (1)
Grün
Schlammabzug (2)
Blau
Klarwasserabzug (3)
Rot
Beschickung (4)
4
3
2
1
®
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8.4.5.4
Abdeckung
Schließen Sie den Schwimmerschalter an und legen Sie die Batterie der Alarmbox ein, bevor Sie die
Abdeckung anbringen und die Anlage in Betrieb nehmen.
Setzen Sie die Abdeckung vor der Inbetriebnahme auf und fixieren Sie diese durch die außen an der
Schaltkonsole angebrachten Schrauben.
8.4.5.5
Schwimmeranschluss an der Schaltkonsole
Das zweiadrige Schwimmerschalterkabel
wird serienmäßig mit abisolierten Adern
geliefert. Um eine Zugentlastung
herzustellen, ziehen Sie das Kabel durch
die Verschraubung und schließen Sie
diese.
Zum Anschluss des Schwimmerschalterkabels lösen Sie die Schraubklemmen (a), legen die Adern auf und
schließen die Schraubklemmen wieder.
Netzanschluss
Schwimmerschalter
8.4.5.6
Spannungsversorgung bei Schaltkonsolen
Die Spannungsversorgung bei
Innenschaltschränken wird durch
Einstecken des Netzsteckers in eine
geeignete Netzsteckdose realisiert.
®
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8.4.6
Schaltschränke Relax outdoor / Comfort indoor / Comfort outdoor
8.4.6.1
Wandbefestigung (Bei Innen- und Außenschaltschrank)
Befestigen Sie die 4 Aufhängelaschen mit den beiliegenden Schrauben und Sprengringen an der Rückseite des Schrankes. Sie finden das Zubehör in der
Transportverpackung des Schrankes.
Richten Sie den Schaltschrank so aus, dass eine
bequeme Bedienhöhe des Kontrollmoduls erreicht wird.
Erstellen Sie die Bohrungen D=10mm und setzen sie
die Dübel ein. Befestigen Sie den Schrank mittels
beiliegender Holzschrauben.
Verwenden sie alle vier Schrauben, um
Schwingungsübertragungen auf das Bauwerk zu
vermeiden.
8.4.6.2
Befestigung des Außenschaltschranks auf Kunststoffsockel
Zur freien Aufstellung des Außenschrankes ist optional ein
Sockel erhältlich.
Montieren Sie den Sockel vor Ort, indem Sie die Seitenteile
mit der Rückwand zusammenstecken, das Aluminium-UProfil im Fußbereich der Seitenteile in die dafür vorgesehenen Aufnahmen einrasten und schließlich die beiden
Frontplatten einstecken.
 Eine detaillierte Montageanweisung finden Sie im Karton
des Sockels.
Zum Setzen des Sockels heben Sie eine Grube mit den
Maßen 0,35 x 0,50 m und einer Tiefe von ca. 0,70 m aus.
Führen Sie das Leerrohr vom Klärbehälter sowie das
Erdkabel zur Spannungsversorgung vom Haus bis zur
gewünschten Position des Schaltschrankes (ausgehobene
Grube) und führen Sie es mittels 30°-Bögen senkrecht nach
oben bis über GOK. Setzen Sie nun den montierten Sockel
in die Grube ein und verfüllen die Grube mit dem
Erdaushub. Zur Schaffung einer höheren Stabilität des
Sockels im Erdreich kann die Grube optional mit
Magerbeton angefüllt werden.
®
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Zur Befestigung des Schaltschranks
verschrauben Sie zunächst die 2
Gewindeschienen mittels der 4
Sechskantschrauben (M12 x 45) an der
Schaltschrankunterseite.
Im Anschluss kann der Schaltschrank
einfach auf den Sockel gesetzt und mit den
beiliegenden Sprengringen und Muttern
M12 fixiert werden.
8.4.6.3
Schlauchanschlüsse Innenschrank
Ziehen Sie die Schläuche durch die am Schrankboden angebrachten Verschraubungen in den Schaltschrank,
entfernen Sie die Stopfen und befestigen Sie die Schläuche mittels beiliegender Schlauchschellen an den
entsprechenden Schlauchanschlüssen. Diese sind durch farbige Klebepunkte wir folgt markiert.
Gelb
Belüftung (1)
Grün
Schlammabzug (2)
Blau
Klarphasenabzug (3)
Rot
Beschickung (4)
4
3
2
1
Magnetventilverteiler im Schaltschrank
®
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Schließen Sie die Verschraubungen so weit, dass
4
eine Zugentlastung für die Schläuche entsteht.
3
2
1
Schaltschrank – Ansicht von unten
8.4.6.4
Schlauchanschlüsse Außenschrank
Ziehen Sie die Schläuche aus dem
vorbereiteten Leerrohr, entfernen Sie die
4
3
1
2
Stopfen und befestigen Sie die Schläuche
mittels beiliegender Schlauchschellen an
den entsprechenden
Schlauchanschlüssen. Diese sind durch
farbige Tüllen wie folgt markiert:
Gelb
Belüftung (1)
Grün
Schlammabzug (2)
Blau
Klarphasenabzug (3)
Rot
Beschickung (4)
8.4.6.5
Installation Drehschieberverdichter
Nehmen Sie den Verdichter aus der Verpackung
und stellen Sie ihn auf die vorgesehene
Aufstellfläche im Schaltschrank. Verbinden Sie den
2
1
Luftanschlussstutzen (1) des Verdichters mit dem
vom Magnetventil kommenden Schlauch und
befestigen Sie diesen mit der beiliegenden
Schlauchschelle.
Stecken Sie den Netzstecker des Verdichters in die
Hutschienensteckdose (2).
®
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8.4.6.6
Installation Freikolbenverdichter
Nehmen Sie den Verdichter aus der
Verpackung und stellen Sie ihn auf die
vorgesehene Aufstellfläche im Schaltschrank.
Verbinden Sie den Luftanschlussstutzen des
Verdichters mit dem beiliegenden
Gummiwinkel, so dass dieser in 2 Uhrstellung
zu Ihnen zeigt. Verbinden Sie nun den vom
Magnetventil kommenden Schlauch mit dem
Gummiwinkel. Befestigen Sie beide
Anschlüsse mit den beiliegenden Schlauchschellen.
Stecken Sie den Netzstecker des Verdichters
in die Hutschienensteckdose.
8.4.6.7
Schwimmerschalteranschluss am Innenschrank
1
2
3
Das Schwimmerschalterkabel wird serienmäßig mit abisolierten Adern geliefert. Führen Sie das Kabel durch die
Verschraubung (je nach Ausführung grün oder grau) an der Unterseite des Schaltschrankgehäuses (1) bis zur
Hutschiene an der Rückseite im inneren.
Zwischen Hauptschalter und der Hutschienensteckdose des Verdichters befinden sich vier Schraubklemmen
(2). Schließen Sie die beiden Adern des Schwimmerschalterkabels an den beiden rechten, grauen (mit weiser
Markierung versehen) Schraubklemmen an (3). Auf Polung muss dabei nicht geachtet werden.
®
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8.4.6.8
Schwimmerschalteranschluss am Außenschrank
Das Schwimmerschalterkabel wird serienmäßig mit
abisolierten Adern geliefert. Führen Sie das Kabel durch
die Verschraubung an der Unterseite des
Schaltschrankgehäuses (1) bis zur Hutschiene an der
1
Rückseite im inneren.
Zwischen Hauptschalter und der Hutschienensteckdose des Verdichters befinden sich vier
Schraubklemmen (2). Schließen Sie die beiden
Adern des Schwimmerschalterkabels an den
beiden rechten, grauen Schraubklemmen (mit
weiser Markierung versehen) an (3). Auf Polung
3
2
muss dabei nicht geachtet werden.
8.4.6.9
Batterie der Alarmbox
Legen Sie den beiliegenden 9V-Block (Typ 6LF22) in
die vorgesehene Halterung des Erweiterungsmoduls
ein.
Bei einigen Modellen wird eine externe Variante der
Alarmbox verwendet. Diese befindet sich am
Kontrollmodul auf der Innenseite der Schaltschranktür. Zum Einlegen oder Wechseln der Batterie
öffnen Sie das Batteriefach und setzen Sie die
beiliegende Batterie ein. Schließen Sie anschließend
das Batteriefach wieder.
Überprüfen Sie abschließend sämtliche Anschlüsse. Ist gewährleistet, dass alle Anschlüsse korrekt installiert
und alle Gefahren ausgeschlossen wurden, kann, nach Schließen des Schaltschrankes, die Stromversorgung
hergestellt und die Anlage in Betrieb genommen werden.
®
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Für die Schränke im Innenbereich ist als elektrischer Anschluss eine träge (16 A) abgesicherte Normsteckdose
230 V erforderlich. Die Schaltschränke werden vorprogrammiert und steckerfertig geliefert. Bei Außenschränken
sind Anschluss und Anschlussvoraussetzung bauseits zu stellen.
8.4.6.10 Spannungsversorgung bei Innenschaltschränken
Die Spannungsversorgung bei Innenschaltschränken wird durch Einstecken des Netzsteckers in eine geeignete
Netzsteckdose realisiert.
8.4.6.11 Spannungsversorgung bei Außenschaltschränken
Führen Sie das im Vorfeld verlegte Erdkabel (3-Adrig,  11,5 – 15,5 mm) durch die Verschraubung (1) an der
Unterseite des Schrankes. Demontieren Sie durch Lösen der Kreuzschlitzschrauben zunächst den Knebel und
anschließend das Abdeckgehäuse des Hauptschalters. Legen Sie die Phase (braun) an die Klemme (a) und
den Nullleiter an die Klemme (b) auf. Klemmen Sie die gelb/grüne Leitung des Schutzleiters auf die Klemme
(c).Nach der Montage in umgekehrter Reihenfolge, stellen Sie den Hauptschalter auf die Position I ON,
schließen Sie die Schaltschranktür und stellen abschließend die Spannungsversorgung her.
1
a
Schaltschrankunterseite
Hauptschalter
Demontierter Knebel
b
c
Geöffnetes Gehäuse
®
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9
Betrieb
9.1
Das DeWaTec Kontrollmodul Relax
9.1.1
Displayseite des Kontrollmoduls Relax
Fronseite
Gesamtansicht des Kontrollmoduls
Display
Aussparrung für Trafo
4 Bedientasten (übereinander)
Taste/Anzeigeelement
Funktion
Menü ()
Übergang vom Automatik-Mode in das Bedienmenü und
Übergang zur nächst höheren Ebene im Menü
 Time
Pfeil nach oben: zurück innerhalb der gleichen Menüebene;
Zifferneingabe aufwärts (0, 1, 2, … 8, 9)
 Op.hrs
Pfeil nach unten: weiter innerhalb der gleichen Menüebene;
Zifferneingabe abwärts (9, 8, 7, … 1, 0)
Enter ()
1. Aktivieren eines veränderbaren Parameters
2. Bestätigen eines geänderten Parameters oder
3. Übergang in das Untermenü des Menüpunkts
Display
Anzeige des aktuellen Menüpunktes und der zugehörigen Parameter;
während des Automatikbetriebes Anzeige des aktiven Steuerschrittes
®
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9.1.2
Klemmbelegung und max Sicherungswerte für das Kontrollmodul Relax
Uhr-Erhaltungsbatterie
(Typ CR2032)
Raum und
Anschlusskontakte für die
Alarmbatterie (9 V)
Feinsicherungen
F1 (4 A T) für Kanal 1
F2 (315 mA T) gemeinsam
für Kanäle 2, 3, 4
Abmessungen
220 x 108 mm
RS232-Stecker
Betriebsspannung
Ausgangskanäle 1 bis 4 (Kanäle 1 bis 4)
Digitaleingang (Kanal 5)
Klemmen
Klemmenbelegung
Sicherung
Ansprechwert
Betriebsspannung
von links nach rechts L1; N; PE
für Elektronik im Netzteil
selbst rückstellend
Kanal 1
von links nach rechts L1; N; PE
F1 (nur für Kanal 1)
4AT
Kanäle 2 – 4
von links nach rechts L1; N; PE
F2 (gemeinsam für Kanäle 2 – 4)
315 mA T
®
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9.2
Das DEWATEC-Kontrollmodul Comfort
9.2.1
Frontseite des DEWATEC Kontrollmoduls Comfort
Gesamtansicht des
DEWATEC Kontrollmoduls Comfort
Spannvorrichtung
Display
LED
Tastenfeld
Taste/Anzeigeelement
Funktion
0–9
Eingabe von Zahlenwerten
Time (Aufruf aus
Anzeige des aktuellen Datums (Mode tt.mm.jjjj) und der aktuellen Tageszeit (Mode
Automatikmode)
hh:mm:ss), nach 5 s Rückkehr in Automatik-Mode
Oper. hrs
Aufruf aus Automatikmode: Anzeige der aufgelaufenen Betriebsstunden
Menü ()
Übergang vom Automatik-Mode in das Bedienmenü und Übergang zur nächst höheren
Ebene im Menü

Pfeil nach oben: zurück innerhalb der gleichen Menüebene

Pfeil nach unten: weiter innerhalb der gleichen Menüebene
Enter ()
eingestellten/veränderten Parameter bestätigen oder Übergang in das Untermenü
Display
Anzeige des aktuellen Menüpunktes und der zugehörigen Parameter;
während des Automatikbetriebes Anzeige des aktiven Steuerschrittes
1 mehrfarbige LED
grün:
normaler Betrieb; DEBUG-Modus oder Informationsmodus
zur Statusanzeige
gelb:
Warnhinweis (Warnung)
rot:
Vorwarnung (Alarm); Software Upload
rot blinkend:
Gefahrenmeldung (Error), Alarmrelais und Piepton-Geber aktiv
®
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9.2.2
Rückseite des DEWATEC Kontrollmoduls Comfort
F1
F3
F4
Hinweis
LED C1, C3, C4
Der Netzanschluss
Zuordnung zu
versorgt parallel das
Kanal 1, 3, 4
Netzteil der
LED leuchtet, falls
Elektronik sowie die
zugehöriges Aggregat
Ausgänge der
aktiv
Aggregate 1, 3 und
4.
Netz
Kanal 1
Kanal 3
Kanal 4 RS 232 CAN
L1 N PE
L1 N PE
L1 N PE
L1 N PE
Stecker
Steckerbelegung
Sicherung
Netzteil Elektronik
von links nach rechts L1; N; PE
selbstrückstellend
Kanal 1
von links nach rechts L1; N; PE
F1, max 10 A
Kanal 3
von links nach rechts L1; N; PE
F3, max. 4 A
Kanal 4
von links nach rechts L1; N; PE
F4, max . 4 A
9.2.3
Ansicht und Anschlüsse des DEWATEC Erweiterungsmoduls
Falls mehr als 3 Aggregate zum klärtechnischen Prozess der Kläranlage gehören, ist ein DEWATEC
Erweiterungsmodul
erforderlich.
Das
DEWATEC
Erweiterungsmodul
wird
parallel
zum
DEWATEC
Kontrollmodul Comfort an das Netz angeschlossen. Die Kommunikation zwischen beiden Modulen erfolgt über
einen CAN-Bus. Über diese Busleitung erfolgt gleichzeitig die Stromversorgung der Buselektronik.
Die Aggregate Agg5 bis Agg7 werden unmittelbar von den Relais des DEWATEC Erweiterungsmoduls mit
Betriebsspannung versorgt. Wird eines der Aggregate Agg5 bis Agg7 geschaltet, leuchtet die zugehörige LED
C5 bis C7. Jedes Aggregat ist einzeln über die Sicherungen F5 bis F7 abgesichert. Der Alarmausgang ist mit
Sicherung F8 abgesichert. Ist ein Meldeeingang (z.B. Schwimmerschalter) geschaltet, wird dies über die LED
D1 bzw. D2 signalisiert.
Die Anschlussbelegungen der Stecker sowie die Ansprechwerte der Sicherungen entnehmen Sie bitte der
nachstehenden Tabelle.
®
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F5
F6
F8
F7
LED D1 und D2
LED C5, C6 und C7
Gesamtansicht des
PE N L
DEWATEC Erweiterungsmoduls
Hutschienenbefestigung
Netz Kanal 5 Kanal 6 Kanal 7 Alarm
Meldeeingänge
CAN
(für potentialfreie Kontakte)
Stecker
Steckerbelegung
Sicherung
Netz
von unten nach oben PE; N; L
ohne
Kanal 5
von unten nach oben PE; N; L
F5, max. 4 A
Kanal 6
von unten nach oben PE; N; L
F6, max. 4 A
Kanal 7
von unten nach oben PE; N; L
F7, max. 4 A
Alarm (Kanal 8) *)
von unten nach oben PE; N; L
F8, max. 3,15 A
*)
Der Anschluss „Alarm“ dient der Signalisierung von Fehler- und Alarmmeldungen über ein externes
Aggregat.
9.3
Kanäle und Funktionsgruppen
Das Steuerprogramm enthält 10 Kanäle. Zur Vorbereitung einer Steuerung für den konkreten Einsatz wird den
zur Kläranlage gehörenden Aggregaten bereits werksseitig ein Kanal zugewiesen (z.B. Verdichter  Kanal 1
oder Schwimmerschalter BatchPLUS®  Kanal 9). Somit hat jedes Aggregat seinen speziellen Eingangs- oder
Ausgangskanal.
Dabei gelten folgende Besonderheiten:
Kanal 2
Softwarereserve; dieser Kanal ist nicht verwendbar,
Kanal 1; 3 und 4
Ausgangskanäle (Interner Ausgang 1; 2; 3) am DEWATEC Kontrollmodul Comfort,
Kanal 8
Alarmausgang am DEWATEC Erweiterungsmodul; hardwaremäßig eingerichtet,
Kanal 5; 6; 7
Ausgangskanäle am DEWATEC Erweiterungsmodul,
Kanal 9; 10
Eingangskanäle für die Füllstandssignale am DEWATEC Erweiterungsmodul.
Eine Funktionsgruppe umfasst die für einen Prozessschritt benötigten Aggregate. So bilden z.B. für den
Prozessschritt „Schlammrückführung“ ein Magnetventil und ein Kompressor eine Funktionsgruppe. Die für eine
Funktionsgruppe erforderlichen Aggregate werden werksseitig festgelegt.
®
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9.4
Menüstruktur der Steuereinheit
Das Menü der DEWATEC BatchPLUS® gliedert sich in die vier u. a. Hauptpunkte:
Anzeige im Display
Bedeutung
Info Menu
Anzeige und Änderung von Grundeinstellungen
Service Menu
Nur für den Wartungsdienst (Passwort erforderlich)
Handbetrieb
Test der einzelnen Funktionen / Funktionsgruppen
Steuerung Neustart
Spannungs-Reset (Entspricht einem Aus- und Wiedereinschalten der Steuerung)
9.5
Das Info-Menü
Das Info-Menü gliedert sich in die Unterpunkte:

Basis-Informationen

Technische Details
9.5.1.1
Basis-Informationen
Anzeige im Display
Bedeutung
Betriebsstunden gesamt
Anzeige der Gesamtbetriebsstunden hh von Funktions- und Baugruppen
Befüllung, Belüftung, Klarwasserabzug, Schlammrückführung, Verdichter, Prozessor
Erstinbetriebnahme
Anzeige des Datums der Erstinbetriebnahme; keine Änderungsmöglichkeit
Letzt. Netz aus
Anzeige Datum und Uhrzeit des letzten Netzausfalls
Dauer Netz aus
Anzeige Dauer des letzten Netzausfalls; Anzeige in dd.hh.mm
[d – Tag; h – Stunde, m – Minute]
Netz an seit
Anzeige Dauer seit Anlage wieder am Netz; Anzeige in dd.hh.mm
[d – Tag; h – Stunde, m – Minute]
Einschaltdauer
Anzeige der Laufzeitrate = Einschaltdauer zu Dauer seit Erstinbetriebnahme in %
Schranktemperatur
Zeigt die momentan gemessene Temperatur in °C im Inneren des Schaltschrankes an
9.5.1.2
Technische Details
Anzeige im Display
Bedeutung
Aggregatestatus
Anzeige des Aggregatestatus je Kanal (1 = aktiv; 0 = nicht aktiv)
Softwareversion
Anzeige der implementierten Softwareversion
Wöchentliche
Anzeige der Betriebsstunden hh je Kalenderwoche KW für Funkt.- und Baugruppen Befüllung,
Betriebsstunden
Belüftung, Klarwasserabzug, Schlammrückführung; Verdichter, Prozessor
Zyklenzähler gesamt
Übergang zur Anzeige der Anzahl der bisherigen Gesamtzyklen
Normallast, Schwachlast; Ferienbetrieb
Wöchentliche Zyklenzähler
Übergang zur Anzeige der Zyklenzahl je Kalenderwoche KW
®
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Normallast, Schwachlast; Ferienbetrieb
Ladezustand der Batterie
3
Anzeige Ladezustand der Alarmbatterie in % für Alarm bei Netzausfall
Geladenes Programm
Anzeige des voreingestellten Programms (Laufzeiteinstellungen)
GSM-Modem
Anzeige, ob GSM Modem für automatische Benachrichtigung im Störfall installiert ist
Prozessstatus
Anzeige des Prozessstatus (Log-Index), mit Enter zur Klartextanzeige und zurück
Sprache
Deutsch ( voreingestellt)
Weitere Einstellungen: Englisch, Holländisch, Französisch, Schwedisch
mit Enter und  Änderung der Sprache; Bestätigung mit Enter
Ländereinstellung
Deutschland (voreingestellt)
weitere Einstellungen: England, Holland, Frankreich, Schweden.
Durch die Ländereinstellungen werden z. B. die Sprache und die Zeitzone beeinflusst.
9.6
Das Service-Menü
Im Service-Menü können Einstellungen durch den Hersteller sowie den autorisierten DEWATEC-Partner
vorgenommen werden. Der Zugang zum Service-Menü ist durch ein Kennwort geschützt.
9.7
Der Handbetrieb
Über die Auswahl des Handbetriebes können nachstehende Funktionsgruppen getestet werden:
Anzeige im Display
Belüftung
An / Aus
Befüllung
An / Aus
Schlammrückführung
An / Aus
Klarwasserabzug
An / Aus
Ventilator
4
An / Aus
Max. Niveau SBR
9.8
An / Aus (nur Anzeige)
Steuerung Neustart
Wählen Sie den Punkt Steuerung Neustart aus, um ein Spannungs-Reset durchzuführen (gleicht dem Ziehen
und Wiedereinstecken des Schukosteckers).
3
Nur in Verbindung mit der steuerungsintegrierten Alarmbox
4
nur in Verbindung mit Drehschieberverdichter und aktiver Schaltschrankkühlung
®
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10
Wartung
10.1
Wartungsarbeiten gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung
Die Wartung ist mindestens zweimal jährlich ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal durchzuführen und
umfasst die nachstehenden Tätigkeiten:

Einsicht in das Betriebsbuch mit Feststellung des regelmäßigen Betriebes (Soll-Ist-Vergleich)

Funktionskontrolle der betriebswichtigen maschinellen, elektrotechnischen und sonstigen Anlagenteile

Funktionskontrolle der Steuerung und der Alarmfunktion

Einstellen optimaler Betriebswerte wie Sauerstoffversorgung und Schlammvolumenanteil

Prüfung der Schlammhöhe in der Vorklärung/Schlammspeicher. Gegebenenfalls Veranlassung der
Schlammabfuhr durch den Betreiber. Für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Kleinkläranlage ist eine
bedarfsgerechte Schlammentsorgung geboten. Die Schlammentsorgung ist spätesten bei 70 % Füllung des
Schlammspeichers mit Schlamm zu veranlassen.

Durchführung von allgemeinen Reinigungsarbeiten, z. B. Beseitigung von Ablagerungen

Überprüfung des baulichen Zustandes der Anlage

Kontrolle der ausreichenden Be- und Entlüftung

Die durchgeführte Wartung ist im Betriebsbuch zu vermerken.
Untersuchungen im Belebungsbecken:

Sauerstoffkonzentration

Schlammvolumenanteil
Im Rahmen der Wartung ist eine Stichprobe des Ablaufes zu entnehmen.
Dabei sind folgende Werte zu überprüfen:

Temperatur

PH- Wert

Absetzbare Stoffe

CSB

NH4-N (nur Reinigungsklasse N und D)

Nanorg. (nur Reinigungsklasse D)
Die Feststellungen und durchgeführten Arbeiten sind in einem Wartungsbericht zu erfassen. Der
Wartungsbericht ist dem Betreiber zuzuleiten. Der Betreiber hat den Wartungsbericht dem Betriebshandbuch
beizufügen und dieses der zuständigen Bauaufsichtsbehörde bzw. der zuständigen Wasserbehörde auf
Verlangen vorzulegen.
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10.2
Wartung der Luftverdichter
Die Luftverdichter werden ohne Schmiermittel betrieben und sind überwiegend wartungsfrei. Die genaue
Vorgehensweise zur Wartung entnehmen Sie bitte der in der Verpackung des Luftverdichters befindlichen
Bedienungsanleitung. Bewahren Sie diese zusammen mit den anderen Unterlagen an der Anlage auf.
10.2.1.1 Wartungsarbeiten an Linearmembranpumpen

Reinigung des Filters – Austausch bei starker Verschmutzung

Pumpenblockwechsel – Austausch alle 3 Jahre
10.2.1.2 Wartungsarbeiten an Freikolbenverdichtern

Reinigung des Filters – Austausch bei starker Verschmutzung

Überprüfung des Kolbensatzes – Austausch nach ca. 20.000 Betriebsstunden
10.2.1.3 Wartungsarbeiten an Drehschieberverdichtern

Reinigung des Luftfilters (ab DT 4.10) – Austausch bei starker Verschmutzung

Überprüfung der Kohlefaserlamellen – Austausch (nur satzweise) bei Maßunterschreitung nach
Herstellerangabe

Überprüfung des Kondensators – Austausch bei Kapazitätsunterschreitung von 20%
10.3
Wartungsarbeiten Pure - Relax
10.3.1
Wartung der Steuerungseinheit
Das Kontrollmodul ist ein Steuergerät mit elektronischen und elektromechanischen Bauteilen. Die Bauteile sind
wartungsfrei. Lediglich der Batteriewechsel der Alrmbox sowie die Kontrolle bzw. der Austausch der
Sicherungen erfordern das Öffnen des Kontrollmoduls.
1
Sicherung (Kanal1)
4A
2
Sicherung (Kanal 2-4)
315 mA
3
Alarmbox-Batterie
9V-BLock
3
1
2
10.3.1.1 Sicherungswechsel
Zum Wechseln oder zur Kontrolle der Sicherungen gehen Sie wie folgt vor:
 Entfernen Sie die Abdeckung des Kontrollmoduls durch Lösen der Schrauben
 Wechseln Sie die Sicherung
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 Befestigen Sie die Abdeckungen wieder
10.3.1.2 Austausch der Alarmbox-Batterie
Bei einem Austausch der Alarmbox-Batterie ist in jedem Fall die nachstehende Reihenfolge einzuhalten:

Ausschalten der Anlage

Austausch der Batterie

Einschalten der Anlage
Achtung! Batterien sind Sondermüll und dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden!
10.3.1.3 Displayreinigung
Das Kontrollmodul ist auf der, mit einer Abdeckung versehenen, Schaltkonsole untergebracht und nur über das
Display und die Bedientasten auf der Frontseite des Kontrollmoduls von außen zugänglich. Die Frontseite des
Kontrollmoduls kann unter schwierigen Einsatzbedingungen verschmutzen und sollte bei Bedarf gereinigt
werden. Verwenden Sie zur Reinigung nur weiche Lappen und ein gut verträgliches Reinigungsmittel. Die
Verträglichkeit des Reinigungsmittels sollte im Zweifelsfall vor der Anwendung getestet werden. Vermeiden Sie
das Eindringen von Reinigungsmittel in die Schaltkonsole!
10.4
Wartungsarbeiten Comfort
Vor Beginn und während der Arbeiten muss sichergestellt werden, dass die Anlage
spannungsfrei geschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert ist.
Die nachstehenden Arbeiten sind, wenn nicht anders vermerkt, bei jeder Wartung durchzuführen:

Reinigung des Schaltschrankes

Reinigung des Filters der Schaltschrankbelüftung (Lüftungsgitter linksseitig). Entfernen Sie hierzu das Gitter
an der Schrankaußenseite. Die Filtermatte liegt ohne weitere Befestigung im Lüftungsschacht und kann
ausgeschüttelt bzw. ausgeblasen werden. Tauschen Sie den Filter bei starker Verschmutzung aus.
10.4.1
Wartung der Steuereinheit
Das Kontrollmodul ist ein Steuergerät mit elektronischen und elektromechanischen Bauteilen. Die Bauteile sind
wartungsfrei. Lediglich der Batteriewechsel der Alarmbox sowie die Kontrolle bzw. der Austausch der
Sicherungen erfordern das Öffnen des Kontrollmoduls.
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10.4.2
Displayreinigung
Das Kontroll-Modul und das optionale Erweiterungs-Modul sind in einem Schaltschrank untergebracht und nur
über das Display und die Bedientasten auf der Frontseite des Kontroll-Moduls von außen zugänglich.
Die Frontseite des Kontroll-Moduls kann unter schwierigen Einsatzbedingungen verschmutzen und sollte bei
Bedarf gereinigt werden. Verwenden Sie zur Reinigung nur weiche Lappen und ein gut verträgliches
Reinigungsmittel. Die Verträglichkeit des Reinigungsmittels sollte im Zweifelsfall vor der Anwendung getestet
werden. Vermeiden Sie das Eindringen von Reinigungsmittel in den Schaltschrank!
10.4.2.1 Austausch der Alarmbox-Batterie
Bei einem Austausch der Alarmbox-Batterie ist in jedem Fall die nachstehende Reihenfolge einzuhalten:

Ausschalten der Anlage

Austausch der Batterie (s. Punkt 8.4.6.9)

Einschalten der Anlage
Achtung! Batterien sind Sondermüll und dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden!
10.4.3
Relaiswechsel
Nach Ablauf von mind. 100.000 Schaltspielen an der Leistungsgrenze bei vorwiegend induktiver Last muss mit
dem Ausfall von Relais gerechnet werden.
Erkennungsmerkmale für defekte Relais:
- zugehöriges Aggregat arbeitet nicht oder nicht zuverlässig
- unter Hitzeeinwirkung können sich Relais verfärbt und / oder verformt haben
Die Relais sind mit Steckkontakten ausgestattet und einem Haltebügel gesichert. Sie können im Servicefall sehr
einfach und schnell ausgewechselt werden:

Schaltschrank von Netzspannung trennen;

Zugang in den Schaltschrank herstellen;

Steckverbindungen vom Kontroll-Modul zu den Aggregaten lösen;

6 Schrauben an der Rückwand des Kontroll-Moduls lösen und Rückwand abnehmen

Zur besseren Zugänglichkeit an die Relais bitte die Platine vorsichtig zu ca. 1/3 Bautiefe aus dem Gehäuse
ziehen und darauf achten, dass sich die flexible Verbindung zur Tastatur nicht löst;

Auszuwechselnde(s) Relais ermitteln;

Haltebügel vom defekten Relais schieben;

Relais aus dem Sockel ziehen;

Neues Relais einsetzen (Anordnung der Pins beachten!);

Eingesetztes Relais mit Haltebügel sichern;
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
Platine zurück in das Gehäuse schieben und darauf achten, dass die flexible Verbindung zur Tastatur gut
sitzt;

Rückwand des Kontroll-Moduls wieder einsetzen und verschrauben;

SV-codierte Steckverbindungen von den Aggregaten zum Kontroll-Modul wieder herstellen;

Schaltschrank schließen;

Netzspannung anlegen.
Die Steuerung ist wieder betriebsbereit und befindet sich im Automatikbetrieb.
10.4.4
Sicherungswechsel
F1
F3
F4
Rückseite des Kontrollmoduls
F5
F6
F8
F7
Erweiterungsmodul
Zum Wechseln oder zur Kontrolle der Sicherungen gehen Sie wie folgt vor:
 Drehen Sie die Halterung der Sicherung gegen den Uhrzeigersinn auf (F1)
 Drücken Sie die Halterung der Sicherung leicht an und drehen
Sie diese eine Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn (F3-F8)
 Tauschen Sie die Sicherung
 Setzen Sie die Sicherung samt Halterung wieder ein
Zum Einsatz kommen Glassicherungen (Schmelzsicherungen) mit den Abmaßen 5x20.
Die richtige Absicherung der Kanäle entnehmen Sie bitte der Tabelle auf der nächsten Seite:
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Sicherungseinsatz
LA 100, LA 120
4,0 A
1,0 A
-
4,0 A
4,0 A
4,0 A
3,2 A
DT 4.4, DT 4.6, DT 4.8
4,0 A
1,0 A
1,0 A
4,0 A
4,0 A
4,0 A
3,2 A
DT 4.10 - DT 4.16
6,3 A
1,0 A
1,0 A
4,0 A
4,0 A
4,0 A
3,2 A
DT 4.25
10,0 A
1,0 A
1,0 A
4,0 A
4,0 A
4,0 A
3,2 A
Verdichtertyp
Alarmausgang
Kanal 8
Optionale
Belegung, z.B.
Tauchmotorpumpe
Kanal 7
Optionale
Belegung, z.B.
Tauchmotorpumpe
Kanal 6
Optionale
Belegung, z.B.
Tauchmotorpumpe
Kanal 5
Ventilator 5
Kanal 4
Magnetventil
Schlammrückführung
Kanal 3
Verdichter
Kanal 1
LA 60, LA 80,
Alternativ kann an die Kanäle 5, 6 und 7 eine Tauchmotorpumpe angeschlossen werden. Die Kanäle werden
dann werksseitig mit 4,0 A abgesichert.
5
nur bei Anlagen der Version „Classic“ mit aktiver Schaltschrankkühlung (Ventilator)
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11
Außerbetriebnahme und Entsorgung
Achten Sie darauf, dass ausschließlich qualifiziertes Fachpersonal mit
geeigneter Sicherheitsausrüstung Zugang hat. Stellen Sie sicher, dass die
allgemeinen Sicherheitsvorschriften sowie die Sicherheitsvorschriften am
Einbauort eingehalten werden.
Vor Beginn der entgültigen Demontage schalten Sie die Anlage durch das
Ziehen des Netzsteckers aus. Sichern Sie die Anlage gegen Wiedereinschalten.
Explosionsgefahren in abwassertechnischen Anlagen können
z. B. durch unzulässig eingeleitete brennbare Stoffe oder durch Faulprozesse
(Methan) hervorgerufen werden.
Entlüften Sie die Grube und überprüfen Sie vor dem Einstieg die
Gaskonzentration mittels Gaswarngerät.
11.1
Vorübergehende Außerbetriebnahme
Eine vorübergehende Außerbetriebnahme ist erforderlich bei Wartungsarbeiten oder einem Austausch der
folgenden Komponenten:

Steuerungseinheit

Verdichter

Magnetventil

Verschleißteile
11.2
Demontage der Gesamtanlage
Die vollständige Demontage der Gesamtanlage darf nur durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Lösen Sie die Schläuche und Kabel am Schaltschrank

Ziehen Sie das Schwimmerschalterkabel und die Schläuche in Richtung Behälter heraus

Entfernen Sie den Behälter

Entfernen Sie den Schaltschrank
11.3
Entsorgung
Achten Sie auf eine fachgerechte Entsorgung der Anlage. Nehmen Sie hierzu Kontakt mit dem Hersteller auf.
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Betriebsanleitung Stand: Feb-12
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12
Fehlermeldung und Fehlerbehebung
Störungsanzeige im Display
Bedeutung
Behebung
Störung Kanal 1
Störung Verdichter
 Spannungsversorgung kontrollieren
 Sicherung kontrollieren
Verdichter 1
 Wartungsdienst kontaktieren
Störung Kanal 4
Ventilator
Störung Ventilator
6
 Spannungsversorgung kontrollieren
 Sicherung kontrollieren
Störung …
Störung Magnetventil
 Spannungsversorgung kontrollieren
Kanal 5 | Magnetventil 1
5 - Beschickung
 Sicherung kontrollieren
Kanal 6 | Magnetventil 2
6 - Klarphase
 Gerätestecker am Magnetventil
Kanal 7 | Magnetventil 3
7 - Schlammabzug
Störung Kanal D1
Störung Schwimmerschalter
 Sichtkontrolle des Schwimmerschalters
 Anschluss am Schaltschrank kontrollieren
Schwimmerschalter
Hochwasser in SBR Kammer
kontrollieren
Reaktorkammer überfüllt
 Sichtkontrolle des Schwimmerschalters
 Kontrolle auf Fremdwasserzulauf
 Kontrolle auf Infiltration / Undichtigkeiten
 Kontrolle auf Rückstau in der Ablaufleitung
 Wartungsdienst kontaktieren
Temperaturüberschreitung
 Anlage ausschalten
zu hoch
im Schaltschrank
 Wartungsdienst kontaktieren
Parameterwerte ungültig
Falsche Einstellung im
 Neustart der Anlage
Kontrollmodul
 Wartungsdienst kontaktieren
Echtzeituhr ungültig
Uhr defekt
 Wartungsdienst kontaktieren
Wartungsintervall überschritten
Der Termin für die nächste
 Wartungsdienst kontaktieren
Temperatur im Schaltschrank
7
Wartung ist überschritten
Batterie der Alarmbox
Alarmfunktion bei
verbraucht
Stromausfall deaktiviert
 Austausch der Alarmbox Batterie
Sollten die o. a. Maßnahmen nicht zur Behebung des Fehlers führen, kontaktieren Sie bitte Ihren
Wartungsdienst bzw. Ihre Einbaufirma.
6
nur in Verbindung mit Drehschieberverdichter und aktiver Schaltschrankkühlung
7
nur bei Comfort-Anlagen
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Betriebsanleitung Stand: Feb-12
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13
Checkliste Montage und Inbetriebnahme
Checkliste für den Einbauer
Nicht
Durchgeführte Arbeiten
Erfolgt
erfolgt
Besonderheiten
Montage

Montage des Schaltschrankes



Luftschlauchanschlüsse



Schwimmerschalteranschluss


Animpfen der Anlage


Inbetriebnahme


Funktionskontrolle

Steuerungseinheit/Alarmfunktion



Luftverdichter



Magnetventilverteiler



Belüftung



Hebeanlage Beschickung



Hebeanlage Klarphasenabzug



Hebeanlage Schlammabzug



Schwimmerschalter




Einweisung des Betreibers


Ordnungsgemäße Übergabe der Anlage



8
Ventilator
8
nur in Verbindung mit Drehschieberverdichter und aktiver Schaltschrankkühlung
®
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14
Checkliste Wartung
Checkliste für den Wartungsdienst
Nicht
Durchgeführte Arbeiten
Erfolgt
erfolgt
Einsichtnahme in das Betriebsbuch


Überprüfung des baulichen Zustandes


Kontrolle der Be- und Entlüftung


Allgemeine Reinigungsarbeiten


Besonderheiten
Funktionskontrolle

Steuerungseinheit/Alarmfunktion



Luftverdichter



Magnetventilverteiler



Belüftung



Hebeanlage Beschickung



Hebeanlage Klarphasenabzug



Hebeanlage Schlammabzug



Schwimmerschalter





Ventilator
9
Analytik:
Zulauf
Sauerstoffkonzentration
Schlammvolumenanteil
Temperatur
mg/l
ml/l
°C
CSB
mg/l
NH4-N
Nanorg.
Ablauf
10
mg/l
11
mg/l
pH-Wert
Absetzbare Stoffe
ml/l
Schlammhöhe
Grobstoffabscheidung
9
mm
nur in Verbindung mit Drehschieberverdichter und aktiver Schaltschrankkühlung
10
nur in Verbindung mit Reinigungsklasse N oder Reinigungsklasse D
11
nur in Verbindung mit Reinigungsklasse D
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15
Garantie und Gewährleistungsbedingungen
Gesetzliche
Freiwillige
Gewährleistung
HUBER Garantie
Schaltschrank (ausgenommen Verschleißteile)
2 Jahre
3 Jahre
HUBER MCB® Membranfiltrationseinheit (ausgenommen Membranmodul)
2 Jahre
-
sonstige Technik im Behälter
2 Jahre
5 Jahre
Kunststoffbehälter der HUBER Komplettanlage
5 Jahre
25 Jahre
Außenschaltschrankgehäuse (ohne Inhalt)
2 Jahre
5 Jahre
Technik im Außenschaltschrank (ausgenommen Verschleißteile)
2 Jahre
3 Jahre
1
2
Alle Angaben gelten ab Auslieferung im Werk HUBER DeWaTec und ausschließlich bei Einhaltung aller Montage-, Inbetriebnahmeund Betriebsanweisungen von HUBER DeWaTec sowie der HUBER DeWaTec erteilten allgemeinen bauaufsichtlichen
Zulassungen und der Einleitung ausschließlich häuslichen Schmutzwassers. Von der Garantie ausgenommen sind nicht von
HUBER DeWaTec zu vertretende Mängel und Schäden, die auf unsachgemäßen Betrieb der Anlage, nicht durchgeführte
Wartungen, vom Kunden verursachte Störungen sowie auf eigenmächtige Änderungen der Anlage zurückzuführen sind.
1
: Die Garantie umfasst nach Wahl von HUBER DeWaTec die Stellung von Ersatzteilen oder die Reparatur durch HUBER
DeWaTec oder Dritte, nicht jedoch die Übernahme eventueller Fracht- und Montagekosten. Die Garantieerfüllung ist vor
Ausführung vom örtlichen Vertriebspartner mit HUBER DeWaTec abzustimmen. Die Garantie gilt für registrierte Anlagen bei
nachgewiesenem Einbau und Wartung durch HUBER DeWaTec oder durch einen von HUBER DeWaTec zertifizierten
Fachbetrieb. Eine ordnungsgemäße Schlammabfuhr wird vorausgesetzt.
2
: Auf die Dichtheit des Behälters
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Betriebsanleitung Stand: Feb-12
Seite 83
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16
Adressen
Hersteller
Firma
Anschrift
HUBER DeWaTec GmbH
Brassertstraße 251
45768 Marl
Telefon
0900 1 00 4 005 *
Internet
www.huber-dewatec.de
email
[email protected]
* 49 cent ( inkl. MwSt. ) / Min. aus dem deutschen Festnetz; ggf. abweichender Mobilfunktarif
Ihr Wartungsunternehmen
Firma
Anschrift
Telefon
Telefax
Internet
email
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Betriebsanleitung Stand: Feb-12
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